,anmerkungen zur ,transkription3 ,der ,text stammt aus3 ,imago4 ,zeitschrift fr ,anwendung der ,psychoanalyse auf die ,geisteswissenschaften ,v 7#aiai74 ,s4 #big-cbd4 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,griechischer ,text wurde transliteriert und mit markiert4 ,das ,unheimliche4 ,von ,,sigm4 ,,freud4 ,i4 ,der ,psychoanalytiker versprt nur selten den ,antrieb zu sthetischen ,untersuchungen1 auch dann nicht1 wenn man die sthetik nicht auf die ,lehre vom ,schnen einengt1 sondern sie als ,lehre von den ,qualitten unseres ,fhlens beschreibt4 ,er arbeitet in anderen ,schichten des ,seelenlebens und hat mit den zielgehemmten1 gedmpften1 von so vielen begleitenden ,konstellationen abhngigen ,gefhlsregungen1 die zumeist der ,stoff der sthetik sind1 wenig zu tun4 ,hie und da trifft es sich doch1 da er sich fr ein bestimmtes ,gebiet der sthetik interessieren mu1 und dann ist dies gewhnlich ein abseits liegendes1 von der sthetischen ,fachliteratur vernachlssigtes4 ,ein solches ist das ,unheimliche4 ,kein ,zweifel1 da es zum ,schreckhaften1 ,angst- und ,grauenerregenden gehrt1 und ebenso sicher ist es1 da dies ,wort nicht immer in einem scharf zu bestimmenden ,sinne gebraucht wird1 so da es eben meist mit dem ,angsterregenden berhaupt zusammenfllt4 ,aber man darf doch erwarten1 da ein besonderer ,kern vorhanden ist1 der die ,verwendung eines besonderen ,begriffswortes rechtfertigt4 ,man mchte wissen1 was dieser gemeinsame ,kern ist1 der etwa gestattet1 innerhalb des ngstlichen ein ,unheimliches zu unterscheiden4 ,darber findet man nun so viel wie nichts in den ausfhrlichen ,darstellungen der sthetik1 die sich berhaupt lieber mit den schnen1 groartigen1 anziehenden1 also mit den positiven ,gefhlsarten1 ihren ,bedingungen und den ,gegenstnden1 die sie hervorrufen1 als mit den gegenstzlichen1 abstoenden1 peinlichen beschftigen4 ,von seiten der rztlich-psychologischen ,literatur kenne ich nur die eine1 inhaltsreiche aber nicht erschpfende1 ,abhandlung von ,e4 ,jentsch 7,zur ,psychologie des ,unheimlichen1 ,psychiatr4-neurolog4 ,wochenschrift #aijf ,nr4 #bb u4 #bc74 ,allerdings mu ich gestehen1 da aus leicht zu erratenden1 in der ,zeit liegenden ,grnden die ,literatur zu diesem kleinen ,beitrag1 insbesondere die fremdsprachige1 nicht grndlich herausgesucht wurde1 weshalb er denn auch ohne jeden ,anspruch auf ,prioritt vor den ,leser tritt4 ,als ,schwierigkeit beim ,studium des ,unheimlichen betont ,jentsch mit vollem ,recht1 da die ,empfindlichkeit fr diese ,gefhlsqualitt bei verschiedenen ,menschen so sehr verschieden angetroffen wird4 ,ja1 der ,autor dieser neuen ,unternehmung mu sich einer besonderen ,stumpfheit in dieser ,sache anklagen1 wo groe ,feinfhligkeit eher am ,platze wre4 ,er hat schon lange nichts erlebt oder kennen gelernt1 was ihm den ,eindruck des ,unheimlichen gemacht htte1 mu sich erst in das ,gefhl hineinversetzen1 die ,mglichkeit desselben in sich wachrufen4 ,indes sind ,schwierigkeiten dieser ,art auch auf vielen anderen ,gebieten der sthetik mchtig2 man braucht darum die ,erwartung nicht aufzugeben1 da sich die ,flle werden herausheben lassen1 in denen der fragliche ,charakter von den meisten widerspruchslos anerkannt wird4 ,man kann nun zwei ,wege einschlagen3 nachsuchen1 welche ,bedeutung die ,sprachentwicklung in dem ,worte unheimlich niedergelegt hat1 oder zusammentragen1 was an ,personen und ,dingen1 ,sinneseindrcken1 ,erlebnissen und ,situationen das ,gefhl des ,unheimlichen in uns wachruft1 und den verhllten ,charakter des ,unheimlichen aus einem allen ,fllen ,gemeinsamen erschlieen4 ,ich will gleich verraten1 da beide ,wege zum nmlichen ,ergebnis fhren1 das ,unheimliche sei jene ,art des ,schreckhaften1 welche auf das ,altbekannte1 ,lngstvertraute zurckgeht4 ,wie das mglich ist1 unter welchen ,bedingungen das ,vertraute unheimlich1 schreckhaft werden kann1 das wird aus dem ,weiteren ersichtlich werden4 ,ich bemerke noch1 da diese ,untersuchung in ,wirklichkeit den ,weg ber eine ,sammlung von ,einzelfllen genommen und erst spter die ,besttigung durch die ,aussage des ,sprachgebrauchs gefunden hat4 ,in dieser ,darstellung werde ich aber den umgekehrten ,weg gehen4 ,das deutsche ,wort unheimlich ist offenbar der ,gegensatz zu heimlich1 heimisch1 vertraut und der ,schlu liegt nahe1 es sei etwas eben darum schreckhaft1 weil es nicht bekannt und vertraut ist4 ,natrlich ist aber nicht alles schreckhaft1 was neu und nicht vertraut ist2 die ,beziehung ist nicht umkehrbar4 ,man kann nur sagen1 was neuartig ist1 wird leicht schreckhaft und unheimlich2 einiges ,neuartige ist schreckhaft1 durchaus nicht alles4 ,zum ,neuen und ,nichtvertrauten mu erst etwas hinzukommen1 was es zum ,unheimlichen macht4 ,jentsch ist im ganzen bei dieser ,beziehung des ,unheimlichen zum ,neuartigen1 ,nichtvertrauten1 stehen geblieben4 ,er findet die wesentliche ,bedingung fr das ,zustandekommen des unheimlichen ,gefhls in der intellektuellen ,unsicherheit4 ,das ,unheimliche wre eigentlich immer etwas1 worin man sich sozusagen nicht auskennt4 ,je besser ein ,mensch in der ,umwelt orientiert ist1 destoweniger leicht wird er von den ,dingen oder ,vorfllen in ihr den ,eindruck der ,unheimlichkeit empfangen4 ,wir haben es leicht zu urteilen1 da diese ,kennzeichnung nicht erschpfend ist1 und versuchen darum1 ber die ,gleichung unheimlich nicht vertraut hinauszugehen4 ,wir wenden uns zunchst an andere ,sprachen4 ,aber die ,wrterbcher1 in denen wir nachschlagen1 sagen uns nichts ,neues1 vielleicht nur darum nicht1 weil wir selbst ,fremdsprachige sind4 ,ja wir gewinnen den ,eindruck1 da vielen ,sprachen ein ,wort fr diese besondere ,nuance des ,schreckhaften abgeht#a4 #a ,fr die nachstehenden ,auszge bin ich ,herrn ,dr4 ,th4 ,reik zu ,dank verpflichtet4 ,lateinisch3 7nach ,k4 ,e4 ,georges1 ,kl4 ,deutschlatein4 ,wrterbuch #ahih7 ein unheimlicher ,ort -- locus suspectus2 in unh4 ,nachtzeit -- intempesta nocte4 ,griechisch 7,wrterbcher von ,rost und von ,schenkl7 xenos -- also fremd1 fremdartig4 ,englisch 7aus den ,wrterbchern von ,lucas1 ,bellow1 ,flgel1 ,muret-,sanders7 uncomfortable1 uneasy1 gloomy1 dismal1 uncanny1 ghastly1 von einem ,hause3 haunted1 von einem ,menschen3 a repulsive fellow4 ,franzsisch 7,sachs-,villatte7 inquitant1 sinistre1 lugubre1 mal son aise4 ,spanisch 7,tollhausen #ahhi7 sospechoso1 de mal aguro1 lugubre1 siniestro4 ,das ,italienische und ,portugiesische scheinen sich mit ,worten zu begngen1 die wir als ,umschreibungen bezeichnen wrden4 ,im ,arabischen und ,hebrischen fllt unheimlich mit dmonisch1 schaurig zusammen4 ,kehren wir darum zur deutschen ,sprache zurck4 ,in ,daniel ,sanders' ,wrterbuch der ,deutschen ,sprache #ahfj finden sich folgende ,angaben zum ,worte heimlich1 die ich hier ungekrzt abschreiben und aus denen ich die eine und die andere ,stelle durch ,unterstreichung hervorheben will3 7,i4 ,bd41 p4 #gbi47 ,heimlich1 a4 7-keit1 f4 -en73 #a4 auch ,heimelich1 heimelig1 zum ,hause gehrig1 nicht fremd1 vertraut1 zahm1 traut und traulich1 anheimelnd etc4 a7 7veralt47 zum ,haus1 zur ,familie gehrig oder3 wie dazu gehrig betrachtet1 vgl4 lat4 familiaris1 vertraut3 ,die ,heimlichen1 die ,hausgenossen2 ,der heimliche ,rat4 #a4 ,mos4 #da1 #de2 #b4 ,sam4 #bc1 #bc4 #a4 ,chr4 #ab1 #be4 ,weish4 #h1 #d41 wofr jetzt3 ,geheimer 7s4 d #a47 ,rat blich ist1 s4 ,heimlicher -- b7 von ,thieren zahm1 sich den ,menschen traulich anschlieend4 ,ggstz4 wild1 z4 ,b4 ,tier1 die weder wild noch heimlich sind etc4 ,eppendorf4 #hh2 ,wilde ,thier 444 so man sie h4 und gewohnsam um die ,leute aufzeucht4 #ib4 ,so diese ,thierle von ,jugend bei den ,menschen erzogen1 werden sie ganz h41 freundlich etc4 ,stumpf #fjh;a etc4 -- ,so noch3 ,so h4 ist's 7das ,lamm7 und frit aus meiner ,hand4 ,hlty2 ,ein schner1 heimelicher 7s4 c7 ,vogel bleibt der ,storch immerhin4 ,linck1 ,schl4 #adf4 s4 ,huslich4 #a etc4 -- c7 traut1 traulich anheimelnd2 das ,wohlgefhl stiller ,befriedigung etc41 behaglicher ,ruhe u4 sichern ,schutzes1 wie das umschlossne wohnliche ,haus erregend 7vgl4 ,geheuer73 ,ist dir's h4 noch im ,lande1 wo die ,fremden deine ,wlder roden8 ,alexis ,h4 #a1 #a1 #bhi2 ,es war ihr nicht allzu h4 bei ihm4 ,brentano ,wehm4 #ib2 ,auf einem hohen h--en ,schattenpfade 444 lngs dem rieselnden rauschenden und pltschernden ,waldbach4 ,forster ,b4 #a1 #dag4 ,die ,h--keit der ,heimath zerstren4 ,gervinus ,lit4 #e1 #cge4 ,so vertraulich und heimlich habe ich nicht leicht ein ,pltzchen gefunden4 ,g4 #ad1 #ad2 ,wir dachten es uns so bequem1 so artig1 so gemtlich und h4 #ae1 #i2 ,in stiller ,h--keit1 umzielt von engen ,schranken4 ,haller2 ,einer sorglichen ,hausfrau1 die mit dem ,wenigsten eine vergngliche ,h--keit 7,huslichkeit7 zu schaffen versteht4 ,hartmann ,unst4 #a1 #ahh2 ,desto h--er kam ihm jetzt der ihm erst kurz noch so fremde ,mann vor4 ,kerner #edj2 ,die protestantischen ,besitzer fhlen sich 444 nicht h4 unter ihren katholischen ,unterthanen4 ,kohl4 ,irl4 #a1 #agb2 ,wenns h4 wird und leise _/ die ,abendstille nur an deiner ,zelle lauscht4 ,tiedge #b1 #ci2 ,still und lieb und h41 als sie sich _/ zum ,ruhen einen ,platz nur wnschen mchten4 ,w4 #aa1 #add2 ,es war ihm garnicht h4 dabei #bg1 #agj etc4 -- ,auch3 ,der ,platz war so still1 so einsam1 so schatten-h4 ,scherr ,pilg4 #a1 #agj2 ,die ab- und zustrmenden ,fluthwellen1 trumend und wiegenlied-h4 ,krner1 ,sch4 #c1 #cbj etc4 -- ,vgl4 namentl4 ,un-h4 -- ,namentl4 bei schwb41 schwzr4 ,schriftst4 oft dreisilbig3 ,wie heimelich war es dann ,ivo ,abends wieder1 als er zu ,hause lag4 ,auerbach1 ,d4 #a1 #bdi2 ,in dem ,haus ist mir's so heimelig gewesen4 #d1 #cjg2 ,die warme ,stube1 der heimelige ,nachmittag4 ,gotthelf1 ,sch4 #abg1 #adh2 ,das ist das wahre ,heimelig1 wenn der ,mensch so von ,herzen fhlt1 wie wenig er ist1 wie gro der ,herr ist4 #adg2 ,wurde man nach und nach recht gemtlich und heimelig mit einander4 ,u4 #a1 #big2 ,die trauliche ,heimeligkeit4 #chj1 #b1 #hf2 ,heimelicher wird es mir wohl nirgends werden als hier4 #cbg2 ,pestalozzi #d1 #bdj2 ,was von ferne herkommt 444 lebt gw4 nicht ganz heimelig 7heimatlich1 freundnachbarlich7 mit den ,leuten4 #cbe2 ,die ,htte1 wo _/ er sonst so heimelig1 so froh _/ 444 im ,kreis der ,seinen oft gesessen4 ,reithard #bj2 ,da klingt das ,horn des ,wchters so heimelig vom ,thurm _/ da ladet seine ,stimme so gastlich4 #di2 ,es schlft sich da so lind und warm _/ so wunderheim'lig ein4 #bc etc4 -- ,diese ,weise verdiente allgemein zu werden1 um das gute ,wort vor dem ,veralten wegen nahe liegender ,verwechslung mit #b zu bewahren4 vgl43 ,die ,zecks sind alle h4 7#b7 ,h4448 ,was verstehen sie unter h448 -- ,nun 444 es kommt mir mit ihnen vor1 wie mit einem zugegrabenen ,brunnen oder einem ausgetrockneten ,teich4 ,man kann nicht darber gehen1 ohne da es ,einem immer ist1 als knnte da wieder einmal ,wasser zum ,vorschein kommen4 ,wir nennen das un--h42 ,sie nennen's h4 ,worin finden ,sie denn1 da diese ,familie etwas ,verstecktes und ,unzuverlssiges hat8 etc4 ,gutzkow ,r4 #b1 #fab4 -- d7 7s4 c7 namentl4 schles43 frhlich1 heiter1 auch vom ,wetter1 s4 ,adelung und ,weinhold4 -- #b4 versteckt1 verborgen gehalten1 so da man ,andre nicht davon oder darum wissen lassen1 es ihnen verbergen will1 vgl4 ,geheim 7#b71 von welchem erst nhd4 ,ew4 es doch zumal in der ltern ,sprache1 z4 ,b4 in der ,bibel1 wie ,hiob #aa1 #f2 #ae1 #h2 ,weish4 #b1 #bb2 #a4 ,kor4 #b1 #g etc4 und so auch ,h--keit statt ,geheimnis4 ,math4 #ac1 #ce etc4 nicht immer genau geschieden wird3 ,h4 7hinter ,jemandes ,rcken7 ,etwas thun1 treiben2 ,sich h4 davon schleichen2 ,h--e ,zusammenknfte1 ,verabredungen2 ,mit h--er ,schadenfreude zusehen2 ,h4 seufzen1 weinen2 ,h4 thun1 als ob man etwas zu verbergen htte2 ,h--e ,liebe1 ,liebschaft1 ,snde2 ,h--e ,orte 7die der ,wohlstand zu verhllen gebietet74 #a4 ,sam4 #e1 #f2 ,das h--e ,gemach 7,abtritt7 #b4 ,kn4 #aj1 #bg2 ,w4 #e1 #bef etc41 auch3 ,der h--e ,stuhl4 ,zinkgrf #a1 #bdi2 ,in ,graben1 in ,h--keiten werfen4 #c1 #ge2 ,rollenhagen ,fr4 #hc etc4 -- ,fhrte1 h4 vor ,laomedon _/ die ,stuten vor4 ,b4 #afa;b etc4 -- ,ebenso versteckt1 h41 hinterlistig und boshaft gegen grausame ,herren 444 wie offen1 frei1 theilnehmend und dienstwillig gegen den leidenden ,freund4 ,burmeister g ,b #b1 #aeg2 ,du sollst mein h4 ,heiligstes noch wissen4 ,chamisso #d1 #ef2 ,die h--e ,kunst 7der ,zauberei74 #c1 #bbd2 ,wo die ffentliche ,ventilation aufhren mu1 fngt die h--e ,machination an4 ,forster1 ,br4 #b1 #ace2 ,freiheit ist die leise ,parole h4 ,verschworener1 das laute ,feldgeschrei der ffentlich ,umwlzenden4 ,g4 #d1 #bbb2 ,ein heilig1 h4 ,wirken4 #ae2 ,ich habe ,wurzeln _/ die sind gar h41 _/ im tiefen ,boden _/ bin ich gegrndet4 #b1 #aji2 ,meine h--e ,tcke 7vgl4 ,heimtcke74 #cj1 #cdd2 ,empfngt er es nicht offenbar und gewissenhaft1 so mag er es h4 und gewissenlos ergreifen4 #ci1 #bb2 ,lie h4 und geheimnisvoll achromatische ,fernrhre zusammensetzen4 #cge2 ,von nun an1 will ich1 sei nichts ,h--es mehr unter uns4 ,sch4 #cfi;b4 -- ,jemandes ,h--keiten entdecken1 offenbaren1 verrathen2 ,h--keiten hinter meinem ,rcken zu brauen4 ,alexis4 ,h4 #b1 #c1 #afh2 ,zu meiner ,zeit _/ befli man sich der ,h--keit4 ,hagedorn #c1 #ib2 ,die ,h--keit und das ,gepuschele unter der ,hand4 ,immermann1 ,m4 #c1 #bhi2 ,der ,h--keit 7des verborgnen ,golds7 unmchtigen ,bann _/ kann nur die ,hand der ,einsicht lsen4 ,novalis4 #a1 #fi2 ,sag an1 wo du sie verbirgst 444 in welches ,ortes verschwiegener ,h4 ,sch4 #die;b2 ,ihr ,bienen1 die ihr knetet _/ der ,h--keiten ,schlo 7,wachs zum ,siegeln74 ,tieck1 ,cymb4 #c1 #b2 ,erfahren in seltnen ,h--keiten 7,zauberknsten74 ,schlegel ,sh4 #f1 #ajb etc4 vgl4 ,geheimnis ,l4 #aj1 #bia ff4 ,zsstzg4 s4 #a c1 so auch nam4 der ,ggstz3 n-3 unbehagliches1 banges ,grauen erregend3 ,der schier ihm un-h41 gespenstisch erschien4 ,chamisso #c1 #bch2 ,der ,nacht un-h4 bange ,stunden4 #d1 #adh2 ,mir war schon lang' un-h41 ja graulich zu ,mute4 #bdb2 ,nun fngts mir an1 un-h4 zu werden4 ,gutzkow ,r4 #b1 #hb2 ,empfindet ein u--es ,grauen4 ,heine1 ,verm4 #a1 #ea2 ,un-h4 und starr wie ein ,steinbild4 ,reis1 #a1 #aj2 ,den u--en ,nebel1 ,haarrauch geheien4 ,immermann ,m1 #c1 #bii2 ,diese blassen ,jungen sind un-h4 und brauen ,gott wei was ,schlimmes4 ,laube1 ,band #a1 #aai2 ,unh4 nennt man ,alles1 was im ,geheimnis1 im ,verborgnen 444 bleiben sollte und hervorgetreten ist4 ,schelling1 #b1 #b1 #fdi etc4 -- ,das ,gttliche zu verhllen1 mit einer gewissen ,u--keit zu umgeben #feh etc4 -- ,unblich als ,ggstz4 von 7#b71 wie es ,campe ohne ,beleg anfhrt4 #b ,sperrdruck 7auch im folgenden7 vom ,referenten4 ,aus diesem langen ,zitat ist fr uns am interessantesten1 da das ,wrtchen heimlich unter den mehrfachen ,nuancen seiner ,bedeutung auch eine zeigt1 in der es mit seinem ,gegensatz unheimlich zusammenfllt4 ,das heimliche wird dann zum unheimlichen2 vgl4 das ,beispiel von ,gutzkow3 ,wir nennen das unheimlich1 ,sie nennen's heimlich4 ,wir werden berhaupt daran gemahnt1 da dies ,wort heimlich nicht eindeutig ist1 sondern zwei ,vorstellungskreisen zugehrt1 die1 ohne gegenstzlich zu sein1 einander doch recht fremd sind1 dem des ,vertrauten1 ,behaglichen und dem des ,versteckten1 ,verborgen gehaltenen4 ,unheimlich sei nur als ,gegensatz zur ersten ,bedeutung1 nicht auch zur zweiten gebruchlich4 ,wir erfahren bei ,sanders nichts darber1 ob nicht doch eine genetische ,beziehung zwischen diesen zwei ,bedeutungen anzunehmen ist4 ,hingegen werden wir auf eine ,bemerkung von ,schelling aufmerksam1 die vom ,inhalt des ,begriffes ,unheimlich etwas ganz ,neues aussagt1 auf das unsere ,erwartung gewi nicht eingestellt war4 ,unheimlich sei alles1 was ein ,geheimnis1 im ,verborgenen bleiben sollte und hervorgetreten ist4 ,ein ,teil der so angeregten ,zweifel wird durch die ,angaben in ,jacob und ,wilhelm ,grimm3 ,deutsches ,wrterbuch1 ,leipzig #ahgg 7,,iv_/#b1 p4 #hgd f7 geklrt3 ,heimlich2 adj4 und adv4 vernaculus1 occultus2 mhd4 heimelch1 heimlch1 henlich4 ,s4 #hgd3 ,in etwas anderem sinne3 es ist mir heimlich1 wohl1 frei von furcht 4444 b7 heimlich ist auch der von gespensterhaften freie ort 444 ,s4 #hge3 b7 vertraut2 freundlich1 zutraulich4 #d4 aus dem heimatlichen1 huslichen entwickelt sich weiter der begriff des fremden augen entzogenen1 verborgenen1 geheimen1 eben auch in mehrfacher ,beziehung ausgebildet 444 ,s4 #hgf3 links am see liegt eine matte heimlich im gehlz4 ,schiller1 ,tell ,i1 #d4 444 frei und fr den modernen ,sprachgebrauch ungewhnlich 444 heimlich ist zu einem verbum des verbergens gestellt3 er verbirgt mich heimlich in seinem gezelt4 ps4 #bg1 #e4 7444 heimliche orte am menschlichen ,krper1 pudenda 444 welche leute nicht strben1 die wurden geschlagen an heimlichen rten4 #a ,samuel #e1 #ab 4447 c7 beamtete1 die wichtige und geheim zu haltende ratschlge in staatssachen ertheilen1 heiszen heimliche rthe1 das adjektiv nach heutigem sprachgebrauch durch geheim 7s4 d47 ersetzt3 444 7,pharao7 nennet ihn 7,joseph7 den heimlichen rath4 #a4 ,mos4 #da1 #de2 ,s4 #hgh4 #f4 heimlich fr die erkenntnis1 mystisch1 allegorisch3 heimliche bedeutung1 mysticus1 divinus1 occultus1 figuratus4 ,s4 #hgh3 anders ist heimlich im folgenden1 der erkenntnis entzogen1 unbewuszt3 444 dann aber ist heimlich auch verschlossen1 undurchdringlich in bezug auf erforschung3 444 merkst du wohl8 sie trauen mir nicht1 frchten des ,friedlnders heimlich gesicht4 ,wallensteins lager1 #b4 aufz4 #i4 die bedeutung des versteckten1 gefhrlichen1 die in der vorigen nummer hervortritt1 entwickelt sich noch weiter1 so dasz heimlich den sinn empfngt1 den sonst unheimlich 7gebildet nach heimlich #c1 b7 sp4 #hgd7 hat3 mir ist zu zeiten wie dem menschen der in nacht wandelt und an gespenster glaubt1 jeder winkel ist ihm heimlich und schauerhaft4 ,klinger1 theater1 #c1 #bih4 ,also heimlich ist ein ,wort1 das seine ,bedeutung nach einer ,ambivalenz hin entwickelt1 bis es endlich mit seinem ,gegensatz unheimlich zusammenfllt4 ,unheimlich ist irgendwie eine ,art von heimlich4 ,halten wir dies noch nicht recht geklrte ,ergebnis mit der ,definition des ,unheimlichen von ,schleiermacher zusammen4 ,die ,einzeluntersuchung der ,flle des ,unheimlichen wird uns diese ,andeutungen verstndlich machen4 ,,ii4 ,wenn wir jetzt an die ,musterung der ,personen und ,dinge1 ,eindrcke1 ,vorgnge und ,situationen herangehen1 die das ,gefhl des ,unheimlichen in besonderer ,strke und ,deutlichkeit in uns zu erwecken vermgen1 so ist die ,wahl eines glcklichen ersten ,beispiels offenbar das nchste ,erfordernis4 ,e4 ,jentsch hat als ausgezeichneten ,fall den ,zweifel an der ,beseelung eines anscheinend lebendigen ,wesens und umgekehrt darber1 ob ein lebloser ,gegenstand nicht etwa beseelt sei hervorgehoben und sich dabei auf den ,eindruck von ,wachsfiguren1 kunstvollen ,puppen und ,automaten berufen4 ,er reiht dem das ,unheimliche des epileptischen ,anfalls und der uerungen des ,wahnsinnes an1 weil durch sie in dem ,zuschauer ,ahnungen von automatischen -- mechanischen -- ,prozessen geweckt werden1 die hinter dem gewohnten ,bilde der ,beseelung verborgen sein mgen4 ,ohne nun von dieser ,ausfhrung des ,autors voll berzeugt zu sein1 wollen wir unsere eigene ,untersuchung an ihn anknpfen1 weil er uns im weiteren an einen ,dichter mahnt1 dem die ,erzeugung unheimlicher ,wirkungen so gut wie keinem anderen gelungen ist4 ,einer der sichersten ,kunstgriffe1 leicht unheimliche ,wirkungen durch ,erzhlungen hervorzurufen1 schreibt ,jentsch1 beruht nun darauf1 da man den ,leser im ,ungewissen darber lt1 ob er in einer bestimmten ,figur eine ,person oder etwa einen ,automaten vor sich habe1 und zwar so1 da diese ,unsicherheit nicht direkt in den ,brennpunkt seiner ,aufmerksamkeit tritt1 damit er nicht veranlat werde1 die ,sache sofort zu untersuchen und klarzustellen1 da hiedurch1 wie gesagt1 die besondere ,gefhlswirkung leicht schwindet4 ,e4 ,t4 ,a4 ,hoffmann hat in seinen ,phantasiestcken dieses psychologische ,manver wiederholt mit ,erfolg zur ,geltung gebracht4 ,diese gewi richtige ,bemerkung zielt vor allem auf die ,erzhlung ,der ,sandmann in den ,nachtstcken 7dritter ,band der ,grisebachschen ,ausgabe von ,hoffmanns smtlichen ,werken71 aus welcher die ,figur der ,puppe ,olimpia in den ersten ,akt der ,offenbachschen ,oper ,hoffmanns ,erzhlungen gelangt ist4 ,ich mu aber sagen1 -- und ich hoffe die meisten ,leser der ,geschichte werden mir beistimmen -- da das ,motiv der belebt scheinenden ,puppe ,olimpia keineswegs das einzige ist1 welches fr die unvergleichlich unheimliche ,wirkung der ,erzhlung verantwortlich gemacht werden mu1 ja nicht einmal dasjenige1 dem diese ,wirkung in erster ,linie zuzuschreiben wre4 ,es kommt dieser ,wirkung auch nicht zustatten1 da die ,olimpiaepisode vom ,dichter selbst eine leise ,wendung ins ,satirische erfhrt und von ihm zum ,spott auf die ,liebesberschtzung von seiten des jungen ,mannes gebraucht wird4 ,im ,mittelpunkt der ,erzhlung steht vielmehr ein anderes ,moment1 nach dem sie auch den ,namen trgt1 und das an den entscheidenden ,stellen immer wieder hervorgekehrt wird3 das ,motiv des ,sandmannes1 der den ,kindern die ,augen ausreit4 ,der ,student ,nathaniel1 mit dessen ,kindheitserinnerungen die phantastische ,erzhlung anhebt1 kann trotz seines ,glckes in der ,gegenwart die ,erinnerungen nicht bannen1 die sich ihm an den rtselhaft erschreckenden ,tod des geliebten ,vaters knpfen4 ,an gewissen ,abenden pflegte die ,mutter die ,kinder mit der ,mahnung zeitig zu ,bette zu schicken3 ,der ,sandmann kommt1 und wirklich hrt das ,kind dann jedesmal den schweren ,schritt eines ,besuchers1 der den ,vater fr diesen ,abend in ,anspruch nimmt4 ,die ,mutter1 nach dem ,sandmann befragt1 leugnet dann zwar1 da ein solcher anders denn als ,redensart existiert1 aber eine ,kinderfrau wei greifbarere ,auskunft zu geben3 ,das ist ein bser ,mann1 der kommt zu den ,kindern1 wenn sie nicht zu ,bette gehen wollen und wirft ihnen ,hnde voll ,sand in die ,augen1 da sie blutig zum ,kopf herausspringen1 die wirft er dann in den ,sack und trgt sie in den ,halbmond zur ,atzung fr seine ,kinderchen1 die sitzen dort im ,nest und haben krumme ,schnbel1 wie die ,eulen1 damit picken sie der unartigen ,menschenkindlein ,augen auf4 ,obwohl der kleine ,nathaniel alt und verstndig genug war1 um so schauerliche ,zutaten zur ,figur des ,sandmannes abzuweisen1 so setzte sich doch die ,angst vor diesem selbst in ihm fest4 ,er beschlo zu erkunden1 wie der ,sandmann aussehe1 und verbarg sich eines ,abends1 als er wieder erwartet wurde1 im ,arbeitszimmer des ,vaters4 ,in dem ,besucher erkennt er dann den ,advokaten ,coppelius1 eine abstoende ,persnlichkeit1 vor der sich die ,kinder zu scheuen pflegten1 wenn er gelegentlich als ,mittagsgast erschien1 und identifiziert nun diesen ,coppelius mit dem gefrchteten ,sandmann4 ,fr den weiteren ,fortgang dieser ,szene macht es der ,dichter bereits zweifelhaft1 ob wir es mit einem ersten ,delirium des angstbesessenen ,knaben oder mit einem ,bericht zu tun haben1 der als real in der ,darstellungswelt der ,erzhlung aufzufassen ist4 ,vater und ,gast machen sich an einem ,herd mit flammender ,glut zu schaffen4 ,der kleine ,lauscher hrt ,coppelius rufen3 ,augen her1 ,augen her1 verrt sich durch seinen ,aufschrei und wird von ,coppelius gepackt1 der ihm glutrote ,krner aus der ,flamme in die ,augen streuen will1 um sie dann auf den ,herd zu werfen4 ,der ,vater bittet die ,augen des ,kindes frei4 ,eine tiefe ,ohnmacht und lange ,krankheit beenden das ,erlebnis4 ,wer sich fr die rationalistische ,deutung des ,sandmannes entscheidet1 wird in dieser ,phantasie des ,kindes den fortwirkenden ,einflu jener ,erzhlung der ,kinderfrau nicht verkennen4 ,anstatt der ,sandkrner sind es glutrote ,flammenkrner1 die dem ,kinde in die ,augen gestreut werden sollen1 in beiden ,fllen1 damit die ,augen herausspringen4 ,bei einem weiteren ,besuche des ,sandmannes ein ,jahr spter wird der ,vater durch eine ,explosion im ,arbeitszimmer gettet2 der ,advokat ,coppelius verschwindet vom ,orte1 ohne eine ,spur zu hinterlassen4 ,diese ,schreckgestalt seiner ,kinderjahre glaubt nun der ,student ,nathaniel in einem herumziehenden italienischen ,optiker ,giuseppe ,coppola zu erkennen1 der ihm in der ,universittsstadt ,wetterglser zum ,kauf anbietet und nach seiner ,ablehnung hinzusetzt3 ,ei nix ,wetterglas1 nix ,wetterglas6 -- hab auch skne ,oke -- skne ,oke4 ,das ,entsetzen des ,studenten wird beschwichtigt1 da sich die angebotenen ,augen als harmlose ,brillen herausstellen2 er kauft dem ,coppola ein ,taschenperspektiv ab und spht mit dessen ,hilfe in die gegenberliegende ,wohnung des ,professors ,spalanzani1 wo er dessen schne1 aber rtselhaft wortkarge und unbewegte ,tochter ,olimpia erblickt4 ,in diese verliebt er sich bald so heftig1 da er seine kluge und nchterne ,braut ber sie vergit4 ,aber ,olimpia ist ein ,automat1 an dem ,spalanzani das ,rderwerk gemacht und dem ,coppola -- der ,sandmann -- die ,augen eingesetzt hat4 ,der ,student kommt hinzu1 wie die beiden ,meister sich um ihr ,werk streiten2 der ,optiker hat die hlzerne1 augenlose ,puppe davongetragen und der ,mechaniker1 ,spalanzani1 wirft ,nathaniel die auf dem ,boden liegenden blutigen ,augen ,olimpias an die ,brust1 von denen er sagt1 da ,coppola sie dem ,nathaniel gestohlen4 ,dieser wird von einem neuerlichen ,wahnsinnsanfall ergriffen1 in dessen ,delirium sich die ,reminiszenz an den ,tod des ,vaters mit dem frischen ,eindruck verbindet3 ,hui -- hui -- hui6 -- ,feuerkreis -- ,feuerkreis6 ,dreh' dich ,feuerkreis -- lustig -- lustig6 ,holzpppchen hui1 schn ,holzpppchen dreh' dich --4 ,damit wirft er sich auf den ,professor1 den angeblichen ,vater ,olimpias1 und will ihn erwrgen4 ,aus langer1 schwerer ,krankheit erwacht1 scheint ,nathaniel endlich genesen4 ,er gedenkt seine wiedergefundene ,braut zu heiraten4 ,sie ziehen beide eines ,tages durch die ,stadt1 auf deren ,markt der hohe ,ratsturm seinen ,riesenschatten wirft4 ,das ,mdchen schlgt ihrem ,brutigam vor1 auf den ,turm zu steigen1 whrend der das ,paar begleitende ,bruder der ,braut unten verbleibt4 ,oben zieht eine merkwrdige ,erscheinung von etwas1 was sich auf der ,strae heranbewegt1 die ,aufmerksamkeit ,claras auf sich4 ,nathaniel betrachtet dasselbe ,ding durch ,coppolas ,perspektiv1 das er in seiner ,tasche findet1 wird neuerlich vom ,wahnsinn ergriffen und mit den ,worten3 ,holzpppchen dreh' dich1 will er das ,mdchen in die ,tiefe schleudern4 ,der durch ihr ,geschrei herbeigeholte ,bruder rettet sie und eilt mit ihr herab4 ,oben luft der ,rasende mit dem ,ausruf herum3 ,feuerkreis dreh' dich1 dessen ,herkunft wir ja verstehen4 ,unter den ,menschen1 die sich unten ansammeln1 ragt der ,advokat ,coppelius hervor1 der pltzlich wieder erschienen ist4 ,wir drfen annehmen1 da es der ,anblick seiner ,annherung war1 der den ,wahnsinn bei ,nathaniel zum ,ausbruch brachte4 ,man will hinauf1 um sich des ,rasenden zu bemchtigen1 aber ,coppelius#c lacht3 wartet nur1 der kommt schon herunter von selbst4 ,nathaniel bleibt pltzlich stehen1 wird den ,coppelius gewahr und strzt sich mit dem gellenden ,schrei3 ,ja6 ,skne ,oke -- ,skne ,oke ber das ,gelnder herab4 ,sowie er mit zerschmettertem ,kopf auf dem ,straenpflaster liegt1 ist der ,sandmann im ,gewhl verschwunden4 ,diese kurze ,nacherzhlung wird wohl keinen ,zweifel darber bestehen lassen1 da das ,gefhl des ,unheimlichen direkt an der ,gestalt des ,sandmannes1 also an der ,vorstellung der ,augen beraubt zu werden haftet1 und da eine intellektuelle ,unsicherheit im ,sinne von ,jentsch mit dieser ,wirkung nichts zu tun hat4 ,der ,zweifel an der ,beseeltheit1 den wir bei der ,puppe ,olimpia gelten lassen muten1 kommt bei diesem strkeren ,beispiel des ,unheimlichen berhaupt nicht in ,betracht4 ,der ,dichter erzeugt zwar in uns anfnglich eine ,art von ,unsicherheit1 indem er uns1 gewi nicht ohne ,absicht1 zunchst nicht erraten lt1 ob er uns in die reale ,welt oder in eine ihm beliebige phantastische ,welt einfhren wird4 ,er hat ja bekanntlich das ,recht1 das eine oder das andere zu tun1 und wenn er z4 ,b4 eine ,welt1 in der ,geister1 ,dmonen und ,gespenster agieren1 zum ,schauplatz seiner ,darstellungen gewhlt hat1 wie ,shakespeare im ,hamlet1 ,macbeth und in anderem ,sinne im ,sturm und im ,sommernachtstraum1 so mssen wir ihm darin nachgeben und diese ,welt seiner ,voraussetzung fr die ,dauer unserer ,hingegebenheit wie eine ,realitt behandeln4 ,aber im ,verlaufe der ,hoffmannschen ,erzhlung schwindet dieser ,zweifel1 wir merken1 da der ,dichter uns selbst durch die ,brille oder das ,perspektiv des dmonischen ,optikers schauen lassen will1 ja da er vielleicht in hchsteigener ,person durch solch ein ,instrument geguckt hat4 ,der ,schlu der ,erzhlung macht es ja klar1 da der ,optiker ,coppola wirklich der ,advokat ,coppelius#c und also auch der ,sandmann ist4 #c ,zur ,ableitung des ,namens3 ,coppella ,probiertiegel 7die chemischen ,operationen1 bei denen der ,vater verunglckt72 coppo ,augenhhle 7nach einer ,bemerkung von ,frau ,dr4 ,rank74 ,eine intellektuelle ,unsicherheit kommt hier nicht mehr in ,frage3 wir wissen jetzt1 da uns nicht die ,phantasiegebilde eines ,wahnsinnigen vorgefhrt werden sollen1 hinter denen wir in rationalistischer berlegenheit den nchternen ,sachverhalt erkennen mgen1 und -- der ,eindruck des ,unheimlichen hat sich durch diese ,aufklrung nicht im mindesten verringert4 ,eine intellektuelle ,unsicherheit leistet uns also nichts fr das ,verstndnis dieser unheimlichen ,wirkung4 ,hingegen mahnt uns die psychoanalytische ,erfahrung daran1 da es eine schreckliche ,kinderangst ist1 die ,augen zu beschdigen oder zu verlieren4 ,vielen ,erwachsenen ist diese ngstlichkeit verblieben und sie frchten keine andere ,organverletzung so sehr wie die des ,auges4 ,ist man doch auch gewohnt zu sagen1 da man etwas behten werde wie seinen ,augapfel4 ,das ,studium der ,trume1 der ,phantasien und ,mythen hat uns dann gelehrt1 da die ,angst um die ,augen1 die ,angst zu erblinden1 hufig genug ein ,ersatz fr die ,kastrationsangst ist4 ,auch die ,selbstblendung des mythischen ,verbrechers ,oedipus ist nur eine ,ermigung fr die ,strafe der ,kastration1 die ihm nach der ,regel der ,talion allein angemessen wre4 ,man mag es versuchen1 in rationalistischer ,denkweise die ,zurckfhrung der ,augenangst auf die ,kastrationsangst abzulehnen2 man findet es begreiflich1 da ein so kostbares ,organ wie das ,auge von einer entsprechend groen ,angst bewacht wird1 ja man kann weitergehend behaupten1 da kein tieferes ,geheimnis und keine andere ,bedeutung sich hinter der ,kastrationsangst verberge4 ,aber man wird damit doch nicht der ,ersatzbeziehung gerecht1 die sich in ,traum1 ,phantasie und ,mythus zwischen ,auge und mnnlichem ,glied kundgibt1 und kann dem ,eindruck nicht widersprechen1 da ein besonders starkes und dunkles ,gefhl sich gerade gegen die ,drohung das ,geschlechtsglied einzuben erhebt1 und da dieses ,gefhl erst der ,vorstellung vom ,verlust anderer ,organe den ,nachhall verleiht4 ,jeder weitere ,zweifel schwindet dann1 wenn man aus den ,analysen an ,neurotikern die ,details des ,kastrationskomplexes erfahren und dessen groartige ,rolle in ihrem ,seelenleben zur ,kenntnis genommen hat4 ,auch wrde ich keinem ,gegner der psychoanalytischen ,auffassung raten1 sich fr die ,behauptung1 die ,augenangst sei etwas vom ,kastrationskomplex ,unabhngiges gerade auf die ,hoffmannsche ,erzhlung vom ,sandmann zu berufen4 ,denn warum ist die ,augenangst hier mit dem ,tode des ,vaters in innigste ,beziehung gebracht8 ,warum tritt der ,sandmann jedesmal als ,strer der ,liebe auf8 ,er entzweit den unglcklichen ,studenten mit seiner ,braut und ihrem ,bruder1 der sein bester ,freund ist1 er vernichtet sein zweites ,liebesobjekt1 die schne ,puppe ,olimpia1 und zwingt ihn selbst zum ,selbstmord1 wie er unmittelbar vor der beglckenden ,vereinigung mit seiner wiedergewonnenen ,clara steht4 ,diese sowie viele andere ,zge der ,erzhlung erscheinen willkrlich und bedeutungslos1 wenn man die ,beziehung der ,augenangst zur ,kastration ablehnt1 und werden sinnreich1 sowie man fr den ,sandmann den gefrchteten ,vater einsetzt1 von dem man die ,kastration erwartet#d4 #d ,in der ,tat hat die ,phantasiebearbeitung des ,dichters die ,elemente des ,stoffes nicht so wild herumgewirbelt1 da man ihre ursprngliche ,anordnung nicht wiederherstellen knnte4 ,in der ,kindergeschichte stellen der ,vater und ,coppelius die durch ,ambivalenz in zwei ,gegenstze zerlegte ,vaterimago dar2 der eine droht mit der ,blendung 7,kastration71 der andere1 der gute ,vater1 bittet die ,augen des ,kindes frei4 ,das von der ,verdrngung am strksten betroffene ,stck des ,komplexes1 der ,todeswunsch gegen den bsen ,vater1 findet seine ,darstellung in dem ,tod des guten ,vaters1 der dem ,coppelius zur ,last gelegt wird4 ,diesem ,vterpaar entsprechen in der spteren ,lebensgeschichte des ,studenten der ,professor ,spalanzani und der ,optiker ,coppola1 der ,professor an sich eine ,figur der ,vaterreihe1 ,coppola als identisch mit dem ,advokaten ,coppelius erkannt4 ,wie sie damals zusammen am geheimnisvollen ,herd arbeiteten1 so haben sie nun gemeinsam die ,puppe ,olimpia verfertigt2 der ,professor heit auch der ,vater ,olimpias4 ,durch diese zweimalige ,gemeinsamkeit verraten sie sich als ,spaltungen der ,vaterimago1 d4 h4 sowohl der ,mechaniker als auch der ,optiker sind der ,vater der ,olimpia wie des ,nathaniel4 ,in der ,schreckensszene der ,kinderzeit hatte ,coppelius1 nachdem er auf die ,blendung des ,kleinen verzichtet1 ihm probeweise ,arme und ,beine abgeschraubt1 also wie ein ,mechaniker an einer ,puppe mit ihm gearbeitet4 ,dieser sonderbare ,zug1 der ganz aus dem ,rahmen der ,sandmannvorstellung heraustritt1 bringt ein neues quivalent der ,kastration ins ,spiel2 er weist aber auch auf die innere ,identitt des ,coppelius mit seinem spteren ,widerpart1 dem ,mechaniker ,spalanzani hin1 und bereitet uns fr die ,deutung der ,olimpia vor4 ,diese automatische ,puppe kann nichts anderes sein als die ,materialisation von ,nathaniels femininer ,einstellung zu seinem ,vater in frher ,kindheit4 ,ihre ,vter -- ,spalanzani und ,coppola -- sind ja nur neue ,auflagen1 ,reinkarnationen1 von ,nathaniels ,vterpaar2 die sonst unverstndliche ,angabe des ,spalanzani1 da der ,optiker dem ,nathaniel die ,augen gestohlen 7s4 o471 um sie der ,puppe einzusetzen2 gewinnt so als ,beweis fr die ,identitt von ,olimpia und ,nathaniel ihre ,bedeutung4 ,olimpia ist sozusagen ein von ,nathaniel losgelster ,komplex1 der ihm als ,person entgegentritt2 die ,beherrschung durch diesen ,komplex findet in der unsinnig zwanghaften ,liebe zur ,olimpia ihren ,ausdruck4 ,wir haben das ,recht1 diese ,liebe eine narzitische zu heien1 und verstehen1 da der ihr ,verfallene sich dem realen ,liebesobjekt entfremdet4 ,wie psychologisch richtig es aber ist1 da der durch den ,kastrationskomplex an den ,vater fixierte ,jngling der ,liebe zum ,weibe unfhig wird1 zeigen zahlreiche ,krankenanalysen1 deren ,inhalt zwar weniger phantastisch1 aber kaum minder traurig ist als die ,geschichte des ,studenten ,nathaniel4 ,e4 ,t4 ,a4 ,hoffmann war das ,kind einer unglcklichen ,ehe4 ,als er drei ,jahre war1 trennte sich der ,vater von seiner kleinen ,familie und lebte nie wieder mit ihr vereint4 ,nach den ,belegen1 die ,e4 ,grisebach in der biographischen ,einleitung zu ,hoffmanns ,werken beibringt1 war die ,beziehung zum ,vater immer eine der wundesten ,stellen in des ,dichters ,gefhlsleben4 ,wir wrden es also wagen1 das ,unheimliche des ,sandmannes auf die ,angst des kindlichen ,kastrationskomplexes zurckzufhren4 ,sowie aber die ,idee auftaucht1 ein solches infantiles ,moment fr die ,entstehung des unheimlichen ,gefhls in ,anspruch zu nehmen1 werden wir auch zum ,versuch getrieben1 dieselbe ,ableitung fr andere ,beispiele des ,unheimlichen in ,betracht zu ziehen4 ,im ,sandmann findet sich noch das ,motiv der belebt scheinenden ,puppe1 das ,jentsch hervorgehoben hat4 ,nach diesem ,autor ist es eine besonders gnstige ,bedingung fr die ,erzeugung unheimlicher ,gefhle1 wenn eine intellektuelle ,unsicherheit geweckt wird1 ob etwas belebt oder leblos sei1 und wenn das ,leblose die hnlichkeit mit dem ,lebenden zu weit treibt4 ,natrlich sind wir aber gerade mit den ,puppen vom ,kindlichen nicht weit entfernt4 ,wir erinnern uns1 da das ,kind im frhen ,alter des ,spielens berhaupt nicht scharf zwischen ,belebtem und ,leblosem unterscheidet und da es besonders gerne seine ,puppe wie ein lebendes ,wesen behandelt4 ,ja1 man hrt gelegentlich von einer ,patientin erzhlen1 sie habe noch im ,alter von acht ,jahren die berzeugung gehabt1 wenn sie ihre ,puppen auf eine gewisse ,art1 mglichst eindringlich1 anschauen wrde1 mten diese lebendig werden4 ,das infantile ,moment ist also auch hier leicht nachzuweisen2 aber merkwrdig1 im ,falle des ,sandmannes handelte es sich um die ,erweckung einer alten ,kinderangst1 bei der lebenden ,puppe ist von ,angst keine ,rede1 das ,kind hat sich vor dem ,beleben seiner ,puppen nicht gefrchtet1 vielleicht es sogar gewnscht4 ,die ,quelle des unheimlichen ,gefhls wre also hier nicht eine ,kinderangst1 sondern ein ,kinderwunsch oder auch nur ein ,kinderglaube4 ,das scheint ein ,widerspruch2 mglicherweise ist es nur eine ,mannigfaltigkeit1 die spterhin unserem ,verstndnis frderlich werden kann4 ,e4 ,t4 ,a4 ,hoffmann ist der unerreichte ,meister des ,unheimlichen in der ,dichtung4 ,sein ,roman ,die ,elixire des ,teufels weist ein ganzes ,bndel von ,motiven auf1 denen man die unheimliche ,wirkung der ,geschichte zuschreiben mchte4 ,der ,inhalt des ,romans ist zu reichhaltig und verschlungen1 als da man einen ,auszug daraus wagen knnte4 ,zu ,ende des ,buches1 wenn die dem ,leser bisher vorenthaltenen ,voraussetzungen der ,handlung nachgetragen werden1 ist das ,ergebnis nicht die ,aufklrung des ,lesers1 sondern eine volle ,verwirrung desselben4 ,der ,dichter hat zu viel ,gleichartiges gehuft2 der ,eindruck des ,ganzen leidet nicht darunter1 wohl aber das ,verstndnis4 ,man mu sich damit begngen1 die hervorstechendsten unter jenen unheimlich wirkenden ,motiven herauszuheben1 um zu untersuchen1 ob auch fr sie eine ,ableitung aus infantilen ,quellen zulssig ist4 ,es sind dies das ,doppelgngertum in all seinen ,abstufungen und ,ausbildungen1 also das ,auftreten von ,personen1 die wegen ihrer gleichen ,erscheinung fr identisch gehalten werden mssen1 die ,steigerung dieses ,verhltnisses durch berspringen seelischer ,vorgnge von einer dieser ,personen auf die andere1 -- was wir ,telepathie heien wrden -- so da der eine das ,wissen1 ,fhlen und ,erleben des andern mitbesitzt1 die ,identifizierung mit einer anderen ,person1 so da man an seinem ,ich irre wird oder das fremde ,ich an die ,stelle des eigenen versetzt1 also ,ichverdopplung1 ,ichteilung1 ,ichvertauschung -- und endlich die bestndige ,wiederkehr des ,gleichen1 die ,wiederholung der nmlichen ,gesichtszge1 ,charaktere1 ,schicksale1 verbrecherischen ,taten1 ja der ,namen durch mehrere aufeinanderfolgende ,generationen4 ,das ,motiv des ,doppelgngers hat in einer gleichnamigen ,arbeit von ,o4 ,rank eine eingehende ,wrdigung gefunden#e4 ,dort werden die ,beziehungen des ,doppelgngers zum ,spiegel- und ,schattenbild1 zum ,schutzgeist1 zur ,seelenlehre und zur ,todesfurcht untersucht1 es fllt aber auch helles ,licht auf die berraschende ,entwicklungsgeschichte des ,motivs4 ,denn der ,doppelgnger war ursprnglich eine ,versicherung gegen den ,untergang des ,ichs1 eine energische ,dementierung der ,macht des ,todes 7,o4 ,rank7 und wahrscheinlich war die unsterbliche ,seele der erste ,doppelgnger des ,leibes4 ,die ,schpfung einer solchen ,verdopplung zur ,abwehr gegen die ,vernichtung hat ihr ,gegenstck in einer ,darstellung der ,traumsprache1 welche die ,kastration durch ,verdopplung oder ,vervielfltigung des ,genitalsymbols auszudrcken liebt2 sie wird in der ,kultur der alten gypter ein ,antrieb fr die ,kunst1 das ,bild des ,verstorbenen in dauerhaftem ,stoff zu formen4 ,aber diese ,vorstellungen sind auf dem ,boden der uneingeschrnkten ,selbstliebe entstanden1 des primren ,narzimus1 welcher das ,seelenleben des ,kindes wie des ,primitiven beherrscht1 und mit der berwindung dieser ,phase ndert sich das ,vorzeichen des ,doppelgngers1 aus einer ,versicherung des ,fortlebens wird er zum unheimlichen ,vorboten des ,todes4 #e ,o4 ,rank1 ,der ,doppelgnger1 ,imago ,,iii1 #aiad4 ,die ,vorstellung des ,doppelgngers braucht nicht mit diesem uranfnglichen ,narzimus unterzugehen2 denn sie kann aus den spteren ,entwicklungsstufen des ,ichs neuen ,inhalt gewinnen4 ,im ,ich bildet sich langsam eine besondere ,instanz heraus1 welche sich dem brigen ,ich entgegenstellen kann1 die der ,selbstbeobachtung und ,selbstkritik dient1 die ,arbeit der psychischen ,zensur leistet und unserem ,bewutsein als ,gewissen bekannt wird4 ,im pathologischen ,falle des ,beachtungswahnes wird sie isoliert1 vom ,ich abgespalten1 dem ,arzte bemerkbar4 ,die ,tatsache1 da eine solche ,instanz vorhanden ist1 welche das brige ,ich wie ein ,objekt behandeln kann1 also da der ,mensch der ,selbstbeobachtung fhig ist1 macht es mglich1 die alte ,doppelgngervorstellung mit neuem ,inhalt zu erfllen und ihr mancherlei zuzuweisen1 vor allem all das1 was der ,selbstkritik als zugehrig zum alten berwundenen ,narzimus der ,urzeit erscheint#f4 #f ,ich glaube1 wenn die ,dichter klagen1 da zwei ,seelen in des ,menschen ,brust wohnen1 und wenn die ,populrpsychologen von der ,spaltung des ,ichs im ,menschen reden1 so schwebt ihnen diese ,entzweiung1 der ,ichpsychologie angehrig1 zwischen der kritischen ,instanz und dem ,ich-,rest vor und nicht die von der ,psychoanalyse aufgedeckte ,gegenstzlichkeit zwischen dem ,ich und dem unbewuten ,verdrngten4 ,der ,unterschied wird allerdings dadurch verwischt1 da sich unter dem von der ,ichkritik ,verworfenen zunchst die ,abkmmlinge des ,verdrngten befinden4 ,aber nicht nur dieser der ,ichkritik anstige ,inhalt kann dem ,doppelgnger einverleibt werden1 sondern ebenso alle unterbliebenen ,mglichkeiten der ,geschicksgestaltung1 an denen die ,phantasie noch festhalten will1 und alle ,ichstrebungen1 die sich infolge uerer ,ungunst nicht durchsetzen konnten1 sowie alle die unterdrckten ,willensentscheidungen1 die die ,illusion des freien ,willens ergeben haben#g4 #g ,in der ,h4 ,h4 ,ewersschen ,dichtung ,der ,student von ,prag1 von welcher die ,ranksche ,studie ber den ,doppelgnger ausgegangen ist1 hat der ,held der ,geliebten versprochen1 seinen ,duellgegner nicht zu tten4 ,auf dem ,wege zum ,duellplatz begegnet ihm aber der ,doppelgnger1 welcher den ,nebenbuhler bereits erledigt hat4 ,nachdem wir aber so die manifeste ,motivierung der ,doppelgngergestalt betrachtet haben1 mssen wir uns sagen3 ,nichts von alledem macht uns den auerordentlich hohen ,grad von ,unheimlichkeit1 der ihr anhaftet1 verstndlich1 und aus unserer ,kenntnis der pathologischen ,seelenvorgnge drfen wir hinzusetzen1 nichts von diesem ,inhalt knnte das ,abwehrbestreben erklren1 das ihn als etwas ,fremdes aus dem ,ich hinausprojiziert4 ,der ,charakter des ,unheimlichen kann doch nur daher rhren1 da der ,doppelgnger eine den berwundenen seelischen ,urzeiten angehrige ,bildung ist1 die damals allerdings einen freundlicheren ,sinn hatte4 ,der ,doppelgnger ist zum ,schreckbild geworden1 wie die ,gtter nach dem ,sturz ihrer ,religion zu ,dmonen werden 7,h4 ,heine1 ,die ,gtter im ,exil74 ,die anderen bei ,hoffmann verwendeten ,ichstrungen sind nach dem ,muster des ,doppelgngermotivs leicht zu beurteilen4 ,es handelt sich bei ihnen um ein ,rckgreifen auf einzelne ,phasen in der ,entwicklungsgeschichte des ,ichgefhls1 um eine ,regression in ,zeiten1 da das ,ich sich noch nicht scharf von der ,auenwelt und vom ,anderen abgegrenzt hatte4 ,ich glaube1 da diese ,motive den ,eindruck des ,unheimlichen mitverschulden1 wenngleich es nicht leicht ist1 ihren ,anteil an diesem ,eindruck isoliert herauszugreifen4 ,das ,moment der ,wiederholung des ,gleichartigen wird als ,quelle des unheimlichen ,gefhls vielleicht nicht bei jedermann ,anerkennung finden4 ,nach meinen ,beobachtungen ruft es unter gewissen ,bedingungen und in ,kombination mit bestimmten ,umstnden unzweifelhaft ein solches ,gefhl hervor1 das berdies an die ,hilflosigkeit mancher ,traumzustnde mahnt4 ,als ich einst an einem heien ,sommernachmittag die mir unbekannten1 menschenleeren ,straen einer italienischen ,kleinstadt durchstreifte1 geriet ich in eine ,gegend1 ber deren ,charakter ich nicht lange in ,zweifel bleiben konnte4 ,es waren nur geschminkte ,frauen an den ,fenstern der kleinen ,huser zu sehen1 und ich beeilte mich1 die enge ,strae durch die nchste ,einbiegung zu verlassen4 ,aber nachdem ich eine ,weile fhrerlos herumgewandert war1 fand ich mich pltzlich in derselben ,strae wieder1 in der ich nun ,aufsehen zu erregen begann1 und meine eilige ,entfernung hatte nur die ,folge1 da ich auf einem neuen ,umwege zum dritten ,male dahingeriet4 ,dann aber erfate mich ein ,gefhl1 das ich nur als unheimlich bezeichnen kann1 und ich war froh1 als ich unter ,verzicht auf weitere ,entdeckungsreisen auf die krzlich von mir verlassene ,piazza zurckfand4 ,andere ,situationen1 die die unbeabsichtigte ,wiederkehr mit der eben beschriebenen gemein haben und sich in den anderen ,punkten grndlich von ihr unterscheiden1 haben doch dasselbe ,gefhl von ,hilflosigkeit und ,unheimlichkeit zur ,folge4 ,zum ,beispiel wenn man sich im ,hochwald1 etwa vom ,nebel berrascht1 verirrt hat und nun trotz aller ,bemhungen1 einen markierten oder bekannten ,weg zu finden1 wiederholt zu der einen1 durch eine bestimmte ,formation gekennzeichneten ,stelle zurckkommt4 ,oder wenn man im unbekannten1 dunkeln ,zimmer wandert1 um die ,tre oder den ,lichtschalter aufzusuchen und dabei zum xten ,male mit demselben ,mbelstck zusammenstt1 eine ,situation1 die ,mark ,twain allerdings durch groteske bertreibung in eine unwiderstehlich komische umgewandelt hat4 ,an einer anderen ,reihe von ,erfahrungen erkennen wir auch mhelos1 da es nur das ,moment der unbeabsichtigten ,wiederholung ist1 welches das sonst ,harmlose unheimlich macht und uns die ,idee des ,verhngnisvollen1 ,unentrinnbaren aufdrngt1 wo wir sonst nur von ,zufall gesprochen htten4 ,so ist es z4 ,b4 gewi ein gleichgltiges ,erlebnis1 wenn man fr seine in einer ,garderobe abgegebenen ,kleider einen ,schein mit einer gewissen ,zahl -- sagen wir3 #fb -- erhlt oder wenn man findet1 da die zugewiesene ,schiffskabine diese ,nummer trgt4 ,aber dieser ,eindruck ndert sich1 wenn beide an sich indifferenten ,begebenheiten nahe aneinander rcken1 so da einem die ,zahl #fb mehrmals an demselben ,tage entgegentritt1 und wenn man dann etwa gar die ,beobachtung machen sollte1 da alles1 was eine ,zahlenbezeichnung trgt1 ,adressen1 ,hotelzimmer1 ,eisenbahnwagen u4 dgl4 immer wieder die nmliche ,zahl wenigstens als ,bestandteil1 wiederbringt4 ,man findet das unheimlich und wer nicht stich- und hiebfest gegen die ,versuchungen des ,aberglaubens ist1 wird sich geneigt finden1 dieser hartnckigen ,wiederkehr der einen ,zahl eine geheime ,bedeutung zuzuschreiben1 etwa einen ,hinweis auf das ihm bestimmte ,lebensalter darin zu sehen4 ,oder wenn man eben mit dem ,studium der ,schriften des groen ,physiologen ,e4 ,hering beschftigt ist1 und nun wenige ,tage auseinander ,briefe von zwei ,personen dieses ,namens aus verschiedenen ,lndern empfngt1 whrend man bis dahin niemals mit ,leuten1 die so heien1 in ,beziehung getreten war4 ,ein geistvoller ,naturforscher hat vor kurzem den ,versuch unternommen1 ,vorkommnisse solcher ,art gewissen ,gesetzen unterzuordnen1 wodurch der ,eindruck des ,unheimlichen aufgehoben werden mte4 ,ich getraue mich nicht zu entscheiden1 ob es ihm gelungen ist#h4 #h ,p4 ,kammerer1 ,das ,gesetz der ,serie1 ,wien #aiai4 ,wie das ,unheimliche der gleichartigen ,wiederkehr aus dem infantilen ,seelenleben abzuleiten ist1 kann ich hier nur andeuten und mu dafr auf eine bereitliegende ausfhrliche ,darstellung in anderem ,zusammenhange verweisen4 ,im seelisch ,unbewuten lt sich nmlich die ,herrschaft eines von den ,triebregungen ausgehenden ,wiederholungszwanges erkennen1 der wahrscheinlich von der innersten ,natur der ,triebe selbst abhngt1 stark genug ist1 sich ber das ,lustprinzip hinauszusetzen1 gewissen ,seiten des ,seelenlebens den dmonischen ,charakter verleiht1 sich in den ,strebungen des kleinen ,kindes noch sehr deutlich uert und ein ,stck vom ,ablauf der ,psychoanalyse des ,neurotikers beherrscht4 ,wir sind durch alle vorstehenden ,errterungen darauf vorbereitet1 da dasjenige als unheimlich versprt werden wird1 was an diesen inneren ,wiederholungszwang mahnen kann4 ,nun1 denke ich aber1 ist es ,zeit uns von diesen immerhin schwierig zu beurteilenden ,verhltnissen abzuwenden und unzweifelhafte ,flle des ,unheimlichen aufzusuchen1 von deren ,analyse wir die endgltige ,entscheidung ber die ,geltung unserer ,annahme erwarten drfen4 ,im ,ring des ,polykrates wendet sich der ,gast mit ,grausen1 weil er merkt1 da jeder ,wunsch des ,freundes sofort in ,erfllung geht1 jede seiner ,sorgen vom ,schicksal unverzglich aufgehoben wird4 ,der ,gastfreund ist ihm unheimlich geworden4 ,die ,auskunft1 die er selbst gibt1 da der allzu ,glckliche den ,neid der ,gtter zu frchten habe1 erscheint uns noch undurchsichtig1 ihr ,sinn ist mythologisch verschleiert4 ,greifen wir darum ein anderes ,beispiel aus weit schlichteren ,verhltnissen heraus3 ,in der ,krankengeschichte eines ,zwangsneurotikers#i habe ich erzhlt1 da dieser ,kranke einst einen ,aufenthalt in einer ,wasserheilanstalt genommen hatte1 aus dem er sich eine groe ,besserung holte4 ,er war aber so klug1 diesen ,erfolg nicht der ,heilkraft des ,wassers1 sondern der ,lage seines ,zimmers zuzuschreiben1 welches der ,kammer einer liebenswrdigen ,pflegerin unmittelbar benachbart war4 ,als er dann zum zweiten ,mal in diese ,anstalt kam1 verlangte er dasselbe ,zimmer wieder1 mute aber hren1 da dies bereits von einem alten ,herrn besetzt sei und gab seinem ,unmut darber in den ,worten ,ausdruck3 ,dafr soll ihn aber der ,schlag treffen4 ,vierzehn ,tage spter erlitt der alte ,herr wirklich einen ,schlaganfall4 ,fr meinen ,patienten war dies ein unheimliches ,erlebnis4 ,der ,eindruck des ,unheimlichen wre noch strker gewesen1 wenn eine viel krzere ,zeit zwischen jener uerung und dem ,unfall gelegen wre oder wenn der ,patient ber zahlreiche ganz hnliche ,erlebnisse htte berichten knnen4 ,in der ,tat war er um solche ,besttigungen nicht verlegen1 aber nicht er allein1 alle ,zwangsneurotiker1 die ich studiert habe1 wuten ,analoges von sich zu erzhlen4 ,sie waren gar nicht berrascht1 regelmig der ,person zu begegnen1 an die sie eben -- vielleicht nach langer ,pause -- gedacht hatten2 sie pflegten regelmig am ,morgen einen ,brief von einem ,freund zu bekommen1 wenn sie am ,abend vorher geuert hatten3 ,von dem hat man aber jetzt lange nichts gehrt1 und besonders ,unglcks- oder ,todesflle ereigneten sich nur selten1 ohne eine ,weile vorher durch ihre ,gedanken gehuscht zu sein4 ,sie pflegten diesem ,sachverhalt in der bescheidensten ,weise ,ausdruck zu geben1 indem sie behaupteten1 ,ahnungen zu haben1 die meistens eintreffen4 #i ,bemerkungen ber einen ,fall von ,zwangsneurose1 ,jahrb4 f4 ,psychoanalyse1 ,i1 #aiji und ,sammlung kl4 ,schriften1 dritte ,folge1 #aiac4 ,eine der unheimlichsten und verbreitetsten ,formen des ,aberglaubens ist die ,angst vor dem bsen ,blick1 welcher bei dem ,hamburger ,augenarzt ,s4 ,seligmann#aj eine grndliche ,behandlung gefunden hat4 ,die ,quelle1 aus welcher diese ,angst schpft1 scheint niemals verkannt worden zu sein4 ,wer etwas ,kostbares und doch ,hinflliges besitzt1 frchtet sich vor dem ,neid der anderen1 indem er jenen ,neid auf sie projiziert1 den er im umgekehrten ,falle empfunden htte4 ,solche ,regungen verrt man durch den ,blick1 auch wenn man ihnen den ,ausdruck in ,worten versagt1 und wenn jemand durch auffllige ,kennzeichen1 besonders unerwnschter ,art1 vor den anderen hervorsticht1 traut man ihm zu1 da sein ,neid eine besondere ,strke erreichen und dann auch diese ,strke in ,wirkung umsetzen wird4 ,man frchtet also eine geheime ,absicht zu schaden1 und auf gewisse ,anzeichen hin nimmt man an1 da dieser ,absicht auch die ,kraft zu ,gebote steht4 #aj ,s4 ,seligmann1 ,der bse ,blick und ,verwandtes1 #b ,bnde1 ,berlin #aiaj u4 #aiaa4 ,die letzterwhnten ,beispiele des ,unheimlichen hngen von dem ,prinzip ab1 das ich1 der ,anregung eines ,patienten folgend1 die ,allmacht der ,gedanken benannt habe4 ,wir knnen nun nicht mehr verkennen1 auf welchem ,boden wir uns befinden4 ,die ,analyse der ,flle des ,unheimlichen hat uns zur alten ,weltauffassung des ,animismus zurckgefhrt1 die ausgezeichnet war durch die ,erfllung der ,welt mit ,menschengeistern1 durch die narzitische berschtzung der eigenen seelischen ,vorgnge1 die ,allmacht der ,gedanken und die darauf aufgebaute ,technik der ,magie1 die ,zuteilung von sorgfltig abgestuften ,zauberkrften an fremde ,personen und ,dinge 7,mana71 sowie durch alle die ,schpfungen1 mit denen sich der uneingeschrnkte ,narzimus jener ,entwicklungsperiode gegen den unverkennbaren ,einspruch der ,realitt zur ,wehre setzte4 ,es scheint1 da wir alle in unserer individuellen ,entwicklung eine diesem ,animismus der ,primitiven entsprechende ,phase durchgemacht haben1 da sie bei keinem von uns abgelaufen ist1 ohne noch uerungsfhige ,reste und ,spuren zu hinterlassen1 und da alles1 was uns heute als unheimlich erscheint1 die ,bedingung erfllt1 da es an diese ,reste animistischer ,seelenttigkeit rhrt und sie zur uerung anregt#aa4 #aa ,vgl4 hiezu den ,abschnitt ,,iii ,animismus1 ,magie und ,allmacht der ,gedanken in des ,verf4 ,buch3 ,totem und ,tabu4 #aiac4 ,dort auch die ,bemerkung 7,s4 #ai ,note73 ,es scheint1 da wir den ,charakter des ,unheimlichen solchen ,eindrcken verleihen1 welche die ,allmacht der ,gedanken und die animistische ,denkweise berhaupt besttigen wollen1 whrend wir uns bereits im ,urteil von ihr abgewendet haben4 ,hier ist nun der ,platz fr zwei ,bemerkungen1 in denen ich den wesentlichen ,inhalt dieser kleinen ,untersuchung niederlegen mchte4 ,erstens1 wenn die psychoanalytische ,theorie in der ,behauptung recht hat1 da jeder ,affekt einer ,gefhlsregung1 gleichgltig von welcher ,art1 durch die ,verdrngung in ,angst verwandelt wird1 so mu es unter den ,fllen des ngstlichen eine ,gruppe geben1 in der sich zeigen lt1 da dies ngstliche etwas wiederkehrendes ,verdrngtes ist4 ,diese ,art des ngstlichen wre eben das ,unheimliche und dabei mu es gleichgltig sein1 ob es ursprnglich selbst ngstlich war oder von einem anderen ,affekt getragen4 ,zweitens1 wenn dies wirklich die geheime ,natur des ,unheimlichen ist1 so verstehen wir1 da der ,sprachgebrauch das ,heimliche in seinen ,gegensatz1 das ,unheimliche bergehen lt 7,s4 #cjb71 denn dies ,unheimliche ist wirklich nichts ,neues oder ,fremdes1 sondern etwas dem ,seelenleben von alters her ,vertrautes1 das ihm nur durch den ,proze der ,verdrngung entfremdet worden ist4 ,die ,beziehung auf die ,verdrngung erhellt uns jetzt auch die ,schellingsche ,definition1 das ,unheimliche sei etwas1 was im ,verborgenen htte bleiben sollen und hervorgetreten ist4 ,es erbrigt uns nur noch1 die ,einsicht1 die wir gewonnen haben1 an der ,erklrung einiger anderer ,flle des ,unheimlichen zu erproben4 ,im allerhchsten ,grade unheimlich erscheint vielen ,menschen1 was mit dem ,tod1 mit ,leichen und mit der ,wiederkehr der ,toten1 mit ,geistern und ,gespenstern zusammenhngt4 ,wir haben ja gehrt1 da manche moderne ,sprachen unseren ,ausdruck3 ein unheimliches ,haus gar nicht anders wiedergeben knnen als durch die ,umschreibung3 ein ,haus1 in dem es spukt4 ,wir htten eigentlich unsere ,untersuchung mit diesem1 vielleicht strksten ,beispiel von ,unheimlichkeit beginnen knnen1 aber wir taten es nicht1 weil hier das ,unheimliche zu sehr mit dem ,grauenhaften vermengt und zum ,teil von ihm gedeckt ist4 ,aber auf kaum einem anderen ,gebiet hat sich unser ,denken und ,fhlen seit den ,urzeiten so wenig verndert1 ist das ,alte unter dnner ,decke so gut erhalten geblieben1 wie in unserer ,beziehung zum ,tode4 ,zwei ,momente geben fr diesen ,stillstand gute ,auskunft3 ,die ,strke unserer ursprnglichen ,gefhlsreaktionen und die ,unsicherheit unserer wissenschaftlichen ,erkenntnis4 ,unsere ,biologie hat es noch nicht entscheiden knnen1 ob der ,tod das notwendige ,schicksal jedes ,lebewesens oder nur ein regelmiger1 vielleicht aber vermeidlicher ,zufall innerhalb des ,lebens ist4 ,der ,satz3 alle ,menschen mssen sterben1 paradiert zwar in den ,lehrbchern der ,logik als ,vorbild einer allgemeinen ,behauptung1 aber keinem ,menschen leuchtet er ein und unser ,unbewutes hat jetzt so wenig ,raum wie vormals fr die ,vorstellung der eigenen ,sterblichkeit4 ,die ,religionen bestreiten noch immer der unableugbaren ,tatsache des individuellen ,todes ihre ,bedeutung und setzen die ,existenz ber das ,lebensende hinaus fort1 die staatlichen ,gewalten meinen die moralische ,ordnung unter den ,lebenden nicht aufrecht erhalten zu knnen1 wenn man auf die ,korrektur des ,erdenlebens durch ein besseres ,jenseits verzichten soll1 auf den ,anschlagsulen unserer ,grostdte werden ,vortrge angekndigt1 welche ,belehrung spenden wollen1 wie man sich mit den ,seelen der ,verstorbenen in ,verbindung setzen kann1 und es ist unleugbar1 da mehrere der feinsten ,kpfe und schrfsten ,denker unter den ,mnnern der ,wissenschaft1 zumal gegen das ,ende ihrer eigenen ,lebenszeit1 geurteilt haben1 da es an ,mglichkeiten fr solchen ,verkehr nicht fehle4 ,da fast alle von uns in diesem ,punkt noch so denken wie die ,wilden1 ist es auch nicht zu verwundern1 da die primitive ,angst vor dem ,toten bei uns noch so mchtig ist und bereit liegt1 sich zu uern1 sowie irgend etwas ihr entgegen kommt4 ,wahrscheinlich hat sie auch noch den alten ,sinn1 der ,tote sei zum ,feind des berlebenden geworden und beabsichtige1 ihn mit sich zu nehmen1 als ,genossen seiner neuen ,existenz4 ,eher knnte man bei dieser ,unvernderlichkeit der ,einstellung zum ,tode fragen1 wo die ,bedingung der ,verdrngung bleibt1 die erfordert wird1 damit das ,primitive als etwas ,unheimliches wiederkehren knne4 ,aber die besteht doch auch2 offiziell glauben die sogenannten ,gebildeten nicht mehr an das ,sichtbarwerden der ,verstorbenen als ,seelen1 haben deren ,erscheinung an entlegene und selten verwirklichte ,bedingungen geknpft1 und die ursprnglich hchst zweideutige1 ambivalente ,gefhlseinstellung zum ,toten ist fr die hheren ,schichten des ,seelenlebens zur eindeutigen der ,piett abgeschwcht worden#ab4 #ab ,vgl43 ,das ,tabu und die ,ambivalenz in ,totem und ,tabu4 ,es bedarf jetzt nur noch weniger ,ergnzungen1 denn mit dem ,animismus1 der ,magie und ,zauberei1 der ,allmacht der ,gedanken1 der ,beziehung zum ,tode1 der unbeabsichtigten ,wiederholung und dem ,kastrationskomplex haben wir den ,umfang der ,momente1 die das ngstliche zum ,unheimlichen machen1 so ziemlich erschpft4 ,wir heien auch einen lebenden ,menschen unheimlich1 und zwar dann1 wenn wir ihm bse ,absichten zutrauen4 ,aber das reicht nicht hin1 wir mssen noch hinzutun1 da diese seine ,absichten uns zu schaden sich mit ,hilfe besonderer ,krfte verwirklichen werden4 ,der ,gettatore1 ist ein gutes ,beispiel hiefr1 diese unheimliche ,gestalt des romanischen ,aberglaubens1 die ,albrecht ,schaeffer in dem ,buche ,josef ,montfort mit poetischer ,intuition und tiefem psychoanalytischem ,verstndnis zu einer sympathischen ,figur umgeschaffen hat4 ,aber mit diesen geheimen ,krften stehen wir bereits wieder auf dem ,boden des ,animismus4 ,die ,ahnung solcher ,geheimkrfte ist es1 die dem frommen ,gretchen den ,mephisto so unheimlich werden lt3 ,sie ahnt1 da ich ganz sicher ein ,genie1 ,vielleicht sogar der ,teufel bin4 ,das ,unheimliche der ,fallsucht1 des ,wahnsinns1 hat denselben ,ursprung4 ,der ,laie sieht hier die uerung von ,krften vor sich1 die er im ,nebenmenschen nicht vermutet hat1 deren ,regung er aber in entlegenen ,winkeln der eigenen ,persnlichkeit dunkel zu spren vermag4 ,das ,mittelalter hatte konsequenterweise und psychologisch beinahe korrekt alle diese ,krankheitsuerungen der ,wirkung von ,dmonen zugeschrieben4 ,ja1 ich wrde mich nicht verwundern zu hren1 da die ,psychoanalyse1 die sich mit der ,aufdeckung dieser geheimen ,krfte beschftigt1 vielen ,menschen darum selbst unheimlich geworden ist4 ,in einem ,falle1 als mir die ,herstellung eines seit vielen ,jahren siechen ,mdchens -- wenn auch nicht sehr rasch -- gelungen war1 habe ich's von der ,mutter der fr lange ,zeit ,geheilten selbst gehrt4 ,abgetrennte ,glieder1 ein abgehauener ,kopf1 eine vom ,arm gelste ,hand wie in einem ,mrchen von ,hauff1 ,fe1 die fr sich allein tanzen wie in dem erwhnten ,buche von ,a4 ,schaeffer1 haben etwas ungemein ,unheimliches an sich1 besonders wenn ihnen wie im letzten ,beispiel noch eine selbstndige ,ttigkeit zugestanden wird4 ,wir wissen schon1 da diese ,unheimlichkeit von der ,annherung an den ,kastrationskomplex herrhrt4 ,manche ,menschen wrden die ,krone der ,unheimlichkeit der ,vorstellung zuweisen1 scheintot begraben zu werden4 ,allein die ,psychoanalyse hat uns gelehrt1 da diese schreckende ,phantasie nur die ,umwandlung einer anderen ist2 die ursprnglich nichts ,schreckhaftes war1 sondern von einer gewissen ,lsternheit getragen wurde1 nmlich der ,phantasie vom ,leben im ,mutterleib4 ,tragen wir noch etwas ,allgemeines nach1 was strenggenommen bereits in unseren bisherigen ,behauptungen ber den ,animismus und die berwundenen ,arbeitsweisen des seelischen ,apparats enthalten ist1 aber doch einer besonderen ,hervorhebung wrdig scheint1 da es nmlich oft und leicht unheimlich wirkt1 wenn die ,grenze zwischen ,phantasie und ,wirklichkeit verwischt wird1 wenn etwas real vor uns hintritt1 was wir bisher fr phantastisch gehalten haben1 wenn ein ,symbol die volle ,leistung und ,bedeutung des ,symbolisierten bernimmt und dergleichen mehr4 ,hierauf beruht auch ein gutes ,stck der ,unheimlichkeit1 die den magischen ,praktiken anhaftet4 ,das ,infantile daran1 was auch das ,seelenleben der ,neurotiker beherrscht1 ist die berbetonung der psychischen ,realitt im ,vergleich zur materiellen1 ein ,zug1 welcher sich der ,allmacht der ,gedanken anschliet4 ,mitten in der ,absperrung des ,weltkrieges kam eine ,nummer des englischen ,magazins ,strand in meine ,hnde1 in der ich unter anderen ziemlich berflssigen ,produktionen eine ,erzhlung las1 wie ein junges ,paar eine mblierte ,wohnung bezieht1 in der sich ein seltsam geformter ,tisch mit holzgeschnitzten ,krokodilen befindet4 ,gegen ,abend pflegt sich dann ein unertrglicher1 charakteristischer ,gestank in der ,wohnung zu verbreiten1 man stolpert im ,dunkeln ber irgend etwas1 man glaubt zu sehen1 wie etwas ,undefinierbares ber die ,treppe huscht1 kurz1 man soll erraten1 da infolge der ,anwesenheit dieses ,tisches gespenstische ,krokodile im ,hause spuken1 oder da die hlzernen ,scheusale im ,dunkeln ,leben bekommen oder etwas hnliches4 ,es war eine recht einfltige ,geschichte1 aber ihre unheimliche ,wirkung versprte man als ganz hervorragend4 ,zum ,schlusse dieser gewi noch unvollstndigen ,beispielsammlung soll eine ,erfahrung aus der psychoanalytischen ,arbeit erwhnt werden1 die1 wenn sie nicht auf einem zuflligen ,zusammentreffen beruht1 die schnste ,bekrftigung unserer ,auffassung des ,unheimlichen mit sich bringt4 ,es kommt oft vor1 da neurotische ,mnner erklren1 das weibliche ,genitale sei ihnen etwas ,unheimliches4 ,dieses ,unheimliche ist aber der ,eingang zur alten ,heimat des ,menschenkindes1 zur rtlichkeit1 in der jeder einmal und zuerst geweilt hat4 ,liebe ist ,heimweh1 behauptet ein ,scherzwort1 und wenn der ,trumer von einer rtlichkeit oder ,landschaft noch im ,traume denkt3 ,das ist mir bekannt1 da war ich schon einmal1 so darf die ,deutung dafr das ,genitale oder den ,leib der ,mutter einsetzen4 ,das ,unheimliche ist also auch in diesem ,falle das ehemals ,heimische1 ,altvertraute4 ,die ,vorsilbe un an diesem ,worte ist aber die ,marke der ,verdrngung4 ,,iii4 ,schon whrend der ,lektre der vorstehenden ,errterungen werden sich beim ,leser ,zweifel geregt haben1 denen jetzt gestattet werden soll sich zu sammeln und laut zu werden4 ,es mag zutreffen1 da das ,unheimliche das ,heimliche-,heimische ist1 das eine ,verdrngung erfahren hat und aus ihr wiedergekehrt ist1 und da alles ,unheimliche diese ,bedingung erfllt4 ,aber mit dieser ,stoffwahl scheint das ,rtsel des ,unheimlichen nicht gelst4 ,unser ,satz vertrgt offenbar keine ,umkehrung4 ,nicht alles was an verdrngte ,wunschregungen und berwundene ,denkweisen der individuellen ,vorzeit und der ,vlkerurzeit mahnt1 ist darum auch unheimlich4 ,auch wollen wir es nicht verschweigen1 da sich fast zu jedem ,beispiel1 welches unseren ,satz erweisen sollte1 ein analoges finden lt1 das ihm widerspricht4 ,die abgehauene ,hand z4 ,b4 im ,hauffschen ,mrchen ,die ,geschichte von der abgehauenen ,hand wirkt gewi unheimlich1 was wir auf den ,kastrationskomplex zurckgefhrt haben4 ,aber in der ,erzhlung des ,herodot vom ,schatz des ,rhampsenit lt der ,meisterdieb1 den die ,prinzessin bei der ,hand festhalten will1 ihr die abgehauene ,hand seines ,bruders zurck1 und andere werden wahrscheinlich ebenso wie ich urteilen1 da dieser ,zug keine unheimliche ,wirkung hervorruft4 ,die prompte ,wunscherfllung im ,ring des ,polykrates wirkt auf uns sicherlich ebenso unheimlich wie auf den ,knig von gypten selbst4 ,aber in unseren ,mrchen wimmelt es von sofortigen ,wunscherfllungen und das ,unheimliche bleibt dabei aus4 ,im ,mrchen von den drei ,wnschen lt sich die ,frau durch den ,wohlgeruch einer ,bratwurst verleiten zu sagen1 da sie auch so ein ,wrstchen haben mchte4 ,sofort liegt es vor ihr auf dem ,teller4 ,der ,mann wnscht im rger1 da es der ,vorwitzigen an der ,nase hngen mge4 ,flugs baumelt es an ihrer ,nase4 ,das ist sehr eindrucksvoll1 aber nicht im geringsten unheimlich4 ,das ,mrchen stellt sich berhaupt ganz offen auf den animistischen ,standpunkt der ,allmacht von ,gedanken und ,wnschen1 und ich wte doch kein echtes ,mrchen zu nennen1 in dem irgend etwas ,unheimliches vorkme4 ,wir haben gehrt1 da es in hohem ,grade unheimlich wirkt1 wenn leblose ,dinge1 ,bilder1 ,puppen1 sich beleben1 aber in den ,andersenschen ,mrchen leben die ,hausgerte1 die ,mbel1 der ,zinnsoldat und nichts ist vielleicht vom ,unheimlichen entfernter4 ,auch die ,belebung der schnen ,statue des ,pygmalion wird man kaum als unheimlich empfinden4 ,scheintod und ,wiederbelebung von ,toten haben wir als sehr unheimliche ,vorstellungen kennen gelernt4 ,dergleichen ist aber wiederum im ,mrchen sehr gewhnlich2 wer wagte es unheimlich zu nennen1 wenn z4 ,b4 ,schneewittchen die ,augen wieder aufschlgt8 ,auch die ,erweckung von ,toten in den ,wundergeschichten z4 ,b4 des ,neuen ,testaments ruft ,gefhle hervor1 die nichts mit dem ,unheimlichen zu tun haben4 ,die unbeabsichtigte ,wiederkehr des ,gleichen1 die uns so unzweifelhafte unheimliche ,wirkungen ergeben hat1 dient doch in einer ,reihe von ,fllen anderen1 und zwar sehr verschiedenen ,wirkungen4 ,wir haben schon einen ,fall kennen gelernt1 in dem sie als ,mittel zur ,hervorrufung des komischen ,gefhls gebraucht wird und knnten ,beispiele dieser ,art hufen4 ,andere ,male wirkt sie als ,verstrkung u4 dgl41 ferner3 woher rhrt die ,unheimlichkeit der ,stille1 des ,alleinseins1 der ,dunkelheit8 ,deuten diese ,momente nicht auf die ,rolle der ,gefahr bei der ,entstehung des ,unheimlichen1 wenngleich es dieselben ,bedingungen sind1 unter denen wir die ,kinder am hufigsten ,angst uern sehen8 ,und knnen wir wirklich das ,moment der intellektuellen ,unsicherheit ganz vernachlssigen1 da wir doch seine ,bedeutung fr das ,unheimliche des ,todes zugegeben haben8 ,so mssen wir wohl bereit sein anzunehmen1 da fr das ,auftreten des unheimlichen ,gefhls noch andere als die von uns vorangestellten stofflichen ,bedingungen magebend sind4 ,man knnte zwar sagen1 mit jener ersten ,feststellung sei das psychoanalytische ,interesse am ,problem des ,unheimlichen erledigt1 der ,rest erfordere wahrscheinlich eine sthetische ,untersuchung4 ,aber damit wrden wir dem ,zweifel das ,tor ffnen1 welchen ,wert unsere ,einsicht in die ,herkunft des ,unheimlichen vom verdrngten ,heimischen eigentlich beanspruchen darf4 ,eine ,beobachtung kann uns den ,weg zur ,lsung dieser ,unsicherheiten weisen4 ,fast alle ,beispiele1 die unseren ,erwartungen widersprechen1 sind dem ,bereich der ,fiktion1 der ,dichtung1 entnommen4 ,wir erhalten so einen ,wink1 einen ,unterschied zu machen zwischen dem ,unheimlichen1 das man erlebt1 und dem ,unheimlichen1 das man sich blo vorstellt1 oder von dem man liest4 ,das ,unheimliche des ,erlebens hat weit einfachere ,bedingungen1 umfat aber weniger zahlreiche ,flle4 ,ich glaube1 es fgt sich ausnahmslos unserem ,lsungsversuch1 lt jedesmal die ,zurckfhrung auf altvertrautes ,verdrngtes zu4 ,doch ist auch hier eine wichtige und psychologisch bedeutsame ,scheidung des ,materials vorzunehmen1 die wir am besten an geeigneten ,beispielen erkennen werden4 ,greifen wir das ,unheimliche der ,allmacht der ,gedanken1 der prompten ,wunscherfllung1 der geheimen schdigenden ,krfte1 der ,wiederkehr der ,toten heraus4 ,die ,bedingung1 unter der hier das ,gefhl des ,unheimlichen entsteht1 ist nicht zu verkennen4 ,wir -- oder unsere primitiven ,urahnen -- haben dereinst diese ,mglichkeiten fr ,wirklichkeit gehalten1 waren von der ,realitt dieser ,vorgnge berzeugt4 ,heute glauben wir nicht mehr daran1 wir haben diese ,denkweisen berwunden1 aber wir fhlen uns dieser neuen berzeugungen nicht ganz sicher1 die alten leben noch in uns fort und lauern auf ,besttigung4 ,sowie sich nun etwas in unserem ,leben ereignet1 was diesen alten abgelegten berzeugungen eine ,besttigung zuzufhren scheint1 haben wir das ,gefhl des ,unheimlichen1 zu dem man das ,urteil ergnzen kann3 ,also ist es doch wahr1 da man einen anderen durch den bloen ,wunsch tten kann1 da die ,toten weiterleben und an der ,sttte ihrer frheren ,ttigkeit sichtbar werden u4 dgl46 ,wer im ,gegenteile diese animistischen berzeugungen bei sich grndlich und endgltig erledigt hat1 fr den entfllt das ,unheimliche dieser ,art4 ,das merkwrdigste ,zusammentreffen von ,wunsch und ,erfllung1 die rtselhafteste ,wiederholung hnlicher ,erlebnisse an demselben ,ort oder zum gleichen ,datum1 die tuschendsten ,gesichtswahrnehmungen und verdchtigsten ,gerusche werden ihn nicht irre machen1 keine ,angst in ihm erwecken1 die man als ,angst vor dem ,unheimlichen bezeichnen kann4 ,es handelt sich hier also rein um eine ,angelegenheit der ,realittsprfung1 um eine ,frage der materiellen ,realitt#ac4 #ac ,da auch das ,unheimliche des ,doppelgngers von dieser ,gattung ist1 wird es interessant1 die ,wirkung zu erfahren1 wenn uns einmal das ,bild der eigenen ,persnlichkeit ungerufen und unvermutet entgegentritt4 ,e4 ,mach berichtet zwei solcher ,beobachtungen in der ,analyse der ,empfindungen1 #aijj1 ,seite #c4 ,er erschrak das eine ,mal nicht wenig1 als er erkannte1 da das gesehene ,gesicht das eigene sei1 das andere ,mal fllte er ein sehr ungnstiges ,urteil ber den anscheinend ,fremden1 der in seinen ,omnibus einstieg1 ,was steigt doch da fr ein herabgekommener ,schulmeister ein4 -- ,ich kann ein hnliches ,abenteuer erzhlen3 ,ich sa allein im ,abteil des ,schlafwagens1 als bei einem heftigeren ,ruck der ,fahrtbewegung die zur anstoenden ,toilette fhrende ,tre aufging und ein lterer ,herr im ,schlafrock1 die ,reisemtze auf dem ,kopf1 bei mir eintrat4 ,ich nahm an1 da er sich beim ,verlassen des zwischen zwei ,abteilen befindlichen ,kabinetts in der ,richtung geirrt hatte und flschlich in mein ,abteil gekommen war1 sprang auf1 um ihn aufzuklren1 erkannte aber bald verdutzt1 da der ,eindringling mein eigenes vom ,spiegel in der ,verbindungstr entworfenes ,bild war4 ,ich wei noch1 da mir die ,erscheinung grndlich mifallen hatte4 ,anstatt also ber den ,doppelgnger zu erschrecken1 hatten beide -- ,mach wie ich -- ihn einfach nicht agnosziert4 ,ob aber das ,mifallen dabei nicht doch ein ,rest jener archaischen ,reaktion war1 die den ,doppelgnger als unheimlich empfindet8 ,anders verhlt es sich mit dem ,unheimlichen1 das von verdrngten infantilen ,komplexen ausgeht1 vom ,kastrationskomplex1 der ,mutterleibsphantasie usw41 nur da reale ,erlebnisse1 welche diese ,art von ,unheimlichem erwecken1 nicht sehr hufig sein knnen4 ,das ,unheimliche des ,erlebens gehrt zumeist der frheren ,gruppe an1 fr die ,theorie ist aber die ,unterscheidung der beiden sehr bedeutsam4 ,beim ,unheimlichen aus infantilen ,komplexen kommt die ,frage der materiellen ,realitt gar nicht in ,betracht1 die psychische ,realitt tritt an deren ,stelle4 ,es handelt sich um wirkliche ,verdrngung eines ,inhaltes und um die ,wiederkehr des ,verdrngten1 nicht um die ,aufhebung des ,glaubens an die ,realitt dieses ,inhalts4 ,man knnte sagen1 in dem einen ,falle sei ein gewisser ,vorstellungsinhalt1 im anderen der ,glaube an seine 7materielle7 ,realitt verdrngt4 ,aber die letztere ,ausdrucksweise dehnt wahrscheinlich den ,gebrauch des ,terminus ,verdrngung ber seine rechtmigen ,grenzen aus4 ,es ist korrekter1 wenn wir einer hier sprbaren psychologischen ,differenz ,rechnung tragen und den ,zustand1 in dem sich die animistischen berzeugungen des ,kulturmenschen befinden1 als ein -- mehr oder wenig vollkommenes -- berwundensein bezeichnen4 ,unser ,ergebnis lautete dann3 ,das ,unheimliche des ,erlebens kommt zustande1 wenn verdrngte infantile ,komplexe durch einen ,eindruck wieder belebt werden1 oder wenn berwundene primitive berzeugungen wieder besttigt scheinen4 ,endlich darf man sich durch die ,vorliebe fr glatte ,erledigung und durchsichtige ,darstellung nicht vom ,bekenntnis abhalten lassen1 da die beiden hier aufgestellten ,arten des ,unheimlichen im ,erleben nicht immer scharf zu sondern sind4 ,wenn man bedenkt1 da die primitiven berzeugungen auf das innigste mit den infantilen ,komplexen zusammenhngen und eigentlich in ihnen wurzeln1 wird man sich ber diese ,verwischung der ,abgrenzungen nicht viel verwundern4 ,das ,unheimliche der ,fiktion -- der ,phantasie1 der ,dichtung -- verdient in der ,tat eine gesonderte ,betrachtung4 ,es ist vor allem weit reichhaltiger als das ,unheimliche des ,erlebens1 es umfat dieses in seiner ,gnze und dann noch anderes1 was unter den ,bedingungen des ,erlebens nicht vorkommt4 ,der ,gegensatz zwischen ,verdrngtem und berwundenem kann nicht ohne tiefgreifende ,modifikation auf das ,unheimliche der ,dichtung bertragen werden1 denn das ,reich der ,phantasie hat ja zur ,voraussetzung seiner ,geltung1 da sein ,inhalt von der ,realittsprfung enthoben ist4 ,das paradox klingende ,ergebnis ist1 da in der ,dichtung vieles nicht unheimlich ist1 was unheimlich wre1 wenn es sich im ,leben ereignete1 und da in der ,dichtung viele ,mglichkeiten bestehen unheimliche ,wirkungen zu erzielen1 die frs ,leben wegfallen4 ,zu den vielen ,freiheiten des ,dichters gehrt auch die1 seine ,darstellungswelt nach ,belieben so zu whlen1 da sie mit der uns vertrauten ,realitt zusammenfllt1 oder sich irgendwie von ihr entfernt4 ,wir folgen ihm in jedem ,falle4 ,die ,welt des ,mrchens z4 ,b4 hat den ,boden der ,realitt von vornherein verlassen und sich offen zur ,annahme der animistischen berzeugungen bekannt4 ,wunscherfllungen1 geheime ,krfte1 ,allmacht der ,gedanken1 ,belebung des ,leblosen1 die im ,mrchen ganz gewhnlich sind1 knnen hier keine unheimliche ,wirkung uern1 denn fr die ,entstehung des unheimlichen ,gefhls ist1 wie wir gehrt haben1 der ,urteilsstreit erfordert1 ob das berwundene ,unglaubwrdige nicht doch real mglich ist1 eine ,frage1 die durch die ,voraussetzungen der ,mrchenwelt berhaupt aus dem ,wege gerumt ist4 ,so verwirklicht das ,mrchen1 das uns die meisten ,beispiele von ,widerspruch gegen unsere ,lsung des ,unheimlichen geliefert hat1 den zuerst erwhnten ,fall1 da im ,reiche der ,fiktion vieles nicht unheimlich ist1 was unheimlich wirken mte1 wenn es sich im ,leben ereignete4 ,dazu kommen frs ,mrchen noch andere ,momente1 die spter kurz berhrt werden sollen4 ,der ,dichter kann sich auch eine ,welt erschaffen haben1 die minder phantastisch als die ,mrchenwelt1 sich von der realen doch durch die ,aufnahme von hheren geistigen ,wesen1 ,dmonen oder ,geistern ,verstorbener scheidet4 ,alles ,unheimliche1 was diesen ,gestalten anhaften knnte1 entfllt dann1 soweit die ,voraussetzungen dieser poetischen ,realitt reichen4 ,die ,seelen der ,danteschen ,hlle oder die ,geistererscheinungen in ,shakespeares ,hamlet1 ,macbeth1 ,julius ,caesar mgen dster und schreckhaft genug sein1 aber unheimlich sind sie im ,grunde ebensowenig wie etwa die heitere ,gtterwelt ,homers4 ,wir passen unser ,urteil den ,bedingungen dieser vom ,dichter fingierten ,realitt an und behandeln ,seelen1 ,geister und ,gespenster1 als wren sie vollberechtigte ,existenzen1 wie wir es selbst in der materiellen ,realitt sind4 ,auch dies ist ein ,fall1 in dem ,unheimlichkeit erspart wird4 ,anders nun1 wenn der ,dichter sich dem ,anscheine nach auf den ,boden der gemeinen ,realitt gestellt hat4 ,dann bernimmt er auch alle ,bedingungen1 die im ,erleben fr die ,entstehung des unheimlichen ,gefhls gelten1 und alles was im ,leben unheimlich wirkt1 wirkt auch so in der ,dichtung4 ,aber in diesem ,falle kann der ,dichter auch das ,unheimliche weit ber das im ,erleben mgliche ,ma hinaus steigern und vervielfltigen1 indem er solche ,ereignisse vorfallen lt1 die in der ,wirklichkeit nicht oder nur sehr selten zur ,erfahrung gekommen wren4 ,er verrt uns dann gewissermaen an unseren fr berwunden gehaltenen ,aberglauben1 er betrgt uns1 indem er uns die gemeine ,wirklichkeit verspricht und dann doch ber diese hinausgeht4 ,wir reagieren auf seine ,fiktionen so1 wie wir auf eigene ,erlebnisse reagiert htten2 wenn wir den ,betrug merken1 ist es zu spt1 der ,dichter hat seine ,absicht bereits erreicht1 aber ich mu behaupten1 er hat keine reine ,wirkung erzielt4 ,bei uns bleibt ein ,gefhl von ,unbefriedigung1 eine ,art von ,groll ber die versuchte ,tuschung1 wie ich es besonders deutlich nach der ,lektre von ,schnitzlers ,erzhlung ,die ,weissagung und hnlichen mit dem ,wunderbaren liebugelnden ,produktionen versprt habe4 ,der ,dichter hat dann noch ein ,mittel zur ,verfgung1 durch welches er sich dieser unserer ,auflehnung entziehen und gleichzeitig die ,bedingungen fr das ,erreichen seiner ,absichten verbessern kann4 ,es besteht darin1 da er uns lange ,zeit ber nicht erraten lt1 welche ,voraussetzungen er eigentlich fr die von ihm angenommene ,welt gewhlt hat1 oder da er kunstvoll und arglistig einer solchen entscheidenden ,aufklrung bis zum ,ende ausweicht4 ,im ganzen wird aber hier der vorhin angekndigte ,fall verwirklicht1 da die ,fiktion neue ,mglichkeiten des unheimlichen ,gefhls erschafft1 die im ,erleben wegfallen wrden4 ,alle diese ,mannigfaltigkeiten beziehen sich streng genommen nur auf das ,unheimliche1 das aus dem berwundenen entsteht4 ,das ,unheimliche aus verdrngten ,komplexen ist resistenter1 es bleibt in der ,dichtung -- von einer ,bedingung abgesehen -- ebenso unheimlich wie im ,erleben4 ,das andere ,unheimliche1 das aus dem berwundenen1 zeigt diesen ,charakter im ,erleben und in der ,dichtung1 die sich auf den ,boden der materiellen ,realitt stellt1 kann ihn aber in den fiktiven1 vom ,dichter geschaffenen ,realitten einben4 ,es ist offenkundig1 da die ,freiheiten des ,dichters und damit die ,vorrechte der ,fiktion in der ,hervorrufung und ,hemmung des unheimlichen ,gefhls durch die vorstehenden ,bemerkungen nicht erschpft werden4 ,gegen das ,erleben verhalten wir uns im allgemeinen gleichmig passiv und unterliegen der ,einwirkung des ,stofflichen4 ,fr den ,dichter sind wir aber in besonderer ,weise lenkbar1 durch die ,stimmung1 in die er uns versetzt1 durch die ,erwartungen1 die er in uns erregt1 kann er unsere ,gefhlsprozesse von dem einen ,erfolg ablenken und auf einen anderen einstellen1 und kann aus demselben ,stoff oft sehr verschiedenartige ,wirkungen gewinnen4 ,dies ist alles lngst bekannt und wahrscheinlich von den berufenen sthetikern eingehend gewrdigt worden4 ,wir sind auf dieses ,gebiet der ,forschung ohne rechte ,absicht gefhrt worden1 indem wir der ,versuchung nachgaben1 den ,widerspruch gewisser ,beispiele gegen unsere ,ableitung des ,unheimlichen aufzuklren4 ,zu einzelnen dieser ,beispiele wollen wir darum auch zurckkehren4 ,wir fragten vorhin1 warum die abgehauene ,hand im ,schatz der ,rhampsenit nicht unheimlich wirke wie etwa in der ,hauffschen ,geschichte von der abgehauenen ,hand4 ,die ,frage erscheint uns jetzt bedeutsamer1 da wir die grere ,resistenz des ,unheimlichen aus der ,quelle verdrngter ,komplexe erkannt haben4 ,die ,antwort ist leicht zu geben4 ,sie lautet1 da wir in dieser ,erzhlung nicht auf die ,gefhle der ,prinzessin1 sondern auf die berlegene ,schlauheit des ,meisterdiebes eingestellt werden4 ,der ,prinzessin mag das unheimliche ,gefhl dabei nicht erspart worden sein1 wir wollen es selbst fr glaubhaft halten1 da sie in ,ohnmacht gefallen ist1 aber wir verspren nichts ,unheimliches1 denn wir versetzen uns nicht in sie1 sondern in den anderen4 ,durch eine andere ,konstellation wird uns der ,eindruck des ,unheimlichen in der ,nestroyschen ,posse ,der ,zerrissene erspart1 wenn der ,geflchtete1 der sich fr einen ,mrder hlt1 aus jeder ,falltre1 deren ,deckel er aufhebt1 das vermeintliche ,gespenst des ,ermordeten aufsteigen sieht und verzweifelt ausruft3 ,ich hab' doch nur einen umgebracht4 ,zu was diese grliche ,multiplikation8 ,wir kennen die ,vorbedingungen dieser ,szene1 teilen den ,irrtum des ,zerrissenen nicht1 und darum wirkt1 was fr ihn unheimlich sein mu1 auf uns mit unwiderstehlicher ,komik4 ,sogar ein wirkliches ,gespenst wie das in ,o4 ,wildes ,erzhlung ,der ,geist von ,canterville mu all seiner ,ansprche1 wenigstens ,grauen zu erregen1 verlustig werden1 wenn der ,dichter sich den ,scherz macht1 es zu ironisieren und hnseln zu lassen4 ,so unabhngig kann in der ,welt der ,fiktion die ,gefhlswirkung von der ,stoffwahl sein4 ,in der ,welt der ,mrchen sollen ,angstgefhle1 also auch unheimliche ,gefhle berhaupt nicht erweckt werden4 ,wir verstehen das und sehen darum auch ber die ,anlsse hinweg1 bei denen etwas ,derartiges mglich wre4 ,von der ,einsamkeit1 ,stille und ,dunkelheit knnen wir nichts anderes sagen1 als da dies wirklich die ,momente sind1 an welche die bei den meisten ,menschen nie ganz erlschende ,kinderangst geknpft ist4 ,die psychoanalytische ,forschung hat sich mit dem ,problem derselben an anderer ,stelle auseinandergesetzt4 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 ghastly1 von einem ,hause3 haunted1 von einem ,menschen a repulsive ghastly1 von einem ,hause3 haunted1 von einem ,menschen3 a repulsive wie ,hiob #aa1 #f2 #ae1 #h1 ,weish4 #b1 #bb2 #a4 ,kor4 #b1 #g etc4 und so auch wie ,hiob #aa1 #f2 #ae1 #h2 ,weish4 #b1 #bb2 #a4 ,kor4 #b1 #g etc4 und so auch ,heimlich2 adj4 und adv4 vernaculus1 occultus2 mhd4 heimelch1 ,heimlich2 adj4 und adv4 vernaculus1 occultus2 mhd4 heimelch1 wurden geschlagen an heimlichen rten4 #a ,samuel #e1 #ab 444 wurden geschlagen an heimlichen rten4 #a ,samuel #e1 #ab 4447 aber ,coppelius#a7 lacht3 wartet nur1 der kommt schon herunter von aber ,coppelius#a lacht3 wartet nur1 der kommt schon herunter von auftaucht1 ein solches infantiles ,moment fr die ,enstehung des auftaucht1 ein solches infantiles ,moment fr die ,entstehung des unheimlichen ,gefhls in ,anspruch zu nehmen2 werden wir auch zum ,versuch unheimlichen ,gefhls in ,anspruch zu nehmen1 werden wir auch zum ,versuch ,s4 ,seligman#aj eine grndliche ,behandlung gefunden hat4 ,die ,quelle1 ,s4 ,seligmann#aj eine grndliche ,behandlung gefunden hat4 ,die ,quelle1 die ,albrecht ,schffer in dem ,buche ,josef ,montfort mit poetischer die ,albrecht ,schaeffer in dem ,buche ,josef ,montfort mit poetischer ,e4 ,mach berichtet zwei solcher ,beobachtungen in der nalyse der ,e4 ,mach berichtet zwei solcher ,beobachtungen in der ,analyse der doch ber diese hinausgeht4 ,wir reagieren auf seine ,fiktionen so1 wir doch ber diese hinausgeht4 ,wir reagieren auf seine ,fiktionen so1 wie