,anmerkungen zur ,transkription3 ,der ,text wurde originalgetreu bertragen4 ,lediglich einige offensichtliche ,fehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste smtlicher vorgenommener nderungen befindet sich am ,ende des ,textes4 ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text wurde1 mit ,ausnahme von rmischen ,zahlen1 mit markiert4 ,im ,original in ,griechisch gesetzter ,text wurde transliteriert und mit markiert4 ,im ,original gesperrt gesetzter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original gesperrt und fett gesetzter ,text wurde mit markiert4 ,betrachtungen ber die ,grundlagen der ,philosophie von ,ren ,descartes bersetzt von ,dr4 ,ludwig ,fischer ,leipzig ,druck und ,verlag von ,philipp ,reclam jun4 ,inhalt4 ,seite ,zur ,einleitung #e bersicht der sechs ,betrachtungen #ai ,erste ,betrachtung4 ,woran man zweifeln kann #be ,zweite ,betrachtung4 ,das ,wesen des menschlichen ,geistes2 es ist uns bekannter als der ,krper #cb ,dritte ,betrachtung4 ,das ,dasein ,gottes #dg ,vierte ,betrachtung4 ,wahrheit und ,irrtum #fi ,fnfte ,betrachtung4 ,das ,wesen der ,materie und nochmals die ,existenz ,gottes #hj ,sechste ,betrachtung4 ,das ,dasein der ,krper und der ,wesensunterschied zwischen ,leib und ,seele #hi ,zur ,einleitung4 ,ren ,des-,cartes 7,seigneur du ,perron7#a erblickte das ,licht der ,welt am #ca4 ,mrz#b #aeif zu ,la ,haye 7,touraine71 wohin seine ,mutter sich vor der ,pest geflchtet hatte4 ,sein ,vater war ,rat beim ,parlament der ,bretagne zu ,rennes und gehrte einem der ltesten ,adelsgeschlechter von ,touraine an4 ,ren war von schwchlicher ,krperkonstitution4 ,aber schon in frhester ,jugend zeigte er hohe ,geistesgaben4 ,ein ungewhnlicher ,wissens- und ,forschungsdrang beseelte den ,knaben1 soda ihn sein ,vater wohl den kleinen ,philosophen nannte4 ,acht ,jahre alt wurde er dem ,jesuiten-,kolleg zu ,la ,flche zur ,erziehung bergeben4 ,hier wurde der ,grund gelegt zu dem festen und unerschtterlichen ,glauben1 den er sein ganzes ,leben hindurch bewahrte4 ,mit groem ,eifer folgte er dem ,unterricht und setzte nicht selten seine ,lehrer in ,erstaunen durch die ,selbststndigkeit und ,schrfe seines ,urteils4 ,die ,wissenschaften gewhrten ihm jedoch wenig ,befriedigung4 ,enttuscht verlie er #afab die ,schule4 ,er sagt von sich3 ,von ,jugend auf bin ich fr die ,wissenschaften erzogen worden4 ,man sagte mir1 durch sie knne man eine klare und sichere ,erkenntnis von allem erlangen1 was fr das ,leben von ,wert ist1 und so war ich vom sehnlichsten ,wunsche beseelt1 sie kennen zu lernen4 ,als ich nun den ganzen ,studiengang beendet hatte und mich1 wie es ,sitte war1 zu den ,gelehrten htte rechnen drfen1 da war ich ganz anderer ,meinung geworden6 ,zweifel und ,irrtmer umgaben mich1 und nur das eine schien mir bei all meiner ,lernbegierde immer klarer und klarer geworden zu sein1 nmlich da ich nichts wei4 ,und doch besuchte ich eine der hervorragendsten ,schulen in ganz ,europa1 wo es1 wenn berhaupt irgendwo in der ,welt1 gelehrte ,mnner geben mute6#c ,nur die ,mathematik gewhrte ihm einige ,befriedigung1 und er legte bereits auf der ,schule den ,grund zu einer der groartigsten ,errungenschaften1 welche die ,mathematik ihm verdankt3 zur ,analytischen ,geometrie4 ,dennoch aber berwog das ,gefhl der ,enttuschung so sehr seinen ,wissensdrang1 da er nach ,verlassen der ,schule der wissenschaftlichen ,beschftigung entsagte und sich in einen ,strudel von ,vergngungen strzte1 in dem er leicht htte ,schiffbruch leiden knnen4 ,zwei ,jahre brachte er so zu ,paris zu2 aber auf die ,dauer konnte eine ,natur wie die ,descartes' in einem solchen ,leben sich nicht wohl fhlen4 ,der ,hang zum ,nachdenken und zur ,einsamkeit war ihm angeboren und blieb ihm whrend seines ganzen ,lebens eigen1 ohne da er darum je ein melancholischer ,kopfhnger oder ein ,menschenfeind geworden wre4 ,im ,gegenteil war er stets von heiterem ,sinn1 freundlich gegen jedermann und von tiefem ,mitgefhl fr andere2 allen edlen ,regungen war er in hohem ,mae zugnglich4 ,aber seine ,liebe zur ,wissenschaft lie ihn an der ,oberflchlichkeit des gesellschaftlichen ,lebens auf die ,dauer keinen ,geschmack finden4 ,so kam es1 da ,descartes pltzlich dem ,kreise seiner ,freunde fern blieb4 ,niemand wute1 wo er hingekommen1 bis1 etwa zwei ,jahre spter1 ein ,freund in einem entlegenen ,viertel in ,paris zufllig seinen ,aufenthalt entdeckte4 ,er hatte sich inzwischen besonders mathematischen ,studien hingegeben1 ohne jedoch auch jetzt die gehoffte ,befriedigung zu finden4 ,daher wurde es seinen ,freunden nicht allzuschwer1 ihn der ,welt wiederzugeben4 ,aber nicht das ,vergngen lockte ihn jetzt4 ,es war der ,drang1 die ,welt mit aufmerksamem ,geiste zu beobachten1 sie kennen zu lernen und womglich dadurch zu einer befriedigenden ,lsung seiner ,zweifel zu gelangen4 ,darum litt es ihn auch nicht lnger in ,paris4 ,wir finden ihn #afag in ,holland1 unter der ,fahne ,moritz' von ,nassau4 ,er war von ,natur nicht fr den ,kriegsdienst geschaffen1 wiewohl es ihm an persnlichem ,mut nicht fehlte4 ,schon seine ganze ,gestalt war nicht gerade imponierend4 ,er war klein und nicht besonders krftig gebaut4 ,das ,mnnchen 7homuncio7 nannte ihn einer seiner ,gegner spottweise4 ,dabei hatte er einen ungewhnlich groen ,kopf1 breite ,nase1 groen ,mund1 lange schwarze ,haare4 ,seine ,stimme war nicht krftig4 ,meist war er schweigsam und nachdenklich4 ,selbst im ,feldlager liebte er es1 mit seinen ,gedanken allein zu sein2 das waren ihm seine angenehmsten ,stunden4 ,sie waren vorzglich der ,mathematik gewidmet4 ,so entstand #afah eine mathematische ,abhandlung ber die ,musik4 ,im folgenden ,jahre leistete er unter dem ,kurfrsten von ,bayern und spter unter ,kaiser ,ferdinand ,,ii4 ,kriegsdienste und lernte einen groen ,teil ,deutschlands kennen2 auch nach ,bhmen und ,ungarn kam er4 ,das ,kriegsleben sagte ihm jedoch wenig zu4 ,er nahm seinen ,abschied und kehrte gegen ,ende #afba nach ,haag zurck4 ,der ,drang1 zur ,erkenntnis der ,wahrheit zu gelangen1 war in ihm immer lebhafter geworden4 ,ihm schwebte das ,beispiel der ,mathematik vor4 ,die ganze brige ,wissenschaft so fest zu begrnden1 wie diese1 das war sein ,lieblingsgedanke4 ,er fhlte sich indessen der ,aufgabe noch nicht gewachsen4 ,alles war noch in ihm in ,ghrung4 ,so griff er bald zu dieser1 bald zu jener ,beschftigung1 nirgends fand er ,befriedigung und innere ,ruhe6 ,dieser ,gemtszustand trieb ihn wieder in die ,welt hinaus4 ,er unternahm whrend der folgenden ,jahre verschiedene grere ,reisen1 nahm auch #afbh als ,freiwilliger an der ,belagerung von ,la ,rochelle teil4 ,seine ,ideen hatten sich inzwischen bedeutend geklrt4 ,er sah sein ,ziel schon mit ziemlicher ,bestimmtheit vor sich4 ,so beschlo er noch im selben ,jahre1 sich wieder ganz in die ,einsamkeit zurckzuziehen und nunmehr mit aller ,kraft an die ,ausfhrung seiner ,plne zu gehen4 ,damals entstand wahrscheinlich seine ,schrift3 ,regeln zur ,leitung des ,geistes4 ,descartes begab sich #afbi nach ,holland4 ,hier entstand der erste ,entwurf seines philosophischen ,systems4 ,jetzt war er ganz in das richtige ,fahrwasser gelangt6 ,er traf alle nur denkbaren ,vorkehrungen1 um jetzt ganz ungestrt in seiner ,einsamkeit zu sein4 ,seinen ,aufenthaltsort hielt er sorgfltig geheim2 nur ein guter ,freund wute darum1 der seine ,korrespondenz vermittelte4 ,fortwhrend wechselte er seinen ,wohnort2 ,holland selbst aber verlie er 7auer bei ,gelegenheit einiger ,reisen7 nicht wieder1 bis kurz vor seinem ,tode4 ,ein eigenartiger ,nimbus umgab bald seine ,person1 umsomehr1 da es bereits bekannt geworden1 da er an einer ganz neuen ,begrndung der ,wissenschaften arbeite4 ,vielfach wurde er fr ein ,mitglied der geheimnisvollen ,gesellschaft der ,rosenkreuzer gehalten4 ,descartes kannte alle diese ,gerchte und war nicht sonderlich erfreut darber4 ,ruhm und ,lobeserhebungen machten stets einen fast peinlichen ,eindruck auf ihn1 ,schmeichler waren ihm verhat4 ,einfachheit und offene ,bescheidenheit waren seinem ganzen ,wesen in hohem ,mae eigentmlich4 ,einfach und doch nicht selten von ungewhnlicher ,erhabenheit war seine ,rede1 einfach seine ganze ,lebensfhrung4 ,nur die notwendigste ,dienerschaft hatte er um sich1 mit der er mehr als ,freund wie als ,herr verkehrte4 ,wenn er morgens nach zehn- bis zwlfstndigem ,schlafe erwachte1 pflegte er noch wachend und sinnend einige ,zeit im ,bette zu verweilen1 worauf er sich ankleidete1 um bis zur ,hauptmahlzeit noch einige ,stunden der ,wissenschaft zu widmen4 ,seine ,mahlzeit war einfach aber gut4 ,nach ihrer ,beendigung machte er sich mit ,vorliebe ,bewegung im ,freien4 ,verheiratet war er nie1 woran vielleicht sein ,hang zur ,einsamkeit die ,schuld trgt4 ,er besa eine ,tochter1 ,francine1 an der er mit groer ,innigkeit hing4 ,als diese #afdj 7im ,alter von #e ,jahren7 starb1 war er lange ,zeit ganz untrstlich4 ,seine wissenschaftlichen ,arbeiten wren beinahe jh unterbrochen worden1 als die ,kunde von der ,verurteilung ,galileis zu ihm drang 7#afcc74 ,er war nahe daran1 alle seine ,manuskripte zu verbrennen4 ,doch entschlo er sich #afcg zur ,verffentlichung eines ,teiles derselben4 ,zunchst erschien seine ,abhandlung ber die ,methode nebst einigen fr die damalige ,wissenschaft sehr bedeutungsvollen ,werken mathematischen und naturwissenschaftlichen ,inhalts4 #afda erschienen die ,betrachtungen1 die wir gegenwrtig in deutscher bersetzung dem ,leser vorlegen4 ,descartes hatte vor ,verffentlichung das ,manuskript einer ,reihe von ,gelehrten vorgelegt und deren ,einwnde nebst seinen ,entgegnungen mit verffentlicht4 #afdd erschienen die ,prinzipien der ,philosophie4 ,die ,verffentlichungen ,descartes' erregten allgemein groes ,aufsehen4 ,seine ,lehre fand viele ,anhnger1 aber auch zahlreiche ,gegner4 ,sehr bemerkenswert ist1 da zwei der hervorragendsten ,frauen jener ,zeit seine eifrigsten ,schlerinnen waren4 ,es waren dies die ,prinzessin ,elisabeth von der ,pfalz und die ,knigin ,christine von ,schweden4 ,mit ersterer stand er seit #afdc bis zu seinem ,ende in regstem brieflichen ,verkehr4 ,fr sie schrieb er #afdf das ,werk ber die ,gemtsbewegungen 7#afdi verffentlicht74 ,bei einer ,reise nach ,paris lernte ,descartes ,kanut1 den nachmaligen ,gesandten in ,schweden kennen4 ,durch diesen wurde ,knigin ,christine von ,schweden auf ,descartes aufmerksam4 ,von lebhafter ,begeisterung fr den groen ,philosophen ergriffen1 wnschte sie nichts sehnlicher1 als ihn an ihren ,hof zu fesseln4 ,da ,descartes damals in ,holland vielen ,anfeindungen seitens bereifriger ,theologen ausgesetzt war1 lie er sich um so leichter bestimmen1 einer ,einladung nach ,stockholm ,folge zu leisten4 ,im ,herbste #afdi trat er die ,reise an4 ,ich glaube nicht1 da ich lnger hierbleiben werde1 als bis nchsten ,sommer4 ,aber wer wei1 was die ,zukunft bringt6 so schrieb er gleich nach seiner ,ankunft an die ,prinzessin ,elisabeth4#d ,fast scheint es1 als htte er sein ,schicksal geahnt6 ,er war gewohnt1 spt aufzustehen2 jetzt erschien er jeden ,morgen um #e ,uhr in der ,bibliothek der ,knigin1 um diese in der ,philosophie zu unterrichten4 ,diese ungewohnte ,anstrengung1 die ganz vernderte ,lebensweise und das rauhe nordische ,klima waren seiner ,gesundheit wenig zutrglich4 ,schon ,anfang #afej befiel ihn ein heftiges ,fieber1 das seinem ,leben bald ein ,ende machte4 ,er starb am ,morgen des #aa4 ,februar #afej4 99 99 99 99 99 ,whrend die ,abhandlung ber die ,methode hauptschlich den ,plan entwickelt1 nach dem ,descartes die ,wissenschaft fest zu begrnden sucht1 legen die ,betrachtungen das feste ,fundament1 auf dem der gewaltige ,bau errichtet werden soll1 und damit sind gleichzeitig die ,grundzge des ,lehrgebudes unverrckbar festgelegt4 ,den ,versuch1 den ,bau selbst in seinen wichtigsten ,teilen auszufhren1 machen die ,prinzipien der ,philosophie4 ,die drei ,hauptschriften ,descartes stehen in allerengster innerer ,beziehung zu einander1 und sind nicht etwa als drei von einander unabhngige ,darstellungen der ,lehre ,descartes anzusehen4 ,weitaus am wichtigsten und in jeder ,beziehung am interessantesten sind die ,betrachtungen4 ,das ,ringen eines groen ,geistes nach ,wahrheit1 nach tieferer und sicherer ,erkenntnis1 tritt uns darin in einer so lebendigen1 unmittelbaren ,weise entgegen1 da die tiefen ,empfindungen1 die das ,gemt des nach ,wahrheit ,suchenden erregen1 sich jedem ,leser mitteilen1 der hnlicher ,gefhle berhaupt fhig ist4 ,wir lernen die ,macht des alles zerstrenden ,zweifels kennen4 ,anfangs geben wir uns ihr mit einer geheimen ,freude1 mit dem ,gefhl der berlegenheit1 hin4 ,dann aber1 als eine sicher geglaubte ,stellung nach der anderen von ihm erobert wird1 und wir schlielich ganz von ihm eingenommen sind1 da beschleicht unser ,gemt eine ngstliche ,beklommenheit1 die uns fast erlahmen macht4 ,wir frchten uns selbst zu verlieren1 fast schwindelt uns1 wir fhlen uns wie in einen ,strudel hineingerissen1 in dem es keinen ,halt mehr fr uns giebt4 ,da bringt uns der ,selbsterhaltungstrieb wieder zu uns selbst2 wir werden uns unserer ,kraft bewut und arbeiten uns nun langsam aber sicher zum ,ziel4 ,das ,gefhl der eigenen ,kraft1 das stetig wachsende beseligende ,gefhl der ,sicherheit erfllt uns4 ,knnen wir auch den ,descartes'schen ,ausfhrungen nicht ganz zustimmen1 so erfllt uns doch sein ,werk mit hoher ,bewunderung4 ,es steht an der ,grenze zweier gewaltiger ,epochen der ,wissenschaft4 ,whrend es einerseits noch deutlich die ,scholastik widerspiegelt1 erffnet es andererseits den ,ausblick in eine neue ,zeit mit neuen ,zielen1 neuen ,ansichten und neuen ,begriffen4 ,dadurch hat es ein ganz besonderes ,interesse fr den aufmerksamen ,beobachter der allmhlichen ,entwicklung des ,menschengeistes4 99 99 99 99 99 ,was die ,lehre ,descartes vor allem von allen frheren 7formal7 unterscheidet und ihr das selbstndige ,geprge verleiht1 ist #a7 ,die gnzliche ,voraussetzungslosigkeit4 #b7 ,der ,zweifel als ,forschungs-,prinzip 7das ,suchen74 #c7 ,der oberste1 gewisseste ,punkt 7der ,anfang74 #d7 ,das ,prinzip der ,selbstbeobachtung 7der ,fortschritt74 #e7 ,das ,kriterium der ,wahrheit 7die ,prfung74 #f7 ,die streng systematische ,ableitung aus dem ersten ,gewissen 7das ,system74 99 99 99 99 99 ,bezglich der vorliegenden bersetzung der ,betrachtungen war es mein ,bestreben1 den ,text mglichst wortgetreu wiederzugeben1 gleichzeitig aber alle undeutschen ,wendungen und ,konstruktionen fernzuhalten4 ,durch ,auflsung der langen1 oft schwerflligen ,perioden1 ferner durch geeignete ,interpunktion1 hufigere ,abstze und sinngemes ,hervorheben einzelner ,worte hoffe ich die ,lektre des ,werkes wesentlich erleichtert und den ,inhalt dem ,verstndnis nher gebracht zu haben4 ,der bersetzung liegt der lateinische ,text der ,amsterdamer ,ausgabe von #afed zu ,grunde4 ,damit wurde sorgfltigst die franzsische bersetzung des ,herzogs von ,luynes verglichen1 die von ,descartes selbst revidiert und verbessert wurde und dadurch dem ,original gleichwertig ist4 ,sie ist wiedergegeben in ,oeuvres philosophiques de ,descartes von ,aim-,martin 7,paris #ahch74 ,auerdem wurden zum ,vergleich herangezogen die deutschen bersetzungen von ,kuno ,fischer 7,mannheim #ahfc7 und von ,j4 ,h4 von ,kirchmann 7,berlin #ahgj74 ,meinen philosophischen ,standpunkt1 der den ,notizen zu ,grunde liegt1 die ich an einigen ,stellen beigefgt1 habe ich entwickelt in meinem ,grundri des ,systems der ,philosophie als ,bestimmungslehre 7,wiesbaden1 bei ,bergmann74 ,ludwig ,fischer4 #a ,cartesius nannte er sich zuweilen in seinen lateinischen ,schriften4 #b ,nicht1 wie ,kirchmann angiebt1 am #cj4 ,mrz4 ,ein ,bildnis von ihm aus #afdd giebt in der ,umschrift an3 natus 444 ultimo die ,martii4 #c ,disc4 d4 l4 ,mth4 ,i4 #d ,brief vom #h4 ,oktober4 ,betrachtungen ber die ,grundlagen der ,philosophie4 ,enthaltend den ,beweis fr das ,dasein ,gottes und den ,wesens-,unterschied zwischen ,leib und ,seele4#e #e ,die erste 7,pariser7 ,ausgabe hatte auf dem ,titel3 ,enthaltend den ,beweis fr das ,dasein ,gottes und die ,unsterblichkeit der ,seele4 ,die ,unsterblichkeit der ,seele wird aber in der ,schrift selbst nicht speziell behandelt1 wohl aber kurz in der bersicht der zweiten ,betrachtung4 ,anm4 d4 bersetzers4 ,vorwort an den ,leser6 ,schon vor einiger ,zeit berhrte ich die ,fragen ber ,gott und die menschliche ,seele in einer #afcg verffentlichten franzsischen ,abhandlung ber ,die ,methode1 den ,verstand richtig zu gebrauchen und die ,wahrheit in den ,wissenschaften zu erforschen4 ,es war dabei weniger meine ,absicht1 diese ,fragen dort eingehend zu behandeln2 ich wollte vielmehr lediglich darauf hinweisen1 um dann aus dem ,urteil der ,leser zu entnehmen1 wie ich sie etwa spter zu behandeln htte4 ,sie schienen mir nmlich von so hoher ,bedeutung zu sein1 da ich ihre wiederholte ,behandlung fr erforderlich hielt4 ,der ,weg1 den ich bei ihrer ,entwicklung einschlage1 ist noch sehr wenig betreten und liegt dem gewhnlichen ,wege sehr fern4 ,es schien mir darum nicht angemessen1 ihn in einer franzsischen1 jedermann zugnglichen ,schrift eingehender zu behandeln2 es knnten sonst vielleicht auch ,leute1 denen die ,befhigung dazu mangelt1 sich zu der ,meinung veranlat sehen1 als knnten auch sie diesen ,weg betreten4 ,in der ,abhandlung ber die ,methode bat ich alle1 die in meinen ,schriften etwas ,tadelnswertes fnden1 mir davon freundlichst ,mitteilung zu machen4 ,nur zwei nennenswerte ,einwnde gegen meine ,bemerkungen bezglich jener beiden ,fragen sind daraufhin erhoben worden4 ,ich will hier nur mit einigen ,worten darauf erwidern1 und werde spter ausfhrlicher darauf zurckkommen4 ,der erste ,einwand sagt3 daraus1 da der menschliche ,geist1 wenn er sich selbst beobachtet1 sich lediglich als ein denkendes ,wesen auffat1 folge noch nicht1 da seine ,natur oder sein ,wesen darin allein besteht1 da er ein denkendes ,wesen ist 7soda also das ,wort allein alles andere ausschlsse1 was vielleicht noch auerdem als zum ,wesen des ,geistes gehrig angesehen werden knnte74 ,ich erwidere darauf1 da ich dies auch keineswegs in ,bezug auf den wahren ,sachverhalt habe ausschlieen wollen 7worum es sich damals gar nicht handelte71 sondern lediglich in ,beziehung auf meine ,auffassung4 ,der ,sinn ist sonach1 da ich gar nichts als zu meinem ,wesen gehrig erkenne1 auer1 da ich ein denkendes ,wesen1 das ,subjekt des ,denkens bin4#f ,in folgendem aber werde ich zeigen1 wie daraus1 da ich erkenne1 da nichts anderes zu meinem ,wesen gehrt1#g folgt1 da auch in ,wirklichkeit nichts anderes dazu gehrt4 ,der zweite ,einwand behauptet1 daraus1 da ich die ,vorstellung eines ,wesens in mir habe1 das vollkommner ist als ich1 folge noch nicht1 da die ,vorstellung selbst vollkommner sei als ich2 noch viel weniger aber folge daraus1 da der vorgestellte ,gegenstand existiere4 ,dagegen erwidere ich1 da hier dem ,worte ,vorstellung ein doppelter ,sinn zu ,grunde liegt4 ,man kann ,vorstellung nmlich entweder material1 als ,thtigkeit des ,verstandes auffassen2 insofern kann sie allerdings nicht vollkommner als ich genannt werden4 ,oder man fat sie objektiv auf1 als das1 was durch jene ,geistesthtigkeit vorgestellt wird4 ,dieser vorgestellte ,gegenstand aber kann1 selbst wenn ich ihn nicht als auer meinem ,denken existierend annehme1 seinem ,wesen nach doch vollkommner als ich sein4 ,wie aber daraus allein1 da in mir die ,vorstellung eines vollkommneren ,wesens sich findet1 dessen thatschliche ,existenz sich ergiebt1 das werde ich im nachfolgenden ausfhrlich darlegen4 ,es sind mir auch noch zwei sehr umfangreiche ,schriften zu ,gesicht gekommen1 die indessen weniger meine ,grnde angriffen1 als vielmehr meine ,schlufolgerungen mit ,beweisen bekmpften1 die sie den ,gemeinpltzen der ,atheisten entlehnten4 ,dergleichen ,beweise sind aber bedeutungslos fr die1 welche meine ,grnde einsehen4 ,zudem haben viele ein so verworrenes und schwaches ,urteilsvermgen1 da sie die ,ansicht1 die sich ihnen zunchst darbietet1 viel eher fr wahr halten -- mag sie auch noch so falsch und unvernnftig sein -- als eine ganz wahre und grndliche ,widerlegung dieser ,ansicht1 die sie erst nachtrglich hren4 ,darum will ich auf jene ,beweise hier nicht nher eingehen1 um sie nicht vor den meinigen mitteilen zu mssen4 ,ich will nur im allgemeinen bemerken1 da alles1 was die ,atheisten gewhnlich gegen die ,existenz ,gottes vorbringen1 stets darauf hinausluft1 da man ,gott menschliche ,affekte zuschreibe1 oder da unsere ,geisteskraft und ,weisheit so gro sein msse1 da wir es wagen knnten1 festzustellen und zu verstehen1 was ,gott thun kann und mu4 ,denken wir aber nur daran1 da unser ,geist als endlich1 ,gott aber als unfabar und unendlich anzusehen ist1 so kann uns dies alles gar keine ,schwierigkeiten bereiten4 ,so habe ich nun einmal die verschiedenen ,ansichten anderer ,menschen kennen gelernt und will nun nochmals mit der ,verhandlung jener ,fragen bezglich ,gottes und des menschlichen ,geistes beginnen1 und werde damit gleichzeitig die ersten ,grundlagen aller ,philosophie behandeln4 ,ich erwarte nicht den ,beifall der ,menge1 nicht eine groe ,zahl von ,lesern4 ,nur die mchte ich zum ,lesen veranlassen1 die ernst mit mir nachdenken und ihren ,geist von allem ,sinnlichen und von allen ,vorurteilen ablenken knnen und wollen4 ,ich wei wohl1 da dies nur sehr wenige sind6 ,die aber1 welchen es nicht um das ,verstndnis der ,reihenfolge und des inneren ,zusammenhanges meiner ,grnde zu thun ist1 und die nur an einzelnen aus dem ,zusammenhang gerissenen ,stzen herumklgeln mchten1 wie es gar viele zu thun pflegen1 die werden keinen groen ,gewinn vom ,lesen dieser ,schrift haben6 ,sie werden vielleicht vielfach ,gelegenheit zu ,wortklaubereien finden1 etwas ,treffendes oder einer ,erwiderung ,wrdiges werden sie aber wohl schwerlich vorbringen knnen4 ,aber auch den anderen kann ich nicht versprechen1 da ich ihnen gleich von vornherein in allen ,punkten ,genge leisten werde4 ,ich bilde mir nicht so viel ein1 da ich glaube1 alles voraussehen zu knnen1 was etwa dem einen oder dem anderen noch schwierig erscheinen knnte4 ,darum will ich zunchst in den ,betrachtungen den ,gedankengang entwickeln1 der mich1 wie ich glaube1 zur sicheren und klaren ,erkenntnis der ,wahrheit fhrte4 ,ich will sehen1 ob ich vielleicht durch die nmlichen ,grnde1 die mich berzeugten1 auch andere berzeugen kann4 ,darauf will ich auf die ,einwnde einiger durch ,scharfsinn und ,gelehrsamkeit hervorragender ,mnner antworten1 denen ich diese ,betrachtungen vor dem ,druck zur ,prfung zugehen lie4 ,die ,einwnde1 welche diese machten1 waren nmlich so zahlreich und verschiedenartig1 da ich zu hoffen wage1 es knne nichts1 wenigstens nichts ,wesentliches mehr erdacht werden1 was jene nicht schon erwhnt htten4#h ,darum bitte ich den ,leser dringend1 ber die ,betrachtungen nicht eher zu urteilen1 bis er alle jene ,einwnde nebst den ,widerlegungen einer geneigten ,durchsicht unterzogen hat4 #f res cogitans1 cogitandi2 franzsisch3 une chose qui pense1 ou une chose qui a en soi la facult de penser4 #g ,descartes beachtet zu wenig den ,unterschied dazwischen1 ob ich positiv erkenne1 da nichts anderes zu meinem ,wesen gehrt -- oder ob ich blo nicht zu erkennen vermag1 ob noch etwas anderes als das ,denken zu meinem ,wesen gehrt4 ,dies ist aber offenbar der ,kernpunkt der ganzen ,streitfrage4 ,descartes scheint sich dessen gar nicht vllig bewut geworden zu sein4 #h ,diese ,einwnde und ,erwiderungen sind nicht in die vorliegende bersetzung aufgenommen4 ,sie betragen ihrem ,umfange nach etwa das ,sechsfache der vorliegenden ,betrachtungen und liegen teilweise dem ,interesse der heutigen ,zeit ferner4 ,eine vollstndige deutsche bersetzung derselben existiert unseres ,wissens bis jetzt berhaupt noch nicht4 bersicht der sechs folgenden ,betrachtungen4#i ,in der ersten ,betrachtung werden die ,grnde auseinandergesetzt1 weshalb wir an allen1 besonders aber an den materiellen ,dingen zweifeln knnen2 natrlich nur solange unser ,wissen nicht festere ,grundlagen hat als bisher6 ,allerdings drfte wohl der ,wert eines so umfassenden ,zweifels nicht auf den ersten ,blick klar sein4 ,er ist aber gleichwohl sehr gro1 insofern er uns nmlich von allen ,vorurteilen befreit und uns am leichtesten in den ,stand setzt1 den ,verstand von den ,sinnen abzulenken4 ,zugleich bewirkt er auch1 da wir an dem1 was wir schlielich als wahr erkennen1 nie wieder zweifeln knnen4 99 99 99 99 99 ,in der zweiten ,betrachtung macht der ,geist von der ihm eigenen ,freiheit ,gebrauch und nimmt an1 alles das existiere berhaupt nicht1 ber dessen ,dasein auch nur der geringste ,zweifel sich erheben knnte4 ,dabei bemerkt er nun1 da es vllig unmglich sei1 da er selbst unterdessen nicht da sei4 ,das ist aber von grtem ,werte fr uns4 ,der ,geist vermag auf ,grund dessen leicht zu unterscheiden1 was zu ihm1 d4 h4 zum erkennenden ,wesen1 und was zum ,krper gehrt4 ,vielleicht erwartet aber der eine oder der andere an jener ,stelle ,grnde fr die ,unsterblichkeit der ,seele2 darum glaube ich dieselben darauf aufmerksam machen zu sollen1 da es mein ,bestreben war1 nichts zu schreiben1 ohne es aufs genaueste zu beweisen4 ,darum konnte ich keine andere ,methode befolgen1 als die in der ,geometrie gebruchliche1 nmlich alles vorauszuschicken1 von dem der fragliche ,satz abhngt1 bevor ich aus demselben irgend etwas folgerte4 ,das erste und wichtigste ,erfordernis1 um die ,unsterblichkeit der ,seele zu erkennen ist aber1 da wir uns einen mglichst klaren ,begriff von ihr bilden1 der von jeglichem ,begriffe von etwas ,krperlichem vollkommen zu unterscheiden ist4 ,dies ist dort geschehen4 ,weiter ist erforderlich1 zu wissen1 da alles das1 was wir klar und deutlich einsehen1 wahr sei4 ,das kann aber vor der vierten ,betrachtung nicht bewiesen werden4 ,ferner mssen wir einen deutlichen ,begriff vom ,wesen des ,krpers haben4 ,dieser wird teils noch in der zweiten1 teils erst in der fnften und sechsten ,betrachtung gebildet4 ,daraus ist dann zu schlieen1 da alles das1 was wir klar und deutlich als verschiedene ,substanzen begreifen1 sowie wir ,geist und ,krper begreifen1 auch in der ,that ,substanzen seien1 die voneinander verschieden sind4 ,dieser ,schlu wird in der sechsten ,betrachtung gezogen und wird daselbst noch dadurch besttigt1 da wir alle ,krper als teilbar1 den ,geist dagegen oder die menschliche ,seele nur als unteilbar auffassen4 ,in der ,that knnen wir ja von keinem ,geiste eine ,mitte vorstellen1 wie wir es bei jedem noch so kleinen ,krper knnen4 ,wir erkennen also das ,wesen von ,krper und ,geist nicht nur als verschieden1 sondern sogar in gewissem ,sinne als entgegengesetzt4 ,weiter aber habe ich diesen ,punkt nicht in dieser ,schrift behandelt1 denn einesteils gengt das1 um zu zeigen1 da aus der ,auflsung des ,krpers noch nicht der ,untergang des ,geistes folge1 und da somit die ,sterblichen sich ,hoffnung auf ein anderes ,leben machen drfen2 andernteils aber hngen die ,prmissen1 aus denen die ,unsterblichkeit der ,seele selbst gefolgert werden kann1 von der ,darstellung der gesamten ,physik ab3 denn erstlich mu man wissen1 da durchaus alle ,substanzen oder ,dinge1 die zu ihrem ,dasein der ,schpfung durch ,gott bedrfen1#aj ihrer ,natur nach unvergnglich sind und nur dann aufhren knnen zu sein1 wenn dieser selbe ,gott ihnen die ,erhaltung verweigert und sie in das ,nichts zurckversetzt2 ferner ist zu beachten1 da der ,krper an sich#aa zwar ,substanz ist und daher auch niemals untergeht1 da aber der menschliche ,leib seiner individuellen ,beschaffenheit nach nur einen ,komplex von gewissen ,gliederverbindungen und anderen derartigen ,accidentien darstellt2 dagegen besteht der ,geist nicht so aus irgend welchen ,accidentien1 sondern ist reine ,substanz3 denn wenn auch alle seine ,accidentien sich ndern1 soda er z4 ,b4 anderes denkt1 anderes will1 anderes empfindet u4 s4 w41 so wird dadurch doch der ,geist selbst kein anderer1 der menschliche ,leib aber wird dadurch allein schon ein anderer1 da die ,gestalt einiger seiner ,teile sich ndert4 ,daraus aber geht hervor1 da wohl der ,krper sehr leicht zu ,grunde geht1 der ,geist aber seiner ,natur nach unsterblich ist4#ab 99 99 99 99 99 ,in der dritten ,betrachtung habe ich mein ,hauptargument zum ,beweise des ,daseins ,gottes1 wie ich glaube1 mit ausreichender ,ausfhrlichkeit entwickelt4 ,da ich aber den ,geist des ,lesers so viel wie mglich von den ,sinnen ablenken mchte1 wollte ich mich dort keiner ,vergleiche bedienen1 die von krperlichen ,dingen hergeholt sind1 und so sind gleichwohl vielleicht viele ,unklarheiten geblieben1 die ich indessen spter in den ,antworten auf die ,einwnde#ac vllig zu beseitigen hoffe2 so findet sich unter anderen ,schwierigkeiten diese3 wieso hat die ,vorstellung eines vollkommensten ,wesens1 die in uns ist1 so viel objektive ,realitt1#ad da sie nur von einer allervollkommensten ,ursache herrhren kann8 -- ,dies erlutere ich in den ,antworten durch den ,vergleich mit einer sehr vollkommenen ,maschine1 deren ,idee im ,geiste eines ,knstlers sich findet2 wie nmlich das vorgestellte#ae ,kunstwerk in dieser ,idee irgend eine ,ursache haben mu1 nmlich die ,kenntnisse dieses ,knstlers oder eines anderen1 von dem dieser die ,idee empfing1 so mu die ,idee ,gottes notwendigerweise ,gott selbst zur ,ursache haben4 99 99 99 99 99 ,in der vierten ,betrachtung wird bewiesen1 da alles1 was wir klar und deutlich erkennen1 wahr sei1 und zugleich wird gezeigt1 worin das ,wesen des ,irrtums und der ,unwahrheit besteht4 ,dies mu man unbedingt wissen1 um sich des ,vorausgegangenen vergewissern und das ,nachfolgende verstehen zu knnen4 ,man beachte aber wohl1 da es sich hier keineswegs um die ,snde handelt oder um den ,irrtum1 den man beim ,streben nach ,gutem und ,bsem begeht1 sondern nur um den ,irrtum1 der bei ,beurteilung von wahr und falsch vorkommt2 auch beschftigt uns hier nichts1 was in das ,gebiet des ,glaubens und des praktischen ,lebens gehrt1 sondern nur die spekulativen ,wahrheiten1 die wir durch das bloe natrliche ,erkenntnisvermgen#af erkennen4 99 99 99 99 99 ,in der fnften ,betrachtung wird nicht nur das ,wesen des ,krpers im allgemeinen klargelegt3 es wird auch das ,dasein ,gottes auf eine neue ,art bewiesen1 wobei aber vielleicht wieder einige ,schwierigkeiten vorkommen1 die spter bei ,beantwortung der ,einwnde ihre ,lsung finden4 ,schlielich wird auch gezeigt1 inwiefern selbst die ,gewiheit geometrischer ,beweise durch die ,erkenntnis ,gottes bedingt ist4 99 99 99 99 99 ,endlich in der sechsten ,betrachtung wird zwischen ,verstand und ,vorstellungsvermgen unterschieden und die ,unterscheidungsmerkmale werden angegeben2 es wird bewiesen1 da der ,geist wirklich vom ,krper verschieden ist1 und es wird dargethan1 da er gleichwohl so eng mit jenem verbunden ist1 da er mit ihm ein einheitliches ,ganzes bildet4 ,alle ,irrtmer1 die gewhnlich aus den ,sinnen hervorgehen1 werden besprochen und die ,mittel angegeben1 sie zu vermeiden4 ,schlielich werden alle ,grnde beigebracht1 aus denen man auf das ,dasein der krperlichen ,dinge schlieen kann2 -- nicht als ob ich dieselben fr besonders wertvoll hielte1 um gerade das zu beweisen1 was sie beweisen3 nmlich da es in ,wahrheit eine ,welt giebt1 da die ,menschen einen ,leib haben und hnliches1 woran noch keiner mit gesundem ,menschenverstande jemals im ,ernste zweifelte2 aber wenn man jene ,grnde betrachtet1 findet man1 da dieselben nicht so sicher und einleuchtend sind wie die1 durch welche wir zur ,erkenntnis unseres ,geistes und ,gottes gelangen1 und daher sind diese die allergewissesten und klarsten1 die im ,bereich der menschlichen ,erkenntnis vorkommen knnen4 ,dies allein zu beweisen aber ist die ,absicht dieser ,betrachtungen4 ,darum bergehe ich hier auch verschiedene andere ,fragen1 die gelegentlich in dieser ,schrift ,erwhnung finden4 #i ,diese bersicht rhrt von ,descartes selbst her4 #aj quae a ,deo creari debent ut existant4 ,die ,kirchmann'sche bersetzung3 welche von ,gott zum ,dasein geschaffen werden sollen1 scheint mir keinen rechten ,sinn zu geben4 #aa in genere sumptum4 #ab ,descartes unterscheidet den ,krper seiner ,substanz und seinen besonderen ,eigenschaften nach4 ,erstere ist unvernderlich1 unvergnglich1 letztere ist vernderlich und vergnglich4 ,als ,substanz ist auch unser ,leib unvergnglich4 ,seiner besonderen ,form und ,zusammensetzung nach aber1 die ihn eben als ,leib charakterisiert1 ist er vernderlich und vergnglich4 ,die ,seele dagegen1 als einfaches ,wesen1 ist sowohl ihrer ,materie wie ihrer ,form nach unvergnglich4 ,seele und ,krper im ,gegensatz zum ,leibe wren etwa zu bezeichnen als primre ,individuen1 ,individuen niederer ,ordnung1 whrend der ,leib als solcher ein ,individuum hherer ,ordnung zu nennen wre4 7,vgl4 ber die ,ordnungen der ,individualitt meinen ,grundri der ,philosophie als ,bestimmungslehre ,seite #aaa ff47 #ac ,vgl4 ,schlu der ,vorrede ,descartes'4 #ad ,die ,bedeutung der ,worte3 ,die ,idee 7oder ,vorstellung7 hat objektive ,realitt1 wird in der franzsischen ,ausgabe nher erlutert durch den ,zusatz3 d4 h4 sie nimmt gleichsam symbolisch 7auf vorgestellte ,weise par reprsentation7 teil an den ,graden des ,seins und der ,vollkommenheit4 ,im ,anhang zu den ,antworten auf die zweite ,reihe von ,einwnden 7,rationes 4447 definiert ,descartes3 ,unter der objektiven ,realitt einer ,vorstellung verstehe ich das ,wesen oder ,sein des vorgestellten ,gegenstandes1 inwiefern es in der ,vorstellung ist4 444 ,alles was wir in den ,gegenstnden der ,vorstellung wahrnehmen1 ist in der ,vorstellung selbst enthalten1 und zwar objektiv1 symbolisch 7par reprsentation74 ,man knnte vielleicht objectivus hier mit vergegenstndlicht1 vielfach geradezu mit vorgestellt wiedergeben4 ,klare ,rechenschaft ber das ,verhltnis von objektiver ,realitt zur ,realitt der ,idee selbst und zur ,realitt des ,gegenstandes hat sich ,descartes nicht gegeben1 was um so bedeutungsvoller ist1 als der ,gottesbeweis1 den ,descartes in der dritten ,betrachtung liefert1 sich auf dieses ,verhltnis grndet6 #ae objectivum4 #af ,descartes nennt es stets lumen naturale1 das natrliche ,licht4 ,es steht im ,gegensatz zur bloen ,erfahrung und zur ,offenbarung1 denen die ,gebiete des praktischen ,lebens und des ,glaubens entsprechen1 die ,descartes hier und an anderen ,stellen ausdrcklich von seiner ,betrachtung ausschliet4 ,erste ,betrachtung4 ,woran man zweifeln kann4 ,schon vor ,jahren bemerkte ich1 wie viel ,falsches ich von ,jugend auf als wahr hingenommen habe1 und wie zweifelhaft alles sei1 was ich spter darauf grndete2 darum war ich der ,meinung1 ich msse einmal im ,leben von ,grund auf alles umstrzen und ganz von vorne anfangen1 wenn ich je irgend etwas ,festes und ,bleibendes in den ,wissenschaften aufstellen wolle4 ,dies schien mir aber eine ungeheure ,aufgabe zu sein1 und so wartete ich jenes reife1 fr wissenschaftliche ,untersuchungen angemessenste ,alter ab4 ,darum habe ich so lange gezgert1 da ich jetzt eine ,schuld auf mich laden wrde1 wenn ich die ,zeit1 die mir zum ,handeln noch brig ist1 mit ,zaudern verbringen wollte4 ,das trifft sich nun sehr gnstig4 ,mein ,geist ist von allen ,sorgen frei1 und ich habe mir eine ruhige ,mue verschafft4 ,so ziehe ich mich in die ,einsamkeit zurck und will ernst und frei diesen allgemeinen ,umsturz aller meiner ,meinungen unternehmen4 ,dazu wird es indessen nicht ntig sein1 da ich von allen die ,falschheit nachweise2 dies knnte ich vielleicht niemals erreichen6 ,vielmehr rt uns schon die ,vernunft1 bei ,ansichten1 die nicht durchaus gewi und unzweifelhaft sind1 uns ebenso sorgfltig der ,zustimmung zu enthalten1 als bei solchen1 die ganz sicher falsch sind1 und so wird es1 um alle von uns abzuweisen1#ag gengen1 da ich in jeder einzelnen einen ,grund zum ,zweifeln finde4 ,auch braucht man sie darum nicht einzeln durchzugehen2 das wre eine endlose ,arbeit6 ,vielmehr werde ich -- da ja bei ,untergrabung der ,fundamente alles1 was darauf gebaut ist1 von selbst zusammenstrzt -- sogleich die ,grundlagen selbst angreifen1 auf die alles sich sttzte1 was ich frher fr wahr hielt4 ,alles nmlich1 was ich bis heute fr das ,allerwahrste hingenommen habe1 empfing ich unmittelbar oder mittelbar von den ,sinnen2 diese aber habe ich bisweilen auf ,tuschungen ertappt1 und es ist eine ,klugheitsregel1 niemals denen volles ,vertrauen zu schenken1 die uns auch nur ein einziges ,mal getuscht haben4 ,indessen1 wenn uns auch die ,sinne zuweilen ber kleine und ferner liegende ,gegenstnde tuschen1 so ist doch vielleicht das meiste andere derart1 da ein ,zweifel ganz unmglich ist1 wiewohl es auch aus den ,sinnen herrhrt1 so z4 ,b4 die ,wahrnehmung1 da ich hier bin1 am ,ofen sitze1 meinen ,winterrock anhabe1 dies ,papier hier mit den ,hnden berhre u4 dgl4 ,wie knnte ich leugnen1 da diese ,hnde1 dieser ganze ,krper mein sind8 -- ich mte mich denn mit gewissen ,verrckten vergleichen1 deren ,gehirn ein hartnckiger melancholischer#ah ,dunst so schwcht1 da sie unbeirrt versichern1 sie seien ,knige1 whrend sie gnzlich arm sind1 oder sie tragen ,purpur1 whrend sie nackt sind1 oder sie htten einen ,kopf von ,thon oder seien ganz ,krbisse oder seien aus ,glas geblasen4 ,allein das sind ,wahnsinnige1 und ich wrde ebenso verrckt erscheinen1 wenn ich auf mich anwenden wollte1 was von ihnen gilt4 ,trefflich frwahr6 ,bin ich denn nicht ein ,mensch1 der nachts zu schlafen pflegt und dann alles das1 und oft noch viel ,unglaublicheres im ,traume erlebt1 wie jene im ,wachen8 ,wie oft aber erst glaube ich nachts im ,traume ganz ,gewhnliches zu erleben2 ich glaube hier zu sein1 den ,rock anzuhaben und am ,ofen zu sitzen -- und dabei liege ich entkleidet im ,bette6 ,jetzt aber schaue ich sicherlich mit ganz wachen ,augen auf dies ,papier4 ,dies ,haupt1 das ich bewege1 ist nicht vom ,schlafe befangen4 ,mit berlegung und ,bewutsein strecke ich diese ,hand aus und habe ,empfindungen dabei4 ,so deutlich wrde ich nichts im ,schlafe erleben6 ,ja1 aber erinnere ich mich denn nicht1 da ich auch schon von hnlichen ,gedanken in ,trumen getuscht worden bin8 -- ,whrend ich aufmerksamer hierber nachdenke1 wird mir ganz klar1 da ich nie durch sichere ,merkmale den ,schlaf vom ,wachen unterscheiden kann1 und dies macht mich so stutzig1 da ich gerade dadurch fast in der ,meinung bestrkt werde1 da ich schlafe4 ,wohlan denn6 ,ich schlafe1 und unwahr sollen alle jene ,einzelheiten sein3 da ich die ,augen ffne1 den ,kopf bewege1 die ,hnde ausstrecke1 ja sogar1 da ich solche ,hnde1 solch einen ,krper habe6 ,gleichwohl aber mssen wir gestehen1 da uns im ,schlafe gleichsam gewisse ,malereien erschienen1 die nur nach dem ,vorbilde wirklicher ,dinge gebildet werden konnten1 und da darum wenigstens ,augen1 ,kopf1 ,hnde und der ganze ,krper1 als ,dinge berhaupt nicht in der ,einbildung1 sondern in ,wirklichkeit existieren4 ,denn es knnen ja selbst die ,maler nicht einmal dann1 wenn sie ,sirenen und ,satyrisken in den allerungewhnlichsten ,gestalten darzustellen suchen1 diesen in jeder ,beziehung neue ,eigentmlichkeiten beilegen2 sie verbinden vielmehr lediglich ,glieder verschiedener ,geschpfe beliebig miteinander4 ,ja1 selbst wenn sie sich vielleicht etwas so ,neues ausdenken1 da man berhaupt nie hnliches gesehen hat1 also etwas vllig ,erdichtetes und ,unwirkliches1 so mssen doch sicherlich mindestens die ,farben wirklich sein1 mit denen sie dasselbe darstellen4 ,wenngleich daher auch ,augen1 ,kopf1 ,hnde und hnliches1 selbst als ,dinge berhaupt1 bloe ,vorstellungen sein knnten1 so mu man doch aus ganz demselben ,grunde wie oben anerkennen1 da notwendigerweise wenigstens irgend etwas ,anderes noch ,einfacheres und ,allgemeineres wirklich sein msse1 aus dem -- gleich wie oben aus den wirklichen ,farben -- alle jene wahren oder falschen ,bilder von ,dingen gebildet werden1 die in unserem ,denken vorhanden sind4 ,solcher ,art scheinen zu sein das ,wesen des ,krpers im allgemeinen und seine ,ausdehnung1 desgleichen die ,gestalt der ausgedehnten ,dinge1 ferner die ,quantitt oder ihre ,gre1 und die ,zahl2 ebenso der ,ort1 wo sie sind1 die ,zeit1 whrend der sie bestehen und hnliches4 ,somit knnten wir hieraus wohl nicht mit ,unrecht schlieen1 da die ,physik1 die ,astronomie1 die ,medizin und alle andere ,wissenschaften1 die von der ,betrachtung der zusammengesetzten ,krper abhngen1 zwar ungewi seien1 whrend hingegen die ,arithmetik1 ,geometrie und andere der ,art1 die lediglich die einfachsten und allgemeinsten ,dinge behandeln1 und sich wenig darum kmmern1 ob dieselben in ,wirklichkeit da sind oder nicht1 etwas ,sicheres und ,unzweifelhaftes enthalten2 denn ob ich nun schlafe oder wache3 zwei und drei geben zusammen fnf1 und das ,quadrat hat nicht mehr als vier ,seiten4 ,es scheint unmglich1 da so offenbare ,wahrheiten in den ,verdacht der ,falschheit geraten knnten4 ,nun ist aber doch meinem ,geiste eine gewisse althergebrachte ,meinung eingeprgt1 es gebe einen ,gott1 der alles kann2 von dem sei ich1 so wie ich da bin1 geschaffen worden4 ,woher aber wei ich1 da dieser es nicht etwa so eingerichtet hat1 da es berhaupt gar keine ,erde1 keinen ,himmel1 nichts ,ausgedehntes1 keine ,gestalt1 keine ,gre1 keinen ,ort giebt1 und da trotzdem alles dies mir genau so wie jetzt da zu sein scheint8#ai ,ja1 wre es nicht sogar mglich1 da ich mich irre1 so oft ich zwei und drei addiere1 oder die ,seiten des ,quadrats zhle oder bei irgend etwas ,anderem1 womglich noch ,leichterem8 ganz wie meiner ,meinung nach andere bisweilen in ,sachen irren1 die sie aufs allergenaueste zu kennen meinen8 ,vielleicht aber hat ,gott gar nicht gewollt1 da ich solcher ,tuschung anheimfalle6 heit er doch der ,allgtige6 -- ,allein wenn es seiner ,gte widersprche1 mich so zu schaffen1 da ich immer getuscht werde1 so wrde es auch mit seiner ,gte unvereinbar scheinen1 da er mich bisweilen in ,tuschungen geraten lt2 und doch ist letzteres unbestreitbar der ,fall6 ,vielleicht aber giebt es manche1 die lieber einen so mchtigen ,gott leugnen1 als da sie an die ,unsicherheit aller anderen ,dinge glauben4 ,wir wollen ihnen hier nicht entgegentreten und einmal zugeben1 alles ber ,gott ,gesagte sei bloe ,erdichtung4 ,sie mgen nun annehmen1 ich sei durch das ,schicksal1 den ,zufall oder die natrliche ,folge der ,dinge oder sonstwie das geworden1 was ich bin4 ,tuschung und ,irrtum scheinen ja ,unvollkommenheiten zu sein1 und so wird es nur um so wahrscheinlicher sein1 da ich unvollkommen bin1 und immer irre1 je weniger jene einen allmchtigen ,urheber meines ,daseins annehmen4 ,gegen diese ,grnde habe ich in der ,that nichts einzuwenden und bin schlielich zu dem ,gestndnis gezwungen1 da man an allem1 was ich einst fr wahr hielt1 zweifeln knne und zwar nicht aus ,unbedachtsamkeit und ,leichtsinn1 sondern aus triftigen1 wohlberlegten ,grnden4 ,will ich daher etwas ,sicheres finden1 so mu ich mich bezglich alles dessen knftig ebenso sorgfltig der ,zustimmung enthalten1 als htten wir es mit offenbar ,falschem zu thun4 ,doch es ist nicht genug1 dies blo erkannt zu haben2 ich mu es mir auch stets gegenwrtig zu halten suchen1 denn immer wieder kehren die gewohnten ,meinungen zurck und nehmen meinen leichtglubigen ,sinn selbst gegen meinen ,willen ein1 als sei er ihnen durch langen ,verkehr und das ,recht engster ,freundschaft verpflichtet4 ,ich werde es mir auch nie abgewhnen1 ihnen beizustimmen und zu vertrauen1 so lange ich sie als das hinnehme1 was sie in der ,that sind1 nmlich ein wenig zweifelhaft1 wie wir gesehen1 aber gleichwohl doch so glaubhaft1 da es viel vernnftiger ist1 ihnen zu trauen1 als zu mitrauen2 darum glaube ich wohl ganz richtig zu verfahren1 wenn ich1 um gerade das ,gegenteil zu erreichen1 mich selbst einer ,tuschung hingebe und eine ,zeitlang alle jene ,meinungen fr ganz falsch und erdichtet annehme1 bis schlielich das ,gewicht der ,vorurteile beiderseits gleich ist und frder keine ble ,gewohnheit mehr mein ,urteil von der richtigen ,auffassung der ,dinge ablenkt4 ,ich wei1 da daraus inzwischen keine ,gefahr und kein ,irrtum entstehen wird und da ich mich nicht allzusehr dem ,mitrauen hingeben kann2 es handelt sich ja hier fr mich nicht um ein ,handeln1 sondern nur um ein ,erkennen4 ,ich will daher annehmen1 da zwar nicht der allgtige ,gott1 der die ,quelle der ,wahrheit ist1#bj wohl aber irgend ein ebenso bser1 wie mchtiger und listiger ,geist all sein ,bestreben darauf richtet1 mich zu tuschen2 ich will glauben1 da der ,himmel1 die ,luft1 die ,erde1 die ,farben1 die ,gestalten1 die ,tne und alles auerhalb von uns nur das ,spiel der ,trume sei1 durch die er meiner ,leichtglubigkeit nachstellt4 ,mich selbst will ich so ansehen1 als htte ich keine ,hnde1 keine ,augen1 kein ,fleisch1 kein ,blut noch irgend einen ,sinn1 sondern glaube dies blo flschlicherweise zu haben4 ,ich will hartnckig in dieser ,betrachtung verharren1 und wenn es dann auch nicht in meiner ,macht steht1 etwas ,wahres zu erkennen1 so will ich wenigstens1 soweit es an mir ist1 mit festem ,geiste mich vor ,irrtum bewahren1 und jener ,betrger1 sei er noch so mchtig1 noch so listig1 er soll keinen ,einflu auf mich bekommen6 ,aber dies ,unternehmen ist mhevoll und eine gewisse ,trgheit bringt mich zur ,gewohnheit des tglichen ,lebens zurck1 und gleichwie ein ,gefangener1 der einmal im ,schlafe eine ertrumte ,freiheit geno1 das ,erwachen frchtet1 wenn er nachher zu merken beginnt1 da er trumt1 und sich durch die schmeichlerischen ,traumbilder noch eine ,weile ber seine ,lage hinwegtuscht1 so kehre ich von selbst zurck zu den alten ,meinungen und frchte aufzuwachen1 damit nicht der angenehmen ,ruhe ein arbeitsvolles ,wachen folge1 welches frder nicht in hellem ,lichte1 sondern in der undurchdringlichen ,finsternis der einmal angeregten ,schwierigkeiten verbracht werden mu4 #ag ,abzuweisen -- nicht aber gnzlich zu verwerfen1 wie ,kirchmann bersetzt2 es handelt sich nur um ein ,nichtalsgewiannehmen4 ,das ganz ,sichere und ,gewisse ist es1 das ,descartes sucht1 indem er alles1 was nicht ganz sicher ist1 aus der ,betrachtung ausscheidet1 ohne es deshalb ein fr allemal zu verwerfen4 ,hierin besteht eben die ,eigenartigkeit der ,descartes'schen ,methode1 die ,wahrheit zu finden4 #ah ,contumax vapor ex atra bile1 der hartnckige ,dunst aus der schwarzen ,galle4 ,die schwarze ,galle1 melaina chol wurde bekanntlich frher als ,ursache des melancholischen ,temperaments und gewisser ,formen des ,wahnsinns angesehen4 #ai ,die franzsische ,ausgabe sagt3 444 und da ich nichtsdestoweniger die ,vorstellungen aller dieser ,dinge habe und da mir alles genau so da zu sein scheint1 wie ich es sehe4 #bj ,kuno ,fischer bersetzt offenbar widersinnig3 ,so will ich denn annehmen1 da nicht der allgtige ,gott die ,quelle der ,wahrheit sei1 sondern irgend ein bser und zugleich sehr mchtiger und listiger ,dmon1 der alle seine ,kunst daran gesetzt habe1 mich in ,irrtum zu strzen4 -- ,es kann gewi nicht ,descartes' ,absicht sein1 den ,geist der ,lge als ,quelle der ,wahrheit anzunehmen6 ,vielmehr ist im ,gegenteil der ,sinn3 ,gott sei die ,quelle der ,wahrheit1 nicht aber des ,luges und ,truges1 der von einem ,lgengeiste herrhre4 ,daher ist auch v4 ,kirchmanns bersetzung nicht ganz korrekt3 444 da nicht der allgtige ,gott die ,quelle der ,wahrheit ist1 sondern da ein boshafter ,geist seine ,kraft anwendet1 um mich zu tuschen4 ,zweite ,betrachtung4 ,das ,wesen des menschlichen ,geistes2 es ist uns bekannter als der ,krper4 ,die gestrige ,betrachtung hat mich in so mchtige ,zweifel gestrzt1 da ich dieselben nicht mehr loswerden kann2 und doch auch sehe ich keinen ,weg zu ihrer ,lsung6 ,mir ist1 als sei ich unversehens in einen tiefen ,strudel geraten und so herumgewirbelt1 da ich auf dem ,grunde keinen ,fu fassen1 aber auch nicht zur ,oberflche emporschwimmen kann4 ,doch ich will den ,mut nicht sinken lassen und noch einmal denselben ,weg versuchen1 den ich gestern gegangen war2 ich will also alles aus dem ,wege rumen1 was auch nur den ,schein eines ,zweifels zult1 genau so1 als htte ich es fr gnzlich falsch erkannt2 ich will vorwrts dringen1 bis ich etwas ,gewisses erkenne1 sollte es auch nur die ,gewiheit sein1 da es nichts ,gewisses giebt6 ,nur einen ,punkt1 der fest und unbeweglich sei1 verlangte ,archimedes1 um die ganze ,erde von ihrer ,stelle zu bewegen2 auch ich darf ,groes hoffen1 wenn ich auch nur das ,geringste gefunden habe1 das gewi und unerschtterlich ist6 ,ich nehme also an1 alles1 was ich um mich sehe1 sei falsch2 ich glaube1 da nichts von alledem1 was mir meine trgerische ,erinnerung vorfhrt1 je existierte2 ich habe berhaupt keine ,sinne2 ,krper1 ,gestalt1 ,ausdehnung1 ,bewegung und ,ort sind ,chimren6 -- ,was soll da noch wahr sein8 ,vielleicht dieses ,eine1 da es nichts ,gewisses giebt6 ,aber sollte es denn wirklich nicht noch etwas ,anderes von allem bereits ,angefhrten ,verschiedenes geben1 das auch nicht die geringste ,mglichkeit zu einem ,zweifel bietet8 ,giebt es vielleicht einen ,gott -- oder wie ich ihn sonst nennen soll -- der mir diese ,gedanken einflt8 -- ,doch wozu soll ich dergleichen annehmen1 da ich wohl auch selbst ihr ,urheber sein knnte6 -- ,so wre aber doch wenigstens ,ich etwas8 ,allein ich habe ja bereits geleugnet1 da ich irgend einen ,sinn1 irgend einen ,krper habe6 -- ,doch halt6 ,was folgt denn hieraus8 ,bin ich denn so sehr an den ,krper und die ,sinne gebunden1 da ich nicht auch ohne sie sein knnte8 ,aber ich habe mir ja eingeredet1 es sei gar nichts in der ,welt1 kein ,himmel1 keine ,erde1 kein ,geist1 kein ,krper3 also bin doch auch ich nicht da8 -- ,nein1 ganz gewi war ich da1 wenn ich mir dergleichen eingeredet6 ,aber giebt es nicht irgend einen sehr mchtigen1 sehr schlauen ,betrger1 der mit ,absicht mich immer tuscht --8 ,ganz zweifellos bin aber eben darum auch ich1 wenn er mich tuscht2 mag er mich nun tuschen1 soviel er kann1 das wird er doch nie bewirken knnen1 da ich nicht sei1 whrend ich denke1 ich sei etwas6 und nachdem ich so alles wieder und immer wieder erwogen habe1 mu ich schlielich konstatieren1 da der ,satz3 ,ich bin1 ich existiere unbedingt wahr ist1 so oft ich ihn ausspreche oder denke4#ba ,ich bin mir aber noch nicht hinreichend klar darber1 wer denn ich bin -- jenes ,ich1 das notwendig ist4 ,ich mu mich nun in acht nehmen1 da ich nicht etwa unvorsichtigerweise etwas ,anderes fr mich selbst halte1 und so selbst in der ,erkenntnis dessen in ,irrtum gerate1 was meiner ,behauptung nach das ,gewisseste und ,klarste ist4 ,darum will ich mir einmal vergegenwrtigen1 fr was ich mich frher hielt1 ehe ich auf diese ,gedanken gekommen war4 ,von dieser ,vorstellung meiner selbst will ich dann alles in ,abzug bringen1 was durch die schon angefhrten ,grnde auch nur im allergeringsten erschttert werden kann1 soda schlielich genau das allein brig bleibt1 was sicher und unerschtterlich ist4 ,wofr also habe ich mich frher gehalten8 -- ,fr einen ,menschen selbstverstndlich6 ,was ist aber ein ,mensch8 ,soll ich sagen3 ein vernnftiges ,tier8 -- ,nein1 denn dann mte ich weiter fragen3 was ist ,tier8 was ist vernnftig8 und ich wre von einer ,frage zu mehreren und schwierigeren gelangt2 ich habe auch keine ,lust1 meine ,zeit mit derartigen ,spitzfindigkeiten zu vergeuden4 ,hier will ich vielmehr darauf achten1 was sich meinem ,nachdenken ganz von selbst und natrlich darstellte1 so oft ich mein eigenes ,sein betrachtete4 ,zuerst nun bemerkte ich1 da ich ein ,gesicht1 ferner ,hnde1 ,arme und diese ganze ,gliedermaschine habe1 wie man sie auch an einem ,leichnam wahrnimmt2 ich nannte sie ,leib4 ,dann merkte ich1 da ich mich nhre1 gehe1 fhle und denke1 und ich schrieb diese ,thtigkeiten der ,seele zu4 ,was aber diese ,seele sei1 bemerkte ich berhaupt nicht1 oder ich stellte sie mir als irgend einen feinen ,stoff vor1 als einen ,hauch1 als ,feuer oder ther1 der durch meine grberen ,bestandteile verbreitet sei4 ,bezglich meines ,krpers hingegen hatte ich nicht den geringsten ,zweifel2 ich glaubte sein ,wesen genau zu kennen1 und htte ich es einmal zu beschreiben versucht1 wie es meinem ,geiste sich darstellt1 so wrde ich etwa so gesagt haben3 ,unter ,krper verstehe ich alles1 was durch eine ,gestalt begrenzt und rtlich umschrieben werden kann2 was den ,raum so erfllt1 da es von ihm jeden anderen ,krper ausschliet2 was durch ,gefhl1 ,gesicht1 ,gehr1 ,geschmack1 ,geruch wahrgenommen werden und sich in verschiedener ,weise bewegen kann1 zwar nicht aus eigener ,kraft1 aber durch irgend ein anderes1 mit dem es in ,berhrung kommt4 ,meiner ,meinung nach war nmlich das ,vermgen der ,selbstbewegung1 sowie des ,empfindens und ,denkens in keiner ,weise mit dem ,wesen des ,krpers vereinbar2 ja1 ich war geradezu berrascht1 dergleichen ,fhigkeiten in gewissen ,krpern anzutreffen4 ,nun aber1 da ich annehme1 irgend ein sehr mchtiger1 und1 wenn ich so sagen darf1 boshafter ,betrger habe mich in allem1 soweit es ihm nur irgend mglich war1 irre gefhrt -- kann ich mir dann auch nur noch das geringste von alledem zuschreiben1 was ich zum ,wesen des ,krpers rechnete8 ,ich sehe nach1 bedenke mir's und berlege hin und her1 aber nichts will sich mir zeigen und der fruchtlosen ,wiederholung werde ich mde4 ,was gilt nun aber von dem1 was ich zum ,wesen der ,seele rechnete1 zunchst von der ,ernhrung und dem ,gehen8 ,offenbar bestehen auch diese blo in der ,einbildung1 da ich ja gar keinen ,krper habe6 -- ,aber das ,empfinden8 -- ,auch dieses geschieht nur mit ,hilfe des ,krpers1 und gar oft schien es mir ja auch im ,traume1 als empfinde ich1 whrend ich nachher merkte1 da es nicht wahr sei6 -- ,und schlielich das ,denken8 -- ,hier finde ich es3 das ,denken ist es2 das ,denken allein kann von mir nicht abgetrennt werden2 ich aber bin1 ich existiere1 das steht fest6#bb ,wie lange aber gilt dies8 -- ,offenbar so lange ich denke1 denn es knnte ja auch der ,fall sein1 da ich ganz zu sein aufhrte1 wenn ich berhaupt nicht mehr denke1 und ich lasse jetzt nichts gelten1 als was notwendig wahr ist6 ,hiernach nun bin ich1 genau genommen1 lediglich denkendes ,wesen1#bc d4 h4 ,geist1 ,seele1 ,verstand oder ,vernunft2 lauter ,bezeichnungen1 die mir frher unbekannt waren6 ,aber ein wirkliches und wahrhaft seiendes ,wesen bin ich6 ,was denn nun aber fr ein ,wesen8 ,ich sagte ja3 ein denkendes4 ,was aber weiter8 ,ich will meine ,einbildungskraft anstrengen3 jener ,komplex von ,gliedern1 den man den menschlichen ,leib nennt1 bin ich nicht2 auch bin ich nicht etwa ein feiner ,dunst1 der durch diese ,glieder verbreitet ist1 auch kein ,wind1 kein ,feuer1 kein ,dampf1 kein ,hauch1 oder was ich mir sonst erdichten und vorstellen knnte1 denn alles dies habe ich ja gleich nichts gesetzt4 ,trotz alledem aber bleibt doch der ,satz bestehen3 ,ich bin etwas4 ,es wre vielleicht nicht ausgeschlossen1 da eben das1 was ich gleich nichts setze1 weil ich es nicht kenne1 in ,wahrheit doch mit diesem mir bekannten ,ich identisch ist --8 ,ich wei es nicht1 und streite nicht darber2 nur was mir bekannt ist1 kann ich beurteilen2 bekannt aber ist mir1 da ich bin1 und ich frage mich3 was ist dieses ,ich1 von dem ich dies wei8 ,ganz sicher aber ist1 da die ,kenntnis1 die ich nun habe1 in dieser strengen ,fassung nicht abhngig gemacht werden kann von ,dingen1 deren ,existenz ich noch nicht gewi bin1 mithin von nichts1 was meine ,einbildungskraft sich ausdenkt4 ,gerade dies ,wort3 sich ausdenkt1 erinnert mich schon an den ,fehler1 den ich beging3 denn ich wrde mir in der ,that etwas erdenken1 wenn ich mir irgend ein ,vorstellungsbild von mir machte4 ,denn bildlich vorstellen heit lediglich1 die ,gestalt oder das ,bild eines krperlichen ,gegenstandes betrachten2 nun wei ich aber bereits ganz gewi1 da ich bin1 und wei gleichzeitig1 da mglicherweise alle jene ,vorstellungsbilder1 und berhaupt alles1 was sich auf das ,wesen des ,krpers bezieht1 bloe ,traumbilder sein knnten2 hiernach scheint es ebenso ungereimt1 zu sagen3 ich will durch mein ,vorstellungs- und ,einbildungsvermgen genauer mein ,wesen zu erkennen suchen1 als wenn ich sagte3 ich bin zwar schon erwacht und sehe auch bereits etwas ,wirkliches2 ich sehe es aber noch nicht deutlich genug1 und will mich drum noch einmal schlafen legen1 damit es mir im ,traume wahrer und deutlicher erscheine6 ,so erkenne ich denn1 da nichts von alledem1 was ich mit ,hilfe des ,vorstellungsvermgens auffassen kann1 zu jener ,kenntnis gehrt1 die ich von mir habe1 und mein ,geist mu sich sorgfltigst davon abwenden1 wenn er sein eigenes ,wesen ganz genau erkennen will4 99 99 99 99 99 ,aber was bin ich denn nun8 -- ,ein denkendes ,wesen6 ,was bedeutet das8 -- ,ein ,wesen1 das zweifelt1 erkennt1 bejaht1 verneint1 will1 nicht will1 auch vorstellt und empfindet4#bd -- ,in der ,that1 nicht wenig1 wenn das alles zu meinem ,wesen gehren soll6 ,doch warum sollte es nicht dazu gehren8 ,bin ich es nicht selbst1 der ich fast alles bezweifle1 der ich aber doch immerhin ,etwas erkenne1 dies ,eine bejahe1 alles andere verneine1 aber noch mehr erkennen will1 und dabei nicht will1 da ich getuscht werde1 der ich mir selbst unwillkrlich vielerlei vorstelle1 vieles aber auch empfinde1 als kme es von den ,sinnen her8 ,giebt es hierbei etwas1 das nicht genau ebenso wahr wre als mein ,sein8 -- selbst wenn ich immer trumte2 selbst wenn der1 der mich erschaffen1 mich tuschte1 soviel er vermag8 ,ist denn alles dies etwas ,anderes als mein ,denken8 ,kann von alledem etwas ohne mein ,ich gedacht werden8 ,da ich es bin1 der da zweifelt1 erkennt1 will1 das ist so offenbar1 da sich berhaupt nichts finden lt1 wodurch man es mehr verdeutlichen knnte6 ,ich bin aber ferner auch derselbe1 der vorstellt2 denn wenn vielleicht auch1 wie ich einmal angenommen habe1 gar kein vorgestelltes ,objekt wahr wre1 so besteht doch das ,vorstellen selbst als ein ,vermgen1 das einen ,teil meines ,denkens ausmacht4 ,ebenso bin ich es auch endlich1 der empfindet1 oder der krperliche ,gegenstnde wahrnimmt1 als ob er ,sinn htte4 ,so sehe ich ,licht1 hre ,gerusch1 fhle ,wrme4 ,aber das ist ja nicht richtig2 ich trume ja6 ,nun wohl1 aber sicherlich ist mir doch so1 als ob ich sehe1 hre1 warm werde2 dies kann nicht falsch sein1 dies ist es eigentlich1 was in mir ,empfinden heit1 und genau so in dieser ,auffassung ist das ,empfinden eben nichts ,anderes als ,denken4 ,hiernach beginne ich schon etwas besser zu erkennen1 was ich bin6 99 99 99 99 99 ,es scheint mir aber doch noch -- und ich kann mich der ,meinung nicht erwehren -- da die krperlichen ,gegenstnde1 deren ,bilder sich im ,denken gestalten1 die von den ,sinnen aufgefat werden1 viel deutlicher erkannt werden als jenes ,etwas in mir1 das nicht vorstellbar ist4 ,wunderbar bleibt es allerdings1 da ich die ,dinge1 die mir als ungewi1 unbekannt1 meinem ,wesen fremd erscheinen1 deutlicher erkenne als das ,wahre1 ,bekannte3 als mich selbst6 ,doch ich sehe1 wie die ,sache sich verhalten mag4 ,meinem ,geiste bereitet dieses ,umherirren ,freude2 er will sich nicht in den ,schranken der ,wahrheit halten lassen6 ,so sei es denn6 wir wollen ihm noch einmal ganz die ,zgel schieen lassen4 ,wenn wir sie nachher zur rechten ,zeit wieder anziehen1 wird er sich um so leichter lenken lassen4 ,betrachten wir also jene ,dinge1 die man gewhnlich am deutlichsten zu kennen meint1 nmlich die ,krper1 die wir betasten und sehen1 und zwar nicht die ,krper im allgemeinen1 denn solche ,allgemeinvorstellungen pflegen etwas verworrener zu sein4 ,greifen wir vielmehr einen einzelnen speziellen ,fall heraus4 ,nehmen wir z4 ,b4 dieses ,wachs hier6 ,erst ganz krzlich ist es aus der ,honigscheibe gewonnen worden4 ,noch hat es nicht allen ,honiggeschmack verloren4 ,ein wenig hat es auch noch von dem ,duft der ,blumen1 aus denen es gesammelt worden4 ,seine ,farbe1 seine ,gestalt1 seine ,gre sind deutlich erkennbar4 ,es ist hart1 kalt1 man kann es leicht anfassen1 und wenn man mit dem ,knchel darauf klopft1 giebt es einen ,ton von sich4 ,kurz1 alles ist ihm eigen1 was zur ganz deutlichen ,erkenntnis eines ,krpers erforderlich erscheint4 ,doch sieh da6 whrend ich rede1 kommt es dem ,feuer nahe2 der ,rest des ,geschmacks vergeht2 sein ,geruch verduftet2 seine ,farbe ndert sich2 seine ,form verschwindet4 ,es nimmt zu an ,gre1 wird flssig1 wird hei1 kaum kann man es noch anfassen1 und schlgt man darauf1 so giebt es keinen ,ton mehr6 ,bleibt es nun noch ebendasselbe ,wachs8 -- ,ich mu gestehen1 es bleibt dasselbe2 niemand leugnet es1 niemand ist andrer ,meinung6 ,was war denn nun aber an ihm1 das so deutlich aufgefat wurde8 -- ,sicherlich nichts von alledem1 was ich mit den ,sinnen erreichte1 denn alles1 was unter den ,geschmack1 den ,geruch1 das ,gesicht1 das ,gefhl oder das ,gehr fiel1 hat sich jetzt gendert1 das ,wachs aber bleibt4 ,vielleicht verhielt es sich so1 wie ich jetzt denke3 das ,wachs selbst nmlich war nicht jene ,se des ,honigs1 nicht jener ,blumenduft1 jenes ,wei1 jene ,form1 jener ,ton3 es war vielmehr ein ,krper1 der mir kurz vorher mit solchen1 jetzt aber mit anderen ,bestimmungen in meiner ,vorstellung erschien4 ,was ist nun aber ganz genau das1 was ich hierunter mir zu denken habe8 -- ,sehen wir zu6 ,entfernen wir alles1 was zum ,wesen des ,wachses nicht gehrt1 und sehen zu1 was brig bleibt6 -- ,es ist lediglich ein ,ausgedehntes1 ,biegsames1 ,vernderliches4 ,was ist aber biegsam1 vernderlich8 ,etwa die ,vorstellung1 da dies ,wachs aus der runden ,gestalt in eine viereckige1 oder aus dieser in eine dreieckige gebracht werden kann8 -- ,keineswegs6 ,denn1 wie ich es auffasse1 ist es unzhliger derartiger ,umwandlungen fhig2 unzhlige aber kann ich mit meinem ,vorstellungsvermgen nicht umfassen1 und dieser ,begriff kann mithin durch mein ,vorstellungsvermgen gar nicht vollzogen werden4 ,was ist ferner ausgedehnt8 -- ,ist vielleicht sogar die ,ausdehnung unbekannt8 ,im schmelzenden ,wachs wird sie ja grer1 im heien noch mehr1 und immer mehr1 wenn die ,hitze zunimmt4 ,ich wrde also das ,wesen des ,wachses falsch beurteilen1 wenn ich nicht annhme1 da es auch seiner ,ausdehnung nach mehr ,vernderungen zult1 als mein ,vorstellungsvermgen je umfassen kann4 ,so mu ich schlielich gestehen1 da ich nicht einmal vorstellen kann1 was dieses ,wachs hier#be ist1 sondern dies rein geistig auffasse4 ,ich rede speziell von diesem ,wachs hier2 vom ,wachs im allgemeinen ist es nmlich noch viel einleuchtender6 ,was ist denn nun aber dieses ,wachs1 das man nur rein geistig erfassen kann8 -- ,offenbar dasselbe1 welches ich sehe1 berhre1 vorstelle2 berhaupt dasselbe1 das ich von vornherein annehme1 aber1 wohl zu bemerken1 die ,wahrnehmung desselben besteht nicht in einem ,sehen1 ,berhren1 ,vorstellen1 und bestand berhaupt nie darin1 wenn mir es auch frher so vorkam2 sie besteht vielmehr in einem bloen geistigen ,einblick1 der unvollkommen und verworren sein kann1 wie bisher1 oder klar und deutlich1 wie jetzt1 je nachdem ich mehr oder weniger auf seine ,bestandteile achte4 99 99 99 99 99 ,hierbei setzt es mich nun in ,verwunderung1 wie sehr doch mein ,geist zu ,irrtmern hinneigt1 denn wiewohl ich dies bei mir schweigend und ohne ein ,wort zu reden berlege1 hnge ich doch an den ,worten und lasse mich vom ,sprachgebrauch verleiten4 ,wir sagen nmlich1 wir sehen das ,wachs selbst1 und da es vorhanden ist1 urteilen wir nicht erst aus seiner ,farbe oder ,gestalt4 ,hieraus knnte ich ohne weiteres schlieen1 das ,wachs werde durch das ,sehen des ,auges1 nicht aber durch die bloe ,einsicht des ,geistes erkannt4 ,da sehe ich aber zufllig von meinem ,fenster aus die ,leute auf der ,strae vorbergehen2 ich bin gewohnt1 ganz ebenso wie vom ,wachs zu sagen3 ich sehe sie4 ,was sehe ich denn aber auer ,hten und ,kleidern1 unter denen auch ,automaten stecken knnten8 -- ,ich urteile aber1 es seien ,menschen4 ,so erfasse ich also das1 was ich mit den ,augen zu sehen meinte1 in ,wahrheit nur durch das ,urteilsvermgen1 welches meinem ,geiste innewohnt4 ,aber ich will doch weiser sein als die ,menge6 ,fast schme ich mich1 einen ,zweifelsgrund aus ,redensarten herzuleiten1 welche die ,menge erfunden hat6 ,fahren wir also fort1 sehen wir zu1 ob ich das ,wesen des ,wachses vollkommener und klarer erfate1 als ich es zuerst erblickte und der ,meinung war1 ich erkenne es durch einen ueren ,sinn oder doch berhaupt in sinnlicher ,weise1 das heit1 durch das ,vorstellungsvermgen2 -- oder ob dies erst jetzt der ,fall ist1 nachdem ich sorgfltiger untersucht habe1 sowohl was es ist1 als wie es erkannt wird4 ,hierber kann gewi kein ,zweifel herrschen4 ,was war denn in jener ersten ,auffassung ,deutliches8 ,auch jedes ,tier htte solche ,wahrnehmungen haben knnen6 ,wenn ich aber das ,wachs von seinen ueren ,formen unterscheide und es gleichsam seiner ,hlle entkleidet an sich betrachte1 so kann ich es in der ,that nicht ohne den menschlichen ,geist erfassen1 wiewohl auch da noch ein ,irrtum in meinem ,urteil mglich ist4 ,was soll nun aber von eben diesem ,geiste1 das heit von mir selbst gelten 7auer dem ,geiste erkenne ich nmlich jetzt nichts mehr in mir an78 -- ,wie8 ,sollte ich1 der ich dieses ,wachs so deutlich zu erfassen scheine1 sollte ich nicht mich selbst nicht nur viel wahrer und gewisser1 sondern auch viel deutlicher und klarer erkennen8 ,denn1 wenn ich urteile das ,wachs ist1 weil ich es sehe1 so folgt sicherlich noch viel klarer auch mein eigenes ,dasein daraus1 da ich das ,wachs sehe4 ,denn es wre ja mglich1 da das1 was ich sehe1 in ,wirklichkeit gar kein ,wachs ist2 es wre sogar mglich1 da ich nicht einmal ,augen habe1 um damit zu sehen2 ganz und gar unmglich aber ist es1 da ich1 wenn ich sehe oder 7was mir ganz dasselbe ist7 wenn ich zu sehen denke -- da ich selbst1 der ich denke1 nicht irgend etwas sei6 ,ebenso1 wenn ich urteile1 das ,wachs sei1 weil ich es berhre1 so folgt wiederum dasselbe1 nmlich1 da ich bin2 und ganz dasselbe ergiebt sich auch1 wenn ich auf das ,dasein des ,wachses aus meinem ,vorstellen oder aus irgend etwas anderem schliee4 ,ganz dasselbe aber1 was ich vom ,wachs bemerke1 lt sich auf alle anderen ,dinge1 die auer mir liegen1 anwenden4 ,ferner1 wenn mir die ,wahrnehmung des ,wachses deutlicher erschien1 als sie sich mir nicht nur durch das ,gesicht oder das ,gefhl allein kund gab1 sondern in mehrfacher ,weise1 mu ich dann nicht zugeben1 da ich mich selbst nun noch um vieles deutlicher erkenne1 da ja alles1 was mir zur ,kenntnis des ,wachses oder irgend eines anderen ,krpers verhelfen knnte1 gleichzeitig noch viel besser das ,wesen meines ,geistes darthut8 ,es giebt aber auerdem noch so vielerlei im ,geiste selbst1 wodurch man zu einer klaren ,erkenntnis desselben gelangen kann1 da das1 was wir von den ,krpern herleiteten1 kaum nennenswert erscheint4 ,doch siehe1 so bin ich schlielich ganz von selbst dahin gekommen1 wohin ich wollte4 ,ich wei jetzt1 da die ,krper nicht eigentlich von den ,sinnen oder von dem ,vorstellungsvermgen1 sondern von dem ,verstande allein erfat werden1 und zwar nicht1 weil wir sie berhren und sehen1 sondern lediglich1 weil wir sie denken2 und so erkenne ich denn1 da ich nichts leichter und klarer aufzufassen vermag als meinen ,geist4 ,alte ,meinungen1 an die man sich einmal gewhnt hat1 lassen sich aber nicht so ohne weiteres ablegen1 und so will ich hier ein wenig ,halt machen1 damit sich diese neue ,erkenntnis durch ein lngeres ,verweilen bei dieser ,betrachtung meinem ,gedchtnis um so tiefer einprge4 #ba ,hiermit ist der erste gewisse ,satz gefunden3 ,ich bin4 ,in der ,that scheint es auf den ersten ,blick1 als knne es fr uns nichts ,unmittelbareres und ,gewisseres geben1 als unser eigenes ,ich1 unser ,sein4 ,verfolgen wir aber einmal den ,weg1 den ,descartes gegangen1 um zum ,ich bin zu gelangen6 ,descartes zweifelt an allem2 nirgends bietet sich ihm ein fester ,anhaltspunkt1 soweit er auch ausschaut4 ,da richtet sich sein ,blick1 der bisher nur nach auen gerichtet war1 nach innen4 ,hier findet er eine ,quelle von ,wahrheit6 ,so lange er an ,dinge1 die auer ihm lagen1 dachte1 konnte er in nichts einen ganz unmittelbaren ,einblick bekommen4 ,die ,dinge lagen eben auer ihm1 und nur durch eine ,reihe vermittelnder ,faktoren1 an deren absoluter ,zuverlssigkeit er gerechte ,zweifel hegte1 gelangte er zu einer ,vorstellung von den ,dingen4 ,weiter hatte er nichts von den ,dingen1 als diese seine eigene ,vorstellung1 die von den ,dingen selbst himmelweit verschieden sein konnte4 ,darum zweifelte er4 ,nun hatte er aber doch einmal diese ,vorstellungen4 ,sie waren ihm gegeben1 und sollten ihm nichts ntzen knnen zur ,erkenntnis8 ,er sah doch ganz gewi vielerlei1 hrte ,tne1 fhlte auch ,festes1 ,weiches1 ,warmes1 ,kaltes u4 s4 w4 ,das waren unumstliche ,thatsachen1 und doch mute er zweifeln1 ob wirklich das ,gesehene auch da sei1 ob das ,feste1 ,warme u4 s4 w4 auer ihm vorhanden sei1 oder ob es nur seine ,existenz als ,wahngebilde seiner ,phantasie1 in ihm selbst habe8 -- -- ,aber in ihm selbst1 in seinem ,vorstellen1 war es nun einmal4 ,nun wandte sich ,descartes' ,blick nach innen6 ,er suchte ja nur etwas ,gewisses1 ,sicheres4 ,einerlei1 wo dies sich auch finde4 ,nun kam ihm zum klaren ,bewutsein1 da bei all seinem ,zweifeln ein solch ,gewisses ihm lngst gegeben sei1 nur merkte er es nicht1 solange sein ,blick nach auen gerichtet gewesen4 ,dieses unumstlich ,gewisse war nmlich sein ,sehen1 ,hren1 ,fhlen1 auch sein ,zweifeln1 kurz1 sein ,denken und ,vorstellen4 ,wenn er berhaupt nicht she1 hrte u4 s4 w4 so knnte er ja gar nicht zweifeln1 ob das ,gesehene1 ,gehrte wahr sei4 berhaupt wrde dann uns alles entschwinden1 in ein vollkommnes ,nichts bergehen4 ,wir knnten auch nicht sagen3 ,ich bin1 denn dies ,ich ist erst dadurch uns berhaupt gegeben1 da wir sehen1 hren u4 s4 w41 kurz1 da wir denken4 ,in ,wahrheit wre also nicht das ,ich bin als das ,erste zu bezeichnen1 was sich uns als gewi darstellt1 sondern das ,ich denke1 dem sich dann das ,ich bin anschlsse4 ,so verfhrt auch ,descartes in anderen ,schriften gewhnlich1 und sein erster gewisser ,satz bekommt dann die ,form3 ,ich denke1 ich bin oder auch3 ,ich denke1 also bin ich 7,cogito1 ergo sum74 7,ausfhrlich habe ich mich ber die ,bedeutung des ,descartes'schen ,fundamentalsatzes ausgesprochen in meiner ,abhandlung3 ,cogito1 ergo sum4 ,wiesbaden #ahij47 #bb ,k4 ,fischer 7und ganz hnlich v4 ,kirchmann7 bersetzt3 ,hier finde ich3 das ,denken ist2 das ,denken allein kann von meinem ,wesen nicht abgetrennt werden2 ich bin1 ich existiere3 dieser ,satz ist gewi4 ,dies trifft sehr schlecht den ,sinn ,descartes1 der hier die ,antwort findet auf die ,frage3 ,was ist es1 das zu meinem ,wesen gehrt8 ,unsere bersetzung wird zudem auch durch die franzsische ,ausgabe der ,betrachtungen gerechtfertigt4 ,das ,ich ist an und fr sich ganz inhaltslos4 ,seine ,bedeutung erhlt es erst durch das ,denken1 auf ,grund dessen wir berhaupt erst zu dem ,ich gelangen1 wie wir bereits oben bemerkten4 ,weil ,descartes von vornherein gleich das ,ich bin als das erste ,gewisse hinstellte1 war er gentigt1 das ,dazugehrige wieder dazu zu suchen4 ,er sucht zu der an sich leeren ,form ,ich bin wieder den ,inhalt1 den er oben auer acht gelassen4 ,er that dies mit offenbarer ,absicht4 ,die ,korrektheit der ,darstellung leidet nicht wesentlich darunter1 der ,leser aber wird tiefer in die ,bedeutung des ,fundamentalsatzes eingefhrt1 der nunmehr erst in seinem ganzen ,umfange uns entgegentritt3 ,ich denke -- ich bin6 ,unterziehen wir nun den ,fundamentalsatz einer kurzen ,prfung6 ,das erste ,gewisse ist das ,ich denke und damit zugleich das ,ich bin4 ,der ,begriff denken bedarf aber noch einer genaueren ,bestimmung1 um wirklich genau nur das unmittelbare und erste ,gewisse zu bedeuten4 ,gewi ist uns -- so sagten wir in ,anm4 zu ,s4 #cc -- da wir sehen1 hren u4 s4 w4 ,nichts aber ist uns gewi ber das ,wesen dieses ,sehvorganges4 ,auch nichts ist gewi ber das ,ding1 welches wir zu sehen glauben4 ,gewi ist nur1 da wir es sehen1 oder da es uns so zu ,mute ist1 als sehen wir1 da der gegenwrtige ,zustand ein solcher ist1 wie wir ihn als ,sehen zu bezeichnen gewohnt sind4 ,gewisse ,bestimmtheiten1 die zusammen ein ,bild 7oder einen ,ton u4 s4 w47 ausmachen1 schweben uns vor1 d4 h4 sie sind gegenwrtig1 sie sind gegeben1 und zwar so wie sie eben sind4 ,das nennen wir dann ,vorstellung oder sonst wie4 ,was man aber weiter noch unter ,vorstellung1 ,denken u4 s4 w4 sich denken knnte1 was ber jenes bloe ,so- oder so-sein1 jene ganz unmittelbaren gegenwrtigen ,bestimmtheiten hinausgeht1 alles das ist nicht absolut und in erster ,linie gewi6 ,unmittelbar gewi ist nicht einmal das ,ich bin4 ,erst wenn jene ,bestimmtheiten thatschlich gegeben sind1 gelangen wir zum ,ich2 an sich wre das ,ich gnzlich inhaltsleer und bedeutungslos6 ,ohne die ,beziehung auf das ,ich1 wrden aber jene ,bestimmtheiten niemals ,sehen oder ,vorstellen1 ,denken heien knnen4 ,denn nur dadurch1 da ich mir die ,bestimmtheiten zuschreibe1 sage ich1 ich denke4 ,da aber das ,ich nicht unmittelbar gewi ist1 kann sonach auch das unmittelbar ,gewisse nicht als ,denken1 ,vorstellen u4 s4 w4 bezeichnet werden6 ,in der ,that vollzieht es sich auch in unserem ,bewutsein stets vermge einer ,vermittlung1 nie unmittelbar1 wenn wir dessen inne werden1 da wir vorstellen u4 s4 w4 ,zuerst sind stets1 als schlechthinige beziehungslose ,thatsachen die ,bestimmtheiten gegeben1 die erst durch einen besonderen ,akt der ,beziehung 7oder ,reflexion7 als ,vorstellungen selbst aufgefat werden4 ,dies wiederum ist nur mglich vermge einer ,gegensetzung 7,nicht-,ich und ,ich71 ohne die jene ,bestimmtheiten ganz indifferent bleiben wrden und nie irgendwie bezogen werden knnten 7da keine ,beziehungsrichtung da wre74 ,je nach der ,beziehung der ,bestimmtheiten aber 7auf das ,nicht-,ich oder das ,ich7 wird die ,bestimmtheit als ,bestimmtheit eines ,dinges oder einer ,vorstellung aufgefat4 ,so sei z4 ,b4 die indifferente ,bestimmtheit wei gegenwrtig4 ,wird sie nach auen bezogen1 so ist sie ,eigenschaft eines ,nicht-,ich2 wir sagen ,ein ,ding ist wei4 ,wird sie nach innen bezogen1 so sagen wir3 ich habe die ,vorstellung von wei4 ,unmittelbar gegeben ist aber lediglich die indifferente ,bestimmtheit4 ,ich und ,nicht-,ich1 ,ding und ,vorstellung sind nur ,beziehungsformen1 die1 um thatschlich und gewi werden zu knnen1 eine ,bestimmtheit voraussetzen4 ,nur indem eine ,bestimmtheit nach innen bezogen wird1 kann der ,ich-,gedanke praktisch vollzogen werden4 ,das sogenannte reine ,ich ist nur eine ,abstraktion aus der konkreten1 bestimmten ,ichbeziehung4 ,darum ist auch das ,erste die ,bestimmtheit2 durch ,beziehung geht aus dieser das ,ich stelle vor hervor oder das ,ich denke1 und hieraus1 durch ,abstraktion1 das ,ich 7,ich bin74 ,man sieht leicht1 eben in jenem ,beziehen der ,bestimmtheiten besteht berhaupt erst das eigentliche ,vorstellen6 ,wenn sich nun auch stets sofort an das ,bestimmtsein sogleich ein ,beziehen anknpft1 soda wir nie eine ganz beziehungslose1 indifferente 7gegenstandslose7 ,bestimmung dauernd ins ,auge fassen knnen1 so ist doch leicht einzusehen1 da doch in ,wahrheit genau genommen das ,erste und ,unmittelbarste und ,gewisseste die ,bestimmung ist4 ,das ist nun keineswegs bedeutungslos6 ,heben wir an mit einer ,untersuchung der ,bestimmung1 so ergiebt sich uns daraus bald das ,wesen jener ,beziehung und ,gegensetzung1 wir vermgen einen tiefen ,blick in das ,wesen des ,bewutseins1 des ,ich und der ,dinge auer uns zu thun4 ,es gelingt die ,lsung von ,problemen1 die bisher die ,metaphysik nicht einmal bestimmt ins ,auge zu fassen gewagt hatte4 ,auch das innerste ,wesen und die ,entstehung von ,raum und ,zeit enthllt sich vor uns und die obersten ,grundlagen der ,mathematik und der ,mechanik werden unserem ,verstndnis erschlossen4 ,die ganze ,wissenschaft schliet sich zusammen zu einem festen einheitlichen ,system4 ,ich habe versucht1 von diesem ,system einen berblick zu geben in der ,schrift3 ,grundri der ,philosophie als ,bestimmungslehre 7,wiesbaden #ahij74 #bc ,da ich wirklich nichts weiter bin als ein blo denkendes ,wesen1 will natrlich ,descartes nicht behaupten2 dies beweist er erst spter4 ,hier wird nur gezeigt1 da wir nichts weiter unzweifelhaft uns zuschreiben drfen als das ,denken1 alles andre aber von uns weggedacht werden kann4 ,da wirklich nur das ,denken zu unserem ,wesen gehrt1 beweist er mit ,hilfe des ,satzes1 da alles1 was von dem ,wesen eines ,dinges weggedacht werden kann1 in ,wahrheit nicht zum ,wesen des ,dinges gehrt4 ,dieser ,satz wird aus dem ,gottesbegriffe hergeleitet1 der selbst wieder aus dem ,denken entwickelt wird4 #bd ,der scheinbare ,widerspruch1 da ,descartes oben1 ,s4 #cf1 das ,empfinden als ungewi vom ,denken trennt1 whrend er es hier zu den unmittelbar gewissen ,denkvorgngen zhlt1 lst sich dadurch1 da ,descartes das ,empfinden in doppeltem ,sinne versteht4 ,als ,thtigkeit der ,sinnesorgane -- so ist es ,s4 #cf zu verstehen -- ist es ungewi1 weil der ,krper berhaupt uns noch ungewi ist4 ,hier aber redet ,descartes -- wie er sogleich weiter unten ausdrcklich betont -- lediglich von der ,empfindung1 inwiefern wir uns gewisser ,bestimmtheiten bewut werden4 ,insofern handelt es sich dabei um unmittelbar gewisse ,thatsachen1 um ein ,denken4 #be ,kirchmann bersetzt -- wahrscheinlich durch ein ,versehen 7vera statt cera87 -- was das ,wahre ist4 ,hiermit lt sich indessen nur schwer ein passender ,sinn verbinden4 ,dritte ,betrachtung4 ,das ,dasein ,gottes4 ,nun will ich meine ,augen schlieen1 meine ,ohren verstopfen1 alle meine ,sinne will ich abwenden1 sogar die ,bilder von krperlichen ,gegenstnden will ich alle aus meinem ,denken vertilgen oder1 da dies doch kaum mglich sein drfte1 will ich sie wenigstens als leere ,trugbilder fr nichts achten4 ,zu mir allein will ich reden und in mein ,innerstes blicken1 und mich so allmhlich mit mir selbst bekannter und vertrauter zu machen suchen4 ,ich bin ein ,wesen1 welches denkt1 d4 h4 zweifelt1 bejaht1 verneint1 einiges erkennt1 vieles nicht wei1 will und nicht will1 vorstellt und auch empfindet4 ,obwohl nmlich das1 was ich denke oder vorstelle auer mir vielleicht nichts ist1 so sind doch1 wie ich bereits oben bemerkte1 sicherlich jene ,denkweisen1 die ich ,sinne und ,vorstellungen benenne1 insofern sie lediglich als ,denkweisen gefat werden1 etwas ,wirkliches in mir4 ,mit diesen wenigen ,worten nun habe ich alles angefhrt1 was ich wirklich wei1 soweit mir wenigstens bis jetzt klar geworden ist1 da ich es wei4 ,nun will ich sorgfltiger um mich schauen1 ob sich vielleicht noch anderes bei mir findet1 das ich bisher unbeachtet lie4 ,ich bin sicher1 da ich ein denkendes ,wesen bin2 mte ich denn also nicht auch wissen1 was dazu gehrt1 da ich einer ,sache sicher bin8 ,es ist doch in jener ersten ,erkenntnis nichts ,anderes enthalten als eine klare und deutliche ,auffassung dessen1 was ich behaupte4 ,diese aber knnte offenbar nicht gengen1 mich der ,wahrheit eines ,gegenstandes zu vergewissern1 wenn es berhaupt mglich wre1 da etwas1 das ich so klar und deutlich einsehe1 nicht wahr sei4 ,somit darf ich wohl als allgemeine ,regel festhalten3 ,wahr ist alles das1 was ich ganz klar und deutlich einsehe4 ,allein ich habe ja frher vieles als ganz gewi und offenbar gelten lassen1 und fand nachher doch1 da es ungewi sei4 ,was war denn dies8 ,es war ,erde und ,himmel1 die ,sterne und alles andere1 das ich mit den ,sinnen erfate4 ,was aber war mir denn dabei so klar8 -- ,offenbar nur1 da dergleichen ,vorstellungen oder ,gedanken meinem ,geiste sich darstellten4 ,da jene ,vorstellungen in mir stattfinden1 das leugne ich ja auch jetzt nicht4 ,es war aber noch etwas ,anderes1 das ich behauptete und so zu glauben gewohnt war1 da ich es sogar deutlich wahrzunehmen meinte1 whrend ich es in der ,that doch nicht wahrnahm3 nmlich das ,dasein von ,dingen auer mir1 von denen jene ,vorstellungen ausgingen und denen dieselben ganz hnlich wren4 ,hierin aber irrte ich entweder1 oder1 falls ich recht hatte1 ergab sich mir dies sicherlich nicht kraft meiner ,wahrnehmung4 ,wie verhielt es sich aber1 wenn ich in der ,arithmetik oder ,geometrie irgend etwas ganz ,einfaches und ,leichtfaliches betrachtete1 wie z4 ,b4 da zwei und drei zusammen fnf giebt und dergleichen8 ,solche ,stze wenigstens sah ich doch wohl klar genug ein1 um behaupten zu knnen1 sie seien wahr8 -- ,allerdings erklrte ich sie spter auch nur aus dem einzigen ,grunde fr zweifelhaft1 weil mir in den ,sinn kam1 es htte vielleicht ein ,gott mich so schaffen knnen1 da ich selbst in den scheinbar handgreiflichsten ,dingen mich meiner ,natur nach in ,irrtum befinde4 ,so oft diese vorgefate ,meinung von ,gottes ,allmacht mir aufstt1 mu ich allerdings gestehen1 da ,gott1 wenn er nur wolle1 mich leicht knne irren lassen1 selbst in ,dingen1 die ich mit meinen geistigen ,augen aufs klarste zu sehen meine4 ,wende ich mich dann aber den ,dingen selbst zu1 die ich so ganz klar wahrzunehmen glaube1 so werde ich jedesmal so ganz von der ,wahrheit durchdrungen1 da ich unwillkrlich in die ,worte ausbreche3 tusche mich einer1 wenn er es vermag6 das wird er doch niemals zu ,wege bringen1 da ich nichts bin1 whrend ich denke ich sei etwas6 oder da es je wahr wre1 da ich nie gewesen1 da ich doch nun wirklich bin2 -- oder auch1 da zwei und drei zusammen mehr oder weniger als fnf sei u4 dgl41 denn darin erkenne ich einen offenbaren ,widerspruch4 ,da ich nun aber sicherlich keine ,veranlassung zu der ,annahme habe1 es sei ein ,gott1 der mich tuscht2 ja1 da ich nicht einmal sicher wei1 ob es berhaupt einen ,gott giebt1 so ist ein ,zweifel1 der sich lediglich auf diese ,annahme sttzt1 sehr schwach und sozusagen metaphysisch begrndet4 ,doch auch diesen letzten ,zweifel will ich beseitigen und mu daher1 sobald sich ,gelegenheit dazu bietet1 untersuchen1 ob ein ,gott ist1 und1 falls er ist3 ob er ein ,betrger sein kann4 ,so lange ich nmlich dies nicht wei1 kann ich wohl berhaupt ber nichts jemals ,gewiheit erlangen6#bf 99 99 99 99 99 ,doch um den ,verlauf der ,untersuchung nicht zu unterbrechen1 drfte es zunchst angemessen sein1 alle ,gedanken in gewisse ,gattungen einzuteilen und festzustellen1 worin ,wahrheit und ,irrtum eigentlich besteht4 ,gewisse ,gedanken nun sind gleichsam ,bilder von ,dingen1 und diesen allein kommt eigentlich der ,name ,vorstellung zu2 so z4 ,b4 wenn ich mir einen ,menschen1 eine ,chimre1 den ,himmel1 einen ,engel oder ,gott denke4 ,andere ,gedanken haben auerdem noch eine andere ,form4 ,wenn ich z4 ,b4 will1 wenn ich frchte1 bejahe1 verneine1 so denke ich mir zwar stets ein ,etwas1 das diesem ,denken zu ,grunde liegt1 aber ich denke mir noch etwas mehr dabei als ein bloes ,bild von jenem ,etwas4 ,solche ,gedanken sind einmal die sogenannten ,begehrungen oder ,affekte1 dann die ,urteile4 ,was nun die ,vorstellungen anbetrifft1 so knnen sie eigentlich nicht falsch sein1 wenn man sie nur an sich betrachtet und auf nichts anderes bezieht4 ,ob ich eine ,ziege oder eine ,chimre mir vorstelle3 da ich es vorstelle1 ist im einen ,fall ebenso wahr wie im andern6 ,auch beim ,willen und den ,affekten brauche ich keinen ,irrtum zu frchten1 denn wenn ich auch ,schlechtes oder ganz und gar ,unmgliches wnschen kann1 so bleibt es darum doch immer wahr1 da ich solches begehre4 ,so bleiben nur die ,urteile allein1 bei denen ich mich vor ,irrtum hten mu4#bg ,der hauptschlichste und hufigste ,irrtum aber1 den man in ihnen finden kann1 besteht darin1 da ich meine1 die ,vorstellungen1 die in mir sind1 seien gewissen ,dingen auer mir hnlich und entsprechend4 ,in der ,that1 wenn ich die ,vorstellungen nur als gewisse ,arten meines ,denkens betrachten und auf nichts ,anderes beziehen wrde1 so knnten sie mir kaum irgend einen ,stoff zum ,irrtum geben4 ,von diesen ,vorstellungen nun sind die einen1 dem ,anscheine nach1 mir angeboren1 andere sind mir von auen gekommen1 andere aber habe ich mir selbst gebildet4 ,wenn ich erkenne1 was ,ding1 ,wahrheit1 ,denken ist1 so kann ich dies wohl lediglich aus meinem eigenen ,wesen schpfen4 ,hre ich dagegen ein ,gerusch1 sehe ich die ,sonne1 fhle das ,feuer1 so meinte ich bisher1 dies kme von ,dingen auer mir4 ,vorstellungen aber wie ,sirenen1 ,hippogryphen u4 dgl4 bilde ich mir selbst4 ,doch ich knnte auch annehmen1 alle ,vorstellungen kmen von auen1 oder alle seien mir angeboren1 oder alle seien von mir gebildet2 noch habe ich ja ihren wahren ,ursprung nicht klar erkannt6 ,doch hier handelt es sich vorzglich um diejenigen1 welche ich als entlehnt von ,dingen auer mir ansehe1 und es fragt sich3 was veranlat mich1 diese ,vorstellungen fr ,abbilder von ,dingen zu halten8 ,die ,natur scheint es mich eben so gelehrt zu haben4 ,zudem erwarte ich auch1 da diese ,vorstellungen nicht von meiner ,willkr1 mithin nicht von mir1 abhngen1 denn oft habe ich sie selbst gegen meinen ,willen4 ,so empfinde ich ,wrme1 ob ich nun will oder nicht2 darum glaube ich1 die ,wrme-,empfindung oder ,vorstellung komme mir von etwas1 das von mir ganz verschieden ist1 von der ,wrme des ,feuers1 bei dem ich sitze2 was ist dann aber nherliegend als die ,meinung1 jenes ,ding sende mir eher ,seinesgleichen zu als etwas ,anderes8 ,wenn ich hier sage3 die ,natur hat es mich so gelehrt1 so meine ich damit nur1 ein unwillkrlicher ,trieb bringe mich zu diesem ,glauben1 nicht aber ein natrliches ,erkenntnisvermgen#bh stelle es mir als wahr hin4 ,das sind zwei sehr verschiedene ,dinge6 ,was mir nmlich durch das natrliche ,erkenntnisvermgen einleuchtet 7wie z4 ,b4 der ,satz1 da aus meinem ,zweifeln mein ,sein folgt und hnliches71 das kann in keiner ,weise zweifelhaft sein1 weil es kein anderes ,vermgen geben kann1 dem ich so1 wie jenem ,lichte der ,erkenntnis vertraue1 oder das mir klar machen knnte1 es sei nicht wahr1 was ich vermge jenes ,lichtes erkenne4#bi -- ,was aber die natrlichen ,triebe anlangt1 so habe ich schon frher oftmals gefunden1 da ich von ihnen zum ,schlechten angetrieben wurde1 wenn es sich darum handelte1 das ,gute zu erwhlen2 und ich sehe nicht ein1 warum ich ihnen in anderen ,dingen mehr ,vertrauen schenken soll4 ,wenn nun aber auch jene ,vorstellungen unabhngig sind von meinem ,wollen1 so ist damit noch nicht gesagt1 da sie von auer mir liegenden ,dingen herkommen4 ,gleich wie die oben erwhnten ,triebe wohl in mir sind1 aber gleichwohl von meinem ,wollen verschieden zu sein scheinen1 so knnte es wohl auch ein anderes mir nur noch nicht hinreichend bekanntes ,vermgen in mir geben1 das jene ,vorstellungen hervorbringt4 ,so habe ich es ja bisher auch schon immer beobachtet1 da im ,schlafe ohne irgend welches ,zuthun uerer ,dinge ,vorstellungen in mir entstehen6 ,selbst wenn aber schlielich auch die ,vorstellungen von ueren ,dingen herrhrten1 so folgt daraus doch noch nicht1 da sie jenen ,dingen auch hnlich sein mten2 meine ich doch vielmehr hufig gerade hier einen groen ,unterschied angetroffen zu haben4 ,so finde ich in mir beispielsweise zwei verschiedene ,vorstellungen von der ,sonne4 ,die eine hat ihren ,ursprung in den ,sinnen und ist hauptschlich zu jenen zu rechnen1 die ich meiner ,meinung nach von auen erhalte2 nach dieser ,vorstellung erscheint mir die ,sonne sehr klein4 ,die andere ,vorstellung habe ich aus astronomischen ,beweisen gewonnen1 d4 h4 ich habe sie aus gewissen mir angeborenen ,begriffen heraus entwickelt oder in irgend einer anderen ,weise gebildet2 hiernach stellt sich die ,sonne vielmal grer als die ,erde dar4 ,beide ,vorstellungen knnen aber der einen auer mir befindlichen ,sonne nicht hnlich sein1 und die ,vernunft sagt mir1 da gerade diejenige ihr am unhnlichsten ist1 die doch am allerunmittelbarsten von der ,sonne selbst herzukommen schien6 ,aus alledem geht zur ,genge hervor1 da nicht ein sicheres ,urteil1 sondern nur ein blinder ,trieb mich zu der ,meinung veranlate1 es gebe ,dinge1 die von mir verschieden sind und mir ,vorstellungen oder ,bilder von sich durch ,vermittlung der ,sinnesorgane oder auf andere ,weise zusenden4 ,es zeigt sich mir aber noch ein anderer ,weg1 um festzustellen1 ob einige von den ,dingen1 deren ,vorstellungen ich in mir habe1 auch auer mir existieren4 ,inwiefern nmlich jene ,vorstellungen lediglich gewisse ,arten des ,denkens sind1 finde ich zwischen ihnen keinen ,unterschied und alle scheinen in gleicher ,weise aus mir hervorzugehen4 ,insofern aber die eine dies1 die andere das darstellt1 sind sie offenbar sehr verschieden voneinander4 ,ohne ,zweifel sind die1 welche ,substanzen darstellen1 in gewisser ,beziehung mehr2 sie enthalten sozusagen mehr objektive ,realitt#cj in sich als die1 welche nur ,eigenschaften oder ,accidenzen darstellen2 und wenn ich einen hchsten ,gott vorstelle1 der ewig1 unendlich1 allweise1 allmchtig und der ,schpfer aller ,dinge ist1 die auer ihm sind3 so hat wiederum diese ,vorstellung mehr objektive ,realitt in sich als die1 welche endliche ,substanzen darstellen4 ,nun sagt uns aber unser natrliches ,erkenntnisvermgen1 da in der ganzen wirkenden ,ursache mindestens ebensoviel ,realitt enthalten sein mu1 als in der ,wirkung ebendieser ,ursache4 ,woher knnte denn die ,wirkung anders ihre ,realitt empfangen1 als von der ,ursache8 und wie knnte die ,ursache diese geben1 wenn sie sie nicht selbst htte8 ,daraus aber ergiebt sich1 da weder etwas aus ,nichts entstehen kann1 noch ein ,vollkommneres 7d4 h4 mehr ,realitt ,enthaltendes7 aus einem ,unvollkommneren4 ,und das gilt offenbar nicht nur fr diejenigen ,wirkungen1 deren ,realitt eine aktuale oder formale ist1 sondern auch fr die ,vorstellungen1 bei denen nur eine objektive ,realitt in ,betracht kommt4#ca ,das heit also1 es ist ganz unmglich1 da beispielsweise ein ,stein1 der bisher nicht da war1 jetzt zu sein anfange1 es sei denn1 da er von etwas ,anderem ins ,dasein gerufen wird1 in dem das ganze ,sein1 das im ,steine gesetzt wird1 entweder im gleichen oder in hherem ,grade#cb enthalten ist1 ebenso wie es auch unter anderem unmglich ist1 da einem ,dinge1 das bisher nicht warm war1 ,wrme zugefhrt werde auer von einem anderen ,dinge1 das mindestens auf derselben ,seinsstufe steht1 wie die ,wrme4 ,ich konnte aber auch nicht einmal die ,vorstellung der ,wrme oder des ,steines haben1 wenn sie nicht durch eine ,ursache in mir hervorgerufen ist1 die mindestens ebensoviel ,realitt enthlt1 als ich im ,steine oder in der ,wrme vorstelle4 ,zwar geht nichts von der aktualen oder formalen ,realitt der ,ursache in meine ,vorstellung ber1 man darf aber darum doch nicht glauben1 diese ,vorstellung msse darum weniger real sein1 vielmehr bedarf die ,vorstellung an sich ihrem ,wesen nach keiner anderen formalen ,realitt auer der1 die sie von meinem ,denken entlehnt1 dessen ,modus sie ist4 ,damit aber diese ,vorstellung gerade diese oder jene objektive ,realitt enthalte und nicht eine andere1 dazu bedarf sie einer ,ursache1 die wenigstens ebensoviel formale ,realitt besitzt1 als sie selbst an objektiver ,realitt enthlt4 ,denn gesetzt den ,fall1 in der ,vorstellung finde sich etwas1 das in ihrer ,ursache nicht war1 so htte sie es folglich von nichts4 ,so unvollkommen nun auch jene ,seinsweise sein mag1 durch die ein ,ding im ,geiste durch die ,vorstellung vergegenstndlicht ist1 so ist sie sicherlich doch nicht vllig gleich ,null und kann daher auch nicht aus ,nichts hervorgehen4#cc ,da die ,realitt1 die ich in meinen ,vorstellungen anschaue1 nur eine objektive ist1 so knnte man meinen1 dieselbe ,realitt brauche nicht formal in den ,ursachen jener ,vorstellungen zu sein1 es genge1 wenn sie in ihnen ebenfalls objektiv sei4 ,doch diese ,annahme ist unzulssig2 denn wie die objektive ,seinsweise den ,vorstellungen ihrem ,wesen nach entspricht1 so entspricht die formale ,seinsweise den ,ursachen der ,vorstellungen1 deren ,natur gem2 wenigstens den ersten und hauptschlichsten ,ursachen4 ,es kann ja wohl auch eine ,vorstellung aus einer anderen hervorgehen1 aber ohne ,ende kann das nicht fortgehen2 schlielich mu man doch bei einer ersten ,vorstellung ankommen1 deren ,ursache gleichsam das ,original ist1 in dem alle ,realitt formal 7wirklich7 enthalten ist1 die sich in der ,vorstellung nur objektiv findet4 ,so leuchtet mir nun vermge meiner natrlichen ,erkenntniskraft ein1 da meine ,vorstellungen gleichsam ,bilder sind1 die zwar leicht hinter der ,vollkommenheit der ,dinge1 von denen sie herrhren1 zurckbleiben1 niemals aber ,greres oder ,vollkommneres#cd als jene enthalten knnen4 ,je lnger und sorgfltiger ich dies alles prfe1 um so klarer und deutlicher sehe ich seine ,richtigkeit ein4 ,was folgt nun aber schlielich daraus8 ,wenn die objektive ,realitt einer von meinen ,ideen so gro ist1 da sie mit ,gewiheit weder mit demselben noch mit einem hheren ,grade von ,realitt in mir enthalten sein und ich selbst mithin nicht ihre ,ursache sein kann1 so folgt daraus notwendig1 da ich nicht allein in der ,welt bin2 es mu noch etwas ,anderes existieren1 das die ,ursache jener ,vorstellung ist4 ,findet sich in mir aber keine solche ,vorstellung1 so htte ich gar keinen ,grund1 der mich der ,existenz eines ,wesens auer mir versicherte4 ,ich habe mich ja aufs sorgfltigste nach allem umgeschaut1 konnte aber bis jetzt nichts anderes finden6 99 99 99 99 99 ,unter meinen ,vorstellungen nun -- auer der von mir selbst1 die uns hier keine ,schwierigkeiten bereitet -- befindet sich eine1 die ,gott1 andere1 die ,krper und leblose ,wesen1 wieder andere1 welche ,engel1 dann solche1 die ,tiere und schlielich solche1 die ,menschen meinesgleichen vorstellen4 ,was die ,vorstellungen von anderen ,menschen1 von ,tieren und von ,engeln anbetrifft1 so erkenne ich leicht1 da dieselben aus denen1 die ich von mir1 den ,krpern1 und ,gott habe1 sich bilden lassen1 selbst wenn es auer mir weder ,menschen noch ,tiere noch ,engel in der ,welt gbe4 ,in den ,vorstellungen von ,krpern aber findet sich nichts1 das so viel ,realitt bese1 da es nicht auch aus mir selbst htte hervorgehen knnen4 ,denn wenn ich genauer zusehe und sie einzeln prfe1 wie ich gestern die ,vorstellung des ,wachses prfte1 so bemerke ich nur ,weniges1 das ich an ihnen klar und deutlich auffasse1 nmlich die ,gre oder die ,ausdehnung in ,lnge1 ,breite und ,tiefe1 ferner die ,gestalt1 die durch die ,begrenzung der ,ausdehnung entsteht2 die ,lage1 welche verschiedene ,gestaltungen gegeneinander einnehmen1 und die ,bewegung1 oder die ,vernderung dieser ,lage4 ,man knnte noch hinzufgen ,substanz1 ,dauer und ,zahl4 ,alles brige aber1 wie ,licht und ,farben1 ,tne1 ,gerche1 ,geschmack1 ,wrme und ,klte sowie die anderen fhlbaren ,eigenschaften denke ich nur ganz verworren und dunkel1 und wei darum auch nicht1 ob sie wahr oder falsch sind1 d4 h4 ob die ,vorstellungen1 die ich von ihnen habe1 ,vorstellungen von ,dingen oder von ,nichtdingen sind4 ,wiewohl nmlich1 wie ich kurz vorher bemerkte1 die eigentliche oder formale ,falschheit nur in ,urteilen anzutreffen ist1 so giebt es doch auch eine materiale ,falschheit in den ,vorstellungen1 wenn sie nmlich ein ,nichtding als ,ding vorstellen4 ,so sind beispielsweise die ,vorstellungen von ,wrme und ,klte so wenig klar und deutlich1 da ich aus ihnen nicht entnehmen kann1 ob die ,klte nur ein ,mangel an ,wrme ist1 oder die ,wrme ein ,mangel an ,klte1 oder ob beides wirkliche ,eigenschaften sind1 oder keines von beiden4 ,da nun aber alle ,vorstellungen nur ,vorstellungen von ,dingen sein knnen1 so wrde die ,vorstellung1 die mir die ,klte als etwas ,wirkliches und ,positives hinstellt1 nicht mit ,unrecht falsch genannt werden1 falls wirklich ,klte lediglich ,wrmemangel wre4 ,entsprechendes gilt in den anderen ,fllen4#ce ,hiernach nun ist es in der ,that nicht ntig1 fr diese ,vorstellungen einen anderen ,urheber als mich selbst zu suchen4 ,denn sind sie falsch1 d4 h4 stellen sie keine ,dinge dar1 so sagt mir mein natrliches ,erkenntnisvermgen1 da sie aus ,nichts hervorgehen1 d4 h4 da sie nur darum in mir sind1 weil meiner ,natur etwas fehlt1 weil sie nicht ganz vollkommen ist4 ,sind sie aber wahr1 so bieten sie mir doch so wenig ,realitt dar1 da ich sie nicht einmal von dem ,nichtseienden unterscheiden kann1 und ich sehe nicht ein1 warum sie nicht aus mir selbst hervorgehen knnten4 ,von dem dagegen1 was in den ,vorstellungen von ,krpern klar und deutlich ist1 knnte ich wohl einiges von der ,vorstellung meines ,ich entlehnt haben1 nmlich ,substanz1 ,dauer1 ,zahl und hnliches4 ,ich denke mir nmlich den ,stein als eine ,substanz oder ein ,wesen1 das durch sich selbst zu bestehen vermag4 ,ich denke mir ferner mein ,ich als ,substanz4 ,nun fasse ich zwar mich selbst als denkendes1 nicht ausgedehntes ,wesen1 den ,stein aber als ausgedehntes1 nicht denkendes ,wesen auf1 und es ist somit ein sehr groer ,unterschied zwischen beiden ,auffassungen4 ,darin aber stimmen sie doch berein1 da beide ,substanzen sind4 ,ebenso1 wenn ich wahrnehme1 da ich jetzt bin1 und mich erinnere1 da ich auch frher eine ,zeitlang bestand2 wenn ich ferner mehrere ,gedanken habe1 deren ,zahl ich kenne1 so gewinne ich die ,vorstellungen von ,dauer und ,zahl1 die ich nun auch auf beliebige andere ,dinge bertragen kann4 ,alles andere aber1 aus dem die ,vorstellungen von ,krpern sich zusammensetzen1 wie ,ausdehnung1 ,gestalt1 ,lage1 ,bewegung1 sind zwar in mir1 der ich lediglich denkendes ,wesen bin1 nicht wirklich 7formaliter7 enthalten1 da sie aber nur gewisse ,eigenschaften einer ,substanz sind1 ich aber selbst eine ,substanz bin1 so knnen sie offenbar in mir1 vermge meiner greren ,realitt 7eminenter7 enthalten sein4 ,so bleibt also allein die ,vorstellung ,gottes brig1 bei der es sich fragt1 ob sie etwas enthlt1 das aus mir nicht hat hervorgehen knnen4 99 99 99 99 99 ,unter ,gott verstehe ich ein unendliches1 unabhngiges1 allweises1 allmchtiges substanzielles ,wesen1 von dem ich und alles1 was etwa noch auer mir existiert1 geschaffen bin4 ,diese ganze ,vorstellung ist derartig1 da ich um so weniger mir denken kann1 sie sei aus mir selbst hervorgegangen1 je sorgfltiger ich sie ins ,auge fasse4 ,so ergiebt sich denn aus dem oben ,gesagten1 da ,gott notwendig ist4 ,zwar habe ich eine ,vorstellung von ,substanz1 weil ich selbst ,substanz bin2 dies kann jedoch nicht die ,vorstellung einer unendlichen ,substanz sein1 da ich selbst endlich bin1 eine solche ,vorstellung kann vielmehr nur von einer wirklich unendlichen ,substanz hervorgehen4 ,auch darf ich nicht etwa glauben1 ich erfasse das ,unendliche nicht durch eine wirkliche ,vorstellung1 sondern nur durch ,negation des ,endlichen1 hnlich wie ich die ,ruhe und die ,finsternis durch ,negation der ,bewegung und des ,lichtes erfasse4 ,ich erkenne vielmehr ganz klar1 da die unendliche ,substanz mehr ,realitt enthlt als die endliche2 da mithin in gewissem ,sinne die ,vorstellung des ,unendlichen der des ,endlichen1 d4 h4 die ,vorstellung ,gottes1 der des ,ich vorausgeht4 ,wie knnte ich denn wissen1 da ich zweifle1 da ich begehre1 d4 h4 da mir etwas fehlt1 und da ich unvollkommen bin1 wenn in mir nicht die ,vorstellung eines vollkommneren ,wesens wre1 mit dem ich mich vergleichen kann1 um meine ,mngel zu erkennen8#cf ,auch kann man nicht sagen1 diese ,gottes-,vorstellung sei vielleicht material falsch und knne daher ebenso gegenstandslos sein1 wie ich es vorhin von den ,vorstellungen der ,wrme und ,klte und von hnlichem bemerkte4 ,im ,gegenteil vielmehr3 sie ist uerst klar und bestimmt und enthlt mehr objektive ,realitt1 als irgend eine andere1 und darum ist keine an sich#cg wahrer1 bei keiner ist der ,verdacht der ,falschheit mehr ausgeschlossen als bei ihr6 ,diese ,vorstellung eines vollkommensten und unendlichen ,wesens1 sage ich1 ist 7material7 vollkommen wahr3 ,knnte man vielleicht auch sich einbilden1 ein solches ,wesen existiere nicht2 das kann ich mir doch nicht einbilden1 da die ,vorstellung desselben mir nichts ,reales biete1 wie ich es vorhin von der ,vorstellung der ,klte sagte4 ,jene ,vorstellung ist aber auch vollkommen klar und bestimmt1 denn in ihr ist alles vllig enthalten1 was ich klar und deutlich wahrnehme1 was wirklich und wahr ist und eine gewisse ,vollkommenheit in sich schliet6 ,auch das lt sich nicht einwenden1 da ich das ,unendliche nicht zu fassen vermag und da sogar unzhliges ,andere in ,gott ist1 das ich weder erfassen1 noch auch berhaupt mit meinem ,denken irgendwie erreichen kann4#ch ,es liegt nmlich in der ,natur des ,unendlichen1 da es von mir1 der ich endlich bin1 nicht begriffen werden kann1 und es gengt1 da ich dies einsehe und erkenne1 da alles1 was ich klar auffasse1 und worin ich eine gewisse ,vollkommenheit erkannt habe1 ebenso wie vielleicht noch unzhliges andere1 von dem ich nichts wei1 in ,gott wirklich enthalten oder in seiner ,seinsflle einbegriffen sei4#ci ,die ,vorstellung1 die ich von ,gott habe1 ist dann die wahrste1 klarste und deutlichste aller meiner ,vorstellungen4 ,vielleicht aber bin ich mehr als ich selbst meine2 vielleicht sind alle jene ,vollkommenheiten1 die ich ,gott zuschreibe1 gewissermaen potential in mir1 wenn sie sich auch noch nicht uern und zur ,wirklichkeit gelangen8 -- ,ich bemerke ja1 wie meine ,erkenntnis sich allmhlich erweitert1 und ich sehe nicht ein1 warum sie sich so nicht mehr und mehr bis ins ,unendliche erweitern sollte1 und warum ich ferner nicht mit ,hilfe dieser so vermehrten ,erkenntnis zu allen brigen ,vollkommenheiten ,gottes gelangen knnte1 und endlich1 warum das ,vermgen zu diesen ,vollkommenheiten1 wenn es in mir ist1 nicht hinreichen sollte1 die ,vorstellung derselben hervorzubringen6 ,doch alles dies ist unmglich6 ,erstens nmlich1 gesetzt auch1 meine ,erkenntnis nehme allmhlich zu1 und vieles sei potential in mir1 das noch nicht in ,wirksamkeit getreten1 so gehrt doch nichts von alledem zur ,vorstellung ,gottes1 in der es berhaupt nichts ,potentiales giebt4 ,gerade das allmhliche ,zunehmen ist ja der sicherste ,beweis der ,unvollkommenheit6 -- ,nhme aber auch zweitens meine ,erkenntnis immer mehr zu1 so sehe ich gleichwohl nicht ein1 wie sie je dadurch ein aktual ,unendliches werden sollte1 da sie niemals dahin gelangen wird1 da sie keines weiteren ,zuwachses mehr fhig wre4 ,gott aber fasse ich als ein aktual ,unendliches auf1 und seiner ,vollkommenheit kann nichts zugefgt werden4 -- ,ich sehe aber drittens auch ein1 da das objektive ,sein der ,vorstellung nicht durch ein blo potentiales ,sein1 das richtig gesagt1 ,nichts ist1 hervorgebracht werden kann1 sondern lediglich durch aktuales oder formales ,sein4 ,alles dies kann man bei genauer ,aufmerksamkeit durch das natrliche ,erkenntnisvermgen ganz klar einsehen4 ,bin ich aber weniger aufmerksam1 und die sinnlichen ,vorstellungsbilder trben mein geistiges ,auge1 so vermag ich mir nicht so leicht ,rechenschaft darber zu geben1 warum die ,vorstellung eines vollkommneren ,wesens als ich1 notwendig von einem wirklich vollkommneren ,wesen herrhren mu4 ,darum will ich ferner zusehen1 ob ich1 der ich jene ,vorstellung habe1 auch sein knnte1 wenn es kein solches ,wesen gbe8 ,da fragt sich's nun3 woher wrde ich dann meine ,existenz haben8 -- ,nun1 etwa von mir selbst1 oder von meinen ,eltern1 oder von irgend welchen anderen unvollkommneren ,wesen als ,gott 7denn etwas ,vollkommneres oder auch nur ebenso ,vollkommnes wie ,gott ist gnzlich undenkbar74 ,wre ich nun aber aus mir selbst1 so wrde ich nicht zweifeln und nichts begehren2 es wrde mir berhaupt gar nichts fehlen4 ,ich wrde mir alle ,vollkommenheiten verliehen haben1 die ich mir irgendwie vorstelle1 und so wre ich selbst ,gott6 -- ,ich brauche nicht etwa zu denken1 das1 was mir noch fehlt1 sei vielleicht schwieriger zu erreichen1 als das1 was ich bereits habe4 ,im ,gegenteil6 ,es wre offenbar weit schwieriger fr mich gewesen1 als denkendes ,wesen1 als ,denksubstanz1 aus dem ,nichts ins ,dasein zu treten1 als die ,kenntnis vieler unbekannter ,dinge zu erwerben1 denn das sind doch nur ,accidenzen jener ,substanz4 ,konnte ich mir das ,grere verleihen1 so htte ich mir gewi nichts versagt1 was leichter zu erreichen ist2 und auch von alledem htte ich mir nichts versagt1 was ich in der ,vorstellung ,gottes wahrnehme1 denn alles dies erscheint mir gar nicht schwerer erreichbar zu sein6 ,wre aber doch etwas dabei1 was schwieriger ist1 so mte es mir auch schwieriger erscheinen1 7falls ich wenigstens all meinen brigen ,besitz von mir selbst htte72 ich wrde dann nmlich erkennen1 da meiner ,macht dort eine ,schranke gesetzt ist4 ,der ,macht dieser ,grnde kann ich mich auch nicht entziehen1 indem ich annehme1 ich sei immer gewesen1 wie ich jetzt bin1 um daraus weiter zu folgern3 nach einem ,urheber meines ,daseins brauche ich gar nicht weiter zu forschen4#dj ,die ganze ,zeit meines ,lebens kann ich nmlich in unzhlige ,teile zerlegen1 und jeder dieser ,teile ist gnzlich unabhngig von allen anderen4 ,daraus1 da ich im vorhergehenden ,augenblick war1 folgt also keineswegs1 da ich auch jetzt sein mte1 es sei denn1 da irgend eine ,ursache mich gleichsam fr diesen ,augenblick von neuem schafft1 d4 h4 mich erhlt4 ,fassen wir nmlich genau das ,wesen der ,dauer ins ,auge1 so ist klar1 da ebendieselbe ,kraft und ,thtigkeit ntig ist1 um ein ,ding in den einzelnen ,momenten seiner ,dauer zu erhalten1 als zu seiner ,neuschpfung erforderlich wre1 wenn es noch gar nicht existierte4 ,der ,satz1 da ,erhalten und ,schaffen sich nur der ,art der ,auffassung nach unterscheiden1 ist also einer von denen1 die wir durch unser natrliches ,erkenntnisvermgen klar einsehen4 ,so mu ich also nun mir selbst die ,frage vorlegen1 ob ich eine ,kraft besitze1 vermge der ich bewirken kann1 da ich1 der ich in diesem ,momente bin1 auch im folgenden ,momente sein werde4 ,da ich nmlich lediglich ein denkendes ,wesen bin1 oder doch nur allein insoweit hier von mir rede1 als ich ein solches ,wesen bin1 so mte ich ohne ,zweifel mir einer solchen ,kraft bewut sein1 wenn ich sie bese4 ,ich bemerke aber keine solche ,kraft1 und erkenne eben daraus aufs klarste1 da ich von einem von mir verschiedenen ,wesen abhnge4 ,doch vielleicht ist dieses ,wesen gar nicht ,gott2 vielleicht sind es meine ,eltern1 die mich ins ,dasein gerufen oder es war eine andere1 weniger vollkommene ,ursache als ,gott4 ,es ist aber klar1 wie ich schon oben sagte1 da in der ,ursache mindestens ebensoviel ,realitt enthalten sein mu1 wie in der ,wirkung4 ,da ich nun ein denkendes ,wesen bin1 das eine ,vorstellung von ,gott hat1 so mu die ,ursache meines ,daseins -- mag dieselbe nun heien wie sie will -- ebenfalls ein denkendes ,wesen sein1 das eine ,vorstellung von allen ,vollkommenheiten hat1 die ich ,gott zuschreibe4 ,bezglich dieser ,ursache nun kann man wieder fragen1 ob sie aus sich selbst oder durch etwas ,anderes existiere4 ,wre sie aus sich selbst da1 so wre sie1 wie aus dem ,gesagten hervorgeht1 ,gott2 denn wenn sie die ,kraft hat1 aus sich selbst zu existieren1 so hat sie ohne ,zweifel auch die ,kraft1 alle die ,vollkommenheiten wirklich zu besitzen1 die sie sich vorstellt4 ,wre jene ,ursache aber durch ein ,anderes da1 so mte man wieder bezglich dieser anderen ,ursache die ,frage stellen1 ob sie aus sich selbst oder durch ein ,anderes existiert1 bis man schlielich bei der letzten ,ursache anlangt1 welche ,gott sein wird4 ,denn da man dies nicht ins ,unendliche fortsetzen kann1 ist um so klarer1 als es sich nicht lediglich um die ,ursache handelt1 die mich einst ins ,leben rief1 sondern vorzglich auch um die1 welche mich gegenwrtig erhlt4 ,man kann auch nicht annehmen1 es htten mehrere ,teil-,ursachen bei meiner ,entstehung zusammengewirkt1 und ich htte von der einen die ,vorstellung dieser1 von der anderen die ,vorstellung jener ,vollkommenheit ,gottes erlangt2 alle jene ,vollkommenheiten seien also wohl irgendwo im ,universum zu finden1 sie seien aber nicht gleichzeitig in einem einzigen ,wesen1 in ,gott vereinigt4 -- ,im ,gegenteil erkenne ich gerade in der ,einheit1 ,einfachheit oder ,unteilbarkeit eine ,haupteigenschaft ,gottes6 ,sicherlich konnte auch die ,vorstellung der ,einheit aller ,vollkommenheiten ,gottes in mir ausschlielich durch die nmliche ,ursache hervorgerufen werden1 von der ich auch die ,vorstellung der brigen ,vollkommenheiten empfing1 denn diese ,ursache htte nicht bewirken knnen1 da ich sie alle vereint und untrennbar erkenne1 wenn sie nicht gleichzeitig mir eine ,kenntnis jeder einzelnen verschafft htte4 ,was nun schlielich meine ,eltern anbetrifft1 so mag ja alles wahr sein1 was ich von ihnen frher glaubte1 aber doch sind sie es nicht1 die mich erhalten1 noch auch haben sie mich1 inwiefern ich ein denkendes ,wesen bin1 hervorgerufen4 ,sie haben vielmehr nur gewisse ,anlagen dem ,stoffe mitgeteilt1 dem ich1 d4 h4 mein ,geist 7den ich jetzt allein fr mein ,ich ansehe71 innezuwohnen meine4 ,bezglich der ,eltern kann also hier weiter keine ,schwierigkeit in ,frage kommen4 ,sonach mssen wir berhaupt den ,schlu ziehen1 da daraus allein1 da ich bin und eine ,vorstellung eines vollkommensten ,wesens1 d4 h4 ,gottes1 habe1 da daraus mit aller ,sicherheit sich beweisen lt1 da ,gott auch wirklich existiere4 99 99 99 99 99 ,ich habe nun noch zu untersuchen1 in welcher ,weise ich jene ,vorstellung von ,gott erhalten4 ,ich habe sie nicht aus den ,sinnen geschpft1 auch ist sie mir nicht unerwartet gekommen1 wie es bei den ,vorstellungen sinnlicher ,dinge zu geschehen pflegt1 wenn diese ,dinge mit meinen ueren ,sinnesorganen zusammentreffen oder mit ihnen zusammenzutreffen scheinen4 ,ich habe mir auch die ,gottesvorstellung nicht selbst gebildet1 denn ich kann von ihr nichts wegnehmen und kann nichts zu ihr hinzufgen4 ,so bleibt also nur brig1 da sie mir angeboren ist1 wie auch die ,vorstellung meiner selbst mir angeboren ist4 ,und darber braucht man sich in der ,that nicht zu wundern1 da ,gott mir bei meiner ,erschaffung jene ,vorstellung gegeben hat1 gleichwie ein ,knstler seinem ,werke sein ,zeichen einprgt4 ,es ist ja gar nicht einmal ntig1 da dies ein besonderes1 von dem ganzen ,werke verschiedenes ,zeichen ist4 ,darum allein1 weil ,gott mich geschaffen1 ist es vielmehr schon sehr wahrscheinlich1 da ich gleichsam nach seinem ,ebenbilde geschaffen bin4 ,diese ,gotthnlichkeit1 welche die ,gottesvorstellung in sich schliet1 nehme ich aber durch das nmliche ,vermgen wahr1 durch das ich mich selbst wahrnehme4 ,mit anderen ,worten3 wenn sich mein geistiger ,blick auf mich selbst richtet1 so werde ich dessen inne1 da ich unvollkommen und von einem anderen ,wesen abhngig bin und ohne ,ende nach immer ,grerem und nach ,besserem strebe4 ,gleichzeitig aber erkenne ich auch1 da jenes ,wesen1 von dem ich abhngig bin1 das ,hhere1 das ich erstrebe1 nicht nur als ein potentiales1 sondern als ein aktuales ,unendliches in sich schliet1 also ,gott ist4 ,die ganze ,kraft dieses ,beweises liegt also darin1 da ich es fr unmglich erkenne1 da ich so existiere1 wie ich bin1 mit der ,vorstellung ,gottes in mir1 wenn ,gott nicht auch wirklich existierte1 -- derselbe ,gott1 dessen ,vorstellung in mir ist1 der alle jene ,vollkommenheiten besitzt1 die ich nicht zu fassen1 sondern gewissermaen nur mit meinen ,gedanken zu berhren vermag2 dem gar kein ,mangel anhaftet4#da ,hieraus geht nun auch zur ,genge hervor1 da dieser ,gott nicht tuschen kann1 denn das sehen wir ohne weiteres ganz klar ein1 da ,lug und ,trug aus einem ,mangel entspringen4 ,doch bevor ich dies eingehender prfe1 und in die anderen ,wahrheiten1 die sich daraus ergeben1 einzudringen suche1 will ich noch ein wenig bei der ,betrachtung ,gottes verweilen4 ,ich will seine ,eigenschaften bei mir erwgen und die ,schnheit dieses unermelichen ,lichtes1 soweit mein geblendetes geistiges ,auge es vermag1 anschauen und voll ,bewunderung anbeten4 ,wie nmlich unserem ,glauben nach in der bloen ,betrachtung der gttlichen ,majestt die hchste ,glckseligkeit des jenseitigen ,lebens besteht1 so zeigt es sich1 da wir auch jetzt schon in dieser selben1 wenn auch noch viel unvollkommneren ,betrachtung das hchste ,glck genieen knnen1 dessen wir in diesem ,leben fhig sind6 #bf ,somit ist selbst die ,gewiheit des ,satzes des ,widerspruchs und die ,gewiheit des ,ich bin bedingt durch die ,erkenntnis ,gottes4 ,da diese aber von dem vorausgegangenen ,ungewissen abhngig ist1 sollte man meinen1 sie knnte selbst nie gewi werden oder gar das ,ungewisse1 aus dem sie selbst hervorgeht1 gewi machen4 ,man hat darum ,descartes vorgeworfen1 er bewege sich im ,kreise2 sein ,system grnde sich in letzter ,linie auf einen ,zirkelschlu4 ,formal ist das bis zu einem gewissen ,grade zutreffend4 ,einen ,vorwurf wird aber nur derjenige darin erblicken1 der das ,wesen philosophischer ,systeme ganz und gar verkennt4 ,die letzte ,sttze eines ,systems mu stets im ,systeme selbst liegen4 ,das ,zusammengehen aller ,teile zu einem groen1 einheitlichen1 abgeschlossenen1 festgefugten ,ganzen ist es1 was dem ,system ,gewiheit giebt4 ,eins fordert das andere2 das andere fordert das erste4 ,fr sich wre weder das eine noch das andere in jeder ,beziehung klar und gewi3 zusammengefgt ergnzen und sttzen beide sich und werden ber allen ,zweifel erhaben4 ,das ,ich bin ist zwar ganz sicher wahr4 ,es bleibt aber die ,forderung -- solange das ,system noch nicht geschlossen -- da diese ,wahrheit durch die ,gottesidee besttigt werde1 wenn wir voll befriedigt sein sollen4 ,die ,gottesidee1 durch das ,ich 7einerlei ob dies gewi oder ungewi ist7 involviert1 wird aus diesem entwickelt1 die ,forderung wird erfllt1 und dadurch beide -- ,gott und ich -- gleichzeitig vollkommen klar und gewi4 ,ein ,zirkel liegt hier nicht vor6 -- ,ich und ,gott sind gleichsam die beiden ,pole des ,descartes'schen ,systems4 ,vgl4 auch ,anm4 ,s4 #eb u4 ,s4 #fj4 #bg ,es ist klar1 da in demselben ,sinne1 in dem die ,vorstellungen und ,begehrungen als wahr bezeichnet werden1 auch die ,urteile wahr sind3 mag das1 was ich urteile1 noch so verkehrt und so falsch sein1 so bleibt es doch stets gewi1 da ich so oder so urteile6 ,die ,urteile sind an sich1 ihrem ,wesen nach genau ebenso wahre ,gedanken1 wie die ,vorstellungen und ,begehrungen4 ,ihrem ,inhalte nach aber knnen sie ebensogut ,falsches zum ,gegenstande haben1 wie die ,vorstellungen und die ,begehrungen6 ,die ,descartes'sche ,einteilung ist daher nicht ganz korrekt gewhlt4 ,alle ,gedanken sind als solche fr sich betrachtet wahr2 sie sind schlechthin gegebene ,thatsachen2 ihrem ,inhalte nach aber1 -- d4 h4 wenn sie auf einen ,gegenstand bezogen werden1 mit einem anderen in ,verbindung gebracht werden -- sind sie dem ,irrtum ausgesetzt1 indem die ,frage entsteht3 sind die ,bestimmtheiten wirklich da1 wohin sie unser ,denken bezieht8 ,will man nun dieses ,beziehen und in ,verbindung bringen als ,urteilen bezeichnen1 so sind allerdings die ,urteile dem ,irrtum ausgesetzt1 wie ,descartes sagt4 ,sie drfen aber insofern nicht mit den an sich wahren ,bewutseinsthatsachen in eine ,reihe gestellt werden1 sondern sind eine ber diese hinausgehende ,thtigkeit1 die natrlich fr sich als solche ebenfalls sich als schlechthinige ,thatsache darstellt4 ,es ist dann auch zu beachten1 da jede eigentliche ,vorstellung eines ,gegenstandes schon implicite ein solches ,urteil enthlt1 welches1 wenn man die ,vorstellung lediglich als ,denkweise betrachtet1 nur durch ein zweites ,urteil in gewisser ,weise eingeschrnkt wird4 #bh lumen naturale4 #bi ,dieses ,licht1 das uns die ,wahrheit der ,stze1 wie3 ich zweifle1 also bin ich1 unmittelbar verbrgen soll1 spielt eine eigentmliche ,rolle in der ,descartes'schen ,philosophie4 ,descartes giebt keine nheren ,erluterungen ber die ,bedeutung dieses ,lichtes1 auf das er sich spter hufig beruft4 ,er setzt damit ein ,wort an die ,stelle des ,beweises1 um wenigstens die ,frage nach dem ,warum8 nicht ganz unbeantwortet zu lassen in ,fllen1 wo ein ,beweis thatschlich nicht mehr mglich ist1 wo es sich um eine einfache1 unmittelbare ,einsicht handelt4 ,eine seiner hinterlassenen unvollendet gebliebenen ,schriften trug den eigentmlichen ,titel3 ,erforschung der ,wahrheit mit ,hilfe des natrlichen ,lichtes4 ,bemerkenswert ist brigens1 da ,descartes jetzt dem ich denke1 ich bin vollkommenste ,gewiheit vermge des natrlichen ,lichtes zuschreibt1 whrend er oben erklrte1 noch einen ,zweifel an der ,wahrheit dieses ,satzes beseitigen zu mssen4 ,nach unserer an jener ,stelle gegebenen ,erluterung kann dies nicht als ein ,widerspruch angesehen werden4 ,das natrliche ,licht zeigt uns1 da jener ,satz der wahrste und sicherste ist4 ,wir knnen daran keinen realen1 wirklichen ,zweifel hegen4 ,theoretisch aber1 formal1 ist es stets mglich1 zu sagen1 ich zweifle1 also einen ,zweifel zu fingieren4 ,um einen solchen fingierten ,zweifel handelte es sich an jener ,stelle4 ,descartes nannte ihn einen metaphysischen ,zweifel4 ,er sttzte sich darauf1 da es doch mglich sei1 da wir notwendig stets irrende ,wesen seien1 und da es ein ,irrtum sei1 wenn ich zu sein glaube4 ,das ist eine ,fiktion1 die wir niemals wirklich glauben knnen1 die den ,thatsachen unseres ,bewutseins widerspricht4 ,um aber selbst diesem ,zweifelsgrund den ,boden zu entziehen1 untersucht ,descartes das ,wesen ,gottes4 #cj ,vgl4 die ,anm4 #b ,s4 #bb4 ,auch hier hat die franzsische ,ausgabe denselben ,zusatz1 wie an jener ,stelle4 #ca ,unter aktualer oder formaler ,realitt ist die wirkliche ,seinsflle eines ,gegenstandes zu verstehen im ,gegensatz zur objektiven ,realitt1 welche blo die in der ,vorstellung symbolisierte ,realitt eines vorgestellten ,gegenstandes bedeutet4 ,die ,ausdrcke rhren aus der aristotelisch-scholastischen ,philosophie her und decken sich ihrem ,sinne nach nicht mehr mit den heutigen gleichlautenden ,benennungen4 -- ,formal heit jene wirkliche ,realitt1 weil man das ,prinzip des wirkenden ,seins als formal bezeichnete4 #cb vel formaliter vel eminenter4 #cc ,bezglich des ,verhltnisses der wirklichen ,seinsflle der ,ursache der ,vorstellung zur vorgestellten ,seinsflle des ,gegenstandes der ,vorstellung1 beweist obiges ,argument nicht das geringste4 ,der ,descartes'sche ,satz 7auf den sich sein ,gottesbeweis sttzt7 ist durchaus unbegrndet4 #cd ,d4 h4 mehr ,realitt ,enthaltendes4 ,vgl4 ,s4 #ee4 #ce ,bei der materialen ,falschheit handelt es sich um einen ,irrtum bezglich der ,vorstellung selbst3 ob sie nmlich objektive ,realitt besitzt oder nicht4 ,in letzterem ,falle wre sie nur in negativem ,sinne eine ,vorstellung 7hnlich wie ,finsternis nur im negativen ,sinne eine ,gesichtswahrnehmung ist74 #cf ,hier zeigt es sich klarer1 was wir schon oben 7,anm4 ,s4 #di7 bemerkten1 da nmlich ,gott eine notwendige ,ergnzung zum ,ich ist1 von diesem gefordert wird1 wie der ,nordpol vom ,sdpol1 und da das ,ich1 zwar an sich gewi1 erst seine volle ,bedeutung und allseitige ,besttigung durch die ,gottesidee erhlt4 ,hieraus ergiebt sich dann leicht1 inwiefern selbst das ,ich bin1 wiewohl es als das ,erste und ,gewisseste erkannt wird1 doch in ,bezug auf seine ,gewiheit noch durch die noch unentwickelte1 in ihrer ,bedeutung noch nicht klar erkannte ,gottesvorstellung in gewissem ,sinne bedingt genannt werden konnte4 ,gott ist sowohl seinem ,wesen nach dem ,ich entgegengesetzt 7unendlich -- endlich71 wie auch dem ,kausalverhltnis nach 7,ursache -- ,wirkung74 ,dadurch bildet er auch -- wie etwa ,jak4 ,bhm sich ausdrcken wrde -- den ,gegenwurf1 an dem der ,geist sich spiegelt1 dadurch er in sich selbst eingeht und seine ,schranken erkennt4 #cg ,d4 h4 material1 in ,bezug auf ihre objektive ,realitt4 7,vgl4 ,s4 #ei ,anm47 #ch ,nec obstat quod non comprehendam infinitum1 vel quod alia innumera in ,deo sint1 quae 444 ,kuno ,fischer bersetzt3 ,und der ,begriff des ,unendlichen wird dadurch nicht gehindert1 da etwa in ,gott noch zahllose andere ,wesen sind1 die 444 ,danach wrde gegen die ,unendlichkeit die ,schwierigkeit erhoben1 da in ,gott zahllose unfabare ,wesen seien2 dies entspricht nicht dem ,sinne ,descartes und giebt auch berhaupt keinen klaren ,sinn6 #ci ,d4 h4 formaliter oder eminenter in ihm enthalten sei4 #dj ,die franzsische ,ausgabe hat hier folgenden ,wortlaut3 ,nun knnte ich wohl annehmen1 ich sei immer gewesen1 wie ich jetzt bin4 ,dadurch entziehe ich mich aber nicht der ,macht dieser ,grnde und erkenne gleichwohl die ,notwendigkeit1 ,gott als ,urheber meines ,daseins anzunehmen4 #da ,dies ist der ,descartessche ,gottesbeweis4 ,er ist kurz folgender3 ,die objektive ,realitt einer ,vorstellung kann nicht grer sein als die formale ,realitt ihrer ,ursache4 ,nun habe ich eine ,gottesvorstellung4 ,ihre objektive ,realitt ist unendlich gro1 also grer als meine formale ,realitt4 ,sonach kann ich nicht die ,ursache dieser ,vorstellung sein4 ,nur ein unendliches ,wesen1 ,gott selbst kann die ,ursache sein3 ,gott existiert6 ber die ,voraussetzung1 auf der der ganze ,beweis beruht1 da die objektive ,realitt nicht grer als die formale ,realitt der ,ursache sein kann1 vgl4 ,s4 #ef ,anm4 ,weiter unten giebt ,descartes noch einen zweiten ,gottesbeweis1 der dem ontologischen ,beweise ,anselms aufs engste verwandt ist 7fnfte ,betrachtung74 ,vierte ,betrachtung4 ,wahrheit und ,irrtum4 ,es ist mir in der letzten ,zeit zur ,gewohnheit geworden1 meinen ,geist von den ,sinnen abzulenken2 ich habe es ganz deutlich bemerkt1 wie wenig wir wirklich ber die ,krper erfahren1 wieviel mehr aber ber den menschlichen ,geist1 noch weit mehr aber ber ,gott2 und so vermag ich nun ohne alle ,schwierigkeit mein ,denken von den ,dingen der ,anschauung weg und den rein begrifflichen und gnzlich immateriellen ,gegenstnden zuzuwenden4 ,in der ,that ist meine ,vorstellung vom menschlichen ,geiste als einem denkenden ,wesen1 das keine ,ausdehnung nach ,lnge1 ,breite und ,hhe hat und auch nichts ,anderes mit dem ,krper gemein hat1 viel deutlicher1 als die ,vorstellung von irgend einem krperlichen ,wesen4#db ,bedenke ich nun1 da ich zweifle1 also ein unvollkommnes1 abhngiges ,wesen bin1 so stellt sich mir ganz klar und deutlich die ,vorstellung eines unabhngigen und vollkommnen ,wesens1 d4 h4 ,gottes dar1 und vllig berzeugend folgere ich aus dieser einen ,thatsache1 da ich jene ,vorstellung habe oder mit derselben existiere1 die ,existenz ,gottes und die ,abhngigkeit meiner ganzen ,existenz von ihm in jedem einzelnen ,moment4 ,daher bin ich der berzeugung1 der ,menschengeist knne berhaupt nichts einleuchtender1 nichts sicherer erkennen6 ,nun glaube ich auch einen ,weg zu sehen1 um von der ,betrachtung des wahrhaften ,gottes1 in dem alle ,schtze der ,wissenschaft und ,weisheit verborgen sind1 zur ,erkenntnis der brigen ,dinge zu gelangen6 ,erstlich nmlich erkenne ich1 da ,gott mich unmglich je tuschen kann2 in allem ,lug und ,trug findet man eine ,unvollkommenheit4 ,wenn auch die ,fhigkeit zu tuschen ein ,zeichen von ,scharfsinn und ,macht zu sein scheint1 so beweist doch die ,absicht zu tuschen ohne ,zweifel ,bosheit oder ,schwche und kann sich darum bei ,gott nicht finden4 ,zweitens bemerke ich bei mir ein ,urteilsvermgen1 das ich sicherlich ebenso wie alles andere1 was ich habe1 von ,gott erhielt4 ,da nun aber ,gott mich nicht tuschen will1 wird er mir wahrlich kein solches gegeben haben1 das mich bei richtigem ,gebrauche jemals zu ,irrtmern fhren knnte4 ,hierber wrde nun auch gar kein ,zweifel mehr obwalten1 wenn nicht hieraus zu folgen schiene1 ich knne mithin niemals irren4 ,wenn ich nmlich alles1 was in mir ist1 von ,gott habe1 und dieser gab mir kein ,vermgen zu irren1 so kann ich dem ,anscheine nach berhaupt nicht irren4 ,so lange daher meine ,gedanken sich nur mit ,gott beschftigen und ganz auf ihn gerichtet sind1 so finde ich keinen ,anla zu ,irrtum oder ,unwahrheit4 ,wende ich mich dann aber zu mir zurck1 so bemerke ich1 da ich gleichwohl zahllosen ,irrungen ausgesetzt bin4 ,forsche ich nach der ,ursache derselben1 so finde ich1 da sich mir nicht nur die reale und positive ,vorstellung ,gottes oder des vollkommensten ,wesens darstellt1 sondern auch sozusagen eine negative ,vorstellung vom ,nichts oder dem vollendetsten ,gegensatz aller ,vollkommenheit4 ,ich finde1 da ich gleichsam ein ,mittelding zwischen ,gott und dem ,nichts bin1 oder zwischen dem vollkommensten ,sein und dem ,nichtsein1 und da ich so beschaffen bin1 da ich als ,geschpf jenes vollkommensten ,wesens nichts in mir habe1 das mich zur ,unwahrheit oder zum ,irrtum fhren knnte2 inwiefern ich aber auch am ,nichts oder am ,nichtsein teilnehme 7d4 h4 inwiefern ich nicht selbst jenes vollkommenste ,wesen bin und gar vieles mir fehlt71 kann es nicht gerade wunderbar erscheinen1 wenn ich irre4 ,so sehe ich also klar ein1 da der ,irrtum als solcher nichts ,wirkliches1 von ,gott ,herrhrendes1 sondern nur ein ,mangel ist2 da ich also1 um zu irren1 keines besonderen ,vermgens bedarf1 das mir von ,gott zu diesem ,zwecke verliehen wre2 vielmehr entspringt mein ,irrtum aus der ,beschrnktheit des mir von ,gott verliehenen ,urteilsvermgens4 ,doch dies kann mich noch nicht ganz zufrieden stellen4 ,der ,irrtum ist nmlich nicht die reine ,negation1 sondern der ,mangel1 das ,fehlen einer mir gewissermaen zukommenden ,erkenntnis1 und wenn ich das ,wesen ,gottes betrachte1 so scheint es mir unmglich1 da ,gott ein ,vermgen in mich gelegt habe1 das nicht in seiner ,art vollkommen wre1 oder dem eine ihm zukommende ,eigenschaft fehlt4 ,wenn die ,werke1 die von einem ,knstler ausgehen1 um so vollkommner sind1 je kundiger der ,knstler ist1 kann dann ,gott1 der ,urheber aller ,dinge1 etwas geschaffen haben1 das nicht in jeder ,hinsicht vollkommen wre8 ,ohne ,zweifel konnte doch ,gott mich so schaffen1 da ich nie irrte2 ohne ,zweifel auch will er stets nur das ,beste4 ,ist es nun besser ich irre1 oder ich irre nicht8 ,ich berlege mir dies genauer und finde erstlich1 da es gar nicht auffallend ist1 wenn ,gott etwas thut1 dessen ,grnde ich nicht einsehe4 ,auch darf ich nicht darum an ,gottes ,existenz zweifeln1 weil ich etwa irgend etwas bemerke1 von dem ich nicht begreife1 warum und wie er es gemacht hat4 ,ich wei ja1 da ich von ,natur sehr schwach und beschrnkt bin1 ,gott aber ist unermelich1 unfabar1 unendlich6 ,darum wei ich1 da er ,unzhliges vermag1 dessen ,grnde mir unbekannt sind4 ,aus diesem einzigen ,grunde glaube ich auch1 da jene ganze ,gattung von ,ursachen1 die man aus dem ,zweck entnimmt1 fr die ,physik von gar keiner ,bedeutung sind2 denn es wre verwegen1 wenn ich die ,absichten ,gottes ausforschen zu knnen meinte4 ,zweitens finde ich1 da man nicht ein einzelnes ,geschpf im besonderen1 sondern die ,gesamtheit aller ,dinge in ,betracht ziehen mu1 wenn man die ,frage untersucht1 ob ,gottes ,werke vollkommen sind4 ,ein ,ding1 das fr sich allein betrachtet mit ,recht als sehr unvollkommen erscheinen knnte1 ist vielleicht als ,teil des ,weltganzen hchst vollkommen4 ,ich habe zwar1 seit ich mir vornahm1 an allem zu zweifeln1 noch nichts weiter erkannt1 als da ich bin und da ,gott ist4 ,seit ich aber die unermeliche ,macht ,gottes erkannt1 kann ich doch nicht leugnen1 da ,gott noch vieles andere geschaffen hat oder wenigstens htte schaffen knnen1 und da ich mithin in dem ,all der ,dinge nur die ,bedeutung eines ,teiles habe4 99 99 99 99 99 ,trete ich nun nher an mich heran und prfe1 welcher ,art meine ,irrtmer sind 7die allein eine ,unvollkommenheit in mir beweisen71 so bemerke ich1 da dieselben durch das ,zusammenwirken zweier ,ursachen bedingt sind1 nmlich durch das ,erkenntnisvermgen1 das ich habe1 und durch das ,vermgen zu whlen oder die ,willensfreiheit3 d4 h4 also durch den ,verstand in ,verbindung mit dem ,willen4 ,durch den ,verstand allein gelange ich nur zu den ,vorstellungen1 ber die ich ein ,urteil fllen kann1 und ein eigentlicher ,irrtum kann in dem ,verstande in diesem ,sinne gar nicht vorkommen4 ,es mgen wohl unzhlige ,dinge existieren1 ohne da ich eine ,vorstellung von ihnen habe4 ,man kann aber nicht eigentlich sagen1 ich sei derselben beraubt2 man kann nur negativ sagen1 ich habe dieselben nicht4 ,ich knnte ja mit keinem ,grunde beweisen1 da ,gott mir eigentlich ein greres ,erkenntnisvermgen htte geben mssen1 als er mir wirklich gab6 ,wenn ich auch einen noch so erfahrenen ,knstler in ihm erkenne1 so glaube ich darum doch nicht1 da er jedem einzelnen seiner ,werke alle jene ,vollkommenheiten htte verleihen mssen1 die er einigen verleihen kann4 ,ich kann mich aber auch nicht beklagen1 da ,gott mir keinen ,willen1 keine ,willensfreiheit gegeben habe1 die ausgedehnt und vollkommen genug sei2 ich bemerke vielmehr1 da dieselbe in der ,that ohne alle ,grenzen ist4 ,sehr bemerkenswert ist hierbei1 da nichts anderes in mir so vollkommen oder so gro ist1 da ich mir es nicht noch vollkommener und grer denken knnte4 ,nehme ich z4 ,b4 das ,erkenntnisvermgen4 ,ich bemerke sofort1 da es uerst gering und eng begrenzt ist4 ,ich bilde mir aber sogleich auch die ,vorstellung eines anderen weit greren1 ja des grtmglichen1 unendlichen ,erkenntnisvermgens1 und eben daraus1 da ich imstande bin1 mir dies vorzustellen1 erkenne ich1 da es zum ,wesen ,gottes gehrt4 ,ebenso1 wenn ich das ,erinnerungs- oder das ,vorstellungsvermgen oder irgend ein anderes prfe1 so finde ich berhaupt keins1 das nicht in mir selbst gering und beschrnkt1 in ,gott aber unermelich wre4 ,der ,wille allein oder die ,willensfreiheit ist es1 die ich als so gro erkenne1 da ich sie mir gar nicht grer vorstellen kann4 ,daher ist sie es auch vorzglich1 vermge derer ich in mir ein ,ebenbild ,gottes erkenne4 ,freilich ist dieser freie ,wille in ,gott unvergleichlich grer als in mir1 sowohl hinsichtlich der ,erkenntnis und ,macht1 mit der er verbunden ist1 und die ihn strker und wirksamer macht1 als auch hinsichtlich des ,objektes1 da er eine viel weitere ,ausdehnung hat4 ,gleichwohl aber erscheint er1 an sich genau betrachtet1 seinem ,wesen nach nicht grer2 er besteht nmlich nur darin1 da wir dasselbe thun oder auch nicht thun 7d4 h4 bejahen oder verneinen1 erstreben oder fliehen7 knnen1 oder vielmehr lediglich darin1 da wir uns von keiner ueren ,macht dazu gezwungen fhlen1 wenn wir das bejahen oder verneinen1 erstreben oder fliehen1 was uns der ,verstand vorhlt4 ,um frei zu sein1 brauche ich nmlich keineswegs nach beiden ,seiten in gleicher ,weise hinzuneigen4 ,im ,gegenteil6 ,jemehr ich mich der einen ,seite zuneige -- sei es nun1 weil ich in ihr das ,wahre und ,gute klar erkenne1 oder weil ,gott in meinem ,innersten so mein ,denken lenkt -- um so freier whle ich diese ,seite4 ,weder die gttliche ,gnade1 noch die natrliche ,erkenntnis beeintrchtigen je meine ,freiheit1 sondern mehren und krftigen sie vielmehr6 ,jene ,indifferenz aber1 die ich empfinde1 wenn nichts mich mehr nach der einen ,seite hintreibt als nach der anderen1 ist die tiefste ,stufe der ,freiheit2 sie darf nicht als ,beweis einer ,vollkommenheit1 sondern lediglich als ein ,mangel im ,erkennen1 als etwas ,negatives angesehen werden4 ,she ich immerdar1 was wahr und gut ist1 ich wrde niemals schwanken1 wie ich zu urteilen oder zu whlen habe6 ,ich wrde vllig frei1 aber niemals indifferent sein6 ,hieraus ersehe ich nun1 da weder die mir von ,gott verliehene ,willenskraft1 an sich betrachtet1 die ,ursache meines ,irrtums sein kann2 denn sie ist von grter ,ausdehnung und vollkommen in ihrer ,art4 ,noch auch kann es die ,erkenntniskraft sein1 denn da ich mein ,erkennen von ,gott habe1 ist zweifelsohne alles richtig1 was ich erkenne und ich kann mich darin nicht tuschen4 ,woher also entstehen meine ,irrtmer8 ,offenbar nur daraus1 da der ,wille sich weiter erstreckt als mein ,verstand1 und da ich ihn nicht in den nmlichen ,schranken halte1 sondern auch auf das ,nichterkannte ausdehne4 ,da er gegen dieses sich indifferent verhlt1 weicht er leicht vom ,wahren und ,guten ab1 und so irre und sndige ich4 ,als ich beispielsweise dieser ,tage untersuchte1 ob irgend etwas in der ,welt existierte1 und als ich bemerkte1 da eben daraus1 da ich es prfte1 mein ,dasein evident folgte1 da konnte ich nicht anders urteilen1 als es sei wahr1 was ich so klar erkannte1 und zwar war ich zu diesem ,urteil nicht durch eine uere ,macht gezwungen1 sondern diese groe ,neigung meines ,willens war eine ,folge der groen ,erleuchtung meines ,verstandes1 und so war mein ,frwahrhalten um so selbstndiger und freier1 je weniger ich dabei indifferent war4#dc ,nun wei ich aber nicht blo1 da ich 7insoweit ich ein denkendes ,wesen bin7 existiere1 es schwebt mir auch eine ,vorstellung der krperlichen ,natur vor1 und so kommt es1 da ich im ,zweifel bin1 ob die ,denknatur1 die in mir ist1 oder die ich vielmehr selber bin1 von jener ,krpernatur verschieden ist1 oder ob beide ein und dasselbe sind4 ,ich nehme nun an1 mein ,verstand finde noch keinen ,grund1 der ihm das ,eine wahrer erscheinen lasse als das ,andere1 und offenbar treibt mich daher nichts an1 das ,eine oder das ,andere zu bejahen oder zu verneinen1 oder mich berhaupt jeden ,urteils darber zu enthalten4 ,diese ,indifferenz erstreckt sich sogar nicht nur auf das1 was der ,verstand gar nicht erkennt1 sondern berhaupt auf alles1 was er nur mangelhaft erkennt zur ,zeit1 da er die ,entscheidung in ,erwgung zieht4 ,mgen noch so wahrscheinliche ,vermutungen mich nach der einen ,seite hindrngen1 der ,umstand allein1 da ich wei1 es sind nur ,vermutungen und keine sicheren1 unzweifelhaften ,grnde1 dies allein ist mir ,veranlassung genug1 meine ,zustimmung dem ,gegenteil zuzuwenden6 ,das habe ich ja in diesen ,tagen zur ,genge erfahren1 als ich alles fr gnzlich falsch annahm1 an dessen ,wahrheit ich frher ganz fest geglaubt hatte1 und zwar aus dem einen ,grunde1 weil ich fand1 man knne irgendwie daran zweifeln6 ,wenn ich nun die ,wahrheit nicht klar und deutlich genug erkenne1 und ich enthalte mich des ,urteils1 so handle ich offenbar recht und bin vor ,irrtum bewahrt4 ,urteile ich aber so ist es oder es ist nicht so1 dann mache ich einen verkehrten ,gebrauch von meiner ,willensfreiheit6 ,wende ich mich dabei dem ,falschen zu1 so irre ich eben4 ,im anderen ,falle treffe ich zwar zufllig das ,richtige1 bin aber doch nicht ohne ,schuld1 da mir die ,vernunft sagt1 da die geistige ,auffassung stets der ,entscheidung des ,willens vorausgehen msse4 ,diese verkehrte ,anwendung der ,willensfreiheit schliet jenen ,mangel in sich1 der das ,wesen des ,irrtums ausmacht4 ,in der ,anwendung1 sage ich1 die von mir ausgeht1 liegt jener ,mangel1 nicht aber in dem ,vermgen selbst1 das ich von ,gott empfing2 auch nicht in dem ,gebrauche desselben1 soweit er von ,gott abhngig ist6 ,da ,gott mir keine grere ,verstandeskraft1 keine grere natrliche ,einsicht verliehen1 als ich nun einmal habe1 darber kann ich mich in keiner ,weise beklagen1 denn es liegt im ,wesen des endlichen ,verstandes1 vieles nicht zu erkennen1 und im ,wesen des geschaffenen ,verstandes1 endlich zu sein4 ,ich bin dem1 der mir nie was schuldig war1 zu ,dank verpflichtet fr das1 was er mir schenkte1 und ich darf nicht etwa meinen1 er htte mir das vorenthalten1 was er mir nicht gab1 oder er htte es mir weggenommen6 ,auch darber darf ich mich nicht beklagen1 da er meinem ,willen eine grere ,ausdehnung gegeben als meinem ,verstande4 ,da nmlich der ,wille ,eins und gleichsam unteilbar ist1 so scheint es seiner ,natur zu widersprechen1 da von ihm etwas weggenommen wird1 und frwahr1 je grer er ist1 umsomehr bin ich seinem ,geber zu ,dank verpflichtet6 ,schlielich darf ich auch darber nicht klagen1 da ,gott beim ,zustandekommen jener ,willensakte -- jener ,urteile1 in denen ich irre -- mitwirkt4 ,jene ,akte sind1 soweit sie von ,gott abhngen1 durchaus wahr und gut1 und meine ,vollkommenheit ist in gewissem ,sinne grer1 weil ich sie hervorzurufen vermag1 als wenn ich dies nicht vermchte1 der ,mangel aber1 in dem allein das eigentliche ,wesen des ,irrtums und der ,schuld besteht1 bedarf keiner ,mitwirkung ,gottes1 denn sie sind nichts ,positives1 und knnen1 in ,beziehung auf ,gott als ihre ,ursache nicht als ein ,fehler1 sondern nur als etwas ,negatives bezeichnet werden4 ,es ist keine ,unvollkommenheit ,gottes1 da er mir die ,freiheit gab1 auch ,dingen zuzustimmen oder nicht1 deren klare und deutliche ,erkenntnis er meinem ,verstande versagte4 ,zweifelsohne aber ist es eine ,unvollkommenheit meinerseits1 wenn ich jene ,freiheit mibrauche und ber ,dinge urteile1 die ich nicht recht verstehe4 ,doch meine ich1 ,gott htte es wohl leicht so einrichten knnen1 da ich nicht irrte und dabei doch frei und von beschrnkter ,erkenntnis bliebe4 ,er htte nur meinem ,verstande eine klare und deutliche ,auffassung alles dessen zu geben brauchen1 das ich je in ,erwgung ziehen knnte2 oder er htte es nur meinem ,gedchtnis unvergelich einprgen sollen1 da ich nie ber etwas ohne klare und deutliche ,einsicht urteilen drfe4 ,htte ,gott mich so geschaffen1 so ist leicht einzusehen1 da ich1 wenigstens als ,ganzes fr sich betrachtet1 viel vollkommener wre1 als ich jetzt bin6 ,gleichwohl aber kann ich nicht leugnen1 da das ,all der ,dinge1 wenn einige seiner ,glieder nicht frei sind von ,irrtum1 andere aber frei sind1 eine grere ,vollkommenheit besitzt1 als wenn alle einander ganz hnlich wren1#dd und ich habe kein ,recht1 mich zu beschweren1 weil ,gott wollte1 da ich in der ,welt nicht das vorzglichste und vollkommenste ,wesen darstelle4 ,kann ich nun aber auch nicht auf jene erste ,weise mich vor ,irrtum bewahren1 nmlich durch den klaren ,einblick in alles1 worber ich mich zu entscheiden habe1 so kann ich es doch auf die andere ,art1 indem ich nmlich darauf achte1 mich stets des ,urteils zu enthalten1 wenn ich mir ber die ,wahrheit der ,sache nicht ganz klar bin4 ,wenngleich ich mich auch zu schwach fhle1 um stets mein ,augenmerk auf einen und denselben ,punkt zu richten1 so kann ich es doch durch aufmerksame und oft wiederholte ,betrachtung dahin bringen1 da ich daran denke1 sobald es ntig wird1 und mich so gleichsam daran gewhne1 nicht zu irren4 ,darin nun besteht die grte und hauptschlichste menschliche ,vollkommenheit1 und ich glaube daher1 nicht wenig durch meine heutige ,betrachtung gewonnen zu haben1 da ich die ,ursache des ,irrtums und der ,falschheit erforschte4 ,diese ,ursache kann gar keine andere sein1 als die oben entwickelte1 denn sowie ich den ,willen beim ,urteilen so zgele1 da er nur auf das klar und deutlich ,erkannte sich erstreckt1 so ist ein ,irrtum gnzlich unmglich2 denn eine jede klare und deutliche ,vorstellung ist ohne ,zweifel doch ,etwas1 kann also nicht von ,nichts kommen1 sondern hat notwendigerweise ,gott zum ,urheber1 -- ,gott1 das vollkommenste ,wesen1 das weder irren noch lgen kann6#de ,und somit ist die ,vorstellung ganz unzweifelhaft wahr4 ,ich habe nun heute nicht nur gelernt1 wovor ich mich zu hten habe1 um nie zu irren1 sondern auch1 was ich zu thun habe1 um zur ,wahrheit zu gelangen4 ,ich werde dahin gelangen1 wenn ich nur auf alles hinreichend achte1 was ich vllig einsehe1 und dies von dem anderen absondere1 das ich weniger klar und deutlich erfasse4 ,dies soll in ,zukunft mein ernstes ,bestreben sein6 #db sane multo magis distinctam habeo ideam mentis humanae1 quatenus est res cogitans1 non extensa in longum1 latum et profundum1 nec aliud quid a corpore habens1 quam ideam ullius rei corporeae4 ,kuno ,fischer und ,kirchmann beziehen irrtmlicherweise das quam 444 auf aliud1 statt auf multo magis1 wie wir es 7in bereinstimmung mit der franzsischen ,ausgabe7 thun4 ,kuno ,fischer bersetzt3 ohne etwas vom ,krper zu haben1 als die ,idee eines krperlichen ,wesens4 #dc ,man sieht hier deutlich1 wie der ,streit um die ,willensfreiheit lediglich ein ,wortstreit ist4 ,descartes nimmt die ,willensfreiheit an1 weil nicht uere ,ursachen den ,willen bestimmen1 sondern der ,verstand1 unsere eigene ,erkenntnis1 das ,ich4 ,weil der ,wille bestimmt wird durch den ,verstand 7der selbst wieder bestimmt wird durch die ,objekte71 nennen andere den ,willen unfrei4 ,beide ,behauptungen sind ihrem ,sinne nach nicht widersprechend6 #dd ,es ist schwer verstndlich1 warum ein ,ganzes1 um vollkommner zu sein1 unvollkommnere ,teile enthalten soll4 ,das ,ganze verliert offenbar nichts von seiner ,vollkommenheit1 wenn seine ,teile vollkommen sind2 zudem schliet ja auch das ,vollkommnere implicite das ,unvollkommnere schon in sich4 ,descartes scheint die ,mannigfaltigkeit als zur ,vollkommenheit des ,weltganzen erforderlich anzusehen4 ,angenommen1 das wre richtig1 so knnte doch diese ,mannigfaltigkeit auch in anderer ,weise erzeugt werden1 als durch ,einfgung von ,unvollkommnem zwischen das ,vollkommne4 7,ein solches ,verfahren widersprche dem ,wesen eines allervollkommensten ,gottes offenbar am allermeisten67 ,mssen denn ,dinge1 die auf gleicher ,stufe der ,vollkommenheit stehen1 einander notwendig ganz hnlich sein8 ,kann man sich nicht denken1 ,gott habe ,wesen ganz verschiedener ,art schaffen knnen1 die dennoch jedes fr sich den hchsten ,grad der ihm1 seinem ,wesen nach1 mglichen ,vollkommenheiten bese8 #de ,hier bezeichnet ,descartes ,gott als ,urheber unserer ,vorstellungen4 ,es entstand nun bald die ,frage1 ob ,gott jede einzelne ,vorstellung durch einen besonderen ,akt in uns errege und uns gewissermaen fortwhrend mitteile1 was auer uns vorgehe1 oder ob er uns von vornherein so geschaffen habe1 da jene bestimmte ,folge von ,vorstellungen in steter bereinstimmung mit den ueren ,vorgngen in uns sich entwickeln msse4 ,ersteres behauptete der ,occasionalismus1 letzteres die ,lehre von der prstabilierten ,harmonie4 ,eine gewisse ,einschrnkung erleidet brigens die ,descartes'sche ,behauptung durch die ,ausfhrungen der letzten ,betrachtung4 7,vgl4 bes4 ,s4 #ig47 ,fnfte ,betrachtung4 ,das ,wesen der ,materie und nochmals die ,existenz ,gottes4 ,vielerlei bleibt mir nun noch zu untersuchen brig bezglich der ,eigenschaften ,gottes1 vielerlei auch bezglich meines oder meines ,geistes ,wesen4 ,doch darauf werde ich an andrer ,stelle zurckkommen4 ,jetzt 7da ich gesehen1 was ich zu meiden und zu thun habe1 um zur ,wahrheit zu gelangen7 scheint es mir viel dringlicher1 da ich aus meinen ,zweifeln herauszukommen suche1 in die ich whrend der letzten ,tage geraten bin1 und zusehe1 ob sich etwas ,gewisses ber die materiellen ,dinge ausmachen lasse4 ,bevor ich jedoch untersuche1 ob irgendwelche derartigen ,dinge auer mir existieren1 mu ich ihre ,vorstellungen1 soweit dieselben in meinem ,denken sind1 betrachten und zusehen1 welche von diesen deutlich und welche verworren sind4 ,deutlich stelle ich mir die ,gre vor1 welche die ,philosophen gewhnlich stetig nennen1 oder die ,lngen-1 ,breiten- und ,tiefen-,ausdehnung dieser ,gre oder vielmehr des ,dinges1 das eine gewisse ,gre hat4 ,ich unterscheide darin verschiedene ,teile2 jedem dieser ,teile schreibe ich eine gewisse ,gre1 ,gestalt1 ,lage und ,ortsbewegung zu und jeder ,bewegung eine gewisse ,dauer4 ,doch nicht allein1 was ich so allgemein betrachte1 ist mir ganz bekannt und klar1 ich nehme auch bei einiger ,aufmerksamkeit unzhlige ,einzelheiten an ,gestalt1 ,zahl1 ,bewegung u4 s4 w4 wahr1 deren ,wahrheit so offenbar und meinem ,wesen entsprechend ist1 da ich nichts ,neues meine kennen zu lernen1 wenn ich sie zum erstenmal bemerke1 sondern scheinbar nur dessen mich erinnere1 was ich lngst schon wute1 oder erst aufmerksam werde auf etwas1 das lngst schon in mir war1 wenn ich auch frher den ,blick meines ,geistes noch nicht fest darauf gerichtet hatte4 ,ganz besonders beachtenswert scheint es mir noch1 da sich in mir unzhlige ,vorstellungen von ,dingen finden1 die ich1 auch wenn sie vielleicht nirgendwo auer mir existierten1 doch nicht als ein bloes ,nichts bezeichnen knnte2 zwar denke ich sie mir gewissermaen willkrlich1 doch sind sie nicht von mir erdacht1 sie haben vielmehr eine eigene1 wahre und unvernderliche ,natur4 ,so1 wenn ich mir z4 ,b4 ein ,dreieck vorstelle1 so mag vielleicht eine solche ,figur nirgends in der ,welt auer meinem ,denken existieren und berhaupt nie existiert haben4 ,doch aber ist sie von ganz bestimmter ,natur1 von unvernderlicher und ewiger ,form und ,wesenheit1 und ist von mir nicht erdichtet1 hngt auch nicht von meinem ,geiste ab1 wie schon daraus hervorgeht1 da sich eine ,reihe von ,stzen ber das ,dreieck beweisen lassen1 wie3 die ,summe der ,dreieckswinkel betrgt zwei ,rechte1 dem grten ,dreieckswinkel liegt die grte ,seite gegenber u4 s4 w4 ,ob ich nun will oder nicht -- diese ,stze erkenne ich jetzt ganz bestimmt an1 auch wenn ich frher nie an sie dachte1 wenn ich mir ein ,dreieck vorstellte4 ,sie knnen also nicht von mir erdichtet sein4 ,es ndert auch nichts an der ,sache1 wenn ich sagen wollte1 jene ,vorstellung von einem ,dreieck sei mir vielleicht durch ,vermittlung der ,sinnesorgane von ueren ,dingen zugekommen1 da ich ja zuweilen ,krper von ,dreiecksgestalt sah4 ,kann ich mir denn nicht unzhlige andere ,gestalten ausdenken1 bei denen gar nicht anzunehmen ist1 da sie mir je durch die ,sinne zugekommen sind8 -- ,und doch kann ich auch von diesen1 ebenso wie vom ,dreieck1 eine ,reihe von ,stzen beweisen1 die auch wirklich alle wahr sind1 wenn ich sie nur klar einsehe4 ,sie sind also doch auch ,etwas1 kein bloes ,nichts3 denn offenbar ist doch alles1 was wahr ist1 irgend ,etwas1 und da alles wahr ist1 was ich klar erkenne1 das habe ich ja schon ausfhrlich dargethan4 ,htte ich das aber auch noch nicht bewiesen1 so mte ich gleichwohl1 der ,natur meines ,geistes gem1 dies anerkennen1 solange ich es wenigstens klar einsehe4 ,auch frher1 als ich noch vllig am ,sinnlichen hing1 hielt ich1 wie ich mich erinnere1 alle jene ,wahrheiten fr die allergewissesten1 die ich von ,figuren oder ,zahlen klar einsah oder von anderen ,dingen der ,arithmetik oder ,geometrie oder berhaupt der reinen1 abstrakten ,mathematik4 ,wenn nun daraus allein1 da ich die ,vorstellung eines ,dinges aus meinem ,denken entnehmen kann1 folgt1 da alles1 was ich klar und deutlich als zu dem ,dinge gehrig erkenne1 auch wirklich dazu gehrt1 lt sich dann nicht hieraus auch ein ,beweis fr das ,dasein ,gottes gewinnen8 ,sicherlich finde ich die ,vorstellung ,gottes als des vollkommensten ,wesens ganz ebenso bei mir vor1 wie die ,vorstellung irgend einer ,gestalt oder ,zahl4 ,ich erkenne aber ebenso klar und deutlich1 da zu ,gottes ,wesen die ewige ,existenz gehrt1 wie ich eine ,eigentmlichkeit1 die ich von einer ,figur oder ,zahl nachweise1 als zum ,wesen dieser ,figur oder ,zahl gehrig1 erkenne4 ,wre also auch nicht alles das wahr1 was ich in den ,betrachtungen der letzten ,tage fand1 so mte die ,existenz ,gottes doch mindestens denselben ,grad von ,gewiheit fr mich besitzen1 wie bisher die ,wahrheiten der ,mathematik4 ,allerdings leuchtet dies wohl auf den ersten ,blick nicht ganz ein1 sondern sieht wie ein ,sophisma aus4 ,ich bin nmlich gewohnt1 in allen anderen ,dingen die ,existenz von der ,wesenheit zu unterscheiden1 und so komme ich leicht zu der ,meinung1 sie knne auch von der ,wesenheit ,gottes getrennt werden1 soda man sich ,gott auch als nicht-existierend denken knne4 ,sieht man aber genauer zu1 so zeigt sich klar1 da die ,existenz ,gottes ebensowenig von seiner ,wesenheit trennbar ist1 wie vom ,wesen des ,dreiecks die ,gre seiner ,winkelsumme 7 zwei ,rechten71 oder von der ,vorstellung des ,berges die ,vorstellung eines ,thals4 ,es ist also ebenso widersprechend1 zu denken1 ,gott 7-- dem vollkommensten ,wesen --7 fehle die ,existenz 7d4 h4 ihm fehle eine ,vollkommenheit71 wie es widersprechend ist1 einen ,berg zu denken1 zu dem das ,thal fehlt6 ,kann ich aber auch ,gott gar nicht als nicht-existierend denken1 wie ich keinen ,berg ohne ein ,thal denken kann1 so folgt doch daraus1 da ich einen ,berg mit einem ,thale denke1 noch lange nicht1 da ein ,berg in der ,welt vorhanden ist2 ebensowenig aber scheint die ,existenz ,gottes daraus zu folgen1 da ich ,gott als existierend denke6 ,mein ,denken legt ja den ,dingen keinen ,zwang auf6 ,ich kann mir ein ,flgelpferd vorstellen1 wenn auch kein ,pferd ,flgel hat1 und so kann ich wohl auch ,gott die ,existenz andichten1 wenn es auch gar keinen ,gott gbe6#df ,doch hier haben wir nun wirklich ein ,sophisma6 ,wenn ich mir einen ,berg nicht ohne ein ,thal denken kann1 so folgt daraus allerdings noch lange nicht1 da irgendwo ein ,thal mit dem ,berge ist4 ,es folgt lediglich1 da ,berg und ,thal untrennbar vereint sind1 einerlei ob sie existieren oder nicht6 ,daraus aber1 da ich mir ,gott nicht anders als seiend denken kann1 folgt eben1 da ,gott und das ,sein untrennbar vereint sind2 da also ,gott ist4 -- ,nicht1 als ob mein ,denken dies zu ,wege brchte2 als ob es irgend ein ,ding zum ,sein zwinge6 ,im ,gegenteil6 ,die ,notwendigkeit des ,dinges 7nmlich der ,existenz ,gottes7 zwingt mich1 so zu denken4 ,sonst mte es ja in meinem ,belieben liegen1 ,gott ohne ,existenz 7d4 h4 das vollkommenste ,wesen ohne hchste ,vollkommenheit7 zu denken1 wie es mir freisteht1 ein ,pferd mit oder ohne ,flgel zu denken6#dg ,man darf auch hier nicht etwa sagen1 man msse zwar notwendig ,gott als existierend denken1 nachdem einmal die ,annahme gemacht ist1 er besitze alle ,vollkommenheiten1 und dazu gehre auch das ,sein4 ,diese ,voraussetzung aber sei gar nicht ntig gewesen4 ,so sei es auch nicht notwendig1 anzunehmen1 alle ,vierecke knnen einem ,kreise eingeschrieben werden4 ,nehme ich es aber einmal an1 so bin ich gezwungen zu sagen1 auch ein ,rhombus knne dem ,kreise eingeschrieben werden1 was ganz offenbar falsch ist6 ,wie gesagt1 dergleichen darf man hier nicht einwenden1 denn wenn ich auch niemals notwendig auf den ,gedanken ,gottes zu kommen brauche1 so mu ich doch dem ersten und hchsten ,wesen1 sobald ich an es denke und seine ,vorstellung gleichsam aus dem ,schatze meines ,geistes hervorhole1 notwendig alle ,vollkommenheiten zuschreiben1 wenn ich sie auch nicht gleich alle aufzhle und einzeln ins ,auge fasse4 ,diese ,notwendigkeit aber gengt vllig1 um nachher1 wenn ich das ,sein als eine ,vollkommenheit erkenne1#dh richtig zu schlieen1 da das erste und hchste ,wesen existiert4 ,so brauche ich auch nicht notwendig ein ,dreieck vorzustellen4 ,sobald ich aber eine gradlinige1 dreiwinklige ,figur betrachten will1 mu ich sie mir notwendig so beschaffen denken1 da die ,summe der drei ,winkel gleich zwei ,rechten ist1 wenn ich auch diese ,eigenschaft noch gar nicht beachte4 ,untersuche ich aber1 welche ,figuren dem ,kreise einbeschrieben werden knnen1 so braucht man keineswegs notwendig anzunehmen1 alle ,vierecke gehrten dazu2 ja ich kann mir dies nicht einmal einbilden1 solange ich nur das klar und deutlich ,erkannte gelten lassen will6 ,so ist also ein groer ,unterschied zwischen solchen falschen ,voraussetzungen und meinen wahren1 angeborenen ,vorstellungen1 worunter die erste und hauptschlichste die ,vorstellung ,gottes ist4 ,da diese in der ,that nicht erdichtet und von meinem ,denken abhngig ist1 sondern das ,bild eines wirklichen unvernderlichen ,wesens1 das sehe ich aus mehreren ,grnden ein4 ,erstlich kann von mir nichts ,anderes auer ,gott allein erdacht werden1 zu dessen ,wesen die ,existenz gehrte4 ,zweitens kann ich mir nicht zwei oder mehr ,gtter dieser ,art denken2 setze ich aber einen als existierend1 so sehe ich klar1 da dieser notwendigerweise von ,ewigkeit her da war und fortbestehen wird in alle ,ewigkeit4 ,endlich nehme ich auch noch vieles andere an ,gott wahr1 das ich nicht wegdenken1 nicht anders denken kann4 ,welcher ,beweisart ich mich aber auch bedienen mag1 immer wieder komme ich darauf zurck1 da ich nur von dem ganz berzeugt sein kann1 was ich klar und deutlich erkenne4 ,von dem so ,erkannten tritt zwar einiges einem jeden entgegen1 anderes aber entdecken nur die1 welche genauer zusehen und sorgfltig forschen4 ,hat man es aber einmal entdeckt1 so hlt man es fr ebenso gewi wie jenes4 ,so ist zwar nicht so ohne weiteres klar1 da im rechtwinkligen ,dreieck das ,quadrat der ,hypotenuse gleich der ,summe der ,quadrate der ,katheten ist4 ,viel leichter sieht man ein1 da diese ,hypotenuse dem grten ,winkel gegenberliegt4 ,hat man jenes aber einmal eingesehen1 so hlt man es nicht weniger fr wahr als dieses4 ,was aber ,gott anbetrifft1 so wrde ich sicherlich nichts eher und leichter erkennen als ihn1 wenn ich nicht von ,vorurteilen eingenommen wre und die ,bilder sinnlicher ,dinge von allen ,seiten in mein ,denken eindringen4 ,denn was ist an und fr sich klarer1 als da das hchste ,wesen1 ,gott1 der allein in seinem ,wesen schon das ,dasein einschliet1 existiert8 ,wenn ich auch zu dieser ,erkenntnis aufmerksamer ,betrachtung bedurfte1 so bin ich doch nunmehr ebenso im ,gewissen darber1 wie ber alles andere1 was mir bisher am allersichersten erschien4 ,ich bemerke auch auerdem1 da die ,gewiheit aller anderen ,dinge so sehr von jener einen ,erkenntnis abhngt1 da man ohne sie niemals irgend etwas vollkommen zu erkennen vermag4 ,zwar bin ich so beschaffen1 da ich etwas fr wahr halten mu1 so lange ich es ganz klar und deutlich erkenne2 andrerseits kann ich aber meiner ,natur gem mein geistiges ,auge nicht immer unverwandt auf denselben ,gegenstand richten1 um ihn klar aufzufassen1 und oft falle ich in meine alten ,vorurteile zurck4 ,wenn ich nun nicht mehr auf die ,grnde achte1 aus denen ich ein solches ,urteil flle1 so knnten mir andere ,grnde entgegentreten1 die mich leicht von der ,meinung abbringen knnten1 und so htte ich nie von irgend etwas eine wahre und gewisse ,kenntnis1 sondern nur unbestimmte1 vernderliche ,meinungen4 ,wenn ich z4 ,b4 das ,wesen des ,dreiecks betrachte1 so erscheint es mir1 da ich mit den ,prinzipien der ,geometrie vertraut bin1 ganz klar1 da die drei ,winkel des ,dreiecks zusammen zwei ,rechte betragen1 und ich mu dies fr wahr halten1 solange ich den ,beweis vor ,augen habe4 ,sowie ich aber meinen geistigen ,blick von diesem wegwende1 so kann es leicht vorkommen 7selbst wenn ich noch daran denke1 wie beraus klar ich den ,satz einsah71 da ich seine ,wahrheit bezweifle1 wenn ich nicht an ,gott denke4 ,ich knnte mir nmlich einreden1 ich sei von ,natur so beschaffen1 da ich zuweilen selbst darin irre1 was ich aufs klarste zu erfassen meine2 besonders wenn ich daran denke1 wie oft ich vieles fr wahr und gewi hielt1 was ich spter aus anderen ,grnden fr falsch erklrte4 ,nun habe ich aber ,gottes ,dasein erkannt1 und habe gleichzeitig erkannt1 da alles andere von ,gott abhngt und da er nicht irren und lgen kann1 und daraus habe ich entnommen1 da alles1 was ich klar und deutlich erkenne1 wahr ist4 ,wenn ich daher nun auch nicht weiter auf die ,grnde achte1 aus denen ich gerade ein solches ,urteil fllte1 so brauche ich mich nur zu erinnern1 da ich einmal einen klaren und deutlichen ,einblick in die ,sache hatte1 und es lt sich kein ,gegengrund beibringen1 der mich zweifelhaft machen knnte2 ich habe vielmehr eine wahre und sichere ,kenntnis von der ,sache2 aber nicht nur in diesem ,fall1 sondern auch bezglich alles dessen1 was ich mich erinnere einmal bewiesen zu haben1 wie z4 ,b4 die ,stze der ,geometrie u4 s4 w4 ,was knnte man mir denn jetzt noch entgegenhalten8 ,ich sei so beschaffen1 da ich oft irre8 -- ,ich wei ja aber nun1 da ich in dem1 was ich klar einsehe1 nicht irren kann6 ,oder1 ich habe sonst vieles fr wahr und gewi gehalten1 was ich spter fr falsch befand8 -- ,doch von alledem hatte ich nichts klar und deutlich erfat6 ,ohne ,kenntnis dieses ,kriteriums der ,wahrheit hatte ich es wohl aus irgend welchen anderen ,grnden fr wahr gehalten1 deren ,schwche ich erst spter entdeckte4 ,was will man also sagen8 ,etwa 7wie ich neulich selbst mir entgegenhielt7 da ich wohl trume1 oder da alles1 was ich nun denke1 ebensowenig wahr sei1 wie das1 was mir im ,traume in den ,sinn kommt8 -- ,allein auch dies ndert nichts an der ,sache6 ,selbst wenn ich schlafe1 wre alles durchaus wahr1 was mein ,verstand vollkommen klar einshe4 ,so sehe ich es also nun ganz offenbar1 da die ,gewiheit und ,wahrheit alles ,wissens allein von der ,erkenntnis des wahren ,gottes abhngt1 soda ich von nichts ,anderem eine vollkommene ,kenntnis erlangen kann1 bevor ich von ,gott ,kenntnis habe4 ,jetzt aber kann mir ,unzhliges ganz bekannt und gewi sein1 sowohl von ,gott und den brigen geistigen ,wesen1 wie auch von jener ganzen ,krperwelt1 welche ,gegenstand der reinen ,mathematik ist4 #df ,descartes macht sich hier den ,einwand1 aus meinem ,vorstellen folge noch nicht das ,sein des ,vorgestellten4 ,er weist den ,einwand zurck1 da sein ,beweis gar nicht vom ,vorstellen im allgemeinen auf das ,sein schliee1 sondern nur behaupte1 was wir in der ,vorstellung vom ,wesen eines ,dinges nicht abtrennen knnen1 das gehre wirklich zum ,wesen des ,dinges4 ,darum gehre das ,sein zum ,wesen ,gottes1 denn es sei eine der unabtrennbaren ,eigenschaften ,gottes4 ,kant zeigte nun1 da das ,sein keineswegs zu den ,eigenschaften gehre und entkrftet damit den ,beweis ,descartes' 7,kritik der reinen ,vernunft1 ,kehrbachs ,ausgabe ,s4 #dfh ff474 ,es ist offenbar unzutreffend1 dieses ,kantsche ,argument fr identisch zu halten mit dem ,cartesischen ,einwand1 wie v4 ,kirchmann es thut6 #dg ,descartes' ,beweis ist im ,wesentlichen identisch mit dem ontologischen ,beweis des ,anselm v4 ,canterbury4 ,dieser sagt1 die ,vollkommenheit eines seienden ,dinges ist grer als die eines blo vorgestellten4 ,gott1 als das vollkommenste ,wesen1 mu also sein4 ,descartes sagt3 ich mu ,gott als existierend denken1 was aber denknotwendig ist1 ist wahr4 ,also existiert ,gott4 ,da wir aber ,gott als existierend denken mssen1 beweist er -- genau wie ,anselm -- damit1 da das ,sein zu den ,vollkommenheiten gehre1 da ein seiendes ,wesen vollkommner sei1 als ein nicht seiendes4 ,dieser ,satz nun beruht auf einer ganz unklaren ,auffassung von ,sein und ,vollkommenheit4 ,wie wir bereits bemerkten1 hat ,kant dies treffend nachgewiesen in ,kritik der reinen ,vernunft4 #dh ,gerade diesen wichtigsten ,punkt1 auf den alles ankommt3 da das ,sein eine ,vollkommenheit ist1 hat ,descartes auffallenderweise nicht nher berhrt6 ,sechste ,betrachtung4 ,das ,dasein der ,krper und der ,wesensunterschied zwischen ,leib und ,seele4 ,es bleibt mir nun noch zu untersuchen brig1 ob es ,krper giebt4 ,zum wenigsten wei ich nun1 da sie1 soweit sie ,gegenstand der reinen ,mathematik sind1 existieren knnen1 da ich diese klar und deutlich erfasse4 ,denn ,gott ist ohne ,zweifel imstande1 alles das zu bewirken1 was ich so klar aufzufassen imstande bin2 nur wenn ein ,ding eine deutliche ,auffassung nicht zult1 ist es meiner ,meinung nach fr ,gott unmglich4 ,auerdem scheint das ,vorstellungsvermgen1 dessen ,gebrauch mir bewut ist1 wenn ich mich mit materiellen ,gegenstnden befasse1 die ,existenz solcher ,gegenstnde zu beweisen4 ,denn genau betrachtet scheint mir das ,vorstellungsvermgen nur eine ,anwendung des ,erkenntnisvermgens auf einen ,krper zu sein1 der ihm innerlich gegenwrtig ist und mithin existiert4 ,um dies klar zu machen1 prfe ich zunchst den ,unterschied zwischen dem ,vorstellen und dem reinen ,erkennen4 ,stelle ich mir z4 ,b4 ein ,dreieck vor1 so sehe ich nicht nur1 da dies eine von drei ,linien eingeschlossene ,figur ist1 vielmehr schaut auch mein geistiges ,auge gleichsam jene drei ,linien an als stnden sie vor mir1 und dies nenne ich vorstellen4 ,will ich mir aber ein ,tausendeck denken1 so erkenne ich ebensowohl1 da dies eine aus tausend ,seiten gebildete ,figur ist1 wie ich das ,dreieck als dreiseitige ,figur erkenne2 vorstellen aber oder gegenwrtig anschauen kann ich mir diese tausend ,seiten nicht ganz so leicht4 ,gewohnt1 mir stets irgend etwas vorzustellen1 wenn ich an etwas ,krperliches denke1 vergegenwrtige ich mir zwar auch dann irgend eine unbestimmte ,figur2 ein ,tausendeck aber ist dies offenbar nicht1 denn ich knnte mir unter genau dieser nmlichen ,vorstellung auch ein ,zehntausendeck oder eine andere ,figur von noch mehr ,seiten denken6 ,die charakteristischen ,unterschiede zwischen ,tausendeck und anderen ,vielecken vermag ich aus dieser ,vorstellung nicht zu erkennen6 ,handelt es sich aber um ein ,fnfeck1 so kann ich zwar seine ,figur ohne ,hilfe der ,vorstellung erkennen1 wie beim ,tausendeck2 ich kann sie mir aber auch vorstellen1 indem ich mein ,augenmerk auf die fnf ,seiten richte und auf die von ihnen eingeschlossene ,flche4 ,so bemerke ich hier1 da zum ,vorstellen eine besondere ,geistesanstrengung erforderlich ist1 deren ich beim ,erkennen nicht bedarf4 ,darin zeigt sich klar der ,unterschied zwischen ,vorstellen und reinem ,erkennen4 ,zudem ist auch1 wie ich sehe1 jenes ,vorstellungsvermgen in mir1 soweit es sich vom ,erkenntnisvermgen unterscheidet1 zu meinem1 d4 h4 meines ,geistes ,wesen gar nicht erforderlich4 ,denn1 htte ich es auch nicht1 so wrde ich doch trotzdem derselbe bleiben1 der ich nun bin4 ,es scheint sonach durch etwas von mir ,verschiedenes bedingt zu sein6 ,nun ist leicht ersichtlich3 gbe es einen ,krper1 mit dem mein ,geist so innig verbunden ist1 da er sich nur nach ihm hinzuwenden braucht1 um ihn gleichsam nach ,belieben zu betrachten1 so wre es mglich1 da ich so zu ,vorstellungen krperlicher ,gegenstnde gelangte4 ,diese ,art des ,denkens unterschiede sich dann nur dadurch vom reinen ,erkennen1 da der ,geist beim ,erkennen sich gleichsam auf sich selbst richtet und einen der ihm innewohnenden ,gedanken ins ,auge fat4 ,beim ,vorstellen aber wendet er sich dem ,krper zu und schaut in ihm etwas seinem ,gedanken 7-- den er aus sich selbst oder aus den ,sinnen haben kann --7 ,entsprechendes an4 ,da das ,vorstellen so zustande kommen kann1 wenn es wirklich ,krper giebt1 das ist1 wie gesagt1 leicht ersichtlich4 ,nun findet sich aber keine passendere ,erklrungsart und ich vermute daher1 da ein ,krper existiert4 ,doch vermute ich es nur4 ,einen ,grund1 aus dem mit ,notwendigkeit das ,daseins eines ,krpers folgte1 vermag ich selbst bei sorgfltigster ,prfung nicht aus der ganz deutlichen ,vorstellung des ,krperwesens zu entnehmen1 die ich in meinem ,vorstellen finde4 ,ich pflege aber auer jenem krperlichen ,wesen1 das ,gegenstand der reinen ,mathematik ist1 noch vieles andere vorzustellen1 wie ,farben1 ,tne1 ,geschmack1 ,schmerz und hnliches1 nichts aber mit solcher ,deutlichkeit4 ,dies aber nehme ich besser durch die ,sinne wahr1 von denen es mit ,hilfe des ,gedchtnisses zur ,vorstellung gelangt zu sein scheint4 ,um es nun bequemer untersuchen zu knnen1 mssen wir mit derselben ,sorgfalt auch das sinnliche ,empfinden behandeln und zusehen1 ob sich ein sicherer ,beweis fr das ,dasein von ,krpern aus jener ,denkweise gewinnen lt1 die ich ,empfinden nenne4 ,zuerst will ich mir darum hier wieder ins ,gedchtnis rufen1 was das war1 das ich frher als sinnliche ,wahrnehmung fr wahr hielt1 und warum ich es fr wahr hielt4 ,dann will ich auch die ,grnde erwgen1 warum ich spter darber ,zweifel hegte4 ,dann will ich zusehen1 was ich nun davon zu halten habe4 ,erstlich also sagten mir die ,sinne1 ich habe einen ,kopf1 ,hnde1 ,fe und die brigen ,glieder1 die jenen ,leib bilden1 den ich als zu mir gehrig1 ja als mein ganzes ,ich ausmachend ansah4 ,dieser ,krper befand sich1 meiner ,wahrnehmung gem1 unter vielen anderen ,krpern1 die ihn angenehm oder unangenehm beeinflussen knnen4 ,das ,angenehme bema ich nach dem ,gefhle der ,lust1 das ,unangenehme nach dem des ,schmerzes4 ,auer ,lust und ,schmerz empfand ich aber auch ,hunger1 ,durst und andere derartige ,gelste1 ferner gewisse krperliche ,anlagen zu ,frohsinn1 ,traurigkeit1 ,zorn und anderen hnlichen ,gemtsbewegungen4 ,auerhalb aber nahm ich auer der ,ausdehnung1 ,gestalt und ,bewegung auch ,hrte1 ,wrme1 und andere fhlbare ,eigenschaften an den ,krpern wahr1 ferner ,licht und ,farben1 ,gerche1 ,geschmack und ,tne1 und je nach ihrer ,verschiedenheit unterschied ich ,himmel und ,erde und die anderen ,krper voneinander4 ,in ,anbetracht der ,vorstellungen aller ,eigenschaften1 die sich meinem ,denken darboten und die allein ich eigentlich und unmittelbar empfand1 glaubte ich nicht ohne ,grund gewisse von meinem ,denken ganz verschiedene ,dinge wahrzunehmen1 nmlich ,krper1 von denen jene ,vorstellungen ausgingen4 ,ich merkte nmlich1 da sie ganz ohne mein ,zuthun sich einstellen1 soda ich auch wenn ich es wollte1 kein ,objekt wahrnehmen knnte1 das nicht dem ,sinnesorgan gegenwrtig wre1 da ich es aber denken mu1 wenn es diesem gegenwrtig ist4 ,da ferner die sinnlichen ,wahrnehmungen weit lebhafter und bestimmter und in ihrer ,art auch weit deutlicher sind als alle1 die ich selbst mit bewuter berlegung durch ,nachdenken bildete oder meinem ,gedchtnis eingeprgt vorfand1 so schienen sie aus mir gar nicht hervorgehen zu knnen4 ,so blieb nur brig1 da sie von anderen ,dingen herkmen4 ,da ich aber von diesen ,dingen einzig und allein durch meine ,vorstellungen ,kenntnis hatte1 dachte ich gar nicht anders1 als die ,dinge seien diesen hnlich4 ,ich erinnerte mich auch1 da ich mich der ,sinne frher bediente als der ,vernunft2 ich sah1 da die von mir selbst gebildeten ,vorstellungen nicht so ausgeprgt wie die sinnlich wahrgenommenen seien1 und da sie meist aus ,teilen der letzteren zusammengesetzt sind4 ,so redete ich mir leicht ein1 ich habe berhaupt keine ,vorstellung im ,verstande1 die ich nicht vorher durch die ,sinne empfangen htte4 ,nicht ohne ,grund war ich auch der ,meinung1 da jener ,krper1 den ich mit ganz besonderem ,rechte den meinigen nannte1 viel enger zu mir gehrte als jeder andere4 ,von ihm konnte ich nicht1 wie von den anderen1 mich trennen2 in ihm und fr ihn fhlte ich alle ,triebe und ,affekte2 den ,schmerz und den ,kitzel der ,lust empfinde ich in ,teilen des ,krpers1 nicht in etwas auer ihm ,liegendem4 ,warum aber aus dieser nicht nher zu beschreibenden ,schmerzempfindung eine ,traurigkeit in meinem ,gemte und aus der ,empfindung des ,kitzels eine ,freude folgt1 warum jenes undefinierbare ,brennen im ,magen1 das ich ,hunger nenne1 fr mich eine ,aufforderung ist1 zu essen1 die ,trockenheit der ,kehle eine ,mahnung zu trinken u4 s4 w41 dafr hatte ich nur die eine ,erklrung3 die ,natur hat es mich so gelehrt4 ,es besteht nmlich gar kein innerer ,zusammenhang 7wenigstens kenne ich keinen7 zwischen jenem ,brennen und dem ,willen zu essen1 zwischen der ,empfindung von etwas ,schmerzbringendem und der ,traurigkeit des ,geistes1 die aus dieser ,empfindung hervorgeht4 ,aber auch alles andere1 was ich bezglich der ,sinnesobjekte annahm1 schien die ,natur mich gelehrt zu haben4 ,schon ehe ich irgend einen ,beweisgrund erwogen1 war ich ja berzeugt1 da der ,gegenstand gerade so beschaffen sei6 ,spter haben aber allmhlich vielerlei ,erfahrungen das ganze ,zutrauen1 das ich den ,sinnen schenkte1 erschttert4 ,trme1 die von ferne rund aussahen1 erschienen von nahem viereckig und mchtige ,statuen1 die oben standen1 nahmen sich von unten gesehen gar nicht gro aus1 und noch in unzhligen anderen ,fllen der ,art merkte ich1 da das ,urteil der ueren ,sinne trgerisch war2 ja nicht blo der ueren1 auch das der inneren ,sinne6 ,mit was kann ich wohl vertrauter sein als mit meinem ,schmerze8 ,und doch1 ich hrte manchmal von ,leuten1 denen man ein ,bein oder einen ,arm abgenommen hatte1 es kme ihnen zuweilen vor als schmerzte der fehlende ,krperteil4 ,so schien es mir denn sogar ein wenig ungewi1 ob ein ,glied mich schmerzt1 selbst wenn ich den ,schmerz in ihm fhle4 ,hierzu kommen nun noch jene beiden ganz allgemeinen ,zweifelsgrnde1 die ich neulich anfhrte4 ,erstens nmlich kann ich alles1 was ich wachend zu empfinden glaube1 auch im ,schlafe einmal zu empfinden meinen4 ,nun glaube ich aber nicht1 da das1 was ich dem ,anscheine nach im ,schlaf empfinde1 wirklich von auer mir liegenden ,dingen herrhrt1 und so sah ich nicht ein1 warum ich dies eher von den ,empfindungen glauben soll1 die ich im ,wachen zu haben scheine4 -- ,zweitens aber kannte ich den ,urheber meines ,daseins noch nicht oder setzte ihn wenigstens als unbekannt voraus1 und so sah ich nicht1 warum ich nicht von ,natur so htte beschaffen sein knnen1 da ich selbst dann irrte1 wenn mir etwas ganz wahr erschien4 ,auf die ,grnde aber1 die mich frher von der ,wahrheit der sinnlichen ,gegenstnde berzeugten1 fand ich leicht die ,erwiderung4 ,ich sah1 da die ,vernunft vielem widerrt1 wozu meine ,natur mich antreibt1 und so glaubte ich den ,lehren der ,natur nicht viel ,vertrauen schenken zu drfen4 ,zwar sind die sinnlichen ,wahrnehmungen unabhngig von meiner ,willkr2 ich glaubte aber doch nicht schlieen zu drfen1 sie gingen von ,dingen aus1 die von mir verschieden sind1 da ich vielleicht ein ,vermgen besitze1 das ich nur noch nicht kenne1 und durch das ich sie hervorbringe4 ,nun aber beginne ich mich und meinen ,schpfer besser zu erkennen4 ,ich glaube zwar nicht1 jetzt alles1 was mir die ,sinne zu bieten scheinen1 ohne weiteres hinnehmen zu sollen2 ebensowenig aber darf ich einfach alles in ,zweifel ziehen6 ,erstlich wei ich1 da alles1 was ich klar und deutlich einsehe1 von ,gott so geschaffen sein knnte1 wie ich es erkenne1 und wenn ich ein ,ding klar und deutlich von einem anderen getrennt zu erkennen vermag1 so gengt dies1 um mich zu vergewissern1 da die beiden wirklich verschieden sind1 da sie einzeln fr sich von ,gott ins ,dasein gesetzt werden knnen4 ,worauf das beruht1 da ich sie fr verschieden halte1 ist dabei gleichgltig4 ,somit schliee ich daraus1 da ich von meiner ,existenz wei und dabei nur das ,eine als zu meiner ,natur oder ,wesenheit gehrig erkenne1 nmlich da ich ein denkendes ,wesen bin1 -- mit ,recht schliee ich daraus1 da meine ,wesenheit nur darin allein besteht1 da ich ein denkendes ,wesen bin1 d4 h4 eine ,substanz1 deren ganze ,natur und ,wesenheit lediglich im ,denken besteht4 ,zwar habe ich vielleicht 7bald werde ich sagen knnen3 gewi67 einen ,krper1 der aufs innigste mit mir verbunden ist4 ,einerseits aber habe ich eine klare und deutliche ,vorstellung meiner selbst1 sofern ich lediglich denkendes1 nicht ausgedehntes ,wesen bin4 ,andrerseits habe ich eine deutliche ,vorstellung vom ,krper1 sofern er lediglich ausgedehntes1 nicht denkendes ,wesen ist4 ,somit ist sicher1 da ich wirklich etwas ,anderes als der ,krper bin und ohne ihn existieren kann4#di ,zweitens finde ich in mir gewisse ,vermgen1 denen besondere ,denkweisen zukommen3 das 7sinnliche7 ,vorstellungsvermgen und das ,empfindungsvermgen4 ,ich kann mich vollstndig auch ohne diese klar und deutlich erkennen1 nicht aber umgekehrt jene ohne mich1 d4 h4 ohne die denkende ,substanz1 der sie innewohnen4 ,ihrem ,wesen nach aufgefat schlieen sie nmlich ein ,denken in sich4 ,daraus ersehe ich1 da sie sich zu mir verhalten wie die ,eigenschaften zum ,dinge4 ,ich erkenne auch gewisse andere ,fhigkeiten3 den ,ort zu verndern1 verschiedene ,gestalten anzunehmen u4 s4 w4 ,diese knnen ebensowenig1 wie die schon erwhnten ohne eine ,substanz gedacht werden1 der sie innewohnen1 und knnen also auch nicht ohne eine solche bestehen4 ,offenbar aber knnen sie1 wenn sie bestehen1 nur der krperlichen oder ausgedehnten ,substanz angehren1 nicht aber der erkennenden1 da ihre klare und deutliche ,auffassung zwar ,ausdehnung1 aber gar kein ,denken einschliet4 ,nun besitze ich aber ein passives ,vermgen1 zu empfinden oder ,vorstellungen sinnlicher ,dinge zu empfangen und zu erkennen4 ,ich knnte aber gar keinen ,gebrauch davon machen1 wenn es nicht auch ein aktives ,vermgen in mir oder auer mir gbe1 welches jene ,vorstellungen verursacht oder hervorruft4 ,in mir kann dies nun aber nicht liegen4 ,es setzt ja gar kein ,denken voraus und die sinnlichen ,vorstellungen entstehen auch ganz ohne mein ,zuthun1 oft sogar gegen meinen ,willen4 ,es bleibt also nur brig1 da jenes ,vermgen in einer von mir verschiedenen ,substanz sich finde4 ,in dieser mu nun1 wie wir oben sahen1 alle ,realitt wirklich oder noch in hherem ,grade enthalten sein1 die wir in den ,vorstellungen vergegenstndlicht finden1 welche jenes ,vermgen hervorruft4 ,sonach ist jene ,substanz entweder ,krper1 krperliches ,wesen und enthlt also wirklich alles ebenso1 wie es in den ,vorstellungen sich darstellt1 oder sie ist ,gott oder ein hheres ,geschpf als der ,krper1 das vermge seiner hheren ,macht jene vorgestellte ,realitt hervorzurufen imstande ist4 ,da nun aber ,gott wahrhaftig ist1 so kann er offenbar weder selbst mir jene ,vorstellungen unmittelbar eingeben1 noch auch mittelbar durch ein anderes ,wesen1 das nicht wirklich das in sich schlsse1 was ich mir als real vorstelle1 sondern nur vermge seiner hheren ,macht ,vorstellungen von solcher ,realitt in mir zu erregen vermchte4#ej ,gott hat mir ja gar nicht die ,fhigkeit verliehen1 dies herauszufinden2 er pflanzte mir im ,gegenteil eine groe ,neigung ein1 zu glauben1 jene ,vorstellungen kmen von ,krpern her4 ,wie knnte ich ihn noch fr wahrhaftig halten1 wenn sie nun doch wo anders herkmen als von ,krpern8#ea ,so giebt es also wirklich ,krper6 ,vielleicht aber existieren nicht alle genau so1 wie ich sie sinnlich wahrnehme1 denn die sinnliche ,wahrnehmung ist vielfach sehr dunkel und verworren4 ,wenigstens findet sich aber alles das an den ,krpern1 was ich klar und deutlich erkenne1 d4 h4 alle jene allgemeinen ,eigenschaften1 die den ,gegenstand der reinen ,mathematik bilden4 ,andere ,bestimmtheiten betreffen entweder nur ,einzelheiten1 wie ,gestalt und ,gre der ,sonne u4 s4 w41 oder wir haben nur einen unklaren ,begriff von ihnen1 so von ,licht1 ,schall1 ,schmerz und hnlichen4 ,diese stellen uns nun zwar nichts ,zweifelloses1 ,gewisses dar4 ,allein ,gott tuscht uns nicht und etwas ,falsches kann sich also in meinen ,ansichten nicht finden1 es sei denn1 da ,gott mir auch das ,vermgen gab1 den ,irrtum zu berichtigen4 ,dies gewhrt mir die sichere ,hoffnung1 auch hierin zur ,wahrheit zu gelangen4 ,in der ,that hat alles1 was die ,natur mich lehrt1 einen gewissen ,grad von ,wahrheit4 ,unter ,natur im allgemeinen verstehe ich nmlich jetzt nichts anderes als entweder ,gott selbst oder die von ,gott eingesetzte ,weltordnung2 unter meiner eigenen ,natur im besonderen aber verstehe ich lediglich den ,inbegriff alles dessen1 was ,gott mir verliehen hat4 ,nun sagt mir diese ,natur aber aufs allerausdrcklichste1 ich habe einen ,krper1 dessen ,wohlbefinden gestrt ist1 wenn ich ,schmerz empfinde2 der ,speise oder ,trank bedarf1 wenn ich ,hunger oder ,durst empfinde u4 dgl4 ,ich mu also annehmen1 es sei etwas ,wahres daran4 ,weiter lehrt mich die ,natur durch die ,empfindungen des ,schmerzes1 des ,hungers1 ,durstes u4 s4 w41 ich sei meinem ,leibe nicht nur zugesellt wie etwa ein ,schiffer dem ,schiffe1 sondern sei aufs innigste mit ihm vereint1 ich durchdringe ihn gleichsam und bilde mit ihm ein einheitliches ,ganzes4 ,wie knnte sonst ich1 ein lediglich denkendes ,wesen1 bei einer ,verletzung des ,krpers ,schmerz empfinden8 ,ich wrde jene ,verletzung rein geistig wahrnehmen1 wie das ,auge des ,schiffers es wahrnimmt1 wenn am ,schiffe etwas zerbricht1 und wenn mein ,krper ,speise oder ,trank bedarf1 so wrde ich dies ausdrcklich wissen und htte nicht das unklare ,hunger- oder ,durstgefhl4 ,denn jene ,gefhle von ,hunger1 ,durst1 ,schmerz u4 s4 w4 sind sicherlich nur verworrene ,gedanken von besonderer ,art1 die in der ,vereinigung und gleichsam ,verquickung von ,leib und ,seele ihren ,ursprung haben4 ,fernerhin lehrt mich die ,natur auch1 da mein ,krper von verschiedenen anderen ,krpern umgeben ist1 die ich teils suchen1 teils fliehen mu4 ,da ich nun sehr verschiedenartige ,empfindungen von ,farbe1 ,schall1 ,geruch1 ,geschmack1 ,wrme1 ,hrte u4 s4 w4 habe1 so schliee ich gewi mit ,recht1 es gebe in den ,krpern1 von denen jene ,sinneswahrnehmungen herrhren1 entsprechend verschiedene ,eigenschaften1 wenn sie auch mit unseren ,empfindungen vielleicht keine hnlichkeit haben4 ,auch geht daraus1 da von jenen ,wahrnehmungen die einen mir angenehm1 die anderen unangenehm sind1 mit ,sicherheit hervor1 da mein ,krper oder vielmehr mein ganzes ,ich1 insofern ich aus ,leib und ,seele bestehe1 von den umliegenden ,krpern in verschiedener ,weise angenehm und unangenehm beeinflut werden kann4 ,nun giebt es aber auch vieles andere1 das mich zwar scheinbar die ,natur lehrte1 aber doch rhrt es nicht von ihr her1 sondern von der ,angewohnheit1 unberlegt zu urteilen1 und so kommt es leicht vor1 da ich darin irre2 so z4 ,b4 wenn ich meine1 aller ,raum1 der nichts sinnlich ,wahrnehmbares enthlt1 sei leer1 ein warmer ,krper enthalte etwas der ,wrmeempfindung hnliches1 das empfundene ,wei oder ,grn sei ebenso in dem weien oder grnen ,krper1 in dem bitteren oder sen sei der betreffende ,geschmack u4 s4 w41#eb oder ,sterne1 ,trme und andere entfernte ,krper htten nur gerade jene ,gre und ,gestalt1 in der sie meinen ,sinnen erscheinen und hnliches mehr4 ,doch um alle ,unklarheit zu beseitigen1 mu ich genauer feststellen1 was ich eigentlich damit meine1 wenn ich sage1 die ,natur lehre mich etwas4 ,ich nehme nmlich ,natur hier in einem engeren ,sinne1 nicht als ,inbegriff alles dessen1 was ,gott mir verliehen4 ,darin wre nmlich vieles rein ,geistige enthalten 7so die ,erkenntnis1 da ,geschehenes nicht ungeschehen sein kann und vieles andere1 das ich durch mein natrliches ,erkenntnisvermgen wei72 von diesem ist nicht die ,rede4 ,auch vieles nur auf den ,krper ,bezgliche wre einbegriffen 7soda er nach unten strebt und hnliches7 um das es sich ebenfalls nicht handelt4 ,nur um das handelt es sich1 was ,gott mir verlieh1 inwiefern ich aus ,krper und ,geist bestehe4 ,insofern nun lehrt mich die ,natur1 zu fliehen1 was ,schmerzempfindung bereitet1 zu erstreben1 was ,lust bereitet und hnliches4 ,sie scheint uns aber nicht auerdem noch zu lehren1 da wir aus jenen sinnlichen ,erregungen ohne vorherige ,prfung durch den ,verstand einen ,schlu auf die ,dinge auer uns ziehen drfen1 denn die ,erkenntnis der ,wahrheit scheint nur dem ,geiste allein1 nicht aber der ,vereinigung von ,krper und ,geist anzugehren4 ,wenn also auch ein ,stern mein ,auge nicht mehr erregt1 als die ,flamme einer kleinen ,fackel1 so liegt doch darin keine wirkliche1 positive ,ntigung zu der ,annahme1 er sei in der ,that nicht grer4 ,ich habe dies von ,jugend auf ganz ohne ,grund geglaubt4 -- ,wenn ich mich einem ,feuer nhere1 so fhle ich zwar ,wrme1 und wenn ich ihm allzu nahe komme1 empfinde ich ,schmerz4 ,aber dies ist wahrlich kein ,grund zu glauben1 im ,feuer sei etwas dem ,wrmegefhl oder gar dem ,schmerze hnliches2 es beweist vielmehr lediglich1 da im ,feuer ein gewisses irgendwie beschaffenes ,etwas ist1 das in uns die ,wrme- oder ,schmerzempfindung erregt4 -- ,ebenso1 wenn ich auch irgendwo im ,raume nichts sinnlich wahrzunehmen vermag1 so folgt doch noch nicht1 da dort kein ,krper sei1 vielmehr werde ich gewahr1 wie sehr ich daran gewhnt bin1 hier und in vielen anderen ,fllen die natrliche ,ordnung umzukehren6 ,die sinnlichen ,wahrnehmungen sind mir nmlich eigentlich nur dazu von der ,natur verliehen1 um dem ,geiste anzuzeigen1 was dem ,ganzen1 dessen ,teil er ist1 zutrglich oder nicht ist1 und dafr sind sie klar und deutlich genug4 ,ich lasse sie mir aber als sichere ,richtschnur dienen1 um ohne weiteres ber das ,wesen der krperlichen ,auenwelt zu entscheiden1 whrend sie doch hierfr nur ganz dunkle und unbestimmte ,anhaltspunkte geben6 99 99 99 99 99 ,wie trotz der ,gte ,gottes meine ,urteile falsch sein knnen1 das habe ich schon oben genugsam erkannt4 ,nun bietet sich aber hier eine neue ,schwierigkeit dar bezglich dessen1 was mir die ,natur als begehrens- oder vermeidenswert hinstellt1 sowie ferner bezglich der inneren ,sinne1 bei denen ich ,irrtmer entdeckt zu haben meine4 ,so lt sich z4 ,b4 einer durch den ,wohlgeschmack einer ,speise verleiten1 das ,gift1 das sie in sich birgt1 zu sich zu nehmen4 ,allein diesen treibt dann die ,natur nur an1 ein ,wohlschmeckendes1 nicht aber ein ,gift1 von dem er ja gar nichts wei1 zu sich zu nehmen1 und daraus lt sich nur folgern1 da die menschliche ,natur nicht allwissend ist4 ,dies aber ist gar nicht wunderbar1 denn der ,mensch ist ein endliches ,wesen und so kommt auch seiner ,natur nur eine beschrnkte ,vollkommenheit zu4 ,allein nicht selten irren wir auch in dem1 wozu uns geradezu die ,natur antreibt4 ,so verlangt z4 ,b4 ein ,kranker nach einem ,getrnk oder einer ,speise1 das ihm bald darauf ,schaden bringt4 ,nun knnte man ja wohl sagen1 ein solcher ,kranker irre1 weil seine ,natur gestrt sei4 ,allein dies hebt die ,schwierigkeit nicht4 ,ist doch ein kranker ,mensch ebenso gewi ein ,geschpf ,gottes1 wie ein gesunder6 ,es wre ganz ebenso widersprechend1 da ,gott diesem eine unwahre ,natur gegeben htte6 ,eine ,uhr1 die aus ,rdern und ,gewichten besteht1 folgt ganz ebenso genau allen ,naturgesetzen1 ob sie nun verkehrt eingerichtet ist und die ,stunden unrichtig anzeigt1 oder ob sie in allen ,stcken dem ,wunsche des ,knstlers entspricht4 ,so kann ich auch den menschlichen ,leib als eine ,art ,maschine ansehen1 die aus ,knochen1 ,nerven1 ,muskeln1 ,adern1 ,blut und ,haut besteht und so eingerichtet ist1 da er auch ohne den ,geist alle jene ,bewegungen vollzge1 die jetzt ohne unseren ,willen1 also ohne den ,geist zustande kommen4 ,dann ist leicht ersichtlich1 da er1 wenn er beispielsweise an ,wassersucht leidet1 seiner ,natur nach ganz ebenso jene ,trockenheit der ,kehle erleidet1 die sich dem ,geist als ,durstempfindung darstellt1 und da dadurch auch die ,nerven und die anderen ,krperteile ganz ebenso dazu hindrngen1 da er den ,trank nimmt1 der die ,krankheit steigert1 wie er ohne eine solche ,krankheit durch eine hnliche ,trockenheit der ,kehle dazu gebracht wrde1 einen ntzlichen ,trank zu sich zu nehmen4 ,zwar kann ich mit ,rcksicht auf den ,zweck der ,uhr sagen1 sie entspreche nicht ihrer natrlichen ,bestimmung1 wenn sie die ,stunden falsch angiebt2 ganz ebenso knnte ich auch die ,maschine des menschlichen ,krpers als von ,natur bestimmt fr die gewhnlichen ,bewegungen ansehen und knnte meinen1 es sei ihrer natrlichen ,bestimmung zuwider1 wenn die ,kehle trocken ist1 solange das ,trinken fr die ,erhaltung des ,krpers ohne ,nutzen ist4 ,allein ich merke recht wohl1 da diese letztere ,auffassung von ,natur von der anderen sehr verschieden ist4 ,sie ist nmlich eine blo rein uerliche ,benennung1 die ich aus meinem ,denken herleite1 indem ich den kranken ,menschen und die schlechte ,uhr mit der ,vorstellung des gesunden ,menschen und der guten ,uhr vergleiche4 ,in jenem anderen ,sinne dagegen verstehe ich unter ,natur etwas1 das sich wirklich bei den ,dingen findet4 ,daran ist also etwas ,wahres4 ,so ist es also zwar eine rein uerliche ,bezeichnung1 wenn ich im ,hinblick auf den wasserschtigen ,krper dessen ,natur verdorben nenne1 weil seine ,kehle trocken ist1 ohne da er des ,trankes bedarf4 ,hinsichtlich des ganzen ,menschen oder des ,geistes1 der mit einem solchen ,krper vereint ist1 ist es aber gleichwohl sicherlich keine leere ,benennung1 vielmehr ist es ein thatschlicher ,irrtum1 da er drstet1 whrend das ,trinken ihm schaden wrde4 ,so bleibt hier also noch die ,frage offen1 wie es sich mit der ,gte ,gottes vertrgt1 da die ,natur in diesem ,sinne uns tuscht8 ,da bemerke ich nun in erster ,linie einen groen ,unterschied zwischen ,krper und ,geist1 insofern nmlich der ,krper seiner ,natur nach stets teilbar1 der ,geist aber durchaus unteilbar ist4 ,in der ,that1 achte ich hierauf1 betrachte ich mich selbst lediglich als denkendes ,wesen1 so kann ich keine ,teile in mir unterscheiden1 vielmehr erkenne ich in mir ein durchaus einheitliches ,ganzes4 ,zwar scheint der ganze ,geist mit dem ganzen ,krper vereint zu sein2 verliere ich aber einen ,fu1 einen ,arm oder einen anderen ,krperteil1 so merke ich doch nicht1 da etwas am ,geiste fehlt6 ,auch die verschiedenen ,vermgen des ,geistes1 das ,wollen1 ,empfinden1 ,erkennen u4 s4 w4 knnen nicht etwa als ,teile desselben aufgefat werden1 denn es ist derselbe ,eine ,geist1 der will1 der empfindet1 der erkennt6 ,hingegen kann ich mir keinen ,krper1 nichts ,ausgedehntes denken1 das ich mir nicht mit ,leichtigkeit in ,teile zerlegt denken knnte1 und so erkenne ich dessen ,teilbarkeit4 ,dies allein wrde gengen1 mir den gnzlichen ,unterschied von ,geist und ,krper zu beweisen1 wenn ich es jetzt nicht schon aus anderen ,grnden klar erkannt htte6 ,weiterhin bemerke ich1 da der ,geist nicht von allen ,teilen des ,krpers unmittelbar ,eindrcke empfngt1 sondern nur vom ,gehirn1 vielleicht sogar nur von einem kleinen ,teile desselben1 nmlich von dem1 welcher ,sitz des ,gemeinsinns sein soll4 ,sowie in diesem ganz dieselben ,zustnde gegeben sind1 stellt er auch dem ,geiste dasselbe dar1 wie verschieden auch unterdessen die ,verhltnisse in den brigen ,krperteilen sein mgen4 ,zahlreiche ,erfahrungen1 auf die wir hier nicht nher einzugehen brauchen1 besttigen dies4 ,ich bemerke auerdem1 da mein ,krper so beschaffen ist1 da keiner seiner ,teile durch einen etwas entfernteren ,teil erregt werden kann1 ohne da er auch ganz ebenso von jedem der zwischenliegenden ,teile aus erregt werden knnte1 wenn auch der entferntere ,teil nicht mitwirkt4 ,denken wir uns z4 ,b4 ein ,seil ,a ,b ,c ,d2 es finde an seinem uersten ,ende ,d ein ,zug statt4 ,der erste ,teil ,a wird sich ganz ebenso bewegen1 wie es auch der ,fall sein wrde1 wenn der ,zug von einem zwischenliegenden ,punkte ,b oder ,c stattfnde und ,d in ,ruhe bliebe4 ,in ganz hnlicher ,weise zeigt die ,physik1 wenn ich ,schmerzen im ,fu empfinde1 da dies durch ,vermittlung der im ,fu verbreiteten ,nerven geschehe1 die sich von da wie ,fden bis in das ,gehirn erstrecken4 ,werden sie nun im ,fue angezogen1 so pflanzt sich der ,zug fort bis ins ,innere des ,gehirns1 mit dem sie in ,verbindung stehen4 ,dort erregen sie eine gewisse ,bewegung1 die von der ,natur dazu bestimmt ist1 in meinem ,geiste die ,empfindungen zu erregen1 als schmerze der ,fu4 ,um aber vom ,fue zum ,gehirn zu gelangen1 mssen jene ,nerven durch ,unterschenkel1 ,oberschenkel1 ,lenden1 ,rcken und ,hals gehen4 ,da kann es nun vorkommen1 da das im ,fu gelegene ,ende gar nicht berhrt wird1 sondern nur eine der zwischenliegenden ,partieen4 ,die ,bewegung im ,gehirn aber ist ganz dieselbe1 als ob der ,fu schmerzhaft berhrt wrde4 ,der ,geist wird sonach notwendig ganz den nmlichen ,schmerz fhlen mssen4 ,ganz dasselbe gilt von jeder beliebigen anderen ,empfindung4 ,jede einzelne ,bewegung1 die in dem ,teile des ,gehirns stattfindet1 der unmittelbar auf den ,geist einwirkt1 vermittelt nun aber dem ,geiste stets nur eine und dieselbe ,empfindung4 ,so bemerke ich denn schlielich auch1 da man es sich gar nicht besser wnschen und denken knnte1 als wenn die ,gehirnbewegung immer gerade die ,empfindung erregte1 die von allen mglichen am meisten und hufigsten zur ,erhaltung des gesunden ,menschen beitrgt4 ,derartig sind nun wirklich1 wie die ,erfahrung zeigt1 alle unsere natrlichen sinnlichen ,erregungen beschaffen1 und so findet sich nichts in ihnen1 das nicht von ,gottes ,macht und ,gte zeugte4 ,werden z4 ,b4 die ,nerven des ,fues heftig und in ungewohnter ,weise erregt1 so pflanzt sich diese ,erregung durch das ,rckenmark bis ins ,innere des ,gehirns fort und giebt dort dem ,geist das ,zeichen zu einer ,empfindung1 nmlich zur ,empfindung als sei im ,fue ein ,schmerz4 ,dadurch wird nun der ,geist angetrieben1 die ,ursache des ,schmerzes als etwas dem ,fue ,schdliches nach ,krften zu beseitigen4 ,gott htte aber die menschliche ,natur auch so einrichten knnen1 da jene nmliche ,gehirnbewegung dem ,geiste etwas ,anderes darstellen wrde1 etwa den ,geist selbst als im ,gehirne oder im ,fue oder an einer dazwischenliegenden ,stelle befindlich1 oder irgend etwas ,anderes4 ,nichts ,anderes aber wre in gleichem ,mae der ,erhaltung des ,krpers frderlich gewesen4 ,in gleicher ,weise entsteht auch durch das ,bedrfnis nach ,trank eine gewisse ,trockenheit in der ,kehle1 welche die ,nerven und durch deren ,vermittlung das ,innere des ,gehirnes erregt4 ,diese ,erregung ruft im ,geiste gerade die ,durstempfindung hervor1 weil bei diesem ganzen ,vorgang nichts fr uns von grerem ,nutzen ist1 als zu wissen1 da wir zur ,erhaltung unserer ,gesundheit des ,trankes bedrfen4 ,entsprechendes gilt in den anderen ,fllen4 ,hieraus ergiebt sich nun ganz klar1 da trotz der unermelichen ,gte ,gottes die ,natur des ,menschen als eines aus ,leib und ,seele bestehenden ,doppelwesens doch zuweilen irren kann4 ,wrde nmlich eine ,ursache nicht im ,fue1 sondern an einer anderen ,stelle der ,nerven auf seinem ,wege vom ,fue zum ,gehirn1 oder auch im ,gehirn selbst1 genau die nmliche ,erregung hervorrufen1 die bei einer ,verletzung des ,fues einzutreten pflegt1 so wrden wir doch den ,schmerz im ,fue empfinden und unsere ,empfindung irrt dann1 und zwar ihrer ,natur gem1 denn ein und dieselbe ,gehirnerregung kann dem ,geist stets nur die gleiche ,empfindung mitteilen4 ,diese ,erregung pflegt aber viel fter durch eine ,verletzung des ,fues zu entstehen als durch eine ,einwirkung an andrer ,stelle1 und darum ist es vernunftgem1 da jene ,erregung uns immer einen ,schmerz im ,fue vergegenwrtigt1 statt ihn uns ein fr allemal an einer anderen ,stelle zu zeigen6 ,wenn auch einmal die ,trockenheit in der ,kehle nicht1 wie gewhnlich1 daraus entsteht1 da das ,trinken der ,gesundheit des ,krpers frderlich ist1 sondern aus einer gerade entgegengesetzten ,ursache 7wie beim ,wasserschtigen71 so ist es doch jedenfalls weit besser1 die ,trockenheit fhrt uns in dem einen ,falle irre1 als wenn sie es im ,gegenteil immer thte1 wenn unser ,krper in gutem ,zustande ist6 ,entsprechendes gilt fr die brigen ,flle4 ,diese ,erwgung trgt sehr viel dazu bei1 die ,irrtmer zu bemerken1 denen meine ,natur ausgesetzt ist4 ,sie ermglicht es mir aber auch1 dieselben leicht zu berichtigen oder zu vermeiden4 ,wei ich doch nun1 da alle ,sinne bezglich dessen1 was dem ,krper frommt weit fter wahre als falsche ,angaben machen2 fast immer kann ich mich auch mehrerer ,sinne bedienen1 um mich einer ,sache zu vergewissern2 und dann habe ich ja noch das ,gedchtnis1 das die ,gegenwart mit der ,vergangenheit verknpft1 und den ,verstand1 der die ,ursachen des ,irrtums bereits alle durchschaute6 ,da brauche ich nicht mehr zu frchten3 was die ,sinne mir tglich entgegenhalten1 das sei falsch6 ,die bertriebenen ,zweifel der letzten ,tage sind als lcherlich zu verwerfen2 besonders jener bedeutendste1 wegen des ,traumes1 den ich vom ,wachen nicht unterscheiden konnte6 ,jetzt sehe ich1 wie gro der ,unterschied zwischen beiden ist3 niemals verknpft das ,gedchtnis die ,trume mit allem anderen1 was wir im ,leben thun2 bei dem jedoch1 was wir im ,wachen erleben1 ist dies der ,fall4 ,wrde mir jemand im ,wachen pltzlich erscheinen und gleich wieder verschwinden1 ganz wie im ,traume1 und zwar ohne da ich merkte1 woher oder wohin er gekommen1 so wrde ich mit ,recht eher meinen1 das sei ein ,gespenst oder ein ,wahngebilde meines ,gehirns1 als ein wirklicher ,mensch4 ,begegnen mir aber ,dinge1 bei denen ich deutlich bemerke1 woher sie kommen1 und wann sie sich ereignen1 und steht ihre ,wahrnehmung durchaus in stetigem ,zusammenhang mit meinem ganzen brigen ,leben1 so wei ich ganz gewi1 da dies nicht im ,traume1 sondern im ,wachen geschieht4 ,habe ich dann noch alle ,sinne1 das ,gedchtnis und den ,verstand angerufen1 um jene ,wahrnehmungen zu prfen1 und alle diese stehen in vollster bereinstimmung1 so darf ich auch nicht den geringsten ,zweifel mehr an ihrer ,wahrheit hegen1 denn aus der ,wahrhaftigkeit ,gottes folgt1 da ich in solchen ,fllen berhaupt nicht in ,irrtum geraten kann4 ,allerdings bleibt uns im ,drange der ,geschfte nicht immer die ,zeit zu einer so genauen ,prfung1 und so mu ich gestehen1 da das menschliche ,leben im einzelnen doch gar oft ,irrtmern unterliegt1 und ich mu die ,schwche unserer ,natur anerkennen4 ,ende4 #di ,es beruht auf einem ,irrtum1 da ,denken und ,ausdehnung wirklich ganz voneinander getrennt werden knnen4 ,descartes behandelt beide als vollkommne ,gegenstze4 ,wre dies richtig1 so bliebe die ,vereinigung von ,krper und ,geist nicht nur unbegreiflich1 sondern wre geradezu widersprechend4 ,descartes bereitet denn auch die ,thatsache der ,vereinigung von ,leib und ,seele nicht geringe ,verlegenheiten1 ber die er sich durch die verschiedensten ,vergleiche und ,annahmen vergeblich hinwegzuhelfen sucht 7besonders in ,respons4 und ,princ4 ,phil474 ,auch der ,begriff eines lediglich denkenden und lediglich ausgedehnten ,wesens hat an sich seine unberwindlichen ,schwierigkeiten1 mit denen ,descartes besonders in spterer ,zeit viel zu kmpfen hatte 7vgl4 ,descartes ,briefwechsel74 ,kants unsterbliches ,verdienst war es1 das ,verhltnis von ,ausdehnung 7,raum7 und ,denken im wesentlichen richtig erkannt und das ,fundament fr alle weitere ,forschung festgelegt zu haben4 ,descartes' ,verdienst wird dadurch nicht geschmlert3 er hat allererst den ,weg gezeigt und angebahnt1 der zur ,wahrheit fhrt6 #ej ,die ,worte3 ,das nicht wirklich 444 erregen vermchte geben das lateinische3 in qua earum realitas objectiva non formaliter1 sed eminenter tantum contineatur wieder1 formaliter und eminenter lassen sich hier nicht wohl mit in gleichem ,mae und in hherem ,mae 7v4 ,kirchmann7 oder durch einen anderen einfachen ,ausdruck wiedergeben4 ,das tantum macht eine genauere ,wiedergabe des ,sinnes erforderlich1 was nur durch ,umschreibung mglich ist4 ,die unvernderte ,herbernahme der scholastischen ,ausdrcke 7,kuno ,fischer7 scheint1 da dieselben heute zu wenig gelufig sind1 in dieser bersetzung nicht ratsam4 #ea ,vgl4 ,anm4 ,s4 #gi4 #eb ,hiermit ist die ,subjektivitt der empfindbaren ,qualitten ausgesprochen4 ,die erregenden ,ursachen der ,empfindungen bestimmt ,descartes an anderen ,orten als ,bewegungen 7man vgl4 auch ,s4 #ajd74 ,schon vor ihm hatte ,galilei diese ,lehre mit aller ,klarheit ausgesprochen 7vgl4 ,natorp1 ,descartes' ,erkenntnistheorie1 ,s4 #ace74 ,durch die moderne ,physik und ,physiologie hat sie ihre allseitige ,besttigung und tiefere ,begrndung erfahren4 ,liste der vorgenommenen nderungen3 noch deutlich die ,scholastik wiederspiegelt1 erffnet es andererseits noch deutlich die ,scholastik widerspiegelt1 erffnet es andererseits ,seite #aaa ff4 ,seite #aaa ff47 reprsentation74 ,man knnte vielleicht objectivus reprsentation74 ,man knnte vielleicht objectivus ,grund zum zweifeln finde4 ,auch braucht man sie darum nicht einzeln ,grund zum ,zweifeln finde4 ,auch braucht man sie darum nicht einzeln dann1 wenn sie ,sirenen und ,satirisken in den allerungewhnlichsten dann1 wenn sie ,sirenen und ,satyrisken in den allerungewhnlichsten ,zweite ,betrachtung ,zweite ,betrachtung4 ,so erkenne ich denn1 da nichts von alledem1 was ich mit ,hilfe des ,so erkenne ich denn1 da nichts von alledem1 was ich mit ,hilfe des u4 s4 w auer ihm vorhanden sei1 oder ob es nur seine u4 s4 w4 auer ihm vorhanden sei1 oder ob es nur seine kann der ,ich-gedanke praktisch vollzogen werden4 ,das kann der ,ich-,gedanke praktisch vollzogen werden4 ,das ,ich habe nun noch zu untersuchen1 in welcher ,weise jene ,vorstellung ,ich habe nun noch zu untersuchen1 in welcher ,weise ich jene ,vorstellung ,thtigkeit1 die natrlich fr sich als solche ebenfalls ,thtigkeit1 die natrlich fr sich als solche ebenfalls 7,vgl4 pag4 #ei ,anm47 7,vgl4 ,s4 #ei ,anm47 anzunehmen4 anzunehmen4 letzten ,betrachtung4 7,vgl4 bes4 p4 #ig47 letzten ,betrachtung4 7,vgl4 bes4 ,s4 #ig47