,mein ,leben und ,streben ,selbstbiographie von ,karl ,may ,band ,i ,freiburg i4 ,br4 ,verlag von ,friedrich ,ernst ,fehsenfeld ,druck der ,hoffmannschen ,buchdruckerei in ,stuttgart4 ,wenn dich die ,welt aus ihren ,toren stt1 ,so gehe ruhig fort1 und la das ,klagen4 ,sie hat durch die ,verstoung dich erlst ,und ihre ,schuld an dir nun selbst zu tragen4 7,karl ,may ,im ,reiche des silbernen ,lwen7 ,inhalt4 ,i4 ,das ,mrchen von ,sitara ,,ii4 ,meine ,kindheit ,,iii4 ,keine ,jugend ,,iv4 ,seminar- und ,lehrerzeit ,v4 ,im ,abgrunde ,,vi4 ,bei der ,kolportage ,,vii4 ,meine ,werke ,,viii4 ,meine ,prozesse ,,ix4 ,schlu ,i4 ,das ,mrchen von ,sitara4 ,wenn man von der ,erde aus drei ,monate lang geraden ,weges nach der ,sonne geht und dann in derselben ,richtung noch drei ,monate lang ber die ,sonne hinaus1 so kommt man an einen ,stern1 welcher ,sitara heit4 ,sitara ist ein persarabisches ,wort und bedeutet eben ,stern4 ,dieser ,stern hat mit unserer ,erde viel1 sehr viel gemein4 ,sein ,durchmesser ist #agjj ,meilen und sein ,aequator #edjj ,meilen lang4 ,er dreht sich um sich selbst und zugleich auch um die ,sonne4 ,die ,bewegung um sich selbst dauert genau einen ,tag1 die ,bewegung um die ,sonne ebenso genau ein ,jahr1 keine ,sekunde mehr oder weniger4 ,seine ,oberflche besteht zu einem ,teile aus ,land und zu zwei ,teilen aus ,wasser4 ,aber whrend man auf der ,erde bekanntlich fnf ,erd- oder ,weltteile zhlt1 ist das ,festland von ,sitara in anderer1 viel einfacherer ,weise gegliedert4 ,es hngt zusammen4 ,es bildet nicht mehrere ,kontinente1 sondern nur einen einzigen1 der in ein sehr tiefgelegenes1 smpfereiches ,niederland und ein der ,sonne khn entgegenstrebendes ,hochland zerfllt1 welche beide durch einen schmleren1 steil aufwrtssteigenden ,urwaldstreifen mit einander verbunden sind4 ,das ,tiefland ist eben1 ungesund1 an giftigen ,pflanzen und reienden ,tieren reich und allen von ,meer zu ,meer dahinbrausenden ,strmen preisgegeben4 ,man nennt es ,ardistan4 ,ard heit ,erde1 ,scholle1 niedriger ,stoff1 und bildlich bedeutet es das ,wohlbehagen im geistlosen ,schmutz und ,staub1 das rcksichtslose ,trachten nach der ,materie1 den grausamen ,vernichtungskampf gegen ,alles1 was nicht zum eigenen ,selbst gehrt oder nicht gewillt ist1 ihm zu dienen4 ,ardistan ist also die ,heimat der niedrigen1 selbstschtigen ,daseinsformen und1 was sich auf seine hheren ,bewohner bezieht1 das ,land der ,gewalt-und,egoismusmenschen4 ,das ,hochland hingegen ist gebirgig1 gesund1 ewig jung und schn im ,kusse des ,sonnenstrahles1 reich an ,gaben der ,natur und ,produkten des menschlichen ,fleies1 ein ,garten ,eden1 ein ,paradies4 ,man nennt es ,dschinnistan4 ,dschinni heit ,genius1 wohlttiger ,geist1 segensreiches unirdisches ,wesen1 und bildlich bedeutet es den angeborenen ,herzenstrieb nach ,hherem1 das ,wohlgefallen am geistigen und seelischen ,aufwrtssteigen1 das fleiige ,trachten nach ,allem1 was gut und was edel ist1 und vor allen ,dingen die ,freude am ,glcke des ,nchsten1 an der ,wohlfahrt aller derer1 welche der ,liebe und der ,hilfe bedrfen4 ,dschinnistan ist also das ,territorium der wie die ,berge aufwrtsstrebenden ,humanitt und ,nchstenliebe1 das einst verheiene ,land der ,edelmenschen4 ,tief unten herrscht ber ,ardistan ein ,geschlecht von finster denkenden1 selbstschtigen ,tyrannen1 deren oberstes ,gesetz in strenger ,krze lautet3 ,d u s o l l st d e r ,t e u f e l d e i n e s ,n ch st e n s e i n1 d a m i t d u d i r s e l b s t z u m ,e n g e l w e r d e st6 ,und hoch oben regierte schon seit undenklicher ,zeit ber ,dschinnistan eine ,dynastie groherziger1 echt kniglich denkender ,frsten1 deren oberstes ,gesetz in beglckender ,krze lautet3 ,d u s o l l st d e r ,e n g e l d e i n e s ,n ch st e n s e i n1 d a m i t d u n i ch t d i r s e l b st z u m ,t e u f e l w e r d e st6 ,und solange dieses ,dschinnistan1 dieses ,land der ,edelmenschen1 besteht1 ist ein jeder ,brger und eine jede ,brgerin desselben verpflichtet gewesen1 heimlich und ohne sich zu verraten der ,schutzengel eines resp4 einer ,andern zu sein4 ,also in ,dschinnistan ,glck und ,sonnenschein1 dagegen in ,ardistan ringsum eine tiefe1 seelische ,finsternis und der heimliche weil verbotene ,jammer nach ,befreiung aus dem ,elende dieser ,hlle6 ,ist es da ein ,wunder1 da da unten im ,tieflande eine immer grer werdende ,sehnsucht nach dem ,hochlande entstand8 ,da die fortgeschrittenen unter den dortigen ,seelen sich aus der ,finsternis zu befreien und zu erlsen suchen8 ,millionen und ,abermillionen fhlen sich in den ,smpfen von ,ardistan wohl4 ,sie sind die ,miasmen gewohnt4 ,sie wollen es nicht anders haben4 ,sie wrden in der reinen ,luft von ,dschinistan nicht existieren knnen4 ,das sind nicht etwa nur die ,aermsten und ,geringsten1 sondern grad auch die ,mchtigsten1 die ,reichsten und ,vornehmsten des ,landes1 die ,phariser1 die ,snder brauchen1 um gerecht erscheinen zu knnen1 die ,vielbesitzenden1 denen arme ,leute ntig sind1 um ihnen als ,folie zu dienen1 die ,bequemen1 welche ,arbeiter haben mssen1 um sich in ,ruhe zu pflegen1 und vor allen ,dingen die ,klugen1 ,pfiffigen1 denen die ,dummen1 die ,vertrauenden1 die ,ehrlichen unentbehrlich sind1 um von ihnen ausgebeutet zu werden4 ,was wrde aus allen diesen ,bevorzugten werden1 wenn es die ,andern nicht mehr gbe8 ,darum ist es ,jedermann auf das allerstrengste verboten1 ,ardistan zu verlassen1 um sich dem ,druck des dortigen ,gesetzes zu entziehen4 ,die schrfsten ,strafen aber treffen den1 der es wagt1 nach dem ,lande der ,nchstenliebe und der ,humanitt1 nach ,dschinnistan zu flchten4 ,die ,grenze ist besetzt4 ,er kommt nicht durch4 ,er wird ergriffen und nach der ,geisterschmiede geschafft1 um dort gemartert und gepeinigt zu werden1 bis er sich vom ,schmerz gezwungen fhlt1 ,abbitte leistend in das verhate ,joch zurckzukehren4 ,denn zwischen ,ardistan und ,dschinnistan liegt ,mrdistan1 jener steil aufwrtssteigende ,urwaldstreifen1 durch dessen ,baum- und ,felsenlabyrinthe der unendlich gefahrvolle und beschwerliche ,weg nach oben geht4 ,mrd ist ein persisches ,wort2 es bedeutet ,mann4 ,mrdistan ist das ,zwischenland1 in welches sich nur ,mnner wagen drfen2 jeder ,andere geht unbedingt zu ,grunde4 ,der gefhrlichste ,teil dieses fast noch ganz unbekannten ,gebietes ist der ,wald von ,kulub4 ,kulub ist ein arabisches ,wort2 es bedeutet die ,mehrzahl des deutschen ,wortes ,herz4 ,also in den ,tiefen des ,herzens lauern die ,feinde1 die man1 einen nach dem andern1 zu besiegen hat1 wenn man aus ,ardistan nach ,dschinnistan entkommen will4 ,und mitten in jenem ,walde von ,kulub ist jener ,ort der ,qual zu suchen1 von dem es in ,babel und ,bibel1 ,seite #gh heit3 ,zu ,mrdistan1 im ,walde von ,kulub1 ,liegt einsam1 tief versteckt1 die ,geisterschmiede4 ,da schmieden ,geister8 ,nein1 man schmiedet sie6 ,der ,stumm bringt sie geschleppt1 um ,mitternacht1 ,wenn ,wetter leuchten1 ,trnenfluten strzen4 ,der ,ha wirft sich in grimmiger ,lust auf sie4 ,der ,neid schlgt tief ins ,fleisch die ,krallen ein4 ,die ,reue schwitzt und jammert am ,geblse4 ,am ,blocke steht der ,schmerz1 mit starrem ,aug ,im ruigen ,gesicht1 die ,hand am ,hammer4 ,da1 jetzt1 o ,scheik1 ergreifen dich die ,zangen4 ,man stt dich in den ,brand2 die ,blge knarren4 ,die ,lohe zuckt empor1 zum ,dach hinaus1 ,und ,alles1 was du hast und was du bist1 ,der ,leib1 der ,geist1 die ,seele1 alle ,knochen1 ,die ,sehnen1 ,fibern1 ,fasern1 ,fleisch und ,blut1 ,gedanken und ,gefhle1 ,alles1 ,alles ,wird dir verbrannt1 gepeinigt und gemartert ,bis in die weie ,glut -- -- -- ,allah1 ,allah6 ,schrei nicht1 o ,scheik6 ,ich sage dir1 schrei nicht6 ,denn wer da schreit1 ist dieser ,qual nicht wert1 ,wird weggeworfen in den ,brack und ,plunder ,und mu dann wieder eingeschmolzen werden4 ,du aber willst zum ,stahl1 zur ,klinge werden1 ,die in der ,faust der ,parakleten funkelt4 ,sei also still6 ,man reit dich aus dem ,feuer -- -- ,man wirft dich auf den ,ambo -- -- hlt dich fest4 ,es knallt und prasselt dir in jeder ,pore4 ,der ,schmerz beginnt sein ,werk1 der ,schmied1 der ,meister4 ,er spuckt sich in die ,fuste1 greift dann zu4 ,hebt beiderhndig hoch den ,riesenhammer -- -- -- ,die ,schlge fallen4 ,jeder ist ein ,mord1 ,ein ,mord an dir4 ,du meinst1 zermalmt zu werden4 ,die ,fetzen fliegen hei nach allen ,seiten4 ,dein ,ich wird dnner1 kleiner1 immer kleiner1 ,und dennoch mut du wieder in das ,feuer -- -- ,und wieder -- -- immer wieder1 bis der ,schmied ,den ,geist erkennt1 der aus der ,hllenqual ,und aus dem ,dunst von ,ru und ,hammerschlag ,ihm ruhig1 dankbar froh entgegenlchelt4 ,den schraubt er in den ,stock und greift zur ,feile4 ,die kreischt und knirscht und frit von dir hinweg ,was noch -- -- -- ,halt ein6 ,es ist genug6 ,es geht noch weiter1 denn der ,bohrer kommt1 ,der schraubt sich tief -- -- -- ,sei still6 ,um ,gottes willen6 u4 s4 w4 u4 s4 w4 ,so also sieht es in ,mrdistan aus1 und so also geht es im ,innern der ,geisterschmiede von ,kulub zu6 ,jeder ,bewohner des ,sternes ,sitara kennt die ,sage1 da die ,seelen aller bedeutenden ,menschen1 die geboren werden sollen1 vom ,himmel herniederkommen4 ,engel und ,teufel warten auf sie4 ,die ,seele1 welche das ,glck hat1 auf einen ,engel zu treffen1 wird in ,dschinnistan geboren1 und alle ihre ,wege sind geebnet4 ,die arme ,seele aber1 welche einem ,teufel in die ,hnde fllt1 wird von ihm nach ,ardistan geschleppt und in ein um so tieferes ,elend geschleudert1 je hher die ,aufgabe ist1 die ihr von oben mitgegeben wurde4 ,der ,teufel will1 sie soll zu ,grunde gehen1 und ruht weder bei ,tag noch bei ,nacht1 aus dem zum ,talent oder gar ,genie ,bestimmten einen mglichst verkommenen1 verlorenen ,menschen zu machen4 ,alles ,struben und ,aufbumen hilft nichts2 der ,arme ist dem ,untergange geweiht4 ,und selbst wenn es ihm gelnge1 aus ,ardistan zu entkommen1 so wrde er doch in ,mrdistan ergriffen und nach der ,geisterschmiede geschleppt1 um so lange gefoltert und geqult zu werden1 bis er den letzten ,rest von ,mut verliert1 zu widerstreben4 ,nur selten ist die ,himmelskraft1 die einer solchen nach ,ardistan geschleuderten ,seele mitgegeben wurde1 so gro und so unerschpflich1 da sie selbst die strkste ,pein der ,geisterschmiede ertrgt und dem ,schmiede und seinen ,gesellen aus dem ,dunst von ,ru und ,hammerschlag ruhig dankbar froh entgegenlchelt4 ,einer solchen ,himmelstochter kann selbst dieser grte ,schmerz nichts anhaben1 sie ist gefeit2 sie ist gerettet4 ,sie wird nicht vom ,feuer vernichtet1 sondern gelutert und gesthlt4 ,und sind alle ,schlacken von ihr abgesprungen1 so hat der ,schmied von ihr zu lassen1 denn es ist nichts mehr an ihr1 was nach ,ardistan gehrt4 ,darum kann weder ,mensch noch ,teufel sie mehr hindern1 unter dem ,zorngeschrei des ganzen ,tieflandes nach ,dschinnistan emporzusteigen1 wo jeder ,mensch der ,engel seines ,nchsten ist4 -- -- -- ,,ii4 ,meine ,kindheit4 ,ich bin im niedrigsten1 tiefsten ,ardistan geboren1 ein ,lieblingskind der ,not1 der ,sorge1 des ,kummers4 ,mein ,vater war ein armer ,weber4 ,meine ,grovter waren beide tdlich verunglckt4 ,der ,vater meiner ,mutter daheim1 der ,vater meines ,vaters aber im ,walde4 ,er war zu ,weihnacht nach dem ,nachbardorf gegangen1 um ,brot zu holen4 ,die ,nacht berraschte ihn4 ,er kam im tiefen ,schneegestber vom ,wege ab und strzte in die damals steile ,schlucht des ,krhenholzes1 aus der er sich nicht herausarbeiten konnte4 ,seine ,spuren wurden verweht4 ,man suchte lange ,zeit vergeblich nach ihm4 ,erst als der ,schnee verschwunden war1 fand man seine ,leiche und auch die ,brote4 ,ueberhaupt ist ,weihnacht fr mich und die ,meinen sehr oft keine frohe1 sondern eine verhngnisvolle ,zeit gewesen4 ,geboren wurde ich am #be4 ,februar #ahdb in dem damals sehr rmlichen und kleinen1 erzgebirgischen ,weberstdtchen ,ernsttal1 welches jetzt mit dem etwas greren ,hohenstein verbunden ist4 ,wir waren neun ,personen3 mein ,vater1 meine ,mutter1 die beiden ,gromtter1 vier ,schwestern und ich1 der einzige ,knabe4 ,die ,mutter meiner ,mutter scheuerte fr die ,leute und spann ,watte4 ,es kam vor1 da sie sich mehr als #be ,pfennige pro ,tag verdiente4 ,da wurde sie splendid und verteilte zwei ,dreierbrtchen1 die nur vier ,pfennige kosteten1 weil sie uerst hart und altbacken1 oft auch schimmelig waren1 unter uns fnf ,kinder4 ,sie war eine gute1 fleiige1 schweigsame ,frau1 die niemals klagte4 ,sie starb1 wie man sagte1 aus ,altersschwche4 ,die eigentliche ,ursache ihres ,todes aber war wohl das1 was man gegenwrtig diskret als ,unterernhrung zu bezeichnen pflegt4 ,ueber meine andere ,gromutter1 die ,mutter meines ,vaters1 habe ich etwas mehr zu sagen1 doch nicht hier an dieser ,stelle4 ,meine ,mutter war eine ,mrtyrerin1 eine ,heilige1 immer still1 unendlich fleiig1 trotz unserer eigenen ,armut stets opferbereit fr andere1 vielleicht noch rmere ,leute4 ,nie1 niemals habe ich ein ungutes ,wort aus ihrem ,mund gehrt4 ,sie war ein ,segen fr jeden1 mit dem sie verkehrte1 vor allen ,dingen ein ,segen fr uns1 ihre ,kinder4 ,sie konnte noch so schwer leiden1 kein ,mensch erfuhr davon4 ,doch des ,abends1 wenn sie1 die ,stricknadeln emsig rhrend1 beim kleinen1 qualmenden ,oellmpchen sa und sich unbeachtet whnte1 da kam es vor1 da ihr eine ,trne in das ,auge trat und1 um schneller1 als sie gekommen war1 zu verschwinden1 ihr ber die ,wange lief4 ,mit einer ,bewegung der ,fingerspitze wurde die ,leidesspur sofort verwischt4 ,mein ,vater war ein ,mensch mit zwei ,seelen4 ,die eine ,seele unendlich weich1 die andere tyrannisch1 voll ,ueberma im ,zorn1 unfhig1 sich zu beherrschen4 ,er besa hervorragende ,talente1 die aber alle unentwickelt geblieben waren1 der groen ,armut wegen4 ,er hatte nie eine ,schule besucht1 doch aus eigenem ,fleie flieend lesen und sehr gut schreiben gelernt4 ,er besa zu allem1 was ntig war1 ein angeborenes ,geschick4 ,was seine ,augen sahen1 das machten seine ,hnde nach4 ,obgleich nur ,weber1 war er doch im stande1 sich ,rock und ,hose selbst zu schneidern und seine ,stiefel selbst zu besohlen4 ,er schnitzte und bildhauerte gern1 und was er da fertig brachte1 das hatte ,schick und war gar nicht so bel4 ,als ich eine ,geige haben mute und er kein ,geld auch zu dem ,bogen hatte1 fertigte er schnell selbst einen4 ,dem fehlte es zwar ein wenig an schner ,schweifung und ,eleganz1 aber er gengte vollstndig1 seine ,bestimmung zu erfllen4 ,vater war gern fleiig1 doch befand sich sein ,flei stets in ,eile4 ,wozu ein anderer ,weber vierzehn ,stunden brauchte1 dazu brauchte er nur zehn2 die brigen vier verwendete er dann zu ,dingen1 die ihm lieber waren4 ,whrend dieser zehn angestrengten ,stunden war nicht mit ihm auszukommen2 alles hatte zu schweigen2 niemand durfte sich regen4 ,da waren wir in steter ,angst1 ihn zu erzrnen4 ,dann wehe uns6 ,am ,webstuhl hing ein dreifach geflochtener ,strick1 der blaue ,striemen hinterlie1 und hinter dem ,ofen steckte der wohlbekannte birkene ,hans1 vor dem wir ,kinder uns besonders scheuten1 weil ,vater es liebte1 ihn vor der ,zchtigung im groen ,ofentopfe einzuweichen1 um ihn elastischer und also eindringlicher zu machen4 ,uebrigens1 wenn die zehn ,stunden vorber waren1 so hatten wir nichts mehr zu befrchten2 wir atmeten alle auf1 und ,vaters andere ,seele lchelte uns an4 ,er konnte dann geradezu herzgewinnend sein1 doch hatten wir selbst in den heitersten und friedlichsten ,augenblicken das ,gefhl1 da wir auf vulkanischem ,boden standen und von ,moment zu ,moment einen ,ausbruch erwarten konnten4 ,dann bekam man den ,strick oder den ,hans so lange1 bis ,vater nicht mehr konnte4 ,unsere lteste ,schwester1 ein hochbegabtes1 liebes1 heiteres1 fleiiges ,mdchen1 wurde sogar noch als ,braut mit ,ohrfeigen gezchtigt1 weil sie von einem ,spaziergange mit ihrem ,brutigam etwas spter nach ,hause kam1 als ihr erlaubt worden war4 ,hier habe ich eine ,pause zu machen1 um mir eine ernste1 wichtigere ,bemerkung zu gestatten4 ,ich schreibe dieses ,buch nicht etwa um meiner ,gegner willen1 etwa um ihnen zu antworten oder mich gegen sie zu verteidigen1 sondern ich bin der ,meinung1 da durch die ,art und ,weise1 in der man mich umstrmt1 jede ,antwort und jede ,verteidigung ausgeschlossen wird4 ,ich schreibe dieses ,buch auch nicht fr meine ,freunde1 denn die kennen1 verstehen und begreifen mich1 so da ich nicht erst ntig habe1 ihnen ,aufklrung ber mich zu geben4 ,ich schreibe es vielmehr nur u m m e i n e r s e l b st w i l l e n1 um ber mich klar zu werden und mir ber das1 was ich bisher tat und ferner noch zu tun gedenke1 ,rechenschaft abzulegen4 ,ich schreibe also1 um zu beichten4 ,aber ich beichte nicht etwa den ,menschen1 denen es ja auch gar nicht einfllt1 mir ihre ,snden einzugestehen1 sondern ich beichte meinem ,herrgott und mir selbst1 und was diese beiden sagen1 wenn ich geendet habe1 wird fr mich magebend sein4 ,es sind fr mich also nicht gewhnliche1 sondern heilige ,stunden1 in denen ich die vorliegenden ,bogen schreibe4 ,ich spreche hier nicht nur fr dieses1 sondern auch fr jenes ,leben1 an das ich glaube und nach dem ich mich sehne4 ,indem ich hier beichte1 verleihe ich mir die ,gestalt und das ,wesen1 als das ich einst nach dem ,tode existieren werde4 ,da kann es mir wahrlich1 wahrlich gleichgltig sein1 was man in diesem oder in jenem ,lager zu diesem meinem ,buche sagt4 ,ich lege es in ganz andere1 in die richtigen ,hnde1 nmlich in die ,hnde des ,geschickes1 der ,alles wissenden ,vorsehung1 bei der es weder ,gunst noch ,ungunst1 sondern nur allein ,gerechtigkeit und ,wahrheit gibt4 ,da lt sich nichts verschweigen und nichts beschnigen4 ,da mu man ,alles ehrlich sagen und ehrlich bekennen1 wie es war und wie es ist1 erscheine es auch noch so piettlos und tue es auch noch so weh4 ,man hat den ,ausdruck ,karl ,may-,problem erfunden4 ,wohlan1 ich nehme ihn an und lasse ihn gelten4 ,dieses ,problem wird mir keiner von allen denen lsen1 welche meine ,bcher nicht gelesen oder nicht begriffen haben und trotzdem ber sie urteilen4 ,das ,karl ,may-,problem ist das ,menschheitsproblem1 aus dem groen1 alles umfassenden ,plural in den ,singular1 in die einzelne ,individualitt transponiert4 ,und genauso1 wie dieses ,menschheitsproblem zu lsen ist1 ist auch das ,karl ,may-,problem zu lsen1 anders nicht6 ,wer sich unfhig zeigt1 das ,karl ,may-,rtsel in befriedigender1 humaner ,weise zu lsen1 der mag um ,gottes ,willen die schwachen ,hnde und die unzureichenden ,gedanken davon lassen1 ber sich selbst hinaus zu greifen und sich mit schwierigen ,menschheitsfragen zu befassen6 ,der ,schlssel zu all diesen ,rtseln ist lngst vorhanden4 ,die christliche ,kirche nennt ihn ,erbsnde4 ,die ,vorvter und ,vormtter kennen1 heit1 die ,kinder und ,enkel begreifen1 und nur der ,humanitt1 der wahren edelmenschlichen ,gesinnung ist es gegeben1 in ,betracht der ,vorfahren wahr und ehrlich zu sein1 um auch gegen die ,nachkommen wahr und ehrlich sein zu knnen4 ,den ,einflu der ,verstorbenen auf ihre ,nachlebenden an das ,tageslicht zu ziehen1 ist rechts eine ,seligkeit und links eine ,erlsung fr beide ,teile1 und so habe auch ich die meinen genauso zu zeichnen1 wie sie in ,wirklichkeit waren1 mag man dies fr unkindlich halten oder nicht4 ,ich habe nicht nur gegen sie und mich1 sondern auch gegen meine ,mitmenschen wahr zu sein4 ,vielleicht kann mancher aus unserem ,beispiele lernen1 in seinem ,falle das ,richtige zu tun4 -- -- ,mutter hatte ganz unerwartet von einem entfernten ,verwandten ein ,haus geerbt und einige kleine1 leinene ,geldbeutel dazu4 ,einer dieser ,geldbeutel enthielt lauter ,zweipfenniger1 ein anderer lauter ,dreipfenniger1 ein dritter lauter ,groschen4 ,in einem vierten steckte ein ganzes ,schock ,fnfzigpfenniger1 und im fnften und letzten fanden sich zehn alte ,schafhuselsechser1 zehn ,achtgroschenstcke1 fnf ,gulden und vier ,taler vor4 ,das war ja ein ,vermgen6 ,das erschien der ,armut fast wie eine ,million6 ,freilich war das ,haus nur drei schmale ,fenster breit und sehr aus ,holz gebaut1 dafr aber war es drei ,stockwerke hoch und hatte ganz oben unter dem ,first einen ,taubenschlag1 was bei andern ,husern bekanntlich nicht immer der ,fall zu sein pflegt4 ,gromutter1 die ,mutter meines ,vaters1 zog in das ,parterre1 wo es nur eine ,stube mit zwei ,fenstern und die ,haustr gab4 ,dahinter lag ein ,raum mit einer alten ,wscherolle1 die fr zwei ,pfennige pro ,stunde an andere ,leute vermietet wurde4 ,es gab glckliche ,sonnabende1 an denen diese ,rolle zehn1 zwlf1 ja sogar vierzehn ,pfennige einbrachte4 ,das frderte die ,wohlhabenheit ganz bedeutend4 ,im ersten ,stock wohnten die ,eltern mit uns4 ,da stand der ,webstuhl mit dem ,spulrad4 ,im zweiten ,stock schliefen wir mit einer ,kolonie von ,musen und einigen greren ,nagetieren1 die eigentlich im ,taubenschlage wohnten und des ,nachts nur kamen1 uns zu besuchen4 ,es gab auch einen ,keller1 doch war er immer leer4 ,einmal standen einige ,scke ,kartoffeln darin1 die gehrten aber nicht uns1 sondern einem ,nachbar1 der keinen ,keller hatte4 ,gromutter meinte1 da es viel besser wre1 wenn der ,keller ihm und die ,kartoffeln uns gehrten4 ,der ,hof war grad so gro1 da wir fnf ,kinder uns aufstellen konnten1 ohne einander zu stoen4 ,hieran grenzte der ,garten1 in dem es einen ,holunderstrauch1 einen ,apfel-1 einen ,pflaumenbaum und einen ,wassertmpel gab1 den wir als ,teich bezeichneten4 ,der ,hollunder lieferte uns den ,tee zum ,schwitzen1 wenn wir uns erkltet hatten1 hielt aber nicht sehr lange vor1 denn wenn das ,eine sich erkltete1 fingen auch alle ,andern an1 zu husten und wollten mit ihm schwitzen4 ,der ,apfelbaum blhte immer sehr schn und sehr reichlich2 da wir aber nur zu wohl wuten1 da die ,aepfel gleich nach der ,blte am besten schmecken1 so war er meist schon ,anfang ,juni abgeerntet4 ,die ,pflaumen aber waren uns heilig4 ,gromutter a sie gar zu gern4 ,sie wurden tglich gezhlt1 und niemand wagte es1 sich an ihnen zu vergreifen4 ,wir ,kinder bekamen doch mehr1 viel mehr davon1 als uns eigentlich zustand4 ,was den ,teich betrifft1 so war er sehr reich belebt1 doch leider nicht mit ,fischen1 sondern mit ,frschen4 ,die kannten wir alle einzeln1 sogar an der ,stimme4 ,es waren immer so zwischen zehn und fnfzehn4 ,wir ftterten sie mit ,regenwrmern1 ,fliegen1 ,kfern und allerlei andern guten ,dingen1 die wir aus gastronomischen oder sthetischen ,grnden nicht selbst genieen konnten1 und sie waren uns auch herzlich dankbar dafr4 ,sie kannten uns4 ,sie kamen an das ,ufer1 wenn wir uns ihnen nherten4 ,einige lieen sich sogar ergreifen und streicheln4 ,der eigentliche ,dank aber erklang uns des ,abends1 wenn wir am ,einschlafen waren4 ,keine ,sennerin kann sich mehr ber ihre ,zither freuen als wir ber unsere ,frsche4 ,wir wuten ganz genau1 welcher es war1 der sich hren le sic1 ob der ,arthur1 der ,paul oder ,fritz1 und wenn sie gar zu duettieren oder im ,chor zu singen begannen1 so sprangen wir aus den ,federn und ffneten die ,fenster1 um mitzuquaken1 bis ,mutter oder ,gromutter kam und uns dahin zurckbrachte1 wohin wir jetzt gehrten4 ,leider aber kam einst ein sogenannter ,bezirksarzt in das ,stdtchen1 um sogenannte gesundheitliche ,untersuchungen anzustellen4 ,der hatte berall etwas auszusetzen4 ,dieser ebenso sonderbare wie gefhllose ,mann schlug1 als er unsern ,garten und unsern schnen ,tmpel sah1 die ,hnde ber dem ,kopf zusammen und erklrte1 da dieser ,pest- und ,cholerapfuhl sofort verschwinden msse4 ,am nchsten ,tage brachte der ,polizist ,eberhard einen ,zettel des ,herrn ,stadtrichters ,layritz des ,inhaltes1 da binnen jetzt und drei ,tagen der ,tmpel auszufllen und die ,froschkolonie zu tten sei1 bei fnfzehn ,guten ,groschen ,strafe4 ,wir ,kinder waren emprt4 ,unsere ,frsche umbringen6 ,ja1 wenn der ,herr ,stadtrichter ,layritz einer gewesen wre1 dann herzlich1 herzlich gern6 ,wir hielten ,rat und was wir beschlossen1 wurde ausgefhrt4 ,der ,tmpel wurde so weit ausgeschpft1 da wir die ,frsche fassen konnten4 ,sie wurden in den groen ,deckelkorb getan und dann hinaus hinter das ,schiehaus nach dem groen ,zechenteich getragen1 ,gromutter voran1 wir hinterher4 ,dort wurde jeder einzeln herausgenommen1 geliebkost1 gestreichelt und in das ,wasser gelassen4 ,wieviel ,seufzer dabei laut geworden1 wieviel ,trnen dabei geflossen und wieviel vernichtende ,urteile dabei gegen den sogenannten ,bezirksarzt gefllt worden sind1 das ist jetzt1 nach ber sechzig ,jahren1 wohl kaum mehr festzustellen4 ,doch wei ich noch ganz bestimmt1 da ,gromutter1 um dem ungeheuern ,schmerz ein ,ende zu machen1 uns die ,versicherung gab1 ein jedes von uns werde genau nach zehn ,jahren ein dreimal greres ,haus mit einem fnfmal greren ,garten erben1 in dem es einen zehnmal greren ,teich mit zwanzigmal greren ,frschen gebe4 ,das brachte in unserer ,stimmung eine ebenso pltzliche wie angenehme ,aenderung hervor4 ,wir wanderten mit der ,gromutter und dem leeren ,deckelkorb vergngt nach ,hause4 ,das geschah in der ,zeit1 als ich nicht mehr blind war und schon laufen konnte4 ,ich war weder blind geboren noch mit irgendeinem vererbten krperlichen ,fehler behaftet4 ,vater und ,mutter waren durchaus krftige1 gesunde ,naturen4 ,sie sind bis zu ihrem ,tode niemals krank gewesen4 ,mich atavistischer ,schwachheiten zu zeihen1 ist eine ,bswilligkeit1 die ich mir unbedingt verbitten mu4 ,da ich kurz nach der ,geburt sehr schwer erkrankte1 das ,augenlicht verlor und volle vier ,jahre siechte1 war nicht eine ,folge der ,vererbung1 sondern der rein rtlichen ,verhltnisse1 der ,armut1 des ,unverstandes und der verderblichen ,medikasterei1 der ich zum ,opfer fiel4 ,sobald ich in die ,hand eines tchtigen ,arztes kam1 kehrte mir das ,augenlicht wieder1 und ich wurde ein hchst krftiger und widerstandsfhiger ,junge1 der stark genug war1 es mit jedem andern aufzunehmen4 ,doch ehe ich ber mich selbst berichte1 habe ich noch fr einige ,zeit bei dem ,milieu zu bleiben1 in dem ich meine erste ,kindheit verlebte4 ,mutter hatte mit dem ,hause auch die auf ihm stehenden ,schulden geerbt4 ,die waren zu verzinsen4 ,hieraus ergab sich1 da wir eben nur mietfrei wohnten1 und auch das nicht einmal ganz4 ,mutter war sparsam1 ,vater in seiner ,weise auch4 ,aber wie er in allem malos war1 in seiner ,liebe1 seinem ,zorne1 seinem ,fleie1 seinem ,lobe1 seinem ,tadel1 so auch hier in der ,beurteilung der kleinen ,erbschaft1 die nur ein ,ansporn sein konnte1 weiter zu sparen und das ,huschen von ,schulden frei zu machen4 ,aber wenn er auch nicht geradezu glaubte1 pltzlich reich geworden zu sein1 so nahm er doch an1 jetzt zu einer andern ,lebensfhrung bergehen zu drfen4 ,er verzichtete darauf1 sich sein ganzes ,leben lang hinter dem ,webstuhl abzurackern4 ,er hatte ja nun ein ,haus1 und er hatte ,geld1 viel ,geld4 ,er konnte zu etwas anderem1 besserem greifen1 was bequemer war und mehr lohnte als die ,weberei4 ,whrend er1 nicht schlafen knnend1 im ,bette lag und darber nachdachte1 was zu ergreifen sei1 hrte er die ,ratten ber sich im leeren ,taubenschlag rumoren4 ,dieses ,rumoren wiederholte sich von ,tag zu ,tag1 und so entstand1 in der jedem ,psychologen wohlbekannten ,weise in ihm der ,entschlu1 die ,ratten zu vertreiben und ,tauben anzuschaffen4 ,er wollte ,taubenhndler werden1 obgleich er von diesem ,fache nicht das geringste verstand4 ,er hatte gehrt1 da da sehr viel ,geld zu verdienen sei1 und war der ,meinung1 da er auch ohne die ntigen ,sonderkenntnisse genug ,intelligenz besitze1 jeden ,hndler zu berlisten4 ,die ,ratten wurden vertrieben und ,tauben angeschafft4 ,leider war diese ,anschaffung nicht ohne ,geldkosten zu bewerkstelligen4 ,mutter mute einen ihrer ,beutel opfern1 vielleicht gar zwei4 ,sie tat es nur mit ,widerstreben4 ,sie fand an den ,tauben nicht dasselbe ,wohlgefallen1 welches wir ,kinder an ihnen fanden4 ,am meisten ,vergngen machte es uns1 wenn wir beobachteten1 wie die lieben ,tierchen ihre zarten ,kleider vernderten4 ,vater hatte zwei ,paar sehr teure ,blaustriche gekauft4 ,er brachte sie heim und zeigte sie uns4 ,er hoffte1 wenigstens drei ,taler an ihnen zu verdienen4 ,einige ,tage spter lagen die blauen ,federn am ,boden3 sie waren nicht echt1 sondern nur angeklebt gewesen4 ,die kostbaren ,blaustriche entpuppten sich als ganz wertlose ,feldweilinge4 ,vater erwarb einen sehr schnen1 jungen1 grauen ,trommeltuberich fr einen ,taler fnfzehn gute ,groschen4 ,nach kurzer ,zeit stellte sich heraus1 da der ,tuberich altersblind war4 ,er ging nicht aus dem ,schlage2 sein ,wert war gleich ,null4 ,solche und hnliche ,flle mehrten sich4 ,die ,folge davon war1 da ,mutter noch einen dritten ,beutel opfern mute1 um den ,taubenhandel in besseren ,schwung zu bringen4 ,freilich gab sich auch ,vater groe ,mhe4 ,er feierte nicht4 ,er besuchte alle ,markte1 alle ,gasthfe und ,schankwirtschaften1 um zu kaufen oder ,kufer zu finden4 ,bald kaufte er ,erbsen2 bald kaufte er ,wicken1 die er halb geschenkt erhalten hatte4 ,er war immer unterwegs1 von einem ,dorf zum andern1 von einem ,bauern zum andern4 ,er brachte immerfort ,kse1 ,eier und ,butter heim1 die wir gar nicht brauchten4 ,er hatte sie teuer gekauft1 um sich die ,bauersfrauen handelsgeneigt zu machen1 und wurde sie nur mit ,mhe und ,verlusten wieder los4 ,dieses unstte sic1 unntzliche ,leben frderte nicht1 sondern fra das ,glck des ,hauses2 es fra sogar auch noch die brigen ,leinenbeutel4 ,mutter gab gute ,worte1 vergeblich4 ,sie hrmte sich und hielt still1 bis es ,snde gewesen wre1 weiter zu tragen4 ,da fate sie einen ,entschlu und ging zum ,herrn ,stadtrichter ,layritz1 der sich in diesem ,falle viel1 viel vernnftiger als damals gegen unsere ,frsche zeigte4 ,sie stellte ihm ihre ,lage vor4 ,sie sagte ihm1 da sie zwar ihren ,mann sehr1 sehr lieb habe1 aber vor allen ,dingen auch auf das ,wohl ihrer ,kinder achten msse4 ,sie verriet ihm1 da sie auer den bisher erwhnten ,beuteln noch einen besitze1 den sie ihrem ,manne noch nicht gezeigt1 sondern verheimlicht habe4 ,der ,herr ,stadtrichter solle doch die ,gte haben1 ihr zu sagen1 wie sie dieses ,geld anlegen knne1 um sich und ihre ,kinder zu sichern4 ,sie legte ihm den ,beutel vor4 ,er ffnete ihn und zhlte4 ,es waren sechzig harte1 blanke1 wohlgeputzte ,taler4 ,darob groes ,erstaunen6 ,der ,herr ,stadtrichter ,layritz dachte nach2 dann sagte er3 ,meine liebe ,frau ,may1 ich kenne ,sie4 ,sie sind eine brave ,frau1 und ich stehe fr ,sie ein4 ,unsere ,hebamme ist alt2 wir brauchen eine jngere4 ,sie gehen nach ,dresden und werden fr dieses ,ihr ,geld ,hebamme4 ,ich werde das besorgen6 ,kommen ,sie mit der ersten ,zensur zurck1 so stellen wir ,sie sofort an4 ,darauf gebe ich ,ihnen mein ,wort4 ,kommen ,sie aber mit einer niedrigeren ,zensur1 so knnen wir ,sie nicht brauchen4 ,jetzt aber gehen ,sie heim1 und sagen ,sie ,ihrem ,mann1 er solle sofort einmal zu mir kommen2 ich htte mit ihm zu reden6 ,das geschah4 ,mutter ging nach ,dresden4 ,sie kam mit der ersten ,zensur zurck1 und der ,herr ,stadtrichter ,layritz hielt ,wort2 sie wurde angestellt4 ,whrend ihrer ,abwesenheit fhrte ,vater mit ,gromutter das ,haus4 ,das war eine schwere ,zeit1 eine ,leidenszeit fr uns alle4 ,die ,blattern brachen aus4 ,wir ,kinder lagen alle krank4 ,gromutter tat fast ber ,menschenkraft4 ,vater aber auch4 ,bei einer der ,schwestern hatte sich der ,blatternkranke ,kopf in einen unfrmigen ,klumpen verwandelt4 ,stirn1 ,ohren1 ,augen1 ,nase1 ,mund und ,kinn waren vollstndig verschwunden4 ,der ,arzt mute durch ,messerschnitte nach den ,lippen suchen1 um der ,kranken wenigstens ein wenig ,milch einflen zu knnen4 ,sie lebt heute noch1 ist die heiterste von uns allen und niemals wieder krank gewesen4 ,man sieht noch jetzt die ,narben1 die ihr der ,arzt geschnitten hat1 als er nach dem ,mund suchte4 ,diese schwere ,zeit war1 als ,mutter wieder kam1 noch nicht ganz vorber1 mir aber brachte ihr ,aufenthalt in ,dresden groes ,glck4 ,sie hatte sich durch ihren ,flei und ihr stilles1 tiefernstes ,wesen das ,wohlwollen der beiden ,professoren ,grenzer und ,haase erworben und ihnen von mir1 ihrem elenden1 erblindeten und seelisch doch so regsamen ,knaben erzhlt4 ,sie war aufgefordert worden1 mich nach ,dresden zu bringen1 um von den beiden ,herren behandelt zu werden4 ,das geschah nun jetzt1 und zwar mit ganz berraschendem ,erfolge4 ,ich lernte sehen und kehrte1 auch im brigen gesundend1 heim4 ,aber das ,alles hatte groe1 groe ,opfer gefordert1 freilich nur fr unsere armen ,verhltnisse gro4 ,wir muten um all der ntigen ,ausgaben willen das ,haus verkaufen1 und das wenige1 was von dem ,kaufpreise unser war1 reichte kaum zu1 das ,ntigste zu decken4 ,wir zogen zur ,miete4 -- -- ,und nun zu der ,person1 die in seelischer ,beziehung den tiefsten und grten ,einflu auf meine ,entwicklung ausgebt hat4 ,whrend die ,mutter unserer ,mutter in ,hohenstein geboren war und darum von uns die ,hohensteiner ,gromutter genannt wurde1 stammte die ,mutter meines ,vaters aus ,ernsttal und mute sich darum als ,ernsttaler ,gromutter bezeichnen lassen4 ,diese ,letztere war ein ganz eigenartiges1 tiefgrndiges1 edles und1 fast mchte ich sagen1 geheimnisvolles ,wesen4 ,sie war mir von ,jugend auf ein herzliebes1 beglckendes ,rtsel1 aus dessen ,tiefen ich schpfen durfte1 ohne es jemals ausschpfen zu knnen4 ,woher hatte sie das ,alles8 ,sehr einfach3 ,sie war ,seele1 nichts als ,seele1 und die heutige ,psychologie wei1 was das zu bedeuten hat4 ,sie war in der tiefsten ,not geboren und im tiefsten ,leide aufgewachsen2 darum sah sie ,alles mit hoffenden1 sich nach ,erlsung sehnenden ,augen an4 ,und wer in der richtigen ,weise zu hoffen und zu glauben vermag1 der hat den ,erdenjammer hinter sich geschoben und vor sich nur noch ,sonnenschein und ,gottesfrieden liegen4 ,sie war die ,tochter bitter armer ,leute1 hatte die ,mutter frh verloren und einen ,vater zu ernhren1 der weder stehen noch liegen konnte und bis zu seinem ,tode viele ,jahre lang an einen alten1 ledernen ,lehnstuhl gefesselt und gebunden war4 ,sie pflegte ihn mit unendlicher1 zu ,trnen rhrender ,aufopferung4 ,die ,armut erlaubte ihr nur das billigste ,wohnen4 ,das ,fenster ihrer ,stube zeigte nur den ,gottesacker1 weiter nichts4 ,sie kannte alle ,grber1 und sie bedachte fr sich und ihren ,vater nur den einen ,weg1 aus ihrer drftigen ,sterbekammer im ,sarge nach dem ,kirchhofe hinber4 ,sie hatte einen ,geliebten1 der es brav und ehrlich mit ihr meinte2 aber sie verzichtete4 ,sie wollte nur ganz allein dem ,vater gehren1 und der brave ,bursche gab ihr ,recht4 ,er sagte nichts1 aber er wartete und blieb ihr treu4 ,droben auf dem ,oberboden stand eine alte ,kiste mit noch lteren ,bchern4 ,das waren in ,leder gebundene ,erbstcke verschiedenen ,inhaltes1 sowohl geistlich als auch weltlich4 ,es ging die ,sage1 da es in der ,familie1 als sie noch wohlhabend war1 ,geistliche1 ,gelehrte und weitgereiste ,herren gegeben habe1 an welche diese ,bcher noch heut erinnerten4 ,vater und ,tochter konnten lesen2 sie hatten es beide von selbst gelernt4 ,des ,abends1 nach des ,tages ,last und ,arbeit1 wurde das ,reifrckchen 997 997 ,kleines ,oellmpchen4 angebrannt1 und eines von ,beiden las vor4 ,in den ,pausen wurde das ,gelesene besprochen4 ,man hatte die ,bcher nahe schon zwanzigmal durch1 fing aber immer wieder von vorn an1 weil sich dann immer neue ,gedanken fanden1 die besser1 schner und auch richtiger zu sein schienen als die frheren4 ,am meisten gelesen wurde ein ziemlich groer und schon sehr abgegriffener ,band1 dessen ,titel lautete3 ,der ,hakawati d4i4 der ,mrchenerzhler in ,asia1 ,africa1 ,turkia1 ,arabia1 ,persia und ,india sampt eyn ,anhang mit ,deytung1 explanatio und interpretatio auch viele ,vergleychung und ,figrlich seyn von ,christianus ,kretzschmann der aus ,germania war4 ,gedruckt von ,wilhelmus ,candidus ,a4 ,d3 ,m4 ,d4 ,c4 ,v4 99 99 99 ,dieses ,buch enthielt eine ,menge bedeutungsvoller orientalischer ,mrchen1 die sich bisher in keiner andern ,mrchensammlung befanden4 ,gromutter kannte diese ,mrchen alle4 ,sie erzhlte sie gewhnlich wrtlich gleichlautend2 aber in gewissen ,fllen1 in denen sie es fr ntig hielt1 gab sie ,aenderungen und ,anwendungen1 aus denen zu ersehen war1 da sie den ,geist dessen1 was sie erzhlte1 sehr wohl kannte und ihn genau wirken lie4 ,ihr ,lieblingsmrchen war das ,mrchen von ,sitara2 es wurde spter auch das meinige1 weil es die ,geographie und ,ethnologie unserer ,erde und ihrer ,bewohner rein ethisch behandelt4 ,doch dies hier nur1 um anzudeuten4 ,der ,vater starb infolge einer ,reihe von ,blutstrzen4 ,die ,pflege war so anstrengend1 da auch die ,tochter dem ,tode nahe kam1 doch berstand sie es4 ,nach verflossener ,trauerzeit kam ,may1 der treue ,geliebte1 und fhrte sie heim4 ,nun endlich1 endlich wirklich glcklich6 ,es war eine ,ehe1 wie ,gott sie will4 ,zwei ,kinder wurden geboren1 mein ,vater und vor ihm eine ,schwester1 welche spter einen schweren ,fall tat und an den ,folgen desselben verkrppelte4 ,man sieht1 da es an ,heimsuchungen1 oder sagen wir ,prfungen1 bei uns nicht fehlte4 ,und ebenso sieht man1 da ich nichts verschweige4 ,es darf nicht meine ,absicht sein1 das ,hliche schn zu malen4 ,aber kurz nach der ,geburt des zweiten ,kindes trat jenes unglckliche ,weihnachtsereignis ein1 welches ich bereits erzhlte4 ,der brave junge ,mann strzte des ,nachts mit den ,broten in die tiefe ,schneeschlucht und erfror4 ,gromutter hatte mit ihren beiden ,kindern an den ,christtagen nichts zu essen und erfuhr erst nach langer ,zeit der ,qual1 da und in welch schrecklicher ,weise sie den geliebten ,mann verloren hatte4 ,hierauf kamen ,jahre der ,trauer und dann die schwere ,zeit der napoleonischen ,kriege und der ,hungersnot4 ,es war ,alles verwstet4 ,es gab nirgends ,arbeit4 ,die ,teuerung wuchs2 der ,hunger wtete4 ,ein armer ,handwerksbursche kam1 um zu betteln4 ,gromutter konnte ihm nichts geben4 ,sie hatte fr sich und ihre ,kinder selbst keinen einzigen ,bissen ,brot4 ,er sah ihr stilles ,weinen4 ,das erbarmte ihn4 ,er ging fort und kam nach ber einer ,stunde wieder4 ,er schttete vor ihr aus1 was er bekommen hatte1 ,stcke ,brot1 ein ,dutzend ,kartoffeln1 eine ,kohlrbe1 einen kleinen1 sehr ehrwrdigen ,kse1 eine ,dte sic ,mehl1 eine ,dte sic ,graupen1 ein ,scheibchen ,wurst und ein winziges ,eckchen ,hammeltalg4 ,dann ging er schnell fort1 um sich ihrem ,dank zu entziehen4 ,sie hat ihn nie wieder gesehen2 ,einer aber kennt ihn gewi und wird es ihm nicht vergessen4 ,dieser ,eine schickte auch noch andere1 bessere ,hilfe4 ,einem abseits wohnenden ,oberfrster1 den man als ebenso wohlhabend1 wie edeldenkend kannte1 war die ,frau gestorben4 ,sie hatte ihm eine sehr reichliche ,anzahl ,kinder hinterlassen4 ,er wnschte ,gromutter zur ,fhrung seiner ,wirtschaft zu haben4 ,sie htte in dieser ,zeit der ,not nur zu gern eingewilligt1 erklrte aber1 sich von ihren eigenen ,kindern unmglich trennen zu knnen1 selbst wenn sie einen ,platz1 sie unterzubringen1 htte4 ,der brave ,mann besann sich nicht lange4 ,er erklrte ihr1 es sei ihm gleich1 ob sechs oder acht ,kinder bei ihm en2 sie wrden alle satt4 ,sie solle nur kommen1 doch nicht ohne sie1 sondern mit ihnen4 ,das war ,rettung in der hchsten ,not6 ,der ,aufenthalt in dem stillen1 einsamen ,forsthause tat der ,mutter und den ,kindern wohl4 ,sie gesundeten und erstarkten in der besseren ,ernhrung4 ,der ,oberfrster sah1 wie ,gromutter sich abmhte1 ihm dankbar zu sein und seine ,zufriedenheit zu erringen4 ,sie arbeitete fast ber ihre ,kraft1 fhlte sich aber wohl dabei4 ,er beobachtete das im ,stillen und belohnte sie dadurch1 da er ihren ,kindern in jeder ,beziehung dasselbe gewhrte1 was die seinen bekamen4 ,freilich war er ,aristokrat und eigentlich stolz4 ,er a mit seiner ,schwiegermutter allein4 ,gromutter war nur ,dienstbote1 doch a sie nicht in der ,gesinde- sondern mit in der ,kinderstube4 ,als er aber nach lngerer ,zeit einen ,einblick in ihr eigenartiges ,seelenleben erhielt1 nahm er sich ihrer auch in innerer ,beziehung an4 ,er erleichterte ihr die groe ,arbeitslast1 erlaubte ihr1 ihm und seiner ,schwiegermutter des ,abends aus ihren ,bchern vorzulesen1 und gestattete ihr1 dann auch in seine eigenen ,bcher zu schauen4 ,wie gern sie das tat6 ,und er hatte so gute1 so ntzliche ,bcher6 ,den ,kindern wurde in vernnftiger ,weise ,freiheit gewhrt4 ,sie tollten im ,walde herum und holten sich krftige ,glieder und rote ,wangen4 ,der kleine ,may war der jngste und kleinste von allen1 aber er tat wacker mit4 ,und er pate auf2 er lernte und merkte4 ,er wollte ,alles wissen4 ,er frug nach jedem ,gegenstand1 den er noch nicht kannte4 ,bald wute er die ,namen aller ,pflanzen1 aller ,raupen und ,wrmer1 aller ,kfer und ,schmetterlinge1 die es in seinem ,bereiche gab4 ,er trachtete1 ihren ,charakter1 ihre ,eigenschaften und ,gewohnheiten kennen zu lernen4 ,diese ,wibegierde erwarb ihm die besondere ,zuneigung des ,oberfrsters1 der sich sogar herbeilie1 den ,jungen mit sich gehen zu lassen4 ,ich mu das erwhnen1 um ,spteres erklrlich zu machen4 ,der nachherige ,rckfall aus dieser sonnenklaren1 hoffnungsreichen ,jugendzeit in die frhere ,not und ,erbrmlichkeit konnte auf den ,knaben doch nicht glcklich wirken4 ,in dieser ,zeit war es1 da ,gromutter whrend des ,mittagessens pltzlich vom ,stuhle fiel und tot zu ,boden sank4 ,das ganze ,haus geriet in ,aufregung4 ,der ,arzt wurde geholt4 ,er konstatierte ,herzschlag2 ,gromutter sei tot und nach drei ,tagen zu begraben4 ,aber sie lebte4 ,doch konnte sie kein ,glied bewegen1 nicht einmal die ,lippen oder die nicht ganz geschlossenen ,augenlider4 ,sie sah und hrte alles1 das ,weinen1 das ,jammern um sie4 ,sie verstand jedes ,wort1 welches gesprochen wurde4 ,sie sah und hrte den ,tischler1 welcher kam1 um ihr den ,sarg anzumessen4 ,als er fertig war1 wurde sie hineingelegt und in eine kalte ,kammer gestellt4 ,am ,begrbnistage bahrte man sie im ,hausflur auf4 ,die ,leichentrger kamen1 der ,pfarrer und der ,kantor mit der ,kurrende4 ,die ,familie begann1 ,abschied von der ,scheintoten zu nehmen4 ,man denke sich deren ,qual6 ,drei ,tage und drei ,nchte lang hatte sie sich alle mgliche ,mhe gegeben1 durch irgendeine ,bewegung zu zeigen1 da sie noch lebe -- -- vergeblich6 ,jetzt kam der letzte ,augenblick1 an dem noch ,rettung mglich war4 ,hatte man den ,sarg einmal geschlossen1 so gab es keine ,hoffnung mehr4 ,sie erzhlte spter1 da sie sich in ihrer frchterlichen ,todesangst ganz unmenschliche ,mhe gegeben habe1 doch wenigstens mit dem ,finger zu wackeln1 als einer um den andern kam1 um ihre ,hand zum letzten ,male zu ergreifen4 ,so tat auch das jngste ,mdchen des ,oberfrsters1 welches besonders sehr an ,gromutter gehangen hatte4 ,da schrie das ,kind erschrocken aus3 ,sie hat meine ,hand angegriffen2 sie will mich festhalten6 ,und richtig1 man sah1 da die scheinbar ,verstorbene ihre ,hand in langsamer ,bewegung abwechselnd ffnete und schlo4 ,von einem ,begrbnisse konnte nun selbstverstndlich nicht mehr die ,rede sein4 ,es wurden andere ,aerzte geholt2 ,gromutter war gerettet4 ,aber von da an war ihre ,lebensfhrung noch ernster und erhobener als vorher4 ,sie sprach nur selten von dem1 was sie in jenen unvergelichen drei ,tagen auf der ,schwelle zwischen ,tod und ,leben gedacht und empfunden hatte4 ,es mu schrecklich gewesen sein4 ,aber auch hierdurch ist ihr ,glaube an ,gott nur noch fester und ihr ,vertrauen zu ihm nur noch tiefer geworden4 ,wie sie nur scheintot gewesen war1 so hielt sie von nun an auch den sogenannten wirklichen ,tod nur fr ,schein und suchte jahrelang nach dem richtigen ,gedanken1 dies zu erklren und zu beweisen4 ,ihr und diesem ihrem ,scheintode habe ich es zu verdanken1 da ich berhaupt nur an das ,leben glaube1 nicht aber an den ,tod4 ,dieses ,ereignis war innerlich noch nicht ganz berwunden1 als ,gromutter infolge der ,versetzung und ,wiederverheiratung des ,oberfrsters mit ihren beiden ,kindern in ihre frheren ,verhltnisse zurckgestoen wurde4 ,sie kehrte nach ,ernsttal zurck und hatte nun wieder jeden ,pfennig direkt zu verdienen1 den sie brauchte4 ,ein braver ,mann1 der ,vogel hie und auch ,weber war1 hielt um ihre ,hand an4 ,jedermann redete ihr zu1 sie msse ihren ,kindern doch einen ,vater geben2 das sei sie ihnen schuldig4 ,sie tat es und hatte es nicht zu bereuen2 war aber leider schon nach kurzer ,zeit wieder ,witwe4 ,er starb und hinterlie ihr alles1 was er besessen hatte1 die ,armut und den ,ruf eines braven1 fleiigen ,mannes4 ,hierauf wurde es still und stiller um sie4 ,sie tat ihr ,mdchen zu einer ,nhterin und ihren ,knaben zu einem ,weber1 der ihn von frh bis abends am ,spulrad beschftigte4 ,denn da der ,junge nun weiter nichts als nur ein ,weber zu werden hatte1 das verstand sich ganz von selbst4 ,die ,lust dazu war ihm freilich whrend seines ,aufenthaltes im ,forsthause vollstndig vergangen2 er hatte sich schon ganz anderes gedacht1 und es ist gewi erklrlich1 da er spter1 nachdem er in dieses ungeliebte ,handwerk hineingezwungen worden war1 auf die ,idee kam1 sich durch den ,taubenhandel wieder daraus zu befreien4 ,doch tat er sowohl als ,knabe wie auch als ,jngling seine ,pflicht4 ,er war fleiig und wurde ein tchtiger ,weber1 dessen ,ware so viel ,sauberkeit und ,akkuratesse zeigte1 da jeder ,unternehmer ihn gern fr sich arbeiten lie4 ,in seinen ,freistunden aber strich er durch ,feld und ,flur1 um zu botanisieren und alle die ,kenntnisse festzuhalten1 die er sich bei dem ,oberfrster erworben hatte ,darum machte es ihm groe ,freude1 da sich unter der oben erwhnten ,erbschaft unserer ,mutter auch einige alte1 hochinteressante ,bcher befanden1 deren ,inhalt ihm bei diesen seinen ,freibeschftigungen von groem ,nutzen war4 ,ich denke da besonders an einen groen1 starken ,folioband1 der gegen tausend ,seiten zhlte und folgenden ,titel hatte3 ,krutterbuch ,de hochgelehrten vnnd weltberhmten ,herrn ,dr4 ,petri ,andreae ,matthioli4 ,jetzt widerumb mit vielen schnen newen ,figuren _/ auch ntzlichen ,artzeneyen _/ vnnd andern guten ,stcken _/ zum dritten ,mal auss sondern ,flei gemehret vnnd verferdigt _/ ,durch ,joachimum ,camerarium1 der lblichen ,reichsstatt ,nrnberg ,medicum1 ,doct4 ,sampt dreien wohlgeordneten ntzlichen ,registern der ,krutter lateinische und deutsche ,namen _/ vund dann die ,artzeneyen _/ dazu dieselbigen zugebrauchen jnnhaltendt4 ,beneben genugsamen ,bericht _/ von den ,destillier vund ,brennfen4 ,mit besonderem ,rm4 ,kais4 ,majest4 ,priviligio1 in keinerley ,format nachzudrucken4 ,gedruckt zu ,franckfurt am ,mayn ,m4 ,d4 ,c4 99 99 99 ,es verstand sich ganz von selbst1 da ,vater dieses ,buch sofort hernahm und fleiig durchstudierte4 ,es enthielt sogar mehr1 als der ,titel versprach4 ,so waren die ,namen der ,pflanzen oft auch franzsisch1 englisch1 russisch1 bhmisch1 italienisch und sogar arabisch angegeben1 was spter besonders mir ganz auerordentlich vorwrts half4 ,auch ,vater ging von ,seite zu ,seite dieses kstlichen ,buchs1 von ,pflanze zu ,pflanze4 ,er lernte viel1 viel mehr zu dem1 was er bereits wute4 ,nicht nur die ,kenntnis der ,gewchse an sich1 sondern auch ihrer ernhrenden und technischen ,eigenschaften und ihrer ,heilwirkungen4 ,die ,vorfahren hatten diese ,wirkungen geprft und den ,band mit sehr vielen ,randbemerkungen versehen1 welche sagten1 wie diese ,prfungen ausgefallen waren4 ,dieses ,buch wurde mir spter eine ,quelle der reinsten1 ntzlichsten ,freuden1 und ich kann wohl sagen1 da ,vater mich dabei vortrefflich untersttzte4 ,ein anderes dieser ,bcher war eine ,sammlung biblischer ,holzschnitte1 wahrscheinlich aus der ersten ,zeit der xylographierenden ,kunst4 ,ich besitze es1 ganz ebenso wie das ,kruterbuch1 noch heut4 ,es enthlt sehr viele und ganz vortreffliche ,bilder2 einige fehlen leider4 ,das erste ist ,moses und das letzte ist das ,tier aus dem elften ,kapitel der ,offenbarung ,johannis4 ,das ,titelblatt ist nicht mehr vorhanden4 ,darum wei ich nicht1 wer der ,verfasser ist und aus welchem ,jahre das ,werk stammt4 ,es war ,gromutters ,hilfsbuch1 wenn sie uns die biblischen ,geschichten erzhlte4 ,jede dieser ,erzhlungen war fr uns ein ,hochgenu1 und damit komme ich auf den grten ,vorzug1 den ,gromutter fr uns ,kinder hatte1 nmlich auf ihre unvergleichliche ,gabe1 zu erzhlen4 ,gromutter erzhlte eigentlich nicht1 sondern sie schuf2 sie zeichnete2 sie malte2 sie formte4 ,jeder1 auch der widerstrebendste ,stoff gewann ,gestalt und ,kolorit auf ihren ,lippen4 ,und wenn zwanzig ihr zuhrten1 so hatte jeder einzelne von den zwanzig den ,eindruck1 da sie das1 was sie erzhlte1 ganz nur fr ihn allein erzhlte4 ,und das haftete2 das blieb4 ,mochte sie aus der ,bibel oder aus ihrer reichen ,mrchenwelt berichten1 stets ergab sich am ,schlu der innige ,zusammenhang zwischen ,himmel und ,erde1 der ,sieg des ,guten ber das ,bse und die ,mahnung1 da ,alles auf ,erden nur ein ,gleichnis sei1 weil der ,ursprung aller ,wahrheit nicht im niedrigen sondern nur im hheren ,leben liege4 ,ich bin berzeugt1 da sie das nicht bewut und in klarer ,absicht tat2 dazu war sie nicht unterrichtet genug1 sondern es war angeborene ,gabe1 war ,genius1 und der erreicht bekanntlich das1 was er will1 am sichersten1 wenn man ihn weder kennt noch beobachtet4 ,gromutter war eine arme1 ungebildete ,frau1 aber trotzdem eine ,dichterin von ,gottes ,gnaden und darum eine ,mrchenerzhlerin1 die aus der ,flle dessen1 was sie erzhlte1 ,gestalten schuf1 die nicht nur im ,mrchen1 sondern auch in ,wahrheit lebten4 ,in meiner ,erinnerung tritt zuerst nicht das ,mrchen von ,sitara1 sondern das ,mrchen von der verloren gegangenen und vergessenen ,menschenseele auf4 ,sie tat mir so unendlich leid1 diese ,seele4 ,ich habe mit meinen blinden1 lichtlosen ,kindesaugen um sie geweint4 ,fr mich enthielt diese ,erzhlung die volle ,wahrheit4 ,aber erst nach ,jahren1 als ich das ,leben kennengelernt und mich mit dem ,innern des ,menschen eingehend beschftigt hatte1 erkannte ich1 da die ,kenntnis der ,menschenseele in ,wirklichkeit verloren und vergessen wurde und da alle unsere ,psychologie bisher nicht imstande war1 uns diese ,kenntnis zurckzubringen4 ,ich habe in meiner ,kindheit stundenlang still und regungslos gesessen und in die ,dunkelheit meiner kranken ,augen gestarrt1 um nachzudenken1 wohin die ,verlorene und ,vergessene gekommen sei4 ,ich wollte und wollte sie finden4 ,da nahm ,gromutter mich auf ihren ,scho1 kte mich auf die ,stirn und sagte3 ,sei still1 mein ,junge6 ,grme dich nicht um sie6 ,ich habe sie gefunden4 ,sie ist da6 ,wo8 fragte ich4 ,hier1 bei mir1 antwortete sie4 ,du bist diese ,seele1 du6 ,aber ich bin doch nicht verloren1 warf ich ein4 ,natrlich bist du verloren4 ,man hat dich herabgeworfen in das rmste1 schmutzigste ,ardistan4 ,aber man wird dich finden2 denn wenn alle1 alle dich vergessen haben1 ,gott hat dich nicht vergessen4 -- ,ich begriff das damals nicht2 ich verstand es erst spter1 viel1 viel spter4 ,eigentlich war in dieser meiner frhen ,knabenzeit jedes lebendige ,wesen nur ,seele1 nichts als ,seele4 ,ich sah nichts4 ,es gab fr mich weder ,gestalten noch ,formen1 noch ,farben1 weder ,orte noch ,ortsvernderungen4 ,ich konnte die ,personen und ,gegenstnde wohl fhlen1 hren1 auch riechen2 aber das gengte nicht1 sie mir wahr und plastisch darzustellen4 ,ich konnte sie mir nur denken4 ,wie ein ,mensch1 ein ,hund1 ein ,tisch aussieht1 das wute ich nicht2 ich konnte mir nur innerlich ein ,bild davon machen1 und dieses ,bild war seelisch4 ,wenn jemand sprach1 hrte ich nicht seinen ,krper1 sondern seine ,seele4 ,nicht sein ,aeueres1 sondern sein ,inneres trat mir nher4 ,es gab fr mich nur ,seelen1 nichts als ,seelen4 ,und so ist es geblieben1 auch als ich sehen gelernt hatte1 von ,jugend an bis auf den heutigen ,tag4 ,das ist der ,unterschied zwischen mir und anderen4 ,das ist der ,schlssel zu meinen ,bchern4 ,das ist die ,erklrung zu allem1 was man an mir lobt1 und zu allem1 was man an mir tadelt4 ,nur wer blind gewesen ist und wieder sehend wurde1 und nur wer eine so tief gegrndete und so mchtige ,innenwelt besa1 da sie selbst dann1 als er sehend wurde1 fr lebenslang seine ganze ,auenwelt beherrschte1 nur der kann sich in alles hineindenken1 was ich plante1 was ich tat und was ich schrieb1 und nur der besitzt die ,fhigkeit1 mich zu kritisieren1 sonstkeiner6 ,ich war die ganze ,zeit des ,tages nicht bei den ,eltern1 sondern bei ,gromutter4 ,sie war mein alles4 ,sie war mein ,vater1 meine ,mutter1 meine ,erzieherin1 mein ,licht1 mein ,sonnenschein1 der meinen ,augen fehlte4 ,alles1 was ich in mich aufnahm1 leiblich und geistig1 das kam von ihr4 ,so wurde ich ihr ganz selbstverstndlich hnlich4 ,was sie mir erzhlte1 das erzhlte ich ihr wieder und fgte hinzu1 was meine kindliche ,phantasie teils erriet und teils erschaute4 ,ich erzhlte es den ,geschwistern und auch anderen1 die zu mir kamen1 weil ich nicht zu ihnen konnte4 ,ich erzhlte in ,gromutters ,tone1 mit ihrer ,sicherheit1 die keinen ,zweifel duldete4 ,das klang altklug und berzeugte4 ,es verlieh mir den ,nimbus eines ber sein ,alter hinaus sehr klugen ,kindes4 ,so kamen auch ,erwachsene1 um mir zuzuhren1 und ich wre vielleicht zum ,orakel oder zum ,wunderkind verdorben worden1 wenn ,gromutter nicht so sehr bescheiden1 wahr und klug gewesen wre1 da1 wo ich in ,gefahr stand1 einzuspringen4 ,einem blinden ,kind wird wenig ,arbeit gegeben4 ,es hat mehr ,zeit1 zu denken und zu grbeln als andere ,kinder4 ,da kann es leicht klger erscheinen1 als es ist4 ,leider besa ,vater nicht diese kluge ,bescheidenheit der ,gromutter und auch nicht die schweigsame ,bedachtsamkeit der ,mutter4 ,er sprach sehr gern und bertrieb1 wie wir bereits wissen1 in allem1 was er tat und was er sagte4 ,so kam es1 da ich dem ,schicksal1 dem ich hier entging1 spter doch noch verfiel1 dem entsetzlichen ,schicksal1 totgelobt zu werden4 ,als ich sehen lernte1 war mein ,seelenleben schon derart entwickelt und in seinen spteren ,grundzgen festgelegt1 da selbst die ,welt des ,lichtes1 die sich nun vor meinen ,augen ffnete1 nicht die ,macht besa1 den ,schwerpunkt1 der in meinem ,innern lag1 zu sich hinauszuziehen4 ,ich blieb ein ,kind fr alle ,zeit1 ein um so greres ,kind1 je grer ich wurde1 und zwar ein ,kind1 in dem die ,seele derart die ,oberhand besa und noch heute besitzt1 da keine ,rcksicht auf die ,auenwelt und auf das materielle ,leben mich jemals bestimmen kann1 etwas zu unterlassen1 was ich fr seelisch richtig befunden habe4 ,und so lange ich lebe1 habe ich unausgesetzt die ,erfahrung gemacht1 da es dem ,volke genau ebenso ergeht wie mir4 ,es handelt am liebsten nicht aus uerlichen ,grnden1 sondern aus sich selbst heraus1 aus seiner ,seele heraus4 ,die grten und schnsten ,taten der ,nation wurden aus ihrem ,innern heraus geboren4 ,und wre der ,geist eines ,dichters auch noch so stark und noch so erfinderisch1 so wird er es doch niemals fertig bringen der ,geschichte eines ,volkes den ,stoff zu einem groen1 nationalen ,drama aufzuzwingen1 der diesem ,volke nicht seelisch gegeben war4 ,und grnden wir hunderte von ,jugendschriftenvereinen1 von ,jugendschriftenkommissionen und tausende von ,jugend-1 ,schler- und ,volksbibliotheken1 wir werden das ,gegenteil von dem erreichen1 was wir erreichen wollen1 falls wir ,bcher whlen1 deren ,bedrfnis nur in unserm ,pedantismus und in unserer ,methodik liegt1 nicht aber in den ,seelen derer1 denen wir sie aufzwingen4 ,ich habe diese ,seelen kennengelernt1 habe sie studiert seit meiner ,jugendzeit4 ,ich bin selbst eine solche ,seele gewesen1 bin sie sogar noch heut4 ,darum wei ich1 da man dem ,volke und der ,jugend keine ,tugendmusterbcher in die ,hand geben darf1 weil es eben keinen ,menschen gibt1 der ein ,tugendmuster ist4 ,der ,leser will ,wahrheit1 will ,natur4 ,er hat die sittlichen ,haubenstcke1 die immer genauso stehen1 wie man sie stellt1 weder ,fleisch noch ,blut besitzen und genau nur das anhaben1 was ihnen von der ,putzmacherin ,schulmoralitt angezogen wird4 ,die ,aufgabe des ,jugendschriftstellers besteht nicht darin1 ,gestalten zu schaffen1 die in jeder ,lage so beraus kstlich einwandfrei handeln1 da man sie unbedingt berdrssig wird1 sondern seine grte ,kunst besteht darin1 da er von seinen ,figuren getrost die ,fehler und ,dummheiten machen lt1 vor denen er die jugendlichen ,leser bewahren will4 ,es ist tausendmal besser1 er lt seine ,romanfiguren zugrunde gehen1 als da der ergrimmte ,knabe hingeht1 um das ,bse1 das nicht geschah1 obgleich es der ,wahrheit nach geschehen mute1 nun seinerseits aus dem ,buche in das ,leben zu bertragen4 ,hier liegt die ,achse1 um die sich unsere ,jugend- und ,volksliteratur zu drehen hat4 ,musterknaben und ,mustermenschen sind schlechte ,vorbilder2 sie stoen ab4 ,man zeige ,negatives1 aber lebenswahr und packend1 so wird man ,positives erreichen4 ,nachdem wir zu ,miete gezogen waren1 wohnten wir am ,marktplatze1 auf dessen ,mitte die ,kirche stand4 ,dieser ,platz war der ,lieblingsspielplatz der ,kinder4 ,gegen ,abend versammelten sich die lteren ,schulknaben unter dem ,kirchentore zum ,geschichtenerzhlen4 ,das war eine hchst exklusive ,gesellschaft4 ,es durfte nicht jeder hin4 ,kam einer1 den man nicht wollte1 so machte man keinen ,summs2 der wurde fortgeprgelt und kehrte gewi nicht wieder4 ,ich aber kam nicht1 und ich bat auch nicht1 sondern ich wurde geholt1 obgleich ich erst fnf ,jahre alt war1 die ,andern aber dreizehn und vierzehn ,jahre4 ,welch eine ,ehre6 ,so etwas war noch niemals dagewesen6 ,das hatte ich der ,gromutter und ihren ,erzhlungen zu verdanken6 ,zunchst verhielt ich mich still und machte den ,zuhrer1 bis ich alle ,erzhlungen kannte1 die hier im ,schwange waren4 ,man nahm mir das nicht bel1 denn ich hatte erst vor ,kurzem sehen gelernt1 hielt die ,augen noch halb verbunden und wurde von ,allen geschont4 ,dann aber1 als das vorber war1 wurde ich herangezogen4 ,alle ,tage ein anderes ,mrchen1 eine andere ,geschichte1 eine andere ,erzhlung4 ,das war viel1 sehr viel verlangt2 aber ich leistete es1 und zwar mit ,vergngen4 ,gromutter arbeitete mit4 ,was ich in der ,dmmerstunde zu erzhlen hatte1 das arbeiteten wir am frhen ,morgen1 noch ehe wir unsere ,morgensuppe aen1 durch4 ,dann war ich1 wenn ich an das ,kirchtor kam1 wohlvorbereitet4 ,unser schnes ,buch ,der ,hakawati gab ,stoff fr lange ,zeit4 ,hierzu kam1 da dieser ,stoff sich mit der ,zeit ganz auerordentlich vermehrte1 doch freilich nicht im ,buche1 sondern in mir4 ,das war die sehr einfache und sehr natrliche ,folge davon1 da ich nach meinem ,sehendwerden die seelische ,welt1 die durch den ,hakawati in mir entstanden war1 nun in die sichtbare ,welt der ,farben1 ,formen1 ,krper und ,flchen zu bersetzen hatte4 ,dadurch entstanden unzhlige ,variationen und ,vervielfltigungen1 die ich nur dadurch1 da ich sie erzhlte1 in feste ,gestalt und ,form zu bringen vermochte4 ,inzwischen hatte ,vater es erreicht1 da ich in die ,schule gehen durfte4 ,das durfte man erst vom sechsten ,lebensjahr an2 aber meine ,mutter war als ,hebamme sehr oft bei dem ,herrn ,pastor1 der ihr diesen ,wunsch als ,lokalschulinspektor sehr gern erfllte1 und mit dem ,herrn ,elementarlehrer ,schulze kam ,vater wchentlich zweimal zusammen1 um ,skat oder ,schafkopf zu spielen1 und darum hielt es nicht schwer1 die ,erlaubnis auch von dieser ,seite zu erlangen4 ,ich lernte sehr schnell lesen und schreiben1 denn ,vater und ,gromutter halfen dabei1 und dann1 als ich das konnte1 glaubte ,vater die ,zeit gekommen1 das1 was er mit mir vorhatte1 zu beginnen4 ,es sollte sich nmlich an mir erfllen1 was sich an ihm nicht erfllt hatte4 ,er hatte im ,forsthause einen ,blick in bessere und menschlichere ,verhltnisse tun drfen4 ,und er mute immer daran denken1 da es unter unsern ,vorfahren bedeutende ,mnner gegeben hatte1 von denen wir1 ihre ,nachkommen1 sagen muten1 da wir ihrer nicht wrdig seien4 ,er hatte das werden gewollt1 war aber von den ,verhltnissen gewaltsam niedergehalten worden4 ,das krnkte und das rgerte ihn4 ,fr sich hatte er mit diesen ,verhltnissen abgeschlossen4 ,er mute bleiben1 was er war1 ein armer1 ungebildeter ,professionist4 ,aber er bertrug seine ,wnsche und ,hoffnungen und alles ,andere nun auf mich4 ,und er nahm sich vor1 alles ,mgliche zu tun und nichts zu versumen1 aus mir den ,mann zu machen1 welcher zu werden ihm versagt gewesen war4 ,das kann man gewi nur lblich von ihm nennen4 ,nur kam es darauf an1 welchen ,weg und welche ,weise er meiner ,erziehung gab4 ,er wollte1 was fr mich gut und glcklich war4 ,das konnte er nur mit guten und glcklichen ,mitteln erreichen4 ,leider aber mu ich1 ohne der ,zukunft vorzugreifen1 sagen1 da meine ,kindheit jetzt1 mit dem fnften ,jahre1 zu ,ende war4 ,sie starb in dem ,augenblick1 an dem ich die ,augen zum ,sehen ffnete4 ,was diese armen ,augen von da an bis heut zu sehen bekamen1 war nichts als ,arbeit und ,arbeit1 ,sorge und ,sorge1 ,leid und ,leid1 bis zur heutigen ,qual am ,marterpfahl1 an dem man mich schier ohne ,ende peinigt4 -- -- -- ,,iii4 ,keine ,jugend4 ,du liebe1 schne1 goldene ,jugendzeit6 ,wie oft habe ich dich gesehen1 wie oft mich ber dich gefreut6 ,bei ,andern1 immer nur bei ,andern6 ,bei mir warst du nicht4 ,um mich gingst du herum1 in einem weiten1 weiten ,bogen4 ,ich bin nicht neidisch gewesen1 wahrlich nicht1 denn zum ,neid habe ich berhaupt keinen ,platz in mir2 aber wehe hat es doch getan1 wenn ich den ,sonnenschein auf dem ,leben ,anderer liegen sah1 und ich stand so im hintersten1 kalten ,schattenwinkel4 ,und ich hatte doch auch ein ,herz1 und ich sehnte mich doch auch nach ,licht und ,wrme4 ,aber ,liebe mu sein1 selbst im allerrmsten ,leben1 und wenn dieser ,aermste nur will1 so kann er reicher als der ,reiche sein4 ,er braucht nur in sich selbst zu suchen4 ,da findet er1 was ihm das ,geschick verweigert1 und kann es hinausgeben an alle1 alle1 von denen er nichts bekommt4 ,denn wahrlich1 wahrlich1 es ist besser1 arm und doch der ,gebende zu sein1 als reich und doch der immer nur ,empfangende6 ,hier ist es wohl am ,platze1 einen ,irrtum1 in dem man sich ber mich befindet1 gleich von vornherein aufzuklren4 ,man hlt mich nmlich fr sehr reich1 sogar fr einen ,millionr2 das bin ich aber nicht4 ,ich hatte bisher nur mein gutes ,auskommen1 weiter nichts4 ,selbst hiermit wird es hchst wahrscheinlich zu ,ende sein1 denn die nimmer ruhenden ,angriffe gegen mich mssen endlich doch erreichen1 was man mit ihnen erreichen will4 ,ich mache mich mit dem ,gedanken vertraut1 da ich genau so sterben werde1 wie ich geboren bin1 nmlich als ein armer1 nichts besitzender ,mensch4 ,das tut aber nichts4 ,das ist rein uerlich4 ,das kann an meinem inneren ,menschen und seiner ,zukunft gar nichts ndern4 ,die ,lge1 da ich ,millionr sei1 da mein ,einkommen #ahj #jjj ,mark betragen habe1 stammt von einem raffinierten1 sehr klug vorausberechnenden ,gegner1 der ein scharfer ,menschenkenner ist und sich keinen ,augenblick bedenkt1 diese ,menschenkenntnis selbst gegen die ,stimme des ,gewissens in ,gewinn und ,vorteil umzusetzen4 ,er wute sehr wohl1 was er tat1 als er seine ,lge in die ,zeitungen lanzierte4 ,er erweckte dadurch den allerniedrigsten und allerschlimmsten ,feind gegen mich1 den ,neid4 ,die frheren ,angriffe gegen mich sind jetzt kaum der ,rede wert4 ,aber seit man mich im ,besitz von ,millionen whnt1 geht man geradezu gnaden- und erbarmungslos gegen mich vor4 ,sogar in den ,artikeln sonst ganz achtbarer und humaner ,kritiker spielt diese ,geldgehssigkeit eine ,rolle4 ,es berhrt unendlich peinlich1 ,leute1 die sich in jedem anderen ,falle als litararische sic ,kavaliere erweisen1 auf diesem ordinren ,gaul herumreiten zu sehen6 ,ich besitze ein schuldenfreies ,haus1 in dem ich wohne1 und ein kleines ,kapital als eisernen ,bestand fr meine ,reisen1 weiter nichts4 ,von dem1 was ich einnehme1 bleibt nichts brig4 ,das reicht grad aus fr meinen bescheidenen ,haushalt und fr die schweren ,opfer1 die ich den mir aufgezwungenen ,prozessen zu bringen habe4 ,frher konnte ich meinem ,herzen ,genge tun und gegen arme ,menschen1 besonders gegen arme ,leser meiner ,bcher1 mildttig sein4 ,das hat nun aufgehrt4 ,zwar werde ich infolge jener raffinierten ,millionenlge jetzt mehr als je mit ,zuschriften gepeinigt1 in denen man ,geld von mir verlangt1 aber ich kann leider nicht mehr helfen1 und fast ein ,jeder1 den ich abweisen mu1 fhlt sich enttuscht und wird zum ,feinde4 ,ich konstatiere1 da jene ,gewissenlosigkeit1 mich als einen steinreichen ,mann zu schildern1 mir mehr1 viel mehr geschadet hat als alle gegnerischen ,kritiken und sonstigen ,feindseligkeiten zusammengenommen4 ,nach dieser ,abschweifung1 die ich fr ntig hielt1 nun wieder zurck zur ,jugend dieses angeblichen ,millionrs1 der nach ganz anderen ,schtzen strebt als alle die1 welche ihn auszubeuten trachten4 ,es waren damals schlimme ,zeiten1 zumal fr die armen ,bewohner jener ,gegend1 in der meine ,heimat liegt4 ,dem gegenwrtigen ,wohlstande ist es fast unmglich1 sich vorzustellen1 wie armselig man sich am ,ausgange der vierziger ,jahre dort durch das ,leben hungerte4 ,arbeitslosigkeit1 ,miwuchs1 ,teuerung und ,revolution1 diese vier ,worte erklren ,alles4 ,es mangelte uns an fast ,allem1 was zu des ,leibes ,nahrung und ,notdurft gehrt4 ,wir baten uns von unserem ,nachbarn1 dem ,gastwirt ,zur ,stadt ,glauchau1 des ,mittags die ,kartoffelschalen aus1 um die wenigen ,brocken1 die vielleicht noch daran hingen1 zu einer ,hungersuppe zu verwenden4 ,wir gingen nach der roten ,mhle und lieen uns einige ,handvoll ,beutelstaub und ,spelzenabfall schenken1 um irgend etwas ,nahrungsmittelhnliches daraus zu machen4 ,wir pflckten von den ,schutthaufen ,melde1 von den ,rainen ,otterzungen und von den ,zunen wilden ,lattich1 um das zu kochen und mit ihm den ,magen zu fllen4 ,die ,bltter der ,melde fhlen sich fettig an4 ,das ergab beim ,kochen zwei oder drei kleine ,fettuglein1 die auf dem ,wasser schwammen4 ,wie nahrhaft und wie delikat uns das erschien6 ,glcklicherweise gab es unter den vielen ,webern des ,ortes1 die arbeitslos waren1 auch einige wenige ,strumpfwirker1 deren ,geschft nicht ganz zum ,stillstehen kam4 ,sie webten ,handschuhe1 so auerordentlich billige weie ,handschuhe1 die man den ,leichen anzieht1 ehe sie begraben werden4 ,es gelang ,mutter1 solche ,leichenhandschuhe zum ,nhen zu bekommen4 ,da saen wir nun alle1 der ,vater ausgenommen1 von frh bis abends spt und stichelten darauf los4 ,mutter nhte die ,daumen1 denn das war schwer1 ,gromutter die ,lngen mit dem kleinen ,finger und ich mit den ,schwestern die ,mittelfinger4 ,wenn wir recht sehr fleiig waren1 hatten wir alle zusammen am ,schlu der ,woche elf oder sogar auch zwlf ,neugroschen verdient4 ,welch ein ,kapital6 ,dafr gab es fr fnf ,pfennig ,runkelrbensyrup1 auf fnf ,dreierbrtchen gestrichen2 die wurden sehr gewissenhaft zerkleinert und verteilt4 ,das war zugleich ,belohnung fr die verflossene und ,anregung fr die kommende ,woche4 ,whrend wir in dieser ,weise fleiig daheim arbeiteten1 hatte ,vater ebenso fleiig auswrts zu tun2 leider aber war seine ,arbeit mehr ehrend als nhrend4 ,es galt nmlich1 den ,knig ,friedrich ,august und die ganze schsische ,regierung vor dem ,untergange zu retten4 ,vorher hatte man grad das ,entgegengesetzte gedacht3 ,der ,knig sollte abgesetzt und die ,regierung aus dem ,lande gejagt werden4 ,das wollte man fast in ganz ,sachsen2 aber in ,hohenstein und ,ernsttal kam man sehr bald hiervon zurck1 und zwar aus den vortrefflichsten ,grnden2 es war nmlich zu gefhrlich6 ,die lautesten ,schreier hatten sich zusammengetan und einen ,bckerladen gestrmt4 ,da kam die heilige ,hermandad und sperrte sie alle ein4 ,sie fhlten sich zwar einige ,tage lang als politische ,opfer und ,mrtyrer gro und mchtig1 aber ihre ,frauen wollten von solchem ,heldentum nichts wissen2 sie strubten sich mit aller ,gewalt dagegen4 ,sie kamen zusammen2 sie gingen auseinander2 sie liefen auf und ab2 sie gewannen die anderen ,frauen2 sie politisierten2 sie diplomatisierten2 sie drohten2 sie baten4 ,ruhige1 vernnftige ,mnner gesellten sich zu ihnen4 ,der alte1 ehrwrdige ,pastor ,schmidt hielt ,friedensreden4 ,der ,herr ,stadtrichter ,layritz auch4 ,der ,polizist ,eberhardt ging von ,haus zu ,haus und warnte vor den schrecklichen ,folgen der ,emprung2 der ,wachtmeister ,grabner sekundierte ihm dabei4 ,am groen ,kirchentor erzhlten sich die ,jungens in der ,abenddmmerung nur noch vom ,erschossenwerden1 vom ,aufgehangenwerden und ganz besonders vom ,schafott1 welches derart beschrieben wurde1 da ,jedermann1 der es hrte1 sich mit der ,hand nach ,hals und ,nacken griff4 ,so kam es1 da die ,stimmung sich ganz grndlich nderte4 ,von der ,absetzung des ,knigs war keine ,rede mehr4 ,im ,gegenteil1 er hatte zu bleiben1 denn einen besseren als ihn konnte es nirgends geben4 ,von jetzt an galt es nicht mehr1 ihn zu vertreiben1 sondern ihn zu beschtzen4 ,man hielt ,versammlungen ab1 um zu beraten1 in welcher ,weise dies am besten geschehe1 und da allberall vom ,kampf und ,krieg und ,sieg gesprochen wurde1 so verstand es sich ganz von selbst1 da auch wir ,jungens uns nicht nur in kriegerische ,stimmungen1 sondern auch in kriegerische ,gewnder und kriegerische ,heldentaten hineinarbeiteten4 ,ich freilich nur von ferne1 denn ich war zu klein dazu und hatte keine ,zeit2 ich mute ,handschuhe nhen4 ,aber die anderen ,buben und ,mdels standen berall an den ,ecken und ,winkeln herum1 erzhlten einander1 was sie daheim bei den ,eltern gehrt hatten1 und hielten hchst wichtige ,beratungen ber die beste ,art und ,weise1 die ,monarchie zu erhalten und die ,republik zu hintertreiben4 ,besonders ber eine alte1 bse ,frau war man emprt4 ,die war an ,allem schuld4 ,sie hie die ,anarchie und wohnte im tiefsten ,walde4 ,aber des ,nachts kam sie in die ,stdte1 um die ,huser niederzureien und die ,scheunen anzubrennen2 so eine ,bestie6 ,glcklicherweise waren unsere ,vter lauter ,helden1 von denen keiner sich vor irgend ,jemand frchtete1 auch nicht vor dieser ruppigen ,anarchie4 ,man beschlo die allgemeine ,bewaffnung fr ,knig und ,vaterland4 ,in ,ernsttal gab es schon seit alten ,zeiten eine ,schtzen- und eine ,gardekompagnie4 ,die erstere scho nach einem hlzernen ,vogel1 die letzere sic nach einer hlzernen ,scheibe4 ,zu diesen beiden ,kompagnieen sollten noch zwei oder drei andere gegrndet werden1 besonders auch eine polnische ,sensenkompagnie zum ,totstechen aus der ,ferne4 ,da stellte es sich denn heraus1 da es in unserem ,stdtchen eine ganz ungewhnliche ,menge von ,leuten gab1 die ungemein kriegerisch veranlagt waren1 strategisch sowohl als auch taktisch4 ,man wollte keinen von ihnen missen4 ,man zhlte sie4 ,es waren dreiunddreiig4 ,das stimmte sehr gut und rechnete sich glatt aus1 nmlich3 ,man brauchte pro ,kompagnie je einen ,hauptmann1 einen ,oberleutnant und einen ,leutnant2 wenn man zu den ,schtzen und der ,garde noch neun neue ,kompagnieen formte1 so ergab das in ,summa elf1 und alle dreiunddreiig ,offiziere waren unter ,dach und ,fach4 ,dieser ,vorschlag wurde ausgefhrt1 wobei die ,kopfzahl der einzelnen ,kompagnieen ganz selbstverstndlich nur klein bemessen sein konnte2 aber der ,tambourmajor1 ,herr ,strumpfwirkermeister ,lser1 der beim ,militr gestanden und darum alle dreiunddreiig ,offiziere einzuexerzieren hatte1 behauptete1 dies sei nur vorteilhaft1 denn je kleiner eine ,kompagnie sei1 desto weniger ,leute knnten im ,kriege von ihr weggeschossen werden1 und so blieb es bei dem1 was beschlossen worden war4 ,mein ,vater war ,hauptmann der siebenten ,kompagnie4 ,er bekam einen ,sbel und eine ,signalpfeife4 ,aber er war mit dieser ,charge nicht zufrieden2 er trachtete nach hherem4 ,darum beschlo er1 sobald er ausexerziert war1 sich ganz heimlich1 ohne da irgend ,jemand etwas davon bemerkte1 im hheren ,kommando einzuben4 ,und da er mich ausersah1 ihm dabei behilflich zu sein1 so wurde ich einstweilen vom ,handschuhnhen dispensiert und wanderte mit ihm tagtglich hinaus in den ,wald1 wo auf einer rings von ,bschen und ,bumen umgebenen ,wiese unsere geheimen ,evolutionen vorgenommen wurden4 ,vater war bald ,leutnant1 bald ,hauptmann1 bald ,oberst1 bald ,general2 ich aber war die schsische ,armee4 ,ich wurde erst als ,zug1 dann als ganze ,kompagnie einexerziert4 ,hierauf wurde ich ,bataillon1 ,regiment1 ,brigade und ,division4 ,ich mute bald reiten1 bald laufen1 bald vor und bald zurck1 bald nach rechts und bald nach links1 bald angreifen und bald retirieren4 ,ich war zwar nicht auf den ,kopf gefallen und hatte ,lust und ,liebe zur ,sache4 ,aber ich war noch so jung und klein1 und so kann man sich bei dem jhen ,temperamente meines ,generals wohl denken1 da es mir nicht mglich war1 mich in so kurzer ,zeit von der einfachen1 kleinen ,korporalschaft bis zur vollzhligen1 gewaltigen ,armee zu entwickeln1 ohne die ,strenge der militrischen ,disziplin an mir erfahren zu haben4 ,aber ich weinte bei keiner ,strafe2 ich war zu stolz dazu4 ,eine schsische ,armee1 welche weint1 die gibt es nicht6 ,auch lie der ,lohn nicht auf sich warten4 ,als ,vater ,vizekommandant geworden war1 sagte er zu mir3 ,junge1 dazu hast du viel geholfen4 ,ich baue dir eine ,trommel4 ,du sollst ,tambour werden6 ,wie das mich freute6 ,und es gab ,augenblicke1 in denen ich wirklich der ,ueberzeugung war1 alle diese ,pffe1 ,ste1 ,hiebe und ,katzenkpfe nur zum ,wohle und zur ,rettung des ,knigs von ,sachsen und seines ,ministeriums empfangen zu haben6 ,wenn er das wte6 ,die ,trommel bekam ich1 denn ,vater hielt stets ,wort4 ,der ,klempnermeister ,leistner am ,markt in ,hohenstein war ihm behilflich1 sie zu bauen4 ,es war eine sehr gut gelungene ,solotrommel2 sie existiert noch heut4 ,ich bin spter1 als ich etwas grer war1 doch auch noch als ,knabe1 ,tambour bei der siebenten ,kompagnie gewesen und werde diese ,trommel noch einmal zu erwhnen haben4 ,die elf ,kompagnieen taten ihre ,schuldigkeit4 ,sie exerzierten fast tglich1 wozu mehr als genug ,zeit vorhanden war1 weil es keine ,arbeit gab4 ,wie wir trotzdem existieren konnten und wovon wir eigentlich gelebt haben1 das kann ich heute nicht mehr sagen2 es kommt mir wie ein ,wunder vor4 ,es gab auch an andern ,orten ,knigsretter4 ,die standen miteinander in ,verbindung und hatten beschlossen1 sobald der ,befehl dazu gegeben werde1 nach ,dresden aufzubrechen und fr den ,knig alles zu wagen1 unter ,umstnden sogar das ,leben4 ,und eines schnen ,tages kam er1 dieser ,befehl4 ,die ,signalhrner erklangen2 die ,trommeln wirbelten4 ,aus allen ,tren strmten die ,helden1 um sich auf dem ,marktplatz zu versammeln4 ,der ,fleischermeister ,haase war ,regimentsadjutant4 ,er hatte sich ein ,pferd geborgt und sa da mitten drauf4 ,es war keine leichte ,sache fr ihn1 zwischen dem ,kommandanten1 dem ,vizekommandanten und den ,hauptleuten zu vermitteln1 denn der ,gaul wollte immer anders als der ,reiter4 ,die ,frau ,stadtrichter ,layritz hing eine ,tischdecke und ihre ,sonntagssaloppe zu den ,fenstern heraus4 ,das war geflaggt4 ,wer etwas dazu hatte1 der machte es ihr nach4 ,dadurch gewann der ,marktplatz ein festlich frohes ,angesicht4 ,man war berhaupt nur begeistert4 ,keine ,spur von ,abschiedsschmerz6 ,niemand hatte das ,bedrfnis1 von ,frau und ,kindern besonders ,abschied zu nehmen4 ,lauter ,jubel1 dreimal hoch1 vivat1 hurrah an allen ,orten6 ,der ,herr ,kommandant hielt eine ,rede4 ,hierauf ein grandioser ,tusch der ,blasinstrumente und ,trommeln4 ,dann die ,kommandorufe der einzelnen ,hauptleute3 ,achtung -- -- ,augen rechts1 rrrricht't euch -- -- ,augen grrrade aus -- -- ,g'wehr bei ,fu -- -- ,g'wehr auf -- -- ,g'wehr prsentiert -- -- ,g'wehr ber -- -- ,rrrrechts um -- -- ,vorwrts marsch6 ,voran der ,herr ,adjutant auf dem geborgten ,pferde1 hinter ihm die ,musikanten mit dem trkischen ,schellenbaum1 die ,tamboure1 sodann der ,kommandant und der ,vizekommandant1 hierauf die ,schtzen1 die ,garde und die neun anderen ,kompagnieen1 so marschierten die ,heerscharen links1 rechts -- links1 rechts zur damaligen ,hintergasse hinaus und am ,zechenteiche vorber1 dem wir damals unsere ,frsche anvertrauten1 nach ,wstenbrand1 um ber ,chemnitz und ,freiberg nach der ,hauptstadt zu gelangen4 ,eine ,menge ,angehriger marschierte hinterdrein1 um den ,mutigen bis an das ,weichbild des ,stdtchens das ,geleit zu geben4 ,ich aber stand bei meinem ganz besonderen ,liebling1 dem ,herrn ,kantor ,strauch1 der unser ,nachbar war1 an seiner ,haustr1 dabei die ,friederike1 seine ,frau1 die eine ,schwester des ,herrn ,stadtrichters ,layritz war4 ,sie hatten keine ,kinder1 und ich war berufen1 ihnen ihre kleinen wirtschaftlichen ,angelegenheiten zu besorgen4 ,ihn liebte ich glhend2 sie aber war mir zuwider1 denn sie belohnte alle meine ,wege1 die ich fr sie tat1 nur mit angefaulten ,aepfeln oder mit teigigen ,birnen und erlaubte ihrem ,manne nicht1 monatlich mehr als nur zwei ,zigarren zu rauchen1 das ,stck zu zwei ,pfennige4 ,die mute ich ihm vom ,krmer holen1 weil er sich schmte1 so billige selbst zu kaufen1 und er rauchte sie im ,hofe1 weil die ,friederike den ,tabaksgeruch nicht vertragen konnte4 ,auch er war heut von dem ,anblicke unserer ,truppen aufrichtig begeistert4 ,indem er ihnen nachblickte1 sagte er3 ,es ist doch etwas ,groes1 etwas ,edles um solche ,begeisterung fr ,gott1 fr ,knig und ,vaterland6 ,aber was bringt sie ein8 fragte die ,frau ,kantorin4 ,das ,glck bringt sie ein1 das wirkliche1 das wahre ,glck6 ,bei diesen ,worten trat er in das ,haus2 er liebte es nicht1 zu streiten4 ,ich ging nach unserm ,hof4 ,da stand ein ,franzpfelbaum4 ,unter den setzte ich mich nieder und dachte ber das nach1 was der ,herr ,kantor gesagt hatte4 ,also ,gott1 ,knig und ,vaterland1 in diesen ,worten liegt das wahre ,glck2 das wollte und mute ich mir merken6 ,spter hat dann das ,leben an diesen drei ,worten herumgemodelt und herumgemeielt2 aber mgen sich die ,formen verndert haben1 das innere ,wesen ist geblieben4 ,von allen1 die heut ausgezogen waren1 um groe ,heldentaten zu verrichten1 kam zuerst der geliehene ,gaul zurck4 ,der ,herr ,adjutant hatte ihn einem ,boten bergeben1 der ihn heimbrachte1 weil ,laufen besser sei als ,reiten und weil der ,reiter nicht genug ,geld brig habe1 das ,pferd zu ersetzen1 falls es im ,kampfe verwundet oder gar erschossen werden sollte4 ,gegen ,abend folgte der ,webermeister ,kretzschmar4 ,er behauptete1 da er mit seinen ,plattfen nicht weitergekonnt habe2 dies sei ein ,naturfehler1 den er nicht ndern knne4 ,als es dunkel geworden war1 stellten sich noch einige andere ein1 welche aus triftigen ,grnden entlassen worden waren und die die ,nachricht brachten1 da unser ,armeekorps hinter ,chemnitz bei ,oederan biwakiere und ,spione nach ,freiburg sic geschickt habe1 das dortige ,schlachtfeld auszukundschaften4 ,gegen ,morgen kam die berraschende1 aber ganz und gar nicht traurige ,kunde1 da man aus ,freiburg sic die ,weisung erhalten habe1 sofort wieder umzukehren2 man werde gar nicht gebraucht1 denn die ,preuen seien in ,dresden eingerckt und so stehe fr den ,knig und die ,regierung nicht das ,geringste mehr zu befrchten4 ,man kann sich wohl denken1 da es heut nun keine ,schule und keinerlei ,arbeit gab4 ,auch ich emprte mich gegen das ,handschuhflicken4 ,ich ri einfach aus und gesellte mich den wackeren ,buben und ,mdels zu1 welche elf ,kompagnieen bilden und ihren heimkehrenden ,vtern entgegen ziehen sollten4 ,dieser ,plan wurde ausgefhrt4 ,wir kampierten bei den ,wstenbrnder ,teichen und zogen dann1 als die ,erwarteten kamen1 mit ihnen unter klingendem ,spiel und ,trommelschlag den ,schiehausberg hinab1 wo unsere verwaisten ,frauen und ,mtter standen1 um uns alle1 ,gro und ,klein1 teils gerhrt1 teils lachend in ,empfang zu nehmen4 ,warum ich das alles so ausfhrlich erzhle8 ,des tiefen ,eindruckes wegen1 den es auf mich machte4 ,ich habe die ,quellen nachzuweisen1 aus denen die ,ursachen meines ,schicksals zusammengeflossen sind4 ,da ich trotz allem1 was spter geschah1 niemals auch nur einen einzigen ,augenblick im ,gottesglauben wankte und selbst dann1 wenn das ,schicksal mich gegen die harten ,tafeln der ,gesetze schleuderte1 nichts von der ,achtung vor diesen ,gesetzen verlor1 das wurzelt teils in mir selbst1 teils aber auch in diesen kleinen ,ereignissen der frhen ,jugend1 die alle mehr oder weniger bestimmend auf mich wirkten4 ,nie habe ich die ,worte meines alten1 guten ,kantors vergessen1 die mir nicht nur zu ,fleisch und ,blut1 sondern zu ,geist und ,seele geworden sind4 ,nach diesen ,aufregungen kehrte das ,leben in seine ruhigen1 frheren ,bahnen zurck4 ,ich nhte wieder ,handschuhe und ging in die ,schule4 ,aber diese ,schule gengte dem ,vater nicht4 ,ich sollte mehr lernen als das1 was der damalige ,elementarunterricht bot4 ,meine ,stimme entwickelte sich zu einem guten1 volltnenden1 umfangreichen ,sopran4 ,infolgedessen nahm der ,herr ,kantor mich in die ,kurrende auf4 ,ich wurde schnell treffsicher und der ,oeffentlichkeit gegenber mutig4 ,so kam es1 da mir schon nach kurzer ,zeit die ,kirchensoli bertragen wurden4 ,die ,gemeinde war arm2 sie hatte fr teure ,kirchenstcke keine ,mittel brig4 ,der ,herr ,kantor mute sie abschreiben1 und ich schrieb mit4 ,wo das nicht angngig war1 da komponierte er selbst4 ,und er war ,komponist6 ,und zwar was fr einer6 ,aber er stammt aus dem kleinen1 unbedeutenden ,drfchen ,mittelbach1 von blutarmen1 ungebildeten ,eltern1 hatte sich durch das ,musikstudium frmlich hindurchgehungert und1 bis er ,lehrer resp4 ,kantor wurde1 nur in blauen ,leinenrock und blaue ,leinenhosen kleiden knnen und sah einen ,taler fr ein ,vermgen an1 von dem man wochenlang leben konnte4 ,diese ,armut hatte ihn um die ,selbstbewertung gebracht4 ,er verstand es nicht1 sich geltend zu machen4 ,er war mit allem zufrieden4 ,ein ganz vorzglicher ,orgel-1 ,klavier- und ,violinspieler1 konnte er auch die komponistische ,behandlung jedes andern ,musikinstrumentes und htte es schnell zu ,ruhm und ,verdienst bringen knnen1 wenn ihm mehr ,selbstvertrauen und ,mut zu eigen gewesen wre4 ,jedermann wute3 ,wo in ,sachsen und den angrenzenden ,gegenden eine neue ,orgel eingeweiht wurde1 da erschien ganz sicher der ,kantor ,strauch aus ,ernsttal1 um sie kennenzulernen und einmal spielen zu knnen4 ,das war die einzige ,freude1 die er sich gnnte4 ,denn mehr werden zu wollen als nur ,kantor von ,ernsttal1 dazu fehlte ihm auer der ,beherztheit besonders auch die ,erlaubnis der sehr gestrengen ,frau ,friederike1 die ein wohlhabendes ,mdchen gewesen war und darum in der ,ehe als zweiunddreiigfiger ,prinzipal ertnte1 whrend dem ,herrn ,kantor nur die ,stimme einer sanften ,vox humana zugebilligt wurde4 ,sie besa mit ihrem ,bruder gemeinsam einige ,obstgrten1 deren ,ertrgnisse mit der uersten ,genauigkeit verwertet wurden1 und da ich von ihr nur angefaulte oder teigige ,aepfel und ,birnen bekam1 das habe ich bereits erwhnt4 ,sie wute das aber mit einer ,miene zu geben1 als ob sie ein ,knigreich verschenke4 ,fr den unendlich hohen ,wert ihres ,mannes1 sowohl als ,mensch wie auch als ,knstler1 hatte sie nicht das geringste ,verstndnis4 ,sie war an ihre ,grten und er infolgedessen an ,ernsttal gekettet4 ,um sein geistiges ,dasein und seine seelischen ,bedrfnisse bekmmerte sie sich nicht4 ,sie ffnete keines seiner ,bcher1 und seine vielen ,kompositionen verschwanden1 sobald sie vollendet waren1 tief in den staubigen ,kisten1 die unter dem ,dache standen4 ,als er gestorben war1 hat sie das alles als ,makulatur an die ,papiermhle verkauft1 ohne da ich dies verhindern konnte1 denn ich war nicht daheim4 ,welch ein tiefes1 von anderen kaum zu fassendes ,elend es ist1 fr das ganze ,leben an ein weibliches ,wesen gebunden zu sein1 welches nur in niederen ,lften atmet und selbst den begabtesten1 ja genialsten ,mann nicht in bessere ,hhen kommen lt1 das ist nicht auszusagen4 ,mein alter ,kantor konnte dieses ,elend nur darum ertragen1 weil er eine ungemeine ,fgsamkeit besa und hierzu eine ,gutmtigkeit1 die niemals vergessen konnte1 da er ein armer ,teufel1 die ,friederike aber ein reiches ,mdchen und auerdem die ,schwester des ,herrn ,stadtrichters gewesen war4 ,spter gab er mir ,orgel-1 ,klavier- und ,violinunterricht4 ,ich habe bereits gesagt1 da ,vater den ,bogen zur ,violine selbst fertigte4 ,dieser ,unterricht war ganz selbstverstndlich gratis1 denn die ,eltern waren zu arm1 ihn zu bezahlen4 ,damit war die gestrenge ,frau ,friederike gar nicht einverstanden4 ,der ,orgelunterricht wurde in der ,kirche und der ,violinunterricht in der ,schulstube gegeben2 da konnte die ,frau ,kantorin keine ,handhabe finden4 ,aber das ,klavier stand in der ,wohnstube1 und wenn ich da klopfte1 um anzufragen1 so kam der ,herr ,kantor unter zehnmal neunmal mit dem ,bescheid heraus3 ,es gibt heut keinen ,unterricht1 lieber ,karl4 ,meine ,frau ,friederike hlt es nicht aus2 sie hat ,migrne4 ,manchmal hie es auch sie hat ,vapeurs4 ,was das war1 wute ich nicht1 doch hielt ich es fr eine ,steigerung von dem1 was ich auch nicht wute1 nmlich von der ,migrne4 ,aber da sich das immer nur dann einstellte1 wenn ich klavierspielen kam1 das wollte mir nicht gefallen4 ,der gute ,herr ,kantor glich das dadurch aus1 da er mich nach und nach1 grad wie die ,gelegenheit es brachte1 auch in der ,harmonielehre unterwies1 was die ,friederike gar nicht zu erfahren brauchte1 doch war das in der spteren ,knabenzeit1 und so weit bin ich jetzt noch nicht4 ,wie mein ,vater sich in ,allem ungeduldig zeigte1 so auch in dem1 was er meine ,erziehung nannte4 ,notabene mich erzog er2 um die ,schwestern bekmmerte er sich weniger4 ,er hatte alle seine ,hoffnungen darauf gesetzt1 da ich im ,leben das erreichen werde1 was von ihm nicht zu erreichen war1 nmlich nicht nur eine glcklichere1 sondern auch eine geistig hhere ,lebensstellung4 ,denn das mu ich ihm nachrhmen1 da ihm zwar der ,wunsch auf ein sogenanntes gutes ,auskommen am nchsten stand1 da er aber den hheren ,wert auf die krftige ,entwickelung der geistigen ,persnlichkeit setzte4 ,er fhlte das im ,innern mehr und deutlicher1 als er es in ,worten auszudrcken vermochte4 ,ich sollte ein gebildeter1 womglich ein hochgebildeter ,mann werden1 der fr das allgemeine ,menschheitswohl etwas zu leisten vermag2 dies war sein ,herzenswunsch1 wenn er ihn auch nicht grad in diesen1 sondern in andern ,worten uerte4 ,man sieht1 er verlangte nicht wenig1 aber das war nicht ,vermessenheit von ihm1 sondern er glaubte stets an das1 was er wnschte1 und war vollstndig berzeugt1 es erreichen zu knnen4 ,leider aber war er sich ber die ,wege1 auf denen1 und ber die ,mittel1 durch welche dieses ,ziel zu erreichen war1 nicht klar1 und er unterschtzte die gewaltigen ,hindernisse1 die seinem ,plane entgegenstanden4 ,er war zu jedem1 selbst zum grten ,opfer bereit1 aber er bedachte nicht1 da selbst das allergrte ,opfer eines armen ,teufels dem ,widerstande der ,verhltnisse gegenber kein ,gramm1 kein ,quentchen wiegt4 ,und vor allen ,dingen1 er hatte keine ,ahnung davon1 da ein ganz anderer ,mann als er dazu gehrte1 mit leitender ,hand derartigen ,zielen zuzusteuern4 ,er war der ,ansicht1 da ich vor allen ,dingen so viel wie mglich1 so schnell wie mglich zu lernen habe1 und hiernach wurde mit grter ,energie gehandelt4 ,ich war mit fnf ,jahren in die ,schule gekommen1 aus der man mit vierzehn ,jahren entlassen wurde4 ,das ,lernen fiel mir leicht4 ,ich holte schnell meine zwei ,jahre ltere ,schwester ein4 ,dann wurden die ,schulbcher lterer ,knaben gekauft4 ,ich mute daheim die ,aufgaben lsen1 die ihnen in der ,schule gestellt waren4 ,so wurde ich sehr bald klassenfremd1 fr so ein kleines1 weiches ,menschenkind ein groes1 psychologisches ,uebel1 von dem ,vater freilich so viel wie nichts verstand4 ,ich glaube1 da sogar nicht einmal die ,lehrer ahnten1 was fr ein groer ,fehler da begangen wurde4 ,sie gingen von der anspruchslosen ,erwgung aus1 da ein ,knabe1 den man in seiner ,klasse nichts mehr lehren kann1 ganz einfach und trotz seiner ,jugend in die nchst hhere ,klasse zu versetzen ist4 ,diese ,herren waren alle mehr oder weniger mit meinem ,vater befreundet1 und so drckte sogar der ,herr ,lokalschulinspektor ein ,auge darber zu1 da ich als acht- oder neunjhriger ,knabe schon bei den elf- und zwlfjhrigen sa4 ,in ,beziehung auf meine geistigen ,fortschritte1 zu denen in einer ,elementarschule freilich nicht viel gehrte1 war dies allerdings wohl richtig2 seelisch aber bedeutete es einen groen1 schmerzlichen ,diebstahl1 den man an mir beging4 ,ich bemerke hier1 da ich sehr scharf zwischen ,geist und ,seele1 zwischen geistig und seelisch unterscheide4 ,was mir in den ,klassen1 in die ich meinem ,alter nach noch nicht gehrte1 fr meinen kleinen ,geist gegeben wurde1 das wurde auf der andern ,seite meiner ,seele genommen4 ,ich sa nicht unter ,altersgenossen4 ,ich wurde als ,eindringling betrachtet und schwebte mit meinen kleinen1 warmen1 kindlich-seelischen ,bedrfnissen in der ,luft4 ,mit einem ,worte1 ich war gleich von ,anfang an klassenfremd gewesen und wurde von ,jahr zu ,jahr klassenfremder4 ,die ,kameraden1 welche hinter mir lagen1 hatte ich verloren1 ohne die1 bei denen ich mich befand1 zu gewinnen4 ,ich bitte1 ja nicht ber dieses nur scheinbar winzige1 hchst unwichtige ,knabenschicksal zu lcheln4 ,der ,erzieher1 der sich im ,reiche der ,menschen- und der ,kindesseele auskennt1 wird keinen ,augenblick zgern1 dies ernst1 sehr ernst zu nehmen4 ,jeder erwachsene ,mensch und noch viel mehr jedes ,kind will festen ,boden unter den ,fen haben1 den es ja nicht verlieren darf4 ,mir aber war dieser ,boden entzogen4 ,das1 was man als ,jugend bezeichnet1 habe ich nie gehabt4 ,ein echter1 wirklicher ,schulkamerad und ,jugendfreund ist mir nie beschieden gewesen4 ,die allereinfachste ,folge davon ist1 da ich selbst noch heut1 im hohen ,alter1 in meiner ,heimat fremd bin1 ja fremder noch als fremd4 ,man kennt mich dort nicht2 man hat mich dort nie verstanden1 und so ist es gekommen1 da um meine ,person sich dort ein ,gewebe von ,sagen gesponnen hat1 die ich ganz unmglich zu unterschreiben vermag4 ,das1 was ich nach ,vaters ,ansicht zu lernen hatte1 beschrnkte sich keineswegs auf den ,schulunterricht und auf die ,schularbeiten4 ,er holte allen mglichen sogenannten ,lehrstoff zusammen1 ohne zu einer ,auswahl befhigt zu sein oder eine geordnete ,reihenfolge bestimmen zu knnen4 ,er brachte ,alles1 was er fand1 herbei4 ,ich mute es lesen oder gar abschreiben1 weil er meinte1 da ich es dadurch besser behalten knne4 ,was hatte ich da alles durchzumachen6 ,alte ,gebetbcher1 ,rechenbcher1 ,naturgeschichten1 gelehrte ,abhandlungen1 von denen ich kein ,wort verstand4 ,eine ,geographie ,deutschlands aus dem ,jahre #ahjb1 ber #ejj ,seiten stark1 mute ich ganz abschreiben1 um mir die ,ziffern leichter einzuprgen4 ,die stimmten natrlich lngst nicht mehr6 ,ich sa ganze ,tage und halbe ,nchte lang1 um mir dieses wste1 unntige ,zeug in den ,kopf zu packen4 ,es war eine ,verftterung und ,ueberftterung sondergleichen4 ,ich wre hieran wahrscheinlich zu ,grunde gegangen1 wenn sich mein ,krper nicht trotz der uerst schmalen ,kost so beraus krftig entwickelt htte1 da er selbst solche ,anstrengungen ganz leidlich ertragen konnte4 ,und es gab auch ,zeiten und ,stunden der ,erholung4 ,vater pflegte nmlich keinen ,spaziergang und keinen ,weg ber ,land zu machen1 ohne mich mitzunehmen4 ,er pflegte hieran nur eine ,bedingung zu knpfen1 nmlich die1 da kein ,augenblick der ,schulzeit dabei versumt wurde4 ,die ,spaziergnge durch ,wald und ,hain waren wegen seiner reichen ,pflanzenkenntnisse immer hochinteressant4 ,aber es wurde auch eingekehrt4 ,es gab bestimmte ,tage und bestimmte ,restaurationen4 ,da kamen der ,herr ,lehrer ,schulze1 der ,herr ,rektor1 der reiche ,wetzel1 der ,herr ,kmmerer ,thiele1 der ,kaufmann ,vogel1 der ,schtzenhauptmann ,lippold und andere1 um ,kegel zu schieben oder einen ,skat zu spielen4 ,vater war stets dabei und ich mit1 denn ich mute4 ,er meinte1 ich gehre zu ihm4 ,er sah mich nicht gern mit anderen ,knaben zusammen1 weil ich da ohne ,aufsicht sei4 ,da ich bei ihm1 in der ,gesellschaft erwachsener ,mnner1 gewi auch nicht besser aufgehoben war1 dafr hatte er kein ,verstndnis4 ,ich konnte da ,dinge hren1 und ,beobachtungen machen1 welche der ,jugend am besten vorenthalten blieben4 ,uebrigens war ,vater selbst in der angeregtesten ,gesellschaft auerordentlich mig4 ,ich habe ihn niemals betrunken gesehen4 ,wenn er einkehrte1 so war sein regelmiges ,quantum ein ,glas einfaches ,bier fr sieben ,pfennige und ein ,glas ,kmmel oder ,doppelwacholder fr sechs ,pfennige2 davon durfte auch ich mit trinken4 ,bei besonderen ,veranlassungen teilte er ein ,stckchen ,kuchen fr sechs ,pfennige mit mir4 ,niemand hat ihn jemals gewarnt1 mich in solche ,gesellschaften von ,erwachsenen mitzubringen1 selbst der ,rektor und der ,pastor nicht1 der sich auch zuweilen einstellte4 ,diese ,herren wenigstens muten doch wissen1 da ich da selbst auf erlaubten und vollstndig reinen ,unterhaltungsgebieten als stiller1 aber sehr aufmerksamer ,zuhrer in ,dinge und ,verhltnisse eingeweiht wurde1 die mir noch ,jahrzehnte lang fernzuliegen hatten4 ,ich wurde nicht frhreif1 denn dieses ,wort pflegt man nur auf ,geschlechtliches zu beziehen1 und davon bekam ich nichts zu hren1 sondern etwas noch viel ,schlimmeres3 ,ich wurde aus meiner ,kindheit herausgehoben und auf den harten1 schmutzigen ,weg gezerrt1 auf dem meine ,fe das ,gefhl haben muten1 als ob sie auf ,glassplittern gingen4 ,wie wohl ich mich dann fhlte1 wenn ich zu ,gromutter kam und bei ihr mich in mein liebes1 liebes ,mrchenreich flchten konnte6 ,freilich war ich viel zu jung1 um einzusehen1 da dieses ,reich sich aus der wahrsten1 festesten ,wirklichkeit erhob4 ,fr mich hatte es keine ,fe2 es schwebte2 es konnte mir erst spter1 wenn ich mich zum ,verstndnis emporgearbeitet hatte1 die ,sttze bieten1 die mir so ntig war4 ,da kam ein ,tag1 an dem sich mir eine ,welt offenbarte1 die mich seitdem nicht wieder losgelassen hat4 ,es gab ,theater4 ,zwar nur ein ganz gewhnliches1 armseliges ,puppentheater1 aber doch ,theater4 ,das war im ,webermeisterhause4 ,erster ,platz drei ,groschen1 zweiter ,platz zwei ,groschen1 dritter ,platz einen ,groschen1 ,kinder die ,hlfte4 ,ich bekam die ,erlaubnis1 mit ,gromutter hinzugehen4 ,das kostete fnfzehn ,pfennige fr uns beide4 ,es wurde gegeben3 ,das ,mllerrschen oder die ,schlacht bei ,jena4 ,meine ,augen brannten2 ich glhte innerlich4 ,puppen1 ,puppen1 ,puppen6 ,aber sie lebten fr mich4 ,sie sprachen2 sie liebten und haten2 sie duldeten2 sie faten groe1 khne ,entschlsse2 sie opferten sich auf ,knig und fr ,vaterland4 ,das war es ja1 was der ,herr ,kantor damals gesagt und bewundert hatte6 ,mein ,herz jubelte4 ,als wir nach ,hause gekommen waren1 mute ,gromutter mir beschreiben1 wie die ,puppen bewegt werden4 ,an einem ,holzkreuze1 erklrte sie mir4 ,von diesem ,holzkreuze1 gehen die ,fden hernieder1 die an die ,glieder der ,puppen befestigt sind4 ,sie bewegen sich1 sobald man oben das ,kreuz bewegt4 ,aber sie sprechen doch6 sagte ich4 ,nein1 sondern die ,person1 die das ,kreuz in den ,hnden hlt1 spricht4 ,es ist genauso1 wie im wirklichen ,leben4 ,wie meinst du das8 ,das verstehst du jetzt noch nicht2 du wirst es aber verstehen lernen4 ,ich gab keine ,ruhe1 bis wir die ,erlaubnis erhielten1 nochmals zu gehen4 ,es wurde gespielt ,doktor ,faust oder ,gott1 ,mensch und ,teufel4 ,es wre ein resultatloses ,beginnen1 den ,eindruck1 den dieses ,stck auf mich machte1 in ,worte fassen zu wollen4 ,das war nicht der ,gthesche ,faust1 sondern der ,faust des uralten ,volksstckes1 nicht ein ,drama1 in dem die ganze ,philosophie eines groen ,dichters aufgestapelt wurde und auch noch etwas mehr1 sondern das war ein direkt aus der tiefsten ,tiefe der ,volksseele heraus zum ,himmel klingender ,schrei um ,erlsung aus der ,qual und ,angst des ,erdenlebens4 ,ich hrte1 ich fhlte diesen ,schrei1 und ich schrie ihn mit1 obgleich ich nur ein armer1 unwissender ,knabe war1 damals wohl kaum neun ,jahre alt4 ,der ,gthesche ,faust htte mir1 dem ,kinde1 gar nichts sagen knnen2 er sagt mir1 aufrichtig gestanden1 selbst heut noch nicht1 was er der ,menschheit wahrscheinlich hat sagen wollen und sollen2 aber diese ,puppen sprachen laut1 fast berlaut1 und was sie sagten1 das war gro1 unendlich gro1 weil es so einfach1 so unendlich einfach war3 ,ein ,teufel1 der nur dann zu ,gott zurckkehren darf1 wenn er den ,menschen mit sich bringt6 ,und die ,fden1 diese ,fden2 die alle nach oben gehen1 mitten in den ,himmel hinein6 ,und alles1 alles1 was sich da unten bewegt1 das hngt am ,kreuz1 am ,schmerz1 an der ,qual1 am ,erdenleid4 ,was nicht an diesem ,kreuze hngt1 ist berflssig1 ist bewegungslos1 ist fr den ,himmel tot6 ,freilich kamen mir diese letzteren ,gedanken damals noch nicht1 noch lange nicht2 aber ,gromutter sprach sich in dieser ,weise1 wenn auch nicht so deutlich1 aus1 und was ich nicht direkt vor ,augen sah1 das begann ich doch zu ahnen4 ,ich mute als ,kurrendaner ,sonn- und ,feiertags zweimal in die ,kirche1 und ich tat dies gern4 ,ich kann mich nicht besinnen1 jemals einen dieser ,gottesdienste versumt zu haben4 ,aber ich bin aufrichtig genug1 zu sagen1 da ich trotz aller ,erbauung1 die ich da fand1 niemals einen so unbeschreiblich tiefen ,eindruck aus der ,kirche mit nach ,hause genommen habe wie damals aus dem ,puppentheater4 ,seit jenem ,abende ist mir das ,theater bis auf den heutigen ,tag als eine ,sttte erschienen1 durch deren ,tor nichts dringen soll1 was unsauber1 hlich oder unheilig ist4 ,als ich den ,herrn ,kantor fragte1 wer dieses ,theaterstck ausgesonnen und niedergeschrieben habe1 antwortete er1 das sei kein einzelner ,mensch1 sondern die ,seele der ganzen ,menschheit gewesen1 und ein groer1 berhmter deutscher ,dichter1 ,wolfgang ,goethe geheien1 habe daraus ein herrliches ,kunstwerk gemacht1 welches nicht fr ,puppen1 sondern fr lebende ,menschen geschrieben sei4 ,da fiel ich schnell ein3 ,herr ,kantor1 ich will auch so ein groer ,dichter werden1 der nicht fr ,puppen1 sondern nur fr lebende ,menschen schreibt6 ,wie habe ich das anzufangen8 ,da sah er mich sehr lange und unter einem fast mitleidigen ,lcheln an und antwortete3 ,fange es an1 wie du willst1 mein ,junge1 so werden es doch meist nur ,puppen sein1 denen du deine ,arbeit und dein ,dasein opferst4 ,diesen ,bescheid habe ich freilich erst spter verstehen lernen2 aber diese beiden ,abende haben ohne ,zweifel sehr bestimmend auf meine kleine ,seele gewirkt4 ,gott1 ,mensch und ,teufel sind meine ,lieblingsthemata gewesen und geblieben1 und der ,gedanke1 da die meisten ,menschen nur ,puppen seien1 die sich nicht von selbst bewegen1 sondern bewegt werden1 steht bei allem1 was ich tue1 im nahen ,hintergrunde4 ,ob ,gott1 ob der ,teufel oder ob ein ,mensch1 ein ,frst des ,geistes oder ein ,frst der ,waffen1 das ,kreuz1 von dem die ,fden herunterhngen1 in den ,hnden hlt1 um das ,volk der ,menschen zu beeinflussen1 das ist niemals sofort1 sondern immer nur erst spter an den ,folgen zu ersehen4 ,kurze ,zeit darauf lernte ich auch ,stcke kennen1 die nicht von der ,volksseele1 sondern von ,dichtern fr das ,theater geschrieben worden waren1 und das ist der ,punkt1 an dem ich auf meine ,trommel zurckzukommen habe4 ,es lie sich eine ,schauspielertruppe fr einige ,zeit in ,ernsttal nieder4 ,es handelte sich also nicht um ein ,puppen-1 sondern um ein wirkliches ,theater4 ,die ,preise waren mehr als mig3 ,erster ,platz #ej ,pfennige1 zweiter ,platz #be ,pfennige1 dritter ,platz #ae ,pfennige und vierter ,platz #aj ,pfennige1 nur zum ,stehen4 ,aber trotz dieser ,billigkeit blieb tglich ber die ,hlfte der ,sitze leer4 ,die ,knstler fielen in ,schulden4 ,dem ,herrn ,direktor wurde himmelangst4 ,schon konnte er die ,saalmiete nicht mehr bezahlen2 da erschien ihm ein ,retter1 und dieser ,retter war -- -- -- ich4 ,er hatte beim ,spazierengehen meinen ,vater getroffen und ihm seine ,not geklagt4 ,beide berieten4 ,das ,resultat war1 da ,vater schleunigst nach ,hause kam und zu mir sagte3 ,karl1 hole deine ,trommel herunter2 wir mssen sie putzen6 ,wozu8 fragte ich4 ,du hast die ,preziosa und alle ihre ,zigeuner dreimal ber die ganze ,bhne herumzutrommeln4 ,wer ist die ,preziosa8 ,eine junge1 schne ,zigeunerin1 die eigentlich eine ,grafenstochter ist4 ,sie wurde von den ,zigeunern geraubt4 ,jetzt kommt sie zurck und findet ihre ,eltern4 ,du bist der ,tambour und bekommst blanke ,knpfe und einen ,hut mit weier ,feder4 ,das zieht ,zuschauer herbei4 ,es wird bekannt gemacht4 ,wird das ,haus voll1 so gibt der ,herr ,direktor dir fnf ,neugroschen2 wird es aber nicht voll1 so bekommst du nichts4 ,morgen vormittag #aa ,uhr ist ,probe4 ,es versteht sich ganz von selbst1 da ich in ,wonne schwamm4 ,zigeunertambour6 ,eine ,grafentochter6 ,blanke ,knpfe6 ,weie ,feder6 ,dreimal um die ganze ,bhne herum6 ,fnf ,neugroschen6 ,ich schlief in der folgenden ,nacht sehr wenig und stellte mich mit meiner ,trommel sehr pnktlich zur ,probe ein4 ,sie verlief sehr gut4 ,ich gefiel smtlichen ,knstlerinnen und ,knstlern4 ,die ,frau ,direktorin streichelte mir die ,wange4 ,der ,herr ,direktor lobte mein intelligentes ,gesicht1 meinen ,mut und mein schnelles ,begriffsvermgen4 ,meine ,rolle sei aber auch sehr leicht4 ,vielleicht tte ich es fr vierzig ,pfennige2 schon mit dreiig ,pfennigen sei dieses ,honorar splendid zu nennen4 ,aber ,vater war mit dabei und ging um keinen ,pfennig herunter1 denn er hatte meinen knstlerischen ,wert erkannt und lie nicht mit sich handeln4 ,ich hatte fr die fnfzig ,pfennige nur einmal aufzutreten1 um dem groen ,zigeunerumzug voranzumarschieren4 ,ich stand an einer ,kulisse1 die ,zigeuner alle hinter mir4 ,mir gegenber in der jenseitigen ,kulisse stand der ,regisseur1 der den alten ,schlovogt ,pedro spielte4 ,wenn der die rechte ,hand emporhob1 so war dies das ,zeichen fr mich1 meinen ,marsch sofort zu beginnen und nach einem dreimaligen1 strammen ,umgang in derselben ,kulisse wieder zu verschwinden4 ,das war so kinderleicht2 man konnte gar nicht irren4 ,die blanken ,knpfe bekam ich gleich nach der ,probe mit4 ,mutter mute sie mir anflicken4 ,es waren ber dreiig ,stck2 sie gingen fast gar nicht ganz auf meine ,weste4 ,im ,laufe des ,nachmittages brachte man mir den ,hut mit der weien ,feder4 ,der wurde als ,reklame zum ,fenster hinausgehngt und hat seine ,wirkung getan4 ,ich hatte mich eine ,viertelstunde vor ,beginn der ,vorstellung einzustellen4 ,da wurde ich von der ,frau ,direktorin strahlenden ,angesichtes empfangen1 denn der ,zuschauerraum war schon jetzt derart gefllt1 da schnell ganz vorn noch einige ,logen eingerichtet wurden mit dem ,preise von zehn ,neugroschen pro ,platz4 ,auch die waren rasch verkauft4 ,vater1 ,mutter und ,gromutter hatten ,freipltze bekommen4 ,ich war eben an diesem ,tage ein hchst wertvolles ,menschenkind4 ,diese ,erkenntnis hatte sich so allgemein verbreitet1 da die ,frau ,direktorin sich bewogen fhlte1 mir meine fnf ,neugroschen schon ehe der ,vorhang zum ersten ,male aufging1 in die rechte ,hosentasche zu stecken4 ,das erhhte meine ,sicherheit und meine knstlerische ,begeisterung bedeutend4 ,und nun waren sie da1 die groen1 erhabenen ,augenblicke meines ersten ,bhnendebts4 ,der erste ,akt spielte in ,madrid4 ,da hatte ich nichts zu tun4 ,ich sa in der ,ankleidekammer und horchte auf das1 was auf der ,bhne gesprochen wurde4 ,da wurde ich geholt4 ,ich schnallte die ,trommel an1 setzte den ,federhut auf und ging nach meiner ,kulisse4 ,don ,fernando und ,donna ,klara und noch irgend wer standen auf der ,bhne4 ,in der gegenberliegenden ,kulisse lehnte der ,schlovogt ,pedro1 der mir das ,zeichen zu geben hatte4 ,er sah mich mit einem so energischen ,schritte kommen1 da er glaubte1 ich wollte gleich und direkt hinaus auf das ,podium4 ,darum hob er schnell die rechte ,hand1 um dem abzuwehren4 ,ich aber nahm das ganz selbstverstndlich fr das verabredete ,zeichen1 obgleich die ,zigeuner noch nicht hinter mir standen1 begann meinen ,wirbel zu schlagen und marschierte hinaus1 rund um die ,bhne herum4 ,don ,fernando und ,donna ,klara standen vor ,schreck ganz starr4 ,lausbub6 schrie mir der ,schlovogt zu1 als ich an ihm vorberschritt4 ,er griff aus der ,kulisse heraus1 um mich zu fassen und zu sich hineinzuziehen1 aber schon war ich an ihm vorber4 ,aus allen ,kulissen winkte man mir1 doch aufzuhalten und hineinzukommen2 ich aber bestand auf dem1 was ausgemacht worden war1 nmlich dreimal rund um die ,bhne herum4 ,lausbub6 brllte der ,schlovogt1 als ich zum zweiten ,mal an ihm vorberkam1 und zwar tat er das so laut1 da es trotz des ,trommelwirbels auch hinaus- und ber den ganzen ,zuschauerraum schallte4 ,lautes ,gelchter antwortete von dorther2 ich aber begann meine dritte ,runde4 ,bravo1 bravo6 erklangen die ,beifallsrufe des ,publikums4 ,da kam endlich ,bewegung in den erschrockenen ,herrn ,direktor1 der den ,don ,fernando spielte4 ,er sprang auf mich zu1 fate meine beiden ,arme1 so da ich stehenbleiben und die ,trommelschlegel ruhen lassen mute und donnerte mich an3 ,junge1 bist du denn ganz toll geworden8 ,so halte doch auf6 ,nein1 nicht aufhalten1 sondern weiter1 immer weiter6 rief man im ,zuschauerraum lachend4 ,ja1 weiter1 immer weiter6 antwortete auch ich1 indem ich mich von ihm losri4 ,die ,zigeuner haben zu kommen6 ,raus mit der ,bande1 raus mit der ,bande6 ,ja1 raus mit der ,bande1 raus mit der ,bande6 schrie1 brllte und johlte das ,publikum4 ,ich aber marschierte weiter und begann meinen ,wirbel von neuem4 ,und da kam sie1 die ,bande1 wenn auch nur notgedrungen1 voran ,vianda1 die alte ,zigeunermutter1 und dann die ,andern alle hinterdrein4 ,nun begann erst der eigentliche ,umzug1 dreimal rund um und dann zu meiner ,kulisse wieder hinein4 ,aber damit gab sich das ,publikum nicht zufrieden4 ,es rief3 ,heraus mit der ,bande1 heraus6 und wir muten den ,umzug von neuem beginnen und immer wieder von neuem4 ,und am ,schlu des ,aktes mute ich noch zweimal heraus4 ,war das ein ,gaudium6 ,sodann hatte ich eigentlich nichts mehr zu tun und konnte gehen1 aber der ,herr ,direktor lie mich nicht fort4 ,er schrieb mir eine kurze ,ansprache auf1 die ich jetzt auswendig lernen und am ,schlusse der ,vorstellung halten sollte4 ,fr den ,fall1 da ich meine ,sache gut machen wrde1 versprach er mir noch weitere fnfzig ,pfennige4 ,das wirkte uerst anregend auf mein ,gedchtnis4 ,als das ,stck zu ,ende war und der ,beifall zu verklingen begann1 marschierte ich noch einmal trommelwirbelnd hinaus1 um dann ganz vorn an der ,rampe die hohen ,herrschaften zu bitten1 sich noch nicht gleich zu entfernen1 weil die ,frau ,direktorin erscheinen und von ,platz zu ,platz gehen werde1 um ,abonnementsbilletts zu verkaufen1 so billig1 wie sie morgen1 bermorgen und auch fernerhin unmglich abgegeben werden knnten4 ,als ,reminiszenz auf den ,wortlaut des heutigen ,beifalles hatte der ,herr ,direktor dem ,schlusse dieser ,ansprache folgende ,fassung gegeben3 ,also rrrrein mit der ,hand in den ,beutel6 ,und rrrraus mit den ,moneten1 rrrraus6 ,das wurde nicht etwa bel-1 sondern mit gutwilligem ,lachen entgegengenommen und hatte den gewnschten ,erfolg4 ,alle ,gesichter strahlten1 sowohl diejenigen der hohen ,direktion als auch diejenigen aller brigen ,knstlerinnen und ,knstler1 das meinige nicht ausgeschlossen1 denn ich bekam nicht nur meine weiteren fnf ,neugroschen1 sondern dazu auch noch ein ,freibillett1 welches fr den ganzen1 diesmaligen ,aufenthalt der ,truppe bei uns galt4 ,ich habe es wiederholt benutzt1 und zwar fr ,stcke1 in welche ,vater mich gehen lassen konnte4 ,uebrigens gab es bei dieser braven ,truppe wohl kaum eine sittliche ,gefahr fr die ,zuhrerschaft1 denn als der ,herr ,direktor sich eines ,tages mit am ,kegelschieben beteiligte und bei dieser ,gelegenheit gefragt wurde1 warum er alle zrtlichen ,liebesszenen so ngstlich aus seinen ,stcken streiche1 antwortete er3 ,teils aus moralischem ,pflichtgefhl und teils aus kluger ,erwgung4 ,unsere erste und einzige ,liebhaberin ist zu alt und auch zu hlich fr solche ,rollen4 ,in den ,stcken1 die ich da besuchte1 forschte ich nach dem ,kreuz und nach den ,fden1 an denen die ,puppen hangen4 ,ich war zu jung1 sie zu finden4 ,das blieb einer spteren ,zeit vorbehalten4 ,auch wollte es mir nicht gelingen1 den ,gott1 den ,teufel und den ,menschen herauszufinden4 ,das passiert mir sogar noch heut sehr hufig1 obwohl diese drei ,foktoren sic nicht nur die bedeutendsten1 sondern sogar die einzigen sind1 aus deren ,zusammenwirken sich ein ,drama aufzubauen hat4 ,das sage ich jetzt1 als ,mann1 als ,greis4 ,damals1 als ,kind1 verstand ich nichts davon und lie mir von der leeren1 hohlen ,oberflchlichkeit gewaltig imponieren1 wie jedes andere grere oder kleinere ,kind4 ,die ,menschen1 die solche ,stcke schrieben1 die auf die ,bhne gegeben wurden1 kamen mir wie ,gtter vor4 ,wre ich ein so bevorzugter ,mensch1 so wrde ich nicht von geraubten ,zigeunerinnen erzhlen1 sondern von meinem herrlichen ,sitara-,mrchen1 von ,ardistan und ,dschinnistan1 von der ,geisterschmiede von ,kulub1 von der ,erlsung aus der ,erdenqual und allen anderen1 hnlichen ,dingen6 ,man sieht1 ich befand mich hier wieder an einem jener ,punkte1 an denen ich aus dem ,halt1 den andere ,kinder haben und der auch mir so ntig war1 in eine ,welt emporgerissen wurde1 in die ich nicht gehrte1 weil sie nur von auserwhlten ,mnnern in reifen ,jahren betreten werden darf4 ,und noch ,anderes kam hinzu4 ,meine ,eltern waren evangelisch-lutherisch4 ,demgem war ich evangelisch-lutherisch getauft worden1 geno evangelisch-lutherischen ,religionsunterricht und wurde1 als ich vierzehn ,jahre alt geworden war1 evangelisch-lutherisch konfirmiert4 ,aber zu einer ,stellungnahme gegen ,andersglubige fhrte das keineswegs4 ,wir hielten uns weder fr besser noch fr berufener als sie4 ,unser alter ,pfarrer war ein lieber1 menschenfreundlicher ,herr1 dem es gar nicht in den ,sinn kam1 im ,bereiche seines ,kirchenamtes religisen ,ha zu sen4 ,unsere ,lehrer dachten ebenso4 ,und die1 auf die es hier am meisten ankam1 nmlich ,vater1 ,mutter und ,gromutter1 die waren alle drei ursprnglich tief religis aber von jener angeborenen1 nicht angelehrten ,religiositt1 die sich in keinen ,streit einlt und einem jeden vor allen ,dingen die ,aufgabe stellt1 ein guter ,mensch zu sein4 ,ist er das1 so kann er sich dann um so leichter auch als guter ,christ erweisen4 ,ich hrte einst den ,herrn ,pastor mit dem ,herrn ,rektor ber religise ,differenzen sprechen4 ,da sagte der erstere3 ,ein ,eiferer ist niemals ein guter ,diplomat4 ,das habe ich mir gemerkt4 ,ich habe bereits gesagt1 da ich an jedem ,sonn- und ,feiertag zweimal in die ,kirche ging1 doch ohne bigott zu sein oder mir dies gar als ,verdienst anzurechnen4 ,ich habe tglich gebetet1 in jeder ,lage meines ,lebens1 und bete noch heut4 ,seitdem ich lebe1 ist es mir keinen ,augenblick lang beigekommen1 an ,gott1 an seiner ,allmacht1 seiner ,weisheit1 ,liebe und ,gerechtigkeit1 zu zweifeln4 ,ich bin auch heut noch unerschtterlich in diesem meinem felsenfesten ,glauben4 ,ich habe stets eine ,hinneigung zum ,symbolismus gehabt1 und zwar nicht nur zum religisen4 ,eine jede ,person und eine jede ,handlung1 die etwas ,gutes1 ,edles1 ,tiefes bedeutet1 ist mir heilig4 ,darum machten einige religise ,gebruche1 an denen ich mich als ,knabe zu beteiligen hatte1 auf mich einen ganz besonderen ,eindruck4 ,der eine dieser ,gebruche war folgender3 ,die ,konfirmanden1 welche am ,palmsonntag eingesegnet worden waren1 beteiligten sich am darauf folgenden grnen ,donnerstag zum ersten ,male in ihrem ,leben an der heiligen ,kommunion4 ,nur whrend dieser einen ,abendmalsdarreichung1 sonst whrend des ganzen ,jahres nicht1 standen die ersten vier ,kurrendaner je zwei und zwei zu beiden ,seiten des ,altares1 um ,handreichung zu tun4 ,sie waren genau wie ,pfarrer gekleidet1 ,priesterrock1 ,bffchen sic und weies ,halstuch4 ,sie standen zwischen dem ,geistlichen und den paarweise herantretenden ,kommunikanten und hielten schwarze1 goldgernderte ,schutztcher empor1 damit ja nichts von der dargereichten heiligen ,speise verloren gehe4 ,da ich sehr jung zur ,kurrende gekommen war1 hatte ich dieses ,amtes mehrere ,male zu walten1 ehe ich selbst zur ,einsegnung kam4 ,diese frommen1 gottesglubigen ,augenblicke vor dem ,altare wirken noch heute1 nach so vielen ,jahren1 in mir fort4 ,ein anderer dieser ,gebruche war der1 da am ersten ,weihnachtsfeiertage jedes ,jahres whrend des ,hauptgottesdienstes der erste ,knabe der ,kurrende die ,kanzel zu besteigen hatte1 um die ,weissagung des ,jesaias ,kap4 #i ,vers #b bis mit ,vers #g zu singen4 ,er tat dies ganz allein1 mit milder1 leiser ,orgelbegleitung4 ,es gehrte ,mut dazu1 und es kam nicht selten vor1 da der ,organist dem kleinen ,snger zur ,hilfe zu kommen hatte1 um ihn vor dem ,steckenbleiben zu bewahren4 ,auch ich habe diese ,weissagung gesungen1 und genauso1 wie die ,gemeinde sie von mir hrte1 so wirkt sie noch heute in mir fort und klingt von mir hinaus bis in die fernsten ,kreise meiner ,leser1 wenn auch in andern ,worten1 zwischen den ,zeilen meiner ,bcher4 ,wer als kleiner ,schulknabe auf der ,kanzel gestanden und mit frhlich erhobener ,stimme vor der lauschenden ,gemeinde gesungen hat1 da ein helles ,licht erscheine und von nun an des ,friedens kein ,ende sein werde1 den begleitet1 wenn er sich nicht absolut dagegen strubt1 jener ,stern von ,bethlehem durch das ,leben1 der selbst dann noch weiterleuchtet1 wenn alle andern ,sterne verlschen4 ,wer nicht gewhnt ist1 tiefer zu blicken1 der wird jetzt wahrscheinlich sagen1 da ich auch hier wieder auf einen der ,punkte gestoen sei1 an denen mir ein fester ,halt nach dem andern unter den ,fen hinweggenommen wurde1 so da ich schlielich seelisch ganz nur in der ,luft zu schweben hatte4 ,es ist aber grad das ,gegenteil der ,fall4 ,es wurde mir nichts genommen1 sondern viel1 sehr viel gegeben1 zwar kein ,halt und kein ,unterschlupf in der ,richtung nach der ,erde zu1 dafr aber ein ,tau1 stark und fest genug1 mich an ihm emporzuretten1 wenn unter mir der ,abgrund sich ffnen sollte1 dem ich1 wie ,fatalisten behaupten wrden1 von allem ,anfang verfallen war4 ,indem ich nun von diesem ,abgrund zu sprechen beginne1 betrete ich diejenigen ,gegenden meiner sogenannten ,jugend1 in welcher die ,smpfe lagen und heut noch liegen1 aus denen alle die ,nebel und alle die ,gifte stiegen1 durch welche mein ,leben mir zu einer ununterbrochenen1 endlosen ,qual geworden ist4 ,dieser ,abgrund heit1 damit ich ihn gleich beim richtigen ,namen nenne -- -- ,lektre4 ,ich bin ihn nicht etwa hinabgestrzt1 pltzlich1 jhlings und unerwartet1 sondern ich bin ihn hinabgestiegen1 ,schritt um ,schritt1 langsam und absichtlich1 sorgsam geleitet von der ,hand meines ,vaters4 ,freilich ahnte dieser ebensowenig wie ich1 wohin dieser ,weg uns fhrte4 ,meine erste ,lektre bildeten die ,mrchen1 das ,kruterbuch und die ,bilderbibel mit den ,anmerkungen unserer ,vorfahren4 ,hierauf folgten die verschiedenen ,schulbcher der ,vergangenheit und ,gegenwart1 die es im ,stdtchen gab4 ,dann alle mglichen anderen ,bcher1 die ,vater sich zusammenborgte4 ,nebenbei die ,bibel4 ,nicht etwa eine ,auswahl biblischer ,geschichten1 sondern die ganze1 volle ,bibel1 die ich als ,knabe wiederholt durchgelesen habe1 vom ersten bis zum letzten ,worte1 mit allem1 was drin steht4 ,vater hielt das fr gut1 und keiner meiner ,lehrer widersprach ihm da1 auch der ,pfarrer nicht4 ,er duldete nicht1 da ich1 wenn auch nur scheinbar1 mig stand4 ,und er war gegen alle ,beteiligung an den ,unarten anderer ,knaben4 ,er erzog mich1 wie man ,muster herausarbeitet1 um sie andern anzupreisen4 ,ich mute stets zu ,hause sein1 um zu schreiben1 zu lesen und zu lernen6 ,von dem ,handschuhnhen wurde ich nach und nach befreit4 ,auch wenn er ausging1 brachte mir das keine ,erlsung1 sondern er nahm mich mit4 ,wenn ich meine ,altersgenossen auf dem ,markte springen1 tollen1 spielen und lachen sah1 wagte ich es nur selten1 den ,wunsch auszusprechen1 mittun zu drfen1 denn wenn ,vater keine gute ,laune hatte1 war dies hchst gefhrlich4 ,sa ich dann betrbt oder gar mit heimlichen ,trnen bei meinem ,buche1 so kam es vor1 da ,mutter mich leise zur ,tr hinaussteckte und erbarmend sagte3 ,so geh schnell ein bichen hinaus2 aber komme ja in zehn ,minuten wieder1 sonst schlgt er dich4 ,ich sag1 ich habe dich wohingeschickt6 ,o1 diese ,mutter1 diese einzig gute1 arme1 stille ,mutter6 ,wer da wissen will1 wie und was ich noch heut ber sie denke1 der schlage in meinen ,himmelsgedanken das ,gedicht auf ,seite #aje auf4 ,und das auf ,seite #aji bezieht sich auf meine ,gromutter1 aus deren ,seele die ,gestalt meiner ,marah ,durimeh herausgewachsen ist1 jener orientalischen ,knigstochter1 die fr mich und meine ,leser als ,menschheitsseele gilt4 ,als ich so ziemlich alles1 was sich in ,hohenstein-,ernsttal von ,bchern jeden ,genres in ,privathnden befand1 zusammengelesen und auch viel1 sehr viel davon abgeschrieben resp4 notiert hatte1 sah ,vater sich nach neuen ,quellen um4 ,es gab deren drei1 nmlich die ,bibliotheken des ,herrn ,kantors1 des ,herrn ,rektors und des ,herrn ,pastors4 ,der ,herr ,kantor zeigte sich auch hier als der ,vernnftigste von allen4 ,er sagte1 ,bcher zur ,unterhaltung habe er nicht1 sondern nur ,bcher zum ,lernen1 und fr diese letzteren sei ich jetzt noch viel zu jung4 ,aber er gab doch eines von ihnen her1 denn er meinte1 fr mich als ,kurrendaner sei es sehr ntzlich1 den lateinischen ,text unserer ,kirchengesnge in die deutsche ,sprache bersetzen zu lernen4 ,dieses ,buch war eine lateinische ,grammatik1 von welcher das ,titelblatt fehlte1 doch auf dem nchsten ,blatte stand zu lesen3 ,ein buer sic lernen mu1 ,wenn er will werden dominus1 ,lernt er aber mit ,verdru1 ,so wird er ein asinus6 ,vater war ganz entzckt ber diesen ,vierzeiler und meinte1 ich solle nur ja dafr sorgen1 da ich kein asinus1 sondern ein dominus werde4 ,also nun schnell und fleiig lateinisch lernen6 ,bald darauf faten einige ,ernsttaler ,familien den ,entschlu1 im nchsten ,jahre nach ,amerika auszuwandern4 ,darum sollten ihre ,kinder whrend dieser ,frist so viel wie mglich englisch lernen4 ,da verstand es sich ganz von selbst1 da ich mitzutun hatte6 ,und sodann geriet auf irgend eine1 ich wei nicht mehr1 welche ,weise ein ,buch in unsern ,besitz1 welches franzsische ,freimaurerlieder mit ,text und ,melodie enthielt4 ,es war im ,jahre #aghb in ,berlin gedruckt und ,seiner ,kniglichen ,hoheit1 ,friedrich ,wilhelm1 ,prinz von ,preuen gewidmet4 ,darum mute es gut und von sehr hohem ,werte sein6 ,der ,titel lautete3 ,chansons maonniques1 und zu der ,melodie1 die mir am besten gefiel1 waren sieben vierzeilige ,strophen zu singen1 deren erste hierhergesetzt sein mag3 ,nons vnrous de l',arabie ,la sage et noble antiquit1 ,et la clbre ,confrairie sic ,transmise la postrit4 ,das ,wort ,freimaurerlieder reizte ganz besonders4 ,welch eine ,wonne1 in die ,geheimnisse der ,freimaurerei eindringen zu knnen6 ,glcklicherweise erteilte der ,herr ,rektor fr ,privatschler auch franzsischen ,unterricht4 ,er gestattete mir1 in diesem ,zirkle einzutreten1 und so kam es1 da ich mich jetzt mit dem ,lateinischen1 ,englischen und ,franzsischen zugleich zu befassen hatte4 ,der ,herr ,rektor war in ,beziehung auf das ,bcherverleihen weniger zurckhaltend als der ,herr ,kantor4 ,sein ,lieblingsfach war ,geographie4 ,er besa hunderte von geographischen und ethnographischen ,werken1 die er meinem ,vater alle fr mich zur ,verfgung stellte4 ,ich fiel ber diesen ,schatz mit wahrer ,begeisterung her1 und der gute ,herr freute sich darber1 ohne irgendein doch so naheliegendes ,bedenken zu hegen4 ,obgleich er auf eine ,pfarrstelle reflektierte1 war er in seinem ,innern mehr ,philosoph als ,theolog und einer freieren ,richtung zugeneigt4 ,das sprach sich aber weniger in seinen ,worten1 als vielmehr in den ,bchern aus1 die er besa4 ,zu derselben ,zeit ffnete mir auch der ,herr ,pastor seine ,bibliothek4 ,er war ganz und gar nicht ,philosoph1 sondern nur und nur und nur ,theolog1 weiter nichts4 ,ich meine mit ihm nicht unsern alten1 guten ,pfarrer1 von dem ich schon gesprochen habe1 sondern dessen ,nachfolger1 der mir zunchst alle seine ,trakttchen zu lesen gab und hierzu dann allerlei ,erweckungs-1 ,erbauungs- und ,jugendschriften von ,redenbacher und andern guten ,menschen fgte4 ,so kam es1 da ich vom ,rektor z4 ,b4 eine begeisterte ,schilderung der islamitischen ,wohlttigkeit vor mir liegen hatte und vom ,herrn ,pastor daneben einen ,missionsbericht1 in welchem ber das offensichtliche ,nachlassen der christlichen ,barmherzigkeit bittere ,klage gefhrt wurde4 ,in der ,bibliothek des einen lernte ich ,humboldt1 ,bonpland und alle jene ,groen kennen1 welche der ,wissenschaft mehr als der ,religion vertrauen1 und in der ,bibliothek des zweiten alle jene andern ,groen1 denen die religise ,offenbarung himmelhoch ber jedem wissenschaftlichen ,ergebnisse steht4 ,und dabei war ich nicht etwa ein ,erwachsener1 sondern ein dummer1 ein ganz dummer ,junge2 aber noch viel trichter als ich waren die1 welche mich in diese ,konflikte fallen und sinken lieen1 ohne zu wissen1 was sie taten4 ,alles1 was in diesen so verschiedenen ,bchern stand1 konnte gut1 ja konnte vortrefflich sein2 mir aber mute es zum ,gifte werden4 ,aber es kam noch ,schlimmeres4 ,der sprachliche ,privatunterricht1 den ich jetzt bekam1 mute bezahlt werden1 und ich war es1 der sich dieses ,geld auf irgendeine ,weise zu verdienen hatte4 ,wir sahen uns um4 ,fr eine ,hohensteiner ,schankwirtschaft wurde ein gewandter1 ausdauernder ,kegelaufsetzer gesucht4 ,ich meldete mich1 obwohl ich keine ,uebung besa1 und bekam die ,stelle4 ,da habe ich freilich ,geld verdient1 sehr viel ,geld1 aber wie6 ,durch welche ,qualen6 ,und was habe ich noch auerdem dafr geopfert6 ,der ,kegelschub war ein vielbesuchter1 zugebauter und heizbarer1 so da er zur ,sommer- und zur ,winterszeit und bei jeder ,witterung benutzt werden konnte4 ,es wurde tglich geschoben4 ,von jetzt an hatte ich keine freie ,viertelstunde mehr1 besonders auch keinen ,sonntagnachmittag4 ,da ging es gleich nach der ,kirche los und dauerte bis zur spten ,abendstunde4 ,der ,haupttag aber war der ,montag1 denn dieser war der ,tag des ,wochenmarktes1 an dem die ,landbewohner zur ,stadt kamen1 um ihre ,erzeugnisse zu bringen1 ihre ,einkufe zu machen und -- last not least -- eine ,partie ,kegel zu schieben4 ,aus dieser einen aber wurden fnf1 wurden zehn1 wurden zwanzig1 und es kam an diesen ,montagen vor1 da ich mich von ,mittags zwlf ,uhr an bis nach ,mitternacht zu schinden hatte1 ohne auch nur fnf ,minuten ausruhen zu knnen4 ,zur ,strkung bekam ich des ,nachmittags und des ,abends ein ,butterbrod sic und ein ,glas abgestandenes1 zusammengegossenes ,bier4 ,es kam auch vor1 da ein mitleidiger ,kegler1 welcher sah1 da ich kaum mehr konnte1 mir ein ,glas ,schnaps herausbrachte1 um meine ,lebensgeister anzuregen4 ,ich habe mich ob dieser bermigen ,anstrengungen daheim niemals beklagt1 weil ich sah1 wie notwendig man das1 was ich verdiente1 brauchte4 ,der ,betrag1 den ich da wchentlich zusammenbrachte1 war gar nicht unbedeutend4 ,ich bekam pro ,stunde ein ,fixum und auerdem fr jedes ,honneur1 welches geschoben wurde1 einen festbestimmten ,satz4 ,wurde nicht gespielt1 sondern frei gewettet oder gar hasardiert1 so bekam dieser ,satz eine doppelte oder dreifache ,hhe4 ,es hat ,montage gegeben1 an denen ich ber zwanzig ,groschen nach ,hause brachte1 dafr aber vor ,mdigkeit die ,treppe zu unserer ,wohnung mehr hinaufstrzte als hinaufstieg4 ,welchen ,gewinn aber hatte ich in seelischer ,beziehung8 ,nicht den geringsten1 sondern nur ,verlust4 ,es wurde zwar nur einfaches1 billiges ,bier1 aber besonders viel ,schnaps getrunken4 ,ich werde an anderer ,stelle nachweisen1 da es sich hier nicht um ,leute handelte1 welche das kannten1 was man unter ,rcksicht oder gar ,zartgefhl versteht4 ,man platzte mit allem1 was auf die ,zunge kam1 ohne ,scheu heraus4 ,man kann sich denken1 was ich da alles zu hren bekam6 ,der langgestreckte1 zugebaute ,kegelschub wirkte wie ein ,hrrohr4 ,jedes ,wort1 welches da vorn bei den ,spielern gesprochen wurde1 klang deutlich heraus zu mir4 ,alles1 was ,gromutter und ,mutter in mir aufgebaut hatten1 der ,herr ,kantor und der ,herr ,rektor auch1 das emprte sich gegen das1 was ich hier zu hren bekam4 ,es war viel ,schmutz und auch viel ,gift dabei4 ,es gab da nicht jene krftige1 kerngesunde ,frhlichkeit wie z4 ,b4 bei einem oberbayrischen ,kegelschieben1 sondern es handelte sich um ,leute1 welche aus der brustttenden ,atmosphre ihres ,webstuhles direkt in die ,schnapswirtschaft kamen1 um sich fr einige ,stunden ein ,vergngen vorzutuschen1 welches aber nichts weniger als ein ,vergngen war1 fr mich jedenfalls eine ,qual1 krperlich sowohl als auch seelisch4 ,und doch gab es in dieser ,schankwirtschaft ein noch viel schlimmeres ,gift als ,bier und ,branntwein und hnliche bse ,sachen1 nmlich eine ,leihbibliothek1 und zwar was fr eine6 ,niemals habe ich eine so schmutzige1 innerlich und uerlich geradezu ruppige1 uerst gefhrliche ,bchersammlung1 wie diese war1 nochmals gesehen6 ,sie rentierte sich auerordentlich1 denn sie war die einzige1 die es in den beiden ,stdtchen gab4 ,hinzugekauft wurde nichts4 ,die einzige ,vernderung1 die sie erlitt1 war die1 da die ,einbnde immer schmutziger und die ,bltter immer schmieriger und abgegriffener wurden4 ,der ,inhalt aber wurde von den ,lesern immer wieder von neuem verschlungen1 und ich mu der ,wahrheit die ,ehre geben und zu meiner ,schande gestehen1 da auch ich1 nachdem ich einmal gekostet hatte1 dem ,teufel1 der in diesen ,bnden steckte1 gnzlich verfiel4 ,was fr ein ,teufel das war1 mgen einige ,titel zeigen3 ,rinaldo ,rinaldini1 der ,ruberhauptmann1 von ,vulpius1 ,goethes ,schwager4 ,sallo ,sallini1 der edle ,ruberhauptmann4 ,himlo ,himlini1 der wohlttige ,ruberhauptmann4 ,die ,ruberhhle auf dem ,monte ,viso4 ,bellini1 der bewunderswrdige sic ,bandit4 ,die schne ,ruberbraut oder das ,opfer des ungerechten ,richters4 ,der ,hungerturm oder die ,grausamkeit der ,gesetze4 ,bruno von ,lweneck1 der ,pfaffenvertilger4 ,hans von ,hunsrck oder der ,raubritter als ,beschtzer der ,armen4 ,emilia1 die eingemauerte ,nonne4 ,botho von ,tollenfels1 der ,retter der ,unschuldigen4 ,die ,braut am ,hochgericht4 ,der ,knig als ,mrder4 ,die ,snden des ,erzbischofs u4 s4 w4 u4 s4 w4 ,wenn ich zum ,kegelaufsetzen kam und noch keine ,spieler da waren1 gab mir der ,wirt eines dieser ,bcher1 einstweilen darin zu lesen4 ,spter sagte er mir1 ich knne sie alle lesen1 ohne dafr bezahlen zu mssen4 ,und ich las sie2 ich verschlang sie2 ich las sie drei- und viermal durch6 ,ich nahm sie mit nach ,haus4 ,ich sa ganze ,nchte lang1 glhenden ,auges ber sie gebeugt4 ,vater hatte nichts dagegen4 ,niemand warnte mich1 auch die nicht1 die gar wohl verpflichtet gewesen wren1 mich zu warnen4 ,sie wuten gar wohl1 was ich las2 ich machte kein ,hehl daraus4 ,und welche ,wirkung das hatte6 ,ich ahnte nicht1 was dabei in mir geschah4 ,was da alles in mir zusammenbrach4 ,da die wenigen ,sttzen1 die ich1 der seelisch in der ,luft schwebende ,knabe1 noch hatte1 nun auch noch fielen1 eine einzige ausgenommen1 nmlich mein ,glaube an ,gott und mein ,vertrauen zu ihm4 ,die ,psychologie ist gegenwrtig in einer ,umwandlung begriffen4 ,man beginnt immer mehr1 zwischen ,geist und ,seele zu unterscheiden4 ,man versucht1 sie beide auseinanderzuhalten1 sie scharf zu definieren1 ihre ,unterschiede nachzuweisen4 ,man behauptet1 da der ,mensch nicht ,einzelwesen1 sondern ,drama sei4 ,soll ich mich dem anschlieen1 so darf ich das1 was auf meinen kleinen1 erst im ,entstehen begriffenen ,geist und das1 was auf meine kindliche ,seele wirkte1 nicht miteinander verwechseln4 ,die ganze ,vielleserei1 zu der ich bisher gezwungen gewesen war1 hatte meiner ,seele nichts1 gar nichts gebracht2 nur das winzige ,geisterlein hatte die ,wirkung davon gehabt1 aber was fr eine ,wirkung6 ,es war zu einem kleinen1 monstrs dicken1 wasserkpfigen ,ungeheuer aufgestopft und aufgenudelt worden4 ,der sehr gut1 ja vielleicht auergewhnlich veranlagte ,knabe hatte sich zu einer unartikulierten geistigen ,migestalt verwandelt1 die nichts ,wirkliches besa als nur ihre ,hilflosigkeit4 ,und seelisch war ich ohne ,heimat1 ohne ,jugend1 hing nach oben nur an dem erwhnten starken1 unzerreibaren ,tau und wurde nach unten nur dadurch an der ,erde festgehalten1 da ich fr ,knig und ,vaterland1 ,gesetz und ,gerechtigkeit diejenige mehr poetisch als materielle ,hochachtung empfand1 die aus den ,tagen stammte1 an denen die elf ,heldenkompagnieen ,ernsttals sich gebildet hatten1 den schwer bedrngten ,monarchen ,sachsens und seine ,regierung von dem ,untergange zu erretten4 ,nun aber wurde mir auch dieser ,halt genommen1 und zwar durch die ,lektre dieser schndlichen ,leihbibliothek4 ,alle die ,ruberhauptleute1 ,banditen und ,raubritter1 von denen ich da las1 waren edle ,menschen4 ,was sie jetzt waren1 das waren sie durch schlechte ,menschen1 besonders durch ungerechte ,richter und durch die grausame ,obrigkeit geworden4 ,sie besaen wahre ,frmmigkeit1 glhende ,vaterlandsliebe1 eine grenzenlose ,wohlttigkeit und warfen sich zum ,ritter und ,retter aller ,armen1 aller ,bedrckten und ,bedrngten auf4 ,sie zwangen die ,leser zur ,hochachtung und ,bewunderung2 alle ,gegner dieser herrlichen ,mnner aber waren zu verachten1 also besonders die ,obrigkeit1 der ,schnippchen auf ,schnippchen geschlagen wurde4 ,und vor allen ,dingen die ,flle des ,lebens1 der ,ttigkeit1 der ,bewegung1 die in diesen ,bchern herrschte6 ,auf jeder ,seite geschah etwas1 und zwar etwas ,hochinteressantes1 irgend eine groe1 schwere1 khne ,tat1 die man zu bewundern hatte4 ,was dagegen war in all den ,bchern geschehen1 die ich bisher gelesen hatte8 ,was geschah in den ,trakttchen des ,pfarrers8 ,in seinen langweiligen1 nichtssagenden ,jugendschriften8 ,und was geschah in den sonst ganz guten und brauchbaren ,bchern des ,herrn ,rektors8 ,da waren groe1 weite und ferne ,lnder beschrieben1 aber es ereignete sich nichts dabei4 ,da wurden fremde ,menschen und ,vlker geschildert2 aber sie bewegten sich nicht1 sie taten nichts4 ,das war alles nur ,geographie1 nur ,geographie1 weiter nichts2 jede ,handlung fehlte4 ,und nur ,ethnographie1 nur ,ethnographie2 aber die ,puppen standen still4 ,es war kein ,gott1 kein ,mensch und auch kein ,teufel da1 das ,kreuz mit den ,fden in die ,hand zu nehmen und die toten ,figuren zu beleben6 ,und es gibt doch ,einen1 der diese ,belebung ganz unbedingt verlangt1 nmlich der ,leser4 ,und auf den kommt doch alles an1 weil er allein es ist1 fr den die ,bcher geschrieben werden4 ,die ,seele des ,lesers wendet sich von jeder ,bewegungslosigkeit ab1 denn diese bedeutet fr sie den ,tod4 ,welch ein ,reichtum des ,lebens dagegen in dieser ,leihbibliothek6 ,und welch ein ,eingehen auf die ,eigenheiten und ,bedrfnisse dessen1 der so ein ,buch in die ,hnde nimmt6 ,kaum fhlt er whrend des ,lesens einen ,wunsch1 so wird dieser auch schon erfllt4 ,und welche bewundernswerte1 unwandelbare ,gerechtigkeit gibt es da4 ,jeder gute1 ehrenhafte ,mensch1 mag er zehnmal ,ruberhauptmann sein1 wird unbedingt belohnt4 ,und jeder bse ,mensch1 jeder ,snder1 mag er zehnmal ,knig1 ,feldherr1 ,bischof oder ,staatsanwalt sein1 wird unbedingt bestraft4 ,das ist wirkliche ,gerechtigkeit2 das ist gttliche ,gerechtigkeit6 ,mag ,goethe noch so viel ber die ,herrlichkeit und ,unumstlichkeit der gttlichen und der menschlichen ,gesetze dichten und schreiben1 so hat er doch unrecht6 ,recht hat nur sein ,schwager ,vulpius1 denn der hat den ,rinaldo ,rinaldini geschrieben6 ,das ,schlimmste an dieser ,lektre war1 da sie in meine sptere ,knabenzeit fiel1 wo alles1 was sich in meiner ,seele festsetzte1 fr immer festgehalten wurde4 ,hierzu kam die mir angeborene ,naivitt1 die ich selbst heute noch in hohem ,grade besitze4 ,ich glaubte an das1 was ich da las1 und ,vater1 ,mutter und ,geschwister glaubten es mit4 ,nur ,gromutter schttelte den ,kopf1 und zwar je lnger1 desto mehr2 sie wurde aber von uns andern berstimmt4 ,es war uns in unserer ,armut ein ,hochgenu1 von edlen ,menschen zu lesen1 die immerfort ,reichtmer verschenkten4 ,da sie diese ,reichtmer vorher andern abgestohlen und abgeraubt hatten1 das war ihre ,sache2 uns irritierte das nicht6 ,wenn wir lasen1 wieviel bedrftige ,menschen durch so einen ,ruberhauptmann untersttzt und gerettet worden seien1 so freuten wir uns darber und bildeten uns ein1 wie schn es wre1 wenn so ein ,himlo ,himlini pltzlich hier bei uns zur ,tr hereintrte1 zehntausend blanke ,taler auf den ,tisch zhlte und dabei sagte2 ,das ist fr euren ,knaben2 er mag studieren und ein ,dichter werden1 der ,theaterstcke schreibt6 ,das letztere war mir nmlich1 seit ich den ,faust gesehen hatte1 zum ,ideal geworden4 ,ich mu bekennen1 da ich diese verderblichen ,bcher nicht nur las1 sondern auch vorlas1 nmlich zunchst meinen ,eltern und ,geschwistern und sodann auch in anderen ,familien1 die ganz versessen darauf waren4 ,es ist gar nicht zu sagen1 welchen unendlichen ,schaden eine einzige solche ,scharteke herbeifhren kann4 ,alles ,positive geht verloren1 und schlielich bleibt nur die traurige ,negation zurck4 ,die ,rechtsbegriffe und ,rechtsanschauungen verndern sich2 die ,lge wird zur ,wahrheit1 die ,wahrheit zur ,lge4 ,das ,gewissen stirbt4 ,die ,unterscheidung zwischen gut und bs wird immer unzuverlssiger6 das fhrt schlielich zur ,bewunderung der verbotenen ,tat1 die scheinbar ,hilfe bringt4 ,damit ist man aber nicht etwa schon ganz unten im ,abgrunde angelangt1 sondern es geht noch tiefer1 immer tiefer1 bis zum uersten ,verbrechertum4 ,das war zur ,zeit1 als bestimmt werden mute1 was nach der ,konfirmation aus mir zu werden hatte4 ,ich wollte so unendlich gern auf das ,gymnasium1 dann auf die ,universitt4 ,aber hierzu fehlten nicht mehr als alle ,mittel4 ,ich mute mit meinen ,wnschen weit herunter und kam zuletzt beim ,volksschullehrer an4 ,aber auch hierzu waren wir zu arm4 ,wir sahen uns nach ,hilfe um4 ,der ,herr ,kaufmann ,friedrich ,wilhelm ,layritz1 mit dem ,herrn ,stadtrichter gleichen ,namens1 aber nicht mit ihm verwandt1 war ein sehr reicher und sehr frommer ,mann4 ,man hatte ihm zwar noch keine ,wohltat nachweisen knnen1 aber er versumte keinen ,kirchgang1 sprach gern von ,humanitt und ,nchstenliebe und war unser ,gevatter4 ,wir hatten uns nach allem erkundigt und uns einen ,ueberschlag gemacht4 ,wenn wir recht arbeiteten1 recht sparten1 recht hungerten und ich auf dem ,seminar keinen ,pfennig unntz ausgab1 so bedurften wir nur eines ,zuschusses von fnf bis zehn ,talern pro ,jahr4 ,das hatten wir ausgerechnet4 ,freilich stimmte es nicht2 aber wir glaubten1 da es stimme4 ,meine ,eltern hatten nie auch nur einen ,pfennig geborgt2 jetzt waren sie mir zu ,liebe zu einer ,anleihe entschlossen4 ,mutter ging zum ,herrn ,layritz4 ,er setzte sich in den ,lehnstuhl1 faltete die ,hnde und lie sich ihr ,anliegen vortragen4 ,sie schilderte ihm alles und bat1 uns fnf ,taler zu borgen1 nicht gleich jetzt1 sondern dann1 wenn wir sie brauchten1 also wenn ich die ,aufnahmeprfung bestanden haben wrde4 ,bis dahin aber war noch lange1 lange ,zeit4 ,da antwortete er1 ohne sich lange zu besinnen3 ,meine liebe ,frau ,gevatter1 es ist wahr1 ich bin reich1 und ,sie sind arm1 sehr arm4 ,aber ,sie haben denselben ,gott1 den auch ich habe1 und wie er mir bis hierher geholfen hat1 wo wird er auch ,ihnen weiterhelfen4 ,ich habe auch ,kinder wie ,sie und mu fr sie sorgen4 ,ich kann ,ihnen also die fnf ,taler nicht leihen4 ,aber gehen ,sie getrost nach ,hause1 und beten ,sie recht fleiig1 so wird sich ganz gewi zur rechten ,zeit jemand finden1 der sie brig hat und sie ,ihnen gibt6 ,das war abends4 ,ich sa da und las in einem ,ruberbuche4 ,da kam ,mutter heim und erzhlte1 was ,herr ,layritz gesagt hatte4 ,sie weinte mehr aus ,emprung ber solche ,art der ,frmmigkeit1 als ber die ,abweisung selbst4 ,vater sa lange ,zeit still2 dann stand er auf und ging4 ,unter der ,tr aber sagte er3 ,einen solchen ,versuch machen wir nicht mehr6 ,karl geht auf das ,seminar1 und wenn ich mir die ,hnde blutig arbeiten soll6 ,als er fort war1 saen wir andern noch lange ,zeit traurig beisammen4 ,dann gingen wir schlafen4 ,ich schlief aber nicht1 sondern ich wachte4 ,ich sann auf ,hilfe4 ,ich rang nach einem ,entschlusse4 ,das ,buch1 in dem ich gelesen hatte1 fhrte den ,titel ,die ,ruberhhle an der ,sierra ,morena oder der ,engel aller ,bedrngten4 ,als ,vater nach ,hause gekommen und dann eingeschlafen war1 stieg ich aus dem ,bett schlich mich aus der ,kammer und zog mich an4 ,dann schrieb ich einen ,zettel3 ,ihr sollt euch nicht die ,hnde blutig arbeiten2 ich gehe nach ,spanien2 ich hole ,hilfe6 ,diesen ,zettel legte ich auf den ,tisch1 steckte ein ,stckchen trockenes ,brot in die ,tasche1 dazu einige ,groschen von meinem ,kegelgeld1 stieg die ,treppe hinab1 ffnete die ,tr1 atmete da noch einmal tief und schluchzend auf1 aber leise1 leise1 damit ja niemand es hre1 und ging dann gedmpften ,schrittes den ,marktplatz hinab und die ,niedergasse hinaus1 den ,lungwitzer ,weg1 der ber ,lichtenstein nach ,zwickau fhrte1 nach ,spanien zu1 nach ,spanien1 dem ,lande der edlen ,ruber1 der ,helfer aus der ,not4 -- -- -- ,,iv4 ,seminar- und ,lehrerzeit4 ,keine ,pflanze zieht das1 was sie in ihren ,zellen und in ihren ,frchten aufzuspeichern hat1 aus sich selbst heraus1 sondern aus dem ,boden1 dem sie entsprossen ist1 und aus der ,atmosphre1 in der sie atmet4 ,pflanze ist in dieser ,beziehung auch der ,mensch4 ,krperlich ist er freilich nicht angewachsen1 aber geistig und seelisch wurzelt er1 und zwar tief1 sehr tief1 tiefer als mancher ,baumriese in kalifornischer ,erde4 ,darum ist kein ,mensch fr das1 was er in seiner ,entwicklungszeit tut1 in vollem ,mae verantwortlich zu machen4 ,ihm alle seine ,fehler vollauf anzurechnen1 wrde ebenso falsch sein wie die ,behauptung1 da er alle seine ,vorzge nur allein sich selbst verdanke4 ,nur wer den ,heimatboden und die ,jugendatmosphre eines ,gewordenen genau kennt und richtig zu beurteilen wei1 ist imstande1 einigermaen nachzuweisen1 welche ,teile eines ,lebensschicksales aus den gegebenen ,verhltnissen und welche ,teile aus dem rein persnlichen ,willen des ,betreffenden geflossen sind4 ,es war eine der grten ,grausamkeiten der ,vergangenheit1 jedem armen ,teufel1 den die ,verhltnisse zur ,verletzung der ,gesetze fhrten1 zu seiner eigenen1 vielleicht geringen ,schuld auch noch die ganze1 schwere ,last dieser ,verhltnisse mit aufzubrden4 ,es gibt leider auch heute mehr als genug ,menschen1 welche diese ,grausamkeit sogar jetzt noch begehen1 ohne zu ahnen1 da sie selbst es sind1 die1 wenn es hier ,gesetze gbe1 mit verantwortlich gemacht werden mten4 ,und gewhnlich sind es nicht etwa die ,fernstehenden1 sondern grad die lieben ,nchsten1 welche ,stein um ,stein auf den andern werfen1 obgleich die ,einflsse1 denen er unterlegen ist1 besonders auch von ihnen mit ausgegangen sind4 ,sie tragen also an der ,schuld1 die sie auf ihn werfen1 selbst mit ,schuld4 ,wenn ich es hier unternehme1 die ,verhltnisse1 aus denen ich erwuchs1 einer ungefrbten ,prfung zu unterwerfen1 so geschieht das nicht etwa in der ,absicht1 irgend welchen ,teil meiner eigenen ,schuld von mir ab und auf andere zu werfen1 sondern nur1 um einmal durch ein laut sprechendes ,beispiel zu zeigen1 wie vorsichtig man sein mu1 wenn man sich die ,aufgabe stellt1 eine menschliche ,existenz nach ihrer ,entstehung und ,entwicklung hin genau zu untersuchen4 ,hohenstein und ,ernsttal waren damals zwei so nahe bei einander liegende ,stdtchen1 da sie stellenweise ihre ,gchen wie die ,finger zweier gefalteter ,hnde zwischen einander hineinschoben4 ,in ,hohenstein wurde der ,naturphilosoph ,gotthilf ,heinrich von ,schubert geboren1 dessen ,werke zunchst unter ,schellingschem ,einflusse entstanden1 dann aber sich dem pietistisch-asketischen ,mystizismus zuwendeten4 ,seine ,vaterstadt hat ihm ein ,denkmal gesetzt4 ,aus ,ernsttal stammt der verdienstvolle ,philosoph und ,publizist ,plitz1 dessen ,bibliothek ber #cj #jjj ,bnde zhlte1 die er der ,stadt ,leipzig vermachte4 ,ich habe es hier weniger mit ,hohenstein als vielmehr mit ,ernsttal zu tun1 in dem ich1 wie der ,hobble-,frank sich auszudrcken pflegt1 das erste ,licht der ,welt erblickte4 ,die ersten und ltesten ,eindrcke meiner ,kindheit sind diejenigen einer beklagenswerten ,armut1 und zwar nicht nur in materieller1 sondern auch in anderer ,beziehung4 ,niemals in meinem ,leben habe ich so viel geistige ,anspruchslosigkeit beisammen gesehen wie damals4 ,der ,brgermeister war ein unstudierter ,mann4 ,es gab zwar einen ,nachtwchter1 aber die ,bewohner hatten sich reihum an der ,nachtwache zu beteiligen4 ,die ,hauptbeschftigung bildete die ,weberei4 ,der ,verdienst war krglich1 ja oft berkrglich zu nennen4 ,zu gewissen ,zeiten gab es wochen-1 zuweilen sogar monatelang wenig oder gar keine ,arbeit4 ,da sah man ,frauen in den ,wald gehen und ,krbe voll ,reisig heimschleppen1 um im ,winter ,feuerung zu haben4 ,des ,nachts konnte man auf einsamen ,pfaden ,mnnern begegnen1 welche ,baumstmme nach ,hause trugen1 die noch whrend der ,nacht zu ,feuerholz zersgt und zerhackt werden muten1 damit1 wenn die ,haussuchung kam1 nichts gefunden werden knne4 ,es galt fr die armen ,weber1 fleiig zu sein1 um den ,hunger abzuwehren4 ,am ,sonnabend war ,zahltag4 ,da trug ein jeder sein ,stck zu ,markte4 ,fr jeden ,fehler1 der sich zeigte1 gab es einen bestimmten ,lohnabzug4 ,da brachte gar mancher weniger heim1 als er erwartet hatte4 ,dann wurde ausgeruht4 ,der ,sonnabend ,abend war der ,heiterkeit und -- -- -- dem ,schnaps gewidmet4 ,man fand sich beim ,nachbar ein4 ,da ging die ,bulle rundum4 ,bulle ist ,abkrzung von ,bouteille4 ,in einigen ,familien sang man dazu1 aber was fr ,lieder oft6 ,in andern regierte die ,karte4 ,da wurde gelumpt1 geschafkopft oder gar getippt4 ,das letztere ist ein verbotenes ,glcksspiel1 dem mancher den ,verdienst der ganzen ,woche opferte4 ,man trank dazu aus einem einzigen ,glas4 ,dieses ging von ,hand zu ,hand1 von ,mund zu ,mund4 ,auch whrend der ,sonntagsausgnge und berhaupt bei jedem ,gang in das ,freie war man mit ,branntwein versehen4 ,da sa man im ,grnen und trank4 ,schnaps war berall dabei2 man mochte ihn nicht entbehren4 ,man betrachtete ihn als den einzigen ,sorgenbrecher und nahm seine schlimmen ,wirkungen hin1 als ob sich das so ganz von selbst verstnde4 ,freilich gab es auch sogenannte bessere ,familien1 ber die der ,alkohol keine ,macht besa1 aber die waren in ganz geringer ,zahl4 ,patriziergeschlechter gab es in beiden ,stdtchen nicht4 ,in ,hohenstein wohnten einige ,familien1 die man hher schtzte als andere1 in ,ernsttal aber nicht4 ,die ,pfarrer und die ,aerzte waren die einzigen akademisch gebildeten ,personen1 hierzu kam vielleicht ein ,rechtsanwalt1 dessen ,liquidationen absolut nicht das ,geschick besaen1 sich in klingende ,einnahmen zu verwandeln4 ,so war die ganze ,lebensfhrung berhaupt eine ungemein niedrige und der allgemeine ,umgangston auf eine ,note gestimmt1 die man jetzt kaum mehr fr mglich hlt4 ,im persnlichen ,verkehr waren ,spitznamen oft gebruchlicher als die wirklichen1 richtigen ,namen4 ,als einziges ,beispiel1 welches ich da anfhre1 diene der ,name ,wolf4 ,es gab einen ,weikopfwolf1 einen ,rotkopfwolf1 einen ,daniellobwolf1 einen ,schlagwolf und noch eine ,menge andersgenannter ,wlfe4 ,die ,huser waren klein1 die ,gassen eng4 ,ein jeder konnte in die ,fenster des andern sehen und alles beobachten1 was geschah4 ,so wurde es fast zur ,unmglichkeit1 ,geheimnisse voreinander zu haben4 ,und da kein ,mensch ohne ,fehler ist1 so hatte ein jeder seinen ,nachbar im ,sacke4 ,man wute alles1 aber man schwieg4 ,nur zuweilen1 wenn man es fr ntig hielt1 lie man ein ,wrtchen fallen1 und das war genug4 ,man kam dadurch zur immerwhrenden1 aber stillen ,hechelei sic1 zur niedrigen ,ironie1 zu einem scheinbar gutmtigen ,sarkasmus1 welcher aber nichts ,reelles an sich hatte4 ,das war ungesund und griff immer weiter um sich1 ohne da man es beachtete4 ,das tzte2 das wirkte wie ,gift4 ,so hatte sich aus den sonnabendlichen ,kartenspielen ein lichtscheues ,unternehmen gebildet1 welches den ,zweck verfolgte1 verbotenes1 ja sogar falsches1 betrgerisches ,kartenspiel zu pflegen4 ,die ,betreffenden kamen zusammen1 um sich in der ,zubereitung und im ,gebrauch von falschen ,karten zu ben4 ,sie etablierten sich in einer vor der ,stadt gelegenen ,wirtschaft4 ,sie schickten ,zubringer aus1 um ,opfer einzufangen4 ,da sa man nchtelang und spielte um hohe ,einstze4 ,mancher kam da mit vollen ,taschen und ging mit leeren fort4 ,dieses ,treiben war im ,stdtchen wohlbekannt4 ,man erzhlte sich von jedem neuen ,coup1 der gemacht worden war4 ,man sprach von den erbeuteten ,summen1 und man freute sich darber1 anstatt da man diese ,betrgereien verwarf4 ,man verkehrte mit den ,falschspielern wie mit ehrlichen ,leuten4 ,man leistete ihnen ,vorschub4 ,ja1 man achtete1 man rhmte ihre ,pfiffigkeit1 und man verriet nicht das geringste von allem1 was man von ihnen wute4 ,da hierdurch eigentlich das ganze ,stdtchen an dem ,betruge gegen die herbeigeschleppten ,opfer beteiligt wurde und da jedermann1 der von diesen ,gaunereien wute1 sich1 streng genommen1 als ,hehler zu betrachten hatte1 das leuchtete keinem ,menschen ein4 ,wer damals gesagt htte1 da dies einen beklagenswerten1 allgemeinen moralischen ,tiefstand bedeute1 der wre wohl ausgelacht worden1 oder gar noch ,schlimmeres4 ,das allgemeine ,rechtsgefhl war irregefhrt4 ,man bewunderte die ,falschspieler1 wie man die ,rinaldo ,rinaldini's und die ,himlo ,himlini's der alten ,leihbibliothek bewunderte1 deren ,bnde man verschlang1 weil sie die einzige war1 die es in den beiden ,stdtchen gab4 ,ich habe niemals gehrt1 da der ,brgermeister1 der ,pfarrer oder ein sonst hierzu berufener ,beamter einen dieser ,falschspieler zu sich kommen lie1 um ihn zu verwarnen1 und von dem bsen ,beispiele1 welches der ganzen ,gemeinde gegeben wurde1 abzulassen4 ,man duldete es4 ,man ging schweigend darber hinweg4 ,die ,jugend aber1 die das alles mit ansah und mit anhrte1 mute den ,eindruck gewinnen1 da diese ,betrgereien bewundernswerte und sehr gut lohnende ,taten seien1 und so ein ,eindruck wird nie wieder verwischt4 ,mir wurde einst von einem ,juristen gesagt1 ich sei in einem ,sumpf geboren worden4 ,ob dieser ,herr wohl recht gehabt hat oder nicht8 ,zwei eigenartige ,gewchse dieses ,sumpfes waren die beiden ,namen ,batzendorf und die ,lgenschmiede4 ,der erstere leitet sich auf die bekannte1 alte sddeutsche und schweizer ,scheidemnze1 ,batzen genannt1 zurck4 ,batzendorf war eine fingierte ,dorfgemeinde1 der jeder ,einwohner ,ernsttals beitreten konnte4 ,es war ein ,jux1 aber ein ,jux1 der hufig zum ,ausarten kam4 ,batzendorf hatte seinen eigenen ,gemeindevorstand1 seinen eigenen ,pfarrer1 seine eigene ,gemeindeverwaltung1 das alles aber von der heiter sein sollenden ,seite genommen4 ,das allerkleinste ,huschen ,ernsttals1 das der alten ,gemsehndlerin ,dore ,wendelbrck1 wurde zum ,batzendorfer ,rathause erhoben4 ,eines ,morgens stand ein ,turm darauf1 den man aus ,latten und ,zigarrenkistchen gezimmert und der alten ,dore auf das ,dach gesetzt hatte1 ohne sie zu fragen4 ,sie war aber sehr stolz darauf4 ,die ,wirtin zum ,meisterhaus war ,dorfnachtwchter4 ,sie mute die ,stunden ansagen und tuten4 ,jede ,behrde und jede ,charge war vertreten1 bis tief herunter zum ,kartoffel- und zum ,schotenwchter1 auch das alles in das ,komische gezogen4 ,des ,sonnabends war ,versammlungstag4 ,da kam die ,gemeinde zusammen1 und es wurden die tollsten ,sachen ausgeheckt1 um dann wirklich ausgefhrt zu werden3 ,taufen fnfzigjhriger ,suglinge1 ,verheiratung zweier ,witwen miteinander1 eine ,spritzenprobe ohne ,wasser1 ,neuwahl einer ,gemeindegans1 ffentliche ,prfung eines neuen ,bandwurmmittels und hnliche tolle1 oft sogar sehr tolle ,sachen4 ,der ,herr ,stadtrichter ,layritz war alt geworden und duldete das4 ,der ,herr ,pastor war noch lter und glaubte von allem das ,beste4 ,er sagte immer3 ,nur nicht bertreiben1 nur nicht bertreiben6 ,damit glaubte er1 seiner ,pflicht gengt zu haben4 ,der ,herr ,kantor schttelte den ,kopf4 ,er war zu bescheiden1 ffentlich mit einem ,tadel hervorzutreten4 ,aber unter vier ,augen hatte er den ,mut1 meinen ,vater zu warnen3 ,machen ,sie nicht mit1 ,herr ,nachbar1 machen ,sie ja nicht mit6 ,es ist nicht gut fr ,sie und auch nicht gut fr den ,karl4 ,was man da treibt1 ist alles weiter nichts als ,persiflage1 ,ironie1 ,verhhnung und ,verspottung von ,dingen1 an deren ,heiligkeit ja niemand rhren soll6 ,und zumal ,kinder sollen so etwas nie zu sehen noch zu hren bekommen6 ,er hatte sehr1 sehr ,recht4 ,dieses ,batzendorf1 in dem man nur mit ,batzengeld zahlen durfte1 hat eine ganze ,reihe von ,jahren bestanden und manche stille1 heimliche1 doch um so bsere ,wirkung gehabt4 ,da lockerten sich die ,bande frommer ,scheu4 ,da gab es wchentlich etwas ,neues4 ,wir ,kinder verfolgten die ,albernheiten der ,erwachsenen mit riesigem ,interesse und hhnten und persiflierten mit1 freilich ohne uns dessen bewut zu werden4 ,das ging so fort1 bis ein neuer1 strammer ,zug in die ,ortsverwaltung und in die ,kirchenleitung kam1 und ,batzendorf an sich selbst zugrunde ging4 ,aber einen ,nutzen hatte es keinem ,menschen gebracht4 ,es war eine ,versumpfung1 in welche nicht nur die ,alten gestiegen sind1 sondern wir ,jungen wurden auch mit hinein gefhrt und haben sehr viel von unserer ,kindlichkeit drin stecken lassen mssen4 ,dem ,unbegabten schadet das weniger2 in dem ,begabten aber wirkt es fort und nimmt in seinem ,innern ,dimensionen an1 die spter1 wenn sie zutage treten1 nicht mehr einzudmmen sind4 ,die ,lgenschmiede war etwas neueren ,datums4 ,indem ich von ihr spreche1 nenne ich absichtlich keine ,namen4 ,ich will das1 was ich sage1 nur gegen die ,sache selbst1 nicht aber gegen ,personen richten4 ,es gab in ,ernsttal einige jngere ,leute1 welche auerordentlich satirisch begabt waren4 ,an sich sehr achtbare1 liebenswrdige ,menschen1 htten sie in andern1 greren ,verhltnissen durch diese ,begabung ihr ,glck machen knnen1 so aber blieben sie unten in den kleinen ,verhltnissen hangen und konnten also auch nur ,kleinliches und ,gewhnliches1 oft sogar nur sehr ,triviales leisten4 ,es war wirklich schade um sie6 ,einer von ihnen1 vielleicht der ,unternehmendste und ,witzigste1 brachte es zum ,hausbesitzer und hatte die ,khnheit1 in diesem ,ernsttal1 wo so wenig ,sinn und ,mittel fr ,delikatessen vorhanden waren1 ein ,delikatessengeschft zu errichten1 aber natrlich mit ,restauration1 denn ohne diese wre es ganz unmglich gegangen4 ,diese ,restauration hatte zunchst keinen besonderen ,namen2 aber nicht lange1 so wurde ihr einer gegeben1 und zwar ein sehr bezeichnender4 ,man nannte sie die ,lgenschmiede und ihren ,besitzer1 den ,wirt1 den ,lgenschmied4 ,weshalb8 ,sowohl dem ,wirte als auch seinen ,stammgsten sa allen der ,schalk im ,nacken4 ,ein ,anderer konnte fters dort verkehren1 ohne da er etwas davon bemerkte4 ,aber pltzlich brach es ber ihn los1 pltzlich1 ganz unerwartet und mit einer ,sicherheit1 der nicht zu widerstehen war4 ,er wurde gemacht1 wie man es nannte4 ,man hatte seine schwchste ,seite und seinen strksten ,nagel entdeckt und hing an diesem irgend eine wohlausgedachte ,lge auf1 die er glauben mute1 er mochte wollen oder nicht4 ,an dieser ,lge blamierte er sich1 mochte er sich noch so sehr dagegen struben und mochte er zehnmal und hundertmal klger sein1 als alle die1 welche beschlossen hatten1 ihn zum ,falle zu bringen4 ,diese ,lgenschmiede wurde weithin bekannt4 ,tausende von ,fremden kamen1 um da einzukehren1 und ein jeder1 dem es etwa einfiel1 mit dem ,wirt und seinen ,stammgsten anzubinden1 nahm seine ,backpfeife mit und zog beschmt von dannen4 ,gewhnliche ,gste kaufte man sich billig4 ,verlangte einer ein ,glas ,bier1 so bekam er einen ,kognak4 ,begehrte er einen ,schnaps1 so erhielt er ,limonade4 ,wollte er einen marinierten ,hering essen1 so setzte man ihm ,kartoffeln in der ,schale und ,apfelmus vor4 ,und keiner weigerte sich1 dies zu nehmen und zu bezahlen1 denn ,jeder wute1 die ,blamage kommt dann hinterher4 ,bessere ,gste hatten keine so gewhnlichen ,witze zu befrchten4 ,die lie man warten4 ,der mu erst noch reif werden1 pflegte der ,lgenschmied zu sagen4 ,und ,jeder wurde reif1 ,jeder1 mochte er sein1 wer oder was er wollte1 ob studiert oder nicht studiert1 ob hochgestellt oder niedrig4 ,es gab da oft geradezu geniale ,witze1 immer aber mit einem ,einschlag aus dem ,gewhnlichen heraus4 ,einem ,gast1 der sich rasieren lassen wollte1 wurde gesagt1 der ,barbier sei nicht zu ,hause1 sondern er sitze grad hier neben ihm4 ,dieser war aber kein ,barbier1 sondern ein ,bckermeister4 ,er seifte den ,betreffenden mit ,anilinwasser ein und rasierte ihn1 ohne da einer der ,anwesenden eine ,miene dabei verzog4 ,der ,rasierte bezahlte und ging dann vergngt von dannen1 vollstndig blau im ,gesicht4 ,er konnte sich wochenlang nicht sehen lassen1 zur ,strafe dafr1 da er in der ,lgenschmiede behauptet hatte1 er sei gescheiter als alle1 ihn knne niemand foppen4 ,einem andern ,gaste wurde weisgemacht1 sein ,bruder sei heut' ,vormittag auf dem ,jahrmarkt verunglckt4 ,er sei einem ,riesenleierkasten zu nahe gekommen und mit dem rechten ,bein in das ,rderwerk geraten2 man habe ihm infolgedessen das ,bein unterhalb des ,knies abnehmen mssen4 ,der ,mann sprang erschrocken auf und rannte fort1 kam aber sehr bald lachend und mit seinem vollstndig gesunden ,bruder zurck4 ,auch die ,herren von der ,behrde verkehrten sehr gern in der ,lgenschmiede1 doch nur zu ,zeiten1 in denen sie sich dort allein und unbeobachtet wuten4 ,sie lieen sich auch einen ,ulk gefallen1 und oft hatte der ,lgenschmied es nur ihrem ,einflusse zu verdanken1 da seine oft zu weitgehenden ,witze ohne unangenehme ,folgen blieben4 ,denn die ,sache artete1 wie ,alles1 was unten aus dem ,niedrigen stammt1 nach und nach aus4 ,die ,witze wurden gewhnlicher2 sie verloren den ,reiz4 ,man hatte sich verausgabt4 ,und ein ,jeder1 der die ,lgenschmiede betrat1 glaubte1 ,lgen machen und ,unwahrheiten prsentieren zu drfen4 ,der ,geist ging aus4 ,was frher wirklicher ,humor1 wirkliche ,schalkhaftigkeit und wirklicher ,scherz und ,schwank gewesen war1 das wurde jetzt zur ,zote1 zur ,zweideutigkeit1 zur ,unwahrheit1 zur ,flschung1 zur unvorsichtigen ,klatscherei und ,lge4 ,die ,lgenschmiede ist jetzt verschwunden4 ,das ,haus wurde der ,erde gleichgemacht4 ,leider aber sind die ,folgen dieser unangebrachten ,witzbolderei nicht auch verschwunden4 ,sie existieren noch heute4 ,sie wirken fort4 ,auch das war ein ,sumpf1 und zwar ein unter hellem ,grn und winkenden ,blumen verborgener ,sumpf4 ,nicht nur die ,ortsseele hat unter ihm gelitten1 sondern seine ,miasmen sind auch im weiten ,umkreise rund ber das ,land gegangen1 und leider1 leider bin auch ich einer von denen1 die sehr und schwer darunter zu leiden hatten und noch heutigen ,tages leiden mssen4 ,da meine ,gegner es wagen konnten1 den ,karl ,may1 der ich in ,wirklichkeit und ,wahrheit bin1 in die verlogenste aller ,karikaturen zu verwandeln und mich sogar als ,marktweiberbandit und ,ruberhauptmann durch alle ,zeitungen zu schleppen1 das wurde zum grten ,teil durch die ,lgenschmiede ermglicht1 deren ,stammgste gar nicht bedachten1 was sie an mir begingen1 als sie einander mit immer neuen ,erfindungen ber meine angeblichen ,abenteuer und ,missetaten traktierten4 ,ich komme hierauf an anderer ,stelle zurck und habe hier noch ganz kurz zu sagen3 ,was ich ber jene ,falschspielergesellschaft1 ber ,batzendorf und ber die ,lgenschmiede zu berichten hatte1 sind nur einige kurze ,einblicke in die damaligen ,verhltnisse meiner ,vaterstadt4 ,ich knnte diese ,einblicke noch beraus erweitern und vertiefen1 um nachzuweisen1 da es wirklich und wahrhaft ein sehr verseuchter ,boden gewesen ist1 in den meine ,seele gezwungen war1 ihre ,wurzeln zu schlagen1 will dies aber gern und mit ,vergngen unterlassen1 weil ich krzlich zu meiner ,freude gesehen habe1 wieviel sich dort verndert hat4 ,ich hatte meine ,vaterstadt schon lange ,zeit gemieden und wollte sie auch ferner meiden1 als ich durch eine ,rechtssache gezwungen wurde1 sie noch einmal aufzusuchen4 ,ich wurde angenehm enttuscht4 ,das meine ich nicht uerlich1 sondern innerlich4 ,ich habe der ,stdte und ,orte genug gesehen2 da kann mich nichts berraschen und auch nichts enttuschen4 ,wie ich bei jeder ,begegnung mit einem mir bisher fremden ,menschen zunchst und vor allen ,dingen seine ,seele kennenzulernen suche1 so auch die ,seele eines jeden ,ortes1 den ich neu betrete4 ,und die ,seele ,hohenstein-,ernsttals war zwar noch die alte2 das sah ich sofort2 aber sie hatte sich gehoben2 sie hatte sich gereinigt2 sie hatte ein anderes1 besseres und wrdigeres ,aussehen bekommen4 ,ich hatte ,gelegenheit1 sie einige ,tage lang beobachten zu knnen1 und darf wohl sagen1 da mir diese ,beobachtungen ,freude bereiteten4 ,ich fand ,intelligenz1 wo es frher keine gegeben hatte4 ,ich begegnete einem regen ,rechtsgefhl1 welches nicht so leicht wie frher irrezuleiten war4 ,es gab mehr ,gemeindesinn1 mehr ,zusammenhangsgefhl4 ,ja1 die materiellen ,verhltnisse zeigten berall schon einen ,aufblick hinauf in das ,ideale4 ,der ,boden1 auf dem man lebte1 hatte sich gehoben und zeigte die ,fhigkeit1 sich auch fernerhin und zusehends zu veredeln4 ,ich begegnete alten ,bekannten1 aus denen in ,wirklichkeit ,etwas geworden war4 ,das war mir eine ,genugtuung1 die ich nicht erwartet hatte4 ,da gab es nicht mehr jene alten1 indolenten ,gesichter mit dem ,ausdruck unangenehmer ,bauernpfiffigkeit1 sondern die ,zge sprachen von ,einsicht und ,fhigkeit1 von gesunder ,klugheit und berlegsamer ,urteilskraft4 ,war dies etwa nur eine ,folge des ,zuzuges von auen her8 ,gewi nicht ausschlielich1 obwohl nicht abgeleugnet werden kann1 da fremdes ,blut auch im ,gemeindeleben auffrischend1 strkend und verbessernd wirkt4 ,ich gestehe aufrichtig1 da ich seit jenem ,besuche und seit jenen ,beobachtungen mit meiner ,vaterstadt wieder sympathisiere und von ,herzen wnsche1 da der jetzt so deutlich sichtbare ,fortschritt auch nach geistigen ,zielen ein dauernder sein mge4 ,der ,beweis ist erbracht1 da die alten ,zeiten vorber sind4 ,man hat sich aufgerafft und steigt mit jugendlicher ,energie empor2 das bringt ,erfolg1 und mit dem ,erfolg kommt auch der ,segen4 ,nach diesen allgemeinen ,bemerkungen kann ich nun zu mir selbst zurckkehren und zu jener ,morgenfrhe1 in der ich aus ,ernsttal fortging1 um mir bei einem edeln spanischen ,ruberhauptmann ,hilfe zu holen4 ,man glaube ja nicht1 da dies eine verrckte ,idee gewesen sei4 ,ich war geistig kerngesund4 ,meine ,logik war zwar noch kindlich1 aber doch schon wohlgebt4 ,der ,fehler lag daran1 da ich infolge des verschlungenen ,leseschundes den ,roman fr das ,leben hielt und darum das ,leben nun einfach als ,roman behandelte4 ,die berreiche ,phantasie1 mit der mich die ,natur begabte1 machte die ,mglichkeit dieser ,verwechslung zur ,wirklichkeit4 ,meine ,reise nach ,spanien dauerte nur einen ,tag4 ,in der ,gegend von ,zwickau wohnten ,verwandte von uns4 ,bei ihnen kehrte ich ein4 ,sie nahmen mich freundlich auf und veranlaten mich1 zu bleiben4 ,inzwischen hatte man daheim meinen ,zettel gefunden und gelesen4 ,vater wute1 nach welcher ,richtung hin ,spanien liegt4 ,er dachte sofort an die erwhnten ,verwandten und machte sich in der ,ueberzeugung1 mich sicher dort anzutreffen1 sofort auf den ,weg4 ,als er kam1 saen wir rund um den ,tisch1 und ich erzhlte in aller ,herzensaufrichtigkeit1 wohin ich wollte1 zu wem und auch warum4 ,die ,verwandten waren arme1 einfache1 ehrliche ,webersleute4 ,von ,phantasie gab es bei ihnen keine ,spur4 ,sie waren ber mein ,vorhaben einfach entsetzt4 ,hilfe bei einem ,ruberhauptmann suchen6 ,sie wuten sich zunchst keinen ,rat1 was sie mit mir anfangen sollten1 und da war es wie eine ,erlsung fr sie1 als sie meinen ,vater hereintreten sahen4 ,er1 der jhzornige1 leicht berhitzige ,mann1 verhielt sich ganz anders als gewhnlich4 ,seine ,augen waren feucht4 ,er sagte mir kein einziges ,wort des ,zornes4 ,er drckte mich an sich und sagte3 ,mach so ,etwas niemals wieder1 niemals6 ,dann ging er nach kurzem ,ausruhen mit mir fort -- -- wieder heim4 ,der ,weg betrug fnf ,stunden4 ,wir sind in dieser ,zeit still nebeneinander hergegangen2 er fhrte mich an der ,hand4 ,nie habe ich deutlicher gefhlt wie damals1 wie lieb er mich eigentlich hatte4 ,alles1 was er vom ,leben wnschte und hoffte1 das konzentrierte er auf mich4 ,ich nahm mir heilig vor1 ihn niemals wieder ein solches ,leid1 wie das heutige1 an mir erleben zu lassen4 ,und er8 ,was mochten das wohl fr ,gedanken sein1 die jetzt in ihm erklangen8 ,er sagte nichts4 ,als wir nach ,hause kamen1 mute ich mich niederlegen1 denn ich kleiner ,kerl war zehn ,stunden lang gelaufen und auerordentlich mde4 ,von meinem ,ausflug nach ,spanien wurde nie ein ,wort gesprochen2 aber das ,kegelaufsetzen und das ,lesen jener verderblichen ,romane hrte auf4 ,als dann die ,zeit gekommen war1 stellte sich die ntige ,hilfe ein1 ohne aus dem ,lande der ,kastanien geholt werden zu mssen4 ,der ,herr ,pastor legte ein gutes ,wort fr mich bei unserem ,kirchenpatron1 dem ,grafen von ,hinterglauchau1 ein1 und dieser gewhrte mir eine ,untersttzung von fnfzehn ,talern pro ,jahr1 eine ,summe1 die man fr mich fr hinreichend hielt1 das ,seminar zu besuchen4 ,zu ,ostern #ahef wurde ich konfirmiert4 ,zu ,michaelis bestand ich die ,aufnahmeprfung fr das ,proseminar zu ,waldenburg und wurde dort interniert4 ,also nicht ,gymnasiast1 sondern nur ,seminarist6 ,nicht akademisches ,studium1 sondern nur ,lehrer werden6 ,nur8 ,wie falsch6 ,es gibt keinen hheren ,stand als den ,lehrerstand1 und ich dachte1 fhlte und lebte mich derart in meine nunmehrige ,aufgabe hinein1 da mir ,alles ,freude machte1 was sich auf sie bezog4 ,freilich stand diese ,aufgabe nur im ,vordergrund4 ,im ,hintergrunde1 hoch ber sie hinausragend1 hob sich das ber alles ,andere empor1 was mir seit jenem ,abende1 an dem ich den ,faust gesehen hatte1 zum ,ideal geworden war3 ,stcke fr das ,theater schreiben6 ,ueber das ,thema ,gott1 ,mensch und ,teufel6 ,konnte ich das als ,lehrer nicht ebenso gut wie als gewesener ,akademiker8 ,ganz gewi1 vorausgesetzt freilich1 da die ,gabe dazu nicht fehlte4 ,wie stolz ich war1 als ich zum ersten ,male die grne ,mtze trug6 ,wie stolz auch meine ,eltern und ,geschwister6 ,gromutter drckte mich an sich und bat3 ,denk immer an unser ,mrchen6 ,jetzt bist du noch in ,ardistan2 du sollst aber hinauf nach ,dschinnistan4 ,dieser ,weg wird heut beginnen4 ,du hast zu steigen4 ,kehre dich niemals an die1 welche dich zurckhalten wollen6 ,und die ,geisterschmiede8 fragte ich4 ,mu ich da hinein8 ,bist du es wert1 so kannst du sie nicht umgehen1 antwortete sie4 ,bist du es aber nicht wert1 so wird dein ,leben ohne ,kampf und ohne ,qual verlaufen4 ,ich will aber hinein2 ich will6 rief ich mutig aus4 ,da legte sie mir ihre ,hand auf das ,haupt und sagte lchelnd3 ,das steht bei ,gott4 ,vergi ihn nicht6 ,vergi ihn nie in deinem ,leben6 ,diesem ,rat bin ich gehorsam gewesen1 mu aber1 falls ich ehrlich sein will1 eingestehen1 da mir das niemals schwer geworden ist4 ,ich kann mich nicht besinnen1 da ich je mit dem ,zweifel oder gar mit dem ,unglauben zu ringen gehabt htte4 ,die ,ueberzeugung1 da es einen ,gott gebe1 der auch ber mich wachen und mich nie verlassen werde1 ist1 sozusagen1 zu jeder ,zeit eine feste1 unveruerliche ,ingredienz meiner ,persnlichkeit gewesen1 und ich kann es mir also keineswegs als ein ,verdienst anrechnen1 da ich diesem meinem lichten1 schnen ,kinderglauben niemals untreu geworden bin4 ,freilich1 so ganz ohne alle innere ,strung ist es auch bei mir nicht abgegangen2 aber diese ,strung kam von auen her und wurde nicht in der ,weise aufgenommen1 da sie sich htte festsetzen knnen4 ,sie hatte ihre ,ursache in der ganz besonderen ,art1 in welcher die ,theologie und der ,religionsunterricht am ,seminar behandelt wurde4 ,es gab tglich ,morgen- und ,abendandachten1 an denen jeder ,schler unweigerlich teilnehmen mute4 ,das war ganz richtig4 ,wir wurden sonn- und feiertglich in corpore in die ,kirche gefhrt4 ,das war ebenso richtig4 ,es gab auerdem bestimmte ,feierlichkeiten fr ,missions- und hnliche ,zwecke4 ,auch das war gut und zweckentsprechend4 ,und es gab fr smtliche ,seminarklassen einen wohldurchdachten1 sehr reichlich ausfallenden ,unterricht in ,religions-1 ,bibel- und ,gesangbuchslehre4 ,das war ganz selbstverstndlich4 ,aber es gab bei alledem ,eines nicht1 nmlich grad das1 was in allen religisen ,dingen die ,hauptsache ist2 nmlich es gab keine ,liebe1 keine ,milde1 keine ,demut1 keine ,vershnlichkeit4 ,der ,unterricht war kalt1 streng1 hart4 ,es fehlte ihm jede ,spur von ,poesie4 ,anstatt zu beglcken1 zu begeistern1 stie er ab4 ,die ,religionsstunden waren diejenigen ,stunden1 fr welche man sich am allerwenigsten zu erwrmen vermochte4 ,man war immer froh1 wenn der ,zeiger die ,zwlf erreichte4 ,dabei wurde dieser ,unterricht von ,jahr zu ,jahr in genau denselben ,abstzen und genau denselben ,worten und ,ausdrcken gefhrt4 ,was es am heutigen ,datum gab1 das gab es im nchsten ,jahre an demselben ,tage ganz unweigerlich wieder4 ,das ging wie eine alte ,kuckucksuhr2 das klang alles so sehr nach ,holz1 und das sah alles so aus wie gemacht1 wie fabriziert4 ,jeder einzelne ,gedanke gehrte in sein bestimmtes ,dutzend und durfte sich beileibe nicht an einer andern ,stelle sehen lassen4 ,das lie keine ,spur von ,wrme aufkommen2 das ttete innerlich ab4 ,ich habe unter allen meinen ,mitschlern keinen einzigen gekannt1 der jemals ein sympathisches ,wort ber diese ,art des ,religionsunterrichts gesagt htte4 ,und ich habe auch keinen gekannt1 der so religis gewesen wre1 aus freien ,stcken einmal die ,hnde zu falten1 um zu beten4 ,ich selbst habe stets und bei jeder ,veranlassung gebetet2 ich tue das auch noch heut1 ohne mich zu genieren2 aber damals im ,seminar habe ich das geheim gehalten1 weil ich das ,lcheln meiner ,mitschler frchtete4 ,ich htte gern ber diese religisen ,verhltnisse geschwiegen1 durfte dies aber nicht1 weil ich die ,aufgabe habe1 ,alles aufrichtig zu sagen1 was auf meinen inneren und ueren ,werdegang von ,einflu war4 ,dieses ,seminarchristentum kam mir ebenso seelenlos wie streitbar vor4 ,es befriedigte nicht und behauptete trotzdem1 die einzige reine1 wahre ,lehre zu sein4 ,wie arm und wie gottverlassen man sich da fhlte6 ,die ,andern nahmen das gar nicht etwa als ein ,unglck hin2 sie waren gleichgltig2 ich aber mit meiner religisen ,liebesbedrftigkeit fhlte mich erkltet und zog mich in mich selbst zurck4 ,ich vereinsamte auch hier1 und zwar mehr1 viel mehr als daheim4 ,und ich wurde hier noch klassenfremder1 als ich es dort gewesen war4 ,das lag teils in den ,verhltnissen1 teils aber auch an mir selbst4 ,ich wute viel mehr als meine ,mitschler4 ,das darf ich sagen1 ohne in den ,verdacht der ,prahlerei zu fallen4 ,denn was ich wute1 das war eben nichts weiter als nur ,wust1 eine regellose1 ungeordnete ,anhufung von ,wissensstoff1 der mir nicht den geringsten ,nutzen brachte1 sondern mich nur beschwerte4 ,wenn ich mir ja einmal von dieser meiner unfruchtbaren ,vielwisserei etwas merken lie1 sah man mich staunend an und lchelte darber4 ,man fhlte instinktiv heraus1 da ich weniger beneidens- als vielmehr beklagenswert sei4 ,die andern1 meist ,lehrershne1 hatten zwar nicht so viel gelernt1 aber das1 was sie gelernt hatten1 lag wohlaufgespeichert und wohlgeordnet in den ,kammern ihres ,gedchtnisses1 stets bereit1 benutzt zu werden4 ,ich fhlte1 da ich gegen sie sehr im ,nachteil stand1 und strubte mich doch1 dies mir und ihnen einzugestehen4 ,meine stille und fleiige ,hauptarbeit war1 vor allen ,dingen ,ordnung in meinem armen ,kopf zu schaffen1 und das ging leider nicht so schnell1 wie ich es wnschte4 ,das1 was ich aufbaute1 fiel immer wieder ein4 ,es war wie ein mhsames ,graben durch einen ,schneehaufen hindurch1 dessen ,massen immer wieder nachrutschten4 ,und dabei gab es einen ,gegensatz1 der sich absolut nicht beseitigen lassen wollte4 ,nmlich den ,gegensatz zwischen meiner auerordentlich fruchtbaren ,phantasie und der ,trockenheit und absoluten ,poesielosigkeit des hiesigen ,unterrichts4 ,ich war damals noch viel zu jung1 als da ich eingesehen htte1 woher diese ,trockenheit kam4 ,man lehrte nmlich weniger das1 was zu lernen war1 als vielmehr die ,art und ,weise1 in der man zu lernen hatte4 ,man lehrte uns das ,lernen4 ,hatten wir das begriffen1 so war das ,fernere leicht4 ,man gab uns lauter ,knochen2 daher die geradezu schmerzende ,trockenheit des ,unterrichts4 ,aber aus diesen ,knochen fgte man die ,skelette der einzelnen ,wissenschaften zusammen1 deren ,fleisch dann spter hinzuzufgen war4 ,bei mir aber hatte sich bisher grad das ,umgekehrte ereignet3 ,ich hatte mir zwar eine ,unmasse von ,fleisch zusammengeschleppt1 aber keinen einzigen tragenden1 sttzenden ,knochen dazu4 ,in meinem ,wissen fehlte das feste ,gerippe4 ,ich war in ,beziehung auf das1 was ich geistig besa1 eine ,qualle1 die weder innerlich noch uerlich einen ,halt besa und darum auch keinen ,ort1 an dem sie sich daheim zu fhlen vermochte4 ,und das ,schlimmste hierbei war3 das knochenlose ,fleisch dieser ,qualle war nicht gesund1 sondern krank1 schwer krank2 es war von den ,schundromanen des ,kegelhausbesitzers vergiftet4 ,das begann ich jetzt erst eigentlich einzusehen und fhlte mich umso unglcklicher dabei1 als ich mit keinem ,menschen davon sprechen konnte1 ohne mich dadurch blozustellen4 ,grad die ,trockenheit und1 ich mu wohl sagen1 die ,seelenlosigkeit dieses ,seminarunterrichtes war es1 welche mich zu der ,erkenntnis meiner ,vergiftung fhrte4 ,ich fand fr die ,skelette1 die uns geboten wurden1 damit wir sie beleben mchten1 kein gesundes ,fleisch in mir4 ,alles1 was ich zusammenfgte und was ich mir innerlich aufzubauen versuchte1 wurde formlos1 wurde hlich1 wurde unwahr und ungesetzlich4 ,ich begann1 ,angst vor mir zu bekommen1 und arbeitete unausgesetzt an meiner seelischen ,gestalt herum1 mich innerlich zu subern1 zu reinigen1 zu ordnen und zu heben1 ohne fremde ,hilfe in ,anspruch nehmen zu mssen1 die es ja auch gar nicht gab4 ,ich htte mich wohl gern einem unserer ,lehrer anvertraut1 aber die waren ja alle so erhaben1 so kalt1 so unnahbar1 und vor allen ,dingen1 das fhlte ich heraus1 keiner von ihnen htte mich verstanden2 sie waren keine ,psychologen4 ,sie htten mich befremdet angesehen und einfach stehen lassen4 ,hierzu kam der angeborene1 unwiderstehliche ,drang nach geistiger ,bettigung4 ,ich lernte sehr leicht und hatte demzufolge viel ,zeit brig4 ,so dichtete ich im ,stillen2 ja1 ich komponierte4 ,die paar ,pfennige1 die ich erbrigte1 wurden in ,schreibpapier angelegt4 ,aber was ich schrieb1 das sollte keine ,schlerarbeit werden1 sondern etwas ,brauchbares1 etwas wirklich ,gutes4 ,und was schrieb ich da8 ,ganz selbstverstndlich eine ,indianergeschichte6 ,wozu8 ,ganz selbstverstndlich1 um gedruckt zu werden6 ,von wem8 ,ganz selbstverstndlich von der ,gartenlaube1 die vor einigen ,jahren gegrndet worden war1 aber schon von ,jedermann gelesen wurde4 ,da war ich sechzehn ,jahre alt4 ,ich schickte das ,manuskript ein4 ,als sich eine ganze ,woche lang nichts hierauf ereignete1 bat ich um ,antwort4 ,es kam keine4 ,darum schrieb ich nach weiteren vierzehn ,tagen in einem strengeren ,tone1 und nach weiteren zwei ,wochen verlangte ich mein ,manuskript zurck1 um es an eine andere ,redaktion zu senden4 ,es kam4 ,dazu ein ,brief von ,ernst ,keil selbst geschrieben1 vier groe ,quartseiten lang4 ,ich war fern davon1 dies so zu schtzen1 wie es zu schtzen war4 ,er kanzelte mich zunchst ganz tchtig herunter1 so da ich mich wirklich aufrichtig schmte1 denn er zhlte mir hchst gewissenhaft alle ,missetaten auf1 die ich1 natrlich ohne es zu ahnen1 in der ,erzhlung begangen hatte4 ,gegen den ,schlu hin milderten sich die ,vorwrfe1 und am ,ende reichte er mir1 dem dummen ,jungen1 vergngt die ,hand und sagte mir1 da er nicht bermig entsetzt sein werde1 wenn sich nach vier oder fnf ,jahren wieder eine ,indianergeschichte von mir bei ihm einstellen sollte4 ,er hat keine bekommen2 aber daran trage nicht ich die ,schuld1 sondern die ,verhltnisse gestatteten es nicht4 ,das war der erste literarische ,erfolg1 den ich zu verzeichnen habe4 ,damals freilich hielt ich es fr einen absoluten ,mierfolg und fhlte mich sehr unglcklich darber4 ,inzwischen verging die ,zeit4 ,ich stieg aus dem ,proseminar in die vierte1 dritte und zweite ,seminarklasse1 und in dieser zweiten ,klasse war es1 wo mich jenes ,schicksal berfiel1 aus welchem meine ,gegner so berklingendes ,kapital geschlagen haben4 ,es herrschte im ,seminar der ,gebrauch1 da die ,angelegenheiten jeder ,klasse reihum zu besorgen waren1 von jedem eine ,woche lang4 ,darum wurde der ,betreffende als ,wochner bezeichnet4 ,auerdem gab es in der ersten ,klasse einen ,ordnungswochner und in der zweiten einen ,lichtwochner1 welch letzterer die ,beleuchtung der ,klassenzimmer zu bersehen hatte4 ,diese ,beleuchtung geschah damals mit ,hilfe von ,talglichtern1 von denen1 wenn eines niedergebrannt war1 ein anderes neu aufgesteckt wurde4 ,der ,lichtwochner hatte tglich die ,suberung der alten1 wertlosen ,leuchter vorzunehmen und insbesondere die ,dillen von den steckengebliebenen ,docht- und ,talgresten zu reinigen4 ,diese ,reste wurden entweder einfach weggeworfen oder von dem ,hausmanne zu ,stiefel- oder anderer ,schmiere zusammengeschmolzen4 ,sie waren allgemein als wertlos anzusehen4 ,es war anfangs der ,weihnachtswoche1 als die ,reihe1 ,lichtwochner zu sein1 an mich kam4 ,ich besorgte diese ,arbeit wie jeder andere4 ,am ,tage vor dem ,weihnachtsheiligenabende begannen unsere ,ferien4 ,am ,tage vorher kam eine meiner ,schwestern1 um meine ,wsche abzuholen und das wenige ,gepck1 welches ich mit in die ,ferien zu nehmen hatte4 ,sie tat dies stets1 so oft es ,ferien gab4 ,der ,weg1 den sie da von ,ernsttal nach ,waldenburg machte1 war zwei ,stunden lang4 ,so auch jetzt4 ,als sie dieses ,mal kam1 war ich grad beim ,reinigen der ,leuchter4 ,sie war traurig4 ,es stand nicht gut daheim4 ,es gab keine ,arbeit und darum keinen ,verdienst4 ,mutter pflegte1 wie selbst die rmsten ,leute1 fr das ,weihnachtsfest wenigstens einige ,kuchen zu backen4 ,das hatte sie heuer kaum erschwingen knnen4 ,aber bescheert sic werden konnte nichts1 gar nichts1 denn es fehlte das ,geld dazu4 ,es gab keine ,lichter fr den ,weihnachtsleuchter4 ,sogar die hlzernen ,engel der kleineren ,schwestern sollten ohne ,lichte sein4 ,zu diesen ,engeln gehrten drei kleine ,lichte1 das ,stck fr fnf oder sechs ,pfennige2 aber wenn diese achtzehn ,pfennige zu andern1 notwendigeren ,dingen gebraucht wurden1 so hatte man sich eben zu fgen4 ,das tat mir wehe4 ,der ,schwester stand das ,weinen hinter den ,augen4 ,sie sah die ,talgreste1 die ich soeben aus den ,dillen und von den ,leuchtern herabgekratzt hatte4 ,knnte man denn nicht daraus einige ,pfenniglichte machen8 fragte sie4 ,ganz leicht1 antwortete ich4 ,man braucht dazu eine ,papierrhre und einen ,docht1 weiter nichts4 ,aber brennen wrde es schlecht1 denn dieses ,zeug ist nur noch hchstens fr ,schmiere zu gebrauchen4 ,wenn auch1 wenn auch6 ,wir htten doch eine ,art von ,licht fr die drei ,engel4 ,wem gehrt dieser ,abfall8 ,eigentlich ,niemandem4 ,ich habe ihn zum ,hausmann zu schaffen4 ,ob der ihn wegwirft oder nicht1 ist seine ,sache4 ,also wre es wohl nicht gestohlen1 wenn wir uns ein bichen davon mit nach ,hause nhmen8 ,gestohlen4 ,lcherlich6 ,fllt keinem ,menschen ein6 ,der ganze ,schmutz ist nicht drei ,pfennige wert4 ,ich wickle dir ein wenig davon ein4 ,daraus machen wir drei kleine ,weihnachtslichte4 ,gesagt1 getan6 ,wir waren nicht allein4 ,ein anderer ,seminarist stand dabei4 ,einer aus der ersten ,klasse1 also eine ,klasse ber mir4 ,es widerstrebt mir1 seinen ,namen zu nennen4 ,sein ,vater war ,gendarm4 ,dieser wackere ,mitschler sah alles mit an4 ,er warnte mich nicht etwa1 sondern er war ganz freundlich dabei1 ging fort und -- -- -- zeigte mich an4 ,der ,herr ,direktor kam in eigener ,person1 den ,diebstahl zu untersuchen4 ,ich gestand sehr ruhig ein1 was ich getan hatte1 und gab den ,raub1 den ich begangen hatte1 zurck4 ,ich dachte wahrhaftig nichts ,arges4 ,er aber nannte mich einen infernalischen ,charakter und rief die ,lehrerkonferenz zusammen1 ber mich und meine ,strafe zu entscheiden4 ,schon nach einer halben ,stunde wurde sie mir verkndet4 ,ich war aus dem ,seminar entlassen und konnte gehen1 wohin es mir beliebte4 ,ich ging gleich mit der ,schwester -- -- -- in die heiligen ,christferien -- -- -- ohne ,talg fr die ,weihnachtsengel -- -- -- es waren das sehr trbe1 dunkle ,weihnachtsfeiertage4 ,ich habe wohl berhaupt schon gesagt1 da grad ,weihnacht fr mich oft eine ,zeit der ,trauer1 nicht der ,freude gewesen sei4 ,an diesen ,weihnachtstagen lschten heilige ,flammen in mir aus1 ,lichter1 die mir wert gewesen waren4 ,ich lernte zwischen ,christentum und seinen ,bekennern unterscheiden4 ,ich hatte ,christen kennengelernt1 die unchristlicher gegen mich verfahren waren1 als ,juden1 ,trken und ,heiden verfahren wrden4 ,glcklicherweise zeigte sich das ,ministerium des ,kultus und ffentlichen ,unterrichtes1 an welches ich mich wendete1 verstndiger und humaner als die ,seminardirektion4 ,ich erlangte ohne weiteres die ,genehmigung1 meine unterbrochenen ,studien auf dem ,seminar in ,plauen fortzusetzen4 ,ich kam dort in dieselbe ,klasse1 also in die zweite1 und bestand nach zurckgelegter erster ,klasse das ,lehrerexamen1 worauf ich meine erste ,stelle in ,glauchau erhielt1 bald aber nach ,altchemnitz kam1 und zwar in eine ,fabrikschule1 deren ,schler ausschlielich aus ziemlich erwachsenen ,fabrikarbeitern bestanden4 ,hier haben meine ,bekenntnisse zu beginnen4 ,ich lege sie ab1 ohne ,scheu1 der ,wahrheit gem1 als ob ich mich nicht mit mir selbst1 sondern mit einer andern1 mir fremden ,person beschftigte4 ,ich komme auf die ,armut meiner ,eltern zurck4 ,das ,examen hatte einen ,frackanzug erfordert1 fr unsere ,verhltnisse eine kostspielige ,sache4 ,hierzu kam1 da ich als ,lehrer nicht mehr wie als ,schler herumlaufen konnte1 eine wenn auch noch so bescheidene ,ausstattung an ,wsche und andern notwendigen ,dingen4 ,das konnten meine ,eltern nicht bezahlen2 ich mute es auf mein ,konto nehmen2 das heit1 ich borgte es mir1 um es von meinem ,gehalte nach und nach abzuzahlen4 ,da hie es sparsam sein und jeden ,pfennig umdrehen1 ehe er ausgegeben wurde6 ,ich beschrnkte mich auf das ,aeuerste und verzichtete auf jede ,ausgabe1 die nicht absolut notwendig war4 ,ich besa nicht einmal eine ,uhr1 die doch fr einen ,lehrer1 der sich nach ,minuten zu richten hat1 fast unentbehrlich ist4 ,der ,fabrikherr1 dessen ,schule mir anvertraut worden war1 hatte kontraktlich fr ,logis fr mich zu sorgen4 ,er machte sich das leicht4 ,einer seiner ,buchhalter besa auch freies ,logis1 ,stube mit ,schlafstube4 ,er hatte bisher beides allein besessen1 nun wurde ich zu ihm einquartiert2 er mute mit mir teilen4 ,hierdurch verlor er seine ,selbstndigkeit und seine ,bequemlichkeit2 ich genierte ihn an allen ,ecken und ,enden1 und so lt es sich gar wohl begreifen1 da ich ihm nicht sonderlich willkommen war und ihm der ,gedanke nahelag1 sich auf irgend eine ,weise von dieser ,strung zu befreien4 ,im brigen kam ich ganz gut mit ihm aus4 ,ich war ihm mglichst gefllig und behandelte ihn1 da ich sah1 da er das wnschte1 als den eigentlichen ,herrn des ,logis4 ,das verpflichtete ihn zur ,gegenfreundlichkeit4 ,die ,gelegenheit hierzu fand sich sehr bald4 ,er hatte von seinen ,eltern eine neue ,taschenuhr bekommen4 ,seine alte1 die er nun nicht mehr brauchte1 hing unbenutzt an einem ,nagel an der ,wand4 ,sie hatte einen ,wert von hchstens zwanzig ,mark4 ,er bot sie mir zum ,kaufe an1 weil ich keine besa2 ich lehnte aber ab1 denn wenn ich mir einmal eine ,uhr kaufte1 so sollte es eine neue1 bessere sein4 ,freilich stand dies noch in weitem ,felde1 weil ich zuvor meine ,schulden abzuzahlen hatte4 ,da machte er selbst mir den ,vorschlag1 seine alte ,uhr1 wenn ich in die ,schule gehe1 zu mir zu stecken1 da ich doch zur ,pnktlichkeit verpflichtet sei4 ,ich ging darauf ein und war ihm dankbar dafr4 ,in der ersten ,zeit hing ich die ,uhr1 sobald ich aus der ,schule zurckkehrte1 sofort an den ,nagel zurck4 ,spter unterblieb das zuweilen2 ich behielt sie noch stundenlang in der ,tasche1 denn eine so auffllige ,betonung1 da sie nicht mir gehre1 kam mir nicht gewissenhaft1 sondern lcherlich vor4 ,schlielich nahm ich sie sogar auf ,ausgngen mit und hing sie erst am ,abende1 nach meiner ,heimkehr1 an ,ort und ,stelle4 ,ein wirklich freundschaftlicher oder gar herzlicher ,umgang fand nicht zwischen uns statt4 ,er duldete mich notgedrungen und lie es mich zuweilen absichtlich merken1 da ihm die ,teilung seiner ,wohnung nicht behage4 ,da kam ,weihnacht4 ,ich teilte ihm mit1 da ich die ,feiertage bei den ,eltern zubringen wrde1 und verabschiedete mich von ihm1 weil ich nach ,schlu der ,schule gleich abreisen wollte1 ohne erst in die ,wohnung zurckzukehren4 ,als die letzte ,schulstunde vorber war1 fuhr ich nach ,ernsttal1 nur eine ,bahnstunde lang1 also gar nicht weit4 ,die ,uhr zurckzulassen1 daran hatte ich in meiner ,ferienfreude nicht gedacht4 ,als ich bemerkte2 da sie sich in meiner ,tasche befand1 war mir das sehr gleichgltig4 ,ich war mir ja nicht der geringsten unlautern ,absicht bewut4 ,dieser ,abend bei den ,eltern war ein so glcklicher4 ,ich hatte die ,schlerzeit hinter mir2 ich besa ein ,amt2 ich bekam ,gehalt4 ,der ,anfang zum ,aufstieg war da4 ,morgen war heiliger ,abend4 ,wir begannen schon heut die ,christbescherung vorzubereiten4 ,dabei sprach ich ber meine ,zukunft1 ber meine ,ideale1 die fr mich alle im hellsten ,weihnachtsglanze standen4 ,der ,vater schwrmte mit4 ,die ,mutter war stillglcklich4 ,gromutters alte1 treue ,augen strahlten4 ,als wir endlich zur ,ruhe gegangen waren1 lag ich noch lange ,zeit wach im ,bette und hielt ,rechenschaft ber mich4 ,meine innere ,unklarheit wurde mir zum ersten ,male wirklich bewut4 ,ich sah die ,abgrnde hinter mir ghnen1 vor mir aber keinen mehr1 denn mein ,weg schien zwar schwer und mhevoll1 aber vllig frei zu sein3 ,schriftsteller werden2 ,groes leisten1 aber vorher ,groes lernen6 ,alle inneren ,fehler1 welche die ,folgen meiner verkehrten ,erziehung waren1 nach und nach herauswerfen1 damit ,platz fr ,neues1 ,besseres1 ,richtigeres1 ,edles werde6 ,in diesen ,gedanken schlief ich ein1 und als ich frh erwachte1 war der ,vormittag schon fast vorber1 und ich mute nach dem ,hohensteiner ,christmarkt1 um noch einige kleine ,einkufe zur ,bescherung fr die ,schwestern zu machen4 ,dort traf ich einen ,gendarm1 der mich fragte1 ob ich der ,lehrer ,may sei4 ,als ich dies bejahte1 forderte er mich auf1 mit ihm nach dem ,rathause zu kommen1 zur ,polizei1 wo man eine ,befragung fr mich habe4 ,ich ging mit1 vollstndig ahnungslos4 ,ich wurde zunchst in die ,wohnstube gefhrt1 nicht in das ,bureau4 ,da sa eine ,frau und nhte4 ,wessen ,frau1 darber bitte ich1 schweigen zu drfen4 ,sie war eine gute ,bekannte meiner ,mutter1 eine ,schulkameradin von ihr1 und sah mich mit angstvollen ,augen an4 ,der ,gendarm gebot mir1 mich niederzusetzen1 und ging fr kurze ,zeit hinaus1 seine ,meldung zu machen4 ,das benutzte die ,frau1 mich hastig zu fragen3 ,sie sind arretiert6 ,wissen ,sie das8 ,nein1 antwortete ich1 tdlich erschrocken4 ,warum8 ,sie sollen ,ihrem ,mietkameraden seine ,taschenuhr gestohlen haben6 ,wenn man sie bei ,ihnen findet1 bekommen ,sie ,gefngnis und werden als ,lehrer abgesetzt6 ,mir flimmerten die ,augen4 ,ich hatte das ,gefhl1 als habe mich jemand mit einer ,keule auf den ,kopf geschlagen4 ,ich dachte an den gestrigen ,abend1 an meine ,gedanken vor dem ,einschlafen1 und nun pltzlich ,absetzung und ,gefngnis6 ,aber die ist ja gar nicht gestohlen1 sondern nur geborgt6 stammelte ich1 indem ich sie aus der ,tasche zog4 ,das glaubt man ,ihnen nicht6 ,weg damit6 ,geben ,sie sie ihm heimlich wieder1 doch lassen ,sie sie jetzt nicht sehen6 ,schnell1 schnell6 ,meine ,bestrzung war unbeschreiblich4 ,ein einziger klarer1 ruhiger ,gedanke htte mich gerettet1 aber er blieb aus4 ,ich brauchte die ,uhr einfach nur vorzuzeigen und die ,wahrheit zu sagen1 so war alles gut2 aber ich stand vor ,schreck wie im ,fieber und handelte wie im ,fieber4 ,die ,uhr verschwand1 nicht wieder in der ,tasche1 sondern im ,anzuge1 wohin sie nicht gehrte1 und kaum war dies geschehen1 so kehrte der ,gendarm zurck1 um mich abzuholen4 ,mache ich es mit dem1 was nun geschah1 so kurz wie mglich6 ,ich beging den ,wahnsinn1 den ,besitz der ,uhr in ,abrede zu stellen2 sie wurde aber1 als man nach ihr suchte1 gefunden4 ,so vernichtete mich also die ,lge1 anstatt da sie mich rettete2 das tut sie ja immer2 ich war ein -- -- -- ,dieb6 ,ich wurde nach ,chemnitz vor den ,untersuchungsrichter geschafft1 brachte die ,weihnachtsfeiertage anstatt bei den ,eltern hinter ,schlo und ,riegel zu und wurde zu sechs ,wochen ,gefngnis verurteilt4 ,ob und womit ich mich verteidigt habe2 ob ich zur ,berufung1 zur ,appellation1 zu irgendeinem ,rechtsmittel1 zu einem ,gnadengesuche1 zu einem ,anwalt meine ,zuflucht nahm1 das wei ich nicht zu sagen4 ,jene ,tage sind aus meinem ,gedchtnisse entschwunden1 vollstndig entschwunden4 ,ich mchte aus wichtigen psychologischen ,grnden gern ,alles so offen und ausfhrlich wie mglich erzhlen1 kann das aber leider nicht1 weil das ,alles infolge ganz eigenartiger1 seelischer ,zustnde1 ber die ich im nchsten ,kapitel zu berichten haben werde1 aus meiner ,erinnerung ausgestrichen ist4 ,ich wei nur1 da ich mich vollstndig verloren hatte und da ich mich dann in der ,pflege der ,eltern und besonders der ,gromutter wiederfand4 ,als ich mich mhsam erholt hatte und wieder krftig genug auf den ,beinen war1 bin ich nach ,altchemnitz gegangen1 um mein beschdigtes ,gedchtnis wieder aufzufrischen4 ,es war in ,beziehung auf die ,oertlichkeiten vergebens2 ich erkannte nichts1 weder die ,fabrik1 noch meine damalige ,wohnung1 noch irgendeine ,stelle1 an der ich ganz unbedingt gewesen war4 ,aber pltzlich stand er vor mir1 mein ,wohnungsgenosse1 der ,buchhalter4 ,er kam mir auf der ,strae entgegen und hielt den ,schritt an1 als wir uns erreichten4 ,den erkannte ich sofort1 er mich auch1 obgleich er versicherte1 da ich ganz anders aussehe als frher1 so auerordentlich leidend4 ,er gab mir die ,hand und bat mich1 ihm zu verzeihen4 ,so1 wie es gekommen sei1 das habe er keineswegs gewollt4 ,es tue ihm unendlich leid1 mir meine ,karriere verdorben zu haben6 ,ich sah ihn gro an4 ,mir meine ,karriere verdorben8 ,htte das berhaupt ,jemand gekonnt8 ,selbst wenn der ,staat mich nicht mehr anstellen will1 gibt es doch ,privatstellen genug1 die besser bezahlt werden als diejenigen des ,staates4 ,und meine ,absicht war es ja niemals gewesen1 ,volks- oder gar ,fabrikschullehrer zu bleiben2 ich hatte ganz ,anderes geplant und plante das auch noch heut4 ,ich lie den ,mann mitten auf der ,strae stehen und entfernte mich1 ohne ihm einen ,vorwurf zu machen4 ,ja1 ich ging fort1 aber wohin86 ,das ahnte ich damals nicht4 ,ich habe im letzten ,verlaufe dieser ,darstellung gesagt1 da die ,abgrnde hinter mir lagen1 vor mir aber keine1 und da ich die ,absicht hegte1 ,groes zu leisten1 vorher aber ,groes zu lernen4 ,das ,erstere war falsch4 ,die ,abgrnde lagen ganz im ,gegenteile nicht hinter mir1 sondern vor mir4 ,und das ,groe1 was ich zu lernen und zu leisten hatte1 war1 in diese ,abgrnde zu strzen1 ohne zu zerschmettern1 und jenseits frei hinaufzusteigen1 ohne jemals wieder zurckzufallen4 ,dies ist die schwerste ,aufgabe1 die es fr einen ,sterblichen gibt1 und ich glaube1 ich habe sie gelst4 -- -- -- ,v4 ,im ,abgrunde4 ,ich komme nun zu der ,zeit1 welche fr mich und fr jeden ,menschenfreund die schrecklichste1 fr den ,psychologen aber die interessanteste ist4 ,es liegt mir in der schreibenden ,hand und in der ,feder1 der vorliegenden ,darstellung jene psychologische oder gar kriminalpsychologische ,frbung zu geben1 welche am besten geeignet wre1 das1 was damals in mir vorgegangen ist1 fr den ,fachmann begreiflich zu machen2 aber ich schreibe hier nicht fr den seelenkundigen ,spezialisten1 sondern fr die ,welt1 in der meine ,bcher gelesen werden1 und habe mich also aller ,versuche1 ,psychologie zu treiben1 zu enthalten4 ,ich werde infolge dessen alle ,fachausdrcke vermeiden und lieber einen bildlichen ,ausdruck in ,anwendung bringen als einen1 der nicht allgemein verstndlich ist4 ,die im letzten ,kapitel erzhlte ,begebenheit hatte wie ein ,schlag auf mich gewirkt1 wie ein ,schlag ber den ,kopf1 unter dessen ,wucht man in sich selbst zusammenbricht4 ,und ich brach zusammen6 ,ich stand zwar wieder auf1 doch nur uerlich2 innerlich blieb ich in dumpfer ,betubung liegen2 wochenlang1 ja monatelang4 ,da es grad zur ,weihnachtszeit geschehen war1 hatte die ,wirkung verdoppelt4 ,ob ich mich an einen ,rechtsanwalt wendete1 ob ich ,berufung eingelegt1 appelliert oder sonst irgend ein ,rechtsmittel ergriffen habe1 das wei ich nicht4 ,ich wei nur noch1 da ich sechs ,wochen lang in einer ,zelle wohnte1 zwei andere ,mnner mit mir4 ,sie waren ,untersuchungsgefangene4 ,man schien mich also fr ungefhrlich zu halten1 sonst htte man mich nicht mit ,personen zusammengesperrt1 die noch nicht abgeurteilt waren4 ,der ,eine war ein ,bankbeamter1 der ,andere ein ,hotelier4 ,weshalb sie in ,untersuchung saen1 das kmmerte mich nicht4 ,sie zeigten sich lieb zu mir und gaben sich ,mhe1 mich aus dem ,zustande innerlicher ,versteinerung1 in dem ich mich befand1 emporzuheben1 doch vergeblich4 ,ich verlie die ,zelle nach ,beendigung meiner ,haft mit derselben ,empfindungslosigkeit1 in der ich sie betreten hatte4 ,ich ging heim1 zu den ,eltern4 ,weder dem ,vater noch der ,mutter noch der ,gromutter noch den ,schwestern fiel es ein1 mir ,vorwrfe zu machen4 ,und das war geradezu entsetzlich6 ,als ich damals in meinem kindlichen ,unverstand nach ,spanien wollte und ,vater mich heimholte1 hatte ich mir vorgenommen1 ihn niemals wieder mit ,aehnlichem zu betrben1 und es war so ganz anders und so viel schlimmer gekommen6 ,um meine ,zukunft oder um eine ,anstellung war es mir nicht2 die htte ich zu jeder ,zeit erhalten knnen4 ,nun da es so stand1 handelte es sich fr mich darum1 nicht erst seitwrts abzuschweifen1 sondern gleich jetzt und fr immer in den ,weg einzubiegen1 an dessen anderem ,ende die ,ideale lagen1 die ich seit meiner ,knabenzeit im tiefsten ,herzen trug4 ,schriftsteller werden1 ,dichter werden6 ,lernen1 lernen1 lernen6 ,am ,groen1 ,schnen1 ,edlen mich emporarbeiten aus der jetzigen tiefen ,niedrigkeit6 ,die ,welt als ,bhne kennen lernen1 und die ,menschheit1 die sich auf ihr bewegt6 ,und am ,schlusse dieses schweren1 arbeitsreichen ,lebens fr die andere ,bhne schreiben1 fr das ,theater1 um dort die ,rtsel zu lsen1 die mich schon seit frhester ,kindheit umfangen hatten und die ich heut zwar fhlte1 aber noch lange1 lange1 lange nicht begriff6 ,dieser sich in mir vollziehende ,gedanken- oder ,willensvorgang war nicht etwa ein klarer1 kurz und bndig sich aussprechender1 o nein1 denn es herrschte jetzt in mir das strikte ,gegenteil von ,klarheit2 es war ,nacht2 es gab nur wenige freie ,augenblicke1 in denen ich weitersah1 als grad der heutige ,tag mich sehen lie4 ,diese ,nacht war nicht ganz dunkel2 sie hatte ,dmmerlicht4 ,und sonderbar1 sie erstreckte sich nur auf die ,seele1 nicht auch auf den ,geist4 ,ich war seelenkrank1 aber nicht geisteskrank4 ,ich besa die ,fhigkeit zu jedem logischen ,schlusse1 zur ,lsung jeder mathematischen ,aufgabe4 ,ich hatte den schrfsten ,einblick in alles1 was auer mir lag2 aber sobald es sich mir nherte1 um zu mir in ,beziehung zu treten1 hrte diese ,einsicht auf4 ,ich war nicht imstande1 mich selbst zu betrachten1 mich selbst zu verstehen1 mich selbst zu fhren und zu lenken4 ,nur zuweilen kam ein ,augenblick1 der mir die ,fhigkeit brachte1 zu wissen1 was ich wollte1 und dann wurde dieses ,wollen festgehalten bis zum nchsten ,augenblicke4 ,es war ein ,zustand1 wie ich ihn noch bei keinem ,menschen gesehen und in keinem ,buche gelesen hatte4 ,und ich war mir dieses seelischen ,zustandes geistig sehr wohl bewut1 besa aber nicht die ,macht1 ihn zu ndern oder gar zu berwinden4 ,es bildete sich bei mir das ,bewutsein heraus1 da ich kein ,ganzes mehr sei1 sondern eine gespaltene ,persnlichkeit1 ganz dem neuen ,lehrsatze entsprechend1 nicht ,einzelwesen1 sondern ,drama ist der ,mensch4 ,in diesem ,drama gab es verschiedene1 handelnde ,persnlichkeiten1 die sich bald gar nicht1 bald aber auch sehr genau voneinander unterschieden4 ,da war zunchst ich selbst1 nmlich ich1 der ich das ,alles beobachtete4 ,aber wer dieses ,ich eigentlich war und wo es steckte1 das vermochte ich nicht zu sagen4 ,es besa groe ,aehnlichkeit mit meinem ,vater und hatte alle seine ,fehler4 ,ein zweites ,wesen in mir stand stets nur in der ,ferne4 ,es glich einer ,fee1 einem ,engel1 einer jener reinen1 beglckenden ,gestalten aus ,gromutters ,mrchenbuche4 ,es mahnte2 es warnte4 ,es lchelte1 wenn ich gehorchte1 und es trauerte1 wenn ich ungehorsam war4 ,die dritte ,gestalt1 natrlich nicht krperliche1 sondern seelische ,gestalt1 war mir direkt widerlich4 ,fatal1 hlich1 hhnisch1 abstoend1 stets finster und drohend2 anders habe ich sie nie gesehen1 und anders habe ich sie nie gehrt4 ,denn ich sah sie nicht nur1 sondern ich hrte sie auch2 sie sprach4 ,sie sprach oft ganze ,tage und ganze ,nchte lang in einem fort zu mir4 ,und sie wollte nie das ,gute1 sondern stets nur das1 was bs und ungesetzlich war4 ,sie war mir neu2 ich hatte sie nie gesehen1 sondern erst jetzt1 seitdem ich innerlich gespalten war4 ,aber wenn sie einmal still war und ich darum ,zeit fand1 sie unbemerkt und aufmerksam zu betrachten1 dann kam sie mir so vertraut und so bekannt vor1 als ob ich sie schon tausendmal gesehen htte4 ,dann wechselte ihre ,gestalt1 und es wechselte auch ihr ,gesicht4 ,bald stammte sie aus ,batzendorf1 aus dem ,kegelschub oder aus der ,lgenschmiede4 ,heut sah sie aus wie ,rinaldo ,rinaldini1 morgen wie der ,raubritter ,kuno von der ,eulenburg und bermorgen wie der fromme ,seminardirektor1 als er vor meinem ,talgpapiere stand4 ,diese inneren ,beobachtungen machte ich nicht mit einem ,male1 sondern nach und nach4 ,es vergingen viele1 viele ,monate1 bis sie sich in mir so weit entwickelt hatten1 da ich sie mit dem geistigen ,auge fassen und durch das ,gedchtnis festhalten konnte4 ,und da begann ich zu begreifen1 um was es sich eigentlich handelte4 ,was sich in jedem ,menschen vollzieht1 ohne da er es bemerkt oder auch nur ahnt1 das vollzog sich in mir1 indem ich es sah und hrte4 ,war dies ein ,vorzug1 eine ,gottesgnade8 ,oder war ich verrckt8 ,dann aber jedenfalls nicht geistig1 sondern seelisch verrckt1 denn ich machte diese ,beobachtungen mit einer ,objektivitt und ,kaltbltigkeit1 als ob es sich nicht um mich selbst1 sondern um einen ganz anderen1 mir vollstndig fremden ,menschen handle4 ,und ich lebte das gewhnliche1 alltgliche ,leben ganz so1 wie jede gesunde ,person es lebt1 die von derartigen psychologischen ,vorgngen nicht angefochten wird4 ,es kehrte mir die ,kraft und der ,wille zum ,leben zurck4 ,ich arbeitete4 ,ich gab ,unterricht in ,musik und fremden ,sprachen4 ,ich dichtete2 ich komponierte4 ,ich bildete mir eine kleine ,instrumentalkapelle1 um das1 was ich komponierte1 einzuben und auszufhren4 ,es leben noch heut ,mitglieder dieser ,kapelle4 ,ich wurde ,direktor eines ,gesangvereins1 mit dem ich ffentliche ,konzerte gab1 trotz meiner ,jugend4 ,und ich begann1 zu schriftstellern4 ,ich schrieb erst ,humoresken1 dann ,erzgebirgische ,dorfgeschichten4 ,ich hatte nicht die geringste ,not1 ,verleger zu finden4 ,gute1 packende ,humoresken sind uerst selten und werden hoch bezahlt4 ,die meinigen gingen aus einer ,zeitung in die andere4 ,es war eine ,freude1 zu sehen1 wie sich das so vortrefflich entwickelte4 ,aber diese ,freude wurde in der grausamsten ,weise durch eine andere ,entwicklung vergllt1 die sich zu gleicher ,zeit und dem konform in meinem ,innern vollzog4 ,die ,spaltung dort griff weiter um sich4 ,jede ,empfindung1 jedes ,gefhl schien ,form annehmen zu wollen4 ,es wimmelte von ,gestalten in mir1 die mitsorgen1 mitarbeiten1 mitschaffen1 mitdichten und mitkomponieren wollten4 ,und jede dieser ,gestalten sprach2 ich mute sie hren4 ,es war zum ,wahnsinnigwerden6 ,wie es frher auer mir selbst nur zwei ,gestalten gegeben hatte1 die helle und die dunkle1 so jetzt auer mir zwei ,gruppen4 ,und je lnger es dauerte1 da sie sich von einander unterschieden1 um so deutlicher erkannte ich sie4 ,es kmpften da zwei einander feindliche ,heerlager gegen einander3 ,gromutters helle1 lichte ,bibel- und ,mrchengestalten gegen die schmutzigen ,dmonen jener unglckseligen ,hohensteiner ,leihbibliothek4 ,ardistan gegen ,dschinnistan4 ,die bererbten ,gedanken des ,sumpfes1 in dem ich geboren wurde1 gegen die beglckenden ,ideen des ,hochlandes1 nach dem ich strebte4 ,die ,miasmen einer vergifteten ,kinder- und ,jugendzeit gegen die reinen1 beseligenden ,wnsche und ,hoffnungen1 mit denen ich in die ,zukunft schaute1 die ,lge gegen die ,wahrheit1 das ,laster gegen die ,tugend1 die eingeborene menschliche ,bestie gegen die ,wiedergeburt1 nach der jeder ,sterbliche zu streben hat1 um zum ,edelmenschen zu werden4 ,solche innere ,kmpfe hat jeder denkende ,mensch1 der vorwrts strebt1 durchzumachen4 ,bei ihm sind es ,gedanken und ,empfindungen1 die gegeneinander streiten4 ,bei mir aber hatten diese ,gedanken und ,regungen sich zu sichtbaren und hrbaren ,gestalten verdichtet4 ,ich sah sie bei geschlossenen ,augen1 und ich hrte sie1 bei ,tag und bei ,nacht2 sie strten mich aus der ,arbeit2 sie weckten mich aus dem ,schlafe4 ,die dunklen waren mchtiger als die hellen2 gegen ihre ,zudringlichkeit gab es keinen ,widerstand4 ,in gewhnlichen ,stunden herrschte ,ruhe in mir2 da gab es keinen ,konflikt4 ,sobald ich aber zu arbeiten begann1 erwachte ,gestalt um ,gestalt4 ,eine jede wollte die ,arbeit so1 wie sie es wnschte4 ,auch kam es sehr auf das ,thema an1 welches ich behandelte4 ,gegen eine lustige ,humoreske hatte niemand etwas4 ,die konnte ich ohne ,streit und ,strung vollenden4 ,bei einer ernsten ,dorfgeschichte aber erhoben sich zahlreiche ,stimmen fr und gegen mich4 ,in diesen ,dorfgeschichten wies ich regelmig nach1 da ,gott nicht mit sich spotten lt1 sondern genauso straft1 wie man sndigt4 ,hiergegen emprten sich gewisse ,gestalten in mir4 ,den grten ,widerstand aber fand ich1 sobald ich in meinen ,arbeiten oder meiner ,lektre noch hhere ,linien bestieg4 ,wenn ich mir ein religis oder ethisch oder sthetisch hohes ,thema stellte1 emprte sich die dunkle ,gestalt in mir mit aller ,macht dagegen und bereitete mir ,qualen1 die ganz unaussprechlich sind4 ,um zu zeigen1 in welcher ,weise das vor sich ging und was fr ,qualen das waren1 will ich ein erluterndes ,beispiel bringen3 ,ich hatte den ,auftrag erhalten1 eine ,parodie von des ,sngers ,fluch von ,uhland zu schreiben4 ,ich tat es4 ,die ,parodie bekam den ,titel des ,schneiders ,fluch4 ,ein ,schneider verfluchte einen ,schuster1 sein bauflliges ,huschen und winziges ,grtchen1 in dem nur zwei ,stachelbeerbsche standen4 ,bei der ,verfluchung des ,huschens kam es zu folgenden ,zeilen3 ,die ,hypotheken lauern ,schon heut auf euern ,sturz4 ,ihr hrts1 verruchte ,mauern1 ,ich mach' es mit euch kurz6 ,diese ,parodie dichtete ich1 ohne innerlich dabei gestrt zu sein4 ,gegen so niedrige ,sachen gab es nicht die geringste ,emprung in mir4 ,nur die lichte ,gestalt verschwand2 sie trauerte1 denn mein ,knnen reichte zu ,besserem und ,edlerem aus4 ,einige ,zeit spter hatte ich ein ,lehrgedicht zu schreiben1 von dem mir jetzt nur noch folgende ,strophen gegenwrtig sind3 ,wenn ihr erst selbst das ,wort verstanden1 ,das euer ,heiland euch gelehrt ,und es in euren eig'nen ,landen ,befolgt und mit ,gehorsam ehrt1 ,dann einet sich zu einem ,strome ,die ,menschheit all von nah und fern ,und kniet anbetend in dem ,dome ,der ,schpfung vor dem einen ,herrn4 ,dann wird der ,glaube triumphieren1 ,der einen ,gott und ,vater kennt2 ,die ,namen sinken1 und es fhren ,die ,wege all zum ,firmament4 ,kaum hatte ich mich hingesetzt1 um die ,disposition zu diesem hochstrebenden ,gedicht niederzuschreiben1 so trat eine seltene ,klarheit in mir ein1 ich sah das frohe ,lcheln der lichten ,gestalt1 und hundert schne1 edle ,gedanken eilten herbei1 um von mir aufgenommen zu werden4 ,ich griff zur ,feder4 ,da aber war es pltzlich1 als ob ein schwarzer ,vorhang in mir niederfalle4 ,die ,klarheit war vorber2 die lichte ,gestalt verschwand2 die dunkle tauchte auf1 hhnisch lachend1 und berall1 durch mein ganzes inneres ,wesen1 erscholl es wie mit hundert ,stimmen des ,schneiders ,fluch1 des ,schneiders ,fluch1 des ,schneiders ,fluch u4 s4 w46 ,so klang es stunden- und stundenlang in mir fort1 endlos1 unaufhrlich und ohne die geringste ,pause1 nicht etwa nur in der ,einbildung1 sondern wirklich1 wirklich4 ,es war1 als ob diese ,stimmen nicht in mir1 sondern grad vor meinem uern ,ohr ertnten4 ,ich gab mir alle ,mhe1 sie zum ,schweigen zu bringen1 doch war das1 solange ich die ,feder in der ,hand hielt und zum ,schreiben sitzen blieb1 vergeblich4 ,auch als ich aufstand1 klangen sie fort1 und nur als mir der ,gedanke kam1 auf das ,lehrgedicht zu verzichten1 trat augenblicklich ,schweigen ein4 ,da ich aber mein ,versprechen1 es anzufertigen1 halten mute1 so griff ich bald wieder zur ,feder4 ,sofort erklang der ,stimmenchor von neuem des ,schneiders ,fluch1 des ,schneiders ,fluch6 und als ich trotzdem alle meine ,gedanken auf meine ,aufgaben konzentrierte1 kamen die lautgebrllten ,stze hinzu ,die ,hypotheken lauern1 die ,hypotheken lauern2 ihr hrts1 verruchte ,mauern1 ihr hrts1 verruchte ,mauern6 ,das ging den ganzen ,tag und die ganze ,nacht hindurch und auch dann noch immer weiter4 ,kein anderer ,mensch sah und hrte es2 ,niemand ahnte1 was und wie furchtbar ich litt4 ,jeder ,andere htte das als ,wahnsinn bezeichnet1 ich aber nicht4 ,ich blieb kaltbltig und beobachtete mich4 ,ich setzte es trotz aller ,gegenwehr durch1 da mein ,gedicht zur vereinbarten ,zeit fertig wurde4 ,aber derartige ,siege hatte ich immer sehr teuer zu bezahlen2 ich brach dann innerlich zusammen4 ,leider erstreckte sich diese gewaltttige ,verhinderung meiner guten ,vorstze nicht nur auf meine ,studien und ,arbeiten1 sondern noch viel mehr und ganz besonders auch auf meine ,lebensfhrung1 auf mein alltgliches ,tun4 ,es war1 als ob ich aus jener ,zelle1 in der ich sechs ,wochen lang eingekerkert gewesen war1 eine ganze ,menge unsichtbarer ,verbrecherexistenzen mit heimgebracht htte1 die es nun als ihre ,aufgabe betrachteten1 sich bei mir einzunisten und mich ihnen gleichgesinnt zu machen4 ,ich sah sie nicht2 ich sah nur die finstere1 hhnische ,hauptgestalt aus dem heimatlichen ,sumpf und den ,hohensteiner ,schundromanen2 aber sie sprachen auf mich ein2 sie beeinfluten mich4 ,und wenn ich mich dagegen strubte1 so wurden sie lauter1 um mich zu betuben und so zu ermden1 da ich die ,kraft zum ,widerstand verlor4 ,die ,hauptsache war1 da ich mich rchen sollte1 rchen an dem ,eigentmer jener ,uhr1 der mich angezeigt hatte1 nur um mich aus seiner ,wohnung loszuwerden1 rchen an der ,polizei1 rchen an dem ,richter1 rchen am ,staate1 an der ,menschheit1 berhaupt an jedermann6 ,ich war ein ,mustermensch1 wei1 rein und unschuldig wie ein ,lamm4 ,die ,welt hatte mich betrogen um meine ,zukunft1 um mein ,lebensglck4 ,wodurch8 ,dadurch1 da ich das blieb1 wozu sie mich gemacht hatte1 nmlich ein ,verbrecher4 ,das war es1 was die ,versucher in meinem ,innern von mir forderten4 ,ich wehrte mich1 so viel ich konnte1 so weit meine ,krfte reichten4 ,ich gab allem1 was ich damals schrieb1 besonders meinen ,dorfgeschichten1 eine ethische1 eine streng gesetzliche1 eine knigstreue ,tendenz4 ,das tat ich1 nicht nur andern sondern auch mir selbst zur ,sttze4 ,aber wie schwer1 wie unendlich schwer ist mir das geworden6 ,wenn ich nicht tat1 was diese lauten ,stimmen in mir verlangten1 wurde ich von ihnen mit ,hohngelchter1 mit ,flchen und ,verwnschungen berschttet1 nicht nur stundenlang1 sondern halbe ,tage und ganze ,nchte lang4 ,ich bin1 um diesen ,stimmen zu entgehen1 aus dem ,bett gesprungen und hinaus in den ,regen und das ,schneegestber gelaufen4 ,es hat mich fortgetrieben1 wie weit1 wie weit6 ,ich bin aus der ,heimat fort1 um mich zu retten1 kein ,mensch wute1 wohin1 doch es zog mich wieder und immer wieder zurck4 ,niemand erfuhr1 was in mir vorging und wie un- oder gar bermenschlich ich kmpfte1 weder ,vater noch ,mutter noch ,gromutter noch eine der ,schwestern4 ,und noch viel weniger ein anderer1 ein fremder ,mensch2 man htte mich ja doch nicht verstanden1 sondern mich einfach fr bergeschnappt erklrt4 ,ob irgend ,jemand an meiner ,stelle das ausgehalten htte1 da wei ich nicht1 ich glaube es aber kaum4 ,ich war sowohl krperlich als auch geistig ein krftiger1 sogar ein sehr krftiger ,mensch1 aber ich wurde dennoch mder und mder4 ,es kamen zunchst ,tage1 dann aber ganze ,wochen1 in denen es vollstndig dunkel in mir wurde2 da wute ich kaum oder oft auch gar nicht1 was ich tat4 ,in solchen ,zeiten war die lichte ,gestalt in mir vollstndig verschwunden4 ,das dunkle ,wesen fhrte mich an der ,hand4 ,es ging immerfort am ,abgrund hin4 ,bald sollte ich dies1 bald jenes tun1 was doch verboten war4 ,ich wehrte mich zuletzt nur noch wie im ,traum4 ,htte ich den ,eltern oder doch wenigstens ,gromutter gesagt1 wie es um mich stand1 so wre der tiefe ,sturz1 dem ich entgegentrieb1 gewilich unterblieben4 ,und er kam1 nicht daheim in der ,heimat1 sondern in ,leipzig1 wohin mich eine ,theaterangelegenheit fhrte4 ,dort habe ich1 der ich gar nichts derartiges brauchte1 ,rauchwaren gekauft und bin mit ihnen verschwunden1 ohne zu bezahlen4 ,wie ich es angefangen habe1 dies fertig zu bringen1 das kann ich nicht mehr sagen2 ich habe es wahrscheinlich auch schon damals nicht gewut4 ,denn fr mich ist es sicher und gewi1 da ich ganz unmglich bei klarem ,bewutsein gehandelt haben kann4 ,ich wei von der darauf folgenden ,gerichtsverhandlung gar nichts mehr1 weder im ,einzelnen noch im ,ganzen4 ,ich kann mich auch nicht auf den ,wortlaut des ,urteils besinnen4 ,ich habe bis jetzt geglaubt1 da die ,strafe vier ,jahre ,gefngnis betragen habe2 nach dem aber1 was jetzt hierber in den ,zeitungen steht1 ist es noch ein ,monat darber gewesen4 ,doch das ist ,nebensache4 ,hauptsache ist1 da der ,abgrund nicht vergeblich fr mich offengestanden hatte4 ,ich war hinabgestrzt2 ich wurde in das ,landesgefngnis ,zwickau eingeliefert4 ,ehe ich mich ber diese meine ,detentien verbreite1 habe ich mich gegen einige ,vorurteile und falsche ,anschauungen zu wenden1 die sich gegen ,alles1 was mit dem ,strafvollzug zusammenhngt1 richten und mit denen nun doch endlich einmal aufgerumt werden sollte4 ,ich habe manchen gebildeten ,mitgefangenen in begreiflicher1 aber unberechtigter ,erbitterung drohen hren1 da er nach seiner ,entlassung ein ,buch ber seine ,gefangenschaft schreiben werde1 um die ebenso schweren wie unzhligen ,mngel unserer ,rechtspflege und unseres ,strafvollzuges aufzudecken4 ,ein verstndiger ,mann lchelt ber solche ,drohungen1 die zwar ausgesprochen1 aber nur hchst selten ausgefhrt werden4 ,jeder entlassene ,gefangene1 der ,ehrgefhl besitzt1 ist froh1 die ,zeit der ,strafe hinter sich zu haben4 ,es fllt ihm nicht ein1 das1 was bisher doch nur wenige wuten1 nun1 da es berstanden ist1 an die volle ,oeffentlichkeit zu bringen4 ,er schweigt also4 ,und das ist gut1 weil sein ,buch1 wenn er es schriebe1 gewi beweisen wrde1 da unter tausend ,gefangenen kaum einer ist1 der ber sich und seine ,bestrafung unbefangen und sachgem zu urteilen vermag4 ,ich aber glaube1 mich zu dieser ,sachlichkeit und ,unbefangenheit emporgearbeitet zu haben2 ich halte mein ,urteil fr wohlerwogen und richtig und fhle mich verpflichtet1 hier folgende ,punkte festzustellen3 ,die ,zeiten1 in denen die ,gefngnisse als ,verbrecherschulen bezeichnet werden durften1 sind lngst vorber4 ,in unseren ,strafanstalten geht es nicht weniger moralisch und nicht weniger human als in der ,freiheit zu4 ,das1 was man einst als ,verbrecherwelt brandmarkte1 gibt es nicht mehr4 ,die ,bewohnerschaft der heutigen ,strafhuser rekrutiert sich aus allen ,stnden des ,volkes4 ,sie setzt sich in ,beziehung auf ,beruf und ,intelligenz aus denselben ,prozentstzen zusammen wie die der ,unbestraften4 ,an der ,tat des ,einzelnen ist auch die ,gesamtheit schuld4 ,sie hat ihn um ihrer selbst willen zu ent-schuldigen4 ,der deutsche ,richterstand ist sich der ,wahrheit dieses ,satzes wohlbewut4 ,ich habe keinen einzigen ,richter kennen gelernt1 auch unter denen1 welche gegen mich entschieden1 dem ich einen ,vorwurf machen knnte4 ,die zahlreichen ,prozesse1 zu denen meine ,gegner mich frmlich zwingen1 geben mir reichlich ,gelegenheit1 ,erfahrungen zu machen1 und ich mu sagen1 da ich alle diese ,herren1 sowohl ,straf- als auch ,zivilrichter1 nur hochachten kann4 ,ich habe sogar den ,fall erlebt1 da ein ,dresdener ,richter mir recht gab1 obwohl alle seine ,verwandten und ,bekannten gegen mich waren und ihn in diesem ,sinne zu beeinflussen suchten4 ,welche ,genugtuung und welch ein ,vertrauen zu dem ganzen ,richterstand dies erweckt1 das wei nur der1 der ,gleiches wie ich erlebte4 ,in ,beziehung auf den ,strafvollzug habe ich dasselbe auszusprechen4 ,ich habe whrend meiner ,gefangenschaft nicht einen einzigen ,oberbeamten oder ,aufseher kennen gelernt1 der mir in ,beziehung auf ,gerechtigkeit und ,humanitt ,grund zu irgend einem ,tadel gegeben htte4 ,ich behaupte sogar1 da die ,aufseher die ,strenge des ,dienstes viel strker empfinden als der ,gefangene selbst4 ,ich habe ,hunderte von ,malen eine ,gte1 eine ,geduld und ,langmut bewundert1 welche mir unmglich gewesen wre4 ,das ,gefngnis ist kein ,konzerthaus und kein ,tanzsalon1 sondern eine sehr1 sehr ernste ,sttte1 in welcher der ,mensch zur ,erkenntnis seiner selbst zu kommen hat4 ,derjenige ,detinierte1 der so verstndig ist1 sich dies zu sagen1 wird niemals ,grund zur ,klage1 sondern alle mgliche ,hilfe finden1 das1 was ihm vorzuwerfen war1 vergessen zu machen4 ,es gab ,beamte1 die ich herzlich lieb gewann1 und ich bin vollstndig berzeugt1 da ihre ,erwiderung dieser meiner ,zuneigung nicht etwa nur vorgetuscht1 sondern ehrlich und aufrichtig war4 ,wenn die ,erfolge unserer ,rechtsprechung und unseres ,strafvollzuges trotzdem nicht solche sind1 wie wir sie uns wnschen1 so tragen wahrlich nicht die ,richter und auch nicht die ,strafanstaltsbeamten die ,schuld1 sondern die ,ursachen sind ganz anderswo zu suchen1 nmlich in der ,mangelhaftigkeit der ,gesetzgebung1 in der trichten ,selbstgerechtigkeit des lieben ,nchsten1 in gewissen1 allzu tief eingefressenen ,vorurteilen und nicht zum geringsten auch in unserer sogenannten1 hochgepriesenen ,kriminalpsychologie1 an welche nur gewisse ,fachleute glauben1 nicht aber der wirkliche ,menschenkenner und noch viel weniger der1 um den es sich hier eigentlich handelt1 nmlich der sogenannte -- -- -- ,verbrecher4 ,dies sind die ,quellen1 aus denen immer wieder neue ,straftaten und neue ,rckflle flieen1 obgleich doch sonst alles mgliche geschieht1 diese trben ,wasser einzudmmen und nach und nach zum ,versiegen zu bringen4 ,soll ich sie mit ,beispielen belegen und damit sogleich bei der letzten1 der ,kriminalpsychologie1 beginnen1 so liegen vor mir mehrere ,werke dieses hochinteressanten1 uerst strittigen ,faches aufgeschlagen1 deren ,inhalt von ,beweisen dessen1 was ich behaupte1 geradezu wimmelt4 ,einer der ,herren ,verfasser1 ein bekannter ,staatsanwalt1 zeichnet sich durch seine zahlreichen ,versuche aus1 die ,gesetzgebung und den ,strafvollzug in mildere1 humanere ,bahnen zu lenken4 ,er hat sich dadurch einen ,namen gemacht4 ,er wird1 wann und wo es sich um diese ,humanisierung handelt1 oft genannt und wrde ein ,segen auf diesem ,gebiete sein1 wenn er nicht als ,kriminalpsychologe das wieder zerstrte1 was er als ,vorkmpfer der ,humanitt aufzubauen strebt4 ,ich nenne auch hier keinen ,namen1 denn es kommt mir nicht auf die ,person1 sondern auf die ,sache an4 ,als ,menschenfreund im hchsten ,grade beachtenswert1 kann er als ,seelenforscher in fast noch hherem ,grade unbedachtsam und grausam sein4 ,indem er seine ffentlichen ,behauptungen mit ,beweisen zu belegen versucht1 lt er sich so weit hinreien1 ,personen1 die vor dreiig und noch mehr ,jahren bestraft worden sind1 nun aber sich in mhsam errungener1 ffentlicher ,stellung befinden1 mit in seine psychiatrischen ,betrachtungen zu ziehen und sie in seinen ,schriften derart kenntlich zu machen1 da jedermann wei1 wen er meint4 ,von einem ,rechtsanwalt hierber zur ,rede gestellt1 antwortete er1 da er als ,wissenschaftler hierzu berechtigt sei2 es gebe einen ,paragraphen1 der ihm das erlaube4 ,ich unterlasse es1 kritische ,bemerkungen hieran zu knpfen4 ,aber selbst wenn es wahr wre1 da es einen solchen ,paragraphen gibt1 wer zwingt den ,herrn ,staatsanwalt1 einen derartigen ,paragraphen zuliebe gegen seine eigene1 sonstige ,humanitt zu handeln und ,menschen1 die ihm nie etwas zuleid taten und deren ,schutz ihm als dem ,vertreter des ,staates obzuliegen hatte1 bei lebendigem ,leibe mit dem ,messer zu zerschneiden8 ,falls dieser ,paragraph in ,wirklichkeit vorhanden ist1 so wird es fr den ,reichstag hchste ,zeit1 ihn einer ernsten ,prfung zu unterwerfen4 ,wenn jeder einstige ,strafgefangene1 mag er sich noch so hoch emporgearbeitet haben1 durch das ,gesetz gezwungen ist1 es sich gefallen zu lassen1 da die ,herren ,kriminalpsychologen ihn ffentlich an den wissenschaftlichen ,pranger stellen1 so darf man sich gewi nicht darber wundern1 da die ,kriminalistik keine ,neigung zur ,besserung zeigt4 ,ich werde im ,verlaufe meiner ,darstellungen auf diesen ,punkt zurckkommen mssen4 ,was die ,mangelhaftigkeit der ,gesetzgebung betrifft1 so brauche ich hier nur auf die vllige ,schutzlosigkeit der ,vorbestraften gewissen ,rechtsanwlten gegenber hinzuweisen4 ,der grte ,schurke kann durch seinen ,anwalt in den ,besitz der diskreten ,akten dessen gelangen1 den er verderben will2 das wird dann verffentlicht1 und der arme ,teufel ist verloren6 ,a4 ist ein ,schuft2 ,b4 ist ein ,ehrenmann1 aber leider vorbestraft4 ,a4 hat die ,absicht1 den ,b4 zu vernichten4 ,er braucht ihn blo zu beleidigen und sich von ihm verklagen zu lassen4 ,er verlangt dann als ,beschuldigter1 da die ,strafakten des ,klgers vorgelegt werden4 ,das geschieht4 ,sie werden in ffentlicher ,verhandlung vorgelesen4 ,a4 bekommt zehn ,mark ,beleidigungsstrafe2 ,b4 aber ist in die frhere ,verachtung und in das frhere ,elend zurckgeworfen und wird nun darauf schwren1 da fr den einmal ,bestraften alle ,vorstze1 sich zu bessern1 nutzlos sind4 ,wenn er nun rckfllig wird1 ist es gewi kein ,wunder4 ,es gibt leider nicht wenige ,rechtsanwlte1 welche ganz ohne ,bedenken zu dem hchst unfairen ,mittel greifen1 die ,prozesse1 die in sachlicher ,weise nicht zu gewinnen sind1 in persnlich gehssiger1 rcksichtsloser ,weise zu fhren4 ,auch ich selbst habe es mit solchen ,gegnern zu tun gehabt1 aber immer gesehen1 da unsere ,richter sich durch derartigen ,schmutz niemals beeinflussen lassen4 ,ich bin berzeugt1 da gerade diese ,herren es mit ,freuden begren wrden1 wenn endlich jene gesetzlichen ,bestimmungen in ,wegfall kmen1 durch welche es1 wie bereits gesagt1 jedem ,schurken ermglicht ist1 lngst ,vergangenes und lngst ,geshntes wieder aufzudecken4 ,dann wrde die bedeutende ,zahl der sogenannten ,erbitterungsrckflle wohl bald in ,wegfall kommen4 ,da ich die trichte ,selbstgerechtigkeit des lieben ,nchsten anfhrte1 geschah mit vollstem ,rechte4 ,sie ist und bleibt die ,hauptursache der ,mistnde1 die hier zu besprechen sind4 ,ich will keineswegs behaupten1 da dies auf einem ethischen ,mangel beruht4 ,ich meine vielmehr1 es liegen alte ,vorurteile vor1 die sich so tief eingefressen haben1 da man sie gar nicht mehr als ,vorurteile erkennt1 sondern fr ,wahrheiten hlt1 an denen niemand zu rtteln vermag4 ,der ,verbrecher war einst vogelfrei2 er ist es auch noch heute4 ,ein jeder hackt auf ihn ein2 ist es nicht offen1 so geschieht es doch heimlich4 ,er suche ,arbeit1 er suche ,hilfe1 er suche ,recht1 so wird er jedem andern nachgesetzt4 ,es gibt im ,leben hundert und aberhundert ,punkte1 von denen aus er als minderwertiger ,mensch betrachtet und behandelt wird1 und es bedarf von seiner ,seite einer ungewhnlichen ,seelenruhe und einer seltenen ,willenskraft1 dies immer wieder und immer weiter zu ertragen1 ohne sich auf die alte ,bahn zurckwerfen zu lassen4 ,die grte ,gefahr fr ihn liegt darin1 da ihm von dem lieben ,nchsten das ,ehrgefhl nach und nach abgestumpft oder gar gettet wird4 ,lt er es so weit kommen1 so ist er verloren1 und die ,kriminalistik gibt ihr entweder erbittertes oder vollstndig gleichgltig gewordenes ,opfer nie wieder her4 ,dies wird und kann gar nicht anders werden1 so lange an dem alten1 ebenso unsinnigen wie grausamen ,vorurteil festgehalten wird1 da jeder bestrafte ,mensch fr die ganze ,zeit seines ,lebens als ,verbrecher zu betrachten sei4 ,krzlich kam in ,charlottenburg der ,fall vor1 da jemand1 der vor ber vierzig ,jahren bestraft worden war1 sich seitdem aber gut gefhrt hatte1 von einem belwollenden ,menschen als geborener ,verbrecher bezeichnet wurde4 ,der ,beleidigte verklagte den ,beleidiger1 doch dieser wurde freigesprochen4 ,heit das nicht1 einen armen ,menschen1 der sich mit uerster ,willenskraft aus dem ,abgrund emporgearbeitet und vierzig ,jahre lang oben bewhrt hat1 mit brutaler ,gewalt wieder hinunterwerfen8 -- -- ,da unten lag auch ich4 ,indem ich hierber weiter berichte1 ist es keineswegs meine ,absicht1 dies in der ,weise zu tun1 wie aufregungsbedrftige1 sensationslsterne ,leser es wnschen4 ,es ist mehr als genug1 wenn man solche ,dinge nur einmal erlebt4 ,ist man gezwungen1 sie zum zweitenmale zu erleben1 indem man sie fr andere niederschreibt1 so besitzt man gewi die ,berechtigung1 sich so kurz wie mglich zu fassen4 ,von dieser ,berechtigung mache ich hiermit ,gebrauch4 ,ich fand bei meiner ,einlieferung in die ,strafanstalt eine ernste1 aber keineswegs verletzende ,aufnahme4 ,wer hflich ist1 sich den ,hausgesetzen fgt und nicht dummer ,weise immerfort seine ,unschuld beteuert1 wird nie ber ,hrte zu klagen haben4 ,was die ,beschftigung betrifft1 die man fr mich auswhlte1 so wurde ich der ,schreibstube zugeteilt4 ,man kann hieraus ersehen1 wie frsorglich die ,verhltnisse der ,gefangenen von der ,direktion bercksichtigt werden4 ,leider aber hatte diese ,frsoge in meinem ,falle nicht den erwarteten ,erfolg4 ,nmlich ich versagte als ,schreiber so vollstndig1 da ich als unbrauchbar erfunden wurde4 ,ich hatte als ,neueingetretener das ,leichteste zu tun1 was es gab2 aber auch das brachte ich nicht fertig4 ,das fiel auf4 ,man sagte sich1 da es mit mir eine ganz besondere ,bewandtnis haben msse1 denn schreiben mute ich doch knnen6 ,ich wurde ,gegenstand besonderer ,beachtung4 ,man gab mir andere ,arbeit1 und zwar die anstndigste ,handarbeit1 die man hatte4 ,ich kam in den ,saal der ,portefeuillearbeiter und wurde ,mitglied einer ,riege1 in welcher feine ,geld- und ,zigarrentaschen gefertigt wurden4 ,diese ,riege bestand mit mir aus vier ,personen1 nmlich einem ,kaufmann aus ,prag1 einem ,lehrer aus ,leipzig1 und was der vierte war1 das konnte ich nicht erfahren2 er sprach niemals davon4 ,diese drei ,mitarbeiter waren liebe1 gute ,menschen4 ,sie arbeiteten schon seit lngerer ,zeit zusammen1 standen bei den ,vorgesetzten in gutem ,ansehen und gaben sich alle mgliche ,mhe1 mir die ,lehrzeit und berhaupt die schwere ,zeit so leicht wie mglich zu machen4 ,nie ist ein unschnes oder gar verbotenes ,wort zwischen uns gefallen4 ,unser ,arbeitssaal fate siebzig bis achtzig ,menschen4 ,ich habe unter ihnen nicht einen einzigen bemerkt1 dessen ,verhalten an die ,behauptung erinnert htte1 da das ,gefngnis die hohe ,schule der ,verbrecher sei4 ,im ,gegenteil6 ,jeder einzelne war unausgesetzt bemht1 einen mglichst guten ,eindruck auf seine ,vorgesetzten und ,mitgefangenen zu machen4 ,vom ,schmieden schlimmer ,plne fr die ,zukunft habe ich whrend meiner ganzen ,gefangenschaft niemals etwas gehrt4 ,htte irgend einer gewagt1 so etwas zu verlautbaren1 so wre er1 wenn nicht angezeigt1 so doch auf das energischste zurckgewiesen worden4 ,der ,aufseher dieses ,saales oder1 wie es dort genannt wurde1 dieser ,visitation hie ,ghler4 ,ich nenne seinen ,namen mit groer1 aufrichtiger ,dankbarkeit4 ,er hatte mich zu beobachten und kam1 obwohl er von ,psychologie nicht das geringste verstand1 nur infolge seiner ,humanitt und seiner reichen ,erfahrung meinem inneren ,wesen derart auf die ,spur1 da seine ,berichte ber mich1 wie sich spter herausstellte1 die ,wahrheit fast erreichten4 ,er hatte1 wie wohl alle diese ,aufseher1 frher beim ,militr gestanden1 und zwar bei der ,kapelle1 als erster ,pistonblser4 ,darum war ihm das ,musik- und ,blserkorps der ,gefangenen anvertraut4 ,er gab des ,sonntags in den ,visitationen und ,gefngnishfen ,konzerte1 die er sehr gut dirigierte4 ,auch hatte er bei ,kirchenmusik die ,snger mit seiner ,instrumentalmusik zu begleiten4 ,leider aber besa weder er noch der ,katechet1 dem das ,kirchenkorps unterstand1 die ntigen theoretischen ,kenntnisse1 die ,stcke1 welche gegeben werden sollten1 fr die vorhandenen ,krfte umzuarbeiten oder1 wie der fachmnnische ,ausdruck heit1 zu arrangieren4 ,darum hatten beide ,herren schon lngst nach einem ,gefangenen gesucht1 der diese ,lcke auszufllen vermochte2 es war aber keiner vorhanden gewesen4 ,jetzt nun kam der ,aufseher ,ghler infolge seiner ,beobachtung meines seelischen ,zustandes auf die ,idee1 mich in sein ,blserkorps aufzunehmen1 um zu sehen1 ob das vielleicht von guter ,wirkung auf mich sei4 ,er fragte bei der ,direktion an und bekam die ,erlaubnis4 ,dann fragte er mich1 und ich sagte ganz selbstverstndlich auch nicht nein4 ,ich trat in die ,kapelle ein4 ,es war gerade nur das ,althorn frei4 ,ich hatte noch nie ein ,althorn in den ,hnden gehabt1 blies aber schon bald ganz wacker mit4 ,der ,aufseher freute sich darber4 ,er freute sich noch mehr1 als er erfuhr1 da ich ,kompositionslehre getrieben habe und ,musikstcke arrangieren knne4 ,er meldete das sofort dem ,katecheten1 und dieser nahm mich unter die ,kirchensnger auf4 ,nun war ich also ,mitglied sowohl des ,blser- als auch des ,kirchenkorps und beschftigte mich damit1 die vorhandenen ,musikstcke durchzusehen und neue zu arrangieren4 ,die ,konzerte und ,kirchenauffhrungen bekamen von jetzt an ein ganz anderes ,geprge4 ,ich mu erwhnen1 da diese musikalischen ,arbeiten nur ,nebenarbeiten waren4 ,ich wurde durch sie keineswegs von dem ,arbeitspensum entbunden1 welches jeder ,gefangene pro ,tag zu liefern hat1 wenn er vermeiden will1 sich ,unannehmlichkeiten auszusetzen4 ,dieses ,pensum ist nicht zu hoch gestellt2 ein jeder ,arbeitswillige kann es liefern4 ,wer geschickt ist1 der liefert es sogar in wenigen ,stunden4 ,darum blieb mir reichlich genug ,zeit fr meine kompositionelle ,beschftigung brig1 die ich nicht aufgab1 auch als ich aus der ,visitation der ,portefeuillearbeiter versetzt worden war4 ,es wurde mir nmlich mein inniger ,wusch erfllt1 isoliert zu werden4 ,ich hatte gleich bei meiner ,einlieferung gebeten1 eine ,zelle fr mich allein zu bekommen2 die ,erfllung dieses ,wunsches war aber nicht angngig gewesen4 ,erst nun1 da man ber mich zu einem psychologisch abgeschlossenen ,resultate kam1 wurde ich in das ,isolierhaus versetzt und unmittelbar neben dem ,arbeitsraume des ,inspektors desselben einquartiert4 ,er war ein hochgebildeter1 sehr pflichtbewuter und humaner ,herr1 dessen besonderer ,schreiber ich wurde4 ,das war eine ,stelle1 die es bis dahin noch nicht gegeben hatte4 ,ich mache hier auf den psychologisch bedeutungsvollen ,umstand aufmerksam1 da ich zur ,zeit meiner ,einlieferung vollstndig unfhig gewesen war1 ,schreiber zu sein1 nun aber fr fhig gehalten wurde1 eine ,schreiberstelle zu bekleiden1 welche groe geistige ,um- und ,einsicht erforderte und die hchste ,vertrauensstelle war1 die es in der ganzen ,anstalt gab4 ,mein ,inspektor war nmlich neben seiner ,direktion des ,isolierhauses noch beruflich schriftstellerisch ttig4 ,diese seine ,ttigkeit bezog sich auf die besondere ,statistik unserer ,anstalt und auf das ,wesen und die ,aufgaben des ,strafvollzuges berhaupt4 ,er schrieb die hierauf bezglichen ,berichte und stand mit allen hervorragenden ,mnnern des ,strafvollzuges in lebhafter ,korrespondenz4 ,meine ,aufgabe war1 die statistischen ,ziffern zu ermitteln1 sie auf ihre ,zuverlssigkeit zu untersuchen1 sie zusammenzustellen1 zu vergleichen und dann die ,resultate aus ihnen zu ziehen4 ,das war an und fr sich eine sehr schwere1 anstrengende und scheinbar langweilige ,beschftigung mit leblosem ,ziffernwerk2 aber diese ,ziffern zu ,gestalten zusammenzusetzen und diesen ,gestalten ,leben und ,seele einzuhauchen1 ihnen ,sprache zu verleihen1 das war im hchsten ,grade interessant1 und ich darf wohl sagen1 da ich da viel1 sehr viel gelernt habe und da mich diese ,arbeiten in stiller1 einsamer ,zelle in ,beziehung auf ,menschheitspsychologie viel weiter vorwrts gebracht haben1 als ich ohne diese ,gefangenschaft jemals gekommen wre4 ,da mir hierzu nur die besten und zuverlssigsten ,unterlagen zu ,gebote standen1 versteht sich ganz von selbst4 ,es sind mir da ganz eigenartige ,lichter aufgegangen4 ,ich habe da in die tiefsten ,tiefen des ,menschenlebens geschaut und ,dinge gesehen1 die andere niemals sehen werden1 weil sie keine ,augen dafr haben4 ,ich habe da erkannt1 da ,gromutters ,mrchen die ,wahrheit sagt1 da es ein ,dschinnistan und ein ,ardistan gibt1 ein ethisches ,hochland und ein ethisches ,tiefland1 und da die ,hauptbewegung1 an der wir alle teilzunehmen haben1 nicht von oben nach unten geht1 sondern von unten nach oben1 empor1 empor zur ,befreiung von der ,snde1 hinauf1 hinauf zur ,edelmenschlichkeit4 ,diese ,erkenntnis ist mir von grtem ,segen gewesen2 sie hat auch mich selbst befreit4 ,ich habe die in mir schreienden ,stimmen1 von denen ich weiter oben sprach1 auch in der ,zelle vernommen4 ,ich habe mit ihnen gekmpft und sie stets zum ,schweigen gebracht4 ,sie kehrten zwar zurck2 sie lieen sich wieder hren1 doch in immer lngern ,zwischenrumen1 bis ich endlich annehmen konnte1 da sie ganz und fr immer stumm geworden seien4 ,auerdem hatte ich die ,bibliothek der ,gefangenen zu verwalten1 und auch die ,bibliothek der ,beamten stand mir offen4 ,die ,werke der letzteren bezogen sich nicht etwa nur auf ,strafrecht und auf ,strafvollzug1 sondern es waren alle ,wissenschaften vertreten4 ,ich habe diese kstlichen1 inhaltsreichen ,bcher nicht nur gelesen1 sondern studiert und sehr viel daraus gewonnen4 ,und es waren nicht nur die ,werke der ,anstaltsbibliotheken1 die mir zur ,verfgung standen1 sondern man zeigte sich auch gern bereit1 mir solche von auswrts zugngig zu machen4 ,es war mir ein unwiderstehliches ,bedrfnis1 die ,ruhe und ,ungestrtheit der ,zelle so viel wie mglich fr mein geistiges ,vorwrtskommen auszunutzen1 und die ,beamten hatten ihre ,freude daran1 mir hierzu in jeder1 den ,anstaltsgesetzen nicht widersprechenden ,weise behilflich zu sein4 ,so verwandelte sich fr mich die ,strafzeit in eine ,studienzeit1 zu der mir grere ,sammlung und grere ,vertiefungsmglichkeit geboten war1 als ein ,hochschler jemals in der ,freiheit findet4 ,ich werde ber diesen groen1 unschtzbaren ,gewinn1 den die ,gefangenschaft mir brachte1 noch fernerhin sprechen4 ,noch heut bin ich ganz besonders dankbar dafr1 da es mir nicht verboten war1 mir fremdsprachige ,grammatiken anzuschaffen und hierdurch den eigentlichen ,grund zu meinen spteren ,reisearbeiten zu legen1 die aber bekanntlich gar keine ,reisearbeiten sind1 sondern ein ganz anderes1 bis jetzt unbebautes ,genre bilden sollen4 ,doch ist es fr jetzt nicht meine ,absicht1 mich ber diese meine ,studien zu verbreiten1 sondern ich habe mich hier allein und ganz besonders mit dem ,umstand zu befassen1 da die mir anvertraute ,verwaltung der ,gefangenenbibliothek mir ,gelegenheit zu hchst wichtigen ,beobachtungen und ,erfahrungen gab1 unter deren ,einflu meine schriftstellerische ,ttigkeit sich zu der gestaltete1 die sie geworden ist4 ,wenn ich behaupte1 da ich die literarischen ,bedrfnisse1 oder sagen wir1 die ,lesebedrfnisse der ,volksseele kennen lernte1 so bitte ich1 diese ,behauptung ernst zu nehmen4 ,man soll nicht sagen1 da jeder ,volksbibliothekar und jeder ,leihbibliothekar genau dieselben ,erfahrungen machen knne1 denn das ist nicht wahr4 ,ein ,leser in ,freiheit und ein ,leser in ,haft1 das sind zwei ganz verschiedene ,gestalten4 ,bei dem ,letzteren kann das ,lesen geradezu zum seelischen ,existenzbedrfnisse werden4 ,sein ,wesen wendet sich1 es kehrt sich um4 ,die uere ,persnlichkeit hat unter der ,anstaltszucht ihre ,geltung aufgegeben2 die innere tritt hervor4 ,und diese ist es1 die von dem ,beamten1 von der ,anstaltserziehung erkannt und gepackt werden mu1 wenn der menschlich groe1 humane ,zweck der ,strafe erreicht werden soll1 moralische ,erhebung und ,festigung1 ,ausshnung zwischen der ,gesellschaft und dem sogenannten ,verbrecher1 die sich beide aneinander versndigten4 ,dieses ,hervortreten der innern ,persnlichkeit ist in der ,freiheit eine ,ausnahme1 in der ,gefangenschaft aber die ,regel4 ,der ,gefangene hat whrend seiner ,detention auf alle seine leiblichen ,sonderrechte zu verzichten4 ,in leiblicher ,beziehung ist er nicht mehr ,person1 sondern nur noch ,sache1 eine ,nummer1 die in den ,bchern eingetragen wird und bei der man ihn auch nennt4 ,um so krftiger1 ja ungestmer tritt seine innere ,gestalt1 seine ,seele hervor1 um sich1 ihre ,rechte und ,bedrfnisse geltend zu machen4 ,der ,leib ist gezwungen1 sich in die ,gefngniskleidung und ,gefngniskost zu fgen4 ,wehe1 wenn man den ,fehler begeht1 den gleichen ,zwang auch auf die ,seele ausben zu wollen6 ,sie strebt mit ,macht heraus aus dem ,gefngniskleide1 und sie verlangt mit ,heihunger nach einer ,kost1 an der sie ethisch gesunden und erstarken kann1 um sich von den ,fesseln1 in denen sie bisher schmachtete1 zu befreien4 ,man glaube mir1 kein ,strfling wnscht das ,bse fr sich2 sie alle wnschen das ,gute4 ,im tiefsten ,herzensgrunde hat jeder den ,trieb1 nicht nur krperlich sondern auch moralisch frei zu sein1 sogar der scheinbar ,unverbesserliche4 ,woher aber soll diese nackte1 hungrige ,seele sich gut kleiden und gut nhren1 nmlich gut im ethischen ,sinne8 ,aus sich selbst heraus8 ,aus den sonntglichen ,anstaltspredigten8 ,aus den wenigen1 kurzen ,besuchen der ,anstaltsgeistlichen und anderer ,beamten8 ,aus dem ,zusammenleben mit den ,strafgefhrten8 ,man beantworte diese ,fragen1 wie man will1 die ,hauptquelle aller ,erziehung1 ,besserung und ,emporhebung kann bei derartig gegebenen ,verhltnissen nur die ,bibliothek sein4 ,der ,gefangene1 der sich so fhrt1 da ihm das ,lesen nicht verboten werden mu1 bekommt pro ,woche ein ,buch4 ,der ,inhalt desselben bildet sieben ,tage lang die seelische ,kost fr den nach ,nahrung ,schmachtenden4 ,er darf sich das ,buch nicht whlen2 er mu nehmen1 was er bekommt4 ,was man ihm gibt1 kann ihm zum ,glck1 kann ihm zum ,unglck werden1 kann ihm ,belehrung oder ,strafe sein1 kann ihn zur ,selbsterkenntnis und zur ,einsicht bringen1 ihn aber auch empren und verhrten4 ,einer meiner ,mitgefangenen1 ein geistreicher ,bankier1 hatte dreiviertel ,jahre lang weiter nichts als alte ,frauendorfer ,bltter zu lesen bekommen1 trockene ,unterweisungen im ,gartenbau1 die ihn weder interessieren noch ihm irgendeinen ,nutzen bringen konnten4 ,er trug es in steigender ,erbitterung1 bis ich die ,bibliothek berkam sic und ihm ,passenderes gab4 ,einen ,schauspieler1 der ein ,feuerkopf war1 hatten ,jeremias ,gotthelfs ,erzhlungen derart auer sich gebracht1 da er nahe daran stand1 wegen ,ungebhr bestraft zu werden4 ,das letzte1 was er hatte lesen mssen1 hatte den ,titel gehabt ,wie fnf ,mdchen im ,branntwein jmmerlich umkommen4 ,als ich ihm einen ,band von ,edmund ,hfer gab1 war er so froh1 als ob ich ihm ein ,vermgen geschenkt htte4 ,ein sozialdemokratischer ,klempnermeister war einer langen ,reihe von ,erbauungsbchern zum ,opfer gefallen4 ,er schwor mir wtend zu1 da es schon um dieser ,bcher willen keinen ,herrgott geben knne4 ,er habe nur aus bitterer ,not ,bankrott gemacht2 die ,verfasser und ,herausgeber dieser ,schriften aber seien aus ,selbstgerechtigkeit und ,uebermut bankrott und verdienten wenigstens dieselbe ,gefngnisstrafe wie er4 ,aus solchen ,beispielen geht hervor1 wie genau ich zunchst meine ,bibliothek und sodann auch die ,bedrfnisse ihrer ,leser kennen zu lernen hatte4 ,das war mit ernsten und schwierigen psychologischen ,erwgungen verbunden und fhrte zu dem betrbenden ,schluresultate1 da eigentlich solche ,bcher1 wie wir sie brauchten1 nur ganz wenige vorhanden waren4 ,sie fehlten nicht nur in unserer ,gefngnisbibliothek1 sie fehlten auch berhaupt in der ,literatur4 ,ich dachte an meine ,knabenzeit1 an die ,trakttchen1 die ich da gelesen und an den ,schund1 der mich da vergiftet hatte2 ich dachte weiter1 und ich verglich4 ,da dmmerte in mir eine ,erkenntnis auf4 ,sind nur die ,bewohner der ,strafanstalten detiniert8 ,ist nicht eigentlich jeder ,mensch ein ,gefangener8 ,stecken nicht ,millionen von ,menschen hinter ,mauern1 die man zwar nicht mit den ,augen sieht1 die aber doch nur allzu fhlbar vorhanden sind8 ,ist es nur fr die ,bewohner der ,strafanstalt der ,leib1 der gebndigt werden mu1 damit der hhere1 von oben stammende ,teil unseres ,wesens zur ,geltung kommen mge8 ,mu nicht berhaupt bei allen ,sterblichen1 also bei der ganzen ,menschheit1 alles ,niedrige gefesselt werden1 damit die hierdurch die ,freiheit gewinnende ,seele sich zum hchsten irdischen ,ideale1 zur ,edelmenschlichkeit1 erheben knne8 ,und sind es nicht die ,religion1 die ,kunst1 die ,literatur1 die uns aus solcher ,tiefe zu solcher ,hhe fhren sollen8 ,die ,literatur1 der auch ich1 der an die enge ,zelle geschmiedete ,gefangene1 mit angehre6 ,auf diesem ,gedankenpfade weitergehend1 gelangte ich zu ,betrachtungen und ,schlssen1 die scheinbar hchst seltsam1 im ,grunde genommen aber ganz natrlich waren4 ,es wurde zwischen meinen vier engen ,wnden hell2 sie weiteten sich4 ,erst ahnte ich1 dann sah ich und endlich erkannte ich die zwar verborgenen aber doch innigen ,zusammenhnge zwischen dem ,kleinsten und dem ,grten1 dem ,krperlichen und dem ,seelischen1 dem ,leiblichen und dem ,geistigen1 dem ,endlichen und dem ,unendlichen4 ,das war der ,zeitpunkt1 an dem ich begann1 die lieben1 alten ,mrchen meiner ,gromutter in ihrer tiefen ,bedeutung zu begreifen4 ,ich lag nchtelang wach und dachte nach4 ,ich war angekettet im tiefsten1 niedrigsten1 verachtetsten ,ardistan und schickte meine ganze ,sehnsucht und alle meine ,gedanken zum hellen1 freien ,dschinnistan empor4 ,ich stellte mir vor1 die verloren gegangene ,menschenseele zu sein1 die niemals wiedergefunden werden kann1 wenn sie sich nicht selbst wiederfindet4 ,dieses ,wiederfinden kann nie hoch oben in ,dschinnistan1 sondern nur hier unten in ,ardistan geschehen1 im ,erdenleid1 in der ,menschheitsqual1 bei der ,trberkost des verlorenen ,sohnes unserer biblischen ,geschichte4 ,meine ,phantasie begann1 das1 was ich suchte1 in ,form zu fassen1 um es ergreifen und festhalten zu knnen4 ,es wohnte und lebte in mir4 ,aber nicht nur da1 sondern auch auerhalb1 allberall1 in jedem andern ,menschen1 auch im ,menschengeschlecht1 als ,groes und ,ganzes gedacht4 ,da entstand in mir meine ,marah ,durimeh1 die groe1 herrliche ,menschheitsseele1 der ich die ,gestalt meiner geliebten ,gromutter gab4 ,da tauchte zum ersten ,male mein ,tatellah-,satah in mir auf1 jener geheimnisvolle ,bewahrer der groen ,medizin1 den meine ,leser im dreiunddreiigsten meiner ,bnde kennen gelernt haben4 ,und da wurde auch der ,gedanke ,winnetou geboren4 ,wohlverstanden1 nur der ,gedanke1 nicht aber er selbst1 den ich erst spter fand4 ,damals habe ich die psychologischen ,werke der ,beamtenbibliothek und alle andern1 die mir zugngig wurden -- fast verschlungen1 htte ich beinahe gesagt2 aber das wrde nicht wahr sein1 denn ich habe sie langsam1 ,wort fr ,wort zerlegt und jedes einzelne ,wort mit einer ,bedachtsamkeit in mir aufgenommen1 die hchst wahrscheinlich nicht allzu hufig ist2 aber ich habe das wie atemlos und mit einem ,hunger1 mit einem ,eifer getan1 als ob mein ,leben1 meine ,seligkeit davon abhnge1 mir innerlich klar zu werden4 ,und als ich dann glaubte1 mich auf dem richtigen ,wege zu befinden1 da griff ich in meine ,kinderzeit zurck und holte den alten1 khnen ,wunsch hervor1 ein ,mrchenerzhler zu werden1 wie du1 ,gromutter bist4 ,ich befand mich ja an einem der grten und reichsten ,fundorte alles dessen1 was da zu erzhlen war1 im ,gefngnisse4 ,da kondensiert und verdichtet sich alles1 was drauen in der ,freiheit so leicht und so dnn vorberfliet1 da man es nicht ergreifen und noch viel weniger betrachten kann4 ,und da erheben sich die ,gegenstze1 die drauen sich wie auf ebener ,flche vermischen1 so bergeshoch1 da in dieser ,vergrerung ,alles offenbar wird1 was anderwrts in ,heimlichkeit verborgen bleibt4 ,ich hatte sie vor mir aufgeschlagen1 die anspruchsvollen1 hochgelehrten ,werke ber ,psychologie1 besonders ber ,kriminalpsychologie4 ,fast jede ,zeile war mir eingeprgt4 ,sie enthielten die ,theorie1 ein ,konglomerat von ,rtseln und ,problemen4 ,die ,praxis aber lag rund um mich her1 in ebenso klarer wie erschtternder ,aufrichtigkeit4 ,welch ein ,unterschied zwischen beiden8 ,wo war die ,wahrheit zu suchen8 ,in den aufgeschlagenen ,bchern oder in der aufgeschlagenen ,wirklichkeit8 ,in beiden6 ,die ,wissenschaft ist wahr1 und das ,leben ist wahr4 ,die ,wissenschaft irrt1 und das ,leben irrt4 ,ihre beiderseitigen ,wege fhren ber den ,irrtum zur ,wahrheit2 dort mssen sie sich treffen4 ,wo diese ,wahrheit liegt und wie sie lautet1 das knnen wir nur ahnen4 ,es ist nur einem einzigen ,auge vergnnt1 sie vorauszusehen1 und das ist das ,auge des -- -- ,mrchens4 ,darum will ich ,mrchenerzhler sein1 nichts ,anderes als ,mrchenerzhler1 ganz so1 wie ,gromutter es war6 ,ich brauche nur die ,augen zu ffnen1 so sehe ich sie aufgespeichert1 diese ,hunderte und ,aberhunderte von fleischgewordenen ,gleichnissen und nach ,erlsung trachtenden ,mrchen4 ,in jeder ,zelle eins und auf jedem ,arbeitsschemel eins4 ,lauter schlafende ,dornrschen1 die darauf warten1 von der ,barmherzigkeit und ,liebe wachgekt zu werden4 ,lauter in ,fesseln schmachtende ,seelen1 in alten ,schlssern1 die in ,gefngnisse umgewandelt sind1 oder in modernen ,riesenbauten1 in denen ,humanitt von ,zelle zu ,zelle1 von ,schemel zu ,schemel geht1 um aufzuwecken und freizumachen1 was des ,aufwachens und der ,freiheit wert sich zeigt4 ,ich will zwischen ,wissenschaft und ,leben vermitteln4 ,ich will ,gleichnisse und ,mrchen erzhlen1 in denen tief verborgen die ,wahrheit liegt1 die man auf andere ,weise noch nicht zu erschauen vermag4 ,ich will ,licht schpfen aus dem ,dunkel meines ,gefngnislebens4 ,ich will die ,strafe1 die mich getroffen hat1 in ,freiheit fr andere verwandeln4 ,ich will die ,strenge des ,gesetzes1 unter der ich leide1 in ein groes ,mitleid mit allen denen1 die gefallen sind1 verkehren1 in eine ,liebe und ,barmherzigkeit1 vor der es schlielich kein ,verbrechen mehr und keine ,verbrecher gibt1 sondern nur ,kranke1 ,kranke1 ,kranke4 ,aber kein ,mensch darf ahnen1 da das1 was ich erzhle1 nur ,gleichnisse und nur ,mrchen sind1 denn wte man das1 so wrde ich nie erreichen1 was ich zu erreichen gedenke4 ,ich mu selbst zum ,mrchen werden1 ich selbst1 mein eigenes ,ich4 ,es wird das freilich eine ,khnheit sein1 an der ich leicht zugrunde gehen kann1 was aber liegt am ,schicksal eines kleinen ,einzelmenschen1 wenn es sich um groe1 riesig emporstrebende ,fragen der ganzen ,menschheit handelt8 ,an dem winzigen ,schickslchen eines verachteten ,gefangenen1 der fr die ,gesellschaft schon so und berhaupt verloren ist1 wenn sich die ,art und ,weise1 in der man ber das ,verbrechen denkt und spricht1 nicht baldigst ndert6 ,das war ein ,gedanke1 der mir ganz pltzlich kam1 sich aber tief einnistete und mich nicht wieder verlie4 ,er gewann ,macht ber mich2 er wurde gro4 ,er nahm endlich meine ganze ,seele ein1 und zwar wohl deshalb1 weil er in sich die ,erfllung alles dessen barg1 was schon von meiner ,kindheit an ,wunsch und ,hoffnung in mir lebte4 ,ich hielt ihn fest1 diesen ,gedanken2 ich erweiterte und vertiefte ihn2 ich arbeitete ihn aus4 ,er hatte mich1 und ich hatte ihn2 wir wurden beide identisch4 ,aber das geschah nicht schnell1 sondern es brauchte eine lange1 lange ,zeit1 und es gingen noch trbere und noch schwerere ,tage dahin1 als die gegenwrtigen waren1 ehe ich meinen ,arbeitsplan entwickelte und derart festgelegt hatte1 da an ihm nichts mehr zu ndern war4 ,ich nahm mir vor1 zunchst noch weiter an meinen ,humoresken und erzgebirgischen ,dorfgeschichten zu schreiben1 um der deutschen ,leserwelt bekannt zu werden und ihr zu zeigen1 da ich mich absolut nur auf gottesglubigem ,boden bewege4 ,dann aber wollte ich zu einem ,genre greifen1 welches im allgemeinsten ,interesse steht und die grte ,eindrucksfhigkeit besitzt1 nmlich zur ,reiseerzhlung4 ,diesen ,erzhlungen wirkliche ,reisen zugrunde zu legen1 war nicht absolut notwendig2 sie sollten ja doch nur ,gleichnisse und nur ,mrchen sein1 allerdings auerordentlich vielsagende ,gleichnisse und ,mrchen4 ,trotzdem aber waren ,reisen wnschenswert1 zu ,studienzwecken1 um die verschiedenen ,milieus kennen zu lernen1 in denen meine ,gestalten sich zu bewegen hatten4 ,vor allem galt es1 sich tchtig vorzubereiten1 ,erdkunde1 ,vlkerkunde1 ,sprachkunde treiben4 ,ich hatte meine ,sujets aus meinem eigenen ,leben1 aus dem ,leben meiner ,umgebung1 meiner ,heimat zu nehmen und konnte darum stets der ,wahrheit gem behaupten1 da ,alles1 was ich erzhle1 ,selbsterlebtes und ,miterlebtes sei4 ,aber ich mute diese ,sujets hinaus in ferne ,lnder und zu fernen ,vlkern versetzen1 um ihnen diejenige ,wirkung zu verleihen1 die sie in der heimatlichen ,kleidung nicht besitzen4 ,in die ,prrie oder unter ,palmen versetzt1 von der ,sonne des ,morgenlandes bestrahlt oder von den ,schneestrmen des ,wilden ,westens umtobt1 in ,gefahren schwebend1 welche das strkste ,mitgefhl der ,lesenden erwecken1 so und nicht anders muten alle meine ,gestalten gezeichnet sein1 wenn ich mit ihnen das erreichen wollte1 was sie erreichen sollten4 ,und dazu hatte ich in allen den ,lndern1 die zu beschreiben waren1 wenigstens theoretisch derart zu ,hause zu sein1 wie ein ,europer es nur immer vermag4 ,es galt also zu arbeiten1 schwer und angestrengt zu arbeiten1 um mich vorzubereiten1 und dazu war der stille ungestrte ,gefngnisraum1 in dem ich lebte1 grad so die richtige ,stelle4 ,es gibt irdische ,wahrheiten1 und es gibt himmlische ,wahrheiten4 ,die irdischen ,wahrheiten werden uns durch die ,wissenschaft1 die himmlischen durch die ,offenbarung gegeben4 ,die ,wissenschaft pflegt ihre ,wahrheiten zu beweisen2 was die ,offenbarung behauptet1 wird von den ,gelehrten hchstens als glaubhaft1 nicht aber als bewiesen betrachtet4 ,so eine himmlische ,wahrheit steigt an den ,strahlen der ,sterne zur ,erde nieder und geht von ,haus zu ,haus1 um anzuklopfen und eingelassen zu werden4 ,sie wird berall abgewiesen1 denn sie will geglaubt sein1 aber das tut man nicht1 weil sie keine gelehrte ,legitimation besitzt4 ,so geht sie von ,dorf zu ,dorf1 von ,stadt zu ,stadt1 von ,land zu ,land1 ohne erhrt und aufgenommen zu werden4 ,da steigt sie am ,strahl der ,sterne wieder himmelan und kehrt zu dem zurck1 von dem sie ausgegangen ist4 ,sie klagt ihm weinend ihr ,leid4 ,er aber lchelt mild und spricht3 ,weine nicht6 ,geh' wieder zur ,erde nieder1 und klopfe bei dem ,einzigen an1 dessen ,haus du noch nicht fandest1 beim ,dichter4 ,bitte ihn1 dich in das ,gewand des ,mrchens zu kleiden1 und versuche dann dein ,heil noch einmal6 ,sie gehorcht4 ,der ,dichter nimmt sie liebend auf und kleidet sie4 ,sie beginnt ihren ,gang als ,mrchen nun von ,neuem1 und wo sie anklopft1 ist sie jetzt willkommen4 ,man ffnet ihr die ,tren und die ,herzen4 ,man lauscht mit ,andacht ihren ,worten2 man glaubt an sie4 ,man bittet sie1 zu bleiben1 denn jeder hat sie liebgewonnen4 ,sie aber mu weiter1 immer weiter1 um zu erfllen1 was ihr aufgetragen worden ist4 ,doch geht sie nur als ,mrchen2 als ,wahrheit aber bleibt sie zurck4 ,und wenn man sie auch nicht sieht1 sie ist doch da und herrscht im ,haus1 fr alle ,folgezeiten4 ,so1 das ist das ,mrchen6 ,aber nicht das ,kindermrchen1 sondern das wahre1 eigentliche1 wirkliche ,mrchen1 trotz seines anspruchslosen1 einfachen ,kleides die hchste und schwierigste aller ,dichtungen1 der in ihm wohnenden ,seele gem4 ,und einer jener ,dichter1 zu denen die ewige ,wahrheit kommt1 um sie kleiden zu lassen1 wollte ich sein6 ,ich wei gar wohl1 welche ,khnheit des war4 ,doch gestehe ich es1 ohne mich zu frchten4 ,die ,wahrheit ist so verhat und das ,mrchen so verachtet1 wie ich selbst es bin2 wir passen zueinander4 ,das ,mrchen und ich1 wir werden von ,tausenden gelesen1 ohne verstanden zu werden1 weil man nicht in die ,tiefe dringt4 ,wie man behauptet1 da das ,mrchen nur fr ,kinder sei1 so bezeichnet man mich als ,jugendschriftsteller1 der nur fr unerwachsene ,buben schreibe4 ,kurz1 ich brauche mich gar nicht zu entschuldigen1 da ich so verwegen gewesen bin1 nur ein ,mrchen- und ,gleichnisschriftsteller sein zu wollen4 ,gleicht doch mein ,leben und ,streben schon an und fr sich selbst einem ,mrchen1 und sind es doch fast unzhlige ,fabeln und ,mrchen1 mit denen meine ,person von gegnerischer ,seite umkleidet worden ist6 ,und wenn ich mich dagegen verwahre1 so glaubt man mir ebenso wenig1 wie ,mancher dem ,mrchen glaubt4 ,aber1 wie jedes echte ,mrchen doch endlich einmal zur ,wahrheit wird1 so wird auch alles an mir zur ,wahrheit werden1 und was man mir heut nicht glaubt1 das wird man morgen glauben lernen4 ,also alle meine ,reiseerzhlungen1 die ich zu schreiben beabsichtigte1 sollten bildlich1 sollten symbolisch sein4 ,sie sollten ,etwas sagen1 was nicht auf der ,oberflche lag4 ,ich wollte ,neues1 ,beglckendes bringen1 ohne meine ,leser mit dem ,alten1 ,bisherigen in ,kampf und ,streit zu verwickeln4 ,und was ich zu sagen hatte1 das mute ich suchen lassen2 ich durfte es nicht offen vor die ,tren legen1 weil man ,alles1 was man so billig bekommt1 liegen zu lassen pflegt und nur das zu schtzen wei1 was man sich mhsam zu erringen hat4 ,es wre ein unverzeihlicher ,fehler gewesen1 gleich von vornherein anzudeuten1 da meine ,reiseerzhlungen bildlich zu nehmen seien4 ,man htte mich einfach nicht gelesen1 und ,alles1 was ich lsen wollte1 wre ,fabel und ,mrchen geblieben4 ,der ,leser mute ungeahnt finden1 was ich gab2 er betrachtete es dann als wohlerrungen und hielt es fr das ,leben fest4 ,aber was war denn eigentlich das1 was ich geben wollte8 ,das war vielerlei und nichts ,alltgliches4 ,ich wollte ,menschheitsfragen beantworten und ,menschheitsrtsel lsen4 ,man lache mich aus2 aber ich habe es gewollt2 ich habe es versucht und werde es weiter versuchen4 ,ob ich es erreiche1 kann weder ich noch ein ,anderer wissen4 ,es mag bei der ,ausfhrung dann wohl mancher ,fehler untergelaufen sein1 denn ich bin ein irrender ,mensch2 mein ,wollen aber ist gut und rein gewesen4 ,ich wollte ferner meine psychologischen ,erfahrungen zur ,verffentlichung bringen4 ,ein junger ,lehrer1 der bestraft worden ist1 seine psychologischen ,erfahrungen8 ,ist das nicht noch lcherlicher als das ,vorhergehende8 ,mag man es dafr halten2 ich aber habe an hundert und wieder hundert unglcklichen ,menschen gesehen1 da sie nur darum in das ,unglck geraten waren und nur darum darin stecken blieben1 weil ihre ,seelen1 diese kostbarsten ,wesen der ganzen irdischen ,schpfung1 vollstndig vernachlssigt worden waren4 ,der ,geist ist das verzogene1 eingebildete ,lieblingskind1 die ,seele das zurckgesetzte1 hungernde und frierende ,aschenbrdel4 ,fr den ,geist sind alle ,schulen da1 von der ,a-,b-,c-,schtzen-,schule bis hinauf zur ,universitt1 fr die ,seele aber keine einzige4 ,fr den ,geist werden ,millionen ,bcher geschrieben1 wie viele fr die ,seele8 ,dem ,menschengeiste werden tausend und abertausend ,denkmler gesetzt2 wo stehen die1 welche bestimmt sind1 die ,menschenseele zu verherrlichen8 ,wohlan1 sage ich mir1 so will ich es sein1 der fr die ,seele schreibt1 ganz nur fr sie allein1 mag man darber lcheln oder nicht6 ,man kennt sie nicht4 ,darum werden viele meine ,werke entweder nicht oder falsch verstehen1 aber das soll mich ja nicht hindern1 zu tun1 was ich mir vorgenommen habe4 ,das war eigentlich genug fr einen ,menschen2 aber ich wollte nicht das allein1 ich wollte noch viel mehr4 ,ich sah um mich herum das tiefste ,menschenelend liegen2 ich war fr mich der ,mittelpunkt desselben4 ,und hoch ber uns lag die ,erlsung1 lag die ,edelmenschlichkeit1 nach der wir emporzustreben hatten4 ,diese ,aufgabe war aber nicht allein die unsrige1 sondern sie ist allen ,menschen erteilt2 nur da wir1 die wir um so viel tiefer lagerten als die ,andern1 weit mehr und weit mhsamer aufzusteigen hatten als sie4 ,aus der ,tiefe zur ,hhe1 aus ,ardistan nach ,dschinnistan1 vom niedern ,sinnenmenschen zum ,edelmenschen empor4 ,wie das geschehen msse1 wollte ich an zwei ,beispielen zeigen1 an einem orientalischen und an einem amerikanischen4 ,ich teilte mir die ,erde fr diese meine besonderen ,zwecke in zwei ,hlften1 in eine amerikanische und eine asiatisch-afrikanische4 ,dort wohnt die indianische ,rasse und hier die semitisch-mohammedanische4 ,an diese beiden ,rassen wollte ich meine ,mrchen1 meine ,gedanken und ,erluterungen knpfen4 ,darum galt es1 mich vor allen ,dingen mit den arabischen u4 s4 w4 ,sprachen und den ,indianerdialekten zu beschftigen4 ,der unwandelbare ,allahglaube der einen und der hochpoetische ,glaube an den groen1 guten ,geist der ,andern harmonierte mit meinem eigenen1 unerschtterlichen ,gottesglauben4 ,in ,amerika sollte eine mnnliche und in ,asien eine weibliche ,gestalt das ,ideal bilden1 an dem meine ,leser ihr ethisches ,wollen emporzuranken htten4 ,die eine ist mein ,winnetou1 die andere ,marah ,durimeh geworden4 ,im ,westen soll die ,handlung aus dem niedrigen ,leben der ,savanne und ,prairie nach und nach bis zu den reinen und lichten ,hhen des ,mount ,winnetou emporsteigen4 ,im ,osten hat sie sich das ,treiben der ,wste bis nach dem hohen ,gipfel des ,dschebel ,marah ,durimeh zu erheben4 ,darum beginnt mein erster ,band mit dem ,titel durch die ,wste4 ,die ,hauptperson aller dieser ,erzhlungen sollte der ,einheit wegen eine und dieselbe sein1 ein beginnender ,edelmensch1 der sich nach und nach von allen ,schlacken des ,animamenschentumes reinigt4 ,fr ,amerika sollte er ,old ,shatterhand1 fr den ,orient aber ,kara ,ben ,nemsi heien1 denn da er ein ,deutscher zu sein hatte1 verstand sich ganz von selbst4 ,er mute als selbst erzhlend1 also als ,icherzhler dargestellt werden4 ,sein ,ich ist keine ,wirklichkeit1 sondern dichterische ,imagination4 ,doch1 wenn dieses ,ich auch nicht selbst existiert1 so soll doch ,alles1 was von ihm erzhlt wird1 aus der ,wirklichkeit geschpft sein und zur ,wirklichkeit werden4 ,dieser ,old ,shatterhand und dieser ,kara ,ben ,nemsi1 also dieses ,ich ist als jene groe ,menschheitsfrage gedacht1 welche von ,gott selbst geschaffen wurde1 als er durch das ,paradies ging um zu fragen3 ,adam1 d4 i4 ,mensch1 wo bist ,du8 ,edelmensch1 wo bist ,du8 ,ich sehe nur gefallene1 niedrige ,menschen6 ,diese ,menschheitsfrage ist seitdem durch alle ,zeiten und alle ,lnder des ,erdkreises gegangen1 laut rufend und laut klagend1 hat aber nie eine ,antwort erhalten4 ,sie hat ,gewaltmenschen gesehen zu ,millionen und ,abermillionen1 die einander bekmpften1 zerfleischten und vernichteten1 nie aber einen ,edelmenschen1 der den ,bewohnern von ,dschinnistan glich und nach ihrem herrlichen ,gesetze lebte1 da ein ,jeder ,engel seines ,nchsten zu sein habe1 um nicht an sich selbst zum ,teufel zu werden4 ,einmal aber mu und wird die ,menschheit doch so hoch gestiegen sein1 da auf die bis dahin vergebliche ,frage von irgendwoher die beglckende ,antwort erfolgt3 hier bin ich4 ,ich bin der erste ,edelmensch1 und ,andere werden mir folgen6 ,so geht auch ,old ,shatterhand und so geht ,kara ,ben ,nemsi durch die ,lnder1 um nach ,edelmenschen zu suchen4 ,und wo er keinen findet1 da zeigt er durch sein eigenes edelmenschliches ,verhalten1 wie er sich ihn denkt4 ,und dieser imaginre ,old ,shatterhand1 dieser imaginre ,kara ,ben ,nemsi1 dieses imaginre ,ich hat nicht imaginr zu bleiben1 sondern sich zu realisieren1 zu verwirklichen1 und zwar in meinem ,leser1 der innerlich ,alles miterlebt und darum gleich meinen ,gestalten emporsteigt und sich veredelt4 ,in dieser ,weise trage ich meinen ,teil zur ,lsung der groen ,aufgabe bei1 da sich der ,gewaltmensch1 also der niedrige ,mensch1 zum ,edelmenschen entwickeln knne4 ,indem ich diese ,gedanken in mir bewegte1 fhlte ich gar wohl1 da ich mich durch ihre ,ausfhrung einer ,gefahr aussetzen wrde1 die fr mich keine geringe war4 ,wie nun1 wenn man diese ,imagination nicht verstand und dieses ,ich also nicht begriff8 ,wenn man glaubte1 ich meine mich selbst8 ,lag es da nicht nahe1 da ein ,jeder1 dem es an ,intelligenz oder gutem ,willen fehlte1 zwischen ,wirklichkeit und ,imagination zu unterscheiden1 mich als ,lgner und ,schwindler bezeichnen wrde8 ,ja1 das lag allerdings in der ,mglichkeit1 aber fr wahrscheinlich hielt ich es nicht4 ,ich hatte dieses ,ich1 also diesen ,kara ,ben ,nemsi oder ,old ,shatterhand1 ja mit allen ,vorzgen auszustatten1 zu denen es die ,menschheit im ,verlaufe ihrer ,entwicklung bis heut gebracht hat4 ,mein ,held mute die hchste ,intelligenz1 die tiefste ,herzensbildung und die grte ,geschicklichkeit in allen ,leibesbungen besitzen4 ,da sich das in der ,wirklichkeit nicht in einem einzelnen ,menschen vereinigen konnte1 das verstand sich doch wohl ganz von selbst4 ,und wenn ich1 wie ich mir vornahm1 eine ,reihe von dreiig bis vierzig ,bnden schrieb1 so war doch gewi anzunehmen1 da kein vernnftiger ,mann auf die ,idee kommen werde1 da ein einziger ,mensch das ,alles erlebt haben knne4 ,nein6 ,der ,vorwurf1 da ich ein ,lgner und ,schwindler sei1 war1 wenigstens fr denkende ,leute1 vollstndig ausgeschlossen6 ,so glaubte ich damals4 ,ja1 ich war sogar fest berzeugt1 trotzdem ich mit dem ,ich mich nicht selbst meinte1 doch mit bestem ,gewissen behaupten zu knnen1 da ich den ,inhalt dieser ,erzhlungen selbst erlebt oder miterlebt habe1 weil er ja aus meinem eigenen ,leben oder doch aus meiner nchsten ,nhe stammte4 ,ich hielt es fr gar nicht schwer1 sondern sogar fr sehr leicht und vor allen ,dingen auch fr interessant1 sich vorzustellen1 da ,karl ,may diese ,reiseerzhlungen zwar niederschreibt1 sie aber so verfat1 als ob sie nicht aus seinem eigenen ,kopfe stammen1 sondern ihm von jenem imaginren ,ich1 also von der groen ,menschheitsfrage1 diktiert worden seien4 ,ob diese meine ,annahme richtig war1 wird bald die ,folge zeigen4 ,der ,vorsatz1 meine ,gestalten teils in indianische und teils in orientalische ,gewnder zu kleiden1 fhrte mich ganz selbstverstndlich zu tiefem ,mitgefhle fr die ,schicksale der betreffenden ,vlkerschaften4 ,der als unaufhaltsam bezeichnete ,untergang der roten ,rasse begann1 mich ununterbrochen zu beschftigen4 ,und ber die ,undankbarkeit des ,abendlandes gegenber dem ,morgenlande1 dem es doch seine ganze materielle und geistige ,kultur verdankt1 machte ich mir allerlei schwere ,gedanken4 ,das ,wohl der ,menschheit will1 da zwischen beiden ,friede ist1 nicht lnger ,ausbeutung und ,blutvergieen4 ,ich nahm mir vor1 dies in meinen ,bchern immerfort zu betonen und in meinen ,lesern jene ,liebe zur roten ,rasse und fr die ,bewohner des ,orients zu erwecken1 die wir als ,mitmenschen ihnen schuldig sind4 ,man versichert mir heut1 dies nicht etwa bei nur ,wenigen1 sondern bei ,hunderttausenden erreicht zu haben1 und ich bin nicht abgeneigt1 dies zu glauben4 ,und nun die ,hauptfrage3 ,fr wen sollten meine ,bcher geschrieben sein8 ,ganz selbstverstndlich fr das ,volk1 fr das ganze ,volk1 nicht nur fr einzelne ,teile desselben1 fr einzelne ,stnde1 fr einzelne ,altersklassen4 ,vor allen ,dingen nicht etwa allein fr die ,jugend6 ,auf diese letztere ,versicherung habe ich das grte ,gewicht und den schrfsten ,ton zu legen4 ,wre es meine ,absicht gewesen1 ,jugendschriftsteller sein oder werden zu wollen1 so htte ich ganz notwendigerweise auf die ,ausfhrung aller meiner ,plne und auf die ,erreichung aller meiner ,ideale fr immer verzichten mssen4 ,und dies zu tun1 ist mir niemals eingefallen4 ,zwar hatte ich auch an die ,jugend zu denken1 denn sie bietet nicht nur zeitlich die erste ,stufe des ,volkes2 sie ist es nicht nur1 aus der sich das ,volk immer fort und fort ergnzt1 sondern sie ist es1 die im ,aufwrtsstreben der ,menschheit den ,alten und den ,bequemen voranzusteigen hat1 um das von unsern ,pionieren neu gesichtete ,terrain schnellsten ,tempo's zu besetzen4 ,aber wie sie nur einen ,teil des ,volkes bildet1 so konnte das1 was ich an sie zu richten hatte1 auch nur ein ,teil dessen sein1 was ich fr das ,volk als ,ganzes schrieb4 ,wenn ich sage1 da ich fr das ,volk schreiben wollte1 so meine ich damit1 fr den ,menschen berhaupt1 mag er so jung oder so alt sein1 wie er ist4 ,aber nicht jedes meiner ,bcher ist fr jeden ,menschen4 ,und doch auch wieder ist es fr jeden ,menschen1 aber nach und nach1 je nachdem er sich vorwrts entwickelt1 je nachdem er lter und erfahrener wird1 je nachdem er fhig geworden ist1 ihren ,inhalt zu verstehen und zu begreifen4 ,meine ,bcher sollen ihn durch das ganze ,leben begleiten4 ,er soll sie als ,knabe1 als ,jngling1 als ,mann1 als ,greis lesen1 auf jeder dieser ,altersstufen das1 was ihrer ,hhe entsprechend ist4 ,das ,alles langsam1 mit ,ueberlegung und ,bedacht4 ,wer meine ,bcher verschlingt1 und zwar wahllos verschlingt1 um den ist es vielleicht schade2 auf alle ,flle aber ist es noch mehr schade um sie6 ,wer sie mibraucht1 der soll nicht mich oder sie1 sondern sich selbst zur ,verantwortung ziehen4 ,ich erinnere da an das ,rauchen1 an das ,essen und ,trinken4 ,rauchen ist ein ,genu4 ,essen und ,trinken ist unerllich4 ,aber jederzeit zu rauchen1 zu essen1 zu trinken1 und ,alles1 was einem geboten wird1 zu rauchen und zu verzehren1 wrde nicht nur tricht1 sondern sogar schdlich sein4 ,eine gute1 interessante ,lektre soll man genieen1 aber nicht wie ein ,haifisch verschlingen6 ,da meine ,bcher nur ,gleichnisse und ,mrchen enthalten1 versteht es sich ganz von selbst1 da man reiflich ber sie nachdenken soll und da sie nur in die ,hnde von ,leuten gehren1 die nicht nur nachdenken knnen1 sondern auch nachdenken wollen4 ,als ich damals diese ,gedanken erwog und meine ,plne fate1 hatte ich zwar schon ,verschiedenes geschrieben und an die ,oeffentlichkeit gegeben1 aber es war mir noch nicht eingefallen1 mich als ,schriftsteller oder gar als ,knstler zu bezeichnen4 ,und jeder wirkliche ,schriftsteller mu doch zugleich auch ,knstler sein4 ,ich hielt mich noch nicht einmal fr einen znftigen ,lehrling1 sondern nur erst fr einen auerhalb der ,zunft herumtastenden ,anfnger1 der seine ersten1 kindlichen ,gehversuche macht4 ,und doch schon so weit umfassende1 weit hinausreichende ,plne6 ,wenn ich diese ,plne berschaute1 so htte mir eigentlich himmelangst werden sollen1 denn es gehrten jedenfalls mehrere arbeitsreiche1 ungestrte1 glckliche ,menschenleben dazu1 den vor mir liegenden ,stoff echt literarisch1 also knstlerisch zu bewltigen4 ,aber es wurde mir doch nicht angst1 sondern ich blieb sehr ruhig dabei4 ,ich fragte mich3 ,mu man denn ,schriftsteller sein1 und mu man denn ,knstler sein1 um solche ,sachen schreiben zu drfen8 ,wer will und kann es ,einem verbieten8 ,machen wir es ohne ,zunft1 wenn es nur richtig wird6 ,und machen wir es ohne ,kunst1 wenn es nur ,wirkung hat und das erreicht1 was es erreichen soll6 ,ob ,schriftsteller und ,knstler mich als ,kollegen gelten lassen wrden1 das mute mir damals gleichgltig sein4 ,zwar1 meinen individuellen ,stolz besa ich ebenso wie jeder andere ,mensch1 und von ,kunst dachte ich so hoch1 wie man nur denken kann4 ,aber diese meine ,gedanken waren anders als diejenigen anderer ,leute1 besonders der ,fachgenossen4 ,knstler zu sein1 dnkte mich das ,allerhchste auf ,erden1 und es lebte tief in meinem ,herzen der heie ,wunsch1 diese ,hhe zu erreichen1 und sollte es erst noch in der letzten ,stunde vor meinem ,tode sein4 ,jener ,kindheitsabend1 an dem ich den ,faust zu sehen bekam1 stand noch unvergessen in meiner ,seele1 und die ,vorstze1 die ich an ihn geschlossen hatte1 besaen noch ganz denselben ,willen und dieselbe ,macht ber mich wie vorher4 ,fr das ,theater schreiben6 ,dramen schreiben6 ,dramen1 in denen gezeigt wird1 wie der ,mensch aufsteigen soll und aufsteigen kann aus dem ,erdenleide zur ,daseinsfreude1 aus der ,sklaverei des niedern ,triebes zur ,seelenreinheit und zur ,seelengre4 ,um so ,etwas schreiben zu knnen1 mu man ,knstler sein1 und zwar echter1 wahrer ,knstler4 ,aber was ich nur da als ,kunst dachte1 das war etwas ganz ,anderes als das1 was die heutige ,kritik als ,kunst bezeichnet1 und so blieb mir weiter nichts brig1 als alle meine ,wnsche1 die sich darauf bezogen1 als ,literat ein ,knstler1 und zwar ein wahrer1 wertvoller ,knstler sein zu drfen1 fr lange1 lange ,jahre zurckzustellen und bis dahin zu bleiben1 was ich eben war1 nmlich ein unznftiger ,anfnger1 der nicht die geringste ,prtentien sic besa1 ein ,zunftgenosse zu werden4 ,wie ich stets1 seitdem ich lebte1 abgesondert und einsam gestanden hatte1 so war ich schon damals berzeugt1 da auch mein ,weg als ,literat ein einsamer sein und bleiben werde1 so weit mein ,leben reiche4 ,was ich suchte1 fand sich nicht im alltglichen ,leben4 ,was ich wollte1 war etwas dem gewhnlichen ,menschen vollstndig ,fernliegendes4 ,und was ich fr richtig hielt1 das war hchst wahrscheinlich fr andere ,leute das ,falsche4 ,zudem war ich ja ein bestrafter ,mensch4 ,da lag es mir nahe1 ganz fr mich zu bleiben und keinen wertvolleren ,menschen mit mir zu belstigen4 ,in ,beziehung auf ,kunst war ich nicht sachverstndig4 ,vielleicht hatten die andern recht2 ich konnte irren4 ,fr alle ,flle aber hielt mich mein ,ideal fest1 am ,abende meines ,lebens1 nach vollendeter ,reife1 ein groes1 schnes ,dichterwerk zu schaffen1 eine ,symphonie erlsender ,gedanken1 in der ich mich erkhne1 ,licht aus meiner ,finsternis zu schpfen1 ,glck aus meinem ,unglck1 ,freude aus meiner ,qual4 ,dies fr spter1 wenn mir der ,tod einst seinen ersten ,wink erteilt4 ,fr jetzt aber galt es1 zu lernen1 viel zu lernen und auf dieses ,werk vorzubereiten1 damit es nicht milinge4 ,jetzt ,mrchen und ,gleichnisse geben1 um dann am ,schlusse des ,lebens aus ihnen die ,wahrheit und die ,wirklichkeit zu ziehen und auf die ,bhne zu bringen6 ,aber diese ,gleichnisse sind nicht kurze ,schriftstcke wie z4 ,b4 die herrlichen ,gleichnisse ,christi1 sondern lange ,erzhlungen1 in denen viele ,personen handelnd auftreten4 ,und ihre ,zahl ist gro2 sie sollen eine ganze ,reihe von ,bnden fllen und das ,material fr jene sptere groe ,aufgabe bilden1 mit der ich meine ,ttigkeit beschlieen will4 ,sie knnen also keine sorgfltig ausgefhrten ,gemlde sein1 sondern nur ,federzeichnungen1 nur ,skizzen1 ,vorbungen1 ,etuden1 an welche nicht der ,mastab gelegt werden darf1 der nur fr ausgesprochene ,kunstwerke gilt4 ,ich kann und will und darf kein kunstvollendeter ,paul ,heyse sein1 sondern meine ,aufgabe ist1 aus hochgelegenen ,marmor und ,alabasterbrchen die ,blcke fr sptere ,kunstwerke zu brechen1 deren ,form ich hchstens andeuten kann1 weil mir die ,zeit zur ,ausfhrung nicht zur ,verfgung steht4 ,diese ,andeutung gebe ich eben in ,mrchen1 die meinen erzhlenden ,gleichnissen eingeschoben sind und die ,punkte bilden1 um welche sich das ,interesse des ,lesers konzentriert4 ,die knstlerische ,kritik braucht sich also mit meinen ,reiseerzhlungen nicht zu befassen1 weil es gar nicht meine ,absicht ist1 ihnen eine knstlerische ,form oder gar ,vollendung zu geben4 ,sie haben den einfachen1 schlichten ,arm- oder ,furingen der ,araberinnen zu gleichen1 die weiter nichts sein sollen1 als eben nur silberne ,ringe4 ,der ,wert liegt im ,metall1 nicht in der ,arbeit4 ,der ,maler1 welcher flchtige ,skizzen zeichnet1 um ein groes ,gemlde vorzubereiten1 wrde sich gewi ber den ,kritiker verwundern1 der an diese ,skizzen denselben ,mastab legen wollte1 den er dann spter an das ,gemlde zu legen hat4 ,soviel ber die ,plne1 welche damals in mir entstanden und die ich festgehalten und befolgt habe bis auf den heutigen ,tag4 ,sie kamen nicht pltzlich1 und sie kamen nicht in gesellschaftlicher ,flle1 sondern langsam1 einer nach dem andern4 ,und sie reiften nicht eilig aus1 sondern es dauerte monate- und jahrelang1 ehe ich mir von dem einen ,punkt bis zum nchsten klar geworden war4 ,ich hatte aber auch genugsam ,zeit dazu4 ,ich legte mir eine ,art von ,buchhaltung ber diese ,plne und ihre ,ausfhrung an2 ich habe sie mir heilig aufgehoben und besitze sie noch heut4 ,jeder ,gedanke wurde in seine ,teile zerlegt1 und jeder dieser ,teile wurde notiert4 ,ich stellte sogar ein ,verzeichnis ber die ,titel und den ,inhalt aller ,reiseerzhlungen auf1 die ich bringen wollte4 ,ich bin zwar dann nicht genau nach diesen ,verzeichnissen gegangen1 aber es hat mir doch viel gentzt1 und ich zehre noch heut von ,sujets1 die schon damals in mir entstanden4 ,auch schriftstellerte ich fleiig2 ich schrieb ,manuskripte1 um gleich nach meiner ,entlassung mglichst viel ,stoff zur ,verffentlichung zu haben4 ,kurz1 ich war begeistert fr mein ,vorhaben und fhlte mich1 obgleich ich ,gefangener war1 unendlich glcklich in der ,aussicht auf eine ,zukunft1 die1 wie ich wohl hoffen durfte1 keine ganz gewhnliche zu werden versprach4 ,das ,schicksal schien mit meinen ,vorstzen einverstanden zu sein4 ,es spendete mir1 als ob es mich fr alles ,leid entschdigen wolle1 eine reiche1 hochwillkommene ,gabe3 ,ich wurde begnadigt4 ,die ,direktion hatte fr mich ein ,gnadengesuch eingereicht1 auf welches ich ein volles ,jahr meiner ,strafzeit erlassen bekam4 ,ich stand in der ersten ,disziplinarklasse und erhielt ein ,vertrauenszeugnis ausgestellt1 welches mir den ,rckweg in das ,leben glttete und mich aller polizeilichen ,scherereien berhob4 ,der ,kenner wei1 was das bedeutet6 ,es war ein schner1 warmer ,sonnentag1 als ich die ,anstalt verlie1 zum ,kampfe gegen des ,lebens ,widerstand mit meinen ,manuskripten bewaffnet4 ,ich hatte nach ,hause geschrieben1 um die ,meinigen von meiner ,heimkehr zu benachrichtigen4 ,wie freute ich mich auf das ,wiedersehen4 ,angst vor ,vorwrfen brauchte ich nicht zu haben2 dies war ja schon lngst durch ,briefe geordnet4 ,ich wute1 da ich willkommen sei und da man mir mit keinem ,worte wehe tun werde4 ,am meisten freute ich mich auf ,gromutter4 ,wie mute sie sich gegrmt und gehrmt haben6 ,und wie gern wrde sie mir ihre alte1 liebe1 treue ,hand entgegenstrecken4 ,wie entzckt wrde sie ber meine ,plne sein6 ,wie sehr wrde sie mir helfen1 sie auszudenken und so tief wie mglich auszuschpfen6 ,ich ging von ,zwickau nach ,ernsttal1 also genau denselben ,weg1 den ich damals als ,knabe gegangen war1 um in ,spanien nach ,hilfe zu suchen4 ,es lt sich denken1 was fr ,gedanken mich auf diesem ,weg begleiteten4 ,ich hatte auf jenem ,heimwege mit dem ,vater den ,vorsatz gefat1 ihn nie wieder durch ,derartiges zu betrben2 wie schlecht aber hatte ich ,wort gehalten6 ,sollte ich heut etwa hnliche ,vorstze fassen1 fr deren ,erfllung die ,ohnmacht des ,menschen keine ,gewhr zu leisten vermag8 ,das ,mrchen von ,sitara tauchte vor mir auf4 ,gehrte ich vielleicht zu denen1 auf deren ,seelen1 wenn sie geboren werden1 der ,teufel wartet1 um sie in das ,elend zu schleudern1 so da sie verloren gehen8 ,alles ,struben und ,aufbumen hilft nichts2 sie sind dem ,untergange geweiht4 ,gilt das auch mir8 ,meine ,gedanken wurden trber und trber1 je mehr ich mich der ,heimat nherte4 ,es war1 als ob mir von dort aus bse ,ahnungen entgegenwehten4 ,meine frohe ,zuversicht schien mich verlassen zu wollen2 ich mute mir ,mhe geben1 sie festzuhalten4 ,von der ,lungwitzer ,hhe aus schaute ich ber das ,stdtchen hin4 ,da schlngelten sich vor meinen ,augen die ,wege1 die ich damals so oft gegangen war1 in heiem ,kampfe mit jenen frchterlichen inneren ,stimmen liegend1 die mir ,tag und ,nacht hindurch in einem fort die ,worte des ,schneiders ,fluch1 des ,schneiders ,fluch1 des ,schneiders ,fluch zuriefen4 ,und was war das8 ,indem ich hieran dachte1 hrte ich ganz dieselbe ,stimme erklingen1 in mir1 ganz deutlich1 wie erst nur von ,weitem1 aber sie schienen sich zu nhern1 des ,schneiders ,fluch1 des ,schneiders ,fluch1 des ,schneiders ,fluch6 ,sollte und wollte sich das etwa wiederholen8 ,ich erschrak1 wie ich noch nie erschrocken bin1 und eilte von dieser ,stelle und von dieser ,erinnerung fort1 die ,hhe hinab1 durch das ,stdtchen hindurch1 nach ,hause1 nach ,hause1 nach ,hause6 ,ich kam eher1 als man mich erwartete4 ,meine ,eltern wohnten noch im ersten ,stock desselben ,hauses4 ,ich stieg die ,treppe empor und dann gleich noch eine zweite hinauf nach dem ,bodenraume1 wo ,gromutter sich immer am liebsten aufgehalten hatte4 ,ich wollte zunchst zu ihr und dann erst zu ,vater1 ,mutter und ,geschwistern4 ,da sah ich die wenigen ,sachen1 die sie besessen hatte2 sie selbst aber war nicht da4 ,da stand ihre ,lade1 mit blauen und gelben ,blumen bemalt4 ,sie war verschlossen1 der ,schlssel abgezogen4 ,und da stand ihre ,bettstelle2 sie war leer4 ,ich eilte hinab in die ,wohnstube4 ,da saen die ,eltern4 ,die ,schwestern fehlten4 ,das war ,zartgefhl4 ,sie hatten gemeint1 die ,eltern gingen vor4 ,ich grte gar nicht und fragte1 wo ,gromutter sei4 ,tot -- -- -- gestorben6 lautete die ,antwort4 ,wann8 ,schon voriges ,jahr4 ,da sank ich auf den ,stuhl und legte ,kopf und ,arme auf den ,tisch4 ,sie lebte nicht mehr6 ,man hatte es mir verschwiegen1 um mich zu schonen1 um mir die ,gefangenschaft nicht noch zu erschweren4 ,das war ja recht gut gedacht2 nun aber traf es mich um so wuchtiger4 ,sie war nicht eigentlich krank gewesen2 sie war nur so hingeschwunden1 vor ,gram und ,leid um -- -- -- mich6 ,es dauerte lange ,zeit1 ehe ich den ,kopf wieder hob1 um die ,eltern nun zu gren4 ,sie erschraken4 ,sie sagten mir spter1 mein ,gesicht habe schlimmer ausgesehen als dasjenige einer ,leiche4 ,die ,geschwister kamen hinzu4 ,sie freuten sich des ,wiedersehens1 aber sie schauten mich so sonderbar an1 so scheu4 ,das war nichts weiter als der ,reflex meines eigenen ,gesichts4 ,ich gab mir zwar die grte ,mhe1 aber ich konnte den ,schlag1 der mich soeben getroffen hatte1 doch nicht ganz verbergen4 ,ich wollte nur von ,gromutter wissen1 jetzt weiter nichts1 und man erzhlte mir4 ,sie hatte sehr viel von mir gesprochen1 aber niemals ein ,wort1 welches mich htte krnken mssen1 wenn ich dabeigewesen wre4 ,und sie hatte nie geklagt oder gar geweint4 ,sie hatte gesagt1 nun wisse sie1 da ich eine jener ,seelen sei1 die bei ihrer ,geburt zur falschen ,stelle geschleudert werden1 um dort vernichtet zu werden4 ,nun sei sie berzeugt1 da ich durch die ,geisterschmiede msse1 um alle irdischen ,qualen ber mich ergehen zu lassen4 ,aber sie wisse1 ich werde nicht schreien1 ich werde tragen1 was zu tragen ist1 und mir den ,weg nach ,dschinistan sic erzwingen4 ,je nher sie dem ,tode kam1 desto ausschlielicher lebte sie nur noch ihrer ,mrchenwelt und desto ausschlielicher sprach sie nur noch von mir4 ,an einem der letzten ,tage erzhlte sie1 da der lngst verstorbene ,herr ,kantor heute ,nacht bei ihr gewesen sei4 ,er war unser ,nachbar gewesen4 ,die beiden ,huser stieen aneinander4 ,da habe sich pltzlich im ,dunkel die ,mauer auseinander getan1 und es sei hell geworden1 aber nicht in einem gewhnlichen ,licht1 sondern von einem1 welches sie noch nie gesehen habe4 ,von ihm beleuchtet1 sei der ,herr ,kantor erschienen4 ,er haben genauso ausgesehn wie damals1 als er noch lebte4 ,er sei langsam bis an ihr ,bett gekommen1 habe sie freundlich lchelnd gegrt1 wie es immer seine ,art und ,weise war1 und dann gesagt1 da sie sich ja nicht um mich sorgen solle2 ich knne wohl strzen wie jeder ,andere1 nicht aber liegen bleiben2 es werde mir zwar schwer gemacht1 doch erreiche ich sicher mein ,ziel4 ,nach diesen ,worten nickte er ihr wieder freundlich zu und ging ebenso langsam1 wie er gekommen war1 nach der ,mauerlcke zurck4 ,sie schlo sich hinter ihm4 ,das ,licht verschwand2 es wurde wieder dunkel4 ,als sie das erzhlt hatte1 war es gewesen1 als ob ein ,teil jenes fremden1 ihr bisher unbekannten ,lichtes auf ihrem ,gesicht zurckgeblieben sei1 und es lag auch noch dann darauf1 als sie die ,augen geschlossen hatte und nicht mehr atmete4 ,ihr ,tod war ein sanfter1 ein friedlicher1 ein seliger gewesen2 mir aber war gar nicht friedlich und gar nicht selig zu ,mute1 als man mir von ihm erzhlte4 ,es tauchten ,vorwrfe in mir auf1 aber keine ,vorwrfe1 die nur ,gedanken sind1 wie bei andern ,leuten1 die nicht von derselben ,veranlagung sind wie ich1 sondern ,vorwrfe viel wesentlicherer1 viel kompakterer ,art4 ,ich sah sie in mir kommen1 und ich hrte1 was sie sagten1 jedes ,wort1 ja wirklich1 jedes ,wort6 ,das waren nicht ,gedanken1 sondern ,gestalten1 wirkliche ,wesen1 die nicht die geringste ,identitt mit mir zu besitzen schienen und doch identisch waren4 ,welch ein ,rtsel6 ,aber welch ein ungewhnliches1 furchtbar bengstigendes ,rtsel6 ,sie glichen jenen in mir schreienden1 dunkeln ,gestalten von frher her1 mit denen ich -- -- -- mein ,gott1 kaum hatte ich an sie gedacht1 so waren sie wieder da1 ganz so1 wie ich damals gezwungen gewesen war1 sie in meinem ,innern zu sehen und zu hren4 ,ich vernahm ihre ,stimmen so deutlich1 als ob sie vor mir stnden und an ,stelle der ,eltern und ,geschwister mit mir sprchen4 ,und sie blieben4 ,sie gingen1 als ich mich niederlegte1 mit mir schlafen4 ,aber sie schliefen nicht und lieen auch mich nicht schlafen4 ,es begann das frhere ,elend1 die frhere ,marter1 der frhere ,kampf mit unbegreiflichen ,mchten1 die um so gefhrlicher waren1 als ich absolut nicht entdecken konnte1 ob sie ,teile von mir seien oder nicht4 ,sie schienen es zu sein1 denn sie kannten einen jeden meiner ,gedanken1 noch ehe er mir selbst zum ,bewutsein kam4 ,und doch konnten sie ganz unmglich zu mir gehren1 weil das1 was sie wollten1 fast stets das ,gegenteil von meinem ,willen war4 ,ich hatte mit meiner ,vergangenheit abgeschlossen4 ,der vor mir liegende ,teil meines ,lebens sollte ein ganz anderer sein1 als der1 welcher hinter mir lag4 ,diese ,stimmen aber waren bemht1 mich mit aller ,gewalt in die ,vergangenheit zurckzuzerren4 ,sie verlangten wie frher1 da ich mich rchen solle4 ,nun erst recht mich rchen1 fr die im ,gefngnis verlorene1 kstliche ,zeit6 ,sie wurden von ,tag zu ,tag lauter2 ich aber stemmte mich gegen sie2 ich tat1 als ob ich nichts1 gar nichts hre4 ,das war aber selbst bei der grten ,kraftaufwendung nicht lnger als hchstens nur einige ,tage lang auszuhalten4 ,indessen besuchte ich einige ,verleger1 um mit ihnen ber die ,herausgabe der im ,gefngnisse geschriebenen ,manuskripte zu verhandeln4 ,hierbei stellte es sich heraus1 da whrend dieser meiner ,abwesenheit die inneren ,stimmen um so mehr verstummten1 je weiter ich mich von der ,heimat entfernte1 und wieder um so deutlicher wurden1 je mehr ich mich ihr wieder nherte4 ,es war1 als ob diese finstern ,gestalten dort sehaft seien und nur dann ber mich herfallen knnten1 wenn ich die ,unvorsichtigkeit beging1 mich dort einzufinden4 ,ich beschlo hierauf die ,probe zu machen4 ,ich kassierte meine ,honorare ein und machte eine lngere ,auslandsreise4 ,wohin1 das habe ich im zweiten ,bande dieses ,werkes zu erzhlen1 in welchem meinen ,reisen und ihren ,ergebnissen ein grerer ,raum gewidmet werden soll1 als ich ihnen hier gewhren knnte4 ,whrend dieser ,reise verschwanden diese ,bilder ganz und gar2 ich wurde vollstndig frei von ihnen4 ,dafr aber stellte sich ein ganz ungewhnlicher ,drang in mir ein1 nach der ,heimat zurckzukehren4 ,es war kein gesunder1 sondern ein kranker ,trieb2 das fhlte ich gar wohl1 aber er wurde so stark1 da ich die ,widerstandskraft verlor und ihm gehorchte4 ,ich kehrte heim1 und kaum war ich dort1 so strzte sich ,alles1 was ich beseitigt glaubte1 wieder auf mich4 ,die ,anfechtungen begannen von ,neuem4 ,ich vernahm unausgesetzt den inneren ,befehl1 an der menschlichen ,gesellschaft ,rache zu nehmen1 und zwar dadurch ,rache1 da ich mich an ihren ,gesetzen vergriff4 ,ich fhlte1 da ich1 falls ich diesem ,befehle ,gehorsam leiste1 ein hchst gefhrlicher ,mensch sein werde1 und nahm alle mir gegebene ,kraft zusammen1 gegen dieses entsetzliche ,schicksal anzukmpfen4 ,ich halte es hier fr ntig1 zu konstatieren1 da ich meinen ,zustand keineswegs fr pathologisch hielt4 ,alle meine ,vorfahren waren1 soweit ich sie kannte1 sowohl krperlich als auch geistig kerngesunde ,menschen gewesen4 ,es gab nichts ,atavistisches an mir4 ,was sich in dieser ,beziehung mir angeheftet hatte1 das war gewi nicht von innen heraus erzeugt1 sondern von auen her an mich herangetreten4 ,ich arbeitete fleiig1 fast ,tag und ,nacht1 wie ich berhaupt an der ,arbeit stets meine grte ,freude gefunden habe4 ,man kaufte meine ,sachen gern4 ,ich litt also keineswegs ,not1 zumal ich bei den ,eltern wohnte1 die sich jetzt auch besser standen als frher4 ,ich htte vollstndig zu leben gehabt1 auch wenn ich mir nichts verdiente4 ,bei diesen ,arbeiten wiederholte sich das1 was ich schon frher beschrieben habe4 ,wenn ich etwas ,gewhnliches schrieb1 stellte sich nicht die geringste ,hinderung ein4 ,sobald ich mir aber ein hheres ,thema stellte1 eine geistig1 religis oder ethisch wertvollere ,aufgabe1 wurden ,gewalten in mir rege1 die sich dagegen emprten und mich dadurch hinderten1 meine ,arbeit zustande zu bringen1 da sie mir1 wahrend ich schrieb1 die trivialsten1 bldesten oder gar verbotensten ,gedanken dazwischenwarfen4 ,ich sollte nicht empor2 ich sollte unten bleiben4 ,hierzu gesellte sich ein alter1 sehr wohlbekannter ,hallunke1 dem ,niemand trauen darf1 und wenn er auch noch so schmeichelt2 ich meine den ,durst4 ,der ,abscheu vor ,branntwein ist mir angeboren2 ich geniee ihn hchstens als ,arznei4 ,wein war mir schon des ,preises wegen bisher versagt1 und auch fr ,bier besitze ich keineswegs die ,zuneigung1 welche man empfinden mu1 um ein ,trinker zu werden4 ,jetzt aber fhlte ich seltsamer ,weise stets groen ,durst1 wenn ich auf meinen ,spaziergngen an einem ,wirtshause vorberging1 und auch des ,abends1 wenn ,andere nicht mehr arbeiteten1 trat mir das ,verlangen nahe1 die ,feder hinzulegen und in die ,kneipe zu gehen1 wie sie4 ,ich tat es aber nicht4 ,vater tat es4 ,er konnte sein ,glas einfaches ,bier und sein ,schnppschen sic nicht gut entbehren4 ,ich aber hatte keine ,lust dazu und blieb daheim4 ,das war mir nicht etwa ein ,opfer und fiel mir nicht etwa schwer1 o nein4 ,ich erzhle es nur des psychologischen ,interesses wegen1 weil es mir hchst sonderbar erscheint1 da dieser meiner ganzen ,natur widersprechende und mir sonst vollstndig fremde ,durst nach ,spirituosen immer nur dann auftrat1 wenn jene ,stimmen die ,oberhand in mir hatten1 sonst aber nie6 ,ich hatte mich so sehr darauf gefreut1 ,gromutter meine ,arbeitsplne vorzulegen2 nun war sie tot4 ,ich sprach hierber also mit den ,eltern und ,geschwistern4 ,vater hatte jetzt ,anderes zu denken4 ,er war in einer ,art sozialer ,mauserung begriffen und darum fr mich nicht zu haben1 zumal er des ,abends nie daheim blieb4 ,auch die ,schwestern hatten andere ,interessen4 ,mein ganzer ,gedankenkreis war ihnen fremd4 ,so blieb mir nur die ,mutter4 ,sie sa des ,abends mit ihrem ,strickstrumpf still am ,tische1 an dem ich schrieb4 ,ich legte ihr so gern die ,gedanken vor1 mit denen ich meine ,feder beschftigte4 ,sie hrte mir ruhig zu4 ,sie nickte einverstanden4 ,sie lchelte ermutigend4 ,sie sagte ein liebes1 trstendes ,wort4 ,sie war wie eine ,heilige4 ,aber auch sie verstand mich nicht4 ,sie fhlte nur2 sie ahnte4 ,und sie wnschte von ganzem ,herzen1 da ,alles so werden mchte1 wie ich es mir ersehnte4 ,und als sie sah1 wie fest und unerschtterlich ich an meine ,zukunft glaubte1 da glaubte auch sie und war so froh1 wie eine ,mutter sein kann1 deren ,kind noch so glcklich ist1 sich auf ,gott1 auf die ,menschheit und auf sich selbst verlassen zu drfen4 ,ich aber fhlte mich einsam1 einsam wie immer4 ,denn auch im ganzen ,orte gab es keinen einzigen ,menschen1 der mich htte verstehen wollen oder gar verstehen knnen4 ,und diese ,einsamkeit war mir1 grad mir1 dem innerlich so schwer ,angefochtenen im hchsten ,grade gefhrlich4 ,nichts war mir ntiger als verstndnisvolle ,geselligkeit4 ,aber ich stand1 wenn auch nicht uerlich1 so doch innerlich stets allein und war also den ,gestalten1 die mich bezwingen wollten1 fast unausgesetzt und schutzlos preisgegeben4 ,und mitten in dieser ,schutzlosigkeit wurde ich nun auch von andern ,feinden gepackt1 die1 obgleich sie keine inneren1 sondern uerliche waren1 doch ebenso wenig mit den ,hnden gefat werden konnten4 ,meine ,mutter hatte infolge ihres ,berufes unausgesetzt in andern ,familien zu verkehren4 ,sie war ,vertrauensperson4 ,man hatte sie gern4 ,man teilte ihr ,alles mit1 ohne da man sie um ,verschwiegenheit zu bitten brauchte4 ,sie erfuhr ,alles1 was im ,stdtchen und in der ,umgegend geschah4 ,es hatte irgendwo einen ,einbruch gegeben4 ,jedermann sprach von ihm4 ,der ,tter war entkommen4 ,bald gab es wieder einen1 in derselben ,weise ausgefhrt4 ,dazu kamen einige ,schwindeleien1 wahrscheinlich von herabgekommenen ,handwerksburschen in ,szene gesetzt4 ,ich hrte gar nicht hin1 als man es erzhlte1 bemerkte aber nach einiger ,zeit1 da ,mutter noch ernster als gewhnlich war und mich1 wenn sie glaubte1 unbeobachtet zu sein1 so eigentmlich mitleidig betrachtete4 ,ich blieb anfnglich still1 glaubte aber sehr bald1 sie nach dem ,grunde fragen zu mssen4 ,sie wollte nicht antworten2 ich bat aber so lange1 bis sie es tat4 ,es zirkulierte ein ,gercht1 ein unfabares ,gercht1 da ich jener ,einbrecher sei4 ,wem sollte man es zutrauen1 als mir1 dem entlassenen ,gefangenen8 ,ich lachte uerlich dazu1 innerlich aber war ich emprt1 und es gab einige schwere ,nchte4 ,es brllte vom ,abend bis zum ,morgen in meinem ,innern4 ,die ,stimmen schrien mir zu3 ,wehre dich1 wie du willst1 wir geben dich nicht los6 ,du gehrst zu uns6 ,wir zwingen dich1 dich zu rchen6 ,du bist vor der ,welt ein ,schurke und mut ein ,schurke bleiben1 wenn du ,ruhe haben willst6 ,so klang es bei ,nacht4 ,wenn ich am ,tage arbeiten wollte1 brachte ich nichts fertig4 ,ich konnte nicht essen4 ,mutter hatte es auch dem ,vater gesagt4 ,beide baten mich1 mir die ,sache nicht zu ,herzen zu nehmen4 ,sie konnten fr mich eintreten4 ,sie wuten ja genau1 da ich in den betreffenden ,zeiten nicht aus dem ,haus gekommen war4 ,was wir erfuhren1 war alles im ,vertrauen gesagt4 ,kein ,name wurde genannt4 ,darum gab es keinen ,punkt1 an dem ich zugreifen konnte1 mich zu wehren4 ,aber es kam schlimmer4 ,die heimatliche ,polizei wollte mir nicht wohl4 ,ich war mit ,vertrauenszeugnis entlassen worden und darum ihrer ,aufsicht entgangen4 ,jetzt glaubte sie1 ,veranlassung zu haben1 sich mit mir zu beschftigen4 ,es kamen einige neue ,schelmenstreiche vor1 deren ,tter ganz unbedingt mit einer gewissen ,intelligenz behaftet waren4 ,man glaubte1 dies auf mich deuten zu mssen4 ,das war zu derselben ,zeit1 in der sich die schon erwhnte ,lgenschmiede zu bilden begann4 ,neue ,gerchte kursierten1 romantisch ausgeschmckt4 ,der ,herr ,wachtmeister erkundigte sich unter der ,hand1 wo ich an dem und dem ,tag1 zu der und der ,zeit gewesen sei4 ,die ,augen hingen an mir1 wo ich mich sehen lie2 aber sobald ich diese ,blicke wiedergab1 schaute man schnell hinweg4 ,da kam ein armer ,wurm1 aber ein guter ,kerl1 ein ,schulkamerad1 der mich immer lieb gehabt hatte und auch jetzt noch an mir hing4 ,der war sprichwrtlich unbeholfen und unverzeihlich aufrichtig4 ,er hielt grob sein fr ,menschenpflicht4 ,der konnte es nicht lnger aushalten4 ,er kam zu mir und erzhlte mir auf ,handschlag und ,schweigepflicht ,alles1 was gegen mich im ,schwange ging4 ,das war so dumm und doch so emprend1 so leichtsinnig und gewissenlos1 so -- -- so -- -- so -- -- so -- -- -- ich fand keine ,worte1 dem armen1 wohlmeinenden ,menschen fr seine schmerzhafte ,aufrichtigkeit zu danken4 ,aber als er mein ,gesicht sah1 machte er sich so schnell wie mglich von dannen4 ,das war ein schwerer1 ein unglckseliger ,tag4 ,es trieb mich fort1 hinaus4 ,ich lief im ,wald herum und kam spt abends todmde heim und legte mich nieder1 ohne gegessen zu haben4 ,trotz der ,mdigkeit fand ich keinen ,schlaf4 ,zehn1 fnfzig1 ja hundert ,stimmen verhhnten mich in meinem ,innern mit unaufhrlichem ,gelchter4 ,ich sprang vom ,lager auf und rannte wieder fort1 in die ,nacht hinein2 wohin1 wohin1 das beachtete ich gar nicht4 ,es kam mir vor1 als ob die inneren ,gestalten aus mir herausgetreten seien und neben mir herliefen4 ,voran der fromme ,seminardirektor1 dann der ,buchhalter1 der mir seine ,uhr nicht geborgt haben wollte1 eine ,rotte von ,kegelschiebern1 mit ,kegelkugeln in den ,hnden1 und hierauf die ,raubritter1 ,ruber1 ,mnche1 ,nonnen1 ,geister und ,gespenster aus der ,hohensteiner ,schundbibliothek4 ,das verfolgte mich hin und her2 das jagte mich auf und ab4 ,das schrie und jubelte und hhnte1 da mir die ,ohren gellten4 ,als die ,sonne aufging1 fand ich mich im ,innern eines tiefen1 steilen ,steinbruchs emporkletternd4 ,ich hatte mich verstiegen2 ich konnte nicht weiter4 ,da hatten sie mich fest1 und da lieen sie mich nicht wieder hinab4 ,da klebte ich zwischen ,himmel und ,erde1 bis die ,arbeiter kamen und mich mit ,hilfe einiger ,leitern herunterholten4 ,dann ging es weiter1 immer weiter1 weiter1 den ganzen ,tag1 die ganze nchste ,nacht2 dann brach ich zusammen und schlief ein4 ,wo1 das wei ich nicht4 ,es war auf einem ,raine1 zwischen zwei eng zusammenstehenden ,roggenfeldern4 ,ein ,donner weckte mich4 ,es war wieder ,nacht1 und der ,gewitterregen flo in ,strmen herab4 ,ich eilte fort und kam an ein ,rbenfeld4 ,ich hatte ,hunger und zog eine ,rbe heraus4 ,mit der kam ich in den ,wald1 kroch unter die dicht bewachsenen ,bume und a4 ,hierauf schlief ich wieder ein4 ,aber ich schlief nicht fest2 ich wachte immer wieder auf4 ,die ,stimmen weckten mich4 ,sie hhnten unaufhrlich ,du bist ein ,vieh geworden1 frissest ,rben1 ,rben1 ,rben6 ,als der ,morgen anbrach1 holte ich mir eine zweite ,rbe1 kehrte in den ,wald zurck und a4 ,dann suchte ich mir eine lichte ,stelle auf und lie mich von der ,sonne bescheinen1 um trocken zu werden4 ,die ,stimmen schwiegen hier2 das gab mir ,ruhe4 ,ich fand einen langen1 wenn auch nur oberflchlichen ,schlaf1 whrend dessen ,dauer ich mich immer von einer ,seite auf die andere warf1 und von kurzen1 aufregenden ,traumbildern geqult wurde1 die mir vorspiegelten1 da ich bald ein ,kegel1 nach dem man schob1 bald ein ,zigeuner aus ,preziosa und bald etwas noch ,schlimmeres sei4 ,dieser ,schlaf ermdete mich nur noch mehr1 statt da er mich strkte4 ,ich entwand mich ihm1 als der ,abend anbrach1 und verlie den ,wald4 ,indem ich unter den ,bumen hervortrat1 sah ich den ,himmel blutigrot2 ein ,qualm stieg zu ihm auf4 ,sicherlich war da ein ,feuer4 ,das war von einer ganz eigenen ,wirkung auf mich4 ,ich wute nicht1 wo ich war2 aber es zog mich fort1 das ,feuer zu betrachten4 ,ich erreichte eine ,halde1 die mir bekannt vorkam4 ,dort setzte ich mich auf einen ,stein und starrte in die ,glut4 ,zwar brannte ein ,haus2 aber das ,feuer war in mir4 ,und der ,rauch1 dieser dicke1 erstickende ,rauch6 ,der war nicht da drben beim ,feuer1 sondern hier bei mir4 ,der hllte mich ein1 und der drang mir in die ,seele4 ,dort ballte er sich zu ,klumpen1 die ,arme und ,beine und ,augen und ,gesichtszge bekamen und sich in mir bewegten4 ,sie sprachen4 ,aber was8 ,ich bin mir erst spter1 viel spter klar ber die ,entstehung solcher innerer ,schreckgebilde geworden4 ,damals war ich es noch nicht1 und so konnten sie die entsetzliche ,wirkung uern1 gegen welche meine auf das ,aeuerste angespannten ,nerven keine ,widerstandskraft mehr besaen4 ,ich fiel in mir zusammen1 wie das brennende ,haus da drben zusammenfiel1 als die ,flammen niedriger und niedriger wurden und endlich erloschen4 ,da raffte ich mich auf und ging4 ,in mir war auch ,alles erloschen4 ,ich war dumm1 vollstndig dumm4 ,mein ,kopf war wie von einer dicken ,schicht von ,lehm und ,hcksel umhllt4 ,ich fand keinen ,gedanken4 ,ich suchte auch gar nicht danach4 ,ich wankte beim ,gehen4 ,ich lief irr4 ,ich torkelte weiter1 bis ich endlich einen ,ort erreichte1 an dessen ,kirchhof die ,strae1 auf der ich mich befand1 vorberfhrte4 ,ich lehnte mich an die ,mauer des ,gottesackers und weinte4 ,das war wohl unmnnlich1 aber ich hatte nicht die ,kraft1 es zu verhindern4 ,diese ,trnen waren keine erlsenden4 ,sie brachten mir keine ,erleichterung2 aber sie schienen meine ,augen zu reinigen und zu strken4 ,ich sah pltzlich1 da es der ,ernsttaler ,kirchhof war1 an dem ich stand4 ,er war mir ebenso vertraut wie die ,strae1 an der er lag2 heut aber hatte ich weder ihn noch sie erkannt4 ,der ,morgen graute4 ,ich ging den ,leichenweg hinab1 ber den ,markt hinber und ffnete leise die ,tr unseres ,hauses1 stieg ebenso leise die ,treppe hinauf nach der ,wohnung und setzte mich dort an den ,tisch4 ,das tat ich ohne ,absicht1 ohne ,willen1 wie eine ,puppe1 die man am ,faden zieht4 ,nach einiger ,zeit ffnete sich die ,schlafkammertr4 ,mutter trat heraus4 ,sie pflegte sehr zeitig aufzustehen1 ihres ,berufes wegen4 ,als sie mich sah1 erschrak sie4 ,sie zog die ,kammertr schnell hinter sich zu und sagte aufgeregt1 aber leise3 ,um ,gotteswillen6 ,du8 ,hat jemand dich kommen sehen8 ,nein1 antwortete ich4 ,wie siehst du aus6 ,schnell wieder fort1 fort1 fort6 ,nach ,amerika hinber6 ,da man dich nicht erwischt6 ,wenn man dich wieder einsperrt1 das berlebe ich nicht6 ,fort8 ,warum8 fragte ich4 ,was hast du getan2 was hast du getan6 ,dieses ,feuer1 dieses ,feuer6 ,was ist es mit dem ,feuer8 ,man hat dich gesehen6 ,im ,steinbruch -- -- im ,walde -- -- auf dem ,felde -- -- und gestern auch bei dem ,haus1 bevor es niederbrannte6 ,das war ja entsetzlich1 geradezu entsetzlich6 ,mut -- -- ter6 ,mut -- -- ter6 stotterte ich4 ,glaubst du etwa1 da -- -- -- ,ja1 ich glaube es2 ich mu es glauben1 und ,vater auch1 unterbrach sie mich4 ,alle ,leute sagen es6 ,sie stie das hastig hervor4 ,sie weinte nicht1 und sie jammerte nicht2 sie war so stark im ,tragen innerer ,lasten4 ,sie fuhr in demselben ,atem fort3 ,um ,gottes willen1 la dich nicht erwischen1 vor allen ,dingen nicht hier bei uns im ,hause6 ,geh1 geh6 ,ehe die ,leute aufstehen und dich sehen6 ,ich darf nicht sagen1 da du hier warst2 ich darf nicht wissen1 wo du bist2 ich darf dich nicht lnger sehen6 ,geh also1 geh6 ,wenn es verjhrt ist1 kommst du wieder6 ,sie huschte wieder in die ,kammer hinaus1 ohne mich berhrt zu haben und ohne auf ein ferneres ,wort von mir zu warten4 ,ich war allein und griff mir mit beiden ,hnden nach dem ,kopfe4 ,ich fhlte da ganz deutlich die dicke ,lehm- und ,hckselschicht4 ,dieser ,mensch1 der da stand1 war doch nicht etwa ich8 ,an den die eigene ,mutter nicht mehr glaubte8 ,wer war der ,kerl1 der in seiner schmutzigen1 verknitterten ,kleidung aussah1 wie ein ,vagabund8 ,hinaus mit ihm1 hinaus6 ,fort1 fort6 ,ich habe noch so viel ,verstand gehabt1 den ,kleiderschrank zu ffnen und einen andern1 saubern ,anzug anzulegen4 ,dann bin ich fortgegangen4 ,wohin8 ,die ,erinnerung lt mich im ,stich4 ,ich war wieder krank wie damals4 ,nicht geistig1 sondern seelisch krank4 ,die inneren ,gestalten und ,stimmen beherrschten mich vollstndig4 ,wenn ich mir ,mhe gebe1 mich auf jene ,zeit zu besinnen1 so ist es mir wie ,einem1 der vor fnfzig ,jahren irgend ein ,theaterstck gesehen hat und nach dieser ,zeit noch wissen soll1 was von ,augenblick zu ,augenblick geschah und wie die ,kulissen sich verwandelten4 ,einzelne ,bilder sind mir geblieben1 doch so undeutlich1 da ich nicht behaupten kann1 was wahr daran ist und was nicht4 ,ich habe in jener ,zeit jenen dunklen ,gestalten gehorcht1 welche in mir wohnten und mich beherrschten4 ,was ich getan habe1 erscheint jedem ,unbefangenen unglaublich4 ,man beschuldigte mich1 einen ,kinderwagen gestohlen zu haben6 ,wozu8 ,ein leeres ,portemonnaie mit nur drei ,pfennigen ,inhalt6 ,anderes ist schon glaublicher und ,einiges direkt erwiesen4 ,man hatte mich festgenommen1 und wo ,etwas geschehen war1 da transportierte man mich als hoffentlichen ,tter hin4 ,das war eine hochinteressante ,zeit fr die ,habitus der ,ernsttaler ,lgenschmiede4 ,da wurde fast tglich ,neues erzhlt oder ,altes variiert1 was ich begangen haben sollte4 ,jeder ,vagabund1 der in den ,ortsbereich dieser ,mrchen kam1 legte sich meinen ,namen bei1 um auf meine ,rechnung hin zu sndigen4 ,das war selbst fr einen uerlich und innerlich ,gefangenen zuviel4 ,ich zerbrach whrend eines ,transportes meine ,fesseln und verschwand4 ,wohin1 das beabsichtige ich1 im zweiten ,bande1 in dem ich von meinen ,reisen erzhle1 ausfhrlich zu berichten4 ,fr jetzt ist nur dasselbe wie frher zu erwhnen1 nmlich1 da ich seelisch um so freier wurde1 je weiter ich mich von der ,heimat entfernte1 da mich drauen in der ,ferne ein unwiderstehlicher ,trieb zur ,heimkehr packte und da ich innerlich wieder um so freier wurde1 je mehr ich mich der ,gegend meines ,geburtsortes nherte4 ,gibt es ,jemand1 der das zu ergrnden vermag8 ,ich folgte teils jenem unbegreiflichen ,zwange1 teils kehrte ich freiwillig zurck1 und zwar um meiner guten ,plne und um meiner ,zukunft willen4 ,hatte ich gesndigt2 so hatte ich zu ben2 das verstand sich ganz von selbst4 ,und bevor diese ,bue nicht erledigt war1 konnte es fr mich keine ersprieliche ,arbeit und keine ,zukunft geben4 ,ich kehrte also nach fnf ,monaten wieder heim1 um mich dem ,gericht zu stellen1 tat dies aber leider nicht stracks1 wie es richtig gewesen wre1 sondern verfiel jenen inneren ,gewalten1 die sich wieder einstellten und mich verhinderten1 zu tun1 was ich mir vorgenommen hatte4 ,die ,folge davon war1 da ich1 anstatt mich freiwillig zu stellen1 ergriffen wurde4 ,das verschrfte meine ,lage derart1 da ich die ,strenge des ,richters1 der mein ,urteil fllte1 vollstndig begreife4 ,umso weniger aber ist der ,rechtsanwalt zu begreifen1 der mir von ,gerichts wegen als ,verteidiger gestellt wurde4 ,er hat mich nicht verteidigt1 sondern belastet1 und zwar in der schlimmsten ,weise4 ,er bildete sich ein1 bei dieser billigen ,gelegenheit ,kriminalpsychologie treiben zu knnen oder treiben zu sollen1 und doch fehlte ihm nicht mehr als ,alles1 was ntig ist1 um eine solche ,aufgabe auch nur einigermaen zu lsen4 ,ich htte gar wohl leugnen knnen1 gab aber ,alles1 dessen man mich beschuldigte1 glattweg zu4 ,das tat ich1 um die ,sache um jeden ,preis los zu werden und so wenig wie mglich ,zeitverlust zu erleiden4 ,dieser ,advokat war unfhig1 mich oder berhaupt ein nicht ganz alltgliches ,seelenleben zu begreifen4 ,das ,urteil lautete auf #d ,jahre ,zuchthaus und zwei ,jahre ,polizeiaufsicht4 ,so schwer es mir fllt1 dies fr die ,oeffentlichkeit niederzuschreiben1 ich kann mich nicht davon entbinden2 es mu so sein4 ,nicht mich bedaure ich1 sondern meine armen1 braven ,eltern und ,geschwister1 welch erstere mir noch im ,grabe leid tun1 da ihr ,sohn1 auf den sie so groe1 vielleicht nicht ganz unberechtigte ,hoffnungen setzten1 durch die unendliche ,grausamkeit der ,tatsachen und ,verhltnisse gezwungen ist1 derartige ,gestndnisse zu machen4 ,es kann mir nicht einfallen1 die ,missetaten1 die mir vorgeworfen werden1 hier aufzuzhlen4 ,mein ,henker1 ,schinder und ,abdecker zu sein1 berlasse ich jener abgrundtiefen ,ehrlosigkeit1 die mich vor nun zehn ,jahren an das ,kreuz geschlagen und whrend dieser ,zeit keinen ,augenblick lang aufgehrt hat1 immer neue ,qualen fr mich zu ersinnen4 ,sie mag in diesen ,fkalienstoffen weiterwhlen1 zum ,entzcken aller jener niedern ,lebewesen1 denen diese ,stoffe ,lebensbedingungen sind4 ,und ebensowenig bin ich gewillt1 mit dieser meiner jetzigen ,gefangenschaft ,sensation zu treiben4 ,ich habe schlicht und einfach ber sie zu berichten1 die ,wahrheit zu sagen und mich dann zu beeilen1 diesem vermeintlichen ,abgrund1 der aber ganz und gar kein ,abgrund ist1 fr immer ,valet zu sagen4 ,meine ,strafe war schwer und lang1 und der auf zwei ,jahre ,polizeiaufsicht lautende ,zusatz konnte mir bei meiner ,einlieferung keineswegs als ,empfehlung dienen4 ,ich war also auf strenge ,behandlung gefat4 ,sie war ernst1 aber sie tat nicht weh4 ,eine ,anstaltsdirektion handelt ganz richtig1 wenn sie sich nicht voreingenommen zeigt1 sondern ruhig abwartet1 ob und wie der ,eingelieferte sich fgt4 ,nun1 ich fgte mich6 ,freilich wurde fr dieses ,mal auf meinen ,stand keine ,rcksicht genommen4 ,man teilte mich derjenigen ,beschftigung zu1 in der grad ,arbeiter gebraucht wurden4 ,ich wurde ,zigarrenmacher4 ,ich bat1 isoliert zu werden2 man gestattete es mir4 ,ich habe vier ,jahre lang dieselbe ,zelle bewohnt und denke noch heut mit jener eigenartigen1 dankbaren ,rhrung an sie zurck1 welche man stillen1 nicht grausamen ,leidenssttten schuldet4 ,auch die ,arbeit wurde mir lieb4 ,sie war mir hochinteressant4 ,ich lernte alle ,arten von ,tabak kennen und alle ,sorten von ,zigarren fertigen1 von der billigsten bis zur teuersten4 ,das tgliche ,pensum war nicht zu hoch gestellt4 ,es kam auf die ,sorte1 auf den guten ,willen und auf die ,geschicklichkeit an4 ,als ich einmal eingebt war1 brachte ich mein ,pensum spielend fertig und hatte auch noch stunden- und halbe ,tage lang brige ,zeit4 ,diese ,zeit fr mich verwenden zu drfen1 war mein innigster ,wunsch1 und der wurde mir eher1 viel eher erfllt1 als ich es fr mglich hielt4 ,ich betone hier ein fr allemal1 da es fr mich keinen ,zufall gibt4 ,das wei ein jeder meiner ,leser4 ,fr mich gibt es nur eine ,fgung4 ,so auch in diesem ,falle4 ,die ,anstaltskirche in ,waldheim hatte eine protestantische und eine katholische ,gemeinde4 ,der katholische ,katechet 7,anstaltslehrer7 fungierte whrend des katholischen ,gottesdienstes als ,organist4 ,nun war er aber im ,laufe der ,zeit so mit neuen ,pflichten und vieler ,arbeit berbrdet worden1 da er fr das ,orgelspiel einen ,stellvertreter suchen mute1 zumal er bei ,verhinderung des ,geistlichen die ,predigt vorzulesen hatte und also nicht auch noch die ,orgel bernehmen konnte4 ,die ,direktion billigte ihm zu1 sich einen ,vertreter unter den ,gefangenen zu suchen4 ,er tat es4 ,es gab eine ganze ,anzahl bestrafter ,lehrer unter den ,gefangenen4 ,sie wurden geprft4 ,warum keiner von ihnen genommen wurde1 das wei ich nicht4 ,sie waren alle lnger da1 als ich1 hatten also ,zeit gehabt1 sich das ,vertrauen zu erwerben1 welches zur ,bekleidung einer solchen ,stelle gehrt4 ,ich aber war mit nichts weniger als guten ,attesten eingeliefert1 konnte der zuknftigen ,polizeiaufsicht unmglich entgehen und hatte noch keine ,zeit gefunden1 zu zeigen1 da ich trotzdem ,vertrauen verdiente4 ,hier liegt die ,ursache fr mich1 keinen ,zufall1 sondern eine ,schickung anzunehmen4 ,der ,katechet kam in meine ,zelle1 unterhielt sich eine ,weile mit mir und ging dann fort1 ohne mir etwas zu sagen4 ,einige ,tage spter kam auch der katholische ,geistliche4 ,auch er entfernte sich nach kurzer ,zeit1 ohne da er sich ber den ,grund seines ,besuches uerte4 ,aber am nchsten ,tage wurde ich in die ,kirche gefhrt1 an die ,orgel gesetzt1 bekam ,noten vorgelegt und mute spielen4 ,die ,herren ,beamten saen unten im ,schiff der ,kirche so1 da ich sie nicht sah4 ,bei mir war nur der ,katechet1 der mir die ,aufgaben vorlegte4 ,ich bestand die ,prfung und mute vor dem ,direktor erscheinen1 der mir erffnete1 da ich zum ,organisten bestellt sei und mich also sehr gut zu fhren habe1 um dieses ,vertrauens wrdig zu sein4 ,das war der ,anfang1 aus dem sich so sehr viel fr mich und mein ,innenleben entwickelte4 ,ich1 der ,protestant1 ,orgelspieler in einer katholischen ,kirche6 ,das brachte mir zunchst einige ,bewegungsfreiheiten innerhalb der ,anstaltsgebude4 ,man konnte mir doch keinen ,aufseher mit an die ,orgel stellen6 ,aber es brachte mir noch mehr1 nmlich ,achtung und diejenige ,rcksichtnahme1 nach der ich in ,beziehung auf gewisse ,aeuerlichkeiten strebte4 ,der ,aufseher unserer ,visitation war ein stiller1 ernster ,mann1 der mir sehr wohlgefiel2 als er im ,meldebuch las1 da ich katholischer ,organist geworden sei1 kam er verwundert in meine ,zelle1 um mich zu fragen1 ob vielleicht in meinen ,einlieferungsakten ein ,versehen unterlaufen sei2 da sei ich als evangelisch-lutherisch bezeichnet4 ,ich verneinte das ,versehen4 ,da sah er mich gro an und sagte3 ,das ist noch gar nicht dagewesen6 ,da mut du -- -- -- hm1 da mssen ,sie sehr musikalisch sein6 ,die ,gefangenen werden natrlich ,du genannt2 von jetzt an aber sagte er ,sie1 und ,andere taten ihm das nach4 ,das war eine scheinbar kleine1 aber trotzdem sehr wertvolle ,errungenschaft1 weil aus ihr vieles ,andere folgerte4 ,bald stellte sich zu meiner freudigen ,ueberraschung heraus1 da mein ,aufseher der ,dirigent des ,blserkorps war4 ,ich erzhlte ihm von meiner musikalischen ,beschftigung in ,zwickau4 ,da brachte er mir schleunigst ,noten1 um mir eine ,probeaufgabe zu erteilen4 ,ich bestand auch diese ,prfung1 und von nun an war dafr gesorgt1 da ich nicht verhindert wurde1 in meiner freien ,zeit nach meinen ,zielen zu streben4 ,dieser ,aufseher ist mir ein lieber1 vterlicher ,freund gewesen1 und wir haben1 als er spter pensioniert war und nach ,dresden zog1 noch lange in lieber1 achtungsvoller ,weise mit einander verkehrt4 ,der katholische ,katechet hie ,kochta4 ,er war nur ,lehrer1 ohne akademischen ,hintergrund1 aber ein ,ehrenmann in jeder ,beziehung1 human wie selten ,einer und von einer so reichen erzieherischen1 psychologischen ,erfahrung1 da das1 was er meinte1 einen viel greren ,wert fr mich besa1 als ganze ,ste von gelehrten ,bchern4 ,nie sprach er ber konfessionelle ,dinge mit mir4 ,er hielt mich fr einen ,protestanten und machte nicht den geringsten ,versuch1 auf meine ,glaubensanschauung einzuwirken4 ,und wie er sich zu mir1 so verhielt ich mich zu ihm4 ,nie habe ich ihm eine ,frage nach dem ,katholizismus vorgelegt4 ,was ich da wissen mute1 das wute ich bereits oder konnte es in anderer ,weise erfahren4 ,mir war das schne ,verhltnis heilig1 das nach und nach zwischen ihm und mir entstand1 ohne da sich strende ,gegenstze in das rein menschliche ,wohlwollen schleichen durften4 ,er tat seinen ,kirchendienst1 ich meinen ,orgeldienst1 aber im ,uebrigen blieb die ,religion zwischen uns vollstndig unberhrt und konnte also umso direkter und reiner auf mich wirken4 ,grad dieses sein ,schweigen war so beredt1 denn es lie seine ,taten sprechen1 und diese ,taten waren die eines ,edelmenschen1 dessen ,wirkungskreis zwar ein kleiner ist1 der aber selbst das ,kleinste gro zu nehmen wei4 ,ich hatte nie katholische ,kirchenlieder gespielt2 jetzt lernte ich sie kennen4 ,was fr ,orgel- und sonstige ,musikstcke bekam ich in die ,hand6 ,ich hatte geglaubt1 ,musikverstndnis zu besitzen4 ,ich ,tor6 ,dieser einfache ,katechet gab mir ,nsse zu knacken1 die mir sehr zu schaffen machten4 ,was ,musik eigentlich ist1 das begann ich erst jetzt zu ahnen1 und die ,musik ist nicht etwa das allergeringste ,mittel1 durch welches die ,kirche wirkt4 ,der katholische ,pfarrer kam nur dann zu mir1 wenn eine besondere ,feststellung in ,beziehung auf die ,orgelbegleitung ntig war4 ,er sprach nur das ,allerntigste1 ber ,religion gar nicht2 aber wenn er zu mir hereintrat war es stets1 als ob bei mir die ,sonne zu scheinen beginne4 ,solche ,sonnenmenschen sind selten1 und doch mte eigentlich jeder ,geistliche ein ,sonnenmensch sein1 denn der ,laie ist nur allzusehr geneigt1 die ,kirche so zu betrachten und zu beurteilen1 wie ihre ,priester sich zu ihm stellen4 ,ueber den ,unterschied zwischen dem protestantischen und dem katholischen ,gottesdienst gehe ich hinweg1 aber jeder vernnftige ,mensch wird es fr ganz naturgem und selbstverstndlich halten1 da ich nicht vier ,jahre lang an dem letzteren teilnehmen1 ja sogar aktiv an ihm beteiligt sein konnte1 ohne von ihm beeinflut zu werden4 ,wir sind doch keine ,steine1 von denen alles ,weiche abprallt6 ,und sogar dieser ,stein wird warm1 wenn der ,sonnenstrahl ihn trifft6 ,und diese ,gottesdienste waren ja ,sonnenstrahlen6 ,es liegt noch heut eine unendliche ,dankbarkeit fr diese ,wrme und diese ,gte in mir1 die sich meiner annahm und keinen einzigen ,vorwurf fr mich hatte1 als alles ,andere gegen mich war4 ,ich habe sie gesegnet bis auf den heutigen ,tag und werde sie segnen1 so lange ich lebe6 ,wie arm mssen doch die ,menschen innerlich sein1 welche behaupten1 da ich katholisiere6 ,es ist ganz unmglich1 da sie die ,menschenseele und die in ihr liegenden ,heiligtmer kennen4 ,uebrigens habe ich ber den katholischen ,glauben gar nichts geschrieben1 ber den mohammedanischen aber ganze ,bnde4 ,der ,vorwurf1 da ich islamitisiere1 erscheint also viel berechtigter1 als der1 da ich katholisiere4 ,warum macht man mir diesen nicht8 ,die ,madonna ist von hundert protestantischen ,malern dargestellt und von hundert protestantischen ,dichtern1 sogar von ,goethe1 behandelt worden4 ,warum sagt man von diesen nicht1 da sie katholisieren8 ,ich habe der katholischen ,kirche fr die hochsinnige ,gastfreundlichkeit1 die sie mir1 dem ,protestanten1 vier ,jahre lang erwies1 durch ein einziges ,ave ,maria gedankt1 welches ich fr meinen ,winnetou dichtete4 ,ist das ein ,grund1 mich der religisen ,heuchelei zu bezichtigen8 ,noch dazu des ,geldes wegen6 ,ich wiederhole3 ,wie arm mssen diese ,menschen sein1 wie unendlich arm6 -- -- ,ich mu konstatieren1 da diese vier ,jahre der ungestrten ,einsamkeit und konzentrierten ,sammlung mich sehr1 sehr weit vorwrts gebracht haben4 ,es stand mir jedes ,buch zur ,verfgung1 das ich fr meine ,studien brauchte4 ,ich stellte meine ,arbeitsplne fertig und begann dann mit der ,ausfhrung derselben4 ,ich schrieb ,manuskripte4 ,sobald eines fertig war1 schickte ich es heim4 ,die ,eltern vermittelten dann zwischen mir und den ,verlegern4 ,ich schrieb diesen nicht direkt1 weil sie jetzt noch nicht erfahren sollten1 da der ,verfasser der ,erzhlungen1 die sie druckten1 ein ,gefangener sei4 ,einer aber erfuhr es doch1 weil er persnlich zu den ,eltern kam4 ,das war der spter noch viel zu erwhnende ,kolportagebuchhndler ,h4 ,g4 ,mnchmeyer in ,dresden4 ,er war ,zimmergesell gewesen1 hatte bei ,tanzmusiken auf dem ,dorfe das ,klappenhorn geblasen und war dann ,kolporteur geworden4 ,in dieser ,eigenschaft kam er auch nach ,hohenstein-,ernsttal und lernte in einem benachbarten ,dorfe eine ,dienstmagd kennen1 die er heiratete4 ,das fesselte ihn an die ,gegend4 ,er wurde da bekannt und erfuhr auch von mir4 ,was er da ,tolles hrte1 schien ihm auerordentlich passend fr seine ,kolportage4 ,er suchte meinen ,vater auf und machte sich vertraut mit ihm4 ,so kamen ihm meine ,manuskripte in die ,hand4 ,er las sie4 ,einiges war ihm zu hoch4 ,anderes aber gefiel ihm so1 da es ihn1 wie er sagte1 entzckte4 ,er bat1 es drucken zu drfen1 und bekam die ,erlaubnis dazu4 ,er wollte sofort bezahlen und legte das ,geld auf den ,tisch4 ,vater aber nahm es nicht4 ,er schob es zurck und forderte ihn auf1 es mir persnlich zu geben1 wenn ich entlassen sei4 ,hierauf ging ,mnchmeyer sehr gern ein4 ,er versicherte1 ich sei der ,mann1 den er gebrauchen knne2 er werde mich nach meiner ,heimkehr aufsuchen und alles ,nhere mit mir besprechen4 ,dies erzhle und stelle ich fr einstweilen fest4 ,es ist fr manches ,folgende von groer ,wichtigkeit1 zu wissen1 da ,mnchmeyer nicht nur meine ,vergangenheit1 wie sie in ,wahrheit verlief1 genau kannte1 sondern auch ,alles gehrt hatte1 was hinzugelogen worden war4 ,was meinen seelischen ,zustand betrifft1 so hatte ich ,ruhe1 vollstndige ,ruhe4 ,in den ersten vier ,wochen der letzten vier ,jahre war es noch vorgekommen1 da die dunklen ,gestalten mich innerlich geqult und mit ,zurufen belstigt hatten2 das hatte aber nach und nach aufgehrt und war schlielich still geworden1 ohne sich wieder zu regen4 ,wenn ich hierber nachdachte1 ohne auf psychologische ,abwege zu geraten1 so kam ich zu der ,einsicht1 da diese ,gebilde nur solange ,einflu besitzen1 wie man in den betreffenden ,anschauungen steckt4 ,hat man aber die letzteren berwunden1 dann mssen die ,schreckbilder schwinden4 ,und dies schien das ,richtige zu sein2 der ,katechet war derselben ,meinung4 ,ich hatte ihm von meinen inneren ,anfechtungen nichts erzhlt1 wie ich in rein persnlichen und familiren ,dingen berhaupt nie einen ,menschen zu meinem ,vertrauten mache4 ,aber zuweilen fiel doch ein ,wort1 welches nicht andeuten sollte1 aber doch andeutete4 ,er wurde aufmerksam4 ,einmal kam ich im ,verlauf des ,gesprches darauf1 von meinen dunklen ,gestalten und ihren qulenden ,stimmen zu sprechen2 aber ich tat so1 als ob ich von einem ,andern sprche1 nicht von mir selbst4 ,da lchelte er4 ,er wute gar wohl1 wen ich meinte4 ,am nchsten ,tage brachte er mir ein kleines ,buch1 dessen ,titel lautete3 ,die sogenannte ,spaltung des menschlichen ,innern1 ein ,bild der ,menschheitsspaltung berhaupt4 ,ich las es4 ,wie kstlich es war6 ,welche ,aufklrung es gab6 ,nun wute ich auf einmal1 woran ich mit mir war6 ,nun mochten sie wiederkommen1 diese ,stimmen2 ich hatte sie nicht mehr zu frchten6 ,spter1 als er sich das ,buch wieder holte1 dankte ich ihm1 der ,freude entsprechend1 die ich darber empfand4 ,da fragte er mich3 ,nicht wahr1 ,sie waren es selbst1 von dem ,sie erzhlten8 ,ja1 antwortete ich4 ,haben ,sie alles verstanden8 ,nein1 noch nicht4 ,dieses hier8 ,er schlug eine ,stelle auf2 da war zu lesen3 ,wer an diesen schweren ,anfechtungen leidet1 der hte sich vor der ,stelle1 an der er geboren wurde4 ,er wohne niemals lngere ,zeit dort4 ,und vor allen ,dingen1 wenn er einmal heiratet1 so hole er sich seine ,frau ja nicht von diesem ,orte6 ,nein1 das verstehe ich noch nicht1 gestand ich ein4 ,ich auch nicht1 gab er zu4 ,aber denken ,sie darber nach6 ,dieses ,nachdenken1 welches er mir riet1 fhrte mich zu keinem ,resultate4 ,es handelte sich um eine rein psychologische ,frage4 ,da ist die ,erfahrung die einzige wissende ,lehrerin1 und diese ,erfahrung mute ich machen1 ehe ich es begriff1 leider1 leider6 -- -- -- ,,vi4 ,bei der ,kolportage4 ,es war ausgestanden4 ,ich kehrte heim4 ,es war ein strmischer ,frhlingstag1 es regnete und schneite4 ,vater kam mir entgegen4 ,es fiel ihm auch dieses ,mal nicht ein1 mir ,vorwrfe zu machen4 ,er hatte meine ,manuskripte gelesen und meine ,briefe fast auswendig gelernt4 ,er wute nun1 da er in ,beziehung auf meine ,zukunft nichts mehr zu befrchten hatte4 ,er kam bei dieser ,gelegenheit auch auf ,mnchmeyer zu sprechen und darauf1 da dieser mich aufsuchen wolle4 ,das wird vergeblich sein1 sagte ich4 ,dieser ,mann will ,schundromane1 aufregende ,liebesgeschichten1 weiter nichts4 ,solche ,sachen schreibe ich nicht4 ,er glaubt wahrscheinlich1 da ich so ehrlos bin1 ihm aus dem1 was man ber mich faselt1 einen ,kolportageroman zusammenzuflicken1 der ihm allerdings viel ,geld einbringen1 mich aber vernichten wrde4 ,da irrt er sich4 ,ich habe ganz andere ,zwecke und ,ziele6 ,vater gab mir recht4 ,als wir oberhalb der ,stadt angekommen waren und sie vor uns liegen sahen1 zeigte er nach dem nchsten ,dorf hinber1 auf ein alleinstehendes1 neugebautes ,haus und fragte mich3 ,kennst du das dort8 ,ist es nicht die ,stelle1 wo damals das ,feuer war8 ,ja4 ,einige ,tage1 nachdem du fort warst1 kam es heraus1 wer es angezndet hat4 ,es wurde mit dem ,tter sehr rasch verfahren4 ,er ist noch eher in das ,zuchthaus gekommen als du4 ,mutter wird es dir erzhlen4 ,o nein6 ,ich will nichts wissen1 gar nichts4 ,bitte sie1 da sie hierber schweigen soll6 ,noch an demselben ,abend erfuhr ich1 da der ,ortswachtmeister in der ,kneipe damit geprahlt hatte1 wie scharf er mich empfangen und beaufsichtigen werde1 zwei ,jahre lang2 er lasse mich keinen ,tag lang aus den ,augen6 ,er kam schon am andern ,vormittag und warf sich derart in die ,brust1 da man es wirklich keinem in dieser ,weise behandelten ,menschen belnehmen kann1 wenn er dadurch rckfllig wird4 ,er behauptete1 zwei ,jahre lang mein ,vorgesetzter zu sein1 bei dem ich mich tglich zu melden habe4 ,dann zog er die betreffenden ,gesetzesparagraphen aus der ,tasche1 um mir eine ,vorlesung ber meine ,pflichten zu halten4 ,ich sagte kein ,wort1 sondern ffnete die ,tr und gab ihm einen ,wink1 sich zu entfernen4 ,als er das nicht sofort tat1 tat ich es4 ,ich ging zum ,brgermeister und machte kurzen ,proze4 ,ich forderte einen ,auslandspa1 und als mir die ,auskunft wurde1 da dies nicht so ohne weiteres mglich sei1 war ich schon am nchsten ,tage ohne ,pa unterwegs4 ,im ,zuge sa ich in einem sonst leeren ,coup4 ,es ging ber die ,grenze4 ,da begann es pltzlich in mir laut zu wten und zu toben1 zu schreien und zu brllen wie in einem ,dorfwirtshause1 in dem die ,bauernknechte mit ,stuhlbeinen aufeinander schlagen4 ,hunderte von ,gestalten und ,hunderte von ,stimmen waren es1 von denen das kam4 ,frher htte es mich entsetzt2 heut aber lie es mich kalt4 ,diese ,sumpfreminiszenzen1 die mich nicht hergeben wollten1 hatten ihre ,macht ber mich verloren4 ,ich reagierte nicht darauf1 und so sollte es nach und nach ganz von selber still werden4 ,wohin diese ,reise ging und wie sie verlief1 soll der zweite ,band berichten4 ,inzwischen kam ,mnchmeyer1 um nach mir zu fragen4 ,ich war schon fort4 ,da zahlte er das ,honorar und ging unverrichteter ,sache wieder heim4 ,ungefhr dreiviertel ,jahre spter erschien er wieder1 und zwar nicht allein1 sondern mit seinem ,bruder4 ,dieses ,mal fand er mich daheim1 denn ich war wieder da1 um meine ,geographischen ,predigten zu schreiben und in ,druck zu geben4 ,sein ,bruder war ,schneider gewesen und dann auch ,kolporteur geworden4 ,das ,geschft war bisher gut gegangen1 sogar auerordentlich gut2 nun aber stand es in ,gefahr1 ganz pltzlich zusammenzubrechen4 ,man brauchte einen ,retter1 und der sollte ich sein1 ausgerechnet ich6 ,das war mir unbegreiflich1 weil ich mit ,mnchmeyer noch nie etwas zu tun gehabt hatte1 auch gar nichts mit ihm zu tun haben wollte und weder ihn noch seine ,lage kannte4 ,er erklrte sie mir4 ,er war ein klug berechnender1 sehr beredter ,mann1 und sein ,bruder sekundierte ihm in so trefflicher ,weise1 da ich beide nicht kurzer ,hand abwies1 sondern sie aussprechen lie4 ,aber als sie das getan hatten1 war ich -- -- -- eingefangen1 obgleich ich es nie fr mglich gehalten htte1 da ich jemals zu der ,kolportage in irgend eine ,geschftsbeziehung treten knne4 ,mnchmeyer hatte es zu einer nicht unbedeutenden ,druckerei mit ,setzersaal1 ,stereotypie usw4 gebracht4 ,was er herausgab1 war allerdings die niedrigste ,kolportage4 ,er sprach von einem sogenannten ,schwarzen ,buch mit lauter ,verbrechergeschichten1 von einem sogenannten ,venustempel1 der eine wahre ,goldgrube sei1 und von einigen anderen ,werken gleicher ,art4 ,fr heut aber handle es sich um ein ,wochenblatt1 welches er unter dem ,titel ,der ,beobachter an der ,elbe herausgebe4 ,grnder und ,redakteur dieses ,blattes sei ein aus ,berlin stammender ,schriftsteller namens ,otto ,freytag1 ein sehr geschickter1 tatkrftiger1 aber in geschftlicher ,beziehung hchst gefhrlicher ,mensch4 ,dieser habe sich mit ihm berworfen1 sei pltzlich aus der ,redaktion gelaufen1 habe alle ,manuskripte mitgenommen und wolle nun ein ganz hnliches ,blatt wie den ,beobachter an der ,elbe herausgeben1 um ihn tot zu machen4 ,wenn ich nicht sofort einen anderen ,redakteur bekomme1 der diesem ,menschen ber ist und es mit ihm aufzunehmen versteht1 bin ich verloren6 schlo ,mnchmeyer seinen ,bericht4 ,aber wie kommen ,sie da grad auf mich8 erkundigte ich mich4 ,ich bin weder ,redakteur noch in irgend einer ,weise bewhrt6 ,das lassen ,sie meine ,sorge sein6 ,ich habe viel von ,ihnen gehrt und1 vor allen ,dingen1 ich habe ,ihre ,manuskripte gelesen4 ,ich kenne mich aus4 ,sie sind der1 den ich brauche6 ,aber ich habe ganz andere ,sachen vor1 und zur ,kolportage wird mich niemand bringen6 ,weil ,sie sie nicht kennen4 ,man kann doch auch ,gutes mit ihr leisten4 ,was haben ,sie denn vor8 ,ich erklrte ihm meine ,plne4 ,da fing er ,feuer2 er begeisterte sich fr sie4 ,er gehrte zu jenen ,leuten1 die gern vom ,hohen schwrmen1 aber doch vom ,niedrigen leben4 ,das ist ja vortrefflich1 ganz vortrefflich6 rief er aus4 ,und das knnen ,sie ,alles bei mir erreichen1 am besten und schnellsten bei mir6 ,wieso8 ,sie geben diese ,sachen bei mir in ,druck und machen diesen ,freytag und sein neues ,blatt damit tot6 ,das wre allerdings bequem4 ,aber wenn mir ,ihr 1,beobachter an der ,elbe' nicht gefllt8 ,ich kenne ihn ja nicht4 ,so lassen wir ihn eingehen1 und ,sie grnden ein neues ,blatt an seiner ,stelle6 ,was fr eines8 ,ganz nach ,ihrem ,belieben1 wie es fr ,ihre ,zwecke pat6 ,ich gestehe1 da er mich durch dieses ,versprechen schon mehr als halb gewann4 ,das klang in ,beziehung auf meine ,plne ja fast wie ein ,himmelsgeschenk6 ,er fgte noch weitere ,versprechungen hinzu1 durch welche er es mir leicht machte1 auf seine ,wnsche einzugehen4 ,hierzu kamen meine eigenen ,erwgungen4 ,es wurde mir hier ganz unerwartet die prchtigste ,gelegenheit geboten1 den ,buchdruck1 die ,schriftsetzerei1 die ,stereotypie und alles noch hierher ,gehrige in bequemster ,weise kennenzulernen4 ,das hatte fr mich als ,schriftsteller sehr hohen ,wert und wurde mir wahrscheinlich nie wieder geboten4 ,der ,gehalt1 den sic ,mnchmeyer mir zahlen konnte1 war zwar nicht bedeutend1 aber es flossen mir ja auerdem derartige ,honorare zu1 da ich ihn eigentlich gar nicht brauchte4 ,und ich war gar nicht gebunden4 ,er bot mir vierteljhrige ,kndigung an4 ,ich konnte also alle drei ,monate gehen1 wenn es mir nicht gefiel4 ,versuchen ,sie es6 ,sagen ,sie ja6 forderte er mich auf1 indem er mir einen ,monatsgehalt hinzhlte4 ,wann htte ich anzutreten8 fragte ich4 ,sptestens bermorgen4 ,es eilt4 ,dieser ,freytag darf uns nicht vorauskommen4 ,aber ,sie wissen doch1 da ich bestraft bin6 ,ich wei ,alles4 ,das tut aber nichts4 ,und ich stehe sogar auch unter ,polizeiaufsicht6 ,das habe ich nicht gewut2 aber auch das tut nichts4 ,grad weil dies so ist1 sind ,sie mir der ,allerliebste6 ,schlagen ,sie ein6 ,das klang gradezu rhrend4 ,er hielt mir die ,hand hin2 ,vater und ,mutter nickten mir bittend zu2 da gab ich ihm den ,handschlag2 ich war -- -- -- ,redakteur4 ,als ich nach ,dresden kam1 nahm ich mir zunchst ein mbliertes ,logis1 doch stellte mir ,mnchmeyer sehr bald mehrere ,zimmer als ,redaktionswohnung zur ,verfgung1 und ich kaufte mir die ,mbel dazu4 ,ich fand den ,verlag ganz ungemein hlich4 ,das ,schwarze ,buch war geradezu emprend verbrecherisch4 ,der ,venustempel zeigte sich als ein scheuliches1 auf die niedrigste ,sinnenlust berechnetes ,unternehmen mit zotenhaften ,beschreibungen und entsetzlich nackten1 aufregenden ,abbildungen4 ,beigegeben war eine ,hausapotheke fr ,geschlechtskrankheiten1 an welcher ,summen verdient wurden1 die mir fast unglaublich erschienen4 ,diese schamlosen ,hefte und ,bilder lagen berall umher4 ,die ,arbeiter und ,arbeiterinnen nahmen sie mit heim4 ,die vier ,tchter ,mnchmeyers1 damals noch im ,schul- und ,kindesalter1 lasen und spielten mit ihnen1 und als ich ,frau ,mnchmeyer vor den ,folgen warnte1 antwortete sie3 ,was denken ,sie6 ,das ist unser bestes ,buch6 ,das bringt eine ,masse ,geld6 ,ich nahm mir vor1 dies msse entweder anders werden oder ich wrde ohne ,kndigung wieder fortgehen4 ,was den ,beobachter an der ,elbe betrifft1 dessen ,redaktion ich bernommen hatte1 so sah ich gleich mit dem ersten ,blick1 da er verschwinden msse4 ,mnchmeyer war so vernnftig1 dies zuzugeben4 ,wir lieen das ,blatt eingehen1 und ich grndete drei andere an seiner ,stelle1 nmlich zwei anstndige ,unterhaltungsbltter1 welche ,deutsches ,familienblatt und ,feierstunden betitelt waren1 und ein ,fach- und ,unterhaltungsblatt fr ,berg-1 ,htten- und ,eisenarbeiter1 dem ich die ,ueberschrift ,schacht und ,htte gab4 ,diese drei ,bltter waren darauf berechnet1 besonders die seelischen ,bedrfnisse der ,leser zu befriedigen und ,sonnenschein in ihre ,huser und ,herzen zu bringen4 ,in ,beziehung auf ,schacht und ,htte bereiste ich ,deutschland und ,oesterreich1 um die groen ,firmen z4 ,b4 ,hartmann1 ,krupp1 ,borsig usw4 dafr zu interessieren1 und da ein solches ,blatt damals ,bedrfnis war1 so erzielte ich ,erfolge1 ber die ich selbst erstaunte4 ,unsere ,bltter stiegen so1 da ,mnchmeyer mir zu ,weihnachten ein ,klavier schenkte4 ,sein ,konkurrent ,freytag gab sich alle ,mhe1 hatte zwar anfnglich auch ,erfolg1 mute sein ,blatt aber schon nach kurzer ,zeit eingehen lassen4 ,in dieser ,zeit der ,entwicklung war es1 da ,mnchmeyer von auswrtigen ,behrden wegen der ,verbreitung des ,venustempels angezeigt wurde4 ,verfasser dieses ,schand- und ,schundwerkes war eben jener ,otto ,freytag1 der nur deshalb mit ,mnchmeyer gebrochen hatte1 weil dieser ihn an dem ,gewinn1 den das ,werk brachte1 nicht partizipieren lie4 ,das ,buch enthielt eine lstern geschriebene ,abteilung ber die ,prostitution1 die zu ,polizeianzeigen allerdings direkt herausforderte4 ,es wurde ,mnchmeyer von irgend einer ,seite verraten1 von welcher1 das wei ich nicht1 da eine ,haussuchung nach dem ,venustempel stattfinden werde4 ,sofort begann eine fieberhafte ,rhrigkeit1 die ,verluste1 die hier drohten1 zu verhten4 ,jedermann1 dem man traute1 mute helfen2 mir aber sagte man kein ,wort2 man schmte sich4 ,es lagen ,tausende von gedruckten ,exemplaren da4 ,man versteckte ganze ,ste1 die bis zur ,decke reichten1 hinter andern ,werken4 ,man fllte den ,lift damit aus4 ,man benutzte jede verborgene ,stelle4 ,man schaffte eine ,menge der gefhrdeten ,bcher in die ,privatwohnungen und verbarg sie sogar unter den ,betten der ,kinder4 ,das ging so schnell und gelang so gut1 da die ,polizei1 als sie sich einstellte1 kaum eine ganz geringe ,nachlese fand1 und noch lange hat man sich im ,mnchmeyerschen ,hause des ,schnippchens gerhmt1 welches damals der sonst so findigen ,dresdener ,behrde geschlagen worden sei4 ,ich erfuhr erst spter1 viel spter hiervon und zog meine ,konsequenzen4 ,meines ,bleibens war hier nicht4 ,ich wollte aus dem ,abgrund heraus1 nicht aber wieder hinunter6 ,ich darf wohl sagen1 da ich in jener ,zeit fleiig gewesen bin und mir ehrliche ,mhe gegeben habe1 die ,mnchmeyersche ,kolportage in einen anstndigen ,verlag zu verwandeln4 ,mnchmeyer befreundete sich so mit mir1 da wir wie ,brder verkehrten4 ,das war mir ganz lieb1 so lange er tat1 was ich fr richtig hielt4 ,ich begann gleich in den ersten ,nummern der drei neugegrndeten ,bltter mit der ,ausfhrung meiner literarischen ,plne4 ,ich habe bereits gesagt1 da ich in dieser ,beziehung mein ,augenmerk auf die ,bewohner zweier ,erdhlften1 nmlich auf die ,indianer und auf die islamitischen ,volker richten wollte4 ,das tat ich nun hier4 ,ich bestimmte das ,deutsche ,familienblatt fr die ,indianer und die ,feierstunden fr den ,orient4 ,im ersteren ,blatte begann ich sofort mit ,winnetou1 nannte ihn aber einem anderen ,indianerdialekt gem einstweilen noch ,in-nu-woh4 ,ich war berzeugt1 da diese beiden ,bltter eine ,zukunft htten1 und ich bildete mir ein1 fr eine ganze ,reihe von ,jahrgngen ,redakteur bleiben zu knnen4 ,da gab es ,raum und ,zeit genug fr das1 was ich wollte4 ,ganz selbstverstndlich schrieb ich auch fr andere ,firmen1 die ich wohl nicht zu nennen brauche1 doch ohne die ,absicht1 mich bei ihnen festzusetzen4 ,leider stellte sich meinen guten1 weit ausschauenden ,absichten ganz pltzlich ein unerwartetes ,hindernis entgegen1 welches eigentlich gar nicht bestimmt war1 ein ,hindernis zu sein2 es sollte vielmehr eine ,anerkennung1 eine ,frderung bedeuten4 ,man machte mir nmlich1 um mich an die ,firma zu binden1 den ,vorschlag1 die ,schwester der ,frau ,mnchmeyer zu heiraten4 ,man lud1 um dies zu erreichen1 meinen ,vater nach ,dresden ein4 ,er durfte zwei ,wochen lang als ,gast bei ,mnchmeyers wohnen und bekam vom ,vater der ,frau ,mnchmeyer die ,brderschaft angetragen4 ,das bewirkte grad das ,gegenteil4 ,ich sagte nein und kndigte1 denn nun verstand es sich ganz von selbst1 da ich nicht bleiben konnte1 zumal es um diese ,zeit war1 da ich ber jenen ,streich1 den man der ,dresdener ,polizei gespielt hatte1 das ,nhere erfuhr4 ,nun hatten meine ,plne einstweilen zu schweigen1 doch gab ich sie nicht auf4 ,als das ,vierteljahr vorber war1 zog ich von ,mnchmeyers fort1 doch nicht von ,dresden4 ,die ,trennung von der ,kolportage tat mir nicht im geringsten wehe4 ,ich war wieder frei1 schrieb einige notwendige ,manuskripte und ging sodann auf ,reisen4 ,hierbei meine ,vaterstadt berhrend1 wurde ich als ,zeuge auf das dortige ,amtsgericht geladen und erfuhr1 da ,freytag1 der ,verfasser1 und ,mnchmeyer1 der ,verleger des ,venustempels1 wegen dieses ,schandwerkes krzlich bestraft worden seien4 ,das hatte man mir verschwiegen4 ,wie froh war ich1 nicht in den ,bezirk dieses ,venustempels hineingeheiratet zu haben6 ,nach der ,heimkehr von der soeben erwhnten ,reise hatte ich ,veranlassung1 eine meiner ,schwestern1 die in ,hohenstein verheiratet war1 aufzusuchen4 ,ich wohnte einige ,tage bei ihr und lernte da ein ,mdchen kennen1 welches einen ganz eigenartigen ,eindruck auf mich machte4 ,ich habe am ,anfange dieses meines ,buches gesagt1 da ich die sonderbare ,eigentmlichkeit besitze1 die ,menschen mehr seelisch als krperlich vor mir zu sehen4 ,ob das ein ,vorzug oder ein ,nachteil ist1 kann nicht ich entscheiden2 aber infolge dieser meiner ,eigenheit kommt es nicht selten vor1 da ich eine hliche ,person schn und eine schne hlich finde4 ,die interessantesten ,wesen sind mir die1 deren seelische ,gestalt mir rtselhaft erscheint1 deren ,konturen ich nicht erkennen kann oder deren ,kolorit ich nicht begreife4 ,solche ,personen ziehen mich an1 selbst wenn sie abstoend wirken2 ich kann nichts dafr4 ,und mit dem ,mdchen1 von dem ich hier spreche1 hatte es noch eine andere1 ganz eigentmliche ,bewandtnis4 ,nmlich als ich1 vierzehn ,jahre alt1 ,proseminarist in ,waldenburg war1 ging ich eines ,novembertages von dort nach ,ernstthal zu den ,eltern1 um meine ,wsche zu holen4 ,auf dem ,rckwege kam ich ber den ,hohensteiner ,markt4 ,da wurde gesungen4 ,die ,kurrende stand vor einem ,hause4 ,es war da eine ,leiche1 die beerdigt werden sollte4 ,ich kannte das ,haus4 ,unten wohnte ein ,mehlhndler und oben eine von fremdher zugezogene ,persnlichkeit1 die man bald als ,barbier1 bald als ,feldscheer sic1 ,chirurg oder ,arzt bezeichnete4 ,er barbierte nicht ,jedermann1 und es war bekannt1 da er noch weit mehr konnte als das4 ,sein ,name war ,pollmer4 ,er hatte eine ,tochter1 die man fr das schnste ,mdchen der beiden ,stdte hielt2 das wute ich4 ,die sollte jetzt begraben werden4 ,darum blieb ich stehen4 ,zwei ,frauen1 die auch zuhren und zusehen wollten1 stellten sich hinter mich4 ,eine dritte kam hinzu1 die war vom ,dorfe1 sie fragte1 was das fr eine ,leiche sei4 ,pollmers ,tochter1 antwortete eine der beiden ersten ,frauen4 ,ach86 ,dem ,zahndoktor seine8 ,woran ist denn die gestorben8 ,an ihrem eigenen ,kinde4 ,besser wre es1 dieses wre tot1 sie aber lebte noch4 ,auf so einem ,kinde1 an dem die ,mutter stirbt1 kann niemals ,segen ruhen2 das bringt ,jedermann nur ,unheil4 ,was ist denn der ,vater8 ,der8 ,es hat ja keinen6 ,du lieber ,gott6 ,auch das noch8 ,da wre es freilich besser1 der ,nickel knnte gleich mitbegraben werden6 ,jetzt hrte der ,gesang auf4 ,man brachte den ,sarg heraus4 ,der ,leichenzug bildete sich4 ,droben am offenen ,fenster der ,wohnstube erschien eine weibliche ,person1 welche etwas auf den ,armen trug4 ,das war das ,kind1 der ,nickel1 der seine eigene ,mutter gettet hatte und ,jedermann ,unheil brachte6 ,ich verstand von dem allem nichts4 ,was wei ein vierzehnjhriger ,junge von den ,vorurteilen dieser ,art von ,menschen6 ,aber als der ,leichenzug an mir vorber war1 und ich meinen ,weg fortsetzte1 nahm ich ,etwas mit1 was mich spter noch oft beschftigte1 nmlich die ,frage1 warum man sich vor einem ,kinde1 welches keinen ,vater hat und schuld an dem ,tode seiner ,mutter ist1 in ,acht nehmen mu4 ,ich glaubte infolge meiner ,jugend und ,unerfahrenheit an das1 was die alten ,weiber gesagt hatten1 und fhlte eine ,art von ,grauen1 so oft ich an dieses ,leichenbegrbnis und an den unglckseligen ,nickel dachte4 ,sobald ich spter ber den ,hohensteiner ,markt kam1 schaute ich ganz unwillkrlich nach dem betreffenden ,fenster in der ,oberstube des ,mehlhndlerhauses4 ,nach ,verlauf einer ,reihe von ,jahren sah ich einmal den ,kopf eines ,kindes1 eines ,mdchens1 herausschauen4 ,ich blieb fr einen ,augenblick stehen1 um das ,gesicht zu betrachten4 ,es war nichtssagend und hatte weder etwas ,wohltuendes noch etwas ,frchterliches an sich4 ,spter begegnete ich einmal auf der ,gasse einem stark gebauten1 hochgewachsenen ,manne1 der ein ungefhr zwlfjhriges ,mdchen an der ,hand fhrte4 ,das war der alte ,pollmer mit seinem ,nickel4 ,der ,alte sah sehr ernst1 das ,kind aber recht munter und freundlich aus2 es hatte gar nichts an sich1 was verriet1 da seine ,mutter an ihm gestorben war4 ,dann habe ich es noch verschiedene ,male gesehen1 als angehenden ,backfisch1 bleich1 lang aufgeschossen1 beraus schmal1 ganz uninteressant1 ein vollstndig gleichgltiges ,wesen4 ,nie htte ich gedacht1 da dieses ,mdchen jemals in meinem ,leben eine wenn auch nur unbedeutende ,rolle spielen knne4 ,und nun ich jetzt bei meiner ,schwester wohnte1 wurden mir bei einer ihrer ,freundinnen einige junge ,mdchen vorgestellt1 unter denen sich auch ein ,frulein ,pollmer befand4 ,das war der ,nickel2 aber er sah ganz anders aus als frher4 ,er sa so still und bescheiden am ,tisch1 beschftigte sich sehr eifrig mit einer ,hkelei und sprach fast gar kein ,wort4 ,das gefiel mir4 ,dieses ,gesicht errtete leicht4 ,es hatte einen ganz eigenartigen1 geheimnisvollen ,augenaufschlag4 ,und wenn ein ,wort ber die ,lippen kam1 so klang es vorsichtig1 erwgend1 gar nicht wie bei andern ,mdchen1 die ,alles grad so herausschwatzten1 wie es ihnen auf die ,zunge luft4 ,das gefiel mir sehr4 ,ich erfuhr1 da ihr ,grovater1 nmlich ,pollmer1 meine ,geographischen ,predigten gelesen hatte und sie immer wieder las4 ,das gefiel mir noch mehr4 ,sie erschien mir von ihren ,freundinnen ganz verschieden4 ,hinter den ,gestalten der ,letzteren sah ich keine ,spur von ,geist und nur einen ,hauch von ,seele4 ,hinter der ,pollmer aber lag psychologisches ,land1 ob ,hoch- oder ,niederland1 ob ,wste oder ,fruchtbarkeit1 das konnte ich nicht unterscheiden1 aber ,land war da2 das sah ich deutlich1 und es entstand der ,wunsch in mir1 dieses ,land kennen zu lernen4 ,da sie nicht aus einer wohlhabenden oder gar vornehmen ,familie stammte1 konnte mich nicht verhindern1 ich war ja selbst auch nur ein armer ,webersohn und eigentlich viel weniger als das4 ,am nchsten ,tage kam ihr ,grovater zu mir4 ,sie hatte ihm von mir erzhlt und in ihm den ,wunsch erweckt1 mich nach der ,lektre meiner ,predigten nun auch persnlich kennen zu lernen4 ,er schien von mir befriedigt zu sein1 denn er forderte mich auf1 nun auch ihn zu besuchen4 ,ich tat es4 ,es entwickelte sich ein ,verkehr zwischen uns1 der dann1 als ich meinen ,besuch beendet hatte und wieder nach ,dresden ging1 sich aus einem persnlichen in einen schriftlichen verwandelte4 ,aber ,pollmer schrieb nicht gern4 ,die ,briefe1 die ich bekam1 waren von der ,hand seiner ,enkeltochter4 ,wer htte jemals gedacht1 da ich mit dem ,nickel1 der ,einem nur ,unheil bringt1 in ,korrespondenz treten wrde6 ,ihre ,zuschriften machten einen auerordentlich guten ,eindruck4 ,sie sprach da von meinem schnen1 hochwichtigen ,beruf1 von meinen herrlichen ,aufgaben1 von meinen edlen ,zielen und ,idealen4 ,sie zitierte ,stellen aus meinen ,geographischen ,predigten und knpfte ,gedanken daran1 deren ,trefflichkeit mich erstaunte4 ,welch eine ,veranlagung zur ,schriftstellersfrau6 ,zwar kam es mir zuweilen so vor1 als ob nur ein mnnlicher ,verfasser1 und zwar ein sehr gebildeter1 solche ,briefe schreiben knne1 aber es war mir nicht mglich1 sie eines solchen ,betruges fr fhig zu halten4 ,meine ,schwester schrieb mir auch4 ,sie flo vom ,lobe ,frulein ,pollmers ber und lud mich fr die ,weihnachtsferien ein1 sie wieder zu besuchen4 ,ich tat es4 ,ich verga1 da grad die ,weihnachtszeit mir selten freundlich gesinnt gewesen ist und da ich vor der ,stelle1 an der ich geboren wurde1 gewarnt worden bin4 ,diese ,weihnacht entschied ber mich1 wenn ich mich auch nicht sofort verlobte4 ,ich hatte ja ,zeit4 ,diese ,zeit verbrachte ich meist auf ,reisen1 bis ich mich zu ,pfingsten wieder in der ,heimat einstellte1 um das ,seelenstudium des ,nickels1 der nun mein ,nickel werden sollte1 weiter fortzusetzen4 ,aber es kam nicht zu dieser ,fortsetzung1 sondern gleich zu einer ,entscheidung1 wie sie sonst nur auf der ,bhne zu sein pflegt4 ,nmlich als ,pollmer erfuhr1 da ich wieder da sei1 besuchte er mich und lud mich zu sich zum ,mittagessen ein4 ,er war lngst ,witwer1 und seine ,familie bestand nur aus ihm und seiner ,enkeltochter4 ,ich wute1 da er sich berall nur hchst lobend ber mich aussprach1 und da meine ,vorstrafen ihn ganz und gar nicht hinderten1 mich fr einen guten1 vertrauenswrdigen ,menschen zu halten4 ,aber ich wute auch1 da er sein ,enkelkind fr das schnste und wertvollste ,wesen der ganzen ,umgegend hielt und da er ganz mrchenhafte ,gedanken in ,beziehung auf dessen ,verheiratung hatte4 ,er war der ,ansicht1 da solche strahlende ,beauts der grte ,reichtum ihrer ,familie seien und nur mglichst reich und vornehm verheiratet werden drfen4 ,ganz selbstverstndlich konnte diese seine ,meinung nicht ohne ,einflu auf seine ,enkeltochter geblieben sein2 das bemerkte ich sehr wohl2 und vielleicht war es die hchste ,zeit1 sie diesem ,einflusse zu entziehen4 ,ich antwortete darum1 als er mich bat1 heut bei ihm zu ,mittag zu essen3 ,sehr gern1 doch nur unter der ,bedingung1 da ich nicht nur ,ihretwegen1 sondern auch um ,ihrer ,tochter willen kommen darf4 ,er horchte berrascht auf4 ,um ,emmas willen8 fragte er4 ,ja4 ,wie meinen ,sie das8 ,haben ,sie ,absichten auf sie8 ,wollen ,sie sie etwa heiraten8 ,allerdings4 ,alle ,wetter6 ,davon wei ich kein ,wort6 ,das ist aber doch wohl nur ,ihre ,absicht6 ,was sagt denn sie dazu8 ,sie ist einverstanden4 ,da sprang er von dem ,stuhle auf1 wurde tiefrot im ,gesicht und rief aus3 ,daraus wird nichts1 nichts1 nichts6 ,meine ,tochter ist nicht dazu geboren und nicht dazu erzogen1 da sie sich mit einem armen ,teufel durch das ,leben schindet6 ,die kann andere ,mnner kriegen4 ,die soll mir keinen ,schriftsteller heiraten1 der1 wenn es gut geht1 nur von seiner ,berhmtheit und nur vom ,hunger lebt6 ,denken ,sie dabei etwa auch mit an meine ,vorstrafen8 fragte ich4 ,das wrde ich gelten lassen6 ,unsinn6 ,das kmmert mich nicht4 ,es laufen ,hunderttausende in der ,freiheit herum1 die in das ,zuchthaus gehren6 ,nein1 das ist es nicht4 ,ich habe ganz andere ,grnde4 ,sie bekommen meine ,tochter nicht6 ,er rief das sehr laut aus4 ,oho6 antwortete ich4 ,oho8 ,hier gibt es kein ,oho6 ,ich wiederhole ,ihnen1 ,sie bekommen meine ,tochter nicht6 ,er stampfte bei jedem dieser ,worte1 um ihren ,eindruck zu verstrken1 mit dem ,spazierstock auf den ,boden4 ,es juckte mir frmlich in der ,hand1 sie ihm auf die ,achsel zu legen und ihm lachend zu sagen3 ,gut1 so behalten ,sie sie6 ,aber dagegen bumte sich das vterliche ,erbteil in mir auf1 der zhe1 unbedachte ,zorn1 der niemals das ,richtige tut4 ,ich brauste nun auch auf3 ,wenn ich sie nicht bekomme1 so nehme ich sie mir6 ,versuchen ,sie das6 ,ich werde es nicht nur versuchen1 sondern ich werde es tun1 wirklich tun6 ,da lachte er4 ,sie werden sich nicht zu mir wagen4 ,ich verbitte mir von jetzt an jeden ,besuch6 ,das versteht sich ganz von selbst4 ,aber ich sage ,ihnen im voraus3 ,sie werden seiner ,zeit persnlich zu mir kommen und mich bitten1 ,sie zu besuchen4 ,jetzt aber leben ,sie wohl6 ,ich ,sie bitten8 ,nie1 nie1 niemals6 ,er ging4 ,ich aber schrieb drei ,zeilen und schickte sie seiner ,tochter4 ,die lauteten3 ,entscheide zwischen mir und ,deinem ,grovater1 ,whlst ,du ihn1 so bleib2 whlst ,du mich1 so komm sofort nach ,dresden6 ,dann reiste ich ab4 ,sie whlte mich2 sie kam4 ,sie verlie den1 der sie erzogen hatte und dessen einziges ,gut sie war4 ,das schmeichelte mir4 ,ich fhlte mich als ,sieger4 ,ich tat sie zu einer ,pfarrerswitwe1 die zwei erwachsene1 hochgebildete ,tchter besa4 ,durch den ,umgang mit diesen ,damen wurde es ihr mglich1 sich ,alles1 was sie noch nicht besa1 spielend anzueignen4 ,von da aus bekam sie ,gelegenheit1 eine selbstndige ,wirtschaft fhren zu knnen4 ,auch ich arbeitete mit gutem1 ja mit sehr gutem ,erfolg4 ,ich wurde bekannt und bezog sehr anstndige ,honorare4 ,ich hatte mit meinen ,reiseerzhlungen begonnen1 die sofort in ,paris und ,tours auch in franzsischer ,sprache erschienen4 ,das sprach sich herum2 das imponierte sogar dem alten ,pollmer4 ,er hrte von ,kennern1 da ich im ,begriff stehe1 ein wohlhabender1 vielleicht gar ein reicher ,mann zu werden4 ,da schrieb er an seine ,tochter4 ,er verzieh ihr1 da sie ihn um meinetwillen verlassen hatte1 und forderte sie auf1 nach ,hohenstein zu kommen1 ihn zu besuchen1 mich aber mitzubringen4 ,sie erfllte ihm diesen ,wunsch1 und ich begleitete sie4 ,aber ich ging nicht zu ihm1 sondern nach ,ernstthal zu meinen ,eltern4 ,er schickte nach mir2 ich aber antwortete1 er wisse wohl1 was ich ihm vorausgesagt habe4 ,wenn er mich bei sich haben wolle1 msse er persnlich kommen1 mich einzuladen4 ,und er kam6 ,ich fhlte mich wieder als ,sieger4 ,wie tricht von mir6 ,hier hatte nicht ich1 sondern nur die ,erwgung gesiegt1 da ich es wahrscheinlich zu einem ,vermgen bringen werde1 und es gab sogar die ,gefahr fr mich1 da diese ,erwgung nicht allein vom ,grovater getroffen worden war4 ,uebrigens bat er sie1 bis zu unserer ,verheiratung bei ihm in ,hohenstein zu bleiben4 ,ich hatte nichts dagegen und gab mein ,logis in ,dresden auf1 um bei den ,eltern in ,ernsttal zu wohnen4 ,es war damals eine ,zeit ganz eigenartiger innerer und uerer ,entwicklungen fr mich4 ,ich schrieb und machte ,reisen4 ,von einer dieser ,reisen zurckgekehrt1 erfuhr ich1 kaum aus dem ,kupee gestiegen1 da heute nacht der alte ,pollmer gestorben sei2 der ,schlag hatte ihn getroffen4 ,ich eilte nach seiner ,wohnung4 ,man hatte mir zuviel gesagt4 ,er war nicht tot2 er lebte noch1 er konnte aber weder sprechen noch sich bewegen4 ,sein ,enkelkind sa in einer seitwrts liegenden ,stube bei einer klingenden ,beschftigung4 ,sie hatte nach seinem ,gelde gesucht und es gefunden4 ,es war nicht viel2 ich glaube kaum zweihundert ,mark4 ,ich zog sie davon fort1 zu dem ,kranken hinber4 ,er erkannte mich und wollte reden1 brachte es aber nur zu einem unartikulierten ,lallen4 ,aus seinem ,blicke sprach eine ungeheure ,angst4 ,da kam der behandelnde ,arzt4 ,er hatte ihn schon gleich frh am ,morgen untersucht1 tat dies jetzt wieder und gab uns den ,bescheid1 da alle ,hoffnung vergeblich sei4 ,als er sich entfernt hatte1 glitt die ,tochter des ,sterbenden vor mir nieder und bat mich1 sie ja nicht zu verlassen4 ,ich versprach es ihr und habe ,wort gehalten4 ,ich habe sogar noch mehr getan4 ,ich habe ihren ,wunsch erfllt1 in ,hohenstein wohnen zu bleiben4 ,wir mieteten uns eine ,etage des oberen ,marktes und htten da unendlich glcklich leben knnen1 wenn uns ein solches ,glck beschieden gewesen wre4 ,ich schrieb damals schon einige ,jahre fr ,pustet in ,regensburg1 in dessen ,deutschem ,hausschatz meine ,reiseerzhlungen erschienen4 ,die ,firma ,pustet ist eine katholische und der ,deutsche ,hausschatz ein katholisches ,familienblatt4 ,aber diese konfessionelle ,zugehrigkeit war mir hchst gleichgltig4 ,der ,grund1 warum ich dieser hochanstndigen ,firma treugeblieben bin1 war kein konfessioneller1 sondern ein rein geschftlicher4 ,kommerzienrat ,pustet lie mir nmlich schon bei der zweiten1 kurzen ,erzhlung durch seinen ,redakteur ,vinzenz ,mller mitteilen1 da er bereit sei1 alle meine ,manuskripte zu erwerben2 ich solle sie keinem anderen ,verlag senden4 ,und zahlen werde er sofort4 ,bei lngeren ,manuskripten1 die ich ihm nach und nach schicken solle1 gehe er sehr gern auf ,teilzahlungen ein2 so viel ,seiten1 so viel ,geld6 ,es wird wohl selten einen ,schriftsteller geben1 dem ein solches ,anerbieten gemacht wird4 ,ich ging mit ,freuden darauf ein4 ,rund zwanzig ,jahre lang ist das ,honorar1 wenn ich das ,manuskript heute zur ,post sandte1 genau bermorgen eingetroffen4 ,ich erinnere mich keines einzigen ,males1 da es spter gekommen wre4 ,und niemals hat es in ,beziehung auf das ,honorar auch nur die geringste ,differenz zwischen uns gegeben4 ,ich habe nie mehr verlangt1 als was vereinbart worden war1 und als ,pustet es mir pltzlich verdoppelte1 tat er das aus eigenem1 freiem ,entschlusse1 ohne da ich einen hierauf bezglichen ,wunsch geuert hatte4 ,solchen ,verlegern bleibt man treu1 auch ohne nach ihrem ,glauben und ihrer ,konfession zu fragen4 ,aber noch wertvoller als diese ,pnktlichkeit war fr mich der ,umstand1 da alle meine ,manuskripte vorausbestellt waren und sicher an- und aufgenommen wurden4 ,das machte es mir mglich1 meine auf die ,reiseerzhlungen bezglichen ,plne nun endlich auszufhren4 ,es war mir nun der ntige ,spaltenraum fr lange ,zeit hinaus sichergestellt4 ,durch wen ich diese ,erzhlungen dann spter in ,buchform herausgeben wrde1 war eine ,frage1 die einstweilen noch offenbleiben konnte4 ,es gibt feindselige ,menschen1 welche behaupten1 da ich mich nur um des ,geldes willen an diesen katholischen ,verlag herangemacht habe4 ,das ist eine ,unwahrheit1 fr deren ,gewissenlosigkeit und ,verwerflichkeit ich keine ,worte finde4 ,ich habe ganz das ,gegenteil von dem getan1 dessen man mich da beschuldigt4 ,ich habe dem ,deutschen ,hausschatz und seinem ,herausgeber ,opfer gebracht1 von deren ,gre die ,familie ,pustet keine ,ahnung hatte4 ,vor mir liegt ein ,brief1 den ,professor ,josef ,krschner1 der bekannte1 berhmte ,publizist1 mit dem ich sehr befreundet war1 am #c4 ,oktober #ahhf an mich schrieb4 ,es handelte sich um die bei ,spemann in ,stuttgart erscheinende ,revue ,vom ,fels zum ,meere1 fr welche ich mitgearbeitet habe4 ,der ,brief lautet wie folgt3 ,sehr geehrter ,herr6 ,sie haben inzwischen schon wieder fr andere ,unternehmungen ,beitrge geliefert1 whrend ,sie mich mit dem lngst ,versprochenen noch immer im ,stiche lieen4 ,das ist eigentlich nicht recht1 und ich bitte ,sie dringend1 nun ,ihr ,versprechen mir gegenber wahr zu machen4 ,ich will diese ,gelegenheit nicht vorbergehen lassen1 ohne ,sie zu fragen1 ob ,sie nicht geneigt wren1 einmal einen recht packenden1 fesselnden und situationsreichen ,roman zu schreiben4 ,ich wrde ,i h n e n in diesem ,falle ein ,honorar bis zu tausend ,mark pro ,fels-,bogen zusichern knnen1 wenn ,sie etwas ,derartiges schreiben wrden4 ,in vorzglicher ,hochachtung ,ihr ergebenster ,josef ,krschner4 ,das ,honorar1 welches ich von ,pustet bekam1 war gegen diese tausend ,mark so unbedeutend1 da ich mich scheue1 seinen ,betrag hier zu nennen4 ,wenn ich ,pustet trotzdem vorgezogen habe1 so ist das ein gewi wohl mehr als hinreichender ,beweis1 da ich fr den ,hausschatz nicht geschrieben habe1 um mehr ,geld zu machen1 als ich von ,andern bekam4 ,auch meine andern ,verleger zahlten bedeutend mehr als ,pustet4 ,das mu ich1 um diesen bswilligen ,ausstreuungen zu begegnen1 hiermit konstatieren4 ,ueber den ,inhalt dieser meiner ,hausschatzerzhlungen berichte ich an anderer ,stelle4 ,ich habe1 der ,logik der ,tatsachen gehorchend1 mich von ,pustet zurck zu ,mnchmeyer zu wenden4 ,es war ihm ,jahre #ahhb1 als ich mit meiner ,frau auf einer ,erholungstour nach ,dresden kam4 ,ich hatte ihr ,mnchmeyer so lebhaft geschildert1 da sie sich ein ganz richtiges ,bild von ihm machen konnte1 obgleich sie ihn noch nicht gesehen hatte4 ,sie wnschte aber sehr1 ihn kennen zu lernen1 von dem ihr auch ,andere gesagt hatten1 da er ein hbscher ,kerl1 ein glanzvoller ,unterhalter und fr schne ,frauen begeistert sei4 ,er pflegte in dieser ,jahreszeit um die ,dmmerstunde in einer bestimmten ,gartenrestauration zu verkehren4 ,als ich ihr das sagte1 bat sie mich1 sie hinzufhren4 ,ich tat es1 obgleich es mir widerstrebte1 ihm diejenige zu zeigen1 die ich seiner ,schwgerin vorgezogen hatte4 ,ich hatte mich nicht geirrt4 ,er war da4 ,der einzige ,gast im ganzen ,garten4 ,die ,freude1 mich wiederzusehen1 war aufrichtig2 das sah man ihm an4 ,aber gab es nicht vielleicht auch geschftliche ,ursachen zu dieser ,freude8 ,er hatte gar so zusammengedrckt und niedergeschlagen dagesessen1 den ,kopf in beide ,hnde gelegt4 ,nun aber war er pltzlich froh und munter4 ,er strahlte vor ,vergngen4 ,er machte mir in seiner ,kolportageweise die unmglichsten ,komplimente1 eine so schne ,frau zu haben1 und meiner ,frau gratulierte er in denselben ,ausdrcken zu dem ,glck1 einen so schnell berhmt gewordenen ,mann zu besitzen4 ,er kannte meine ,erfolge1 bertrieb sie aber1 um uns beiden zu schmeicheln4 ,er machte ,eindruck auf meine ,frau1 und sie ebenso auf ihn4 ,er begann1 zu schwrmen1 und er begann1 aufrichtig zu werden4 ,sie sei schn wie ein ,engel1 und sie solle sein ,rettungsengel werden1 ja1 sein ,rettungsengel1 den er brauche in seiner jetzigen groen ,not4 ,sie knne ihn retten1 indem sie mich bitte1 einen ,roman fr ihn zu schreiben4 ,und nun erzhlte er3 ,als ich aus seinem ,geschft getreten war1 hatte er keinen passenden ,redakteur fr die von mir gegrndeten ,bltter gefunden4 ,er selbst verstand nicht1 zu redigieren4 ,sie verloren sehr schnell ihren ,wert2 die ,abonnenten fielen ab2 sie gingen ein4 ,dabei blieb es aber nicht4 ,es wollte berhaupt nichts mehr gelingen4 ,verlust folgte auf ,verlust1 und jetzt stand es so1 da er die ,hamletfrage ,sein oder ,nichtsein nicht lnger von sich weisen konnte4 ,er habe soeben1 in diesem ,augenblick1 darber nachgedacht1 durch wen oder was er ,rettung finden knne1 doch vergeblich4 ,da seien wir beide gekommen1 grad wie vom ,himmel geschickt4 ,und nun wisse er1 da er gerettet werde1 nmlich durch mich1 durch einen ,roman von mir1 durch meine schne1 junge1 liebe1 gute ,herzensfrau1 die mir keine ,ruhe lassen werde1 bis dieser ,roman in seinen ,hnden sei4 ,der ,pfiffikus hatte sich durch diese derben ,lobeserhebungen der ,mithilfe meiner unerfahrenen ,frau vollstndig versichert4 ,er drang in mich1 ihm seinen ,wunsch zu erfllen1 und sie bat mit4 ,er stellte mir klugerweise vor1 da eigentlich nur ich schuld an seiner jetzigen schlimmen ,lage sei4 ,vor sechs ,jahren habe alles auerordentlich gut gestanden2 aber da ich seine ,schwgerin nicht habe heiraten wollen und aus der ,redaktion gegangen sei1 das habe alles in das ,gegenteil verwandelt4 ,um das wieder gut zu machen1 sei ich also moralisch geradezu verpflichtet1 ihm jetzt unter die ,arme zu greifen4 ,was diesen letzteren ,gedanken betraf1 so fhlte ich gar wohl1 da etwas ,wahres daran sei4 ,man hatte damals meine ,bereitwilligkeit1 die ,schwester der ,frau ,mnchmeyer zu heiraten1 fr so selbstverstndlich gehalten1 da berall davon gesprochen worden war4 ,dadurch1 da ich den ,plan zurckwies1 hatte nicht nur dieses ,mdchen1 sondern auch die ganze ,familie eine beinahe ffentliche ,zurcksetzung erlitten1 an der ich zwar nicht die ,schuld trug1 die mich aber geneigt machte1 ,mnchmeyer als ,ersatz dafr irgend eine ,liebe zu erweisen4 ,hierzu kam1 da wir uns nicht gezankt hatten1 sondern als ,freunde auseinander gegangen waren4 ,es konnte also wohl einen geschftlichen1 nicht aber einen persnlichen ,grund geben1 seinen ,wunsch zurckzuweisen4 ,aber auch in geschftlicher ,beziehung lag kein zwingender ,grund vor1 mich zu weigern4 ,zeit hatte ich2 ich brauchte sie mir nur zu nehmen4 ,in dem ,umstand1 da ,mnchmeyer ,kolportageverleger war1 lag kein ,zwang fr mich1 ihm nun auch meinerseits nichts ,anderes als nur einen ,schund- und ,kolportageroman zu schreiben4 ,es konnte etwas ,besseres sein1 eine organische ,folge von ,reiseerzhlungen1 wie ich sie ,pustet und anderen ,verlegern lieferte4 ,tat ich das1 so war damit zugleich auch meinem ,lebenswerke gedient1 und ich konnte das1 was ich fr ,mnchmeyer schrieb1 ganz ebenso spter fr mich in ,bnden erscheinen lassen1 wie das fr meine ,hausschatzerzhlungen bestimmt worden war4 ,diese ,erwgungen gingen mir durch den ,kopf1 whrend ,mnchmeyer und meine ,frau auf mich einsprachen4 ,ich erklrte schlielich1 da ich mich vielleicht entschlieen knnen1 den gewnschten ,roman zu schreiben1 doch nur unter der ,bedingung1 da er nach einer bestimmten ,zeit mit smtlichen ,rechten wieder an mich zurckfalle4 ,es drfe an meinem ,manuskripte absolut kein ,wort gendert werden2 das wisse er ja von frher her4 ,mnchmeyer erklrte1 hierauf einzugehen1 doch mge ich ihn mit dem ,honorar nicht drcken4 ,er sei in ,not und knne nicht viel zahlen4 ,spter1 wenn mein ,roman gut einschlage1 knne er das durch eine feine ,gratifikation ausgleichen4 ,das klang ja gut4 ,er bat1 ihm keine ,zeit zu setzen1 an welcher der ,roman wieder an mich zurckzufallen habe1 sondern lieber eine ,abonnentenzahl1 nach welcher1 sobald sie erreicht worden sei1 er aufzuhren und mir meine ,rechte wiederzugeben habe4 ,er berechnete1 da er mit sechs- bis siebentausend ,abonnenten auf seine ,rechnung komme2 was darber hinausgehe1 sei ,verdienst4 ,darum schlug ich vor1 im ,falle1 da ich den ,roman schreiben werde1 solle ,mnchmeyer bis zum zwanzigtausendsten ,abonnenten gehen drfen1 weiter nicht2 dann habe er mir eine feine ,gratifikation zu zahlen1 und der ,roman falle mit allen ,rechten an mich zurck4 ,ob ich ihn dann gegen das entsprechende ,honorar bei ihm oder bei einem anderen ,verleger weiter erscheinen lasse1 sei lediglich meine ,sache4 ,hierauf ging ,mnchmeyer sofort ein1 ich aber gab meine ,zusage noch nicht definitiv2 ich erklrte1 mir die ,sache erst noch reiflich berlegen und meine ,entscheidung dann morgen geben zu wollen4 ,mnchmeyer kam schon am folgenden ,morgen in unser ,hotel1 um sich meinen ,bescheid zu holen4 ,ich sagte ja1 halb freiwillig und halb gezwungen4 ,meine ,frau hatte nicht nachgelassen1 bis ich ihr das ,versprechen gab1 ihm seinen ,wunsch zu erfllen4 ,er bekam den ,roman zu den erwnschten ,bedingungen1 nmlich nur bis zum zwanzigtausendsten ,abonnenten4 ,dafr hatte er fr die ,nummer #ce ,mark zu bezahlen und beim ,schlu eine feine ,gratifikation4 ,er gab den ,handschlag4 ,unser ,kontrakt war also kein schriftlicher1 sondern ein mndlicher4 ,er sagte1 wir seien beide ehrliche ,mnner und wrden einander nie betrgen4 ,es klinge fr ihn wie eine ,beleidigung1 von ihm eine ,unterschrift zu verlangen4 ,ich ging aus zwei guten ,grnden hierauf ein4 ,nmlich erstens durften nach damaligem schsischem ,gesetz bei ,mangel eines ,kontrakts berhaupt nur tausend ,exemplare gedruckt werden2 ,mnchmeyer htte sich also1 wenn er unehrlich sein wollte1 nur selbst betrogen2 so dachte ich4 ,und zweitens konnte ich mir den fehlenden schriftlichen ,kontrakt sehr leicht und unauffllig durch ,briefe verschaffen4 ,ich brauchte meine ,geschftsbriefe an ,mnchmeyer sehr einfach nur so einzurichten1 da seine ,antworten nach und nach ,alles enthielten1 was zwischen uns ausgemacht worden war4 ,das habe ich denn auch getan und seine ,antworten mir heilig aufgehoben4 ,er wnschte sehr1 da ich mit dem ,roman sofort beginne4 ,ich tat ihm diesen ,gefallen und kehrte schleunigst nach ,hohenstein zurck1 um unverweilt anzufangen4 ,meine ,frau trieb fast noch mehr als ,mnchmeyer selbst4 ,er hatte eine persnliche ,vorliebe fr den nichtssagenden ,titel ,das ,waldrschen4 ,ich ging auch hierauf ein1 htete mich aber1 ihm sonst noch irgendwelche ,konzessionen zu machen4 ,schon nach einigen ,wochen kamen gnstige ,nachrichten4 ,der ,roman ging4 ,dieses ging ist ein ,fachausdruck1 welcher einen nicht gewhnlichen ,erfolg bedeutet4 ,ich bekam weder ,korrektur noch ,revision zu lesen1 und das war mir ganz lieb1 denn ich hatte keine ,zeit dazu4 ,beleghefte gingen mir nicht zu1 weil sie mich verzettelt htten4 ,ich sollte meine ,freiexemplare nach ,vollendung des ,romans gleich komplett bekommen4 ,damit war ich einverstanden4 ,freilich bekam ich dadurch keine ,gelegenheit1 mein ,originalmanuskript mit dem ,druck zu vergleichen1 aber das machte mir keine ,sorge4 ,es war ja bestimmt worden1 da mir kein ,wort gendert werden drfe1 und ich besa damals die ,vertrauensseligkeit1 dies fr gengend zu halten4 ,der ,erfolg des ,waldrschens schien nicht nur ein guter1 sondern ein ungewhnlicher zu werden4 ,mnchmeyer zeigte sich in seinen ,briefen sehr zufrieden4 ,er schrieb wiederholt1 da er sich schon jetzt1 nach so kurzer ,zeit fr gerettet halte1 denn er hoffe doch1 da der ,roman so zugkrftig bleibe1 wie er bis jetzt gewesen sei4 ,er regte den ,gedanken an1 da wir nicht in ,hohenstein bleiben1 sondern nach ,dresden ziehen mchten1 da er mich in seiner ,nhe haben wolle4 ,meine ,frau griff diesen ,gedanken mit ,begeisterung auf und sorgte dafr1 da er so schnell wie mglich ausgefhrt wurde4 ,ich strubte mich keineswegs4 ,hatte ich doch whrend der ,hohensteiner ,zeit mehr und mehr an jene ,warnung denken mssen1 welche in dem ,buche des ,katecheten zu lesen gewesen war4 ,ich hatte1 dieser ,warnung zum ,trotz1 mich nicht nur an der ,stelle1 an der ich geboren worden war1 sehaft niedergelassen1 sondern mir auch eine ,frau von dort genommen4 ,ich war fr einige ,zeit geneigt gewesen1 den ,inhalt dieser ,buchstelle als ,aberglauben zu betrachten1 sah sie aber gar bald wieder mit dem ,auge des ,psychologen an und wurde sodann durch die ,schwere der ,tatsachen gezwungen1 einzusehen1 da ein einzelner ,schwimmer unbedingt leichter ber trbe ,gewsser hinberlangt1 als wenn er eine zweite ,person mitzunehmen hat1 die weder schwimmen kann noch schwimmen will4 ,darum war mir diese ,ortsvernderung ganz recht1 doch zog ich aus ,vorsicht nicht nach ,dresden selbst1 sondern nach ,blasewitz1 um mir ,ellbogenfreiheit zu sichern4 ,mnchmeyer stellte sich auch da sofort ein1 und zwar wchentlich mehrere ,male4 ,es entwickelte sich ein anfangs ganz frderlicher ,verkehr zwischen ihm und uns4 ,ich arbeitete so1 da ich mir fast keine ,ruhe gnnte4 ,der ,roman schritt sehr schnell vorwrts1 und sein ,erfolg wuchs derart1 da ,mnchmeyer mich bat1 noch einen zweiten und womglich noch einige weitere zu schreiben4 ,ich ahnte nicht1 da meine ,entscheidung ber diesen seinen ,wunsch eine fr mich hochwichtige sei und da sie mir1 falls sie bejahend ausfallen sollte1 zu einer ,quelle unsagbaren ,elendes und unaussprechlicher ,qual werden knne4 ,ich betrachtete nur die angeblichen ,vorteile1 sah aber nicht die ,gefahr4 ,diese ,gefahr entwickelte sich1 wie schon einmal1 aus meinen literarischen ,plnen heraus4 ,mnchmeyer hatte diese ,plne nicht vergessen2 er kannte sie noch ganz gut4 ,er erinnerte mich jetzt an sie4 ,ich hatte sie damals nicht ausfhren knnen1 weil ich meine ,stellung bei ihm aufgab4 ,jetzt aber war ich kein ,angestellter1 sondern ein freier ,mann1 der durch nichts verhindert werden konnte1 das zu tun1 was ihm beliebte4 ,und die ,hauptsache1 ich brauchte das1 was ich schreiben wollte1 nicht1 wie bei ,pustet1 auf viele ,jahrgnge auseinander zu dehnen1 sondern ich konnte es flottweg hintereinander schreiben1 um das1 was jetzt als ,heftroman erschien1 spter in ,buchform herauszugeben4 ,das bestrickte mich4 ,hierzu kam das bestndige ,zureden meiner ,frau1 welche die geringen ,einwnde1 die ich zu erheben hatte1 sehr leicht zum ,schweigen brachte4 ,kurz1 ich gab meine ,zustimmung1 noch einige ,roman zu schreiben1 und zwar zu ganz denselben ,bedingungen wie das ,waldrschen4 ,diese ,arbeiten hatten mir also auch nach dem zwanzigtausendsten ,abonnenten mit allen ,rechten wieder zuzufallen1 und dann war mir eine feine ,gratifikation zu zahlen4 ,es gab nur eine einzige ,aenderung1 nmlich die1 da ich fr diese ,romane ein ,honorar von fnfzig ,mark pro ,heft bezog1 anstatt nur fnfunddreiig bei dem ,waldrschen4 ,infolge dieser ,abmachungen begann fr mich von jetzt an eine ,zeit1 an die ich heut nicht ohne ,genugtuung1 zugleich aber auch nicht ohne tiefe ,beschmung denken kann4 ,ich frage nicht1 ob ich mich durch diese ,aufrichtigkeit blamiere2 meine ,pflicht ist1 die ,wahrheit zu sagen1 weiter nichts4 ,es war ein fast fieberhafter ,flei1 mit dem ich damals arbeitete4 ,ich brauchte nicht1 wie andere ,schriftsteller1 mhsam nach ,sujets zu suchen2 ich hatte mir ja reichhaltige ,verzeichnisse von ihnen angelegt1 in die ich nur zu greifen brauchte1 um sofort zu finden1 was ich suchte4 ,und sie alle waren schon fertig durchdacht2 ich hatte nur auszufhren2 ich brauchte nur zu schreiben4 ,und dieses letztere tat ich mit einem ,eifer1 der mich weder rechts noch links schauen lie1 und grad das1 das war es1 was ich wollte4 ,ich hatte einsehen mssen1 da es fr mich kein anderes ,glck im ,leben gab1 als nur das1 welches aus der ,arbeit fliet4 ,darum arbeitete ich1 so viel und so gern1 so gern6 ,dieser ruhelose ,flei ermglichte es mir1 zu vergessen1 da ich mich in meinem ,lebensglck geirrt hatte und noch viel1 viel einsamer lebte1 als es vorher jemals der ,fall gewesen war4 ,dieses tiefe1 innere ,verlassensein drngte mich1 um die trostlose ,oede auszufllen1 zu rastlosem ,fleie und machte mich leider gleichgltig gegen die ,notwendigkeit1 geschftlich vorsichtig zu sein4 ,es kam bei ,mnchmeyer so viel vor1 was mich veranlassen konnte1 auf der ,hut zu sein1 da mehr als genugsam ,grund vorlag1 die ,zukunft und ,integritt alles dessen1 was ich fr ihn schrieb1 so sicher wie mglich zu stellen4 ,da ich hieran nicht dachte1 war ein ,fehler1 den ich zwar entschuldigen1 mir aber selbst heut noch nicht verzeihen kann4 ,mnchmeyer war ,hausfreund bei uns geworden4 ,er hatte sich in ,blasewitz eine ,art ,garonlogis gemietet1 um seine ,sonnabende und ,sonntage bequemer bei uns verbringen zu knnen4 ,er kam auch an ,abenden der andern ,tage und brachte fast immer seinen ,bruder1 sehr oft auch andere ,personen mit4 ,er wnschte zwar1 da ich mich dadurch ja nicht in meiner ,arbeit stren lassen mge1 doch konnte mich das nicht hindern1 ,herr meiner ,wohnung zu bleiben und dann1 als mir dies nicht mehr mglich erschien1 diese ,wohnung aufzugeben und aus ,blasewitz fort1 nach der ,stadt zu ziehen4 ,meine neue ,wohnung lag in einer der stillsten1 abgelegensten ,straen1 und mein neuer ,wirt1 ein sehr energischer ,schlo- und ,rittergutsbesitzer1 duldete keinen ruhestrenden ,lrm und berhaupt keine ,ueberflssigkeiten in seinem ,hause4 ,grad das war es1 was ich suchte4 ,ich fand da die innere und uere ,stille und die ,sammlung1 die ich brauchte4 ,mnchmeyer kam noch einige ,male1 dann nicht mehr4 ,dafr aber stellten1 ich wute nicht1 warum1 sich ,einladungen von ,frau ,mnchmeyer ein1 sie auf ihren ,sonntagswanderungen durch ,wald und ,heide zu begleiten4 ,diese ,wanderungen waren ihr vom ,arzt geraten1 der ihr tiefe ,lufteinatmung verordnet hatte4 ,ich mute mich wohl oder bel an ihnen beteiligen1 weil dies der ,wunsch meiner ,frau war1 deren ,grnde ich leider nicht zu wrdigen verstand4 ,sie fand sich nicht in die ,abgeschiedenheit unserer jetzigen ,wohnung2 sie entzweite sich mit dem ,wirte4 ,ich mute kndigen4 ,wir zogen aus1 nach einer ,radauwohnung des amerikanischen ,viertels1 die ber einer ,kneipe lag1 so da ich nicht arbeiten konnte4 ,da wurde sie krank4 ,der ,arzt riet ihr sehr frhe ,spaziergnge nach dem groen ,garten1 dem weltbekannten ,dresdener ,park4 ,solchen rztlichen ,verordnungen hat man zu gehorchen4 ,es gab fr mich keinen ,grund1 diese ,spaziergnge zu verhindern1 die morgens vier bis fnf ,uhr begannen und ungefhr drei ,stunden whrten4 ,ich wute nicht1 da ,frau ,mnchmeyer auch nicht gesund war und da auch sie von ihrem ,arzt die ,weisung erhalten hatte1 frhe ,morgenspaziergnge nach dem ,groen ,garten zu machen4 ,erst nach langer1 sehr langer ,zeit erfuhr ich1 was whrend dieser ,spaziergnge geschehen war4 ,meine ,frau war mir nicht nur seelisch1 sondern auch geschftlich verloren gegangen4 ,die beiden ,damen saen tagtglich frh morgens in einer ,konditorei des groen ,gartens und trieben eine ,hausfrauen- und ,geschftspolitik1 deren ,wirkungen ich erst spter versprte4 ,ich machte ,schlu und zog von ,dresden fort1 nach ,ktzschenbroda1 dem uersten ,punkt seiner ,vorortsperipherie4 ,schon vorher war ich mit meinem letzten ,romane fr ,mnchmeyer fertig geworden4 ,ich hatte ihm fnf geschrieben1 in der ,zeit von nur vier ,jahren4 ,wenn man spter vor ,gericht behauptet hat1 da ich fr ,mnchmeyer nicht fleiig1 sondern faul gewesen sei1 so bitte ich1 mir einen ,verfasser zu nennen1 der mehr geleistet und zugleich auch noch fr andere ,verleger gearbeitet hat4 ,hiermit sei fr heut mit meiner ,kolportagezeit abgeschlossen4 -- -- -- ,,vii4 ,meine ,werke4 ,wenn ich hier von meinen ,werken spreche1 so meine ich diejenigen meiner ,bcher1 mit denen sich die ,kritik beschftigt hat oder noch beschftigt4 ,diejenigen1 ber welche die ,kritik1 ob mit oder ohne ,absicht1 geschwiegen hat1 knnen auch hier bergangen werden4 ,zu diesen gehren meine ,humoresken1 meine erzgebirgischen ,dorfgeschichten und einige andere ,sachen1 die noch in den ,zeitungen verborgen liegen1 ohne gesammelt worden zu sein4 ,ich knnte hierzu auch noch meine ,himmelsgedanken rechnen1 die man nicht erwhnen zu wollen scheint1 seit es ,herrn ,herman sic ,cardauns passierte1 da er sich mit ihnen so wundersam blamierte4 ,er schrieb bekanntlich3 ,als lyrischen ,dichter aber mssen wir uns ihn verbitten1 obgleich sich in dieser ganzen ,sammlung nicht ein einziges lyrisches ,gedicht befindet6 ,auch meine sogenannten ,union- oder ,spemannbnde brauche ich hier nicht zu besprechen1 weil man sie nirgends angegriffen hat1 obgleich ich nur als ,jugendschriftsteller angegriffen werde und sie die einzigen ,sachen sind1 die ich fr die ,jugend geschrieben habe4 ,es handelt sich also nur um die ,fehsenfeldschen ,reiseerzhlungen und um die bei ,mnchmeyer erschienenen ,schundromane1 welch letztere im nchsten ,kapitel behandelt werden4 ,meine ,reiseerzhlungen haben1 wie bereits erwhnt1 bei den ,arabern von der ,wste bis zum ,dschebel ,marah ,durimeh und bei den ,indianern von dem ,urwald und der ,prrie bis zum ,mount ,winnetou aufzusteigen4 ,auf diesem ,wege soll der ,leser vom niedrigen ,anima-,menschen bis zur ,erkenntnis des ,edelmenschentums gelangen4 ,zugleich soll er erfahren1 wie die ,anima sich auf diesem ,wege in ,seele und ,geist verwandelt4 ,darum beginnen diese ,erzhlungen mit dem ersten ,bande in der ,wste4 ,in der ,wste1 d4 i4 in dem ,nichts1 in der vlligen ,unwissenheit ber ,alles1 was die ,anima1 die ,seele und den ,geist betrifft4 ,indem mein ,kara ,ben ,nemsi1 das ,ich1 die ,menschheitsfrage1 in diese ,wste tritt und die ,augen ffnet1 ist das ,erste1 was sich sehen lt1 ein sonderbarer1 kleiner ,kerl1 der ihm auf einem groen ,pferde entgegengeritten kommt1 sich einen langen berhmten ,namen beilegt und gar noch behauptet1 da er ,hadschi sei1 obgleich er schlielich zugeben mu1 da er noch niemals in einer der heiligen ,stdte des ,islams war1 wo man sich den ,ehrentitel eines ,hadschi erwirbt4 ,man sieht1 da ich ein echt deutsches1 also einheimisches1 psychologisches ,rtsel in ein fremdes orientalisches ,gewand kleide1 um es interessanter machen und anschaulicher lsen zu knnen4 ,das ist es1 was ich meine1 wenn ich behaupte1 da alle diese ,reiseerzhlungen als ,gleichnisse1 also bildlich resp4 symbolisch zu nehmen sind4 ,von einem ,mystizismus oder dergleichen kann dabei gar keine ,rede sein4 ,meine ,bilder sind so klar1 so durchsichtig1 da sich hinter ihnen gar nichts ,mystisches zu verstecken vermag4 ,dieser ,hadschi1 der sich ,hadschi ,halef ,omar nennt und auch seinen ,vater und ,grovater noch als ,hadschis hinten anfgt1 bedeutet die menschliche ,anima1 die sich fr die ,seele oder gar fr den ,geist ausgibt1 ohne selbst zu wissen1 was man unter ,seele oder ,geist zu verstehen hat4 ,dies geschieht bei uns nicht nur im gewhnlichen1 sondern auch im gelehrten ,leben alltglich1 aber man ist derart blind fr diesen ,fehler1 da ich eben arabische ,personen und arabische ,zustnde herbeiziehen mu1 um diese blinden ,augen sehend zu machen4 ,ich schicke darum diesen ,halef gleich in den ersten ,kapiteln nach ,mekka1 wodurch seine ,lge zur ,wahrheit wird1 weil er nun wirklich ,hadschi ist1 und lasse ihn dann sofort seine ,seele kennen lernen -- -- -- ,hannah sic1 sein ,weib4 ,ich hoffe1 dieses ,beispiel1 welches ich gleich meinem ersten ,bande entnehme1 sagt deutlich1 was ich will und wie man meine ,bcher lesen mu1 um ihren wirklichen ,inhalt kennen zu lernen4 ,ein zweites ,beispiel mag folgen3 ,kara ,ben ,nemsi befindet sich bei dem persischen ,stamme der ,dschamikun4 ,dieser ,stamm soll von dem ,volke der ,sillan vernichtet werden4 ,da schickt der ,ustad1 der ,oberste der ,dschamikun1 einen ,boten zum ,schah1 um ihn um ,hilfe zu bitten4 ,dieser ,bote hat aber den ,schah noch nicht erreicht1 so kommen ihm schon die ,heerscharen desselben entgegen1 die ihm sagen1 da sie vom ,schah gesandt worden seien1 den ,dschamikun ,hilfe zu bringen4 ,der ,schah hat also die ,bitte des ,ustad erhrt1 noch ehe sie zu ihm gelangte4 ,der ,schah ist aber ,gott1 und so interpretiere ich durch diese ,erzhlung die christliche ,liebe vom ,gebete in ,math4 #f1h3 ,euer ,vater wei1 was ,ihr bedrfet1 ehe ,ihr ihn bittet6 ,uebrigens ist der ,ustad kein ,anderer als ,karl ,may1 und die ,dschamikun sind das ,volk seiner ,leser1 welches von den ,sillan vernichtet werden soll4 ,ich erzhle also rein deutsche ,begebenheiten im persischen ,gewande und mache sie dadurch fr ,freund und ,feind verstndlich4 ,ist das nicht ,gleichnis8 ,nicht bildlich8 ,gewi6 ,und ist es etwa mystisch8 ,nicht im ,allergeringsten6 ,es ist so offenbar ,gleichnis1 und so wenig mystisch1 da mir1 offengestanden1 ein ,jeder1 der das ,erstere bestreitet und das ,letztere behauptet1 als ein ,mensch erscheint1 der einen ,namen verdient1 den ich nicht nennen will4 ,wer guten ,willens ist und nicht mit unbedingt feindlicher ,absicht an das ,lesen meiner ,bcher geht1 wird ohne ,weiteres finden1 da ihr ,inhalt fast nur aus ,gleichnissen besteht4 ,und ist er einmal zu dieser ,einsicht gelangt1 so bleiben ihm ganz sicher die zahlreichen ,himmelsmrchen nicht verborgen1 die in diesen ,gleichnissen eingestreut liegen und den eigentlichen1 tiefsten ,inhalt meiner ,reiseerzhlungen zu bilden haben4 ,diese ,mrchen sind es auch1 aus denen sich mein eigentliches ,lebenswerk am ,schlusse meiner letzten ,tage zu entwickeln hat4 ,ist doch gleich meine erste ,gestalt1 nmlich ,hadschi ,halef ,omar1 ein ,mrchen1 nmlich das ,mrchen von der verloren gegangenen ,menschenseele1 die niemals wiedergefunden werden kann1 auer sie findet sich selbst4 ,und dieser ,hadschi ist meine eigene ,anima1 jawohl1 die ,anima von ,karl ,may6 ,indem ich alle ,fehler des ,hadschi beschreibe1 schildere ich meine eigenen und lege also eine ,beichte ab1 wie sie so umfassend und so aufrichtig wohl noch von keinem ,schriftsteller abgelegt worden ist4 ,ich darf also wohl behaupten1 da ich gewisse ,vorwrfe1 die mir von meinen ,gegnern gemacht werden1 keineswegs verdiene4 ,wrden diese ,gegner es einmal wagen1 so offen ber sich selbst zu sprechen wie ich ber mich1 so wrde das sogenannte ,karl ,may-,problem schon lngst in jenes ,stadium getreten sein1 in welches es zu treten hat1 mag man wollen oder nicht4 ,denn dieses ,karl-,may-,problem ist auch ein ,gleichnis4 ,es ist nichts ,anderes1 als jenes groe1 allgemeine ,menschheitsproblem1 an dessen ,lsung schon ungezhlte ,millionen gearbeitet haben1 ohne etwas ,greifbares zu erreichen4 ,ganz ebenso hat man schon ,jahrzehnte lang an mir herumgearbeitet1 ohne es weiter zu bringen als zu der traurigen ,karikatur1 als die ich in den ,gehirnen und in den ,schriften ,derer lebe1 die sich berufen whnen1 ,probleme zu lsen1 dies aber immer nur da tun1 wo keine vorhanden sind4 ,ich nenne ferner das ,mrchen von ,marah ,durimeh1 der ,menschheitsseele1 von ,schakara1 der edlen1 gottgesandten ,frauenseele1 der ich die ,gestalt meiner jetzigen ,frau gegeben habe4 ,das ,mrchen vom erlsten ,teufel1 vom eingemauerten ,herrgott1 vom versteinerten ,gebete1 von den verkalkten ,seelen1 von den ,rosensulen des ,beit-,ullah1 von dem ,sprung in die ,vergangenheit1 von der ,dschemma der ,lebendigen und ,toten1 von der ,schlacht am ,dschebel ,allah1 vom ,mahalamasee1 vom ,berg der ,knigsgrber1 vom ,mir von ,dschnnistan1 vom ,mir von ,ardistan1 von der ,stadt der ,verstorbenen1 vom ,dschebel ,muchallis1 von der ,wasserscheide von ,el ,hadd und noch viele1 viele andere4 ,wie man bei einem geistig und seelisch so bedeutsamen1 ja schweren ,inhalte meine ,bcher als ,jugendschriften und mich als ,jugendschriftsteller bezeichnen kann1 wrde unbegreiflich sein1 wenn man nicht wte1 da ,alle1 die diesen ,fehler begehen1 sie entweder nicht begriffen oder berhaupt nicht gelesen haben4 ,selbst ,winnetou1 der so leicht zu lesen zu sein scheint1 bedarf1 wenn er sich im vierten ,bande zum ,schlusse neigt1 eines ,nachdenkens und eines ,verstndnisses1 welches doch gewi keinem ,quartaner und keinem ,backfisch zuzutrauen ist6 ,wenn man trotzdem noch ferner bei den ,ausdrcken ,jugendschriften und ,jugendschriftsteller bleibt1 so mu ich das als einen gewollten ,unfug bezeichnen1 zu dem sich kein anstndiger1 ernster ,kritiker hergeben wird4 ,gibt man aber ehrlich und der ,wahrheit gem zu1 da meine ,reiseerzhlungen nicht als ,jugendschriften verfat worden sind1 so ist der jetzt landlufig gewordenen ,behauptung1 da sie schdlich sind1 aller ,boden entzogen4 ,es lese sie doch nur der1 dem sie nicht schdlich sind2 ich zwinge ja keinen ,andern dazu6 ,weshalb und wozu die ,vorwrfe alle1 die man mir jetzt in hunderten von ,zeitungen macht8 ,sieht man sich diese ,vorwrfe aber genauer an1 so verlieren sie allen ,wert4 ,frher lobte man mich2 jetzt tadelt man mich4 ,das ist so ,mode geworden und wird1 wie jede ,mode1 sich wieder in das ,gegenteil verkehren4 ,aber diese ,mode ist nicht nur ,mode1 sondern ,mache6 ,selbst wenn meine ,bcher jetzt von keinem ,menschen mehr gelesen wrden1 knnte mich das doch nicht im ,geringsten beunruhigen1 denn ich wei1 da man sehr bald hinter diese ,mache kommen und sich demgem verhalten wird4 ,ja1 htte ich meinen ,lesern blo nur ,unterhaltungsfutter geliefert1 so htte ich von der ,bildflche zu verschwinden1 um nie wieder aufzutauchen1 und wrde ganz von selbst so verstndig sein1 mich darein zu ergeben4 ,aber ichhabewhrend meines,lebensund ,strebensallzuvieleund allzugroe,fehlerbegangen1alsdaichso mirnichts1dirnichtsuntergehenundfrimmer verschwindendrfte4,ichhabegutzumachen6 ,was der ,sterbliche sndigt1 das hat er zu ben und zu shnen1 und wohl ihm1 wenn ihm die ,gte des ,himmels erlaubt1 seine ,schuld nicht mit ber den ,tod hinberzunehmen1 sondern sie schon hier zu bezahlen4 ,das will ich tun2 das darf ich tun1 und das werde ich tun6 ,ja1 ich behaupte khn3 das habe ich schon getan6 ,dem irdischen ,gesetze habe ich schon lngst ,alles gegeben1 was es von mir zu fordern hatte2 ich bin ihm nichts mehr schuldig4 ,und was ber diese von ,menschen gestellten ,paragraphen hinausgeht1 das werde ich begleichen1 indem ich das1 was ich noch schreiben werde1 dem groen ,glubiger widme1 der ganz genau wei1 ob ich ihm mehr als jene ,andern schuldig bin1 die sich besser dnken als ,may4 ,ich bin berzeugt1 da meine ,snden1 so weit sie mir anzurechnen sind1 nur auf persnlichem1 nicht aber auf literarischem ,gebiete liegen2 auf letzterem bin ich mir keiner ,missetaten bewut4 ,was ich mit meinen ,reiseerzhlungen erreicht habe1 wird erst nach meinem ,tode durch tausende von ,zuschriften bekannt werden1 die aber selbst dann noch nur mein ,biograph zu sehen bekommt2 verffentlicht werden sie nicht4 ,man pries diese ,werke und schwrmte fr sie1 bis es eines ,tages einem gewissenlosen ,menschen einfiel1 ffentlich zu behaupten1 da ich auer ihnen auch noch andere1 aber abgrundtief unsittliche ,sachen geschrieben habe4 ,selbst wenn dies wahr gewesen wre1 htte das die ,reiseerzhlungen weder innerlich noch uerlich im ,geringsten verndern knnen4 ,dennoch wurden sie von jenem ,tage an zunchst mit ,mitrauen betrachtet1 dann mehr und mehr verleumdet und endlich gar fr direkt schdlich erklrt und aus den ,bibliotheken gestoen1 in denen sie frher willkommen geheien worden waren4 ,warum8 ,waren sie anders geworden8 ,nein6 ,hatten sich die bibliographischen ,gepflogenheiten1 die ethischen ,gesetze verndert8 ,nein6 ,waren die ,bedrfnisse der ,leser andere geworden8 ,auch nicht6 ,aber aus welchem ,grunde denn sonst8 ,einfach einer ,schund- und ,kolportageklique wegen1 die sich vorgenommen hatte1 mich1 wie sie sich selbst auszudrcken pflegte1 kaput zu machen4 ,aber ist es denn menschenmglich1 da eine derartige ,klique einen so groen1 unbegreiflichen ,einflu auf ,literatur und ,kritik zu gewinnen vermag8 ,leider ja6 ,ich habe im nchsten ,kapitel hiervon zu erzhlen4 ,diese ,rotte scheut sich nicht1 ihre eigenen ,snden und literarischen ,verbrechen auf mich zu werfen und sich als rein zu gebrden6 ,es gibt sogenannte ,kritiker1 welche mich wegen meiner ,mnchmeyer-,romane nun schon zehn ,jahre lang mit allen mglichen ,schmhungen besudelt1 dem ,verlage aber noch nicht einen einzigen1 auch nicht den leisesten ,vorwurf gemacht haben4 ,ich bezeichne das als eine ,schande6 ,man sagt1 da unsere ,schundverleger jhrlich fnfzig ,millionen ,mark aus dem deutschen ,volke ziehen4 ,das ist frchterlich1 aber noch viel zu niedrig geschtzt4 ,ein einzelner ,schundroman1 der ein sogenannter ,schlager ist1 kann dem ,volke mehr als fnf und sechs ,millionen kosten1 und es gibt ,kataloge1 in denen z4 ,b4 die eine ,firma ,mnchmeyer achtundfnfzig -- man lese und staune -- achtundfnfzig solcher ,romane zu gleicher ,zeit anpreist6 ,man rechne2 man multipliziere6 ,welche ,verluste6 ,welch eine ungeheure ,summe von ,gift und ,unheil6 ,wie viel hunderte1 ja tausende von ,menschen arbeiten daran1 dieses ,gift zu erzeugen und zu verbreiten6 ,und nun schlage man in den ,zeitungen1 in den ,journalen1 in den ,bchern nach1 wen man fr das ,alles verantwortlich macht1 wen man an den ,pranger stellt1 wen man verachtet1 verspottet und verhhnt6 ,karl ,may1 ,karl ,may1 immer wieder ,karl ,may und nur und nur ,karl ,may6 ,wo sieht und liest man jemals einen andern ,namen1 als nur diesen einen8 ,was habe ich denn getan1 da man mich berhaupt zum ,schunde zhlt8 ,wo stecken die zweitausend wirklichen ,schundschriftsteller1 welche jahraus1 jahrein rastlos dafr sorgen1 da in ,deutschland und ,deutschsterreich der ,schund kein ,ende nimmt8 ,vor ,gericht1 in wissenschaftlichen ,werken1 bei ,kommissionssitzungen1 in ffentlichen ,vortrgen1 von ,schriftstellern1 ,redakteuren1 ,lehrern1 ,pfarrern1 ,professoren1 ,knstlern1 ,psychiatern1 bei allen passenden und unpassenden ,gelegenheiten1 wo von ,jugendverderbnis die ,rede ist1 da bringt man ,karl ,may1 ,karl ,may6 ,er ist schuld1 nur er6 ,er ist der ,typus der ,jugendvergifter6 ,er ist der ,vater aller ruchlosen ,kapitn ,thrmers1 ,nick ,carters und ,buffalo ,bills6 ,mein ,gott1 wissen diese ,herren denn wirklich nicht1 was sie tun8 ,wie sie sich versndigen8 ,wie man im ,kreise derer1 die es besser wissen1 von ihnen spricht8 ,man nenne mir nur einen einzigen ,fall1 wo vor ,gericht wirklich nachgewiesen worden ist1 da ,jemand durch eines meiner ,bcher verdorben worden ist6 ,hunderte von ,schundgeschichten der verderblichsten ,art hat so ein ,bube gelesen1 dabei auch einen ,band oder einige ,bnde von ,karl ,may4 ,den kennt man1 die ,andern aber nicht2 darum mu er es sein1 dessen ,namen man nennt und den man als ,tter bezeichnet6 ,allwchentlich werden mir von ,zeitungsbureaus fnfzig1 sechzig und siebzig ,zeitungsausschnitte geschickt1 auf denen ich an ,stelle der smtlichen deutschen ,schundschriftsteller und ,schundverleger hingerichtet werde4 ,das ist unmenschlich6 ,ich werde mit ,schande berhuft und vor den wirklich ,schuldigen zieht man den ,hut4 ,warum nennt man ihre ,namen nicht8 ,warum nagelt man sie nicht fest8 ,es gibt hunderte von ,verlegern und ,literaten1 die wegen ,verbreitung von unzchtigen ,schriften bestraft worden sind4 ,und noch grer ist die ,zahl derer1 die in voller ,absicht ,jugendschund herausgeben1 nur um ,geld zu machen4 ,warum nennt man sie nicht8 ,warum macht man sich zu ihrem ,mitschuldigen1 indem man ihre ,verbrechen an der ,jugend und an dem ,volke duldet8 ,warum wirft man sich nicht auf sie1 sondern nur auf mich1 den ,sndenbock fr den ganzen literarischen ,mob8 ,sehr einfach3 ,es ist ,mache1 nichts als ,mache6 ,und es kann nichts ,anderes als ,mache sein1 weil so viel1 wie man auf mich wirft1 kein ,einzelner zu begehen vermag6 ,ich habe das im nchsten ,kapitel des ,nheren zu beleuchten4 ,die ,anschuldigungen1 welche man gegen mich erhebt1 sind bisher immer nur ,behauptungen gewesen4 ,zu keiner von ihnen wurde ein wirklicher ,beweis erbracht4 ,ich habe infolge dieser ,anschuldigungen ,ungezhlte meiner ,leser brieflich oder mndlich gefragt1 ob es ihnen mglich ist1 mir eine der ,reiseerzhlungen oder eine ,stelle aus ihnen zu nennen1 von der man behaupten darf1 da sie schdlich wirke4 ,es hat mir ,niemand auch nur eine einzige derartige ,zeile nennen knnen4 ,ist doch sogar meine unerbittlichste ,gegnerin1 die ,klnische ,volkszeitung1 gezwungen gewesen1 mir das ,attest auszustellen3 ,alles fr die ,jugend ,anstige istsorgfltig vermieden1 obgleich ,mays ,werke nichtetwablofr diese bestimmt sind2 vieletausend,erwachsene haben aus diesen bunten ,bildern schon ,erholung und ,belehrung im reichsten ,mae geschpft6 ,schon aus diesem ,atteste geht die jetzige ,mache hervor1 denn meine ,bcher sind seit jener ,zeit genau dieselben geblieben1 und derselbe ,herr1 der dieses ffentliche ,zeugnis aus stellte sic1 war der ,erste1 der dieser ,mache erlag und hat sich seitdem nicht wieder aufrichten knnen4 ,zur ,zurckweisung der ,vorwrfe1 die man gegen mich erhebt1 sehe ich mich gezwungen1 durch ,verffentlichung des nachfolgenden ,briefes vielleicht eine ,indiskretion zu begehen1 die mir der von mir hoch und aufrichtig verehrte ,herr aber wohl verzeihen wird4 ,doktor ,peter ,rosegger schrieb mir am #b4 ,juli dieses ,jahres aus ,krieglach3 ,sehr geehrter ,herr6 ,meine ,notiz im ,heimgarten basiert auf der ,charlottenburger ,gerichtsverhandlung1 und sobald wieder das ,gericht1 und zwar zu ,ihren ,gunsten1 entscheidet1 werde ich mit grter ,freude davon ,notiz nehmen4 ,als ,kollege geht mir ,ihr ,fall ja nahe1 und als solcher mchte ich mir auch erlauben1 ,ihnen meine ,meinung zu sagen darauf hin1 in welcher ,weise ,sie sich am besten rechtfertigen knnten4 ,ich wrde an ,ihrer ,statt in der ,polemik alles ausschalten1 was sich nicht sachlich auf die ,anschuldigungen bezieht4 ,das1 was ,sie aus ,ihrer ,jugendzeit selbst eingestanden haben1 ist damit wohl auch abgetan und wrde ,ihnen kaum ein rechtlich denkender ,mensch noch nachtragen1 wenn es nicht das ,gericht tut4 ,da ,sie ,ihre ,reiseschilderungen nicht persnlich erlebt haben1 da es nur ,erzhlungen in ,ichform sind1 kann ,ihnen auch kein ,literat verbeln4 ,so bleibt nur brig1 endlich die sachlichen ,beweise zu erbringen1 da die berhrten obsznen ,stellen nicht ,sie1 sondern der ,verleger hineinkorrigiert hat4 ,was die ,ihnen vorgeworfenen ,plagiate betrifft1 so mssen doch ,sachverstndige entscheiden knnen1 inwiefern es ,plagiate wren oder inwiefern blo umgearbeitete ,stoffe und ,gedanken4 ,zuhanden der ersten ,auflagen1 dieselben mit den neuen ,auflagen verglichen1 mte doch klar zu stellen sein1 ob die ,art1 der ,gedankengang und der ,stil der neu eingefgten ,stze sich organisch an ,ihre ,art und an das ,buch anschlieen oder nicht4 ,auf solche ,wirklichkeiten1 meine ich1 sollten ,sie nun ,ihre ganze ,abwehr konzentrieren und ununterbrochen drngen1 da die ,dinge endlich vor ,gericht zur ,entscheidung kommen4 ,alle andern ,artikel ,ihrer ,freunde1 die nur so im ,allgemeinen herumreden ber die ,vorzge ,ihrer ,werke1 die ja anerkannt sind1 knnen fr die peinliche ,angelegenheit an sich keine besondere ,wirkung erzielen4 ,also alle ,mittel in ,bewegung setzen1 um zu einer gerichtlichen ,genugtuung zu kommen4 ,gelingt das nicht1 so ist absolutes ,schweigen das ,beste1 und gelingt es1 so mu doch auch die ,presse ,ihrer jetzigen ,gegner die gerichtliche ,ehrenrettung anerkennen und in das ,volk tragen4 ,krankheit hat diesen ,brief versptet4 ,verzeihen ,sie diese ,offenheit1 die aufrichtigem ,wohlwollen entspringt1 und seien ,sie gegrt von ,ihrem ergebenen ,p e t e r ,r o s e g g e r4 ,krieglach1 #b4 #g4 #aiaj4 ,da ,peter ,rosegger1 der hochstehende1 feinfhlende und human denkende geistige ,aristokrat1 das1 was er ber meine ,jugendzeit sagt1 als abgeschlossen und abgetan betrachtet1 versteht sich ganz von selbst4 ,in derartigen ,bodenstzen und ,rckstnden knnen nur niedrige ,menschen waten4 ,hierdurch habe ja auch ich selbst schon lngst meinen ,strich gemacht und habe einen ,jeden1 der sich mit mir beschftigt1 nach dem ,mae zu beurteilen1 welches mir hier in ,roseggers ,brief gegeben wird4 ,wer nicht verzeiht1 dem wird auch nicht verziehen2 das ist im ,himmel und auf ,erden ,recht4 ,was die ,obsznitten und den ,nachweis betrifft1 da sie nicht von mir stammen1 so habe ich diesen ,gegenstand im nchsten ,kapitel zu behandeln1 doch sei hier eine mir notwendig erscheinende ,bemerkung vorausgeschickt4 ,nmlich nicht ich habe zu beweisen1 da diese unsittlichen ,stellen nicht von mir stammen1 sondern man hat mir zu beweisen1 da ich ihr ,verfasser bin4 ,das ist so selbstverstndlich wie richtig4 ,es wird keinem jetzigen ,richter einfallen1 mich in die ,zeit der ,daumenschrauben und der spanischen ,jungfrau zurckzuschleppen1 in welcher der ,anklger keinen ,beweis zu erbringen hatte1 wohl aber der ,angeschuldigte gezwungen war1 nachzuweisen1 da er unschuldig sei4 ,das konnte nicht anders als in den meisten ,fllen unmglich sein4 ,man hat mich aus prozessualen ,grnden flschlicher ,weise beschuldigt1 fr ,mnchmeyer das ,buch der ,liebe geschrieben zu haben4 ,wie kann ich beweisen1 da dies unwahr ist8 ,gesetzt den ,fall1 es wre dem ,mnchmeyerschen ,rechtsanwalt der wahnsinnige ,gedanke gekommen1 vor ,gericht zu behaupten1 da ,peter ,rosegger den berchtigten ,venustempel geschrieben habe4 ,wrde ,rosegger den ,beweis antreten1 da dies eine ,lge sei8 ,oder wrde er sagen1 da man die ,wahrheit dieser ,behauptung ihm zu beweisen habe8 ,ich bin berzeugt1 das ,letztere4 ,und so thue sic auch ich4 ,ich verlange die ,vorlegung meiner ,originalmanuskripte4 ,einen andern ,beweis kann es nicht geben4 ,was nun die von ,peter ,rosegger erwhnten ,plagiate betrifft1 so hat es mit ihnen folgende ,bewandtnis3 ,der ,benediktinermnch ,pater ,pllmann hat eine ,reihe von ,artikeln gegen mich und meine ,werke geschrieben und ihnen die ,drohung vorangeschickt1 da er mir mit ihnen einen ,strick drehen werde1 um mich aus dem ,tempel der deutschen ,kunst hinauszupeitschen4 ,er hat sich da des richtigen ,bildes bedient1 denn jede seiner ,behauptungen1 mit denen er mich hierauf berschttete1 war nichts weiter als ein ,peitschenknall1 spitz1 scharf1 hart1 lieblos und tierqulerisch1 darum die ,leser emprend und ohne ,wirkung in die ,luft verklatschend4 ,ein leerer ,knall mit der ,knabenpeitsche war es auch1 als er mich des ,plagiates bezichtigte und sich erfolglose ,mhe gab1 die ,wahrheit seiner ,behauptung zu beweisen4 ,er sprach da wie ein ,unwissender und konnte darum auch weiter nichts als die wohlbekannte ,wirkung der ,unwissenheit erreichen4 ,die ,grazer ,tagespost schreibt hierber3 ,pater ,pllmann1 ein bekannter ,herr1 der sich unlngst in echt christlicher ,demut selbst das schmckende ,beiwort eines anerkannten ,kritikers beilegte1 hat die moralische ,niederlage1 die er in seiner ,schimpfschlacht gegen den ,reiseschriftsteller ,karl ,may erlitt1 sehr bald vergessen1 denn er nahm krzlich den ,mund wieder voll usw4 usw4 ,ich hatte nmlich in einigen meiner allerersten1 ltesten ,reiseerzhlungen1 bei deren ,abfassung ich noch nicht die ntige ,erfahrung besa1 die ,ereignisse1 die ich schilderte1 vor einem geographischen ,hintergrunde spielen lassen1 den ich bekannten1 ,jedermann zugnglichen ,werken entnahm4 ,das ist nicht nur erlaubt1 sondern es geschieht sehr hufig4 ,sich ,ortsbeschreibungen anzupassen1 kann niemals ,diebstahl sein4 ,literarischer ,diebstahl1 also ,plagiat1 liegt nur dann vor1 wenn man sich wesentliche ,bestandteile eines ,gedankenwerkes aneignet und diese in der ,art verwendet1 da sie dann wesentliche ,bestandteile des ,werkes des ,plagiators bilden und dabei als seine eigenen ,gedanken erscheinen4 ,so ,etwas habe ich aber nie getan und werde es auch nie tun4 ,geographische ,werke knnen1 besonders wenn sie geistiges ,allgemeingut geworden sind1 ganz unbedenklich benutzt werden1 sofern es sich nicht um das ,abschreiben ganzer ,druckbogen oder ,seitenfolgen handelt und das ,werk des ,nachschriftstellers trotz des ,abschreibens eine selbstndige geistige ,arbeit bleibt4 ,in der ,einleitung zum ,voigtlnderschen ,urheber- und ,verlagsrecht heit es3 ,kein ,mensch schafft seine ,gedankenwelt allein aus sich selbst heraus4 ,er erbaut sie sich auf dem1 was ,andere vor ihm oder mit ihm erdacht1 gesagt1 geschrieben haben4 ,dann erst1 im besten ,falle1 beginnt seine ureigene ,schpfung4 ,selbst die am meisten schpferische ,ttigkeit1 die des ,dichters1 steht dann am hchsten1 erreicht dann ihre grten ,erfolge1 wenn sie die ,weihe der knstlerischen ,form dem gibt1 was mit dem ,dichter zugleich sein ,volk denkt und fhlt4 ,und nicht einmal die ,form ist ganz des ,dichters ,eigentum1 denn die ,form wird von der gebildeten ,sprache geliefert1 die fr dich dichtet und denkt1 und die ,manchem1 der sich ,dichter zu sein dnkt1 mehr als die ,form1 die ihm auch ,gedanken oder deren ,schein leiht4 ,kurz1 der ,schriftsteller und ,knstler steht mit seinem ,wissen und ,knnen inmitten und auf der ,kulturarbeit von ,jahrtausenden4 ,goethe1 auf einer einsamen ,insel aufgewachsen1 wre nicht ,goethe geworden4 ,ist aber ,jemand mit ,geistesgaben so begnadet1 da er die ,kulturarbeit der ,menschheit um einen ,schritt hat weiter bringen knnen1 weil er an das von den ,vorfahren ,geleistete anknpfen durfte1 dann ist es nicht mehr als billig1 dasein,werkzurgegebenen ,zeitwieder,andernzuzwangslosem,gebrauch e diene1nichtnurder,inhalt1sondernauchdie ,form4 ,so sagt der ,herausgeber des ,gesetzbuches1 und ihm ist nicht zu widerstreiten4 ,ich1 der ich nicht einmal begangen habe1 was er hier gestattet1 bin also vollstndig gerechtfertigt4 ,ein anderer schreibt3 ,alles ist mehr oder weniger ,plagiat an errungener ,kultur-1 ,geistes- oder ,phantasieproduktion4 ,der ,intellektadel1 die obern ,trger der ,bildung und ,kultur schpfen ja doch alle mehr oder minder aus einem ,reservoir1 welches von den ,leistungen ,anderer1 ,frherer1 ,grerer gespeist worden ist4 ,in ,nr4 #bfh der ,feder1 der ,halbmonatsschrift fr ,schriftsteller und ,journalisten1 steht geschrieben3 ,aus den ,fingern kann sich der popularwissenschaftliche sic ,schriftsteller nun einmal nichts saugen1 und bis zu einem gewissen ,grade mu deshalb auch ,jeder ein ,plagiator sein4 ,wenn das eigentliche ,gedankengebude neu ist1 dann ist man wohl berechtigt1 passende ,zierformen von schon ,bestehendem zu gebrauchen4 ,nach ,emmerson ist dergrte,geniuszugleichauchdergrte ,entlehner4 ,es kommt da ganz auf das ,wie an4 ,man darfdas,gutenehmen1womanesfindet1 wenn man einen groen ,zweck damit erreichen will2 aber man darf es sich nicht merken lassen2 man mu mit dem ,entlehnten etwas wirklich ,neues hervorbringen4 ,es ist bekannt1 da ,maeterlinck in einem seiner ,schauspiele drei ,szenen von ,paul ,heyse rein abgeschrieben hat4 ,heyse verbat sich das2 ,maeterlinck aber lachte ihn aus und lie das ,stck ruhig unter seinem ,namen erscheinen4 ,ebenso bekannt ist1 da das populre ,lied aus dem ,freischtz3 ,wir winden dir den ,jungfernkranz nicht von ,weber1 sondern von einem fast ganz unbekannten ,gothaer ,musikdirektor ist4 ,weber hrte es und nahm es in seinen ,freischtz auf1 ohne sich etwas aus der ,gefahr zu machen1 als ,plagiator und ,dieb bezeichnet zu werden4 ,shakespeare war bekanntlich der grte literarische ,entwender1 den wir kennen4 ,wenn es nach ,pater ,pllmannschen ,grundstzen ginge1 wrden sogar verschiedene ,verfasser biblischer ,bcher als literarische ,diebe bezeichnet werden mssen4 ,so knnte ich noch eine ganze1 lange ,reihe von ,beispielen weiterfhren1 will mich aber damit begngen1 nur noch unsern ,allergrten1 den ,altmeister ,goethe und den erfolgreichsten ,romanzier der ,neuzeit1 ,alexander ,dumas anzufhren4 ,dumas entlehnte auerordentlich viel4 ,er konnte ohne fremde ,hilfe nicht bestehen und ging damit sehr weit ber das ,ma des literarisch ,erlaubten hinaus4 ,so ist es bekannt1 da er die ,erzhlung von ,edgar ,poe ,der ,goldkfer zu den spannendsten ,stellen in seinem ,grafen ,monte ,christo ausgebeutet hat4 ,und was ,goethe betrifft1 so zitiere ich einen kurzen ,artikel1 der krzlich unter der ,ueberschrift ,goethe ber das ,plagiat durch die ,zeitungen ging3 ,fr einen ,plagiator gehalten zu werden1 ist heutzutage sehr leicht4 ,es darf ein ,autor blo versumen1 absichtlich oder unabsichtlich1 die ,quelle zu zitieren1 der er diese oder jene ,stelle entnommen hat4 ,einen lieben ,freund hat ,jedermann1 der den glcklich entdeckten ,plagiator an den vermeintlichen ,pranger stellt4 ,richard von ,kralik ist unlngst des ,plagiates beschuldigt worden1 weil er -- ohne seine ,schuld -- mangelhaft zitiert worden ist4 ,solchen ,plagiatschnfflern mchten wir die ,ansicht ,goethes ber das ,plagiat in das ,gedchtnis rufen4 ,der ,gegenstand des ,gesprches zwischen ihm und ,eckermann am #ah4 ,januar #ahbe waren ,lord ,byrons angebliche ,plagiate4 ,siehe ,eckermanns ,gesprche mit ,goethe1 #c4 ,auflage ,band ,i ,s4 #acc4 ,da sagte ,goethe3 ,byron wei sich auch gegen dergleichen1 ihn selbst betreffende unverstndige ,angriffe seiner eigenen ,nation nicht zu helfen2 er htte sich strker dagegen ausdrcken sollen4 ,wasdaist1dasistmein1 htte er sagen sollen4 ,obichesausdem,lebenoderausdem ,buchegenommenhabe1dasistgleichviel2es kamblodaraufan1daichesrichtiggebrauchte6 ,walter ,scott brauchte eine ,szene aus meinem ,egmont1 und er hatte ein ,recht dazu1 undweiles mit,verstandgeschah1soisterzuloben4 ,so hat er auch den ,charakter meiner ,mignon in einem seiner ,romane nachgebildet1 ob aber mit ebenso viel ,weisheit1 ist eine andere ,frage4 ,lord ,byrons verwandelter ,teufel ist ein fortgesetzter ,mephistopheles1 und das ist recht4 ,htte er aus origineller ,grille ausweichen wollen1 so htte er es schlechter machen mssen4 ,so singt mein ,mephistopheles ein ,lied von ,shakespeare1 und warum sollte er das nicht8 ,warum sollte ich mir die ,mhe geben1 ein eigenes zu erfinden1 wenn das von ,shakespeare eben recht war und eben das sagte1 was es sollte8 ,hat daher auch die ,exposition meines ,faust mit der des ,hiob einige ,aehnlichkeit1 so ist das wiederum ganz recht1 und ich bin deswegen eher zu loben als zu tadeln4 ,soweit diese kurze ,auswahl von ,gewhrsnamen4 ,was haben unsere ,berhmtesten getan1 ohne da man sie beschimpfte8 ,und was habe ich getan1 da man mich als den niedrigsten aller ,betrger und ,diebe behandelt8 ,ich habe1 ohne mir etwas dabei zu denken1 einige meiner kleinen1 asiatischen ,erzhlungen mit ganz nebenschlichen geographischen und ethnographischen ,arabesken verziert1 welche ich in ,bchern fand1 die lngst der ,allgemeinheit angehren4 ,das ist erlaubt4 ,das ist sogar mein gutes ,recht4 ,was aber sagt ,pater ,pllmann dazu8 ,er beschimpft mich ffentlich als einen ,freibeuterauf schriftstellerischem,gebiete1frewige,zei tendas ,musterbeispieleinesliterarischen,diebes 6 ,emerson1 der ,berhmtesten und ,edelsten einer in ,amerika1 sagt3 ,der grte ,genius ist zugleich auch der grte ,entlehner4 ,und ,goethe sagt3 ,was da ist1 das ist mein4 ,ob ich es aus dem ,leben oder aus dem ,buche nehme1 das ist gleich6 ,wie htte da wohl das entsprechende ,urteil ,pater ,pllmanns ber diese beiden ,heroen zu lauten8 ,sie htten fr ihn fr ewige ,zeiten die schlimmsten aller literarischen ,bestien zu sein1 stinkend vor ,raubgier und ,verworfenheit6 ,eine ,kritik1 die so unwissend1 so unerfahren1 so selbstberhebend und so wenig mahaltend ist wie diese hier1 die bildet eine ,gefahr nicht nur fr die ,literatur1 sondern fr das ganze ,volk4 ,ich habe in diesen meinen ,reiseerzhlungen genau so geschrieben1 wie ich es mir einst vorgenommen hatte1 fr die ,menschenseele zu schreiben1 fr die ,seele1 nur fr sie allein4 ,und nur sie allein1 fr die es geschrieben ist1 soll es lesen1 denn nur sie allein kann mich verstehen und begreifen4 ,fr seelenlose ,leser rhre ich keine ,feder4 ,ein ,musterschriftsteller1 der ,mustergeschichten fr ,musterleser schreibt1 bin ich nicht und mag es auch niemals sein und niemals werden4 ,haben wir es erst so weit gebracht1 da wir nur noch ,musterautoren1 ,musterleser und ,musterbcher haben1 dann ist das ,ende da6 ,ich bin so khn1 zu behaupten1 da wir uns nicht die vorhandenen ,musterbcher1 sondern den vorhandenen ,schund zum ,muster zu nehmen haben1 wenn wir erreichen wollen1 was die wahren ,freunde des ,volkes zu erreichen streben4 ,schreiben wir nicht wie die ,langweiligen1 die man nicht liest1 sondern schreiben wir wie die ,schundschriftsteller1 die es verstehen1 ,hunderttausende und ,millionen ,abonnenten zu machen6 ,aber unsere ,sujets sollen edel sein1 so edel1 wie unsere ,zwecke und ,ziele4 ,schreibt fr die groe ,seele6 ,schreibt nicht fr die kleinen ,geisterlein1 fr die ,ihr ,eure ,kraft verzettelt und verkrmelt1 ohne da sie es ,euch danken4 ,denn gebt ,ihr ,euch noch so viel ,mhe1 ihren ,beifall zu erringen1 so behaupten sie doch1 es besser zu knnen als ,ihr1 obgleich sie gar nichts knnen6 ,und schreibt nichts ,kleines1 wenigstens nichts irdisch ,kleines4 ,sondern hebt ,eure ,augen empor zu den groen ,zusammenhngen4 ,dort gibt es zwar auch ,kleines1 aber hinter und in diesem ,kleinen wohnt das wahrhaft ,groe4 ,und wenn ,ihr dabei auch ,fehler macht1 so viele ,fehler und so groe ,fehler wie ,karl ,may1 das schadet nichts4 ,es ist besser1 auf dem ,wege zur ,hhe zuweilen zu stolpern und diese ,hhe aber doch zu erreichen1 als auf dem ,wege zur ,tiefe nicht zu stolpern und ihr verfallen zu sein4 ,oder gar erhobenen ,hauptes und stolzen ,schrittes auf seinem eigenen ,aequator immer rundum zu laufen und immer wieder bei sich selbst anzukommen1 ohne ber irgendeine ,hhe gestiegen zu sein4 ,denn ,berge mssen wir haben1 ,ideale1 hochgelegene ,haltepunkte und ,ziele4 ,vielleicht habe ich allzuviele ,ideale und ,ziele und laufe darum ,gefahr1 kein einziges von ihnen zu erreichen2 aber ich befrchte nicht1 da es so ist4 ,was ich will und was ich erstrebe1 das habe ich bereits gesagt2 ich brauche es nicht zu wiederholen4 ,und ich habe schon so viele steile ,hhen zu berwinden gehabt1 da ich mich unmglich fr einen jener armen ,teufel halten kann1 die immer auf ihrem eigenen1 ebenen ,aequator bleiben4 ,es gibt ,leute1 welche meinen ,stil als ,muster hinstellen2 es gibt ,andere1 welche sagen1 ich habe keinen ,stil2 und es gibt ,dritte1 die behaupten1 da ich allerdings einen ,stil habe1 aber es sei ein auerordentlich schlechter4 ,die ,wahrheit ist1 da ich auf meinen ,stil nicht im ,geringsten achte4 ,ich schreibe nieder1 was mir aus der ,seele kommt1 und ich schreibe es so nieder1 wie ich es in mir klingen hre4 ,ich verndere nie1 und ich feile nie4 ,mein ,stil ist also meine ,seele1 und nicht mein ,stil1 sondern meine ,seele soll zu den ,lesern reden4 ,auch befleiige ich mich keiner sogenannten knstlerischen ,form4 ,mein schriftstellerisches ,gewand wurde von keinem ,schneider zugeschnitten1 genht und dann gar gebgelt4 ,es ist ,naturtuch4 ,ich werfe es ber und drapiere es nach ,bedarf oder nach der ,stimmung1 in der ich schreibe4 ,darum wirkt das1 was ich schreibe1 direkt1 nicht aber durch hbsche ,aeuerlichkeiten1 die keinen innern ,wert besitzen4 ,ich will nicht fesseln1 nicht den ,leser von auen festhalten1 sondern ich will eindringen1 will ,zutritt nehmen in seine ,seele1 in sein ,herz1 in sein ,gemt4 ,da bleibe ich1 denn da kann und darf ich bleiben1 weil ich weder strende ,formen noch strendes ,gewand mitbringe und genauso bin1 wie mich die ,seele wnscht4 ,da dies das ,richtige ist1 das haben mir jahrzehntelange1 schne ,erfahrungen besttigt4 ,diese aufrichtige ,natrlichkeit mu1 kann und darf ich mir gestatten1 weil ich das1 was ich erreichen will1 nur allein durch sie zu bewirken vermag1 weil ich an meine ,leser nicht andere oder gar hhere knstlerische ,ansprche stelle als an mich selbst und weil die ,zeit1 in der ich meinen ,arbeiten auch uerlich eine sthetisch hhere ,form zu geben habe1 noch nicht gekommen ist4 ,jetzt skizziere ich noch1 und ,skizzen pflegt man zu nehmen1 wie sie sind4 ,es gibt1 die ,humoresken und erzgebirgischen ,dorfgeschichten abgerechnet1 in meinen ,werken keine einzige ,gestalt1 die ich knstlerisch durchgefhrt und vollendet hatte1 selbst ,winnetou und ,hadschi ,halef ,omar nicht1 ber die ich doch am meisten geschrieben habe4 ,ich bin ja mit mir selbst noch nicht fertig1 bin ein ,werdender4 ,es ist in mir noch ,alles in ,vorwrtsbewegung1 und alle meine inneren ,gestalten1 alle meine ,sujets bewegen sich mit mir4 ,ich kenne mein ,ziel2 aber bis ich es erreicht habe1 bin ich noch unterwegs1 und alle meine ,gedanken sind noch unterwegs4 ,freilich hat keiner unserer ,dichter und ,knstler1 vor allen ,dingen keiner unserer groen ,klassiker1 mit seinen ,arbeiten gewartet1 bis er innerlich reif geworden ist1 aber ich bin auch in dieser ,beziehung als ,outsider zu betrachten1 werde von ,vielen sogar als ,outlaw oder ,outcast bezeichnet und darf mir darum noch lange nicht erlauben1 was ,andere sich gestatten4 ,was bei ,andern selbstverstndlich ist1 das ist bei mir entweder schlecht oder lcherlich1 und was bei ,andern als ,grund der ,entschuldigung1 der ,verzeihung gilt1 das wird bei mir verschwiegen4 ,ich habe ein einziges ,mal etwas knstlerisches schreiben wollen1 mein ,babel und ,bibel4 ,was war die ,folge8 ,es ist als elendes ,machwerk bezeichnet und derart mit ,spott und ,hohn berschttet worden1 als ob es von einem ,harlekin oder ,affen verfat worden sei4 ,da weicht man zurck und wartet auf seine ,zeit4 ,und diese kommt gewi4 ,man kann wohl literarische ,hanswrste beseitigen1 nicht aber ,geistesbewegungen unterdrcken1 die unbesiegbar sind4 ,es fllt mir nicht ein1 hier ,anklagen aufzustellen1 denen doch keine ,folge gegeben wrde4 ,unterlassen aber darf ich es trotzdem nicht1 zur ,beleuchtung des hier berhrten ,punktes ein ,beispiel anzufhren1 ein einziges1 welches so deutlich spricht1 da ich ohne ,weiteres auf alle andern ,belege verzichten kann4 ,nmlich ein ,verein1 dessen ,zweck in der ,anlegung von ,volksbibliotheken und ,verbreitung von ,bchern besteht1 hat bisher jhrlich mehrere tausend ,bnde von mir vertrieben4 ,pltzlich stellte er das ein1 und um ,auskunft gebeten1 gab die ,zentralstelle dieses ,vereines folgende1 in den ,zeitungen kursierende ,auskunft3 ,hierseits wird zwar von dem weitern ,vertrieb der ,mayschen ,schriften ,abstand genommen1 und werden die ,bcher nicht mehr durch unsere ,verzeichnisse angeboten1 damit wollen wir aber nicht sagen1 da der ,inhalt der ,mayschen ,reiseerzhlungen zu verwerfen ist1 und wir muten auch den ,vorstnden unserer ,vereine nicht zu1 nunmehr diese ,bcher aus den ,bibliotheken zu entfernen4 ,unsere jetzige ablehnende ,stellungnahme gilt nicht den ,schriften1 sondern der ,persnlichkeit des ,verfassers4 ,sieknnenalsoohne ,bedenkendie,bndeweiterausleihen4 ,das gengt gewi6 ,meinen ,bchern ist nichts anzuhaben2 meine ,person aber wird an den ,pranger gestellt6 ,warum8 ,infolge jener ,mache1 von der ich schon weiter oben sprach4 ,denn man glaube ja nicht1 da die ,karl ,may-,hetze1 oder1 ein wenig anstndiger ausgedrckt1 das ,karl ,may-,problem eine literarische ,angelegenheit sei4 ,es handelt sich hier keineswegs um schriftstellerische oder gar um ethische ,grnde1 sondern1 die ,sache beim richtigen ,namen genannt1 um eine rein persnliche ,abschlachtung aus moralisch ganz niedrigen1 prozessualen ,grnden4 ,was man da von sittlichen und journalistischen ,notwendigkeiten sagt1 ist nichts als ,spiegelfechterei1 um die ,wahrheit zu verstecken4 ,wollte man hierber einen ,roman schreiben1 so knnte dieser der sensationellste aller ,kolportageromane werden1 und die ,hauptpersonen wrden folgende sein3 ,der ,hauptredakteur a4 ,d4 ,dr4 ,hermann ,cardauns in ,bonn1 die ,kolporteuse a4 ,d4 ,pauline ,mnchmeyer in ,dresden1 der ,franziskanermnch ,dr4 ,expeditus ,schmidt in ,mnchen1 der aus der christlichen ,kirche ausgetretene ,sozialdemokrat a4 ,d4 ,rudolf ,lebius in ,charlottenburg1 der ,benediktinerpater ,ansgar ,pllmann in ,beuron und der ,rechtsanwalt der ,kolporteuse ,mnchmeyer1 ,dr4 ,gerlach in ,niederlnitz bei ,dresden4 ,dieser ,roman wrde fr die ,beleuchtung der gegenwrtigen ,gesetzgebung ein hchst wichtiger sein und auch ber andere ,verhltnisse1 gesellschaftliche1 geschftliche1 psychologische1 berraschende ,streiflichter werfen4 ,es wrde da viel ,schmutz1 sehr viel ,schmutz zu sehen sein1 der nichts weniger als appetitlich ist1 und so will ich1 da ich ihn auch hier zu erwhnen und zu zeigen habe1 mich bemhen1 so schnell wie mglich ber ihn hinwegzukommen4 ,,viii4 ,meine ,prozesse4 ,jrgensen1 den meine ,leser wahrscheinlich kennen1 sagt in seiner ,parabel ,der ,schatten zum ,dichter3 ,sie wissen nicht1 was ,sie tun1 wenn ,sie hier sitzen und schreiben und ,ihre ,seele von der ,macht des ,weines und der ,nacht anschwillt4 ,sie wissen nicht1 wie viele ,menschenschicksale ,sie durch eine einzige ,zeile auf dem weien ,papier umbilden1 erschaffen1 verndern4 ,sie wissen nicht1 wie manches ,menschenglck ,sie tten1 wie manches ,todesurteil ,sie unterschreiben1 hier1 in ,ihrer stillen ,einsamkeit1 bei der friedlichen ,lampe1 zwischen den ,blumenglsern und der ,burgunderflasche4 ,bedenken ,sie1 dawir,anderndasleben1was,ihr,dichter schreibt4 ,wir sind1 wie ,ihr uns bildet4 ,die ,jugend dieses ,reiches wiederholt wie ein ,schatten ,eure ,dichtung4 ,wir sind keusch1 wenn ,ihr es seid2 wir sind unsittlich1 wenn ,ihr es wollt4 ,die jungen ,mnner glauben je nach ,eurem ,glauben oder ,eurer ,verleugnung4 ,die jungen ,mdchen sind zchtig oder leichtfertig1 wie es die ,weiber sind1 die ,ihr verherrlicht4 ,jrgensen hat hier vollstndig ,recht4 ,seine ,ansicht ist ganz die meinige4 ,ja1 ich gehe sogar noch weit ber die seinige hinaus4 ,der ,dichter und ,schriftsteller hat einen weit grern1 entweder schaffenden oder zerstrenden1 reinigenden oder beschmutzenden ,einflu1 als die meisten ,menschen ahnen4 ,wenn es wahr ist1 was die neuere ,psychologie behauptet1 nmlich ,nicht ,einzelwesen1 ,drama ist der ,mensch1 so darf man die ,ttigkeit des ,schriftstellers unter ,umstnden sogar eine schpferische1 anstatt nur eine schaffende nennen4 ,weil ich mir dessen wohlbewut bin1 bin ich mir auch der ungeheuern ,verantwortung bewut1 welche auf uns ,schreibenden ruht1 sobald wir zur ,feder greifen4 ,so oft ich dieses ,letztere tue1 tue ich es in der aufrichtigen ,absicht1 als ,schaffender nur ,gutes1 niemals aber ,bses zu schaffen4 ,man kann sich also denken1 wie erstaunt ich war1 als ich erfuhr1 da ich im ,verlage von ,h4 ,g4 ,mnchmeyer abgrundtief unsittliche ,bcher geschrieben haben solle4 ,der ,ausdruck abgrundtief unsittlich ist von ,cardauns1 dessen ,eigenheit es bekanntlich ist1 sich als ,gegner in den bertriebensten ,verschrfungen zu ergehen4 ,bei ihm ist dann ,alles nicht nur erwiesen1 sondern zur ,evidenz erwiesen1 nicht ausgesonnen1 sondern raffiniert ausgesonnen1 nicht entstellt1 sondern bis zur ,unkenntlichkeit entstellt4 ,darum gengte bei diesen ,mnchmeyerschen ,romanen1 weil sie angeblich von mir waren1 das einfache ,wort unsittlich nicht1 sondern es war ganz selbstverstndlich1 da sie gleich abgrundtief unsittlich sein muten4 ,die erste ,spur von diesen meinen ,unsittlichkeiten tauchte drben in den ,vereinigten ,staaten auf4 ,kommerzienrat ,pustet1 welcher da drben ,filialen besitzt1 schrieb mir von diesem ,gercht und wnschte1 da ich mich darber uere4 ,das tat ich4 ,ich antwortete ihm1 da ich von ,unsittlichkeiten nichts wisse und die ,sache untersuchen lassen werde1 wenn es sein msse sogar gerichtlich4 ,das ,resultat werde ich ihm dann mitteilen4 ,damit war fr ihn die ,sache abgemacht4 ,er war ein ,ehrenmann1 ein ,mann von ,geist und ,herz1 dem es niemals eingefallen wre1 durch ,hintertren zu verkehren4 ,wir hatten einander gern4 ,auf ihn fllt ganz gewi auch nicht die geringste ,spur von ,schuld an der unbeschreiblich schmutzigen und widerlich leidenschaftlichen ,hetze gegen mich4 ,weil das ,gercht aus ,amerika kam1 hatte ich zunchst drben zu recherchieren4 ,das erforderte lange ,zeit1 und es war mir unmglich1 etwas ,bestimmtes zu erfahren4 ,ich wute nur1 da sich das ,gercht auf meine ,mnchmeyerschen ,romane bezog1 doch fand ich ,niemand1 der imstande war1 mir die ,kapitel oder ,stellen zu bezeichnen1 in denen die ,unsittlichkeit lag4 ,und auf ein bloes1 vages ,gercht hin alle fnf ,romane1 also ungefhr achthundert ,druckbogen nach ,dingen1 die ich gar nicht kannte1 mhsam durchzuforschen1 dazu hatte ich keine berflssige ,zeit1 und das war mir auch gar nicht zuzumuten4 ,wer den ,mut besa1 mich anzuklagen1 der mute die unsittlichen ,stellen genau kennen und war verpflichtet1 sie mir anzugeben4 ,darauf wartete ich4 ,es meldete sich aber ,keiner1 der es tat4 ,auch ,pustet tat es nicht4 ,wahrscheinlich kannte er die angeblichen ,unsittlichkeiten ebenso wenig als ich4 ,leider war ich nach einiger ,zeit gezwungen1 ihm meine ,mitarbeiterschaft zum zweiten ,male aufzusagen4 ,das erste ,mal hatte ich es getan1 als ,heinrich ,keiter noch lebte4 ,dieser hatte mir eine meiner ,arbeiten ganz bedeutend gekrzt1 ohne mich um ,erlaubnis zu fragen4 ,ich habe ,korrekturen und ,krzungen nie geduldet4 ,der ,leser soll mich so kennen lernen1 wie ich bin1 mit allen ,fehlern und ,schwchen1 nicht aber wie der ,redakteur mich zustutzt4 ,darum teilte ich ,pustet mit1 da er von mir kein ,manuskript mehr zu erwarten habe4 ,er versuchte1 mich brieflich umzustimmen1 doch vergeblich4 ,da kam er1 der alte ,herr1 persnlich nach ,radebeul4 ,das war rhrend1 hatte aber auch keinen ,erfolg4 ,er schickte dann seinen ,neffen1 ganz selbstverstndlich mit demselben negativen ,resultate1 denn sie beide waren es doch nicht1 die sich an meinen ,rechten vergriffen hatten4 ,da kam der ,richtige1 ,heinrich ,keiter selbst4 ,er versprach mir1 da es nie wieder geschehen solle1 und daraufhin nahm ich meine ,absage zurck4 ,man hat mir das von gewisser ,seite bis heut noch nicht vergessen4 ,man drckt das folgendermaen aus3 ,heinrich ,keiter hat ,kotau vor ,karl ,may machen mssen4 ,ich besitze hierber ,zuschriften aus nicht gewhnlichen ,hnden4 ,aber er trug selbst die ,schuld1 nicht ich4 ,ich habe ,heinrich ,keiter geachtet1 wie ,jedermann ihn achtete4 ,ich erkenne alle seine ,verdienste an1 und es tut mir noch leid1 da ich damals gezwungen war1 ,charakter zu zeigen4 ,es ging nicht anders4 ,ich mute die ,buchform meiner ,reiseerzhlungen nach dem ,texte des ,hausschatzes drucken lassen und durfte darum nicht zugeben1 da an meinen ,manuskripten herumgendert wurde4 ,spter schrieb ich fr ,pustet meinen vierbndigen ,roman ,im ,reiche des silbernen ,lwen4 ,ich war grad bis zum ,schlu des zweiten ,bandes gelangt1 da bekam ich von befreundeten ,redaktionen einen ,waschzettel des ,hausschatzes geschickt1 dessen ,inhalt mich veranlate1 meine damalige ,absage zu wiederholen4 ,ich telegraphierte ,pustet1 da ich mitten in der ,arbeit aufhren msse und kein ,wort weiter fr ihn schreiben werde4 ,er mute mir sogar das in seinen ,hnden befindliche1 noch ungedruckte ,manuskript wieder senden1 wofr ich ihm das darauf entfallende ,honorar wiederschickte4 ,ich wrde hierber kein ,wort verlieren1 wenn mir nicht vor kurzer ,zeit1 allerdings von sehr unmageblicher ,seite1 mit ,enthllungen aus jener ,zeit gedroht worden wre4 ,ich habe darum die ,gelegenheit wahrgenommen1 hier die ,wahrheit festzustellen4 ,und ich stelle zugleich noch weiter fest1 da ich mit ,herrn ,kommerzienrat ,pustet niemals persnlich gebrochen habe und eine aufrichtige ,freude und ,genugtuung empfand1 als er nach einer ,reihe von ungefhr zehn ,jahren seinen jetzigen ,hausschatzredakteur1 ,herrn ,kniglichen ,wirklichen ,rat ,dr4 ,otto ,denk1 zu mir nach ,hotel ,leinfelder in ,mnchen sandte1 um mich zu veranlassen1 wieder ,mitarbeiter des ,hausschatzes zu werden4 ,ich habe ihm daraufhin den ,mir von ,dschinnistan geschrieben4 ,damit bin ich den mir gemachten ,vorwrfen der ,cardaunsschen abgrundtiefen ,unsittlichkeit vorausgeeilt und kehre nun zu ihnen zurck1 um dieser ,angelegenheit auf ,grund und ,wurzel zu gehen4 ,der ,grund heit ,mnchmeyer1 und die ,wurzel heit ebenso4 ,die hierher gehrigen ,tatsachen bilden eine ber dreiig ,jahre lange ,kette1 deren ,ringe logisch1 geschftlich und juristisch innig ineinander greifen4 ,das ,meiste von ihnen ist erwiesen4 ,einiges liegt noch in den ,akten1 um an das ,tageslicht gezogen zu werden4 ,ich bin nicht gewillt1 den laufenden ,prozessen vorzugreifen1 und werde also nur diejenigen ,punkte besprechen1 ber die volle ,klarheit herrscht4 ,ich habe bereits gesagt1 da ,mnchmeyer meine ,vorstrafen kannte4 ,er wute sogar ,alles1 was man hinzugelogen hatte4 ,er wnschte sehr1 da ich einen ,roman hierber schreiben mchte2 ich lehnte das aber entschieden ab4 ,ich habe im ,kreise seiner ,familie und ,bekannten meine ,vergangenheit nicht verheimlicht1 sondern ganz unbefangen davon erzhlt und meine ,ansichten ber ,verbrecher und ,verbrechen1 ,schuld1 ,strafe und ,strafvollzug ausfhrlich dargelegt4 ,kein einziges ,glied der ,mnchmeyerschen ,familie darf behaupten1 nicht davon gewut zu haben4 ,auch die ,arbeiter der ,firma erfuhren es1 ,setzer1 ,drucker und alle ,andern1 ebenso die mitarbeitenden ,schriftsteller4 ,may ist bestraft2 er hat gesessen1 das drang bald leiser1 bald lauter1 aber berall durch4 ,es ist also grundfalsch1 jetzt nun von pltzlichen ,enthllungen oder gar von meiner ,entlarvung zu sprechen4 ,wer behauptet1 er habe mich entlarvt1 der lgt4 ,wichtig ist1 da ,mnchmeyer eine ganz ausgesprochene geschftliche ,vorliebe grad fr bestrafte ,mitarbeiter hatte4 ,geht man die ,schriftsteller und ,schriftstellerinnen durch1 die fr ihn geschrieben haben1 so bilden die ,bestraften einen ganz bedeutenden ,prozentsatz von ihnen4 ,das bemerkte ich schon bald1 nachdem ich bei ihm eingetreten war4 ,auch ,walter1 sein ,hauptfaktotum1 von dem er alles tun lie1 was ,niemand wissen durfte1 war vorbestraft4 ,gleich nach meiner ,uebernahme der ,redaktion brachte er mir einen ,wiener ,postbeamten1 der sich an der ,kasse vergriffen hatte1 als ,mitarbeiter4 ,als sich hnliche ,flle wiederholten und ich ihn nach seinen ,grnden fragte1 antwortete er3 ,mit einem ,schriftsteller1 der bestraft worden ist1 kann man machen1 was man will1 denn er frchtet1 da seine ,vorstrafen verraten werden4 ,also auch ich86 rief ich aus1 erstaunt ber diese ,aufrichtigkeit4 ,unsinn6 entgegnete er4 ,mit ,ihnen ist das etwas ganz ,anderes4 ,wir sind ,freunde6 ,und ,sie sind doch kein gewhnlicher ,mensch1 der mit sich machen lt1 was man will6 ,selbst wenn ich ,sie nicht aufrichtig lieb htte1 bei ,ihnen zge man den ,krzern6 ,er gab sich ,mhe1 das in mir erwachte ,mitrauen zu beseitigen1 aber es wollte doch nicht ganz verschwinden und trug auch mit dazu bei1 da ich kndigte und wegen des ,heiratsangebotes die ,redaktion aufgab4 ,auch spter1 als ich nach sechs ,jahren das ,waldrschen fr ihn zu schreiben begann1 tauchte dieses ,bedenken gegen ihn wieder in mir auf4 ,aber die ,ausnahmestellung1 die er mir persnlich und geschftlich bei sich einrumte1 das ,ausnahmehonorar1 welches er mir zahlte1 und vor allen ,dingen die ,einwrfe1 die mir meine ,frau bei jeder ,gelegenheit gegen mein ,mitrauen machte1 das alles wirkte dahin1 da ich schlielich zu meinem frheren ,vertrauen zurckkehrte4 ,da ich von meinen ,mnchmeyerschen ,romanen keine ,korrekturen zu lesen und also auch meine ,manuskripte nicht mehr zurckbekam1 habe ich bereits erwhnt4 ,ich konnte also nicht kontrollieren1 ob der ,druck mit meinem ,originalmanuskript bereinstimmte4 ,doch war mir hier so bestimmt ,ehrlichkeit versprochen worden1 da ich einen ,betrug fr ausgeschlossen hielt4 ,auch da ,mnchmeyer spter einmal behaupten knne1 meine ,romane mit allen ,rechten nicht blo bis zum zwanzigtausendsten ,abonnenten1 sondern fr immer erworben zu haben1 erschien mir als unmglich1 denn erstens hatte ich mir alle seine ,briefe aufgehoben1 in denen er ,alles1 was wir schriftlich miteinander ausgemacht hatten1 nach und nach wiederholte1 und zweitens hatte ich auch noch einen andern vollgltigen ,beweis in der ,hand1 da er diese ,rechte nicht fr immer besa4 ,er hatte nmlich den schriftlichen ,versuch gemacht1 diese ,rechte noch nachtrglich zu erwerben4 ,er hatte das durch einen ,revers getan1 den er mir durch jenes vorbestrafte ,faktotum ,walter schickte und zur ,unterschrift vorlegen lie4 ,ich wies aber diesen auerordentlich pfiffigen ,boten mit seinem ,revers zurck4 ,dieser ,walter war es auch1 durch den ich auf meine ,anfragen immer die schriftliche oder mndliche ,versicherung bekam1 da die ,zwanzigtausend noch nicht erreicht sei4 ,uebrigens hatte ich nicht die geringste ,sorge1 weder um meine ,rechte noch um meine feinen ,gratifikationen4 ,meine ,rechte waren mir sicher1 und ,mnchmeyers standen sich jetzt in pekunirer ,beziehung so1 da sie1 wie ich glaubte1 mehr als blo zahlungsfhig waren4 ,da er mit schlechtgehenden ,romanen wieder verlor1 was er an gutgehenden verdiente1 und da er sich auf ,wechselreitereien eingelassen hatte1 durch welche seine ,kapitalkraft arg geschdigt wurde1 davon wute ich nichts4 ,ich war also berzeugt1 ruhig warten zu knnen und gar keine ,veranlassung zu haben1 verfrhte und darum beleidigende ,forderungen zu stellen4 ,uebrigens war meine ,frau so vollstndig gegen alles geschftliche ,drngen und ,treiben1 da ich nun auch um den ueren huslichen ,frieden besorgt sein mute1 falls ich gegen ,mnchmeyer nicht so nachsichtig war1 wie sie wnschte4 ,auch behaupten die ,kolportageverleger1 da es in ihrer ,buchfhrung viel schwieriger sei und viel lngere ,zeit erfordere1 als bei andern ,verlegern1 nachzuweisen1 wieviel feste ,abonnenten man habe4 ,es springen bestndig welche ab1 und es kommen bestndig welche hinzu1 darum hatte ich ,geduld4 ,im ,jahre #ahia lernte ich meinen jetzigen ,verleger ,f4 ,e4 ,fehsenfeld1 ,freiburg1 ,breisgau1 kennen4 ,ich bergab ihm den ,buchverlag der bei ,pustet in ,regensburg erschienenen ,werke und vereinbarte mit ihm1 nach diesen dann auch die ,mnchmeyerschen herauszugeben4 ,er nahm die ersten sofort in ,angriff1 und sie gingen ausgezeichnet4 ,wir waren beide berzeugt1 da wir mit den ,mnchmeyerschen nicht weniger ,erfolg haben wrden1 stellten die letzteren aber bis zur ,vollendung der ,pustetschen ,serie zurck4 ,jede der beiden ,serien sollte dreiig ,bnde umfassen4 ,was daran fehlte1 hatte ich noch hinzuzuschreiben4 ,das ergab fr die ,pustetsche ,serie ungefhr zehn ,bnde1 die ich noch zu liefern hatte4 ,das war eine ,arbeit1 die mir keine ,zeit lie1 mich jetzt um meine ,mnchmeyerschen ,sachen zu bekmmern4 ,darum mute mich auch die unerwartete ,nachricht1 da ,mnchmeyer pltzlich gestorben sei1 geschftlich vollstndig gleichgltig lassen4 ,ich erkundigte mich nur nach seiner ,nachfolge1 und als ich hrte1 da seine ,witwe das ,geschft im ,namen der ,erben weiterfhre1 war ich fr mich beruhigt4 ,da geschah etwas ,ueberraschendes4 ,frau ,pauline ,mnchmeyer schickte mir einen ,boten1 der den ,auftrag hatte1 mich auszuforschen1 ob ich vielleicht geneigt sein werde1 ihr einen neuen ,roman zu schreiben4 ,dieser ,bote war auch ein ,vorbestrafter4 ,ich lie ihn unverrichteter ,sache wieder gehen1 ohne ber die ,ursache seiner ,sendung besonders nachzudenken4 ,ich wute damals nicht1 was ich erst viel spter erfuhr1 nmlich da es mit ,mnchmeyers nicht so glnzend stand1 wie ich dachte4 ,man hatte einen ,familienrat gehalten und war zu dem ,entschlusse gelangt1 durch einen neuen ,roman von ,karl ,may die ,lage zu verbessern4 ,ich hatte weder ,zeit noch ,lust1 ihn zu schreiben1 beschlo aber fr den ,fall1 da man den ,versuch erneuern werde1 trotzdem in ,verhandlungen einzutreten1 um ber die ,erfolge meiner bisherigen ,romane etwas ,bestimmtes zu erfahren4 ,und die ,wiederholung des ,versuches kam4 ,frau ,mnchmeyer stellte sich selbst und persnlich bei uns ein4 ,sie besuchte uns wiederholt4 ,sie bat4 ,sie bot sogar ,vorausbezahlung des ,honorars4 ,sie schickte auch das ,faktotum ,walter und lie ,briefe durch ihn schreiben4 ,ich gab den ,bescheid1 da ich nicht eher etwas ,neues liefern knne1 als bis ber das ,alte volle ,klarheit geschafft worden sei4 ,ich msse unbedingt erst wissen1 wie es mit der ,abonnentenzahl meiner fnf ,romane stehe2 die ,zwanzigtausend msse doch schon lngst erreicht worden sein4 ,frau ,mnchmeyer versprach ,bescheid4 ,sie lud mich und meine ,frau zum ,essen zu sich ein1 um da diesen ,bescheid zu erteilen4 ,wir stellten uns ein4 ,sie gestand ein1 da die ,zwanzigtausend erreicht seien1 und zwar bei allen ,romanen1 nicht nur bei einem2 nur msse es erst noch genau berechnet werden1 und das sei in der ,kolportage so ungemein schwierig und zeitraubend4 ,ich mge mich also in ,geduld fassen4 ,was meine ,rechte betreffe1 so fallen diese mir hiermit wieder zu1 ich knne die ,romane nun ganz fr mich verwenden4 ,da forderte ich sie auf1 mir meine ,manuskripte zu schicken1 nach denen ich setzen und drucken lassen werde4 ,sie sagte1 die seien verbrannt2 sie werde mir an ihrer ,stelle die gedruckten ,romane senden und sie vorher extra fr mich in ,leder binden lassen4 ,das geschah4 ,nach kurzer ,zeit kamen die ,bcher durch die ,post2 ich war wieder ,herr meiner ,werke -- -- -- so glaubte ich6 ,freilich war es mir unmglich1 sie sofort herauszugeben1 weil die ,pustetschen vorher zu erscheinen hatten4 ,ich legte die ,bcher also fr einstweilen zurck1 ohne mich mit der ,prfung ihres ,inhaltes befassen zu knnen4 ,ich hatte meinen ,zweck erreicht1 und von der ,abfassung eines neuen ,romanes war keine ,rede mehr4 ,frau ,mnchmeyer lie nichts mehr von sich hren4 ,ich schrieb das auf ,rechnung des ,umstandes1 da nun doch die feinen ,gratifikationen fllig waren1 deren ,zahlung man mit ,schweigen zu umgehen suchte4 ,ich aber drngte nicht2 ich hatte mehr zu tun und brauchte das ,geld nicht zur ,not4 ,ich will den ,umstand nicht bergehen1 da meine ,frau whrend dieser ganzen ,zeit sich alle ,mhe gab1 mich von geschftlicher ,strenge gegen ,frau ,mnchmeyer abzuhalten4 ,diese ihre ,vorliebe fr ,mnchmeyer und seine ,witwe bilden den ,hauptgrund der sonst unbegreiflichen ,nachsicht1 die ich bte4 ,ich stand grad im ,begriff1 eine lngere ,reise nach dem ,orient anzutreten1 als ich erfuhr1 da ,frau ,mnchmeyer ihr ,geschft verkaufen wollte4 ,ich schrieb ihr sofort einen ,brief1 in dem ich sie warnte1 etwa meine ,romane mit zu verkaufen4 ,ich legte ihr alles hierauf ,bezgliche dar und ging zunchst nach ,obergypten4 ,von dort nach ,kairo zurckgekehrt1 fand ich ,briefe vor1 aus denen ich erfuhr1 da der ,verkauf trotz meiner ,warnung geschehen sei2 der ,verkufer sic heie ,fischer4 ,ich zgerte nicht1 an diesen ,herrn zu schreiben4 ,er antwortete mir im ,kolportageton1 da er das ,mnchmeyersche ,geschft nur wegen der ,romane von ,karl ,may gekauft habe4 ,alles ,andere sei nichts wert4 ,er werde diese meine ,sachen so ausbeuten1 wie es nur mglich sei1 und mich1 falls ich ihn daran hindere1 auf ,schadenersatz verklagen4 ,dieser ,ton fiel mir auf4 ,in dieser ,weise pflegt man nur mit sehr minderwertigen ,menschen zu sprechen4 ,ich mute diesem mir vollstndig unbekannten ,herrn ,fischer in einer ,art geschildert worden sein1 die ihn zu dieser ,achtungslosigkeit verleitete4 ,ich forderte meine ,frau auf1 mir ber diesen ,fall sofort und so ausfhrlich wie mglich zu berichten4 ,ich gab ihr zu diesem ,zwecke meine ,reiseroute genau an4 ,ich wartete in ,kairo sechs ,wochen1 in ,beirut vierzehn ,tage1 in ,jerusalem mehrere ,wochen4 ,ich schrieb und telegrafierte1 doch vergebens2 es kam kein ,bericht4 ,endlich erhielt ich einige ,zeilen1 in denen sie mir sagte1 da sie in ,paris gewesen sei1 aber weiter nichts4 ,als in ,massaua1 der ,hauptstadt von ,erythra am roten ,meere1 mein arabischer ,diener mir die ,post brachte1 quoll mir eine ,menge deutscher ,zeitungen entgegen1 aus denen ich1 der gar nichts ,ahnende1 ersah1 was sich in der ,heimat inzwischen gegen mich ereignet hatte4 ,fischer hatte meine ,abwesenheit benutzt1 mit einer illustrierten ,ausgabe meiner ,mnchmeyerschen ,romane zu beginnen1 und zwar mit derartigen ,reklametrompetensten1 da alle ,welt auf dieses ,unternehmen aufmerksam werden mute4 ,mein ,name war genannt1 obgleich ich diese ,romane1 nur einen ausgenommen1 pseudonym geschrieben und ,mnchmeyer verpflichtet hatte1 diese ,pseudonymitt auf keinen ,fall zu brechen4 ,zugleich stellte sich heraus1 da mit den ,romanen eine ,umarbeitung vorgenommen werden sollte4 ,mir wurde himmelangst4 ,ich schrieb heim und beauftragte einen dortigen ,freund1 dem ich vollstndig vertrauen konnte1 sich einen ,rechtsanwalt zu ,hilfe zu nehmen und meine ,sache bis zu meiner ,heimkehr zu fhren1 wenn ntig sogar gerichtlich4 ,dieser ,freund hie ,richard ,plhn und war der ,besitzer der ,schsischen ,verbandstoffabrik in ,radebeul1 die er gegrndet hatte4 ,man wird bald sehen1 warum ich fr kurze ,zeit bei ihm verweile4 ,er war auerordentlich glcklich verheiratet4 ,seine ,familie bestand nur aus ihm1 seiner ,frau und seiner ,schwiegermutter4 ,wir waren so innig mit einander befreundet1 da wir einander ,du nannten und1 sozusagen1 eine einzige ,familie bildeten4 ,aber auer zu mir auch noch zu meiner ,frau ,du zu sagen1 das brachte ,plhn nicht fertig4 ,er versicherte1 da ihm dies unmglich sei4 ,frau ,plhn ist jetzt meine ,frau4 ,es ist mir also nicht erlaubt1 von ihren ,eigenschaften oder gar ,vorzgen zu sprechen4 ,die letzteren waren rein seelische4 ,meine damalige ,frau hat nie in einem meiner ,bcher gelesen4 ,der ,zweck und ,inhalt meiner ,schriften war ihr ebenso unbekannt und gleichgltig wie meine ,ziele und ,ideale berhaupt4 ,frau ,plhn aber war begeisterte ,leserin von mir und besa ein sehr ernstes und tiefes ,verstndnis fr all mein ,hoffen1 ,wnschen und ,wollen4 ,ihr ,mann freute sich darber4 ,er sah mein ,ringen1 mein angestrengtes ,arbeiten1 oft dreimal wchentlich die ganze ,nacht hindurch1 keine helfende ,hand1 kein warmer ,blick1 kein aufmunterndes ,wort2 ich stand innerlich allein1 allein1 allein1 wie stets und allezeit4 ,das tat ihm wehe4 ,er versuchte1 durch seine ,frau auf die meinige einzuwirken1 damit diese mir wenigstens die strende ,korrespondenz abnahm1 vergeblich4 ,da bat er mich1 seiner ,frau zu erlauben1 da diese es tue2 das werde fr sie und ihn eine groe ,freude sein4 ,ich gestattete es den beiden guten ,menschen4 ,von da an lag mein ,briefwechsel in der ,hand von ,frau ,plhn4 ,tausenden von ,leserinnen und ,lesern ist ber der ,unterschrift von ,emma ,may geantwortet worden1 ohne da sie wuten1 da es nicht meine ,frau1 sondern eine schwesterliche ,helferin war1 die mir meine ,last erleichterte4 ,sie arbeitete sich mehr und mehr in meine ,gedankenwelt und meinen ,briefwechsel ein1 so da ich ihr schlielich die ganze1 umfangreiche ,korrespondenz getrost berlassen konnte4 ,ihr ,mann war stolz darauf4 ,noch stolzer fast war ihre ,mutter1 eine einfach gewhnte1 sehr arbeitsame1 praktische ,frau1 die gar zu gern auch mitgeholfen htte1 wenn es mglich gewesen wre1 denn auch sie besa eine ,seele1 die nicht unten bleiben wollte1 sondern nach oben strebte4 ,also diesen ,freund beauftragte ich1 meine ,angelegenheit so krftig wie mglich in die ,hand zu nehmen1 und er tat es1 so gut er konnte4 ,er bergab die prozessuale ,durchfhrung einem ,dresdener ,rechtsanwalt und benachrichtigte die gesamte deutsche ,presse davon1 da ich augenblicklich in ,asien sei1 nach meiner ,heimkehr aber nicht zgern werde1 mich bei der beabsichtigten ,vergewaltigung zu erwehren4 ,mehr konnte fr den ,augenblick nicht getan werden1 weil es mir unmglich war1 meine ,reise abzubrechen4 ,von meiner ,frau bekam ich keine ,nachricht4 ,es war ihr unmglich1 sich um so ernste1 geschftliche ,angelegenheiten zu bekmmern4 ,plhns aber schrieben1 doch konnten mich diese ,briefe erst in ,padang auf der ,insel ,sumatra erreichen4 ,sie lauteten aufregend4 ,die ,presse hatte begonnen1 sich mit meinen ,mnchmeyerschen ,romanen zu beschftigen1 und zwar in einer fr mich ungnstigen ,weise4 ,es wurden ,gerchte ber mich verbreitet1 die teils lcherlich1 teils gewissenlos waren4 ,man las in den ,zeitungen1 da ich mich gar nicht im ,orient befinde1 sondern mich wegen einer bsartigen ,krankheit im ,jodbad ,tlz1 ,oberbayern1 versteckt habe4 ,htte ich geahnt1 da das in dieser lgenhaften1 gehssigen und bswilligen ,weise ein ganzes ,jahrzehnt weitergehen werde1 so wrde ich meine ,reise doch unterbrochen und schleunigst nach ,hause zurckgekehrt sein4 ,htte ich das getan1 so wren mir alle die unmenschlichen ,martern und ,qualen1 die ich whrend dieser langen ,zeit ausgestanden habe1 erspart geblieben4 ,leider aber wute ich damals noch nicht1 was mit meinen ,romanen vorgegangen war und welche ,leitgedanken im ,mnchmeyerschen ,geschft ber mich kursiert hatten und heute noch kursierten4 ,ich glaubte1 die ,sache noch aus der ,ferne beilegen zu knnen und hielt nichts weiter fr ntig1 als eine genaue ,information1 aus der sich die einzuschlagenden ,schritte zu ergeben htten4 ,ich schrieb also heim1 da meine ,frau mit ,plhns nach ,aegypten kommen mchte1 wo ich in ,kairo mit ihnen zusammentreffen wrde4 ,sie kamen1 aber sehr versptet1 weil ,plhn unterwegs krank geworden war4 ,was ich von ihnen erfuhr1 lautete keineswegs gnstig und klang auerdem sehr unbestimmt4 ,der ,rechtsanwalt stand immer noch erst bei den ,vorbereitungen4 ,fischer hatte erklrt1 sich auf das ,aeuerste wehren zu wollen2 meine ,romane habe er von ,frau ,mnchmeyer gekauft2 sie seien sein wohlerworbenes1 bar bezahltes ,eigentum1 mit dem er machen knne1 was er wolle4 ,die ,zeitungen waren gegen mich eingenommen4 ,meine ,mnchmeyerschen ,romane wurden als ,schundromane bezeichnet4 ,ich sah ein1 da ein ,proze mit ,mnchmeyers nicht zu umgehen war1 und fragte meine ,frau nach den fr mich hierzu ntigen ,dokumenten4 ,ich habe bereits gesagt1 da ich mir ,mnchmeyers ,briefe aufgehoben hatte4 ,ihr ,inhalt war fr einen ,proze gegen ,mnchmeyer derart beweiskrftig1 da ich ihn glattweg gewinnen mute4 ,diese ,briefe waren nebst andern gleichwichtigen ,sachen in einem bestimmten ,schreibtischkasten aufbewahrt4 ,ich hatte vor meiner ,abreise meine ,frau auf diesen ,kasten und seinen ,inhalt ganz besonders aufmerksam gemacht1 ihr den ,zweck der ,briefe ganz besonders erklrt und sie aufgefordert1 dafr zu sorgen1 da ja nicht das geringste ,blttchen davon verloren gehe4 ,als ich sie jetzt in ,kairo nach diesen ,dokumenten fragte1 versicherte sie mir1 da sie noch genau so lgen1 wie ich sie ihr bergeben habe4 ,kein ,mensch habe sie berhrt4 ,das beruhigte mich1 denn das bedeutete den sicher gewonnenen ,proze4 ,als meine ,frau mir diese ,versicherung gab1 stand ,frau ,plhn dabei und hrte es4 ,sie sah sie gro an1 sagte aber nichts4 ,das fiel mir damals nicht auf2 spter aber1 als ich mich dieses groen1 erstaunten1 mibilligenden ,blickes erinnerte1 wute ich nur allzu gut1 was er hatte sagen sollen4 ,meine ,frau war nmlich eines ,abends zu ,frau ,plhn gekommen und hatte ihr mitgeteilt1 da sie soeben unsern ,trauschein verbrannt habe1 der ,vorbedeutung wegen1 die sich damit verbinde4 ,und einige ,zeit spter hatte sie ihr in derselben lachenden ,weise gesagt1 da sie nun auch die ,dokumente aus dem ,schreibtischkasten genommen und verbrannt habe2 sie wolle dadurch verhindern1 da ich ,mnchmeyers verklage4 ,frau ,plhn war hierber entsetzt gewesen1 hatte aber die vollendete ,tatsache nicht zu ndern vermocht4 ,jetzt1 als sie die ,versicherung meiner ,frau mit anhren mute1 da die ,briefe noch unberhrt vorhanden seien1 gab es in ihr den ersten ,ri zu jener innern ,scheidung1 die erst dann auch uerlich zu ,tage trat1 als nichts mehr verheimlicht werden konnte4 ,wir reisten nach ,aegypten1 ,palstina1 ,syrien1 ber ,konstantinopel1 ,griechenland und ,italien nach ,hause4 ,whrend dieser ,zeit ist meine ,frau auf wiederholte ,anfragen immer dabei geblieben1 da die ,dokumente vllig unverletzt noch in dem betreffenden ,kasten lgen4 ,sie wurde schlielich zornig und verbat sich jede weitere ,erwhnung4 ,aber als ich nach ,hause kam und mein erster ,schritt nach dem ,schreibtisch war1 fand ich den ,kasten -- -- -- leer6 ,hierber zur ,verantwortung gezogen1 erklrte sie1 da sie die ,briefe allerdings verbrannt und vernichtet habe4 ,sie sei stets eine ,freundin ,mnchmeyers gewesen und sei es auch noch heute4 ,sie wisse zwar1 da ich recht habe1 aber sie dulde nicht1 da ich ,mnchmeyers verklage4 ,darum habe sie die ,papiere verbrannt4 ,man kann sich denken1 wie mir zu ,mute war1 aber ich beherrschte mich und tat1 was ich schon jahrelang in solchen ,fllen zu tun gewohnt war1 ich war still1 nahm den ,hut und ging4 ,inzwischen waren die ,presseangriffe gegen mich immer zahlreicher und deutlicher geworden4 ,man beschuldigte mich1 zu gleicher ,zeit fromm und unsittlich geschrieben zu haben4 ,ich nahm die ,romane her1 die mir ,frau ,mnchmeyer hatte einbinden lassen1 und fand1 da man von meinen ,originalmanuskripten abgewichen war und sie verndert hatte4 ,also darum hatte man die ,manuskripte verbrannt1 anstatt sie fr mich aufzuheben6 ,ich sollte die ,aenderungen nicht nachweisen knnen6 ,das ,erste1 was ich tat1 war1 da ich die ,presse hiervon benachrichtigte und sie bat1 die gerichtliche ,entscheidung abzuwarten4 ,sodann stellte ich schleunigst ,klage4 ,ich wollte die ,sache nicht auf dem ,wege des ,zivil-1 sondern des ,strafprozesses verfolgen1 stie dabei aber auf solchen ,widerstand bei meiner ,frau1 da ich darauf verzichtete4 ,ich befragte mich bei verschiedenen ,rechtsanwlten1 nicht nur in ,dresden1 sondern auch in ,berlin und anderswo4 ,ich htte so gern gleich direkt wegen der abgrundtiefen ,unsittlichkeiten1 die mir vorgeworfen wurden1 verklagt1 doch wurde mir einstimmig versichert1 da dies unmglich sei4 ,eine ,klage knne nicht auf ideale ,dinge gerichtet1 sondern msse materiell begrndet sein4 ,ich msse vor allen ,dingen beweisen1 da ich der rechtmige ,eigentmer der betreffenden ,romane sei1 und also das ,recht besitze1 zu verklagen4 ,am ,besten sei es1 die ,klage auf ,rechnungslegung zu richten4 ,das geschah4 ,um diese ,zeit war es1 da sich der ,kufer des ,mnchmeyerschen ,geschftes1 ,herr ,fischer1 bei mir meldete4 ,ich hatte keinen vernnftigen ,grund1 ihn abzuweisen2 er wurde angenommen4 ,die ,unterredung war eine hochinteressante1 sowohl psychologisch als auch prozessual4 ,fischer machte gar kein ,hehl daraus1 da er wisse1 ich sei vorbestraft4 ,er meinte1 wer solches ,werg am ,rocken habe1 der solle sich wohl sehr hten1 zu prozessieren1 sonst knne die ,sache sehr leicht ein anderes ,ende nehmen1 als man denke4 ,meine ,romane seien jetzt sein ,eigentum4 ,man habe sie schon frher verndert1 und nun lasse er sie von ,neuem umarbeiten1 ganz so1 wie es ihm gefalle4 ,wenn ich gegen ihn prozessiere1 so knne das lnger als zehn ,jahre dauern2 aber bis dahin sei ich lngst kaput4 ,er sei aber gekommen1 mir die ,hand zu bieten1 all diesem ,aerger zu entgehen4 ,ich solle ihm siebzigtausend ,mark zahlen1 so verzichte er auf meine ,romane und liefere sie mir mit allen ,rechten aus4 ,dann sei es mir leicht1 die ganze ,aufregung der ,presse gegen mich mit einem einzigen ,schlage zum ,schweigen zu bringen4 ,er biete mir seine ,hilfe dazu an4 ,er wisse mehr1 als ich ahne4 ,er kenne die ganze ,mnchmeyerei4 ,man habe ihm ,alles gesagt4 ,aber unter siebzigtausend ,mark knne er nicht verzichten1 denn er habe hundertfnfundsiebzigtausend ,mark bezahlt4 ,es ist ganz selbstverstndlich1 da ich auf diesen ,vorschlag nicht einging4 ,ich erklrte ihm1 da ich keinen ,pfennig geben werde und zur ,klage fest entschlossen sei4 ,da wollte er wissen1 gegen wen ich diese ,klage richten werde1 ob gegen ihn oder gegen ,mnchmeyers ,witwe4 ,er rate mir zu dem ,letzteren1 weil er mir da wahrscheinlich als ,zeuge dienen knne1 denn er sei mit dieser ,frau keineswegs zufrieden1 sondern stehe in immerwhrendem ,streit mit ihr4 ,hierauf entfernte er sich mit der ,warnung1 mich ja mit meinen ,vorstrafen in ,acht zu nehmen4 ,ich war gewillt1 ,frau ,mnchmeyer zu verklagen4 ,aber meine ,frau und1 wohl infolgedessen1 auch mein ,rechtsanwalt bestimmten mich1 hiervon abzusehen4 ,so wurde also ,fischer verklagt4 ,aber die ,witwe schien keine ,lust zu haben1 sich von diesem ,rechtshandel ausscheiden zu lassen4 ,sie trat als ,nebenintervenientin bei und ist bis heut meine ,gegnerin geblieben4 ,es gelang mir1 gegen ,fischer eine einstweilige ,verfgung zu erreichen1 welche ihm verbot1 meine ,romane weiterzudrucken4 ,er durfte nur noch komplettieren4 ,in dieser fr ihn sehr heiklen ,lage kam er mit meinem ,rechtsanwalt zu sprechen und klagte ber den ,verlust1 der ihm dadurch entstehe2 dieser betrage schon vierzigtausend ,mark4 ,wenn das nicht aufhre1 msse er sich noch ganz anders wehren als bisher und mich durch die ,verffentlichung meiner ,vorstrafen in allen ,zeitungen vor ganz ,deutschland kaput machen4 ,als mein ,rechtsanwalt mir diese ,drohung mitteilte1 ging mir ein ,licht auf2 ich begann zu begreifen und fhlte mich verpflichtet1 dieses ,terrain zu sondieren4 ,es kam eine ,unterredung zwischen ,fischer und mir zustande1 in einer separierten ,weinstube1 unter vier ,augen4 ,da wurde er offenherzig4 ,er sagte mir ,alles1 was er whrend der ,verkaufsverhandlungen von ,mnchmeyers ber mich und meine ,romane erfahren hatte4 ,ich erfuhr den ganzen ,feldzugsplan1 von dem ich bisher keine ,ahnung gehabt hatte4 ,es war ihm weisgemacht worden1 ich sei vorbestraft1 und zwar mit ,zuchthaus1 weil ich als ,lehrer ,umgang mit ,schulmdchen gepflogen habe4 ,das passe auerordentlich zu dem ,vorwurf der ,zeitungen1 da ich unsittliche ,romane geschrieben habe4 ,man brauche das nur zu verffentlichen1 so sei ich fr immer kaput4 ,ich sei jetzt ein berhmter ,mann und habe mich vor solchen ,verffentlichungen zu hten2 das wisse man ebenso gut wie ich selbst4 ,was ich mit ,mnchmeyer ber meine ,romane ausgemacht habe1 sei gleichgltig4 ,mnchmeyer sei tot4 ,es komme darauf an1 wer zu schwren habe4 ,und da ,may den ,eid nicht bekomme1 dafr werde man zu sorgen wissen4 ,seine ,vorstrafen seien die beste ,hilfe1 die es gebe4 ,man brauche ihm nur mit der ,verffentlichung zu drohen1 so nehme er gewi jeden ,proze zurck4 ,es gengen zwei ,zeilen an ihn1 so ist er still4 ,den haben wir in der ,hand6 ,in dieser ,weise hatte man zu ,fischer gesprochen1 und daraufhin hatte er das ,geschft gekauft4 ,so versicherte er mir4 ,da meine ,romane verndert worden seien1 das wisse er4 ,nur wisse er nicht genau1 von wem4 ,wahrscheinlich von ,walter4 ,der habe ja weiter gar nichts ,anderes als solche ,sachen zu machen und dann die ,korrekturen zu lesen gehabt4 ,und das sei gar nicht schwer und gehe sehr schnell4 ,man braucht nur ein ,wort zu ndern oder einige ,worte hinzuzufgen1 so ist die ,unsittlichkeit da1 ohne die es bei solchen ,romanen nun einmal nicht abgehen will4 ,ich knne diese ,aenderungen sehr leicht nachweisen2 ich brauche nur meine ,originalmanuskripte vorzulegen4 ,aber die sind ja verbrannt6 fiel ich ein4 ,das stellte ,fischer aber ganz entschieden in ,abrede4 ,er behauptete1 sie seien noch da4 ,er knne sie mir verschaffen1 aber freilich unter den jetzigen ,verhltnissen nicht1 wo ich sein ,prozegegner sei und ihn mit meiner einstweiligen ,verfgung zugrunde richte4 ,er knne nur dann mein ,helfer sein und als ,zeuge fr mich eintreten1 wenn ich diese ,verfgung fallen lasse und mich mit ihm vergleiche4 ,diese ,unterredung war fr mich von unendlicher ,wichtigkeit4 ,es galt1 vorsichtig zu sein4 ,ich fragte mich1 ob ich trauen drfe4 ,waren die ,originalmanuskripte wirklich noch da1 so konnte ich allerdings alle gegen mich gerichteten ,vorwrfe1 wie ,fischer gesagt hatte1 mit einem ,schlage verstummen machen4 ,aber er konnte mich tuschen wollen oder auch selbst getuscht worden sein4 ,ich durfte nicht vorschnell entscheiden2 ich mute beobachten und berlegen1 zumal diese ,wendung meiner ,angelegenheit in eine ,zeit fiel1 in der mich schwere1 innerliche ,kmpfe derart beschftigten1 da ich fr ,anderes weder ,zeit noch ,raum zu finden vermochte4 ,das war die ,zeit meiner ,ehescheidung4 ,aufrichtig gestanden1 neige ich sehr zu der katholischen ,betrachtung der ,ehe1 da diese ein ,sakrament sei4 ,wenn ich nicht dieser ,ansicht wre1 so htte ich diesen ,schritt schon lngst getan und nicht erst dann1 als es meine ,gesundheit1 mein ,leben und meine ganze innere und uere ,existenz zu retten galt4 ,man hat mir diesen ,schritt in hohem ,grade belgenommen1 sehr mit ,unrecht4 ,katholische ,kritiker1 die anstatt auf sachlichem ,gebiete zu bleiben1 ihre ,angriffe auf das persnliche hinberspielten1 haben mir in einem ,atem vorgeworfen1 da ich ,protestant sei und mich von meiner ,frau habe scheiden lassen4 ,wie unlogisch6 ,grad weil ich als ,protestant gelte1 hat kein ,mensch das ,recht1 mir den zweiten ,vorwurf zu machen4 ,fr jeden nur einigermaen anstndigen ,menschen ist die ,ehescheidung eine ,angelegenheit von selbstverstndlichster ,diskretion4 ,die meinige aber hat man in den ,zeitungen herumgetragen1 mit den widerlichsten ,randglossen versehen und zu den ungeheuerlichsten ,verdchtigungen ausgenutzt4 ,ich will das ,alles hier bergehen1 um meine ,bemerkungen1 falls ich zu ihnen gezwungen werde1 an anderer ,stelle zu machen4 ,diese ,zeit war nicht nur fr mich1 sondern auch fr ,frau ,plhn eine beinahe tdliche1 weil sie ihr den ,mann raubte1 den sie mit einer ,aufopferung liebte1 wie selten ein ,mann geliebt worden ist4 ,ich habe bereits gesagt1 da ,plhn auf der ,reise nach ,aegypten krank geworden sei4 ,er erholte sich nur scheinbar wieder4 ,das ,uebel repetierte1 nachdem er in die ,heimat zurckgekehrt war4 ,ein ,jahr spter kam der ,tod4 ,frau ,plhn brach fast zusammen4 ,wre ihre ,mutter nicht gewesen1 so wre sie ihrem ,manne sicher nachgestorben4 ,glcklicherweise bot ihr auch die ,korrespondenz1 die sie fr mich mit meinen ,lesern fhrte1 die seelische ,erleichterung und ,untersttzung1 deren sie bedurfte4 ,sie besa zwei ,zinshuser in ,dresden1 die sie gern gegen ein ihr angebotenes ,landgrundstck verkaufen wollte1 welches zu dem ,dorfe ,niedersedlitz gehrte4 ,dorthin hatte ,fischer seine ,buchdruckerei verlegt4 ,auch seine ,privatwohnung lag da4 ,frau ,plhn bat mich1 sie zur ,besichtigung dieses ,grundstckes zu begleiten1 und als wir uns nun einmal in ,niedersedlitz befanden1 lag der ,gedanke nahe1 dies ,fischer wissen zu lassen4 ,er lud uns nach seiner ,privatwohnung ein1 und es entspann sich da eine ,verhandlung1 welche am nchsten ,tage zu einem ,vergleiche fhrte4 ,ich will so kurz wie mglich sein4 ,fischer klagte darber1 da er sich durch den ,kauf des ,mnchmeyerschen ,geschftes zum ,schundverleger degradiert habe2 er versicherte1 da er sich heraussehne1 und er behauptete1 da ich ihm dazu behilflich sein knne wie kein ,anderer4 ,dieses ,letztere war auch ich berzeugt4 ,er hatte die vernderten ,romane erworben1 ohne da ,frau ,mnchmeyer das ,recht besa1 sie ihm zu verkaufen4 ,wenn er dafr sorgte1 da ich meine ,originalmanuskripte zurckerhielt1 konnte er die ,schundarbeiten fallen lassen und an ihrer ,statt meine ,originale herausgeben2 da war ihm und zugleich auch mir geholfen2 er war kein ,schundverleger mehr1 und ich konnte beweisen1 da ich nichts ,unsittliches geschrieben hatte4 ,das war der ,grundgedanke des ,vergleiches1 und als wir ihn unterschrieben1 war ich berzeugt1 da aller ,streit gehoben sei4 ,fischer bezeugte mir damals ffentlich in den ,zeitungen1 da die unsittlichen ,stellen meiner ,mnchmeyerromane nichtaus meiner,federstammen1sondernvondritter ,handhineingetragenwordenseien4 ,leider aber erwiesen sich meine ,hoffnungen als trgerisch4 ,fischer konnte meine ,originalmanuskripte nicht bekommen2 sie waren nicht mehr da2 sie waren wirklich vernichtet4 ,es war ihm also unmglich1 sich aus einem ,schundverleger1 wie er sich in einem ,briefe an mich bezeichnete1 in einen ,buchverleger zu verwandeln4 ,er machte zwar den ,versuch1 auch ohne meine ,originalmanuskripte zu einem ,originalroman zu kommen1 um den ,schund dann fallenlassen zu knnen1 aber ich mute ihm dabei die ,hilfe1 die er von mir forderte1 versagen4 ,er verlangte nmlich von mir1 da ich den ,schund aus dem ,gedchtnisse in seine frhere1 einwandfreie ,fassung zurckverndere2 das aber war bei einer ,flle von ungefhr dreiigtausend engbeschriebenen ,seiten ein ,ding der absolutesten ,unmglichkeit4 ,er bestand aber auf seinen sic ,schein1 auf unsern sic ,vergleich1 und obgleich er das nicht leisten konnte1 was er versprochen hatte1 sollte ich doch ,alles tun1 was grad seinetwegen unmglich war4 ,daraus ergab sich ein neuer ,zwist und ein neues ,kmpfen1 welches sich ber seinen ,tod hinaus erstreckte und erst von seinen ,erben zum friedlichen ,ende gefhrt worden ist4 ,diese sahen klarer als er1 und sie waren ruhigen1 unbefangenen ,gemtes4 ,sie waren ,fachleute1 nmlich ,rechtsanwlte1 ,kaufleute1 ,buchdruckerei- und ,buchbindereibesitzer4 ,sie vereinigten sich zu folgender ,erklrung3 ,in einem zwischen ,herrn ,karl ,may und den ,erben des ,herrn ,adalbert ,fischer anhngig gewesenen ,rechtsstreite haben die ,fischerschen ,erben erklrt1 da die im ,verlage der ,firma ,h4 ,g4 ,mnchmeyer erschienenen ,romane des ,schriftstellers ,karl ,may im ,laufe der ,zeit durch ,einschiebungen und ,abnderungen von dritter ,hand eine derartige ,vernderung erlitten haben1 da sie in ihrer jetzigen ,form nicht mehr als von ,karl ,may verfat gelten knnen4 ,herr ,may ist zur ,verffentlichung dieser ,erklrung ermchtigt worden4 ,dresden1 im ,oktober #aijg4 ,unterzeichnet ist diese ,erklrung von ,frau ,elisabeth verw4 ,fischer durch ,kaufmann ,arthur ,schubert1 ,buchdruckereibesitzer ,otto ,fischer1 ,buchbindereibesitzer ,alfred ,sperling1 ,rechtsanwalt ,trummler1 ,rechtsanwalt ,bernstein1 ,rechtsanwalt ,dr4 ,elb4 ,leichtfertige ,menschen haben behauptet1 da diese ,erklrung nur von ,kindern und unmndigen ,personen abgegeben worden sei4 ,man sieht auch hieraus1 mit welchen ,waffen man gegen mich kmpft4 ,fr mich aber ist die ,abteilung ,fischer meines ,mnchmeyerprozesses hiermit abgetan4 ,die ,abteilung ,pauline ,mnchmeyer aber besteht nach wie vor4 ,ihr habe ich mich in ,folgendem nun zuzuwenden4 ,ich scheue mich nicht1 dieser ,abteilung das ,programm1 welches ich von ,fischer erfuhr1 voranzusetzen1 nmlich3 ,may ist vorbestraft4 ,er hat das zu verheimlichen4 ,wir haben ihn in der ,hand4 ,zwei ,zeilen gengen1 so ist er still4 ,wenn er uns verklagt1 so machen wir ihn durch ,verffentlichung seiner ,vorstrafen in allen ,zeitungen durch ganz ,deutschland kaput4 ,was ,may mit ,mnchmeyer ausgemacht hat1 ist gleichgltig4 ,hauptsache ist1 wer den ,eid bekommt4 ,und da ,may ihn nicht bekommt1 dafr wird man zu sorgen wissen4 ,fischer hat dieses ,programm nicht etwa nur privatim geuert1 sondern auch durch seine ,aussage in den ,akten festgelegt1 und es ist im ,verlaufe des nun neunjhrigen ,rechtsstreites ununterbrochen besttigt worden4 ,von dem1 was ,rechtsanwalt ,dr4 ,gerlach im ,namen seiner ,klientin ,pauline ,mnchmeyer alles unrichtiger ,weise behauptet oder abgeleugnet hat1 will ich hier nicht sprechen4 ,mich aber hat er gleich von allem ,anfang an als einen ,menschen hingestellt1 der in hchstem ,grade eidesunwrdig ist4 ,es ist mir unmglich1 alle die beleidigenden ,schimpfworte hier aufzuzhlen1 mit denen er mich nun schon seit neun ,jahren berschttet1 ohne da ich ihn dafr bestrafen lassen kann1 weil er als ,anwalt unter dem ,schutz grad jenes ,paragraphen steht1 welcher mich zwingt1 von ihm zu dulden1 was sich kein ,anderer jemals erlaubt4 ,von den ,richtern wiederholt zurechtgewiesen und von andern ,anwlten zur ,rede gestellt1 bleibt er dieser seiner ,spezialitt doch treu4 ,zur ,ausfhrung des ,mnchmeyerschen ,programms war es zunchst ntig1 zu meiner ,strafliste zu gelangen4 ,zu diesem ,zweck wurde eine ,beleidigungsklage fingiert1 die man sofort zurcknahm1 als der ,zweck erreicht war4 ,von da an tauchten in den ,zeitungen mehr oder weniger verblmte ,notizen ber meine ,vergangenheit auf4 ,ich wei noch mehr6 schrieb der ,eine2 ,sie wissen wohl1 was ich meine1 ,herr ,may8 fragte der ,andere4 ,das ,kaputmachen begann4 ,aber der ,spiritus rector1 der eigentliche ,tter1 blieb stets schlau hinter dem ,busch2 er zeigte sich nie2 er wirkte stets durch ,andere4 ,sein ,arbeitsfeld ist weit ber seine ,berufspflichten hinaus ausgedehnt1 sein ,briefwechsel ein sehr umfangreicher1 fast nur ,karl ,may betreffend4 ,er steht mit allen meinen literarischen ,gegnern in inniger ,beziehung1 und wo in einem ,blatt von mir die ,rede ist1 da pflegt ein ,brief von ihm oder von einem seiner ,vertrauten sich einzustellen4 ,und man glaubt ihm fast berall4 ,man glaubt ihm1 wie ,cardauns seinerzeit dem ,lgner glaubte1 der ihm weismachte1 da ich die ,mnchmeyerromane genau so geschrieben habe1 wie sie im ,druck erschienen sind4 ,dieser ,herr ,dr4 ,hermann ,cardauns ist von dem sehr dunklen und sehr hlichen ,punkte1 den man in der zeitgenssischen ,literaturgeschichte als ,karl ,may-,hetze bezeichnet1 unzertrennlich4 ,er hat es nicht anders gewollt4 ,er steht da eng vereint mit ,leuten1 zu denen er eigentlich nicht gehrt4 ,er hat auch das gewollt4 ,sein niederschmetternder ,stil1 seine infallible ,ausdrucksweise1 seine abgrundtiefen oder evidenten ,verdoppelungsworte haben ,schule gemacht1 besonders bei denen1 welche mir ,stricke drehen1 um mich aus der deutschen ,kunst hinauszupeitschen4 ,aber alles1 was er in ,vortrgen und ,zeitungen gegen mich zusammengesprochen und zusammengeschrieben hat1 bildet nicht etwa eine feste ,sule1 an der niemand zu rtteln vermag1 sondern einen aus lauter vagen ,indizien zusammengeleimten ,papierdrachen1 dessen ,schnur niemand mehr halten will1 es sei denn ,herr ,cardauns selbst4 ,es ist gewi sehr viel blinder ,glaube dazu ntig1 gleich ihm zu denken1 da meine ,unsittlichkeiten auch noch in anderer ,weise bewiesen werden knnen1 als nur durch ,vorlegung meiner ,originalmanuskripte4 ,der ,wortschwall tut es nicht2 auch ,behauptungen bleiben ohne ,erfolg1 wenn sie nicht bewiesen werden4 ,man liest in den ,cardaunsschen ,aufstzen gegen mich zwar viel von ,akten1 ,dokumenten und sonstigen ,beweisen1 die er ber meine ,schuld besitze2 aber bis jetzt habe ich noch kein einziges ,aktenstck und kein einziges ,dokument zu sehen bekommen4 ,es scheint1 dieser ,herr besitzt einen lteren ,mnchmeyerschen ,druck und eine sptere ,fischersche ,ausgabe und hlt den ersteren fr gleichlautend mit meinem ,originale4 ,es ist fr mich aber wirklich unmglich1 da einem ,haupt- oder ,chefredakteur solche ,irrungen passieren knnen4 ,ich gebe ja gern zu1 da er keine ,ahnung davon hat1 wie es in einem berchtigten ,schund- und ,kolportageverlag zugeht und was fr ,schwindel da getrieben wird1 aber das ist keine ,entschuldigung1 sondern eine ,belastung fr ihn1 denn wenn er das nicht wei1 so sollte er sich auch nicht gestatten1 ,schlsse mit der ,logik des ,kolportageschmutzes zu ziehen1 die man nur mit der ,logik ehrenhafter ,leute ziehen darf4 ,die ungeheuren ,erfolge der umgearbeiteten ,schundromane hatte ,fischer nur den berlauten ,trommel- und ,paukenschlgen des ,herrn ,cardauns zu verdanken4 ,selbst der unfhigste ,politikus wei1 da man solche ,dinge durch ,schweigen ttet1 nicht aber durch ,gongs und ,tamtams4 ,mir aber1 der ich durch diese ,tamtams1 diese ,vortrge und ,zeitungsartikel erschlagen werden sollte1 wurde es durch sie unmglich gemacht1 den ,schund so1 wie ich wollte1 gnzlich aus der ,welt zu schaffen4 ,mein ,wollen war gut2 da aber der ,herr ,cardauns meine ,gegner frderte1 indem er mich hinderte1 hat er sich um die ,mnchmeyersche ,kolportage ein ,verdienst erworben1 welches man ihm nie vergessen wird4 ,er ist whrend der ganzen1 langen ,zeit bis hierher ihr treuer ,champion gewesen1 ob gewollt oder ungewollt1 ist in ,beziehung auf die ,wirkung gleich4 ,der zweite1 den ersten auch geistig hoch berragende ,champion fr die ,mnchmeyersache ist der aus der christlichen ,kirche ausgetretene ,sozialdemokrat a4 ,d4 ,herr ,rudolf ,lebius in ,charlottenburg4 ,ich gebe ber ihn einen ,auszug meines ,schriftsatzes an die vierte ,strafkammer des ,kniglichen ,landgerichtes ,,iii in ,berlin3 ,ich reiste im ,jahre #aijb im ,sden und wurde am ,gardasee von einer heimatlichen ,postsendung erreicht1 bei der sich auch eine ,zuschrift eines gewissen ,lebius befand1 der sich in ganz berschwenglicher ,weise als einen groen ,kenner und ,bewunderer meiner ,werke bezeichnete und die ,bitte aussprach1 mich einmal besuchen zu drfen4 ,diese ,ueberschwnglichkeit erregte sofort meinen ,verdacht4 ,der will ,geld1 weiter nichts1 sagte ich mir4 ,ich antwortete ihm1 da ich nicht daheim sei und ihn also nicht empfangen knne4 ,hierauf schrieb er mir am #g4 ,april #aijd3 ,sehr geehrter ,herr6 ,schon vor anderthalb ,jahren versuchte ich1 mich ,ihnen zu nhern1 wovon die inliegende ,karte ein ,beweis ist4 ,inzwischen habe ich hier eine neue ,zeitung herausgegeben1 die groen ,anklang findet4 ,knnen ,sie mir vielleicht etwas fr mein ,blatt schreiben8 ,vielleicht etwas ,biographisches1 die ,art1 nach der ,sie arbeiten1 oder ber derartige ,einzelheiten1 fr die sich die deutsche ,may-,gemeinde interessiert4 ,ich wrde ,sie auch gern interviewen4 ,mitvorzglicher,verehrung ,rudolf ,lebius1 ,verleger und ,herausgeber4 ,lebius hatte also meine damalige ,karte sorgfltig aufgehoben1 um sich ,eingang bei mir zu verschaffen4 ,er unterschrieb sich mit vorzglicher ,verehrung4 ,ich sagte mir wieder3 der will nur ,geld4 ,die ,behauptung1 da seine neue ,zeitung groen ,anklang finde1 entsprach der ,wahrheit nicht4 ,ich sollte damit gekdert werden4 ,man darf den ,besuch solcher ,leute nicht abweisen1 zumal wenn sie mit einer wenn auch noch so kleinen ,zeitung bewaffnet sind1 sonst rchen sie sich4 ,ich schrieb ihm also1 da er kommen drfe1 und er antwortete am #bh4 ,april3 ,vielen ,dank fr ,ihr liebenswrdiges ,schreiben4 ,ihrer freundlichen ,einladung leiste ich natrlich gern ,folge4 ,falls ,sie mir nicht eine andere ,zeit angeben1 komme ich am ,montag1 den #b4 ,mai #c ,uhr zu ,ihnen 7,abfahrt #c1ca74 ,mitgroer,hochachtungund,verehrung ,rudolf ,lebius4 ,er kam4 ,doch durfte er mich nicht interviewen4 ,ich duldete das nicht4 ,er wurde von meiner ,frau1 die ihn empfing1 nur unter den ,bedingung zu mir gelassen1 da absolut nichts verffentlicht werde4 ,er gab erst ihr und dann auch mir sein ,wort darauf4 ,er blieb zum ,kaffee1 und er blieb bis nach dem ,abendessen4 ,er sprach sehr viel2 er sprach fast immerfort4 ,ich war absichtlich schweigsam4 ,ich sagte nur1 was unbedingt ntig war4 ,ich traute ihm nicht und hatte1 um spter einen ,schutzzeugen zu haben1 zugleich mit ihm den ,militrschriftsteller und ,redakteur ,max ,dittrich eingeladen1 der an meiner ,stelle die ,unterhaltung leitete4 ,lebius trank viel ,wein1 whrend ich nur nippte4 ,er wurde um so lebhafter1 je ruhiger und wgsamer ich blieb4 ,er gab sich alle ,mhe1 mich und meine ,frau davon zu berzeugen1 da er ein ganzer ,kerl sei4 ,so lautete sein ,lieblingsausdruck1 den er oft gebrauchte4 ,er sprach unablssig von seinen ,grundstzen1 seinen ,ansichten1 seinen ,plnen1 von seiner groen ,geschicklichkeit1 seinen reichen ,erfahrungen und seinen ausgezeichneten ,erfolgen als ,journalist und ,redakteur1 ,herausgeber und ,verleger1 ,herdenfhrer und ,volkstribun4 ,der ,versuch dieses ,mannes1 uns zu imponieren1 geschah in einer ,weise eines ganz gewhnlichen1 unvorsichtigen ,menschen1 der so von seinen eigenen ,vorzgen berzeugt ist1 da er gar nicht daran denkt1 andere knnten darber lachen4 ,als er sah1 da nichts bei mir verfing1 wurden seine ,anstrengungen krampfhafter4 ,ich mute von seiner ,vortrefflichkeit berzeugt werden1 um jeden ,preis6 ,denn er brauchte ,geld1 viel ,geld6 ,und die ,hoffnung1 die er auf mich gesetzt hatte1 schien seine letzte zu sein6 ,darum offenbarte er uns in seiner ,geldangst seine verborgensten ,geschfts- und ,lebensgrundstze4 ,er glaubte infolge des vielen ,weines1 uns dadurch zu gewinnen1 stie uns dadurch aber um so sicherer ab4 ,da ich mich hier kurz zu fassen habe1 gebe ich von diesen seinen ,grundstzen nur die drei wichtigsten wieder4 ,nmlich3 #a4 ,wir ,redakteure und ,journalisten haben gewhnlich kein ,geld4 ,darum drfen wir uns auch keine eigene ,meinung gestatten4 ,wir wollen leben4 ,darum verkaufen wir uns4 ,werammeistenzahlt1 derhatuns6 #b4 ,jeder ,mensch hat dunkle ,punkte in seinem ,charakter und in seinem ,leben4 ,auchjeder,arbeitgeber1 jeder,beamte1jeder,polizist1jeder ,richteroder,staatsanwalthatsolches,werg anseinem,rocken4 ,das mu man klug und heimlich zu erfahren suchen4 ,keine ,mhe darf dabei verdrieen4 ,und ist es erforscht1 so hat man gewonnenes ,spiel4 ,man bringt in seinem ,blatte eine ,bemerkung1 die dem ,betreffenden sagt1 da man alles wei1 doch so1 da er nicht verklagen kann4 ,dann hat man ihn in der ,hand und kann mit ihm machen1 was man will4 ,er gibt klein bei4 ,in dieser ,weise habe ich meinen ,lesern schon auerordentlich viel gentzt6 #c4 ,die ,menschen zerfallen in sozialer ,beziehung in ,schafe und ,bcke1 in ,herren und ,knechte1 in ,gebietende und ,gehorchende4 ,wer aufhren will1 ,herdenmensch zu sein1 derhatdas ,herdengewissenbei,seitezulegen4 ,wenn er das tut1 dann laufen alle1 die dieses ,gewissen noch mit sich schleppen1 hinter ihm her4 ,es ist ganz gleich1 zu welcher ,herde er gehren will4 ,er kann von einer zur anderen bertreten1 kann wechseln4 ,das schadet ihm nichts4 ,nur hat er dafr zu sorgen1 da es mit der ntigen ,wrme und ,ueberzeugung geschieht1 denn das begeistert4 ,laufen ihm die ,sozialdemokraten nicht nach1 so laufen ihm die ,anderen nach6 ,als wir drei diese erstaunlichen ,belehrungen hrten1 brauste ,max ,dittrich einige ,male zornig auf2 meine ,frau war still vor ,erstaunen2 ich aber ging hinaus1 um den ,ekel zu verwinden6 ,lebius bekam infolge dessen weder ,geld noch sonst etwas von mir4 ,da sah er ein1 da diese beispiellose ,selbstentlarvung nicht nur ganz umsonst gewesen sei1 sondern da er sich durch sie in unsere ,hnde geliefert hatte4 ,wir drei waren nun die gefhrlichsten ,menschen1 die es fr ihn gab4 ,erdurfteunsnie vor,gerichtzu,wortekommenlassen1 sondern mute alles tun1 unsalsunglaubhafte1eidesunwrdige ,personenhinzustellen4 ,ich lege groen ,wert darauf1 dies ganz besonders zu betonen1 denn es ist der einzig richtige ,schlssel zu seinem ganzen spteren ,verhalten1 welches man ohne diesen ,schlssel wohl kaum begreifen knnte1 weil der ,ha dieses ,mannes gegen uns drei fast unmenschlich erscheint4 ,noch ehe er sich an diesem ,abend mit ,max ,dittrich entfernte1 beklagte ich mich absichtlich ber die vielen ,zuschriften1 in denen man mich1 den gar nicht reichen ,mann1 mit ,bitten um ,geld berschttet1 und tat dies in einer ,weise1 die jeden gebildeten1 ehrenhaften ,mann abhalten mute1 mir mit hnlichen ,wnschen zu kommen4 ,schon gleich am nchsten ,tag schrieb er mir folgenden ,brief3 ,dresden-,a41 den #c4 #e4 #jd4 ,sehr geehrter ,herr ,doktor6 ,indem ich ,ihnen herzlich fr den freundlichen ,empfang und die erwiesene ,gastfreundschaft danke1 bitte ich ,sie1 wenn ,sie die ,kunstausstellung besuchen oder sonst einmal nach ,dresden kommen1 bei uns zu ,mittag essen oder den ,kaffee einnehmen zu wollen4 ,in einem ,punkte mu ich unser gestriges ,abkommen widerrufen4 ,ihre unentgeltliche ,mitarbeit kann ich nicht annehmen4 ,wir zahlen zehn ,pfennig fr die ,zeile1 was wohl derselbe ,preis sein wird1 den ,sie von anderen ,blttern erhalten haben4 ,was ,sie mir gestern erzhlt haben1 habe ich heute noch einmal berdacht4 ,es will mir scheinen1 als ob trotz des kolossalen ,absatzes ,ihrer ,werke der ,umsatz noch erheblich gesteigert werden knnte4 ,meine ,buchhndler- und ,verlagserfahrungen haben mich gelehrt1 da der ,wert einer richtig geleiteten ,propaganda und direkten ,reklame gar nicht berschtzt werden kann4 ,meine ,frau und ich empfehlen sich ,ihrer werten ,frau ,gemahlin und ,ihnen in ,verehrung und ,dankbarkeit ergebenst ,rudolf ,lebius4 ,ich mache darauf aufmerksam1 da er mich ,doktor titulierte1 obgleich ich ihm whrend seines ,besuches bedeutet hatte1 und zwar wiederholt1 hiervon abzusehen4 ,er tat dies aber nicht1 denn dieser ,doktor sollte ihm ja als ,waffe gegen mich dienen6 ,um diese ,zeit schrieb ,max ,dittrich eine ,broschre ber mich und meine ,werke4 ,er war so unvorsichtig1 das ,manuskript ,lebius zu zeigen4 ,dieser kam sofort nach ,radebeul geeilt1 um mich zu bitten1 mich bei ,dittrich dafr zu verwenden1 da dieser ihm1 ,herrn ,lebius1 das ,werk in ,verlag gebe4 ,er wurde ganz selbstverstndlich mit dieser ,bitte abgewiesen1 und ich schrieb ,herrn ,max ,dittrich1 da ich niemals wieder mit ihm verkehren wrde1 wenn es ihm einfalle1 diesem ,manne die ,broschre zu berlassen4 ,dieser zweite ,besuch des ,herrn ,lebius dauerte hchstens zehn ,minuten lang4 ,als er fort war1 fehlte mir eine ,photographie1 die er mir entwendet hatte4 ,er durfte nie wiederkommen4 ,trotzdem hat er wiederholt behauptet1 in meinem ,hause vielfach verkehrt zu sein und mich sehr genau studiert zu haben4 ,am folgenden ,tage schrieb er mir3 ,dresden-,a41 #ab4 #g4 #jd4 ,frstenstrae #cd4 ,sehr geehrter ,herr ,doktor6 ,ichmchtesehrgerndie,dittrichsche ,broschreverlegenundwrdemirauchdiegrte ,mhegeben1siezuvertreiben4 ,durch den ,rcktritt von der ,sachsenstimme -- offiziell scheide ich erst am #a4 ,oktober d4 ,j4 aus -- bin ich aber etwas kapitalschwach geworden4 ,wrden,siemirvielleichteinaufdrei ,jahrelaufendes1#eprozentiges,darlehen gewhren8 ,ich zahle ,ihnen die ,schuld vielleicht schon in einem ,jahre zurck4 ,als ,dank dafr wrde ich die ,broschre so lancieren1 da alle ,welt von dem ,buche spricht4 ,ich habe ja auf diesem ,gebiete besonders groe ,erfahrung4 ,meine ,zeitung kommt zu ,stande und zwar auf ganz solider ,basis4 ,nun heit es arbeiten und zeigen1 damaneinganzer,kerlist usw4 usw4 ,beste ,empfehlung an ,ihre ,frau ,gemahlin ,ihr ,ihnen ergebener ,rudolf ,lebius4 ,ich antwortete nicht4 ,ich war der ,ansicht1 da jemand1 der ,ehre besitzt1 auf ein solches ,schweigen nicht weitergehen knne1 zumal ich ,herrn ,lebius mitder ,broschretotalabgewiesenhatte4 ,aber am #h4 ,august schrieb er trotzdem wieder3 ,die ,sachsenstimme ist am #d4 d4 zu vorteilhaften ,bedingungen an mich allein bergegangen4 ,ich kann jetzt schalten und walten1 wie ich will4 ,um mich von dem ,drucker etwas unabhngig zu machen1 wrde ichgerneinigetausend,mark7#c--f7;aufein halbes,jahrals,darlehenaufnehmen4 ,ein ,risiko ist ausgeschlossen4 ,hinter mir stehen die jdischen ,interessentenfirmen1 die mich1 wie die letzte ,saison bewiesen hat1 in weitgehendem ,mae untersttzten4 ,das ,weihnachtsgeschft bringt wieder alles ein4 ,wrden ,siemirdas,darlehengewhren8,zu,gegenleis tungen binichgernbereit4 ,die groe ,zahl von akademischen ,mitarbeitern erhebt mein ,blatt ber die ,mehrzahl der schsischen ,zeitungen4 ,wir knnen auerdem die ,artikel1 auf die ,sie ,wert legen1 an #cjj oder mehr deutsche und sterreichische ,zeitungen versenden und den betreffenden ,artikel blau anstreichen4 ,so etwas wirkt unfehlbar4 ,in ,dresden lasse ich mein ,blatt allen ,wirtschaften 7#agfj7 zugehen4 ,mit vorzglicher ,hochachtung ,rudolf ,lebius4 ,zu derselben ,zeit erfuhr ich1 da ,lebius gar nichts besa1 sondern den ,offenbarungseid geleistet hatte1 da er den ,drucker seines ,blattes nicht bezahle1 da er berhaupt nur ,schulden habe und da er sogar ,honorar schuldig bleibe4 ,da seine ,zeitung eine solide ,basis habe1 war unwahr1 ebenso die groe ,zahl der akademischen ,mitarbeiter und ,anderes4 ,dergleichen absichtliche ,tuschungen gehren eigentlich vor den ,staatsanwalt4 ,ich mache auf seine ,ueber- und ,unterschriften aufmerksam3 ,sehr geehrter ,herr 4 4 4 4 ,mit vorzglicher ,verehrung6 ,mit groer ,hochachtung und ,verehrung6 ,sehr geehrter ,herr ,doktor 4 4 4 4 ,in ,verehrung und ,dankbarkeit4 ,als er sah1 da diese ,hflichkeiten nicht zogen1 schrieb er nicht mehr an mich1 sondern an ,dittrich4 ,so am #ae4 ,august #aijd3 ,werter ,herr ,dittrich6 ,ich gebe ,ihnen fr die ,vermittlung ein ,prozent4 ,mehrals#ajjjj,mk4braucheichnicht4 ,ich wrde aber auch mit weniger vorlieb nehmen4 ,das ,honorar sende ich am #bj4 d4 wie verabredet4 ,knnen ,sie nicht ,dr4 ,may bearbeiten1 da er mir ,geld vorschiet8 ,freundlichen ,gru ,r4 ,lebius4 ,dann am #bg4 ,august3 ,werter ,herr ,dittrich6 ,meine ,frau kommt am #a4 ,september zu ,herrn ,dr4 ,klenke1 einen kleinen ,betrag zu kassieren4 ,bei dieser ,gelegenheit gibt sie ,ihnen ,ihr ,honorar4 ,sie haben meine schriftliche ,zusage1 da ich ,ihnen #a ,prozent von dem ,gelde gebe1 welches ,sie mir von ,h4 ,v4 oder ,dr4 ,m4 7,may7 vermitteln4 ,sie erhalten das ,geld sofort 4 4 4 4 ,freundlichen ,gru ,lebius4 ,er war nmlich ,herrn ,max ,dittrich ein ,honorar von #cg ,mark #de ,pfennigen schuldig1 welches er trotz der ,kleinheit dieses ,betrages nicht bezahlen konnte4 ,es wurde ihm daraufhin ein ,spiegel gerichtlich abgepfndet4 ,als er von ,dittrich1 anstatt der #aj #jjj ,mark von mir1 eine ,mahnung um diese #cg ,mark #de ,pfennig bekam1 schrieb er ihm am #c4 ,september3 ,geehrter ,herr ,dittrich6 ,ich habe ,herrn ,dr4 med4 ,klenke ersucht1 ,ihnen #dj ,mk4 zu meinen ,lasten gutzuschreiben4 ,ihr ,verhalten mir gegenber finde ich hchst sonderbar1 um nicht zu sagen beleidigend4 ,achtungsvoll ,r4 ,lebius4 ,diesem ,dr4 ,klenke fiel es aber auch nicht ein1 die ,schulden des ,herrn ,lebius zu bezahlen1 und so kam in logischer ,folgerichtigkeit am #g4 ,september in ,form einer ,postkarte folgende ,drohung bei mir an3 ,werter ,herr6 ,ein gewisser ,herr ,lebius1 ,redakteur der ,sachsenstimme1 erzhlte einem ,herrn1 da er einen ,artikel gegen ,sie schreibt4 ,ich habe es im ,lokal gerade gehrt4 ,es warnt ,sie ein ,freund vor dem ,manne4 ,b4 ,ueber den ,verfasser und den ,zweck dieser ,karte war ich mir natrlich sofort im ,klaren4 ,auch das ,gutachten der vereideten,sachverstndigen lautet dahin1 dasieunbedingtvon,lebiusselbstgeschriebe n ist4 ,jedenfalls erwartete er ganz bestimmt1 da ich auf diese ,erpressung hin die #aj #jjj ,mark zahlen werde4 ,gab ich sie nicht1 so waren mir nicht nur der jetzt angedrohte1 sondern noch weitere ,racheartikel sicher und auch noch anderes dazu1 was mich in ,besorgnis setzen mute4 ,aber ich lie auch jetzt nichts von mir hren und sah mit gutem ,gewissen dem unvermeidlichen ,artikel entgegen1 der am #aa4 ,september #aijd in ,nummer #cc des ,lebiusschen ,blattes1 der ,sachsenstimme erschien und die dreifache ,ueberschrift hatte3 ,mehr ,licht ber ,karl ,may #afj #jjj ,mark ,schriftstellereinkommen ,ein berhmter ,dresdner ,kolportageschriftsteller4 ,dieser ,mann hatte meiner ,frau und mir sein ,wort gegeben1 nichts zu verffentlichen4 ,er war sogar nur unter diesem ,versprechen bei uns hereingelassen worden1 und nun verffentlichte er doch1 und zwar in welcher ,weise und aus welchen ,grnden6 ,er stellte alles auf den ,kopf2 er drehte alles um6 ,er legte uns alles1 was ihm beliebte1 in den ,mund1 und was wir wirklich gesagt hatten1 das verschwieg er1 um sich nicht zu blamieren4 ,dieser ,aufsatz enthlt ber #gj moralische ,unsauberkeiten1 ,verdrehungen und direkte ,unwahrheiten4 ,aber das war nur der ,anfang2 die ,fortsetzungen folgten baldigst nach4 ,dieser ,artikel in ,nr4 #cc der ,sachsenstimme war so gehalten1 da ,lebius wieder umlenken konnte1 falls ich das ,geld nun endlich noch gab4 ,und schon in ,nr4 #cd kam ein sehr deutlicher ,wink1 der mir sagte1 was geschehen werde1 falls ich mich nicht zum ,zahlen bewegen lasse4 ,dieser ,wink bestand in einer ,mnchmeyerschen ,annonce1 die ganze ,bnde zu mir sprach4 ,der ,besitzer der ,firma ,mnchmeyer hatte nmlich zu mir gesagt3 ,die ,verffentlichung der andern ,romane tut ,ihnen noch gar nicht viel2 aber sobald ich mit dem ,verlorenen ,sohn fertig bin und ihn annonciere1 sind ,sie verloren6 ,der wird so happig1 da es ,ihnen dann unmglich ist1 als ,schriftsteller weiter zu existieren6 ,und dieser ,verlorene ,sohn wurde jetzt in ,nr4 #cd der ,sachsenstimme annonciert4 ,das war genau so1 als ob mir mit ,riesenbuchstaben geschrieben worden wre3 ,nun aber endlich ,geld her1 sonst geht es in diesem ,tone weiter6 ,der gefhrlichste ,erpresser ist der1 welcher es in dieser raffinierten ,weise anfngt1 die noch deutlicher ist1 als das gesprochene ,wort1 aber von keinem ,staatsanwalt verfolgt werden kann4 ,ich gab aber trotzdem nichts4 ,da kam in ,nr4 #dd ein zweites ,elaborat1 in ,nr4 #df ein drittes und in ,nr4 #dg ein viertes4 ,in ,nr4 #df wurde mir die ,verbindung des ,herrn ,lebius mit der ,firma ,mnchmeyer schon deutlicher gezeigt1 denn es wurde da gesagt1 der ,inhaber dieser ,firma habe einen ganzen ,haufen alter ,briefe von mir in der ,hand und knne also ganz genaue ,auskunft ber mich geben1 wenn er nur wolle4 ,in ,wahrheit aber besa er nicht einen einzigen alten ,brief von mir1 doch wute ich nun genau1 da ,lebius die ,ausfhrung des ,mnchmeyerschen ,programms1 mich durch meine ,vorstrafen in den ,zeitungen vor ganz ,deutschland kaput zu machen1 bernommen hatte4 ,ich war berzeugt1 da die ,zahlung der #aj #jjj ,mark ihn sofort zum ,schweigen bringen wrde1 htte mich aber vor mir selbst geschmt1 ihm auch nur einen einzigen ,pfennig zu geben4 ,wie ich gedacht hatte1 so geschah es3 ,schon die ,nr4 #dh brachte die ohne alle ,veranlassung frei aus der ,luft niederfallende ,verkndigung3 ,die vier ,jahre1 die ,herr ,karl ,may in ,waldheim verbte1 waren nach unserer ,information die ,folge eines ,einbruchdiebstahls in einem ,uhrenladen4 ,ich habe aber niemals einen ,einbruch verbt4 ,man sieht1 da es nicht auf die ,wahrheit ankam1 sondern nur auf das ,kaputmachen4 ,diese ,nr4 #dh erschien am ,weihnachtsheiligenabend4 ,da hingen an den ,fenstern der ,dresdener ,buchhandlungen ,plakate aus1 auf denen die ,sachsenstimme mit den groen roten ,buchstaben ,die,vorstrafen,karl,mays angekndigt wurde4 ,einen schreienderen ,beweis1 da es sich nicht um eine literarische ,tat1 sondern nur um die ,ausfhrung ganz niedriger ,absichten handelt1 kann es wohl kaum geben6 ,daher mag es hier genug sein des grausamen ,spiels4 ,es widerstrebt mir1 die ,heldentaten des ,herrn ,lebius einzeln aufzuzhlen4 ,ich will nur in ,summa sagen1 da er in dieser ,weise fortfuhr1 bis er nach einiger ,zeit aus ,dresden verschwinden mute4 ,ich habe die ,unwahrheiten1 die er in seinen ,dresdener ,artikeln ber mich verbreitete1 zusammengestellt1 um sie gerichtlich zu beweisen4 ,es sind ihrer trotz der ,krze der ,zeit nicht weniger als hundertzweiundvierzig4 ,mehr hat bisher wohl noch kein ,mensch geleistet6 ,ich betone aber ausdrcklich1 da diese ,aufstellung nicht etwa alles1 sondern nur eine ,auswahl enthlt4 ,ich knnte diese ,ziffer trotz ihrer ,hhe gut verdoppeln4 ,ich habe lange dazu geschwiegen1 bis es nicht mehr zum ,aushalten war4 ,da mute ich mich endlich wehren4 ,ich erstattete bei der ,staatsanwaltschaft ,anzeige wegen ,erpressung4 ,ich legte seine ,briefe bei4 ,auch die drohende ,karte vom #g4 ,september #aijd4 ,die ,sachverstndigen erklrten1 da ,lebius sie unbedingt geschrieben habe4 ,die erwhnte ,behrde aber war der ,ansicht1 da dies nicht zureiche1 eine ,untersuchung zu erffnen4 ,und ,lebius gab sich bei seinen ,ausknften die grte ,mhe1 mich als einen ,menschen hinzustellen1 dem man nicht glauben drfe4 ,das ,meisterstck hat er dabei abgelegt1 indem er der ,kniglichen ,staatsanwaltschaft in ,dresden berichtete1 da der ,wirt des ,hotels auf dem ,berge ,sinai in ,dresden gewesen sei und sich sehr schlecht ber mich ausgesprochen habe4 ,nun wei aber ,jedermann1 da es auf dem ,berg ,sinai bis heutigen ,tages noch nie ein ,hotel gegeben hat6 ,ich zeige damit wohl zur ,genge1 was man von der ,erfindungsgabe des ,herrn ,lebius alles erwarten kann4 ,ich erhob zweimal ,privatklage gegen ihn4 ,die eine zog ich whrend der ,verhandlung aus reinem ,ekel vor dem ,schmutz1 in dem ich da waten sollte1 zurck4 ,die andere brachte ihm in der ersten ,instanz eine ,geldstrafe von #cj ,mark2 in der zweiten ,instanz aber wurde er freigesprochen1 weil mein ,anwalt krank geworden war und einen ,vertreter stellte1 der die ,sache fhrte1 ohne orientiert zu sein4 ,das ist alles1 was ich gegen die ebenso zahlreichen wie unausgesetzten ,angriffe des ,herrn ,lebius getan habe4 ,gewi wenig genug6 ,da ich ,berichterstattern ,auskunft gab1 wenn sie kamen1 mich zu fragen1 versteht sich ganz von selbst4 ,es kann mir niemand zumuten1 diesen ,herren aus ,angst vor ,herrn ,lebius die ,unwahrheit zu sagen4 ,dennoch behauptet er noch heute1 da nicht ich von ihm1 sondern er von mir verfolgt und angegriffen werde4 ,selbst als er aus ,dresden mit ,hinterlassung einer ganz bedeutenden ,schuldenlast verschwunden war1 hrten seine ,angriffe gegen mich nicht auf4 ,ich erwhne da nur den ,aufsatz in der sterreichischen ,lehrerzeitung1 durch den er ca4 #dj #jjj ,lehrer auf mich hetzte4 ,ich schwieg4 ,ich schwieg selbst dann1 als er in der ,wilhelm ,bruhnschen ,wahrheit in ,berlin einen geradezu emprenden ,angriff gegen mich brachte1 in dem er mich als atavistischen ,verbrecher brandmarkte1 der wegen fortgesetzter ,einbruchdiebsthle fast ein ,jahrzehnt im ,gefngnis und ,zuchthaus gesessen habe6 ,er behauptete da1 da ich eine schwere1 chronische ,krankheit durchgemacht habe1 die offenbar kulturhemmend gewirkt habe4 ,hiermit hatte er begonnen1 sein in ,dresden unterbrochenes ,werk in ,berlin gegen mich fortzusetzen4 ,leider war ich gezwungen1 ihn dort persnlich aufzusuchen1 weil ich in dem groen ,mnchmeyerproze eine ,frage an ihn zu richten hatte1 die nicht zu umgehen war4 ,ich fuhr zu diesem ,zwecke mit meiner ,frau nach ,berlin4 ,wir entdeckten seine ,wohnung4 ,wir hrten1 da er ein neues ,blatt herausgab1 der ,bund genannt4 ,wir telefonierten ihm4 ,er bestellte uns nach ,caf ,bauer4 ,wir folgten dieser seiner ,weisung4 ,er kam mit seiner ,frau und deren ,schwester4 ,er beantwortete meine ,frage nicht4 ,er leugnete alles4 ,ich sagte ihm1 da ich sein neues ,blatt sehen mchte4 ,das war ganz ehrlich und gut gemeint1 ohne alle bse ,absicht4 ,er aber begehrte sofort zornig auf und fragte drohend3 ,haben ,sie etwas vor8 ,dann gehe ich auf der ,stelle von neuem gegen ,sie los6 ,hier in ,berlin gibt es ber zwanzig ,bltter wie die ,dresdener ,rundschau4 ,die stehen mir alle zu ,gebote1 wenn ich ,sie totmachen will6 ,hier dauert das gar nicht lang6 ,ich antwortete1 da es mir gar nicht einfalle1 wieder in den alten ,sumpf zu steigen4 ,meine ,frau sagte zu seiner ,frau in ruhiger1 freundlicher ,weise1 da es die schnste ,aufgabe verheirateter ,frauen sei1 vershnend zu wirken und die ,hrten des ,lebens zu mildern2 dann entfernten wir uns4 ,das war am #b4 oder #c4 ,september4 ,einen,monat spter1 am #a4 ,oktober1 kam folgender ,brief aus ,berlin2 ich war verreist3 ,geehrter ,herr6 ,obwohl vllig unbekannt1 erlaube ich mir1 bei ,ihnen einmal anzufragen1 ob ,sie mir nhere ,mitteilungen ber einen ,herrn ,lebius1 seinerzeit in ,dresden1 machen knnten4 ,genannter ,herr1 ehemaliger ,sozialdemokrat1 hat gegen mich als den seinerzeit verantwortlich zeichnenden ,redakteur des ,vorwrts die ,privatbeleidigungsklage angestrengt4 ,es wird vor ,gericht meine ,aufgabe sein mssen1 ,herr ,lebius als ,ehrenmann zu kennzeichnen4 ,auf den ,rat eines ,dresdener ,kollegen wende ich mich vertrauensvoll an ,sie1 ob ,sie mir ber diesen ,herrn vielleicht einige ,auskunft geben knnten4 ,sollte dies der ,fall sein1 so sehe ich ,ihrer ,freundlichkeit sehr verbunden entgegen4 ,mit grter ,hochachtung ,carl ,wermuth1 ,redakteur des ,vorwrts4 ,ich wiederhole1 da ich verreist war und also auf dessen ,wunsch1 selbst wenn ich gewollt htte1 nicht eingehen konnte4 ,am #e4 ,april #aijh1 also ein volles halbes ,jahr spter1 erhielt ich von der ,redaktion des ,vorwrts eine weitere ,zuschrift3 ,zuunserem,bedauernhaben,sieesbisher unterlassen1sich ber die gegen ,sie gerichteten ,angriffe des ,lebius zuuern resp4 unsdie notwendigen,beweismittel der ehrenabschneiderischen ,ttigkeit des ,lebius in ,bezug auf ,ihre ,person zur ,verfgungzustellen4 ,wie ich von meinem ,kollegen ,wermuth erfuhr1 hat ,ihre ,frau mitgeteilt1 da ,sie sich zur ,zeit auf ,reisen befinden und nichtin der,lageseien1unsmitdemgewnschten ,materialgegen,lebiuszuversehen4 ,ich hoffe1 da ,sie inzwischen von der ,reise zurckgekehrt sind und nunmehr 4 4 4 4 ,hiermit ist wohl zur vollsten ,genge bewiesen1 da nichtich,herrn,lebiusverfolge1sondernerm ich4 ,herr ,lebius behauptet1 da ich mich damals1 am ,sedanstage1 an ihn gemacht habe1 um dem ,vorwrts beizustehen4 ,hier beweise ich1 da ich damals von jener ,beleidigungsklage noch gar nichts gewut habe1 sondern da der ,vorwrts es mir erst einen ,monat spter mitteilte und dann aber nach wieder sechs ,monaten nochgarkeine,antwortbekommenhat6 ,ich hatte also ,herrn ,lebius volle sechs ,monate geschont1 wo es mir doch durch die ,sozialdemokratie so bequem und leicht gemacht worden war1 mich an ihm zu rchen4 ,daich ihnnichtverfolge1sondernvonihmfortund fortzur,notwehrgezwungenwerde1 ist brigens auch schon dadurch erwiesen1 da ich es bis heut umgangen habe1 als ,zeuge gegen ihn auszusagen4 ,mit dieser ,zeugenschaft fr den ,vorwrts-,redakteur hatte es damals folgende ,bewandtnis3 ,lebius hatte den ,vorwrts wegen ,beleidigung verklagt1 und der ,vorwrts hatte mich1 natrlich ohne erst viel zu fragen1 als ,zeugen angegeben4 ,das ,gewissen des ,lebius sagte ihm1 da er von diesem ,zeugen wohl nicht viel freundliches zu erwarten habe4 ,ja1 es kam ihm sogar der ,gedanke1 da ich von dieser ,zeugenschaft schon im ,caf ,bauer gewut habe4 ,das erzrnte ihn4 ,er schickte seine ,frau zu meiner ,frau nach ,radebeul1 um mir zu drohen4 ,meine ,frau wnschte diese ,zusammenkunft in meinem ,hause2 aber darauf ging ,frau ,lebius nicht ein4 ,die beiden ,frauen trafen sich im ,restaurant unseres ,bahnhofes4 ,dort wollte ,frau ,lebius uns im ,auftrage ihres ,mannes vorschreiben1 was und wie ich als ,zeuge auszusagen habe4 ,insonderheit sollte ich vor ,gericht erklren1 da er jene drohende ,postkarte vom #g4 ,september in ,dresden nicht geschrieben habe4 ,tue ich das nicht1 so msse er den alten ,kampf gegen mich von ,neuem beginnen4 ,meine ,frau lehnte das ganz entschieden ab1 denn wir waren jetzt mehr als je berzeugt1 da er der ,verfasser sei4 ,seine ,frau kehrte also unverrichteter ,sache nach ,berlin zurck4 ,als ,lebius diesen ,versuch milungen sah1 beschlo er1 mich eidesunwrdig zu machen1 und zwar durch eine ,broschre1 die noch vor dem ,termin1 an dem ich als ,zeuge aufzutreten hatte1 herausgegeben werden mute4 ,da aber diese ,broschre1 wenn sie wirken sollte1 derart abzufassen war1 da sie ganz unbedingt eine ,bestrafung des ,verfassers nach sich zog1 die ,lebius von sich abwenden wollte1 so sah er sich nach einem ,strohmanne um1 der ihn und ,karl ,may noch nicht kannte und unerfahren1 vertrauensselig und bedrftig genug war1 sich fr einige ,hundert ,mark vlligungeahnt in die ganz sicher zu erwartende ,gefngnisstrafestrzenzu lassen4 ,er fand ihn in einem gewissen ,herrn ,f4 ,w4 ,kahl aus ,basel1 zog ihn in sein ,netz und umspann ihn derart mit ,selbstvergtterungs- und ,lgenfden1 da der junge1 vllig ehrliche ,mann es fast fr eine ,ehre hielt1 sich in den ,dienst eines so bedeutenden1 geistig1 sozial und auch juristisch hervorragenden ,mannes stellen zu drfen4 ,lebius ging1 wie berhaupt und immer1 auch hierbei auerordentlich schlau und raffiniert zu ,werke4 ,er verschwieg anfnglich1 da es sich nur um eine ,broschre gegen mich handle4 ,er machte dem jungen ,manne weis1 da er ein w i s s e n s ch a f t l i c h e s ,werk ber berhmte resp4 berchtigte ,mnner schreiben solle4 ,er nannte ihm die ,namen derselben2 darunter befand sich auch der meinige4 ,aber als ,kahl sich an das ,werk machte und tglich seine ,instruktionen erhielt1 lauteten diese so1 da nach und nach alle diese ,berhmten und ,berchtigten verschwanden und nur ,karl ,may allein brig blieb4 ,aus dem wissenschaftlichen ,werke aber sollte ein ,pamphlet allerniedrigsten und allergefhrlichsten ,ranges werden4 ,kahl erkannte das von ,tag zu ,tag immer deutlicher4 ,er begann zu ahnen1 da er mit aller ,liebenswrdigkeit in das ,verderben gefhrt werden solle4 ,als er das ,herrn ,lebius zu verstehen gab1 hielt dieser es fr geraten1 ihm den ganzen ,zweck der ,broschre einzugestehen4 ,er gab folgendes zu3 ,lebius hat den ,redakteur des ,vorwrts wegen ,beleidigung verklagt4 ,der ,vorwrts hat ,karl ,may als ,zeugen gegen ,lebius angegeben4 ,darum ist es fr ,lebius notwendig1 ,karl ,may kaput zu machen4 ,um das zu erreichen1 gibt er die hier in ,arbeit liegende ,broschre heraus4 ,der ,termin1 in dem ,karl ,may als ,zeuge verhrt wird1 findet anfangs ,april statt4 ,darum mu die ,broschre ganz unbedingt bis zum #a4 ,april fertig zum ,versenden sein4 ,wenn die ,broschre erst spter fertig wird1 hat sie keinen ,zweck2 dann braucht man sie berhaupt gar nicht erst zu schreiben4 ,sie wird an die ,zeitungen versandt1 die darber berichten4 ,das soll auf die ,richter wirken4 ,sie wird auch den ,richtern direkt vorgelegt4 ,sobald dies geschieht1 ist ,may als ,zeuge kaput4 ,als der ehrliche1 junge ,mann das hrte1 wurden seine ,bedenken noch grer1 als sie vorher gewesen waren4 ,als er diese uerste und seiner ,besorgnis1 gerichtlich bestraft zu werden1 ,ausdruck gab1 stellte ,lebius ihm folgendes vor3 ,wir ,schriftsteller stehen berhaupt und stets mit einem ,fue im ,gefngnisse4 ,bestraft zu sein ist fr uns eine gute ,reklame4 ,auch ich bin schon oft vorbestraft4 ,sie brauchen sich vor dem ,gericht gar nicht zu frchten4 ,sie sind noch nicht vorbestraft1 ,sie drfen schwren4 ,may aber darf nicht schwren4 ,may steht unter ,polizeiaufsicht4 ,es ist ihm verboten1 in einer ,stadt zu wohnen4 ,darum wohnt er in ,radebeul4 ,i ch b i n e i n g r o e s1 f o r e n s i s ch e s ,t a l e n t4 ,w e n n i ch a n f a n g e z u s p r e ch e n1 s i n d d i e ,r i ch t e r a l l e m e i n6 ,w e n n m a n i n e i n e m ,p r o z e s s e st e ck t u n d m a n s ch r e i b t e i n e s o l ch e ,b r o s ch r e1 d a s w i r k t u n g e h e u e r b e i d e n ,r i ch t e r n6 ,die ,frau ,may hat mich mit ,trnen in den ,augen um ,gnade fr ihren ,mann gebeten4 ,may mu durch die ,broschre totgemacht werden4 ,alles brige ist ,beiwerk1 u m d e n w a h r e n ,z w e ck z u v e r s ch l e i e r n6 ,die ,folge von diesen und hnlichen sonderbaren ,expektorationen war1 da ,kahl beschlo1 sich von dieser ,sache zurckzuziehen4 ,er verbot ,lebius1 etwas von ihm zu drucken oder gar etwa seinen ,namen fr diese ,broschre zu mibrauchen4 ,er richtete ganz dasselbe ,verbot auch an den ,verleger4 ,er glaubte1 damit ganz sicher aus diesem ,sumpfe wieder herausgestiegen zu sein4 ,aber er kannte ,lebius und dessen ,unverfrorenheit noch nicht4 ,die ,broschre erschien1 und zwar genau am ersten ,april4 ,ihr ,titel war3 ,k a r l ,m a y1 ein ,verderber der deutschen ,jugend von ,f4 ,w4 ,kahl-,basel4 ,kahl erfuhr erst durch eine ,schweizer ,zeitung1 da die ,broschre doch noch erschienen sei1 und zwar unter seinem ,namen4 ,er tat sofort die geeigneten ,schritte4 ,der von ,lebius gefrchtete ,termin1 an dem ich als ,zeuge vernommen werden sollte1 hat nicht stattgefunden4 ,ob er den ,herren ,richtern die ,broschre dennoch vorgelegt hat oder nicht1 ist mir unbekannt4 ,aber an die ,zeitungen versandt hat er sie schleunigst1 und zwar mit ,waschzetteln1 ,begleitworten usw41 von deren verleumderischer ,natur man eine ,ahnung bekommt1 wenn man nur folgende ,zeilen liest1 die er an die ,neue ,zricher ,zeitung schickte3 ,herr ,may hat sich an mir dadurch gercht1 da er durch ,verleumdungen meine wirtschaftliche ,stellung untergrub und mich in den ,bankrott trieb4 ,sobald ich in einer andern ,stadt festen ,fu gefat hatte1 erschien er wieder auf der ,bildflche1 um dasselbe ,manver zu wiederholen4 ,dabei liebt er es1 bevor er zu einem neuen ,schlage gegen mich ausholt1 mich jeweils in meiner ,wohnung aufzusuchen und mit trnenden ,augen um ,frieden zu bitten4 ,ueber den ,inhalt dieser ,broschre habe ich hier nicht zu sprechen4 ,ganz selbstverstndlich waren meine ,vorstrafen aufgezhlt und auch noch etwas mehr dazu4 ,das schickte er in alle ,welt hinaus1 um mich nach ,mnchmeyerschem ,rezept kaput zu machen4 ,ich erlangte eine einstweilige ,verfgung gegen sie4 ,sie durfte nicht weitergedruckt und weiterverarbeitet werden4 ,und ich erhob ,privatanklage wegen ,beleidigung gegen ihn4 ,diese ,privatklage konnte nicht zur ,verhandlung kommen1 weil mein ,rechtsanwalt alle meine ,beweise1 und deren waren weit ber hundert1 verloren hatte4 ,sie fanden sich erst dann1 als es zu spt war1 bei ihm wieder4 ,ich war also gezwungen1 auf die ,vergleichsvorschlge1 welche der ,vorsitzende machte1 einzugehen4 ,lebius nahm alle seine ,anwrfe gegen mich1 materielle wie formelle1 zurck1 drckte sein ,bedauern aus1 mich angegriffen zu haben1 und versprach1 mich von nun an in ,ruhe zu lassen4 ,das tat er durch seine ,unterschrift4 ,es war mir unmglich1 einem solchen1 vor ,gericht gegebenen ,versprechen nicht zu glauben4 ,und doch war es eine ,untreue und ,gewissenlosigkeit sondergleichen1 da er mir dieses ,versprechen gab1 denn er konnte es mir nicht anders geben1 als inder,absicht1esnichtzuhalten4 ,er hatte sich nmlich mit meiner geschiedenen ,frau in ,verbindung gesetzt4 ,sie fhlte1 wie meist alle geschiedenen ,frauen1 eine unverstndige ,schrfe gegen ihren geschiedenen ,mann2 die trachtete er1 fr sich auszunutzen4 ,er suchte sie in ,weimar auf1 wo sie wohnte4 ,sie lebte da ruhig und zufrieden von einer ,rente von #cjjj ,mark1 die ich ihr gab1 obgleich ich ihr nichts zu geben brauchte1 weil sie die ,alleinschuldige war4 ,auch hatte ich sie in jeder ,weise reichlich ausgestattet4 ,da kam dieser ,mann zu ihr und entlockte ihr alle ihre ,selbsterbitterung1 um daraus mit ,hilfe seiner eigenen ,hinzufgungen und ,verdrehungen einen ,strick fr mich zu fertigen4 ,er versprach ihr ebenso heilig und teuer1 wie damals mir1 da nichts1 gar nichts verffentlicht werde1 ging aber sofort hin und schrieb fr seinen ,bund vom #bh4 ,mrz #aiji einen ,aufsatz unter der ,ueberschrift ,ein spiritistisches ,schreibmedium als ,hauptzeuge der ,vorwrts-,redaktion4 ,mit diesen angeblichen ,schreibmedium war meine jetzige ,frau gemeint4 ,es ist ein geradezu unglaublicher ,schmutz1 der da ber mich und meine jetzige ,frau ausgegossen wird1 und zwar mit raffinierter ,benutzung und ,bearbeitung der ,bitterstoffe1 die im ,gemte geschiedener ,frauen vorhanden sind4 ,als das arme1 unglckliche ,weib das las1 erschrak sie4 ,er schwieg also nicht6 ,er hatte nicht ,wort gehalten6 ,sie eilte sofort zu ihm nach ,berlin1 um ihn zur ,rede zu stellen4 ,er behielt sie gleich dort4 ,er bergab sie seinem ,schwager ,heinrich ,medem1 einem frher gewesenen ,rechtsanwalt und ,notar1 der vereint mit ihm ihr ,beistand wurde4 ,beide veranlaten sie zunchst1 auf ihre #cjjj ,mark ,rente zu verzichten1 und zwangen sie sodann1 ihre ,pretiosen zu versetzen1 damit es nach auen einen besseren ,eindruck mache4 ,das heit doch wohl1 damit man denken mge1 da ich es sei1 der diese ,frau in solche ,armut und solches ,elend gestrzt habe6 ,das hat ,lebius in seinem ,briefe an die ,kammersngerin vom ,scheidt1 welcher den ,gegenstand der vorliegenden ,privatklage bildet1 wrtlich eingestanden1 und der ,vorsitzende der ersten ,instanz hat ihn gelobt1 indem er ffentlich sagte3 ,das ist sehr edel von ,ihnen6 ,lebius hat dieser ,frau1 als sie nun ohne alles ,einkommen war und vor dem ,nichts stand1 eine ,rente fr das ganze ,leben von monatlich #ajj ,mark versprochen1 er1 der wegen zwei oder drei ,mark vergeblich ausgepfndet worden ist6 ,sie hat es ihm zunchst geglaubt2 er aber hat sehr wohl gewut1 da dieses ,versprechen nicht rechtsverbindlich war4 ,nichts als ,spiegelfechterei6 ,sie borgte bei ,bekannten #ejj ,mark1 um leben zu knnen4 ,von ihm aber bekam sie nach und nach nur #bjj ,mark1 aber nicht etwa geschenkt1 sondern nur geliehen1 denn als er merkte1 da sie von ihm weg und wieder zu mir strebte1 drohte er ihr1 sie wegen dieser #bjj ,mark um #cjj ,mark zu verklagen4 ,und was hatte sie davon1 da sie auf ihr ganzes ,einkommen verzichtete1 da sie aus ihren schnen1 wohlgeordneten ,verhltnissen in die schmutzige ,not und ,sorge sprang1 da sie sogar ihre ,kleinodien verkaufte und versetzte8 ,nichts1 weiter gar nichts1 als da sie das ,rachewerkzeug des ,herrn ,lebius wurde1 da er sie abrichtete1 so ber mich zu denken1 zu sprechen und zu schreiben1 wie es ihm beliebte1 und da sie ihm und seinem ,schwager ,medem in jeder ,beziehung gnzlich in die ,hand gegeben war4 ,denn als ich infolge des obigen ,artikels im ,bund gezwungen war1 meine geschiedene ,frau zu verklagen1 machten ,lebius und ,medem ihr die ,schriftstze ganz so1 da ,lebius fr seine ,angriffe gegen mich den ganzen ,nutzen davon hatte und sie dabei ,dinge unterschreiben mute1 von deren ,zweck und ,tragweite sie keine ,ahnung besa6 ,es kam vor1 da sie unter ,trnen sich strubte1 einen derartigen ,schriftsatz zu unterschreiben4 ,man zwang sie aber doch6 ,bis sie endlich doch einsah1 da es unmglich auf diesem ,wege und in dieser ,weise weitergehen knne1 wenn sie nicht vollstndig zu ,grunde gehen wolle6 ,sie wendete sich an mich und bat um ,verzeihung4 ,mich erbarmte das arme1 verfhrte ,weib4 ,ich nahm den ,strafantrag und den ,beleidigungsproze gegen sie zurck4 ,und nun erfuhr ich1 in welch raffinierter ,weise sie von ,lebius aus ihrer sicheren1 ruhigen ,position zu ihm hinbergelockt worden war1 um wirtschaftlich vernichtet und moralisch ausgebeutet resp4 gegen mich ausgespielt zu werden4 ,er sagt in seinem ,briefe1 welcher den ,gegenstand des vorliegenden ,strafverfahrens bildet3 ,auf ,anraten meines ,rechtsanwaltes habe ich allerdings im ,hinblick auf meine gerichtliche ,einigung mit ,may verlangt1 da ,frau ,emma erst einen ,teil ihrer ,schmucksachen versetzt1 weil das nach auen hin einen bessern ,eindruck macht4 ,also weil ich mich gerichtlich mit ihm geeinigt habe1 weil er mir seine ,beleidigungen gerichtlich abgebeten hat und weil er gerichtlich versprochen hat1 mich nun fr immer in ,ruhe zu lassen1 also darum1 im,hinblick darauf mute die ,frau nun ihre ,kleinodien versetzen1 damit man mich als den ,schurken bezeichne1 durch den sie in solches ,elend getrieben worden sei6 ,wie nennt man so ein ,verhalten8 ,und nachdem er sie in dieser ,weise um ihr ganzes1 frheres ,einkommen und um ihre ,schmucksachen gebracht hat1 schreibt er in diesem seinem ,briefe3 ,ich habe auch durch meinen ,syndikus ,herrn ,geheimrat ,ueberhorst ,schritte vorbereiten lassen1 umwiederzumeinem,geldezukommen6 ,gibt es hier berhaupt einen ,ausdruck1 durch den man imstande wre1 die ,lebiussche ,denk- und ,handlungsweise erschpfend zu charakterisieren8 ,diese arme1 von ,lebius in fast jeder ,beziehung vollstndig ausgezogene ,frau ist nicht etwa die erste oder einzige geschiedene ,frau1 deren er sich bemchtigte1 um seine ,zwecke zu erreichen4 ,es ist vielmehr eine ganz besondere taktische ,gewohnheit von ihm1 geschiedene ,frauen gegen ihre ,mnner auszuspielen4 ,das eklatanteste ,beispiel hiervon ist der ,fall ,max ,dittrich4 ,indem ich ihn hier kurz erwhne1 bitte ich um ganz besondere,aufmerksamkeit1 weil er fr die ,beurteilung des ,herrn ,lebius vonallergrter ,wichtigkeitist4 ,ich hatte bekanntlich1 als dieser ,herr seinen ,besuch bei mir machte1 den ,redakteur und ,militrschriftsteller ,max ,dittrich als ,zeugen dazu geladen1 aus ,mitrauen und ,vorsicht1 um gegen etwaige sptere ,lgen und ,schwindeleien des ,herrn ,lebius durch einen vollgltigen ,zeugen geschtzt zu sein4 ,herr ,dittrich war damals vom ,anfang bis zum ,ende anwesend und hatte jedes von mir gesprochene ,wort gehrt4 ,einen solchen ,zeugen zu haben1 wurde ,herr ,lebius mit der ,zeit immer peinlicher1 immer gefhrlicher4 ,er beschlo darum1 ihn eidesunwrdigzumachen1 also ganz dasselbe1 was er auch bei mir getan hat undnochheutetut4 ,es ist das1 wie sich spter zeigen wird1 einpersnlicher ,trick von ihm1 den er frunfehlbar hlt -- -- -- eidesunwrdig machen6 ,er befolgt dabei den ,grundsatz1 den er uns whrend seines ,besuches bei uns vortrug3 ,jeder ,mensch1 jeder ,polizist und ,richter1 jeder ,beamte hat ,werg am ,rocken1 hat eine ,schuld auf sich1 die er verheimlichen mu4 ,man mu das entdecken und indie,zeitungbringen2 dann wird man ,herrscher und als tchtiger,kerl bekannt4 ,so tat ,herr ,lebius auch hier4 ,die erste ,frau ,max ,dittrichs war gestorben2 von der zweiten ,frau hatte er sich scheiden lassen2 jetzt war er infolge eines ,schiffbruchs1 bei dem er nur gefhrlich verletzt dem ,tode entging1 schwer nervenkrank geworden4 ,das gab ein hochinteressantes ,material1 aus dem sich jedenfalls etwas machen lie6 ,herr ,lebius ging also aus1 um nach dem ,werg am ,rocken1 nach der heimlichen ,schuld und ,snde zu suchen4 ,er forschte berall1 schriftlich1 mndlich1 persnlich4 ,er stellte sich berall ein1 wo er glaubte1 etwas erfahren zu knnen4 ,er scheute sich nicht1 sogar zu ,dittrichs ,verwandten zu gehen4 ,er schlich sich zu ,dittrichs alter ,schwgerin1 zu ,dittrichs ,neffen und ,nichte1 sogar zu ,dittrichs zweiter ,frau1 die wieder verheiratet war und in glcklicher1 stiller ,ehe lebte4 ,er forschte sie aus1 ohne da sie ahnten1 warum und wozu4 ,sie antworteten vertrauensvoll und unbefangen4 ,aber als er pltzlich zu ihrem ,entsetzen die ,worte ,gericht und ,eid fallen lie1 da fhlten sie die ,krallen1 in die sie geraten waren4 ,sie hatten nichts ,bses sagen knnen und baten1 sie aus dem ,spiele zu lassen4 ,er versprach es ihnen4 ,besonders entsetzt ber die ,aussicht1 in diesen ,lebiusschen ,schmutz verwickelt zu werden1 war ,dittrichs zweite ,frau4 ,ihr jetziger ,mann war ein lieber1 guter1 aber in ,beziehung auf die ,ehre sehr streng denkender1 unerbittlicher ,herr4 ,seine ,frau in solcher ,angelegenheit an ,lebius' ,seite1 das wre unbedingt von den schwersten ,folgen fr ihn und sie gewesen6 ,sie bat also ,lebius1 sie ja nicht mit darin zu verwickeln1 und er scheute sich nicht1 es ihr hoch und heilig zu versprechen4 ,dann aber ging er schleunigst hin und brachte in ,nummer #ab seiner ,sachsenstimme einen ,bericht1 dem ich nur einige ,punkte entnehme1 die nicht einmal die schlimmsten sind1 nmlich3 ,max ,dittrich hatte von seiner ersten ,frau keine ,kinder1 wohl aber zwei von seiner ,stieftochter1 bevor diese das #af4 ,lebensjahr erreichte4 ,seine ,frau hrmte sich ber die ,ausschweifungen ihres ,mannes zu ,tode4 ,obgleich seine zweite ,frau sehr tolerant war1 trieb ,dittrich es schlielich so schlimm1 da eine ,ehescheidung unvermeidlich wurde4 ,mit der #af;jhrigen mit im ,hause wohnenden ,nichte seiner ,frau unterhielt er ein mehrjhriges ,verhltnis4 ,dann fing er ein ,verhltnis mit einem jungen ,mdchen an4 ,seine ,frau lie ihn durch ein ,detektivbureau beobachten4 ,whrend des ,ehescheidungsprozesses wohnte ,dittrich mit seiner ,braut zusammen und hatte auch seine ,tochter bei sich4 ,jetzt ist er wegen schweren1 syphilitischen ,nervenleidens ,halbinvalide usw4 ,man kann sich den ,schreck der ,verwandten denken1 als sie das lasen und dann als ,zeugen vor ,gericht beordert wurden1 weil ,max ,dittrich ganz selbstverstndlich ,herrn ,lebius verklagte6 ,die ,nichte mute im ,hause vernommen werden2 sie lag krank4 ,die geschiedene ,frau ,dittrichs ging in ihrer ,herzensangst zum ,richter und sagte ihm aufrichtig1 da diese entsetzliche ,sache ein absoluter ,totschlag fr das ,glck ihrer jetzigen ,ehe sei2 sie werde das wohl kaum berleben4 ,dieser vortreffliche ,herr hatte nicht nur das ,gesetz im ,kopfe1 sondern dazu auch ein menschliches ,herz in der ,brust und erledigte die ,vernehmung in entsprechender humaner ,weise4 ,selbst angenommen1 da die von ,lebius angegebenen ,punkte alle auf ,wahrheit beruhten1 so liegt doch wohl fr jeden nur einigermaen gebildeten und nicht verrohten ,menschen die ,frage nahe1 ob die ,verffentlichung solcher ,dinge gesetzlich resp4 premoralischstatthaft sei4 ,ich bin berzeugt1 da jedermann1 auer ,lebius1 diese ,frage mit einem ,nein6 beantworten wird4 ,das wrde zur ,charakterisierung dieses ,herrn jedenfalls gengen1 ist aber noch lange nicht alles1 denn wenn man ,gelegenheit findet1 die ,akten ,dittrich contra ,lebius aufzuschlagen1 so sieht man am ,schlusse derselben ,herrn ,lebius in noch ganz anderer ,weise beleuchtet4 ,er gesteht da nmlich ein1 da seine ,verleumdungen gegen ,max ,dittrich nicht wahr gewesen seien1 und erklrt sich bereit1 die ,kosten des ,verfahrens zu tragen6 ,ich glaube1 mehr braucht man nicht zu wissen1 um diesen ,herrn nun zu kennen4 ,ob jemand aus dem ,busch herausspringt und den anderen ermordet1 oder ob jemand aus den ,spalten seines ,rowdyblattes heraus die ,menschen niederknallt1 so oft es ihm beliebt1 das wird von der ,strafgesetzgebung der ,zukunft wohl ganz anders betrachtet und ganz anders behandelt werden als heutigen ,tages4 ,doch gibt es1 ,gott sei ,dank1 auch jetzt schon geistige und menschheitsethische ,instanzen1 welche den ,totschlag einer ,menschenseele fr wenigstens ebenso strafbar halten wie die ,ermordung eines ,menschenkrpers4 ,am #bg4 ,mrz #aije hatte ,lebius die oben aufgefhrten ,anklagen in seiner ,sachsenstimme gegen ,max ,dittrich geschleudert1 und am #ah4 ,november darauf erklrte er in der zweiten ,strafkammer des ,kniglichen ,landgerichtes ,dresden zu ,protokoll3 ,ich erklre1 da ich die gegen den ,privatklger in der ,sachsenstimme vom #bg4 ,mrz #aije erhobenen1 beleidigenden ,behauptungen 6 6 6 als unwahr 6 6 6 hiermit zurcknehme und mein ,bedauern ber die gemachten ,aeuerungen in der ,sachsenstimme ausdrcke und den ,privatklger deshalb 6 6 6 um ,verzeihung bitte 6 6 6 ,als dann einige ,jahre spter ,lebius in ,berlin ,streit und ,prozesse mit dem ,vorwrts begann1 gab dieser den ,militrschriftsteller ,dittrich als ,zeugen gegen ihn an4 ,sofort griff ,lebius zu seinem wohlbekannten ,trick1 ,zeugen durch die ,presse unschdlich zu machen4 ,er verffentlichte genau dasselbe wieder1 was er damals ber ,dittrich verffentlicht und dann vor dem ,dresdener ,landgericht 6 6 6 als unwahr 6 6 6 mit der ,bitte um ,verzeihung zurckgenommen hatte4 ,dittrich war demzufolge gezwungen1 ihn wieder zu verklagen und auf jene ,zurcknahme und ,bitte um ,verzeihung hinzuweisen4 ,was tat ,lebius8 ,er erklrte in seinem an das ,knigliche ,amtsgericht ,charlottenburg gerichteten ,schriftsatz vom #bd4 ,dezember #aiji1 da er damals jene ,abbitte und jenes ,eingestndnis der ,unwahrheit seiner ,behauptungen lediglich aus ,grnden wirtschaftlicher ,natur abgelegt habe4 ,seine ,verhltnisse seien damals so bedrngt gewesen1 da er nicht zu den ,gerichtsterminen nach ,dresden habe reisen knnen4 ,er selbst also ist es1 der das folgende moralische ,portrt von sich liefert3 ,lebius verleumdet den ,militrschriftsteller ,dittrich #aije in seinem ,dresdener ,blatte4 ,lebius erklrt #aije vor dem ,dresdener ,landgericht1 da diese ,verleumdungen erlogen seien1 und bittet um ,verzeihung4 ,lebius bringt #aiji in seinem ,berliner ,blatte jene von ihm als ,lgen bezeichneten ,verleumdungen als ,wahrheiten wieder4 ,lebius erklrt #aiji in seinem ,schriftsatz an das ,amtsgericht ,charlottenburg1 da er damals das ,landgericht ,dresden angelogen habe4 ,und warum dieser ,rattenknig von ,lgen vor ,gericht6 ,und wie ist es mglich1 da ein ,mensch1 der doch ,ehr- und ,schamgefhl besitzen mu1 sich vor ,gericht als ,lgner erklren und dann auch diese ,erklrung als ,lge bezeichnen kann8 ,er selbst gibt uns die ,antwort auf diese ,frage3 ,er befand sich in bedrngter ,lage2 6 6 6 er hatte kein ,geld 6 6 6 ,also wenn ,lebius kein ,geld hat1 so ist das ein fr ihn vollstndig gengender ,grund1 ,richterund ,gerichtsmterzubelgenundsichalseinen ,charakterhinzustellen1demkeinvorsichtig er ,menschmehretwasglaubenkann6 ,ich knnte stundenlang fortfahren1 in dieser ,weise von ,lebius zu erzhlen4 ,fr meine heutigen ,zwecke aber gengt das1 was ich bis hierher sagte4 ,ich habe mir die ,unwahrheiten1 welche ,lebius ber mich verbreitete1 notiert1 nicht alle1 sondern nur die augenflligsten4 ,es sind jetzt berfnfhundert1 die ich ihm gerichtlich beweisen kann4 ,er hat mir allein in den letzten drei ,wochen vier ,beleidigungsklagen zugeschickt1 obgleich ich an diesen ,beleidigungen ganz unbeteiligt bin4 ,das nennt man ,hinrichtung6 ,und dabei legt er1 wie bereits erwhnt1 den grten ,nachdruck immer darauf1 da ich ihn verfolge1 nicht aber er mich4 ,auf seine vielen und frchterlichen ,artikel in den ,jahren #aijd und #aije habe ich nur einmal bei der ,staatsanwaltschaft und zweimal beim ,gericht ,hilfe gesucht4 ,ich habe dann zu allen seinen ferneren ,angriffen geschwiegen1 bis er mich durch die angebliche ,kahl-,broschre zwang1 mich zu verteidigen1 weil ich vorden,richternkaputgemachtwerden sollte4 ,und selbst da habe ich ihm verziehen1 habe mich mit ihm verglichen1 habe gegen sein ,versprechen1 mich fortan in ,ruhe zu lassen1 meinen ,strafantrag zurckgezogen1 obgleich der betreffende ,richter sagte1 da ,lebius eineschwere ,strafe erleiden werde1 falls es zur ,verhandlung komme4 ,siehe ,gerichtsakten #bj ,b4 #bed #jh_/cd1 gezeichnet ,schenk1 ,nauwerk4 ,ich habe es ertragen1 da ,lebius trotz seines gerichtlichen ,versprechens1 mich knftig in ,ruhe zu lassen1 meine geschiedene ,frau gegen mich verfhrte1 ausbeutete1 ihres ,einkommens und ihrer ,schmucksachen beraubte undsiefastanden,bettelstab brachte4 ,sie wurde von ihm zu gerichtlichen ,schritten gegen mich verleitet1 die man fast wahnsinnig nennen mu4 ,und dabei hatte er den ,mut1 in der ersten ,instanz des vorliegenden ,beleidigungsprozesses zu behaupten1 da er ihre ,interessen vertreten habe und also den ,schutz des #aic beanspruchen drfe6 ,niemals ist eine grere ,unwahrheit ausgesprochen worden als diese6 ,lebius hat durch die ,verfhrung der ,frau ,pollmer nur seine eigenen ,privat- und ,prozeinteressen verfolgt1 die,interessendieserarmen,frau abergeradezumit,fengetreten4 ,es ist unerhrt1 da er dafr auch noch den ,schutz des #aic verlangt6 ,es ist wiederholt von ihm in den ,zeitungen behauptet worden1 da er ein ,mensch sei1 der ber ,leichen geht4 ,meine geschiedene ,frau hat anstatt ,mensch sogar ein anderes1 uerst schlimmes ,wort gebraucht1 ohne da er es gewagt hat1 sie darber gerichtlich zu belangen4 ,ob dieser ,vorwurf wahr ist oder ob er zu viel sagt1 das knnte ich mit vielen ,beispielen belegen2 ich will aber nur das eine bringen3 ,nach der in den ,bltterberichten vllig korrumpierten ,charlottenburger ,verhandlung vom #ab4 ,april dieses ,jahres brachte der ,boston ,american in ,boston1 ,massachusetts1 folgende ihm aus ,berlin zugegangene ,depeschennotiz3 ,autor frommer ,bcher1 ein ,bandit4 ,berlin -- -- -- ,herr ,charles ,may1 der ,millionr1 ,philanthrop1 ,autor frommer ,bcher und eine hervorragende ,persnlichkeit ,deutschlands1 wurde heute von einer ,jury als der ,verber vieler1 schwerer ,verbrechen in der ,gebirgsgegend des sdlichen ,sachsens1 wo er vor #dj ,jahren eine ,ruberbande anfhrte1 gebrandmarkt4 ,maybrachzusammen undwurdeunterden,schutzseiner,freundeges tellt1 umzuverhindern1daer,selbstmordbegehe usw4 ,sich solche monstrse ,unwahrheiten aussinnen1 um mich kaput zu machen1 das ist doch wohl ber ,leichen gegangen4 ,oder nicht8 ,doch hiermit genug ber diesen ,herrn ,lebius4 ,alles ,andere gehrt vor das ,gericht1 nicht aber hierher4 ,um meine ,leser klar sehen zu lassen1 ist nur noch zu konstatieren1 da der ,mnchmeyersche ,rechtsanwalt ,dr4 ,gerlach auch sein ,rechtsanwalt ist und da ,beide einander gegenseitig die weitgehendste ,hilfe und ,untersttzung leisten4 ,ich habe noch zwei uerst interessante ,mnchmeyersche ,champions zu erwhnen1 die in ,beziehung auf geistige ,bedeutung zwar weder an ,gerlach noch an ,lebius kommen1 aber als fromme1 katholische ,klosterbrder mitten unter protestantischen oder gar aus der ,kirche ausgetretenen ,kolportageinteressenten doch einen frappierenden ,eindruck machen4 ,der ,eine von ,ihnen ist der ,benediktinerpater ,ansgar ,pllmann in ,beuron4 ,ich habe schon einmal einem ,benediktinerpater vor ,gericht gegenbergestanden4 ,der hie ,willibrord ,beler und bezeichnete sich als ,professor4 ,er verffentlichte eine schwere ,beleidigung im ,stern der ,jugend gegen mich4 ,ich machte die ,benediktinerabtei ,seckau in ,steiermark als seinen ,wohnsitz ausfindig1 reiste hin und lie ihn vor das ,kreisgericht ,leoben zitieren4 ,da stellte sich heraus1 da er gar nicht das ,recht besa1 einen ,professortitel zu fhren4 ,er leistete mir folgende schriftliche ,abbitte3 ,indem ich die mir in ,schriftstcken beigelegten ,bezeichnungen ,professor und ,jugendschriftsteller auf ,wunsch nher dahin bestimme1 da ich ,lehrer an der ,privat-,gymnasial-,lehranstalt der ,abtei ,seckau und ,korrespondent der ,jugendzeitschrift ,stern der ,jugend bin1 erklre ich hiermit der ,wahrheit gem1 da ich die in genannter ,zeitschrift 7#aijc ,nro4 #be7 enthaltene ,notiz ber ,krankheitserscheinungen des ,schriftstellers ,karl ,may bedauere und die von ihm gerichtlich inkriminierten ,worte in aller ,form zurcknehme4 ,seckau1 den #bj4 ,oktober #aijd4 ,pater ,willibrord ,beler ,o4,s4,p4 sic ,und jetzt nun wieder ein ,benediktinerpater1 den ich gerichtlich belangen mu6 ,der ,abt scheint hier wie dort ,ildefons ,schober zu heien4 ,ist es vielleicht derselbe8 ,nicht in ,seckau und nicht in ,beuron1 sondern anderwrts1 haben die ,benediktiner mir meine ,reiseerzhlungen ohne mein ,wissen in ,menge nachgedruckt1 bis ich es ihnen untersagte4 ,ich wei nicht1 wie es mglich ist1 da ein ,orden meine ,werke ganz auf eigene ,faust drucken und verbreiten und mich doch so ffentlich beleidigen und verfolgen resp4 mich und meine selben ,werke in ,acht und ,bann erklren kann6 ,ich bemhe mich vergeblich1 beides logisch zusammen zu bringen4 ,denn da ich diesen ,nachdruck unmglich dulden konnte1 versteht sich ganz von selbst6 ,uebrigens ist dieser ,beuroner ,pater derselbe1 der mir einen ,strick drehen will1 um mich damit aus dem ,tempel der deutschen ,kunst hinauszupeitschen4 ,also1 erst druckt man meine ,bcher nach1 ohne mich zu fragen1 und dann peitscht man mich hinaus6 ,in dieser ,weise charakterisiert ,pater ,pllmann seinen eigenen ,orden1 der sich doch wahrlich mehr als genug ,verdienste um unsere ,literatur erworben hat1 als da er von einem seiner ,angehrigen in dieser ,weise beleumundet werden sollte6 ,pater ,pllmann hat in der katholischen ,zeitschrift ,ueber den ,wassern eine ,reihe von ,artikeln gegen mich geschrieben1 und ich habe hierauf in der ,wiener ,freistatt geantwortet4 ,damit wren wir nun eigentlich mit einander fertig1 und das ,publikum htte zwischen ihm und mir zu entscheiden4 ,aber whrend ich in meinen ,antworten ganz selbstverstndlich so sachlich und hflich wie mglich war1 ist er in seinen ,artikeln aus den ,beleidigungen fast nicht herausgekommen1 so da er sich zu einem ,gang vor das ,gericht zu bequemen haben wird4 ,und auerdem ist sein persnliches und literarisches ,verhltnis zu ,herrn ,lebius1 dem ,rechtsanwalt ,gerlach und dem ,mnchmeyerschen ,programm1 mich in den ,zeitungen kaput zu machen1 festzustellen4 ,er hat geleugnet1 mit ,lebius1 ,gerlach u4 s4 w4 in ,beziehung zu stehen2 es sind ihm aber derartige ,beziehungen ganz unschwer nachzuweisen4 ,hierber ist ,klarheit zu schaffen4 ,denn da er in dieses ,kaputmachen auf das ,krftigste mit eingegriffen hat1 kann nicht einmal er selbst in ,abrede stellen4 ,seine ,wasser-,artikel werden sowohl im ,lebius- als auch im ,pauline ,mnchmeyer-,proze auf das ,eifrigste gegen mich verwendet4 ,er ist sogar von ,lebius als ,zeuge oder ,sachverstndiger benannt und wird als solcher in ,berlin auszusagen haben4 ,herr ,pater ,pllmann befolgt in ,beziehung auf unsern ,beleidigungsproze eine ,taktik1 die ich nicht gutheien kann4 ,ich mu mich fragen1 ob es in dieser seiner ,taktik liegt1 das ,leserpublikum irre zu fhren4 ,zuerst erschienen von ,zeit zu ,zeit gewisse1 ironisch von oben herab klingende ,notizen darber1 da ich es unterlassen habe1 meine ,drohung1 ihn zu verklagen1 auszufhren4 ,und nun sich herausstellt1 da ich dieses ,versprechen doch gehalten habe1 wird in gewissen1 mir feindlich gesinnten ,zeitungen fort und fort behauptet1 da meine ,beleidigungsklage bald hier bald dort zurckgewiesen worden sei und ich smtliche ,kosten zu tragen habe4 ,das ist nicht fair1 vielleicht sogar unwrdig4 ,es handelt sich hier um die ,zustndigkeitsfrage1 um weiter nichts4 ,als ich den ,strafantrag gegen ,pater ,pllmann stellte1 gehrte ich in den ,bezirk des ,amtsgerichts ,dresden4 ,inzwischen wurde das ,amtsgericht ,ktzschenbroda erffnet1 dem ich jetzt nun zustndig bin4 ,darum fragt es sich1 ob die ,sache infolgedessen hier oder dort oder anderswo zu verhandeln ist4 ,bis das entschieden ist1 hat sie zu ruhen4 ,wer es anders darstellt1 kann nur entweder unwissend oder bswillig sein4 ,von ,kosten wei ich kein ,wort4 ,ganz hnlich liegt es mit meiner ,beleidigungsklage gegen ,pater ,expeditus ,schmidt in ,mnchen4 ,sie wurde in ,dresden eingereicht und in ,ktzschenbroda erstmalig verhandelt4 ,auch hier sind ,zustndigkeitsfragen erhoben worden1 doch nicht von mir4 ,mir kann es sehr gleichgltig sein1 an welchem ,orte das ,urteil gesprochen wird1 denn meine ,sache ist gerecht4 ,ich habe nicht ntig1 spitzfindig zu erwgen1 an welchem ,orte1 bei welchem ,gerichte und in welchem ,falle ich meinen ,proze gewinne oder verliere4 ,ich habe mich nicht an solche ,nebendinge zu klammern1 sondern an die ,sache selbst und ihre ,wahrheit zu halten2 das ,uebrige berlasse ich den ,richtern4 ,mir sind diese ,schiebereien nicht hinderlich1 sondern frderlich gewesen4 ,sie haben mir ,gelegenheit gegeben1 die ,karten meiner ,gegner kennen zu lernen4 ,vor allen ,dingen hat es sich herausgestellt1 da die beiden ,pater ,schmidt und ,pllmann in naher ,beziehung zu dem ,namen und der ,sache ,mnchmeyer stehen4 ,ihr ,anwalt steht in ,verbindung mit dem ,mnchmeyerschen und ,lebiusschen ,rechtsanwalt4 ,ich werde die ,beweise erbringen1 und dann wird sich der ,zusammenhang mit dem ,mnchmeyerschen ,programm1 mich in allen ,zeitungen vor ganz ,deutschland kaput zu machen1 ganz von selbst ergeben4 ,um einen kurzen ,rundblick ber den jetzigen ,stand der ,dinge zu ermglichen1 schliee ich dieses ,kapitel mit einem ,artikel1 den das ,wiener ,montags-,journal am #ag4 ,oktober dieses ,jahres brachte4 ,er lautet3 ,karl ,may als ,schriftsteller4 7,eine ,genugtuung47 ,vor uns liegt eine stattliche ,reihe von ,bnden1 die ,ttigkeit eines ungemein fruchtbaren und erfolgreichen ,schriftstellers4 ,zugleich aber auch seine ,ehrenrettung4 ,denn nicht oft noch ist die schriftstellerische ,ttigkeit eines ,menschen der ,grund fr solch bodenlos gemeine und hinterhltige ,angriffe gewesen1 wie sie ,karl ,may zur ,zielscheibe hatten4 ,ehe wir in eine ausfhrliche ,wrdigung der so reichen ,phantasie eines deutschen ,romanziers eingehen1 wollen wir dem ,geschmhten selbst das ,wort zu einer ,verteidigung geben1 die jetzt1 nach den erfolgreichen ,prozessen gegen seine hmischen und boshaften ,widersacher1 zugleich eine ,genugtuung ist4 ,herr ,may schreibt uns3 ,die ganze sogenannte ,karl ,may-,hetze ist auf ,unwahrheiten aufgebaut4 ,die erste dieser ,unwahrheiten ist1 da ich ,jugendschriftsteller sei und meine ,reiseerzhlungen fr unerwachsene junge ,leute geschrieben habe4 ,die meisten dieser ,erzhlungen sind im ,deutschen ,hausschatz erschienen1 der doch gewi niemals eine ,knabenzeitung gewesen ist4 ,und den spter erschienenen ,bnden sieht jedes ehrliche ,auge sofort an1 da sie nur von geistig erwachsenen ,leuten verstanden werden knnen4 ,hiermit fallen alle ,vorwrfe1 die man mir als angeblichem ,jugendverderber macht1 in sich selbst zusammen4 ,wenn die ,jugend meine ,bcher trotzdem liest1 und zwar sehr gerne1 so beweist das doch nicht1 da ich sie fr sie bestimmt habe1 sondern da die ,jugendseele in ihnen findet1 was ihr von andern vorenthalten wird4 ,eine zweite ,unwahrheit ist die1 da ich in diesen meinen ,reiseerzhlungen schwindle4 ,wer das behauptet1 ahnt gewi nicht1 welch ein schlimmes ,zeugnis er seiner eigenen ,intelligenz erteilt4 ,reicht doch der ,scharfblick eines ,tertianers aus1 zu erkennen1 da alles1 was ich erzhle1 nur mit den ,wurzeln in das reale ,leben greift1 im brigen aber nach ,regionen strebt1 die nicht alltglich sind4 ,jeder ,leser1 der mich begreift1 wei1 da ich ,lnder und ,vlker beschreibe1 die bis heute fast nur in ,mrchen existieren1 fr uns aber nach und nach in das ,reich der absoluten ,wirklichkeit zu treten haben4 ,wenn ich das1 was anderen noch ein ,mrchen ist1 als ,wirklichkeit erschaue und beschreibe1 kann dies nur fr unwissende oder belwollende ,menschen ein ,grund sein1 zu behaupten1 da ich schwindle4 ,frher ist es keinem ,menschen eingefallen1 in dieser beleidigenden ,weise ber mich zu urteilen4 ,wer mich nicht begriff1 der sagte hchstens1 da meine ,phantasie eine sehr ausgiebige sei4 ,erst als die grte aller ,unwahrheiten1 die es ber mich gibt1 verbreitet wurde1 nmlich die1 da ich abgrundtief unsittliche ,schundromane geschrieben habe1 wagte man es1 in einem solchen ,tone mit mir zu sprechen4 ,diese unwahre ,behauptung ging von einer ,kolportagebuchhandlung aus1 in deren ,interesse es lag1 sie zu verbreiten1 um durch meinen ,namen mglichst viel ,geld zu verdienen4 ,sie fand in ,herrn ,cardauns1 dem damaligen ,hauptredakteur der ,klnischen ,volkszeitung1 den ,mann1 der durch seine ,verffentlichungen fr diese ,verbreitung mehr als reichlich sorgte und es sogar unternahm1 die sogenannten ,beweise zu liefern1 da die betreffenden ,unsittlichkeiten aus keiner anderen als nur aus meiner ,feder stammen4 ,ganz selbstverstndlich konnte der wahre1 unanfechtbare ,beweis nur durch die ,vorlegung der von mir geschriebenen ,originalmanuskripte gefhrt werden4 ,jeder andere ,beweis konnte nur durch absichtliche ,tuschung oder ,selbstbetrug ermglicht sein und mute sich schlielich zur ,spiegelfechterei gestalten4 ,welche ,art des ,beweises nun fhrte ,herr ,cardauns8 ,er brachte ,behauptung ber ,behauptung4 ,er fhrte eine ganze ,reihe von inneren ,grnden an1 hinter denen sich der ,mangel an wirklichen ,grnden versteckte4 ,er sprach von ,beweisen1 ,belegen1 untrglichen ,aktenstcken und dergleichen4 ,das ,wiener ,neuigkeits-,weltblatt weist ihm sogar die ,behauptung nach1 er besitze die ,originalbelege dafr1 da ,may unzweifelhaft schuldig sei4 ,jedermann mute hierauf annehmen1 da er meine ,originalmanuskripte in den ,hnden habe1 und darum glaubte man ihm1 zumal die ,bltter1 in denen er seine ,behauptungen aufstellte1 mir die ,aufnahme meiner ,entgegnungen beharrlich verweigerten4 ,er machte mit seiner ,selbsttuschung ,schule3 andere tuschten sich mit1 bis sie mit der ,zeit dann ganz von selbst zur richtigen ,einsicht kamen4 ,heute glauben nur noch ,wenige seinen ,ausfhrungen4 ,andere akzeptieren sie aus prozessualen und hnlichen guten ,grnden4 ,ob ,pater ,expeditus ,schmidt und ,pater ,ansgar ,pllmann1 meine beiden neuesten ,gegner1 wirklich an ihren ,cardauns glauben1 das wei ich nicht2 ich kann da nur vermuten4 ,was sie behaupten1 gilt fr mich noch lange nicht als ,beweis4 ,aber sie fuen in allem1 was sie gegen mich tun1 auf altem ,cardaun'schem ,grund und ,boden und scheinen wirklich berzeugt zu sein1 da ich nchstens unter ihren und den ,anschuldigungen ihrer ,verbndeten zusammenbrechen werde4 ,diese ,verbndeten sind3 die frhere ,kolporteuse ,frau ,pauline ,mnchmeyer1 ,herausgeberin des berchtigten1 von der ,polizei konfiszierten ,venustempels4 ,ferner der ,rechtsanwalt dieser ,frau1 ,dr4 ,gerlach in ,dresden1 der nun schon seit neun ,jahren unausgesetzt gegen mich im ,felde liegt4 ,und endlich der wohlbekannte ,herr ,rudolf ,lebius in ,charlottenburg1 der aus der christlichen ,kirche ausgetretene ,sozialist1 dem ich #cjjj bis #fjjj ,mark und dann sogar #aj #jjj ,mark geben sollte1 dafr wolle er mich in seinem ,blatt loben und preisen4 ,ich gab ihm nichts4 ,da ging er zu ,mnchmeyers ber und war seitdem der unermdlichste meiner ,gegner4 ,ich bemerke ausdrcklich1 da auch er ,herrn ,advokaten ,gerlach zum ,anwalt hat4 ,und wenn ich nun hinzufge1 da dieser ,mnchmeyersche ,herr ,gerlach zugleich auch ,anwalt und ,berater von ,pater ,expeditus ,schmidt und ,pater ,ansgar ,pllmann ist1 so ergibt sich folgendes drastische ,hetzjagdbild3 ,ich bin vollstndig eingekreist4 ,rund um mich stehen ,herr ,cardauns1 ,frau ,kolporteuse ,pauline ,mnchmeyer1 ,herr ,advokat ,gerlach1 ,pater ,schmidt1 ,herr ,lebius und ,pater ,pllmann4 ,diese alle sind jederzeit schubereit4 ,sie leugnen zwar den gegenseitigen ,verkehr1 geben sich aber in ihren ,prozessen gegenseitig als ,zeugen und ,sachverstndige an und helfen einander bei ,sammlung von ,beweismaterial gegen mich und bei der ,anfertigung von ,eingaben und ,schriftstzen fr das ,gericht4 ,der ,ueberragendste von ihnen ist aber dieser ,mnchmeyersche ,advokat1 der alles und alle dirigiert1 sogar die beiden ,patres4 ,der unschdlichste und erfreulichste aber ist ,herr ,cardauns1 der meines ,wissens niemals zu dem ,eingestndnis gebracht werden konnte1 da er meine ,originalmanuskripte nicht besitze1 krzlich aber in ,bonn in meiner ,gegenwart vor dem beauftragten ,richter als ,zeuge zugeben mute1 da er sie noch nie gesehen habe4 ,ob mich die ,dame ,mnchmeyer mit ,hilfe ihrer fnf weltlichen und geistlichen ,genossen zur ,strecke bringen wird1 ist eine schon lngst entschiedene ,frage4 ,kein ,kenner der ,verhltnisse stellt sie mehr auf4 -- -- ,radebeul-,dresden1 ,oktober #aiaj4 ,karl ,may4 ,,ix4 ,schlu4 ,wie meine ,reiseerzhlungen nur ,skizzen sind1 so ist auch das vorliegende ,werk nur ,skizze4 ,es kann gar nichts anderes sein1 weil das1 was ich erzhle1 noch nicht zu ,ende ist und weil eine ,menge mir auferzwungener ,prozesse wie drohende ,revolver auf mich gerichtet sind4 ,auerdem verhindern mich brutale ,krperschmerzen1 in der ,weise zu schreiben1 wie ich mchte4 ,zehn ,jahre lang tglich viermal ganze ,ste von ,briefen und ,zeitungen erhalten1 die von ,gift und ,hohn und ,schadenfreude berflieen1 das hlt kein ,simson und kein ,herkules aus4 ,geist und ,seele sind stark geblieben4 ,es hat sich in mir nicht das ,geringste gendert4 ,mein ,gottvertrauen und meine ,menschenliebe sind nicht ins ,wanken gekommen4 ,aber meinen ,krper1 den frher so unverwstlich scheinenden1 hat es endlich doch gepackt4 ,er will zusammenbrechen4 ,seit einem ,jahre ist mir der natrliche ,schlaf versagt4 ,will ich einmal einige ,stunden ruhen1 so mu ich zu knstlichen ,mitteln1 zu ,schlafpulvern greifen1 die nur betuben1 nicht aber unschdlich wirken4 ,auch essen kann ich nicht4 ,tglich nur einige ,bissen1 zu denen meine arme1 gute ,frau mich zwingt4 ,dafr aber ,schmerzen1 unaufhrliche1 frchterliche ,nervenschmerzen1 die des ,nachts mich emporzerren und am ,tage mir die ,feder hundertmal aus der ,hand reien6 ,mir ist1 als msse ich ohne ,unterla brllen1 um ,hilfe schreien4 ,ich kann nicht liegen1 nicht sitzen1 nicht gehen und nicht stehen1 und doch mu ich das alles4 ,ich mchte am liebsten sterben1 sterben1 sterben1 und doch will ich das nicht und darf ich das nicht1 weil meine ,zeit noch nicht zu ,ende ist4 ,ich mu meine ,aufgabe lsen4 ,meine ,aufgabe8 ,ja1 meine ,aufgabe6 ,die habe ich endlich1 endlich erkannt4 ,sie ist genau dieselbe1 wie ich dachte1 und aber doch eine ganz1 ganz andere4 ,ich sagte bereits3 ,das ,karl ,may-,problem ist1 wie das ,problem jedes andern ,sterblichen1 ein ,menschheitsproblem im ,einzelnen4 ,aber whrend die meisten ,menschen nur dazu berufen sind1 in ihrem kleinen1 engen ,kreise gewisse ,phasen des groen ,problems darzustellen1 gibt es noch ,andere1 denen die schwere ,aufgabe wird1 ein ,abbild desselben zwar auch nur im ,kleinen1 aber doch nicht im ,einzelnen1 sondern im ,ganzen zu liefern4 ,die ,vielen stellen ,menschheitsteile1 diese ,wenigen aber stellen ,menschheitsbilder dar4 ,die ,vielen knnen ihren engen ,kreis sauber halten2 sie sind ,dutzendmenschen2 sie knnen sogar als ,mustermenschen erscheinen4 ,den ,wenigen aber ist die ,tugend und die ,snde1 die ,reinheit und der ,schmutz der ganzen ,menschheit in gleichem ,verhltnisse wie dieser zugeteilt2 sie knnen berhmte ,feldherren oder rohe ,mrder1 groe ,diplomaten oder berchtigte ,schwindler1 segensreiche ,finanzgenies oder niedrige ,taschendiebe1 niemals aber ,mustermenschen werden4 ,ihnen ist nicht das wohltuende ,glck der unbewuten ,mittelmigkeit beschieden4 ,ist das ,leben mchtiger als sie1 so werden sie zwischen ,tugend und ,laster1 zwischen ,hhe und ,tiefe1 zwischen ,jubel und ,verzweiflung hin- und hergezerrt1 bis sie ber den ,wolken zerstuben oder in den ,schluchten zerschellen4 ,sind sie strker als das ,leben und sind sie im ,glcke geboren1 so werden sie in stolzer ,ruhe ihre leuchtenden ,bahnen ziehen2 kamen sie aber unter den ,augen der ,niedrigkeit1 der ,armut und der ,not zur ,welt1 so werden sie zwar ihr ,ziel erreichen1 weil sie es erreichen mssen1 aber der ,widerstand1 den sie zu berwinden haben1 wird ein grausamer1 ein unerbittlicher sein1 und ehe sie1 da oben angekommen1 ihren ,siegesruf erschallen lassen knnen1 werden sie ermattet zusammenbrechen1 um die ,augen fr diese ,welt zu schlieen4 ,eigentlich sollte ein ,jeder wissen1 zu welcher von diesen ,menschenarten er gehrt1 oder er sollte sich doch wenigstens verpflichtet fhlen1 hierber nachzudenken4 ,das habe ich getan1 und ich bin zu der ,ueberzeugung gekommen1 da ich kein billiges1 ungestrtes ,durchschnittsglck zu beanspruchen hatte1 sondern das ,menschheitselend in seinen tiefsten ,tiefen kennen lernen mute1 um mich ebenso beharrlich und ebenso mhevoll aus ihm emporzuarbeiten1 wie die ,menschheit ,strme von ,schwei und ,blut und die ,zeit von ,jahrtausenden braucht1 sich aus dem ihrigen zu erheben4 ,ebenso bin ich berzeugt1 da es mir beschieden war1 dabei den hartnckigen ,widerstand zu finden1 der sich mir auch heute noch entgegenstellt1 und da ich mich nicht ber ihn beschweren darf1 weil ich ihn mir ebenso selbst bereitet habe1 wie die ,menschheit schneller vorwrtskommen wrde1 wenn sie endlich aufhren wollte1 sich ihren eigenen ,weg mit ,hindernissen zu belegen4 ,man sieht1 da ich keinen anderen1 als nur mich selbst anklage4 ,habe ich in diesem ,buche einmal zu hart oder scharf gesprochen1 bin ich unbillig oder unfgsam gewesen1 so war dies keineswegs beabsichtigt oder gewollt1 sondern die immer noch nicht ganz berwundene ,anima ist es gewesen1 die es mir diktierte4 ,so lange sich der ,mensch im ,niedrigen bewegt1 und das mute ich in dieser meiner ,lebensbeschreibung doch mehr als reichlich tun1 hat das ,niedrige ,macht ber ihn1 und ich durfte nicht unwahr sein2 ich mute so schreiben1 wie das ,milieu es mit sich brachte4 ,nun ich aber zum ,schlusse gelange und bessere1 reinere ,luft zu atmen beginne1 bin ich auch reiner und freier in dem1 was ich schreibe1 und bekomme die ,kraft zurck1 alles das1 was mich verbittern will1 zu berwinden4 ,und mich zu verbittern1 war mehr als genugsam ,grund vorhanden4 ,ich spreche da nur von den letztvergangenen zehn ,jahren und den ,begleiterscheinungen des ,mnchmeyerprozesses4 ,dieser wurde von ,seiten meiner ,gegner resp4 ihres ,rechtsanwalts ,gerlach in einer ,weise gefhrt1 die ich vorher fr vollstndig unmglich hielt4 ,ich ahnte nicht1 in wie weitgehender ,weise das ,gesetz in dieser ,beziehung den ,anwalt schtzt4 ,wenn es gilt1 den ,gegner in den ,augen der ,richter herabzusetzen1 darf er sich erlauben1 was sich sonst ,niemand erlauben darf4 ,er steht unter dem ,schutze des ,paragraphen #aic1 denn er handelt im ,interesse seines ,klienten4 ,ich bringe eine ,musterauswahl der ,ausdrcke1 die ich mir vom ,mnchmeyerischen ,advokaten ,dr4 ,gerlach gefallen lassen mute1 weil er sich ihrer in seiner ,eigenschaft als ,anwalt bediente3 ,er beschuldigte mich frecher ,anzapfungen1 unberechtigter ,forderungen1 zahlreicher ,dreistigkeiten und faulen ,zaubers4 ,er nannte mich raffiniert1 frech1 dreist1 verleumderisch1 pathologisch zur ,unwahrheit reizend1 ,lgner1 ,lgenmay1 ,renommist1 ,mnchhausen1 ,aufschneider1 ,betrger1 ,lump1 ,schwindler1 ,allerweltsschwindler1 ,einbrecher1 ,hochstabler sic1 ,zuchthusler usw4 usw4 ,ich frage3 ,sind dergleichen ,beschimpfungen1 selbst wenn sie die ,wahrheit enthielten1 im gewhnlichen ,leben erlaubt8 ,wrde ein wirklich gebildeter ,mann mit ,einem1 der sich ihrer schuldig macht1 verkehren wollen8 ,nun1 im ,verkehr vor ,gericht sind sie gestattet1 denn ich habe diesen ,anwalt auf sie hin wegen ,beleidigung verklagt und bin abgewiesen worden4 ,aber noch mehr3 ,er erhob auf diese meine ,klage hin ,gegenklage gegen mich1 und diese wurde nicht zurckgewiesen4 ,der ,richter ist hieran vllig unschuldig2 er kann nicht anders2 das ,gesetz verlangt es so6 ,eines ,tages1 als die ,zeugenaussagen fr die ,mnchmeyersche ,partei nicht gnstig ausgefallen waren1 sagte dieser ,anwalt zum ,richter3 ,aber es ist doch ganz unmglich1 da ein vorbestrafter ,mensch1 wie ,may1 den ,proze gewinnen kann6 ,das haben ,sie abzuwarten1 antwortete ihm der ,richter4 ,ich stand dabei und mute mir die ,beleidigung gefallen lassen1 denn das ,gesetz erlaubte sie ihm4 ,das ist nun fast zehn ,jahre lang so gegangen und geht noch heut in diesem ,tone und in dieser ,weise fort4 ,ein sehr hoch stehender ,richter sagte1 hierauf bezglich1 zu meinem ,rechtsanwalt3 ,niemals in meiner ganzen1 langen ,praxis ist mir eine ,sache seelisch so nahe getreten1 wie die von ,karl ,may4 ,was mu dieser arme1 alte ,mann gelitten haben6 ,er htte getrost hinzufgen knnen3 ,was leidet er noch1 und was wird er noch weiter leiden6 ,dieser ,richter kannte meine ,vorstrafen genau2 er hatte die hierber vorhandenen ,akten studiert4 ,ich gewann trotzdem und trotz aller gegnerischen ,schmhungen den ,proze in smtlichen ,instanzen1 gewi ein laut sprechender ,beweis1 da der deutsche ,richter sich durch anwaltliche ,invektiven nicht beeinflussen lt2 aber ruhig anzuhren hatte ich sie doch und habe ich sie noch heut4 ,und sie wirken1 wenn nicht auf das ,urteil1 so doch ganz bestimmt nach anderer ,seite hin4 ,sie verrohen den ,parteiverkehr und greifen aus dem ,verhandlungszimmer hinaus in das ffentliche und hinein sogar in das private ,leben4 ,man wird alle die beleidigenden ,ausdrcke ber mich1 die ich oben angefhrt habe1 schon in den ,zeitungen gelesen haben und ihnen ebenso auch im ,privatverkehr begegnet sein4 ,das ist die notwendige ,folge der ,freiheiten1 die jeder belwollende1 rcksichtslose ,rechtsanwalt sich nehmen darf1 wenn er einsieht1 da die ,roheit ihn weiter fhrt als die ,humanitt4 ,er schreibt diese ,roheiten in seine ,schriftstze und lanciert sie von da als beweiskrftiges ,aktenmaterial hinaus in die ,zeitungen4 ,oder er schickt sie zuerst in die ,zeitungen und legt sie dann in gedruckter ,form dem ,gericht als ,beweise vor1 ohne zu sagen1 da sie von ihm stammen4 ,stehen einem derartigen ,anwalte einige gleichgesinnte1 von ihm gewonnene ,bltter oder ,blttchen zur ,seite1 so ist es ihm ein ,leichtes1 eine jede ,existenz1 und stehe sie noch so fest1 in kurzer ,zeit zu erschttern oder wohl gar zu vernichten4 ,in den ,zeitungen von ganz ,deutschland kaput machen1 nennt man das4 ,und das ,gesetz begnstigt dieses ,treiben6 ,es liegt mir da noch ein anderes1 hochinteressantes ,beispiel nahe1 welches nichts weniger als empfehlend fr mich klingt4 ,ich bringe es aber trotzdem1 weil ich1 wenn ich der ,allgemeinheit ntzen will1 nicht fragen darf1 ob ich mir selbst etwa dadurch schade4 ,meine erste ,frau hatte die ,frau eines ,dresdener ,schriftstellers beleidigt1 welcher von ,mnchmeyers aus wute1 da ich vorbestraft bin4 ,er rchte sich dadurch1 da er mich bei einem deutschen ,frsten denunzierte und ihm mitteilte1 da seine ,verwandten meine ,bcher lsen und mich auch persnlich besuchten4 ,der ,frst antwortete durch ,schweigen4 ,da kam eine zweite ,denunziation1 und nun war der ,frst gezwungen1 sich nach ,dresden zu wenden1 um zu erfahren1 was mit meinen ,vorstrafen sei4 ,er erhielt die eingehendste ,auskunft4 ,es wurde ein ,beamter nach ,radebeul geschickt1 um sich an ,ort und ,stelle zu erkundigen4 ,er erfuhr1 da meine ,ehe keine glckliche sei1 weshalb ich in meinen freien ,stunden nicht zu ,hause bleibe1 und da ich in meinen ,bchern ber ,lnder schreibe1 in denen ich gar nicht gewesen sei2 ,alles1 was ich da berichte1 sei nicht wahr4 ,infolge dessen steht in den ,dresdener ,polizeiakten ber mich verzeichnet1 da ich einen unsoliden ,lebenswandel fhre und ein literarischer ,hochstabler sic sei4 ,das wurde dem ,frsten mitgeteilt1 und einer der betreffenden ,verwandten erzhlte es mir bei nchster ,gelegenheit sehr ausfhrlich wieder4 ,er wute sehr wohl1 was an der ,sache war1 bat mich aber um ,diskretion1 so da ich gezwungen war1 hierber zu schweigen4 ,ich glaubte auch1 schweigen zu knnen1 weil ich annahm1 da derartige ,polizeiakten zu den verschwiegendsten ,dingen der ,verwaltung gehren4 ,jetzt aber werden sie zu meinem ,erstaunen von ,lebius verffentlicht und von meinen ,gegnern entsprechend ausgebeutet4 ,wie kommt ein aus der ,kirche ausgetretener ,sozialdemokrat a4 ,d4 zu diesen geheimen ,dresdener ,polizeiakten8 ,das ,gesetz gestattet es6 ,ganz selbstverstndlich fhle ich mich nun nicht mehr zur ,diskretion verpflichtet und werde darauf dringen1 da diese ,akten revidiert und berichtigt werden4 ,ein weiterer ,fall fhrt mich nach ,leipzig1 wo ich wie auf ,seite #aai berichtet1 vor nun fnfundvierzig ,jahren auf ungesetzlichen ,wegen ergriffen wurde4 ,das ist so lange her1 da die betreffenden ,gerichtsakten lngst vernichtet worden sind1 denn die ,menschlichkeit verlangt1 da solche ,spuren nur von einer ganz bestimmten ,dauer seien1 und diese ,dauer ist vorber4 ,wer hat nun daran gedacht1 da auch bei der dortigen ,polizei ,notizen hierber gemacht worden und vielleicht noch vorhanden sein knnen8 ,herr ,lebius hat sie krzlich verffentlicht6 ,wie kommt ein ,mann1 wie er1 nun auch zu den ,leipziger ,polizeiakten8 ,das ,gesetz erlaubt es6 ,ebenso hat er meine ,scheidungsakten verffentlicht4 ,sie sind doch gewi von diskretester ,natur und gehen ihn gar nichts an4 ,aber das ,gesetz erlaubt es ihm6 ,er ist ber ,alles unterrichtet1 was sich auf meine prozessualen ,verhltnisse bezieht4 ,wer erlaubt ihm das1 und wer ermglicht es ihm8 ,das ,gesetz und der ,mnchmeyersche ,rechtsanwalt1 der zugleich auch der seinige ist4 ,beide arbeiten einander aus der ,hand in die ,hand4 ,es ist sogar vorgekommen1 da ,lebius meine geschiedene ,frau in ,berlin zum ,unterschreiben eines ,vollmachtsblanketts veranlate1 dieses aber nach ,dresden zum ,mnchmeyerschen ,rechtsanwalt schickte1 der es dann fr sich ausfllte1 wie es fr seine besonderen ,zwecke pate4 ,das sind nur einige wenige ,beispiele aus meiner reichen1 persnlichen ,erfahrung dafr1 da das ,gesetz ,dinge nicht nur erlaubt1 sondern sogar begnstigt1 die es eigentlich auf das strengste verbieten sollte4 ,dem steht selbst der rechtlichste und humanste ,richter machtlos gegenber1 und das war es1 woran ich dachte1 als ich weiter oben sagte1 da ich meine ,aufgabe endlich1 endlich erkannt habe4 ,ich bin vor nun vierzig und fnfzig ,jahren unfreiwillig da hinunter gestiegen1 wo die ,verachteten wohnen1 denen es so schwer gemacht wird1 sich die ihnen geraubte ,achtung zurck zu erwerben4 ,ich habe sie kennen gelernt1 und ich wei1 da sie nicht weniger wert sind1 als alle die1 welche nur deshalb niemals strzten1 weil sie entweder niemals hoch standen oder nicht die ntige innere ,freiheit besaen1 strzen zu knnen4 ,ich will wieder zu ihnen hinab1 jetzt als fast ,siebzigjhriger1 nicht gezwungen1 sondern aus freiem ,willen1 aus eigenem ,entschlusse4 ,ich will ihnen sagen1 was ihnen noch ,niemand zu sagen wagte1 nmlich da ihnen ,niemand helfen kann1 wenn sie sich nicht selbst zu helfen wissen4 ,da sie verloren sind1 auer sie retten sich durch eigene ,kraft4 ,durch engsten ,zusammenschlu unter sich selbst4 ,ich will ihnen mein ,beispiel vorhalten1 mein ,leben und mein ,streben4 ,will ihnen zeigen1 was aller gute ,wille und alle ,mhe fruchtet1 wenn bei ,andern dieser gute ,wille fehlt4 ,ihnen zeigen1 da ein einziger unfairer ,rechtsanwalt oder dieser eine1 einzige ,paragraph #aic gengt1 selbst die schnsten und die besten ,erfolge der ,willensstrke1 der christlichen ,liebe und der ,humanitt mit einem ,schlage zunichte zu machen4 ,ich will ihnen sagen1 da es eine ,snde von der ,menschheit ist1 ihre ,mitschuld an der ,schuld der ,schuldigen zu verbergen4 ,da es aber auch von diesen ein ,fehler ist1 zu verheimlichen1 da sie einst schuldig waren4 ,unser ,leben1 mein ,leben1 ihr ,leben soll frei vor ,gottes ,auge liegen1 besonders aber auch frei vor unserem eigenen ,auge4 ,dann zrnen wir nicht1 und dann grollen wir nicht4 ,denn dann sehen wir ein1 warum wir fallen konnten3 ,wir fielen durch uns selbst4 ,und sehen wir das ein1 so knnen wir uns selbst verzeihen1 und wer sich selbst verzeihen darf1 dem wird verziehen werden4 ,weg also mit der falschen ,scham1 und heraus mit der ,offenheit6 ,nur das ,geheimnis1 in das wir uns hllen1 gibt jenem ,paragraphen und jedem gewissenlosen ,menschen die ,macht1 sich hher und besser zu dnken als wir1 und doch unser -- -- -- ,henker zu sein6 ,es sind nur ,andeutungen1 die ich hier gebe4 ,wie alles ,bisherige1 so kann auch dieses einstweilen nur ,skizze sein4 ,aber ich fhle das ,bedrfnis1 das1 was ,andere ,bses an mir taten1 fr meine ,mitmenschen in ,gutes zu verwandeln4 ,ich werde es denjenigen1 die gleiches ,schicksal1 wie ich1 hatten1 ermglichen1 aus der unmenschlichen ,hetze gegen mich diejenigen ,schlsse zu ziehen1 die ihnen heilsam sind4 ,was ntzt alle sogenannte ,gerechtigkeit1 alle sogenannte ,milde des ,gerichtes1 alle sogenannte ,humanisierung des ,strafvollzuges1 alle sogenannte ,frsorge fr entlassene ,strafgefangene1 wenn es nur eines einzigen spitzfindigen ,anwaltes oder eines einzigen fragwrdigen ,paragraphen bedarf1 um all das ,gute1 welches aus diesen ,bestrebungen erwuchs1 in einem einzigen ,augenblicke zu vernichten8 ,wie kann man von dem ,gefallenen verlangen1 da er wieder aufstehe und sich bessere1 wenn man es unterlt1 auch die ,verhltnisse1 in die man ihn zurckversetzt1 zu verbessern8 ,ist es eine ,ermunterung fr ihn1 zu wissen1 da er trotz aller ,besserung doch1 so lange er lebt1 der ,gechtete1 der ,unterdrckte1 der ,rechtlose bleiben mu und bleiben wird1 weil er gezwungen ist1 zu allem zu schweigen und sich alles gefallen zu lassen8 ,denn falls er das nicht tut1 ist er verloren4 ,wenn er hingeht1 um gegen die1 welche ihn beleidigen1 bestehlen und betrgen1 sein gutes ,recht zu suchen1 schleppt man seine alten ,akten herbei und stellt ihn an den ,pranger4 ,ich erinnere daran1 da ich von einem ,dresdener ,staatsanwalt sogar aus nur rein wissenschaftlichen ,grnden an diesen ,pranger genagelt worden bin1 bei lebendigem ,leibe6 ,er konnte nicht einmal meinen ,tod abwarten und behauptete1 durch einen ,gesetzesparagaphen zu dieser ,vivisektion berechtigt worden zu sein4 ,da schaut man denen1 die von ,humanitt sprechen1 ganz unwillkrlich in das ,gesicht1 ob sich da nicht etwa ein sardonisches ,lcheln zeigt1 welches verrt1 wie es eigentlich steht4 ,und da fhlt man mit den ,hunderttausenden1 die hierunter leiden1 das brennende ,bedrfnis1 einmal alle die ,paragraphen1 an denen der gute ,wille der ,menschheit scheitert1 an das ,tageslicht zu ziehen und dahin zu stellen1 wo sie stehen mssen1 um durchschaut zu werden -- -- -- vor die ,oeffentlichkeit1 vor den ,reichstag6 ,hier liegt der ,punkt1 an dem meine ,aufgabe anzusetzen hat4 ,es hat schon ,einige gegeben1 die als entlassene ,gefangene ihre ,erfahrungen niedergeschrieben haben2 aber was man da erfuhr1 das war so unbedeutend1 da es der ,allgemeinheit keinen ,nutzen bringen konnte4 ,hier gengt es nicht1 kleine ,menschengeschicke zu zeigen1 sondern schwere1 gewichtige ,menschenschicksale1 die1 auch im klassischen ,sinne1 wirkliche ,schicksale sind4 ,und dasmeinigeisteinsolches4 ,ich fhle mich verpflichtet1 und meine ,aufgabe ist1 es in den ,dienst der ,humanitt zu stellen4 ,wie ich mir das denke1 das wird man1 hoffe ich1 aus meinem zweiten ,bande ersehen4 ,es gehrte zu dieser meiner ,aufgabe1 da die ,oeffentlichkeit sich nicht nur mit dem ,schriftsteller ,karl ,may1 sondern auch mit dem ,menschen ,may befate und da ,alles1 was dem ,letzteren vorzuwerfen war1 bis auf den letzten ,tropfen ausgeschpft werden mute4 ,das ,eine war berechtigte ,kritik2 das ,andere war ,henker-1 ,schinder- und ,kavillerarbeit1 die ich ber mich ergehen lassen mute1 ohne mich durch das mir abgeforderte ,geld von dieser ,qual und ,marter zu befreien4 ,das war die ,geisterschmiede meines ,mrchens1 in der man auf mich losschlug1 da die ,funken durch alle ,zeitungen flogen4 ,sie fliegen sogar noch heut4 ,doch wird bald ,ruhe werden4 ,die ,zeit des ,hammers ist vorber2 es kommt nur noch die ,feile1 und dann ist es gut4 ,da all das ,leid1 welches ber mich kam1 auch meine andere1 die schriftstellerische ,aufgabe1 beeinflussen mute1 versteht sich ganz von selbst4 ,auch da gab es ,schlacken1 und zwar mehr als genug4 ,auch sie muten herunter4 ,es flog der ,ru1 der ,schmutz1 der ,staub1 der ,hammerschlag4 ,noch liegt das alles um mich her1 doch nun wird ausgerumt1 damit das reine1 edle ,werk beginne4 ,es war berhaupt ein groes1 ein schweres und ein hchst schmerzhaftes ,auf- und ,ausrumen4 ,nicht nur in meinem ,innern1 sondern auch in meinem ,aeuern1 in meiner ,arbeit1 meinem ,berufe1 meinem ,hause1 meiner ,ehe4 ,alles1 was mich in die ,schmiede und dem ,schmerze in die ,arme getrieben hatte1 mute weichen4 ,an seine ,stelle trat1 was rein und ehrlich war und mit nach oben strebte1 aus ,ardistan nach ,dschinnistan1 dem ,land der ,edelmenschen4 ,das gab eine ,scheidung von ,gut und ,bs1 die nur unter ,kmpfen und ,opfern ausgefhrt werden konnte4 ,nun ist sie vollzogen4 ,die ,wetter gingen vorber4 ,zwar rauscht noch hier oder da ein trbes ,wasser1 irgend ein ,beleidigungsproze1 eine ,staatsanwaltschaftsanzeige1 doch auch das geht bald vorbei1 und dann wird ,ruhe und ,friede um mich sein1 so da ich endlich1 endlich ,zeit und ,raum und ,stimmung gewinne1 an mein eigentliches1 an mein einziges und letztes ,werk zu gehen4 ,schau ich auf die letzten zehn ,jahre zurck1 so bin ich voller ,dankbarkeit1 sie berstanden zu haben4 ,eine ,hetze wie die gegen mich1 hat es1 so lange die ,erde steht1 noch nie in der ,literatur irgend eines ,landes1 eines ,volkes gegeben4 ,das gab ,zeitungsstrme1 ,strme in den ,gerichtsslen1 ,strme im eigenen ,hause und ,strme im eigenen ,innern4 ,mein alter1 treuer1 guter ,freund1 der ,krper1 behauptet zwar1 nicht lnger mitmachen zu knnen1 aber ich bin berzeugt1 da er doch wieder so bereitwillig und verstndig wird1 wie er immer gewesen ist4 ,er hat ertragen mssen1 was eigentlich wohl nicht zu ertragen war4 ,zunchst sechs ,jahre lang die drei ,instanzen des ersten ,mnchmeyerprozesses mit allen ,aufregungen und ,armseligkeiten1 die mit ihm verbunden waren4 ,sodann die zweiundzwanzig ,monate whrende ,untersuchung wegen ,meineid und ,verleitung dazu4 ,denn der ,mnchmeyersche ,rechtsanwalt hatte1 nachdem der ,proze fr ihn verloren war1 mich und meine ,zeugen beim ,staatsanwalte wegen ,meineides angezeigt4 ,der ,staatsanwalt war1 nach seiner eigenen ,aussage auf diese ,anzeige eingegangen1 um endlich einmal ,klarheit zu schaffen4 ,dieser fast zwei ,jahre lange ,kampf endete ganz selbstverstndlich damit1 da man weder mir noch meinen ,zeugen etwas ,strafbares nachweisen konnte4 ,aber damit noch nicht genug1 gesellte sich noch ,anderes dazu1 was fast noch schlimmer als alles ,vorhergehende war4 ,die ersten ,lebiusangriffe4 ,eine doppelseitige ,lungenentzndung1 die mich monatelang zwischen ,tod und ,leben schweben lie4 ,die ,beschuldigungen1 welche meine geschiedene ,frau auf mich1 meine jetzige ,frau und ihre ,mutter wlzte und mit denen sie uns in schwere ,strafe bringen wollte4 ,die ,staatsanwaltschaftsanzeigen1 welche sie dann wegen dieser ,beschuldigungen durch einen ,freund gegen uns erheben lie4 ,dieselben ,staatsanwaltsanzeigen1 von ,lebius in ,berlin wiederholt4 ,glcklicher ,weise hatte diese geschiedene ,frau ,alles1 was sie dann nach der ,scheidung leugnete1 whrend des ,scheidungsprozesses ganz fremden ,leuten und ohne all mein ,zutun freiwillig erzhlt und eingestanden1 so da sie zu diesem spteren ,leugnen nur verfhrt sein konnte4 ,die ,vorlegung dieser ,beweise zeigte alle ,anklagen gegen mich als ,lgen4 ,ferner der ,antrag des ,lebius an die ,staatsanwaltschaft1 mich in ein ,irrenhaus zu sperren4 ,sein ,antrag1 mich nach ,amerika steckbrieflich verfolgen zu lassen4 ,die zahllosen ,artikel gegen mich in seinem ,blatte1 der ,bund4 ,seine ,flugbltter mit den grlichsten ,unwahrheiten1 welche die ,runde durch ,deutschland1 ,oesterreich1 ,schweiz1 ,italien1 ,frankreich1 ,england1 ,nord- und ,sdamerika machten4 ,da beschuldigte er mich sogar1 meinen ,schwiegervater erwrgt zu haben6 ,das geht so fort bis in die neueste ,zeit4 ,schlielich eine ,denunziation wegen ,beleidigung des ,untersuchungsrichters1 und zu allerletzt1 vor ungefhr vier ,wochen1 eine ,anzeige an den ,staatsanwalt gegen mich wegen ,blutschande1 die bekanntlich mit bis fnf ,jahren ,zuchthaus bestraft wird4 ,man sieht1 da man zu den alleruersten ,mitteln greift1 mich kaput zu machen6 ,dies auszuhalten1 ohne das ,vertrauen zu ,gott1 den ,glauben an die ,menschheit und alle ,lebenslust und ,lebenskraft zu verlieren1 ist eine ,tat1 zu der wohl kaum jeder fhig ist4 ,ich habe es ertragen1 ohne mich zur ,selbsthilfe reizen zu lassen1 weil ich keinen ,augenblick lang an ,gott und seiner ,liebe zu zweifeln vermag und weil mir in dieser berschweren ,zeit ein ,wesen zur ,seite gestanden hat1 dessen tapfere1 hochstrebende ,seele mich wie auf ,engelsflgeln ber alles ,leid erhob1 dem ich verfallen sollte1 nmlich meine jetzige ,frau4 ,wenn man berechtigt gewesen ist1 ,bcher ber das ,thema die ,bestie im ,weibe zu schreiben1 so knnte ich mich wohl verpflichtet fhlen1 demgegenber ein ,buch zu verffentlichen1 welches den ,titel ,der ,himmel im ,weibe fhrt4 ,mit einer solchen ,frau an der ,seite1 die mir eine ,quelle alles menschlich ,reinen1 menschlich ,edeln und menschlich ,ewigen ist1 lt sich in ,beziehung auf das ,erdenleid ,alles erlangen und in ,beziehung auf die noch vor mir liegende ,arbeit ,alles leisten1 was menschenmglich ist4 ,ich bin nicht mehr so frchterlich allein4 ,ich habe nicht mehr immer nur aus mir selbst herauszuschpfen1 sondern es hat sich mir ein kstlich reiches seelisches ,leben zugesellt1 durch dessen ,einflu sich ,alles1 was in mir zum guten ,ziele fhrt1 verdoppelt4 ,krperlich schwer leidend1 bin ich geistig frisch und seelisch wenigstens ebenso vertrauensvoll wie in der ,jugendzeit4 ,ich bin nicht tricht genug1 mir zu verheimlichen1 da man mich als einen ,ausgestoenen betrachtet1 ausgestoen aus ,kirche1 ,gesellschaft und ,literatur4 ,der ,eine schlgt auf mich los1 weil er mich fr einen verkappten ,katholiken oder gar ,jesuiten halt2 der ,andere greift zum ,prgel1 weil er meint1 ich sei noch immer heimlich ,protestant4 ,wrden diese ,beiden es wohl fertig bringen1 sich immer grad nur zu denen zu bekennen1 von denen sie die meisten ,prgel bekommen8 ,da man mich als gesellschaftlich tot betrachtet1 rhrt mich nicht4 ,ich habe nicht den geringsten ,grund1 partout zu der ,gesellschaft gehren zu wollen1 die ich in meiner ,leidenszeit gezwungen war1 kennen zu lernen4 ,uebrigens haben wir beide alten ,leute1 meine ,herzensfrau und ich1 in ,beziehung auf das ,innenleben aneinander so vollauf genug1 da wir es gar nicht fertig bringen1 uns nach ,gesellschaft zu sehnen4 ,und was meine literarische ,ausstoung betrifft1 so kann ich mich auch mit ihr zufrieden geben4 ,den ,weg1 auf dem ich mich befinde1 ist noch kein ,anderer gegangen2 ich wre also auch ohne den ,ha1 den man auf mich richtet1 gezwungen1 ein ,einsamer zu sein4 ,auch bin ich berzeugt1 da spter1 wenn man mich und das1 was ich will1 erst richtig kennen gelernt hat1 sich ,manche1 vielleicht sogar ,viele von dem groen ,haufen absondern werden1 um sich mir zuzugesellen4 ,alte ,wege knnen hchstens zu alten1 toten ,schtzen fhren4 ,wer aber nach neuen1 lebendigen ,schtzen sucht1 der soll auch neue1 nicht alte ,wege gehen4 ,und der meinige ist ein neuer6 ,das ,schicksal meiner bisherigen ,arbeiten wird nur durch ihren ,wert oder ,unwert bestimmt1 durch nichts ,anderes4 ,taugen sie etwas1 so werden sie bleiben1 ganz gleich1 ob man sie gegenwrtig lobt oder tadelt4 ,taugen sie nichts1 so werden sie verschwinden1 ganz gleich1 ob man sie jetzt verwirft oder nicht4 ,und1 was die ,hauptsache ist1 derjenige1 der ber ihren ,wert oder ,unwert bestimmt1 bin nur ich allein4 ,keiner meiner ,gegner1 und sei er literarisch noch so mchtig und einflureich1 kann auch nur den geringsten ,einflu darauf haben4 ,das klingt stolz und prahlerisch1 ist aber wahr4 ,diese ,werke sind ,skizzensammlungen1 sind ,vorbungen1 sind ,vorbereitungen auf ,spteres4 ,gelingt mir dieses ,sptere1 so ist alles1 durch was ich mich darauf vorbereitete1 gerechtfertigt1 mag man jetzt darber denken und schreiben1 wie oder was man will4 ,nun bleibt nur noch eine ,schlubemerkung in ,beziehung auf die ,mnchmeyerromane brig4 ,einer meiner erbittertsten ,gegner schrieb1 ich solle es ja ,niemandem weimachen1 da ein ,schundverlag sittliche ,romane in unsittliche verwandeln knne2 das wrde eine ,riesenarbeit sein1 der ,niemand gewachsen ist4 ,dieser ,herr scheint so glcklich zu sein1 dem ,leben und ,treiben eines ,schundverlages unendlich fern zu stehen4 ,erstens wenn ,jemand der ,zeit und der ,mhe gewachsen ist1 einen ,roman zu schreiben1 so mu man doch noch viel mehr der krzeren ,zeit und der geringeren ,mhe gewachsen sein1 diesen ,roman umzundern6 ,zweitens erfordert eine solche ,umnderung keineswegs soviel ,zeit und ,arbeit1 wie mein ,gegner anzunehmen scheint4 ,die ,einfgung von einigen ,worten gengt vollstndig1 einen moralischen ,druckbogen in einen unmoralischen zu verwandeln4 ,drittens sind ,krfte mehr als genug fr solche ,umarbeitungen vorhanden1 und sie besitzen eine so erstaunliche ,routine darin1 da selbst der ,kenner sich ber die ,masse1 die sie bewltigen1 wundert4 ,ich habe hierber ,beweise erbracht und werde auch noch weitere bringen4 ,das oft erwhnte ,faktotum ,walther sa bei ,mnchmeyers tglich von frh bis abends1 nur um solche ,arbeiten zu machen und dann die ,korrektur zu lesen1 die der ,verfasser niemals zu sehen bekam4 ,was erst ,fischer1 der ,kufer des ,mnchmeyerschen ,geschftes1 und dann einige ,jahre spter seine ,erben mir ber diese ,umarbeitung meiner ,romane materiell und gerichtlich bezeugten1 ist bekannt4 ,hierzu hat ,mnchmeyers ,neffe1 der ,obermaschinenmeister war1 als ,zeuge im ,proze besttigt1 da ,mnchmeyer mit seiner eigenen ,hand ganze ,kapitel verndert hat4 ,ein anderer ,zeuge hat beschworen1 ,mnchmeyer habe ihm eingestanden1 da er an meinen ,romanen groe1 umfangreiche ,aenderungen vornehme1 ohne es mir sagen zu drfen4 ,ich brauche hier wohl nicht noch weitere ,beispiele1 die mir zur ,verfgung stehen1 anzufhren1 um es begreiflich zu machen1 da ich absolut die ,vorlegung meiner ,originalmanuskripte verlange1 deren ,beweiseskraft doch jedenfalls eine ganz andere ist als etwa die dunkle ,erinnerung eines alten ,schriftsetzers1 der man es zumutet1 sich nach dreiig ,jahren in dem ,tohu wa bohu der damaligen ,mnchmeyerschen ,schriftksten zurechtzufinden4 ,uebrigens stechen diese ,aenderungen oft so scharf von meinem ,urtexte ab1 da sehr zahlreiche ,leser mir versichern1 ganz genau sagen zu knnen1 wo die ,flschung beginnt und wo sie endet4 ,zuletzt kann ich es nicht unterlassen1 auf einen ,trick meiner ,gegner und besonders des ,herrn ,lebius aufmerksam zu machen1 den man anwendet1 um meine den hhern ,kreisen angehrenden ,leser gegen mich zu empren4 ,da wird zum ,beispiel an aufflliger ,stelle gesagt1 da ich in hervorragender ,gesellschaft in ,dresden verkehre und da ich mir berhaupt die grte ,mhe gebe1 mit hochstehenden ,leuten bekannt zu werden4 ,hiervon ist kein ,wort1 kein ,buchstabe wahr4 ,bin ich ,hans fr mich1 so fhle ich mich am wohlsten1 und ich wnsche in dieser ,beziehung weiter nichts1 als ,hans fr mich zu bleiben4 ,ich mchte den ,menschen sehen1 der mir den ,nachweis liefern wollte1 ich htte mich ihm gesellschaftlich aufgedrngt6 ,an andern ,stellen wird emphatisch behauptet1 da ich an ,hfen verkehre4 ,das ist erst recht nicht wahr4 ,wenn irgend eine aristokratische ,persnlichkeit1 die zu irgend einem ,hofe gehrt1 meine ,bcher liest und gelegentlich einige ,worte mit mir spricht1 so bin grad ich der ,allerletzte1 der dies dahin auslegt1 da ich bei ,hofe verkehre4 ,es kann diesen ,behauptungen1 die pure ,erfindungen sind1 nur die ,absicht zu ,grunde liegen1 mich den betreffenden ,kreisen als indiskret oder gar als ,lgner zu kennzeichnen und mich selbst da zu schdigen1 wohin ich absolut nicht gehre4 -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- ,am ,schlusse dieses ,bandes komme ich auf den ,anfang zurck1 auf mein altes1 liebes ,mrchen von ,sitara1 von dem ich ausgegangen bin4 ,nicht lange ,zeit mehr1 so wird man dieses ,mrchen als ,wahrheit kennen lernen1 und zwar als die greifbarste1 die es gibt4 ,es ist die ,aufgabe des begonnenen1 gegenwrtigen ,jahrhunderts1 unsere ungebten ,augen fr die groe1 erhabene ,symbolik des alltglichen ,lebens zu schrfen und uns zu der beglckenden und erhebenden ,erkenntnis zu bringen1 da es hhere und unbestreitbarere ,wirklichkeiten gibt als diejenigen1 mit denen der ,werk- und ,wochentag uns beschftigt4 ,die ,skizzen1 die ich zeichnete und verffentlichte1 sollen der ,vorbereitung zu dieser ,erkenntnis dienen4 ,darum sind sie symbolisch geschrieben und1 um verstanden zu werden1 nur bildlich zu nehmen4 ,man mchte sich eigentlich darber wundern1 da dies dem gewhnlichen ,leser so schwer zu fallen scheint4 ,es ist doch wohl keine allzu harte ,nu1 sich beim ,lesen eines ,gleichnisses irgend etwas zu denken4 ,wenn ich unter ,ardistan das ,land der ethisch niedrig stehenden und unter ,dschinnistan das ,land der hochstehenden1 edel denkenden ,menschen meine1 so kann es doch keiner geradezu akademischen ,bildung bedrfen1 einzusehen1 was ich meine1 wenn ich eine ,reise von ,ardistan nach ,dschinnistan beschreibe4 ,der ,leser hat sich einfach aus seiner ,alltagswelt in meine ,sonntagswelt zu versetzen1 und das ist doch wohl auch nicht schwerer1 als ,sonntags seine ,werkelstube zu verlassen1 um bei ,glockenklang in die ,kirche zu gehen4 ,wie dieser ,kirchgang vom irdischen ,druck befreit1 so will ich durch meine ,erzhlungen das ,innere meiner ,leser vom ueren ,druck befreien4 ,sie sollen ,glocken klingen hren4 ,sie sollen empfinden und erleben1 wie es einem ,gefangenen zumute ist1 vor dem die ,schlsser klirren1 weil der ,tag gekommen ist1 an dem man ihn entlt4 ,so leicht es ist1 diese ,gefangenschaft bildlich zu nehmen1 so leicht ist es auch1 meine ,bcher zu verstehen und ihren ,inhalt zu begreifen4 ,ich will1 da meine ,leser das ,leben nicht lnger als ein nur materielles ,dasein betrachten4 ,diese ,anschauung ist fr sie ein ,gefngnis1 ber dessen ,mauern sie nicht hinaus in das von der ,sonne beschienene freie1 weite ,land zu schauen vermgen4 ,sie sind ,gefangene1 ich aber will sie befreien4 ,und indem ich sie zu befreien trachte1 befreie ich mich selbst1 denn auch ich bin nicht frei1 sondern gefangen1 seit langer1 langer ,zeit4 ,damals1 als ich mich im ,gefngnisse befand1 da war ich frei4 ,da lebte ich im ,schutze der ,mauern4 ,da meinte es ein ,jeder gut und ehrlich1 der zu mir in die ,zelle trat4 ,da durfte mich niemand berhren4 ,da war es keinem erlaubt1 den ,werdegang meines inneren ,menschen zu stren4 ,kein ,schurke hatte ,macht ber mich4 ,was ich besa und was ich erwarb1 das war mein sicheres1 unantastbares ,eigentum1 bis ich -- -- entlassen wurde1 lnger nicht6 ,denn mit dieser ,entlassung verlor ich meine ,freiheit und meine ,menschenrechte4 ,was andere1 die nur materiell zu reden wissen1 als ,freiheit bezeichnen1 das ist fr mich ein ,gefngnis1 ein ,arbeitshaus1 ein ,zuchthaus gewesen1 in dem ich nun schon sechsunddreiig ,jahre lang geschmachtet habe1 ohne1 auer meiner jetzigen ,frau1 einen einzigen ,menschen zu finden1 mit dem ich htte sprechen knnen wie damals mit dem unvergelichen katholischen ,katecheten4 ,ich lebte und arbeitete nicht fr mich1 sondern nur fr ,andere4 ,was ich erwarb1 um das wurde ich betrogen4 ,was ich mir sparte1 das stahl man mir4 ,ein ,jeder durfte mit mir machen1 was ihm beliebte1 denn berall fand er einen ,anwalt1 der seine ,sache fhrte4 ,ein ,jeder durfte mich verdchtigen1 mich beleidigen1 auf mich einschlagen1 denn berall gab es einen ,paragraphen1 der ihn schtzte4 ,ich mute um meines ,eigentums willen sechs ,jahre lang prozessieren1 und als ich den ,proze gewonnen hatte1 bekam ich noch lange nichts und wurde wegen ,meineides zweiundzwanzig ,monate lang in ,voruntersuchung genommen4 ,nun prozessiere ich schon fast zehn ,jahre lang und habe noch immer kein ,resultat4 ,das ,gesetz will es nicht anders4 ,inzwischen aber bin ich wie ein ,zchtling gewesen1 den ,jeder stupen1 qulen und martern darf1 wie es ihm beliebt1 wenn es ihm nur gelingt1 sich mit einem jener ,paragraphen zu bewaffnen1 welche die ,ideale aller schneidigen ,anwlte sind4 ,jawohl1 ich bin ,gefangener1 ,zuchthusler1 noch immer6 ,ein ,dutzend ,prozesse haben mich festgehalten1 damit ich ja nicht entweichen knne1 und ,jeder1 der ,geld von mir wollte1 aber keines bekam1 hat sich als ,zuchtmeister gebrdet und auf mich eingeschlagen4 ,ich habe das ,beste aller derer1 fr die ich schreibe1 gewollt1 ihr inneres und ueres ,heil1 ihr gegenwrtiges und ihr zuknftiges ,glck4 ,was gab man mir fr diesen meinen guten ,willen8 ,verachtung1 ,spott und ,hohn6 ,als ich ,zuchthusler war1 da war ich keiner4 ,und nun ich aber keiner bin1 da bin ich einer4 ,warum8 ,und ,ihr lacht darber1 da ich bildlich schreibe8 ,ist fr uns1 die wir die ,allerrmsten sind1 nicht selbst die ,hlle und das ,fegefeuer bildlich8 ,wo gibt es die ,hlle1 wenn nicht bei ,euch8 ,und wo gibt es das ,fegefeuer1 wenn nicht bei uns8 ,dieses ,fegefeuer meine ich1 wenn ich symbolisch von meiner ,geisterschmiede erzhle1 deren frchterliche ,zeit ich heut oder morgen berwunden haben werde4 ,ich zrne ,euch nicht1 denn ich wei1 es mute so sein4 ,es war meine ,aufgabe1 alles ,schwere zu tragen und alles ,bittere durchzukosten1 was es hier zu tragen und durchzukosten gibt2 ich habe das nun in meiner ,arbeit zu verwenden4 ,ich bin nicht verbittert1 denn ich kenne meine ,schuld4 ,und was andere gezwungen an mir taten1 das trage ich nicht nach4 ,ich bitte nur um das ,eine3 ,lat mir endlich1 endlich ,zeit1 mit dieser ,arbeit zu beginnen6 ,nach meines ,lebens schwerem ,arbeitstag ,soll ,feierabend sein im heil'gen ,alter4 ,und was ich hier vielleicht noch schauen mag1 ,das sing ich ,euch zur ,harfe und zum ,psalter4 ,ich habe nicht fr mich bei ,euch gelebt2 ,ich gab ,euch alles1 was mir ,gott beschieden1 ,und wenn ,ihr nun mir ,ha fr ,liebe gebt1 ,so bin ich auch mit solchem ,dank zufrieden4 ,nach meines ,lebens schwerem ,leidenstag ,leg allen ,gram ich nun in ,gottes ,hnde4 ,und was mich hier vielleicht noch treffen mag1 ,das fhre er in mir zum frohen ,ende4 ,ich hab' die ,schuld1 die ,ihr auf mich gelegt1 ,gewilich nicht allein fr mich getragen1 ,doch was dafr sich irdisch in mir regt1 ,das will ich gern nur noch dem ,himmel sagen4 ,nach meines ,lebens schwerem ,prfungstag ,wird nun wohl bald des ,meisters ,spruch erklingen1 ,doch1 wie auch die ,entscheidung fallen mag1 ,sie kann mir nichts als nur ,erlsung bringen4 ,ich juble auf4 ,des ,kerkers ,schlo erklirrt2 ,ich werde endlich1 endlich nun entlassen4 ,ade6 ,und wer sich weiter in mir irrt1 ,der mag getrost mich auch noch weiter hassen6 ,e n d e4