,anmerkungen zur ,transkription3 ,im ,original fett gedruckte ,passagen sind hier mit gekennzeichnet4 ,passagen1 die im ,original nicht in ,fraktur gedruckt waren1 sind hier mit gekennzeichnet4 ,passagen1 die im ,originaltext gesperrt gedruckt oder unterstrichen waren1 sind hier mit gekennzeichnet4 ,im ,originaltext wird bei ,dezimalzahlen in einigen ,fllen ein ,punkt1 in anderen ,fllen ein ,komma verwendet4 ,dies wurde unverndert bernommen4 ,die ,romantik der ,chemie ,von ,dr4 ,oskar ,nagel ,mit #bf ,abbildungen und #d ,tabellen ,illustration3 ,signet ,stuttgart ,kosmos1 ,gesellschaft der ,naturfreunde ,geschftsstelle3 ,franckh'sche ,verlagshandlung #aiad ,alle ,rechte1 besonders das bersetzungsrecht1 vorbehalten4 ,copyright #aiad by ,franckh'sche ,verlagshandlung1 ,stuttgart4 ,,stuttgarter ,,setzmaschinen-,,druckerei ,,holzinger ,co4 ,,stuttgart ,illustration3 ,dekoration ,wenn irgendeine ,wissenschaft uns zu souvernen ,herren der ,natur gemacht und uns aus ,naturbeherrschten in ,beherrscher der ,natur umgewandelt hat1 so ist dies das sptgeborene ,kulturkind der ,menschheit1 die ,wissenschaft der ,chemie4 ,sie gleicht einem ,kinde1 das ,jahrtausende dazu gebraucht hat1 das ,sprechen zu erlernen1 aber dann mit einemmal imstande war1 die whrend der ,jahrtausende angehuften ,eindrcke1 die es von der ,welt empfangen1 in prachtvoller1 sinnreicher1 knstlerischer ,sprache wiederzugeben4 ,sie gleicht einer ,pflanze1 die durch ,jahrtausende krftig-fleischige ,bltter angesetzt hat1 um pltzlich1 ber ,nacht1 die schnsten ,blten hervorzubringen4 ,sie gleicht einem spt erkannten1 lange verachteten ,stein1 der1 endlich gewrdigt und erkannt1 durch diese ,erkenntnis wie mit einem ,zauberstabe berhrt1 sich in jeden gewnschten1 wunderbar-merkwrdigen ,stoff verwandelt2 oder dem mystischen ,schlssel ,mephistos1 der den grauen formlosen ,nebel in ,gtter umformt4 ,wie geheimnisvoll und mrchenhaft klingt schon der ,name ,chemie6 ,und in der ,tat1 sie ist mrchenhaft3 ein ,dornrschen1 durch das reine ,streben geistvoller ,mnner aus dem ,schlafe erweckt2 ein ,midas1 der alles1 was er anfat1 in ,gold verwandelt2 ein ,heiliger1 der ,wasser aus dem ,felsen schlgt2 ein vom edelsten ,willen beseelter ,erlser1 der alle ,hungrigen speisen mchte2 ein ,herakles1 der den ,augiasstall reinigt2 ein licht- und wrmebringender ,prometheus2 ein bergezertrmmernder ,titan2 ein heilender skulap2 eine kunstfertige1 schmuckliebende ,athene -- das alles ist die ,chemie4 ,ein ,midas1 der1 was er berhrt1 in ,gold oder ,goldeswert verwandelt1 der aus schmutzigem ,erz und ,sand ,gold und ,eisen herstellt1 anspruchslose ,erden zu sonnenhaftem ,lichte erglhen lt1 durch ,zusammenschmelzen weicher ,stoffe diamantharte ,substanzen darstellt1 durch ,vermengung schwacher ,materien ,sprengstoffe von ungeheurer ,gewalt erzeugt1 der aus traurig-schwarzer ,kohle prchtige ,farben in heiterer ,buntheit erstehen lt1 und so reichlich erschafft1 was die ,natur krglich hervorbringt4 ,midas ist das ,sinnbild des nach ,besitz gierigen und nach dem ,besitz der ,besitze1 nach ,gold1 hungrigen ,menschen4 ,solange das ,menschengeschlecht lebt1 lebt ,midas4 ,das ,gold hat schon frhzeitig durch seinen ,glanz1 seine auffallende ,farbe und seine ,unvernderlichkeit die ,aufmerksamkeit des vorhistorischen ,menschen auf sich gezogen1 seine ,habsucht erweckt und die ,lust gereizt1 sich damit zu schmcken1 zumal da es sehr leicht bearbeitet werden kann4 ,goldene ,hefteln1 goldener ,halsschmuck waren damals das ,vorrecht der ,mchtigen und ,reichen4 -- ,ursprnglich beachtete man wohl nur die greren in der ,natur gediegen vorkommenden ,goldklumpen und -klmpchen1 doch schrfte sich allmhlich der golddurstige ,blick1 so da der ,mensch auch ,goldkrner zu sammeln begann1 wie man sie in dem ,flusande mancher ,gewsser findet4 ,hierauf lernte man von den ,flssen das ,waschen von ,gold1 das ,schlmmen und den daraus entstandenen einfachen ,pfannenproze1 indem man flieendes ,wasser durch goldhaltigen ,sand leitete1 so da der leichtere ,sand mit dem ,wasser fortgefhrt1 das schwere ,gold aber zurckgelassen wurde4 ,schlielich erfand man das ,pochwerk1 in dem goldreiches ,gestein zu ,sand zerpocht und zerhmmert wurde1 woraus dann durch ,schlmmen das ,gold ausgewaschen werden konnte4 ,darber kam man durch ,jahrtausende nicht hinaus4 ,und ,handel und ,industrie waren durch den ,mangel an ,gold1 das inzwischen zum ,wertmesser erhht worden war1 in ihrer ,entwicklung stark gehemmt4 ,so litt die ,menschheit unter selbstauferlegten ,fesseln1 qulte sich ab in dem selbstgezimmerten ,prokrustesbette4 ,da kam ihnen ein ,zauberer in ihrem ,kampfe ums ,gold zu ,hilfe4 ,die moderne ,chemie lieferte neue ,waffen fr diesen ,kampf1 ,waffen von bisher ungeahnter ,schrfe und ,wirksamkeit1 und ermglichte die ,gewinnung des ,goldes aus ,gesteinen1 die so wenig davon enthielten1 da man vorher nicht nur die ,gewinnung fr unmglich gehalten1 sondern nicht einmal die ,anwesenheit des ,goldes darin htte feststellen knnen4 ,die ganze ,art der ,goldgewinnung wurde damit von ,grund aus gendert1 ein vllig neues ,verfahren drngte das alte ,waschverfahren in den ,hintergrund und gestattete eine bedeutende ,vergrerung der ,golderzeugung der ,welt4 ,die ,goldsucher1 die sogenannten ,prospectors1 begannen wieder ttig zu werden2 mit ihrer einfachen ,ausrstung durchstreiften sie1 golderzsuchend und auf rohe ,art -- so gut es eben ohne viel ,sachkenntnis und mit einfachen ,mitteln mglich war -- auch golderzprfend1 die ,goldgebiete ,afrikas1 ,amerikas und ,australiens1 nahmen ,beschlag von den ,minerallagern1 in denen sie ,gold fanden1 steckten ihre ,claims aus1 lieen diese ihre ,ansprche von der ,bergbauobrigkeit besttigen1 verteidigten ihre ,rechte mit scharfgeladenem ,revolver und errichteten dann ,schmelzwerke an ,ort und ,stelle oder verkauften ihre ,rechte an die groen ,goldunternehmer4 ,whrend man also ursprnglich nur das ,gold gewann1 das man mit seinen eigen ,augen sah1 und spter auch solches1 das man nach einer einfachen ,schlmmprobe im goldverdchtigen ,sande gefunden hatte1 tritt mit den ,errungenschaften der neueren ,chemie und ,technik die ,goldgewinnung in ein neues ,stadium4 ,der ,laboratoriumschemiker hat nun seine ,hilfsmittel derart verfeinert1 da er das ,gold in goldarmem ,gestein selbst dann noch ganz genau nachweisen kann1 wenn blo ein ,gramm des ,edelmetalls in #ajjj ,kilogramm ,gestein enthalten sind1 also selbst dann1 wenn es blo ein ,millionstel des ,gesteinsgewichtes ausmacht4 ,und der technische ,chemiker hat nach vielen mhevollen ,versuchen gelernt1 diese ,ergebnisse des ,laboratoriums zu benutzen und zwar gewinnbringend zu benutzen1 wenn der ,goldgehalt des ,gesteines in #ajjj ,kilogramm #f ,gramm oder mehr betrgt4 ,man mu versuchen1 sich dieses ,gewichtsverhltnis vorzustellen1 wenn man die ,gre dieser ,leistung1 die ,romantik des ,vollbrachten1 wrdigen will4 ,die ,zeit1 wo der ,alchimist vergeblich in seiner ,kammer brtete1 hat einer ,zeit genauer1 sicherer1 erfolgreicher und gewaltiger ,arbeit ,platz gemacht4 ,ganze ,sandberge werden heute in ,amerika mit groen mechanischen ,schaufeln abgetragen1 ,berge von gemeinem1 unscheinbarem ,sand1 ,berge von ,sand1 die in #ajjj ,kilogramm #f ,gramm ,gold enthalten1 aus dem das ,edelmetall mit groem ,vorteile gewonnen wird4 ,das ,verfahren1 durch das diese ,gewinnung ermglicht wird1 ist das denkbar einfachste4 ,das ,erz wird -- wenn es nicht schon ohnehin sandfrmig ist -- zunchst gemahlen und zwar in sogenannten ,kugelmhlen -- kurze1 sich drehende ,trommeln mit ,stahlkugelfllung1 worin die ,kugeln durch die drehende ,bewegung geschttelt werden und dadurch eine mahlende ,wirkung ausben -- oder in sogenannten ,rohrmhlen1 in denen die mahlenden ,kugeln in einem langen ,stahlrohre untergebracht sind4 ,manche ,erze mssen vor dem ,zermahlen mit ,hilfe von ,rstfen unter ,luftzutritt erhitzt1 gerstet werden 7,abb4 #a1 #b1 #c74 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,kugelmhle4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,rohrmhle4 ,die gemahlenen ,erze kommen nun in groe ,bottiche1 ,zyanidbottiche genannt1 die in manchen ,werken einen ,durchmesser von #aj ,metern haben und mehrere ,meter hoch sind4 ,verdnnte ,zyankaliumlsung wird nun dazugetan1 und diese ,lsung wird mit ,hilfe einer ,pumpe solange in ,umlauf versetzt und in ,bewegung erhalten1 bis das ,gold vollstndig aus dem ,erz entfernt und im ,zyankalium gelst ist4 ,die ,zyankaliumgoldlsung wird nun aus dem ,bottich abgezogen und das darin enthaltene ,gold entweder mit ,hilfe des elektrischen ,stromes oder mit ,hilfe von ,zinkspnen1 die das ,gold zu fllen vermgen1 als feiner ,goldschlamm gewonnen1 der dann in kleinen fen umgeschmolzen wird 7,abb4 #d1 #e1 #f1 #g74 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,mechanischer ,rstofen4 ,vor der ,entdeckung dieses ,verfahrens1 des sogenannten ,zyanidprozesses1 waren die ,erze1 die heute hauptschlich damit verarbeitet werden1 ganz wertlos1 da eine ,gewinnung des ,goldes durch ,schlmmen aus ihnen unmglich war1 weil einesteils das ,gold darin in eigentmlichen ,verbindungen1 gleichsam chemisch verwachsen vorkommt1 und anderesteils in so feiner ,verteilung das ,erz durchsetzt1 da man fr den ,schlmmproze ein ,pulver von mindestens #a_/dj ,millimeter ,krnergre htte herstellen mssen4 ,das bedeutet aber solche ,feinheit1 da auch das ,gold durch flieendes ,wasser fortgeschwemmt wird und sich lange ,zeit in der ,flssigkeit schwebend erhlt4 ,sowohl in ,amerika als auch in ,afrika und ,australien sind nun riesige ,zyanidanlagen in fortwhrender ,ttigkeit1 um das ,gold aus zermahlenem ,golderz oder schwach goldhaltigem ,sande auszuziehen1 und der grte ,teil der ,weltproduktion1 die im ,jahre #aiaa an #aijj ,millionen ,mark betrug1 wird auf diese ,weise gewonnen4 ,im hgeligen und bergigen ,gelnde des amerikanischen ,westens sieht man hufig die eigenartig gebauten1 an den ,bergabhang gelehnten ,zyanidwerke1 denen oben das ,erz in ,waggonladungen zugefhrt wird4 ,auf dem ,wege nach unten wird dem ,erz das ,gold durch ,zyankalium entzogen und am unteren ,ende der ,goldmhle das gediegene ,gold in ,barren gegossen4 ,unermdlich mahlen die ,mhlen1 unermdlich bt das ,zyankalium seine lsende ,wirkung aus2 ohne ,ruhe und ohne ,rast1 ,tag und ,nacht1 in stetiger1 einfrmiger ,gleichmigkeit wird hier gewonnen1 was dann drauen die ,menge in rasende ,aufregung versetzt1 wird das ,ziel der ,habgier gewonnen1 wird das gewonnen1 was viele fr den eigentlichen ,lebenszweck halten1 das1 was sie fr wertvoller achten als das ,leben selbst 7,abb4 #h74 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,zyanidbottich4 ,aber selbst durch die jetzt mgliche groe ,golderzeugung ist das ,streben nach ,gold nicht befriedigt1 und unbefriedigt ist auch die forschende ,neugier des ,menschen4 ,gleich der ,lernischen ,schlange bringt jede gelste ,frage weitere ,aufgaben hervor2 ist ein neues ,verfahren gefunden1 da heit es wieder alle ,einzelheiten des ,verfahrens verbessern1 und jede ,einzelheit stellt eine neue ,aufgabe dar4 ,dazu kommt noch das bestndige ,streben nach ,verbilligung der ,rohmaterialien1 das ,streben1 selbst das elendeste ,material verwenden zu knnen4 ,man wird nun fragen3 ,kann fr die ,goldgewinnung noch minderes ,material zur ,verwendung kommen1 als das heute verwendete arme ,erz8 ,ist es nicht hinreichend1 wenn man #f ,gramm ,gold aus #ajjj ,kilogramm ,gestein gewinnt8 ,die ,antwort lautet3 ,nein1 fr den strebenden ,menschen ist nichts hinreichend4 ,er kennt keinen ,stillstand1 soll keinen kennen4 ,im ,weiterschreiten find' er ,qual und ,glck1 ,er1 unbefriedigt jeden ,augenblick4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,spezialbottich zur ,goldgewinnung4 ,so hat man denn die ,aufmerksamkeit auf ein ,goldlager gelenkt1 das wohl gro und mchtig ist1 aber nur so geringe ,spuren ,goldes enthlt1 da schon die ,absicht1 es zu gewinnen1 lcherlich und das ,gelingen dieses ,versuches als wahrhaft romantisch erscheinen mu4 ,dieses groe ,goldlager ist der ,ozean4 ,whrend man bisher nach dem ,zyanidverfahren #f ,gramm ,gold aus #ajjj ,kilogramm ,erz gewinnt1 handelt es sich nun darum1 ,gold aus dem ,seewasser zu gewinnen1 das in mehr als #bjj #jjj ,kilogramm ein ,gramm ,gold enthlt1 also nur #a_/abjj so viel wie die rmsten heute verarbeiteten ,erze4 ,aber man scheut eben auch vor dem scheinbar ,widersinnigen nicht zurck1 man tritt guten ,mutes an die ,aufgabe heran1 ,gold aus einer ,lsung zu gewinnen1 die in #bjj #jjj #jjj ,gewichtsteilen nur einen ,gewichtsteil ,gold enthlt1 und die ,frage1 einmal aufgeworfen1 wird fort und fort bearbeitet1 bis sie gelst ist4 ,sie lt den ,kopf des ,forschers nicht zur ,ruhe kommen2 er mu sich mit ihr beschftigen1 ganz gleichgltig1 ob die ,lsung fr ihn gewinnbringend ist oder nicht4 ,hier mssen wir uns fragen1 ob eine solche ,gewinnung des im ,meerwasser gelsten ,goldes 7wohlgemerkt1 es ist gelst und nicht als ,pulver oder ,staub im ,seewasser enthalten7 die ,golderzeugung der ,welt bedeutend erhhen1 ob sie gewinnbringend gestaltet werden und welche ,folgen sie schlielich fr die menschliche ,kultur haben knnte4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,fllksten im ,fllungsgebude4 ,ein ,kubikmeter ,seewasser enthlt #e ,milligramm ,gold2 ein ,kubikkilometer #ejjj ,kilogramm4 ,da nun die ,weltmeere einen ,rauminhalt von ber #a #bjj #jjj #jjj ,kubikkilometer besitzen1 so enthalten die ,ozeane der ,erde #f #jjj #jjj #jjj #jjj ,kilogramm ,gold4 ,gegenwrtig betrgt die jhrliche ,golderzeugung der ,welt ungefhr #ejj #jjj ,kilogramm1 und drfte bei ,anwendung des ,zyanidverfahrens eine ,menge von #fjj #jjj ,kilogramm wohl niemals berschreiten2 demnach wrde das ,gold des ,ozeans das ,zehnmillionenfache der gegenwrtigen ,jahreserzeugung gegenber darstellen4 ,eine mchtige ,aufgabe also1 dieses ungeheure ,goldlager zu erschlieen1 den ,golddurst der ,menschheit zu stillen1 das ,gold schlielich aus seiner tyrannischen ,ausnahmestellung1 die es als ,wertmesser und ,geldmastab innehat1 zu verdrngen und dadurch die ,menschheit vom ,joche der ,goldsklaverei zu befreien1 einer ,sklaverei1 die um so mehr zunehmen wrde1 als die heutige ,golderzeugung durch das ,zyanidverfahren sich wohl nicht lange auf der bisherigen ,hhe wird halten knnen4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,goldschmelzofen4 ,so ist man denn khn auf das ,ziel zugeschritten4 ,die ersten ,ideen und ,plne zur ,gewinnung des ozeanischen ,goldes gingen darauf hinaus1 das ,wasser in groe ,bottiche zu pumpen und ihm ,zinnsalz zuzufgen2 dadurch wollte man das ,gold als ,pulver ausscheiden1 da es sich auch aus gewhnlicher ,goldlsung bei ,zugabe dieses ,salzes ausscheidet4 ,es fand aber wider ,erwarten im ,bottich keine nennenswerte ,goldausscheidung statt1 da das ,seewasser eine unendlich verdnnte ,goldlsung darstellt1 in der eben das ,zinnsalz nicht mehr wirkt4 ,aber selbst wenn das ,gold auf diese ,weise ausgeschieden werden wrde1 so wren infolge des uerst geringen ,goldgehaltes des ,meerwassers1 der langen ,zeitdauer1 die das ,absetzen des ,goldstaubes in ,anspruch nimmt1 usw41 so viele und so groe ,holzbottiche zur ,gewinnung selbst kleiner ,goldmengen ntig1 da ein solches ,verfahren -- bei dem das ,seewasser durch lange ,zeit hindurch in einem ,bottiche gehalten werden mu -- von vornherein jeden technischen ,erfolg ausschliet4 ,und so schritt man in ,amerika1 an der ,kste des ,atlantischen ,ozeans zu ganz eigenartigen ,versuchen1 die in den ,jahren #aiaj und #aiaa bei ,fire ,island1 und an verschiedenen ,punkten der ,kste von ,new ,jersey ausgefhrt wurden4 ,man suchte und fand einen ,stoff1 der zu dem in uerster ,verdnnung vorhandenen ,golde eine so nahe chemische ,verwandtschaft hat1 da ,seewasser beim ,durchflieen eines mit diesem ,stoff erfllten ,behlters das gelste ,gold an den ,stoff abgibt1 in dem sich das ,metall derartig anreichert1 da man schlielich ein sehr goldreiches knstliches ,erz erhlt1 aus dem dann das ,gold auf mannigfache ,weise gewonnen werden kann4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,amerikanische ,zyanidanlage4 ,nach vielen ,versuchen fand man nmlich1 da ,hochofenschlacke1 nachdem sie mit ,eisenvitriol behandelt worden war1 und auch einige andere ,stoffe die ,eigenschaft haben1 das ,gold dem ,seewasser zu entziehen4 ,man fand1 wie der ,stoffbehlter1 durch den das ,seewasser fliet1 zweckmig gebaut und angelegt werden msse2 man fand durch praktisches ,ausprobieren der ,pumpen1 da die ,frderung des ,wassers aus dem ,ozean in den ,stoffbehlter sehr billig ausgefhrt werden knne2 man fand1 wie man an einer ,landzunge eine derartige ,fabrikanlage errichten knne1 so da stets frisches ,seewasser in die ,pumpen gelangt und das des ,goldes beraubte ,wasser in solchem ,abstande abfliet1 da es nicht wieder in die ,pumpen gelangen kann4 ,und so ist nun der ,grundstein gelegt fr eine neue chemisch-metallurgische ,industrie4 ,an diesem ,beispiele sehen wir klar und deutlich1 wie die ,chemie ihre ,mittel und ,methoden immer mehr verfeinert und wie sie mit ,kleinem und ,kleinerem1 ,groes und ,greres erreicht4 ,nichts ist ihr zu gering1 denn sie wei unzhlige kleine ,teile zu einer mchtigen ,summe zusammen zu addieren1 die stoffliche ,zerstreutheit wie durch eine ,brennlinse zu mchtiger ,einheit zu sammeln4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,hochofenanlage mit ,hafen in ,rheinhausen bei ,duisburg 7,firma ,fried4 ,krupp ,a4-,g41 ,essen47 ,dieselbe ,sorgfalt1 die man der ,entdeckung und ,verwertung von ,spuren von ,gold gewidmet hat1 ist auch den grberen ,metallen zuteil geworden1 und dadurch sind ,gegenstnde1 die in frheren ,zeiten nur den ,reichsten zur ,verfgung standen1 ,allgemeingut geworden2 die chemische ,technik hat in glnzender ,weise die ,aufgabe gelst1 ungeheure ,massen von ,rohmaterial zu verarbeiten1 um die ,ansprche des ,menschengeschlechtes zu erfllen4 ,auch bei diesen grberen ,metallen hat man gelernt1 mindere und rmere ,rohmaterialien zu verwerten und dadurch -- da die armen ,erze sich in schier unerschpflichen ,lagern vorfinden -- das ,fabrikat zu verbilligen4 ,was in dieser ,hinsicht erreicht und geleistet worden ist1 knnen wir insbesondere an der ,entwicklung der ,eisenindustrie sehen4 ,in frherer ,zeit wurde nur ausgezeichnetes1 reiches1 stckfrmiges ,erz verarbeitet4 ,in kleinen1 niedrigen fen wurde das ,erz mit ,holzkohle vermischt1 der ,wirkung der ,geblseluft ausgesetzt1 und mhsam arbeiteten die plumpen ,geblsemaschinen4 ,in kleinen ,mengen wurde da das ,gueisen hergestellt1 um dann durch umstndliche ,handarbeit1 durch ,rhren auf ,herdfen1 in ,stahl umgewandelt zu werden4 ,diese ,umwandlung beruht1 nebenbei bemerkt1 im wesentlichen darauf1 da ,gueisen1 das stets an ,kohlenstoff reich und deshalb sprde ist1 wenn es in geschmolzenem ,zustande mit ,luft in ,berhrung kommt1 einen groen ,teil des ,kohlenstoffes verliert1 indem dieser durch die ,luft verbrannt wird4 ,dadurch geht das ,gueisen in ein kohlenstoffarmes1 elastisches ,material1 ,stahl genannt1 ber4 ,aus dem kleinen ,eisenschmelzofen ist im ,laufe kurzer ,zeit der riesige1 moderne ,hochofen geworden2 die verbrauchte ,geblseluft1 die oben als ,gichtgas abzieht1 wird heute in groen ,gasmaschinen verbrannt2 dadurch werden ,millionen von ,pferdekrften1 die vormals verloren gingen1 als ,betriebskraft fr riesige ,geblse- und andere ,maschinen und zum ,heizen von ,dampfkesseln nutzbar gemacht 7,abb4 #i1 #aj74 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,blick in eines der ,gasgeblsehuser der ,gustahlfabrik ,fried4 ,krupp ,a4-,g41 ,essen4 ,anstatt reichen1 stckfrmigen ,erzes wird heute minderwertiger ,erzstaub verarbeitet2 hat man frher die ,umwandlung von ,roheisen in ,stahl nur mhsam vollbracht1 so geschieht dies heute automatisch auf die allerbequemste ,weise in denkbar krzester ,zeit4 ,drei ,stahlgewinnungsverfahren herrschen heute in der ,industrie1 und ein viertes bewirbt sich rege um die ,mitherrschaft4 ,nach dem ,bessemerverfahren kommt das flssige ,roheisen in ein groes1 mit feuerfestem ,ton ausgemauertes1 birnenfrmiges ,gef1 die ,bessemerbirne1 die oben offen ist1 whrend unten geprete ,luft durch das in der ,birne enthaltene flssige ,roheisen geblasen wird1 um es in wenigen ,minuten in ,stahl zu verwandeln4 ,das ,thomasverfahren verwendet dieselbe ,vorrichtung1 bentzt aber ,kalk und ,magnesia als ,ausmauerungsmaterial1 was zur ,folge hat1 da phosphorsurehaltige ,erze1 die im ,bessemerverfahren nicht verarbeitet werden knnen1 zur erfolgreichsten ,verwendung kommen1 whrend zugleich die phosphorsurereiche ,thomasschlacke1 gepulvert ,thomasmehl genannt1 als wertvolles ,dngemittel erhalten wird4 ,das dritte ,verfahren ist das ,martinverfahren1 bei dem gasgefeuerte1 horizontale fen verwendet werden4 ,neuestens tritt die ,elektrostahlerzeugung auf den ,plan und wird in kohlenarmen ,lndern1 die ber ,wasserkrfte verfgen1 von tglich steigender ,bedeutung1 da sich in solchen ,lndern bei der ,mglichkeit1 ,elektrizitt billig herzustellen1 der ,betrieb elektrischer fen gut lohnt 7,abb4 #aa1 #ab1 #ac1 #ad47 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,geschnittene ,bessemerbirne der ,firma ,fried4 ,krupp4 7,deutsches ,museum47 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,bessemerbirne gekippt zum ,entleeren des erzeugten ,schmiedeeisens4 7,deutsches ,museum47 ,zumal in der jngsten ,vergangenheit hat sich die ,eisenindustrie mchtig entwickelt4 ,immer riesenhafter wurden die ,mae genommen1 von den ,erzbunkern bis zu den ,werksttten und ,magazinen4 ,vorratskammern fr ,erz 7,silos7 bis zu #cjj ,metern ,lnge1 zwei- und dreifach nebeneinander gebaut1 sind gar nicht selten4 ,und welche ,massen werden mit einem ,male auf die ,gichtplateaus gefrdert1 um von da in den ,hochofen zu gelangen6 ,in schwindelnder ,hhe schwebt der ,erzkbel1 der selbst seine sieben ,tonnen wiegt2 mit einem ebenso schweren ,inhalt an ,erz4 ,die ,gasreinigungen1 durch die das oben entweichende ,hochofengas von ,staub befreit wird1 um zum ,betrieb von ,gasmotoren brauchbar zu werden -- vor ,jahren kleine ,nebenanlagen -- sind heute gromchtige ,fabriken geworden1 in denen ein ,dutzend komplizierter ,apparate steht4 ,die ,zentralen1 in denen das ,gichtgas zur ,krafterzeugung verwendet wird1 zhlen erst mit von #be #jjj ,pferdestrken an2 und zwlf mchtige ,gasmotoren ist das gewhnliche2 manche ,anlagen bergen vierzehn dieser ,ungeheuer mit #dj #jjj ,pferdestrken und mehr2 auf der einen ,seite die ,hochofengeblse mit dem kurzen1 stoenden ,atem1 auf der anderen ,seite die ,gasdynamos in ,reihe und ,glied1 die ungeheueren ,schwungrder bewegend4 ,die ,hochfen werden immer hher und weitbauchiger4 ,in ,deutschland baut man sie jetzt mit einem ,fassungsraum von einer halben ,million ,kilogramm4 ,die ,mischer aber1 in denen das flssige ,roheisen aufgespeichert wird1 sind doppelt so gro1 was das ,fassungsvermgen anlangt4 ,die ,thomaswerke sind zu ,kolossalbauten geworden2 den #cj-,tonnen-,konverter sieht man schon sehr oft1 und ,martinfen von #aaj ,tonnen sind nichts ,unerhrtes4 ,die ,rohblcke1 die ins ,walzwerk geschafft werden1 sind bis auf fnf ,tonnen das ,stck angewachsen4 ,man walzt ,lngen bis zu #abj ,meter4 ,in ,hagendingen ist die ,halle vom ,blockwalzwerk bis zur ,verladung #ecj ,meter lang4 ,solche ,massenrume mit ihren gigantischen ,erzeugnissen verlangen entsprechende ,transporteinrichtungen4 ,man bedenke1 da allein auf dem ,hochofenwerk ,kneuttingen des ,lothringer ,htten-,vereins tglich #abjj ,waggons zu befrdern sind4 ,da die verwendeten ,erze nur wenig gehaltreich sind1 braucht man groe ,mengen1 ebenso von ,koks4 ,das ,roheisen soll zum ,mischer und ,sammelwerk1 der ,block zum ,walzwerk1 die ,fertigfabrikate sollen in den ,waggon4 ,man sieht zwar auf einem alten ,werk noch einige wohlgenhrte ,pferdchen ,schienen zu den ,bearbeitungsmaschinen ziehen2 in demselben ,werk mhen sich auch noch viele ,mnner ab1 um einen ,wagen mit ,knppeln zu schieben4 ,aber das sind ,ausnahmen1 die heute ins ,museum gehren und auch bald verschwinden werden4 ,im brigen hat die ,industrie in der schweren ,massenbefrderung bewundernswerte ,fortschritte gemacht4 ,da ist die elektrische oder feuerlose ,lokomotive und vor allem der ,kran und die ,drahtseilbahn2 ,krne bis #ee ,meter ,spannweite bestreichen die weiten ,rume und arbeiten dabei so leicht und geschickt1 wie eine menschliche ,hand4 ,drahtseilbahnen von ,meilenlngen sind keine ,seltenheit1 und gewaltige ,hochbahnen wecken unser ,erstaunen4 ,ausschaltung der menschlichen ,arbeitskraft ist das ideale ,ziel4 ,die ,mechanisierung der ,arbeit beherrscht die ,werke4 ,du stehst in dem endlos groen ,hochofenwerk2 vom ,erzlager bis zu den ,zentralen kaum ein ,mensch2 es donnert und poltert1 es braust und zischt1 aber das ,ganze scheint von unsichtbaren ,hnden geleitet zu sein4 ,in der ,elektrohngebahn1 die die ,erze auf den ,ofen schafft1 stehen an den entscheidenden ,punkten einzelne ,leute1 um das weitlufige ,getriebe vor ,strungen zu bewahren2 ,lichtsignale erleichtern die ,verstndigung4 ,auf dem ,gichtplateau des modernen ,hochofens sieht man keinen ,menschen4 ,der ,erzkbel setzt sich automatisch auf den ,hochofen1 entleert sich in den ,ofenschacht und schliet den ,ofen4 ,so geht die ,arbeit ,tag und ,nacht1 ,jahre hindurch1 bis der ,ofen seine ,reise beendet hat4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,bessemerwerk 7,fried4 ,krupp ,a4-,g41 ,essen74 ,an ,licht und ,luft ist nicht gespart4 ,schn und gewaltig hat man in den letzten ,jahren auch fr den ,arbeiter und ,angestellten gebaut4 ,eine ,arbeiter- und ,beamtenkolonie ist prchtiger als die andere2 dazu kommen ,kasinos1 ,konsum-,anstalten1 ,ledigenheime1 ,speiseanstalten1 ,schlafhuser4 ,der ,mann aus dem ,mittelstande kann nicht besser untergebracht sein als die ,mehrzahl der ,arbeiter und ,beamten in den ,eisenwerken4 ,so mu es aber auch sein4 ,man hat schon ,sorgen genug1 ,arbeiter zu bekommen und festzuhalten4 ,man mu den ,leuten ,annehmlichkeiten bieten1 denn die nchste ,stadt ist weit und die ,zeit sie zu besuchen1 fehlt4 ,so sind denn die ,wohlfahrtseinrichtungen unbedingt notwendig1 und die ,millionen1 die dafr aufgewendet werden1 gehren zu den notwendigen ,ausgaben4 ,man wirtschaftet sparsam2 alle ,abfallstoffe werden verwertet2 das ,hochofengas zur ,krafterzeugung2 die ,hochofenschlacke zur ,zementfabrikation und zur ,erzeugung von ,schlackenwolle1 die als ,filtriermaterial dient4 ,der ,stahl der groen ,stahlwerke wird dann von kleineren ,spezialfabriken noch weiter veredelt und wertvoller gemacht4 ,welche ,werte die ,veredelung des ,eisens schafft1 mge ein ,beispiel zeigen3 #ajj ,kilogramm ,roheisen kosten #e ,mark2 in ,form von ,uhrfedern aber haben #ajj ,kilogramm ,eisen einen ,wert von #a #gjj #jjj ,mark4 ,so veredelt die ,chemie die ,stoffe1 die wir aus den dunklen ,schchten und aus der finsteren ,meerestiefe heraufholen4 ,lichtverbreitend und aufklrend schafft sie stets ,fortschritt4 ,lichtverbreitend auch im eigentlichen ,sinne des ,wortes4 ,die ,chemie hat uns die ,mittel in die ,hand gegeben1 das armselige llmpchen und die drftige ,talgkerze durch sonnenhnliche ,lichtquellen zu ersetzen4 ,sie brachte uns die ,stearinkerze1 diese sichere1 bequeme1 tragbare ,gasfabrik1 in der das ,stearin geschmolzen1 vergast und verbrannt wird2 sie lie uns das ,leuchtgas finden und das ,petroleum1 das ,gasglhlicht1 die ,quecksilberdampflampe und das ,azetylen2 und sie half mchtig mit bei der ,verbesserung der elektrischen ,glhlampen1 so da das ,meer von ,licht1 das heute von jeder ,stadt ausgeht1 und die ,billigkeit des modernen elektrischen ,glhlichtes in hohem ,mae der ,chemie zu danken sind4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,martinwerk ,i 7,fried4 ,krupp ,a4-,g41 ,essen74 ,das ,leuchtgas1 welch khne ,erfindung6 ,welche berwindung von ,schwierigkeiten in der ,anwendung6 ,welcher ,arbeitsaufwand war erforderlich1 um nur die unterirdischen ,rhren in einem die ganze ,stadt versorgenden ,netze zu legen und diese ,rhren mit der ntigen und wechselnden ,gasmenge zu speisen6 ,bei ,tage geringer ,verbrauch1 bei ,einbruch der ,dunkelheit eine pltzliche1 riesige ,inanspruchnahme4 ,das ,ganze versorgt aus einem ,mittelpunkt1 aus einem ,herzen1 das ganz verllich und tadellos arbeiten mu1 um berhaupt brauchbar zu sein4 ,die chemische ,technik hat diese groe ,aufgabe glnzend gelst4 ,und heute wird in glatter ,arbeit in all den ,gaswerken in ,hunderttausenden groer ,tonretorten ,steinkohle erhitzt1 wobei ,koks als wertvoller ,rckstand bleibt1 whrend das heie ,leuchtgas1 mit ,teer gemischt1 entweicht4 ,durch ,khlen und ,waschen wird das ,gas von ,teer und ,verunreinigungen befreit und wandert in die groen ,gasbehlter1 die modernen ,wahrzeichen der ,stdte1 um aus diesen sthlernen ,vorratskammern in groen ,mengen freigelassen zu werden1 zur ,stillung des mannigfaltigen ,lichtbedarfes der stets anspruchsvoller werdenden ,menschheit 7,abb4 #ae74 ,dann die ,verdrngung der offenen gelben ,gasflamme durch das blendend weie ,gasglhlicht1 nachdem man entdeckt hatte1 da gewisse ,erden1 insbesondere ,thoriumnitrat1 das eine ,spur ,zernitrat enthlt1 in der ,hitze der ,gasflamme ein weies helles ,licht ausstrahlen4 ,welche ,schwierigkeiten waren da zu berwinden infolge der ,gebrechlichkeit der ,glhstrmpfe und wie viel grere noch infolge der ,seltenheit des ,rohmaterials4 ,doch sie wurden durch ,forschen und ,suchen1 durch stetige1 vom ,glcke begnstigte ,arbeit berwunden4 ,als das ,glhlicht entdeckt wurde1 kannte man nur sprliche ,lagersttten des ,monazits1 jenes wertvollen ,erzes1 aus dem das ,thorium und ,zer gewonnen werden1 und beinahe wre wegen der ,knappheit der ,rohmaterialien die ,glhlichterfindung gescheitert1 htte man nicht zuflligerweise gerade damals groe ,monazitlager in ,amerika entdeckt4 ,so trat das ,leuchtgas1 das man bereits durch die ,elektrizitt berwunden glaubte1 wieder mit frischer1 erneuerter ,jugendkraft auf und feierte eine ,wiedergeburt1 die es mit dem elektrischen ,lichte in erfolgreichen ,wettbewerb treten lie4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,blick in die ,nrnberger ,gasanstalt mit schrgliegenden ,retorten4 7,deutsches ,museum47 ,nun konnten die ,straen und ,huser1 ,lden und ,wohnungen1 auch ohne elektrische ,leitung in glnzendem ,lichte erstrahlen4 ,doch auch dem einsamen ,landhause schuf die ,chemie ,befreiung von dem lstigen llmpchen und von der armseligen ,unschlittkerze1 auch von der viel besseren1 aber immerhin noch kmmerlichen ,lichtquelle der ,stearinkerzenflamme4 ,das ,petroleum tritt auf4 ,man findet im ,inneren der ,erde ,lagersttten eines schmutzigen1 dickflssigen1 explosiven les1 das in vergangenen ,zeitrumen durch ,zersetzung pflanzlicher und tierischer berreste entstanden ist4 ,was einst im herrlichen ,sonnenlichte erwachsen ist1 dient nun1 aus der ,finsternis wieder zutage gebracht1 dazu1 die ,finsternis zu vernichten und die ,nacht zum ,tage umzugestalten4 ,der ,chemiker findet ,wege1 das schmutzige ,erdl zu reinigen1 indem er es mit starken ,suren und ,laugen wscht2 er lernt1 das ,erdl sozusagen mrbe zu machen1 indem er es durch ,destillation zwingt1 in seine drei ,hauptbestandteile zu zerfallen1 in das flchtige ,benzin1 in das ,leuchtl1 das ohne ,explosionsgefahr in ,lampen verbrannt werden kann1 und in das kostbare ,schmierl1 das1 den ,reibungswiderstand vermindernd1 ein glattes ,laufen der verschiedensten ,maschinen ermglicht4 ,aber eine noch bessere und schnere ,lichtquelle wird fr das einsame ,landhaus1 fr das ,sommerhotel und fr die ,hochgebirgshtte gefunden1 indem man einen ,stoff benutzt1 der durch zwangsweise ,vereinigung einer unverbrennlichen weien mit einer verbrennlichen schwarzen ,masse entsteht4 ,kalk und ,kohle1 in der ,riesenhitze des elektrischen ,ofens zur engsten ,verbindung gentigt1 ergeben das als ,kalziumkarbid bekannte ,material1 das1 mit ,wasser bergossen1 ein mit blendend weier ,flamme brennendes ,gas1 das ,azetylen1 liefert4 ,an mchtigen ,wasserkrften stehen die elektrischen fen und erzeugen groe ,mengen von ,kalziumkarbid1 das in ,bchsen verpackt1 in entlegene ,einsamkeiten versendet wird1 um dort mit ,hilfe eines sicheren1 handlichen1 bequemen1 kleineren oder greren ,apparates zur ,gaserzeugung verwendet zu werden4 ,nun kann jedes ,landhaus seine eigene kleine ,gasfabrik haben1 ja sogar jedes ,fuhrwerk1 jedes ,automobil sich zur eigenen ,beleuchtung das ntige ,azetylen in kleinen1 im ,wagen untergebrachten ,apparaten selbst herstellen4 ,auch die elektrische ,beleuchtung wird durch die ,ergebnisse chemischer ,forschung immer mehr gefrdert4 ,tantal-1 ,wolfram- und ,osramlampen1 ,erzeugnisse der modernen chemischen ,technik1 bewirken eine auerordentliche ,kraftersparnis und gestatten die ,erzeugung groer ,lichtmengen auf eine frher fr unmglich gehaltene billige ,weise4 ,die ,quecksilberdampflampe -- mit ihrem grnen ,lichte --1 in amerikanischen ,werksttten beraus beliebt1 bedeutet eine weitere ,kraftersparnis1 so da bei dem gegenwrtigen ,stande der ,beleuchtungstechnik jeder ,laden und jedes ,hotel1 jede ,strae und jeder ,bahnhof mit geringem ,kostenaufwande fast tageshell beleuchtet werden kann4 ,hier wollen wir auch kurz des ,glases ,erwhnung tun1 dieses bei allen ,beleuchtungsarten vielverwendeten ,stoffes1 der schon seit ,jahrtausenden bekannt und als seltene ,kostbarkeit geschtzt1 durch die chemische ,industrie zu einem ganz allgemeinen1 selbst dem rmsten zugnglichen ,gebrauchsgegenstand geworden ist4 ,was vorher ber die ,umwandlung des frheren ,kleineisengewerbes in die moderne ,groindustrie gesagt ist1 gilt fr die ,glasindustrie in vielleicht noch hherem ,mae4 ,ursprnglich wurde wohl die ,kunst des ,glasschmelzens als strenges ,gewerbegeheimnis bewahrt1 was um so leichter mglich war1 als die ,rohmaterialien1 ,soda1 ,kalk und feiner ,sand1 bei den damals schwierigen ,transportverhltnissen nicht allgemein erhltlich waren4 ,durch die ,verbilligung der ,soda wurde erst die ,begrndung einer ,glasindustrie mglich4 ,auch hier wurden die ,schmelzfen immer grer1 auch hier lernte man durch sorgfltigere ,ausfhrung der ,schmelzfen die zur ,schmelzung erforderliche ,brennstoffmenge vermindern und schlielich die menschliche ,arbeit beim ,glasblasen und bei der ,spiegelglaserzeugung durch genial ersonnene ,maschinenarbeit ersetzen4 ,man hat dann1 in den letzten ,jahrzehnten1 auch neue ,glassorten hergestellt1 das ,hartglas und das ,quarzglas4 ,das ,hartglas wird durch rasches ,abkhlen des heien ,glases auf ,temperaturen von #bjj-cjj hergestellt1 indem man das zu hrtende ,glas rasch in ,bder von l mit dieser ,temperatur taucht4 ,dieses abgeschreckte ,glas kann schroffe ,temperaturwechsel ertragen und ist zugleich sehr schwer zerbrechlich4 ,quarzglas wird durch ,schmelzen von ,quarz und ,bergkristall im elektrischen ,ofen hergestellt4 ,es ist gegen pltzliche ,temperaturnderungen ganz unempfindlich2 man kann es auf hohe ,temperaturen erhitzen und dann ohne weiteres in kaltes ,wasser tauchen1 ohne da es zerspringt4 ,bei all den besprochenen ,industrien bedarf der ,chemiker in groer ,menge zweier ,krfte1 wenn wir sie so nennen wollen1 zweier ,energien1 nmlich der ,kraft und der ,wrme4 ,vor allem also mssen diese ,energien billig und bequem zu erlangen sein1 da sie gleichsam die ,grundlage der ,technik bilden4 ,vorderhand ist das wichtigste ,rohmaterial zur ,gewinnung von ,kraft und ,wrme die ,kohle4 ,aber auch der ,kohlenvorrat der ,erde wird schlielich einmal erschpft sein1 und deshalb mu der ,chemiker und der chemische ,ingenieur bei ,zeiten vorbauen1 indem er einerseits mit mglichst wenig ,kohle mglichst viel auszurichten sucht und dadurch die ,erschpfung der ,kohlenlager hinausschiebt1 anderseits aber auch jetzt schon daran denkt1 wie man spter auch ohne ,kohle den ,kulturzustand der ,menschheit wird aufrecht erhalten knnen4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,entstehung von ,wassergas1 ,generatorengas und ,generatorenwassergas4 7,deutsches ,museum47 ,in dem rastlosen ,streben nach mglichst guter ,ausntzung der ,kohle werden zunchst die ,feuerungen1 die ,roste und der ,schornstein immer zweckmiger gestaltet2 man hat ferner gelernt1 den frher wertlosen ,abfall der ,kohlenbergwerke1 den ,kohlenstaub1 zu verbrennen oder ihn in ,form fester ,ziegel 7,briketts7 in den ,handel zu bringen2 man verwertet die ,hitze der von der ,feuerung zum ,kamin abgehenden ,gase zum ,vorwrmen des ,kesselspeisewassers1 und schlielich bedient man sich immer mehr -- um ,kohle zu sparen und sehr hohe ,temperaturen erreichen zu knnen -- der ,vergasung der ,kohle in ,gasgeneratoren1 die nichts anderes sind als fen1 auf deren ,rost anstatt einer niedrigen ,kohlenschicht1 wie sie in den gewhnlichen fen gebruchlich ist1 eine hohe ,kohlenschicht von etwa #j4e ,meter aufgehuft wird4 ,dadurch wird bewirkt1 da die dem ,rost zunchst befindliche ,kohlenschicht vollkommen verbrannt wird2 aber die ,verbrennungsgase knnen nicht1 wie bei den gewhnlichen fen1 zum ,kamin entweichen1 da sie durch die hohe ,kohlenschicht gezwungen sind1 zunchst diese zu durchstreichen4 ,bei der ,berhrung der unbrennbaren ,verbrennungsgase mit der oberen ,kohlenschicht verbindet sich deren ,kohlenstoff mit den unbrennbaren ,gasen zu einem brennbaren ,gase1 dem sogenannten ,generatorgas1 das in grtem ,mastabe zur ,beheizung von ,stahl- und ,glasfen dient und auch vielfach zum ,zweck der ,krafterzeugung in ,gasmotoren verbrannt wird2 diese ,verwendung bedeutet1 im ,vergleich zum ,kohlenverbrauch der ,dampfmaschine1 eine namhafte ,ersparnis 7,abb4 #af1 #ag74 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,gasgenerator4 ,auerdem sucht man immer mehr die natrlichen ,krftevorrte1 die ,wasserflle1 zu verwerten1 was sehr geeignet ist1 die ,lebensdauer unserer ,kohlenlager bedeutend zu verlngern4 ,amerika und ,afrika sind reich an mchtigen ,wasserfllen1 auch ,europa besitzt im ,norden und in den ,alpen gewaltige ,wasserkrfte1 die1 in ,kohle oder ,kraft umgerechnet1 bedeutende ,werte darstellen4 ,der ,niagarafall allein enthlt so viel ,kraft1 als man durch tgliche ,verbrennung von einer ,million ,tonnen ,kohle erzeugen knnte4 ,so erbaut man nun ,fabriken1 die sehr viel ,kraft brauchen1 wenn mglich in der ,nhe von ,wasserkrften 7,aluminiumfabriken74 ,aber auch solche ,werke1 die starke ,hitzegrade erfordern1 verlege man in die ,nhe von ,wasserfllen1 denn der chemische ,ingenieur hat es durch den ,bau von elektrischen fen1 die den ,strom in hohe ,hitzegrade umwandeln1 mglich gemacht1 ,grade zu erreichen1 die frher unerreichbar waren1 und dadurch ,stoffe zu erzeugen1 die frher nicht darstellbar waren4 ,des ,kalziumkarbides ist bereits gedacht worden4 ,nicht weniger interessant ist der ,stoff1 der im elektrischen ,ofen durch ,zusammenschmelzen von ,sand und ,kohle erzeugt wird1 das ,karborundum1 der fast diamantenhart1 als ,schleif- und ,poliermittel ausgedehnte ,verwendung findet und dem ,schmirgel groe ,konkurrenz bereitet4 ,die ,billigkeit1 mit der der elektrische ,strom aus ,wasserkraft hergestellt werden kann1 hat eine neue ,industrie1 die elektrochemische1 ins ,leben gerufen1 wobei der elektrische ,strom zur ,zerlegung wertloserer ,verbindungen in ihre wertvolleren ,bestandteile verwendet wird4 ,so werden jetzt zahlreiche ,stoffe mit ,hilfe des elektrischen ,stromes1 elektrochemisch1 dargestellt1 insbesondere ,natrium1 ,chlor1 tznatron und ,soda1 deren gemeinsames ,ausgangsprodukt das ,kochsalz ist4 ,wie bereits erwhnt1 sorgt der ,chemiker auch fr die ,zukunft4 ,er sucht ,verfahren zu finden1 mit denen man auf billige ,art ,kraft erzeugen kann1 ,verfahren1 die darauf hinausgehen1 aus der ,kohle mehr ,kraft als bisher mglich zu gewinnen1 oder die ,kohle berhaupt berflssig zu machen4 ,zu diesem ,zwecke benutzt er den unerschpflichen ,krftevorrat1 der dem ,menschengeschlecht so lange zur ,verfgung stehen wird1 als es bestehen wird1 da es selbst gleichsam nur ein ,ausflu und eine ,wirkung dieser ,krfte ist1 er benutzt dazu das strahlende ,licht1 die strahlende ,kraft1 die strahlende ,energie der ,sonne4 ,diese ,kraft wird heute auf der ,erdoberflche nur sehr sprlich ausgenutzt1 indem sie nur von den ,pflanzen zum ,aufbau ihres ,krpers verwendet wird1 whrend der ,rest unbenutzt verloren geht4 ,und doch knnte uns diese ,kraftquelle mit schier unendlichen ,mengen von ,kraft versorgen4 ,darum arbeitet man an der schweren ,aufgabe1 das ,sonnenlicht unmittelbar in ,kraft umzuwandeln und zwar in die ,kraft1 die sich am bequemsten1 mit den geringsten ,verlusten weiter umwandeln lt1 in ,elektrizitt4 ,zunchst hat sich der ,physiker damit begngt1 das ,sonnenlicht in ,wrme umzuwandeln1 indem er es in groen1 kreisfrmig angeordneten ,hohlspiegeln auffing1 in deren ,brennpunkt ein ,dampfkessel eingebaut war1 der einer1 nahebei aufgestellten ,dampfmaschine ,dampf lieferte4 ,ein solcher1 in der ,anlage sehr kostspieliger ,apparat ist in der ,nhe von ,los ,angeles1 in ,kalifornien -- da die ,kohlen dort auerordentlich kostspielig sind -- in lohnendem ,betriebe4 ,man nutzt dort das ,sonnenlicht den ganzen ,tag hindurch aus1 indem das ,spiegelsystem sich durch ein ,uhrwerk der scheinbaren ,bewegung der ,sonne gem dreht und stets so eingestellt ist1 da es mglichst viel ,licht von ihr empfngt4 ,diese ,art der ,verwendung des ,sonnenlichtes1 die ,umwandlung in ,wrme1 ist uerst roh und nicht befriedigend2 deshalb geht das ,streben der ,chemiker dahin1 eine ,umsetzung der strahlenden in elektrische ,energie zu bewirken4 ,im kleinen ,mastabe ist dies bereits gelungen und zwar durch eigenartig zusammengestellte ,batterien1 ,zellen oder ,elemente1 die1 sobald sie vom ,sonnenlicht getroffen werden1 einen ununterbrochenen elektrischen ,strom abgeben1 der so lange anhlt1 als die ,batterie der ,wirkung des ,sonnenlichtes ausgesetzt bleibt4 ,bei dem oben erwhnten ,streben der ,chemiker1 aus der ,kohle mehr ,kraft1 als bisher mglich war1 zu erzeugen1 ja die ganze der ,kohle innewohnende ,kraft zur ,wirkung zu bringen1 schwebte ihnen das ,ziel vor1 die chemische ,kraft der ,kohle direkt in ,elektrizitt umzuwandeln4 ,auch diese ,aufgabe ist bereits grundstzlich gelst worden1 so da man nun1 um mittels ,kohle ,elektrizitt zu erzeugen1 nicht erst den verschwenderischen ,umweg ber den ,dampfkessel und die ,dampfmaschine machen mu4 ,trotzdem werden die ,dampfmaschinen1 solange der ,preis der ,kohle verhltnismig niedrig bleibt1 eine wichtige ,stellung einnehmen1 denn der ,mensch1 an das ,alte gewhnt1 entschliet sich nur schwer und gezwungen1 das ,neue anzunehmen4 ,darauf beruht ja vielfach die ,bitterkeit des ,erfinderloses1 weil das ,leben des ,erfinders gewhnlich krzer ist als die ,zeit1 die die ,menschheit ntig hat1 um sich mit der neuen ,erfindung vertraut zu machen1 sich an sie zu gewhnen1 ihre ,vorteile zu wrdigen und sich zum ,entschlu aufzuraffen1 die ,neuheit benutzen zu wollen4 ,mit diesen ,siegen und ,erfolgen1 mit der erfolgreichen ,veredlung und ,nutzbarmachung der in der ,natur in kleinsten und grten ,mengen vorkommenden ,rohstoffe1 gibt sich die ,chemie nicht zufrieden4 ,sie will auch die selteneren ,stoffe der ,natur der ,allgemeinheit zur ,verfgung stellen1 und1 wenn der natrliche ,vorrat nicht reicht1 sie knstlich herstellen4 ,war frher z4 ,b4 die ,seide nur ein ,material zur ,bekleidung ,auserlesener1 so ist sie heute ein notwendiger ,gebrauchsgegenstand fr alle geworden4 ,frher von ,knigen und ,frsten mit ,gold aufgewogen1 wird sie heute von jeder ,buerin1 beim ,kirchgang wenigstens1 als ,kopfbedeckung getragen4 ,diese ungeheure ,zunahme des ,seidenbedarfs wre auf keine ,weise zu befriedigen1 wenn es der ,chemie nicht gelungen wre1 aus ganz billigen1 leicht zur ,verfgung stehenden ,rohstoffen1 wie ,baumwolle1 ,holz usw41 einen ,ersatz fr ,seide1 eine knstliche ,seide1 die ,kunstseide herzustellen1 die an ,festigkeit der ,seide nahe kommt und sie an ,glanz weit bertrifft4 ,eine ,seide1 die nicht durch mhselige ,raupenzucht1 sondern in ununterbrochener1 gleichmiger ,fabrikarbeit durch chemische ,prozesse und durch mechanische ,hilfsmittel1 die man der ,seidenraupe abgelauscht hat1 gewonnen wird4 ,eine ,seide1 die von ,seidenraupenkrankheiten unabhngig1 stets in beliebigen ,mengen und in irgendeinem ,lande1 an irgendeinem ,orte hergestellt werden kann1 so da zu ihrer ,erzeugung einheimische ,arbeitskrfte verwendet und groe ,geldbetrge1 die sonst nach dem seidenerzeugenden ,china gingen1 nun dem eigenen ,lande nutzbringend erhalten werden knnen4 ,schon im ,jahre #agcd sagte ,raumur die ,herstellung knstlicher ,seide prophetisch voraus4 ,doch sollten von der ,prophezeiung bis zur ,erfllung des ,wortes hundertundfnzig ,jahre vergehen3 im ,jahre #ahhd meldete der franzsische ,chemiker ,graf ,hilaire de ,chardonnet seine ersten ,patente zur ,herstellung einer seither ,chardonnetsche ,seide genannten ,kunstseide an4 ,das ,verfahren ,chardonnets ist sehr einfach3 ,gereinigte ,baumwolle wird etwa fnf oder sechs ,minuten lang in eine ,mischung von starker ,salpetersure und ,schwefelsure eingetaucht4 ,hierauf nimmt man die ,baumwolle aus dem ,surebade1 lt die ,sure #bd ,stunden abtropfen und wscht das ,produkt mit ,sodalsung4 ,das auf diese ,weise erhaltene ,material gleicht im ,ansehen zwar der ,baumwolle1 aber ihr ,charakter1 ihre ,seele ist vollkommen verndert3 der schwere ,leidensweg durch das scharfe ,surebad hat1 so mchte man meinen1 ihre geduldige ,gleichgltigkeit in hchste ,reizbarkeit1 ihre milde ,gte in wilde ,bosheit umgewandelt4 ,ein ,schlag darauf1 und sie explodiert heftig4 ,sie ist nun nichts anderes als die bekannte ,schiebaumwolle1 die auch auf rauchloses ,pulver verarbeitet wird4 ,chardonnet lst nun diese ,schiebaumwolle in einer ,mischung von ther und ,alkohol und erhlt so eine dicke ,flssigkeit -- das in der ,photographie und ,pharmazie viel verwendete ,kollodium4 ,diese ,lsung lt er in einem eigenartigen ,apparat durch haardnne ffnungen von #j1jh mm ,durchmesser ausflieen und in ,wasser eintreten4 ,hierbei geht der ,alkohol an das ,wasser ab1 und es bleibt ein feiner ,seidenfaden zurck4 ,aber dieser ,faden ist leicht entflammbar1 ja sogar sehr explosiv und gefhrlich fr den1 der mit ihm umzugehen hat4 ,er mu daher zur ,entfernung seiner explosiven ,bestandteile in einer ,lsung von ,schwefelnatrium gewaschen und hierauf getrocknet werden4 ,auf diese ,weise erhlt man eine ausgezeichnete ,kunstseide1 die fr ,weberei1 ,wirkerei und ,posamenterie ausgezeichnet verwendbar ist4 ,chardonnet hat seine ,aufgabe glnzend gelst4 ,wenn die ,knige bau'n1 haben die ,krrner zu tun4 ,kaum hatte ,chardonnet einen entschiedenen ,sieg errungen1 als sich eine ,unzahl von ,chemikern auf das ,kunstseideproblem strzte4 ,ein ,pionier voll ,geist hatte den ,weg gebahnt1 die ,masse folgte nach4 ,ein ,adler war hoch hinaufgestiegen und bemerkte nicht den ,zaunknig1 wollte ihn nicht bemerken1 den ,zwerg1 der auf ihm sa1 um1 durch fremde ,kraft in hchste ,hhen getragen1 ihn um einige ,meter zu berfliegen4 ,sechs ,jahre spter wurde eine neue ,kunstseide patentiert3 der sogenannte ,glanzstoff4 ,hier wird1 wie auch von den spteren ,nachfolgern und ,nachahmern1 dasselbe ,ausgangsprodukt und dasselbe mechanische ,prinzip zur ,herstellung des ,fadens verwendet4 ,der ,unterschied besteht blo in der ,lsungsflssigkeit fr die ,baumwolle3 bei ,chardonnet ,salpeter-,schwefelsure1 beim ,glanzstoff ,kupferoxydammoniak und bei der infolge ihrer ,billigkeit immer mehr zur ,verwendung gelangenden ,viskose ,natronlauge und ,schwefelkohlenstoff4 -- ,an ,stelle der ,baumwolle kann auch der aus ,holz gewonnene ,zellstoff als ,ausgangsmaterial verwendet werden4 ,von dem jetzigen ,umfange der ,kunstseideindustrie erhalten wir eine kleine ,vorstellung1 wenn wir hren1 da jhrlich weit ber #c #jjj #jjj kg erzeugt werden4 ,diese ,industrie ist auch ein treffliches ,beispiel fr die veredelnde ,wirkung der chemischen ,arbeit1 da aus einem ,raummeter ,holz1 das im ,wald einen ,wert von #c ,mark hat1 ,kunstseide im ,wert von #ejjj ,mark erzeugt wird1 also eine #aejj fache ,werterhhung4 ,dies alles klingt sehr wunderbar1 aber in #ej ,jahren wird kein ,mensch mehr die ,kunstseide fr etwas ,wunderbares halten1 denn durch die ,gewohnheit und durch stetigen ,gebrauch wird auch das ,wunderbare etwas ,selbstverstndliches4 ,wer wundert sich denn heute noch ber die ,billigkeit des ,papiers1 wer staunt in unserer ,zeit noch darber1 da die ,menschheit jhrlich ber #fjj #jjj ,waggonladungen ,papier verbraucht8 ,und doch ist die ,zeit nicht allzufern1 wo alles ,papier geschpft wurde1 mhselig geschpft aus mhselig hergestelltem ,hadernbrei4 ,und heute8 ,heute werden ganze ,waldungen von ,holz in ,riesenkochern durch eine ,lsung von schwefligsaurem ,kalk1 den man auf eine sehr einfache ,art herstellt1 zu blendend weien ,fasern1 ,zellstoff oder ,zellulose genannt1 zerkocht1 und diese ,fasern zu ,papier verarbeitet4 ,so ist auch das heutige ,papier und mit ihm unsere moderne ,kultur1 die zum groen ,teile darauf aufgebaut ist1 einem ,triumphe der ,chemie zu danken4 ,doch noch andere1 heute bereits unentbehrliche ,ersatzstoffe sind von der chemischen ,technik geschaffen worden1 und gar manche von ihnen dienen ,zwecken1 die man zur ,zeit der ,erfindung gar nicht voraussehen oder ahnen konnte4 ,so suchte der ,amerikaner ,hyatt1 #ahhj1 nach einem ,ersatz fr ,buchdruckwalzenmasse1 die bis heute durch ,mischen von ,gelatine und ,glyzerin in der ,wrme hergestellt wird1 und fand bei seinen ,versuchen1 als er eine ,lsung von ,schiebaumwolle mit ,kampfer zusammenknetete1 etwas neues1 unendlich ,wertvolleres1 das ,zelluloid1 das heute zur ,erzeugung der mannigfaltigsten ,gebrauchs- und ,schmuckgegenstnde dient1 und dessen ,herstellung und ,verarbeitung viele ,tausende von ,menschen beschftigt4 ,diesem ersten ,ersatz fr ,hartgummi und ,elfenbein folgten im ,laufe der ,zeit mehrere andere1 darunter der ,galalith4 ,dieser wird aus dem ,kasein1 dem ,ksestoff der ,milch1 hergestellt1 indem man diesen ,stoff durch ,hinzufgung von gewissen ,chemikalien1 wie ,formaldehyd usw41 unlslich macht4 ,die jngste ,errungenschaft auf dem ,gebiete der ,ersatzstoffe ist der knstliche ,kautschuk4 ,aber dessen ,herstellungskosten mssen erst bedeutend herabgesetzt werden1 bevor ein erfolgreicher ,wettbewerb mit dem natrlichen ,kautschuk mglich sein wird4 ,wenn wir von einer ,romantik der ,chemie sprechen1 so geschieht dies nicht zum mindesten deshalb1 weil sie ber ihren mrchenhaften ,zielen die ,bescheidenheit und die ,liebe zum ,kleinen nicht verlernt hat4 ,in der ,tat1 kein ,gebiet1 kein ,stoff ist so gering1 da die ,chemie ihm nicht die sorgfltigste ,aufmerksamkeit zuteil werden liee4 ,die ,chemie hat alle nicht blo berufen1 sondern auch auserwhlt4 ,vor ihrem ,gerichtshof gibt es keine ,standesunterschiede4 ,nicht nur ,seide und ,elfenbein sind wrdige ,gegenstnde ihrer ,bemhung1 sondern ebenso der gewhnliche ,bauziegel und das ,holz in seinen verschiedenen ,formen4 ,die ,verwendung der ,schwefelsure in der chemischen ,industrie4 ,anorganische ,chemie ---------------------------------------- ---------------------------- ,mutterlauge des ,chilesalpeter ,chlorkalium ,chilesalpeters ,phosphorit ,kochsalz ,brommagnesium- ,flusspat ,lauge ,braunstein ------- ------------------- ----------- ,salpeter- ,salzsure ,brom ,jod ,flussure ,super- ,phosphor- sure phosphat sure ,sulfat ,kaliumsulfat 7,glas1 ,soda1 ,zellstoff7 7,pottasche7 7,phosphor7 ---------------------------------------- ------------------- ,kupferstein u4 ,bauxit1 ,ton ,monazit ,schwarzkupfer ,gaswasser ,chromerz ,silberhaltiges ,pyritabbrnde ,gold ,silberhalt4 ,rckst4 ,aluminium- ,thorsulfat u4 ,kupfervitriol sulfat ,ammon- ,chromate ,feingold u4 ,kupfer-1 ,zink- sulfat ,feinsilber u4 ,eisenvitriol 7,alaun7 7,glhkrper7 7,hllenstein7 ,organische ,chemie ---------------------------------------- --------------------------- ,rckstnde der ,erdl- ,pflanzen-,rohle ,alkohol ,graukalk ,destillation ,rohpetroleum1 ,rohparaffin1 ,fette ,glycerin ,roh-,benzin rohe ,paraffinle ,ozokerit -------- ,salpeter- sure ------- ,aether ,essig- ,leucht- ,paraffine ,fett- ,glycerin sure petroleum1 ,paraffinle suren1 ,benzin ,ceresin ,stearin ,nitro- glycerin ,schmierle u4 ,gereinigte ,vaselin ,pflanzenle ,dynamit u4 ,schiesspulver ---------------------------------------- ------------------------ ,benzol1 ,naphtalin1 ,phenole1 ,naphtole ,cellulose ,papier ,phenolnatrium etc4 ,naphtalin ,strke ,rohe ,stein- ,benzol1 ,anthrachinon kohlenteerle ,naphtalin1 ,naphtylamine ,salpeter- etc4 sure --- --- ,nitro- ,vegetabilisches ,carbolsure ,nitrokrper ,phtalsure ,cellulose ,pergament ,sulfosuren ,anthrachinon- ,strkezucker ,gereinigte sulfosuren ,teerle 7,indigo1 7,celluloid1 ,kunstseide1 7,phenole1 ,eosine7 ,explosivstoffe1 ,schiesspulver7 ,naphtole ,farbstoffe7 7,alizarinfarbstoffe7 7,amidokrper1 ,diazo- u4 ,azo- verbindungen1 ,farbstoffe1 ,medikamente7 ,ziegel und ,holz sind1 wie eigentlich alle ,stoffe1 am meisten in jenen ,gegenden geschtzt1 die daran arm sind4 ,wo ,bausteine und ,tonlager fehlen1 da ist es natrlich um die ,errichtung von ,gebuden1 und damit um den ,kulturfortschritt1 traurig bestellt4 ,da fand die ,chemie einen ,ausweg1 wenigstens fr sandreiche ,gegenden1 indem sie den ,kalksandsteinziegel bildete1 der sich trotz seiner ,jugend immer grere ,verwendungsgebiete erobert1 und das mit ,recht1 denn sein ,aussehen ist schn1 seine ,festigkeit gro1 seine ,herstellung einfach und billig4 ,man mischt nmlich den ,sand mit so viel ,kalkmilch1 da man ihn in ,formen pressen kann1 worauf diese ,masse1 die eigentlich nichts anderes ist als fester ,mrtel1 in ,ziegelform1 mit ,dampf behandelt wird4 ,die ,fabrikation dieser ,ziegel nimmt weniger als #cf ,stunden in ,anspruch und unterscheidet sich durch diese ,schnelligkeit vorteilhaft von der ,herstellung der ,tonziegel4 ,ein ausgezeichneter ,holzersatz fr ,fuboden- oder ,treppenbelag der hauptschlich aus ,sgespnen besteht1 ist der ,xylolith1 ein ,holzstein1 der fast die ,wrme des ,holzes und fast die ,feuerfestigkeit des ,steines besitzt4 ,seine ,herstellung ist uerst einfach2 man vermischt ,sgespne mit etwas gebranntem ,magnesit1 feuchtet die ,masse mit einer ,lsung von ,chlormagnesium an1 bis sie breiig-teigartig ist1 und lt sie1 in beliebige ,formen gepret1 an der ,luft trocknen4 ,fr fugenlosen ,fubodenbelag wird die teigige ,masse #a cm dick glatt auf den ,blindboden aufgetragen1 worauf man sie trocknen lt4 ,die trockene ,xylolithmasse kann man ungefhr so wie ,holz bearbeiten4 ,da sie berdies durch ,zumischung von ,erdfarben zu den ,sgespnen beliebig gefrbt werden kann1 ist es leicht begreiflich1 da dieser ,holzzement sich einer stets zunehmenden ,beliebtheit und wachsenden ,verwendung erfreut4 ,die auf ,seite #ce beigefgte ,tabelle aus dem ,deutschen ,museum zeigt uns die vielseitige ,verwendung der ,schwefelsure in der chemischen ,industrie4 ,so sorgt die ,chemie1 indem sie zahlreiche ntzliche ,stoffe herstellt1 fr die ,bequemlichkeit des ,menschen4 ,darber vernachlssigt sie aber nicht das ,gebiet des im hheren ,sinne ,angenehmen und ,sinnerfreuenden4 ,seit der ,mensch in ,wahrheit ein ,mensch ist1 erfreut sich sein ,auge an dem saftigen ,grn und den vielfarbigen ,blumen der ,wiesen1 an dem ,blau des ,himmels und dem ,purpur und ,rot des ,sonnenaufganges4 ,das ,schne erfreut ihn1 das ,schnste erscheint ihm heilig4 ,er liebt die ,farbe1 den bunten ,schmuck und glaubt1 wenn er sich selbst damit ziert1 liebenswerter zu werden4 ,so jauchzt er auf1 wenn er irgendwo zufllig eine bunte1 erdige ,farbe findet und bemalt sich mit dem kostbaren ,gute in einfacher ,weise ,gesicht und ,krper4 ,hat er einmal die ,stufe der ,nacktheit berwunden und es bis zur ,herstellung von ,gewndern1 zum ,verspinnen und ,verweben von ,flachs und ,schafwolle gebracht1 so trachtet er1 den ,schmuck der ,frbung auf das ,gewebe zu bertragen4 ,jahrhundertelang mu er da wohl suchen und versuchen1 bis er endlich durch ,zufall einige brauchbare1 dauerhafte ,farbstoffe findet1 den ,purpur der ,purpurschnecke1 den ,krapp und den ,indigo und einige ,farbhlzer4 ,durch ,jahrtausende blieb die ,farbstoffkenntnis des ,menschen auf diese wenigen ,stoffe beschrnkt1 unter denen der ,indigo der wichtigste ist4 ,er wird als blaue ,farbe aus dem ,safte der ,indigopflanze und des ,waid in primitiver ,weise hergestellt4 ,kurz vor der ,blte werden die ,pflanzen dicht ber dem ,boden abgeschnitten1 hierauf in ,bottiche oder gemauerte ,gruben gebracht und mit ,wasser bedeckt4 ,nach zwlf bis fnfzehn ,stunden wird das nun gelb gefrbte ,wasser in einen zweiten1 tiefer gelegenen ,bottich abgelassen und daselbst durch ,schlagen mit schaufelartigen ,stangen oder durch ein ,schaufelrad in vielfache innige ,berhrung mit der ,luft gebracht1 wodurch der gelste ,pflanzensaft unlslich wird und sich als blauer ,schlamm am ,boden absetzt4 ,dieser ,schlamm wird gut gewaschen1 gepret und getrocknet und stellt nun den natrlichen ,indigo des ,handels dar4 ,vor der ,erffnung des ,seewegs nach ,ostindien wurde der in ,europa verwendete ,indigo aus dem ,waid gewonnen1 der seit dem neunten ,jahrhundert in ,frankreich und ,deutschland stark angebaut wurde4 ,nach der ,erffnung des ,seeweges wurde der ,waid immer mehr durch den indischen ,indigo verdrngt1 und weder ,gesetze noch ,monarchen waren imstande1 die ,einfuhr aus ,indien zu hemmen1 so da der europische ,waidbau schlielich zugrunde gehen mute4 ,wenn wir uns vor ,augen halten1 da der ,indigo in der ,indigopflanze nicht fertig gebildet ist1 und da statt seiner die ,pflanze nur eine fast farblose ,substanz1 ,indigowei genannt1 enthlt1 da dieses ,indigowei sich im ,wasser lst und durch ,berhrung mit ,luft blaues ,indigopulver ergibt1 also auf hnliche1 aber umstndlichere ,weise entsteht wie der ,eisenrost aus dem ,eisen1 da wird es uns klar1 da diese ,entdeckung sicherlich einer ,reihe hchst merkwrdiger ,zuflle und dem ,aufwande scharfer ,beobachtung zu danken ist4 ,durch ,zufall ist wohl ein ,bund von ,indigopflanzen in einen ,wasserbottich oder ,teich geraten1 durch ,zufall oder vielleicht in gedankenlosem ,spiele sind die ,pflanzen dann durch ,schaufeln oder sonstwie mit ,luft in ,berhrung gebracht und von einem scharfen ,beobachter das ausgeschiedene blaue ,indigopulver bemerkt worden4 hnlichen ,zufllen hat man wohl die ,herstellung des ,krapps aus der ,frberrte und des ,purpurs aus der ,purpurschnecke zu verdanken4 ,so mute sich denn die ,frberei lange1 lange ,zeit hindurch mit ganz wenigen ,farbstoffen begngen1 bis man endlich1 mit ,hilfe der immer leistungsfhiger werdenden ,chemie und nicht ohne ,benutzung glcklicher ,zuflle dahin kam1 die lngst erblate und vergangene ,farbenpracht lngst versunkener geologischer ,zeiten wieder herzustellen und aufzufrischen4 ,denn nichts anderes als ,leichname der ,pflanzenwelt eines frheren ,erdalters sind die ,kohlenlager1 denen wir heute nebst so vielem anderen die ,teerfarben1 auch ,anilinfarben genannt1 zu verdanken haben1 die an ,mannigfaltigkeit die ,naturfarben bertreffend1 die bunte ,pracht der modernen gewerblichen ,erzeugnisse ermglichen4 ,wenn man ,kohle unter ,luftabschlu erhitzt -- dies wird1 wie bereits frher bemerkt1 von der ,leuchtgas- und ,koksindustrie in grtem ,mastabe ausgefhrt -- so hinterbleibt der bekannte porse ,koks1 whrend ,leuchtgas und ,teer in heiem ,zustand entweichen4 ,durch ,abkhlung wird der ,teer verflssigt und dadurch zugleich das ,leuchtgas in reinem1 teerfreiem ,zustande erhalten4 ,dieser schwarze ,steinkohlenteer ist der ,grundstoff und der ,ausgangspunkt der ,teerfarbenindustrie4 ,die nebenstehende ,tafel zeigt die ,vielseitigkeit der ,farbstoffe und der ,nebenprodukte1 die alle aus ,teer gewonnen werden4 ,der ,steinkohlenteer ist eine ,mischung mehrerer ,kohlenstoffverbindungen1 von denen ,benzol1 ,phenol1 ,kresol1 ,naphthalin und ,anthrazen die wichtigsten sind4 ,sie alle werden bei der ,destillation des ,steinkohlenteers gewonnen und ergeben1 nachdem sie mehreren chemischen ,verfahren unterzogen wurden1 die bekannten ,teerfarbstoffe1 deren erster1 das ,mauvein1 im ,jahre #ahef von ,w4 ,h4 ,perkin in ,london dargestellt wurde4 ,diese ursprnglich englische ,industrie kam in ,deutschland zu ungeahnter ,blte und feierte hier ihre grten ,triumphe4 ,sie trat mit der ,natur selber in ,wettbewerb und bertraf1 berwand1 besiegte sie in dem ,streite um das ,krapprot und in dem ,streite um den ,indigo4 ,illustration3 ,gewinnung der ,teerfarbstoffe und ihrer farblosen ,ausgangs- u4 ,zwischenprodukte aus dem ,teer4 ,die ,hhe der schraffierten ,streifen gibt annhernd die betreffende ,mengen der gewonnenen ,farbstoffe wieder4 ,vor dem ,jahre #ahfh wurde die ,menge des jhrlich erzeugten ,krapps auf #gj ,millionen ,kilogramm geschtzt4 ,im ,jahre #ahfh entdeckten ,graebe und ,liebermann1 da der ,krapp1 auch ,alizarin genannt1 auf eine sehr einfache ,art aus dem ,anthrazen1 einem der oben erwhnten ,bestandteile des ,steinkohlenteers1 hergestellt werden knne4 ,infolge dieser ,entdeckung wird heute das ,krapprot nicht mehr aus der ,pflanze1 sondern in den chemischen ,fabriken erzeugt1 und der ,krappbau1 der zumal fr ,sdfrankreich von groer ,bedeutung war1 hat heute fast vollstndig aufgehrt4 ,dasselbe ,schicksal wird dem natrlichen ,indigo zuteil1 seitdem wir nach ,a4 v4 ,baeyers ,entdeckung den ,indigo billiger und reiner1 als es die ,pflanzenkraft vermag1 herstellen4 ,so unterliegt auf diesem ,gebiete die ,landwirtschaft der chemischen ,industrie4 ,im ,jahre #ahhi kamen noch #cc #fab ,kisten ,indigo aus ,indien nach ,europa4 ,heute hat die ,einfuhr wegen der gewaltigen ,erzeugung des knstlichen ,indigos in ,deutschland fast ganz aufgehrt4 ,ein paar ,fabriken bringen heute das hervor1 was frher groe ,landstrecken in ,indien erzeugten4 ,eine riesige ,industrie setzt in ,deutschland die wissenschaftlichen ,errungenschaften der ,teerfarbenchemie in wirtschaftliche ,werte um4 ,von den zahlreichen groen ,fabriken dieser ,art sei nur die grte1 die im ,jahre #ahfe gegrndete ,badische ,anilin- und ,sodafabrik in ,ludwigshafen am ,rhein1 mit einigen ,ziffern gekennzeichnet1 um von der ,ausdehnung dieser ,industrie einen kleinen ,begriff zu geben3 ,diese ,fabrik beschftigt heute ber #bjj ,chemiker1 #aej ,ingenieure1 #ijj kaufmnnische ,beamte und ber #hjjj ,arbeiter4 ,der ,grundbesitz der ,fabrik betrgt #bbj ha4 ,davon sind #daa #bjj qm mit #dej ,fabrikgebuden1 #fef ,arbeiter- und #ajh ,beamtenwohnungen bebaut4 ,sie verbraucht jhrlich etwa #ce #jjj ,waggons ,kohlen4 ,damit werden #afj groe ,dampfkessel geheizt1 die #chf ,dampfmaschinen treiben und #be #jjj ,pferdestrken erzeugen4 ,es werden jhrlich #ej #jjj #jjj ,kubikmeter ,wasser und #ab #jjj #jjj ,kilogramm ,eis verbraucht4 ,eine eigene ,gasfabrik liefert etwa #bb #jjj #jjj ,kubikmeter ,gas zur ,heizung und ,beleuchtung4 ,auerdem sind ,dynamomaschinen mit zusammen #aj #jjj ,pferdestrken vorhanden1 die #ejj ,elektromotoren1 #adjj ,bogenlampen und #bj #jjj ,glhlampen mit ,elektrizitt versorgen4 ,neben dieser ,fabrik sind vor allem die ,farbwerke vormals ,meister1 ,lucius und ,brning in ,hchst am ,main hervorzuheben 7,abb4 #ah74 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,gesamtansicht der ,farbwerke vormals ,meister1 ,lucius u4 ,brning1 ,hchst a4 ,m4 ,es sind heute insgesamt ungefhr siebzig ,teerfarbenfabriken in ,ttigkeit1 die jhrlich ,farbstoffe im ,werte von ber #bjj #jjj #jjj ,mark erzeugen und die ,farbengier der ganzen ,welt befriedigen4 ,das ,kopftuch der ,bhmin1 der ,schal der ,kreolin1 der ,sombrero des ,mexikaners1 der ,fez des ,trken1 das ,gewand des ,muezzin1 der feine ,perser- und der billige ,juteteppich1 die ,steinnuknpfe des ,negers1 der ,turban des ,mohammedaners1 die bunten ,plakate der ,tanzunterhaltungen1 die ,ornamente der ,tanzordnung1 die ,schuhe und ,seidengewnder der ,ballknigin1 die ,uniform des ,marschalls und des gemeinen ,soldaten1 die ,kutte des ,mnches und der ,purpur des ,kardinals1 der ,hut des ,bettlers und die ,schleppe der ,knigin1 sie alle sind geziert1 geschmckt und gefrbt durch die wunderbaren ,stoffe1 die1 aus der dunklen1 toten ,kohle hervorgezaubert1 den ,triumph des regenbogenfarbigen ,lebens verknden4 ,so erwchst aus der ,vernichtung der ,vorwelt das ,streben und die ,bejahung eines neuen ,lebens1 so folgt auch hier dem frostigen1 dunklen ,winter ein neuer lichter ,frhling1 ein ,wiedererwachen der schlummernden ,krfte und ,mglichkeiten der ,natur4 ,ein geringer ,stoff1 die ,kohle1 ist zur ,knigin geworden1 weil er1 ohne sich vorzudrngen1 im ,bewutsein seines ,wertes seine ,zeit abwartete4 ,hat hier die ,chemie mit milder ,ruhe farbige ,schnheit geschaffen1 so hat sie in der ,erzeugung von gewaltigen ,zerstrungsmitteln1 in der ,steigerung der menschlichen ,kraft und ,leistungsfhigkeit nicht weniger geleistet4 ,wenn wir heute keine uneinnehmbaren ,festungen mehr kennen1 wenn wir die mchtigsten ,kriegsschiffe durch ,torpedos vernichten1 ,felsen sprengen und durchbohren1 den ,atlantischen ,ozean mit dem ,stillen verbinden und ,berge versetzen knnen1 so ist dies nur mglich durch die wunderbar gewaltigen ,krfte1 die -- dank der ,entwicklung der ,chemie -- in einer kleinen ,stoffmenge aufgehuft werden knnen1 durch ,krfte1 die wie gefesselte ,riesen1 sich ruhig verhalten1 bis die ,fessel gelst ist1 durch jene ,stoffe1 die nach der ,art ihrer ,wirkung1 als ,sprengstoffe bezeichnet werden4 ,bis ins neunzehnte ,jahrhundert hinein war nur ein ,sprengstoff in ,verwendung1 das bekannte ,schiepulver1 das eine ,mischung von ,kohle1 ,schwefel und ,salpeter ist1 durch dessen ,entzndung und darauffolgende ,verbrennung groe ,gasmengen so rasch gebildet werden1 da die fesselnde ,kapsel des ,pulvers zersprengt und jedes ,hindernis1 das sich der ,ausdehnung der ,gase in den ,weg stellt1 fortgeschleudert wird1 da1 mit anderen ,worten1 eine ,sprengwirkung eintritt4 ,diese ,mischung war vielleicht schon ,hannibal bekannt4 ,jedenfalls bedeutet das unklare ,wort acetum1 womit1 wie ,livius sagt1 ,hannibal die seinen ,marsch behindernden ,felsen aus dem ,wege rumte1 einen schiepulverhnlichen ,sprengstoff1 und nicht1 wie die ,philologen sonderbarerweise meinen1 ,essig4 ,als zu ,beginn des neunzehnten ,jahrhunderts die ,chemie mndig ward1 da wurde nicht nur die ,zahl der ,sprengstoffe bedeutend vermehrt1 sondern auch ihre ,wirkungskraft ins ,riesenhafte erhht4 7,dabei spielt besonders die ,verwendung der ,salpetersure und der ,salpeterschwefelsure eine groe ,rolle47#a ,es wurde -- um nur die wichtigsten ,produkte zu nennen -- die ,schiebaumwolle1 das ,dynamit1 die ,pikrinsure und die ,sprenggelatine dargestellt4 ,die ,schiebaumwolle ist heute ein ,hauptbestandteil der meisten rauchlosen ,pulver1 das ,dynamit und die ,sprenggelatine werden zu technischen ,sprengungen aller ,art verwendet1 whrend die ,pikrinsure den ,hauptbestandteil des franzsischen ,melinits bildet1 und das englische ,geschtzpulver ,lyddit nichts anderes ist als geschmolzene ,pikrinsure4 #a ber die vielseitige ,verwendung der ,salpetersure und der ,salpeterschwefelsure in der ,sprengstoffabrikation wie in der chemischen ,technik berhaupt gibt die beifolgende ,tabelle aus dem ,deutschen ,museum ,aufschlu3 ,die ,verwendung der ,salpetersure in der chemischen ,technik4 ---------------------------------------- -------------------- ,schweflige ,ammoniak ,silber ,eisen ,quecksilber ,zucker1 ,sure ,holz etc4 ,salzsure ,arsenik ,kalk ,thorerde ,alkohol ,strke ,schwefel- ,ammon- ,silber- ,eisennitrat ,quecksil- sure salpeter nitrat 7,seiden- bernitrat ,oxal- frberei7 7,filzfa- sure brikation7 ,dextrin ,knigs- ,arsen- ,kalksalpeter ,thornitrat ,knall- wasser sure 7knstl4 ,dnger7 queck- silber 7,sprengstoffe1 7,glhkrper7 ,lachgas7 7,fuchsin7 7,chlor-1 ,brom-1 ,jodsilber etc47 ,salpeterschwefelsure ---------------------------------------- ---------------------- ,glycerin ,benzol ,phenol ,naphtol ,benzaldehyd ,cellulose ,toluol ,naphtalin ,zimmtsure ,nitro- ,nitrobenzol ,pikrinsure ,nitro- glycerin zimmtsure ,nitro- ,nitrocellulose ,nitrotoluol naphtalin ,nitrobenz- aldehyd 7,anilin7 ,nitrophenole ,martiusgelb ------- 7,collodium1 ,celluloid1 7,toluidin7 7,naphtylamine7 ,kunstseide1 7,indigo7 ,explosivstoffe7 7,amidophenole7 ,dynamit 7,pikratsprengstoffe7 7,sprengge- latine etc47 ,metalltzung3 ,kupfer- und ,stahltzung 7graphische ,kunst71 ,gelbbrennen des ,messings1 ,frben des ,goldes1 ,weissblechtzung4 ,alle diese ,sprengstoffe entstehen durch die ,einwirkung der fr sich nicht explosiven ,salpetersure auf ganz unschuldige ,stoffe wie ,baumwolle1 ,glyzerin oder ,phenol1 das auch ,karbolsure genannt wird4 ,hier bewhrt sich wieder das ,dichterwort3 ,verbunden werden auch die ,schwachen mchtig4 ,so verwandelt die ,salpetersure die ,baumwolle in ,schiebaumwolle1 das ,glyzerin in das lige ,nitroglyzerin1 die ,karbolsure in ,pikrinsure4 ,die ,schiebaumwolle wird entweder fr sich angewendet oder mit ,nitroglyzerin vermischt 7,sprenggelatine71 oder mit ,pikrinsure vermischt 7,melinit74 ,geschmolzene ,pikrinsure bildet den ,lyddit4 ,das ,nitroglyzerin hingegen1 eine lige ,flssigkeit von gelber bis brunlicher ,farbe1 findet in reinem ,zustand wegen seiner ungeheuren ,explosivitt keine ,anwendung und mu1 um verwendbar zu werden1 erst von ,kieselgur1 einer lockeren ,erde1 aufgesaugt werden4 ,es heit in dieser1 von ,alfred ,nobel entdeckten ,form1 ,dynamit 7,abb4 #ai74 ,so ist das alte1 rauchige1 schwarze ,schiepulver seiner hchsten ,ehren entkleidet worden4 ,nur zwei ,gebiete sind seinem ,machtbereich zum ,teil verblieben1 die ,jagd und die ,feuerwerkerei4 ,die meisten der in der ,feuerwerkerei unter dem ,namen ,feuerwerkstze verwendeten ,mischungen bestehen aus ,schwarzpulver oder einer aus seinen ,bestandteilen1 also aus ,salpeter1 ,schwefel und ,kohle1 zusammengesetzten ,mischung1 wobei je nach dem ,zweck der eine oder andere dieser ,bestandteile berwiegt4 ,bei ,leuchtstzen1 wo es also darauf ankommt1 ein helles1 lebhaftes ,licht zu erzielen1 wird der ,salpeter ganz oder teilweise durch chlorsaures ,kali ersetzt4 ,whrend die ,leuchtstze hauptschlich chlorsaures ,kali1 ,salpeter und ,schwefel1 sowie frbende ,bestandteile enthalten und als ,treibmittel fr sie ,schiepulvermehl verwendet wird1 ist bei den ,brandstzen dem ,schiepulvermehl noch ein leicht verbrennlicher ,krper zugemischt1 der so langsam verbrennt1 da er whrend des ,brennens gengend ,zeit hat1 andere ,stoffe in ,brand zu setzen4 ,die farbigen ,feuer entstehen durch die ,beimengung verschiedener ,salze zu den ,leuchtstzen4 ,so wird fr weie1 hell leuchtende ,feuer1 fr ,leuchtkugeln1 ,signale usw4 ,magnesium als ,grundlage benutzt4 ,grne ,farben werden durch die ,beimischung von ,barytsalzen1 rote durch ,strontiumsalze1 blaue durch ,kupfersalze und gelbe durch besonders groe ,mengen von ,schwefel und ,salpeter erzeugt4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,apparat zur ,herstellung von ,dynamit4 7,aus der ,aktiengesellschaft ,dynamit ,nobel1 ,wien47 ,nicht minder interessant und nicht minder wichtig als die mchtigen ,sprengstoffe sind die ,zndstoffe1 die uns in ,form von ,zndhlzchen unentbehrlich geworden sind4 ,die ,schwierigkeit und ,unbequemlichkeit der ,feuerherstellung durch ,stein und ,zndschwamm knnen wir uns heute kaum mehr vergegenwrtigen4 ,die einst vielbewunderte1 uns plump erscheinende ,dbereinersche ,zndmaschine1 in der durch die ,einwirkung von ,schwefelsure auf ,zink ,wasserstoff erzeugt wird1 der sich am ,platinschwamm entzndet1 ist fr uns nichts anderes als eine historische ,merkwrdigkeit1 ein ,kuriosum der ,physikstunde4 ,und die ,chanceschen ,tunkfeuerzeuge1 zu deren ,gebrauch man stets ein ,flschchen ,schwefelsure bei sich tragen mute1 um die trgen ,schwefelhlzchen zu entznden1 erscheinen uns heute ebenso gefhrlich wie unangenehm4 ,und mit ,recht4 ,denn heute sind wir in der ,lage1 ein ,streichholz zu entznden1 ohne eine ,flssigkeit bei uns zu tragen1 und ohne ,gefahr einer ,selbstentzndung oder ,vergiftung4 ,diese ,gefahr der ,selbstentzndung1 ,vergiftung und ,explosion bestand selbst bei den ersten ,phosphorhlzchen1 und diese ,nachteile muten ,schritt fr ,schritt durch mhselige1 harte ,arbeit beseitigt werden4 ,zunchst setzte man die ,entflammbarkeit des ,zndholzkopfes durch ,zumischung von ,schwefelnatrium und anderen ,substanzen herunter4 ,doch auch diese ,hlzchen waren uerst giftig und gefhrlich1 sowohl bei der ,herstellung wie bei der ,verwendung1 so da nicht nur der ,absatz schwierig1 sondern die ,beschaffung von ,arbeitern fast unmglich war4 ,erst gegen ,mitte des vorigen ,jahrhunderts wurden diese ,mistnde behoben1 indem es gelang1 den giftigen gelben ,phosphor durch einfaches ,erwrmen in eine neue1 ungiftige ,abart1 den roten1 amorphen ,phosphor zu verwandeln1 der eine neue ,groindustrie1 die ,fabrikation der schwedischen ,zndhlzchen1 ermglichte4 ,die schwedischen ,zndhlzer enthalten keinen ,schwefel und keinen ,phosphor4 ,ihre ,zndmasse besteht aus einem ,gemenge von chlorsaurem ,kali1 chromsaurem ,kali1 ,glaspulver und ,gummi als ,bindemittel4 ,sie entznden sich nur an einer zubereiteten ,reibflche1 die ein ,gemenge von gleichen ,teilen von rotem amorphem ,phosphor1 ,schwefelkies und ,schwefelantimon enthlt4 ,die ,zndhlzchenindustrie hat in verschiedenen ,lndern eine groe ,ausdehnung gewonnen4 ,schweden allein fhrte im ,jahre #ahig ber #aj #jjj #jjj ,kilogramm aus4 ,und so schien es1 als wre durch die ,grndung solch groer ,industrien die alte ,frage des ,feueranmachens zu endgltiger ,entscheidung gekommen4 ,aber fr den menschlichen ,geist gibt es keine endgltige ,entscheidung4 ,er steht nicht still1 darf nicht still stehen4 ,im ,weiterschreiten find' er ,qual und ,glck1 er1 unbefriedigt jeden ,augenblick4 ,und dieses ,weiterschreiten ist oft ein scheinbares ,zurckgehen auf ,altes4 ,ein solches ,zurckgehen auf alte ,feuerzeuge wird heute mit den modernen ,hilfsmitteln der ,chemie versucht4 ,man hat gefunden1 da ,zer1 eines der selteneren ,metalle1 wenn es mit #cj ,eisen zusammengeschmolzen wird1 einen ,stoff mit merkwrdigen ,eigenschaften ergibt4 ,fhrt man mit der ,klinge eines ,taschenmessers oder mit der ,spitze einer ,feile ber eine solche ,zer-,eisen-,mischung hinweg1 so entstehen1 ohne ,rauchentwicklung1 ,funken und ,flammen von gewaltiger ,zndkraft1 so da hiermit ein an sich ganz unexplosiver ,zndstoff gegeben erscheint4 ,lt man die ,funken einer solchen ,zer-,eisen-,legierung auf einen mit ,petroleum oder ,benzin getrnkten ,docht berspringen1 so entsteht eine dauernde ,flamme4 ,diese als ,feuertrger oder ,pyrophore bezeichneten ,legierungen nutzen sich sehr wenig ab und werden wegen ihrer guten ,eigenschaften als ,zigarrenanznder und fr hnliche ,zwecke gern verwendet4 ,ob sie in der ,zukunft eine bedeutende ,rolle spielen werden1 bleibt abzuwarten4#b #b ,geitel1 ,siegeslauf der ,technik4 ,so hat die ,chemie den ,menschen befhigt1 mit jenen ,urmchten der ,natur zu wetteifern1 die die ,erde aus dem ,innern heraus erbeben machen1 die auf der ,sonne ihr wildes ,spiel treiben1 die ,welten zertrmmern1 um ,welten aufzubauen4 ,aber der ,mensch ist darin der ,natur gleichgekommen1 ja man mchte fast sagen1 er hat sie bertroffen1 da er die ,mchte1 die er in der ,form von ,sprengstoffen erzeugt1 gefesselt1 gebunden und derart unter seine ,herrschaft gebracht hat1 da sie genau die von ihm verlangte ,arbeit leisten und die erwartete ,wirkung eintreten lassen4 ,ja1 er hat sie so gebndigt und in gewnschter ,strke gestaltet1 da sie in ,form von ,zndholzchen von jedem ,kinde gehandhabt werden knnen und in ,form von ,raketen und ,feuerwerken in genau vorherbestimmten ,formen und ,farben gegen den ,himmel steigen1 aus dem ,prometheus das erste ,feuer zur ,erde brachte4 ,hat diese ,wirkung ins ,groe und ,ferne1 die durch die ,chemie ermglicht wurde1 unser ,interesse in hohem ,mae gefesselt1 so verdient die ,wirkung1 die uns die ,chemie auf das ,kleine und ,nahe ausben lt1 nicht minder unsere ,aufmerksamkeit4 ,in der ,tat1 es ist nicht weniger bedeutsam1 die ,vorgnge unseres ,leibes sowie unser krperliches ,wohlbefinden zu beherrschen und krperliche ,schden1 ,gebrechen und ,leiden zu beseitigen1 als ,felsen zu durchbohren und ,weltmeere miteinander zu verbinden4 ,es ist bemerkenswert1 da mit dem ,aufblhen der ,chemie auch die ,medizin einen ungeheuren ,aufschwung nahm und aus dem ,gebiete der ,wunder und des ,aberglaubens einen ,hhenflug im ,reich der ,wissenschaft antrat1 der heute noch nicht beendet ist4 ,die ,zeiten1 wo man1 aberglubischer berlieferung folgend1 gegen ,rheumatismus ein paar ,kastanien bei sich trug1 das ,schllkraut wegen seines gelben ,saftes gegen ,gelbsucht1 die rotgefleckten ,bltter des ,wasserbluts wegen ihrer ,frbung als ,wundmittel1 die stacheligen ,bltter der ,distel ihrer ,stacheln wegen gegen ,seitenstechen empfahl1 sind vorber und damit auch die ,zeiten der ,beschwrungen und ,alraune4 ,man ist grndlicher geworden und haftet nicht mehr an der oberflchlichen ,erscheinung4 ,seitdem man die ,ursache der ,gelbsucht kennt1 sucht man ,mittel1 diese ,ursache zu beheben und ist nicht mehr damit zufrieden1 dem ,gelbschtigen irgendeine gelbe ,flssigkeit einzugeben4 ,seit es ,whler #ahbh gelang1 den bis dahin nur im ,tierkrper vorgefundenen ,harnstoff knstlich darzustellen1 ist die ,fabel1 da die ,vorgnge des ,krpers nicht den chemischen1 sondern ganz eigenartigen ,lebensgesetzen folgen1 immer mehr entkrftet und widerlegt worden4 ,heute wei man1 da der lebende ,organismus denselben chemischen ,gesetzen untersteht wie die sogenannten anorganischen ,stoffe4 ,erst auf ,grund dieser ,erkenntnis konnte man die ,chemie der ,vorgnge im tierischen ,krper recht studieren und chemischen ,mngeln des ,organismus mit chemischen ,hilfsmitteln begegnen4 ,erst seitdem man die ,chemie des ,blutes kennt1 lt sich ,bleichsucht und ,blutarmut erfolgreich behandeln4 ,erst seitdem man die ,sfte des ,magens grndlich erforscht hat1 kann man den chemischen ,magenbeschwerden beikommen4 ,erst seitdem man die ,chemie des ,verdauungsprozesses genau kennt1 ist man in der ,lage1 dem ,zuckerkranken die entsprechende ,kost vorzuschreiben4 ,eine groe ,menge neuer ,heilmittel ist aus demselben ,stoff durch hnliche ,prozesse dargestellt worden1 dem wir auch die ,anilinfarben verdanken1 aus dem ,steinkohlenteer1 der also gleichsam ein ,extrakt nicht nur der ,farbenpracht1 sondern auch der ,heilkraft einer lngst vergangenen ,pflanzenwelt ist4 ,die ,wirkungsweise dieser neuen ,heilmittel ist durch grndliche ,proben festgestellt worden4 ,von den nach ,tausenden zhlenden ,medikamenten dieser ,art seien hier beispielsweise das ,aspirin1 ,phenazetin1 ,pyramidon1 ,migrnin1 ,veronal1 ,melubrin und ,sulfonal genannt 7,abb4 #bj74 ,auch die ,pflanzen- und ,tierwelt bietet die ,mittel zur ,herstellung medizinisch wertvoller ,substanzen4 ,so werden aus den ,blttern der tropischen ,kokapflanze das betubende ,kokain1 aus tierischen ,organen das blutdruckerhhende ,adrenalin usw4 gewonnen4 ,noch wunderbarer als die ,wirkung dieser ,mittel sind die ,erfolge der sogenannten ,serumchemie1 die hauptschlich auf dem ,gebiete der durch ,bakterien verursachten ,krankheiten groe ,triumphe zu verzeichnen hat4 ,das ,serum1 die ,blutflssigkeit1 in der die roten und weien ,blutkrperchen umherschwimmen1 ist1 gleichsam als ,auszug und ,trger des ,lebens1 von der ,natur mit auerordentlichen ,krften und einem besonders starken ,lebenswillen bedacht worden4 ,es hat den ,willen1 sich zu erhalten1 sich gesund zu erhalten4 ,und es wehrt sich mit seiner ganzen ,kraft gegen den ,einfall einer fremden ,macht4 ,es sind im ,serum ,schutzmittel enthalten1 die eingewanderte ,bakterien abzutten vermgen4 ,ein ,einfall ,gift ausscheidender1 krankheitserregender ,bakterien in das ,blut wird von dem ,serum mit der sofortigen ,erzeugung von ,gegengiften beantwortet1 die die ,giftwirkung der ,bakterien aufheben4 ,so kmpft das ,serum mit der ,krankheit2 sein ,sieg bedeutet ,leben1 seine ,niederlage ,tod4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,verpackungssaal der ,firma ,farbenfabriken vormals ,friedrich ,bayer ,co4 ,a4-,g41 ,elberfeld4 ,hier hat nun die ,chemie eingegriffen und es ist ihr gelungen1 ihr hohes staunenswrdiges ,ziel zu erreichen1 nmlich die ,wehrkraft des ,serums zu erhhen4 ,wird nmlich das ,gift krankheitserregender ,bakterien zunchst in ganz kleinen1 dann allmhlich steigenden ,mengen einem gesunden ,tiere1 z4 ,b4 einem ,pferde1 in die ,adern eingespritzt1 so erzeugt das ,serum dieses ,tieres wachsende ,mengen von ,gegengift1 so da es an ,wehrkraft stets zunimmt4 ,wird nun ein solches ,tierserum unter die ,haut eines an der entsprechenden ,krankheit leidenden ,menschen eingespritzt1 so wird die ,wehrkraft des ,serums dieses ,menschen ebenfalls bedeutend erhht 7,diphtherieheilserum74 ,die ,medizin ist berdies durch die von der ,chemie erzeugten zahlreichen1 wirksamen und billigen mikrobenvernichtenden ,desinfektionsmittel1 wie ,karbol1 ,chlorkalk1 ,sublimat1 ,ozon1 ,lysol1 gefrdert worden4 ,spterhin hat man die ,desinfektion in der ,form von ,konservierungsmitteln auch auf das ,gebiet der ,nahrungsmittel bertragen und zwar zur ,hintanhaltung der ,fulnis1 der ,grung usw4 ,unter den blichen ,konservierungsmitteln sind besonders ,salizylsure1 ,borax und ,formaldehyd zu nennen4 ,aber nicht nur auf dem ,gebiete der ,heilkunde hat die ,chemie fr das ,leben und die ,sicherheit des ,menschen ,groes getan1 sondern sie hat sich auch auf dem ihr scheinbar ferner liegenden ,gebiete des ,gerichtswesens verdient gemacht4 ,sie hat gegen den ,aberglauben gekmpft1 ,recht und ,schuldlosigkeit zu ,ehren gebracht und den ,verbrecher eingeschchtert4 ,so wei man heute1 da ,erkrankungen infolge ,genusses von ,wurst1 ,fischen1 ,austern oder ,fleisch meist nicht die ,folge absichtlicher ,vergiftungen sind1 sondern darin ihren ,grund haben1 da diese tierischen ,stoffe1 wenn sie faulen1 gefhrliche ,gifte1 die sogenannten ,leichengifte1 in sich anhufen4 ,die ,chemie hat ferner ,mittel und ,wege gefunden1 ,menschenblut1 selbst in kleinsten ,spuren1 als solches zu erkennen und scharf von jedem anderen ,tierblute zu unterscheiden4 ,diese ,mglichkeit1 die tierischen ,blutarten mit ,gewiheit voneinander zu unterscheiden1 ist der ,serumchemie zu verdanken4 ,grndliche ,untersuchungen auf diesem ,gebiete haben ergeben1 da ein mit ,menschenblut geimpftes ,kaninchen ein ,serum liefert1 das nur mit klarer ,menschenblutlsung einen ,niederschlag gibt1 whrend ,impfung mit ,ochsenblut ein nur ,ochsenblut fllendes1 ,impfung mit ,schweineblut nur ,schweineblut fllendes ,serum hervorbringt4 ,dadurch kann man das ,blut einer ,tierart von dem jeder anderen ,tierart gut unterscheiden4 ,allerdings mu man sich hierbei vor ,augen halten1 da verwandte ,tiergattungen gleichartige1 wenn auch nicht gleich starke ,fllungen mit den betreffenden ,serumarten ergeben4 ,so fllt ,schweine-,kaninchen-,serum auch ,wildschweinblut1 ,pferde-,kaninchen-,serum ,eselblut1 ,menschen-,kaninchen-,serum auch ,affenblut aus4 ,hier wird die entwicklungsgeschichtliche ,tierforschung unmittelbar von den ,ergebnissen der ,serumchemie angeregt und befruchtet4 ,denn die eben angefhrten ,ergebnisse belehren uns ber die ,verwandtschaft der ,tiergattungen und erleichtern so die ,aufstellung eines wirklich richtigen ,stammbaums der ,tierwelt4 ,sie zeigen1 da das ,blut einer ,gattung fr die andere ,gift ist1 da die ,essenz der ,fruchtbarkeit der einen ,art fr die andere ,art und fr jede andere ,art eine ,essenz der ,unfruchtbarkeit und des ,todes ist1 und da das jeder ,gattung eigentmliche ,serum ein ,schutzwall ist1 den die ,natur zum ,zweck der ,erhaltung um die ,gattung gezogen hat4 ,nur die ,entstehung dieser ,schutzmittel ermglicht die ,entstehung der ,arten aus gemeinsamem ,ursprung1 und nur die ,erhaltung dieser ,schutzmittel die ,erhaltung der ,arten4 ,nur dadurch ist es erklrlich1 da ,pferd und ,esel nur eine unfruchtbare ,nachkommenschaft hervorbringen1 und da ,tiere1 die in der ,verwandtschaftsreihe noch weiter auseinanderstehen1 eine ,nachkommenschaft berhaupt nicht hervorbringen knnen4 ,daher ist in instinktiver ,voraussicht der ,unnatrlichkeit einer ,verbindung auch zwischen den groen ,rassen der ,menschheit eine gegenseitige ,abneigung zu finden4 ,ohne dieses ,schutzmittel der ,natur wrden im ,laufe der ,zeit nicht nur alle menschlichen ,rassen in eine aufgehen1 sondern auch die ,tiergattungen wrden ,schritt fr ,schritt1 langsam und allmhlich sich miteinander vermischen und eine gleichfrmige ,gattung bilden4 hnliches wrde in der ,pflanzenwelt ,platz greifen1 und offenbar wrde dann auch die leblose ,welt die ,kraft1 sich dem ,charakter des ,stoffes gem zu gestalten1 das heit1 zu kristallisieren1 verlieren und im ,zustande einer ,urmischung verharren4 ,so verkrpert die ,kristallgestalt der ,gesteine1 das ,eiwei der ,pflanzen und das ,serum der ,tiere1 den gestaltenden1 vom ,allgemeinen zum ,besonderen gehenden ,trieb der ,natur1 den ,willen des formenden ,lebens4 ,sie ermglichen es1 da aus groem1 festem1 gleichfrmigem ,grundstoff die ,natur sich vielgestaltig und mannigfaltig erhebt1 wie die tausend ,trmchen1 ,mnnchen und ,ungeheuer eines gotischen ,domes4 ,nach dieser kleinen ,abschweifung wollen wir nun auf ein neues ,gebiet der ,romantik der ,chemie bergehen1 auf die ,wohlgerche und ,riechstoffe4 ,schon die ltesten ,kulturvlker ,asiens sammelten die in der ,natur vorkommenden wohlriechenden ,kruter1 schtzten sie als ,kostbarkeit und boten sie als hchste ,gabe dem ,heiligsten und ,liebsten1 den ,gttern und den ,toten dar4 ,wohlriechende ,stoffe1 wie ,weihrauch1 ,zimt1 ,myrrhen usw41 wurden den ,gttern als ,rauchopfer dargebracht und zum ,einbalsamieren der ,toten verwendet4 ,erst spter kam die ,sitte oder vielmehr die ,unsitte auf1 dem eigenen lebenden ,leib durch fremdartige ,riechstoffe ,wohlgeruch zu verleihen1 eine ,unsitte1 die bei den ,griechen und ,rmern in den wahnsinnigsten ,luxus ausartete1 die ,vlker zur ,befriedigung unntzer1 erknstelter ,bedrfnisse verleitete1 ihre ,gedanken auf ,nichtigkeiten lenkte1 ihr ,mark entnervte und schlielich den ,baum ihres ,lebens vom ,wipfel herab bis zur ,wurzel tdlichem ,siechtum preisgab4 ,so sind diese ,riechstoffe1 in hherem ,grade als die anderen ,gaben der ,natur und der sie benutzenden ,chemie1 ein zweischneidiges ,schwert4 ,geister1 die nur ein weiser ,zaubermeister1 aber niemals ein trichter ,zauberlehrling lenken kann4 ,denn bei diesem wird aus dem gefesselten ,ma unbeschrnkte ,malosigkeit3 in der ,hand des der ,zucht entbehrenden ,zauberlehrlings wird der ntzliche ,sprengstoff ein ,mittel zu vernichtender ,revolution1 das heilsame ,morphium fhrt zum ,morphinismus1 und die ,farbe1 ohne ,sinn1 als ,selbstzweck angewendet1 verdirbt sowohl den ,geschmack als die ,kunst4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,destillierblase4 ,auch auf dem ,gebiet der ,riechstoffe ist jahrtausendelang1 bis zum ,erwachen der modernen ,chemie1 ein ,stillstand zu verzeichnen1 man war mit den von der ,natur dargebotenen ,riechstoffen zufrieden und verstrkte sie nur durch die altbekannte ,kunst des ,destillierens 7,abb4 #ba74 ,erst im neunzehnten ,jahrhundert wurde die wichtige ,tatsache entdeckt1 da die pflanzlichen ,riechstoffe1 die sogenannten therischen le1 den ,pflanzen durch ,dampf1 sogenannte ,dampfdestillation1 entzogen werden1 da sie nach der ,abkhlung des ,dampfes auf dem kondensierten ,wasser schwimmen und so leicht abgeschpft werden knnen4 ,dies gab der ,riechstoffindustrie1 z4 ,b4 der ,fabrikation des ,kmmelles1 einen neuen ,aufschwung4 ,andere ,riechstoffe1 wie ,bergamottl1 ,zitronenl1 ,pomeranzenl1 werden durch ,auspressen der ,fruchtschalen gewonnen4 ,bltenparfme werden entweder durch erwrmtes ,fett oder durch gewisse ,lsungsmittel1 wie ,benzin1 ,chloroform usw41 ausgezogen1 und hierauf das ,lsungsmittel durch ,wrme abgetrieben1 so da der ,riechstoff hinterbleibt 7,abb4 #bb1 #bc74 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,aus der ,fabrik therischer le ,schimmel ,comp41 ,miltitz-,leipzig4 ,solche ,blumenauszge sind natrlich sehr kostspielig1 da sehr groe ,bltenmengen zur ,herstellung nennbarer ,riechstoffmengen erforderlich sind4 ,zur ,fabrikation von #a ,kilogramm ,orangenblten- oder ,rosenbltenauszug sind #gjj ,kilogramm frische ,blten1 zur ,herstellung von #a ,kilogramm ,veilchenbltenauszug1 der einen ,wert von ber #cjjj ,mark hat1 #ajjj ,kilogramm ,blten ntig4 ,nur die sdliche ,natur verschwendet an ihre ,flora die ,wohlgerche in reichlicher ,weise4 ,die nordische ,natur ist karger4 ,so ist denn in dieser ,hinsicht ,frankreich und ,italien wohl versorgt1 ,deutschland aber infolge seiner ,lage auf die sdlichen ,lnder angewiesen4 ,deshalb hat es mit aller ,kraft versucht1 durch die ,chemie sich zu verschaffen1 was ihm die ,natur versagt hat1 so hat es knstliche ,riechstoffe hergestellt1 aus dem billigen l des indischen ,zitronengrases das kostbare ,veilchenparfm1 ,jonon1 aus dem gewhnlichen ,nelkenl den wertvollen ,riechstoff der ,vanille1 das ,vanillin1 aus dem ,terpentinl das fliederduftige ,terpineol1 aus dem als ,safrol bekannten l das angenehme ,heliotropin4 ,ist die ,farbenpracht und die ,heilkraft der ,steinkohlenpflanzenwelt in den ,teerfarbstoffen und den modernen ,heilmitteln wiedererstanden1 so haben die ,chemiker auch den alten ,duft aus dem ,steinkohlenteer hervorgezaubert und eine ,reihe feiner ,riechstoffe daraus dargestellt1 indem sie die ,karbolsure1 das ,benzol1 das ,toluol1 die ,salizylsure usw4 verarbeiteten4 ,so liefert die ,karbolsure das ,wintergrnl1 das ,benzol einen ,jasminduft1 das ,toluol ein knstliches ,bittermandell und ein ,zimtl und die ,salizylsure den als ,cumarin bezeichneten ,heu- und ,waldmeistergeruch4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,aus der ,fabrik therischer le ,schimmel ,comp41 ,miltitz-,leipzig4 ,eine groe ,verwendung finden alle diese ,riechstoffe in der ,toiletteseifenindustrie4 ,die gewhnliche1 grobe ,seife wird durch ,kochen von ,fetten mit tznatron dargestellt1 wobei man das ntzliche ,glyzerin als ,abfallstoff erhlt4 ,den so dargestellten ,seifen werden zur ,verwandlung in ,toiletteseifen ,riechstoffe zugesetzt1 um das ,waschen und ,sichreinigen zu einer nicht nur ntzlichen1 sondern auch angenehmen ,ttigkeit zu machen4 ,wir haben nun verschiedentlich die mit ,hilfe der ,chemie erlangten ,luxusgaben der ,pflanzenwelt betrachtet1 die einer bequemeren und schneren ,ausgestaltung unseres ,leben dienen4 ,doch drfen wir darber nicht die notwendigen ,gaben vergessen1 ohne die ein tierisches ,leben und eine menschliche ,kultur nicht mglich ist4 ,die gtige ,allmutter ,natur bringt das nhrende ,weizenkorn hervor1 dem die ,kraft innewohnt1 in einen hohen1 hrenbeschwerten ,halm auszuwachsen1 wenn es in dem richtigen ,boden ruht4 ,der ,mensch ackert und streut seine ,saat und hofft da sie entkeimen werde zum ,segen nach des ,himmels ,rat4 ,und lange1 lange ,zeit wird er auf gutem ,ackerboden in dieser ,hoffnung nicht enttuscht4 ,reichlich und gern bringt da die ,natur das ,gewnschte hervor4 ,aber nach und nach ermattet auch der ,acker1 die ,ernte wird kmmerlicher1 und schlielich versagt der ,boden ganz1 selbst wenn die ,saat noch so krftig und gesund ist4 ,das ,weizenkorn gleicht eben einem ,sugling4 ,es hat die ,kraft1 gro zu werden1 aber nur1 wenn ihm genug ,nahrung zugefhrt wird4 ,und eben das1 was fr den ,sugling die ,mutterbrust1 ist fr das ,weizenkorn der ,ackerboden4 ,ist die ,mutterbrust milcharm1 so gedeiht der ,sugling ebensowenig wie das ,weizenkorn im erschpften ,ackerboden4 ,das haben die ,ackerbauer lngst gemerkt4 ,sie fhlten1 da sie mit der geernteten ,frucht ein unbekanntes ,etwas dem ,boden entziehen4 ,und so gaben sie1 um die ,kraft des ,ackers zu erhalten1 ihm das1 was von der ,ernte schlielich brig blieb1 den tierischen ,dnger1 wieder zurck4 ,die ,wissenschaft selbst htte nichts besseres raten knnen1 als ,dngen des ,ackers4 ,noch etwas lehrt den ,bauer eine einfache berlegung1 fr die erst nach jahrtausendelanger bung von der ,wissenschaft eine befriedigende ,erklrung gefunden wurde4 ,nmlich1 da der in die ,erde versenkte ,teil der ,pflanze atmet und offenbar im ,laufe der ,zeit den ,ackerboden vergiftet4 ,instinkt und ,erfahrung1 ,zufall und berlegung lehrten ihn die ,notwendigkeit der ,ackerlftung1 des ,pflgens4 ,die ,anschauung des ,ackerbauers1 da die ,nahrung der ,pflanze im ,ackerboden enthalten sei und diesem -- soll der ,acker fruchtbar bleiben -- stets zugefhrt werden msse und zwar in demselben ,ausmae1 wie sie mit der ,ernte fortgefhrt werde1 wurde durch die chemischen ,forschungen des groen ,justus ,liebig besttigt1 aufgeklrt und vervollkommnet1 und damit eine neue ,wissenschaft1 die ,agrikulturchemie1 begrndet4 ,die ,grundlehre dieser ,ackerbauchemie ist die ,tatsache1 da das ,skelett der ,pflanze1 dessen sie zu ihrem ,gedeihen ebenso bedarf wie der ,mensch1 aus mineralischen ,stoffen aufgebaut ist4 ,wenn wir einen ,halm oder ein ,weizenkorn verbrennen1 so hinterbleibt stets ein mineralischer ,rckstand1 eine ,asche1 die eben vom ,ackerboden herrhrt4 ,es werden also mit jeder ,ernte dem ,acker groe ,mengen gewisser wichtiger ,minerale entzogen1 so da der ,boden stetig rmer an diesen ,stoffen wird4 ,die meisten von ihnen1 z4 ,b4 die ,kieselsure1 sind berall in reichlichem ,mae vorhanden1 so da eine ,erschpfung kaum jemals eintritt4 ,gewisse andere ,stoffe hingegen1 die ebenfalls fr den ,aufbau des ,pflanzenkrpers unentbehrlich sind1 z4 ,b4 ,kali1 ,phosphorsure und ,stickstoff -- dieser entweder in der ,form von ,ammoniak oder ,salpeter -- sind sprlicher vorhanden1 so da sie einem regelmig benutzten ,ackerboden stets wieder zugefhrt werden mssen1 da sonst eine rasche ,abnahme der ,fruchtbarkeit des ,bodens eintritt4 ,die ,chemie hat gezeigt1 da ein ,boden1 dem alles ,kali1 alle ,phosphorsure und aller ,stickstoff entzogen sind1 keinen ,samen zur ,entwicklung bringen kann1 sie hat gezeigt1 wie vom ,vorhandensein dieser ,stoffe der ,blattreichtum1 die ,halmgre und der ,krnerreichtum der ,pflanze abhngt4 ,man hat genau berechnet1 wieviel ,kali1 wieviel ,phosphorsure1 wieviel ,stickstoff mit jeder ,ernte aus einem ,hektar ,ackerlandes weggefhrt wird1 also wieviel von jedem ,bestandteile dem ,acker wieder zugefhrt werden mu1 wenn die ,ergiebigkeit des ,bodens nicht vermindert werden soll4 ,man hat gefunden1 da diese ,stoffe in rein mineralischer ,form als ,kalisalz1 als lslicher phosphorsaurer ,kalk1 als ,salpeter1 als schwefelsaures ,ammoniak zugefhrt1 ebensogut wirken wie der natrliche ,dnger1 und man ist aus diesem ,grunde heute fast ganz zur ,verwendung der knstlichen ,dngemittel bergegangen4 ,dies ist insbesondere durch das ungeheure ,anwachsen der ,grostdte ntig geworden1 die den grten ,teil des auf dem ,lande erzeugten ,getreides verzehren1 so da infolge dieser rtlichen ,scheidung zwischen ,erzeugung und ,verbrauch an eine ,zurckfhrung des tierischen ,dngers nicht mehr zu denken war1 zumal dieser durch die heute blichen grostdtischen ,abwasseranlagen und die damit verbundene groe ,verdnnung mit ,wasser fr die ,landwirtschaft kaum mehr nutzbringend verwendet werden kann4 ,der ,urwald mit seinem jungfrulich fruchtbaren ,boden bedarf keiner ,dngung4 ,denn solange er ,urwald bleibt und kein ,baumstamm aus ihm hinausgeschafft wird1 wird er durch die pflanzlichen ,kadaver gedngt1 die im ,tode dem ,boden die ,mineralstoffe wieder zurckerstatten1 die sie ihm whrend ihres ,lebens entzogen haben4 ,es bleibt eben alles an ,ort und ,stelle4 ,nichts wird weggefhrt4 ,mit ,ackerland verhlt es sich anders4 ,will man da stets dieselben ,ertrge haben1 so mu der mineralische ,gehalt der ,ernte stets wieder ersetzt werden4 ,dieser ,ersatz ist natrlich bei verschiedenen ,pflanzen verschieden4 ,so beanspruchen ,zuckerrbe und ,tabak besonders viel ,kali1 ,hlsenfrchte und ,getreidearten besonders viel ,phosphorsure4 ,illustration3 ,o ohne ,dnger4 ,,kpn ,kali1 ,phosphorsure u4 ,stickstoff4 ,,pn ,phosphorsure u4 ,stickstoff4 ,abb4 #bd4 ,geranien ohne und mit ,dngung4 ,der ,ackerbauchemie ist die interessante ,entdeckungen verdanken1 da das erforderliche ,verhltnis von ,kali 7,k7 zu ,phosphorsure 7,p7 und ,stickstoff 7,n71 fr jede ,pflanze ganz bestimmt ist1 und da sich der ,ertrag nach der vorhandenen ,menge des ungengenden ,stoffes richtet1 und zwar in folgender ,weise3 ,ist in einem ,ackerboden ,kali und ,phosphorsure in gengender1 ,stickstoff hingegen in ungengender ,menge vorhanden1 so richtet sich der ,ertrag ausschlielich nach der vorhandenen ,stickstoffmenge4 ,dieses ,gesetz wird durch das folgende noch weiter ergnzt3 ,es ist nicht mglich1 durch erhhte ,zufuhr von ,kali1 ,phosphorsure und ,stickstoff den ,ertrag bis ins ,unendliche zu erhhen4 ,von einem gewissen ,punkte an bewirkt eine vermehrte ,dngerzufuhr keine ,erhhung des ,ertrages4 ,dies ist leicht begreiflich1 wenn wir bedenken1 da die mineralischen ,stoffe nur das ,skelett der ,pflanze liefern1 da aber ihr ,fleisch und ,fett aus der ,atmosphre gebildet wird1 und da die ,pflanze infolge ihrer ,organisation nur mit einer gewissen ,geschwindigkeit und nur bis zu einer bestimmten ,grenze wachsen kann4 ,in dieser ,hinsicht verhlt sich der ,pflanzenkrper genau so wie der tierische ,krper 7,abb4 #bd1 #be74 ,illustration3 ,ohne ,kali4 ,mit ,kali4 ,ungedngt4 ,abb4 #be4 ,dngung von ,getreide4 ,die moderne ,kunstdngerindustrie ist also von der grten ,bedeutung fr die ,ernhrung des ,menschen4 ,sie ist ein wahrer ,zauberstab4 ,sie holt das ,kali aus den tiefen ,schchten von ,stafurt und benutzt damit das ,ergebnis vergangener geologischer ,zeiten1 ein ausgetrocknetes ,seewasserbecken 7#fjj #jjj ,waggons ,kalidnger werden auf diese ,weise jhrlich in ,deutschland gewonnen74 ,sie mahlt die wegen ihres ,phosphorgehaltes wertvollen ,knochenabflle1 ferner die unter dem ,namen ,thomasmehl bekannten phosphorhaltigen ,schlacken der ,stahlindustrie und benutzt sie zur ,frderung des ,ackers4 ,ganze ,berge mineralischen ,phosphates aus ,afrika und ,amerika werden durch einfache ,behandlung mit ,schwefelsure in das als ,dnger beraus geschtzte ,superphosphat verwandelt4 ,auch des kostbaren ,guanos soll ,erwhnung getan werden1 der in der ,hauptsache aus ,exkrementen von ,vgeln hervorgegangen1 auf einigen ,inseln nahe an der ,westkste ,sdamerikas groe ,lagersttten bildet und von da in ,schiffsladungen nach ,europa verschickt wird4 ,bis vor einigen ,jahrzehnten war der ,chilisalpeter der einzige knstliche ,stickstoffdnger4 ,auch heute noch ist er von der grten ,bedeutung1 doch wird ihm nach und nach der ,rang von anderen ,stickstoffdngemitteln abgelaufen4 ,in erster ,linie steht da das schwefelsaure ,ammoniak1 das als ,nebenprodukt der ,leuchtgasfabrikation und ,kokserzeugung erhalten wird1 indem man das im ,leuchtgas und ,koksofengas enthaltene ,ammoniak durch ,waschen des ,gases mit ,schwefelsure in schwefelsaures ,ammoniak berfhrt4 ,der ,stickstoff dieses schwefelsauren ,ammoniaks ist also nichts anderes als der ,stickstoff der verarbeiteten ,kohle1 also der in vergangenen ,zeitrumen durch die ,pflanzenwelt angesammelte ,stickstoff -- eine ,konserve der ,natur4 ,bei der groen ,nachfrage nach ,stickstoffdnger darf es nicht wundernehmen1 da die ,chemie mit ,nachdruck neue ,stickstoffdnger zu bilden suchte und vor allem bestrebt war1 den trgen ,stickstoff1 der den ,hauptbestandteil unserer ,atmosphre ausmacht1 in eine ntzliche1 von den ,pflanzen aufnehmbare ,stickstoffverbindung berzufhren und so eine schier unendliche1 berall zugngliche ,vorratskammer zu erffnen4 ,die ,herstellung solcher ,erzeugnisse ist auch wirklich gelungen4 ,so erhlt man durch berleiten von ,stickstoff ber feingepulvertes1 erhitztes ,kalziumkarbid1 das bekanntlich zur ,herstellung von ,azetylen dient1 den ,kalkstickstoff1 ein treffliches ,dngemittel2 durch die elektrische ,kraft1 die durch die groen ,wasserkrfte ,norwegens sehr billig erzeugt werden kann und erzeugt wird1 ist ein weiteres ,verfahren mglich geworden3 die ,herstellung von ,salpetersure durch ,durchleiten der ,luft durch den elektrischen ,flammenbogen4 ,hierbei entsteht zunchst das sogenannte ,stickstoffoxyd1 ein ,gas1 das auf einfache ,weise in ,salpetersure bergefhrt wird4 ,doch auch damit war der ,stickstoffhunger der ,menschheit nicht befriedigt4 ,und mit ,recht4 ,denn die ,erschpfung der chilenischen ,salpeterlager und damit die ,notwendigkeit1 den ganzen ,stickstoffbedarf in chemischen ,fabriken herzustellen1 ist nur eine ,frage der ,zeit4 ,so hat man denn rastlos weiter gearbeitet und ein neues ,verfahren1 das modernste1 zur ,herstellung von ,ammoniak gefunden1 dessen chemische ,bedeutung darin besteht1 da in ihm die ,trgheit des ,luftstickstoffes1 sein ,widerwille und ,widerstand gegen irgendeine ,verbindung1 auf eine einfache ,art und ,weise berwunden erscheint4 ,man hat nmlich gefunden1 da ,stickstoff und ,wasserstoff1 wenn man sie bei erhhter ,temperatur und unter hohem ,druck durch oder ber gewisse trgheitaufhebende ,stoffe leitet1 sich glatt zu ,ammoniak vereinigen1 und es scheint1 da dieses ,verfahren1 das bereits in groem ,mastabe erprobt wurde1 die ,palme im ,wettkampfe der ,stickstoffverfahren davontragen wird4 ,diese trgheitaufhebenden ,stoffe1 in der ,chemie ,katalysatoren genannt1 sind hchst merkwrdige ,krper1 denn durch ihre bloe ,anwesenheit werden chemische ,vorgnge bedeutend erleichtert und beschleunigt4 ,sie gleichen einem guten1 ermunternden ,lehrer1 dessen bloe ,anwesenheit hinreicht1 um ,aufgaben zu lsen1 die allein zu lsen man nicht die ,kraft htte2 sie gleichen dem ,schmierl1 das1 die ,reibungswiderstnde einer ,maschine vermindernd1 ihren geruschlos-krftigen ,lauf ermglicht4 ,diese ,katalysatoren nehmen keinen ,anteil am chemischen ,vorgang1 sie ndern sich nicht1 sie verlieren ihre ,wirkungskraft nicht4 ,es sind ganz wunderbare ,stoffe1 die fr die wissenschaftliche und technische ,chemie von immer grerer ,bedeutung zu werden versprechen4 ,in groer ,zahl sind sie im ,pflanzenkrper wie auch im ,tierkrper vorhanden1 und nur ihnen ist es zu danken1 da die ,verdauung1 die im chemischen ,laboratorium viele ,tage erfordern wrde1 in den ,pflanzen und ,tieren so rasch vor sich geht4 ,in der ,industrie spielen die ,katalysatoren seit zwanzig ,jahren1 seit der ,einfhrung des katalytischen ,schwefelsureprozesses -- den man1 weil es dabei hauptschlich auf ,berhrung 7,kontakt7 mit dem ,katalysator ankommt1 als ,kontaktproze bezeichnet --1 eine groe ,rolle4 ,im ,vergleich zu dem alten umstndlichen ,schwefelsureverfahren bedeutet das ,kontaktverfahren eine namhafte ,vereinfachung4 ,an ,stelle der frher notwendigen riesigen ,bleikammern sind kleine ,apparate1 an die ,stelle von ,plumpheit ist damit ,eleganz getreten1 eben1 weil es durch den ,katalysator -- in diesem ,falle feinverteiltes ,platin -- mglich wurde1 den frher trge verlaufenden ,vorgang der ,schwefelsurebildung rascher zu gestalten und berdies ,sure in beliebiger ,strke herzustellen4 ,nach dem ,kontaktverfahren wird einfach schweflige ,sure1 das ist das ,gas1 das bei der ,verbrennung von ,schwefel und metallischen ,schwefelverbindungen entsteht1 mit ,luft vermengt1 ber feinverteiltes ,platin geleitet1 wobei unmittelbar das sogenannte ,schwefelsureanhydrid gebildet wird4 ,ein hnliches ,verfahren1 bei dem ebenfalls ein seltenes ,metall als ,katalysator dient1 wird den ,stickstoffbedarf der ackerbautreibenden ,welt endgltig befriedigen4 ,denn die ,rohmaterialien1 die es verwendet1 der ,stickstoff der ,luft und der ,wasserstoff des ,wassers1 sind berall in beliebigen ,mengen vorrtig1 so da das ,menschengeschlecht -- so lange es ,kraft oder ,wrme zu erzeugen imstande ist -- jeder ,sorge um den ,stickstoffdnger enthoben ist4 ,so frdert und regelt der ,mensch die ,arbeit der ,natur1 indem er ihr1 so gut er vermag1 die ,bausteine liefert1 mit denen dann die ,meisterin die endlose ,zahl von ,stoffen aufbaut1 die den ,pflanzenkrper ausmachen1 die ,sfte1 die durch die ,pflanze flieen1 die ,farben1 die sie schmcken1 und die ,wohlgerche1 die sie ausatmet4 ,unsere bisherige ,wanderung hat uns gezeigt1 was die ,chemie1 was der ,chemiker geleistet hat4 ,diese ,leistungen und ,ergebnisse auf dem ,gebiet der ,industrie und ,landwirtschaft erregen unsere ,bewunderung1 aber um so mchtiger drngt sich uns die ,frage auf3 ,wie ist die ,chemie zu diesen ,erfolgen gekommen1 wie arbeitet der ,chemiker1 wenn er die ,geheimnisse der ,natur ergrnden1 neue ,stoffe darstellen oder die ,herstellungsweise bereits bekannter ,stoffe verbessern will8 ,wodurch gelingt es ihm das scheinbar ,unfabare zu fassen1 das scheinbar ,unbestimmte zu bestimmen8 ,da knnen wir denn sagen1 da der ,chemiker ebenso arbeitet wie der ,mineraloge1 der ,botaniker1 der ,geologe1 ja da er eigentlich nicht anders arbeitet1 als jeder wahrhaft wissenschaftliche ,arbeiter4 ,sie alle folgen bei ihrer ,arbeit dem vielsagenden ,goetheschen ,worte3 ,dich im ,unendlichen zu finden1 ,mut unterscheiden und dann verbinden4 ,dieses ,dichterwort1 ins ,prosaische bersetzt1 heit und bedeutet3 ,um dich in der unendlichen ,zahl der ,gegenstnde und ,erscheinungen des ,weltalls und jedes ,teiles des ,weltalls zurechtzufinden1 mut du zunchst durch scharfe ,beobachtung die einzelnen ,gegenstnde voneinander unterscheiden4 ,mit dem ,unterscheiden allein ist es jedoch nicht getan4 ,denn dadurch verliert man die bersicht1 zersplittert sich1 gert man ins ,uferlose4 ,das ,zurechtfinden ist erst dann mglich1 wenn man die zusammengehrigen1 verwandten ,stoffe und ,erscheinungen in ,gruppen vereinigt4 ,dadurch erst erhlt man eine bersicht ber das ganze ,gebiet4 ,statt mit ,einzelheiten hat man es dann mit ,regeln zu tun1 die eine groe ,masse von ,erscheinungen umfassen1 ebenso wie die ,regeln der ,grammatik4 ,dieses ,gruppieren1 ,zusammenfassen unter ,gesetze -- die wichtigste ,ttigkeit und der ,hauptzweck jeder ,wissenschaft -- bedeutet fr den ,lernenden eine wesentliche ,arbeitsersparnis4 ,ist die ,art der ,gruppierung1 die ,regel1 einmal bekannt1 so ist damit schon viel gewonnen4 ,wenn man den pythagorischen ,lehrsatz kennt1 so kann man leicht eine ,kathete eines rechtwinkligen ,dreiecks berechnen1 wenn die andere ,kathete und die ,hypotenuse bekannt sind1 weil dieser ,lehrsatz fr alle rechtwinkligen ,dreiecke gilt4 ,auf hnliche ,art erhlt der ,mineraloge eine bersicht ber das unendliche ,gebiet der ,mineralogie1 indem er die ,mineralien zunchst erst einzeln voneinander unterscheidet und dann die hnlichen miteinander gruppiert1 in ,metalle1 ,oxyde1 ,kiese1 ,blenden usw4 ,diese ,gruppierungen sind oft sehr schwierig und erfordern das ,zusammenarbeiten zahlreicher wissenschaftlicher ,kpfe1 denn zu einer einfachen1 leicht bersichtlichen ,gruppierung gehrt viel ,geschick und eine grndliche ,einsicht in den ,gegenstand4 ,wenn wir bedenken1 da durch die ,kristallkunde die unendliche ,zahl der ,kristallgestalten auf sechs ,grundformen zurckgefhrt ist1 und da jede mgliche ,kristallgestalt sich von einer dieser ,urgestalten ableiten lt1 obwohl die ,kristallformen1 fr den oberflchlichen ,beobachter1 durchaus nicht miteinander hnlich sind1 so sehen wir1 da eine ganze ,menge ,arbeit in dieser ,einteilung steckt und da sie den grten praktischen ,wert besitzt4 ,so werden auch in der ,botanik zunchst die einzelnen ,pflanzen voneinander unterschieden und dann gruppiert4 ,diese ,gruppierung erfolgte zuerst auf eine rein uerliche ,weise 7,linnsches ,system71 whrend spter eine sinnreichere1 auf ,verwandtschaft der ,pflanzen gegrndete ,einteilung gefunden wurde1 hnlich der des ,menschengeschlechtes in ,rassen1 ,vlker1 ,stmme und ,familien4 ,auch der ,chemiker mu zunchst unterscheiden4 ,aber seine ,unterscheidung ist viel schwieriger als die des ,mineralogen und ,botanikers4 ,whrend diese die ,bausteine1 die ,elemente ihrer ,betrachtung1 fertig als ,minerale und ,pflanzen vorfinden und schon die scharfe ,betrachtung der von der ,natur fertig dargebotenen ,gegenstnde eine ,einteilung ermglicht1 kommen die ,bausteine des ,chemikers1 die ,elemente1 zum grten ,teile nicht rein in der ,natur vor1 sondern nur bis zur ,unkenntlichkeit miteinander vermischt2 whrend also der ,mineraloge oder ,botaniker die einzelnen ,erscheinungen1 ,individuen1 ,bausteine1 ,elemente seines ,wissensgebietes fertig in der ,natur vorfindet1 mu der ,chemiker die ,bausteine der ,chemie erst auf mhselige ,art gewinnen4 ,der ,grund hierfr ist die ,tatsache1 da der ,kristall1 die einzelne ,pflanze1 der einzelne ,mensch1 schon durch die ,form kenntlich1 ein abgeschlossenes ,ganzes fr sich bilden und ihr ,lieben und ,hassen nur der eigenen ,art zugute kommen lassen1 so da man von der ,erhaltung der ,arten sprechen kann4 ,aber die dem ,chaos nherstehenden chemischen ,bausteine sind nicht so selbstbewut und selbstzufrieden1 sondern zeigen ,liebe und ,ha in viel ungewhlterer1 mannigfaltigerer ,weise1 indem sie1 fast immer1 sich um jeden ,preis verbinden wollen zu etwas ,neuem1 ohne ,rcksichtnahme auf die eigene ,art4 ,es mssen also die chemischen ,elemente1 bevor man sie unterscheiden und gruppieren kann1 vorerst aus ihren ,verbindungen getrennt werden4 ,ein ,beispiel wird dies deutlich machen4 ,das ,kaolin1 die ,porzellanerde1 ist ein weies1 fettiges ,pulver4 ,durch groe ,hitze oder ,klte wird es chemisch nicht verndert1 so da man leicht glauben knnte1 da es ein chemisches ,element1 das heit ein einfacher1 unzusammengesetzter und daher unzerlegbarer ,krper ist4 ,das ist aber nicht der ,fall4 ,es ist den ,chemikern gelungen1 dieses weie ,pulver in zwei nicht weiter zerlegbare ,stoffe zu spalten1 in zwei ,stoffe1 die in ihren ,eigenschaften voneinander und von der ,porzellanerde ganz verschieden sind1 in zwei ,stoffe1 deren ,verbindung eben die ,porzellanerde ist3 in das heute allgemein bekannte ,metall ,aluminium und in ,sauerstoff1 jenes ,gas1 das die ,atmosphre der ,erde atembar macht1 das die ,verbrennung unterhlt1 das einen glimmenden ,holzspan entflammen macht1 das das ,eisen bei ,feuchtigkeit und gewhnlicher ,temperatur mit ,rost berzieht und bei hherer ,temperatur das ,aluminium wieder zu ,porzellanerde verbrennt oder verascht4 ,auf hnliche ,weise ist gefunden worden1 da das ,wasser1 von den ,griechen als ,element angesehen1 kein ,element ist1 sondern aus ,sauerstoff und einem brennbaren ,gase1 ,wasserstoff1 besteht4 ,in seine ,bestandteile kann es leicht durch den elektrischen ,strom gespalten und aus ihnen wieder durch den elektrischen ,funken zusammengesetzt werden4 ,so sind alle mineralischen1 pflanzlichen und tierischen ,stoffe von den ,chemikern zerlegt1 analysiert worden1 und man hat auf diese ,weise die ,elemente gefunden1 aus denen die ,welt aufgebaut ist4 ,die ,elemente sind die ,bausteine aller bestehenden ,stoffe1 und durch ,gruppierung dieser ,elemente hat man eine bequeme bersicht ber die ,zusammensetzung jedes ,stoffes erhalten4 ,man hat zunchst die ,elemente in ,metalle und ,nichtmetalle gesondert1 die ,metalle hat man wieder in fnf ,gruppen geteilt1 deren jede untereinander verwandte ,metalle enthlt4 ,in entsprechender ,weise hat man auch die ,nichtmetalle gruppiert4 ,will nun der ,chemiker einen ,stoff analysieren1 das heit1 finden1 aus welchen ,elementen er besteht1 so verwendet er dazu gewisse ,hilfsmittel1 ,chemikalien1 auch ,reagenzien genannt4 ,er verfhrt wie der ,arzt bei der ,untersuchung eines ,kranken4 ,wie dieser ,organ fr ,organ untersucht1 die gesunden ,organe von seiner ,betrachtung ausschaltet und so lange sucht1 bis er das kranke ,organ entdeckt und die ,art der ,erkrankung erkannt hat1 so auch der ,chemiker4 ,er lt seine ,reagenzien auf den zu untersuchenden ,stoff einwirken und erkennt aus der ,art der ,einwirkung1 aus der entstehenden ,frbung usw41 welche ,gruppen anwesend sind1 und ob andere1 blo vermutete ,gruppen fehlen4 ,durch weitere ,reagenzien scheidet er die anwesenden ,gruppen voneinander4 ,schlielich sucht er herauszufinden1 welche ,elemente jeder ,gruppe anwesend sind4 ,er geht also ,schritt fr ,schritt vor1 vom ,allgemeinen zum ,besonderen1 zum ,einzelnen4 ,die von der ,chemie gefundenen ,elemente sind brigens1 um dies der ,vollstndigkeit halber kurz zu streifen1 die ,bausteine nicht nur der ,erde1 sondern des gesamten ,weltalls4 ,mit der ,erforschung der ,erde nicht zufrieden1 ist die ,wissenschaft an die ,erforschung der ,zusammensetzung der ,sonne und ,gestirne getreten und zwar mit ,hilfe der sogenannten ,spektralanalyse4 ,whrend nmlich feste und flssige glhende ,krper ein ununterbrochenes regenbogenfarbiges ,band1 ,spektrum liefern1 wenn man das von ihnen ausgestrahlte ,licht durch ein ,glasprisma gehen lt1 liefern glhende ,gase ein nur aus einzelnen hellen ,linien oder ,streifen bestehendes ,spektrum1 dessen ,linien1 ,linienzahl und ,farbe fr jedes ,element anders1 also charakteristisch ist4 ,man hat so aus der ,strahlung der ,sonne und anderer ,gestirne ihre ,zusammensetzung ersehen knnen und hat gefunden1 da drauen im ,weltall dieselben ,elemente vorhanden sind1 wie auf der kleinen ,erde1 ein ,beweis fr die ,gleichartigkeit und ,einheitlichkeit der ,welt4 ,aus den durch ,zerlegung erhaltenen ,elementen baut der ,chemiker wieder die mannigfaltigsten ,stoffe der ,natur auf1 geht aber auch in der ,mannigfaltigkeit des ,dargestellten ber die ,natur hinaus4 ,er vergrert den engen ,rahmen der ,natur1 die nur einen kleinen ,teil der mglichen ,stoffverbindungen uns darbietet1 und er stellt ,stoffe dar1 deren ,erzeugung die irdische ,natur verabsumt oder vernachlssigt hat4 ,bei dieser ,vereinigung von ,elementen oder ,elementgruppen1 bei dieser ,darstellung von ,stoffen ist er jedoch beschrnkt und zwar durch die ,beziehung der ,elemente zueinander1 durch ihr ,lieben und ,hassen1 durch ihre -- wie ,goethe sagte -- ,wahlverwandtschaft4 ,diejenigen ,naturen1 die sich beim ,zusammentreffen einander schnell ergreifen und wechselseitig bestimmen1 nennen wir verwandt4 ,an den ,alkalien und ,suren1 die1 obgleich einander entgegengesetzt und vielleicht eben deswegen1 weil sie einander entgegengesetzt sind1 sich am entschiedensten suchen und fassen1 sich modifizieren und zusammen einen neuen ,krper bilden1 ist diese ,verwandtschaft auffallend genug4 ,gedenken wir nur des ,kalks1 der zu allen ,suren eine groe ,neigung1 eine entschiedene ,vereinigungslust uert4 ,z4 ,b4 was wir ,kalkstein nennen1 ist eine mehr oder weniger reine ,kalkerde1 innig mit einer zarten ,sure verbunden1 die uns in ,luftform bekannt geworden ist4 ,bringt man ein ,stck solchen ,steines in verdnnte ,schwefelsure1 so ergreift diese den ,kalk und erscheint mit ihm als ,gips2 jene zarte1 luftige ,sure hingegen entflieht4 ,hier ist eine ,trennung1 eine neue ,zusammensetzung entstanden1 und man glaubt sich nunmehr berechtigt1 sogar das ,wort ,wahlverwandtschaft anzuwenden1 weil es wirklich aussieht1 als wenn ein ,verhltnis dem andern vorgezogen1 eins vor dem andern erwhlt wrde4 ,wird hier die schwache1 zarte ,kohlensure durch die rohe1 starke ,schwefelsure vertrieben und in die ,einsamkeit hinausgejagt1 so finden wir auch ,flle1 in denen der ,chemiker1 damit kein ,stoff leer ausgehe1 ein ,viertes zugesellt3 ,diese ,flle sind allerdings die bedeutendsten und merkwrdigsten1 wo man das ,anziehen1 das ,verwandtsein1 dieses ,verlassen1 dieses ,vereinigen gleichsam bers ,kreuz1 wirklich darstellen kann2 wo vier bisher je zwei zu zwei verbundene ,wesen1 in ,berhrung gebracht1 ihre bisherige ,vereinigung verlassen und sich aufs neue verbinden4 ,in diesem ,fahrenlassen und ,ergreifen1 in diesem ,fliehen und ,suchen glaubt man wirklich eine hhere ,bestimmung zu sehen2 man traut solchen ,wesen eine ,art von ,wollen oder ,whlen zu1 und hlt das ,kunstwort ,wahlverwandtschaft fr vollkommen gerechtfertigt4 ,denken ,sie sich ein ,a1 das mit einem ,b innig verbunden ist1 durch viele ,mittel und durch manche ,gewalt nicht von ihm zu trennen2 denken ,sie sich ein ,c1 das sich ebenso zu einem ,d verhlt2 bringen ,sie nun die beiden ,paare in ,berhrung3 ,a wird sich zu ,d1 ,c zu ,b werfen1 ohne da man sagen kann1 wer das andere zuerst verlassen1 wer sich mit dem andern zuerst wieder verbunden habe4 ,von den zahlreichen ,beispielen dieses ,vereinigens bers ,kreuz wollen wir nur eins anfhren3 ,wenn wir zu einer klaren ,lsung von ,schwefelbaryum eine klare ,lsung von ,zinksulfat hinzugieen1 so entsteht ein dicker1 weier ,niederschlag1 der das unlsliche ,austauschprodukt bers ,kreuz darstellt4 ,der ,schwefel des ,schwefelbaryums reit sich von dem ,baryum los und folgt der ,anziehungskraft1 die das ,zink ausbt1 so da ,schwefelzink entsteht4 ,zugleich geht die ,schwefelsure des ,zinksulfats an das ,baryum und bildet schwefelsaures ,baryum4 ,es gehen also durch diesen ,vorgang alle gelsten ,stoffe in den neugebildeten1 unlslichen ,zustand1 in den ,niederschlag1 ber4 ,der letztere liefert1 getrocknet1 eine vielverwendete weie ,farbe1 das ,lithopon4 ,eine ,hauptttigkeit des ,chemikers im ,laboratorium einer ,fabrik ist die ,prfung1 ,untersuchung1 ,analyse der ,rohmaterialien1 die ja eine gewisse ,beschaffenheit und einen gewissen ,gehalt haben mssen1 wenn ein ,erzeugnis von erforderlicher ,reinheit und richtiger ,zusammensetzung erzielt werden soll4 ,doch die ,arbeit des ,laboratoriumschemikers besteht nicht blo darin1 die ,stoffe zu scheiden1 zu analysieren1 sondern auch darin1 durch ,verbindung von ,stoffen neue1 ntzliche ,substanzen herzustellen4 ,der ,chemiker ist also nicht blo ,scheideknstler1 sondern auch ,verbindungsknstler4 ,ist die ,herstellung einer neuen ,verbindung im ,laboratorium gelungen1 so wird sie in groem ,mastabe ins ,fabrikmige bertragen1 wobei die kleinen ,apparate des ,laboratoriums durch groe ,anlagen ersetzt werden4 ,diese ,umwandlung des ,laboratoriumvorganges in einen ,fabrikvorgang ist durchaus nicht einfach4 ,eine ,salzlsung in der ,porzellanschale zu verdampfen1 das heit1 das ,wasser in der ,hitze abzutreiben1 so da das feste ,salz zurckbleibt1 ist viel einfacher als die ,durchfhrung dieses ,vorganges im groen ,mastabe4 ,hierzu gehren groe ,verdampfungsanlagen1 die von zahlreichen ,heizrhren durchsetzt sind4 ,ebenso ist das ,filtrieren mit ,hilfe von ,glastrichter und ,filtrierpapier viel leichter als das ,filtrieren groer ,mengen mit ,hilfe groer ,filterpressen4 ,auch das ,erhitzen erfordert im ,fabrikbetrieb mchtige1 eigenartig gebaute fen4 ,die ,herstellung neuer ,stoffe1 das ,suchen und ,finden neuer ,verfahren und neuer ,fabrikapparate macht die eigentliche ,erfinderttigkeit des ,chemikers aus4 ,dieser ,ttigkeit sollen hier auch einige ,worte gewidmet werden4 ,drei ,eigenschaften zeichnen den ,erfinder vor allem aus1 scharfe ,beobachtungsgabe1 rasches ,denken und ein gesundes1 krftiges ,urteil4 ,der ,erfinder mu den ,gegenstand und das ,gebiet1 das er bearbeitet1 genau kennen1 ohne durch unntige ,kenntnisse belastet und zersplittert zu werden4 ,denn eine solche ,zersplitterung wirkt stets schwchend4 ,der ,gedankenhimmel des ,erfinders mu scharf begrenzt und klar1 er darf nicht verschwommen und bewlkt sein4 ,eine gewisse ,kindlichkeit und ,unbefangenheit mu vorhanden sein1 ohne jene gefhrliche ,stumpfheit1 die durch allzuvieles ,lernen hervorgerufen wird4 ,wie das ,kind naiv fragt1 woher das ,licht kommt1 und wohin es geht1 so mu auch der ,erfinder naiv-staunend nach ,dingen fragen1 an denen die meisten ohne ,aufmerksamkeit vorbergehen4 ,er mu also in gewissem ,sinne ein groes ,kind sein4 ,ich kenne nichts ,schrecklicheres1 als die armen ,menschen1 die zu viel gelernt haben4 ,statt des gesunden1 krftigen ,urteils1 das sich vielleicht eingestellt htte1 wenn sie nichts gelernt htten1 schleichen ihre ,gedanken ngstlich und hypnotisch einigen ,worten1 ,stzen1 ,formeln nach1 immer auf denselben ,wegen4 ,was sie besitzen1 ist ein ,spinngewebe von ,gedanken1 zu schwach1 um sich darauf zu sttzen1 aber kompliziert genug1 um zu verwirren4 ,neue ,verfahren und ,verbesserungen werden entweder absichtlich gesucht oder zufllig gefunden4 ,damit aber die ,erfindung zur ,tat werde1 mu sich dem absichtlichen ,suchen der glckliche ,zufall beigesellen1 mu der ,zufall von einem scharf beobachtenden ,kopfe1 der ihn fr seine ,zwecke ausntzen kann1 bemerkt werden4 ,ohne glcklichen ,zufall1 wie er z4 ,b4 ,rntgen zuteil wurde1 als er das erstemal seine ,strahlen leuchten sah1 verluft auch das fleiigste absichtliche ,suchen oft erfolglos1 weil die ,mglichkeiten1 ,erscheinungen und ,zustnde so mannigfaltig sind1 da man sie nicht alle durchprobieren kann4 ,anderseits wird ohne scharfe ,beobachtungsgabe auch der gnstigste ,zufall oft bersehen4 ,das ,erfinden ist eine knstlerische1 schpferische1 herrliche ,ttigkeit4 ,der wahre1 groe ,erfinder schafft aus ,instinkt1 aus ,trieb4 ,der wahre ,erfinder ist durch die ,erfindung genugsam belohnt1 wie dem ,vogel1 der in den ,zweigen wohnt1 das ,lied1 das aus der ,kehle dringt1 reichlicher ,lohn ist4 ,aber berdies wird dem ,erfinder oft irdischer ,lohn1 ,reichtum und ,wohlstand zuteil4 ,es sei hier nur an den ,namen ,alfred ,nobel erinnert 7siehe ,hennig3 ,alfred ,nobel74 ,seit #ahfc war ,alfred ,nobel unablssig bestrebt1 das flssige ,sprengl1 ,nitroglyzerin1 in einen festen ,krper umzuwandeln4 ,lange war alles ,suchen vergeblich1 bis schlielich ein seltsamer ,zufall das gewnschte ,ergebnis herbeifhrte und ,alfred ,nobel1 der den ,zufall bemerkte1 wrdigte und benutzte1 im ,jahre #ahff seine berhmte ,erfindung1 das ,dynamit1 machen lie4 ,es war ein blinder ,zufall1 der zur ,entdeckung des ,dynamits verhalf1 ein ,zufall aber1 der ohne jedes ,ergebnis geblieben wre1 wenn er sich nicht eben gerade ,alfred ,nobels stets wachem ,erfindergeist geboten htte4 ,es war im ,jahre #ahff1 als eines ,tages in ,nobels ,laboratorium ,nitroglyzerin aus einem undicht gewordenen ,gefe auslief4 ,derartige ,vorkommnisse waren an sich nicht ungewhnlich4 ,sie erhhten sogar die ,gefhrlichkeit der ,aufbewahrung des ,sprengles in betrchtlichem ,mae4 ,in diesem ,falle aber trnkte die auslaufende ,flssigkeit die porse ,erdmasse1 die zur ,verpackung der ,nitroglyzeringefe diente1 und ,nobel1 der den ,vorfall bemerkte und untersuchte1 stellte mit ,erstaunen fest1 da die mit ,nitroglyzerin getrnkte ,erde stark explosive ,eigenschaften bekommen hatte1 die im geeigneten ,augenblick zur ,entfaltung gebracht werden konnten4 ,damit war das seit ,jahren bestehende ,problem1 die explosiven ,eigenschaften des ,nitroglyzerins an einen festen ,krper zu binden1 gelst1 und1 um diese ,entdeckung technisch verwerten zu knnen1 bedurfte es nur noch eines porsen ,krpers1 der mglichst billig und leicht zu beschaffen war4 ,als fr diese ,zwecke am geeignetsten whlte ,nobel nach zahlreichen ,untersuchungen schlielich die ,kieselgur1 ein weies1 pulverartiges1 damals so gut wie wertloses ,gestein1 das aus den ,schalen winziger1 einzelliger ,diatomeen besteht und an vielen ,orten1 vornehmlich aber in der ,gegend von ,hannover1 aus ,urtagen der ,erde sich in groen ,mengen aufgehuft findet4 ,diese ,kieselgur war fr ,nobels ,zwecke wie geschaffen4 ,es zeigte sich1 da sie ganz gewaltige ,mengen1 nmlich das ,dreifache ihres ,gewichtes1 an ,sprengl aufzusaugen vermochte4 ,die ,mischung der ,kieselgur mit dem ,nitroglyzerin bildet dann eine mrtelhnliche ,masse1 deren ,sprengkraft so gro ist1 wie die des flssigen ,sprengls4 ,damit war jener frchterliche ,sprengstoff gefunden1 der unter dem glcklich gewhlten ,namen ,dynamit ,weltberhmtheit erlangt und seinen ,erfinder zu einem modernen ,midas gemacht hat1 der sich durch seine testamentarischen ,verfgungen als einer der grten brgerlichen ,mzene aller ,zeiten offenbart hat1 als ,frderer der ,wissenschaften1 der ,knste und des ,weltfriedens4 ,in vielen ,fllen aber wird dem ,erfinder nicht der verdiente ,lohn1 ja in den meisten ,fllen nur ,undank und ,elend zuteil4 ,ein ,beispiel dafr ist die ,geschichte ,leblancs1 der der ,welt das erste brauchbare ,verfahren zur ,herstellung von knstlicher ,soda schenkte und dadurch den ,grundstein fr die moderne chemische ,industrie legte4 ,nicolas ,leblanc1 -- sein ,name ist unsterblich in der ,geschichte der ,erfindungen1 -- wurde am #f4 ,dezember #agdb zu ,ivoy-le-,pr im heutigen ,departement ,cher geboren4 ,er stammte aus einer wenig begterten ,familie und hat wohl keine hervorragende ,erziehung genieen knnen4 #agei kam er nach ,paris1 um ,chirurgie1 ,medizin und ,chemie zu studieren4 #aggf verheiratet1 und unter sehr bescheidenen ,verhltnissen den ,beruf eines ,arztes ausbend1 war er doch dabei wissenschaftlich noch auf anderen ,gebieten ttig4 ,aus ,anla einer von der ,akademie gestellten ,preisfrage beschftigte er sich mit dem ,problem der ,darstellung von knstlicher ,soda und kam hierbei #aghg auf den richtigen ,weg4 ,im ,jahre #aghi schlug er dem ,herzog von ,orlans vor1 das neue ,verfahren fabrikmig auszubeuten4 ,am #ab4 ,januar #agij kam vor dem ,notar ,james ,lutherland in ,london ein auf #bj ,jahre abgeschlossener ,vertrag zustande1 an dem ,leblanc1 der ,chemiker ,diz und der ,herzog von ,orlans beteiligt waren4 ,leblanc verpflichtete sich1 sein ,sodaverfahren1 und ,diz1 sein ,bleiweiverfahren schriftlich und versiegelt bei dem ,notar ,brichard zu hinterlegen4 ,am #be4 ,september #agia erhielt ,leblanc ein ,patent auf sein ,verfahren fr #ae ,jahre4 ,die ,beschreibung des ,verfahrens1 die er darin gibt1 verdient hier wrtlich wiedergegeben zu werden1 da sie in der ,tat im wesentlichen dem bis vor kurzem gebten entspricht3 ,zwischen eisernen ,walzen pulvert und mischt man folgende ,substanzen3 #ajj ,pfund wasserfreies ,glaubersalz1 #ajj ,pfund reine ,kalkerde1 ,kreide von ,meudon1 #ej ,pfund ,kohle4 ,die ,mischung wird in einem ,flammenofen ausgebreitet1 die ,arbeitslcher 7,ofentren7 verschlossen und geheizt2 die ,substanz gelangt in breifrmigen ,flu1 schumt auf und verwandelt sich in ,soda1 die sich von der ,soda des ,handels nur durch einen weit hheren ,gehalt unterscheidet4 ,die ,masse mu whrend der ,schmelzung hufig gerhrt werden1 wozu man sich eiserner ,krcken1 ,spatel usw4 bedient4 ,aus der ,oberflche der schmelzenden ,massen brechen eine ,menge ,flmmchen hervor1 die der ,flamme einer ,kerze hnlich sind4 ,sobald diese ,erscheinung zu verschwinden anfngt1 ist die ,soda fertig4 ,die ,schmelze wird dann mit eisernen ,krcken aus dem ,ofen gezogen und kann in beliebigen ,formen aufgefangen werden1 um ihr die ,form der im ,handel vorkommenden ,sodablcke zu geben 7,abb4 #bf74 ,die von ,leblanc und ,diz zu ,st4 ,denis unter dem ,namen ,la ,franciade angelegte ,fabrik scheint sehr gut gediehen zu sein3 ,tglich wurden #bej bis #cjj kg ,soda1 nebst ,bleiwei und ,ammoniaksalz dargestellt1 und infolge des ,krieges mit ,spanien war der ,preis der ,pflanzensoda auf #aaj ,francs gestiegen1 so da das ,leblancsche ,verfahren groen ,nutzen abwerfen mute4 ,aber die ,herrlichkeit sollte nur kurzen ,bestand haben4 ,der ,herzog von ,orlans1 nunmehr ,brger ,egalit1 wurde im ,april #agic vom ,wohlfahrtsausschu verhaftet und am #f4 ,november desselben ,jahres hingerichtet4 ,seine ,gter1 also auch die ,fabrik ,la ,franciade1 wurden vom ,staate eingezogen und ffentlich verkauft4 ,am #h4 ,pluviose des ,jahres ,,ii 7,februar #agid7 wurde die ,fabrik1 deren ,betrieb schon vorher zwangsweise eingestellt war1 von der ,behrde inventarisiert2 vier ,tage spter erschien ein staatlicher ,erla1 der das immer noch sehr wertvolle ,patent ,leblancs vernichtete4 ,der ,wohlfahrtsausschu hatte nmlich beschlossen1 alle ,sodafabrikanten sollten die ihnen bekannten ,mittel und ,wege der ,sodaerzeugung binnen #bj ,tagen einer besonderen ,kommission zum besten des ,staates und mit ,hintansetzung aller eigenen ,vorteile bekanntgeben1 um es dadurch ,frankreich zu ermglichen1 seinen ,handel von fremden ,vlkern unabhngig zu machen und neue ,verteidigungsmittel zu gewinnen4 ,leblanc und ,diz gaben ihr ,verfahren sofort preis1 wozu sie selbstverstndlich bei ,gefahr ihres ,lebens gezwungen waren4 ,damit war fr ,leblanc alles verloren2 man hatte ihm sein ,patent und seine ,fabrik genommen4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,sodafabrikation nach ,leblanc4 7,deutsches ,museum47 ,leblanc befand sich in bitterer ,armut und mute zusehen1 wie an anderen ,orten ,fabriken entstanden1 die sein als ffentliches ,eigentum erklrtes ,verfahren ausnutzten4 ,er richtete an die ,regierung unaufhrlich ,gesuch auf ,gesuch wegen des ihm fr seine ,fabrik und sein ,verfahren zugesagten ,schadenersatzes1 aber sieben ,jahre lang ohne ,erfolg4 ,endlich am #ag4 ,floral ,,viii4 7#ahja71 wurde die ,fabrik in vllig verwahrlostem ,zustande an ,leblanc und ,diz zurckgegeben1 mit dem ,versprechen spterer ,entschdigung4 ,nach abermals vier ,jahren1 am #e4 ,november #ahje1 wurde der ,anspruch auf ,entschdigung schiedsrichterlich festgestellt4 ,hiernach htte ,leblanc die verhltnismig geringe ,summe von #eb #dgc ,francs erhalten mssen1 aber nicht einmal dieser ,betrag ist ,leblanc oder seinen ,nachkommen je ausgezahlt worden4 ,die endgltige gerichtliche ,entscheidung fiel dahin aus1 da ,leblancs und ,dizs ,ansprche durch die unentgeltliche berlassung der 7in ihrem damaligen ,zustande ganz wertlosen7 ,fabrik ,la ,franciade als ausgeglichen zu betrachten seien4 ,fr ,leblanc1 der die ihm gebhrende ,summe auf eine ,million berechnet hatte1 war dies wie ein ,todesurteil4 ,er hatte nach berlassung der ,fabrik seine smtlichen ,mittel und alles1 was er zu schweren ,zinsen dazu borgen konnte1 auf die ntigsten ,ausbesserungen verwendet1 behielt aber nichts fr den ,betrieb brig4 ,den ,preis der ,akademie von #ab #jjj ,francs von #aghi hatte er nie erhalten4 ,im ,jahre #agii war ihm die ,summe von #cjjj ,francs als ,nationalbelohnung fr seine ,erfindung1 deren ,wichtigkeit allgemein anerkannt wurde1 bewilligt worden2 aber auch von dieser elenden ,summe wurden ihm nur #fjj ,francs ausgezahlt4 ,ein ,darlehen von #bjjj ,francs1 das ihm im ,jahre #ahjc die ,socit d'encouragement bewilligt hatte und ein vom ,minister ,chaptal erhaltenes ,almosen von #cjj ,francs ist alles1 was die franzsische ,nation weiter fr ,leblanc getan hat1 trotz seiner unaufhrlichen ,bitten und ,gesuche4 ,die fr ihn tatschlich vernichtende ,entscheidung vom #e4 ,november #ahje raubte ihm jede ,hoffnung1 aus der ,armut1 in der er sich mit seiner ,familie befand1 jemals herauszukommen4 ,gebrochen an ,leib und ,seele1 kehrte er zu seiner kranken ,frau1 zu seiner darbenden ,familie1 in seine in der ruinierten ,fabrik befindliche ,wohnung zurck4 ,dort machte er am #af4 ,januar #ahjf seiner verzweifelten ,lage durch einen ,pistolenschu ein ,ende4 ,so endete diese erschtternde ,erfindertragdie1 und niemand wei1 wo das ,grab eines der grten ,erfinder ,frankreichs sich befindet4 ,der ,trieb zum ,erfinden und ,erforschen ist dem intelligenten ,menschen in hohem ,mae eigen1 ebenso wie die ,neugierde den hheren ,tieren4 ,und dieser ,forschungstrieb richtet sich nach allen ,seiten2 nicht nur das ,ntzliche1 sondern alles1 was er sieht1 ja auch das1 was er nicht sieht1 will er ergrnden4 ,so haben denn auch die chemischen ,forscher alles ,sichtbare und ,unsichtbare zu ergrnden gesucht1 vor allem auf dem ,weltkrper1 an den wir ,menschen gebannt sind1 auf dieser ,erde4 ,unsere ,kenntnis der irdischen ,stoffe erstreckt sich nur ein kleines ,stck unter die ,erdoberflche2 was darber hinausliegt1 knnen wir nur vermuten1 nicht wissen4 ,so ist also die ,atmosphre1 der ,ozean und eine dnne feste ,schicht alles1 was wir unmittelbar untersuchen knnen1 und dementsprechend ist unser ,wissen1 soweit die ,atmosphre und der ,ozean in ,betracht kommen1 ziemlich ausreichend1 grndlich und vollstndig1 whrend wir bei der ,betrachtung der festen ,erdkruste eine willkrliche ,grenze nach unten annehmen mssen4 ,ohne ,bercksichtigung der tatschlichen ,strke der irdischen ,steinrinde 7,lithosphre7 scheint es sehr wahrscheinlich1 da das felsige ,material bis zu einer ,tiefe von ungefhr #af ,kilometern den vulkanischen ,massen1 die wir an der ,erdoberflche vorfinden1 sehr hnlich ist4 ,wir knnen also als ,grundlage unserer ,betrachtung eine ,felsstrke von #af ,kilometern annehmen4 ,der ,rauminhalt der #af ,kilometer starken ,kruste1 mit ,einschlu der durchschnittlichen ,erhebungen der ,festlnder ber die ,see1 betrgt #f #ejj #jjj #jjj ,kubikkilometer1 mit dem spezifischen ,gewicht #b1e bis #b1g4 ,der ,rauminhalt der ,ozeane betrgt #a #bhf #jjj #jjj ,kubikkilometer mit dem spezifischen ,gewicht #a4jc4 ,die ,masse der ,atmosphre ist ungefhr #e #jjj #jjj ,kubikkilometern ,wasser gleichwertig4 ,wenn wir nun diese ,angaben zusammenfassen1 so erhalten wir folgende ,zahlen in bezug auf die ,zusammensetzung der ,erde3 ,spezifisches ,gewicht der ,kruste #b4f1 ,atmosphre #j4jc1 ,ozean #f4ig1 ,feste ,rinde #ic4jj4 ,was die ,zusammensetzung der drei ,schichten anlangt1 so besteht die ,atmosphre aus ,sauerstoff1 ,stickstoff und ,argon1 dem ,gewichte nach3 ,sauerstoff #bc4jbd1 ,stickstoff #ge4eci1 ,argon #a4dcg2 im ,raumverhltnisse ausgedrckt1 enthlt die ,luft ungefhr #d_/e ,stickstoff und #a_/e ,sauerstoff4 ,das ozeanische ,wasser enthlt #cg1ci ,gramm ,seesalz im ,kilogramm ,wasser aufgelst4 ,das ,seesalz besitzt das spezifische ,gewicht #b1be und besteht vornehmlich aus ,kochsalz1 ,chlormagnesium1 ,magnesiumsulfat und ,gips4 ,es drfte sich lohnen1 an dieser ,stelle einen ,augenblick zu verweilen1 um die groe ,masse der ozeanischen ,salze zu wrdigen4 ,aus den oben angefhrten ,zahlen lt sich berechnen1 da der ,rauminhalt der ,salzmasse des ,ozeans #ai #bjj #jjj ,kubikkilometer betrgt1 also hinreichend ist1 um ein ,gebiet von der ,gre der ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika mit einer #b1e ,kilometer starken ,salzschicht zu bedecken4 ,verglichen mit dieser ungeheuren ,masse1 erscheinen die ,salzablagerungen von ,stafurt1 die in der ,nhe betrachtet1 so mchtig erscheinen1 winzig klein4 ,die ,felskruste besteht zu #ge aus kieselsaurer ,tonerde 7,ton72 daneben enthlt sie #f ,sauerstoffverbindungen des ,eisens1 #d1e ,magnesia1 #e ,kalk1 #c1e ,natron1 #b1g ,kali und berdies ,spuren der brigen ,elemente4 ,nun wollen wir uns den chemischen ,elementen unserer ,erde zuwenden4 ,obwohl jedes ,element seine ,eigenheiten1 seinen eigenen1 ausgesprochenen ,charakter hat1 gibt es dennoch ,beziehungen und ,verwandtschaften unter den ,elementen1 so da sie in eine ,anzahl von ,gruppen geteilt werden knnen4 ,die ,elemente einer ,gruppe gehen nicht nur hnliche ,verbindungen ein1 sondern zeigen auch eine stufenweise nderung der ,eigenschaften4 ,diese ,verwandtschaft hat eine sehr wichtige ,verallgemeinerung ermglicht -- das sogenannte periodische ,gesetz oder vielmehr die periodische ,gruppierung der ,elemente4 ,im ,lichte dieser ,gruppierung angeschaut1 wird die ,beziehung der ,elemente untereinander in interessanter ,weise offenbar4 ,wenn man nmlich die ,elemente nach ihrem ,atomgewichte ordnet1 so wird sofort eine bedeutsame ,gesetzmigkeit klar1 wie die nebenstehende ,tabelle zeigt4 ,diese ,tabelle ist entstanden1 indem man die chemischen ,elemente1 vom leichtesten beginnend und beim schwersten endend1 in eine ,reihe schrieb1 dann1 sobald ein hnliches1 verwandtes ,element erreicht war1 abteilte und die so erhaltenen ,abteilungen vertikal untereinander verzeichnete4 ,und da wurde es offenbar1 da die ,glieder einer und derselben vertikalen ,reihe nahe miteinander verwandt sind1 indem sie sich in den meisten ,beziehungen ganz hnlich verhalten1 ganz hnliche ,verbindungen eingehen1 und auch1 was ,lslichkeit und ,unlslichkeit anlangt1 keine groen ,unterschiede zeigen4 ,hingegen nimmt man1 wenn man in einer horizontalen ,reihe vorwrts schreitet1 eine stufenweise nderung in den wesentlichen ,eigenschaften wahr4 ,daraus folgt zunchst1 da die ,eigenschaften der ,elemente von ihren ,atomgewichten abhngig sind4 ,periodisches ,system der ,elemente4 7,die ,zahlen hinter den ,namen bedeuten die ,atomgewichte47 ,reihen ,gruppe #j ,gruppe #a ,gruppe #b ,gruppe #c ,gruppe #d #a -- ,wasserstoff -- -- -- #a #b ,helium #d ,lithium #g ,gluzinium ,bor #aa ,kohlenstoff #i4a #ab #c ,neon #bj ,natrium #bc ,magnesium ,aluminium ,silizium #bd4d #bg4a #bh4d #d ,argon #ci4i ,kalium #ci4a ,kalzium ,skandium ,titan #dh4a #dj4a #dd4a #e -- ,kupfer #fc4f ,zink #fe4d ,gallium #gj ,germanium #gb4e #f ,krypton ,rubidium ,strontium ,ytterbium ,zirkon #ij4f #ha4h #hh4e #hg4f #hi #g -- ,silber ,kadmium ,indium #aae ,zinn #aai #ajg4ic #aab4d #h ,xenon #abh ,zsium ,baryum ,lanthan ,zer #adj4be #acb4i #acg4d #ach4i #i -- -- -- -- -- #aj -- -- -- -- -- #aa -- ,gold #aig ,quecksilber ,thallium ,blei #bjf4i #bjj #bjd4a #ab -- -- ,radium #bbe -- ,thorium #bce4e ,gruppe #e ,gruppe #f ,gruppe #g ,gruppe #h ,reihen -- -- -- -- #a ,stickstoff ,sauerstoff ,fluor #ai -- #b #ad #af ,phosphor #ca ,schwefel #cb ,chlor #ce4de -- #c ,eisen #ee4i ,vanadium ,chrom #eb4a ,mangan #ee ,nickel #eh4g #d #ea4b ,kobalt #ei ,arsen #ge ,selen #gi4b ,brom #gi4ie -- #e ,ruthenium #aja4g ,kolumbium ,molybdn #if -- ,rhodium #ajc #f #id ,palladium #ajf4e ,antimon ,tellurium ,jod #abf4ig -- #g #abj4bc #abg4f -- -- -- -- #h -- -- -- -- #i ,osmium #aia ,tantal #aha ,wolfram #ahd -- ,iridium #aic #aj ,platin #aid4h ,wismuth #bjh -- -- -- #aa ,uran #bch4e -- -- -- #ab ,hier und da bemerken wir auf der ,tafel leere ,stellen1 die offenbar bisher unbekannten ,elementen angehren4 ,als ,mendelejeff dieses periodische ,gesetz entdeckte1 prophezeite er genau die ,eigenschaften dreier fehlender ,elemente1 die auch tatschlich spterhin entdeckt wurden und deren ,eigenschaften vollkommen der ,vorhersage ,mendelejeffs entsprachen2 es waren ,skandium1 ,gallium und ,germanium4 ,mendelejeff sagte nicht nur das ,atomgewicht und spezifische ,gewicht dieser ,elemente voraus1 sondern auch die ,art ihrer ,verbindungen4 ,ein solches ,vorhersagenknnen ist ein trefflicher ,prfstein fr den ,wert einer neuen ,theorie und hat sich in diesem ,falle gut bewhrt4 -- ,auch ,radium1 das jngste der ,elemente1 finden wir richtig unter dem ihm verwandten ,baryum eingereiht4 ,wenn wir die ,tafel vom ,standpunkt des geologischen ,chemikers1 des ,geochemikers1 ansehen1 so bemerken wir1 da die ,elemente einer und derselben senkrechten ,reihe gewhnlich miteinander in der ,natur vorkommen4 ,wohl deshalb1 weil sie hnliche ,verbindungen bilden1 also sich unter hnlichen ,umstnden ablagern4 ,so findet man z4 ,b4 ,rubidium1 ,rhodium1 ,palladium1 ,osmium1 ,iridium und ,platin gewhnlich beisammen4 ,schwefel ist in der ,regel mit ,selen verunreinigt4 ,zinkerze enthalten fast immer etwas ,cadmium4 ,chlor1 ,brom und ,jod sind mehr oder weniger miteinander vermischt anzutreffen4 ,im allgemeinen kann man sagen1 da die ,elemente mit niedrigem ,atomgewicht am weitesten verbreitet sind4 ,was z4 ,b4 ,gruppe #a1 #d und #g anlangt1 so bemerken wir1 da die ,hufigkeit des ,vorkommens vom ersten zum zweiten ,element wchst1 und dann bis zum ,ende der ,reihe abnimmt4 ,so ist ,lithium in ganz kleinen ,mengen weit verbreitet1 ,natrium in reichlichen ,mengen vorhanden1 whrend ,kalium dem ,natrium und ,rubidium dem ,kalium an ,menge bedeutend nachsteht4 ,ganz ebenso verhalten sich die ,gruppen #d und #g4 ,in ,gruppe #f ist ,sauerstoff1 das erste ,element1 das hufigste1 whrend nach abwrts eine stetige ,abnahme der vorkommenden ,menge festzustellen ist4 ,doch fehlt es auch nicht an ,ausnahmen3 so ist in ,gruppe #b ,strontium weniger hufig als ,baryum1 ein ,widerspruch1 der wohl mit unserem zunehmenden ,wissen seine ,aufklrung finden wird4 ,bei der ,besprechung der chemischen ,verhltnisse der ,erde sind wohl auch einige ,worte ber den ,ursprung unserer ,atmosphre gerechtfertigt1 wiewohl man hierin zu einem endgltig abschlieenden ,urteil noch nicht gekommen ist1 sondern sich ihm erst allmhlich nhert4 ,einige ,geologen schlieen aus dem ,vorhandensein unserer gegenwrtigen ,kohlenlagersttten und der groen ,mengen von ,kalkstein -- der als kohlensaurer ,kalk #ab ,kohlenstoff enthlt -- in der ,erdrinde1 da in frheren geologischen ,weltaltern die ,atmosphre reicher an ,kohlensure war als heute1 und da -- da eine kohlensurereichere ,atmosphre mehr ,sonnenwrme aufnimmt und ,kohlensure das atmosphrische ,nahrungsmittel der ,pflanzen ist -- dies der ,grund sei fr die gewaltige ,flora frherer ,zeitrume4 ,dagegen ist aber einzuwenden1 da luftatmende ,tiere in einer kohlensurereichen ,atmosphre nicht leben knnen4 -- ,wohl ist es gewi1 da der ,kohlenstoff des ,kalksteins einst zum grten ,teile in der ,atmosphre enthalten war1 aber war dies jemals zu einer und derselben ,zeit der ,fall8 ,dies ist sehr unwahrscheinlich1 da der ,kohlenstoff der ,erdrinde1 in ,kohlensure umgewandelt1 #be mal so schwer wre als unsere gegenwrtige ,atmosphre und der dadurch entstehende ,druck fast gro genug wre1 um einen ,teil der ,kohlensure zu verflssigen4 ,einige bedeutende ,gelehrte1 darunter auch ,lord ,kelvin1 sind zu der interessanten ,theorie gelangt1 da die ,uratmosphre der ,erde hauptschlich aus ,wasserstoff1 ,stickstoff1 ,chloriden und ,kohlenstoffverbindungen bestanden habe1 und da der ,sauerstoff1 der heute in freiem ,zustande zu unserem ,leben unerllich ist1 damals mit ,kohlenstoff und ,eisen verbunden war4 ,nach dieser ,theorie begann der ,sauerstoff erst frei zu werden1 als sich das erste1 niedrigste ,pflanzenleben auf der ,erde entwickelte2 der ,sauerstoffvorrat erreichte in der ,steinkohlenzeit seinen ,hhepunkt und nimmt seither ab4 ,hiernach wre der ,gehalt der ,atmosphre an freiem ,sauerstoff durch die ,arbeit der ,pflanzenwelt entstanden4 ,immerhin ist es schwer1 dieser ,lehre beizustimmen1 wenn man ,anhnger der ,nebelflecktheorie ist und die ,erde fr einen ,nebelfleckabkmmling hlt4 ,denn fr den ,nebelflecktheoretiker ist die ,atmosphre nichts als der gasfrmige ,rckstand1 der bei dem ,festwerden der ,erde zurckblieb4 ,dies ist auch die vorherrschende ,ansicht4 ,nach einer neueren ,theorie 7,chamberlains ,meteoriten-,theorie71 nach der die ,erde das ,ergebnis der ,vereinigung zahlloser kleiner ,weltkrper ist1 hat jeder ,meteorit seine eigene kleine ,atmosphre mit auf die ,erde gebracht4 ,diese ,atmosphren1 im ,inneren unter hohem ,druck eingeschlossen1 gaben schlielich zu so starker ,temperaturerhhung ,anla1 da die ,gase infolge des vergrerten ,druckes und ,volumens ausgetrieben wurden4 ,nach dieser merkwrdigen ,annahme ist also die ,atmosphre von innen heraus1 aus kleinen ,anfngen1 entstanden1 whrend nach der ,nebelflecktheorie die ,uratmosphre am grten war1 da sie ja das ,ganze der ,erde in sich begriff4 ,diese zwei ,theorien1 die ,nebelfleck- und die ,meteoritentheorie1 stehen sich schroff gegenber1 nicht nur in der ,frage nach der ,entstehung der ,atmosphre1 sondern ebenso in der nach der ,entstehung des ,ozeans1 der trotz seines ,alters von ber #ajj #jjj #jjj ,jahren1 sicherlich jnger ist1 als die ,atmosphre4 ,fr die ,anhnger der ,nebelflecktheorie ist die ,frage der ,entstehung des ,ozeans verhltnismig leicht zu beantworten4 ,danach ist der ,ozean nichts anderes1 als der ,rckstand1 der beim ,kristallisieren der festen ,erdmasse zurckblieb4 ,nach der ,meteoritentheorie enthielt die aus dem ,inneren an die ,oberflche entwichene ,atmosphre wasserlsliche ,gase1 die sich in dem bei der ,abkhlung der ,erde gebildeten ,wasser auflsten1 dann weiter auf die feste ,kruste wirkten und so die ,entstehung des ,ozeans verursachten4 ,kein ,kapitel der ,geochemie ist wohl grndlicher errtert worden als die ,entstehung des ,petroleums4 ,hier stehen sich zwei ,gruppen von ,theorien gegenber1 eine unorganische und eine organische4 ,nach jener ist das ,petroleum aus ,kohlenstoff und ,wasserstoff unter eigenartiger ,mithilfe hoher und hchster ,temperaturen entstanden1 nach dieser ist es aus toten ,pflanzen- und ,tierkrpern hervorgegangen4 ,unter den unorganischen ,theorien ist die berhmte ,karbidtheorie ,mendelejeffs erwhnenswert4 ,mendelejeff meint1 da im ,erdinnern ,eisenkarbide1 ,verbindungen von ,eisen mit ,kohlenstoff1 vorhanden sind1 da das ,wasser der ,erde zu diesen ,zutritt hat1 und da dadurch ,kohlenwasserstoffe 7,petroleum und ,erdgas7 erzeugt werden1 ebenso wie ,kalziumkarbid mit ,wasser ,azetylen hervorbringt4 ,wenn solche ,eisenkarbide in miger ,tiefe der ,erdrinde vorhanden wren1 so wrde die ,voraussetzung viel ,wahrscheinlichkeit fr sich haben2 jedoch ist bisher das ,vorhandensein solcher ,karbide im ,erdinnern nicht nachgewiesen worden4 ,die unorganischem ,theorien sind in den letzten ,jahren mehr und mehr durch die organischen verdrngt worden1 nach denen das ,petroleum aus ,pflanzen- und ,tierresten frherer geologischer ,zeiten entstanden sein soll4 ,in der ,tat entstehen bei der ,verwesung von ,seepflanzen verschiedene ,kohlenwasserstoffe1 doch ist trotzdem die tierische ,theorie heute die herrschende4 ,man knnte fragen1 ob die groen ,mengen ,petroleum1 die auf der ,erde vorhanden sind1 wirklich aus ,fischen htten entstehen knnen1 ob der ,fischvorrat der ,erde zur ,erzeugung solch gewaltiger ,petroleummengen hinreiche8 ,diese ,frage mu unbedingt bejaht werden4 ,schon das ,ergebnis des ,heringsfangs von #bejj ,jahrgngen an der ,nordkste ,deutschlands wrde1 wenn die ,hlfte seiner ,fette und le in ,petroleum umgewandelt wrde1 so viel ,petroleum liefern1 als ,galizien bisher hervorgebracht hat4 ,so hat die ,chemie viele ,geheimnisse der leblosen ,erde ergrndet4 ,die ,art der leblosen ,stoffe hat sie erklrt2 was sagt sie aber ber das ,lebende8 ,hat die ,wissenschaft keine ,brcke geschlagen vom ,ufer des ,leblosen zum ,ufer des ,lebenden8 ,ist wirklich nur dem ,lebenden ,tod und ,vergnglichkeit1 ,wehrkraft und ,willen1 ,liebe und ,ha1 ,erinnerung und ,vererbung1 ,fortpflanzung und ,entwicklung eigen8 ,ist das ,leblose wirklich so starr und unvernderlich1 wie man gemeinhin annimmt8 ,ist das ,niedrigste der lebenden ,welt vom ,hchsten der leblosen ,welt tatschlich durch eine ,kluft getrennt8 ,mit diesen ,fragen wollen wir uns nun zum ,schlu beschftigen4 ,die ,fhigkeit1 sich zu erinnern1 ist eine kstliche ,gabe des intelligenten ,menschen4 ,diese ,fhigkeit ermglicht es1 vergangene ,ereignisse im ,geiste wieder zu vergegenwrtigen4 ,viel wesentlicher aber als das bewute ,erinnern1 das nur der ,mensch1 und vielleicht1 in geringem ,mae die hheren ,tiere besitzen1 ist die ,fhigkeit1 das vergangene und erfahrene ,erlebnis sich so zu eigen zu machen1 da beim ,eintreten des gleichen oder eines hnlichen ,erlebnisses die ,lehre der ,vergangenheit benutzt wird4 ,diese ,fhigkeit aber ist auch den niederen ,wesen eigen4 ,sie ist nichts anderes als die bekannte ,anpassung und ,gewhnung4 ,das ,blut1 unfhig1 grere ,mengen fremden ,serums aufzunehmen1 nimmt willig kleine1 stets wachsende ,mengen auf1 es wird gleichsam gestrkt durch die ,erinnerung1 gefestigt durch die vergangene ,erfahrung4 ,so ndert sich auch das ,leblose durch jede ,erfahrung1 die es macht1 durch jeden ,eindruck1 den es erleidet1 es erinnert sich gewissermaen der frheren ,erfahrung und verhlt sich bei der ,wiederkehr anders1 als vorher4#c #c ,siehe ,nagel1 ,die ,welt als ,arbeit1 ,stuttgart1 #aiji4 ,so merkt sich der ,stahldraht jede ,drehung1 die er erfahren4 ,die photographische ,platte merkt sich ihre ,begegnung mit dem ,sonnenlichte4 ,wenn man ,eisen schmiedet1 nimmt es mehr und mehr einen neuen1 eigenartigen ,charakter an durch die zahlreichen1 dauernd sich einprgenden ,erfahrungen1 die ihm das ,geschmiedetwerden beibringt4 ,eine pltzliche ,erfahrung geht ebenso dauernd in das ,besitztum des ,leblosen ber1 wie in das des ,lebenden4 ,die ,metallplatte1 die einen ,moment1 leidend1 durch die ,mnzpresse gegangen ist1 ist dauernd zur ,mnze geprgt1 ebenso wie der ,mensch1 dem ein pltzliches ,unglck widerfhrt1 sofort daran gewhnt1 damit vertraut und dadurch dauernd beeinflut ist4 ,wenn wir von zwei erwrmten ,stahlstcken1 das eine allmhlich1 das andere pltzlich abkhlen1 so bleibt jenes geschmeidig1 whrend dieses sprde wird und sprde bleibt1 ein ,beispiel1 wie verschieden derselbe ,stoff durch verschiedene ,einwirkungen oder ,erfahrungen verndert wird4 ,dieser ,erinnerung1 im weitesten ,sinne des ,wortes1 ist es zuzuschreiben1 da nichts stille steht1 da alles fliet und sich stetig verndert1 weil es schon durch die ,umgebung fortwhrend beeinflut wird4 ,der ,stahlbalken einer ,brcke ndert sich von ,tag zu ,tag infolge der fortwhrenden ,erschtterung1 es ndert sich die ,beschaffenheit der kleinen ,kristalle1 aus denen er besteht2 so wird er schlielich greisenhaft und bricht1 er leidet gleichsam an ,arterienverkalkung4 ,aber der ,tod8 ,ist der nicht das ,vorrecht der ,lebewesen8 ,hat das ,leblose eine hnliche ,erscheinung aufzuweisen8 ,jawohl1 in gewissem ,sinne4 ,in dem ,sinne nmlich1 da ein neuer ,zustand anbricht1 in dem die ,erinnerung an den frheren ,zustand erloschen ist4 ,der ,tod erinnert sich nicht des ,lebens1 das ,leben nicht des ,todes4 ,in diesem ,sinne knnen wir auch in der leblosen ,welt von ,leben und ,tod sprechen4 ,als willkrliches ,beispiel nehmen wir ein ,kupfergef4 ,jede ,abnutzung durch ,gebrauch1 jede durch ,gewalt herbeigefhrte ,gestaltvernderung behlt es dauernd bei1 erinnert sich gleichsam ihrer1 benutzt die gemachte ,erfahrung und wird durch ,leiden mrbe1 wie der ,mensch4 ,wenn wir in seine ,oberflche hineinritzen oder feilen1 so behlt es die ,marke bei und lt sich dann leicht an derselben ,stelle tiefer ritzen4 ,wenn wir nun dieses ,kupfergef einschmelzen und als ,kupferblock erstarren lassen1 so wei dieser ,kupferblock1 um im ,bilde zu bleiben1 nichts von den ,leiden und ,freuden1 die er als ,kulturtopf erlitten und genossen1 wei nichts von den ,beulen1 ,hieben und ,hammerschlgen4 ,er ist ein neues ,wesen1 bereit1 neue ,erfahrungen aufzunehmen1 bereit1 von neuem ,weh und ,glck zu empfangen1 er ist wiedergeboren1 wiederauferstanden4 ,um aber wiederzuerstehen1 mute er durch die ,lethe wandern1 durch den erinnerungraubenden ,strom1 durch den ,tod -- durch den flssigen ,zustand4 ,von diesem ,standpunkt aus ist der ,tod nichts anderes als der bergang aus einem ,aggregatzustand in einen andern1 indem dabei die ,erinnerung an den ersten ,aggregatzustand ganz verlischt4 ,um aber ,erinnerung zu ermglichen1 ist ,form ntig1 wie sie das ,feste hat1 das ,flssige und ,gasfrmige jedoch nicht4 ,das ,wasser1 das ich aus dem ,kruge in das ,trinkglas und dann wieder zurck in den ,topf giee1 bleibt davon unbeeindruckt1 erinnert sich 7dieser ,wandlung7 nicht1 ebensowenig das ,gas1 das1 gleich der ,flssigkeit1 formlos ist4 ,nur das ,feste hat also1 recht verstanden1 ,erinnerung1 die ,flssigkeit und das ,gas aber sind erinnerungslos4 ,so knnen wir den ,zustand der ,flssigkeit und des ,gases als niedrige ,aggregatzustnde bezeichnen1 im ,gegensatz zu dem hheren festen ,zustand und knnen das ,leben selbst als einen eigenartigen1 hohen1 besonders reizbaren1 besonders erinnerungsfhigen1 besonders sorgfltig geformten ,aggregatzustand1 als den vierten ,aggregatzustand einer ,reihe ansprechen1 deren erster das ,gas1 deren zweiter das ,flssige1 deren dritter das ,feste ist4 ,man sollte nun meinen1 da man im ,gebiete des ,leblosen keine ,vorgnge finden knnte1 die der ,fortpflanzung entsprechen1 ,vorgnge1 in denen ein ,same1 ein kleines ,abbild des ausgewachsenen ,individuums1 zu einem groen ,wesen wird1 von genau derselben ,form1 der dieser ,same entstammt4 ,und doch lassen sich solche ,vorgnge im ,gebiete des ,leblosen leicht finden und zwar in der ,erscheinung der ,kristallisation4 ,wenn wir in eine entsprechend starke ,lsung von ,glaubersalz ein kleines1 nur staubkorngroes ,glaubersalzkristllchen hineinwerfen1 so kristallisiert alsbald1 unter ,umstnden augenblicklich1 die ganze ,masse in groen1 dem ,glaubersalz eigentmlichen ,kristallen4 ,die ,glaubersalzlsung ist der ,mutterboden des ,glaubersalzkristalles und nur des ,glaubersalzkristalles1 genau so wie der ,mutterleib nur den ,samen der eigenen ,art zur ,entwicklung bringen kann4 ,ja1 wird man jetzt sagen1 aber die ,wehrkraft1 das tatkrftige ,abwehren1 ist ausschlielich ,sache des ,lebendigen2 das ,leblose ist stets nur passiv und leidend4 ,dagegen ist einzuwenden1 da das ,bestreben1 den gewohnten ,zustand beizubehalten1 die ,trgheit1 auch dem ,leblosen eigen ist1 und da dieses sich ebenso gegen jede ,vernderung strubt und wehrt wie das ,lebende4 ,beide wehren sich eben mit ihrer ganzen ihnen innewohnenden ,kraft4 ,der ,mensch erwehrt sich seines ,feindes so lange und so gut1 wie er kann1 und das ,stahlblech setzt ebenfalls dem ,verbiegen seinen strksten ,widerstand entgegen4 ,das ,holz lt sich nicht ohne weiteres durch die ,sge zerspalten1 es mu dazu genau so viel ,arbeit verwendet werden1 als die berwindung der ,wehrkraft des ,holzbrettes erfordert4 ,die ,art und ,strke der ,wehrkraft macht eben das ,wesen und die ,eigenschaften eines ,stoffes aus4 ,das ,holz wehrt sich1 das ,sonnenlicht durchzulassen1 ist darin erfolgreich und lt das ,sonnenlicht nur noch als ,wrme wirken4 ,das ,glas wehrt sich gegen das ,licht nicht1 und die dadurch bewirkte ,durchsichtigkeit ist seine eigentmlichste ,eigenschaft4 ,das ,zink hat keine ,wehrkraft gegen ,schwefelsure1 das ,blei eine sehr bedeutende1 der es eben seine vielfache praktische ,verwendung verdankt4 ,die ,wehrkraft des ,tones gegen ,wrme und ,elektrizitt ist sehr bedeutend1 die des ,kupfers sehr gering4 ,die aktive ,bettigung1 die ja auch beim ,menschen stets nur einer in oder auer ihm liegenden ,ursache1 einer ,anregung1 einem ,drucke von auen entspringt1 finden wir ebenfalls im ,leblosen wieder3 das in den ,felsritzen gefrierende ,eis zersprengt den ,felsblock4 ,auch das wichtigste ,wehren der lebendigen ,welt1 das ,wehren gegen den ,tod1 den ,todeskampf1 finden wir im ,leblosen wieder4 ,wehrt sich der ,lebende krftig gegen alles ,schdliche1 so wehrt er sich ganz besonders1 bis aufs uerste1 mit dem ganzen ,aufwand seiner ,energie1 gegen das ihm ,schdlichste1 gegen das ihn ,vernichtende1 gegen den ,tod4 ,ebenso wehrt sich das ,leblose ganz besonders gegen eine ,vernderung seines ,aggregatzustandes4 ,so wehrt sich das ,eisen mit einem gewissen ,kraftaufwande gegen die ,aufnahme von ,wrme1 gegen ,erwrmung1 und verwendet1 seinen ,widerstand zur ,geltung bringend1 einen groen ,teil der zugefhrten ,wrme1 statt zur eigenen ,erwrmung1 zur ,vergrerung seines ,volums4 ,aber dieser ,widerstand wchst ins ,riesige1 wenn man1 beim ,schmelzpunkt angelangt1 das ,eisen schmelzen will4 ,da mu eine auerordentlich groe ,menge ,wrme1 die ,schmelzwrme1 dem ,eisen aufgezwungen werden1 um es zu tten1 um es dazu zu bringen1 seine bisherige ,eigenart aufzugeben1 um es aus dem festen in den flssigen ,zustand hinberzuzwingen -- um es zu schmelzen4 ,vom ,hassen und ,lieben des ,leblosen haben wir bereits frher gesprochen und haben gesehen1 wie sich die ,elemente fliehen und suchen1 wie sie das ,verwandte -- um sich damit zu verbinden -- auswhlen 7,wahlverwandtschaft71 so da wir nun keinen ,abgrund mehr sehen zwischen dem ,leblosen und ,lebenden1 sondern nur ,stufen1 die vom einen zum andern hinauffhren4 ,auch das ,leblose pat sich der ,umgebung an2 der ,stein1 indem er verwittert1 pat sich der ,einwirkung der ,atmosphre an1 ndert sich und entwickelt sich4 ,sowohl im ,gebiete des ,lebenden als dem des ,leblosen werden ,erinnerungen1 ,erfahrungen und ,erlebnisse aufgehuft1 die das ,individuum verndern und dadurch sein zuknftiges ,benehmen beeinflussen4 ,in beiden ,gebieten finden wir ,wehrkraft1 also ,charakter und ,eigenschaften1 ohne die die ,welt ein gleichfrmiges1 wstes ,chaos und nicht ein mannigfaltiger ,kosmos wre4 ,jeder freut sich seiner ,stelle1 bietet dem ,verchter ,trutz4 ,in beiden ,gebieten finden wir ein ,aufeinanderwirken1 einen ,kampf zwischen ,auenwelt und ,individuum1 dessen ,ergebnis eben die ,gesamtentwicklung der irdischen ,natur ist4 ,so ist die ,entwicklung nichts anderes als die stetige ,bettigung der ,wehrkraft1 die1 wenn auch tausendmal berwunden1 immer wieder in ursprnglicher ,jugendfrische1 herrlich wie am ersten ,tag1 erscheint4 ,die ,wehrkraft ist die unerschpfliche ,quelle der ttigen ,natur1 sie ist der ,wille der ,welt4 ,sie ist die ,wurzel1 der ,stamm1 das ,gest und das ,laubwerk der knorrigen ,esche ,yggdrasil1 die1 in ihrem ,grunde beharrend1 ihren ,wipfel ausbreitend hinaufbaut in den ther4 ,whrend infolge der ,wehrkraft alles fliet und sich ndert1 steht die ,wehrkraft selbst1 der ,wille der ,welt1 ewig still1 wie der ,regenbogen auf dem tosenden ,wasserfall4 ,sie bleibt sich ewig gleich1 nur ihre ,bekleidung1 die ,weltmaskerade1 wechselt4 ,der ,schein wechselt1 das ,wesen bleibt4 ,auf diese ,weise hat die ,chemie die ,erde zerlegt1 gemessen und gewogen und die ,kluft zwischen ,lebendigem und ,leblosem zu berbrcken gesucht2 aber sie hat auch neues ,licht geworfen auf die ,stellung der ,erde im ,weltall und insbesondere auf das ,verhltnis der ,erde zur ,sonne4 ,bevor wir darauf eingehen1 wollen wir fragen -- eine ,frage1 die unserem ,gegenstande nur scheinbar fern liegt -- was das ,wesen einer ,maschine ist4 ,zur ,beantwortung dieser ,frage betrachten wir die ,dampfmaschine und die ,dynamomaschine4 ,die ,dampfmaschine verwandelt ,wrme in mechanische ,arbeit1 also ,wrmeenergie in mechanische ,energie2 die ,dynamomaschine verwandelt mechanische ,kraft in ,elektrizitt1 also mechanische ,energie in elektrische ,energie4 ,maschinen sind also ,gerte1 die eine ,art von ,energie in eine andere verwandeln4 ,nun erhlt die ,erde von der ,sonne strahlende ,energie1 ,licht4 ,ein ,teil dieser ,lichtstrahlung1 dieser strahlenden ,energie wird in der irdischen ,atmosphre in ,wrme umgesetzt4 ,als ,umwandler der strahlenden ,energie in ,wrmeenergie ist die ,erde also eine ,maschine1 und die ,wirkung der ,arbeit dieser ,maschine sind die geologischen und meteorologischen ,ereignisse4 ,auch die pflanzlichen ,organismen sind ,maschinen1 da in ihnen die strahlende ,energie der ,sonne in chemische ,krfte1 in chemische ,energie umgewandelt und zum ,aufbau des ,pflanzenkrpers verwendet wird4 ,die ,tiere wieder nhren sich von den chemischen ,krften der ,pflanze und verwandeln sie in tierische ,masse1 in ,muskelkraft und in der weiteren ,entwicklung1 in ,gehirnenergie1 in ,intelligenz4 ,so ist die ,erde vor allem eine ,maschine zur ,umwandlung von strahlender ,energie in ,wrme2 die ,pflanzen sind ,maschinen zur ,umwandlung von strahlender in chemische ,energie und die ,tiere zur ,umwandlung von chemischer ,energie in andere ,formen4 ,je hher wir in der ,entwicklungsreihe der ,pflanze aufwrts steigen1 um so besser wird die der ,pflanze zuteil gewordene ,lichtmenge ausgenutzt1 um so wirksamer also wird die ,maschine2 ebenso nimmt auch im ,tierreich der ,wirkungsgrad und berdies die ,mannigfaltigkeit der umgewandelten ,energien stetig in der ,entwicklungsreihe zu4 ,whrend in den ,sonnen die ,umwandlung strahlender ,energie in chemische1 mechanische und ,wrme-,energie eine sehr wesentliche ,rolle spielt1 sind die ,nebelflecke offenbar ,maschinen1 in denen aus verdnnter schwacher ,wrme und strahlender ,energie1 auf dem ,umwege ber chemische und mechanische ,energie1 starke1 konzentrierte strahlende ,energie erzeugt wird1 wodurch sie schlielich in ,sonnen bergehen4 ,hiernach ist jeder ,teil der ,welt eine ,maschine in bezug auf die von dem ,rest der ,welt auf ihn einwirkenden ,energien4 ,fr die ,sonne als ,dampfmaschine bedeutet der ,rest des ,weltalls den ,dampfkessel4 ,die ,planeten sind ,maschinen vor allem in bezug auf die von der ,sonne erhaltene ,energie4 ,sie bringen selbst wieder im ,laufe der ,entwicklung ,maschinen hervor1 die ,organismen1 die die ,energie in stets neue ,formen umwandeln und das bunte ,bild des ,lebens zustande bringen4 ,fr je mannigfaltigere ,energien diese ,organismen empfnglich sind1 und je mannigfaltiger und wirksamer sie sie umwandeln1 als um so vollkommener und hher bezeichnen wir sie4 ,wenn man also bisher annahm1 da das ,weltall einem ,kltetode entgegengehe1 so war diese ,annahme nicht richtig4 ,denn dem ,weltall stehen ,mittel und ,wege zur ,verfgung1 hohe ,temperaturen aus anderen1 auch ganz schwachen1 ganz verdnnten ,energien darzustellen4 ,die ,mglichkeit1 entweder unmittelbar oder auf ,umwegen schwache1 verdnnte ,energien1 wie ,wrme1 ,elektrizitt usw41 in starke1 konzentrierte umzuwandeln1 ist eben durch den maschinellen ,charakter der ,welt bedingt4 ,wenn diese ,wiederverstrkung der ,energien nicht mglich wre1 dann mte das ,weltall -- wenn es ewig ist -- schon vor ,ewigkeiten dem ,kltetode und der starren ,ruhe verfallen sein4 ,da wir nun aber sehen1 da die ,sonnensysteme1 die ,sonnen1 die ,planeten1 die ,nebelflecke ebensogut ,maschinen entsprechen1 wie die von den ,menschen gebauten ,maschinen und die ,organismen selbst1 so knnen wir daraus die ,ewigkeit des ,geschehens verstehen4 ,wenn wir nun den ,begriff ,maschine etwas genauer untersuchen1 so sehen wir alsbald1 da jeder ,stoff1 jede ,materie1 gleichgltig1 ob lebend oder leblos1 eine ,maschine ist1 das heit1 da in allen ein ,teil der auf sie einwirkenden ,energien in andere ,formen umgewandelt wird4 ,jede ,materie und nach unserer ,erfahrung nur die ,materie ist eine ,maschine zur ,umwandlung von ,energien4 ,die ,materie hat also im ,weltganzen die ,aufgabe eines ,energieumwandlers4 ,das ,gesetz von der ,erhaltung der ,materie verbrgt die ,ewigkeit der ,energieumwandlungen durch die ,ewigkeit und ,unverminderbarkeit des ,energieumwandlers4 ,wir haben oben gesagt1 da die ,maschinen1 je hher wir in der ,entwicklungsreihe aufwrts steigen1 um so mannigfaltigere ,ttigkeiten ausben1 indem eine stets wachsende ,zahl von ,energiearten in stets wirksamerer ,weise in ihnen zur ,umwandlung gelangt4 ,so bedarf die ,pflanze nur einer beschrnkten ,zahl von ,strahlenarten1 auch das niedrige ,tier empfindet nur ein enges ,gebiet der ,strahlung1 verglichen mit dem ,menschen1 auf den eine ganze ,menge von ,strahlen einwirkt4 ,der maschinelle ,charakter der unorganischen ,stoffe ist viel einfacher als der der ,tiere1 in denen durch die ,entwicklung und ,verfeinerung mehrerer ,sinne die ,umwandlung einer viel greren ,zahl von ,energien ermglicht ist4 ,die unorganischen ,maschinen werden nur von einer geringen ,zahl von ,energien1 und von jeder nur in einem eigenen ,wirkungsgrade beeinflut4 ,gewisse ,energien werden mehr oder weniger umgewandelt1 andere wieder gehen vllig oder fast vllig unverndert durch4 ,so lt z4 ,b4 ,fensterglas einen groen ,teil des ,farbenspektrums1 einen groen ,teil der ,sonnenstrahlung unverndert durch1 es ist aber eine ,maschine in bezug auf die sogenannten ,ultrastrahlen1 whrend es elektrische ,energie im ,gegensatz zu ,kupfer gar nicht durchlt4 ,von gewissen unorganischen ,materien wird strahlende ,energie1 von anderen wieder ,wrme in chemische ,energie umgesetzt4 ,noch weniger mannigfaltig in ihrer ,wirkung als die natrlichen unorganischen ,maschinen sind die von den ,menschen gebauten ,maschinen1 da sie nur der ,umwandlung einer ,energie fhig sind4 ,so setzt die ,dampfmaschine ,wrme in mechanische ,energie um1 ist aber vllig unbrauchbar zur ,umwandlung von mechanischer in elektrische ,energie oder umgekehrt4 ,wir knnen also sagen3 ,alle ,stoffe1 alle ,materien sind ,maschinen1 in allen werden gewisse einwirkende ,energien in andere ,formen umgewandelt4 ,die ,zahl der umgewandelten ,energien ist am geringsten und die ,umwandlung am unvollstndigsten in unorganischen ,materien4 ,die ,zahl der umgewandelten ,energien1 und die ,vollstndigkeit der ,umwandlung wchst1 wenn wir in der ,entwicklungsreihe der ,organismen aufwrts steigen4 ,nun knnen wir auch den wesentlichen ,unterschied zwischen physikalischen und chemischen ,vorgngen klar fassen3 physikalische ,erscheinungen sind solche1 bei denen eine ,energieumwandlung mit ,hilfe einer ,materie stattfindet1 z4 ,b4 das ,schmelzen eines ,metalles1 oder das ,elektrischwerden verschiedener ,stoffe2 dies ist vergleichbar einer in ,gang kommenden oder im ,gang befindlichen ,dampfmaschine4 ,eine chemische ,erscheinung dagegen ist die ,herstellung einer neuen ,maschine aus den ,teilen zweier oder mehrerer alter ,maschinen und ist daher vergleichbar dem ,bau oder der ,konstruktion einer neuen ,maschine4 ,hier eine ,maschinenfabrik1 dort eine in ,betrieb kommende oder im ,betriebe stehende ,maschine4 ,alles ,geschehen im ,weltall beruht auf diesem ,aufeinanderwirken von ,materie und ,energie4 ,in diesem ewigen ,streite kmpft jeder der beiden ,kmpfer so weit1 wie seine ,krfte reichen2 sind die ,krfte des einen ,kmpfers erschpft1 so mu er sich ergeben oder zum mindesten nachgeben1 und1 auf halbem ,wege dem ,gegner entgegenkommend1 sich ihm anpassen4 ,in dieser wahrhaft ewigen1 nie ruhenden ,schlacht wird das eine durch das andere beeinflut1 das eine durch das andere verndert4 ,so ist die ,materie der groe ,energieumwandler1 die ,energie der groe ,materienumwandler4 ,durch den ,widerstand der ,materie im elektrischen ,widerstandsofen wird die ,elektrizitt zur ,wrme 7,energieumwandlung71 durch den ,einflu des elektrischen ,stromes wird das ,wasser in ,wasserstoff und ,sauerstoff zerlegt 7,materienumwandlung74 ,damit wollen wir unsere romantische ,wanderung durch das ,gebiet der ,chemie beschlieen4 ,sachregister4 ,aggregatzustand #ha ,ackerbauchemie #ee ,aluminium #bi ,analyse #fd ,anilinfarben #ch ,arbeit des ,chemikers #fa ,arten1 ,erhaltung der1 #ea ,atmosphre #gc1 #gg1 #gh ,atomgewichte #gd ,azetylen #bf1 #gh ,baumwolle #cb1 #dd ,baeyer #dj ,bessemerverfahren #ah ,bittermandell #ed ,blutserum #di ,cumarin #ed ,desinfektion #ej ,diphtherieserum #ej ,dynamit #dc1 #dd1 #fh ,eisenerzeugung #af ,elektrochemie #bi ,elektrostahl #ah ,elemente #fc1 #gd ,energie #hd ,erdrinde #gc1 #gd ,erfinderttigkeit #fg ,erhaltung der ,arten #ea ,erinnerung #gi ,erzmahlung #h ,fllung von ,gold #i ,frberrte #ch ,farbe #cg ,feuertrger #dg ,feuerwerkstze #dd ,galalith #cd ,gasglhlicht #bd ,gasmaschinen #af1 #ai1 #bi ,generatorgas #bh ,gifte #ej ,glas #bf ,glanzstoff #cc ,glyzerin #dd ,gold #f ,gold im ,ozean #ad ,goldfllung #i ,goldsucher #g ,gruppierung #fb ,hartglas #bg ,heliotropin #ed ,hochofengas #af1 #bj ,indigo #cg1 #dj ,indigowei #cg ,jasminduft #ed ,kalidnger #ef1 #eg ,kalksandstein #cf ,kalkstickstoff #ei ,kalziumkarbid #bf ,kampfer #cd ,karborundum #bi ,kasein #cd ,katalyse #fj ,kautschuk #cd ,kieselgur #dd ,kohle #bg ,kollodium #cb ,krapp #ch1 #dj ,kristallisation #hb ,konservierungsmittel #ej ,kugelmhle #h ,kunstseide #ca ,leblanc #fi ,leuchtgas #bd ,licht #bb ,luftstickstoff #ei ,lyddit #dd ,martinstahl #ah ,martinwerk #bc ,maschine #hd ,materie #hd ,mahlen von ,erz #h ,medizin #dh ,melinit #dd ,mendelejeff #gf ,nitroglyzerin #dd ,nobel #fh ,orangenblten #ec ,osramlampe #bf ,ozean #aa1 #gc1 #gh ,papier #cc ,periodisches ,system #ge ,petroleum #be1 #gh ,pfannenproze #f ,pflgen #ee ,phenol #dd ,phosphor #df ,phosphorsure #ef1 #eh ,pikrinsure #dc1 #dd ,pochwerk #f ,purpur #ch ,pyrophore #dg ,quarzglas #bg ,riechstoffe #eb ff4 ,rohrmhlen #h ,rosenblten #ec ,salizylsure #ej1 #ed ,salpetersure #dc1 #dd ,salpeterschwefelsure #dc ,schiebaumwolle #cd1 #dc ,schiepulver #dc ,schlmmen von ,gold #f ,schwefelsure #ce1 #fj ,seesalz #gc ,seide #ca ,seife #ed ,serum #di ,soda #gj ,sonnenstrahlung #cj ,sprenggelatine #dc1 #dd ,sprengstoffe #dc1 #dd ,spektralanalyse #fd ,stahlerzeugung #ah ,steinkohlenteer #ch1 #dh ,stickstoffdnger #ef1 #ei ,tantallampe #bf ,teerfarben #ch1 #dj ,terpineol #ed ,thomasstahl #fh ,thomasmehl #eh ,tod #hj1 #hb ,transporteinrichtungen #bh ,vanillin #ed ,veilchenblten #ec ,verbindung von ,stoffen #ff ,veredlung #bb1 #cc ,viskose #cc ,wahlverwandtschaft #fe ,walzwerk #bj ,waschen von ,gold #f ,wasserkraft #bi ,wehrkraft #hb ,wintergrnl #ed ,wolframlampe #bf ,xylolith #cf ,zelluloid #cd ,zinkspne #i ,zndstoffe #de ,zyanidverfahren #h ,kosmos1 ,gesellschaft der ,naturfreunde1 ,stuttgart ,die ,gesellschaft ,kosmos will die ,kenntnis der ,naturwissenschaften und damit die ,freude an der ,natur und das ,verstndnis ihrer ,erscheinungen in den weitesten ,kreisen unseres ,volkes verbreiten4 -- ,dieses ,ziel glaubt die ,gesellschaft durch ,verbreitung guter naturwissenschaftlicher ,literatur zu erreichen mittels des ,kosmos1 ,handweiser fr ,naturfreunde ,jhrlich #ab ,hefte4 ,preis ,m #b4hj2 ferner durch ,herausgabe neuer1 von ersten ,autoren verfater1 im guten ,sinne gemeinverstndlicher ,werke naturwissenschaftlichen ,inhalts4 ,es erscheinen im ,vereinsjahr #aiad 7nderungen vorbehalten73 ,wilh4 ,blsche1 ,tierwanderungen in der ,urwelt4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,dr4 ,kurt ,floericke1 ,meeresfische4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,dr4 ,alexander ,lipschtz1 ,warum wir sterben4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,dr4 ,fritz ,kahn1 ,die ,milchstrae4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,dr4 ,oskar ,nagel1 ,romantik der ,chemie4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,diese ,verffentlichungen sind durch alle ,buchhandlungen zu beziehen2 daselbst werden ,beitrittserklrungen 7,jahresbeitrag nur ,m #d4hj7 zum ,kosmos1 ,gesellschaft der ,naturfreunde 7auch nachtrglich noch fr die ,jahre #aijd_/ac unter den gleichen gnstigen ,bedingungen71 entgegengenommen4 7,satzung1 ,bestellkarte1 ,verzeichnis der erschienenen ,werke usw4 siehe am ,schlusse dieses ,werkes47 ,geschftsstelle des ,kosmos3 ,franckh'sche ,verlagshandlung1 ,stuttgart4 ,naturwissenschaftliche ,bildung ist die ,forderung des ,tages6 ,zum ,beitritt in den ,kosmos1 ,gesellschaft der ,naturfreunde1 laden wir alle ,naturfreunde jeden ,standes1 sowie alle ,schulen1 ,volksbchereien1 ,vereine usw4 ein4 -- ,auer dem geringen ,jahresbeitrag von nur ,m #d4hj 7,beim ,bezug durch den ,buchhandel #bj ,pf4 ,bestellgeld1 durch die ,post ,porto besonders47 ,k #e4hj h 4 ,w4 ,frs #f4dj erwachsen dem ,mitglied keinerlei ,verpflichtungen1 dagegen werden ihm folgende groe ,vorteile geboten3 ,die ,mitglieder erhalten laut #e als ,gegenleistung fr ihren ,jahresbeitrag im ,jahre #aiad kostenlos3 ,i4 ,die ,monatsschrift ,kosmos1 ,handweiser fr ,naturfreunde4 ,reich illustr4 ,mit mehreren ,beiblttern 7siehe ,s4 #c des ,prospektes74 ,preis fr ,nichtmitglieder ,m #b4hj4 ,,ii4 ,die ordentlichen ,verffentlichungen4 ,nichtmitglieder zahlen den ,einzelpreis von ,m #a4-- pro ,band4 ,wilhelm ,boelsche1 ,tierwanderungen in der ,urwelt4 ,dr4 ,kurt ,floericke1 ,meeresfische4 ,dr4 ,alexander ,lipschtz1 ,warum wir sterben4 ,dr4 ,fritz ,kahn1 ,die ,milchstrae4 ,dr4 ,oskar ,nagel1 ,die ,romantik der ,chemie4 nderungen vorbehalten4 7,nheres wird im ,kosmos-,handweiser bekanntgegeben47 ,,iii4 ,vergnstigungen beim ,bezuge von hervorragenden naturwissenschaftlichen ,werken 7siehe ,seite #g des ,prospektes74 ,jede ,buchhandlung nimmt ,beitrittserklrungen entgegen und besorgt die ,zusendung4 ,gegebenenfalls wende man sich an die ,geschftsstelle des ,kosmos in ,stuttgart4 ,jedermann kann jederzeit ,mitglied werden4 ,bereits ,erschienenes wird nachgeliefert4 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,s4 #eg3 ,phosphorsure 7,s7 wurde gendert in ,phosphorsure 7,p74 ,s4 #ff3 ,zinsulfats wurde gendert in ,zinksulfats4 ,s4 #gc3 #a1bhf #jjj #jjj ,kubikkilometer wurde gendert in #a #bhf #jjj #jjj ,kubikkilometer4 ,s4 #ge1 ,periodisches ,system der ,elemente3 ,gold #ai4b wurde gendert in ,gold #aig4