,semper der ,jngling ,ein ,bildungsroman von ,otto ,ernst ,sechsundfnfzigstes bis sechzigstes ,tausend ,leipzig - ,verlag von ,l4 ,staackmann - #aiad ,schon trat aus ferner1 tannendunkler ,pforte ,der ,schlaf hervor4 ,schon raunte mir die ersten1 leisen ,worte ,der ,traum ins ,ohr4 ,da klang von nahen ,zweigen ,ein tiefer ,freudenschall ,und klang getrost und stark durch ,nacht und ,schweigen4 ,in meinen ,traum sang eine ,nachtigall4 ,ich ritt durch flimmerdunkle ,waldesrume ,im ,traum1 im ,traum4 ,nur fern1 o fern1 durch mitternchtgen ,bume ,ein lichter ,saum4 ,doch horch3 von jenen ,rten ,ein s geheimer ,hall1 ,ein weiches1 tiefes1 morgenstilles ,flten6 ,in meinen ,traum sang eine ,nachtigall4 ,nun wei ich auch1 da mir dieselbe ,stimme ,von je erklang ,und mir das ,herz in ,kampf und ,leidensgrimme ,voll ,hoffnung sang4 ,ein ,land des ,lichtes trumen ,wir armen ,seelen all6 ,ich aber hre ,klang aus jenen ,rumen3 ,in meinen ,traum singt eine ,nachtigall4 ,erstes ,buch ,spiel und ,arbeit ,i4 ,kapitel4 ,handelt von ,balladen und ,prparanden1 ,gendarmen und hebrischen ,handschriften1 zum ,glck auch von ,prparandinnen4 ,asmus ,semper1 der halbwegs sechzehnjhrige ,schler des ,hamburger ,prparandeums1 schwamm bis ber die ,augenbrauen in ,seligkeit4 ,vor seinen ,blicken wogte eine warme1 goldene ,flut4 ,herr ,tnnings1 der ,ordinarius1 der genau so aussah wie die ,geometrie mit einem ,stehkragen und von dem ein ,gercht ging1 da er vor sieben ,jahren den einen ,mundwinkel zu dem ,versuch eines ,lchelns verzogen habe1 ,herr ,tnnings also hatte soeben verkndet1 da u4 a4 auch ,asmus ,semper eine ,hospitantenstelle erhalten solle4 ,man denke1 was das heit3 eine ,hospitantenstelle6 ,jeden ,morgen von #h-ab ,uhr sollte er in einer ,volksschule dem ,unterricht der ,kleinen zuhren drfen1 und dafr bekam er noch obendrein ein jhrliches ,gehalt von dreihundertundsechzig ,mark6 ,jeden ,morgen sollt er aus nchster ,nhe hineinhorchen drfen in die ,werdestatt der ,seelen1 in die ,wiege der ,erkenntnis2 das hohe ,wunder sollt er nun begreifen3 wie der ,geist des ,menschen ,nahrung aufnimmt1 wchst und sich vollendet6 ,und noch dreihundertundsechzig ,mark6 ,er hatte ja nichts von dem ,geld1 wollte auch keinen ,pfennig davon1 haha aber auf das ,gesicht seiner ,eltern freute er sich1 da ihm die ,augen hei wurden4 ,er wollt es ihnen nicht eher sagen1 als bis er sie beide beisammen hatte1 und dann wollte er die ,wirkung beobachten2 aber die kleine ,wohnung der ,semper betrat man durch die ,kche1 und in der ,kche briet ,frau ,rebekka die ,abendkartoffeln1 und als er seine ,mutter sah1 konnte ,asmus sich nicht mehr halten1 und weil er wute1 was seine ,mutter am meisten freute1 rief er3 ,ich kriege dreihundertundsechzig ,mark das ,jahr6 ,im nchsten ,augenblicke war ,frau ,rebekka schon in der anstoenden ,zigarrenmacherstube1 schwang das ,messer1 mit dem sie die ,kartoffeln umgerhrt hatte1 hoch in der ,luft und rief3 ,freude war in ,trojas ,hallen6 ,aber da stand auch schon ,asmus neben ihr1 und damit sie ihm nicht zuvorkommen knne1 rief er3 ,la1 ,mutter1 la1 ich will es ,vater sagen6 ,ich krieg eine ,hospitantenstelle mit dreihundertundsechzig ,mark das ,jahr6 ,und da hatte ,asmus wieder den ,anblick1 der ihm vielleicht von allen auf der ,welt der liebste war3 in dem weiumwallten ,jupiterantlitz ,ludwig ,sempers gingen zwei ,sonnen auf und verbreiteten ,licht durch die ganze ,welt4 ,ach nein es ist ja wohl nicht mglich6 rief der ,vater1 indem er den ,kopf zurckwarf4 ,ganz gewi6 rief ,asmus4 ,nun verdiene ich mehr1 als wenn ich ,handwerker geworden wre4 ,seht mal1 wenn ich ,tischler oder ,hutmacher lernte1 dann kriegte ich das erste ,jahr gar nichts oder vielleicht drei ,mark die ,woche1 und dies sind beinahe sieben ,mark die ,woche1 und das geb ich natrlich alles euch6 ,da schlug ,ludwig ,semper heftig das linke ,bein ber das rechte1 wie er immer tat1 wenn er in seinem ,innern sehr zornig oder sehr lustig war1 und redete fast den ganzen ,rest des ,abends mit stumm bewegten ,lippen zu sich selber4 ,und hin und wieder lachte sein ,gesicht laut und hell auf1 ohne da man einen ,ton gehrt htte1 und unzhlige ,tabakbltter verschnitt er an diesem ,abend und warf sie in die ,abfallschrze1 weil er mit seinem ,messer immer wieder sausend ber die sonnigen ,felder und ,weiden seiner ,jugend fuhr4 ,ach1 er hatte ja auch studieren sollen2 aber dann war der finanzielle ,zusammenbruch seines ,vaters gekommen1 und dann die ,sorge1 dann der ,krieg mit den ,dnen1 dann seine ,trumerei und sein erhabener ,leichtsinn1 und dann die ,liebe1 und dann immer ein ,kind nach dem andern4 ,und so machte er mit #eh ,jahren noch immer ,zigarren4 ,aber mit einem ,schlage war jetzt seine ,jugend wieder da da stand sie vor ihm1 fnfzehnjhrig1 rotwangig nichts war verloren2 denn ob nun ,ludwig ,semper oder ,asmus studierte1 das war ja vollkommen dasselbe4 ,rebekka aber1 als sie von sieben ,mark die ,woche hrte1 verga all ihre ,sparsamkeit1 lief in die ,kche und schob noch ein ,stck ,rindertalg unter die ,kartoffeln1 und als sie auch da noch ziemlich trocken ausschauten1 griff sie leichtsinnig nach dem ,teekessel und go einen gewaltigen ,strahl ,wassers in die ,pfanne1 da eine mchtige ,wolke wie eines ,dankopfers zu den ,himmlischen emporstieg4 ,dann kam die ,pfanne auf den ,tisch1 und sieben ,semper versammelten sich andchtig um das zentrale ,heiligtum4 ,sie waren alle gesund1 das sah man an den ,bewegungen der ,gabeln2 aber ,adalbert1 der ,jngste1 war so gesund1 da ,frau ,rebekka nach einer ,weile ausrief3 ,halt1 mein ,junge1 du hast jetzt genug4 ,es wird kein ,fresser geboren1 es wird einer gemacht6 ,adalbert wollte sich melancholisch zurckziehen1 da sprach der ,vater3 ,la doch den ,jungen essen6 und trat seine ,ansprche an die ,allgemeinheit ab4 ,und nach dem ,essen obwohl die ,semper ber das ,abendbrot hinaus bis gegen ,mitternacht zu arbeiten pflegten warf ,ludwig ,semper ,messer1 ,tabak und ,rollklotz in die ,ecke1 holte den stark zerlesenen und vergilbten ,faust vom ,bcherbrett und las und warf das linke ,bein ber das rechte und bewegte die ,lippen und lchelte4 ,und alle waren still1 und ,asmus wute3 ,nun kommt eine heilige ,stunde4 ,und wirklich1 es whrte nicht lange1 da klang es durch den ,raum3 ,erhabner ,geist1 du gabst mir1 gabst mir alles1 ,warum ich bat4 ,du hast mir nicht umsonst ,dein ,angesicht im ,feuer zugewendet4 ,in einem wunderlieben ,dorfe1 das sich jetzt zu einer groen1 hlichen ,vorstadt ,hamburgs ausgewachsen hat1 damals aber noch im heitern ,frieden seiner ,kindheit lag1 in einem ,garten mit ,rosen und ,apfelbumen fand ,asmus die ,schule1 an der er hospitieren sollte4 ,ich habe zuviel ,glck1 dachte er1 als er sie nach einstndiger ,wanderung vor sich liegen sah4 ,gewhnlich1 wenn er solch ein stummes ,dankgebet in den ,himmel hinaufsandte1 zog ihm gleich darauf das ,glck etwas ab1 als wenn es dchte3 ,der ist auch mit weniger zufrieden4 ,das erste nmlich1 was er tun mute1 war3 sich im ,portal der ,schule aufstellen und alle ,schler aufschreiben1 die zu spt kamen4 ,so hatte sich ,asmus das ,belauschen der ,kindesseele nicht gedacht4 ,aber da es nun einmal sein ,amt war1 so notierte er gewissenhaft alles1 was an ,buben oder ,mdchen den letzten ,glockenschlag versumte1 obwohl es ihm bei den ,mdchen mitunter schwer wurde4 ,anfangs empfand er wohl so etwas wie die ,wrde einer obrigkeitlichen ,stellung1 namentlich als ein ,vater1 der mit dem ,schulgeld im ,rckstande war1 an ihn herantrat und bat1 da man noch ein wenig ,geduld mit ihm haben mchte1 und ihm heimlich ein paar ,zigarren in die ,hand drcken wollte4 ,asmus wich zwar ngstlich zurck und rief3 ,darber habe ich leider gar nichts zu sagen6 aber als deutscher ,jngling fhlte er sich doch geschmeichelt1 da man ihn fr eine ,behrde hielt4 ,diese ,reize indessen verflchtigten sich schon nach wenigen ,tagen4 ,dann kam eines ,morgens ein blasses1 frierendes1 von ,regen durchntes ,mgdelein1 das weinte4 ,warum weinst du8 fragte ,asmus4 ,ich konnte nicht eher kommen2 mein ,vater hat meine ,mutter rausgeschmissen4 ,warum das denn8 ,och1 er is all wieder duhn 7betrunken74 ,so frh schon8 ,ja1 er suft immer rum4 ,asmus erschrak4 ,gab es ,kinder1 die so ber ihren ,vater reden konnten8 ,geh nur zu1 sagte er4 ,das war ja selbstverstndlich1 da man die nicht aufschrieb4 ,er sah ihr nach und dachte daran1 da sie fror4 ,und dachte1 wie er als ,junge gefroren1 wenn ihm der ,wind unter die dnne ,jacke fuhr4 ,von nun an fragte er fter nach dem ,grunde der ,versptung1 und er notierte immer weniger4 ,und eines ,tages sagte er sich3 ,entweder man mu alle aufschreiben oder keinen4 ,und nun lie er alle vorbeilaufen und arbeitete an seiner ersten ,ballade1 die handelte von einem ,fischer1 der aufs ,meer fuhr1 um seinen ,sohn zu retten1 und der dann mit seinem ,sohne ertrank4 ,das ,schnste an dieser ,ballade war eine ,refrainstrophe1 die mit den ,zeilen schlo3 ,drunten klingt verworrner ,klang1 ,tnt es nicht wie ,grabgesang8 ,alles1 was nach ,grab und ,unglck klang1 das fand der glckliche ,asmus jener ,tage ohne weiteres schn4 ,warum notieren ,sie nicht die ,zusptkommenden8 fragte schlielich der ,oberlehrer4 ,ich mag das nicht1 sagte ,asmus verlegen4 ,ja1 danach geht es nicht1 rief der ,vorgesetzte4 ,aber bald darauf wurde die ganze ,einrichtung aufgehoben1 und der ,posten des ,kulturgendarmen wurde eingezogen4 ,der ,oberlehrer schtzte den jungen ,semper wegen anderer ,fhigkeiten4 ,leider1 dachte ,asmus4 ,denn wenn die ,wache am ,portal vorber war1 mute er im ,amtszimmer des ,schulleiters dickleibige ,schlerregister anlegen und auf dem ,laufenden halten1 ,schulgeldrechnungen schreiben1 sie mit den ,hebeprotokollen kollationieren und endlose ,kolonnen von ,schulgeldern addieren4 ,auch das fhrte den ,begierigen nicht in die ,tiefen der ,kindesseele4 ,es waren fnf ,prparanden da3 zwei junge ,mdchen und drei junge ,mnner1 sie alle muten ,protokolle schreiben und ,rechnungen addieren4 ,unter den jungen ,herren war aber einer1 dessen ,handschrift man zunchst immer fr hebrische ,schriftzeichen hielt2 erst nach und nach kam man dahinter1 da es die bekannten deutschen ,buchstaben sein sollten4 ,da ,claus ,mnz berdies ohne jedes ,schamgefhl addierte1 so wurde er schon nach drei ,tagen in die ,klassen zum ,hospitieren geschickt4 ,asmus hingegen1 weil er eine gute ,handschrift hatte1 seine ,rechnungen sogar mit einem gewissen ,schnheitsbedrfnis schrieb und es nicht ber sich gewann1 falsch zu addieren1 ,asmus durfte im ,bureau sitzen bleiben4 ,ihm fielen die ,verheiungen des ,herrn ,rsing1 seines alten ,lehrers ein1 der jeden ,morgen gesagt hatte3 ,jungens1 schafft euch ne schne ,handschrift an2 wer ne schne ,handschrift hat1 kommt berall fort6 ,freilich3 sein ,schnheitsbedrfnis hatte auch schon in den ersten ,tagen das ,glck herausgefunden1 das auch mit dieser ,schreibstube wieder verbunden war1 und dieses ,glck war eine der ,prparandinnen1 die sehr hbsch war und noch obendrein brnett4 ,asmus schrieb und addierte den ganzen ,morgen mit einer selig-schmerzlichen ,spannung in der ,brust1 und der ,schmerz kam daher1 da er sich sagte3 ,ich kann ja noch lange nicht heiraten4 ,und wenn ich heiraten kann1 hat sie ein anderer geholt4 ,die andern beiden ,jnglinge kokettierten in unschuldiger1 aber fleiiger ,weise mit den beiden ,mdchen4 ,asmus dachte nicht daran1 auch nur den ,versuch zu wagen1 weil er von seiner vollkommenen ,tlpelhaftigkeit in dieser ,hinsicht durchaus berzeugt war4 ,und eines ,tages machte er dennoch den ,versuch1 zu imponieren4 ,das ,zimmer war berheizt1 wie alle ,schreibstuben1 und man klagte darber4 ,ja1 sagte ,asmus1 der nahe dem ,ofen sa1 hier sitzt man wie die ,sau am ,spie2 denn er hatte das ,gefhl1 da eine kraftvolle ,ausdrucksweise den ,mann verrate4 ,aber1 o weh3 die ,damen fuhren wie wild mit den ,kpfen in ihre ,arbeit und kicherten1 wie nur ,backfische kichern knnen4 ,sie denken3 das ist ein ,bauerntlpel1 sagte sich ,asmus1 und fhlte1 da er von den ,haarwurzeln bis unter den ,halskragen errte4 ,und die mnnlichen ,kollegen ,asmussens1 ,herr ,mnz und ,herr ,morieux1 betrachteten ihn mit berlegen-mitleidigen ,blicken1 als wollten sie sagen3 ,ist das ein ungebildeter ,mensch4 ,aber als wenige ,tage darauf von ,rousseaus ,emile die ,rede war1 da zeigte sich1 da nur ,asmus wute1 was wirklich darin steht1 und die ,braune hielt ihre braunen ,augen so lange auf ihn gerichtet1 als wenn sie ihn heute zum ersten ,male sehe4 ,,ii4 ,kapitel4 ,wie ,asmus im ,vorhof der ,pdagogik weilen durfte1 wie er eine andere ,religion bekam1 auf den ,spuren ,aglaias wandelte und ,herrn ,rothgrn nicht hinaustrampeln wollte4 ,endlich1 als einmal alle ,rechnungen geschrieben waren und auch das letzte ,protokoll auf dem ,laufenden war1 durften auch die brigen ,prparanden in die ,klasse gehen und hospitieren4 ,welch ein ,glck1 dachte ,asmus1 und mit weihevollem ,herzen ging er der erhofften ,offenbarung entgegen4 ,aber zunchst kam er an einen ,lehrer1 der es liebte1 die ,kinder so still zu beschftigen1 da sie ihn mglichst wenig belstigten1 und der sich1 whrend die ,schler schrieben und rechneten1 mit dem jungen ,semper ber ,gehalts- und ,anstellungsverhltnisse1 ber seine ,frau1 ber ,bismarck1 oder ber den letzten ,raubmord unterhielt4 ,das war ja nun recht unterhaltend und wenig anstrengend2 aber es war nicht das1 was ,asmus gesucht hatte4 ,er kam zu einem andern ,lehrer1 der hatte das ganze ,einmaleins auf ,reime und ,bilder gebracht3 die ,bilder hatte er auf die ,wandtafel gezeichnet1 und nun muten die ,kinder die zugehrigen ,verse hersagen1 z4 ,b43 #ff sind #cf ,in die groe ,schlackwurst bei ich oder #hi sind #gb ,dieser ,knabe bergibt sich1 aber der gute ,mann bedachte gar nicht1 da sich die ,worte bei ich ebensogut auf #cb wie auf #cf reimen1 und wenn dann ein ,schler die falsche ,zahl nannte1 so schalt ihn der ,lehrer in komischer ,verwechslung einen ,esel1 zerri sich vor ,aufregung und lie die kunstreichen ,verse bis zum vollkommenen ,stumpfsinn wiederholen4 ,bei dem kann ich auch nichts lernen1 sagte ,asmus zu jenem ,mitprparanden mit der hebrischen ,handschrift1 und dieser sah ihn ob solcher ,anmaung mit grenzenloser ,verwunderung an4 ,und schlielich fand ,asmus doch einen1 der auf manchen stillen ,wegen der ,kindesseele heimisch war1 der mit den ,kindern in ihrer ,sprache zu reden verstand und sie1 wenn auch nicht immer1 so doch manchmal1 aus wirrer ,dunkelheit den ,weg zur ,klarheit fhren konnte4 ,er war kein hoher und starker ,geist1 dieser ,mann2 aber er war sein ,lebenlang mit einem ,fu im ,kinderlande stehen geblieben1 und so verstand er unbewut die ,regungen der ,kindesseele4 ,hier befiel nun den ,hospitanten eine andere ,not3 er brannte vor ,ungeduld1 sich selbst vor den ,kindern zu versuchen2 ja1 manchmal schien es ihm1 als wisse er einen ,ausweg1 wenn der ,lehrer in der ,wirrnis des ,kindergeistes stecken blieb4 ,aber er htte sich eher die ,zunge abgebissen1 als vor diesem ,manne dergleichen laut werden zu lassen4 ,und alles ,wippen von einem ,fu auf den andern1 wenn er am ,fenster stand und horchte und nicht einmal ,finken und ,apfelblte seine ,sinne nach auen zu locken vermochten1 alle ,ungeduld half ihm nichts2 er mute warten4 ,inzwischen feierte er jeden ,nachmittag und jeden ,abend hohe ,feste4 ,er hatte ja in der ,prparandenanstalt eines der herrlichsten ,geschenke seines ,lebens empfangen3 da war ein ,religionslehrer1 der sagte nicht3 ,das mu man glauben1 sonst ist man verdammt2 der fragte berhaupt nicht1 was man glaube2 der trug ,stunde fr ,stunde vor1 was die ,wissenschaft zu den ,berichten der ,bibel sagt4 ,gleich in der ersten ,stunde1 im ,schpfungsbericht1 trennte er die ,erzhlung des ,jehovisten von der des ersten ,elohisten und von der des zweiten ,elohisten1 und vor den ,augen des jungen ,semper zerri ein vieljhriger ,nebel4 ,also hatte nicht ,moses diese ,dinge geschrieben1 also war es nicht unfehlbares ,gotteswort4 ,sie hatten ihn bedrckt wie eine dumpfe ,last1 hatten ihn geqult1 gengstigt2 aber er hatte keinen ,ausweg gewut4 ,mit einem ,male gab ihm dieser ,mann eine ,waffe und ein ,licht4 ,und mit solchem ,licht und solcher ,waffe durchwanderte der ,mann die ganze ,bibel1 festen ,schrittes und unablenkbar2 was nur die menschliche ,wissenschaft zur ,bibel zu sagen wute1 das kannte er1 und er trug es frei aus dem ,kopfe vor4 ,so fest hing ,asmus an seinen ,lippen1 da er kein ,wort zu schreiben wagte1 aus ,furcht1 es mchte ihm ein ,wort des ,redenden entgehen4 ,und sieh3 wenn er am ,abend daheim sa1 dann konnte er den ganzen ,vortrag von ,anfang bis ,ende niederschreiben2 so fest hing alles mit ehernen ,klammern zusammen4 ,ein merkwrdiger ,mann1 dieser ,herr ,stahmer4 ,er sprach auer seinen ,vortrgen kaum ein ,wort zu seinen ,schlern2 er verlngerte fast jede ,stunde um die ganze folgende ,erholungspause ein ,ding1 das ,schler nicht lieben er verlangte viel und verschonte weder ,trgheit noch ,dummheit4 ,aber er bedurfte keiner ,disziplinarmittel4 ,von diesen jungen ,leuten1 unter denen manch ein dreister ,gelbschnabel war1 htte nicht einer ein unehrerbietiges ,wort gegen ihn gewagt2 instinktiv verehrten sie in ihm das lautere ,gef einer groen ,kraft4 ,whrend zweier ,jahre brauchte er wohl nie die ,worte ,wahrheit und ,gerechtigkeit1 und doch war das die stumme ,lehre seines ganzen ,wirkens3 ,wer ,wissenschaft will1 der mu wahrhaftig und gerecht sein1 und wenn es das ,leben gilt4 ,kein ,gottesdienst hatte je das ,herz des ,asmus erhoben wie dieser4 ,leider gab es davon nur zwei ,stunden die ,woche4 ,in seiner ,dorfschule waren es wchentlichen sieben bis acht ,stunden gewesen4 ,und welchen ,erfolg hatten die gehabt8 ,mit einem leidenschaftlichen ,ha gegen diese sogenannte ,religion hatte er die ,schule verlassen4 ,in dieser ,schule hatte die ,religion die ganze ,naturgeschichte aufgefressen4 ,ein einziges ,mal hatte ,herr ,cremer von den ,giftpflanzen gesprochen und ,bilder dazu gezeigt1 nicht etwa die ,pflanzen selbst1 und ein andres ,mal hatte ein anderer ,lehrer ganz unmotiviert die ,feigwurz behandelt4 ,die ,giftpflanzen und ,ranunculus ficaria das war die ,naturgeschichte1 mit der ,asmus ,semper1 ein ,kind der darwinischen ,zeit1 das ,prparandeum bezog4 ,aber da stapfte nun zweimal wchentlich mit drolligen ,koboldschritten der naturselige ,papa ,hamann herein2 er schleppte jedesmal eine ,botanisierdose1 die so gro war wie er selbst1 und sein ,gesicht glnzte wie ein ,pfannkuchen1 wenn er mit anstoender ,zunge sagte3 ,heute meine ,herren1 hab ich ,ihnen etwath#a ganth ,bethondereth mitgebracht6 ,funote #a3 th sprich wie das englische th4 ,und dann kramte er aus mit dem ,gesicht eines ,vaters1 der seine ,kinder zur ,weihnacht berrascht1 und ,asmus hrte zum erstenmal vom ,bau und vom ,leben der ,pflanze1 und wenn man ihn sah1 so konnte man glauben1 er wolle die ,pflanzen im wrtlichsten ,sinne verschlingen1 so versessen war er auf dies neue ,erkennen4 ,freilich blieb die ,wissenschaft des guten ,papas einigermaen an der ,oberflche2 er sprach allerlei vom ,chlorophyll2 aber was es fr eine ,bedeutung habe1 wute er eigentlich selbst nicht4 ,fr den ausgehungerten ,geist des kleinen ,semper aber war alles1 was er ihm bot1 ,gewinn1 und berdies war die ,lehrweise des ,alten so vterlich und frhlich und mit so wundervollen ,redeblumen geschmckt6 ,eth mag wohl funfthehn ,jahre thein1 sagte ,papa ,hamann zum ,beispiel1 dath ich dath ,vergngen hatte1 den ,schwanth eineth ,walfischeth von ,angethicht zu ,angethicht zu thehen6 ,oder wenn er zu den ,damen von den ,pflanzen einer bestimmten ,familie sprach1 so sagte er3 ,einige von ihnen1 meine ,damen1 thind ganth reitthende ,pflntthchen2 andere dagegen thind hthlich und widerlich6 ,und darin hatte er recht1 einige von diesen ,prparandinnen1 die in einer anstoenden ,strae unterrichtet wurden1 waren wirklich ganz reizende ,pflnzchen1 und ,asmus und ein paar ,brschchen mit ihm lieen es sich nicht nehmen1 dreien von ihnen1 die auf gleichem ,wege heimwrts wandelten1 an laulichen ,abenden in respektvoller ,entfernung zu folgen und sich ihnen durch lautgesprochene ,galanterien und wundervolle ,witze bemerklich zu machen4 ,bald schon taufte ,asmus die drei auf die ,namen ,aglaia1 ,euphrosyne und ,thalia1 und die eine von ihnen es war ,aglaia verehrte ,asmus viele ,monde hindurch1 ohne jemals ihre ,vorderseite gesehen zu haben4 ,aber sie hatte einen anmutsvollen ,gang1 und ein schner ,gang griff ,asmussen ans ,herz4 ,auf andern ,wegen schwrmten andre ,herzen1 und nach den drei ,grazien zu urteilen1 schien den jungen ,damen der schchterne ,kultus der ,jnglinge durchaus nicht zu mifallen2 sie verfielen wenigstens aus einer zeitweiligen entrsteten ,gangart immer wieder in ,kichern1 ,lachen und trumendes ,hinschlendern2 aber sei es nun1 da irgendwo ein ,jngling dem ,drange seines ,busens zu weit nachgegeben hatte1 sei es1 da sich unter den verfolgten ,unschulden ein strenges oder ein eiferschtiges ,herz befand eines ,tages lief eine ,klage beim ,seminardirektor ein1 und dieser ,mann hatte aus seinem heimischen ,preuen und aus dem franzsischen ,kriege1 in dem er als ,reserveoffizier gefochten1 einige ble ,gewohnheiten mitgebracht4 ,er hielt eine donnernde ,standrede und nannte die ritterlichen ,prparanden grne ,jungen4 ,man war sich sofort darber einig1 da man sich das mit fnfzehn bis sechzehn ,jahren nicht mehr bieten lassen knne und da der einmtige ,austritt aller aus der ,anstalt die einzig wrdige ,antwort auf diese ,roheit sei4 ,am folgenden ,tage dachte man milder ber die ,sache2 man bedurfte ja der ,einwilligung der ,eltern zum ,austritt1 und man hielt es im stillen fr mglich1 da die ,eltern sich von der ,auffassung des ,direktors nicht wesentlich entfernen mchten4 ,am dritten ,tage endlich beschlo man1 die unqualifizierbare uerung des ,direktors auf dessen preuische ,unbildung zurckzufhren und ihn zu verachten4 ,nur ein pathetisches ,herz vermochte sich nicht zu bezwingen4 ,der ,trger dieses ,herzens war ein gewandter ,zeichner2 er zeichnete an die ,wandtafel einen ,pfahl1 der einen preuischen ,adler trug1 und dazu eine ,kanone1 die sich gegen das flgelspreizende ,wappentier entlud4 ,der ,direktor kam1 sah das ,bild1 kratzte sich lchelnd den schwarzweien ,stachelbart1 tickte dann mit den ,fingern auf den ,adler und sagte zur ,klasse3 ,da knnen ,se lange schieen1 bis ,se den runterkriegen 444 und wandte sich seinen ,geschften zu4 ,und als diese erledigt waren1 trat in breiter ,aufmachung ,herr ,rothgrn1 der ,lehrer der ,geschichte1 herein4 ,wenn ,herr ,rothgrn auftrat1 so sah das immer aus wie3 ,jetzt beginnt eine neue ,epoche der ,wissenschaft4 ,und ,herr ,rothgrn begann1 ,geschichtszahlen zu repetieren4 ,er nannte das ,ereignis1 und der ,schler mute die ,zahl nennen3 ,amenemha ,,iii48 #bbjj4 ,vertreibung der ,hyksos8 #aehj4 ,durch wen8 ,durch ,thutmosis4 ,amenophis8 #aejj4 ,oder ,herr ,rothgrn nannte die ,zahl und der ,schler das geschichtliche ,faktum1 was genau ebenso bildend und interessant war4 ,so ging es die ganze ,stunde hindurch2 denn fortfahren in der ,geschichte konnte ,herr ,rothgrn nicht1 weil er heute nichts wute4 ,er war wieder mal nicht prpariert1 sagten die ,prparanden1 als er fort war4 ,in der nchsten ,geschichtsstunde begann ,herr ,rothgrn nach effektvollem ,eintritt und imperatorenhafter ,besteigung des ,katheders von neuem3 ,phul8 #ggj4 ,tiglat ,pilesar8 #gdj4 ,und so fort ber gypter1 ,phnizier1 ,israeliten1 ,meder1 ,perser1 ,griechen und ,rmer bis zu den ,franken und ,merowingern4 ,wer die ,zahl wute1 war gescheit1 wer sie nicht wute1 dumm4 ,als auch diese ,stunde der ,pein vorber war1 ward es abgemacht3 ,wenn er die nchste ,stunde wieder ,zahlen bffelt1 dann trampeln wir4 ,aber keiner darf sich melden6 ,man kannte ,herrn ,rothgrn schon als einen langatmigen ,hasser1 der sich auch bei den sptesten ,examinibus derer erinnerte1 die ihm einmal mifallen hatten4 ,asmus und einige andere waren gegen dieses heimliche ,verfahren4 ,das sei unmnnlich4 ,man solle eine ,abordnung zu ,herrn ,rothgrn schicken und sich ber seinen ,unterricht beschweren4 ,ja1 willst du das tun8 riefen einige hhnend4 ,ich gehe mit1 sagte ,asmus4 ,aber die andern wollten nicht1 und da sagte ,asmus3 ,allein will ich auch nicht4 ,semper will artig ,kind spielen1 spottete einer4 ,du bist ein ,esel6 rief ,asmus4 ,trampeln tu ich nicht4 ,aber die ,folgen trage ich natrlich mit4 ,,iii4 ,kapitel4 ,wie die ,augen des ,asmus die ,jahrhunderte der ,vergangenheit und wie sie die ,dinge der lebendigen ,welt sahen1 und wie er darum mit diesen ,augen zum ,arzt mute4 ,die nchste ,geschichtsstunde erschien1 und ,herr ,rothgrn begann3 ,tiglat ,pilesar8 #gdj1 sagte der ,gefragte1 und dann ging ein ,trampeln durch die ,klasse1 das wie grollender ,donner klang4 ,herr ,rothgrn wurde wei4 ,was soll das8 rief er4 ,keine ,antwort4 ,was soll das heien8 ,eisiges ,schweigen4 ,es wird ja wohl einer den ,mut haben1 aufzustehen und zu sagen1 was das bedeuten soll8 schrie der ,lehrer4 ,niemand rhrte sich4 ,nun1 dann bleibt mir nichts anderes brig1 als ,herrn ,direktor ,korn zu melden1 da ich durch ein unerklrliches ,gerusch im ,unterricht gestrt worden bin4 ,aber ,herr ,rothgrn erstattete dem ,direktor keine ,meldung2 denn er wute wohl1 da der einen sehr direkten ,schlu auf seinen ,unterricht ziehen wrde4 ,der ,direktor hielt zu dem ,grundsatze3 ,unterrichtet nur gut2 dann kommt der ,respekt der ,schler von selbst4 ,auch erklrte sich ,herr ,rothgrn das unerklrliche ,gerusch sehr schnell und richtig2 er begann sofort zu erzhlen2 diesmal erzhlte er freilich noch mangelhaft1 weil er den ,stoff nur in einigen ,reminiszenzen beherrschte1 aber von der nchsten ,stunde an vorzglich2 denn wenn er wollte1 so konnte ers vielleicht am besten von allen ,lehrern der ,anstalt4 ,geschichte hren oder ,geschichte lesen1 das gab ,asmus immer besondere ,freuden4 ,nicht1 da er an die ,geschichte geglaubt htte1 er glaubte die profane ,geschichte so wenig wie die biblische4 ,aus seiner ,faust-,lektre wute er sehr wohl3 ,die ,zeiten der ,vergangenheit ,sind uns ein ,buch mit sieben ,siegeln4 ,was ihr den ,geist der ,zeiten heit1 ,das ist im ,grund der ,herren eigner ,geist1 ,darin die ,zeiten sich bespiegeln4 und dem stimmte er von ganzem ,herzen zu4 ,um wirklich zu wissen1 mute man von all den ,frsten1 ,feldherren und ,priestern1 mute man vor allem von der ,menge des ,volkes wissen1 was sie bei ihren ,handlungen dachten1 fhlten1 beabsichtigten und wnschten1 und davon hrte man so gut wie nichts4 ,kaum da einmal durch einen glcklichen ,zufall ein ,lichtschein in diese ewig versunkene ,welt fiel1 wie ein ,sonnenstrahl in eine ,kammer einer verschtteten ,stadt4 ,und die ,menschen der ,geschichte waren ihm wie die ,gebilde einer rohen ,holzschneidekunst1 die die menschliche ,gestalt kaum in leisen ,andeutungen erkennen lassen4 ,da man aus der ,geschichte etwas lernen knne1 das glaubte er nicht4 ,aber lange ,zeitlufte der ,geschichte formten sich ihm zu riesigen ,bildern von wunderbarer ,gewalt1 und in diese ,bilder versank er mit aufgerissenen ,augen und horchender ,seele1 wenn er hrte und las4 ,er sah ein ,jahrhundert1 da stille ,mnche in stiller ,zelle saen und vom ,virgil oder ,cassiodor den ,blick erhoben und durchs ,fenster voll glubiger ,hoffnung schauten ber weites1 unbesiedeltes deutsches ,land1 indessen andere1 das ,kreuz in der ,hand1 durch unerforschte ,wlder schritten und auf heiterer ,lichtung ein ,kirchlein oder eine ,kapelle errichteten4 ,er sah ein ,jahrhundert voll ,weihrauch und ,megewnder1 da knigliche ,vter bend vor unnatrlichen ,shnen knieten und lange ,sndenregister1 vom ,priester singenden ,tones verlesen1 bekannten1 und das ganze neunte ,jahrhundert ward ihm zum ,lgenfeld4 ,dann gab es eine lange ,zeit1 deren ,angesicht in die bunte ,glut des ,ostens schaute und blinkende ,ritter und dstere ,mnche1 ,mnner und ,weiber1 ,greise und ,kinder in jahrhundertelangen ,zgen nach den ewigen ,spuren des ,nazareners wandern sah4 ,das ernste ,jahrhundert des ,wittenberger ,mnches baute sich ihm auf mit den strengen und nchternen ,sulen eines lutherischen ,gotteshauses1 aus dem die streitbaren ,glaubensgesnge hinausklangen in einen grauen und feuchten ,novembertag2 dann kam ein ,jahrhundert1 das lag verborgen unter den ,brand- und ,blutwolken eines endlosen ,krieges1 und so nah zogen die ,wolken ber den ,erdboden dahin1 da die ,menschen nur gebckt dahinschlichen4 ,aber das achtzehnte ,jahrhundert1 das sah er trotz aller ,kriege und aller groen ,revolution wie eine friedsame ,stadt mit winkelig-sauberen ,gchen1 wo aus schnurrig gegiebelten ,husern ,gelehrte mit ,zpfen und ,kniehosen hervortraten und bedachtsam ber die ,strae schritten zum ,nachbar von drben1 um mit ihm ber die ,schriften ,voltaires oder ber das neueste ,werk des erstaunlichen ,knigsberger ,professors zu streiten4 ,so hrte1 so sah er die ,geschichtserzhlungen des ,herrn ,rothgrn4 ,aber dann mute dieser ,herr einmal ein halbes ,jahr lang vertreten werden1 und die ,vertretung bernahm ,herr ,stahmer1 der ,religionslehrer4 ,und wieder empfing ,asmus eine ,offenbarung4 ,herr ,stahmer behandelte whrend eines ganzen ,semesters einen ,zeitraum von zehn ,jahren2 er verfolgte die ,geschichte bis in die ,kabinette von ,wien1 ,berlin und ,petersburg hinein und erzhlte so ziemlich alles1 was man ber die zehn ,jahre wute4 ,und mit einem ,male ward dem ,jngling die ,geschichte zur ,wissenschaft4 ,die rohe1 unverdauliche ,masse der ,tatsachen1 wie sie ,herr ,rothgrn und wie sie die blichen ,lehrbcher aufhuften1 absonderlich die ,grotaten der ,kriegesfrsten1 die mit dem ,schwerte die ,welt durchzogen1 waren ihm von jeher furchtbar gleichgltig und langweilig gewesen3 jetzt zum ersten ,male ahnte er etwas von geschichtlichen ,zusammenhngen4 ,bei ,herrn ,stahmer sah er keine visionren ,bilder2 aber er sah das ,leben1 und eine andere1 neue ,freude wrmte ihm das ,herz4 ,wieder verschlang er jedes ,wort1 fast eh es der ,lehrer gesprochen2 wieder schrieb er des ,abends im stillen ,hause mit fliegender ,feder zwanzig1 dreiig ,quartseiten voll1 und wohl zehnmal mute ihm sein ,vater mit milde mahnendem ,finger auf die ,schulter tupfen1 er mge sich zur ,ruhe legen4 ,mit brennendem ,eifer sagte sich ,asmus3 ,in der ,geschichte mu man alles wissen1 sonst wei man nichts4 ,und etwas ,greres begriff er3 ,viel wissen1 bedeutet gar nichts2 aber eine ,sache ganz wissen1 das ist ,aufklrung1 ,befreiung4 ,dann wird ,wissen zum ,leben und macht in die gefrorenen ,fenster1 die uns umgeben1 ein ,guckloch nach der ,auenwelt4 ,als er spter in der ,systematischen ,pdagogik das non multa sed multum bis zum ,ekel wiederkuen mute1 da begriff er nicht1 warum man dies ,wort immer wiederholte und niemals befolgte4 ,das und manches andere im heiligen ,tempel des ,prparandeums war nun wohl gut und schn2 aber es gab auch gefrchtete ,stunden1 und die gefrchtetsten waren die ,zeichenstunden1 die in einer weit entlegenen ,gewerbeschule genommen werden muten4 ,sie waren so schlecht1 da sie sogar den ,charakter verdarben4 ,wie hatte sich ,asmus aufs ,zeichnen gefreut6 ,von frher ,kindheit an hatte er gezeichnet1 und in den ,berg- und ,waldlandschaften1 die er kopiert hatte1 hatte er ein frommes und seliges ,leben gelebt4 ,selbst der kmmerliche ,zeichenunterricht seiner ,dorfschule hatte ihm noch ,freude gemacht4 ,als ,asmus zum ersten ,male in dem riesigen ,zeichensaal1 der so viel mit der ,kunst gemein hatte wie das ,wartezimmer eines ,bezirkskommandos1 ,platz genommen hatte1 da setzte ihm ,herr ,semmelhaack ein dreiseitiges ,prisma von ,holz vor4 ,asmus zeichnete willig den ,holzklotz und wartete die ,wiederkunft des ,lehrers ab4 ,herr ,semmelhaack kam und legte das ,prisma auf eine ,seitenflche4 7,bis dahin hatte es auf einer ,grundflche gestanden47 ,asmus zeichnete den ,klotz in der neuen ,stellung und erwartete den ,lehrer4 ,herr ,semmelhaack kam und legte das ,prisma auf eine andere ,seitenflche4 ,asmus dachte3 ,aller ,anfang ist de1 und zeichnete den ,klotz zum dritten ,male4 ,herr ,semmelhaack hatte an der ,zeichnung einiges auszusetzen und legte dann den ,klotz auf die groe ,seitenflche4 ,asmus dachte3 ,die ,wurzeln der ,kunst sind bitter2 aber ihre ,frchte sind s1 und portrtierte das interessante ,holz zum vierten ,male4 ,jetzt bin ich mit dem verdammten ,klotz durch1 dachte ,asmus2 da kam der ,lehrer und stellte das ,prisma etwas nach rechts4 ,asmus richtete einen langen ,blick auf ,herrn ,semmelhaack und zeichnete dann das rechtsstehende ,prisma4 ,danach kam ,herr ,semmelhaack und stellte der ,abwechslung wegen das ,prisma etwas nach links4 ,per aspera ad astra1 dachte ,semper und machte auch das4 ,hierauf nahm der ,lehrer das ,prisma und stellte es ,sempern wieder gerade vor die ,nase1 aber ber ,eck1 so da man drei ,flchen auf einmal sah4 ,es ist allerdings etwas ,anderes und ,neues1 sagte sich ,asmus1 betrachtete ,herrn ,semmelhaack mit einem noch viel lngeren ,blick und machte sich wieder an seinen vertrauten ,klotz4 ,in verzweifelten ,momenten schaute ,asmus sich sehnenden ,blickes um2 es gab berall nur ,holz und ,gips4 ,der grte ,knstler unter den ,schlern zeichnete einen pompsen ,blumenstrau von ,gips4 ,in der ganzen ,anstalt1 soweit er hineinblicken konnte1 sah er kein lebendiges1 erfreuendes ,objekt4 ,er traute seinen ,augen nicht1 als ,herr ,semmelhaack eines ,tages das dreiseitige ,prisma wegnahm und einen neuen ,klotz brachte4 ,dieser ,klotz bestand aus zwei vierseitigen ,prismen1 die im rechten ,winkel aneinander saen4 ,o1 damit konnte man nun die tollsten und interessantesten1 die bizarrsten und perversesten ,dinge vornehmen2 bis zum jngsten ,gericht konnte man das immer anders aufstellen4 ,als ,asmus bei der siebenten ,stellung war1 da lag der ,winkelklotz da wie eine ,sphinx1 die ihre ,arme breit ber die ganze lange ,bank legte1 den ,kopf in die ,hnde sttzte und ihn anglotzte und anghnte1 und dann sagte die ,sphinx1 indem sie immer zwischen zwei ,worten ghnte3 ,ich kann dreihundertfnfundneunzig ,millionen ,stellungen einnehmen huu ja4 ,das hlt kein ,nilpferd aus1 antwortete ,asmus4 ,sagten ,sie etwas8 fragte ,herr ,semmelhaack4 ,ja4 ,ich kann nicht mehr zeichnen4 ,ich habe ,augenschmerzen4 ,zum nchsten ,unterricht ging er berhaupt nicht2 er entschuldigte sich mit ,augenschmerzen4 ,das ging nun wohl einmal1 ging auch zweimal2 dann aber sagte ,herr ,tnnings mit dem steifen ,halskragen3 ,ja1 dann mssen ,sie ein rztliches ,attest beibringen4 ,also mute ,asmus zum ,vertrauensarzt der ,schulbehrde4 ,,iv4 ,kapitel4 ,asmus befreit sich aus einem ,hungerturm und studiert in einem ,taubenschlag4 ,von allen ,qualen des ,lebens hielt ,asmus zwei fr die unertrglichsten3 ,zahnschmerzen und ,langeweile4 ,lieber als in dieser ,kunstkaserne wchentlich zwei ,stunden1 das heit zwei ,jahrhunderte an einen ,klotz geschmiedet zu sein1 lieber wollte er ein schlechter ,mensch werden4 ,und so rieb er sich im ,vorzimmer des ,arztes tchtig die ,augen und kniff sie ein ,dutzend ,mal zusammen4 ,die ,augen trnen1 sagte der ,arzt1 und er schrieb ein ,attest1 da der ,patient wegen trnender ,augen sechs ,wochen lang nicht zeichnen drfe4 ,asmus barg das kostbare ,blatt sorgfltig wie eine ,banknote in der ,tasche1 fhlte unterwegs mehrmals nach1 ob ers auch noch habe1 und berreichte es frohen1 trnenlosen ,blickes ,herrn ,tnnings4 ,herr ,tnnings vertrat mit ,recht die exaktesten ,wissenschaften4 ,man wei1 wie es zugeht1 wenn ein dicker ,pfahl tief in ein festes ,erdreich getrieben werden soll4 ,immer wieder saust die ,ramme herab1 immer wieder1 hundertmal1 tausendmal1 stundenlang1 tagelang4 ,so unterrichtete ,herr ,tnnings3 immer wieder auf denselben ,pfahl1 immer wieder drauf4 ,dann aber sa er auch fr die ,ewigkeit1 und man konnte ein ,haus drauf bauen4 ,was man bei ihm gelernt hatte1 verga man niemals wieder4 ,aber leider verga er ebensowenig4 ,und also sprach genau nach sechs ,wochen ,herr ,tnnings1 der niemals ,lchelnde3 ,ihr ,attest ist abgelaufen4 ,asmus ging wieder zum ,arzt und kniff und rieb rechtzeitig seine ,augen4 ,die ,augen trnen noch immer1 konstatierte der ,arzt sehr richtig und dispensierte den ,kranken bis auf weiteres vom ,zeichenunterricht4 ,ja1 damit mssen ,sie wohl zum ,direktor gehen1 sagte ,herr ,tnnings4 ,als der ,direktor gelesen hatte1 schnauzte er los3 ,das jibts nicht4 ,ein ,lehrer mu jesunde ,sinne haben6 ,er durchbohrte ,asmus mehrere ,male mit ,blicken und wartete1 ob er etwas sagen werde4 ,aber ,asmus wute schon ,bescheid3 er sagte nichts4 n ,lehrer1 der nicht sehen kann1 knnen wir nicht brauchen6 schrie ,herr ,direktor ,korn1 durchbohrte mit seinen glitzernden ,brillenaugen den jungen ,semper noch ein paar ,mal und wartete auf eine ,erwiderung4 ,aber der sagte nichts4 ,es war in der ,anstalt alte berlieferung3 man mu ihn ein paar ,minuten kochen lassen1 dann wird er geniebar4 ,dann mssen ,sie die ,anstalt verlassen6 stie der ,direktor hervor1 kratzte sich hrbar seine silbernen ,bartstacheln und durchbohrte ,sempern noch drei- bis viermal4 ,semper sagte nichts4 ,wie heien ,sie noch8 ,direktor ,korn warf einen ,blick ins ,attest4 ,semper8 ,jawohl1 ,herr ,direktor6 ,waren ,sie das nicht1 der neulich den ,erlknig vortrug1 als ich hospitierte8 ,jawohl1 ,herr ,direktor6 ,na4 ,das war jut4 ,kennen ,sie denn sonst noch was von ,joethe8 ,asmus wurde lebendig4 ,er begann aufzuzhlen4 ,na1 das ist ja so ziemlich alles4 ,haben ,sie denn auch alles verstanden8 ,das wohl kaum6 ,welche ,dichter haben ,sie denn noch jelesen8 ,asmus nannte eine lange ,reihe4 ,haben ,sie ,jean ,paul jelesen8 ,doktor ,korn hatte ein ganz sonniges ,gesicht bekommen4 ,das war sein ,liebling4 ,asmus nannte ein paar ,romane ,jean ,pauls4 ,na1 ,sie haben ja ne janze ,masse jelesen4 ,dabei haben ,s sich wohl die ,augen verdorben8 ,die ,augen8 wollte ,asmus schon verwundert fragen2 da fiel sein ,blick noch rechtzeitig auf das ,attest4 ,er blieb stumm und errtete tief2 so viel ,freundlichkeit konnte er nicht mit offenen ,augen anlgen4 s is jut4 ,sie knnen jehen1 sagte der ,herr ,direktor4 ,und ,asmus betrat das ,holzmagazin niemals wieder4 ,der ,direktor mochte eine ,ahnung haben von den ,schrecken jenes ,hungerturms1 wo der ,geist an einen ,klotz geschmiedet und mit ,gips ernhrt wurde4 ,viktoria6 ,nun konnte er wchentlich noch zwei ,stunden lnger in seinem ,arbeitszimmer sitzen und sich immer tiefer in den ,kuchenberg des ,weltalls hineinessen4 ,ja1 das ,weltall war ein ,kuchenberg1 nahrhaft und s1 und das ,leben ein ,schlaraffenland und sein ,arbeitszimmer eine heilige ,halle1 obwohl es eigentlich kein ,zimmer1 sondern ein ,tisch mit zwei ,beinen war1 den man mit der einen ,seite an die ,wand genagelt hatte4 ,dieser ,tisch stand in der allgemeinen ,arbeitsstube1 wo der ,tabak zubereitet und die ,zigarren gemacht wurden2 denn im ,winter durfte der ,sparsamkeit halber nur ein ,raum geheizt werden1 und als der ,sommer kam1 war es ,asmussen eine liebe ,gewohnheit geworden1 unter den schwatzenden1 lachenden und sich streitenden ,arbeitern seine ,quadratwurzeln auszuziehen1 ,vokabeln zu lernen und ,aufstze zu schreiben4 ,in diesem bescheidenen ,raume saen ,ludwig ,semper1 der ,vater1 ,johannes1 sein ,sohn und ,gehilfe1 zwei andere ,gehilfen1 ein ,tabakzurichter1 gewhnlich auch ,rebekka1 die ,mutter1 beim ,tabak helfend oder mit einer huslichen ,verrichtung beschftigt1 und endlich der ,prparand ,semper4 ,das war der ,personenstand in ruhigen ,zeiten4 ,aber das ,arbeitszimmer der ,semper war ein ,taubenschlag1 wo es von seltsamem ,geflgel immer aus- und einflog4 ,da kamen sozialdemokratische ,parteihupter1 die mit ,johannes ,semper wichtige ,dinge von aufgelsten und anzumeldenden ,versammlungen zu beraten hatten4 ,da kam der ,kontrolleur des ,fabrikanten1 der nachschauen mute1 ob die ,zigarren gut und nicht zu schwer gemacht wrden1 ein ernster1 steifer ,mann1 der aber jedesmal warm wurde1 wenn ,ludwig ,semper mit ihm vom ,theater sprach1 und der diesem angelegentlichst empfahl1 er mchte sich doch einmal den ,lohengrin anhren4 ,ludwig ,semper fate denn auch um diese ,zeit zum ersten ,male den ,entschlu1 in den ,lohengrin zu gehen4 ,da kam schrecklicherweise auch der ,barbier ,ludwig ,sempers1 der drei ,minuten rasierte und dann zwei ,stunden schwatzte2 er glich in ,miene und ,gestalt1 in seiner ,stimme und seiner ,schwatzhaftigkeit einem alten ,weibe2 nur seine ,hand und sein ,messer lasteten schwer auf der ,wange seiner ,opfer wie die ,keule des ,herkules4 ,ein schrecklicher ,zwirnbeutel1 sagte ,ludwig ,semper1 wenn er gegangen war1 und das war ein treffender ,vergleich4 ,wie man aus dem ,nhbeutel einer unordentlichen alten ,dame1 in dem sich die ,garnknuel vieler ,generationen verwirrt und verfitzt haben1 nur nach stundenlanger ,mhe einen ,faden hervorholt1 so holte er aus seinem ,erinnerungssack seine zwirndnnen ,geschichten hervor2 jede auftretende ,person verfolgte er bis in ihre entferntesten ,verwandtschaften2 er entwickelte die ,genealogien der unbekanntesten ,milchleute und der gleichgltigsten ,grnwarenhndler4 ,und geschnitten hat er mich auch wieder1 pflegte ,ludwig nach solchen ,besuchen zu sagen4 ,ja1 mein ,gott1 rief ,frau ,rebekka erregt1 warum schaffst du ihn denn nicht ab6 ,ach1 das mag ich nicht1 sagte ,ludwig lchelnd1 er schneidet mich nun schon so viele ,jahre4 ,nicht der ,geringste aber von allen1 die da kamen1 war ,heinrich ,moldenhuber1 genannt der ,wolkenschieber1 weil er lieber ,wolken schob als ,zigarren machte und lieber hoch oben auf der ,galerie des ,stadttheaters sa als in der ,tabakstube4 ,wie ein ,komet scho er von ,zeit zu ,zeit in die ,arbeitsstube der ,semper1 und in der ,tat1 fr ,asmus war dieser ,mann wie ein ,stern der ,kinderzeit2 er erinnerte ihn an manche ,feierstunde voll ,gedanken und ,trume1 und jedesmal mute er nach den hinteren ,rocktaschen des ,wolkenschiebers blicken1 aus denen er einmal einen ,apfel und ein ,bilderbuch hatte hervorholen drfen4 ,aber wenn er wollte1 so konnte er auch im zehnten ,teil einer ,sekunde eine hundert ,fu dicke und tausend ,fu hohe ,mauer um sich aufrichten1 durch die kein ,ton und ,bild der ,kommenden und ,gehenden1 der ,plappernden und ,klappernden hindurchdrang4 ,wenn er wollte1 so konnte er jeden ,augenblick allein sein1 ganz allein1 wie in einem ,grabe4 ,aber wahrlich nicht wie in einem ,grabe war es in dieser ,stille4 ,es war wie in einer wuchernden ,waldwildnis voll wirren ,gezweigs1 voll ,bltter und ,blumen1 voll ,duft und tropfenden ,lichts1 voll jenes ewigen ,summens1 das aus dem inneren ,getriebe der ,welt zu kommen scheint4 ,wie er sich als ,knabe in das innerste ,dickicht eines ,gehlzes verkrochen und dort stundenlang gehockt und nur geschaut und gehorcht hatte1 als mss er eines ,tages etwas vernehmen wie den ,atem der ,welt1 so konnte er sich in die innerste ,einsamkeit seiner ,seele zurckziehen und selig sein4 ,aber freilich3 schner noch als am ,alltag war es am ,sonntag1 wenn die ,arbeit der andern ruhte und nur sein ,vater1 schweigend und nimmermde1 den ,tabak fr die kommende ,woche vorbereitete4 ,dann war ,sonntag auen und innen1 ,sonntag lag in allen ,bchern1 wo man sie auch aufschlug1 selbst die ,logarithmen hatten ,sonntag1 und1 wenn ers auch gar nicht sah1 ,asmus wut es immer1 wann die warmen ,augen seines ,vaters auf ihm ruhten1 und er war glcklich unter dem ,glanz dieser ,sterne4 ,v4 ,kapitel4 ,ob der ,mensch schlafen mu oder nicht4 ,von stummer ,liebe und von stygischen ,gewssern4 ,der ,prparand hatte ein kindliches ,vergngen daran1 wenn die ,bcher sich neben ihm aufhuften4 ,an ,faust mute er denken1 der hatte auch ber ,bchern und ,papier gesessen4 ,faust hatte alle ,fakultten durchstudiert und sagte dann1 er sei so klug als wie zuvor4 ,aber das war im #af4 ,jahrhundert6 ,jetzt war die ,sache schon anders4 ,asmus wollte auch alles studieren1 alles6 ,und dann wollte er doch sehen6 ,er wollt es schon herausbekommen1 was die ,welt ,im ,innersten zusammenhlt6 ,und er konnte dem ,famulus eigentlich nicht so unwirsch begegnen1 wie es ,faust tat4 ,freilich3 ,man sieht sich bald an ,wald und ,feldern satt2 ,des ,vogels ,fittig werd ich nie beneiden das war natrlich ,torheit1 oder1 wie ,asmus in jugendlicher ,kraft sagte3 ,bldsinn2 aber was dann folgte1 das war doch wahr und schn6 ,wie anders tragen uns des ,geistes ,freuden ,von ,buch zu ,buch1 von ,blatt zu ,blatt6 ,da werden ,winternchte hold und schn1 ,ein selig ,leben wrmet alle ,glieder ,ja1 ja1 ja1 so war es1 da hatte der trockne ,schleicher dennoch recht6 ,und zuweilen fragte sich ,asmus1 ob es nicht das schnste ,leben wre1 immer am ,tische zu sitzen1 links ,bcher und rechts ,bcher1 vor sich ,bcher und hinter sich ,bcher1 und gar nicht wieder aufzustehen und niemals schlafen zu gehen4 ,wenn ,ludwig ,semper ihm mit leisem ,finger auf die ,schulter klopfte und sagte3 ,du mut zu ,bett gehen1 dann fragte sich ,asmus immer3 ,warum geht man eigentlich schlafen8 ,ich werde noch einmal beweisen1 da man berhaupt nicht zu schlafen braucht4 ,er hatte den ,gang und die ,haltung seines ,vaters geerbt2 sein ,vater aber ging mit groen ,schritten und mit gesenktem ,kopf4 ,jung1 geh doch grade6 rief seine ,mutter2 grad auf wie ich1 sagte der schiefe ,tanzmeister1 so rief sie viele hundert ,male1 und dann richtete ,asmus den ,kopf empor und trug ihn ber eine ,minute lang hoch in den ,lften2 dann aber sank er langsam1 langsam wieder hinab1 dem ,tal der ,trume zu4 ,wer aber nun gefrchtet htte1 da ,asmus ,semper ein ,bcherwurm und ,stubenhocker werden knnte1 der wrde doch nur den vierten ,teil seines ,wesens gekannt haben4 ,wie er als ,knabe zu seinen ,einkaufgngen immer mehr ,zeit gebraucht hatte1 als der ,weg eigentlich erforderte1 so fand er noch immer auf seinen ,schul- und ,heimwegen an diesem wunderbaren1 ewig sich wandelnden ,panorama der ,welt ein unermeliches ,vergngen4 ,da war zum ,beispiel ein hbsches ,mdchen1 das ihm jeden ,morgen begegnete4 ,sie war sehr einfach1 aber ordentlich gekleidet und schien eine etwas bessere ,stellung in einer ,fabrik zu haben4 ,eines ,morgens trafen sich ihre ,blicke4 ,und von da ab traf es sich jeden ,morgen1 da sie ihm in die ,augen sah und er ihr4 ,das traf sich wohl monatelang so4 ,zuletzt fanden sich ihre ,blicke schon ganz von weitem1 auf zwanzig ,schritte1 und blieben so lange ineinander haften1 bis die beiden ,morgenwanderer aneinander vorbei waren4 ,und eines ,morgens war es mglich8 war es denkbar8 eines ,morgens schien sie leise zu nicken4 ,asmus griff an den ,hut2 aber weil er so verwirrt war1 tat er es erst1 als sie schon vorber war4 ,dann fragte er sich auch1 ob es nicht eine kolossale ,dreistigkeit wre1 sie zu gren4 ,aber am nchsten ,morgen nickte sie schon ganz deutlich1 und tief zog ,asmus den ,hut1 als wre sie die ,knigin ,semiramis4 ,und nach und nach nickte sie immer deutlicher und lchelte dabei1 und ,asmus zog den ,hut und lchelte ebenfalls4 ,er mute an ,don ,juan denken1 der auch mit allen ,mdchen angebunden hatte4 ,als aber nun die ,semper auf ,frau ,rebekkas ,betreiben wieder einmal umgezogen waren und ,asmus einen andern ,weg zur ,schule nehmen mute1 da hrten die ,begegnungen auf4 ,es wute wohl keiner vom andern1 wer er sei1 und ob ihm ein ,glck vorbergegangen oder ein ,unglck4 ,langsam1 wie der ,regenbogen aus dem ,grau hervorgetreten war1 ward er wieder aufgesogen vom ,grau4 ,er ging durch manche graue ,strae und manchen grauen ,tag2 denn der ,himmel ,hamburgs verhllt sich oft wochenlang4 ,aber immer war er erstaunt1 wenn er die andern seufzen hrte3 ,nun haben wir in drei ,wochen die ,sonne nicht gesehen6 ,brauchte man denn die ,sonne8 ,gewi1 wenn sie am ,himmel stand1 dann war die ,welt ber alles ,begreifen schn2 aber konnte man nicht auch ohne ,sonne frhlich1 glcklich und begeistert sein8 ,drei ,wochen keine ,sonne8 fragte er unglubig4 ,er hatte sie nicht vermit4 ,ihm war es1 als wre eben noch ,sonnenschein gewesen4 ,unter seiner ,hirnschale wlbte sich ein ewig heiterer ,himmel4 ,aber merkwrdigerweise sah man ihm das nicht an4 ,er schaute meistens mit einem ernsten ,gesicht in die ,welt1 wohl darum1 weil er sie ber alles ,erwarten schn fand4 ,und in warmem ,behagen stapfte er durch den tagelangen1 wochenlangen ,nebel und den fisselnden ,regen ,hamburgs und schaute mit ,behagen in die grauen ,kanle und mit ,behagen empor an den altersgrauen ,husern der ehrwrdigen ,stadt4 ,jedes dieser ,huser sah anders aus und guckte einen an wie ein ,mensch und sagte3 ,hier ist sicheres und behagliches ,wohnen4 ,und seltsam1 obwohl die ,straen schmal und dunkel waren1 glaubte mans doch1 whrend man drauen durch die neuen ,viertel seines heigeliebten ,oldensund1 wo die wachsende ,industrie eine ,mietskaserne nach der andern aufwarf1 nur mit ,ekel und ,grauen ging4 ,asmus ,semper hatte sich nie eine ,vorstellung von der ,hlle machen knnen2 seitdem er diese neuen ,arbeiterviertel1 diese rauchbeschmutzten ,kasernenreihen1 diese ,kolumbarien1 diese vierstckigen ,hundehtten nein1 ,hundehtten waren gewhnlich hbscher seitdem er die freche ,prosa1 die schamlose ,hlichkeit dieser ,zementkisten gesehen hatte1 seitdem konnte er sich ein ,bild machen von einem ,ort der ewigen ,verdammnis4 ,seine ,seele hatte ja ,millionen von ,saugfden1 die selbst aus dem rmsten und dunkelsten ,winkel noch ,schnheit und ,freude sogen2 auch in seiner ,tabak- und ,studierstube fand er noch ,schnheit und ,freude2 aber vor dem gemeinen ,blick dieser ,huser zogen sich alle ,fden seiner ,seele schaudernd zurck1 und nie empfand er ein grimmigeres ,mitleid mit den ,armen1 als wenn er durch diese ,straen ging4 ,o1 wie hatte ers dagegen wieder gut getroffen mit seiner neuen ,wohnung in der roten ,twiete4 ,diesmal hatte die quecksilberne ,frau ,rebekka einen guten ,griff getan1 und sie triumphierte in hellen ,tnen4 ,das ,haus selbst war freilich auch nur eine ,mietskaserne2 aber gegenber lag ein ,park mit uralten ,bumen1 und davor stand eine unbewohnte1 strohbedeckte ,htte1 und neben dem ,park ffnete sich unter hohen ,baumkronen1 schmal und schattenheimlich1 wie ein ,weg zur ,unterwelt1 der ,philosophenweg4 ,o nein1 es fiel dem ,prparanden ,semper gar nicht ein1 um der ,bcher willen solche ,dinge stehen und liegen zu lassen2 er durchkostete den ,park bis in seine fernsten1 zartesten ,wipfel1 wenn auch nur mit den ,augen denn im ,klettern hatte ers niemals weit gebracht er bevlkerte die ,strohdachhtte mit den ,gestalten ,pestalozzis und ,jeremias ,gotthelfs1 ,berthold ,auerbachs und ,fritz ,reuters2 am ,eingange des ,philosophenweges aber sah er den ,laertiaden ,odysseus die ,opferbruche vollziehen1 die den ,schatten des ,teiresias dem ,hades entlocken sollten4 ,er war schon hundertmal durch diesen ,philosophenweg gegangen und wute ganz genau1 da nur ein kmmerliches ,rinnsal ihn begleitete und da er auf eine ,goldleistenfabrik mndete aber wenn er von seinem ,bett aus durchs ,fenster nach dem ,eingang des ,weges sah1 dann war es der ,ort1 ,wo in den ,acheron sich der ,pyriphlegethon strzet ,und der ,strom ,kokytos1 ein ,arm der stygischen ,wasser4 daran htten siebzigtausend ,goldleistenfabriken nichts zu ndern vermocht4 ,,vi4 ,kapitel4 ,fortsetzung des ,beweises1 da ,asmus kein ,bcherwurm1 sondern ein ,sklave irdischer ,lust ist4 ,aber auch derbere ,freuden verschmhte ,asmus nicht2 der ,welt- und ,sinnenlust war er ergeben wie in seiner ,kindheit4 ,nicht jeden ,sonntag und nicht den ganzen ,sonntag verbrachte er bei den ,bchern1 nein1 gewhnlich suchte er am ,sonntag nachmittag seine ,freunde ,knapp und ,diepenbrock auf1 die ehemaligen ,mitdirektoren seines ,puppentheaters4 ,zunchst ging er zu ,knapp1 den er gewhnlich mit seinem ,vater zusammen im ,garten beschftigt fand4 ,einmal waren sie bei der ,mohrrbenernte1 da sagte der alte ,knapp3 ,na1 ,asmus1 haust du deine ,jungens auch fix8 ,nein1 rief ,asmus lachend1 ich unterrichte berhaupt noch gar nicht4 ,ja1 hauen mut du sie1 sons wird da nix aus4 ,und dann zog der alte ,knapp eine ,mohrrbe aus und gab sie ,asmussen4 ,da mu deine ,kinder mitnehmen un mu sie sagen3 ,so wchsen die ,worzeln4 ,asmus sah den ,bildungswert dieses ,verfahrens nicht ohne weiteres ein2 aber er dankte hflich und steckte die ,wurzel ein4 ,und wenn die beiden dann zu ,diepenbrock kamen1 dessen ,eltern ein ,logier- und ,speisehaus hatten1 dann sah er da einen interessanten ,mann auf dem ,sofa liegen4 ,er hie ,zllner1 war ,zigarrenmacher und lag jeden ,sonntag1 den ,gott werden lie1 auf dem ,sofa und las4 ,er besa nicht nur den groen ,meyer1 sondern auch smtliche ,klassiker und ,halbklassiker in prchtigen ,einbnden4 ,und wenn er zwlf ,sonntage hintereinander auf dem ,sofa gelegen und gelesen hatte1 dann ging er am dreizehnten hin und betrank sich so vollstndig und andauernd1 da er eine ,woche lang nicht aus dem ,rausche herauskam2 dann kehrte er wieder zu ,meyer und den ,klassikern zurck4 ,diepenbrock hatte viele ,messer und ,gabeln zu putzen1 und ,ewald ,knapp und ,asmus ,semper halfen ihm dabei1 damit er schneller fertig werde2 aber ,asmus mute zwischendurch immer wieder nach dem ,mann auf dem ,sofa blicken1 der ein schnes1 vornehmes ,gesicht mit einem langen braunen ,bart hatte4 ,wenn sie dann endlich fertig waren1 gingen die drei fast eine ,stunde weit nach der ,hamburgischen ,vorstadt ,st4 ,pauli1 nach diesem ,st4 ,pauli1 das in der ganzen ,welt bekannt war als ein ,stapelplatz irdischer ,gensse und ,seligkeiten fr ,anspruchslose4 ,da gab es nicht nur ,kuchenbuden1 ,obstbuden1 ,bcherkarren1 ,karren mit ,spielsachen1 mit ,kokusnssen1 die vor den ,augen des ,publikums geffnet wurden1 mit ambulantem ,kse1 der sich alle ,dfte der ,vorstadt unterwarf1 mit ,limonaden und ,likren1 da gab es auch ,kasperletheater1 ,mordgeschichtenbilder1 fliegende ,museen1 ,naturalienhandlungen1 ,wachsfigurenkabinette1 ,theater1 ,singspielhallen o1 diese ,singspielhallen6 ,am ,abend waren die ,portale mit hunderten von bunten ,lichtern umkrnzt1 und wenn eine ,tr aufging1 sah man durch ,rauchwolken wunderschne ,frauen tanzen wenn ich ,lehrer bin und viel ,geld verdiene1 da geh ich auch hinein1 sagte sich ,asmus4 ,das erste aber1 was die drei taten1 war regelmig1 da sie immer bei demselben ,konditor einen ,eisenbahnkuchen kauften4 ,das war ein ,gemisch von zerriebenem ,schwarzbrot und ,syrup mit einer ,zuckerglasur darber und war vielleicht eher zu den ,laxiermitteln als zur ,gattung der ,kuchen zu rechnen2 aber es schmeckte um so schner1 als es fr #e ,pfennige einen halben ,kubikdezimeter gab4 ,dann gaben sie sich zufrieden dem ,genu des ,schauens1 ,kauens und ,staunens hin4 ,der siebenfache ,raub- und ,elternmrder ,timm ,thode1 das grte ,scheusal in ,menschengestalt6 schrie ein dickes ,weib und schlug mit einem ,rohrstock klatschend gegen ein #abteiliges ,gemlde1 das die ,leistungen des ,gefeierten im einzelnen zur ,darstellung brachte4 ,schon von weitem schlug ,asmus einen andern ,weg ein1 er wute auf der ,welt nichts ,widerwrtigeres als diese ,bilder und die erklrenden ,gesnge der ,schausteller4 ,aber dann gab es einen ,mann auf dem ,spielbudenplatze1 der war am ganzen ,leibe mit ,musik bewaffnet4 ,mit dem ,fue schlug er ,becken und ,triangel1 mit dem ,ellbogen eine groe ,trommel1 mit der rechten drehte er einen ,leierkasten1 mit dem ,munde blies er eine ,panflte1 und wenn er den ,kopf schttelte1 erklangen von seinem ,hute1 der einer chinesischen ,pagode glich1 eine ,menge von ,glcklein4 ,die ,musik war gewi scheulich2 aber die ,fertigkeit des schwitzenden ,mannes blieb bewundernswert4 ,er hatte denn auch immer ein ,rudel von ,jungen um sich1 und darum mute er die linke ,hand frei behalten4 ,kupt1 ,ld1 kupt6 schrie mit furchtbarer ,schnapsstimme1 die dem ,bellen eines heiseren ,wstenwolfes glich1 ein ,mann1 der ,datteln verkaufte4 ,aber es waren keine ,datteln mehr1 es war nur noch ein unerklrbares ,mus1 das zu ,klumpen geballt auf der ,karre lag4 ,tein ,penn dat ,pund1 ,ld6 schrie der ,mann4 ,ick verkup se mit ,schoden1 ,ld2 ick sett dor noch bi too6 ,blos ut ,schobernack kupt mi wat af1 ,ld6 ,und einmal kam ,asmus an eine ,bude1 auf deren ,vorderseite ein ,schwein mit ,menschenaugen abgebildet war4 ,das ,tier hatte einen seelenvollen ,blick und schien darber nachzusinnen1 ob es ein ,mensch oder ein ,schwein sei4 ,was es in seinem ,zweifel noch bestrken konnte1 war der ,umstand1 da es an den ,hinterfen fnf menschliche ,zehen hatte4 ,wohl hundertmal drehte ,asmus sein ,zehnpfennigstck in den ,hnden herum2 aber dann sagte er sich1 da ein zuknftiger ,lehrer seiner ,bildung jedes ,opfer bringen msse2 er gab es hin und trat ein4 ,er fand in einem ,glashafen voll ,spiritus ein kleines totes ,ferkel1 das genau wie jedes andere ,ferkel aussah4 ,der ,schausteller1 ein groer ,kerl in ,hemdrmeln1 erklrte ihm1 das ,ferkelauge sei ein vollkommenes ,menschenauge1 und die hinteren ,zehen seien ,menschenzehen4 ,asmus blickte schon lange nicht mehr auf das ,ferkel im ,glashafen1 sondern auf den ,mann in ,hemdrmeln2 er sah ihn mit staunenden ,blicken an2 denn er begriff nicht1 da ein ,mensch so unverschmt sein knne4 ,das ist ja alles ,schwindel6 sagte ,asmus4 ,im nchsten ,augenblick fhlte er sich unsanft vor die ,bude befrdert1 und wenig fehlte1 so wre er die ,stiege1 die zum ,eingang hinauffhrte1 hinuntergefallen4 ,es war nicht die erste ,erfahrung dieser ,art1 die er im ,kampfe gegen das ,unrecht machte2 aber noch viel1 viel weniger war es die letzte4 ,nach solchen ,erlebnissen gab es einen ,wirbel in seinem ,kopfe4 ,wie konnte so etwas geschehen6 ,das war doch ,unrecht6 ,und ,unrecht brauchte man sich doch nicht gefallen zu lassen6 ,unrecht durfte man sich gar nicht gefallen lassen 444 ,wenn es sich aber traf1 da die drei sich mnnlich aufgelegt fhlten1 so wandten sie den kindlichen ,freuden des ,spielbudenplatzes nach grndlicher ,betrachtung mit kritisch geschrzten ,lippen den ,rcken und gingen noch dreiviertel ,stunden weiter nach ,hamburg hinein4 ,dort gab es nmlich eine ,wirtschaft1 wo man ein ganzes ,seidel echtes ,kulmbacher fr fnfzehn ,pfennige verzapfte und sechzehnjhrige ,mnner mit ,hochachtung behandelte4 ,sie saen dort eine ,stunde lang bei einem ,glase und bten ,kritik nach ,art der ,jugend1 das heit sie rezensierten die ,blle der ,billardspieler1 ohne von diesem ,spiel etwas zu kennen4 ,auch das ,billardspiel war ein pium desiderium ,asmussens2 aber ach1 zu all dergleichen gehrte ein ,lehrergehalt4 ,ja1 wenn man #abjj ,mark verdiente nach einem vorzglichen ,examen bekam man sogar #acjj ,mark das ,jahr dann lieen sich alle ,sehnschte khlen4 ,wenn sie mehr ,geld als gewhnlich hatten1 so gingen sie in ein ,vorstadttheater1 wo die ,vorstellung #g ,stunden dauerte4 ,da gab es ,musik1 ,couplets1 ,liedervortrge1 ,mnner1 die abgeschossene ,kanonenkugeln auffingen1 wunderschne ,trapezknstlerinnen in ,trikots und dazu noch ganze ,dramen in fnf oder mehr ,akten1 z4 ,b4 ,anna ,field1 die ,frau in ,wei oder ein ,opfer der ,liebe von ,charlotte ,birch-,pfeiffer4 ,aus den ,stcken machte sich ,asmus nicht viel2 aber der jugendliche ,held und ,liebhaber gefiel ihm ber die ,maen4 ,asmussens ,vater behauptete1 diesen ,mann schon vor dreiig ,jahren als jugendlichen ,liebhaber gesehen zu haben1 und taxierte ihn auf sechzig ,jahre4 ,aber er hatte sich aus besseren ,tagen in ,spiel und ,stimme einen edlen ,rest bewahrt1 und dieser gengte1 um ,asmus zu entflammen4 ,vor allem diese ,sprache6 ,das mute auch in ,wirklichkeit ein edler1 seelenguter ,mensch sein1 davon war ,asmus tief berzeugt4 ,und die ,liebhaberinnen verehrte und liebte er ohne ,ausnahme2 denn er war etwas kurzsichtig und sa auf einem billigen ,platze weit hinten4 ,eine sanfte ,stimme und ein weies ,gewand gengten1 um ihn von der heiligen ,unschuld einer ,heldin zu berzeugen4 ,er war in jenem ,alter1 wo die sthetik der jungen ,leute immer dem andern ,geschlechte recht zu geben pflegt4 ,wenn sie aber sehr viel ,geld hatten1 fnfzig ,pfennige oder noch mehr1 dann gingen sie in ein richtiges ,theater1 wie ,asmus es nannte1 das heit ins ,stadt- oder ,thaliatheater4 ,einmal erwischte ,asmus auf der hchsten ,galerie einen ,platz1 von dem aus er nur dann die ,bhne erblicken konnte1 wenn er seinen ,krper in einen fast rechten ,winkel bog4 ,man gab ,don ,carlos1 ein ,stck1 das zwischen sechs- und siebentausend ,verse hat4 ,in den ,zwischenakten hatte er beachtenswerte ,kreuzschmerzen2 aber sobald der ,vorhang wieder aufging1 waren sie verschwunden4 ,es war eine ,begeisterung mit ,hindernissen2 aber so stark war sie1 da die ,jnglinge noch stundenlang im ,regen spazieren gingen und sich nur in ,ausrufungsstzen ber den ,don ,carlos und seinen ,dichter unterhielten4 ,an solchen ,abenden hatte ,asmus strker denn je das ,gefhl3 ,warum geht man eigentlich zu ,bett8 ,man verliert ja die ,hlfte des ,lebens1 die ,hlfte der ,welt6 ,und als er eines ,tages bei ,grabbe die ,worte fand3 ,die ,zeit1 die man nicht schlft1 hei ich dem ,tode abgewonnen1 da jauchzte er frmlich auf3 ,ja1 das ist mein ,mann4 ,,vii4 ,kapitel4 ,wie ,asmus sang1 trank1 lachte1 weinte und prustete4 ,es mu andrerseits gesagt werden1 da er dasselbe ,gefhl auch beim ,biertrinken hatte1 und das ,biertrinken studierte er auer anderem bei ,herrn ,bockholm4 ,franz ,bockholm war ein blindgeborener ,orgel- und ,klaviervirtuos und wohnte1 obwohl er ein ziemlich wohlhabender ,mann war1 in einer winzigen1 obskuren ,arbeiterkneipe1 die innen und auen vom ,ru der nahen ,glashtten geschwrzt war4 ,asmus wurde eines ,tages durch einen ,zigarrenarbeiter1 dem er ,privatstunden gab und der das ,honorar fr das abgelaufene ,vierteljahr in einem ,glase ,bier erlegen wollte1 dorthin gefhrt4 ,natrlich geno der blinde ,knstler in diesen ,rumen die ,verehrung eines weien ,elefanten1 und ,asmus empfand eine tiefe ,ehrerbietung1 als er ihm in aller ,form vorgestellt wurde4 ,schon vor dem ,unglck der ,blindheit allein empfand er eine heilige ,ehrfurcht2 als sich nun aber der ,blinde gar ans ,klavier setzte und wunderschn aus der ,zauberflte phantasierte1 da verga er in diesen heiligen ,hallen vollends1 da es eine ,schnaps- und ,bierschenke war4 ,dann unterhielt man sich1 und ,asmus fiel es auf1 da ,herr ,bockholm den ,kopf neigte und horchte4 ,donnerwetter6 schrie pltzlich der ,blinde1 ,donnerwetter6 ,sie mssen doch singen knnen6 ,asmus stotterte verlegen1 da er nur ein bichen singen knne eigentlich gar nicht6 rief er schnell2 denn er hatte ,angst4 ,kommen ,sie1 kommen ,sie6 rief ,bockholm1 und schon sa er wieder am ,klavier4 ,sie haben einen ,bariton4 ,was knnen ,sie singen8 ,asmus begann mit bebendem ,herzen das ,lied des ,zaren ,einst spielt ich mit ,zepter1 und als er das beendet hatte1 schrie ,herr ,bockholm3 ,weiter1 was knnen ,sie noch8 ,und nun sang ,asmus1 khner geworden3 ,horch auf den ,klang der ,zither4 ,verflucht6 schrie der ,blinde1 sprang auf1 schlug sich auf den ,schenkel und lachte bers ganze ,gesicht1 verflucht6 ,er hat eine ,stimme wie ,krckl6 ,das war ein ,bariton1 der am ,stadttheater den ,mozartschen ,almaviva und den ,rossinischen ,figaro sang4 ,frau ,piefke1 ,bier66 brllte der ,musiker mit vehementer ,lustigkeit1 und nun mute ,asmus auf seine ,kosten eins trinken und noch eins und noch eins4 ,noch am selben ,abend mute ,asmus mit dem weien ,elefanten auf du und du trinken1 obwohl dieser ein viertel ,jahrhundert lter war1 und dann wurde nicht weniger abgemacht als dies3 ,asmus solle jeden ,tag kommen und bei ,bockholm das ,klavierspiel lernen und solle sich ,gesangsnoten verschaffen1 z4 ,b4 die ,balladen von ,lwe1 und zum ,entgelt solle er dem ,blinden hin und wieder etwas vorlesen4 ,und ungefhr so geschah es4 ,asmus kam1 wenn auch nicht tglich1 so doch oft1 lernte ,klavierspielen1 sang den ,archibald ,douglas darin steckt mehr als in mancher groen ,oper1 schrie ,bockholm mitten im ,spiel las seinem ,lehrer die ,zeitung bis in den ,inseratenteil vor denn der ,blinde wollte alles wissen und bte sich im ,biertrinken4 ,in dieser ,kunst leistete der ,meister noch mehr als in der ,musik2 ein ,seidel voll schien auf einen ,schluck1 wie in einer ,klappe1 zu verschwinden1 und er hatte begnadete ,tage1 wo er es auf dreiig ,seidel brachte4 ,das sah nun ,asmus freilich mit ,staunen und mit ,grauen2 aber er hielt es doch fr ,ehrensache1 es auf vier oder fnf zu bringen4 ,zuweilen allerdings kam ihm die ganze ,atmosphre etwas trb und traurig vor2 es kamen da ,gesellen1 bei denen er sich wunderte1 da ,bockholm ihnen vorspielte und mit ihnen trank2 aber dann kamen auch wieder ,leute1 ungebildete ,arbeiter1 in beruten ,blusen und kalkbefleckten ,kitteln1 die mit einer schier leidenschaftlichen ,begierde und mit innerster ,teilnahme zuhrten4 ,und ,kerle mit ,humor kamen da6 ,eines ,tages1 als ,bockholm ein ,bravourstck mit ungeheurer ,fingerfertigkeit gespielt hatte1 sagte ein ,steinbrgger3 ,junge wenn ick den sinn ,kopp harr6 und ein anderer versetzte langsam und gedankenvoll3 ,dj un wenn du denn so dumm wrs wie jetz1 denn ntz di dat ook nix4 ,och1 sagte dann wieder der erste1 wenn ick man din ,mul harr1 denn gung dat woll1 und dann stieen sie miteinander an und lachten4 ,ja1 das war doch auch wieder etwas1 wobei einem das ,herz ganz frei und warm wurde6 ,gewhnlich wollten die ,arbeiter unzhlige ,seidel ,bier fr den ,knstler zahlen2 aber das nahm er nur unter der ,bedingung an1 da er sich revanchieren drfe1 und so kam er immer hufiger auf die dreiig ,seidel und mit jedem ,tage seinem frhen ,ende um zwei ,tage nher4 ,die ,privatstunden im ,biertrinken kamen ,asmus zu statten bei den heimlichen ,zusammenknften der ,albingia4 ,die ,albingia war eine heimliche ,prparandenverbindung mit ,burschenbndern1 ,zereviskappen und allem ,zubehr eines regelrechten ,komments4 ,durch ein bemoostes ,haupt1 das die ,geheimnisse der ,albingia mit dem furchtbaren ,ernste des ,verschwrers behandelte und an ein ,sakrament der ,kneipe zu glauben schien1 wurde ,asmus in diesen nchtlichen ,zirkel eingefhrt4 ,gleich bei der ersten ,kneipe hie es3 ,semper mu aus m ,faust rezitieren1 und ,asmus lie sich vom ,kellner ein ,flschchen voll braunen ,saftes und ein ,glas bringen und bestieg die kleine ,bhne am ,ende des ,saales4 ,er sprach die ersten ,monologe des ,faust bis zum ,anbruch des ,ostermorgens1 und als er an die ,stelle kam3 ,ich werde jetzt dich keinem ,nachbar reichen2 ,ich werde meinen ,witz an deiner ,kunst nicht zeigen2 ,hier ist ein ,saft1 der eilig trunken macht4 ,mit brauner ,flut erfllt er deine ,hhle2 ,den ich bereitet1 den ich whle1 ,der letzte ,trunk sei nun mit ganzer ,seele ,als festlich hoher ,gru dem ,morgen zugebracht6 da go ,asmus den ,inhalt des ,flschchens in das ,glas4 ,der ,saft war nichts anderes als ,bier2 aber nicht nur ,asmus1 nein1 die ganze ,versammlung wrde den mit ewiger ,verachtung belegt haben1 der darber gelacht htte4 ,sonst aber lachte er lieber als alle anderen4 ,er fand es ungemein possierlich1 da er als ,fuchs den andern ,bier einzapfen und ihnen die lange ,pfeife anznden mute1 und er war glcklich und stolz1 als er endlich entschwnzt wurde und in der ,biertaufe den ,namen ,dr4 ,faust erhielt4 ,er war noch gewohnt1 alle ,dinge des ,lebens tief zu nehmen1 und hielt es fr heilige ,pflicht1 einen ,kuhschluck und einen ,bierjungen genau so ernst zu nehmen wie die ,gedanken ,rousseaus und die ,entstehung des ,pentateuchs4 ,er konnt es nicht begreifen1 wie man trotz der ,ermahnungen des ,vorsitzenden1 auszuharren1 dennoch um drei ,uhr morgens aufbrechen konnte1 wo es doch die einfachste deutsche ,treue gebot1 den ,prsidenten nicht im ,stich zu lassen4 ,und am wenigsten konnt er begreifen1 da sie nicht lustiger waren1 da sie all diese fidelen ,bruche1 diese kstlichen ,lieder und ,schnurren1 von denen das ,kommersbuch frmlich platzte1 fr gewhnlich so frostig1 gleichsam geschftsmig abmachten4 ,mein ,gott als er sich das ,kommersbuch zu ,hause vornahm da lachten und schwrmten ja ganze ,jahrhunderte daraus hervor2 die ,romantik1 der bermut1 der ,jugendglaube von zwanzig ,generationen zogen durch seine ,brust2 alle ,augenblick mut er aufspringen1 mit den ,fingern schnalzen1 ,tanzsprnge durchs ,zimmer machen2 auf seinen ,wangen mischten sich ,lachtrnen und ,weintrnen o1 wie mute das ber alle ,begriffe herrlich sein1 wenn solch ein ,lied durch den ,saal brauste1 wie gttlich lustig mute das sein1 wenn sie alle mit ,leichenbittermienen sangen3 ,o wie bimmel1 bammel1 bummelt1 ,o wie bimmel1 bammel1 bummelt1 ,o wie bummelt mir mein ,frack6 ,ich hab noch nie einen ,frack gehabt1 der mir so sehr gebimmelbammelt hat aber wenn dann die ,kneipe da war1 ja1 da gab es wohl zuweilen lustige ,stunden2 aber es war nicht das1 was er gehofft hatte2 es fehlte ein ,duft ein ,glanz eine unnennbare ,weihe es fehlten die rosigen1 silbernen ,wolken ber der ,versammlung 6 ,er begriff berhaupt nicht1 warum die ,menschen nicht fter lachten und nicht fter weinten1 da doch die ,welt so reichen ,anla dazu bot4 ,als er einmal eine ,molieresche ,komdie sah und die ,situation auf der ,bhne pltzlich eine knftige ,situation von groer ,komik ahnen lie1 da scho ihm ein so gewaltiges ,lachen in die ,nase1 da er es nicht zurckhalten konnte2 da er es aber dennoch zurckhalten wollte1 so kam ein eigentmlicher ,prust-1 ,schnupf- und ,grunzlaut zustande1 ber den das ganze ,publikum in laute ,heiterkeit ausbrach4 ,so hatte sich ,asmus vermutlich noch nie geschmt wie in diesem ,augenblick2 es ist anzunehmen1 da er bis in die ,zehenspitzen errtete2 aber nachher mute er sich doch fragen3 ,warum habe ich denn allein gelacht8 ,warum lachten nicht alle8 ,,viii4 ,kapitel4 ,warum ,ludwig ,semper nicht in den ,lohengrin ging und ,asmus mit einem ,windhund verkehrte4 ,wenn er von der monatlichen ,kneipe der ,albingia einmal spt nach ,hause kam1 so schttelte ,frau ,rebekka den ,kopf und uerte ihre ,besorgnisse2 aber ,ludwig ,semper lachte vergngt in sich hinein und sagte3 ,la ihn2 das gehrt dazu4 ,auch er hatte zu ,schleswig seine heimlichen ,gymnasiastenkneipen gefeiert und den ,landesvater gesungen1 und manchesmal1 wenn das ,vergangene in ihm erwachte1 hatte er1 am ,tabakstische sitzend und das blanke ,zigarrenmesser schwingend1 gesungen3 ,seht ihn blinken ,in der ,linken ,diesen ,schlger1 nie entweiht6 ,ich durchbohr den ,hut und schwre3 ,halten will ich stets auf ,ehre1 ,stets ein braver ,bursche sein6 ,dagegen hatte ,ludwig ,semper fr eine andere ,neigung seines ,sohnes durchaus kein ,verstndnis3 ,er begriff nicht1 wie man ohne ,not einen ,weg von mehr als einer ,viertel- oder gar halben ,stunde machen konnte4 ,wenn ,asmus in den ,ferien ,spaziergnge von vier ,stunden machte1 so schttelte ,ludwig andauernd den ,kopf2 bei einem acht- oder zehnstndigen ,ausflug aber wurde er sozusagen bse1 warf das linke ,bein ber das rechte und murmelte3 ,verrckt6 ,er schien das fr gesundheitsschdlich zu halten1 und einer der ,grnde1 weshalb er noch immer nicht den ,lohengrin gehrt hatte1 war der1 da man ins ,hamburger ,stadttheater eine ,stunde zu gehen hatte4 ,asmus hingegen hatte ,seume gelesen1 und einer seiner ,trume war es1 einen ,spaziergang nach ,syrakus zu machen1 wie ihn dieser etwas nchterne1 etwas trockene1 aber in seiner ,unabhngigkeit1 ,kraft und ,lauterkeit dennoch poetische ,mann gemacht hatte4 ,unter den ,studiengenossen1 mit denen ,asmus seine botanisch-zoologisch- mineralogisch-poetisch-politisch-philoso phisch-cerealisch-bacchischen ,ausflge denn das ,frhstck spielt bei ,siebzehnjhrigen eine genau so groe ,rolle wie der ,idealismus zu unternehmen pflegte1 waren es besonders zwei1 zu denen er in ein nheres ,verhltnis trat4 ,der eine war sein ,mithospitant ,morieux1 und dieser hatte ,eigenschaften1 die wohl auf einen franzsischen ,vorfahren schlieen lassen konnten4 ,er war ein hbscher1 schlanker1 geschmeidiger ,bursche mit dunklem ,haar und einem famosen schwarzen ,schnurrbrtchen und zeigte in ,sprache und ,gebrden eine berschieende1 ja1 in seinen ,mienen nicht selten eine fratzenhafte ,lebhaftigkeit4 ,die ,jugend urteilt wie die ,frauen und wie das ,publikum mit ,vorliebe nach dem ,instinkt und trifft damit gewhnlich das ,richtige4 ,so erhielt denn auch ,morieux in der ,biertaufe den ,namen ,fritz ,triddelfitz1 mit der ,begrndung1 da er ein langschinkiger1 dnnrippiger ,windhund sei4 ,von den ,windhunden sagt man1 da sie selbstschtig und wenig treu seien1 und das stimmte bei ,morieux insofern1 als er nur eine halbe ,treue besa4 ,wenn ,asmus in der ,klasse irgend einen greren ,erfolg erzielt hatte1 so beglckwnschte ihn ,morieux mit fulminanten ,worten und war dabei bla bis in die ,lippen1 und ,asmus sah mit vollkommener ,gewiheit1 da der ,neid1 ja der ,ha ihn innerlich zerwhlten4 ,aber er sah auch1 da ,morieux mit diesem ,neide kmpfte1 da er sich die ,lippen fast blutig bi4 ,und immer wieder kehrte er zu ,asmus zurck und zog seinen ,umgang jedem anderen vor4 ,er berhufte den ,freund mit ,ausdrcken einer so schwrmerischen1 berschwenglichen ,bewunderung1 da ,asmus abwechselnd rot und bla wurde und an die ,aufrichtigkeit dieser ,apotheosen niemals glauben konnte1 und doch wute er1 da ,morieux in derselben ,weise zu andern ber ihn sprach4 ,auch ,asmussens ,eltern hatte er solchermaen den ,ruhm ihres ,sohnes verkndet1 und ,frau ,rebekka hatte alles geglaubt und mit ,entrstung ausgerufen3 ,der dumme ,bengel6 ,und davon sagt er zu ,hause kein ,wort6 ,im innersten ,herzen fhlte sich ,asmus von diesem ,freunde wohl mehr abgestoen als angezogen2 aber eines besa dieser ,freund1 was ihn festhielt1 und das war seine auerordentliche musikalische ,begabung1 im besonderen sein vorzgliches ,geigenspiel4 ,morieux lie nicht locker1 bis sich ,asmus von ihm die ,anfangsgrnde des ,geigenspiels zeigen lie1 und alsbald traktierte der junge ,semper mit solcher ,versessenheit das schwierige ,instrument1 da sie nach einigen ,wochen schon leichte ,duette spielten4 ,dieses ,band hielt sie zusammen und zog sie bald zu einem ,bratschisten und einem ,cellisten hin und geleitete ihren jugendlichen ,wagemut endlich zu den ,quartetten ,haydns1 ,mozarts1 ,beethovens und ,schuberts4 ,aber leider hatte der langschinkige1 dnnrippige ,windhund eine fatale ,neigung1 andere ,leute aufzuziehen4 ,er hielt sich fr so gescheit1 da er allen andern etwas aufbinden knne2 er gab sich bei den gemeinsamen ,ausflgen den einfachen ,landbewohnern gegenber fr einen ausstudierten ,lehrer1 fr einen ,arzt1 fr einen hheren ,beamten oder dergleichen aus1 nur um ihnen allerlei ,abenteuer und ,rubergeschichten aufzubinden und sich an ihrer ,leichtglubigkeit zu weiden4 ,nun schlummert freilich hinter den trumerisch-gutmtigen ,augen des ,schleswig-,holsteiners eine feine und stattliche ,klugheit1 die nur dann vollends aufwacht1 wenn es durchaus notwendig ist1 und gelegentlich wurde der ,aufschneider wohl durch ein ironisches ,lcheln oder ein spttisches ,wort zurckgewiesen2 aber manchmal fand er auch ,glubige1 und solch ein ,mibrauch eines freundlichen ,vertrauens verdro ,asmus jedesmal ber die ,maen4 ,am wenigsten konnte ers vertragen1 da alte ,leute in weien ,haaren gefoppt wurden1 und wie wurde ihm nun gar zumute1 als ,morieux sich eines ,tages einfallen lie1 seine ,eltern1 seine ,mutter ,rebekka ,semper1 seinen ,vater ,ludwig ,semper anzulgen und zu hnseln4 ,als htte man ihm mit der ,peitsche ins ,gesicht geschlagen1 so war es ihm4 ,um seine ,eltern nichts merken zu lassen1 machte er gute ,miene zum bsen ,spiel und lenkte mit einer gewaltsamen ,anstrengung das ,gesprch geschwind auf einen anderen ,gegenstand3 nachher aber1 beim ,abschied vor der ,tr1 weigerte er dem ,frevler die ,hand und sagte3 ,du brauchst mich nicht wieder zu besuchen4 ,wir sind geschiedene ,leute4 ,morieux ging lchelnd und mit einem hhnischen ,achselzucken davon4 ,,ix4 ,kapitel4 ,ein ,afrikaforscher1 der nicht revanchelstern ist4 ,ganz1 ganz anders war ,sempers zweiter ,wandergenosse4 ,er war hager1 sehnig und steif1 von scharfgeschnittenem ,gesicht1 und sein silberweies kurzgeschorenes ,haar stand senkrecht aufgerichtet wie ,ngel4 ,eigentlich hie er ,herrig2 aber nach einem ,vororte ,hamburgs1 wo die ,insassen einer gewissen ,anstalt gezwungenermaen kurzgeschoren gingen1 nannte der liebevolle ,witz seiner ,klassengenossen ihn ,fuhlsbttel4 ,weit davon entfernt1 musikalisch zu sein1 sang er1 wenn er die ,wacht am ,rhein singen wollte1 die ,lorelei1 die aber auch noch falsch4 ,er war berhaupt vom ,kopf bis zu den ,fen amusisch1 und unter allen ,kunst- und ,literaturschtzen der ,welt gab es nichts1 was seinen ,herzschlag beschleunigen konnte4 ,allein auch er hatte etwas1 was ihn ,sempern interessant machte3 nmlich eine grammatische ,nase1 und in der ,analyse knifflicher ,satzgebilde galten er und ,asmus fr ,rivalen4 ,auch kannte er eine ,menge ,pflanzen und ,insekten bei ,namen1 und ,asmus1 den seine ,dorfschule in dieser ,hinsicht mit wahrhaft imposanten ,lcken ausgestattet hatte1 ergriff mit ,freuden die ,gelegenheit1 sich aus dem ,thesaurus seines ,freundes zu bereichern4 ,dafr bereicherte sich ,john ,herrig1 wie man sehen wird1 aus einem anderen ,schatze seines ,freundes ,asmus4 ,zunchst freilich war es eine ,bereicherung von zweifelhaftem ,wert4 ,sie unterhielten sich auf ihren ,wanderungen stundenlang mit bitterem ,ernst ber ,fragen der ,politik1 der ,volkswirtschaft1 der ,gesellschaftsmoral1 der ,philosophie1 kurz de omnibus rebus et quibusdam aliis4 7,morieux war immer nach zwei ,minuten auf eine ,hanswursterei abgesprungen47 ,dabei sprachen sie auch von ihrer ,zukunft4 ,ich bleibe nicht ,lehrer1 sagte ,herrig1 ich werde ,afrikaforscher4 ,da war es ,asmussen1 als ob pltzlich eine unbekannte ,gewalt1 von der er nie gewut1 die gar nicht aus seinem ,innern1 sondern aus einer weiten ,zukunft zu kommen schien1 ihm ein ,wort auf die ,lippen legte3 ,ich ich sprach er zgernd1 ich mchte ja wohl ,dichter werden6 ,und schnell setzte er hinzu3 ,aber das ist ja natrlich ,unsinn4 ,dann gab es einen ,tag1 da gingen ,john und ,asmus lange schweigend nebeneinander her4 ,warum reden wir eigentlich nichts8 sagte ,asmus endlich4 ,hm1 machte ,herrig1 weil wir nichts mehr zu streiten haben4 ,ich habe nach und nach alle deine ,anschauungen angenommen4 ,asmus erschrak fast1 als ,herrig so nchtern den wahren ,sachverhalt feststellte4 ,er hatte recht3 das innere ,freundschaftsverhltnis war eigentlich abgestorben4 ,anschauungen aber1 die man von einem anderen angenommen hat1 weil man nichts mehr zu erwidern wute1 sind immer ein zweifelhafter ,reichtum gewesen4 ,asmus indessen ertrug es nicht1 einen toten ,freund mit sich herumzuschleppen4 ,er versuchte1 von seinem ,blut in die ,adern seines kalten1 blahaarigen ,freundes hinberzuleiten4 ,sie wollten an den herrlichen ,sonnabend-,feierabenden etwas zusammen arbeiten4 ,und er holte ,schillers ,briefe ber sthetische ,erziehung hervor1 an denen er sich schon einmal gergert hatte1 weil er sie nicht verstand4 ,vielleicht gelang es1 sie mit zwei ,kpfen zu bewltigen4 ,aber nach einigen ,briefen muten sies abermals aufgeben4 ,nun studierten sie ,latein zusammen und lasen den ,gallischen ,krieg4 ,auch andere rmische ,autoren lasen sie2 wenn sie ihnen lateinisch zu schwer waren1 dann in bersetzungen1 und in den anschlieenden ,unterhaltungen fanden die alten ,herren eine mehr oder weniger endgltige ,beurteilung4 ,dieser ,ovid ist doch ein frchterlicher ,quatschkopp6 rief ,herrig eines ,abends aus4 ,das rgerte ,asmus und er versetzte3 ,und dein ,sueton ist ein altes ,waschweib4 ,auf solche ,weise erwrmte sich nach und nach wieder das ,freundschaftsverhltnis2 bald aber sollte es trotzdem fr immer erkalten4 ,john ,herrig schpfte nmlich aus seinem ,freunde noch einen reelleren ,reichtum als den der ,weltanschauung4 ,wenn sie auf ihren ,ausflgen einkehrten1 um zu ihrem mitgenommenen ,frhstck ein ,glas ,bier zu trinken1 so zahlte ,asmus regelmig die ,zeche und teilte die vom ,vater erhaltenen ,zigarren mit seinem ,freunde4 ,er sagte sich nmlich3 ,wenn er ,geld hat1 so wird er sich natrlich revanchieren2 wenn er keins hat1 versteht es sich von selbst1 da der bezahlt1 der etwas hat4 ,und ,asmus erwischte hin und wieder ,privatstunden1 die mit #ej ,pfg4 bezahlt wurden4 ,und wenn sie rckkehrend1 hungrig1 durstig und mde von der ,sonnenhitze1 in ,oldensund eintrafen1 dann fand es ,asmus unmenschlich1 den ,freund noch eine ,stunde weit nach seinem ,mittagessen gehen zu lassen1 und er sagte3 ,komm mit und i mit mir2 meine ,mutter wird wohl soviel haben4 ,und ,frau ,rebekka1 die fr sieben ,menschen kochte1 darunter fr fnf ,shne1 deren ,appetit tglich wuchs und sich nach oben hin jedem ,voranschlag entzog1 hatte auch noch genug fr einen achten1 und sie1 die nach einem ,worte ihres ,gatten so sparsam war1 da sie den ,flicken eines ,flickens flickte1 und das so akkurat1 da ,herr ,aufderhardt1 der ,schneider1 ausrief3 ,das ist so schn gemacht1 da ich es nicht besser kann6 sie1 die aus einem ,rock eine ,weste1 aus der ,weste eine ,mtze1 aus der ,mtze einen ,handschuh1 aus dem ,handschuh einen ,putzlappen machte1 und so das arme ,tuch in ,wahrheit zu ,tode hetzte1 um es zuletzt noch an den ,lumpenhndler zu verkaufen1 sie strahlte von ,heiterkeit und ,stolz1 wenn ein ,gast an ihrem ,tische sa und tchtig einhieb4 ,das war eben eine der leichtsinnigen ,anmaungen1 die sie von ihrem ,gatten bernommen hatte1 da sie sich fr berechtigt hielt1 unbeschrnkte ,gastfreundschaft zu ben4 ,wer im ,augenblick einer ,mahlzeit als ,freund das ,semperische ,haus betrat1 der wurde an den ,tisch gebeten1 das war eine berlieferung von ,semperischen ,urvtern her4 ,und nun merkte ,asmus eines ,tages1 da dieser ,satan1 dieser ,herrig1 doch ,geld hatte6 ,und da es ihm gleichwohl gar nicht einfiel1 sich zu revanchieren4 ,diese ,entdeckung machte ,asmussen von oben bis unten gefrieren4 ,von allen ,lastern1 soweit er sie bis jetzt kennen gelernt hatte1 war ihm eins immer als das hlichste erschienen3 der ,geiz4 ,und mit einem ,schlage war er aufgetaut1 und aus dem ,grunde seines ,herzens atmete er auf1 als ,herrig bald darauf1 nachdem er den ,freund fr die nchste gemeinsame ,arbeit in seine ,wohnung geladen hatte1 hinzufgte3 ,du kannst ja dann bei mir zu ,abend essen4 ,gott sei ,dank1 dachte ,asmus1 er ist doch nicht geizig4 ,als ,asmus am nchsten ,sonnabend in die ,stube seines ,freundes trat1 fiel ihm sofort dessen ,verlegenheit auf4 ,nach einiger ,zeit stotterte ,herrig3 ,abend ,abendbrot hast du wohl schon gegessen6 ,ja1 sagte ,asmus1 ,adieu6 ,und nun war er sich klar ber ,john ,herrig4 ,er hatte vorlufig kein ,glck mit den ,freunden unter seinen ,studiengenossen4 ,x4 ,kapitel4 ,asmus als ,knigsmrder und ,galeerenstrfling1 als ,gallo und ,petrarca4 ,er erneuert eine gewisse1 fr die ,folge nicht unwichtige ,bekanntschaft4 ,ob er den ,freund in seinem andern ,mithospitanten1 jenem ,jngling mit der hebrischen ,handschrift finden sollte1 der seit einiger ,zeit mit ihm denselben ,weg zur ,schule ging8 ,claus ,mnz war ein guter ,kerl2 aber er redete zu viel von seinen ,muskeln4 ,er war nmlich vierschrtig und starkknochig wie ein ,arbeitspferd1 und wenn er ,sempern die ,hand gab1 drckte er sie zum ,beweise seiner ,heldennatur so stark1 da ,asmus das ,gesicht verzog1 und dann wieherte ,claus ,mnz aus vollem ,halse wie ein ,ro4 ,er entblte tglich einmal seinen ,arm1 um den ,bizeps zu zeigen1 und hatte den sehnlichen ,wunsch1 einmal mit einem ,athleten vom ,spezialittentheater ringen zu drfen4 ,es sei ein ,jammer1 sagte er1 da er als ,schulmeister nur sechs ,wochen dienen knne1 sonst wrde er zu den ,gardehusaren kommen1 und dann htte er vielleicht einmal tchtig in die ,franzosen einhauen knnen4 ,er hatte als ,knabe jenen ,geschichtsunterricht empfangen1 nach dem die ,franzosen ,lumpenhunde sind1 die ,deutschen hingegen bieder und treu4 ,asmus machte sich anfangs ein ,vergngen daraus1 die ,franzosen auf jede ,weise herauszustreichen2 aber bald ward ihm dieser ,streit zu dumm4 ,claus ,mnz war auch in allen ,muskeln und ,knochen knigstreu2 ,asmus hingegen war berzeugter ,tyrannenmrder4 ,zwar konnte er kein ,tier1 geschweige denn einen ,menschen leiden sehen1 und sein schlimmster ,feind hrte auf1 sein ,feind zu sein1 sobald er litt2 aber so sehr er ,csarn bewunderte und liebte1 an den ,iden des ,mrz und bei ,philippi hatte ers mit ,brutus gehalten1 sein ,herz hatte den ,mros1 den ,harmodius und ,aristogeiton1 den ,tell und ihren ,genossen gehrt4 ,nun war es geschehen1 da ein ,mann namens ,nobiling auf den ,kaiser ,wilhelm geschossen und ihn verwundet hatte4 ,claus ,mnz war auer sich vor ,entrstung4 ,asmus1 der in der ,arbeitsstube der ,zigarrenmacher den ersten ,wilhelm kaum anders als ,karttschenprinz hatte nennen hren1 hatte ein lebhaftes ,mitgefhl mit dem alten ,manne1 wenn er ihn sich auf seinem ,schmerzenslager dachte1 und beklagte die ,tat des ,mrders2 aber er ersuchte doch auch den mit allen ,muskeln wtenden ,freund1 geflligst nicht zu vergessen1 da ,wilhelm ,i4 und ,bismarck ,tyrannen seien4 ,er war der ,meinung1 da es ,frsten und ,minister1 ,herrschende und ,besitzende durchaus in der ,hand htten1 dem ,volke ,brot und ,freiheit zu geben1 und da nur ,herrschsucht und ,habsucht sie daran hinderten4 ,die ,erkenntnis1 da wir alle unter dem ,zwange der ,notwendigkeit stehen und da es keine abhngigeren ,menschen gibt als die ,herrschenden1 da wir alle an ,hnden und ,fen1 die ,herrschenden aber an jedem ,finger und jedem ,haar von ,fden gezogen und geleitet werden1 die aus dem ,unendlichen kommen1 es sollte noch lange whren1 bis ihm diese ,erkenntnis aufging4 ,die ,geschichtsstunden des ,herrn ,stahmer hatten wohl ein leises ,ahnen von der ehernen ,verkettung der ,dinge in ihm erweckt2 aber dieser ,unterricht war zu kurz gewesen und htte wohl auch1 wenn er lnger gewhrt1 aus den jungen ,keimen einer ,jnglingsseele einer ,kindesseele fast keine ,bume machen knnen4 ,die ,geisteskrfte des guten ,claus ,mnz aber waren vollends nicht dazu geschaffen1 den jungen ,semper zu berwltigen2 dieser gab es sogar vollstndig auf1 zu streiten1 weil ,claus ,mnz immer nur muskulse ,behauptungen vorbrachte1 und ,asmus schleppte geduldig1 aber gemartert1 jeden ,morgen den ,geist des ,claus ,mnz hinter sich her wie die ,kugel eines ,galeerenstrflings4 ,aber wie schon oft1 so sollte er auch jetzt ,erquickung und ,trost finden bei den ,frauen4 ,die ,schule1 an der er jeden ,morgen hospitierte1 hatte sich vergrert und unter anderen ,lehrkrften auch drei neue ,lehrerinnen bekommen4 ,unter diesen war eine musikalische ,dame von einer weichen und sanften ,schnheit1 und es dauerte natrlich keine zwei ,tage1 bis ,asmus sie heimlich besang und in seinem ,gedicht versicherte1 da die heilige ,ccilie unter den ,irdischen wandle4 ,sie hatte oft eine ,gefhrtin bei sich1 der ,asmus eines ,tages die bezauberte ,rose von ,ernst ,schulze lieh1 die ihm das ,buch aber schon am folgenden ,tage zurckgab1 weil sie es nicht lesen knne1 so fromm und tugendsam war sie4 ,asmus war emprt und schwrmte ihr nun recht zum ,trotz von ,rousseau und ,voltaire4 ,morieux hatte den beiden ,damen mit ,grimassen und schlenkernden ,armen verraten1 da ,semper ,gedichte mache1 wunderbare1 groartige ,gedichte6 ,und nun1 wenn die ,schule vorber war1 saen die beiden ,damen auf dem ,pult wie auf einem ,thron1 und ,morieux und ,semper saen auf den ,kinderbnken zu ihren ,fen2 ,morieux geigte und ,asmus las1 fremde ,gedichte und eigene2 er hatte der ,ballade vom ertrunkenen ,fischer noch eine ,ballade von einer gespenstischen ,burgruine hinzugefgt1 und ,asmus dachte3 ,so war es am ,musenhof zu ,ferrara oder ,avignon4 ,noch einen strkeren ,widerhall aber fand ,asmus bei einer ,frauenseele1 von der man kaum begriff1 da sie in ihrem ,krper ,platz habe4 ,das war die ,seele des ,frulein ,wieselin1 einer #ch;jhrigen ,jungfrau1 ,lehrerin und ,dichterin4 ,sie war so klein und dnn1 da sie sozusagen nur eine ,nadel war1 in die der ,herrgott einen ,lebensfaden gezogen hatte1 und diese ,nadel fuhr unablssig auf und ab und verarbeitete ihren ,lebensfaden mit einem rhrenden ,eifer und ,opfersinn4 ,im ,gesicht sah sie aus wie ein ,geheimrat1 der immer in einem berheizten ,zimmer gesessen hat und darum etwas eingetrocknet ist4 ,tausend ,mark ,gehalt erhielt sie im ,jahr1 und davon ernhrte sie sich und ihre ,mutter und untersttzte sie die ,familie eines kranken ,bruders4 ,sie war damals schon fnfzehn ,jahre ,lehrerin und war es noch zwanzig ,jahre hinterher1 und ,jahr fr ,jahr bernahm sie die ,kleinsten der ,kleinen2 die ,kleinsten zu lehren ist aber grte ,mhe und grte ,kunst4 ,die ,bcher1 die sie las1 mute sie sich leihen2 denn kaufen konnte sie sich keine2 aber als sie nach fnfunddreiig ,jahren der ,mhsal ihr ,ende nahen fhlte1 da sagte sie3 ,ich kann ja zufrieden sterben2 ich habe ja ein reiches ,leben gehabt4 ,in ihren seltenen ,muestunden machte sie auch ,verse1 kleine1 unbedeutende ,gelegenheitsschlein2 aber da ,asmus sie nicht loben konnte1 so sprach er nie von ihren ,dichtungen4 ,sie dagegen sprach viel von den seinigen1 rhmte sie und sprach ihre ,verwunderung darber aus1 da er gleich mit epischen ,gedichten anfange1 whrend die jungen ,leute sonst immer mit allgemeinen ,gefhlsergssen anfingen1 was auch viel leichter sei4 ,und sie schlo gewhnlich mit den ,worten3 ,ich habe immer das ,gefhl1 da ,sie kein ,lehrer werden1 da wir ,sie noch mal auf ganz anderen ,pfaden wandeln sehen6 ,vielleicht heirate ich auch die6 dachte ,asmus4 ,die dritte der neuangestellten ,damen hie ,hilde ,chavonne1 war eine schlanke ,brnette mit groen1 schmachtenden braunen ,augen und einem sanften ,stolz der ,bewegungen und trotz alledem eine ,hamburgerin4 ,sie und ,asmus schenkten einander zu ,anfang nur wenig ,beachtung1 unvergleichlich viel weniger als spter4 ,aber doch mute er darber nachdenken1 wo er sie schon einmal gesehen habe4 ,richtig1 das war die ,dame in ,trauer1 die ,seminaristin1 die einmal ganz zu ,beginn seiner ,prparandenzeit mit ihm und einem ,bekannten ein ,stck ,weges zusammen gegangen war4 ,da er ihr schon viel1 viel frher einmal begegnet war1 das konnte er nicht mehr wissen4 ,,xi4 ,kapitel4 ,wie ,asmus pltzlich eine glnzende ,karriere machte und dabei auf den ,hund kam4 ,zu diesen ganzen und halben ,freunden gewann ,asmus endlich eine ganze ,schar von kleinen ,freunden4 ,als er im zweiten ,jahre seines ,prparandentums eines ,morgens in die ,schule kam1 lie ihn der ,oberlehrer in sein ,zimmer rufen4 ,herr ,dohrmann hat sich krank gemeldet1 sagte er1 und wird voraussichtlich in acht ,wochen nicht kommen knnen4 ,ich habe ,sie zu seiner ,vertretung ausersehen4 bernehmen ,sie die ,klasse4 ,ich bin berzeugt1 da ,sie mein ,vertrauen rechtfertigen werden4 ,asmus konnte vor berraschung nicht sprechen2 er nickte nur stumm und verlie das ,zimmer4 ,als er drauen stand1 war sein erstes ,gefhl ein wirbelnder ,jubel4 ,lehrer6 ,er sollte ,lehrer sein6 ,einer ganzen ,klasse sollte er vorstehen1 er ganz allein6 ,er wute im nchsten ,augenblick selbst nicht1 wie er die drei ,treppen zum obersten ,stockwerk hinaufgekommen war4 ,und als er vor der ,klassentr stand und die fhrerlosen ,kinder lrmen hrte1 da stak ihm das ,herz1 das noch eben so hoch geflogen war1 tief unten in den ,schuhen4 ,warum sollte er1 der kleinste und jngste von den drei ,prparanden1 den kranken ,lehrer vertreten8 ,warum nicht ,morieux1 der ein ganzes ,jahr lnger an der ,schule war als er8 ,warum nicht ,claus ,mnz1 der ,groe und ,starke1 der den ,kindern gewi mehr imponierte als er8 ,er kannte ja nichts vom ,unterrichten1 rein gar nichts4 ,ach ja1 er wute wohl3 alle in der ,schule hielten ihn fr auerordentlich ernst und gesetzt4 ,die ,leiden1 die ,verfolgungen1 die er als ,knabe erduldet1 hatten seinem ,gesicht1 seinem ganzen ,wesen einen zusammengerafften1 entschlossenen ,ernst gegeben1 und wer ihn nicht in vertrauten ,stunden gesehen1 der konnte nicht wissen1 da hinter den ,wolken seiner ,stirn die volle ,sonne stand4 ,er hatte gerade um jene ,zeit auf ,menschen solcher ,art in schwerhinwandelnden ,versen ein schwerernstes ,gedicht gemacht1 das nannte er ,erscheinung4 ,eine dstre ,wolke seh ich schwimmen ,durch den abendlichen ,himmelsraum4 ,nur um ihres ,scheitels ,zacken glimmen ,zarte ,lichter wie ein ,flockensaum4 ,gleichwie starrgewaltge ,bergesschroffen ,ragt die ,wolke hoch in den ,azur1 ,doch um ihre ,stirne lichtgetroffen ,hngt des ,alpenglhens ,rosenflur4 ,denn verborgen hinter jener ,mauer ,strmt der ,gnadenquell des ,sonnenlichts1 ,und die ,wolke1 uns ein ,bild der ,trauer1 ,blickt nach dort verklrten ,angesichts4 ,also sah ich dstre ,menschenstirnen ,in den ,grenzen dieser ,erde auch3 ,sie umflo wie ,glanz der ,alpenfirnen ,eines fremden ,lichtes leiser ,hauch4 ,augen sah ich1 die dem ,hier entrinnen1 ,das mit ,trnenschatten sie umhllt2 ,doch versunken war ihr ,blick nach innen ,und von dort mit selgem ,glanz erfllt4 ,er gab diesem ,licht einen zum ,himmel gewandten ,blick1 ein berirdisches ,angesicht1 weil er das fr erhabener hielt und er damals gerade ein ,dichter wie ,klopstock und die ,hainbndler werden wollte2 in ,wirklichkeit aber sprang seine ,frhlichkeit wie diejenige ,klopstockens mit frischen ,jugendbeinen auf der ,erde umher4 ,das wuten die in der ,schule nicht4 ,sie schrieben ihm auch weit grere ,kenntnisse und ,fhigkeiten zu1 als er besa1 und das machte ihm ,unbehagen1 weil es ihm vorkam1 als tuschte er sie1 als mte er seine ,kenntnisse einmal alle aus dem ,kopfe hervorholen und auf den ,tisch legen1 damit sie shen1 wie wenig er wisse und knne4 ,vor neuen1 gewichtigen ,aufgaben stand er stets mit einem ehrfurchtsvollen ,gefhl der ,unberufenheit4 ,mit solchem ,gefhl im ,herzen drckte er endlich die ,klassentr auf4 ,er stand vor den ,kindern4 ,sie verstummten vor berraschung4 ,was will der denn1 dachten sie4 ,asmus gebot ihnen1 ihre ,sachen unter den ,tisch zu legen und sich ordentlich hinzusetzen4 ,sie gehorchten2 aber einige duckten sich hinter den ,rcken des ,vordermannes und kicherten1 weil der kleine ,schreiber aus dem ,zimmer des ,oberlehrers ,schulmeister sein wollte4 ,da steckte ,asmus von seinen ernsten ,gesichtern das allerernsteste auf und sah den ,aufsssigen ruhig in die ,augen da saen sie still und ohne ,laut4 ,das fhlte er sofort1 die ,zgel in der ,hand behalten1 das war nicht so schwer2 aber das ,unterrichten6 ,ja1 die ,unkundigen halten ,unterrichten fr die einfachste ,sache von der ,welt4 ,man sagt den ,kindern1 was sie wissen sollen1 und dann wissen sies ja6 ,aber man soll ihnen gar nichts sagen1 das ists ja gerade6 ,alles sollen sie selber sagen1 durch unaufhrliche ,fragen soll mans aus ihnen herausholen2 so verlangt es das erotematische oder katechetische oder heuristische ,lehrverfahren4 ,asmus kannte diese gelehrten ,vorschriften wohl2 aber als er nun vor den sechzig ,gesichtern stand1 wute er nichts damit anzufangen4 ,ihm war1 als solle er den ,kindern ber ein meilenbreites ,wasser die ,hand reichen4 ,und wenn ihm vorher das ,herz in den ,schuhen gesteckt hatte1 so hatte er jetzt zum mindesten vier ,herzen1 eines in den ,schuhen1 eines im ,halse1 das ihn wrgte1 eines in der ,brust1 das ihm wehtat und eines in der ,darmgegend4 ,und nun kamen berdies noch ,mnz und ,morieux herein2 denn es war ,brauch1 da1 wenn ein ,prparand unterrichtete1 die andern zuhrten und hernach ihre ,kritik bten4 ,wie ein ,doppelbeckmesser muten sie aufpassen1 ob auch alle ,fragen des ,katecheten mit ,w anfingen 7denn so verlangt es das ,system71 ob ,asmus auch keine ,wahlfragen stellte1 d4 h4 ,fragen1 auf die man nur mit ,ja oder ,nein zu antworten brauchte1 die also die ,schler zum ,raten verleiteten1 ob er auch rechtzeitig zusammenfasse und wiederhole1 ob er auch alle ,kinder gefragt habe1 bevor er eins zum zweitenmal frage1 ob er auch tadle1 wenn ein ,schler beim ,fingerzeigen aus der ,bank trete1 ob er auch bemerkt habe1 da ,mller sich in vereinfachter ,manier die ,nase geputzt habe usw4 ,asmus sollte zunchst eine ,anschauungsstunde geben1 und er holte sich aus dem kleinen ,schulmuseum einen ausgestopften ,fuchs1 der aber dank der ,kunst des ,ausstopfers den ,hinterleib einer feisten ,katze hatte4 ,was ist das8 fragte ,asmus4 ,das ist ein ,hund1 antwortete ein ,schler2 denn die ,stadtkinder kannten keinen ,fuchs4 ,statt nun an diese nicht ganz unrichtige ,antwort anzuknpfen und den ,fuchs zunchst als ,hund zu behandeln1 oder aber mit ,eleganz darber hinwegzugehen und einen anderen zu fragen1 bi sich ,asmus sofort in diese ,antwort fest4 ,nein1 ein ,hund ist das nicht1 sagte er1 woran sieht man1 da es kein ,hund ist8 ,er hat gar keinen ,maulkorb um6 rief ein kleiner ,bursche4 ,haben denn alle ,hunde ,maulkrbe8 fragte der junge ,przeptor4 7,o weh1 eine ,wahlfrage67 ,nein1 riefen viele ,kinder4 7,o weh1 der ,przeptor duldete1 da die ,schler im ,chor antworteten1 ohne es zu tadeln6 ,mnz und ,morieux notierten eifrig in ihren ,heften47 ,wozu gehrt der ,maulkorb also gar nicht8 ,der ,maulkorb gehrt gar nicht zum ,hund1 sagte ein ,schler4 ,das gengte ,asmus nicht so ganz4 ,er wollte den ,irrtum beseitigen1 da der ,maulkorb ein organischer ,bestandteil des ,hundes sei 7er wute1 da die ,kinder auch das ,hufeisen fr einen ,teil des ,pferdehufes halten71 er wollte die ,antwort3 ,der ,maulkorb gehrt nicht zum ,krper des ,hundes2 aber wie sollte er aus diesen ,kleinen das ,wort ,krper herauskatechisieren8 ,sollte er fragen3 ,ist der ,maulkorb etwa ein ,krperteil des ,hundes8 ,nein1 das durfte er nicht1 das war eine ,ja- und ,nein-,frage4 ,er versuchte es auf mancherlei ,weise2 denn er meinte1 jeder auftauchende ,irrtum msse sofort und grndlich beseitigt werden2 aber das ersehnte ,wort kam nicht4 ,so bi er sich im ,maulkorb des ,hundes fest und war noch immer nicht beim ,fuchs1 obwohl er schon am ganzen ,krper schwitzte4 ,endlich mute er das ,rtsel doch aufgeben1 und so war ,zeit und ,mhe verloren4 ,also ein ,hund ist das nicht4 ,woran sieht man das8 ,da stand ein ,genie auf und sagte3 n ,hund hat nicht solchen ,schwanz6 ,na also6 jubelte ,asmus1 und in seiner ,freude ber das erlsende ,wort verga er1 da das ,genie n ,hund statt ein ,hund gesagt hatte4 ,mnz und ,morieux notierten das4 ,,xii4 ,kapitel4 ,asmus ringt gewaltig mit einem ,schler wegen eines ,frosches3 er empfngt ,rippenste1 und der gewisse ,seybold besteht das ,examen4 ,aber schon von der nchsten ,stunde ab muten ,mnz und ,morieux wieder ,listen und ,protokolle schreiben1 und ,asmus sprach mit seinen ,schlern1 wie ihm der ,schnabel gewachsen war4 ,und sieh1 mit einem ,male ging alles freier und besser4 ,wenn er sich nun aus dem ,schulmuseum einen ,hasen geholt hatte1 so erinnerte er sich jenes ,lehrers1 bei dem er gern gehorcht hatte und der auch nicht immer im ,stechschritt des ,systems gegangen war4 ,er sang ihnen vor allen ,dingen ,lieder vom ,hasen vor3 ,als der ,mond schien helle1 ,kam ein ,hslein schnelle und ,gestern abend ging ich aus1 ,ging wohl in den ,wald hinaus und ,zwischen ,berg und tiefem1 tiefem ,tal ,saen einst zwei ,hasen und nachdem ihnen ,herr ,lampe mit so vorzglichen ,empfehlungen vorgestellt war1 schauten sie ihn mit ganz anderen ,augen an4 ,und als ,asmus heraushaben wollte1 da der ,hase ein ,sugetier sei1 da fragte er sie3 ,was fr ein ,vogel ist denn der ,hase8 ,halloh1 da gingen sie fast ber die ,bnke vor ,lachen und ,weisheit und riefen3 ,das ist ja gar kein ,vogel6 und erklrten ihm mit ,begeisterung1 warum der ,hase kein ,vogel sei6 ,o ,gott1 wenn ,mnz und ,morieux1 und gar der ,herr ,oberlehrer dagewesen wren6 berhaupt fand er1 da es den ,kindern ein besonderes ,vergngen bereitete1 wenn er sich recht dumm stellte und sich dann von ihnen aufklren lie4 ,der alte ,sokrates kannte seine ,leute4 ,natrlich stie er trotzdem noch tglich1 ach1 stndlich in seinem ,fahrwasser auf ,klippen1 ,untiefen und ,stromschnellen4 ,da hatte er ihnen das ,mrchen vom ,froschknig und dem eisernen ,heinrich erzhlt4 ,der ,frosch hatte der ,knigstochter ihren goldenen ,ball aus dem ,brunnen geholt unter der ,bedingung1 da er mit ihr an einem ,tische essen und in einem ,bettchen schlafen drfe4 ,und sie hatte es ihm doch hoch und heilig versprochen4 ,als nun der ,frosch ins ,schlo kam1 wollte sie ihr ,knigswort nicht halten4 ,das ist mit ,knigsworten fters so1 ist aber unsittlich4 ,und ,asmus wollte entwickeln1 da man sein ,wort halten msse1 und wenn es auch noch so schwer sei4 ,warum wollte sie denn nicht mit dem ,frosch zu ,bett gehen8 fragte ,asmus einen ,schler4 ,ich wei nicht1 sagte der4 ,mchtest ,du denn einen ,frosch im ,bett haben8 ,ja6 rief das ,brschchen begeistert4 ,hm4 ,das war ein unerwartetes ,hindernis4 ,aber ,asmus besann sich4 ,vielleicht sprach das ,kind so aus ethischen ,erwgungen4 ,es meinte wohl im stillen3 wenn ich es versprochen htte4 ,schn1 fuhr der ,magister fort1 du mchtest also bei einem ,frosch schlafen4 ,aber doch nur wann8 ,immer6 versetzte strahlend der ,gefragte4 ,hm1 hm4 ,wie sollte man diesem perversen ,individuum die ,moral der ,geschichte begreiflich machen8 ,man mute einfach die ,segel streichen4 ,der kluge ,magister begriff erst spter die ,freude der ,kinder an allem ,spiel mit den ,tieren4 ,aber solche und ernstere ,schwierigkeiten erhhten gerade die ,lust an der ,arbeit1 und er widmete sich ihr auch mit so viel krperlichem ,eifer1 da er infolge des vielen ,sprechens von einer ,heiserkeit in die andere fiel4 berdies kam der erkrankte ,lehrer nicht wieder1 aus den acht ,wochen wurde ein ,vierteljahr1 aus dem ,vierteljahr ein halbes4 ,asmus hatte morgens eine ,stunde weit zur ,schule und ging mittags denselben ,weg zurck4 ,dann a er eilig zu ,mittag und ging abermals zur ,schule1 um den ,nachmittagsunterricht zu erteilen4 ,danach begab er sich von der ,schule ins ,prparandeum1 und abends hatte er eine gute ,stunde nach ,hause4 ,dann erst konnte er an seine ,prparationen fr ,schule und ,prparandeum gehen4 ,das machte etwa elf ,stunden ,arbeit und fnf ,stunden ,marsch4 ,aber ,asmus war noch immer tief davon durchdrungen1 da der ,schlaf ein eingebildetes ,bedrfnis sei1 eine berzeugung1 die er bald genug ablegen sollte4 ,einstweilen aber ging er nicht nur jeden ,sonnabend zu ,bockholm ans ,klavier1 er machte auf seinen ,wanderungen auch noch ,gedichte1 die den ,beifall ,lauras1 nmlich ,frulein ,wieselins1 und der beiden ,leonoren fanden4 ,nur einen ,menschen gab es1 dem die vielfltige ,beschftigung ,asmussens ,sorge machte1 und das war seine ,mutter4 ,nicht1 da sie fr seine ,gesundheit gefrchtet htte1 seine vollen1 roten ,wangen lieen solche ,befrchtungen nicht aufkommen1 nein1 sie bangte wegen des bevorstehenden ,abgangs-,examens4 ,im nahen ,mrz sollte ,asmus ins ,seminar bergehen1 und sie frchtete1 da er sich bei so viel ,arbeit nicht ordentlich vorbereiten knne und dann womglich durchfalle4 ,und sie schickte heimlich einen ,seminaristen aus der ,bekanntschaft ab1 der sich bei einem ,lehrer des ,prparandeums nach den ,aussichten ihres ,sohnes erkundigen sollte4 ,zu ,hause sagt der ,bengel ja nichts1 klagte sie4 ,er macht auch ,gedichte2 aber meinen ,sie1 er zeigt sie uns8 ,wenn ich nicht mal eins in seiner ,schublade finde1 erfahren wir nichts davon4 ,seine ,gedichte zu ,hause zeigen1 nein1 das brachte ,asmus nicht ber sich4 ,eine ,scham1 die er sich selbst nicht deuten konnte1 hielt ihn davon zurck4 ,wir mgen auf der ,gasse nicht im ,nachtgewand und daheim nicht in der ,toga palmata erscheinen4 ,jener geheime ,emissr geriet an den ,lehrer fr deutsche ,sprache und ,literatur1 einen groen ,mann mit einer prachtvollen ,rmerglatze und energischen ,zgen1 die lieber dem ,spott als der ,liebenswrdigkeit dienten4 ,er ma den ,frager von oben bis unten mit hhnischem ,blick und sagte dann3 ,ja1 wenn wir den durchfallen lieen1 wen sollten wir dann bestehen lassen8 ,dieser ,bescheid beruhigte ,frau ,rebekka einigermaen1 aber keineswegs vollstndig4 ,als der erste ,tag des schriftlichen ,examens anbrach1 strich sie unaufhrlich mit liebkosenden ,hnden an ihrem ,sohne auf und ab1 als ginge er den ,weg zum ,schafott und kehre nicht mehr zurck4 ,als ihn acht ,tage spter der ,mann mit der ,rmerglatze auf die ,seite genommen und mit spttischem ,lcheln gesagt hatte3 ,ich gratuliere ,ihnen4 ,sie haben den besten ,aufsatz geschrieben1 da brachte er fliegenden ,laufes wie der ,bote von ,marathon seiner ,mutter die ,nachricht1 damit sie sich beruhige4 ,und wirklich wurde sie etwas ruhiger4 ,ludwig ,semper konnte zu der ,unrast ,rebekkens immer nur lcheln4 ,du bist nicht gescheit1 sagte er kopfschttelnd und blickte zum ,fenster hinaus in die ,ferne4 ,asmus aber war aus ,sicherheit und ,unruhe wunderbar gemischt4 ,er pflegte weder sich noch anderen ,demutsflausen vorzumachen und sagte sich wohl3 ,so viel wie die anderen wei ich auch2 aber alles ,leben1 das er noch nicht kannte1 stellte er sich als ,wunder vor1 als gutes oder schlimmes ,wunder1 und das ,examen rechnete er vorlufig zu den schlimmen4 ,er dacht es sich im ,grunde als eine ,lotterie1 die der ,zufall entschied2 er stellte sich vor1 da ,dr4 ,korn1 der als ,direktor natrlich alles wute1 oder ,herr ,stahmer1 der ebensoviel wute1 ihm die abenteuerlichsten ,fragen vorlegen knnten1 die schwersten ,fragen1 an die er nie gedacht1 und dann war ihm ungefhr zumut wie dem armen ,gretchen beim dies irae4 ,quid sum miser tunc dicturus ,quem patronum rogaturus8 ,vielleicht war er der unruhigste von allen ,examinanden4 ,sein ,platznachbar ,seybold z4 ,b4 schrieb im schriftlichen ,examen einfach alles nach1 was er mit seinen vortrefflichen ,augen von ,sempers ,schriftstcken ablas1 und war darum viel ruhiger als dieser4 ,ja1 dieser ,jngling setzte ein so heiteres ,vertrauen in die ,krfte seines ,nebenmannes1 da er noch unmittelbar vor der naturgeschichtlichen ,prfung im ,bcherschrank der ,klasse von mglichst dicken ,wlzern nach dem ,system ,mausefalle einen babylonischen ,turm errichtete1 der bei der geringsten ,erschtterung durch die angelehnte ,schranktr ins ,zimmer strzen mute4 ,der ,campanile brach denn auch mit wunderbarer ,przision und furchtbarem ,getse zusammen1 als ,papa ,hamann gerade die ,frage von den ,monocotyledonen und den ,dicotyledonen diktierte4 ,natrlich mute ,asmus ,semper wieder prusten1 und als ,papa ,hamann ihn lachen sah1 sagte er3 ,themper1 thie gehen mit einem geradethu thtrflichen ,leichtthinn inth ,ekthamen6 ,in der mndlichen ,prfung war ,seybold freilich erheblich unruhiger1 und wenn der ,examinator sich seinem ,platze nherte1 stie er ,sempern so heftig in die ,rippen und trat ihm so deutlich auf den ,fu1 damit er ihm aushelfe1 da ,asmus noch drei ,tage nachher die blauen ,flecke beobachten konnte4 ,nun konnte er zwar nicht einblasen1 wenn er sich nicht selbst ans ,messer liefern wollte2 aber der gute ,seybold bestand trotzdem1 und ,asmus stellte ernste ,erwgungen darber an1 warum man eigentlich ,examina vornhme1 wenn auch die ,seybolde durchkmen4 ,,xiii4 ,kapitel4 ,frhlings- und ,ferienlust2 ,wiederauftreten des ,herrn ,morieux2 ein lngerer ,blick der ,dame in ,trauer1 ein ,aufstieg ins ,gebirge und ein ,grtner mit einer ,schere4 ,in der ,tat1 das einzige ,gute1 das solche ,prfungen haben1 sind die ,ferien1 die sich ihnen gewhnlich anschlieen4 ,drei ,wochen hatte er nun frei er warf sich daheim aufs ,sofa und streckte die ,beine1 als wenn er sie gleich durch die ganzen drei ,wochen hindurchstrecken wollte4 ,und auch gefeiert wurde er6 ,frau ,rebekka1 die nun endlich ganz beruhigt war1 fragte ihn feierlich1 was er denn heute essen wolle4 ,das war noch nicht dagewesen4 ,und ,asmus nahm seinen ,flug bis zum ,gipfel der ,imagination und sagte nach einigem ,erwgen3 ,pfannkuchen mit ,pflaumenmus4 ,sollst du haben1 sagte ,frau ,rebekka und flog in die ,kche an den ,herd4 ,was sein ,vater ihm gab1 war anderer ,art4 ,asmus sa mit einem ,buch an seinem gewohnten ,schreibtisch1 und ,ludwig ,semper sa an seinem ,arbeitstisch und machte ,zigarren4 ,und obwohl ,asmus ihn nicht ansah1 wute er wieder ganz genau1 da die ,augen seines ,vaters auf ihm ruhten1 und er htete sich wohl1 den ,blick zu erheben und die zrtlichen1 sommerwarmen ,augen seines ,vaters zu verscheuchen4 ,er las nicht mehr1 er sah immer auf dasselbe ,wort und dehnte sich in der ,juliwrme dieses ,blickes1 dehnte sich langsam1 kaum merklich1 aus ,furcht1 die ,sonne mcht es merken und sich verhllen2 er fhlte sich von einem heiligen ,licht umflossen und sah in diesem ,licht wie goldene ,stubchen die ,millionen seligen ,erinnerungen seiner ,kindheit wirbeln4 ,und noch ein andres ,herzensglck sollten diese ,tage ihm bringen4 ,als ,asmus eines warmen ,frhlingstages am ,fenster stand und auf seiner ,zehn ,marks-,geige nach einer ,notenschrift in den ,wolken fantasierte1 wurde heftig geklopft4 ,im selben ,augenblick sprang auch schon die ,tr auf1 und wer trat herein8 ,morieux4 ,morieux mit bleichem1 verzerrtem ,gesicht und weit vorgestreckter ,hand4 ,ich wollte dir die ,hand zur ,vershnung bieten1 sagte er4 ,bravo6 rief ,asmus1 indem er klatschend einschlug1 wie gehts dir8 ,was machst du8 ,komm1 setz dich ins ,sofa6 ,steck dir eine ,zigarre an1 eine feine ,brasil4 ,trinkst du lieber ,bier oder ,kaffee8 ,er war nahe daran1 seinem ,freunde ,kost und ,logis fr drei ,monate anzubieten2 denn er mute reden1 um seiner ,gemtsbewegung ,herr zu werden4 ,er schmte sich viel mehr als sein ,freund2 er war ber und ber rot geworden1 lief planlos im ,zimmer hin und her und stellte seinem ,gast die beiden besten ,sthle hin1 obwohl er ihn ins ,sofa gebeten hatte4 ,morieux fing an1 von seinem ,verschulden zu sprechen4 ,aber ich bitte dich6 rief ,asmus1 sprich nicht davon4 ,wenn ich mich vertrage1 hab ich alles ,vergangene vergessen4 ,ich hatt es sowieso schon vergessen4 ,da hier spiel mir was vor6 ,er drckte ihm die ,geige in die ,hand4 ,bitte1 bitte1 die ,f-,dur-,romanze6 ,und ,beethovens ,tne schwemmten alle ,kleinigkeiten hinweg4 ,drei ,wochen sollte er so genieen6 ,was konnte man da fr ,spaziergnge machen1 fr ,bcher lesen1 fr ,duette spielen1 fr ,gedichte machen es war nicht auszudenken6 ,ganze ,epopen konnte man dichten6 ,er begann auch sofort mit einer breit angelegten ,dichtung ,niobe1 in der die vierzehn ,kinder der bejammernswerten ,tantalstochter einzeln starben4 ,ach ja1 ,ferien waren doch noch schner als die schnsten ,unterrichtsstunden6 ,auch als ,junge war er wenn seine ,mitschler ihn nicht peinigten mit ,lust zur ,schule gegangen1 ja1 die ,geschichts- und ,geographie- und ,physikstunden des ,herrn ,cremer waren ihm zuzeiten das ,liebste auf der ,welt gewesen2 aber das ,allerliebste blieben doch die ,ferien4 ,als er noch in der ,klasse des ,herrn ,rsing gewesen war1 da war eines ,morgens ein ,lehrer gekommen und hatte gesagt3 ,ihr knnt wieder nach ,hause gehen1 ,herr ,rsing ist krank4 ,hurra6 hatte die ganze ,klasse geschrien4 ,da hatte der ,lehrer gerufen3 ,jungens1 seid ihr des ,teufels8 ,wenn euer ,lehrer krank ist1 brllt ihr ,hurra8 ,aber das war eine tendenzise ,zusammenstellung4 ,sie dachten gar nicht an die ,krankheit des ,herrn ,rsing2 sie dachten nur an ihre ,freiheit4 ,sie gnnten dem ,lehrer jedes ,wohlbefinden1 wenn er nur nicht kommen wollte4 ,und auch ,asmus hatte ,hurra geschrien 444 ,aber seine ,ferien waren noch nicht ganz2 einige ,tage mute er noch in die ,schule zum ,unterrichten1 und dann mute er noch eine ,prfung ablegen3 prfend sollte er geprft werden4 ,da der kranke ,lehrer noch immer nicht wieder erschienen war1 so mute ,asmus seine ,klasse bei der ffentlichen ,prfung vorreiten4 ,das war wieder eine bange ,stunde2 denn hinter ihm1 neben ihm1 an den ,wnden entlang und auf den ,bnken der ,kinder saen und standen smtliche ,damen und ,herren des ,kollegiums4 ,auch ,laura war natrlich da und die beiden ,leonoren2 und ganz hinten auf der letzten ,bank sa ,beatrice1 oder1 wie sie eigentlich hie3 ,hilde ,chavonne4 ,sie hatte zum ersten ,male die ,trauer abgelegt1 wenn auch nur in ihren ,kleidern2 sie trug ein leuchtend braunes ,kleid1 und in diesem ,kleide1 mit ihrem reichen braunen ,haar und ihren melancholisch-braunen ,augen war sie brnetter1 hbscher und stolzer denn je4 ,und mit einem ,male sprang in ,asmussens ,seele ein ,imperativ empor3 dieser ,stolzen sollst du imponieren4 ,den ,blick dieses ,mdchens whlte er sich zum ,leitstern durch die schwere ,stunde1 und nichts gibt der ,arbeit eines ,siebzehnjhrigen einen feurigeren ,aufschwung1 als wenn auf ihr der ,blick eines ,weibes ruht4 ,als die ,prfung vorber war1 sagte der ,oberlehrer nichts2 er wiegte nur wohlwollend auf und ab das ,haupt4 ,als die ,damen das ,zimmer verlieen1 sah ,asmus1 da ,frulein ,chavonne sich mit einer ,kollegin ber ihn unterhielt2 denn diese blickte ihn wiederholt von der ,seite an2 ,hilde ,chavonne aber heftete1 bevor sie hinausschritt1 noch einmal den ,blick auf ihn1 als habe sie den kleinen ,herrn erst heute kennen gelernt1 und was das ,merkwrdige war3 sie wandte den ,blick nicht weg1 wie es sonst die ,mdchen zu tun pflegen1 wenn der ,blick eines ,jnglings ihrem beobachtenden ,auge begegnet2 nein3 offen1 fest und ernst blickte sie ihm ins ,auge4 ,nach vllig beendigter ,prfung wollte ,semper sich von den ,herren des ,kollegiums verabschieden4 ,was fllt ,ihnen ein6 rief einer der ,herren1 ,sie mssen mit uns4 ,asmus erklrte1 er knne nicht1 er habe furchtbar viel zu tun1 und als der joviale ,herr ihn nicht lassen wollte1 sagte er leise3 ,ich habe kein ,geld4 ,wofr halten ,sie mich denn8 rief der ,lehrer lachend1 wenn ich ,sie einlade1 brauchen ,sie doch kein ,geld4 ,nun ging es in eine halblndliche ,kneipe1 wo man in ,lauben sa und der ,wirt noch ein ,kppchen trug4 ,asmus war glcklich und stolz2 die ,herren behandelten ihn nicht nur als ,kollegen1 sie nannten ihn sogar so4 ,und sie waren ber die ,maen lustig und erzhlten sich in seiner ,gegenwart die ausgelassensten ,schnurren4 ,asmus sa mit weit offenen1 lachenden ,augen da4 ,er hatte mit jener scheuen ,ehrfurcht1 die er vor allem ,unbekannten hegte1 diese ,herren fr ,halbgtter gehalten1 die hoch ber der ,lust gewhnlicher ,sterblicher dahinwandelten4 ,die ,entdeckung1 da sie frhliche ,menschen waren1 war ihm ein frhliches ,wunder4 ,so gefielen sie ihm noch viel besser4 ,einer der ,herren zog ,asmus in ein ,gesprch ber ,rousseau4 ,er meinte1 das ,leben ,rousseaus sei tadelnswert und seine ,theorien seien nicht ausfhrbar4 ,aber ,asmus war schon beim dritten ,glas und verteidigte seinen ,liebling wie eine ,lwin ihr ,junges4 ,rousseau sei der beste der ,menschen gewesen1 und alle seine ,ideen seien ausfhrbar1 wenn man nur wolle4 ,na1 ,herr ,semper1 warf ein etwas eingetrockneter ,herr aus der ,runde ein1 darber knnen ,sie doch wohl noch nicht urteilen4 ,wissen ,sie1 was ,schiller sagt8 rief ,asmus4 ,nee1 sagte der ,herr4 ,und ,asmus rezitierte mit hochgerteten ,wangen3 ,monument von unsrer ,zeiten ,schande1 ,ewge ,schmachschrift deiner ,mutterlande1 ,rousseaus ,grab1 gegret seist du mir6 ,fried und ,ruh den ,trmmern deines ,lebens6 ,fried und ,ruhe suchtest du vergebens2 ,fried und ,ruhe fandst du hier4 ,wann wird doch die alte ,wunde narben8 ,einst wars finster1 und die ,weisen starben2 ,nun ists lichter1 und der ,weise stirbt4 ,sokrates ging unter durch ,sophisten1 ,rousseau leidet1 ,rousseau fllt durch ,christen1 ,rousseau der aus ,christen ,menschen wirbt4 ,die ,worte ,schande1 ,schmachschrift1 ,sophisten und ,christen hatte ,asmus mit anzglicher ,betonung hervorgehoben4 ,ja1 das ist ja sehr formvollendet1 sagte der ,gedrrte mit einer emprenden ,klte1 aber ,schiller ist fr mich auch nicht magebend4 ,was8 ,schiller 8 ,asmus wollte aufspringen2 aber jener andere ,herr legte ihm die ,hand auf die ,schulter und sagte3 ,ich werde ,ihnen mal ,rousseaus ,bekenntnisse leihen2 die werden ,sie interessieren4 ,o ja6 ,herzlichen ,dank6 rief ,asmus1 und am nchsten ,tage strzte er sich in die ,bekenntnisse4 ,das war l ins ,feuer4 ,den ,kopf in beide ,hnde vergraben1 las er stundenlang mit heien und heieren ,wangen4 ,da pltzlich sprang er auf1 warf die ,arme nach beiden ,seiten und rief ganz laut3 ,o ,gott o ,gott6 ,er hatte die ,stelle gelesen1 wo ,rousseau sich vor dem ,leser zu jenem ,diebstahl bekennt1 den er hartnckig geleugnet hat4 ,wohl eine ,stunde lang strmte ,asmus im ,zimmer auf und ab1 oder er warf sich ins ,sofa1 vergrub das ,gesicht in beide ,hnde und atmete schwer4 ,welch ein ,mut1 welch ein ,wahrheitsmut6 ,welch eine erschtternde ,liebe zur ,wahrheit6 ,asmus wollte weiterlesen2 aber kaum hatte er das ,buch berhrt1 so schlug er es heftig zu4 ,er konnte nicht weiterlesen2 eine geheimnisvolle ,macht verwehrte ihm1 die heiligste1 grte ,stunde seiner ,jugend selbst zu tten4 ,er lief ins ,freie1 rannte durch ,felder und ,wiesen und sah von ,feldern und ,wiesen nichts2 er fllte nur eine unaufhrliche ,brandung gegen die ,wnde seines ,herzens schlagen4 ,gegen ,abend kehrte er ruhiger nach ,hause zurck4 ,wieder schlug er das ,buch auf1 und langsam1 zrtlich1 mit ferngewandtem ,blick machte er es wieder zu4 ,wie der ,bergwanderer1 der einen hchsten ,grat erstiegen und nun die freie und reine ,herrlichkeit der ,tler und ,gipfel erschaut1 sich nicht entschlieen kann1 wieder dort hinabzusteigen1 wo alles das ihm entschwinden wird1 so konnte es ,asmus nicht ber sich gewinnen1 die ,hhe zu verlassen1 wo himmlische ,luft sein ,herz durchbraust hatte4 ,und zu diesem ,rousseau wrde nun bald im ,seminar ,pestalozzi kommen und ,comenius und die ,alten3 ,plato1 ,aristoteles1 die ,kirchenvter er hatte ,einblick in den ,lehrplan des ,seminars bekommen ach3 was gab es da nicht alles in der ,psychologie1 in der ,logik1 in der ,methodik1 in ,literatur und ,geschichte1 ,mathematik und ,naturwissenschaften ihm lief das ,wasser im ,munde zusammen wie einem ,schlemmer1 der vom ,gastmahl des ,trimalchion liest1 von einem jener rmischen ,gelage1 wo ganze ,ochsen und ,eber auf goldenen ,wagen herangefahren wurden und ,speisen und ,getrnke aus der ,decke1 aus den ,wnden und aus dem ,boden hervorkamen4 ,das alles1 was da in dem ,lehrplan stand1 sollte er studieren drfen1 bis in die tiefsten ,schachte der ,wissenschaft hinein1 und zu ,hause wrde er noch ,zeit haben1 noch ebensoviel dazu zu lernen ,o ,erd1 o ,sonne1 ,o ,glck1 o ,lust6 das war der tgliche ,text seines ,herzschlages1 die immer wiederkehrende ,melodie seines ,gedankenreigens4 ,was sich drauen golden und grn ber ,felder und ,hecken breitete und was sich golden und grn ber unendliche ,fluren in seinem ,herzen dehnte3 es war derselbe ,frhling1 derselbe lerchenfrohe ,lebensmorgen4 ,der alte ,moor fiel ihm ein1 der1 seines ,erstgeborenen gedenkend1 erzhlt3 ,da ihn die ,wehmutter mir brachte1 hub ich ihn gen ,himmel und rief3 ,bin ich nicht ein glcklicher ,mann8 ,im bermute seines ,herzens mute er es still in sich hineinrufen3 ,bin ich nicht ein glcklicher ,mann8 ,freilich3 der alte ,moor war dann nichts weniger als glcklich geworden4 ,aber ich bin glcklich6 rief ,asmus in sich hinein und ich werde glcklich sein1 ich wei es4 ,mit solchen ,empfindungen berschritt er an einem ,aprilmorgen zum ersten ,male die ,schwelle des ,seminars4 ,er hrte nicht die ,schere klingen1 die ,schere des ,grtners1 der herankam1 sein ,glck zu beschneiden4 ,zweites ,buch ,arbeit und ,kampf ,,xiv4 ,kapitel4 ,der ,grtner beginnt1 seine ,schere zu handhaben4 ,asmus war erst wenige ,tage im ,seminar1 als er sich auf dem ,heimwege1 auf demselben ,spielbudenplatze1 der seine sonntglichen ,schwelgereien in nun vergangenen ,tagen gesehen hatte1 von einer weiblichen ,stimme anrufen hrte4 ,asmus1 sei man nich so stolz6 rief die weibliche ,stimme4 ,er fuhr aus seinen ,gedanken auf und starrte in das ,gesicht einer ,frau1 die ein ,kind auf dem ,arme trug4 ,ja1 wars denn mglich das war ja ,adolfine ,moses1 die mtterliche ,gespielin frherer ,jahre1 die treffliche ,sibylle1 in deren ,hexenkche er so manchen ,buchweizenklo gegessen hatte1 die ihm die erste ,nachricht vom ,ausbruch des ,krieges mit ,frankreich gebracht hatte4 ,kenns mich woll ganich mehr8 rief ,adolfine und verzog lachend den ,mund bis an beide ,ohren4 ,aber natrlich1 ,adolfine1 natrlich kenn ich dich6 rief ,asmus4 ,ihre ,hlichkeit war im wesentlichen nicht anders geworden1 nur reifer4 ,wie gehts dir denn8 ,och1 ich bin jetz verheiratt4 ,dies is mein ,jung2 mags ihn leiden8 ,ja1 natrlich1 sagte ,asmus4 ,was bist du denn geworden1 forschte ,adolfine4 ,ich will ,lehrer werden1 antwortete ,asmus4 ,da klaffte ,adolfinens ,mund wie eine ,lwengrube1 und sie lachte1 da es ber den ganzen ,platz hallte4 ,bis woll verrckt6 schrie sie4 ,asmus sah sich unwillkrlich um4 ,schrei doch nicht so6 rief er4 ,natrlich werd ich ,lehrer4 ,aber es kostete viel ,mhe1 sie daran glauben zu machen4 ,und langsam und gradweise1 wie sie ihm ,glauben schenkte1 ffnete sich wieder ihr ,mund4 ,kanns das denn alles inn ,kopf behalten8 fragte ,adolfine4 ,sie dachte an ihre eigene ,schulzeit4 ,jaa ziemlich1 versetzte er langsam4 ,aber jetzt mu ich weiter4 ,adieu1 la dirs gut gehen6 ,er gab ihr die ,hand2 aber sie war jetzt sprachlos1 und als er schon fnfzig ,schritte weit war1 stand ihr ,mund noch immer offen4 ,hinter der ,satyrmaske ,adolfinens war das ,schicksal verborgen gewesen und hatte gerufen3 ,du bist wohl verrckt6 ,das drohende ,tabakmonopol und spter die erhhte ,tabaksteuer lasteten schwer auf dem ,gewerbe der ,zigarrenmacher2 wenigstens hatten die ,fabrikanten die ohnedies bescheidenen ,arbeitslhne noch herabgesetzt4 ,der ,urheber der ,steuer nannte sich ,bismarck1 und dieser ,bismarck wurde in den ,stuben der ,zigarrenarbeiter um dessen willen nicht geliebt4 ,aber dieser ,bismarck hatte noch etwas anderes hervorgebracht1 und das war das ,ausnahmegesetz gegen die ,sozialdemokratie4 ,asmussens ,bruder ,johannes aber war leidenschaftlicher ,sozialdemokrat4 ,nicht als ,redner trat er hervor2 aber er war im ,vorstand der ,ortsgruppe und wirkte still und begeistert fr die ,organisation4 ,in harter ,winterzeit machte er ,agitationsreisen ins unberhrteste ,schleswig-,holstein1 dorthin1 wo die ,landbevlkerung den ,dezimalkroaten ,unterkunft und ,nahrung weigerte und sie nicht selten mit ,hofhunden an ,leib und ,leben bedrohte4 ,einmal aber trat ,heinrich ,moldenhuber1 der ,wolkenschieber oder1 wie ihn ,ludwig ,semper ob seiner sturmgeschwellten ,rocksche gewhnlich nannte3 ,heinrich der ,seefahrer ins ,arbeitszimmer der ,semper und sagte mit stoischem ,lcheln3 ,ich bin ausgewiesen4 ,man glaubte anfangs1 er scherze4 ,aber er zeigte lchelnd den ,ausweisungsbefehl4 ,und man begriff noch immer nicht4 ,wie8 ,dieses neunundzwanzigjhrige ,kinderherz sollte gemeingefhrlich sein8 ,wie8 dachte ,asmus1 dieser ,mann1 der zu den besten ,stcken meiner ,jugend und meiner ,heimat gehrt den verbannt man aus seiner ,heimat8 ,gewi wrde ,moldenhuber auch auf der ,barrikade seine ,schuldigkeit getan haben2 aber nie wrde er aufgefordert haben1 eine zu bauen2 er wrde viel mehr versucht haben1 den ,frsten ,bismarck oder den das ,standrecht ausbenden ,general von seinem ,irrtum und von der ,richtigkeit der sozialistischen ,lehre zu berzeugen4 ,aber alles ,verwundern half nichts gegenber der brutalen ,tatsache4 ,wohin willst du denn8 fragte ,ludwig ,semper4 ,nach ,amerika1 antwortete ,moldenhuber ruhig4 ,nach ,amerika6 ,der ,wolkenschieber nach ,amerika6 ,das war so1 als wenn ,hlderlin auf die ,hamburger ,brse gegangen wre1 um hinfort in ,kaffee zu spekulieren4 ,ludwig ,semper riet ihm dringend ab2 aber der ,seefahrer war heiter entschlossen4 ,fast schien es1 als ob ihm die ,schicksalswendung willkommen wre und er sich auf die ,entdeckung ,amerikas durch ,heinrich den ,seefahrer freue4 ,was konnte ihm geschehen8 ,nahm er nicht seine ,dichter und ,philosophen berallhin im ,kopfe mit8 ,und fr eine ,bcherkiste war wohl auch noch ,platz im ,zwischendeck4 ,amerika6 ,asmussens ,brdern1 ,johannes und ,alfred1 hatte dies ,land schon oft vor der ,seele gestanden als ein ,bereich1 wo man aus dem ewigen ,schuften und ,sorgen herauskomme1 wo brauchbare ,arbeit einen reichlichen ,lohn finde4 ,der ,entschlu1 dahin auszuwandern1 war immer wieder verschoben worden2 denn diese ,heimat mit all ihrem ,schuften und ,sorgen bte ihre stille ,kraft4 ,aber die ,polizei kam ihrer ,unentschlossenheit zur ,hilfe4 ,ein ,beamter1 der ,ludwig ,sempern freundlich gesinnt war1 teilte ihm unter der ,hand mit1 da auch sein ,sohn ,johannes auf der ,proskriptionsliste stehe und demnchst drankomme4 ,vielleicht ziehe er es vor1 noch vordem auszuwandern4 ,das gab einen ,aufruhr im ,hause ,semper6 ,frau ,rebekka sprach sich ber ,thron und ,altar1 ber ,bismarck und die ,polizei in einer ,weise aus1 die ihr gegebenen ,falles #ajj ,jahre ,gefngnis gesichert htten1 und im stillen weinte sie4 ,ludwig ,semper trug das ,unglck schweigend wie immer1 nur warf er fter als sonst das linke ,bein ber das rechte und bewegte heftig die ,lippen1 und nur einmal rief er3 ,die ,narren1 wenn sie glauben1 da ihnen das was hilft6 ,am muntersten nahm ,alfred die ,neuigkeit auf4 ,er wollte sofort mit seinem ,bruder nach ,amerika1 obwohl ihn niemand forttrieb und obwohl er sich ein ,smmchen erspart hatte4 ,aber er wollt es zu was bringen und erbot sich1 seinem ,bruder das ,geld fr die berfahrt zu leihen4 ,und ,johannes schlug ein4 ,entschlossen1 nach ,amerika zu gehen1 war auch er4 ,aber seine ,entschlossenheit hatte zwei ,gesichter1 die in den nchsten acht ,tagen oft miteinander wechselten4 ,das eine pflegte mit unternehmendem ,blick durchs ,fenster nach ,westen zu sehen1 das andere die ,blicke wandern zu lassen ber ,wnde und ,winkel1 ,gassen und ,felder in ,haus und ,heimat1 von denen er scheiden sollte4 ,,xv4 ,kapitel4 ,asmus hrt ein franzsisches ,lied von deutschem ,heimweh1 gibt ,privatstunden bei ,lachtauben und ,hschen und erhlt sein erstes ,dichterhonorar4 ,schon acht ,tage spter bewegte sich durch die ,straen von ,oldensund und ,altenberg ein ,trupp von ,auswanderern dem ,hamburger ,hafen zu4 ,auer ,moldenhuber und ,johannes ,semper waren noch andere ausgewiesen worden2 ,europamde hatten sich ihnen angeschlossen1 und zahlreiche ,verwandte und ,freunde gaben ihnen das ,geleite bis zu den ,landungsbrcken4 ,man war auf gewisse ,weise heiter2 einige hatten ihrer ,heiterkeit mit ,alkohol auf die mden ,beine geholfen4 ,man konnt es ,heiterkeit nennen1 wie man es ,sonnenschein nennen kann1 wenn durch unaufhrlich ziehende ,wolken hin und wieder auf ,minuten die ,sonne mit stechendem ,glanze hindurchblickt4 ,man sang sogar1 man sang lustige ,lieder2 aber kein ,mensch nahm sie lustig4 ,asmus ging eine ,weile allein neben seinem ,bruder ,johannes4 ,sie sangen beide nicht mit2 aber pltzlich sang etwas in ,asmus4 ,er hatte es oft1 da pltzlich eine ,melodie in ihm aufwachte1 die er nur einmal gehrt und die er dann wochenlang1 monatelang vergeblich in seiner ,erinnerung gesucht hatte4 ,vor mehr als einem ,vierteljahr hatte er mit dem blinden ,pianisten zusammen die ,fantastische ,symphonie1 op4 #ad von ,berlioz gehrt4 ,und da hatte ganz besonders ein ,gesang gedmpfter ,geigen sich wie ein weicher1 warmer ,herbsttag ihm in das ,herz gelegt4 ,er hatte sich die ,worte gemerkt1 die den ,komponisten zu diesem ,gesange angeregt hatten2 aber die ,melodie hatte er doch vergessen4 ,heute mit einem ,male schlug jene wundersame1 s-traurige ,weise die ,augen auf4 ,illustration3 _/,largo4_/ ,musiknoten ,liedtext3 ,je vais donc quitter pour jamais1 mon doux pays1 ma douce amie6 sang es in ihm4 ,dann hrte er seinen ,bruder sprechen4 ,sobald ich drben bin1 schick ich meine ,adresse2 dann mut du mir fleiig schreiben4 ,gewi1 sagte ,asmus4 ,schreib mir sobald als mglich1 wie es ,vater und ,mutter geht sie werden allmhlich alt4 ,ja1 ja1 sagte ,asmus nachdenklich4 ,mach ihnen nur recht viel ,freude4 ,sowie ich etwas brig habe1 schick ich auch ,geld4 ,aber berarbeite dich auch nicht1 fgte ,johannes noch hinzu4 ,dann schwiegen sie wieder4 ,und wieder hub in ,asmus die sanfte1 traurige ,weise an3 ,je vais donc quitter pour jamais ,mon doux pays ,endlich waren sie am ,landungsplatz1 und da griff der ,anblick der vielen ,hunderte von ,zwischendeckspassagieren wie mit ,krallen in ,asmussens ,herz4 ,er wute ja von all diesen ,leuten gar nicht1 warum sie auswanderten1 ob sie es gern oder ungern taten1 was sie erhofften und was sie verlieen2 aber er sah in dieser ganzen ,masse von ,mnnern1 ,weibern und ,kindern mit ihrer in ,bndel geschnrten ,habe nur ein groes ,elend1 ein groes1 bitteres ,elend1 und zum ersten ,male in diesen ,tagen des ,abschieds traten ihm heie1 reichliche ,trnen ins ,auge4 ,er trocknete sie schnell2 denn es galt1 ,abschied zu nehmen und den ,brdern ein frhliches1 ermunterndes ,gesicht zu zeigen4 ,der guten ,frau ,rebekka wollte fast das ,herz brechen1 und sie empfahl ihren ,shnen noch hundert ,dinge1 die sie nicht vergessen sollten2 sie knpfte ,alfred den ,rock zu und knotete ,johannes den ,schal fester um den ,hals1 um sie gegen die rauhe ,seeluft zu schtzen1 die indessen von ,hamburg noch fnf ,stunden weit entfernt ist4 ,endlich fuhr das ,schiff unter ,hurrarufen und ,winken der ,zurckbleibenden davon4 ,als ,asmus wieder daheim war1 ging er heimlich ins ,schlafzimmer1 wie er von jeher getan1 wenn er mit sich allein sein wollte4 ,er trat ans ,fenster und blickte nach ,westen4 ,wo werden sie jetzt sein1 dachte er4 ,je vais donc quitter ,die ,melodie schlang sich wie ein ,gewinde von ,orangenblten durch alle seine ,gedanken4 ,je vais donc quitter pour jamais ,mon doux pays1 ma douce amie6 ,loin deux je vais trainer ma vie ,dans les pleurs et dans les regrets4 ,das ,lied pate ja eigentlich gar nicht so recht zu diesem ,tage3 es war ein franzsisches ,lied1 und hier handelte es sich um eine deutsche ,heimat2 auch der ,sinn der ,worte pate nur halb2 aber die ,tne1 die ,tne sangen ein wunderbares ,heimweh1 und sie folgten ihm bis in den ,traum und bis in manchen folgenden ,tag4 ,viel ,zeit war indessen fr wehmtige ,stimmungen und ,gedankenspiele nicht brig2 das ,leben schickte sich an1 unserm ,seminaristen mit realen ,forderungen hart auf den ,leib zu rcken4 ,mit den beiden ,shnen hatten die alten ,semper zwar zwei betrchtliche ,esser1 zugleich aber einen fr ihren ,haushalt noch betrchtlicheren ,geldzuschu verloren4 ,vorbergehende ,arbeitslosigkeit kam hinzu1 und die fetten ,jahre der dreihundertundsechzig ,mark pro anno waren vorbei2 im ersten ,seminarjahr gab es nur einhundertundzwanzig ,mark ,stipendien1 im zweiten zweihundert1 im dritten zweihundertundvierzig4 ,aber wie sollten nun die ,semper ihren ,studenten durch drei endlose ,jahre hindurchschleppen86 ,frau ,rebekka verzagte an diesem ,unternehmen4 ,durch den ,spalt einer angelehnten ,tr belauschte ,asmus eines ,tages ein ,gesprch seiner ,eltern4 ,dann mu er eben den ,lehrer an den ,nagel hngen und ,zigarrenmacher werden1 sagte die ,mutter4 ,ach1 ,unsinn6 klang die ,stimme ,ludwig ,sempers4 ,ja1 ,unsinn6 ,weit du1 woher das ,geld kommen soll8 ,ich wei es nicht4 ,wir riechen nach ,geld wie die ,gnse nach ,franzbranntwein4 ,na ja1 das findet sich1 sagte ,ludwig4 ,ja1 das sagst du immer1 meinte ,rebekka4 ,wozu auch8 fuhr sie fort4 ,die anderen ,kinder sind auch alle begabt und sind auch keine ,lehrer geworden4 ,sie sagte das nicht lieblos2 sie sagte es mit jener ,resignation des ,armen1 der das ,gefhl hat1 da das ,talent fr den ,mittellosen ein ,unglck ist4 ,aber obwohl sie das ,wort nicht lieblos gesprochen hatte1 ging es ,asmussen wie ein ,messer durchs ,herz4 ,sie hatte ,wahrheit gesprochen1 die ,mutter4 ,seine ,brder waren wohl ebenso begabt wie er1 vielleicht begabter1 und muten ,zigarren drehen4 ,sollte er seinen ,eltern1 die sich von ,sorge zu ,sorge schleppten1 drei ,jahre lang auf der ,tasche liegen8 ,nein4 ,asmus beschlo1 seinen ,unterhalt durch ,privatstunden selbst zu verdienen4 ,dazu waren freilich nicht wenige solcher ,stunden ntig4 ,er ging dreimal in der ,woche zu den ,kindern eines ,fettwarenhndlers1 drei allerliebsten1 wohlerzogenen ,kindern1 zwei ,mdeln und einem ,buben4 ,die lteste war ein ,lachtubchen1 und wenn ,asmus ber eine seltsame ,aufgabenlsung ein humoristisches ,augenrollen vollfhrte1 wollte sie sich unter den ,tisch kichern2 nur wenn er die ,frage an das etwas thumbe ,brderlein richtete1 machte sie ein bekmmertes ,muttergottesgesichtchen4 ,die ,stunden wurden glnzend bezahlt1 mit #ge ,pfennigen1 und jeden ,monat zhlte der blendend wei beschrzte ,vater mit verbindlichstem ,dank und hflichen ,komplimenten die blanken ,silberstcke auf die ,ladenbank4 ,hier war alles warm und gut4 ,auch mit dem einzigen ,kinde des ,gelehrten1 zu dem er sechsmal die ,woche ging1 lebte er gute und feine ,stunden4 ,freilich nicht von ,anfang an4 ,als er bei dem sechsjhrigen ,brschchen mit dem ,unterricht beginnen wollte1 bemerkte er1 da es kaum die ,entwicklung eines ,vierjhrigen hatte4 ,infolge von ,krankheit oder ,verzrtelung war es so zurckgeblieben1 da es fast gar nicht sprechen konnte1 und wenn es nach vielen ,ermunterungen und ,mhen endlich den ,mund auftat1 so sagte es trein statt klein und ,josche statt ,rose4 ,o1 o1 oh1 dachte ,asmus1 was fang ich da an4 ,zudem war der ,kleine furchtsam wie ein ,hslein2 er starrte seinen ,lehrmeister nach ,wochen noch an wie einen bsen ,mann und war durch die zndendsten ,witze und die komischsten ,gesichter nicht ins ,lachen zu bringen4 ,hundertmal1 tausendmal sprach ihm ,asmus die richtigen ,laute vergeblich vor das konnte nicht immer kurzweilig und frhlich sein2 dem ,kleinen traten dicke ,trnen ins ,auge1 und dann war alles vorbei 444 ,dann mute ,asmus aufspringen und ein paarmal auf und ab gehen und sich sagen1 da er die ,geschichte vom ,sisyphos bisher immer viel zu leichtfertig und teilnahmlos aufgefat habe4 ,endlich1 nach sechs ,wochen1 sagte das ,bbchen pltzlich ganz richtig klein und ,klavier4 ,asmus traute seinen ,ohren nicht4 ,sag mal ,klaus6 ,klaus4 ,klemme6 ,klemme6 ,klosett6 ,klosett6 ,hurra brllte ,asmus1 hurra1 er kann es6 und er sprang er konnte nicht anders er sprang ber einen ,stuhl4 ,da lachte das ,brschchen zum ersten ,male laut auf1 und nun kam ,sonnenschein ins ,werk4 ,von nun an ging es vorwrts1 und nach einem halben ,jahre streckte sich aus den verhutzelten ,hllblttchen der kleinen ,menschenknospe ein vollkommen helles und frisches ,geistchen hervor4 ,die ,wirksamkeit in diesem ,hause hatte fr ,asmus noch ein anderes ,ergebnis4 ,irgend jemand hatte dem ,vater seines ,schlers gesteckt1 da der junge ,herr ,semper auch dichte1 und eines ,tages erbat der ,vater von seinem ,hauslehrer ein ,lied fr eine ,naturforscherversammlung4 ,asmus sagte zu und dichtete etwas hervorragend ,ungeeignetes4 ,der ,doktor hatte sich ein munteres ,kneiplied gedacht2 ,asmussens ,werk aber war mit mehreren ,zentnern ,naturphilosophie befrachtet4 ,der ,gelehrte1 ein ,gentleman1 fragte gleichwohl mit verbindlichem ,dank nach seiner ,schuldigkeit4 ,vor ,asmussens ,phantasie stieg wie eine ,leuchtkugel ein funkelndes ,fnfmarkstck auf2 aber er lie sich grundstzlich nicht bergentlemannen und sagte1 es sei eine ,geflligkeit1 fr die er kein ,honorar beanspruche4 ,nun1 dann werd ich es auf andere ,weise gutzumachen versuchen1 sagte der ,doktor4 ,und von nun an erschien in jeder ,unterrichtsstunde eine ,tasse ,kaffee1 ein wundervoller ,kaffee1 nicht mit ,zichorien wie zu ,hause4 ,und da er ein ,jahr lang im ,hause des ,gelehrten wirkte1 so kamen ,hunderte von ,tassen ,kaffee heraus1 und sie waren sein erstes ,dichterhonorar1 ein so hohes1 wie er es viele ,jahre spter noch nicht erreichen sollte4 ,,xvi4 ,kapitel4 ,handelt von sonderbaren ,studenten und von einem unvergleichlichen ,architekten4 ,soweit waren die ,privatstunden gut und schn4 ,mit den zwei ,kaufleuten aber ging es schon anders4 ,das waren zwei ,kompagnons1 die ,englisch lernen wollten4 ,aber nicht das ,englisch der ,schulgrammatik1 des ,landpredigers von ,wakefield und des ,verlorenen ,paradieses1 sondern das ,englisch der ,butter-1 ,eier- und ,buckskinhndler4 ,also kaufte sich ,asmus eine ,grammatik der englischen ,kaufmanns- und ,gewerbesprache und studierte mit ,volldampf englische ,tratten1 ,rimessen1 ,konnossemente1 ,fakturen1 ,beschwerden ber unbefriedigende ,hosenstoffe und ,insolvenzerklrungen4 ,die beiden ,schler waren so ungleich wie nur denkbar2 der eine begriff nichts1 der andere alles1 und das mochte diesen bewogen haben1 sich mit jenem zu assoziieren4 ,wie sollte man mit zwei solchen ,pferden vorwrts kommen6 ,und obendrein mute man doch noch immer auf der ,hut sein1 den verstopften ,geist seine ,beschrnktheit allzu beschmend fhlen zu lassen6 ,aber die ,qual sollte nicht allzulange dauern4 ,als ,asmus nach zehn ,unterrichtsstunden zur elften erschien1 erklrte ihm die ,frau1 bei der die beiden ,junggesellen gewohnt hatten1 da seine ,schler verzogen seien unbekannt1 wohin4 ,sein ,honorar hatten die ,kompagnons mitgenommen4 ,asmus stand eine ,weile sinnend vor dem ,hause und betrachtete beim ,schein der ,gaslaterne die ,grammatik fr ,kaufmannsenglisch1 die vier ,mark gekostet hatte und fr die er nie im ,leben wieder ,verwendung finden sollte4 ,mit diesen ,stunden hatte er besonders gerechnet4 ,er verdiente allgemach so viel1 da er seinen ,eltern ,kost und ,wohnung vergten konnte1 und diese ,stunden sollten es ihm endlich ermglichen1 von seinem ,verdienst ein weniges fr sich zu behalten4 ,wenn die ,stunden eine ,weile fortgingen1 wollte er sich ein ,klavier mieten6 ,und auf diesem einst zu mietenden ,klavier hatte ,ludwig ,sempers ,sohn auf ,spaziergngen und an stillen ,feierabenden schon manches ,adagio cantabile und manches ,presto furioso gespielt4 ,denn er war vielleicht der grte und khnste ,luftschloarchitekt seines ,jahrhunderts4 ,aus einem einzigen ,stein baute er ein ,schlo2 aber er lie es nicht etwa1 wie die meisten dieser ,knstler1 bei dem ,gerst oder bei der ,fassade bewenden2 nein1 er fhrte es durch und hinauf bis zu den letzten ,fialen und ,trmchen1 die mit den ,mondstrahlen stritten an ,feinheit und ,glanz2 er baute es aus von der ,halle bis ins verschwiegenste ,gemach1 von der breitschimmernden ,treppe bis in die ,kammer des ,trmers1 vom lauschigen ,erker bis zum lachenden ,balkon1 der in prangende ,grten hinabsah4 ,denn was wre ein ,schlo ohne einen ,park mit ,brcken und ,lauben1 mit singenden ,wassern und horchenden ,steinbildern1 mit hundert ,abgrnden fr den ,traum und hundert ,grotten und ,hhlen fr die ,erinnerung8 ,aber das merkwrdigste war1 da er1 wenn das ,schlo nun pltzlich im leeren ,grau verschwand1 nur drei ,sekunden brauchte1 um sich mit dieser vollendeten ,tatsache abzufinden4 ,er galt bei denen1 die ihn kannten1 fr einen ,menschen von ,talent2 aber sein grtes ,talent kannten weder sie noch er selbst3 sein unerhrtes ,talent1 glcklich zu sein4 ,in einem heimlichen ,schubfach seines ,herzens lagen tausend ,bauplne zu neuen ,luftschlssern2 hinter seiner ,stirn brannte wie ein wandelloser ,stern die ,hoffnung3 ,einmal bau ich mir doch ein ,schlo1 ein ,schlo aus wirklichem ,glck1 und so viele1 so herrliche ,schlsser ihm versinken mochten er vershnte sich mit jeder ,notwendigkeit und kannte nichts ,unsinnigeres als ,trauer um das ,unabnderliche4 ,und so schob er denn die ,grammatik der englischen ,handelssprache unter den ,arm und sagte sich3 ,ich habe doch meine ,kenntnis des ,englischen erweitert und einen gewissen ,einblick in geschftliche ,dinge bekommen wer wei1 ob ich sonst jemals dazu gekommen wre4 ,damit waren die ,kompagnons erledigt4 ,die ,lust1 etwas zu lernen1 ist unter den ,menschen weit verbreitet1 die ,lust1 sich darum anzustrengen1 nicht4 ,es gab wohl allerlei ,leute1 die ,privatstunden haben wollten2 aber sie gaben sie gewhnlich schnell wieder auf1 wenn sie merkten1 da das ,lernen bei aller ,milde der ,methoden doch etwas anderes ist als eine schmerzlose ,einspritzung ins ,gehirn4 ,so gingen allerlei ,leute durch ,asmussens ,hnde3 ein ,opernsnger1 der fast so begabt war wie der beschrnkte ,kompagnon1 aber nicht singen konnte2 ein ,franzose1 der ,deutsch lernen wollte1 der ayant oubli son porte-monnaie ,asmussen um drei ,mark anpumpte und dann nicht wiederkam2 ein ,gastwirt1 der eine feinere ,wirtschaft bernahm und darum ,bildung lernen wollte1 und manche andere2 es gab ,wochen1 in denen das ,geschft blhte2 aber sie wechselten mit ,monaten1 ,vierteljahren1 an denen es darniederlag4 ,und wenn den ,glckspilz ,asmus ,semper etwas andauernd unglcklich machen konnte1 so war es das ,gefhl1 seinen ,eltern zur ,last zu liegen1 und die ,furcht1 in den ,augen seiner ,mutter den stummen ,vorwurf zu lesen1 da er seinen ,eltern ,opfer und ,sorgen auferlege1 die keines der anderen ,kinder verlangt habe4 ,,xvii4 ,kapitel4 ,das ,schicksal fhrt uns zu wunderlichen ,tischgenossen4 ,in solcher ,zeit ward ihm einmal ,hilfe durch einen ,lehrer1 der ihm in feinen ,husern drei ,freitische verschaffte4 ,asmus jubelte1 erstens weil er seinen ,eltern drei ,mittagsmahle ersparte1 und zweitens1 weil ihm ein ,klassenkollege und ,freitischler auf ,spaziergngen zu wiederholten ,malen die ,leckerbissen geschildert hatte1 die es in solchen ,husern gebe4 ,schneeblle zum ,beispiel1 ,schneeblle zum ,nachtisch1 man denke6 ,asmus freute sich wie ein ,kind auf die zu erwartenden ,festgerichte und ahnte nicht1 womit sie gewrzt waren4 ,und bei dem ,architekten war es wirklich schn6 ,die kinderlosen1 noch jungen ,eheleute behandelten ihn ganz wie einen ,gast2 das ,mdchen servierte erst der gndigen ,frau1 dann ihm und dann erst dem ,hausherrn1 und die gndige ,frau schanzte ihm immer besonders gute ,bissen zu und schlte und zerlegte ihm mit eigenen ,hnden pfel und ,apfelsinen4 ,asmus war von dieser reinen ,gte so beschmt1 da er anfangs vor ,beklommenheit nicht reden und nicht essen konnte4 ,aber die ungezwungene ,freundlichkeit der ,wirte1 die keine seiner ,verlegenheiten und ,unbeholfenheiten zu bemerken schien1 half ihm ber alle ngste hinweg2 der ,hausherr schenkte ihm immer wieder ein1 behandelte ihn als alten ,kneipgesellen und neckte bei aller ,zartheit seine ,frau so lustig und unbefangen1 als wre niemand zugegen denn ein alter ,freund6 ,greifen ,sie zu1 ,herr ,semper1 greifen ,sie zu6 rief er4 ,meine ,frau hofft natrlich1 da von dem ,eis was nachbleibt sie nascht nmlich2 aber wir sind fr ihre ,gesundheit verantwortlich2 es darf nichts brig bleiben4 ,dann drohte die sanfte ,frau ihrem ,gatten lchelnd mit dem ,finger und schob ,asmussen die ,eistorte zu mit einem ,glanz in den ,augen1 als pflege sie in dem kleinen ,seminaristen ihr ersehntes ,kind4 ,wie ganz anders ging es da bei ,stadtrats zu4 ,da kam ,asmus gleich beim ersten ,male neben einer pompsen ,dame zu sitzen2 sie hie ,frau ,senator1 und er war sozusagen ihr ,tischherr4 ,zwischen ihr und ihm stand auf dem ,tisch eine ,flasche ,rotwein4 ,als der erste ,gang nach der ,suppe aufgetragen war1 sagte die dicke ,frau in einem bsen ,tone3 ,na1 wenn ,sie keinen ,wein mgen1 ich mag ,wein6 nahm heftig den ,stpsel von der ,flasche und schenkte sich ein4 ,asmus wars1 als ob ihm siedendes ,wasser ber den ganzen ,leib liefe4 ,wie sollte er denn dazu kommen1 sich an einer ,flasche ,wein zu vergreifen1 die andern ,leuten gehrte1 und diesen ,wein einer ,dame anzubieten1 einer ,dame furchtbar prchtig wie blutiger ,nordlichtschein6 ,wenn er auch in der ,theorie noch ,knigsmrder war und wute1 da es schlechte ,knige und ,minister gebe1 in der ,praxis glaubte er noch fest1 da ein ,mensch1 der ,frau ,senator heie1 auch wirklich etwas ,hervorragendes und ,feines sein msse4 ,da war aber auch noch jedesmal ein ,kandidat1 der bei jeder passenden und unpassenden ,gelegenheit auf die ,juden schimpfte1 sonst aber keine geistige ,regsamkeit erkennen lie4 ,in ,asmussens ,herzen war die ,stelle noch sonnenwarm1 an die er vor ,jahren ,lessings ,gedicht von ,nathan dem ,weisen gedrckt hatte4 ,der ,kandidat war ihm furchtbar zuwider4 ,er konnt es begreifen1 da man einzelne ,menschen hate1 wenn sie schlecht waren2 auch er konnte hassen1 o gewi1 leidenschaftlich1 wenn auch nicht lange2 aber da man eine ganze ,menschenklasse hassen1 verdammen1 beschimpfen und ihr alles ,leid an den ,hals wnschen konnte1 das emprte ihn wie eine ,roheit des ,herzens1 und diese ,emprung schwoll eines ,tages so gewaltig in ihm auf1 da er1 ber und ber errtend1 dem ,kandidaten erwiderte3 ,vergessen ,sie doch nicht1 wie man die ,juden behandelt hat4 ,o1 das war nicht so schlimm1 meinte der ,gottesgelehrte spttisch4 ,so8 ,haben ,sie ,freytags ,bilder aus der ,deutschen ,vergangenheit gelesen8 ,nee4 ,nun1 da knnen ,sies nachlesen2 ,freytag ist gewi unparteiisch4 ,und ich mu sagen3 ,wenn man mich so behandelte1 wrde ich nur eine ,antwort kennen3 ,ha1 unauslschlichen ,ha4 ,man ging schnell ber die ,taktlosigkeit des ,freitischlers hinweg1 und als ,asmus zehn ,minuten spter eine bescheidene ,bemerkung an die ,frau ,senator richtete1 tat sie1 als htte sie nichts gehrt4 ,das nchste ,mal war ein ,professor von der ,familie zugegen4 ,er zog den jungen ,semper sehr wohlwollend in ein ,gesprch ber die ,schule1 und im ,laufe dieses ,gesprchs erklrte ,asmus die allgemeine ,volksschule fr sein ,ideal4 ,ja1 mein lieber ,herr ,semler1 nicht wahr8 ,semper4 ,semper6 ,pardon6 sehen ,sie1 das macht sich in der ,theorie ja alles sehr schn2 aber wie wollen ,sie das durchfhren8 ,wir knnen doch unsere ,kinder nicht mit ,krethi und ,plethi zusammen erziehen lassen4 ,wenn unsere ,tchter mit den ,tchtern unseres ,grnhkers auf derselben ,schulbank sitzen1 woher sollen wir denn unsere ,frauen nehmen8 ,asmus empfand eine deutliche ,ohrfeige4 ,fr ,krethi und ,plethi und ,grnhker konnte man auch ,zigarrendreher sagen4 brigens hatte der ,professor ,asmussen nicht nur eine feine ,zigarre gereicht1 sondern ihm sogar ,feuer gegeben4 ,als der ,seminarist eine ,viertelstunde spter die mit dicken ,teppichen belegte ,treppe hinabstieg und das ,dienstmdchen ihm mit ,herablassung den berzieher reichte1 fragte er sich3 ,durfte ich dazu nun schweigen8 ,durfte ich sozusagen meine ,eltern beschimpfen lassen fr ein feines ,diner8 ,darf ich berhaupt zu all diesen schrecklichen ,ansichten schweigen und den ,anschein erwecken1 da ich sie teile8 ,natrlich mute er schweigen2 denn dreinzureden wre sehr unbescheiden gewesen4 ,aber er konnte das nicht mit anhren1 ohne jeden ,augenblick aufzuzucken4 ,und ihm fiel das schne ,aristokratenwort seines ,landsmannes ,th4 ,storm ein3 ,wo zum ,weib du nicht die ,tochter ,wagen wrdest zu begehren1 ,halte dich zu wert1 um gastlich ,in dem ,hause zu verkehren4 ,der ,kopfhnger ,asmus richtete sich hoch auf1 und zu ,hause angelangt1 schrieb er sofort an ,stadtratens1 da er durch ,privatstunden und andere ,pflichten leider verhindert sei1 fernerhin zum ,essen zu kommen1 und da er fr die erwiesene ,gte danke4 ,bei dem reichen ,lederhndler aber1 der ,senator werden wollte1 hielt ers nur eine einzige ,mahlzeit aus4 ,als man zum ,essen ging1 wollte ,asmus schon seinen ,stuhl vom ,tische abrcken1 um sich darauf zu setzen1 da bemerkte er1 da alle hinter ihren ,sthlen stehen blieben zum ,gebet4 ,er trat schnell ebenfalls hinter seinen ,stuhl1 faltete aber weder die ,hnde noch senkte er den ,kopf1 um nicht den ,anschein zu erwecken1 da er mitbete4 ,der ,hausvater tat1 als habe er nichts bemerkt2 aber gegen ,ende der ,mahlzeit flocht er in sein erbauliches ,gesprch ein ,sprchlein ein1 das lautete3 ,wer ungebetet zu ,tische geht ,und ungebetet vom ,tisch aufsteht1 ,der ist dem chs- und ,eslein gleich ,und hat nicht teil am ,himmelreich4 ,durch diese liebevolle ,weltanschauung fhlte sich indessen ,asmus nicht einmal so weit berzeugt1 da er beim ,gebet nach ,tisch die ,hnde faltete1 vielmehr sagte er sich auf dem ,nachhausewege3 ,kann ich erwarten1 da die ,leute meinetwegen nicht beten8 ,ganz gewi nicht4 ,knnen sie verlangen1 da ich aus ,dankbarkeit fr das ,mittagessen mitbete8 ,ebensowenig4 ,ich bete nicht4 ,so nicht4 ,so nicht6 rief der ,jngling1 der nach der ,ansicht des ,lederhndlers keinen ,teil am ,himmelreich hatte1 laut vor sich hin1 so laut1 da ein kleiner ,junge ihn anstarrte und ihm eine ,weile nachschaute4 ,und merkwrdig1 wieder fiel ihm ein steifnackiges ,wort ,theodor ,storms ein3 ,auch bleib der ,priester meinem ,grabe fern2 ,zwar sind es ,worte1 die der ,wind verweht2 ,doch will es sich nicht schicken1 da ,protest ,gepredigt werde dem1 was ich gewesen1 ,indes ich ruh im ,bann des ewgen ,schweigens6 ,,xviii4 ,kapitel4 ,wie ,asmus schlafwandelte und die ,gedankenwelt des ,herrn ,quasebarth auf den ,kopf stellte4 ,als obendrein der ,architekt nach ,sddeutschland bersiedelte und auch diese ,speisung ihr ,ende fand1 sah ,asmus sich wieder ganz auf dem alten ,punkte4 ,es galt1 eifriger denn je nach ,privatstunden auszuschauen1 und er fand auch immer wieder neue2 aber da sie meistens schlecht bezahlt wurden1 so mute er ihrer so viele geben1 da er an gewissen ,tagen mit einer dreiviertelstndigen ,unterbrechung von sieben ,uhr morgens bis elf ,uhr abends bei der ,arbeit oder auf dem ,marsche war4 ,um sechs ,uhr abends kam er dann zum ,mittagessen4 ,das ,diner war in zehn ,minuten erledigt1 und dann lehnte er sich ins ,sofa zurck1 um #ce ,minuten lang nichts1 gar nichts zu tun4 ,solche ,bedrfnisse hatte er frher nicht gekannt4 ,mit dem ,blick auf die ,uhr geno er die ,minuten einzeln1 und die ,zeit schien dadurch lnger zu werden4 ,noch sieben schne ,minuten1 dachte er1 noch sechs1 noch vier1 und die letzten ,minuten kostete er1 wie man ,tropfen eines kostbaren ,weines einzeln auf der ,zunge zergehen lt4 ,o weh1 dann war er doch ins ,trumen geraten und hatte fnf ,minuten ber die ,zeit genossen6 ,nun hie es rennen4 ,eines ,abends auf dem ,heimwege stie er mit dem ,kopfe gegen den ,mauerpfeiler eines ,gartenportals4 ,wie konnte denn das angehen8 ,hatte er denn im ,gehen geschlafen8 ,nein1 das war nicht mglich4 ,er blutete an der ,wange1 und am andern ,tage neckte man ihn in der ,klasse1 er sei bekneipt gewesen4 ,wenige ,tage spter1 auf demselben ,wege1 erwachte er pltzlich auf einem freien ,platze4 ,er mute sich lange besinnen1 eh er begriff1 wo er war4 ,er war in einer ganz verkehrten ,richtung gegangen und hatte nun einen noch weiteren ,weg nach ,hause als sonst4 ,er war so erschpft1 da er nach zehn ,schritten immer wieder einschlief2 aber der einstndige ,weg mute gemacht werden1 da half nichts4 ,er nahm ein heftiges ,tempo an und stampfte den ,boden wie ein ,grenadier beim ,parademarsch2 aber nach wenigen ,minuten wurden seine ,schritte langsamer langsamer langsamer4 ,am andern ,morgen erinnerte er sich nicht1 wie er nach ,hause gekommen4 ,und noch einige ,tage spter erwachte er auf demselben ,heimwege von einem trappelnden ,gerusch4 ,verstrt blickte er auf und fand1 da er vor zwei sich bumenden ,pferden stand1 die um seinetwillen nicht weiter wollten4 ,er sprang zur ,seite1 und der ,kutscher fuhr fluchend weiter und schimpfte etwas von ,besoffenheit vor sich hin4 ,dieser ,schreck war von so nachhaltiger ,wirkung1 da ,asmus nicht wieder im ,gehen einschlief4 ,die ,theorie1 da der ,mensch eigentlich berhaupt keinen ,schlaf brauche1 hatte er aufgegeben4 ,manchesmal in dieser ,zeit mute er an ,adolfinen denken1 wie sie lachend ihren groen ,mund aufri und rief3 ,du willst ,lehrer werden8 ,du bist wohl verrckt6 ,und wer wute1 ob er nicht wirklich eines ,tages die ,flinte ins ,korn warf und ans ,zigarrenbrett ging6 ,aber da war ,ludwig ,semper1 sein ,vater4 ,je lter ,ludwig wurde1 desto frher stand er auf2 er schlief nur wenige ,stunden in der ,nacht4 ,und in der ,frhe des ,morgens bereitete er seinem ,sohne den ,kaffee und strich ihm sein ,brot4 ,und wenn ,asmus seine bescheidene ,toilette beendet und sich zum ,frhtrunk gesetzt hatte1 dann wute er1 ohne aufzublicken1 da der ,blick seines ,vaters auf ihm ruhte4 ,er freut sich1 da es mir schmeckt1 dachte ,asmus4 ,und er freut sich1 da ich ins ,seminar gehen kann und etwas werde1 was er nicht werden durfte4 ,o ja1 zu ,hause schmeckte ihm noch das ,brot2 aber er mute auch den ,tag ber von ,brot leben1 weil er erst um #e oder um #f ,uhr zum ,mittagessen kam1 und wenn er in der ,mittagspause im ,seminar sein ,frhstck auswickelte1 dann schauderte er oft zurck und wickelte es wieder ein4 ,die ,luft dieser alten ,schulkasernen belegt alle ,luft- und ,speisewege wie mit einer belschmeckenden ,schicht2 bis in den ,magen hinein fhlte man diese ,luft2 er mute sich ,gewalt antun1 wenn er einen ,bissen hinunterwrgen wollte1 und wenn einem ,achtzehnjhrigen der ,appetit fehlt1 so fehlt ihm ein ,stck ,jugend4 ,und eines ,morgens fragte ihn ,herr ,rothgrn in der ,geschichtsstunde3 ,stehen ,sie morgens so frh auf8 ,ich o nein1 sagte ,asmus ohne ,verstndnis4 ,sie schliefen nmlich eben1 fuhr ,herr ,rothgrn pikierten ,tones fort4 ,ich8 ,nein6 erklrte ,asmus wie alle ,leute1 die der ,schlaf wider ,willen berfllt1 und in der ,tat war der ,schlaf nur wie ein leises ,wlkchen vor seinen ,augen vorbergezogen4 ,er hatte ,herrn ,rothgrn noch vom zweiten ,samniterkriege sprechen hren1 und jetzt sprach er vom dritten1 also konnte nicht viel ,zeit verstrichen sein2 denn ,herr ,rothgrn erledigte solche ,sachen sehr schnell4 ,und in eben dieser ,aufmachung interessierten ,asmus die ,samniterkriege nur uerst schwach4 ,da ihn sein frhlichstes ,gefhl1 sein ,kraftgefhl in diesen ,zeiten verlie1 fhlte er sich ernstlich unglcklich4 ,da er in der ,klasse eingeschlafen war1 empfand er bei seinem peinlichen ,ehrgefhl als eine ,schmach1 und da er ,herrn ,rothgrn in seiner ,eitelkeit verletzt hatte1 war nicht gut2 denn ,herr ,rothgrn verga dergleichen schwer2 aber das alles bedeutete nichts gegen einen anderen ,schmerz4 ,das war kein ,studieren mehr1 was er jetzt trieb6 ,das war nichts als ein ,aufschnappen und ,wiederfahrenlassen im ,husch und ,hui4 ,er war es gewohnt1 zu dem1 was das ,seminar ihm gab1 wenigstens ebensoviel durch eigene ,arbeit hinzuzutun4 ,bei wichtigen ,fragen und ,aufgaben und seinem ,feuereifer schien fast alles wichtig holte er sich alle ,darstellungen und ,behandlungen herbei1 die ihm ,neues bieten konnten1 und durchackerte sie2 aber nie beruhigte er sich bei den ,bchern2 er zwang sich1 die ,ideen eines ,bacon1 eines ,comenius1 eines ,pestalozzi und ,herbart1 die ,abhandlungen eines ,schiller und ,lessing1 die ,darstellungen eines ,ranke und ,mommsen unabhngig vom ,buch1 in eigener ,form zu rekonstruieren1 ihre ,zusammenhnge1 da1 wo sie ihm fehlten1 selbst zu finden2 er hielt sich gleichsam selbst ,vortrge2 ja1 er diskutierte im ,schlafzimmer laut mit sich selbst und stellte ,grund und ,gegengrund sozusagen im kontradiktorischen ,verfahren einander gegenber1 so da ,frau ,rebekka1 die fr den ,frieden eines ,studierzimmers nicht allzuviel ,verstndnis hatte1 zuweilen lchelnd hereinkam und rief3 ,junge1 du priesterst ja wieder ordentlich4 ,er hatte nun einmal dies leidenschaftliche ,bedrfnis nach ,klarheit2 es war1 als ob eine ,stimme in ihm rief3 ,nichts ,dunkles hinter dir zurcklassen1 sonst verwirrt sich alles ,knftige1 und er hatte den heiligen ,glauben1 da1 wer sich bei keinem unklaren ,gedanken beruhige1 endlich auch die letzten ,rtsel lsen msse4 ,er war in der ,mathematik nicht zufrieden damit1 die ,lehrstze zu beweisen und die ,aufgaben zu lsen1 er wollte auch die ,axiome beweisen und begrnden4 ,da jede ,gre sich selbst gleich ist natrlich1 die ,wahrheit dieses ,satzes begriff er intuitiv wie jeder normale ,mensch2 aber er wollte sie auch beweisen1 und das konnte man nicht1 und die ihm in spteren ,jahren das bedrckte ,herz befreien sollten3 die intuitiven ,gewiheiten1 sie machten ihm in diesen ,jahren ,pein4 ,aber noch mehr3 alles1 was er logisch begriffen hatte1 wollte er auch sinnlich erfassen4 ,es war der ,knstler in ihm1 der sich nicht beim ,abstrakten beruhigen wollte4 ,den ,satz des ,menelaos von der ,transversale1 die die ,seiten eines ,dreiecks schneidet1 logisch begreifen und beweisen1 das konnte ein ,kind2 aber er wollte auch sehen1 da die ,produkte der nicht anstoenden ,abschnitte einander gleich seien4 ,und das konnte man nicht4 ,ja1 man konnt es ja ausrechnen1 aber das war kein ,sehen6 ,und nun kam noch hinzu1 da er mit einem ,mangel in seiner ,anlage zu kmpfen hatte3 in gewissen ,dingen der ,physik1 der ,anatomie1 der ,botanik und so weiter machte ihm das dreidimensionale ,vorstellen ,schwierigkeiten4 ,wenn er sich den ,lngsdurchschnitt des menschlichen ,krpers oder einer ,maschine oder eines pflanzlichen ,gefsystems vorstellte1 so ward es ihm bitter schwer1 sich zugleich den ,querdurchschnitt vorzustellen1 und er grub die ,ngel in die ,stirnhaut1 da es schmerzte1 bis er die rechte ,anschauung gewann4 ,er hatte das ,gefhl1 als knne er sein ,gehirn anspannen1 wie die ,muskeln seiner geballten ,faust4 ,da die ,molekularbewegung und das ,atomgewicht1 der ,magnetismus1 die ,elektrizitt und vieles andere ihm ,sorge machten1 ist selbstverstndlich4 ,warum wirkte am doppeltlangen ,hebelarm das halbe ,pfund genau so stark wie das ganze ,pfund am einfachen1 warum1 in drei ,teufels ,namen warum8 ,es war so leicht1 zu lernen1 und so schwer1 zu erkennen4 ,und er fand in seinem ,seelendrange nicht immer ,untersttzung4 ,um sich im raschen und klaren ,erfassen geometrischer ,verhltnisse zu ben1 liebte es ,asmus1 die ,figuren nicht mechanisch1 sondern mit den mglichen ,vernderungen in ,konstruktion und ,lage zu wiederholen1 und bekanntlich ist es der ,geometrie fabelhaft gleichgltig1 ob das ,hypothenusenquadrat oben oder unten1 rechts oder links liegt1 dieweilen sie von oben und unten1 rechts und links berhaupt nichts wei4 ,aber ,herr ,quasebarth1 der ,lehrer der ,mathematik1 dachte nicht so vorurteilslos1 und als ,asmus eines ,tages fnf ,konstruktionsaufgaben einreichte1 die nicht so standen1 wie es ,herr ,quasebarth seit siebenundzwanzig ,jahren gewohnt war1 sondern auf dem ,bauche oder auf dem ,rcken lagen oder auf dem ,kopfe standen1 da schrieb er mit ,wucht darunter falsch und eine ,vier1 das schlechteste ,zeugnis2 denn er durchflog die ,hefte seiner ,schler wie ein ,schnellzug1 der unterwegs nicht hlt4 ,asmus machte ihn darauf aufmerksam1 da alle ,aufgaben zweifellos richtig gelst seien und nur sozusagen andere ,hosen anhtten als sonst4 ,herr ,quasebarth sagte hhnisch3 ,so und dann sah er ins ,heft und sagte3 ,die und dann sagte er unsicheren ,tones3 ,das und nachdem er noch ,hm gesagt hatte1 rief er rgerlich3 ,ja1 richtig sind sie wohl2 aber was sollen die ,vernderungen3 machen ,sie es doch1 wie es alle anderen machen6 und er nahm die ,feder und erhhte das ,zeugnis um einen halben ,grad4 ,er wollte damit ausdrcken1 da der ,schler richtig gearbeitet1 der ,lehrer hingegen recht habe4 ,,xix4 ,kapitel4 ,asmus klagt sich wegen schwindelhaften ,bauens an und wird in ,verruf erklrt4 ,ja1 die ,gesetze des ,hebels und die ,wunder des ,spektrums und vor allem jener fatale ,abgrund1 der zwischen ,krperwelt und ,gedankenwelt klafft1 jener ,abgrund1 den wir immerfort berspringen1 ohne ihn jemals zu sehen1 sie hatten seinem bohrenden ,geiste wilde ,sorgen gemacht2 aber es waren holde ,sorgen gewesen1 frhliche ,sorgen1 ,sorgen1 die man nicht scheuchte1 sondern suchte2 denn das ist das gttliche ,wunder in allem geistigen ,ringen1 da auch die ,niederlagen uns strker und freier machen1 solange uns ,hoffnung bleibt4 ,die schne ,zeit dieser ,sorgen war dahin4 ,bei den vielen ,privatstunden konnte er nur das ,notdrftigste pauken1 konnte er eigentlich nur fr den ,schein arbeiten4 ,jawohl1 wenn er eine ,reihe von ,regeln oder ,vokabeln oder eine ,biographie oder einen ,geschichtsabschnitt einmal durchgelesen hatte1 so wute er sie1 aber fr wie lange8 ,und was hatte dies oberflchliche ,wissen fr einen ,wert8 ,was sollte das fr ein ,wissensgebude werden1 das so schwindelhaft gebaute ,partien aufwies4 ,in der ,tat3 er kam sich vor wie ein gewissenloser ,baumeister1 der schadhafte ,mauern unterm ,putz verbirgt1 und dies ,bewutsein einer ,art ,unredlichkeit peinigte ihn mehr als alles andre1 obgleich niemand mehr von ihm verlangte1 als er leistete1 das lieen seine ,zeugnisse deutlich erkennen4 ,mit diesen ,zeugnissen hatte er gleich nach dem ersten ,quartal ein ,malheur gehabt1 das von eigenartigen ,folgen sein sollte4 ,am ,quartalsschlu hatte nmlich der ,ordinarius gesprochen3 ,das ,kollegium ist einstimmig der ,ansicht1 da die ,klasse sich nicht in dem ,mae anspannt1 wie sie es knnte1 und hat darum beschlossen1 die hchste ,zensur im ,flei mit einer einzigen ,ausnahme nicht zu vergeben4 ,diese ,ausnahme bildet ,semper2 ihm ist eine ,eins zuerkannt worden4 ,das war ehrenvoll und sehr gefhrlich4 ,asmus empfand sofort mit jenem ,tastgefhl1 das weit ber die ,grenzen des ,krpers hinausreicht1 da seine ,klassenkollegen ihm anders begegneten als sonst4 ,es waren wohl manche da1 die es ihm freudig gnnten2 aber die andern waren in der ,mehrzahl4 ,unter diesen andern war ,wiedemann1 ein langer ,jngling mit der ,stimme einer alten ,tante1 den ,bewegungen einer ,raupe und feuchtkalten ,hnden4 ,asmussens ,hnde waren trocken und sehr warm1 fast hei4 ,zwischen solchen ,menschen steht etwas1 was nicht zu berwinden ist4 ,asmus konnte gegen diesen ,kameraden nicht freundlich tun2 aber ,wiedemann tat freundlich4 ,es gab in der ,klasse einen vorzglichen ,mathematiker1 der es namentlich im ,rechnen allen andern zuvortat4 ,der ,mollwitz ist doch ein groartiger ,mathematiker1 was8 sagte ,wiedemann mit lauerndem ,lcheln zu ,semper4 ,das ist er1 versetzte dieser4 ,ich halte ihn fr den besten ,mathematiker in der ganzen ,klasse1 fuhr der ,lauernde fort4 ,ich auch1 erklrte ,semper und begriff nicht recht1 was ,wiedemann mit diesen ,selbstverstndlichkeiten beabsichtigte4 ,wiedemann war enttuscht4 ,es gab aber auch einen ,seminaristen namens ,frey1 der ein klarer1 tchtiger ,kopf war und auch einen guten ,stil schrieb4 ,eines ,tages schob sich die ,raupe wieder heran4 ,der ,frey schreibt doch n groartigen ,aufsatz1 was8 forschte ,wiedemann4 ,er schreibt n guten ,aufsatz1 ja1 sagte ,asmus4 ,na1 das mut du doch auch sagen1 seinen ,aufsatz macht ihm doch keiner nach6 ,soo8 machte ,semper4 ,ja1 bist du nicht der ,meinung8 ,nein1 erwiderte ,asmus kalt4 ,er wute ganz genau1 da ers besser konnte4 ,das sagte er zwar nicht2 aber er sah auch nicht den geringsten ,anla1 das ,gegenteil zu lgen4 ,wiedemann machte noch immer ein lammfreundliches ,gesicht mit ,ausnahme der ,augen4 ,augen sind ,lcher1 die der ,herrgott im ,menschenkrper gelassen hat wie die ,gucklcher in einer ,verbrecherzelle1 damit der ,mensch nicht allzu ungehindert heucheln knne4 ,augen heucheln nicht mit4 ,wiedemanns ,antlitz und ,stimme streichelten2 aber seine ,augen stachen1 als er nun fragte3 ,wer schreibt hier denn einen besseren ,aufsatz8 ,und obwohl ihm ,asmus jetzt durch die grnglimmernden ,augen bis in die ,nieren schaute1 sagte er3 ,du nicht4 ,in solchen ,augenblicken kam etwas wie ,husarengeist ber ihn4 ,wiedemann ging erquickt von dannen4 ,und er ging aus wie ein ,semann1 zu sen seinen ,samen1 und verbreitete die ,kunde1 ,semper habe sich fr den besten ,aufsatzschreiber der ganzen ,klasse erklrt1 er halte sich berhaupt fr den ,klgsten von allen und finde die ,arbeiten ,freys nur so ziemlich4 ,dies sagte er besonders zu ,frey4 ,seltsamerweise blieben aber ,frey und ,semper die besten ,freunde4 ,sonst aber fiel ,wiedemanns ,samen auf gutes1 fruchtbares ,land1 und ,asmus fhlte wohl1 da die ,stimmung gegen ihn wuchs4 ,sollten sich hier die ,leiden aus der ,knabenschule wiederholen8 ,o1 sie sollten es nicht nur hier6 ,unter den ,giftpflanzen ist eine1 die keines ,samens und keines ,keimes bedarf1 die auch aus ,nichts entstehen kann wie die ,schpfung ,jahwehs1 das ist die ,verleumdung4 ,sie braucht nur einen guten ,boden1 dann erzeugt sie sich aus nichts4 ,eines ,tages wurde ,asmus von ,seybold gestellt1 von demselben ,seybold1 der bei der ,prparandenprfung einen so sichern ,blick fr ,sempers ,arbeiten und eine so lebhafte ,teilnahme an seinen ,erfolgen bekundet hatte4 ,er war von einer ganzen ,korona von ,seminaristen umgeben und hub also an3 ,hier wird behauptet1 du httest dem ,direktor angezeigt1 da ,mller und ,warncke nach der letzten ,kneipe den ,unterricht geschwnzt und im ,botanischen ,garten ihren ,kater spazieren gefhrt htten4 ,wre nun ,asmus ,semper irgend ein anderer gewesen1 so wrde er vielleicht gesagt haben3 ,bemhe dich bitte sofort mit mir zum ,direktor1 damit wir die vollkommene ,unwahrheit dieser ,behauptung feststellen4 ,oder er wrde wie jener ,yankee gesprochen haben1 den jemand einen ,schurken nannte und der freundlich erwiderte3 ,damit1 mein ,verehrtester1 da ,sie es behaupten1 ist es noch lange nicht bewiesen4 ,aber wr er besonnen gewesen1 so wre er nicht der ,semper gewesen1 und also erwiderte er3 ,wer das sagt1 ist entweder ein ,lump oder ein ,idiot4 ,das ,blut seiner ,mutter schlug mit ,flammen zum ,dach hinaus4 ,auch diese ,antwort war ja richtig2 aber ihre ,richtigkeit wurde nicht zugestanden4 ,hahaaa1 johlte die ,korona1 da haben wirs1 wir sind alle ,lumpen und ,idioten6 ,wre ,asmus jener ,yankee gewesen1 so htte er gesagt3 ,dieser ,schlu entbehrt durchaus der logischen ,richtigkeit2 statt dessen verzog er das bleiche ,gesicht zu einem ,ausdruck grenzenloser ,verachtung und sagte3 ,bitte1 ich sagte3 oder4 ,sie stutzten einen ,augenblick1 und als sie diese ,antwort begriffen hatten1 tobten sie und erklrten ,asmus ,semper wegen seines ,hochmuts1 seiner ,frechheit und seiner ,inkollegialitt in ,verruf4 ,die ,inkollegialitt bestand darin1 da er mehr wute und konnte als ,seybold1 ,wiedemann und ,kompanie und dies in seinen ,arbeiten schamlos zu erkennen gab4 ,vor ,asmussens ,augen stand sein alter herrlicher ,schulmeister1 ,herr ,cremer1 wie er dem ,quintus ,fabius nachahmte4 ,er pflegte zwei ,falten in seinen ,rock zu machen und zu sagen3 ,so stand ,quintus ,fabius vor der karthagischen ,ratsversammlung und sagte3 ,hier in den ,falten meiner ,toga habe ich ,krieg und ,frieden whlt6 ,so hatte das ,schicksal in ,gestalt der ,seybold1 ,wiedemann und ,genossen vor ihm gestanden1 und genau wie die ,karthager hatte er geantwortet3 ,gebt1 was ihr wollt4 ,und ,quintus ,fabius ,seybold hatte gesagt3 ,so hab denn ,krieg4 ,und so war es also ,krieg4 ,ja1 wenn es noch ein richtiger1 ehrlicher ,krieg gewesen wre4 ,aber es war die bekannte ,guerilla bser ,schikanen1 in deren ,erfindung die ,jugend so grausam ist und in der das ,zwanzig gegen ,einen durchaus nicht fr unehrenhaft gilt4 ,wenn er des ,morgens kam gerade jetzt wieder in einem geschenkten ,rock1 der ihm viel zu weit war dann bildeten sie ,spalier1 erwiesen ihm hhnische ,ehren und spotteten ber seinen ,rock4 ,der ,kerl is n richtiges ,originaol6 rief der ,bauernsohn ,rohweder1 der seinen heimischen ,akzent nicht abzulegen vermochte4 ,er hielt ,original fr etwas sehr ,schimpfliches4 ,oder sie lsten ihm von der ,milchflasche1 die in seinem ,bcherfach lag und deren ,inhalt sein ,frhstck ausmachte1 wenn das ,brot nicht schmecken wollte1 den ,stpsel1 so da die ,milch ber seine ,hefte und ,bcher flo und ihm seine sorgfltigen ,ausarbeitungen verdarb4 ,da er dann nichts zu trinken hatte1 war schlimm3 da seine ,arbeiten beschmutzt waren1 war schlimmer2 aber das ,schlimmste war die ,niedrigkeit1 die sich in solchen ,tcken zu erkennen gab3 sie beschmutzte ihm sein ,weltbild4 ,den ,ha nahm er hin als etwas ,gleichgltiges2 er liebte den geselligen ,verkehr mit ,menschen1 aber er brauchte ihn nicht2 wie sein ,vater1 so war er1 wenn es sein mute1 sich selber ,gesellschaft genug4 ,aber ,niedrigkeiten konnten ihn in eine heilige ,wut und dann in eine tiefe1 vollkommene ,niedergeschlagenheit versetzen4 ,wenn so etwas in der ,welt mglich war1 dann 44444 ,er verfolgte den ,gedanken nicht weiter2 er wollte ihn nicht weiter verfolgen4 ,er wute sehr wohl1 da die ,hauptursache ihrer ,feindseligkeit der ,neid war4 ,aber auch andere ,schler gaben wohl einmal ,anla zum ,neide2 warum kam der ,ha nicht auch gegen sie zum ,ausbruch1 oder wenn er zum ,ausbruch kam1 in so viel harmloserer ,form8 ,er hatte nicht die ,gabe1 die ,menschen im ersten ,ansturm zu gewinnen1 das wute er4 ,er war nicht schn1 wenn auch ,flora1 die verfhrerische ,nachbarstochter1 und jenes kleine ,frulein1 mit dem zusammen er einmal ,komdie gespielt hatte1 ihn unverkennbar gern gehabt und ihm dies keineswegs verborgen hatten2 er hatte keine ,liebenswrdigkeiten1 die schnell bezaubern4 ,aber hatte er denn etwas ,abstoendes1 etwas1 das ihm ,feinde machen mute8 ,er hatte es1 ohne es zu wissen und zu wollen4 ,das ,wort des ,polonius an seinen ,sohn3 ,hrte deine ,hand nicht durch den ,druck ,von jedem neu geheckten ,bruder hatte ihm deshalb immer so gut gefallen1 weil es seinem ,wesen so gut entsprach4 ,oft empfand er gleich bei der ersten ,begegnung mit einem ,menschen ,zuneigung oder ,abneigung1 und wo er ,abneigung empfand1 hatte er sogleich etwas von einer schroffen ,wand1 an der nicht hinaufzukommen war4 ,das nehmen die ,menschen sehr bel und nennen es hochfahrend oder arrogant4 ,und er war viel zu jung1 um sich objektiv zu betrachten und diesen ,zug an sich selbst zu erkennen4 ,immerhin hatte er eine ,minoritt auf seiner ,seite4 ,sofort bei ,ausbruch des ,konfliktes hatte sich ,morieux mit tausend heroischen ,gesichts- und ,krperverrenkungen zu ,semper geschlagen1 etwa wie ,herzog ,ernst zu ,werner von ,kiburg1 wenn er ruft3 ,hin fahr ich1 ein zwiefach ,gechteter1 ,an meine ,fersen heftet sich der ,tod1 ,und unter ,flchen krachet mein ,genick4 ,vom ,werner la ich nicht6 und sieben oder acht ,beherzte hatten sich ihm angeschlossen4 ,das war nun die ,fraktion ,semper2 bei den ,feinden aber hieen sie die ,schflein1 weil sie nach deren ,meinung im allgemeinen ein unrhmlich gesittetes ,betragen zeigten4 ,,xx4 ,kapitel4 ,asmus ist trotz seiner trben ,erfahrungen anderer ,meinung als ,schiller und verfllt in eine unglckliche ,liebe4 ,die ,schflein htten nun nicht deutsche ,jnglinge sein mssen1 wenn sie sich nicht sofort zu einem ,verein zusammengeschlossen htten4 ,der ,verein erhielt den ,namen ,treue von #ahhj1 womit aber nicht gesagt sein sollte1 da dies fr die ,treue ein besonders guter ,jahrgang sei2 man wollte nur1 da der ,bund doch zweifellos bis in die ,zeiten des jngsten ,gerichts dauern wrde1 den nachlebenden ,geschlechtern das ,grndungsjahr ein fr allemal einprgen4 ,den acht oder neun ,seminaristen gesellten sich bald einige ,musiker1 junge ,kaufleute und ,beamte zu1 und nun ging es an die hchsten und tiefsten ,probleme der ,kunst und des ,lebens1 und ,fragen wurden gelst1 die vorher und merkwrdigerweise auch noch nachher die strksten ,geister in ,bewegung gesetzt haben4 ,semper wurde ,prses und sprach heute ber den ,gralstempel bei ,albrecht von ,scharfenberg und den gotischen ,baustil1 das nchste ,mal ber ,meteore und ,meteorite1 und wieder das nchste ,mal knpfte er khne ,gedanken an ,schillers ,gedicht ,der ,antritt des neuen ,jahrhunderts1 dessen resigniertem ,pessimismus er sich natrlich als ,achtzehnjhriger nicht anschlieen konnte4 ,seine ,glanznummer aber war der ,faust1 den er aus dem ,kopfe vortrug1 und nur das eine betrbte ihn ein wenig1 da seine ,freunde1 so beifllig sie auch die ernsten ,partien der ,dichtung aufnahmen1 doch immer am unbndigsten ber die ,sauferei in ,auerbachs ,keller und ber das verdammte ,aas und die verfluchte ,sau in der ,hexenkche jubelten4 ,fhlten sie denn nicht1 da der ,prolog im ,himmel1 die ,monologe1 die ,gretchenlieder1 die ,kerkerszene viel gewaltiger und schner waren8 ,das ,schlimmste war aber doch1 da bei einem ,vereinsfeste1 bei dem auch ,gste zugegen waren1 ein dicker ,magazinverwalter auf ihn zutrat und sagte3 ,djunger ,mann1 ,sie haobn jaon kullosaoles ,gedchtnis6 ,mit dem ,gedchtnis knnen ,sie ne ,frau mit achtzigtausend ,mark kriegen4 ,er dachte sich dies ,gedchtnis in einem ,magazin angestellt4 ,und das1 nachdem ,asmus den ,tasso rezitiert hatte man denke3 den ,tasso6 ,in etwa siebenundzwanzig ,vortrgen sprach ,morieux sehr stilvoller ,weise ber ,voltaire1 und bei jeder ,spitzbberei des ,herrn ,arouet mute er vor unbezhmbarem ,vergngen feixen4 ,die ,vortrge und ,rezitationen wechselten mit ,musik1 gesungen1 gegeigt und gehmmert1 und unter den ,musikanten waren solche1 die einstmals echte und namhafte ,knstler werden sollten und in diesen ,stunden1 wenn nicht ihr ,bestes1 so vielleicht ihr ,heiligstes gaben4 ,auch gemeinsame ,ausflge unternahmen sie1 und einer dieser ,ausflge fhrte sie in den ,sachsenwald4 ,bismarck1 der ,johannes ,semper und ,heinrich den ,seefahrer verbannt hatte1 war in ,berlin1 und das war ,asmussen eben recht2 er htte ihm damals nicht begegnen mgen4 ,aber im ,sachsenwalde war ein ,frster1 der eines ,mitgliedes ,onkel war4 ,dieses ,mitglied hatte einmal ,das ,blatt im ,buche in durchaus ernsthafter ,absicht deklamiert und damit eine komische ,wirkung erzielt1 die durch keine ,selbstbeherrschung zu unterdrcken war4 ,ich hab eine alte ,muhme1 so beginnt das ,gedicht1 und genau das ,organ einer alten ,muhme hatte der ,deklamator4 ,aber den ,sachsenwald kannte der ,deklamator2 er kannte jeden ,weg und ,steg1 und ,asmus wollte ihm schon seine ,bewunderung aussprechen1 als sie pltzlich vor dem ,frsterhause standen und aus dem ,hause die ,frsterstochter ihnen zur ,begrung entgegentrat4 ,jetzt wunderte sich ,asmus nicht mehr1 da das geschtzte ,mitglied hier herum ,weg und ,steg kannte2 denn diese ,frsterstochter war wohl das ,hbscheste1 was der ,sachsenwald zu geben hatte4 ,sogleich empfand ,asmus in der ,herzgegend ein so ses ,weh1 da er bei dem bald darauf aufgetragenen ,mahle nur ,flssiges genieen konnte und den ,deklamator des ,blattes im ,buche mit argwhnisch brennenden ,blicken ansah4 ,nach dem ,essen sollte ,asmus rezitieren1 und zwar die ,szene zwischen dem ,patriarchen und dem ,tempelherrn1 weil es ,morieux kolossal fand1 wie er zugleich das edle ,ungestm des ,ritters und die bornierte ,heimtcke des ,pfaffen zum ,ausdruck bringe1 sogar im ,gesicht6 ,und ,asmussens ,herz stieg wie das ,ro eines ,ritters1 der in die ,schranken reitet und vom ,balkon die ,farben seiner ,dame winken sieht4 ,er machte seine ,sache auch gewi so gut wie je1 und als er geendet hatte1 klatschte auch die ,frsterstochter mit den ,hnden1 aber nur ein einziges ,mal2 sie hatte nmlich eine ,motte gefangen1 die sie schon minutenlang mit den ,augen verfolgt und nur aus ,rcksicht auf die ,kunst so lange verschont hatte4 ,unmittelbar nach ,semper erhob sich1 wenn auch unaufgefordert1 der ,fhrer durch den ,sachsenwald1 um das ,blatt im ,buche zu rezitieren4 ,da die ,vereinsmitglieder an die ,schrecken dieser ,deklamation schon gewhnt waren1 so ging es mit einigen zerbissenen ,lippen und zerrungenen ,hnden ab2 nur ,morieux explodierte natrlich in einem jhen ,nasenlaut1 den er durch ein heftig gezogenes ,taschentuch in ein dringend ntiges ,ausschnupfen maskierte4 ,die ,tochter des ,waldes aber blickte strahlend auf den ,handlungsgehilfen1 als wollte sie sagen3 ,ein ,knstler bist du auch noch8 ,son ,syrupskringel6 knirscht ,asmus in sich hinein1 und damit meinte er nur den ,handlungsgehilfen1 obwohl es in gewissem ,sinne auch auf die ,tochter des ,waldes pate4 ,asmus hatte ja bald heraus1 da sie zu den hheren ,dingen keine ,beziehungen unterhielt2 aber doch blieb er ganz in ihr gefangen2 sie war eine ,brezel1 die der himmlische ,menschenbcker mit unendlich vielem ,syrup bestrichen hatte4 ,und als nun alle nach einer ,waldlichtung eilten und ,dritten abschlagen spielten1 da traf es sich merkwrdig oft so1 da die ,frsterstochter vor dem alten ,muhmen-,deklamator stand1 und dann legte er dieser ,frechling ganz ungeniert1 wie im ,eifer des ,spiels die ,hnde um die ,taille des hochatmenden wonnigen ,geschpfes4 ,der ,schuft1 dachte ,asmus1 und die ,treue von #ahhj wankte in ihren ,grundfesten4 ,er fragte sich1 ob er es auch wagen wrde1 ihr die ,hnde um die ,hften zu legen4 ,nie1 sagte er sich4 ,wenn sie es ihm verwiesen htte1 wre er vor ,scham und ,stolz gestorben4 ,und als es das ,spiel so fgte1 da sie beide vor ihm standen und er als ,dritter den ,platz rumen mute1 um nicht abgeschlagen zu werden1 da nahm er das als ein tiefschmerzliches ,symbol4 ,beim ,abendbrot holte er dann nach1 was er mittags versumt hatte2 in seiner grollenden ,versunkenheit fra er alles in sich hinein1 was ihm vorkam3 ,schinken1 ,rhreier1 ,schwarzbrot und ,liebesgram4 ,beim ,abschied wollte er erst ohne ,gru verschwinden2 aber sie sollte sich nicht einbilden1 da sie ihn verwundet habe1 und mit blutendem ,herzen gab er ihr lchelnd die ,hand1 und wie die andern winkte er1 im ,waldesdunkel langsam verschwindend1 noch lange mit ,lcheln zurck4 ,zu ,hause verfiel er sofort in vierfige ,trochen1 und das dauerte auch den folgenden ,tag noch fort1 und als das ,gedicht wohl an tausend ,fe hatte1 fhlte er sich bedeutend ruhiger4 ,und als er nach dreien ,tagen in einem uralten ,exemplar von ,herders ,ideen zur ,philosophie der ,geschichte der ,menschheit las und pltzlich aus einer ,waldwirrnis von ,gedanken die hbsche ,frsterstochter auftauchte1 da war der ,generalsuperintendent aus ,weimar schon strker als die ,blume des ,waldes4 ,das blutende ,herz war geheilt wie eine ,stecknadelwunde4 ,aber die ,treue von #ahhj sollte ihm noch eine bessere ,liebe und eine tiefere ,herzenswunde bringen4 ,,xxi4 ,kapitel4 ,wie ,asmus eine bessere ,liebe fand4 ,alfred ,sturm1 ein junger ,kaufmann1 war dem ,verein beigetreten an jenem ,abend1 als ,asmus an die pessimistischen ,verse ,schillers mit bemerkenswerter ,khnheit optimistische ,gedanken geknpft hatte4 ,als ich deinen ,vortrag ber ,schillers ,antritt des neuen ,jahrhunderts gehrt hatte1 war ich dir fr immer verfallen1 sagte ,sturm in vertrauter ,stunde4 ,asmussens ,liebe war weniger schnell1 aber nicht weniger tief1 und sie bildeten einen stillen ,bund im ,bunde1 bildeten innerhalb der ,treue von #ahhj eine ,treue von ,ewigkeit zu ,ewigkeit4 ,asmus fand bei seinem ,freunde etwas ,kstliches1 das die ,deutschen nur verschwindend selten besitzen und niemals zu wrdigen wissen4 ,die ,deutschen haben eigentlich nur zwei ,humore1 den behbigen ,bier- und ,tabakhumor1 der noch ihr bester ist1 und den mit spitzen ,lippen suerlich-lchelnden ,geheimratshumor1 von dem die ,milch gerinnt und der ,lachen fr unfein hlt2 was sie fast nie haben und auch bei ,shakespeare obwohl sies heucheln nicht zu schtzen wissen1 das ist der genial-groteske ,ulk1 der tiefsinnige ,clownhumor4 ,die ,spitznsigen nennen ihn bldsinnig1 und die ,knoten heien ihn unvornehm4 ,diesen ,humor nun1 wie alle krftigen ,humore1 liebte ,asmus aus innerster ,seele1 und den besa ,sturm4 ,wenn ,sturm einen rasenden ,schmierenschauspieler darstellte1 oder aus dem ,stegreif eine ,hintertreppen-,familientragdie mimte1 oder einen ,volksredner oder auch die ,ilsebill aus dem ,mrchen vom ,fischer un syner ,fru verkrperte1 dann lachten zwar die andern auch2 aber ,asmus lachte so1 da er endlich rufen mute3 ,hr auf1 ich sterbe6 ,aber dieser ,humor wrde vielleicht doch nicht das ganze ,herz des ,asmus eingenommen haben1 wenn sich damit nicht ein merkwrdig leidenschaftlicher ,aufwrtsdrang1 ein bitter-ernstes ,bildungs- und ,vervollkommnungsstreben verbunden htte4 ,diese beiden ,eigenschaften1 die immer wie ,gegenstze aussehen und die doch durchaus keine ,gegenstze sind1 lieen ,asmus in diesem ,jngling den ,freund erkennen1 den er unbewut gesucht hatte4 ,sturm dagegen sah in dem jungen ,semper den ,menschen1 der ihm endlich zu jedem ersehnten ,aufschwung verhelfen knne1 und wenn ,asmus solche enthusiastischen berschtzungen mit ,hnden und ,fen ngstlich abwehrte1 so ging ,sturm mit dem ,lcheln des ,besserwissenden darber hinweg und sang aus dem damals oft gespielten ,boccaccio3 ,hab ich nur deine ,liebe1 ,die ,treue brauch ich nicht4 ,aber das qulte ihn1 da er diese ,liebe nicht ganz zu besitzen glaubte2 er war eiferschtig4 ,eiferschtig auf ,morieux4 ,mit dem sollte ,semper sich nicht einlassen4 ,wie kannst du nur so viel mit dem ,morieux verkehren6 ,morieux6 ,auf dem ,dom#b gab es frher ein ,affentheater von ,morieux4 ,das pat4 ,dieser ganze ,morieux ist ein ,affentheater1 das von morgens bis abends ,vorstellungen gibt4 ,das ist doch kein ,charakter6 ,funote #b3 ,der ,hamburger ,weihnachtsmarkt wird ,dom genannt4 ,nein1 das ist er nicht1 rumte ,semper ein4 ,er ist oft ein unangenehmer ,kerl4 ,der ,schpfer aller ,dinge hat ihn aus ,resten gemacht1 die zu ganzen ,menschen nicht mehr ausreichten4 ,er hat ein blaues ,bein und ein gelbes1 eine halb rote und halb grne ,jacke1 wie ein ,harlekin4 ,aber aus allen ,schlacken und ,aschen seiner ,seele schlagen doch zuweilen reine ,flammen auf4 ,er hat sich in einem schweren ,streit und gegen eine groe bermacht auf meine ,seite gestellt2 er hat um mich gelitten2 das kann ich doch nicht einfach vergessen4 ,dann setzte ,sturm sich schweigend1 aber unzufrieden ans ,klavier und introduzierte ein neues ,lied2 denn singen mute ,asmus zu seiner ,begleitung1 sobald ein ,klavier in erreichbarer ,nhe war4 ,eines ,tages aber1 als sie am ,abend vorher in der ,treue wieder die schnsten und die verrcktesten ,dinge getrieben hatten ,asmus sa wieder in seiner engen ,klause und bersetzte ,byron da klopfte jemand4 ,auf ,asmussens ,herein trat ,alfred ,sturm ein1 um sogleich auf einen ,stuhl neben der ,tr zu sinken und in ,trnen auszubrechen4 ,sein ,gesicht war aschfahl2 in der ,hand hielt er eine gelbe ,rose4 ,er hatte soeben in ,gemeinschaft mit seinem ,vater seine ,mutter in eine ,anstalt fr ,geisteskranke bringen mssen4 ,ich hoffte bei dir ein wenig ,trost zu finden1 sprach er unter ,schluchzen4 ,und diese ,erwartung erschtterte ,sempern fast so sehr wie die ,unglcksnachricht4 ,trost suchte sein ,freund bei ihm6 ,bei einem ,neunzehnjhrigen6 ,der nichts erfahren hatte6 ,sein ,freund war ja lter als er6 ,aber sein ,freund suchte ,trost1 und also mute er ihn finden4 ,er wuchs ber sein ,alter hinaus4 ,er dachte an den ,tag1 da er seinen ,bruder ,leonhard durch den ,tod verloren hatte4 ,und sogleich wute er eins3 ,sprechen1 mit ,worten trsten1 wre in diesem ,augenblick ,roheit4 ,und er legte den ,arm um seinen ,freund1 klopfte ihm langsam und leise1 wie eine trstende ,mutter1 die ,schulter und lie ihn weinen4 ,und wirklich3 der ,unglckliche beruhigte sich zusehends4 ,dann sagte ,asmus mit sanftem ,tone3 ,ich habe einen ,weg zu machen2 es wre riesig nett von ,dir1 wenn du mich begleiten wolltest4 ,sturm nickte nur4 ,da1 sagte er1 die ,rose solltest du haben jetzt ist sie verwelkt4 ,na ist ja alles einerlei6 und er wollte sie zum ,fenster hinauswerfen4 ,gib6 rief ,asmus und nahm ihm die ,blume aus der ,hand4 ,sie wird sich erholen4 ,und er stellte sie in ein ,wasserglas4 ,und dann fhrte er den ,freund zu seinem eigenen groen ,trster1 fhrte ihn an den ,elbstrom unterhalb ,oldenfunds1 bis ,blankenese und darber hinaus1 wo die ,flut immer breiter und breiter sich dehnt1 da das jenseitige ,ufer dem ,blick entschwindet1 und wo der sinnende ,wanderer oder der still hintreibende ,segler ahnt und fhlt1 da alles ,sehnen und ,sorgen in einem groen ,meere endet4 ,dorthin fhrte er den ,freund1 wo er von je auf ,wiesen und ,wellen wie eine himmlische ,stadt die knftige ,welt gesehen hatte1 die knftige ,welt1 wo alles grer und heller und freier war1 wo die ,gedanken grer waren und die ,gefhle1 wo die ,menschen trotz allen ,schaffens und ,ringens einander mit offenem ,lcheln begegneten und das ,leben immer mehr ein ,sonntag und ,sonnentag wurde4 ,sturm hatte ausfhrlicher von seiner ,mutter erzhlt1 und ,asmus hatte erwidert1 da eine ,schwermut1 wie sie die fnfzigjhrige ,frau befallen habe1 doch schon oft geheilt worden sei4 ,unter anderen ,beispielen fiel ihm ,gutzkow ein1 der schwer gemtskrank gewesen sei und danach wieder produziert habe4 ,durch ,gutzkow kamen sie von selbst in die ,literatur hinein1 und von der ,literatur ganz sachte in die ,musik4 ,alfred ,sturm war fanatischer ,wagnerianer2 nach zwei ,takten schwamm er schon auf wolkigen ,hhn2 ,asmus folgte ihm darin nicht einmal bis ber die ,bume4 ,da kam ihm nun eine kstliche ,list4 ,er brachte das ,gesprch auf ,wagner und lie sich in weniger als zehn ,minuten bekehren4 ,nicht ganz1 damit es nicht auffiel1 aber doch zu sieben ,achteln4 ,sturm war glckselig und lchelte wieder2 es war ein hheres1 ein verklrtes ,lcheln4 ,sein ,freund erkannte die ,gre ,wagners nun konnte man es wirklich wieder mit dem ,leben versuchen6 ,beim ,abschied hielt er die ,hand des ,asmus fest4 ,du sagte er4 ,ich habe dich zuweilen gelangweilt mit diesem ,morieux4 ,vergi es1 es war furchtbar kleinlich von mir4 ,was ist ,morieux an solchem ,abend1 du lieber ,gott6 ,diesen ,abend verge ich dir nicht1 solange ich lebe6 ,dann kam der ,zug2 ,sturm stieg ein und blieb auch dann noch am ,fenster stehen1 als der ,zug schon fuhr4 ,und durch die tiefe ,dmmerung des ,abends sah ,asmus noch lange das erdfahle ,gesicht am ,wagenfenster4 ,als er wieder in seinem ,zimmer war1 fiel sein ,blick auf die gelbe ,rose4 ,sie hatte sich nicht erholt4 ,,xxii4 ,kapitel4 ,wie ,asmus verlor1 was er gefunden4 ,diesen ,abend nicht zu vergessen es sollte dem armen ,sturm nicht schwer werden4 ,wohl erholte seine ,mutter sich nach einigen ,wochen zusehends2 aber dann kam ,schlimmeres4 ,es sollte gerade wieder das ,stiftungsfest der ,treue begangen werden1 und ,sturm und ,semper gedachten durch ,adelaide1 ,das ,lied an den ,abendstern1 ,tom der ,reimer und andere ,kostbarkeiten die ,welt in ,erstaunen zu versetzen1 da kam am ,morgen des groen ,tages der ,vater ,sturms zu ,asmus ins ,seminar und bat mit seiner leisen1 hflichen ,stimme um ,entschuldigung fr seinen ,sohn1 der heute nicht kommen knne1 weil er einen ,blutsturz gehabt habe4 ,es habe wohl nichts ,schlimmes zu bedeuten2 aber er msse natrlich im ,bette bleiben4 ,asmus nahm an den folgenden ,stunden ohne ,aufmerksamkeit teil und eilte sofort nach ,schlu des ,seminars an das ,bett des ,freundes4 ,sein ,gesicht war fahler denn je1 die ,augen gro und feucht4 ,aber von ,krankheit wollte er nichts wissen4 ,die ,eltern erzhlten1 da er durchaus am ,abend zum ,stiftungsfest wolle und beschworen ,semper um seinen ,beistand4 ,was ,sie sagen1 das tut er1 meinten sie4 ,asmus bezweifelte das1 behandelte aber dem ,kranken gegenber den ,besuch des ,festes als etwas selbstverstndlich ,unmgliches4 ,da wurde ,sturm1 der sich anfangs ber ,sempers ,anwesenheit gefreut hatte1 bitter und verbissen2 mit einem zrnenden ,blick sagte er3 ,du bist wie alle andern und kehrte sich zur ,wand4 ,asmus streichelte ihm leise die ,hand und ging4 ,am ,abend erschien ,alfred ,sturm auf dem ,stiftungsfest1 heiter und humorvoll1 und was ,asmus auch einwenden mochte1 ,sturm wollte ihn auf dem ,klavier begleiten4 ,soll vielleicht ,morieux dich begleiten8 fragte er mit einem krankhaften ,feuer in den ,augen4 ,man mute ihn gewhren lassen4 ,aber als die ,lieder gesungen waren1 war seine ,munterkeit wie abgeschnitten2 ohne das ,mahl und den ,tanz abzuwarten1 hllte er sich in seinen berzieher1 legte sorgsam und glatt1 wie es einem eleganten jungen ,kaufmann geziemt1 das seidene ,tuch um den ,hals und ging heim4 ,der ,exze schien ihm nichts geschadet zu haben2 nach acht ,tagen sa er wieder im ,kontor4 ,aber schon nach vier ,wochen streckte ein neuer1 heftigerer ,anfall ihn nieder4 ,ich mchte mich zerfleischen1 sagte er zu dem ,freunde1 der an seinem ,bette sa4 ,ich bin abscheulich gegen meine ,eltern und meine ,geschwister1 und dabei opfern sie sich fr mich auf4 ,das wei ich ganz genau1 und doch kann ich nicht anders4 ,mich rgert alles1 was ich sehe1 und wenn ich allein bin1 heul ich vor ,reue wie ein dummer ,junge4 ,er rappelte sich abermals heraus und zog nun ans ,elbufer2 von der ,luft dort hoffte er ,genesung4 ,zu einer weiteren ,reise langten die ,mittel nicht4 ,dort hatten die beiden in ,ritschers ,garten noch einen schnen1 sonnigen ,nachmittag4 ,ich hab in einer ,ewigkeit keine ,zigarre geraucht1 sagte ,sturm leise vor sich hin1 ob ichs mal wieder riskiere8 ,asmus riet ihm ab4 ,wart noch n bichen1 dann kannst du rauchen1 soviel du willst4 ,meinst du wirklich1 da ich wieder ganz gesund werden kann8 fragte ,sturm schnell1 eifrig1 mit sehnschtig-heiteren ,blicken4 ,das ,licht der untergehenden ,sonne stand in seinen ,augen4 ,asmus lachte laut auf ber diesen ,zweifel an etwas ,selbstverstndlichem4 ,und ,sturm lchelte glcklich und glaubte dem ,freunde alle ,versicherungen1 die er sonst zurckgewiesen hatte4 ,und nach einem glcklichen ,schweigen sagte er3 ,du gib mir doch eine ,zigarre4 ,ich hab leider keine mehr bei mir1 log ,asmus4 ,das ist nicht wahr2 ich habe ja gesehen1 da du noch mehrere hast4 ,daran seh ich1 was du in ,wahrheit von meiner ,gesundheit hltst4 ,na1 lieber ,freund1 wer nicht rauchen darf1 ist deshalb doch noch kein ,todeskandidat2 bedenk doch1 da du erst ,ach1 la nur1 machte ,sturm und erhob sich4 ,seine ,hoffnung war erloschen wie ein ,licht von einem ,windsto4 ,auf dem ,heimwege fielen nur ein paar nichtssagende ,worte4 ,asmus machte wohl einen ,versuch1 den ,freund wieder zu ermuntern2 aber dieser sah ihn nur mit groen ernsten ,augen von der ,seite an und schwieg4 ,in seiner ,verlegenheit und in seinem ,kummer tat ,asmus das ,verkehrteste1 was er tun konnte1 er zog die ,zigarrentasche und sagte3 ,willst du eine ,zigarre haben8 ,sturm lachte kurz auf4 ,nein1 ich danke1 jetzt nicht mehr4 ,als ,asmus ihn nach drei ,tagen besuchen wollte1 vernahm er1 da ,alfred ,sturm seit gestern im ,hamburger ,krankenhause liege1 und als ,asmus dorthin kam1 durfte der ,kranke nur ganz wenig und im leisesten ,flstertone sprechen4 ,wie gehts8 fragte ,asmus4 ,sehr gut1 ich darf nur nicht sprechen1 flsterte der ,kranke4 ,und ,asmus erzhlte von diesem und jenem1 wie vernnftig es sei1 ins ,krankenhaus zu gehen1 wo die ,pflege natrlich viel umfassender sein knne als zu ,hause1 und wie sehr man den ,freund in der ,treue vermisse2 aber es schien ihm1 als ob der ,patient nur mit halber ,aufmerksamkeit zuhre und als ob er um einen ,entschlu kmpfe4 ,endlich zog er unter der ,bettdecke ein ,blatt ,papier hervor und hielt es dem ,freunde hin3 ,da es ist natrlich ,unsinn aber ich wollt es dir doch geben 4 ,asmus nahm das ,blatt und las3 ,auch ich erhbe gern auf leichten ,schwingen ,den mden ,geist zu dichterischem ,flug1 ,und schon seit langem streb ich ernst genug1 ,dir1 teurer ,freund1 ein leidlich ,lied zu singen 44 ,es war ein ,sonett1 in dem der ,verfasser den ,freund mit aller schwrmenden ,begeisterung der ,jugend pries4 ,ich hab ne ganze ,nacht daran gezimmert1 hauchte der ,kranke mit ironischem ,lcheln4 ,du wirst darber lachen 4444 ,die ,wrterin erschien und mahnte mit einem ,blick1 der keinen ,widerspruch duldete1 zum ,aufbruch4 ,asmus ergriff die ,hand des ,freundes und beugte sich ber ihn1 und sie hatten in diesem ,augenblick beide dasselbe ,gefhl3 der ,freund kam ihm mit mhsam erhobenem ,haupte entgegen1 und sie kten sich auf den ,mund4 ,das ist unter niederdeutschen ,jnglingen etwas ,seltenes und ,heiliges4 ,asmus pflegte nicht einmal seine ,geschwister1 nicht einmal seine ,eltern zu kssen2 er hatte nicht einmal seine ,brder gekt1 als sie nach ,amerika gingen4 ,die ,menschen dieses ,himmelsstrichs1 wenn sie ,abschied nehmen1 tun es mit einem ,hndedruck und mit dem ,verlangen nach einer ,umarmung2 aber sie geben diesem ,verlangen keinen ,ausdruck4 ,schon am folgenden ,tage erhielt ,asmus die ,todesnachricht4 ,bei dem ,begrbnis ging es ihm wie bisher bei fast allen ,begrbnissen2 er konnte nicht andchtig und traurig sein4 ,dieses herkmmliche ,bestattungszeremoniell mit seinem zelotischen ,pfaffengesicht 7,jetzt haben wir dich1 du ,snder7 mit seiner tristen ,banalitt war ihm so unsglich zuwider1 da er zu keinem reinen ,gedanken an den ,freund kommen konnte4 ,erst zu ,hause dehnte sich wieder das ,herz4 ,er zog sich in sein ,zimmer zurck fr die wrmere ,jahreszeit war er nun doch mit seinen ,studien aus der ,zigarrenstube in das ,wohnzimmer bergesiedelt und ging viele ,stunden lang auf und ab2 nur hin und wieder blieb er am ,fenster stehen und blickte nach der ,richtung1 wo sein ,freund nun in der ,erde lag4 ,trauriger ,wahn1 dachte er1 auch den toten ,menschen noch an die finstere ,erde zu kerkern1 statt ihn den freien1 seligen ,lften zu geben4 ,von dem endlosen ,wandern erschpft1 fiel er endlich aufs ,sofa und wute nicht1 warum er so erschpft sei4 ,als er sich erholt hatte1 zog er die ,lampe nher heran1 desgleichen ,tinte und ,papier und begann zu schreiben3 ,an meinen toten ,freund ,a4 ,s4 ,auch ich erhbe gern auf leichten ,schwingen ,den mden ,geist zu dichterischem ,flug1 ,und schon seit langem streb ich ernst genug1 ,dir1 teurer ,freund1 ein leidlich ,lied zu singen4 ,so schriebst ,du jngst nach qualerflltem ,ringen1 ,als nchtens nach des ,schlummers mildem ,trug ,dein brennend ,aug umsonst ,verlangen trug1 ,und heute hr ichs noch im ,herzen klingen4 ,begnge ,dich6 ,du trgst nach heiem ,ringen ,ins ,reich der ,geister ungetrbt von hinnen ,die hehre ,poesie der ,herzensreinheit4 ,auch ich erhbe gern auf leichten ,schwingen ,einst meinen ,geist1 wenn ,raum und ,zeit zerrinnen1 ,so frei und stolz zum ,frieden der ,all-,einheit4 99 99 99 99 99 ,auf ,deinen ,sarg fllt manche ,trne nieder ,und bange ,seufzer irren durch die ,luft4 ,ich starre trocknen ,auges in die ,gruft2 ,kein warmer ,tropfen quillt durch meine ,lider4 ,ich steh betubt1 von ,schmerz gelhmt die ,glieder1 ,und fa es nicht1 da unter ,glanz und ,duft ,so holder ,blumen ghnt die dstre ,kluft 444 ,ich kann nicht weinen4 ,doch ich kehre wieder6 ,wenn ich die ,menschheit jammernd hre sagen3 ,die ,besten mssen frh von hinnen gehen6 ,dann wird zu ,dir mich die ,erinnrung tragen4 ,an ,deiner ,gruft werd ich im ,geiste stehen1 ,und von der ,menschheit angsterflltem ,klagen ,wird auch ein ,hauch um diese ,sttte wehen4 99 99 99 99 99 ,aber tiefer und sehrender1 als es aus diesen pathetischen ,jnglingsversen klang1 wurde das ,weh1 als nun die ,tage kamen und gingen ohne den ,freund und als er in der nchsten ,versammlung der ,treue das ,gesicht des ,besten vergebens suchte4 ,er war einsilbig und ernst und ging lange vor der gewohnten ,zeit nach ,hause4 ,,xxiii4 ,kapitel4 ,asmus als ,verteidiger zweifelhafter ,unschulden und ,adolfine ,moles als ,seminardirektor4 ,das gigantische ,schicksal1 das immer vornehm bleibt1 hat eine kleine schielugige1 bucklige und boshafte ,schwester1 die ein ,vergngen daran findet1 den ,verfolgten und ,leidenden im ,augenblick ihres grten ,unglcks noch einen kleinen ,extraprgel zwischen die ,beine zu werfen1 oder sie durch einen heimlich angefgten ,zettel lcherlich zu machen1 oder ihnen just in dem ,augenblick1 da ihr ,recht an den ,tag kommen soll1 eine kleine ,schuld vor die ,fe zu rollen1 da sie straucheln4 ,wenn ein ,lump und ein ,ehrenmann vor dem ,richter stehen1 dann wird im ,gerichtssaal immer ein ,steinchen liegen1 an dem der ,redliche sich den ,fu verstaucht4 ,so gingen denn zu der ,zeit1 als ,semper den eben verlorenen ,freund betrauerte und der ,klassenkampf zwischen den ,seybolden und den ,schflein 7ein ewiger ,klassenkampf67 den hchsten ,hitzegrad erreicht hatte1 ,morieux1 ,semper und zwei andere ,schflein1 ,namens ,klhn und ,wackerbarth1 ber den ,dragonerstall durch das ,holstentor4 ,morieux hatte gerade einen kolossalen ,witz erzhlt1 und alle vier ,jnglinge lachten laut1 als ihnen ein langer1 grauer ,pastor in den ,weg kam4 ,halloh1 ,pastor ,zump6 rief ,klhn nicht eben laut1 aber doch laut genug fr das ,ohr des ,geistlichen1 und da die vier einmal im ,lachen waren1 so lachten sie weiter4 ,es war eine ,art ,backfischgekicher ins ,jungenhafte bersetzt4 ,asmus kannte keinen ,pastor ,zump und fragte3 ,wer ist das8 und bemerkte den ,mann erst1 als er vorber war4 ,er hatte rein nach dem ,gesetz der ,beharrung weitergelacht4 ,aber langgebeint1 mit langen ,stzen kam der ,mann alsbald zurck4 ,wie heien ,sie8 fuhr er ,morieux an4 ,wieso8 fragte der4 ,wollen ,sie mir ,ihren ,namen nennen8 ,nein4 ,ich habe nicht die ,ehre1 ,sie zu kennen4 ,wollen ,sie mir ,ihren ,namen nennen8 wandte er sich an ,wackerbarth4 ,ja1 das kann ich ja tun1 sagte der1 ich heie ,wackerbarth4 ,das gengte dem ,geistlichen4 ,als er gegangen war1 erfuhr ,asmus1 da ,herr ,zump ein hochorthodoxer1 ja pietistischer ,geistlicher sei1 der ein ganz frommes ,blttchen herausgebe und mit diesem ,blttchen oft in der liberalen ,presse verspottet werde4 ,am andern ,morgen wurde ,wackerbarth zum ,direktor zitiert1 und dem mute er die ,mitschuldigen nennen4 ,semper nannte er nicht mit1 weil er ihn fr gnzlich unbeteiligt hielt4 ,eine ,stunde spter schnob und stob ,herr ,dr4 ,korn zur ,klasse herein und stellte sich am ,katheder auf4 ,wackerbarth6 rief er4 ,hier4 ,klhn4 ,hier4 ,morieux6 ,hier4 ,sie haben jestern einen ,geistlichen auf offener ,strae verhhnt444 ,was wolln ,sie8 schnauzte er ,sempern an1 der aufgestanden war4 ,ich war auch mit dabei1 sagte ,semper4 ,der ,pfaffe reizte seinen ,zorn4 ,der ,direktor schnappte4 ,was8 ,semper8 ,der ,musterknabe8 ,er war einen ,augenblick sprachlos4 ,aber dann fuhr er los mit gedoppelter ,kraft3 ,also3 man sollts kaum jlauben6 ,vier junge ,leute1 die sich zu den jebildeten rechnen1 die ,lehrer werden wollen6 7hier brllte der gute ,korn frmlich7 betragen sich wie der ,janhagel und insultieren auf offener ,strae einen ,jeistlichen unserer ,vaterstadt6 ,und als der ,mann den einen um seinen ,namen fragt1 hat der die ,impertinenz1 zu sagen3 ,ick habe die ,ehre1 ,sie nich zu kennen6 ,semper und ,morieux erhoben sich wie zwei abgeschossene ,raketen4 ,wat wolln ,sie8 schrie der ,direktor ,morieux an4 ,das habe ich nicht gesagt1 rief ,morieux1 der in der ,erregung die wunderbarsten ,fratzen schnitt4 ,wat wolln ,sie8 heulte der ,direktor gegen ,asmus4 ,ich will bezeugen1 da ,morieux das nicht gesagt hat4 ,er hat gesagt3 ,ich habe nicht die ,ehre1 ,sie zu kennen4 ,und dann erzhlte ,asmus den ganzen ,vorgang1 wie er sich zugetragen hatte4 ,so1 machte ,korn und schnappte wieder4 ,na1 ick sage ,ihnen soviel3 ,sie jehen noch heute alle mitnander hin zu dem ,mann4 ,nimmt er ,ihre ,erklrung an1 iss jut4 ,tut ers nicht1 dann sind ,se hier fertig4 ,dann werden ,sie eliminiert4 ,und damit stampfte er aus der ,klasse4 ,da war er ja in eine hbsche ,affre hineingeraten6 ,und dabei hatte er wirklich nicht ber ,seine ,hochwrden gelacht1 sondern ber den ,witz4 ,aber sollte er sich jetzt1 da sie in der ,klemme waren1 von den ,gefhrten1 die ihm ,treue gehalten1 trennen und wie ein ,bbchen rufen3 ,ich bin es nicht gewesen68 ,das wrde wie ,feigheit aussehen1 und darum war es ausgeschlossen4 ,die drei ernannten ,sempern zu ihrem ,sprecher1 und vier ,mann hoch zogen sie im ,studierzimmer ,sr4 ,hochwrden auf4 ,es war ein so langer ,pastor1 da ,asmus1 wenn er die ,augen geradeaus richtete1 genau auf den ,magen des ,gottesmannes blickte4 ,und da es ihm unnatrlich war1 den ,kopf in den ,nacken zu legen1 so richtete er seine ,ansprache schlielich nur noch an den ,bauch des ,herrn ,pastors4 ,der ,herr ,direktor verlangt1 sagte ,asmus1 da wir ,ihnen eine ,erklrung unseres ,verhaltens geben4 ,mein ,freund hat uns ein ,wortspiel erzhlt1 und darber haben wir gelacht4 ,mitten im ,gelchter hat dann einer gesagt3 ,da kommt ,pastor ,zump6 ,wir haben aber nicht ber ,sie gelacht4 ,das stimmte nun nicht recht2 aber ,asmus als erwhlter ,fhrer hielt es fr ,ehrenpflicht1 seine ,kameraden herauszupauken4 ,der ,geistliche antwortete im schnsten ,kanzelton3 ,sie erwarten doch wohl nicht1 da ich diese ,erklrung annehme4 ,ich habe den ,herrn ,direktor gebeten1 ,sie nicht zu bestrafen 7das stimmte7 und wenn ,sie kommen1 um ,verzeihung zu bitten1 so ist die ,sache fr mich erledigt2 wenn ,sie aber erklren1 ,sie htten nicht ber mich1 sondern ber ein ,wortspiel gelacht quod non6 ,wir knnen nichts anderes sagen1 bemerkte ,asmus gegen den ,bauch des ,herrn ,zump4 ,und ,sie8 wandte ,zump sich an ,klhn4 ,knnen ,sie mir auch nichts anderes sagen8 ,sie waren es doch1 der da rief3 ,halloh1 ,pastor ,zump und hhnisch dazu lachte4 ,das hat er nicht getan6 rief ,asmus4 ,schweigen ,sie doch6 rief der ,pastor zornig1 wie knnen ,sie das wissen8 ,weil ich meinen ,freund kenne2 dergleichen tut er nicht1 versetzte ,asmus als ,eideshelfer4 ,ich rede berhaupt nicht mehr mit ,ihnen6 eiferte ,zump gegen ,sempern und wandte sich an ,morieux4 ,und ,sie8 ,haben ,sie etwa nicht gesagt3 ,ich habe die ,ehre1 ,sie nicht zu kennen6 7,das schien der ,pastor also wirklich gehrt zu haben47 ,nein1 rief ,morieux mit diabolischen ,gesichtsverzerrungen1 ich habe gesagt1 da ich nicht die ,ehre htte1 ,sie zu kennen4 ,jawohl1 das hat er gesagt1 erklrte ,asmus mit ,nachdruck1 und die andern stimmten zu4 ,pastor ,zump warf einen ,blick auf ihn wie der ,prophet ,elisa auf jene ,knaben1 die er von zween ,bren zerreien lie1 dieweil sie gerufen hatten3 ,kahlkopf1 komm herauf6 ,und dann machte er eine groe ,armbewegung ber alle vier ,kpfe hin und sagte3 ,ich bin fertig mit ,ihnen1 ,adieu4 ,aber als sie nahe der ,tr waren1 sprach er mit einem besonderen ,blick fr die drei anderen 7,asmussen wrdigte er keines ,blickes mehr73 ,wenn der eine oder der andere von ,ihnen mir etwas anzuvertrauen hat1 so werde ich ihn gern empfangen4 ,er mochte wohl hoffen1 da einer von den dreien vor ,unterleibsschwche abfallen und reumtiges ,bekenntnis ablegen werde1 und das war nicht fein von ihm4 ,nach vielen ,jahren erst erfuhr ,asmus aus wahrem ,munde1 da dieser ,pastor ,zump ein guter1 hilfsbereiter und opferfreudiger ,mann gewesen sei4 ,seine ,verfolgung der vier ,jnglinge war vermutlich auch so ein ,steinchen gewesen1 das ihm die bucklige ,schwester des ,schicksals unter die ,fe gerollt hatte4 ,einstweilen war er fr ,asmussen der rachschtige ,pfaffe1 der ,hoogstraten und ,peter ,arbues1 den er nie in seinem ,leben um ,verzeihung bitten wrde4 ,dann aber kam die ,relegation4 ,dann war alle ,mhe und ,sorge von viertehalb ,jahren dahin1 dann konnte er alle seine ,frhlingshoffnungen begraben und ,zigarrenmacher werden4 ,das ,geld1 ihn auf einem auswrtigen ,seminar zu erhalten1 konnten weder er noch seine ,eltern aufbringen4 ,ihm war bel ums ,herz1 und er verbrachte eine schlaflose ,nacht4 ,das ,schlimmste war1 da das ,herz nicht ganz frei war4 ,er selbst hatte zwar den ,mann nicht verlacht2 aber er hatte die andern unbedingt in ,schutz genommen1 und das war doch gewi3 zum mindesten ,klhn hatte eine starke ,ungezogenheit begangen4 ,wenn man wahr sein wollte1 mute man das eingestehen4 ,aber darum ,bue tun in ,sack und ,asche1 wie ,uriel ,acosta1 vor diesem hochmtigen1 intriganten ,priester86 ,asmus fuhr mit einem kurzen ,lachen von seinem ,bett empor und warf sich wuchtig wieder zurck auf das zerwhlte ,lager4 ,aber bel war ihm zu ,sinn2 es ist schlimm1 wenn eine ,wunde nicht ganz rein ist4 ,erst nahe vor ,morgen verfiel er in einen leisen ,halbschlaf4 ,der ,direktor stand vor ihm und sagte3 ,sie wollen ,lehrer werden8 ,sie sind wohl verrckt6 ,und dabei hatte er vollkommen das ,gesicht von ,adolfine ,moses4 ,,xxiv4 ,kapitel4 ,die ,bucklige lacht3 aber die ,schlanke macht es wieder gut4 ,der ,schiffbrchige von ,salas y ,gomez als ,mittler zwischen den ,parteien4 ,zwei ,stunden spter traten die vier im ,gnsemarsch bei dem ,direktor ein1 ,semper wieder voran4 ,wir haben dem ,herrn ,pastor erklrt1 da unser ,lachen nicht ihm gegolten habe2 aber er will diese ,erklrung nicht annehmen1 berichtete ,asmus und erwartete das ,vernichtungsurteil4 ,der ,direktor ging einmal das ,zimmer auf und ab und durchstach dann alle vier1 jeden einzeln1 mit einem ,blick4 ,dann ging er noch einmal auf und ab und durchstach hierauf ,asmussen mit einem besonders langen ,blick4 ,und dann sagte er3 ,sie knnen jehn4 ,die ,angelegenheit war erledigt4 ,sie war erledigt fr den ,direktor und den ,pastor2 keiner kam wieder darauf zurck4 ,aber nicht erledigt war sie fr die ,seybolde und ,wiedemnner4 ,das war ja kstlich6 ,das war ja erbaulich6 ,also so waren die ,schflein1 wenn sie unter sich waren6 ,dann betrugen sie sich wie die ,gassenbuben und bewarfen ,geistliche 7im ,ornat6 versicherte einer7 mit ,steinen6 mit ,schmutz6 ,das waren also die ,leutchen1 die eine ,eins bekamen1 wenn andere nur eine ,zwei kriegten6 ,das waren die ,herren1 die mit hochmtiger ,verachtung erwiderten1 wenn man ihnen vorhielt1 da sie ihre ,kollegen beim ,direktor verraten htten6 ,fr die ,schflein1 und sonderlich natrlich fr ,asmussen1 kamen schlimme ,tage1 und die kleine schielugige ,schwester des ,schicksals lachte1 da ihr der ,buckel tanzte und rief3 ,du glaubst1 wer recht hat1 msse obendrein auch noch ,recht bekommen8 ,du bist wohl verrckt86 ,in dieser ,zeit1 da ihm die ,welt ein ausgesucht widerwrtiges ,gesicht machte1 sollte er etwas erleben1 was nach ,duplizitt der ,ereignisse aussah4 ,wie sich ihm nmlich einst1 da er noch ein ,knabe war1 aus dunklem ,bangen ein ,weg ins ,licht gezeigt hatte1 als er zwischen den ,bahndmmen in der ,rainstrae1 vor der ,tr einer ,schenke1 einem lieben braunen ,mdchen begegnet war1 so sollte er auch jetzt wieder bei einem braunen ,mdchen ,erhebung und ,erheiterung des ,herzens finden4 ,herr ,mansfeld1 ein befreundeter ,lehrer1 hatte ihn zum ,abendbrot eingeladen1 und als ,asmus nun die ,treppen zur ,wohnung des ,gastfreundes emporstieg1 stand da auf einem ,absatz eine rankgewachsene ,brnette und blickte nachdenklich auf einen ,koffer ihr zu ,fen1 der nicht allzu leicht sein mochte4 ,es war ,frulein ,hilde ,chavonne1 seine ehemalige ,kollegin4 ,sie stand im ,begriff1 zu eben den ,lehrersleuten1 die ,asmus geladen hatten1 in ,pension zu gehen1 und ,asmus bat bescheidentlich um die ,erlaubnis1 ihr den ,koffer hinauftragen zu drfen4 ,das gewhrte sie mit einem gndigen ,lcheln1 und als man droben war1 halfen ,asmus und ,herr ,mansfeld beim ,auspacken der ,bcher1 die der ,koffer enthielt4 ,dabei schlug sich von selbst ein starkes1 lngliches ,heft auf1 das mit der ,hand gezeichnete und kolorierte ,landkarten enthielt4 ,o1 wie famos6 rief ,asmus4 ,haben ,sie die gezeichnet8 ,hilde klappte schnell das ,heft zu4 ,machen ,sie sich nicht lustig darber6 rief sie ngstlich4 ,sie knnen es gewi tausendmal besser4 ,ich8 ,ich kann gar nichts1 ich kann berhaupt nicht zeichnen1 sagte ,asmus4 ,sie sah ihn zweifelnd an2 aber als sie in seine ,augen sah1 glaubte sie ihm1 und nun schlug sie langsam selbst das ,heft wieder auf1 und von ,blatt zu ,blatt1 wie er staunte und lobte1 wurde sie heiterer und stolzer4 ,sie stand dicht neben ihm1 und dabei geschah es1 als er sich ber das ,heft bckte1 da der rmel ihres ,kleides seine ,wange streifte4 ,von diesem ,augenblick an war ,asmus wieder glcklich4 ,sie erschien nicht beim ,abendbrot1 weil sie mde war1 und berhaupt blieb es auf lange ,zeit hinaus bei dieser flchtigen ,begegnung4 ,merkwrdig1 dachte er im ,nachhausegehen3 ein ganz hnliches ,gefhl hab ich schon einmal gehabt ganz so wie jetzt war die ,welt schon einmal nicht die gewhnliche ,welt1 aber die andre1 die immer ber ihr schwebt wie ,morgenduft ber den ,hgeln1 die war schon einmal so1 damals1 als ich zwischen den ,bahndmmen am ,rain mit dem kleinen braunen ,mdchen geplaudert hatte1 mit der ,knigin der ,mainotten4 ,und was noch merkwrdiger ist1 die beiden haben in gewisser ,hinsicht etwas bereinstimmendes nicht nur1 da sie beide braunes ,haar und braune ,augen haben1 das will nichts sagen auch der ,teint und das ganze ,aussehen auch das ,frulein ,chavonne hat etwas ,fremdlndisches so so etwas ,franzsisches brigens ist ja auch ihr ,name franzsisch4 ,aber ihr ,wesen ist gewi3 es ist deutsch und doch wieder so ganz anders als das des frchterlichen deutschen ,weibes mit der ,hkelnadel4 ,wenn man sie zu ,pferde she1 dachte er1 mit wehendem ,schleier1 den ,falken auf der ,faust1 auf dieser seinen1 schmalen ,faust es wrde keinen ,augenblick berraschen4 ,wie sitzest du zu ,pferde ,so kniglich und schlank6 sang er vor sich hin1 da ein vorbergehender ,brger stutzte und ihn anstarrte4444 ,seit diesem ,abend fhlte sich ,asmus auf eine wunderbare ,weise frei und leicht1 und er trug das ,leben wieder mit aufgerichteten ,schultern4 ,er htte nicht sagen knnen1 woher das kam2 es kam aber einfach daher1 da ihn in dieser armen1 brgerlichen ,lehrerin ein adliger ,mensch berhrt hatte1 und das hatte um so wundersamer gewirkt1 als es menschlicher ,pbel war1 der sein ,leben verfinstert hatte4 ,seybold und ,wiedemann waren ganz unzweifelhaft ,pbel2 da aber unter den anderen ,feinden auch anderes ,material war1 das sollte er bald erfahren4 ,zunchst freilich schienen die ,gegenstze noch unvershnlich4 ,herr ,quasebarth brachte eines ,tages die ,rede auf den die ,klasse zerspaltenden ,streit und sprach sein ,bedauern aus4 ,ja1 rief eines der ,antischflein1 die andere ,partei macht ja auch nicht den geringsten ,versuch zu einer ,annherung4 ,da lachte ,asmus laut auf1 da es durch die ,klasse scholl4 ,seit vielen ,monaten geschah ihnen ,unrecht auf ,unrecht und da sollten sie etwa noch um ,frieden betteln8 ,lieber ,kampf bis zur ,vernichtung4 ,seiner ,jugend erschien die ,welt als ein ehrenhaftes ,geschft1 bei dem man eine berechtigte ,forderung nur zu prsentieren brauche1 um sofort ,zahlung zu erhalten4 ,er ahnte noch nicht1 da dieses allerdings reelle ,geschft eine sehr weitsichtige ,buchfhrung hat und da seine ,bilanzen oft erst nach zehn1 nach fnfzig1 nach hundert ,jahren oder spter erscheinen1 je nach der ,gre des ,gegenstandes4 ,man kann diese ,welt auch ein ,gericht nennen und das ,leben einen ,proze1 der durch hundert oder tausend ,instanzen geht4 ,man bekommt gewhnlich sein ,recht1 aber oft mit einer ,begrndung1 die man nicht erwartet hat1 und manchmal1 wenn man das ,urteil erhlt1 ist man tot4 ,bald darauf1 in der ,rezitationsstunde trug ,asmus aus dem ,kopfe ,salas y ,gomez vor1 mit smtlichen drei ,schiefertafeln4 ,als er nach dieser ,stunde ber den ,korridor ging1 stie er auf ,herrn ,rothgrn1 der in der ,nachbarklasse ,sempers ,freudenschrei3 ,ein ,schiff6 ,ein ,schiff6 ,mit vollen ,segeln lenkt ,es herwrts seinen ,lauf1 mit vollem ,winde6 vernommen hatte4 ,und ,rothgrn meinte mit wohlwollendem ,lcheln3 ,glauben ,sie wohl1 da der ,mann noch eine so starke ,stimme hatte1 nachdem er jahrelang blo von ,eiern gelebt hatte8 ,rothgrn war eben ,kritiker4 ,anders aber war der ,seminarist ,blankenburg4 ,er trat nach dieser ,stunde an einige ,hupter seiner ,partei heran und sagte3 ,ich finde1 es geht nicht lnger4 ,wir knnen den ,verruf nicht weiter aufrechterhalten4 ,im ,grunde war es ja doch nur ,neid4 ,da er ,kollegen beim ,direktor verpetzen knnte1 glaubt ja lngst kein ,mensch mehr4 ,wir blamieren uns4 ,und wir mssen wieder anfangen4 ,und in den andern wachte die ,hochherzigkeit des ,jnglingsalters freudig wieder auf1 und es wurde beschlossen1 auf dem bevorstehenden ,bergfeste die feierliche ,vershnung zu begehen4 ,,xxv4 ,kapitel4 ,was eigentlich ein ,bergfest ist1 und warum ,dr4 ,korn den ersten ,toast bekam4 ,das ,bergfest6 ,wenn von den sechs ,seminarsemestern drei verflossen waren und also der ,berg des rgernisses bis zum ,gipfel berwunden war1 pflegte man das ,bergfest zu feiern4 ,und diesmal sollten der ,direktor und alle ,lehrer dazu geladen werden4 ,vor der nchsten psychologischen ,stunde hub der ,herr ,direktor also an3 n ,bergfest wolln ,se feiern4 ,ich habe erst jar nicht verstanden1 was das sein soll4 ,ich habe jedacht3 wieso wolln denn ,seminaristen des ,flachlandes n ,bergfest feiern6 ,schlielich hab ich mirs erklren lassen4 ,das heit3 ,jott sei ,dank1 nu sind wir bern ,berg6 ,ick will ,ihnen mal wat sagen3 ,freun ,se sich1 wenn ,se noch ,zeit und ,jelegenheit haben1 wat zu lernen2 spter wirds anders6 ,wenn ,se ,ihr ,examen jemacht haben1 feiern ,se meinetwegen ,feste1 aber den ,unsinn mach ick nich mit6 ,er fing immer ziemlich hochdeutsch an1 aber je lnger er sprach1 desto berlinerischer wurde er und desto mehr wrzte er seinen ,vortrag mit ,berliner ,anekdoten4 ,wenn er mit einem ,vortrag ber ,zeit und ,raum begonnen hatte1 so war er nach einer ,viertelstunde bei ,bismarck oder ,moltke oder bei seinen ,lehrern ,lazarus und ,steinthal 7der ,steinthal is man son janz kleenes ,mnneken mitn ,zahntuch umn ,kopp wenn mann auf der ,strae sieht1 mcht man ihm n ,jroschen schenken und dann pries er ihn in begeisterten ,erinnerungen7 oder er kam auf die ,berliner ,schutzleute oder auf ,eugen ,richter4 ,wenn man den ,richter nachts aufweckt und sagt3 ,richter1 halt mal ne ,rede6 denn kann ers1 un wenn man sagt3 ,richter1 nu halt mal eine dajegen6 denn kann ers ooch4 ,aber n janzer ,kerl is er doch6 ,das ,bergfest wurde also ohne ,direktor und ohne ,lehrer1 nichtsdestoweniger aber mit ,glanz gefeiert4 ,niemand rhrte mit ,wort oder ,miene an das ,vergangene2 ,schflein und ,wlfe benahmen sich gleich taktvoll2 nur ,morieux zog einmal ,sempern auf die ,seite und flsterte erregt3 ,du mut eine ,rede halten6 ,ich8 ,worber8 ,na zum ,dank fr die ,einladung6 ,asmus brach in ein schallendes ,gelchter aus4 ,das knnte mir fehlen6 ,nein1 mein ,junge1 ich bin sehr vergngt und feire das ,fest ohne jeden ,hintergedanken aber auch noch danke sagen 8 ,das mach du nur selber6 ,das heit1 wenn dus tust1 erschlage ich dich6 fgte er schnell hinzu4 ,und zu den hbschesten ,dingen dieses ,festes gehrte es1 da der erste ,trinkspruch1 den der ,prside ausbrachte1 dem ,direktor galt4 ,er hatte sie auch bei dieser ,gelegenheit nicht eben liebenswrdig behandelt2 aber sie liebten ihn alle2 denn er hatte das eine1 fr das die ,jugend ein so besonders feines und lebhaftes ,empfinden besitzt3 ,gerechtigkeitsgefhl4 ,die ,jugend vershnt sich mit dem strengsten ,zuchtmeister1 wenn er gerecht ist1 und sie verachtet1 sie hat den willfhrigsten ,lenker1 wenn er das ,recht beugt4 ,sie wuten es alle3 dieser ,dr4 ,korn hatte ein ,rckgrat nach oben und nach unten1 und wenn es in einem ,konflikt zwischen ,lehrer und ,schler zu entscheiden galt1 so waren sie ihm nicht ,lehrer und ,schler1 sondern ,menschen4 ,in aller ,gedchtnis strahlte mit unauslschlichem ,glanze ein ,richterspruch des ,alten4 ,ein ,religionslehrer hatte mit allerlei verfnglichen ,fragen einen verdchtigen ,jngling auf seine ,rechtglubigkeit untersucht4 ,der ,jngling beschwerte sich bei dem ,direktor ber diese ,belstigungen1 und ,korn1 als er beide ,parteien gehrt hatte1 sagte3 ,herr ,doktor1 ,sie haben sich aller ,jewissensfragen zu enthalten4 ,wir sind hier tolerant4 ,es war zu jener ,zeit1 als der leise schreitende ,einflu der ,geistlichkeit noch nicht berall war und die oberen ,stellen nicht mit den ,gnstlingen der ,kirche1 sondern mit den ,gnstlingen ,minervens besetzt wurden4 ,von der orthodoxen ,theologie war der ,mann allerdings weit entfernt2 er war ,philolog und ,philosoph und liebte das ,zeitalter der ,aufklrung und der ,enzyklopdisten1 das er mit sprhendem ,geist1 lebendig und gro darzustellen wute1 so gro1 da ,asmus1 wenn ihm spter der banale ,aufklricht in seiner ganzen ,schrecknis begegnete1 nie mehr vergessen konnte1 wie die ,gedanken1 die klein sind in den kleinen ,kpfen1 gro gewesen in den groen4 ,wenn er ein ,kapitel des christlichen ,glaubens behandelte1 etwa die ,dreieinigkeit1 so trug er es genau nach der ,dogmatik vor1 ohne ,kritik und ohne ,polemik1 und wenn er fertig war1 sagte er aufatmend3 ,so4 ,das lehrt die ,kirche4 ,was ,sie davon jlauben wollen1 steht bei ,ihnen4 ,diesen ,grundsatz bewhrte er nach jeder ,richtung4 ,der ,glubige atmete unter ihm so frei wie der ,zweifler4 ,und obwohl ,asmus das ,brandenburgisch-,preuische sonst nicht liebte1 die ,schleswig-,holsteiner sind keine ,komminaturen1 so sagte er sich doch1 da der ,geist dieses ,mannes das ,beste am ganzen ,seminar1 ja1 da er beinahe das einzige ,gute an dieser ,anstalt war4 ,sein goldener ,prparandentraum vom reich besetzten ,tisch der ,wissenschaften und ,knste hatte einer groen ,ernchterung ,platz gemacht2 aus der ,hochzeit des ,kamacho1 wo die ,rinder1 ,hammel und ,hasen und die ,schluche ,weines nicht zu zhlen gewesen1 war ein ,gastmahl des ,harpagon geworden4 ,von einem1 der studieren will1 sagen die plattdeutschen ,bauern3 he will studeern leern und sprechen damit1 ohne es zu wissen1 ein feines ,wort4 ,in drei oder vier ,jahren kann man nicht viel studieren2 aber man kann studieren lernen1 und das ist viel mehr4 ,bei ,korn lernte man studieren4 ,nach seinen ,vortrgen rief es in ,asmus mit tausend ,begierden3 ,mehr6 mehr6 und ihm war1 als mte er mit ,armen des ,geistes das ganze ,firmament der ,gedanken umspannen und in seine ,brust herabziehen4 ,nach den ,stunden der andern hatte man immer genug1 und wute doch1 da es nichts war4 ,sie gaben trockenes ,brot1 das schnell satt macht1 oder sie gaben ,steine statt des ,brotes1 oder sie gaben nicht einmal ,steine4 ,ein ,glck noch1 wenn sie komisch waren1 wie der gute ,mister ,belly1 und wenigstens auf solche ,art die ,jugendlust lebendig erhielten4 ,,xxvi4 ,kapitel4 ,mister ,belly und der geheimnisvolle ,zimmermann4 ,mister ,bellys ,stunden waren freilich in einer gewissen ,hinsicht lauter ,feste4 ,mister ,belly war eines jener ,wunderkinder gewesen1 die schon mit drei ,jahren ,englisch sprechen1 weil sie in ,england geboren sind1 und das war sein ,hauptverdienst4 ,zu diesem ,englisch hatte er nur noch zweierlei hinzugelernt3 ein ,franzsisch mit englischer ,aussprache und ,betonung und ein fr einen ,auslnder recht passables ,deutsch4 ,auf weitere ,anforderungen aber reagierte er nicht4 ,es ist nie ans ,licht gekommen1 ob er von ,goethe1 ,schiller und ,lessing irgend etwas kannte2 das aber stand fest1 da er von der nachgoethischen ,literatur nur den ,knigsleutnant von ,gutzkow kannte4 ,ein ,englnder gesteht dergleichen ganz kaltbltig ein und hlt es fr ,nationalbewutsein4 ,von ,zeit zu ,zeit fragten ihn die ,seminaristen3 ,mister ,belly1 wie heit noch das deutsche ,drama1 das ,sie kennen8 und dann antwortete er mit dem unschuldigsten ,gesicht von der ,welt3 ,also mal ,the ,kings ,lieutenant1 denn er leitete jeden ,satz mit den ,worten also mal ein4 ,wenn nun aber auch ,mr4 ,belly recht gut deutsch sprach1 so sprachen es die deutschen ,seminaristen doch besser1 und als ,lehrer ohne imponierende ,krfte unter bermtige ,kinder einer fremden ,sprache versetzt sein1 das ist gerade so schn1 wie als ,taubstummer unter ,kannibalen geraten4 ,da beim englischen ,unterricht eine ,grammatik von ,gurcke gebraucht wurde1 so sagte der unglckliche ,belly eines ,tages3 ,bringen ,sie zur nchsten ,stunde ,ihre ,gurke mit und an solchen und hnlichen ,gurken hatte der ,gute natrlich lange zu kauen4 ,unter der gtigen ,leitung ,mr4 ,bellys mute unser ,asmus etwa hundertmal die ,geschichte von ,robin ,hood lesen 7,mr4 ,belly wollte auf solche ,weise bei seinen ,schlern eine gute ,aussprache erzielen72 aber dennoch brachte jede ,stunde eine ,abwechslung4 ,heute war es ein ,hampelmann1 der hinter ,mr4 ,belly an der ,wand hing und durch einen dnnen1 bei dem ,seminaristen ,stelling endigenden ,faden dirigiert wurde1 morgen war es ein ,seminarist1 der in den ,kartenschrank eingesperrt wurde und dort whrend der ,stunde gespenstische ,gerusche hervorbringen mute1 bermorgen ein ,seminarist1 der aus ,turnjacken1 ,turnhosen1 ,turnschuhen und einer ,mtze hergestellt1 dann in ein kleines ,kabinett gesetzt und fr eingeschlafen erklrt wurde1 so da ,mr4 ,belly hinging1 um ihn zu wecken1 und so mit und ohne ,grazie ins ,unendliche4 ,ein ,rouleau1 das hochgezogen werden sollte1 entwickelte sich regelmig zu einer ganzen komischen ,oper2 denn natrlich fiel der ,vorhang1 wenn er endlich nach langen ,mhen aufgewickelt war1 mit furchtbarem ,gerassel wieder herab1 und je mehr hilfreiche ,hnde herbeikamen1 desto unmglicher erschien natrlich die ,bndigung des heimtckischen ,vorhangs4 ,der eigentliche ,belly-,spezialist aber war jener ,stelling4 ,stelling war ein glnzend begabter ,bursche1 der aber am ,unterricht eigentlich nur als wohlwollender ,zuhrer teilnahm und eine unberwindliche ,abneigung gegen ,bcher und ,hefte hegte4 ,was er an solchen ,dingen mit sich fhrte1 beschrnkte sich fr gewhnlich auf ein kleines ,heftchen1 das er1 um seine ganze ,verachtung des ,buchstaben zu zeigen1 zusammengerollt in der hinteren ,hosentasche trug4 ,kraft seiner vorzglichen ,anlagen war er trotzdem immer so ziemlich auf dem ,laufenden2 nur in der ,charakterbildung schien er sich auf der ,stufe des groen ,jungen so wohl zu fhlen1 da er an einen ,fortschritt nicht dachte4 ,eines drckend heien ,sommertages brachte der nmliche ,stelling einen ,hammer mit in die ,klasse1 und gerade las ein ,schler mit halb entschlummerter ,stimme die erschtternden ,verse3 ,here underneath this little stone ,lies ,robert ,earl of ,huntingdone2 ,neer archer was as he so good1 ,and people called him ,robin ,hood 444 als in der ,gegend ,stellings ein ungemein rhythmisches ,klopfen ertnte4 ,also mal3 was ist das8 fragte ,mr4 ,belly4 ,stelling trat an das offene ,fenster1 neben dem er sa1 und sagte trocken3 ,das ist also mal ein ,zimmermann1 ,mr4 ,belly4 ,also mal3 ist gut1 setzen ,sie sich1 sagte ,belly1 dem schon schwl wurde1 wenn ,stelling sich einer ,sache annahm4 ,stelling setzte sich und klopfte4 ,das ist aber doch sehr strend6 rief jetzt der ,nachbar ,stellings mit einem abgefeimten ,lerneifer im ,gesicht4 ,soll ich den ,mann also mal bitten1 da er also mal aufhrt8 fragte ,stelling bescheiden4 ,belly1 der der suggestiven ,frechheit dieses ,jnglings nicht gewachsen war1 sagte3 ,also mal3 bitte1 wenn ,sie durchaus wollen 8 ,stelling trat wieder ans ,fenster und rief mit der ,stimme eines versoffenen ,feldwebels3 ,hren ,sie auf666 ,also mal bitte1 was ist das fr ein ,ton6 rief ,mr4 ,belly erschrocken2 also seien ,sie mal hflich1 nicht wahr8 ,ganz1 wie ,sie wnschen1 ,herr ,belly1 erwiderte ,stelling und begann zu singen3 ,wackrer ,zimmermann1 ,hast ja ,freude dran1 aber uns strt es2 mchten ,sie nicht die ,gewogenheit zeitigen1 mit diesem frevelhaften ,geballer aufzuhren8 ,wie meinen ,sie8 ,stelling wandte sich wieder ins ,zimmer zurck und sagte mit dem ruhigsten ,gesicht3 ,er antwortet3 ,pett di man keen ,hoor inn ,foot6 ,also mal1 das ist ,plattdeutsch1 bemerkte ,belly sehr richtig1 was heit das8 ,das heit3 ,dont run a hair into your foot6 ,also mal3 ,das versteh ich nicht4 ,das verstehen ,sie also mal nicht8 ,das ist eine ,beleidigung6 ,wie heien ,sie86 schrie ,stelling zum ,fenster hinaus mit zornrotem ,gesicht4 ,also mal bitte3 seien ,sie nicht so erregt6 rief ,belly ngstlich4 ,er sagt1 er heit ,hummel6#c berichtete ,stelling4 ,was soll ich ihm sagen8 ,natrlich wollte die ,klasse sterben vor ,lachen4 ,funote #c3 ,name eines in den #ej;er ,jahren des vorigen ,jahrhunderts in ,hamburg verstorbenen komischen ,originals4 ,die ,hamburger pflegen auf den ,zuruf ,hummel mit einem sehr derben ,ausruf zu antworten4 ,mr4 ,belly erhob sich endlich1 um selbst mit dem ,manne zu sprechen4 ,da eben geht er ins ,haus6 rief ,stelling4 ,vor ,ihnen hat er natrlich ,angst4 ,als ,mr4 ,belly an sein ,pult zurckgekehrt war und das ,klopfen von neuem anhub1 sprang ,stelling auf und schritt nach der ,tr3 ,ich werde also mal hinuntergehen und mit dem ,mann sprechen4 ,also mal3 ,stelling1 bleiben ,sie also mal hier1 sagte ,mr4 ,belly4 ,ja aber1 ,herr ,belly1 soll man sich denn das gefallen lassen8 ,also mal3 wollen ,sie sich jetzt setzen8 ,yes1 mister sagte ,stelling und ging an seinen ,platz4 ,also mal3 ,sie sagen3 ,yes1 mister6 ,heit es so8 ,yes1 gentleman6 ,also mal3 ,sie wollen es nicht richtig sagen6 ,sie sind also ein ,heuchler6 ,herr ,belly1 sagte ,stelling kaltbltig1 ich nehme an1 da ,sie die wahre ,bedeutung dieses ,wortes gar nicht kennen1 sonst wrde ich ,sie fordern4 ,aber1 ,herr ,belly1 riefen jetzt viele durcheinander1 wie konnten ,sie so etwas sagen3 das ist ja eine tdliche ,beleidigung6 ,also mal3 ich habe ,sie nicht beleidigen wollen1 lenkte ,belly ein1 es heit also mal3 ,yes1 ,sir6 ,na ja1 wenn einem das in ,gte und ,freundlichkeit gesagt wird 4444 ,inzwischen war aber in ,mr4 ,bellys ,kopfe etwas wie ,morgendmmerung angebrochen1 und als das ,klopfen wieder ertnte1 belauerte er den beltter und sah ihn schnell etwas unter den ,tisch legen4 ,nun ging er ruhigen ,schrittes auf ,stellings ,platz zu1 klappte den ,tischdeckel hoch1 nahm den ,hammer1 ging damit wieder nach vorn1 legte ihn aufs ,pult und sagte3 ,lesen ,sie weiter1 ,mller4 ,er tat das alles ohne jedes ,zeichen der ,erregung1 nur mit dem ,ausdruck einer stoischen ,geringschtzung1 ja1 einer leisen ,verachtung im ,gesicht4 ,und diese ,art1 dergleichen ,bubenstreiche abzutun wie ,dinge1 die an die ,wrde eines ,gentleman nicht heranreichen1 diese ,art1 die der guten englischen ,erziehungsregel3 ,be a gentleman6 entspringt1 nahm ,asmus doch immer wieder fr ihn ein4 ,man sah es dem guten ,belly an1 da solche ,ruchlosigkeiten ihm weh taten1 da sie ihm aber zu kindisch waren fr seinen ,zorn1 und das ging nicht nur ,asmus1 es ging schlielich auch anderen ,jnglingen zu ,herzen4 ,in einer ,pause fand eine feierliche ,beratung statt mit dem ,ergebnis3 ,da ,mr4 ,belly nicht imstande sei1 ,disziplin zu halten1 so msse man selbst fr ,disziplin sorgen1 und von nun an wolle man sich vernnftig benehmen4 ,das ging auch einige ,stunden ganz gut4 ,als aber ein ,seminarist einen ,stiefel ausgezogen hatte1 weil er ihn drckte1 und sein ,nachbar diesen ,stiefel mit einem krftigen ,sto nach vorn befrdert hatte1 ,mr4 ,belly den ,stiefel als corpus delicti konfiszierte und damit die ,klasse verlie1 der ,einstiefler1 der von ,natur eine rote ,nase hatte1 ihm protestierend nachhumpelte und ,mr4 ,belly endlich sagte3 ,also mal3 ,sie verfolgen mich3 ,sie haben eine rote ,nase1 also ,sie sind ein ,nihilist6 da brachen ob dieser rtselhaften ,ideenverbindung alle ,dmme der guten ,zucht zusammen1 und der jugendliche bermut nahm wieder freien ,lauf4 ,,xxvii4 ,kapitel4 ,handelt von wrdigen und unwrdigen ,kollegen ,mister ,bellys4 ,es gab an diesem ,seminar wohl ,lehrer1 die noch untauglicher waren als ,mr4 ,belly2 aber sie waren hchstens fr eine satirische ,beleuchtung amsant4 ,zu einer solchen ,betrachtung zwang ,asmussen wider seinen ,willen der ,herr ,pastor ,dinnebeil1 der eine ,zeitlang den ,religionsunterricht erteilte4 ,einstmals ,stahmer und jetzt ,dinnebeil6 ,das war wie ,david ,friedrich ,strau und ,hengstenberg4 ,nur war ,hengstenberg ein ,gelehrter1 was ,dinnebeil1 wenn er es war1 geschickt zu verbergen wute4 ,er pltscherte unaufhrlich im laulichen ,wasser jener frchterlichen ,trakttchen-,terminologie1 die in drei ,sekunden mit sieben ,synonymen hantiert1 nach ,art der ,jongleure1 die mit ,teller1 ,ei und ,schnupftuch so geschwinde ,fangball spielen1 da man nicht mehr wei1 was ,teller1 was ,ei und was ,schnupftuch ist4 ,diesen ,hamburger ,jnglingen1 diesen ,schlern des vortrefflichen ,herrn ,stahmer1 wollte ,pastor ,dinnebeil die abgelagertsten ,dogmen einreden1 wollte er eine ,art ,christentum fr ,papuas beibringen4 ,er versuchte es in einem ,tone1 der aus ,huld und ,wrde lieblich gemenget war4 ,anfangs hrten die verblfften ,seminaristen diesem ,phrasenschwall1 der wie ein ,landregen von ,schmalz und ,honig niederging1 mit offenem ,munde zu2 aber schon nach der dritten ,stunde war die ,langeweile so ins ,unendliche gewachsen1 da man beschlo1 sich einen ,spa zu machen und auf die ,fragen des ,mannes immer abwechselnd zu antworten3 ,der ,glaube und ,die ,liebe4 ,das geschah denn auch und pate fast immer1 und wenn es nicht pate1 so nahm es ,pastor ,dinnebeil doch wohlwollend hin als das ,zeugnis eines frommen ,sinnes4 ,nur zwei machten sich dem ,spherauge ,dinnebeils verdchtig3 ,stelling und ,semper4 ,asmus hatte schon tausend ,zweifel und ,einwrfe ins ,dunkel seiner ,brust hinabgeduckt2 als aber ,dinnebeil allen ,ernstes die ,worte im ,matthus #bh1 #ai3 ,gehet hin und lehret alle ,vlker und taufet sie im ,namen des ,vaters und des ,sohnes und des heiligen ,geistes als ,beweis fr die ,dreieinigkeit ausgab1 da hielt es ,asmussen doch nicht lnger1 und als er gerade am ,wort war1 sprach er3 ,verzeihung1 ,herr ,pastor1 aber ist das nicht ein spterer1 tendenziser ,zusatz8 ,was8 ,wieso8 fragte ,hochwrden indigniert4 ,nun1 die ,jnger vertraten doch noch auf dem ,jerusalemer ,apostel-,konvent im ,jahre #eb ,paulus gegenber den ,grundsatz1 da nur den ,juden das ,evangelium gepredigt werden drfe2 das wre doch ausgeschlossen1 wenn ,christus denselben ,jngern befohlen htte1 alle ,vlker zu seinen ,jngern zu machen4 ,ferner wurde bis zur ,mitte des zweiten ,jahrhunderts doch nur auf den ,namen ,jesu getauft2 es ist da undenkbar1 da die ,jnger den ,befehl empfangen htten1 auf drei ,namen zu taufen4 ,und da das ,evangelium nach ,matthus im letzten ,viertel des ersten ,jahrhunderts geschrieben wurde1 so werden die ,worte #bh1 #ai ein spterer ,zusatz sein2 sie 444 ,ach was1 klauben ,sie mir nicht immer an der ,bibel herum6 rief ,dinnebeil sittlich entrstet4 ,fahren ,sie fort1 ,seybold6 ,asmus war wirklich erschrocken4 ,er hatte bis dahin geglaubt1 ein ,lehrer msse sich freuen1 wenn es seinen ,schlern ernst sei um ihre berzeugung2 aber dieser wurde gereizt1 wenn man nachdachte und forschte4 ,er lie einfach fortfahren4 ,fortfahren war allerdings das ,leichteste4 ,von nun an klaubte ,asmus nicht mehr2 aber er glaubte noch weniger1 zum mindesten dem ,herrn ,dinnebeil4 ,er nahm nun auch die ,sache humoristisch und lie die ,sermones des jungen ,mannes ber sich ergehen wie das ,gerusch einer ,wasserleitung1 und wenn ,herr ,dinnebeil ihn durch eine ,frage aufschreckte1 so rief er3 ,der ,glaube66 oder ,die ,liebe66 ,ach1 was war da ,meister ,bruhn1 der ,musiklehrer1 ein anderer ,mann6 ,der war auch fromm1 khlerfromm1 sozusagen2 aber er war ein ,mensch4 ,sie hatten einer am andern einen ,narren gefressen1 ,bruhn und ,semper1 ja1 ,meister ,bruhn begegnete dem ,jngling mit einer ,art von ,verehrung1 und zu dieser ,verehrung war ,asmus so billig wie nur mglich gekommen4 ,die ,hochachtung des ,lehrers grndete sich auf ,asmussens ,zuverlssigkeit und auf sein ,wissen4 ,mit der ,zuverlssigkeit hatte es folgende ,bewandtnis4 ,alljhrlich veranstalteten die ,seminaristen mit hohem direktorialen ,privilegio eine ,konzert- und ,theater-,auffhrung1 und vor dem ,konzert hatte ,meister ,bruhn1 der mit ,johannes ,brahms zusammen studiert und dessen ,kompositionen ,liszt und ,rubinstein zu spielen fr wert gefunden hatten1 regelmig ein ,lampenfieber von mindestens vierzig ,grad4 ,er ordnete deshalb an1 da alle ,mitspielenden zwei ,stunden vor ,beginn der ,auffhrung da sein mchten1 damit er selbst alle ,instrumente wiederholt durchstimmen knne4 ,man lchelte ber diese ngstlichkeit1 auch ,asmus lchelte2 aber weil er den alten ,herrn lieb hatte und ihn nicht ngstigen wollte1 ging er rechtzeitig hin4 ,meister ,bruhn lief schon erregt auf und ab und trocknete sich mit immer neuen ,taschentchern den ,todesschwei4 ,nu sehn ,se1 lieber ,semper6 rief er1 die ,uhr is sechs und ,sie sind der ,einzche6 ,sie sind der einzche ,zuverlche von der kanzen ,kesellschaft6 ,keben ,se her die ,cheiche4 ,er fuhr mit dem ,bogen darber und sagte3 ,nu ja1 se stimmt4 ,aber das is immer so3 dies nich ntch haben1 die kommen2 aber dies ntch haben1 die kommen nich4 ,und er legte vterlich den ,arm um ,semper und sagte3 ,mein lieber ,semper1 klauben ,sies mir3 darauf kommts an im ,leben3 auf ,zuverlchkeit4 ,sie sind zuverlcher ,mensch4 ,das war also billig4 ,aber noch viel billiger war es1 bei ,bruhn in den ,ruf der ,gelehrsamkeit zu kommen1 und da er in den ,konferenzen natrlich vernommen hatte1 da ,asmus ,semper zu den ,begabteren gehre1 so hielt er ihn fr eine ,art ,casaubon oder ,leibniz4 ,meister ,bruhn pflegte1 wenn er eine ,frage stellte1 gleich die schwierige ,hlfte der ,antwort selbst zu geben1 etwa so3 ,nun1 ,semper1 welcher ,ton mu also hier folchen8 ,gi gi 8 ,gis1 antwortete ,asmus1 und dann rief ,meister ,bruhn3 ,der wei alles6 ,diese ,meinung teilte ,asmus nun freilich nicht2 aber doch ward es ihm wohl und warm bei ,meister ,bruhn und seinen ,sonnabendstunden1 die im ,winter bis in das ,dunkel des ,abends hineinreichten4 ,dem ,musiksaale gegenber lag ein ,haus mit einer ,schneiderinnenstube1 und die ,seminaristen stellten sich gern ans ,fenster1 warfen schwrmende ,blicke hinber zu den ,mdchen und strichen so gefhlvoll dazu die ,saiten wie der ,geiger von ,gmnd vor dem ,marienbilde4 ,und die fnf oder sechs ,marien nickten so fleiig herber1 als htten sie gern einen ,schuh und mehr dahingegeben4 ,wenn ,meister ,bruhn das sah1 dann lchelte er mild-ironisch und sagte3 ,mller1 sehn ,se beim ,spielen hierher2 die nehmen doch lieber ,keld als ,muszik4 ,und das ernchterte4 ,,xxviii4 ,kapitel4 ,ein ,kapitel1 in dem aber auch rein gar nichts geschieht und das der gewhnliche ,leser wtend berschlagen wird4 ,asmus ,semper hatte nicht das ,geringste gegen hbsche ,schneidermamsellen2 aber ob sie hbsch waren1 eben das konnte er nicht feststellen1 weil seine ,augen fr eine so groe ,entfernung nicht ausreichten4 ,so schtzte1 wie es wohl fter kommen mag1 die ,kurzsichtigkeit seine ,tugend4 ,aber wenn er auch die ,schneiderinnen deutlich htte erkennen knnen1 wrde er wohl wenig nach ihnen ausgeschaut haben1 weil es innerhalb des dsteren1 kahlen ,musiksaales weit ,schneres zu sehen gab4 ,in diesem ,musiksaal wurden alle ,volkslieder gesungen und gegeigt1 die je von deutschem ,kindermund erklungen sind2 denn was sie die ,kinder lehren sollten1 das muten die knftigen ,lehrer selber spielen und singen knnen4 ,wenn er diese ,lieder hrte1 sttzte ,asmus den ,ellenbogen aufs ,knie und den ,kopf in die ,hand und sah in einen dunklen ,winkel des ,saales1 und seine kurzsichtigen ,augen wurden fernsichtig4 ,da sah er hinein in jahrtausendtiefen ,wald und hrte aus einem fernen ,jahrhundert den dmmergrnen ,grund herauf ein frhliches ,blasen3 ,ein ,jger aus ,kurpfalz1 ,der reitet durch den grnen ,wald1 ,er schiet das ,wild daher1 ,gleichwie es ihm gefallt4 ,ju ja1 ,ju ja gar lustig ist die ,jgerei ,allhier auf grner ,heid4 ,aber das zweite ,ju ja hallte leise aus wunderbaren ,fernen her4 ,und langsam schritt er tiefer in den ,wald hinein1 dorthin1 wo im ewigen ,dunkel zwischen ,moos und ,stein ein ,waldelf sitzt und seit hunderttausend ,jahren in die ,quelle starrt1 um ihr ,geheimnis zu ergrnden4 ,und ,asmus neigte das ,ohr und horchte dem murmelnden ,selbstgesprch der ,quelle1 und immer wars ihm1 nun mt ers gleich verstehen1 und verstand es doch nie4 ,und wie er noch lauschte1 winkte ihm aus tauigem ,dunkel ein purpurner ,schein4 ,ein ,mnnlein steht im ,walde ,ganz still und stumm1 ,es hat von lauter ,purpur ,ein ,mntlein um4 ,das ,lied hatte ihn sogleich angelacht wie ein rotwangiger ,apfel1 da ers in frher ,kindheit zum ersten ,male gehrt4 ,nun aber strahlte durch die braunen ,stmme ein goldener ,glanz2 er ging darauf zu und wute nicht3 ist es goldene ,sonne1 oder goldenes ,korn8 ,und als er am ,feldrain stand1 war es goldenes ,korn in goldener ,sonne4 ,horch1 wie schallts dorten so lieblich hervor6 ,frchte ,gott6 ,frchte ,gott6 ,ruft mir die ,wachtel ins ,ohr4 ,sitzend im ,grnen1 von ,halmen umhllt1 ,mahnt sie den ,horcher am ,saatengefild3 ,liebe ,gott6 ,liebe ,gott6 ,er ist so gtig und mild6 ,die ,hitze hatte drohende ,wolken gebraut1 und die fernsten hren standen schon in graublauer ,luft4 ,schreckt dich im ,wetter der ,herr der ,natur3 ,bitte ,gott6 ,bitte ,gott6 ,und er verschonet die ,flur4 ,machen die knftigen ,tage dir bang1 ,trste dich wieder der ,wachtel ,gesang3 ,traue ,gott6 ,traue ,gott6 ,deutet ihr lieblicher ,klang4 ,was war das fr eine ,zeit gewesen1 da die ,menschen mit solchen ,empfindungen durch die ,felder gingen8 ,lichte ,zeit8 ,dunkle ,zeit8 ,eine heimelnde ,zeit gewi4 ,war sie je gewesen8 ,wrde sie jemals sein8 ,er grbelte nach1 da klang aus dem verlassenen ,walde her ein zauberischer ,schall4 ,wie lieblich schallt ,durch ,busch und ,wald ,des ,waldhorns ser ,klang6 ,der ,widerhall ,im ,eichental ,hallts nach so lang so lang6 ,ja1 wahrlich1 himmelsfern und himmelsleise klang der ,widerhall aus einem ,tal1 das seine ,augen nicht sahen das keine ,augen jemals sehen4 ,lange1 lange klang der ,widerhall1 bis in die ,abendrte hinein1 in deren ,glut er sich verlor4 ,goldne ,abendsonne1 ,wie bist du so schn6 ,nie kann ohne ,wonne ,deinen ,glanz ich sehn4 ,schon in frher ,jugend ,sah ich gern nach dir1 ,und der ,trieb zur ,tugend ,glhte mehr in mir4 ,das hatten wohl schon die ,urgroeltern gesungen1 und doch war es noch immer so3 unendlich gro und unendlich gut mte ein ,herz sein1 um solcher heiligen ,schnheit wert zu sein6 ,und es mchte gro sein1 das ,herz1 gro wie der ,glanz der ,abendsonne1 und es schwillt auf und drngt und tut weh4 ,da ist es fast ,erlsung1 ist es ,friede1 wenn sie sinkt und graue ,dmmerung aus den ,feldern steigt4 ,willkommen1 o seliger ,abend ,dem ,herzen1 das froh dich geniet6 ,du bist so erquickend1 so labend1 ,drum sei uns recht herzlich gegrt6 ,das ,lied kam aus jener ,zeit1 da es noch einen ,abend gab und die ,menschen am ,tagesende sich fanden in ,ruhe1 ,sammlung und ,gengen4 ,damals war der ,mond noch ein ,hausfreund der ,menschen1 der sich zu ihnen gesellte1 wenn sie am ,abend plaudernd vor der ,tr ihrer ,htte saen4 ,guter ,mond1 du gehst so stille ,durch die ,abendwolken hin1 ,labest nach des ,tages ,schwle ,durch dein freundlich ,licht den ,sinn4 ,leuchte freundlich jedem ,mden ,in das stille ,kmmerlein6 ,und dein ,schimmer giee ,frieden ,ins bedrngte ,herz hinein6 ,damals waren berall noch ,wiesen1 wo jetzt ,huser stehen2 auf allen ,wiesen gingen weidende ,herden1 und auch der ,mond war ein ,schfer4 ,das war1 als die ,mtter noch sangen4 ,wer hat die schnsten ,schfchen8 ,die hat der goldne ,mond1 ,der hinter unsern ,bumen1 ,bumen1 ,am ,himmel droben wohnt4 ,und bei dem ,bumen-,bumen hrte ,asmus eine ,wiege gehn und sah er ein ,hndchen nach den ,schflein des ,mondes greifen4 ,das ,kind tastete noch auf dem ,deckkissen nach den ,schflein1 als es schon schlief1 und die ,leute traten frstelnd ins ,haus zurck1 und es war ,nacht4 ,asmus stand wieder allein und schaute ber ,felder und cker hinaus nach anderen ckern1 wo ihm ,freund und ,bruder lagen4 ,ein getreues ,herze wissen ,hat des hchsten ,schatzes ,preis2 ,der ist selig zu begren1 ,der ein solches ,kleinod wei4 ,mir ist wohl bei hchstem ,schmerz2 ,denn ich wei ein treues ,herz4 ,wute er solch ein ,herz8 ,er hatte ,eltern und ,geschwister2 aber das war angeborener ,besitz1 kein erworbener4 ,ein ,mensch mu ein erworbenes ,herz wissen1 sonst ist er dennoch einsam4 ,eines hatte er gewut2 aber das war tot4 ,gewi3 es waren ihm manche ,herzen freundlich gesinnt2 aber3 ,ein getreues ,herz hilft streiten ,wider alles1 was ist feind4 solch ein ,herz war nicht darunter4 ,ja1 wenn die schlanke1 braune ,hilde ,chavonne ach1 die stand hoch ber menschlichen ,wnschen4 ,da hrte er hinter einer ,wand von dreizehn ,jahren eine holde ,jugendweise3 ,der beste ,freund ist in dem ,himmel1 ,auf ,erden sind nicht ,freunde viel1 ,und in dem falschen ,weltgetmmel ,ist ,redlichkeit oft auf dem ,spiel4 ,drum hab ichs immer so gemeint3 ,im ,himmel ist der beste ,freund4 ,er sah die ,dorfschule1 in der er gesessen1 sah seinen ersten ,lehrer1 wie er die ,geige unter den braunen ,bart schob1 sah sich selbst als siebenjhrigen ,knaben1 wie er das ,lied sang und dabei mit staunenden ,augen auf die ,geige wie auf ein ,wunder starrte4 ,was das ,lied versicherte1 glaubte er ja nicht4 ,er glaubte1 da es auf dieser ,erde nie ,greres und ,schneres gegeben habe als ,jesus von ,nazareth2 aber er glaubte nicht an seine ,gttlichkeit2 er glaubte berhaupt an keinen ,freund im ,himmel4 ,aber an dies ,lied glaubte er und an den ,glauben seines ,sngers4 ,denn einen ebensolchen ,glauben hatte er ja selbst1 nicht denselben ,glauben1 aber einen ebensolchen4 ,und er hatte den ,freund1 den besten ,freund3 nicht ,jesus hie er er hatte keinen ,namen nicht im ,himmel war er er war berall4 ,er sehnte sich nach einem menschlichen ,freunde2 aber den groen1 bermenschlichen ,freund hatte er lngst1 hatte er immer4 ,wer htte ihn sonst ermuntert und erquickt in seinen ,kmpfen1 ihm ber die ,schulter so freundlich zugeflstert in seinen ,mhen und ,sorgen3 ,halt aus1 du siegst68 ,dies treue ,lied hatte grne ,tage seiner ,kindheit umklungen1 darum war es ihm ewig verknpft mit allem ,frhen und ,morgendlichen1 mit allem ,keimen und ,hoffen4 ,dies ,lied verkndete der ,jugend muntre ,spiele wie dem lebenssatten ,faust1 so htte ihm dieses ,lied den ,todesbecher mit ,gewalt vom ,munde gezogen4 ,die ,botschaft hr ich wohl1 allein mir fehlt der ,glaube6 so rief auch ,faust1 aber doch zog ihn das ,lied vom ,tod ins ,leben zurck4 ,und die ,nacht1 die ,asmus umgeben hatte1 bei diesem ,lied aus ,morgentagen hatte sie sich im ,osten leise gelichtet4 ,und er sah1 wie das weite ,feld1 in dem er noch immer stand1 ein wundersames ,leben erfllte3 er sah undeutlich menschliche ,gestalten wie ,nebelriesen um dstre ,lagerfeuer liegen und stehen1 hrte ,stampfen und ,klirren und sah ,pferde den weien ,hauch in die ,khle des ,herbstmorgens schnauben1 und von einem fernen ,lagerfeuer her hrte er ein ,lied wie ,sieges- und ,todesgewiheit3 ,ein ,morgen des ,sieges wird kommen2 aber wir werden ihn nicht mehr sehen4 ,erhebt euch von der ,erde1 ,ihr ,schlfer1 aus der ,ruh6 ,schon wiehern uns die ,pferde ,den guten ,morgen zu4 ,die lieben ,waffen glnzen ,so hell im ,morgenrot2 ,man trumt von ,siegeskrnzen1 ,man denkt auch an den ,tod4 ,ein ,morgen soll noch kommen1 ,ein ,morgen mild und klar2 ,sein harren alle ,frommen1 ,ihn schaut der ,engel ,schar4 ,bald scheint er sonder ,hlle ,auf jeden deutschen ,mann3 ,o brich1 du ,tag der ,flle1 ,du ,freiheitstag1 brich an6 ,diese ,zeit des deutschen ,leides1 wie gro1 wie heilig und rein mute sie gewesen sein6 ,und als nun von einem ,lagerfeuer die ,stimme ,meister ,bruhns erklang3 ,nun1 ,semper1 was wollen ,sie uns denn heute vorspielen8 da schnellte ,asmus hoch1 schob die ,geige unters ,kinn und strich die ,saiten mit ,wucht und ,sturm3 ,freiheit1 die ich meine1 ,die mein ,herz erfllt1 ,komm mit deinem ,scheine1 ,ses ,engelsbild6 ,magst du nie dich zeigen ,der bedrngten ,welt8 ,fhrest deinen ,reigen ,nur am ,sternenzelt8 ,asmus ,semper betete4 ,er wollte die ,freiheit vom ,himmel herabbeten3 aber er dachte unter ,freiheit nicht nur die ,erlsung von fremden und heimischen ,tyrannen1 von ,pfaffen und ,geldscken2 er dachte unter ,freiheit alles ,groe und ,herrliche1 das sehnenden ,menschenseelen in knftigen ,welten aufgehoben ist fr jenen ,tag1 der kommen wird4 ,sein ,geigenspiel war ein ,gebet aus bebendem1 glhendem ,herzen1 und jener ,lederhndler1 der die bei ,tische nicht betenden ,mitmenschen zu den chslein und ,eselein stellte1 wrde seltsame ,augen gemacht haben1 wenn er in diesem ,augenblick in das semperische ,herz geblickt htte4 ,im deutschen ,liede sah er das deutsche ,land4 ,er hatte ja mit leiblichen ,augen nichts davon gesehen als seine engere ,heimat2 aber o1 was fr ein ,land mute das sein6 ,jahre1 bevor er nach ,amerika ging1 war sein ,bruder ,johannes durch ,deutschland und die ,schweiz gewandert1 hatte ,briefe und ,bilder von ,burgen und ,bergen und ,trauben vom ,rhein geschickt2 aber das ,schnste1 was er dann mit nach ,hause gebracht1 war ein ,lied gewesen1 das ,asmus damals noch nicht kannte4 ,an der ,saale hellem ,strande ,stehen ,burgen stolz und khn4 ,ihre ,dcher sind zerfallen1 ,und der ,wind streicht durch die ,hallen2 ,wolken ziehen drber hin4 ,auch dieses ,lied spielte ,asmus2 denn er hrte alles darin1 was der ,deutsche ist oder was er von ,herzen gern sein mchte3 tapfer und mild1 erfindungsreich und trumerisch1 zrtlich und gedankenvoll4 ,dies ,lied kam aus einem ,land voll groer ,geschichte und tiefsinniger ,sage1 aus einem ,land der singenden ,wlder und klingenden ,strme4 ,da man solch ein ,land liebte nicht1 wie ,mutter oder ,bruder1 nicht wie ein ,mdchen nein1 mit einer ,liebe1 die es nur einmal gibt1 die seltsam und ganz eigen ist das war ja selbstverstndlich4 ,da man fr ein ,land1 dem solche ,lieder entblhen1 freudig sterben kann1 das war ihm selbstverstndlich4 ,gewi waren andere ,lnder ebenso schn oder schner2 aber ein zweites ,deutschland gab es dennoch nicht4 ,gewi hatte kein ,land solche ,weihnachtslieder wie ,deutschland4 ,da war ein ,lied1 das war klein und gro1 wie eine deutsche ,htte1 darin eine ,mutter mit ihrem ,kinde liegt4 ,da kommen die ,tne behutsam herein auf leisesten ,sohlen und knien wie ,kinder vor der ,wiege in stumm zitternder ,seligkeit1 und halten den ,atem1 halten den ,schlag des ,herzens an1 das zerspringen will vor heiliger ,erwartung1 weil es das ,kindlein sehen soll6 ,ihr ,kinderlein kommet1 o kommet doch all1 ,zur ,krippe her kommet in ,betlehems ,stall ,und seht1 was in dieser hochheiligen ,nacht ,der ,vater im ,himmel fr ,freude euch macht6 ,das ist doch eigentlich ein ziemlich triviales ,lied1 meinte der ,seminarist ,grtner4 ,mein lieber ,krtner1 versetzte ,meister ,bruhn mit seinem mild-ironischen ,lcheln1 mein lieber ,krtner1 wenn ich das ,lied kmacht htte1 denn kuckt ich ,sie karnicht an6 ,das ist das feinste1 lieblichste ,weihnachtslied1 das ich kenne6 rief ,asmus begeistert4 ,ja1 ja1 mein lieber ,semper1 awer solche ,sachen macht man heutztache nich mehr4 ,warum nicht8 forschte ,asmus begierig4 ,weil man den ,klauben haben mu1 um so was machen zu knnen2 die jetzche ,zeit hat awer keinen ,klauben mehr4 ,o6 machte ,semper4 ,ja ja1 lieber ,freund1 ,se knnens mir klauben4 ,in einer ,zeit1 wo ,david ,friedrich ,strau herrscht1 da macht man solche ,lieder nich4 ,haben ,sie ,strau gelesen8 rief ,asmus4 ,nee1 nee6 rief ,bruhn ngstlich und flchtete sich in die ,musik1 indem er auf dem ,klafier zu prludieren begann4 ,ja1 ,david ,strau ist mein ,mann6 rief ,asmus4 ,bruhn sah ihn erschrocken von der ,seite an und prludierte ngstlicher4 ,aber darum hab ich doch all diese herrlichen ,lieder gern1 auch die frommen1 die wunderschnen ,chorle1 z4 ,b4 ,befiehl du deine ,wege und ,ein feste ,burg und ,wachet auf1 ruft uns die ,stimme und ,in allen meinen ,taten und ,allein ,gott in der ,hh sei ,ehr4 ,er htte noch lange fortfahren knnen2 aber ,bruhn starrte ihn immer hilfloser an und spielte jetzt bereits forte4 ,aber dann brach er ab4 ,nee1 lieber ,semper1 es ist so1 sprach er1 wenn der kalte1 mathematsche ,verstand dazukommt1 denn is es mitm ,klauben und mit der ,kunst vorbei4 ,das wre ja schrecklich6 rief ,asmus4 ,aber es ist ja gar nicht so6 ,der ,verstand ist ja gar nicht kalt6 ,und die ,mathematik ebensowenig6 ,er mute an die ,stunden denken1 da er zu ,hause ber mathematischen ,aufgaben gesessen hatte4 ,aufgesprungen war er oft1 durchs ,zimmer war er getanzt und den ,fensterpfosten hatte er umarmt1 so wohl und warm war ihm gewesen4 ,eine warme1 frhliche ,sonnenklarheit war um ihn her gewesen6 ,er wurde immer eifriger1 und er suchte nach ,worten2 denn was er meinte1 war schwer zu sagen4 ,pltzlich kam ihm ein rettender ,gedanke4 ,das ist1 wie ich es mal in einem ,theater gesehen habe6 rief er4 ,da gingen immer neue ,vorhnge hoch1 immer einer nach dem andern1 und es wurde immer heller1 und jedesmal bekam man ,neues zu sehen1 und das ,neue bildete mit dem ,alten zusammen immer schnere ,bilder4 ,nur da es auf dem ,theater ein ,ende hatte2 in der ,welt hat es kein ,ende4 ,bruhn1 der sich inzwischen wieder in ein forte fortissimo hineingespielt hatte1 brach wiederum ab und sah den ,jngling lange mit forschenden ,blicken an4 ,dann sagte er3 ,nu ja1 es mag ja sein aber nu mssen wir weiter4 ,und der ,unterricht nahm seinen ,fortgang4 ,auf dem ganzen ,heimweg verlie ihn das ,problem nicht4 ,das hatte er nun so oft gehrt3 ein ungehemmter1 schrankenloser ,gebrauch des ,verstandes vernichte die ,blten des ,herzens4 ,und immer hatte ihn diese ,behauptung geqult1 geschmerzt1 gergert1 ja erzrnt2 denn er hatte das ,gegenteil erfahren4 ,je mehr sich sein ,wissen und sein ,gedankenkreis erweitert hatten1 ein desto heieres ,glhen hatte sich in seiner ,brust entzndet4 ,wie1 weil man alte ,irrtmer und alte ,dogmen berwand und abtat1 deshalb sollte das ,herz verden8 ,nein1 und tausendmal nein6 ,gedanken knnen ,gedanken tten1 niemals aber unsterbliche ,lieder und ,gestalten4 ,und selbst wenn die ,lieder und ,trume vergangener ,zeiten erfrieren mten in der kalten ,gipfelluft verwegenster ,gedanken1 das ,herz wird immer wieder blhen1 sonst wr es kein ,herz4 ,aber sie erfrieren nicht1 die alten ,blten und ,frchte6 ,wie innig liebte er diese alten1 frommen ,lieder mit ihrer lieblichen ,einfalt1 ihrem rhrenden ,vertrauen1 ihrem seligen ,frieden4 ,warum sollte er sie nicht lieben8 ,der ,glaube vergangener ,jahrzehnte und ,jahrhunderte war so schn und so kstlich wie aller ,glaube kommender ,zeiten1 weil er ,glaube war4 ,warum sollte er ihn nicht lieben8 ,durch ein anderes ,erlebnis sollte seine berzeugung bald darauf eine tiefe ,befestigung erfahren4 ,,xxix4 ,kapitel4 ,asmus hrt eine feierliche ,messe und zieht mit den ,juden durch die ,wste1 und ,rebekka ,semper hlt ,kant fr berflssig4 ,doch im letzten ,seminarjahr bekam ,asmus einen anderen ,direktor2 ,dr4 ,korn war zum ,schulrat ernannt worden ich habe mich nie um ein ,amt beworben1 konnte er mit ,stolz in seiner ,abschiedsrede sagen und an seine ,stelle war ,herr ,murow getreten1 ein breiter1 hnenhafter ,mann und liberaler ,theologe1 der in seiner ,antrittsrede seine ,heimat sehr deutlich verriet1 als er erklrte1 da das ,wark des ,lahrers nur jdeihen knne1 wenn das ,harz dabei wre4 ,murow und ,semper waren nach wenigen ,wochen ,freunde1 und eines ,morgens winkte der ,direktor den ,jngling mit heimlichem ,lcheln auf die ,seite4 ,hier hab ich n ,konzartbillet ,missa solemnis von ,cherubini sahr jute ,musik haben ,sie ,lust8 ,und er reichte ihm die ,karte hin4 ,ob ,asmus ,lust hatte6 ,er wute gar nicht1 was er sagen sollte1 und stammelte etwas hervor1 was ein ,dank sein sollte4 ,am ,abend sa er in der ,petrikirche in ,hamburg1 auf einem ,platze1 wo er weder ,snger1 noch ,orgel1 noch ,orchester sehen konnte4 ,das wars1 was er brauchte4 ,denn seine ,musik kam von andern ,orten her1 als dorther1 wo sie erzeugt wurde4 ,sein ,theater und sein ,konzert war immer noch anderswo als auf der ,bhne und auf dem ,podium ber einem ,baumwipfel des ,hintergrundes1 in einem ,winkel des ,saales1 im ,lichtkreis einer einsamen ,lampe sah er weit hinter dem ,geschehen der ,bhne1 hrte er hoch ber den ,klngen der ,musik ,erlebtes und nie ,erlebtes1 fhlte er ein ,leben ach1 das man nur in solchen ,stunden erleben kann1 das man nie in ,wirklichkeit erleben wird4 ,wo1 in welchen nie geahnten ,kammern seiner ,seele hatten diese ,bilder geschlummert1 die fr ,sekunden erwachten und dann verschwanden1 um niemals wieder zu erscheinen8 ,waren es ,erinnerungen aus einem vergangenen ,leben ,ahnungen eines knftigen ,seins8 ,war es das ,unentwickelte1 ,unerwachte1 das in der ,welt ist und das aus dem ,traume sprach8 44444 ,und es kam ein ,orgelbrausen und ein ,frauengesang1 der ging ber alle ,winkel und ,lichter der ,kirchenhalle hinaus1 das war ein ,strom1 fr den die ,gewlbe des ,hauses zu niedrig waren2 wie ein ungeheurer ,flammenstrom fuhr er durch alle ,schranken von ,stein und ,erz hinauf in den unendlichen ,himmel4 ,da betete ,asmus ,semper abermals4 ,er betete1 da er einst1 wenn er wirklich ein ,dichter werde1 eine ,dichtung schaffen wolle1 deren ,held ein ,knig des ,verstandes sein solle4 ,vor der klaren ,schrfe seines ,verstandes sollte verjhrter ,wahn und ,glaube zergehen wie ,nebel vor der ,sonne4 ,und die ,menge sollte ihn hassen1 verfolgen1 ihn steinigen1 weil er ihre ,welt entgttert habe4 ,und das wrde das tragische ,schicksal dieses ,zertrmmerers sein3 die andern wrden nicht wissen1 nicht ahnen1 da er ein ,mensch war1 der beim ,klingen einer ,quelle lachen und weinen konnte1 da seine ,brust ein ,dom war1 der von tausend ,orgel- und ,engelstimmen klang und hinter dessen bunten ,fenstern alle sen ,farben und alle heiligen ,dmmerungen des ,lebens wohnten2 niemand sollte es verstehen1 da er das zarteste ,herz von allen besa4 ,als ,asmus unter einem klaren1 sternenreichen ,winterhimmel nach ,hause ging1 war er sich klar darber1 da es nichts sei mit ,meister ,bruhns ,anschauungen ber ,verstand und ,gemt4 ,aber trotz dieser und noch weit grer ,meinungsverschiedenheiten schauten sie einander doch mit ,freundschaft und ,liebe in die ,augen an jenen wahren ,sonnabenden1 da die ,sonne des ,abends aufs ,klavier schien und der ,meister zu ,asmussens ,geige die ,begleitung spielte oder die strenge ,pflicht auf eine ,weile vergessend ganz von selbst in einen ,beethoven oder ,bach berging4 ,der ,weg nach ,hause fhrte ,asmus regelmig durch einen ,stadtteil1 der stark1 wenn nicht vorwiegend von ,juden bewohnt war1 und wenn er nun von den sonnabendlichen ,feierstunden bei ,meister ,bruhn heimkehrte1 pate es immer sonderlich gut zu seiner ,stimmung1 wenn ihm die ,juden in ,festtagskleidung begegneten und in ihrem ,gang und ihren ,mienen den ,sabbath erkennen lieen4 ,er fand es schn1 den ,feiertag am ,abend zu beginnen mit dem ,blick in ein heiliges ,morgen2 auch sein ,sonntag begann immer am ,samstagabend1 begann oft schon in der ,musikstunde1 wenn er deutsche ,lieder hrte1 begann manchmal schon mit der ,vorfreude auf diese ,stunde4 ,aber nicht fand er es schn1 wie es die ,juden taten1 den ,feiertag auch am ,abend mit ,sonnenuntergang zu beschlieen4 ,er wenigstens konnte aus den heiligen ,geheimnissen des ,sabbats nicht zurckfinden in den ,alltag1 wenn nicht ein langer1 tiefer ,schlaf dazwischen lag4 ,immer und immer riefen ihm diese festlich gekleideten ,juden die ,kindheit zurck1 die unvergeliche ,zeit1 da er mitten im verschneiten ,winter das sonnige ,land ,abrahams gesehen und mit ,elieser um ,rebekka geworben hatte1 am ,brunnen der ,stadt ,nahors4 ,wenn er sie aber gar am ,laubhttenfest mit dem ,paradiesapfel und mit ,myrten1 ,palmen und ,weiden nach der ,synagoge wandeln sah1 dann verwandelte sich der ,weg nach ,oldensund in die vierzigjhrige ,wstenwanderung vom bitteren ,wasser zu ,mara und der ,oase ,elim bis zu dem ,tage1 da ,jericho fiel unterm ,hall der ,posaunen1 dann sah er die hrensammelnde ,ruth auf dem ,acker des ,boas und sah die ,harfe ,israels hangen an den ,weiden ,babylons4 ,schn wie die ,kindheit war nun nach allen ,sorgen und ,kmpfen die ,zeit des ,seminarbesuchs geworden1 als sie sich ihrem ,ende zuneigte4 ,ludwig ,sempers ,verdienst hatte sich ein wenig erhht2 ,asmussens ,stipendium war auf zweihundertundvierzig ,mark im ,jahre gestiegen2 ein paar gute ,privatstunden taten ein briges1 eine ,zeitschrift hatte ein paar ,gedichte von ,asmus ,semper angenommen1 und aus ,amerika kamen gute ,nachrichten4 ,aber unter alledem war noch nicht das ,beste4 ,das1 was die ganze ,welt so heilig und schn machte1 war das ,studium4 ,nicht das ,studium frs ,seminar2 bei dem war immer noch nicht viel ,freude zu holen4 ,nein1 das ,studium1 das niemand von ihm verlangte als er selbst4 ,und darum war der ,sonnabend so unaussprechlich schn1 weil er nun den ganzen ,sonntag ber studieren konnte1 was er wollte4 ,freilich hatte ,frau ,rebekka ihre ,bedenken4 ,das ,examen nahte wieder heran1 und ob ,kant und ,spinoza und ,gedichtemachen und ,hamletdeklamieren dazu ntig sei1 darber hegte sie schchterne ,zweifel4 ,sie gab diesen ,zweifeln auch ,ausdruck und meinte1 ob er sich nicht zu sehr zersplittere4 ,ich hab da neulich in son ,buch von ,kant hineingeguckt1 das ist jan frchterlicher ,schnack2 daraus wird ja kein ,deubel klug4 ,ja1 mitunter ist es sehr schwer1 sagte ,asmus4 ,ja1 ist denn das notwendig1 da du das lernst8 ,ja1 ,mutter1 das ist sehr notwendig4 ,wenigstens solltest du das ,dichten aufschieben1 bis du mehr ,zeit hast1 das strengt dich doch auch an4 ,na ja1 wenn es mich anstrengt1 werd ich es aufgeben1 versicherte ,asmus und lchelte nach innen4 ,,xxx4 ,kapitel4 ,das unlesbarste ,kapitel des ganzen ,buches3 ,asmus prgelt sich mit ,kant und ,spinoza und verrenkt sich mehrere ,hften4 ,jung1 du verschmierst ja all die schnen ,bcher6 rief ,frau ,rebekka eines anderen ,tages erschrocken1 als sie ihm ber die ,schulter in die ,kritik der reinen ,vernunft hineinblickte4 ,ja1 das tat er freilich4 ,wenn er ein ,buch wirklich las1 so durchackerte er es mit dem ,bleistift und warf jede ,scholle herum und erquickte sich an dem frischen ,ackerduft1 der dann emporstieg2 alle ,bedenken1 alle ,zweifel1 alle ,widersprche1 die ihm aufstiegen1 schrieb er an den ,rand1 und das gab einen wunderlichen ,buchschmuck4 ,gar oft ging es ihm wie seinem geliebten ,faust3 ,hier stock ich schon und kann nicht weiter fort2 ,ich kann das ,wort so hoch unmglich schtzen1 ,ich mu es anders bersetzen1 ,wenn ich vom ,geiste recht erleuchtet bin 444 und das war immer der schlimmste ,zweifel3 ob er vom ,geiste recht erleuchtet war4 ,er balgte sich mit dem drren ,knigsberger ,mnnchen wie wahnsinnig2 aber er wute wohl1 da er mit einem ,gottessohne rang wie ,jakob an der ,sttte ,pniel1 und da man sich dabei die ,hfte verrenken konnte4 ,er verrenkte sie sich mehr als einmal und mute manchmal einsehen1 da er nur deshalb widersprochen hatte1 weil er nicht richtig verstanden hatte2 das beschmte ihn wohl1 aber hielt ihn von immer erneutem ,ringen nicht ab4 ,nichts lag ihm ferner als berhebung2 seine ,piett gegen das ,genie war eher zu gro als zu klein1 und selbst solche ,stze wie3 ,aber hierin liegt eben das ,experiment einer ,gegenprobe der ,wahrheit des ,resultats jener ersten ,wrdigung unserer ,vernunfterkenntnis a priori konnten in ihm nicht den ,verdacht erwecken1 da es dem ,alleszermalmer denn doch wohl hin und wieder recht sehr an der ,fhigkeit gemangelt habe1 seine ,gedanken gut und klar zum ,ausdruck zu bringen4 ,es war einige ,jahre spter1 da er bei ,schopenhauer an den ,rand schrieb3 ,ach1 htte doch der ,kant so schreiben knnen wie der ,schopenhauer6 ,selbst1 wo er fr den ,augenblick das sichere ,gefhl hatte1 gegen ,kant oder ,spinoza im ,recht zu sein1 zweifelte er nicht1 da ein spterer ,tag ihm die ,einsicht seines ,irrtums bringen werde4 ,einstweilen war er berzeugt und er blieb es auch spter da der ,monismus ,spinozas kein ,monismus sei2 der ,parallelismus von ,bewegungs- und ,bewutseinsvorgngen war nur ein umschriebener ,dualismus4 ,denn warum und wozu war diese ,maschine ,mensch so gebaut1 da ihr derselbe ,vorgang als ,ausdehnung und ,denken erschien8 ,der ,dualismus war in den ,menschen verlegt das war alles4 ,und ,krper und ,seele aus der ,welt schaffen1 indem man sie einfach als ,attribute einer ,substanz auffasste was war damit getan8 ,das ,verfahren konnte man bei jedem unbequemen ,gegensatze anwenden1 und die ,substanz war wie das ,ding an sich ein ,nichts1 aus dem man alles machen konnte4 ,sein ,denken wurzelte fest im ,empirischen1 und so gern seine ,seele ihr ,haupt in transzendenten ,lften wiegte ihren ,boden wollte sie nicht ohne ,not verlassen4 ,so hatte er die ,ideenlehre ,platos wunderschn gefunden2 aber sogleich hatte er sich gesagt3 das ist ,dichtung1 ist ,glaube1 nicht ,erkennen4 ,gegen den strengen ,gedanken von der ,notwendigkeit alles ,geschehens1 dem der ,mann sich unterwarf1 lehnte der ,jngling sich auf4 ,sein die ,arme reckender und streckender ,wille verlangte nach ,willensfreiheit1 und doch schien ihm die transzendentale ,willensfreiheit ,kants nur eine ,ausflucht4 ,gegen diesen ,immanuel ,kant1 dessen ,leben er mehr bewunderte als liebte1 hatte er noch gar manches auf dem ,herzen4 ,da stand3 da alle unsere ,erkenntnis mit der ,erfahrung anfange1 daran ist gar kein ,zweifel2 denn wodurch sollte das ,erkenntnisvermgen sonst zur ,ausbung erweckt werden1 geschhe es nicht durch ,gegenstnde1 die unsere ,sinne assizieren 444 und an anderer ,stelle hie es3 ,da es nun dergleichen notwendige und im strengsten ,sinne allgemeine1 mithin reine ,urteile a priori im menschlichen ,erkenntnis wirklich gebe1 ist leicht zu zeigen 444 und wiederum3 ,von den ,erkenntnissen a priori heien aber diejenigen rein1 denen gar nichts ,empirisches beigemischt ist 444 ,war das nicht unreimbarer ,widerspruch8 ,und wenn es dann gar hie3 ,so ist z4 ,b4 der ,satz3 eine jede ,vernderung hat ihre ,ursache1 ein ,satz a priori1 allein nicht rein1 weil ,vernderung ein ,begriff ist1 der nur aus der ,erfahrung gezogen werden kann4 ,was sollte man dazu sagen8 ,der ,begriff der ,ursache war entweder genau so gut aus der ,erfahrung gezogen wie der der ,vernderung oder sie waren beide gleich rein4 ,unzweifelhaft hatten sie aber beide empirische ,beimischung4 ,und was sollte es heien1 wenn nun ,kant als ein ,beispiel fr dergleichen notwendige und im strengsten ,sinne allgemeine1 mithin reine ,urteile a priori die ,mathematik auffhrte8 ,die ,mathematik war doch menschlich konstruierte ,realitt1 nicht von der ,natur gegeben1 wie ,kant in der ,einleitung an dem ersten ,demonstrator des gleichschenkligen ,dreiecks selbst zugegeben hatte4 ,so waren die ,stze der ,mathematik zwar allgemein und notwendig 7da das zweierlei sei1 wollte ,sempern auch nicht in den ,sinn72 aber sie waren auch fr die ,erkenntnis des ,weltwesens vollkommen wertlos1 wenn man sich nicht zu den ,pythagoreern gesellte4 ,und was sollte man endlich gar dazu sagen1 wenn ,kant1 ganz im ,widerspruch zu dem ,vorhergehenden1 fortfuhr3 will man ein ,beispiel aus dem gemeinsten ,verstandesgebrauche1 so kann der ,satz1 da alle ,vernderung eine ,ursache haben msse1 dazu dienen 444 und dann gegen ,hume polemisierte1 der diesen ,satz von einer fteren ,beigesellung dessen1 was geschieht1 mit dem1 was vorhergeht1 und einer daraus entspringenden ,gewohnheit1 ,vorstellungen zu verknpfen1 ableiten wollte4 ,asmus hielt es ganz entschieden mit ,hume und war der berzeugung1 da jedes ,naturgesetz der empirischen ,wissenschaften genau so allgemein und notwendig1 mithin rein a priori oder genau so blo komparativ allgemein und a posteriori sei wie der ,satz von der ,vernderung und ihrer ,ursache4 ,ach1 schon diese ,einteilung der ,urteile in analytische und synthetische6 ,asmussens ,bleistift wurde temperamentvoll und machte schwungvolle ,fragezeichen und wuchtige ,ausrufungszeichen6 ,warum sollte denn das ,urteil ,alle ,krper sind ausgedehnt analytisch und dagegen das andere ,alle ,krper sind schwer synthetisch sein8 ,das ,merkmal der ,schwere war doch fr den ,krper genau so wesentlich wie das der ,ausdehnung und war also genau so gut wie dieses im ,begriff des ,krpers schon gegeben6 ,wieso bedurfte es da der ,synthese8 ,und gesetzt3 man entdeckte ein wesentliches ,merkmal eines ,begriffes1 das man bisher nicht gekannt hatte1 so konnte man im ,augenblick der ,entdeckung allenfalls von einer ,synthese sprechen und konnte das neue ,urteil ein synthetisches nennen2 aber sobald man wute1 da das neue ,merkmal zum ,wesen des ,begriffes gehre1 war es doch auch mit diesem ,begriff gegeben1 und das ,urteil war so analytisch wie irgend ein anderes4 ,o1 wenn ,asmus damals gewut htte1 da auch andere ,leute1 und zwar hchst gelehrte und gescheite ,mnner diese ,unterscheidung fr verworren und zwecklos hielten6 ,so aber sagte er sich3 ,da ,kant so unklar gedacht habe1 ist ausgeschlossen2 also tappe ich im ,dunkeln1 also ist mit dieser ,unterscheidung noch etwas andres gemeint1 das ich nicht verstehe und das setzte ihm zu mit harter ,pein4 ,und endlich dieses berhmte ,ding an sich4 ,man knne es nicht erkennen1 hie es4 ,aber es affizierte uns durch ,erscheinungen1 stand also in ,beziehung zu uns1 machte uns ,mitteilungen6 ,wozu machte es uns diese ,mitteilungen8 ,nur um uns zu foppen8 ,dann war freilich alles ,denken und ,leben ,unfug4 ,oder verrieten uns diese ,mitteilungen1 wie es jede ,mitteilung tut1 etwas vom ,wesen des ,mitteilenden8 ,doch wohl2 ,kant verwahrte sich ja auch selbst dagegen1 da man die ,erscheinung als ,schein verstehe4 ,warum nun affizierte uns das ,ding an sich so1 wie es uns affiziert1 und nicht anders4 ,es mute zu seinem ,wesen gehren1 uns so zu affizieren und nicht anders4 ,dann aber wuten wir etwas von seinem ,wesen1 und wenn wir etwas wuten1 warum sollten wir dann nicht mehr wissen knnen8 ,hier ist ein ,wirbel1 sagte sich ,asmus4 ,sein ,bleistift fragte in aller ,bescheidenheit3 ,was ntigt uns1 hinter der schnen grnen ,weide der ,erscheinungen ein unerkennbares ,ding an sich anzunehmen1 und wer hat etwas von diesem ,ding an sich8 ,die ,beschrnktheit menschlicher ,erkenntnis leuchtet auch so ein4 ,da wir nicht ,zentrum der ,welt sind1 da der ,mensch1 der kleine ,fusoldat1 unmglich den ,plan kennen kann1 nach dem der ,herr der ,heerscharen die ,weltenschlacht schlagen lt1 das wissen wir seit ,kopernikus auch so4 ,also warum soll der ,pfahl1 an dem ich mir die ,nase blutig stoe1 durchaus ,erscheinung und nicht ,ding an sich sein8 ,und warum setzen wir diese ,skepsis nicht ins ,grenzenlose fort8 ,es setzte ,sempern in groes ,erstaunen1 als er las3 ,was es fr eine ,bewandtnis mit den ,gegenstnden an sich 444 haben mge1 bleibt uns gnzlich unbekannt4 ,wir kennen nichts als unsere ,art1 sie wahrzunehmen1 die uns eigentmlich ist1 die auch nicht notwendig jedem ,wesen1 obzwar jedem ,menschen zukommen mu4 ,das obzwar jedem ,menschen war es1 was ihn in ,staunen versetzte4 ,wirklich8 schrieb er an den ,rand4 ,knnte der ,welturheber den ,spa dieses ,sommernachtstraumes nicht noch weiter ausgedehnt haben und die ,menschen ,verschiedenes wahrnehmen lassen1 wenn sie dasselbe nennen1 und ,verschiedenes nennen lassen1 wenn sie dasselbe wahrnehmen8 ,und er hatte eine herzliche ,freude1 als er spter las1 da ,fichte den kantischen ,zweifel an der ,dinglichkeit der ,erscheinungswelt zu ,ende gefhrt1 das ,ding an sich als widersinnig verworfen und erklrt habe3 ,auer mir gibt es nur ,vorstellungen und sonst nichts4 ,mit einem wunderschn weichen1 tiefschwarzen ,bleistift schrieb ,asmus in ,riesenbuchstaben dazu3 ,gott sei ,dank66 ,das ist wenigstens konsequent66 ,,xxxi4 ,kapitel4 ,der ,mensch ist ein fliegender ,hollnder1 und ,asmus bekommt das ,lampenfieber4 ,in diesen ,sonntagsstudien gab es ,minuten1 ,stunden1 ,tage der ,klarheit1 die er fr nichts auf der ,welt dahingegeben htte4 ,das ist ein ,augenblick der ,seligkeit1 ,wenn uns ein weltbeleuchtender ,gedanke ,das ,hirn durchzuckt und so die ,seele fat1 ,da sie durchbrochen whnt des ,denkens ,schranke6 ,da whnt das ,aug1 es she gro und klar ,den ,geist des ,alls durch ,erd und ,himmel wandeln2 ,aufatmend spricht das ,herz3 ,ich bin getrost2 ,fest ruht fortan mein ,fhlen und mein ,handeln4 ,aber oft whrte die ,klarheit nicht von einem ,sonntag zum andern1 manchmal nicht von einer ,minute zur andern4 ,stellt ein ,glas voll reinsten ,quellwassers hin1 das durchsichtiger ist als ,kristall mit jeder ,stunde schwindet von selbst seine ,klarheit dahin4 ,hngt einen ,spiegel auf so rein und eben1 wie ihr ihn finden mgt in wenig ,stund wird er sich trben vom ,anhauch des ,lebens4 ,gewiheit schner ,wahn des ,augenblicks6 ,bald wieder wird der alte ,zweifel nagen2 ,der feste ,boden weicht dir schwindelt weit ,ins de ,meer hinaus wirst du verschlagen4 ,dem ,schiffer gleich fhrst du auf hohem ,meer ,in ,nacht und ,sturm durch lange1 dstre ,jahre1 ,bis endlich deinem ,fu das ,schicksal gnnt1 ,da er der ,heimat festen ,grund gewahre4 ,doch kurz ist deine ,rast6 ,von neuem blht ,der ,wind am hohen ,mast die weien ,linnen3 ,kaum hast du noch des ,ufers ,sand gekt1 ,so jagt des ,zweifels ,qual dich neu von hinnen4 ,in einem ganz eigenen ,sinne tauchte ihm die ,geschichte von ,herkules wieder auf1 der die ,hydra schlug4 ,wenn man triumphierend einem ,zweifel den ,kopf abschlug1 so wuchsen zwei wieder aus dem ,rumpf hervor4 ,und eine sonderbare ,beobachtung glaubte er zu machen4 ,wenn er sich einer ,wahrheit recht nah fhlte und ihr nun mit starrenden ,augen immer nher auf den ,leib rckte1 dann sah er frmlich1 wie sie pltzlich zurckwich und dichte ,nebelschleier um sich schlug1 wie ein ,weib1 das nicht gesehen sein wollte6 ,noch eben jetzt hatte er sie klar zu sehen vermeint1 und pltzlich stand er in lauter ,nebeln4 ,und seltsam3 weibliche ,gestalten mischten sich jetzt so oft in seine ,vorstellungen und ,gedanken2 ja1 es war1 als htten diese ,gedanken und ,vorstellungen selbst etwas von weiblichem ,wesen und weiblichem ,reiz1 und alles1 was er suchte1 suchte er mit unerklrlicher leiser ,wonne und mit leisem ,schmerz4 ,auf dem ,wege zum ,seminar gab es ,lden1 in denen ,bilder von weiblichen ,schnheiten in halber oder nahezu ganzer ,enthllung ausgestellt waren4 ,vier ,jahre lang und darber war er an diesen ,lden ohne jegliches ,interesse vorbergegangen2 seit einiger ,zeit sah er diese ,bilder mit anderen ,augen an1 und er verweilte mit seiner ,betrachtung auch bei solchen1 von denen er sich sagen konnte1 da sie nicht gerade in knstlerischer und berhaupt nicht in der allerbesten ,absicht dorthin gelegt seien4 ,und als er in dieser ,zeit von der hchsten ,galerie des ,theaters den ,lohengrin hrte und als ,elsa mit wunderser ,stimme und ergreifendem ,glauben sang3 ,kehr bei mir ein6 ,la mich dich lehren1 ,wie s die ,wonne reinster ,treu6 ,la zu dem ,glauben dich bekehren3 ,es gibt ein ,glck1 das ohne ,reu6 da brach in seiner ,brust ein ,damm von einer langgestauten ,flut1 da entstrzten ,trnen seinen ,augen2 denn sie hatte nicht nur die holde ,schnheit weiblichen ,wesens1 hatte nicht nur das ,glck der ,liebe gesungen2 sie hatte von allem ,triumphe alles ,hohen gesungen2 sie hatte ihm gesungen3 ,es gibt ein ,wissen ohne ,trug1 es gibt ein ,leben ohne ,ha1 es gibt eine ,welt ohne ,leid4 ,und wenn er auch jenen ,versen die berschrift ,menschenlos gegeben und wenn er sie auch mit den verzweifelten ,worten gekrnt hatte3 ,und dies bleibt immer deines ,denkens ,los3 ,wenn dich ein ,strahl aus hchstem ,himmel grte1 ,er bleibt nicht dein2 er schwindet hin in ,nacht1 ,wie die ,morgana schwindet in der ,wste4 so war es ihm damit nur auf ,stunden ernst1 und es war darin ein gut ,teil von jenem wunderlichen ,komdiantentum der ,jugend1 das sich bei roten ,wangen in dsteren ,gebrden gefllt und nicht nur die ,ansprche1 sondern auch die ,resignation der reifen ,jahre vorwegzunehmen liebt4 ,hatte er doch auch gesungen3 ,dich hie ich wie kein andres ,weib willkommen2 ,laut schlug mein ,herz du hast es nicht vernommen4 und hatte dabei an ,hilde ,chavonne gedacht und war doch um so weniger berechtigt1 dem guten ,mdchen daraus einen ,vorwurf zu machen1 als er selbst nicht genau wute1 ob sein ,herz fr ,hilde oder fr das ,weib im allgemeinen schlug4 ,nein1 mochten seine ,gewiheiten zuweilen nur ein ,minutenleben haben1 seine ,niedergeschlagenheiten lebten meistens nur ,sekunden2 auf dem ,grunde seiner ,natur mute eine ,feder sein1 die mit unversiegbarer ,kraft wieder emporschnellte1 wenn der schwerste ,druck nur einen ,augenblick nachlie4 ,die ,absolutheit der ,sittengesetze1 der doch die menschliche ,schwche in diesem ,leben nicht gengen konnte1 erforderte nach ,kant die ,unsterblichkeit der ,seele4 ,dann war also auch das ,leben nach dem ,tode ein ,entwicklungsgang2 denn es htte keinen ,sinn1 wenn wir aus dem ,tode einfach als vollkommene ,wesen erwachten4 ,und wenn die ,unbefriedigung unseres ,gewissens ein knftiges ,leben verlangte1 so verlangte die immer strebende ,unbefriedigung des ,geistes ein ,gleiches4 ,wo ,fortschritt der ,sittlichkeit mglich war1 da mute auch ,fortschritt der ,erkenntnis mglich sein1 und wenn in einem knftigen ,leben1 so auch im gegenwrtigen4 ,und er glaubte an den ,fortschritt mit aller ,gewalt seiner sehnenden ,seele2 er glaubte nicht an die ewig gleich geartete ,seligkeit des ,kirchenhimmels2 er konnte sie sich nicht vorstellen2 aber er glaubte an die ewig wachsende ,seligkeit des ,werdens und sich ,vollendens2 die begriff er1 die hatte er in ,stunden unnennbarer ,weihe selber gefhlt4 ,und in wenigen ,monaten sollte er nun ein ,fhrer werden auf solchen ,wegen des ,werdens1 sollte sich ihm ein ,beruf auftun1 der ihn ,hunderte1 ,tausende von jungen ,seelen die rechten ,wege zur ,vervollkommnung weisen hie4 ,er ein ,fhrer6 ,er1 der es wute1 wie sehr er selbst noch der ,fhrung bedurfte6 ,wenn er an diese nahe ,wendung dachte1 wurde ihm1 er wute selbst nicht1 wie4 ,eine hohe1 berauschende ,freude berlief ihn2 aber gleich darauf berfiel ihn immer ein herzstockendes ,bangen2 es war wohl hhere ,freude1 aber auch tieferes ,bangen als damals1 da er vor der ,klassentr gestanden und den erkrankten ,herrn ,dohrmann hatte vertreten sollen4 ,denn er war reifer und klger geworden und verstand tiefer als damals1 um was es sich handle4 ,bevor er jedoch diesen ,beruf ergriff1 lernte er schnell noch einen anderen kennen1 nmlich den des ,schauspielers4 ,,xxxii4 ,kapitel4 ,semper der ,jngling als ,heldenvater und ,liebhaber4 ,kurz nach ,weihnachten sollte wieder ,konzert und ,theater sein1 und zwar sollte ,gutzkows ,zopf und ,schwert gegeben werden4 ,obwohl ,asmus im ,seminar weder als ,mime noch als ,regisseur jemals irgend einen ,posten bekleidet hatte1 war man doch einstimmig der ,meinung1 da er den ,knig ,friedrich ,wilhelm ,i4 geben und die ,regie fhren msse4 ,man glaubte1 ,rezitieren und ,komdie spielen sei dasselbe4 ,die ,proben im ,musiksaal begannen1 und ,asmus strzte sich mit ,begeisterung in seinen neuen ,beruf4 ,er hatte harte ,arbeit2 denn unter den ,mitwirkenden gab es einige bertriebene ,talentlosigkeiten4 ,da war einer1 der die ,prinzessin geben sollte1 denn auch die weiblichen ,rollen muten der ,feuersicherheit wegen von ,jnglingen gespielt werden1 ein ,zopf1 den der neue ,direktor im ,jahre darauf mit einem ,schwertstreich abhieb1 und dieser ,prinzessinnendarsteller hatte offenbar beim ,spielen das ,gefhl1 da er mindestens acht ,hnde habe1 von denen er dann immer zwei in die ,hosentaschen steckte4 ,mensch1 rief ,asmus1 bedenk doch1 da du als ,prinzessin nicht die ,hnde in die ,hosentaschen stecken kannst6 ,und dann zog ,lau1 so hie er1 die ,hnde wieder heraus2 aber beim nchsten ,satze staken sie schon wieder drin4 ,asmus gab ihm endlich eine kleinere ,rolle und dann eine noch kleinere2 aber es half nichts2 ,laus starke ,persnlichkeit brach sich durch jede ,rolle ,bahn2 er war ein penetrantes ,talent4 ,aber es waren auch zweifellose ,begabungen darunter1 und im ganzen fhlte sich ,asmus in dieser ganz ungewohnten ,ttigkeit unbeschreiblich wohl4 ,er htte seinen ,zustand mit einem ,champagnerrausch vergleichen knnen1 wenn er die fr diesen ,vergleich erforderlichen ,kenntnisse gehabt htte4 ,als der ,abend der ,auffhrung herangekommen war1 ging es ihm genau wie ,meister ,bruhn3 er war zwei ,stunden vor ,beginn zur ,stelle und hatte nach zehn ,minuten schon auf smtlichen ,sthlen gesessen1 aber auf keinem lnger als zwei ,sekunden2 er mute gehen1 gehen wie immer1 wenn er erregt war1 immer auf und ab1 wie der ,tiger des ,zoologischen ,gartens im ,kfig4 ,dabei hatte er das ,gefhl1 da er fest auftreten msse1 damit ihn nicht ein ,lufthauch davontrage4 ,und wog doch gewi seine #abj ,pfund4 ,er war nervs wie ein sichernder ,hirsch1 der ein ,knacken im ,gezweig vernommen hat2 aber es war eine wohlige1 prickelnde ,nervositt4 ,der ,knig hat seinen ersten ,auftritt hinter der ,szene zu sprechen1 und das war gut2 denn wenn er an das ,auditorium dachte1 dann war es1 als ob pltzlich etwas furchtbar ,schweres furchtbar tief in seinen ,leib hinunterfiele und ein ,emporfliegen war dann nicht mehr zu frchten4 ,der ,vorhang ging endlich auf1 und schon nach den ersten ,szenen war der ,erfolg des ersten ,aktes gesichert2 denn der ,darsteller der ,knigin hatte in der ,erregung unter den kniglichen ,kleidern seine mnnlichen ,dessous und seine ,zugstiefeletten anbehalten1 und das gengte fr den #a4 ,akt4 ,jedesmal1 wenn die hohe ,frau sich setzte und ihr ,reifrock sich hob1 brauste ein ,sturm des ,entzckens durch das vollbesetzte ,haus4 ,asmus lief wie besessen hinter der ,szene auf und ab4 ,was hat das ,publikum8 ,was hat das ,publikum8 flsterte er4 ,stelling1 der hinter der ersten ,kulisse stand1 rief3 ,kneist hat die ,stiefeletten anbehalten und wollte bersten vor ,lachen4 ,er konnte lachen2 ber dies schwere ,unglck konnte er lachen4 ,asmus war auer sich1 und als ,ihre ,majestt die ,bhne verlassen hatte und ihm in den ,wurf kam1 da fluchte er wie ein altgedienter ,oberregisseur4 ,eine ,schlamperei ist das einfach1 eine skandalse ,schlamperei6 flsterte er2 denn laut durfte er ja nicht werden2 aber er flsterte sehr vehement4 ,gott1 was ist denn dabei8 versetzte ,kneist1 die ,knigin1 mit bewundernswerter ,ruhe4 ,das ,ganze ist doch nur n ,spa4 ,das verschlug ,asmussen die ,rede allerdings grndlich4 ,gegen eine so bodenlos frivole ,auffassung von der ,kunst war er nicht gewappnet4 ,er war so verstrt ob dieser ,antwort1 da er fast seinen ,auftritt versumt htte4 ,als er dann mit seinen ,worten beim ,publikum ,heiterkeit erweckte1 sagte er sich3 ,gott sei ,dank1 deinem ,aussehen kann das nicht gelten2 sie sehen dich ja gar nicht4 ,aber auch als sie ihn sahen1 hrten sie ihm freundlich und mit fterem ,lachen zu1 und als er in der ,szene des ,tabakkollegiums zu den ,worten gekommen war3 ,die ,kreaturen zittern8 ,ich will allein sein4 da war das ,auditorium eine einzige ,stille1 und als er dann im nchsten ,akte wieder auftrat1 bekam er einen groen ,schreck2 denn sie empfingen ihn mit strmischem ,hndeklatschen4 ,ja1 ein groer ,schreck war es2 aber es war der freudigste1 den er empfangen hatte seit jenem ,weihnachtabend1 als er pltzlich vor dem ,puppentheater1 dem ,geschenk seines ,bruders ,johannes1 gestanden hatte4 ,o ja1 ja1 es mute herrlich sein1 so jeden ,abend1 vom ,beifall der ,menge umbraust1 auf der ,bhne zu stehen6 ,der ,beruf des ,schauspielers war ihm immer in einem mrchenhaften ,glanze erschienen2 jetzt war er tief davon berzeugt1 da es keinen freudenreicheren1 verlockenderen gebe als ihn4 ,er sollte auch fr den ,rest des ,abends aus diesem kindlichen ,wahne nicht aufgeschreckt werden4 ,murow1 der ,direktor1 kam ihm mit beiden dargebotenen ,hnden entgegen und rief3 ,alle ,watter1 mein lieber ,samper1 harzlichen ,glckwunsch6 ,sie sind ja der jborne ,haldenvater6 ,na1 dazu reicht doch wohl meine ,lnge nicht1 meinte ,asmus zaghaft4 ,nu es hat auch kleine ,haldenvter jjben6 ,sie sind n ,napoleon-,darstaller6 berhaupt1 mein lieber ,samper und dabei legte er seine mchtige ,hand auf die ,schulter des ,jnglings ,talant ersatzt jede ,krperlnge4 ,und mit behaglichem ,lachen schritt er weiter1 um auch den andern ,darstellern freundliche ,worte zu sagen2 denn er war als preuischer ,landtagsabgeordneter beim ,reichskanzler und bei ,hofe gewesen und verstand sich auf die ,courtoisie eines ,herrschers4 ,als aber ,asmus nun auf ,flgeln des ,triumphes weiter durch den ,saal schritt1 da erblickte er gar an einem ,tische hinten im ,winkel neben ihren ,logisgebern ,hilde ,chavonne4 ,sie war also da6 ,sie hatte ihn spielen sehen6 ,o1 wenn er das gewut htte1 dann htte er noch ganz anders gespielt6 ,er bildete sich ein1 da er dann besser gespielt htte2 aber sehr wahrscheinlich wrde er dann den ,gamaschenknig mit dem tanzenden ,krckstock als ,romeo gespielt haben4 ,er wute noch immer nicht1 ob er irgendein ,mdchen auf der ,welt liebe2 er war noch ganz in jenem dunklen ,vorstadium der ,liebe1 wo die ,jnglinge den ,jungfrauen im allgemeinen imponieren wollen und die ,jungfrauen den ,jnglingen im allgemeinen gefallen mchten4 ,dieser ,hilde ,chavonne zu imponieren1 hielt er freilich fr einen besonders berechtigten ,ehrgeiz2 denn sie war hbsch und vornehm und stellte hohe ,ansprche1 die hchsten allerdings an sich selbst4 ,und dieser ,asmus ,semper1 dieser unglaubliche ,tlpel1 merkte nichts1 als ihm das ,frulein nun ein kleines ,veilchenbukett1 das sie im ,haar getragen hatte1 zum ,geschenk machte und errtend hinzufgte3 ,fr den ,knig6 ,er nahm es fr eine ,ehre1 der ,dummkopf1 fr eine ,ehre6 ,er freute sich unendlich ber dieses ,struchen2 aber er hatte keine ,ahnung davon1 da es eine hohe ,gunst des ,herzens ist1 wenn ein ,mdchen sich eines ,blumenschmucks beraubt und ihn einem jungen ,manne schenkt4 ,so unheilbar beschrnkt war er1 da er nicht einmal die ,verstimmung merkte1 die das ,mdchen darber empfand1 da seine ,gabe nicht so aufgenommen wurde1 wie sie es erwarten konnte4 ,du lieber ,gott1 was sollte ,asmus von jungen ,mdchen wissen6 ,seine beiden ,schwestern waren schon bei fremden ,leuten gewesen1 als er noch auf dem ,fuboden spielte und den hlzernen ,schemel voll tausend ,ngel schlug4 ,als grerer ,knabe hatte er dann freilich fters mit ,mdchen gespielt1 und jede1 mit der er gespielt1 hatte er auch geliebt1 ja1 jenes braune ,kind1 das er einst vor dem ,wirtshause zwischen den ,bahndmmen gefunden hatte1 hatte er sogar mit schmerzlichem ,sehnen geliebt2 aber es war doch ,kinderliebe gewesen4 ,und nun1 als ,prparand und ,seminarist1 hatte er fast ein mnchisches ,dasein gefhrt4 ,gewi3 er hatte ,prparandinnen und ,lehrerinnen gesehen und hatte alle diese ,leonoren1 ,lauren und ,beatricen selbstverstndlich geliebt2 aber keiner einzigen war er gesellschaftlich nher getreten4 ,die ,damen des ,lehrberufs haben meistens keine den ,mann ermunternden ,gewohnheiten1 und fr ,asmus war nun vollends alles ,weibliche eine unnahbare ,welt4 ,die germanische ,ehrfurcht vor dem ,weibe lag ihm tief im ,blut1 und seine ,armut machte diese ,ehrfurcht zur ,schchternheit4 ,wenn er aus den ,liebesromanen sah1 da zur ,anbahnung eines ,liebesverhltnisses eine lngere ,liebeserklrung gehre1 noch dazu eine im schwierigeren ,periodenbau1 auf den er sich sonst wohl verstand1 dann sagte er sich3 ,das wird mir nie gelingen1 nie2 ich werde wohl ,junggeselle bleiben4 ,zum ,glck hatte ,hilde ,chavonne kein ,gnseherz1 sondern ein ganz echtes groes ,mdchenherz1 und so verga sie bald ihre ,verstimmung und unterhielt sich mit ,asmussen so lebhaft und gutherzig wie immer4 ,wissen ,sie1 was ,sie von den andern unterschied8 sagte sie4 ,nun8 ,sie spielten immer1 auch wenn ,sie nichts zu sprechen hatten2 die andern spielten nur1 whrend sie sprachen4 ,auch wenn ,sie kein ,glied rhrten1 sah man1 da ,sie ununterbrochen mit der ,handlung gingen4 ,ja1 sogar1 wenn ,sie dem ,publikum den ,rcken kehrten1 sah man1 da ,sie innerlich spielten4 ,ich habe einmal von durchsichtigen ,schauspielern gehrt4 ,das ,wort trifft auf ,sie zu4 ,asmus war so glcklich1 da er nur eine ganz banale ,bescheidenheitsphrase stottern konnte4 ,er war glcklich wegen der ,ehre4 ,da sie ihn sehr genau und sehr andauernd beobachtet haben msse1 darauf verfiel er nicht4 ,als sie noch sprachen1 kam eilends ein ,seminarist auf ,sempern zu4 ,du mchtest mal zu ,herrn ,doktor ,kieselberg kommen4 ,doktor ,kieselberg hatte den ,literaturunterricht2 bei ihm hatte ,semper die lngsten und schnsten ,sachen rezitiert4 ,hren ,sie1 lieber ,semper1 wenn es ,ihnen recht ist1 schreib ich ber ,sie an ,cheri ,maurice4 ,maurice mu ,sie kennen lernen4 ,sie mssen fr die ,bhne gerettet werden4 ,die ,jungens unterrichten1 das knnen schlielich viele andere ,leute auch4 ,aber so spielen1 das knnen nicht viele4 ,also soll ich ihm schreiben8 ,wenn ,sie die ,gte haben wollen1 dann bitte ich darum4 ,gut4 ,meine ,frau lt ,sie bitten1 morgen mit uns zu speisen4 ,zwei ,uhr1 bitte4 ,sind ,sie noch frei8 ,du lieber ,gott6 ,ob er noch frei war6 ,fr smtliche ,mittage seines ,lebens war er noch frei4 ,also ,schauspieler6 ,bei der bekannten ,geschwindigkeit1 mit der er seine ,schlsser baute1 spielte er schon im nchsten ,augenblick den ,faust auf der ,bhne des ,wiener ,burgtheaters4 ,und bei einem seiner ,lehrer eingeladen zum ,essen6 ,was konnte das ,leben einem noch mehr bieten6 ,er schwamm in der vollen1 naiven ,freude eines ersten ffentlichen ,erfolges4 ,ihm war1 als ob alle ,menschen aller ,lnder ihm hold gesinnt wren und ihm von ,herzen das ,beste wnschten4 ,er hatte nicht die leiseste ,ahnung davon1 da ,lau erzhlte1 ,semper habe ihm die ,rolle der ,prinzessin nur aus ,neid weggenommen1 und wenn ihm jemand gesagt htte1 da ,lau das erzhle1 so wrde er gesagt haben3 ,du lgst4 ,als er sich wieder dem ,platze ,hildens nherte1 war sie nicht da4 ,er lie die ,blicke durch den ,saal schweifen da sie tanzte6 ,o weh1 sie tanzte6 ,,xxxiii4 ,kapitel4 ,asmus gibt fernere ,beweise von seiner ,dummheit1 baut ein ,schlo und eine ,kirche und landet schlielich in einer ,zelle4 ,merkwrdig1 es war ihm nicht ganz recht1 da sie tanzte4 ,warum sollte sie nicht tanzen8 ,es war doch selbstverstndlich1 da sie tanzte2 sie hatte sich ja auch zum ,tanze angekleidet1 sehr geschmackvoll1 wie immer1 sehr einfach1 und doch so besonders4 ,er verstand nicht das ,geringste von ,frauengarderoben2 aber da sie mit ihren neunhundert ,mark ,gehalt keine kostbaren ,gewnder kaufen konnte1 war ihm klar4 ,und doch sie hatte immer etwas ,besonderes und ,nobles in ihrer ,erscheinung4 ,tanzen6 ,ja1 das war auch so eine ,mauer1 die ihn vom weiblichen ,geschlechte trennte4 ,frauen wollen tanzen1 und er konnte nicht tanzen4 ,die ,semper konnten ihren ,kindern keine ,tanzstunden geben lassen4 ,nicht einmal ,schlittschuhlaufen hatte er gelernt2 denn als ,knabe war er nie so reich gewesen1 ein ,paar ,schlittschuhe erwerben zu knnen1 und als ,jngling hatte er keine ,zeit mehr dazu gefunden4 ,als ,achtjhriger hatte er einmal getanzt1 auf einem sogenannten ,kindergrn1 mit einer siebenjhrigen ,dame1 fnf ,stunden lang war er herumgesprungen wie ein ,heupferdchen1 immer mit derselben ,dame1 und es war herrlich gewesen4 ,er sah es so unendlich gern1 wenn ein ,paar sich mit ,anmut im ,tanze drehte4 ,nie glaubte er fester an eine schnere ,welt1 als wenn er ,menschen in anmutiger ,bewegung sah4 ,und ,hilde ,chavonne tanzte schn4 ,wenn er sie aufforderte4444 ,hahahahaaaa6 ,er wute wohl eine ganze ,reihe junger ,leute1 die ungeniert eine ,dame aufforderten1 obwohl sie nicht tanzen konnten1 und dann so lange mit ,todesverachtung herumhopsten1 bis sies heraus hatten4 ,woher sie den ,mut nahmen1 einer ,dame dergleichen zuzumuten1 das blieb ihm ein ,rtsel4 ,sobald er sein ,lehrergehalt bezog1 wollte er tanzen lernen4 ,sein ,lehrergehalt8 ,er wollte ja ,schauspieler werden44444 ,tanzen ,sie nicht8 fragte ihn ,hilde4 ,ich kann nicht tanzen1 sagte er4 ,und er erzhlte ihr1 da er ,schauspieler werden solle4 ,sie war aber sehr dagegen2 mit auffallender ,lebhaftigkeit riet sie ihm ab4 ,was sie denn dagegen habe1 fragte er verwundert4 ,da wurde sie rot und sehr verlegen4 ,schlielich sagte sie1 sie habe immer gehrt1 da auch das ,los der grten und berhmtesten ,bhnenknstler nur ein glnzendes ,elend sei4 berhaupt habe er doch noch ganz andere ,fhigkeiten4 ,er msse ,dichter werden4 ,jetzt machte er riesengroe ,augen1 und das ,rotwerden war an ihm4 ,woher wissen ,sie denn1 da ich dichte8 ,sie haben doch ,frulein ,wieselin erlaubt da sie sich ,ihre ,balladen abschrieb ,und die haben ,sie gelesen8 rief ,asmus erschrocken4 ,die haben alle an der ,schule gelesen ,asmus htte in den ,boden sinken mgen4 ,das ist aber sehr unrecht von ,frulein ,wieselin1 rief er4 ,warum8 fragte ,hilde erstaunt4 ,durfte sie sie nicht zeigen8 ,aber ich bitte ,sie6 ,diesen ,schund6 ,diesen ,unsinn6 ,das ist ja trichtes1 kindisches ,zeug 4 ,hilde schttelte nachdenklich den ,kopf4 ,das glaube ich nicht1 sagte sie4 ,unreif mgen diese ,gedichte sein1 aber es ist etwas drin4 ,als ein ,tnzer kam und sich vor ,hilde verbeugte1 lehnte sie ab4 ,sie lehnte auch alle folgenden ,einladungen ab1 und bis zum ,ende des ,balles saen sie beide an demselben ,tisch und plauderten4 ,er fhlte sich wohl und glcklich2 aber er merkte nichts4 ,und als das ganze ,knstlervolk mit seinem ,anhang nach dem letzten ,tanze in ein ,caf schwrmte1 morgens um vier ,uhr in ein ,caf6 ,asmus kam sich wie ein ,rou vor1 als er sich eine ,schokolade bestellte1 da schienen es beide selbstverstndlich zu finden1 da sie wieder beieinander saen4 ,es war etwas ,seltsames um ihre ,unterhaltung4 ,sie sagten natrlich ,sie zueinander und ,herr ,semper und ,frulein ,chavonne 7denn das gndige ,frulein war damals noch nicht ,mode71 und was sie sprachen1 hatte die hfliche und respektvolle ,form1 die unter wenig ,bekannten zweierlei ,geschlechts gebruchlich ist2 aber in ihren ,herzen war ein ,glauben und ,vertrauen1 von dem sie selbst noch nichts wuten2 ihre ,herzen sagten ,lieber ,herr ,semper und ,liebes ,frulein ,chavonne1 ohne da sie selber es hrten1 und dieser ,gegensatz zwischen fremden ,worten und vertrauter ,meinung erfllte ,asmussens ,herz mit jener wohligen ,spannung1 wie sie in frhen ,knospen sein mag4 ,aber so dunkel1 so wenig bewut war dieses ,gefhl1 da er sich keinen ,augenblick nach seiner ,ursache fragte1 es vielmehr ohne ,nachdenken geno wie die ,sonne eines ,maientags4 ,als er frh gegen sechs eine ,stunde weit nach ,hause ging1 fhlte er nicht die leiseste ,ermdung2 denn er war jung und war ,knig4 ,aber als er die ruhigen ,atemzge seiner schlafenden ,eltern hrte1 und als er die rmlichkeit des elterlichen ,hausrats betrachtete1 da fiel es ihm schwer aufs ,herz1 da er ,schauspieler werden sollte4 ,gleichwohl sprach er davon zu seinem ,vater4 ,obwohl ,ludwig ,semper seit lngerem wieder von seinem alten asthmatischen ,leiden geplagt wurde1 war doch seit ,monaten ,heiterkeit in all seinem ,reden und ,tun1 ja selbst in seinen ,hustenanfllen und ,atemngsten gewesen2 denn nun war seine zrtlichste ,hoffnung der ,erfllung nah2 in kurzem sollte ,asmus ,lehrer sein und das ,geschlecht der ,semper sollte wieder emporkommen4 ,wie die lchelnde ,wehmut eines ,sonnenunterganges ging es ber ,ludwig ,sempers ,gesicht1 als er hrte1 da ,asmus1 nahe dem ,ziele seiner ,bahn1 einen ganz neuen ,weg voll jahrelangen ,mhens betreten solle1 und obwohl er fhlte1 da er dann den ,aufstieg seines ,sohnes nicht erleben werde1 sagte er lchelnd3 ,ja1 wenn ,du meinst1 da ,du ,schauspieler werden mut1 ich habe nichts dagegen4 ,und in dem ,lcheln des schnen ,angesichts war ein ,scheiden vom ,liebsten und ,letzten4 ,das ,herz flog ,asmus in den ,hals1 und er hatte ,mhe1 die ,trnen zurckzudrngen1 als er rief3 ,nicht doch1 ,vater1 nicht doch6 ,ich werde ja nicht darauf eingehen6 ,ich denke ja nicht daran6 ,seiner ,mutter sprach er nicht erst davon4 ,er mute lcheln1 wenn er sich ihr konomisches ,entsetzen ausmalte4 ,und sie hatte ja recht4 ,am ,nachmittage sagte er es ,dr4 ,kieselberg1 seinem ,wirte3 ,meine ,eltern haben mich fnf ,jahre lang unter den grten ,sorgen und ,mhen erhalten1 wenigstens zum groen ,teil erhalten2 jetzt ist es hchste ,zeit1 da ich sie untersttze4 ,als ,lehrer bekomme ich ein ,gehalt von #abjj oder #acjj ,mark1 dann kann ich ihnen helfen2 als ,schauspieler verdiente ich vorlufig wenig oder nichts4 ,ich wrde die ,hoffnung meiner ,eltern vernichten1 und das ist ausgeschlossen4 ,nun1 dagegen kann ich natrlich nichts sagen1 erwiderte ,kieselberg4 ,ich hatte das ,gefhl einer ,pflicht2 ich glaubte ein ,unrecht zu begehen1 wenn ich ,sie nicht auf den ,weg zur ,bhne wiese2 aber wenn die ,dinge so stehen das ist natrlich etwas anderes4 ,als ,asmus durch die wunderschnen ,alleen vor dem ,dammtor nach ,hause ging1 war der ,bhnentraum erloschen2 das ,schlo aus ,rampenlicht und ,lorbeerduft war versunken1 und an seiner ,stelle ragte schon ein anderes4 ,ein ,wort seines ,lehrers hatte ihn gestern befremdet4 ,er hatte gesagt3 ,jungens unterrichten1 das knnen die andern auch4 ,war ,unterrichten denn wirklich etwas1 was jeder ,beliebige konnte1 wenn er nur nicht allzu dumm war8 ,waren ,schulmeister nicht genau so gut ,knstler wie ,schauspieler8 ,konnte man nicht auch so unterrichten1 da man unersetzlich war1 so unersetzlich wie ein ,knstler8 ,so wenigstens hatte er sichs immer getrumt4 ,was war denn ein ,lehrer1 wenn er nicht ein ,knstler war8 ,und in den ,wolken strahlte ein ,schlo1 das war aus ,morgenlicht und ,kinderlcheln gebaut4 ,er blickte in die ragenden ,bume hinauf und dachte3 ,welch ein wunderschner ,tag6 ,ein wahrer ,sonntag6 ,zuerst beim ,lehrer zu ,mittag gegessen die fremde ,kche hatte ihm zwar nicht geschmeckt1 aber was sagte das8 ,es war herrlich gewesen6 ,nun dieser ,weg unter hohen1 von weiem1 weiem ,schnee bedeckten ,bumen6 ,diese ,kirche wird nur an seltensten ,feiertagen geffnet4 ,ihr ,altar ist die sinkende ,sonne1 und ihr ,gesang ist das ,schweigen4 ,er dichtete im ,gehen3 ,ich wei es nun gewi3 ,es schwebt ein selig ,leben ,schon ber dieser ,welt ,und ist uns schon gegeben4 ,ich wei seit diesem ,tag3 ,es tnt ,gesang und ,reigen ,aus einer reinen ,welt ,in jedes tiefe ,schweigen4 ,und endlich1 wenn er zu ,hause war1 wollte er seinen ,pestalozzi lesen4 ,er kam heim und schlug ihn auf bei der ,abendstunde eines ,einsiedlers4 ,o1 meine ,zelle1 ,wonne um dich her6 ,das fgte sich gut zu dieser ,stunde4 ,er schaute sich um in seiner ,kammer und dachte3 ,o1 meine ,zelle1 ,wonne um dich her6 ,,xxxiv4 ,kapitel4 ,bewegt sich zwischen ,pestalozzi und ,herrn ,quasebarth4 ,und er vergrub den ,kopf in beide ,hnde und versenkte sich in die heiligen ,trumereien dieses unschuldsvollen ,einsiedlers und ,poeten1 den er liebte1 wie man sonst nur lebendige ,menschen liebt4 ,ja1 das war wahrhaftig ein ,einsiedler unter den ,tagesmenschen6 ,schon wiederholt hatte ,asmus diese ,schrift gelesen1 und immer hatte ihn eine eigentmliche ,scheu gehindert1 tiefer in ihr ,dunkel einzudringen1 wie man sich scheut1 in ein ,dickicht einzudringen1 aus dem die ,nachtigall schlgt4 ,heute war die ,nachtigall fortgeflogen1 und er drang ein und fand hinter dem ,rankengewirr eine kstliche ,architektur1 die die einfachen1 grozgigen ,grundlinien eines wunderbaren ,baues zeigte4 ,da stand1 da ,leben und ,menschsein ganz dasselbe ist in der ,htte und auf dem ,thron4 ,das aber haben die ,menschen vergessen4 ,sie erziehen und unterrichten nach tausenderlei ueren und ,tagesbedrfnissen1 nach ,berufs- und ,standesrcksichten1 nach ,eitelkeit und ,vorteil4 ,und vergessen1 da ein ,mensch zuvor zum ,menschen gebildet sein mu1 eh er etwas anderes wird4 ,aber zum ,menschen kann man ihn nur von seiner ,natur aus1 von seiner ,individualitt aus machen1 nicht von einer allgemeingltigen ,schablone aus4 ,das also war es3 ,nicht sollt ihr zum ,kinde sagen3 ,das sollst ,du werden und das will ich aus ,dir machen wie aus allen ,deinen ,genossen1 sondern ihr sollt fragen3 ,wer bist ,du8 ,wie mach ich ,dich zum ,menschen8 ,welche ,wege sind in ,deiner ,natur vorgezeichnet1 die zu jenem ,menschentum fhren1 das allen gemeinsam ist und aus dem alles andere von selbst entspriet8 ,das schlte sich heraus aus dem ,aphorismengewirr des krausen und dennoch geraden ,denkers1 und in diesem ,geiste wollte ,asmus sein ,amt fhren4 ,im ,geiste dieser ,schrift wollte er wirken1 dieser ,schrift1 die in einem innigen1 treuen ,gottesglauben gipfelte1 der nicht der ,gottesglaube der ,semper war4 ,an den sorgenden ,vater glaubten die ,semper nicht4 ,aber das hatte ,asmus seit langem empfunden1 da alle ,menschen an einen ,gott glauben1 wie verschieden sie ihn auch nennen4 ,es sagens allerorten ,alle ,herzen unter dem himmlischen ,tage1 und ,asmus hatte nie begriffen1 warum man von den ,atheisten glaubte1 sie htten keinen ,gott und knnten nicht fromm sein4 ,so stellte er denn auch in dem bald beginnenden schriftlichen ,examen seinen ,aufsatz nicht auf die ,basis theistischer ,frmmigkeit1 die sonst ber so manche ,prfungen hinweghilft4 ,die jungen ,leute sollten ber das ,thema schreiben3 ,vor jedem steht ein ,bild dess1 das er werden soll2 ,so lang er das nicht ist1 ist nicht sein ,friede voll4 und die meisten ,jnglinge erklrten ,jesus ,christus fr das ,idealbild1 das vor ihnen stehe4 ,nun gab es unter den ,abiturienten gewi keinen1 der den natrlich erzeugten ,gottessohn von ,nazareth inniger liebte als er2 aber den ,ruf1 da er ein ,jesus ,christus oder etwas ihm hnliches werden solle1 vernahm er in seinem ,herzen nicht4 ,er glaubte nicht1 da die ,welt durch ,leiden erlst werden knne2 er fhlte wenigstens1 wenn er sich ehrlich fragte1 da er nicht gemacht sei1 ohne ,widerstand zu leiden4 ,er knpfte an die ,ideenlehre ,platos an und erklrte den ,unfrieden des ,menschen aus der ,sehnsucht nach seiner ,idee1 und er setzte auseinander1 was er fr seine ,idee1 fr die ,idee des ,menschen im allgemeinen und fr die des ,asmus ,semper im besonderen halte4 ,er fand damit bei der vorurteilslosen ,prfungskommission nicht nur vollste ,anerkennung1 sondern er hatte noch den ,erfolg1 da ein ,mitglied dieser ,kommission1 ein alter ,jurist1 zu ,beginn der mndlichen ,prfung die ,brille aufsetzte und rief3 ,wo ist ,herr ,semper8 ,das ist nmlich ein ,philosoph6 rief er den andern ,herren zu4 ,asmus war hervorgetreten4 ,sie sind ,herr ,semper8 ,jawohl6 ,sie sind ein ,philosoph1 mein junger ,freund2 ich habe ,ihre ,arbeit mit herzlicher ,freude gelesen2 ich danke ,ihnen4 ,im brigen ging es ihm wie auf der ,fortuna ihrem ,schiff1 will sagen3 auf und ab4 ,in der ,lehrprobe vergriff er sich4 ,er sollte gypten behandeln1 dasselbe gypten1 das er als kleiner ,junge fr eine ,wiese mit ,strchen gehalten hatte4 ,und er verfuhr ganz nach der ,regel3 ,geographische ,lage1 ,grenzen1 ,gestalt1 ,gre1 ,einwohnerzahl usw4 usw4 ,zum ,nil kam er in der halben ,stunde des praktischen ,examens berhaupt nicht4 ,als er fertig war1 nahm ihn ,murow1 der ,riese1 beiseite4 ,nun1 mein lieber ,samper1 wann man jpten behandeln will1 womit fngt man dann wohl am basten an8 ,da wute ers sofort4 ,mit dem ,nil1 sagte er4 ,und er htte sich ohrfeigen mgen1 da er1 der die ,schablone hate1 sich ihr so gedankenlos und trge unterworfen hatte4 ,der ,nil6 das war der ,schpfer des ,landes1 war eigentlich das ,land selbst2 der ,nil war die ,individualitt gyptens1 von der man ausgehen mute1 wenn man sich rhmte1 ein ,jnger ,pestalozzis zu sein6 ,er empfand eine tiefe ,scham darber1 da er so ahnungslos in ,ketten ging1 deren er gespottet hatte4 ,und im schriftlichen ,chemie-,examen hatte er eine ,arbeit von grotesker ,unzulnglichkeit geliefert4 ,er hatte einst die ,chemie mit allem ,feuer der ,jugend geliebt2 aber ,herrn ,quasebarths ,chemie hatte darin bestanden1 da er aus einem ehrwrdigen ,heft ablas1 dessen verblate ,schrift er zuweilen selbst nicht mehr entziffern konnte4 ,man nehme einen ,probierzylinder und flle ihn zur ,hlfte mit ,braunstein las ,herr ,quasebarth2 aber er nahm keinen4 ,stelling1 der ,skrupellose1 hatte ihm eines ,tages einen furchtbaren ,limburger ,kse unter den ,pultdeckel gelegt1 so da seine ,nase jedesmal1 wenn sie ins ,heft tauchen wollte1 entsetzt zurckfuhr4 ,nachdem er sich wiederholt vergeblich erkundigt hatte1 woher der abscheuliche ,geruch stamme1 und ,stelling bemerkt hatte1 da er ihn sich auch nicht erklren knne1 da hier doch nie experimentiert werde1 entdeckte er schlielich die ,ursache2 aber er ging ungeheilt von dannen4 ,so hatte denn ,asmus seit langem nicht mehr zugehrt1 in der ,chemiestunde lieber ,gedichte gemacht und beim ,examen einen fast unberhrten weien ,bogen abgeliefert4 ,das war aber ,herrn ,quasebarth in die ,glieder gefahren2 denn er sagte sich1 da der chemische ,durchfall eines ,schlers wie ,asmus ,semper vom ,prfungs-,kollegium als ein ,durchfall des ,herrn ,quasebarth empfunden werden msse4 ,er beschwor also ,sempern in einer vertraulichen ,unterredung1 doch ja bis zum mndlichen ,examen noch tchtig zu repetieren1 damit er die ,scharte auswetze4 ,semper genierte diese ,scharte gar nicht2 denn er hatte sich lngst vorgenommen1 spter auf eigene ,hand ,chemie zu treiben2 aber er versprach sein ,mglichstes4 ,und wiederum hob ihn das ,schiff der ,fortuna in der ,mathematik so hoch1 da er die erste ,zensur erwischte1 whrend ,mollwitz1 der ,magister ,matheseos1 oder1 wie er gewhnlich genannt wurde3 das einseitige ,prisma1 durch einen reinen ,zufall nur den zweiten ,grad errang4 ,dieses ,erfolges konnte ,asmus nicht recht froh werden2 denn die ,sache war nicht ganz in der ,ordnung4 ,da ,glcksgter vom ,zufall verteilt wurden1 das wute er2 aber auch geistige ,ehren8 ,kam das auch sonst im ,leben vor8 ,das sollte nicht vorkommen4 ,aber er sollte noch was ganz anderes erleben4 ,am ,abend vor der mndlichen ,prfung entschlo er sich nach schwerem ,zgern1 ein ,lehrbuch der ,chemie zur ,hand zu nehmen1 damit ,quasebarth nicht wieder durchfalle4 ,er las auch das ,kapitel von der ,methylwasserstoffreihe1 dann aber griff er energisch nach ,zolas ,conqute de ,plassans1 die er wesentlich anziehender fand4 ,denn sich ein ,wortwissen ohne ,anschauung und bung in den ,kopf zu pfropfen1 das war ihm von jeher ein ,greuel gewesen4 ,die ,stunde der chemischen ,prfung kam und mit ihr ,herr ,quasebarth1 der an ,leib und ,seele immer denselben grauen ,rock trug4 ,na1 mein lieber ,semper1 sagte er mit einem lockenden ,lcheln1 erzhlen ,sie uns mal1 was sie von den ,methylwasserstoffen wissen6 ,und siehe da3 ,asmus ,semper redete wie ein junger ,liebig2 denn heute wute er noch sehr gut1 was er gestern gelesen hatte4 ,,xxxv4 ,kapitel4 ,asmus wird im ,examen gepufft und getreten und ist unzufrieden1 aber sehr glcklich4 ,und so kam er denn mit allen ,ehren und ohne ,schaden durch das ,examen1 wenn man von einigen blauen ,flecken an seinem linken ,fue und in der linken ,rippengegend absah4 ,diese ,flecke rhrten wieder von ,seybold her1 von demselben ,seybold1 der ihn als ,schflein wegen seiner ,inkollegialitt und seiner ,anmaung so bieder gehat hatte4 ,das mathematische ,examen hatte ,seybold sehr glatt bestanden4 ,seybold konnte nicht einmal ein ,dreieck berechnen2 aber whrend der schriftlichen ,prfung wandelte einen ,freund von ihm ein ,bedrfnis an1 und der ,freund ging hinunter und deponierte an einem dunklen ,orte die ,lsung aller ,aufgaben4 ,nach einer halben ,stunde hatte ,seybold merkwrdigerweise auch ein ,bedrfnis4 ,mu es denn sein8 fragte argwhnisch der die ,aufsicht fhrende ,herr ,rothgrn4 ,ja1 ich habn ,durchfall1 erklrte ,seybold4 ,aber damit htt es ja noch ,zeit gehabt1 schmunzelte ,herr ,rothgrn wohlwollend4 ,nun1 gehen ,sie nur4 ,seybold ging hinunter1 fand die ,lsung1 dachte ,heureka1 beantwortete solchermaen durch ,vorspiegelungen der ,verdauungsorgane ,fragen1 die eigentlich an das ,gehirn gerichtet waren1 und half sich mittels eines ,durchfalls durchs ,examen4 ,zunchst durchs mathematische4 ,bei den ,klausuraufstzen sa ,seybold wieder neben ,semper1 und als dieser gelegentlich einen ,blick in die ,papiere seines ,nachbarn warf1 sah er1 da dieser wrtlich von ihm abschrieb4 ,mensch1 bist du des ,teufels8 flsterte ,asmus4 ,das mu ja herauskommen4 ,schreib wenigstens auch von anderen ab4 ,seybold sah das ein und schrieb die andere ,hlfte der ,arbeit von seinem ,vordermann ab2 denn er hatte einen weiten ,blick4 ,ein ,lehrer mu jesunde ,sinne haben1 hatte ,korn gesagt4 ,nur dies verdammte mndliche ,examen6 ,da konnte man nicht sagen3 ,erlauben ,sie1 da ich austrete6 ,und wenn ,asmus blind und taub gewesen wre1 so wrde er das ,nahen des ,examinators doch immer rechtzeitig erfahren haben2 denn wenn dieser noch drei ,schler weit entfernt war1 begann ,seybold schon wie ein ,rder-1 ,walzen- und ,kolbenwerk zu treten1 zu puffen und zu zischen3 ,sag mir zu6 ,sag mir zu6 und so trug ,asmus ,semper ,seyboldens ,reifezeugnis auf dem ,leibe davon4 ,auch ,seybold bestand wiederum das ,examen1 und der ganze praktische ,unterschied bestand darin1 da er ein ,anfangsgehalt von #abjj ,mark1 ,asmus aber ein solches von #acjj ,mark erhielt1 worin ,seybold eine groe ,ungerechtigkeit erblickte4 #acjj ,mark6 ,insofern war ,asmus sehr zufrieden2 denn unbegrenzte ,mglichkeiten lagen in dieser ,summe4 ,aber wenn er den verflossenen ,lebensabschnitt berblickte was rechtfertigte eigentlich das glnzende ,examen1 das er nach der allgemeinen ,ansicht gemacht hatte8 ,die ,kollegen hatten ihm erzhlt1 was der ,schulrat ,korn vor einer anderen ,abteilung der ,prflinge ber ihn gesagt hatte1 und darber freute er sich zwar von ,herzen2 aber eigentlich war ihm alles das ein groes ,rtsel1 ein ,wunder3 denn ihm waren diese verflossenen drei ,jahre eine zerstrte ,illusion4 ,was hatte er sich von diesen ,jahren versprochen an geistigem ,aufschwung6 ,und wie bitter-bitter-wenig hatte er vor sich gebracht4 ,er hatte berhaupt nicht das ,gefhl1 da er geistig gewachsen wre4 ,wiederum hatte er1 wie schon fter1 die ,empfindung1 da die ,menschen merkwrdig wenig von ihm verlangten1 viel1 viel weniger1 als er selbst von sich zu fordern pflegte4 ,nur wenn er die beiden ,alten betrachtete1 war er ganz glcklich4 ,die solltens jetzt besser haben4 ,frau ,rebekka lief mit ihren sechzigjhrigen ,beinen wie ein ,wiesel immer von einem ,zimmer ins andere und sang3 ,nach ,sevilla1 nach ,sevilla6 ,wo die letzten ,huser stehen1 ,sich die ,nachbarn freundlich gren1 ,mdchen aus dem ,fenster sehen1 ,ihre ,blumen zu begieen1 ,ach1 da sehnt mein ,herz sich hin6 und wie in seiner frheren ,kindheit sah ,asmus bei dem ,wort ,sevilla einen freien ,platz mit ,husern1 auf den eine unendlich goldene ,sonne und ein unendlich helles1 unendlich stummes ,feiertagsglck herabschien4 ,und dabei dachte ,rebekkens ,herz gar nicht an ,sevilla1 was schon daraus hervorging1 da sie im nchsten ,augenblick sang3 ,herr ,junker1 lat hee mit tofredn1 rudiridiridirallalla1 ,ick mutt min ,swin to freten gem1 rudiridiridirallalla6 ,das war nmlich das ,bruchstck eines ,liedes1 in dem ein ,junker seiner ,magd mit ,liebesantrgen nachstellt1 die diese dann mit der einleuchtenden ,begrndung zurckweist1 da sie ihren ,schweinen zu fressen geben msse4 ,die ,schweine gehen vor1 das mute der ,junker einsehen4 ,aber auch an ,junker1 ,magd und ,schweine dachte das singende ,herz der ,rebekka nicht2 es dachte an den ,triumph des ,sohnes1 an den leckeren ,pfannkuchen1 den sie ihm backen wollte1 und an den besseren ,rock1 den ihr ,gatte nun bekommen sollte2 denn es gab ihr einen ,stich ins ,herz1 wenn der stattliche ,mann in abgetragenem ,gewande ging4 ,er fragt ja nichts danach1 klagte sie kopfschttelnd4 ,aber auch ,ludwig ,semper wollte sich diesmal einen ,extragenu vergnnen4 ,heute war ,dienstag1 und am ,freitag gab es ,lohengrin im ,theater4 ,diesmal wollte er wirklich hin4 ,aber nun tus auch6 riefen ,asmus und ,rebekka wie aus einem ,munde4 ,ja1 ja natrlich6 beteuerte ,ludwig4 ,am ,mittwoch sagten ,asmus und seine ,mutter wieder3 ,geh nun aber auch wirklich hin6 ,gewi1 gewi6 sagte ,ludwig4 ,am ,donnerstag sagten sie3 ,wirst du nun auch nicht wieder sagen3 ,ach1 wozu soll ich hingehen8 ,nein1 nein wenn ichs doch sage6 ,er war auch am ,freitag mittag noch fest entschlossen und freute sich4 ,als er um sechs ,uhr noch keine ,miene zum ,aufbruch machte1 rief ,frau ,rebekka3 ,du1 du du mut jetzt gehen4 ,ach1 ich hab mirs anders berlegt1 sagte ,ludwig4 ,was soll ich da4 ,ja1 was sollte er da4 ,erstens war sein ,asmus nun am ,ziel1 und das war ein ,glck1 das eigentlich fr den ,rest seines ,lebens allein ausreichte und das er jedesmal neu geno1 wenn ,asmus den ,blick wegwandte und er ihn ungestrt betrachten konnte4 ,zweitens hatte er am ,lohengrin schon so viel ,vorfreude genossen1 da eine ,steigerung nicht mehr denkbar war4 ,und drittens tauchten auf der grauen ,wand vor seinem ,zigarrentische1 sobald er befahl1 alle ,sagen der ,vorwelt auf1 nicht die vom ,schwanenritter allein1 und belebte sich der stauberfllte ,raum mit ,klngen1 die an kein irdisches ,instrument und keine menschliche ,schrift gebunden waren4 ,frau ,rebekka war grndlich bse und schalt4 ,ich versteh den ,mann nicht1 rief sie4 ,asmus verstand ihn4 ,er dachte daran1 da er nun bald als ,lehrer vor #fj ,kindern stehen werde2 er blickte von der ,seite her in des ,vaters ,auge1 in dem die ,abendsonne liebend verweilte1 und er verstand es1 da man selig sein kann im ,glck seiner ,trume4 ,drittes ,buch ,kampf und ,liebe ,,xxxvi4 ,kapitel4 ,was fr ein ,mann ,herr ,drgemller war und was fr ,lieder deutsche ,kinder singen4 ,der erste ,eindruck1 den ,asmus ,semper von ,herrn ,drgemller1 seinem ,hauptlehrer und ,vorgesetzten1 empfing1 war nicht bertrieben verlockend4 ,der ,kopf des ,mannes glich einer stark vergrerten ,billardkugel1 der man einen ,rettichschwanz als ,bart angeheftet und die man im brigen noch mit einer blauen ,brille geschmckt hat4 ,nase1 ,mund und ,stirn wren in jedem ,signalement als gewhnlich bezeichnet worden4 ,herr ,drgemller kanzelte gerade einen kleinen1 kmmerlich dreinschauenden ,buben ab1 weil er auf ,holzpantoffeln zur ,schule kam4 ,er behandelte das gleichsam wie einen moralischen ,defekt1 dessen man sich zu schmen habe1 und erklrte dem verschchtert dastehenden ,kinde1 wenn das noch einmal vorkomme1 werde er ihm einen ,tadel in ,ordnung geben4 ,wenn man das hingehen lt1 sagte ,herr ,drgemller1 dann kommen immer mehr mit ,holzpantoffeln1 und man kann das ,geklapper auf den ,treppen nicht mehr aushalten4 ,asmus hatte auf der ,zunge1 zu sagen3 ,aus bermut trgt wohl der ,mensch keine ,holzkltze an den ,fen2 ,stiefel sind ihm ohne ,zweifel bequemer1 wenn er sie hat2 aber er wollte sich nicht gleich opponierend einfhren und sagte deshalb nur3 ,gibt es nicht einen ,verein1 der solche ,kinder mit ,stiefeln versorgt8 ,gewi6 versetzte der ,hauptlehrer2 ich knnte ihm ein ,paar ,stiefel anweisen2 aber seine ,mutter1 das ist eine ganz ,renitente4 ,als ich ihr sagte1 sie solle den ,jungen doch taufen lassen getauft ist er nmlich auch nicht da sagte sie1 das tte ihr ,mann nicht1 und was ihr ,mann wolle1 da wolle sie auch4 ,hm1 machte ,asmus4 ,ein ,pestalozzi war dieser ,mann nicht1 das war schon festgestellt4 ,er unterschied sich insofern vorteilhaft von dem ,schulmeister von ,stanz1 als er sauber und ordentlich gekleidet war2 aber es war ,ordnung ohne ,geschmack und ,geflligkeit1 eine ,ordnung mit schlechtsitzenden ,hosen und kreuzweis geknoteten ,bindeschlipsen1 und als ,asmus wie hypnotisiert die ,karrees des grauen ,rockes betrachtete1 da las er unaufhrlich #a #a #a #a #a #a 4444 ,nein1 ein ,dichter1 wie der unordentliche ,verfasser von ,lienhard und ,gertrud war dieser ,mann gewi nicht1 ,abendstunden eines ,einsiedlers trumte er sicherlich nicht2 aber das konnte man auch schlielich nicht verlangen1 und als er die ,papiere des ihm von der ,behrde zugewiesenen ,jnglings eingesehen hatte1 bemerkte er sogar liebenswrdig1 er beglckwnsche sich1 einen ,mann von solchen ,fhigkeiten gerade an der ihm unterstellten ,schule angestellt zu sehen4 ,wie ganz anders ward ,asmussen ums ,herz1 als er sich wenige ,tage spter mitten in einen ,garten von sechzig jungen ,menschenpflanzen gestellt sah1 wo sechzig lebendige ,brnnlein aus roten ,lippen sprangen4 ,in einem ,punkte freilich hinkte der ,vergleich mit einem ,garten bedenklich3 die ,pflanzen haben die gute ,gewohnheit1 ihren ,ort nicht willkrlich zu verndern2 diese ,menge von ,kindern aber war in ihren ,bewegungen hchst willkrlich1 und ,asmussen kam es vor1 als habe er einen ,topf voll ,muse zu hten und msse aufpassen1 da keine ber den ,rand springe4 ,einige zwar saen bang und verschchtert da2 sie mochten ein unerhrt ,neues1 ein frchterlich ,geheimnisvolles erwarten und waren vielleicht mit der ,vorstellung gekommen1 da der ,bakel unaufhrlich durch die ,schulstube sause wie die ,sense des ,mhers bers ,feld2 denn es gibt ,eltern1 die die ,arbeit des ,lehrers liebevoll vorbereiten1 indem sie ,kindern1 die sie nicht bndigen knnen1 mit der ,aussicht drohen3 ,na1 warte nur1 wenn du zur ,schule kommst6 ,der ,lehrer wird dich schon bluen4 ,aber sobald diese ,beklommenen merkten1 da der ,herr ,lerrer kein ,menschenfresser sei und sogar groartigen ,spa mache1 zogen gerade sie die weitesten ,konsequenzen und gingen ber ,tisch und ,bnke4 ,und sieh1 da schritt schon einer festen ,schrittes auf die ,tr zu4 ,wohin8 fragte ,asmus4 ,ich willn bschen raus6 versetzte das ,brschchen unbefangen4 ,was willst du denn drauen8 ,och1 n bschen spielen4 ,ja1 ,mensch1 so allein spielen1 das macht doch keinen ,spa4 ,wart nur noch einen ,augenblick1 dann gehen wir alle hinaus und spielen ,jger und ,hund4 ,das leuchtete dem ,flchtling ein4 ,o dj6 rief er1 senkte beide ,fustchen in die ,hosentaschen und ging wieder auf seinen ,platz4 ,du1 ich hab ,limburger ,kse aufs ,brot6 rief eine ,stimme aus dem ,hintergrunde4 ,asmus ging hin und uerte seine teilnehmende ,begeisterung ber den ,limburger ,kse4 ,natrlich mute er jetzt den ,inhalt zahlloser ,frhstcksdosen bewundern4 ,ich hab ,leberwurst aufm ,brot6 ,ich hab ne ,apfelsine6 ,ich hab ,schokolade6 schrie es durcheinander4 ,ihr knnt wohl lachen6 sagte ,asmus4 ,meine ,mutter hat mir keine ,schokolade mitgegeben4 ,da6 ,ein ,junge sprang aus der ,bank und hielt ihm ein ,stck ,schokolade hin4 ,asmus dankte gerhrt1 lste das ,papier von der ,schokolade und wollte sie dem ,geber in den ,mund schieben2 der aber lehnte entschieden ab4 ,da sah ,asmus zwei brennende ,augen in verzehrendem ,verlangen auf sich gerichtet2 es waren die ,augen eines drftig gekleideten1 blassen ,brschchens4 ,soll er sie haben8 fragte ,asmus den ,spender4 ,der nickte eifrig ja1 und begierig griff der ,verlangende nach der kstlichen ,leckerei4 ,um den ,schwarm endlich zu beruhigen1 sagte ,asmus3 ,soll ich euch mal ne ,geschichte erzhlen8 ,o ja1 man zu1 man zu6 schrien sie durcheinander4 ,und er erzhlte ihnen das ,ur- und ,anfangsmrchen vom ,rotkppchen1 das sie alle verstehen und das sie beim hundertsten ,male ebenso gern hren wie beim ersten ,male4 ,als er mitten im ,erzhlen war1 kam ein ,junge aus der ,bank heraus1 ging auf ,asmussen zu1 ergriff dessen ,hand und sagte3 ,du1 ich mag dir gerne leiden4 ,soo8 sagte ,asmus2 ,junge1 das ist ja prachtvoll2 ich dich auch2 aber dann mut du jetzt auch ganz still sitzen bleiben und zuhren6 ,ja1 erklrte der ,kleine berzeugt und ging ruhig wieder an seinen ,platz4 ,fr einen andern aber hatte ,asmussens ,erzhlung offenbar keinen ,reiz4 ,er erhob sich und steuerte geraden ,wegs auf die ,tr zu4 ,was willst du denn8 fragte ,asmus4 ,ick will noh ,hus1 lautete die sehr entschiedene ,antwort4 ,j1 dat geiht ober nich2 du mu nochn bitten hierblieben4 ,der kleine dicke ,bursche explodierte in einem furchtbaren ,geheul4 ,ick will ober noh ,huuus6 brllte er4 ,wat wullt du denn dor8 ,ick will bi min ,mudder sin6 ,minsch1 de ,klten 7,kle7 snd jo noch gornich fertig4 ,der ,kleine nahm die ,fuste von den ,augen und starrte ihn sprachlos an4 ,du wullt wull gern ,klten un ,plumn 7,pflaumen7 eeten1 wat8 fragte ,asmus4 ,jo1 versetzte der ,kleine1 von so viel ,verstndnis seiner ,seele berrascht4 ,j1 ,hein1 de snd jo noch gornich gor6 ,bliev man nochn bitten sitten2 ich segg ,di denn ,bescheed1 wenn din ,mudder se fertig hett4 ,auf diesen ,kontrakt ging ,heinrich ,lohmann ein und verfgte sich langsam wieder an seinen ,platz4 ,als die ,geschichte zu ,ende war und die ,geisterchen wieder nach allen ,himmelsrichtungen anseinanderfielen1 sprach er3 ,nun pat aber mal auf1 was jetzt kommt6 ,sie waren pltzlich still4 ,mit geheimnisvollen ,mienen ging ,asmus an einen ,schrank4 ,was ich wohl hier im ,schrank habe6 sagte er4 ,frhstck6 ,nein4 ,schokolade6 ,nein4 n ,bilderbuch6 ,nein4 ,in diesem ,schrank hab ich einen ,vogel2 wenn man den streichelt1 dann singt er4 ,oooh la ihn mal raus6 riefen einige4 ,ja1 ich will ihn mal herauslassen4 ,er ffnete den ,schrank und nahm einen ,geigenkasten heraus4 ,o1 ich wei1 ,herr ,lehrer1 ich wei6 riefen ein paar ,gescheite4 ,pst6 ,nichts verraten6 ,das ist das ,vogelbauer4 ,pat gut auf1 da er nicht herausfliegt1 sagte er zu den ,nchsten1 und sie spreizten die ,hndchen und ffneten die ,mulchen1 als wollten sie den ,flchtling mit ,mund und ,hnden auffangen4 ,die ,hintensitzenden stiegen auf die ,tische und reckten die ,hlse4 ,asmus ffnete den ,kasten und nahm ,geige und ,bogen heraus4 ,hurra hallo1 schrien sie alle2 aber dann wurden sie noch stiller als zuvor1 und nun hatten alle die ,schnbel offen4 ,asmus setzte den ,bogen an und spielte einen raschen ,lauf vom kleinen g bis zum dreigestrichenen4 ,da waren sie pltzlich wie voll sen ,weins1 sie gingen ber ,tisch und ,bnke1 hopsten1 sprangen und faten sich an und tanzten4 ,was soll ich nun mal spielen fragte ,asmus4 ,ach1 was mute er da fr ,erfahrungen machen6 ,einige nannten ein paar ,spiellieder1 die sie in einem ,kindergarten gelernt hatten2 die meisten aber nannten ,gassenhauer und ,operettenmelodien1 die auf die ,drehorgel gekommen waren4 ,ein rechtes1 gutes ,volkslied nannte nicht einer2 denn das deutsche ,volkslied wird im deutschen ,hause nicht mehr gesungen4 ,asmus erzhlte ihnen von dem ,hslein1 das der ,jger totschieen wollte1 und dann sang er3 ,als der ,mond schien helle1 ,kam ein ,hslein schnelle1 ,suchte sich sein ,abendbrot1 ,hu1 ein ,jger scho mit ,schrot4 ,er sang1 wie das ,hslein den ,mond bat1 sein ,licht auszulschen1 und wie es dem ,jger entkam4 ,hslein ging zur ,ruhe1 ,zog aus ,rock und ,schuhe1 ,legte sich ins weiche ,moos1 ,schlief wie auf der ,mutter ,scho4 und die ,lieblichkeit von ,wort und ,weise1 die ,unschuld der ,kindertage1 da er sie zuerst gesungen1 die ,schnheit der ,stunden1 da er sie bei ,meister ,bruhn gehrt und gegeigt1 und die saugende ,andacht all dieser reinen ,augen1 die durstig an seinen ,lippen hingen1 berstrmten sein ,herz mit einem so berschwenglichen ,glck1 da ihm die ,augen feucht wurden4 ,nun will ichs einmal spielen1 sprach er und spielte das ,lied4 ,wollt ihr jetzt mal mitsingen8 ,jubelnd ergriffen sie diesen ,vorschlag4 ,und alle sangen sie mit4 ,ei1 ei1 ei1 war das eine ,musik6 ,es klang noch ganz furchtbar4 ,aber sie fanden es schn1 und am eifrigsten sang ,peter ,brandenburg1 dessen ,gehr und ,stimme nur einen einzigen ,ton hatten1 und der klang wie das ,surren einer ,hummel1 die man in eine ,schachtel eingesperrt hat4 ,wer will mir nun mal was vorsingen8 fragte ,asmus4 ,manche getrauten sich nicht2 aber die meisten hielten mit ihrem ,talent nicht zurck und sangen frisch von der ,leber weg4 ,denke dir1 mein ,liebchen1 ,was ich im ,traume gesehn oder ,dat ,scheunste1 wat man hett1 ,dat is son ,zigarett oder ,ach1 mein ,schreck1 ach1 mein ,schreck6 ,meine teure ,hulda ist weg6 nein1 so viel ,asmus auch horchte und forschte und hoffte1 er hrte nichts ,gutes1 ,schnes1 ,gesundes4 ,wohl aber begann ein ,brschlein frisch und frei ein ausgesprochenes ,zotenlied zu singen4 ,genug1 genug6 rief ,asmus und hie das ,kind schweigen4 ,dies ,lied1 von frischen ,kinderlippen ahnungslos gesungen1 hatte ihm einen furchtbaren ,eindruck gemacht4 ,die ,schule lag in der ,hafengegend2 unter ihrem ,publikum gab es mancherlei ,armut und ,verwahrlosung1 und unter den ,schlern waren auch ,kinder anrchiger ,straen4 ,,xxxvii4 ,kapitel4 ,herr ,drgemller als ,einkassierer des ,schicksals4 ,so gro sein ,mitgefhl mit den ,kindern der ,enterbten und ,verachteten war1 so schien ihm doch seine ,aufgabe um so schner und lockender1 je schwieriger sie war4 ,die wohlgepflegten ,kinder reicher und guter ,familien erziehen1 das war keine ,kunst so dachte er wenigstens damals2 er sollte noch anders darber denken lernen aber hier galt es1 ,knoten zu lsen und ,hindernisse zu berwinden4 ,und schon nach wenigen ,tagen sollte ihn ein ,riesenerfolg in seinem ,glauben an sein ,werk bestrken4 ,am vierten oder fnften ,tage seines ,lehrertums kam ,herr ,drgemller mit einer ,liste in die ,klasse und fragte3 ,ist ,heinrich ,lohmann hier8 ,jawohl1 ,heinrich ,lohmann war da2 es war derselbe1 den am ersten ,tage die ,sehnsucht nach den ,klen seiner ,mutter ergriffen hatte und der dies ,gefhl in reinstem ,plattdeutsch unverhohlen zum ,ausdruck gebracht hatte4 ,er gehrte in eine ,nachbarschule und war irrtmlich in ,sempers ,klasse gekommen4 ,du gehrst in eine andere ,schule1 mein ,sohn1 sagte ,herr ,drgemller4 ,pack deine ,sachen und komm mit4 ,nee1 sagte ,heinrich ,lohmann munter1 ick will hier blieben4 ,selbst ,herr ,drgemller mute lachen4 ,ja1 mein ,junge1 das geht nicht1 sagte er1 komm nur schnell4 ,ick will ober leever hier blieben1 wandte ,lohmann mit schwcherem ,widerstande ein4 ,na1 nu mach flink1 ,junge1 mach flink6 drngte der ,hauptlehrer4 ,lohmann packte widerstrebend seine ,sachen und folgte ,herrn ,drgemller2 aber als er nun ,sempern die ,hand zum ,abschied geben sollte1 warf er alles1 was er trug1 auf den ,boden1 umklammerte ,asmussens ,bein und schrie3 ,ick will bi di blieben6 ,ick will bi di blieben6 ,asmussen wurde es wunderlich ums ,herz4 ,kann er denn nicht hier bleiben8 fragte er den ,hauptlehrer4 ,vielleicht kann ja ein anderer 8 ,nein1 das geht nicht6 versetzte ,drgemller kurz4 ,er wohnt ja nicht in unserm ,bezirk4 ,jetz komm1 ,junge1 sonst ,asmus klopfte dem ,kleinen die ,wangen und sagte3 ,na1 ,heinrich1 dann geh nur mit4 ,wenn die ,schule aus ist1 besuchst du mich mal1 was8 ,und ich besuch dich auch mal1 ja8 ,da gab sich ,heinrich ,lohmann zufrieden1 sammelte unter ,trnen seine ,bibliothek zusammen und schlich davon4 ,asmus ,semper war glcklich4 ,also schien ihm die ,kraft gegeben zu sein1 die ,herzen der ,kinder zu gewinnen1 und darber war er unsglich froh4 berhaupt lebte er wie in einem ,rausche4 ,diese tausendfltigen1 rckhaltlosen ,offenbarungen der ,kindesseele berwltigten seine ,beobachtungskraft2 er wute nicht1 wie er diesen ,reichtum in die ,scheuern bringen und verwerten sollte4 ,und viel zu frh schlo er den ,kindern den ,mund durch regelrechten ,unterricht2 seine ,taten hinkten noch weit hinter seinen ,ideen her4 ,er htte noch lnger die ,eigenart jedes einzelnen ,kindes hervorlocken sollen1 wenn er den ,wegen ,pestalozzis folgen wollte2 aber er frchtete1 die ,kinder wrden nicht lernen1 was sie nach dem ,pensum der ,klasse lernen sollten1 wenn er nicht den stundenplanmigen ,unterricht beginne4 ,herr ,drgemller hatte sich ohnedies schon bemerkbar gemacht4 ,als ,asmus eines ,tages einen ,knaben ein ,mrchen erzhlen lie1 war ,herr ,drgemller1 der es nicht fr ein ,gebot der ,hflichkeit hielt1 anzuklopfen1 in die ,klasse getreten1 hatte durch seine blaue ,brille auf den an der ,wand hngenden ,stundenplan geblickt und gesagt3 ,sie haben jetzt eigentlich ,rechnen1 nicht wahr8 ,jawohl1 hatte ,asmus gesagt4 ,hm1 hatte dann ,herr ,drgemller gesagt1 und er war wieder hinausgegangen4 ,ja1 ,asmus war glcklich2 aber wie es das ,schicksal gewhnlich mit ihm gehalten hatte1 so tat es auch diesmal2 von dem vollen1 hundertprozentigen ,glck1 das es ihm gegeben1 zog es neunzig ,prozent ,wucherzinsen ab1 und der ,exekutor1 der die neunzig ,prozent einkassierte1 war diesmal ,herr ,drgemller4 ,herr ,drgemller war ,junggeselle1 und so hatte er zu viel ,zeit fr seinen ,beruf4 ,man hat immer dann zu viel ,zeit fr seinen ,beruf1 wenn man sie zur ,auffindung neuer und fruchtbarer ,gedanken aus einem gewissen inneren ,mangel nicht anwenden kann1 sie vielmehr mit der ,erfindung immer neuer ,reglements-,paragraphen verbringen mu4 ,jedesmal1 wenn ,herr ,drgemller ein paar freie ,stunden gehabt hatte1 trug alsbald danach ein ,knabe durch alle ,klassen eine ,verfgung1 unter die jeder ,lehrer sein ,vidi setzen mute4 ,herr ,drgemller wute aus der ,arithmetik1 da1 wenn man unablssig addiert1 zuletzt eine hohe ,summe herauskommen mu1 und so hoffte er durch unermdliche ,hinzufgung von ,verbesserungen seine ,schule auf den ,gipfel der ,vollendung zu bringen4 ,wenn ihm aber jemand mit umwlzenden ,methoden oder gar mit neuen ,lehrzielen kam1 dann bekam er ,entrstung mit ,fieber4 ,welche ,anmaung1 wenn ein ,lehrer es besser wissen wollte als ,drgemllers ,seminardirektor6 ,seine ,berufsanschauung ruhte auf drei ,axiomen als auf drei unerschtterlichen ,sulen3 #a4 ,die ,alten sind klger als die ,jungen4 #b4 ,die ,toten sind klger als die ,lebendigen4 #c4 ,die ,vorgesetzten sind klger als alle4 und seine ,berufsanschauung war auch seine ,weltanschauung2 denn er war der ,meinung1 ein ,lehrer habe sich weder um ,kunst und ,literatur1 noch um ,politik1 noch sonst um etwas anderes als allein um seinen ,beruf zu kmmern4 ,er verbrachte denn auch seine ,tage am ,schreibtisch seines ,bureaus2 seine ,wohnung war eigentlich nur ,schlafstelle1 und in seiner bescheidenen ,bibliothek stand kein neues ,buch4 ,trotzdem hielt er sich fr einen gewissenhaften ,beamten4 ,da er mit diesem ,mann nicht lange in ,frieden leben werde1 davon hatte ,asmus eine deutliche ,ahnung4 ,schon wenn er ihn sprechen hrte1 wurde ihm unbehaglich4 ,er war immer so empfindlich gewesen fr menschliche ,stimmen2 die ,stimme war ihm der ,mensch1 und besonders wahr und schn wars ihm immer erschienen1 da der wahnsinnige ,lear von der ,stimme der toten ,cordelia sprach4 ,drgemller aber heulte durch die ,nase und sprach1 als wenn er einen zu schmal gewlbten ,gaumen htte4 ,gleich am ersten ,tage sah ,asmus etwas1 was ihn geradezu erschreckte4 ,kinder whrend der ,schulpause das war ihm immer ein ,bild befreiter1 sprudelnder ,jugendlust gewesen4 ,es war ihm gar nicht der ,gedanke gekommen1 da das anders aussehen knne4 ,und hier sah er die ,kinder1 zu ,vieren geordnet1 langsam hintereinander hertappen1 wie ,gefangene1 die man gerade so viel lftet1 wie zur ,erzielung einer guten ,gesundheitsstatistik unbedingt erforderlich ist4 ,und in der ,mitte des ,schulhofs ging ein ,lehrer auf und ab1 der darauf achten mute1 da keiner aus der ,reihe trat4 ,nun bemerkte ,asmus freilich bald1 da der grere ,teil des ,kollegiums die ,verfgung des ,chefs nicht mehr sonderlich ernst nahm2 die ,herren lieen denn auch den spazierenden ,kindern die ,zgel leidlich locker4 ,dann freilich tauchte gelegentlich ,herr ,drgemller auf und verwies laut scheltend die zuchtlosen ,elemente in ihre ,reihen zurck1 um dem ,aufseher zu demonstrieren1 da er seine ,pflicht verletze4 ,die ,herren1 meistens ltere1 wohlverdiente und zum ,teil ihrem ,chef bei weitem berlegene ,mnner1 aen ihr ,frhstck ruhig weiter und taten nach wie vor1 was sie fr gut hielten4 ,aber jetzt waren drei junge ,herren ins ,kollegium gekommen1 und die wollte ,herr ,drgemller gleich richtig an die ,kandare nehmen1 damit sie ihm nicht ber den ,kopf wchsen4 ,als ,asmus zum erstenmal die ,aufsicht fhrte1 freute er sich ber jeden1 der die ,ordnung der ,sektionen verlie4 ,aber siehe1 schon war ,herr ,drgemller da und heulte durch die ,nase und trieb die ,schwarmgeister an ihren ,platz4 ,das geht aber nicht1 ,herr ,semper2 achten ,sie bitte strenge darauf1 da die ,schler zu vieren gehen4 ,ja1 da kann dann freilich von ,erholung nicht mehr die ,rede sein1 bemerkte ,asmus4 ,ooh1 das wollen wir doch nicht sagen6 ,ja1 fr siebzigjhrige ,spittelleute mag das ja eine gengende ,erholung sein2 aber junge ,krper1 wenn sie stundenlang in der ,bank gesessen haben1 wollen sich gehrig tummeln und die ,lungen reinpumpen4 ,herr ,semper1 wenn wir das einreien lieen1 dann wrden wir jeden ,tag blutige ,nasen und gebrochene ,gliedmaen und hinterher die ,klagen der ,eltern haben4 ,herr ,drgemller1 wir haben uns als ,jungen auf dem ,schulhof geschlagen wie ,hunnen und ,nibelungen1 und blutige ,nasen habe ich mehr als eine davongetragen2 ich habe aber ,blut genug brig behalten1 vielleicht noch zuviel4 ,nach ,ihren ,grundstzen mte man den ,kindern das ,spiel berhaupt verbieten2 denn ,unflle1 sogar tdliche1 sind freilich niemals ausgeschlossen4 ,was anderswo passiert1 ist mir einerlei1 in meiner ,schule soll aber so etwas nicht vorkommen1 und darum mu ich darauf dringen1 da meine ,anordnungen befolgt werden4 ,in ,asmus wirbelte etwas empor2 aber der ,vorgesetzte hatte bereits den ,rcken gewandt und war gegangen4 ,,xxxviii4 ,kapitel4 ,schon wieder gibt es einen ,zusammensto4 ,sempern erfllte ein seltsam unbehagliches ,gefhl4 ,sollte ein ,lehrer sich wie ein ,handlanger traktieren lassen8 ,sein aufbrausendes ,blut1 das sich schnell ber jedes ,unrecht emprte1 wollte ihn zu offener ,auflehnung fortreien4 ,dazu kam1 da seine ,jugend1 wenn auch nicht von revolutionrem ,sinn1 so doch von revolutionren ,gedanken genhrt war4 ,er hielt es noch immer mit den ,tyrannenmrdern und ,volksbefreiern4 ,aber andrerseits hatte er zu viel klaren ,verstand1 um an eine ,welt ohne ,regierung und ,gesetz zu glauben4 ,jeder mute sich unterordnen1 das wute er wohl4 ,und wenn ein ,vorgesetzter schwach war1 die1 die ihn eingesetzt hatten1 waren ,menschen und dem ,irrtum unterworfen wie er selbst4 ,aber wenn die ,obrigkeit in der ,wahl der ,oberen gar zu tricht oder gewissenlos war1 dann war ,auflehnung so natrlich und notwendig wie sonst die ,unterordnung1 dann war ,widerstand ,pflicht1 vor allem der ,kinder wegen4 ,aus diesem ,zwiespalt kam er nicht heraus4 ,andere ,skrupel und ,sorgen kamen hinzu4 ,er mute den ,kleinen ,religionsunterricht geben4 ,waren nun diese biblischen ,geschichten geoffenbartes ,gotteswort1 dessen ,wahrheit sich auch dem kaum erwachten kindlichen ,geiste auf wunderbar intuitiven ,wegen erschlo8 ,nein1 das glaubte er nicht1 konnte er also auch nicht lehren4 ,sollte er also die ,geschichte der ,juden und das ,leben ,jesu kritisch1 rationalistisch1 liberal-theologisch behandeln8 ,der ,hamburgische ,staat nahm es im ,gegensatz zu andern deutschen ,staaten mit der ,gewissensfreiheit leidlich ernst und schrieb seinen ,lehrern nicht vor1 wie sie die ,bibel zu behandeln htten4 ,aber wenn dies alles nicht zweifellose1 der kindlichen ,seele ohne weiteres zugngliche gttliche ,wahrheit war dann war es ja heller ,unsinn1 diese ,materien mit sechs- bis siebenjhrigen ,kindern zu behandeln1 dann waren es ,materien fr reife ,jnglinge und ,mnner4 ,diese religisen ,bedenken verfitzten sich mit pdagogischen und knstlerischen4 ,die biblischen ,historien mit den ,worten der ,bibel erzhlen1 das hie nach seiner ,meinung1 die armen kleinen ,kerle mit unverstndlichen ,worten und ,begriffen qulen und war also unmglich4 ,die alten ,berichte aber mit eigenen1 modernen ,worten erzhlen1 dagegen strubte sich alles in ihm1 das schien ihm eine unerhrte vandalische ,versndigung gegen die erhabene1 ehrwrdige ,kraft und ,schnheit dieser ,mythen4 ,man konnte ja auch den ,faust mit anderen ,worten erzhlen2 aber war das der ,faust8 ,aber das ,allerschlimmste war doch1 da diese ,geschichten unzweifelhaft einen persnlichen ,gott annahmen und von einem ,jesus berichteten1 der ,wunder tat1 vom ,tode auferstand und gen ,himmel fuhr4 ,sich mit leeren ,worten um diese ,fragen herumdrcken1 war unwrdig1 war ihm unmglich4 ,freilich1 er konnte es machen wie ,dr4 ,korn2 er konnte den ,kindern sagen3 ,so berichtet die ,bibel2 was ihr glauben wollt1 ist eure ,sache4 ,aber das konnte man vor ,jnglingen tun1 nicht vor sechs- bis siebenjhrigen ,knblein4 ,die konnten noch nicht sondern und whlen2 die hingen mit dem treuen ,blick des ,glaubens an seinem ,munde2 die glaubten alles1 was er sagte1 und ahnten noch nicht1 da ein ,lehrer etwas sagen knne1 was er selbst nicht glaube4 ,endlich blieb noch der ,ausweg1 sich als ,beamten zu fhlen1 der ein ,amt und keine ,meinung habe4 ,er konnte diese ,dinge einfach nach der orthodoxen ,dogmatik behandeln und zum ,beispiel die ,stelle von der ,schlange1 die denselbigen in die ,ferse stechen werde1 als messianische ,weissagung hinstellen1 am ,ende des ,monats sein ,gehalt einstreichen und die ,verantwortung denen berlassen1 die den ,religionsunterricht verlangten1 das war das sicherste4 ,aber diese handwerkerliche ,auffassung von seinem ,beruf konnte er sich eben nicht angewhnen1 so selbstverstndlich sie auch ,herrn ,drgemller schien4 ,denn diese sechzig ,kinder wurden einmal sechzig ,menschen1 und was er als winziges ,krnchen in ihre ,seele warf1 war vielleicht nach zwanzig ,jahren ein ,baum1 ein nhrender ,fruchtbaum oder ein ,giftbaum oder ein leeres ,gestrpp4 ,der ,arzt1 der nach bestem ,wissen und ,knnen in einen lebendigen ,menschen hineinschnitt1 konnte auch nicht zur ,verantwortung gezogen werden2 aber es war doch ein verteufeltes ,gefhl1 einen ,menschen unter dem ,messer zu haben4 ,er beschlo bei sich1 diesen ,unterricht so bald wie mglich abzugeben1 und fand1 da der ,modus seines ehemaligen ,direktors noch der redlichste und ertrglichste sei4 ,er trug den ,kindern die ,bibel vor1 wie sie war1 und enthielt sich jeder kritischen ,beleuchtung4 ,nur sagte er dann nicht3 ,ihr knnts glauben1 knnts auch lassen1 sondern getrstete sich der ,hoffnung1 da sie sich bei wachsender ,reife in der ,stille ihres ,herzens wohl selbst mit diesen ,dingen abfinden wrden4 ,ein herzlicher ,unterricht konnte das freilich nur in solchen ,augenblicken werden1 wo die ,naivitt der biblischen ,geschichten mit der ,naivitt der ,kindesseele zusammenfiel2 und in solchen ,augenblicken atmete das ,herz des jungen ,schulmeisters erleichtert und beglckt4 ,und eine ,flle der ,freuden quoll fast aus allen andern ,stunden4 ,nur stampfte ihm ,herr ,drgemller eines ,tages auch in den ,leseunterricht hinein4 ,herr ,drgemller dachte es sich wunderschn1 wenn alle drei neuangestellten ,lehrer den ,leseunterricht auf vllig gleiche ,weise erteilen wrden1 und zwar auf ebendieselbe ,weise1 die er vor #be ,jahren auf dem ,seminar erlernt habe4 ,in seiner ,schule sollte alles ordentlich hergehen3 alle sollten auf ,schuhen kommen1 alle sollten ,schulgeld zahlen1 alle denselben ,glauben haben und auf dieselbe ,weise gebildet werden4 ,einer der neuen ,herren tat ihm auch den ,gefallen2 ,asmus aber und der andere gingen ihre eigenen ,wege4 ,herr ,drgemller bemerkte das mit ,mifallen4 ,machen ,sie es nicht so1 wie ich es ,ihnen neulich gezeigt habe1 ,herr ,semper8 fragte er4 ,nein1 lautete die ebenso kurze wie unzweideutige ,antwort4 ,warum denn nicht8 ,weil ich meine ,weise fr richtiger halte4 ,aber ,herr ,semper ,sie werden wohl zugeben1 da ich mehr ,erfahrung habe als ,sie 4 ,das mag sein2 aber ich mu meine ,methode selber finden1 und nur nach der ,methode1 die meiner berzeugung entspringt1 kann ich unterrichten4 ,wenn es die ,jungen immer machen mten wie die ,alten1 dann knnten ,sie und ich berhaupt noch nicht lesen4 ,das ist ja wohl sehr geistreich1 ,herr ,semper2 aber gleichwohl mu ich ,sie bitten1 meine ,wnsche zu respektieren4 ,mit ,recht sagen ,sie ,wnsche1 ,herr ,drgemller1 und nicht ,befehle4 ,denn ,befehle gibt es hier nicht4 ,ich bin nur verpflichtet1 meine ,schler zu frdern4 ,welche ,methoden ich dabei anwende1 ist ganz allein meine ,sache4 ,drgemller war bleigrau im ,gesicht geworden und schnappte1 als wenn er ,luft fr einen lngeren ,satz einnehme2 er entschied sich dann aber nur fr ein3 ,na1 wenn ,sie meinen und ging mit rachschtig geschwungenen ,beinen hinaus4 ,als er drauen war1 stenographierte er etwas sehr ,langes in sein ,notizbuch4 ,die ,methode ist frei1 dachte ,drgemller1 darin hat er recht2 aber ich werde schon andere ,pfeifen schnitzen1 nach denen er tanzen soll4 ,zunchst indessen sollte ,asmus ein wenig nach den ,pfeifen des ,exerzierplatzes tanzen4 ,bei der ,generalmusterung im ,sommer war er endgltig gezogen worden1 und nun war die ,order gekommen1 da er sich am #a4 ,oktober auf dem ,altenberger ,kasernenhofe einzufinden habe4 ,,xxxix4 ,kapitel4 ,ist teilweise im ,kasernenstil geschrieben und belehrt uns durch die ,gte des ,herrn ,schie-,unteroffiziers1 was fr ein ,mensch dieser ,asmus ,semper eigentlich ist4 ,was ihm an diesen ,musterungs- und ,gestellungsbefehlen aufgefallen war1 das war die ngstlichkeit1 mit der auch der leiseste ,verdacht einer hflichen ,gesinnung vermieden war4 ,er fand1 da dieselben ,befehle mit derselben ,entschiedenheit in einer ,form gegeben werden knnten1 die mehr nach menschlicher ,gesellschaft klang4 ,sie berhrten ihn1 als wren sie mit ,absicht so schroff wie mglich formuliert1 um das persnliche ,selbstbewutsein von vornherein auf den ,nullpunkt zurckzutreiben4 berhaupt begann er diese sechs ,wochen1 die er als ,schulamtskandidat unter ,waffen zubringen sollte1 nicht mit gehobenen ,gefhlen4 ,ludwig ,semper freilich sprach noch immer von seinen ,soldaten- und ,kriegsjahren als von einer frischen1 frhlichen ,zeit2 aber beim ,preuen wars anders1 und die vielen und abscheulichen ,soldatenmihandlungen1 von denen die ,zeitungen berichteten1 hatten ,asmussen immer mit ,zorn und ,entsetzen erfllt4 ,frau ,rebekka schwankte zwischen ,stolz und ,bangen4 ,sie war stolz1 da man ihren ,sohn fr tauglich befunden hatte1 und sie bangte1 da man ihn mihandeln und beranstrengen knne4 ,und gleich der ganze erste ,tag war eine ,mihandlung1 aber keine bswillige4 ,die ,herren ,schulamtskandidaten standen nmlich mit kleinen ,unterbrechungen von morgens acht bis abends sieben ,uhr auf dem ,kasernenhof und warteten4 ,einmal erschien ein ,feldwebel und rief ihre ,namen auf1 und dann warteten sie wieder sechs ,stunden4 ,einmal beobachtete ,asmus einen ,haufen ,offiziere1 und ein sehr temperamentvoller ,herr unter ihnen schrie3 ,denken ,sie1 der ,seckendorff lt sich wegen ,krankheit beurlauben und verzehrt ein groes ,beefsteak mit ,spiegeleiern4 ,asmus fand dies merkwrdig1 aber fr einen ,tag war es nicht ,unterhaltung genug4 ,er gehrte sonst zu den ,menschen1 die man wohl langweilen kann1 die sich aber niemals selbst langweilen1 weil die ,gedankenmhle von selber geht wie ein perpetuum mobile4 ,aber so auf einem ,fleck stehend und immer wartend1 konnte man weder ,gedichte machen1 noch ,gedankenspiele treiben2 er litt ,hllenqualen der ,langenweile4 ,endlich1 um sieben ,uhr abends erschien ein ,sergeant und erklrte ihnen1 sie knnten nach ,hause gehen4 ,denn die ,schulamtskandidaten durften zu ,hause schlafen und essen4 ,am andern ,morgen ging es endlich los4 ,der ,sergeant ,greifenberg trat vor die ,front von ,asmussens ,abteilung und hielt eine ,rede4 ,meine ,herren1 sagte er1 ick hoffe1 dat ,sie als jebildete ,herren mir meine ,arbeit so leicht wie mglich machen wern4 ,ick werde ,se nu mal ausbildn4 ,wenn ,se ooch noch so jelehrt sind1 hier mssen ,se doch noch wat zulernen4 ,sie sind ,lehrers2 aber ick bin der ,lehrer von die ,lehrers4 ,schtilljeschtanden6 ,un denn merken ,se sick jleich1 sagte ,herr ,greifenberg1 indem er auf einen der ,kandidaten losging1 jelacht wird nich im ,jliede4 ,wat ick sage1 is nich zum ,lachen2 de ,sache is sehr ernst4 ,und nun begannen die bungen2 aber ,herr ,greifenberg stellte keine unmenschlichen ,anforderungen1 und ,herr von ,birkenfeld1 der ausbildende ,leutnant1 noch weniger4 ,furchtsame ,gemter konnte freilich ,herr von ,birkenfeld zunchst abschrecken2 denn er markierte den rauhen ,kriegsmann1 der weder ,teufel noch ,kognak frchtet und ,sauerei und ,schweinekram fr verblmte ,redensarten hlt4 ,wenn ihm die ,richtung eines ,gliedes nicht gefiel1 so sagte er1 in einem milden1 vterlichen ,tone beginnend3 ,ei1 ei1 ei1 das ,glied steht ja schweinemig6 ,der rechte ,flgelmann1 nehmen ,sie den ,bauch herein1 ins drei ,deubels ,namen6 ,der ,kerl taugt zum ,flgelmann wie der ,igel zum ,schnupftuch6 ,er sagte aber nicht ,schnupftuch1 sondern ganz etwas anderes1 und wenn er von den unteren menschlichen ,extremitten sprach1 so gebrauchte er eine ,bezeichnung1 die man nur unter ,mnnern wiederholen kann1 wenn keine ,theologen zugegen sind4 ,im brigen hatte er mit dem ,flgelmann nicht unrecht4 ,der ,schulamtskandidat ,plambeck war der lngste und dickste von allen2 aber als er ein ,gewehr mit einer ,platzpatrone darin abdrcken sollte1 da versagte er4 ,warum drcken ,sie nicht ab8 rief ,herr von ,birkenfeld4 ,plambeck hob den ,kolben wieder an die bleiche ,wange und setzte wieder ab4 ,na1 wollen ,sie jetzt vielleicht die ,liebenswrdigkeit haben1 abzudrcken8 schrie der ,leutnant4 ,plambeck hob schlotternd das ,gewehr und lie es abermals sinken4 ,jetzt trat ,birkenfeld nahe an ,plambeck heran und sagte ruhig3 ,sagen ,sie1 frchten ,sie sich8 ,ja1 versetzte ,plambeck ehrlich4 ,na1 ,sie sehen doch1 die andern haben auch geschossen und sind auch ganz geblieben4 ,ich werde jetzt kommandieren und ,sie werden schieen4 ,legt an6 ,feuer6 ,i1 keine ,spur von ,feuer4 ,heiliges ,astloch6 schrie ,birkenfeld4 ,so was ist mir denn doch noch nicht vorgekommen6 ,sagen ,sie mal1 wie denken ,sie sich das eigentlich1 n ,soldat1 der nich schiet6 n ,soldat1 der sich vor seiner ,knarre frchtet6 ,was wollen ,se denn eigentlich machen1 wenn ,bums6 ,plambeck hatte abgedrckt und lchelte stolz4 ,himmel1 ,schnaps und ,wolkenbruch6 ,jetzt schiet mir der ,kerl gleich in die ,visage6 schrie ,birkenfeld4 ,herrrr1 ich werde ,sie ins ,loch stecken1 ,herrrr6 ,aber er steckte niemanden ins ,loch1 nicht einmal ,bsing1 der es doch einigermaen verdient hatte4 ,bsing hatte morgens bei der ,schiebung zu viel ,zielwasser getrunken2 die ,kneipe lag in allzu verlockender ,nhe des ,schiestandes4 ,herr von ,birkenfeld1 der eine verstndnisvolle ,leber besa1 hatte gesagt3 ,gehen ,sie nach ,hause und schlafen ,sie aus4 ,das hatte ,bsing so grndlich besorgt1 da er nachmittags eine ,stunde zu spt zum ,dienst gekommen war4 ,bsing war das aber noch immer nicht des ,frevels genug gewesen2 er hatte sich lchelnden ,mundes bei dem ,herrn ,leutnant gemeldet mit den ,worten3 ,vom ,ausschlafen zurck6 ,da hatte ihm ,birkenfeld zwar drei ,tage aufgebrummt2 aber er hatte sie ihm noch am selben ,tage erlassen4 ,wenn er fluchend und wetternd und mit gezcktem ,degen den ,parademarsch abnahm und sein breiter blonder ,bart im ,winde wehte1 dann sah er aus wie ein ,eisenfresser1 und doch war er ein vom ,grund des ,herzens humaner ,mann1 fr den die ,worte gutes1 kameradschaftliches ,verhalten nicht nur auf dem ,papier standen und der im gemeinen ,soldaten den gleichwertigen ,menschen und ,waffengenossen sah4 ,einmal hatte er aber doch etwas zu saftig geschimpft4 ,als der ,schulamtskandidat ,thlemann1 der wie ein knftiger ,pastor aussah1 sprach und fhlte1 gleich einer nassen ,unterhose am ,reck hing und ebensowenig wie dieses ,kleidungsstck einen ,klimmzug zu machen imstande war1 da schrie ,birkenfeld3 ,herrrr1 sein ,se nich so schlapp1 ,herrrr6 ,deubel nochn mal6 ,kerl hat natrlich die ganze ,nacht bei ,wachtmann rumgeht6 ,wachtmann war ein ziemlich unethisches ,tanz- und ,nachtlokal1 und das wollte sich ,thlemann nicht bieten lassen4 ,er wollte sich ber ,birkenfeld beschweren4 ,und es war das beste ,zeugnis fr diesen ,leutnant1 da die ,kameraden ,thlemannen abrieten1 weil man die ,schimpfreden ,birkenfelds nicht tragisch nehmen drfe1 und nicht am wenigsten trat ,asmus fr den ,beleidiger ein4 ,er liebte solche ,menschen1 die sich von ,temperament und ,leidenschaft fortreien lieen und es im ,grunde des ,herzens doch gut meinten2 er fhlte sich ihnen verwandt4 brigens berlegte sich ,birkenfeld seine ,diagnose noch einmal1 bat ,thlemann um ,entschuldigung1 und die ,sache war erledigt4 ,da ,schimpfen und ,schimpfen zweierlei ist1 das bewies ,asmussen ,seine ,exzellenz der ,herr ,schieunteroffizier4 ,asmus hatte durch irgendeinen ,zufall keine ,exerzierpatronen erhalten und sollte sie sich vom ,schieunteroffizier holen4 ,er suchte den ,herrn auf1 nahm die vorschriftsmige ,haltung ein und sagte3 ,darf ich bitten um meine ,exerzierpatronen8 ,da sah der ,herr ,schieunteroffizier ,asmus ,sempern mit einem langen ,blick sprachloser ,entrstung an4 ,endlich aber fand er ,worte und sprach den gewichtigen ,satz3 ,mensch1 ,sie sind doch ebenso dumm wie frech6 ,die grenzenlose ,dummheit und ,frechheit ,asmussens lag nmlich darin1 da er annahm1 der ,herr ,schieunteroffizier werde jetzt1 auerhalb der ,empfangszeit1 ,lust haben1 ihm die ,patronen zu geben4 ,asmus1 der ber die erfahrene ,beschimpfung bis hinter die ,ohren errtet war1 sah dem ,manne scharf in die ,augen und sagte nur3 ,der ,herr ,leutnant schickt mich4 ,keineswegs behauptete jetzt der ,herr ,unteroffizier1 da der ,leutnant ebenso dumm wie frech sei2 er beeilte sich vielmehr1 ,sempern die ,patronen zu verabfolgen4 ,es war derselbe avancierte ,bauernbursche1 der einen ,schulamtskandidaten darber belehrt hatte1 da es nicht ,serschant1 sondern ,schersant und nicht ,premj-,leutnant1 sondern ,premihr-,leutnant heie4 ,als ,asmus mit seinen ,patronen auf den ,kasernenhof zurckkehrte und sich die empfangene ,charakteristik wiederholte1 da mute er laut auflachen ber die ,komik der ,situation4 ,aber als er der ,physiognomie dieses ,menschen gegenbergestanden hatte1 da war es ihm doch hei ins ,gehirn geschossen1 dem ,lmmel hinter die ,ohren zu schlagen2 denn aus diesen kaltfrechen ,augen hatte ihn die machttrunkene ,brutalitt der emporgekommenen ,roheit1 hatte ihn der ,typus des ,soldatenschinders angestarrt4 ,und doch war der ,schieunteroffizier noch lieb im ,vergleich zu dem ,assistenzarzt ,dr4 ,rheinland4 ,,xl4 ,kapitel4 ,was8 ,hinkt der ,kerl auf einem ,fu8 ,asmus lernt einen dummen und einen klugen ,doktor kennen4 ,asmus vertrug sich mit seinem ,dienste ausgezeichnet2 der langsame ,schritt und die ,gewehrgriffe waren ja nicht brennend interessant und mit ,rousseau- oder ,kantlektre nicht zu vergleichen2 aber er sagte sich1 das ,leben kann nicht immer kurzweilig sein1 und wenn er eine ,arbeit anfate1 so machte er sie so gut wie mglich4 ,er hatte denn auch die ausdrckliche ,anerkennung des ,herrn von ,birkenfeld und des magister magistorum ,greifenberg gefunden4 ,und die ,marsch- und ,felddienstbungen waren nun geradezu ein ,vergngen und eine ,lust4 ,sie lehrten ihn seine krperliche ,kraft und ,ausdauer kennen1 die er weit unterschtzt hatte4 ,wenn er sah1 da er es bei voller feldmarschmiger ,belastung im ,laufen und ,springen hgelauf und hgelab den ,lngsten und ,dicksten gleichtat1 ja lnger aushielt als mancher ,schlagetot denn die ,grten sind nicht die ,strksten dann hob seine ,brust ein unaussprechliches ,glcksgefhl1 das ,gefhl eines ,siegers1 der sich selbst berwand und seine ganze eigene ,welt beherrscht4 ,oft klopfte ihm wild das ,herz1 und nicht immer ward es ihm leicht1 dies ,vorwrtsstrmen und ,niederwerfen und ,wiederaufspringen und ,wiedervorwrtsstrmen2 aber wie ein ,rausch entzckte ihn das ,gefhl1 seine ,kraft bis auf den letzten ,rest und aus den verborgensten ,quellen hervorzurufen und durch ein bloes ,ich will jede ,schwierigkeit zu berwinden4 ,und zu allem hatte noch dies ,kriegsspiel1 dies ,streifen durch ,feld und ,heide1 dies auf ,feldwache liegen und ,patrouillengehen seine ,schnheit1 seinen ,zauber1 seine ,poesie4 ,aber trotz alledem lahmte er eines ,morgens2 er hatte es mit dem langsamen ,schritt und ,parademarsch so gut gemeint1 da er sich eine ,zerrung der ,achillessehne am linken ,fue zugezogen hatte4 ,gleichwohl versuchte er regelrecht zu marschieren und den ,schmerz zu verbeien2 aber er machte es damit nur schlimmer4 ,melden ,sie sich revierkrank6 sagte ,herr v4 ,birkenfeld4 ,im ,revier sa der ,assistenzarzt ,dr4 ,rheinland4 ,er wrdigte die kranken ,partien der ,patienten kaum eines ,blicks1 im brigen sah er sie berhaupt nicht an4 ,er kurierte ohne ,ansehen der ,person4 ,er drckte krftig mit dem ,finger auf die geschwollene ,ferse des ,musketiers ,semper1 und dieser zuckte zusammen4 ,was fllt ,ihnen ein6 schnauzte der ,herr ,doktor4 ,asmus wute noch nicht1 da ein ,soldat niemals zuckt4 ,er wute freilich auch nicht1 wie der ,arzt sonst von seinen ,schmerzen erfahren sollte1 da er weder fragte1 noch sich irgendwie auf eine weitere ,untersuchung einlie4 ,er erklrte ,sempern fr dienstfhig2 denn er gehrte zu jenen ,militrrzten1 die die ,krankheiten wegmachen1 ehe sie sie erkannt haben4 ,man macht auf diese ,weise einen schneidigen ,eindruck1 schreckt die ,simulanten ab1 erzielt eine gute ,gesundheitsstatistik und reicht weiter mit seinen ,kenntnissen4 ,natrlich hinkte ,asmus weiter4 ,semper1 hol ,sie der ,deubel6 ,sie hinken ja noch immer6 schrie der ,leutnant4 ,asmus berichtete1 wie es ihm ergangen4 ,treten ,sie aus und gehen ,sie morgen wieder hin6 entschied ,birkenfeld4 ,am andern ,morgen erschien ,asmus wieder im ,revier4 ,diesmal drckte ,herr ,rheinland nicht einmal mit dem ,finger2 er warf einen verchtlichen ,blick auf die gemeine ,soldatenferse und schrieb1 da der ,musketier ,semper dienstfhig sei4 ,beim ,parademarsch exerzierte der ,musketier ,semper genau wie ein ,musketier ,hephstos oder ,mephistopheles4 ,semper6 brllte v4 ,birkenfeld4 ,herr ,semper1 ich befehle ,ihnen1 da ,sie das ,hinken lassen2 ich verbiete ,ihnen einfach das ,hinken1 ,herrrr6 ,die ,befehle des ,herrn ,leutnants waren aber der ,achillessehne nicht magebend4 ,musketier ,semper6 schrie ,herr v4 ,birkenfeld4 ,asmus fate das ,gewehr an und lief hinkend zu seinem ,vorgesetzten4 ,was hat denn der ,arzt gesagt8 ,er hat mich ohne ,untersuchung und ohne ein ,wort zu sprechen1 dienstfhig geschrieben4 ,also gehn ,sie nach ,hause1 legen ,sie sich aufs ,sofa und fragen ,sie n studierten ,mediziner4 ,wegtreten6 ,das tat ,asmus4 ,der studierte ,mediziner legte einen ,verband an1 und in zwei ,tagen war die ,sehne geheilt4 ,im brigen schied er von dieser ,zeit mit unvergleichlich freundlicheren ,gefhlen1 als er sie beim ,eintritt empfunden hatte4 ,freilich1 das ,leben in der ,kaserne hatte er nur sehr flchtig kennen gelernt und wenn er sich vorstellte3 drei ,jahre in der schrecklichen ,banalitt dieser ,rume1 in der erdrosselnden ,prosa dieses inneren ,dienstes verbringen dann lief es ihm eiskalt den ,rcken hinunter4 ,aber wenn er gerecht sein wollte1 dann mute er bekennen1 da in seiner ,erfahrung die guten und heilsamen ,eindrcke berwogen4 ,nicht wenig trug zu dieser ,stimmung ein gehobenes ,gesundheitsgefhl bei4 ,er war immer ein gesunder ,mensch gewesen2 aber jetzt ward ihm seine ,gesundheit frmlich bewut2 er fhlte wie in einem ,rausch seine ,adern strotzen und seine ,muskeln schwellen4 ,von trben ,seminarzeiten abgesehen1 hatte er auch immer einen gesegneten ,appetit bekundet2 aber nie hatte er solche ,wonnen verzehrender ,andacht empfunden1 wie nach strammem ,dienste vor den ,wrsten und ,bierflaschen der ,kantine4 ,wenn er nach vierstndigem ,marsche solch eine ,literflasche voll ,braunbier an den ,mund hob denn der ,soldat hat nicht immer ein ,glas zur ,hand und minutenlang nicht wieder absetzte1 dann schlo er fromm die ,augen1 und auch das war ein brnstiges ,dankgebet an die ,macht1 die ihn gesund erschaffen und solcher ,freuden fhig gemacht hatte4 berhaupt waren diese sechs ,wochen ein ,leben im ,fleische2 ihn interessierte nur ,krperliches1 und wenn er an sein ,bcherbrett trat und auf den ,rcken der ,bnde ,namen wie ,lessing1 ,comenius und ,euripides las1 dann kamen ihm diese ,zivilisten wie ,leute vor1 von denen er in lngst vergangenen ,zeiten einmal hatte reden hren2 der ,gedanke1 ein ,buch herauszunehmen und zu lesen1 erschien ihm vollkommen absurd4 ,der ,krper lie dem ,geiste nur so viel ,kraft brig1 als zu einer sanften ,verbldung unbedingt ntig war3 ,asmus vegetierte in diesen sechs ,wochen1 und daran nderte selbst das geistige ,moment des ,dienstes1 die ,instruktionsstunden ber ,gewehrputzen1 ,rangverhltnisse und ,kriegsartikel nichts ,wesentliches1 so schn sie auch manchmal sein mochten4 ,sergeant ,greifenberg1 der ,lehrer von die ,lehrers1 wute selbst die einfachsten ,dinge fr die gescheitesten ,kpfe unklar zu machen1 und wenn er ber das ,schlo des ,infanteriegewehres ,modell #ga instruierte1 dann htte der ,erfinder des ,schlosses1 wenn er zugehrt htte1 seine eigene ,erfindung nicht mehr verstanden4 ,herr von ,birkenfeld hingegen betrieb die subtilsten logischen ,sonderungen1 besonders wenn er ,kognak geladen hatte4 ,was ist ,mut und was ist ,tapferkeit8 fragte er eines ,tages den ,musketier ,semper4 ,asmus mute sich einen ,augenblick besinnen und sagte dann3 ,mut und ,tapferkeit sind wohl im wesentlichen dasselbe2 eine ,gemtsstimmung1 die sich durch eine erkannte ,gefahr nicht schrecken lt4 ,man knnte sagen1 da der ,mut mehr eine ,sache persnlicher ,veranlagung und mehr impulsiver ,natur ist1 whrend die ,tapferkeit ein pflichtbewutes ,ausdauern in der ,gefahr in sich schliet 444446 ,nee1 nee1 das is nichts1 rief ,herr von ,birkenfeld abwinkend4 ,gemtsstimmung1 was ,gemtsstimmung6 ,der ,soldat hat keine ,gemtsstimmungen6 ,wenn es heit3 die ,mauer da mu hinuntergesprungen werden1 dann springt er1 und das ist ,mut4 ,tapferkeit is hingegen ganz was andres4 ,tapferkeit zeigt der ,soldat den feindlichen ,kugeln und ,bajonetten gegenber6 ,von solchen ,stunden kam ,asmus immer sehr vergngt nach ,hause1 und wenn dann seine ,brder ,reinhold und ,adalbert dastanden und ,front machten1 dann dankte er ganz von oben herunter1 etwa wie ein alleroberster ,kriegsherr oder wie der ,assistenzarzt ,rheinland1 wenn man ihm eine ,achillesferse zeigte4 ,dann schrien ,reinhold und ,adalbert3 ,seht den ,hanswurst1 er spielt sich auf6 ,und dann zog ,asmus das ,seitengewehr und rief3 ,bei ,angriffen auf seine ,soldatenehre darf der ,soldat von der ,waffe ,gebrauch machen6 und nahm ,aufstellung zum ,brudermord4 ,und noch an einem der letzten ,nachmittage seiner ,dienstzeit machte ,asmus eine hchst sympathische ,bekanntschaft4 ,ein ,leutnant der ,reserve erluterte ,plan und ,idee der am ,morgen unternommenen ,felddienstbung1 und er machte das so fein1 so frisch und so klar1 da ,asmussens ,schulmeisterherz vor ,freuden hpfte4 ,wenn das kein ,schulmeister ist1 so will ich ,erzbischof sein1 dachte ,asmus1 und als die ,entladung aus dem ,dienste in der ,kantine mit einem gemeinsamen ,trunk gefeiert wurde1 kam ,asmus in die ,nachbarschaft desselben ,leutnants1 der sich bald als ,gymnasiallehrer ,dr4 ,rumolt zu erkennen gab4 ,man sang das gefhl- und weihevolle ,lied3 ,nach so viel ,kreuz und ausgestandenen ,leiden1 ja6 ,erwarten euch die himmlischen ,freuden1 ja6 ,ja1 ja1 die himmlischen ,freuden6 sagte ,rumolt4 ,jetzt gehts wieder in die ,schulstube4 ,ja6 versetzte ,asmus mit ,frhlichkeit4 ,freuen ,sie sich darauf8 ,o ja6 ,dann sind ,sie ein glcklicher ,mensch4 ,sind ,sie nicht gern ,lehrer8 ,o1 machte ,rumolt1 ich wte nichts ,schneres als ,lehrer sein wenn man es nur sein knnte4 ,wie meinen ,sie das8 fragte ,asmus begierig1 und nun kamen sie in ein ,gesprch ber moderne ,erziehung1 und ,asmus machte in diesem ,manne einen ,fund1 der ihm in den kommenden ,kmpfen mit dem ,system ,drgemller ein ,labsal werden sollte4 ,,xli4 ,kapitel4 ,die ,schule am ,wiesenhang4 ,und die ,kmpfe mit diesem ,system nahmen bald wieder ihren frisch-frhlichen ,anfang1 und in ,asmussen stiegen lebhafte ,zweifel darber auf1 ob es sich angenehmer unter dem ,korporalstock oder unter dem ,federhalter eines ,bureaukraten lebe4 ,es war gar nicht zu leugnen1 ,drgemller hatte meistens den ,buchstaben des ,gesetzes fr sich1 und es gab viele ,gesetze mit vielen ,buchstaben4 ,diese ,gesetze konnten ertrglich sein in der ,hand eines ,mannes1 der den ,geist vom ,buchstaben zu sondern wute2 er aber verschrfte diese ,gesetze noch durch seine ,persnlichkeit4 ,wenn man ihm klarzumachen suchte1 da der ,lehrer ein ,knstler sei1 der zu seinem ,werk der freien ,bewegung1 der guten ,laune und einer schaffensfrhlichen ,stimmung bedrfe1 den man deshalb mit ,liberalitt und mit ,achtung vor seiner ,eigenart behandeln msse1 dann zeigte ,drgemllers ,angesicht ein irres1 aber berlegenes ,lcheln1 als sprche man ,chinesisch zu ihm und als verstnde er das ,chinesische besser4 ,wenn die ,verordnung vier schriftliche ,hausarbeiten in der ,woche vorschrieb und nur drei gemacht waren1 dann kmmerte es ,drgemller nicht1 da der ,verbrecher mit aufopfernder ,begeisterung und treustem ,eifer zu arbeiten pflegte und seine ,klasse so weit fortgeschritten war wie irgendeine er kannte keine ,scham vor dem ,geiste und bestand auf seinem ,schein4 ,nicht das ,geschaffene zu wrdigen und zu mehren1 sondern auf bertretungen zu fahnden darin erkannte er seinen gttlichen ,beruf4 ,zu diesem ,zwecke schlich er berall mit seinem ,notizbuch umher1 zu diesem ,zwecke horchte er sogar an den ,tren1 und es verbesserte seine ,stimmung gegen ,asmussen nicht1 als dieser eines ,tages eine ,tr1 hinter der er ,herrn ,drgemller ahnte1 mit groer ,kraft ffnete und dabei den spitzesten ,ellbogen des ,vorgesetzten traf4 ,pardon1 sagte ,asmus1 ich konnte nicht ahnen1 da ,sie hinter der ,tr stnden4 ,wenn sich nun auch ,asmus bewut war1 da er alles leistete1 was eine menschliche ,behrde von ihm verlangen konnte1 so verdarb ihm doch diese ,aufpasserei einen ,teil seiner besten ,kraft4 ,ihm war dabei zumute wie dem ,reisenden1 der eine geweihte ,sttte besucht und der aus allen ,winkeln trinkgeldsaugende ,blicke auf sich gerichtet sieht2 eine groe1 freie ,bewegung des ,herzens konnte nicht aufkommen4 ,so war es denn ,trost und ,erquickung1 mit ,dr4 ,rumolt1 seinem neuen ,freunde1 in freien ,abendstunden von der ,schule der ,zukunft wenigstens reden zu knnen4 ,sie waren die ,flottbeker ,chaussee1 die lieblichste ,landstrae der ,welt1 hinuntergewandert1 waren in einen zum ,fluufer hinabfhrenden ,engpa eingebogen und hatten sich auf einer ,bank in halber ,hhe des ,weges niedergelassen4 ,vor ihnen breitete sich ein beblmter ,wiesenhang1 von ,gebsch umkrnzt1 und ber die ,bsche hinweg sah man den groen1 stillen1 majesttischen ,strom4 ,die ,wiese gehrte zu einem ,mhlengehft1 und die alte ,mhle drehte schlfrig ihre ,flgel4 ,sehen ,sie1 sagte ,rumolt1 das wr eine ,schulstube1 gelt8 ,was meinen ,sie3 auf dieser ,wiese mit seinen ,jungens oder ,mdels liegen und von ,gras und ,blumen sprechen1 von ,frosch und ,schmetterling1 von ,busch und ,baum1 von ,rind und ,schaf1 von ,mller und ,mhle1 von ,schiff und ,seefahrt1 von den ,flotten der ,hansa und von ,strtebekers ,ruberfahrten1 und dann mit ,jungen oder ,mdchen hinunterrudern oder -segeln und ihnen zeigen1 wo die ,helden der ,gudrunsage auf dem ,wulpensande kmpften und wo ,hettel von ,hegelingen gewohnt4 ,meinen ,sie nicht1 da ihnen da eine andere ,welt aufgehen wrde als die1 die ihnen zwischen vier ,mauern als ,welt vorgetuscht wird8 ,das meine ich allerdings4 ,hinaus ins ,freie6 ,das ist das ganze ,geheimnis der ,pdagogik4 ,die ,welt anschauen und anfassen1 das ist alles4 ,sie nennen es bei ,gott ,anschauung1 wenn sie ,bilder und ,prparate im ,zimmer vorzeigen4 ,das ist1 wie wenn jemand einen ,vortrag bers ,meer halten und zur ,veranschaulichung ein paar ,tropfen ,seewasser in einem ,probierglschen vorzeigen wollte4 ,sie zeigen ein paar ,tropfen vom ,meere des ,lebens4 ,sehen ,sie hier1 diese ,wiese1 dieses ,gehft1 dieser ,strom1 so weit wir ihn sehen1 dieser ,himmel1 sie umschlieen nahezu alles menschliche ,wissen und ,erkennen4 ,auf diesem ,fleckchen knnte man eigentlich alles lernen1 was der ,mensch wissen und brauchen kann4 ,aber auf die ,dauer wrde es ,ihren ,schlern langweilig werden4 ,gewi1 wir wollen ja auch von ,ort zu ,ort wandern4 ,ich will ja nur zeigen1 da die ,natur berall ,millionen ,anknpfungspunkte bietet1 die in der ,schulstube nur in der ,einbildung vorhanden sind4 ,denn das ,wissen der ,schule ist gar kein ,wissen4 ,wissen ist ,knnen2 nur was man kann1 das wei man auch4 ,selbst handeln1 selbst schaffen mu das ,kind1 wenn es lernen soll4 ,wenn ich frei in meinem ,beruf wre1 so mten meine ,schler ohne ,ausnahme ,ackerbau treiben4 ,nicht1 da sie alle ,landleute wrden1 bewahre2 viele wrden ja gar kein ,talent dazu haben aber der ,ackerbau umfat nahezu den ganzen ,kreis des menschlichen ,wissens und ,knnens1 und er lehrt dieses ,wissen und ,knnen durch ,tat6 ,der ,unterricht1 wie ,sie sich ihn denken1 sagte ,asmus1 wrde allerdings eine wesentlich kleinere ,schlerzahl voraussetzen4 ,gewi1 fuhr ,rumolt fort4 ,ich denke1 ein ,lehrer kann nur so viele ,kinder wirklich erziehen1 wie ein ,vater allenfalls erziehen kann1 und zwlf1 die ehrwrdige ,patriarchenzahl1 erscheint mir da als das uerste ,ma4 ,da brauchen wir viele ,lehrer1 und zwar ,mnner von auerordentlich vielseitiger ,bildung4 ,da unsere ,lehrer eine bessere ,bildung empfangen knnten1 als sie auf ,seminaren und ,universitten meistens finden1 da sie ihre beste ,kraft in einem den ,datenwissen verzehren und verzetteln mssen1 das wissen ,sie so gut wie ich4 ,im brigen aber drfen ,sie sich meinen ,lehrer nicht wie einen allwissenden ,magister von heute vorstellen4 ,er wird sich nicht schmen1 ein ,lernender mit ,lernenden zu sein1 und wird keinen ,augenblick zaudern1 zu sagen3 ,das wei ich nicht1 ich werde mich zu unterrichten suchen1 oder ,forscht selber nach1 und wer es gefunden hat1 der sag es uns4 ,der banalste ,einwand ist der gewichtigste1 meinte ,asmus1 das ,geld4 ,der ,staat mte sich einen ganz andern ,schulsckel zulegen als den heutigen4 ,ja hahahaha das mte er1 lachte ,rumolt4 ,er mte sich an den eigentlich doch recht naheliegenden ,gedanken gewhnen1 da er keine hhere ,aufgabe hat als die ,erziehung seiner ,brger1 da er gar nicht besser fr seinen eigenen ,bestand sorgen kann als durch die ,erziehung seiner ,brger1 und da er darum kein greres ,budget haben sollte als sein ,erziehungsbudget4 ,statt dessen macht er das ,einjhrigen-,zeugnis zum ,erziehungsideal1 bemerkte ,asmus4 ,ja6 ,rumolt schlug ihm lachend aufs ,knie4 ,ist eigentlich eine rgere ,posse denkbar8 ,eine militrische ,vergnstigung als ,speck in der ,seelenfalle6 ,und nach diesem ,zeugnis mssen sie nun alle ohne ,unterschied streben die das ,geld dazu haben1 natrlich und alle1 die im ,leben etwas ,besseres werden wollen1 mssen dasselbe famose ,abiturium machen4 ,da schimpfen sie auf die ,gleichmacherei der ,kommunisten und ,sozialdemokraten aber gibt es eigentlich eine schlimmere ,gleichmacherei als unsere ,prfungsvorschriften8 ,da hab ich einen ,burschen in der ,untersekunda1 einen ,prachtbengel1 vorzglich begabt in der ,mathematik und allen ,naturwissenschaften1 von merkwrdigem ,geschick in allem ,technischen was er anfat1 gelingt ihm1 und obendrein noch hochmusikalisch4 ,aber auf dem ,kriegsfu mit allem1 was fremde ,sprachen heit4 ,nun sitzt er das zweite ,jahr in meiner ,klasse1 und wenn seine fremdsprachlichen ,leistungen nicht besser werden und dazu ist keine ,hoffnung dann bleibt er zu ,ostern wieder sitzen und erreicht nicht einmal das ,einjhrigen-,zeugnis4 ,und ich halt es fr sehr wohl mglich1 da er nach sieben ,jahren der ,angst und ,mhe hingeht und sich erschiet4 ,nun frage ich ,sie3 warum soll dieser ,mensch nicht auf die ,universitt gehen und ,naturwissenschaften studieren1 warum soll er nicht aufs ,polytechnikum gehen und ,ingenieur werden drfen8 ,wre nicht denkbar1 da er einmal von seinem ,laboratorium aus die ,welt aus den ,angeln hbe1 ohne den ,beistand der ,herren ,xenophon1 ,ovid und ,victor ,hugo8 ,doch ,rumolt zeigte nach ,westen ,doch la uns dieser ,stunde schnes ,gut ,durch solchen ,trbsinn nicht verkmmern6 ,sie rckt1 sie weicht1 der ,tag ist berlebt6 ,was denken ,sie1 wenn man bei solchem ,anblick mit seinen ,schlern von der ,sonne sprche1 nicht von ihrer chemischen ,zusammensetzung und ihrem ,kubikinhalt das wrd ich am ,tage tun 1 aber von den ,lndern1 denen sie jetzt das erste ,licht bringt1 von der ,sonne als ,gottheit und ,symbol1 von ,karl ,moors ,wehmut3 ,so stirbt ein ,held und von ,faustens ,sehnsucht1 ihr zu folgen8 ,mten da nicht in den ,seelen der ,kinder und ,jnglinge wie von selbst die ,ewigkeitsgedanken erwachen8 ,,xlii4 ,kapitel4 ,der ,skat und die ,metaphysik1 das ,billard und ,emilia ,galotti1 ,herr ,strecker und die deutsche ,treue1 ,herr ,drgemller und ein ,krach4 ,erholung und ,sttze fand ,asmus auch bei den ,herren seiner ,schule1 und es hatte nicht lange gewhrt1 bis er1 einen einzigen ausgenommen1 zu allen in das beste kollegiale ,verhltnis kam4 ,wie natrlich1 hatte aber sein ,herz unter diesen ,mnnern eine engere ,wahl getroffen und am besten hatten ihm zwei gefallen1 ,fritz ,goers1 ein wohlbeleibter1 jovialer ,riese1 der ,asmussens ,vater sein konnte1 und ,klaus ,heide1 ein sehniger1 knorriger ,dithmarscher4 ,und wenn es nun in den ,konferenzen etwas ,gutes und ,neues durchzusetzen galt1 zogen diese ,triumvirn an einem ,strang4 ,aber sie zogen nicht nur an einem ,strang1 sie sogen auch oft an einem ,trank1 der bei ,herrn ,kuhlmann besonders khl und frisch verzapft wurde4 ,herr ,kuhlmann hie ,akademos1 und sein ,garten wurde die ,akademie genannt4 ,es war fr ,asmus zunchst eine ,skat- und ,billard-,akademie4 ,dem ,skat vermochte er keinen ,geschmack abzugewinnen2 er gewann es nicht ber sich1 diese ,kunst mit dem strengen1 sittlichen ,ernste zu ben1 den sie verlangte2 er dachte immer an irgend etwas andres1 wimmelte ,a und ,zehn in die ,stiche des ,gegners hinein und hatte auer fortgesetzten ,verweisen wegen ,unaufmerksamkeit nichts davon als die ,ehre1 bezahlen zu drfen4 ,dagegen entwickelte er unter ,goehrs1 des ,riesen mildvterlicher ,fhrung das ,billardspiel zur ,leidenschaft4 ,um ,mitternacht begann dann die pdagogisch-sthetisch-philosophische ,sitzung1 die ,heide gewhnlich durch irgendein wildes ,paradoxon erffnete1 welches ,paradoxon dem ,asmus ,semper alsbald wie eine ,rakete durch den ,leib fuhr4 ,damit es an ,meinungen und ,temperament nicht fehle1 kam gewhnlich noch ,heides ,freund1 der kleine ,stockelsdorf hinzu1 und in der ,regel endeten diese schweren ,verhandlungen morgens um sechs ,uhr unter einer ,straenlaterne1 mit einem ,streit ber die ,frage1 ob ,raum und ,zeit ,anschauungen a posteriori oder a priori seien1 oder ber hnliche ,bagatellfragen1 und die vorbergehenden ,milch- und ,brotleute pflegten sich ber die ,erregung der ,herren ba zu verwundern4 ,eines herbstlichen ,abends aber1 als sie auf dem ,hamburger ,gnsemarkt1 dem ,lessing-,denkmal gegenber1 in einem ,caf saen1 ward ,asmus pltzlich stumm4 ,was hast du8 fragte ,heide1 der ,dithmarscher4 ,ich betrachte schon eine ganze ,zeit lang dies wunderbare ,licht da auf dem ,scheitel des ,lessing1 sagte ,asmus1 und kann mir nicht erklren1 woher dieser rtliche ,schein kommt4 ,diese ,erscheinung hat fr mich etwas ,ergreifendes4 ,die andern besttigten seine ,beobachtung und zerbrachen sich den ,kopf1 wo dieses magische ,licht seinen ,ursprung haben mge4 ,das ist die ,sonne1 sagte der ,kellner1 der eben eine ,runde ,grog brachte4 ,wieso ,sonne8 rief ,asmus4 ,die ,mitternachtssonne1 was8 ,es ist sechs ,uhr1 sagte der ,kellner4 ,die vier zogen gleichzeitig die ,uhr4 ,es war sechs4 ,sie hatten in ihrer ,unschuld gemeint1 es sei ein bichen nach ,mitternacht4 ,jetzt tranken sie ihren ,grog aus1 traten auf den ,markt hinaus und hatten vor dem ,lessing-,denkmal noch einen dreiviertelstndigen ,streit darber1 ob ,emilia ,galotti den ,prinzen liebe oder nicht2 dann schlenderten sie in die ,vorstadt hinaus und befriedigten auf dem ,wege unaufhrlich metaphysische ,bedrfnisse4 ,wie kann ein ,volk wie das franzsische ohne ,metaphysik leben6 krhte ,stockelsdorf um die ,wette mit einem ,hahn1 der aus einem nahen ,stalle seinen ,weckruf erschallen lie4 ,und ,asmus1 der nicht ohne ,metaphysik leben konnte1 bewies ,stockelsdorfen1 da man sehr gut ohne ,metaphysik leben knne2 denn es war in diesem ,kreise stillschweigendes ,gesetz1 da keine ,behauptung unwiderlegt bleiben drfe4 ,das war eine gute bung2 denn was sie dabei an ,unsinn produziert hatten1 das fiel ihnen am andern ,tage von selbst ein und war eine wohlttige ,verschrfung ihres ,katers4 ,trotz dieser auerordentlichen ,anstrengungen schnitt ,asmussens ,klasse bei der ,osterprfung vortrefflich ab1 und ein angesehener ,spezialist des ,rechenunterrichts sagte3 ,die ,klasse rechnet besser als die meine4 ,auch ,herr ,drgemller fand nicht das geringste zu erinnern2 aber ,frieden konnte er darum doch nicht halten4 ,der ,bund der ,triumvirn war ihm ein ,pfahl im ,fleische2 denn die ,festigkeit der ,dreie steifte auch andern ,herren den ,nacken4 ,freilich hatte er einen gewissen ,trost und eine stille ,freude an ,herrn ,strecker4 ,herr ,strecker war ein ,mann1 der wiederholt nicht nur vor dem konomischen1 sondern vor allen mglichen anderen ,bankrotten gestanden hatte4 ,als es am schlimmsten um ihn stand1 hatte er ,bu und ,reu in sich erweckt2 fromme ,hnde1 die gewhnlich mchtig sind1 hatten ihm unter die ,arme gegriffen und ihn vor der ,katastrophe bewahrt1 und nun suchte er den oberen ,stellen seine ,schnheit zu beweisen durch strotzende ,religiositt1 heftigen ,patriotismus mit gelegentlicher ,denunziation von ,majesttsbeleidigern und durch lackierte ,pflichterfllung4 ,seine ,schler sprangen wie ein ,mann auf die ,fe1 wenn der ,herr ,hauptlehrer eintrat1 gingen auf dem ,hofe immer genau zu ,vieren1 und jeden ,morgen erffnete er mit ,gebet und ,choral4 ,zwar kam er manchmal zu spt2 aber seine ,schler konnten ihn schon von weitem die ,strae heraufkommen sehen1 und wenn er dann den ,schirm hob1 setzten sie sofort ein mit ,dich seh ich wieder1 ,morgenlicht6 so vorzglich waren sie geschult4 ,seine ,hefte waren immer richtig korrigiert2 er hatte aber auch fr die ,korrektur der ,hefte1 die grte ,plage des ,lehrers1 ein ingenises1 zeit- und nervensparendes ,verfahren erfunden4 ,der ,prparand nmlich1 der bei ihm hospitieren und die ,kunst des ,unterrichtens erlauschen sollte1 stand hinter einer geffneten ,schranktr1 hatte im ,schrank die ,hefte und die rote ,tinte vor sich und korrigierte4 ,wenn dann ,herr ,drgemller zur ,tr hereintrat1 rief ,herr ,strecker3 ,rieffelstahl6 ,sitz gerade6 oder ,rieffelstahl6 ,schau hierher6 und ,rieffelstahl6 war immer das ,zeichen1 da der ,prparand die ,schranktr unauffllig schlieen und mit einem sittlich reinen ,angesichte hervortreten solle4 ,solche ,mannen wie ,strecker ich bin ein deutscher ,mann1 pflegte er zu sagen1 sind nun freilich keine starken ,helfer im offenen ,streit2 aber er trug seinem ,hauptlehrer manche schtzenswerte ,nachricht ber seine ,kollegen zu2 auch er fhrte ein ,notizbuch4 ,und so berichtete er ,herrn ,drgemller unter anderem1 da ,herr ,semper im ,zeichenunterricht allerlei ,allotria treibe1 die gar nicht im ,lehrplan dieses ,unterrichts stnden4 ,asmussens ,schler hatten nmlich schweigend1 aber deutlich gezeigt1 da sie die unaufhrliche ,fabrikation von senkrechten1 wagerechten und schrgen ,strichen1 von ,vierecken1 ,dreiecken1 ,sechsecken und hnlichen schnen ,figuren betubend langweilig fnden1 und ,asmus hatte ihnen darin von ,herzen zugestimmt4 ,er lie sie darum im letzten ,teil der ,stunde allerlei ,dinge zeichnen1 die ihnen ,vergngen machten und die sie mit ,feuereifer nachzubilden suchten4 ,er verfolgte damit ein ,prinzip1 von dem ihm schien1 da jeder vernnftige ,unterricht es zum ,ausgang nehmen solle4 ,da kam ,herr ,drgemller in die ,stunde1 ging zwischen den ,bnken umher und entbot dann ,herrn ,semper fr die nchste ,pause in sein ,kontor4 ,herr ,semper1 ich mu ,sie abermals ersuchen1 sich in ,ihren ,stunden durchaus an den ,lehrplan zu halten4 ,asmus zwang sich zur ,ruhe und versuchte1 seinem ,chef in hflichster ,form seine ,beweggrnde mitzuteilen4 ,um gerade ,striche machen zu lernen1 sei es doch nicht ntig1 da man ununterbrochen gerade ,striche nebeneinander setze2 man knne das doch auch an ,figuren lernen1 die dem ,leben entnommen seien3 oberstes ,gesetz sei doch1 da der ,unterricht lebendig und interessant sei2 ,striche und ,quadrate seien aber weder lebendig noch interessant fr kleine ,kinder 444 ,aber das waren sozusagen ,gedanken1 und auf ,gedanken lie sich ,drgemller1 um kein ,prjudiz zu schaffen1 niemals ein4 ,o1 ,herr ,semper1 rief er1 ,quadrate sind wohl interessant1 wenn ,sie sie nur vorher mit den ,kindern ausfhrlich besprechen1 wie ich es ,ihnen gezeigt habe4 ,was ,sie mir gezeigt haben1 ist ,geometrie und gehrt da ,sie doch immer auf den ,lehrplan pochen in eine hhere ,klasse4 ,das wrde mich nun zwar nicht hindern2 aber eine lange und breite ,besprechung des ,quadrats wrde die ,kinder schon deshalb den1 weil sie gar nicht begreifen wrden1 was ein ,quadrat sie berhaupt angehe4 ,mit dem ,hinweis auf den ,lehrplan hatte dieser fatale ,semper recht1 und darum wurde ,drgemller jetzt ganz unangenehm4 ,herr ,semper1 heulte er nach ,art einer ,schiffsirene1 ich frage ,sie formell und dienstlich1 ob ,sie sich meinen ,anordnungen fgen wollen oder nicht6 ,in diesem ,falle nein1 versetzte ,asmus4 ,gut4 ,dann werde ich dem ,herrn ,schulrat ,bericht erstatten4 ,ich auch1 sagte ,asmus und ging4 ,nach drei ,tagen hatte er die ,vorladung vor den ,schulrat ,dr4 ,korn4 ,,xliii4 ,kapitel4 ,von zweierlei ,schulrten4 ,als er am ,abend mit ,doktor ,rumolt spazierte1 zeigte er ihm die ,vorladung und erzhlte1 was vorhergegangen4 ,haha ,rumolt lachte bitter auf1 und dann fuhr er wehmtigen ,tones fort3 ,das wird ,ihnen noch oft begegnen1 lieber ,freund4 ,nirgends ist der ,fortschritt verhater1 nirgends werden neue ,ideen feindseliger befehdet als in der ,pdagogik4 ,denken ,sie z4 ,b4 an unsern braven ,valentin ,ickelsamer4 ,der fand zu ,luthers ,zeiten1 da es ein ,unsinn sei1 die ,kinder nach ,buchstabennamen lesen zu lehren1 man msse das ,wort in seine wirklichen ,laute zerlegen und die ,kinder lautierend lesen lassen4 ,er machte das damals schon so klar1 da es ein ,schwachkopf begreifen konnte4 ,und in der zweiten ,hlfte des neunzehnten ,jahrhunderts entschlo die ,schule sich wirklich1 diesen einfachen und darum freilich genialen ,gedanken zur ,ausfhrung zu bringen4 ,aber das ist ein ,beispiel von fabelhafter ,geschwindigkeit4 ,in den ,klosterschulen des ,mittelalters bildete man den ,geist am ,griechischen und ,lateinischen1 weil man nichts ,besseres hatte2 heute bildet man den ,geist unserer ,jugend am ,griechischen und ,lateinischen mit der ernsten ,gesichtes abgegebenen ,versicherung1 da man nichts ,besseres habe4 ,der typische ,scholarch weist jede ernste und grndliche ,neuerung mit einem durch die kommenden ,jahrhunderte gestreckten ,arme von sich1 und wenn er im ,gegensatz zu einem ,vorgnger den ,aorist vor dem ,perfekt behandelt1 hlt er sich fr einen ,umstrzler4 ,ich habe ein ,buch erscheinen lassen ,das ,recht des ,schlers ,ich kenne es1 sagte ,asmus1 und freue mich1 da es so groen ,anklang gefunden hat4 ,anklang1 ja aber bei den ,kollegen war der ,anklang nur schwach1 der ,widerspruch um so strker4 ,das ist kein ,unglck1 soweit es offener und durchdachter ,widerspruch ist4 ,aber was mu ich erleben8 ,kaum ein ,tag vergeht1 da ich nicht im ,konferenzzimmer1 recht auffllig auf den ,tisch gelegt1 irgend eine abfllige ,kritik meines ,buches finde1 in der die ,kraftstellen mit roter ,tinte angestrichen sind4 ,kein ,gesprch verluft ohne hmische ,seitenhiebe gegen mich und meine ,ideen2 keine ,wochenrede meines ,direktors geht zu ,ende ohne einige ,futritte1 bei denen die ,schler sich zuraunen3 ,das geht auf ,rumolt4 ,die ,herren glauben1 da ihre ,kritik mich verletze1 und haben keine ,ahnung1 da es ihr ,wesen ist1 das mich verwundet4 ,ich habe keinen frohen ,tag mehr1 und da ich von meinen ,ideen und ihrer ,verkndung nicht lassen kann1 so werde ich ber kurz oder lang das ,spiel verlaufen mssen4 ,das ist traurig1 sagte ,asmus gedankenvoll1 traurig und schrecklich4 ,ich gestehe ,ihnen offen1 da auch ich gegen ,ihre ,schrift manches einzuwenden habe2 aber das ,ganze ,ihrer ,gedanken und ,forderungen erschien mir wahr und herrlich4 ,und sollten nun nicht die ,menschen jubelnd herbeieilen und rufen3 ,hier ist etwas ,neues und ,kstliches es ist noch nicht vollkommen aber kommt alle herbei1 es zu hegen und zu frdern1 etwa so wie die ,verwandten sich frhlich um eine ,wiege scharen und sich geloben1 das ,neugeborene zu schtzen und zu pflegen1 da es gro und stark werde8 ,lassen ,sie sich zur ,antwort darauf erzhlen1 da mein ,direktor mich seit ,wochen an allen ,ecken und ,enden inspiziert und zurechtweist1 obwohl er ganz genau wei1 da ich meine ,pflicht tue4 ,er will mir zu ,gemte fhren1 wie vermessen es von einem fehlbaren ,menschen gewesen1 gegen den von ,gott geoffenbarten ,gymnasialunterricht zu schreiben4 ,und gestern war auch richtig der ,herr ,regierungs- und ,schulrat da und hospitierte vier ,stunden hintereinander bei mir4 ,suchet1 so werdet ,ihr finden1 sagt der rachschtige ,gerichtsdiener bei ,hebbel4 ,und natrlich wurde was gefunden4 ,gebt mir zwei ,worte von einem ,menschen1 und ich will ihn an den ,galgen bringen4 ,lat einen ,schulmeister fnf ,minuten unterrichten1 und ich will ihm den ,hals brechen4 ,zwar den ,hals konnte mir der ,herr ,regierungsrat nicht brechen2 aber hundert ,nadelstiche erzielen ja mit der ,zeit denselben ,effekt4 ,sie haben die und die ,gesnge der ,odyssee nicht behandelt4 ,sie haben am #ac4 ,april das vorgeschriebene ,extemporale ausfallen lassen4 ,sie sind mit dem ,geschichtspensum im ,rckstand usw4 usw4 ,es stimmte alles4 ,und wenn der ,mann gesagt htte3 ,ihr ganzer ,unterricht taugt nichts1 so wrde er fr jenen ,tag gewi und vielleicht berhaupt recht gehabt haben2 denn wenn man in den ,zwiespalt zwischen ,altem und ,neuem gestellt ist1 kann man nichts ,ganzes schaffen4 ,nach meinen ,ideen darf ich nicht arbeiten1 und nach den alten kann ich nicht arbeiten1 weil es gegen das ,herz ist4 ,aber forschte er denn nicht vor allen ,dingen1 ob ,ihre ,schler geistig frisch und lebendig seien1 ob sie einen neuen ,stoff mit ,begierde und ,klarheit ergriffen1 ob sie in sittlicher ,hinsicht lauter1 ehrlich1 wahrhaftig seien ,vielleicht tat er das im stillen ich sah ihn freilich keine ,anstrengungen machen4 ,dazu war er ja auch nicht geholt und geschickt4 ,rumolt soll stranguliert werden1 flsterten sich die ,schler zu4 ,die ,jugend hat jenes intuitive ,auge1 das durch die ,hllen dringt4 ,die ,stimmung1 mit der ,asmus dem ,besuch beim ,schulrat entgegensah1 war durch das ,gesprch nicht gehoben worden4 ,um so fester war er entschlossen1 sich nichts ,unwrdiges bieten zu lassen4 ,als er ins ,amtszimmer des ,schulrats gerufen wurde1 sa ,drgemller schon da4 ,asmus verbeugte sich vor dem ,schulrat1 und dieser rief3 ,juten ,tag1 ,herr ,semper4 ,setzen ,sie sich4 ,herr ,drgemller1 begann alsdann der ,schulrat1 hat allerlei ,klagen jegen ,sie vorjebracht4 ,meistens handelt es sich um ,kleinigkeiten1 die ich nich berhren will4 ,aber ,herr ,drgemller beschuldigt ,sie der fortgesetzten ,renitenz2 was haben ,sie dazu zu sagen4 ,herr ,schulrat1 sagte ,asmus1 ich kann ,sie ja selbst als ,zeugen darber anrufen1 ob ich in den vierundeinhalb ,jahren1 da ich ,ihr ,schler war1 eine renitente ,veranlagung bekundet habe ,det haben ,se nich1 sagte ,korn mit ,nachdruck4 ,ich bin auch nicht so tricht1 zu meinen1 da ein ,hauptlehrer lauter vortreffliche ,anordnungen treffen msse und da ein ,lehrer berechtigt sei1 sich gegen jede ,verfgung1 die ihm verfehlt erscheint1 aufzulehnen4 ,ich fge mich gern1 soweit es mglich ist1 wenn man mir mit ,vertrauen begegnet und wenn man mich nicht in meinen besten ,krften lahmlegt4 ,das tut aber ,herr ,drgemller4 ,gleich zu ,anfang schon verlangte ,herr ,drgemller von uns drei neuangestellten ,lehrern1 da wir alle auf dieselbe ,weise den ,leseunterricht erteilen sollten1 und zwar auf die von ihm vorgeschriebene ,weise ,aber ,herr ,semper1 lachte ,korn1 det mssen ,se miverstanden haben2 sonst mte ja ,herr ,drgemller 7er deutete auf seine ,stirn7 hier nich janz richtig sein6 ,drgemller erblate sehr tief4 ,ich habe es keineswegs befohlen1 stammelte er1 ich habe es nur gewnscht ,warum8 fragte ,korn4 ,weil weil es doch wnschenswert ist1 da der ,unterricht an einer ,schule gleichmig erteilt wird4 ,warum8 fragte ,korn4 ,nun es ist dann doch alles bersichtlicher 4 ,drgemller machte eine vage ,handbewegung4 ,wieso8 forschte der grausame ,korn4 ,man kann doch dann die ,fortschritte besser kontrollieren4 ,so4 ,na1 dann wei ich schon ,bescheid4 ,wat wolln ,sie sagen1 ,herr ,semper8 ,herr ,drgemller hat allerdings die ,form des ,wunsches1 aber den ,ton des ,befehls gewhlt1 und da ich diesen ,wnschen nicht nachkomme1 verfolgt er mich mit ,aufpassereien1 die mich rgern und krnken mssen und die mir die ,lust an der ,arbeit vernichten4 ,na ja1 zum ,aufpassen ist ,herr ,drgemller ja da1 sagte ,korn1 der das ,gefhl hatte1 da er den zusammengesunkenen ,drgemller ein wenig wieder aufrichten msse2 es gibt leider auch faule und unfhige ,lehrer1 die einen ,aufpasser brauchen4 ,aber schikaniert wird hier keiner1 fuhr er mit erhobener ,stimme und mit einem ,seitenblick auf den ,anklger fort4 ,wenn ein ,lehrer was kann und was will1 dann soll er jede mgliche ,freiheit jenieen und nicht mit ,quisquilien behelligt werden4 ,aber verjessen ,se nich1 ,herr ,semper1 dat ,se ,beamter sind1 den ,rat jebe ich ,ihnen4 ,sie knnen jehen1 ,herr ,drgemller4 ,sie bleiben noch1 ,herr ,semper4 ,soll ick ,sie an die ,seminarschule versetzen8 fragte ,korn1 als sie allein waren4 ,das war sozusagen eine ,befrderung2 denn es stand fest1 da die ,lehrer an der ,seminarschule schneller avancierten als die anderen4 ,mit dieser ,kenntnis hatte ,asmus immer die ,vorstellung von ,karrierenluft verbunden1 und diese bloe ,vorstellung gengte1 ihn zurckzuschrecken4 ,es mute ja ,aufpasser geben in der ,welt2 aber er mochte keiner sein4 ,und wo man ,karriere machte1 da paten gar die ,strebenden einer auf den andern6 ,er fand es ungleich schner1 immer in unmittelbarer ,verbindung mit den ,kindern zu bleiben4 ,konnte man sich ,pestalozzi als inspizierenden ,oberlehrer denken8 ,asmus sah ihn immer nur unter ,kindern4 ,ich danke ,ihnen sehr1 ,herr ,schulrat1 sagte ,asmus1 aber ich mchte die ,kinder1 die ich nun einigermaen kenne1 noch einige ,jahre weiterfhren4 ,und dann hab ich in meinem ,kollegium so liebe ,freunde gefunden1 da ich mich ungern von ihnen trennen wrde ,na1 wenn ,se nich wollen rief ,korn in halber ,verstimmung1 denn sehn ,se zu1 wie ,sie sich mit dem ,drgemller vertragen4 ,mitm ,kopp durch die ,wand kann keiner1 und jefallen lassen mssen wir uns alle was4 ,ich auch4 ,adieu6 ,adieu1 ,herr ,schulrat4 ,herzlichen ,dank6 ,asmus verlie das ,gebude der ,oberschulbehrde mit dem frohen ,gefhl1 da es ,mnner gebe1 denen alle hierarchische ,rangordnung nichts gelte1 wenn es sich um ,recht und ,billigkeit handle4 ,er war fest berzeugt1 da die ,welt berhaupt so eingerichtet sei1 und da man1 wenn man sich nur nicht beim ,unrecht beruhige1 immer zuletzt den ,ort finden msse1 wo das ,recht in smaragdener ,schale ausgehoben und gehtet sei wie das heilige ,blut der ,welt4 ,so blickte er glubig und heiter in den schnen ,frhlingstag1 whrend zu ,hause auf seinem ,tische das ,schicksal lag und lauerte1 um ihm die ,krallen ins ,fleisch zu schlagen4 ,,xliv4 ,kapitel4 ,zwei ,briefe1 und jeder ein ,schlag4 ,er hatte seinen ,eltern nichts von der ,vorladung vor den ,schulrat gesagt1 um sie nicht zu beunruhigen2 er sagte ihnen auch nichts von dem ,ausgange2 denn seine ,mutter wrde doch ,bemerkungen ber seinen ,hitzkopf gemacht haben4 ,eben weil sie so hitzkpfig war1 verurteilte sie alle ,hitzkpfigkeit4 ,drinnen aufm ,tisch liegen zwei ,briefe fr dich1 sagte ,frau ,rebekka4 ,eilig ging er hinein1 ffnete den einen der ,briefe und las3 ,hilde ,chavonne ,hermann ,kiefer ,verlobte4 ,hamburg1 den ,das ,blatt war seinen ,hnden entfallen4 ,er sah nach der ,tr sie war noch offen schnell ging er hin und drckte sie ins ,schlo4 ,nur allein sein4 ,dann lie er sich auf einen ,stuhl fallen4 ,merkwrdig1 wie ihn das traf4 ,war es denn nicht selbstverstndlich1 da ,hilde ,chavonne sich einmal verlobte8 ,und hatte er denn je geglaubt1 sie werde sich mit ihm verloben8 ,nein1 nicht einmal im ,traum hatte er das gehofft4 ,darum hatte er ja auch nie die geringste ,anstrengung gemacht1 sie zu gewinnen4 ,er war ihr whrend des letzten ,jahres fast vllig ferngeblieben1 nicht eigentlich mit ,absicht2 aber da es sich so gefgt hatte1 da sie sich nur selten und flchtig sahen1 war es ihm recht gewesen4 ,vor einem ,vierteljahr hatte er sie zuletzt gesehen1 an einem ,festabend der ,treue von #ahhj1 als er mit einem hbschen ,mdchen zusammen ein ,duett gesungen hatte4 ,das ,frulein ,chavonne war an jenem ,abend sehr still1 sehr ernst1 und obwohl freundlich1 doch sehr zurckhaltend gewesen4 ,und jetzt verlobt6 ,er war lngst wieder aufgesprungen und hatte instinktiv zu seinem ,beruhigungsmittel gegriffen3 zum ,wandern4 ,auf und ab gehen1 immer auf und ab1 dann hat man das ,gefhl der ,bewegung1 das ,gefhl3 ,es geht vorber es geht vorber4 ,sie ist verlobt6 ,wie konnte sie ihm das antun6 ,haha im selben ,augenblick mute er laut auflachen4 ,hatte sie denn die geringste ,verpflichtung1 auf ihn zu warten1 auf ihn8 ,hatte er ihr das geringste ,zeichen gegeben1 da sie auf ihn warten solle8 ,hatte er berhaupt ans ,heiraten gedacht8 ,nein1 er1 der als ,prparand alles heiraten wollte1 was ihm in den ,weg kam1 er hatte in den letzten ,jahren das ,heiraten als ein ,ding angesehen1 das noch in weiter ,ferne liege2 ja1 es war ihm eine gewisse ,beruhigung gewesen1 da es mit dem ,kniefall und mit der langen ,liebeserklrung in ,periodenform noch gute ,weile habe4 ,seine ,arbeit1 sein ,beruf hatten sein ganzes ,interesse aufgesogen4 ,jetzt1 jetzt mit einem ,male wute ers3 ,nur an ,hilde hatte er gedacht1 wenn er berhaupt an eine ,frau gedacht hatte4 ,wenn er sich das ,weib an sich gedacht hatte1 das hehre ,weib1 das edle ,weib1 das holde ,weib nur an ,hilde ,chavonne hatte er gedacht1 nur an sie4 ,wenn er ,liebesgedichte gemacht hatte1 platonisch-elegische ,liebesgedichte in weinenden ,odenstrophen hatte er an sie gedacht4 ,jetzt wute ers1 da er sich nur eine als sein ,weib denken konnte3 ,hilde und er begriff nicht1 da er das nicht gewut hatte1 bevor er diesen ,brief geffnet4 ,er begriff es nicht1 weil er sich seiner ,unreife nicht bewut war4 ,in ehrlicher ,gedankenarbeit war sein ,hirn ber seine ,jahre gereift2 aber sein ,herz war noch unreif wie ein ,apfel im ,frhling1 und unreif wie der ,same in solch einem ,apfel war die ,liebe in diesem ,herzen4 ,jetzt1 da das ,schicksal einen tiefen ,schnitt in dieses ,herz getan hatte1 entdeckte er die ,liebe darinnen4 ,so fhlte er nicht den rasenden ,schmerz des ,betrogenen1 ,zurckgestoenen2 denn er hatte nicht die rasende ,lust des ,liebenden und ,hoffenden gefhlt2 er empfand die ,wehmut eines ,mannes1 der eines ,morgens ein zartes ,bumchen seines ,gartens erfroren findet und erkennt1 da es sein schnstes ,bumchen gewesen2 er empfand eine ,trauer1 wie sie junge ,eltern empfinden1 denen ein kaum ,geborenes gestorben ist2 er empfand den dumpfen1 unbefreiten ,schmerz um ein ,werdendes1 das1 zu groer ,schnheit bestimmt1 im ,keime vernichtet war4 ,mechanisch griff er nach dem zweiten ,briefe2 mechanisch ffnete er ihn er war von ,rumolt mechanisch berflog er die ersten ,zeilen1 aber nur die ersten4 ,mein lieber ,freund6 ,von ,ihnen htte ich mndlich ,abschied nehmen mgen4 ,aber es durfte nicht sein2 denn ,sie wrden versucht haben1 mich zurckzuhalten4 ,sie sind von festerem ,stoff als ich und werden1 das wei ich1 den ,kampf besser bestehen1 den ,kampf gegen der ,menschen ,stumpfsinn1 ,trgheit und ,niedrigkeit4 ,meiner ,hand entsinken die ,waffen4 ,damit ,sie es nicht in gehssiger ,entstellung hren1 was mich zu meinem ,scheiden veranlat1 will ich es ,ihnen selbst sagen4 ,ich habe einem meiner ,schler ich glaube1 ich habe ,ihnen von ihm gesprochen einem ,untersekundaner1 der zum zweiten ,male hoffnungslos vor dem ,examen stand und dessen ,qualen ich nicht mehr mit ansehen mochte1 in unerlaubter ,weise geholfen1 habe ihm die ,examenaufgaben vorher mitgeteilt4 ,in seiner ,freude hat es der ,junge nachher selbst ausgeplaudert4 ,so bracht die ,sonn es an den ,tag4 ,htte er das ,examen nicht bestanden1 wr er aus der ,welt gegangen2 nun gehe ich1 und das ist besser4 ,leben ,sie wohl1 teurer ,freund2 unsere ,freundschaft war kurz1 aber wahr4 ,ich danke ,ihnen schne ,stunden1 von denen ich dort erzhlen will1 wohin ich gehe4 ,rumolt4 ,asmus hatte die letzten ,zeilen mit fliegendem ,atem gelesen2 jetzt sprang er nach der ,tr4 ,wo willst du hin8 rief ,frau ,rebekka1 dein ,essen ist fertig6 ,ich esse nichts ich mu ,junge1 du hast ja keinen ,hut auf6 ,was ist denn los 8 ,er entri ihr den dargebotenen ,hut und strmte mit dem ,rufe3 ,ich mu weg6 hinaus4 ,ohne ,besinnen strzte er ber ,stock und ,stein nach ,rumolts ,wohnung4 ,die ,wirtin besttigte ihm weinend das ,schreckliche4 ,am ,ufer des ,kanals hatte man ,rock und ,hut gefunden1 die ,leiche war noch nicht gefunden worden4 ,aber am nchsten ,tage fand man auch sie4 ,das war eine denkwrdige ,post gewesen4 ,zwei ,briefe1 und jeder ein ,schlag4 ,an einem ,tage ,freund und ,geliebte verloren2 denn von nun an war sie ihm ,geliebte4 ,,xlv4 ,kapitel4 ,wenns kommt1 dann kommts in ,haufen4 ,was wird nun kommen8 dachte ,asmus4 ,denn er glaubte an sein heimatliches ,sprichwort3 ,wennt kummt1 denn kummtt in ,hupen4 ,und ein drittes ,unglck kam1 aber nicht von auen1 sondern ganz heimtckisch aus dem tiefsten ,innern richtete es sich auf wie eine ,natter aus dunklem ,dickicht4 ,ihm kamen ,zweifel am ,wert seines ,berufes4 ,mit dem jhen ,optimismus der ,jugend war er an diesen ,beruf herangetreten4 ,jeder ,jngling1 auch der bescheidenste1 hat1 wenn auch kaum bewut1 das ,gefhl3 ,wenn ich in die ,welt eingreife1 wird es anders1 wird es schneller vorwrtsgehen wie ein ungestmer ,reisender1 dem der ,zug zu langsam fhrt1 das ,gefhl hat3 ,knnt ich aussteigen und nachschieben6 ,htt ich tausend ,arme zu rhren6 ,knnt ich brausend die ,rder fhren6 ,knnt ich wehen durch die ,haine6 ,knnt ich drehen alle ,steine6 und wenn er sich auch sagt1 da vor und mit ihm ,bessere und ,strkere wirken und gewirkt haben er glaubt nicht1 da einer so viel ,lust und ,mut gehabt wie er1 vor allem nicht1 da einer so viel ,glck gehabt1 wie er haben wird6 ,und nun erreichte er nicht mehr als die andern6 ,nun ja1 er leistete vielleicht etwas mehr als dieser und jener1 und seine ,kollegen und ,freunde rhmten zuweilen seine ,leistungen2 aber ganz etwas anderes hatte er gehofft1 ganz etwas anderes6 ,er wute ja freilich von frher her1 da ,unterrichten kein ununterbrochener ,sieges- und ,eroberungszug sei2 aber doch hatte er sich ,erziehung und ,unterricht im stillen als eine ,fleischwerdung des ,lehrwortes gedacht4 ,aber das ,wort ward nicht ,fleisch3 ,seine ,jungen konnten am ,ende des ,jahres etwas mehr als zu ,anfang2 aber sie waren dieselben ,menschen geblieben1 wenigsten merkte er keine nderung4 ,die ,guten1 ,offenen1 ,zarten waren zwar offen1 zart und gut geblieben2 aber die ,rohen1 ,hinterhltigen1 ,unwahrhaftigen waren sich nicht minder treu geblieben4 ,es schien ihm auch1 da die ,klugen zwar klug blieben1 die ,dummen aber auch dumm4 ,und gerade die ,dummen waren das ewige ,ziel seiner ,mhen2 zu ihnen kehrte er1 wie magnetisch gezogen1 immer wieder zurck2 denn da die ,klugen etwas begriffen hatten1 bedeutete ihm nichts1 solange die ,dummen im ,dunkel saen4 ,das schien ihm die furchtbarste ,ungleichheit und ,ungerechtigkeit der ,welt1 da die einen spielend und lachend erhaschten1 was die andern mit ngsten und ,mhen nicht erringen konnten4 ,und die ,welt kommt nicht vorwrts1 wenn die ,dummen nicht mitkommen1 dachte er4 ,und er machte es sich zur tollkhnen ,aufgabe1 aus den ,dummen ,kluge zu machen2 alle sollten alles lernen2 in seiner ,schar sollte keiner zurckbleiben4 ,herr ,drgemller hielt ihm vor1 da er im ,pensum zurck sei1 und das war deshalb1 weil es ihn immer wieder zu den ,schwchsten hinzog1 weil ihn immer wieder dies wunderbare ,geheimnis der ,dummheit lockte4 ,er konnte sich ,viertelstunden1 halbe ,stunden lang mit solch einem verschlossenen ,geiste einkapseln und das verworrene1 zerrissene ,gespinst seiner ,vorstellungen mit langsam tastenden ,fragen zu ordnen und zu entwirren suchen2 er gab in einer ,oberklasse den geographischen ,unterricht1 und er setzte sich vor1 nicht zu ruhen1 bis alle die ,entstehung der ,jahreszeiten aus der ,stellung der ,erdachse zur ,ekliptik begriffen htten1 und zuweilen sprang pltzlich aus solch einem leeren ,auge ein ,funke wie aus einem toten ,stein1 und dann kam aus ,asmussens ,augen ein ,strahl1 und ,licht flo zusammen mit ,licht und machte die ,erde selig und schn aber wenn das ,hirn sich dem einen erschlossen hatte1 verschlo es sich dem andern um so fester1 und ob ,asmus auch mit zusammengebissenen ,zhnen rang und bohrte er mute daran zweifeln1 allen seinen ,schlern den auf- und abschwebenden ,jahresreigen von ,licht und ,schatten verstndlich zu machen4 ,dabei qulte ihn mit ,recht der ,gedanke1 da er ber den ,schwachen die ,starken vernachlssige und sie durch den langsamen ,gang des ,unterrichts langweilen und unlustig machen msse4 ,aber konnte er sich denn berhaupt allen so hingeben1 wie es geschehen mte1 wenn man ihm fnfzig1 ja sechzig ,menschenkinder auf den ,hals lud8 ,es konnte ja alles nur oberflchliche ,husch- und ,pfuscharbeit1 nur uerlicher ,bildungsaufputz werden4 ,es bemchtigte sich seiner das ,gefhl1 da berhaupt alles tricht und falsch sei1 was er da treibe1 und zwar von der ,wurzel aus falsch2 von einem tieferen ,grunde her msse alles anders angefat1 msse auch ganz anderes erstrebt werden4 ,er erinnerte sich1 da sein bestes ,lernen immer ein ,erleben gewesen sei4 ,aber dies ,lernen in der ,schule1 wie er es nach dem herrschenden ,formalismus betreiben mute1 war kein ,erleben4 ,es drang nicht zum ,innersten und ,tiefsten des ,menschen hinab4 ,und er dachte sich einen ,menschen1 mitten in den ,kampf des ,lebens gestellt4 ,was er da brauchte gab ihm das die ,schule8 ,non scholae sed vitae6 hatte es im ,seminar geheien4 ,leerer ,schall6 ,das ,meiste1 was er den ,kindern geben mute1 war nicht ,lebensbrot1 waren nicht ,lebensworte1 nicht ,lebenswerte4 ,so hoch ihn sein ,optimismus getragen hatte1 so tief versank er jetzt in ,mimut und ,verzagen1 und ,melancholie bog seinen ,mut wie eine junge ,weide bis an den ,rand des ,lebens4 ,jene unversiegliche ,federkraft aus tiefstem ,lebensgrunde nun schien sie dennoch versiegt4 fter als sonst bezog er in ,gemeinschaft mit ,heide1 ,goers und ,stockelsdorf die ,akademie des ,herrn ,kuhlmann und war dann nicht selten der ,ausgelassenste von allen2 aber seine ,scherze hatten eine ,bitterkeit und ,schrfe1 die die ,freunde oft erstaunt und befremdet aufblicken lie4 ,manchmal verstummte er mitten in der tollsten ,lustigkeit1 mitten im eifrigsten ,diskurs und sprach dann den ganzen ,abend kein ,wort mehr4 ,dann hatte ihn das ,gefhl berfallen3 ,was soll der ganze ,unsinn8 ,darum ging er auch noch fter allein ins ,wirtshaus4 ,er hatte ein abgelegenes ,hotel entdeckt1 in dessen ,speisesaal er ganz allein den ,abend verbringen konnte4 ,das liebte er jetzt3 ganz allein mit einer ,flasche in einem mglichst groen ,saale sitzen und sinnen und trumen4 ,nur wenn der ,kellner kam1 unterhielt er sich gern eine ,weile mit ihm4 ,es hatte ihn immer schwer gergert1 wenn er einen ,kellner schlecht und geringschtzig behandelt sah1 wie es ihm berhaupt so schien1 als wenn die ,menschen diejenigen1 die ihnen die hrtesten und lstigsten ,arbeiten abnahmen1 am verchtlichsten behandelten4 ,er suchte1 es an seinem ,teile gutzumachen1 behandelt die ,kellner nun extra als ,gentlemen und gab ihnen so reichliche ,trinkgelder1 da einige1 allerdings wenige von ihnen zuweilen eine abwehrende ,gebrde machten und sagten3 ,ooh lassen ,sie doch ich habe ja erst vorher bekommen6 ,sie nahmen es aber immer4 ,,xlvi4 ,kapitel4 ,angetrunkene ,einflle1 die bei jedem vernnftigen ,menschen nur ,kopfschtteln erregen knnen4 ,im brigen ein ,beweis1 da die ,optimisten nicht immer ,optimisten sind4 ,wenn er dann so ganz mit sich allein war1 dann war er vom ,kopf bis zu den ,fen sein ,vater ,ludwig ,semper4 ,er bemalte dann die hohen ,wnde des ,saales mit ganzen ,epochen der ,geschichte1 mit ,werken der ,dichtkunst und der ,malerei1 lie sich von einem verdeckten ,orchester ,symphonien und ,ouvertren vorspielen1 sah sein ganzes ,leben durch den ,lichtkreis der einsamen ,lampe wandern1 kmpfte mit ,schopenhauer gegen ,hegel1 gab ,unterrichtsstunden1 zog pltzlich ein ,kuvert oder eine ,rechnung oder sonst einen ,zettel aus der ,tasche und notierte sich die ,idee zu einem wundervollen ,gedicht oder ,drama1 das er schreiben wollte4 ,auch ,gedanken notierte er sich1 die ihm des ,aufhebens wert dnkten1 und wenn er nach ,tagen oder ,wochen bei einem zuflligen ,griff in die ,tasche die ,zettel wieder hervorholte1 knulte er sie ingrimmig zusammen und warf sie mit einem gemurmelten ,blech oder derberen ,worten in den ,ofen4 ,je weiter der ,abend fortschritt und je fter der ,kellner aufgetreten war1 desto eigenwilliger wurden natrlich seine ,gedanken2 sie kmmerten sich schlielich gar nicht mehr um diesen ,herrn ,semper1 dem sie angeblich entsprungen sein sollten1 und schnitten ,gesichter wie losgelassene ,buben4 ,einige von diesen ,aphorismen1 die sich weniger durch dauerhaften ,wert als durch den ,zufall erhalten haben1 mgen hier ,platz finden und zeigen1 welche ,art von ,luftblasen in jenen ,tagen aus den trben ,wirbeln der ,semperischen ,seele aufstiegen4 99 ,wir nehmen den ,sonnenaufgang fr ein ,bild des siegenden ,lichtes1 der erfllten ,hoffnung6 ,aber die ,sonne blieb1 wo sie war2 nur wir drehten uns um uns selbst4 99 ,ein ,goldstck fiel ins ,wasser und ging unter4 ,das kommt davon1 wenn man nicht den bestndigen ,trieb nach oben in sich hat1 wie ich6 rief ein schwimmender ,kork4 99 ,wie sie sich blhen1 die ,praktischen1 die sich nicht mit vagen ,zukunftsideen abgeben6 ,fressen sich voll und grinsen ber die1 die dafr sorgen1 da auch morgen zu essen da ist4 99 ,so ist alle ,arbeit auf der ,welt auf das weiseste verteilt3 der eine hlt edle ,reden1 und der andere handelt darnach4 99 ,wer klug ist und dennoch gut1 der ist wahrhaft gut4 ,das heit die ,gefahr kennen und dennoch tapfer sein4 99 ,der ,sonntag ist so schn1 weil er in sieben ,tagen nur einmal kommt4 ,er ist schn wie das ,lcheln eines ernsten ,menschen4 99 ,man sagt von etwas ,unpassendem3 ,das pat wie die ,faust aufs ,auge1 und die pat doch mitunter so gut dahin6 99 ,das ,leben ist ein langsamer ,vergiftungsproze4 99 ,dumm und schlecht1 in einer ,stunde der ,selbsterkenntnis fand der ,mensch fr diese ,verbindung das ,wort gemein4 99 ,aus den ,augen des ,menschen blickt zuweilen ein gequltes ,tier1 das nicht reden kann4 99 ,die ,erde ist eine alte ,metze1 die sich in jedem ,frhling wieder das ,gesicht bemalt4 99 ,man mu ,ambos oder ,hammer sein1 und wer keins von beiden sein will1 kommt zwischen beide4 ,armer ,rumolt6 99 ,wenn die ,dummkpfe auf ,geist stoen1 so grinsen sie berlegen4 99 ,manche ,brust ist ein ,eisschrank1 in dem sich die ,gefhle vortrefflich konservieren4 99 ,beethovens fnfte ,symphonie1 letzter ,satz3 ,donner der ,seligkeit aus aufgerissenen ,himmeln4 99 ,die ,welt besteht durch ,gehorsam2 aber weitergekommen ist sie immer nur durch ,ungehorsam4 99 ,er ist ein enorm gebildeter ,mensch1 sagen die ,leute und meinen damit3 ,er wei dasselbe1 was ich wei4 99 ,was fliegt1 ist beliebt2 was kriecht1 ist verhat4 ,selbst der ,floh ist angesehener als die ,laus2 denn er springt4 99 ,ein richtiger ,neidhammel beneidet auch eine erfolgreiche ,ballerine1 wenn er selbst ,professor der ,ethik ist4 99 ,man soll die ,menschen aufklren1 gewi2 aber es gibt ,geister1 die durch ,rippenste geweckt sein wollen4 99 ,wenn man seine ,dummheiten bei der ,obrigkeit rechtzeitig als ,heiligtmer anmeldet1 genieen sie gesetzlichen ,schutz4 99 ,auf dem ,lande gibt es ,kollegen1 die sich ein ,schwein fett machen4 ,ich will aufs ,land gehen und mir einen borstigen ,menschenha fett machen4 99 ,selbst ,herkules hat nur die ,stlle des ,augias ausgemistet4 99 ,der ,ochse1 der tausendmal auf die ,weide getrieben wurde1 sammelt freilich ,erfahrungen4 ,aber weniger in der ,botanik als im ,fressen4 99 ,endlich wird mir ,genugtuung6 rief die ,distel1 da hatte der ,blitz die ,eiche zerschmettert4 99 ,keine ,tiergattung1 die so viele und so verschiedene ,varietten aufweist wie der ,hund4 ,grenzenloses ,akkomodationsvermgen ist ein ,merkmal der ,hundenatur4 99 ,ich habe ,professoren und ,schulmeister kennen gelernt1 die bereitwilligst zugaben1 da ,goethe die ,formgewandtheit vor ihnen voraus habe4 99 ,wenn die ,knige baun und wenn sie niederreien1 ein rechter ,karrenschieber findet immer sein ,brot4 99 ,das ,leben ist das allmhliche ,erwachen eines ,gefangenen1 der von der ,freiheit trumte4 99 ,man kann die grten ,dummheiten mit der ,ruhe des ,weisen sprechen4 99 ,es gibt ,knstler1 die ihr ,talent in schmale ,riemen zerschneiden1 um es auszubeuten4 ,sie knnen es1 wie ,dido1 zu einem ansehnlichen ,grundbesitz bringen4 99 ,es war ein kleines ,mdchen1 dessen ,mutter hatte man ins ,irrenhaus bringen mssen4 ,und man stopfte ihm die ,hnde voll pfel und ,backwerk1 da es nicht mehr an die ,mutter denken sollte4 ,aber es konnte die ,mutter nicht vergessen4 99 ,wenn ein ,mandrill den ,husten hat1 so vergit man seine ,hlichkeit1 oder man ist ein sthet und ,hallunke4 99 ,niemand ist vor seinem ,tode ein ,goethe1 sagte der ,professor4 99 ,schon bei der ,geburt tritt der ,mensch in etwas1 das man ,leben nennt4 99 ,italien scheint mir ein alter1 zerfallener ,gorgonzola unter einer wunderschnen ,kristallglocke zu sein4 99 ,o1 dieses ,korsett6 ,man glaubt ein ,weib zu umarmen und man umarmt einen ,hummer4 99 ,die ,ratte hat keinen ,freund das knnte mich zu ihrem ,freunde machen4 99 ,bei jedem schweren ,gange sage dir dies3 ,bei ,abschied und ,wiederkehr sind die ,leute da mit ,hurra und ,trara den langen1 bittern ,weg mut du allein gehen4 ,,xlvii4 ,kapitel4 ,asmus wird stutzig und entsagt der sndigen ,gewohnheit1 aber mit ,ma4 ,er erfhrt eine berraschende ,neuigkeit4 ,wohl kam ihm in besinnlicheren ,augenblicken der ,gedanke1 ob dies verwegene ,spiel mit seiner ,kraft auch gesund sei2 aber dann zog er einfach einen ,zettel aus der ,tasche und schrieb darauf3 ,was wren wir1 wenn wir immer unserer ,gesundheit lebten6 ,nicht einmal gesund6 und dann war diese ,angelegenheit einstweilen erledigt4 ,auch erwog er fters den ,gedanken1 ob es nicht kstlicher1 lohnender1 vernnftiger sei1 langsam und frhlich zu verlumpen1 als in dieser ,welt zu wirken und zu streben4 ,ich fuhr einmal auf einer ,rutschbahn1 schrieb er1 und das sausende ,fahrzeug glitt zuletzt in die hochaufschumenden ,wasser eines ,sees4 ,so kstlich ist der ,leichtsinn3 die ,sinne schwindelts1 die ,gedanken vergehen1 und hochauf spritzen und schumen die ,fluten des ,lebens6 ,und wenn das ,fahrzeug ein bichen zu tief eintauchte und umschlug wars denn schlimm8 ,er sah seinen toten ,bruder vor sich1 seinen ,bruder ,leonhard1 der an seinem ,leichtsinn zugrunde gegangen war4 ,aber gewi hatte er auch manche schumende1 tanzende1 wirbelnde ,stunde genossen6 ,es kam darauf an1 was das ,gescheitere war4 ,sehen ,sie1 das ist so verschieden1 hatte eines ,morgens ein ,mann in einem verruchten ,nachtlokal zu ihm gesagt1 der eine it gern ,rebhhner und der andere mchte gern ein ,ehrenmann sein4 ,der ,mann1 der das sagte1 war ihm freilich zuwider gewesen4 ,im ,geschlecht der ,semper tauchte hie und da ein ,hang zur ,verschwendung auf4 ,wie wrs1 wenn man sich selbst verschwendete6 ,sich selbst mit ,bewutsein langsam zerstren und mit forschenden ,augen alle ,schauer und ,schnheit1 alle ,tollheit und ,tragik des eigenen ,unterganges kosten6 ,da mte man in sich und in den andern ,dinge sehen1 die auf der ,hauptstrae des ,lebens nicht gezeigt wurden4 ,es machen wie jener ,zllner1 den er bei seinem ,freunde ,diepenbrock auf dem ,sofa hatte liegen sehen3 wochenlang immer trinken und sinken1 trinken und sinken ins ,bodenlose hinab1 und dann wieder emporsteigen zu ,goethe1 ,shakespeare und ,dante6 ,hinabsteigen in alle ,tiefen des ,lumpentums2 mit ,laster und ,verbrechen auf du und du stehen und im ,innersten doch der bleiben1 der man war1 bis zum ,tod6 ,das mte sein wie eine ,entdeckungsfahrt von gefahrumwitterter ,romantik4 ,das waren seine ,gedanken1 wenn er durchs ,kneipenfenster in die aufzuckende ,morgenrte starrte und immer noch ein neues ,glas bestellte4 ,und im ,graus des ,sinkens und ,untergehens zuweilen an sie denken1 die er vor kurzem am ,arm ihres ,verlobten lachend ber die ,strae hatte gehen sehen6 ,dann mischte sich ,morgengrauen und ,morgenrte1 wie in der traurigen ,freude dieser ,morgenstunden1 wenn er zurckgelehnten ,hauptes in den ,himmel starrte4 ,mit der steigenden ,sonne aber berfiel ihn oft ein pltzliches ,frsteln1 dann fhlte er sich namenlos elend1 und einmal in solch einer ,stunde machte ein ,gedanke ihn stutzig4 ,im ,rausch fhlte er sich glcklich1 stolz1 von ,kraft geschwellt und leicht wie auf ,schwingen1 zu jeder groen ,tat bereit und zu jedem herrlichen ,werke geschickt4 ,wenn er sich aber am nachfolgenden ,tage die ,freuden seines ,rausches erinnernd zurckrufen wollte1 so fehlte ihm jede ,vorstellung1 jede ,freude an der ,freude2 die ,stunden des ,rausches waren ihm eine leere1 tote ,zeit4 ,er wute wohl1 da er sich gefreut hatte an dem ,kaleidoskop seiner ,phantasien2 aber er konnte diese ,freude nicht zurckrufen4 ,warum war das nicht so mit andern ,freuden1 mit den ,freuden der ,kindheitsspiele1 des ,studierzimmers1 der ,kunst1 der ,wanderung in ,feld und ,flur8 ,da war jede ,freude ein anderer ,genius mit anderem ,angesicht1 mit ,augen1 die schner werden mit jeder ,erinnerung1 da war jede ,freude ein unverlierbarer1 ein wachsender ,besitz6 ,und nachdenklich zog er die ,rechnung1 auf der seine ,zeche stand1 aus der ,tasche und schrieb auf die ,rckseite3 ,der ,rausch ist ein liebloser ,gastfreund2 er spendet nicht das ,gastgeschenk der ,erinnerung4 ,und als er bald darauf eines ,morgens unmittelbar von der ,schenke in die ,schule ging er blieb immer ,herr seines ,handelns und gab nach solchen ,nchten oft seine besten ,stunden aber als er nun mit einem aus ,hohlheit und bersttigung gemachten ,gefhle vor den ,kindern stand und in rotwangige ,gesichter1 in klare ,augen sah1 die in der ,schnheit und ,hoffnung des jungen ,morgens zu ihm kamen1 da sagte er leise1 aber ihm selbst hrbar1 vor sich hin3 ,nun ist es genug4 ,nein1 man blieb nicht1 der man war1 und die ,romantik der ,verlumpung war eine ,lge4 ,er hatte ,abschied von ihr genommen4 ,frau ,rebekka hatte ber seine nchtlichen ,ausflge genug geklagt und gejammert2 ihre ,gardinenpredigten konnten sich neben den besten ihrer ,gattung hren lassen1 und mtterliche ,gardinenpredigten mgen wohl noch eindringlicher sein als eheliche1 weil sie aus selbstloseren ,grnden entspringen4 ,rebekkens ,bemhungen1 auch ihren ,gatten zu solchen ,predigten aufzumuntern1 blieben freilich ganz erfolglos4 ,ludwig antwortete im ,geiste seiner ,philosophie3 ,la ihn1 was soll ich ihm sagen6 ,ja1 wenn ich dir das erst sagen soll wenn du das nicht selbst weit 6 rief ,frau ,rebekka4 ,merkwrdig6 n ,mann1 der den ,kopf voll ,gelehrsamkeit hat und alle ,sprachen spricht ,nicht alle1 versetzte ,ludwig trocken und verlangt von mir1 da ich ihm sage1 was er sagen soll6 ,ja1 ich bin zu dumm dazu1 sagte ,ludwig mit seinem ,lcheln4 ,ach ,gott1 mit dir ist ja kein ,auskommen6 rief ,rebekka1 lief in die ,kche hinaus und klagte laut den ,tellern und ,tpfen ihr ,leid4 ,ludwig und ,asmus ,semper verband nun einmal aus ,vordaseinszeiten her ein ,vertrauen1 das die sorgende ,frau ,rebekka nicht begreifen konnte4 brigens beabsichtigte ,asmus keineswegs1 die ,welt- und ,fleischeslust in sich zu ertten und auf die ,freuden eines geselligen ,trunkes prinzipiell zu verzichten4 ,und er hatte es nicht zu bereuen1 da er an einem vielverheienden ,vorfrhlingstage in die ,kuhlmnnische ,akademie ging4 ,er traf dort seinen ,kollegen ,mansfeld1 eben jenen ,herrn1 der eine ,pensionrin ,namens ,hilde ,chavonne im ,hause hatte4 ,asmus schwankte1 ob er sich zu ihm setzen solle2 aber eine eigentmliche ,gewalt zog ihn fast gegen seinen ,willen an denselben ,tisch4 ,sie sollten sich mal mein neuestes ,bild ansehen1 sagte ,mansfeld1 der in seinen ,muestunden malte1 im ,laufe des ,gesprchs4 ,kommen ,sie mit und essen ,sie mit uns zu ,abend4 ,meine ,frau wird sich freuen4 ,o1 stammelte ,asmus1 das ist sehr liebenswrdig1 ich komme natrlich gern einmal aber heute hab ich eine wichtige ,sitzung1 bei der ich auf keinen ,fall fehlen darf4 ,das ist was anderes1 sagte ,mansfeld4 ,die ,rede kam aber doch bald auf die ,pensionrin1 und ,asmus fragte mit glnzend aufgepuffter ,munterkeit und mit einem sehr kunstreichen ,lcheln3 ,na1 wie gehts ihr denn8 ,na1 soso lala6 ,wieso8 rief ,asmus erblassend4 ,ist sie nicht glcklich8 ,dscha wie mans nehmen will4 ,ihre ,verlobung ist ja zurckgegangen1 das wissen ,sie doch8 ,zurck 8 ,asmus war aufgesprungen4 ,zurckgegangen8 ,ich wei kein ,wort4 ,ich bitte ,sie warum8 ,er hatte sich wieder gesetzt4 ,gott das arme ,kind sie hat eine schwere1 traurige ,kindheit verlebt und von den ,menschen nicht viel ,gutes erfahren4 ,vater und ,mutter sind tot2 als ihr da einer von ,liebe sprach1 schmolz ihr das weiche ,herz und sie glaubte1 das ,glck wr endlich da6 ,nun und8 ,was weiter8 ,asmus bog sich immer weiter ber den ,tisch4 ,nach wenigen ,wochen erkannte sie1 da sie sich geirrt hatte1 vollkommen geirrt4 brigens ein braver1 ordentlicher ,kerl1 aber nicht das1 was das ,herz einer ,hilde ,chavonne braucht4 ,entschlossen und mutig1 wie sie bei all ihrer ,milde ist1 trug sie ihrem ,verlobten die ,lsung des ,verhltnisses an4 ,und er1 wie er kein ,mann fr sie war1 hatte wohl auch nicht erkannt1 was er an ihr besa2 er erklrte sich schlielich einverstanden4 ,und so weit ,asmus sich vorgebeugt hatte1 so weit lehnte er sich jetzt zurck und blickte schweigend vor sich hin4 ,wenn eine lange getragene ,last von uns abfllt1 fhlen wir erst1 wie schwer sie gewesen ist4 ,auf seinen ,soldatenmrschen hatte er ,mantel und ,tornister1 ,helm1 ,patronen und ,waffen als etwas ,selbstverstndliches ohne ,murren getragen2 aber wenn er1 in die ,kaserne zurckgekehrt1 alles abgelegt hatte1 dann hatte er gefhlt1 wie schwer die ,brde gewesen4 ,ganz so war es ihm jetzt1 ganz so2 denn es war ihm1 als habe es ihm auf ,hirn1 auf ,nacken und ,schultern gedrckt4 brigens1 rief er ganz unvermittelt und wurde ber und ber rot1 da fllt mir ein3 die ,sitzung ist ja erst morgen4 7,ein ,geschickterer wrde vielleicht gesagt haben3 ,in acht ,tagen67 ,wenn ,sie ,ihre ,einladung nicht bereuen1 nehm ich sie jetzt noch an4 ,mansfeld unterdrckte ein ,lcheln und erklrte1 da ihm nichts erfreulicher sein knne als dieser ,entschlu4 ,und ,asmus ging mit4 ,,xlviii4 ,kapitel4 ,wiederum tanzt eine ,salome3 wiederum heischt sie das ,haupt des ,johannes4 ,johannes ,chrysostomos ,als die beiden ,mnner in das ,wohnzimmer traten1 fanden sie ,frau ,mansfeld mit einer ,handarbeit1 ,frulein ,chavonne mit den ,vorbereitungen zum ,unterricht des folgenden ,tages beschftigt4 ,die junge ,dame sa mit dem ,rcken gegen das ,licht2 aber gleichwohl glaubte ,asmus zu bemerken1 da sie erschrecke und erblasse4 ,zwar lchelte sie1 als sie ihm dann die ,hand gab2 er zweifelte aber doch nicht daran1 da er ihr unangenehm und unwillkommen sei4 ,mansfeld holte sein ,bild hervor1 und ,asmus nahm es in ,augenschein2 wre er verpflichtetes ,mitglied einer ,jury gewesen1 so wrde der gute ,mansfeld wohl nicht allzuviel ,schmeichelhaftes zu hren bekommen haben2 aber abgesehen davon1 da ,asmus sich durchaus nicht als ,kenner fhlte1 gehrte er nicht zu jenen unentwegten ,bekennern1 die die ,wahrheit auch dann sagen1 wenn sie nur verletzt und keinem ntzt2 er machte also dem harmlosen ,dilettantismus ,mansfeldens neben einigen ,ausstellungen ein paar balsamische ,komplimente4 ,nach dem ,abendessen sagte ,mansfeld3 ,ich habe ,sie so lange nicht gehrt mchten ,sie nicht ein ,gedicht sprechen8 ,asmus1 ohne sich zu zieren1 stand auf und sprach1 zwar in ,hinblick auf die ,anwesenheit der ,damen mit einiger ,befangenheit1 ,des ,sngers ,fluch4 ,frau ,mansfeld war eine beraus fleiige und praktische ,frau und lie auch whrend des furchtbarsten ,fluches die ,hkelnadel nicht ruhen2 ,hilde aber1 die inzwischen zu einer ,stickerei gegriffen hatte1 lie schon nach den ersten ,versen die ,hnde in den ,scho sinken und horchte mit groen ,augen4 ,nun schlug ,mansfeld vor1 man mchte doch jede ,woche einmal zusammenkommen und etwas ,gutes lesen1 namentlich ,dramatisches2 er komme fast nie ins ,theater1 und ,asmus setzte fr nchsten ,mittwoch ,emilia ,galotti aufs ,repertoire4 ,frau ,mansfeld indessen1 die die ,claudia lesen sollte1 lehnte jede ,beteiligung entschieden ab2 sie wollte mit dem ,theater nichts zu tun haben4 ,sie konnte sich nicht verstellen2 sie war ,frau ,mansfeld aus ,hamburg und nicht ,claudia ,galotti aus ,italien1 und berdies wute sie ganz gut1 da in dem ,stck ein junges ,mdchen verfhrt werden sollte4 ,so etwas pate sich nicht fr eine ,lehrersfrau1 und im ,grunde ihres ,herzens mochte sie es etwas frei von dem ,frulein ,chavonne finden1 da es sich auf ,asmussens ,bitte bereit erklrte1 sogar das zu verfhrende ,mdchen selbst zu verkrpern4 ,asmus las den ,prinzen und ,appiani1 ,mansfeld den ,marinelli und den ,odoardo2 aber es ging doch nicht4 ,dieser las nmlich den ,marinelli wie einen stellungsuchenden ,schneidergesellen1 und sein ,odoardo wre durch ein gutes ,glas ,bier mit ,leichtigkeit zu besnftigen gewesen4 ,er sah das auch selbst ein1 und ,asmus widersprach seiner ,selbstkritik mit keinem ,wort4 ,einig waren alle darin1 da ,frulein ,chavonne die ,angst ,emiliens und die ,eifersucht der ,grfin ,orfina vorzglich gelesen habe4 ,asmus war berrascht3 hatte sie schon einmal ,eifersucht empfunden8 ,es war etwas ,echtes und ,elementares in ihrem ,vortrag gewesen4 ,von nun an mute ,asmus allein lesen1 und als man dahinter gekommen war1 da er plattdeutsch reden knne wie ein ,oldensunder ,bauernjunge und wie ein ,hamburger ,ewerfhrer1 da mute er ,groth und ,reuter lesen4 ,und als er die nun las1 da machte er eine wundersame ,entdeckung3 ,hilde ,chavonne konnte lachen6 ,natrlich hatte er sie auch sonst schon lachen sehen2 aber immer hatte nur ein ,teil ihres ,wesens gelacht1 und nur ein kleinerer ,teil2 der tiefe1 fast traurige ,ernst ihres ,wesens hatte immer das bergewicht behalten2 es war immer ein ,lachen mit ernstem ,grundton gewesen1 nicht jenes ,lachen des ganzen ,menschen1 das aus dem ,mittelpunkt unseres ,wesens elementar hervorbricht und alle unsere ,seelen- und ,krperteile krftig durcheinander zu schtteln scheint4 ,und sie selbst schien beseligt1 berauscht von der ,entdeckung dieser ,kraft wie ein ,kind1 dem man zur ,weihnacht beschert2 wenn er den ,blick vom ,buche erhob und in ihr lachendes ,gesicht sah1 dann glhten ihn zwei jauchzende ,augen an1 und niemand htte sagen knnen1 ob es ,lust oder ,dankbarkeit sei1 was ihnen den feuchten ,schimmer gab4 ,wenn er aber von traurigen ,dingen las und anfangs zufllig1 bald mit ,absicht die ,augen ber den ,rand des ,buches hinausgehen lie1 dann sah er ihre ,augen auf sich ruhen1 als wre es sein ,leid und sein ,kummer1 von dem er gelesen4 ,und obgleich die beiden ,mansfeld ein dankbares ,publikum waren1 dachte er bald bei allem1 was er las1 nur das eine3 ,wie wird es ihr in die ,seele klingen8 fhlte er bei jedem ,wort den unhrbaren ,widerhall ihres ,herzens4 ,es ist klar1 da ein ,ereignis oder eine ,erwgung1 die ihn von den ,mittwoch-,besuchen htte zurckhalten knnen1 bald zu den undenkbaren ,dingen gehrte4 ,zu ,hause und unter den ,freunden1 in ,konzert und ,theater1 in ,wissenschaft und ,kunst gab es keine ,freuden1 und am allerwenigsten gab es unter dem himmlischen ,gezelte ,naturerscheinungen1 die ihn htten hindern knnen1 am ,mittwoch nachmittag nach dem lndlichen ,vororte hinauszupilgern1 in dem die ,mansfelds wohnten4 ,die altgeheiligte ,ordnung des ,wochenreigens hatte sich verkehrt2 der ,mittwoch war zum ,sonntag geworden4 ,sehr schlau bemerkte ,frau ,rebekka eines ,tages mit dem ,scharfblick des ,weibes und der ,mutter3 ,da bei den ,mansfelds1 da mu ein ,magnet sein4 ,mit dem ,magnet hatte es seine ,richtigkeit4 ,wenn der ,sommernachmittag gar zu verlockend ins ,fenster lachte1 lieen sie ,bcher ,bcher sein1 wanderten zu vieren hinaus nach ,eppendorf1 ,lokstedt oder ,niendorf und ergaben sich auf einer ,wiese dem ,reifenspiel4 ,von den ,freundinnen ,hildes hatte er gehrt1 da ihr ,turnlehrer sie immer vor allen gerhmt habe wegen ihrer ,anmut2 eines ,tages1 als sie sich zu schwach gefhlt und sich von der kaum erfaten ,reckstange wieder hatte fallen lassen1 da hatte der ,lehrer gerufen3 ,frulein ,chavonne fllt sogar mit ,grazie vom ,reck6 ,asmus konnte dem ,manne nur von ganzem ,herzen recht geben1 und wie der ,magnet beim ,lesen seine ,blicke1 seine ,stimme1 seine ,gedanken anzog1 so flogen ihm jetzt die meisten der ,reifen zu1 die ,asmus zu versenden hatte1 wenn er auch galant genug war1 sich hin und wieder der gndigen ,frau zu erinnern4 ,ein ,spiel auf grnem ,rasen in heller ,sommerluft1 das war nun ohnehin fr das ,herz des ,asmus ein ununterbrochener ,freudentanz2 als er nun aber auch noch das liebliche ,mdchen mit seinen schmalen ,fen1 in flatterndem ,gewande ber den sonnengrnen ,teppich hpfen sah1 da schien ihm1 da die ,welt wohl berhaupt schn sei1 da sie aber noch nie so schn gewesen sei wie an diesem ,tage4 ,anmut der ,bewegung und krperliche ,geschicklichkeit waren nicht seine ,strke2 aber mit dem1 was er konnte1 kokettierte er redlich1 und er hatte das ,gefhl1 da er pltzlich mehr knne1 als er sich zugetraut4 ,freilich1 bei einem unparteiischen ,zuschauer wrde auch ,hilde ,chavonne den ,verdacht erweckt haben1 da ihr der ,eindruck ihrer ,sprnge und ,tanzschrittchen nicht gleichgltig sei1 und da sie wie jedes junge1 schne1 tanzende ,weib um den ,kopf eines ,mannes tanze4 ,und gewi htte ,asmus ihr lieber seinen ,kopf auf einer ,schssel entgegengetragen1 als ihr von ,liebe zu sprechen4 ,wenn es sich auf dem ,heimwege traf1 da sie allein nebeneinander gingen1 dann begann wieder jenes wunderlich-nrrische ,doppelspiel von ,lippen und ,herzen1 das sie schon damals1 nach ,asmussens einmaligem ,auftreten als ,knig getrieben hatten4 ,sie sprachen ber einen ,roman oder ber eine ,schulverordnung oder ber ein ,sonnentaugewchs1 das sie gefunden1 oder ber eine ,wolkenbildung1 und mit allem1 was sie sagten1 meinten sie3 ,ich liebe dich ich liebe dich6 ,es war eine ,chiffresprache1 die sie redeten4 ,dieser ,weg fhrt nach ,bahrenfeld1 bedeutete soviel wie3 ,du bist ein entzckendes ,geschpf6 ,die ,linden haben ausgeblht sollte heien3 ,ich mchte dich kssen2 aber keiner hatte den ,schlssel zur ,sprache des andern4 ,das ,herz des ,asmus drngte1 raunte1 flsterte ihm zu wie ein eifriger ,souffleur3 ,sag es ihr1 sag es ihr1 tu den ,mund auf es ist gar nicht schwer und sag3 ,se ,hilde1 ich hab dich lieb6 ,wie kann ich denn du zu ihr sagen6 erwiderte ,asmus4 ,meinetwegen sag ,sie1 entgegnete das ,herz1 aber sag etwas61 und dann tat ,asmus wirklich den ,mund auf und sagte3 ,jetzt wird ja auch bald der neue ,bahnhof erffnet4 ,sie war doch zu hoch1 zu heilig2 sie konnte sich an einem ,menschen wie ihm nicht gengen lassen4 ,sie hatte es ja auch bewiesen1 als sie sich verlobte4 ,an ihm war sie vorbeigegangen4 ,endlich1 endlich kam eine prchtige ,gelegenheit1 dem ,herzen ,luft zu machen4 ,mansfeld hatte mit seinen ,schlern einen ,ferien-,ausflug unternommen1 und ,asmus und die ,damen hatten sich angeschlossen4 ,in einer hbschen ,gartenwirtschaft1 die den freundlichen ,namen ,zum ,morgenstern fhrte1 hielt man ,rast1 und ,hilde hatte sich daran gemacht1 die gepflckten ,feldblumen zu einem ,straue zu ordnen1 als ,asmus zu ihr trat4 ,mansfeld und ,frau waren abseits mit den ,kindern beschftigt4 ,,xlix4 ,kapitel4 ,asmus ,semper wird streitschtig1 wettet1 lgt1 vergreift sich an ,goethe und benimmt sich feige4 ,wo haben ,sie die ,calluna gepflckt8 fragte ,asmus1 indem er einen ,zweig der ,glockenheide aufnahm4 ,im ,moor4 ,aber das ist nicht ,calluna1 das ist ,erika4 ,das ist ,calluna4 ,das ist ,erika4 ,das ist ,calluna4 ,das ist ,erika4 ,sie lachten beide4 ,das ,heidekraut ist ,erika1 und ,calluna ist die ,glockenheide1 sagte ,asmus4 ,er hatte sichs inzwischen berlegt und wute1 da sie recht habe2 aber er fand es viel hbscher1 mit ihr zu streiten4 ,im ,gegenteil1 lachte sie1 die ,glockenheide heit ,erika4 ,wetten8 rief ,asmus4 ,ja6 ,ihre ,augen leuchteten4 ,um was8 ,sie machte pltzlich ein ernstes ,gesicht und sagte zgernd3 ,wenn ,sie verlieren1 mssen ,sie mir ein ,gedicht schenken4 ,das ist wohl schrecklich unbescheiden1 nicht wahr8 fgte sie schnell hinzu4 ,ich frchte1 es ist nur allzu bescheiden1 sagte ,asmus4 ,und was geben ,sie mir1 wenn ich rechte habe8 ,das wei ich noch nicht das findet sich dann1 sagte sie errtend4 ,am ,abend hatte er es fast eilig1 von ihr fort zu kommen1 damit er zum ,dichten komme4 ,sie wollte ein ,gedicht von ihm6 ,war das nicht ein ,zeichen von ,liebe8 ,ach nein1 ach nein4 ,andere ,damen hatten ihn auch schon darum gebeten1 sicherlich1 ohne ihn zu lieben4 ,die ,mdchen prunken gern mit dergleichen so weit kannte er die ,mdchen auch4 ,freilich3 so war sie nun eigentlich nicht4444 ,einen ,augenblick dachte er1 er wolle ein ,akrostichon auf ihren ,namen machen1 weil das so schn deutlich sei4 ,aber er schalt sich sofort darber aus3 ,erstens ist es lppisch und keine ,dichtung1 und zweitens wre es nicht mehr deutlich1 sondern frech4 ,er nahm nun eine ,maske vor1 die ,maske eines ,mannes1 der sich aus dieser ,welt des ,alltags nach der ,welt der ,romantik1 nach der ,zeit der schnen ,melusinen1 der ,minnesinger und der ,ritter sonder ,furcht und ,tadel sehnt1 und schlo sein ,ottaverimengebude also3 ,wie schlg ich gern1 ein schwertgewandter ,ritter1 ,mit leichtem ,mut mein ,leben in die ,schanze1 ,wie schwng ich gern im ,schlachtenungewitter ,fr der ,bedrckten ,recht die wuchtge ,lanze6 ,vor ,raubverlieen sprengt ich ,wall und ,gitter ,und kehrte heim mit wohlverdientem ,kranze4 ,dann blhte mir1 die ,frucht von blutgen ,saaten1 ,in starker ,brust das stolze ,glck der ,taten4 ,wie gern 444 doch still6 ,es ffnen sich die ,zweige ,ein leises ,knistern ber meinem ,haupte ,ich forsche1 da der se ,mund sich zeige1 ,der so verstohlen-leisen ,ku mir raubte ,du bists ,geliebte6 ,komm hervor und neige ,dein ,haupt mir zu1 das frhlingsgrn-umlaubte6 ,verlassen hat ein schner ,traum die ,lider ,die schnre ,wirklichkeit erkenn ich wieder6 ,mich trog ein alter ,wahn bis ich erwachte ,in deinem ,arm1 im heimatlichen ,walde6 ,ob je so schn wie heut herberlachte ,der ,silberstrom1 die farbenreiche ,halde8 ,auch heut bekmpf ich khn1 was ich verachte1 ,zwar nicht als ,ritter1 doch als freier ,skalde2 ,o sieh zum ,horizont die ,sonne gleiten3 ,noch lebt die ,schnheit wie in alten ,zeiten6 ,ob das zu khn war8 ,ach nein jedenfalls3 vor dem ,tintenfa hatte er ,mut2 er schrieb es auf sein schnstes ,papier1 schob es in einen feinen ,briefumschlag1 liebkoste jeden ,buchstaben ihres ,namens mit den ,augen1 als er die ,adresse schrieb1 und ging zum ,briefkasten4 ,als der ,brief schon halb in der ,spalte des ,kastens steckte1 zauderte er einen ,augenblick4 ,sollte ers wagen8 ,aber ein hherer ,wille stie ihm an den ,ellbogen1 und der ,brief fiel hinein4 ,asmus seufzte tief auf4 ,das war ein entscheidender ,schritt1 dachte er4 ,schon am bernchsten ,morgen hatte er einen ,brief4 ,sehr geehrter ,herr ,semper6 ,haben ,sie innigsten ,dank fr das wunderschne ,gedicht6 ,ich hab es schon viele ,male gelesen1 und jedesmal gefllt es mir besser4 ,aber wetten darf ich nicht wieder mit ,ihnen2 denn solchen ,einstzen vermag ich nichts entgegenzustellen4 ,ich werde ,ihr ,gedicht an sicherer ,stelle verwahren4 ,mit schnsten ,gren ,ihre sehr ergebene ,hilde ,chavonne4 ,beim ersten ,lesen schien ihm der ,brief eine feurige ,liebeserklrung2 beim zweiten schien er ihm nur noch eine ,liebeserklrung1 und je fter er ihn las1 desto mehr wurde er sich klar1 da diesen ,brief auch jede andere ,dame geschrieben haben knnte4 ,jede8 ,nun ja1 er war sehr freundschaftlich gehalten2 aber gute ,freunde waren sie ja schlielich wohl4 ,ich werde ,ihr ,gedicht an sichrer ,stelle verwahren6 das konnte heien3 ,ich werde es am ,busen tragen es konnte aber auch heien3 ,ich werde es in meiner ,kommode verschlieen4 ,und dann der ,satz3 ,aber wetten darf ich nicht wieder mit ,ihnen6 ,sie gab ihm zwar eine sehr bescheidene ,begrndung2 aber konnte nicht auch ein feiner ,verweis darin liegen3 ,du bist zu dreist gewesen68 ,freilich3 da stand3 ,mit schnsten ,gren ,ihre sehr ergebene4 ,das war sehr viel6 ,aber eine steife1 zippe ,hamburgerin1 die den ,herren nur die ,fingerspitzen reicht und beim ,gru nur mit der ,hutfeder nickt1 war sie ja berhaupt nicht1 obwohl sie in ,hamburg geboren war4 ,und ,ihre ganz ergebene stand nicht da 444 ,als er sie wiedersah es war an einem ,sonntagmorgen fhlte er wohl bald an ihrem ,dank und ihrem ,geplauder1 da sie an einen ,verweis nicht gedacht haben knne2 aber sie trug ein weies ,morgenkleid mit rosa ,bndern1 und darin sah sie nun aus wie eine ,knigin der ,lilien6 ,ach1 armer ,asmus6 ,du hast im ,ernste geglaubt1 solch ein ,weib knnte fr dich blhen8 ,dies ,kleid schlug all seine ,hoffnungen nieder4 ,und so war er denn genau so weit wie vordem4 ,zum ,glck lie die ,wirkung des ,kleides1 als er die ,trgerin nicht mehr vor ,augen hatte1 nach1 und er gelangte zu dem ,ergebnis3 ,ich mu noch einmal mit ihr wetten6 ,er traf sie bei seinem nchsten ,besuch mit einer zierlichen ,arbeit beschftigt4 ,auf ein weies ,blatt legte sie in mehreren ,schichten nacheinander schne ,bltter der verschiedensten ,pflanzen1 und nach jeder ,lage besprengte sie das ,ganze mit einer dnnen ,sepialsung4 ,wenn alles beendigt war1 kam ein anmutiges ,bukett der reizendsten ,blattformen zum ,vorschein4 ,es war eine ,arbeit1 die nicht viel ,kunst1 wohl aber ,sorgfalt und ,geschmack erforderte4 ,als sie nahezu beendet war1 betrachtete ,hilde ihr ,werk mit geneigtem ,kopfe und sagte3 ,die ,grazien sind leider ausgeblieben4 ,halt1 dachte ,asmus1 das ist eine ,gelegenheit4 ,sagt ,schiller1 fgte er hinzu4 ,er wute ganz genau1 da er sich an ,goethe vergriff4 ,ist das nicht von ,goethe8 fragte sie1 einen ,augenblick durch seine ,bestimmtheit unsicher gemacht4 ,nein1 von ,schiller4 ,da wurde er doch rot4 ,doch es ist aus ,tasso6 rief sie4 ,keine ,spur4 ,von ,schiller ist es4 ,sie lachte3 ,fangen ,sie schon wieder an8 ,wollen wir wetten1 da es von ,schiller ist8 rief er4 ,sie wurde purpurrot und rief3 ,ja6 ,um was8 ,wenn ,sie unrecht haben nein1 es wre zu unbescheiden6 ,sie knnen nicht unbescheiden sein4 ,ein ,gedicht8 ,wollen ,sie8 ,mit ,freuden4 ,und wenn ,sie unrecht haben8 ,was verlangen ,sie dann8 ,asmus hob die eben vollendete ,arbeit auf4 ,dieses ,blatt6 ,nicht dies1 aber ein besseres6 ,dann holte sie den ,tasso vom ,bcherbrett1 konnte aber die ,stelle nicht sofort finden4 ,darf ich8 fragte ,asmus4 ,wenn es drinsteht1 werd ich es bald finden4 ,er bltterte einen ,augenblick4 ,wahrhaftig1 ,sie haben recht6 ,tasso sagt es vom ,antonio4 ,sie triumphierte4 ,diesmal fiel sein ,gedicht deutlicher aus4 ,es war etwas herkmmlich im ,ton1 etwas heine-geibelig sozusagen2 aber deutlich war es4 ,wir standen auf hoher ,warte ,in klarer ,sommerluft2 ,tief unten lag die ,erde ,in lauter ,glanz und ,duft4 ,und ber unsern ,huptern ,der ,himmel hoch und hehr ,ein unergrndlich tiefes1 ,ein weites1 blaues ,meer6 ,es strebte mein ,geist zum ,himmel ,und strebte zur ,erde auch3 ,ihn lockte die himmlische ,reine1 ,der irdische ,wonnenhauch4 ,fern waren ,erd und ,himmel2 ,du aber warst bei mir1 ,und haften blieb mein ,auge1 ,das sehnende an dir4 ,du bringst mir irdische ,wonnen ,auf rosigen ,lippen dar2 ,es fliet der ,schnheit ,zauber ,von deinem goldnen ,haar4 ,du trgst des ,himmels ,reinheit ,und ,frieden im ,angesicht2 ,treu glnzen deine ,augen ,wie seiner ,sterne ,licht4 ,vergessen die prangende ,erde1 ,vergessen das himmlische ,zelt6 ,in dir halt ich umfangen ,den ,himmel1 die ,erde die ,welt6 ,er hatte erst schreiben wollen3 ,von deinem braunen ,haar aber das schien ihm denn doch zu deutlich1 und er machte ein goldenes ,haar daraus2 dann konnte sie das ganze ,gedicht auch auf eine andere beziehen4 ,da man hbschen jungen ,mdchen keine solchen ,gedichte schenkt1 wenn sie sich auf andere beziehen1 das fiel ihm nicht ein4 ,seine geistige ,begabung lag auf anderen ,gebieten4 ,als er den ,briefumschlag mit der ,zunge feuchtete1 hielt er pltzlich inne und starrte vor sich hin4 ,war es nicht eigentlich unwrdig1 ihr das ,gedicht so hinterrcks durch den ,postboten zuzustellen8 ,war es nicht mnnlicher1 einfach vor sie hinzutreten und zu sagen3 ,hier ist das ,gedicht68 ,aber1 wenn ,sies dann las nein1 nein1 nein1 nein6 ,dann war es noch mnnlicher1 ihr ins ,gesicht zu sagen3 ,hilde ,chavonne1 ich liebe dich6 und das konnte er eben nicht4 ,war das ,feigheit8 ,o1 wenn es nicht ,hilde1 wenn es ,drgemller wre1 dann wollte er schon zeigen1 da er offen und mutig die ,stirn zeigen konnte4 ,aber ,hilde wenn das feige war1 dann war es eben feige1 daran war nichts zu ndern4 ,er schlo den ,brief und steckte ihn ein4 ,aber als er ihn fallen hrte1 da wars ihm1 als hre er auch sein ,herz in den ,kasten fallen4 ,es war doch eine ,riesenkhnheit4 ,wenn sie jetzt zrnte nun1 dann liebte sie ihn nicht1 dann war alle ,hoffnung zu ,ende4 ,wenn sie ihm aber nicht zrnte was war damit bewiesen8 ,eigentlich nichts4 ,nun1 man wrde ja sehen4 ,l4 ,kapitel4 ,der ,verfasser durchbricht aus ,wut ber seinen ,helden die ,kunstform4 ,der nchste ,tag war ein ,mittwoch2 mit klopfendem ,herzen trat er zu den ,mansfeld ins ,zimmer sie war nicht da4 ,ein schlimmes ,zeichen4 ,sonst war sie immer dagewesen4 ,das ,gesprch mit den ,mansfeld wollte nicht in ,gang kommen4 ,endlich1 nach einer ,viertelstunde1 die ,sempern zu einer ,ewigkeit angeschwollen war1 trat das ,frulein herein4 ,sie wollte unbefangen erscheinen2 aber alle ,anstrengung half ihr nichts2 sie wurde blutrot und senkte den ,blick1 als sie ,asmussen die ,hand gab und ihm sagte3 ,ich danke ,ihnen sehr6 ,dann flog ein ,engel durchs ,zimmer4 ,und noch einer4 ,und noch einer4 ,hilfreiche ,engel waren es nicht2 denn sie halfen dem blutschwitzenden ,asmus auch nicht mit einem ,wrtchen aus4 ,endlich half er sich selbst1 indem er heftig das linke ,bein ber das rechte schlug 7genau wie ,ludwig ,semper74 ,das half4 ,sonnabend wird der ,freischtz gegeben1 in einer vorzglichen ,besetzung1 rief er1 und wute selbst nicht1 warum er so laut sprach4 ,man kam berein1 da man gemeinsam hingehen wolle2 die ,unterhaltung kam in ,flu2 ,hilde nahm daran teil und sprach auch mit ,asmus1 sogar unter freundlichem ,lcheln4 ,bse war sie nicht1 das stand nach diesem ,lcheln fest2 aber sonst ,ja1 sonst war er immer noch auf dem alten ,fleck4 ,wie konnt es auch anders sein4 ,konnte sie nach diesem ,gedicht zu ihm kommen und sagen3 ,ihr ,antrag ehrt mich oder3 ,ich teile vollkommen ,ihre ,gefhle2 hier ist meine ,hand8 ,es war eine ganz verteufelte ,sache4 ,sie mute einmal eine ,wette verlieren1 und dann wrde sich ja zeigen1 was sie ihm schenkte6 ,als er daheim in seiner ,zelle diesen ,gedanken erwog1 brachte ihm der ,postbote ein dnnes ,paket4 ,ihre ,handschrift6 ,er ri die ,umhllung herunter und fand eine ,mappe1 die auf beiden ,deckeln allerliebste ,blattstrue in zahlreichen und zarten ,abstufungen von ,sepia-,braun zeigte4 ,ein ,briefchen dabei6 ,werter ,herr ,semper6 ,da ,sie ,gefallen an der ,spielerei fanden1 so sende ich ,ihnen diese ,mappe1 die sich vielleicht durch ,aufbewahrung von ,notizen und dergl4 ntzlich machen kann4 ,sie soll keine ,vergeltung fr ,ihr ,gedicht sein2 eine solche ,gabe zu lohnen1 bin ich leider auerstande4 ,mit den herzlichsten ,gren ,ihre dankbare ,hilde ,chavonne4 ,sie liebt mich6 jubilierte ,asmus in seinem ,herzen4 ,sie beschenkt mich6 ,und wie beschenkt sie mich6 ,wie reich1 mit welcher ,sorgfalt ist das gemacht6 ,mit ,goldpapierstreifen umrndert6 ,mit weiseidenen ,bndern gebunden6 ,und wie zrtlich schrieb sie1 wie liebevoll6 ,er nahm den ,brief wieder her ein ganz zarter ,duft ging mit diesen ,zeilen1 ein kaum merkbarer1 aber ein feiner1 milder1 warmer ,duft6 ,werter ,herr ,semper schrieb sie4 ,also er war ihr wert6 ,und ,sie soll keine ,vergeltung fr ,ihr ,gedicht sein2 eine solche ,gabe zu lohnen1 bin ich leider auerstande 6 ,hm4 ,es fiel ihm pltzlich auf1 da das zweierlei bedeuten knne4 ,es konnte heien3 ,das ,gedicht ist so schn1 da ich ihm nichts ,gleichwertiges gegenberstellen kann1 wie man den ,wert eines echten ,kunstwerks 7wenn dies eins wre6 klammerte ,asmus ein7 berhaupt nicht mit materiellen ,gtern ausmessen kann4 ,aber die ,liebe eines ,menschen war doch gewi etwas ,gleichwertiges1 ja1 war unendlich viel mehr sollte das bedeuten3 ,den ,lohn1 du dir denkst meine ,liebe kann ich dir nicht gewhren8 ,o1 o1 o1 wie der ganze ,brief gleich anders aussah6 ,werter ,herr ,semper1 das war viel legerer als ,sehr geehrter ,herr ,semper1 viel weniger achtungsvoll4 ,und ,da ,sie ,gefallen an der ,spielerei fanden sie legte der ganzen ,sache keinen ,wert bei2 es war ein ,nichts warum sollte sie es ihm nicht schenken dann waren sie quitt1 und sie war ihm nichts mehr schuldig ,o diese verteufelte ,auslegung1 o diese verwetterten ,ausleger6 ,sie verhunzen die frischesten ,offenbarungen der ,menschenseele6 ,durch ,exegese verhunzte er sich dieses ,geschenk eines ,mdchens1 das mit vor ,bangen1 vor ,eifer1 vor ,freude bebenden ,hnden ,tage und ,nchte an diesem ,kunstwerk gebaut hatte1 bei jeder ,linie1 jedem ,bndchen voll ,hoffnung1 da sie ihm gefallen1 voll ,sorge1 da sie ihm mifallen mchten6 ,freilich3 ,mdchenbriefe wie dieser sind geschrieben1 um ,liebe ganz zu offenbaren und ganz zu verbergen1 und es war kein ,wunder1 da ,asmus diese ,sprache noch nicht verstand4 ,er ahnte zum ,beispiel nicht1 da das ,wort ,notizen mit ,gedichte zu bersetzen war und da der ganze ,satz bedeuten sollte3 ,wenn du ,verse geschrieben hast1 leg sie in diese ,mappe2 das wird mir sein1 als drft ich selbst sie hegen4 ,das ,schicksal war dem ,zauderer gnstiger1 als er es eigentlich verdiente4 ,am ,freischtz-,abend folgten die ,mansfeld einer ,einladung1 die sie nicht ablehnen konnten1 und ,asmus sa allein neben der ,stillgeliebten6 ,er sa neben ihr1 und da die billigen ,pltze sehr schmal waren1 sa er sogar recht dicht neben ihr1 in bestndiger ,berhrung mit ihrem ,kleid1 und einmal1 als ihr der ,zettel entfallen war und sie ihn aufheben wollte1 streifte sogar ihr ,haar1 ihr kstliches ,haar seine ,wange6 ,solche weihevollen ,berhrungen entzckten ihn tief und entmutigten ihn ganz4 ,denn je herrlicher sie war1 desto weniger wagte er sie zu begehren2 ihm war1 als solle er in einen hochumgitterten ,schlogarten gehen und dort die seltenste ,blume brechen4 ,eine tiefe ,demtigung mte die ,folge sein4 ,aber schon ungestrt mit ihr zu plaudern1 war warmes1 heimliches ,glck4 ,er erzhlte ihr1 wie er als ,knabe auf seinem ,puppentheater den ,freischtz gespielt habe und wie ihm das ,liebste daran die ,wolfsschlucht mit dem feurigen ,rad und allem ,teufelsspuk gewesen sei4 ,wenn ich ehrlich sein soll1 sagte er1 ich freue mich noch heute auf die ,wolfsschlucht1 und jeden ,tag mcht ich mir wieder ein ,puppentheater bauen und damit spielen4 ,freilich3 auf die ,musik freu ich mich noch ganz anders4 ,wenn die ganze deutsche ,nation zugrunde ginge und nur der ,freischtz erhalten bliebe1 knnte man aus dieser ,oper alle ,eigentmlichkeiten der deutschen ,seele erkennen4 ,sie hatte den ,freischtz noch nicht gehrt1 war berhaupt noch nicht oft im ,theater gewesen2 ihre ,kindheit hatte ihr solche ,freuden nicht gewhrt1 und nun beglckte es ihn1 wie sie mit frommer ,begierde ,musik1 ,wort und ,bild in sich einsog1 und er war grenzenlos stolz1 ihr ,fhrer sein zu drfen4 ,als sie den ,heimweg durchs ,dunkel antraten1 bot er ihr seinen ,arm4 ,das durfte man wagen4 ,wie leicht sie an seinem ,arme hing6 ,er htte gewnscht1 da sie sich ganz auf ihn sttzte1 sich ganz von ihm tragen liee4 ,whrend er ihr von ,oberon1 ,euryanthe und ,preziosa erzhlte1 dachte er ununterbrochen3 ,soll ich ihrs jetzt sagen8 ,nein1 nein1 lautete die ,antwort4 ,wenn es sie erschreckte1 bekmmerte1 beleidigte8 ,in welcher ,pein wrde das arme ,mdchen den ,rest des ,weges zurcklegen2 in welche ,pein wrdest du dich selber strzen6 ,du hast heute die ,pflicht des ,ritters1 du hast dafr zu sorgen1 da sie unbehelligt und auf mglichst angenehme ,weise nach ,hause komme es wre ein unzarter ,mibrauch der ,gelegenheit1 sie jetzt mit einer ,liebeserklrung zu berfallen4 ,beim ,abschied vor ihrer ,tr1 dann willst dus ihr sagen4 ,und beim ,abschied sagte er3 ,haben ,sie tausend1 tausend ,dank fr den wunderschnen ,abend6 ,ich habe ,ihnen zu danken6 rief sie4 ,der ,abend wird mir unvergelich sein4 ,sie zgerte einen ,augenblick4 ,gute ,nacht4 ,gute ,nacht4 ,unmittelbar darauf dachte er3 ,das war eine ,gelegenheit6 ,sie ist unwiederbringlich verpat4 ,unwiederbringlich8 ,wie er es zuvor mit der ,methode der ,wetten versucht hatte1 so versuchte er es jetzt mit der ,methode des gemeinsamen ,theaterbesuchs4 ,eine ,woche spter sollte der ,vampyr von ,marschner gegeben werden4 ,er hatte eine ,schwche fr diese ,oper1 gerade wegen ihres verschrieenen schaurig-romantischen ,stoffes4 ,er liebte das ,dstre1 ,grauenvolle wie das ,sonnig-,behagliche1 das starrend ,erhabene wie das ,komisch-,gemtliche1 bis zum ,putzigen und ,ulkigen herab1 wie er alle ,tage und ,nchte1 alle ,lichter und ,schatten der ,welt liebte4 ,er liebte ,dante ,alighieri und ,fritz ,reuter1 und er hate die flachkpfigen sthetiker1 die beim ,aufbau ihrer ,systeme immer eines vergaen1 entweder den ,dante oder den ,reuter4 ,frau ,mansfeld mocht es im stillen unpassend finden1 da ein junges ,mdchen mit einem ihm nicht verlobten jungen ,manne allein ins ,theater ging und sich von ihm nach ,hause geleiten lie4 ,aber solche ngste kannte ,hilde nicht2 sie hatte nur die feine ,erziehung1 die ein feines ,herz gibt4 ,also holte sie jubelnd ihr ,portemonnaie und zahlte ,asmussen eine ,mark zwanzig auf den ,tisch2 denn soviel kostete der ,eintritt zum dritten ,rang4 ,aber der ,vampyr hatte genau dieselbe ,wirkung wie der ,freischtz1 insofern1 als ,asmus sich wieder vor ,hildens ,tr mit nichts als einem 7zwar bewegten ,herzens gesprochenen7 ,danke verabschiedete und sich dann auf dem einsamen ,heimwege mit ,vorwrfen und nicht gerade schonenden ,titulaturen berhufte4 ,und auch der ,verfasser kann nicht umhin1 hier zum ,entsetzen aller ,literaturaufseher die ,kunstform zu durchbrechen und der ,leserin zu versichern1 da er ihre ,entrstung ber diesen ,herrn ,semper vollkommen teilt4 ,aber was soll der ,verfasser tun8 ,er kann seinen ,helden nicht anders machen1 als er ist4 ,endlich brachte ein trber1 wolkenschwerer ,novemberabend die ,entscheidung4 ,,li4 ,kapitel4 ,von rauschenden ,bchen im ,winter4 ,heute soll es sich entscheiden1 hatte sich ,asmus gesagt4 ,er hatte sie eingeladen1 mit ihm in ,zacharias ,werners ,martin ,luther oder die ,weihe der ,kraft zu gehen4 ,er liebte das ,stck durchaus nicht1 fand es schwlstig1 verworren und langweilig2 aber jetzt war ihm schon jedes ,mittel recht2 er wre mit ihr ins ,theater gegangen1 und wenn man dort den ,jahresbericht der ,handelskammer rezitiert htte4 ,auf dem ,heimwege sprachen sie nur wenig2 jede ,unterhaltung kam bald ins ,stocken2 wie eine ,vorahnung lag es auf beiden4 ,sie waren der ,wohnung ,hildens schon ziemlich nahe1 als ,asmus1 das ,herz im ,halse1 mit leiser ,stimme fragte3 ,sind ,sie mir eigentlich bse1 ,frulein ,chavonne8 ,warum sollte ich ,ihnen bse sein8 fragte sie ebenso leise1 mit starren ,augen geradeausblickend4 ,und alles1 was sie noch sprachen1 klang leise wie der ,regen1 der gleichmig herabtroff und gegen den sie keinen ,schutz begehrten4 ,sie haben mir eigentlich kein ,wort ber mein letztes ,gedicht gesagt1 begann ,asmus wieder4 ,da glaubte ich1 da ,sie mir zrnten4 ,wie wre das mglich8 sprach sie noch leiser1 mit bebender ,stimme4 ,wiederum schwiegen sie eine kurze ,weile4 ,ihr ,kopftuch hatte sich verschoben1 und um es zu ordnen1 zog sie leise ihren ,arm aus dem seinen4 ,im selben ,augenblick lie er seinen ,arm sinken2 ihre ,hnde berhrten sich1 und ,asmus fate ,hildens ,hand4 ,nun ist es ein seltsames ,ding3 ,arm in ,arm gehen die fremdesten ,menschen miteinander2 aber ,hand in ,hand gehen nur ,kinder und ,liebende4 ,ein hherer ,wille hatte ihre ,hnde ineinander gelegt und gesagt3 ,ich will1 da ihr euch findet4 ,das gab ,asmus ,sempern einen heiligen ,mut1 und zitternd sprach er3 ,frulein ,chavonne haben ,sie mich lieb8 ,sie blieb stehen und schien zu wanken4 ,sie konnte nicht sprechen4 ,da legte er den ,arm um sie1 damit er sie sttze1 und sprach noch leiser3 ,hilde1 hast du mich lieb8 ,ihr ,kopf sank an seine ,schulter1 und sie sagte3 ,ja4 ,und er wagte nicht1 ihr den ,kopf aufzuheben2 denn es schien ihm1 da sie ruhte4 ,aber dann hob sie von selbst den ,kopf und sah ihn aus leuchtenden1 weinenden ,augen an4 ,und er zog sie fester an sich und prete seine ,lippen in einem langen1 langen ,kusse auf ihren edlen1 frischen1 roten ,mund4 ,sie waren nur noch zehn ,minuten von ,hildens ,hause entfernt2 aber sie brauchten zu diesem ,wege noch zwei ,stunden4 ,denn immer wieder gingen sie in weitem ,bogen um das ,haus herum1 obwohl ein unaufhrlicher feiner ,regen herabrieselte4 ,sie freuten sich unbewut dieses ,regens2 er kam herab wie sanfte ,linderung einer langen ,sehnsucht4 ,es schien ihnen auch1 als brauche man nun um nichts mehr zu sorgen1 als htten sie nun des ,glckes genug und brauchten nichts mehr als solch ein stilles1 seliges ewiges ,wandern4 ,sie sprachen nur wenig1 und wenn sie sprachen1 so war es fast immer dasselbe3 ,hast du mich lieb1 hast du mich wirklich1 wirklich lieb8 ,ja1 ich hab dich lieb so lange schon1 ach1 wie lange schon4 ,ganz1 ganz anders waren sie schon wenige ,tage darauf4 ,frost und ,schnee waren hereingebrochen mit ,macht1 und ,asmus schlug ihr einen ,ausflug ins ,grne vor4 ,nach dem ,quellental wollten sie wandern und die ,elbe hinab4 ,ludwig ,semper wrde zu diesem ,ausflug bei dieser ,klte lange den ,kopf geschttelt haben1 wenn er darum gewut htte2 aber darin folgte sein ,sohn ihm nicht2 ,winterwanderungen1 die liebte er vor allen andern2 da gab es einen ,kampf mit ,frost und ,wind1 und wenn er dann durchgekmpft war1 dann glhte in ,wangen und ,herzen eine ganz besondere1 eine ganz wundersame ,wrme auf1 die war ganz anders als ,lenz- und ,sommerglut4 ,es war eigenes1 selbstentzndetes ,feuer6 ,und wie heilig schn die ,winterwelt6 ,seltsam3 die ersten ,lieder1 die der ,zauber der ,natur ihm entrungen hatte1 waren ,winterlieder gewesen4 ,aber er sang sie nicht in ,wehmut und ,trauer2 der ,winter war ihm ,andacht und ,stille1 niemals ,tod2 denn in seinem ,herzen glomm wie eine ewige ,lampe die ,gewiheit des ,frhlings4 ,so kam es denn ganz von selbst1 da ,asmus1 als sie auf frostklingenden ,wegen dahinschritten und sein schchternes ,schnurrbrtchen von lauter ,eisnadeln starrte1 also zu singen anhob3 ,die linden ,lfte sind erwacht1 ,sie suseln und weben ,tag und ,nacht2 ,sie schaffen an allen ,enden4 und da er erschrak1 als ,hilde in ein lautes ,lachen ausbrach4 ,herr ,professor1 ,herr ,professor1 es ist ,winter6 rief sie2 da verstand er sie und lachte nun auch aus vollem ,halse2 weil sie aber so ganz besonders schn lachte1 kte er sie sieben ,mal auf den winterfrischen ,mund1 und dabei lachten sie1 weil das ,lied so gar nicht pate1 und ihre ,augen wurden feucht1 weil es doch so gut pate4 ,nun fand er ,gefallen an dieser ,antithese1 und whrend der ,schnee unter ihren ,fen knirschte1 sang er3 ,wie herrlich leuchtet ,mir die ,natur1 ,wie glnzt die ,sonne1 ,wie lacht die ,flur6 ,es dringen ,blten ,aus jedem ,zweig ,und tausend ,stimmen ,aus dem ,gestruch6 und dann warf er ihr ganz sachte und heimtckisch ein ,huflein ,schnee zwischen ,hals und ,kragen4 ,sie kreischte auf und schttelte sich1 und dann sah sie ihn mit einem langen ,blick1 mit einem ,lcheln voll ,wehmut und ,staunen in die ,augen4 ,sie bestaunte dies ,wunder einer ,frhlichkeit1 die sie in ihrem ,leben noch nie gesehen hatte1 die sie auch bei ihm nicht vermutet hatte2 denn er war ihr meistens in ernster ,stimmung entgegengetreten4 ,diese ,lustigkeit berauschte sie1 da sie mit beiden ,hnden seinen ,kopf ergriff und ihm das ,gesicht mit ,kssen bedeckte4 ,ich hrt ein ,bchlein rauschen ,wohl aus dem ,felsenquell sang er4 ,wo8 rief sie lachend4 ,da legte er wieder den ,arm um sie und sagte3 berall4 berall hr ich ,quellen rauschen4 ,hrst du sie nicht8 ,sie hatte den ,kopf an seine ,schulter gelegt und die ,augen geschlossen4 ,hier la mich liegen bleiben und trumen und immerfort deine ,stimme hren und gar nicht wieder aufwachen4 ,er neigte sich zu ihrem ,ohr1 wiegte sie sanft in seinen ,armen hin und her und sang mit leiser1 leiser ,stimme3 ,horch1 horch1 die ,lerch im therblau6 ,und ,phbus1 neu erweckt1 ,trnkt seine ,rosse mit dem ,tau1 ,der ,blumenkelche deckt1 ,der ,ringelblume ,knospe schleut ,die hellen uglein auf3 ,mit allem1 was da reizend ist1 ,du se ,maid1 wach auf6 ,da machte sie langsam weit weit die ,augen auf1 und ihre ,augen waren tiefernst4 ,du bist ein bser ,mensch1 sagte sie4 ,weit du1 da du ein bser ,mensch bist8 ,ein ,zauberer bist du6 und sie ri sich fast ngstlich von ihm los und lief ein gro ,stck ,weges voraus4 ,kurz vor dem ,quellental hatte er sie wieder eingeholt und den ,arm um ihre ,hfte gelegt4 ,und so schritten sie andchtig hinein in einen kristallenen ,dom von uralten ,bumen4 ,hier wohnt ein ,gedicht1 dachte ,asmus2 denn die ,gedichte wohnten ihm wie ,dryas und ,oreas in ,bergen1 ,bumen und ,grotten1 in ,wiesen und ,quellen4 ,wenn es sich zeigen wollte1 dachte er4 ,da hauchte es ihm ins ,ohr3 ,wo vom nahen ,strauch ein ,vglein schwebt ,stummen ,fluges durch die trge ,luft1 ,und vom kaum gebognen ,zweig der ,schnee ,lautlos fllt auf ,schnee 44444 ,und ,asmus lchelte dankbar und heimlich4 ,dann kamen sie vor die auf geringer ,erhhung liegende ,mooshtte mit der ,inschrift3 ,hoc erat in votis und gingen hinein4 ,aber es war ihnen zu warm und dumpfig drinnen2 sie muten wieder hinaus4 ,und bei der eingefrorenen ,quelle1 die am ,abhang der kleinen ,erhhung entspringt1 warf er seinen ,mantel in den ,schnee1 lud sie zum ,niedersitzen und setzte sich ihr zu ,fen4 ,er mute heute immerfort singen4 ,und whrend von den ,zweigen ringsherum von ,zeit zu ,zeit der ,schnee in silbernen ,trauben fiel1 sang er3 ,der ,reimer ,thomas lag am ,bach1 ,am ,kieselbach bei ,huntley-,schlo4 ,da sah er eine blonde ,frau1 ,die sa auf einem weien ,ro4 ,eine braune ,frau6 rief sie mit anmutig gespieltem ,schmollen4 ,eine blonde ,frau1 versetzte er4 ,eine braune ,frau4 ,eine blonde ,frau4 ,hast du schon einmal eine blonde ,frau geliebt8 fragte sie ngstlich forschend4 ,ich habe keine ,frau geliebt vor dir4 ,dann sah sie lange vor sich hin und sagte3 ,wie schrecklich dumm bin ich gewesen4 ,du8 ,ja4 ,weit du1 da ich einmal furchtbar eiferschtig gewesen bin8 ,eiferschtig8 ,ja1 auf das reizende blonde ,mdchen1 mit dem du zusammen sangst1 auf dem ,fest in der ,treue ,auf die kleine ,lizzy8 ,ja4 ,ich hatte ja immer geglaubt1 da ich dir gleichgltig sei2 aber als ich euch sah und singen hrte1 mit solcher ,begeisterung1 und als eure ,stimmen so innig zusammenklangen das gab mir den ,gnadensto4 ,bald darauf verlobte ich mich1 weil ich mich von allen verlassen fhlte aus ,trauer aus ,bangigkeit aus ,trotz ich wei es nicht mehr4 ,auch aus ,trotz8 fragte er4 ,ja1 ja1 o1 du darfst mich um des ,himmels willen nicht fr so gut halten wie du es tust ich bin lange nicht so gut1 wie du glaubst ,du8 sagte er langsam1 indem er das edle ,oval ihres ,gesichtes mit schwrmenden ,blicken umschrieb3 ,du bist die ,himmelsknigin1 ,du bist von dieser ,erde nicht4 ,da lachte sie laut auf1 und mit warnend erhobenem ,finger sang sie3 ,ich bin die ,himmelsjungfrau nicht1 ,ich bin die ,elfenknigin4 ,nimm deine ,harf und spiel und sing ,und la dein schnstes ,lied erschalln6 ,doch wenn du meine ,lippe kt1 ,bist du mir sieben ,jahr verfalln4 ,asmus sprang auf und warf sich auf die ,knie3 ,wohl1 sieben ,jahr zu dienen dir1 ,o ,knigin1 das schreckt mich kaum6 ,er kte sie da kte er sie sie kte ihn da kte sie ihn4 ,kein ,vogel singt im ,eschenbaum1 rief ,asmus1 aber das schadet nichts2 wir knnens ja selbst4 ,dann sprangen sie auf2 ,asmus schttelte seinen ,mantel1 da die ,flocken stoben1 warf ihn sich um und strmte im ,galopp den abschssigen ,weg hinab ins dichtere ,gehlz hinein1 und im ,galoppieren sang er laut3 ,sie ritten durch den grnen ,wald1 ,wie glcklich da der ,reimer war6 ,sie ritten durch den grnen ,wald ,bei ,vogelsang und ,sonnenschein und als sie ihn einholte und von hinten her die ,arme um seinen ,hals schlang1 da legte er den ,kopf zurck1 da ,wange an ,wange lag1 und sang3 ,und wenn sie leis am ,zgel zog1 ,dann klangen hell die ,glckelein4 ,,lii4 ,kapitel4 ,hilde verliebt sich in ,semper den lteren1 bekennt sich zu ,chamisso und entpuppt sich als eine alte ,bekannte4 ,mit der ,bekanntmachung ihrer ,verlobung hatten sie es nicht im geringsten eilig2 ob die ,welt sie fr ,brautleute hielt oder nicht1 war ihnen beiden grenzenlos gleichgltig4 ,aber seinen ,eltern wollt ers nicht lnger verbergen1 obwohl ihn ,zweifel befielen1 wie sie es aufnehmen wrden4 ,eigentlich zweifelte er nur an dem ,beifall seiner ,mutter4 ,ludwig ,semper1 das wute er1 so leer ihm das ,haus ohne seinen ,asmus werden mochte1 wrde ,asmussens ,erwhlte willkommen heien1 bevor er sie gesehen2 aber ,rebekka 8 ,mtter sind eiferschtig1 und berdies war er erst #bc ,jahre6 ,sie wird schelten1 dachte er4 ,aber sie schalt nicht2 sie schttelte nur den ,kopf und sagte3 ,junge1 ,junge1 du bist ja noch so jung6 ,aber ,mutter6 rief ,asmus lachend und fate sie bei beiden ,schultern1 du hast ja auch jung geheiratet6 ,ja1 das war damals auch ganz anders6 rief sie4 ,ludwig ,semper konnte dieser ,geschichtsauffassung nicht beipflichten2 er wute noch1 wie junge ,herzen schlagen1 und sagte1 ,asmus mge seine ,braut am ,sonntag nur mitbringen4 ,und an diesem ,sonntag feuchtete er keinen ,tabak an und grbelte er nicht2 er hatte seinen guten schwarzen ,rock angezogen und ein feines weies ,tuch umgelegt denn ein gesteifter ,kragen durfte ihm nicht an den ,hals kommen und ging munter und aufgerumt im ,hause umher1 und wenn er sich allein wute1 sah er mit strahlenden ,augen in die ,ferne und summte vor sich hin3 ,trnen1 vom ,freunde getrocknet4 ,und als es hie3 ,sie kommen6 und die ,tr aufging und ,asmus rief3 ,da ist meine ,braut6 da stand ,ludwig ,semper da wie ein herrlicher1 gtiger ,nordlandsknig1 dem sein ,erbe die junge ,knigin zufhrt2 er streckte seine warme krftige ,hand aus und sagte nichts als3 ,seien ,sie uns herzlich willkommen6 ,aber als sie sein ,lcheln sah1 mute sie ihm entgegenlcheln wie sein eigenes ,kind1 war alle ,befangenheit von ihr gefallen wie ein ,schleier1 wute sie ganz1 da sie aufgenommen sei in den ,frieden des ,hauses4 ,rebekkas ,willkommen war ganz anders4 ,sie rannte geschftig hin und her und bemhte sich um den ,gast1 als sei er von einer mehrjhrigen ,nordpolfahrt heimgekehrt und msse mit allen erfindbaren ,mitteln aufgetaut1 gewrmt1 getrnkt und gespeist werden4 ,ein bichen ,eifersucht sa ihr wohl trotzdem im ,herzen2 aber schon beim dritten ,besuche ,hildens sagte sie ganz von selbst3 ,du bist ein ses ,geschpf6 ,hilde aber sagte schon nach ihrem ersten ,besuche auf dem ,heimwege zu ,asmus3 ,du1 ich will dich nicht mehr2 ich will deinen ,vater heiraten4 ,nun ja1 sagte ,asmus trocken1 sprechen ,sie mit meiner ,mutter4 ,sie ist nun wohl gute vierzig ,jahre mit ihm verheiratet und ist mit ihm nie auf einen grnen ,zweig gekommen2 aber ich glaube nicht1 da sie ihn loslt4 ,da hat sie recht1 sprach ,hilde1 den gbe ich auch nicht her4 ,nach einiger ,zeit bat sie um die ,erlaubnis1 ,vater und ,mutter sagen zu drfen1 und ,ludwig und ,rebekka waren froh und stolz1 zu ihren acht ,kindern noch ein so feines und liebes hinzu zu bekommen4 ,sie hatten inzwischen noch eine ,tochter bekommen1 ohne sie zu kennen4 ,johannes ,semper hatte aus ,amerika geschrieben1 da er dort ein ,weib genommen4 ,das hatte die ,alten gefreut2 aber ,rebekka hatte dazu geweint und gesagt3 ,nun werden wir ihn wohl nicht wiedersehen4 ,asmussen schnitt es durchs ,herz1 als er das hrte4 ,bald darauf erfuhr er1 warum ,hilde sich nach einer ,mutter und fast mehr noch nach einem ,vater sehnte4 ,sie sahen sich zwei- oder dreimal die ,woche2 und wenn sie nicht spazieren gingen1 saen sie in ,hildens ,zimmer stundenlang beieinander und waren plaudernd und schweigend miteinander glcklich4 ,sie bereitete vor seinen ,augen den ,tee und das ,abendbrot1 und jedesmal war es ihm1 als ob ihre schlanken1 weien und geschickten ,hnde das einfache ,brot und ,fleisch in die erlesensten ,leckerbissen verwandle4 ,zu ,hause a er wie ein ,schulmeister von energischem ,appetit2 hier soupierte er bei denselben ,speisen wie ein ,gourmet4 ,in manchen ,stunden ergtzte er sich daran1 ihr die langen1 schweren ,zpfe aufzulsen1 da das ,haar sie bis zu den ,hften wie ein goldbrauner ,mantel umflo1 und im duftig-warmen ,schatten ihres ,haares kte er sie1 oder er schmiegte sich eine breite ,strhne ihres ,haares um ,hals und ,wange und las ihr so ein ,gedicht vor1 da er ihr mitgebracht4 ,selten kam er ohne neue ,verse zu ihr1 und sie war sein empfnglichstes und unbestechlichstes ,publikum4 ,wenn er geendet hatte und sie ihm freundlich zunickte1 dann wute er1 da das eine vernichtende ,kritik war4 ,wenn ihm etwas ,rechtes gelungen war1 sah sie ihn mit groen1 ernsten ,augen und mit zuckendem ,munde an1 nahm ihm leise das ,blatt aus der ,hand und las es noch einmal4 ,und dann bedeckte sie das ,blatt mit ,kssen1 und dann seinen ,mund1 seine ,wangen1 seine ,augen mit ,kssen1 und dann barg sie das ,blatt auf ihrer ,brust1 und er wute1 da sie es wochenlang auf ihrem ,herzen trug wie ein ,amulett1 bis es von einem andern abgelst ward4 ,manchmal auch sangen sie1 einzeln oder zu zweien1 und dann sang er die ,oberstimme1 und sie sang mit einem vollen weichen ,alt die ,begleitstimme2 so klang es besser als umgekehrt4 ,und einmal1 als sie allein sang1 sang sie3 ,er1 der ,herrlichste von allen1 ,wie so milde1 wie so gut 444 ,als sie geendet hatte1 fragte er3 ,liebst du das ,lied8 ,ja4 ,ich liebe den ganzen ,zyklus unbeschreiblich4 ,die ,verse oder die ,musik8 ,beides4 ,aber die ,verse noch weit mehr als die ,musik4 ,sie sind nach meiner ,meinung das ,schnste1 was von der ,frau gesungen werden kann4 ,ja4 ,mir scheint auch1 er hat die ,frau nicht besungen1 er hat sie gesungen4 ,das ,weib1 das in diesen ,versen dasteht1 berragt ,gretchen und ,klrchen an ,schnheit1 ,lieblichkeit und ,gre2 es ist von klassischer ,hoheit1 aber es ist nicht antike1 es ist deutsche ,klassik4 ,wir haben berhaupt nur wenig so deutsche ,dichter wie diesen ,franzosen4 ,da fllt mir ein3 ich wollte dich immer schon fragen1 woher dein franzsischer ,name stammt4 ,meine ,urgroeltern vterlicherseits wohnten im ,elsa4 ,ah daher dein franzsisches ,aussehen4 ,hast dus nicht gern8 ,ich glaube1 den ,beweis erbracht zu haben4 ,du bringst das ,kunststck fertig1 pikant und deutsch zu sein4 ,und dann rezitierte er leise3 ,wandle1 wandle deine ,bahnen2 ,nur betrachten deinen ,schein1 ,nur in ,demut ihn betrachten1 ,selig nur und traurig sein6 ,hre nicht mein stilles ,beten1 ,deinem ,glcke nur geweiht2 ,darfst mich niedre ,magd nicht kennen1 ,hoher ,stern der ,herrlichkeit4 ,nur die ,wrdigste von allen ,soll beglcken deine ,wahl1 ,und ich will die ,hohe segnen1 ,segnen viele tausendmal4 ,heute gibt es nicht wenig ,frauen1 die darber lachen und hhnen1 sprach er4 ,kann man anders empfinden1 wenn man liebt8 fragte sie4 ,ich wenigstens kann mir keine andere ,liebe denken4 ,und eine ,frau1 die so empfindet1 fuhr er fort1 wird im ,hause des ,mannes die stolzeste der ,frauen sein1 sie wird der ,stern der ,herrlichkeit sein1 zu dem ,mann und ,kinder in der ,stille ihres ,herzen beten1 zu dem sie aufblicken1 wenn sie den ,glauben an die ,welt verloren haben und wiederfinden mchten4 ,mu sie dann nicht eine ,heilige sein8 ,nein1 so wenig wie je ein ,mann die ,verehrung verdienen kann1 die aus den ,frauenliedern ,chamissos klingt4 ,nicht das entscheidet ja1 was wir sind du lieber ,gott1 wo bliebe ich6 1 sondern wie sehr wir geliebt werden1 das entscheidet4 ,das ist die ,wahrheit des ,christentums1 da uns ,liebe erlst4 ,asmus1 rief sie ngstlich1 ich zittere und bange1 wenn du mich ber dich erhebst4 ,wenn du wtest1 wie wenig ich das verdiene ,zittere und bange nur1 rief er1 ich habe ,mut1 wenn ich dich ansehe1 einen ,mut1 einen ,mut ,er ri sie jauchzend an sich und kte sie1 da sie aufschrie4 ,und einmal1 als er so bei ihr sa1 in ihrem ,nhkstchen kramte und mit allerlei zierlichen ,bchschen und ,kstchen spielte1 die er darin fand1 holte er einen ,glasmarmel daraus hervor1 eine durchsichtige ,glaskugel1 in der man eine geflgelte ,gestalt1 eine ,fortuna1 wie es schien1 erblickte4 ,sieh da1 sagte er1 genau solch einen ,marmel hab ich auch einmal besessen4 ,eigentlich ein hbsches ,symbol1 wenn ich es jetzt betrachte4 ,die ,glcksgttin nicht ber der ,welt1 sondern in der ,welt1 sie selbst nur ein ,stck der rollenden ,notwendigkeit 444 ,ich wei eigentlich selbst nicht1 sagte sie lchelnd1 warum ich ihn immer aufgehoben habe4 ,wenn man solch ein ,ding lange bei sich verwahrt hat1 ist es gerade1 als htt es ein ,recht an uns erworben1 und wenn man es wegwerfen will1 ist es1 als sh es einen vorwurfsvoll an1 und man kann es nicht aus den ,fingern loswerden4 ,ich hab ihn vor vielen ,jahren von einem kleinen ,jungen bekommen4 ,sie sagte das1 indem sie sich auf ihre ,nharbeit bckte2 aber es war ihr1 als zge eine geheime ,kraft ihren ,kopf empor1 und als sie aufblickte wirklich1 da starrte ,asmus sie an mit einem ,blick1 der aus der ,ferne einer lngst vergangenen ,zeit zu kommen schien4 ,von einem kleinen ,jungen hast du ihn bekommen8 sprach er langsam4 ,wann8 ,wo8 ,ja1 wenn ich das noch wte6 ,was hast du8 ,warum bist du ,bitte1 frag mich jetzt nicht sag1 wann es war und wo8 ,ja zwlf ,jahre ist es zum mindesten her ich wei nur noch3 ich sa auf der steinernen ,treppe vor einer ,gastwirtschaft und wartete auf meinen ,vater1 der erledigte drinnen ein ,geschft1 da kam der kleine ,junge und schenkte mir den ,marmel4 ,hilde1 rief ,asmus mit seltsam leuchtenden ,blicken1 sah der ,junge aus wie ein kleiner1 dicker ,asmus ,semper8 ,hilde starrte ihn sprachlos an4 ,hilde1 rief er1 du hast einen ,onkel in ,griechenland ,ich hatte ihn er ist tot ,den nannte man den ,knig der ,mainotten6 ,ja6 ,hilde6 ,wir haben uns also vor zwlf ,jahren schon gesehen6 ,der kleine ,junge war ich6 ,vor zwlf ,jahren schon sind wir uns begegnet4 ,er war so bewegt1 da er aufspringen und auf und ab gehen mute4 ,und er erzhlte ihr1 wie wundersam ihn damals die ,begegnung mit dem lieblichen1 traurigen ,kinde ergriffen habe1 wie er wochenlang fast tglich nach der ,wirtschaft zwischen den ,bahndmmen in ,oldensund gelaufen sei1 um die ,knigin der ,mainotten wiederzufinden denn sie hatte erzhlt1 der ,onkel wolle sie zu seiner ,knigin machen wie er sie niemals wiedergesehen1 aber wie ihre ,erscheinung und ihr ,wesen ihn mit einem jahrelang nachleuchtenden1 trstenden ,licht erfllt habe4 ,hilde6 ,hilde6 ,und ihr ,gesprch ward ein leises1 trauliches ,fragen und ,erzhlen2 sie erzhlte ihm die ,geschichte ihres ,lebens4 ,was sie nicht erzhlte1 das ergnzte er sich leicht aus dem ,zwange der ,tatsachen und aus dem1 was er frher von ihr und von andern gehrt4 ,und immer wieder fhlte ,asmus mit ,beschmung1 wie sehr ihn von je das ,glck begnstigt habe1 schon dadurch1 da er bis heute zwei liebende und geliebte ,eltern besessen1 und wieviel mehr der ,kraft1 des ,mutes1 der ,liebe das ,leben von ihr gefordert hatte als von ihm6 ,,liii4 ,kapitel4 ,enthlt die ,geschichte ,hildens vom ,marschall ,davoust an bis zu ,frulein ,paulsen4 ,napoleon und sein ,marschall ,davoust hatten den ,urgroeltern ,hildens ihr ,glck zerstrt4 ,diese hatten zu den #bj #jjj gehrt1 die man zu den ,toren ,hamburgs in ,hunger und ,klte hinausgejagt1 und ,hildens ,urgrovater war unter denen gewesen1 die auf dem ,wege nach ,oldensund zugrunde gegangen4 ,die seelenstarke ,frau hatte selbst den toten ,gatten bis nach ,oldensund getragen1 und dort hatte er teilgenommen an jenem ewig klagenden ,grabe1 das ,friedrich ,rckert besungen hat4 ,wo finden wir ,kost und ,kleider1 ,wir zwanzigtausend an ,zahl8 ,die andern schleppten sich weiter1 ,wir blieben hier zumal4 ,wir konnten nicht weiter keuchen1 ,erschpft war unsere ,kraft3 ,frost1 ,hunger1 ,elend und ,seuchen ,sie haben uns hingerafft4 ,ein ungeheurer ,knuel1 ,zwlfhundert oder mehr1 ,es zieht sich ber den ,greuel ,ein dnner ,rasen her4 ber diesen ,rasen war ,asmus in frher ,kindheit spielend dahingesprungen wie manchesmal6 ,die arme gute ,gromutter1 die das ,elend der ,eltern schaudernd miterlebt und frh den ,gatten verloren hatte1 war ein ,stern in ,hildens ,jugend gewesen4 ,eine kindlich-fromme ,frau1 die ihren ,glauben nicht als eine ,tugend1 sondern als ein ,geschenk ihres ,heilandes empfand1 lehrte sie ihre ,enkelkinder beten und geistliche ,lieder singen4 ,aber nicht nur geistliche ,lieder sang sie1 sie sang3 ,ich denk an euch1 ihr himmlisch schnen ,tage ,der seligen ,vergangenheit6 ,komm ,gtterkind1 o ,phantasie1 und trage ,mein sehnend ,herz zu seiner ,bltezeit6 und sobald sie das sang1 stand die kleine grougige ,hilde an ihren ,knien und trank ihr das ,lied von den ,lippen1 und sie wute1 wenn die ,gromutter das sang1 dann erzhlte sie auch bald von der ,franzosenzeit und von lieben ,toten4 ,unter dem ,herzen dieser ,frau hatte ,hildens ,mutter gelegen1 und die grenzenlose ,gte dieses ,herzens war auf die ,tochter bergegangen1 nicht aber seine ,festigkeit und ,strke4 ,hildens ,mutter gehrte zu jenen ,menschen1 die aus ,gutmtigkeit heiraten knnen und ihr ,mitgefhl mit dem ,werbenden fr ,liebe nehmen4 ,sie war wehrlos in der ,hand ihres ,mannes4 ,dieser ,mann war der schwere1 ewig lastende ,schatten in ,hildens ,kindheit4 ,er war ein ,selbstling von jener ,art1 die in ,gegenwart eines vor ,hunger ,sterbenden einen ,kapaun mit ,genu verzehren kann1 die vielleicht ein ,stckchen hergeben wrde1 wenn man sie daran erinnerte1 aber nie von selbst auf diesen ,gedanken verfllt4 ,als ,kaufmann er vertrieb als eine ,art ,stadtreisender allerlei ,dinge fr andere ,geschfte dejeunierte1 dinierte und soupierte er in besseren ,restaurants und empfand es wie eine ,niedertracht von seiner ,frau1 da sie immer wieder ,mittel fr den ,haushalt verlangte4 ,die wenigen ,bissen aber1 die er den ,seinen hinwarf1 wrzte er ihnen mit hmischen1 krnkenden ,reden1 und wenn er vollends angetrunken nach ,hause kam1 dann konnte er stundenlang immer in derselben ,sofaecke sitzen und immer dieselben peinigenden ,bosheiten wiederholen4 ,es war ein schlimmer1 schlimmer ,tag gewesen1 als aus diesem ,hause die ,gromutter fr immer geschieden war4 ,und nicht zu mahnen brauchte man die ,kleine1 da sie hingehe und die ,blumen auf dem ,grabe der ,heimgegangenen begiee6 ,an jedem ,tage der milderen ,jahreszeit machte sie sich unaufgefordert auf den ,weg nach dem ,friedhof4 ,und wenn sie ihr frommes ,werk getan hatte1 setzte sie sich auf das ,gitter des ,grabes und dachte daran1 wie schn die ,gromutter gesungen hatte3 ,umglnze mich1 du ,unschuld frher ,jahre1 ,du mein verlornes ,paradies6 ,du se ,hoffnung1 die mir bis zur ,bahre ,nur ,sonnenschein und ,blumenwege wies4 ,und bei dem ,wort ,bahre sah sie immer die ,gromutter auf der ,bahre liegen1 und dann mute sie weinen4 ,neben der ,gromutter lag auch die ,tante ,romona1 die wunderschne ,spanierin ,romona ,viego1 die mit #bd ,jahren schon acht ,kinder gehabt hatte1 und das jngste lag ihr im ,arm4 ,das war eine gefeierte ,sngerin gewesen1 und als die kleine ,hilde einmal die herrliche ,frau gesehen hatte1 auf dem ,divan liegend1 ganz in weien ,gewndern und eine ,zigarette rauchend1 da war sie ihr als die oberste und heiligste aller ,frauen erschienen4 ,das ,grab der ,tante ,romona pflegte sie auch1 und dann wandelte sie oft stundenlang zwischen den ,hgeln des ,friedhofes schauend und sinnend umher und fhlte sich heimischer als in der ,gegenwart ihres ,vaters4 ,zwischen diesem ,manne und seiner ltesten ,tochter war ein ,gegensatz von ,ewigkeiten her4 ,ihr ,wesen war von jenem ,adel getragen1 dem am letzten ,ende doch mit aller ,brutalitt nicht beizukommen ist1 der wie eine uneinnehmbare innere ,festung das ,herz umgibt4 ,das aber rgerte ihn1 reizte ihn1 und er schalt sie hochmtig1 bergeschnappt und verhhnte ihren regen ,bildungstrieb4 ,sie duldete tapfer an der ,seite ihrer ,mutter und half ihr heimlich1 soviel sie konnte1 in ihren ngsten und ,nten4 ,ihrem stolzen1 wahrheitsliebenden ,wesen war alle ,heimlichkeit zuwider2 aber sie begriff1 da es gegen einen gemeinsamen ,feind zusammenzustehen galt4 ,und sie frchtete ihn2 er hatte sie wiederholt geschlagen4 ,einmal hatte er sie geschlagen1 als sie bis spt in die ,nacht das ,haus hatte hten mssen und eingeschlafen und durch langes ,klopfen und ,rtteln an der geschlossenen ,haustr nicht zu erwecken gewesen war4 ,da1 als sie wieder einhten sollte und der ,vater ihr streng befohlen hatte1 weder zu schlafen noch sich einzuschlieen1 setzte sie sich an die ,haustr1 lehnte den ,kopf dagegen und schlief beruhigt ein4 ,wenn die ,haustr aufging1 mute sie ihren ,kopf treffen1 und dann mute sie sicher erwachen4 ,als die ,eltern sie so fanden1 erklrte die ,mutter1 da sie nicht wieder ausgehen werde1 wenn das ,kind nicht zu ,bett gehen drfe1 was ihrem ,gatten zu sehr ausgedehnten und sehr ironischen ,bemerkungen ,anla gab4 ,nur nach langen ,kmpfen und unter verletzend spttischen ,glossen hatte er zugegeben1 da ,hilde dem dringenden ,rat ihrer ,lehrer folge und ins ,prparandeum eintrete4 ,und bald nachdem dies geschehen1 hatte er seine ,familie verlassen4 ,er gab ihnen keinen ,pfennig zu ihrem ,unterhalt2 aber dennoch wnschten sie ihn nicht zurck2 trotz allem ,mangel und aller ,sorge schien es ihnen1 als wre der ,himmel heiterer geworden4 ,mit treu vereinten ,krften schlugen sie sich durch4 ,aber dann wurde die ,mutter krank und krnker1 und endlich lag sie ein ganzes ,jahr lang auf dem ,schmerzenslager4 ,nun muten sie den ,gatten und ,vater doch an seine ,pflicht gemahnen1 und auf ,mahnen und ,drngen kam er ihr halbwegs und mit ,verwnschungen nach4 ,htte ,hilde nicht eine ,freundin gehabt1 die ihr oft geholfen1 so htte sie das ,seminar verlassen und einen ,dienst annehmen mssen4 ,aber es kam der ,tag1 da sie mit drei kleineren ,geschwistern am ,sarge der ,mutter stand4 ,da pltzlich erschien auch eine ,tante mit ihren ,tchtern und mit ,trauerkrnzen1 und siehe1 sie erhoben ein mehrstimmiges1 schallendes ,klagegeheul4 ,geht hinaus6 sagte ,hilde4 ,die ,tante glaubte nicht recht zu hren4 ,drei ,jahre hat sie gelitten1 und ,ihr habt ,euch nicht um sie und nicht um ihre ,kinder gekmmert4 ,geht hinaus und nehmt ,eure ,krnze mit4 ,und die ,klageweiber schlichen betreten mit ihren ,krnzen davon4 ,ein ,bruder ihrer ,mutter gab ihnen nun das ,notdrftigste zum ,leben4 ,die ,verstorbene hatte immer darauf gehalten1 da ihre ,kinder1 wenn es irgend zu erschwingen war1 am ,sonntag einen ,kuchen bekmen4 ,und eines ,sonntags kaufte ,hilde ihren ,geschwistern fr wenige ,pfennige ein paar ,kuchen1 weil sie die verlangenden ,blicke der ,kleinen nicht ertragen konnte4 ,das hrte der ,onkel und berhufte sie mit ,vorwrfen1 da sie nichts verdiene und fremdes ,geld noch obendrein vergeude4 ,da beschlo sie1 ein ,ende zu machen4 ,sie ging zum ,armenpfleger und sorgte dafr1 da ihre ,geschwister bei wackeren ,leuten ihrer ,bekanntschaft untergebracht wrden4 ,und dann ging sie zum ,seminardirektor1 um ihren ,austritt aus dem ,seminar anzumelden4 ,sie wollte einen ,dienst annehmen1 und wenn es der niedrigste wre4 ,nur nicht mehr von der ,gnade der ,menschen abhngen6 ,herr ,direktor ,dr4 ,korn war noch im ,schlafrock und ,pantoffeln2 aber er dachte nicht daran1 diese ,toilette einer jungen ,dame wegen zu ndern4 ,was wnschen ,se8 fragte er unwirsch4 ,sie erklrte1 da sie auszutreten wnsche4 ,er starrte sie an und sagte3 ,se sind wohl nicht recht jescheit4 ,jetzt1 wo ,se n halbes ,jahr vor der ,prfung stehen8 ,sie erklrte ihm1 da sie msse und warum sie msse4 ,hm4 ,und wat wolln ,se denn jetzt anfangen8 ,irgendeinen ,dienst annehmen4 ,i ,jott bewahre4 ,det jiebts nich4 ,wir lassen ,se nich los4 ,wir jeben ,ihnen in einem unserer ,schulhuser ne ,wohnung1 umsonst1 mit ,feurung4 ,frs ,essen wird sich auch ,rat finden4 ,und vielleicht lt sich auch noch irgendwo n kleines ,stipendium losmachen4 ,hilde hatte ,mhe1 ihre ,trnen zu unterdrcken4 ,also austreten is nich4 ,det schlagen ,s sick man ausm ,kopf4 ,ich wei nicht1 wie ich ,ihnen danken soll1 ,herr ,direktor1 stotterte ,hilde4 ,is auch jar nich ntig4 ,halten ,se mann ,kopf hoch4 ,vielen1 vielen ,dank1 ,herr ,direktor4 ,bitte sagte ,korn nicht2 all dergleichen berflssigkeiten verachtete er4 ,so war nun der uersten ,not gewehrt1 aber freilich nur der uersten4 ,wohl hatte sie sechs ,freitische3 aber die ,woche hatte noch immer sieben ,tage1 und auch am ,morgen und am ,abend empfindet der ,mensch ein ,bedrfnis nach ,nahrung4 ,damit nun ihre ,mitschlerinnen nicht auf den ,gedanken verfielen1 da sie nichts zu essen habe1 versagte sie sich das ,abendbrot3 dann hatte sie ein paar ,groschen fr ein ,frhstck4 ,auch war es fr ein siebzehnjhriges ,mdchen ein unheimliches ,wohnen hoch oben in dem verlassenen ,schulhause1 und in verzweifelten ,augenblicken flchtete sie sich in den ,keller1 an den ,herd der ,schuldienerfamilie4 ,aber es kam die ,prfung1 die sie mit ,auszeichnung bestand1 und mit ihr kam das befreiende ,gehalt von achthundert ,mark pro anno4 ,als sie die erste ,vierteljahrsrate empfangen hatte1 zahlte sie zunchst alle ihre ,schulden1 und dann ging sie hin und kaufte fr die ,schuldienerfrau ein ,geschenk1 weil sie der ,meinung war1 da man erwiesene ,freundlichkeiten vergelten msse1 sobald man die ,mittel dazu habe4 ,ihre ,sympathie mit ,ludwig ,semper war nicht ohne einen tiefen ,grund4 ,inzwischen aber war der reiche ,onkel in ,griechenland gestorben1 der ,besitzer groer ,marmorbrche1 der ,knig der ,mainotten1 der einmal gesagt hatte1 wenn ,hilde gro sei1 solle sie seine ,knigin werden4 ,wie ein ,meteor war er damals aufgetaucht und verschwunden4 ,nun war er tot1 und alle ,verwandten reisten nach ,griechenland1 um die ,erbschaft in ,empfang zu nehmen1 nur die ,chavonnes nicht2 denn die hatten kein ,geld zum ,reisen4 ,und nach einiger ,zeit hie es1 die ,chavonnes seien bei der ,erbschaft ausgefallen1 der ,onkel habe sie in seinem ,testament nicht bedacht4 ,um ihrer ,geschwister willen ging ,hilde zu einem ,anwalt1 und der erklrte1 wenn man viel ,geld habe1 knne man nach ,griechenland prozessieren4 ,das haben wir nicht1 sagte ,hilde und ging mit dem ruhigsten ,herzen von der ,welt von dannen4 ,sie war ja imstande1 sich selbst zu helfen2 ihre ,schwestern hatten ihr ,auskommen1 und ihren ,bruder1 der ein ,handwerk lernte1 konnte sie immerhin mit ,taschengeld versorgen4 ,in solcher ,vermgenslage sich mit den ,verwandten um ,geld schlagen8 ,wozu8 ,auch bekam sie ja ,privatstunden1 mehrere ,privatstunden an der ,schule einer unglaublich frommen ,schulvorsteherin4 ,aber ,hilde hatte nicht mehr die ,frmmigkeit der ,gromutter2 eine andere ,frmmigkeit war in ihr emporgewachsen4 ,und als die gute alte ,dame1 die die junge ,lehrerin ob ihres ,wissens und ihres ,lehrgeschicks nicht genug rhmen konnte1 ihr auch den ,geschichtsunterricht bertragen wollte1 da lehnte sie ab4 ,das kann ich nicht1 sagte sie4 ,ich habe gehrt1 wie ,sie den ,geschichtsunterricht erteilen4 ,sie geben einen frommen ,geschichtsunterricht2 berall sehen ,sie ,gottes ,fgung4 ,das das kann ich nicht4 ,wenigstens so nicht4 ,da sah das kleine alte ,frulein ,paulsen geraden ,blickes hinauf in ,hilde ,chavonnes weit offene1 dunkelleuchtende ,augen und sagte3 ,geben ,sie nur ruhig den ,geschichtsunterricht4 ,was ,sie tun1 kann nicht schlecht sein4 ,,liv4 ,kapitel4 ,asmus ringt mit hheren ,tchtern und besteht ein schweres ,examen nur mangelhaft4 ,als ,hilde geendet hatte1 ergriff ,asmus leise ihre ,hand und bedeckte sie mit langen1 andchtigen ,kssen4 ,das viele ,leid1 das sie erlitten1 hatte sie ihm zwiefach geheiligt4 ,er unterschied sich insofern gewi nicht von anderen ,menschen1 als ihm ,geld und ,gut keineswegs zu den unntigen und unerfreulichen ,dingen gehrten2 aber doch schien es ihm1 da er dies ,mdchen um seiner ,armut und seiner ,kmpfe willen nun doppelt und dreifach liebe4 ,auch war die ,armut etwas1 das nun mit jedem ,tage mehr schwinden mute4 ,nchste ,ostern bekam er schon #afjj ,mark ,gehalt2 dann wollten sie heiraten4 ,was8 ,ostern wollt ihr schon heiraten8 rief ,frau ,rebekka4 ,bald nach ,ostern1 ja4 ,das schien gar nicht nach ,rebekkens ,sinne zu sein4 ,ich la euch deshalb ja nicht im ,stich1 sagte ,asmus4 ,hab deshalb nur keine ,sorge4 ,von den #afjj ,mark und von den #bjj ,mark1 die er mit ,privatstunden verdiente1 konnte er seinen ,eltern ja leicht noch abgeben1 ohne da er und sein ,weib ,mangel litten4 ,die #bjj ,mark waren allerdings ein hartes ,brot4 ,wenn er in seiner ,schule fertig war1 hastete er nach einer ,hheren ,tchterschule1 um dort im ,singen und im deutschen ,aufsatz zu unterrichten4 ,es waren richtige hhere ,tchter1 das heit sie hatten das ,bewutsein1 zu den hheren ,dingen zu gehren4 ,in den sogenannten besseren ,hamburger ,familien ist der ,klassendnkel nicht selten bis zur vollkommenen ,verblendung entwickelt1 und dieser traditionelle ,geist oder ,ungeist bertrgt sich auf die ,kinder4 ,es waren wohl liebe und gescheite ,mdchen darunter2 eine groe ,anzahl aber ging von dem ,grundsatze aus3 ,wie kmen wir dazu1 zu antworten und uns anzustrengen2 unser ,vater bezahlt ja4 ,asmus kam bald dahinter1 da seine ,meinung1 die wohlgepflegten ,kinder reicher und guter ,familien zu unterrichten und zu erziehen1 sei keine ,kunst1 ein ganz erheblicher ,irrtum gewesen war4 ,im ,gegenteil2 er stie hier gelegentlich auf raffinierte ,niedertrchtigkeiten und herzlose ,tcken1 die weit betrbender und hoffnungsloser waren als die ,roheiten seiner ,schler aus der ,hafengegend4 ,dazu waren die ,machtmittel des ,lehrers hier geringer4 ,einen ,lmmel unter den ,jungen nahm man1 wenns not tat1 beim ,ohr oder versetzte ihm eine ,ohrfeige er hielt den ,krper eines ,schlingels nicht fr unantastbar und erinnerte sich sehr gut1 da manche der ,schlge1 die er als ,junge empfangen1 ebenso begrndet als ntzlich gewesen waren aber dergleichen ,mittel waren bei ,mdchen freilich ausgeschlossen4 ,obendrein standen die meisten seiner ,schlerinnen im zwlften oder dreizehnten ,lebensjahre1 das will sagen3 in den weiblichen ,flegeljahren4 ,er bemhte sich1 seinen ,unterricht so anziehend wie mglich zu gestalten2 aber eine ganze ,reihe dieser ,damen war gleichwohl von der ,existenzberechtigung eines ,lehrers nicht zu berzeugen4 ,endlich fand er dennoch ein ,mittel1 sie zu bndigen4 ,wenn eine sich mit besonderer ,wohligkeit auf den passiven ,widerstand verlegte1 so las er einfach der ,klasse ihren ,aufsatz vor4 ,das half4 ,wenn er las3 ,antigone hatte sich an dem zarten ,bande ihres ,schleiers emporgeknpft1 oder ,schiller setzte dem wackeren ,pfarrer ,moser in seinen ,rubern ein ,denkmal1 indem er den ,ruberhauptmann nach ihm benannte1 oder ,er konnte den unbequemen ,laut seines ,innern nicht zum ,schweigen bringen2 und wenn dann alles in strmische ,heiterkeit ausbrach 7auch die1 die ,schlimmeres geschrieben hatten71 dann fhlten sie doch etwas wie das ,walten einer ,nemesis4 ,asmus hatte entdeckt1 da die weibliche ,seele auerordentlich empfindlich ist gegen den ,spott1 und von nun an brauchte er nur zu sagen3 ,bertha ,klapp1 ich werde nchstens wieder einen ,aufsatz vorlesen dann wurde ,bertha ohne weiteres umgnglich4 ,von solchen und anderen ,strapazen erholte er sich1 indem er sich unter ,hildens ,oberaufsicht zum zweiten ,examen vorbereitete1 zu jenem ,examen1 das die feste ,anstellung gewhrleistete4 ,es war die lustigste und erfrischendste ,bffelei von der ,welt4 ,sie pilgerten hinaus in jenen anmutigen ,garten ,zum ,morgenstern1 wo sie sich um ,erika und ,calluna gestritten hatten1 setzten sich in eine ,laube und tranken ,kaffee4 ,dann gab er ihr den betreffenden ,schmker in die ,hand1 und sie fragte ihn mit redlichem ,eifer1 was darin stand4 ,es war eine der schwersten ,prfungen1 die man sich denken kann1 viel schwerer als die gewhnlichen2 denn gewhnlich haben die ,examinatoren nicht solche ,augen1 solche ,nase1 solche ,wangen1 solchen ,mund1 solches ,haar1 solche ,stimme6 ,eine ,stunde wohl und lnger gab er ihr treulich auf alles ,bescheid1 bis ihm die ,sache doch zu unnatrlich wurde4 ,einen ,schlu nach ,celarent1 verlangte sie von ihm4 ,einen ,schlu nach ,celarent8 ,bon6 ,kein ,weib ist schn 7nach ,schopenhauer76 ,alle ,hilden sind ,weiber4 ,also keine ,hilde ist schn4 ,sie drohte mit dem ,finger4 ,herr ,semper8 ,ich werde ,sie durchfallen lassen6 ,ach bitte1 ,herr ,professor1 lassen ,sie mich nicht durchfallen1 ich mchte so gern heiraten6 ,haha1 heiraten wollen ,sie8 ,wen denn8 ,ein entzckendes1 ein wonniges1 ach ,gott1 ein ,sie haben ja keine ,ahnung1 ,herr ,professor4 ,erlauben ,sie1 da ich ,sie ksse ,was fllt ,ihnen ein6 ,sie stie ihn auf seinen ,platz zurck4 ,bilden ,sie einen ,schlu nach ,darii6 ,nach ,darii8 ,wie ,sie wollen4 ,alle ,basen frben rotes ,lackmuspapier blau4 ,hilde ist eine ,base4 ,also frbt ,hilde rotes ,lackmuspapier blau4 ,dann sah sie wohl ein1 da mit ihm nichts mehr anzufangen sei2 sie klappte lachend das ,buch zusammen und schlug ihm damit auf die ,finger4 ,lieber1 ser ,professor1 rief er1 die ,logik1 die ,sie mir da abfragen1 ist ja der gottvergessenste formalistische ,quatsch1 ist ja das blankste scholastische ,blech von der ,welt6 ,bevor ich etwas davon wute1 hab ich genau so konsequent gedacht wie jetzt1 oder konsequenter4 ,ach bitte1 ,herr ,professor1 tun ,sie ,ihr ,tschchen auf und geben ,sie mir vom ,brote des ,lebens4 ,dann verzehrten sie den ,proviant1 den ,hilde mitgebracht und den sie mit gewohnter ,delikatesse bereitet hatte2 er lie es sich mit ,ausdauer schmecken und meinte3 ,die ,brotgelehrten haben doch nicht so ganz unrecht4 ,zu solchen ,stunden brachte er wohl auch trotz aller ,examenbffelei ein ,gedicht mit1 und eines ,tages brachte er ihr eins1 das eine hartnckige ,liebe besang4 ,jan ,reimers hatte vor gar nichts ,furcht4 ,er rettete damals die beiden ,dnen1 ,ihr wit wohl es wollte keiner dran ,er ri sie dem blanken ,hans aus den ,zhnen4 ,nun war da die ,antje ,nissen ei ja1 ,die mochte dem starken ,jan wohl taugen6 ,schmuck war sie1 alles was recht ist man blo3 ,ihr guckte der ,deubel aus beiden ,augen4 ,aber ,jan1 wie gesagt1 war bange vor nichts4 ,und so freit er um ,antje4 ,sie ziert sich nicht lange ,und sagte ,ja und ward seine ,braut4 ,aber als sies war1 da ward ihm doch bange4 ,schon vor der ,hochzeit alle ,tag ,krieg6 ,verdammt1 denkt ,jan1 nur noch drei ,wochen1 ,dann ist die ,hochzeit4 ,sie lt mich nicht los4 ,aber sie ist ein ,stachelrochen4 ,da denkt euch da kommt ihm ,hilf in der ,not6 ,bei ,sdsdost wird ,jan ,reimers verschlagen ,er rennt auf die ,klippen das ,schiff zerkracht ,eine ,planke hat ihn nach ,england getragen4 ,sein erster ,gedanke war3 ,jung1 watn ,glck1 ,nu bin ick verschollen6 ,das s ,gottes ,wille6 ,er stopft sich die ,pfeife mit nassem ,shag ,und steckt sie in ,brand bedachtsam und stille4 ,sein ,ewer freilich war ,grus und ,mus4 ,na ja1 denkt ,jan1 wat is dor ,slimms bi6 ,ick hev hier ,fisch un hev hier ,tobak4 ,und er lebte drei ,jahre vergngt in ,grimsby4 ,aber die ,welt ist ein ,rattenloch4 ,ein ,landsmann mu ihn gesehen haben4 ,jan bummelt am ,hafen1 die ,fust in der ,tasch1 ,sich recht an ,freiheit und ,sonne zu laben ,da hrt er pltzlich ihm schiets in die ,knie ,seinen ,namen rufen von weiblicher ,stimme3 ,jan ,reimers6 ,jan ,reimers6 ,ihm wars als rief ,des jngsten ,tages ,posaun ihn mit ,grimme6 ,aber ,jan hat ,courage3 er stellt sich taub6 ,da ruft ,antje ,nissen3 ,du solltest dich schmen6 ,nun tu doch nicht so1 als wenn du nicht hrst4 ,du ,feigling1 du6 ,da mut er sie nehmen4 ,sie lachte1 als er geendet hatte1 und dann nahm er noch einmal das ,blatt und schrieb mit ,bleistift oben ber das ,gedicht3 ,meiner ,antje ,nissen ,in ,schauern der ,ehrfurcht gewidmet4 ,da lachte sie noch herzlicher1 und ihr ,lachen fhrte immer unfehlbar zum ,kssen4 ,vom ,kssen kamen sie dann wieder ins ,lachen1 kurz1 es war der alte wohlbekannte circulus vitiosus der ja in der ,logik eine wichtige ,rolle spielt4 ,es kann nicht von allen ,szenen dieser ,art berichtet werden1 um so weniger1 als sie fr den lteren ,leser eher rgerlich als unterhaltend sind4 ,nur so viel sei gesagt3 ,sie liebten sich so zrtlich1 da sie die zrtlichen ,worte und ,kosenamen unseres ,sprachschatzes lngst verbraucht hatten und1 wenn sie ihre ganze ,liebe in ein recht von ,grund aus erschpfendes ,wort pressen wollten1 zu ,injurien greifen muten4 ,wenn er sie zu hart angefat hatte1 rief sie mit einem goldenen ,lachen in den ,augen3 ,du ,gassenjunge du1 du ,rowdy6 und er flsterte mit berquellendem ,jubel3 ,du ,hexe du1 du ,teufelsweib6 und meistens1 wenn sie dergleichen gesagt hatten1 kam gerade der ,kellner4 ,asmus ,semper war damals noch recht unbekannt1 sonst wrde gewi eines ,tages in den ,zeitungen gestanden haben1 da er und seine ,braut sich ,hexe und ,gassenjunge schimpften4 ,wenn sie dann nach der hochnotpeinlichen ,prfung an die ,elbe hinunterwanderten1 sich in den ,sand streckten und die ,schiffe kommen und gehen sahen1 wenn ,hilde heimlich herbeischlich1 ihr ,gesicht leise ber das seine neigte und ihn kte1 wenn dann alles ,glck der ,kindheitserinnerung mit dem ,glck der ,gegenwart in ,asmussens ,herzen zusammenschmolz1 dann mute er laut oder schweigend ein ,dankgebet sprechen4 ,er1 dem in trben und schweren ,tagen nie der ,gedanke an einen persnlichen1 vterlich waltenden ,gott kam1 in ,augenblicken berwltigenden ,glckes hatte er das ,bedrfnis nach irgendeinem ,wesen1 dem er danken knne1 und unter ,lachen und ,trnen rief er stumm oder mit lautem ,jubel in den ,himmel hinauf3 ,herrgott1 du verwhnst mich1 du verwhnst mich entschieden6 ,lieber ,gott1 la mich nicht ersticken in meinem ,glck6 ,,lv4 ,kapitel4 ,zeichnet sich durch ,krze aus1 die aber nicht ,schuld des ,verfassers ist4 ,nach dem zweiten ,examen wollte ,murow1 der ,seminardirektor1 ihn an die ,seminarschule ziehen4 ,aber ,asmus lehnte abermals dankend ab4 ,und bald darauf machten die beiden sich auf1 eine ,wohnung zu suchen4 ,in einer westlichen ,vorstadt ,hamburgs1 in einem ,hinterhuschen1 fanden sie zwei ,zimmer1 eine ,kammer und eine ,kche4 ,als sie diese ,rume sahen1 waren sie mit einem einzigen ,blicke einverstanden3 ,hier kann das ,glck wohnen4 ,als ,asmus dem ,hauswirt den ,gottespfennig in die ,hand drckte1 war der erstaunt ber die ,gre des ,geldstcks4 ,es war ein ,taler4 ,heute konnte ,asmus es sich leisten1 ,grundeigentmer zu beschenken4 ,er war dem ,manne so dankbar1 da er ihm die reizende ,wohnung abgelassen hatte6 ,als er aber fr einen ,aufsatz1 den er in einer ,zeitschrift verffentlicht hatte1 ein ansehnliches ,honorar empfangen hatte1 schenkte er der ,geliebten ein ,kleid von weier ,seide1 und ihre ,kolleginnen und ,freundinnen schenkten ihr dazu einen ,einsatz von kstlicher ,stickerei4 ,wie eine ,knigin sollte sie aussehen4 ,die ,ausstattung der knftigen ,wohnung war ein ununterbrochenes ,fest4 ,jeder ,stuhl und jedes ,kissen war eine ,freude fr sich1 und wenn sie ein ,dutzend ,teller kauften1 so waren es zwlf ,freuden auf einmal4 ,als aber am ,abend vor der ,hochzeit die ,freundinnen zu ,hilden in das knftige ,heim kamen1 um die letzte ,hand an den ,brautputz zu legen1 siehe1 da hatte der treuherzige ,handwerksmann die lngst versprochenen ,sitzmbel noch immer nicht geliefert4 ,kurz entschlossen setzten sich die ,mdchen in einem ,kreis um ,hilden herum auf den ,fuboden und durchflochten ihr heiteres ,werk mit ,lachen und ,singen4 ,in einem ,gartenlokal am ,elbufer sollte die ,hochzeit gefeiert werden4 ,nicht umsonst zog es ihn in heiligen ,tagen seines ,lebens immer wieder an diesen ,strom2 auf seinen ,fluten war die ,seele des ,knaben und des ,jnglings von je in alle ,fernen der ,hoffnung gewandert4 ,mit ,wolken und leisem ,regen begann der ,hochzeitstag1 und auch1 als sie aus dem ,wagen stiegen1 regnete es ein wenig4 ,es regnet in die ,brautkrone1 sagte eine aberglubische ,verwandte1 das bedeutet ,glck4 ,und dann ward es ein stiller1 wolkenloser1 in seiner eigenen ,schnheit seliger ,maientag4 ,ludwig ,semper und ,goers der ,riese waren ,trauzeugen gewesen1 und als nun ,goers1 der ,gtige1 sich zu einem ,trinkspruch auf das ,brautpaar erhob und ihm aus treuem1 lauterem ,herzen eine ,schar von blhenden ,kindern wnschte1 da errtete ,hilde wohl1 aber nicht in ,unwillen1 sondern in einem wirbelnden ,gefhl von ,scham und ,glck4 ,und als sie noch beim bescheidenen ,mahle saen1 erklang pltzlich ein langer1 sanfter ,geigenton2 die ,tren des kleinen ,saales taten sich auf1 wie von ,geisterhand geffnet1 und von einem feinen und sauberen ,streichquartett klang es herein3 ,treulich gefhrt1 ziehet dahin1 ,wo euch der ,segen der ,liebe bewahr6 ,siegreicher ,mut1 ,minnegewinn ,eint euch in ,treue zum seligsten ,paar4 ,und am ,pulte des ersten ,geigers sa niemand anders als ,morieux4 ,asmus war aufs freudigste ergriffen von diesem zarten ,geschenk2 die ,streicher wurden im ,triumph an den ,tisch geholt1 und als alle genug gegessen und getrunken hatten1 erhob man sich zum ,tanz4 ,asmus und ,hilde aber bestiegen den lange schon wartenden ,wagen zur ,hochzeitsreise nach dem ,hinterhuschen in der westlichen ,vorstadt4 ,als sie an seinem ,elternhause vorberfuhren1 neigte er sich ans ,wagenfenster und sah so lange hinaus1 bis das ,haus seinen ,blicken entschwunden war4 ,in diesem ,augenblick fuhr ihm wie ein ,blitz ein knftiges ,gedicht durchs ,herz1 und einige ,tage spter schrieb er es auf4 ,am ,hochzeitstage4 ,laut rollt der ,hochzeitswagen durch die ,gasse4 ,wir ruhen drin1 zu stillem ,glck geeint4 ,sieh1 wie die ,sonne glnzt durch ,regenwolken3 ,die ,hoffnung lacht und die ,erinnrung weint4 ,so ists ein ,fest der ,wonne wie der ,trauer4 ,ich fhls1 da neue ,liebe mich beglckt1 ,wie lang genossne1 unvergoltne ,liebe ,mit schwerem ,vorwurf meine ,seele drckt4 ,der ,eltern denk ich1 der verlassnen1 alten1 ,und whrend mich dein ,zauber sanft umgibt1 ,erfat es mich mit wehmutsvoller ,mahnung1 ,wie zrtlich sie mich je und je geliebt4 ,sie lieen mich den ,traum der ,jugend trumen1 ,leicht schlug mein ,herz6 ihr ,haupt war sorgenschwer4 ,so zweifle nicht1 wenn sich mein ,auge feuchtet4 ,der ,sommer prangt2 ein ,frhling kommt nicht mehr4 ,wie rasch der ,wagen rollt6 ,wir fliegen selig ,und zukunftstrunken in die ,welt hinaus4 ,euch ,sternen meiner ,jugend send ich ,gre ,ins abendrotumkrnzte1 stille ,haus4 ,verzeiht dem heien ,drang der jungen ,seelen1 ,der euch des vielgeliebten ,sohns beraubt4 ,unsterbliches ,gedchtnis eurer ,liebe ,und ,segen ber euer greises ,haupt6 ,,lvi4 ,kapitel4 ,ein lngeres ,kapitel1 weil darin von einem ,leuchtturm1 einer ,nachtigall1 einem ,kinde1 einem ,rosenberg und von noch einem ,kinde berichtet werden mu4 ,wenn ,semper der ,ehemann sich einen neuen1 herzerquickenden ,kunstgenu bereiten wollte1 dann lustwandelte er durch seine zwei ,stuben1 seine eine ,kammer und seine ,kche4 ,sie schimmerten und flimmerten1 da er sich nicht satt schauen konnte1 und der phantasievolle ,schloherr der bayrischen ,knigsschlsser konnte mit seinen ungezhlten ,millionen keine tiefere ,befriedigung gewonnen haben als der junge ,schloherr in der westlichen ,vorstadt4 ,als ,knabe hatte er einst getrumt1 wenn er reich werde1 wolle er sich ein groes ,schlo bauen mit hohen ,bogenfenstern und ,marmorsulen und ,marmortreppen4 ,das war nun ,wirklichkeit geworden1 ohne ,marmor und ,bogenfenster1 und doch alle ,luftschlsser bertreffend4 ,wenn er auf dem ,sofa lag und die ,blicke ber ,wand und ,decke1 ,schrank und ,bcherbrett wandern lie1 und wenn er sich dann den rmlichen ,hausrat des ,elternhauses vorstellte1 dann dachte er3 ich bin ein ,emporkmmling2 mit rasender ,geschwindigkeit bin ich emporgekommen4 ,er erinnerte sich1 gelesen zu haben1 da innerhalb desselben ,geschlechtes nach einem ,aufstieg mit einer gewissen ,regelmigkeit eine ,decadence der folgenden ,generationen eintrete1 und mit ,wehmut erfllte ihn der ,gedanke1 da sptere ,nachkommen von ihm gezwungen sein knnten1 diese strahlende ,hhe wieder zu verlassen4 ,er wute freilich noch gar nicht1 ob er berhaupt ,nachkommen haben werde4 ,nun war aber an seiner ganzen ,wohnstatt ganz gewi nichts ,kostbares im alltglichen ,sinne1 und manche ,frau trug in einem ,ohrlppchen ein weit greres ,vermgen1 als dieses ganze ,schmuckkstchen mit allem1 was darin war1 gekostet hatte4 ,was dieser ,heimstatt fr die ,seele des jungen ,mannes den unnennbaren ,glanz gab1 das war sein ,glck2 was ihr aber auch fr das ,auge ,schnheit verlieh1 das war ,hildens ,hand4 ,nicht umsonst war sie die ,jahre hindurch1 als die ,mutter krank lag1 das alles umsorgende1 alle betreuende ,hausmtterchen gewesen4 ,und die ,mutter war wie die ,mutter des ,goetheschen ,gretchens gewesen4 ,bei der ,frau ,chavonne kann man vom ,fuboden essen1 hatte es bei den ,nachbarinnen geheien1 und ,nachbarinnen sind streng4 ,diese ,tradition hielt ,hilde aufrecht4 ,und wie es nun einmal wahr ist1 da die ,grazien den1 den sie lieben1 in keiner ,lage und zu keiner ,stunde verlassen1 so blieb ihre ,anmut ihr auch bei den grbsten ,verrichtungen treu4 ,und sie durfte vor grober ,arbeit nicht zurckscheuen2 denn fremde ,dienste konnten sich die jungen ,semper nur als seltene ,aushilfe gestatten4 ,aber sie dachte auch nicht daran1 vor irgendeiner ,arbeit zurckzuschrecken2 in lchelnder ,ruhe stand sie ber jedem beschrnkten ,hochmut4 ,arbeit hatte sie geadelt1 und sie adelte die ,arbeit4 ,und wenn man nun bedenkt1 da jeden ,abend1 wenn sie zur ,ruhe gegangen1 die ,nachtigall in ihr ,geplauder1 in ihre ,trume1 in ihren ersten ,schlummer sang6 ,hinter den ,fenstern ihres ,schlafgemaches standen blhende ,apfelbume und andere ,bume1 auch ein ,goldregen1 dessen ,blten herabhingen wie goldene ,lampen in einem dmmergrnen ,dom4 ,und aus einem der ,bume sang ,abend fr ,abend die ,nachtigall4 ,mitten in ihrem ,liebesgeplauder verstummten sie oft entzckt und sagten3 ,hr nur hr nur6 ,ja1 oft horchten sie fast erschrocken auf2 denn es hatte geklungen wie eines ,menschen weinende1 schwellende1 verhauchende ,klage2 dann wieder war es wie ein pltschernder ,quell1 durch den das ,mondlicht glnzt4 ,alle ,vgel haben ihre wiederkehrende ,weise1 dachte ,asmus2 nur sie hat immer neue ,weisen2 nie singt sie zweimal dasselbe2 sie ist das ,genie1 dem die ,welt immer neu erscheint1 das immer ,neues erkennt und ,neues singt4 ,aller ,vogelgesang ist lieblich2 aber sie allein hat ,kraft und ,milde1 sie allein hat ,lust und ,tiefe zugleich4 ,darum ist sie die ,sngerin der ,liebenden4 ,denn mit ,sinnenkraft und ,herzensmilde die ,welt ergreifen1 von hchster ,geisteswonne bis zu tiefen ,zuges trinkender ,sinnlichkeit die ,welt ausmessen3 das ist ,liebe4 ,horch1 sagte ,asmus1 wie langsam und klagend sie auch ihr ,lied beginnen mag1 immer endet sie mit jubelndem ,geschmetter4 ,sie ist eine ,optimistin2 sie glaubt an das ,leben4 ,glaubst du auch daran8 ,ja1 wenn sie bei ihm war1 glaubte sie daran2 wenn sie allein war1 konnte sie noch immer nicht fassen1 da das ,leben nicht mehr ihr ,feind sei4 ,sie konnte noch immer dem neuen ,gesicht des ,lebens nicht trauen2 ihr ,vertrauen war in einem langen ,winter bis auf den ,grund gefroren1 und jahrelangen ,sonnenscheins bedurfte es1 diesen ,see wieder bis zum ,grunde zu erwrmen4 ,noch blieb ihnen die ,sonne treu4 ,herrgott1 wie es sich arbeitete in diesen ewig sonntglichen ,rumen6 ,und als er eines ,mittags aus der ,schule kam1 sah er es ,hildens ,gesicht an1 da etwas ,gutes passiert sei4 ,wieviel erwartest du noch vom ,leuchtturm8 fragte sie gespannt4 ,fnfundsiebzig ,mark4 ,er schickt hundert6 ,asmus ri den ,begleitbrief auf und las3 ,es entfallen auf ,ihren ,beitrag eigentlich nur fnfundsiebzig ,mark2 aber wir schicken ,ihnen mit ,vergngen hundert1 wenn ,sie uns bald wieder bedenken wollen4 ,er schlang ,hilden den ,arm um die ,taille und tanzte mit ihr durchs ,zimmer4 ,in solchen ,augenblicken tanzte er sogar gut4 ,fnfundzwanzig ,mark wie vom ,himmel gefallen6 ,sie kamen ja noch immer so eben1 eben aus2 aber sie konnten es schon brauchen4 ,aber es war doch noch eine ganz winzige ,freude1 eine wahre ,lumpenfreude gegen die ,freude eines andern ,tages1 jenes ,tages1 da sie ihm verriet1 sie habe sichere ,anzeichen dafr1 da sie nicht immer allein bleiben wrden4 ,da tanzte er nicht mit ihr1 da zog er sie sacht auf seine ,knie herab und hielt lange1 lange ihren ,kopf an seiner ,brust1 als mt er sie nun behten auch vor dem leisesten ,leid der ,welt4 ,ja1 das ,schicksal war ihm in diesen ,tagen hold gesinnt1 und manchmal schon hatte er sich im stillen gefragt1 wieviel es ihm abziehen werde1 und was1 und wann8 ,aber es schien an keinen ,abzug zu denken2 im ,gegenteil2 es schenkte ihm in dieser ,zeit zu allem ,glck noch einen neuen und echten ,freund4 ,er hatte in einem ,lehrerverein einen ,vortrag ber ,hamerling gehalten und damit unter anderen den ,beifall eines jdischen ,lehrers gefunden1 der ihm nach dem ,vortrag als ,dr4 ,rosenberg vorgestellt wurde4 ,asmus fand sofort an dem ganzen ,manne ein groes ,gefallen1 an seinem sympathischen ,gesicht1 an seinem offenen und doch bescheidenen und bei aller bescheidenen ,zurckhaltung dennoch bewuten ,wesen1 an seinen ,interessen und seinen ,erlebnissen4 ,rosenberg war ,philologe1 war in ,paris und ,london gewesen und erzhlte1 wie er in ,london lange vergeblich seinen ,unterhalt durch ,stundengeben gesucht und wie1 als er eines ,tages wieder von einem vergeblichen ,gange heimgekehrt sei und auf dem ,rcken eines ,buches den ,namen ,schiller gelesen habe1 bei diesem ,namen die ,trnen des bittersten ,heimwehs unaufhaltsam hervorgebrochen seien4 ,es war der erste ,jude1 mit dem ,asmus in nhere persnliche ,berhrung kam1 und diese ,begegnung war ihm so interessant und erfreulich1 da er den neuen ,bekannten einlud1 ihn zu besuchen4 ,rosenberg kam2 ,asmus erwiderte den ,besuch1 und auf die lebendigste ,weise erwuchs nun ein ,freundschaftsverhltnis1 das fast alle frheren ,freundschaften ,asmussens an ,dauerhaftigkeit bertreffen sollte4 ,als ,rosenberg zum ersten ,male bei ,sempers gewesen war und die junge ,frau ,semper nur flchtig gesehen hatte1 da hatte er1 wie er spter gestand1 im stillen gedacht3 ,er htte doch so jung nicht heiraten sollen4 ,beim zweiten ,besuche lernte er ganz anders denken und sah doch die junge ,frau berhaupt nicht4 ,und das hatte alles seine guten ,grnde4 ,als ,rosenberg seinen zweiten ,besuch machte1 war es wieder ein ,maientag1 der ,tag vor ,pfingsten1 und in grauender ,frhe dieses ,tages hatte ,hilde ihren ,gatten geweckt und ihn gebeten1 da er die ,wehmutter hole4 ,und dann folgte ein ,tag1 fr ,asmus wohl nicht viel leichter als fr ,hilden4 ,er wanderte in seinem ,zimmer rastlos auf und ab1 und am ,nachmittag war er so weit1 es laut vor sich hinzusprechen3 ,ich will lieber kein ,kind haben wenn sie nur nicht mehr zu leiden braucht4 ,ein furchtbares ,gewitter brach los2 unmittelbar ber dem ,hause war ein unablssiges ,flammen und ,krachen1 und jeder ,schlag traf ihn1 weil er daran dachte1 wie es sie erschrecken msse4 ,er hatte ihr angeboten1 bei ihr zu sein2 aber sie wollte mit der ,wehmutter allein sein4 ,und erst um #g ,uhr des ,abends vernahm er das ,schreien eines ,kindes2 ,isolde ,semper war zur ,welt gekommen4 ,als die ,wrterin der jungen ,mutter das ,kind zeigte1 rief sie3 ,o1 das ist ja ,mutter ,rebekka6 und sank in die ,kissen zurck4 ,auf den ,fuspitzen war ,asmus hereingekommen2 er beugte sich ber sie und kte sie leise1 leise auf die ,stirn4 ,sie schlug die ,augen auf1 groe1 feuchte ,augen und hauchte3 ,du armer ,mann1 jetzt kann ich nicht fr dich sorgen4 ,du nrrischer ,engel1 flsterte er1 willst du gleich schweigen und schlafen8 und kte ihr die ,augen zu4 ,aber sie ffnete sie wieder und sah ihn an mit einem ,blick voll bermenschlichen ,glcks4 ,dann hob sie behutsam die ,decke von dem ,kindlein1 das in ihren ,armen lag4 ,sieht sie nicht ganz aus wie ,mutter ,semper8 flsterte sie4 ,er nickte ,ja1 obwohl er nichts dergleichen sah2 er dachte nicht an das ,kind3 er dachte nur an sie4 ,die weise ,frau versicherte ihm1 da alles gut verlaufen sei2 da schlich er hinaus1 nahm seinen ,hut und ging auf die ,strae4 ,er mute ,himmel ber sich sehen4 ,als er nach einer halben ,stunde heimkehrte1 war ,rosenberg dagewesen4 ,die junge ,mutter hatte jemand kommen hren1 hatte vernommen1 wer es sei1 und der ,wrterin gesagt3 ,sorgen ,sie bitte dafr1 da der ,herr eine ,erfrischung bekommt4 ,und ,rosenberg erfuhr von der ,wrterin1 da die junge ,frau ,semper vor kaum einer ,stunde ,mutter geworden sei und da sie selbst den ,trunk fr ihn befohlen habe4 ,da dachte er3 ,das mu eine seltene ,frau sein4 ,nie verga er ihr diesen ,trunk1 und schon bei einem nchsten ,besuch1 als sie selbst ihn bewirtete1 dachte er3 ,er hat keineswegs zu frh geheiratet4 ,in den folgenden ,wachen und ,monaten kam ,asmussen seine ,erziehung durch die ,tabakstube1 wo er unter unablssigen ,gesprchen und ,geruschen die subtilsten ,sachen studiert hatte1 vorzglich zustatten4 ,denn die ,stimme ,isoldens war vernehmlich und ausdauernd4 ,sie vollbrachte ,leistungen1 gegen die die ,partie der ,wagnerschen ,isolde als ,episode erscheint4 ,aber das strte ihn nicht4 ,er gehrte nicht zu den geistigen ,arbeitern1 die auf eine ,meile im ,umkreis ,asphaltpflaster und ,strohschtten brauchen4 ,der ,platz vor seinem ,hause war ein beliebter ,spielplatz der ganzen nachbarlichen ,kinderschar1 und er schlo das ,fenster nicht1 wenn ihr ,geschrei hereinklang2 denn es war ihm wie ein frhlicher ,gru des ,lebens1 das zum ,wirken und ,schaffen rief4 ,auch besa er im ,notfall noch immer die ,kraft1 eine ,mauer um sich zu bauen2 wenn er nicht wollte1 so hrte er selbst ,isolden nicht4 ,auch als ,dichter gehrte er nicht zu denen1 die nur auf persischen ,teppichen und vor perlgrauen ,seidentapeten dichten knnen1 und die mancherlei kleinen ,banalitten1 die ein enger ,haushalt unweigerlich mit sich bringt1 die selbst einer ,hilde ,hand nicht immer zu bannen vermag1 verstimmten nicht sein ,saitenspiel4 ,er verstand es so gut1 da ,schiller in einem ,zimmer1 das nichts als einen halben ,tisch1 einen ,stuhl und eine ,schtte ,kartoffeln enthielt1 die ,louise ,millerin schreiben konnte4 ,was mute das fr ein ,dichter sein1 der die ,ausstattung seines ,zimmers1 der seine ,gesellschaft nicht jeden ,augenblick selbst beschaffen1 der nicht jeden ,augenblick seine ,zelle in das ,boudoir der ,lady ,milford oder in den ,hafen von ,genua verwandeln konnte86 ,und so erzog er in unbekmmertem ,frohsinn neben der kleinen ,isolde noch ein zweites1 stilleres ,kind1 sein erstes ,buch4 ,unbekmmert war dieser ,frohsinn freilich nur in ,hinsicht der ueren ,strungen2 was die inneren ,hemmnisse anlangt1 war es ein oft unterbrochener ,frohsinn4 ,nie hat jemand besser den ,knstler beschrieben als ,goethe1 da er die liebende ,seele beschrieb3 himmelhoch jauchzend zum ,tode betrbt4 ,der ,knstler wre kein ,knstler1 der nicht himmelhoch jauchzte ber ein gelungenes ,werk und der nicht zum ,tode betrbt sein knnte ber dasselbe ,werk4 ,und als ihn nun gar die ,banalitt der ,druckkorrekturen berfiel1 als er seine eigenen ,verse immer wiederkuen mute1 da bermannte ihn ein tiefes ,verzagen4 ,aber ,rosenberg ri seinen ,mut wieder empor2 ,rosenberg war begeistert von diesen ,versen4 ,ich lege meine ,hand dafr ins ,feuer1 da ,sie ,anerkennung finden werden1 prophezeite er4 ,und wirklich fanden die ,gedichte von ,asmus ,semper1 als sie endlich erschienen waren1 die freundlichste ,aufnahme2 denn da die ,lyrik nichts einbringt1 so erfhrt sie oft eine sehr wohlwollende ,beurteilung4 ,,lvii4 ,kapitel4 ,fngt frhlich an und endet traurig2 das ,schicksal fordert seinen ,zoll4 ,zu allen diesen ,freuden schenkte das ,schicksal1 das ihn verziehen zu wollen schien1 unserm ,asmus noch eine sonnige ,weihnacht4 ,schon zur vorigen ,weihnacht hatte er die bisherige ,ordnung der ,dinge auf den ,kopf gestellt und seinen ,eltern den ,tannenbaum geschmckt2 diesmal1 da er wieder ein feistes ,honorar von siebzig ,mark errungen hatte1 sollten sie das zu essen bekommen1 was in seinem ,elternhause immer als das ,weihnachtsgericht der ,reichen gegolten hatte3 ,karpfen6 ,und ,weiwein sollte dazu getrunken werden1 ja ,weiwein6 ,unmittelbar vor der allgemeinen ,bescherung aber winkte ,hilde ihren ,gatten auf die ,seite1 zog ihn ins andere ,zimmer1 schlang die ,arme um seinen ,hals und flsterte ihm ins ,ohr3 ,wenn du lieb bist1 hab ich noch ein besonderes ,geschenk fr dich freilich noch nicht heute4 ,er sah ihr mit jhem1 frohem1 fragendem ,staunen ins ,gesicht4 ,ja886 ,sie nickte eifrig4 ,wann denn8 ,ich denke1 im ,juli oder ,august4 ,da kte er sie unzhlige ,male und zog sie in das ,weihnachtszimmer und war1 noch bevor er den ,weiwein genossen hatte1 so trunken1 da er die ,lichter des ,tannenbaumes nicht doppelt1 nein siebenfach1 nein hundertfach sah4 ,rebekka ,semper fand den ,karpfen kstlich1 fand berhaupt1 da ,hilde eine geborne ,kchin sei1 und ,ludwig ,semper lchelte sein stillstes und innigstes ,lcheln1 als habe er den ,weg zurckgefunden zu den strahlenden ,tannenbumen seines ,elternhauses4 ,er sprach mit ,asmus von dessen ,gedichten und nannte die1 die ihm besonders gefallen hatten1 und obwohl eines ,vaters ,beifall zu den ,werken seines ,sohnes vor der ,welt keinen ,klang hat1 so wute ,asmus doch1 da ihm nie ein schnerer ,lorbeer gedeihen knne als dieses schweigsamen ,mannes ,lob und ,lcheln4 ,diesem groen und stillen ,herzen zu gefallen1 das war ein groer und stiller ,ruhm4 ,aber nur ein ,semper konnte das wissen4 ,ludwig ,semper war aufgerumt und gesprchig wie seit langem nicht2 er erzhlte1 wie ,asmus einst mit kleinen ,kinderschrittchen neben ihm ber die ,wiese getrippelt sei und gerufen habe3 ,o ,vater1 hier ist es gerade so wie dein ,geburtstag6 wie der ,kleine unzhlige ,male an seinen ,arbeitstisch gekommen sei und ihm nach ,wunsch aus dem ,freischtz1 aus der ,nachtwandlerin und wohl aus zwanzig andern ,opern vorgeblasen1 was er aufgefangen habe1 ja1 ,ludwig ,semper stieg weit in die eigene ,kindheit hinab und sprach von seinem ,vater1 dem ,kaufmann ,carsten ,semper1 auf dessen ,diele jeder ,besucher ,schinken essen und ,kornschnaps trinken konnte1 ohne zu bezahlen1 und von dem ,tage1 da der ,justizrat quer ber die ,strae auf seinen ,vater zugelaufen kam und rief3 ,wissen ,sie schon1 ,herr ,semper1 ,goethe ist tot6 ,es war wie ,sammlung und ,rckblick in diesen ,reden ,ludwig ,sempers2 aber die ,seinen merkten es nicht4 ,wohl war ihnen aufgefallen1 da er die ,speisen kaum berhrt hatte1 selbst die ,karpfen nicht2 aber da er ihre ,besorgnis mit ,lachen zurckwies1 so hatten sie sich beruhigt4 ,freilich hatte ,frau ,rebekka erklrt1 da er schon lnger an ,appetitlosigkeit leide und da sie ihn natrlich nicht zum ,arzt kriegen knne4 ,als ,asmus seine ,eltern am ,sylvestertage besuchte1 hrte er1 da sein ,vater sich von der ,weihnachtsfeier nur mit unsglicher ,mhe nach ,hause geschleppt habe4 ,ich werde den ,weg nicht wieder machen knnen1 sagte ,ludwig ,semper mit wehmtigem ,lcheln4 ,ei was6 rief ,asmus1 dann holen wir euch einfach in der ,droschke2 wir habens ja6 ,und er dachte sich1 welch eine ,lust es sein werde1 die ,alten im ,triumph einzuholen1 zu ,wagen1 wie ein ,frstenpaar6 ,und noch einmal ging er beruhigt heim4 ,beim nchsten ,besuch fand er seinen ,vater zum ,schlimmen verndert4 ,er konnte nicht mehr arbeiten1 sa in seinem alten ,lehnstuhl und mochte nicht sprechen4 ,seine ,gesichtsfarbe war grau geworden1 und wie ,frau ,rebekka mit ,kmmernis erzhlte1 schlief er den grten ,teil des ,tages4 ,sein ,appetit war nicht zurckgekehrt4 ,mit ,bangen im ,herzen ging ,asmus diesmal davon4 ,sollte das ,schicksal 8 ,nein1 einen so harten ,zoll konnt es nicht fordern2 so grausam konnt es sein ,glck nicht verkrzen wollen6 ,ja1 wenn es ein achtzig-1 neunzigjhriger ,greis wre1 dann mte man sich mit der ,notwendigkeit vershnen4 ,aber mit siebenundsechzig ,jahren konnte das ,schicksal diesen ,mann nicht hinraffen wollen1 diesen ,mann nicht6 ,selbst vllig fremde ,menschen muten dem ,zauber dieses ,mannes huldigen4 ,als ,asmus vor nicht langer ,zeit im ,lehrerverein geredet und die ,kunst als ,erzieherin proklamiert hatte und auch sein ,vater als ,gast zugegen gewesen war1 da hatte die ,versammlung dem ,redner ein ,hoch gebracht4 ,gleich darauf aber hatte sich der ,vorsitzende erhoben und gesprochen3 ,ich glaube1 nicht fehlzugehen1 wenn ich in dem ehrwrdigen ,manne1 der unserm ,semper zur ,seite sitzt1 seinen ,vater vermute4 ,und dann hatte er mit khner1 launiger und geschickter ,psychologie aus dem ,wesen des ,sohnes ein ,bild des ,vaters konstruiert und hatte diesen ,vater gefeiert1 und mit brausendem ,hurra hatte die ,versammlung ihm zugestimmt4 ,asmus hatte heimlich nach seinem ,vater geschielt und hatte gesehen1 wie er sich freute1 und da dieser ,mann1 der sein ganzes reiches ,pfund in ,weltabgeschiedenheit vergraben hatte1 nun doch einmal vor aller ,welt die ,ehren geno1 die ihm gebhrten1 das war doch von allen ,erfolgen ,asmussens der beglckendste gewesen4 ,und sollte das die letzte groe ,freude im ,leben ,ludwig ,sempers gewesen sein8 ,nein1 nicht die letzte4 ,als ,asmus wieder nach ,oldensund kam1 waren ,hilde und die kleine ,isolde mit ihm4 ,und als sie zu dem ,vater ins ,zimmer traten1 sa er schlafend im ,lehnstuhl2 er erwachte auch nicht von ihrem ,eintritt4 ,bekmmerten ,herzens hrten sie1 was ,mutter ,rebekka mit leisem ,weinen berichtete4 ,er schlafe fast den ganzen ,tag1 sei nicht zum ,essen zu bewegen und verstehe oft gar nicht1 was man zu ihm sage4 ,whrend sie noch sprach1 ffnete der ,kranke die ,augen2 immer weiter ffnete er sie1 bis sie so gro und freundlich waren wie in seinen besten ,tagen4 ,wem gehrt das allerliebste ,kind8 fragte er leise1 mit frohem ,staunen4 ,sie sagten ihm1 da es ja ,isolde sei1 ,asmussens und ,hildens ,kind und seine eigene ,enkelin4 ,da verbreitete sich noch einmal von diesen ,augen aus ber das ganze ,gesicht des ,leidenden das groe1 unerschpflich gtige ,lcheln1 das ber ,asmussens ganzer ,kindheit wie eine treulich wiederkehrende ,sonne geleuchtet hatte1 und dann schlossen sich die ,augen wieder1 und der ,kranke war wieder entschlummert4 ,die ,besucher schlichen hinaus1 und drauen nahm ,asmus seine ,mutter auf die ,seite und fragte3 ,was sagt denn der ,arzt8 ,da konnte sich ,rebekka nicht mehr halten3 laut jammernd rief sie3 ,ach ,gott1 der schreckliche ,mensch sagt1 es wre vielleicht ,magenkrebs1 ich werd ja verrckt1 wenn ich blo daran denke6 ,das machte ,asmus vom ,kopf bis zu den ,fen erstarren4 ber all seine ,befrchtungen hatte immer wieder die ,hoffnung gesiegt1 es werde vorbergehen4 ,dieser ,schlag betubte ihn4 ,aber nur fr einen ,augenblick4 ,er schickte ,hilden und das ,kind nach ,hause und rannte zum ,arzt4 ,ja1 sagte der1 alle ,anzeichen sprechen dafr4 ,ich habe keine ,magensure gefunden1 das ist das sicherste ,symptom4 ,herr ,doktor1 stammelte ,asmus1 ,sie drfen mir nicht zrnen1 ,sie sind ja auch nur ein ,mensch1 ,sie mssen sich in meine ,lage versetzen1 es ist mein ,vater1 wrden ,sie es mir belnehmen1 wenn ich noch einen zweiten ,arzt befragte8 ,durchaus nicht1 versetzte der ,arzt1 ,sie machen sich freilich unntige ,kosten2 aber wenn es ,sie beruhigt ,asmus eilte zu einem ,altenberger ,arzt1 der ihm als besonders tchtig empfohlen war4 ,der lie ihn khl an4 ,wer denn seinen ,vater behandle8 ,der ,doktor ,soundso4 ,ja1 das sei ja ein sehr tchtiger ,arzt4 ,er wisse nicht1 was er da solle4 ,asmus flehte ihn an1 er mchte doch kommen4 ,nun ja1 ich kann ja hinkommen4 ,und ,asmus ging mit neuer ,hoffnung3 ,der wird vielleicht zu einem anderen ,ergebnis kommen4 ,als er andern ,tages ins ,elternhaus kam1 war der zweite ,arzt noch nicht dagewesen4 ,der ,kranke aber delirierte und konnte nur mit grter ,mhe im ,bette festgehalten werden4 ,da kam ,asmussen der ,gedanke3 ,ins ,krankenhaus4 ,hier1 in diesen rmlichen1 beschrnkten ,verhltnissen konnte ja der ,vater nicht gepflegt werden wie im ,krankenhause1 und wenn eine ,operation ntig war1 mute er doch dorthin4 ,und dort waren die besten rzte4 ,er besorgte die ,aufnahme ins ,krankenhaus1 nahm eine ,droschke und fuhr vors ,elternhaus4 ,nun holte er seinen ,vater in der ,droschke6 ,aber nicht im ,triumph1 ach ,gott1 nicht im ,triumph6 ,ohnmchtig lag ihm sein ,vater im ,arm wie ein ,kind1 und als er so mit seinem ,vater im ,wagen allein war1 rannen seine ,trnen unaufhrlich4 ,als er den ,vater endlich wohlgebettet sah1 eilte er zum ,arzt des ,krankenhauses und erstattete ihm ,bericht ber den ,kranken4 ,dieser ,arzt war ein feiner und milder ,mann2 er hrte den ,sohn1 aus dessen ,worten er wohl die fliegende ,angst des ,herzens vernahm1 mit groer ,teilnahme an und entlie ihn mit neuer ,hoffnung4 ,nun kann noch alles gut werden1 dachte ,asmus4 ,dieser ,arzt ist ein vortrefflicher ,mann1 und im ,krankenhause hat man alles zur ,hand1 was man zur ,pflege eines schwer ,erkrankten braucht4 ,andern ,mittags1 als er aus der ,schule heimkam1 war sein erstes ,wort3 ,ist ,nachricht vom ,krankenhause da8 ,ja1 sagte ,hilde ernst1 der ,bote war hier4 ,und8 rief er begierig4 ,du weit es doch schon1 nicht wahr8 sprach ,hilde sanft4 ,er starrte sie an4 ,ist er 8 ,er brachte das ,wort nicht heraus4 ,sie nickte stumm und legte den ,arm um seinen ,hals4 ,er aber fiel mit einem einzigen1 lauten ,aufschluchzen in die ,sofaecke4 ,das also hatte er mit allen ,mhen und ngsten erreicht1 da sein ,vater nun einsam gestorben war4 ,zwar3 ,ludwig ,semper war nach dem ,bericht der ,wrter nicht wieder zum ,bewutsein erwacht1 und morgens um zwei ,uhr war er gestorben4 ,aber wenn er nun doch noch einen lichten ,augenblick gehabt und wenn er ,weib und ,kinder gesucht hatte mit diesem ,gedanken zerfleischte sich ,asmus das ,herz1 whrend er durch die ,straen rannte und die ,formalitten fr die ,bestattung erledigte4 ,dabei lief er oft stundenlang durch ,gegenden1 in denen er nichts zu suchen hatte2 er wute nicht1 womit er sonst seine ,zeit ausfllen sollte4 ,als er dann an der ,bahre seines ,vaters stand und den starren1 trnenlosen ,blick auf das weie ,haupt des ,toten heftete1 da mute er unaufhrlich denken3 ,knig ,lear ,knig ,lear4 ,dieser ,mann hatte nicht aus ,torheit ein ,kind verstoen1 war kein ,tyrann gewesen und war seine ,liebe vergolten worden1 wie sies verdiente8 ,die ,liebe eines ,vaters kann man nicht vergelten1 dachte er2 jeder ,vater ist ein ,knig ,lear4 ,und als er seine arme1 gebeugte ,mutter sah1 als er daran dachte1 da ihre ,kinder von ihr gegangen waren und das beste ,teil ihres ,herzens an andere gegeben hatten1 da fgte er hinzu3 und jede ,mutter ist eine ,niobe4 ,er ri sich gewaltsam empor aus seinem ,brten und sah sich um4 ,von seinen ,freunden war nur einer erschienen3 ,dr4 ,rosenberg4 ,und das war die erste ,freude in all diesem ,leid4 ,als er am ,grabe stand1 war es wieder wie immer2 er konnte nicht weinen4 ,er dachte1 was mssen die ,menschen von dir denken1 da du am ,grabe deines ,vaters ohne eine ,trne stehst4 ,aber als er das dachte1 konnte er um so weniger weinen4 ,er hatte seit jenem ,aufschluchzen in ,hildens ,armen nicht geweint2 auch als er heimgekommen war1 weinte er nicht4 ,erst am ,abend des folgenden ,tages1 als ,hilde zu einer ,besorgung das ,haus verlassen hatte und er allein an seinem ,schreibtisch sa1 legte er den ,kopf in den ,sessel zurck und weinte1 weinte unaufhaltsam wie ein kleines ,kind1 das im ,gewhl und ,gedrnge der ,menschen die ,hand des ,vaters verloren hat4 ,,lviii4 und letztes ,kapitel4 ,asmus bekommt einen ,preis1 einen ,wolfram und eine ,weltanschauung1 und da dies dem ,verfasser genug dnkt1 brigens auch die ,weltanschauung den ,mann macht1 so schliet er diese ,geschichte eines ,jnglings4 ,warum suchte denn ,asmus in diesen schweren ,tagen nicht ,trost bei seiner ,hilde8 ,wer am ,schlusse dieses ,buches noch so fragen wrde1 der wrde das ,wesen von ,ludwig ,sempers ,sohn nicht ganz verstanden haben4 ,leute wie dieser ,asmus knnen den ,trost nicht bei anderen1 sondern immer nur in sich selbst finden1 und wenn sie auf den ,trost anderer hren1 so ist es1 weil sie ihn schon in sich selbst gefunden haben4 ,zunchst suchte er auch keinen ,trost2 er whlte vielmehr in seiner ,wunde4 ,nicht alle ,menschen rufen im ,schmerze sofort nach ,linderung wie das ,kind nach dem ,schnuller4 ,er fand es recht und gut1 da er litt1 wo sein ,vater so schwer und so lange geduldet hatte2 er bildete sich nicht ein1 ein ,anrecht auf ein schmerzloses ,dasein zu haben1 wenn solche ,menschen litten4 ,dann aber1 als er sich recht in ,ruhe und ,einsamkeit sattgeweint hatte1 trat seine angeborene ,philosophie wieder in ihr ,recht3 ,mit unabnderlichen ,tatsachen nicht zu hadern und den ,kampf des ,lebens in ,hoffnung und ,vertrauen immer wieder aufzunehmen4 ,war es doch inzwischen eine ,hoffnung und ein ,vertrauen geworden1 die weit ber den ,kreis eines ,einzeldaseins hinausreichten4 ,so oft er auch an den frhen ,hingang seines ,vaters mit ,schmerzen gedenken mochte er konnte dessen auch in weit1 weit spteren ,jahren nur mit tiefer ,wehmut gedenken dieser ,verlust gehrte1 als er mit ihm abgeschlossen hatte1 nicht mehr zu den ,dingen1 die sein ,wirken und seine ,entwicklung hemmen konnten4 ,er htte auch keine ,zeit gehabt zu melancholischen ,meditationen2 er erfuhr wieder einmal den ,fluch und den ,segen der ,armut4 ,er hatte schlielich doch einsehen mssen1 da #ahjj ,mark und selbst #bjjj ,mark nicht ausreichten1 wenn man ,eltern davon untersttzen und auerdem drei ,menschen erhalten wollte1 von denen zwei doch etwas mehr verlangten als ,stillung des ,hungers4 ,und seine ,schriftstellerei war noch ein vllig unsicheres ,brot2 ,arbeiten1 die ihm spter mit ,kuhand abgenommen wurden1 mute er in diesen ,jahren wie saures ,bier an ,dutzende von ,blttern vergeblich ausbieten4 ,dazu stand die ,geburt des zweiten ,kindes in naher ,aussicht4 ,rosenberg1 der dem ,freunde die ,sorgen vom ,gesicht lesen mochte1 hatte ihm in zartester ,weise seine ,hilfe angeboten2 ich verdiene weit mehr1 als ich brauche1 hatte er gesagt1 und ich bin froh1 wenn ich mein ,geld so gut anwenden kann4 ,aber ,asmus hatte vorlufig mit ,dank und ,rhrung abgelehnt4 ,er wute1 da dieser ,mann ihn niemals drngen wrde2 aber er hatte vor ,schulden ein tiefes ,grauen2 sie waren das einzige gewesen1 das die heiter gtige ,seele seines ,vaters verbittern konnte4 ,so griff er denn zu einer ,hufung der ,privatstunden2 er bereitete ,lehrer und ,lehrerinnen auf das zweite ,examen vor4 ,die ,nachbarinnen steckten die ,kpfe zusammen und fragten3 ,was tun denn die jungen ,damen immer bei ,herrn ,semper8 ,dann sagte der ,hauswirt3 ,sie lernen bei ihm das ,dichten4 ,es war ein ,glck1 da ihm in seiner regelmigen ,ttigkeit eine groe ,wohltat geschehen war4 ,er war nun schlielich doch versetzt worden1 und an dem ,leiter dieser neuen ,schule erkannte ,asmus so recht1 wie unsere ,worte und ,handlungen das ,gesicht der ,persnlichkeit tragen1 aus der sie flieen4 ,auch dieser ,chef legte zuweilen auf kleine ,dinge einen ,wert1 der ihnen nicht zukam2 aber er war ein jovialer ,gentleman1 der in seinen ,kollegen bis zum ,beweise des ,gegenteils ,gentlemen erblickte1 und so bedeuteten alle ,kleinigkeiten nichts auf dem groen ,grunde des gegenseitigen ,vertrauens4 ,kein ,miton trbte das ,verhltnis zwischen diesem ,manne und dem renitenten ,herrn ,semper4 ,und als er eines ,mittags von diesem freieren und froheren ,dienste nach ,hause kam1 da sah er an ,hildens ,gesicht1 da etwas hnliches geschehen sein msse1 wie damals mit den hundert ,mark vom ,leuchtturm1 aber etwas noch weit ,froheres4 ,auf ihrem schnen ,gesicht1 das ihm einst nur fr den ,ernst und die ,trauer geschaffen schien1 zuckten tausend ,lichter des ,frohsinns1 und in ihrer ,hand hatte sie einen ,brief4 ,du darfst nicht bse sein6 rief sie1 ich konnt es nicht aushalten ich hab ihn geffnet1 als ich sah1 woher er kam6 ,da lies selbst6 ,er las1 und als er gelesen hatte1 wollt er sie wieder umarmen und mit ihr tanzen2 aber nein das durfte sie ja nicht6 ,da drckte er ihr ,gesicht mit beiden ,hnden und zerknllte dabei den ,brief und dessen ,inhalt vollstndig und kte sie1 bis ihr der ,atem verging2 aber er mute doch tanzen1 er mute tanzen1 und er umarmte einen ,stuhl und tanzte mit dem durch beide ,zimmer4 ,in einer sddeutschen ,stadt gab es eine ,schillerstiftung1 die von ,zeit zu ,zeit an ,versdichter einen ,schillerpreis von #bjj ,mark verteilte4 ,dieser ,preis war nun den ,gedichten von ,asmus ,semper zuerkannt worden4 ,als er den ,brief noch einmal gelesen und die beiden ,hundertmarkscheine geglttet und genau betrachtet hatte1 ob es auch richtige ,banknoten und nicht etwa ,ehrendiplome oder dergleichen wren1 da drehte er sich auf einem ,beine mehrmals um sich selbst4 ,aber pltzlich hielt er inne1 lie sich auf einen ,stuhl fallen und wurde tiefernst4 ,und ,hilde kniete zu ihm nieder und sagte3 ,ich wei1 was du denkst6 ,ja1 ,hilde8 ,weit du das8 ,hilde6 ,wenn er das noch erlebt htte6 ,mein ,gott1 wenn er das noch erlebt htte6 ,das wre ihm wie eine ,krnung seines ,lebens gewesen4 ,so wenig sich ,frau ,hilde in den ,gedanken ihres ,mannes verrechnet hatte1 so sehr hatte sie sich in der ,zeit ihrer ,erwartung verrechnet4 ,einen vollen ,monat spter1 als sie gehofft1 erschien das zweite ,kind2 dafr aber war es ein richtiger ,junge4 ,der junge ,herr ,wolfram schrie genau so kraftvoll wie seine ,schwester4 ,als ,asmus seinem ,freunde ,rosenberg die ,nachricht brachte1 da rief der3 ,nun1 da mu man wahrhaftig sagen3 ,ein volles ,glck6 ,mensch1 ,sie sind ein ,liebling der ,gtter6 ,sie haben ein herrliches ,weib1 eine ,tochter1 einen ,sohn und alle sind gesund1 und ,sie haben ,glck und ,freude an ,ihrer ,kunst und in ,ihrer ,kunst6 ,bei ,gott1 ein volles ,glck1 ein volles ,glck6 ,er sprach es ohne ,neid1 obwohl ihm selbst eine frhe ,hoffnung verhagelt war4 ,und doch ahnte der ,freund bei weitem nicht den ganzen ,umfang von ,sempers ,glck2 er konnt es nicht kennen in seiner ganzen ,flle4 ,asmus hatte in den letzten ,monden ,kmpfe durchgerungen1 von denen niemand wissen konnte4 ,er hatte fr seinen frohen1 hoffenden ,glauben an das ,leben nach einem tieferen und festeren ,grunde gesucht und hatte ihn gefunden1 fr viele ,jahre wenigstens gefunden4 ,wenn selbst ein ,faust ausrief3 ,o glcklich1 wer noch hoffen kann1 ,aus diesem ,meer des ,irrtums aufzutauchen6 und wenn ,asmus dennoch hoffte1 so fragte er sich3 ,bin ich ein ,wagner8 ,nein1 ein ,wagner war er nicht1 das durfte er sich zuerkennen4 ,nur in halbkindlichen ,jahren hatte er geglaubt1 da ein ,mensch viel wisse und da er alles wissen knne4 ,auch war er nie so gemein gewesen1 die ,welt fr vortrefflich zu halten1 weil es ihm gut erging4 ,aber doch hatte er sich die ,harmonie der ,welt schon in engeren ,kreisen1 ach1 schon im ,bezirk eines ,einzellebens vollendet gedacht4 ,daran war er irre geworden und hatte nun die ,landmarken seiner ,hoffnung weiter gesteckt1 in die ,jahrhunderttausende1 in die ,jahrmillionen hinein4 ,auf diesem langen ,wege bedurft es eines starken ,glaubens1 nein1 eines starken ,wissens1 und das hatte er gefunden4 ,nicht nur die unmittelbare ,gewiheit des ,sittengesetzes war ihm aufgegangen1 er fhlte auch unmittelbare ,gewiheit im ,denken und im ,schaffen1 und er nannte dies ,gefhl1 das die ,entwicklung des ,menschen begleitet1 das ,richtungsgefhl4 ,trotz aller ,schuld1 alles ,irrtums und alles ,milings wei der ,mensch1 in welcher ,richtung ,ausgang und ,ende des ,entwicklungsstromes liegen2 in seiner ,brust ist ein ,magnet1 der trotz allen ,zitterns und allen ,abirrens den ,weg zur ,vollendung weist4 ,an einem kstlich milden ,septemberabend1 als er mit der froh genesenen ,hilde am ,fenster sa und noch ein letzter ,hauch der ,sonne auf den ,bumen lag1 sprach er zu ihr3 ,ich hab was geschrieben willst dus hren8 ,mit der ,freude eines ,kindes ergriff sie seine ,hand und drckte sie an ihr ,herz und lie sich dann zu seinen ,fen nieder4 ,er entfaltete ein ,blatt und las3 ,chidhr4 ,ein wunderbarer ,traum hat mich besucht4 ,ich sa an eines ,berges ,hang und schaute4 ,in einer flchtigen ,minute ,raum ,gedrngt1 den ,daseinswechsel langer ,zeiten4 ,im ,tal zu meinen ,fen sah ich ,blumen ,auf ,blumen sich erschlieen und vergehn1 ,sah ,bum und ,strucher keimen ich und sprossen ,und wachsen1 blhen1 welken und vermodern1 ,und sah ich ,menschen von der ,wiege bis ,zum ,sarg des ,lebens kurzen ,tag durchwandeln4 ,ich sah sie lachen1 weinen weinen1 lachen1 ,sah sie verzweifeln1 hoffen und verzweifeln1 ,sah1 wie das ,glck dem ,unglck reicht die ,rechte1 ,wie ,unglck seine ,rechte reicht dem ,glck ,in ewiger ,kette4 ,namenlose ,trauer ,sank mir mit schweren ,schatten in die ,seele4 ,wann endlich1 dacht ich1 sinnlos-bldes ,spiel1 ,wirst du dich enden8 ,auf und ab und auf ,wiegt seit onen sich die ,lebensschaukel ,auf einer ,seite staunend sitzt das ,leben1 ,und auf der andern grinsend wippt der ,tod ,und auf und ab1 stumpfsinnig1 wird die ,wippe ,durch ,ewigkeiten gehn4 ,wo lebt der ,gott1 ,den dieses grause ,einerlei vergngt8 ,der rmste ,menschengeist1 er htte lngst ,voll berdru und ,ekel dieses ,spielzeug ,zertrmmert 6 ,wie ich also bei mir dachte1 ,sah ich am ,boden pltzlich einen ,schatten ,ich hob den ,blick1 und einen ,jngling sah ich ,mit himmelsheitrer ,stirn1 wie junge ,rosen ,der frohe ,mund1 das ,auge sonnentief4 ,er hob den ,arm und winkte freundlich ,komm6 ,wer bist du8 rief ich4 ,er drauf3 ,chidhr bin ich1 ,der ,grne1 ,ewigjunge1 der im ,lande ,der ,finsternis des ,lebens ,quellen htet4 ,komm1 folge mir4 ,und ,falterflug des ,traumes ,entfhrte mich auf lautlos dunklen ,schwingen ,in eine schreckendstre ,felsenwelt4 ,doch sieh1 aus tiefem ,spalt granitner ,berge ,sprang blulich silbern einer ,quelle ,strahl1 ,der wie ein ewig junges ,lachen klang4 ,und ,chidhr sprach3 ,in hundert ,jahren furcht ,der ruhlos rege ,quell sein hartes ,bette ,um eines ,fingers ,breite4 ,alexander1 ,den bis nach ,indien trug der ,siegeswagen1 ,stand einst wie du an diesem ,lebensquell4 ,seit jenem ,tage grub der ,silberstrang ,um einen ,fu sich tiefer ins ,gestein4 ,und einst wird diese ,quelle im ,verein ,mit ihren ,schwestern diese ,felsen wandeln ,in ein begrntes ,tal1 wie dus verlassen4 ,hier ma der gttergleiche ,alexander ,sein ,werk und seinen ,ruhm am ,ma der ,welt ,und ging von diesem ,ort zerstrten ,herzens4 ,und du1 der schwach und klein ist bei den ,menschen1 ,kannst1 wenn du willst1 ein ,gott von hinnen gehn4 ,wohl ihm1 dem ,freude sprht aus dieser ,quelle1 ,wohl ihm1 der ihr geheimes ,lied versteht4 ,wohl bleichen ihm die ,lichtlein1 die den ,pfad ,ihm durch ein enges ,leben schwach erhellten1 ,die ,lichtlein ,ruhm1 ,unsterblichkeit und ,macht4 ,doch hinter weltenweiten ,finsternissen ,geht eine ,sonn ihm auf1 die alle ,sonnen ,und ,sonnenchre selig berstrahlt4 ,er fhlt1 wie klein der ,mensch1 und fhlt1 wie gro1 ,wie unbegreiflich schn1 wie ber alles ,verdienst und ,ahnen gttlich sein ,beruf1 ,und aus dem ,klang der ,quelle trinkt sein ,herz ,zwei ,krfte wundersam3 ,geduld und ,sehnsucht4 ,geduld1 die hei und tief verlangt1 und ,sehnsucht1 ,die sich am ,glanz des ,zieles still getrstet4 ,o ,menschen1 habt ,geduld1 und tut es nicht ,den ,kindlein gleich1 die in den ,boden kaum ,den ,samen senkten und nach ,blumen schon ,und reifen ,frchten sphn6 ,taucht die ,gedanken ,ins mrchengraue ,alter dieser ,welt ,und steigt empor dann und erkennt1 da gestern ,der ,mrder ,kain seinen ,bruder schlug4 ,du dachtest recht1 mein ,freund3 wr diese ,welt ,ein ,einerlei1 die ,macht1 die sie erschaffen1 ,sie htte lngst zerstrt ihr bldes ,spiel4 ,doch sieh1 soweit in diesem ,reich des ,lebens ,die ,wasser wandern1 hat noch nie ein ,quell1 ,noch nie ein ,strom den ,weg zurckgenommen ,so glaube3 auch der ,strom des ,lebens nicht4 ,vorwrts zum ,licht6 das ist der ,sinn der ,quellen1 ,vorwrts zum ,licht6 das ist der ,strme ,sinn1 ,die deine ,seele1 deinen ,leib durchrinnen4 ,er1 der die ,welt gewollt und dessen ,namen ,kein endlich ,wesen nennen darf noch kann1 ,er gab1 da eures ,wesens tiefste ,quellen ,zum ,lichte gehn und gab euch1 da ihrs wit6 ,so sprach der ,ewigjunge4 ,oder sprachs ,der ,quell8 ,im ,silberklange rann zusammen1 ,was ,chidhr sprach und was die ,quelle sang4 ,und ,falterflug des ,traumes hob mich lautlos ,von dannen1 und vom ,tageslicht geblendet1 ,erwacht ich jh4 ,am ,waldesrand erwacht ich1 ,wo singend aus dem ,fels die ,quelle springt1 ,wo ,morgenlicht von tausend ,himmeln flo4 ,sie nahm ,ihm leise das ,blatt aus der ,hand und suchte darin eine ,stelle1 und als sie sie gefunden hatte1 sprach sie langsam und leise3 ,er1 der die ,welt gewollt und dessen ,namen ,kein endlich ,wesen nennen darf noch kann1 ,er gab1 da eures ,wesens tiefste ,quellen ,zum ,lichte gehn und gab euch1 da ihrs wit6 ,wie immer hatte sie ihn verstanden4 ,und als sie nun die dunklen ,augen in heiligem ,ernste zu ihm erhob1 und als sein froher ,blick in diese ,augen selig versank1 da sprach ,asmus ,semper in seinem ,herzen3 ,ein volles ,glck bei ,gott1 ein volles ,glck4 ,ende4 99 99 99 99 99 ,von demselben ,verfasser erschien im gleichen ,verlage3 ,asmus ,sempers ,jugendland ,der ,roman einer ,kindheit #hf4 bis #ajj4 ,tausend ,brosch4 ,m #c4ej1 geb4 ,m4 #d4ej #ajj4 ,tausend ,jubilumsausgabe in ,leder geb4 ,m4 #aj4 ,alle ,rechte1 besonders das der bersetzung in fremde ,sprachen1 vorbehalten ,published on the #aith of ,march #aijh4 ,privilege of copyright in the ,united ,states of ,north ,america reserved under the act approved ,march #c1 #aije1 by ,otto ,ernst4 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,offensichtliche ,druckfehler im ,text wurden korrigiert1 die ,schreibweise ansonsten aber wie im ,original belassen4 ,die ,werbung fr ,asmus ,sempers ,jugendland von ,otto ,ernst wurde vom ,anfang des ,buches an das ,ende verschoben4 ,auflistung aller gegenber dem ,originaltext vorgenommenen ,korrekturen3 ,s4 #aed3 ,bindestrich entfernt aus-dem ,mrchen - aus dem 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