,pfaffenspiegel ,historische ,denkmale des ,fanatismus in der rmisch-katholischen ,kirche von ,corvin ,dritte neu durchgesehene ,auflage ,dem ,ross eine ,peitsche1 dem ,esel einen ,baum und dem ,narren eine ,rute auf den ,rcken4 ,sprchew4 ,salom4 ,kap4 #bf1 ,v4#c ,stuttgart ,vogler ,beinhauer #ahgj ,pio ,nono6 ,sollte ,dir1 heiligster ,vater1 dieses ,bchlein gefallen und ,du mir solches ffentlich zu erkennen geben1 so will ich mich bemhen1 mit hnlichen ,geschenken aufzuwarten4 ,ulrich von ,hutten ,vorrede zur zweiten ,auflage ,welchen nun diese ,bienen werden stechen1 der mag1 schreien und sich rchen4 ,so werden sie ihn noch mehr stechen4 ,philipp von ,marnir ,herr von ,st4 ,aldegonde ,es sind nun mehr als zwanzig ,jahre verflossen1 seit die erste ,auflage dieses ,buches in ,leipzig erschien4 ,es begann damals sich berall zu regen4 ,der sich mndig fhlende ,geist der ,menschheit emprte sich gegen die ihm von dem ,despotismus vergangener ,jahrhunderte aufgezwngten ,formen und die ,regierungen wandten die schon oft erprobten ,mittel an1 ihn zur ,unterwrfigkeit zu bringen4 ,die ,zensur bte ihr ,amt mit bornierter ,strenge2 ,zeitungen wurden widerrechtlich unterdrckt und ,schriftsteller gemaregelt und eingesperrt1 denn durch sie sprach der ,geist der ,zeit zum ,volk1 welches nicht wissen sollte1 dass es der ,kinderstube entwachsen war4 ,die ,kirche blieb nicht zurck4 ,die alten und bereits beiseite gestellten ,dogmen und ,reliquien wurden aus der rmischen ,rumpelkammer wieder hevorgesucht und mit mitleidsvollem ,zorn sah der ,genius des neunzehnten ,jahrhunderts die glubige ,herde zu ,hunderttausenden nach ,trier wallfahrten1 einen von dem dortigen ,bischof ausgestellten1 angeblichen ,rock ,christi anzubeten4 ,leipzig war zu jener ,zeit noch die ziemlich unbestrittene ,metropole des deutschen ,buchhandels und in ihr vereinigte sich ein ,kreis tchtiger1 strebsamer ,mnner1 deren ,namen zum ,teil schon damals ruhmvoll bekannt waren1 oder es seitdem geworden sind4 ,in dem neu entstandenen deutschen ,schriftstellerverein fanden sie einen ,vereinigungspunkt1 wo mancher ,gedanke geboren wurde1 der spter zur ,tat reifte4 ,ich war einer der vierzehn ,stifter dieses ,vereins und kein unttiges ,mitglied4 ,wir erlebten das ,jahr #ahdh4 ,ich hatte den fnften ,band meiner ,geschichte der groen niederlndischen ,revolution vollendet und mit ,held die illustrierte ,weltgeschichte begonnen4 ,zu meiner geistigen ,erfrischung diente mir die ,teilnahme an ,helds ,wochenschrift ,die ,lokomotive1 deren scharfer ,pfiff dem verschlafenen ,volk verkndete1 dass die ,zeit der geistigen ,hauderer und ,landkutscher vorber sei1 dass der ,genius der ,freiheit mit neuer ,kraft durch die ,welt brause und dass die abgetriebenen ,mhren des geistlichen und weltlichen ,despotismus dem ,abdecker verfallen seien4 ,die ,rockfahrt nach ,trier emprte selbst die gebildete katholische ,welt4 ,in den von ,robert ,blum inspirierten schsischen ,vaterlandsblttern erschien der bekannte ,absagebrief von ,johannes ,ronge4 ,es entstand eine groe ,bewegung1 von der man sich viel versprach und die auch bedeutendere ,folgen gehabt haben wrde1 wenn die ,leiter derselben ihrer ,aufgabe mehr gewachsen gewesen wren4 ,sie hatten guten ,willen1 aber zu wenig ,talent4 ,ich teilte die ,hoffnungen ,vieler und beschloss1 mein ,teil zur ,erfllung derselben beizutragen4 ,meine historischen ,quellenstudien1 namentlich die fr meine ,geschichte der niederlndischen ,revolution gegen ,philipp ,,ii4 von ,spanien1 in welcher das religise ,element eine ,hauptrolle spielte1 hatten mich mit ,dingen nher bekanntgemacht1 welche dem ,volk von den seine ,erziehung eiferschtig bewachenden ,priestern sorgfltig verhehlt oder nur verstmmelt oder kirchlich zurechtgemacht mitgeteilt wurden4 ,ich hatte die ,schriften der ,kirchenvter und die der geachtetsten ,kirchenschriftsteller zu lesen und je mehr ich las und forschte1 desto mehr wurde mir die ,nichtswrdigkeit des entsetzlichen ,verbrechens klar1 welches die rmische ,kirche an der ,menschheit verbt hatte1 desto mehr erstaunte ich ber die unerhrte ,dreistigkeit und ,perfidie1 mit welcher es begangen wurde und noch immer begangen wird4 ,ich sah immer mehr ein1 dass die ,knechtschaft1 unter welcher das ,menschengeschlecht seufzt1 in der ,kirche wurzelte und dass all unsere ,bestrebungen zur ,freiheit ohnmchtig sein wrden1 wenn wir uns nicht zuerst von den ,fesseln befreiten1 in welche die ,kirche den ,geist der ,menschen geschlagen hatte4 ,dieser ,erkenntnis entsprach der ,entschluss1 ein ,buch zu schreiben1 welches dem von den ,priestern betrten ,volk die ,decke von den ,augen nahm und ihm gestatten sollte1 einen ,blick in die ,werkstatt zu tun1 in welcher seine ,fesseln geschmiedet wurden4 ,der religisem ,glauben entspringende ,fanatismus zeigte sich berall als der entsetzlichste ,feind der ,freiheit1 und um ihn zu bekmpfen und zu vernichten1 schien es mir ntig1 dem ,volk nicht allein die grsslichen ,folgen des ,fanatismus durch historische ,beispiele vorzufhren1 sondern auch zugleich die trben ,quellen des ,glaubens selbst nachzuweisen1 dessen ,folge er ist4 ,da nun dieser ,glaube auf angeblichen ,tatsachen beruht1 an deren ,wahrheit das ,volk deshalb nicht zweifelt1 selbst wenn sie der ,erfahrung und der ,vernunft widersprechen1 weil sie von ,priestern erzhlt werden1 an deren greren ,verstand1 ,wahrheitsliebe1 ,uneigenntzigkeit und sittlichen ,charakter das ,volk glaubt3 so habe ich zur ,bekmpfung dieses ,autorittsglaubens ebenfalls fr ntig gehalten1 die ,natur dieser ,autoritten1 das heit der ,ppste und ,priester1 historisch zu beleuchten und nachzuweisen1 dass das glubige ,volk in dieser ,hinsicht von durchaus falschen ,voraussetzungen ausgeht4 ,um diese verschiedenen ,zwecke zu erreichen1 beschloss ich1 in einer ,einleitung darzulegen1 wie sich die ,macht der ,ppste und ,priester im ,laufe der ,zeit entwickelte1 welche ,mittel sie dazu benutzten und welche ,wirkung diese ,mittel auf die ,gesellschaft im ,allgemeinen und auf die ,priester selbst hatten4 ,dann sollte die ,geschichte der ,geiler1 der ,albigenser und ,waldenser1 der ,wiedertufer1 der ,inquisition1 der ,judenverfolgung etc4 nachfolgen4 ,die ,einleitung bot sehr groe ,schwierigkeiten1 denn ein seit ,jahrhunderten angesammeltes ,material sollte in den engen ,rahmen eines migen ,bandes gezwngt werden4 ,ferner geboten die ,umstnde ganz besondere ,sorgfalt und ,vorsicht in der ,auswahl dieses ,materials4 ,die ,zensur existierte noch und abgesehen von dieser ,beschrnkung durfte ich nur solche ,tatsachen benutzen und anfhren1 deren ,wahrheit nicht allein mir als unzweifelhaft schien1 sondern die auch von den rmischen ,priestern selbst angefochten werden konnten4 ,der damalige ,zensor in ,leipzig war ein ,professor ,hardenstern4 ,er sandte mir hufig mein ,manuskript mit dicken ,strichen versehen zurck1 allein er hatte die missliebigen ,stellen meistens wieder freizugeben1 wenn ich ihm bewies1 dass sie dem von der rmischen ,kirche approbierten ,buch eines ,heiligen oder andern groen ,kirchenlichtes entnommen waren4 ,so erschien also die ,einleitung zu meinem ,werk gewissermaen besttigt durch die schsische ,regierung1 an deren ,spitze ein rmisch-katholischer ,knig stand4 ,das ,buch wurde auch1 auer in sterreich1 nirgends konfisziert1 und die ,wahrheit nicht einer einzigen der darin angegebenen ,tatsachen ist selbst von der rmischen ,geistlichkeit1 obwohl sie das ,buch wie begreiflich hchlich verdammte1 angefochten oder gar widerlegt worden4 ,von der ,kritik wurde mein ,buch durchweg uerst gnstig aufgenommen und meinem ,flei und ,bestreben die vollste ,anerkennung zuteil4 ,einige wohlmeinende ,freunde sprachen gegen mich die ,meinung aus1 dass mein ,buch eine noch bessere ,wirkung hervorgebracht haben wrde1 wenn ich die emprendsten ,tatsachen weggelassen und bei ,beurteilung der mitgeteilten mehr ,migung beobachtet htte4 ,gegen diese ,ansicht muss ich mich entschieden erklren4 ,wollte ich handeln1 wie diese ,wohlmeinenden es verlangen1 so handelte ich jesuitisch4 ,eine ,linie1 die nicht gerade ist1 ist krumm und entstellte ,wahrheit ist ,lge4 ,es ist allerdings mglich1 dass einigen ,katholiken die von mir mitgeteilten ,tatsachen so unglaublich scheinen1 dass sie dieselben fr bswillige ,erfindungen halten1 worin sie natrlich von ihren ,geistlichen bestrkt werden2 allein sollte ich aus diesem ,grunde mich gerade der wirksamsten ,waffen berauben8 ,wer mich der ,lge beschuldigt1 der mag offen auftreten2 ich will ihm beweisen1 dass1 was er als ,lge bezeichnet1 den ,schriften eines verehrten ,heiligen1 ,bischofs oder ,prlaten wrtlich entnommen ist4 ,was nun meine ,urteile anbetrifft1 so sind sie allerdings oft in herben und derben ,worten ausgedrckt1 allein ich frage1 welche ,ansprche hat denn die rmische ,kirche auf eine rcksichtsvolle und zarte ,behandlung8 ,die ,wahrheit sagen ist in der ,tat nicht so grob1 als jemand verbrennen1 weil er an eine handgreifliche ,lge nicht glauben kann6 ,nein6 was ich fr schlecht halte1 das werde ich schlecht nennen4 ,der ,ausdruck meiner ,entrstung ber diese oder jene rmische ,niedertrchtigkeit muss dieser ,entrstung angemessen sein1 und ist dies absichtlich nicht der ,fall1 dann lge ich und bin ebenso verchtlich wie diejenigen1 welche ich tadele4 ,die rmische ,kirche ist kein ,freund der ,menschheit1 dessen ,schwchen und ,gebrechen aufzudecken und zu verhhnen mir ,schande bringen knnte2 sie ist der noch immer starke1 freche und gewissenlose ,feind unserer ,freiheit1 der die emprendsten ,mittel nicht verschmht1 seine ,zwecke zu erreichen2 ,torheit und ,schwche wre es1 im offenen und ehrlichen ,kampf mit dem ,todfeind dieser ,freiheit die ,blen nicht zu benutzen1 die er bietet3 ich stoe hinein mit aller ,kraft1 und wenn ich kann1 nach dem ,herzen4 ,das ,buch ist nicht fr den ,gelehrten1 auch nicht fr den ,salon bestimmt1 es ist fr das ,volk geschrieben1 und damit dasselbe es lese1 ist es geschrieben wie es geschrieben ist4 ,sind darin vorkommende ,tatsachen und ,worte nicht immer anstndig1 dann halte man sich deshalb an diejenigen ,heiligen1 ,ppste oder ,priester1 welche solche unanstndigen ,handlungen begingen1 oder unanstndige ,worte gebrauchten2 - auf die zarten ,nerven parfmierter ,dandys kann man nicht ,rcksicht nehmen1 wenn man gegen einen frechen1 unverschmten ,fein und fr die ,wahrheit kmpft4 ,der zweite ,band1 ,die ,geiler1 folgte bald dem ersten2 allein ehe der dritte noch erscheinen konnte1 brach der ,sturm von #ahdh los1 der mich in ,paris fand1 wo ich ,zeuge der ,februar-,revolution wurde4 ,die ,zeit des ,schreibens war nun vorlufig vorber1 und mit ,tausenden ,gleichgesinnter griff ich zum ,schwert4 ,ich focht in erster ,reihe und bis zuletzt4 ,die frstliche ,gewalt hatte bereits berall in ,deutschland gesiegt1 als wir die ,festung ,rastatt bergaben1 deren ,verteidigung ich als ,chef des ,generalstabes geleitet hatte4 ,ich wurde zum ,tode verurteilt1 aber nicht einstimmig4 ,die eine dissentierende ,stimme1 die ,anwendung eines in ,bezug darauf erlassenen ,gesetzes und ein ,zusammentreffen anderer glcklicher ,umstnde retteten mich vom ,tod2 allein ich ward volle sechs ,jahre in der einsamen ,zelle eines pennsylvanischen ,gefngnisses lebendig begraben4 ,wen die ,einsamkeit eines solchen ,gefngnisses nicht geistig zertrmmert1 den lutert und krftigt sie4 ,manche meiner ,leidensgefhrten starben1 manche kehrten mit zerstrtem ,krper und ,geist hilflos in die ,welt zurck4 ,es war im ,herbst #ahee1 als ich mein ,grab verlie4 ,weder mein ,geist noch meine ,gesundheit hatten gelitten2 im ,gegenteil1 was andere zerstrte1 hatte mich gekrftigt4 ,von der regierenden ,gewalt verfolgt und von ,ort zu ,ort getrieben1 hatte ich nach ,england zu fliehen1 to eat the bitter bread of banishment - das bittere ,brot der ,verbannung zu essen4 ,der groe ,brgerkrieg in ,amerika brach aus und im ,herbst #ahfa schiffte ich hinber1 als ,special-,correspondent der ,augsburger ,allgemeinen ,zeitung und ,correspondent der ,london ,times4 ,ich sah dort viel und lernte viel4 ,in der sechsjhrigen ,einsamkeit des ,gefngnisses machte ich innere ,entdeckungen und ,erfahrungen1 und durch den sechsjhrigen ,aufenthalt mitten in dem jugendkrftigen ,leben und ,treiben der groen ,republik wurde mir reichlich ,gelegenheit gegeben1 die praktischen ,resultate der ,prinzipien zu beobachten und zu prfen1 fr deren ,verwirklichung wir in ,europa ,gut und ,blut daran gesetzt hatten4 ,in ,amerika wird man hufig von ,amerikanern und ,deutschen hren um ,amerika und die ,amerikaner zu verstehen1 muss man wenigstens fnf ,jahre im ,land gelebt haben und ich kann das zur ,beherzigung fr die ,leute hier besttigen1 welche so schnell und absprechend ber amerikanische ,zustnde urteilen4 ,vertrieben aus meinem ,vaterland wurde ich zwar ein ,brger der groen ,republik1 in welcher meine ,ansichten und berzeugungen mich nicht zum ,verbrecher stempelten2 allein wenn auch dem erweiterten ,verstand die ganze ,welt als ,vaterland nicht zu klein ist1 so hngt doch das ,herz jedes ,menschen mehr oder weniger an dem ,land1 in welchem seine ,wiege stand und in welchem er seine ,jugend verlebte4 ,das ,herz des ,deutschen bleibt berall deutsch1 wenn auch seine ,zunge englisch redet1 und jeder sehnt sich danach1 ,deutschland wiederzusehen4 ,diese ,sehnsucht erfasste auch mich und es verlangte mich1 an ,ort und ,stelle zu sehen1 wie die ,saat stnde1 welche wir vor zwanzig ,jahren mit ,blut und ,trnen eingest hatten4 ,ich kehrte daher im vorigen ,jahr als ,correspondent der ,new ,yorker ,times fr ,deutschland und angrenzende ,lnder in mein ,geburtsland zurck4 ,der aus dem ,jahr #ahdh bekannt ,corvin ist aus ,amerika zurckgekehrt berichtete eine befreundete ,zeitung und die andern druckten es nach4 ,als ich diese brillante ,anerkennung fr ein der ,freiheit und dem ,volk gewidmetes ,leben las1 lachte ich hell auf2 nicht bitter1 sondern mit dem glcklichen1 heiteren ,sinn1 der mich in den ,stand setzte1 ruhigen ,auges den standrechtlichen ,kugeln entgegenzusehen1 in der wehedurchzitterten1 brotsuppendurchdufteten ,einsamkeit der entsetzlichen ,zuchthauszelle geistig und krperlich gesund zu bleiben2 die groen und kleinen ,miseren des ,flchtlingslebens mit ,humor zu tragen2 in des ,schiffbruchs ,knirschen1 wo die ,glubigen zittern1 ruhig zu schlafen und mitten im ,schlachtendonnerwetter meinen ,zeitungsbericht zu schreiben4 ,wer kmmert sich heute noch um die ,leute1 welche die ,bume pflanzten1 die uns ,schatten und ,nutzen gewhren6 - ,ich war mit dem zufrieden1 was ich in ,deutschland sah4 ,das ,blut der ,mrtyrer von #ahdh und #di und die ,trnen ihrer ,weiber und ,kinder sind nicht umsonst geflossen4 ,die ,vernderungen in der menschlichen ,gesellschaft entwickeln sich eben in hnlicher ,weise wie die in der ,natur1 - allmhlich und langsam und es ist unvernnftig von denen1 die doch sonst die ,wunder leugnen1 ,wunder zu verlangen4 ,von den politischen ,folgen der ,jahre #ahdh und #di will ich indessen hier nicht reden2 ich habe mit ihnen hier nichts zu tun1 ich will nur den geistigen ,fortschritt in ,betracht ziehen4 ,der unvernnftige ,glauben hat in diesen zwanzig ,jahren viel ,terrain verloren und die ,hauptsttze desselben1 das ,papsttum hngt noch an einem schwachen ,lebensfaden4 ,die ,macht der ,pfaffen ist unterwhlt selbst in sterreich1 ,italien und ,spanien und die ungeheuren ,anstrengungen1 die gemacht werden1 die aufrecht zu erhalten1 sind nutzlos4 ,die ,presse ist frei und sogar dem ,papsttum treusten ,regierungen sind von der ffentlichen ,meinung gezwungen worden1 die ,wissenschaft gewhren zu lassen1 und selbst in die ,notwendigkeit versetzt1 die ,anmaungen der ,pfaffen zu bekmpfen4 ,unsere ,aufgabe ist es1 die errungenen ,vorteile zu bentzen1 und der zweckmigste ,weg dazu1 das ,wissen unter dem ,volk zu verbreiten und vor allem danach zu streben1 den ,pfaffen mit und ohne ,tonsur die ,erziehung der ,jugend aus den ,hnden zu winden4 ,wohl wei ich1 dass die protestantischen orthodoxen ,pfarrherren ebenso fanatisch sind1 wie die dummglubigen ,mnche1 und dass sie1 wenn sie die ,macht htten1 ihre despotischen ,gelste zu befriedigen1 dies mit hnlichen ,mitteln tun wrden1 wie sie die rmische ,kirche gebrauchte2 allein wir knnen ,herrn ,knaak und hnliche ,stillstandshelden ruhig ihre ,glaubensdummheiten zu ,markt bringen lassen1 das protestantische ,volk lacht darber und die paar alten ,weiber1 die ihnen glauben1 tun wenig ,schaden4 ,ich lasse daher die innerhalb der protestantischen ,kirche auftauchenden ,dummheiten unbercksichtigt1 wenigstens sind sie nicht der ,hauptgegenstand dieses ,buches4 ,ich habe es hier speziell mit den von ,rom ausgehenden ,dummheiten und ,nichtswrdigkeiten zu tun und zeige dem ,volk das ,gesicht der rmischen ,pfaffheit1 wie es in dem ,spiegel der ,geschichte erscheint4 ,die erste ,auflage dieses ,buches war bald vergriffen und meine lange ,abwesenheit von ,deutschland hinderte mich daran1 eine zweite zu veranstalten4 ,als ich jedoch im vorigen ,jahr von ,amerika zurckkehrte1 wurde ich von sehr verschiedenen ,seiten dringend dazu aufgefordert4 ,im ,buchhndler-,brsenblatt wurde das ,buch fast wchentlich gesucht und es war selbst antiquarisch nirgends zu haben4 ,ich selbst konnte kein ,exemplar auftreiben und hatte es mir von einem ,privatmann zu borgen1 welcher es an jemanden verliehen1 der es wiederum einem ,freunde in einer anderen ,stadt mitgeteilt hatte6 ,obwohl mit mancherlei ,arbeiten berhuft1 entschloss ich mich nun zu einer zweiten ,auflage4 ,die ,vernderungen1 welche whrend dieser zwanzig ,jahre in ,deutschland stattgefunden hatten1 machten eine teilweise ,umarbeitung notwendig4 ,die ganze ,einleitung passte nicht mehr und ich schrieb eine andere4 ,zeitanspielungen durchzogen das ganze ,buch und ich hatte es durchaus zu revidieren und vermehrte dasselbe durch ein ,kapitel1 welches ich hauptschlich dem zweiten ,band entnahm4 ,ich vernderte auch den ,titel1 da mir christlicher ,fanatismus eine contradictio in adjecto schien4 ,wenn ich an den mitgeteilten ,tatsachen nichts nderte1 hchstens einige hinzufgte1 und ebenso wenig an dem ,stil und ,ton des ,buches1 so tat ich das mit voller berlegung4 ,narren muss man mit ,kolben lausen heit das derbe deutsche ,sprichwort und wie ein ,anatom1 der zum ,besten der ,menschheit in faulen ,krpern whlt1 keine ,handschuhe anziehen kann1 so kann auch ich den faulen ,pfaffenkrper nicht mit ,glachandschuhen anfassen4 ,dass ich mir aber bei dem ekelhaften ,geschft eine humoristische ,zigarre anstecke1 kann mir kein ,mensch bel nehmen1 und sie kommt ja auch dem ,leser zu gut4 ,ebenso wenig halte ich es fr angemessen es aufzugeben1 die ,dinge beim rechten ,namen zu nennen4 ,wenn ich einen fr unanstndig gehaltenen ,gegenstand berhaupt so bezeichnen muss1 dass man versteht1 was ich meine1 so wird der ,gegenstand dadurch nicht anstndiger1 dass ich umschreibe1 was ich mit einem deutschen ,wort bezeichnen kann4 ,hoffentlich wird mein ,buch noch zur ,kirchenversammlung fertig1 von der sich der ,papst die ,wiederherstellung der rmischen ,herrlichkeit verspricht2 mein ,buch mag den ,herren zum ,nachschlagen dienen1 wenn sie vielleicht vergessen haben sollten1 was die rmische ,kirche vorschreibt und glaubt4 #ahfh im ,oktober4 ,corvin ,vorrede zur dritten ,auflage ,ich war freilich vollstndig davon berzeugt1 dass mein ,pfaffenspiegel ein zeitgemes ,buch sei2 allein dennoch berraschte es mich sehr angenehm1 dass bereits nach einigen ,wochen eine dritte ,auflage ntig wurde1 welche hoffentlich nicht die letzte sein wird4 ,ein gnstiges ,geschick untersttzte die in dem ,buch vertretene gute ,sache dadurch1 dass es gerade um die ,zeit seines ,erscheinens ,dinge an das ,tageslicht brachte1 welche die in demselben aufgestellte ,behauptung bewahrheiteten1 dass die in frheren ,zeiten innerhalb der rmischen ,kirche1 namentlich in den ,klstern1 verbten ,ruchlosigkeiten und himmelschreienden ,verbrechen keineswegs allein barbarischen ,zeitaltern angehrten1 sondern dass sie eine natrliche ,folge des in der rmischen ,kirche herrschenden1 unwandelbaren ,prinzips sind1 und heute noch ebenso vorkommen wie vor tausend ,jahren1 nur in vielleicht noch schrecklicherer und mehr raffinierter ,nichtswrdigkeit4 ,als die rmische ,kirche noch ber ,kaiser1 ,knige und ,volk unumschrnkt gebot1 hielten es die ,pfaffen kaum fr der ,mhe wert1 ihre ,gewaltttigkeiten zu verbergen1 da die ,kirche selten den ,willen1 und das weltliche ,gesetz nicht die ,macht hatte1 die unter dem ,deckmantel der ,religion verbten ,scheulichkeiten zu verhindern1 oder zu bestrafen4 ,das hat sich indessen seit der ,reformation und den aus derselben sich entwickelnden ,revolutionen gendert4 ,selbst solche ,kaiser und ,knige1 welche noch sehr geneigt wren1 die rmische ,kirche gewhren zu lassen1 weil die durch dieselbe gefrderte ,verdummung der ,despotie gnstig ist1 - sind von der ffentlichen ,meinung1 welche durch den ,arm des ,volkes manchmal ,throne zertrmmert und ,kronen1 - samt den ,kpfen - herunterschlgt1 gezwungen worden1 ihrer unumschrnkten ,gewalt feierlich zu entsagen und ihre despotischen ,gelste hinter sogenannten ,konstitutionen zu verbergen1 ber welche sie lachen mgen1 die aber das ,volk sicher zur ,wahrheit machen wird1 wenn es sich erst von der geistigen ,knechtschaft der ,kirche befreit und damit unehrlichen ,frsten alle ,hoffnung auf die ,rckkehr zur alten despotischen ,herrlichkeit abgeschnitten hat4 ,die ,frsten1 die sich selbst dem ,gesetz fgen mssen1 knnen die ,pfaffen nicht lnger schtzen1 welche verfassungsmige ,gesetze verletzen1 denn die ffentliche ,meinung verlangt gleiches ,recht fr alle und will ,privilegien der ,kirche und ihrer ,diener nicht lnger dulden4 ,die rmische ,kirche hlt jedoch ihre ,grundstze und ,gesetze fr vollkommen und erklrt1 dass der ,zeitgeist auf ,abwegen sei und durch ein ,konzil wieder in das althergebrachte ,gleis gebracht werden msse2 und die einzige ,konzession die sie1 aus ,notwendigkeit1 macht1 ist1 dass sie die ihr unberechtigt erscheinende staatliche ,gewalt1 welche ihren ungesetzlichen ,handlungen ,schranken setzen und gar bestrafen will1 betrgt und als ,verbrechen denunzierte ,vorgnge mit der dreistesten ,unverschmtheit ableugnet und alle ,beweise mglichst schnell vernichtet oder sonst aus dem ,weg rumt4 ,dass bei einem solchen ,zustand die ,opfer kirchlicher ,tyrannei nicht besser wegkommen1 als im ,mittelalter1 liegt auf der ,hand4 ,nach den ,enthllungen1 welche innerhalb der letzten zwanzig ,jahre gemacht worden sind1 lsst es sich mit ,bestimmtheit annehmen1 dass alle ,verbrechen1 welche in meinem ,pfaffenspiegel nach authentischen ,quellen berichtet sind1 auch noch heutzutage innerhalb der rmischen ,kirche und namentlich in den ,klstern begangen1 aber nur sorgfltiger geheim gehalten werden1 und dass es daher eine von der ,menschlichkeit gebotene ,pflicht ist1 die ,regierungen auf dem gesetzlichen ,weg zu veranlassen1 die strengsten ,untersuchungen anzuordnen1 und ferner alle ,ausnahmegesetze fr ,priester1 oder die ,kirche im ,allgemeinen1 aufzuheben und die ,gleichheit vor dem ,gesetz eine ,wahrheit werden zu lassen4 ,schlielich ersuche ich nochmals alle ,leser1 welche es mit der ,menschheit wohl meinen1 mir unter der ,adresse der ,verlagshandlung ,mitteilungen ber pfffische ,nichtswrdigkeiten zu machen1 die zu ihrer ,kenntnis kommen1 und deren ,untersuchung und geeigneter ,stelle angeregt werden soll1 ohne den ,namen der ,mitteiler zu nennen4 ,unzweifelhafte ,flle sollen dann in folgenden ,auflagen und auch durch die ,zeitungen zur ,kenntnis des ,publikums gebracht werden4 ,rorschach am ,bodensee1 ,august #ahfi4 ,corvin ,inhalt ,vorrede zur zweiten ,auflage ,vorrede zur dritten ,auflage ,einleitung ,wie die ,pfaffen entstanden sind ,die lieben1 guten ,heiligen ,die heilige ,trdelbude ,die ,statthalterei ,gottes in ,rom ,sodom und ,gomorrha ,die ,mncherei ,der ,beichtstuhl ,einleitung ,je erhabener gttliche ,dinge sind1 je ferner sie von der ,sinnenwelt abliegen1 desto mehr muss sich das ,streben unserer ,vernunft nach ihnen richten2 der ,mensch wird wegen der ihn auszeichnenden ,vernunft mit dem ,bild ,gottes verglichen2 daher soll der ,mensch sie auf nichts lieber richten1 als auf den1 dessen ,bild er durch sie vorstellt4 ,ablard ,wenn der schwache ,mensch sich unter den ,schlgen des ,unglcks erliegen fhlt und weder in sich selbst1 noch in andern1 noch berhaupt irgendwo auf ,erden ,trost und ,hilfe fr seine ,leiden findet1 dann treibt ihn ein natrlicher ,hang dazu1 sich mit der in ,gefhlen1 ,gedanken oder ,worten ausgedrckten ,bitte an die von jedem geahnte1 wenn auch nicht begriffene ,macht zu wenden1 welcher er den ,ursprung und die ,erhaltung alles ,bestehenden1 der ,welt1 zuschreibt und die wir mit dem allgemeinen ,namen ,gott bezeichnen4 ,es kann nur eine ,weltursache1 einen ,gott geben1 aber das ,wesen - die ,beschaffenheit und ,art dieser schaffenden und erhaltenden ,kraft ist das groe ,weltgeheimnis1 welches nie ergrndet wurde1 nie ergrndet werden wird und nie ergrndet werden kann4 ,jeder ,mensch1 der berhaupt eines ,gedankens fhig ist1 macht sich indessen von diesem ,wesen eine ,vorstellung1 welche dem ,grade der ,ausbildung der ihm mit der ,geburt gegebenen ,vernunft angemessen ist4 ,diese ,vorstellung ist sein ,gott1 und somit jeder ,mensch der ,schpfer seines ,gottes4 ,die ,vernunft entwickelt sich infolge sehr mannigfaltiger ,einflsse sehr verschieden1 und wie es kaum zwei ,menschen gibt1 die durchaus krperlich gleich sind1 so gibt es auch nicht zwei1 deren geistige ,ausbildung oder ,entwicklung genau dieselbe ist4 ,daraus folgt1 dass es1 streng genommen1 ebenso viele ,gtter als ,menschen gibt1 - das heit ,vorstellungen von ,gott4 ,was verschiedenen ,menschen fr eine ,ansicht ber die ,natur der ,sonne haben1 ndert die ,sonne nicht1 und ,gott bleibt derselbe1 wie verschieden sich auch die ,vorstellung der ,menschen gestalten mag4 ,der ,neger1 der vor dem von ihm selbst geschnitzten ,fetisch kniet1 welcher der verkrperte ,ausdruck seiner ,gott-,vorstellung ist1 wie der ,inder1 der ,feueranbeter1 der ,mohammedaner1 ,jude oder ,christ1 - alle beten zu demselben ,gott1 und die sogenannten ,materialisten und ,atheisten1 die nicht beten1 haben nur eine von der mehr allgemeinen abweichende ,ansicht4 ,die sogenannten ,gottesleugner verneinen nicht eigentlich das ,vorhandensein ,gottes1 was eine absolute ,dummheit wre1 sondern erklren sich nur gegen die ,vorstellung von einem persnlichen ,gott4 ,alle ,gottesvorstellungen sind zwar aus ein und derselben ,urquelle geschpft2 allein je nach den ,einfluss benden verschiedenen ,verhltnissen bildeten sie sich verschieden und oft zu so seltsam und wunderlich erscheinenden ,formen aus1 dass es selbst dem kundigen1 denkenden ,forscher schwer wird1 den gemeinschaftlichen ,ursprung nachzuweisen4 ,da nun die ,gottesvorstellung die ,grundlage jeder ,religion ist1 so erklrt sich einerseits das ,vorhandensein so vieler verschiedener ,religionen und andrerseits wieder der ,umstand1 dass ,vlker1 die sich unter denselben oder hnlichen ,verhltnissen entwickelten1 dieselbe ,religion haben4 ,das ,nachweisen des gemeinschaftlichen ,ursprungs der verschiedenen ,religionen wrde ein eigenes ,werk erfordern1 und da es fr den mir vorliegenden ,zweck gengt1 so beschrnke ich mich darauf1 eine ,skizze von dem allgemeinen ,entwicklungsgange aller ,religionen zu geben4 ,als die ,erde in ihrer ,entwicklung auf dem dazu geeigneten ,punkte angelangt war1 entstanden ,menschen4 ,diese empfanden die angenehmen und unangenehmen ,wirkungen der verschiedenen ,naturerscheinungen zum ersten ,mal1 und da sie mit ,vernunft begabt waren1 so forschten sie bald1 oder vielmehr machten sich ,gedanken ber deren ,ursprung4 ,die unmittelbarsten ,eindrcke empfanden sie von der ,witterung1 und ,regen1 ,wind1 ,gewitter1 ,hitze und ,klte waren umso mehr geeignet1 ihre ,neugierde zu erregen1 als deren ,urheber ihren ,augen verborgen waren4 ,die ,vernderungen1 welche vor ,regen und ,gewitter am ,himmel vorgingen1 konnten sie indessen sehen1 und da der ,regen und der ,blitz aus den ,wolken kamen1 so lag es sehr nahe1 die verborgenen ,urheber im ,himmel1 das heit in den ,wolken zu suchen4 ,die ,sonne1 von welcher ,tag und ,nacht1 ,hitze und ,klte mit ihren ,wirkungen abhngen1 musste natrlich ebenfalls ein hauptschlicher ,gegenstand ihrer verwunderten ,betrachtung werden4 ,auch der ,wechsel der ,jahreszeiten mit seinen ,annehmlichkeiten und ,unannehmlichkeiten musste die ,frage nach dessen ,ursache erzeugen4 ,da die ,erfahrung1 die ,mutter aller ,wissenschaft1 noch in der ,kindheit war1 so bewegte sich die ,phantasie1 das ungeregelte ,spiel der ,vernunft1 nur in dem sehr beschrnkten ,kreis des ,sichtbaren und knpfte daran ihre ,schlsse in ,bezug auf das ,verborgene4 ,als handelnde ,wesen kannte man nur ,tiere und ,menschen und die ,geschpfe der ,phantasie1 die man als die ,urheber der genannten ,naturerscheinungen dachte1 konnten nur tier- oder menschenhnliche ,wesen sein4 ,in manchen ,menschen ist die ,phantasie reger als in andern1 und sie teilten mit1 was sie ber die ,handlungen und ,verhltnisse dieser ,wesen zueinander dachten und aus den uerungen der ihnen zugeschriebenen ,ttigkeit erfanden4 ,so entstanden ,mrchen und ,sagen1 welche durch die mit besonders lebhafter ,phantasie begabten ,menschen1 ,dichter1 immer weiter ausgesponnen1 in mehr oder minder vernnftigen ,zusammenhang gebracht und mit ,personen bevlkert wurden4 ,solche in der ,kinderstube des ,menschengeschlechts entstandene ,mrchen pflanzten sich als wirklich geschehen1 von ,geschlecht zu ,geschlecht fort1 und ihre ,spuren sind noch nach ,jahrtausenden selbst unter den am weitesten entwickelten ,vlkern nachzuweisen1 und ben noch heute einen gewissen ,einfluss4 ,das wird einem jeden begreiflich sein1 der sich ber seine eigenen ,gefhle und ,empfindungen ,rechenschaft gibt4 ,selbst der aufgeklrteste und gebildetste ,mann wird noch am ,ende seines ,lebens ,anklnge der ,eindrcke entdecken1 die er in seiner ,kinderstube empfing2 es wird keinem gelingen1 sich absolut von dem ,ammenmrchen loszumachen4 ,da sich die ,urmenschen die in den ,wolken oder an andern ihnen unzulnglichen ,orten vermuteten ,urheber der ,naturerscheinungen - ,gtter - nur als mchtigere ,tiere oder ,menschen dachten1 so schrieb man ihnen natrlich auch dieser ,vorstellung angemessene ,empfindungen zu1 wie ,zorn1 ,hass1 ,rache1 ,wohlwollen1 ,gte usw4 ,da sich nun der ,zorn von ,menschen besnftigen und dessen uerung abwenden lsst1 so lag der ,gedanke nahe1 dies auch mit den ,gttern zu versuchen1 und so entstanden die ,opfer4 ,diese ,opfer bestanden in ,gegenstnden1 die ,menschen angenehm waren1 und da die ,gtter im ,himmel wohnten und diese ,opfer nicht abholten1 so musste man sie ihnen in den ,himmel senden1 was in keiner anderen ,weise geschehen konnte als dadurch1 dass man sie verbrannte1 da doch wenigstens der ,geruch und ,rauch zum ,himmel aufstiegen4 ,die geschftige ,phantasie bildete sich bald eine ,theorie ber die ,wirkung dieser ,opfer1 und da man dabei nie den menschlichen1 oder rein sinnlichen ,standpunkt verlie1 so kam man natrlich zu dem ,schluss1 dass das1 was ,menschen ganz besonders angenehm1 was selten und daher schwer zu verschaffen1 was ihnen vorzglich lieb war1 den ,gttern das angenehmste ,opfer sein msse4 ,da nun aber der ,zorn der ,gtter schwer zu besnftigen war1 das heit da unangenehme ,naturerscheinungen oft lange dauerten und man viele ,opfer gebrauchte1 bis sie mit ihren ,wirkungen aufhrten1 solche seltene den ,gttern besonders angenehme ,opfer aber schwer zu verschaffen waren und dem einzelnen oft fehlten1 so vereinigten sich viele1 den ,bedarf fr die ,gtter herbeizuschaffen1 da alle den ,wunsch haben mussten1 sie zu vershnen4 ,so bildeten sich ,opfervereine1 die wohl als der ,anfang der ,religion bezeichnet werden knnen4 ,die herbeigeschafften ,opfervorrte mussten aufbewahrt und endlich den ,gttern dargebracht werden1 und es wurden bald besondere ,personen mit diesem ,geschft beauftragt4 ,so entstanden ,priester4 ,da diese ,priester diejenigen ,personen waren1 welche den ,gttern1 die man sich stets als mehr oder weniger idealisierte ,menschen dachte1 die ,opfer darbrachten1 also mit ihnen in unmittelbare ,verbindung traten1 so lag der ,gedanke nahe1 dass die ,gtter ihnen als den wirklichen ,spendern besonders gnstig seien und ihnen zunchst ihre ,wnsche mitteilten4 ,daraus folgte wieder1 dass man ihnen einen gewissen ,einfluss auf die ,entschlsse der ,gtter zuschrieb und sich um ihre ,gunst bemhte1 damit sie diesen vorausgesetzten ,einfluss fr diejenigen anwendeten1 welche sich ihre ,zuneigung zu erwerben verstanden4 ,herrschsucht liegt aber in der ,natur jedes ,menschen1 und es ist begreiflich1 dass den ,priestern der von ihnen erlangte ,einfluss angenehm war und sie denselben zu erhalten und zu vermehren trachteten4 ,sie wussten freilich1 dass die in ,bezug auf ihr ,verhltnis zu den ,gttern gehegten ,voraussetzungen irrtmliche waren2 allein der ,irrtum hatte dieselbe ,wirkung1 wie ihn die ,wahrheit gehabt haben wrde1 und es lag in ihrem ,interesse1 denselben zu erhalten und zu vermehren4 ,die ,priester in dieser ,kinderperiode der ,menschheit glaubten brigens selbst an die ,gtter und hatten von ihrer ,natur im ,hauptschlichen dieselbe ,vorstellung wie die brigen ,menschen2 sie hielten daher eine unmittelbare ,verbindung mit denselben fr keineswegs unerhrt oder unmglich1 und ,trume und ,visionen1 ber deren ,ursprung und ,natur die ,erfahrungen noch gering waren1 mochten sie darin bestrken1 dass ein solcher ,verkehr mit den ,gttern nicht nur mglich sei1 sondern auch wirklich stattfinde4 ,so entstand denn allmhlich infolge unabsichtlicher und absichtlicher ,tuschung ber die ,beziehung zwischen ,gttern1 ,priestern und den anderen ,menschen ein ,system1 welches auf dem ,glauben beruhte1 den das ,volk den ,aussagen der ,priester schenkte4 ,diese1 die vertraut mit den ,gttern waren1 wussten was diesen angenehm und unangenehm war1 und sie verstanden es1 die ,sprache zu deuten1 durch welche sie sich den ,erdenkindern mitteilten4 ,die ,priester ordneten die ,art und ,weise an1 wie die ,opfer gebracht werden sollten1 und dass sie bei all diesen ,anordnungen sich selbst nicht vergaen1 versteht sich wohl von selbst4 ,so wuchs das ,ansehen der ,priester von einem ,menschenalter zum andern immer mehr1 und sie waren die eigentlichen ,herrscher des ,volkes4 ,auer den im ,himmel1 das heit in den ,wolken1 wohnenden ,gttern gab es aber auch auf der ,erde dem ,menschen mehr oder weniger furchtbare ,gewalten2 zunchst starke und reiende ,tiere und endlich ,menschen1 die ihre grere krperliche ,kraft zum ,nachteil anderer anwandten4 ,gegen diese musste man sich schtzen1 und es ist begreiflich1 dass diejenigen1 welche vermge grerer ,kraft1 greren ,mutes und ,geschicklichkeit sich bei der ,jagd und im ,kriege auszeichneten1 ,einfluss und ,macht unter ihren ,mitmenschen erwarben4 ,sie wurden ,huptlinge1 - ,frsten4 ,verstand und ,krperkraft sind nur selten in gleichem ,mae in denselben ,menschen vereinigt1 und als im ,laufe der ,zeit die ,verhltnisse der ,gesellschaft verwickelter wurden1 ward auch das ,herrschen schwieriger1 und ,frsten und ,priester fanden es zweckmig1 sich gegenseitig zu untersttzen1 wobei je nach den ,umstnden bald die ,gewalt der ,frsten1 bald die der ,priester berwog4 ,die ,religion wurde daher die ,sttze der ,despotie und umgekehrt4 ,viele sind strker als einer1 und da sich die ,interessen des ,einen nicht immer mit denen der ,vielen vertragen1 so wrde es noch hufiger vorkommen1 als es der ,fall war und ist1 dass die ,vielen den ,einen zwingen1 nach ihrem ,willen zu regieren1 wenn nicht die ,religion1 die auf die ,furcht vor den verborgenen1 mchtigen ,gttern gegrndet war1 ein solches ,auflehnen durch den ,mund ihrer anerkannten ,vertreter1 der ,priester1 als ein ,verbrechen gegen diese ,macht schon deshalb gestempelt htte1 weil durch die ,verminderung der ,macht der ,despoten die der ,priester gefhrdet wurde1 indem diese sie dazu gebrauchten1 den gefhrlichsten ,feind der von ihnen erfundenen ,religion zu bekmpfen4 ,dieser ,feind ist die ,vernunft1 das ,denken und die daraus folgende ,erkenntnis1 die ,wissenschaft4 ,die ,macht der ,priester und alle ,religion beruhte auf der ,phantasie1 welche in der ,kinderperiode der ,menschheit die ,gtter erschuf4 ,die ,spekulation der ,priester bildete diesen traditionellen ,glauben zu einem komplizierten ,system aus1 welches aus ,tuschungen und ,dichtungen zusammengesetzt und von vornherein auf ,einbildungen erbaut war4 ,je mehr sich in den ,menschen die ,vernunft entwickelte und sie anfingen zu beobachten und zu denken1 das heit aus ,erfahrungen ,schlsse zu ziehen1 desto hufiger entdeckten sie1 dass manche von den ,priestern als positive ,wahrheiten ausgegebene ,dinge gerade das ,gegenteil waren1 was natrlich ,misstrauen gegen andere ,behauptungen erzeugte1 auf denen die ,priestergewalt hauptschlich gesttzt war4 ,jeder ,schritt1 den die ,wissenschaft vorwrts tat1 trat irgendeiner ,priesterlge auf den ,kopf4 ,es war daher eine ,lebensfrage fr das ,ansehen der ,priester oder was sie mit sich selbst zu identifizieren verstanden1 der ,religion1 die ,entwicklung der ,vernunft nach ,krften zu hemmen und die ,verbreitung der unvertilgbaren ,resultate der ,wissenschaft zu verhindern1 was zunchst durch die despotische ,macht geschehen konnte4 ,da nun aber hufig ,konflikte zwischen der ,herrschsucht der ,priester und derjenigen der ,frsten entstanden1 so waren die ersteren darauf bedacht1 fr ihre ,macht eine noch festere ,begrndung zu schaffen1 als sie das sie mit den ,despoten verbindende gemeinschaftliche ,interesse darbot1 welches nur bis zu einer gewissen ,grenze gemeinschaftlich war4 ,das ,verfahren der ,priester1 um diesen selbstschtigen ,zweck zu erreichen1 war ebenso praktisch als fr die ,menschheit und deren geistige ,entwicklung verderblich2 der menschliche ,geist musste der ,aufklrung mglichst unzugnglich und schon von ,kindheit an in eine ,form gezwngt werden1 welche ihn ntigte1 sich in der gewnschten ,weise zu entwickeln4 ,zu diesem ,ende bemchtigten sie sich der ,erziehung der ,jugend4 ,das gengte indessen ihrer ,vorsicht noch nicht4 ,dieses ,lehrerverhltnis musste fr das ganze ,leben beibehalten und die ,herrschaft der ,priester ber die ,seele der ,menschen in solcher ,weise ausgedehnt werden1 dass diese von der ,wiege bis zum ,tod keinen ,gedanken denken konnten1 von dem die ,priester nicht ,kenntnis erhielten4 ,das ,mittel1 dies vollkommen zu erreichen war1 in den ,menschen die ,furcht zu pflanzen vor entsetzlichen ,gefahren 7die einzig in dem ,gehirn der ,priester ihren ,ursprung fanden7 und gegen welche allein die ,priester die ,mittel zu vergeben hatten4 ,es ist hiermit keineswegs gesagt1 dass alle ,priester bewusste ,betrger waren4 ,das wohlersonnene und konsequent durchgefhrte ,system verfehlte seine ,wirkung auf die ,priester selbst nicht1 welche aus dem ,volk hervorgingen und nach der als zweckmig und notwendig erkannten ,art erzogen worden waren4 ,ein groer ,teil der ,priester glaubte wirklich1 was sie lehrten1 und diejenigen1 die nicht glaubten1 begriffen bald den ,vorteil1 den es ihnen brachte1 den ,glauben im ,volk zu erhalten4 ,der ,glaube war der ,hauptpfeiler des ganzen von den ,priestern erbauten ,religionsgebudes1 und da mit seiner ,zerstrung dasselbe durchaus fallen musste1 so war es die ,hauptsorge aller ,priester1 diesen ,glauben als das ,heiligste und ,unantastbarste hinzustellen und schon den bloen ,zweifel1 welcher der ,vernunft den ,weg bahnte1 als ein ,verbrechen darzustellen1 welches die ,gtter als das schrecklichste von allen bestraften4 ,dieser ,gedanke1 welcher schon seit ,jahrtausenden von ,priestern aller ,religionen den ,kindern eingeprgt wurde und sich von ,generation zu ,generation weiter vererbte1 behauptete sich unter den ,menschen mit solcher ,gewalt1 dass noch heute1 nachdem die ,vernunft und die trotz aller ,hemmnisse unaufhaltsam fortschreitende ,wissenschaft die ,abgeschmacktheit aller auf den ,glauben gegrndeten ,religionen erkannt hatte1 selbst ,nichtglubige es nicht wagen drfen zu sagen3 ich glaube nicht an ,gott1 ohne unter ,millionen ,entsetzen zu erregen1 obwohl mit diesen ,worten doch weiter nichts ausgedrckt ist als3 die ,vorstellung1 welche ich1 ein ,kind des neunzehnten ,jahrhunderts1 von der ,weltursache1 von ,gott habe1 ist eine durchaus andere als diejenige1 welche die ,mehrzahl der ,menschen vor ,jahrtausenden hatte1 und welche noch die ,basis der heutigen herrschenden ,religion bildet4 ,da nun der ,glaube sich als der ,hauptfeind des menschlichen ,fortschritts erwies und noch erweist1 und es ,zweck dieses ,buches ist1 zu der ,wegrumung dieses mchtigen ,hindernisses beizutragen1 so wird es ntig sein1 die ,natur desselben zu untersuchen4 ,was ich aus eigener ,erfahrung kenne1 brauche ich nicht zu glauben1 das wei ich2 ich kann nur glauben oder nicht glauben1 was ich aus dieser ,erfahrung schliee1 oder was mir andere als ihre ,erfahrung1 oder als ,schlsse1 die aus derselben gezogen sind1 mitteilen4 ,es gibt zwei ,arten von ,glauben3 der vernnftige und der unvernnftige1 und ihre ,erklrung liegt schon im ,beiwort4 ,was meine ,vernunft als mglich annimmt1 kann ich glauben ohne unvernnftig zu sein1 selbst wenn das mir als ,faktum mitgeteilte nicht wahr sein sollte2 glaube ich aber an das ,geschehensein einer ,handlung1 welche meine ,vernunft als unmglich erkennen muss1 so ist mein ,glaube ein unvernnftiger4 ,der ,mastab1 den die ,vernunft fr die ,mglichkeit einer ,sache hat1 ist ursprnglich einzig und allein die ,erfahrung4 ,beispiele werden meine ,ansicht klarer machen als ,definitionen4 ,erzhlt mir jemand1 er habe im ,oktober einen ,kastanienbaum blhen gesehen und ich glaube ihm1 so ist mein ,glaube ein vernnftiger1 selbst wenn derjenige1 der mir die ,sache erzhlt1 eine ,unwahrheit sagen sollte4 ,ich selbst habe ,kastanienbume oder andere ,pflanzen um diese ,zeit blhen gesehen1 welche sonst nur im ,frhjahr zu blhen pflegen und dasselbe ist mir von vielen ,personen bekannt1 von denen ich keinen ,grund habe anzunehmen1 dass sie eine ,unwahrheit sagen4 ,man sagt1 die ,sonne sei einundzwanzig ,millionen ,meilen entfernt4 ,ich glaube es1 und mein ,glaube ist kein unvernnftiger1 obwohl ich die ,entfernung nicht gemessen habe1 da mir dazu die ,mittel1 das heit die ntigen ,kenntnisse fehlen4 ,ich habe aber ,kenntnisse genug1 um durch ,berechnung der ,entfernung von mir zu ,punkten zu messen1 zu denen ich nicht mit dem ,mastab gelangen kann und habe die ,richtigkeit meiner ,rechnung durch ,abschreiten oder mit dem ,mastab nicht selten geprft1 wenn das ,hindernis1 welches mich von dem ,gegenstand trennte1 vielleicht spter weggerumt wurde4 ,ich wei daher1 dass die ,wissenschaft ,mittel bietet die ,entfernung von ,punkten zu messen1 zu denen man nicht gelangen kann4 ,mein ,glaube ist daher auf ,erfahrung begrndet1 also vernnftig4 ,es teilt mir jemand mit1 ein ,mensch sei von ,liverpool nach ,new ,york durch die ,luft geflogen4 ,wenn ich es glaube1 so mag man mich leichtglubig nennen1 allein mein ,glaube ist kein absolut unvernnftiger1 denn ich wei aus ,erfahrung1 dass der ,unterschied zwischen der ,schwere des ,krpers und der ,luft durch verschiedene ,mittel ausgeglichen werden kann und sehe ,vgel fliegen mit ,hilfe einer mechanischen ,vorrichtung1 der ,flgel4 ,sagt man mir1 es habe ein ,mensch durch sein ,wort einen ,krper geschaffen1 das heit ohne andere vorhandene ,stoffe zur ,hilfe zu nehmen1 aus dem ,nichts hervorgerufen1 und ich glaube es1 so ist mein ,glaube ein unvernnftiger1 denn ich selbst kann durch meinen ,willen nicht einmal ein ,staubkorn schaffen1 noch ist es jemals bewiesen worden1 dass es von einem ,menschen geschehen ist4 ,glaubt man1 dass ein ,gemlde oder ein ,steinbild geredet oder eine willkrliche ,bewegung gemacht habe1 so ist dieser ,glaube ein unvernnftiger1 da eine solche ,tat allen ,erfahrungen widerspricht4 ,trotzdem mgen ,personen1 welche behaupten hnliches erlebt zu haben1 nicht absolut ,lgner zu nennen sein1 da die ,erfahrung lehrt1 dass es ,seelenzustnde gibt1 in denen sich ,menschen so fest einbilden1 ,dinge zu sehen oder zu hren1 dass sie dieselben fr ,wahrheit halten1 whrend sie in der ,tat nur auf ,sinnestuschung beruhen4 ,der ,kreis unserer persnlichen ,erfahrung kann wegen der ,krze unseres ,lebens selbst bei dem ,gebildetsten nur beschrnkt sein und wir wrden uns gewissermaen in die hilflose ,lage der ersten ,menschen versetzen1 wenn wir allein das als wahr annehmen oder glauben wollten1 was wir von unseren eigenen ,erfahrungen und den daraus gefolgerten ,mglichkeiten auf dem ,wege des vernnftigen ,denkens ableiten4 ,die wirklich festgestellten ,erfahrungen vor uns lebender ,beobachter sind das kostbarste1 nie wieder zu verlierende ,erbteil des lebenden ,geschlechts4 ,die ,vernnftigkeit des ,glaubens an diese die ,erfahrung begrndenden ,tatsachen hngt von den ,grnden ab1 welche wir haben1 an die ,wahrhaftigkeit der ,personen zu glauben1 von welchen sie uns mitgeteilt wurden1 wie auch von dem ,grad ihrer geistigen ,ausbildung1 ihrem ,charakter und ob sie fhig sind1 eine absichtliche ,unwahrheit zu sagen1 wenn es ihrem ,interesse dienen kann2 ferner ob die berichtete ,tatsache isoliert dasteht2 ob gleichartige von andern beobachtet wurden2 ob sie ganz bekannten ,naturgesetzen in bestimmter ,weise zuwider sind und von vielen andern ,grnden4 ,die ,glaubwrdigkeit einer mitgeteilten ,tatsache beruht daher zunchst auf der ,autoritt der ,person1 von welcher sie berichtet wird1 und ob sie wirklich als selbst gesehen oder erfahren1 oder als geglaubt1 von ,hrensagen angegeben wird4 ,auf ,erfahrung beruht die ,wissenschaft2 die ,tatsachen sind die ,sprossen der ,leiter1 welche unsere ,vernunft zur ,erkenntnis der ,wahrheit fhren1 und daher ist die ,wissenschaft der ,todfeind des unvernnftigen ,glaubens1 da sie ihn als solchen erkennen lehrt und mit dieser ,erkenntnis vernichtet4 ,unvernnftigen ,glauben nennt man gewhnlich ,aberglauben und nach der ,erklrung1 die ich von der ,entstehung der ,religion gegeben habe1 kann ich ohne alles ,bedenken den religisen ,glauben als unvernnftigen oder ,aberglauben bezeichnen4 ,dies gilt nicht nur von den ,religionen der ersten ,menschen1 sondern von allen noch jetzt auf der ,erde bestehenden ,religionen1 von denen sich ohne ,schwierigkeiten nachweisen lsst1 dass sie nur eine in der ,form vernderte ,erweiterung der vom ,himmel1 das heit aus den ,wolken gekommenen ,urreligion sind4 ,das ,wunder ist des ,glaubens liebstes ,kind4 ,wenn wir die vergangenen und bestehenden ,religionen untersuchen1 so finden wir1 dass sie alle1 ohne ,ausnahme1 auf ,wunder gegrndet sind1 welche der ,dichter sehr richtig als das ,kind des 7religisen7 ,glaubens bezeichnet4 ,im ,allgemeinen nennt man ,wunder jede ,erscheinung1 ,handlung oder ,tatsache1 deren ,ursprung die ,wissenschaft nicht angeben und nachweisen kann2 ja1 wir dehnen den ,begriff dieses ,wortes auch auf solche ,erscheinungen aus1 deren ,ursachen wir wohl kennen1 die uns aber als ungewhnlich oder besonders merkwrdig auffallen1 und in diesem ,sinne reden wir zum ,beispiel von ,naturwundern4 ,obwohl nun auch die ,religion1 das heit die ,priester1 solche natrliche ,wunder zu ihrem ,zwecke benutzte1 als deren ,ursachen dem ,volk noch unbekannt waren1 so ist doch das eigentliche religise ,wunder ganz anderer ,art und charakterisiert sich dadurch1 dass es gegen die ,natur ist1 das heit eine ,aufhebung der bekannten ,naturgesetze vorausgesetzt4 ,den ,vlkern frherer ,zeiten erschien eine ,sonnen- oder ,mondfinsternis1 oder ein ,komet als ein ,wunder1 und derselbe ,fall war es mit einer ,menge von ,erscheinungen1 deren ,ursprung die jetzige ,wissenschaft nicht nur ganz klar nachweist1 sondern auch ganz genau im ,voraus berechnet4 - ,manchen wilden ,vlkern ist ein ,streichhlzchen noch ein ,wunder und selbst unsern eigenen niederen ,volksklassen erscheint manches als ,wunder1 was dem ,gebildeten eine alltgliche ,erscheinung ist4 ,die ,priester1 welche hauptschlich mit den ,gttern zu verkehren und ihren ,willen zu erforschen hatten1 der sich1 wie wir gesehen haben1 fr sie in ,naturerscheinungen uerte1 mussten durch ,beobachtung wohl zunchst mit der ,tatsache bekannt werden1 dass es bestimmte ,naturgesetze gebe4 ,indem sie ihre ,erfahrungen von ,priestergeschlecht zu ,priestergeschlecht fortpflanzten1 kamen sie auf dem ,wege der ,wissenschaft allmhlich zur ,kenntnis von ,dingen1 die sie fr sich behielten1 da sie diese ,kenntnis zur ,erhhung ihres ,ansehens im ,volk uerst brauchbar fanden4 ,einen ,beweis dafr finden wir in dem ,verhalten der alten gyptischen ,priester1 die in der ,erkenntnis der ,natur und der ,eigenschaft vorhandener ,dinge sehr weit fortgeschritten waren und ,erfindungen und ,entdeckungen machten1 die erst nach sehr vielen ,jahrhunderten auf anderen ,wegen ebenfalls entdeckt und allgemein bekannt wurden4 ,man fand z4,b4 in gyptischen ,grbern metallene ,gegenstnde1 deren ,hervorbringung man sich gar nicht erklren konnte1 bis man erst in diesem ,jahrhundert durch die ,erfindung der ,galvanoplastik in den ,stand gesetzt wurde1 zu erkennen1 dass sie auf galvanoplastischem ,wege gemacht waren4 ,diese ,kunst setzt aber schon bedeutende andere ,erfahrungen und ,entdeckungen in ,bezug auf die ,eigenschaften natrlicher ,substanzen voraus4 ,dass die gyptischen ,priester die ,wissenschaft zu dem eben angefhrten ,zwecke benutzten1 wissen wir mit ,bestimmtheit4 ,sie verrichteten ,handlungen1 welche die brigen ,menschen als ,wunder betrachteten und viele ,schriftsteller der alten ,zeit berichten von gyptischen ,knsten und gyptischer ,wissenschaft4 ,ich erwhne diese gyptische ,wissenschaft insbesondere deshalb1 weil sie die ,mutter der in der ,bibel erzhlten ,wunder ist1 die wieder die ,veranlassung zu den ,wundern der rmisch-katholischen ,kirche wurden1 welche jedoch meistens keineswegs mit ,hilfe der ,wissenschaften hervorgebracht1 sondern von den ,priestern erfunden wurden4 ,wunder1 wie sie die gypter taten1 setzten ,kenntnisse voraus1 die schwer zu erlangen waren2 allein die rmischen ,priester fanden1 dass sich noch wunderbarere ,dinge erfinden lieen1 die mit ,rcksicht auf ihren ,zweck1 ganz dieselbe ,wirkung hervorbrachten1 da sie geglaubt wurden2 geglaubt1 weil sie als ,tatsachen von ,mnnern erzhlt wurden1 an deren ,autoritt man nicht zweifelte und die zum ,teil selbst glaubten4 ,eigentliche ,wunder1 das heit ,dinge1 welche gegen die ,naturgesetze sind1 kann es nicht geben2 was geschieht1 geschieht auf natrliche ,weise und entspringt aus natrlichen ,ursachen1 und wenn wir diese ,ursachen nicht erkennen knnen1 da unsere ,kenntnis von den ,eigenschaften und ,krften der ,natur noch beschrnkt ist1 so ist die ,annahme doch eine durchaus vernnftige1 wie aus den folgenden ,auseinandersetzungen hervorgehen wird4 ,viele gebildete ,leser werden sich darber wundern1 dass ich mich bei den ,wundern so lange aufhalte1 da dies1 um eine ,modephrase zu gebrauchen1 ein lngst berwundener ,standpunkt ist2 allein wenn dies auch in ,bezug auf den ,gebildeten der ,fall sein mag1 so hat doch das ,volk im ,allgemeinen diesen ,standpunkt noch keineswegs berwunden und selbst der grte ,teil derer1 die sich zu den ,gebildeten zhlen1 werden aus den folgenden ,beweisen erkennen1 dass sie an ,wunder glauben4 ,die ,verteidiger des ,wunderglaubens sagen zum ,beispiel3 ,gott ist allmchtig1 aus ,nichts hat ,gott die ,welt gemacht2 und ,millionen nehmen dies als eine so unumstliche ,wahrheit an1 dass sie es mit ,abscheu als ein ,verbrechen betrachten1 wenn jemand sagt3 ,gott ist nicht allmchtig2 ,gott hat nicht die ,welt aus ,nichts gemacht2 denn ein solcher ,glaube ist unvernnftig4 ,dass das ,weltall1 welches aus getrennten ,krpern besteht1 die nach bestimmten ,gesetzen zusammengesetzt und vermge der jedem ,krper innewohnenden ,eigenschaften miteinander zu dem groen ,ganzen vereinigt sind1 einen ,ursprung1 eine ,ursache haben muss1 muss jeder mit ,vernunft begabte ,mensch zugeben4 ,die ,ursache oder ,macht1 welche das was ist bewegt und erhlt1 ist ,gott2 und was ich in dem hier ,folgenden sage1 bezieht sich durchaus auf diesen ,begriff und auf keine subjektive ,vorstellung der ,weltursache1 wie sie irgendeiner der bestehenden oder vergangenen ,religionen zu ,grunde liegt4 ,ich rede auch nicht von der ,vorstellung1 die ich mir selbst von ,gott mache1 denn diese1 so vernnftig sie auch sein oder erscheinen mag1 hat doch immer nur einen subjektiven ,wert wie jede andere ,gottesvorstellung2 ich untersuchte mit meiner ,vernunft einfach1 inwieweit sich die ,idee der ,allmacht und einer ,erschaffung aus dem ,nichts mit dem von mir oben definierten ,begriff ,gott vertrgt4 ,ein ,streben1 das ,wesen ,gottes zu erkennen1 ist gewiss der erhabenste ,gebrauch1 den der ,mensch von dieser ihm von ,gott gegebenen ,vernunft machen kann4 ,wir erkennen die ,beschaffenheit einer ,ursache einzig aus ihrer ,wirkung1 und zunchst erscheint uns als eine solche das ,weltall mit den ,gesetzen1 die es erhalten und bewegen4 ,wir haben keinen anderen ,anhaltspunkt fr die ,beurteilung dieser ,kraft1 welche den ,stoff zu organischen ,krpern vereinigt1 als unsern eigenen ,gedanken1 kraft dessen wir im ,stande sind1 aus vorhandenem ,material1 dessen ,eigenschaften wir aus ,erfahrung kennen1 ,zusammensetzungen herzustellen1 durch deren ,aufeinanderwirken ein bestimmter ,zweck erreicht wird1 wie es durch eine ,maschine oder durch ein chemisches ,prparat geschieht4 ,vergleichen wir eine ,sperlingsfalle1 die sich ein ,kind aus ,ziegelsteinen baut1 mit einer ,dampfmaschine1 die ein ,schiff bewegt1 so ist es klar1 dass ein bedeutend mehr ausgebildeter ,geist dazu gehrte1 diese ,letztere zu erdenken1 allein die ,ttigkeit oder ,kraft1 durch die beide hervorgebracht wurden1 die ,ursache1 ist gleichartig4 ,vergleichen wir nun aber den gewhnlichen ,organismus1 der einen ,teil des groen ,ganzen1 der ,welt bildet1 zum ,beispiel ein ,blume oder einen ,baum1 mit der allervollkommensten ,maschine1 welche der menschliche ,gedanke hervorbrachte1 so sieht auch der oberflchliche ,beobachter1 dass beide in ,bezug auf ,vollkommenheit noch unendlich verschiedener sind als die ,falle des ,kindes und die ,dampfmaschine2 allein trotzdem ist der ,schluss vernnftig1 dass der ,organismus1 den wir bewundern1 seinen ,ursprung einer geistigen ,ttigkeit verdankt1 die derjenigen hnlich ist1 welche die ,sperlingsfalle und die ,dampfmaschine zusammensetzte4 ,wenn wir aber den wunderbaren ,organismus der ganzen ,welt betrachten1 so weit wir denselben erkennen knnen1 so schlieen wir aus der ,vollkommenheit1 die wir berall entdecken1 dass der ,geist1 welchem dieser ,organismus seinen ,ursprung verdankt1 die hchste ,potenz geistiger ,vollkommenheit sein msse4 ,manches in der ,welt erscheint dem ,beobachter allerdings unzweckmig und unvernnftig1 also unvollkommen2 allein die ,erfahrung lehrt uns1 dass eine unendliche ,menge von ,einrichtungen und ,dingen1 die frher den ,menschen so erschienen1 spter als bewundernswrdig und vollkommen erkannt wurden1 nachdem man den ,zweck entdeckt hatte4 ,diese ,erfahrung ist so hufig gemacht und die ,menschen sind so oft von ihrem ,irrtum berfhrt worden1 dass es vollkommen vernnftig ist anzunehmen1 dass der ,weltorganismus vollkommen1 dass er der angewandte ,gedanke der hchsten ,vernunft1 und dass alles1 was ist1 vernnftig ist4 ,wir sind zu dem ,schluss gekommen1 dass die geistige ,ursache der ,weltorganisation1 von der wir selbst einen ,teil bilden1 also ,gott1 dem menschlichen ,geiste hnlich sei und sind daher vernunftgem berechtigt1 von diesem ,anhaltspunkt weiter zu schlieen4 ,der menschliche ,geist kann vorhandenen ,stoff zu bestimmten ,zwecken zusammensetzen1 allein er kann durch seien ,gedanken oder ,willen keinen ,krper aus dem ,nichts hervorrufen oder schaffen1 auch nicht einmal das kleinste ,sandkrnchen4 ,da nun unser ,geist der einzige ,anhaltspunkt fr das ,verstndnis geistiger ,kraft ist1 und wir aus der erkannten ,gleichartigkeit des menschlichen ,geistes mit ,gott auf die ,eigenschaften ,gottes nur von denen schlieen1 die wir selbst besitzen1 so kommen wir zu dem logischen ,schluss1 dass ,gott die ,welt1 das heit den ,stoff1 nicht geschaffen haben kann4 ,da wir aber wissen1 dass alles1 was innerlich dieser ,welt - von einem darber ,hinausliegenden knnen wir berhaupt gar keinen ,begriff haben1 - geschieht und ist1 eine ,ursache hat1 so fragen wir natrlich1 welches ist die ,ursache des ,stoffes8 - und um sie zu lsen1 sind wir wieder auf unsere ,erfahrung und ,vernunft angewiesen1 die jedes ,urteil berhaupt begrnden4 ,kein ,mensch kann einen ,krper aus dem ,nichts schaffen2 allein ebenso wenig vermag er es1 den ,stoff zu vernichten4 ,die ,form1 in welcher sich der ,stoff zeitweilig darstellt1 sehen wir tglich zerstren und wir vermgen das ebenfalls2 allein von dem ,stoff selbst1 aus dem irgendein ,krper zusammengesetzt ist1 geht auch nicht das kleinste ,teilchen verloren1 wie jeder ,chemiker am besten wei1 der sich tglich damit beschftigt1 ,krper in ihre verschiedenen ,bestandteile zu zersetzen4 ,unser eigener ,krper kehrt nach den ,tode zur ,erde zurck4 ,das heit1 die ,bestandteile1 aus denen er besteht1 zersetzen sich und werden wieder ,bestandteile anderer ,krper4 ,legen wir ,silber in ,salpetersure1 so lst dieselbe das ,metall auf und verwandelt dasselbe in eine ,flssigkeit1 in der das ,silber durch das ,auge nicht zu erkennen ist2 allein wir wissen1 dass es darin steckt und haben ,mittel1 es wieder in seiner ,gestalt als ,metall herzustellen4 - ,verbrennen wir einen ,krper1 das heit zerstren wir seine ,form durch ,feuer1 so zersetzt er sich in ,asche1 ,rauch und ,gase1 in andere ,krper2 denn wenn auch das ,gas unsichtbar ist1 so ist es doch andern ,sinnen wahrnehmbar1 zum ,beispiel dem ,geruch1 und wir knnen es messen und wiegen und aus der ,verbindung von ,gasen sogar wieder sichtbare ,krper herstellen1 wovon das ,wasser das bekannteste ,beispiel ist4 ,da unsere ,erfahrung keinen aus dem ,nichts entstandenen ,krper kennt und ebenso wenig von der absoluten ,vernichtung eines solchen wei1 so kommen wir zu dem ,schluss1 dass der ,stoff1 das ,krperliche1 die ,materie weder geschaffen wurde noch vernichtet werden kann1 also vorwrts und rckwrts ewig ist4 ,der ,begriff der ,ewigkeit ist fr uns unfassbar1 weil wir zu ihrer ,beurteilung nur die ,zeit haben1 welche ein endlicher ,begriff ist4 ,ob wir zu der ,ewigkeit eine ,minute oder eine ,million ,jahrhunderte hinzutun oder davon hinwegtun1 ist gleichgltig1 denn es bleibt immer ,ewigkeit4 ,noch unfassbarer1 weil wir dafr auch nicht den ,schein eines ,anhaltspunktes haben1 ist fr uns ein absoluter ,geist oder absolute geistige ,kraft2 denn jeder ,geist und jede geistige uerung1 die wir kennen1 steht in ,verbindung mit der ,krperwelt1 und ebenso ist uns ein ,krper undenkbar ohne geistige ,beeinflussung1 denn selbst der ,stein ist gewissen ,gesetzen unterworfen4 ,wir kommen daher zu dem ,schluss1 dass der ,stoff und der ihn belebende ,geist ewig verbunden waren1 und dass ein von der ,welt abgesonderter ,gott undenkbar und unmglich ist4 ,da ,gott die hchste ,potenz der ,vernunft und der zur ,welt zusammengesetzte ,stoff das ,werk derselben ist1 so ist alles1 was ist1 vernnftig1 vollkommen und keiner ,verbesserung fhig1 wie auch keiner nderung1 die nicht nach den ewigen1 absolut vollkommenen ,gesetzen vor sich geht4 ,da nun ein ,wunder nach der frher gegebenen ,erklrung eine ,handlung oder ein ,ereignis ist1 welches den ,naturgesetzen widerspricht1 so ist ein solches selbst ,gott unmglich1 denn die hchste ,vernunft kann nicht irren4 ,gott kann also kein ,wunder tun und kann keinen ,stoff aus dem ,nichts erschaffen1 ist also nicht allmchtig1 und die ,vorstellung von einem wundertuenden1 allmchtigen ,gott ist eine in sich selbst zerfallende4 ,diejenigen1 welche damit ihrer ,verehrung vor dem hchsten ,wesen den hchstmglichen ,ausdruck gegeben zu haben meinen1 sind im ,irrtum1 da1 wie eben gezeigt wurde1 diese ,vorstellung von ,gott eine zu geringe ist4 ,sie wrde fr die ,welt im ,allgemeinen keine grere ,bedeutung haben1 wie irgendwelche andere1 wenn sie nicht einer ,religion zu ,grunde lge1 welche als ,hauptsttze des ,despotismus gilt und seit ,jahrhunderten zu diesem ,zwecke benutzt wurde4 ,die ,regierungen selbst der als aufgeklrt geltenden ,staaten gehen noch immer von der ,idee aus1 welche ursprnglich ,priester und ,despoten verband1 dass nur ,furcht vor der unsichtbaren ,macht1 welche doch der ,hauptfaktor der ,religion der ,religisen ist1 im ,stande sei1 die ,achtung vor dem ,gesetz und dem ,frsten zu erhalten4 ,aus diesem ,grunde wird die ,erziehung der ,jugend auf das strengste vom ,staat berwacht und der ,kontrolle der ,priester berlassen1 damit diese die ,kinderseele bereits mit dem ,glauben vergiften1 welcher zur ,erhaltung der ,religion absolut ntig ist4 ,der ,grund dieser ,religionspflege1 dieser ,sorge fr den religisen ,sinn von ,seiten der ,regierungen ist eine mehr oder weniger bewusste ,maregel despotischer ,gelste und ,tendenzen und das ,vorgeben1 dass der religise ,sinn zum individuellen ,wohl der ,untertanen mit solcher ,strenge aufrechterhalten werde1 eine offenbare ,heuchelei und handgreifliche ,lge4 ,knigin ,christina von ,schweden1 die ,tochter ,gustav ,adolfs1 war katholisch geworden und hielt sich viel in ,rom auf4 ,als sie den alten ,oxenstierna einlud1 dorthin zu kommen1 entsetzte sich der orthodoxe ,protestant bei dem ,gedanken1 dass der ,papst es auf seine ,seele abgesehen habe4 ,christina1 die den ,papst und seine ,absichten besser kannte1 antwortete lachend3 ,glaubt mir1 der ,papst gibt nicht vier ,taler fr eure ,seele4 ,ich glaube kaum1 dass irgendeine ,regierung aus bloer vterlicher ,teilnahme fr das ,schicksal einer ,seele1 nachdem deren ,inhaber durch den ,tod aus dem ,untertanenverband ausgeschieden ist1 - vier ,silbergroschen geben wrde4 ,ich habe nicht ntig1 ber diesen ,vorwand fr den ausgebten ,religionszwang noch ein ,wort zu sagen und darf dreist behaupten3 je sorgfltiger eine ,regierung die ,religion durch ,zwangsmaregeln untersttzt1 je ngstlicher sie darauf bedacht ist1 die ,erziehung in der ,hand der ,priester zu lassen1 desto despotischer sind ihre ,neigungen4 ,die ,behauptung1 dass der ,religionszwang zur ,erreichung des vernnftigen ,staatszwecks noch immer notwendig sei1 dass ohne denselben die ,gesetze nicht hinreichen wrden1 ,verbrechen zu verhindern1 ist eine falsche1 welche durch die ,erfahrung widerlegt wird4 ,diese lehrt1 dass in denjenigen ,lndern1 in welchen durch die ,reformation ein ,teil des religisen ,glaubenswustes weggerumt und der durch die ,wissenschaft verbreiteten ,aufklrung mehr ,spielraum gewhrt wurde1 weit weniger ,verbrechen begangen werden1 als in den katholischen4 ,wilberforce beweist uns1 dass bereits dreiig ,jahre nach der ,reformation die ,zahl der in ,england hingerichteten ,verbrecher sich von #bjjj auf #bjj jhrlich verminderte4 ,seit die ,reformation der ,freiheit eine ,gasse bahnte1 sind aber ber drei ,jahrhunderte vergangen1 und wenn auch die reformierten ,frsten und ,priester ber die ,ntzlichkeit des ,religionszwanges ganz dieselben ,ansichten hatten wie die katholischen1 so war die ,organisation der reformierten ,kirche doch nicht so geeignet wie die der katholischen1 der ,entwicklung der ,wissenschaft hindernd in den ,weg zu treten1 obwohl es an dem aufrichtigen ,willen hierzu besonders bei den ,geistlichen wahrhaftig nicht fehlte4 ,die ,wissenschaft hat der ,tat nach den ,aberglauben vollstndig berwunden und trotz aller ,bemhungen der ,finsterlinge1 trotz aller ,hausmittel der ,despoten1 wie ,zensur1 ,lehrzwang usw41 gewinnt sie tglich mehr und mehr ,einfluss im ,volk und dasselbe sieht tglich klarer1 dass es seit ,jahrhunderten das ,opfer des grandiosesten ,schwindels war1 den die ,geschichte kennt2 und dass der ,eigennutz der ,priester und ,despoten an der ,menschheit ein ,verbrechen beging1 welches an ,schlechtigkeit und ,gemeinschdlichkeit jedes andere bertrifft4 ,wre die ,ansicht richtig1 dass der kirchliche ,glaube ntig sei1 die ,achtung vor dem ,gesetz zu erhalten1 dann msste die grte ,zahl der ,verbrecher aus den gebildeten ,stnden kommen1 die1 wenn sie sich aufrichtig prfen1 gestehen mssen1 dass sie von dem was im ,katechismus gelehrt wird1 sehr wenig oder gar nichts so glauben1 wie es die ,kirche verlangt4 ,der wirklich ,gebildete verletzt nicht das ,gesetz1 weil er sich vor irgendwelcher ,strafe frchtet1 die ihn hier oder nach dem ,tode treffen knnte1 sondern einfach1 weil das ,gefhl fr ,recht und ,unrecht in ihm ,fleisch und ,blut geworden ist4 ,je ausgebildeter der ,verstand eines ,menschen ist1 desto weniger wird er selbst der ,versuchung ausgesetzt sein1 ein ,verbrechen zu begehen2 und durch ein ,befrdern der ,mittel1 welche die ,bildung erzeugen1 wrde die ,regierung am besten dazu gelangen1 in ,bezug auf die zur ,erreichung des vernnftigen ,staatszweckes ntigen ,gesetze einen ,zustand herzustellen1 wie er bereits faktisch in ,bezug auf die ,anstandsgesetze besteht4 ,selbst wenn die ,polizei es gestattete1 wrde es doch unter tausend ,menschen kaum einem einfallen1 entblt durch die ,straen zu gehen1 und wenn es jemand tut1 so bedarf es meistens nicht der gesetzlichen ,gewalt ihn daran zu verhindern1 oder dafr zu bestrafen1 denn es geschieht durch die ,gesellschaft selbst4 ,mag die ,religion auch in den frheren ,jahrhunderten einen guten ,einfluss gebt und nicht allein zur ,unterdrckung der ,despotie1 sondern berhaupt der gesellschaftlichen ,ordnung gedient haben2 im gegenwrtigen ,jahrhundert ist sie fr den ,staatszweck nicht nur durchaus unntz1 sondern geradezu schdlich1 da sie der ,entwicklung der ,wissenschaft und der durch sie erzeugten ,bildung hinderlich ist4 ,die tgliche ,erfahrung lehrt1 dass heutzutage die ,menschen1 selbst der ungebildeten ,klassen1 nicht durch religise ,furcht von ,verbrechen abgehalten werden4 ,man frage nur einen ,polizei- oder ,kriminalbeamten auf sein ,gewissen1 und jeder wird gestehen mssen1 dass - mit uerst seltenen ,ausnahmen - selbst der dmmste ,bauer einen ,gendarmen1 also das ,gesetz und die durch dasselbe diktierte ,strafe1 mehr frchtet als ,gott oder den ,teufel4 ,alles1 was die ,regierungen durch ihre ,zwangsmaregeln in ,bezug auf ,religion erzeugen1 ist einerseits ,gleichgltigkeit dagegen1 wenn nicht ,hass und ,verachtung gegen die bornierte oder despotische ,zwecke verfolgende ,regierung1 oder eine zur ,gewohnheit gewordene1 alle ,schichten der ,gesellschaft durchdringende und sie demoralisierende ,heuchelei4 ,was wir von unseren ,regierungen verlangen1 ist1 dass sie als solche von der ,religion gar keine ,notiz nehmen und sie nicht1 wie es jetzt fast noch berall der ,fall ist1 den ,aberglauben aussen und sein ,wachstum befrdern zu knnen glauben4 ,wer das ,bedrfnis zur ,religion fhlt1 mag dieselbe ausben und sich mit andern zu diesem ,zwecke vereinigen2 das ,gesetz wird ihn in dieser ,ausbung beschtzen und sich erst dann hindernd einmischen1 wenn durch diese ,ausbung die gesetzlichen ,rechte anderer beeintrchtigt werden4 ,ist die ,religion durch sich selbst stark1 so braucht sie keine ,untersttzung und ,begnstigung von ,seiten der ,regierung2 hat sie aber ,grund1 die ,wissenschaft zu frchten1 so beruht sie auf ,aberglauben1 und je eher sie dem ,feind desselben unterliegt1 desto besser ist es fr die ,menschheit4 ,wie wir allmhlich die ,regierungen gezwungen haben1 den ,despotismus aufzugeben1 oder wenigstens seine ,unberechtigung dadurch anzuerkennen1 dass sie ihn unter konstitutionellen und anderen ,masken verstecken1 so werden sie auch durch die ,macht der ffentlichen ,meinung gezwungen werden1 ihre schtzende ,hand von dem ,aberglauben abzuziehen und seine ,ausrottung der ,wissenschaft zu berlassen4 ,wir wissen sehr wohl1 dass die ,trennung von ,kirche und ,staat nicht ohne ,schwierigkeiten vonstatten geht und knnen die ,natur derselben nach denen beurteilen1 mit welchen in diesem ,augenblick die sterreichische ,regierung nur deshalb zu kmpfen hat1 weil sie die zu anmaend gewordene ,dienstmagd in ihre ,schranken zurckzuweisen gezwungen wurde4 ,der ,widerstand geht nicht allein von den ,pfaffen aus1 sondern er wird durch das von ihnen im ,aberglauben erzogene und erhaltene ,volk teilweise untersttzt4 ,nun rcht sich der ,fluch der bsen ,tat an der ,regierung1 welche1 als sie es noch wagen durfte1 despotisch zu sein1 mit allem ,eifer den ,pfaffen die ,waffen schmieden half1 welche dieselben nun gegen sie anwenden4 ,der ,kampf gegen die ,anmaungen der in ihren ,ansprchen durchaus logischen rmischen ,kirche wrde ohne besondere ,schwierigkeiten zu ,ende gefhrt werden knnen1 wenn die ,regierungen sich entschlieen knnten1 ehrlich mit dem ,aberglauben zu brechen2 allein sie wnschen von demselben zu behalten1 was den despotischen ,tendenzen ihrer ,leiter ntzt1 welche freiere ,institutionen meistens nicht deshalb bewilligen1 weil sie von der ,berechtigung des ,volkes zur ,freiheit und ,selbstregierung berzeugt1 sondern einfach1 weil sie zu ,konzessionen und ,aufgabe eines ,teils ihrer ,macht gezwungen sind1 um nicht alles zu verlieren4 ,sie fhlen1 dass der religise und politische ,aberglaube ,zweige desselben ,stammes sind1 deshalb hten sie sorgfltig die ,wurzel4 ,die ,erfahrung lehrt1 dass das ,wissen den ,aberglauben jeder ,art zerstrt und dass es unmglich ist1 seiner ,verbreitung gnzlich ,einhalt zu tun1 denn wie ,luft und ,licht dringt das ,wissen durch kaum wahrnehmbare ,poren in den geistigen ,krper des ,volks und entwickelt in ihm die latenten1 natrlichen ,krfte1 welche den ,aberglauben zersetzen und ausscheiden4 ,es hat ,zeiten gegeben1 wo der dem ,eindringen des ,wissens entgegengesetzte ,widerstand bedeutend strker war1 als es jetzt der ,fall ist und wo die ,mnner1 die sich seine ,verbreitung zur ,lebensaufgabe stellten1 ihr ,streben mit ,leben und ,freiheit zu bezahlen hatten2 dennoch lieen sie nicht ab und das ,wissen schritt fort4 ,es wre trichte ,feigheit1 den ,kampf nicht krftiger fortzufhren1 da der endliche ,sieg des ,wissens ber den ,aberglauben von keinem mit gesundem ,sinne begabten ,menschen mehr bezweifelt werden kann4 ,obwohl jeder allgemein fr die ,verbreitung des ,wissens wirken kann1 so ist es doch zweckmig1 wenn die ,kmpfer ihre ,wirksamkeit auf besondere ,punkte in der feindlichen ,schlachtlinie richten1 welche andere ,situationen beherrschen4 ,einer der ,schlsselpunkte der feindlichen ,stellung ist der persnliche ,einfluss der rmischen ,priester auf das ,volk1 denn der ,aberglaube desselben wurzelt ursprnglich in ,autorittsglauben4 ,das ,volk glaubt1 dass die ,mnner1 welche ihm die ,lehre der rmischen ,kirche erklren1 achtungswerte ,mnner sind1 die nicht allein selbst glauben was sie sagen1 sondern auch einzig und allein das ,wohl der ,menschen im ,auge haben1 wenn sie von ihnen unbedingten ,glauben und ein ,befolgen der von der rmischen ,kirche verlangten ,handlungen fordern4 ,es wird daher ein verdienstliches ,werk sein1 dem ,volk zu beweisen1 soweit dies durch die ,geschichte mglich ist1 dass die ehrlichen ,priester1 das heit diejenigen1 die selbst glauben1 von unehrlichen ,priestern betrogen wurden2 dass ,aussagen und ,fakten1 die als wirklich geschehen berichtet werden1 zu diesem oder jenem selbstschtigen ,zwecke erfunden wurden1 und dass das ganze ,gebude der ,kirche auf einem ,fundament von greifbaren ,lgen erbaut wurde4 ,es wird daher verdienstlich sein1 historisch nachzuweisen1 dass die grte ,zahl der ,ppste und ihrer ,priester bewusste ,betrger waren1 welche nicht entfernt das ,wohl des ,menschen1 sondern einzig und allein ihren eigenen ,vorteil im ,auge hatten und zur ,erreichung dieses nichtswrdigen ,zweckes die allernichtswrdigsten ,mittel anwendeten4 ,dies historisch nachzuweisen1 ist der spezielle ,zweck des nachfolgenden ,buches4 ,mich treibt dazu kein eigenntziger ,zweck1 denn welcher persnliche ,vorteil liee sich dadurch erzielen8 ,mich treibt einzig die ,liebe zur ,wahrheit und der ,wunsch1 vielleicht einige ,menschen1 die sich von den ,fesseln des ,aberglaubens bedrckt fhlen1 davon zu befreien1 indem ich ihnen zeige1 dass diese ,fesseln ,einbildungen sind2 mit dieser ,erkenntnis wird der ,geist frei4 ,da ich nun keinen eigenntzigen ,zweck mit der ,verbreitung der ,wahrheit verbinden kann1 so drfte ich gewiss ebenso viel ,anspruch auf ,glaubwrdigkeit machen1 wie irgendein ,priester1 der1 so ehrlich er auch sein mag1 doch immer zu derjenigen ,klasse gehrt1 welche von dem1 was ich als ,lge blolege1 ,nutzen zieht2 allein ich verlange gar keinen ,glauben2 es stehen ja jedem dieselben ,quellen zu ,gebot1 aus denen ich diejenigen ,tatsachen schpfe1 die mir als ,beweise dienen und denen ich ,glauben schenke1 weil ich keinen vernnftigen ,grund habe1 ihnen zu misstrauen2 wer meint1 dass ich im ,stande sei1 irgendwelche ,aussagen einem ,heiligen oder hochgeachteten katholischen ,kirchenlehrer unterzuschieben1 kann sich ja leicht davon berzeugen1 indem er die von der ,kirche selbst anerkannten und verffentlichten ,werke dieser ,mnner nachliest4 ,katholische ,priester1 welche von ,leuten befragt werden1 die dieses ,buch lesen1 werden hchstwahrscheinlich alle oder viele von mir gemachten ,angaben als ,lgen bezeichnen und viele werden ihnen glauben1 wie sie ihnen andere ,dinge glauben4 ,viele ,priester werden meine ,angaben wirklich fr ,lgen halten1 weil sie eben unwissend sind4 ,wenn sie im ,stande sind1 ihre ,faulheit zu berwinden und ihnen an der ,wahrheit liegt1 so mgen sie sich belehren4 ,dies ,buch1 welches unendliche ,mhe und groen ,flei erforderte1 ist ebenso wohl fr ehrlich strebende unwissende ,priester1 wie fr diejenigen geschrieben1 welche von ihnen ebenso betrogen werden1 wie sie selbst es von ,unwissenden oder von bewussten ,lgnern wurden4 ,das in ,rom sich vorbereitende ,konzil knnte den ,glauben erwecken1 als sei es die ,absicht des ,papstes1 die rmisch-katholische ,religion den ,erfordernissen der ,gegenwart anzupassen4 ,es wird sich diese ,ansicht jedoch sehr bald als eine irrtmliche herausstellen4 ,die ganze ,handlungsweise sowohl des vorigen1 wie des jetzigen ,papstes liefert den klaren ,beweis1 dass beide im ,gegenteil danach streben1 die ,glaubensherrlichkeit des ,mittelalters wieder herzustellen1 und dass sogar die ,hoffnung gehegt wird1 smtliche ,protestanten in den ,scho der alleinseligmachenden ,kirche zurckzufhren4 ,es liegt dieser ,zuversicht eine wunderbare ,verblendung1 ein gnzliches ,verkennen des ,zeitgeistes zu ,grunde1 und wir hegen die wohlbegrndete ,erwartung1 dass diese ,kirchenversammlung1 welche die ,aufmerksamkeit selbst der ,gleichgltigen auf religise ,gegenstnde lenken muss1 durch die von ihr zu ,tage gefrderten ,glaubensdummheiten der rmisch-katholischen ,kirche einen hrteren ,sto versetzen wird1 als es in den letzten ,jahren selbst durch die ,wissenschaft geschehen ist4 ,wie die ,pfaffen entstanden sind ,hte dich vor dem ,hinterteil des ,maultiers1 vor dem ,vorderteil des ,weibes1 vor den ,seiten des ,wagens und vor allen ,seiten des ,pfaffen4 ,altes ,sprichwort ,zur ,zeit1 als ,augustus sich zum rmischen ,kaiser gemacht hatte1 schmachtete die ganze damals bekannte ,welt unter dem ,joch der ,rmerherrschaft4 ,geldgierige und gewaltttige ,statthalter des ,kaisers sogen die ,lnder des ,orients aus und nahmen den ,bewohnern noch das ,wenige1 was ihnen von ihren einheimischen ,frsten gelassen wurde1 welche die ,rmer aus ,grnden einer klugen ,politik nicht berall abschafften4 ,freiheit1 ,leben und ,eigentum der ,menschen waren der ,willkr der ,herrschenden preisgegeben2 ihr ,zustand war ein trostloser1 und der unterdrckte ,orient seufzte nach ,erlsung von dem harten ,joch4 ,alle unterdrckten ,vlker hoffen auf einen ,helden1 welcher sie aus der ,knechtschaft erlsen wird1 und die ,dichter schaffen eine ,sage und werden ,propheten4 ,die aus dem ,gefhl und ,bedrfnis des ,volkes hervorgegangene ,prophezeiung wird hufig ,ursache ihrer ,erfllung4 ,die geknechteten ,vlker des ,orients hofften auf einen solchen ,befreiungshelden1 den ,messias1 unter welchem sie sich eine ,art von ,washington oder ,garibaldi dachten1 der sie von dem verhassten ,rmerjoch befreien sollte4 ,an diese ,messiashoffnung klammerten sich die ,menschen jener ,zeit umso fester und inbrnstiger1 als sie sonst keine ,hoffnung und keinen ,trost nach irgendeiner ,richtung hin hatten und von ihrer eigenen ,ohnmacht1 sich selbst zu helfen1 vollstndig berzeugt waren4 ,sogar auerhalb der ,erde fanden ihre trostlosen ,herzen keinen ,sttzpunkt4 ,die ,gtter hatten ihren ,kredit verloren1 und der ,glaube an ihre ,hilfe und unparteiische ,gerechtigkeit war niemals besonders gro gewesen4 ,der ,olymp verkehrte wenig mit dem ,plebs1 sondern hielt sich zur ,aristokratie4 ,die von ,homer und ,hesiod erfundenen ,gtter1 denen die ,griechen und ihre ,geistesvasallen ,tempel bauten1 waren der gebildeteren ,klasse ein ,spott geworden4 ,der ,glaube des ,volkes an ihre ,hilfe erstreckte sich vielleicht ungefhr so weit1 als der norddeutscher ,katholiken an die der ,heiligen4 ,die ,hoffnung auf den ,messias war unter den ,juden noch lebhafter und ungeduldiger1 weil ihnen die ,herrschaft der ,rmer noch verhasster war als andern ,vlkern4 ,sie hatten eine ,vergangenheit1 auf welche sie mit ,stolz zurckblickten2 sie glaubten1 das auserwhlte ,volk ,jehovas zu sein1 welcher als ihr unsichtbarer ,knig galt1 der stets seit ,moses durch die ,propheten mit ihnen verkehrte4 ,die ,knechtschaft1 in welche sie verfielen1 betrachteten sie als eine fr ihren ,ungehorsam von ,jehova ber sie verhngte ,strafe1 und da diese schon lange dauerte und hart empfunden wurde1 so war es natrlich1 dass ihre ,dichter1 die ,stimmen des ,volksherzens1 an ,prophezeiungen reich waren4 ,die ,rmer waren den ,juden als ,heiden ein besonderer ,gruel2 sie meinten1 ihre ,not und ,demtigung knne keinen hheren ,grad erreichen und die ,zeit des ,erscheinens des ,messias msse nahe sein4 ,david und sein ,sohn waren ihre grten ,knige gewesen1 und die ,propheten hatten verkndet1 dass der ,messias aus dem ,geschlecht ,davids entstehen solle4 ,die ,religion der ,juden1 die schon von ,anbeginn hauptschlich in der ,beobachtung von bestimmten ,vorschriften bestand1 die ,moses mit klugem ,sinn fr die ,regenerierung des jdischen ,volkes gab und als unmittelbare ,gebote ,jehovas darzustellen fr zweckmig fand1 war im ,laufe der ,jahrhunderte zu einem leeren ,zeremoniendienst ausgeartet4 ,die ,zeit war reif fr das ,erscheinen des ,messias4 ,der ,erlser erschien2 allein er erschien in einer anderen ,gestalt1 als ihn das ,volk trumte2 das ,volk erkannte ihn nicht an1 und die ,aristokratie verachtete1 verfolgte und kreuzigte ihn2 denn kamen seine ,grundstze zur ,geltung1 so zerstrten sie nicht sowohl die ,herrschaft der ,rmer1 sondern machten der ihrigen ein ,ende4 ,jesus war ein ,revolutionr1 der auch in unserer ,zeit1 wenn nicht gekreuzigt1 doch standrechtlich erschossen oder in ein ,zuchthaus gesperrt werden wrde4 ,der als der von den ,propheten verheiene ,messias auftretende ,jesus1 der ,sohn eines kleinen ,handwerkers aus einem ,landflecken1 lehrte3 ,es gibt nur einen ,gott2 er ist ein ,gott der ,liebe und kein zorniges1 rachedurstiges ,wesen1 sondern ein gtiger ,vater aller ,menschen4 ,das ,leben auf dieser ,erde ist nur eine ,vorbereitung fr ein ewiges ,leben mit ,gott1 und es ist in die ,hand eines jeden gegeben1 dasselbe zu einem freudenreichen zu machen4 ,knige und ,sklaven sind vor ,gott gleich1 und er richtet und belohnt die ,menschen nicht nach ihrem ,ansehen auf ,erden1 sondern nach ihren ,handlungen und ,absichten4 ,die ,letzten und ,geringsten1 die ihre ,leiden und ,entbehrungen am geduldigsten tragen und tugendhaft bleiben1 werden im ewigen ,leben die ,ersten1 die ,glcklichsten sein4 ,diese ,lehre war ,balsam fr die verzweifelten ,herzen der ,armen2 wer an sie glaubte1 fest und innig glaubte1 dem gab sie ,kraft1 alle und selbst die herbsten ,leiden nicht nur zu ertragen1 sondern selbst mit ,freuden zu tragen und dem ,tod ohne ,furcht entgegenzugehen1 denn derselbe war eine ,erlsung1 die ,pforte zu einem ewigen ,leben voll ,glck4 ,der ,glaube an diese ,lehre raubte in der ,tat dem ,tod den ,stachel1 er erlste die ,menschheit4 ,so trostreich diese ,verheiung auch klang1 so wenig lie sich ihre ,wahrheit beweisen2 denn vor der prfenden ,vernunft besteht sie ebenso wenig wie irgendeine andere1 die ber den ,tod hinausreicht4 ,jesus substituierte nur eine ,behauptung durch eine andere2 da aber der ,glaube an seine ,behauptung die ,menschheit glcklicher machte als jeder andere1 da er sie von den ,leiden der ,erde und der ,furcht vor dem ,tode erlste1 so war es ein sehr verdienstliches ,werk1 dessen ,glauben zu erzeugen4 ,der in der ,lehre enthaltene ,trost machte die ,menschen diesem ,glauben sehr geneigt2 allein der alte ,glaube der ,juden beruhte auf der ,autoritt von ,mnnern1 die als ,propheten galten1 mit ,gott in direktem ,verkehr zu stehen vorgegeben und dieses ,vorgeben durch wunderbare ,handlungen untersttzt hatten4 ,aller ,glaube ist ,autorittsglaube2 wollte der ,sohn des ,zimmermanns aus ,nazareth1 dessen ,eltern und ,geschwister man kannte1 ,glauben an seine ,autoritt gewinnen und als ,prophet1 als der ,messias anerkannt werden1 so musste er ,handlungen verrichten1 wie sie die ,propheten verrichtet hatten4 ,alle ,propheten von ,moses an hatten ,wunder getan2 also musste ,jesus ,wunder verrichten und verrichtete sie4 ,selbst auf dem ,wege vernnftiger ,untersuchung gefundene ,wahrheit kommt noch heutigen ,tages nicht zur ,geltung1 wenn sie nicht durch uere ,umstnde untersttzt wird und nicht in zeitgemem ,gewand auftritt1 besonders wenn sie viele ,interessen verletzt1 und selbst ,aberglauben hat weit grere ,aussicht auf augenblicklichen ,erfolg1 wenn er diesen ,interessen schmeichelt4 ,der ,glaube1 den ,jesus erzeugen wollte1 obwohl dem ,armen und ,unterdrckten ,heil verheiend1 verletzte die ,interessen der herrschenden ,klasse4 ,auf ihre ,mithilfe konnte ,jesus nicht rechnen1 und durch ,wunder waren sie nicht zum ,glauben zu bringen2 denn die ,wissenden und ,eingeweihten wussten1 was sie von ,wundern zu halten hatten4 ,die ,heilsamkeit des ,glaubens fr das ,volk1 den ,jesus predigte1 konnte sie nicht bewegen1 ihn zu untersttzen1 selbst wenn sie ihn einsahen2 ihr ,egoismus veranlasste sie vielmehr1 diesen ,glauben womglich im ,keim zu unterdrcken und dessen ,urheber zu vernichten4 ,die heutigen hohen ,priester und ,phariser handeln ebenso wie die unter den ,juden in jener ,zeit4 ,jesus musste sich also gnzlich auf das ,volk sttzen4 ,er verfuhr dabei auf durchaus praktische1 ich mchte sagen mathematische ,weise1 die zwar keinen augenblicklichen1 aber einen sicheren ,erfolg haben musste4 ,er whlte sich als ,jnger zwlf schlichte1 ungebildete ,leute aus dem ,volk1 welchen er durch ,beobachtung seines ,handelns und seines reinen ,wandelns persnliche ,liebe und ,anhnglichkeit und unbegrenztes ,vertrauen einzuflen verstand1 woraus der feste ,glaube an alles1 was er sagte und verhie1 in ihnen erzeugt wurde4 ,wenn jeder von diesen ,jngern auf hnliche ,weise verfuhr und dieses ,system fortgesetzt wurde1 so musste sich die ,zahl der ,glubigen nach einer bestimmten ,progression vermehren4 ,diese ,jnger sahen die ,wunder ,jesu2 sie glaubten an ihn und deshalb an seine ,verheiung und lebten nach seiner ,vorschrift4 ,seine ,lehre war so einfach1 dass ,jesus es nicht fr ntig hielt1 sie niederzuschreiben2 er vertraute dem lebendigen ,wort der ,jnger1 in deren ,herzen er diese ,lehre niederlegte4 ,derselbe ,weg1 den ,jesus zur ,ausbreitung seiner ,lehre einschlug1 hatte sich schon sechs ,jahrhunderte vor dem ,auftreten ,jesu als praktisch bewhrt2 ,buddha1 der ,reformator der indischen ,religion1 hatte ihn angewandt4 ,der ,erfolg war derselbe und1 wie wir jetzt beurteilen knnen1 sogar in seinen ,ausartungen und deren ,folgen4 ,europer1 welche zum ersten ,mal in einen modernen buddhistischen ,tempel in ,china treten1 sind erstaunt ber die hnlichkeit1 die sie berall in den ,gebruchen mit denen der rmischen ,kirche finden4 ,die ,buddhisten haben ihre ,rosenkrnze1 ,reliquien und ,klster so gut wie die rmischen ,katholiken4 ,buddha war jedoch der ,sohn eines ,knigs1 ,jesus der ,sohn eines ,handwerkers1 und diese ,verschiedenheit bedingte schon eine ,verschiedenheit der ,handlungsweise4 ,whrend dem ,prinzen ein tugendhaftes ,leben gengte1 den ,brahmanen gegenber seiner revolutionren1 den ,kastenunterschied aufhebenden ,lehre ,erfolg zu sichern1 musste der unter den ,juden als ,prophet auftretende ,handwerkersohn auerdem ,wunder tun und1 damit die ,prophezeiungen der ,propheten erfllt wrden1 fr seine ,lehre sterben4 ,dieser ,opfertod erschien ,jesus als eine ,notwendigkeit2 er war eine reiflicher berlegung entsprungene ,handlung4 ,dass dieses ,opfer ein sehr schweres war und ,jesus unter ,herzensangst darber nachdachte1 ob sich nicht ein anderer ,weg finden lasse1 geht aus den ,evangelien ganz klar hervor4 ,am lberg betete er3 ,vater1 willst du1 so nimm diesen ,kelch von mir2 doch nicht mein1 sondern dein ,wille geschehe4 7,anm4d4,red4 ,luk4 #bb1db7 ,wir sind es gewohnt1 wenn wir an ,jesus denken1 ihn uns mit der ,glorie vorzustellen1 mit der ihn der ,erfolg und neunzehn ,jahrhunderte bekleideten2 allein wenn er auch die ,aufmerksamkeit seiner ,zeitgenossen1 das heit der ,juden und der in ihrem ,land befindlichen ,rmer1 erregte1 so war er doch vom ,volk sehr bald vergessen und sein ,andenken lebte nur in dem sehr beschrnkten ,kreis seiner ,jnger und deren ,anhnger4 ,philo1 der ungefhr zwanzig ,jahre nach dem ,tode ,jesu starb1 erwhnt ihn gar nicht4 ,josephus1 der einige ,jahre spter geboren wurde und sein ,geschichtswerk in den letzten ,jahren des ersten ,jahrhunderts schrieb1 erwhnt ganz beilufig mit wenigen ,worten seine ,hinrichtung2 allein die ,zahl der ,anhnger seiner ,lehre war noch so gering und unbedeutend1 dass dieser ,geschichtsschreiber1 der alle ,sekten aufzhlt1 die zu seiner ,zeit bestanden1 die ,christen gar nicht mitnennt4 ,erst in den ,schriften spterer ,jahrhunderte wird ,jesus als der ,stifter der christlichen ,religion genannt4 ,alles1 was wir von ,jesus wissen1 wissen wir durch die ,schriften seiner ,jnger1 die aus der ,erinnerung aufzeichneten1 was sich das ,volk von der ,jugend ,jesu erzhlte und was sie mit ihm erlebt und er bei dieser oder jener ,gelegenheit gesagt hatte4 ,diese ,jnger waren ,leute aus dem ,volk1 ohne besondere ,bildung und ,talent1 die ,jesus liebten und an ihn glaubten1 ihn aber nur sehr unvollkommen verstanden und von seiner ,seelengre keinen ,begriff hatten4 ,die ,evangelien wurden viele ,jahre nach dem ,tod ,jesu niedergeschrieben1 und selbst das des ,matthus1 welches das lteste ist1 entstand erst etwa vierzehn ,jahre danach4 ,es ist daher sehr begreiflich1 dass die ,reden ,christi nicht so wiederholt werden konnten1 wie er sie sprach1 sondern meist in der ,weise wiedergegeben wurden1 wie sie von den ,jngern verstanden wurden4 ,die natrliche ,folge davon ist1 dass die verschiedenen ,erzhlungen nicht nur voneinander abweichen1 sondern auch ,irrtmer und ,widersinnigkeiten enthalten1 welche spterhin zu den wahnwitzigsten ,auslegungen und ,folgerungen ,veranlassung gaben1 wovon wir im ,verlauf dieses ,werks zahlreiche ,beispiele finden werden4 ,hier wollen wir nur zwei ,hauptmomente in ,betracht ziehen1 auf welche die rmische ,kirche den allergrten ,wert legt1 indem sie weit mehr auf diese als auf die ,lehre ,christi selbst basiert ist4 ,es sind dies die ,wunder und die ,gttlichkeit ,christi4 ,in der ,einleitung haben wir uns ber die ,wunder ausgesprochen4 ,sind die dort ausgefhrten ,folgerungen richtig1 so konnte ,christus keine ,wunder verrichten und die ihm zugeschriebenen wunderbaren ,handlungen geschahen auf natrliche ,weise4 ,die ,jnger1 welche darber als ,augenzeugen berichten1 sprachen die ,wahrheit1 das heit1 sie erzhlten1 was sie sahen1 wie sie es verstanden4 ,sie kannten die ,mittel nicht1 durch welche diese ,handlungen bewirkt wurden1 denn wre dies der ,fall gewesen1 so wrden die ,wunder ihnen nicht als solche erschienen sein und gerade die damit bezweckte ,absicht1 ,glauben an ,jesus zu erwecken1 verfehlt haben4 ,was nun die ,art der ,erzhlung der ,jnger von dem ,geschehenen selbst anbetrifft1 so wird man sie leicht begreifen und beurteilen knnen1 wenn man die ,erzhlung eines ungebildeten ,mannes1 zum ,beispiel eines in sein ,dorf zurckgekehrten ,bauern1 anhrt1 der in der ,residenz den ,vorstellungen eines ,zauberers beiwohnte1 welcher sein ,publikum durch geschickte und sinnreiche ,anwendung von mehr oder weniger bekannten natrlichen ,krften in ,erstaunen versetzt4 ,der ,hinweis auf sogenannte ,taschenspielerknste in ,verbindung mit den von ,christus verrichteten ,wundern hat fr ,christen etwas ,widerwrtiges und ,abstoendes2 allein das liegt mehr in der besonderen ,ansicht1 die sich in ,bezug auf die ,person ,jesu ,geltung verschafft hat1 und in der verhltnismig geringen ,achtung1 in welcher moderne ,zauberer in einer ,zeit stehen1 in welcher die ,wissenschaft schon so weit fortgeschritten ist1 dass ihre ,resultate zu ,spielereien und zu bloer ,unterhaltung des ,publikums benutzt werden knnen1 ohne dasselbe wirklich zu tuschen4 ,was den ,enkeln kindisch und trivial erscheint1 wurde aber oft von unsern ,groeltern mit dem grten und furchtbarsten ,ernst behandelt1 wovon zum ,beispiel das ,hexenwesen einen betrbenden ,beweis liefert1 da diesem ,aberglauben ,hunderttausende unschuldiger ,menschen zum ,opfer fielen4 ,wenn wir als wahr annehmen1 dass ,jesus wunderbare ,handlungen verrichtete1 und zu dem vernnftigen ,schluss gekommen sind1 dass sie keine ,wunder waren1 so mssen wir auch erstlich zugeben1 dass sie zu einem bestimmten ,zweck verrichtet wurden und andererseits1 dass sie mit natrlichen ,dingen zugingen4 ,der ,zweck war offenbar der1 die ,jnger und andere zu berzeugen1 dass ,jesus mit hheren ,krften begabt sei als die gewhnlichen ,menschen1 was durchaus ntig war1 um ihn als ,propheten1 als den verheienden ,messias1 zu legitimieren und ,glauben an seine gttliche ,sendung zu erwecken1 ohne welchen das groe1 die ,menschheit erlsende ,werk absolut nicht zu vollbringen war und zu welchem erhabenen ,zweck ,jesus selbst sein ,leben opferte4 ,gingen die ,wunder aber mit natrlichen ,dingen zu1 so musste ,jesus eine ,kenntnis dieser natrlichen ,dinge und diese auf irgendeine natrliche ,weise erworben haben1 da es auf eine wunderbare1 das heit naturwidrige ,weise1 nicht geschehen sein konnte4 ,diese ,kenntnisse verborgener natrlicher ,krfte sind ,resultate der forschenden ,wissenschaft und es drngt sich uns natrlich die ,frage auf3 wo erwarb der ,sohn eines ,handwerkers diese ,kenntnisse1 welche selbst den ,gebildetsten unter den ,juden verborgen waren8 ,ein rmischer ,schriftsteller1 welcher beilufig sagt1 dass in ,juda ein ,mann namens ,jesus hingerichtet worden sei1 welcher wunderbare ,handlungen verrichtete1 die er in gypten erlernte1 gibt uns einen ,anhaltspunkt1 da die ,evangelien ber die ,erziehungsperiode ,jesu gnzlich schweigen und uns ber sein ,leben von seinem zwlften bis zu seinem dreiigsten ,jahr gnzlich im ,dunkeln lassen4 ,schon in der ,einleitung haben wir erwhnt1 dass die gyptischen ,priester in den ,naturwissenschaften weit fortgeschritten waren und ihre ,kenntnisse fr sich behielten1 da die ,wissenschaft ihnen die ,herrschaft ber das ,volk sicherte4 ,diese ,wissenschaft gab ihnen natrlich auch andere ,anschauungen ber das ,wesen ,gottes und die ,religion1 und diejenige1 welche sie selbst hatten1 war sehr verschieden von derjenigen1 welche sie fr das ,volk fr zweckmig hielten und demselben lehrten4 gyptische ,knste waren in der damaligen ,welt weit und breit berhmt und man belegte mit diesem ,namen fast alle wunderbaren ,handlungen1 die man sich auf natrliche ,weise nicht erklren konnte4 ,wenn daher der rmische ,schriftsteller sagt1 dass ,jesus die wunderbaren ,handlungen1 die er verrichtete1 in gypten erlernte1 so ist das wohl noch nicht gerade als ein ,beweis zu betrachten1 dass ,jesus in gypten erzogen wurde2 allein die ,wahrscheinlichkeit dieser ,behauptung wird durch andere ,umstnde bedeutend vermehrt1 - und am ,ende musste doch ,jesus irgendwo zu dem ,manne erzogen sein1 der er war1 was in ,nazareth1 wo seine ,eltern lebten1 ganz sicher nicht mglich war4 ,die hnlichkeit der ,wunder1 welche ,moses und nach ihm die ,propheten verrichteten1 mit denen ,christi1 macht es wahrscheinlich1 dass sie aus derselben ,quelle1 gypten1 stammten4 ,moses war von der ,tochter ,pharaos gerettet und durch ihre ,vermittlung mit der ,erlaubnis des ,knigs von den ,priestern so gut erzogen worden1 wie es nur der ,sohn des ,knigs selbst htte wnschen knnen4 ,wie uns der jdische ,schriftsteller ,josephus erzhlt1 offenbarte der ,knabe einen sehr krftigen ,sinn und es ist wahrscheinlich1 dass man ihn mit groer ,sorgfalt und ,liebe in die ,geheimnisse gyptischer ,wissenschaft einweihte und dass er in den erlernten ,knsten selbst die gyptischen ,priester bertraf1 welche ihm der ,knig entgegenstellte1 als er seine ,wissenschaft zur ,befreiung der ,juden aus der gyptischen ,knechtschaft anwandte4 ,seit jener ,zeit vererbte sich die ,wissenschaft unter den ,juden1 allein nur an einzelne1 an ,propheten1 da sie sonst ihren ,zweck verfehlt haben wrde4 ,als die ,knige der ,juden gegen das ,volk tyrannisch wurden und sahen1 dass ihnen die ,propheten widerstrebten1 verfolgten sie dieselben1 rotteten sie aus1 wo sie konnten und zerstrten ihre ,schulen4 ,die geheimen ,wissenschaften kamen in ,verfall durch diese ,verfolgungen und die an ,unmglichkeit grenzende ,schwierigkeit1 sie zu lehren4 ,waren doch sogar die ,gesetzbcher des ,moses gnzlich verloren gegangen1 und selbst unter den ,knigen und ,priestern hatten sie sich einzig auf dem ,weg der ,tradition nur unvollkommen erhalten4 ,der ,priester ,hilkija1 unter der ,regierung des ,knigs ,josia1 fand endlich eine ,abschrift der ,bcher ,moses durch ,zufall im ,tempel4 7,anm4d4,red4 #b4,kn4 #bb1h7 ,die ,geburt ,jesu erregte ein vorbergehendes ,aufsehen durch die damit verknpften ,umstnde1 welche den misstrauischen und tyrannischen ,herodes veranlassten1 alle in ,bethlehem innerhalb zwei ,jahren geborene ,kinder ermorden zu lassen4 ,joseph1 der ,vater ,jesu1 floh mit seiner ,frau und dem ,kind nach gypten1 ein ,land1 welches seit den ltesten ,zeiten von hebrischen ,handelsleuten besucht wurde und in dem eine ,menge ,juden wohnten1 von denen viele stets zum ,osterfest nach ,jerusalem kamen4 ,joseph blieb ungefhr zwei ,jahre in gypten1 nmlich bis zum ,tod des ,herodes1 und es ist natrlich1 dass unter den ,freunden1 die ihm zur ,flucht halfen und in gypten untersttzten1 der ,grund dieser ,flucht viel besprochen wurde und dass man fr das ,kind stets ein besonderes ,interesse behielt4 ,als ,jesus zwlf ,jahre alt war1 finden wir den ,knaben im ,tempel1 wo er durch seine klugen ,fragen und ,antworten die ,priester und ,schriftgelehrten in ,erstaunen setzt4 ,der aufgeweckte ,geist des ,knaben mochte einige der vornehmen ,leute interessieren und ,nachfragen nach seiner ,herkunft veranlassen1 wobei die bei seiner ,geburt stattgehabten ,vorflle gewiss wieder zur ,sprache kamen4 ,es ist nicht unwahrscheinlich1 dass sich irgendjemand unter diesen ,vornehmen veranlasst fhlte1 fr die ,erziehung ,jesu ,sorge zu tragen und dass dies infolge der bei der ,flucht nach gypten angeknpften ,bekanntschaften in gypten geschah4 ,die ,talente1 die ,jesus zeigte1 mochten ,veranlassung werden1 dass er zu einer besonderen ,rolle ausersehen wurde1 welche die ,befreiung der ,juden vom rmischen ,joch bezweckte1 wie einst ,moses dieselben vom ,joch der gypter befreit hatte4 ,die eigentmliche ,weise1 in welcher sich der ,charakter ,jesu entwickelte1 mochte anderen1 oder wahrscheinlich ihm selbst1 den weit hheren ,gedanken eingeben1 diese ,erlsung von der ,knechtschaft geistiger aufzufassen und durch ,schpfung eines neuen ,glaubens die ,menschen von der ,last des ,lebens und der ,furcht vor dem ,tod zu befreien4 ,um diesen ,zweck zu erreichen1 hielt er es fr unumgnglich notwendig1 sein ,leben zu opfern und groe ,leiden zu erdulden4 ,er fand die ,kraft dazu in seiner ,liebe zu der ,menschheit2 allein begreiflich ist es1 dass die ,versuchung ihm nahe trat1 die ihm innewohnende geistige ,kraft und die erlangte ,wissenschaft auf eine andere1 weniger aufopfernde ,weise anzuwenden1 indem er als ,held und ,befreier des ,volks von der ,rmerherrschaft auftrat4 ,die ,erzhlung von der ,versuchung durch den ,teufel1 der ihn auf einen hohen ,berg fhrte und alle ,reiche der ,erde zeigte1 kann schwerlich einen anderen ,sinn haben4 ,die ,wunder des ,moses1 der ,propheten und ,jesu aus den in der ,bibel enthaltenen ,erzhlungen erklren zu wollen1 wre ein ganz nutzloses ,unternehmen4 ,die rmische ,kirche und andere ,wunderglubige werden eine solche ,erklrung auch ganz berflssig finden2 sie sagen1 ,jesus war ,gottessohn1 ,gott selbst1 und ,gott ist allmchtig4 ,darauf haben wir schon frher geantwortet2 allein es wird ntig sein1 auf die ,gttlichkeit ,christi etwas nher einzugehen1 ehe wir diese ,abschweifung von dem eigentlichen1 historischen ,zweck dieses ,kapitels schlieen4 ,als ,jesus auftrat1 war der ,glaube an die ,gtter der ,griechen unter den in der ,nhe der ,juden und unter ihnen vorhandenen ,fremden noch nicht gnzlich erloschen und es war von jeher geglaubt1 dass sich die ,gtter unter die ,menschen mischten4 ,der ,sohn eines ,gottes war den ,heiden keine so fremde ,erscheinung4 ,groe ,knige und ,helden wurden durch ihren ,glauben zu ,gttershnen gemacht4 ,selbst unter den ,juden war dieser ,gedanke nicht so unerhrt1 denn wenn ,moses auch fr zweckmig gefunden hatte1 dem ,volk diese ,vorstellung von einem unsichtbaren ,gott zu geben1 so war der ,jehova der alten ,juden doch eine sehr verschiedene ,vorstellung von dem ,gott der heutigen aufgeklrten ,juden4 ,nach den ,erzhlungen der ,bibel sah ,adam ,gott1 und ,moses erschien er unter verschiedenen ,gestalten2 er war also ein persnliches1 gewissermaen krperliches ,wesen4 ,da nun die ,juden viel mit den ,heiden in ,berhrung kamen und der ,gtzendienst selbst unter ihnen eine bedeutende ,ausdehnung gehabt hatte1 wie wir aus der ,bibel sehen1 so war es sehr begreiflich1 dass viele unter dem ,volk einen ,mann1 der so wunderbare ,handlungen wie ,jesus verrichtete1 fr einen ,sohn ,gottes hielten4 ,obwohl ,jesus sich ,gottes ,sohn nannte1 so bezeichnete er doch auch alle ,menschen als ,kinder ,gottes und selbst das ,gebet1 welches er fr alle gab1 nennt ihn ,vater4 ,andererseits sagt er aber auch ausdrcklich zu dem rmischen ,hauptmann ,cornelius1 der vor ihm nieder fiel3 ,stehe auf1 ich bin ja auch nur ein ,mensch4 7,anm4d4,red4 ,apostel #aj1bf1 ,corvin verwechselt hier ,jesus mit ,petrus7 - ,die ,mehrzahl der ersten ,anhnger ,jesu hielt ihn fr einen bloen ,menschen und als einige ,schwrmer unter ihnen die ,ansicht aussprachen1 dass er nur die ,gestalt eines ,menschen angenommen habe1 wurden sie deshalb von seinem ,freunde und ,schler ,johannes getadelt4 ,die ,gttlichkeit ,christi ist jedoch der ,grundstein der rmischen ,kirche und die ganze theologische sogenannte ,wissenschaft beruht auf dieser ,abgeschmacktheit1 die sich brigens auch in vielen anderen ,religionen1 namentlich in der indischen1 findet und weiter nichts ist als eine ,allegorie der ,naturreligion4 ,es wrde mich zu weit von meinem ,ziele fhren1 wenn ich mich auf einen ,nachweis darber einlassen wollte2 das haben tiefere ,forscher und ,geschichtskundige zur ,genge getan4 ,ich will nur mit wenigen ,worten nachweisen1 dass die ,lehre von der ,gttlichkeit ,christi1 die ihn in den ,augen der ,menschen erhhen soll1 abgesehen davon1 dass sie eine ,dummheit in sich selbst ist1 das ,verdienst des ,erlsers zunichte macht4 ,die ,kirchenlehrer sind bei der ,erklrung dieser ,lehre noch weit unklarer als gewhnlich und hllen sich in einen ,schwall von ,worten1 die dem nichtdenkenden ,volk imponieren1 weil es sie nicht versteht1 was es in diesem ,falle nicht nur mit den ,denkern1 sondern sogar mit den ,erklrern selbst gemein hat1 denn eben wo ,gedanken fehlen1 da stellt ein ,wort zu rechter ,zeit sich ein4 ,so vornehm und entrstet sich diese ,erklrer auch gebrden1 wenn man sie ber diesen ,glaubensartikel befragt1 so ist es mir doch nie gelungen1 irgendeinen klaren1 rein vernnftigen ,gedanken auf dem ,grund ihrer ,erklrungen zu finden4 ,die aufgeklrtesten protestantischen ,geistlichen1 die ich hrte1 suchen den ,frager damit abzufertigen1 dass sie ,jesus einen ,gottmenschen nennen2 was aber keine besondere ,menschenrasse oder ,klasse1 sondern nur ein ,mensch ist1 dessen ,geist sich zu der hchsten ,vollkommenheit ausgebildet hat1 die eben ein ,mensch erreichen kann4 ,eine solche ,erklrung ist aber eine ,ketzerei in den ,augen der ,kirche1 denn diese will1 wir sollen glauben1 dass ,jesus ein nicht von einem menschlichen ,geiste1 sondern von ,gott1 der hchsten ,potenz geistiger ,vollkommenheit1 belebter und regierter menschlicher ,krper war4 ,vor und nach ,jesus gab es tugendhafte ,menschen1 die ebenso rein und tadellos lebten1 wie es seine ,schler1 die ihn drei ,jahre lang tglich beobachteten1 von ihm erzhlten und andere1 welche noch weit grere ,leiden1 als sie ,jesus erduldete1 noch standhafter als er fr eine von ihnen fr gro und gut gehaltene ,sache ertrugen4 ,ihre ,tugend und ihre ,kraft waren ihr ,verdienst1 jedenfalls das ,resultat der hheren ,ausbildung ihres unvollkommenen menschlichen ,geistes4 ,der ,geist aber1 der den ,krper ,jesu belebte1 war nach der ,kirchenlehre ,gott1 die hchste ,potenz der geistigen ,vollkommenheit1 also keiner ,vervollkommnung bedrftig oder fhig4 ,ein solcher ,geist1 in einen menschlichen ,krper gedacht1 hat gar keinen ,kampf zu bestehen1 da er nicht einmal den ,gedanken der ,versuchung zulsst4 ,tugend und ,seelenkraft im ,leiden und davon hergeleitetes ,verdienst existieren nur fr den ,menschen1 das heit fr einen ursprnglich unvollkommenen menschlichen ,geist1 der einen menschlichen ,krper belebt4 ,der ,gedanke an einen in ,versuchung fhrenden oder leidenden ,gott setzt eine so niedrige ,gottesvorstellung voraus1 dass sie jedem selbst an einen persnlichen ,gott glaubenden ,menschen als eine ,gotteslsterung erscheinen muss4 ,ein ,gott1 der am ,kreuz verzweifelt1 ist geradezu abgeschmackt und lcherlich4 ,wie anders dagegen erscheint uns ,jesus1 wenn wir ihn als einen ,menschen betrachten1 dessen zarter ,krper von einem rein menschlichen ,geist belebt war6 ,das reine ,leben eines solchen ,jesus knnen wir bewundern und mit der ,hoffnung nachahmen1 das hohe ,muster zu erreichen1 da ,jesus ein ,mensch war2 fr seine ,leiden haben wir ,mitgefhl und ,trnen1 da er ein ,mensch war und fr das ,opfer1 welches er mit seinem ,leben der ganzen ,menschheit brachte1 fhlen wir die innigste ,liebe1 da es der hchsten1 reinsten und uneigenntzigsten ,liebe entsprungen war4 ,die ,versuchung und die ,zeichen der ,schwche1 sozusagen die ,kennzeichen seiner ,menschheit1 die wir an ihm entdecken1 machen ihn uns noch liebenswerter4 ,welcher fhlende ,mensch kann sich der ,trnen enthalten1 wenn er sich im ,geist in die ,lage ,jesu am lberg versetzt4 ,die ,stunde der ,erfllung des groen ,opfers naht heran1 und der rein menschliche ,trieb der ,lebenslust macht sich mit aller ,kraft und ,verlockung geltend4 ,alle ,schrecken des ,todes1 dem er entgegen geht1 stehen vor seinem ,geist und noch einmal sucht er mit inbrnstiger ,hoffnung nach einem andern ,weg1 seinen groen ,zweck zu erreichen4 ,er ringt mit dem ,tod1 und ein ,engel steigt vom ,himmel herab1 ihn zu strken2 der ,gedanke an die durch seinen ,tod vollbrachte ,erlsung der ,menschen1 an die ,gre dieses ,zwecks ist der ,engel1 der ihm den ,tod besiegen hilft4 ,wie rhrend menschlich ist die ,handlung ,christi bei der ,einsetzung des ,abendmahls6 ,wenn seine ,jnger das ,brot beim ,essen zerbrechen und ,wein trinken1 sollen sie seiner und seines groen ,liebesopfers mit ,liebe gedenken4 ,er wei1 dass seine ,todesstunde herannaht1 und er kennt den bsen ,menschen1 der als ,werkzeug dienen wird1 ihn den ,henkern zu berliefern2 der ,gedanke macht ihn traurig4 ,die ,geschichte seines ,leidens ergreift uns nur1 weil wir ihn als einen ,menschen betrachten1 denn ,gott ist ber den ,spott der ,kriegsknechte so erhaben1 dass er ihn nicht empfindet und was die krperlichen ,misshandlungen anbetrifft1 so berwanden diese ja selbst die gemeinen1 mit ,jesus gekreuzigten ,verbrecher so weit1 dass sie ihn verspotten konnten2 ein ,gott musste sicher so viel ,seelenkraft haben1 solche krperliche ,schmerzen gar nicht zu empfinden4 ,er empfand sie aber sehr schmerzlich1 und als ihn in seiner ,todespein die ,kraft verlsst und ihn vielleicht der verzweiflungsvolle ,gedanke berfllt1 dass sein groes ,opfer fr die ,erlsung der ,menschheit nutzlos gebracht sein mchte1 ruft er aus3 ,mein ,gott1 mein ,gott1 warum hast du mich verlassen6 - ,welches menschliche ,herz erzittert hier nicht in seinen tiefsten ,tiefen und wer ehrt und liebt nicht das ,andenken an diesen erhabenen ,menschen1 der mit vollem ,bewusstsein dessen1 was ihm bevorstand1 aus ,liebe fr die ,menschen sich ein so schweres ,opfer auferlegte6 ,die ,kirche verfehlt nicht1 unser ,mitgefhl fr diese ,leiden in ,anspruch zu nehmen und betrachtet dann ,jesus ganz als ,mensch4 ,den ,pfaffen ist ,christus bald ,gott1 bald ,mensch1 wie sie es eben fr ihren ,hokuspokus brauchen4 - ,jesu trostreiche ,lehre verbreitete sich mit groer ,schnelligkeit4 ,die ,apostel und deren ,schler verkndeten sie nicht allein in ,juda und den benachbarten ,lndern1 sondern machten zu diesem ,zweck weitere ,reisen und trugen die frohe ,botschaft 7,evangelium7 von dem ,erlser der ,welt in ferne ,lnder4 ,die ,zahl der ,anhnger1 die sie gewannen1 war auerordentlich gro1 besonders unter der rmeren ,volksklasse1 aus der ,christus und die ,apostel selbst hervorgegangen waren4 ,nachdem ,jerusalem1 siebzig ,jahre nach ,christi ,geburt1 von dem nachherigen rmischen ,kaiser ,titus zerstrt worden war1 wurden die stets zum ,aufruhr geneigten ,juden ber das ganze rmische ,reich zerstreut und mit ihnen die ,christianer - so nannte man die ,anhnger ,jesu - welche als eine jdische ,sekte betrachtet wurden1 wie es deren mehrere gab4 ,dies trug sehr viel zur ,ausbreitung des ,christentums bei1 und gewiss nicht wenig wirkten dafr die zahlreichen ,christen unter den rmischen ,legionen1 die der ,krieg bald in dieses1 bald in jenes ,land fhrte4 ,zur ,zeit der ,apostel und kurz nach derselben fhrten die ,christen ein ,leben1 wie es den ,lehren ihres ,meisters wrdig war2 aber bald artete die ,begeisterung1 die sie beseelte und ohne welche keine gute ,sache gedeihen kann1 in religise ,schwrmerei aus und nahm allmhlich den ,charakter einer ,geisteskrankheit an4 ,man wollte sich gleichsam selbst in ,frmmigkeit berbieten und kam auf die wunderlichste ,auslegung der verschiedenen1 durch die ,apostel aufbewahrten ,aussprche ,jesu4 ,wo er weise ,migung empfahl1 da glaubte man1 in seinem ,sinne zu handeln1 wenn man gnzlich entsagte1 und so entstand allmhlich die verkehrte ,ansicht1 dass die ,freuden des ,lebens verwerflich und eines ,christen unwrdig seien4 ,indem man alle ,gensse mied und sich freiwillig ,leiden auferlegte und qulte1 glaubte man1 die ,sndhaftigkeit der menschlichen ,natur zu berwinden und sich grere ,freuden im ,leben nach dem ,tod zu sichern4 ,mit dieser ,ansicht verband sich bald eine ,art von ,hochmut1 der sich unter uerer ,demut versteckte4 ,der roheste ,christ hielt den gebildetsten und tugendhaftesten ,nichtbekenner ,jesu fr einen ,verworfenen2 ja1 er glaubte sich durch jede nhere ,gemeinschaft mit den ,heiden zu verunreinigen4 ,aus diesem ,grunde sonderten sich die ,christen bald ganz und gar von diesen ab1 zerrissen die zwischen ihnen bestehenden ,verwandtschafts- und ,freundschaftsverhltnisse und flohen alle ,lustbarkeiten und ,feste gleich ,verbrechen4 ,mit einem ,wort1 trotz aller ,tugendhaftigkeit und ,rechtschaffenheit ihres ,lebens fingen sie an1 kopfhngerische1 trbselige ,narren zu werden4 ,die mit ,schnelligkeit anwachsende ,menge der ,christen1 ihr menschenfeindliches1 abgesondertes ,wesen1 ihre geheimnisvollen ,zusammenknfte1 denen die ,verleumdungen der jdischen und heidnischen ,priester bald politische und verbrecherische ,zwecke unterlegten1 ihr feindseliges ,benehmen gegen die ,heiden1 - alles dies erregte die ,aufmerksamkeit der rmischen ,regierung2 allein sie befolgte die sehr vernnftige ,politik1 sich nicht um die ,religion ihrer ,untertanen zu bekmmern1 wenn diese nicht die ,veranlassung wurde zu ,feindseligkeiten gegen die ,einrichtungen des ,staates und seine ,gesetze4 ,die ,christen htten also ungestrt unter der rmischen ,herrschaft leben und sich entwickeln knnen1 wenn sie sich von solchen ,vergehen ferngehalten htten1 die kein ,staat ungestraft lassen kann4 ,dies taten sie aber nicht1 sondern in ihrem fanatischen ,eifer forderten sie gleichsam die ,regierung heraus4 ,sie verweigerten auf ,grund ihrer ,religion die allgemeinen ,brgerpflichten1 wollten weder in den ,krieg ziehen noch ffentliche mter annehmen und bewiesen den ,kaisern ,verachtung1 anstatt ihnen die herkmmlichen ,ehren zu zeigen4 ,es war daher ganz natrlich1 dass diese die ,sekte der ,christen fr staatsgefhrlich erkannten und beschlossen1 sie zu zwingen1 sich den ,gesetzen des ,staates zu unterwerfen und sie fr die ,verletzung derselben zu bestrafen4 ,darin waren die ,kaiser in ihrem vollsten ,recht und wir finden1 dass gerade die besten und weisesten unter ihnen gegen die widerspenstigen ,christen am strengsten verfuhren4 ,sie erreichten indessen ihren ,zweck nicht1 sondern bewirkten gerade das ,gegenteil von dem was sie bewirken wollten4 ,die ,verachtung des ,lebens und aller ,leiden war bei den schwrmerischen ,christen so hoch gestiegen1 dass sie den ,tod als hchst wnschenswert betrachteten1 sich scharenweise den ,hnden ihrer ,verfolger berlieferten und diese durch ihren herausfordernden ,trotz zur grten ,grausamkeit anregten4 ,je grere ,leiden die ,christen um ,christi willen erduldeten1 desto grer fiel ihrer ,meinung nach die ,belohnung aus1 die sie im verheienen ewigen ,leben erwartete4 ,die ,standhaftigkeit1 mit welcher die ,geopferten den qualvollsten ,tod ertrugen und die religisen ,ehren1 welche die ,gemeinde dem ,andenken der ,mrtyrer widmete1 fachten die ,schwrmerei der ,christen zum ,fanatismus an4 ,der ,mrtyrertod erschien als das hchste ,glck1 weil man glaubte1 dass er alle ,snden tilge und sogleich zu ,christus in das ,paradies fhre4 ,diese ,mrtyrerschwrmerei nahm so berhand1 dass die ,besonnenen unter den ,christen1 welche das ,unmoralische einer solchen ,lebensverachtung einsahen1 vergeblich dagegen ankmpften4 ,die ,heiden1 welche ,zeugen von der ,standhaftigkeit und ,freudigkeit waren1 mit welcher die ,christen die rgsten ,qualen und den ,tod erduldeten1 wurden mit ,bewunderung erfllt fr eine ,religion1 die solche ,kraft gab1 und bekannten sich in ,menge zu derselben4 ,die ,zahl der ,christen nahm tglich zu1 gewann immer mehr ,eingang auch unter den hheren ,stnden und selbst am ,hofe der ,kaiser4 ,endlich kam es dahin1 dass ,kaiser ,konstantin1 der #cbd bis #ccg regierte1 es aus politischen ,grnden fr gut hielt1 die christliche ,religion zur ,staatsreligion zu machen4 - ,die ,christen zur ,zeit der ,apostel hatten sich von der ,gemeinschaft der ,juden nicht getrennt1 denn sie betrachteten sich vielmehr als die wahren ,israeliten und ,jesus als den lngst erwarteten ,messias4 ,endlich zwang sie aber die ,feindseligkeit der ,juden1 eine eigene ,gemeinde zu bilden4 ,die ,verfassung dieser ersten christlichen ,gemeinde war wie die einer jeden ,gesellschaft1 die aus gleichstehenden ,mitgliedern besteht1 denn alle ,christen nannten sich ,brder4 ,keiner hatte vor dem anderen einen ,vorrang1 und sowohl ihre ,pflichten als ihre ,rechte waren vollkommen gleich4 ,zu ihren ,vorstehern whlte die ,gemeinde einige in allgemeiner ,achtung stehende ,mnner1 welche ,presbyter 7lteste7 oder auch ,bischfe 7episcopi1 ,aufseher7 genannt wurden4 ,ihr ,amt war es1 ,ruhe1 ,eintracht und ,ordnung in der ,gemeinde zu erhalten1 ohne dass sie deshalb einen hheren ,rang eingenommen htten als den1 welchen ihnen die ,achtung der brigen ,brder freiwillig einrumte4 ,den ,presbyter standen ,diakone 7,helfer7 zur ,seite1 welche die reichlich beigesteuerten ,almosen an die rmeren ,gemeindemitglieder austeilten und andere kleine ,geschfte bernahmen1 die nicht schon von den ltesten verrichtet wurden4 ,die ,gemeinden der ersten ,christen waren vollkommene ,republiken1 und selbst die ,apostel1 welche mehrere derselben stifteten und eine ,art ,oberaufsicht ber sie fhrten1 maten es sich nicht an1 eigenmchtig ber die ,gesellschaft betreffende ,einrichtungen zu bestimmen1 sondern begngten sich damit1 den ,gemeinden mit ,rat und ,tat an die ,hand zu gehen4 ,der ,apostel ,paulus machte es den ltesten ausdrcklich zur ,pflicht1 dass sie ber die ,gemeinden nicht herrschen1 sondern sie durch ihr musterhaftes ,beispiel leiten sollten4 ,das taten auch die ,presbyter der alten ,zeit2 sie betrachteten sich als die ,diener der ,gemeinde1 welche sie fr ihre ,dienste durch freiwillige ,geschenke belohnte4 ,einen uerlichen ,gottesdienst kannte man nicht2 die religisen ,versammlungen der apostolischen ,christen fanden statt ohne alle ,zeremonien und auf die ,sinne berechnete ,gebruche4 ,man kam zusammen in irgendeinem gerumigen ,saal1 ohne denselben weder zu diesem ,zweck auszuschmcken1 noch ihm eine besondere ,weihe und ,heiligkeit beizumessen1 denn dergleichen erschien den ,christen als heidnische ,torheit4 ,die ,versammlungen waren einzig und allein der ,belehrung und ,erbauung gewidmet4 ,man las in ihnen die ,briefe der umherreisenden ,apostel vor oder ,stellen aus den heiligen ,bchern der ,juden4 ,dann folgte ein belehrender ,vortrag1 den wohl meistens einer der ,presbyter hielt oder auch irgendein anderes ,mitglied der ,gemeinde1 welches sich dazu geeignet und berufen fhlte4 ,das ,gehrte wurde dann besprochen und den ,unwissenden das erklrt1 was sie etwa nicht verstanden hatten4 ,so waren diese ,versammlungen der ,christen der apostolischen ,zeit die ersten ,volksschulen4 ,nach der ,besprechung setzte man sich zu einem gemeinsamen ,mahle nieder - welches ,liebesmahl hie - und am ,schluss oder auch am ,anfang wurden ,brot und ,wein herumgereicht und beim ,genuss desselben mit ,rhrung und ,dankbarkeit des fr die ,menschheit gestorbenen ,jesus gedacht1 wobei auch wohl die ,worte wiederholt wurden1 die er bei der ,einfhrung dieses schnen ,gebrauchs sprach4 ,den ,schluss der ,versammlung machte eine ,beisteuer fr die ,armen4 ,leider nderte sich aber dieser wrdige und einfache ,zustand der christlichen ,gemeinden sehr bald und ging endlich in die ,form der heutigen katholischen ,kirche ber4 ,es wird fr unseren ,zweck gengen1 nur in leichten ,umrissen anzugeben1 wie eine so auffallende ,vernderung1 die dem christlichen ,geist so sehr widerspricht1 bewerkstelligt werden konnte4 ,wir haben oben gesagt1 dass die ,presbyter mit der ,leitung der ,gemeindeangelegenheiten beauftragt waren4 ,bei ihren ,beratungen fhrte anfangs der lteste den ,vorsitz1 aber dieser war oft eben wegen seines ,alters dazu nicht immer der tauglichste1 und so zogen es denn die ,presbyter vor1 den geeignetsten aus ihrer ,mitte zum ,vorsitzenden zu whlen1 welcher1 da er ber alles die ,aufsicht fhrte1 zur ,unterscheidung von seinen1 ihm sonst brigens durchaus gleichgestellten ,kollegen1 vorzugsweise der ,bischof genannt wurde4 ,diese ,bischfe maten sich bald einen hheren ,rang an1 und wir erblicken sie in den ,versammlungen auf einem erhabenen ,sessel1 whrend die anderen ,presbyter auf niedrigeren ,sthlen um sie her sitzen1 hinter denen die ,diakone1 gleich den dienenden ,brdern in den ,synagogen1 stehen4 ,die ,gemeinden gewhnten sich bald daran1 in dem von ihren ,vorstehern so ausgezeichneten ,bischof ihren geistlichen ,oberherrn zu sehen4 ,besondere ,umstnde trugen dazu bei1 das ,ansehen dieser ,bischfe zu vermehren4 ,die ,christen auf dem ,land hatten sich anfangs den ,gemeinden in den ,stdten angeschlossen2 als ihre ,zahl sich aber vermehrte1 wnschten sie eigene ,gemeinden zu bilden1 wenn sie auch die ,gemeinschaft mit den ,gemeinden in den ,stdten nicht aufgeben wollten1 da ihnen dieselben besonders zur ,zeit der ,verfolgung und berhaupt von ,nutzen war4 ,sie baten daher die ,stadtbischfe1 sie mit ,lehrern und ,vorstehern zu versehen1 und ein solcher sandte ihnen gewhnlich einen seiner ,presbyter4 ,dieser ,landbischof hatte nun zwar dieselbe ,gewalt ber seine ,gemeinde wie der ,stadtbischof ber die seinige2 aber aus der ganzen ,natur der ,sache erklrt es sich1 dass er in vielen ,beziehungen von dem ,letzteren gewissermaen abhngig wurde4 ,dadurch bekam der ,stadtbischof einen ,kirchensprengel oder1 wie es damals hie1 eine ,dizese 7,bezirk7 oder ,parochie4 ,so wurde also schon in der ersten ,hlfte des zweiten ,jahrhunderts nach ,christi ,geburt der ,grund zur kirchlichen ,aristokratie gelegt4 ,nachdem man nun einmal den ,anfang damit gemacht hatte1 jdische ,einrichtungen auf das ,christentum anzuwenden1 so griff dieser ,unfug umso schneller um sich1 als er der ,eitelkeit und ,herrschsucht ehrgeiziger ,bischfe ntzte1 die sich bald der ,leitung aller christlichen ,gemeindeangelegenheiten zu bemchtigen wussten4 ,am ,anfang des dritten ,jahrhunderts war es schon so weit gekommen1 dass man die ,gewalt der ,bischfe aus dem ,priesterrechte des ,alten ,testaments herleitete und alles1 was ,moses ber ,priesterverhltnisse festsetzte1 ohne weiteres auf die ,bischfe und ,presbyter anwendete4 ,bis dahin waren sie noch immer als das1 was sie auch in der ,tat waren1 als ,diener der ,gemeinde1 betrachtet worden2 aber ihr ,stolz lehnte sich dagegen auf1 und im ,laufe des dritten ,jahrhunderts hatten sie schon geschickt den ,glauben verbreitet1 dass sie nicht von der ,gemeinde1 sondern von ,gott selbst eingesetzt wren zu ,lehrern und ,aufsehern derselben2 dass sie also nicht ,diener der ,gemeinde1 sondern ,diener ,gottes wren und daher sowohl das ,lehreramt wie auch der ,dienst der neuen ,religion nur von ihnen allein versehen werden knne1 weshalb sie einen von der ,gemeinde abgesonderten1 vorzglicheren ,stand bilden mssten4 ,um die noch immer ,zweifelnden vollends zu bercken1 denen ein solches ,verhltnis nicht den ,lehren ,christi gem erschien1 griffen die ,bischfe zu einem anderen ,mittel1 ihnen das1 was sie durchsetzen wollten1 begreiflicher und annehmbarer zu machen4 ,wenn nmlich die ,apostel einen ,lehrer oder ,presbyter bestellten1 legten sie ihm die ,hand auf das ,haupt und riefen ,gott an1 dass er ihm zu seinem ,amt auch den ,verstand verleihen mge4 ,diese ,sitte war dem jdischen ,ritus entnommen1 ohne dass die ,apostel daran dachten1 welchen ,missbrauch ihre dereinstigen ,nachfolger damit treiben wrden4 ,die ,bischfe behaupteten nmlich1 dass durch dieses ,handauflegen der den ,aposteln innewohnende heilige ,geist auch auf die ,geweihten bergegangen sei und dass diese auch die ,kraft htten1 ihn auf dieselbe ,weise an andere zu bertragen4 ,es gelang ihnen vortrefflich1 diese ,ansicht unter den ,christen populr zu machen1 und am ,ende des dritten ,jahrhunderts glaubte man allgemein daran und sah in den ,bischfen1 ,presbytern und ,diakonen ,wesen ganz anderer ,art und fand es ganz natrlich und selbstverstndlich1 dass sie einen ,stand fr sich bildeten4 ,so bedeutend nun auch der ,einfluss der ,bischfe auf die ,gemeinden schon war1 so hatte die demokratische ,verfassung derselben doch noch keineswegs aufgehrt4 ,die ,bischfe konnten in den religisen ,angelegenheiten durchaus nicht nach ,gefallen schalten und walten1 sondern waren an die ,einwilligung der ,presbyter und der ganzen ,gemeinde gebunden4 ,dies war ihnen sehr unbequem1 da sie nach unumschrnkter ,gewalt strebten1 und zur ,erlangung derselben benutzten sie die ,provinzialsynoden4 ,wir haben schon frher beilufig bemerkt1 wie falsch die ,aussprche und ,lehren ,jesu hufig von den ,christen verstanden wurden4 ,es entspannen sich ber deren ,auslegung bald ,streitigkeiten1 und schon im zweiten ,jahrhundert finden wir1 dass sich mehrere ,gemeinden vereinigten1 um dieselben durch gemeinschaftliche ,besprechungen auszugleichen4 ,als diese ,streitigkeiten sich mit der ,zeit vermehrten1 fhlte man die ,zweckmigkeit und ,notwendigkeit solcher schiedsrichterlichen ,versammlungen und ordnete sie fr die ,gemeinden eines bestimmten ,bezirks oder ,landes regelmig und wenigstens einmal im ,jahr an4 ,so entstanden die ,provinzial-,kirchenversammlungen4 ,die ,gemeinden wurden auf denselben durch ,abgeordnete vertreten1 welche aus den ,bischfen1 ,presbytern1 ,diakonen und einigen anderen ,gemeindemitgliedern bestanden4 ,so bedeutend nun auch der ,einfluss der ,bischfe auf die ,beschlsse dieser ,kirchenversammlungen war1 so standen ihnen noch immer die groe ,anzahl der anderen ,abgeordneten der ,gemeinde entgegen1 und es wurde vorerst die ,aufgabe der ,bischfe1 diese von den ,kirchenversammlungen zu entfernen4 ,zuerst gelang es ihnen mit den nicht priesterlichen ,mitgliedern der ,gemeinde1 dann mit den ,diakonen und endlich auch mit den ,presbytern1 so dass die ,gesamtheit der christlichen ,gemeinden auf den ,synoden einzig und allein durch die ,bischfe vertreten wurde4 ,dies war zwar ein bedeutender ,gewinn1 denn nun konnten diese beschlieen1 was sie in ihrem ,interesse fr ntig hielten2 aber noch immer bedurften die gefassten ,beschlsse der ,zustimmung der ,gemeinde4 ,um diesen lstigen ,zwang zu entfernen1 erfand man ein eigentmliches ,mittel1 welches wir einen plumpen und ungeschickten ,betrug nennen wrden1 wenn er - nicht gelungen wre4 ,es war nmlich bei den ,christen ,gebrauch geworden1 jede ,versammlung mit der ,bitte an ,gott zu erffnen1 dass er die ,anwesenden durch seinen ,geist erleuchten und bei ihren ,beratungen leiten mge4 ,diese ,sitte wurde auch bei der ,erffnung von ,kirchenversammlungen beobachtet1 und nun erzeugten die ,bischfe bei den nur zu glubigen ,christen den ,wahn1 dass durch dieses ,gebet der ,heilige ,geist auch stets veranlasst werde1 bei der ,synode gleichsam den ,vorsitz zu fhren1 so dass alle ihre ,beschlsse als ,aussprche des ,heiligen ,geistes1 also ,gottes selbst1 zu betrachten wren1 die der ,besttigung nicht bedrften6 ,durch diese ,list waren die christlichen ,gemeinden um den letzten ,rest ihrer ,freiheit gebracht und der eigenntzigen ,willkr der ,bischfe preisgegeben4 ,nachdem diese einmal so weit gekommen waren1 gingen sie in ihren ,anmaungen immer weiter1 und es kam bald eine ,zeit1 wo die vor kurzem noch so ehrwrdigen ,vorsteher der christlichen ,gemeinden grtenteils die eigenntzigsten1 schamlosesten und verworfensten ,menschen waren4 ,aus den hlzernen ,kirchengefen wurden goldene1 aber aus den goldenen ,bischfen wurden hlzerne4 ,als ,kaiser ,konstantin die christliche ,religion zur ,staatsreligion machte1 erlitten alle ,verhltnisse der christlichen ,kirche eine bedeutende ,vernderung4 ,die ,kaiser betrachteten sich selbst als ,oberhupter derselben2 sie beriefen nicht nur nach ihrem ,gefallen ,kirchenversammlungen1 leiteten die ,wahlen der ,bischfe oder ernannten diese geradezu1 sondern entschieden auch theologische ,streitigkeiten nach ihrem ,gutdnken4 ,dadurch gingen freilich viele der angematen ,rechte der ,bischfe fr den ,augenblick verloren2 aber die ,vorteile1 welche sie auf der anderen ,seite gewannen1 waren so gro1 dass sie sich ganz auerordentlich demtig und fgsam zeigten1 und so geschah es1 dass alles in der ,kirche nach dem ,wink der ,kaiser ging4 ,der ,kaiser war der ,gnadenborn1 aus dem auf seine ,gnstlinge ,ehren und ,reichtmer strmten1 und die ,bischfe und ,geistlichen wetteiferten in niedriger ,schmeichelei1 um deren mglichst viel zu schnappen4 ,die ,armut der ,kirche und ihrer ,diener hatte ein ,ende4 ,schon ,kaiser ,konstantin bestimmte einen ,teil der ,staatseinknfte zum ,unterhalte der ,geistlichen und begnadigte sie mit wichtigen ,vorrechten4 ,das allereintrglichste war aber das ,gesetz1 durch welches er sie fr berechtigt erklrte1 ,schenkungen anzunehmen1 welche ihnen durch testamentarische ,verfgungen gemacht wurden1 was nach dem ,gesetz des ,kaisers ,diokletian keinem ,verein gestattet war4 ,nun war der ,habgier der ,geistlichkeit ein weites ,feld geffnet4 ,die niedrigsten und verchtlichsten ,mittel wurden angewandt1 um die bereits in ,aberglauben aller ,art versunkenen ,christen zu reichen ,schenkungen zu bewegen1 und bereits nach zehn ,jahren wagte niemand mehr zu sterben1 ohne der ,geistlichkeit ein ,legat zu vermachen4 ,diese betrieb ihr ,geschft auf so schamlose ,weise1 dass nicht sehr lange darauf die ,kaiser ,gratian und ,valentinian sich gezwungen sahen1 durch ,gesetze der ,erbschleicherei der ,geistlichen ,einhalt zu tun4 ,hieronymus1 der ,geheimschreiber des rmischen ,bischofs ,damasus1 der ,zeuge war von dem nichtswrdigen ,treiben der ,pfaffen1 rief bei der ,bekanntmachung des ,gesetzes3 ,ich bedaure nicht des ,kaisers ,verbot1 sondern mehr das1 dass meine ,mitbrder es notwendig gemacht haben6 ,diese ,mitbrder schildert er auf wenig schmeichelhafte ,weise1 indem er sagt3 ,sie halten kinderlosen ,greisen und alten ,matronen den ,nachttopf hin1 stets geschftig um ihr ,lager2 mit eigenen ,hnden fangen sie ihren ,auswurf auf1 und ,witwen heiraten nicht mehr2 sie sind weit freier1 und ,priester dienen ihnen um ,geld4 ,selbst der ,bischof des ,hieronymus1 ,damasus1 hatte sich den ,beinamen ,ohrenkrabbler der ,damen erworben4 ,als ,julianus 7#cfa n4 ,chr47 zur ,regierung kam1 geriet der ganze ,pfaffenschwarm in groe ,bestrzung1 denn dem gebildeten1 mit der ,philosophie seiner ,zeit bekannten und darin aufgezogenen ,kaiser erschien das bereits durch ,aberglauben und ,fabeln aller ,art entstellte ,christentum abgeschmackt und lcherlich4 ,er fiel daher vom ,glauben ab1 wie die ,kirchenphrase heit1 und erwarb dafr von den christlichen ,geschichtsschreibern den ,beinamen ,apostata 7,abtrnniger74 ,die reine und einfache ,lehre ,christi hatte in der ,tat bereits eine traurige ,vernderung erlitten und war durch ,wundermrchen und lppische ,fabeln verunstaltet worden4 ,vor der ersten allgemeinen ,kirchenversammlung zu ,nica 7#cbe n4 ,chr47 gab es gegen fnfzig ,evangelien1 von denen nur die noch in der ,bibel enthaltenen beibehalten wurden1 weil die anderen den ,heiden doch gar zu viel zu spotten und zu lachen gaben4 ,sie enthielten die abgeschmacktesten ,erzhlungen und trivialsten ,geschichten1 und wenn auch ihre ,verfasser mit der ,mutter ,jesu nicht so vertraut waren wie jener ,portugiese1 der ein ,leben im ,bauch der ,maria schrieb1 so berichten sie uns doch unter anderem1 dass dem frechen ,menschen1 der ,maria unzchtig anzufassen wagte1 augenblicklich die ,hand verdorrte4 ,auch von ,wundern erzhlen sie1 die ,jesus als ,kind verrichtete4 ,einst habe derselbe mit anderen ,kindern gespielt und mit ihnen aus ,ton ,vgel geformt2 die von ihm gemachten seien sogleich fortgeflogen4 ,als er grer geworden1 habe er einst einen ,tisch gefertigt1 und als er von seinem ,vater gescholten worden sei1 weil er zu kurz war1 habe er an dem ,tisch gezogen und ihn so lang gemacht1 wie ,meister ,joseph wollte4 7,anm4d4,red4 ,kindheitsevangelium nach ,thomas7 ,kaiser ,julianus versuchte es1 das ,christentum zu strzen1 obwohl er die ,christen nicht verfolgte1 und als er schon nach zweijhriger ,regierung im ,kriege gegen die ,perser fiel1 verursachte sein ,tod groe ,freude4 ,sein ,liebling1 der ,philosoph ,libanius1 fragte einst spttisch einen christlichen ,lehrer zu ,antiochien3 ,was macht des ,zimmermanns ,sohn8 ,er erhielt zur ,antwort3 ,einen ,sarg fr deinen ,schler4 ,bald darauf starb der ,kaiser1 und ,libanius vermutete1 eben vielleicht wegen dieser ,antwort1 dass er durch irgendeinen fanatischen ,christen seinen ,tod fand4 ,sterbend unterhielt sich der ,kaiser ber die ,erhabenheit der menschlichen ,seele1 aber die ,christen erzhlten1 er habe eine ,hand voll ,blut gen ,himmel gespritzt und ausgerufen3 ,du hast gesiegt1 ,galiler6 ,mit ,julianus starb der letzte heidnische ,kaiser2 unter seinen ,nachkommen breitete sich die ,macht der ,pfaffen immer mehr aus1 und dieses ,ungeziefer des ,christentums verunstaltete dasselbe von ,jahrhundert zu ,jahrhundert immer mehr und wurde immer unverschmter und ppiger4 ,die lieben1 guten ,heiligen ,zu alten ,zeiten hie heilig1 wenn der ,fliegen1 der ,heuschrecken fra1 und jener gar mit seinem heil'gen ,hintern in einem ,ameis'nhaufen sa1 um voller ,andacht drin zu berwintern4 7,anm4d4,red4 ,samuel ,butler1 ,hudibras7 ,es ist ein durch die ,wissenschaft noch nicht vollstndig gelstes ,problem1 wodurch ,epidemien entstehen1 wie ,pest1 ,cholera und dergleichen grssliche bel1 durch welche das ,menschengeschlecht von ,zeit zu ,zeit heimgesucht wird4 ,noch unerklrlicher sind ,epidemien des ,geistes1 deren ,vorkommen so alltglich ist1 dass wir gar nicht mehr darauf achten und sie am allerwenigsten fr eine geistige ,strung halten4 ,woher kommt es1 dass irgendein dummes ,lied die ,runde ber den ,erdball macht1 dass man ihm nirgends entfliehen kann1 selbst nicht1 wenn man allein ist1 da man es dann selbst summt8 ,dasselbe ist der ,fall mit einem schlechten ,witz oder einer abgeschmackten ,redensart oder einer ,mode1 ber deren ,mglichkeit man spter selbst erstaunt ist4 ,es ist nicht ntig1 dass wir ,beispiele anfhren1 denn jeder ,mensch wird irgendein ,lied1 ,redensart oder ,mode anfhren knnen1 die epidemisch auftrat4 ,das ,merkwrdige bei solchen geistigen ,epidemien ist1 dass ,absperrung dagegen kein unfehlbares ,mittel ist1 denn wir kennen ,gewohnheiten1 die sich zum ,beispiel in ,klstern ganzer ,lnder verbreiteten1 die doch unter sich in gar keiner ,verbindung standen4 ,in einem der folgenden ,kapitel werden wir davon merkwrdige ,beispiele anfhren4 ,die ,keime der in ihren ,folgen grsslichsten geistigen ,epidemien enthlt die ,religion und keine mehr als die missverstandene christliche4 ,sie hat ,europa ,jahrhunderte hindurch in ein trbseliges ,narrenhaus verwandelt und ,millionen von ,schlachtopfern sind der durch sie erzeugten ,tollheit gefallen4 ,dieses ,kapitel handelt von den ,heiligen der rmischen ,kirche1 denn die protestantische hat sie abgeschafft und nur die ,scheinheiligen behalten4 ,all diese ,heiligen1 einige ,ausnahmen abgerechnet1 waren durch die ,religion wahnsinnig gemachte ,menschen und wrden1 wenn sie heutzutage lebten1 in ,narrenhuser gesperrt werden4 ,jeder ,leser1 der nicht von derselben ,narrheit ergriffen ist1 wird am ,ende dieses ,kapitels von der ,wahrheit meiner ,behauptung berzeugt sein4 ,die ,lehre ,christi1 dass dies ,leben nur eine ,vorbereitung fr ein knftiges sei und dass jeder1 welcher die ihm hier auferlegten ,leiden gottergeben trage1 dafr im ewigen ,leben belohnt werden wrde1 war darauf berechnet1 die leidende und bedrckte ,menschheit durch die ,hoffnung zu trsten4 ,je grer die unverschuldeten ,leiden waren1 die einen ,glubigen trafen1 desto grere ,hoffnung hatte er1 durch geduldiges ,ertragen ein freudenreiches ewiges ,leben zu gewinnen und es ist begreiflich1 dass es ,menschen gab1 welche sie betreffende ,unglcksflle als ein ,glck ansahen1 da sie ihnen ,gelegenheit gaben1 den ,himmel zu verdienen4 ,der bergang zu dem ,gedanken1 dass ,leiden berhaupt verdienstlich sei1 war nicht besonders schwierig1 besonders da er durch mehrere von den ,aposteln berichtete ,aussprche ,christi untersttzt wurde1 und so kam es1 dass man sich endlich selbst ,leiden und ,qualen erschuf1 nur um sie zu ertragen und weil man damit meinte1 fr sein ,seelenheil zu sorgen4 ,das ,egoistische und ,unmoralische einer solchen ,handlungsweise wurde gar nicht erkannt4 ,die ,idee von der ,verdienstlichkeit1 krperliche ,martern mit ,freudigkeit zu ertragen und sich selbst zu schaffen1 kam erst recht zur ,geltung1 als die whrend der ,verfolgungen unter den ,kaisern ,diokletian und ,decius hingerichteten ,christen durch ihre ,standhaftigkeit so hohen ,ruhm einernteten4 ,mgen sich auch die ,kirchenschriftsteller nicht immer von bertreibungen ferngehalten haben1 wenn sie die ,leidensgeschichten der ,mrtyrer erzhlen1 so verdienen sie doch im ,allgemeinen ,glauben1 denn es ist eine bekannte ,erfahrung1 dass ,menschen in hoher geistiger ,aufregung ,schmerz oft gar nicht empfinden1 wie manche alte ,soldaten bezeugen1 die es in der ,hitze des ,kampfes oft gar nicht bemerkten1 dass sie verwundet wurden4 ,diese ,schwrmerei nahm besonders im vierten ,jahrhundert berhand1 und was ,zeno1 ,bischof von ,verona 7um d4 ,j4 #cfj71 sagte1 war ziemlich der allgemeine ,glaube3 ,der grte ,ruhm der christlichen ,tugend ist es1 die ,natur mit ,fen zu treten4 7,anm4d4,red4 vgl4 ,zeno3 ,traktat ,v4 ,die ,enthalsamkeit47 ,diese dstere ,ansicht verbreitete ber die ganze christliche ,welt eine ,trbseligkeit1 welche die ,erde in der ,tat zu einem ,jammertal machte4 ,die frommen ,christen hielten sich nicht fr wert1 dass die ,sonne sie bescheine2 jeder ,genuss erschien ihnen ein ,schritt zur ,hlle und jede ,qual ein ,schritt zum ,himmel4 ,spter gestaltete sich freilich alles weit lustiger in der christlichen ,kirche1 so lustig1 dass es ein ,skandal und ,gruel und die ,reformation dadurch erzeugt wurde2 aber ,luther machte die ,leute wieder mit der ,bibel bekannt1 die ihnen von der rmischen ,kirche entzogen war1 und das ,lesen derselben brachte hnliche ,wirkungen hervor wie das ,lesen der ,evangelien unter den ,christen der ersten ,jahrhunderte4 ,beweise dafr finden wir genug in der ,geschichte wie auch in den ,predigten und anderen geistlichen ,schriften aus der ,zeit nach der ,reformation4 ,besonders reich daran sind die ,gesangbcher1 in denen sich hin und wieder noch jetzt nicht minder seltsame ,verse finden wie der folgende1 der wrtlich einem noch nicht sehr alten ,breslauer ,gesangbuch entnommen ist3 ,ich bin ein altes ,raben-,aas1 ,ein rechter ,snden-,krppel1 ,der seine ,snden in sich fra1 ,als wie den ,rost der ,zwibbel4 ,o ,jesus1 nimm mich ,hund am ,ohr4 ,wirf mir den ,gnadenknochen vor1 ,und schmei mich ,sndenlmmel ,in deinen ,gnadenhimmel4 ,weil ,jesus es fr ntig hielt1 vierzehn ,tage in die ,wste zu gehen - zu welchem ,zweck hat er niemand gesagt - so meinten die ,schwrmer1 auch in die ,wste laufen und ihren ,leib durch ,fasten und allerlei ,qualen kasteien zu mssen1 denn ,christus hatte gesagt3 ,will mir jemand nachfolgen1 der verleugne sich selbst1 nehme sein ,kreuz auf sich und folge mir1 und ferner3 ,es sind etliche verschnitten aus ,mutterleibe von ,menschen1 etliche aber1 die sich selbst verschnitten haben um des ,himmels willen4 ,willst du vollkommen sein1 so gehe hin und verkaufe alles1 was du hast1 und gib es den ,armen1 so wirst du einen ,schatz im ,himmel haben - komm und folge mir nach4 ,mancher1 der schon aus ,mutterleibe - am ,gehirn - verschnitten und von ,natur ein ,narr war1 mag durch ,zufall mit unter die ,heiligen geraten sein2 aber der grte ,teil der ,heiligen wurde erst durch solche hnliche ,stellen der ,bibel zu ,narren4 ,die ,wsteneien ,syriens und gyptens bevlkerten sich mit frommen ,christen1 welche ,jesum nachfolgen wollten und1 weil dieser gelitten hatte1 es fr verdienstlich hielten1 sich noch weit grere ,qualen freiwillig aufzulegen4 ,jeder dieser ,frommen strebte danach1 die ,natur mit ,fen zu treten1 und es gelang manchem so vortrefflich1 dass uns dabei die ,haut schaudert4 ,diese ,schwrmerei wurde epidemisch und die sonst einsamen ,wsten bevlkerten sich wie ,stdte4 ,das anschaulichste ,bild von dem ,leben dieser ,vter der ,wste gibt uns folgende ,schilderung eines ,mannes1 der ihr ,leben und ,treiben einen ganzen ,monat lang als ,augenzeuge beobachtet hat3 ,einige flehen mit gen ,himmel gerichteten ,augen1 mit ,seufzen und ,winseln1 ,barmherzigkeit2 andere1 mit auf den ,rcken gebundenen ,hnden1 halten sich in der ,angst ihres ,gewissens nicht fr wrdig1 den ,himmel anzuschauen2 andere sitzen auf der ,erde1 auf ,asche1 verbergen ihr ,gesicht zwischen die ,knie und schlagen ihren ,kopf gegen den ,boden2 andere heulen laut wie beim ,tode geliebter ,personen2 andere machen sich ,vorwrfe1 nicht ,trnen genug vergieen zu knnen4 ,ihr ,krper ist1 wie ,david sagt1 voll ,geschwre und ,eiter2 sie mischen ihr ,wasser mit ,trnen und ihr ,brot mit ,asche2 ihre ,haut hngt an den ,knochen1 vertrocknet wie ,gras4 ,man hrt nichts als ,wehe6 ,wehe6 ,vergebung6 ,barmherzigkeit6 ,einige wagen kaum1 ihre brennende ,zunge mit ein paar ,tropfen ,wasser zu erfrischen1 und kaum haben sie einige ,bissen ,brot genossen1 so werfen sie das brige von sich1 im ,gefhl ihrer ,unwrdigkeit4 ,sie denken nichts als ,tod1 ,ewigkeit und ,gericht6 ,sie haben verhrtete ,knie1 hohle ,augen und ,wangen1 eine durch ,schlge verwundete ,brust und speien oft ,blut2 sie tragen schmutzige ,lumpen voll ,ungeziefer1 gleich ,verbrechern in ,gefngnissen oder wie ,besessene4 ,einige beten1 sie ja nicht zu beerdigen1 sondern hinzuwerfen und verwesen zu lassen wie das ,vieh6 - ,wer von diesen ,wsteneinsiedlern noch nicht verrckt war1 musste es bei der oben geschilderten ,lebensweise notwendig werden4 ,das ,beispiel reizte die ,eitelkeit auf und einer suchte den anderen an ,strenge und ,selbstqulerei zu bertreffen4 7,anm4d4,red4 vgl4 ,theodoret von ,cyrus3 ,mnchsgeschichte - ,historia ,religiosa7 ,einer dieser armen ,verirrten und ,verwirrten - ,heiligen6 - lebte fnfzig ,jahre lang in einer unterirdischen ,hhle1 ohne jemals das freundliche ,licht der ,sonne wiederzusehen6 ,andere lieen sich bei der grten ,hitze bis an den ,hals in den glhenden ,sand graben2 noch andere in ,pelze einnhen1 so dass nur ein ,loch zum ,atmen frei blieb2 bei afrikanischer ,sonnenhitze eine treffliche ,sommerbekleidung1 allein doch noch ertrglicher als der ,paletot1 den ein anderer sich aus einem ,felsen aushieb und bestndig mit sich herumschleppte wie die ,schnecke ihr ,haus4 ,sehr viele behngten sich mit schweren eisernen ,ketten und ,gewichten4 ,der heilige ,eusebius trug bestndig zweihundertundsechzig ,pfund ,eisen an seinem ,krper4 ,einer dieser ,narren namens ,thalelus klemmte sich in den ,reifen eines ,wagenrades und brachte in dieser angenehmen ,stellung zehn ,jahre zu1 worauf er sich1 zur ,belohnung fr seine ,ausdauer1 in einen engen ,kfig zurckzog4 ,wahrlich ein rarer ,vogel6 ,einige taten das ,gelbde - ,frauen taten das1 glaub' ich1 nicht - jahrelang kein ,wort zu reden1 niemand anzusehen oder auf einem ,bein herumzuhinken oder nur ,gras zu fressen und was des ,unsinns mehr ist4 ,st4 ,barnabas hatte sich einen scharfen ,stein in den ,fu getreten2 er litt die entsetzlichsten ,schmerzen1 aber er lie sich den ,stein nicht herausziehen4 ,wieder andere schliefen auf ,dornen1 ja1 manche versuchten1 gar nicht zu schlafen und hungern konnten sie wie deutsche ,schullehrer und ,dichter2 nur hatten sie den ,vorteil voraus1 dass sie verrckte ,heilige waren und es eine bekannte ,erfahrung ist1 dass ,wahnsinnige sehr lange ohne ,nahrung leben knnen4 ,simeon1 der ,sohn eines gyptischen ,hirten1 a nur alle ,sonntage und hatte seinen ,leib mit einem ,stricke so fest zusammengeschnrt1 dass berall ,geschwre hervorbrachen1 die so entsetzlich stanken1 dass es niemand in seiner ,nhe aushalten konnte4 ,dieser ,simeon glaubte immer1 dass er sich noch nicht genug qule1 und erfand daher etwas ganz ,neues oder was wenigstens von den ,christen noch nicht angewandt wurde1 da ,anbeter der groen ,gttermutter1 der ,kybele1 in ,syrien hnliches getan hatten4 ,simeon stellte sich nmlich auf die ,spitze einer ,sule und blieb hier jahrelang stehen4 ,die erste ,sule1 die er zu diesem ,zweck bentzte1 war nur vier ,ellen hoch1 aber je hher sein ,wahnsinn stieg1 desto hher wurden auch seine ,sulen4 ,als seine ,tollheit den ,gipfelpunkt erreicht hatte1 war seine ,sule vierzig ,ellen hoch2 auf dieser stand er dreiig ,jahre6 ,wie er es eigentlich anfing1 nicht herunterzufallen1 wenn ihn der ,schlaf berkam1 ist schwer zu begreifen2 allein wahrscheinlich gewhnte er sich1 stehend zu schlafen wie ,pferde und ,esel4 ,eine seiner ,lieblingsunterhaltungen war es1 sich beim ,gebet bis auf die ,fe zu bcken4 ,er muss noch einen geschmeidigeren ,rcken gehabt haben als irgendwelche ,kammerherrn1 denn ein ,augenzeuge berichtete1 dass er bis #abdd solcher ,bcklinge gezhlt habe1 der ,heilige aber noch unendlich lange in seiner frommen ,turnbung fortgefahren sei4 ,simeon brachte es dahin1 dass er vierzig ,tage hungern konnte6 ,als seinem ausgemergelten ,krper endlich die ,kraft zum ,stehen fehlte1 lie er auf seiner ,sule einen ,pfahl errichten und sich an denselben mit ,ketten in aufrechtstehender ,stellung befestigen4 ,diese ,sulentollheit fand viele ,nachahmer1 besonders im warmen ,morgenland4 ,im ,abendland ist nur ein ,sulenheiliger bekannt und die fromme ,stadt ,trier hat den ,ruhm1 dass er einer ihrer ,shne war4 ,der damalige ,bischof war aber noch nicht so tief in den ,geist der rmischen ,kirche eingedrungen wie ,herr ,bischof ,arnoldi1 der vor etwa zwanzig ,jahren den angeblich ungenhten ,rock ,jesu fr ,geld zeigte1 denn sonst wrde er nicht die ,sule haben umstrzen und den ,narren - ich meine den ,heiligen - zur ,stadt hinausjagen lassen4 ,da es das hchste ,ziel aller dieser fr ihre ,seligkeit sich qulenden ,toren war1 die ,natur mit ,fen zu treten und jede vom ,fleische stammende ,regung zu unterdrcken1 so wurde denn natrlich auch der ,geschlechtstrieb als hchst unchristlich verdammt und bekmpft4 ,der ,kampf mit diesem mchtigsten der ,triebe kostete aber die allergrte ,mhe und hatte1 wie wir noch in der ,folge sehen werden1 die allerverderblichen ,folgen fr die sich ,christen nennende ,menschheit4 ,st4 ,hieronymus 7geb4 #ccj und gest4 #dbb7 erzhlt ganz kalt1 dass dieser ,kampf mit der ,natur ,jnglingen und ,mdchen ,gehirnentzndungen und oft ,wahnsinn zugezogen habe4 ,die armen ,narren1 die ihren ,leib kasteiten1 um den ,unzuchtsteufel in sich zu demtigen1 wussten ja nicht1 dass sie dadurch das bel nur rger machten1 denn der ,teufel - der bekanntlich berall seine ,hand im ,spiel hat - fhrte ihnen die ppigsten ,bilder vor die ,phantasie4 ,einige bestrichen1 um sich den ,kampf zu erleichtern1 ihre rebellischen ,glieder mit ,schierlingssaft und andere machten der ,sache vllig ein ,ende1 indem sie die ,wurzel des bels ausrotteten4 ,dann hrte freilich alles auf1 auch die ,versuchung1 und wenn ein ,verdienst im berwinden liegt1 auch das ,verdienst4 ,der sonst so vernnftige ,kirchenvater ,origenes tat dies ebenfalls2 aber seine ,tat war keineswegs originell1 da heidnische ,priester der ,kybele diese unangenehme ,operation ziemlich hufig mit sich vornahmen4 ,leontius1 ein ,priester zu ,antiochien1 ,jakobus1 ein syrischer ,mnch1 und noch viele andere unter den ,priestern und ,laien folgten diesem ,beispiel1 was daraus hervorgeht1 dass ein ,gesetz gegen die ,kapaunirwut gegeben werden musste4 ,nun1 ,gott sei ,dank1 vor der ,rckkehr dieses ,fanatismus sind wir sicher6 ,andere1 welche sich zu einer solchen ,radikalkur nicht entschlieen konnten oder auch durch ihre ,frmmigkeit davon abgehalten wurden1 litten ,hllenqualen4 ,den heiligen ,pachomius trieb das innerliche ,feuer in die ,wste1 weil er es hier leichter zu ersticken meinte als in der ,welt1 wo soviel zweibeiniger ,zndstoff umherluft4 ,er kmpfte oft mit sich1 ob er seinen entsetzlichen ,qualen nicht durch den ,tod ein ,ende machen solle4 ,einst legte er sich nackt in eine ,hhle1 welche von ,hynen bewohnt wurde4 ,diese ,bestien beschnupperten ihn1 lieen ihn aber ungefressen liegen1 wahrscheinlich weil sie ihm anrochen1 dass er ein ,heiliger war4 ,eines ,tages gesellte sich zu dem geplagten ,manne ein schnes thiopisches ,mdchen1 setzte sich auf seinen ,scho und reizte ihn so sehr1 dass er wirklich glaubte zu tun1 was jeder nicht so heilige ,mann in seiner ,lage unfehlbar getan haben wrde4 ,als das ,entsetzliche geschehen war1 ging es ihm wie manchem andern nach hnlichen ,vorfllen2 er erkannte jetzt1 wer seine ,hand dabei im ,spiel hatte1 und gab dem schnen ,mdchen als ,dank eine ungeheure ,maulschelle4 ,und seine ,vermutung war richtig2 das ,mdchen war der ,teufel in eigener ,person1 denn ,pachomius' ,hand stank von der ,berhrung ein ganzes ,jahr lang so entsetzlich1 dass er fast ohnmchtig wurde1 wenn er sie der ,nase zu nahe brachte4 rgerlich darber1 dass ihn der ,teufel so erwischt hatte1 rannte er in der ,wste umher4 ,er fand eine ,aspis oder kleine ,brillenschlange und setzte sie in seiner ,wut gleich einem ,blutegel an das ,glied1 welches ,origenes sich abschnitt4 ,aber die ,schlange war ebenso ekel wie die ,hyne und wollte nicht anbeien4 ,pachomius hielt dies fr ein ,wunder1 und eine innere ,stimme sagte ihm1 dass er nun ,ruhe haben sollte1 und somit scheint ihn das ,teufelsmdel kuriert zu haben4 ,mit ,mystizismus vereinigte ,dummheit und daraus entstehende ,schwrmerei stecken an und verbreiten sich wie ,pest und ,cholera4 ,die ganze ,christenheit wurde von dieser asketischen ,schwrmerei angesteckt4 ,ganze ,scharen rannten in die ,wste1 so dass sich die ,heiligen auf die ,fe traten und gentigt wurden1 ungeheure ,gemeinschaften - ,klster zu bilden4 ,st4 ,pachomius1 der eigentliche ,stifter derselben1 hatte in dem seinigen vierzehnhundert ,mnche und fhrte noch ber siebentausend andere die ,aufsicht4 ,im vierten ,jahrhundert gab es in gypten wenigstens hunderttausend ,mnche und ,nonnen2 denn dass die leicht erregbaren und verrckt zu machenden ,weiber von dieser ,tollheit nicht frei blieben1 kann man sich denken4 ,in den gut gelegenen ,wsten fing es an1 an ,platz zu fehlen1 und man schaffte sich knstliche ,wsteneien1 das heit ,klster1 in den ,stdten4 ,die ,stadt ,oxyrrhinchus hatte mehr ,klster als ,wohnhuser und in ihnen beteten und arbeiteten nicht weniger als dreiigtausend ,mnche und ,nonnen4 ,die ,heiden mochten spotten soviel sie wollten1 um dieses heilige ,feuer auszulschen2 es gelang ihnen nicht1 denn die geachtetsten ,kirchenlehrer priesen das ,mnchs- und ,einsiedlerleben ber alles und nannten es den geraden ,weg in das ,paradies4 ,die heiligsten ,bande der ,natur wurden zerrissen4 ,jnglinge verlieen ihre ,brute1 wie der heilige ,alexius1 der in der ,brautnacht in die ,wste rannte4 ,ammo las seiner ,braut die ,briefe des ,paulus an die ,korinther vor6 ,die ,braut wurde dadurch so begeistert1 dass sie mit ,ammo in die ,wste lief und hier gemeinschaftlich mit ihm eine elende ,htte bezog1 wo sie lebte - keusch wie eine ,henne1 die mit einem ,hund zusammen wohnt4 ,johannes ,colybita1 der ,sohn angesehener ,eltern1 wurde ebenfalls in der ,brautnacht von dem frommen ,kanonenfieber gepackt2 er floh die ,versuchung und ging in die ,wste4 ,das unberwindliche ,heimweh trieb ihn in die ,vaterstadt zurck4 ,hier lebte er siebzehn ,jahre als elender ,bettler in einer ,hundehtte1 die er neben die ,wohnung seiner um ihn trauernden ,eltern gestellt hatte1 denen er sich erst in seiner ,todesstunde zu erkennen gab4 ,dies waren die ,frchte der ,lehren solcher ,mnner wie ,st4 ,hieronymus1 der sagte3 ,und wenn sich deine jungen ,geschwister an deinen ,hals werfen1 deine ,mutter mit ,trnen und zerstreuten ,haaren und zerrissenen ,kleidern den ,busen zeigt1 der dich ernhrt hat1 dein ,vater sich auf die ,trschwelle legt1 stoe sie mit ,fen von dir und eile mit trockenen ,augen zur ,fahne des ,kreuzes4 ,sehr viele trieben auch die ,eitelkeit und der ,ehrgeiz zum asketischen ,leben1 denn die ,einsiedler und ,mnche standen im hchsten ,ansehen4 ,kamen sie in eine ,stadt1 so wurden sie im ,triumph empfangen1 und zogen sie bei einer solchen vorbei1 dann strmten ,tausende zu ihnen heraus1 um sich ihren ,rat und ihren ,segen zu erbitten4 ,die ganze ,gegend1 in welcher ein besonders toller ,einsiedler sein ,wesen trieb1 hielt sich fr beglckt1 und man hat ,beispiele1 dass diese ,heiligen von den ,bewohnern anderer ,landschaften gleichsam wie die wilden ,affen in ,pechstiefeln eingefangen wurden4 ,salamanes aus ,kapersana1 einem ,dorfe am ,euphrat1 hatte sich in ein ,haus sperren lassen1 welches weder ,fenster noch ,tren hatte4 ,einmal im ,jahr ffnete er diesen ,kfig1 um die ,lebensmittel in ,empfang zu nehmen1 welche ihm herbeigeschleppt wurden1 wobei der heilige ,mann aber mit niemandem redete4 ,die ,bewohner seines ,geburtsortes glaubten1 ein ,recht auf diese ,blume der ,heiligkeit zu haben und entfhrten den ,narren2 aber kaum hatten sie ihn einige ,tage1 als er ihnen wieder von den ,bewohnern eines benachbarten ,dorfes gestohlen wurde4 ,alle diese gewaltsamen ,vernderungen waren nicht im ,stande1 dem ,heiligen ein ,wort zu entlocken4 ,die ,verehrung gegen diese ,wstennarren ging so weit1 dass ,kaiser ,theodosius ihnen sogar seine ,shne ,honorius und ,arkadius zur ,erziehung anvertraute4 ,es wurde freilich nichts ,gescheites aus ihnen1 denn ,honorius war frmlich bldsinnig geworden und fand sein grtes ,vergngen daran1 das ,federvieh zu fttern4 ,eine recht unschuldige ,liebhaberei fr einen ,kaiser1 die auch moderne ,imperatoren haben1 wenn das ,federvieh nur aus der rechten ,tonart krht4 ,theodosius war berhaupt ein groer ,freund der ,mnche1 und sowohl er wie andere ,kaiser nahmen zu ihnen wie zu ,orakeln ihre ,zuflucht4 ,er ahmte dem groen ,alexander nach1 indem er sagte3 ,wenn ich nicht ,theodosius wre1 so mchte ich ein ,mnch sein4 ,sein ,volk hatte ,ursache genug1 zu bedauern1 dass er ,theodosius war4 ,unter den ,vtern der ,wste haben manche einen ganz besonderen ,ruf der ,heiligkeit erworben1 teils durch die unerhrten ,qualen1 welche sie sich selbst auferlegten1 teils durch die ,wunder1 welche ihnen zugeschrieben wurden4 ,unter den schrecklichen ,operationen1 die sie mit ihrem ,krper vornahmen1 litt auch der ,geist1 und so darf es uns nicht befremden1 wenn diese ,leute allerlei ,erscheinungen und ,visionen hatten1 die sie fr ,wirklichkeit nahmen und die nur dazu dienten1 ihren zerrtteten ,verstand noch mehr zu verwirren4 ,die ,kirchenschriftsteller1 welche diese ,wunder nacherzhlen1 waren ernsthafte ,mnner und tun dies im festen ,glauben an die ,wahrheit dessen1 was sie berichten4 ,erst die spteren mag hin und wieder ,eigennutz zum absichtlichen ,betrug verleitet haben4 ,ich wrde alle diese ,wunder als abgeschmackt bergehen1 wenn man sie nur allein in jener finsteren ,zeit geglaubt htte1 allein noch heute gelten sie ,tausenden von rmischen ,katholiken als ,wahrheit4 ,der gemeine ,katholik in den echt katholischen ,lndern wei von ,gott sehr wenig2 er versteht die philosophische ,dreieinigkeitsgeschichte nicht und zerbricht sich auch nicht den ,kopf darber2 er kennt nur seine wunderttigen ,heiligen und den ,teufel4 ,lange wollen wir uns brigens in dieser halb bemitleidenswerten1 halb lcherlich tollen1 heiligen ,gesellschaft nicht aufhalten4 ,wer den ganzen ,unsinn der ,wunder kennen lernen will1 braucht nur eines der ,heiligenbcher zu lesen1 welche von der ,geistlichkeit in den rmisch-katholischen ,lndern empfohlen und verbreitet werden4 ,den grten ,ruf unter den ,wstenheiligen erlangten3 ,st4 ,paulus1 ,st4 ,pachomius1 ,st4 ,antonius1 ,st4 ,hilarion und ,st4 ,macarius ,nr4 #a und ,nr4 #b4 ,die ,schlachten1 welche diese ,himmelsstrmer mit dem ,teufel lieferten1 waren unzhlig und die ungeheure ,ttigkeit des ,erzfeindes kann nicht in ,erstaunen setzen1 da diese religisen ,don ,quichote in jedem ,affen1 in jedem andern ,tier und namentlich in jedem ,weibe1 welche ihnen unvermutet begegneten1 nicht nur hllische ,windmhlen1 sondern den hllischen ,windmller selber sahen4 ,alle bel1 welche ihr krankhafter ,krper- und ,seelenzustand mit sich brachte1 wurden fr ,wirkungen des ,teufels gehalten4 ,antonius schlief auf der bloen ,erde und in feuchten ,grbern und zog sich dadurch sehr begreiflicherweise die ,gicht zu1 wie das auch jedem ,nichtheiligen begegnet wre2 er aber bildete sich ein1 dass die ,schmerzen1 die er empfand1 von einem ,faustkampf mit dem ,teufel herrhrten1 - weil er vielleicht wirklich hufig ,kmpfe mit den starken ,affen zu bestehen hatte1 die sich im sdlichen gypten aufhielten und die wahrscheinlich die ,erzvter der ,waldteufel sind4 ,schne ,weiber1 die ihm im ,traum erschienen1 hielt er erst recht fr ,teufel1 da sie ihn am strksten versuchten und eine derartige ,versuchung des heiligen ,antonius sieht man hufig gemalt1 weil sie die ,phantasie der ,maler lebhaft anregte4 ,manche der ,einsiedler mag auch die ,eitelkeit verfhrt haben1 ,erscheinungen vorzugeben1 um ihr ,verdienst in den ,augen der ,menschen zu erhhen4 ,wer vermag es1 hier die ,grenze zwischen wirklichen uerungen des ,wahnsinns und ,dichtungen anzugeben8 ,wie lange ist es her1 dass die ,hexenprozesse aufgehrt haben8 ,mag bei diesen ,letzteren manche absichtliche ,nichtswrdigkeit vorgegangen sein1 so kann man doch fr gewiss annehmen1 dass noch vor hundert ,jahren viele der geachtetsten ,theologen und ,juristen an die ,mglichkeit der ,teufelserscheinungen und des fleischlichen ,umgangs mit dem ,teufel und andern bsen ,geistern glaubten2 denn wre dies nicht der ,fall1 so msste man die ,richter1 welche ,hunderttausende von ,hexen verbrennen lieen1 fr absichtliche ,mrder halten4 ,hexenprozesse fanden noch im vorigen ,jahrhundert statt1 und der gemeine ,mann in vielen1 nicht nur rmisch-katholischen ,lndern1 glaubt noch heute steif und fest an ,hexen4 ,dem heiligen ,antonius werden viel ,wunder zugeschrieben4 ,die ,kirchenschriftsteller erzhlen1 dass ihm die ,tiere der ,wste gehorchten wie dressierte ,pudel4 ,gar hufig umgaben sie zudringlich seine ,hhle1 warteten aber stets bis er sein ,gebet vollendet hatte1 dann empfingen sie seinen ,segen und zogen mit den christlichen ,gedanken auf ,raub aus4 ,als er den in seinem hundertunddreizehnten ,jahr gestorbenen heiligen ,paulus aus dem gyptischen ,theben begrub1 halfen ihm zwei fromme ,lwen das ,grab machen4 ,als sie fertig waren1 empfingen sie seinen ,segen und zogen1 christlich mit dem ,schwanz wedelnd1 vergngt und mit erleichtertem ,gewissen tiefer in die ,wste4 ,st4 ,macarius1 der sich zur ,unterdrckung des ihm arg zusetzenden ,wollustteufels mit bloem ,hintern in einen ,ameisenhaufen setzte1 genoss ebenfalls das ,vertrauen der wilden ,bestien4 ,einst kam eine ,hyne an seine ,tr und pochte bescheiden an4 ,als der ,heilige ffnete1 legte ihm die glubige ,mutter ein blindes ,junges zu ,fen1 zugleich aber ein ,lammfell als ,honorar fr die ,kur4 ,du hast es geraubt1 ich mag es nicht6 schnob der ,heilige die fromme ,hyne an1 welche so bestrzt wurde1 dass ihren ,augen ,trnen entrollten4 ,dies rhrte den ,heiligen und er sprach freundlicher zu der bufertigen ,bestie3 ,willst du kein ,lamm mehr rauben1 so nehme ich das ,fell und heile4 ,die ,hyne nickt zu1 der ,heilige heilt4 ,dieser geht in seine ,zelle1 jene trollt vergngt in die ,wste und raubt von nun an keine ,lmmer mehr1 sondern wahrscheinlich - ,schafe4 ,das erste ,wunder1 welches der heilige ,hilarion tat1 klingt nicht so unglaublich4 ,eine junge ,frau1 die von ihrem ,manne verachtet wurde1 weil sie ihm keine ,kinder gebar1 holte sich ,rat bei dem zweiundzwanzigjhrigen ,heiligen4 ,er betete allein mit ihr1 und nach neun ,monaten kam sie wirklich mit einem durch ttiges ,gebet bewirkten kleinen ,heiligen nieder4 ,doch wozu noch mehr dieser ,wunder anfhren8 - ,hier reitet ein ,heiliger auf einem ,krokodil durch den ,nil1 dort fhrt ein anderer einen grimmigen ,drachen an einem ,bindfaden2 hier lsst ein anderer ,schnee anbrennen1 ,eisen schwimmen und ,frchte auf ,weidenbumen wachsen2 dort benutzt ein ,heiliger einen lebendigen ,adler als ,regenschirm oder hat den ,teufel vor seinen ,pflug gespannt2 - kurz1 diese ,heiligen machten nicht allein die ,menschen1 sondern auch die ,natur konfus4 ,und all dieser ,unsinn wurde geglaubt1 denn daran zweifelte kein ,mensch1 dass so heilige ,leute die ewigen ,naturgesetze ganz nach ,willkr verndern und unterbrechen konnten6 ,die im ,orient entstandene ,schwrmerei fand auch in ,europa den lebhaftesten ,anklang1 und besonders wirkte dafr ,st4 ,ambrosius1 ,bischof von ,mailand1 dem wir den ,ambrosianischen ,lobgesang1 das ,te deum laudamus1 verdanken1 und ,st4 ,hieronymus1 von dem wir schon frher geredet haben4 ,beide wirkten sowohl durch eigenes ,beispiel als durch ,schriften4 ,hieronymus lebte selbst lngere ,zeit in der syrischen ,wste und schrieb ein ,werk1 betitelt ,lob des einsamen ,lebens1 welches fr ein ,meisterstck der ,beredsamkeit gilt4 ,ich werde spter noch manchmal ,stellen aus seinen ,schriften anfhren mssen4 ,er war #cca in ,strydon in ,dalmatien geboren1 hielt sich lange ,zeit in ,rom auf und starb #dbb in seinem ,kloster in ,bethlehem4 ,der ,hang zum asketischen ,leben nahm nun schnell in ,europa berhand1 und ,heilige und ,klster schossen berall wie ,pilze auf4 ,der heilige ,martin war der erste1 welcher ,klster in ,frankreich anlegte4 ,er war #caf in ,pannonien geboren und hatte das ,kriegshandwerk ergriffen4 ,als er einst einem ,armen die ,hlfte seines ,mantels gab1 bildete er sich ein1 ,christi ,stimme zu hren1 welche ihm zurief3 ,was du andern getan hast1 hast du mir getan4 ,dies bewog ihn1 sein ,regiment zu verlassen und unter die ,heiligen zu gehen4 ,sein ,ruf verbreitete sich bald2 er wurde ,erzbischof von ,tours und ein sehr stolzer ,heiliger4 ,als er vor ,kaiser ,valentinian erschien1 wollte dieser sich nicht von seinem ,throne erheben1 um ,st4 ,martin zu begren4 ,diesen verdross solcher ,hochmut1 er betete1 und - so erzhlt die ,geschichte - feurige ,flammen schlugen aus dem ,thronsessel empor1 so dass seine kaiserliche ,majestt schnell in die ,hhe fahren musste1 wollte sie nicht ihren allerhchsten allerdurchlauchtigsten ,allerwertesten verbrennen4 ,die ,zahl der europischen ,heiligen ist sehr gro1 und ich mchte gern ihr ganzes heiliges ,leben und all ihre ,wunder erzhlen2 allein leider habe ich weder ,zeit noch ,raum zu einem so umfassenden1 interessanten ,werk und will mich daher damit begngen1 nur von denjenigen zu reden1 die fr die ,welt als ,stifter von ,mnchsorden oder als sogenannte ,apostel wichtig wurden1 und auch dann noch ist ihre ,zahl so gro1 dass ich eine ,auswahl treffen muss4 ,ehe ich aber dazu schreite1 will ich die glubigen ,christen darber belehren1 was denn eigentlich solch ein ,heiliger bedeutet und wozu er noch heute gut ist4 ,es versteht sich von selbst - so lehrt natrlich die rmische ,kirche - dass ein ,heiliger nicht nur selig ist1 sondern dass er auch im ,himmel einen besonders hohen ,platz einnimmt1 gewissermaen zu der ,familie des lieben ,gottes gehrt und bestndig mit ,christus1 der ,jungfrau ,maria1 deren neuerdings unbefleckt empfangenen ,frau ,mutter1 dem ,heiligen ,geist1 den vornehmsten ,engeln und den ,aposteln verkehrt4 ,man kann sich also wohl denken1 dass solch ein ,heiliger direkten oder indirekten ,einfluss bei dem lieben ,gott hat und nicht leicht vergebens bittet4 ,die ,heiligen haben ganz auerordentlich viel zu tun1 denn sie haben nicht allein diejenigen auf ,erden lebenden ,menschen zu beschtzen und zu behten1 deren spezielle ,schutzpatrone sie sind1 sondern auch noch spezielle ,zweige der ,heiligenwissenschaft zu vertreten4 ,die angeseheneren ,heiligen sind auerdem ,vorsteher ganzer ,nationen oder besonderer ,stdte1 und somit sieht jeder ein1 dass ihr ,amt im ,himmel keine ,sinekure ist4 ,damit nun jeder1 den irgendeine religise ,blhung oder ein krperliches ,gebrechen qult1 welches er wohlfeiler kuriert haben will1 als es von einem irdischen unheiligen ,doktor geschehen kann1 wei1 was er zu tun hat1 so will ich einige ,hauptheilige nebst ihren ,funktionen anfhren4 ,der ,adel steht unter der besonderen ,protektion der drei groen ,heiligen ,st4 ,georg1 ,st4 ,moritz und ,st4 ,michael2 der ,patron der ,theologen ist hchst seltsamerweise der zweifelschtige unglubige ,st4 ,thomas1 und der ,schutzheilige der ,schweine ist ,st4 ,antonius4 ,die ,jurisdiktion ber die ,juristen hat ,st4 ,ivo1 ber die rzte ,st4 ,cosmus und ,st4 ,damian1 ber die ,jger ,st4 ,hubertus und die ,trinker stehen unter dem ,schutze ,st4 ,martins4 ,so hat auch jedes ,gewerbe seinen besonderen ,heiligen1 denen die rmisch-katholischen ,handwerker wahrscheinlich ihr ,geschft anvertrauen1 wenn die vielen ,festtage oder die ,wallfahrten zur heiligen ,garderobe sie abhalten1 selbst dafr zu sorgen4 ,auch jede ,nation hat ihren besonderen ,schutzheiligen4 ,die ,portugiesen haben ,st4 ,antonius1 der neben den ,schweinen auch sie behtet2 die ,spanier ,st4 ,jakob1 welcher sich krzlich als der wahre ,jakob erwiesen hat2 die ,franzosen ,st4 ,denis1 die ,englnder ,st4 ,georg1 die ,venezianer ,st4 ,markus1 und die ,deutschen werden einen eigenen ,schutzheiligen bekommen1 wenn sie eine ,nation sind2 einstweiligen besorgen die ,schutzheiligen anderer ,nationen ihre diplomatischen ,geschfte1 im ,himmel4 ,auch haben einige ,heilige1 die mit der ,leitung von ,nationen und besonderen ,stnden nicht zu sehr beschftigt sind1 ihre ,mue im ,himmel benutzt1 einige bel der armen ,erdenwrmer besonders grndlich zu studieren1 und der liebe ,gott1 der doch nicht alles selbst tun kann1 hat ihnen nach dem ,glauben vieler ,katholiken erlaubt1 ihm hier und da auszuhelfen4 ,st4 ,aja hat die ,rechtswissenschaft studiert und hilft in ,prozessen2 ,st4 ,cyprian beim ,zipperlein1 ,st4 ,florian bei ,feuersgefahr1 ,st4 ,nepomuk gegen ,wasserflut und in ,verleumdung2 ,st4 ,benedikt gegen ,gift2 ,st4 ,hubertus gegen die ,hundswut1 ,st4 ,petronella im ,fieber1 ,st4 ,rochus gegen die ,pest1 ,st4 ,ulrich gegen die ,ratten und ,muse1 ,st4 ,apollonia gegen ,zahnweh1 wenn es nicht von ,schwangerschaft kommt1 denn in diesem schmerzlichen ,fall muss man sich an ,st4 ,margaretha wenden1 welche auch bei schweren ,geburten hilft4 ,st4 ,blasius blst das ,halsweh weg1 und ,st4 ,valentin hilft gegen die fallende ,sucht2 ,st4 ,lucia gegen ,augenbel1 und ,vieharzt im ,himmel ist ,st4 ,leonhard4 ,st4 ,benedikt ist der ,vater der zahlreichen ,benediktinermnche4 ,er wurde #dhj in ,nursia in ,umbrien geboren und starb #edc4 ,die ,legende erzhlt von ihm merkwrdige ,dinge4 ,schon im ,mutterleibe sang er ,psalmen1 und wenn er als ,kind weinte1 dann brachten ihm die ,engel ,bischofsstbe1 ,bischofsmtzen und ,breviere zum ,spielen und machten ,musik auf ,instrumenten1 die erst viele ,jahrhunderte spter unter den ,menschen erfunden wurden4 ,sein erstes ,wunder war1 dass er einen zerbrochenen ,topf wieder ganz betete6 ,im ,beten besaen diese ,heiligen1 wenn wir den ,kirchenschriftstellern glauben wollen1 eine ordentlich schauerliche ,innigkeit und ,ausdauer4 ,einige erhoben sich vor lauter ,inbrunst einige ,fu ber die ,erde und blieben so in der ,luft hngen4 ,ein irlndischer ,heiliger1 namens ,kewden1 betete so hartnckig und lange1 dass eine ,schwalbe in seine gefalteten ,hnde ,eier legen und ausbrten konnte6 ,es versteht sich von selbst1 dass ,st4 ,benedikt vom ,teufel heftig verfolgt wurde1 der ihn1 als der fromme ,mann sich in eine ,einde vergraben hatte1 bestndig in ,gestalt einer ,amsel umschwrmte4 ,als er1 nmlich der ,heilige und nicht der ,teufel1 ,abt eines ,klosters wurde1 verfhrte der ,teufel einen ,pfaffen1 sieben schne ,mdchen in der ,naturuniform im ,klostergarten laufen zu lassen1 so dass fast alle ,mnche des ,teufels wurden4 ,nahe daran waren sie1 denn sie machten ,versuche1 ihren strengen ,abt zu vergiften1 die natrlich alle misslangen1 denn bald betete er den ,giftbecher entzwei1 bald kam ein ,rabe1 der das vergiftete ,brot sofort in die ,wste trug4 ,benedikt stiftete eine groe ,menge von ,klstern1 darunter das berhmte von ,monte ,casino1 und gab seinen ,mnchen eine ,regel1 die fr einen ,heiligen und sein ,zeitalter sehr vernnftig ist4 ,seine ,mnche sollten arbeiten2 allein von ,selbstqulerei und dergleichen ist darin nichts vorgeschrieben4 ,seine ,klosterregel wurde bald die ,grundlage aller anderen1 und die ,benediktinerklster waren die ,zufluchtsorte fr ,knste und ,wissenschaften1 welche ohne sie vielleicht ganz und gar im rohen ,mittelalter von dem ,christentum verschlungen sein wrden4 ,wir mgen daher immerhin ,st4 ,benedikt als einen der achtungswertesten ,heiligen verehren und ihm die dummen ,wunder nicht zur ,last legen1 welche ihm sptere ,verehrer andichteten4 ,von seiner ,klosterregel weicht die des irdischen ,mnches ,columbanus merklich ab2 in seinem ,zuchtbuch regnet es fr das geringste ,vergehen ,dutzende von ,hieben4 ,wer einem ,bruder widersprach1 ohne hinzuzufgen3 ,wenn du dich recht erinnerst1 ,bruder1 erhielt fnfzig ,hiebe1 und wer gar allein mit einem ,frauenzimmer redete1 - zweihundert1 wohlgezhlt4 ,der englische ,mnch ,winfried1 der nachher ,st4 ,bonifazius hie1 wird gewhnlich der ,apostel der ,deutschen genannt4 ,er fhrte die ,klster in ,deutschland ein und mit ihnen allen ,segen ,roms4 ,die ,friesen erwarben sich das ,verdienst1 ihn nebst dreiundfnfzig ,pfaffen totzuschlagen 7am #e4;,juni #gei74 ,htten sie es frher getan1 dann wssten wir vielleicht nichts von ,ehelosgikeit der ,priester1 ,wallfahrten1 ,bilderdienst1 ,reliquien und dergleichen ,dingen1 die er in ,deutschland heimisch machte4 ,st4 ,adalbert1 der sogenannte ,apostel der ,preuen1 war ,bischof von ,prag und ein ganz guter ,mann1 dem es nur an ,verstand fehlte4 ,was er eigentlich fr ein ,landsmann war1 wei ich nicht2 aber ich vermute ein ,deutscher1 denn er war so demtig1 dass er am ,hofe seines ,freundes ,kaiser ,otto ,,ii4 den ,hofleuten heimlich die ,stiefel putzte4 ,ihn gelstete sehr nach der ,mrtyrerkrone und er schlug allerdings1 obwohl aus heiliger ,einfalt1 den allerkrzesten ,weg dazu ein1 sie auf das schleunigste zu erlangen4 ,er zog mit zwei ,gefhrten ,psalmen singend durch das ,land der wilden1 heidnischen ,preuen4 ,dies wilde ,volk hielt ihn anfangs gar nicht fr einen ,heiligen1 sondern fr einen ,verrckten und wurde in diesem ,glauben noch bestrkt1 als ,adalbert auf ihre ,gtterbilder schimpfte1 ja1 sie wohl gar verunehrte und ihnen dafr ,kreuz1 ,hostie1 ,marienbilder und andern rmisch-christlichen ,hausbedarf anbot4 ,als die ,preuen ihn auslachten1 schimpfte er auf die ,verstockten und wurde zornig1 und ehe er sich dessen versah1 steckten ihm sieben heidnische ,wurfspiee im heiligen ,leibe1 die ihn zum ,mrtyrer machten4 ,bruno1 einem ,benediktiner aus ,magdeburg1 ging es einige ,jahre spter nicht besser2 die ,preuen schlugen ihn nebst achtzehn seiner ,gefhrten ebenfalls tot4 ,ebenso wichtig als ,frderer des ,klosterwesens und als ,heiliger1 aber bei ,weitem wichtiger und bedeutender als ,mensch1 ist der heilige ,bernhard4 ,luther sagt von ihm3 ,war je ein wahrer1 gottesfrchtiger ,mnch1 so war es ,bernhard2 seinesgleichen ich niemals weder gehrt noch gelesen habe1 und den ich hher halte1 denn alle ,mnche und ,pfaffen des ganzen ,erdbodens4 ,bernhard stammte aus einer altadeligen burgundischen ,familie und wurde #ajia zu ,fontaines bei ,dijon geboren4 ,er war ein ,schwrmer1 aber ein durchaus edler ,mensch1 dem es wahrer ,ernst war1 die verdorbenen ,geistlichen und die ,menschen berhaupt zu bessern4 ,er qulte seinen ,krper auf grauenhafte ,weise1 indem er mit seinen ,mnchen oft nur von ,buchenblttern und dem elendsten ,gerstenbrot lebte4 ,genoss er einmal zur ,strkung seines geschwchten ,magens etwas ,mehlbrei mit l und ,honig1 dann weinte er bitterlich ber diese ,schwachheit4 ,seine ,frmmigkeit und sein scharfer ,verstand erwarben ihm bald einen bedeutenden ,ruf4 ,als er einst in ,mailand einzog1 waren ihm ,hnde und ,arme geschwollen von den ,kssen1 mit denen ihn die zudringlichen ,glubigen berdeckten4 ,er htte ,erzbischof1 ja1 ,papst werden knnen1 er schlug alle ,wrden aus2 aber als einfacher ,bruder von ,citeaux bte er den bedeutendsten ,einfluss aus4 ,er schlichtete ,streitigkeiten zwischen ,ppsten und ,knigen1 zwischen ,frsten und ihren trotzigen ,vasallen1 und der wildeste ,kriegsmann zitterte vor dem gewaltigen ,mnch4 ,weder ,kaiser noch ,papst wagten es1 in ,bernhards ,kloster ,citeaux einzureiten1 sie gingen demtig zu ,fu4 ,er war die ,seele des zweiten der ,kreuzzge1 - dieser groartigen ,narrheit1 die sieben ,millionen ,menschen das ,leben kostete1 die aber aus religisem ,eifer von ,bernhard gefrdert wurde4 ,selbst ber die hartnckigsten ,widersacher siegte seine ,beredsamkeit1 wie zum ,beispiel ber ,kaiser ,konrad ,,iii41 der in ,speyer seinen ,kaisermantel ablegte und den ,heiligen auf seinen ,schultern durch das ,gedrnge trug4 ,seine verfhrerische ,zunge entvlkerte die ,stdte von ,mnnern1 so dass in manchen kaum einer fr sieben ,weiber zurckblieb1 denn alles1 was die ,wand bepisst1 nahm das ,kreuz4 ,der heilige ,bernhard verdiente ein eigenes ,buch1 und ich werde spter noch hier und da manches zu erwhnen haben1 was seine ,verdienste besser ins ,licht setzt4 ,hier will ich nur noch einige ,wunder anfhren1 welche ihm die ,legende zuschreibt und ohne welche er schwerlich in den ,heiligenkalender gekommen wre1 trotz all seiner ,verdienste4 ,die ,erzhlungen von den ,siegen ber den ,teufel1 welche er durch die ,kraft seines ,gebetes errang1 sind unzhlbar4 ,sein ,gebet war aber auch so innig1 dass es ,steine erbarmte4 ,einst machte sich ein steinerner ,christus vom ,kreuze los und stieg herab1 um den frommen ,beter zu umarmen4 ,ein steinernes ,marienbild ging noch weiter4 ,es reichte dem ,heiligen die ,brust1 und dieser trank aus dem ,stein die seste ,frauenmilch6 ,es ist diese ,gte der heiligen ,mutter ,gottes umso mehr zu bewundern1 als ,st4 ,bernhard sie eigentlich immer schlecht behandelte und nicht einmal an ihre ,jungfrauschaft glauben wollte6 ,als er einst in den ,dom zu ,speyer trat1 grte er das dort befindliche ,marienbild3 ,sei gegrt1 o ,knigin6 ,wie erstaunten die ,anwesenden1 als die geschmeichelte und angenehm berraschte steinerne ,mutter ,gottes die steinernen ,lippen ffnete und ausrief3 ,wir danken dir schn1 unser lieber ,bernhard1 aber noch verwunderte man sich1 als der verdrieliche ,heilige die ,worte des ,apostels zurckbrummte3 ,weiber schweigen in der ,versammlung4 ,bernhard starb #aaec4 ,er erschien seinen ,mnchen mehrmals verklrt im ,himmelsglanz1 aber - und ,sptter sollten sich das ad notam nehmen - in der ,mitte seines ,leibes war ein unangenehmer ,makel1 eben weil er an die makellose ,jungfrauschaft der ,mutter des ,jesukindleins nicht hatte glauben wollen4 ,st4 ,bernhard selbst hatte #afj ,klster angelegt1 die eine zahlreiche ,nachkommenschaft hatten1 denn schon zehn ,jahre nach des ,heiligen ,tod gab es #ejj1 und hundert ,jahre spter gegen #bjjj ,bernhardiner- oder ,zisterzienserklster4 ,die ,mnche dieses ,ordens zeichneten sich lange ,zeit vor allen andern durch ,arbeitsamkeit und ,sittenreinheit aus1 so dass ,knige und ,frsten in die ,gemeinschaft desselben traten4 ,den ,segen1 den diese ,mnche und die ,benediktiner dem rohen ,mittelalter htten bringen knnen1 vernichteten die nun bald entstehenden ,bettelorden1 welche knechtische ,unterwerfung der ,vernunft unter den blindesten ,glauben lehrten und damit die zgelloseste ,sittenlosigkeit zu verbinden wussten4 ,sie verbreiteten eine dicke geistige ,finsternis ber die ,erde1 welche die ,ppste und ihre ,verbndeten so sehr zu schtzen wussten1 dass sie auf das sorgfltigste bemht waren1 dieselbe bis auf den heutigen ,tag zu erhalten4 ,die ,idee der ,bettelorden entsprang in dem ,gehirn ,giovanni ,bernardone's1 eines verdorbenen ,kaufmannssohnes aus ,assisi in ,umbrien4 ,er ist bekannt unter dem ,namen des heiligen ,franz von ,assisi oder des seraphischen ,vaters4 - ,da der junge ,mann zum ,kaufmann nichts taugte1 so wurde er ,soldat1 geriet in ,gefangenschaft und verfiel in eine schwere ,krankheit4 ,als er genas1 war er - ein ,heiliger6 ,das heit vorlufig nur ein simpler ,narr1 der sich unter ,bettlern und ,ausstzigen umhertrieb1 ihre ,geschwre ksste1 sich mit ihren ,lumpen kleidete und seinen ,vater bestahl1 um das ,gestohlene zum ,ausbau einer verfallenen ,kirche zu verwenden4 ,der ,bischof von ,assisi nahm den ,dmmling in ,schutz1 und bald zog er im ,land umher1 bettelnd fr den ,bau der eben erwhnten ,kirche4 ,die ,kollekte fiel so reichlich aus1 dass er auf den ,gedanken geriet1 einen ,bettelorden zu stiften4 ,papst ,honorius sagte zwar von ihm3 ,ihr seid ein ,einfaltspinsel1 aber ,papst ,innozenz ,,iii41 dazu durch einen ,traum veranlasst1 besttigte die von ,franz aufgesetzte ,mnchsregel1 die er doch anfangs eine ,regel fr ,schweine1 aber nicht fr ,menschen genannt hatte4 ,anfangs wurde ,franz verspottet und verhhnt1 aber in der ,zeit von drei bis vier ,jahren stieg der ,ruf seiner ,heiligkeit so sehr1 dass ihm1 wenn er einer ,stadt nahte1 ,geistlichkeit und ,volk feierlich entgegenkamen und mit allen ,glocken gelutet wurde4 7#abaa47 ,seine ,regel verbot es streng ein ,eigentum zu haben1 und die uerste ,demut war den ,mnchen ,gesetz4 ,die ,almosen1 sagte ,franz1 sind unser ,erbe1 ,almosen unsere ,gerechtigkeit1 das ,betteln unser ,zweck und unsere ,knigswrde6 ,die ,schmach und ,verachtung unsere ,ehre und unser ,ruhm am ,tag des ,gerichts4 ,er ging selbst mit dem ,beispiel voran1 denn er war demtig wie ein ,hund4 ,je mehr ihn die ,gassenjungen verhhnten1 desto lieber war es ihm1 und ganz vergngt war er1 wenn sie ihn gar mit ,schmutz bewarfen4 ,aus lauter ,demut lie er sich oft mit ,fen treten4 ,wenn er in ,assisi umherging und bettelte1 so steckte er alles ,essbare1 das er erhielt1 in einen ,topf1 und wenn ihn hungerte1 so langte er zu und a von dem ekelhaften ,gemisch4 ,einst wurde ,franz von einem ,kardinal zu ,tisch geladen2 er lie jedoch alle ,gerichte unberhrt und a zum ,ekel der delikaten ,gste den ,schweinefra1 den er gesammelt hatte4 ,die ,tiere hatte er sehr lieb und nannte sie seine ,brder und ,schwestern4 ,gar oft predigte er den ,gnsen1 ,enten und ,hhnern1 und als ihn einst die ,schwalben und ,sperlinge durch ihr ,gezwitscher strten1 bat er die lieben ,schwestern um ,ruhe4 ,einen ,bauer1 der zwei ,lmmer zu ,markte trug1 fragte er3 ,weshalb qulst du so meine ,brder8 - ,eine ,laus1 die sich auf seine ,kutte verirrt hatte1 nahm er sorgfltig zwischen die ,finger1 ksste sie und sagte3 ,liebe ,schwester ,laus1 lobe mit mir den ,herrn6 ,dann setzte er sie auf seinen ,kopf1 woher sie gekommen war4 ,seinen ,krper nannte er ,bruder ,esel1 und wenn diesen ,esel der ,hafer stach1 dann plagte er ihn wacker4 ,er wlzte sich1 wie es auch ,st4 ,benedikt tat1 nackt auf ,dornen1 stieg bis an den ,hals in gefrorene ,teiche oder legte sich in den ,schnee1 bis jede wollstige1 eselhafte ,regung verschwunden war4 ,einst machte er sich in spahafter ,laune ,weib und ,kinder von ,schnee und umarmte sie so lange inbrnstig1 bis sie zerschmolzen waren4 ,sein ,orden mehrte sich auerordentlich schnell1 denn schon im ,jahr #abaf1 als er ein ,generalkapitel desselben nach ,assisi ausschrieb1 kamen hier #ejjj ,franziskaner zusammen1 obgleich ein groer ,teil davon nur ,abgeordnete von ,klstern waren4 ,ihre ,zahl wuchs bald wie ,sand am ,meer4 ,der ,franziskanergeneral bot einst dem ,papst ,pius ,,iii4 #dj4jjj ,franziskaner zum ,trkenkrieg an und versicherte1 dass die geistlichen ,verrichtungen darunter nicht leiden sollten4 ,whrend der ,pest #acdh starben allein in ,deutschland #fjjj ,franziskaner1 und man merkte die ,verminderung nicht4 ,die ,reformation zerstrte unendlich viele ihrer ,klster1 allein noch im ,anfang des vorigen ,jahrhunderts rechnete man die ,zahl derselben auf #gjjj ,mnchs- und #ijj ,nonnenklster6 ,franz starb #abbf1 und da er ein ,heiliger war1 so tat er denn selbstverstndlich auch eine ,menge von ,wundern4 ,christi ,wunder verschwinden vor denen1 welche seine ,mnche von ihm berichten4 ,einst zog er sich in die ,apenninen zurck und hungerte hier vierzig ,tage lang4 ,da erschien ihm ein ,seraph1 der ihm die fnf ,wundmale ,christi aufdrckte1 so dass sie bluteten4 ,von daher hie ,franz auch der seraphische ,vater und sein ,orden der ,seraphienorden4 ,die ,verehrer dieses ,heiligen gingen so weit1 ihn wirklich weit ber ,christus zu setzen und ihm die tollsten und verrcktesten ,wunder zuzuschreiben4 ,franzens ,nachfolger als ,ordensgeneral war der ,bruder ,elias1 ein schlauer1 durchtriebener ,patron1 der sich die ,einfalt ,franzens trefflich zunutze zu machen wusste4 ,er und seine ,nachfolger verstanden es herrlich1 ,franzens ,ordensregeln auszulegen1 und dabei wurden ihre ,klster so reich wie keine anderen4 ,die geschworenen ,feinde und ,widersacher der ,franziskaner waren die ungefhr um dieselbe ,zeit entstehenden ,dominikaner1 so benannt nach ihrem ,stifter1 dem heiligen ,dominikus4 ,er hie ,dominikus ,guzman und war #aagj in ,altkastilien geboren4 ,er ward zur ,bekehrung der ,waldenser nach ,frankreich geschickt und bekam hier den ,gedanken1 einen ,mnchsorden zu stiften1 dessen ,wirksamkeit besonders auf das ,volk berechnet sein und der sich mit ,predigten und ,unterrichtgeben und zu seinem ,unterhalt mit dem eintrglichen ,betteln abgeben sollte4 ,er erhielt vom ,papst die ,besttigung1 und dieser scheuliche ,orden trat ins ,leben1 um die ,welt mit der ,inquisition und der ,zensur der ,bcher zu beglcken4 ,dominikus selbst war der erste1 welcher frmliche ,ketzerjagden anstellte4 ,er wollte seinen ,orden mit dem des heiligen ,franz vereinigen2 aber dieser hatte keine ,lust dazu4 ,beide ,orden standen sich indessen anfangs bei2 aber bald gerieten sie aus ,handwerksneid in bitterste ,feindschaft2 auch wollten die gebildeteren ,dominikaner stets etwas ,besseres sein als die ,franziskaner1 von denen durchaus keine ,gelehrsamkeit gefordert wurde4 ,der ,dominikanerorden wuchs ebenfalls schnell1 und #adid gab es #dadc ,klster desselben4 ,st4 ,dominikus verdankt die ,klosterwelt eine groe ,erfindung1 nmlich neunerlei ,stellungen beim ,gebet1 mit denen man zur ,unterhaltung abwechseln konnte1 damit die ,sache nicht zu langweilig wurde4 ,man konnte beten3 stehend1 kniend1 auf dem ,rcken1 dem ,bauch1 den ,seiten liegend1 die ,arme ins ,kreuz ausgestreckt1 gekrmmt stehend1 bald kniend1 bald aufspringend4 ,er selbst betete so inbrnstig1 dass er von der ,erde verzckt wurde1 das heit einige ,fu hoch vom ,boden in der ,luft schwebte4 ,er starb #abba zu ,bologna4 ,von seinen berirdischen ,taten1 nmlich seinen ,wundern1 wollen wir schweigen1 wir haben genug an seinen irdischen4 ,fliehen wir aus der ,gesellschaft dieses bleichen ,henkerknechtes6 und wessen ,christentum es erlaubt1 der mag dem ,vater der ,inquisition aus vollem ,herzen einen ,fluch nachrufen1 ich stimme von ganzer ,seele ein6 ,ich hoffe1 die ,leser werden bereits genug haben an dem ,unsinn1 den ich ihnen nach den ,berichten der ,kirchenschriftsteller von den achtungswertesten der ,heiligen erzhlte1 und ich will ihre ,geduld jetzt nicht weiter auf die ,probe stellen1 da ich ohnehin spter noch diesen oder jenen ,heiligen erwhnen muss4 ,wre ich nur darauf ausgegangen1 die ,heiligen und ihre ,wunder lcherlich zu machen1 dann htte ich eine ganz andere ,auswahl getroffen1 dann htte ich ,st4 ,antonius von ,padua1 welchen der heilige ,franz selbst ein ,rindvieh nannte1 und ,konsorten gewiss nicht ausgelassen4 ,schlielich will ich nur noch einige heilige ,frauen erwhnen2 ihre ,zahl ist nicht weniger gro als die der mnnlichen ,heiligen1 und ihre ,schwrmereien und ,wunder sind noch bei weitem wunderbarer4 ,es ist hier nicht der ,ort1 die ,ursachen auseinanderzusetzen1 warum das weibliche ,geschlecht weit mehr zur ,schwrmerei geneigt ist als das mnnliche und der ,verstand der ,weiber leichter berschnappt4 ,die ,erfahrung lehrt es uns tglich4 ,von somnambulen ,mnnern habe ich noch nichts gehrt1 aber dergleichen ,mdchen - nicht ,frauen - gibt es in groer ,menge4 ,eine groe ,zahl der heiligen ,mdchen waren ganz sicher ,somnambulen4 ,eine der ltesten ,heiligen ist ,st4 ,afra4 ,ihre ,mutter hielt ein ,bordell in ,augsburg1 und sie war darin eine der fungierenden ,priesterinnen4 ,der ,zufall1 natrlich1 fhrte einst den spanischen ,bischof ,narzissus in dies ,haus4 ,er bekehrte die ,priesterinnen der ,venus zum ,christentum1 und ,afra1 mit der er sich am meisten beschftigte1 machte er zur ,heiligen4 ,sie wurde spter als ,mrtyrerin verbrannt4 ,die heilige ,therese war eine ,spanierin aus adeliger ,familie1 geboren #aeae und gestorben #aehb4 ,ihre ,verehrer gaben ihr die seltsamsten ,titel3 ,arche der ,weisheit1 himmlische ,amazone1 ,balsamgarten1 ,orgel und ,kabinettssekretr des ,heiligen ,geistes usw4 ,schon als ,kind wurde sie von der ,schwrmerei ergriffen und wollte nach ,afrika gehen1 um dort den ,mrtyrertod zu finden4 ,endlich1 als sie siebzehn ,jahre alt war1 hielten es die ,eltern nicht mehr mit ihr aus und brachten sie in das ,karmeliterkloster zu ,avila4 ,sie hatte nun bald ,erscheinungen aller ,art1 und als ihr gar einst eine ,hostie aus der ,hand des ,bischofs von selbst in den ,mund flog1 da war die ,heilige fertig4 ,sie ward endlich btissin eines eigenen ,klosters zu ,pastrana1 und nun konnte sie ihrer ,heiligkeit freien ,lauf lassen4 ,jesus war von ihrer ,heiligkeit so entzckt1 dass er ihr einst die ,hand reichte und sie zu seiner ,braut weihte1 indem er sagte3 ,von nun an bin ich ganz dein und du ganz mein4 ,einst erschien ihr ein ,seraph1 der sie mit einem glhenden ,pfeil einige ,mal tupfte2 aber der ,schmerz war so s1 dass sie wnschte1 ewig so getupft zu werden4 ,die ,spanier feiern noch heute dies ,fest der ,bepfeilung am #bg4 ,august4 ,die ,nonnen der heiligen ,therese mussten barfu gehen und sich die strengste ,zucht gefallen lassen4 ,der blindeste ,gehorsam war ihnen ,gesetz1 und die geringste ,abweichung davon wurde furchtbar bestraft4 ,eine ,nonne1 die ber schlechtes ,brot eine verdrieliche ,miene machte1 wurde nackend an die ,eselskrippe gebunden und musste hier zehn ,tage lang ,hafer und ,heu fressen6 ,solche barbarische ,strenge hatte denn auch zur ,folge1 dass jeder ihrer ,befehle auf das pnktlichste befolgt wurde4 ,eine ,nonne fragte sie einst1 wer heute die ,abendmette singen solle4 ,die ,heilige war verdrielich und antwortete ,die ,katze4 ,die ,nonne nahm also die ,katze1 ging damit an den ,altar und zwickte sie in den ,schwanz1 so dass das arme ,tier in den erbrmlichsten ,liedern das ,christentum anklagte4 ,selbstqulerei war in diesem ,kloster an der ,tagesordnung4 ,theresens ,nonnen verbrauchten eine ,unmasse von ,ruten4 ,sie schliefen auf ,dornen oder im ,schnee1 tranken aus ,spucknpfen1 nahmen tote ,muse und anderes ekelhaftes ,zeug in den ,mund1 tranken ,blut1 tauchten ihr ,brot in faule ,eier und durchstachen sich die ,zunge mit ,nadeln1 wenn sie das ,schweigen gebrochen hatten4 ,eine hchst merkwrdige ,antipathie hatte die heilige ,therese gegen behos'te ,mnner1 und htte sie die ,macht gehabt1 so htte sie allen die ,hosen abgezogen4 ,soweit sie ,gewalt hatte1 tat sie es auch4 ,die unter ihr stehenden ,karmelitermnche mussten die ,hosen ablegen und dafr ein kleines ,schrzchen von brauner ,wolle tragen4 ,sie hielt indessen nur ,mnnerhosen fr unchristlich1 denn ihre ,nonnen mussten ,hosen tragen2 ob sie es selbst tat1 darber haben uns die gelehrten ,karmelitermnche keine ,nachricht hinterlassen4 ,st4 ,therese war auch ,schriftstellerin und schrieb ,bcher1 die manchem armen ,mdchen den ,kopf verrckten4 ,nach ihrem ,tod erschien sie einer vertrauten ,nonne und gestand ihr1 dass sie mehr aus ,inbrunst der ,liebe als an der ,heftigkeit der ,krankheit gestorben sei4 ,von der ,liebe scheint diese heilige ,hosenfeindin berhaupt mehr verstanden zu haben1 als man einer btissin sonst zutraut1 denn irgendwo schreibt sie3 ,der ,teufel ist ein ,unglcklicher1 der nichts liebt1 und die ,hlle ein ,ort1 wo man auch nicht liebt2 ein ,gedanke1 der eines ,dichters wrdig ist4 ,ungefhr um dieselbe ,zeit wie ,therese lebte die ,italienerin ,katharina von ,cardone4 ,sie war aus ,liebe verrckt1 wohnte in einer ,hhle und trug ein ,kleid von ,ginster1 mit ,dornen und ,eisendraht durchflochten4 ,sie fra ,gras wie ein ,tier1 ohne sich der ,hnde zu bedienen1 und einmal fastete sie gar vierzig ,tage lang4 ,so lebte sie drei ,jahre6 ,die heilige ,katharina von ,genua war in ,liebe1 zu ,christus natrlich1 dermaen entbrannt1 dass sie darber toll wurde4 ,sie glhte wie ein ,ofen1 und oft wlzte sie sich an der ,erde und schrie3 ,o ,liebe6 ,liebe1 ich halte es nicht mehr aus6 ,die heilige ,passidea1 eine ,zisterziensernonne aus ,siena1 qulte sich1 noch ehe sie ins ,kloster ging1 rger als die ,vter der ,wste4 ,sie geielte sich mit ,dornen und wusch dann die ,wunden mit ,essig1 ,salz und ,pfeffer2 sie schlief auf ,kirschkernen und ,erbsen1 trug ein ,panzerhemd von sechzig ,pfund ,schwere und stieg in gefrierende ,teiche1 um sich mit einfrieren zu lassen4 ,ja1 sie trieb den ,unsinn so weit1 dass sie sich mit dein ,kopf nach unten lange ,zeit in den rauchenden ,schornstein hngte6 ,als sie ,nonne war1 erschien ihr einst ,christus und drckte ihr seine fnf ,wundmale ein4 ,zwei ,nonnen sahen durch das ,schlsselloch1 wie ,jesus sie drckte und verschwand und wie die ,wunden bluteten6 ,die heilige ,klara war aus ,assisi und schwrmte mit dem heiligen ,franz4 ,sie lief zu ihm und bat1 dass er sie zur ,nonne machen und ,shne und ,tchter mit ihr zeugen mchte1 - natrlich geistlicherweise4 ,ihre ,schwester ,agnes wurde bald darauf von derselben ,schwrmerei ergriffen1 und die armen ,eltern waren ganz unglcklich4 ,die ,verwandten wollten die beiden ,nrrinnen mit ,gewalt aus dem ,kloster holen1 aber da wurde - so erzhlt die ,legende - ,agnes pltzlich so schwer1 dass zwlf ,mnner sie nicht von der ,stelle bringen konnten1 und der ,oheim1 der sein ,schwert gezogen hatte1 blieb stehen1 als hre er ,hons ,zauberhorn4 ,die heilige ,klara lebte sehr streng4 ,als ,hemd trug sie eine ,schweinshaut oder auch eine ,gewebe aus ,rosshaaren1 und aus ,demut ksste sie der schmutzigsten ,viehmagd die ,fe1 welche sie dann erst wusch1 als wren sie durch ihren ,kuss verunreinigt worden4 ,als sie starb1 fanden sie in ihrem ,herzen im kleinen alle ,passionsinstrumente1 wie in einem ,hechtskopf1 und in ihrer ,blase drei geheimnisvolle ,steinchen1 smtlich von gleichem ,gewicht1 aber wovon eines so schwer als alle drei1 zwei nicht schwerer als eins und das kleinste davon so schwer als alle drei waren6 - ,st4 ,klara war die ,mutter der weiblichen ,franziskaner1 und ihr verdanken wohl #ijj ,klarissenklster ihr ,entstehen4 ,die heilige ,katharina von ,siena war auch mit ,jesus verlobt worden1 der ihr einen kostbaren ,diamantring an den ,finger steckte1 welchen aber niemand sah als sie allein4 ,sie pflegte die ekelhaftesten ,kranken1 wofr sie mit dem rosinfarbenen ,blute aus seiner ,seitenwunde getrnkt wurde4 ,seitdem nahm sie von ,aschermittwoch bis ,himmelfahrt weiter keine ,nahrung1 sondern lebte blo vom ,abendmahl4 ,christus drckte ihr auch seine fnf ,wunden ein1 was der ,orden pour le mrite ,religionsklasse der ,heiligen zu sein scheint4 ber diese ,auszeichnung kamen die ,dominikaner mit den ,franziskanern in einen ,streit1 der vierzig ,jahre dauerte und welchen ,papst ,urban ,,viii4 dahin entschied1 dass ,katharinas ,wundmale nicht geblutet htten wie die des heiligen ,franz4 ,auch wurde den ,malern befohlen1 die ,heilige nur mit fnf ,strahlen vorzustellen4 ,die heilige ,agnes lie der ,stadtrichter1 weil sie seinen ,sohn nicht heiraten wollte1 nackt in ein ,bordell bringen2 aber pltzlich bekam sie so lange ,haare1 dass sie sich darin einwickeln konnte wie in einen ,mantel1 und das ganze liederliche ,haus verwandelte sie in ein ,bethaus4 ,die heilige ,paula1 die einst ein unheiliger ,jngling notzchtigen wollte1 erhielt auf ihr ,gebet einen garstigen langen ,bart1 vor dem sich der ,liebhaber entsetzte und floh4 ,die heilige ,brigitte befreite einst ein neapolitanisches ,mdchen von einem in ,gestalt eines ,jnglings auf ihr liegenden ,teufel4 ,wir wollen die ,reihe der ,heiligen schlieen mit der heiligen ,rosa von ,lima1 einer ,dominikanerin1 die auf knotigem ,holz und ,glasscherben schlief und als ,nachttrunk einen ,schoppen ,galle trank4 ,jesus war von ihrer ,heiligkeit so entzckt1 dass er an einem ,palmsonntag als ,steinmetzgeselle zu ihr kam und sich mit ihr verlobte1 indem er sprach3 ,rosa1 ,schatz meines ,lebens1 du sollst meine ,braut sein4 ,maria war mit dabei und gratulierte ihr1 indem sie sagte3 ,siehe1 was fr eine groe ,ehre dir mein ,sohn antut4 ,las die ,heilige1 so erschien ,jesus auf dem ,blatt und lchelte sie an2 nhte sie1 so setzte er sich auf ihr ,nhkissen und scherzte mit ihr4 ,besuchte ,jesus eine andere ,nonne - denn er hatte gar zu viele ,brute -1 so war ,rosa vor ,eifersucht auer sich1 bis er wiederkam4 ,ihre heilige ,schwiegermutter1 die ,jungfrau ,maria1 diente ihr einundzwanzig ,jahre lang als ,kammerjungfer1 und wenn die ,frhmette kam1 rief sie3 ,stehe auf1 liebe ,tochter1 es ist ,zeit4 ,das ,kloster wimmelte von ,flhen1 aber keiner von diesen freigeisterischen ,springern hatte die ,dreistigkeit1 die ,braut ,christi zu stechen4 - ,so steht es in der ppstlichen ,bulle1 welche die ,heiligsprechung enthlt6 ,auer den in diesem ,kapitel genannten ,heiligen und noch vielen hundert anderen1 die ich nicht nannte1 beten die rmischen ,katholiken noch zu einigen1 die niemals lebten und die einer lcherlichen ,fabel ihren ,ursprung verdanken1 wie ,st4 ,christophorus1 ,st4 ,georgius1 ,st4 ,mauritius und #ffjj ,gesellen1 die sieben ,schlfer1 ,ursula mit ihren #aa4jjj ,jungfrauen und ,st4 ,guinefort1 der ein vierbeiniger ,hund war6 ,jeder gute ,katholik1 der das ,vergngen haben will1 nach seinem ,tod unter die ,heiligen versetzt zu werden1 konnte dies unter dem vorigen ,papst noch haben - von dem jetzigen wei ich es nicht - der den ,toten fr #ajj4jjj ,gulden kanonisierte4 ,wunder fanden sich1 da eben niemand ohne ,wunder ,heiliger werden kann4 ,die ,christen der ersten ,jahrhunderte wussten von ,heiligen nichts4 ,sie verehrten allerdings die ,mrtyrer oder ,blutzeugen1 welche ihres ,glaubens wegen hingerichtet wurden1 sie erwhnten dieselben in ihren ,versammlungen und stellten sie der ,gemeinde als ,muster hin2 und das war sehr natrlich und durchaus zu billigen4 ,erst als ,konstantin zum ,christentum bertrat und viele der heidnischen ,bruche in die christliche ,kirche bergingen1 kam auch der ,heiligendienst in ,aufnahme4 ,die ,heiden waren gewohnt1 ihren ,heroen zu opfern2 die christlichen ,priester trugen diesen ,gebrauch auf ihre ,glaubensheroen ber4 ,solange jeder ,mensch ,gott gleich nahe zu stehen glaubte1 musste der ,heiligendienst als ,unsinn betrachtet werden2 als jedoch die ,pfaffen sich als ,makler zwischen ,gott und den brigen ,menschen stellten1 war der ,schritt zu dem unsinnigen ,glauben nicht weit1 dass die ,heiligen im ,himmel gleichsam wie ,minister und ,kammerherren den ,hofstaat ,gottes bildeten und dass1 wer bei ,sr4 himmlischen ,majestt etwas durchsetzen wollte1 nur diese durch ,gebete und ,opfer zu bestechen brauchte6 rger konnten die ,pfaffen die christliche ,religion nicht verhhnen als durch diesen ,heiligendienst1 der dadurch noch unwrdiger wird1 als es schon seiner inneren ,natur nach der ,fall ist1 dass viele dieser ,heiligen1 wie uns die ,geschichte lehrt1 die verworfensten1 lasterhaftesten ,menschen1 ja1 geradezu ,schufte waren4 ,selbst die besten waren nicht ganz richtig im ,kopf und entweder ,schwrmer oder ,wahnsinnige4 ,es gibt noch heute eine ,menge solcher ,heiliger unter ,protestanten und ,katholiken1 nur dass man sie nicht mehr anbetet1 sondern in ,narrenhuser sperrt4 ,carl ,julius ,weber1 einer unserer geistreichsten ,schriftsteller1 charakterisierte diese ,heiligen derb aber richtig4 ,er sagt3 ,bei weiblichen ,mystikern sitzt der ,jammer gewhnlich auf dem ,fleckchen1 das man nicht gerne nennt1 und bei den mnnlichen hat den ,fleck ,hudibras getroffen4 - ,so wie ein ,wind in ,darm gepresst ,ein - wird1 wenn er niederblst1 ,sobald er aber aufwrtssteigt1 ,neu ,licht und ,offenbarung zeugt4 ,der ,hysterie und den blinden ,hmorriden verdankt die rmische ,kirche die meisten ihrer ,heiligen1 und sie darf sich daher nicht wundern1 wenn wir dieselben - als ,afterheilige betrachten4 ,die heilige ,trdelbude ,die ,welt hat es erfahren1 dass einst der ,glaub' in ,priesterhand mehr ,bses tat in tausend ,jahren1 als in sechstausend der ,verstand4 ,geld ist ,macht4 ,das erkennt niemand besser als die rmische ,kirche1 die nach beiden und durch das eine zum anderen strebte4 ,in der rmischen ,kirche gibt es keine ,einrichtung oder ,satzung1 welche nicht auf irgend eine ,gelderpressung hinausliefe1 und so lange die ,welt steht1 gab es keine ,institution1 die ein umfangreicheres1 frecheres und eintrglicheres ,schwindelgeschft betrieb1 als die rmische ,kirche4 ,als die eintrglichsten ,betrgereien derselben erwiesen sich der ,handel mit ,reliquien und mit ,ablass1 ein ,handel1 welcher ,jahrhunderte durch mit groem ,erfolg betrieben wurde und der noch heutzutage keineswegs aufgehrt hat4 ,um ihn aufrechtzuerhalten1 wurde der krasseste ,aberglaube geflissentlich auf die gewissenloseste ,weise in die ,herzen des ,volks gepflanzt und auf die unverschmteste ,weise ausgebeutet4 ,eine ,geschichte des ,handels zu schreiben1 den die rmische ,kirche trieb und noch treibt1 wrde eine ,riesenarbeit sein1 welche die ,grenzen1 die ich mir notwendig setzen muss1 weit berschreiten wrde2 ich kann nur eine flchtige ,skizze desselben geben1 die indessen vollkommen hinreichend sein wird1 um den ungeheuren ,umfang des ,betruges und die ,frechheit desselben erkennen zu lassen4 ,auf menschliche ,schwchen und ,neigungen verstehen sich die ,pfaffen vortrefflich1 und dieser ,kenntnis verdanken sie ihren ,reichtum und ihre ,macht4 ,ihnen konnte es nicht entgehen1 dass alle ,menschen mehr und weniger ,reliquiennarren sind1 und sie machten diese ,narrheit zu einer ,goldgrube1 die noch heute nicht erschpft ist4 ,ich bin berzeugt1 dass jeder ,mensch irgendeine ,reliquie wert hlt1 sei es die ,locke einer ,geliebten1 eine gestickte ,brieftasche oder eine trockene ,blume oder ein ,band1 woran sich angenehme liebe ,erinnerungen knpfen4 ,ebenso kann man sich eines gewissen ,interesses nicht erwehren1 wenn man ,gegenstnde sieht1 welche von bedeutenden historischen ,personen einst gebraucht wurden4 ,sowohl die ,griechen als die alten ,rmer hatten ihre wert gehaltenen ,reliquien1 und einige davon waren fast rmisch-katholisch1 wie zum ,beispiel das ,ei der ,leda6 ,das ,palladion war ja auch eine ,reliquie1 und noch dazu eine wunderttige1 wie auch der vom ,himmel gefallene heilige ,schild und viele andere4 ,die ,inder fhrten um einen bermenschlich groen ,zahn von ,buddha blutige ,kriege1 und die ,mohammedaner bewahren ,fahne1 ,waffen1 ,kleider1 den ,bart und zwei ,zhne ihres ,propheten1 und so finden wir ,reliquien bei jedem ,kultus und bei jedem ,volk4 ,wir entdecken in der ,geschichte der christlichen ,kirche keine ,spur von ,reliquienkultus1 ehe ,konstantin ,christ wurde4 ,von diesem wird erzhlt1 dass er whrend der ,schlacht an der ,milvischen ,brcke am ,himmel ein glnzendes ,kreuz sah mit der griechischen berschrift1 welche in deutscher bersetzung ,in diesem siege heit4 ,er lie nun eine ,kreuzfahne machen1 der seine meistens christlichen ,soldaten mit ,enthusiasmus folgten4 ,seitdem wurde das ,kreuz ,mode1 und bald fand die ,mutter des ,kaisers1 ,helena1 das wahre ,kreuz auf1 an welchem ,jesus vor lnger als dreihundert ,jahren gekreuzigt worden war1 wie auch das ,grab1 in welchem sein ,krper bis zur ,auferstehung gelegen hatte4 ,die gleichzeitigen ,schriftsteller melden zwar von dieser ,entdeckung nichts2 sogar der ,fabelhans ,eusebius1 welcher die ,reise der ,kaiserin ,helena nach ,palstina beschreibt1 sagt kein ,wort von diesem merkwrdigen ,fund2 aber die ,geschichte ist einmal als wahr angenommen1 und die rmische ,kirche feiert ein eigenes ,kreuzerfindungsfest4 ,der ,segen1 den ,helena entdeckte1 war aber zu gro2 sie fand nicht allein das ,kreuz ,christi1 sondern auch das der beiden ,schcher4 ,die ,inschrift1 die ,pilatus zur ,verhhnung der ,juden hatte anheften lassen1 fand sich nicht mit vor2 wie sollte man nun das heilige ,kreuz von den beiden anderen unterscheiden8 ,pfaffen sind aber erfinderisch1 und so war man denn auch nicht um eine ,auskunft verlegen4 ,man legte einen ,kranken auf eins der ,kreuze1 und er wurde weit krnker4 ,man vermutete daher1 dass dies wohl das ,kreuz des gottlosen ,schchers sein msse1 der ,jesus verspottete1 und legte den ,kranken auf ein anderes4 ,ihm ward um vieles besser1 und endlich als er von diesem ,kreuz des frommen ,schchers auf das dritte gelegt wurde1 - stand er sogleich frisch und gesund auf4 ,das ,kreuz ,christi war gefunden6 ,man fand nun auch bald die ,grber der ,apostel1 und ihre ,krper sind1 glaub' ich1 smtlich vorhanden4 ,wusste man nicht1 wo sie gestorben oder begraben waren1 so hatte man gttliche ,offenbarungen4 ,auf diese ,weise gelangte man zu den berresten von allen mglichen ,mrtyrern und ,heiligen1 die natrlich smtlich ,wunder taten4 ,solcher ,offenbarungen wurden1 wie sich von selbst versteht1 nur ,mnche und ,geistliche gewrdigt2 aber recht frommen ,leuten gelang es mit ,hilfe der ,letzteren auch1 mit den ,heiligen in direkten ,verkehr zu treten4 ,eine fromme ,frau zu ,st4 ,maurin hatte ,johannes den ,tufer zu ihrem ,lieblingsheiligen ausersehen4 ,drei ,jahre lang bat sie tglich den ,heiligen nur um irgendwelches ,teilchen von seinem ,leib1 den er ja doch nicht mehr brauchte1 sei es auch was es sei2 - der hartherzige ,johannes wollte sich nicht erbarmen6 ,nun wurde die ,frau trotzig und schwor1 nichts mehr zu essen1 bis der ,heilige ihre ,bitte erhrt habe4 ,sieben ,tage hatte sie schon gehungert1 da endlich6 fand sich auf dem ,altar - ein ,daumen des ,tufers4 ,drei ,bischfe legten mit groer ,andacht diese kostbare ,reliquie in ,leinwand1 und drei ,blutstropfen fielen aus dem ,daumen heraus1 - so dass doch fr jeden der drei ,bischfe auch noch etwas abfiel4 ,wie unendlich schwer ist es uns geworden1 die berreste ,schillers und ,webers aufzufinden6 und beide starben doch als geachtete und hochverehrte ,mnner1 in ruhiger ,zeit und in ,staaten1 wo jeder ,neugeborene und jeder ,gestorbene in ein besonders darber gefhrtes ,register eingetragen wird2 umso mehr ist es zu bewundern1 dass man in jener ,zeit noch nach ,jahrhunderten nicht allein die ,gebeine1 sondern auch die ,kleidungsstcke von ,heiligen vorfand1 die als ,verbrecher hingerichtet und deren ,leichen irgendwo eingescharrt wurden4 ,ja1 was noch wunderbarer ist1 man fand von manchem ,heiligen so viele ,krperteile1 dass man daraus1 wenn man sie zusammensetzte1 sechs und mehr vollstndige ,skelette htte machen knnen6 ,der heilige ,dionysius existiert zum ,beispiel in zwei vollstndigen ,exemplaren zu ,st4 ,denis und zu ,st4 ,emmeran1 und auerdem werden noch in ,prag und in ,bamberg ,kpfe von ihm gezeigt und in ,mnchen eine ,hand4 ,der ,heilige hat also zwei vollstndige ,leiber1 fnf ,hnde und vier ,kpfe6 ,die ,christen der ersten ,jahrhunderte wussten nichts von einer ,anbetung der ,jungfrau ,maria oder der ,heiligen1 sondern verspotteten vielmehr die ,heiden wegen ihrer vielen ,untergtter1 die gleichsam ,jupiters ,hofstaat bildeten1 und wegen der gttlichen ,verehrung der ,kaiser1 mit der es brigens gar nicht so arg war4 ,man gab ihnen den ,beinamen der ,gttliche1 setzte ihre ,namen in den ,kalender und errichtete ihnen ,bildsulen4 ,mit ,ludwig ,,xiv4 und anderen ,frsten haben ,christen weit rgeren ,gtzendienst getrieben4 ,die ersten ,heiligen waren meistens unbekannte ,menschen1 und wunderbar ist es1 dass man auf die ,anbetung der ,maria erst weit spter verfiel1 denn eine ,jungfrau1 die ,gott sich unter den ,millionen ,mdchen der ,erde vorzugsweise zum ,gef der ,gnade ersah1 war doch auf jeden ,fall mehr der ,anbetung wrdig als ein hirnverbrannter schmieriger ,einsiedler1 der ein ,sitzbad in einem ,ameisenhaufen nimmt4 ,noch im vierten ,jahrhundert dachte man nicht daran1 die ,jungfrau ,maria gttlich zu verehren1 ja1 man war auf dem besten ,wege1 sie zu verketzern4 ,man sagte ihr ,dinge nach1 welche die ,christen der damaligen ,zeit sehr gottlos fanden4 ,der berhmte ,kirchenvater ,tertullian warf ihr vor1 dass sie an ,jesus nicht geglaubt habe6 ,origenes und ,basilius beschuldigen sie unheiliger ,zweifel bei den ,leiden ihres ,sohnes1 und ,chrysostomus hlt sie des ,selbstmordes fr fhig1 indem er erzhlt1 dass der ,engel ihr die ,empfngnis ,christi frher verkndet1 als sie ihre ,schwangerschaft bemerkte1 weil sie sonst bei der pltzlichen ,entdeckung leicht aus ,scham ihrem ,leben htte ein ,ende machen knnen4 ,die ,verehrung der ,maria beginnt erst im fnften ,jahrhundert1 und bald hatte sie nicht allein alle ,heiligen1 sondern selbst ,gott und ,jesus berflgelt4 ,wer ,maria nicht verehrt1 dem wird keine ,vergebung1 sagten die ,priester4 ,die ,liebe verfllt schon auf wunderbare ,beinamen1 und mein ,tubchen1 mein ,muschen1 mein ,hmmelchen1 mein ,puttchen usw4 usw4 sagt noch heute gar mancher ,jngling zu seiner ,geliebten2 aber die der ,jungfrau ,maria beigelegten zrtlichen ,namen sind oft so seltsam und komisch1 dass es nicht zu begreifen ist1 wie ,katholiken die marianische ,litanei ohne ,lachen herplappern knnen4 ,sie wird unter anderen genannt3 du geistliches ,gef1 ehrwrdiges ,gef1 vortreffliches ,gef der ,andacht1 geistliche ,rose1 ,turm ,davids1 elfenbeinerner ,turm1 goldenes ,haus1 ,arche des ,bundes1 ,thron ,salomons1 brennender ,dornbusch1 ,honigfladen ,simsons1 ,tempel der ,dreieinigkeit1 geweihte ,erde1 ,seehafen1 ,sonnenuhr1 ,himmelsfenster usw4 ,der ,name ,mutter ,gottes1 der jetzt ganz gewhnlich geworden ist1 erregte im fnften ,jahrhundert groes rgernis2 der fromme ,kirchenvater ,nestorius fand ihn lcherlich und unschicklich und den ,mutter ,christi vernnftiger4 ,die ,kirchenversammlung von ,ephesus entschied aber fr ,mutter ,gottes4 ,natrlich war es1 dass man nun auch auf die ,verehrung der ,gromutter ,gottes verfiel2 aber ,papst ,clemens ,,xi4 gebot ,halt1 und ohne ihn wrden die ,katholiken vielleicht heute zu allen ,onkeln und ,tanten ,gottes beten4 ,christus ist ,gottes ,sohn nach der ,lehre der christlichen ,kirche1 und doch ist er wieder ,mensch2 aber er ist eins mit ,gott dem ,vater und ,gott dem ,heiligen ,geist4 ber diese ,menschwerdung ,gottes und ber das ,wesen der ,dreifaltigkeit ist mancher schon einfltig geworden4 ,die ,menschwerdung ,gottes erklrt der heilige ,bernhard ebenso einfach als elegant1 indem er sagt3 ,aus ,gott und ,mensch wurde eine ,heilsalbe fr alle2 diese beiden ,spezies wurden im ,leibe der ,jungfrau ,maria wie in einer ,reibschale gemischt1 und der ,heilige ,geist war die ,mrserkeule4 ,minder geistreich1 wenn auch ebenso einfach1 ist jenes ,franziskaners ,erklrung der ,dreieinigkeit1 die er vergleicht mit ,hosen1 die zwar drei ffnungen htten1 aber doch nur ein ,stck wren4 ,maria wurde ,veranlassung zu unendlich vielen ,znkereien zwischen den ,gelehrten und ,pfaffen4 ,besonders heftig war der ,streit ber die befleckte oder unbefleckte ,empfngnis der ,jungfrau2 das heit nicht darber1 ob ,maria ,jesus ohne ,verlust ihrer physischen ,jungfrauschaft empfangen habe - denn darber war man ziemlich einig - sondern ob sie selbst von ihrer ,mutter auch ohne ,erbsnde empfangen sei oder nicht4 ,die ,dominikaner sagten mit1 die ,franziskaner ohne ,erbsnde und stritten jahrhundertelang darber mit ,waffen aller ,art4 ,noch im ,jahr #agdj machten gelehrte ,mnner diese ,dummheit zum ,gegenstand ihrer ernsthaften ,untersuchung1 und der gegenwrtige ,papst hat sie zu einem ,dogma der ,kirche erhoben6 ,die heilige ,jungfrau ist sehr empfindlich in dieser ,hinsicht und rchte sich an denjenigen1 welche an ihrer unnatrlichen ,entstehung zweifelten4 ,ein ,fall solcher ,rache wird von den ,franziskanern mit ,triumph erzhlt4 ,ein ,dominikaner predigte mit grter ,heftigkeit gegen die unbefleckte ,empfngnis und forderte gleichsam die ,himmelsknigin heraus1 ein ,zeichen zu geben1 wenn es nicht wahr sei1 was er geredet4 ,kaum hatte er diese ,lsterung ausgesprochen1 als der ,boden der ,kanzel brach und der dicke ,pater bis zur ,mitte des ,leibes hindurchfiel4 ,der ,oberkrper mit der ,kutte blieb oben1 so dass die hosenlose ,vorder- und ,hinterfront der unteren ,etage des geistlichen alten ,hauses der ,betrachtung und dem ,gelchter seiner ,gemeinde preisgegeben war4 ,die ,art und ,weise1 wie ,maria ,jesus empfangen habe1 war auch ein ,gegenstand groen ,kopfzerbrechens4 ,einige meinten1 es sei durch das ,ohr geschehen1 andere meinten durch die ,seite4 ,dann zankte man sich auch sehr darber1 ob ,maria noch nach der ,geburt ,jesu ,jungfrau geblieben sei4 ,st4 ,ambrosius verteidigt diese ,meinung sehr hartnckig und bringt fr dieselbe hchst wunderbare ,dinge vor4 ,er sagt unter anderem3 ,da er 7nmlich ,christus7 gesagt hat3 ich mache alles neu1 so ist er auch von einer ,jungfrau auf unbefleckte ,weise geboren worden1 damit man ihn desto mehr fr den ansehe1 der da ist ,gott mit uns4 ,sie sagen3 als ,jungfrau hat sie empfangen1 aber nicht als ,jungfrau geboren4 ,ist das ,eine mglich1 so ist auch das ,andere mglich4 ,denn die ,empfngnis geht ja vorher und die ,geburt folgt nach4 ,man sollte doch den ,worten ,christi1 man sollte doch den ,worten des ,engels glauben1 dass bei ,gott kein ,ding unmglich sei 7,lukas #a1cg74 ,man sollte dem apostolischen ,symbolum glauben4 ,sagt ja der ,prophet1 eine ,jungfrau werde nicht nur empfangen1 sondern auch gebren 7,jesaja #g1ad74 ,jene ,pforte des ,heiligtums1 welche verschlossen bleibt1 durch welche niemand gehen wird1 als allein der ,gott ,israels 7,ezechiel #dd1a4b71 was ist sie anders als ,maria1 durch welche der ,erlser in diese ,welt eingegangen ist8 ,sind doch so viele ,wunder gegen die ,gesetze der ,natur geschehen1 was ist's denn ,wunder1 wenn eine ,jungfrau wider den ,lauf der ,natur einen ,menschen geboren hat8 usw4 ,maria wurde von allen ,kirchenlehrern1 welche die ,unterdrckung des ,geschlechtstriebes predigten1 als das hchste unerreichbare ,muster des jungfrulichen ,lebens aufgestellt und bald von den ,mdchen und ,weibern weit mehr als ,gott verehrt4 ,dieser ,gtzendienst war natrlich denen1 welche die ,lehre ,christi rein bewahren wollen1 ein ,gruel1 und - daher die ,opposition gegen ,maria4 ,helvidius schrieb 7#chc7 zur ,verteidigung des ,christentums ein ,buch1 in welchem er beilufig behauptete1 dass ,maria nach ,jesu ,geburt noch mit ,joseph einige ,kinder hatte1 wobei er sich sowohl auf ,matth4 #a1 #be berief1 wo es heit3 ,joseph wohnte der ,maria nicht bei1 bis sie ihren ersten ,sohn geboren wie auch auf andere ,bibelstellen1 wo oftmals von ,brdern und ,schwestern ,jesu die ,rede ist4 ,der heilige ,hieronymus geriet auer sich ber diese ,frechheit4 ,er schrieb gegen ,helvidius und ruft den ,heiligen ,geist an1 dass er das ,quartier des heiligen ,leibes1 in dem er zehn ,monate gewohnt habe1 gegen allen ,argwohn eines ,beischlafes schtzen1 und ,gott ,vater1 dass er die ,jungfrulichkeit der ,mutter seines ,sohnes kundtun mge4 hnliche ,lehren wie ,helvidius trug ein rmischer ,mnch1 ,jovinian1 vor1 und nun entspann sich um die ,jungfrauschaft der ,maria ein heftiger ,kampf1 der damit endete1 dass ,jovinian und seine ,anhnger aus der ,gemeinschaft der christlichen ,kirche ausgeschlossen und seine ,lehren als ,ketzerei verdammt wurden6 ,es ist nicht mglich1 ernsthaft zu bleiben1 wenn man liest1 ber welche seltsamen ,dummheiten die ,geistlichen schrieben und disputierten6 ,pater ,suarez handelt sehr gelehrt die ,frage ab1 ob ,maria mit oder ohne ,nachgeburt geboren habe1 und erzhlt1 dass ,fromme verschiedene ,speisen in ,form der ,nachgeburt genossen htten6 - brigens ist er ein ,antinachgeburtianer1 da der ,prophet ,ezechiel prophezeit habe3 ,diese ,tr wird verschlossen sein und nicht aufgemacht werden4 ,man glaube indessen nicht1 dass dieser ekelhafte ,unsinn der grte ist1 ber welchen ,pfaffen stritten1 und verhhne nicht die jdischen ,rabbiner1 welche ernstlich untersuchten1 ob ,adam schon mit ,stahl und ,stein ,feuer geschlagen habe8 ,ob das ,ei1 welches eine ,henne am ,festtag gelegt habe1 gegessen werden drfe8 ,ich kann eine ganze ,galerie solcher christlichen ,streitfragen anfhren1 die den erwhnten an ,abgeschmacktheit durchaus nichts nachgeben1 die mit der grten ,erbitterung abgehandelt wurden und wobei es gar hufig zu ,schlgereien und selbst ,blutvergieen kam4 ,die ,pfaffen stritten darber3 ob ,adam einen ,nabel gehabt habe8 ,zu welcher ,klasse von ,schwalben die gehrte1 welche ,tobias ins ,auge machte8 ,ob ,pilatus sich mit ,seife gewaschen1 als er ,jesus das ,urteil sprach8 ,ob ein ,kind bei widernatrlicher ,lage auf den ,hintern getauft werden drfte8 ,was das fr ein ,baum gewesen1 auf den der kleine ,zachus stieg1 als er ,jesus sehen wollte8 ,mit welcher ,salbe ,maria ,magdalena den ,herrn gesalbt8 ,ob der ungenhte ,rock1 ber den die ,kriegsknechte das ,los warfen1 ,christi ganze ,garderobe gewesen sei8 ,wie viel ,wein auf der ,hochzeit zu ,kana getrunken worden sei8 ,was wohl ,jesus geschrieben1 als er mit dem ,finger in den ,sand schrieb8 ,wie ,jesus das ,erlsungswerk habe vollbringen knnen1 wenn er als ,krbis zur ,welt gekommen wre8 ,ob ,gott wie ein ,hund bellen knne8 ,ob nicht schon ein einziger ,blutstropfen hingereicht habe fr die ,snde der ,welt8 ,ob ,gott der ,vater sitze oder stehe8 ,ob er einen ,berg ohne ,tal1 ein ,kind ohne ,vater hervorbringen und eine ,entjungferte wieder zur ,jungfrau machen knne8 ,ob die ,engel ,menuett oder ,walzer tanzten8 ,ob sie lauter ,diskant- oder auch ,bassstimmen htten8 ,was man wohl in der ,hlle treibe1 und zu welchem ,thermometergrad die ,hitze dort wohl steige8 ,eine ,menge ,fragen muss ich ihrer ,unfltigkeit wegen weglassen und will nur zwei als ,probe in lateinischer ,sprache ausfhren3 ,an ,christus cum genitalibus in coelum ascenderit1 et ,s4 ,virgo semen emiserit in commercio cum ,spiritu sancto8 ,die ,lehren vom ,abendmahl1 von der ,taufe und wie die christlichen ,mysterien und ,narrenspossen alle heien1 boten gleichfalls ,gelegenheit genug zu ,streitigkeiten4 ,man zankte sich darber1 ob der ,teufel rechtmig taufen knne8 ,ob man im ,notfall auch mit ,wein1 ,bier1 ,sand usw4 taufen knne8 ,oder ob auch bloes ,anspucken genge8 ,ob eine ,maus1 die vom ,taufwasser gesoffen1 fr getauft zu halten sei8 ,was zu tun1 wenn ein ,kind das ,taufwasser verunreinige8 ,das tat der nachherige ,kaiser ,wenzel1 und deshalb wurde ihm auch alles mgliche ,unheil prophezeit4 ,doch die ,untersuchung der ,jungfernschaft der ,mutter ,gottes hat mich auf ,abwege gefhrt2 kehren wir wieder zu ihr zurck4 ,albertus ,magnus 7,albrecht von ,lauingen71 ,bischof von ,regensburg1 der #abhj zu ,kln starb1 hat sich sehr grndlich mit der ,jungfrau ,maria beschftigt und untersucht1 ob sie blond oder brnett1 ob sie schwarzugig oder blauugig1 ob sie schlank oder dick1 gro oder klein gewesen sei4 ,was er eigentlich herausuntersucht hat1 finde ich nirgends und habe keine ,lust1 die einundzwanzig ,foliobnde deshalb durchzulesen1 die uns von seinen #hjj ,bchern erhalten worden sind4 ,nach den berresten von ihrem ,haar zu urteilen1 ist es scheckig gewesen1 denn man zeigt braune1 blonde1 schwarze und rote4 ,diejenigen ,haare1 mit welchen sie an einem ,marientage hchsteigenhndig das ,hemd des ,erzbischofs ,st4 ,thomas flickte1 waren brigens malizis blond4 ,schn war ,maria indes auf jeden ,fall1 denn wenn sich auch kein authentisches ,portrt von ihr vorgefunden hat1 so stimmen doch alle heiligen ,kirchenvter darin berein1 und als ,heilige erschien ihnen natrlich die ,himmelsknigin hufig4 ,st4 ,damiani1 der #ajei starb1 erzhlt1 dass ,gott selbst durch die ,schnheit der heiligen ,jungfrau in heftiger ,liebe zu ihr entbrannt sei4 ,in einem hierauf berufenen himmlischen ,konvent habe er den verwunderten ,engeln von der ,erlsung des ,menschengeschlechts und der ,erneuerung aller ,dinge erzhlt und ihnen von ,maria ,kunde gegeben4 ,der ,engel ,gabriel erhielt sogleich einen ,brief1 in dem ein ,gru an die ,jungfrau1 die ,fleischwerdung des ,erlsers1 die ,art der ,erlsung1 die ,flle der ,gnade1 die ,gre der ,herrlichkeit und die ,gre der ,freuden enthalten waren4 ,gabriel kam zu ,maria1 und sobald er mit ihr gesprochen hatte1 fhlte sie den in ihre ,eingeweide hineingefallenen ,gott und dessen in der ,enge des jungfrulichen ,bauches eingeschlossene ,majestt4 ,im ,koran ist erzhlt1 dass ,maria an einem ,palmbaum stand1 als der ,engel zu ihr trat und sagte3 ,ich will dir einen reinen ,knaben schenken4 ,die ,zahl der ,wunder1 welche der heiligen ,jungfrau zugeschrieben werden1 ist sehr gro und es fllt mir schwer1 eine ,auswahl zu treffen4 ,spter findet sich vielleicht eine ,gelegenheit1 das eine oder andere zu erzhlen4 ,die ,legende erzhlt1 dass ,engel das ganze ,haus der ,maria aus ,bethlehem nach ,italien getragen htten4 ,anfangs lieen sie es bei ,tersatto in der ,nhe von ,fiume stehen2 aber im ,jahr #abid trugen sie es nach ,loreto4 ,als das heilige ,haus vorbeigetragen wurde1 bogen sich die ,balken - damals noch in ihrer ,jugend als ,bume - vor demselben6 ,hchst merkwrdig ist es aber1 dass zwei ,jahrhunderte lang kein ,schriftsteller von diesem hchst wunderbaren ,transport erzhlt6 ,die ,inschrift des heiligen ,hauses heit3 ,der ,gottesgebrerin ,haus1 worin das ,wort ,fleisch geworden4 ber dem unscheinbaren ,haus1 welches neueren ,forschungen zufolge sich in ,baumaterial und ,form von den andern ,bauernhtten - um ,loreto gar nicht unterscheiden soll1 erhebt sich eine prachtvolle ,kirche1 und ,tausende von ,wallfahrern strmten hierher1 um ihre ,rosenkrnze in dem ,breinpfchen ,christi umzurhren und1 was fr die ,kirche die ,hauptsache war1 ein mehr oder minder betrchtliches ,smmchen zu opfern4 ,so wurde denn durch einen jedem vernnftigen ,menschen offenbaren ,betrug ein unermesslicher ,schatz zusammengestohlen6 ,doch die guten ,katholiken waren von ihren ,pfaffen so gut gezogen1 dass sie lieber ihren eigenen ,augen als einem ,pater misstrauten4 ,der ,mnch ,eiselin zog #aejj zu ,aldingen in ,wrttemberg umher mit einer ,schwungfeder aus dem ,flgel des ,engels ,gabriel4 ,wer diese ksste1 sagte er1 dem sollte die ,pest nichts anhaben4 ,ein solcher ,kuss wurde natrlich nicht umsonst gestattet4 ,die kostbare ,feder wurde dem ,pfaffen gestohlen6 ,eiselin war indessen gar nicht verlegen4 ,im ,beisein der ,wirtin fllte er sein leeres ,kstchen mit ,heu1 welches wahrscheinlich auf ihrer eigenen ,wiese gewachsen war1 und gab es aus fr ,heu aus der ,krippe1 in welcher ,jesus in ,bethlehem gelegen hatte2 wer es ksste1 sollte pestfrei sein4 ,alles drngte sich zum ,kuss herzu1 und selbst die ,wirtin ksste1 so dass ,eiselin erstaunt flsterte3 ,und auch du1 ,schatz8 ,die frommen ,herrn ,geistlichen und ,mnche trieben mit den ,reliquien den abscheulichsten ,betrug4 ,jeder christliche ,altar musste seine ,reliquie haben1 und je heiliger diese war1 desto grer war der ,nutzen1 den sie davon zogen2 denn die ,reliquien waren weder umsonst zu sehen1 noch wurden sie verschenkt4 ,der ,reliquienhandel wurde bald sehr eintrglich4 ,natrlich1 alte ,knochen1 ,lumpen und dergleichen fand man berall1 man brauchte kein ,anlagekapital1 und der ,preis1 den man sich bezahlen lie1 war hoch6 ,als die ,bischfe von ,rom ,ppste wurden1 da steuerten sie etwas diesen ,handel1 aber nur1 um selbst davon greren ,vorteil zu ziehen4 ,die ,reliquien mussten in ,rom geprft werden und wurden nur fr echt befunden - wenn die ,besitzer die echt rmischen1 klingenden ,beweise beizubringen wussten4 ,eine gute ,reliquie war ein wahrer ,schatz fr ein ,kloster1 und nicht alle btissinnen gingen damit so leichtsinnig um1 wie die ,nonnen zu ,macon4 ,das dortige ,kloster besa die ,haut des heiligen ,dorotheus1 der geschunden wurde2 ,simon1 der ,gerber1 hatte das heilige ,fell gegerbt1 und diese kostbare ,reliquie war durch mancherlei ,hnde endlich in den ,besitz der ,nonnen zu ,macon gekommen4 ,diese stopften die ,haut mit ,baumwolle aus und stellten den ,heiligen her1 als ob er lebe4 ,sie gerieten aber aus bergroer ,verehrung auf ganz kuriose ,spielereien und ,abwege1 so dass es die btissin fr ratsam hielt1 die ,reliquie1 deren ,wert sie nicht kannte1 den ,jesuiten zu schenken4 ,diese entdeckten bald die ,kostbarkeit und stifteten eine ,bruderschaft zum heiligen ,leder1 wodurch sie sehr viel ,geld verdienten4 ,nun ging den ,nonnen pltzlich ein ,licht auf6 ,sie klagten beim ,papst1 reklamierten von den ,jesuiten ihr ,heiligtum1 und es wurde ihnen auch zugesprochen4 ,der ,jubel der ,nonnen war gro1 aber1 o ,schreck6 die malizisen ,jesuiten hatten den frommen ,jungfrauen die ganze ,freude verdorben1 indem sie den lieben ,heiligen verstmmelt hatten1 und zwar auf unverantwortliche ,weise6 ,er sah nun aus wie der heilige ,bernhard1 als er seinen ,mnchen verklrt erschien4 - ,die indignierten ,jungfrauen wandten sich abermals an den ,papst mit der ,bitte1 dass er den ,jesuiten befehlen mge1 ihnen das ,fehlende herauszugeben4 ,der ,papst hielt jedoch diesen ,mangel1 besonders fr ein ,nonnenkloster1 nicht fr erheblich und sandte den ,bittenden als ,ersatz - zwei geweihte ,muskatnsse6 - ,man denke sich die ,beschmung und den ,zorn der guten ,nnnchen6 ,zur ,zeit der ,kreuzzge wurde ,europa erst recht mit ,reliquien berschwemmt4 ,man brachte aus dem ,heiligen ,land ,heiligtmer aller ,art mit4 ,eroberte man eine ,stadt1 so suchte man vor allen ,dingen erst nach ,reliquien1 denn sie waren weit kostbarer als ,gold und ,edelsteine4 ,ludwig der ,heilige1 ,knig von ,frankreich1 machte zwei unglckliche ,kreuzzge2 aber er trstete sich ber sein ,unglck1 denn es war ihm gelungen1 einige ,splitter vom ,kreuz1 einige ,ngel1 den ,schwamm1 den ,purpurrock ,christi und die ,dornenkrone - um eine ungeheure ,summe zu erkaufen4 ,als diese ,heiligtmer ankamen1 ging er mit seinem ganzen ,hofe denselben barfu bis ,vincennes entgegen6 ,heinrich der ,lwe brachte eine groe ,menge ,reliquien mit nach ,braunschweig4 ,die ,krone derselben aber war ein ,daumen des heiligen ,markus1 fr welchen die ,venezianer vergebens #ajj4jjj ,dukaten boten4 ,der ,glaube an diese ,reliquien war ebenso unerhrt wie der ,preis1 der dafr bezahlt wurde4 ,die ,pfaffen htten ,engel sein mssen1 wenn sie die ,dummheit der ,menschen nicht benutzt htten4 ,die ganze ,garderobe ,christi1 der ,jungfrau ,maria1 des heiligen ,joseph und vieler anderer ,heiligen kam zum ,vorschein4 ,man fand die heilige ,lanze1 mit welcher der rmische ,ritter ,longinus ,christus in die ,seite stach2 das ,schweituch1 mit welchem die heilige ,veronika ,jesus den ,schwei abtrocknete1 als er nach ,golgatha ging1 und in welches er zum ,andenken sein ,gesicht abdrckte6 ,von diesem ,tuch gab es so viele ,stcke1 das sie zusammen wohl fnfzig ,ellen lang sein mochten4 ,ein sehr respektables ,taschentuch4 ,man fand auch die ,schssel von ,smaragd1 welche ,salomon der ,knigin von ,saba schenkte und aus der ,christus sein ,osterlamm verspeiste4 ,die ,weinkrge von der ,hochzeit von ,kana entdeckte man auch1 und in ihnen war noch ,wein enthalten1 der nie abnahm4 ,ursprnglich waren es nur sechs1 aber sie vermehrten sich1 und man zeigte sie zu ,kln und zu ,magdeburg4 - ,splitter vom ,kreuz gab es so viel1 dass man aus dem dazu verwendeten ,holz htte ein ,kriegsschiff bauen knnen und ,ngel vom ,kreuz viele ,zentner4 ,dornen aus der ,dornenkrone fanden sich 7an jeder ,hecke72 einige bluteten an jedem ,karfreitag4 ,der ,kelch1 aus welchem ,jesus trank1 als er das ,abendmahl einsetzte1 fand sich auch vor1 nebst ,brot1 welches von dieser ,mahlzeit briggeblieben war4 ,ferner die ,wrfel1 mit welchen die ,soldaten um ,christi ,rock spielten4 ,solcher ungenhter ,rcke zeigte man eine ganze ,menge1 unter anderem zu ,trier1 ,argenteuil1 ,santiago1 ,rom und ,friaul usw4 ,die grte ,wahrscheinlichkeit der ,echtheit hat ein zu ,moskau aufbewahrter1 der durch den ,soldaten1 der ihn gewann1 einen ,georgier1 mit nach ,hause gebracht worden sein soll4 ,die ,ausstellung des alten ,kleidungsstcks in ,trier im ,jahr #ahde1 welche die ganze gebildete ,welt emprte1 veranlasste eine ,menge ,untersuchungen ber diese heiligen ,rcke1 und es erschienen mehrere darauf bezgliche ,broschren1 die noch im ,buchhandel zu haben und zum ,teil sehr interessant sind4 ,alle diese heiligen ,rcke haben eine wohlbezahlte ppstliche ,bulle fr sich1 in denen ihre ,echtheit bezeugt ist4 ,da nur einer echt sein kann1 so ist die ,besttigung der ,echtheit mehrerer durch den ,papst ein geflissentlicher ,betrug4 ,man fand ,hemden der ,maria1 die so gro sind1 dass sie einem dicken ,mann als ,paletot dienen knnen2 einen sehr kostbaren ,trauring der ,maria1 der zu ,perusa gezeigt wurde2 sehr niedliche ,pantffelchen und ein ,paar ungeheuer groer roter1 welche sie trug1 als sie der heiligen ,elisabeth ihren ,besuch machte4 ,ja1 man fand ,haare der ,heiligen ,jungfrau von allen mglichen ,farben nebst ihren ,kmmen4 ,eine ,zahnbrste ist aber nicht entdeckt worden4 ,dagegen fand sich so viel ,milch von ihr vor1 als schwerlich zwanzig ,altenburger ,ammen in einem ganzen ,jahre produzieren knnten4 ,blut ,christi fand sich bald tropfenweise1 bald auf ,flaschen gezogen4 ,etwas davon1 so erzhlt die ,legende1 hatte ,nikodemus1 als er ,christus vom ,kreuze nahm1 gesammelt und damit viele ,wunder verrichtet4 ,aber die ,juden verfolgten ihn1 und er sah sich gentigt1 das heilige ,blut in einen ,vogelschnabel 767 zu verbergen und nebst schriftlicher ,nachricht ins ,meer zu werfen4 ,an der ,kste der ,normandie1 man kann denken nach welchen ,irrfahrten1 schwamm dieser ,schnabel ans ,land4 ,eine in der ,nhe jagende ,gesellschaft vermisste pltzlich ,hunde und ,hirsch4 ,man forschte nach und fand sie - smtlich kniend vor dem wundervollen ,schnabel4 ,der ,herzog von der ,normandie lie sogleich auf der ,stelle ein ,kloster bauen1 welches ,bec 7,schnabel7 genannt wurde und welchem das heilige ,blut ,millionen eintrug4 ,windeln ,christi fanden sich in groer ,menge2 auch die jammervoll kleinen ,hschen des heiligen ,joseph entdeckte man nebst seinem ,zimmermanns- ,handwerkszeug4 ,einer der dreiig ,silberlinge fand sich vor nebst dem ungeheuer dicken1 zwlf ,schuh langen ,strick1 an welchem sich der ,verrter ,judas erhngte2 sein sehr kleiner1 leerer ,geldbeutel tauchte ebenfalls auf nebst der ,laterne1 mit welcher er leuchtete1 als er ,jesus verriet4 ,sogar die ,stange kam zum ,vorschein1 auf welcher der ,hahn sa1 als er ,petri ,gewissen wachkrhte1 nebst einigen ,federn dieses ,vogels2 ferner der ,stein1 mit welchem der ,teufel ,jesus in der ,wste versuchte2 das ,waschbecken1 in welchem sich ,pilatus die ,hnde wusch2 die ,knochen des ,esels1 der ,christus am ,palmsonntag getragen1 wie auch einige der an diesem ,tage gebrauchten ,palmzweige4 ,ferner fand man die ,steine1 mit denen ,st4 ,stephanus gesteinigt wurde1 - herrliche ,achate6 - die fabelhaft groe ,gurgel des fabelhaften ,st4 ,georg2 eine ,unmasse von ,knochen der zu ,bethlehem umgebrachten ,kinder2 die ,ketten des ,petrus und auch einen eingetrockneten ,arm des heiligen ,antonius1 der sich aber als - die ,brunstrute eines ,hirsches erwies6 ,sogar aus dem ,alten ,testament fanden sich ,reliquien vor6 ,manche hatten demnach wohlerhalten ,jahrtausende auf die fromme ,entdeckung gewartet4 ,man fand den ,stab1 mit welchem ,moses das ,rote ,meer zerteilte1 ,manna aus der ,wste1 ,noahs ,bart1 die eherne ,schlange1 ein ,stckchen von dem ,felsen1 aus welchem ,moses ,wasser schlug1 mit vier erbsengroen ,lchern2 ,dornen von dem feurigen ,busch2 den ,schemel1 von dem ,eli herunterfiel und den ,hals brach2 das ,schermesser1 mit dem ,delila den ,samson schor2 den ,stimmhammer ,davids1 der zu ,erfurt gezeigt wurde1 usw4 ,eine ,reliquie von groem ,rufe war das ,gewand des heiligen ,martin 7capa oder capella71 welches in den ,feldzgen als ,fahne vorgetragen wurde4 ,die ,geistlichen1 welche dieses ,heiligtum trugen1 hieen ,capellani und die ,kirche1 in welcher es verwahrt wurde1 ,capella4 ,dieser ,name erhielt bald eine weitere ,ausdehnung1 und daher die ,kapellen und die ,kapellane4 ,der ,glaube des ,volks an diese ,reliquien war so stark1 dass die ,pfaffen es wagen konnten1 ,dinge als solche zu zeigen1 die unsinnig und unmglich waren1 und wenn ich einige derselben anfhre1 so werden die ,leser glauben1 ich scherze6 ,allein dies ist nicht der ,fall2 man zeigte sie einst wirklich und zeigt sie in echt katholischen ,lndern wohl heute noch4 ,da sah man eine ,feder aus dem ,flgel des ,engels ,gabriel1 den ,dolch und den ,schild des ,erzengels ,michael1 deren er sich bediente1 als er mit dem ,teufel kmpfte2 etwas von ,christi ,hauch in einer ,schachtel2 eine ,flasche voll gyptischer ,finsternis1 etwas von dem ,schall der ,glocken1 die gelutet wurden1 als ,christus in ,jerusalem einzog2 einen ,strahl von dem ,sterne1 welcher den ,weisen aus dem ,morgenland leuchtete2 etwas von dem ,fleisch gewordenen ,wort2 einige ,seufzer1 die ,joseph ausstie1 wenn er knotiges ,holz zu hobeln hatte2 den ,pfahl im ,fleisch1 der dem heiligen ,paulus so viel zu schaffen machte1 und noch unendlich viel andern ,unsinn4 ,die ,unverschmtheit der ,pfaffen kannte keine ,grenzen1 denn die ,dummheit der ,menschen war unbegrenzt4 ,oben habe ich ein ,prbchen sowohl von der ,unverschmtheit als von der ,dummheit in der ,geschichte mit dem ,mnch ,eiselin gegeben2 hier mag noch eine ,probe folgen1 welche ,poggio ,bracciolini erzhlt1 der beinahe vierzig ,jahre lang ppstlicher ,geheimschreiber war und #adei als ,kanzler der ,republik ,florenz starb4 ,ein ,mnch hatte sich in eine hbsche ,frau verliebt und versuchte es auf alle ,weise1 sie zu verfhren4 ,es gelang ihm auch4 ,sie stellte sich sehr krank und verlangte nun den ,mnch als ,beichtvater4 ,dieser kam1 blieb mit ihr der ,sitte gem allein1 um ihr die ,beichte abzunehmen1 und wurde erhrt4 ,am andern ,tag kam er wieder und legte1 um es sich bequemer zu machen1 seine ,hosen auf das ,bett der ,frau4 ,dem ,manne schien die ,beichte etwas lange zu dauern2 er wurde neugierig und trat unvermutet in das ,zimmer4 ,der ,mnch absolvierte so schnell als mglich und floh1 aber - verga1 seine ,hosen mitzunehmen4 ,diese fielen nun dem racheschnaubenden ,ehemann in die ,hnde4 ,er strzte damit auf die ,gasse und zeigte diese ,verrter seinen ,nachbarn1 entflammte sie zur ,wut und brach mit ihnen in das ,kloster ein4 ,der ,mnch sollte sterben6 ,ein alter besonnener ,pater versuchte es vergebens1 den ,hitzkopf zu beruhigen1 der brigens jetzt die ,sache gern vertuscht htte1 wenn es angegangen wre4 ,das merkte der alte ,pater und sagte ihm3 er brauche wegen dieser ,hosen nichts bles zu denken1 denn dieses wren die ,beinkleider des heiligen ,franziskus1 welche ,krankheiten wie die1 woran seine ,frau litte1 grndlich heilten4 ,zu seiner ,beruhigung wolle er die ,hosen feierlich abholen4 ,alsbald zogen ,mnche mit ,kreuz und ,fahne nach dem ,hause des ehrlichen ,dummkopfes1 legten die heilige ,reliquie auf ein seidenes ,kissen1 stellten sie zur ,verehrung aus und reichten die heiligen ,hosen des liederlichen ,mnchs den ,glubigen zum ,kuss herum4 ,dann trug man sie in feierlichem ,bittgang zum ,kloster zurck und legte sie hier zu den brigen heiligen ,reliquien4 997 ---- 997 ,es ist dies keine erfundene ,anekdote oder ein ,scherz des genannten ,autors4 ,die ,erzhlung findet sich in einem ganz ernsten ,werk1 in welchem ,poggio mit groer ,entrstung von der ,verderbtheit der ,geistlichen redet4 berhaupt verschmhe ich es durchaus1 auf ,kosten der historischen ,wahrheit zu scherzen1 und alle in diesem ,werk gemachten ,angaben kann ich historisch nachweisen1 so seltsam sie auch manchmal klingen mgen4 ---- ,in dieses ,kapitel von den ,reliquien gehren auch die wunderttigen ,heiligenbilder und ihre ,verehrung4 ,die ,pfaffen hatten mit den heiligen ,knochen und ,lumpen noch nicht genug4 ,bald fanden sich ,bilder von ,christus und der ,jungfrau ,maria1 welche der ,evangelist ,lukas gemalt haben sollte4 ,sie zeugten weder von der ,kunst des ,malers noch von der ,schnheit der ,personen1 welche sie vorstellen sollten1 denn sie waren ganz schauderhaft6 ,andere1 nicht bessere ,bilder fielen vom ,himmel1 und endlich lie man sie ganz ungescheut von ,malern malen4 ,diese ,bilder verehrte man wie ,reliquien1 und die ,verehrung ging bald in frmliche ,anbetung ber4 ber den ,bilderdienst entstanden die blutigsten ,kmpfe1 und endlich wurde er der ,grund zur ,trennung der ,kirche in die griechische und lateinische4 ,dieser ,bilderstreit dauerte zwei ,jahrhunderte lang4 ,kaiser ,konstantin ,v41 welcher #gda starb1 erklrte alle ,bilder fr ,gtzenbilder und fegte das ganze ,land von ,bildern und ,reliquien rein4 ,er verwandelte die ,klster zu ,konstantinopel in ,kasernen1 und ,mnche und ,nonnen machte er lcherlich1 indem er sie zum ,beispiel paarweise einen ,umzug im ,zirkus halten lie4 ,im ,westen fand dieser ,bilder- und ,reliquiendienst anfangs auch viele ,widersacher4 ,der ,bischof ,claudius von ,turin meinte3 ,wenn man das ,kreuz anbetet1 an dem ,jesus gestorben1 so muss man auch den ,esel anbeten1 auf dem er geritten ist1 was denn auch in der ,folge wirklich geschah6 ,andere aber hielten diesen ,bilderdienst fr sehr wichtig4 ,ein ,mnch hatte1 um den ,unzuchtsteufel zu besnftigen1 diesem das ,gelbde getan1 das tgliche ,gebet vor den ,bildern in seiner ,zelle zu unterlassen4 ,im ,zweifel darber1 ob er eine ,snde damit begangen1 beichtete er dies dem ,abt1 und dieser sagte zu ihm4 ,ehe du das ,gebet vor den heiligen ,bildern unterlsst1 gehe lieber in jedes ,bordell der ,stadt4 - ,so behielten wir denn in ,europa die ,bilderanbetung1 und die griechische ,kirche erhielt sie gar bald auch wieder4 - ,sobald das ,heilige ,grab aufgefunden war1 strmten die frommen ,christen dorthin2 die ,wallfahrten nach dem ,heiligen ,land kamen auf und nach allen ,stellen desselben1 welche durch die ,bibel eine besondere ,bedeutung erlangt hatten4 ,man wallfahrtete sogar zu dem ,misthaufen1 auf welchem ,hiob gesessen6 ,den ,pfaffen gefiel es indessen nicht im allergeringsten1 dass das schne ,geld so weit hinweggetragen wurde1 und ihre ,heiligenbilder und ,reliquien taten ,wunder ber ,wunder1 um die frommen ,scharen anzulocken4 ,schrecklich waren die ,erzhlungen von den ,strafen1 welche die ,unglubigen und ,sptter getroffen4 ,die ,heiligen wussten ihre ,ehre zu schtzen1 wie zum ,beispiel der heilige ,gangulf4 ,dieser wurde von einem ,priester1 dem ,liebhaber seiner ,frau1 totgeschlagen und fing pltzlich an1 im ,grab ,wunder zu tun4 ,das liederliche ,weib1 welches am besten wusste1 dass ihr ,alter durchaus kein ,wunder tun konnte1 lachte1 als sie es hrte1 und rief4 ,der tut ebenso wenig ,wunder1 als mein ,hintern singt und - o ,graus6 - dieser fing an zu singen6 ,die ,wallfahrten kamen aber erst recht in ,gang1 als damit der ,ablass verbunden wurde4 ,der bergroe ,missbrauch dieses ,missbrauches wurde die ,veranlassung zur ,reformation1 und wir mssen denselben etwas genauer betrachten4 ,der ,ablass ist ein ,kind des ,fegefeuers und der ,ohrenbeichte4 ,in der ersten ,zeit der christlichen ,kirche mussten diejenigen1 welche wegen grober ,vergehen aus der ,gemeinde ausgestoen waren1 wenn sie in dieselbe wieder aufgenommen sein wollten1 alle ihre ,snden und ,verbrechen ffentlich vor der ,gemeinde bekennen2 diese ,bue nannte man die ,beichte4 ,als die ,pfaffen mchtig wurden1 verwandelten sie dieses ffentliche ,bekenntnis gar bald in ein geheimes1 um ihre ,macht zu erhhen4 ,papst ,innozenz ,,iii4 ordnete aber 7#abae7 an1 dass ein jeder jhrlich wenigstens einmal einem ,priester seine ,snden insgeheim bekennen und die ihm dafr auferlegte ,bue tragen solle4 ,wer die ,beichte unterlie1 wurde von der ,kirche ausgeschlossen und erhielt kein christliches ,begrbnis4 ,jeder begreift1 welche ungeheure ,gewalt die ,priester durch diese ,einrichtungen erlangten1 denn abgesehen davon1 dass sie von den ,glubigen die geheimsten ,dinge erfuhren1 die sie zu ihren ,zwecken benutzen konnten1 lag es auch ganz in ihrer ,hand1 den ,beichtenden freizusprechen oder nicht1 und sie wussten diese ,gewalt trefflich zu benutzen1 indem sie ihn freisprachen - absolvierten - je nachdem der ,snder zahlte4 ,das ,fegefeuer war eine ,erfindung des rmischen ,bischofs ,gregor des ,groen 7#eij-fjd74 ,fegefeuer hie der ,ort1 wo seiner ,erklrung nach die menschlichen ,seelen gelutert wurden1 damit sie rein in den ,himmel kamen2 also eine ,art himmlischer ,seelenwaschanstalt4 ,wer so halb zwischen ,himmel und ,hlle balancierte1 der konnte darauf rechnen1 dass er gehrig lange im ,fegefeuer - denn ,feuer war das ,reinigungsmittel - schwitzen musste1 wenn nicht die ,pfaffen1 die sich mit den ,waschteufeln auf du und du standen1 ihn fr ,geld durch gute ,worte frher in den ,himmel spedierten4 ,das ,reglement im ,fegefeuer war nur den ,pfaffen bekannt1 und daher konnten sie allein beurteilen1 wie viele ,messen dazu gehrten1 um die ,seele aus dem ,fegefeuer loszubeten2 - aber diese ,messen wurden keineswegs umsonst gelesen4 ,friedrich der ,groe kam einst in ein ,kloster im ,klevischen1 welches von den alten ,herzgen gestiftet war1 damit darin ,messen zu ihrer ,befreiung aus dem ,fegefeuer gelesen werden knnten4 ,nun1 wann werden denn endlich meine ,herren ,vettern aus dem ,fegefeuer losgebetet sein8 fragte er ziemlich ernsthaft den ,pater ,guardian4 ,dieser machte eine tiefe ,verbeugung und antwortete3 dass man dies so eigentlich nicht wissen knne1 er es aber ,sr4 ,majestt sogleich melden lassen wolle1 sobald er die ,nachricht aus dem ,himmel bekme4 ,die ,kreuzzge waren anfangs eigentlich weiter nichts als bewaffnete ,wallfahrten4 ,die ,ppste begnstigten sie sehr1 da sie hofften1 dadurch auch ihre ,macht auf ,asien ausdehnen zu knnen1 wo sie durch den ,mohammedanismus verlorengegangen war4 ,sie wandten daher alle nur mglichen ,mittel an1 die ,leute zu bewegen1 das ,kreuz zu nehmen2 das hauptschlichste und wirksamste war der ,ablass4 ,der ,papst lie nmlich predigen1 dass alle ,snden1 die ein ,mensch begangen1 sie mchten auch noch so gro sein1 vergeben wren1 sobald derselbe sich das ,kreuz auf seinen ,rock geheftet habe4 ,diese ,erfindung des ,ablasses wurde nun von den ,pfaffen auf alle ,arten benutzt1 und sie wurde fr sie eine ,goldgrube1 unerschpflich wie die ,dummheit der ,menschen4 ,manche wollten nicht recht an die ,macht des ,papstes1 die ,snden zu vergeben1 glauben2 aber ,clemens ,,vi4 gab ber sein ,recht dazu und ber das ,wesen des ,ablasses durch seine ,bulle von #acdb die ntige und gengendste ,erklrung4 ,das ganze ,menschengeschlecht1 sagt er in der ,bulle1 htte eigentlich schon durch einen einzigen ,blutstropfen ,jesu erlst werden knnen2 er habe aber so viel vergossen1 dass dieses ,blut1 welches doch gewiss nicht umsonst vergossen sei1 einen unermesslichen ,kirchenschatz ausmache1 vermehrt durch die gleichfalls nicht berflssigen ,verdienste der ,mrtyrer und ,heiligen4 ,der ,papst habe nun zu diesem ,schatz den ,schlssel und knne zur ,entsndigung der ,menschen ablassen1 soviel er wolle1 ohne ,furcht1 solchen jemals zu erschpfen4 ,ich werde spter auf diese ,ablasstheorie zurckkommen und zeigen1 wie herrlich sich dieselbe entwickelte1 jetzt aber zu den ,wallfahrten zurckkehren4 ,als1 wie gesagt1 der ,ablass mit ihnen verbunden wurde1 kamen sie erst recht in ,aufnahme4 ,wer zu diesem oder jenem ,gnadenort wallfahrte und - notabene - das bestimmte ,geld auf dem ,altar opferte1 der erhielt ,ablass nicht allein fr schon begangene ,snden1 sondern sogar fr einige ,jahre im ,voraus6 ,in ,deutschland gab es wohl hundert ,marienbilder1 zu denen gewallfahrtet wurde1 und in anderen ,lndern noch mehr4 ,ein einziger ,schriftsteller zhlt #abjj wunderttige ,marienbilder auf6 ,das berhmteste ist aber wohl das zu ,loreto1 in dem ,haus der ,maria1 welches von ,st4 ,lukas aus ,zedernholz abscheulich geschnitzt worden sein soll4 ,der ,dampf der ,millionen ,wachskerzen hat das ,bild allmhlich schwarz geruchert wie eine ,kohle1 aber das tut seiner ,wunderkraft keinen ,abbruch1 die hauptschlich darin besteht1 den ,leuten das ,geld aus der ,tasche zu locken4 ,der ,marmor rings um das ,huschen ist von ,wallfahrern so verrutscht1 dass sich darin eine frmliche ,rinne gebildet hat4 ,sonst kamen jhrlich gegen #bjj4jjj fromme ,christen nach ,loreto1 allein in neuerer ,zeit ist diese ,zahl auf weniger als ihr ,zehntel zusammengeschrumpft4 ,als die ,franzosen nach ,loreto kamen1 eigneten sie sich von dem ,schatz an1 was die ,pfaffen nicht beiseite gebracht hatten4 ,ob ihnen die ,heilige ,jungfrau den ,schatz schenkte1 das wei ich nicht1 aber unmglich ist so etwas nicht1 wie folgende ,geschichte beweist4 ,als ,friedrich der ,groe in ,schlesien war1 verschwanden von einem ,muttergottesbild nach und nach allerlei ,kostbarkeiten1 und die ,pfaffen entdeckten endlich den ,dieb in einem ,soldaten1 der deshalb beim ,knig verklagt wurde4 ,der ,soldat entschuldigte sich und behauptete1 er sei kein ,dieb1 denn die ,mutter ,gottes habe ihm alle die ,sachen geschenkt1 die man vermisste4 ,friedrich der ,groe fragte nun die geistlichen ,herren1 ob so etwas wohl mglich sei8 - ,allerdings1 mglich ist es1 erwiderten die verwirrten ,pfaffen1 aber durchaus nicht wahrscheinlich4 ,der ,dieb kam ohne ,strafe davon1 aber nun verbot ,friedrich seinen ,soldaten bei ,todesstrafe1 dergleichen ,geschenke von der ,heiligen ,jungfrau anzunehmen4 ,nach ,loreto war wohl ,santiago de ,compostela der berhmteste ,gnadenort1 und an hohen ,festtagen sah man hier noch in neuerer ,zeit mehr als #cj4jjj ,wallfahrer4 ,in der ,schweiz ist ,einsiedeln sehr berhmt4 ,das dortige ,gnadenbild ist ein ebenso elendes hlzernes ,machwerk wie das zu ,loreto1 aber ebenso wie dieses ist es geschmckt mit den kostbarsten ,juwelen4 ,in ,deutschland gibt es unendlich viele ,gnadenorte1 aber ich will nur einige nennen4 ,waldthren im badischen ,main- und ,tauberkreis ist berhmt wegen des wunderttigen ,korporals4 ,es ist dies aber kein altsterreichischer ,korporal mit seinem ,wundertter an der ,seite1 den man im sterreichischen als ,haling weniger verehrte als frchtete2 auch kein preuischer ,korporal aus dem ,wuppertal1 sondern ein ,tuch1 welches zum ,daraufstellen des ,kelchs und ,hostientellers dient und ,korporale genannt wird4 ,im ,jahr #accj vergoss ein ,priester etwas von dem ,wein auf dieses ,korporale4 ,der ,wein verwandelte sich sogleich in ,blut1 und die einzelnen ,tropfen auf dem ,tuch in so viele mit ,dornen gekrnte ,christuskpfe4 ,dieses ,korporale tut nach der ,erzhlung der ,geistlichen entsetzlich viel ,wunder1 und vor und nach dem ,fronleichnamfest wallfahrten die ,scharen der ,glubigen nach ,waldthren1 um sich hier am ,korporale gestrichene rote ,seidenfden zu holen1 welche die ,pest1 vorzglich aber den ,rotlauf1 heilen - wenn man nmlich ein reines ,gewissen und vor allen ,dingen den rechten ,glauben hat4 ,die ,zahl der ,wallfahrer belief sich jhrlich auf ca4 #dj4jjj4 hnliche ,wallfahrtsorte wie ,waldthren gibt es in allen katholischen ,distrikten ,deutschlands1 und ich will mich nicht bei ihnen aufhalten4 ,noch eintrglicher fr die ,geistlichen sind diejenigen ,wallfahrten1 welche zu solchen sehr heiligen ,reliquien stattfinden1 die nur alle sieben ,jahre ausgestellt werden4 ,diese konomische ,einrichtung hat nicht etwa ihren ,grund darin1 dass sich die ,reliquien von dem ,wundertun in der ,ausstellungszeit erholen mssen1 sondern einzig und allein in der ,schlauheit der ,pfaffen4 ,wren die ,heiligtmer bestndig zu sehen1 so wrde das ,interesse an ihnen gar bald erkalten4 ,durch die ,seltenheit ihrer ,erscheinung locken sie an und den ,leuten das ,geld aus der ,tasche1 - das einzige ,wunder1 welches berhaupt irgendeine ,reliquie jemals vollbracht hat4 ,der allerkostbarste ,schatz dieser ,art wird zu ,aachen aufbewahrt4 ,die hchsten ,kleinodien desselben sind der riesenmige ,rock der ,maria1 die ,windeln ,jesu von braungelbem ,filz und das ,tuch1 auf welchem das abgeschlagene ,haupt ,johannes des ,tufers gelegen hat4 ,im ,jahr #adif strmten #adb4jjj ,andchtige nach ,aachen1 um die heiligen ,lumpen zu sehen1 und die ,ernte war vortrefflich4 #ahah1 als die ,reliquien nach langer ,pause wieder einmal vierzehn ,tage lang gezeigt wurden1 fanden sich nur #dj4jjj ,wallfahrer ein4 ,die ,reformation1 die ,revolution und die verdammte ,aufklrung hatten ein groes ,loch in den ,glauben gerissen6 ,seitdem ist aber viel an diesem ,loch geflickt worden1 und dieser geflickte ,glaube zeigte sich fast strker als selbst im dunkelsten ,mittelalter1 dank der von den ,regierungen beliebten ,maregel1 die ,schulen unter der ,kontrolle der ,pfaffen zu lassen4 ,mit ,erstaunen erlebten wir es1 dass noch im ,jahr #ahdd eine ,million ,wallfahrer nach ,trier zogen1 um hier einen alten ,kittel zu kssen1 der fr den ,leibrock ,christi ausgegeben wird1 um welchen die ,soldaten neben dem ,kreuz wrfelten4 ,zu jener ,zeit verursachte diese heilige ,rockfahrt nach ,trier groes rgernis unter der ganzen gebildeten ,welt1 und sehr gelehrte und verstndige ,mnner gaben sich die eigentlich berflssige ,mhe1 nachzuweisen1 dass dieser heilige ,rock nichts vor den noch existierenden zwanzig anderen voraus habe1 sondern durchaus unecht und ein plumper ,betrug sei4 ,die schlagendsten ,beweise dafr brachten die ,herren ,professoren ,gildemeister und von ,sybel herbei1 und ich halte es nicht fr ntig1 darber auch nur noch ein ,wort zu verlieren4 ,dass die ,ppste die christlichen ,schafe schoren1 wei jedermann1 aber nicht so bekannt mchte es sein1 dass der ,heilige ,vater - ganz ohne ,allegorie - sich mit der ,schafzucht beschftigt und einen ,preis fr die gewonnene ,wolle erlangt1 wie er keinem veredelten ,schafsjunker auf der ,wollmesse jemals bezahlt wurde4 - ,der ,papst unterhlt nmlich eine kleine ,anzahl ,lmmer1 die er ber den ,grbern der ,apostel geweiht hat und aus deren ,wolle die ,pallien gewebt werden4 ,das ,pallium ist ursprnglich ein rmischer ,mantel4 ,die ,kaiser schenkten ein solches ,kleidungsstck1 welches von ,purpur und kstlich mit ,gold bestickt war1 den ,patriarchen und ausgezeichneten ,bischfen1 um ihnen ihre ,zufriedenheit und ,gnade zu bezeugen1 wie heutzutage die ,geistlichen in manchen ,staaten ,orden erhalten1 wenn sie in den ,geist der ,regierungen einzugehen verstehen4 ,papst ,gregor ,i4 erlaubte sich zuerst1 ohne ,anfrage beim ,kaiser ein solches ,pallium den ,bischfen zuzusenden1 bald als ,zeichen der ,zufriedenheit1 bald als ,zeichen der ,besttigung4 ,in dem ,usurpieren von ,rechten sind die ,ppste gro1 ja1 ihre ganze ,macht ist darauf gegrndet1 und so kam es bald dahin1 dass sie sich nicht nur ausschlielich das ,recht anmaten1 dergleichen ,pallien zu erteilen1 sondern gingen bald so weit1 einen jeden ,erzbischof wie auch einige grere ,bischfe zu zwingen1 sich das ,pallium von ,rom zu holen1 - denn die ,gnadensache hatte sich in eine ,abgabe verwandelt4 ,ein solches ,pallium kostete #cj4jjj ,gulden1 und diese ,einnahme behagte den ,ppsten so wohl1 dass ,johann ,,viii4 unverschmt genug war1 bekannt zu machen1 dass jeder ,erzbischof als abgesetzt zu betrachten sei1 der sein ,pallium nicht innerhalb drei ,monaten von ,rom habe4 ,die ,ppste waren so geizig und so gewohnt1 aus nichts ,geld zu machen1 dass ihnen trotz des hohen ,preises der ,mantel zu kostbar war4 ,dieser schrumpfte gar bald zu einer ,art von ,hosentrger zusammen1 zu vier ,finger breiten wollenen1 mit rotem ,kreuz versehenen ,bndern1 die ber ,rcken und ,brust herabhngen4 ,diese ,bnder sind aus der geweihten ,wolle von ,nonnenhnden gearbeitet und mgen vielleicht sechs ,lot wiegen4 ,die ,ppste verkauften demnach den ,stein ihrer ,wolle fr nicht weniger als vierthalb ,millionen ,gulden6 ,diese ,palliengelder brachten den ,ppsten ungeheure ,summen1 denn die ,erzbischfe sind meistens alte ,herren und lsen einander schnell ab1 und jeder neue ,erzbischof muss ein neues ,pallium kaufen2 er musste dies sogar tun1 wenn er versetzt wurde4 ,wie einige ,geheimrte die ,exzellenz haben1 so hatten auch einige deutsche ,bischfe1 wie die von ,wrzburg1 ,bamberg und ,passau1 das kostbare ,pallienrecht4 ,salzburg zahlte innerhalb neun ,jahren #ig4jjj ,scudi 7etwa #e ,mark7 ,palliengelder4 ,der ,erzbischof ,markulf von ,mainz musste das linke ,bein eines goldenen ,jesus verkaufen1 um sein ,pallium zu bezahlen4 ,er bekam also wahrscheinlich mehr fr dieses ,bein als der ,verrter ,judas fr den ganzen ,christus6 - ,der ,erzbischof ,arnold von ,trier geriet in nicht geringe ,verlegenheit1 als ihm von zwei ,gegenppsten zwei ,pallien zugeschickt wurden1 natrlich mit doppelter ,rechnung4 ,wie er sich aus der ,verlegenheit zog1 wei ich nicht1 vielleicht durch den heiligen ,rock4 ,sein ,nachfolger1 ,bischof ,arnoldi1 der #ahdd diesen alten ,kittel ausstellte1 wre sicherlich nicht um lumpige #fj4jjj ,gulden in ,verlegenheit gewesen4 ,eine ,million ,wallfahrer1 jeder taxiert zu fnf ,silberlingen1 macht #aff4fff ,taler preuisch ,kurant oder #cjj4jjj ,gulden4 ,da nun die ,erzbischfe vom ,papst so gebrandschatzt wurden1 ist es ganz natrlich1 dass sie wieder ihre ,untertanen oder ,angehrigen ihres ,sprengels brandschatzten1 denn das ,volk ist ja das ,schaf mit dem ,goldenen ,vlies1 dem ein ,stck nach dem andern von seinem ,fell abgeschunden wird1 um die ,bedrfnisse der groen ,herren zu befriedigen1 heien sie nun ,erzbischfe oder ,frsten4 ,die ,ppste hatten ,geld wie ,heu1 aber die meisten von ihnen verstanden es auch lustig durchzubringen4 ,sixtus ,,vi4 7#adga bis #adhd7 verschwendete schon als ,kardinal in zwei ,jahren #bjj4jjj ,dukaten1 was nach dem jetzigen ,geldwert weit ber das ,doppelte mehr ist4 ,eine seiner ,mahlzeiten kostete manchmal #bj4jjj ,florenen2 aber was tat das1 er verspeiste ja nur die ,snden der ,christenheit und dann verstand er es auch1 sich ,extraeinnahmen zu schaffen4 ,so erlaubte er zum ,beispiel einigen ,kardinlen fr eine bedeutende ,abgabe whrend der ,monate ,juni1 ,juli und ,august - ,sodomiterei6 ,auch legte er in ,rom ffentliche ,bordelle an1 welche ihm jhrlich an sogenanntem ,milchzins #dj4jjj ,dukaten einbrachten4 - ,nun1 wir werden spter noch heiligere ,ppste kennenlernen4 ,eine wahrhaft goldene ,idee hatte ,papst ,bonifaz ,,viii42 er erfand das ,jubeljahr6 - ,die ,rmer feierten den ,anfang eines neuen ,jahrhunderts durch groe ,festlichkeiten und auch die ,juden ihr ,jubel- oder ,vershnungsjahr4 ,dies brachte den genannten ,papst hchstwahrscheinlich auf den ,gedanken1 solche ,jubeljahre in der ,christenheit einzufhren4 ,wer in dem ,jubeljahr nach ,rom wallfahrte und hier sein ,scherflein auf dem ,altar niederlegte1 der erhielt vollkommenen ,ablass fr alle ,snden1 die er in seinem ganzen ,leben begangen hatte1 und war wieder unschuldig wie ein neugeborenes ,kind oder noch unschuldiger1 denn in diesem steckt doch nach der ,kirchenlehre noch der ,teufel1 welcher erst durch die ,taufe ausgetrieben wird4 - ,wer wre nicht gern seiner ,snden ledig4 ,ein ganz kurzer ,mord kann einem ehrlichen ,menschen das ganze lange ,leben verbittern2 wer erhielte nicht gern die ,versicherung1 dass dieser fatalen ,kleinigkeit am ,tage des ,gerichts nicht weiter gedacht werden soll8 ,kurz1 von allen ,seiten strmten die ,snder nach ,rom4 ,im ,jahr #acjj brachten #bjj4jjj ,fremde das ,jahr in dieser ,stadt zu und der ,gewinn1 den sowohl die ,einwohner derselben als auch der ,schatz des ,papstes davon hatten1 war unermesslich4 ,was von den reichen ,leuten an ,gold und ,silber geopfert wurde1 hat die ppstliche ,schatzkammer nicht fr gut befunden1 laut werden zu lassen2 allein nur an ,kupfergeld kamen in diesem goldenen ,jahr #ej4jjj ,goldgulden ein4 ,nach einer ungefhren ,schtzung belief sich der ganze ,ertrag des ,jubeljahres auf #ae ,millionen4 ,fr die damalige ,zeit war das eine ganz auerordentliche1 unerhrte ,summe4 ,die ganz unerwartet reiche ,ernte machte den ,ppsten natrlich ,lust zu einer baldigen ,wiederholung4 ,hundert ,jahre sind gar zu lang1 und ,papst ,clemens ,,vi4 hatte die beispiellose ,gte zu bestimmen1 dass das ,jubeljahr alle #ej ,jahre gefeiert werden solle1 denn ihm war ein ehrwrdiger ,greis mit zwei ,schlsseln - also wahrscheinlich ,st4 ,peter - erschienen1 der ihm mit drohender ,gebrde zugerufen hatte3 ffne die ,pforte6 ,da musste er natrlich gehorchen4 ,urban ,,vi4 verkrzte diese ,zeit noch bis auf #cc ,jahre1 zum ,andenken an die ,lebensjahre ,jesu6 ,an einem anstndigen ,vorwand hat es den ,ppsten nie gefehlt4 ,sixtus ,,iv4 war wegen der ,krze des ,menschenlebens noch gndiger und setzte diese ,zeit auf #be ,jahre herab4 ,das zweite ,jubeljahr unter ,clemens ,,vi4 7#acej7 fiel noch reichlicher aus als das erste4 ,in der ,jubelbulle befiehlt er den ,engeln des ,paradieses auch die vom ,fegefeuer erlsten ,seelen derjenigen1 die auf der ,reise nach ,rom gestorben sind1 in die ,freuden des ,paradieses einzufhren4 ,solche berschwngliche ,gnade war natrlich fr die dummglubige ,menge hchst anlockend4 ,rom wurde so mit ,fremden berschwemmt1 dass die ,gastwirte1 die sich doch sonst auf das ,geldnehmen vortrefflich verstehen1 damit nicht fertig werden konnten4 ,am ,altar ,st4 ,pauls lsten sich ,tag und ,nacht zwei ,priester mit ,croupiersrechen in der ,hand ab1 die unaufhrlich das geopferte ,geld einstrichen und fast unter der ,last ihrer ,arbeit erlagen4 ,das ,gedrnge in der ,kirche war so gro1 dass viele der ,glubigen erdrckt wurden4 ,zehntausend der ,wallfahrer erhielten gleich ,gelegenheit1 die ,ntzlichkeit des ,ablasses zu erproben1 denn sie starben an der ,pest2 aber man merkte ihren ,abgang gar nicht1 denn ihre ,zahl gibt man auf eine ,million und einige ,hunderttausende an und den ,ertrag dieser ,jubelernte auf mehr als zweiundzwanzig ,millionen6 ,es ist ordentlich spahaft zu sehen1 wie nun jeder ,papst auf ein neues ,mittel sann1 die ,erfindung seines ,vorgngers ,bonifazius noch eintrglicher zu machen1 denn - preti1 frati e polli non son mai satolli 7,priester1 ,mnche und ,hhner werden nie satt74 ,bonifazius ,,ix4 berechnete1 dass viele ,christen nicht nach ,rom kmen1 weil die ,reise zu viel kostete und weil sie vielleicht auch wegen ihrer ,geschfte nicht abkommen konnten4 ,diesen schickte er die ,gnade ins ,haus1 indem er ,leute aussandte1 welchen er die ,macht beilegte1 fr den dritten ,teil der ,reisekosten nach ,rom vollgltigen ,ablass zu erteilen6 - ,trotz dieser ,erleichterung strmten die ,fremden doch noch nach ,rom und in dem ,jubeljahr unter ,nikolaus ,v4 konnte die ,tiberbrcke die ,menge der ,menschen nicht tragen2 sie brach zusammen1 und zweihundert verloren dabei das ,leben4 ,papst ,alexander ,,vi4 machte eine noch ntzlichere ,erfindung4 ,von ihm rhrt nmlich die sogenannte ,goldene ,pforte der ,peterskirche her4 ,beim ,beginn des ,jubeljahres tat der ,papst mit goldenem ,hammer drei ,schlge an diese ,tr2 dann wurde sie geffnet und am ,ende des ,jahres wieder vermauert4 ,wer durch diese ,pforte einging1 war seiner ,snden ledig2 ja1 fr eine bestimmte ,summe konnte man auch im ,auftrag eines ,entfernten hindurchgehen und diesen von seinen ,snden befreien4 ,diese ,maregel brachte viel ,geld ein4 ,die ,ppste wurden durch diese ,erfolge immer geldgieriger gemacht4 ,sie konnten oft die #be ,jahre nicht abwarten1 und bei besonderen ,veranlassungen1 um die man nie verlegen war1 wurde ein ,extra-,jubilum angesetzt1 oder ,reisende1 die in ,ablass machten1 wurden in der ,welt umhergeschickt4 ,sie waren noch zudringlicher als ,weinhandlungsreisende1 so dass sie von manchen ,gemeinden1 den ,pfarrer an der ,spitze1 zum ,dorf hinausgeprgelt wurden4 ,die ,reformation machte diesem ,jubilumsschwindel so ziemlich ein ,ende1 denn mit der ,einnahme der spteren ,jubeljahre wollte es nicht mehr recht flecken4 ,sogar das ,jahr #ahbe wurde noch zu einem ,jubeljahr erhoben2 allein es kamen wenig mehr ,fremde als gewhnlich nach ,rom1 meistens nur italienisches ,lumpengesindel1 von dem nichts zu holen war4 ,auch trafen die ,frsten ,anstalten1 die ,wallfahrten nach ,rom zu erschweren1 da sie das ,geld ihrer ,untertanen im ,land selbst brauchten4 ,sogar die damalige sterreichische ,regierung verbot ihren italienischen ,untertanen1 ohne in ,wien ausgestellte ,psse nach ,rom zu wallfahrten4 ,wer da nicht beizeiten um einen ,pass einkam1 konnte leicht das ,jubeljahr verpassen4 ,nach einer wahrscheinlich viel zu geringen ,berechnung haben die ,jubeljahre den ,ppsten gegen #aej ,millionen eingetragen4 ,der ,ablassschwindel wurde von ,leo ,x4 auf die hchste ,spitze getrieben4 ,die ungeheuren ,einnahmen1 die aus ganz ,europa in den ppstlichen ,schatz flossen1 gengten diesem ppigen und prachtliebenden ,papst noch immer nicht1 und doch waren sie fast unermesslich6 ,mehrere der ,goldquellen1 welche sich die ,ppste zu ffnen verstanden1 habe ich bereits genannt2 alle anzufhren wrde zu weitlufig sein1 doch einige will ich noch angeben4 ,eine nicht unbedeutende ,einnahme fr die ,ppste sind die ,annaten4 ,so nennt man nmlich die erste ,jahreseinnahme eines neuen ,bischofs1 welche an den ,papst gezahlt werden muss4 ,man kann dieselbe durchschnittlich immer auf #ab4jjj ,taler annehmen1 und wenn man gering rechnet1 dass wenigstens #bjjj ,bischfe ihre ,annaten an den ,ppstlichen ,stuhl zahlten1 so macht dies schon #cf ,millionen ,taler4 ,die ,dispensationsgelder der ,priester wegen ermangelnden ,alters zu sechs ,dukaten2 die ,dispensation von ,fasten und die ,erlaubnis zu ,ehen zwischen ,blutsverwandten brachten groe ,summen4 ,die ,letzteren mussten natrlich sehr hufig vorkommen1 dafr hatten die ,ppste gesorgt1 indem sie die ,ehe zwischen ,blutsverwandten bis zum vierzehnten ,grad verboten4 ,es hat sich jemand die ,mhe genommen1 auszurechnen1 wie viel jeder ,mensch durchschnittlich solche ,blutsverwandte als lebend annehmen kann1 und - sechzehntausend gefunden4 ,werden alle ,arten der ,verwandtschaft berechnet1 so steigt ihre ,zahl auf wenigstens #a4jdh4egf4 ,da konnte es natrlich an ,dispensgeldern nicht fehlen4 - ,auerdem wurde noch fr ,kreuzzugs- und ,trkensteuer und unter unzhligen andern ,namen den ,glubigen ,geld aus dem ,beutel gelockt4 ,ganz vortrefflich verstand sich auf dieses ,wunder ,papst ,johann ,,xxii4 ,er ist der ,erfinder der schndlichen ,liste der fr ,dispensationen und ,absolutionen zu entrichtenden ,taxen1 von welchen ich spter reden werde4 ,dieser ,papst scharrte so viel zusammen1 dass er1 der arme ,schuhflickerssohn1 - sechzehn ,millionen gemnztes ,gold und siebzehn ,millionen in ,barren hinterlie6 ,doch1 wie gesagt1 alle diese reichen ,einknfte reichten nicht hin1 die ,bedrfnisse des ,papstes ,leo ,x4 zu befriedigen4 ,seine ,kinder1 ,verwandten1 ,possenreier1 ,komdianten1 ,musiker wie seine ,liebhaberei fr die ,knste verschlangen unermessliche ,summen1 und der ppige ,heilige ,vater geriet in groe ,verlegenheit4 ,um sich derselben zu entziehen1 beschloss er1 den ,ablass systematisch zur ,erpressung von ,geld zu benutzen4 ,eine ,beisteuer zur ,fhrung eines ,krieges gegen die ,trken und zur ,fortsetzung des schon von seinem ,vorgnger begonnenen ,baues der ,peterskirche gab den ,vorwand4 ,die sehr verbrauchte ,trkensteuer wollte nirgends mehr recht ziehen1 und ,kardinal ,ximenes1 der weise spanische ,minister1 verbot sogar dafr zu sammeln1 weil er ganz sichere ,nachrichten habe1 dass jetzt von den ,trken durchaus nichts zu befrchten sei4 ,der ,papst erlie also eine ,bulle1 worin allen1 welche durch ,geldbetrge den ,bau der ,peterskirche befrdern wrden1 ,ablass verkndigt wrde4 ,die ganze christliche ,erde wurde nun in verschiedene ,bezirke eingeteilt und ,reisende des groen rmischen ,handelshauses dorthin geschickt1 unter dem ,titel ppstlicher ,legaten oder ,kommissarien4 ,die ,ablassbriefe1 welche diese commis voyageurs des ,statthalters ,gottes verkauften1 lauteten wie folgt3 ,im ,namen unseres allerheiligsten ,vaters1 des ,stellvertreters ,jesu ,christi1 spreche ich dich zuerst von aller ,kirchenzensur los1 die du verschuldet haben knntest1 hiernchst auch von allen ,missetaten und ,verbrechen1 die du bisher begangen1 so gro und schwer dieselben auch sein mgen2 auch von denen1 welche sonst allein der ,papst vergeben kann1 soweit sich die ,schlssel der heiligen ,mutterkirche erstrecken4 ,ich erlasse dir vollkommen alle ,strafen1 die du um dieser ,snden willen billig im ,fegefeuer erleiden solltest4 ,ich mache dich wieder der ,kirchensakramente und der ,gemeinschaft der ,glubigen teilhaftig und setze dich von neuem in den reinen und unschuldigen ,zustand zurck1 worin du gleich nach der ,taufe warst1 so dass1 wenn du stirbst1 die ,pforten der ,hlle1 wodurch man zur ,qual und ,strafe einzieht1 verschlossen sein sollen1 damit du geraden ,weges in das ,paradies gelangen mgest4 ,solltest du aber jetzt noch nicht sterben1 so bleibt dir diese ,gnade ungekrnkt4 ,in der ppstlichen ,kanzleitaxe war der ,preis festgesetzt1 fr welchen die allerscheulichsten ,snden vergeben wurden4 ,eltern- und ,geschwistermord1 ,blutschande1 ,kindermord1 ,fruchtabtreibung1 ,ehebruch aller ,art1 die unnatrlichste ,wollust1 ,meineid - kurz alles1 was man nur ,snde oder ,verbrechen heit1 fand hier seinen ,preis4 ,ich wrde dies emprende ,dokument fr eine ,erfindung der ,feinde des ,papstes halten1 wenn die ,echtheit desselben nicht unzweifelhaft bewiesen wre4 ,die schamloseste und frechste ,nichtswrdigkeit enthlt aber der ,schluss dieser ,taxe2 er lautet3 ,dergleichen ,gnaden knnen ,arme nicht teilhaftig werden1 denn sie haben kein ,geld1 also mssen sie des ,trosts entbehren6 ,fr die ,bezahlung von zwlf ,dukaten war es sogar den ,geistlichen erlaubt1 ganz nach ,gefallen ,hurerei1 ,ehebruch1 ,blutschande und ,sodomiterei mit ,tieren zu treiben6 ,des ,papstes ,spekulation glckte2 unermessliche ,summen wanderten nach ,rom2 sie lassen sich gar nicht berechnen4 ,ein ppstlicher ,legat zog allein aus dem kleinen ,dnemark mehr als zwei ,millionen durch ,ablassverkauf4 ,leo ,x4 fand es vorteilhaft1 den ,ablass in einigen ,bezirken an groe ,unternehmen fr bestimmte ,summen zu verpachten4 ,die ,generalpchter hatten wieder ihre ,unterpchter1 damit die ,lnder ja recht grndlich ausgesogen wurden4 ,einer dieser ,generalpchter war der ,markgraf ,albrecht von ,brandenburg1 ,bischof von ,halberstadt1 ,erzbischof von ,magdeburg und endlich auch ,erzbischof von ,mainz und ,kardinal6 ,er war dem ,papst #cj4jjj ,dukaten ,palliengelder schuldig und bernahm den ,ablasskram in einigen ,lndern1 in der ,hoffnung1 die ,summe dabei zu gewinnen1 welche ihm auch gegen ,verpfndung des ,ablasserlses von dem ,grafen ,fugger in ,augsburg vorgeschossen wurde4 ,der edle ,kurfrst1 ,kardinal und ,erzbischof betrieb diese ,sache mit groem ,eifer und kaufmnnischem ,geschick1 und sehr interessant ist die von ihm den ,ablasskrmern gegebene ,instruktion1 weshalb ich ihren ,inhalt hier mitteilen will4 ,zuerst sollen die ,ablassprediger dem ,kurfrsten schwren1 dass sie ihn nicht betrgen4 ,dann gibt er ihnen ,gewalt1 nach aufgerichtetem ,kreuz und aufgehngtem ,wappen des ,papstes1 in den ,kirchen den ,ablass zu verkndigen und ihn denjenigen ,personen zu erteilen1 welche von ihren ordentlichen ,geistlichen in den ,kirchenbann getan oder mit sonstigen ,kirchenstrafen belegt sind4 ,dann wird dem ,ablassprediger befohlen1 in jeder ,ablasspredigt dem ,volk drei bis vier ,stcke aus der ,ablassbulle des ,papstes nach ,mglichkeit zu erklren und anzupreisen1 damit die ppstliche ,gnade nicht-in ,verachtung gerate und die ,leute nicht einen ,ekel von dem ,ablass bekommen mgen4 ,ferner will der ,kurfrst1 dass dem ,volk gesagt werden solle1 es gelte auer dem seinigen in den nchsten acht ,jahren kein anderer ,ablass1 den man bereits erhalten habe oder noch erhielte2 aber durch diesen erlange nicht nur jeder vllige ,vergebung der ,snden1 sondern er komme nach dem ,tode auch gar nicht in das ,fegefeuer4 ,den ,kranken1 welche nicht in die ,kirche kommen knnten1 solle der ,ablass auch zu ,hause1 aber fr eine grere ,summe1 erteilt werden4 ,wenn die ,prediger die ,gre des ,ablasses jemandem hinlnglich erklrt haben und es dazu kommt1 zu bestimmen1 was er wohl zu zahlen habe1 so sollen sie ihn fragen1 wie viel ,geld er wohl fr den vlligen ,ablass um ,vergebung seiner ,snden aufopfern werde8 ,dies sollen sie vorausschicken1 um die ,leute desto leichter zum ,kaufen des ,ablasses zu bewegen4 ,wenn nun auch die ,ablassprediger stets den ,nutzen der ,peterskirche vor ,augen haben und den ,beichtenden vorreden mssen1 dass eine so hohe ,gnade niemals zu teuer bezahlt sei1 um sie zu einer mglichst hohen ,abgabe zu bewegen1 so spricht sich dennoch der ,kurfrst wie folgt aus3 ,weil die ,beschaffenheit der ,menschen zu sehr verschieden und ,wir demnach gewisse ,taxen zu bestimmen nicht vermgen1 so vermeinen ,wir doch1 dass in der ,regel die ,taxen also knnten gesetzt werden3 ,groe ,frsten geben #be rheinische ,goldgulden4 bte1 hhere ,prlaten1 ,grafen1 ,freiherren und ihre ,frauen zahlen fr jede ,person #aj rheinische ,goldgulden4 ,andere ,leute1 die jhrlich #ejj ,goldgulden einzunehmen haben1 zahlen #f ,goldgulden2 ,frauen und ,handwerker einen1 noch ,geringere einen halben ,gulden4 ,obwohl eine ,frau von des ,mannes ,gtern nichts geben kann1 so kann sie doch von ihren ,dotal- und ,parapharnalgtern1 in diesem ,falle auch wider des ,mannes ,willen1 beitragen4 ,wenn arme ,weiber und ,tchter die ,taxen von andern erbetteln knnen1 sollen sie solche ebenfalls in den ,ablasskasten liefern4 ,wenn jemand fr eine ,seele im ,fegefeuer so viel beitrgt1 als er etwa fr sich zu bezahlen htte1 so ist nicht ntig1 dass er im ,herzen bufertig sei oder mit dem ,munde beichte6 ,denn dieser ,ablass grndet sich auf die ,liebe1 mit welcher der1 so im ,fegefeuer sitzt1 abgeschieden ist1 und auf die ,beitrge der ,lebendigen4 ,wer einen ,beichtbrief von den ,ablasspredigern kauft1 wird teilhaftig aller ,almosen1 ,fasten1 ,wallfahrten nach dem ,heiligen ,grabe1 ,messen1 ,reinigung und guten ,werke1 die in der ganzen christlichen ,kirche verrichtet werden1 ob er gleich weder bufertig ist noch gebeichtet hat4 ,dass auf einen gewandten1 guten ,reisenden sehr viel ankommt1 wei jeder ,kaufmann1 und der ,erzbischof war bemht1 einen solchen zur ,verbreitung seiner ,ware aufzufinden4 ,er fand ihn in dem ,dominikanermnch ,johann ,tetzel aus ,pirna4 ,in der ,jugend hatte sich derselbe etwas mit dem ,studieren abgegeben1 und sein ,religionseifer erwarb ihm die ,wrde eines ,doktors der ,theologie4 ,in ,innsbruck wurde er einst darber erwischt1 als er - wie die ,chronik sagt - seinen geistlichen ,samen in fremden ,acker streute4 ,kaiser ,maximilian ,i4 hatte ,befehl gegeben1 die ,brunst des verliebten ,paters im ,wasser zu khlen1 das heit1 ihn in einem ,sacke zu ersufen4 ,nur auf dringende ,frbitte des ,kurfrsten ,friedrich kam er mit dem ,leben davon4 ,dieser unverschmte1 feiste ,schlingel1 dessen ,portrt in einem sehr guten ,kupferstiche vor mir liegt1 ist das wahre ,ideal eines ,pfaffen4 ,der ,spitzbube sieht so durchtrieben und humoristisch aus1 dass ich beinahe glaube1 ich liee mir selbst von ihm einen ,ablasszettel anschwatzen4 ,welch ein ,glck musste er nun erst bei den ,glubigen machen6 ,er fhrte einen eisernen1 mit dem ,wappen des ,papstes verzierten ,kasten mit sich herum und zog von ,markt zu ,markt1 indem er sang3 ,sowie das ,geld im ,kasten klingt1 die ,seele aus dem ,fegefeuer springt6 berall versammelte er eine groe ,menge um sich1 und seine ,anpreisungen des ,ablasses waren wahrhaftig sehr ergtzlich1 wenn auch fromme ,christen sie gotteslsterlich nannten4 ,er rhmte von sich1 dass er durch den ,ablass mehr ,seelen aus der ,hlle errettet habe1 als von dem ,apostel ,petrus durch die ,predigt des ,evangeliums ,heiden bekehrt worden wren4 ,er knne nicht allein begangene ,snden vergeben1 sondern auch solche1 die man erst begehen wolle1 und die ,kraft seines ,ablasses sei so gro1 dass es keine ,snde gebe1 welche durch denselben nicht geshnt werden knne2 ja1 wenn jemand1 was doch unmglich sei1 die ,mutter ,gottes genotzchtigt und geschwngert habe - durch seinen ,ablass knne derselbe von der dadurch verwirkten ,strafe befreit werden4 ,dieser ,tetzel trieb die ,frechheit so weit1 dass der damalige ,johann von ,meien vorhersagte1 dieser ,mnch wrde der letzte ,ablasskrmer sein4 ,man erzhlt von ihm eine ,menge ,stckchen1 die ,zeugnis ablegen von seiner grenzenlosen ,unverschmtheit4 ,in ,annaberg1 wo damals reiche ,silberbergwerke waren1 machte er den ,leuten weis1 dass alle ,berge rings umher gediegenes ,silber werden wrden1 wenn sie nur brav zahlten4 ,in dieser ,stadt scheint es ihm gefallen zu haben1 denn er blieb hier zwei ,jahre4 - ,in ,freiberg sammelte er binnen zwei ,tagen zweitausend ,gulden2 aber als er wieder dorthin kam1 hatte ,luther den ,leuten den ,star gestochen1 und die ,bergleute waren so wtend1 dass ,tetzel es fr geraten hielt1 sich schleunigst davonzumachen4 ,in ,zwickau wollte er sich einst bei dem dortigen ,kster zu ,gaste bitten2 allein dieser entschuldigte sich mit seiner ,armut4 ,darauf befahl er diesem1 im ,kalender nachzusehen1 ob auf dem andern ,tag der ,name eines ,heiligen zu finden wre4 ,der ,kster fand aber nur den heidnischen ,namen ,juvenal4 ,das tut nichts1 sagte ,tetzel1 ,wir wollen diesen ,heiligen schon zu ,ehren bringen2 beruft nur morgen das ,volk durch alle ,glocken zur ,kirche1 wie ,ihr es sonst an den hchsten ,festtagen zu tun pflegt4 ,der ,kster tat1 wie ihm befohlen1 und die ,einwohner der ,stadt strmten in ,menge in die ,kirche4 ,tetzel predigte4 ,die alten ,heiligen1 sagte er1 sind alt und mde1 uns zu helfen2 aber dieser heilige ,juvenal1 dessen ,gedchtnis wir heute feiern1 ist noch ziemlich unbekannt2 wenn ,ihr ihn anfleht und ihm opfert1 so wird er sich gewiss beeilen1 ,euch zu helfen4 ,darauf riet er zur ,freigebigkeit und ermahnte besonders die ,vornehmen1 mit gutem ,beispiel voranzugehen4 ,er blieb bei dem ,gotteskasten stehen und sah zu1 was jeder hineinlegte1 und die guten ,zwickauer steuerten reichlich zu ,ehren des heiligen ,juvenal6 ,tetzel flsterte dem ,kster ins ,ohr3 ,es ist genug geopfert1 nun wollen wir weidlich davon schmausen4 ,in der ,schweiz absolvierte ,tetzel einen reichen ,bauern wegen eines ,totschlags1 und als dieser ihm gestand1 dass er noch einen ,feind habe1 den er gern ermorden wolle1 erlaubte es ihm der elende ,pfaffe gegen eine kleine ,summe6 ,trotz aller ,pfiffigkeit wurde ,tetzel aber doch einmal angefhrt4 - ,in ,magdeburg kam ein ,herr von ,schenk zu ihm und bot ihm eine nicht unbedeutende ,summe1 wenn er ihn fr eine groe ,snde absolvieren wolle1 die er noch zu begehen gedenke4 ,schmunzelnd strich der ,pfaff das ,geld ein und gab den verlangten ,ablassbrief4 ,als nun einige ,tage darauf ,tetzel von ,magdeburg nach ,braunschweig zog1 beladen mit einigen tausend ,gulden1 berfiel ihn in einem ,wald bei ,helmstedt der ,herr von ,schenk und nahm ihm seine ganze ,barschaft ab4 ,der ,pfaff schrie ,zetermordio und klagte ber ,gewalt2 allein ,schenk zeigte seinen ,ablassbrief vor und sagte3 ,entweder hat mein ,verfahren nichts zu bedeuten1 oder deine ,ware ist ,betrug4 ,schenk behielt das ,geld1 und ,tetzel hatte das ,nachsehen4 ,dieser nichtswrdige ,mnch hatte die rechte ,art1 den ,leuten das ,geld aus dem ,beutel zu schwatzen1 und er nahm mehr ein als alle anderen ,ablasskrmer1 die sich damit begngten1 folgende stehende ,redensarten herzuplappern3 ,seht doch1 der ,himmel steht ,euch berall offen4 ,wollt ,ihr jetzt nicht hineingehen1 wann werdet ,ihr denn hineinkommen8 ,o ,ihr unsinnigen und verstockten ,menschen1 die ,ihr fast den wilden ,tieren gleich seid und die groe ,verschwendung und ,ausgieung der ppstlichen ,gnade nicht zu wrdigen versteht4 ,sehet6 so viel ,seelen knnt ,ihr aus dem ,fegefeuer erlsen6 ,o ihr ,hartnckigen und ,saumseligen6 ,ihr knnt mit zwlf ,groschen euren ,vater aus dem ,fegefeuer reien und seid doch so undankbar1 dass ,ihr euren ,eltern in so groer ,not nicht beisteht4 ,ich will am jngsten ,gerichte die ,schuld davon nicht auf mich nehmen usw4 ,tetzel wusste die ,sache den ,leuten viel plausibler zu machen1 und da war keine ,dirne1 die ihm nicht einige ,groschen fr irgendeine kleine ,snde1 die sie begehen wollte1 gezahlt htte4 ,wie schnell er ,geld zusammenzubringen wusste1 beweist ,folgendes3 ,in ,grlitz war die ,peterskirche gebaut worden1 und es fehlte nur noch das kupferne ,dach1 wozu #ahjj ,zentner ,kupfer erforderlich waren1 die damals #dh4fjj ,taler kosteten4 ,man wandte sich an ,tetzel1 und in drei ,wochen hatte er diese ,summe gesammelt4 ,luthers #ie ,thesen gegen den ,ablass ruinierten dem ,pater den ganzen ,handel4 ,vielleicht war es der rger darber1 der ihn in ,leipzig auf das ,krankenlager warf1 von dem er nicht wieder aufstand4 ,er starb und liegt in dieser ,stadt im ,paulino begraben1 wo sein ,monument wahrscheinlich noch zu sehen ist4 - ,die ,ablassrechnung ist eine ganz kuriose ,rechnung1 und es ist schwer1 sich hineinzufinden4 ,manche ,leute kauften ,ablass fr mehrere hundert ,jahre1 whrend sie doch hchstens auf hundert zhlen konnten4 ,aber die ,jahre im ,fegefeuer zhlten mit1 und das nderte die ,rechnung6 ,fr diese ,snde hatte man1 nach ,angabe der ,pfaffen1 zwanzig ,jahre zu braten1 fr jene gar dreiig1 und so kamen bei einem gebten ,snder leicht schon einige hundert ,jhrchen zusammen4 ,wollte er nun dennoch direkt in den ,himmel spazieren1 so musste er schon fr so viele ,jahre ,ablass kaufen1 als ihm kraft seiner ,snden im ,fegefeuer zukamen4 ,das war brigens noch nicht so schwer1 denn wer eine ,reliquie ksste und besonders wer dafr bezahlte1 erhielt auf drei oder mehr ,jahre ,ablass1 je nach der ,heiligkeit der ,reliquie4 ,erzbischof ,albrecht besa einen solchen ,schatz von ,reliquien1 dass damit ,ablass zu gewinnen war auf neununddreiig ,mal tausend1 zweihundert ,mal tausend1 fnfundvierzigtausend1 hundert und zwanzig ,jahre1 zweihundert und zwanzig ,tage4 ,unter den ,reliquien1 die er von ,halle nach ,mainz schaffen lie1 befanden sich aber auch sehr rare und heilige ,stcke6 ,achtmal vom ,haar der ,jungfrau ,maria2 fnfmal von ihrer ,milch2 dann das ,hemd1 in welchem sie ,jesus geboren1 ein halber ,kinnbacken von ,st4 ,paulus nebst vier ,zhnen usw4 ,man glaube ja nicht1 dass diese ,ablassrechnungen der vergangenen ,zeit angehren und mit dem ,mittelalter abgetan sind2 sie werden noch heutzutage von rmischen ,priestern angestellt und den ,glubigen vorgetragen4 ,in den geistlichen ,neujahrsgeschenken der ,dizese ,mans in ,frankreich1 welche vor etwa zwanzig ,jahren erschienen1 wird folgende ,berechnung ber den ,ablass gegeben3 ,wenn man einen geweihten ,rosenkranz hat1 sagt die heilige ,brigitte1 so erlangt man hundert ,tage ,ablass1 so oft man das ,credo1 das ,gloria ,patri1 das ,paternoster und das ,ave betet4 ,wenn man also den gewhnlichen ,rosenkranz betet1 der aus #ec ,ave1 #f ,paternoster1 #f ,gloria ,patri und einem ,credo besteht1 so erlangt man #ffjj ,tage ,ablass1 den man den ,seelen im ,fegefeuer zuwenden kann4 ,sagt man den ,rosenkranz von #aej ,gebeten her1 so erhlt man #ai4jjj ,tage ,ablass1 und berdies #g ,jahre und #g vierzigtgige ,fristen6 - ,fr eine ,viertelstunde frommer ,betrachtung erhlt man #g ,jahre und #bhi ,tage ,ablass2 fr die ,begleitung des ,sanktissimum1 wenn es zu ,kranken getragen wird1 #e ,jahre und #bjj ,tage2 wenn man es aber mit einer ,kerze begleitet1 erlangt man #b ,jahre und #hc ,tage mehr4 ,die ,summen1 welche die ,geistlichkeit durch ihren ,handel gewann1 sind unberechenbar und lassen sich aus einzelnen ,angaben nur annherungsweise schtzen4 ,liest man solche ,angaben1 so kann man gar nicht begreifen1 wie es nur mglich war1 bei dem frheren hohen ,wert des ,geldes soviel zusammenzuscharren4 ,als in der franzsischen ,revolution die ,klster aufgehoben und die geistlichen ,gter eingezogen werden sollten1 bot die ,geistlichkeit der ,nationalversammlung vierhundert ,millionen ,franken bar ,geld6 - ,die ,venezianer schtzten das ,vermgen ihrer ,geistlichkeit auf #bjf ,millionen ,dukaten4 ,von der ,einnahme der ,geistlichkeit1 die herrlich und in ,freuden leben wollte und viel verbrauchte1 ging nur ein kleiner ,teil in die ppstliche ,schatzkammer2 und deshalb wird die ,angabe dieser ,summe den allerbesten ,mastab dafr abgeben1 was dem schon ohnehin genug geplagten ,volk von den ,pfaffen abgeschwindelt wurde4 ,aus dem ,gebiete von ,venedig1 welches nur zweiundeinehalbe ,million ,einwohner zhlte1 gingen innerhalb zehn ,jahren #b4gfj4afd ,scudi nach ,rom1 und aus sterreich unter ,maria ,theresia binnen vierzig ,jahren #aaj4dad4efj ,scudi6 ,sind diese ,angaben richtig - und sie sind zuverlssigen ,quellen entnommen -1 so erscheint die ,berechnung viel zu gering nach welcher innerhalb #fjj ,jahren aus der katholischen ,christenheit nur #a4jai4fij4jjj ,gulden nach ,rom gezahlt wurden4 ,und wofr wurde dies ,geld bezahlt8 ,fr ,dinge1 welche zum ,elend und zur ,demoralisation des ,volkes mehr beitrugen als irgend etwas in der ,welt1 und an wen gingen die #ajai ,millionen8 - ,an einen italienischen ,bischof1 der uns so wenig angeht wie der ,mikado von ,japan und der sich mit demselben ,recht ,statthalter ,christi nennt1 wie ich es tun knnte1 und der unter diesem ,titel zu seiner ,zeit behauptete1 ,herr der ganzen ,erde zu sein1 von welcher derjenige1 dessen ,statthalter er zu sein vorgibt1 nicht einmal soviel besa1 um sein ,haupt daraufzulegen6 - ,was aber diese ,statthalter ,christi in ,rom fr ,menschen waren und wie wenig sie die ,verehrung verdienen1 welche ihnen die ,christen zollten1 werden wir im nchsten ,kapitel mit ,abscheu und ,ekel erfahren4 ,die ,statthalterei ,gottes in ,rom ,als die ,leute schliefen und stockdumm waren1 hat der bse ,feind1 der ,teufel1 das ,papsttum gestiftet4 ,mit konsequenter ,unverschmtheit kann in der ,welt alles durchgesetzt werden1 es mag auf den ersten ,anblick noch so abgeschmackt und verrckt erscheinen4 ,beweise davon liefert die ,geschichte in ,menge2 aber den schlagendsten und demtigendsten die des ,papsttums4 ,eine ,geschichte des ,papsttums wrde die ,grenzen berschreiten1 die ich mir notwendig setzen muss2 ich beabsichtige nur in der bisher befolgten skizzenhaften ,weise zu zeigen1 dass das ,papsttum auf den grbsten ,betrug gegrndet ist1 welche nichtswrdigen ,wege die ,ppste einschlugen1 welche verbrecherischen ,mittel sie anwendeten1 sich die ,welt tributpflichtig zu machen1 und welchen moralischen ,wert die ,menschen hatten1 welche von der rmischen ,kirche als ,statthalter ,gottes an ihre ,spitze gestellt wurden4 ,ich schreibe mit der unverhllt ausgesprochenen ,absicht1 den als ,aberglauben frher charakterisierten religisen ,glauben zu vernichten1 und da derselbe auf die ,autoritt der ,ppste und der rmischen ,priester gesttzt ist1 so trachte ich zunchst danach1 diese ,autoritt dadurch zu vernichten1 dass ich auf geschichtlichem ,weg die unreinen ,quellen der ,glaubensstze nachweise und durch ,erzhlungen der ,handlungen der ,ppste den ,glubigen beweise1 dass sie auf die ,aussagen von ,menschen vertrauten1 die ihres ,vertrauens in jeder ,beziehung unwrdig sind4 ,dieser offen ausgesprochene ,zweck macht mir die uerste ,vorsicht in ,angabe von ,tatsachen zur ,pflicht und erlaubt mir nur1 solche zu berichten1 welche historisch so klar bewiesen sind1 dass eine ,widerlegung unmglich ist4 ,aus dem ,folgenden wird es dem ,leser verstndlich werden1 warum ich es fr ntig hielt1 diese ,bemerkung voranzuschicken4 - ,in dem ersten ,kapitel habe ich in der ,krze nachgewiesen1 wie die ,pfaffen entstanden sind und wie die ,bischfe eine geistliche ,obergewalt ber ihre ,gemeinden usurpierten4 ,die ,bischfe begngten sich mit der erlangten ,macht nicht und je besser es ihnen glckte1 ihre ,brder zu knechten1 desto ausschweifender wurden sie in ihren ,ansprchen4 ,die ,macht der jdischen ,hohenpriester1 ihrer ,vorbilder1 war es1 nach welcher sie trachteten4 ,das ,bild des ,priesters ,samuel schwebte ihnen bestndig vor ,augen4 ,ein ,betrger schmiedete falsche ,schriften1 welche er den ,aposteln zuschrieb und welche unter dem ,namen der apostolischen ,konstitutionen bekannt sind4 ,ihr ,zweck war es1 das ,ansehen und die ,gewalt der ,bischfe zu erhhen und sie enthielten das ,verrckteste1 was man bisher zur ,ehre der ,bischfe gesagt hatte4 ,diese wurden darin irdische ,gtter1 ,vter der ,glubigen1 ,richter an ,christi ,statt und ,mittler zwischen ,gott und den ,menschen genannt4 ,in demselben ,sinn sprachen von den ,bischfen viele angesehene ,kirchenvter4 ,als die rmischen ,kaiser zum ,christentum bertraten1 behaupteten sie zwar selbst ihre ,wrde als ,oberpriester 7,pontifices maximi71 aber sie befrderten das ,ansehen der ,bischfe ihren ,gemeinden gegenber4 ,ja1 manche ,kaiser waren so verblendet und unklug1 ihre ,kinder diesen ,bischfen zur ,erziehung anzuvertrauen1 was dann die ganz natrliche ,folge hatte1 dass diese in der ,furcht ,gottes1 das heit in der ,demut gegen die ,pfaffen erzogen wurden und1 als sie selbst ,kaiser wurden1 ihre ,knie vor denselben beugten und ihnen die ,hnde kssten4 ,dass diese dadurch nur immer aufgeblasener und anmaender wurden1 liegt in der menschlichen ,natur und wir drfen uns nicht darber wundern1 wenn schon ,bischof ,leontius von ,tripolis verlangte1 dass die ,kaiserin ,eusebia1 ,gemahlin des ,kaisers ,constantius1 vor ihm aufstehen und sich verneigen sollte1 um seinen ,segen zu empfangen4 ,die protestantischen ,bischfe der neueren ,zeit htten es gern auch so weit gebracht4 ,als ,friedrich ,wilhelm ,,iii4 von ,preuen einst in ,magdeburg aus dem ,wagen stieg und sich dabei bckte1 erhob schon der ,bischof ,drseke seine ,hnde und seine ,stimme1 um ihm den ,segen zu erteilen4 ,zum groen ,verdruss des ,bischofs schob ihn der sonst so fromme ,knig beiseite und sagte rgerlich in seiner kurzen ,weise3 ,dumm ,zeug6 - so was nicht leiden6 ,das ,hauptstreben der ,bischfe war darauf gerichtet1 die ,einmischung der weltlichen ,macht in die ,kirchenangelegenheiten zu beseitigen1 ja1 wo mglich die ,kaiser sich unterzuordnen4 ,der ,bischof von ,mailand1 ,ambrosius1 machte damit gleich auf sehr freche ,weise den ,anfang4 ,er nahm es sich heraus1 den ,kaiser ,theodosius zu exkommunizieren1 das heit1 von der ,kirchengemeinschaft auszuschlieen4 ,manche ,kaiser1 denen die ,pfaffen mit der ,hlle zusetzten1 waren schwach genug1 zu den pfffischen ,anmaungen zu schweigen und wenn nun das ,volk sah1 wie ihre gefrchteten ,oberherren sich so demtig gegen die ,bischfe betrugen1 musste es natrlich auf den ,gedanken kommen1 dass diese bermenschliche ,wesen seien4 ,in einigen ,orten wurden denn auch die ,bischfe von den ,christen mit dem evangelischen ,hosianna empfangen4 ,so stieg der ,hochmut der ,pfaffen von ,jahr zu ,jahr4 ,schon #cda n4 ,chr41 auf der ,synode von ,antiochien1 wurde es den ,geistlichen verboten1 sich in kirchlichen ,angelegenheiten ohne ,erlaubnis der ,bischfe an den ,kaiser zu wenden4 ,die niedere ,geistlichkeit wurde berhaupt immer mehr unterdrckt1 und die ,landbischfe1 welche ber ihre ,gemeinden ganz dasselbe ,recht gehabt hatten wie die ,stadtbischfe1 wurden #cfj durch ,beschluss der ,synode von ,laodica ganz abgeschafft4 ,das gewhnliche ,sprichwort sagt3 ,eine ,krhe hackt der andern nicht die ,augen aus2 aber die ,pfaffen machten es zunichte1 denn sie hackten sich nicht nur die ,augen aus1 sondern die ,kpfe ab1 wenn sie konnten und es ihnen passte4 ,wegen der lcherlichsten theologischen ,streitigkeiten lagen sie sich fortwhrend in den ,haaren und erfllten deshalb die ,welt mit ,unruhe und ,mord4 ,einen bedeutenden ,anteil an den theologischen ,streitigkeiten hatten die zahllosen ,mnche1 welche ihre ,ansichten nicht allein mit geistlichen ,waffen1 sondern weit wirksamer mit hchst irdischen ,knppeln verfochten4 ,sie bildeten frmliche ,freikorps1 welche von den fanatischen ,bischfen benutzt wurden und oft die grulichsten ,exzesse begingen4 ,ein rmischer ,feldherr1 ,vitalianus1 musste #cad in ,konstantinopel einrcken1 um die ,stadt vor den wtenden ,mnchen zu schtzen4 ,die zweite ,kirchenversammlung zu ,ephesus #ddi n4 ,chr4 erhielt den ,namen ,mrderversammlung1 weil hier die tollen ,mnche mit dem ,schwert in der ,hand die ,annahme der ,glaubensstze erzwangen1 welche sie fr gut hielten4 ,einer der grten ,fanatiker war der ,bischof ,cyrillus von ,alexandrien4 ,sein ,hass traf die in dieser ,stadt seit siebenhundert ,jahren wohnenden ,juden4 ,er hetzte die ,mnche und den ,pbel gegen sie auf1 lie ihre ,synagogen niederreien und jeden ,juden niederhauen1 der in ihre ,hnde fiel4 ,so verlor ,alexandrien vierzigtausend seiner fleisigsten ,brger6 ,der rmische ,prfekt ,orestes wollte der ,verfolgung ,einhalt tun1 allein er verlor darber beinahe sein ,leben1 indem er von einem wtenden ,mnch mit einem ,stein am ,kopfe schwer verwundet wurde4 ,die rmische ,regierung schwieg1 da sie die ,schuldigen nicht zu strafen wagte4 ,so hoch war die ,macht der ,pfaffen bereits gestiegen4 ,die schndlichste ,grausamkeit verbten diese christlichen ,mnche aber gegen die ,geliebte dieses ,prfekten1 die ,tochter des ,mathematikers ,theon1 die liebenswrdige ,philosophin ,hypatia4 ,zur ,fastenzeit rissen die ,mnche dies herrliche ,weib aus ihrem ,wagen1 zogen sie nackend aus und schleppten sie wie ein ,opferlamm in die ,kirche4 ,hier ermordete man sie auf die grausamste ,weise3 ,kannibalische ,pfaffen kratzten ihr mit ,muscheln das ,fleisch von den ,knochen und warfen die noch zuckenden ,glieder ins ,feuer4 ,stolz1 ,herrschsucht und ,geldgier hatten in den ,herzen der christlichen ,priester die ,stelle der christlichen ,liebe eingenommen und die demokratische christliche ,gleichheit war schon lngst als unchristlich gebrandmarkt worden4 ,jeder ,bischof trachtete nur danach1 sich ber die andern ,bischfe emporzuschwingen1 und so entstanden unter ihnen allerlei ,rangabstufungen4 ,die ,bischfe in den ,hauptstdten und ,provinzen der ,lnder erlangten bald eine ,art von ,oberhoheit ber die der anderen ,stdte und nannten sich ,metropoliten4 ,auch unter diesen maten sich einige wieder einen hheren ,rang an und wussten die ,bischfe mehrerer ,lnder unter ihre ,oberhoheit zu bringen4 ,sie nannten sich zuerst ,exarchen1 dann aber ,patriarchen4 ,zur ,zeit des ,kaisers ,theodosius ,,ii4 gab es fnf solcher ,patriarchen1 zu ,konstantinopel1 ,antiochien1 ,jerusalem1 ,alexandrien und ,rom4 ,sie waren voneinander vollkommen unabhngig und in ihrem ,rang wie in ihren ,vorrechten vollkommen gleich4 ,rom war die ,hauptstadt der damaligen ,welt2 von hier gingen alle ,befehle aus1 durch welche sie regiert wurde4 ,die ,pfarrer der rmischen ,gemeinde1 welche sahen1 wie trefflich es sich von ,rom aus regieren lie1 wurden lstern danach1 die kirchliche ,welt in hnlicher ,weise zu regieren wie die ,kaiser die politische4 ,die brigen ,gemeindevorsteher1 die ,bischfe1 fanden das natrlich und mit ,recht sehr anmaend und emprten sich ber die ,lgen1 durch welche ihre ,kollegen in ,rom ihre ,prtensionen zu ,rechten zu erheben trachteten4 ,wenn wir diese ,lgen untersuchen1 so wissen wir in der ,tat nicht1 ob wir mehr ber die ,dummheit und ,unverschmtheit dieser ,lgen1 oder ber die ,dummheit der ,menschen erstaunen sollen1 die sich auf solche handgreifliche ,weise bertlpeln lieen4 ,die ,bischfe zu ,rom sagten3 ,jesus machte ,petrus zum ,obersten der ,apostel2 diese waren ihm untergeordnet4 ,petrus war #bd ,jahre1 #e ,monate und #aj ,tage ,bischof in ,rom2 wir sind seine ,nachfolger1 folglich - stehen alle ,bischfe und ,frsten der ,christenheit unter unserer ,oberhoheit6 ,selbst wenn ,jesus so unchristlich gehandelt und ,petrus einen ,vorrang vor den anderen ,jngern gegeben htte1 selbst wenn ,petrus ,bischof in ,rom gewesen wre1 so ist es doch noch immer eine seltsame ,behauptung1 dass deshalb seine ,nachfolger ,statthalter ,gottes auf ,erden seien6 ,doch diese ,behauptung und ,anmaung wird erst dadurch zur frechsten ,unverschmtheit1 dass es ,jesus nie einfiel1 ,petrus einen ,vorrang zu geben1 und endlich ,petrus niemals in ,rom und daher nicht ,bischof dort war6 ,das erste bedarf kaum eines ,beweises4 ,jesus spricht es oft genug gegen seine ,jnger aus1 dass keiner vor dem andern einen ,vorrang habe1 und es ist ,petrus auch niemals eingefallen1 sich einen solchen anzumaen1 wie aus seinen ,briefen klar hervorgeht4 ,in einem derselben sagt er3 ,die ltesten1 so unter ,euch sind1 ermahne ich als ,mitltester usw4 7#a4 ,petr4 #e1a74 ,auch ,paulus sagt kein ,wort von dem ,avancement des ,petrus und hlt sich selbst den andern ,aposteln gleich 7#b4 ,kor4 #aa-ab1e74 ,auerdem verdiente es auch nchst ,judas ,petrus von den ,jngern wohl am wenigsten1 gleichsam als ,oberhaupt an ihrer ,spitze zu stehen4 ,er zeigte sich schwcher als jeder andere1 indem er ,jesus drei ,mal verleugnete und nicht einmal eine ,stunde fr ,jesus wachen konnte1 nachdem er doch vorher ruhmredig versichert hatte1 dass er sein ,leben fr ihn lassen wolle4 ,petrus war ein unberlegter ,hitzkopf1 der mancherlei bereilungen beging1 wozu der gegen ,malchus gefhrte ,streich - den ich ihm brigens keineswegs belnehme - und die ,ermordung des ,ananias und seines ,weibes gehren4 ,nebenbei war er ein ,duckmuser1 den ,paulus wegen seiner ,heuchelei schilt 7,gal4 #b1aa-ac71 ja1 der sogar einmal den sanften ,jesus so in ,eifer brachte1 dass er ihn einen ,satan nannte 7,matth4 #af1bc74 ,dass ,petrus die christliche ,gemeinde in ,rom gegrndet habe1 ja1 dass er hier nahe an #be ,jahre ,bischof gewesen sei1 ist eine noch frechere ,lge1 die sich gewissermaen mathematisch aus der ,bibel nachweisen lsst1 weshalb es die ,ppste auch nicht dulden wollen1 dass dieselbe von den ,katholiken gelesen wird4 ,die ,apostelgeschichte geht bis in das ,jahr #fa nach ,christi ,geburt4 ,nach der ,erzhlung der ppstlichen ,geschichtsschreiber ist ,petrus schon ber #bj ,jahre frher nach ,rom gekommen2 aber die ,apostelgeschichte1 die doch am ,anfang so viel und so weitlufig von ,petrus spricht - sagt von dieser so wichtigen ,reise kein ,wort6 ,ganz sicher ist bewiesen1 dass ,paulus in ,rom war und hier unter dem ,kaiser ,nero zwischen den ,jahren #ff-fh den ,mrtyrertod erlitt1 zugleich mit ,petrus lgen die ppstlichen ,geschichtsschreiber hinzu4 ,paulus war zwei ,jahre in ,rom und schrieb von dort ,briefe an verschiedene christliche ,gemeinden1 in denen er mehrere seiner ,freunde und ,anhnger nennt2 aber von ,petrus schreibt er kein ,wort6 ,wre dieser ,bischof in ,rom gewesen1 so htte es ,paulus gar nicht umgehen knnen1 von ihm zu reden1 sei es auch nur1 um sich ber ihn zu beschweren1 dass er ihn nicht in seinem ,werk untersttzte1 denn er sagt ausdrcklich1 dass diejenigen1 die er nennt1 sind allein meine ,gehilfen am ,reiche ,gottes1 die mir ein ,trost geworden sind 7,kolosser #d1 #g-ad74 ,also ,paulus schreibt davon nichts1 dass ,petrus jemals in ,rom war4 ,doch wenn dieser auch1 ganz gegen seinen ,beruf als ,apostel1 #be ,jahre ,pfarrer einer ,anzahl armer1 verfolgter ,christen in ,rom gewesen wre1 folgt dann daraus1 dass die nachherigen ,bischfe von ,rom ein ,recht hatten1 mit ,vlkern1 ,kaisern und ,knigen wie mit ,lumpengesindel umzuspringen8 - ,mchten sich die ,ppste immerhin ,nachfolger ,petri oder ,pauli nennen1 allein auch nicht mehr ,ansprche machen als diese6 ,wo ,petrus gestorben ist1 wei man zum ,glck fr die ,ppste nicht1 und so konnten diese eine schne rhrende ,geschichte erfinden1 die gar keine historische ,begrndung hat4 ,nach ihrer ,erzhlung wurde ,paulus als rmischer ,brger nur enthauptet2 allein der ,jude ,petrus wurde gegeielt und dann gekreuzigt1 - den ,kopf nach unten1 wie er es - nach der ,legende - aus ,demut und zum ,unterschied mit ,christus verlangte4 ,in dieser ,demut sind die ,ppste nicht seine ,nachfolger6 ,aller ,wahrscheinlichkeit nach war die ,gemeinde der ,christen zu ,rom zur ,zeit1 als ,paulus dort war1 noch nicht so gro1 dass sie eines eigenen ,aufsehers bedurfte1 und von einem ,bischof im spteren ,sinn kann vollends nicht die ,rede sein4 ,das ,verdienst1 die christliche ,gemeinde zu ,rom gestiftet zu haben1 gebhrt also unbedingt dem ,paulus2 dem ,petrus aber auf keinen ,fall4 ,alle ,ansprche also1 welche die sich ,ppste nennenden rmischen ,bischfe darauf grndeten1 dass sie ,nachfolger ,petri wren1 - zerfallen demnach in nichts4 - ,ursprnglich waren diese ,peterlgen von ihnen nur deshalb erfunden worden1 weil sie dadurch bewirken wollten1 dass ihre ,stimme bei ,kirchenstreitigkeiten als entscheidende gelten sollte4 ,als sie dies erst durchgesetzt hatten1 griffen sie weiter1 denn l'apptit vient mangeant4 ,konsequenterweise beginnen die ,ppste ihre ,reihe mit ,petrus4 ,nach ihm nennt man eine ,menge zum ,teil vllig erdichteter ,namen1 um nur die ,lcken auszufllen2 denn die frhere ,geschichte der rmischen ,bischfe ist noch dunkler als die der rmischen ,knige4 ,es ist zwecklos1 diese ,herren ,stadtpfarrer1 denn anderes waren sie nicht1 namentlich aufzufhren2 ich will mich damit begngen1 nur diejenigen nher zu beleuchten1 welche die greren ,schritte taten1 dem ,gipfelpunkt nherzukommen1 nach welchem alle strebten4 ,die ,reihen der rmischen ,kaiser1 die der asiatischen ,despoten1 kurz1 keine ,frstenreihe der ,welt - ja1 nicht einmal die chamber of horrors der ,madame ,toussaut in ,london bietet solche moralische ,ungeheuer dar als die ,reihe der ,ppste1 die sich die ,statthalter ,gottes nennen4 - ,aber sie mochten es noch so arg treiben1 den verdummten ,menschen gingen die blden ,augen nicht auf4 ,frsten und ,vlker lieen sich von diesen ekelhaften ,bsewichten das ,fell ber die ,ohren ziehen und kssten dafr den ,tyrannen noch demtig den ,pantoffel4 ,fuhr einmal ein vernnftiger ,frst dem hochmtigen ,priester zu ,rom ber die ,glatze1 dann schrie das dumme ,volk ,zetermordio1 und war einmal das ,volk vernnftig genug1 den rmischen ,anmaungen entgegenzutreten - dann kam gewiss ein dummer ,frst mit geweihtem ,schwert und ,hut und wetterte hernieder auf die verfluchten ,ketzer4 ,so kam es denn1 dass die ,ppste bis auf den heutigen ,tag ein ,recht ausben1 das ihnen niemand gegeben4 ,durch eine unerhrte ,dreistigkeit1 durch die klgste ,benutzung der ,dummheit der ,menschen haben sie sich ,schritt vor ,schritt in den ,besitz desselben gesetzt2 denn die ,christen der ersten ,jahrhunderte waren weit entfernt1 ihnen dasselbe einzurumen4 ,ein ,unrecht kann aber nie ein ,recht werden1 mag es auch ,jahrtausende faktisch bestanden haben und selbst von dem ,gesetz anerkannt sein2 diejenigen1 welche darunter leiden1 haben vollkommen recht1 sich von dem aufgezwungenen ,joch loszumachen1 sobald sie knnen4 ,dies kann aber ein jeder1 sobald er aufgehrt zu glauben2 tut er das1 so ist er schon frei ohne weitere ,anstrengung4 ,wie schon oben gesagt1 hatte vor ,ende des ersten ,jahrhunderts die rmische ,gemeinde wahrscheinlich weder einen besonderen ,bischof noch eine besondere ,kirche4 ,die armen ,christen mussten sich herumdrcken1 wie sie konnten1 und ihre ltesten waren gewiss ,mnner von unbescholtenen ,sitten1 denen es mit der ,lehre ,christi ernst war4 ,das ,mrtyrertum war ihnen unter den ,verfolgungen so ziemlich gewiss1 und daraus geht schon ganz sicher hervor1 dass sie andere ,leute waren als ihre ,nachfolger1 die keineswegs nach der ,mrtyrerkrone verlangten4 ,der erste rmische ,bischof1 von dem wir wissen1 dass er schon mehr gelten wollte als seine ,kollegen1 hie ,viktor 7#aib bis #bja74 ,er verlangte sehr ungestm1 dass alle brigen ,christen das ,osterlamm zu der ,zeit essen sollten1 wenn es in ,rom geschah1 nmlich am ,auferstehungstage ,jesu1 und nicht1 wie es die anderen ,christen beibehalten hatten1 am jdischen ,passahfest1 zu welcher ,zeit es auch ,christus a4 ,die anderen ,bischfe meinten1 es rapple dem ,herrn ,kollegen in ,rom unter der ,mtze1 und von seiner ,berufung auf ,petrus1 der diesen ,gebrauch in ,rom eingefhrt haben sollte1 nahmen sie nur so viel ,notiz1 dass ihm der ,bischof ,polykrates von ,ephesus antwortete3 dass nicht ,petrus1 sondern ,johannes an der ,brust ,jesu gelegen wre4 ,von einer ,oberhoheit des ,petrus ber die anderen ,apostel schien man damals1 so nahe der ,quelle1 noch nichts zu wissen1 aber tausend ,jahre spter hatte sich die beharrliche ,lge allgemeinen ,glauben verschafft4 ,als die ,christen in ,rom einst zur ,bischofswahl versammelt waren1 setzte sich zufllig eine ,taube auf den ,kopf eines ,mannes namens ,fabianus1 und mit echt heidnischem1 altrmischem ,wunderglauben riefen die ,christen3 ,der soll ,bischof sein6 ,seitdem nahm man an1 dass der ,heilige ,geist bei jeder ,bischofswahl gegenwrtig sei und sie leite4 ,das war bequem1 denn nun konnte jede dumme ,wahl ihm zur ,last gelegt werden4 ,stephanus1 welcher #bec ,bischof wurde1 war der erste1 welcher behauptete3 er sei mehr als die andern ,bischfe1 denn er sei der ,nachfolger des heiligen ,apostels ,petrus4 ,ja1 dieses ,papstwickelkind ging schon so weit1 dass es den asiatischen ,bischfen die ,kirchengemeinschaft aufkndigte1 weil sie seinen ,vorschriften nicht gehorchen wollten4 ,diese waren hchlich erstaunt ber die ,frechheit ihres ,herrn ,bruders in ,christo1 und der ,bischof ,firmilian von ,kappadokien uerte sich in einem den ,bischfen zugeschickten ,zirkular wie folgt3 ,mit ,recht muss ich mich in diesem ,punkt ber eine so offenbare als unverkennbare ,torheit des ,stephanus rgern1 welcher sich seines ,bischofssitzes rhmt und sich fr einen ,nachfolger des ,apostels ,petrus ausgibt4 ,als ,kaiser ,konstantin die christliche ,religion zur ,staatsreligion machte1 da wurde dieser ,umstand sogleich von den rmischen ,bischfen zur ,erhhung ihrer ,macht benutzt4 ,durch niedrige ,schmeichelei und ,kriecherei gelang es ihnen1 denen stets das ,ohr des ,kaisers zu ,gebote stand1 diesen zu bewegen1 dass ihnen immer mehr ,vorrechte eingerumt wurden4 ,dabei waren sie nicht blde2 sie nahmen1 wo sie etwas bekommen konnten1 wie schon im ersten ,kapitel erzhlt ist4 ,so wurden sie reich und mit dem ,reichtum von ,jahr zu ,jahr hochmtiger4 ,die ,stelle des rmischen ,bischofs wurde nun eine sehr begehrte und beneidete4 ,der heidnische ,statthalter zu ,rom1 ,prtextatus1 sagte3 ,macht mich zum ,bischof von ,rom1 dann will ich sogleich ,christ werden4 ,die ,bewerber um diese ,stelle lieferten sich die blutigsten ,gefechte1 in denen ,hunderte von ,menschen ihr ,leben einbten4 ,mit der ,frmmigkeit und ,heiligkeit der rmischen ,bischfe war es lngst vorbei und wir sehen auf dem ,bischofsstuhl schon ,mrder und ,ehebrecher4 ,doch bei solchen ,kleinigkeiten drfen wir uns nicht aufhalten und ebenso wenig bei den ehrgeizigen ,kmpfen zwischen den ,bischfen von ,rom und denen der anderen ,stdte4 ,obwohl es interessant ist1 zu beobachten1 wie durch konsequente ,anwendung der ,lge1 ,unverschmtheit1 ,list und ,gewalt die ,macht der rmischen ,bischfe immer weiter um sich griff1 so wrde mich doch eine solche ,auseinandersetzung hier zu weit fhren1 und ich will mich damit begngen1 die ,stellung der rmischen ,bischfe in den verschiedenen ,jahrhunderten1 sowohl ihren ,mitbischfen als der weltlichen ,macht gegenber1 zu charakterisieren und nur einzelne dieser ,ehrenmnner als ,beispiel anfhren4 ,schon im vierten ,jahrhundert hatten die rmischen ,bischfe es verlangt1 dass ihnen der erste ,rang unter den ,patriarchen1 also auch unter allen ,bischfen1 zuerkannt wrde4 ,dies geschah jedoch nicht1 weil sie sich fr ,nachfolger ,petri ausgaben1 sondern weil sie ihren ,sitz in der damaligen ,hauptstadt der ,welt hatten4 ,aber man dachte noch nicht daran1 ihnen eine hhere ,wrde als den andern ,patriarchen einzurumen4 ,mehr erlangten sie auch nicht im fnften1 sechsten und siebten ,jahrhundert1 wenn sie selbst auch schon anfingen1 sich eine hhere ,stellung anzumaen und zu behaupten1 dass sie vermge der ihnen von ,petrus anvertrauten ,gewalt mit der ,vorsorge fr die allgemeine ,kirche beauftragt wren4 ,diese ,anmaungen wurden indessen noch von niemand anerkannt4 ,in diesen ,jahrhunderten hielt man noch die allgemeinen ,kirchenversammlungen fr die einzige rechtmige kirchliche ,behrde1 welche fr die ,erhaltung der ,einheit der ,kirche ,sorge tragen musste4 ber die ,beobachtung der allgemeinen ,kirchengesetze hatte jeder ,bischof in seiner ,dizese und vorzglich jeder ,patriarch in seinem ,bezirk zu sorgen4 ,die von den ,aposteln gestifteten ,gemeinden waren allerdings und begreiflicherweise die ,richtschnur fr die brigen1 und da ,rom im ,abendland die einzige der ,art war 7da sie von ,paulus gestiftet wurde71 so war es denn ganz natrlich1 dass sich die abendlndischen ,bischfe hin und wieder in streitigen ,fllen kollegialisch an die ,bischfe von ,rom wandten und um ,rat baten4 ,in solchen ,fllen waren diese stets darauf bedacht1 ihren ,rat in die ,form eines ,befehls zu kleiden und wohl gar hinzuzufgen3 ,so beliebt es dem ,apostolischen ,stuhl4 ,wenn nun auch einzelne ,bischfe zu solchen ,anmaungen schwiegen1 worauf die rmischen sogleich ein ,recht grndeten1 so protestierte man doch von allen ,seiten dagegen1 und an ein ,primat des rmischen ,stuhls dachte vollends noch niemand1 als hchstens die rmischen ,bischfe selbst4 - ,kaiser ,justinian erklrte sogar durch ein eigenes ,gesetz1 die ,kirche zu ,konstantinopel sei das ,haupt aller christlichen ,kirchen1 und andere legten dem dortigen ,patriarchen1 zum grten rger des rmischen1 den ,titel und ,charakter eines allgemeinen ,bischofs bei4 ,selbst im ,abendland1 wo doch der rmische ,bischof noch im hchsten ,ansehen stand1 rumte man ihnen zu dieser ,zeit nicht einmal einen besonderen ,titel ein4 ,alle ,bischfe nannten sich ,papst 7von papa1 ,vater71 auch ,oberpriester1 auch sogar ,stellvertreter ,christi1 und gaben sich untereinander diese ,titel1 also auch dem ,bischof von ,rom1 der bald ,papst der ,stadt ,rom1 bald schlechtweg ,papst genannt wurde4 ,sogar der ,titel ,patriarch wurde im ,abendland nicht einmal allein dem ,bischof von ,rom gegeben2 es nannten sich die meisten ,metropoliten so1 und noch im ,jahre #hhc wurde der ,bischof von ,lyon1 der auf der zweiten ,synode zu ,macon den ,vorsitz fhrte1 ,patriarch genannt4 ,hierin liegt der ,beweis1 dass man selbst im ,abendland gar nicht daran dachte1 dem ,bischof von ,rom einen hheren ,rang einzurumen4 ber das ,verhltnis der rmischen ,bischfe gegenber den ,kaisern habe ich bereits im ersten ,kapitel gesprochen4 ,es blieb dasselbe im fnften1 sechsten und siebten ,jahrhundert4 ,zeigten sich einzelne ,kaiser nachgiebiger gegen die ,bischfe1 so lag das in ihrer ,persnlichkeit4 ,der rmische ,bischof stand wie jeder andere ,staatsbeamte unter dem ,kaiser1 und dieser und sein ,statthalter waren seine ,richter4 ,die ,reichssynoden wurden von den ,kaisern berufen1 und diese prsidierten hier durch einen ,kommissarius1 und wenn auf der ,synode zu ,chalcedon der ,legat des rmischen ,bischofs ,leo den ,vorsitz fhrte1 so geschah es1 weil dieser es sich vom ,kaiser als eine besondere ,gnade erbeten hatte4 ,die ,beschlsse dieser ,synoden wurden nicht vom ,bischof in ,rom1 sondern von den ,kaisern besttigt1 und selbst wenn eine solche ,kirchenversammlung gegen den ,willen des rmischen ,bischofs gehalten wurde1 so verlor sie dadurch nichts von ihrer allgemeinen ,gltigkeit4 ,bei streitigen ,bischofswahlen entschied immer der ,kaiser1 und kein ,bischof durfte seine ,wrde antreten ohne die kaiserliche ,besttigung4 ,machte auch der ,hochmut hin und wieder einen der ,bischfe verrckt1 so wagten sie es doch nicht1 sich ber den ,kaiser zu erheben4 ,selbst ,gregor ,i4 7#eij-fjd71 in dem schon der ,geist der spteren ,ppste spukte1 war demtig wie ein ,hund vor den ,kaisern4 ,in seinen ,briefen an den ,kaiser ,mauritius gebrauchte er die kriechendsten ,ausdrcke und schreibt zum ,beispiel3 ,wer bin ich1 der ich zu meinem ,herrn rede1 als ,staub und ,wurm4 ,er nennt den ,kaiser seinen frommen ,herrn1 dem die ,gewalt ber alle ,menschen vom ,himmel herab erteilt worden sei1 und sich selbst nennt er seinen unwrdigen ,diener4 - ,dies war er in der ,tat1 denn er war durch und durch ein lasterhafter1 heuchlerischer ,schurke4 ,sein ,benehmen gegen den ,tyrannen ,phokas beweist das schon zur ,genge4 ,der ,kaiser ,mauritius1 einer der edelsten ,menschen1 die jemals auf einem ,thron saen1 wurde durch diesen ,phokas1 einen seiner ,hauptleute1 entthront4 ,selbst ,nero ist gegen dieses blutdurstige ,ungeheuer ein guter liebreicher ,mensch1 ,phokas lie fnf ,kinder des ,mauritius vor dessen ,augen grausam hinrichten und dann ihn selbst4 ,er rottete die ganze kaiserliche ,familie aus und mordete auf die scheulichste ,weise bis an das ,ende seines ,lebens4 ,gregor hatte von ,mauritius nur ,gutes erfahren2 er nannte ihn selbst seinen ,wohltter1 und dennoch verleumdete er aus ,kriecherei gegen ,phokas den edlen ,kaiser4 ,an den blutdurstigen ,tyrannen schrieb er3 ,bisher sind wir hart geprft gewesen2 der allmchtige ,gott aber hat ,eure ,majestt erwhlt und auf den kaiserlichen ,thron gesetzt1 um durch ,eure ,majestt barmherzige ,gesinnung und ,einrichtung aller unserer ,not und ,traurigkeit ein ,ende zu machen4 ,der ,himmel freue sich daher1 und die ,erde sei frhlich1 und das ganze ,volk msse wegen einer so glcklichen ,vernderung ,dank sagen4 ,und so warf sich ,gregor weg1 um ,phokas und sein gleich nichtswrdiges ,weib auf seine ,seite zu ziehen1 damit er ihm vor dem ,bischof von ,konstantinopel bevorzuge1 welcher zum grten ,missvergngen ,gregors den ,titel allgemeiner ,bischof angenommen hatte4 ,doch ich muss die uerungen der ,verachtung gegen diesen elenden ,pfaffen unterdrcken1 denn wo soll ich sonst ,worte finden1 die noch nichtswrdigeren ,handlungen seiner noch verruchteren ,nachfolger zu bezeichnen8 ,dieser ,gregor ,i4 steht in der rmischen ,kirche in ganz besonders hoher ,achtung1 denn ihm verdankt sie die ,einfhrung einer ,menge sinnloser oder vielmehr dummer ,zeremonien1 die noch bis zum heutigen ,tag ,geltung haben4 ,er war es1 welcher aus der rmischen ,kirche die letzten ,spuren wahren ,christentums1 wie es ,jesus und allenfalls seine ,apostel verstanden1 austilgte4 ,er ist der ,erfinder des ,fegefeuers1 dieser ppstlichen ,prellanstalt1 die besser rentierte als irgendein ,schwindelgeschft1 welches je ein beschnittener oder unbeschnittener ,jude machte4 ,gregor ist auch der eifrigste ,frderer des ,mnchswesens4 ,er hinterlie einen ,wust selbst verfasster ,schriften1 die von dem wundervollsten ,unsinn strotzen4 ,in ihnen sind auch ,regeln fr ,geistliche enthalten1 aus denen ich eine ,probe anfhre1 damit die der rmischen ,kirche angehrigen ,leser untersuchen knnen1 ob ihr ,bischof derselben entspricht4 ,es handelt sich nmlich darum1 wie die ,nase eines ,bischofs beschaffen sein msse4 ,ein ,bischof darf keine kleine ,nase haben - denn er muss ,gutes und ,bses zu unterscheiden wissen wie die ,nase ,gestank und ,wohlgeruch1 daher auch das hohe ,lied sagt3 ',deine ,nase ist gleich dem ,turm auf dem ,libanon4' ,ein ,bischof darf aber auch keine allzu groe oder gekrmmte ,nase haben1 um nicht spitzfindig oder niedergedrckt von ,sorgen zu sein2 - er darf nicht triefugig sein1 denn er muss helle sehen2 noch weniger krtzig oder beherrscht vom ,fleische4 ,im siebten ,jahrhundert trug sich eine ,vernderung zu1 welche zwar dem ,christentum einen harten ,sto gab1 aber fr das ,ansehen der rmischen ,bischfe in der ,folge hchst vorteilhaft wirkte4 ,mohammed trat als der ,stifter einer neuen ,religion auf4 ,mohammed lehrte3 ,es ist nur ein einziger ,gott1 welcher die ganze ,welt beherrscht2 er will von den ,menschen treu verehrt sein durch ,tugend4 ,tugend besteht in ,ergebung in den gttlichen ,willen1 andchtigem ,gebet1 ,wohlttigkeit gegen die ,armen und ,fremden1 ,redlichkeit1 ,keuschheit1 ,nchternheit1 ,reinlichkeit1 tapferer ,verteidigung der ,sache ,gottes bis in den ,tod4 ,wer diese ,pflichten erfllt1 ist ein ,glubiger und empfngt den ,lohn des ewigen ,lebens4 ,diese ,lehre musste in der damaligen ,zeit groen ,anklang finden1 denn sie war einfach und verstndlich1 whrend die der ,christen sich von der ,jesu so weit entfernt hatte1 dass sie unverstndlicher1 unklarer1 mystischer und unvernnftiger geworden war1 als die der ,heiden jemals gewesen4 ,dazu kam noch ein zwar auf sehr sinnliche ,vorstellungen gegrndeter1 aber deshalb sehr praktisch und verlockend erfundener ,himmel1 whrend ein ,mensch mit gesunden ,sinnen dem von den ,mnchen geschilderten ,christenhimmel weder eine fassbare ,vorstellung noch den allergeringsten ,geschmack abgewinnen kann4 ,der praktische ,wert des ,islam im ,vergleich mit der zu jener ,zeit als ,christentum geltenden ,religion war besonders bei den ,vlkern des ,orients berwiegend1 und die ,lehre ,mohammeds verbreitete sich mit groer ,schnelligkeit ber ganz ,asien und ,nordafrika und vernichtete die christliche ,kirche in diesen ,lndern4 ,dadurch verschwanden die ,patriarchen von ,antiochien1 ,jerusalem und ,alexandrien und mit ihnen die gefhrlichsten ,gegner der rmischen ,anmaungen4 ,mohammed und die ,kalifen arbeiteten fr die rmischen ,ppste4 ,diese waren aber bis zum ,ende des siebenden ,jahrhunderts noch gar weit von ihrem ,ziel entfernt4 ,die ,kaiser kssten ihnen noch nicht den ,pantoffel1 wie sie es spter taten1 sondern gingen mit ihnen ebenso um1 wie die preuische ,regierung es mit den evangelischen ,bischfen tut1 das heit1 sie betrachteten sie einfach als ,staatsbeamte4 ,der ,bischof ,liberius1 welcher sich in ,glaubenssachen nicht fgen wollte1 wurde vom ,kaiser ,konstantin abgesetzt und verwiesen4 ,der stolze ,bischof ,leo der ,groe 7#deb7 musste sich vom ,kaiser ,valentinian als ,gesandter an den ,hunnenknig schicken lassen1 und der ,bischof ,agapet wurde in derselben ,eigenschaft von dem ,ostgotenknig ,theodat an ,kaiser ,justinian abgesendet4 ,wie demtig ,gregor war1 haben wir gesehen1 und das war wenigstens klug von ihm1 denn die ,kaiser lieen nicht immer mit sich scherzen1 wie es ,konstans dem ,bischof ,martin 7#fdi bis #fee7 bewies4 ,martin wagte es1 den ,befehlen des ,kaisers entgegenzuhandeln1 ja1 er lie sich in hochverrterische ,plne ein4 ,dies bewog den ,kaiser1 den rmischen ,bischof durch seinen ,statthalter in ,rom gefangen nehmen und nach der ,insel ,naxos bringen zu lassen1 die durch ,ariadne bekannter geworden ist als durch ,martin1 der hier ein ganzes ,jahr lang im ,gefngnis sa4 ,von hier brachte man den ,heiligen ,vater nach ,konstantinopel1 sperrte ihn #ci ,tage lang ein und stellte ihn dann vor ein ,gericht1 welchem der ,groschatzmeister prsidierte4 ,der rmische ,papst hatte das ppstliche bel1 das ,podagra1 in den ,beinen - seine ,nachfolger hatten es hufig im ,kopf - und erschien sitzend in einem ,sessel4 ,der ,richter befahl ihm jedoch1 das ,verhr stehend abzuwarten1 und da er dies nicht konnte1 so wurde er von zwei ,mnnern aufrecht gehalten4 ,die ,schuld war offenbar1 und so ward ihm denn bald das ,urteil gesprochen3 ,du hast gegen den ,kaiser verrterisch gehandelt1 sagte der ,groschatzmeister1 du hast ,gott verlassen1 und ,gott hat dich wieder verlassen und in unsere ,hnde gegeben4 ,darauf bergab er den ,bischof von ,rom dem ,gouverneur von ,konstantinopel mit der ,weisung1 ihn ohne ,bedenken in ,stcke zerhauen zu lassen1 wenn er wolle4 ,dem hochverrterischen rmischen ,papst wurde nun ein ,halseisen umgelegt1 und an ,ketten wurde4er durch die ,stadt geschleppt4 ,vor ihm her ging der ,scharfrichter mit entbltem ,schwert1 zum ,zeichen1 dass der ,verbrecher zum ,tode verurteilt war4 ,darauf wurde ,martin ins ,gefngnis gebracht1 mit ,ketten auf eine ,bank geschlossen und unter freien ,himmel gestellt1 wie es mit allen ,verbrechern den ,tag vor ihrer ,hinrichtung geschah4 ber den armen deutschen ,knig ,heinrich erbarmte sich niemand1 als er halbnackt im ,schlosshof von ,canossa im ,schnee stand1 aber ,martin fand mitleidige ,seelen4 ,die ,gefngniswrter legten ihn ins ,bett1 und der ,kmmerling des ,kaisers lie ihm zu essen bringen4 ,ja1 der sterbende ,patriarch ,paulus von ,konstantinopel1 ein frommer ,mann1 den ,martin feierlich als ,ketzer verflucht hatte1 bat auf seinem ,sterbebett den ,kaiser um seines ,feindes ,leben4 ,es wurde ihm bewilligt4 ,martin wurde aus dem ,land verwiesen4 ,wo bat jemals ein rmischer ,papst um das ,leben seines ,feindes8 ,ich konnte in der ,geschichte keinen ,fall auffinden und wrde jedem dankbar sein1 der mir einen solchen nachweisen knnte4 - ,der ,nachfolger des abgesetzten ,martins zeichnete sich durch nichts aus als dadurch1 - dass er diesen verhungern lie4 ,im achten ,jahrhundert taten die ,ppste einen mchtigen ,sprung vorwrts1 wozu sie im ,anfang desselben nicht die allergeringste ,hoffnung hatten4 ,als die ,langobarden ,herren ,italiens waren1 beschrnkte sich die ,macht der rmischen ,bischfe nur auf die ,dizese1 denn die barbarischen ,knige derselben erkannten sie nicht einmal als die ,patriarchen von ,italien an1 und die andern ,bischfe dieses ,landes behaupteten ihre ,unabhngigkeit4 ,das nderte sich aber bald1 als das langobardische ,reich unter die ,herrschaft der ,franken kam4 ,durch sie wurden die ,bischfe von ,rom die grten ,landbesitzer in ,italien1 und dies1 wie die ,untersttzung der ,frankenknige1 half ihnen zu dem ,primat in ,italien4 ,sie verloren zwar in dieser ,periode allen ,einfluss auf ,spanien1 dafr traten sie aber wieder in nhere ,berhrung mit ,gallien und legten den ,grund zu ihrer ,herrschaft in ,deutschland4 ,in ,england hatten sie schon zu ,ende des sechsten ,jahrhunderts festen ,fu gefasst1 indem die dortigen christlichen ,kirchen auf ihre ,veranlassung gestiftet wurden4 ,von #gae bis #gce sa ,gregor ,,ii4 auf dem bischflichen ,stuhl zu ,rom4 ,unter ihm brach der groe ,bilderstreit aus1 von dem ich schon frher gesprochen habe und der das ohnedies schon durch ,thronstreitigkeiten zerrttete ostrmische ,reich noch mehr schwchte4 ,eigentlich hatte man sich schon seit den ersten ,jahrhunderten des ,christentums wegen der ,verehrung der ,bilder gezankt1 und die angesehensten und frmmsten ,kirchenlehrer hatten den ,bilderdienst als abscheulichsten ,gtzendienst verdammt4 ,um von den vielen ,beispielen nur eins anzufhren1 setze ich den ,ausspruch ,tertullians her3 ,ein jedes ,bild ist nach dem ,gesetz ,gottes ein ,gtze1 und ein jeder ,dienst1 der demselben erwiesen wird1 eine ,abgtterei4 ,so wie dieser verdammen ,eusebius von ,csarea1 ,clemens von ,alexandrien1 ,origenes1 ,chrysostomus und viele andere der geachtetsten ,kirchenvter die ,verehrung der ,bilder als eine der christlichen ,lehre durchaus hohnsprechende ,abgtterei4 ,aber die rmischen ,bischfe und die ,mnche1 welche ihren ,vorteil kannten1 den ihre ,kasse aus diesem ,gtzendienst ziehen musste1 verteidigten die ,bilder mit ,leib und ,leben4 ,gregor ,,ii4 war ein groer ,bildernarr1 und als der ostrmische ,kaiser ,leo1 der ,isaurier1 die ,bilder mit ,gewalt aus den ,kirchen ,italiens entfernen lassen wollte1 da kam es zu den blutigsten ,streitigkeiten1 welche der ,langobardenknig ,liutprand dazu benutzte1 seine ,herrschaft in diesem ,land immer weiter auszudehnen4 ,gregor hetzte alles gegeneinander und wiegelte das ,volk gegen den ,kaiser auf4 ,an diesen schrieb er einen unverschmten ,brief1 in welchem er ihn einen ,ignoranten1 einen ,tlpel1 einen dummen und verrckten ,menschen1 einen gottlosen ,ketzer nannte4 ,der rechtschaffene ,kaiser1 anstatt diesen hochmtigen ,pfaffen nach dem ,gesetz strafen zu lassen1 antwortete ihm mit groer ,migung1 aber nun stieg erst recht die ,frechheit ,gregors1 und in einem seiner ,briefe schrieb er an seinen ,kaiser und ,herrn3 ,jesus ,christus schicke dir den ,teufel in den ,leib1 damit dein ,geist zum ,heil gelange4 ,leo griff nun den rebellischen ,bischof am richtigen ,fleck an2 er entzog ihm sein ganzes ,patrimonium in ,sizilien und ,kalabrien und unterwarf es dem ,patriarchen von ,konstantinopel4 ,dadurch verlor ,gregor alljhrlich #bbd4jjj ,livres ,einknfte4 ,dafr verehrt denn aber auch die rmische ,kirche diesen ,gregor ,,ii4 als einen ,heiligen4 ,sein ,nachfolger ,gregor ,,iii4 fuhr ganz in demselben ,geist fort und wiegelte das ,volk zu offener ,emprung gegen den ,kaiser auf4 ,als er aber auch den ,langobardenknig beleidigte1 rckte dieser vor ,rom4 ,der gengstigte ,bischof1 den nun alle heiligen ,knochen nicht schtzen konnten und der fr seine eigenen frchtete1 bat ,karl ,martell1 den frnkischen ,majordomus1 um ,hilfe und wand sich vor ihm wie ein ,wurm4 ,endlich lie sich der ,franke bewegen1 ihn zu schtzen1 als er versprach1 sich vom ,kaiser loszusagen und ,rom ihm zu unterwerfen4 ,nach ,gregors und ,martells ,tod wurde der folgende ,bischof von ,rom1 ,zacharias1 wieder arg von den ,langobarden bedrngt und sah nirgends ,trost und ,hilfe als bei den ,franken4 ,hier fhrte der ,sohn ,karl ,martells1 ,pipin1 das ,schwert des ,reiches und hatte groe ,lust1 den schwachen ,knig ,childerich ,,iii4 zu entthronen4 ,zacharias wusste es nun so zu lenken1 dass die frnkischen ,stnde an ihn die ,frage richteten3 ,ob nicht ein feiger und untchtiger ,knig des ,thrones beraubt und ein wrdigerer an seine ,stelle gesetzt werden drfe8 ,der rmische ,bischof antwortete3 ,ja und machte sich dadurch den nun zum ,frankenknig erwhlten ,pipin zum ,freunde4 ,zacharias erlebte aber die ,frchte seiner ,politik nicht4 ,von ihm verdient noch bemerkt zu werden1 dass er einen ,bischof1 namens ,virgilius1 in den ,bann tat und als ,ketzer verdammte1 weil derselbe behauptet hatte1 dass die ,erde eine ,kugel sei und dass auf der andern ,seite derselben ,menschen wohnten1 die uns die ,fusohlen zukehrten4 ,bischof ,stephanus ,,ii4 7#geb-geg7 erntete1 was seine ,vorgnger sten4 ,bedrngt von den ,langobarden1 begab er sich in ,person zu ,pipin4 ,dieser schickte ihm seinen ,sohn ,karl dreiig ,meilen weit entgegen und ritt selbst eine ,meile1 ihn zu begren4 ,er litt nicht1 dass der ,bischof vom ,pferde stieg1 sondern begleitete ihn selbst zu ,fu1 gleich einem ,stallknecht4 ,so erzhlen die ppstlichen ,geschichtsschreiber4 ,pipin lie sich in ,paris von ,stephan salben1 und dieser entband ihn feierlich des ,eides1 den er seinem ,knige geleistet1 und tat die ,franken1 wenn sie ,pipin und seine ,nachfolger nicht als ,knige anerkennen wrden1 in den ,bann4 ,das tapfere ,volk war bereits so sehr von ppstlichem ,aberglauben umgarnt1 dass die ,dreistigkeit des ,stephanus sie nicht emprte1 sondern vielmehr die ,macht ,pipins befestigte4 ,dieser zeigte sich dankbar2 er schenkte dem rmischen ,bischof das ,exarchat1 nmlich die heutige ,romagna und ,ankona1 ein ,land1 welches ,pipin gar nicht zu verschenken hatte1 da es ihm nicht gehrte6 ,als ,stephan nach ,rom zurckgekehrt war und die ,franken zu lange zgerten1 ihn von den ,langobarden zu befreien1 schrieb er einen ,brief nach dem andern an ,pipin1 und als derselbe immer noch nicht kam1 griff er zu einem ebenso dummen wie schamlosen ,betrug1 der aber trotzdem gescheit war1 da er bei den aberglubischen ,franken ,erfolg hatte4 ,stephan schickte nmlich einen ,brief des ,apostels ,petrus an ,pipin1 seinen ,sohn und die frnkische ,nation1 in welchem der ,apostel auf die ,langobarden schimpft1 dringend um ,hilfe bittet1 aber dem ,frankenknig mitteilt1 dass1 wenn er nicht helfen wolle1 er vom ,reich ,gottes ausgeschlossen sei4 ,es mit dem ,himmelspfrtner zu verderben war eine ernste ,sache1 und die ,franken entschlossen sich1 in ,italien einzurcken4 ,die ,langobarden waren gezwungen1 das ,exarchat zu rumen1 und ,bischof ,stephan in den ,besitz eines ,landes gesetzt1 welches dem ostrmischen ,kaiser gehrte1 dessen ,untertan ,stephanus war6 ,whrend die rmischen ,bischfe selbst dafr besorgt waren1 in ,italien ihr ,schfchen ins ,trockene zu bringen1 arbeitete fr sie in ,deutschland ,bonifazius1 welcher seiner ,beschtzer ganz wrdig war4 ,ich habe schon frher von diesem ,unglcksapostel gesprochen1 dem ,deutschland all das ,unheil verdankt1 welches die rmische ,kirche ber dasselbe gebracht hat4 ,dieser ,bonifazius kam nach ,rom und leistete ,gregor ,,ii4 ber dem erlogenen ,grab der ,apostel einen ,huldigungseid1 durch welchen er sich dem ,papsttum1 nicht dem ,christentum1 mit ,leib und ,seele unterwarf4 ,mit heiligen ,knochen aller ,art ausgerstet1 ging er nun nach ,deutschland und wandte alle von seinem ,meister in ,rom erlernten ,mittel an1 die deutschen ,bischfe dem ,rmischen ,stuhl zu unterwerfen4 ,das ,christentum hatte in ,deutschland lngst ,wurzel gefasst2 allein ,bonifazius rottete es als ,ketzerei aus und gab ihm dafr das moderne ,heidentum1 welches man schon damals in ,rom christliche ,religion nannte4 ,er stiftete als ,legat des rmischen ,bischofs eine ,menge ,kirchen in ,deutschland1 die er alle demselben unterwarf1 und seinen ,bemhungen gelang es1 zu ,stande zu bringen1 dass im ,jahr #gdd smtliche deutsche ,bischfe dem ,rmischen ,stuhle bestndigen ,gehorsam gelobten4 ,auch ber die frnkischen ,bischfe erlangte der zu ,rom eine ,art von ,oberhoheit2 allein sowohl hier als in ,deutschland hatte dieselbe noch ziemlich enge ,grenzen1 und man war weit davon entfernt1 ihm die gesetzgebende ,gewalt ber die ganze ,kirche einzurumen4 ,aber es war schon genug1 dass man ihm eine gewisse ,autoritt einrumte2 mit ,lug und ,trug kamen1 wie wir sehen werden1 die ,ppste bald weiter4 ,wenn auch ,pipin sich sehr demtig zeigte1 so fiel es doch seinem ,sohn1 ,karl dem ,groen1 obwohl er sich in ,rom vom ,papst zum ,kaiser krnen lie2 nicht im allerentferntesten ein1 sich diesem unterzuordnen2 er betrachtete ihn als den ersten ,reichsbischof1 denn er selbst trat in alle ,rechte1 welche sonst der rmische ,kaiser ausgebt hatte4 ,aber dieser sonst so vernnftige ,mann1 welcher die ,geistlichkeit wegen ihrer ,habsucht1 ,prachtliebe und ,sittenlosigkeit sehr derb zurechtwies1 beging den dummen ,streich1 den ,pfaffen ein wichtiges ,recht zu gewhren1 welches nur dazu diente1 die ,macht zu strken1 von der ,karls ,nachfolger misshandelt wurden2 er besttigte das ,recht des ,zehnten4 ,als die christlichen ,priester sich ganz nach dem ,muster der jdischen bildeten1 verlangten sie auch wie diese den zehnten ,teil der ,ernte usw4 fr sich4 ,bisher hatten sie die glubigen ,christen zur ,zahlung dieser ,abgabe zu berreden gewusst1 und wenn auch schon am ,ende des siebten ,jahrhunderts eine frnkische ,synode den ,zehnten fr eine gttliche ,satzung erklrte und jeden mit dem ,bann bedrohte1 der ihn nicht bezahlen wollte1 so war dies doch eben weiter nichts als ein ,beweis pfffischer ,unverschmtheit1 die wir deren so viele haben4 ,karl der ,groe machte den ,zehnten erst gesetzlich1 und bald dehnten ihn die ,pfaffen auf alles mgliche aus4 ,sie verlangten nicht nur den ,zehnten von den ,feldfrchten1 ,schafen1 ,ziegen1 ,klbern1 ,hhnern und dem ,erwerb1 sondern sie wollten ihn sogar von ,dingen erheben1 die sich fr ,geistliche sehr schlecht schickten4 ,als ,beweis mag folgender ,fall dienen3 ,zu ,brescia belehrte ein ,pfarrer die ,frauen im ,beichtstuhl1 dass sie ihm auch den ,zehnten von - den ehelichen ,umarmungen entrichten mssten4 ,eine der ,frauen1 welche sich von der ,rechtmigkeit der geistlichen ,ansprche hatte berzeugen lassen1 wurde von ihrem ,manne wegen ihrer langen ,abwesenheit zur ,rede gestellt2 von ihm gedrngt1 beichtete sie das saubere ,beichtstuhlgeheimnis4 ,der beleidigte ,ehemann sann auf eine herbe ,zchtigung4 ,er veranstaltete ein groes ,gastmahl1 zu welchem auch der zehntlustige ,pfarrer geladen wurde4 ,als man in der besten ,unterhaltung war1 erzhlte der ,wirt der ,gesellschaft die ,nichtswrdigkeit des ,pfaffen und wandte sich dann pltzlich an diesen1 indem er ihm sagte3 ,da du nun von meiner ,frau den ,zehnten von allen ,dingen verlangst1 so empfange nun auch den hier6 ,dabei berreichte er dem ,pfaffen ein ,glas voll ,urin usw4 und zwang den halbtoten ,pfarrer1 dasselbe vor den ,augen der ganzen ,gesellschaft zu leeren4 ,seitdem wird ihm wohl der ,appetit nach dem ,zehnten etwas vergangen sein4 ,karls des ,groen unwrdige ,nachfolger begingen die ,torheit1 sich gleichfalls von den ,ppsten krnen zu lassen1 und so wurde in dem ,volk bald die ,idee erweckt1 dass der ,papst die ,krone zu vergeben habe1 da er den ,kaiser erst durch die ,krnung zum ,kaiser mache4 ,die ,einwilligung1 welche aber die ,ppste zu ihrer ,wahl vom ,kaiser bedurften1 wurde stets in aller ,stille und ohne ,sang und ,klang eingeholt1 damit das ,volk davon nichts merke4 ,papst ,eugenius entwarf selbst den ,eid1 welchen er seinen ,herren1 den ,kaisern ,ludwig und ,lothar1 leistete und den auch seine ,nachfolger den ,kaisern schwren mussten4 ,dieser ,eid1 den ich nicht ausfhrlich hersetzen will1 steht auch in den ,diplomen1 die von den ,kaisern ,otto ,i4 und ,heinrich ,i4 in der ,engelsburg in ,rom aufgefunden wurden4 ,es ist also klar bewiesen1 dass die ,ppste selbst sich damals durchaus als ,untergebene der ,kaiser betrachteten4 ,man erstarrt frmlich ber die grenzenlose ,unverschmtheit1 mit welcher die ,ppste dies abzuleugnen suchen6 ,wahrhaft gro darin war ,nikolaus ,i4 7#heh-hfh74 ,er behauptete3 dass die ,kaiser1 wenn sie ,synoden fr ntig hielten1 stets nach ,rom geschrieben und nicht befohlen1 sondern nur gebeten htten1 eine ,synode zusammenzurufen und dann gutgeheien oder verdammt htten1 was man in ,rom fr ntig fand4 ,dieser ,nikolaus war sogar dreist genug1 zu behaupten1 dass die ,untertanen den ,knigen1 die den ,willen ,gottes 7d4 h4 des ,papstes7 nicht tten1 keinen ,gehorsam schuldig wren4 ,seinen ,namen setzte er in allen ,schriften vor den der ,knige1 ja1 er wagte es1 ,lothar zu exkommunizieren1 und dieser - bat wirklich demtig um ,absolution6 ,die ,erzbischfe ,teutgaud von ,trier und ,gnther von ,kln traten khn dem frechen ,nickel entgegen4 ,du bist ein ,wolf unter ,schafen1 sagten sie zu ihm1 du handelst gegen deine ,mitbischfe nicht wie ein ,vater1 sondern wie ein ,jupiter2 du nennst dich einen ,knecht der ,knechte und spielst den ,herrn der ,herren1 - du bist eine ,wespe - aber glaubst du1 dass du alles tun drftest1 was dir gefllt8 ,wir kennen dich nicht und deine ,stimme und frchten nicht deinen ,donner1 - die ,stadt ,gottes1 von der wir ,brger sind1 ist grer als ,babylon1 das sich rhmt1 ewig zu sein1 und das sich brstet1 als ob es nie irren knne4 ,doch was halfen solche vereinzelte ,anstrengungen8 ,die starke ,kreuzspinne zu ,rom spann ihre ,lgengewebe ber ganz ,europa und bestrickte damit endlich ,knige1 ,bischfe und ,volk6 ,es ging aber damit den ,ppsten noch immer zu langsam1 sie ersannen einen ,betrug1 der ihnen schneller zum ,ziele helfen sollte und1 ,dank der ,dummheit der ,menschen1 leider auch half6 ,niemand wollte noch an die ,rechtmigkeit all der ,rechte glauben1 welche die ,ppste nach und nach usurpiert hatten4 ,dies war ihnen in vielen ,fllen fatal1 und sie mussten sehr wnschen1 nachweisen zu knnen1 dass schon die ersten rmischen ,bischfe solche ,machtvollkommenheit gehabt htten1 wie sie dieselben in ,anspruch nahmen4 ,zu diesem ,ende wurden zu ,anfang des neunten ,jahrhunderts die in der ,geschichte unter dem ,namen der pseudoisidorische ,dekretalen bekannten falschen ,urkunden von einem ppstlichen ,betrger zusammengestellt4 ,sie wurden unter dem ,namen des hchst geachteten ,bischofs ,isidor von ,sevilla1 der #fcf starb1 verbreitet und begannen mit sechzig ,briefen der allerersten ,bischfe ,roms1 denen eine ,menge bischflicher ,dekretalen 7,beschlsse71 echte und falsche durcheinander1 folgten4 ,der ,hauptzweck dieser ,flschung war es1 die ganze ,kirchenzucht ber den ,haufen zu werfen1 den rmischen ,bischof zum unumschrnkten ,kirchenmonarchen zu machen1 ihm mit ,vernichtung aller ,metropolitan- und ,synodalgewalt die ,bischfe unmittelbar zu unterwerfen2 die ,kirche von aller weltlichen ,gerichtsbarkeit unabhngig zu machen und allen ,einfluss des ,staates auf kirchliche ,angelegenheiten und ,verhltnisse zu zerstren4 ,in diesem sauberen ,spitzbubenwerk ist auch eine ,schenkungsurkunde enthalten1 durch welche der ,kaiser ,konstantin dem ,apostel ,petrus das ganze abendlndische ,reich und dessen ,hauptstadt ,rom zusichert6 ,das ,betrgerische dieser ,briefe und ,urkunden liegt so klar am ,tage1 dass man kaum begreift1 wie selbst ,bischfe ihnen damals ,glauben schenken konnten4 ,aber die meisten derselben waren ungelehrte ,leute1 welche nicht einmal die ,geschichte ihrer ,kirche kannten4 ,fragte ein ,gescheiter einmal nach den ,originalen dieser ,dekretalen1 die doch in ,rom aufbewahrt sein mussten und von denen man die ,abschriften gemacht hatte1 dann wusste man sehr schlau und ausweichend zu antworten1 und die meisten ,bischfe lieen fnf gerade sein1 da sie lieber von dem entfernten ,bischof von ,rom als von ihrem ,metropolitan abhngig sein wollten1 der ihnen zu nah auf die ,finger sehen konnte4 ,in diesen ,briefen1 die angeblich von den rmischen ,bischfen der ersten ,jahrhunderte geschrieben sein sollten1 kommen ,bezeichnungen von ,dingen vor1 die man zu ihrer ,zeit noch gar nicht kannte4 ,ja1 der betrgerische unwissende ,flscher1 welcher dies ,buch verfasste1 lsst diese ,bischfe ,stellen aus der ,bibel nach der bersetzung des viel spter lebenden heiligen ,hieronymus1 selbst aus ,bchern zitieren1 die erst im siebten ,jahrhundert geschrieben waren6 ,noch mehr1 es sind sogar ,stellen aus den ,beschlssen einer ,synode zu ,paris im ,jahr #hbi in diesem ungeschickten ,machwerk aufgenommen6 ,doch1 wie lcherlich es auch klingen mag1 diese pseudoisidorische ,dekretalen1 diese anerkannte ,flschung1 sind die ,grundlagen des ,papsttums4 ,durch sie wurden die ,ppste unumschrnkte ,gesetzgeber in geistlichen und weltlichen ,dingen1 durch sie erhoben sie sich ber ,frsten und ,vlker1 lieen sich als ,halbgtter anbeten1 verfgten willkrlich ber groe ,reiche1 ja1 verschenkten ganze ,weltteile4 ,der ,titel also1 den ein meuchelmrderischer ,schurke ,phokas erteilte2 die ,schenkung ihm nicht gehrigen ,gutes1 welche ein ,usurpator1 ,pipin1 machte1 und eine ganz gemeine ,flschung1 diese pseudoisidorische ,dekretalen1 bilden die unheilige ,dreieinigkeit1 auf welcher die ppstliche ,macht gegrndet ist4 ,mord1 ,diebstahl1 ,flschung6 ,ein sauberes ,fundament6 ,das ,gebude1 welches darauf erbaut wurde1 hielt bis auf den heutigen ,tag1 denn es war gemrtelt mit der ,dummheit der ,menschen1 und die ,risse1 welche die ,vernunft zu manchen ,zeiten darin machte1 wurden zugeleimt mit dem ,blut von ,millionen6 ,die pseudoisidorische ,dekretalen uerten schon ihre ,kraft unter dem oben genannten ,papst ,nikolaus ,i4 und noch mehr unter ,johannes ,,viii41 der #hgb den ,rmischen ,stuhl bestieg4 ,er gebrdete sich schon wie ein rechter ,papst und sprach von dem ,kaiser ,karl dem ,kahlen3 da er von ,uns zum ,kaiser gekrnt sein will1 so muss er auch zuerst von ,uns gerufen und erwhlt sein4 ,er war der ,erste1 welcher den ,kronkandidaten eine frmliche ,kapitulation vorlegte1 ehe sie zur ,krnung nach ,rom kommen durften4 ,karl dem ,dicken1 der einige ,klostergter verschenkt hatte1 schrieb er3 ,wenn du solche binnen sechzig ,tagen nicht wieder schaffst1 sollst du gebannt sein1 und wenn auch dies nicht hilft1 durch derbere ,schlge klug werden4 ,er sprach in einem ,schreiben an die deutschen ,bischfe mit drren ,worten aus1 wohin das ,streben aller ,ppste zielte3 ,was schaffen wir denn in der ,kirche an ,christi ,statt1 wenn wir nicht fr ,christus gegen der ,frsten bermut kmpfen8 ,wir haben1 sagt der ,apostel1 nicht mit ,fleisch und ,blut1 sondern wider die ,frsten und ,gewaltigen zu kmpfen4 - ,stephan ,v4 7#hhe-hia7 war schon nicht mehr damit zufrieden1 ein ,mensch zu sein1 denn er sagte3 ,die ,ppste werden1 wie ,christus1 von ihren ,mttern durch die berschattung des ,heiligen ,geistes empfangen2 alle ,ppste seien so eine gewisse ,art von ,gott-,menschen1 um das ,mittleramt zwischen ,gott und den ,menschen desto besser betreiben zu knnen2 ihnen sei auch alle ,gewalt im ,himmel und auf ,erden verliehen worden4 ,doch nicht nur die ,ppste der alten ,zeit beanspruchten solche ,gottmenscherei2 alle rmischen ,priester tun es bis in die neueste ,zeit1 und als ,beweis dafr will ich eine ,stelle aus einer ,predigt anfhren1 welche am #af4 ,august #ahfh in der ,pfarrkirche zu ,ebersberg von dem ,kooperator in ,oberdorfen1 ,anton ,hring1 gehalten wurde4 ,dieser ,gott-,hring sagt3 ,mit der ,absolutionsgewalt hat ,christus dem ,priestertum eine ,macht verliehen1 die selbst der ,hlle furchtbar ist1 der selbst ,luzifer nicht zu widerstehen vermag2 eine ,macht1 die sogar hinberreicht in die unermessliche ,ewigkeit1 wo sonst jede irdische ,macht ihre ,grenze und ihr ,ende findet2 eine ,macht1 sage ich1 die ,fesseln zu brechen vermag1 welche fr eine ,ewigkeit geschmiedet waren durch die begangene schwere ,snde4 ,ja1 frwahr6 diese ,macht der ,sndenvergebung macht den ,priester gewissermaen zu einem zweiten ,gott1 denn - ,snden vergeben kann naturgem eigentlich nur ,gott4 ,und doch ist das noch nicht die hchste ,spitze der priesterlichen ,macht1 seine ,gewalt reicht noch hher2 ,gott selbst nmlich vermag er sich dienstbar zu machen6 ,wieso8 ,wenn der ,priester zum ,altar schreitet1 um das heilige ,messopfer darzubringen1 da erhebt sich gleichsam ,jesus ,christus1 der da sitzt zur ,rechten des ,vaters1 von seinem ,thron1 um bereit zu sein auf den ,wink seines ,priesters auf ,erden4 ,und kaum beginnt der ,priester die ,konsekration1 da schwebt auch schon ,christus1 umgeben von himmlischen ,scharen1 vom ,himmel zur ,erde und auf den ,opferaltar nieder und verwandelt auf die ,worte des ,priesters hier ,brot und ,wein in sein heiliges ,fleisch und ,blut und lsst sich dann von den ,hnden des ,priesters heben und legen1 und wenn er auch der sndhaftigste und unwrdigste ,priester ist4 ,frwahr1 eine solche ,macht bertrifft selbst die ,macht der hchsten ,himmelsfrsten1 ja1 sogar die ,macht der ,himmelskniginnen4 ,darum pflegte der heilige ,franziskus von ,assisi mit ,recht zu sagen3 ',wenn mir ein ,priester und ein ,engel zugleich begegnen wrden1 so wrde ich zuerst den ,priester gren1 dann erst den ,engel1 weil der ,priester eine viel hhere ,macht und ,hoheit besitzt als die ,engel4' ,ich fhre diese ,stelle aus einer erst wenige ,jahre alten ,predigt nur deshalb an1 um zu beweisen1 dass der dumme ,glauben unter den rmisch-katholischen ,christen noch kein berwundener ,standpunkt ist1 wie viele ,leute im ,norden von ,deutschland glauben4 - ,doch kehren wir zu den ,ppsten zurck4 ,der ,strom der ppstlichen ,nichtswrdigkeit und ,unflterei wird nun immer breiter und stinkender4 ,mit dem zehnten ,jahrhundert beginnt die ,zeit1 welche in der ,geschichte als das rmische ,hurenregiment berchtigt ist4 ,gemeine ,huren regieren die ,christenheit und schalten und walten nach ,gefallen ber den sogenannten ,apostolischen ,stuhl4 ,ich knnte leicht parteiisch erscheinen1 wenn ich diese schmachvolle ,periode der ,wahrheit getreu charakterisierte1 deshalb mag fr mich ein durchaus ppstlicher ,schriftsteller reden1 nmlich ,kardinal ,baronius4 ,er sagt3 ,in diesem ,jahrhundert war der ,gruel der ,verwstung im ,tempel und ,heiligtum des ,herrn zu sehen1 und auf ,petri ,stuhl saen die gottlosesten ,menschen1 nicht ,ppste1 sondern ,ungeheuer4 ,wie hsslich sah die ,gestalt der rmischen ,kirche aus1 als geile und unverschmte ,huren zu ,rom alles regierten1 mit den bischflichen ,sthlen nach ,willkr schalteten und ihre ,galane und ,beischlfer auf ,petri ,stuhl setzten4 ,doch man darf ja nicht glauben1 dass nur die ,ppste ein so unwrdiges ,leben fhrten1 nein1 verdorben wie das ,haupt1 so waren auch die ,glieder4 ,knig ,edgard sagte in einer ,rede von der englischen ,geistlichkeit3 ,man findet unter der ,klerisei nichts anderes als ppigkeiten1 liederliches ,leben1 ,vllerei und ,hurerei4 ,ihre ,huser haben sie ganz infam gemacht und sie in ,hurenherbergen verwandelt4 ,tag und ,nacht wird darin gesoffen1 getanzt und gespielt4 ,ihr ,bsewichte1 msst ,ihr die ,vermchtnisse der ,knige und die ,almosen der ,frsten so anwenden8 - ,ich werde spter hinlngliche ,beweise anfhren1 dass ,knig ,edgard die ,wahrheit sprach und dass seine ,strafrede nicht allein die ,geistlichen ,englands1 sondern aller ,lnder anging4 ,nicht der ,heilige ,geist1 sondern die ,mtresse des mchtigen ,markgrafen ,adalbert von ,toskana1 ,marozia1 erhob ,sergius ,,iii4 auf den ,ppstlichen ,stuhl und zeugte mit ihm hier ein ,shnlein1 welches spter ebenfalls ,papst wurde4 ,als ,sergius starb1 gaben ihm ,marozia und ihre ,schwester ,theodora ihren ,liebhaber ,anastasius ,,ii4 zum ,nachfolger4 ,diesem folgte in kurzer ,zeit1 weil das ,schwesternpaar viel ,ppste konsumierte1 ,johannes ,x41 der es aber mit ,marozia verdarb1 die ihn gefangen setzen und ersticken lie4 ,leo ,,vi41 der ihm folgte1 wurde ebenfalls nach einigen ,monaten ermordet4 ,endlich machte ,marozia ihren mit ,sergius ,,iii4 erzeugten ,sohn ,johannes ,,xi41 der noch fast ein ,kind war1 zum ,papst4 ,mord und ,totschlag erfllte ,rom4 ,einer der ,feinde des ,papstes bemchtigte sich desselben und lie ihn im ,gefngnis vergiften4 ,die tolle ,wirtschaft1 die in ,rom und berhaupt in ,italien zu dieser ,zeit herrschte1 ist zu bunt und verwirrt1 als dass ich mich auf ,einzelheiten einlassen knnte4 ,im ,jahr #ief gelang es einem ,enkel der ,marozia1 namens ,oktavian1 den ,ppstlichen ,stuhl zu erobern1 obwohl er erst neunzehn ,jahre alt und niemals ,geistlicher gewesen war4 ,er nannte sich ,johannes ,,xii4 und ist ein wahres ,juwel von einem ,papst1 der es noch toller trieb als sein gleichzeitiger ,kollege1 der griechische ,patriarch ,theophylaktus1 - ein ,junge von sechzehn ,jahren6 ,johannes verkaufte ,bistmer und ,kirchenmter an den ,meistbietenden und verwandte ungeheure ,summen auf ,pferde und ,hunde4 ,von den ersteren hielt er nicht weniger als #bjjj1 und diese ftterte er aus bloer ,verschwendungssucht mit ,pistazien1 ,rosinen1 ,mandeln und ,feigen1 die vorher in gutem ,wein eingeweicht waren4 ,guter ,hafer und ,heu wre ihnen wahrscheinlich lieber gewesen4 ,unter seiner ,regierung ging es recht lustig zu1 man lachte und tanzte in der ,kirche und sang dazu liederliche ,lieder4 ,der ppstliche ,palast wurde von ,johannes ,,xii4 in einen ,harem verwandelt4 ,kein ,weib war so keck1 sich sehen zu lassen1 denn ,johannes notzchtigte alles1 ,mdchen1 ,frauen und ,witwen1 selbst ber den ,grbern der heiligen ,apostel4 ,so erzhlt von ihm der ,bischof von ,cremona1 ,liutprand4 ,diese ,wirtschaft wurde endlich ,kaiser ,otto ,i4 zu toll4 ,er berief ein ,konzil und hier erfuhr er von dem ,heiligen ,vater hchst unheilige ,dinge4 ,die achtungswertesten ,bischfe traten gegen ihn als ,anklger auf4 ,einer sagte1 dass er gesehen1 wie der ,papst einen im ,pferdestall zum ,bischof ordinierte4 ,andere bewiesen1 dass er ,bischofstellen fr ,geld verkaufte und dass er einen zehnjhrigen ,knaben zum ,bischof von ,lodi machte4 ,die ,unzucht will ich hier bergehen1 da sie zu viel ,platz wegnehmen wrde4 ,man beschuldigte ihn ferner1 dass er den ,kardinalsubdiakon kastriert1 mehrere ,huser in ,brand gesteckt1 beim ,wein auf des ,teufels ,gesundheit getrunken und beim ,wrfelspiel oftmals ,venus und ,jupiter angerufen habe4 ,nachdem die ,synode feierlichst die ,wahrheit dieser ,aussagen beschworen hatte1 bat sie den ,kaiser1 den ,papst trotz aller ,beweise nicht ungehrt zu verdammen4 ,st4 ,johannes wurde daherzitiert1 aber statt seiner kam ein ,brief1 in welchem er schrieb3 ,wir hren1 dass ,ihr einen andern ,papst whlen wollt4 ,ist das eure ,absicht1 so exkommuniziere ich ,euch alle im ,namen des allmchtigen ,gottes1 damit ,ihr auer ,stand gesetzt werdet1 weder einen ,papst zu verdammen noch eine ,messe zu halten4 ,nun machte ,otto ,i4 nicht viel ,umstnde mit dem liederlichen ,hans1 setzte ihn ab und den von ,volk1 ,adel und ,geistlichkeit erwhlten ,leo ,,viii4 an seine ,stelle4 ,hnschen hatte sich mit den ,schtzen der ,peterskirche davongemacht4 ,als ,kaiser ,otto mit seinen schwerflligen ,deutschen abmarschiert war1 da verlangten die rmischen ,damen nach ihrem ,liebling ,johannes und wussten es durch ihren ,anhang dahin zu bringen1 dass er wieder im ,triumph in ,rom eingeholt wurde4 ,leo gelang es zu entkommen1 aber mehrere seiner ,freunde fielen ,johannes in die ,hnde1 der sie schndlich verstmmeln lie4 ,otgar1 ,bischof von ,speyer1 einer dieser ,freunde1 der noch in ,rom war1 wurde so lange gepeitscht1 bis er tot war6 ,der ,heilige ,vater1 ,johannes ,,xii41 genoss aber die neue ,herrlichkeit nicht lange4 ,er entfhrte eine schne ,frau1 wurde von dem ,mann derselben auf der ,tat ertappt und auf der ,bresche der erstrmten ,zitadelle totgeschlagen4 ,ein seltsames ,sterbekissen fr einen heiligen ,papst6 ,ich habe die ,taten dieses ,johannes etwas ausfhrlicher erzhlt1 um die ,leser vorzubereiten auf die spteren ,ppste1 die noch heiliger waren als er4 ,die andern ,heiligkeiten dieses ,jahrhunderts will ich krzer abhandeln4 ,leo ,,viii4 und ,benedikt ,v4 wurden bald abgetan1 und es bestieg den ppstlichen ,stuhl ,johann ,,xiii4 7#ife-igb71 den die ,rmer wegjagten1 weil er zu stolz und gewaltttig war und an dessen ,stelle ,benedikt ,,vi4 zum ,papst gemacht wurde4 ,dieser wurde aber auch bald von einem ,sohn der ,marozia und des ,papstes ,johann ,x4 ins ,gefngnis geworfen und erdrosselt4 ,johann ,,xiv4 lie einen seiner ,gegenppste ebenfalls einsperren und vergiften2 aber dieser ,giftmischer1 ,bonifazius ,,vii41 starb bald darauf1 und seine ,leiche wurde von den erbitterten ,rmern durch alle ,pftzen geschleift und dann auf offener ,strae liegen gelassen wie ein ,aas4 ,einige ,geistliche holten sie hinweg und begruben sie heimlich4 ,johann ,,xv4 7#ihe-iif7 mate sich das ausschlieliche ,recht der ,seligsprechung und ,heiligsprechung an1 welches bisher jeder ,bischof nach ,gefallen ausgebt hatte4 ,johann ,,xvi4 wurde von seinem ,gegner ,gregor ,v4 7#iif-iih7 gefangen genommen und hatte ein klgliches ,ende4 ,gregor lie ihn an ,augen1 ,ohren und ,nase schrecklich verstmmeln1 in einem beschmutzten priesterlichen ,gewand rcklings auf einem ,esel1 den ,schwanz in der ,hand1 durch die ,strae fhren und dann in einem ,kerker elend verhungern4 ,ich darf nicht vergessen1 hier eine ,sage einzuschieben1 welche von den ,feinden des ,papsttums immer mit groer ,schadenfreude erwhnt wurde1 wenn auch neuere ,schriftsteller sie als eine ,erdichtung behandeln4 ,es ist die berchtigte ,geschichte von der ,ppstin ,johanna4 ,man erzhlt nmlich1 dass zwischen ,leo ,,iv4 und ,benedikt ,,iii4 ein ,frauenzimmer unter dem ,namen ,johann ,,viii4 auf dem ,ppstlichen ,stuhl gesessen habe4 ,bald machte man diese ,ppstin zu einem englischen1 bald zu einem deutschen ,mdchen und nennt sie ,johanna1 ,guta1 ,dorothea1 ,gilberta1 ,margaretha oder ,isabella4 ,sie soll mit ihrem ,liebhaber1 als ,jngling verkleidet1 nach ,paris gegangen sein1 dort studiert und sich solche ,gelehrsamkeit erworben haben1 dass man sie1 als sie spter nach ,rom kam1 zum ,papst whlte4 ,dieser ,papst war aber1 so erzhlt die ,sage weiter1 vertrauter mit dem ,kmmerer als mit dem ,heiligen ,geist1 und der ,heilige ,vater fhlte1 dass er eine ,heilige ,mutter werden wollte4 ,es erschien ihr ein ,engel - die ,engel flogen damals noch wie die ,sperlinge herum - der ihr die ,wahl lie1 ob sie ewig verdammt oder vor der ,welt ffentlich beschimpft sein wollte4 ,sie whlte das ,letztere und kam in ffentlicher ,prozession zwischen dem ,kolosseum und der ,kirche ,st4 ,clemens mit einem jungen ,ppstlein nieder4 ,jeder ,hof hat seine geheime ,geschichte1 und die vorgefallenen ,schndlichkeiten werden meist so gut vertuscht1 dass der sptere gewissenhafte ,geschichtsschreiber die sich hin und wieder davon vorfindenden1 sich oft widersprechenden ,erzhlungen als nicht hinlnglich begrndet verwerfen muss4 ,ich habe ,bchertitel gelesen1 auf denen versprochen ist1 die ,echtheit der ,ppstin ,johanna aus mehr als hundert ppstlichen ,schriftstellern nachzuweisen2 aber andere ,titel1 die ebenso grndlich und zuversichtlich klingen1 versprechen gerade das ,gegenteil4 ,die ,sache ist an und fr sich nicht so wichtig1 deshalb habe ich meine ,zeit nicht damit verloren1 sie historisch zu untersuchen1 was eine sehr mhsame ,arbeit sein mchte1 und ich muss sie dem ,glauben oder ,unglauben der ,leser berlassen4 ,seit dieser rgerlichen ,geschichte1 fhrt die ,sage fort1 musste sich der neuerwhlte ,papst auf einen durchlcherten ,stuhl setzen vor versammelter ,geistlichkeit und ,volk4 ,dann musste ein ,diakon unter den ,stuhl greifen und sich handgreiflich davon berzeugen1 ob der ,papst das habe1 was der ,johanna fehlte und was ein ,papst jener ,zeit durchaus zur ,regierung der ,christenheit nicht entbehren konnte4 ,fand er alles in ,ordnung1 dann rief er mit feierlicher ,stimme3 ,er hat1 er hat1 er hat6 7habet1 habet1 habet67 ,und das ,volk jubelte3 ,gott sei gelobt6 - ,dieser ,stuhl hie der ,untersuchungsstuhl oder auch sella stercoraria4 ,erst ,leo ,x4 soll diesen ,gebrauch abgeschafft haben4 ,gregor ,v41 der letzte ,papst im zehnten ,jahrhundert1 war der erste1 welcher das ,interdikt auf ein ,land schleuderte1 und zwar auf ,frankreich4 ,das ,interdikt war die furchtbarste und wirksamste ,taktik der ,kirchendespoten und der recht eigentliche ,hebel der geistlichen ,universalmonarchie4 ,jetzt mag der ,papst bannen und interdizieren1 soviel er will1 es krht kein ,hahn danach2 allein in jener finsteren ,zeit konnte ein ,land kein greres ,unglck treffen als das ,interdikt4 ,trauer und ,verzweiflung waren ber dasselbe ausgebreitet1 als wte die ,pest4 ,der ,landmann lie seine ,arbeit liegen1 denn er glaubte1 dass der verfluchte ,boden nur ,unkraut statt ,frucht trge2 der ,kaufmann wagte es nicht1 ,schiffe auf die ,see zu schicken1 weil er befrchtete1 ,blitze mchten sie zertrmmern2 der ,soldat wurde ein ,feigling1 denn er meinte1 ,gott sei gegen ihn4 ,keine ,wallfahrt1 keine ,taufe1 keine ,trauung1 kein ,gottesdienst1 kein ,begrbnis mehr6 ,alle ,kirchen waren geschlossen1 ,altre und ,kanzeln entkleidet1 die ,bilder und ,kreuze lagen auf der ,erde2 keine ,glocke tnte mehr1 kein ,sakrament wurde ausgeteilt3 die ,toten wurden ohne ,sang und ,klang verscharrt wie ,vieh1 in ungeweihter ,erde6 - ,ehen wurden nur eingesegnet auf den ,grbern1 nicht vor dem ,altar1 - alles sollte verknden1 dass der ,fluch des ,heiligen ,vaters auf dem ,land laste4 ,kurz1 die ganze ,pfaffheit mit allem1 was daran und darum hngt1 war suspendiert4 ,es war ein ,zustand1 wie ich ihn - die ,dummheit des ,volkes abgerechnet - dem deutschen ,volk von ganzem ,herzen wnsche4 ,der ,bann oder die ,exkommunikation kommt schon weit frher in der christlichen ,kirche vor1 aber dann war er immer nur gegen einen einzelnen gerichtet1 und dieser hatte daran schwer zu tragen1 wenn er sich auch persnlich gar nichts daraus machte4 ,das ,volk betrachtete ihn als dem ,teufel verfallen und floh seine ,gemeinschaft1 als ob er ein ,pestkranker sei4 ,die berbleibsel seiner ,tafel1 und wenn es die einer kaiserlichen waren1 rhrte selbst der rmste nicht an2 sie wurden verbrannt4 ,mit der ,exkommunikation wurde der ,gebannte auch zugleich fr brgerlich tot erklrt4 ,er konnte keine ,rechtssache vor ,gericht fhren1 nicht ,zeuge sein1 kein ,gut zu ,lehen oder in ,pacht geben usw4 ,vor die ,tr eines ,gebannten stellte man eine ,totenbahre1 und seine ,leiche durfte nicht in geweihter ,erde begraben werden4 ,hieraus wird man es erklrlich finden1 dass selbst ,knige vor dem ,bann zitterten4 ,sylvester ,,ii41 der ,nachfolger ,gregors ,v41 ist der einzige ,papst1 von welchem die ppstlichen ,geschichtsschreiber mit ,bestimmtheit melden1 dass ihn der ,teufel geholt habe4 ,er war nmlich ausnahmsweise gescheit1 trieb viel ,mathematik1 begnstigte die ,wissenschaften und dergleichen ,teufeleien4 ,ihm verdanken wir auch die arabischen1 dass heit unsere gewhnlichen ,zahlen4 ,diesem gescheiten ,papst hatte1 so erzhlt man1 der ,teufel die ,papstwrde verheien und versprochen1 ihn nicht eher zu holen1 als bis er in ,jerusalem ,messe lesen wrde4 ,dazu war wenig ,hoffnung1 denn diese ,stadt war von den ,sarazenen besetzt1 und ,sylvester glaubte1 die ,bedingung eingehen zu knnen4 ,wie der ,teufel mit dem ,heiligen ,geist fertig wurde1 der sonst die ,papstwahlen leiten soll1 wei ich nicht2 genug1 ,sylvester wurde gewhlt und hatte nicht die geringste ,lust1 in ,jerusalem ,messe zu lesen4 - ,aber der ,teufel ist ein ,schalk4 ,es gab in ,rom eine ,kapelle1 welche den ,namen ,jerusalem fhrte2 hier las der ,papst ,messe1 ohne an den ,namen zu denken1 und der ,teufel holte ihn gewissenhafterweise4 ,sylvesters ,grab hat lange geschwitzt1 und seine ,gebeine rasselten4 ,schrecklich6 ,die pseudoisidorische ,dekretalen hatten im zehnten ,jahrhundert schon ihre ,blten entfaltet2 aber im elften fingen sie an1 ausgiebig ,frucht zu tragen4 ,in demselben sehen wir das ,papsttum in seiner hchsten ,macht und ,gregor ,,vii4 auf dem ,gipfelpunkt derselben4 ,ehe ich noch von dem gewaltigen ,papst rede1 muss ich erwhnen1 dass schon vor seiner ,zeit das ,kollegium der ,kardinle zu sehr hoher ,bedeutung gelangte4 ,ursprnglich gab es nur sieben ,kardinales 7von cardo1 ,trangel71 und es waren dies die vornehmsten ,geistlichen ,roms4 ,da nun der ,einfluss dieser ,herren sehr stieg und alle ,geistlichen nach dieser ,wrde trachteten1 so sahen sich die ,ppste gentigt1 die ,zahl der ,trangeln der ,kirche unter allerlei ,abstufungen zu vermehren1 bis sie endlich1 weil ,jesus siebzig ,jnger hatte1 auf diese ,zahl stieg4 ,allmhlich wurde der ,geistlichkeit und dem ,volk das ,recht der ,papstwahl entzogen1 was man in nicht diplomatischem ,deutsch gestohlen nennt1 und die ,kardinle maten sich das ausschlieliche ,recht derselben an4 ,dieses ,kollegium1 aus und von welchem der ,papst nun gewhlt wurde1 hatte ein direktes ,interesse daran1 das ,ansehen des ,ppstlichen ,stuhls auf jede ,weise zu frdern1 denn es konnte ja jedes ,mitglied desselben selbst ,papst werden4 ,die ,kardinle wussten sich bald die grten ,vorrechte zu verschaffen4 ,sie machten ,anspruch auf einen ,rang unmittelbar nach den ,knigen und verlangten den ,vorrang vor allen ,kurfrsten1 ,herzogen und ,prinzen4 ,sie1 die eigentlichen ,privatdiener des ,papstes1 standen weit hher als ,erzbischfe und ,bischfe1 welche doch smtlich ebenso viel wie der ,papst selbst waren4 ,da haben ja auch in manchen unserer deutschen ,staaten die ,kammerherren1 die dem ,frsten den ,operngucker nachtragen mssen1 ,oberstenrang4 ,die ,kardinle trugen ,purpur4 ,begegneten sie einem ,verbrecher auf seinem ,weg zum ,galgen1 so konnten sie ihn befreien4 ,sie selbst verdienten1 wie wir sehen werden1 diesen ,galgen sehr hufig2 allein ich glaube nicht1 dass jemals ein ,kardinal durch rechtskrftigen ,urteilsspruch zum ,tode verurteilt worden ist1 denn es war beinahe unmglich1 ihn eines ,verbrechens zu berfhren1 da nicht weniger als zweiundsiebzig ,zeugen dazu ntig waren4 ,kardinle durften jede ,knigin oder ,frstin auf den ,mund kssen1 und keiner durfte ein ,einkommen unter #djjj ,scudi jhrlich haben4 ,der ,posten eines ,kardinals ist einer der bequemsten in der ganzen ,christenheit4 ,gregor ,,vii4 7#ajgc-he7 war der ,sohn eines ,handwerkers und heit eigentlich ,hildebrand4 ,er war nur klein von ,krper1 aber der grte und krftigste ,geist1 der je auf dem ,ppstlichen ,stuhl gesessen4 ,sein ,zeitgenosse1 der ,kardinal ,damiani1 nannte ihn einen heiligen ,satan und die spteren reformierten ,schriftsteller titulierten ihn nie anders als ,hllenbrand4 ,schon als ,kardinal beherrschte er unter den ihm vorhergehenden ,ppsten den ,apostolischen ,stuhl und wusste es durch ,intrigen und ,heuchelei dahin zu bringen1 dass man ihn selbst auf denselben erhob und dass ,kaiser ,heinrich ,,iv41 trotz aller ,warnungen gutgesinnter ,bischfe1 ihn besttigte4 ,dieser ,grobschmiedssohn ,hildebrand schmiedete die ,kette1 unter welcher die ,welt seit achthundert ,jahren seufzt4 ,er ist der eigentliche ,begrnder des ,papsttums4 ,unablssig trachtete er danach1 seine ,idee von einer ,universalmonarchie zu verwirklichen1 und seinem echt pfffischen ,genie1 welches kein ,mittel verschmhte1 gelang es auch4 ,kaum war er ,papst1 so behauptete er3 die ganze ,welt sei ein ,lehen des ,ppstlichen ,stuhls4 ,mehrere ,frsten waren so tricht1 dieser ,ansicht beizupflichten und ihre ,reiche von ihm zu ,lehen zu nehmen4 ,diejenigen ,frsten1 bei denen all seine nichtswrdigen ,knste und ,lgen nichts fruchteten1 tat er in den ,bann1 und ich habe oben gezeigt1 was ein solcher ,bann damals zu bedeuten hatte4 ,ein exkommunizierter ,knig war nach ,gregors ,grundsatz seiner ,macht und ,wrde entsetzt und alle ,untertanen waren ihres ,eides und ,gehorsams entbunden4 ,da man sich bereits daran gewhnt hatte1 den ,papst als den ,statthalter ,gottes zu betrachten1 so wurde es ihm nicht schwer1 bei der verdummten ,menschheit seinen ,anmaungen ,geltung zu verschaffen4 ,zur ,ausfhrung seiner ehrgeizigen ,plne hielt es ,gregor fr ntig1 die ,geistlichkeit von allen ,banden zu trennen1 durch welche sie mit der brgerlichen ,gesellschaft und mit dem ,staate verbunden war2 sie sollte kein anderes ,interesse als das der ,kirche haben und dieser mit ,leib und ,seele angehren4 ,da ,familienbande die fesselndsten und einflussreichsten ,bande von allen sind1 so unternahm er es1 um jeden ,preis die ,ehe bei ,geistlichen auszurotten4 ,gregor ,,vii4 ist der ,urheber der erzwungenen ,ehelosigkeit der ,priester oder des ,zlibats4 ,wer die ,sigkeit und den ,segen des ,familienlebens kennt kann sich wohl vorstellen1 dass die ,geistlichen dem ,papst hierin den grten ,widerstand leisteten4 ,der ,kampf der ,priester um ihre ,weiber dauerte zwei ,jahrhunderte2 endlich unterlagen sie4 ,in der ,folge werde ich mich weitlufiger ber diesen ,kampf auslassen1 bei welchem der dumme ,fanatismus der ,vlker die ,ppste mchtig untersttzte1 wie auch ber die verderblichen ,folgen1 welche das ,zlibat fr die menschliche ,gesellschaft hatte4 ,ein anderer ,schritt1 den ,gregor zur ,erreichung seines ,zwecks tat1 war die ,vernichtung des ,investiturrechtes4 ,die hhere ,geistlichkeit war von den ,frsten mit ,reichtmern berschttet1 mit ,land und ,leuten begabt und mit frstlichen ,ehren und ,rechten versehen worden2 allein ,erzbischfe1 ,bischfe und bte waren ,vasallen des ,reichs4 ,als solche bergaben ihnen die ,frsten bei der ,belehnung einen ,ring zum ,zeichen der ,vermhlung des ,bischofs mit der ,kirche1 und einen ,hirtenstab1 als ,zeichen des geistlichen ,hirtenamts4 ,der ,geistliche wurde nicht eher in den ,genuss seiner ,wrde eingesetzt1 bis diese ,zeremonie stattgefunden hatte1 welche die ,investitur genannt wurde4 ,sie war das ,band1 durch welches die ,bischfe mit dem ,landesfrsten zusammenhingen4 ,dieses ,band wollte ,gregor lsen1 um der weltlichen ,macht alle ,gewalt ber die ,kirche und deren ,diener zu entziehen4 ,auf einer ,synode 7#ajge7 erlie er ein ,dekret1 welches allen ,geistlichen bei ,strafe des ,verlustes ihrer mter verbot1 die ,investitur aus der ,hand eines ,laien1 das heit ,nichtgeistlichen1 zu empfangen und welches den ,laien untersagt1 dieselbe bei ,strafe des ,banns zu erteilen4 ,die ,frsten waren erstaunt ber die neue ,anmaung des hochmtigen ,pfaffen und kehrten sich nicht an seine ,befehle4 ,gregor wusste jedoch sehr wohl1 was er wagen konnte2 er mhte sich nicht mit den kleineren ,frsten ab2 er wollte ihnen seine ,macht zeigen1 indem er sie gegen den angesehensten unter ihnen1 gegen den ,kaiser1 seinen ,herrn1 richtete4 ,heinrich ,,iv4 hatte in ,deutschland unter den ,mchtigen viele ,gegner4 ,gregor schrte die ,streitigkeiten mit denselben und machte die ,sache der ,feinde des ,kaisers zu der seinigen4 ,endlich hatte er die ,frechheit1 den ,kaiser nach ,rom zu zitieren1 damit er sich vor ihm verantworte6 ,heinrich1 dessen ,vater noch drei ,ppste abgesetzt hatte1 war emprt ber diese ,unverschmtheit und berief eine ,synode nach ,worms1 von welcher ,gregor einstimmig in den ,bann getan und abgesetzt wurde4 ,whrend dies in ,worms geschah1 sprang auch in ,rom eine ,mine gegen ,gregor4 ,eine ,menge ,gebannter vereinigte sich1 berfiel ihn in der ,kirche1 als er gerade ,hochamt hielt1 und schleppte ihn bei den ,haaren ins ,gefngnis2 der verblendete ,pbel in ,rom setzte ihn wieder in ,freiheit4 ,gregor lechzte nach ,rache4 ,die ,absetzungsdekrete beantwortete er damit1 dass er ,heinrich ,,iv4 und alle seine ,anhnger in den ,bann tat1 die ,untertanen ihres ,eides entband und den ,kaiser absetzte6 ,zugleich berschwemmten ,mnche1 die bereitwilligen ,handlanger der ,ppste1 ganz ,deutschland und bearbeiteten das ,volk4 ,zuerst schrie man hier fast einstimmig gegen den verwegenen ,papst1 denn im ,schreien waren die ,deutschen schon damals gro2 aber ,heinrichs ,gegner handelten4 ,durch ,hildebrands ,intrigen verfhrt1 fielen allmhlich die ,anhnger des ,kaisers von demselben ab1 nur ,herzog ,gottfried von ,lothringen blieb ihm treu2 ,gregor schaffte ihn durch ,meuchelmord aus dem ,wege4 ,die erbrmlichen deutschen ,frsten versammelten sich zu ,tibur und erklrten hier dem ,kaiser3 dass sein ,reich zu ,ende sei1 wenn er sich nicht innerhalb eines ,jahres vom ,bann befreie6 ,niedergedrckt von dem finsteren ,geist seiner ,zeit1 von aller ,welt verlassen - nur wenige ,soldaten waren noch bei ihm - entschloss sich der deutsche ,kaiser1 nach ,rom zu gehen und den durch die ,dummheit der ,menschen so furchtbar gewordenen ,gegner zu vershnen4 - ,in der strengsten ,klte1 in einem armseligen ,aufzug ging er ber die ,alpen4 ,die ,italiener strmten ihm zu und verlangten1 er solle an der ,spitze eines ,heeres den rebellischen ,gropfaffen zur ,rede stellen1 aber die ,niedertrchtigkeit der ,deutschen hatte den ,mut und das ,herz des ohnehin schwachen ,kaisers gebrochen4 ,er wollte demtig von ,gregor ,gnade erflehen4 ,dieser lie sich nichts weniger trumen als das4 ,er war auf einer ,reise nach ,augsburg begriffen und bereits nach der ,lombardei gekommen4 ,als er die ,ankunft des ,kaisers vernahm1 floh er eiligst nach dem festen ,schloss ,canossa1 welches seiner ,buhlerin1 der reichen ,markgrfin ,mathilde von ,toskana1 gehrte4 ,hier erschien der deutsche ,kaiser4 ,in einem wollenen ,berhemd1 bloen ,haupts1 barfu stand er in dem ,raum vor der inneren ,ringmauer des ,schlosses1 - drei ,tage und drei ,nchte lang1 mitten im ,januar1 zitternd vor ,frost und matt vor ,hunger und ,durst6 ,aus den ,fenstern des ,schlosses schaute ,gregor an der ,seite seiner ,buhlerin auf seinen gedemtigten ,feind herab und htte ihn gern so sterben sehen4 ,des ,papstes unmenschliche ,hrte brachte alle ,hausgenossen zum ,murren1 und endlich gab er den ,bitten der ,markgrfin nach1 die zwar ,heinrichs ,feindin1 aber barmherziger war1 und fhrte den ,kaiser an den ,altar4 ,hier durchbrach ,gregor eine ,hostie4 ,bin ich der ,verbrechen schuldig1 deren du mich in ,worms bezichtigt hast1 redete er ihn an1 so mag ,gott der ,herr meine ,unschuld bewhren oder mich durch einen pltzlichen ,tod strafen6 - ,dann nahm er die ,hlfte der ,hostie4 ,gregor war nicht aberglubisch und nicht nervenschwach4 ,er blieb am ,leben4 ,der ,bann wurde nun von ,heinrich genommen1 aber unter den entehrendsten ,bedingungen4 ,wirst du dich1 sagte ,gregor1 auf dem zusammenzurufenden ,reichstage rechtfertigen und die ,krone wieder erhalten1 so sollst du mir gehorsam und untertnig sein4 ,nach ,deutschland zurckgekehrt1 richtete der von ,kummer aller ,art betroffene ,kaiser sein ,auge auf den von ihm selbst erbauten ,dom zu ,speyer und sagte zu seinem alten ,freund1 dem ,bischof3 ,siehe1 ich habe ,reich und ,hoffnung verloren1 gib mir eine ,pfrnde1 ich kann lesen und singen4 ,der ,bischof antwortete3 ,bei der ,mutter ,gottes6 das tue ich nicht4 - ,die lombardischen ,stdte und ,frsten waren emprt ber die ,demtigung ,heinrichs und sagten ihm unverhohlen ihre ,meinung4 ,da ermannte sich der niedergedrckte ,kaiser und stellte sich an die ,spitze der bald um ihn versammelten ,armee4 ,die pflicht- und ehrvergessenen deutschen ,frsten aber erwhlten in dem ,herzog ,rudolph von ,schwaben einen neuen ,kaiser4 ,gregor verhielt sich ruhig1 solange nichts ,entscheidendes geschehen war2 als aber ,heinrich in einer ,schlacht geschlagen wurde1 sandte er dem ,gegenkaiser eine ,krone zu mit der stolzen ,inschrift3 ,der ,fels 7der ,kirche7 gab ,petrus1 ,petrus gab ,rudolph die ,krone4 ber ,heinrich wurde aufs ,neue der grssliche ,bannfluch ausgesprochen4 ,der ,kaiser hatte jedoch seine ,mannheit wiedergefunden4 ,eine ,synode setzte ,gregor abermals ab1 und ,guibert1 ,erzbischof von ,ravenna1 wurde als ,clemens ,,iii4 zum ,papst erwhlt4 ,gregor versuchte seine alten ,knste4 ,er gab den ,rebellen die ,versicherung1 dass noch in demselben ,jahr vor dem ,petersfest ein falscher ,knig sterben werde4 ,um seine ,prophezeiung an ,heinrich zu erfllen1 sandte er einige ,meuchelmrder aus2 aber des ,papstes bse ,absicht wurde zum ,segen fr ,heinrich4 ,am #ae4 ,juni #ajhj schlug er ,rudolph1 und dieser starb infolge einer in der ,schlacht erhaltenen ,wunde4 ,nun rckte ,heinrich gegen ,rom1 vernichtete das ,heer der ,papsthure ,mathilde1 eroberte die ,stadt und belagerte den rasenden ,hildebrand in der ,engelsburg4 ,die von diesem zur ,hilfe gerufenen ,normannen1 welche damals in ,unteritalien herrschten1 befreiten ihn zwar2 aber ,gregor musste vor der ,wut der ,rmer fliehen4 ,er ging nach ,salerno zu den ,normannen und endete hier sein fluchbeladenes ,leben4 ,gregor war der erste wirkliche ,papst4 ,er befahl auf einer ,synode1 dass von nun an nur einer ,papst heien solle in der ,christenheit1 denn bisher nannten sich alle ,bischfe so4 ,ein ,schriftsteller aus jener ,zeit sagt schon3 ,das ,wort ,papst in der ,mehrzahl ist ebenso gotteslsterlich als den ,namen ,gottes in der ,mehrzahl zu gebrauchen4 ,gregor wollte ,kaiser und ,knige zu seinen ,untergebenen machen und keine andere ,herrschaft als die seinige auf der ,erde dulden4 ,darum schrieb er an ,heriman1 ,bischof von ,metz3 ,der ,teufel hat die ,monarchie erfunden4 ,um die christliche ,kirche leichter zu regieren1 ordnete ,gregor an1 dass beim ,gottesdienst berall die rmischen ,gebruche befolgt und die lateinische ,sprache gebraucht werden sollten4 ,in den meisten deutschen ,kirchen hatte das schon der ,rmerknecht ,bonifazius eingefhrt4 ,in einem seiner hinterlassenen ,briefe hat ,gregor seine ,grundstze niedergelegt4 7,anm4d4,a4 ,man hat hin und wieder an der ,echtheit dieses ,briefes gezweifelt1 doch wie mir scheint1 ohne besonders gute ,grnde47 ,es sind #bg1 aber ich will nur einige anfhren3 ,der ,papst allein kann den kaiserlichen ,schmuck tragen4 - ,alle ,frsten mssen dem ,papst den ,fu kssen und drfen dieses ,zeichen der ,ehre auer ihm keinem anderen erweisen4 - ,es ist dem ,papst erlaubt1 ,kaiser abzusetzen4 - ,sein ,urteil kann von keinem ,menschen umgestoen werden1 er aber kann aller ,menschen ,urteil umstoen4 - ,die rmische ,kirche hat nie geirrt und wird auch nach der ,schrift niemals irren4 - ,derjenige ist kein ,katholik1 der es nicht mit der rmischen ,kirche hlt4 - ,der ,papst kann die ,untertanen vom ,eid der ,treue lossprechen1 den sie einem bsen ,frsten geleistet haben4 - ,es scheint mir nicht ntig1 noch einige ,bemerkungen ber ,gregor hinzuzufgen4 ,bischof ,thierry von ,verdun sagt von ihm3 ,sein ,leben klagt ihn an1 seine ,verkehrtheit verdammt1 seine hartnckige ,bosheit verflucht ihn4 ,ich habe nun das ,papsttum bis zum ,gipfel seiner ,macht begleitet4 ,der ,raum gestattet mir nicht1 in derselben ,weise fortzufahren und ich muss mich darauf beschrnken1 aus jedem ,jahrhundert einige ,ppste biographisch zu skizzieren und an ihnen zu zeigen1 wie sie alle danach strebten1 ,gregor nachzueifern und das von ihnen aufgestellte ,system der ,universalmonarchie zur ,ausfhrung zu bringen und fest zu begrnden4 ,alle gefielen sich in der ,vorstellung3 ,sich als ,christus1 die weltlichen ,regenten als die ,eselin1 die er ritt1 und das ,volk als das ,eselsfllen zu betrachten4 - ,die ,eselin ist unterdessen gestorben1 aber das ,eselsfllen ist seitdem ein alter ,esel geworden1 der geduldig auf sich reiten lsst4 ,im elften ,jahrhundert trennt sich die griechische ,kirche vollends von der abendlndischen1 indem die griechische behauptete1 dass weder die ,lehren noch die ,disziplin der ,letzteren mit der ,heiligen ,schrift und den heiligen berlieferungen bereinstimmten1 also ketzerisch seien4 ,die ,oberherrschaft des ,ppstlichen ,stuhls verwarf sie als eine antichristliche ,einrichtung4 ,unter ,hadrian ,,iv41 der #aaec den ,apostolischen ,stuhl bestieg1 begann der ,kampf der ,ppste mit den deutschen ,kaisern aus dem ,geschlecht der ,hohenstaufen4 ,friedrich ,i41 der ,rotbart1 trat den ,anmaungen des ,papstes krftig entgegen1 und die ,ehrenbezeugungen1 welche derselbe von ihm verlangte1 machte er lcherlich1 selbst indem er sie gewhrte4 ,friedrich hielt dem ,papst den ,steigbgel - so weit war es bereits mit den ,kaisern gekommen -1 aber er hielt ihn auf der rechten ,seite1 auf welcher der ,schinder zu ,pferde steigt1 und antwortete auf die ,bemerkung ,hadrians darber3 ,ich war nie ,stallknecht1 ,ew4 ,heiligkeit werden verzeihen4 ,den schwersten ,stand hatte ,friedrich mit ,alexander ,,iii4 7#aaei-aaha74 ,es war dies einer der mutigsten und klgsten ,ppste1 der niemals im ,unglck verzagte oder im ,glck bermtig wurde2 aber stets darauf bedacht war1 die ,errungenschaften seiner ,vorgnger zu behaupten4 ,der groe ,kaiser ,friedrich kam #aagg zum ersten ,mal mit ihm in ,venedig zusammen und - ksste ihm den ,pantoffel4 ,die ,pfaffenlegende erzhlt1 dass der ,papst bei diesem ,kuss den ,fu auf des ,kaisers ,nacken gesetzt und gesagt habe3 ,auf ,schlangen und ,ottern mgest du gehen und treten auf junge ,lwen und ,drachen4 ,aber ,alexander war gewiss viel zu klug1 um den ihm an ,geist ebenbrtigen ,kaiser durch solche unntze ,worte zu reizen1 und ,friedrich viel zu stolz1 um sich dergleichen gefallen zu lassen4 ,glaublicher ist die ,version1 dass der ,kaiser beim ,pantoffelkuss sagte3 ,nicht dir gilt es1 sondern ,petrus1 und ,alexander antwortete3 ,mir und ,petrus4 ,auch der krftige ,knig ,heinrich ,,ii4 von ,england musste sich vor dem ,wort des mchtigen ,papstes beugen4 ,heinrich hatte seinen ,liebling1 ,thomas ,becket1 mit ,gnaden berschttet und endlich zum ,erzbischof von ,canterbury gemacht4 ,nun war der ,schurke am ,ziel4 ,er verband sich mit dem ,papst gegen seinen ,herrn und ,wohltter1 dem er durch pfffische ,niedertrchtigkeiten aller ,art das ,leben verbitterte4 ,im ,unmut rief einst der geplagte ,knig aus3 ,wie unglcklich bin ich1 dass ich in meinem ,knigreiche vor einem einzigen ,priester nicht ,frieden haben kann6 ,ist denn niemand zu finden1 der mich von dieser ,plage befreit8 ,diese ,worte hrten vier ,ritter1 welche dem ,knig treu ergeben waren2 sie eilten sogleich hinweg1 fanden den ,erzbischof vor dem von ihm geschndeten ,altar1 spalteten ihm den ,kopf und machten ihn dadurch zum ,heiligen1 denn ,wunder fanden sich4 ,einige ,stallleute des ,knigs hatten einst dem ,pferd des ,erzbischofs den ,schwanz abgehauen und fr diesen ,frevel zeugten sie forthin lauter ,kinder - mit ,schwnzen6 ,die ,pfaffen schnoben wegen dieses ,mordes nach ,rache4 ,alexander drohte mit dem ,interdikt1 und ,heinrich1 der sein ,volk nicht leiden sehen wollte1 unterwarf sich allen ,strafen1 die der ,papst ber ihn verhngte4 ,der ,knig schwor feierlich1 dass er den ,mord des ,erzbischofs nicht gewollt habe2 es half ihm nichts4 ,er musste barfu zum ,grabe des neuen ,heiligen wallen1 sich hier andchtig nieder werfen und - von achtzig ,geistlichen geieln lassen6 ,jeder gab ihm drei ,hiebe - macht zweihundertundvierzig4 ,mit ,kaisern und ,knigen gingen jetzt die ,ppste oft wie mit ,hunden um4 ,als ,coelestin ,,iii4 7#aaia-aaih7 den ,sohn des in ,palstina gestorbenen ,friedrich ,i41 ,heinrich ,,vi41 gekrnt hatte und dieser ihm den ,pantoffel ksste1 stie er dem ,kaiser mit dem ,fue die ,krone vom ,kopfe1 zum ,zeichen1 dass er sie ihm geben und nehmen knne4 ,der mchtigste ,papst aller ,ppste war ,innozenz ,,iii4 7#aaih bis #abae74 ,alle ,rechte1 die ,gregor ,,vii4 zu haben behauptete1 bte dieser mchtige ,papst wirklich aus4 ,als er den ,ppstlichen ,stuhl bestieg1 war er in seiner vollen ,manneskraft1 denn er war erst #cg ,jahre alt4 ,die ,knige zitterten vor ihm1 wie ,schulknaben vor dem strengen ,schulmeister4 ,allen gab er seine ,rute zu fhlen4 ,johann von ,england rief einst beim ,anblick eines sehr feisten ,hirsches aus3 ,welches dicke und feiste ,tier1 und doch hat es nie ,messen gelesen6 ,aber auch dieser ,sptter ber das ,pfaffentum kroch demtig zum ,kreuz1 als ihm das heilige ,raubtier zu ,rom die apostolischen ,zhne wies4 ,innozenz ,,iii4 ist der ,erfinder der wahnsinnigen ,lehre von der ,transsubstantiation1 das heit von der ,lehre3 dass sich durch die ,weihung des ,priesters das ,brot und der ,wein beim ,abendmahl wirklich in ,fleisch und ,blut ,christi verwandeln4 ,hierbei fllt mir die ,antwort eines ,indianers ein1 welchen der ,missionar1 nachdem er ihm das ,abendmahl gereicht hatte1 fragte3 ,wie viele ,gtter gibt es8 - ,gar keine1 antwortete der ,indianer1 denn du hast ihn mir ja soeben zu essen gegeben4 ,dem rohen ,menschen war das ,mysterium dieser sublimen ,gottfleischfresserei nicht offenbart worden4 ,ebenso materielle ,vorstellung vom ,abendmahl hatte ein lutherischer ,bauer4 ,der ,herr ,pastor war ein groer ,whistspieler1 und durch ,zufall war eine weie1 runde elfenbeinerne ,whistmarke mit unter die runden ,oblaten auf den ,hostienteller geraten4 ,nehmet und esset1 denn dies ist mein ,leib1 sagte der ,geistliche und steckte dem ,bauer die unglckliche ,marke in den ,mund4 ,der ,bauer biss herzhaft zu2 als er aber das ,ding gar nicht klein bekommen konnte1 rief er3 ,wies der ,dbel1 ,herr ,pastor1 ick mut 'nen ,knoken derwischt hebben6 ,innozenz ,,iii4 fhrte auch die ,ohrenbeichte ein1 von der ich schon frher geredet habe und im letzten ,kapitel dieses ,buches noch weitlufiger reden werde2 ferner das scheulichste ,tribunal1 welches jemals die ,menschheit schndete - die ,inquisition4 ,der gefhrlichste ,feind des ,papsttums kam mit dem groen ,hohenstaufen ,friedrich ,,ii4 auf den deutschen ,kaiserthron4 ,er hatte in der ,jugend unter der ,vormundschaft von ,innozenz gestanden1 aber dennoch wurde er keineswegs ein ,pfaffenknecht1 vielmehr ein ,mann1 dessen religise ,ansichten seiner ,zeit bedeutend vorangeeilt waren4 ,htte ihn das ,volk untersttzt1 dann wren vielleicht damals schon dem ,papsttum die ,flgel gestutzt worden4 ,sein ,wahlspruch war3 ,lass lrmen und druen und die ,esel schreien4 ,sein ,kanzler ,petrus de ,vinea untersttzte ihn wacker und schrieb unter anderem #abdj gegen die ,jurisdiktion des ,papstes4 ,den heftigsten ,kampf hatte ,kaiser ,friedrich ,,ii4 mit ,gregor ,,ix4 7#abbg-abda74 ,dieser tat ihn einmal ber das andere in den ,bann und legte ihm ,verbrechen zur ,last1 die ihn als den verruchtesten ,ketzer brandmarken sollten4 ,friedrich wurde angeklagt1 gesagt zu haben3 ,die ,welt sei von drei ,betrgern getuscht worden1 wovon zwei in ,ehren gestorben1 der dritte aber am ,galgen3 ,moses1 ,mohammed und ,christus4 - ,ferner habe er darber gelacht1 dass der allmchtige ,herr des ,himmels und der ,erde von einer ,jungfrau geboren sein sollte1 und geuert1 dass man nichts glauben solle1 was nicht durch ,natur und ,vernunft bewiesen werden knne4 ,freilich eine ebenso schndliche als schdliche ,lehre1 da sie dem ganzen ,pfaffenschwindel den ,hals brechen wrde1 wenn sie zur ,geltung kme4 ,diese letzte uerung sah brigens dem ,kaiser sehr hnlich1 der aus dem ,morgenland1 wohin er einen ,kreuzzug unternehmen musste1 sehr freie ,ansichten ber die ,religion mitgebracht hatte4 ,einst uerte er3 ,wenn der ,gott der ,juden ,neapel gesehen htte1 wrde er gewiss nicht ,palstina auserwhlt haben2 und beim ,anblick einer ,hostie rief er3 ,wie lange wird dieser ,betrug noch dauern68 ,als er einst an ein ,weizenfeld kam1 hielt er sein ,gefolge vor demselben zurck und sagte3 ,achtung1 hier wachsen unsere ,gtter4 ,die ,hostie wird nmlich aus ,weizenmehl gebacken4 ,gregor hatte den deutschen ,ritterorden so sehr lieb gewonnen1 und da ihm ja die ganze ,erde gehrte1 so schenkte er demselben ,preuen4 ,die ,ritter zeigten sich aber nicht besonders dankbar gegen den ,ppstlichen ,stuhl und gegen die ,pfaffheit4 ,einer ihrer ,gromeister1 ,reu von ,plauen1 sagte3 ,man muss den ,geistlichen keine ,gter geben1 sondern nur ,besoldung1 wie anderen ,staatsdienern auch2 sie sollen sich an den schlichten ,text des ,evangeliums halten4 ,der ,hochmeister ,wallenrode uerte3 ,ein ,pfaff in jedem ,land ist genug1 und den muss man einsperren und nur herauslassen1 wenn er sein ,amt verrichten soll4 ,innozenz ,,iv4 7#abdc-abee7 setzte den ,kampf mit ,friedrich ,,ii4 fort4 ,er war ein ,graf ,fiesko und genauer ,freund des ,kaisers gewesen4 ,als man diesen wegen der ,wahl seines ,freundes beglckwnschte1 antwortete ,friedrich3 ,fiesko war mein ,freund1 ,innozenz ,,iv4 wird mein ,feind sein2 kein ,papst ist ,ghibelline nmlich 7liberal74 ,es war so1 wie der ,kaiser sagte1 der bald in den ,bann getan wurde1 den ,friedrich anfing1 als seinen natrlichen ,zustand zu betrachten4 ,er war keineswegs zerknirscht1 sondern rckte dem ,papst zu ,leibe1 und der ,heilige ,vater machte1 als ,soldat verkleidet1 einen ,angstritt von #ed italienischen ,meilen in einer kurzen ,sommernacht1 um der ,gefangenschaft zu entgehen4 ,der ,papst floh nach ,lyon1 wo er #abde eine ,synode zusammenberief1 auf der ,friedrich abermals gebannt und abgesetzt wurde4 ,friedrich kmpfte wie ein ,mann2 aber die ,menschen waren noch dumm1 und man band ihm berall die ,hnde4 ,besonders die deutschen ,frsten zeigten sich dem edlen groen ,kaiser gegenber so niedrig1 so unendlich klein6 ,elende ,pfaffenknechte4 ,nur in der ,schweiz schlugen ihm treue ,herzen trotz ,bann und ,interdikt4 ,mehrere ,kantone sandten ihm ,hilfstruppen1 und ,luzern und ,zrich hielten zu ihm bis zuletzt4 ,kaiser ,friedrich starb an ppstlichem ,gift4 ,innozenz jubelte2 nun stand ihm der ,weg nach ,rom wieder offen4 ,er zog ab und bedankte sich bei den ,lyonesern fr die gute ,aufnahme4 ,diese hatten aber keine ,ursache1 sich beim ,papst zu bedanken1 denn ,kardinal ,hugo sagt in seinem ,abschiedsschreiben mit echt pffischer1 zynischer ,unverschmtheit3 ,wir haben ,euch1 ,freunde1 seit unserer ,anwesenheit in dieser ,stadt einen wohlttigen ,beitrag gestiftet4 ,bei unserer ,ankunft trafen wir kaum drei bis vier ,huren2 bei unserem ,abzug hingegen berlassen wir ,euch ein einziges ,hurenhaus1 welches sich vom stlichen bis zum westlichen ,tor durch die ganze ,stadt verbreitet4 ,lyon hatte demnach hnlichkeit mit einer deutschen1 katholischen ,hauptstadt1 von welcher ihr ,knig dasselbe sagte und welche ,papst ,pius ,,vi4 ,deutsch ,rom nannte4 ,innozenz ,,iv4 verlieh den ,kardinlen als ,auszeichnung rote ,hte4 ,auf ihn folgte eine ,reihe unbedeutender ,ppste4 ,urban ,,iv41 der ,sohn eines ,schuhflickers1 stiftete das ,fronleichnamsfest zu ,ehren der ,hostie oder vielmehr des ,abendmahls4 ,eine verrckte ,nonne hatte ein ,loch im ,mond gesehen1 und das flickte der ppstliche ,schuhflicker mit einem neuen ,kirchenfest aus4 ,martin ,v41 ein ,franzose1 war ein erbitterter ,feind der ,deutschen4 ,er wnschte1 dass ,deutschland ein groer ,teich1 die ,deutschen lauter ,fische und er ein ,hecht sein mchte1 der sie auffresse wie der ,storch die ,frsche4 ,die ,hohenstaufen erlagen im ,kampf mit dem ,papsttum4 ,die ,habsburger nahmen sich ein warnendes ,exempel daran2 sie spielten daher lieber mit ihm unter einer ,decke und zogen nun dem armen ,volk vereinigt das ,fell ber die ,ohren4 ,aus diesem ,grund werden auch beide gleiche ,dauer haben4 ,innozenz ,v4 war der erste ,papst1 der im ,konklave gewhlt wurde4 ,sein ,vorgnger ,gregor ,x4 hatte nmlich befohlen1 dass nach seinem ,tod smtliche ,kardinle in ein ,zimmer geschlossen werden sollten1 welches fr jeden eine besondere ,zelle und keinen anderen ,ausgang hatte als zum ,abtritt4 ,jeder ,kardinal hatte nur einen ,diener bei sich4 ,das ,zimmer durfte nicht verlassen werden1 bis ein neuer ,papst gewhlt war4 ,war dies nach drei ,tagen nicht geschehen1 so erhielt jeder der ,kardinle in den folgenden vierzehn ,tagen nur ein ,gericht und nach dieser ,zeit nur ,brot1 ,wein und ,wasser4 ,diese ,hungerkur befrderte merklich den ,verkehr mit dem ,heiligen ,geist6 ,unter der ,kirchenherrschaft von ,nikolaus ,,iv4 7#abhh-abib7 regierte ber ,tirol der wackere ,graf ,meinhard4 ,dieser hielt die liederlichen ,pfaffen gehrig im ,zaum und zog sich dadurch den ,zorn des ,papstes zu1 der ihn in den ,bann tat4 ,meinhard verteidigte sich wacker2 er sagte3 ,ich bin nicht der ,angreifer1 sondern meine ,bischfe1 die keine ,hirten1 sondern ,wlfe sind4 ,statt zu lehren1 suchen sie sich nur zu bereichern1 ,bastarde in die ,welt zu setzen1 zu tafeln und zu zechen4 ,weidet man so die ,schafe ,christi8 ,sie nehmen gerade umgekehrt das ,wort3 ',gebet ihnen den ,rock'2 sie nehmen auch noch den ,mantel und sind schlimmer als ,juden1 ,trken und ,tataren4 ,sie blenden das ,volk durch ,zeremonien1 und es gengt ihnen nicht1 die ,schafe zu melken und zu scheren2 sie schlachten sie4 ,coelestin ,v4 wurde aus einem einfltigen ,eremiten ein noch einfltigerer ,papst1 und als ,kardinal ,caetani eines ,nachts durch ein versteckt angebrachtes ,sprachrohr in sein ,schlafzimmer schrie3 ,coelestin1 ,coelestin1 ,coelestin6 - lege dein ,amt nieder1 denn diese ,last ist dir zu schwer1 glaubte der ,dummkopf1 der liebe ,gott wrdige ihn einer persnlichen ,unterredung1 und dankte ab4 ,kardinal ,caetani trat als ,bonifazius ,,viii4 7#abie-acjc7 an seine ,stelle4 ,auf einem kostbar aufgezumten ,schimmel1 der von den ,knigen von ,apulien und von ,ungarn gefhrt wurde1 ritt er zur ,krnung4 ,nach der ,rckkehr aus der ,kirche1 bei welcher ,gelegenheit vierzig ,menschen im ,gedrnge selig gedrckt wurden1 tafelte er ffentlich1 und die beiden ,knige standen als ,bediente hinter seinem ,stuhl und warteten ihm auf4 ,den neuen ,papst verdross es sehr1 dass viele die ,abdankung ,coelestins als ungltig betrachteten1 der berall als ,heiliger angestaunt wurde4 ,um der ,sache ein ,ende zu machen1 lie ihn ,bonifaz einfangen4 ,der arme heilige ,waldesel bat fufllig1 ihn doch wieder in seine ,hhle zurckkehren zu lassen2 aber all sein ,flehen war umsonst4 ,er wurde auf dem festen ,schloss ,fumone in ein enges ,behltnis eingesperrt1 wo er so wenig zu essen bekam1 wie er nur immer wollte1 so dass er klglich verhungerte4 ,dieser ,bonifazius war ebenso stolz wie ,gregor ,,vii4 und ,innozenz ,,iii4 ,in einer ,bulle von #abid sagte er3 ,wir erklren1 sagen1 bestimmen und entscheiden hiermit1 dass alle menschliche ,kreatur dem ,papst unterworfen sei und dass man nicht selig werden knne1 ohne dies zu glauben4 ,dieser ungemessene ,stolz musste ihn sehr bald in feindselige ,berhrung mit stolzen weltlichen ,monarchen bringen4 ,philipp ,,iv4 der ,schne1 von ,frankreich geriet mit ,bonifaz auf das heftigste zusammen4 ,aber der ,knig war kein ,heinrich ,,iv41 seine ,groen keine ,deutschen und der ,papst kein ,hildebrand4 ,er schrieb zwar an ,philipp3 ,bischof ,bonifaz an ,philipp1 ,knig von ,frankreich4 ,frchte ,gott und halte seine ,gebote6 ,du sollst hiermit wissen1 dass du uns im ,geistlichen und ,weltlichen unterworfen bist4 - ,wer anders glaubt1 den halten wir fr einen ,ketzer4 ,hierauf antwortete ihm der von seinem ,parlament wacker untersttzte ,philipp3 ,philipp1 von ,gottes ,gnaden1 ,knig von ,frankreich an ,bonifaz1 der sich fr den ,papst ausgibt1 wenig oder gar keinen ,gru6 ,du sollst wissen1 ,erzpinsel 7maxima ,tua ,fatuitas71 dass wir in weltlichen ,dingen niemandem unterworfen sind4 ,andersdenkende halten wir fr ,pinsel und ,wahnwitzige4 ,wie jmmerlich erscheint dagegen ,knig ,erich von ,dnemark1 welcher1 mit ,bann und ,interdikt bedroht1 schreibt3 ,erbarmen1 ,erbarmen6 ,was haben meine ,schafe getan8 ,alles was ,ew4 ,heiligkeit mir auferlegen1 will ich tragen4 - ,rede1 dein ,knecht hret4 ,der stolze ,erzpinsel wurde aber bitter gedemtigt4 ,philipps ,abgesandter1 ,nogaret1 verbunden mit ,sciarra ,colonna1 gegen dessen ,familie der ,papst die unerhrtesten ,grausamkeiten begangen hatte1 berfielen ihn in seinem ,schloss ,anagni und nahmen ihn gefangen4 ,willst du die ,tiara abtreten1 die du gestohlen hast8 schnob ihn der wtende ,colonna an4 ,bonifaz antwortete hochmtig4 ,da loderte der ,zorn des schwer misshandelten rmischen ,edelmannes hoch auf1 er schlug den ,papst ins ,gesicht und schrie3 ,willst du das ,maul halten1 ,hllensohn6 alter ,snder6 ,mit ,mhe hielt ,nogaret den ,wtenden zurck1 dass er seine ,rache nicht vollends befriedigte und dem sechsundachtzig jhrigen ,bsewicht1 der ,seelenstrke genug hatte1 ,colonna zuzurufen3 ,hier ist der ,hals und hier das ,haupt6 ,darauf setzte man den ,vizegott auf ein ,pferd ohne ,sattel und ,zaum1 das ,gesicht dem ,schwanz zugekehrt1 und brachte ihn in ein elendes ,gefngnis1 wo er1 aus ,furcht vergiftet zu werden1 drei ,tage und drei ,nchte lang nichts genoss1 als ein wenig ,brot und drei ,eier1 welche ihm ein altes ,mtterchen zusteckte4 - ,man mchte ,mitleid haben mit dem alten ,manne2 aber er war ein alter ,bsewicht1 und man denke an den armen ,coelestin1 den er verhungern lie4 ,das ,volk zu ,anagni befreite ,bonifaz und brachte ihn im ,triumph nach ,rom4 ,aber die erlittene ,demtigung hatte den stolzen alten ,mann wahnsinnig gemacht4 ,er befahl seinen ,dienern1 sich zu entfernen1 und schloss sich in seinem ,zimmer ein4 ,am ,morgen fand man ihn tot4 ,sein weies ,haar war mit ,blut befleckt2 vor seinem ,mund stand ,schaum1 und der ,stock1 den er in der ,hand hielt1 war von seinen ,zhnen zernagt4 ,so endet ,bonifaz ,,viii41 wie man vorhergesagt hatte3 ,er wird sich einschleichen wie ein ,fuchs1 regieren wie ein ,lwe und sterben wie ein ,hund4 ,er starb wie ein ,hund und lebte wie ein ,schwein4 ,er erklrte ffentlich1 dass ,hurerei1 ,ehebruch und ,unzucht gar keine ,snde sei1 weil ,gott ,weiber und ,mnner dazu gemacht habe4 ,er lebte mit einer verheirateten ,frau und mit ihrer ,tochter zu gleicher ,zeit und missbrauchte seine ,pagen zu unnatrlicher ,wollust1 so dass sich diese untereinander die ,huren des ,papstes nannten4 ,was von seinem ,glauben zu halten ist1 ergibt sich aus folgenden uerungen1 deren ihn ,philipp gegen ,clemens ,v4 beschuldigt3 ,gott lasse es mir wohlgehen auf dieser ,welt1 nach der anderen frage ich nicht so viel1 als nach einer ,bohne4 - ,die ,tiere haben so gut ,seelen wie die ,menschen4 - ,es ist abgeschmackt1 an einen und an einen dreifachen ,gott zu glauben4 ,an ,maria glaube ich so wenig als an eine ,eselin und an den ,sohn so wenig als an ein ,eselsfllen4 ,maria war eine ,jungfrau1 wie meine ,mutter eine war4 - ,sakramente sind ,possen usw4 ,philosophen und andere ,freigeister haben dergleichen ,gedanken wohl schon fters ausgesprochen2 allein im ,mund eines ,papstes klingen sie umso seltsamer1 als die ,inquisition ,tausende wegen weit unbedeutenderer ,ausdrcke verbrennen lie4 - ,clemens ,v4 erklrte ,bonifaz jedoch fr einen frommen1 katholischen ,christen und nun wissen wir doch1 wie ein solcher beschaffen sein muss1 um den ,ppsten zu gefallen4 ,bonifaz ,,viii4 ist derjenige ,papst1 welcher das ,jubeljahr erfand4 ,er war auch der erste ,papst1 der ein ,wappen fhrte und der auf die ,tiara oder ppstliche ,mtze eine zweite ,krone setzte4 ,frher trugen die rmischen ,bischfe die sogenannte phrygische ,mtze der ,priester der ,kybele1 ,mitra genannt4 ,ein ,bischof1 ,hormidas1 setzte die von ,knig ,chlodwig erhaltene ,krone hinzu4 ,die dritte ,krone kam erst mit ,johann ,,xxii4 oder mit ,benedikt ,,xii4 auf die ppstliche ,narrenkappe4 ,mit ,clemens ,v4 begann die sogenannte babylonische ,gefangenschaft der ,ppste 7von #acje-acgd74 ,knig ,philipp der ,schne fand es nmlich vorteilhaft1 die ,ppste fr seine ,zwecke bei der ,hand zu haben1 und verleitete sie durch allerlei ,lockungen1 ihren ,sitz in ,avignon zu nehmen1 wo sie siebzig ,jahre lang residierten4 ,sie waren hier vllig abhngig von den franzsischen ,knigen1 lebten aber unter dem ,schutz derselben dafr auch weit sicherer als in ,rom4 ,sie beschftigten sich in ihrem ,exil damit1 neue ,geldprellereien zu ersinnen und das umliegende ,land durch ihre eigene und die ,sittenlosigkeit ihres ,hofes zu demoralisieren4 ,nach dem ,zeugnis der geachtetsten ,geschichtsschreiber stammt die sptere groe ,sittenlosigkeit in ,frankreich hauptschlich von dem siebzigjhrigen ,aufenthalt der ,ppste in ,avignon her4 ,clemens ,v4 trat ebenso fest wie ,bonifazius1 nur nicht so heftig und deshalb klger auf1 wodurch er auch mehr gewann4 ,in dem deutschen ,kaiser ,heinrich ,,vii41 dem ,luxemburger1 wrde wahrscheinlich ein ,feind des ,papsttums gleich ,friedrich ,,ii4 erwachsen sein1 wenn er nicht1 wie man es in ,russland nennt1 gestorben worden wre4 ,der ,dominikaner ,bernard von ,montepulciano1 so erzhlt man1 reichte ihm eine vergiftete ,hostie und der ,kaiser war zu religis1 um dem ,rat seines ,arztes zu folgen und ein ,brechmittel zu nehmen4 ,so starb er denn an seiner ,frmmigkeit4 ,das grte ,schanddenkmal hat sich ,clemens ,v4 durch den nichtswrdigen ,prozess gegen den ,ritterorden der ,tempelherren und den ,justizmord der unglcklichen ,ritter gesetzt4 ,er war freilich nur die ,katze1 welche ihre heiligen ,pfoten ,philipp dem ,schnen lieh1 um fr ihn die ,kastanien aus dem ,feuer zu langen4 ,die ,sittenverderbnis unter den ,tempelherren war allerdings gro2 allein waren etwa die anderen geistlichen ,herren und die ,ppste selbst reiner8 brigens wrde ihre ,sittenlosigkeit den ,tempelherren schwerlich den ,hals gebrochen haben2 ihr ,verbrechen war es1 vernnftigere und freiere ,religionsansichten zu haben als der andere ,kuttenpbel1 und dann - waren sie ungeheuer reich4 ,indem man ihnen den ,prozess machte1 schlug man1 wie man zu sagen pflegt1 zwei ,fliegen mit einer ,klappe4 ,johann ,,xxii41 eines ,schuhflickers ,sohn1 war schon ein ,schuft und ,betrger1 ehe er den ,ppstlichen ,stuhl bestieg1 und auf demselben vervollkommnete er sich noch in seinen ,spitzbubentugenden4 ,ich habe schon im vorigen ,kapitel ,erbauliches von ihm berichtet und fge nur noch weniges hinzu4 ,er lag in bestndigem ,streit mit dem deutschen ,kaiser ,ludwig dem ,bayern und dem ,knig von ,frankreich4 ,ersterer wehrte sich zwar tchtig1 kuschte aber doch zuletzt1 denn er hatte zwei ,seelen1 eine kaiserliche und eine bayerische4 ,philipp der ,schne aber lie dem bermtigen ,papst sagen1 er werde ihn als ,ketzer verbrennen lassen4 ,leider ist das nicht geschehen2 er starb #ij ,jahre alt4 ,er hinterlie auer seinen #cc ,millionen1 welche die ,kirche verdaute1 die bekannte schne ,hymne3 ,stabat mater dolorosa4 ,sein ,nachfolger ,benedikt ,,xii4 war ein herzensguter ,mann und man kann ihm weiter nichts zur ,last legen1 als dass er ,papst war4 ,aber selbst diesen ,fehler suchte er nach besten ,krften zu mildern1 indem er wenigstens erklrte1 ein ,papst habe keine ,verwandte1 wodurch er seine ,vorgnger und ,nachfolger beschmte1 welche ihre ,neffen usw4 nicht reich genug beschenken konnten4 ,hohe ,personen hielten um seine ,nichte an2 aber er sagte3 ,fr ein solches ,ross schickt sich nicht solch ein ,sattel1 und gab sie einem ,kaufmann aus ,toulouse4 ,clemens ,,vi41 der ,benedikt ,,xii4 folgte1 war nach dem ,ausdruck eines gleichzeitigen ,geschichtsschreibers hchst ritterlich und nicht sehr fromm1 welches ,letztere man wohl von mehreren ,heiligen ,vtern sagen konnte4 ,er benahm sich sehr hochmtig gegen ,kaiser ,ludwig und hatte leichtes ,spiel mit dessen ,gegner1 dem ,pfaffenknig ,karl ,,iv4 ,obwohl er selber sehr locker lebte1 so hielt er es doch fr ntig1 die hhere ,geistlichkeit wegen ihres liederlichen ,lebenswandels abzukanzeln und sagte den ,herren unter anderem in seiner ,strafpredigt3 ,ihr wtet wie eine ,herde ,stiere gegen die ,khe des ,volkes6 ,clemens war sehr prachtliebend1 und mit unerhrtem ,pomp krnte er ,don ,sanchez1 den zweiten ,sohn des ,knigs von ,kastilien1 zum ,knig der glcklichen ,inseln1 wie damals die kanarischen hieen4 ,beim ,krnungszug kam als ble ,vorbedeutung ein ,platzregen1 welcher ,papst und ,knig bis auf die ,haut durchnsste2 und in der ,tat wurde auch das ,knigreich zu ,wasser1 denn die khnen ,normannen hatten es in ,besitz genommen und hielten es fest4 ,mit diesem ,sanchez hatte ,clemens groe ,absichten4 ,er versprach ihn an die ,spitze eines ,kreuzzuges zu stellen und ihm den ,titel ,knig von gypten zu geben4 ,der ,prinz war auer sich vor ,dankbarkeit und rief3 ,nun1 so mache ich ,ew4 ,heiligkeit zum ,kalifen von ,bagdad6 - ,so erzhlt uns der berhmte ,dichter ,petrarca4 ,philipps des ,schnen ,beispiel hatte den ,ppsten bse ,frchte getragen1 denn die ,kraft des ,banns fing an zu erlahmen4 ,das fhlte ,urban ,v4 ,ein ,erzbischof weigerte sich1 einen ,mnch zu ordinieren1 der ihm von seinem ,landesherrn1 ,bernab ,visconti von ,mailand1 empfohlen war4 ,dieser gottlose ,mensch lie den ,erzbischof zitieren und sagte zu ihm3 ,weit du nicht1 du alter ,hurer1 dass ich ,knig1 ,papst und ,kaiser in meinem eigenen ,reich bin6 ,fr dieses ungeheure ,verbrechen tat ihn ,urban in den ,bann und belegte sein ,land mit dem ,interdikt6 ,als die ,legaten des ,papstes die ,bannbulle nach ,mailand brachten1 fhrte sie ,visconti samt ihrem ,wisch auf die ,navigliobrcke und fragte sie sehr ernsthaft3 ,wollt ,ihr essen oder trinken8 ,die ,legaten sahen mit sehr langen ,gesichtern auf den ,fluss und verlangten hchst kleinmtig zu essen4 ,nun1 so fresst den ,wisch da6 - ,die ,herren ,legaten fraen4 ,gregor ,,xi4 verlegte die ,statthalterei ,gottes wieder nach ,rom4 ,ich habe schon frher bemerkt1 welche demoralisierenden ,folgen die ,residenz der ,ppste fr ,avignon und ,frankreich berhaupt hatte4 ,geschichtsschreiber jener ,zeit knnen von der dort herrschenden ,unzucht nicht genug erzhlen1 und die meisten ,dinge verschweigen sie aus ,schamgefhl4 ,ein schnes ,papstexemplar war ,urban ,,vi4 7#acgh-achi71 doch war er mehr ,tiger als ,affe4 ,seine ,grausamkeit war emprend4 ,fnf ,kardinle1 die nicht fr ihn gestimmt hatten1 und mehrere ,prlaten lie er frchterlich foltern und dann teils in ,scke stecken und ins ,meer werfen1 teils lebendig verbrennen1 erdrosseln oder enthaupten4 ,einen sechsten ,kardinal1 der von der ,tortur so elend war1 dass er nicht fortkonnte1 lie er unterwegs erwrgen4 ,als die ,kardinle zur ,tortur abgefhrt wurden1 sagte der ,statthalter ,gottes zum ,henker3 ,martere so1 dass ich ,geschrei hre4 ,dabei ging er in seinem ,garten spazieren und las in seinem ,brevier4 ,die ,leichen von zwei ,kardinlen lie dieser ,henkerpapst in fen austrocknen und dann zu ,staub zerstoen4 ,dieser ,staub wurde auf seinen ,befehl in ,scke getan und nebst den roten ,hten der ,kardinle auf seinen ,reisen auf ,maulesel vor ihm hergefhrt1 anderen als schreckliches ,exempel6 ,zu ,ende des #ad4 und am ,anfang des #ae4 ,jahrhunderts finden wir immer wenigstens zwei1 meistens drei ,ppste zugleich1 die jeder von den verschiedenen ,parteien als die echten ,statthalter ,gottes betrachtet wurden4 ,ich habe es herzlich satt1 die scheulichen ,handlungen der ,menschen zu berichten1 welche den ,namen ,statthalter ,gottes zum schndlichsten ,hohn machten2 allein ich msste vollends ermden1 wenn ich die ,schandtaten und ,verbrechen dieser verschiedenen ,gegenppste berichten sollte4 ,man durchwandere einen ,bagno oder irgendein ,zuchthaus und lasse sich von jedem der ,strflinge erzhlen1 welche ,verbrechen er begangen hat1 so wird man doch ein nur unvollkommenes ,verzeichnis der ,verbrechen haben1 welche von den ,ppsten dieser ,periode begangen wurden4 ,das bse ,beispiel der ,ppste und berhaupt der ,geistlichkeit hatte die belsten ,folgen4 ,von der ,zgellosigkeit1 welche damals unter dem ,volk1 namentlich aber unter den hheren ,stnden herrschte1 hat man heutzutage kaum einen ,begriff1 so sehr man auch ber die ,sittenverderbnis der jetzigen ,zeit klagt4 ,alle ,gesetze der ,moral und der ,sitte waren durch die ,liederlichkeit der ,pfaffen aufgelst4 ,die ,notwendigkeit einer ,beendigung dieses ,zustandes wurde von allen gefhlt1 in denen noch das ,gefhl fr das ,gute lebte1 und man kam dahin berein1 auf einem groen ,konzil vorerst die ,ordnung in der ,kirche wiederherzustellen4 ,dies ,konzil wurde #adad zu ,konstanz gehalten und ist eines der glnzendsten1 die jemals stattgefunden haben4 ,man sah auf demselben nchst einem ,papst und dem ,kaiser alle ,kurfrsten1 #aec ,frsten1 #acb ,grafen1 ber #gjj ,freiherrn und ,ritter1 #d ,patriarchen1 #bi ,kardinle1 #dg ,erzbischfe1 #afj ,bischfe1 ber #bjj bte1 ein ,heer von ,mnchen1 ,geistlichen jeder ,art und ,rechtsgelehrten und - die gewhnliche ,begleitung des ppstlichen ,hofes1 gegen #ajjj ffentliche ,dirnen1 die privatim unterhaltenen und heimlichen gar nicht mitgerechnet4 ,drei ,ppste stritten sich um die ,tiara3 ,johann ,,xxiii41 ein ,gregor und ein ,benedikt4 ,johann war dreist genug1 auf dem ,konzil zu erscheinen1 allein als man ernstlich daran ging1 seinen ,lebenslauf zu mustern1 hielt der ,heilige ,vater es fr geratener1 als ,postknecht verkleidet1 mit ,hilfe des ,herzogs ,friedrich von ,tirol zu entfliehen4 ,man hatte seine ,verbrechen in #gj ,artikeln zusammengefasst und gab sie dem ,heiligen ,vater zur ,durchsicht4 ,er uerte aber kein ,verlangen1 sein ,sndenregister zu lesen und versuchte lieber das ,konzil durch seine ,flucht zu sprengen1 was aber misslang4 ,johanns ,taten wurden ffentlich verlesen1 das heit nur #ed ,artikel davon1 da man sich schmte1 die anderen vor aller ,welt auszusprechen4 #cg ,zeugen bewiesen1 dass ,johann nicht nur ,hurerei1 ,ehebruch1 ,blutschande1 ,sodomiterei1 ,simonie1 ,freigeisterei1 ,ruberei und ,mord verschuldet1 sondern auch #cjj ,nonnen verfhrt oder genotzchtigt und sie dann zum ,lohn zu btissinnen und ,priorinnen gemacht habe4 ,sein eigener ,sekretr1 ,niem1 erzhlt1 dass der ,papst zu ,bologna einen ,harem von #bjj ,mdchen unterhalten habe4 ,auch beschuldigt man ,johann1 seinen ,vorgnger ,clemens ,v4 vergiftet zu haben4 ,johann wurde abgesetzt4 ,gregor dankte freiwillig ab2 aber der alte ,benedikt spielte in einem ,winkel ,spaniens1 wohin er geflohen war1 den ,vizegott2 allein niemand kehrte sich an seine ,bannflche4 ,endlich lie der neuerwhlte ,papst1 ,martin ,v41 den neunzigjhrigen ,benedikt vermittelst ,gift aus dem ,weg rumen4 ,unbegreiflich ist es1 wie dieser in ,wollust aller ,art sich wlzende ,heilige ,vater ein so hohes ,alter erreichen konnte4 ,berhmte ,kanzelprediger predigten ffentlich gegen sein abscheuliches ,leben1 und einer derselben sagte3 ,j'aime mieux baiser le derrire d'une vielle maquerelle1 qui aurait les hemmorodes1 que la bouche de ce ,pape l6 ,das ,konzil von ,konstanz verurteilte ,jan ,hus und ,hieronymus von ,prag als ,ketzer zum ,feuertod und verursachte dadurch blutige ,kriege2 aber der ,zweck des ,konzils1 eine ,reformation an ,haupt und ,gliedern der ,kirche1 wurde nicht erreicht4 ,im ,jahr #adah gingen die ,herren ,reformatoren auseinander4 ,die ,stadt ,konstanz hatte vier ,jahre lang einen schnen ,verdienst durch die #ajj4jjj ,fremden mit #dj4jjj ,pferden1 die sie so lange beherbergen musste4 ,fr ihr gutes ,verhalten erhielt die ,brgerschaft vom ,kaiser unschtzbare ,belohnungen1 die ihn nichts kosteten1 nmlich das ,recht1 eine vierzehntgige ,messe zu halten1 mit rotem ,wachs zu siegeln1 im ,felde eigene ,trompeter zu halten und auf ihr ,banner - einen roten ,schwanz zu setzen1 der sie vielleicht an die vielen ,kardinle erinnern sollte2 ich bin nicht bewandert genug in der ,heraldik1 um die ,bedeutung dieses seltsamen ,wappenvogels zu erklren4 ,der ,brgermeister wurde zum ,ritter geschlagen1 da das kleine ,geld der ,frstengunst1 die ,orden1 noch nicht blich waren4 ,von ,eugen ,,vi41 ,calixt ,,iii4 und ,pius ,,ii41 der sich schminkte und eine ,krone trug1 die #bjj4jjj ,dukaten wert war2 ebenso von dem schndlichen ,meuchelmrder ,sixtus ,,iv41 der in ,rom die ersten ffentlichen ,bordelle anlegte und jeden seiner ,kardinle auf die ,erwerbnisse von #bj-cj ,huren anwies2 der fr ,geld die ,erlaubnis erteilte1 bei der ,frau eines ,abwesenden die ,stelle des ,mannes zu vertreten2 der mit seiner ,schwester einen ,sohn zeugte1 seine beiden ,shne zu unnatrlicher ,wollust missbrauchte und unendlich viele andere ,schandtaten beging3 von allen diesen ,ppsten schweige ich1 obgleich ihre ,geschichte gewiss sehr lehrreich und erbaulich sein wrde4 ,innozenz ,,viii4 7#adhd-adib7 sorgte mit vterlicher ,zrtlichkeit fr seine ,kinder und scharrte unendlich viel ,geld zusammen4 ,doch das taten alle ,ppste4 ,er zeichnete sich nur noch durch seine ,sndentaxordnung aus1 die in #db ,kapiteln #ejj ,taxanstze enthielt4 ,ich habe schon frher davon gesprochen2 hier nur noch einige ,beispiele aus diesem ,schanddokument3 ,begeht ein ,geistlicher vorstzlich einen ,mord1 so zahlt er nach ,reichswhrung zwei ,goldgulden acht ,groschen4 ,vater-1 ,mutter-1 ,bruder- und ,schwestermord ist taxiert zu ein ,gulden zwlf ,groschen6 ,wollte aber ein ,ketzer absolviert werden1 so hatte er vierzehn ,gulden acht ,groschen zu bezahlen4 ,eine ,hausmesse in einer exkommunizierten ,stadt kostete vierzig ,gulden4 ,dieser ,papst ,innozenz ,,viii4 widmete dem ,hexenwesen ganz besondere ,aufmerksamkeit und kann als der ,begrnder der ,hexenprozesse betrachtet werden1 welche so vielen armen alten und jungen ,weibern das ,leben kosteten4 ,in der abgeschmackten ,bulle1 die er hierber erlie1 faselt er von bsen ,geistern1 die sich auf den ,menschen1 und solchen1 die sich unter ihn legen6 ,alexander ,,vi4 7#adib-aejb7 war der ,nachfolger von ,innozenz1 und obwohl er nicht schlechter und lasterhafter war als viele seiner ,vorgnger1 so sind doch seine ,handlungen mehr bekannt geworden als die anderer ,ppste1 und er gilt gewhnlich als die ,quintessenz ppstlicher ,schlechtigkeit4 ,er war in ,valencia geboren und hie ursprnglich ,rodrigo ,langolo2 aber sein ,vater vernderte seinen ,namen in ,borgia4 ,rodrigo studierte1 wurde dann aber ,soldat und verfhrte eine ,witwe namens ,vanozza und ihre beiden ,tchter4 ,von einer derselben hatte er vier ,shne3 ,juan1 ,cesare1 ,pedro ,luis und ,jofr1 und eine ,tochter ,lucrezia4 ,sein ,oheim1 ,alfons ,borgia1 wurde unter dem ,namen ,calixtus ,,iii4 ,papst1 und ,rodrigo begab sich schleunigst nach ,rom4 ,der ,papst berschttete seinen ,neffen mit ,wrden und ,geschenken und machte ihn endlich zum ,kardinal4 ,nun richtete derselbe seine ,augen auf die ppstliche ,krone4 ,als ,innozenz ,,viii4 starb1 bestach er von #bg ,kardinlen #bb durch ,versprechungen und wurde ,papst4 ,als er sein ,ziel erreicht hatte1 ermahnte er die bestechlichen ,kardinle zur ,besserung und rumte sie als ihm unbequem allmhlich durch ppstliche ,hausmittelchen aus dem ,wege4 ,fr das ,schicksal seiner ,kinder war ,alexander ,,vi4 auf das zrtlichste bedacht4 ,er verheiratete sie alle vortrefflich und sorgte fr ihr ,fortkommen4 ,cesare ,borgia wurde zum ,kardinal gemacht und hatte die ,freude1 seinen ,bruder ,jofr mit ,sancha1 der ,tochter des ,knigs ,karl ,,viii4 von ,frankreich zu verheiraten1 der noch weit grere ,opfer bringen musste1 um den ,papst zu bewegen1 seine ,absichten auf das ,knigreich ,neapel zu untersttzen4 ,karl musste unendlich viele ,dukaten opfern1 denn ,geld war bei ,alexander ,,vi4 die ,losung4 ,um ,geld zu erlangen1 verschmhte dieser ,papst kein ,mittel4 ,einen ,beweis fr seine ,handlungsweise liefert sein ,betragen gegen den unglcklichen ,prinzen ,cem4 ,dieser hatte sich gegen seinen ,bruder1 den ,sultan ,bayezit1 emprt1 war gefangen und dem ,papst ,innozenz gegen ein ,jahrgeld von #dj4jjj ,dukaten zur ,aufbewahrung anvertraut worden4 ,um ,geld zu gewinnen1 lie ,alexander ,,vi4 dem ,sultan weismachen1 dass ,karl ,,viii41 wenn er ,neapel erobert habe1 gegen ihn ziehen wolle und sich bereits seinen ,bruder ,cem erbeten habe1 um ihn an die ,spitze des ,unternehmens zu stellen4 ,zugleich erbat sich ,alexander die flligen #dj4jjj ,dukaten4 ,der wirklich besorgte ,sultan schickte gleich #ej4jjj und schrieb an den ehrwrdigen ,vater aller ,christen1 so nannte er ,alexander1 einen sehr freundschaftlichen ,brief1 in welchem er ihn aufmuntert1 seinen ,bruder sobald als mglich von dem ,elend dieser ,welt zu befreien und ihm zu einem glcklichen ,leben zu verhelfen4 ,wenn der ,papst diese seine ,bitte erfllen wolle1 so verspreche er ihm feierlich und eidlich #cjj4jjj ,dukaten1 die kostbare ,reliquie des ,leibrocks ,christi und ewige ,freundschaft4 ,alexander wollte aber noch mehr ,nutzen aus dem ,heiden ziehen1 der in seinem ,gewahrsam war2 er lieferte ihn ,karl ,,viii4 fr #bj4jjj ,dukaten aus1 aber bereits mit einem ,trank im ,leib1 der ihn in ,mohammeds ,paradies befrderte4 ,einer der ,geschichtsschreiber sagt3 ,er starb an einer ,speise oder einem ,trank1 die ihm nicht gut bekam4 - ,bayezit war ebenso ehrlich wie der ,papst und zahlte mit ,freuden das ,blutgeld4 ,alexander erhob seinen ltesten ,sohn ,juan1 ,herzog von ,gandia1 den er am liebsten hatte1 zum ,herzog von ,benevent4 ,dies war dessen ,tod1 denn sein eiferschtiger ,bruder ,cesare lie ihn ermorden4 ,man zog den von neun ,dolchstichen durchbohrten ,leichnam aus dem ,tiber1 und die ,rmer sagten spottend3 ,alexander ist der wrdigste ,nachfolger ,petri1 denn er fischt aus dem ,tiber sogar ,kinder4 - ,alexander war ber den ,tod seines ,lieblings auer sich2 aber er vergab ,cesare den kleinen ,mord sehr bald und bertrug auf diesen wrdigsten ,sprssling all seine vterliche ,zrtlichkeit4 ,um nicht daran gehindert zu sein1 durch ,heirat zur ,macht zu gelangen1 verlie der ,kardinal ,cesare ,borgia den geistlichen ,stand - ein bis dahin nie vorgekommener ,fall1 - wurde von dem ,knige von ,frankreich zum ,herzog von ,valence in der ,dauphin ernannt und heiratete bald darauf eine ,tochter der ,knigin von ,navarra4 ,seine anderen ,kinder verga der zrtliche ,vater aber auch nicht4 ,lucrezia hatte schon viel herumgeheiratet1 als sie an ,alfons1 ,herzog von ,bisceglia1 gelangte1 der aber ermordet wurde und einem ,prinzen von ,ferrara ,platz machen musste4 ,die ppstliche ,familie fhrte ein uerst gemtliches ,familienstilleben4 ,die ,brder und der ,vater schliefen abwechselnd bei der schnen ,lucrezia1 und der ,letztere hatte die ,freude1 ihr einen ,sohn zu erzeugen1 der ,rodrigo genannt wurde und welcher demnach der ,bruder seiner ,mutter und der ,sohn und ,enkel seines glcklichen ,vaters war1 der das ,wunderkind zum ,herzog von ,sermonata machte4 ,die italienischen ,frsten1 welche von dem ,heiligen ,vater und seinem ,sohn ,cesare auf das schamloseste geplndert wurden1 vereinigten sich gegen diese ,ungerechtigkeiten1 allein sie wurden fast smtlich gegen ihre bessere berzeugung zur ,seligkeit befrdert4 ,ein halbes ,dutzend von ihnen besorgte ,cesare zur ,ruhe und einen andern der ,herr ,papa4 ,cesare wrde sich wahrscheinlich unter dem ,schutze seines ,heiligen ,vaters ein ganz artiges ,reich zusammengeraubt haben1 wenn dieser ,musterpapst nicht aus ,versehen gestorben wre4 ,das ging auf folgende ,weise zu4 ,alexander hatte die ,gewohnheit1 solche reiche ,leute1 die er gern beerben wollte1 in die bessere ,welt zu befrdern1 und eins seiner ,lieblingsmittel dazu war ,gift1 welches er hchst gemtlich ,requiescat in pace nannte4 - ,der ,kardinal ,corneto1 ein unchristlich reicher ,mann1 sollte so beruhigt werden und wurde zu diesem ,zweck vom ,papst zum ,abendessen geladen4 ,durch ein ,versehen reichte ein ,diener dem ,papst den in der ,hlle gewrzten fr den ,kardinal bestimmten ,wein1 und dieser endete am andern ,tag sein heiliges ,leben im #gb4 ,lebensjahre4 ,cesare1 der auch von dem vergifteten ,wein getrunken1 hatte ein volles ,jahr daran zu verdauen4 ,mit den ,schandtaten dieses ,papstes knnte man ein ganzes ,buch fllen1 aber ich will den ,lesern nur einige mitteilen4 ,von der ,macht und der ,stellung der ,ppste hatte ,alexander die hchsten ,begriffe1 denn er sagte3 ,der ,papst steht so hoch ber dem ,knig wie der ,mensch ber dem ,vieh1 und mit der ,religion1 welche damals die christliche hie1 war er vollkommen zufrieden1 denn er uerte3 ,jede ,religion ist gut1 die beste aber - die dmmste1 und es wrde schwer geworden sein1 etwas ,dmmeres als das ,christentum der rmischen ,kirche jener ,zeit aufzufinden4 ,alexander selbst hatte gar keine ,religion4 ,hchst originell ist eine ,unterredung1 welche der gelehrte ,prinz ,piko di ,mirandola mit dem ,papst nach der ,niederkunft der ,lucrezia mit ,rodrigo hatte4 ,alexander fragte ihn3 ,kleiner ,piko1 wen hltst du fr den ,vater meines ,enkels8 ,nun1 ,ihren ,schwiegersohn61 nmlich den fr impotent bekannten ,alfons4 ,wie kannst du das glauben8 ,der ,glaube1 ,ew4 ,heiligkeit1 besteht ja darin1 ,unmgliches zu glauben1 und nun kramte der ,prinz eine solche ,menge geglaubter ,unmglichkeiten aus1 dass der ,heilige ,vater sich beinahe vor ,lachen ausschttete4 ,ja1 ja1 sagte der ,papst1 ich fhle wohl1 dass ich nur durch ,glauben1 nicht aber durch meine ,werke selig werden kann4 ,ew4 ,heiligkeit1 antwortete der ,prinz1 haben ja die ,schlssel des ,himmelreichs2 aber ich1 - wie ginge es mir dort1 wenn ich bei meiner ,tochter geschlafen1 mich des ,dolchs und der ,cantarella 7,gift7 so oft bedient htte6 ,ernsthaft1 sage mir1 fuhr der ,papst fort1 wie kann ,gott am ,glauben ,vergngen finden8 ,nennen wir nicht den1 der da sagt1 er glaube was er unmglich glauben kann1 einen ,lgner8 ,groer ,gott6 rief der ,prinz und schlug ein ,kreuz1 ich glaube1 ,ew4 ,heiligkeit sind kein ,christ6 ,nun1 ehrlich gesprochen1 ich bin's auch nicht4 ,dacht' ich's doch6 sagte der ,prinz1 und damit endete die seltsamste ,unterredung1 die wohl je zwischen einem ,papst und einem ,laien stattgefunden hat4 ,die ,liederlichkeit ,alexanders lsst sich in unserer keuschen ,sprache nicht wohl beschreiben2 sie kommt nur der ,cesare ,borgias und seiner ,schwester ,lucrezia gleich4 ,alle ,abarten der ,wollust1 welche wir ,deutschen meistens nicht einmal dem ,namen nach kennen und welche von den frheren ,ppsten einzeln getrieben wurden1 dienten diesem ,papst gewordenen ,priap zur ,unterhaltung4 ,burckard1 der ,zeremonienmeister ,alexanders ,,vi41 hat in seinem ,diarium das ,leben am ppstlichen ,hofe geschildert1 und die ppigste ,phantasie kann nichts erdenken1 was hier nicht getrieben wurde4 ,burckard sagt3 ,aus dem apostolischen ,palast wurde ein ,bordell1 und ein weit schandvolleres ,bordell1 als je ein ffentliches ,haus sein kann4 ,einst wurde1 so erzhlt ,burckard1 auf dem ,zimmer des ,herzogs von ,valence 7,cesare ,borgia7 im apostolischen ,palast eine ,abendmahlzeit gegeben1 bei welcher auch fnfzig vornehme ,kurtisanen gegenwrtig waren1 die nach ,tische mit den ,dienern und anderen ,anwesenden tanzen mussten1 zuerst in ihren ,kleidern1 dann nackend4 ,darauf wurden ,leuchter mit brennenden ,lichtern auf die ,erde gesetzt und zwischen denselben ,kastanien hingeworfen1 welche die nackten ,weibsbilder1 auf allen ,vieren zwischen den ,leuchtern durchkriechend1 auflasen1 whrend ,seine ,heiligkeit1 ,cesare und ,lucrezia zusahen4 ,endlich wurden viele ,kleidungsstcke fr diejenigen hingelegt1 die mit mehreren dieser ,lustdirnen ohne ,scheu ,unzucht treiben wrden1 und sodann diese ,preise ausgeteilt4 ,diese schne ,szene fiel vor an der ,allerheiligen-,viglie #aeja4 ,einst lie ,alexander rossige ,stuten und ,hengste vor sein ,fenster fhren und ergtzte sich mit ,lucrezia an dem ,schauspiel4 - ,dieses ,weib war ber alle ,beschreibung liederlich1 ob sie aber nach dem ,papstrecht das ,prdikat ,hure verdient1 wei ich nicht1 denn einige ,glossatoren desselben haben aufgestellt1 dass man nur diejenige eine wahre ,hure nennen knne1 die #bc4jjj ,mal gesndigt habe6 ,lucrezia genoss das unbeschrnkte ,vertrauen ihres ,vaters4 ,in dessen ,abwesenheit erbrach sie alle ,briefe1 beantwortete sie ntigenfalls und versammelte die ,kardinle nach ,gefallen4 ,man schrieb ihr folgende ,grabschrift3 ,hier liegt1 die ,lucrezia hie und eine ,thais war1 ,alexanders ,weib1 ,tochter und ,schwiegertochter2 ,letzteres1 weil einer ihrer vielen ,mnner ein anderer ,sohn des ,papstes1 also ihr ,halbbruder war4 ,die zu jener ,zeit auflebenden ,wissenschaften und die immer weiter um sich greifende ,anwendung der hllischen ,erfindung der ,buchdruckerkunst machte den ,papst sehr besorgt4 ,er frchtete1 dass eine freie ,presse dem ,schandleben der ,ppste ein ,ende machen mchte1 und hatte daher nicht ,unrecht zu frchten4 ,er fhrte daher die ,bcherzensur ein1 die bis auf die neueste ,zeit geblieben ist und wo sie endlich vor der ffentlichen ,meinung weichen musste1 in die fast noch schlimmere ,phase der ,pressprozesse bergegangen ist1 die sehr hufig im ,sinne ,richelieus gefhrt werden1 der behauptete1 kein ,schriftsteller knne fnf ,worte schreiben1 ohne sich eines ,verbrechens schuldig zu machen1 welches ihn in die ,bastille bringt4 ,derjenige1 zu dem er dies sagte1 schrieb3 ,zwei und eins macht drei6 - ,unglcklicher6 rief der ,kardinal1 ,sie leugnen die ,dreieinigkeit6 ,seitenstcke dazu liefern manche moderne ,pressprozesse4 ,julius ,,ii4 7#aejb-aeac7 gelangte ebenfalls durch ,list und ,bestechung auf den ,ppstlichen ,stuhl4 ,er war ein tchtiger ,soldat2 das ist das einzige1 seltsame ,lob1 welches man diesem ,statthalter ,gottes geben kann4 ,er hetzte alle ,frsten gegeneinander1 lie ,armeen marschieren1 kommandierte sie selbst und belagerte und eroberte ,stdte4 ,seine ,gegner beriefen eine ,synode nach ,pisa1 um dem martialischen ,sohn der ,kirche sein unberufenes ,handwerk zu legen4 ,von dieser ,kirchenversammlung wurde er als ,strer des ffentlichen ,friedens1 als ein ,stifter der ,zwietracht unter dem ,volk ,gottes1 als ein ,rebell und blutdurstiger ,tyrann und als ein in seiner ,bosheit verhrteter ,mensch aller geistlichen und weltlichen ,verwaltung entsetzt4 ,julius kehrte sich natrlich nicht an dieses ,urteil2 es erbitterte ihn nur noch mehr gegen seine ,feinde und besonders gegen den vortrefflichen ,knig von ,frankreich1 ,ludwig ,,xii41 den er absetzte4 ,ganz ,frankreich wurde ebenfalls mit dem ,interdikt belegt2 aber die aus dem ,vatikan geschleuderten ,blitze zndeten nicht mehr4 ,julius ,,ii4 handelte nach dem ,ausdrucke des berhmten ,geschichtsschreibers ,mezeray wie ein trkischer ,sultan und nicht wie ein ,statthalter des ,friedensfrsten und wie ein ,vater aller ,christen4 ,in den ,kriegen1 die er aus ,rachbegierde und ,blutdurst fhrte1 verloren zweihunderttausend ,menschen ihr ,leben4 ,er starb mitten unter ,vorbereitungen zu neuen ,kriegen4 ,er war so liederlich wie ,alexander ,,vi41 und vor diesem hatte er noch voraus1 dass er ein ,trunkenbold war4 ,kaiser ,maximilian ,i4 sagte einst3 ,ewiger ,gott1 wie wrde es der ,welt gehen1 wenn du nicht eine besondere ,aufsicht ber sie httest1 unter einem ,kaiser wie ich1 der ich nur ein elender ,jger bin1 und unter einem so lasterhaften und versoffenen ,papst1 als ,julius ist6 ,der ,zeremonienmeister dieses ,papstes1 de ,grassis1 erzhlt1 dass der ,heilige ,vater einmal so heftig von der ,krankheit angesteckt war1 welche der ,ritter ,bayard le mal de celui qui l'a nennt1 dass er am ,karfreitag niemand zum ,fukuss lassen konnte4 ,ein ebenso liederlicher ,mensch war sein ,nachfolger ,leo ,x4 7#aeac-aeba71 welcher seine ,erhebung zum ,papst derselben ,krankheit verdankte1 die ,julius am ,fukuss verhinderte4 ,als er zur neuen ,papstwahl ins ,konklave kam1 litt er an einem venerischen ,geschwr am ,hintern1 welches einen pestilenzialischen ,geruch verbreitete4 ,die anderen ,kardinle1 welche angesteckt zu werden frchteten1 befragten die rzte des ,konklaves1 und diese erklrten einstimmig1 dass ,leo gewiss bald sterben wrde4 ,um nur baldigst von dem ,gestank befreit zu werden1 whlten ihn die ,kardinle zum ,papst4 ,leo ,x41 ein ,sprssling der berhmten ,frstenfamilie der ,medicis1 war ein gescheiter ,mann1 welcher ,knste und ,wissenschaften liebte und manch andere ,eigenschaft hatte1 die wir an einem weltlichen ,frsten recht hoch schtzen wrden4 ,er lebte vergngt wie ein ,papst und kmmerte sich ebenso wenig um die ,christenheit wie um ,geschfte1 wenn er nicht durch seine ungeheuren ,geldbedrfnisse dazu gezwungen war4 ,er soll whrend der acht ,jahre seiner ,herrschaft #ad ,millionen ,dukaten verbraucht haben1 was sehr glaublich ist1 da er das so leicht erworbene ,geld ebenso leicht ausgab4 ,bei seiner ,krnung verschenkte er #ajj4jjj ,dukaten4 ,dichter und ,maler erhielten von ihm sehr bedeutende ,summen2 aber die guten ,christen deckten das alles4 ,einst sagte ,leo zum ,kardinal ,bambus3 ,wie viel uns und den unsrigen die ,fabel von ,christo eingebracht hat1 ist aller ,welt bekannt4 ,sein ,hof war der prchtigste1 den es gab1 und das ,geld wurde mit vollen ,hnden weggeworfen1 wie an denen der altrmischen ,kaiser4 ,so war es denn kein ,wunder1 dass er trotz seines ,ablasskrams noch bedeutende ,schulden hinterlie4 ,leo verkaufte alles1 was nur ,kufer fand1 und sein ,finanzminister ,armellino war der unverschmteste ,blutsauger4 ,einst sagte ,colonna von ,letzterem4 ,man ziehe diesem ,schinder das ,fell ber die ,ohren und lasse ihn fr ,geld sehen1 was mehr einbringen wird1 als wir brauchen4 ,leo wurde durch einen pltzlichen ,tod aus seinem ppigen ,leben hinweggerissen und hatte nicht einmal ,zeit1 die kirchlichen ,sakramente zu empfangen4 ,dieses gab einem ,dichter ,veranlassung zu einem ,epigramm1 welches in der bersetzung lautet3 ,ihr fragt1 warum ,leo in der ,sterbestunde die ,sakramente nicht nehmen konnte8 - ,er hatte sie verkauft4 ,leos ,ablasskram1 von dem ich bereits geredet habe1 gab die nchste ,veranlassung zur ,reformation4 ,die ,geschichte derselben ist unendlich oft geschrieben worden und befindet sich in den ,hnden des ,volks2 ich darf sie also als bekannt voraussetzen4 ,die gefhrliche ,lage des ,ppstlichen ,stuhls htte einen recht krftigen ,papst erfordert2 aber ,leos ,nachfolger1 ,hadrian ,,vi4 7#aeba-aebc71 war dies durchaus nicht4 ,er war ein bornierter ,gelehrter1 mehr geeignet1 sich und die ,jungens zu ennuyieren1 als das lecke ,schifflein ,petri ber ,wasser zu erhalten1 obwohl sein ,vater ,schiffszimmermann in ,utrecht war4 ,seiner ,gelehrsamkeit wegen hatte man ihn zum ,lehrer ,karls ,v4 gewhlt1 und als sein ,zgling ,kaiser war1 machte man ihn zum ,rektor der ,universitt ,lwen4 ,luther sagt von ihm3 ,der ,papst ist ein ,magister noster aus ,lwen1 da krnt man solche ,esel4 ,man mchte geneigt sein1 dies summarische ,urteil zu besttigen1 wenn man liest1 dass ,hadrian bei den herrlichsten ,kunstwerken ,roms1 wie ,laokoon1 ,apoll von ,belvedere usw41 mit einem flchtigen ,seitenblick vorberging1 indem er sagte3 ,es sind alte ,gtzenbilder4 ,als dieser deutsche ,barbar zu ,fu nach ,rom kam1 als er zu seinem ,unterhalt tglich nicht mehr als zwlf ,taler brauchte und - horribile dictu - ,bier dem ,wein vorzog1 - da machten die ,kardinle sehr lange ,gesichter und kamen zu der ,einsicht1 dass der ,heilige ,geist keinen als einen ,italiener verstehe4 ,hadrian war ein hlzerner ,pedant und viel zu ehrlich1 als dass man ihn lange auf dem ,ppstlichen ,stuhl htte dulden knnen4 ,die ,satiriker nahmen ihn scharf mit4 ,der ,dichter ,berni charakterisierte dieses ,papstes ,regierung sehr ergtzlich4 ,die bezgliche ,stelle heit in der bersetzung3 ,eine ,regierung voll ,bedacht1 ,rcksicht und ,gerede1 voll ,wenn und ,aber1 ,jedennoch und ,vielleicht1 und ,worten in ,menge ohne ,saft und ,kraft1 voll ,glauben1 ,liebe1 ,hoffnung1 das heit voll ,einfalt1 - wird ,hadrian allgemach zum ,heiligen machen4 ,hadrian beging ein in den ,augen aller ,kardinle und ,geistlichen grssliches ,verbrechen2 er gestand nmlich ein1 dass ,luther mit seinem ,verlangen nach einer ,reformation gar nicht so unrecht habe1 indem er ehrlich genug war zu schreiben3 ,gott gestattete die ,verfolgung um der ,snde willen2 die ,snde des ,volks stammt von den ,priestern1 die daher ,jesus auch zuerst im ,tempel aufsuchte1 und dann erst in die ,stadt ging4 ,selbst von diesem unserem ,heiligen ,stuhl ist so viel ,unheiliges ausgegangen1 dass es kein ,wunder ist1 wenn sich die ,krankheit vom ,haupt in die ,glieder1 von ,ppsten in die ,prlaten gezogen hat4 ,wir wollen allen ,flei anwenden1 damit zuerst dieser ,hof1 von dem vielleicht alles ,unheil ausging1 reformiert werde1 je begieriger die ,welt solche ,reformen erwartet4 ,so etwas war unertrglich1 und ,hadrian wurde gestorben4 ,der ,jubel der ,rmer bei seinem ,tode war sehr gro1 und sie begingen die ,unschicklichkeit1 die ,tr seines ,leibarztes zu bekrnzen und mit der ,inschrift zu versehen3 ,liberatori ,patriae ,s4,p4,q4,r4 7,der ,senat und das ,volk ,roms dem ,befreier des ,vaterlandes74 ,damit man nicht in ,versuchung kommt1 das ,schicksal dieses ehrlichen1 gelehrten ,dummkopfes gar zu sehr zu beklagen1 bemerke ich1 dass er fnf ,jahre lang ,groinquisitor in ,spanien war und dort #afbj ,menschen lebendig und #efj im ,bildnis verbrennen lie und #ba4hde andere zu ,vermgenskonfiskation1 ,ehrlosigkeit usw4 verurteilte4 ,clemens ,,vii4 7#aebc-aecd71 wieder ein ,medici1 folgte dem ,magister noster ,esel und verstand es besser als dieser1 den ,kirchenmonarchen zu spielen2 aber die ,reformation konnte er ebenso wenig unterdrcken4 - ,er hatte groe ,not auszustehen1 denn der ,konnetable ,karl von ,bourbon strmte mit seinem unbezahlten ,heer ,rom4 ,der ,feldherr wurde zwar bei dem ,sturm erschossen1 allein dies diente nur dazu1 die ,wut der beutelustigen ,soldaten mehr anzufachen4 ,unter ihnen befanden sich #ad4jjj ,deutsche unter ,georg von ,frondsberg1 der es besonders auf den ,papst abgesehen hatte und einen goldenen ,strick bei sich trug1 um ,se4 ,heiligkeit damit eigenhndig in den ,himmel zu befrdern4 ,der ,papst floh in die ,engelsburg1 und mit ,rom wurde unbarmherzig umgegangen4 ,die ,kardinle hatten schlimme ,zeit1 denn selbst die katholischen ,spanier gingen hart mit ihnen um4 ,die ,damen nahmen die ,sache von der besten ,seite2 sie waren neugierig auf die stmmigen deutschen ,landsknechte1 und ,geschichtsschreiber erzhlen boshafterweise1 dass sie es gar nicht erwarten konnten1 bis das ,notzchtigen losging4 ,die ,soldaten raubten1 wo sie etwas fanden2 denn wenn die ,krieger der damaligen ,zeit ,geld witterten1 dann suspendierten sie alle ,religion1 stahlen und mordeten nach ,herzenslust und lieen sich dann absolvieren4 ,die ,beute belief sich an ,gold1 ,silber und ,edelsteinen auf mehr als zehn ,millionen ,gold1 und an barem ,geld1 womit sich die ,vornehmen ranzionieren mussten1 auf eine noch grere ,summe4 ,ich habe da ein altes ,buch von #aefi vor mir1 in welchem ,adam ,reiner1 der in ,diensten ,frondsbergs mit in ,rom war1 die tolle ,wirtschaft1 welche die ,soldaten dort neun ,monate lang trieben1 sehr einfach und treuherzig beschreibt4 ,ich will eine ,stelle daraus wrtlich hersetzen3 ,die ,landsknecht haben die ,cardinls ,ht auffgesetzt1 die roten langen ,rck angetan1 vnd sind auff den ,eseln in der ,statt vmbgeritten1 haben also jr ,kurzweil vnd ,affenspiel gehalten4 ,wilhelm von ,sandizell ist oftermals mit seiner ,rott1 als ein rmischer ,bapst1 mit dreyen ,kronen fr die ,engelburg kommen1 da haben die andern ,knecht in den ,cardinls ,rkken irem ,bapst ,reverentz gethan1 ire lange ,rck vornen mit den ,hnden auffgehebt1 den hindern ,schwantz hinden auff der ,erd lassen nachschleyffen1 sich mit ,haupt und ,schultern tief gebogen1 niederkniet1 ,fu vnd ,hnd gekt4 ,alsdann hat der vermeynt ,bapst ,clementen einen ,trunk gebracht1 die angelegte ,cardinl sind auff jren ,knien gelegen1 haben ein jeder ein ,glavoll ,wein autrunken1 vnd dem ,bapst bescheyd gethan1 darbey geschrien1 ,sie wollen jetzt recht fromme ,bpst vnd ,cardinl machen1 die dem ,keyser gehorsam1 vnd nicht wie die vorige widerspenstig1 ,krieg vnd ,blutvergiessen anrichten4 ,zuletzt haben sie laut vor der ,engelsburg geschrien3 ,wir wllen den ,luther zum ,bapst machen6 welchen solchs gefallen1 der soll ein ,hand aufheben1 haben darauff all jre ,hnd auffgehebt1 vnd geschrien1 ,luther ,bapst1 und viel dergleichen schimpffliche lcherliche ,spottreden gethan4 ,grnenwald1 ein ,landsknecht schrey vor der ,engelsburg mit lauter stimm4 ,er hett lust1 dass er den ,bapst ein stck au seinem ,leib solt reissen1 weil er ,gottes1 de ,keysers1 vnd aller ,welt ,feind sey usw4 ,nachdem ,papst ,clemens an die ,truppen noch gegen #djj4jjj ,dukaten bezahlt hatte1 lie man ihn1 als ,diener verkleidet1 aus der ,engelsburg entwischen4 ,clemens hatte kein ,glck1 aber auch kein ,geschick4 ,so viel htte er mit seinem ,verstand erkennen knnen1 dass die ,zeit der ,innozenze vorber war2 allein er war unpolitisch genug1 es mit dem despotischen ,heinrich ,,viii4 von ,england zu verderben1 den er exkommunizierte und der sich dafr mit seinem ganze ,land von ,rom lossagte4 ,dadurch verlor der ,ppstliche ,stuhl den ,petersgroschen1 eine ,abgabe1 welche seit #gdj von jedem englischen ,hause nach ,rom bezahlt wurde und die bis dahin gegen #ch ,millionen ,gulden eingebracht hatte4 ,die ,reformation machte unter diesen beiden letzten ,ppsten immer weitere ,fortschritte1 und die #aebb auf dem ,reichstage1 zu ,nrnberg versammelten ,reichsstnde erklrten3 dass sie die ppstlichen und kaiserlichen ,verordnungen nicht vollstrecken lassen knnten1 weil das ,volk1 welches den ,lehren ,luthers in groer ,menge zugetan sei1 dadurch leicht auf den ,argwohn geraten knnte1 als wolle man die evangelische ,wahrheit unterdrcken und die bisherigen ,missbruche untersttzen1 und dies knnte leicht zu ,aufruhr und ,emprung ,anlass geben4 ,die deutschen ,frsten auf dem ,reichstage nahmen diesmal kein ,blatt vor den ,mund1 und in den hundert ,beschwerden der deutschen ,nation sprachen sie geradezu von den ,betrgereien der ,ppste1 was sie nicht einmal heutzutage wagen wrden4 berhaupt sagten die ,verteidiger der ,reformation damals vieles sogar mit dem ,beifall der ,frsten1 was selbst heute in anstndiger ,sprache nicht gewagt werden drfte1 aus ,furcht vor endlosen ,pressprozessen4 ,man lie ,luthers ,satyren ungehindert passieren1 obwohl sie eigentlich nichts als unfltige ,schimpfereien waren4 ,der ,gottesmann ,lutherus zeigte wenig ,respekt vor ,ppsten oder ,frsten1 wenn es die ,verteidigung seiner ,sache galt4 ,er ging mit ihnen um1 als ob sie ,bettelbuben gewesen wren1 und sagte sowohl dem ,knig von ,england als dem ,herzog ,georg von ,sachsen auf das allerderbste ,bescheid4 ,den ,herzog von ,braunschweig nannte er nur den ,hansworst2 aber am schlimmsten kam der ,papst weg4 ,in seinem ,buch3 ,das ,papsttum1 vom ,teufel gestiftet nennt er die ,kirche die ,lerche und den ,papst den ,kuckuck1 der die ,eier fresse und dafr ,kardinle hineinscheie4 ,er nennt ,se4 ,heiligkeit einen ,gaukler1 das ,leckerlein von ,rom1 ppstliche ,hllischkeit und ,spitzbube1 ein epikurisch ,schwein1 das vom ,teufel hintenaus geboren1 und will1 dass man ihm den ,hintern ksse1 einen beschissenen und furzenden ,papstesel1 vor dessen ,frzen sich der ,kaiser frchtet und der alle ,frze der ,esel binden und die selbsteigenen angebetet haben will1 und dass man ihm dabei noch den ,hintern lecke4 ,wenn es heutzutage ein ,schriftsteller wagen wrde1 so gegen den ,papst zu schreiben oder gegen den ,kaiser ,napoleon1 dann fiele halb ,europa in ,ohnmacht und dem ,verfasser winkte ein ,pressprozess mit darauf folgendem ,gefngnis1 so lang wie das ,fegefeuer4 ,seine ,gegner blieben ,luther indes nichts schuldig1 und ,dr4 ,eck1 den der ,reformator stets ,dreck nannte1 zahlte ihm mit gleicher ,mnze4 ,die gewhnlichen ,titel1 die man ihm gab1 waren ,doktor ,dreck-,mrte1 ,doktor ,sauhund von ,wittenberg und dergleichen4 ,der ,jesuit ,weislinger sagt von ihm in ,bezug auf die ,tischreden3 ,luther ist ,zeremonienmeister bei ,hofe1 wo man ,mist ladet1 ,advokat zu ,sauheim1 wo nicht gar ,stadtrichter zu ,schweinfurt2 - gbe es ein ,mistingen1 ,schmeisau oder ,dreckberg1 so gehre der ,sauluther dahin4 ,das war1 wie bemerkt1 im sechzehnten ,jahrhundert ,satyre4 ,clemens ,,vii4 war ein groer ,freund der ,mnche4 ,unter ihm entstanden die ,kapuziner1 eine ,abart der ,franziskaner1 welche sich von den ,letzteren nur durch ihre grere ,dummheit und ,schweinerei auszeichneten4 ,die spitzen ,kapuzen1 die sie tragen und einem ,lichtauslscher sehr hnlich sehen1 knnen zugleich als ihr ,feldzeichen dienen1 denn ,clemens hoffte durch sie das ,licht auszulschen1 welches durch ,luther angezndet war4 ,paul ,,iii4 7#aeci-aedi71 der nach ,clemens ,papst wurde1 war schon im #bf4 ,jahr ,kardinal geworden und zwar1 weil er seine schne ,schwester ,julia ,farnese an ,alexander ,,vi4 verkuppelt hatte4 ,er war einer der liederlichsten ,ppste4 ,blutschande1 ,mord und hnliche ,verbrechen waren ihm gelufig4 ,er vergiftete sowohl seine eigene ,mutter wie seine ,schwester6 ,doch das sind eigentlich ,familienangelegenheiten1 die uns weniger angehen4 ,weit wichtiger war es fr die ,welt1 dass ,paul am #bg4 ,september #aedj den ,orden der ,jesuiten besttigte4 ,wir werden diese ,fledermuse noch nher kennen lernen und wollen ihnen dann sagen1 was sie waren und was sie sind2 denn sie selbst wollten und konnten darber keine ,auskunft geben und sagten1 sie wren tales quales2 das heit3 diejenigen1 welche - - - ,julius ,,iii4 war ein ,papst1 der noch weniger taugte als seine ,vorgnger4 ,er hielt sich mit dem ,kardinal ,creszentius gemeinschaftlich ,beischlferinnen1 und die ,kinder1 welche dieselben bekamen1 erzogen sie gemeinschaftlich1 da keiner von beiden wusste1 wer der ,vater sei4 ,seinen ,affenwrter1 einen hsslichen ,jungen von sechzehn ,jahren1 machte er zum ,kardinal1 und als ihm die andern ,kardinle deshalb ,vorwrfe machten1 rief er3 ,potta di ,dio6 was habt ,ihr denn an mir gefunden1 dass ,ihr mich zum ,papst machtet8 ,der ,heilige ,vater lie einst in ,rom ,musterung ber alle ,freudenmdchen halten und es fanden sich nicht weniger als #dj4jjj in der ,stadt4 ,unter einem so liederlichen ,papst wie ,julius musste ihr ,handwerk natrlich gedeihen4 ,sein ,nuntius ,johann a ,casa1 ,erzbischof von ,benevent1 schrieb ein ,buch ber die ,sodomiterei1 worin er diese lebhaft in ,schutz nimmt4 ,dies ,buch ist #aeeb in ,venedig gedruckt und - dem ,papst dediziert6 ,paul ,,iv4 war ein vor ,stolz halb wahnsinniger1 achtzigjhriger ,narr und nebenbei ein mordlustiger ,pfaffe4 ,unter ihm konnte die ,inquisition nicht genug ,opfer erwrgen4 ,hren wir1 was ,pasquino ber ihn sagte4 ,aber vorher noch einige ,worte ber ,pasquino4 ,nach der ,sage war dieser ein lustiger ,schneider in ,rom1 dessen ,schwnke viele ,leute nach seiner ,bude lockten4 ,dieser gegenber stand eine verstmmelte ,statue1 an welcher man hufig ,satiren angeklebt fand1 die man dem ,schneider ,pasquino zuschrieb4 ,daher das ,wort ,pasquill4 ,es gibt indessen noch andere ,traditionen darber4 ,bald wurde nun eine andere ,statue am ,kapitol dazu ausersehen1 ,antworten auf die ,fragen aufzunehmen1 die man an der ersten ,statue fand1 und so entstand das ,frage- und ,antwortspiel1 welches nicht nur sehr ergtzlich1 sondern auch von groem ,nutzen war4 ,es war der rmische ,kladderadatsch in primitiver ,gestalt4 ,als ,paul ,,iv4 #aeei gestorben war1 schlug ,pasquino folgende ,grabschrift vor4- ,hier liegt ,caraffa 7aus dieser ,familie stammte der ,papst71 verflucht im ,himmel und auf ,erden1 dessen ,seele in der ,hlle1 dessen ,aas im ,boden ist4 ,der ,erde missgnnte er den ,frieden1 dem ,himmel ,gebet und ,gelbde2 ruchlos richtete er ,klerus und ,volk zu ,grunde2 vor den ,feinden kroch er1 gegen ,freunde war er treulos2 wollt ,ihr alles auf einmal wissen8 - er war ,papst6 ,der ,name ,papst war damals in ,rom zum ,schimpfwort herabgesunken4 ,pasquino erwiderte einem ,fragenden3 ,warum jammerst du8 - ,ach1 der ,schimpf bricht mir das ,herz6 - ,nun1 was ist's8 - ,du errtst es nicht8 - ,sie haben mich1 ruft er unter ,schluchzen1 sie haben mich - einen ,papst genannt4 ,paul war ,kaiser ,karls ,v4 erbitterter ,feind gewesen und wollte nach dessen ,abdankung ,kaiser ,ferdinands ,wahl nicht anerkennen1 weil dessen ,sohn und ,thronfolger1 ,maximilian1 meist unter ,lutheranern aufgewachsen sei4 ,der ,kaiser kehrte sich wenig an den ,papst1 dazu angeregt durch den ,reichs- ,vizekanzler ,dr4 ,seld1 den ,beust ,ferdinands ,i4 ,dieser ,minister sagte in einem ,gutachten3 ,man lacht jetzt ber den ,bann1 vor dem man sonst zitterte2 man hielt sonst alles1 was von ,rom kam1 fr heilig und gttlich1 jetzt speiet mnniglich1 er sei alter oder neuer ,religion1 darber aus4 ,die alten ,kaiser haben die ,ppste beim ,kopfe genommen1 gestcket1 gepflcket und abgesetzt2 wir haben selbst erlebt1 wie ,karl mit ,clemens umgegangen2 solchen ,ernstes sind ,ew4 ,majestt nicht einmal bentigt4 brigens wei man1 dass ,se4 ,heiligkeit die ,kardinle1 welche ,wahrheiten sagen1 ,bestien und ,narren gescholten1 solche mit ,stecken geschlagen1 woraus anzunehmen1 dass dieselben ,alters oder anderer ,zuflle wegen nicht wohl bei ,vernunft und ,sinnen seien4 ,unter ,pius ,,iv4 wurde das berhmte ,trientiner ,konzil geschlossen 7im ,dezember #aefc71 welches achtzehn ,jahre versammelt gewesen war1 um die schon lngst als notwendig erkannte ,reformation der ,kirche an ,haupt und ,gliedern vorzunehmen4 ,das ,konzilium stand unter der unmittelbaren ,beaufsichtigung des ,papstes4 ,kardinal del ,monte stand mit ihm durch eine ununterbrochene ,kurierlinie zwischen ,trient und ,rom in fortwhrender ,verbindung und des ,papstes ,instruktionen hatten auf alle ,beschlsse den entschiedensten ,einfluss4 ,alle ,welt schrie1 das ,konzil sei nicht bei ,trost1 aber niemand konnte das ndern4 ,der ,bischof ,dudith von ,tina in ,dalmatien und mehrere andere sagten3 ,der ,heilige ,geist1 der die versammelten ,vter in ,trient belehrte1 kam im rmischen ,felleisen4 ,die ,heiligen ,vter strengten sich nicht bermig an4 ,alle ,monate einmal eine ,sitzung1 wenn nicht ,ferien oder ,festlichkeiten die ,zeit wegnahmen1 und hielt man einmal eine ,sitzung1 so verging dieselbe meistens mit sehr viel unntzen ,redereien4 ,man disputierte mit allem ,ernst1 der so wichtigen ,dingen gebhrt1 ber den ,rang der ,abgeordneten1 ber ,kleidung1 ,siegel und dergleichen4 ,dann fragte man1 ob man vom ,glauben oder von der ,reformation anfangen wolle8 ,endlich entschied man sich dann fr den ,glauben1 da einige ,vorwitzige unverschmt genug waren1 die ,meinung zu uern1 dass die ,reformation bei den ,huptern beginnen msse6 ,die ,franzosen und selbst die so geduldigen ,deutschen verloren die ,geduld4 ,ein kaiserlicher ,gesandter behauptet gar1 der ,papst und seine ,legaten htten die ,hufeisen verkehrt aufgeschlagen1 um sich den ,schein zu geben1 vorwrts zu gehen1 whrend sie doch rckwrts gingen4 ,wenn das ,volk1 welches sich nach all den schnen ,versprechungen auf die ,konziliumsbeschlsse wie ,kinder auf den ,heiligen ,christ freute1 durch seine ,vertreter deshalb anfragen lie1 dann erhielt es immer zur ,antwort1 dass der ,bericht noch nicht fertig sei4 ,als aber der ,bericht endlich fertig war1 da machte alle ,welt ein langes ,gesicht und entsatzete sich4 ,beim ,schluss der ,synode stand der ,kardinal von ,guise auf und rief3 ,verflucht seien alle ,ketzer6 ,verflucht6 verflucht6 verflucht6 brllten die ,herren ,gesandten im ,chor und der ,heilige ,geist in ,rom lachte ins ,fustchen4 ,dies war freilich nicht der ,weg1 die ,protestanten in den ,scho der ,kirche zurckzufhren1 welches eigentlich der ,hauptzweck der langen ,synode war4 ,es bedarf in der ,tat keiner groen ,prophetengabe1 um vorhersagen zu knnen1 dass das in diesem ,jahr abzuhaltende ,konzil ganz denselben rmischen ,stuhlgang haben wird wie das ,trienter4 ,der alte ,mann1 der jetzt die wurmstichige ,tiara trgt1 leidet an der ,einbildung1 dass wir #acfh schreiben1 und handelt demgem4 ,es ist ein ,glck1 dass es ziemlich gleichgltig ist1 was das ,konzil beschliet1 da sich niemand daran kehren wird1 und dass die ,tage des ,landvogtes ,gottes gezhlt sind3 ,mach' deine ,rechnung mit dem ,himmel1 ,landvogt1 ,fort musst du1 deine ,uhr ist abgelaufen4 ,das ,trienter ,konzil war das letzte1 welches gehalten wurde1 und seine ,beschlsse sind bis auf den heutigen ,tag das ,gesetz fr die rmische ,kirche4 ,hume sagt bei der ,geschichte der ,knigin ,elisabeth von ,england3 ,das ,trienter ,konzil ist das einzige1 das in einem ,jahrhundert beginnender ,aufklrung und ,forschung gehalten wurde2 die ,wissenschaften mssten tief sinken1 wenn das ,menschengeschlecht aufs neue zu einem solchen groben ,betrug geschickt wrde4 ,der protestantische ,schriftsteller ,heidegger verglich das ,papsttum mit einer ,hure1 die immer unverschmter wird1 je lnger sie mitmacht4 ,dieser ,vergleich ist zwar nicht sehr hflich2 aber wenn man die ,beschlsse des ,trientiner ,konzils durchliest1 - muss man ihm beistimmen4 ,aller ,unsinn1 welcher sich allmhlich in die christliche ,kirche eingeschlichen hatte1 wurde dadurch feierlich sanktioniert1 und was von der ,trientinischen ,glaubensformel abwich1 hatte den ,verlust der ,seligkeit zu erwarten4 ,dass aus der ,synode nicht viel werden konnte1 lag auf der ,hand1 denn die ,jesuiten nahmen sich ihrer an und soufflierten dem ,heiligen ,geist4 ,dieses ,konzil hatte groe ,folgen1 und die allerschlimmste war wohl die1 dass die ,ppste1 welche bisher bestndig gegen die weltliche ,macht ,opposition gebildet hatten1 von nun an gemeinschaftliche ,sache mit ihr machten1 um das sichtbare ,streben nach einem besseren ,zustande und nach politischer ,freiheit zu lhmen4 ,pius ,,iv4 gab seine ,seele durch den ,teil des ,leibes von sich1 durch welchen er sie empfangen hatte4 ,ihm folgte ,pius ,v41 ein ehemaliger ,groinquisitor4 ,bei seiner ,wahl soll er geuert haben - ,als ,mnch hoffe ich selig zu werden2 als ,kardinal zweifle ich daran1 und als ,papst halte ich die ,sache fr unmglich4 ,dieser ,pius ,v41 der als ,groinquisitor eine geeignete ,vorschule gehabt hatte1 war der grausamste unter allen ,ppsten4 ,ihn belebte nur eine ,idee3 ,ausrottung der ,ketzer4 ,er ist der ,urheber der ,pariser ,bluthochzeit1 der schrecklichen ,verfolgungen in den ,niederlanden unter ,herzog ,alba1 der sich rhmte1 dass er in sechs ,jahren #ah4jjj ,personen hinrichten lie1 und aller ,verschwrungen in ,schottland und ,england4 ,das ,motiv der ,grausamkeit dieses ,papstes war nicht allein religiser ,fanatismus4 ,er lie zum ,beispiel ,nik4 ,franko wegen eines unschuldigen ,distichons hngen1 welches er auf dem im ,lateran 7ppstlichen ,palast7 neuerbauten ,abtritt machte6 ,papst ,pius ,v41 der beladenen ,buche sich erbarmend1 ,errichtete diesen ,abtritt1 ein edles ,werk4 ,das ist die bersetzung der ,zeilen1 die den ,poeten an den ,galgen brachten4 ,der arme ,mensch rief mit ,recht3 ,das ist zu arg61 und noch auf der ,leiter wollte er nicht glauben1 dass die ,sache ernst sei1 und fragte3 ,wie1 ,nikolaus an den ,galgen8 ,als ,pius unter grsslichen ,steinschmerzen seine ,henkerseele ausgehaucht hatte1 herrschte allgemeine ,freude4 ,die whrend seiner ,regierung beinahe in den ,ruhestand versetzten ffentlichen ,mdchen versammelten sich jubelnd um seine ,leiche1 und sogar der trkische ,sultan lie ,freudenfeste wegen dieses ,todes anstellen4 ,doch ich darf nicht das ,gute unerwhnt lassen1 was von diesem ,papst zu melden ist1 und umso weniger1 als es auf dem ,apostolischen ,stuhl eine ,seltenheit ist4 ,er fhrte ein sehr strenges ,leben1 wie ein ,einsiedler1 trug einen handbreiten1 stachligen ,drahtgrtel 7,cilicium genannt7 auf dem bloen ,leib und kein ,hemd4 ,seine ,speise bestand aus ,gemse und sein ,getrnk aus ,wasser4 ,gregor ,,xiii4 war seinem ,vorgnger an fanatischem ,ketzerhass gleich1 wenn auch nicht an ,sittenstrenge4 ,er erffnete dem spitzbbischen ,jesuitengeneral ,aquaviva1 dass es ,protestanten1 besonders ,gelehrten1 ,frsten1 hheren ,beamten und anderen einflussreichen ,personen1 wenn sie zur rmischen ,kirche bergingen1 aus besonderer ppstlicher ,gnade gestattet sein sollte1 ihren neuangenommenen ,glauben verleugnen und noch alle protestantischen ,kirchengebruche mitmachen1 kurz1 nach wie vor sich als ,protestanten benehmen zu drfen4 ,nach ,gregor kam ,sixtus ,v4 7#aehe-aeij7 auf den ,ppstlichen ,stuhl4 ,sein ,vater war ,weingrtner1 seine ,mutter eine ,magd1 und er selbst htete in seiner ,jugend die ,schweine4 ,deshalb scherzte er oftmals3 ,ich bin aus einem durchlauchtigen ,hause2 ,sonne1 ,wind und ,regen hatten freien ,zugang in die ,htte meiner ,eltern4 ,sein ,name war ,felice ,peretti1 und er wurde #aeba zu ,grotta a ,mare1 nicht weit von ,montalto in der ,mark ,ankona geboren4 ,ein ,franziskaner1 dem der ,junge gefiel1 nahm ihn von den ,schweinen weg und brachte ihn in ein ,kloster und somit auf die ,leiter1 die ihn zum ,apostolischen ,stuhl fhrte4 - ,er stieg schnell4 ,papst ,pius ,v4 war ihm gewogen und machte ihn zum ,kardinal ,montalto2 aber ,gregor konnte ihn nicht leiden1 und so hielt er es denn fr zweckmig1 sich ganz zurckzuziehen und dem ,anschein nach ein vlliger ,franziskaner zu werden4 ,er spielte seine ,rolle so gut1 dass smtliche ,kardinle angefhrt wurden4 ,er stellte sich uerst demtig1 einfltig und krperlich hinfllig1 lie sich geduldig der ,esel aus der ,mark nennen und dachte1 wer zuletzt lacht1 lacht am besten4 ,die ,kardinle waren bei der ,papstwahl in sechs ,parteien geteilt und da keine der andern den ,willen tun wollte1 rief die grte ,zahl der ,kardinle1 dass der ,esel aus der ,mark ,papst sein solle4 ,kaum wurde der an seiner ,krcke einherschleichende ,montalto gewahr1 dass er die meisten ,stimmen fr sich habe1 als er sogleich seine ,krcke wegwarf1 sich kerzengerade in die ,hhe richtete1 bis an die ,decke der ,kapelle spuckte und mit einer ,stentorstimme ein ,te ,deum anstimmte1 dass die ,fenster zitterten4 ,man kann sich den ,schrecken der berlisteten ,kardinle denken4 ,als der ,zeremonienmeister den neuen ,papst dem ,gebrauch gem fragte1 ob er die ,wrde annehme8 antwortete er3 ,ich htte noch ,kraft zu einer zweiten1 und als ihm einer der stolzesten ,kardinle wegen seines guten ,aussehens ,komplimente machte1 sagte er lachend3 ,ja1 ja1 als ,kardinal suchten wir gebckt die ,schlssel des ,himmelreichs2 wir fanden sie und sehen nun aufrecht gen ,himmel1 da wir auf ,erden nichts mehr zu suchen haben4 ,einer der ,kardinle1 der sich immer fr ihn interessiert hatte1 wollte seine verschobene ,kapuze in ,ordnung bringen1 aber ,montalto wies ihn zurck und sagte3 ,tut nicht so vertraut mit dem ,papst4 ,kardinal ,farnese1 der dem nunmehrigen ,papst niemals recht getraut und ihn stets den ,paternosterfresser genannt hatte1 uerte nun zu seinen ,kollegen3 ,ihr meintet1 einen ,gimpel zum ,papst zu machen2 ,ihr habt einen dazu gemacht1 der mit uns allen wie mit ,gimpeln umgehen wird6 - ,pasquino erschien mit einem ,teller voll ,zahnstocher4 ,sixtus ,v4 blieb auch als ,papst ein strenger ,mnch und griff nun mit ,energie in die bisher so jmmerlich schlaff gehandhabten ,zgel der ,regierung4 ,zuerst war er darauf bedacht1 das ,land von den unzhligen ,ruberbanden zu reinigen1 die unter ,gregor ,,xiii4 so berhand genommen hatten1 dass kein ,mensch seines ,lebens sicher war4 ,fnfhundert ,verbrecher erwarteten1 wie es bei einem ,regierungsantritte gewhnlich war1 ihre ,befreiung2 allein ,sixtus lie ihnen den ,prozess machen und die ,galgen wurden nicht leer4 ,ich sehe lieber die ,galgen voll als die ,gefngnisse1 pflegte er zu sagen4 ,ganz ,rom geriet in ,entsetzen1 denn seine ,strenge traf ,reiche und ,arme1 was man bisher gar nicht gewohnt gewesen war4 ,graf ,pepoli1 welcher die ,banditen beschtzt hatte1 wurde zu ,bologna enthauptet1 und die ,villa des ,prlaten ,cesarino lie der ,papst niederreien1 weil sie ein bekannter ,banditenschlupfwinkel war4 ,ich verzeihe1 sagte er1 was unter ,montalto geschehen ist2 aber als ,sixtus muss ich dieses ,haus niederreien und einen ,galgen an die ,stelle setzen4 ,cesarino wurde vor ,angst ,karthuser4 ,einer der ,bargellos 7,landhscher71 die nur zu oft mit den ,banditen gemeinschaftliche ,sache machten1 wollte sich verbergen1 als er ,sixtus gewahr wurde4 ,dieser lie ihn in ,ketten legen und gab ihn nur unter der ,bedingung frei1 dass er ihm innerhalb acht ,tagen eine bestimmte ,anzahl ,banditenkpfe einliefere4 ,ja1 der ,papst ging in seiner grausamen ,gerechtigkeitsliebe zu weit1 dass er1 um ,verbrecher zu entdecken1 die alten ,kriminalakten durchstbern lie4 ,einen gewissen ,blaschi1 der schon vor #cf ,jahren wegen eines ,mordes nach ,florenz entwischt war1 lie er requirieren und enthaupten4 ,diese ,strenge gab ,pasquino hinlnglich ,stoff4 ,einst sah man an der ,bildsule die ,engelsbrcke abgebildet1 mit den sich gegenberstehenden ,statuen der ,apostel ,petrus und ,paulus4 ,petrus war in ,stiefeln und ,reisemantel4 ,paulus uerte sein ,erstaunen und fragte nach der ,ursache des ,reisekostms1 und ,petrus antwortete3 ,ich will mich fortmachen1 denn ich habe vor #aejj ,jahren ,malchus das ,ohr abgehauen4 ,sixtus trieb seine ,justiz mit frmlicher ,leidenschaft1 und einst nach einer groen ,hinrichtung uerte er bei ,tische3 ,mir schmeckt es nie besser als nach einem solchen ,akt der ,gerechtigkeit4 - ,pasquino erschien wieder mit einem ,becken voll kleiner ,galgen1 ,rder1 ,beile usw4 und sagte3 ,diese ,brhe wird dem ,heiligen ,vater ,esslust geben4 ,die ,mtter schreckten jetzt ihre ,kinder mit dem ,papst1 und wenn dieser sich auf der ,strae blicken lie1 so drckte sich jeder beiseite4 ,ein ,zeichen1 dass es in ,rom viele ,spitzbuben und andere ,leute gab1 welche die ,strenge des ,papstes zu frchten hatten4 ,er verfolgte nicht allein ,banditen1 sondern auch die ,menschenfleischhndler oder die ,kuppler1 welche den ,kardinlen und liederlichen ,reichen ihre ,weiber und ,tchter zu verhandeln pflegten4 ,eine berhmte ,buhlerin1 ,pignaccia1 welche man nur die ,prinzessin nannte1 lie er hinrichten und von ihrem ,vermgen ein schnes ,hospital erbauen4 ,fr die ,armen sorgte er in bedrngter ,zeit vterlich und lie nicht allein ,lebensmittel austeilen oder die ,preise derselben herabsetzen1 sondern auch ,seiden- und ,tuchfabriken anlegen2 den ,adel ntigte er1 seine ,schulden zu bezahlen1 was demselben hart genug ankam4 ,ein schner ,zug von ,sixtus war es1 dass er sich frher erhaltener ,wohltaten erinnerte4 ,einem ,schuster hatte er einst fr ein ,paar ,schuhe nur sechs ,paoli bezahlt und gesagt3 ,das brige werde ich bezahlen1 wenn ich ,papst bin4 ,nun bezahlte er seine ,schuld mit ,interessen und gab dem ,sohne des ,schusters - ein ,bistum4 ,ebenso belohnte er einen ,prior1 der ihm vor vierzig ,jahren vier ,scudi geborgt hatte4 ,seine ,verwandten verga er brigens auch nicht1 aber trotz dieser ,ausgaben und der nun bedeutend geringer gewordenen ,einnahmen des ,ppstlichen ,stuhles legte er doch drei ,millionen ,scudi im ppstlichen ,schatz nieder1 whrend andere ,ppste ,schulden machten4 ,sixtus besa ,verstand und selbst ,witz1 aber gegen den anderer war er sehr empfindlich4 ,pasquino trocknete einst sein ,hemd am ,sonntag4 - ,warum wartest du nicht bis ,montag8 - ,ich trockne es1 bevor die ,sonne verkauft wird1 und sein ungewaschenes ,hemd entschuldigte er3 ,der ,papst hat mir meine ,wscherin 7seine ,schwester ,camilla7 zur ,prinzessin gemacht4 ,dieser ,spott beleidigte ,sixtus sehr4 ,er versprach dem ,entdecker des ,verfassers tausend ,dukaten1 indem er dem ,letzteren das ,leben zusicherte4 ,der ,sptter dachte die ,belohnung selbst zu verdienen und war dumm genug1 sich zu melden4 ,sixtus lie ihn am ,leben1 wie er versprochen1 allein er lie ihm die ,zunge ausreien und die ,hnde abhauen1 dann tausend ,dukaten auszahlen4 ,trotz seiner mancherlei guten ,eigenschaften und seines ,hasses gegen die ,jesuiten und gegen den spanischen ,tyrannen ,philipp ,,ii4 blieb er doch immer ein fanatischer ,mnch und fand es ganz in der ,ordnung1 dass die ,ketzer brennen mssten4 ,die ,ermordung ,heinrichs ,,iii4 von ,frankreich billigte er1 und als die rachschtige ,elisabeth von ,england ,maria ,stuart hatte hinrichten lassen1 rief er aus3 ,glckliche ,knigin6 ,ein gekrntes ,haupt zu ihren ,fen6 ,knig ,heinrich ,,iv4 und ,elisabeth wusste er brigens zu wrdigen und uerte einst3 ,ich kenne nur einen ,mann und nur eine ,frau1 wrdig der ,krone4 ,elisabeth erfuhr es und scherzte3 ,wenn ich je heirate1 muss es ,sixtus sein4 ,dieser rief1 als man ihm die uerung hinterbrachte3 ,wir brchten einen ,alexander zustande6 ,die ,jesuiten wollten ,sixtus berreden1 dass er einen ,jesuiten als ,beichtvater annehmen solle1 wie die andern ,groen2 er aber meinte3 ,es wrde besser fr die ,kirche sein1 wenn die ,jesuiten dem ,papst beichten wollten4 ,er tat auerordentlich viel fr die ,verschnerung ,roms und legte mehrere ntzliche ,anstalten an4 ,unter ihm wurde auch der groe gyptische ,obelisk auf dem ,piazza del ,popolo wieder aufgerichtet1 der zwei hchst merkwrdige ,inschriften hat3 ,csar ,augustus ,pontifex ,maximus unterwarf sich gypten und weihte ihn der ,sonne auf der einen ,seite und auf der anderen3 ,sixtus ,v4 ,pontifex ,maximus weiht diesen ,obelisken1 nach dessen ,reinigung1 dem ,kreuze4 ,sixtus ,v4 war den ,kardinlen und den ,rmern zu streng1 und so ist es denn nicht zu verwundern1 dass er bald anfing zu krnkeln4 ,sein ,leibarzt fhlte an des ,patienten ,nase1 aber dieser fuhr zornig in die ,hhe und rief3 ,wie6 ,du wagst es1 einem ,papst an die ,nase zu greifen8 ,der arme ,doktor ward krank vor ,schrecken4 ,im ,jahr #aeij starb dieser letzte gefrchtete ,papst4 ,er htte immer noch lnger leben knnen1 wahrscheinlich zum ,heil der ,menschheit1 denn er ging damit um1 die meisten ,mnchsorden aufzulsen4 ,vielleicht starb er an diesem ,vorsatz4 ,die ,rmer waren froh1 dass sie diesen ,zuchtmeister los waren1 und gaben ihre ,freude dadurch zu erkennen1 dass sie die auf dem ,kapitol stehende ,bildsule des ,papstes in ,stcke schlugen4 ,pasquino sagte3 ,mache ich je wieder einen ,mnch zum ,papst1 so soll mir ewig der ,rettich im ,hintern bleiben4 ,der erste ,papst im #ag4 ,jahrhundert war ,paul ,v41 der nach den verwickeltsten und seltsamsten ,intrigen im ,konklave gewhlt wurde4 ,er htte gern ,sixtus ,v4 nachgeahmt2 aber die ,reformation hatte das ,ansehen der ,ppste mchtig erschttert4 ,paul wollte ,venedig seine ,macht fhlen lassen2 aber der ,senat dieser ,republik kehrte sich wenig an den ,bannstrahl des ,papstes1 der bereits zum ,theaterblitz herabgesunken war4 ,der ,papst tobte und verlangte durchaus ,gehorsam2 allein der savoyische ,gesandte klrte ihn ber seinen ,standpunkt in ,bezug auf ,regierungen und ,frsten auf und sagte ihm geradezu3 ,das ,wort ,gehorsam ist unschicklich1 wenn von einem ,frsten die ,rede ist4 ,alle ,welt wrde es fr vernnftig halten1 wenn ,ew4 ,heiligkeit ,migung gebrauchten4 ,die ,jesuiten versuchten es vergebens1 das venezianische ,volk zur ,emprung zu verleiten und endlich verlieen sie mit einer ,menge anderer ,mnche die ,stadt4 ,das ,volk schickte ihnen ,verwnschungen nach4 ,der ,senat benahm sich berhaupt gegen die geistlichen ,anmaungen mit groer ,energie2 alle ,geistlichen gehorchten ihm und kehrten sich nicht an das ,interdikt4 ,nur der ,grovikar des ,bischofs von ,padua lie dem ,senat auf sein ,verbot des ,interdikts antworten1 dass er tun werde1 was ,gott ihm eingebe2 als man ihm aber antwortete1 ,gott habe dem ,senat eingegeben1 einen jeden ,ungehorsamen hngen zu lassen1 da kroch der ,kuttenheld zu ,kreuze4 ,in diesem ,kampf zwischen ,venedig und der ppstlichen ,gewalt zeichnete sich der ,servite ,paul ,sarpi1 auch ,fra ,paolo genannt1 aus1 indem er mit seiner gewandten ,feder die ,anmaungen des ,papstes mit groer ,geschicklichkeit bekmpfte4 ,die ,kardinle ,bellarmin und ,baronius strengten vergebens ihren ,geist an1 um ,sarpi zu schlagen1 trotzdem sie die ganze ,ppstliche ,rstkammer von ,lgen zu ,hilfe nahmen4 ,um den gefhrlichen ,feind los zu werden1 beschloss man1 ,sarpi zu ermorden4 ,eines ,abends 7#afjg7 berfielen ihn ,banditen und versetzten ihm fnfzehn ,dolchstiche4 ,als er sie erhielt1 rief der ,mrtyrer der ,wahrheit3 ,ich kenne den ,griffel der rmischen ,kurie6 ,sarpi starb indessen nicht an seinen ,wunden1 und der ,anteil1 welchen alle ,venezianer an seinem ,schicksal nahmen1 belohnte den wackeren ,schriftsteller fr das1 was er gelitten hatte4 ,da man den rmischen ,kurialstil kannte1 so musste eine ,sicherheitswache ,sarpi begleiten1 wenn er ausging1 und der ,arzt1 der ihn geheilt hatte1 wurde zum ,st4 ,markusritter ernannt4 ,urban ,,vii41 der #afdd starb1 war ein kleiner ,tyrann1 da es ihm an ,macht fehlte1 ein groer zu sein4 ,die ,ketzer aller ,art hasste er grndlich und war eifrig bemht1 berall das ,feuer des ,fanatismus gegen sie anzuschren4 ,er publizierte die wahnsinnige ,bulle1 die ,in coena ,domini beginnt und in welcher alle ,spielarten der ,ketzer bis in den allertiefsten ,abgrund der ,hlle im ,namen des allmchtigen ,gottes1 des ,vaters1 des ,sohnes und des ,heiligen ,geistes verflucht werden4 ,diese ,bulle wird bis auf den heutigen ,tag alljhrlich am ,grndonnerstag zur ,erbauung der ,glubigen in allen rmischen ,kirchen ffentlich vorgelesen4 ,nebenbei war auch dieser liebenswrdige ,papst1 was man beim ,militr einen ,gamaschenfuchser nennt4 ,er bekmmerte sich um die geringsten ,kleinigkeiten und behandelte sie mit der grten ,wichtigkeit4 ,so verbot er bei strenger ,strafe1 in der ,kirche ,tabak zu kauen1 zu schnupfen oder zu rauchen4 ,aber der sptere ,innozenz ,,xii4 ging noch weiter1 indem er jeden exkommunizierte1 welcher in der ,peterskirche schnupfen wrde6 - ,urban befahl auch1 dass sich die ,chorherren von ,st4 ,anton nicht mehr im ,scherze - kitzeln sollten und dass man am ,feste des heiligen ,markus keine - ,ochsen mehr in die ,kirche lasse4 ,an anderen ,festtagen gehen seitdem desto mehr hinein1 denn er ordnete auch an1 dass neben den #eb ,sonntagen noch #cd ,feiertage bei ,todsnde gefeiert werden sollten4 ,er scharrte #bj ,millionen ,scudi zusammen1 die er aber meistenteils fr seine ,familie verwandte1 und hinterlie noch eine ,schuldenlast von #h ,millionen4 ,innozenz ,x4 war ein elender ,papst1 der sich ganz und gar von ,donna ,olympia1 der ,witwe seines ,bruders1 seiner ,mtresse1 leiten lie4 ,dieses unverschmte ,weib regierte die christliche ,kirche und verhandelt ohne ,scheu mter und ,pfrnden4 ,um nur ,geld zu bekommen1 skularisierte sie zweitausend ,klster1 das heit1 sie hob sie auf und zog deren ,gter ein4 ,noch in den zehn letzten ,tagen vor dem ,tode des ,papstes soll sie eine halbe ,million ,scudi beiseite geschafft haben4 ,als sie einst beim ,spiel eine sehr bedeutende ,summe verlor1 sagte sie lachend3 ,ach1 es sind ja nur die ,snden der ,deutschen4 ,eine hnliche uerung erzhlte man sich von ,alexander ,,vi4 ,der ,papst protestierte gegen den ,westflischen ,frieden1 welcher der ,welt nach dreiigjhrigem ,krieg den ,frieden wiedergab1 weil durch ihn zehn ,stifte skularisiert werden sollten4 ,selbst sterreich war emprt ber solche ,niedertrchtigkeit1 und die ,bulle1 welche der ppstliche ,nuntius an allen sterreichischen ,kirchen hatte anschlagen lassen1 wurde abgerissen und der ,drucker derselben eingesperrt und um #ajjj ,taler gestraft4 ,selbst ,kaiser ,ferdinand1 so bigott er war1 sagte zum ,nuntius ,melzi3 ,der ,papst hat gut reden2 im ,reich geht es bunt zu1 whrend er sich von ,olympia krabbeln lsst4 ,der letzte ,papst im siebzehnten ,jahrhundert war ,innozenz ,,xii41 ein ,mann1 der im ,vergleich zu den anderen ,ppsten ziemlich vernnftig genannt zu werden verdient4 ,er erlebte die ,freude1 dass der ,frst1 in dessen ,land die ,reformation entstanden war1 wieder in den ,scho der allein seligmachenden rmischen ,kirche zurckkehrte1 nmlich ,friedrich ,august1 ,kurfrst von ,sachsen1 der diesen ,schritt tun musste1 wenn er ,knig von ,polen werden wollte und der wie ,heinrich ,,vi4 von ,frankreich dachte1 dass eine ,knigskrone schon eine ,messe wert sei4 ,im ,innern dachte ,friedrich ,august gar nicht rmisch-katholisch1 das heit1 er war ein in ,religionssachen freidenkender ,mann4 ,als ,prinz hatte er in ,wien genauen ,umgang mit dem nachherigen ,kaiser ,joseph ,i4 ,dieser klagte1 dass ihm in der ,burg ein ,gespenst erschienen sei1 welches ihn vor ,irrlehren gewarnt und gedroht habe1 in drei ,tagen wiederzukommen1 wenn er sich nicht bessere4 ,der schsische ,prinz bat ,joseph1 in seinem ,zimmer schlafen zu drfen1 denn er hatte groe ,lust1 die nhere ,bekanntschaft dieses ,gespenstes zu machen4 ,es kam auch wirklich wieder1 aber ,friedrich ,august packte es so krftig1 dass das arme ,vieh von einem ,gespenst in seiner ,angst3 ,jesus1 ,maria1 ,joseph6 sthnte4 ,der ,prinz warf das ,gespenst zum ,fenster hinaus und siehe6 es war ,se4 ,hochwrden1 der ,beichtvater6 ,von den ,ppsten im achtzehnten ,jahrhundert ist nicht viel mehr zu sagen1 als dass sie meistens nach der ,pfeife der ,jesuiten tanzten und es versuchten1 ihre so ziemlich gestrzte ffentliche ,macht auf ,schleichwegen wiederzuerlangen1 indem sie das ,fundament des ,staates durch die ,jesuiten1 ihre ,hofmaulwrfe1 unterminieren lieen1 welche aber nur soweit fr das ,interesse des ,papstes arbeiteten1 als es mit dem ihrigen bereinstimmte4 ,im ,allgemeinen fingen jetzt selbst die ,heiligen ,vter an1 menschlicher zu werden2 das heit1 die viehischen ,unfltereien1 mit denen sich der ppstliche ,hof bisher beschmutzt hatte1 wurden mehr im geheimen getrieben1 da man nunmehr ,ursache hatte1 ffentlichen ,skandal zu frchten4 ,in alten ,zeiten setzte man sich in ,rom ber die ffentliche ,meinung hinweg2 allein die ,reformation hatte gelehrt1 dass man dies nicht ungestraft tun drfe und dass es selbst den ,vizegttern nicht mehr gestattet war1 wie die ,schweine zu leben4 ,benedikt ,,xiv4 7#agdj-ageh7 war der gelehrteste und humoristischste ,papst1 der bisher auf dem angeblichen ,stuhl ,petri gesessen hatte4 ,er war natrlich durch seine ,stellung dazu gezwungen1 die althergebrachten ,anmaungen der ,ppste1 besonders solche1 die ,geld eintrugen1 zu untersttzen und zu verteidigen2 allein so viel er konnte1 suchte er doch zu mildern und zu vershnen4 ,ich will nur zwei ,anekdoten von ihm erzhlen1 die ihn als ,mensch ziemlich charakterisieren4 ,nachdem er einst dem ,herzog von ,york1 also einem ,ketzer1 alle ,merkwrdigkeiten des ,vatikans gezeigt hatte1 umarmte er ihn und sagte3 ,um ,absolution kmmern ,sie sich nicht1 aber der ,segen eines alten ,mannes wird ,ihnen nichts schaden4 ,ein alter ,seekapitn1 namens ,mirabeau1 stellte sich mit seinen jungen ,offizieren dem ,papst vor4 ,die jungen ,herren konnten sich nicht enthalten1 ber die ,etikette zu lachen4 ,der ,kapitn stammelte einige ,entschuldigungen2 aber ,benedikt unterbrach ihn3 ,seien ,sie ruhig1 ich bin zwar ,papst1 aber ich habe keine ,macht1 ,franzosen am ,lachen zu hindern4 ,clemens ,,xiii4 7#ageh-agfh7 war wieder ein ,fanatiker4 ,er konnte die ,zeit nicht aus dem ,sinn bekommen1 wo ,kaiser vor den ,ppsten auf den ,knien herumgerutscht waren und wo sich die ,vlker ohne ,murren das ,fell ber die christlichen ,ohren ziehen lieen4 ,alle ppstlichen ,anmaungen1 selbst diejenigen1 welche man allgemein als solche verdammt hatte1 waren ihm geheiligte ,anstalten zur ,erhaltung der ,kirche2 sie waren ihm ,religion und ,sache ,gottes4 ,er erwartete alles ,heil von den ,jesuiten und sammelte diese um seinen ,thron4 ,dies gab ,pasquino genug ,veranlassung zum ,spott4 ,einst uerte sich dieser steinerne rmische ,kladderadatsch3 ,ich hatte einen ,weinberg gepflanzt und wartete1 dass er ,trauben brchte1 und er brachte ,herlinge4 ,clemens setzte einen ,preis auf die ,entdeckung des ,sptters2 am anderen ,morgen antwortete ,pasquino3 ,es ist der ,prophet ,jeremias6 ,der ,papst erlebte indessen den ,jammer1 dass das fromme ,portugal1 ja auch ,frankreich1 die ,jesuiten zu ihrem ,vater1 dem ,teufel1 jagten und ,letzteres sie fr ,feinde aller weltlichen ,macht1 aller ,souverne und der ffentlichen ,ruhe erklrte4 ,clemens nahm indessen nicht ,vernunft an2 er besttigte die ,jesuiten aufs neue2 hatte aber kein ,glck damit4 ,seine deshalb erlassene ,bulle wurde in ,frankreich durch ,henkershand verbrannt und ihre ,bekanntmachung in ,portugal bei ,lebensstrafe verboten4 ,das bigotte ,spanien entschloss sich sogar zu einem krftigen ,schritt4 ,alle ,jesuiten in diesem ,land wurden an einem schnen ,frhlingsmorgen aufgepackt und - nach dem ,kirchenstaat geschickt4 ,kurz1 von allen ,seiten wurde ,jagd auf dieses gefhrliche ,ungeziefer gemacht4 ,der von ihm nun halb aufgefressene ,papst - er sollte all die schwarzen ,blutsauger ernhren6 - trieb es so weit1 dass ,frankreich groe ,lust bekam1 den ,starrkopf zu ,rom selbst beim ,kragen zu nehmen2 aber der ,tod rettete ihn vor diesem ,schicksal4 ,sein ,nachfolger ,clemens ,,xiv4 musste endlich der allgemeinen ,stimme ,gehr schenken4 ,am #ba4 ,juli #aggc wurde der ,orden der ,jesuiten aufgehoben4 ,dieser ,akt verursachte in ganz ,europa den ungeheuersten ,jubel4 ,als ,clemens die ,aufhebungsbulle unterzeichnete1 sagte er3 ,diese ,aufhebung wird mich das ,leben kosten4 ,er kannte seine ,leute4 ,clemens starb an ,jesuitengift4 ,ein ,groer in ,wien fragte ganz naiv einen ,ex-,jesuiten3 ,clemens ist tot1 nicht wahr1 ,ihr habt ihm vergeben8 - ,ja1 wie wir allen ,schuldigen vergeben6 antwortete mit der sanftesten ,miene der wrdige ,schler ,loyolas4 ,clemens ,,xiv4 war unter #bjj ,ppsten der beste4 ,er sa von #agfh bis #aggd auf dem ,stuhl ,petri1 und wenn es denn doch einmal ,ppste geben muss1 so wollte ich1 er se noch heute darauf4 ,mit ,vergngen liest man die ,lebensgeschichte dieses ,mannes1 und ich bedaure nur1 dass ich nicht lnger bei derselben verweilen kann4 ,sein eigentlicher ,name war ,ganganelli4 ,er stieg durch seine ,talente allmhlich zu den hchsten ,kirchenwrden und als er1 ohne dass er es suchte1 ,papst wurde1 blieb er ebenso einfach1 wie er als ,mnch gewesen war4 ,seine ,mittagsmahlzeit war ganz brgerlich einfach1 und als die ,hofkche ber diese ,einfachheit jammerten1 sagte er3 ,behaltet euer ,gehalt1 aber verlangt nicht1 dass ich ber eure ,kunst meine ,gesundheit verliere4 ,alle anderen ,ppste waren darauf bedacht1 ihre ,nepoten - d4h4 ,vettern - zu bereichern2 er aber sorgte vterlich fr das ,wohl seiner ,untertanen4 ,als man ihn fragte1 ob man seiner ,familie nicht durch einen ,kurier von seiner ,erhebung ,nachricht geben solle81 erwiderte er3 ,meine ,familie sind die ,armen1 und diese pflegen die ,neuigkeiten nicht durch ,kuriere zu erhalten4 ,ganganelli war ein vortrefflicher ,mensch in jeder ,beziehung und machte eine der wenigen ,ausnahmen von dem alten ,erfahrungssatz1 dass sich jeder ganz und gar ndere1 sobald er ,papst werde4 ,von seiner ppstlichen ,gewalt machte er1 wo er konnte1 den wohlttigsten ,gebrauch1 und seine ,menschenfreundlichkeit und ,mildttigkeit waren unbegrenzt4 ,zwei ,soldaten wurden zum ,tode verurteilt und endlich einer von ihnen begnadigt4 ,sie sollten nun um ihr ,leben wrfeln1 aber der ,papst duldete dies nicht1 sondern begnadigte beide1 indem er sagte3 ,ich habe ja selbst die ,hasardspiele verboten4 - ,ein englischer ,lord war von dem ,papst so entzckt1 dass er ausrief3 ,drfte der ,papst heiraten1 ich gbe ihm meine ,tochter4 ,nachdem ,clemens die ,sache der ,jesuiten drei ,jahre lang selbst auf das sorgfltigste geprft hatte1 unterschrieb er die berhmte ,bulle3 ,dominus ac redemptor - die ,bullen werden stets nach den ,anfangsworten bezeichnet -1 wodurch die ,jesuiten aufgehoben wurden und damit1 wie er wohl wusste1 sein ,todesurteil4 - ,schon in der ,karwoche #aggd wirkte das ,jesuitengift in den ,eingeweiden des trefflichen ,mannes4 ,alle ,gegenmittel waren wirkungslos2 er starb am #bb4 ,september4 ,der ,krper war durch das ,gift so zerstrt worden1 dass selbst das ,einbalsamieren nichts half4 ,die ,haare fielen aus1 und selbst die ,haut lste sich vom ,kopf1 so dass schlielich bei der ,ausstellung der ,leiche das ,gesicht mit einer ,maske bedeckt werden musste4 - ,schlielich muss ich von diesem ,papst noch bemerken1 dass er es fr unschicklich hielt1 die ,ketzer an jedem ,grndonnerstag zu verfluchen1 und dass er daher die frher erwhnte berchtigte ,bulle ,in coena ,domini aufhob4 ,er schtzte alle ,mnner von ,verdienst1 mochten sie nun ,katholiken oder ,protestanten sein4 ,die ,inquisition war ihm ein ,gruel1 und schon ehe er ,papst war1 befreite er manche aus ihren ,krallen4 ,der dankbare ,kammerpchter des ,papstes1 ,giorgi1 setzte ihm ein von dem berhmten ,bildhauer ,canova verfertigtes ,denkmal2 aber ein weit schneres und unvergnglicheres errichtete ,clemens ,,xiv4 sich selbst in der ,geschichte4 ,nach langem1 heftigem ,kampf im ,konklave setzten es die ,jesuiten durch1 dass abermals einer ihrer ,freunde1 namens ,braschi1 als ,pius ,,vi4 ,papst wurde 7#agge-agii74 ,er war unwissend1 listig1 intolerant1 stolz1 hochmtig1 ausschweifend1 starrsinnig1 habschtig1 herrschschtig1 jhzornig1 diebisch1 selbstgefllig und eitel4 - ,eine schne ,galerie von schlechten ,eigenschaften2 aber dafr ist die ,reihe der guten desto krzer1 so dass es sich kaum der ,mhe lohnt1 sie zu nennen4 ,er war ein guter ,komdiant und ein hbscher alter ,mann2 das sind alle seine ,verdienste4 ,ein solcher ,mensch war allerdings nicht geeignet1 das wankende ,papsttum aufrechtzuerhalten4 ,ein ,stckchen nach dem anderen brckelte davon los1 und eine tchtige ,bresche in demselben verursachte ihm das ,werk eines ,deutschen1 des ,weihbischofs von ,trier1 ,j4 ,r4 von ,hontheim4 ,es handelte ber den ,zustand der ,kirche und von der rechtmigen ,gewalt des ,papstes1 und in ihm war bewiesen1 dass der ,zustand der ,kirche erbrmlich und die ,gewalt der ,ppste usurpiert sei4 ,dieses vortreffliche ,buch1 das ,resultat eines dreiundzwanzigjhrigen ,fleies1 wurde in verschiedene ,sprachen bersetzt1 tat dem ,papsttum unendlichen ,schaden und rief eine ,menge hnlicher ,schriften hervor4 ,der achtzigjhrige ,hontheim wurde indessen durch allerlei ,qulereien dahin gebracht1 zu widerrufen2 er tat es1 um in seinem hohen ,alter ,ruhe zu haben2 allein die in seinem ,buche enthaltenen ,beweise konnten dadurch ihre ,bedeutung nicht verlieren2 widerlegt hat sie niemand4 ,kaiser ,joseph ,,ii4 machte mit dem ,papst und den ,pfaffen wenig ,umstnde4 ,er hob sehr viele ,klster auf und hielt es fr besser1 das ,geld seines ,volkes im ,land zu behalten1 als es nach ,rom zu senden4 ,die ,wechsel aus ,wien blieben aus und da ,pius ,,vi4 dieselben nicht entbehren konnte1 so entschloss er sich1 dorthin zu reisen1 um womglich die ,verstopfung zu heben4 ,der ,kaiser lie ihm zwar sagen1 er werde nchstens selbst nach ,rom kommen1 um sich von ,sr4 ,heiligkeit ,rat zu erbitten1 - allein ,pius wollte den ,wink nicht verstehen4 ,die ,wiener gerieten ganz auer sich ber die ,anwesenheit des ,papstes in ihrer ,stadt4 ,seit dem ,konstanzer ,konzil war kein ,papst in ,deutschland gewesen1 und nun kam gar einer nach ,wien6 ,und dazu einer1 der es verstand1 prchtig ,komdie zu spielen4 ,die ,damen waren rein nrrisch vor ,vergngen und alles drngte sich herzu1 um den im ,vorzimmer ausgestellten ,pantoffel ,sr4 ,heiligkeit zu kssen4 ,kaiser ,joseph zuckte die ,achseln zu dem ,enthusiasmus seiner ,wiener1 erwies dem ,papst alle ,ehre1 allein machte dessen ,reisezweck vollstndig zunichte4 ,als ,pius nmlich auf die ,hauptsache kommen wollte1 bat ,joseph1 alles schriftlich zu machen1 er verstehe nichts von ,theologie und verwies ihn an den ,staatskanzler ,kaunitz4 ,der ,papst erwartete nun wenigstens den ,besuch dieses ,ministers2 allein er wartete vergebens und der ,heilige ,vater musste sich entschlieen1 selbst zu ihm zu gehen1 unter dem ,vorwand1 seine ,gemlde zu besehen4 ,pius reichte dem ,kanzler die ,hand zum ,kuss1 aber dieser begngte sich damit1 sie recht herzlich zu schtteln1 und der ,heilige ,vater war ganz verblfft4 ,er wurde es noch mehr1 als ihn ,kaunitz ohne ,umstnde vor seinen schnsten ,gemlden hin und her schob1 damit er den richtigen ,standpunkt finde4 ,dies wollte aber ,pius in ,wien nicht gelingen1 und die ,million ,scudi1 welche die ,reise kostete1 war weggeworfen4 ,der ,kaiser schenkte dem ,papst einen schnen ,wiener ,reisewagen - wahrscheinlich auch ein diplomatischer ,wink6 - und ein ,diamantkreuz1 #bjj4jjj ,gulden in ,wert1 als ,pflaster auf die ,wunde1 die dem ppstlichen ,ansehen geschlagen war4 ,auf der ,rckreise passierte ,pius ,mnchen und verga hier die erlittenen ,demtigungen4 ,er nannte diese ,stadt das deutsche ,rom1 ein ,name1 um den es andere deutsche ,stdte nicht beneiden4 ,ich hoffe mein ,volk noch zu berzeugen1 dass es katholisch bleiben kann1 ohne rmisch zu sein1 sagte der beste deutsche ,kaiser einst zu ,azara4 ,armer ,kaiser6 ,es ging ihm wie seinem ,vorgnger ,friedrich ,,ii4 von ,hohenstaufen2 das dumme ,volk lie ihn im ,stich4 ,pius erlebte aber nicht nur einen abtrnnigen ,kaiser von sterreich1 er erlebte sogar die groe ,revolution1 welche mit den ,pfaffen den ,kehraus tanzte4 #agih rckte ,berthier in ,rom ein1 und die neurmischen ,republikaner sangen3 ,non abbiamo ,pazienza1 non vogliamo ,erninenza1 non vogliamo ,santita1 ma - ,egualianza e ,liberta4 7,wir haben keine ,geduld1 wir wollen keine ,eminenz1 keine ,heiligkeit1 sondern ,freiheit und ,gleichheit47 ,man hatte gehofft1 der nun schon sehr alte ,heilige ,vater werde vor ,alteration gen ,himmel fahren2 als er aber dazu noch keine ,anstalten machte1 sannen die ,republikaner darauf1 ihn wenigstens aus ,rom fortzuschaffen4 ,der ,general ,ceroni ging zu ihm und sagte3 ,oberpriester6 die ,regierung hat ein ,ende2 das ,volk hat die ,souvernitt selbst bernommen4 ,darauf nahm man dem ,papst seine ,kostbarkeiten und selbst seinen ,ring ab und verlangte1 dass er die dreifarbige ,kokarde aufstecken sollte4 ,der alte ,pius weigerte sich jedoch und sagte3 ,meine ,uniform ist die ,uniform der ,kirche4 ,da nun nichts mit dem alten ,manne anzufangen war1 so packte man ihn in einen ,wagen1 brachte ihn unter sicherer ,eskorte nach ,siena und endlich nach ,florenz in die dortige ,karthause4 ,die frommen ,katholiken untersttzten ihn reichlich1 und der gedemtigte alte ,mann wrde hier gern sein ,leben beschlossen haben2 allein so gut wurde es ihm nicht4 ,nachdem ihm sein ,nepote noch den ,schmerz bereitet hatte1 mit dem ,rest seiner ,reichtmer durchzugehen1 zwangen ihn die ,republikaner1 bei der ,annherung des ,feindes nach ,frankreich zu reisen4 ,pius war krank und zeigte den rzten seine geschwollenen ,fe und ,beulen mit den ,worten des ,pilatus3 ,ecce homo6 ,aber das1 was das ,volk so lange von ,ppsten und ,frsten erdulden musste1 hatte die ,herzen der ,republikaner fr die ,leiden eines alten ,papstes unempfindlich gemacht4 ,sie hatten die ,bedrckung von ,jahrhunderten und das ,blut von ,millionen zu rchen1 welches die ,ppste fr den ,glauben vergossen hatten4 ,pius musste fort ber die ,alpen durch ,eis und ,schnee1 meistenteils bei ,nacht1 um ,auflufe der ,katholiken zu verhindern1 bis er nach ,valence an der ,rhone kam4 ,wir ,deutsche sind weichmtige ,narren1 und die ,leiden eines alten1 kranken1 gedemtigten1 wenn selbst bsartigen ,feindes gehen uns ans ,herz4 ,mir geht es ebenso1 und damit ich nicht sentimental werde1 rufe ich mir den deutschen ,kaiser ,heinrich ,,iv4 ins ,gedchtnis1 wie er1 krperlich und geistig krank1 zu ,fu im strengsten ,winter durch ,schnee und ,eis die ,alpen bersteigt1 um im ,schlosshof zu ,canossa barfu und fast nackt sich vor einem ,papst zu demtigen2 ich sehe die ,opfer der ,inquisition sich am ,marterpfahl winden - und freue mich nur1 dass die ,rachsucht der ,republikaner nicht zufllig einen guten ,papst1 sondern einen lasterhaften traf4 ,pius benahm sich indessen in seinen ,leiden wie ein ,mann1 und es wre eine ,ungerechtigkeit1 das nicht anzuerkennen4 ,man wollte ihn von ,valence abermals weiter nach ,dijon bringen1 als er am #bi4 ,august #agii starb4 ,er hinterlie nichts als seine kleine ,garderobe1 #ej ,livres an ,wert1 welche der ,maire fr ,nationaleigentum erklrte4 - ,die ,revolutionen tun oft einzelnen weh2 aber noch hufiger tun sie der ,gesamtheit der ,menschen gut4 - ,wo wren wir ohne #ahdh8 ,pius hatte versucht1 sich durch viele geschmacklose ,bauwerke zu verewigen1 auf welche er stets seinen ,namen und sein ,wappen setzen lie1 und unternahm es auch1 die berchtigten ,pontinischen ,smpfe auszutrocknen1 obwohl ohne ,erfolg4 ,er verlor dadurch ungeheure ,summen und erwarb damit nichts als den ,spottnamen ,il ,seccatore1 welches der ,austrockner heit1 aber zugleich auch einen berlstigen ,menschen bedeutet4 ,bei ,pius' ,tode hatte ,pasquino viel zu tun4 ,er antwortete auf die ,frage3 ,wie fand man den ,leichnam des ,heiligen ,vaters8 - ,im ,kopf waren seine ,nepoten1 im ,magen ,josephs ,kirchenordnung und in den ,fen die ,pontinischen ,smpfe4 ,wer htte es jemals gedacht1 dass ,frankreich1 welches vor tausend ,jahren die ,macht des ,papstes schuf1 einst den ,vizegott auf ,pension setzen wrde4 ,aber die ,zeit der ,wunder war wiedergekehrt1 nur dass der ,wundertter kein glubiger ,heiliger1 sondern ,napoleon ,i4 war4 ,der groe ,bonaparte verriet die ,freiheit und war klein genug1 ,kaiser werden zu wollen1 und das konnte er nur1 wenn er die ,dummheit der ,menschen frderte1 und dazu brauchte er wieder einen ,papst2 denn ,pfaffen und ,despotie gehren zusammen wie ,stiel und ,hammer4 ,der neue ,papst ,pius ,,vii4 salbte ,napoleon4 ,pasquino konnte sein ,maul nicht halten2 er antwortete auf die ,frage3 ,warum ist das l so teuer8 - ,weil soviel ,knige gesalbt und so viele ,republiken gebacken sind4 ,mit ,zittern und ,zagen ging ,pius nach ,frankreich2 aber die wilden ,lwen der ,republik waren bereits wieder sanfte ,schafe der ,kirche geworden und der ,papst uerte selbst3 ,ich rechne darauf1 als ehrlicher ,mann empfangen zu werden1 aber nicht als ,papst4 ,die ,pariser waren indessen - durch das ,revolutionssieb filtrierte ,pariser4 ,der ,krnungszug war fr sie kein heiliges ,schauspiel1 sondern eine ,farce1 und als ,pius ,,vii4 seinen ,segen erteilte1 riefen die ,gamins3 bis6 bis6 ,der ,esel1 auf welchem der ,kreuztrger vor dem ppstlichen ,wagen herritt1 erregte ihre ganz besondere ,heiterkeit3 ,ach1 seht da die ppstliche ,kavallerie6 ,ach1 der apostolische ,esel3 der heilige ,esel1 der ,esel der ,jungfrau6 und schallendes ,gelchter erschallte vor ,notre ,dame4 ,der ,kaiser lie den ,papst eine ,stunde in der ,kirche warten und setzte sich dann mit seiner ,gemahlin selbst die ,krone auf4 ,pius ,,vii4 spielte eine untergeordnete ,figurantenrolle4 ,zorn im ,herzen1 kehrte der ,heilige ,vater nach ,rom zurck4 ,der ,spott der ,pariser hatte ihn vielleicht etwas verrckt gemacht4 ,er wurde im ,kalender irre und meinte wahrscheinlich acht ,jahrhunderte frher zu leben1 denn er dachte ernsthaft daran1 alle ,frsten und alle ,kirchen wieder von sich abhngig zu machen4 ,er hatte das ,papstfieber4 ,napoleon hatte indessen erreicht1 was er wollte1 und schonte den toll gewordenen ,papst nicht lnger4 ,am #b4 ,februar #ahjh rckte ,general ,miollis in ,rom ein4 ,pius trat ihm entgegen und fragte3 ,sind sie ,katholik8 - ,ja1 ,heiliger ,vater1 stammelte der ,general ganz verlegen4 ,pius gab ihm schweigend den ,segen und ging in sein ,kabinett4 ,lachen wir auch ber die ,anmaungen des ,papstes1 so mssen wir doch gestehen1 dass er seine ,rolle dem allmchtigen ,kaiser gegenber gut spielte4 ,das rmische ,volk war durch die harte ,behandlung1 die man den ,kardinlen und selbst dem ,papst zuteil werden lie1 gegen die ,franzosen so erbittert1 dass es diesem nicht schwer gewesen wre1 ein ,seitenstck zur ,sizilianischen ,vesper hervorzurufen4 ,dass er dazu ,lust hatte1 lsst sich vermuten2 allein1 die ,sache war doch zu gewagt1 und ,pius beschloss1 gute ,miene zum bsen ,spiel zu machen4 ,napoleon wollte ihn jedoch in ,frankreich unter seiner speziellen ,aufsicht haben4 ,eines ,nachts drangen ,soldaten in den ,vatikan1 und der ,heilige ,vater wurde in einem ,lehnstuhl durch das ,fenster hinabgelassen und nach ,frankreich gebracht4 ,hier lebte der ,vizegott nicht wie der liebe ,gott in ,frankreich1 sondern zurckgezogen und einfach und begngte sich damit1 gegen die ihm angetane ,gewalt zu protestieren4 ,er gab dem ,kaiser nicht einen ,zoll breit nach1 und das war mnnlich4 ,in einer ,privatunterhaltung1 die zufllig belauscht wurde1 nannte er ,napoleon verchtlicherweise ,komdiant61 was den ,kaiser so wtend machte1 dass er1 um seinem ,zorn ,luft zu machen1 ein kostbares ,porzellangef auf dem ,boden zertrmmerte4 ,als ,napoleon nach ,elba verbannt wurde1 zog ,pius ,,vii4 7im ,mai #ahad7 nach ,rom und gebrdete sich als echter ,papst4 ,er hatte es erfahren1 dass die ,macht aus den geistlichen ,hnden wieder in die weltlichen bergegangen war4 ,mit ,gewalt war sie nicht wiederzuerlangen1 dazu fhlte er sich zu unmchtig1 aber es gab andere ,wege1 heimliche1 verborgene1 und die ,menschen waren noch immer dumm4 ,sein erstes ,werk war es1 die ,jesuiten wiederherzustellen 7#g4 ,august #ahad74 ,die ,erweckung der anderen ,mnchsorden folgte nach1 wie auch die der ,bulle ,in coena ,domini1 die alle ,ketzer verflucht4 ,ja1 die ,inquisition1 selbst die ,folter1 trat wieder ins ,leben und wurde gegen mehrere unglckliche ,carbonari angewandt4 ,all der ,unsinn der frheren ,jahrhunderte kam wieder zutage4 ,pius ffnete die seit ,jahren geschlossene ,rumpelkammer des ppstlichen ,zeughauses1 und heraus flatterten mittelalterliche ,eulen und ,fledermuse4 - ,prozessionen1 ,wallfahrten1 ,heiligenbilder und wie der ,gaukelapparat heien mag1 kamen aufs neue zur ,geltung2 das neue ,licht sollte mit ,gewalt ausgelscht werden4 - ,pius ,,vii4 fiel auf dem ,marmorboden seines ,zimmers1 brach einen ,schenkel und starb am #bj4 ,august #ahbc in einem ,alter von #ha ,jahren4 ,sein ,andenken muss jedem ,freunde fast noch verhasster sein als irgendeines anderen ,papstes aus der ,zeit des frheren ,mittelalters1 weil ,pius im neunzehnten ,jahrhundert lebte und aus ,herrschsucht und ,habgier das rmische ,ungeziefer ber die ,erde loslie1 unbekmmert ber das ,unglck1 welches dadurch angerichtet wurde2 gleich jenem ,jungen1 von dem die ,zeitungen berichteten1 der ,scheunen in ,brand steckte1 - um dadurch zu den ,ngeln zu gelangen1 wovon er den ,erls vernaschte4 ,leo ,,xii41 der nun folgte1 war ein munterer ,lebemann1 von dem manche deutsche ,dame zu erzhlen wusste4 ,dabei war er ,jagdliebhaber1 kurz1 ein ganz flotter ,bursche4 ,pasquino meinte3 ,wenn der ,papst ein ,jger ist1 so sind die ,kardinle die ,hunde1 die ,provinzen die ,forste und die ,untertanen das ,wild4 - ,ach1 guter ,pasquino1 ,wild waren die ,untertanen immer und das wird sich nur ndern1 wenn sie ernstlich wild werden6 ,als ,leo ,papst wurde - wurde er eben wieder ein ,papst6 ,er verkndete #ahbe ein ,jubilum und lud die ,glubigen ein1 die ,milch des ,glaubens aus den ,brsten der rmischen ,kirche unmittelbar zu saugen4 ,bon appetit6 ,dieser ,leo war ein solcher - ,papst1 dass er die ,kuhpockenimpfung als gottlos verbot1 weil der ,eiter eines ,tieres mit dem ,blut eines ,menschen vermischt werde6 - ,unter frheren ,ppsten wurde fr ,geld selbst ,sodomiterei mit den ,tieren erlaubt1 und doch machen die ,ppste ,anspruch auf ,unfehlbarkeit4 ,leo trat ganz in die ,fustapfen seines ,vorgngers1 und die ,kirche1 von den ,regierungen1 besonders aber von der sterreichischen1 mit despotischer ,liebe untersttzt1 erholte sich immer mehr von dem ,schlag1 den ihr die ,revolution versetzt hatte4 ,im ,jahr #ahbg bestand der ppstliche ,generalstab aus #ee ,kardinlen1 #aj ,nuntien1 #aah ,erzbischfen und #fdb ,bischfen4 ,die ,armee der ,weltgeistlichen1 ,mnche und ,jesuiten vermag ich nicht zu taxieren4 ,leo starb #ahbi1 und ihm folgte ,pius ,,viii41 der bereits am #cj4 ,november #ahcj ebenfalls starb1 nachdem er den ,obskurantismus nach besten ,krften befrdert hatte4 ,wer daran zweifelt1 der lese sein ,generaledikt des heiligen ,officiums vom #ad4 ,mai #ahbi1 worin in ,gemheit eines heiligen ,gehorsams und unter ,strafe der ,ausschlieung und des ,verbanntseins auer den anderen ,strafen1 welche schon durch die heiligen ,kanone1 ,dekrete1 ,konstitutionen und ,bullen der ,ppste ausgesprochen werden1 allen und jeden1 die der ,gerichtsbarkeit des ,generalinquisitors untergeben sind1 geboten wird3 binnen ,monatsfrist alles1 was sie wissen und erfahren werden1 gerichtlich anzugeben1 in ,betreff alles oder eines jeden von denen1 welche ,ketzer oder der ,ketzerei verdchtig und von ihr angesteckt oder ihre ,gnner und ,anhnger sind - die vom katholischen ,glauben abgefallen sind - welche sich den ,beschlssen der heiligen ,inquisition widersetzt haben oder sich widersetzen1 die entweder in eigener ,person oder durch andere1 auf welche ,art es auch geschehen mag1 einen ,diener1 ,anklger1 einen ,zeugen bei dem heiligen ,gerichte in ihrer ,person1 ihrer ,ehre und ihren ,vorrechten beleidigt haben oder beleidigen1 zu beleidigen gedroht haben oder zu beleidigen drohen - welche in eigener ,wohnung oder bei andren ,bcher von ketzerischen ,verfassern1 ,schriften1 die ,ketzereien enthalten oder religise ,gegenstnde ohne ,bevollmchtigung des ,heiligen ,stuhles behandeln1 ehedem besessen haben oder jetzt besitzen etc4 etc4 ,am #b4 ,februar #ahca bestieg der ,kardinal ,mauro ,capellari unter dem ,namen ,gregor ,,xvi4 den ,ppstlichen ,stuhl4 ,er hie eigentlich ,bartolommeo ,alberti ,capellari und wurde #agfe in ,belluno im ,venitianischen geboren4 ,im ,jahr #aghc trat er unter dem ,namen ,mauro in den ,kamaldulenserorden1 und nachdem er #ahja ,abt1 #ahbc ,general seines ,ordens geworden war1 machte man ihn #ahbf zum ,kardinal4 ,die ,unzufriedenheit im ,kirchenstaate war gro1 und bald nach seiner ,besteigung des ,ppstlichen ,stuhles brachen ,aufstnde aus1 welche jedoch mit ,hilfe sterreichischer und franzsischer ,truppen unterdrckt wurden4 ,anstatt1 wie er verheien1 das ,los seiner unglcklichen ,untertanen zu erleichtern1 zog er auf den ,rat einiger ,kardinle die ,zgel der ,regierung noch schrfer an1 und jede freie uerung wurde im ,kirchenstaat noch hrter bestraft als zu jener ,zeit selbst in sterreich oder ,preuen4 ,schon unter ,pius ,,viii4 war ,gregor ,,xvi4 zu politischen ,unterhandlungen gebraucht worden1 und namentlich leitete er diejenigen1 welche mit ,preuen wegen der gemischten ,ehen gepflogen wurden4 ,als ,papst geriet er mit allen ,regierungen in ,streit1 denn er trachtete danach1 seine geistliche ,gewalt in ihrer alten ,herrlichkeit wiederherzustellen4 ,alle ,anmaungen der ,ppste und der ,hierarchie wurden von ihm mit ,starrsinn aufrechterhalten1 alles1 was dem entgegenstand1 bekmpft und ,anstalten und ,einrichtungen begnstigt1 welche seit ,jahrhunderten zur ,untersttzung dieses ,strebens gedient hatten4 ,die ,wissenschaften wurden unterdrckt1 die ,jesuiten begnstigt und ,klster errichtet oder neu aufgefhrt4 ,mit ,spanien und ,portugal kam er in ,streit1 ebenso mit ,preuen wegen der ,erzbischfe ,droste von ,vischering und ,dunin2 mit ,russland gleichfalls und auch mit der ,schweiz wegen ,aufhebung der ,klster im ,aargau4 ,er starb am #a4 ,juni #ahdf1 und die ,welt freute sich1 einen ,mann los zu sein1 dessen ganzes ,trachten es gewesen war1 die ,weltuhr zurckzustellen1 whrend es berall grte und das ,volk zum ,fortschritt drngte4 ,zu seinem ,nachfolger wurde ,pius ,,ix4 erwhlt1 der jetzt noch auf dem sogenannten ,stuhl ,petri sitzt und von dem man hofft1 dass er der letzte eigentliche ,papst gewesen sein wird4 ,sein ,name war ,giovanni ,maria ,graf ,mastai-,ferretti4 ,er wurde am #ac4 ,mai #agib in ,sinigaglia geboren4 ,er war ein von den ,damen sehr wohlgelittener junger ,mann geworden1 als er #ahae in die ppstliche ,garde treten wollte2 allein leider konnte er nicht angenommen werden1 da er an der fallenden ,sucht oder ,epilepsie litt4 ,er beschloss daher1 die geistliche ,laufbahn einzuschlagen1 und fing an1 die unntze ,wissenschaft zu studieren1 welche man ,theologie nennt1 die aber den relativen ,nutzen hat1 dass sie zu hohen ,ehren und ,stellen fhren kann4 ,ein rmisch-katholischer ,priester darf aber an keinem krperlichen ,gebrechen leiden1 und die ,kirche hat sehr triftige ,grnde dafr2 der junge ,graf ,ferretti wrde daher mit seinen epileptischen ,anfllen gleichfalls von ihr zurckgewiesen worden sein1 wenn sich nicht der ,himmel mit einem ,wunder hineingemischt htte4 ,ein ,geistlicher in ,loreto1 namens ,strambi1 heilte ihn von dem grsslichen bel durch ,magnetismus1 das heit durch ,handauflegen1 - eine ,kraft1 welche brigens auch viele ,ketzer haben und ausben4 ,da nun nichts seiner ,weihe als ,priester im ,wege stand1 so wurde er in ,rom als ,priester ordiniert und #ahbc mit der ,mission nach ,chile in ,sdamerika geschickt4 ,von dort kehrte er nach zwei ,jahren zurck1 wurde #ahbg ,erzbischof von ,spoleto1 #ahcc ,bischof von ,imola und #ahdj ,kardinal4 ,am #af4;,juni #ahdf wurde er zum ,papst gewhlt und als ,pius ,,ix4 am #ba4 ,juni gekrnt4 ,selten trat ein ,papst seine ,regierung unter so gnstigen ,umstnden an1 denn die ,hrte seines ,vorgngers lie jede vershnliche ,maregel1 jede ,verbesserung als doppelt wertvoll erscheinen4 ,da ,pius ,,ix4 ein milder und fr einen ,papst freisinniger ,mann war1 so trugen ihm die ,italiener eine an ,enthusiasmus grenzende ,liebe entgegen4 ,man erwartete indessen mehr von ihm1 als er in seiner ,stellung als ,papst leisten konnte und wollte1 und die von der revolutionren ,partei ihm zugemuteten ,schritte berschritten diese ,grenze4 ,das ,jahr #ahdh brach an2 auch der ,papst musste dem ,sturm folgen und die ,verfassung vom ,mrz #ahdh bewilligen1 obwohl mit ,widerstreben4 ,das konstitutionelle ,regieren war aber einem ,papst ein ungewohntes ,ding1 und um den heraufbeschworenen ,geist in seine ,schranken zu bannen1 wurde von ihm ,graf ,pelegrino de ,rossi zum ,minister ernannt1 welcher das ,volk durch strenge ,maregeln in ,furcht halten wollte4 ,das ging nicht im ,jahr #ahdh1 und die ,folge waren ,aufstnde in ,rom und die ,ermordung des missliebigen ,ministers4 ,die ,aufregung stieg1 und das von dem ,volksverein dirigierte ,volk zog vor den ,quirinal1 seine ,wnsche darzulegen4 ,der ,papst wollte sich nicht imponieren lassen1 allein als man das kanonische ,recht - das heit wirklich metallische ,kanonen - gegen ihn anwandte1 hatte er nachzugeben und ein demokratisches ,ministerium zu ernennen1 an dessen ,spitze ,graf ,mamiani della ,rovere stand4 ,da sich ,pius aber aller ,macht beraubt sah1 so hielt er es fr zweckmig1 am #bd4 ,november #ahdh unter dem ,schutze des bayerischen ,gesandten ,graf ,spaur und in einer ,verkleidung als ,abbate aus ,rom zu fliehen und sich in ,gaeta unter den ,schutz des ,knigs von ,neapel zu stellen4 ,die ,folge davon war1 dass ,rom zur ,republik erklrt wurde4 ,eine politische ,geschichte ,roms liegt auer dem ,bereich dieser ,schrift1 die weniger mit dem ,frsten des ,kirchenstaates als mit dem ,oberhaupt der rmisch-katholischen ,christenheit zu tun hat4 ,dass dieser zugleich weltlicher ,frst und als solcher in politische ,hndel verwickelt ist1 ist ein ,umstand1 welcher selbst von vielen ,katholiken beklagt wird1 da er dem ,oberhaupt der ,kirche die ,wrde raubt4 ,wie derselbe in seiner ,eigenschaft als ,frst durch franzsische ,bajonette noch immer knstlich erhalten wird1 ist bekannt wie auch die ziemlich gewisse ,hoffnung1 dass mit dem ,aufhren dieses ,schutzes der ,papst von seinen weltlichen ,regierungssorgen erlst werden wird4 ,so bewegt und trbe die ,laufbahn des ,papstes ,pius ,,ix4 als ,frst war1 so waren doch seine ,erfolge als ,oberhaupt der ,kirche fr ihn sehr gnstig4 ,er trat genau in die ,fustapfen seines ,vorgngers1 allein er tat es in weniger schroffer ,weise als dieser4 ,es gelang ihm1 mit fast allen ,mchten ,konkordate abzuschlieen1 durch welche die ,macht und das ,ansehen der rmischen ,kirche wiederhergestellt wurden4 ,besonders erfolgreich war er in dieser ,beziehung in ,frankreich und sterreich1 wo die ,kirche ihren ganzen verderblichen ,einfluss auf die ,schulen wiedergewann4 ,die ,frsten1 durch das ,jahr #ahdh erschreckt1 hielten es fr notwendig1 den verdummenden und knechtenden ,einfluss der ,kirche auf das ,volk wieder zur ,untersttzung ihrer eigenen despotischen ,gelste zu ,hilfe zu rufen1 whrend andererseits die rmische ,kirche1 besonders in ,deutschland1 danach strebte1 sich von dem ,einfluss der weltlichen ,regierungen mglichst frei zu machen4 ,zu dem letzteren ,zweck wurden die ,piusvereine gestiftet1 deren erster #ahdh im ,april in ,mainz gegrndet wurde und deren ,zahl bald so sehr wuchs1 dass bereits im ,oktober desselben ,jahres eine ,generalversammlung von #hc solcher ,vereine beschickt wurde4 ,von diesen ,vereinen gingen nun unter verschiedenen ,namen wieder andere ,vereine hervor1 die smtlich fr die ,wiederherstellung der rmischen ,herrlichkeit in der umfassendsten und praktischsten ,weise wirkten4 ,der ausgesprochene ,zweck dieser ,vereine ist es1 mit allen gesetzlichen ,mitteln zu wirken fr die ,freiheit des rmischen ,glaubens und ,kultus1 fr das gttliche ,recht der ,kirche zu lehren und zu erziehen2 fr unbeschrnkten ,verkehr zwischen ,bischfen und ,gemeinden und zwischen beiden und dem ,papst2 fr ,heilung der ,notstnde und fr freie ,verwaltung und ,verwendung des ,kirchenvermgens4 ,in politischer ,beziehung wollten die ,vereine nur zur ,untersttzung der obrigkeitlichen ,gewalt und zur ,frderung der staatlichen ,zwecke indirekt beitragen2 allein sie beschrnkten sich keineswegs darauf1 sondern griffen1 wo immer mglich1 direkt in die ,politik ein4 ,pius ,,ix4 ist weit entfernt1 das ,unzeitgeme der ,lehren der rmisch- katholischen ,kirche zuzugeben1 sondern im ,gegenteil eifrig bemht1 den ,glauben an alle im ,mittelalter zur ,geltung gebrachten ,dogmen wieder zu erwecken1 und die ,welt erlebte von ihm die wunderbare ,tatsache1 dass er die wahnsinnige ,lehre von der unbefleckten ,empfngnis der ,jungfrau ,maria am #h4 ,dezember #ahed in der ,peterskirche durch feierlichen ,akt zum ,dogma erhob4 ,whrend die ,ttigkeit der rmischen ,kirche in ,deutschland solche ,erfolge errang1 verlor sie immer mehr und mehr in ,rom und in ganz ,italien und besonders in ,sardinien und im jetzigen ,knigreich ,italien1 dessen konstitutionelle ,regierung den ,anmaungen der ,kirche entschieden entgegentrat4 ,den hrtesten ,schlag erhielt jedoch die rmische ,kirche1 oder vielmehr die ppstliche ,gewalt1 durch den im ,jahr #ahff stattgehabten ,umschwung der ,dinge4 ,die von dem sterreichischen ,reichstag ausgesprochene teilweise ,aufhebung des ,konkordats beraubte sie der ,leitung des ,schulwesens und der ,kontrolle ber die ,ehe und damit zweier der mchtigsten ,hebel ihrer ,macht4 ,die groe ,ttigkeit1 welche die rmische ,kirche durch ihre ,vereine und andere ihr zu ,gebot stehenden ,mittel entwickelt1 und das immer dreistere ,auftreten derselben machten nicht nur manche ,regierungen stutzig1 sondern veranlassten auch die ,mnner der ,wissenschaft und selbst diejenigen1 welche sich nie um ,religion kmmerten1 sich gegen die verfinsternden und die ,entwicklung des freien ,volksfortschritts hemmenden ,bestrebungen der ,kirche mit aller ,kraft zu erheben4 ,was immer auch ,papst ,pius ,,ix4 von dem in diesem ,jahr von ihm zusammenberufenen ,konzil fr sanguinische ,hoffnungen hegen mag1 wer die ,lage der ,dinge mit vorurteilsfreiem ,auge betrachtet1 sieht mit sonnenheller ,klarheit1 dass ein fr das ,mittelalter berechnetes ,institut im ,jahr #ahfi nicht wieder aufblhen kann4 ,der ,genius der ,freiheit wird die ,finsterlinge in den ,staub treten4 ,sodom und ,gomorrha ,es ist kein feyner ,leben auf erden1 denn gewisse zin haben von seinem ,lehen1 eyn ,hrlein daneben und unserem ,herre ,gott gedienet4 ,die ,reformation wurde recht eigentlich durch das ,schandleben der rmisch-katholischen ,geistlichen hervorgerufen1 denn der ,ablassunfug war nur die nchste ,veranlassung4 ,es lohnt sich daher schon der ,mhe1 einen ,blick in diese geistliche ,kloake zu tun und zu prfen1 woher es kommt1 dass gerade diejenigen1 welche durch ihre ,stellung vorzugsweise dazu berufen waren1 den ,menschen als ,muster der ,sitte voranzugehen1 sich durch die zgellosesten sinnlichen ,ausschweifungen so sehr befleckten1 dass sie dadurch den allgemeinen ,abscheu gegen sich hervorriefen4 ,die schaffende und erhaltende ,kraft oder ,macht1 die wir ,gott nennen1 hat allen lebenden ,geschpfen den ,geschlechtstrieb gegeben4 ,sie machte ihn zu dem mchtigsten ,trieb1 weil sie damit die ,fortpflanzung verband1 worauf sie bei allen organischen ,geschpfen besonders vorsorglich bedacht war2 ja1 sie stellte es nicht in den freien ,willen1 dem ,geschlechtstriebe zu folgen1 sondern zwang dazu1 ihm zu folgen1 indem sie die unnatrliche ,unterdrckung desselben empfindlich strafte4 ,der gewaltsam unterdrckte ,geschlechtstrieb macht ,tiere toll und ,menschen zu ,narren1 wie wir an einigen ,beispielen im ,kapitel von den ,heiligen gesehen haben4 ,die ,befriedigung des ,geschlechtstriebes ist also eine ,naturpflicht und an und fr sich ebenso erlaubt und unschuldig wie die ,befriedigung des ,durstes4 ,vom sittlichen ,standpunkt aus beurteilt1 verdienen der ,fresser und der ,sufer in nicht geringerem ,grade unsern ,tadel als der in der sinnlichen ,liebe ausschweifende ,wollstling und die seltsame und verkehrte ,ansicht1 wodurch wir selbst die naturgeme ,befriedigung des ,geschlechtstriebes gleichsam zu einem ,verbrechen oder doch zu einer ,handlung stempeln1 deren man sich schmen muss1 - verdanken wir einzig und allein der missverstandenen1 verunstalteten1 christlichen ,religion4 ,das gesellschaftliche ,zusammenleben machte es durchaus notwendig1 dass die ,leidenschaften der ,menschen geregelt werden1 sei es nun durch die sogenannte ,sitte oder durch ,gesetze4 ,wollte ein jeder seinen ,leidenschaften die ,zgel schieen lassen1 so wrden sich ,staat und ,gesellschaft bald in wilde ,anarchie auflsen4 ,damit ein jeder ,brger1 auch der schwchste1 im ,genuss seines ,lebens und ,eigentums selbst gegen den strksten geschtzt sei1 muss jeder seinen natrlichen ,leidenschaften eine vom ,gesetz bestimmte ,grenze setzen1 welche von den ,vollziehern dieser ,gesetze1 hinter denen die ,gesamtheit des ,volks steht1 sorgfltig bewacht und geschtzt wird4 ,die ,erfahrung lehrt1 dass der ,geschlechtstrieb gar oft die gewaltigsten und verderblichsten ,wirkungen hervorbringt1 und so musste er denn natrlich auch die ganz besondere ,aufmerksamkeit der ,gesetzgeber in ,anspruch nehmen4 ,sie fanden in der ,ehe das geeignetste ,mittel1 den ,folgen geschlechtlicher ,ausschweifungen vorzubeugen1 und alle zivilisierten ,vlker alter und neuer ,zeit betrachten die ,ehe als die festeste ,grundlage des ,staatslebens und in jeder ,hinsicht als ein hchst segensreiches und die ,menschen veredelndes ,institut4 ,die christliche ,kirche verkannte die ,wichtigkeit der ,ehe durchaus nicht1 und da sie unablssig bemht war1 den grtmglichen ,einfluss auf die ,menschen zu erlangen1 so bemchtigte sie sich auch vorzugsweise der ,ehe1 obwohl dieselbe die ,kirche nicht mehr berhrt als jede andere gesellschaftliche ,einrichtung1 und behauptete1 dass zur ,schlieung derselben die priesterliche ,einsegnung durchaus ntig sei2 ja1 sie ging so weit1 dass sie diese rein gesellschaftliche bereinkunft1 ber welche hchstens dem ,staat eine ,kontrolle zusteht1 fr ein sogenanntes ,sakrament erklrte4 ,wir haben im vorigen ,kapitel gesehen1 dass die ,ppste selbst die schamlosesten ,betrgereien nicht scheuten1 wenn es die ,vergrerung ihrer ,macht galt1 und so kann es uns nicht mehr besonders auffallen1 wenn wir nachweisen1 dass sie auch in ,bezug auf die ,ehe wahrhaft lcherliche ,inkonsequenzen begingen4 ,die ,ehe1 dieses heilige ,sakrament1 wurde den ,geistlichen verboten1 weil es sie verunreinige6 - ,den wahren ,grund dieses ,verbotes habe ich bei ,erwhnung ,gregors ,,vii4 im vorigen ,kapitel erwhnt1 und der angegebene ,zweck wurde damit erreicht1 obwohl dadurch ,folgen erzeugt wurden1 welche der rmischen ,kirche fast ebenso groen ,nachteil brachten wie den ,menschen im ,allgemeinen4 ,die ,geistlichen wurden durch das ,zlibat - so nennt man die erzwungene ,ehelosigkeit rmischer ,priester - vllig isoliert und ihre ,verbindung mit den brigen ,menschen und dem ,staat zerrissen1 dafr aber desto fester an die ,kirche1 das heit an den ,papst1 gefesselt2 denn dieser ist es ja1 von dem jeder rmisch-katholische ,geistliche in hchster ,instanz sein zeitliches ,heil zu erwarten hat4 ,der alte ,vizegott in ,rom ist ihm ,familie und ,vaterland4 ,ein echt rmisch-katholischer ,geistlicher kann gar kein guter ,patriot oder guter ,staatsbrger sein4 ,was kmmern sich die ,ppste um die abscheulichen ,folgen des ,zlibats4 ,sie wollen unumschrnkt herrschen um jeden ,preis1 wenn auch durch ihren schndlichen ,egoismus die ,moralitt der ganzen ,welt samt dem ,christentum zu ,grunde geht4 ,die ,heiligen ,vter in ,rom werden durch nichts anderes bewegt als durch ihren ,eigennutz1 welche erhabenen ,grnde sie auch mit salbungsvollen ,worten zur ,bemntelung desselben vorbringen mgen4 ,weder ,tonsur noch ,weihen vermgen es1 den ,geistlichen die menschlichen ,schwchen1 wie man dummerweise die ,regungen des ,naturtriebes hufig nennt1 abzustreifen4 ,die ,natur respektiert einen geweihten ,pfaffenleib ebenso wenig wie den irgendeines anderen tierischen ,organismus und kmpft mit ihm um ihr ,recht4 ,diese ,kmpfe endeten bei gewissenhaften ,geistlichen1 denen es mit ihrem ,keuschheitsgelbde ernst war1 gar hufig mit ,selbstmord oder ,wahnsinn oder mit unnatrlicher ,befriedigung des ,geschlechtstriebes oder mit freiwilliger ,verstmmelung4 - ,der schlechtere ,teil der ,geistlichen1 die ich hauptschlich mit ,pfaffen meine1 betrachtet dagegen die ,ehe als eine ,fessel1 von der sie der gute ,gregor befreit hat1 und tut wie jener ,mnch1 der nach langen ,kmpfen endlich dem ,rate eines alten ,praktikus folgte3 ,wenn mich der ,teufel reizt1 so tue ich1 was er will1 und dann hrt der ,kampf auf4 ,sie wissen sich1 was die ,befriedigung des ,geschlechtstriebes anbetrifft1 fr die ,ehe schadlos zu halten1 indem sie nach ,clemens ,,vi4 ,ausdruck wie eine ,herde ,stiere gegen die ,khe des ,volkes wten4 ,diese ,pfaffen nennt der heilige ,bernhard ,fchse1 die den ,weinberg des ,herrn verderben und die ,enthaltsamkeit nur zum ,deckel der ,schande und ,wollust brauchen1 vor denen schon der ,apostel ,petrus gewarnt habe4 ,man msse1 fhrt er fort1 ein ,vieh sein1 um nicht zu merken1 dass man allen ,lastern ,tr und ,tor ffne1 wenn man rechtmige ,ehen verdamme4 ,jesus war selbst nicht verheiratet2 aber bei vielen ,gelegenheiten uerte er sich ber die ,ehe und erkannte sie als eine durch gttliche ,anordnung geheiligte ,anstalt an 7,matth4 #e1ca4 #cb2 #ai1c-g4 #i472 ja1 wir wissen1 dass er mit seiner ,mutter und seinen ,jngern einer ,hochzeitsfeier in ,kana in ,galila beiwohnte 7,joh4 #b1b7 was er nicht getan haben wrde1 wenn er die ,ehe berhaupt als eine unsittliche ,verbindung erkannt htte4 ,die ,apostel hatten drber ganz dieselben ,ansichten4 ,paulus nennt die ,ehe einen in allen ,betrachtungen ehrwrdigen ,stand 7,hebr4 #ac1d7 und erklrt sogar die ,untersagung derselben fr eine ,teufelslehre 7#a4,tim4 #d1c74 ,kurz1 nach allen in der ,bibel enthaltenen ,lehren des ,christentums ist das ,band1 welches die ,ehe um ,mann und ,weib schlingt1 ein hchst ehrwrdiges4 ,die ,christen der ersten ,zeit waren auch weit davon entfernt1 die ,ehe der ,geistlichen als etwas ,unerlaubtes zu betrachten1 ja1 sie setzten dieselben bei ihnen sogar voraus4 ,petrus selbst1 dessen ,nachfolger die ,ppste sein wollen1 und die meisten der ,apostel waren verheiratet4 ,paulus verlangt von den ,bischfen und ,diakonen1 dass sie im ehelichen ,stande leben sollten4 ,er schreibt an ,thimotheus3 ,ein wahres ,wort3 wer ein ,bischofsamt sucht1 der strebt nach einem edlen ,geschft4 ,ein ,bischof muss deswegen tadellos sein1 eines ,weibes ,mann1 nchtern1 ernst1 wohlgesittet1 zum ,lehrer tchtig2 kein ,trunkenbold1 nicht streitschtig 7nicht schmutziger ,habgier ergeben71 sondern sanft1 friedliebend1 frei von ,geiz2 der seinem ,haus gut vorstehe1 der seine ,kinder im ,gehorsam erhalte mit allem ,ernst3 denn wer seinem eigenen ,haus nicht vorzustehen wei1 wie kann er die ,gemeinde ,gottes regieren8 7#a4,tim4 #c1a-e7 ,die ,diakonen seien eines ,weibes ,mnner1 wohl vorstehend ihren ,kindern und ihren ,husern4 7,tim4 #a1c4 #ab47 ,an ,titus schreibt er3 ,deswegen habe ich ,dich in ,kreta zurckgelassen1 damit ,du das1 was noch fehlt1 vollends in ,ordnung brchtest und in jeder ,stadt ,priester 7lteste7 ansetzest1 wie ich ,dir aufgetragen habe2 wenn nmlich jemand unbescholtenen ,rufes ist1 eines ,weibes ,mann1 der glubige ,kinder hat4 7,tit4 #a1e-f7 ,diese ,stellen1 welche noch durch zahlreiche andere vermehrt werden knnten1 sprechen so deutlich1 dass es kaum begreiflich erscheint1 wie die ,ppste es wagen konnten1 die ,rechtmigkeit des ,zlibats der ,geistlichen aus der ,bibel beweisen zu wollen4 ,sie wrden auch mit diesem ,gesetz nie durchgedrungen sein1 wenn nicht schon seit frher ,zeit in der christlichen ,kirche die ,idee von der ,verdienstlichkeit des ehelosen ,lebens gespukt htte4 ,wie diese dem ,christentum so durchaus fremde ,ansicht von der ,ehe in demselben allmhlich ,wurzeln fasste1 auseinanderzusetzen wrde sehr weitlufig sein1 und da ich hier mich darauf nicht einlassen kann1 so will ich mich bemhen1 den ,gang der ,sache in flchtigen ,umrissen zu skizzieren4 ,zur ,zeit1 als ,jesus auftrat1 hatte der ,glauben an die alten ,gtter eigentlich lngst aufgehrt4 ,der ffentliche ,gottesdienst bestand in leeren ,zeremonien1 und an die ,stelle der ,religion war die ,philosophie getreten4 ,selbst das ,volk nahm teil an den philosophischen ,streitigkeiten wie heutzutage an den religisen und hing teils diesen1 teils jenen der unendlich vielen aufgestellten ,systeme an4 ,als nun das ,christentum entstand und die ,zahl der ,anhnger desselben sich vermehrte1 wurden auch die alten philosophischen ,ansichten1 deren man sich nicht so schnell entuern konnte1 in dasselbe mit hinbergenommen1 und man versuchte es1 so gut es anging1 dieselben mit den christlichen ,lehren zu vereinigen4 ,die reine ,philosophie - ,vernunftswissenschaft1 ,erkenntnislehre - kann nie ,schwrmerei erzeugen1 welche eine entschiedene ,feindin der ,vernunft ist2 werden ihr aber religise ,bestandteile beigemischt1 so kann sie gar leicht nicht allein zur ,schwrmerei1 sondern selbst zum wtendsten ,fanatismus fhren4 ,aber fast alle philosophischen ,systeme jener ,zeit hatten religise ,bestandteile in sich aufgenommen1 teils griechischen1 altorientalischen1 gyptischen oder jdischen ,ursprungs1 und ihre ,anhnger und ,bekenner waren meistens ,gnostiker1 das heit ,geheimwisser oder ,offenbarungskundige4 ,in diese ,systeme kam nun noch das christliche ,element1 und das ,resultat dieser ,vereinigung waren oft sehr erhabene1 aber noch hufiger hchst abgeschmackte ,lehrbegriffe ber ,gott1 ,weltschpfung1 die ,person ,christi1 den ,ursprung des bels1 das ,wesen des ,menschen usw4 ,wir haben es hier nur mit ihren ,ansichten ber die ,ehe zu tun4 ,vorherrschend unter den ,offenbarungs-,philosophen war die ,ansicht1 dass die ,materie - das ,krperliche - die ,quelle alle ,bsen und dass die ,welt nicht durch den hchsten ,gott1 sondern durch ein ihm untergeordnetes1 unvollkommeneres ,wesen - ,demiurg 7,werkmeister7 - geschaffen sei4 ,der ,krper der ,menschen stehe unter der ,herrschaft der ,materie und des bald mehr oder minder bsartig gedachten ,demiurgs1 und das ,heil des menschlichen ,geistes bestehe darin1 dass es sich von den ,fesseln der ,materie und des ,demiurgs losmache und zu dem hchsten ,gott zurckkehre4 ,mit anderen ,worten heit das3 der ,mensch soll ein rein geistiges ,leben fhren und alle vom ,krper ausgehenden sinnlichen ,regungen wie einen ,feind bekmpfen4 ,hieraus geht schon deutlich hervor1 dass die ,ansichten dieser ,schwrmer der geschlechtlichen ,vereinigung und der ,ehe nicht gnstig sein konnten4 ,ehe ich einige dieser ,ansichten namhaft mache1 muss ich noch von dem ,brief des ,paulus an die ,korinther reden1 welcher auf diese ,philosophie von bedeutendem ,einfluss war4 ,die ,christen in ,korinth konnten sich ber ihre ,meinung von der ,ehe nicht einigen und baten den ,apostel ,paulus um ,belehrung4 ,dieser erfllte ihr ,begehr1 und was er ihnen antwortete1 kann jeder in der ,bibel nachlesen 7#a4 ,korinth4 ,kap4 #g74 ,aus diesem ,schreiben geht hervor1 dass es ,paulus fr besser hielt1 unverheiratet zu bleiben2 aber er erklrt ausdrcklich1 dass er mit diesem ,rat den ,christen keine ,schlinge werfen wolle und dass derjenige1 der es fr besser halte zu heiraten1 damit durchaus keine ,snde begehe4 7#a4 ,korinth4 #g1cb47 ,vergleichen wir die in diesem ,brief enthaltenen ,ratschlge mit seinen an andern ,stellen stehenden ,aussprchen ber die ,ehe1 so mchte man mit dem rmischen ,statthalter ,festus ausrufen3 ,paule1 dein vieles ,wissen macht dich rasen6 ,allein in dem ,brief selbst ist der ,schlssel zu seiner ,handlungsweise enthalten3 ,ich wollte ,euch aber vor ,sorgen bewahren4 ,die ,christen erwartete damals eine strmische ,zeit der ,verfolgungen und ,trbsal1 dann auch die baldige ,wiederkehr ,christi zum ,weltgericht1 und dieser ,glauben hatte auf die ,antwort des ,paulus unverkennbaren ,einfluss4 ,ein ,unverheirateter wird die ,leiden des ,lebens meistens leichter ertragen als ein ,familienvater2 das wird jeder fhlen1 der eine ,familie hat4 ,dieser ,brief des ,paulus diente den ,verteidigern des ,zlibats der ,geistlichen als ,hauptsttze2 sie vergaen dabei aber auer den besonderen ,umstnden1 unter denen er geschrieben wurde1 dass er an alle ,christen zu ,korinth und nicht allein an die ,geistlichen geschrieben war2 und htte man die in ihm in ,bezug auf die ,ehe enthaltenen ,ratschlge allgemein als ,befehl anerkennen wollen1 so wrde das ,christentum bald ein ,ende gehabt haben1 indem seine ,anhnger ausgestorben wren4 - ,denn1 wenn ,paulus sagt3 wer heiratet1 tut wohl2 wer nicht heiratet1 tut besser1 so sagt er doch auch3 ,es ist dem ,menschen gut1 dass er kein ,weib berhre4 ,das htten sich die ,geistlichen1 welche das ,zlibat verteidigen1 nur ebenfalls merken und als einen ,befehl erachten sollen4 ,ehe ist besser als ,hurerei1 und was ,paulus darber dachte1 geht aus ,folgendem hervor3 ,durch die ,ratschlge des ,apostels1 vielleicht auch dadurch verfhrt1 dass die ,frauen1 welche ,ehelosigkeit gelobten1 von der christlichen ,gemeinde erhalten und oft zu untergeordneten ,kirchenmtern - zu ,diakonissen - gewhlt wurden1 versprachen mehrere ,witwen in ,korinth1 sich nicht wieder zu verheiraten4 ,die jungen ,weiber hatten sich jedoch zu viel ,kraft zugetraut4 ,die ,ehelosigkeit wurde ihnen hchst unbequem1 und viele von ihnen htten gern wieder geheiratet1 wenn sie es wegen ihres ,gelbdes gedurft htten4 ,aber der ,fleischesteufel - um auch einmal diesen beliebten pfffischen ,ausdruck zu gebrauchen - kehrt sich an kein ,gelbde und plagte die armen1 verliebten ,weiberchen so sehr1 dass sie es endlich machten wie der oben erwhnte ,mnch und ihm den ,willen taten1 damit sie nur ,ruhe gewannen4 - ,sie waren aber sehr schwer zu beruhigen1 und ihr unzchtiges ,leben fing an1 ,aufsehen zu machen4 ,paulus fand sich dadurch veranlasst1 zu verordnen1 dass diese ,frauen1 wenn sie ,neigungen dazu bekmen1 trotz ihres ,gelbdes lieber heiraten als ein unzchtiges ,leben fhren sollten1 damit nicht den ,gegnern des ,christentums dadurch eine willkommene und gerechte ,veranlassung gegeben werde1 dasselbe zu verlstern4 ,die ,ppste handelten jedoch ganz anders als der ,apostel4 ,ihnen war es nur um ,ausrottung der ,ehe unter den ,priestern zu tun und sie gestatteten sogar gegen eine ,geldabgabe auereheliche1 geistlich-fleischliche ,ausschweifungen1 unbekmmert um das rgernis1 welches dadurch gegeben wurde2 ja1 sie gingen selbst mit dem schndlichsten ,beispiel voran6 ,von ihnen gilt1 was ,paulus ahnungsvoll vorhersah3 ,bestimmt aber sagt der ,geist1 dass in den letzten ,zeiten einige vom ,glauben abfallen werden1 achtend auf ,irrgeister und ,teufelslehren1 die mit ,scheinheiligkeit ,lgen verbreiten1 gebrandmarkt am eigenen ,gewissen1 die verbieten zu heiraten und gewisse ,speisen zu genieen1 welche ,gott geschaffen1 dass sie dankbar genossen werden von den ,glubigen und von denen1 welche die ,wahrheit erkannt4 ,doch ich will wieder zu unseren ,offenbarungsnarren zurckkehren und anfhren1 was einige ,sekten derselben von der ,ehe hielten4 ,julius ,cassianus1 ein ,hauptnarr1 erklrte die ,ehe fr ,unzucht1 und die ganze zahlreiche ,sekte der ,enkratiten floh die ,berhrung der ,weiber berhaupt als eine ,snde4 ,zu ihnen gehrten die ,abeloniten in der ,gegend von ,hippo in ,afrika1 die sich durchaus des geschlechtlichen ,umgangs enthielten4 ,um aber die ,vorschrift des ,paulus 7#a4 ,korinth4 #g1bi71 dass diejenigen1 die ,weiber haben1 seien1 als htten sie keine1 buchstblich zu erfllen1 nahmen die ,mnner ein ,mdchen und die ,weiber einen ,knaben zur bestndigen ,gesellschaft zu sich1 um in ,verbindung mit dem andern ,geschlecht1 aber doch auer der ,ehe1 zu leben4 ,ein gewisser ,marzion1 der von dem ,heidentum zum ,christentum bertrat1 trieb es mit der ,entsagung besonders weit und litt wahrscheinlich am ,unterleibe1 denn dafr sprechen seine hypochondrischen ,lebensansichten4 ,seine ,genossen redete er gewhnlich an3 ,mitgehasste und ,mitleidende6 - ,dieser trbselige ,narr erklrte jedes ,vergngen fr eine ,snde2 er verlangte1 dass jeder von den schlechtesten ,nahrungsmitteln leben sollte1 und von der ,ehe wollte er vollends nichts wissen1 denn diese erschien ihm als eine privilegierte ,unzucht4 ,er verlangte von seinen ,anhngern1 wenn sie verheiratet waren1 dass sie sich von ihren ,weibern trennten oder doch das ,gelbde leisteten1 sie nicht als ihre ,weiber zu betrachten4 - ,diese ,sekte bestand bis zur ,mitte des vierten ,jahrhunderts unter besonderen ,bischfen4 ,manche ,lehrer dieser philosophischen ,christensekten fhrten zur ,auflsung aller sichtlichen ,ordnung4 ,karpokrates1 der wahrscheinlich zur ,zeit des ,kaisers ,hadrian in ,alexandrien lebte1 lehrte3 dass die ,befriedigung des ,naturtriebes nie unerlaubt sein knne und dass die ,weiber von der ,natur zum gemeinschaftlichen ,genuss bestimmt wren4 ,wer sich der sittlichen ,ordnung unterwerfe1 der bleibe unter der ,macht des ,erdgeistes2 sich aber allen ,lsten ohne ,leidenschaft hingeben heie gegen ihn kmpfen und ihm ,trotz bieten4 ,ein anderer ,schwrmer namens ,marzius fhrte geheimnisvolle ,zeremonien ein und machte besonders die ,weiber damit bekannt1 wodurch bei ihnen alle ,schamhaftigkeit vernichtet wurde4 ,von den ,anhngern des ,karpokrates erzhlt man1 dass sie bei ihren ,versammlungen die ,lichter verlschten und untereinander das taten1 wobei sich brigens niemand gern leuchten lsst4 ,die ,adamiten trieben es hnlich4 ,vor ihrem ,tempel1 den sie das ,paradies nannten1 war eine bedeckte ,halle4 ,unter dieser entkleideten sie sich und marschierten dann nackt und paarweise in die ,versammlung4 ,hier ergriff jedes ,mnnlein ein ,frulein - - und das nannte man die mystische ,vereinigung4 ,ganz so wie bei unsern gut protestantischen ,muckerversammlungen4 ,die ,seelenbrute sind eine uralte ,erfindung4 ,andere ,hretiker - so hie die ganze ,klasse dieser seltsamen ,philosophen - gestatteten zwar die ,ehe1 verhinderten aber die ,schwangerschaft1 indem sie es machten wie ,onan1 der ,erzvater der ,onanie4 ,montanus1 der in der ,mitte des zweiten ,jahrhunderts in ,phrygien lebte1 sagte3 dass ,jesus und die ,apostel der menschlichen ,schwche viel zu viel nachgesehen htten4 ,er verachtete alles ,irdische und legte auf die ,ehelosigkeit sehr groen ,wert4 ,die ,valesier1 eine ,sekte des dritten ,jahrhunderts1 zwangen ihre ,anhnger zur ,kastration1 ja1 sie trieben dieselbe so leidenschaftlich1 dass sie gar hufig ,fremde durch ,list in ihre ,huser lockten und diese unangenehme ,operation mit ihnen vornahmen4 ,die ,lehren dieser ,schwrmer1 besonders ber das ,verdienst der ,ehelosigkeit1 fanden in der christlichen ,kirche sehr groen ,beifall1 und besonders waren es die des ,montanus1 welche sowohl unter den ,geistlichen wie ,laien groen ,anhang fanden4 ,wenn nun auch die rmische ,kirche schon frhzeitig jede kirchliche ,gemeinschaft mit den ,montanisten abbrach1 so behielt sie doch ihre ,lehre ber das ,fasten und das ,verdienstliche der ,ehelosigkeit4 ,das alles ,irdische verachtet werden msste1 wurde bald der allgemeine unter den orthodoxen ,christen geltende ,grundsatz4 ,wie den ,anhngern des ,montanus waren ihnen ,jesus und seine ,jnger viel zu milde und nachsichtig1 und auf welche ,abwege sie durch ihre asketische ,schwrmerei gerieten1 haben wir im ersten ,kapitel gesehen4 ,je mchtiger der ,geschlechtstrieb war und je mehr sinnliches ,vergngen seine ,befriedigung gewhrte1 desto verdienstlicher erschien es1 ihn zu bekmpfen1 und diejenigen1 denen es vollkommen gelang1 standen im hchsten ,ansehen und waren ,gegenstand der allgemeinen ,bewunderung4 ,die ,kirchenvter in den ersten ,jahrhunderten waren meistens der ,ansicht1 dass die ,seelen gefallener ,geister zur ,strafe in einen ,krper gebannt wren und dass die sittliche ,freiheit des ,menschen in der ,fhigkeit bestnde1 sich durch ,besiegung des ,fleisches aus der niederen ,ordnung emporzuschwingen4 - ,der ,irrtum lag in der bertreibung2 setzt man statt ,besiegung und ,abttung ,herrschaft1 so wird wohl jeder ,vernnftige mit der ,lehre einverstanden sein4 ,die ,ehe hielt man zwar nicht eigentlich fr bse2 allein man betrachtete sie als ein notwendiges bel zur ,fortpflanzung des ,menschengeschlechts und zur ,verhinderung der ,ausschweifungen1 von dem man so wenig als nur mglich ,gebrauch machen msse2 man wrdigte das schnste ,verhltnis zu einer bloen ,kinderbesorgungsanstalt herab4 ,die ,vorliebe fr den ehelosen ,stand wurde immer allgemeiner und stieg zum ,fanatismus1 so dass einer der ltesten ,kirchenlehrer1 ,ignatius1 sich zu der ,erklrung gezwungen sah3 dass es sndlich sei1 sich der ,ehe aus ,hass zu entziehen4 ,der ,philosoph ,justinus1 welcher den ,mrtyrertod erduldete1 hielt es fr sehr verdienstlich1 wenn man den ,geschlechtstrieb ganz und gar unterdrcke1 indem man sich dadurch dem ,zustande der ,auferstandenen annhere4 ,er verwarf daher auch die ,ehe ganz und gar und verwies auf ,christus1 der nur deshalb von einer ,jungfrau geboren sei1 um zu zeigen1 dass ,gott auch ,menschen hervorbringen knne ohne geschlechtliche ,vermischung4 ,einen ,jngling1 der sich selbst kastrierte1 lobte er sehr4 ,athenagoras und andere1 die nicht so strenge waren1 gaben die ,ehe nur wegen der ,kindererzeugung zu4 ,clemens von ,alexandrien verteidigte zwar die ,ehe und wies auf das ,beispiel der ,apostel hin2 allein er gestand doch zu1 dass derjenige vollkommener sei1 welcher sich der ,ehe enthalte4 ,origenes1 der sich selbst entmannte1 sein ,schler ,hierax und ,methodius verdammten die ,ehe1 und ihre ,lehren fanden unter den ,mnchen gyptens groen ,beifall4 ,einer der heftigsten ,eiferer gegen die ,ehe war ,quintus ,septimus ,florens ,tertullian1 ,priester zu ,karthago4 ,er erklrte die ,ehe zwar nicht fr bse1 aber doch fr unrein1 so dass sich der ,mensch derselben schmen msse4 ,die zweite ,ehe nannte er geradezu ,ehebruch4 ,auf die ,frage1 was aber aus dem ,menschengeschlecht werden solle1 wenn die ,ehe aufhre1 antwortete er3 ,es kmmere ihn wenig1 ob das ,menschengeschlecht ausstrbe2 man msse wnschen1 dass die ,kinder bald strben1 da das ,ende der ,welt bevorstnde4 - ,und ,tertullian war selbst verheiratet4 ,die ,lehren dieses sehr geachteten ,kirchenvaters waren von sehr groem ,einfluss4 ,die ,geistlichen1 welche diese ,ansichten von der ,verdienstlichkeit der ,enthaltsamkeit verbreiteten und anpriesen1 mussten natrlich mit dem ,beispiel vorangehen1 und sie hatten in jener ,zeit auch noch die besten praktischen ,grnde1 sich der ,ehe zu enthalten1 da sie es ja hauptschlich waren1 welche den ,verfolgungen zum ,opfer fielen4 ,so kam es denn allmhlich1 dass die verheirateten ,kirchenlehrer in eine ,art von ,verachtung gerieten1 und dieser ,umstand war ein ,beweggrund mehr fr die ,geistlichen1 sich der ,ehe zu enthalten4 ,fanatische ,bischfe wussten es bei den ihnen untergebenen ,geistlichen mit ,gewalt durchzusetzen1 dass sie sich nicht verheirateten1 und das ,volk sah immer mehr in dem ledigen ,stand einen greren ,grad der ,heiligkeit4 ,diese ,ansicht war schon im fnften ,jahrhundert ziemlich allgemein1 und diejenigen ,geistlichen1 welche nicht aus berzeugung unverheiratet blieben1 taten es aus ,scheinheiligkeit1 und die verheiratet waren1 wussten den ,glauben zu erwecken1 als lebten sie mit ihren ,frauen wie mit ,schwestern4 ,flle von ,selbstentmannung kamen hufig vor2 aber dessen ungeachtet war um diese ,zeit die ,ehelosigkeit der ,geistlichen weder allgemein1 noch wurde sie von der ,kirche geboten4 ,der erste ,versuch hierzu geschah im vierten ,jahrhundert auf der in ,spanien von neunzehn ,bischfen abgehaltenen ,synode zu ,elvira 7zwischen #cje-cji74 ,hier wurde es nicht allein verboten1 ,verheiratete als ,priester anzustellen1 sondern man untersagte auch denen1 die bereits im ,ehestand lebten1 den geschlechtlichen ,umgang mit ihren ,weibern4 ,andere ,synoden folgten dem ,beispiel1 und da man nun sehr hufig den unverheirateten ,geistlichen den ,vorzug gab1 so bewog dies viele zum ehelosen ,leben1 und der ,scheinheiligkeit und ,heuchelei waren ,tr und ,tor geffnet4 ,auf der ersten allgemeinen ,kirchenversammlung zu ,nica 7#cbe7 stellte ein spanischer ,bischof den ,antrag1 die ,ehe der ,priester allgemein zu untersagen2 allein da erhob sich ,paphnutius1 ,bischof von ,ober-,thebais1 ein achtzigjhriger1 in der hchsten ,achtung stehender1 unverheirateter ,mann1 und verteidigte die ,ehe mit solcher ,wrme und so berzeugend1 dass sich die ,versammlung damit begngte1 den ,geistlichen die ,beischlferinnen zu verbieten4 - ,doch selbst die ,erlaubnis1 sich zu verheiraten1 brachte den dazu geneigten ,priestern wenig ,nutzen1 denn der ,zeitgeist erklrte sich nun einmal gegen die ,ehe4 ,einen bedeutenden ,einfluss auf diese ,zlibatsschwrmerei hatte das ,mnchswesen4 ,den fanatischen ,mnchen war die ,ehe und jede geschlechtliche ,berhrung ein ,gruel2 ja1 sie gingen in ihrem verkehrten ,eifer so weit1 dass sie sogar die ,frauen verfluchten1 und behaupteten1 dass man sie gleich einer ansteckenden ,seuche oder gleich giftigen ,schlangen fliehen msse4 ,sie riefen sich1 wenn sie einander begegneten1 ,sentenzen zu1 welche sie immer daran erinnern sollten1 dass das ,weib zu verachten sei1 wie z4 ,b4 ,das ,weib ist die ,torheit1 welche die vernnftigen ,seelen zur ,unzucht reizt und dergleichen4 ,was die allgemein auf das hchste verehrten ,mnche als verwerflich bezeichneten1 erschien nun auch den ,laien so1 und wenn sich auch nicht jeder zum ,mnchsleben stark genug fhlte1 so suchte man doch1 selbst in der ,welt lebend1 soviel als mglich ,ansprche auf asketische ,heiligkeit zu erwerben4 ,dieses ,streben nach ,heiligkeit erzeugte heldenmtige ,entschlsse1 die zwar subjektiv immer zu bewundern sind1 aber doch mit ,bedauern darber erfllen1 dass soviel moralisches ,pulver ins ,blaue hinein verschossen wurde4 ,jnglinge und ,jungfrauen schwrmten fr die ,keuschheit4 ,pelagius1 spter ,bischof von ,laodicea1 bewog noch im ,brautbett seine ,braut zu einem enthaltsamen ,leben2 andere wurden in derselben kritischen ,lage von ihren ,bruten dazu beredet4 ,einige ,beispiele habe ich schon frher angefhrt4 ,einzelne ,sekten1 wie die ,eustathianer und ,armenier1 erklrten jetzt geradezu1 dass kein ,verheirateter selig werden knne1 und wollten von verehelichten ,priestern weder das ,abendmahl annehmen noch sonst mit ihnen irgendeine ,gemeinschaft haben4 ,da sie aber auch das ,fleischessen fr sndlich erklrten und sie behaupteten1 dass die ,reichen1 wenn sie nicht ihrem ganzen ,vermgen entsagten1 nicht selig werden knnten1 so wurden ihre ,lehren auf einem ,konzil als irrtmlich verdammt4 ,das weitere ,umsichgreifen des ,mnchswesens erzeugte ein immer allgemeineres ,vorurteil gegen die ,ehe1 und die verheirateten ,priester bekamen einen immer schwierigeren ,stand4 ,viele der ,kirchenvter1 deren ,schriften allgemeine ,verbreitung fanden1 waren mit asketischen ,ansichten aufgewachsen und eiferten heftig gegen die ,ehe4 ,dies taten ,eusebius und ,zeno1 ,bischof von ,verona1 derselbe1 der erklrte1 dass es der grte ,ruhm der christlichen ,tugend sei1 die ,natur mit ,fen zu treten4 ,ambrosius1 rmischer ,statthalter der ,provinz ,ligurien und ,aemilien1 trat zum ,christentum ber und wurde acht ,tage nach seiner ,taufe zum ,bischof von ,mailand gemacht4 ,er kannte kaum die christlichen ,lehren1 und da er nicht hoffen konnte1 sich durch ,gelehrsamkeit auszuzeichnen1 so versuchte er es durch ein asketisches ,leben4 - ,da es bis dahin noch fr ,ketzerei galt1 die ,ehe zu verdammen - die ,apostel waren ja verheiratet gewesen1 - so gestand er ihr immer noch einiges ,gute zu2 aber er konnte in den ,anpreisungen des ehelosen ,lebens kein ,ende finden und hatte es besonders darauf abgesehen1 den ,jungfrauen ihre ,jungfrauschaft zu erhalten4 ,maria stellte er ihnen bestndig als ,muster auf und erzhlte die seltsamsten ,wunder1 die stattgefunden haben sollten1 um die ,jungfrauschaft dieses oder jenes ,mdchens zu retten4 ,ja1 er ging so weit1 die ,kinder zum ,ungehorsam gegen die ,eltern zu verfhren1 indem er in einem ,aufrufe an die ,jungfrauen sagte3 berwinde erst die ,ehrfurcht gegen deine ,eltern6 ,wenn du dein ,haus berwindest1 so berwindest du auch die ,welt4 ,er erzeugte in ,mailand durch seine ,predigten einen solchen ,keuschheitsfanatismus unter den ,mdchen1 dass die jungen ,mnner in ,verzweiflung gerieten und vernnftige ,eltern ihren ,tchtern verbieten mussten1 seine ,predigten zu besuchen4 ,sein ,ruf war so weit verbreitet1 dass man ihm aus ,afrika ,jungfrauen zusandte1 damit er sie zur ,keuschheit verfhre4 ,augustin1 der nach einem wilden ,leben zum ,christentum bertrat und endlich auch ,bischof von ,hippo wurde1 verdammte zwar die ,ehe ebenfalls nicht geradezu1 trug aber durch seine ,schriften sehr viel zur ,zlibatsschwrmerei bei4 ,er lehrte1 dass der unverheiratete ,sohn und die unverheiratete ,tochter weit besser seien als die verehelichten ,eltern1 und sagte3 ,die ehelose ,tochter wird im ,himmel eine weit hhere ,stufe einnehmen als ihre verehelichte ,mutter3 ihr ,verhltnis wird zueinander sein wie das eines leuchtenden und eines finsteren ,sterns4 ,die ,ehe zwischen ,joseph und ,maria stellte er als ,muster einer ,ehe auf1 denn sie lebten im ehelichen ,verhltnis1 hatten sich aber gegenseitig ,enthaltsamkeit gelobt4 ,frher sei die ,ehe notwendig gewesen1 um das ,volk ,gottes fortzupflanzen1 jetzt aber1 da das ,christentum bereits verbreitet sei1 msse man auch diejenigen1 welche sich ,kinder zeugen wollten1 zur ,enthaltsamkeit ermahnen4 ,man msse wnschen1 dass alles ehelos bleibe1 damit die ,stadt ,gottes eher voll und das ,ende der ,welt beschleunigt wrde4 - brigens forderte ,augustin von den ,geistlichen nicht durchaus ,ehelosigkeit4 ,von dem allergrten ,einfluss auf das ,zlibat und auf das ,mnchsleben war der uns schon bekannte ,hieronymus4 ,er hatte selbst aus ,erfahrung die ,macht des ,geschlechtstriebes kennengelernt und schildert seine ,kmpfe so lebhaft1 dass es ,grauen erregt4 ,ich1 schrieb er an ,eustochium1 der ich mich aus ,furcht vor der ,hlle zu solchem ,gefngnis verdammte1 der ich mich nur in der ,gesellschaft von ,skorpionen und wilden ,tieren befand1 befand mich doch oft in den ,chren von ,mdchen4 ,das ,gesicht war blass vom ,fasten1 und doch glhte der ,geist von ,begierden im kalten ,krper und in dem vor dem ,menschen schon erstorbenen ,fleisch loderte das ,feuer der ,wollust4 ,von aller ,hilfe entblt1 warf ich mich zu den ,fen ,jesu1 benetzte sie mit meinen ,trnen1 trocknete sie mit meinen ,haaren1 und das widerspenstige ,fleisch unterjochte ich durch wochenlanges ,hungern4 ,besonders eifrig bemht war auch ,hieronymus1 die ,frauen fr das enthaltsame ,leben zu gewinnen4 ,dies gelang ihm vortrefflich1 denn durch seinen ,umgang mit den vornehmen ,rmerinnen hatte er sich eine sehr genaue ,kenntnis des weiblichen ,herzens und seiner schwachen ,seiten erworben4 ,eine ,stelle in seinen ,briefen zeigt dies schon deutlich und beweist1 dass die ,weiber vor tausend ,jahren nicht anders waren1 als sie es heutzutage sind4 ,er schreibt nmlich an ein junges ,mdchen1 welchem der ,aufenthalt im ,haus der ,mutter zu eng wird3 ,was willst du1 ein ,mdchen von gesundem ,krper1 zart1 wohlbeleibt1 rotwangig vom ,genuss des ,fleisches und ,weins und vom ,gebrauch der ,bder aufgeregt1 bei ,ehemnnern und ,jnglingen machen8 ,tust du auch das nicht1 was man von dir verlangt1 so ist es doch schon ein schimpfliches ,zeugnis fr dich1 wenn solche ,dinge von dir verlangt werden4 ,ein wollstiges ,gemt verlangt unanstndige ,dinge desto brennender1 und von dem1 was nicht erlaubt ist1 macht man sich desto lockendere ,vorstellungen4 ,selbst dein schlechtes und braunes ,kleid gibt ein ,kennzeichen deiner verborgenen ,gemtsart ab1 wenn es keine ,falten hat1 wenn es auf der ,erde fortgeschleppt wird1 damit du grer zu sein scheinst2 wenn es mit ,flei irgendwo aufgetrennt ist1 damit zugleich das ,garstige bedeckt werde und das ,schne in die ,augen falle4 ,auch ziehen deine schwrzlichen und glnzenden ,hosen1 wenn du gehst1 durch ihr ,rauschen die ,jnglinge an sich4 ,deine ,brste werden durch ,binden zusammengepresst1 und der verengte ,busen wird durch die ,grtel in die ,hhe getrieben4 ,die ,haare senken sich sanft entweder auf die ,stirn oder auf die ,ohren herab4 ,das ,mntelchen fllt zuweilen nieder1 um die weien ,schultern zu entblen1 und dann bedeckt sie wieder eilends1 als wenn es nicht gesehen werden sollte1 dasjenige1 was sie mit ,willen aufgedeckt hatte4 ,um die ,mdchen zu verfhren1 ,jesus zum ,brutigam zu erwhlen1 gebrauchte er oft sehr seltsame ,mittel1 indem er dieses zarte ,verhltnis hchst ppig und unzart schilderte4 ,so schreibt er zum ,beispiel an ,eustochium3 ,es ist der menschlichen ,seele schwer1 gar nichts zu lieben2 etwas muss geliebt werden4 ,die fleischliche ,liebe wird durch die geistliche berwunden4 ,seufze daher und sprich in deinem ,bette3 des ,nachts suche ich denjenigen1 den meine ,seele liebt4 ,dein ,brutigam muss in deinem ,schlafgemach nur mit dir scherzen4 ,bitte1 sprich zu deinem ,brutigam1 und er wird mit dir sprechen4 ,und hat dich der ,schlaf berfallen1 so wird er durch die ,wand kommen1 seine ,hand durch das ,loch stecken und deinen ,bauch berhren4 ,die keusche ,ehelosigkeit erschien ,hieronymus als das ,hchste1 und von der ,ehe wei er nur das zu rhmen1 - dass aus ihr ,mnche und ,nonnen erzeugt wrden6 ,in sehr heftigen ,streit geriet er mit ,jovian1 welcher die ,ehe verteidigte4 ,er bekmpfte die ,lehren desselben mit groer ,gewandtheit1 wenn uns auch die beigebrachten ,argumente sehr hufig ein ,lcheln ablocken4 ,in einer seiner ,streitschriften fhrt er den ,jovian redend ein4 ,er lsst ihn fragen1 wozu ,gott die ,zeugungsglieder geschaffen und warum er die ,sehnsucht nach ,vereinigung in den ,menschen gelegt habe8 - ,darauf antwortet ,hieronymus1 dass diese ,krperteile geschaffen wren1 um den ,flssigkeiten1 mit denen die ,gefe des ,krpers bewssert sind1 ,abgang zu verschaffen6 ,auf das aber1 fhrt er fort1 dass die ,geschlechtsorgane selbst1 der ,bau der ,zeugungsteile1 die ,verschiedenheit zwischen ,mann und ,weib1 und die ,gebrmutter1 welche geeignet ist zur ,empfngnis und ,ernhrung der ,frucht1 einen ,geschlechtsunterschied zeigen1 will ich in ,krze antworten4 ,wir sollen wohl deshalb nie aufhren1 der ,wollust zu frnen1 damit wir nie vergebens diese ,glieder mit uns herumtragen8 ,warum soll wohl da die ,witwe ehelos bleiben1 wenn wir blo dazu geboren sind1 nach ,weise des ,viehes zu leben8 ,was brchte es mir denn fr ,schaden1 wenn ein anderer meine ,frau beschlft8 - ,was will da der ,apostel1 dass er zur ,keuschheit auffordert1 wenn sie gegen die ,natur ist8 ,gewiss verdient es der ,apostel1 der uns zu seiner ,keuschheit auffordert1 zu hren3 ,warum trgst du dein ,schamglied mit dir herum8 ,warum unterscheidest du dich von dem ,geschlecht der ,weiber durch ,bart1 ,haare und durch andere ,beschaffenheit der ,glieder8 usw4 ,lasst uns ,christus nachahmen1 der sich der ,zeugungsglieder nicht bediente und sie doch hatte4 ,die ,art und ,weise1 wie der heilige ,hieronymus die ,ehe bekmpfte1 fand indessen wenig ,beifall1 wenn auch sehr viele mit ihm in der ,hauptsache bereinstimmen1 und er sah sich gentigt1 sich zu verteidigen4 ,in ,streitschriften1 sagte er1 habe man mehr ,freiheit als im ,lehrvortrag und knne sich in ihnen selbst einer ,art von ,vorstellung bedienen1 um seinen ,feind desto besser zu ,boden zu strzen4 ,so schreibt er gegen einen ,mnch1 der ihn in ,verdacht bringen wollte1 dass er die ,ehe berhaupt verdamme1 ganz in der alten ,art1 und schliet3 ,weg mit dem ,epikur1 weg mit dem ,aristippus6 ,sind die ,sauhirten nicht mehr da1 dann wird auch die trchtige ,sau nicht mehr grunzen4 ,will er nicht gegen mich schreiben1 so vernehme er mein ,geschrei ber so viele ,lnder1 ,meere und ,vlker hinweg3 ,ich verdamme nicht das ,heiraten6 ,ich verdamme nicht das ,heiraten6 ,ich will1 dass jeder1 welcher etwa wegen nchtlicher ,besorgnisse nicht allein liegen kann1 sich ein ,weib nehme4 ,im ersten ,kapitel habe ich angegeben1 wie sich die ,republik der christlichen ,gemeinde allmhlich in eine ,despotie verwandelte4 ,diese ,vernderung1 in ,verbindung mit dem mchtigen ,einfluss des ,mnchswesens1 wirkte fr die ,priesterehe sehr nachteilig4 ,ihre ,gegner traten immer entschiedener auf1 und von der ffentlichen ,meinung untersttzt1 folgten immer mehr ,konzilien dem ,beispiel der von ,elvira4 ,ein allgemeines ,verbot der ,priesterehe war indessen bis zum ,ende des vierten ,jahrhunderts noch nicht gegeben worden2 aber dessen ungeachtet verdankte sie ihr ,fortbestehen weniger der ,anerkennung ihrer ,rechtmigkeit als vielmehr einer teils auf besonderen ,ansichten1 teils auf dem ,gefhl der ,unausfhrbarkeit der strengen ,grundstze begrndeten ,nachsicht von ,seiten der ,bischfe1 whrend fortdauernd das ,bestreben dahin gerichtet war1 ihr vllig ein ,ende zu machen4 ,einen sehr bedeutenden ,anteil an der ,unterdrckung der ,priesterehen von ,seiten der ,machthaber der ,kirche hatten der ,geiz und die ,geldgier derselben4 ,war es den ,priestern erlaubt zu heiraten1 so fiel auch ihr ,nachlass an ihre rechtmigen ,kinder1 und alles1 was mit ,list und ,betrug zusammengescharrt war1 ging der ,kirche verloren4 ,da ich keine ,geschichte der ,kmpfe um die ,priesterehe schreiben1 sondern mehr das ,verderbliche des ,zlibats zeigen will und auch dargetan habe1 wie die ,idee von der ,verdienstlichkeit der ,ehelosigkeit unter den ,christen ,eingang gewann1 so kann ich mich in ,bezug auf den ersten ,punkt umso krzer fassen1 als ich im ,verfolg des zweiten noch gentigt sein werde1 auf jene ,kmpfe zurckzukommen4 ,die griechische ,kirche hatte die berzeugung gewonnen1 dass ein so unnatrliches ,gesetz wie das ,zlibat ohne die grten ,nachteile nicht durchfhrbar sei1 und auf einer unter ,justinian ,,ii4 im kaiserlichen ,palast ,trullum gehaltenen ,synode 7#fib7 wurde beschlossen1 dass die ,geistlichen nach wie vor heiraten und mit ihren ,weibern leben knnten4 ,dieser vernnftige ,beschluss behielt in der griechischen ,kirche bis auf den heutigen ,tag seine ,geltung4 ,die ,trullanische ,synode begngte sich aber nicht allein damit1 die ,priesterehe stillschweigend zu gestatten1 wie es die von ,nica tat1 denn dies wrde am ,ende wenig geholfen haben1 sondern sie verordnete3 dass ein jeder1 der es wagte1 den ,priestern und ,diakonen nach ihrer ,ordination die eheliche ,gemeinschaft mit ihren ,weibern zu untersagen1 abgesetzt werden sollte4 ,ferner1 dass diejenigen1 welche ordiniert werden und unter dem ,vorwand der ,frmmigkeit nun ihre ,weiber fortschicken1 exkommuniziert werden sollten4 ,die ,ppste ,konstantin und ,hadrian ,i4 waren vernnftig genug1 die ,beschlsse der ,trullanischen ,synode zu billigen1 und ,papst ,hadrian ,,ii4 7#hfg-hga7 war selbst verheiratet4 ,noch am ,anfang des elften ,jahrhunderts kann man es als ,regel an nehmen1 dass berall der bessere ,teil der ,geistlichen in einer rechtmigen ,ehe oder doch wenigstens in einem ,verhltnis lebte1 welches der ,ehe gleichgeachtet wurde4 ,die ,ppste ,viktor ,,ii41 ,stephan ,,ix4 und ,nikolaus ,,ii4 setzten jedoch die ,versuche fort1 die ,priesterehe abzuschaffen2 aber der ,hauptfeind derselben war ,gregor ,,vii42 er verbot sie geradezu und zwang die schon verheirateten ,priester1 ihre ,weiber zu verlassen4 ,der ,kampf der ,geistlichen um ihre ,rechte als ,menschen1 dauert zwei ,jahrhunderte4 ,endlich unterlagen sie2 aber dieser ,sieg brachte der rmischen ,kirche keinen ,segen4 ,die traurigen ,folgen des ,zlibats riefen1 wie ich schon im ,eingange bemerkte1 die ,reformation hervor4 ,aber selbst diese vermochte es nicht1 den ,starrsinn der ,ppste zu brechen4 ,die ,frsten drangen bei der ,trientiner ,kirchenversammlung auf ,abschaffung des ,zlibats1 welches als die ,wurzel allen bels betrachtet wurde2 aber vergebens2 das ,zlibat wurde von diesem ,konzil besttigt1 und seine ,beschlsse gelten noch bis heute4 ,das ,vorurteil von der ,verdienstlichkeit der ,selbstqulerei und der ,vorzug1 welchen fanatische ,bischfe den unbeweibten ,geistlichen gaben1 bewogen viele von diesen zum ehelosen ,leben1 wenn auch ihre ,neigungen damit durchaus nicht bereinstimmten4 ,sie wussten es indessen schon anzustellen1 dass sie den ,schein der ,heiligkeit bewahrten1 dabei aber doch dem brllenden ,fleischesteufel im ,geheimen opferten4 ,sehr gnstig war dafr die seltsame ,sitte1 dass unverheiratete ,geistliche oder auch ,laien ,jungfrauen zu sich ins ,haus nahmen1 welche gleichfalls ,keuschheit gelobt hatten4 - ,diese ,jungfrauen nannte man ,agapetinnen oder ,liebesschwestern4 ,mit diesen lebten die ,geistlichen in geistiger ,vertraulichkeit und platonischer ,liebe4 ,sie waren fortwhrend mit ihnen beisammen und schliefen sogar meistens mit ihnen in einem ,bett1 behaupteten aber1 dass sie - eben nur miteinander schliefen4 ,dies zu glauben - nun dazu gehrt eben ,glauben4 ,von einigen wei man mit ,bestimmtheit1 dass sie mitten in den ,flammen der ,wollust unverletzt blieben4 ,der heilige ,adhelm zum ,beispiel legte sich zu einem schnen ,mdchen1 das sich alle ,mhe gab1 das geistliche ,fleisch rebellisch zu machen4 ,der ,heilige benahm sich aber wie die drei ,mnner im feurigen ,ofen und bannte den ,unzuchtteufel durch fortwhrendes ,psalmensingen4 ,ich kannte einen zwanzigjhrigen ,dragonerfhnrich1 dem dies ,kunststck ohne ,psalmensingen gelang4 ,wahrscheinlich ging es ihm und ,st4 ,adhelm wie jenem ,abt in ,baden1 von dem uns ,hemmerlin1 ,kanonikus zu ,zrich und ,probst zu ,solothurn 7starb #adfj71 erzhlt1 der sich zur ,gesellschaft zwei hbsche ,dirnen holen lie1 und als sie nun da waren1 hchst rgerlich ausrief3 ,die verfluchten ,versuchungen1 gerade jetzt bleiben sie aus6 ,das faule ,leben1 welches die ,pfaffen fhrten1 und die asketischen bungen1 welche sie mit sich vornahmen1 waren der ,keuschheit nichts weniger als gnstig4 ,von den geachtetsten und wrdigsten ,kirchenlehrern aus den ersten ,jahrhunderten1 denen es mit ,besiegung des ,geschlechtstriebes vollkommen ernst war1 wissen wir1 wie viel ihnen derselbe zu schaffen machte und welche ,kmpfe sie zu bestehen hatten4 ,basilius hatte sich in eine reizende ,einde zurckgezogen2 aber er gestand1 dass er wohl dem ,getmmel der ,welt1 aber nicht sich selbst entgehen knne4 ,was ich nun in dieser ,einsamkeit ,tag und ,nacht tue1 schreibt er an einen ,freund1 schme ich mich fast zu sagen2 - - indem ich die innewohnenden ,leidenschaften mit mir herumtrage1 bin ich berall gleicherweise im ,gedrnge4 ,deshalb bin ich durch diese ,einsamkeit im ,ganzen nicht viel gefrdert worden4 ,gregor von ,nazianz behandelte seinen ,krper auf hrteste ,weise1 aber dessen ungeachtet klagt er ber die unaufhrlichen ,neigungen zur ,wollust1 ber die ,anflle des ,teufels und seine eigene ,schwche4 ,er droht seinem rebellischen ,fleisch1 es durch ,schmerzen aller ,art so zu entkrften1 dass es ohnmchtiger als ein ,leichnam werden solle1 wenn es nicht aufhren wrde1 seine ,seele zu beunruhigen4 ,aber gerade seine ,kasteiungen machten ihn so entzndbar1 dass er einst1 als ein ,verwandter mit einigen ,frauen in die ,nhe seiner ,wohnung zog1 aus dieser flchtete1 um nur seine ,keuschheit zu retten6 hnliche ,beispiele haben wir schon im zweiten ,kapitel kennengelernt4 ,alle diese heiligen ,mnner sind entzndbar wie ,streichhlzchen und gleichen jenem wrdigen ,priester aus dem ,gebiet von ,nursia1 welcher gewissenhaft und standhaft genug war1 seine ,frau nach seiner ,ordination zu fliehen4 ,als er hochbetagt war1 erkrankte er an einem ,fieber und war im ,begriff1 sein ,leben zu enden1 als seine ,frau sich liebevoll ber ihn beugte1 um zu lauschen1 ob er noch atme4 ,da raffte der ,sterbende seine letzten ,lebenskrfte zusammen und rief3 ,fort1 fort1 liebes ,weib1 tu' das ,stroh hinweg1 noch lebt das ,feuer6 ,climacus wusste ebenfalls aus ,erfahrung1 dass der ,fleischesteufel der am hrtesten zu besiegende ist4 ,er sagte4 ,wer sein ,fleisch berwunden hat1 hat die ,natur berwunden1 ist ber der ,natur1 ist ein ,engel4 - ,ich kann mit ,david sagen1 dass ich in mir den ,gottlosen wahrgenommen1 der durch seine ,wut meine ,seele ngstigte1 - durch ,fasten und ,abttung verlor er seine ,hitze1 und da ich ihn wieder suchte1 fand ich kein ,merkmal seiner ,gewalt mehr in mir4 ,warum er ihn aber wieder suchte1 das hat der fromme ,mann vergessen anzugeben4 ,der heilige ,bernhard war ebenfalls ehrlich genug1 die ,macht dieses ,gottlosen anzuerkennen4 ,diesen ,feind knnen wir weder fliehen noch in die ,flucht schlagen1 wenngleich ,hieronymus die ,flucht vor dem ,weibe anrt als der ,pforte des ,teufels1 der ,strae des ,lasters - der ,mann ist eine ,stoppel1 nhert er sich1 so brennt er4 ,was manche ,heilige fr wunderliche ,dinge vornahmen1 um die verzehrende ,liebesglut zu ersticken1 haben wir schon frher gesehen4 ,der heilige ,abt ,wilbelm legte sich auf ein ,bett von - glhenden ,kohlen und lud seine ,verfhrerin ein1 sich zu ihm zu legen6 ,ja1 dieser ,heilige lie das ,grab seiner verstorbenen ,geliebten ffnen1 weil er das ,andenken an sie nicht ausrotten konnte1 und nahm ihren faulenden ,krper mit in seine ,zelle1 um ihn sich als ,strkungsmittel unter die ,nase zu halten1 wenn ihn der ,fleischteufel kitzelte4 ,solche ,kmpfe hatten also sogar ,heilige zu bestehen und gestanden ihre ,schwachheit ein2 aber wie wenige ,heilige gibt es unter den ,geistlichen6 ,die meisten gleichen wohl dem heiligen ,augustin1 ,bischof von ,hippo1 der bekannte1 dass er einst ,gott gebeten habe3 ,er mge ihm die ,gabe der ,keuschheit verleihen1 aber nicht sogleich1 indem er wolle1 dass seine wollstigen ,triebe erst gesttigt werden mchten4 ,dann ist die ,keuschheit freilich leicht4 ,so stark nun auch der ,glaube in der ersten ,zeit des ,christentums war1 so hie es ihm doch etwas zu viel zumuten1 nichts ,bses zu denken1 wenn ein junger ,mann und ein junges ,weib in einem ,bett schliefen1 und viele vernnftige ,kirchenlehrer trachteten danach1 dies anstige und verdchtige ,zusammenleben zu bekmpfen4 ,dies tat unter andern schon der heilige ,chrysostomus4 ,er schrieb3 ,ich preise glcklich diejenigen1 welche mit ,jungfrauen zusammen wohnen und keinen ,schaden nehmen1 und wnschte selbst1 dass ich solche ,strke htte2 auch will ich glauben1 dass es mglich sei1 solche zu finden4 ,aber ich wnsche auch1 dass die1 welche mich tadeln1 mich berzeugen knnten1 dass ein junger ,mann1 welcher mit einer ,jungfrau zusammen wohnt1 sich an ihrer ,seite befindet1 mit ihr an einem ,tische speist1 sich mit ihr den ganzen ,tag unterhlt1 mit ihr1 um ein anderes zu verschweigen1 lchelt1 scherzt1 schmeichelnde und liebkosende ,worte wechselt1 von ,begierde ferngehalten werden knne4 - - ,ich habe vernommen1 dass viele zu ,steinen und ,statuen ,neigung empfunden haben4 ,vermag aber so viel ein ,kunstwerk1 was muss da erst vermgen ein zarter lebender ,krper8 ,jedenfalls musste solches ,zusammenleben den ,weltkindern ,stoff zum ,spott und zur ,verdchtigung geben1 und wenn man einen ,pfaffen angreifen wollte1 so griff man ihn immer zuerst bei seiner ,liebesschwester an4 ,viele ,jungfrauen bestanden zwar auf ,untersuchung ihrer ,jungfrauenschaft durch ,hebammen2 aber der heilige ,cyprian meint mit ,recht3 ,augen und ,hnde der ,hebammen knnen auch getuscht werden4 ,am sichersten war es freilich1 wenn der ,geistliche den ,beweis seiner ,unschuld fhren konnte1 wie der ,patriarch ,acacius1 der von der ,kirchenversammlung zu ,seleucia 7#dhi7 der ,unzucht beschuldigt wurde4 ,er hob seine ,kutte auf und bewies den ehrwrdigen ,vtern durch den ,augenschein1 dass ,unzucht bei ihm ein ,ding der ,unmglichkeit sei4 ,schon ,tertullian spricht von der oftmals vorkommenden ,schwangerschaft solcher ,jungfrauen und von den verbrecherischen ,mitteln1 welche sie anwendeten1 dieselbe zu verheimlichen2 denn damals konnten sie sich noch nicht damit entschuldigen1 dass sie einen ,papst gebren wrden1 wie es spter oftmals vorkam1 als die ,lehre geltend gemacht wurde1 dass der ,vater der ,ppste der - ,heilige ,geist sei6 ,die ,synode von ,elvira fand es auch schon fr ntig1 ihr ,augenmerk auf die platonischen ,bndnisse zu richten1 und verordnete1 dass ,bischfe und ,geistliche nur ,schwestern oder ,tchter 7aus frherer ,ehe erzeugte7 bei sich haben sollten1 welche das ,gelbde der ,keuschheit geleistet hatten4 ,aber in den ,verordnungen des ,erzbischofs ,egbert von ,york 7um #gej7 finden wir ,strafen festgesetzt fr ,bischfe und ,diakonen1 welche mit ,mutter1 ,schwester usw41 ja mit vierfigen ,tieren ,unzucht treiben6 ,ein ,beweis1 dass solche ,vergehen vorkamen4 ,spter suchte man das bel dadurch zu steuern1 dass man das ,alter1 welches die ,liebesschwestern haben mussten1 sehr hoch ansetzte4 ,schon ,theodosius ,,ii4 sah sich gentigt1 zu bestimmen1 dass die im ,dienste der ,kirche stehenden ,diakonissen ber sechzig ,jahre alt sein mussten1 da es vorgekommen war1 dass ein ,diakon eine vornehme ,frau in einer ,kirche von ,konstantinopel geschndet hatte4 ,dieses ,alter schtzte jedoch nicht gegen die ,unzucht1 und ein ungenannter ,bischof1 der dagegen eiferte1 kannte die geile ,natur der ,pfaffenspatzen - so nannte man spter die ,franziskaner zum ,unterschied von den ,dominikanern1 die ,schwalben hieen - indem er schrieb3 ,auch nicht ein altes noch hssliches ,frauenzimmer sollen die ,geistlichen in ihr ,haus nehmen1 weil man da1 wo man vor ,verdacht sicher ist1 am schnellsten sndigt2 auch die ,lust sich nicht an das ,hssliche kehre1 indem der ,teufel ihr das hbsch mache1 was abscheulich ist4 ,den ,beweis1 wie frh sich schon die verderblichen ,folgen des ,vorurteils gegen die ,priesterehe zeigten1 liefern die ,beschlsse der ersten ,konzilien4 ,das zu ,elvira sah sich schon gentigt1 ,strafen festzusetzen gegen unzchtige ,geistliche4 ,wenn ein im ,amt befindlicher ,bischof1 ,priester oder ,diakon1 heit einer ihrer ,beschlsse1 erfunden worden ist1 dass er ,unzucht getrieben habe1 so soll er auch am ,ende seines ,lebens nicht zur ,kommunion gelassen werden4 ,das ,konzil zu ,neu-,csarea bestimmte1 dass ein solcher ,geistlicher abgesetzt werde und ,bue tun solle4 ,ja1 diese ,beschlsse redeten auch schon von ,knabenschndungen und ,sodomiterei mit ,tieren4 ,doch was ntzen alle strengen ,strafbestimmungen1 wenn sie gegen eine ,sache gerichtet sind1 welche der ,natur durchaus entgegen ist2 sie knnen hchstens bewirken1 dass sich die mit der ,strafe ,bedrohten mehr ,mhe geben1 ihre ,handlungen zu verheimlichen2 und schon die hier genannten ,kirchenversammlungen reden von ,frauen der ,geistlichen1 die ihre im ,ehebruch erzeugten ,kinder umbrachten4 ,gar viele ,geistliche1 die sich nach ihrer ,ordination nicht von ihren ,frauen trennen wollten1 gelobten sich ihrer zu enthalten2 aber der heilige ,bernhard sagt3 ,eine ,frau haben und mit dieser nicht sndigen ist mehr als ,tote erwecken4 - ,wie oft wurde nicht dieses ,gelbde gebrochen1 und wie oft wurde es nicht eben mit dieser ,absicht geleistet6 ,war ein ,geistlicher gewissenhaft1 so hatte er den grten ,schaden davon1 denn die mit der ,enthaltsamkeit ihres ,mannes unzufriedene ,frau suchte sich einen ,stellvertreter1 und zeigten sich die ,folgen dieses ,umgangs1 dann kam der unschuldige ,mann in ,verdacht1 sein ,gelbde gebrochen zu haben4 ,dass die ,frauen der ,geistlichen sich gar hufig auf solche ,weise und manchmal selbst mit der ,erlaubnis oder mit ,wissen ihrer ,mnner entschdigten1 beweisen abermals die ,bestimmungen des schon oft genannten ,konzils von ,elvira4 ,eine derselben lautet3 ,wenn die ,frau eines ,geistlichen hurt und ihr ,mann dies wei und sie nicht sogleich verstt1 so soll er auch nicht am ,ende des ,lebens die ,kommunion empfangen4 ,doch nicht allein die ,ehe der ,geistlichen1 ja sogar die der ,laien wurde von der ,kirche auf das sorgfltigste berwacht4 ,ich finde augenblicklich dafr keinen frheren ,beweis als in dem ,buch von den ,kirchenstrafen1 welches ,regino1 ,abt von ,prm1 im ,jahr #iji auf ,befehl des ,erzbischofs ,rathbod von ,trier schrieb4 ,dort heit es3 ,der ,verehelichte1 der sich #dj ,tage vor ,ostern und ,pfingsten oder ,weihnachten1 an jeder ,sonntagsnacht1 am ,mittwoch oder ,freitag1 von der sichtbaren ,empfngnis bis zur ,geburt des ,kindes von der ,frau nicht enthlt1 muss1 wenn ein ,sohn geboren wird1 #cj ,tage1 wenn eine ,tochter geboren wird1 #dj ,tage ,bue tun4 ,wer in der ,quadragesima 7der vierzigtgigen ,fastenzeit vor ,ostern7 seiner ,frau beiwohnt1 muss ein ,jahr ,bue tun1 oder #af ,solidos an die ,kirche bezahlen oder unter die ,armen verteilen4 ,tut er es in der ,besoffenheit und zufllig1 so darf er nur #dj ,tage ,bue tun4 - ,jeder muss sich vor ,empfang des ,abendmahls der ,frau sieben1 fnf oder drei ,tage enthalten4 ,die ,kirche verdankt das groe ,licht ,st4 ,iso in ,st4 ,gallen nur dem ,umstand1 dass er von seinen vornehmen ,eltern - in der ,osternacht erzeugt wurde1 welche darber ,gewissensskrupel hatten und ihn der ,kirche widmeten4 ,schon frher bemerkte ich1 dass der ,eigennutz der ,bischfe groen ,anteil an der ,verdammung der ,priesterehe hatte4 ,bekam ein verheirateter ,priester keine ,kinder1 - nun dann sah man durch die ,finger4 ,die ,folge davon war1 dass sie die ,schwangerschaft ihrer ,weiber entweder verhinderten1 wie ,onan1 oder dass sie zu gefhrlichen ,mitteln ihre ,zuflucht nahmen4 ,ein sdamerikanischer ,indianerstamm soll ein ganz unschdliches ,mittel besitzen1 die ,empfngnis der ,weiber zu verhindern1 was oft von solchen ,frauen angewendet wird1 die nicht gleich eine ,familie haben wollen4 ,mich wundert1 dass noch niemand dasselbe aufgefunden und nach ,europa gebracht hat2 er knnte sich groe ,verdienste um die rmische ,kirche und sonst erwerben4 ,den ,beweis dafr1 wie es der ,kirche ganz hauptschlich darauf ankam1 dass die ,geistlichen keine ,kinder bekommen1 die sie beerben konnten1 liefert ein ,konzilium1 welches ,erzbischof ,johann von ,tours im ,jahr #abgh in ,london hielt4 ,dort heit es in einer der ,verordnungen3 ,da die ,fleischelust den ,klerikalstand vielfltig entehrt1 besonders wenn es zum ,kinderzeugen kommt1 so verordnen wir1 dass die ,kleriker1 besonders die in den heiligen ,weihen sich befindlichen1 sich nicht unterstehen1 ihren im geistlichen ,stand erzeugten ,shnen und ihren ,konkubinen etwas testamentarisch zu vermachen4 ,solche ,vermchtnisse sollen der ,kirche des ,testators zufallen4 ,das ,leben der ,geistlichen in den ersten ,jahrhunderten lernen wir sehr genau aus den ,schriften der ,kirchenvter kennen1 welche sich bemhten1 die unter denselben herrschende ,verderbnis zu bekmpfen4 ,es erscheint oft unglaublich1 dass die ,religion1 die ,jesus lehrte1 zu so abscheulichen ,lastern fhre konnte1 wie sie uns in diesen ,schriften berichtet werden4 ,dass die ,geistlichen sich fr das ,verbot der ,ehe auf andere ,weise zu entschdigen suchten1 nun1 das ist menschlich und an und fr sich zu entschuldigen4 ,bei solchen ,vergehen muss man nicht sowohl den schwachen ,menschen als vielmehr das naturwidrige ,verbot verdammen1 welches zur ,verletzung der ,sittengesetze zwingt2 aber anders ist es mit den von den ,bischfen begangenen ,schndlichkeiten und ,verbrechen1 die in dem ,geiz1 der ,herrschsucht und anderen bsen ,leidenschaften ihre ,ursachen haben4 ,basilius schreibt an ,eusebius1 ,bischof von ,samosata3 ,nur an die allernichtswrdigsten ,menschen ist jetzt die bischfliche ,wrde gekommen2 in einem ,brief1 welchen er und zweiunddreiig andere ,bischfe an smtliche ,bischfe ,galliens und ,italiens richten1 wird der schmachvolle ,zustand der ,kirche mit groer ,wehmut geschildert3 ,die ,schlechtigkeit der ,bischfe und ,kirchenvorsteher1 heit es darin1 sei so gro1 dass die ,bewohner vieler ,stdte keine ,kirchen mehr besuchen1 sondern mit ,weib und ,kind auerhalb der ,mauern der ,stdte unter freiem ,himmel fr sich ,gebete verrichteten4 ,gregor von ,nazianz1 ,chrysostomus1 ,cyrill von ,jerusalem usw4 knnen nicht grell genug die ,sittenverderbnis der ,geistlichen schildern4 ,diese hatten es damit so weit gebracht1 dass man die ,unzucht als frmlich zum ,pfaffen gehrig betrachtete und nicht mehr fr ein ,verbrechen hielt4 - ,die afrikanischen ,synoden sahen sich gezwungen1 zu verordnen1 dass kein ,geistlicher allein zu einer ,jungfrau oder ,witwe gehen solle6 ,am lebhaftesten schildert die ,geistlichen und den ,sittenverfall der damaligen ,zeit der schon oft genannte heilige ,hieronymus4 ,er schreibt in einem ,briefe an ,eustochium3 ,sieh1 die meisten ,witwen1 die doch verehelicht waren1 ihr unglckliches ,gewissen unter dem erlogenen ,gewand verbergen4 ,wenn sie nicht der schwangere ,bauch oder das ,geschrei der ,kinder verrt1 so gehen sie mit emporgestrecktem ,hals oder hpfendem ,gang einher4 - ,andere aber wissen sich unfruchtbar zu machen und morden den noch nicht geborenen ,menschen4 ,fhlen sie sich durch ihre ,ruchlosigkeit schwanger1 so treiben sie die ,frucht durch ,gift ab4 ,oft sterben sie mit daran1 und dreifachen ,verbrechens schuldig1 gelangen sie in die ,unterwelt1 als ,selbstmrderinnen1 als ,ehebrecherinnen an ,christus1 als ,mrderinnen des noch nicht geborenen ,sohns4 ,ich schme mich1 es zu sagen1 o der ,abscheulichkeit6 es ist traurig1 aber doch wahr4 ,woher brach die ,pest der ,agapetinnen in unsere ,kirchen herein8 ,woher ein anderer ,name der ,eheweiber ohne ,ehe8 ,ja1 woher das neue ,geschlecht der ,konkubinen8 ,ich will mehr sagen1 woher die ,hure eines ,mannes8 ,ein ,haus1 ein ,schlafgemach1 nur oft ein ,bett umfasst sie1 und nennen uns argwhnische ,leute1 wenn wir etwas ,arges vermuten4 ,und weiter in demselben ,briefe3 ,es gibt andere1 ich rede von ,leuten meines ,standes1 welche sich deshalb um das ,presbyteriat und ,diakonat bewerben1 um die ,weiber desto freier sehen zu knnen4 ,ihre ganze ,sorgfalt geht auf ihre ,kleider1 auf dass sie gut riechen und die ,fe unter einer weiten ,haut nicht aufschwellen4 ,die ,haare werden rund gekruselt1 die ,finger schimmern von ,ringen1 und damit ihre ,fusohlen kein feuchter ,weg benetze1 berhren sie ihn kaum mit der ,spitze4 ,wenn du solche siehst1 solltest du sie eher fr ,verlobte als fr ,geistliche halten4 ,einige bemhen sich ihr ganzes ,leben hindurch nur darum1 die ,namen1 ,huser und ,sitten der ,matronen kennenzulernen4 ,einen von ihnen1 den vornehmsten in dieser ,kunst1 will ich kurz beschreiben1 damit du desto leichter am ,lehrer die ,schler erkennst4 ,er steht eilfertig mit der ,sonne auf1 entwirft die ,ordnung seiner ,besuche1 sieht sich nach einem krzeren ,wege um1 und der berlstige ,alte geht beinahe bis in die ,kammern der ,schlafenden4 ,wenn er ein zierliches ,kissen oder ,tuch oder sonst etwas vom ,hausrat sieht1 so lobt1 bewundert und berhrt er es2 indem er klagt1 dass es ihm fehle1 presst er es mehr ab1 als dass er es verlangte1 weil sich eine jede ,frau frchtet1 den ,stadtfuhrmann zu beleidigen4 ,ihm sind ,fasten und ,keuschheit zuwider2 eine ,mahlzeit billigt er nach ihrem feinen ,geruch und nach einem gemsteten jungen ,kranich4 ,er hat ein barbarisches und freches ,maul1 das immer zu ,schmeichelworten gewaffnet ist4 ,du magst dich hinwenden1 wohin du willst1 so fllt er dir zuerst in die ,augen4 - ,solcher geistlichen ,stadtfuhrleute gibt es auch noch heutzutage und ich knnte dem wackeren ,hieronymus mehrere nennen1 die zu seinem ,portrt vortrefflich passen wrden4 ,dergleichen ,schilderungen erweckten dem ,hieronymus natrlich viele ,feinde1 die sich dadurch rchten1 dass sie ihn verlsterten4 ,viele ,not hatte er mit einem ,diakon namens ,sabinian4 ,dieser hatte eine ,wallfahrt zu allen liederlichen ,husern ,italiens unternommen und nebenbei eine ,menge ,jungfrauen genotzchtigt und ,ehefrauen verfhrt1 von denen mehrere wegen dieser ,verbrechen ffentlich hingerichtet wurden4 ,endlich verfhrte er auch die ,frau eines vornehmen ,goten1 der diesen ,schimpf entdeckte1 echt gotisch darber ergrimmte und den liederlichen ,pfaffen auf ,tod und ,leben verfolgte4 - ,dieser kam mit einem ,empfehlungsschreiben zu ,st4 ,hieronymus nach ,bethlehem1 wo er in ein ,kloster gesteckt wurde4 ,hier sah er eines ,tages eine ,nonne aus dem ,kloster der ,paula1 verliebte sich in dieselbe1 schrieb ihr ,liebesbriefe und erhielt die ,versicherung1 dass alle seine ,wnsche erfllt werden sollten1 - als der ,handel entdeckt und die ,keuschheit der ,nonne gerettet wurde4 - ,sabinian fiel ,hieronymus zu ,fen und erhielt ,verzeihung unter der ,bedingung1 dass er die ihm auferlegte ,bue tragen solle4 ,er versprach alles1 hielt aber nichts1 lebte lustig wie zuvor und verleumdete ,hieronymus1 wo er konnte4 - ,solche ,galgenfrchte trug schon damals der heilige ,christbaum der ,kirche6 ,die ,gesetzgebung des ,justinian war der ,priesterehe durchaus nicht gnstig1 denn in einer ,verordnung von #ebh heit es3 ,indem wir die ,vorschrift der heiligen ,apostel befolgen1 verordnen wir1 dass so oft ein bischflicher ,stuhl in einer ,stadt erledigt ist1 die ,bewohner derselben ber drei ,personen von reinem ,glauben und tugendhaftem ,leben sich vereinigen1 um aus ihnen den ,wrdigsten hervorzuheben4 ,doch treffe die ,wahl nur einen solchen1 der das ,geld verachtet und sein ganzes ,leben ,gott weiht1 der keine ,kinder und keine ,enkel bat4 - - ,der ,bischof muss durchaus nicht durch ,liebe zu den fleischlichen ,kindern verhindert werden1 aller ,glubigen geistlicher ,vater zu werden4 ,aus diesen ,ursachen verbieten wir1 jemanden1 der ,kinder und ,enkel hat1 zum ,bischof zu weihen4 ,in derselben ,verordnung wird den ,bischfen auch verboten1 in ihrem ,testamente ihren ,verwandten etwas von dem zu vermachen1 was sie als ,bischfe erwarben4 ,die ,gesetzgebung des ,justinian war der ,priesterehe durchaus nicht gnstig1 denn in einer ,verordnung von #ebh heit es3 - ,indem wir die ,vorschrift der heiligen ,apostel befolgen1 verordnen wir1 dass1 so oft ein bischflicher ,stuhl in einer ,stadt erledigt ist1 die ,bewohner derselben ber drei ,personen von reinem ,glauben und tugendhaftem ,leben sich vereinigen1 um aus ihnen den ,wrdigsten hervorzuheben4 ,doch treffe die ,wahl nur einen solchen1 der das ,geld verachtet und sein ganzes ,leben ,gott weiht1 der keine ,kinder und keine ,enkel hat4 - - ,der ,bischof muss durchaus nicht durch ,liebe zu den fleischlichen ,kindern verhindert werden1 aller ,glubigen geistlicher ,vater zu werden4 ,aus diesen ,ursachen verbieten wir1 jemanden1 der ,kinder und ,enkel hat1 zum ,bischof zu weihen4 ,in derselben ,verordnung wird den ,bischfen auch verboten1 in ihrem ,testament ihren ,verwandten etwas von dem zu vermachen1 was sie als ,bischfe erwarben4 ,die folgenden ,bestimmungen sind noch strenger1 und in einem ,erlass von #eca befiehlt ,justinian1 dass niemand zum ,bischof geweiht werde1 als wer keiner ,frau ehelich beiwohne und ,kinder zeuge4 ,statt der ,frau mge ihm die heiligste ,kirche dienen4 - ,diese ist aber1 nach des heiligen ,ambrosius ppiger ,schilderung3 eine nackte reizende ,braut1 deren schne und bezaubernde ,gestalt ,christus mit ,begierde erfllt und ihn bewogen habe1 sie zur ,gemahlin fr sich zu erwhlen6 ,dass alle strengen ,gesetze wenig fruchteten1 dafr knnte man unendlich viele ,beweise anfhren4 ,alle ,synoden waren bemht1 schrfere ,verordnungen zu erlassen und auf einer im ,jahr #gea gehaltenen wurde bestimmt3 ,der ,priester1 welcher ,unzucht bt1 soll in ein ,gefngnis gesteckt werden1 nachdem er vorher gegeielt und ausgepeitscht worden ist4 ,rather von ,verona1 der zu ,anfang des #aj4 ,jahrhunderts lebte1 klagt3 ,oh6 wie verworfen ist nicht die ganze ,schar der ,kopfgeschorenen1 da unter ihnen keiner ist1 der nicht ein ,ehebrecher ist oder ein ,sodomit4 ,unter so bewandten ,umstnden war es dann wohl natrlich1 dass vielen ,christen ,bedenken kamen1 ob es wohl ziemlich sei1 dass sie das1 was sie fr das ,heiligste hielten1 das ,abendmahl1 aus so beschmutzten ,hnden annehmen knnten4 ,auf eine deshalb an ihn gerichtete ,frage antwortete ,papst ,nikolaus ,i43 ,es kann niemand1 so sehr er auch verunreinigt sein mag1 die heiligen ,sakramente verunreinigen1 welche ,reinigungsmittel aller ,befleckungen sind4 ,der ,sonnenstrahl1 welcher durch ,kloaken und ,abtritte geht1 kann doch dieserhalb keine ,befleckung an sich ziehen4 ,daher mag der ,priester beschaffen sein wie er will1 er kann das ,heilige nicht beflecken4 ,aus diesem beruhigenden ,bescheid und passend gewhlten ,vergleich sieht man brigens1 dass die ,pfaffen beim ,papst in nicht besonders gutem ,geruch standen6 ,die ,ansichten der ,kirche von der ,ehe bten aber nicht nur ihren demoralisierenden ,einfluss auf die ,pfaffen selbst aus2 die ,ehrwrdigkeit der ,ehe im ,allgemeinen litt darunter1 denn es war nur natrlich1 dass ein ,verhltnis1 welches von den so hochverehrten ,lehrern verachtet wurde1 auch bei den ,laien nicht in besonderer ,achtung stehen konnte4 ,die ,liederlichen benutzten daher gern die ,zeitansicht1 um ledig zu bleiben und so ungezwungener ihren ,leidenschaften zu folgen2 und die ,verheirateten1 welche ihrer ,weiber berdrssig waren1 fanden leicht einen heiligen ,vorwand1 sich ihrer zu enthalten und sich auer dem ,haus zu entschdigen4 ,das ,leben der ,ppste um diese ,zeit1 besonders im elften ,jahrhundert1 war wenig geeignet1 auf die ,sittlichkeit der ,geistlichkeit vorteilhaft einzuwirken4 ,ich verweise in ,bezug hierauf auf das vorige ,kapitel4 ,ein groer ,eiferer gegen die ,priesterehe1 obwohl auch gegen die ,unzucht der ,pfaffen1 war der ,kardinal ,petrus ,damiani1 der durch seine ,schriften einen ganz auerordentlich groen ,einfluss ausbte2 das heit in ,bezug auf das ,zlibat1 aber nicht auf die ,besserung der ,geistlichen4 ,er war im ,jahr #ajjb in ,ravenna von ganz armen ,eltern geboren1 die schon so viele ,kinder hatten1 dass sie nicht wussten1 was sie mit dem neuen ,ankmmling anfangen sollten4 ,die harte ,mutter fasste den ,entschluss1 den ,knaben auszusetzen1 wurde aber durch die ,frau eines ,priesters davon abgehalten4 ,petrus weihte sich der ,kirche und wurde endlich im ,jahr #ajeh oder #ei ,kardinalbischof von ,ostia4 ,er nahm diese ,stelle nur mit ,widerstreben an und1 emprt ber die ,verderbtheit der ,pfaffen1 gab er sie bald wieder auf und zog sich in ein ,kloster zurck1 wo er #ajfi starb4 ,damiani entwirft von dem ,schandleben der ,pfaffen in seinem ,liber ,gomorrhianus ein trauriges ,bild4 ,er beklagt und schildert darin ihre ,hurerei1 ihre widernatrliche ,unzucht1 insbesondere ihre ,sodomiterei1 ihre ,unzucht mit ,jnglingen und ,knaben1 ihre ,unfltereien mit ,tieren2 die ,unzucht der ,pfaffen und ,mnche untereinander1 mit ihren ,beichtkindern1 und fhrt an1 wie die gemeinschaftlichen ,verbrecher1 um ungestrt fortsndigen zu knnen1 sich einander in der ,beichte absolvieren4 ,damiani wird in seinem ,eifer gegen die ,weiber der ,priester oft spahaft1 und seine ,anrede an dieselben ist wahrhaft originell4 ,indes rede ich auch ,euch an1 ,ihr ,schtzchen der ,kleriker1 ,ihr ,lockspeise des ,satans1 ,ihr ,auswurf des ,paradieses1 ,ihr ,gift der ,geister1 ,schwert der ,seelen1 ,wolfsmilch fr die ,trinkenden1 ,gift fr die ,essenden1 ,quelle der ,snden1 ,anlass des ,verderbens4 ,euch1 sage ich1 rede ich an1 ,ihr ,lusthuser des alten ,feindes1 ,ihr ,wiedehopfe1 ,eulen1 ,nachtkuze1 ,wlfinnen1 ,blutegel1 die ,ihr ohne ,unterlass nach ,mehrerem gelstet4 ,kommt also und hrt mich1 ,ihr ,metzen und ,buhlerinnen1 ,lustdirnen1 ,ihr ,mistpftzen fetter ,schweine1 ,ihr ,ruhepolster unreiner ,geister1 ,ihr ,nymphen1 ,sirenen1 ,hexen1 ,dirnen und was es sonst fr ,schimpfnamen geben mag1 die man ,euch beilegen mchte4 ,denn ,ihr seid ,speise der ,satane1 zur ,flamme des ewigen ,todes bestimmt4 ,an ,euch weidet sich der ,teufel wie an ausgesuchten ,mahlzeiten und mstet sich an der ,flle eurer ppigkeit4 ,ihr seid die ,gefe des ,grimms und des ,zorns ,gottes1 aufbewahrt auf den ,tag des ,gerichts4 ,ihr seid grimmige ,tigerinnen1 deren blutige ,rachen nur nach ,menschenblut drsten1 ,harpyen1 die das ,opfer des ,herrn umflattern und rauben und die1 welche ,gott geweiht sind1 grausam verschlingen4 ,auch ,lwinnen mchte ich ,euch nicht unpassend nennen1 die ,ihr nach ,art wilder ,tiere eure ,mhne erhebt und unvorsichtige ,menschen zu ihrem ,verderben in blutigen ,umarmungen ruberisch umklammert4 ,ihr seid die ,sirenen und ,charybden1 indem ,ihr1 whrend ihr trgerisch anmutigen ,gesang ertnen lasst1 unvermeidlichen ,schiffbruch bereitet4 ,ihr seid wtendes ,otterngezcht1 die ,ihr vor ,wollustbrunst ,christus1 der das ,haupt der ,kleriker ist1 in euern ,buhlen ermordet4 ,damiani muss ein komischer ,kauz gewesen sein1 und um seinen ,reichtum an ,schimpfwrtern knnte ihn manches ,fischweib beneiden4 ,nicht weniger seltsam sind oft seine ,vergleiche4 ,so zum ,beispiel vergleicht er1 um der ,markgrfin ,adelheid von ,turin die ,nachteile der ,priesterehe begreiflich zu machen1 die ,priester mit ihren ,frauen den ,fchsen1 die ,samson bei den ,schwnzen aneinanderband1 ,fackeln dazwischen steckte1 sie anzndete und sie dann in die ,saatfelder der ,philister jagte4 ,damiani war es vorzglich1 welcher ,papst ,gregor ,,vii4 den ,weg bahnte4 ,durch ihn und andere ,eiferer kam es endlich so weit1 dass die ,orthodoxen die auereheliche ,unzucht fr weit weniger verbrecherisch hielten als die ,ehe1 und zur ,zeit ,kaiser ,heinrichs ,,iv4 verstieen viele ,ehemnner1 sowohl ,geistliche als ,laien1 ihre ,weiber und gesellten sich zu ,jungfrauen1 die ebenfalls wie sie ,keuschheit gelobt hatten4 ,kurz1 es erneuerte sich wieder der ,unfug mit den ,liebesschwestern1 der eigentlich unter den ,geistlichen nie aufgehrt1 nur dass man die geheuchelte ,keuschheit beiseite getan und in ehrlicher1 offener ,hurerei gelebt hatte4 ,andere ,ehemnner1 in ,verzweiflung darber1 dass sie als ,verheiratete nicht selig werden knnten1 verstieen gleichfalls ihre ,frauen und begaben sich samt ,hab und ,gut unter den ,schutz der ,mnche und fhrten eine gemeinsame kanonische ,lebensweise4 ,trotzdem stie aber ,gregors ,,vii4 ,zlibatsgesetz auf den entschiedensten ,widerstand4 ,lambert von ,aschaffenburg erzhlt1 dass bei der ,bekanntmachung desselben die ganze ,schar der ,geistlichen gemurrt habe4 ,alle wren der ,meinung gewesen1 dass es besser sei1 zu freien1 als ,brunst zu leiden1 und dass durch das ,verbot der ,ehe der ,hurerei ,tor und ,tr geffnet wrde4 ,wolle ,gregor auf seiner ,meinung bestehen1 so wollten sie lieber dem ,priestertum entsagen1 dann mge er1 den ,menschen anstinken1 sehen1 woher er ,engel zur ,regierung des ,volkes in den ,kirchen bekomme4 ,mehrere ,anhnger ,gregors1 welche das ,zlibatsgesetz mit ,gewalt durchsetzen wollten1 verloren beinahe das ,leben darber4 ,als ,bischof ,altmann von ,passau den ,befehl des ,papstes von der ,kanzel verkndigte1 mussten ihn die anwesenden vornehmen ,laien vor den wtenden ,priestern schtzen1 die ihn in ,stcke reien wollten4 - ,der ,bischof ,heinrich von ,chur geriet durch seinen ,eifer fr das ,zlibat ebenfalls in ,lebensgefahr4 ,als ,erzbischof ,johann von ,rouen auf einer ,synode das ,gesetz verlas1 entstand ein ,tumult2 man bombardierte den ,erzbischof mit ,steinen1 so dass er in groer ,eile die ,kirche verlassen musste4 ,in ,england fand ,gregors ,gesetz ebenfalls bedeutenden ,widerstand2 aber einer der englischen ,prlaten trstete sich1 indem er sagte3 ,man kann wohl den ,priestern die ,weiber1 aber nicht den ,weibern die ,priester nehmen4 ,bis zum ,tode ,heinrichs ,,iv4 von ,deutschland wurden hier die beweibten ,priester auf das grausamste verfolgt1 und da es den ,ppsten nur um ,ausrottung der ,priesterehe zu tun war1 so wurden auereheliche ,unzucht und oft daraus entstehende ,verbrechen weniger hart bestraft4 ,auf die ,anfrage des ,abtes ,rudolf von ,saz1 was einem ,mnch geschehen solle1 der es versucht hatte1 einen ,ehemann zu vergiften1 antwortete ,anselm1 ,erzbischof von ,canterbury - man solle ihn nicht zum ,diakonat oder ,presbyteriat befrdern6 ,die englischen ,geistlichen zeichneten sich ganz besonders durch ihre ,liederlichkeit aus1 und ehrenhalber musste der ,papst endlich offiziell dagegen einschreiten4 ,auf der ,synode zu ,london 7#aabe7 wurde also bei ,strafe der ,absetzung den ,priestern das ,zusammenleben mit ,weibern verboten4 ,der ,legat des ,papstes1 ,kardinal ,johann von ,crema1 hatte groe ,mhe gehabt1 diesen ,beschluss durchzukmpfen1 und noch am ,abend desselben ,tages1 wo es ihm gelungen war1 ertappte man ihn mit einer feilen ,dirne4 ,er war unverschmt genug1 sich damit zu entschuldigen1 dass er nur ein ,zuchtmeister der ,priester sei4 ,bischof ,ranulph von ,durham1 genannt ,flambard oder ,passaflaberer1 war vielleicht der liederlichste ,geistliche in der ,welt4 ,er lebte wie ein trkischer ,sultan4 ,schne ,mdchen in ppiger ,entkleidung kredenzten ihm bei ,tisch den ,wein1 und damit er stets die ,mittel hatte1 flott zu leben1 so bedrckte und plnderte er seine geistlichen ,pflegekinder4 ,sein ,ruf war auch zu dem ppstlichen ,legaten gedrungen4 ,dieser lie ihn vor die ,synode nach ,london zitieren2 allein ,ranulph fand es nicht fr gut1 diesem ,ruf zu folgen1 und der ,kardinal ,johann entschloss sich1 selbst nach ,durham zu gehen1 um sich hier durch den ,augenschein von der ,wahrheit der ,gerchte zu berzeugen4 ,ranulph wusste zu leben4 ,er empfing den ,legaten ,sr4 ,heiligkeit auf das freundlichste1 veranstaltete ein groes ,gastmahl1 bei dem alle ,leckereien der ,welt und die feinsten ,weine aufgetragen wurden1 so dass der ,kardinal ganz auer sich vor ,entzcken war1 besonders da eine schne ,nichte des ,bischofs1 die auf ihre ,rolle einstudiert war1 sich alle mgliche ,mhe gab1 ihn vortrefflich zu unterhalten1 ja1 sich endlich bewegen lie1 bei dem ppstlichen ,legaten zu schlafen4 ,nachdem dieser wie ein ,gimpel in die ihm gestellte ,falle gegangen war1 versammelte der ,bischof seine ,kleriker und ,knaben1 welche ,becher und ,lichter trugen1 und begab sich jetzt in feierlicher ,prozession an das ,bett4 ,der ,chorus rief3 ,heil6 ,heil6 ,der verwirrte ,legat fragte erstaunt3 ,soll dies eine ,ehrenbezeugung fr den heiligen ,petrus sein8 ,mein ,herr1 antwortete der ,bischof1 es ist in unserem ,land ,sitte1 dass1 wenn ein ,vornehmer heiratet1 man ihm diese ,ehre zeigt4 ,steht auf und trinkt1 was in diesem ,kelche ist4 ,weigerst du dich1 so sollst du den ,kelch trinken1 nach welchem du nicht mehr drsten wirst4 ,der ,legat musste gute ,miene zum bsen ,spiel machen2 er erhob sich1 nackt bis zur ,hlfte des ,leibes1 und trank den dargereichten ,becher seiner ,bettgenossin zu4 ,darauf entfernte sich der ,zug mit dem ,bischof1 der nun wegen seines ,bistums unbesorgt war4 ,die ,veranlassung zu dem ,streit zwischen ,knig ,heinrich von ,england und ,thomas ,becket war auch ein liederlicher ,priester zu ,worcestershire1 der die ,tochter eines ,pchters geschndet und diesen ermordet hatte und welchen der ,knig trotz allen ,protestierens des ,erzbischofs vor den weltlichen ,richterstuhl zog4 ,in ,frankreich trieben es die ,geistlichen ungefhr ebenso wie in ,england4 ,der ,erzbischof von ,besanon zum ,beispiel machte sich aller mglichen ,verbrechen schuldig4 ,um seinen ,geiz zu befriedigen1 verkaufte er alles1 was ,kufer fand1 und plnderte seine ,geistlichen dermaen aus1 dass sie in rmlicher ,kleidung wie ,bauern umhergehen mussten4 ,nonnen und ,geistlichen gestattete er fr ,geld die ,ehe4 ,er selbst lebte mit einer ,verwandten1 der btissin von ,reaumair ,mont1 hatte ein ,kind von einer ,nonne und nebenbei die ,tochter eines ,priesters als ,konkubine2 kurz1 er gestattete sich alle geschlechtlichen ,ausschweifungen1 und seine ,geistlichen hielten sich ,konkubinen4 ,der ,erzbischof von ,bordeaux unterhielt eine ,ruberbande1 die er zu seinem ,vorteil auf ,expeditionen aussandte4 ,einst kam er mit einer ,menge liederlicher ,mdchen und ,kerle in die ,abtei des heiligen ,eparchius1 lebte hier drei ,tage in ,saus und ,braus und zog endlich ab1 nachdem er das ,kloster rein ausgeplndert hatte4 ,seine brigen ,verbrechen verbietet die ,schamhaftigkeit zu nennen1 sagt ,papst ,innozens ,,iii4 in seinen ,briefen4 ,wer die ,schandtaten der ,pfaffen in jener ,zeit studieren will1 der lese diese ppstlichen ,briefe4 ,dem ,papst wurden so viele berichtet1 dass er bald allein wrde haben ,messen lesen mssen1 wenn er sie alle nach ,verdienst bestraft htte2 er hielt es daher fr besser1 ,milde zu ben1 so sehr und oft diese schlecht angebrachte ,milde auch empren musste4 ,ein ,mnchpriester hatte mit einem ,mdchen verbotenen ,umgang gehabt4 ,als die ,dirne schwanger war1 ergriff er sie1 als wolle er mit ihr scherzen1 am ,grtel und verletzte sie so hart1 dass eine ,fehlgeburt erfolgte4 ,der ,fall kam vor ,papst ,innozens ,,iii4 und dieser entschied3 dass1 wenn die ,fehlgeburt noch kein ,leben gehabt habe1 der ,mnch den ,altardienst auch ferner verrichten knne2 dass er aber1 wenn diese schon ,leben gehabt habe1 des ,altardienstes sich enthalten msse4 ,schon im ,jahr #dbh hatte ,papst ,coelestin es fr ntig gefunden1 ,strafe darauf zu setzen1 wenn ,geistliche ihre ,beichtkinder zur ,unzucht verfhrten4 ,dergleichen ,flle kommen unendlich oft vor und ich werde im letzten ,kapitel ausfhrlicher ber die ,beichte reden4 ,einem starken ,affen in einer ,menagerie zu nahe zu kommen war fr eine ,frau nicht so gefhrlich1 wie mit einem ,pfaffen in ,berhrung zu geraten4 ,da diese ein faules ,leben hatten1 so erhitzten sie ,tag und ,nacht ihre ,phantasie mit ppigen ,bildern und dachten an nichts anderes1 als wie sie ihre geilen ,triebe befriedigen knnten4 ,flle der ,notzucht kamen unendlich viele vor4 ,unter ,heinrich ,,vi4 baten die ,geistlichen in ,england um ,erlassung der ,strafen wegen begangener ,notzucht4 - ,zu ,basel hatte im ,jahr #abig ein ,geistlicher eine ,jungfrau mit ,gewalt geschndigt4 ,man kastrierte ihn zur ,strafe und hing das ,corpus delicti zum abschreckenden ,beispiel fr andere ,pfaffen mitten in der ,stadt an einer frequenten ,passage auf4 - ,die ,venezianer lieen in spterer ,zeit einen ,augustiner zu ,brecia1 der ein elfjhriges ,mdchen genotzchtigt und dann ermordet hatte1 vierteilen4 ,sodomiterei und ,knabenschndung waren unter den ,geistlichen ganz gewhnlich1 und das schon seit den ltesten ,zeiten der christlichen ,kirche1 wie die ,konzilienbeschlsse beweisen1 von denen ich einige angefhrt habe4 ,im ,jahr #abab wurde auf einem ,konzil den ,mnchen und regulierten ,kanonikern verboten1 zusammen in einem ,bett zu liegen und ,sodomiterei zu treiben4 ,im ,jahr #adji wurden zu ,augsburg auf ,befehl des ,rats vier ,priester und ein ,laie wegen ,knabenschndung am ,perlachturm mit gebundenen ,hnden und ,fen in einem hlzernen ,kfig aufgehngt1 bis sie verhungerten4 - ,im nchsten ,kapitel von den ,klstern werde ich zeigen1 dass ,sodomiterei bis auf die neueste ,zeit als ,folge des ,zlibats unter den ,pfaffen gebruchlich ist4 ,aus dem1 was ich bisher mitteilte1 geht schon hervor1 dass die ,bischfe ihren ,geistlichen in der ,sittenlosigkeit meistens vorangingen1 wenn sie es auch nicht alle so arg trieben wie der ,bischof ,heinrich von ,lttich1 der eine btissin zur ,mtresse und in seinem ,garten einen frmlichen ,harem hatte und der sich rhmte1 in #bb ,monaten vierzehn ,shne gezeugt zu haben4 ,unter so bewandten ,umstnden waren die ,laien froh1 wenn es diesen ,kirchenstieren erlaubt wurde1 ,konkubinen zu halten1 damit nur ihre ,weiber und ,tchter vor ihnen sicher wren4 ,ja1 die ,friesen gingen so weit1 dass sie gar keine ,priester duldeten1 die nicht ,konkubinen hatten4 ,se gedulden oek geene ,preesteren1 sonder eheliche ,fruwen 7d4 h4 ,konkubinen71 up dat sie ander lute bedde nicht beflecken1 wente sy meinen1 dar idt nicht mogelygk sy1 und baven die ,natur1 dat sick ein mensche ontholden konne1 heit es in der ,chronik4 ,ich bemerkte schon frher1 dass es den ,ppsten mehr um die ,vernichtung der ,priesterehe als um die ,erhaltung der ,keuschheit der ,geistlichen zu tun war1 denn sie wollten nicht1 dass rechtmige ,kinder das ,gut erbten1 was sie als ,kirchengut betrachteten4 ,wenn nun auch die ,konzilien auf ,betrieb einzelner dem ,konkubinenwesen ein ,ende machen wollten1 indem sie ,verordnungen dagegen erlieen1 so war man eben nicht streng auf die ,befolgung derselben bedacht4 ,ja1 vielen ,bischfen wre es gar nicht recht gewesen1 wenn ein ,papst durchgreifende ,maregeln angeordnet htte1 denn diese ,konkubinen waren fr sie eine ,quelle der ,gelderpressung4 ,hufig1 wenn sie ,geld brauchten1 fiel es ihnen ein1 ihren ,geistlichen das ,konkubinat auf das strengste zu verbieten1 da es ihnen nur um die ,strafgelder zu tun war4 ,heinrich von ,hewen1 der in der ,mitte des #ae4 ,jahrhunderts ,bischof von ,konstanz war1 fhrte selbst ein ppiges ,leben1 und die ,abgaben1 welche ihm seine ,geistlichen von ihren ,konkubinen entrichteten1 verschafften ihm eine jhrliche ,einnahme von #bjjj ,gulden4 ,zur ,zeit der ,reformation mussten die ,priester in ,irland fr jedes mit ihren ,konkubinen erzeugte ,kind ihrem ,bischof acht bis zwlf ,taler bezahlen4 ,unter solchen ,verhltnissen war es denn kein ,wunder1 wenn das ,konkubinat trotz aller ,verbote1 welche bei allen ,synoden wenig beachtete stehende ,artikel wurden1 in voller ,wirksamkeit blieb1 und endlich sahen die ,ppste ein1 dass es ein unvermeidliches bel sei und suchten nun selbst ,vorteil daraus zu ziehen4 ,sie dekretierten1 dass jeder ,geistliche1 mochte er nun eine ,konkubine haben oder nicht1 einen bestimmten jhrlichen ,hurenzins entrichten msse4 ,als ,beleg dafr1 dass das ,konkubinat unter den ,geistlichen im #ae4 ,jahrhundert allgemein war1 und zugleich um die ,sitten des ,klerus berhaupt durch den ,mund eines ,zeitgenossen kennenzulernen1 will ich einige ,stellen aus einem ,werke des ,nicholas de ,clemancis anfhren1 der in den ersten ,jahrzehnten des #ae4 ,jahrhunderts lebte1 eine ,zeit lang ppstlicher ,geheimschreiber1 ,schatzmeister und ,kanonikus der ,kirche zu ,langres war und #addj als ,kantor und ,archidiakonus zu ,liseur starb4 ,seine ,schilderung der ,bischfe ist wahrhaft scheulich4 ,nach ihm trieben und gestatteten sie fr ,geld alle ,laster4 ,vorzglich sind aber die ,domherren und ihre ,vikare verdorbene ,menschen4 ,sie sind der ,habsucht1 dem ,stolz1 ,miggang und der ,schwelgerei ergeben4 ,sie halten ohne ,scham ihre unehelichen ,kinder und ,huren gleich ,eheweibern im ,haus und sind ein ,gruel in der ,kirche4 ,die ,priester und ,kleriker leben ffentlich im ,konkubinat und entrichten ihren ,bischfen den ,hurenzins4 ,die ,laien wissen an mehreren ,orten den ,schndungen der ,jungfrauen und ,ehefrauen keinen anderen ,damm entgegenzustellen1 als dass sie die ,priester zwingen1 sich ,konkubinen zu halten4 ,ist jemand1 schreibt ,clemancis1 heutzutage trge und zum ppigen ,miggang geneigt1 so eilt er sogleich1 ein ,priester zu werden4 ,alsdann besuchen sie fleiig liederliche ,huser und ,schenken1 wo sie ihre ganze ,zeit mit ,saufen1 ,fressen und ,spielen zubringen1 betrunken schreien1 fechten und lrmen1 den ,namen ,gottes und der ,heiligen mit ihren unreinen ,lippen verwnschen1 bis sie endlich aus den ,umarmungen ihrer ,dirnen zum ,altar kommen4 ,clemancis erwhnt hier auch das ,saufen der ,priester4 ,darin waren sie besonders stark und setzten einen ,ruhm darein1 es den ,laien zuvorzutun4 ,schon im ersten ,jahrhundert stoen wir auf ,bischfe1 die vollendete ,trunkenbolde waren4 ,einer derselben1 ,droctigisilus1 verfiel in ,suferwahnsinn4 ,die ,pfaffen sagten1 wenn sie guter ,laune waren1 von sich selbst3 ,wir sind das ,salz der ,erde1 aber man muss es anfeuchten1 denn kein guter ,geist wohnt im ,trockenen4 ,besonders gut trank man in den ,klstern4 ,doch davon spter4 ,zu einem guten ,trunk gehrt natrlich auch eine gute ,tafel1 und es ist ja noch heute jedem bekannt1 dass die katholischen ,geistlichen einen trefflichen ,tisch fhren4 ,bischfe jagten unermessliche ,summen durch ihren ,schlund1 und um der nchternen ,gegenwart einen ,begriff von ihren kostspieligen ,fressereien zu geben1 setze ich den ,kchenzettel fr das ,gastmahl am ,tag der ,installation ,georg ,nevils1 ,erzbischof von ,york1 hierher4 ,zu diesem ,feste waren erforderlich3 #cjj ,quart ,weizen1 #ccj ,tonnen ,ale1 #ajd ,tonnen ,wein1 #a ,pipe ,gewrzwein1 #hj fette ,ochsen1 #f wilde ,stiere1 #ajjd ,hammel1 #cjj ,schweine1 #cjj ,klber1 #cjjj ,gnse1 #cjjj ,kapaunen1 #cjj ,ferkel1 #ajj ,pfauen1 #bjj ,kraniche1 #bjj ,ziegenlmmer1 #bjjj junge ,hhner1 #djjj junge ,tauben1 #djjj ,kaninchen1 #bjd ,rohrdommeln1 #djjj ,enten1 #bjj ,fasanen1 #ejj ,rebhhner1 #djjj ,schnepfen1 #djj ,wasserhhner1 #ajj groe ,brachvgel und #ajj ,wachteln1 #ajjj ,reiher1 #bjj ,rehe und #djj ,stck ,rotwild1 #aejf ,wildbretpasteten1 #adjj ,schsseln gebrochenen ,gelee1 #djjj ,schsseln ganzen ,gelee1 #djjj kalte ,custards1 #bjjj warme ,custards1 #cjj ,hechte1 #cjj ,brachsen1 #h ,robben1 #d ,delphine oder ,taumler und #djj ,torten4 - #fb ,kche und #eae ,kchendiener besorgten die ,zubereitung dieser ,speisen1 und bei der ,tafel selbst warteten #ajjj ,diener auf4 ,doch kehren wir wieder von der ,pfaffenvllerei zur ,pfaffenhurerei zurck4 - ,die ,basler ,synode 7#adca-addh7 gab sich die nutzlose ,mhe1 ernstliche ,verordnungen gegen das ,konkubinat zu erlassen2 aber zu dem einzigen ,mittel1 demselben ein ,ende zu machen1 konnte man sich nicht entschlieen1 obgleich sehr angesehene ,mnner auf der ,synode1 wie der ,geheimschreiber und ,zeremonienmeister derselben1 ,clemens ,sylvius ,piccolomini1 gnstig fr die ,priesterehe gestimmt waren4 ,er uerte3 ,es gab1 wie ,ihr wisst1 verheiratete ,ppste1 und auch ,petrus1 der ,apostelfrst1 hatte eine ,frau4 ,vielleicht drfte es gut sein1 wenn den ,priestern zu heiraten gestattet wre1 weil viele verheiratete im ,priestertum ihr ,seelenheil befrdern wrden1 welche jetzt ehelos zu ,grunde gehen4 ,groe ,eiferer gegen das ,konkubinat in dieser ,zeit waren ,bischof ,berthold von ,straburg und ,bischof ,stephan von ,brandenburg4 ,der ,letztere klagt bitter ber die ,geistlichen in seiner ,dizese und sagt1 dass sehr viele ,beischlferinnen hielten und durch ihr liederliches ,leben nicht nur gemeine ,leute1 sondern auch ,frsten und ,groe rgerten4 ,und diese ,priester1 sagt er auf einer ,synode zu ,brandenburg1 haben eine solche ,hurenstirn1 dass sie es fr eine ,kleinigkeit halten1 ,unzucht und ,ehebruch zu begehen4 ,denn wenn aus ,schwachheit des ,fleisches ihre ,kchinnen und ,mdchen von ihnen oder vielleicht von den anderen geschwngert sind1 so leugnen sie die ,snde nicht ab1 sondern achten es sich zur hohen ,ehre1 die ,vter aus so verdammlichem ,beischlaf erzeugter ,kinder zu sein4 - ,ja1 sie laden die benachbarten ,geistlichen und ,laien beiderlei ,geschlechts zu ,gevattern ein und stellen groe ,festlichkeiten und ,freudengelage ber die ,geburt solcher ,kinder an4 ,verflucht seien die1 welche durch eigenes ,gestndnis das kund werden lassen1 was sie durch ,leugnen noch zweifelhaft machen1 und so einigermaen der rechtlichen ,strafe entgehen knnten6 - ,es ist dies ein schnes ,prbchen bischflicher ,moral4 ,die ,regierungen mancher ,lnder1 welche einsahen1 dass nur dadurch grerem rgernis vorgebeugt werde1 waren vernnftig genug1 das ,konkubinat der ,geistlichen beinahe als rechtmige ,ehe gelten zu lassen4 ,dies taten zum ,beispiel mehrere ,regierungen in der ,schweiz1 und die ,obrigkeit schtzte hier die ,konkubinen der ,geistlichen und deren ,kinder gegen die ,habsucht der geistlichen ,vorgesetzten1 indem sie ,testamentsvermchtnisse fr die ersteren als gltig anerkannte4 ,zu dem ,bischof von ,tarent1 der ,legat des ,papstes in der ,schweiz war1 sagte jemand1 dass die ,nonnen dort tun knnten1 was sie wollten1 es wrde nicht untersucht etc41 bekmen sie aber ,kinder1 dann erwarte sie ein frchterlicher finsterer ,kerker4 ,darauf erwiderte der ,legat3 ,selig sind die ,unfruchtbaren6 ,doch mit den ,klstern haben wir es noch nicht zu tun1 sondern vorlufig nur mit den ,weltgeistlichen4 - ,das ,konkubinat derselben1 selbst wenn es gewissermaen vom ,gesetz geschtzt war1 konnte doch niemals die ,ehe ersetzen und diente nur dazu1 die ,geistlichkeit verchtlich und lcherlich zu machen4 ,es lag in der ,natur dieses ,verhltnisses1 dass selten ,frauen von einigem ,wert ein solches eingingen4 ,kam auch wohl hin und wieder ein ,fall vor1 wo sich ein ,mdchen aus ,liebe ber die bestehenden ,vorurteile hinwegsetzte1 so waren es doch meistens nur gemeine ,dirnen1 welche nur darauf trachteten1 die ,geistlichen zu plndern4 ,pfaffengut fliet in ,fingerhut1 sagt ein altes ,sprichwort4 ,dieses halbgeduldete ,verhltnis konnte niemals ein geachtetes werden und bleibt stets eine ,entwrdigung4 ,es kam wohl vor1 dass einzelne ,geistliche ihren ,konkubinen alle ,achtung zollten1 wie sie einer ,gattin zukommt1 allein meistens und besonders von den ,gebildeten wurden sie als ,kchinnen oder sonstige ,dienstboten im ,haus gehalten4 ,solche ,personen wussten nun den erlangten ,vorteil trefflich zu ihrem ,vorteil zu bentzen4 ,sie schmten sich des ,verhltnisses nicht1 wohl aber der gebildetere ,geistliche1 der ihr ,herr war und der sich viel gefallen1 ja oft ganz und gar unter den ,pantoffel bringen lie1 damit nur seine menschlichen ,schwachheiten nicht unter die ,leute gebracht wrden2 denn diese ermangelten nicht1 ihre ,spe ber die ,pfaffenkchinnen anzubringen1 und gar mancher ,geistliche musste sich still wegschleichen1 wenn die jungen ,burschen sangen3 ,mdchen1 wenn du dienen musst1 ,so diene nur den ,pfaffen1 ,kannst den ,lohn im ,bett verdienen ,und darfst nicht viel schaffen4 ,viele verdorbene ,geistliche waren froh1 dass die ,ehe sie nicht an eine ,frau fesselte2 sie konnten ihre ,lsternheit nach ,abwechslung befriedigen1 indem sie die ,dirne1 die ihnen nicht mehr gefiel1 wegjagten und eine neue nahmen4 ,solche ,konkubinate1 die leider sehr hufig vorkamen1 waren gemeine ,hurerei1 und dadurch wurde bei den ,pfaffen eine ,gemeinheit und ,rohheit erzeugt1 die sich besonders in ihrer ,denkungsart ber geschlechtliche ,dinge uerte1 wie sie in der ,ehe wohl nur selten entstehen knnen4 ,solche ,pfaffen machten aus ihrer ,liederlichkeit gar kein ,geheimnis2 ja1 sie rhmten sich derselben1 und gleichzeitige1 sehr glaubwrdige ,schriftsteller erzhlen1 dass bei ,fress- und ,saufgelagen diese ,pfarrfarren und ,kuttenhengste1 wie sie ,fischart nennt1 mit den ,bauern ,wetten machten1 deren ,gegenstand so obszn war1 dass ich sie gar nicht einmal nher andeuten mag1 obwohl mir alle ,prderie sehr fernliegt4 ,ja1 diese ,pfaffen scheuten sich nicht1 ihre unzchtigen ,verhltnisse auf der ,kanzel zu erwhnen1 und oft machten sie diese ,ungeschicklichkeit dadurch noch schlimmer1 dass sie dieselbe mit irgendwelchen rohen ,spen wrzten4 ,an den ,kirchenweihen wurden von ihnen die wildesten und liederlichsten ,gelage gefeiert4 ,alle benachbarten ,pfarrer mit ihren ,kchinnen besuchten den ,geistlichen1 der sein ,kirchweihfest feierte1 und dann wurde gefressen1 gesoffen und andere ,liederlichkeiten getrieben4 ,als der ,bischof von ,mainz den ,bischof von ,merseburg einst besuchte und unterwegs bei einem ,pfarrer einkehrte1 wo eben das ,kirchweihfest gehalten wurde1 begleitete ihn sein ,leibarzt1 der davon folgende ergtzliche ,erzhlung liefert3 ,der ,bischof steigt abe1 und nahet zu der ,pfarrhe zu1 zu seinem ,handwerk4 ,nun hatte der ,pfarrher zehn ander ,pfarren geladen zur kirchweyhe1 und ein yeglicher hatte eine kchin mit sich gebracht4 ,do sie aber leutte kommen sahen1 lauffen die ,pfaffen mit den huren alle in einen stalle1 sich zu verbergen4 ,indes gehet ein ,grafe1 der an des ,bischoffs hofe war1 in den ,hofe1 seinen gefug zu thun1 und da er in den stall will1 darin die hren und bben geflohen waren1 schreyt des pfarrers kchin1 ,nicht ,junker1 nicht4 ,es seind bse hunde darinnen1 sie mchten euch beissen4 ,er let nicht nach1 gehet hinein vnd findet einen groen hauffen hren und bben im stalle4 ,da der ,grafe in die stuben kumpt1 hatt man dem ,bischoff eyn feyste ,gan frgesetzt zu essen1 hebt der ,graf an1 vnd sag di geschicht dem ,bischoff zum ,tischmerlein1 gen abend1 kamen sie gen ,merburg1 daselbs sagt der ,bischoff von ,mentz1 dies geschicht dem ,bischoff von ,merburg4 ,da das der heylig vatter hrete1 betrbet er sich nicht vmb das1 das die ,plaffen hren haben1 sondern darumb1 da die ,kchin die bben im stalle hunde geheien htte1 vnd spricht1 ,ach ,herre ,gott1 vergebe es ,gott dem weibe1 das die gesalbten de ,herren hunde geheien hat4 ,das hab ich darumb erzelet das man sehe1 wie wir ,deutschen das ,sprichwort so festhalten1 ,es ist kein ,drflein so klein1 es wird des jars einmal kirme darinne4 ,das aber geschrieben stehet1 ,es kumpt kein hurer im ,himmel1 des achten wir nit4 ,da wir uns nun genug mit der ,hurerei beschftigt haben1 heit es in der ,predigt1 so wollen wir zum ,ehebruch bergehen4 ,das ,konkubinat war noch am ,ende das allerunschuldigste ,ergebnis des ,zlibatsgesetzes4 ,einen weit verderblicheren ,einfluss auf die ,moralitt des ,volkes hatten die sonstigen aus demselben entstehenden ,folgen4 ,man kann es als ,regel annehmen1 dass es noch immer der bessere ,teil der ,geistlichen war1 welcher mit stndigen ,konkubinen in einem der ,ehe hnlichen ,verhltnis lebte4 ,die echten ,pfaffen betrachteten aber die ,frauen und ,tchter der ,laien als ,wild1 auf welches sie ,jagd machten und welches sie durch alle mglichen niedertrchtigen ,verfhrungsknste in ihre ,netze zu locken trachteten4 ,diese ,knste mussten einen umso greren ,erfolg haben1 als ihr ,stand die ,pfaffen mit den ,frauen in hufige ,berhrung brachte und die ,dummheit der ,mnner diesen ,verkehr noch erleichterte4 ,trotz aller ,beispiele und tglich unter ihren ,augen vorgehenden ,niedertrchtigkeiten wurden die ,mnner nicht klug1 denn die ,pfaffen wussten sich einen solchen heiligen ,schein zu geben1 dass die ,ehetlpel es kaum wagten1 auch nur einen ,verdacht zu haben4 ,alle ,erzhlungen von ihrer ,liederlichkeit erklrten die ,pfaffen natrlich fr schamlose ,lgen1 und war ein ,fall einmal gar zu offenkundig geworden1 dann verboten sie streng1 davon zu reden1 und verwiesen auf das ,beispiel des ,kaisers ,konstantin1 der einst einen ,priester in flagranti ertappte1 mit seinem kaiserlichen ,mantel zudeckte1 und prgten ihren ,beichtkindern ein1 was der fromme ,rabanus ,maurus sagt3 ,wenn man einen ,geistlichen she1 die ,hand auf dem ,busen eines ,weibes1 so msse man annehmen1 dass er sie segne6 - ,allerdings befanden sie sich nach solchem ,segen gar hufig in gesegneten ,umstnden6 ,einer derjenigen ,schriftsteller frherer ,zeit1 welche die ,schandtaten der ,pfaffen mit der grten ,rcksichtslosigkeit aufdeckten1 war ,poggio ,bracciolini1 den ich schon frher nannte4 ,die ganze ,kuttenwelt geriet in ,alarm1 und sein berhmter ,gnner ,cosmo de ,medici empfahl ihm die grte ,vorsicht4 ,im siebten ,kapitel1 wo wir ber den ,missbrauch des ,beichtstuhls reden1 werden einige der von ihm erzhlten ,flle mitgeteilt werden4 ,felix ,hemmerlin1 gestorben #adeg1 ,chorherr zu ,zrich und ,zofingen und ,propst zu ,solothurn1 schildert besonders die ,verdorbenheit der ,mnche2 aber auch von den ,weltgeistlichen wei er manche ,dinge zu erzhlen1 die man fr ganz unglaublich halten msste1 wenn sie nicht auch noch von anderen geachteten1 ernsten und wahrheitsliebenden ,mnnern jener ,zeit besttigt wrden4 - ,die bestialische ,rohheit mancher ,pfaffen berstieg alle ,begriffe4 ,selbst die ,beschlsse der ,konzilien lieferten die ,beweise davon4 ,bald wird ihnen durch dieselben verboten1 barfu oder in zerrissenen ,jacken und ,hosen den ,gottesdienst zu halten2 bald1 keine obsznen ,grimassen am ,altar zu machen und keine schmutzigen ,lieder zu singen4 ,dies musste ich vorausschicken1 um folgender ,geschichte ,glauben zu verschaffen1 die ,hemmerlin erzhlt3 ,ein ,priester lebte in einem unerlaubten ,verhltnis mit einer sehr angesehenen ,frau4 ,die ,sache wurde bekannt1 und er wurde gezwungen1 von seiner ,pfarre zu fliehen4 ,als er verzweiflungsvoll im ,wald umherirrte1 begegnete ihm ein ,mnch1 der ihn fragte1 weshalb er so betrbt umherlaufe4 ,der ,priester erzhlte ganz treuherzig sein ,leiden4 ,aber der vermeintliche ,mnch war der ,satan - vielleicht auch ein ,schalk in einer ,kutte - und erwiderte3 ,nicht wahr1 wenn du das bse ,glied nicht httest1 dann knntest du in deiner ,pfarrei sicher wohnen8 - ,allerdings1 mein ,herr1 antwortete der ,pfarrer4 - ,nun1 so hebe dein ,gewand auf1 damit ich es berhre1 wie sie es ja auch berhrt hat1 dann kannst du dich ohne ,scheu deiner ,gemeinde zeigen1 und es wird in dem ,augenblick verschwunden sein4 ,der ,geistliche tat1 was der ,mnch wollte1 und rannte dann voller ,freude in seine ,pfarrei zurck1 lie die ,glocken luten1 versammelte die ,gemeinde und bestieg die ,kanzel4 ,voll ,zuversicht hob er seine ,kleider auf - et mox membrum suum abundantius quam prius apparuit4 ,sehr lesenswert sind die ,schriften von ,johann ,busch1 der ,propst der regulierten ,chorherrn zu ,soltau1 in der ,nhe von ,hildesheim1 und ,visitator des ,erzbistums ,magdeburg war4 ,er verfolgte mit groem ,eifer die ,priester1 welche ,konkubinen hielten1 und bestrafte sie nicht mit ,geld1 wie sie es bis dahin gewohnt waren1 sondern mit kanonischen ,strafen4 ,einst lud er einen ,pfarrer samt seiner ,konkubine zu sich4 ,ersteren lie er in das ,kloster kommen1 aber die ,dirne musste drauen bleiben4 ,auf das schrfste befragt1 leugnete der ,pfarrer standhaft und beteuerte mit einem heiligen ,eid1 dass er ganz keusch mit seiner ,magd lebe4 ,nun ging ,busch vor die ,tr zu dem ,mdchen und sagte3 ,ich habe gehrt1 dass du bei deinem ,herrn zu schlafen pflegst1 aber sie leugnete und meinte1 dass sie nur mit ,khen1 ,klbern und ,schweinen zu tun habe4 ,als aber ,busch sagte1 dass ihr ,herr bereits gestanden habe1 da gestand sie auch1 und der geistliche ,herr hatte falsch geschworen4 ,von den ,satirendichtern jener ,zeit will ich gar nicht einmal reden1 denn es ist wahrscheinlich1 dass sie hin und wieder etwas erfanden1 um die ,pfaffen lcherlich zu machen4 ,ihre ,schriften wurden indes berall mit ,beifall gelesen1 denn alle ,welt war ber die freche ,sittenlosigkeit der ,pfaffen emprt4 ,giovanni ,francesco ,pico1 ,prinz von ,mirandola1 der die seltsame ,unterredung mit ,papst ,alexander ,,vi4 hatte1 schilderte in einer ,eingabe an ,papst ,leo ,x4 7#aeac7 den ,verfall des ,klerus und ist besonders darber emprt1 dass solche ,knaben1 welche den hheren ,geistlichen zur ,befriedigung ihrer unnatrlichen ,wollust gedient1 zum ,kirchendienste erzogen wurden4 ,geiler von ,kaisersberg 7starb #aeaj7 war ,lehrer der ,theologie zu ,freiburg und wurde dann ,prediger zu ,straburg4 ,er erklrte einst dem ,bischof3 dass1 wenn ein ,unkeuscher keine ,messe lesen drfe1 er nur die ,geistlichkeit des ganzen ,sprengels suspendieren mge1 denn die meisten lebten in einem rgerlichen ,konkubinate4 ,dieser ebenso sittenreine als gelehrte originelle ,mann schilderte in seinen trefflichen ,predigten die ,mnche und ,pfaffen nach dem ,leben4 ,in einer derselben ,vom menschlichen ,baum heit es3 ,soll nmlich die ,frucht der ehelichen ,keuschheit auf den sten des ,baumes wachsen1 so hte dich1 sieh dich vor1 schme dich4 ,zum ersten hte dich vor den ,mnchen4 ,diese ,tengerferlin gehen nicht aus den ,husern1 sie tragen etwas von der ,frucht hinweg4 ,ja1 wie soll ich sie aber erkennen6 ,zu dem ersten erkenne sie1 wenn einer in dein ,haus kommt1 so ketscht er ein kleines ,novizlein mit sich1 es ist kaum eine ,faust gro1 das bleibt in einem ,winkel sitzen1 dem gibt man einen ,apfel1 bis die ,frau ihn durch das ganze ,haus gefhrt hat4 ,zum andern1 so siehe seine ,hnde an1 so bringt er ,gaben1 das schenkt er dir1 das der ,frau1 das den ,kindern1 das der ,dienerin4 ,das dritte ,zeichen ist1 wenn er dir unbescheidene ,ehre antut4 ,wenn du ein ,handwerksmann bist1 nennt er dich ,junker4 - ,wenn du ein semmelfarbenen ,mnch siehst1 so zeichne dich mit dem heiligen ,kreuze1 und ist der ,mnch schwarz1 so ist es der ,teufel1 ist er wei1 so ist es seine ,mutter1 ist er grau1 so hat er mit beiden teil4 ,zu dem andern hte dich vor den ,pfaffen1 die mache dir nicht geheim1 besonders die ,beichtvter1 ,leutpriester1 ,helfer und ,kaplne4 ,ja1 sprichst du1 meine ,frau hasset ,mnche und ,pfaffen1 sie schwrt1 sie habe sie nicht lieb4 ,es ist wahr1 sie wirft es so weit weg1 dass es einer in drei ,tagen mit einem ,pferd nicht errennen mchte4 ,glaub ihr nicht1 denn der ,teufel treibt die ,frauen1 dass sie der geweihten ,leut begehren4 ,interessante ,belege zu der ,liederlichkeit der ,geistlichen enthalten die ,schriften der rzte4 ,aus ihnen lernt man die schrecklichen ,folgen des ,zlibats an den ,leibern der ,pfaffen selbst erkennen4 ,es war nur ein ,unglck1 dass sie diese weiter mitteilten und auch die ,menschen krperlich zu ,grunde richteten1 welche sie bereits geistig elend gemacht hatten4 ,alle rzte klagten1 dass die ,lustseuche1 welche deutsche ,landsknechte aus ,frankreich mitgebracht haben sollten1 durch die ,pfaffen auf eine grauenerregende ,weise verbreitet wurde4 ,vergebens waren alle ,ermahnungen zur ,migkeit4 ,gaspar ,torella1 erster ,kardinal am ,hofe ,alexanders ,,vi41 ,bischof von ,st4 ,justa in ,sardinien und ,leibarzt des ,papstes1 bat die ,kardinle und smtliche ,geistlichen1 doch ja nicht des ,morgens bald nach der ,messe ,unzucht zu treiben1 sondern des ,nachmittags1 und zwar nach geschehener ,verdauung1 sonst wrden sie ihre ,sndhaftigkeit mit ,abzehrung1 ,speichelfluss und hnlichen ,krankheiten zu ben haben1 und die ,kirche wrde ja ihrer schnsten ,zierden beraubt werden4 ,einige rzte waren sogar boshaft genug1 die ,besorgnis auszusprechen1 dass die ,geistlichen die ,lustseuche auch in den ,himmel verpflanzen wrden2 und der ,arzt ,wendelin ,hock forderte den ,herzog von ,wrtternberg auf1 der ,liederlichkeit der ,pfaffen ,einhalt zu tun1 da sonst das ganze ,land verpestet werde4 ,diese ,besorgnis war keineswegs aus der ,luft gegriffen1 denn die venerischen ,krankheiten nahmen so berhand1 dass man in den meisten greren ,stdten eigene ,spitler dafr erbaute1 welche man ,franzosenhuser nannte4 ,bartholomus ,montagna1 ,professor der ,heilkunde zu ,padua1 hatte an den ,leibern seiner geistlichen ,freunde die beste ,gelegenheit1 die ,lustseuche zu studieren1 und schrieb daher ein ,buch1 in welchem er einige ,kardinalkrankheiten schrecklich genug schilderte4 ,alexander ,,vi4 selbst hatte frchterlich zu leiden1 und der ,kardinalbischof von ,segovia1 der die ,aufsicht ber die ,hurenhuser zu ,rom hatte1 widmete ihnen so groe ,sorgsamkeit1 dass er darber sein ,leben einbte4 ,zur ,zeit der ,reformation kamen unzhlige ,nichtswrdigkeiten der ,pfaffen an das ,licht4 ,als ,luther anfing1 ,lrm zu schlagen1 da regte es sich von allen ,seiten1 und ,schriften gegen die ,geistlichkeit erschienen in unendlicher ,zahl und berschwemmten ganz ,europa4 ,luther1 ,melanchthon1 ,zwingli und andere forderten laut die ,erlaubnis zur ,ehe fr die ,priester1 und ,letzterer richtete im ,namen vieler ,geistlichen ,schriften an seine ,vorgesetzten1 die aber alle nichts fruchteten4 ,aus einer derselben will ich nur ,folgendes anfhren4 ,ein ,schulmeister1 der verheiratet war1 hatte ,lust1 ein ,priester zu werden1 und wurde es mit ,einwilligung seiner ,frau4 ,er hatte sich aber zu viel zugetraut1 indem er dachte1 das ,keuschheitsgelbde halten zu knnen4 ,er wehrte sich lange und htte gern seine ,frau wieder zu sich genommen2 da er aber dies nicht durfte1 so hing er sich an eine ,dirne1 verlie den ,wohnort seiner ,frau1 um diese nicht zu krnken1 und kam in das ,bistum ,konstanz4 ,die ,frau1 welche hrte1 dass er eine ,haushlterin habe1 zog ihm nach4 ,der ,mann1 welcher sie lieb hatte1 schickte die ,haushlterin weg und nahm seine ,frau wieder zu sich1 da er meinte1 es sei dies doch besser1 da es ohne weibliche ,pflege nun einmal nicht ginge4 ,der ,generalvikar und die ,konsistorialrte teilten aber seine ,ansicht nicht2 sie befahlen ihm bei ,verlust seiner ,pfrnde1 seine ,frau wegzuschicken4 ,der arme ,geistliche erbot sich1 dieselbe als ,konkubine jhrlich zu verzinsen2 allein1 das war umsonst1 sie musste fort4 ,darauf nahm er seine fortgeschickte ,konkubine wieder zu sich1 und alles war in bester pfffischer ,ordnung2 der ,generalvikar hatte nichts dagegen zu erinnern6 ,der ,rat von ,zrich gestattete bald nach einer ,disputation1 in welcher ,zwingli die ,ehe wacker verteidigt hatte1 dass sich die ,priester verheirateten4 ,mehrere machten sogleich von dieser ,erlaubnis ,gebrauch und verkndeten ihren ,entschluss von der ,kanzel4 ,das ,volk bezeugte laut seinen ,beifall1 und bei der ,trauung eines ,priesters in ,straburg1 wo man bald dem guten ,beispiel folgte1 rief man im ,volk1 er habe recht getan1 und wnschte ihm tausend glckliche ,jahre4 ,erasmus von ,rotterdam1 der durch seine ,schriften sehr viel beitrug1 die ,macht der ,ppste zu untergraben1 nannte die ,reformation das lutherische ,fieber oder ein ,lustspiel1 da es mit einer ,heirat schliee4 ,als er ,luthers ,vermhlung erfuhr1 scherzte er3 ,es ist ein altes ,mrlein1 dass der ,antichrist von einem ,mnch und einer ,nonne kommen soll4 ,er schrieb gleichfalls gegen das ,zlibat1 meinte aber1 dass die ,ppste es schwerlich abschaffen wrden1 da ihnen der ,hurenzins gar zu gut tue4 ,auf der ,trientiner ,synode1 wo all der alte rmische ,kohl wieder aufgewrmt wurde1 besttigte man auch wieder aufs neue das ,zlibat und erlie die strengsten ,befehle gegen das ,konkubinat4 ,aber auch diese ,beschlsse halfen nicht viel4 ,in ,polen lebten zur ,zeit der ,reformation fast alle ,geistlichen in heimlicher ,ehe1 und viele bekannten sie selbst ffentlich4 ,dieser ,zustand nderte sich auch nach der ,trientiner ,synode nicht1 und dass das ,konkubinat fortbestand1 lehren die unzhligen spteren ,verordnungen dagegen4 ,in denjenigen ,lndern1 in welchen die ,reformation festen ,fu gefasst hatte1 waren die ,geistlichen freilich darauf bedacht1 ihr ,schandleben vor den ,augen der ,welt immer mehr zu verbergen2 aber wie begreiflich wurde damals nichts fr die ,sittlichkeit gewonnen1 sondern diese wurde im ,gegenteil noch mehr dadurch gefhrdet4 ,die ,pfaffen blieben trotz aller ,konzilienbeschlsse liebebedrftige ,menschen1 um die ,sache einmal recht zart auszudrcken1 und da beim unvorsichtigen ,genuss harte ,strafen drohten1 so waren sie darauf angewiesen1 sich in der ,kunst der ,verstellung und ,heuchelei zu vervollkommnen4 ,das ,handwerk des ,frauenverfhrers wurde nun jesuitischer betrieben1 und das war wahrlich kein ,gewinn4 ,in den echt katholischen ,lndern genierte man sich indessen weniger1 und der ,kardinal ,bellarmin zum ,beispiel fhrte ein ,leben1 als htte nie eine ,reformation stattgefunden4 ,man erzhlt von ihm1 dass er #afbd ,geliebte gehabt und nebenbei zur ,sodomiterei noch vier schne ,ziegen gehalten habe6 ,mehr kann man von einem ,kardinal billigerweise nicht verlangen4 ,im siebzehnten ,jahrhundert erschienen noch sehr zahlreiche1 die ,unzucht der ,pfaffen betreffende ,verordnungen1 und da man einmal das ,konkubinat nicht ausrotten konnte1 soviel ,mhe man sich auch gab1 so bestimmte man nun das ,alter der ,kchinnen und ,haushlterinnen auf fnfzig ,jahre1 und trotz dieses ,alters1 welches gegen das hchst rcksichtslose ,kinderbekommen sicherte1 worauf es hauptschlich ankam1 mussten die ,pfaffenkchinnen sich einer strengen ,prfung unterwerfen4 ,im achtzehnten und neunzehnten ,jahrhundert werden die ,provinzialsynoden immer seltener1 und dies ist der ,grund1 weshalb die bestndigen ,erinnerungen an die ,keuschheitsgesetze wegfallen1 welche nur hin und wieder in den bischflichen ,hirtenbriefen eingeschrft werden4 ,man hatte eingesehen1 dass ,pfaffenfleisch sich nicht ertten lsst1 und war weit diplomatischer geworden4 ,anstatt bei ,keuschheitsvergehen an die groe ,glocke zu schlagen1 vertuschte man sie und suchte den ,glauben zu verbreiten1 als stehe es mit der ,keuschheit der ,pfaffen sehr gut4 ,fand man eine ,erinnerung ntig1 so sorgte man auch dafr1 dass keine ,kunde davon unter die ,leute kam1 und in dem ,ausschreiben ,joseph ,konrads1 ,bischof von ,freisingen und ,regensburg1 an den ,regensburger ,klerus vom #g4 ,januar #agif heit es ausdrcklich3 brigens wollen wir1 dass von diesen ,statuten keine ,nachricht unter das ,volk komme1 damit nicht der ,klerus verachtet und verspottet werde4 ,wir haben uns auch deswegen der lateinischen ,sprache bedient1 damit fr die ,ehre des ,klerus gesorgt und das ,volk bei seiner guten ,meinung erhalten werde1 da einige in demselben glauben1 es drfte auch nicht der ,verdacht eines schndlichen ,verbrechens auf die ,priester und seine ,seelsorger fallen4 ,ein ,umlaufschreiben des ,bischofs ,ignaz ,albert von ,augsburg vom #a4 ,april #ahbd ist im ,allgemeinen auerordentlich diplomatisch und umso mehr wird man darin von folgender ,stelle frappiert3 - ,ja1 wir wissen es1 dass es bei einigen ,pfarrern schon zur ,gewohnheit geworden ist1 an ,kirchfesten und ,jahrmrkten mit den ,kchinnen zu erscheinen und im ,pfarrhaus oder in ,wirtshusern einzusprechen und in spter ,nacht vollgefressen und vollgesoffen nach ,hause zurckzukehren4 ,in ,spanien stand es mit der ,sittlichkeit der ,geistlichen in den ersten ,jahrzehnten dieses ,jahrhunderts sehr schlecht1 und der ,groinquisitor ,bertram erklrte3 dass die ganze ,strenge der ,inquisition dazu ntig sei1 um ,kleriker und ,mnche von ,verbrechen zurckzuhalten und zu verhindern1 dass der ,beichtstuhl in ein ,bordell umgewandelt werde4 - ,wie es mit der ,moralitt der ,geistlichen in der ,schweiz steht1 werden wir im nchsten ,kapitel an einigen ,beispielen sehen4 - ,in ,sdamerika berbieten die ,pfaffen alle anderen ,stnde an ,liederlichkeit1 was dort etwas heien will4 ,in ,peru besteht das ,konkubinat in voller ,blte4 ,wie es mit der ,sittlichkeit der rmischen ,geistlichkeit in ,deutschland steht1 will ich hier nicht errtern4 ,leser1 die in katholischen ,distrikten unseres ,vaterlandes wohnen1 wissen es4 ,das ,zlibat besteht noch1 und wenn auch die hhere ,bildung unseres ,zeitalters es nicht gestattet1 dass die ,liederlichkeit der ,pfaffen mit derselben frechen ,unverschmtheit auftritt wie frher1 so bleiben die ,folgen dieses ,zlibats doch berall dieselben4 ,diese ,folgen waren es fast ebenso sehr wie die ,habsucht der ,pfaffen1 welche die ,reformation herbeifhrten2 und wenn das jetzt zusammentretende ,konzil ber die ,mittel beraten sollte1 die katholische ,religion in den schwankenden ,lndern zu rehabilitieren1 so sollte es nicht vergessen1 dass die ,aufhebung des ,zlibats das wirksamste sein wrde4 ,die ,mncherei ,im ,weltgewhle wohnt ,der ,snde freche ,flle ,in heil'gen ,mauern thront ,unheiligkeit in ,stille ,wie das ,mnchswesen entstand1 habe ich frher angedeutet4 ,klster stiegen im ,mittelalter wie ,pilze aus der ,erde hervor4 ,bis zur ,reformation waren allein #ad4iic ,bettelmnchklster errichtet worden6 ,durch die ,reformation und die darauf folgenden ,kriege gingen in ,deutschland #hjj ,klster zu ,grunde1 in ,sachsen allein #acj2 aber dessen ungeachtet fand ,kaiser ,joseph ,,ii4 bei seinem ,regierungsantritt noch #aefe ,mnchs- und #fjd ,nonnenklster in seinen ,staaten4 ,zur ,zeit ,luthers belief sich die ,zahl der ,mnche auf #b4dfe4jjj und das stehende ,heer der ,bettelmnche allein auf eine ,million6 ,es ist fast unmglich1 alle ,spielarten dieser ,mnche und ,nonnen aufzuzhlen und ich unterlasse es daher1 wie ,marnix de ,st4 ,aldegonde in seinem berhmten ,bienenkorb de heil4 ,rm4 ,immenschwarms etc4 und bemerke nur mit seinen ,worten3 ,wie etliche in ,schneeweis1 etliche inn kohlschwarz1 die anderen in ,eselgraw1 inn grasgrn1 in feuerrodt1 in himmelblaw1 inn bund oder geschecket gekleyd gehn1 die eynen eyn helle1 die andern ein trbe kapp antragen1 die eyn ,rauchfarb vom ,fegefeuer geruchert1 die andern von ,requiem ,todenpleych4 ,den einen ,mnch graw wie ein ,spatz1 den andern hellgraw wie eyn ,klosterkatz3 ,etliche vermengt mit schwarz und weis1 wie ,atzeln1 ,raupen vnd ,lus1 die andern ,schwefelfarb und ,wolffsfarb1 die ,dritten ,eschenfarb vnd ,holtzfarb1 etliche inn vil ,rcken vber einander1 die andern in eyner blosen ,kutt3 ,etliche mit dem hemd vberm ,rock1 die andern ohn ein hemd1 oder mit eym pantzerhemd1 oder hrin hemd1 oder ,sanct ,johannes ,cameelshaut auf bloser haut3 ,etliche halb1 etliche gantz beschoren2 etliche brtig1 die andern ,unbrtig und ,ungeberdig3 ,etliche gehn barhaupt1 vil ,barfig1 aber alle miteynander mig3 ,etliche sind ganz ,wllin1 etlich ,leinin1 etlich ,schfin1 etlich ,schweinin3 ,etlich fren ,juden ,ringlein auff der ,brust1 die andern zwey schwerter kreutzweis zum kreutzstreich darauff geschrenkt1 die dritten ein ,crucefix fr die ,bottenbchs1 die ,vierten zwen schlssel4 ,die fnfften ,sternen1 die sechsten krntzlin3 die siebenden ,spiegel au dem ,eulenspiegel1 die achten ,bischofshut1 die ,neunten fligel1 die ,zehenden ,tuchschren1 die eylfften ,kelch1 die zwlfften ,muscheln und ,jacobsstb1 die ,dreizehnden geysseln1 die ,viertzehenden schilt vnd andre sonst auff der ,brust seltsam grillen1 von ,paternostre1 ,ringen vnd ,prillen4 ,sehet da1 die ,feldzeychen sind schon ausgetheylt1 es flen nur die ,federpusch1 so ziehen sie hin inn ,krig gerst4 ,es war dies eine ungeheure ,macht1 besonders durch ihren ,reichtum1 zu welchem sie durch die ,schenkungen frommer ,schwachkpfe und durch - ,betrgereien gelangten4 ,hatte eine ,kirche oder ein ,kloster ,lust nach einem schnen ,landstrich1 so fand sich bald im ,klosterarchiv eine vergilbte ,pergamenturkunde1 ausgestellt von diesem oder jenem ,frsten der ,vorzeit1 welcher den ersehnten ,landstrich dem ,kloster schenkte4 ,im ,kloster ,st4 ,medardi zu ,soissons war eine frmliche ,fabrik von falschen ,dokumenten4 ,der ,mnch ,guernon beichtete auf dem ,sterbelager1 dass er ganz ,frankreich durchzogen habe1 um fr ,klster und ,kirchen falsche ,dokumente zu machen4 ,da war es denn freilich kein ,wunder1 dass zur ,zeit der ,revolution das ,vermgen der ,geistlichkeit in ,frankreich auf #cjjj ,millionen ,franken angeschlagen werden konnte6 ,die ,pfaffen verschmhen kein ,mittel1 um reich zu werden1 denn sie hatten lngst erkannt1 dass ,geld ,macht ist1 und dann - sie wollten gut leben4 ,ihre ,gelbde wussten sie damit trefflich zu vereinigen1 und was die fanatischen ,stifter der ,klster eingerichtet hatten1 um dem ,wohlleben zu steuern1 wurde von ihren ,nachkommen so gedreht und gewendet1 dass es ihnen zu einer ,quelle des ,erwerbs und ,wohllebens wurde4 ,die ,karthuser zum ,beispiel1 denen ihre ,regel den ,genuss des ,fleisches verbot1 kultivierten die ,obstbaumzucht und die ,fischereien in solchem ,grade1 dass sich von deren ,ertrage auch ohne ,fleisch sehr luxuris leben lie4 ,karthuserobst ist in der ganzen ,welt bekannt4 ,die ,obstbaumschule der ,karthause in ,paris trug jhrlich #cj4jjj ,livres ein4 ,dafr konnte denn auch ihr ,prior whrend einer ,krankheit fr #ae4jjj ,livres ,hechtbouillon verzehren6 ,die ,messe war1 wie die ,mnche lehrten1 die einzige ,erfrischung fr die armen ,seelen im ,fegefeuer1 die mchtigste ,vogelscheuche fr den ,teufel1 und war fr #cj ,kreuzer zu haben1 ja1 die ,bettelmnche lasen fr die ,hlfte und standen sich umso besser4 ,einzelne ,klster wurden auerordentlich reich durch einen ,ablass1 zu welchem ihnen der ,papst ein besonderes ,privilegium gegeben hatte4 ,der ,portiunkula-,ablass brachte den ,franziskanern ,millionen4 - ,ein ,hieronymitenkloster bei ,valladolid mit achtzig ,mnchen hatte das ausschlieliche ,privilegium1 die ,kreuzbulle zu verkaufen1 was ihm jhrlich #ab4jjj ,dukaten eintrug4 ,so gern nun auch die ,mnche nahmen1 so ungern gaben sie1 und jeder1 der es wagte1 sie mit ,gewalt dazu zu zwingen1 wurde bis in den tiefsten ,abgrund der ,hlle verflucht1 wie folgende ,formel zeigt1 die einer jeden ,schenkungsurkunde angehngt war3 ,sein ,name ist vertilgt aus dem ,buch des ,lebens2 und alle ,plagen ,pharaons sollen ihn treffen - der ,herr werfe ihn aus seinem ,eigentum und gebe solches seinen ,feinden - sein ,teil sei bei dem ,verrter ,judas - bei ,dattam und ,abiram - seine cker werden wie ,sodom1 und ,schwefel verderbe sein ,haus wie ,gomorra1 - die ,luft schicke ,legionen ,teufel ber ihn - er sei verflucht vom ,fu bis zum ,haupt1 dass ihn die ,wrmer mit ,gestank verzehren und seine ,eingeweide ausschtte wie ,judas - sein ,leichnam werde verzehrt von den ,vgeln und wilden ,tieren1 und sein ,gedchtnis von der ,erde vertilgt - verflucht alle seine ,werke1 verflucht1 wenn er aus- und eingeht1 verflucht sei er im ,tod wie ein ,hund1 wer ihn begrbt1 sei vertilgt4 ,verflucht die ,erde1 wo er begraben wird1 und er bleibe bei den ,teufeln und seinen ,engeln im hllischen ,feuer6 - ,dabei musste einem ,christen des ,mittelalters wohl der ,appetit nach ,klostergut vergehen6 ,wenn nun auch das ,hauptgeschft der ,mnche im ,handel mit geistlicher ,ware bestand1 so lieen sie sich doch auch zu dem mit irdischen ,dingen herab1 als die ersten im ,kurs zu fallen begannen4 ,viele ,klster wussten sich das ,recht zu erwerben1 ,wein und ,bier zu verzapfen und verdienten damit viel ,geld4 ,in ,nrnberg verkaufte eins jhrlich #dejj ,eimer ,bier4 ,jeder ,bettler1 der in seine ,bierstube kam1 erhielt einen ,pfennig1 aber das ,glas ,bier wurde ihm fr zehn ,pfennig verkauft4 ,im ,allgemeinen gaben sich die ,mnche aber mehr mit dem ,trinken als mit dem ,verkaufen ab1 und die ,klosterkeller stehen bei allen alten ,zechern im besten ,andenken4 ,die frommen ,vter hatten in ihren ,kellern ,fsser1 die grer waren als die ,zellen ihrer ,vorfahren1 der armen ,einsiedler4 ,als man in sterreich die ,klster aufhob1 fand man selbst in ,nonnenklstern herrlich versehene ,weinkeller4 ,die ,kanonissinnen zu ,himmelspforten in ,wien hatten in dem ihrigen noch #fhjj ,eimer und ,raum fr das ,doppelte4 ,es gab da einen ,gottvaterkeller1 ,gottsohn- und ,heiligengeistkeller1 einen ,muttergottes-1 ,johannes-1 ,xaveri- und ,nepomukkeller4 ,der allergrte1 der ,gottsohnkeller1 war leer bis auf ein einziges ,fass4 - ,was mag nun erst in ,mnchsklstern fr ein ,vorrat gewesen sein6 ,saufen galt bei den alten ,rittern als eine ,tugend und es war die einzige1 in welcher sie es einigermaen weit brachten1 worin sie aber dennoch im ,allgemeinen von den ,mnchen bertroffen wurden2 einzelne ,ausnahmen fanden freilich statt1 und es kam sogar vor1 dass ,mnche von einem ,ritter totgesoffen wurden4 ,ein sehr geachteter protestantischer ,geistlicher zu ,caen in ,frankreich war angeklagt worden1 ber die ,ohrenbeichte der ,katholiken schlecht gesprochen zu haben4 ,die ,sache wurde sehr streng untersucht1 aber man konnte an dem ,geistlichen keine ,schuld finden und er wurde freigesprochen4 ,der ,jubel darber war in ,caen ungeheuer und jeder suchte seine ,freude auf irgendeine ,weise an den ,tag zu legen4 ,dies tat denn auch ein ,ritter1 welcher in einem ziemlich schlechten ,ruf stand4 ,er lud zwei ,kapuziner ein und der ,wein floss in ,strmen4 ,es begann ein ,wettsaufen1 welches damit endete1 dass einer der ,mnche mausetot auf dem ,platz blieb4 - ,seelenvergngt ging nun der protestantische ,edelmann zu dem ,geistlichen und sagte3 ,er sei ber dessen ,freisprechung auerordentlich erfreut und habe gedacht1 dies durch nichts besser an den ,tag zu legen als dadurch1 dass er dieser ,freude einen ,mnch opferte4 ,eigentlich htte es ein ,jesuit sein sollen2 da er diesen aber nicht habe bekommen knnen1 so mge der ,geistliche diesmal mit einem ,kapuziner vorlieb nehmen4 ,wenn die ,klster nicht selbst stark genug waren1 sich zu beschtzen1 so rechnete es sich irgendein ,frst zur ,ehre1 ihr ,schutzherr zu sein1 wofr ihm dann von den ,klosterherren diese oder jene ,rechte eingerumt wurden4 ,aber nicht alle ,schutzherren machten davon einen so ernsthaften ,gebrauch wie der ,herzog ,julius von ,braunschweig4 ,dieser lie die btissin von ,gandersheim1 eine geborene von ,warberg1 die sich mit ihrem ,stiftsverwalter zu tief eingelassen hatte1 nach der ,stauffenburg abfhren und hier 7#aehg7 lebendig einmauern6 ,meistens brauchten die ,klster keinen ,schutz2 die bte und ,prlaten waren groe ,herren1 welche ,lehnsleute hatten1 die ihnen zu allerlei ,diensten verbunden waren1 wie auch ,leibeigene4 ,oft war es bei diesen ,lehnsleistungen brigens nur auf einen gndigen ,spa abgesehen1 der mitunter sehr mittelalterlich derb war4 ,der ,lehnsmann eines ,klosters zu ,bologna musste jhrlich dem ,abt einen ,topf mit ,reis und einem ,huhn darin bringen und diesen ,sr4 ,hochwrden unter die ,nase halten1 denn - er war nur den ,dampf davon schuldig4 ,ein ,bauernhof in ,soest in ,westfalen hatte die ,verpflichtung1 dem ,dominikanerkloster alljhrlich ein ,ei auf einem vierspnnigen ,wagen zu bringen4 - ,im ,quedlinburgischen mussten ,brute den ,herren ,pfaffen ihren ,stech- oder ,bunzengroschen zahlen und im ,paderbornschen eine ,bockshaut liefern4 - ,mehreren schwbischen ,klstern mussten die ,brute einen kupfernen ,kessel geben1 so gro1 dass sie darin sitzen konnten1 und die ,beweisfhrung war natrlich das ,hauptgaudium fr die frommen ,herren4 ,die ,grfin ,hidda von ,eulenberg lie sich von den ,witwen1 die wieder heirateten1 einen ,beutel ohne ,naht mit zwei ,schreckenbergern darin liefern1 und unfruchtbare ,eheleute mussten im ,hildesheimschen alljhrlich1 wegen des ,abgangs an ,taufgeld1 damit man mit ihrem ,unvermgen ,geduld habe1 einen ,geduldshahn opfern4 ,die ,fuchsnatur der ,pfaffen offenbarte sich auch in ihrer ,lsternheit nach ,hhnern und ihre ,lehnsleute mussten davon herbeischaffen1 soviel sie nur immer konnten4 ,es gab ,haupt- und ,leibhhner1 ,rauchhhner1 ,erbzins- und ,fastnachtshhner1 ,pfingst-1 ,sommer-1 ,herbst-1 ,ernten-1 ,wald-1 ,garten-1 ,heu- und ,ehrenhhner6 ,audubon hat diese ,hhnerarten in seiner ,naturgeschichte der ,vgel vergessen2 doch waren sie ja auch nur in ,europa zu ,hause1 und ,gloger1 als er sein treffliches ,werk schrieb1 htte sich darum bekmmern sollen4 ,manche bte und ,bischfe unterhielten ,heere1 wie es ,frsten nicht vermochten4 ,der ,bischof ,galen von ,mnster hatte #db4jjj ,mann ,infanterie1 #ah4jjj ,reiter und die schnste ,artillerie1 und die meisten ,klster waren verbunden1 ein mehr oder minder bedeutendes ,kontingent zu den ,truppen des ,landesbischofs stoen zu lassen4 ,als die ,reformation und die ,revolution die ,klster gehrig angezapft hatte1 da wurde dies manchem schwer genug1 und eine btissin schrieb an die ,kreisdirektion3 dass sie und ihre ,kanonissinnen im letzten ,krieg so von den ,franzosen zugerichtet worden1 dass sie nicht im ,stande seien1 auch nur einen halben ,mann aufsitzen zu lassen4 ,ehe wir nun einen ,blick in die ,klster tun1 wollen wir einmal prfen1 welchen ,nutzen die ,mnche der ,welt brachten4 ,wir werden leider finden1 dass dieser zu dem bel1 dessen ,ursache sie waren1 so wenig im ,verhltnis steht1 dass er fast ganz und gar verschwindet4 ,die ,verteidiger des ,mnchswesens machten geltend1 dass durch ,mnche das ,christentum in die fernsten ,weltteile getragen wurde4 ,es ist das ein sehr zweifelhaftes ,verdienst1 denn das ,mnchs-,christentum brachte mehr ,fluch als ,segen1 wohin es auch immer kam1 namentlich aber solchen ,vlkern1 die unter dem ,einfluss eines ewig milden heiteren ,himmels sich gebildet hatten und fr welche das scheuliche ,mnchs-,christentum mit seinen trbseligen asketischen ,ansichten eine moralische ,unmglichkeit war4 ,das erste ,kloster wurde #aebe1 also vier ,jahre nach der ,eroberung von ,mexiko1 gebaut und #aj ,millionen unglcklicher ,indianer wurden dem blutigen ,pfaffengott als ,opfer geschlachtet66 hnlicher ,art waren die ,wirkungen des durch ,mnche verbreiteten ,christentums fast berall4 ,die ,marianneninseln wurden frher von #aej4jjj glcklichen ,naturkindern bewohnt1 und im ,laufe der ,zeit wurden sie durch christliche ,krankheiten1 ,trunksucht und das ,franziskaner-,evangelium auf #aejj elende1 ,christen genannte ,subjekte reduziert4 ,um auch dem ,teufel zu geben1 was ihm gebhrt1 will ich wenigstens bemerken1 dass die ,jesuiten1 welche sich viel mit dem ,missionswerk beschftigten1 neben dem vielen ,schlechten1 dessen ,urheber sie sind1 in manchen ,gegenden der ,erde segensreich wirkten1 so dass das ,untergehen ihrer ,missionen zu beklagen ist1 wie zum ,beispiel in ,sdamerika1 an den ,ufern des ,amazonenstroms und des ,orinoko4 ,das ,missionswesen1 wie es von ,katholiken und ,protestanten betrieben wurde und zum ,teil noch betrieben wird1 ist ein an der ,menschheit begangenes himmelschreiendes ,unrecht1 welches ich ein ,verbrechen nennen wrde1 wenn ihm nicht1 groenteils wenigstens1 ehrlich-dummer ,glaubenseifer zu ,grunde lge4 ,die protestantischen ,missionare1 besonders diejenigen1 welche von dem puritanischen ,england auszogen1 haben vor den ,mnchen nur allein das voraus1 dass ihr ,fanatismus weniger blutig war4 ,die ,bewohner der ,freundschaftsinseln lieferten die schlagendste ,illustration zu dieser ,behauptung1 die jedem in die ,augen fallen muss1 der die ,schilderungen der dort lebenden ,indianer vor und nach ,einfhrung des ,christentums liest4 - ,mnner wie ,dr4 ,livingstone sind unter den ,missionaren sehr selten4 ,er und die wenigen ihm gleichgesinnten ,mnner sind ein ,segen fr die ,menschheit2 allein ihr gelutertes ,christentum wrde wenige ,gnade finden vor den ,augen der ,inquisition oder selbst vor orthodoxen englischen ,christen4 ,ich nenne hier ,dr4 ,livingstone und die ihm gleichgesinnten ,mnner1 da es ein bitteres ,unrecht sein wrde1 sie in den ,tadel einzuschlieen1 der den grten ,teil derjenigen trifft1 welche sich wie sie ,missionare nannten und nennen4 ,den ,mnchen verdanken wir1 sagen die ,klosterverteidiger weiter1 die ,erhaltung der ,kunst und der ,wissenschaft1 wie auch die der meisten alten ,klassiker4 ,daran ist allerdings etwas ,wahres1 und besonders erwarben sich die ,benediktiner ,verdienste in dieser ,beziehung2 aber eine andere ,frage ist es1 ob sich nicht ganz ohne ,mnche1 ja ganz ohne ,christentum1 ,knste und ,wissenschaften weit frhzeitiger und herrlicher entfaltet haben wrden4 ,die alten ,griechen dienen uns noch heute in manchen ,zweigen der ,kunst als unerreichbare ,muster und sind jemals die ,wissenschaften unter der ,herrschaft der rmischen ,kirche so ins ,volk gedrungen wie bei ihnen8 - ,alle die herrlichen ,resultate1 welche sie erzielten1 erreichten sie ohne ,christentum1 ohne ,mnche1 und eine ,tatsache ist es1 dass die ,wissenschaften in ,europa erst anfingen1 recht aufzublhen1 als das ,mnchsleben anfing abzusterben4 ,ja noch mehr1 sind nicht noch heutzutage die ,heimatlnder der ,pfaffen und ,klster in ,bezug auf ,wissenschaften so gut wie ,null8 ,in der ,malerei1 ,bildhauerkunst und ,baukunst leisteten die ,mnche noch das meiste2 allein1 welch krasse ,geschmacklosigkeit herrscht nicht in den mnchischen ,erzeugnissen der erstgenannten ,knste4 ,einige technische ,fertigkeit mochten sie allenfalls erlangen2 aber bei der ,komposition der ,gemlde wie der ,skulpturen war ihnen berall ihre ,unwissenheit im ,wege1 und sie brachten ,dinge hervor1 die an ,abgeschmacktheit nicht ihresgleichen finden4 ,wer alte ,gemlde gesehen hat1 besonders solche1 die aus ,mnchshnden hervorgingen1 wird mir recht geben4 ,von den unendlich vielen ,beispielen mnchischer ,geschmacklosigkeit und ,borniertheit1 wie sie sich in ,gemlden uert1 nur zwei4 ,in ,erfurt befand - oder befindet sich vielleicht noch - ein ,gemlde1 welches die ,transsubstantiation verherrlichen soll4 ,die vier ,evangelisten werfen kleine ,papierchen in eine ,handmhle1 und auf den ,zetteln liest man die ,worte3 ,das ist mein ,leib4 ,die vier groen ,kirchenlehrer halten einen ,kelch unter1 und das ,jesulein fhrt geschroten aus der ,mhle in den ,kelch4 ,an einem anderen ,ort befindet sich eine ,darstellung von dem ,opfer ,abrahams4 ,isaak kniet klglich auf dem ,holzsto1 und sein ,vater setzt ihm eine ,pistole auf die ,brust4 ,der ,hahn ist gespannt1 und man sieht1 der ,erzjude will eben abdrcken2 man zittert1 aber oben in den ,wolken schwebt schon der ,erretter1 ein ,engel1 der so geschickt aus der ,hhe herunterpisst1 dass durch sein heiliges ,wasser das ,pulver auf der ,pfanne nass und dadurch ,isaak gerettet wird4 ,es wrde mich zu weit fhren1 wollte ich den ,einfluss des mnchischen ,christentums auf die ,malerei und ,kunst berhaupt weiter ausfhren2 ich berlasse das den unbefangenen ,fachmnnern und begnge mich damit1 auf die in den ,museen aufgehngten ,erzeugnisse hinzuweisen1 welche dieser ,religionsanschauung ihr ,dasein verdanken4 ,es ist gewiss viel relativ ,herrliches darunter2 allein man vergleiche es mit den ,werken1 die aus einer ,zeit und von ,knstlern stammen1 die sich von dem eigentlichen rmischen ,christentum emanzipiert haben4 ,den ,mnchen verdanken wir auch die ,schauspiele1 rufen die ,klosterfreunde4 - ,nun1 auf diesen ,ruhm werden die frommen ,mnner1 welchen die ,schauspiele ein ,gruel sind1 eben nicht besonders stolz sein2 allein die ,sache hat ihre ,richtigkeit4 ,unsere ,schauspiele gingen allmhlich aus den sogenannten ,mysterien hervor1 welche in den ,klstern aufgefhrt wurden2 aber ,shakespeare1 ,lessing1 ,schiller1 ,goethe und ,konsorten1 welche die rein christlichen ,vorbilder verlieen und sich zu viel mit den ,schauspielen der alten ,heiden beschftigten1 haben sie vollkommen verpfuscht6 ,in diesen ,klosterschauspielen erreicht die ,mnchsdummheit ihren ,gipfelpunkt1 und wer einmal recht von ,herzen lachen will1 der suche sich dergleichen ,machwerke zu verschaffen1 und wer das nicht kann1 der lese das vortreffliche ,werk von ,karl ,julius ,weber1 ,die ,mncherei 4 ,der treffliche ,mann ist tot2 aber wenn er sich noch um die ,erde bekmmern sollte1 wrde er sich gewiss freuen1 dass ich in diesem ,buch mir seine fabelhafte ,belesenheit zunutze machte4 ,ein ,lieblingsthema der ,mnche scheint die ,schpfung gewesen zu sein1 denn sie wurde sehr oft dargestellt1 und hchst erbaulich ist es1 wenn ,gott1 der im ,schlafrock mit ,brille und ,percke erscheint1 von ,adam auf den ,knien darum gebeten wird - erschaffen zu werden4 ,in einem dreiaktigen ,passionsspiel1 welches #aghb unter dem ,titel ,die ,sndflut in ,ingolstadt aufgefhrt wurde1 klagt ,gottvater ber das sndige ,leben der ,menschen3 ,ist das1 o ,mensch6das ,leben dein6 ,der ,henker soll ,gottvater sein1 ,es tut mich bis in ,tod verdrieen1 dass ich ,euch ,schweng'l hab' machen mssen4 ,neptun und ,alus bieten nun ,gott ihre ,dienste an1 das sndige ,geschlecht zu vertilgen1 und ersterer sagt hchst rgerlich3 ,tut lnger ,ihr so barmherzig sein1 ,so schlagens uns noch in d',fressen 'nein1 ,ein ,exempel msst ,ihr statuieren1 ,sonst tun's einem noch ins ,haus hofieren4 ,endlich ist die ,arche fertig und zum ,abfahren bereit4 ,der ,engel trinkt mit ,noah eine ,flasche ,wein2 dieser geht endlich in die ,arche1 der ,engel schiebt den ,riegel vor1 und nun geht das ,donnerwetter1 das ,regnen und der ,sturm los1 dass die ,menschen in der ,luft herumfliegen4 ,als endlich die ,geschichte zu ,ende ist und ,noah opfert1 spricht ,gott3 ,potz ,element1 was riecht so s8 ,das ist zu meiner ,ehre gewiss4 ,zum ,zeichen1 wie ich dir gewogen1 ,nimm um den ,hals den ,regenbogen4 ,fama posaunt dies nach allen vier ,winden in einer herrlichen ,arie aus3 ,das bleibt der ,welt nun immer kund1 ,geschlossen ist der ,gnadenbund4 ,pum1 ,pum1 ,pumpidipum1 ,pum6 ,in einer ,passionskomdie1 die in einem schwbischen ,kloster aufgefhrt wurde1 tritt ,judas zu den versammelten ,pharisern3 ,judas ,gelobt sei ,jesus ,christ1 ,ihr lieben ,herrn6 ,phar4 ,in ,ewigkeit6 ,judas1 was ist dein ,begehr'n8 ,judas ,ich will ,euch verraten ,jesum ,christ1 ,der fr uns am ,kreuz gestorben ist4 ,grerer ,unsinn kann wohl nicht leicht in vier ,zeilen gesagt werden6 ,besonders stark in derartigen ,schauspielen waren die ,jesuiten2 wenn sie sich auch von solchen plumpen ,dummheiten frei hielten2 so ersetzten sie dieselben reichlich durch mehr innerliche4 ,ein sehr schnes1 originelles ,stck ist des ,paters ,sautter ,genius der ,liebe1 und ein ,theaterdirektor knnte heutzutage sein ,glck machen1 wenn er diese brillante ,oper1 mit ,offenbachscher ,musik1 auf die ,bhne brchte4 ,heilige ,jungfrauen 7aus meinem zweiten ,kapitel7 bringen dem ,genius ,gaben der ,liebe in goldenen ,schalen4 ,der ,genius singt3 ,genius ,nun6 was bringt mir1 liebe ,brute1 ,euer ,galantismus heute8 ,st4 ,luzia ,herr6 dir zum sen ,augenschmaus ,stach ich mir selbst die ,augen aus4 ,st4 ,euphemia ,fr dich1 o ,herr1 zur ,morgengab'1 ,schnitt ich mir ,nas' und ,lefzen ab4 ,st4 ,apollonia ,viel weier als das ,elfenbein ,siehst du hier ,zhne1 ,jesus mein6 ,st4 ,magdalena ,ich bringe dir zum ,opfer dar ,meine schne blonde ,haar2 ,nimm auch von mir verschreiten ,musch ,den roten und den weien ,tusch4 ,chor ,pupillen1 ,mamillen ,und ,zhne schneewei6 ,jungfrulich ,haar'1 ,nasen und ,lefzen und mehr solche ,war' ,steh'n1 heilige ,liebe1 hier alle dir preis6 ,die ,prozessionen sind auch eine ,erfindung der ,mnche1 und ihr seltsamer ,geschmack verwandelte sie in die seltsamsten1 abenteuerlichsten und lcherlichsten ,possenspiele4 ,besonders bunt und toll waren die am ,karfreitag und am ,fronleichnamsfest4 ,alle ,personen aus dem ,alten und ,neuen ,testament erschienen in entsprechendem ,kostm - natrlich nach mnchischer ,anordnung und ,angabe - im ,zuge4 ,wie im wilden ,heer wirbelte der tollste ,maskenzug1 ,menschen und ,tiere durcheinander1 die ,strae entlang4 ,jede ,gruppe sang ihr eigenes ,lied1 und dem ,zuschauer wurde ganz schwindlig dabei4 ,nahm er aber nicht andchtig den ,hut ab oder unterstand er sich gar1 ber den tollen ,spuk zu lachen1 dann konnte es ihm leicht sehr bel ergehen1 denn die ,geistlichen ermahnten selbst von der ,kanzel herab1 die ,sptter zu zchtigen4 ,noch unter ,karl ,theodor von ,bayern predigte der ,karmeliter ,f4 ,damascenus in ,mnchen3 ,liebe ,christen1 morgen ist ,prozession4 ,ihr werdet da an vielen ,fenstern ,freimaurer und ,freidenker sehen1 - ,unchristen1 die unsrer spotten4 ,waffnet ,euch mit dem ,eifer des ,herrn1 greifet nach ,steinen und werfet sie nach ihnen4 - ,anstatt den ,eiferer zu bestrafen1 lie ihm ,karl ,theodor sein ,wohlgefallen an seinem ,eifer zu erkennen geben6 - ,diese ,prozessionen endeten gar hufig mit ,liederlichkeiten und ,saufereien1 wenn sie nicht schon damit begannen4 ,engel1 ,apostel und ,teufel soffen sich gemeinschaftlich voll1 und der ,bauernlmmel1 der ,christus vorstellte und der gewhnlich der ,dmmste war1 kam meistens betrunken ans ,kreuz und fing an zu extemporieren4 ,ein solcher ,christus1 den ein nicht ganz klar sehender ,ritter ,longinus mit der ,lanze in der ,seite kitzelte1 anstatt die mit ,blut gefllte ,schweinsblase zu treffen1 schrie ganz erbost3 ,hol mich der ,teufel1 ,arm und ,bein schlag ich dir entzwei1 wenn ich herunterkomme6 ,es kamen noch weit unanstndigere und lcherliche ,szenen bei dieser ,kreuzigung vor1 die ich aber weglassen muss1 weil sie zu sehr an die ,zote streifen4 - ,wre ich ein ,pfaffe oder ein ,frommer1 so msste ich mit einem ,seufzer meine ,augen zum ,himmel aufschlagen und an diesen ,missbrauch des ,heiligsten meine salbungsvollen ,redensarten knpfen2 ich mache aber nicht den geringsten ,anspruch darauf1 von irgend jemand fr einen frommen ,christen gehalten zu werden1 und muss ehrlich gestehen1 dass mich diese ,sachen weit mehr amsieren als empren4 ,da wir aber nun einmal bei der spahaften ,seite der ,mncherei sind1 die ich bei der ,charakteristik derselben nicht unbercksichtigt lassen durfte1 so mgen diejenigen ,leser1 welche sich vielleicht daran rgern1 diesen ,kelch auf einmal leeren4 ,ich will es brigens kurz machen1 obwohl dieses ,thema ein besonderes ,buch verdiente4 ,wer htte nicht schon von den berhmten ,predigten des ,paters ,abraham a ,sancta ,clara gehrt6 ,sie sind in einer neuen ,auflage zum ,amsement der ,ketzer erschienen1 und ich will mich daher nicht lange bei ihnen aufhalten1 da sie jedem zugnglich sind4 ,diese ,predigten1 welche oft die originellsten und seltsamsten ,vergleiche und ,wendungen enthalten1 hatten seinerzeit auf das ,volk eine groe ,wirkung4 ,in seinem ,eifer brachte er oft die seltsamsten ,dinge vor1 wovon der ,schluss einer ,predigt ber den ,ehebruch als ,probe dienen mag3 ,ja1 ja6 es gibt so verdorbene ,mnner1 dass sie diesem ,laster nachrennen und wenn sie zu ,hause die schnsten ,frauen haben6 ,wie gern wrden wir1 was uns betrifft1 die ,stelle dieser ,mnner vertreten6 ,in hnlicher ,art1 aber noch derber und oft unfltig1 predigte in der ,mitte des #af4 ,jahrhunderts der ,pater ,cornelius ,adriansen zu ,brgge in ,flandern1 wo er in dem zu jener ,zeit herrschenden groen ,revolutionskrieg eine nicht unbedeutende ,rolle spielte4 ,er sprach1 was ihm gerade in den ,mund kam1 und das war dann hufig sehr derb niederlndisch4 ,einst verglich er des ,himmels ,sigkeit mit - ,hammelfleisch und weien ,rben1 welches ,gericht er wahrscheinlich sehr gern a4 ,der ,rat der ,stadt konnte es ihm nie recht machen1 und er schimpfte ber ihn ganz ffentlich von der ,kanzel1 so dass ihm endlich das ,predigen untersagt wurde4 ,eine ,rede gegen diesen ,rat schloss er mit einer neuen ,beschuldigung und bereitete auf dieselbe mit den ,worten vor3 ,nun noch eine ,klette an seinen ,hintern6 - ,diesen ,pater ,cornelius werden wir im nchsten ,kapitel genauer kennenlernen1 wenn ich von dem ,missbrauch des ,beichtstuhls rede4 ,noch populrer und einflussreicher als ,cornelius und ,abraham a ,sancta ,clara bte der kurz vor der ,revolution in ,neapel verstorbene ,pater ,rocco aus4 ,dieser sagte dem ,knig ,ferdinand die derbsten ,wahrheiten1 und man durfte ihn nicht hindern1 denn in seiner ,hand lag das ,schicksal ,neapels4 ,alle ,lazzaroni zitterten1 wenn er den ,mund auftat und niemand wagte eine ,miene zu verziehen1 wenn er auch die lcherlichsten ,dinge vorbrachte4 ,einst jagte er einen ,marktschreier von seiner ,bhne herab1 trat an seine ,stelle1 hielt das ,kreuz in die ,hhe und rief mit ,donnerstimme4 ,dies ist der wahre ,policinello6 ,alles zitterte und er hielt den ,ehebrecherinnen eine furchtbare ,strafpredigt ber den seltsamen ,text3 und ,alexanders ,bucephalus lie niemand aufsitzen als seinen ,herrn und bertraf die ,menschen an ,tugend4 ,ich will sehen1 sprach er1 ob eure ,snden ,euch leid sind4 - ,wem es mit der ,bue ,ernst ist1 der hebe die ,hand in die ,hhe4 - ,alle ,hnde reckten sich in die ,hhe4 - ,nun1 heiliger ,michael1 der du mit deinem ,flammenschwert am ,thron des ,ewigen stehst1 haue alle die ,hnde ab1 die sich in ,heuchelei erheben6 - und alle ,hnde sanken wie mit einem ,schlage herunter4 ,nun aber begann ,rocco eine furchtbare ,strafpredigt und schloss dieselbe mit ,erzhlung einer ,vision oder eines ,traumes1 in welcher er durch eine ,abtrittsffnung tief1 tief hinuntergesehen auf eine ungeheure ,schar von ,lazzaronis1 die der ,teufel sich alle hinten hineingesteckt habe in eine ffnung1 die so gro gewesen sei wie der ,see ,agnano4 ,die rmische ,kirche zhlt unter ihren ,mnchspredigern so viele originelle ,leute1 dass ich nur einige wenige anfhren kann4 - ,ein ,kapuziner hatte sich von einem anderen eine ,passionspredigt machen lassen2 sie schloss3 ,und ,christus verschied4 ,dieser ,schluss schien dem ,pater doch gar zu drftig1 und er fgte noch schnell hinzu3 ,nun1 ,gott sei dem armen ,snder gndig6 ,der ,liebling des ,wrzburger ,publikums am ,ende des vorigen ,jahrhunderts und einer der grten ,feinde der ,aufklrung war der achtzigjhrige ,kapuziner ,pater ,winter4 ,eine ,rosenkranzpredigt schloss er einst mit folgender ,frage3 ,wer sind die ,neuerer8 - sehr lange spannende ,pause ,esel sind sie1 ,amen6 ,ein ,franziskaner hielt #aghb bei ,einkleidung einer ,nonne zu ,gmnd eine ,predigt1 die von ganz ,deutschland mit vielem ,lachen gelesen wurde4 ,besonders komisch ist der ,schluss3 ,nun1 geistliche ,braut1 seien ,sie ein junger ,affe1 der seiner ,mutter1 der wrdigen ,frau ,oberin1 alles nachfft - ffen ,sie nach dem alten ,affen in ,tugenden1 ,kasteiungen und ,buwerken1 - ffe nach1 du junger ,affe1 ihre ,keuschheit1 ,demut1 ,geduld und ,auferbaulichkeit6 - ,und ,sie1 wrdige ,oberin6 gleichen ,sie dem alten ,bren1 der ein ungelecktes ,stck ,fleisch so lange leckt1 bis es die ,gestalt eines jungen ,bren hat2 - lecke1 du alter ,br1 gegenwrtiges geistliches ,stck ,fleisch so lange1 bis es dir vollkommen hnlich ist2 - lecke du auch dein ganzes ,konvent1 samt allen ,kost- und ,klosterfruleins6 - ,lecke1 du alter ,br1 die smtliche ,familie der geistlichen ,braut und alle hier in dem ,herrn ,versammelten2 - zuletzt lecke auch mich1 damit wir alle wohlgeleckt und gereinigt den ,gipfel der ,vollkommenheit erreichen mgen4 ,amen6 ,eines der originellsten ,predigertalente war aber wohl der sogenannte ,wiesenpater zu ,ismaning in ,bayern1 der vor hundert ,jahren lebte4 ,seine ,rosenkranzpredigt3 ,der heilige ,rosenkranz ber'waltigt d',hllenschanz und seine ,schwanzpredigt sind hchst komisch4 ,die ,letztere sollte bewirken1 dass die ,bauernburschen sich nicht mehr1 wie sie zu tun pflegten1 ,sauschwanz schimpften1 sondern beim ,namen nannten4 ,in ihr kommt folgende ,stelle vor3 ,warum1 meine ,christen1 ist gewachsen dem ,hund sein ,schwanzerl8 ,dem ,hund sein ,schwanzerl ist gewachsen1 damit er wedle und wackle1 dass ihm nicht fahren die ,mucken ins ,loch4 - ,wir ,geistlichen sind aber die wahren ,schwanzerl1 wir mssen wedeln und wackeln1 damit nicht fahren die ,seelen der glubigen ,christen ins ,loch des ,teufels6 ,wenn nun auch einzelne ,sptter ber solche ,mnchspredigten lachten1 so waren sie doch von ,wirkung auf das ,volk und dem ,bildungsgrad derselben angemessen4 ,wre dies nicht der ,fall gewesen1 so htte ,luther gewiss nicht in derselben ,weise gepredigt4 ,einst predigte er ber die letzte ,posaune3 ,so geht es in die ,feldschlacht2 man schlgt die ,trommel und blst die ,trompete ,tara-tan-ta-ra6 - man macht ein ,feldgeschrei ,her6 ,her6 ,her6 - der ,hauptmann ruft ,hui-,hui-,hui6 ,bei ,sodom und ,gomorrha waren die ,trompete und ,posaune ,gottes1 da ging es ,pumperlepump-,plitz-,platz-,schein6 - ,schmier6 ,denn wenn ,gott donnert1 so lautete es schier wie eine ,pauke ,pumperlepump - das ist das ,feldgeschrei und die ,taran-tan-tara ,gottes1 dass der ganze ,himmel und alle ,luft wird gehen ,kir-,kir-,pumperlepump6 - ,nun denke man sich dazu die ,gebrden des heftigen ,mannes und bewundere die ,zuhrer1 welche zitterten und bebten und nicht lachten6 ,von den evangelischen1 protestantischen1 lutherischen und anderen nichtrmischen ,predigern hrt man auch zuzeiten ,unsinn1 welcher dem vorangefhrten nicht viel nachgibt4 ,ich kannte einen ,garnisonsprediger ,ziehe in ,berlin1 der sehr hufig in ,knittelversen predigte4 ,meistens reden die ,herren aber langweilen ,unsinn4 ,htten die ,mnche weiter nichts getan als schlechte ,schauspiele aufgefhrt und verrckte ,predigten gehalten1 dann knnte man ihnen ihr ,dasein allenfalls verzeihen1 allein sie bten einen unendlich unheilvollen ,einfluss dadurch1 dass sie sich der ,erziehung des ,volks bemchtigten und ber die ,schule hinaus demselben ,laster einimpften1 die in den ,klostermauern ausgebrtet wurden und in denselben die grten ,schandtaten und ,niedertrchtigkeiten hervorbrachten1 die in der ,welt sicher sehr selten vorkommen und dann mit den hrtesten und entehrendsten ,strafen1 die das ,gesetz vorschreibt1 bestraft werden4 ,wer von den ,klostergeistlichen nichts weiter kennt als ihre ,lcherlichkeiten1 der ist gar leicht geneigt1 sie fr harmlose ,dummkpfe zu halten2 wer aber tiefer in das ,klosterleben hineinsieht1 der entsetzt sich vor der ,bosheit und ,verworfenheit dieser frommen ,herren1 die in echt rmisch-katholischen ,lndern noch heute den grten ,einfluss haben4 ,mnche zu ,lehrern des ,volkes zu machen1 ist das schwerste und verderblichste ,unrecht1 welches man an demselben begehen kann und unbegreiflich bleibt es1 dass die ,erfahrungen von ,jahrhunderten darber noch nicht gengend aufgeklrt haben und dass in vielen ,lndern ,europas das ,schulwesen mit dem ,mnchswesen auf das engste verbunden und selbst in protestantischen ,lndern von der ,kirche abhngig gemacht worden ist4 ,das pedantische ,pennalwesen1 welches noch heutzutage selbst in vielen - protestantischen ,schulen1 besonders in ,england1 herrscht1 ist die ,folge der ,mnchsschulen1 wo die ,kinder auf die schauderhafteste ,weise behandelt wurden4 ,man sollte es kaum fr mglich halten1 dass die preuische ,regierung noch am ,anfang dieses ,jahrhunderts den ,trappisten1 den allerwahnsinnigsten ,mnchen1 die es gab1 die ,erlaubnis erteilte1 zu ,bieren und ,walda im ,paderbornischen ,schulen zu errichten6 ,diese fanatischen1 bornierten ,mnche bernahmen junge ,leute1 ja ,kinder beiderlei ,geschlechts von drei bis vier ,jahren - zur ,erziehung6 ,der ,abt reiste berall selbst umher1 leichtglubige ,eltern zu verfhren1 ihm ihre armen ,kinderchen zu bergeben4 ,auf diese ,weise wurden ,hunderte dieser unglcklichen ,opfer zusammengeschleppt4 ,es wre ihnen besser gewesen1 man htte sie gleich bei der ,geburt erstickt6 - ,die ,mtter wren wahnsinnig geworden1 htten sie gesehen1 wie die ,trappisten mit den unschuldigen ,kindern umgingen4 ,die ,schilderung1 welche ein ,augenzeuge davon machte1 wendet einem nicht ganz gefhllosen ,menschen das ,herz im ,leibe herum6 ,die ,kinder1 meistens im ,alter von vier bis zehn ,jahren1 lebten in dsteren ,zellen1 deren ganzes ,gert ein ,strohsack1 ein ,totenkopf1 ,spaten und ,hacke war1 womit sie ihre ,kartoffelfelder bearbeiteten1 die sie nebst ,wasser und ,brot nhrten4 ,sie waren gekleidet wie die ,trappisten und mussten ganz ebenso leben wir ihre ,lehrer4 ,sie durften nicht reden und die ganze ,anstalt glich einem ,taubstummen-,institut4 ,wenn solch ein armes ,kind zur ,unzeit sprach1 lachte1 a oder sonst einen kleinen ,fehler beging1 wurde es bis aufs ,blut gegeielt 4 ,fortwhrend ,prgel1 gewrzt durch etwas ,latein1 das war die ganze ,erziehung1 denn alle anderen ,wissenschaften wurden verachtet4 ,es konnte nicht ausbleiben1 dass viele der ,kinder durch die ,flucht sich dieser barbarischen ,behandlung zu entziehen suchten2 allein die armen ,geschpfe wurden leicht wieder eingefangen1 und die frchterlichsten ,strafen schreckten von ferneren ,fluchtversuchen ab4 ,klagen konnten die rmsten niemandem1 denn die ,eltern durften ihre ,kinder nicht sprechen1 und diese waren bis zum #ba4 ,jahr ,eigentum des ,klosters6 ,die ,folge davon war1 dass eine groe ,menge der ,kinder krank oder wahnsinnig wurden4 ,es kamen ,gerchte davon unter das ,volk1 und der ,ex-,jesuit ,le ,clerc schrieb ffentlich gegen diese ,kindermordanstalt4 ,seine ,stimme fand ,gehr1 und ,friedrich ,wilhelm ,,iii4 von ,preuen machte der ,scheulichkeit ein ,ende4 ,aber nicht alle ,frsten denken so vernnftig1 und wir sehen in anderen ,staaten ,klster und ,klosterschulen in hchster ,blte4 ,die ,mnche trachten danach1 ihre ,schler zu ,mnchen oder doch mglichst mnchhnlich zu machen1 und in der hchsten ,vollkommenheit zeigen sich diese ,bestrebungen bei der ,erziehung der ,novizen1 weshalb ich einiges darber sagen will4 ,climakus spricht3 ,es ist besser gegen ,gott sndigen als gegen seinen ,prior4 ,das erste ,gesetz in einem ,kloster ist unbedingter ,gehorsam1 und deshalb trachtet man denn auch vor allen ,dingen danach1 ,geist und ,krper in ,fesseln zu legen4 ,ein ,novize darf gar keinen ,willen haben2 er muss auf den ,wink der frommen ,vter oder des ,novizenmeisters aufpassen wie ein ,pudel in der ,dressur4 ,er muss auf ,befehl krank und gesund sein1 sich in ,wasser oder ,feuer strzen und die unsinnigsten ,dinge vornehmen1 wenn sie ihm geheien werden4 ,die ,novizen sind die ,hofnarren der ,patres und mssen sich alle ,ausbrche ihrer guten oder bsen ,laune gefallen lassen4 ,diese nehmen mit ihren ,zglingen die allerverrcktesten ,dinge vor1 um sie an ,gehorsam und ,demut zu gewhnen4 ,die ,novizen mussten zum ,beispiel manchmal1 mit schweren ,reitstiefeln angetan1 auf einem ,bein um den ,tisch hpfen oder ein ,dutzend ,purzelbume schlagen1 so gut sie es konnten4 ,dann wurde ihnen wieder befohlen1 ,fischeier oder ,salz in die ,erde zu sen1 oder man spannte sie an einen ,wagen und lie sie einen ,strohhalm oder eine ,feder spazieren fahren4 ,kapuziner haben ihren ,novizen ,heu und ,stroh vorgesetzt oder sie aus ,sautrgen essen lassen4 ,ein ,vergngen1 welches sie sich oftmals machten1 war1 dass sie auf dem ,fuboden einen ,strich mit ,kreide zogen und nun den ,novizen befahlen1 diesen aufzulecken4 ,das war an und fr sich schon arg genug2 aber berdies zogen sie den ,strich absichtlich ber den ,speichel1 womit sie die ,dielen zu verzieren pflegten4 ,oft lie man die armen ,dulder auch exerzieren4 ,es wurde ihnen ein alter ,kessel ber den ,kopf gestlpt1 ein ,bratspie oder ein ,flederwisch an die ,seite gesteckt und eine ,bratpfanne als ,gewehr ber die ,schulter gelegt4 ,wehe dem ,unglcklichen1 der es wagte1 die ,miene zu verziehen oder sich gar ,worte des ,widerspruchs zu erlauben2 ihn erwarteten strenge ,strafen4 ,wenn ein ,novize vielleicht beim ,gesang zu frh einfiel oder die ,tr zu heftig zuwarf1 etwas fallen lie und dergleichen1 so war dies eine culpa levis1 und man strafte ihn damit1 dass man ihn1 auf den ,knien liegend1 mit ausgestreckten ,armen ein langes ,gebet sprechen lie oder indem er einen ,finger in die ,erde steckte1 was man ,bohnenpflanzen nannte4 ,eine culpa media war es1 wenn es der ,novize unterlie1 dem ,obern die ,hand oder den ,grtel zu kssen1 oder verga1 sich vor dem ,allerheiligsten1 wenn es vorbeigetragen wurde1 zu verneigen oder wenn er ohne ,erlaubnis auslief4 ,fr solche ,vergehen musste er hungern oder mit seinem ,grtel um den ,hals an der bloen ,erde essen4 ,ging er ohne geistliche ,waffen1 das heit ohne ,rock1 ,skapulier und ,grtel zu ,bette2 besa er irgend etwas als ,eigentum2 schrieb er ,briefe oder opponierte sich gar gegen ,obere1 dann beging er eine culpa gravis und wurde mit entsetzlichen ,hieben1 ,fasten und ,einsperrung bestraft4 ,eine culpa gravissima aber war es1 wenn er einen anderen geschlagen1 verwundet oder gar gettet oder wenn man den ,novizen auf wiederholter ,unkeuschheit ertappt hatte oder wenn er den ,versuch machte1 aus dem ,kloster zu entweichen4 ,diese ,verbrechen wurden nach den ,umstnden oder nach der ,laune der ,obern mit einjhriger ,einsperrung bei ,wasser und ,brot oder auch mit tglicher ,geielung und ewigem ,gefngnis bestraft4 ,und was fr ,gefngnisse waren es1 in welchen die rmsten oft wegen geringer ,vergehen jahrelang sitzen mussten4 ,pater ,franz ,sebastian ,ammann1 der ,benediktinerstudent im ,kloster ,fischingen und dann ,guardian 7,vorsteher7 mehrerer ,klster in der ,schweiz gewesen war und dem wir die interessantesten und abschreckendsten ,aufschlsse ber das jetzige ,klosterleben verdanken1 beschreibt auch den im ,kapuzinerkloster auf dem ,wesamlin bei ,luzern befindlichen ,kerker 7,custodie74 ,er liegt an einem feuchten und grauenhaften ,ort1 ist von dicken ,balken aufgefhrt1 mit zwei ,tren und einem kleinen stark vergitterten ,fenster versehen und inwendig ungefhr #ab ,fu lang1 #f breit und ebenso hoch4 ,da er nicht heizbar ist1 so hat hier schon mancher durch ,klte und schlechte ,nahrung sein ,leben eingebt4 ,wie mgen nun erst dergleichen ,lcher im ,mittelalter beschaffen gewesen sein4 ,die gewhnliche ,beschftigung der ,novizen war sehr dazu geeignet1 den ,menschen in ihnen zum ,vieh herabzuwrdigen4 ,ihre wissenschaftlichen ,studien bestanden darin1 dass sie aszetische ,schriften oder das ,brevier lesen mussten1 woraus allerdings sehr viel ,weisheit zu holen war6 - ,dann mussten sie sich im ,schweigen und im ,niederschlagen der ,augen1 kurz1 in der ,heuchelei ben4 ,wer zu unrechter ,zeit den ,mund auftat1 musste eine ,zeitlang ein ,pferdegebiss im ,mund tragen1 und wer seine ,augen zu viel umherschweifen lie1 erhielt ein ,brille oder ,scheuklappen4 ,ferner war es das ,geschft der ,novizen1 zu luten1 die ,treppen1 ,gnge1 ja selbst die ,abtritte zu fegen4 ,wer verschlief1 der musste mit der ,matratze oder mit dem ,nachttopf am ,hals erscheinen oder im ,sarg schlafen4 - ,holz1 ,licht und ,wasser herbeizuholen1 gehrte ebenfalls zu ihren ,verrichtungen1 und auerdem mussten sie noch im ,chor singen bis zur uersten krperlichen ,erschpfung4 ,dabei fehlte es nicht an allerlei ,kreuzigungen des ,fleisches4 ,sie mussten in der grten ,hitze drsten1 bis sie fast verschmachteten2 den ,absplicht der ,geschirre als ,suppe essen oder1 wenn sie hungrig waren1 mit jedem ,lffel voll ,speise eine ,leiter hinaufsteigen und durften ihn erst dann in den ,mund stecken1 wenn sie oben angelangt und noch etwas darin war4 ,zu ,meran in ,tirol musste #agdg an einem ,fest ein ,kapuziner-,noviz - er war der ,sohn eines ,grafen - drei ,stunden lang gebunden an einem ,kreuze hngen und fortwhrend rufen3 ,erbarmen mir groem ,snder6 - ,er hatte einen ,krug zerbrochen6 ,fischingen1 in welchem der oben genannte ehemalige ,guardian ,ammann von seinem siebten bis vierzehnten ,jahr war1 stand in dem ,rufe1 eines der sittenreinsten und vorzglichsten ,klster der ,schweiz zu sein1 und welche ,nichtswrdigkeiten gingen hier vor6 7ffnet die ,augen1 ,ihr ,klsterverteidiger u4s4w4 von ,f4 ,s4 ,ammann4 #g4 ,aufl4 ,bern1 bei ,c4 ,a4 ,jenni ,sohn1 #ahda4 ,ein hchst lesenswertes ,schriftchen1 welches nur wenige ,groschen kostet7 ,die liederlichen ,patres lebten untereinander wie ,hund und ,katze und einer suchten den anderen auf jede ,weise zu schaden4 ,ammann wurde von einem seiner ,lehrer so lange mit einem schweren ,lineal auf die ,fingerspitzen geschlagen1 bis ,blut herausspritzte und die ,hnde ganz dick geschwollen waren4 ,dann musste er in einem offenen ,gange mitten im ,winter zwei ,stunden lang auf dem ,ziegelboden sitzen2 und warum8 - ,weil er von einem andern ,lehrer nichts ,bses zu sagen wusste6 - ,mnche sind nur eins in ihrem ,hass gegen die ,weltgeistlichen1 aber diese werden von ihnen grndlich gehasst4 ,ein von dem ehemaligen ,benediktiner zu ,rom ,raffaeli ,cocci1 #ahdf 7bei ,pierer in ,altenburg7 verffentlichtes ,buch enthlt ber die ,novizen und ber die ,klosterverhltnisse so entsetzliche ,tatsachen1 dass sich beim ,lesen derselben die ,haare struben4 ,der ,unglckliche wurde durch seine von den ,geistlichen ganz umgarnten ,eltern gezwungen1 ins ,kloster zu gehen und hatte hier ,schreckliches zu leiden1 bis es ihm endlich #ahdb gelang1 nach ,england zu fliehen1 wo er wohl noch lebt4 ,interessant ist zu beobachten1 wie den ,knaben schon von ,jugend auf unter dem ,schleier der ,religion der bitterste ,hass gegen die ,protestanten in das ,herz gepflanzt wird4 ,diese1 lehrte man1 beteten den ,mammon als ,gott an und glaubten nicht an ,christus2 tglich kmen bei ihnen ,flle vor1 wo einer den anderen totschlge2 die ,rmisch-,katholischen1 die in ihre ,lnder kommen1 wrden zum ,tode verurteilt2 sie htten keine ,gesetze1 sondern lebten fortwhrend in einem anarchischen ,zustand4 ,wenn ein ,novize ,vernunft zeigte1 dann war es um ihn getan3 er hatte die entsetzlichsten ,qualen zu erdulden4 ,man wandte die uersten ,mittel an1 den rebellischen ,geist des ,knaben durch ,einwirkungen auf die ,sinne zu brechen1 was bei vielen zum ,wahnsinn fhrte4 ,cocci fand einst nach einer schrecklichen ,predigt in seiner ,zelle ein grinsendes ,totengerippe und ein anderes ,mal ein scheuliches ,gemlde des ,jngsten ,gerichts1 welches mit vielen ,lichtern beleuchtet war4 ,wenn solche ,mittel nicht fruchten wollten1 dann folgten die grausamsten ,geielungen4 ,weiter unten1 wenn ich von den ,folgen des ,zlibats in den ,klstern rede1 wird sich zeigen1 welchen schndlichen ,verfhrungen die unter ,leitung der ,mnche stehenden ,knaben ausgesetzt sind1 und ein jeder ,vater wird daraus erkennen knnen1 wie hchst gefhrlich es fr seine ,kinder ist1 wenn er diese in ,klosterschulen unterrichten lsst4 ,welche ,vorteile kann auch diesen ,gefahren fr die ,sittlichkeit gegenber die ,erziehung durch ,geistliche gewhren6 ,der grte ,teil derselben1 mgen sie nun ,katholiken1 ,lutheraner oder ,reformierte heien1 sind beschrnkt und diejenigen1 die es nicht sind1 mssen so scheinen1 da ihre ,existenz davon abhngt4 ,die unter ihrer ,leitung erzogenen ,knaben saugen von ,jugend auf eine ,menge falscher ,ansichten und ,vorurteile ein1 die sie dann ihr ganzes ,leben lang wie eine ,sklavenkette mit sich herumschleppen und die ihnen vielfach an ihrem ,fortkommen hinderlich sind4 ,man nehme die ,erziehung aus den ,hnden der ,geistlichen und trenne die ,kirche durchaus von der ,schule2 ehe das nicht geschieht1 werden wir nicht ,mnner erziehen1 welche den ,anforderungen des gegenwrtigen ,jahrhunderts entsprechen4 ,ich erwhnte oben1 dass die ,novizen fr geringe ,vergehen grausam gegeielt wurden1 und muss einiges ber das ,geieln berhaupt sagen1 da es eine ganz auerordentlich groe ,rolle in der rmischen ,kirche und besonders in den ,klstern spielt4 ,ich habe einen ganzen ,band ber das ,geieln geschrieben1 und andere haben es vor mir getan1 aber dennoch den ,gegenstand nur oberflchlich behandeln mssen1 da er in der ,tat zu reichhaltig ist1 um in einem ,band erschpft werden zu knnen4 ,hier muss ich mich vollends nur auf wenige und fragmentarische ,angaben beschrnken4 ,schon unter den ,christen der ersten ,jahrhunderte gewann der ,gedanke ,raum1 dass es verdienstlich und zur ,erlangung der ,seligkeit frderlich sei1 sich ,entbehrungen und krperliche ,qualen freiwillig aufzuerlegen4 ,der ,gedanke lag nahe1 sich diese durch selbst erteilte ,schlge zu verursachen1 und wir finden daher schon frhzeitig unter den ,christen ,selbstgeiler1 besonders unter den ,mnchen4 ,in den ,statuten vieler ,klster heit es darber3 ,wenn die ,mnche die ,geielung an sich selbst ausben1 so sollen sie sich an ,christus1 ihren liebenswrdigsten ,herrn1 erinnern1 wie er an die ,sule gebunden und gegeielt ward1 und sollen sich bemhen1 wenigstens einige geringe von den unaussprechlichen ,schmerzen und ,leiden selbst zu erfahren1 welche er erdulden musste4 - ,andere ,grnde fr die ,selbstgeielung waren1 dass man dadurch sein ,gewissen beruhigte1 wenn man eine ,snde begangen hatte1 und als durch die ,pfaffen der ,glaube aufkam1 dass man durch diese oder jene von ihnen auferlegte ,pnitenz sich entsndigen knne1 so lag der ,gedanke nahe1 dass dies durch selbst gegebene ,schlge geschehen knne4 ,ein weiterer ,grund dafr war auch der1 dass man dadurch die ,anfechtungen des ,fleisches besiegen wollte4 ,allmhlich wurde die freiwillige ,geielung als ,bumittel immer beliebter4 ,es bildeten sich besondere ,gebruche dabei und das ,verhltnis zwischen ,snde und ,hiebe wurde festgestellt4 ,besondere ,bubcher bestimmten1 durch welche ,strafen gewisse ,snden gebt werden knnten4 ,geielhiebe wurden gleichsam die ,scheidemnze der ,bue besonders fr diejenigen1 welche der rmischen ,kirche keine anderen ,mnzen zahlen konnten4 ,in der ,mitte des #aa4 ,jahrhunderts gab es in ,italien einige ,mnner1 welche im ,selbstgeieln ,unerhrtes leisteten4 ,sie geielten sich nicht nur fr ihre ,snden1 sondern bernahmen auch die ,bue fr die ,snden anderer4 ,von den vielen ,geielhelden will ich nur den berhmtesten anfhren4 ,es war dies der ,mnch ,dominikus der ,gepanzerte1 welchen ,namen er erhielt1 weil er bestndig1 auer wenn er sich geielte1 einen eisernen ,panzer auf dem bloen ,leibe trug1 ,petrus de ,damiani1 der ,kardinalbischof von ,ostia1 war ,abt des ,benediktinerklosters zu ,fonte-,avallana1 in welchem ,dominikus lebte4 ,er erzhlt3 ,kaum vergeht ein ,tag1 ohne dass er mit ,geielbesen in beiden ,hnden zwei ,psalter hindurch seinen nackten ,leib schlgt1 und dieses in den gewhnlichen ,zeiten1 denn in den ,fasten oder wenn er eine ,bue zu vollbringen hat 7oft hat er eine ,bue von hundert ,jahren bernommen71 vollendet er hufig unter ,geielschlgen wenigstens drei ,psalter4 ,eine ,bue von hundert ,jahren wird aber1 wie wir von ihm selbst gelernt haben1 so erfllt3 ,da dreitausend ,geielschlge nach unserer ,regel ein ,jahr ,bue ausmachen und1 wie es oft erprobt ist1 bei dem ,hersingen von zehn ,psalmen hundert ,hiebe stattfinden1 so ergeben sich fr die ,disziplin eines ,psalters fnf ,jahre ,bue1 und wer zwanzig ,psalter mit der ,disziplin 997 absingt1 kann berzeugt sein1 hundert ,jahre ,bue vollbracht zu haben4 ,doch bertrifft auch darin unser ,dominikus die meisten1 da er als ein wahrer ,schmerzenssohn1 da andere mit einer ,hand die ,disziplin ausben1 mit beiden ,hnden unermdet die ,lste des widerspenstigen ,fleisches bekmpft4 ,jene ,bue von hundert ,jahren vollendete er aber1 wie er mir selbst gestanden hat1 ganz bequem in sechs ,tagen4 - ,er gab sich also nach dem angegebenen ,mastab 7#cjjj fr ein ,jahr7 whrend dieser sechs ,tage #cjj4jjj ,hiebe4 ,er musste sich also tglich sieben ,stunden geieln und in jeder ,sekunde zwei ,hiebe geben1 was angeht1 da er sich mit beiden ,hnden geielte4 ---- 997 ,ursprnglich bedeutet dieses ,wort alle ,strafen und ,zchtigungen2 als aber die ,disziplin durch ,geieln ber jede andere ,art den ,preis davontrug1 wurde das ,wort ,disziplin der technische ,ausdruck1 womit man diese ,art ,zchtigungen bezeichnete1 und endlich nannte man selbst das ,instrument1 welches zum ,schlagen gebraucht wurde1 die ,disziplin4 ---- ,welchen ,anblick mag der ,krper dieses ,geielhelden dargeboten haben1 denn schon beim achten ,psalter war das ,gesicht zerschlagen1 voller ,striemen und blau und braun4 ,der ,krper ,dominikus'1 erzhlt ,damiani mit ,stolz1 habe ausgesehen wie die ,kruter1 welche der ,apotheker zu einer ,ptisane zerstoen habe6 ,es entstand unter den ,frommen ,streit darber1 ob man sich beim ,geieln entkleiden solle oder nicht1 und ferner1 ob ,schlge auf ,rcken und ,schultern oder auf den ,hintern der ,gesundheit weniger nachteilig oder dem ,himmel angenehmer seien4 ,die ganze geielnde ,welt teilte sich in zwei ,parteien2 die eine zog die obere ,disziplin vor 7disciplina supra1 oder im besten ,mnchslatein secundum supra71 die andere die untere ,disziplin 7disciplina deorsum1 secundum sub474 ,die ,gegner der unteren ,disziplin sagen1 sie verstoe gegen die ,schamhaftigkeit1 und der ,abb ,boileau sagt in seinem berhmten ,werk darber3 ,der hl4 ,gregorius von ,nyssa lobt in seiner kanonischen ,epistel den ,gebrauch1 die toten ,krper zu vergraben1 welches man seiner ,meinung nach tue1 damit die ,schande der menschlichen ,natur nicht dem ,sonnenlicht ausgesetzt werde4 - ,aber ist es bei der verdorbenen ,natur nicht weit schamloser und niedertrchtiger1 beim ,lichte der ,sonne die ,lenden junger ,mdchen und ihre1 obwohl der ,religion geweihten1 nichtsdestoweniger wunderschnen ,schenkel zu zeigen als einen bloen und entstellten ,leichnam8 ,trotzdem fand die untere ,disziplin bei den ,frauen den meisten ,beifall1 und die medizinischen ,grnde des gelehrten ,abb ,boileau1 die ich hierhersetze1 machten wenig ,eindruck2 - im ,gegenteil4 ,wenn man ein bel flieht1 sagt der ,abb1 so muss man wohl achtgeben1 dass man nicht unklugerweise in das entgegengesetzte rennt und dass man1 nach dem lateinischen ,sprichwort1 um die ,szylla zu vermeiden1 nicht in die ,charybdis gert4 ,wenigstens ist die ,geielung der ,lenden umso viel gefhrlicher1 als die ,krankheiten des ,geistes mehr zu frchten sind als die des ,krpers4 ,die ,anatomen bemerken1 dass die ,lenden sich bis zu den drei ueren ,muskeln der ,hinterbecken erstrecken1 dem groen1 dem mittleren und dem kleinen1 so dass darin drei ,zwischenmuskeln enthalten sind oder ein einzelner1 welchen man den dreikpfigen ,muskel nennt oder den triceps1 weil er an drei ,orten des os pubis beginnt1 an dem oberen ,teil nmlich1 an dem mittleren und dem inneren4 ,hieraus folgt nun ganz notwendig1 dass1 wenn die ,lendenmuskeln mit ,ruten- oder ,peitschenhieben getroffen werden1 die ,lebensgeister mit ,heftigkeit gegen das os pubis zurckgestoen werden und unkeusche ,bewegungen erregen4 ,diese ,eindrcke gehen sogleich in das ,gehirn ber1 malen hier lebhafte ,bilder verbotener ,freuden1 bezaubern durch ihre trgerischen ,reize den ,verstand1 und die ,keuschheit liegt in den letzten ,zgen4 ,man kann nicht daran zweifeln1 dass die ,natur auf dieselbe ,weise verfhrt1 weil es auer den ,nierenblut-1 ,samen- und ,fettadern 7veines emulgentes1 spermatiques et adipeuses7 noch zwei andere gibt1 welche man ,lendenadern nennt und die sich zwischen dem ,rckgrat1 zu beiden ,seiten des ,rckenmarkes1 befinden und vom ,gehirn einen ,teil der ,samenbestandteile herfhren1 so dass diese durch die ,heftigkeit der ,peitschenhiebe erhitzte ,materie sich in die ,teile strzt1 welche zur ,fortpflanzung dienen und durch den ,kitzel und den ,sto des os pubis zur rohen fleischlichen ,lust anreizen4 ,diese hier erwhnten ,folgen der untern ,disziplin - die wir ,mttern zur ,beachtung empfehlen - waren entweder ihren ,anhngern nicht bekannt oder wurden von ihnen nicht gefrchtet1 indem sie es1 so knstlich zu fleischlicher ,lust aufgeregt1 vielleicht fr umso verdienstlicher hielten1 ihr ,fleisch zu besiegen4 ,wie die ,herren ,jesuiten auf diese ,wirkung spekulierten1 werden wir im letzten ,kapitel sehen4 ,die ,kirche wollte lange ,zeit hindurch das ,geieln nicht als eine ,notwendigkeit anerkennen2 allein die ,gegner desselben unterlagen1 und das ,selbstgeieln sowohl als das ,geieln als ,strafe wurde allgemein und mit einem ,fanatismus betrieben1 der in unserer ,zeit vllig unbegreiflich ist4 ,der heilige ,antonius von ,padua kann die ,geielmode nicht genug loben2 aber der heilige ,franziskus nennt ihn ein ,rindvieh1 und ich will dem ,heiligen umso weniger widersprechen1 als dieses heilige ,rindvieh der ,urheber der ,geielprozessionen 997 wurde1 aus denen die ,geilerbrderschaften hervorgingen1 die ,jahrzehnte hindurch eine groe ,rolle in der rmischen ,kirche spielten4 ---- 997 ,wer sich ber den rmisch-katholischen ,wahnsinn nher unterrichten will1 lese ,die christlichen ,geilergesellschaften von ,dr4 ,g4 ,g4 ,frstemann1 oder l',histoire des ,flagelans von ,thiers1 oder den zweiten ,teil der ,histr4 ,denkmale des christl4 ,fanatismus1 die ,geiler1 von ,corvin4 ---- ,das ,geieln fand unter den frommen ,frauen besonders viele ,anhnger und wurde in den ,nonnenklstern besonders mit ,leidenschaft getrieben4 ber den ,grund will ich mir weiter keine ,untersuchungen gestatten1 sondern nur den ,verdacht aussprechen1 dass der triceps und das os pubis mehr mit dieser ,leidenschaft zu tun hatten als die ,religion und als die armen ,frauen selbst ahnten4 ,die ,karmeliter hatten eine ziemlich vernnftige ,regel1 bis sie unter die ,herrschaft der heiligen ,therese kamen2 dieselbe1 welche den ,mnchen buchstblich die ,hosen auszog und diese ihren ,nonnen anzog4 ,in den ,regeln1 die sie gab1 spielte die ,selbstgeielung eine ,hauptrolle4 ,whrend der ,fasten besonders geielten sich manche ihrer ,mnche und ,nonnen drei- bis viermal tglich1 ja sogar whrend der ,nacht4 ,das ,kloster zu ,pastrana war eine freiwillige ,marteranstalt4 ,eine ,zelle war gleichsam das ,geielzeughaus4 ,hier waren alle nur mglichen ,geielinstrumente angehuft1 und jeder ,novize hatte das ,recht1 sich dasjenige ,folterwerkzeug auszusuchen1 welches ihm fr seine ,bue am passendsten schien4 - ,eine beliebte ,art der ,selbstqulerei war das sogenannte ,ecce homo4 ,sie wurde gewhnlich in ,gesellschaft vorgenommen4 ,die bubedrftigen ,brder stellten sich im ,refektorium auf4 ,einer trat nun aus der ,reihe heraus4 ,er war nackt bis zum ,grtel und sein ,gesicht mit ,asche bedeckt4 ,unter dem linken ,arm schleppte er ein schweres hlzernes ,kreuz und auf dem ,kopf trug er eine ,dornenkrone1 in der rechten ,hand hatte er eine ,geiel4 ,so ging er mehrmals im ,refektorium auf und nieder1 peitschte sich fortwhrend und sagte mit klglicher ,stimme einige besonders zu dieser ,gelegenheit verfasste ,gebete her4 - ,war er fertig1 dann folgten die andern ,brder4 ,der ,karmeliterorden hat berhmte ,geielhelden und -heldinnen hervorgebracht1 und ich erinnere nur an die heilige ,therese und an die heilige ,katharina von ,cardone1 von denen ich schon im ,kapitel von den ,heiligen weitlufiger gesprochen habe4 ,die ,letztere brauchte zum ,geieln ,ketten mit ,hkchen oder eine gewhnliche ,geiel1 in welche sie ,nadeln und ,ngel steckte oder sie mit ,dornenzweigen durchflochten hatte4 ,mit solchen grsslichen ,werkzeugen geielte sie sich oft zwei bis drei ,stunden lang4 ,maria ,magdalena von ,pazzi1 eine ,karmeliternonne zu ,florenz1 erlangte durch ihre ,selbstqulerei und mehr noch durch die ,folgen derselben einen hohen ,ruf4 ,sie war #aeff in ,florenz geboren und die ,tochter angesehener ,eltern4 ,schon als ,kind hatte sie eine ,leidenschaft fr das ,geieln1 und als sie siebzehn ,jahre alt war1 nahm sie den ,schleier4 ,es war ihre grte ,freude1 wenn die ,priorin ihr die ,hnde auf den ,rcken binden lie und sie in ,gegenwart smtlicher ,schwestern mit eigener ,hand auf die bloen ,lenden geielte4 ,diese schon von ,jugend auf vorgenommenen ,geielungen hatten ihr ,nervensystem ganz und gar zerrttet1 und keine ,heilige hat so hufig ,entzckungen gehabt4 ,whrend derselben hatte sie es besonders mit der ,liebe zu tun und schwatzte darber das wunderlichste ,zeug4 ,der himmlische ,brutigam erschien ihr sehr hufig1 und sie sah ihn in allen mglichen ,lagen4 ,einst blieb sie1 das ,kruzifix in der ,hand1 sechzehn ,stunden lang in ,betrachtungen ber das ,leiden ,christi versunken und sah im ,geiste eine der ,martern nach der anderen1 welche er erduldet hatte4 ,dieser ,anblick rhrte sie so sehr1 dass sie ,strme von ,trnen vergoss und ihr ,bette davon so nass wurde1 als ob es in ,wasser getaucht worden wre4 ,dann fiel sie in ,ohnmacht1 blass wie der ,tod1 und blieb eine lange ,zeit ohne ,bewegung liegen4 ,in diese ,entzckungen verfiel sie gewhnlich1 nachdem sie das ,abendmahl genommen hatte oder wenn sie sich in die ,betrachtung eines heiligen ,ausspruchs vertiefte4 ,besonders geschah das1 wenn sie ber ihren ,lieblingstext nachdachte2 dieser war3 ,und das ,wort ward ,fleisch4 ,einst geriet sie dabei in eine ,verzckung1 welche von abends fnf ,uhr bis zum anderen ,morgen dauerte4 ,whrend derselben rief sie pltzlich aus3 ,das ewige ,wort ist in dem ,schoe des ,vaters unermesslich gro2 aber in ,mariens ,scho ist es nur ein ,pnktchen4 - ,deine ,gre ist unergrndlich und ,deine ,weisheit unerforschlich1 mein ser1 liebenswrdiger ,jesus6 ,das innere ,feuer drohte- sie zu verzehren1 und hufig schrie sie3 ,es ist genug1 mein ,jesus6 ,entflamme nicht strker diese ,flamme1 die mich verzehrt6 - ,nicht diese ,todesart ist es1 die sich die ,braut des gekreuzigten ,gottes wnscht2 sie ist mit allzu vielen ,vergngungen und ,seligkeiten verbunden6 ,so steigerte sich ihr ,zustand von einer ,stufe des ,wahnsinns zur anderen1 und endlich bildete sie sich ein1 frmlich mit ,christus vermhlt zu sein und sowohl von ihm wie von ihrem ,schwiegervater und dessen ,adjutanten1 dem ,heiligen ,geist1 ,visiten zu erhalten4 ,die ,hysterie erreichte den hchsten ,grad1 und der ,geist der ,unreinheit blies ihr die wollstigsten und ppigsten ,phantasien ein1 so dass sie mehrmals nahe daran war1 ihre ,keuschheit zu verlieren4 ,aber die ,qualen1 denen sie sich nach solchen ,versuchungen unterzog1 waren entsetzlich4 ,sie ging in den ,holzstall1 band einen ,haufen ,dornengestruch los und wlzte sich so lange darauf1 bis sie am ganzen ,krper blutete und der ,teufel der ,unzucht sie verlassen hatte4 ,so ging es fort1 bis endlich der barmherzige ,tod ihren ,qualen ein ,ende machte4 ,die arme ,wahnsinnige wurde natrlich heilig gesprochen4 ,die unendlich vielen ,abarten des ,zisterzienserordens haben sich im ,punkte des ,selbstgeielns sehr ausgezeichnet1 allein von ihnen keine so sehr wie die ,trappisten4 ,sogar ,mnche nannten den ,stifter dieses ,klosters zu ,la ,trappe den ,scharfrichter der ,religisen4 ,der ,orden war durch die ,revolution sehr herabgekommen1 aber ,karl ,x4 nahm ihn unter seinen besonderen ,schutz1 und von #ahad-ahbg zhlte man in ,frankreich nicht weniger als #fjj ,nonnenklster dieses ,ordens4 ,die ,geiel war hier an der ,tagesordnung1 und ,mademoiselle ,adelaide de ,bourbon1 die ,beschtzerin dieser ,klster1 wie auch die alternde ,frau von ,genslis1 geielten sich von ,zeit zu ,zeit mit den ,nonnen in frommer ,andacht4 ,die ,krone der ,zisterzienser ist aber die hochgepriesene ,mutter ,passidea von ,siena1 von der ich schon frher erzhlte1 dass sie es fr verdienstlich hielt1 sich wie einen ,schinken in den ,rauch zu hngen4 ,im ,geieln leistete sie ,dinge1 welche selbst ,dominikus den ,gepanzerten mit ,neid erfllt haben wrden4 ,die natrliche ,folge des unmigen ,geielns war ebenfalls ein dem ,wahnsinn nahekommender ,zustand1 in welchem ihr ,christus erschien4 ,das ,blut floss aus seinen ,wunden1 er streckte ihr die ,arme entgegen und rief mit zrtlicher ,stimme3 ,schmecke1 meine ,tochter1 schmecke6 - ,elisabeth von ,genton geriet durch das ,geieln frmlich in bacchantische ,wut1 was aber die ,pfaffen heilige ,verzckung nannten4 ,am meisten raste sie1 wenn sie1 durch ungewhnliche ,geielung aufgeregt1 mit ,gott vereinigt zu sein glaubte1 den sie sich als einen schnen nackten ,mann und in bestndigem ,brutigamstaumel mit seiner irdischen ,geliebten dachte4 ,dieser ,zustand des ,entzckens war so berschwnglich beglckend1 dass sie hufig in den ,ausruf ausbrach3 ,o ,gott6 o ,liebe1 o unendliche ,liebe6 o ,liebe6 o ,ihr ,kreaturen1 rufet doch alle mit mir3 ,liebe6 ,liebe6 - ,ich knnte die ,zahl solcher ,beispiele unendlich vermehren3 allein1 ich halte es fr berflssig1 da die ,wirkungen so ziemlich berall dieselben waren4 ,dass das ,geieln unter den ,strafen die ,hauptrolle spielte1 kann man sich nach dem ,gesagten wohl denken4 ,die ,klosterregel der ,heiligen ,therese ist so reichlich mit ,geielverordnungen gespickt1 dass manches ,kloster1 welches derselben folgte1 ein eigenes ,magazin fr ,ruten haben musste4 ,die beschuhten oder graduierten ,karmeliter1 die sich viel mit dem ,studieren beschftigten und deshalb einige ,vorrechte genossen1 erhielten dennoch trotz ihrer ,gelehrsamkeit bei den kleinsten ,vergehen ,prgel4 ,am allerhrtesten wurden aber die ,vergehen mit hbschen ,klosterfrauen bestraft1 besonders ein mit denselben begangenes ,verbrechen1 welches zwar nicht genannt1 aber in dem ,orden sehr hufig vorgekommen sein muss4 ,schon auf den bloen ,verdacht hin1 dasselbe begangen zu haben1 wurde ein ,mnch1 ohne ,hoffnung auf ,milderung oder ,barmherzigkeit zu haben1 mit ewigem ,gefngnis bestraft1 und zwar3 um dort erbrmlich geqult zu werden1 wie der ,beisatz in den ,statuten lautet4 ,nicht so streng scheint man indessen dergleichen ,vergehen genommen zu haben1 wenn sie mit nichtgeistlichen ,frauen begangen wurden1 und die ,mnche trugen ,sorge1 dass solche in der ,nhe waren4 ,besonders scheinen die ,weiber der ,klosterdiener1 die in den ,wirtschaftsgebuden1 der sogenannten ,vorstadt1 wohnten1 eine groe ,anziehungskraft fr die heiligen ,vter gehabt zu haben1 und einen besonderen ,wert hatten diejenigen ,weiber1 welche keine ,kinder bekamen oder in der ,klostersprache steriles 7,unfruchtbare7 waren4 - ,der bekannte ,schriftsteller ,karl ,julius ,weber wohnte einst einer ,unterhaltung bei1 welche ein ,domherr mit seiner ,kchin hatte1 die von ihm einen hheren ,lohn forderte4 ,der ,domherr wollte nicht einsehen1 warum sie mehr verlange als eine andere2 allein sie machte ihre ,vorzge geltend und rief mit ,selbstgefhl3 ,ja1 ich bin aber auch eine ,sterelise6 ,der ,orden von ,fontevrauld war ein kurioser ,orden4 ,in dem ,kloster lebten ,mnche und ,nonnen zusammen1 die oft beieinander schlafen mussten1 um ,versuchungen gewaltsamerweise und einzig zu dem ,zwecke herbeizufhren1 sie desto glorreicher zu berwinden4 ,die ,regel dieses ,ordens fand so viele ,liebhaberinnen1 dass nicht selten zwei- bis dreitausend ,nonnen im ,kloster waren4 ,da die ,schwangerschaften gar zu hufig vorkamen1 musste die ,zucht etwas strenger eingerichtet werden4 ,dieses ,kloster zu ,fontevrauld oder ,eberardsbrunnen hatte fnfzig ,mnchsklster unter sich4 ,besonders zahlreich war aber die ,zahl der ,novizen im ,stammhaus1 und meistens fhrten hier frstliche oder andere vornehme ,damen das ,regiment1 denn dieser ,orden hatte das ,eigentmliche1 dass hier das mnnliche ,geschlecht dem weiblichen untergeben war4 ,das ,geieln an einem jungen ,frater oder ,novizen war fr die ,damen ein ,hauptvergngen und wurde hchsteigenhndig vollzogen und am liebsten der unteren ,disziplin der ,vorzug gegeben4 ,oft lieen sich beide ,teile - ,mnche und ,nonnen - zusammen disziplinieren2 die ,nonnen vom ,beichtvater und die ,mnche von der btissin4 ,die verbesserten ,regeln des ,zisterzienserordens waren besonders beim weiblichen ,geschlecht mit dem ,geieln sehr freigebig4 ,war eine ,nonne gestorben1 dann mussten die ,schwestern sich noch viele ,wochen lang zum ,heil der ,seele der ,toten den ,hintern zerhauen4 ,dies ,geieln zum ,heil der armen im ,fegefeuer schwitzenden ,seelen fand in vielen ,nonnenklstern statt1 und auch in ,leyden1 wie uns der gelehrte aber etwas derbe ,marnix ,herr von ,st4 ,aedegonde in seinem ,bienenkorb folgendermaen erzhlt3 ,noch vber alle dise heylsame hlffmittel1 haben die liebe andchtige ,schwestern zu ,leyden in ,holland1 vnd in allen ,regularissenklstern1 noch etwas gefunden1 das sehr artig ist4 ,den zwischen ,remigy und aller ,heyligentag1 nachdem man die ,vigilien von neun ,lektionen sehr andchtig hat gesungen1 so geht jhre ,frau ,mater inn eyn finster ,kellerlein1 mit eyner ,ruten inn der hand1 ynnd da kommen die ,schwesterlein1 eyne vor1 die ander nach1 mit dem hintern bloshaupts1 ja etliche auch wol gantz ,mutternackend1 vnnd legen sich fr sie1 vnnd empfangen die selige ,disziplin oder zchtigung fr die ,seelen im ,fegfeuer4 ,dann als manchmal sie zehen streich empfangen1 so manche ,seelen fliegen knapp in schnapps dem ,himmel zu1 wie die ,ke in eyn ,musloch4 ,ist das nicht kstlich ,ding1 mit ,nonnenrssen die ,seelen aufplasen8 ,ei der krfftigen ,nonnenfrz1 welche so feine ,blablg inns ,fegfeuer geben6 ,ich denk1 die andern ,nonnen1 ,beginen vnnd ,schwestern werdens jnen auch nach thun mssen1 vnnd solls allein wolstandshalben geschehen2 auch das es der ,pater oftmals thun muss1 wann kein ,mater vorhanden ist2 denn malet schon der ,mller mit bei tag1 so versiehts doch die ,mllerin bei nacht4 ,sebastian ,ammann1 der ,ex-,prior der ,kapuziner1 den ich schon frher erwhnte1 gibt eine ,beschreibung davon1 wie die ,geielung noch in gegenwrtiger ,zeit in den ,kapuzinerklstern angewandt wird4 ,ich fhre es hier nur an1 damit die ,leser nicht glauben1 dass1 was ich erzhlte1 nur dem finsteren ,mittelalter angehre4 ,die ,geiel ist ein ,instrument1 aus ,eisendraht geflochten1 ungefhr vier ,schuh lang2 ein ,teil davon1 den man beim ,schlagen um die ,hand windet1 ist einfach1 derjenige aber1 mit dem man auf den ,leib schlgt1 fnffach geflochten und an den fnf ,enden gewhnlich mit eisernen ,zacken versehen4 ,die ,geielung geschieht bei den ,kapuzinern auf zweierlei ,art4 ,im ,chor nachts bei der ,mette heben sie die ,kutten auf und klopfen sich auf den bloen ,stei1 bis der ,obere ein ,zeichen zum ,aufhren gibt4 ,da sie keine ,hosen tragen1 so geht die ,szene schnell auf das ,kommando vor sich4 ,in dem ,speisezimmer1 wo die ,geielung am hellen ,tage im ,angesicht aller ,konventualen vor sich geht1 pflegt sie auf folgende ,weise zu geschehen4 ,derjenige1 welchem die ,strafe zuteil wird1 muss1 bevor er zu ,tische geht1 das wollene ,hemd 7,schweibltz7 und die leinene ,schrze 7,mutande71 die unter der ,kutte getragen werden1 ausziehen und so mit den anderen sich zum ,tischgebet einstellen4 ,nach diesem gehen alle brigen zu ,tisch2 der ,strfling aber wirft sich auf die ,knie1 legt die ,geiel vor sich hin auf den ,boden1 fasst mit beiden ,hnden die ,kapuze und zieht sich die ,kutte ber den ,kopf aus1 legt dieselbe vor seine ,brust hin1 so dass der vordere ,leib bedeckt1 der hintere aber ganz nackt ist4 ,in dieser ,lage hlt er mit der linken ,hand die ,kutte und in der rechten die ,geiel4 ,auf ein ,zeichen1 das ihm der ,obere gibt1 beginnt er laut ,bupsalmen1 das ,miserere1 ,de profundis und lateinische ,gebete zu sprechen und schlgt sich so lange auf den nackten ,rcken ber die ,achseln1 bis der ,obere zufrieden ist und das ,zeichen zum ,aufhren gibt4 ,zwickt sich der ,pnitent mit der ,geiel nicht heftig genug1 so lsst ihn der ,guardian lnger beten und zuschlagen4 - ,wer noch nicht alles ,schamgefhl verloren hat wie ergraute ,kapuziner1 der unterzieht sich dieser ,operation gewiss ungern4 ,dass diese schamlose ,handlung ,anlass zu der naturwidrigsten ,unzucht gegeben hat1 knnte ich jedem mannigfach beweisen1 der daran zweifeln sollte4 - ,die ,folgen des ,zlibats zeigten sich bei den ,mnchen auf eine noch widerlichere ,weise als bei den ,weltgeistlichen1 die durch ihren ,verkehr mit den ,menschen doch noch ,gelegenheit fanden1 den mchtigen ,geschlechtstrieb auf natrliche ,weise zu befriedigen4 ,die strenge ,zucht in vielen ,klstern erschwerte dies aber den ,mnchen sehr1 und so nahmen denn bei ihnen die unnatrlichen ,laster auf eine schaudererregende ,weise berhand4 ,die zahlreichen ,verbote1 keine weiblichen ,tiere in ,mnchsklstern und keine ,schohndchen in ,nonnenklstern zu leiden1 sprachen laut genug dafr1 welche ,wege der unterdrckte ,geschlechtstrieb aufsuchte4 ,das asketische ,leben1 die schwchende ,dit und der hufige ,genuss der ,fische wie auch das ,geieln trugen sehr viel dazu bei1 den ,fleischesteufel mehr gegen die ,mnche als gegen andere ,menschenkinder aufzureizen2 und ich sehe eigentlich nicht ein1 warum nicht statt des ,zlibatsgesetzes ein anderes gegeben wurde1 welches alle ,knaben1 die sich dem ,klosterleben widmeten1 zur ,kastration verurteilt4 ,dann wrden sie ,ruhe haben und nicht durch fleischliche ,anfechtungen in ihren frommen ,betrachtungen gestrt werden und das ,familienleben durch ihre ,unsittlichkeit verpesten4 brigens ist der ,gedanke kein ,originalgedanke2 es gab schon lngst vor mir ,leute1 welche ihn praktisch ausfhrten4 ,der ,ritter ,bressant de la ,rouveraye1 emprt ber die skandalse ,prozession1 welche zur ,feier der ,bluthochzeit in ,rom veranstaltet wurde1 gelobte1 alle ,mnche zu kombabisieren1 die ihm in die ,hnde fielen4 ,wie ein ,indianer die ,skalpe seiner ,feinde1 so trug der grimmige ,ritter die fr die ,erfllung seines ,gelbdes zeugenden ,trophen an seinem ,wehrgehnge4 - ,iphauer ,bauern1 welche das ,kloster ,birkling in der ,grafschaft ,kastell zerstrten1 nahmen an den erwischten ,mnchen dieselbe ,operation vor4 ,die in den ,klstern herrschende ,sittenlosigkeit bertrifft die khnste ,phantasie4 ,um die ,folgen derselben zu verbergen1 wurden sehr hufig die ,mittelchen der ,klosterapotheke in ,anspruch genommen1 und manches gefallene ,mdchen blieb durch ihre ,hilfe in den ,augen der ,welt eine reine ,jungfer2 aber auch mancher ,ehemann verschwand durch sie4 ,ammann kennt einen ,pater1 der einem ,mdchen in ,rapperswyl1 das von ihm schwanger gewesen sein soll1 einen ,trank zum ,abtreiben gab4 ,der ,vorgesetzte war genau davon unterrichtet2 aber er hielt es zur ,ehre der ,geistlichkeit nicht fr angemessen1 davon viel ,aufhebens zu machen4 ,mnche und ,nonnen lebten in der innigsten ,vertraulichkeit und schienen der ,ansicht1 dass sie nur dazu geschaffen wren1 sich einander zu ergnzen4 ,bebel wollte ein ,nonnenkloster kennen1 in welchem nur eine keusche ,nonne gewesen1 - die nmlich noch kein ,kind gehabt hatte4 ,das ,kinderbekommen war die ,schattenseite des ,nonnenlebens1 aber die frommen ,vestalinnen wussten sich zu helfen4 ,das ,mittel war sehr einfach1 zur ,ehre der ,geistlichkeit wahrscheinlich brachten sie die ,kinder um4 ,bei ,abbrechung des ,klosters ,mariakron fand man in den heimlichen ,gemchern und sonst - ,kinderkpfe1 auch ganze ,krperlein versteckt und vergraben1 und der ,bischof ,ullrich von ,augsburg erzhlt1 dass ,gregor ,i41 der auch sehr fr das ,zlibat eingenommen gewesen1 davon zurckgekommen sei1 als einst aus einem ,klosterteiche sechstausend ,kinderkpfe herausgefischt wurden4 ,das ,wort des ,bischofs mag fr diese fast unglaublich klingende ,tatsache brgen4 ,als ,kaiser ,joseph ,,ii4 diese ,wiedehopfnester ausnahm1 fragte er einen ,prior3 ,wie stark sind sie8 - ,zweihundert1 ,ew4 ,majestt4 - ,wie8 - ,ja1 ,ew4 ,majestt1 wir haben aber auch vier ,nonnenklster zu versehen4 - ,der ,kaiser drehte dem offenherzigen ,prior den ,rcken zu1 um sein ,lachen zu verbergen4 ,die btissinnen waren aber auch fr ihre ,freunde1 die ,mnche1 auf das liebevollste besorgt4 ,kranke ,nonnen wurden nicht aufgenommen1 ja nicht einmal solche1 welche einen belriechenden ,atem hatten4 ,was dieser der ,heiligkeit fr ,hindernisse in den ,weg legen soll1 kann ich nicht wohl begreifen2 allein fr die ,unheiligkeit ist er hchst unbequem und bei ,eheleuten1 wenn ich nicht irre1 in manchen ,lndern ein ,grund zur ,scheidung4 ,nichts ist possierlicher - erzhlt der ,ex-,prior ,ammann - als wenn sich die ,nonnen die krperlichen ,gebrechen ihrer geliebten ,patres vorwerfen4 ,dies erinnert an andere keineswegs der ,keuschheit geweihten ,huser1 und viele ,geschichtsschreiber aus der ,zeit der ppstlichen babylonischen ,gefangenschaft sagen auch wirklich geradezu3 ,von ,nonnen kann man aus ,scham gar nicht sprechen2 ihre ,klster sind ,hurenhuser1 und ein ,mdchen1 das den ,schleier nimmt1 tut dasselbe1 als ob sie sich fr eine ,hure erklre4 ,schon die ,synode zu ,rouen 7um #fej7 sah sich gentigt1 das ,gesetz zu erlassen3 dass ,nonnen1 die mit ,geistlichen oder ,laien ,unzucht getrieben1 durchgeprgelt und ins ,gefngnis geworfen werden sollten4 ,robert von ,abrissel1 der ,stifter des oben erwhnten ,klosters von ,fontevrauld1 ein sehr heiliger ,mann1 brachte die ,nchte bei ,nonnen zu1 um seine ,strke zu prfen in der ,tugend der ,enthaltsamkeit4 ,sehr vernnftig war es von ihm1 dass er sich zu dieser ,probe nur die allerschnsten ,nonnen aussuchte4 ,siegte er1 dann war sein ,sieg umso verdienstlicher1 und unterlag er1 nun1 dann lohnte es doch auch der ,mhe4 ,bebel1 den ich schon mehrmals nannte1 ist sehr reich an spahaften ,anekdoten von ,mnchen und ,nonnen4 ,zwei mgen hier einen ,platz finden4 ,ein ,mnch1 der in einem ,nonnenkloster einkehrte1 wurde von den ,nonnen auf das freundlichste aufgenommen und bewirtet4 ,er sprach so viel von ,tugendsinn1 ,gottesfurcht und ,zchtigung1 dass ihn die ,nonnen fr ein ,muster der ,enthaltsamkeit hielten und ihm sogar in ihrem eigenen ,schlafsaal ein ,bett anwiesen4 ,mitten in der ,nacht fing der ,mnch pltzlich an zu schreien3 ,ich mag nicht6 ,ich mag nicht6 ,man kann sich denken1 wie die ,nnnchen die ,ohren spitzten und wie eifrig sie herbeiliefen1 um sich nach der ,ursache des sehr verdchtig klingenden ,ausrufs zu erkundigen4 ,der ,schalk erzhlte ihnen nun1 dass ihm eine ,stimme vom ,himmel befohlen habe1 sich zu der jngsten ,nonne ins ,bett zu legen1 denn sie beide wren dazu ausersehen1 einen ,bischof hervorzubringen2 er aber wolle nicht4 ,die frommen ,nonnen waren hocherfreut1 wussten ihn zum ,gehorsam gegen ,gottes ,stimme zu bekehren und fhrten ihn endlich an das ,bett der glcklichen ,schwester4 ,als diese einiges ,bedenken fand1 erklrten sich sogleich alle brigen bereit1 ihre ,stelle zu vertreten1 so dass sie sich bestimmen lie und den ,mnch zu sich nahm4 - ,das ,resultat war aber - eine ,tochter6 ,diese konnte freilich nicht ,bischof werden2 und als man den ,mnch zur ,rede stellte1 schob er den missratenen ,bischof darauf1 dass die ,nonne nicht freiwillig gekommen wre4 ,einen hnlichen ,streich spielte den ,nonnen der ,pfrtner ihres ,klosters1 welcher den sonderbaren ,namen ,omnis mundus fhrte4 ,whrend einer ,nacht kroch er in die ,feueresse und brllte durch ein groes ,rohr in den ,kamin ihres ,schlafsaals3 ,o ,ihr ,nonnen1 hrt das ,wort ,gottes6 ,die ,nonnen zitterten und zagten2 als sie aber in der nchsten ,nacht wieder dieselbe ,stimme hrten1 fielen sie alle nieder1 denn sie meinten1 ein ,engel sprche zu ihnen1 und sangen3 ,o ,engel ,gottes1 verknde uns deinen ,willen6 ,die ,antwort lie nicht lange auf sich warten2 sie lautete3 ,haec est voluntas ,domini ut ,omnis mundus inclinet vel suppont vos6 - ,was bedeutet dieser ,orakelspruch8 fragten sich die ,nonnen und kamen bald dahin berein1 dass der ,pfrtner ,omnis mundus bei ihnen schlafe1 woraus wohl ein ,bischof oder gar ein ,papst entstehen sollte4 ,der schlaue ,pfrtner wurde gerufen4 ,er fgte sich1 und die btissin1 welche zuerst mit ihm allein blieb1 sang beim ,hinausgehen3 ,wie freut mich das1 was mir gesagt worden ist4 - ,nun kam die ,priorin an die ,reihe4 ,diese sang3 ,herr ,gott1 dich loben wir6 ,die dritte ,schwester3 ,der ,gerechte wird sich im ,herrn freuen1 und die vierte3 ,lasset uns alle frhlich sein4 ,aber nun hatte das ,latein des ,pfrtners ein ,ende1 und als er davonlief1 schrien ihm die brigen ,nonnen nach3 ,wann erhalten wir denn nun den ,ablass6 7,die ,einfhrung der erzwungenen ,priesterehelosigkeit usw4 von ,theiner1 ,bd4 #b1 ,s4 #ajh47 ,aber nicht immer kam ein reisender ,mnch1 der angenehme ,offenbarungen hatte1 und nicht jedes ,kloster besa einen brauchbaren ,pfrtner2 aber das ,verlangen war da und wollte befriedigt sein4 ,viele behalfen sich so gut es ging2 aber was wollte das sagen8 ,einige verliebten sich in ,jesus und schwrmten so lange fr ihn1 bis sie sich wirklich einbildeten oder trumten1 ,besuche von ihm zu empfangen4 ,die ,nonne ,armelle glaubte wirklich in der ,seitenwunde ,christi zu wohnen1 und ,maria de la ,coque erhielt gar von ihm die ,erlaubnis1 ihr ,herz in das seinige zu legen4 ,dann bekam sie es wieder2 aber ,christus riet ihr1 wenn sie von der ,operation ,seitenstechen empfinde1 sich zur ,ader zu lassen4 ,andere1 die nicht so schwrmerisch waren1 beschftigten sich in ihren ,gedanken fortwhrend mit ,mnnern1 und als ,abraham a ,st4 ,clara einst in einem ,nonnenkloster die ,beichte hrte1 gestanden ihm fast alle ,nonnen1 dass sie von ,hosen getrumt htten4 - ,der fromme ,pater war nicht wenig ergrimmt4 ,was6 ,ihr wollt ,brute ,christi sein8 fuhr er sie an4 ,christus hatte keine ,hosen2 ist euer ,brutigam ohne ,hosen1 und ,ihr denkt und trumt von ,hosen8 - ,geht hin in das ewige ,feuer1 da werdet ihr ,hosen sehen1 glhende1 feurige ,hosen1 die ,ihr werdet angreifen und damit spielen mssen usw4 ,neben ihren ,trumereien von ,mnnern1 ,hosen und dergleichen phantastischen ,dingen verliebten sich die armen ,nnnchen in ,ermangelung anderer ,liebesgegenstnde ineinander4 ,grecourt erzhlt ein ,geschichtchen von zwei ,nonnen1 die ihre ,reize bewundern und in ihrer ,unschuld mit dem ,rosenkranz messen3 - ,eh bon ,dieu6 dit ,sophie1 ,qui l'aurait cru8 ,vous l'avez1 chre amie1 ,plus grand que moi d'un ,ave ,marie6 ,die ,nonnen waren berhaupt ein seltsames ,vlkchen und der ,mangel an ,mnnern brachte bei ihnen neben den beklagenswerten auch oft hchst komische ,wirkungen hervor4 ,in einem flandrischen ,kloster fing pltzlich eine ,nonne an1 in ihrem ,bett hchst befremdliche ,bewegungen zu machen4 ,das htte am ,ende nichts zu bedeuten gehabt3 aber die ,sache wurde ansteckend1 und bald arbeiteten die ,nonnen smtlich des ,nachts so heftig1 dass die ,bettstellen knackten4 ,das sonderbare bel pflanzte sich in andere ,klster fort und machte so groes ,aufsehen1 dass die ,geistlichkeit amtlich einschritt und mit ,weihkessel und ,wedel in die ,klster einrckte1 um die ,teufel aus den ,nonnen auszutreiben4 ,ob sie die ,teufel - la ,boccaccio - in die ,hlle schickten1 davon meldet die ,chronik nichts4 ,im #ae4 ,jahrhundert bekam eine deutsche ,nonne den ,einfall1 eine andere zu beien4 ,dieser gefiel der ,spa1 und sie biss wieder eine andere1 bis das ,beien frmlich epidemisch wurde und sich mit rasender ,schnelligkeit von einem ,nonnenkloster zum anderen verbreitete4 ,bald bissen sich alle ,klosterktzchen von der ,ostsee bis nach ,rom6 ,in einem franzsischen ,kloster wurde es unter den ,nonnen ,mode1 wie die ,katzen zu miauen1 und die ,sache nahm so berhand1 dass es viel ,skandal gab4 ,alle ,verbote fruchteten nichts1 und das ,miauen wurde immer rger4 ,endlich erhielt eine ,kompanie ,soldaten den ,befehl1 diesen ,katzenteufel zu bannen1 in ein ,kloster zu rcken und eine der ,klosterktzchen nach der anderen ber die ,knie zu legen und mit ,ruten zu bearbeiten1 bis ihnen das ,miauen verginge4 ,es verging ihnen aber schon von der bloen ,furcht1 und die ,exekution wurde berflssig4 ,diese ,nonnen1 besonders wenn sie alt und garstig wurden1 konnten aber wahre ,teufel sein1 und ihr ganzer ,hass traf die jungen und hbschen ,schwestern4 ,diese wurden mit ,argusaugen bewacht1 und wehe ihnen1 wenn sie auf dem ,umgang mit einem ,manne ertappt wurden4 ,dann vergaen jene ihre eigene ,jugend und begingen die emprendsten ,grausamkeiten4 ,von den unzhligen ,beispielen will ich nur einige anfhren4 ,im ,kloster ,wattum verliebte sich eine ,nonne in einen ,mnch4 ,solch ,liebe war selten platonisch1 und diese war es auch nicht1 denn die ,nonne fhlte sich schwanger4 ,sie verbarg ihre ,lage1 solange es irgend angehen wollte1 dann aber entdeckte sie sich ihren ,mitschwestern4 ,das hatte ihr ein bser ,geist geraten1 denn diese strzten ber sie her und berhuften sie mit ,schmhungen und ,schimpfworten4 ,einige riefen1 die ,verbrecherin zu schinden oder zu verbrennen2 andere wollten1 dass sie auf glhende ,kohlen gelegt werde6 ,nachdem sich der erste ,sturm gelegt hatte1 lieen die erfahreneren ,nonnen sie in ein ,gefngnis werfen und fesseln4 ,hier musste sie bei ,brot und ,wasser unter fortwhrenden ,misshandlungen liegen4 ,dem ,mnche war es gelungen1 zu entfliehen4 ,als die ,stunde der ,niederkunft heranrckte1 bat das arme ,geschpf flehentlich1 man mge sie aus dem ,kloster entlassen1 denn ihr ,geliebter habe ihr versprochen1 sie mitzunehmen4 ,die ,nonnen lockten ihr nun nach und nach heraus1 dass der ,mnch sie auf erhaltene ,nachricht an einer bestimmten ,stelle in der ,nacht und in weltlichen ,kleidern erwarten wrde4 ,diese ,entdeckung war den ,megren willkommen6 ,ein handfester ,pater1 begleitet von einigen andern1 begab sich1 gehrig verschleiert und mit einem ,knittel versehen1 an den bezeichneten ,ort4 ,der ,mnch wurde ergriffen und im ,triumph ins ,kloster geschleppt4 ,hier erwartete ihn seine ,geliebte und ein grssliches ,schicksal6 ,das arme ,weib wurde von den ,nonnen gezwungen1 ihren ,geliebten zu entmannen6 ,dann wurde die ,unglckliche wieder in das ,gefngnis geschleppt4 ,das arme gequlte ,geschpf schlief hier einst vom ,fasten und ,weinen ermattet ein und trumte1 oder glaubte zu trumen1 dass ein ,bischof mit zwei ,weibern zu ihr komme1 und dass die letzten bald darauf mit ihrem in glnzende ,windeln gehllten ,kind davongingen4 ,als sie wieder zu sich kam1 fhlte sie sich ihrer ,brde entledigt4 ,die ,nonnen untersuchten hierauf ihre ,brste1 ihren ganzen ,leib1 berhrten und drckten alle ,teile desselben und fanden ihn weder irgendwo verletzt1 noch eine ,spur von ,ermordung des ,kindes4 ,die ,geschichte wurde nun fr ein ,wunder erklrt und als solches im ,kloster bis auf spte ,zeiten fr den ,neugierigen erzhlt4 ,dies trug sich in der ,mitte des #ab4 ,jahrhunderts in ,england zu4 ,doch wir brauchen nicht so weit zurckzugehen1 denn noch weit rgere ,schndlichkeiten wurden von den ,nonnen in neuerer ,zeit begangen4 ,am ,ende des vorigen ,jahrhunderts wurden in einem deutschen ,staate die ,klster aufgehoben4 ,der mit der ,regulierung dieser ,angelegenheit beauftragte ,kommissarius hatte die ,nonnen eines ,karmeliterklosters aufgefordert1 dasselbe zu verlassen4 ,da seinem ,befehl nicht ,folge geleistet wurde1 so begab er sich selbst in das ,kloster und wiederholte der btissin und ihren geistlichen ,tchtern den frstlichen ,befehl4 ,zugleich lie er sich die ntigen ,nachweisungen und auch das ,personenverzeichnis geben4 ,in diesem waren einundzwanzig ,nonnen angegeben2 als er aber die ,versammelten mit den ,augen zhlend berlief1 konnte er immer nur zwanzig herausbekommen4 ,er zhlte noch einmal - dasselbe ,resultat4 ,um sich unntze ,mhe zu ersparen1 rief er die ,personen namentlich auf2 die ,nonne ,alberta fehlte4 ,auf die ,frage des ,kommissars1 warum diese nicht anwesend sei1 konnte er deutlich bemerken1 dass smtliche ,nonnen in groe ,verlegenheit gerieten und die btissin mit dem ,beichtvater sehr seltsame ,blicke wechselte4 ,dies veranlasste ihn1 ernstlich auf das persnliche ,erscheinen der ,nonne zu dringen4 ,die btissin hatte sich unterdessen gefasst4 ,sie sagte1 dass der gegenwrtige ,zustand der ,nonne ,alberta ihr persnliches ,erscheinen unmglich mache1 da sie gefhrlich krank sei4 ,der ,kommissar1 der nun einmal misstrauisch gemacht war und irgendeine ,nichtswrdigkeit vermutete1 drang darauf1 zur ,kranken gefhrt zu werden1 denn er wollte sie sehen4 ,nach vielen ,ausflchten rckte die btissin endlich mit dem ,gestndnis heraus1 dass die ,abwesende in so hohem ,grade wahnsinnig sei1 dass sie gewiss niemanden erkennen und ein ,besuch ganz nutzlos sein wrde4 ,das ganze eigentmliche und befremdende ,benehmen der ,nonnen1 die blass waren wie ein ,tuch und so zitterten1 dass sie sich kaum auf den ,fen halten konnten1 veranlasste den ,regierungsbeamten1 nach den nheren ,umstnden der ,krankheit zu forschen1 und so erfuhr er denn1 dass der gegenwrtige ,klosterarzt gar nichts von dem ,wahnsinn der ,nonne wisse4 ,sein ,vorgnger habe die ,krankheit fr unheilbar erklrt1 und zur ,wahrung der ,ehre des ,klosters habe man die ,sache geheimgehalten4 ,seit acht ,jahren befinde sich die ,nonne ,alberta in einem beklagenswerten ,zustand4 ,nheren ,aufschluss wollte ihm niemand geben4 ,der ,regierungsbeamte hielt es jedoch fr seine ,pflicht1 der ,sache auf den ,grund zu gehen1 und nach ernstlichen ,drohungen lieen sich endlich zwei ,nonnen dazu bewegen1 ihn zu ,alberta zu fhren4 ,sie leiteten ihn treppauf treppab durch eine ,menge schmaler ,gnge in eine ,art von ,hintergebude1 bis sie endlich wieder vor einer ,treppe stehenblieben4 ,der ,kommissar wollte hinaufgehen1 aber die ,nonnen sagten ihm1 dass hier die ,wohnung der ,nonne ,alberta sei4 ,er entdeckte jedoch nichts1 was nur entfernt einem ,aufenthaltsort fr ,menschen hnlich sah1 und war starr vor ,erstaunen1 als die ,nonnen auf einen ,bretterverschlag unter der ,treppe wiesen1 in welchem sich selbst ein ,hund elend gefhlt haben wrde4 ,aus diesem ,verschlage trat ein groes1 bleichgelbes ,mdchen von etwa fnfunddreiig ,jahren hervor1 mit bloen ,fen und mit halbverfaulten ,lumpen nur notdrftig bekleidet4 ,die langen schwarzen ,haare flatterten unordentlich um ihren ,kopf1 und aus ihren tiefen ,augenhhlen blitzte in unheimlicher ,glut ein dunkles ,augenpaar1 dessen ,feuer weder ,leiden noch ,trnen hatten erlschen knnen4 ,die ganze ,erscheinung erweckte das tiefste ,mitleid4 ,mit herzzerreiendem ,gewimmer warf sich das arme ,geschpf dem ,kommissar zu ,fen1 umklammerte seine ,knie und bat1 sie doch nicht wieder so entsetzlich zu geieln4 ,als sie aber die teilnehmende ,miene des tief erschtterten ,mannes sah1 bat sie um ,rettung und ,befreiung4 ,ihre ,reden waren abgerissen und verwirrt1 und man sah1 dass die langen ,leiden den ,geist dieses krftigen ,mdchens gestrt hatten4 ,sie wurde sogleich in das ,refektorium gebracht1 wohin sie nur ungern folgte1 denn der ,anblick ihrer weiblichen ,henker konnte sie nicht ermutigen4 - ,der ,kommissar befahl sogleich1 dass ihr reinliche ,kleidung und ein gutes ,bett gegeben wrden1 und verlie am anderen ,tage in der heftigsten ,entrstung das ,kloster1 nachdem er die ,nonnen mit den schwersten ,strafen fr die geringste ,misshandlung der ,alberta bedroht hatte4 ,bald darauf begab sich der ,vizeprsident des damaligen ,landeskollegiums1 ,graf ,th 4 4 41 mit dem ,kommissar in das ,kloster4 ,die ,lage des armen ,mdchens hatte sich aber leider wieder verndert und der ,wahnsinn die ,oberhand gewonnen4 ,sie sprach ohne ,zusammenhang und gebrauchte eine ,menge unfltiger ,worte4 ,die ,oberin und die ,nonnen konnten ihre hmische ,schadenfreude nicht unterdrcken4 ,der ,prsident1 der dies bemerkte1 hielt den entarteten ,weibsbildern eine ,predigt1 wie sie dieselbe wohl noch niemals von einem ihrer geflligen ,patres gehrt haben mochten und die deshalb auch einen tiefen ,eindruck machte4 ,dann stieg er mit ,alberta in einen bereitgehaltenen ,mietwagen und brachte sie in zweckmige ,pflege4 ,diese hatte auch einen guten ,erfolg4 ,die krperliche ,gesundheit kam wieder2 aber nun zeigte sich an ihr die ,hysterie1 welche wohl der ,hauptgrund ihres ,wahnsinns gewesen sein mochte1 in einem furchtbaren ,grade2 ja1 ihre ,begierde nach ,befriedigung des ,geschlechtstriebes ging so weit1 dass sie die sich ihr nhernden ,mnner mit ,gewalt anpackte4 ,in den lichten ,zwischenrumen gab sie ,aufschluss ber ihre ,geschichte4 ,sie war aus ,wrzburg1 mitten im schnen ,franken1 wo ihr ,vater ein ziemlich bedeutender ,weinhndler war4 ,in seinem ,hause waren die ,pfaffen willkommene ,gste1 und besonders hatten sich die barfigen ,karmeliter1 die in der ,stadt ein ,kloster besaen1 darin eingenistet4 ,alberta war eine auffallende ,schnheit4 ,wie es aber besonders schnen ,mdchen oft zu gehen pflegt1 hatte sie keine ,neigung zur ,huslichkeit und lie sich lieber von den ,herren den ,hof machen4 ,bald spann sie ein ,liebesverhltnis an1 welches durch den ,reiz des ,geheimnisses noch anziehender wurde und damit endete1 dass sie ihre ,jungfrulichkeit einbte4 ,ihre ,eltern1 welche noch mehrere ,kinder hatten1 waren mit ihr sehr unzufrieden und wren sie gern aus dem ,haus los gewesen4 ,unter solchen ,verhltnissen fand der ,vorschlag der ,karmeliter1 ,alberta in ein ,kloster zu schicken1 bei ihnen bald ,anklang4 ,alberta1 leichtsinnig und bigott dabei1 lie sich durch ,schmeicheleien und ,drohungen bewegen1 ihre ,einwilligung zu geben1 und wurde in ein ,kloster nach ,n-brg gebracht4 ,man empfing sie dort freundlich und behandelte sie auch whrend des ,probejahres recht gut1 denn ihr ,vater hatte versprochen1 das seiner ,tochter zukommende ,vermgen an das ,kloster zu zahlen4 ,als sie aber das ,gelbde abgelegt hatte und sich die ,auszahlung des versprochenen ,geldes verzgerte1 ja sogar die ,aussicht bevorstand1 dass dieselbe niemals geschehen werde1 da musste es ,alberta ben1 welche von den ,nonnen schon wegen ihrer ,schnheit und ihrer ,abneigung gegen alle weiblichen ,beschftigungen gehasst wurde4 ,mit dem ,zustand dieses ,mdchens ging unterdessen eine traurige ,vernderung vor4 ,das einsame ,leben in der ,zelle und der ,mangel an teilnehmenden ,umgebungen waren ,veranlassung1 dass sie fortwhrend an ihren ,geliebten dachte1 von welchem sie durch ,mnchskniffe getrennt worden war4 ,die ,phantasie verweilt so gern bei vergangenen ,freuden1 besonders in trauriger ,einsamkeit4 ,diese ,phantasien nahmen aber bald eine fr ihre ,gesundheit bedenkliche ,richtung4 ,sie hatte vom ,baum der ,erkenntnis gegessen1 und die vernderte ,lebensweise trug sehr viel dazu bei1 ihre ,sinnlichkeit aufzuregen4 ,die ,karmeliternonnen drfen kein ,fleisch essen1 und ihre ,nahrung besteht grtenteils aus stark gewrzten ,mehlspeisen und ,fischen1 welche das ,blut erhitzen und der ,keuschheit nichts weniger als zutrglich sind4 ,alberta suchte ihre rebellischen ,sinne durch ,mittel zu besnftigen1 welche gerade das ,gegenteil bewirkten1 und wurde dadurch in einen solchen ,zustand versetzt1 dass sie sich endlich gentigt sah1 sich dem ,klosterarzt zu entdecken4 ,es war dazu fast zu spt1 denn die ,hysterie hatte sich beinahe zur ,mannestollheit 7,nymphomanie7 ausgebildet4 ,vielleicht wurden die ,andeutungen des hchst achtbaren ,arztes missverstanden2 vielleicht reizte auch das ,pikante der ,sache den ,vorstand des mnnlichen ,karmeliterhospiziums1 kurz1 er und die ,oberin kamen dahin berein1 dass er versuchen solle1 die ,nonne zu kurieren4 ,er musste der ,oberin aber bald gestehen1 dass er dieser ,kur nicht gewachsen sei und riet nun1 es mit der ,geiel und hufigem ,fasten zu versuchen4 ,aber das hie l ins ,feuer gieen4 ,die arme ,nonne ging bei diesem ,kampf mit ihren ,sinnen fast unter1 und die ,oberin1 anstatt aufs neue rztliche ,hilfe herbeizurufen1 beschloss1 sie von allen lebenden ,wesen zu entfernen1 damit der ,ruf des ,klosters nicht leide4 ,man brachte sie in den abscheulichen ,verschlag unter der ,treppe1 gab ihr nicht einmal notdrftige ,nahrung und ,kleidung und lie sie tglich von boshaften ,nonnen geieln2 so dass durch die schlechte ,behandlung1 welche sie acht ,jahre lang zu erdulden hatte1 ihre ,krankheit in ,wahnsinn berging4 - ,alberta wurde nicht wieder gesund2 sie endete ihr ,leben in einem ,irrenhaus4 ,es ist eine ziemlich bekannte ,erfahrung1 dass die ,weiber im ,allgemeinen weit grausamer sind als ,mnner4 ,von der ,grausamkeit der ,nonnen will ich noch ein anderes1 ebenfalls der neueren ,zeit angehriges ,beispiel anfhren4 ,der ,wundarzt ,friedrich ,baumann1 der in dem ,drfchen ,hornstein in der ,nhe einer ,prmonstratenserabtei wohnte1 hatte eine groe ,vorliebe fr die ,klster und dieselbe wurde von seiner ,frau geteilt4 ,aus diesem ,grunde beschlossen beide1 ihre jngste ,tochter ,magdalena dem ,himmel zu weihen1 da die lteste groe ,geschicklichkeit und ,neigung fr die ,landwirtschaft zeigte4 ,der ,hausfreund ,baumanns war der ,abt der benachbarten ,abtei1 und er bestrkte die ,eltern noch in ihrem ,entschluss1 ja verwendete sich selbst bei den ,klarissinnen in der ,hauptstadt fr die knftige ,aufnahme des ,mdchens und bewirkte1 dass man von ihr nur eine mige ,aussteuer verlangte4 ,magdalena wurde nun in allen einer ,nonne dienlichen ,geschicklichkeiten und auch in der ,wundarzneikunst unterrichtet und meldete sich nach vollendetem sechzehnten ,jahr zur ,aufnahme4 ,sie war ein wunderschnes ,mdchen geworden und bezauberte alle ,herzen durch ihr anmutiges ,wesen4 ,es fehlte ihr daher auch nicht an ,freiern1 unter denen der junge ,rehling die redlichsten ,absichten hatte und in keiner ,hinsicht zu verwerfen war4 ,magdalena blieb aber fest bei ihrem ,entschluss1 ins ,kloster zu gehen1 in welchem sie durch ihre bigotte ,mutter nur noch mehr bestrkt wurde4 ,der ,vater war wankend geworden1 denn die seltsamen1 schmunzelnden ,mienen und die hchst besonderen ,redensarten des ,beichtvaters des ,klosters wie auch das habgierige ,benehmen der ,nonnen erfllten ihn mit bangen ,besorgnissen1 aber er hatte nicht die ,energie genug1 der ,mutter und den ,pfaffen gegenber fest aufzutreten4 ,magdalena wurde eingekleidet und vor allen ,dingen in die ,mysterie des ,geielns eingeweiht1 fr welches das arme ,mdchen bald anfing zu schwrmen4 ,die kleine ,disziplin bestand aus #cf1 die groe aus #cjj ,hieben auf ,rcken und ,hintern4 - ,das ,noviziat ging zur ,zufriedenheit vorber1 und ,magdalena tat ,profe zur ,verzweiflung des jungen ,rehling4 ,sie sah aber bald allerlei ,dinge1 die ihr teils gar nicht gefielen1 teils sehr befremdlich vorkamen2 allein sie durfte ihre ,bemerkungen nicht laut werden lassen4 - ,endlich kam das ,fest der ,himmelfahrt ,mari und mit ihm die groe ,disziplin1 die sie nur der ,theorie nach und im ,allgemeinen kennengelernt hatte4 - ,das ,zimmer1 in welchem die ,geielung vorgenommen wurde1 war zwar verdunkelt2 allein durch die ,ritzen der ,fensterlden fiel ,licht genug herein1 um alles1 was vorging1 ziemlich genau erkennen zu lassen4 ,nur mit groem ,widerwillen lste die schamhafte ,jungfrau den ,grtel und entblte den untadelhaften1 wunderschnen ,krper1 an welchem sich die lsternen ,blicke der alten ,klosterkatzen und der btissin weideten4 ,magdalena geielte sich mit allem ,eifer1 bemerkte aber1 dass es die andern ,nonnen mehr wie eine ,spielerei betrieben4 ,nur eine ,nonne1 namens ,griselda 1 bertrieb die ,sache so sehr1 dass das ,blut ber ihren ,krper herabstrmte und die ,spitzen der ,geiel an manchen ,orten wohl einen ,zoll tief in das ,fleisch eingeschnitten hatten4 ,magdalena1 welche zur ,klosterapothekerin ernannt worden war1 eilte ihr zu ,hilfe und stellte sie in kurzer ,zeit gnzlich wieder her4 ,sie hatte es aber nicht unterlassen knnen1 ,griselda aufzufordern1 sich in der ,folge nicht wieder zu hart zu geieln1 und dies kam der btissin zu ,ohren1 welche darber sehr ungehalten wurde4 ,als sich ,magdalena entschuldigen wollte1 schrie sie dieselbe herrisch an und gebot ihr zu schweigen4 ,die ,folge davon war ein erhhter ,bueifer der ,griselda4 ,diese fuhr nicht allein fort1 sich so hart wie frher zu geieln1 sondern qulte sich auch dermaen mit dem ,cilicium - ein stachliger ,drahtgrtel1 der auf der bloen ,haut getragen wird -1 dass die ,stacheln tief in das ,fleisch eingedrungen waren4 ,der herbeigerufene ,wundarzt erklrte1 dass nur die sorgfltigste ,operation der ,nonne das ,leben retten knne1 und nun erst verbot die btissin mit ,gutbefinden des ,beichtvaters der ,griselda auf das strengste1 sich ferner so heftig zu geieln4 ,magdalena1 der nun auch das ,aderlassen und ,schrpfen berlassen wurde1 bemerkte bald1 dass die erstere ,operation mit der zweiundzwanzigjhrigen ,schwester ,theodora fast jeden ,monat vorgenommen werden musste4 ,sie bemerkte dem ,mdchen1 dass ein so groer ,blutverlust notwendig die ,wassersucht zur ,folge habe1 und die arme ,nonne gestand ihr weinend1 dass sie dies auf ,befehl der btissin tun msse1 um die ,wallungen des ,blutes und die damit verbundenen wollstigen ,trume und verbotenen ,gelste1 welche ,folgen des hufigen ,geielns wren1 zu unterdrcken1 was auch immer fr kurze ,zeit durch das ,aderlassen gelinge4 - ,die ,unterhaltung ,magdalenas mit ,theodora und andere hnliche ,dinge kamen der btissin zu ,ohren und erbitterten sowohl diese als die lteren ,nonnen4 ,der ,pater ,beichtvater hatte seine ,plne auf das schne ,mdchen nicht aufgegeben1 sondern ging recht systematisch zu ,werke1 zum ,ziele zu gelangen4 ,auf seine ,veranlassung wurde sie zur ,oberkrankenpflegerin des ,klosters ernannt1 welcher ,posten sie in hufige ,berhrung mit dem ,pater ,olympius brachte1 vor dem sie indessen von einer wohlmeinenden ,schwester gewarnt wurde4 ,dieser scheinheilige ,schurke machte ihr allerlei geistliche ,geschenke und erwies ihr berhaupt so viel ,aufmerksamkeit1 dass die andern ,nonnen neidisch wurden4 ,magdalena suchte sich von dem ihr bertragenen ,amte loszumachen1 nur um die ,berhrungen mit dem ,pater ,olympius zu vermeiden4 ,dieser erkannte sehr gut ihre ,absicht und machte ihr im ,beichtstuhl darber heftige ,vorwrfe1 so dass sie gentigt war1 denselben zu verlassen4 ,magdalena war nun bereits drei ,jahre im ,kloster1 und die ,augen waren ihr vollstndig geffnet4 ,mit ,schaudern erkannte sie nun zu spt1 dass der ,weg zur ,rckkehr in die ,welt fr sie verschlossen sei und verfiel in tiefe ,schwermut4 ,hufig fand man sie seufzend und in ,trnen4 ,es fing ihr an alles gleichgltig zu werden1 und in ihrer ,betrbnis achtete sie nicht immer auf die vorgeschriebenen ,formen und beging allerlei ,fehler1 die mit leichten ,buen bestraft wurden1 welche sie bei ihrer gereizten ,stimmung sehr erbitterten4 ,zu dieser ,zeit war die ,tochter eines anderen ,wundarztes ,nonne geworden1 und da sie einige ,proben von ,geschicklichkeit abgelegt hatte1 so nahm man ,magdalena ihre bisherige ,stelle und fing an1 sie mit groer ,geringschtzung zu behandeln4 ,man warf ihr die ,geringfgigkeit des von ihr ins ,kloster gebrachten ,geldes vor und nannte sie ein lstiges1 durchaus unntzes ,geschpf4 ,nun ging dem armen ,mdchen die ,geduld aus4 ,anstatt die ,vorwrfe ruhig hinzunehmen1 antwortete sie heftig und mit ,spott und wollte nicht schweigen1 wenn die parteiische ,priorin ihr den ,mund verbot4 ,alsbald wurde der btissin dies widersetzliche ,benehmen hinterbracht und ihr ,magdalena als ein durchaus boshaftes1 znkisches und ungehorsames ,geschpf geschildert4 ,die btissin fuhr zornig auf und schrie3 ,ein solches ,benehmen soll dieser ,bauerndirne nicht ungestraft hingehen2 man muss ihr den ,nacken beugen und sie durch ,zwang in die ,schranken der ,ordnung bringen4 ,damit lie sie ,magdalena zu sich bescheiden4 ,diese erschien und sah1 dass bereits zwei stmmige ,laienschwestern bei der btissin waren2 eine der ,mgde hatte eine groe ,kinderrute in der ,hand4 ,die btissin las ,magdalena ordentlich den ,text und kndigte ihr an1 dass sie bestraft werden sollte4 ,die ,arme weinte und bat2 alles vergeblich4 ,endlich uerte sie in ihrem ,eifer1 dass sie kein ,kind und der ,rute lngst entwachsen1 eine solche ,zchtigung auch fr eine ,nonne unschicklich sei4 ,die btissin wurde immer zorniger und gebot ,magdalena1 die ,erde zu kssen4 ,diese war sehr bereit1 dem ,befehl ,folge zu leisten1 denn sie hoffte1 dass es mit dieser ,strafe fr diesmal abgetan sein werde4 ,kaum lag sie auf der ,erde1 als sogleich eine der ,laienschwestern ber sie herfiel und sich auf ihren ,rcken setzte1 whrend die andere ihr das ,gewand aufhob und die ,rute tchtig gebrauchte4 ,als dies vorber war1 musste ,magdalena der btissin die ,hnde kssen und sich fr die gndige ,strafe bedanken4 ,die ,nonnen standen auf der ,lauer und begleiteten sie mit ,hohngelchter1 als ,magdalena wieder in ihre ,zelle ging4 ,von nun an hatte die ,unglckliche fortwhrend von den ,verfolgungen zu leiden1 deren ,ziel sie durch ,feindschaft der btissin1 der ,priorin und des ,beichtvaters geworden war4 ,als sie eines ,abends nicht in ihrer ,zelle war und in der ihrer einzigen ,freundin ,crescentia gefunden wurde1 schleppte man sie am folgenden ,tage durch frmlichen ,kapitelbeschluss zur groen ,disziplin4 ,doch damit war es noch nicht genug1 es trafen sie noch eine ,menge anderer ,strafen1 darunter auch die ,degradation von dem ,nonnenrang zu dem einer ,laienschwester4 ,sie beging die ,unvorsichtigkeit1 einen ,brief an ihre ,eltern zu schreiben1 in welchem sie ihnen ihre grauenvolle ,lage schilderte und auf rhrendste ,weise um ,hilfe bat4 ,der ,brief wurde abgefangen und sie gezwungen1 einen andern lgenhaften abzuschicken1 den ihr der ,pater ,olympius in die ,feder diktiert hatte4 ,fr das ,verraten von ,klostergeheimnissen an ,laien erhielt sie abermals eine derbe ,geielung und wurde vier ,wochen lang in den ,turm gesperrt1 wo sie einen ,tag um den andern ,wasser und ,brot erhielt4 ,ihre ,lage verschlimmerte sich noch1 als die btissin starb und ihre ,hauptfeindin1 die ,priorin1 an deren ,stelle kam4 ,vergeblich bat ,magdalena um ,rckgabe des schwarzen ,nonnenschleiers2 sie musste nach wie vor als ,laienmagd ,dienste in der ,kche verrichten4 ,fr jedes kleine ,vergehen erhielt sie hier die ,rute1 und als sie einstmals bei der ,feier des ,palmenfestes einen aus ,blei gegossenen und fnfzig ,pfund wiegenden heiligen ,geist1 weil derselbe ihr zu schwer war1 fallen lie1 so dass derselbe zerbrach1 erklrte dies ,olympius fr absichtliche ,bosheit1 fr ein ,religionsverbrechen6 ,die rmste empfing in dem neben dem ,refektorium gelegenen ,gefngnisse eine starke ,disziplin4 ,um diese ,zeit erhielt sie ,besuch von einigen ,verwandten1 welche sie jedoch nur hinter der ,klausur sprechen durfte4 ,was sie gesprochen hatte1 wurde untersucht1 und man erklrte sie fr ein gnzlich verworfenes ,geschpf4 - ,die ,sehnsucht nach der ,welt wurde nun in ,magdalena immer mchtiger1 und sie sann auf ,flucht4 ,sie war auch so glcklich1 das ,freie zu gewinnen1 aber spter wurde sie ertappt und musste wieder in das ,kloster zurckkehren1 obgleich ein hoher ,geistlicher1 den sie um ,hilfe angerufen hatte1 sich fr sie verwendete4 ,pater ,olympius reizte die btissin zu stets neuen ,verfolgungen an1 und ,magdalena wurde endlich zum ,gefngnis auf unbestimmte ,zeit verurteilt4 ,als man sie dorthin bringen wollte1 wehrte sie sich mit der ,kraft der ,verzweiflung1 und man musste einen ,franziskanerlaienbruder zu ,hilfe rufen4 - ,durch diesen ,widerstand erbittert1 lie ihr die btissin in ,gegenwart der ,priorin in dem ,gefngnis auf einem ,bunde ,stroh abermals sehr derb die ,rute geben4 ,als einst ,magdalenas ,gefngnis ausgebessert werden musste1 wurde sie in ein benachbartes gebracht1 in welchem die ,schwester ,christine nun schon dreizehn ,jahre sa4 ,sie war zum ,gerippe abgezehrt1 vom ,geieln lahm und dem ,wahnsinn nahe4 ,an ,festtagen wurde ,magdalena zum ,abendmahl in die ,kirche gelassen und musste monatlich einmal bei ,pater ,olympius beichten4 ,dieser ,schurke hatte seinen ,verfhrungsplan noch immer nicht aufgegeben und drang mit unzchtigen ,antrgen in sie2 allein sie schrie um ,hilfe1 und der ,pater stellte sich1 als habe er ihr nur die ,disziplin geben wollen4 ,um wenigstens in etwas seinem ,sinnen zu gengen1 befahl ihr der heilige ,mann1 sich zu entblen2 allein es kamen einige ,schwestern herbei1 bei denen er sein ,betragen schlecht genug entschuldigte4 ,die ,einkerkerung des unglcklichen ,geschpfs hatte nun unter fortwhrenden ,misshandlungen drei ,jahre und acht ,monate gedauert1 als endlich ein ,schornsteinfeger1 der in der ,nhe ihres ,gefngnisses arbeitete und ihr ,gewimmer hrte1 die ,sache der ,obrigkeit anzeigte4 ,es wurde vom betreffenden ,ministerium sogleich eine ,kommission ernannt1 welche in dem ,st4 ,klarenkloster eine ,untersuchung anstellte4 ,als man ,magdalena ihre ,freiheit ankndigte1 weinte sie laut vor ,freuden2 allein die rmste war so elend1 dass sie sich kaum bewegen konnte4 ,man bergab sie sogleich dem ,leibarzt des ,kurfrsten und dem ,hofwundarzt zur sorgfltigsten ,pflege4 ,das von beiden ber den ,zustand des armen ,mdchens abgegebene ,gutachten sprach sich dahin aus1 dass die unaufhrlichen ,geielungen ihr die heftigsten ,schmerzen zugezogen htten1 an denen sie fortwhrend leide1 besonders bei verhrtetem ,stuhlgange1 ohne dass man dies als eine ,wirkung der goldenen ,ader betrachten knne4 ,durch die lange ,einsperrung ohne alle ,bewegung und durch die heftigen ,schlge auf die muskulsen und tendinsen ,teile der ,schenkel und ,fe seien diese so entzndet1 und da man bei ihr keine verteilenden ,mittel angewendet habe1 so htten sich diese ,teile dermaen verhrtet und zusammengezogen1 dass sie gnzlich estorpiert und schwerlich ,hoffnung vorhanden sei1 sie wieder so weit zu heilen1 dass sie ihre geraden ,glieder wieder wrde gebrauchen knnen4 ,whrend ihrer rztlichen ,behandlung wurde ,magdalena viermal verhrt1 und es kamen alle im ,kloster verbten ,schndlichkeiten an den ,tag1 sosehr sich auch das ,pfaffengezcht schlangengleich drehte und wand4 ,eine ,nonne1 namens ,paschalia1 die ebenso wie ,magdalena geqult worden war1 sollte wahnsinnig geworden und an einem ,nervenschlage gestorben sein2 aber einige von den fnf ,nonnen1 die den ,mut hatten1 die ,wahrheit zu gestehen1 behaupteten1 sie habe sich in der ,verzweiflung im ,gefngnis an ihrem ,busenschleier erhngt4 ,dass man auf einen solchen ,selbstmord von ,seiten ,magdalenas ebenfalls gefasst war1 ergab sich aus den ,papieren der ,abtei4 ,obgleich alle ,umstnde gegen die btissin und ihr ,gelichter sprachen1 obgleich sich ber ,magdalenas ,bestrafung kein einziges ,protokoll vorfand1 - die ,schuldigen wussten sich doch so durchzulgen1 dass sie ohne ,strafe davonkamen1 und die einzige ,folge dieser ,entdeckungen war eine ,einschrnkung der ,macht der btissin und genauere ,beaufsichtigung des ,klosters4 ,magdalena sollte zeitlebens im kurfrstlichen ,hospital bleiben und1 wenn sie genesen wrde1 ,freiheit haben1 auszugehen1 anstndige ,gesellschaften zu besuchen und zu empfangen4 ,das ,klarenkloster musste ihr die ntige ,ausstattung und auerdem jhrlich zweihundert ,gulden geben4 ,erst nach fnf bis sechs ,jahren konnte ,magdalena wieder gehen1 und ihr geknickter ,krper erholte sich allmhlich4 ,im ,klostergefngnis hatte sie im ,fall der ,befreiung eine ,wallfahrt nach ,loreto gelobt4 ,diese unternahm sie nun mit ,erlaubnis der ,behrde2 allein sie kehrte nicht mehr in die ,heimat zurck4 ,im ,august #aggh starb sie1 fnfundvierzig ,jahre alt1 in einem ,krankenhospital zu ,narni in ,italien4 ,trotz solcher ,erfahrungen gibt es doch noch heute ,klster6 ,und dass in denselben noch hnliche ,schandtaten verbt werden1 beweisen die ,schriften von ,sebastian ,ammann1 ,rafaello ,ciocci und andern4 ,von der ,lieblosigkeit1 mit welcher ,kranke in den ,klstern behandelt werden1 hat uns ebenfalls ,ammann folgendes ,beispiel erzhlt3 - ,im ,kloster ,solothurn litt ,p4 ,theophil an einem ungeheuren ,leistenbruch so schmerzhaft1 dass er verzweifelte4 ,man legte ihn in einem ,zimmer neben der ,kche auf einen ,strohsack und lie ihn da zappeln4 ,niemand besuchte ihn als der ,klosterknecht1 der ihm dreimal des ,tages ,essen zutrug4 ,ich habe in den letzten ,tagen seines ,lebens nie einen ,arzt bei ihm gesehen4 ,seine ,unterleibsbeschwerden1 das erschreckliche ,elend und die gnzliche ,verlassenheit mgen ihm sein martervolles ,leben unertrglich gemacht haben4 - ,an einem ,tag vor dem ,mittagessen1 um halb elf ,uhr1 war ich noch bei ihm und fand ihn uerst schwermtig2 es ist aber gewiss1 dass er um elf ,uhr noch lebte4 ,um halb zwlf ,uhr wollte der ,klosterknabe die ,speisegeschirre bei ,p4 ,theophil abholen und fand ihn1 an der ,zimmerdecke aufgeknpft1 leblos4 ,als wir die ,anzeige von diesem ,unglck hrten1 sprangen wir alle vom ,tische auf2 ich war der erste bei ihm und wollte mit einem ,messer das ,handtuch zerschneiden1 an dem er hing2 aber ,p4 ,guardian ,raimund untersagte mir dies1 weil es schade um das ,handtuch sei4 ,man ging lieber langsam zu ,werke1 weil man keine ,rettung versuchen wollte4 ,seine ,hnde und ,fe waren noch ganz warm1 und ich verlangte1 dass man auf der ,stelle einen ,arzt herhole1 damit man die mglichsten ,anstalten zum ,wiedererwecken des vielleicht noch nicht ,entseelten treffe4 ,allein ,p4 ,raimund tobte und verbot die ,herbeirufung eines ,arztes auf das strengste1 weil es ein erschreckliches rgernis absetze1 wenn es unter die ,weltlichen kme1 es habe sich ein ,kapuziner erhngt4 ,keine ,brste wurde zum ,reiben seines ,leibes angewandt1 sondern man legte den ,leichnam ohne weiteres auf einen ,totensarg und machte bekannt1 ,p4 ,theophil sei an einem ,schlagfluss 7,apoplexie7 gestorben4 ,ein anderes ,beispiel1 wie schnell die ,pfaffen diejenigen zu expedieren wissen1 die ihnen unbequem oder gefhrlich werden1 erzhlt ,rafaello ,ciocci4 ,don ,alberico ,amatori1 ,bibliothekar im ,kloster ,santa ,croce di ,gerusalemme zu ,rom1 war durch das ,lesen der ,bibel von vielen ,irrtmern und ,missbruchen der rmischen ,kirche berzeugt worden4 ,er und fnfzehn ihm gleichgesinnte ,mnche1 darunter ,rafaello ,ciocci1 unterschrieben eine ,eingabe an den ,ordensgeneral ,nivardi ,tassini1 in welcher sie um ,einrumung eines bequemen ,klosters baten1 wo sie nach ihrer berzeugung leben konnten4 ,alle diese ,mnche schienen mit dem ,charakter ihrer ,mutter ,kirche sehr schlecht bekannt zu sein1 da sie einfltig genug waren zu glauben1 dass dieselbe auch nur im entferntesten daran denken knne1 ihre ,wnsche zu erfllen4 ,der unerhrte ,vorschlag erregte allgemeines ,entsetzen6 ,amatori wurde vor ein ,tribunal gefordert1 und mit ,entrstung vernahmen die geistlichen ,herren1 dass er la ,luther die ,bibel zur ,grundlage des ganzen ,kirchenwesens machen wolle4 ,man gebot ihm ,schweigen1 um die ,sache nicht ffentlich werden zu lassen1 und fasste im ,geheimen einen ,entschluss ber das ,schicksal der ketzerischen ,mnche4 ,der ,mnch ,stramucci wurde ins ,kloster ,san ,severin in den ,smpfen geschickt1 wo er infolge der ungesunden ,luft oder durch anderes ,zutun nach ,verlauf weniger ,monate von einem starken ,mann in ein ,gerippe verwandelt war4 ,don ,andrea ,gigli wurde nach ,rom berufen4 ,er war damals sehr gesund2 allein er nahm tglich mehr ab1 und nach zwei ,monaten wurde er eines ,morgens tot im ,bett gefunden4 - ,don ,eugenio ,ghioni blieb in ,rom2 aber nach vier ,monaten starb auch er1 erst #ca ,jahre alt4 - ,don ,marian ,gabrielli1 ein blhender ,jngling1 starb ebenfalls4 ,alle diese ,krankheiten nannte man ,auszehrung6 - ,der ,abt ,bucciarelli 1 ein ,mann von herkulischer ,gestalt1 starb nach kurzer ,krankheit von nur drei ,tagen4 ,der ,abt ,berti hatte nach zwei ,monaten einen ,fieberanfall und starb nach einer ,krankheit von zehn ,tagen4 - ,don ,antonio ,baldini bekam nach ,verlauf von #cd ,tagen furchtbare ,krmpfe und starb4 - ,die brigen sechs kmpften monatelang zwischen ,leben und ,tod4 ,nur ,don ,alberico und ,ciocci blieben lange ,zeit von dem geheimnisvollen ,todesengel unberhrt4 ,aber die ,rache zgerte nur1 sie schlief nicht4 ,eines ,abends nach dem ,essen bekam ,ciocci schreckliche ,krmpfe im ,magen und ein furchtbares ,brennen in ,brust und ,gurgel4 ,in wenigen ,minuten war er schwarzgelb im ,gesicht1 und vor den ,mund trat ihm ,schaum4 - ,die herbeilaufenden ,mnche schrien1 dass er besessen sei1 und versuchten nun ihren abgeschmackten ,hokuspokus mit ,weihwasser und ,reliquien1 wodurch der ,kranke1 der diesen ,unsinn verabscheute1 nur gergert wurde4 ,endlich kam ein ,arzt1 aber nicht der gewhnliche1 sondern1 wie man sagte1 der nchste1 den man habe finden knnen4 ,er gab ,ciocci eine ,arznei1 wodurch aber die ,schmerzen sogleich noch bedeutend vermehrt wurden4 ,ciocci bestand nun darauf1 dass man den gewhnlichen ,klosterarzt holen solle1 der sein ,freund war1 und da man wahrscheinlich hoffte1 dass er zu spt kommen werde1 schaffte man ihn auch herbei4 ,nachdem derselbe sich etwas orientiert hatte1 betrachtete er die vom ersten ,arzt gegebene ,arznei1 von der noch einige ,tropfen im ,glas waren1 und voll ,zorn und ,entsetzen warf er sie nach der ,untersuchung und einem bedeutungsvollen ,aha zum ,fenster hinaus4 - ,durch die zweckmigen ,mittel1 welche der wackere ,mann anwendete1 wurde ,ciocci gerettet4 ,in demselben ,kloster wurde eines ,tages der ,novizenlehrer ,pacifico ,bartoci 1 der sich durch seine ,strenge verhasst gemacht hatte1 im inneren1 offenen ,hof des ,klosters von unbekannter ,hand mit einem ,steine auf den linken ,schlaf getroffen1 dass er infolge der erhaltenen ,verletzung zehn ,tage darauf starb4 7,ungerechtigkeiten und ,grausamkeit der rmischen ,kirche im neunzehnten ,jahrhundert4 ,erzhlung von ,raffaele ,ciocci4 ,altenburg bei ,pierer47 ,man bemerke wohl1 dass hier nicht vom ,mittelalter1 sondern von der ,zeit zwischen #ahce und #ahde die ,rede ist und dass diese oder hnliche ,nichtswrdigkeiten noch ebenso wahrscheinlich heutigen ,tages stattfinden4 ,ich wrde die mir gesteckten ,grenzen zu sehr berschreiten1 wenn ich auch nur einen kleinen ,teil der mir noch bekannten im ,kloster begangenen ,schandtaten anfhren wollte1 deshalb bergehe ich auch die sehr interessante ,geschichte des ,urban ,grandier1 der durch die nichtswrdigsten ,schikanen auf den ,scheiterhaufen gebracht wurde1 weil er die ,begierden einer btissin und ihrer ,nonnen zu ,loudun nicht befriedigen wollte4 ,einer unserer besten ,romanschriftsteller1 ,willibald ,alexis1 hat diesen ,stoff zu einem ,roman bearbeitet4 ,ein in den ,klstern gebruchliches ,sprichwort sagt3 ,man kommt zusammen1 ohne sich zu kennen1 man lebt miteinander1 ohne sich zu lieben1 und stirbt1 ohne beweint zu werden4 ,ein unter solchen ,verhltnissen bestehendes ,zusammenleben musste den besseren unter den ,mnchen zur ,hlle werden1 und mancher arme ,pater1 den seine bigotten ,eltern dem ,klosterleben in frher ,jugend geopfert hatten1 sprach mit heien ,trnen den ,wunsch aus1 dass ihn die ,mutter bei der ,geburt doch lieber ersuft als in ein ,kloster geschickt haben mchte4 ,zur ,zeit1 als das ,klosterleben in seiner hchsten ,blte war1 etwa im elften ,jahrhundert1 herrschte unter den ,menschen eine wahre ,wut1 ins ,kloster zu gehen2 nur als ,mnch glaubte man der ,seligkeit gewiss zu sein4 ,hermann1 ,herzog von ,zhringen1 schlich sich in ,bauernkleidung vom ,frstenstuhl ins ,kloster zu ,clugny und diente demselben als ,schweinehirt bis an seinen ,tod1 wo erst sein ,stand bekannt wurde4 ,der ,mann eignete sich ganz gewiss besser zum ,schweinehirten als zum regierenden ,frsten1 und es war schn von ihm1 dass er seinen ,beruf erkannte4 ,doch nicht alle trieb ,andacht oder ,demut ins ,kloster2 viele suchten in demselben weiter nichts als ein faules1 liederliches ,leben1 was sie auch meist in reichem ,mae fanden4 ,das ,gelbde der ,keuschheit1 welches den ,laien immer als das schrecklichste erschien1 betrachtete man in sehr vielen ,klstern als eine leere ,form1 und ,saul1 der ,abt des ,klosters zur heiligen ,maria im ,bistum ,mondennadi in ,spanien1 verwandelte dasselbe geradezu in ein ,bordell4 ,sogar das ,konkubinat1 ja selbst die ,ehe waren unter den ,mnchen nicht selten4 ,im zehnten ,jahrhundert lebten in manchen4 ,klstern die bte und smtliche ,mnche im ,konkubinat oder in frmlicher ,ehe und statteten ihre ,shne und ,tchter mit ,klostergtern aus4 ,unter ,abt ,hadamar von ,fulda waren die meisten ,mnche verheiratet4 ,doch wir brauchen nicht so weit ins graue ,mittelalter hinaufzusteigen2 dergleichen ,flle kamen noch in neuerer ,zeit vor4 ,im ,jahr #aefc fand man in vielen ,klstern ,niedersterreichs ,eheweiber1 ,konkubinen und ,kinder der ,mnche1 und noch vor einigen zwanzig ,jahren hielt der ,prlat ,augustin ,bloch in der ,schweiz ein allerliebstes ,kammermdchen1 welches als ,student verkleidet war4 ,doch ich wollte es diesen ,klosterherren gern verzeihen1 wenn sie ihre ,schtzchen hinter den heiligen ,mauern sittsam verbergen2 davon hat die ,welt eben keinen ,schaden2 aber mehr ,unheil richten sie an1 wenn sie ihre ,verfhrungsknste auerhalb derselben wirken lassen4 ,um dies tun zu knnen1 mssen sie die ,grundstze lockern1 kurz1 die sinnlichen ,ausschweifungen als hchst unbedeutende1 kleine ,verirrungen hinstellen1 besonders wenn sie mit einem ,pater begangen werden4 ,wo die ,mnche zu ,hause sind1 da gibt es fast kein ,brger- oder ,bauernhaus1 wo nicht ein ,pater der ,hausfreund ist4 ,kommt der heilige ,mann1 dann lecken ihm die ,alten die schmutzigen ,hnde und die ,kinder liegen auf den ,knien1 bis er seinen ,segen erteilt hat4 ,das ,beste wird nun dem geehrten ,gast vorgesetzt1 und wenn die ,leute auch zu arm sind1 sich selbst ein ,glas ,wein zu gnnen1 so ist doch gewiss eins fr den heiligen ,mann bereit4 ,er lsst es sich gut schmecken1 denn die armen ,leute wrden es ja fr ,verachtung auslegen1 wenn er ihre ,gaben verschmhte6 ,welch ,gesicht schneidet er aber1 wenn das gewhnliche ,glas ,wein oder seine ,leibspeise fehlen6 ,was die ,tchter der ,lust den ,wstlingen der ,welt1 das sind die ,mnche den ,betschwestern und den ,stillen im ,land1 denn diese ,herren haben ,tugenden1 welche ,frauen zu schtzen wissen1 und sind - verschwiegen4 ,vor einem solchen heiligen ,manne brauchen sie sich ihrer ,sndhaftigkeit nicht zu schmen 1 denn die ,beichte zwingt sie ja1 die geheimsten ,snden zu sagen4 ,diese ,beichte wird daher von den ,mnchen sehr heilig gehalten4 ,denjenigen1 der das ,beichtgeheimnis verletzt1 treffen die schrecklichsten ,strafen und selbst vor den weltlichen ,gerichten1 - was auch ganz in der ,ordnung ist4 ,das ,gericht zu ,toulouse lie #aegi einen ,priester enthaupten1 welcher einen ihm in der ,beichte anvertrauten ,mord der ,behrde anzeigte4 ,der ,mrder blieb unbestraft4 ,man gert in ,verlegenheit zu entscheiden1 wie man ber dieses ,urteil urteilen soll4 ,mnche sind nicht allein sehr liebevolle1 sondern auch sehr bequeme ,hausfreunde4 ,mag ein junger ,bursche ein ,mdchen gern1 dann braucht er sich nur an seinen ,herrn ,pater zu wenden1 dann wird sich die ,sache schon machen4 ,mit der kleinen ,snde wird es sich schon finden2 denn der fromme ,herr hat einen berfluss an ,absolution1 und wenn man noch so oft sndigte1 eine ,beichte - und man ist wieder rein wie ein neugeborenes ,kind6 ,man glaube daher ja nicht1 dass die ,beichte dazu beitrgt1 die ,sittlichkeit zu befrdern2 wozu sie benutzt wird1 davon werden wir im nchsten ,kapitel einige ,beispiele sehen4 ,so leicht nun die ,mnche geschlechtliche ,verirrungen nehmen1 so streng sind sie1 wenn jemand das ,fasten gebrochen hat1 und es ist emprend1 wenn wir lesen1 dass die reiche ,abtei ,st4 ,claude in ,burgund im ,jahr #afbi einem gewissen ,guillon den ,kopf abschlagen lie - weil der arme ,mann whrend einer ,hungersnot zur ,fastenzeit sich ein ,stck ,pferdefleisch vom ,schindanger geholt hatte6 ,starb ein ,abt1 so waren die liederlichen ,mnche darauf bedacht1 einen solchen an die erledigte ,stelle zu setzen1 von dem sie nicht besorgen durften1 dass er sie in ihrer ,lebensweise stre4 ,die ,wahl traf daher nicht selten das liederlichste ,subjekt des ganzen ,klosters4 ,johann ,busch erzhlt1 dass die ,mnche eines ,klosters nach dem ,tode des ,abtes zur ,wahl eines anderen schritten1 der dem ,verstorbenen an ,tugenden gleiche4 ,die meisten ,stimmen hatte ein ,pater1 der nicht anwesend war1 sondern whrend der ,wahl in der ,schenke sa und soff4 ,da man ihn von diesem angenehmen ,orte nicht weglocken konnte1 so ging eine ,deputation der ,mnche dorthin1 ihm das ,ergebnis der ,wahl zu verkndigen4 ,erst nach langen ,bitten lie er sich bewegen1 die neue ,wrde anzunehmen4 ,als es geschehen war1 wurde ein groes ,gastmahl gehalten1 bei dem alle ,mnche mit ihren ,konkubinen sich volltranken4 ,whrend sie so betrunken waren1 dass sie nichts sahen und hrten1 kam ,feuer aus1 und die ganze feiste1 liederliche ,gesellschaft verbrannte lebendigen ,leibes4 ,obwohl nun die ,mnche unzhlige gefllige ,nonnen hatten - in ,deutschland gab es allein #bjj4jjj - so sind sie doch besonders lstern nach ,kindern der ,welt4 ,oft geraten sie dadurch freilich in arge ,verlegenheit1 welche ,spott und ,hohn oder unendliche ,prgel zur ,folge haben4 ,der ,abt des ,klosters zu ,guldholm bei ,schleswig hatte ein ,liebchen in der ,stadt1 bei welchem er oftmals die ,nacht zuzubringen pflegte4 ,gewhnlich nahm er des besseren ,scheins wegen einen vertrauten ,pater mit4 ,dieser wurde ihm endlich unbequem1 und er lie den ,begleiter zu ,hause4 ,dies verdross denselben1 und echt mnchisch dachte er sogleich auf ,rache4 ,als nun der ,abt wieder einmal die ,nacht bei seiner ,geliebten zubrachte1 weckte der boshafte ,mnch das ganze ,kloster und rief3 ,dominus noster ,abbas mortuus est in anima4 ,die ,mnche deuteten das auf den leiblichen ,tod des ,abtes1 und das war es eben1 was der ,pater wollte4 ,alsbald zog man mitten in der ,nacht mit ,fackeln1 ,kreuz und ,fahne an den bezeichneten ,ort1 um die ,leiche des ,abtes einzuholen1 und war nicht wenig berrascht1 den frommen ,herrn anstatt auf der ,totenbahre bei seiner ,buhlerin zu finden4 ,doch ich brauche abermals nicht so weit zurckzugehen2 die neuere ,zeit liefert ,beweise dieser ,art in ,menge1 und ,ammann1 der dreiig ,jahre im ,kloster war1 fhrt deren eine ,menge an4 ,im ,jahr #ahcb pflegte ein ,pater namens ,amandus jedes ,mal1 wenn er sich unter einem frommen ,vorwand entfernen konnte1 die ,nacht bei einem berchtigten ,frauenzimmer in ,mels zuzubringen4 ,um den frommen ,heuchler auf der ,tat zu ertappen1 lauerten ihm einst einige junge ,burschen auf und erwischten ihn richtig in den ,armen der ,buhlerin4 ,im ,triumph schleppten sie ihn nach dem ,kloster1 und die ,versetzung nach ,schwyz war seine ganze ,strafe4 ,zwei andere ,klostergeistliche1 ,pater ,augustin1 ,pfarrer in ,tunang1 und ,p4 ,benedikt1 ,pfarrer in ,bettwiesen1 verfhrten viele ,frauen und gingen ganz ungescheut in ihre ,huser unter dem ,vorwand1 dass sie die ,sterbesakramente dorthin zu bringen htten4 ,in mehreren ,orten der ,schweiz1 wo ,klster waren1 wagte sich kein ,frauenzimmer am ,abend auf die ,strae1 denn die brnstigen ,pfaffen fielen sie frmlich an1 und ihre viehische ,geilheit schonte selbst nicht unreife ,kinder4 ,pater ,friedrich aus dem ,kapuzinerkloster in ,appenzell hatte sich1 solange er noch bloer ,frater war und nicht das ,kloster verlassen durfte1 mit unnatrlichen ,ausschweifungen beholfen2 als er aber ,pater wurde und mehr ,freiheit hatte1 verlangte er nach natrlichen4 - ,eines ,tages zog er von ,appenzell nach dem ,flecken ,teufen in das ,st4 ,galler ,land1 um in einigen katholischen ,gemeinden zu predigen und ,beichte zu hren4 ,als er nicht weit von ,teufen sich einem ,wald nherte1 lief ihm ein ,mdchen nach und bat ihn um ein ,heiligenbildchen' wie die ,kinder berall1 wenn sie einen ,kapuziner sehen1 zu tun pflegten4 - ,pater ,friedrich zog ein gemaltes ,bildchen aus seiner ,kapuze1 zeigte es dem ,mdchen und versprach1 es ihm zu schenken1 wenn es weiter mit ihm kommen wollte4 ,auf diese ,weise lockte er das unschuldige ,kind in den ,wald4 ,sobald er dasselbe in ein ,gebsch gebracht hatte1 verbte er an ihm die brutalste ,notzucht4 ,das kleine ,mdchen schrie um ,hilfe1 und der ,vater1 der ihre ,stimme hrte und erkannte1 eilte auf das schnellste herbei und ertappte den geilen ,pfaffen auf der ,tat4 ,er behielt ,migung genug1 dem ,mnche nicht auf der ,stelle den verdienten ,lohn zu geben1 machte aber sogleich ,anzeige von den schndlichen ,handlungen des ,paters4 ,dieser wurde festgenommen und nach ,troegen gebracht1 wo man die ,sache gerichtlich untersuchte4 ,es ergab sich1 dass das arme ,kind geschndet und bedeutend verletzt war4 ,hchst merkwrdig sind die ,ansichten1 welche den ,pater zu diesem ,verbrechen leiteten1 die aber fast von allen ,mnchen in den ,klstern geteilt werden4 ,er glaubte1 die ,reformierten wren alle so schlecht1 dass sie nichts fr ,snde hielten und dass bei ihnen alles erlaubt sei1 weil sie nicht beichten mssen6 ,daher meinte er denn1 in den ,augen derselben kein ,verbrechen zu begeben1 wenn er ein reformiertes ,kind notzchtigte6 ,der ,pater wre zur ffentlichen ,ausstellung an den ,pranger und zum ,staupenschlag oder zu einer groen ,geldbue verurteilt worden1 wenn sich der damalige ,landammann ,joseph ,anton ,bischofsberger des ,schurken nicht auf das angelegentlichste angenommen htte4 ,er kam also ohne die verdiente ,strafe davon4 7,wer die tolle ,wirtschaft1 welche die ,pfaffen in der ,schweiz mit den ,brgerfrauen und ,mdchen treiben1 genau kennenlernen will1 der lese das ,bchelchen vom ,ammann1 welches ich weiter oben anfhrte47 ,diese ,pfaffenliederlichkeit ekelt mich an und wahrscheinlich auch die ,leser2 allein der ,vollstndigkeit wegen muss ich doch noch einige ,worte ber die in den ,klstern herrschenden unnatrlichen ,laster sagen1 welche traurige ,folgen des schndlichen ,zlibats sind4 ,ammann behauptet1 dass unter #bjj ,kapuzinern wenigstens #aej ,onanisten sind4 ,er ist darber ein kompetenter ,richter1 denn nur ein ,kapuziner konnte diese so genau kennen1 als es bei ihm der ,fall ist4 ,im ,kloster ,fischingen trieb ein gewisser ,pater ,berchthold sein ,wesen1 dessen hauptschliches ,geschft es zu sein schien1 ,klosterschler und junge ,mnche zu verfhren4 ,absichtlich hrte er die ,beichte nicht in einem ffentlichen ,beichtstuhl1 sondern in einem dunklen ,winkel1 und viele ,knaben1 die ihm hier beichteten1 klagten1 dass er sie habe verfhren wollen2 allein der ,guardian nahm davon nicht die mindeste ,notiz4 ,berchthold wurde natrlich immer dreister und trieb sein abscheuliches ,laster so ungescheut1 dass man doch endlich gezwungen war1 ihn auf seine ,zelle zu beschrnken und zu versetzen4 ,als ,ammann eben die ,gelbde abgelegt hatte1 schlich dieser ,knabenschnder auch in der ,nacht zu ihm1 setzte sich auf sein ,bett1 holte eine ,flasche ,schnaps und einiges ,gebck hervor und begann1 ihm von seinen ,siegen ber die ,frauen zu erzhlen4 ,als ,ammann ihn bat1 von etwas anderem zu reden oder seine ,zelle zu verlassen1 sagte er3 ,ja es ist eitel1 von solchen guten ,bissen zu reden1 die wir einmal nicht haben knnen4 ,doch knnen wir einander auch ,freude machen4 - - ,ammann wurde endlich gentigt1 durch ,klopfen an der dnnen ,seitenwand der ,zelle ,hilfe herbeizurufen1 worauf ihn der ,verfhrer verlie4 ,an die ,stelle dieses sauberen ,p4 ,berchtbold kam ,p4 ,joseph aus ,freiburg4 ,dieser war noch rger als sein ,vorgnger1 indem er sich nicht allein durch das oben bezeichnete ,laster1 sondern auch noch durch seine verschmitzte ,heuchelei und raffinierte ,bosheit auszeichnete4 ,dieser ,schandbube wurde niemals bestraft1 sondern nur versetzt1 wodurch nur ,veranlassung gegeben wurde1 dass sich seine abscheuliche ,wirksamkeit immer wieder verbreitete4 ,in ,sursen hatte dieser ,p4 ,joseph einen bildschnen ,jngling so sehr entkrftet1 dass derselbe unter den schrecklichsten ,schmerzen starb und noch auf dem ,sterbebett seinen ,verfhrer und ,mrder verfluchte4 ,dieses unnatrliche ,laster ist bei ,mnchen und selbst bei weltlichen katholischen ,geistlichen in der ,schweiz sehr gewhnlich1 und im ,jahr #ahce wurden zwei derselben1 ,professor ,schr und ,kaplan ,eisenring1 im ,stdtchen ,wyl wegen ,sodomiterei zur ,untersuchung gezogen und spter zum ,zuchthaus verurteilt4 ,es gelang ihnen aber1 ins ,ausland zu entfliehen4 ,das ,verhr ergab die abscheulichsten ,tatsachen1 und das ,publikum wollte anfangs gar nicht glauben1 dass diese ,mnner1 welche ,stifter und ,bezirksprsidenten des katholischen ,vereins waren1 solche ,schandtaten begangen haben konnten4 ,sie wurden durch ,ammann selbst angeklagt1 der sich dadurch viele ,feinde machte4 ,diese ,untersuchung hatte noch eine andere ,entdeckung zur ,folge4 ,ein sechzehnjhriger ,knabe kam zu ,ammann und entdeckte ihm1 dass der ,prior der ,karthause zu ,ittlingen im ,thurgau mit ihm noch weit schndlichere ,dinge getrieben1 als sie ,schr und ,eisenring zur ,last gelegt wurden4 ,er habe1 durch den ,prior beschwichtigt1 nicht geglaubt1 eine so groe ,snde zu begehen1 aber jetzt sei ihm die ,sache klar1 da jene beiden dafr zum ,zuchthaus verurteilt wren4 hnliche ,tatsachen wrden ans ,tageslicht kommen1 wenn wir einmal von den ,klstern anderer ,lnder so genaue und offenherzige ,schilderungen erhielten1 wie sie uns ,ammann und ,rafaello ,ciocci von der ,schweiz und von ,rom geliefert haben4 ,es ist durchaus kein ,grund vorhanden1 anzunehmen1 dass die ,mnche in anderen ,gegenden sittenreiner sind1 denn dieselben ,ursachen erzeugen gewhnlich auch dieselben ,wirkungen1 hchstens mit einigen1 in der ,hauptsache nichts ndernden ,variationen4 ,und solchen ,mnnern sollen wir unsere ,kinder zur ,erziehung anvertrauen68 ,haben die ,regierungen nicht den ,mut und den ,willen1 das ,volk von dieser moralischen ,pest zu befreien1 so muss sich jeder ,familienvater selbst helfen4 ,die ,zeiten haben sich wesentlich gendert1 und keine ,regierung wagt es mehr1 die ,untertanen in die ,kirche zu treiben oder sie zu zwingen1 zur ,beichte zugehen4 bt sie auch noch einen ,zwang aus auf solche ,brger1 die ,staatsdienste suchen1 so sollten doch wenigstens diejenigen1 welche ihre eigenen ,herren sind1 ihr ,haus gegen den ,einfluss liederlicher1 scheinheiliger ,pfaffen bewahren und durch vernnftige ,lehren im ,haus den in der ,schule erhaltenen ,unterricht unschdlich machen1 wenn die ,regierung nmlich darauf besteht1 den ,besuch sogenannter konfessioneller ,schulen zu erzwingen4 ,wenn das ,volk es ernstlich verlangt1 wird nicht nur die ,schule von dem ,einfluss der ,kirche befreit werden1 sondern der ,staat wird auch aufhren1 sich um die ,religion seiner ,untertanen weiter zu bekmmern1 als es zum ,schutz der kein ,gesetz verletzenden ,ausbung der verschiedenen ,religionen ntig ist4 ,werft zunchst die ,pfaffen aus den ,husern und aus den ,schulen und den unvernnftigen ,glauben aus dem ,herzen1 - das weitere findet sich von selbst4 ,der ,beichtstuhl ,tout homme est homme1 et les ,moines sur tous4 ,la ,fontaine ,eine der sinnreichsten und verderblichsten ,erfindungen der rmischen ,kirche ist die ,ohrenbeichte4 ,mit ,hilfe derselben hat sie lange die ,welt regiert ohne groe ,kosten und ,beschwerden4 ber den hohen ,wert derselben herrscht nur eine ,stimme1 und selbst der ,ketzer ,marnix von ,st4 ,aldegonde meinte schon vor dreihundert ,jahren1 dass dieselbe der ,kirche nehmen1 ihr die ,augen ausstechen heie4 ,er sagte nmlich3 - denn diese ,ohrenbeichte ist ihr unzweifelhaft ein ,paar ,augen wert3 nmlich das eine braucht sie1 um alle ,heimlichkeiten und verborgenen ,anschlge aller ,knige und ,frsten dieser ,welt zu erfahren1 wodurch sie in den friedlichen ,besitz aller ,regierungen und ,herrschaften gekommen ist4 ,das andere gebraucht sie1 um damit in den ,busen der jungen ,mdchen und betrbten ,frauen zu sehen und zu tasten und dadurch ihre ,heimlichkeiten zu ergrnden und zu erfahren und ihnen danach solche liebe ,bue aufzuerlegen1 dass ihre gengstigten ,gewissen getrstet und ihre ,herzen merklich erleichtert werden4 ,o1 wie manchmal haben die heiligen ,pfaffen und ,mnche den betrbten und unfruchtbaren ,weibchen in ihrer ,ohrenbeichte so guten ,rat gegeben1 dass sie dadurch bald frhliche ,mtter geworden sind und von derselben ,zeit an zu ihren heiligen ,beichtvtern solche innige ,liebe wie zu ihren eigenen ,mnnern selbst bekommen haben4 ,ich habe schon in den vorhergehenden ,kapiteln hin und wieder von der ,beichte geredet4 ,ich will mir nicht die unntze ,mhe geben zu beweisen1 dass die ,ohrenbeichte ihre ,rechtfertigung nicht in den ,evangelien findet1 denn die zu ihren ,gunsten angefhrten ,stellen begrnden sie ungefhr in derselben ,weise wie mit der ,stelle des ,psalms ,lobet den ,herrn mit ,pauken das ,geieln4 ,die ,ohrenbeichte war eben1 wie das ,fegefeuer und andere sinnreiche ,erfindungen hnlicher ,art1 eines der vielen ,mittel1 durch welche sich die rmische ,kirche die ,herrschaft ber die ,menschen erwarb4 ,das ,beichtgeheimnis sollte heiliggehalten werden2 allein die ,jesuiten hatten darber ihre besondere ,ansicht1 und es ist bewiesen1 dass sie den ,inhalt der ,beichte ihren ,vorgesetzten mitteilten1 besonders wenn sie fr die ,erhaltung und das ,beste ihres ,ordens zweckmig erschien4 ,um berall zu herrschen und die ,fden der ,regierung in der ,hand zu haben1 waren sie stets auf das eifrigste bestrebt zu bewirken1 dass ,jesuiten als ,beichtvter regierender ,frsten oder sonstiger sehr einflussreicher ,personen angestellt wurden4 ,da sie in ,bezug auf ,snden sehr spitzfindig und tolerant waren1 so nahm man sie auch gerne als ,beichtvter an4 ,jesuiten durften nichts schreiben und verffentlichen ohne ,zustimmung ihrer ,vorgesetzten2 was also von irgendeinem dem ,orden ,angehrigen verffentlicht wurde1 kann als ein ,ausdruck der in demselben gutgeheienen ,ansicht betrachtet werden4 ,obwohl ich aus den ,werken der ,jesuiten eine sehr reichhaltige1 interessante ,auswahl von ,stellen treffen knnte1 ber deren ,moral sich jeder rechtliche ,mensch entsetzen wrde1 so begnge ich mich doch damit1 nur einige wenige anzufhren1 die hinreichend begrnden1 weshalb die ,jesuiten als ,beichtvter gern gewhlt wurden4 ,die erste ,regel sei3 ,sooft ,worte ihrer ,bedeutung nach zweideutig sind oder verschiedene ,sinne zulassen1 ist es keine ,lge1 selbige in dem ,sinne zu gebrauchen1 den der ,sprechende mit ihnen verbinden will2 obschon die ,zuhrenden und der1 dem man schwrt1 selbige in einem anderen ,sinne nehmen - ja1 ob auch der ,sprechende von keiner gerechten ,sache geleitet werde4 7,sanchez opus mor4 ,lib4 ,i4 cap4 #i n4 #ac pag4 #bf47 ,zwei ,seiten spter1 nachdem der gelehrte ,jesuit verschiedene ,arten erlaubter ,lgen aufgefhrt hat1 sagt er3 ,ja1 es ist dies von groem ,nutzen1 um vieles verdecken zu knnen1 was verdeckt werden muss1 aber ohne ,lge nicht verdeckt werden knnte1 wenn nicht diese ,art und ,weise gestattet wre4 - - ,man hat aber gerechte ,ursache1 sich solcher ,zweideutigkeiten zu bedienen1 sooft dies notwendig und ntzlich ist1 um das ,heil des ,krpers1 die ,ehre und das ,vermgen zu schtzen3 oder zur bung irgendeiner anderen ,tugend4 - ,es ist erlaubt1 denjenigen zu tten1 von dem man gewiss wei1 dass er sofort einem nach dem ,leben stellt1 so dass eine ,frau z4 ,b41 wenn sie wei1 dass sie in der ,nacht von ihrem ,mann gettet wird und nicht entfliehen kann1 jenem zuvorkommen darf4 ,und weiterhin3 ,sooft jemand zufolge des oben ,gesagten ein ,recht hat1 einen anderen zu tten3 dann kann dies auch ein anderer fr ihn tun1 wenn dies die christliche ,liebe anrt4 7,busenbaum3 ,med4 ,theolog4 mor4 ,l4 ,,iii4 ,tract4 ,,iv4 ,d4 ,v4 et ,,viii4 ,praec4 n4 ,x4 ibid74 ,ist einem ,beichtvater1 der eine ,frau oder einen ,mann zu verzeihlichen1 bsen ,handlungen verlockt1 das ,begehen einer schweren ,schuld beizumessen8 - ,die ,hnde oder die ,brste einer ,frau zu berhren1 mit den ,fingern zu kneifen und zu zwacken3 das sind in ,betreff der ,keuschheit lssliche ,snden1 wenn es zur bloen ,ergtzlichkeit ohne weitere ,absicht oder ,gefahr der ,befleckung vorgenommen wird4 7,escobar3 ,theol4 mor4 ,tract4 ,v4 ,exam4 ,,ii4 ,cap4 ,v4 n4 #aaj pag4 #fjh47 ,wie verhlt es sich rcksichtlich des ,beischlafes mit der ,verlobten eines anderen8 - ,er berschreitet nicht die gewhnliche ,hurerei1 weil sie noch nicht die ,frau eines ,mannes ist 7ibid4 ,tract4 ,i4 pag4 #ada74 ,an mortiferum1 virile membrum in os uxoris immittere8 ,negat ,sanchez tom4 #c de ,matr4 tom4 #c lib4 #i d4 #ag4 n4 #ae ,at cum aliis auderem objicere tanto ,doctori1 id non esse simpliciter osculum pudendorum1 sed quendam ad peccatum diversae speciei1 id est1 praeposteram venerem ausum4 7,escobar3 ,theol4 mor4 ,tract ,i4 ,exam4 ,,viii4 ,cap4 ,,iii4 n4 #fi4 pag4 #adh47 ,wer nur uerlich geschworen hat1 ohne den ,vorsatz 'zu schwren'1 ist nicht gebunden 7es sei denn des etwaigen ,skandals wegen71 da er nicht geschworen hat1 sondern 7mit dem ,eid7 gespielt hat4 7,busenbaum3 ,medull4 ,theol4 lib4 ,,iii4 ,tract4 ,,ii4 ,de ,,ii4 ,dec4 ,praec4 dubium ,,iv4 ,an in juramento liceat uti aequivocatione u4 ,v4 pag4 #adc47 ,ist derjenige1 der zum ersten ,male ,hurerei treibt1 verbunden1 diesen ,umstand in der ,beichte zu entdecken8 - ,jungfrauen sind hierzu wegen der ,defloration verbunden2 aber ,jnglinge nicht4 ,so meint ,suarez4 ,jedoch halte ich es mit ,vasquez fr wahrscheinlicher1 dass auch eine ,jungfrau nicht dazu verbunden ist1 sei es selbst1 dass sie noch unter elterlicher ,gewalt stehe1 da1 wenn die ,jungfrau freiwillig einwilligt1 ihre ,hurerei keine ,schndung ist2 sie begeht kein ,unrecht weder gegen sich selbst noch gegen ihre ,eltern1 da sie die ,herrin ihrer ,jungfrauschaft ist4 7,escobar3 ,theol4 mor4 ,exam4 ,,ii4 ,cap4 ,,vi4 n4 #da4 pag4 #ac47 ,die ,fehler eines ,frsten knnen vornehmlich im zarten ,alter durch gute ,erziehung gebessert werden 7wodurch oft verdorbene ,naturen gezgelt und umgewandelt worden sind74 ,aber wenn dies nicht gehen sollte und ,bitten und ,mhen erfolglos bleiben3 so halte ich dafr1 dass man sie bersehe1 soweit dies das ffentliche ,wohl gestattet und die verderbten ,sitten des ,frsten nur ,privatsachen berhren2 dagegen wenn er den ,staat in ,gefahr bringt1 wenn er sich als ,verchter der vterlichen ,religion zeigt und sich nicht bessern will1 so halte ich dafr1 dass man ihn ab- und einen anderen einsetze1 was1 wie wir wissen1 in ,spanien nicht blo einmal geschehen ist4 ,wie ein gereiztes ,tier muss er durch alle ,geschosse angegriffen werden1 weil er die ,menschlichkeit verleugnet und zum ,tyrannen geworden ist4 7,mariani3 de rege et regis institutione lib4 ,i4 ,cap4 ,,iii47 ,ob es erlaubt ist1 einen ,tyrannen mit ,gift zu tten8 - ,es ist rhmlich1 dieses ganze pestartige und verderbliche ,geschlecht aus der ,gesellschaft der ,menschen zu vertilgen4 - - ,und ,beispiele solcher ,morde gibt es viele sowohl in alter als neuer ,zeit4 ,es ist zwar schwer1 einem ,frsten ,gift zu mischen1 indem er von seinem ,hofe umgeben ist und zudem die ,speisen vorher kosten lsst4 ,wenn sich aber dazu eine gnstige ,gelegenheit darbietet1 wer sollte da so spitzfindig und subtil sein1 dass er unter beiden ,todesarten einen ,unterschied zu machen suchte8 - ,mariani ibid4997 ---- 997 ,die ,erlaubnis1 dieses ,buch zu drucken1 lautet3 ,stephanus ,hojeda ,visitator ,societas ,jesu in provincia ,tolctana1 potestate facta a nostro patre ,generali ,claudio ,aquaviva1 do facultatem1 ut imprimantur libri tres1 quos de ,rege et ,regis institutione composuit ,p4 ,johannes ,mariana1 ejusdem ,societatis1 quippe approbatos prius a viris doctis er gravibus ex eodem nostro ordine ,in cujus sei fidem has literas dedi meo nomine subscriptas1 et mei officii sigillo munitas4 ,madriti in collegio nostro quarto ,nonos ,decembris ,,mdlxxxxviii4 ,stephanus ,hojeda1 ,visitator4 ---- ,diese ,proben der ,jesuitenmoral1 die ich bedeutend vermehren knnte1 auf den ,beichtstuhl angewandt1 erklren es hinlnglich1 warum ,jesuiten als ,beichtvter ,glck machten4 ,der ,beichtstuhl wurde zur ,erreichung politischer und kirchlicher ,zwecke benutzt1 aber hauptschlich diente er den ,pfaffen dazu1 ihre ,lsternheit zu befriedigen4 ,schon im ,jahr #dbh hatte ,papst ,coelestin es fr ntig gefunden1 ,strafe darauf zu setzen1 wenn ,geistliche ihre ,beichtkinder zur ,unzucht verfhrten4 ,dergleichen ,flle kamen unendlich oft vor1 und mit diesen ,beichtstuhlgeschichten knnte man ,folianten fllen4 ,poggio ,bracciolini1 von dem ich schon frher redete1 erzhlt1 dass die ,beichtsthle dazu benutzt wurden1 die ,mdchen und verheirateten ,frauen zu verfhren4 ,beichtete eine derselben1 dass sie sich eine fleischliche ,schwachheit habe zuschulden kommen lassen1 so kam es sehr hufig vor1 dass ihr der fromme ,beichtvater die unzchtigsten ,antrge machte4 ,um sich das ,verfhrungswerk zu erleichtern1 verfehlten sie nicht1 den lsternen ,kindern recht berzeugend vorzureden1 dass ein bisschen ,unzucht mit einem frommen ,geistlichen so gut wie nichts zu bedeuten habe und dass die ,snde hundertmal kleiner sei1 als wenn sie mit einem fremden ,ehemann begangen wrde4 ,ansiniro1 ein ,augustinereremit zu ,padua1 hatte alle seine ,beichttchter verfhrt4 ,die ,sache wurde ruchbar und er deshalb angeklagt4 ,vor ,gericht drang man sehr ernstlich in ihn1 alle diejenigen anzugeben1 welche ihm den ,willen getan4 ,er nannte eine groe ,menge von ,mdchen und ,frauen aus den angesehensten ,familien1 stockte dann aber pltzlich und wollte nicht weiterreden4 ,der ,sekretr1 der ihn vernahm1 bedrohte ihn mit den hrtesten ,strafen1 wenn er nicht die ,wahrheit reden und in seinem ,bekenntnis fortfahren werde4 ,so gedrngt1 nannte der ,pater auch den ,namen1 welchen er verschweigen wollte1 und man kann sich die berraschung des ,sekretrs denken1 als er den seiner eigenen fr so tugendhaft gehaltenen ,frau hrte6 ,hin und wieder kamen die ,pfaffen auch schlimm an4 ,ein ,priester1 dem eine hbsche ,frau beichtete1 fand den ,platz hinter dem ,altar sehr bequem und wollte sie bewegen1 hier seinem unzchtigen ,gelste zu gengen4 ,die ,frau uerte1 dass sie den ,platz nicht anstndig finde1 versprach aber1 an einem anderen ,orte seine ,wnsche zu erfllen und schickte ihm als ,liebespfand eine sehr schne ,torte und eine ,flasche guten ,wein4 ,der erfreute ,pfaffe dachte1 zwei ,fliegen mit einer ,klappe zu treffen1 und berreichte die herrliche ,torte seinem ,bischof1 der damit bei einem ,gastmahl seine ,tafel zierte4 ,als man sie aufschnitt1 fand man darin1 was man gewhnlich nicht dem ,beichtstuhl1 sondern dem ,nachtstuhl anvertraut4 ,man forschte natrlich nach dem ,ursprung dieser schmutzigen berraschung1 und dieser ergab sich bald aus der ,untersuchung4 ,kein ,ort war den geilen ,pfaffen zu heilig1 und die ,regierungen mussten dieselben oft strafen1 weil sie einen ,altar oder einen andern fr heilig geltenden ,ort als ,sofa betrachtet hatten4 ,ein ,kaplan zu ,solothurn beging selbst die schreiende ,snde1 die ,orgel zum ,schauplatz seiner unerlaubten ,freuden zu whlen6 ,wre die ,kirche nicht stets darauf bedacht gewesen1 das ,ntzliche mit dem ,angenehmen zu verbinden und ihre frommen ,diener soviel als tunlich fr die mancherlei mit ihrem ,amte verbundenen ,entbehrungen zu entschdigen1 dann htte sie dem ,skandal schnell ein ,ende machen knnen4 ,sie htte nur zu verordnen brauchen1 dass die ,weiber bei ,weibern statt bei ,mnnern beichteten2 aber wahrscheinlich frchteten sie1 dass die ,weiber nicht schweigen knnten4 ,mensch bleibt ,mensch und ein ,pfaffe vorzglich4 ,ich wrde auch lieber das ,sndenregister eines schnen ,mdchens mit anhren als das eines alten ,mannes1 und hin und wieder wrde ich wahrscheinlich auch schwach genug sein1 die gemachten ,entdeckungen zu meinem ,privatvorteil zu benutzen2 allein ich bin auch kein ,priester4 ,wsste ich es nicht aus anderen ,quellen1 so wrde mich schon die ,ermahnung des heiligen ,borromus an die ,pfaffen lehren1 dass sehr viele von diesen die ,beichte der ,weiber lieben hrten als die der ,mnner4 ,der ,heilige1 der stets des oben angefhrten ,mottos eingedenk ist1 schreibt den ,beichtvtern vor1 alle ,tren zu ffnen1 wenn sie die ,beichte irgendeiner ,weibsperson anzuhren htten2 er schlgt ihnen vor1 irgendeinen ,vers aus den ,psalmen1 zum ,beispiel cor mundum crea in su ,domine1 an einem freien ,ort anzuschreiben1 wo er ihnen bestndig vor ,augen wre und sie ihn bei vorkommenden ,versuchungen gleichsam als ,zauberformel oder als ,retro ,satanas gebrauchen knnten4 - ,von dem ,geieln habe ich schon geredet4 ,da dieses nicht ohne ,entblung stattfinden konnte1 so ist es begreiflich1 dass es die lsternen ,pfaffen sehr bald bei der ,beichte einfhrten4 ,anfnglich begngten sie sich damit1 die ,geielung als ,bue vorzuschreiben2 allein gar bald maten sie sich das ,recht an1 dieselbe eigenhndig zu erteilen4 ,dies wurde von der ,kirche selbst als ein ,missbrauch angesehen1 und ,papst ,hadrian #a41 der im ,jahr #ggb ,papst wurde1 verordnet4 ,der ,bischof1 ,priester und der ,diakon sollen diejenigen1 welche gesndigt haben1 nicht geieln4 ,die ,verordnung fruchtete jedoch nichts4 ,die ,geistlichen lieen sich das angenehme ,recht nicht nehmen1 besonders da sie darin durch hochstehende ,prlaten untersttzt wurden und der schon frher genannte ,kanzler der rmischen ,kirche1 ,kardinal ,pullus1 nicht das geringste ,bedenken trug1 nicht allein das ,geieln zu empfehlen1 sondern auch sogar ffentlich bekanntzumachen1 dass die vllige ,entkleidung der ,benden und ihr ,niederwerfen zu den ,fen des ,beichtvaters selbst in den ,augen ,gottes das ,verdienst des ,snders vermehre1 da es noch ,kennzeichen uerster ,demut und ,erniedrigung wren4 ,solche ,lehren trugen den ,pfaffen gute ,frchte4 ,das ,hinterteil des ,mannes zu zerbluen konnte1 wenn derselbe eine hohe ,stellung in der ,welt hatte1 allenfalls ihrem ,stolze und ihrer ,eitelkeit schmeicheln2 allein die ,strafe bei ,frauen anzuwenden hatte fr den ,schnheitssinn der ,pfaffen einen weit hheren ,reiz1 und alle ,mittel1 welche der ,kirche zu ,gebote standen1 wurden angewandt1 die natrliche ,schamhaftigkeit der ,weiber und ,mdchen zu besiegen4 ,bei der ,schamhaftigkeit fllt mir eine ,anekdote ein1 die zu spahaft ist1 als dass ich sie den ,lesern vorenthalten sollte4 ,in den vierziger ,jahren kam ein junges ,mdchen zu dem katholischen ,pfarrer eines ,ortes1 um bei ihm zu beichten4 ,nachdem sie allerlei unbedeutende ,snden gestanden hatte1 stockte sie und wurde feuerrot4 ,der ,pfarrer ermahnte vterlich1 fortzufahren1 aber das verschmte ,mdchen sagte1 dass es ihr unmglich sei1 ihm hier ihre ,snden zu bekennen4 ,der gute ,geistliche1 dem dergleichen wohl schon oft vorgekommen sein mochte1 fragte1 ob sie ihm lieber zu ,hause beichten wolle1 wo sie weniger beobachtet wre1 und das ,mdchen erklrte sich seufzend bereit dazu4 ,zur bestimmten ,stunde erschien sie auf dem ,zimmer des ,herrn ,pfarrers1 der sie mit einiger ,unruhe und ,neugierde erwartet hatte4 ,nun1 mein ,kind1 wir sind allein1 was ist's1 das dich drckt4 - ,die ,mutter ,kirche hat ,trost2 habe ,zutrauen usw4 - ,ach1 ,herr ,pfarrer1 ich kann's nicht sagen1 erwidert die kleine ,unschuld und hlt den ,schrzenzipfel vor das ,gesicht4 - ,nun1 mein ,gott1 es wird doch keine ,todsnde sein6 - ,ach nein1 aber -4 - ,nur offen heraus1 was ist's8 -,ach1 ich habe mit meinem ,liebsten etwas - etwas gemacht6 - ,nun1 was denn1 mein ,kind8 - ,ach1 ich kann's wahrhaftig nicht sagen4 - ,nun1 hat er vielleicht das getan8 fragte der ,pfarrer1 indem er ihr in die ,backen kneipt1 um ihr das ,gestndnis zu erleichtern4 - ,ach nein6 - ,oder vielleicht das8 - wobei er den ,arm um ihre ,taille legt und ihr einen ,kuss auf den ,mund drckt4 - ,das ,mdchen schttelt bestndig mit dem ,kopf1 und der ,pfarrer1 ein noch junger ,mann1 glhte im ,gesicht beinahe ebenso sehr wie seine verschmte ,beichttochter4 - ,er wird in seinem heiligen ,eifer immer hitziger und versucht alles mgliche1 was der ,geliebte nur mit ihr getan haben konnte1 und da sie fortwhrend beharrlich schttelt1 so schreitet er sogar zum alleruersten1 in der vollen berzeugung1 dass er nun das ,richtige getroffen habe4 ,aber wie gro ist sein ,erstaunen1 als er auf seine ,frage ein abermaliges ,kopfschtteln als ,antwort erhielt4 - ,nun1 in ,satans ,namen1 bricht er los1 was hast du denn mit ihm gemacht8 - ,ach1 ,herr ,pfarrer - - ich habe - ihn krankgemacht6 - ,ich berlasse es den ,lesern1 sich das ,gesicht des guten ,pfaffen auszumalen4 - ,auf solche ,weise verfuhren nun wohl nicht alle rmisch-katholischen ,geistlichen1 um die ,schamhaftigkeit ihrer ,beichtkinder zu besiegen2 bei den meisten gelang es ihnen durch biblische ,spitzfindigkeiten und1 wo dieselben nicht helfen wollten1 mit ,verweigerung der ,absolution und ,androhung der ganzen ,teufelskche4 ,zu solchen uersten ,mitteln brauchten die heiligen ,vter indessen nur selten zu schreiten1 denn die ,beichte ist schon an und fr sich ein hchst wirksames ,mittel zur ,erttung der ,scham4 ,das ,mdchen oder die ,frau1 welche einem fremden ,manne die geheimsten ,regungen ihrer ,sinnlichkeit und die dadurch hervorgebrachten ,wirkungen mit allen ,details - so verlangen es hufig die lsternen ,beichtvter - schildern kann1 kostet es auch keine groe berwindung1 sich vor demselben zu entblen2 wer die nackte ,seele gesehen hat1 mag auch den nackten ,krper sehen6 - ,weigerte sich indessen dennoch eine ,beichttochter und wollte nicht daran glauben1 dass die ,pfaffen ein ,recht dazu htten1 die ,entblung zu verlangen1 dann entgegneten diese ihnen1 dass ,christus gesagt habe3 ,gebet hin und zeiget ,euch den ,priestern2 wollte es eine andere unschicklich und anstig finden1 dann antwortete man ihr3 ,ach ,larifari6 ,adam und ,eva waren im ,paradies nackt1 und am ,auferstehungstage werden wir keine ,hosen tragen4 ,so kam es allmhlich so weit1 dass man gar nichts mehr darin fand1 wenn ein ,beichtvater einem ,mdchen oder einer ,frau mit eigener ,hand die ,rute gab4 ,die ,pfaffen standen schon seit den ltesten ,zeit mit vollem ,recht in schlechtem ,ruf1 und es ist daher wohl begreiflich1 dass die ,ehemnner ziemlich unruhig waren1 wenn ihre ,frauen zur ,beichte gingen4 ,selbst sehr fromme und heilige ,bcher enthalten darber hchst ergtzliche ,geschichten1 wenn sie auch meistens ernsthaft langweilig und im schrecklichsten ,mnchslatein erzhlt sind4 ,in einem ,buche von ,scotus1 betitelt ,mensa philosophica1 findet sich zum ,beispiel die folgende3 ,einem ,weibe1 welches eben in den ,beichtstuhl ging1 um ihre ,snden zu bekennen1 folgte im geheimen ihr ,ehemann nach1 da ihn die ,eifersucht plagte1 zu welcher er auch wohl gute ,grnde haben mochte4 ,er verbarg sich in der ,kirche so1 dass er seine ,frau genau beobachten konnte2 aber kaum sah er sie von dem ,beichtvater hinter den ,altar fhren1 als er sehr eifrig hervorstrzte und demselben vorstellte1 dass seine ,frau viel zu zart sei1 die ,geielung auszuhalten2 solle aber einmal gegeielt werden1 nun1 dann erbiete er sich1 die ,strafe auf sich zu nehmen4 ,die ,frau war sehr vergngt ber diesen ,vorschlag1 und der ,beichtvater willigte ein4 ,kaum hatte sich der ,mann vor diesem nieder geworfen und in die gehrige ,geielpositur gesetzt1 so rief seine ,frau3 ,nun1 ehrwrdiger ,vater1 haut nur recht tchtig zu1 denn ich bin eine sehr groe ,snderin6 - ,nach den ,beispielen von den ,wirkungen des ,zlibats auf die ,geistlichen welche ich in den vorigen ,kapiteln gegeben habe1 werden es die ,leser sehr natrlich finden1 dass diese ,art und ,weise der beichtvterlichen ,absolution zu unendlich vielen ,missbruchen ,veranlassung gab4 ,die ,zahl der davon bekannten ,beispiele ist unendlich gro1 obgleich die ,pfaffen stets bemht waren1 dergleichen ,erzhlungen als ,verleumdungen hinzustellen4 ,ich knnte eine ganze ,galerie davon auffhren1 begnge mich aber damit1 nur einige ,geschichten dieser ,art zu erzhlen1 deren ,wahrheit bis in die kleinsten ,details durch gerichtliche ,untersuchungen ans ,tageslicht gekommen ist1 und weil sie mir ganz vorzglich geeignet scheinen1 die rmisch-katholischen ,geistlichen und ihre ,beichte zu illustrieren4 ,die erste davon ist die von dem ,bruder ,cornelius ,adriansen zu ,brgge4 ,derselbe war zu ,dortrecht geboren4 ,seine ,eltern bestimmten ihn zum geistlichen ,stand1 und nachdem er seine ,studien vollendet hatte1 kam er im ,jahr #aedh nach ,brgge in das dortige ,franziskanerkloster4 ,bald entdeckte man in ihm eine ,menge theologischer ,kenntnisse und eine ganz besondere ,gabe1 populr zu predigen1 wodurch seine ,oberen bewogen wurden1 ihm das ,predigeramt anzuvertrauen4 ,seine ,predigten waren ganz eigentmlicher ,art1 und man wird sie am besten beurteilen knnen1 wenn ich ein ,bruchstck aus einer derselben mitteile4 ,seine ,reden wurden brigens schon bei seinen ,lebzeiten gesammelt und zum ,ergtzen der ,ketzer in den ,niederlanden im ,druck herausgegeben4 ,am #ae4 ,dezember #aefj ereiferte er sich sehr1 weil einige angesehene deutsch-protestantische ,prediger und ,anhnger der ,augsburgischen ,konfession nach ,antwerpen gekommen waren4 ,nachdem er einen ,teil des ,textes ausgelegt hatte1 ergriff er die ,gelegenheit1 seinem ,grimm ber die ,ketzer ,luft zu machen4 ,er brllte wie verrckt3 ,bah6 ich mchte beinah vor ,zorn und ,tollheit aus der ,haut fahren6 ,ah ,bah6 da sind nun zu ,antwerpen1 dem hllischen ,pfuhl1 dem teuflischen ,abgrund1 wo alles verfluchte ,gift und stinkender ,unflat zusammenkommt1 wiederum neue ,verrter1 ,verfhrer1 ,betrger1 neue ,schelme und ,bsewichter aus dem verdammten und verfluchten ,deutschland angekommen und vermeinen1 in diesen edlen ,niederlanden - die sich jederzeit so standhaft im christlichen ,glauben gehalten1 bis die mageren1 drren1 ledernen deutschen ,arschkerben ihre beschissene ,supplikation bergeben - ihre ,augsburgische ,konfession einzufhren und fortzupflanzen4 ,bah1 seht doch wie schnell sie mit ihrer teuflischen ,augsburger ,konfession gelaufen kommen1 sobald sie gehrt1 dass diese verfluchten ,geusen die ,religion verndern wollen6 ,ei ja1 eben recht6 wie8 wir sitzen da und warten darauf1 bis ,ihr kommt8 ,bah1 alles bereit8 ,ah bah1 es ist zu verwundern1 wie ,ihr so lange geblieben seid mit eurer schnen ,konfession von ,augsburg1 welche erstlich so s1 lieb und betrglich von dem falschen1 verdammten1 hllischen ,ketzer1 dem unbestndigen ,zweifalter und ,wetterhahn ,philipp ,melanchthon1 verfasst und zusammengestellt1 dann aber mit seinem teuflischen1 hllischen ,gift so verdorben und nach seinem ketzerischen ,sinn verflscht worden1 dass auch die ,zwinglianer1 ,calvinisten und ,sakramentierer sich damit behelfen und verteidigen knnen und wollen4 ,darum schei ich in die ,augsburgische ,konfession6 ,bah6 die ,zeit soll noch kommen1 dass diese ,konfession an den ,galgen gehngt und mit ,kot und ,dreck soll beworfen werden1 ja1 dass alle ,katholischen den ,arsch daran wischen werden2 bah1 so sehet6 - ,ah bah6 die ,wiedertuferei ist tausendmal besser als die ,konfession von ,augsburg4 ,bah6 ,gott schnde die ,augsburgische ,konfession1 bah6 der ,teufel hole die ,augsburgische ,konfession6 ,wie1 was meint ,ihr1 dass wir toll und tricht sein und dass wir uns so von diesen ledernen ,arschkerben sollen berteufeln und ffen lassen1 von diesen deutschen ,verrtern1 den ersten ,abtrnnigen und ,ausgebannten von der rmisch-katholischen ,kirche8 usw4 ,seine ,predigten wimmelten von ,unfltereien1 von denen die obigen nur eine bescheidene ,probe sind1 und hrte er1 dass man sich darber aufgehalten habe1 dann schrie er von der ,kanzel wie besessen3 ,bah1 darum haltet das ,maul und lasst mich predigen1 was mir der ,heilige ,geist eingibt6 ,er bte indessen einen bedeutenden ,einfluss auf den groen ,haufen aus und seine ,predigten waren besonders geschickt dazu1 den ,hass gegen die ,protestanten zum ,fanatismus anzufachen4 ,einstmals predigte er gar1 dass man schwangeren ,weibern der ,ketzer den ,leib aufschneiden solle1 um die ,kinder1 ehe sie geboren wren1 zu verbrennen4 ,diese ,predigten fallen indessen schon in eine sptere ,zeit4 ,bald nach ,antritt seines ,predigeramtes hatte er sein ,augenmerk auf einen anderen ,gegenstand gerichtet1 - nmlich auf die schnen ,mdchen und ,frauen von ,brgge4 ,er fing an1 gegen das eheliche ,leben zu predigen1 und setzte es mit allen ihm zu ,gebote stehenden ,mitteln herab2 denn es sei fast nicht mglich1 als ,verheirateter selig zu werden4 ,dagegen konnte er die ,jungfrulichkeit nicht hoch genug preisen und verhie den ,mdchen1 welche darin beharren wrden1 ganz gewiss die ,seligkeit4 ,heutzutage wrde man darber selbst in streng katholischen ,lndern lachen und hchstens einige verhimmelnde ,ebelianische ,seelenbrute wrden vielleicht in dem guten ,pater den sehr fleischgewordenen ,paraklet sehen2 aber damals1 als die meisten ,leute noch eine ungeheure ,sorge um ihr ,seelenheil hatten1 verursachten seine ,predigten einen solchen ,aufruhr unter den ,weibern in ,brgge1 dass alle ,mnner die ,geduld verloren1 denn ihre ,frauen flohen sie frmlich und die ,mdchen beschlossen1 in ihrem ,leben nicht zu heiraten4 - ,doch der ,geist ist willig1 aber das ,fleisch ist schwach4 ,die armen ,frauen gerieten in ,verzweiflung und liefen zu ,bruder ,cornelius1 um sich ,trost und ,rat zu holen4 ,dieser hrte sie freundlich an und belehrte sie ber die ,mittel1 durch welche es mglich sei1 im ehelichen ,stand fortzuleben1 ohne vom ,teufel geholt zu werden4 ,zunchst1 sagte er1 sei es ntig1 der ,begierde und dem ,gefallen an dem fleischlichen ,werke der ,ehe zu widerstehen1 wenn auch dem ,werk oder der ,ausbung selbst nicht4 ,denn1 argumentierte er1 das ,werk an und fr sich ist von ,gott angeordnet1 aber die verdorbene ausgeartete ,natur hat es verunreinigt1 befleckt1 beschmutzt und verunehrt mit ihren schlechten1 faulen1 fleischlichen ,affekten und ,neigungen6 ,darum sollten sie denselben durchaus widerstehen und das eheliche ,werk ausben1 als bten sie es nicht aus4 ,dies war nun freilich fr die meisten ein unmgliches und bermenschliches ,ding1 besonders wenn sie ihre ,mnner lieb hatten und tglich kamen sie zu ihm mit weinenden ,augen und beklommenen ,herzen4 ,zu denen1 die weder jung noch sonderlich hbsch waren1 sagte er1 dass sie ihre ,anfechtungen und bertretungen ihrem ,pastor oder ,beichtvater sehr genau und ausfhrlich berichten mssten1 damit sie ihnen vergeben wrden und die ,absolution bekmen2 aber zu denen1 die er fr seine ,betgenossenschaft 7deuotarship7 wnschte1 sagte er3 weil sie nun solchen innerlichen ,snden und ,gebrechen ihres ,krpers nicht widerstehen knnten1 so wre es ntig1 dass derselbe gekasteiet werde mit einer uerlichen ,strafe oder ,pnitenz4 ,die betrbten ,frauen willigten sehr gern darin1 sich derselben zu unterziehen4 ,hierauf sagt er ihnen1 dass sie sich ganz und gar unter seine ,aufsicht und seinen ,gehorsam begeben mssten1 und als sie auch damit einverstanden waren1 gab er ihnen eine ,regel1 nach welcher sie alle ,monate auf einen bestimmten ,tag bei ihm mit ,bewilligung ihrer ,mnner zur ,beichte erscheinen und in welcher sie ihm ihre bertretungen mitteilen mussten4 ,als sie nun die ,regel angenommen hatten und bei ihm zur ,beichte erschienen1 gebot er ihnen bei dem ,gelbde ihres ,gehorsams1 alle unkeuschen ,gedanken1 ,begierden und ,handlungen1 die sie hatten und begingen1 ungeschminkt1 frei heraus1 ohne ,scham zu gestehen2 je glatter1 unverhohlener1 grber und genauer1 je besser3 damit er im ,stande sei1 sie davon zu subern1 reinigen1 purgieren1 absolvieren und deshalb zu kasteien und strafen4 ,dies taten denn die ,frauen ebenfalls4 ,nun1 wohlan1 meine ,tchter1 sagte ,cornelius darauf1 fr diese heimlichen und unkeuschen fleischlichen ,snden des ,krpers gehrt sich auch eine heimliche ,suberung1 ,purgierung1 ,reinigung 7er liebte es sehr1 wohl fnf bis sechs ,synonyme hintereinander zu gebrauchen7 und heilige ,disziplin oder sekrete ,pnitenz1 welche vor den ,augen der ,menschen verborgen gehalten werden muss1 weil sie nicht verstehen und begreifen was geistlich ist2 ja1 sie wrden sich darber aufhalten und rgernis nehmen1 wenn sie es wssten2 so sind sie durch die ,verderbtheit des ,fleisches in ihren ,ansichten und ,begriffen verwirrt1 geblendet und geschndet4 ,darum1 meine ,tchter1 legt die ,hand auf eure ,brust und schwrt bei ,gott und allen ,heiligen1 dass ihr diese heimliche ,disziplin oder heilige1 sekrete ,pnitenz weder euren ,mnnern1 noch euren ,eltern1 noch irgendeinem der weltlich gesinnten ,menschen1 noch irgendeinem ,geistlichen1 sei es in der ,beichte oder anders1 nicht zu erkennen geben und offenbaren wollt4 ,nachdem nun die ,frauen diesen ,eid geleistet hatten1 nahm er sie als ,berinnen und ,disziplintchter an und hie sie in das ,haus der ,nhterin ,calle de ,naighe1 seiner ,vertrauten1 stets durch die ,vordertr zu gehen2 denn dieses ,haus hatte von der ,seite des ,klosters her ebenfalls einen ,eingang1 so dass diejenigen1 welche ,bruder ,cornelius durch denselben hineingehen sahen1 die ,frauen nicht sahen und umgekehrt4 ,als nun die frommen ,frauen das erste ,mal zu der ,nhterin kamen1 gab sie jeder derselben eine ,rute und hie sie dieselben in das ,disziplinzimmer tragen1 das nchste ,mal aber selbst ,besen zu kaufen und davon eine ,rute mitzubringen4 ,als ,cornelius in das ,disziplinzimmer zu seinen ,beichttchtern eintrat sagte er3 ,nun1 wohlan1 meine ,tchter1 damit ,ihr diese heilige ,disziplin oder sekrete ,pnitenz bequem empfangen knnt1 ist es ntig1 dass ihr euern ,krper entblt2 darum befehle ich ,euch bei dem ,gelbde eures ,gehorsams1 dass ,ihr ,euch entkleidet4 ,als die ,frauen seinen ,willen erfllt hatten1 mussten sie ihm selbst die ,rute in die ,hand geben und ihn demtig bitten1 dass er ihren sndigen ,krper diszipliniere und kasteie1 was er denn sehr bedchtig mit einer ,anzahl ,schlge tat1 die eben nicht weh tun konnten4 ,diese ,handlung begleitete er mit allerlei vom ,geieln handelnden ,reden aus alten ,bchern und sagte unter anderem3 dass ,gott die ,demut der ,benden1 die sich nackt auszgen1 lieber habe als die ,heftigkeit der ,schlge4 ,im ,winter1 wenn es zu kalt war1 um sich nackt auszuziehen1 mussten seine ,disziplinkinder sich auf einem groen ,kissen niederlegen3 ,bruder ,cornelius hob ihnen den ,rock auf und disziplinierte sie auf diese ,weise4 ,ebenso machte er es auch im ,sommer mit denjenigen ,frauen1 die nicht lange von ,hause wegbleiben konnten oder mit ,witwen1 die lange unter seiner ,disziplin gestanden hatten und an deren ,buwerkzeugen er sich bereits satt gesehen hatte2 ja1 zuletzt lie er wohl zu1 dass diese die ,disziplin von seiner ,vertrauten1 der ,nhterin1 empfingen4 ,dass die ,witwen1 die bereits vom ,baum der ,erkenntnis gegessen1 ,anfechtungen hatten1 nahm er als selbstverstndlich an und interessierte sich vor allen ,dingen fr ihre ,trume1 die sie ihm stets ganz genau erzhlen mussten4 ,ehe er aber die verheirateten ,frauen und ,witwen zu seiner ,buanstalt heranzog1 hatte er schon lngst eine ,disziplinschule von jungen ,mdchen errichtet1 bei der ich mich etwas lnger aufhalten muss1 da sich dabei die ganze ,schndlichkeit des nichtswrdigen ,pfaffen offenbart und weil es ,jungfrauen waren1 die den alten lsternen ,snder zuschanden machten und sein ,treiben zur ,untersuchung brachten4 - ,abb ,parny in seiner kstlichen ,satire ,la guerre des ,dieux1 in welcher die ,heidengtter von der heiligen ,dreieinigkeit mit den himmlischen ,heerscharen besiegt werden1 hat den kstlichen ,einfall1 alle ,satyren und ,faune der alten ,heidenzeit die ,stammvter der ,mnche werden zu lassen4 ,der witzige ,abb kannte gewiss viele ,mnche von der ,art des ,bruders ,cornelius4 ,im ,jahr #aeec befand sich unter den ,frauen1 welche tglich die ,predigten des ,bruders ,cornelius besuchten1 eine fromme und geachtete4,witwe mit ihrem schnen und gescheiten ,tchterchen4 ,diese machte die ,bekanntschaft einiger junger ,mdchen1 die schon lange zu der ,betgesellschaft des ,pastors gehrten und stets bemht waren1 fr dieselbe ,rekruten zu erwerben4 ,das reizende sechzehnjhrige ,calleken ,peters schien ihnen besonders der ,mhe wert4 - ,die ,mutter sah mit ,vergngen1 wie ihr ,tchterchen durch die ,unterhaltung mit den frommen ,mdchen so schn ber geistliche ,dinge reden lernte1 und lie ,calleken die ,gesellschaft derselben besuchen1 so oft sie nur wollte4 ,hier hrte sie von der geheimen ,pnitenz und fragte1 was dieselbe denn eigentlich zu bedeuten habe8 ,bisher waren die ,mdchen sehr bereit gewesen1 ihr ,rede und ,antwort zu geben1 allein nun meinten sie1 dass ,calleken darber nur von ,pater ,cornelius selbst belehrt werden knne1 und rieten ihr1 sich an den heiligen ,mann zu wenden1 was sie denn auch beschloss4 ,cornelius1 der benachrichtigt wurde1 dass sich ein so frisches ,fischchen fangen wolle1 setzte einen ,tag fest1 an welchem sie bei ihm erscheinen solle1 und auer ihr fanden sich an demselben noch zwei ausgezeichnet schne ,mdchen ein1 die ebenfalls in der ,disziplin unterrichtet werden sollten2 sie hieen ,aelken van den ,b4 und ,betken ,p4 ,der ,pater fragte ,calleken1 ob es ihr ,ernst damit sei1 ihre jungfruliche ,reinheit und ,sauberkeit zu bewahren und zu dem ,ende unter seine ,obedienz1 ,untertnigkeit und ,gehorsam sich verdemtigen wolle8 ,als sie bejahte1 lobte er sie sehr und ersuchte sie1 ihn mit ,einwilligung ihrer ,mutter an einem bestimmten ,tage der ,woche zu besuchen4 ,nach einer mehrwchigen ,vorbereitung nahm er sie feierlich als ,beichtkind an und lie sie den schon oben angefhrten ,eid schwren4 ,darauf wies er sie an1 gleich den anderen ,mdchen in seine ,disziplinkammer zu kommen und sich dort zur ,pnitenz vorzubereiten4 - ,diese ,kammer hatte er damals in einem ,hause auf dem ,steinhauersdyk in ,brgge bei einer ,witwe1 ,frau ,pr41 bei der die oben genannte ,betken und einige andere ,mdchen in ,kost waren1 um die ,kochkunst zu erlernen4 ,die ,nhterin wurde erst des ,paters ,vertraute nach dem ,tode der ,witwe4 ,als ,calleken zum ersten ,mal in die ,kammer trat1 forderte sie ,cornelius auf1 bei dem ,gelbde ihres ,gehorsams ihm alle ,anfechtungen und ,versuchungen1 welche der menschlichen ,natur so eigen1 zu beichten und namentlich die unkeuschen ,trume1 ,gedanken und ,begierden1 welche der jungfrulichen ,reinigkeit so sehr zusetzen1 ungescheut ihm mitzuteilen1 indem er nur auf diese ,weise ,mittel finden knne1 ,letztere zu beschtzen4 ,das arme1 unschuldige ,kind1 welches von dergleichen ,anfechtungen noch durchaus nichts wusste1 stotterte etwas her1 aber ,cornelius erwiderte3 ,bah1 ich wei recht gut1 dass ,euch alle die ,unkeuschheiten und ,unreinigkeiten1 welche zwischen ,verheirateten und ,weltmenschen vorzufallen pflegen1 bekannt sind3 denn die ,welt ist so arm im ,argen und verdorben1 dass junge ,mdchen von acht bis neun ,jahren recht gut wissen1 auf welche ,weise sie in die ,welt gekommen sind4 ,bah6 ein ,mdchen von sechzehn bis siebzehn ,jahren wie ,ihr sollte nichts von solchen ,versuchungen1 ,begierden1 ,qulungen wissen8 ,bah1 ,ihr httet in der ,welt bleiben sollen1 ,ihr wrt bald ,mutter von drei bis vier ,kindern4 ,calleken1 vor ,scham ganz rot1 sah zur ,erde nieder und wusste nichts weiter zu sagen1 als dass ihre ,mutter sie auf das sorgfltigste vor allen eitlen1 leichtfertigen und unehrbaren uerungen bewahrt htte4 - ,o bah6 fuhr der ,pfaffe fort1 darauf achte ich noch nicht4 ,die angeborene und gebrechliche ,natur muss ,euch in dem ,alter1 welches ,ihr nun habt1 darber belehren2 darum ist es nicht mglich1 dass ,ihr nicht bisweilen mit fleischlichem ,streit angefochten werdet1 den ,ihr allein aus ,verschmtheit mir verschweigt4 ,aber ich kann ,euch durchaus nicht absolvieren1 denn meine ,seligkeit hngt daran1 und darum bereitet ,euch das nchste ,mal besser darauf vor1 alle eure natrlichen ,anfechtungen zu erkennen zu geben4' - ,hiermit entlie er ,calleken und befahl ihr1 auf einen bestimmten ,tag wiederzukommen1 was sie in ,gottes ,namen zu tun gelobte4 ,als sie wieder zu ihm kam1 nahm er sie in seine ,disziplinkammer und ermahnte sie1 alle ,verschmtheit1 die er ein falsches1 bses ,tier nannte1 drauen zu lassen4 ,auf seine abermaligen ,fragen nach fleischlichen ,regungen antwortete ihm das unschuldige ,mdchen1 dass sie tglich ,gott bitte1 sie vor dergleichen ,anfechtungen zu bewahren4 ,das lobte der ,pater zwar1 meinte aber doch1 sie msse ,gott eigentlich um ,versuchungen und ,anfechtungen bitten1 denn ein ,zustand1 in welchem diese ausbleiben1 sei keine ,heiligkeit zu nennen4 ,bah6 fuhr er fort1 es ist eine ,ehre1 eine qulende ,natur zu haben1 und dass man zu ungleichen ,personen1 nmlich ,frauen zu ,mnnern und ,mnner zu ,frauen1 mit natrlich brennender ,hitze geneigt ist2 allein was ist das fr ein ,verdienst1 wenn man kein ,gefhl dafr hat8 ,bah1 mein ,kind1 schmt ,euch nicht zu gestehen1 dass ,ihr auch ,fleisch und ,blut gleich allen ,menschen habt1 oder ich muss ,euch fr heuchlerisch und ganz und gar fr durchtrieben halten1 weil ,ihr nicht gestehen wollt1 bisweilen fleischliche ,gedanken oder unreine ,begierden zu haben4 ,nun fuhr er fort1 sie zu ermahnen1 ihm rund heraus1 je unumwundener je besser1 alle ihre unkeuschen ,gedanken und dergleichen zu sagen4 ,calleken wurde immer verschmter1 je lnger sie den ,satyr in ,priestertracht anhrte4 ,dieser glaubte daher vor allen ,dingen darauf hinarbeiten zu mssen1 diese ihm so hinderliche ,scham zu vernichten1 und nachdem er sie durch vterliche1 gleisnerische ,worte zutraulich gemacht hatte1 fragte er feierlich3 ,nun1 ,calleken1 mein ,kind1 sagt mir1 ob ,ihr mir die ,seligkeit eurer ,seele auch mit ganzem ,herzen anvertraut8 ,sie antwortete3 ,ja1 ehrwrdiger ,vater4 - ,nun wohl1 fuhr er fort1 wenn ,ihr mir euer ,seelenheil anvertraut1 so knnt ,ihr mir mit noch minderer ,gefahr euren irdischen vergnglichen ,krper anvertrauen2 denn wenn ich eure ,seele selig machen soll1 so muss ich vor allem euren ,krper geeignet1 rein1 sauber und fhig machen zu allen ,tugenden1 ,andachten und ,pnitenzien4 ,ist's nicht so1 mein ,kind8 - ,sie antwortete3 ,ja1 ehrwrdiger ,vater4 - ,nun wohlan1 mein ,kind1 so ist es ntig1 dass ,ihr meiner heiligen ,obedienz untertnig seid und tut1 was ich ,euch befehlen werde4 ,hierauf setzte er sich auf eine ,bettstelle1 die in dem ,zimmer stand1 und sie musste sich zwei ,schritte von ihm hinstellen4 ,darauf sagte er1 dass es zur berwindung der ,verschmtheit1 welche der ,disziplin und ,pnitenz so durchaus zuwider1 durchaus ntig sei1 dass sie sich seinem ,willen fge1 und er gebiete ihr daher bei ihrem ,gelbde des ,gehorsams1 sich sogleich vor ihm nackt auszuziehen4 ,calleken antworte heftig erschrocken3 ,ach1 ehrwrdiger ,vater1 wie knnte ich das tun1 ich msste mich gar zu sehr schmen6 - ,mein ,kind1 rief er1 das muss so sein1 unser beider ,seligkeit hngt daran1 darum weg mit der ,scham und tut gehorsamlich1 was ich befohlen habe4 - ,ach1 ehrwrdiger ,vater1 stammelte das gengstigte ,mdchen1 ich will ,euch lieber knftig alle meine ,anfechtungen und fleischlichen ,gedanken offenbaren 7das arme ,kind htte sie gewiss erfinden mssen71 als dies tun1 denn ach - mir ist1 als wrde ich lieber sterben6 ,darum bitte ich demtig1 ehrwrdiger ,vater1 erlasst es mir6 - ,cornelius bestand aber fest darauf1 denn ohne dasselbe sei es gar nicht mglich1 eine vollkommene ,andchtige zu werden2 es sei das erste ,mittel zum ,empfang der heiligen1 heimlichen ,disziplin4 ,er verlangte unbedingten ,gehorsam1 wie ihn alle brigen ,disziplinschler leisteten4 ,seine ,worte hatten endlich die gewnschte ,wirkung4 ,das schne ,mdchen hakte ihr ,mieter auf und zog es aus2 als sie aber ihr ,leibchen aufschnrte1 strzten ihr die hellen ,trnen aus den ,augen1 und ,cornelius sagte3 ,bah1 mein ,kind1 fasst ,mut und kmpft tapfer und klug gegen die ,verschmtheit und ,heuchelei1 dann sollt ,ihr einen ,sieg feiern1 dann soll alles ,triumph1 ,friede und ,glorie sein4 ,als sie nun bis aufs ,hemd entkleidet war und auch dieses fallen lassen sollte1 verwandelte sich die ,glut ihres ,gesichts in tdliche ,blsse4 - ,als ,cornelius dies sah1 stand er eiligst auf und holte aus seinem ,schrank einige stark riechende ,essenzen1 mit deren ,hilfe sie bald wieder aus der ,ohnmacht erwachte4 ,fr dieses ,mal ist es genug1 mein ,kind1 redete er ihr freundlich zu1 das nchste ,mal sollt ,ihr nicht allein bei mir sein1 sondern in ,gesellschaft einiger ,mdchen1 die ,ihr kennt und die ,euch mit gutem ,beispiel vorangehen werden4 ,als sie sich wieder angekleidet hatte1 ermahnte er sie1 keinem ,menschen etwas zu sagen und ihm zu geloben1 am bestimmten ,tage sich auch wirklich wieder in seinem ,disziplinzimmer einzustellen4 ,sie hielt ,wort und fand dort die oben erwhnten beiden schnen ,mdchen1 die gar keine ,umstnde machten1 sich sogleich auskleideten und ganz dreist nackt vor den ,pater hinstellten4 ,calleken folgte dem ,beispiel1 und ,cornelius lobte sehr das ,glorreiche eines solchen ,siegs ber die verfluchte ,scham1 die allem frommem ,werk im ,wege sei4 ,damit hatte es fr dieses ,mal sein ,bewenden1 denn ,cornelius pflegte seine frommen ,tchter mehrere ,monate lang im ,entkleiden zu ben1 denn sein ,grundsatz war1 sie mussten freiwillig die ,scham aufgeben und selbst die ,disziplin begehren4 ,whrend dieser mit ,calleken vorgenommenen seltsamen ,exerzitien wurde sie von einem ,mdchen1 das schon seit langem zu des ,paters schamlosen ,freikorps gehrte1 gefragt3 ob sie denn nun wisse1 was die ,disziplin oder heilige sekrete ,pnitenz sei8 ,calleken antwortete1 dass sie es wohl beinahe ahne1 aber noch nicht sicher wisse4 ,ei1 sagte das ,mdchen1 wenn du diese noch nicht verdient hast1 dann musst du wohl ein ganz anderes reines ,mdchen sein als alle anderen2 allein ich denke1 dass du deine ,anfechtungen nicht recht bekannt und gestanden hast4 ,nun wurde sie zum unbedingten ,gehorsam gegen ,bruder ,cornelius ermahnt3 sie msse1 hie es1 ihre ,seele ihm ganz und gar bergeben1 den sonst knne es unmglich etwas werden4 ,calleken versprach1 ganz zu tun1 wie die ,mdchen ihr rieten4 ,die vielen ,reden von fleischlichen ,anfechtungen1 von natrlichen unsauberen ,begierden1 unkeuschen ,trumen usw4 hatten das unschuldige ,mdchen ganz verwirrt gemacht1 so dass sie ,tag und ,nacht an nichts anderes dachte1 was denn auch mit wirklichen ,anfechtungen endete1 so dass sie dem erfreuten ,pater etwas zu beichten hatte4 ,sie wurde nun der ,disziplin fr wrdig erachtet und wurde eine ,devote wie die andern4 ,diese ,bugenossenschaft1 zu welcher die schnsten ,frauen und ,mdchen von ,brgge gehrten1 bestand eine ganze ,reihe von ,jahren1 ohne dass auerhalb des ,kreises derselben das geringste verlautete4 ,aber der ,krug geht so lange zu ,wasser bis er bricht1 und auch den frommen ,beschftigungen des faunischen ,paters sollte ein ,ende gemacht werden4 ,bei einer kleinen ,festlichkeit einiger ,mitglieder dieser ,genossenschaft1 der auch ,pater ,cornelius beiwohnte1 ging es sehr lustig zu4 ,der ,pater tanzte mit einer hbschen ,beichttochter und ksste sie in seiner frommen ,weinlaune auf den ,mund4 -,calleken ,peters hrte davon durch eine der ,anwesenden und war sehr betreten1 dann sagte sie - man steht doch mutternackt vor ihm1 und wie kann man wissen1 ob ihn nicht etwas ,menschliches anwandelt4 ,die andere erklrte ihn fr einen ,engel in ,menschengestalt1 der nicht sndigen knne2 allein ,calleken antwortete3 ,ich behaupte nicht gerade1 dass er sndigt1 aber wie nun1 wenn ihn eine menschliche ,schwachheit ergreifen sollte1 wie wolltest du dich benehmen1 um nicht mit zu sndigen8 - ,ich wrde es in ,demut geschehen lassen1 antwortete die andere1 denn ich bin berzeugt1 unser ,herrgott wrde mir solches nicht zur ,snde rechnen um des heiligen ,mannes willen1 indem dieser die ,handlung ohne eigentlich fleischliches ,gelste vollbrchte4 ,calleken wollte diese ,religion nicht einsehen1 allein der ,pater1 der ,nachricht von dieser ,unterredung erhielt1 bekam einen groen ,schrecken und nach mehreren ,unterredungen mit ,calleken lie er sich von ihr in ,gegenwart eines anderen ,paters eine ,erklrung unterschreiben1 dass sie an ihm nie etwas bemerkt1 was ihr rgernis gegeben habe1 und dass sie nichts von einer heimlichen ,disziplin wisse4 ,der ,pater stellte ebenfalls ein ,zeugnis aus1 dass er ,ohrenzeuge einer solchen ,erklrung gewesen und ,cornelius wurde wieder ruhig1 besonders da er sah1 dass ,calleken ,peters das ,geheimnis bewahrte und auch nicht aus seiner ,beichtgenossenschaft austrat4 ,nach zwei ,jahren kamen ihr aber ,skrupel1 und sie wollte von dem ,pater aus der ,bibel bewiesen haben1 dass die heimliche ,disziplin zur ,seligkeit absolut notwendig sei4 ,sie warf ihm vor1 dass er auf der ,kanzel die ,bibelstellen ganz anders auslege als ihr1 und er rief sehr verlegen3 ,ah bah6 wenn ich auf der ,kanzel stehe1 rede ich fr die ,weltkinder4 ,bei einem abermaligen ,disput ber diesen ,gegenstand riss dem ,pater die ,geduld1 und er befahl ihr1 sich auf der ,stelle zu entkleiden und die ,pnitenz zu empfangen2 allein ,calleken weigerte sich durchaus und erklrte1 dass nur ,beweise aus der ,bibel sie vermgen knnten1 zum alten ,glauben an die ,notwendigkeit der heimlichen ,disziplin zurckzukehren4 ,er tobte und gab ihr drei ,wochen ,zeit1 sich zu bedenken4 ,sie war bei ihrem ,entschluss geblieben und ging nach drei ,wochen ins ,kloster4 ,cornelius war nicht zu ,hause1 und sie kam auf den ,gedanken1 eine ,unterredung mit dem ,guardian zu haben4 ,im ,laufe derselben fragte sie denselben1 ob er ,kenntnis habe von der ,art und ,weise1 wie ,pater ,cornelius diszipliniere8 ,nach dem der ,guardian sich berzeugt hatte1 dass nur ,gewissensangst das ,mdchen zu ihm trieb1 so erklrte er ihr endlich1 dass ,cornelius zu den ,menschen gehre1 von denen ,christus gesagt - ,wehe denen1 die einen von diesen kleinsten rgern2 es wre ihm besser1 dass ihm ein ,mhlstein an seinen ,hals gehngt und er in die ,tiefe des ,meeres versenkt wrde4 ,sie ging nun nicht mehr zu ,cornelius1 allein dieser belstigte sie fortwhrend1 und sie beschloss daher1 gegen alle fernere ,teilnahme an der ,busodalitt zu protestieren4 ,cornelius war wtend1 behandelte sie wie einen bsen ,geist und bergab sie feierlich dem ,teufel4 ,bis jetzt hatte das ,mdchen geschwiegen1 aber nun erhob es sich mit dem ,stolz und ,mut der gekrnkten und misshandelten ,unschuld und rief3 ,wehe ,euch1 ihr fleischlich gesinnter ,mensch1 der ihr mit all diesem ,nacktauskleiden und ,disziplinieren nichts anderes gesucht habt1 als eure unkeuschen ,augen und niedertrchtigen ,begierden zu befriedigen zum groen rgernis und ,skandal von so viel unschuldigen ,mdchen4 ,wehe ,euch1 es wre besser1 dass ,euch ein ,mhlstein an den ,hals gehngt und ihr in die ,tiefe des ,meeres versenkt wrdet6 ,die ,wut des ,paters war unbeschreiblich4 ,die ,szene endete damit1 dass er sie am ,arm ergriff und zur ,tr hinausschob1 wobei er wie wahnsinnig schrie3 ,weg von hier1 ,ihr ,paulianerin6 ich sehe nun1 dass ,ihr eine ,paulianerin geworden seid wie ,betken ,maes2 weg1 weg1 ich bergebe ,euch dem ,teufel6 ,calleken ,peters ging ruhig nach ,hause und lebte still und sittsam1 ohne - aus ,rcksicht fr den ,guardian und andere ,frauen - von der seltsamen ,buanstalt des ,paters zu reden1 die immer fortblhte4 ,sie heiratete und kmmerte sich nicht darum2 aber drei ,jahre nach der oben erzhlten ,szene kam die ganze ,geschichte durch die oben erwhnte ,betken ,maes an den ,tag4 ,es war dies ein ausgezeichnet braves ,mdchen4 ,sie hatte sich ganz und gar der ,krankenpflege gewidmet und wohin sie immer kam1 erschien sie wie ein ,engel des ,trosts4 ,sie hatte auch zur ,bugesellschaft von ,cornelius gehrt1 allein gab ihn als ,beichtvater auf und beichtete einem trefflichen ,augustinermnch4 ,cornelius war wtend und verketzerte sie berall1 allein ,betken schwieg4 ,als sie einst bei einer ,kranken war1 die zu sterben meinte1 verlangte dieselbe1 in einer ,kapuze zu sterben1 die sie von ,cornelius erhalten1 der ihr gesagt hatte1 dass sie1 wenn sie in derselben sterbe1 gar nicht einmal in das ,fegefeuer kommen werde4 ,betken suchte1 ihr den ,unsinn auszureden1 die ,frau wurde bse1 genas aber und erzhlte die ,sache ,cornelius4 ,dieser verleumdete sie nun in allen ,klstern und ,privathusern1 welche ihr die ,kundschaft aufkndigten4 ,er wusste es sogar so weit zu bringen1 dass ihr ,beichtvater1 weil er seine vereidigten ,beichttchter verleite1 in den ,bann getan wurde4 ,betken selbst wurde als ,ketzerin sogar auf der ,strae verfolgt und verspottet4 ,in dieser ,not beichtete sie dem ,provinzial der ,augustiner das ,geheimnis der ,buanstalt4 ,der ,provinzial beschloss1 den ,vermittler zu machen1 und bewog ,cornelius1 gegen ihr ,versprechen zu schweigen von der ,kanzel seine ,reden gegen sie zu widerrufen4 ,er tat dies in verblmter1 nur wenigen verstndlicher ,weise und erklrte berall1 dass er den ,schritt nur auf ,andringen angesehener1 dem ,erasmianismus anhngender ,huser getan habe4 ,seine ,meinung aber ber das ,mdchen sei dieselbe4 ,betken ,maes war vllig wie vogelfrei2 sie traute sich aus ,furcht vor dem ,pbel nicht auf die ,strae1 und die ,nchte durchwachte sie in ,angst1 da sie jeden ,augenblick eine ,gewalttat der ,fanatiker oder einen ,besuch der schrecklichsten ,inquisition erwartete4 ,der ,trieb der ,selbsterhaltung bewog sie zum letzten ,mittel4 ,in mehreren ,husern1 wo man sie noch duldete1 erzhlte sie die ,betrgereien des ,paters ,cornelius und gab detaillierte ,schilderungen von seiner ,pnitenzanstalt4 ,anfangs glaubte man1 sie erzhle ein von der ,rachsucht eingegebenes ,mrchen2 aber die ,sache verbreitete sich und kam dem ,magistrat zu ,ohren1 der diese ,gelegenheit nicht ungern ergriff1 um dem verhassten ,mnch an den ,kragen zu kommen4 ,cornelius opponierte und drohte sogar mit der ,inquisition4 ,das zwang den ,rat vollends1 alle ,rcksichten fallenzulassen1 und ,calleken ,peters und alle ,sodalinnen des ,paters mussten zu ihrer groen ,beschmung persnlich vor ,gericht erscheinen4 ,unter ihnen befanden sich sehr viele angesehene ,frauen und ,fruleins4 ,ihre ,unschuld erkannte man wohl im ,allgemeinen an1 aber es erging ihnen wie den vornehmen ,seelenbruten des ,knigsberger ,muckers ,ebel1 der ,makel des ,lcherlichen blieb zeitlebens an ihnen kleben4 ,das ,urteil gegen ,cornelius fiel sehr milde aus1 denn die ,pfaffen hatten damals noch die ,oberhand4 ,er wurde von ,brgge nach ,ypern versetzt1 da ihm kein frmlicher ,angriff auf die ,tugend der ,frauen bewiesen werden konnte4 ,mehr als das ,gericht bestrafte ihn die ,satire des ,volkes1 die ihn auf alle mgliche ,weise verfolgte4 ,er starb im ,jahr #aeha1 aber sein ,name hat sich noch in der ,tradition erhalten1 und manches ,mdchen wird rot und kichert heimlich1 wenn ,broer ,cornelius genannt wird4 ,doch was wollen alle ,knste des plumpen flmischen ,paters sagen gegen die feine ,niedertrchtigkeit der ,jesuiten in dergleichen ,dingen6 ,sobald sie ihre ,wirksamkeit begonnen1 bemhten sie sich1 ,mdchen und ,frauen fr ihre ,geielsodalitten zu gewinnen4 ,sie hatten sich nicht fr die ,geielung auf den ,rcken1 sondern fr die unterhalb desselben gelegene ,gegend entschieden4 ,diese ,art der ,disziplin wurde von den ,jesuiten in ,lwen die ,spanische genannt und angewandt1 weil sie der ,gesundheit zutrglicher sei als die obere1 oder aus andern ,grnden4 ,whrend die roheren ,mnche des ,mittelalters wirklich hin und wieder aus dummem ,religionseifer die ,geiel anwendeten1 taten es die ,jesuiten meistens1 um unter dem ,deckmantel der ,religion ihre raffinierte ,wollust zu befriedigen4 ,wie sie dabei zu verfahren pflegten1 will ich in der berchtigten ,geschichte von dem ,jesuiten ,girard und ,frulein ,cadire zeigen1 soweit es der ,umfang dieser ,bltter gestattet4 ,der ,prozess1 den das ,frulein gegen ihren ,beichtvater einleitete1 machte im ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts ein ungeheures ,aufsehen2 ganz ,europa nahm daran teil4 - ,das ,hauptwerk ber diesen wichtigen ,rechtshandel umfasst acht ,bnde1 und man wird es begreiflich finden1 dass meine ,darstellung nur eine sehr skizzenhafte sein kann4 ,catherine ,cadire war die ,tochter eines wohlhabenden ,kaufmanns zu ,toulon und am #ab4 ,november #agjb geboren4 ,sie hatte drei ,brder2 der lteste verheiratete sich1 der zweite trat in den ,dominikanerorden1 und der dritte wurde ,laienpriester4 ,der ,vater war schon whrend der ,minderjhrigkeit ,catherines gestorben1 die nun bei ihrer borniert bigotten ,mutter als deren ,liebling blieb4 ,sie entwickelte sich sowohl krperlich als geistig auf die vorteilhafteste ,weise4 ,das heit1 sie wurde sehr schn1 und ihrer trefflichen ,gemts- und ,geistesanlagen wegen wurde sie von allen1 die sie kannten1 sehr wohl gelitten4 ,allein die ,erziehung ihrer bigotten ,mutter1 die darin von ,geistlichen untersttzt wurde1 die abgeschmackten ,heiligenlegenden und mystischen ,bcher1 die man ihr schon frhzeitig zu lesen verstattete1 gaben ihrem ,geist eine ganz eigentmliche schwrmerische1 mystische ,richtung4 ,das ,beispiel der heiligen ,frauen der rmischen ,kirche und die heiligen ,offenbarungen und ,visionen1 deren dieselben gewrdigt wurden1 lagen ihr bestndig im ,sinn1 und ihr hchster ,wunsch war es1 diesen halbtollen ,nrrinnen hnlich zu werden4 ,dies war denn auch der ,grund1 weshalb sie mehrere vorteilhafte ,heiratsantrge ausschlug4 ,so erreichte sie das ,alter von fnfundzwanzig ,jahren und man darf voraussetzen1 dass in einem krperlich so ppigen und dabei so phantasiereichen ,mdchen die gewaltsam unterdrckte ,natur lngst angefangen hatte1 ihre ,rechte geltend zu machen1 und dass es nur eines leichten ,reizes bedurfte1 um ihre sinnlichen ,begierden zu hellen ,flammen anzublasen4 ,zu dieser ,zeit1 im ,jahr #agbh1 kam der ,jesuit ,pater ,johann ,baptist ,girard als ,rektor des ,kniglichen ,seminars der ,schiffsprediger zu ,toulon an4 ,frher hatte er in ,aix gelebt4 ,ihm ging ein groer ,ruf als ausgezeichneter ,kanzelredner und als durchaus streng sittlicher ,mann voraus1 und er erlangte denn auch gar bald in seinem neuen ,wirkungskreise eine ganz auerordentliche ,geltung und ,verehrung4 ,besonders strmten die ,frauen zu seinen ,predigten und in seinen ,beichtstuhl4 ,eine groe ,menge junger ,mdchen trat in eine ,art von ,orden1 in welchem unter ,girards ,leitung fromme bungen vorgenommen wurden4 ,die fromme ,schar machte ihm viel ,freude1 denn es waren schne ,mdchen darunter1 und die ,frmmigkeit und ,ehrbarkeit des ,jesuiten waren nur das ,schafsfell1 mit welchem der reiende ,wolf der rohesten ,sinnlichkeit bedeckt wurde4 ,vor allen ,dingen trachtete ,girard zunchst danach1 durch seine ,lehren die ,herzen und die ,phantasie der jungen ,mdchen zu vergiften4 ,wie eine ,spinne ihr ,opfer mit unendlich vielen feinen ,fden umzieht1 ehe sie ihm das ,blut aussaugt1 so war auch der ,jesuit bemht1 seine ,opfer im ,netz der raffiniertesten ,sinnlichkeit zu fangen4 ,er durfte nicht zu schnell vorwrts gehen1 denn bereilung konnte alles verderben4 ,auch hatte er dazu keine ,ursache1 da er ber den sicheren ,erfolg seiner ,verderbungstheorie vollkommen beruhigt war4 ,als er bemerkte1 dass die ,mdchen bereits mit schwrmerischer ,innigkeit und felsenfestem ,vertrauen an ihm hingen1 fing er allmhlich an1 ihnen andere ,strafen1 als es bisher geschehen war1 fr ihre ,snden aufzuerlegen1 und kam nach und nach auf die ,disziplin4 ,die meisten ,mdchen ahnten aus ,dummheit auch nicht das allergeringste ,bse und andere1 durch das ,geieln angenehm sinnlich aufgeregt1 fanden ein geheimes ,vergngen daran1 wenn sie sich dessen vielleicht auch nicht klar bewusst waren4 ,noch andere mochten wohl den ,pater und seine ,absichten durchschauen1 allein sie waren weit entfernt1 denselben entgegenzuwirken1 weil sie es nicht ungern gesehen haben wrden1 wenn sie heimlich und ungestraft von der verbotenen ,frucht htten naschen knnen4 ,diese und vielleicht auch finanzielle ,grnde machten eine der ,beichttchter1 ,frulein ,guiol1 dem ,jesuiten ganz und gar ergeben1 und sie lie sich zu all seinen ,plnen gern gebrauchen4 ,diese ,guiol war ein gescheites1 durchtriebenes ,geschpf und dem ,pater von unendlichem ,nutzen4 ,er durfte bei seinen ,beichttchtern bald weitergehen und bei der ,disziplin seine ,lsternheit noch auf andere ,weise als mit den ,augen befriedigen1 wenn er sich auch wohl htete1 zum uersten zu schreiten1 wo er seiner ,sache nicht ganz gewiss war wie etwa bei der ,guiol4 ,zur ,zahl seiner ,pnitentinnen gehrte auch ,catherine ,cadire4 ,das in seiner vollsten ,blte prangende geistvolle ,mdchen erregte nicht nur seine ,sinnlichkeit1 sondern flte ihm auch ein ,gefhl ein1 welches ich ,liebe nennen wrde1 wenn ich es fr mglich hielte1 dass eine solche hohe ,leidenschaft in der ,brust eines derartigen ,menschen ,raum gewinnen knnte4 ,ihr verstndiges und tugendhaftes ,wesen erforderte aber ganz besondere ,behandlung und ,rcksicht und er beschloss1 hier mit ungewhnlicher ,umsicht zu ,werke zu gehen4 ,er machte die ,guiol zu seiner ,vertrauten und diese verhie ihm ihren ,beistand4 ,als er das ,innere des ,mdchens sondierte1 erkannte er bald ihre schwrmerische ,richtung und war bemht1 den ,funken zur ,flamme anzublasen4 ,er rhmte ihre ganz besonderen ,anlagen1 prophezeite1 dass ,gott mit ihr ganz besondere ,absichten hege1 und wusste sie zu dem ,versprechen zu bewegen1 sich zur schnelleren ,erreichung derselben gnzlich seiner ,leitung und seinem ,willen zu berlassen4 ,so wurde das ,mdchen innerlich vergiftet1 ohne nur eine ,ahnung davon zu haben4 ,in ihrem ,busen wogte ein ,meer von unbestimmten1 aber unbeschreiblich sen ,gefhlen4 ,kurz1 das ,pppchen wurde geknetet und zugericht1 wie's lehren tut manch welsche ,geschicht4 ,dahin war ,girard im ,lauf eines ,jahres gelangt2 nun galt es1 den zndenden ,funken in das ,brennmaterial zu werfen1 welches er in ihr angehuft hatte4 ,catherine war lngere ,zeit krank gewesen und besuchte ,girard im ,refektorium der ,jesuiten4 ,er machte ihr zrtliche ,vorwrfe1 dass sie ihn whrend ihrer ,krankheit nicht habe rufen lassen1 und gab ihr einen glhenden ,kuss4 - ,dem erfahrenen ,mdchenkenner konnte es nicht entgehen1 welche auerordentliche ,wirkung dieser ,kuss hervorbrachte4 ,katharina musste ihm in den ,beichtstuhl folgen1 und hier forschte er genau nach ihren ,ideen und ,stimmungen1 befahl ihr tglich zum ,abendmahl zu gehen und fleiig die ,kirche zu besuchen2 auch weissagte er ihr baldige ,visionen und ermahnte sie1 ihm ber diese wie berhaupt ber ihre psychischen und physischen ,zustnde den gewissenhaftesten ,bericht abzustatten4 ,diese ,visionen stellten sich denn auch wirklich ein und erhitzten ihr ,blut und ihre ,phantasie immer mehr4 ,ob sie allein durch den aufgeregten ,gemtszustand des ,mdchens und durch das geistige ,gift des ,pfaffen oder durch materielle ,mittel hervorgerufen wurden1 wei ich nicht anzugeben4 ,es kam aber endlich so weit1 dass sie ihm klagte1 wie sie nicht mehr im ,stande sei1 laut zu beten und ihm die heftige ,liebe zu verbergen1 die sie fr ihn empfinde4 ber den ersten ,punkt beruhigte er sie bald und die ,liebe1 fuhr er fort1 die ,ihr zu mir tragt1 soll ,euch keinen ,kummer machen2 der liebe ,gott will1 dass wir beide miteinander vereinigt werden sollen4 ,ich trage ,euch in meinem ,scho und in meinem ,herzen2 von nun an seid ,ihr nichts mehr als eine ,seele in mir1 ja die ,seele meiner ,seele4 ,so lasst uns denn in dem heiligen ,herzen ,jesu einander recht brnstig lieben4 ,anstatt nun der ,natur freien ,lauf zu lassen und der aufs hchste aufgeregten ,sinnlichkeit ,genge zu leisten1 verfuhr er weit teuflischer4 ,sein ,bemhen war nun darauf gerichtet1 den durch ihn hervorgerufenen hysterischen ,zustand zur uersten ,stufe heranzubilden4 ,dies gelang ihm auch4 ,frulein ,cadire verfiel in hysterische ,krmpfe1 whrend welcher sie wunderbare ,visionen heiliger und unheiliger ,art hatte1 die sich aber meistens um ,pater ,girard bewegten4 ,schon zur ,fastenzeit des ,jahres #agbi hatte sie eine wunderbare ,vision4 ,sie hrte eine ,stimme1 welche ihr zurief3 ,ich will dich mit mir in die ,wste fhren1 wo du nicht mehr mit ,menschenkost1 sondern mit ,engelspeise genhrt werden sollst4 - ,von nun an widerstand ihr jede ,speise1 und berwand sie ihren ,ekel dagegen mit ,gewalt1 so folgte darauf heftiges ,erbrechen4 ,dann bekam sie einen ,blutsturz4 ,pater ,girard und seine ,vertrauten erklrten diese ,zuflle als ein ,zeichen der ihr nun bald zuteil werdenden ,wundergabe4 ,catherine verfiel nun aus einer ,verzckung in die andere4 ,auf ihrem ,gesicht standen ,blutstropfen und an ihrer linken ,seite und an den ,hnden und ,fen wurden blutige ,stigmen oder ,wundmale sichtbar1 mit denen nach dem rmischen ,aberglauben besonders heilige von ,gott auserlesene ,personen begnadigt werden4 - ,ja1 hiermit endeten die ,wunder nicht4 ,als der ,pater dem ,frulein die ,haare abgeschnitten hatte1 bildete sich um ihr ,haupt eine ,art ,heiligenschein1 und das ,tuch1 mit welchem sie ihr ,gesicht abgetrocknet hatte1 erhielt davon das ,bild eines leidenden ,christus mit der ,dornenkrone6 ,wie weit diese wunderbaren ,zustnde der geistigen und krperlichen ,krankheit des ,fruleins und wie weit sie jesuitischem ,betrug zugeschrieben werden mssen1 wei ich nicht zu beurteilen4 ,dass ,girard jedoch die ,entdeckung des ,letzteren sehr frchtete1 geht schon aus der ,sorgfalt hervor1 mit welcher er darber wachte1 dass von dem ,zustand des ,fruleins auerhalb des eingeweihten und glubigen ,kreises nichts bekannt wurde4 ,der ,mutter hatte er gesagt1 dass ,catherine in vierundzwanzig ,stunden sterben wrde1 wenn man nur ein ,wort ber die wunderbaren ,vorgnge fallen liee4 ,girard hatte nun selbstverstndlich freien ,zutritt im ,haus der ,madame ,cadire1 denn er musste ja fr die ,seele ihrer ,tochter sorgen und - die ,stigmen untersuchen6 ,bei diesen ,visiten war er stets so vorsichtig1 den jngeren ,bruder ,catherines1 der damals gerade im ,jesuitenkollegium ,theologie studierte1 bis an die ,haustr mitzunehmen und sich auch von ihm wieder abholen zu lassen4 ,er schloss sich stets mit seiner ,beichttochter in deren ,zimmer ein und konnte sich an den wunderbaren ,stigmen1 besonders dem in der ,seite1 gar nicht satt sehen4 ,verfiel ,catherine in hysterische ,krmpfe und ,ohnmacht1 was fr ,besessenheit galt1 dann wandte der ,jesuit die ihm dadurch vergnnte ,zeit dazu an1 seine ,lsternheit auf brutale ,weise zu befriedigen1 soweit es anging4 ,wenn das ,frulein erwachte1 fand sie sich unanstndig entblt1 und hinter ihr stand mit hmischem ,gesicht der fromme jnger ,jesu4 ,frulein ,cadire beklagte sich hierber mehrmals bei der ,guiol1 aber diese leichtfertige ,person lachte sie aus1 dass sie dabei nur etwas ,unanstndiges finden knne1 und ebenso erzhlten ihr die anderen ,mitglieder der ,schwesternschaft1 dass ,pater ,girard sich mit ihnen noch ganz andere ,freiheiten herausnehme1 worber sie indessen durchaus nicht ungehalten wren4 ,der galante ,jesuit war aber auch stets bemht1 sich immer fester in die ,gunst seiner ,schlerinnen zu setzen4 ,er wusste ihnen die ,andacht sehr zu erleichtern und sorgte dafr1 dass sowohl ihre ,sinnlichkeit als ihr weltlicher ,sinn fortwhrend ,nahrung erhielten4 ,er sorgte stets fr gute ,bedienung1 fr eine vortreffliche ,kche1 ,landpartien und ,blumenstrue4 ,die ,knigin all seiner ,gedanken aber blieb ,catherine4 ,bei dieser rckte er nun seinem ,ziele immer nher4 ,er fhrte eine ,gelegenheit herbei1 um sich scheinbar mit ,recht ber ihren ,ungehorsam beklagen zu knnen1 und nachdem ,catherine von der ,guiol gehrig vorbereitet war1 erschien sie demtig bei ,girard zur ,beichte1 bereit1 jede ,strafe auf sich zu nehmen1 die er ihr auferlegen werde4 ,der ,pater kndigte ihr nach einer scharfen ,ermahnung denn auch an1 dass sie ,pnitenz fr den ,ungehorsam leisten msse4 ,am anderen ,morgen erschien er mit einer ,disziplin in ihrem ,zimmer und sagte3 ,die ,gerechtigkeit ,gottes verlangt1 dass1 weil ,ihr ,euch geweigert habt1 mit seinen ,gaben ,euch bekleiden zu lassen1 ,ihr ,euch jetzt nackt ausziehen sollt4 ,zwar httet ,ihr verdient1 dass die ganze ,erde ,zeuge davon wre1 doch gestattet der gndige ,gott1 dass nur ich und diese ,mauer1 die nicht reden kann1 ,zeugen bleiben4 ,vorher aber schwrt mir den ,eid der ,treue1 dass ,ihr das ,geheimnis bewahren wollt1 denn die ,entdeckung knnte mich und ,euch ins ,verderben strzen4 ,das ,frulein tat1 wie er befohlen hatte1 und als sie sich bis aufs ,hemd entkleidet hatte1 gebot er ihr1 sich auf das ,bett zu legen4 ,nachdem es auch dies getan1 wobei er sie mit einem ,kissen untersttzt hatte1 gab er ihr einige sanfte ,hiebe auf die ,hften1 die er dann ksste4 ,nun zwang er sie1 auch die letzte ,hlle zu entfernen und sich demtig vor ihn hinzustellen4 ,das ,frulein wurde ohnmchtig1 aber als sie wieder zu sich kam1 erklrte sie1 gehorchen zu wollen1 und kniete ganz nackt vor ihm nieder4 ,darauf gab er ihr noch einige ,streiche und lie nun seiner ,begierde freien ,lauf4 ,catherine setzte ihm keinen ,widerstand entgegen1 und der satanische ,jesuit erreichte das ,ziel seiner ,wnsche4 ,von nun an betrachtete er das ,frulein ganz und gar als sein ,eigentum und verfhrte sie zu ,handlungen der raffiniertesten ,sinnlichkeit1 wobei er sich jedoch stets sehr geschickt in ein heiliges ,gewand zu kleiden wusste4 ,was er alles vornahm hier zu erzhlen1 ist nicht tunlich4 ,wollte die ,mutter oder der ,bruder des ,fruleins ihn manchmal in seinen andchtigen ,beschftigungen stren1 dann warf er ihnen die ,tr vor der ,nase zu1 und als sich einmal der ,dominikaner darber bei der ,mutter beklagte1 hie sie ihn schweigen und wies ihn sogar zum ,haus hinaus4 ,so sehr war die bldsinnig bigotte ,frau von der ,heiligkeit des ,jesuiten und der ,tugend ihrer ,tochter berzeugt4 ,girard merkte sehr bald1 dass ,frulein ,cadire schwanger war1 und unter einem ,vorwand bewog er sie1 einen ,trank1 den er bereitet hatte1 einzunehmen4 ,es war dies ein abtreibendes ,mittel1 welches auch seine ,wirkung tat4 ,catherine fhlte sich durch den erfolgenden ,blutverlust sehr geschwcht1 so dass ihre ,mutter1 welche weit entfernt war1 die ,wahrheit auch nur zu ahnen1 ihr sehr dringend riet1 einen ,arzt zu ,rate zu ziehen1 was aber ,girard durch allerlei ,grnde zu verhindern wusste4 ,durch die ,unvorsichtigkeit einer ,magd wre das ,geheimnis fast entdeckt worden1 und um sich dagegen und zugleich auch seine ,beute zu sichern1 beschloss ,girard1 ,catherine als ,nonne im ,st4 ,clara-,kloster zu ,ollioules unterzubringen4 ,er schrieb an die btissin und machte ihr die hinreiendste ,schilderung von der ,tugend1 ,frmmigkeit und ,gottseligkeit seiner ,pnitentin1 so dass sie mit ,freuden bereit war1 ,catherine aufzunehmen1 wenn ihre ,familie dazu die ,einwilligung geben wrde4 ,diese wurde sehr leicht erlangt und das ,frulein reiste1 mit den besten ,empfehlungsbriefen versehen1 nach ,ollioules ab1 wo sie sehr gut aufgenommen wurde4 ,der ,jesuit wusste von der btissin die ,erlaubnis zu erhalten1 seine ,beichttochter besuchen und ihr schreiben zu drfen4 ,so schlau ,girard aber sonst war1 so beging er doch einige ,unvorsichtigkeiten1 welche die ,nonnen und die btissin misstrauisch machten und die ,letztere veranlassten1 seine ,besuche zuerst einzuschrnken und dann gnzlich zu untersagen4 ,durch ,vermittlung eines ihm befreundeten ,geistlichen wurde dieses ,verbot jedoch bald wieder aufgehoben und ,girard genierte sich noch weniger als frher4 ,er beobachtete ,visionen1 untersuchte die ,stigmen und gab seiner ,beichttochter die ,disziplin auf die alte ,weise4 ,dies htte alles noch hingehen mgen1 allein er schloss sich oft stundenlang mit ,catherine ein1 und da diese1 auf ihre besondere ,heiligkeit stolz1 hin und wieder mit ihren geistlichen ,genssen gegen andere ,nonnen grotat1 so kam man immer mehr und mehr auf den ,gedanken1 dass das ,verhltnis zwischen ,girard und seiner ,beichttochter nicht ganz rein sein mchte4 ,die btissin verordnete daher1 dass beide in ihren ,unterredungen durch ,klausur voneinander getrennt bleiben sollten4 ,girard achtete das jedoch wenig4 ,er schnitt mit einem ,taschenmesser in die ihn von seiner ,geliebten trennende ,leinwand ein ,loch und unterhielt sich durch dasselbe stundenlang mit ihr4 ,hatte er sich mde geksst und wandelten ihn andere ,gedanken an1 dann befriedigte er seine ,lste auf eine ,weise1 deren nhere ,andeutung widerlich sein wrde4 ,dergleichen erlaubte er sich sogar im ,sanktuarium1 und wollte man ihn in gebhrender ,entfernung halten1 dann wurde er sehr unwillig und schrie4 ,was6 ,ihr wollt mich von meiner ,beichttochter trennen8 ,der ,jesuit lie sich sogar das ,essen vor die ,klausur bringen2 beide aen ,hand in ,hand1 und es kam nicht selten vor1 dass ihn ,laienschwestern dabei berraschten1 wenn er seinen ,arm um den ,leib des ,fruleins geschlungen hatte4 ,der jesuitische ,wollstling fing aber bereits an1 seines ,opfers berdrssig zu werden4 ,er erklrte sie daher fr hinreichend heilig und beschloss1 sie in ein entferntes ,karthuser-,nonnenkloster zu schicken4 ,die ,nonnen setzten von diesem ,vorhaben sogleich den ,bischof von ,toulon in ,kenntnis1 der es nicht dulden wollte1 dass ein ,mdchen1 welches in der ,welt fr eine ,heilige gehalten wurde1 seine ,dizese verlie4 ,er schrieb daher an ,catherine und verbot ihr1 in ,zukunft dem ,pater ,girard zu beichten oder sich an einen ,ort zu begeben1 wohin sie derselbe weisen wrde1 und stellte ihr zugleich frei1 zu ihrer ,familie zurckzukehren4 ,er sandte ihr darauf einen ,wagen1 und der ,aumonier des ,bischofs und ,pater ,cadire1 ihr ,bruder1 brachten sie in ein ,landhaus unweit ,toulon4 ,als ,girard diese ,nachricht erhielt1 erschrak er nicht wenig1 und es war sein erster ,gedanke1 sich die ,schriften und ,briefe zu verschaffen1 welche die ,cadire von ihm hatte4 ,dies gelang ihm auch durch ,vermittlung einer anderen ,beichttochter1 die er frher besonders geliebt hatte2 nur ein einziger ,brief blieb durch ,zufall in ,catherines ,hnden zurck4 ,diese wurde nun als eine ,heilige der besonderen ,obhut des neuen ,priors der ,karmeliter zu ,toulon bergeben4 ,in der ,beichte hrte dieser nun manche befremdende ,dinge1 die ihn1 nebst einigen auf ,girard bezglichen schwrmerischen uerungen1 veranlassten1 tiefer nachzuforschen1 und so entdeckte er denn ohne besondere ,schwierigkeit den niedertrchtigen ,betrug1 mit welchem man dies schwrmerische1 unschuldige ,mdchen und die ,welt betrogen hatte4 ,er machte sogleich ,anzeige bei dem ,bischof1 der selbst auf das ,landhaus kam und ,catherine ber alle nheren ,umstnde befragte4 ,das arme ,mdchen1 dem nun die ,augen so furchtbar geffnet wurden1 bat fufllig und mit ,trnen1 die ,ehre ihrer ,familie zu bercksichtigen und die ,sache zu unterdrcken4 ,der ,bischof versprach dies zwar1 wurde aber bald durch andere ,rcksichten umgestimmt und der ,prozess nach einigen ,prliminarien bei dem fr geistliche ,sachen verordneten ,kriminalgerichte zu ,toulon anhngig gemacht4 - ,doch was wollte ein armes ,mdchen ausrichten gegen die mchtigen ,jesuiten1 die selbst auf den ,gerichtsbnken ihre ,angehrigen sitzen hatten6 ,die ,sache des ,paters ,girard wurde zu der des ,ordens gemacht1 welcher fr diesen ,prozess ber eine ,million ,franc opferte4 ,es begann nun eine ,reihe der nichtswrdigsten ,rnke1 um ,frulein ,cadire als eine ,lgnerin und ,betrgerin und von den ,feinden des ,jesuitenordens bestochene ,person hinzustellen1 ja sie der ,ketzerei und ,zauberei zu beschuldigen1 vermittels welcher sie sich auf allerlei verbotenen ,wegen den ,heiligenschein habe verschaffen wollen4 ,frulein ,cadire bereute nun1 leider zu spt1 dass sie dem ,pater ganz arglos die ,briefe und ,schriften ausgeliefert hatte1 mit denen sie ihre besten ,verteidigungswaffen aus den ,hnden gab4 ,der ,prozess nahm bald fr sie eine recht schlimme ,wendung4 ,der ,knig hatte ,kenntnis davon erhalten und durch ein ,dekret des ,staatsrats die allerstrengste ,untersuchung anbefohlen4 ,die ,sache kam nun vor den ,hohen ,gerichtshof zu ,aix4 ,der ,karmeliterprior und der ,dominikaner ,cadire wurden als ,mitschuldige und ,mitbetrger in den ,prozess verwickelt2 die ,nonnen zu ,ollioules wurden zu ungnstigen ,aussagen gegen ,frulein ,cadire durch die ,jesuiten veranlasst und die rmste selbst duldete bei den den ,jesuiten befreundeten ,ursulinerinnen in diesem ,ort ein hartes ,schicksal4 ,sie war in eine ,kammer eingesperrt worden1 die frher einer ,wahnsinnigen als ,wohnung gedient hatte und die mit ,moder und ,gestank erfllt war4 ,man folterte sie physisch und moralisch auf alle nur erdenkliche ,weise1 gebrauchte ,list und ,gewalt und erreichte endlich damit den beabsichtigten ,zweck1 sie zum ,widerrufe zu bewegen4 ,nun aber drangen die ,jesuiten erst recht auf scharfe ,untersuchung1 denn nun schien ihr ,sieg gewiss1 und der ,erste ,gerichtshof zu ,aix fllte auch wirklich ein ,urteil1 welches ,frulein ,cadire sehr ungnstig war4 ,man brachte sie einstweilen als ,gefangene in ein ,kloster zu ,aix2 aber sie appellierte wegen ,missbrauchs geistlicher ,gewalt in dem eingeleiteten ,verfahren1 und die ,sache kam vor das ,parlament4 jetzt begannen die ,intrigen der ,jesuiten aufs neue4 ,catherine behauptete1 dass sie unschuldig von ,p4 ,girard auf die angegebene ,weise misshandelt und nur durch ,drohungen und ,qulereien whrend des ,kriminalverfahrens zum ,widerruf gezwungen worden sei4 ,der knigliche ,prokurator zeigte sich bei dem ganzen ,verfahren durchweg parteiisch fr die ,jesuiten und trug endlich an auf3 ,lossprechung des ,p4 ,girard und auf die ordentliche und auerordentliche ,folter1 sodann aber auf ,hinrichtung durch den ,strick fr ,catherine ,cadire4 ,die vierundzwanzig ,richter waren aber nicht dieser ,meinung2 jedoch waren ihre ,ansichten geteilt4 ,zwlf davon sprachen sich dahin aus3 ,johann ,baptist ,girard in ,anbetracht der an ihm sichtbar gewordenen ,geistesschwche1 die ihn zum ,gegenstand des ,spottes seiner ,beichtkinder gemacht1 mit seiner ,klage gegen dieselbe abzuweisen4 - ,das ,urteil der anderen1 besseren ,hlfte des ,parlaments lautete aber sehr verschieden3 ,johann ,baptist ,girard ist zum ,tode durch ,feuer zu verurteilen1 wegen vollkommen erwiesener geistlicher ,blutschande1 ,fruchtabtreibung und ,erniedrigung seiner geistlichen ,wrde durch schndliche ,leidenschaften und ,verbrechen etc4 ,bei dieser ,gleichheit der ,stimmen entschied der ,prsident1 dass man beide ,parteien ohne ,strafe freilassen solle4 ,einige ,richter wollten sich nicht damit begngen1 sondern trugen darauf an1 dass man der ,cadire wenigstens eine kleine ,zchtigung mchte angedeihen lassen4 ,dagegen erhob sich aber ein edler ,mann unter ihnen und rief3 ,wir haben soeben vielleicht eines der grten ,verbrechen freigesprochen und sollten diesem ,mdchen auch nur die geringste ,strafe auferlegen8 ,nein1 eher sollte man diesen ,palast in ,flammen aufgehen lassen6 - ,diese ,worte machten ,eindruck4 ,es wurde bestimmt1 das ,frulein zu ihrer ,mutter nach ,hause zu entlassen und der ,sorgfalt derselben zu empfehlen4 ,das knigliche ,parlament hatte den ,schurken zwar freigesprochen2 aber in der ffentlichen ,meinung war ,girard gerichtet4 ,eine unzhlbare ,menschenmasse erwartete in den ,straen die ,entscheidung des ,gerichtshofes4 ,die ,richter1 welche gegen die ,cadire gesprochen hatten1 wurden mit ,schimpf und ,hohn empfangen2 die ,gegner ,girards mit ,beifall4 ,diesen selbst bewillkommnete man mit ,schimpfreden und ,steinwrfen1 so dass man ihn nur mit ,schwierigkeiten unverletzt durch die tobende ,menge bringen konnte4 ,diese ,wut des ,volkes erstreckte sich sogar auf den ,kchenjungen1 der ihm das ,essen gebracht hatte1 und man zertrmmerte dessen ,schsseln1 ,teller und ,flaschen4 ,andererseits war man eifrig bemht1 ,frulein ,cadire ,teilnahme zu zeigen4 ,man wetteiferte darin1 sie die erlittenen ,krnkungen und ,misshandlungen durch freundliche ,bewirtung und ,trost vergessen zu machen4 ,man pries ihre noch immer groe ,schnheit2 - kurz1 sie wurde ,mode1 wie das ja aber auch mit interessanten ,verbrecherinnen in ,frankreich und anderswo noch heutzutage der ,fall ist4 ,die ,teilnahme1 welche sie erregte1 brachte ihr jedoch ,gefahr4 ,man gab ihr den wohlgemeinten ,rat1 ,aix schleunigst zu verlassen und sich verborgen zu halten4 ,sie reiste ab - aber von da an verlor sich ihre ,spur fr ewig4 ,man hat nie erfahren1 was aus ihr geworden ist2 aber die allgemeine ,meinung ging zu jener ,zeit dahin1 dass sie von den ,jesuiten heimlich aus dem ,wege geschafft worden wre4 ,girard starb ebenfalls nach ,verlauf eines ,jahres4 ,die ,jesuiten gingen ernstlich damit um1 ihn zum ,heiligen erheben zu lassen1 und verglichen ihn hinsichtlich seines ,schicksals mit - ,christus6 ,eine ganz hnliche ,geschichte wie mit ,frulein ,cadire trug sich kurz vor der ,aufhebung des ,jesuitenordens in ,frankreich zwischen einem seiner ,angehrigen und der ,tochter eines ,parlaments-,prsidenten zu1 welche auch mit ,hilfe des ,geielns verfhrt wurde4 ,um die ,ehre des ,ordens zu retten und die ,unmglichkeit der ,anklage beweisen zu knnen1 hatte man einen ,wundarzt erkauft und vereidigt1 welcher den ,schuldigen kastrierte4 ,das ,geheimnis wurde indessen spter entdeckt4 ,trotz dieser und anderer an den ,tag gekommenen ,niedertrchtigkeiten - und unter ,tausenden wird vielleicht nur eine bekannt6 - wurde den ,jesuiten nicht das ,handwerk gelegt2 berall wurden sie als ,beichtvter gerne gesehen1 und besonders die ,frauen lieen sich nach wie vor die angenehme ,geielung gefallen4 ,einer besonderen ,blte hatten sich diese ,beichtinstitute mit ,geielung fortwhrend in ,spanien und noch mehr in ,portugal zu erfreuen4 ,knig ,joseph ,emmanuel 7#agej-gg7 lie sich hufig disziplinieren1 und nur mit ,mhe brachte ihn sein ,minister1 der ,marquis von ,pombal1 davon ab4 ,die ,damen1 an ihrer ,spitze die ,marquise ,leonore de ,tvora1 waren nicht weniger nrrisch als der ,knig4 ,die ,jesuiten wurden bekanntlich durch ,pombal vertrieben1 allein seine ,feindin1 die ,knigin ,donna ,maria 7#aggg-ii71 rief sie wieder zu sich1 und die angenehmen ,beichtzerstreuungen mit obligater ,geielung begannen rger als zuvor4 ,der interessante und verschmitzte ,pater ,malagrida errichtete eine frmliche ,buanstalt unter den jungen ,hofdamen4 ,man geielte sich selbst in den ,vorzimmern der ,knigin und diese soll an den frommen bungen selbst teilgenommen haben4 - ,manche ,geschichte la ,girard mag hier im ,verborgenen vorgegangen sein1 denn die ,hofdamen waren nach dem ,zeugnis von ,jesuiten auf das ,geieln so versessen1 dass sie mit einer ordentlichen ,wut danach verlangten1 die kaum zu befriedigen und in ,schranken zu halten war4 ,ja1 sogar fremde ,prinzessinnen und die ,damen der ,gesandten wurden zu diesem wollstig-unterhaltend-frommen ,jesuitenspiel frmlich eingeladen4 ,die ,zahl der ,beispiele von dem ,missbrauch des ,beichtstuhls ist unendlich gro und es liee sich ein umfassendes ,werk damit fllen2 da aber dieses ,kapitel ein ,ende haben muss1 so beschliee ich es mit dem ,bericht ber eine seltsame ,beicht- und ,buanstalt1 welche ein ,kapuziner zur ,zeit ,napoleons ,i4 errichtete4 ber die zur ,zeit ,napoleons ,,iii4 und seiner ,kaiserin werde ich vielleicht einmal spter zu berichten haben4 ,der erwhnte ,kapuziner hie ,p4 ,achazius und lebte in einem ,kloster zu ,dren im jetzigen preuischen ,regierungsbezirk ,aachen4 ,der ,kapuziner war abscheulich hsslich1 aber er predigte vortrefflich1 stand in dem ,ruf ganz ausgezeichneter ,frmmigkeit und erfreute sich trotz seiner faunischen ,manieren des ,zutrauens der ,damen in so hohem ,grade1 dass sie ihn zum ,direktor ihrer geistlichen bungen whlten4 ,am liebsten aber hatte es ,pater ,achazius mit ,witwen und ,jungfrauen von reiferen ,jahren zu tun4 ,eine dieser ,letzteren hat er sich zu seinem ,privatvergngen erkoren4 ,er brachte ihr folgende hchst seltsame ,lehre bei3 ,der ,mensch sei unfhig1 die ,begierden des ,herzens vllig zu zhmen2 aber der ,geist knne doch tugendhaft bleiben1 whrend der ,krper nach gewhnlichen ,begriffen zu sndigen scheine4 ,der ,geist gehre ,gott2 der ,krper der ,welt2 von diesem ,letzteren selbst mache der ,himmel auf die obere ,hlfte1 die ,welt auf die untere ,anspruch4 ,die ,seele sei daher rein zu bewahren1 whrend man den ,krper ruhig fortsndigen lasse4 ,die noch immer hbsche alte ,jungfer1 welche diesen angenehmen ,lehren ein sehr lernbegieriges ,ohr lieh1 ging bald in des ,paters ,ideen ein4 ,nach vollendeter ,beichte musste sie vor dem ,kapuziner niederknien1 ,vergebung fr ihre ,snden erflehen und ihm des ,teufels ,anteil zeigen1 das heit sich bis zum jungfrulichen ,zentrum ihres ,krpers von unten herauf entblen4 ,als dies geschehen war1 schritt er zum letzten ,teil der ,andacht und weihte die ,dame feierlichst zum ersten ,mitglied des ,ordens ein1 den er zu stiften gedachte4 ,diese fromme ,jungfrau war nun bemht1 sowohl unter ,personen ihres ,alters wie auch unter jungen ,frauen und ,mdchen ,proselyten zu machen2 - kurz1 sie diente dem ,pater als ,kupplerin4 ,die ,zahl dieser adamitischen ,ordensschwestern wurde bald ziemlich zahlreich und ,achazius1 unfhig1 einer so groen ,menge frommer ,damen zu gengen1 zog rstigere ,kmpfer des ,glaubens unter seinen geistlichen ,brdern mit in seine ,buanstalt1 welche frhlich gedieh und vielleicht heute noch bestehen wrde1 wenn das ,geheimnis derselben nicht durch ein junges ,mdchen aus ,achazius' ,schule entdeckt worden wre1 welche ,nonne wurde1 als solche die ,bekanntschaft eines franzsischen ,offiziers machte und diesem die ,sache mitteilte4 ,es wurde nun eine genaue gerichtliche ,untersuchung angestellt1 welche die merkwrdigsten ,resultate ergab4 ,es kamen da ,dinge ans ,tageslicht1 welche sich nicht wohl niederschreiben lassen4 ,eine liebenswrdige und anstndige ,dame1 ,gattin eines ,papierfabrikanten1 sagte in dem ,verhr aus1 dass sie wie verhext gewesen und wie durch einen ,trank verzaubert1 zu dem hsslichen ,kapuziner hingezogen worden sei1 der sich ,dinge mit ihr erlaubt hatte1 deren ,aufzhlung dem abgehrtesten ,kriminalmenschen das ,blut in die ,wangen trieb4 ,die ,geielung spielte eine ,hauptrolle4 ,achazius lie die ,ruten oft in ,essig legen und hieb die hier erwhnte ,dame manchmal so stark1 dass sie unter irgendeinem ,vorwand ber drei ,wochen lang das ,bett hten musste4 ,im ,laufe der ,untersuchung ergab sich1 dass so viele ,kapitel1 ,klster und ,familien dadurch kompromittiert wurden1 dass ,napoleon dem ,generalprokurator aus politischen ,grnden befahl1 den ,prozess niederzuschlagen4 ,p4 ,achazius nebst einigen seiner ,mitarbeiter wurden eingesperrt4 ,die ,akten ber diesen skandalsen ,prozess lagen spter noch lngere ,zeit in ,lttich2 wurden dann aber an die preuische ,regierung nach ,aachen abgeliefert4 ,es fehlen indessen schon manche wichtige ,stcke und andere verloren sich spter1 weil die beteiligten ,familien alles nur mgliche taten1 die ,denkmler ihrer ,schande zu vernichten4 ,auch die zu jener ,zeit darber erschienene ,broschre und ,karikaturen wussten die ,pfaffen einzusammeln und zu vernichten4 7,mnchs ,aletheia1 #c4 ,buch1 ,s4 #cbc usw4 ,die berichteten ,tatsachen hat ,mnch aus dem ,munde des ,staatsrates ,leclerq und des ,professors ,gall zu ,lttich1 welche die ,untersuchung gefhrt und die ,anklageakte verfasst hatten47 ,wir wrden uns sehr tuschen1 wenn wir der ,meinung wren1 dass sich in so kurzer ,zeit die ,zustnde der rmisch-katholischen ,geistlichkeit gendert htten4 ,es ist durchaus kein ,grund vorhanden1 das anzunehmen2 sie sind heutzutage mit geringen ,modifikationen wahrscheinlich noch dieselben1 welche sie vor ,jahrhunderten waren und werden sich nicht ndern1 bis einst dem fluchwrdigen ,zlibat und der ,ohrenbeichte ein ,ende gemacht wird4 ,ich bin nun mit diesem ,buch zu ,ende1 obwohl keineswegs mit meinem ,material1 welches geradezu unerschpflich ist4 ,ich halte es fr unntz1 noch irgendwelche ,bemerkungen hinzuzufgen4 ,die ,schlsse1 welche sich aus dem ,inhalt der vorstehenden ,bltter ziehen lassen1 liegen zu klar auf der ,hand1 als dass es noch irgendwelcher ,hinweise bedrfte4 ,ich fordere nur die in rmisch-katholischen ,lndern lebenden ,leser dieses ,buches auf1 sich in ihrem ,kreis umzusehen1 und wenn sie der guten ,sache ntzen wollen1 mir auf den in diesem ,buch behandelten ,gegenstand bezgliche1 authentische ,mitteilungen zu machen4 ,schlielich bemerke ich noch1 dass die ,geistlichen die von mir erzhlten ,fakten als ,lgen1 ,erfindungen oder bertreibungen darstellen werden und weise in ,bezug darauf auf das hin1 was ich darber in der ,vorrede sagte4 ,wenn ich von dem ,unwesen in der nicht rmisch-katholischen ,kirche nichts sagte1 so geschah dies keineswegs aus ,parteilichkeit1 sondern einzig und allein1 weil ich mich innerhalb der durch den ,titel vorgezeichneten ,grenzen halten musste4