,anmerkungen zur ,transkription3 ,der ,text stammt aus3 ,immanuel ,kants ,werke4 ,band ,,iv4 ,schriften von #aghc-aghh4 ,herausgegeben von ,dr4 ,artur ,buchenau und ,dr4 ,ernst ,cassirer4 ,berlin3 ,bruno ,cassirer #aiac4 ,s4 #afg-agf und #ech-eci 7,lesarten74 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original kursiv gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,beantwortung der ,frage3 ,was ist ,aufklrung8 ,aufklrung ist der ,ausgang des ,menschen aus seiner selbstverschuldeten ,unmndigkeit4 ,unmndigkeit ist das ,unvermgen1 sich seines ,verstandes ohne ,leitung eines anderen zu bedienen4 ,selbstverschuldet ist diese ,unmndigkeit1 wenn die ,ursache derselben nicht am ,mangel des ,verstandes1 sondern der ,entschlieung und des ,mutes liegt1 sich seiner ohne ,leitung eines andern zu bedienen4 ,sapere aude6 ,habe ,mut1 dich deines eigenen ,verstandes zu bedienen6 ist also der ,wahlspruch der ,aufklrung4 ,faulheit und ,feigheit sind die ,ursachen1 warum ein so groer ,teil der ,menschen1 nachdem sie die ,natur lngst von fremder ,leitung freigesprochen 7naturaliter maiorennes71 dennoch gerne zeitlebens unmndig bleiben2 und warum es anderen so leicht wird1 sich zu deren ,vormndern aufzuwerfen4 ,es ist so bequem1 unmndig zu sein4 ,habe ich ein ,buch1 das fr mich ,verstand hat1 einen ,seelsorger1 der fr mich ,gewissen hat1 einen ,arzt1 der fr mich die ,dit beurteilt usw41 so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemhen4 ,ich habe nicht ntig zu denken1 wenn ich nur bezahlen kann2 andere werden das verdrieliche ,geschft schon fr mich bernehmen4 ,da der bei weitem grte ,teil der ,menschen 7darunter das ganze schne ,geschlecht7 den ,schritt zur ,mndigkeit1 auer dem da er beschwerlich ist1 auch fr sehr gefhrlich halte1 dafr sorgen schon jene ,vormnder1 die die ,oberaufsicht ber sie gtigst auf sich genommen haben4 ,nachdem sie ihr ,hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfltig verhteten1 da diese ruhigen ,geschpfe ja keinen ,schritt auer dem ,gngelwagen1 darin sie sie einsperreten1 wagen durften1 so zeigen sie ihnen nachher die ,gefahr1 die ihnen drohet1 wenn sie es versuchen1 allein zu gehen4 ,nun ist diese ,gefahr zwar eben so gro nicht1 denn sie wrden durch einigemal ,fallen wohl endlich gehen lernen2 allein ein ,beispiel von der ,art macht doch schchtern und schreckt gemeiniglich von allen ferneren ,versuchen ab4 ,es ist also fr jeden einzelnen ,menschen schwer1 sich aus der ihm beinahe zur ,natur gewordenen ,unmndigkeit herauszuarbeiten4 ,er hat sie sogar liebgewonnen und ist vorderhand wirklich unfhig1 sich seines eigenen ,verstandes zu bedienen1 weil man ihn niemals den ,versuch davon machen lie4 ,satzungen und ,formeln1 diese mechanischen ,werkzeuge eines vernnftigen ,gebrauchs oder vielmehr ,mibrauchs seiner ,naturgaben1 sind die ,fuschellen einer immerwhrenden ,unmndigkeit4 ,wer sie auch abwrfe1 wrde dennoch auch ber den schmalesten ,graben einen nur unsicheren ,sprung tun1 weil er zu dergleichen freier ,bewegung nicht gewhnt ist4 ,daher gibt es nur wenige1 denen es gelungen ist1 durch eigene ,bearbeitung ihres ,geistes sich aus der ,unmndigkeit herauszuwickeln und dennoch einen sicheren ,gang zu tun4 ,da aber ein ,publikum sich selbst aufklre1 ist eher mglich2 ja es ist1 wenn man ihm nur ,freiheit lt1 beinahe unausbleiblich4 ,denn da werden sich immer einige ,selbstdenkende1 sogar unter den eingesetzten ,vormndern des groen ,haufens finden1 welche1 nachdem sie das ,joch der ,unmndigkeit selbst abgeworfen haben1 den ,geist einer vernnftigen ,schtzung des eigenen ,werts und des ,berufs jedes ,menschen1 selbst zu denken1 um sich verbreiten werden4 ,besonders ist hiebei3 da das ,publikum1 welches zuvor von ihnen unter dieses ,joch gebracht worden1 sie hernach selbst zwingt1 darunter zu bleiben1 wenn es von einigen seiner ,vormnder1 die selbst aller ,aufklrung unfhig sind1 dazu aufgewiegelt worden2 so schdlich ist es1 ,vorurteile zu pflanzen1 weil sie sich zuletzt an denen selbst rchen1 die oder deren ,vorgnger ihre ,urheber gewesen sind4 ,daher kann ein ,publikum nur langsam zur ,aufklrung gelangen4 ,durch eine ,revolution wird vielleicht wohl ein ,abfall von persnlichem ,despotism und gewinnschtiger oder herrschschtiger ,bedrckung1 aber niemals wahre ,reform der ,denkungsart zustande kommen2 sondern neue ,vorurteile werden1 ebensowohl als die alten1 zum ,leitbande des gedankenlosen groen ,haufens dienen4 ,zu dieser ,aufklrung aber wird nichts erfordert als ,freiheit2 und zwar die unschdlichste unter allem1 was nur ,freiheit heien mag1 nmlich die3 von seiner ,vernunft in allen ,stcken ffentlichen ,gebrauch zu machen4 ,nun hre ich aber von allen ,seiten rufen3 ,rsonniert nicht6 ,der ,offizier sagt3 ,rsonniert nicht1 sondern exerziert6 ,der ,finanzrat3 ,rsonniert nicht1 sondern bezahlt6 ,der ,geistliche3 ,rsonniert nicht1 sondern glaubt6 7,nur ein einziger ,herr in der ,welt sagt3 ,rsonniert1 soviel ihr wollt und worber ihr wollt1 aber gehorcht67 ,hier ist berall ,einschrnkung der ,freiheit4 ,welche ,einschrnkung aber ist der ,aufklrung hinderlich1 welche nicht1 sondern ihr wohl gar befrderlich8 -- ,ich antworte3 ,der ffentliche ,gebrauch seiner ,vernunft mu jederzeit frei sein1 und der allein kann ,aufklrung unter ,menschen zustande bringen2 der ,privatgebrauch derselben aber darf fters sehr enge eingeschrnkt sein1 ohne doch darum den ,fortschritt der ,aufklrung sonderlich zu hindern4 ,ich verstehe aber unter dem ffentlichen ,gebrauche seiner eigenen ,vernunft denjenigen1 den jemand als ,gelehrter von ihr vor dem ganzen ,publikum der ,leserwelt macht4 ,den ,privatgebrauch nenne ich denjenigen1 den er in einem gewissen ihm anvertrauten brgerlichen ,posten oder ,amte von seiner ,vernunft machen darf4 ,nun ist zu manchen ,geschften1 die in das ,interesse des gemeinen ,wesens laufen1 ein gewisser ,mechanism notwendig1 vermittelst dessen einige ,glieder des gemeinen ,wesens sich blo passiv verhalten mssen1 um durch eine knstliche ,einhelligkeit von der ,regierung zu ffentlichen ,zwecken gerichtet oder wenigstens von der ,zerstrung dieser ,zwecke abgehalten zu werden4 ,hier ist es nun freilich nicht erlaubt zu rsonnieren2 sondern man mu gehorchen4 ,sofern sich aber dieser ,teil der ,maschine zugleich als ,glied eines ganzen gemeinen ,wesens1 ja sogar der ,weltbrgergesellschaft ansieht1 mithin in der ,qualitt eines ,gelehrten1 der sich an ein ,publikum im eigentlichen ,verstande durch ,schriften wendet1 kann er allerdings rsonnieren1 ohne da dadurch die ,geschfte leiden1 zu denen er zum ,teile als passives ,glied angesetzt ist4 ,so wrde es sehr verderblich sein1 wenn ein ,offizier1 dem von seinen ,oberen etwas anbefohlen wird1 im ,dienste ber die ,zweckmigkeit oder ,ntzlichkeit dieses ,befehls laut vernnfteln wollte2 er mu gehorchen4 ,es kann ihm aber billigermaen nicht verwehrt werden1 als ,gelehrter ber die ,fehler im ,kriegesdienste ,anmerkungen zu machen und diese seinem ,publikum zur ,beurteilung vorzulegen4 ,der ,brger kann sich nicht weigern1 die ihm auferlegten ,abgaben zu leisten2 sogar kann ein vorwitziger ,tadel solcher ,auflagen1 wenn sie von ihm geleistet werden sollen1 als ein ,skandal1 7das allgemeine ,widersetzlichkeiten veranlassen knnte71 bestraft werden4 ,ebenderselbe handelt demohngeachtet der ,pflicht eines ,brgers nicht entgegen1 wenn er als ,gelehrter wider die ,unschicklichkeit oder auch ,ungerechtigkeit solcher ,ausschreibungen ffentlich seine ,gedanken uert4 ,ebenso ist ein ,geistlicher verbunden1 seinen ,katechismusschlern und seiner ,gemeinde nach dem ,symbol der ,kirche1 der er dient1 seinen ,vortrag zu tun1 denn er ist auf diese ,bedingung angenommen worden4 ,aber als ,gelehrter hat er volle ,freiheit1 ja sogar den ,beruf dazu1 alle seine sorgfltig geprften und wohlmeinenden ,gedanken ber das ,fehlerhafte in jenem ,symbol und ,vorschlge wegen besserer ,einrichtung des ,religions- und ,kirchenwesens dem ,publikum mitzuteilen4 ,es ist hiebei auch nichts1 was dem ,gewissen zur ,last gelegt werden knnte4 ,denn was er zufolge seines ,amts als ,geschfttrger der ,kirche lehrt1 das stellt er als etwas vor1 in ,ansehung dessen er nicht freie ,gewalt hat1 nach eigenem ,gutdnken zu lehren1 sondern das er nach ,vorschrift und im ,namen eines andern vorzutragen angestellt ist4 ,er wird sagen3 unsere ,kirche lehrt dieses oder jenes2 das sind die ,beweisgrnde1 deren sie sich bedient4 ,er zieht alsdann allen praktischen ,nutzen fr seine ,gemeinde aus ,satzungen1 die er selbst nicht mit voller berzeugung unterschreiben wrde1 zu deren ,vortrag er sich gleichwohl anheischig machen kann1 weil es doch nicht ganz unmglich ist1 da darin ,wahrheit verborgen lge1 auf alle ,flle aber wenigstens doch nichts der innern ,religion ,widersprechendes darin angetroffen wird4 ,denn glaubte er das letztere darin zu finden1 so wrde er sein ,amt mit ,gewissen nicht verwalten knnen2 er mte es niederlegen4 ,der ,gebrauch also1 den ein angestellter ,lehrer von seiner ,vernunft vor seiner ,gemeinde macht1 ist blo ein ,privatgebrauch1 weil diese immer nur eine husliche1 obzwar noch so groe ,versammlung ist2 und in ,ansehung dessen ist er als ,priester nicht frei und darf es auch nicht sein1 weil er einen fremden ,auftrag ausrichtet4 ,dagegen als ,gelehrter1 der durch ,schriften zum eigentlichen ,publikum1 nmlich der ,welt spricht1 mithin der ,geistliche im ffentlichen ,gebrauche seiner ,vernunft1 geniet einer uneingeschrnkten ,freiheit1 sich seiner eigenen ,vernunft zu bedienen und in seiner eigenen ,person zu sprechen4 ,denn da die ,vormnder des ,volks 7in geistlichen ,dingen7 selbst wieder unmndig sein sollen1 ist eine ,ungereimtheit1 die auf ,verewigung der ,ungereimtheiten hinausluft4 ,aber sollte nicht eine ,gesellschaft von ,geistlichen1 etwa eine ,kirchenversammlung oder eine ehrwrdige ,classis 7wie sie sich unter den ,hollndern selbst nennt71 berechtigt sein1 sich eidlich auf ein gewisses unvernderliches ,symbol zu verpflichten1 um so eine unaufhrliche ,obervormundschaft ber jedes ihrer ,glieder und vermittelst ihrer ber das ,volk zu fhren und diese so gar zu verewigen8 ,ich sage3 das ist ganz unmglich4 ,ein solcher ,kontrakt1 der auf immer alle weitere ,aufklrung vom ,menschengeschlechte abzuhalten geschlossen wrde1 ist schlechterdings null und nichtig2 und sollte er auch durch die oberste ,gewalt1 durch ,reichstage und die feierlichsten ,friedensschlsse besttigt sein4 ,ein ,zeitalter kann sich nicht verbnden und darauf verschwren1 das folgende in einen ,zustand zu setzen1 darin es ihm unmglich werden mu1 seine 7vornehmlich so sehr angelegentliche7 ,erkenntnisse zu erweitern1 von ,irrtmern zu reinigen und berhaupt in der ,aufklrung weiterzuschreiten4 ,das wre ein ,verbrechen wider die menschliche ,natur1 deren ursprngliche ,bestimmung gerade in diesem ,fortschreiten besteht2 und die ,nachkommen sind also vollkommen dazu berechtigt1 jene ,beschlsse1 als unbefugter und frevelhafter ,weise genommen1 zu verwerfen4 ,der ,probierstein alles dessen1 was ber ein ,volk als ,gesetz beschlossen werden kann1 liegt in der ,frage3 ob ein ,volk sich selbst wohl ein solches ,gesetz auferlegen knnte8 ,nun wre dieses wohl1 gleichsam in der ,erwartung eines bessern1 auf eine bestimmte kurze ,zeit mglich1 um eine gewisse ,ordnung einzufhren3 indem man es zugleich jedem der ,brger1 vornehmlich dem ,geistlichen1 frei liee1 in der ,qualitt eines ,gelehrten ffentlich1 d4 i4 durch ,schriften1 ber das ,fehlerhafte der dermaligen ,einrichtung seine ,anmerkungen zu machen1 indessen die eingefhrte ,ordnung noch immer fortdauerte1 bis die ,einsicht in die ,beschaffenheit dieser ,sachen ffentlich so weit gekommen und bewhret worden1 da sie durch ,vereinigung ihrer ,stimmen 7wenngleich nicht aller7 einen ,vorschlag vor den ,thron bringen knnte1 um diejenigen ,gemeinden in ,schutz zu nehmen1 die sich etwa nach ihren ,begriffen der besseren ,einsicht zu einer vernderten ,religionseinrichtung geeinigt htten1 ohne doch diejenigen zu hindern1 die es beim alten wollten bewenden lassen4 ,aber auf eine beharrliche1 von niemanden ffentlich zu bezweifelnde ,religionsverfassung auch nur binnen der ,lebensdauer eines ,menschen sich zu einigen1 und dadurch einen ,zeitraum in dem ,fortgange der ,menschheit zur ,verbesserung gleichsam zu vernichten und fruchtlos1 dadurch aber wohl gar der ,nachkommenschaft nachteilig zu machen1 ist schlechterdings unerlaubt4 ,ein ,mensch kann zwar fr seine ,person und auch alsdann nur auf einige ,zeit in dem1 was ihm zu wissen obliegt1 die ,aufklrung aufschieben2 aber auf sie ,verzicht zu tun1 es sei fr seine ,person1 mehr aber noch fr die ,nachkommenschaft1 heit die heiligen ,rechte der ,menschheit verletzen und mit ,fen treten4 ,was aber nicht einmal ein ,volk ber sich selbst beschlieen darf1 das darf noch weniger ein ,monarch ber das ,volk beschlieen2 denn sein gesetzgebendes ,ansehen beruht eben darauf1 da er den gesamten ,volkswillen in dem seinigen vereinigt4 ,wenn er nur darauf sieht1 da alle wahre oder vermeinte ,verbesserung mit der brgerlichen ,ordnung zusammenbestehe1 so kann er seine ,untertanen brigens nur selbst machen lassen1 was sie um ihres ,seelenheils willen zu tun ntig finden2 das geht ihn nichts an1 wohl aber zu verhten1 da nicht einer den andern gewaltttig hindere1 an der ,bestimmung und ,befrderung desselben nach allem seinen ,vermgen zu arbeiten4 ,es tut selbst seiner ,majestt ,abbruch1 wenn er sich hierin mischt1 indem er die ,schriften1 wodurch seine ,untertanen ihre ,einsichten ins reine zu bringen suchen1 seiner ,regierungsaufsicht wrdigt1 sowohl wenn er dieses aus eigener hchsten ,einsicht tut1 wo er sich dem ,vorwurfe aussetzt3 ,caesar non est supra grammaticos1 als auch und noch weit mehr1 wenn er seine oberste ,gewalt soweit erniedrigt1 den geistlichen ,despotism einiger ,tyrannen in seinem ,staate gegen seine brigen ,untertanen zu untersttzen4 ,wenn denn nun gefragt wird3 leben wir jetzt in einem aufgeklrten ,zeitalter8 so ist die ,antwort3 ,nein1 aber wohl in einem ,zeitalter der ,aufklrung4 ,da die ,menschen1 wie die ,sachen jetzt stehen1 im ganzen genommen1 schon imstande wren oder darin auch nur gesetzt werden knnten1 in ,religionsdingen sich ihres eigenen ,verstandes ohne ,leitung eines andern sicher und gut zu bedienen1 daran fehlt noch sehr viel4 ,allein1 da jetzt ihnen doch das ,feld geffnet wird1 sich dahin frei zu bearbeiten und die ,hindernisse der allgemeinen ,aufklrung oder des ,ausganges aus ihrer selbstverschuldeten ,unmndigkeit allmhlich weniger werden1 davon haben wir doch deutliche ,anzeigen4 ,in diesem ,betracht ist dieses ,zeitalter das ,zeitalter der ,aufklrung oder das ,jahrhundert ,,friederichs4 ,ein ,frst1 der es seiner nicht unwrdig findet zu sagen1 da er es fr ,pflicht halte1 in ,religionsdingen den ,menschen nichts vorzuschreiben1 sondern ihnen darin volle ,freiheit zu lassen1 der also selbst den hochmtigen ,namen der ,toleranz von sich ablehnt1 ist selbst aufgeklrt und verdient von der dankbaren ,welt und ,nachwelt als derjenige gepriesen zu werden1 der zuerst das menschliche ,geschlecht der ,unmndigkeit1 wenigstens von seiten der ,regierung1 entschlug und jedem frei lie1 sich in allem1 was ,gewissensangelegenheit ist1 seiner eigenen ,vernunft zu bedienen4 ,unter ihm drfen verehrungswrdige ,geistliche1 unbeschadet ihrer ,amtspflicht1 ihre vom angenommenen ,symbol hier oder da abweichenden ,urteile und ,einsichten in der ,qualitt der ,gelehrten frei und ffentlich der ,welt zur ,prfung darlegen2 noch mehr aber jeder andere1 der durch keine ,amtspflicht eingeschrnkt ist4 ,dieser ,geist der ,freiheit breitet sich auch auerhalb aus1 selbst da1 wo er mit ueren ,hindernissen einer sich selbst miverstehenden ,regierung zu ringen hat4 ,denn es leuchtet dieser doch ein ,beispiel vor1 da bei ,freiheit fr die ffentliche ,ruhe und ,einigkeit des gemeinen ,wesens nicht das mindeste zu besorgen sei4 ,die ,menschen arbeiten sich von selbst nach und nach aus der ,rohigkeit heraus1 wenn man nur nicht absichtlich knstelt1 um sie darin zu erhalten4 ,ich habe den ,hauptpunkt der ,aufklrung1 d4 i4 des ,ausganges der ,menschen aus ihrer selbstverschuldeten ,unmndigkeit1 vorzglich in ,religionssachen gesetzt1 weil in ,ansehung der ,knste und ,wissenschaften unsere ,beherrscher kein ,interesse haben1 den ,vormund ber ihre ,untertanen zu spielen1 berdem auch jene ,unmndigkeit1 so wie die schdlichste1 also auch die entehrendste unter allen ist4 ,aber die ,denkungsart eines ,staatsoberhaupts1 der die erstere begnstigt1 geht noch weiter und sieht ein3 da selbst in ,ansehung seiner ,gesetzgebung es ohne ,gefahr sei1 seinen ,untertanen zu erlauben1 von ihrer eigenen ,vernunft ffentlichen ,gebrauch zu machen und ihre ,gedanken ber eine bessere ,abfassung derselben1 sogar mit einer freimtigen ,kritik der schon gegebenen1 der ,welt ffentlich vorzulegen2 davon wir ein glnzendes ,beispiel haben1 wodurch noch kein ,monarch demjenigen vorging1 welchen wir verehren4 ,aber auch nur derjenige1 der1 selbst aufgeklrt1 sich nicht vor ,schatten frchtet1 zugleich aber ein wohldiszipliniertes zahlreiches ,heer zum ,brgen der ffentlichen ,ruhe zur ,hand hat1 -- kann das sagen1 was ein ,freistaat nicht wagen darf3 ,rsonniert1 soviel ihr wollt1 und worber ihr wollt2 nur gehorcht6 ,so zeigt sich hier ein befremdlicher1 nicht erwarteter ,gang menschlicher ,dinge2 sowie auch sonst1 wenn man ihn im groen betrachtet1 darin fast alles paradox ist4 ,ein grerer ,grad brgerlicher ,freiheit scheint der ,freiheit des ,geistes des ,volks vorteilhaft und setzt ihr doch unbersteigliche ,schranken2 ein ,grad weniger von jener verschafft hingegen diesem ,raum1 sich nach allem seinen ,vermgen auszubreiten4 ,wenn denn die ,natur unter dieser harten ,hlle den ,keim1 fr den sie am zrtlichsten sorgt1 nmlich den ,hang und ,beruf zum freien ,denken1 ausgewickelt hat3 so wirkt dieser allmhlich zurck auf die ,sinnesart des ,volks1 7wodurch dies der ,freiheit zu handeln nach und nach fhiger wird71 und endlich auch sogar auf die ,grundstze der ,regierung1 die es ihr selbst zutrglich findet1 den ,menschen1 der nun mehr als ,maschine ist1 seiner ,wrde gem zu behandeln4#a ,knigsberg in ,preuen1 den #cj4 ,septemb4 #aghd4 ,i4 ,kant4 #a ,in den ,bschingschen ,wchentlichen ,nachrichten vom #ac4 ,sept4 lese ich heute den #cj4 ebendess4 die ,anzeige der ,berlinischen ,monatsschrift von diesem ,monat1 worin des ,herrn ,mendelssohn ,beantwortung ebenderselben ,frage angefhrt wird4 ,mir ist sie noch nicht zu ,hnden gekommen2 sonst wrde sie die gegenwrtige zurckgehalten haben1 die jetzt nur zum ,versuche dastehen mag1 wiefern der ,zufall ,einstimmigkeit der ,gedanken zuwege bringen knne4 ,lesarten ,drucke3 #a4 ,berlinische ,monatsschrift4 ,dezember-,heft #aghd4 ,s4 #dha-did4 #b4 ,kant4 ,kleine ,schriften4 ,neuwied #agic4 ,haupt4 #ho4 ,s4 #cd-ej4 #c4 ,i4 ,kant4 ,zerstreute ,aufstze4 ,frankfurt und ,leipzig #agic4 #ho4 ,s4 #be-cg4 #d4 ,i4 ,kant4 ,smmtliche kleine ,schriften4 #d ,bnde4 #agig-ih4 #ho4 ,knigsberg u4 ,leipzig 7,voigt1 ,jena74 ,nachdruck4 ,bd4 ,,iii1 ,s4 #aei-agb4 #e4 ,i4 ,kant's vermischte ,schriften4 #c ,bnde4 ,halle #agii4 7,tieftrunk74 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #fhg-gjj4 #f4 ,kant4 ,vorzgliche kleine ,schriften und ,aufstze1 hrsg4 mit ,noten von ,f4 ,ch4 ,starke4 #b ,bnde4 ,leipzig #ahcc und ,quedlinburg #ahch4 ,bd4 ,i1 ,s4 #ge-hd4 99 99 99 99 99 #agj1 #bc hiebei ,vorl4 bemerkt dazu3 sc4 etwa hervorzuheben4 #aga1 #aj v4 u4 seinen 7,t7 seinem 7,a7 #agd1 #bj hchsten 7,a1 #ic7 hchster 7so alle spteren ,ausgaben74 #age1 #bj d4 i4 die 7,a7 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 und seiner ,gemeine nach dem ,symbol der ,kirche1 der er dient1 seinen und seiner ,gemeinde nach dem ,symbol der ,kirche1 der er dient1 seinen wenigsten von seiten der ,regierung1 entschlug und jedem frei lie1 sich wenigstens von seiten der ,regierung1 entschlug und jedem frei lie1 sich