,anmerkungen zur ,transkription3 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,griechischer ,text wurde transliteriert4 ,schreibweise und ,interpunktion des ,originaltextes wurden bernommen2 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,das ,inhaltsverzeichnis wurde vom ,ende des ,buches hinter die ,titelseite verschoben4 ,,vom ,,musikalisch-,,sch,,nen ,,ein ,,beitrag ,,zur ,,revision ,,der ,,sthetik ,,der ,,tonkunst ,,von ,dr4 ,,eduard ,,hanslick ,,weiland ,,prof4 ,,an ,,der ,,wiener ,,universit,t #ac4-ae4 ,,auflage ,,leipzig ,,druck ,,und ,,verlag ,,von ,,breitkopf ,h,,rtel #aibb ,inhalt4 ,seite ,kapitel ,i4 ,die ,gefhlssthetik #a ,kapitel ,,ii4 ,die ,darstellung von ,gefhlen ist nicht ,inhalt der ,musik #bj ,kapitel ,,iii4 ,das ,musikalisch-,schne #eh ,kapitel ,,iv4 ,analyse des subjektiven ,eindruckes der ,musik #ic ,kapitel ,v4 ,das sthetische ,aufnehmen der ,musik gegenber dem pathologischen #abj ,kapitel ,,vi4 ,die ,beziehungen der ,tonkunst zur ,natur #ada ,kapitel ,,vii4 ,die ,begriffe ,inhalt und ,form in der ,musik #afj ,vorwort4 ,an der achten ,auflage 7#ahia7 dieser zuerst im ,jahre #ahed erschienenen ,schrift war nichts weiter neu1 als das passendere ,format und die geschmackvollere ,ausstattung4 ,dasselbe gilt von der hier vorliegenden neuen ,auflage4 ,auch dieser darf ich die ,worte anpassen1 welche ,fr4 ,th4 ,vischer dem ,wiederabdruck einer lteren ,abhandlung 7der ,traum7 vorausschickte4#a ,ich nehme1 sagt ,vischer1 diese ,studie in die gegenwrtige ,sammlung auf1 ohne sie gegen ,angriffe1 die sie erfahren hat1 zu schtzen4 ,auch verbessernden berarbeitens habe ich mich enthalten1 ausgenommen kleine unwichtige ,nachhilfen4 ,ich wrde jetzt manches vielleicht anders sagen1 mehr auseinandersetzen1 gedeckter1 beschirmter hinstellen2 wem gefllt eine ,arbeit ganz1 wenn er sie nach ,jahren wieder liest8 ,allein man wei auch1 wie leicht mit nachbesserndem ,eingreifen mehr verderbt als besser gemacht wird4 #a ,altes und ,neues von ,fr4 ,th4 ,vischer 7,stuttgart #ahha7 ,s4 #ahg4 ,wollte ich hier in ,polemik eingehen1 auf alle ,kritiken antwortend1 welche meine ,schrift hervorgerufen hat1 so wrde dies ,bchlein zu einem erschreckend starken ,band anschwellen4 ,meine berzeugungen sind dieselben geblieben1 desgleichen die ,positionen und schroff sich gegenberstehenden ,musikparteien der ,gegenwart4 ,der ,leser wird mir daher wohl auch die ,wiederholung einiger ,bemerkungen gestatten1 mit welchen ich das ,erscheinen der dritten ,auflage begleitet habe4 ,der ,mngel dieser ,abhandlung bin ich mir sehr lebhaft bewut4 ,demungeachtet hat das weit ber ,erwarten gnstige ,schicksal der frheren ,auflagen und der mich hocherfreuende ,anteil1 mit welchem bedeutende ,fachmnner philosophischer wie musikalischer ,disziplin davon ,akt nahmen1 mich berzeugt1 da meine ,ideen1 auch in der etwas scharfen und rhapsodischen ,weise ihres ursprnglichen ,auftretens1 auf gutes ,erdreich gefallen sind4 ,eine merkwrdige bereinstimmung mit diesen ,anschauungen fand ich1 aufs freudigste berrascht1 in den erst nach dem ,tode des ,dichters erschienenen kleinen ,aufstzen und ,aphorismen ber ,musik von ,grillparzer4 ,einige der wertvollsten dieser ,aussprche habe ich in dieser neuen ,auflage zu zitieren mir nicht versagen knnen2 ausfhrlicher davon ist in meinem ,essay3 ,grillparzer und die ,musik gehandelt4#b #b ,musikalische ,stationen von ,ed4 ,hanslick4 ,berlin1 ,verein f4 dt4 ,lit4 #ahhe4 #e4 ,aufl4 ,leidenschaftliche ,gegner haben mir mitunter eine vollstndige ,polemik gegen alles1 was ,gefhl heit1 aufgedichtet1 whrend jeder unbefangene und aufmerksame ,leser doch unschwer erkennt1 da ich nur gegen die falsche ,einmischung der ,gefhle in die ,wissenschaft protestiere1 also gegen jene sthetischen ,schwrmer kmpfe1 die mit der ,prtension1 den ,musiker zu belehren1 nur ihre klingenden ,opiumtrume auslegen4 ,ich teile vollkommen die ,ansicht1 da der letzte ,wert des ,schnen immer auf unmittelbarer ,evidenz des ,gefhls beruhen wird4 ,aber ebenso fest halte ich an der berzeugung1 da man aus all den blichen ,appellationen an das ,gefhl nicht ein einziges musikalisches ,gesetz ableiten kann4 ,diese berzeugung bildet den einen1 den negativen ,hauptsatz dieser ,untersuchung4 ,er wendet sich zuerst und vornehmlich gegen die allgemein verbreitete ,ansicht1 die ,musik habe ,gefhle darzustellen4 ,es ist nicht einzusehen1 wie man daraus die ,forderung einer absoluten ,gefhllosigkeit der ,musik herleiten will4 ,die ,rose duftet1 aber ihr ,inhalt ist doch nicht die ,darstellung des ,duftes2 der ,wald verbreitet schattige ,khle1 allein er stellt doch nicht das ,gefhl schattiger ,khle dar4 ,es ist kein miges ,wortgefecht1 wenn ausdrcklich gegen den ,begriff darstellen vorgegangen wird2 denn aus ihm sind die grten ,irrtmer der musikalischen sthetik entsprungen4 ,etwas darstellen involviert immer die ,vorstellung von zwei getrennten1 verschiedenen ,dingen1 deren eines erst ausdrcklich durch einen besonderen ,akt auf das andere bezogen wird4 ,emanuel ,geibel hat durch ein glckliches ,bild dies ,verhltnis anschaulicher und erfreulicher ausgedrckt1 als philosophische ,analyse es vermochte1 und zwar in den ,distichen3#c ,warum glckt es dir nie1 ,musik mit ,worten zu schildern8 ,weil sie1 ein rein ,element1 ,bild und ,gedanken verschmht4 ,selbst das ,gefhl ist nur wie ein sanft durchscheinender ,flugrund1 ,drauf ihr klingender ,strom schwellend und sinkend entrollt4 #c ,neue ,gedichte4 ,wenn dies schne ,sinngedicht obendrein unter dem nachhallenden ,eindruck dieser ,schrift entstand1 wie ich zu vermuten ,anla habe1 so mu sich meine1 von poetischen ,gemtern zumeist verketzerte1 ,anschauung doch auch mit wahrer ,poesie leidlich vertragen4 ,jenem negativen ,hauptsatz steht korrespondierend der positive gegenber3 die ,schnheit eines ,tonstcks ist spezifisch musikalisch1 d4 h4 den ,tonverbindungen ohne ,bezug auf einen fremden1 auermusikalischen ,gedankenkreis innewohnend4 ,es lag in der redlichen ,absicht des ,verfassers1 das ,musikalisch-,schne als ,lebensfrage unserer ,kunst und oberste ,norm ihrer sthetik vollstndig zu beleuchten4 ,wenn trotzdem das polemische1 negierende ,element in der ,ausfhrung ein bergewicht erlangt1 so wird man dieses in ,erwgung der besonderen ,zeitumstnde hoffentlich entschuldigen4 ,als ich diese ,abhandlung schrieb1 waren die ,wortfhrer der ,zukunftsmusik eben am lautesten bei ,stimme und muten wohl ,leute von meinem ,glaubensbekenntnis zur ,reaktion reizen4 ,als ich die zweite ,auflage veranstaltete1 waren eben ,liszts ,programm-,symphonien hinzugekommen1 welche vollstndiger1 als es bisher gelungen ist1 die selbstndige ,bedeutung der ,musik abdanken1 und diese dem ,hrer nur mehr als gestaltentreibendes ,mittel eingeben4 ,seither besitzen wir nun auch ,richard ,wagners ,tristan1 ,nibelungenring und seine ,lehre von der unendlichen ,melodie1 d4 h4 die zum ,prinzip erhobene ,formlosigkeit1 den gesungenen und gegeigten ,opiumrausch1 fr dessen ,kultus ja in ,bayreuth ein eigener ,tempel erffnet worden ist4 ,man mge es mir zugute halten1 wenn ich angesichts solcher ,zeichen keine ,neigung fhlte1 den polemischen ,teil meiner ,schrift zu krzen oder abzuschwchen1 sondern im ,gegenteil noch dringender auf das ,eine und ,unvergngliche in der ,tonkunst1 auf die musikalische ,schnheit hinwies1 wie sie unsere groen ,meister verkrperten und echt musikalische ,erfinder auch in aller ,zukunft pflegen werden4 ,ed4 ,h4 ,i4 ,die ,gefhlssthetik4 ,die bisherige ,behandlungsweise der musikalischen sthetik leidet fast durchaus an dem empfindlichen ,migriff1 da sie sich nicht sowohl mit der ,ergrndung dessen1 was in der ,musik schn ist1 als vielmehr mit der ,schilderung der ,gefhle abgibt1 die sich unser dabei bemchtigen4 ,diese ,untersuchungen entsprechen vollstndig dem ,standpunkt jener lteren sthetischen ,systeme1 welche das ,schne nur in bezug auf die dadurch wachgerufenen ,empfindungen betrachteten und bekanntlich auch die ,philosophie des ,schnen als eine ,tochter der ,empfindung 7aisthsis7 aus der ,taufe hoben4 ,an und fr sich unphilosophisch1 bekommen solche sthetiken in ihrer ,anwendung auf die therischeste aller ,knste geradezu etwas ,sentimentales2 das1 so erquickend als mglich fr schne ,seelen1 dem ,lernbegierigen uerst wenig ,aufklrung bietet4 ,wer ber das ,wesen der ,tonkunst ,belehrung sucht1 der wnscht eben aus der dunklen ,herrschaft des ,gefhls herauszukommen1 und nicht -- wie ihm in den meisten ,handbchern geschieht -- fortwhrend auf das ,gefhl verwiesen zu werden4 ,der ,drang nach einer mglichst objektiven ,erkenntnis der ,dinge1 wie er in unserer ,zeit alle ,gebiete des ,wissens bewegt1 mu notwendig auch an die ,erforschung des ,schnen rhren4 ,diese wird ihm nur dadurch gengen knnen1 da sie mit einer ,methode bricht1 welche vom subjektiven ,gefhl ausgeht1 um nach einem poetischen ,spaziergang ber die ganze ,peripherie des ,gegenstandes wieder zum ,gefhl zurckzukehren4 ,sie wird1 will sie nicht ganz illusorisch werden1 sich der naturwissenschaftlichen ,methode wenigstens so weit nhern mssen1 da sie versucht1 den ,dingen selbst an den ,leib zu rcken1 und zu forschen1 was in diesen1 losgelst von den tausendfltig wechselnden ,eindrcken1 das ,bleibende1 ,objektive sei4 ,die ,poesie und die bildenden ,knste sind in ihrer sthetischen ,erforschung und ,begrndung dem gleichen ,erwerb der ,tonkunst weit voraus4 ,ihre ,gelehrten haben grtenteils den ,wahn abgelegt1 es knne die sthetik einer bestimmten ,kunst durch bloes ,anpassen des allgemeinen1 metaphysischen ,schnheitsbegriffs 7der doch in jeder ,kunst eine ,reihe neuer ,unterschiede eingeht7 gewonnen werden4 ,die knechtische ,abhngigkeit der ,spezial-sthetiken von dem obersten metaphysischen ,prinzip einer allgemeinen sthetik weicht immer mehr der berzeugung1 da jede ,kunst in ihren eigenen technischen ,bestimmungen gekannt1 aus sich selbst heraus begriffen sein will4 ,das ,system macht allmhlich der ,forschung ,platz1 und diese hlt fest an dem ,grundsatz1 da die ,schnheitsgesetze jeder ,kunst untrennbar sind von den ,eigentmlichkeiten ihres ,materials1 ihrer ,technik4#d #d ,r4 ,schumann hat viel ,unheil angestiftet mit seinem ,satz 7,i1 #dc der ,gesammelten ,schriften73 ,die sthetik der einen ,kunst ist die der andern1 nur das ,material ist verschieden4 ,ganz anders urteilt ,grillparzer und trifft das ,richtige mit folgendem ,ausspruch 7,,ix1 #adb der smtl4 ,werke73 ,der belste ,dienst1 den man in ,deutschland den ,knsten erweisen konnte1 war wohl der1 sie smtlich unter den ,namen der ,kunst zusammenzufassen4 ,so viel ,berhrungspunkte sie unter sich allerdings wohl haben1 so unendlich verschieden sind sie in den ,mitteln1 ja in den ,grundbedingungen ihrer ,ausbung4 ,wenn man den ,grundunterschied der ,musik und der ,dichtkunst schlagend charakterisieren wollte1 so mte man darauf aufmerksam machen1 wie die ,wirkung der ,musik vom ,sinnenreiz1 vom ,nervenspiel beginnt und1 nachdem das ,gefhl angeregt worden1 hchstens in letzter ,instanz an das ,geistige gelangt1 indes die ,dichtkunst zuerst den ,begriff erweckt1 nur durch ihn auf das ,gefhl wirkt und als uerste ,stufe der ,vollendung oder der ,erniedrigung erst das ,sinnliche teilnehmen lt2 der ,weg beider ist daher gerade der umgekehrte4 ,die eine ,vergeistigung des ,krperlichen1 die andere ,verkrperung des ,geistigen4 ,sodann pflegen die sthetiken der redenden und der bildenden ,knste1 sowie ihre praktischen ,auslufer1 die ,kunstkritiken1 bereits die ,regel festzuhalten1 da in sthetischen ,untersuchungen vorerst das schne ,objekt und nicht das empfindende ,subjekt zu erforschen ist4 ,die ,tonkunst allein scheint diesen sachlichen ,standpunkt noch immer nicht erringen zu knnen4 ,sie scheidet streng ihre theoretisch-grammatikalischen ,regeln von den sthetischen ,untersuchungen und liebt es1 erstere so trocken verstndig1 letztere so lyrisch-sentimental als mglich zu halten4 ,sich ihren ,inhalt als eine selbstndige ,art des ,schnen klar und scharf gegenberzustellen1 war der musikalischen sthetik bisher eine unerschwingliche ,anstrengung4 ,statt dessen treiben da die ,empfindungen den alten ,spuk bei hellichtem ,tage fort4 ,das musikalisch ,schne wird nach wie vor nur von ,seite seines subjektiven ,eindrucks angesehen1 und in ,bchern1 ,kritiken und ,gesprchen tglich bekrftigt1 da die ,affekte die einzige sthetische ,grundlage der ,tonkunst und allein berechtigt seien1 die ,grenzen des ,urteils ber dieselbe abzustecken4 ,die ,musik -- so wird uns gelehrt -- kann nicht durch ,begriffe den ,verstand unterhalten1 wie die ,dichtkunst1 ebensowenig durch sichtbare ,formen das ,auge1 wie die bildenden ,knste1 also mu sie den ,beruf haben1 auf die ,gefhle des ,menschen zu wirken4 ,die ,musik hat es mit den ,gefhlen zu tun4 ,dieses zu tun haben ist einer der charakteristischen ,ausdrcke der bisherigen musikalischen sthetik4 ,worin der ,zusammenhang der ,musik mit den ,gefhlen1 bestimmter ,musikstcke mit bestimmten ,gefhlen bestehe1 nach welchen ,naturgesetzen er wirke1 nach welchen ,kunstgesetzen er zu gestalten sei1 darber lieen uns diejenigen vollkommen im ,dunkeln1 die eben damit zu tun hatten4 ,erst wenn man sein ,auge ein wenig an dieses ,dunkel gewhnt hat1 gelangt man dahin1 zu entdecken1 da in der herrschenden musikalischen ,anschauung die ,gefhle eine doppelte ,rolle spielen4 ,frs erste wird als ,zweck und ,bestimmung der ,musik aufgestellt1 sie solle ,gefhle oder schne ,gefhle erwecken4 ,frs zweite bezeichnet man die ,gefhle als den ,inhalt1 welchen die ,tonkunst in ihren ,werken darstellt4 ,beide ,stze haben das hnliche1 da der eine genau so falsch ist1 wie der andere4 ,die ,widerlegung des ersteren1 die meisten musikalischen ,handbcher einleitenden ,satzes darf uns nicht lange aufhalten4 ,das ,schne hat berhaupt keinen ,zweck2 denn es ist bloe ,form1 welche zwar nach dem ,inhalt1 mit dem sie erfllt wird1 zu den verschiedensten ,zwecken verwandt werden kann1 aber selbst keinen andern hat1 als sich selbst4 ,wenn aus der ,betrachtung des ,schnen angenehme ,gefhle fr den ,betrachter entstehen1 so gehen diese das ,schne als solches nichts an4 ,ich kann wohl dem ,betrachter ,schnes vorfhren in der bestimmten ,absicht1 da er daran ,vergngen finde1 allein diese ,absicht hat mit der ,schnheit des ,vorgefhrten selbst nichts zu schaffen4 ,das ,schne ist und bleibt schn1 auch wenn es keine ,gefhle erzeugt1 ja wenn es weder geschaut noch betrachtet wird2 also zwar nur fr das ,wohlgefallen eines anschauenden ,subjekts1 aber nicht durch dasselbe4 ,von einem ,zweck kann also in diesem ,sinn auch bei der ,musik nicht gesprochen werden1 und die ,tatsache1 da diese ,kunst in einem lebhaften ,zusammenhang mit unseren ,gefhlen steht1 rechtfertigt keineswegs die ,behauptung1 es liege in diesem ,zusammenhange ihre sthetische ,bedeutung4 ,um dieses ,verhltnis nher zu untersuchen1 mssen wir vorerst die ,begriffe ,gefhl und ,empfindung -- gegen deren ,verwechselung im gewhnlichen ,sprachgebrauch nichts einzuwenden ist -- hier streng unterscheiden4 ,empfindung ist das ,wahrnehmen einer bestimmten ,sinnesqualitt3 eines ,tons1 einer ,farbe4 ,gefhl das ,bewutwerden einer ,frderung oder ,hemmung unseres ,seelenzustandes1 also eines ,wohlseins oder ,mibehagens4 ,wenn ich den ,geruch oder ,geschmack eines ,dinges1 dessen ,form1 ,farbe oder ,ton mit meinen ,sinnen einfach wahrnehme 7perzipiere71 so empfinde ich diese ,qualitten2 wenn ,wehmut1 ,hoffnung1 ,frohsinn oder ,ha mich bemerkbar ber den gewhnlichen ,seelenzustand emporheben oder unter denselben herabdrcken1 so fhle ich4#e #e ,in dieser ,begriffsbezeichnung stimmen die lteren ,philosophen mit den neueren ,physiologen berein1 und wir muten sie unbedingt den ,benennungen der ,hegelschen ,schule vorziehen1 welche bekanntlich innere und uere ,empfindung unterscheidet4 ,das ,schne trifft zuerst unsere ,sinne4 ,dieser ,weg ist ihm nicht eigentmlich1 es teilt ihn mit allem berhaupt ,erscheinenden4 ,die ,empfindung ist ,anfang und ,bedingung des sthetischen ,gefallens und bildet erst die ,basis des ,gefhls1 welches stets ein ,verhltnis und oft die kompliziertesten ,verhltnisse voraussetzt4 ,empfindungen zu erregen bedarf es nicht der ,kunst2 ein einzelner ,ton1 eine einzelne ,farbe kann das4 ,wie gesagt1 werden beide ,ausdrcke willkrlich vertauscht1 meistens aber in lteren ,werken ,empfindung genannt1 was wir als ,gefhl bezeichnen4 ,unsere ,gefhle also1 meinen jene ,schriftsteller1 solle die ,musik erregen und uns abwechselnd mit ,andacht1 ,liebe1 ,jubel1 ,wehmut erfllen4 ,solche ,bestimmung hat aber in ,wahrheit weder diese noch eine andere ,kunst4 ,die ,kunst hat vorerst ein ,schnes darzustellen4 ,das ,organ1 womit das ,schne aufgenommen wird1 ist nicht das ,gefhl1#f sondern die ,phantasie1 als die ,ttigkeit des reinen ,schauens4 #f ,hegel hat gezeigt1 wie die ,untersuchung der ,empfindungen 7nach unserer ,terminologie3 der ,gefhle71 welche eine ,kunst erweckt1 ganz im ,unbestimmten stehen bleibt und gerade vom eigentlichen konkreten ,inhalt absieht4 ,was empfunden wird1 sagt er1 bleibt eingehllt in der ,form abstraktester1 einzelner ,subjektivitt1 und deshalb sind auch die ,unterschiede der ,empfindung ganz abstrakte1 keine ,unterschiede der ,sache selbst 7sthetik ,i1 #db74 ,merkwrdig ist es1 wie die ,musiker und lteren sthetiker sich nur in dem ,kontrast von ,gefhl und ,verstand bewegen1 als lge nicht die ,hauptsache gerade inmitten dieses angeblichen ,dilemmas4 ,aus der ,phantasie des ,knstlers entsteigt das ,tonstck fr die ,phantasie des ,hrers4 ,freilich ist die ,phantasie gegenber dem ,schnen nicht blo ein ,schauen1 sondern ein ,schauen mit ,verstand1 d4 i4 ,vorstellen und ,urteilen1 letzteres natrlich mit solcher ,schnelligkeit1 da die einzelnen ,vorgnge uns gar nicht zum ,bewutsein kommen1 und die ,tuschung entsteht1 es geschehe unmittelbar1 was doch in ,wahrheit von vielfach vermittelnden ,geistesprozessen abhngt4 ,das ,wort ,anschauung1 lngst von den ,gesichtsvorstellungen auf alle ,sinneserscheinungen bertragen1 entspricht berdies trefflich dem ,akte des aufmerksamen ,hrens1 welches ja in einem sukzessiven ,betrachten der ,tonformen besteht4 ,die ,phantasie ist dabei keineswegs ein abgeschlossenes ,gebiet3 so wie sie ihren ,lebensfunken aus den ,sinnesempfindungen zog1 sendet sie wiederum ihre ,radien schnell an die ,ttigkeit des ,verstandes und des ,gefhls aus4 ,dies sind fr die echte ,auffassung des ,schnen jedoch nur ,grenzgebiete4 ,in reiner ,anschauung geniet der ,hrer das erklingende ,tonstck1 jedes stoffliche ,interesse mu ihm fern liegen4 ,ein solches ist aber die ,tendenz1 ,affekte in sich erregen zu lassen4 ,ausschlieliche ,bettigung des ,verstandes durch das ,schne verhlt sich logisch anstatt sthetisch1 eine vorherrschende ,wirkung auf das ,gefhl ist noch bedenklicher1 nmlich gerade pathologisch4 ,alles das1 von der allgemeinen sthetik lngst entwickelt1 gilt gleichmig fr das ,schne aller ,knste4 ,behandelt man also die ,musik als ,kunst1 so mu man die ,phantasie und nicht das ,gefhl als die sthetische ,instanz derselben erkennen4 ,der bescheidene ,vordersatz scheint uns darum rtlich1 weil bei dem wichtigen ,nachdruck1 welcher unermdlich auf die durch ,musik zu erzielende ,snftigung der menschlichen ,leidenschaften gelegt wird1 man in der ,tat oft nicht wei1 ob von der ,tonkunst als von einer polizeilichen1 einer pdagogischen oder medizinischen ,maregel die ,rede ist4 ,die ,musiker sind aber weniger in dem ,irrtume befangen1 alle ,knste gleichmig den ,gefhlen vindizieren zu wollen1 als sie darin vielmehr etwas spezifisch der ,tonkunst ,eigentmliches sehen4 ,die ,macht und ,tendenz1 beliebige ,affekte im ,hrer zu erwecken1 sei es eben1 was die ,musik vor den brigen ,knsten charakterisiere4#g #g ,wo ,gefhl nicht einmal von ,empfindung getrennt wurde1 da kann von einem tieferen ,eingehen in die ,unterschiede des ersteren um so weniger die ,rede sein2 sinnliche und intellektuelle ,gefhle1 die chronische ,form der ,stimmung1 die akute des ,affektes1 ,neigung und ,leidenschaft1 sowie die eigentmlichen ,frbungen dieser als pathos der ,griechen und passio der neueren ,lateiner wurden in bunter ,mischung nivelliert1 und von der ,musik lediglich ausgesagt1 sie sei speziell die ,kunst1 ,gefhle zu erregen4 ,allein so wenig wir diese ,wirkung als die ,aufgabe der ,knste berhaupt anerkannten1 so wenig knnen wir in ihr das spezifische ,wesen der ,musik erblicken4 ,einmal festgehalten1 da die ,phantasie das eigentliche ,organ des ,schnen ist1 wird eine sekundre ,wirkung auf das ,gefhl in jeder ,kunst vorkommen4 ,bewegt uns nicht ein groes ,geschichtsbild mit der ,kraft eines ,erlebnisses8 ,stimmen uns ,raphaels ,madonnen nicht zur ,andacht1 ,poussins ,landschaften nicht zu sehnschtiger ,wanderlust8 ,bleibt etwa der ,anblick des ,straburger ,doms ohne ,wirkung auf unser ,gemt8 ,die ,antwort kann nicht zweifelhaft sein4 ,sie gilt ebenso von der ,poesie1 ja von mancher auersthetischen ,ttigkeit1 z4 ,b4 religiser ,erbauung1 ,eloquenz u4 a4 ,wir sehen1 da die brigen ,knste ebenfalls stark genug auf das ,gefhl einwirken4 ,den angeblichen prinzipiellen ,unterschied derselben von der ,musik mte man daher auf ein ,mehr oder ,weniger dieser ,wirkung basieren4 ,ganz unwissenschaftlich an sich1 htte dieser ,ausweg obendrein die ,entscheidung1 ob man strker und tiefer fhle bei einer ,mozartschen ,symphonie oder bei einem ,trauerspiele ,shakespeares1 bei einem ,gedicht von ,uhland oder einem ,hummelschen ,rondo1 fglich jedermann selbst zu berlassen4 ,meint man aber1 die ,musik wirke unmittelbar auf das ,gefhl1 die andern ,knste erst durch die ,vermittlung von ,begriffen1 so fehlt man nur mit andern ,worten1 weil1 wie wir gesehen1 die ,gefhle auch von dem ,musikalisch-,schnen nur in zweiter ,linie beschftigt werden sollen1 unmittelbar nur die ,phantasie4 ,unzhligemal wird in musikalischen ,abhandlungen die ,analogie herbeigerufen1 die zweifellos zwischen der ,musik und der ,baukunst besteht4 ,ist aber je einem vernnftigen ,architekten beigefallen1 die ,baukunst habe den ,zweck1 ,gefhle zu erregen1 oder es seien diese der ,inhalt derselben8 ,jedes wahre ,kunstwerk wird sich in irgendeine ,beziehung zu unserm ,fhlen setzen1 keines in eine ausschlieliche4 ,man sagt also gar nichts fr das sthetische ,prinzip der ,musik ,entscheidendes1 wenn man sie nur ganz allgemein durch ihre ,wirkung auf das ,gefhl charakterisiert4 ,ebensowenig etwa1 als man das ,wesen des ,weins ergrndet1 indem man sich betrinkt4 ,es wird einzig auf die spezifische ,art ankommen1 wie solche ,affekte durch ,musik hervorgerufen werden4 ,statt also an der sekundren und unbestimmten ,gefhlswirkung musikalischer ,erscheinungen zu kleben1 gilt es1 in das ,innere der ,werke zu dringen und die spezifische ,kraft ihres ,eindrucks aus den ,gesetzen ihres eigenen ,organismus zu erklren4 ,ein ,maler oder ein ,poet berredet sich kaum mehr1 ,rechenschaft von dem ,schnen seiner ,kunst abgelegt zu haben1 wenn er untersuchte1 welche ,gefhle seine ,landschaft oder sein ,drama hervorruft3 er wird der zwingenden ,macht nachspren1 warum das ,werk gefllt und weshalb gerade in dieser und keiner andern ,weise4 ,da diese ,untersuchung1 wie wir spter sehen werden1 in der ,tonkunst viel schwieriger ist als in den andern ,knsten1 ja da das ,erforschliche in ihr nur bis zu einer gewissen ,tiefe hinabreicht1 berechtigt ihre ,kritiker noch lange nicht1 ,gefhlsaffektionen und musikalische ,schnheit unmittelbar zu vermengen1 statt sie in wissenschaftlicher ,methode mglichst getrennt darzustellen4 ,kann berhaupt das ,gefhl keine ,basis fr sthetische ,gesetze sein1 so ist obendrein gegen die ,sicherheit des musikalischen ,fhlens ,wesentliches zu bemerken4 ,wir meinen hier nicht blo die konventionelle ,befangenheit1 die es ermglicht1 da unser ,fhlen und ,vorstellen oft durch ,texte1 berschriften und andere blo gelegentliche ,gedankenverbindungen1 besonders in ,kirchen-1 ,kriegs- und ,theaterkompositionen eine ,richtung erhlt1 welche wir flschlich dem ,charakter der ,musik an sich zuzuschreiben geneigt sind4 ,vielmehr ist berhaupt der ,zusammenhang eines ,tonstckes mit der dadurch hervorgerufenen ,gefhlsbewegung kein unbedingt kausaler1 sondern es wechselt diese ,stimmung mit dem wechselnden ,standpunkt unserer musikalischen ,erfahrungen und ,eindrcke4 ,wir begreifen heute oft kaum1 wie unsere ,groeltern diese ,tonreihe fr einen entsprechenden ,ausdruck gerade dieses ,affekts ansehen konnten4 ,dafr ist z4 ,b4 die auerordentliche ,verschiedenheit ein ,beweis1 mit der viele ,mozartsche1 ,beethovensche und ,webersche ,kompositionen zur ,zeit ihrer ,neuheit im ,gegensatz zu heute auf die ,herzen der ,hrer wirkten4 ,wie viele ,werke von ,mozart erklrte man zu ihrer ,zeit fr das ,leidenschaftlichste1 ,feurigste und ,khnste1 was berhaupt an musikalischen ,stimmungsbildern mglich schien4 ,der ,behaglichkeit und dem reinen ,wohlsein1 welches aus ,haydns ,symphonien ausstrme1 stellte man die ,ausbrche heftiger ,leidenschaft1 ernstester ,kmpfe1 bitterer1 schneidender ,schmerzen in ,mozarts#h ,musik gegenber4 ,zwanzig bis dreiig ,jahre spter entschied man genau so zwischen ,beethoven und ,mozart4 ,die ,stelle ,mozarts als ,reprsentanten der heftigen1 hinreienden ,leidenschaft nahm ,beethoven ein1 und ,mozart war zu der olympischen ,klassizitt ,haydns avanciert4 hnliche ,wandlungen seiner ,anschauung erfhrt jeder aufmerksame ,musiker im ,laufe eines lngeren ,lebens an sich selbst4 ,durch diese ,verschiedenheit der ,gefhlswirkung ist jedoch die musikalische ,schtzung vieler einst so aufregend wirkender ,werke1 der sthetische ,genu1 den ihre ,originalitt und ,schnheit uns heute noch bereitet1 an und fr sich nicht alteriert4 ,der ,zusammenhang musikalischer ,werke mit gewissen ,stimmungen besteht also nicht immer1 berall1 notwendig1 als ein absolut ,zwingendes1 er ist vielmehr unvergleichlich wandelbarer als in jeder andern ,kunst4 #h ,namentlich von ,rochlitz existieren manche solcher fr uns heute sehr verwunderlichen ,aussprche ber ,mozarts ,instrumentalmusiken4 ,derselbe ,rochlitz bezeichnet das reizende ,menuetto capriccio in ,webers ,as-dur-,sonate als einen ununterbrochen fortstrmenden ,ergu einer leidenschaftlichen1 heftig aufgeregten ,seele1 und doch mit bewunderungswrdiger ,festigkeit zusammengehalten4 ,so besitzt denn die ,wirkung der ,musik auf das ,gefhl weder die ,notwendigkeit1 noch die ,ausschlielichkeit1 noch die ,stetigkeit1 welche eine ,erscheinung aufweisen mte1 um ein sthetisches ,prinzip begrnden zu knnen4 ,die starken ,gefhle selbst1 welche die ,musik aus ihrem ,schlummer wachsingt1 und all die sen wie schmerzlichen ,stimmungen1 in die sie uns ,halbtrumende einlullt3 wir mchten sie nicht durchaus unterschtzen4 ,zu den schnsten1 heilsamsten ,mysterien gehrt es ja1 da die ,kunst solche ,bewegungen ohne irdischen ,anla1 recht von ,gottes ,gnaden hervorzurufen vermag4 ,nur gegen die unwissenschaftliche ,verwertung dieser ,tatsachen fr sthetische ,prinzipien legen wir ,verwahrung ein4 ,lust und ,trauer knnen durch ,musik in hohem ,grade erweckt werden2 das ist richtig4 ,nicht in noch hherem vielleicht durch den ,gewinnst des groen ,treffers1 oder durch die ,todeskrankheit eines ,freundes8 ,solange man ,anstand nimmt1 deshalb ein ,lotterielos den ,symphonien1 oder ein rztliches ,bulletin den ,ouvertren beizuzhlen1 so lange darf man auch faktisch erzeugte ,affekte nicht als eine sthetische ,spezialitt der ,tonkunst oder eines bestimmten ,tonstcks behandeln4 ,es wird einzig auf die spezifische ,art ankommen1 wie solche ,affekte durch ,musik hervorgerufen werden4 ,wir werden im ,,iv4 und ,v4 ,kapitel den ,einwirkungen der ,musik auf das ,gefhl die aufmerksamste ,betrachtung widmen1 und die positiven ,seiten dieses merkwrdigen ,verhltnisses untersuchen4 ,hier1 am ,eingang unserer ,schrift1 konnte die negative ,seite1 als ,protest gegen ein unwissenschaftliches ,prinzip1 nicht zu scharf hervorgekehrt werden4 ,der erste1 der meines ,wissens diese ,gefhlssthetik in der ,musik angegriffen hat1 ist ,herbart 7im #i4 ,kapitel seiner ,enzyklopdie74 ,nachdem er sich gegen die ,deutelei von ,kunstwerken erklrt hat1 sagt er3 ,die ,traumdeuter und ,astrologen haben sich ,jahrtausende nicht wollen sagen lassen1 da ein ,mensch trume1 weil er schlft1 und da die ,gestirne sich bald da1 bald dort zeigen1 weil sie sich bewegen4 ,so wiederholen bis auf den heutigen ,tag selbst gute ,musikkenner den ,satz1 die ,musik drcke ,gefhle aus1 als ob das ,gefhl1 das etwa durch sie erregt wird1 und zu dessen ,ausdruck sie eben deshalb1 wenn man will1 sich gebrauchen lt1 den allgemeinen ,regeln des einfachen und doppelten ,kontrapunktes zugrunde lge1 auf denen ihr wahres ,wesen beruht4 ,was mgen doch die alten ,knstler1 welche die mglichen ,formen der ,fuge entwickelten1 auszudrcken beabsichtigt haben8 ,gar nichts wollen sie ausdrcken2 ihre ,gedanken gingen nicht hinaus1 sondern in das innere ,wesen der ,kunst hinein2 diejenigen aber1 die sich auf ,bedeutungen legen1 verraten ihre ,scheu vor dem innern und ihre ,vorliebe fr den uern ,schein4 ,leider hat ,herbart diese gelegentliche ,opposition im einzelnen nicht nher begrndet1 und neben dieser glnzenden finden sich bei ihm auch manche schiefe ,bemerkungen ber ,musik4 ,jedenfalls haben seine obigen ,worte1 wie wir sogleich sehen werden1 nicht die verdiente ,beachtung gefunden4 ,anmerkung4 ,es dnkt uns fr den vorliegenden ,zweck kaum notwendig1 den ,ansichten1 deren ,bekmpfung uns beschftigt1 die ,namen ihrer ,autoren beizusetzen1 da diese ,ansichten weniger die ,blte eigentmlicher berzeugungen1 als vielmehr der ,ausdruck einer allgemein gewordenen traditionellen ,denkweise sind4 ,nur um einen ,einblick in die ausgebreitete ,herrschaft dieser ,grundstze zu gewhren1 mgen einige ,zitate lterer und neuerer ,musikschriftsteller aus der groen ,menge derer1 welche dafr zu ,gebote stehen1 hier ,platz finden4 ,mattheson3 ,wir mssen bei jeder ,melodie uns eine ,gemtsbewegung 7wo nicht mehr als eine7 zum ,hauptzweck setzen4 7,vollkomm4 ,kapellmeister4 ,s4 #adc47 ,neidhardt3 ,der ,musik ,endzweck ist1 alle ,affekte durch die bloen ,tne und deren ,rhythmum1 trotz dem besten ,redner1 rege zu machen4 7,vorrede zur ,temperatur47 ,j4 ,n4 ,forkel versteht unter den ,figuren in der ,musik dasselbe1 was sie in der ,dichtkunst und ,redekunst sind1 nmlich der ,ausdruck der unterschiedenen ,arten1 nach welchen sich ,empfindungen und ,leidenschaften uern4 7ber die ,theorie der ,musik4 ,gttingen #aggg4 ,s4 #bf47 ,j4 ,mosel definiert die ,musik als die ,kunst1 bestimmte ,empfindungen durch geregelte ,tne auszudrcken4 ,c4 ,f4 ,michaelis3 ,musik ist die ,kunst des ,ausdrucks von ,empfindungen durch ,modulation der ,tne4 ,sie ist die ,sprache der ,affekte usw4 7ber den ,geist der ,tonkunst1 #b4 ,versuch4 #ahjj4 ,s4 #bi47 ,marburg3 ,der ,zweck1 den der ,komponist sich in seiner ,arbeit vorsetzen soll1 ist1 die ,natur nachzuahmen 444 die ,leidenschaften nach seinem ,willen zu regen 444 die ,bewegungen der ,seele1 die ,neigungen des ,herzens nach dem ,leben zu schildern4 7,krit4 ,musikus1 #a4 ,band4 #agej4 #dj4 ,stck47 ,w4 ,heinse3 ,der ,hauptendzweck der ,musik ist die ,nachahmung oder vielmehr ,erregung von ,leidenschaften4 7,musikal4 ,dialoge4 #ahje4 ,s4 #cj47 ,j4 ,j4 ,engel3 ,eine ,sinfonie1 eine ,sonate usw4 mu die ,ausfhrung einer ,leidenschaft1 die aber in mannigfaltige ,empfindungen ausbeugt1 enthalten4 7ber musikal4 ,malerei4 #aghj4 ,s4 #bi47 ,j4 ,ph4 ,kirnberger3 ,ein melodischer ,satz 7,thema7 ist ein verstndlicher ,satz aus der ,sprache der ,empfindung1 der einen empfindsamen ,zuhrer die ,gemtslage1 die ihn hervorgebracht hat1 fhlen lt4 7,kunst des reinen ,satzes1 ,,ii4 ,teil1 ,s4 #aeb47 ,pierers ,universallexikon 7#b4 ,auflage73 ,musik ist die ,kunst1 durch schne ,tne ,empfindungen und ,seelenzustnde auszudrcken4 ,sie steht hher als die ,dichtkunst1 welche nur 767 mit dem ,verstande erkennbare ,stimmungen darzustellen vermag1 da die ,musik ganz unerklrliche ,empfindungen und ,ahnungen ausdrckt4 ,g4 ,schillings ,universallexikon der ,tonkunst bringt unter dem ,artikel ,musik die gleiche ,erklrung4 ,koch definiert die ,musik als die ,kunst1 ein angenehmes ,spiel der ,empfindungen durch ,tne auszudrcken4 7,musik4 ,lexikon3 ,musik47 ,a4 ,andr3 ,musik ist die ,kunst1 ,tne hervorzubringen1 welche ,empfindungen und ,leidenschaften schildern1 erregen und unterhalten4 7,lehrbuch der ,tonkunst ,i47 ,sulzer3 ,musik ist die ,kunst1 durch ,tne unsere ,leidenschaften auszudrcken1 wie in der ,sprache durch ,worte4 7,theorie der schnen ,knste47 ,j4 ,w4 ,bhm3 ,nicht den ,verstand1 nicht die ,vernunft1 sondern nur das ,gefhlsvermgen beschftigen der ,saiten harmonische ,tne4 7,analyse des ,schnen der ,musik4 ,wien #ahcj4 ,s4 #fb47 ,gottfried ,weber3 ,die ,tonkunst ist die ,kunst1 durch ,tne ,empfindungen auszudrcken4 7,theorie der ,tonsetzkunst1 #b4 ,aufl4 ,i4 ,bd4 ,s4 #ae47 ,f4 ,hand3 ,die ,musik stellt ,gefhle dar4 ,jedes ,gefhl und jeder ,gemtszustand hat an sich und so auch in der ,musik seinen besonderen ,ton und ,rhythmus4 7sthetik der ,tonkunst1 ,i4 ,bd4 #ahcg4 #bd47 ,amadeus ,autodidaktus3 ,die ,tonkunst entquillt und wurzelt nur in der ,welt der geistigen ,gefhle und ,empfindungen4 ,musikalisch melodische ,tne 767 erklingen nicht dem ,verstande1 welcher ,empfindungen ja nur beschreibt und zergliedert1 444 sie sprechen zu dem ,gemt usw4 7,aphorismen ber ,musik4 ,leipzig #aheg4 ,s4 #cbi47 ,fermo ,bellini3 ,musica l'arte1 che esprime i sentimenti e le passioni col mezzo di suoni4 7,manuale di ,musica4 ,milano1 ,ricordi4 #ahec47 ,friedrich ,thiersch3 ,allgemeine sthetik 7,berlin #ahdf7 #ah4 ,s4 #aja3 ,die ,musik ist die ,kunst1 durch ,wahl und ,verbindung der ,tne ,gefhle und ,stimmungen des ,gemtes auszudrcken oder zu erregen4 ,a4 v4 ,dommer3 ,elemente der ,musik 7,leipzig #ahfb73 ,aufgabe der ,tonkunst3 ,die ,tonkunst soll ,gefhle und durch das ,gefhl ,vorstellungen in uns erregen4 7,s4 #agd47 ,rich4 ,wagner1 ,das ,kunstwerk der ,zukunft 7#ahej4 ,gesamm4 ,schr4 ,,iii1 #ii und hnlich sonst73 ,das ,organ des ,herzens ist der ,ton1 seine knstlerisch bewute ,sprache die ,tonkunst4 ,in den spteren ,schriften freilich werden ,wagners ,definitionen noch nebelhafter2 da ist ihm ,musik gleich ,kunst des ,ausdrucks berhaupt 7in ,oper und ,drama1 ,ges4 ,schriften ,,iii1 #cdc71 die ihm als ,idee der ,welt befhigt scheint1 das ,wesen der ,dinge in seiner unmittelbarsten ,kundgebung zu erfassen usw4 7,beethoven4 #ahgj4 ,s4 #f ff474 ,,ii4 ,die ,darstellung von ,gefhlen ist nicht der ,inhalt der ,musik4 ,teils als ,konsequenz dieser ,theorie1 welche die ,gefhle fr das ,endziel musikalischer ,wirkung erklrt1 teils als ,korrektiv derselben1 wird der ,satz aufgestellt3 die ,gefhle seien der ,inhalt1 welchen die ,tonkunst darzustellen habe4 ,die philosophische ,untersuchung einer ,kunst drngt zu der ,frage nach dem ,inhalt derselben4 ,die ,verschiedenheit des ,inhalts der ,knste 7untereinander7 und die damit zusammenhngende ,grundverschiedenheit ihrer ,gestaltung folgt mit ,notwendigkeit aus der ,verschiedenheit der ,sinne1 an welche sie gebunden sind4 ,jeder ,kunst eignet ein ,kreis von ,ideen1 welche sie mit ihren ,ausdrucksmitteln als ,ton1 ,wort1 ,farbe1 ,stein darstellt4 ,das einzelne ,kunstwerk verkrpert demnach eine bestimmte ,idee als ,schnes in sinnlicher ,erscheinung4 ,diese bestimmte ,idee1 die sie verkrpernde ,form1 und die ,einheit beider sind ,bedingungen des ,schnheitsbegriffs1 von welchen keine wissenschaftliche ,ergrndung irgend einer ,kunst sich mehr trennen kann4 ,was ,inhalt eines ,werks der dichtenden oder bildenden ,kunst sei1 lt sich mit ,worten ausdrcken und auf ,begriffe zurckfhren4 ,wir sagen3 dies ,bild stellt ein ,blumenmdchen vor1 diese ,statue einen ,gladiator1 jenes ,gedicht eine ,tat ,rolands4 ,das mehr oder minder vollkommene ,aufgehen des so bestimmten ,inhalts in der knstlerischen ,erscheinung begrndet dann unser ,urteil ber die ,schnheit des ,kunstwerks4 ,als ,inhalt der ,musik hat man ziemlich einverstndlich die ganze ,stufenleiter menschlicher ,gefhle genannt1 weil man in diesen den ,gegensatz zu begrifflicher ,bestimmtheit und daher die richtige ,unterscheidung von dem ,ideal der bildenden und dichtenden ,kunst gefunden glaubte4 ,demnach seien die ,tne und ihr kunstreicher ,zusammenhang blo ,material1 ,ausdrucksmittel1 wodurch der ,komponist die ,liebe1 den ,mut1 die ,andacht1 das ,entzcken darstellt4 ,diese ,gefhle in ihrer reichen ,mannigfaltigkeit seien die ,idee1 welche den irdischen ,leib des ,klanges angetan1 um als musikalisches ,kunstwerk auf ,erden zu wandeln4 ,was uns an einer reizenden ,melodie1 einer sinnigen ,harmonie ergtzt und erhebt1 sei nicht diese selbst1 sondern was sie bedeutet3 das ,flstern der ,zrtlichkeit1 das ,strmen der ,kampflust4 ,um auf festen ,boden zu gelangen1 mssen wir vorerst solche altverbundene ,metaphern schonungslos trennen3 ,das ,flstern8 ,ja2 -- aber keineswegs der ,sehnsucht2 das ,strmen8 ,allerdings1 doch nicht der ,kampflust4 ,in der ,tat besitzt die ,musik das eine oder das andere2 sie kann flstern1 strmen1 rauschen1 -- das ,lieben und ,zrnen aber trgt nur unser eigenes ,herz in sie hinein4 ,die ,darstellung eines bestimmten ,gefhls oder ,affektes liegt gar nicht in dem eigenen ,vermgen der ,tonkunst4 ,es stehen nmlich die ,gefhle in der ,seele nicht isoliert da1 so da sie sich aus ihr gleichsam herausheben lieen von einer ,kunst1 welcher die ,darstellung der brigen ,geistesttigkeiten verschlossen ist4 ,sie sind im ,gegenteil abhngig von physiologischen und pathologischen ,voraussetzungen1 sind bedingt durch ,vorstellungen1 ,urteile1 kurz durch eben das ganze ,gebiet verstndigen und vernnftigen ,denkens1 welchem man das ,gefhl so gern als ein ,gegenstzliches gegenberstellt4 ,was macht denn ein ,gefhl zu diesem bestimmten ,gefhl8 ,zur ,sehnsucht1 ,hoffnung1 ,liebe8 ,etwa die bloe ,strke oder ,schwche1 das ,wogen der inneren ,bewegung8 ,gewi nicht4 ,diese kann bei verschiedenen ,gefhlen gleich sein und auch wieder bei demselben ,gefhl1 in mehreren ,individuen1 zu andern ,zeiten1 verschieden4 ,nur auf ,grundlage einer ,anzahl -- im ,momente starken ,fhlens vielleicht unbewuter -- ,vorstellungen und ,urteile kann unser ,seelenzustand sich zu eben diesem bestimmten ,gefhl verdichten4 ,das ,gefhl der ,hoffnung ist untrennbar von der ,vorstellung eines glcklicheren ,zustandes1 welcher kommen soll und mit dem gegenwrtigen verglichen wird4 ,die ,wehmut vergleicht ein vergangenes ,glck mit der ,gegenwart4 ,das sind ganz bestimmte ,vorstellungen1 ,begriffe1 ohne sie1 ohne diesen ,gedankenapparat1 kann man das gegenwrtige ,fhlen nicht ,hoffnung1 nicht ,wehmut nennen1 er macht sie dazu4 ,abstrahiert man von ihm1 so bleibt eine unbestimmte ,bewegung1 allenfalls die ,empfindung allgemeinen ,wohlbefindens oder ,mibehagens4 ,die ,liebe kann ohne die ,vorstellung einer geliebten ,persnlichkeit1 ohne den ,wunsch und das ,streben nach der ,beglckung1 ,verherrlichung1 dem ,besitz dieses ,gegenstandes nicht gedacht werden4 ,nicht die ,art der bloen ,seelenbewegung1 sondern ihr begrifflicher ,kern1 ihr wirklicher1 historischer ,inhalt macht sie zur ,liebe4 ,ihrer ,dynamik nach kann diese ebensogut sanft als strmisch1 ebensowohl froh als schmerzlich auftreten und bleibt doch immer ,liebe4 ,diese ,betrachtung allein reicht hin1 zu zeigen1 da ,musik nur jene verschiedenen begleitenden ,adjektiva ausdrcken knne1 nie das ,substantivum1 die ,liebe selbst4 ,ein bestimmtes ,gefhl 7eine ,leidenschaft1 ein ,affekt7 existiert als solches niemals ohne einen wirklichen historischen ,inhalt1 der eben nur in ,begriffen dargelegt werden kann4 ,begriffe kann die ,musik als unbestimmte ,sprache zugestandenerweise nicht wiedergeben -- ist da nicht die ,folgerung psychologisch unablehnbar1 da sie auch bestimmte ,gefhle nicht auszudrcken vermag8 ,die ,bestimmtheit der ,gefhle ruht ja gerade in deren begrifflichem ,kern4 ,wie es komme1 da ,musik dennoch ,gefhle1 wie ,wehmut1 ,frohsinn u4 dgl4 erregen kann 7nicht mu71 das wollen wir spter1 wo vom subjektiven ,eindruck der ,musik die ,rede sein wird1 untersuchen4 ,hier mute blo theoretisch festgestellt werden1 ob die ,musik fhig sei1 ein bestimmtes ,gefhl darzustellen4 ,die ,frage war zu verneinen1 da die ,bestimmtheit der ,gefhle von konkreten ,vorstellungen und ,begriffen nicht getrennt werden kann1 welche letztere auer dem ,gestaltungsbereich der ,musik liegen4 -- ,einen gewissen ,kreis von ,ideen hingegen kann die ,musik mit ihren eigensten ,mitteln reichlichst darstellen4 ,dies sind1 entsprechend dem sie aufnehmenden ,organ1 unmittelbar alle diejenigen ,ideen1 welche auf hrbare ,vernderungen der ,kraft1 der ,bewegung1 der ,proportionen sich beziehen1 also die ,idee des ,anschwellenden1 des ,absterbenden1 des ,eilens1 ,zgerns1 des knstlich ,verschlungenen1 des einfach ,fortschreitenden u4 dgl4 -- ,es kann ferner der sthetische ,ausdruck einer ,musik anmutig genannt werden1 sanft1 heftig1 kraftvoll1 zierlich1 frisch3 lauter ,ideen1 welche in ,tonverbindungen eine entsprechende sinnliche ,erscheinung finden4 ,wir knnen diese ,eigenschaftswrter daher unmittelbar von musikalischen ,bildungen gebrauchen1 ohne an die ethische ,bedeutung zu denken1 welche sie fr das menschliche ,seelenleben haben1 und die eine gelufige ,ideenverbindung so schnell zur ,musik heranbringt1 ja mit den rein musikalischen ,eigenschaften unter der ,hand zu verwechseln pflegt4 ,die ,ideen1 welche der ,komponist darstellt1 sind vor allem und zuerst rein musikalische4 ,seiner ,phantasie erscheint eine bestimmte schne ,melodie4 ,sie soll nichts anderes sein als sie selbst4 ,wie aber jede konkrete ,erscheinung auf ihren hheren ,gattungsbegriff1 auf die sie zunchst erfllende ,idee hinweist1 und so fort immer hher und hher bis zur absoluten ,idee1 so geschieht es auch mit den musikalischen ,ideen4 ,so wird z4 ,b4 dieses sanfte1 harmonisch ausklingende ,adagio die ,idee des ,sanften1 ,harmonischen berhaupt zur schnen ,erscheinung bringen4 ,die allgemeine ,phantasie1 welche gern die ,ideen der ,kunst in bezug zum eigenen1 menschlichen ,seelenleben setzt1 wird dies ,ausklingen noch hher1 z4 ,b4 als den ,ausdruck milder ,resignation eines in sich vershnten ,gemtes auffassen1 und kann vielleicht sofort bis zur ,ahnung eines ewigen jenseitigen ,friedens aufsteigen4 ,auch die ,poesie und bildende ,kunst stellen vorerst ein ,konkretes dar4 ,erst mittelbar kann das ,bild eines ,blumenmdchens auf die allgemeinere ,idee mdchenhafter ,zufriedenheit und ,anspruchslosigkeit1 ein beschneiter ,kirchhof auf die ,idee der irdischen ,vergnglichkeit hinweisen4 ,geradeso1 nur mit ungleich unsicherer und willkrlicher ,deutung1 kann der ,hrer in diesem ,musikstck die ,idee jugendlichen ,gengens1 in jenem die ,idee der ,vergnglichkeit heraushren2 allein ebensowenig als in den genannten ,bildern sind diese abstrakten ,ideen der ,inhalt des musikalischen ,werkes3 von einer ,darstellung des ,gefhls der ,vergnglichkeit1 des ,gefhls der jugendlichen ,gengsamkeit kann nun vollends keine ,rede sein4 ,es gibt ,ideen1 welche durch die ,tonkunst vollkommen reprsentiert werden und trotzdem nicht als ,gefhl vorkommen1 sowie umgekehrt ,gefhle von solcher ,mischung das ,gemt bewegen knnen1 da sie in keiner durch ,musik darstellbaren ,idee ihre entsprechende ,bezeichnung finden4 ,was kann also die ,musik von den ,gefhlen darstellen1 wenn nicht deren ,inhalt8 ,nur das ,dynamische derselben4 ,sie vermag die ,bewegung eines physischen ,vorganges nach den ,momenten3 schnell1 langsam1 stark1 schwach1 steigend1 fallend nachzubilden4 ,bewegung ist aber nur eine ,eigenschaft1 ein ,moment des ,gefhls1 nicht dieses selbst4 ,gemeiniglich glaubt man1 das darstellende ,vermgen der ,musik gengend zu begrenzen1 wenn man behauptet1 sie knne keineswegs den ,gegenstand eines ,gefhls bezeichnen1 wohl aber das ,gefhl selbst1 z4 ,b4 nicht das ,objekt einer bestimmten ,liebe1 wohl aber ,liebe4 ,sie kann dies in ,wahrheit ebensowenig4 ,nicht ,liebe1 sondern nur eine ,bewegung kann sie schildern1 welche bei der ,liebe oder auch einem andern ,affekt vorkommen kann1 immer jedoch das ,unwesentliche seines ,charakters ist4 ,liebe ist ein abstrakter ,begriff1 so gut wie ,tugend und ,unsterblichkeit4 ,die ,versicherung der ,theoretiker1 ,musik habe keine abstrakten ,begriffe darzustellen1 ist berflssig2 denn keine ,kunst kann dies4 ,da nur ,ideen1 d4 i4 lebendig gewordene ,begriffe ,inhalt knstlerischer ,verkrperung sind1 versteht sich von selbst4#i ,aber auch die ,ideen der ,liebe1 des ,zornes1 der ,furcht knnen ,instrumentalwerke nicht zur ,erscheinung bringen1 weil zwischen jenen ,ideen und schnen ,tonverbindungen kein notwendiger ,zusammenhang besteht4 ,welches ,moment dieser ,ideen ist's denn also1 dessen die ,musik sich in der ,tat so wirksam zu bemchtigen wei8 ,es ist die ,bewegung 7natrlich in dem weiteren ,sinne1 der auch das ,anschwellen und ,abschwchen des einzelnen ,tones oder ,akkordes als ,bewegung auffat74 ,sie bildet das ,element1 welches die ,tonkunst mit den ,gefhlszustnden gemeinschaftlich hat1 und das sie schpferisch in tausend ,abstufungen und ,gegenstzen zu gestalten vermag4 #i ,vischer 7sth4 #aa ,anmerkung7 definiert die bestimmten ,ideen als die ,reiche des ,lebens1 sofern ihre ,wirklichkeit als ihrem ,begriff entsprechend gedacht wird4 ,denn ,idee bezeichnet immer den in seiner ,wirklichkeit rein und mangellos gegenwrtigen ,begriff4 ,der ,begriff der ,bewegung ist bisher in den ,untersuchungen des ,wesens und der ,wirkung der ,musik auffallend vernachlssigt worden2 er dnkt uns der wichtigste und fruchtbarste4 ,was uns auerdem in der ,musik bestimmte ,seelenzustnde zu malen scheint1 ist symbolisch4 ,wie die ,farben1 so besitzen nmlich die ,tne schon von ,haus aus und in ihrer ,vereinzelung symbolische ,bedeutung1 welche auerhalb und vor aller knstlerischen ,absicht wirkt4 ,jede ,farbe atmet eigentmlichen ,charakter3 sie ist uns keine bloe ,ziffer1 welche durch den ,knstler lediglich eine ,stellung erhlt1 sondern eine ,kraft1 schon von ,natur aus in sympathetischen ,zusammenhang mit gewissen ,stimmungen gesetzt4 ,wer kennt nicht die ,farbendeutungen1 wie sie in ihrer ,einfachheit gang und gbe1 oder durch feinere ,geister zu poetischem ,raffinement gehoben werden8 ,wir verbinden ,grn mit dem ,gefhl der ,hoffnung1 ,blau mit der ,treue4 ,rosenkranz erkennt in ,rotgelb anmutige ,wrde1 in ,violett philisterhafte ,freundlichkeit usw4 7,psychologie1 #b4 ,aufl4 ,s4 #ajb47 ,in hnlicher ,weise sind uns die elementaren ,stoffe der ,musik3 ,tonarten1 ,akkorde und ,klangfarben schon an sich ,charaktere4 ,wir haben auch eine nur zu geschftige ,auslegekunst fr die ,bedeutung musikalischer ,elemente2 ,schubarts ,symbolik der ,tonarten bietet in ihrer ,art ein ,seitenstck zu ,goethes ,deutung der ,farben4 ,es folgen jedoch diese ,elemente 7,tne1 ,farben7 in ihrer knstlerischen ,verwendung ganz andern ,gesetzen1 als jene ,wirkung ihrer isolierten ,erscheinung4 ,so wenig auf einem ,historienbild jedes ,rot uns ,freude1 jedes ,wei ,unschuld bedeutet1 ebensowenig wird in einer ,symphonie alles ,as-dur uns eine schwrmerische1 alles ,h-moll eine menschenfeindliche ,stimmung erwecken1 oder jeder ,dreiklang ,befriedigung1 jeder verminderte ,septakkord ,verzweiflung4 ,auf sthetischem ,boden neutralisieren sich derlei elementare ,selbstndigkeiten unter der ,gemeinsamkeit hherer ,gesetze4 ,von einem ,ausdrcken oder ,darstellen ist solche ,naturbeziehung weit entfernt4 ,symbolisch nannten wir sie1 indem sie den ,inhalt keineswegs unmittelbar darstellt1 sondern eine von diesem wesentlich verschiedene ,form bleibt4 ,wenn wir im ,gelben ,eifersucht1 in ,g-dur ,heiterkeit1 in der ,zypresse ,trauer sehen1 so hat diese ,deutung einen physiologisch-psychologischen ,zusammenhang mit ,bestimmtheiten dieser ,gefhle1 allein es hat ihn eben nur unsere ,deutung1 nicht die ,farbe1 der ,ton1 die ,pflanze an und fr sich4 ,man kann daher weder von einem ,akkord an sich sagen1 er stelle ein bestimmtes ,gefhl dar1 noch weniger tut er das im ,zusammenhang des ,kunstwerkes4 ,ein anderes ,mittel fr den angeblichen ,zweck1 auer der ,analogie der ,bewegung und der ,symbolik der ,tne1 hat die ,musik nicht4 ,lt sich somit ihr ,unvermgen1 bestimmte ,gefhle darzustellen1 leicht aus der ,natur der ,tne ableiten1 so scheint es fast unbegreiflich1 da es auf dem ,erfahrungswege nicht noch viel schneller ins allgemeine ,bewutsein gedrungen ist4 ,versuche jemand1 dem noch so viele ,gefhlssaiten aus einem ,instrumentalstck anklingen1 mit klaren ,grnden nachzuweisen1 welcher ,affekt den ,inhalt desselben bilde4 ,die ,probe ist unerllich4 -- ,hren wir z4 ,b4 ,beethovens ,ouvertre zu ,prometheus4 ,was das aufmerksame ,ohr des ,kunstfreundes in stetiger ,folge aus ihr vernimmt1 ist ungefhr folgendes3 ,die ,tne des ersten ,taktes perlen nach einem ,fall in die ,unterquarte rasch und leise aufwrts1 wiederholen sich genau im zweiten2 der dritte und vierte ,takt fhren denselben ,gang in grerem ,umfang weiter1 die ,tropfen des in die ,hhe getriebenen ,springbrunnens perlen herab1 um in den nchsten vier ,takten dieselbe ,figur und dasselbe ,figurenbild auszufhren4 ,vor dem geistigen ,sinn des ,hrers erbaut sich also in der ,melodie die ,symmetrie zwischen dem ersten und dem zweiten ,takte1 dann dieser beiden ,takte zu den zwei folgenden1 endlich der vier ersten ,takte als eines groen ,bogens gegen den gleich groen korrespondierenden der folgenden vier ,takte4 ,der den ,rhythmus markierende ,ba bezeichnet den ,anfang der ersten drei ,takte mit je einem ,schlag1 den vierten mit zwei ,schlgen2 in gleicher ,weise bei den folgenden vier ,takten4 ,hier ist also der vierte ,takt gegen die drei ersten eine ,verschiedenheit1 welche durch die ,wiederholung in den nchsten vier ,takten symmetrisch wird und das ,ohr als ein ,zug der ,neuheit im alten ,gleichgewicht erfreut4 ,die ,harmonie in dem ,thema zeigt uns wieder das ,korrespondieren eines groen und zweier kleinen ,bogen3 dem ,c-dur-,dreiklang in den vier ersten ,takten entspricht der ,sekundakkord im fnften und sechsten1 dann der ,quintsextakkord im siebenten und achten ,takt4 ,dieses wechselseitige ,korrespondieren zwischen ,melodie1 ,rhythmus und ,harmonie erzeugt ein symmetrisches und doch abwechslungsvolles ,bild1 welches durch die ,klangfarben der verschiedenen ,instrumente und den ,wechsel der ,tonstrke noch reichere ,lichter und ,schatten erhlt4 ,musikbeispiel ,einen weiteren ,inhalt als den eben angedeuteten vermgen wir durchaus nicht in dem ,thema zu erkennen1 am wenigsten ein ,gefhl zu nennen1 welches es darstellte oder im ,hrer erwecken mte4 ,solche ,zergliederung macht freilich ein ,gerippe aus blhendem ,krper1 geeignet1 alle ,schnheit1 aber auch alle falsche ,deutelei zu zerstren4 ,wie mit diesem ganz zufllig gewhlten ,motiv geht es mit jedem andern ,instrumentalthema4 ,eine groe ,klasse von ,musikfreunden hlt es blo fr ein ,charakteristikum der lteren klassischen ,musik1 den ,affekten abhold zu sein1 und gibt von vornherein zu1 da niemand in einer der #dh ,fugen und ,prludien aus ,j4 ,s4 ,bachs wohltemperiertem ,klavier ein ,gefhl werde nachweisen knnen1 das den ,inhalt derselben bilde4 ,so dilettantisch und willkrlich diese ,unterscheidung auch ist1 welche in dem ,umstand1 da in der lteren ,musik der ,selbstzweck noch unverkennbarer1 die ,deutbarkeit schwieriger und weniger verlockend erscheint1 ihre ,erklrung findet1 -- der ,beweis wre dadurch schon hergestellt1 da die ,musik nicht ,gefhle erwecken und zum ,gegenstand haben mu4 ,das ganze ,gebiet der ,figuralmusik fiele hinweg4 ,mssen aber groe1 historisch wie sthetisch begrndete ,kunstgattungen ignoriert werden1 um einer ,theorie ,haltbarkeit zu erschleichen1#aj dann ist diese falsch4 ,ein ,schiff mu untergehen1 sobald es auch nur ein ,leck hat4 ,wem dies nicht gengt1 der mag ihr immerhin den ganzen ,boden ausschlagen4 ,er spiele das ,thema irgend einer ,mozartschen oder ,haydnschen ,symphonie1 eines ,beethovenschen ,adagios1 eines ,mendelssohnschen ,scherzos1 eines ,schumannschen oder ,chopinschen ,klavierstckes1 den ,stamm unserer gehaltvollsten ,musik2 oder auch die populrsten ,ouvertrenmotive von ,auber1 ,donizetti1 ,flotow4 ,wer tritt hinzu und getraut sich1 ein bestimmtes ,gefhl als ,inhalt dieser ,themen aufzuzeigen8 ,der eine wird ,liebe sagen4 ,mglich4 ,der andere meint ,sehnsucht4 ,vielleicht4 ,der dritte fhlt ,andacht4 ,niemand kann das widerlegen4 ,und so fort4 ,heit dies nun ein bestimmtes ,gefhl darstellen1 wenn niemand wei1 was eigentlich dargestellt wird8 ber die ,schnheit und ,schnheiten des ,musikstckes werden wahrscheinlich alle bereinstimmend denken1 von dem ,inhalt jeder verschieden4 ,darstellen heit aber einen ,inhalt klar1 anschaulich produzieren1 ihn uns vor ,augen daher stellen4 ,wie mag man nun dasjenige als das von einer ,kunst ,dargestellte bezeichnen1 welches1 das ungewisseste1 vieldeutigste ,element derselben1 einem ewigen ,streit unterworfen ist8 #aj ,bachianer wie ,spitta freilich erstreben dies umgekehrt1 indem sie1 statt zugunsten ihres ,meisters die ,theorie selbst zu bestreiten1 die ,fugen und ,suiten desselben mit ebenso beredten und positiven ,gefhlsergssen interpretieren1 wie nur ein subtiler ,beethovenianer seines ,meisters ,sonaten4 ,wir haben absichtlich ,instrumentalstze zu ,beispielen gewhlt4 ,denn nur was von der ,instrumentalmusik behauptet werden kann1 gilt von der ,tonkunst als solcher4 ,wenn irgendeine allgemeine ,bestimmtheit der ,musik untersucht wird1 etwas so ihr ,wesen und ihre ,natur kennzeichnen1 ihre ,grenzen und ,richtung feststellen soll1 so kann nur von der ,instrumentalmusik die ,rede sein4 ,was die ,instrumentalmusik nicht kann1 von dem darf nie gesagt werden1 die ,musik knne es2 denn nur sie ist reine1 absolute ,tonkunst4 ,ob man nun die ,vokal- oder die ,instrumentalmusik an ,wert und ,wirkung vorziehen wolle1 -- eine unwissenschaftliche ,prozedur1 bei der meist dilettantische ,einseitigkeit das ,wort fhrt1 -- man wird stets einrumen mssen1 da der ,begriff ,tonkunst in einem auf ,textworte komponierten ,musikstck nicht rein aufgehe4 ,in einer ,vokalkomposition kann die ,wirksamkeit der ,tne nie so genau von jener der ,worte1 der ,handlung1 der ,dekoration getrennt werden1 da die ,rechnung der verschiedenen ,knste sich streng sondern liee4 ,sogar ,tonstcke mit bestimmten berschriften oder ,programmen mssen wir ablehnen1 wo es sich um den ,inhalt der ,musik handelt4 ,die ,vereinigung mit der ,dichtkunst erweitert die ,macht der ,musik1 aber nicht ihre ,grenzen4#aa #aa ,gervinus hat den ,rangstreit zwischen der ,vokal- und ,instrumentalmusik in seinem ,hndel und ,shakespeare 7#ahfh7 wieder aufgenommen2 aber indem er die ,sangkunst fr echte und wahre ,musik1 die ,spielkunst fr ein von allem ,innerlichen auf das uerliche herabgekommenes ,kunstwerk1 fr ein physikalisches ,mittel zu physiologischen ,reizen erklrt1 beweist er mit allem ,aufwand seines ,scharfsinnes doch nur1 da man ein gelehrter ,hndel-,enthusiast und dennoch in wunderlichen ,irrtmern ber das ,wesen der ,musik befangen sein kann4 ,niemand hat diese ,irrtmer schlagender widerlegt1 als ,ferdinand ,hiller1 dessen ,kritik des ,buches von ,gervinus wir nachstehende treffende ,stellen entnehmen3 ,die ,verbindungen des ,wortes mit dem ,tone sind von der mannigfachsten ,art4 ,von dem einfachsten1 in ,tnen noch halb gesprochenen ,rezitativ bis zu einem ,chore von ,bach oder einem ,opernfinale von ,mozart -- welch eine ,reihe von ,zusammensetzungen6 ,aber nur im ,rezitativischen1 mag es selbstndig auftreten oder den ,gang eines ,gesangstckes auch nur durch einen ,ausruf unterbrechen1 kann der ,text mit der ,musik in gleicher ,kraft den ,hrer ergreifen4 ,sobald die ,musik in ihrer vollstndigen ,wesenheit auftritt1 lt sie das ,wort1 das sonst omnipotente ,wort1 weit hinter sich zurck4 ,der ,beweis liegt1 leider mchte man sagen1 allzu nahe4 ,schn komponiert1 kann das schlechteste ,gedicht die ,freude an der ,komposition kaum schmlern1 das grte poetische ,meisterwerk aber kann eine langweilige ,musik nicht einmal sttzen4 ,welch geringes ,interesse erregt der ,text eines ,oratoriums bei der ,lektre2 man begreift es kaum1 da er dem genialen ,tondichter den ,stoff geben konnte zu einer stundenlangen1 ,ohr1 ,herz und ,seele erfllenden ,musik4 ,ja1 mehr noch1 es ist in den meisten ,fllen dem ,hrer gar nicht mglich1 ,worte und ,melodie gleichzeitig zu erfassen4 ,die konventionellen ,klnge1 aus welchen sich ein ,satz in der ,sprache zusammensetzt1 mssen ziemlich rasch miteinander verbunden werden1 damit sie1 vom ,gedchtnisse zusammengehalten1 im ,geiste zum ,verstndnisse gelangen4 ,die ,musik aber erfat den ,hrer mit dem ersten ,tone und fhrt ihn mit sich fort1 ohne ihm die ,zeit1 ja nur die ,mglichkeit zu lassen1 auf das ,gehrte zurckzukommen4444 ,mgen wir1 fhrt ,hiller weiter fort1 dem naivsten ,volksliede lauschen1 mag uns ,hndels ,halleluja1 von tausend ,stimmen getragen1 entgegenklingen1 so wird es im ersteren ,falle der ,reiz einer kaum entfalteten ,melodienknospe1 im letzteren die ,kraft und ,pracht der vereinigten ,elemente der ganzen ,tonwelt sein1 was uns reizt oder begeistert4 ,das dort vom ,feinsliebchen1 hier vom ,himmelreich die ,rede1 trgt zu jener ersteren1 unmittelbaren ,wirkung nichts bei2 diese ist rein musikalischer ,natur und wrde nicht ausbleiben1 auch wenn man die ,worte weder verstnde1 noch verstehen knnte4 7,aus dem ,tonleben unserer ,zeit4 ,neue ,folge4 ,leipzig #ahga4 ,s4 #dj ff47 ,wir haben in der ,vokalkomposition ein untrennbar verschmolzenes ,produkt vor uns1 aus dem es nicht mehr mglich ist1 die ,gre der einzelnen ,faktoren zu bestimmen4 ,wenn es sich um die ,wirkung der ,dichtkunst handelt1 so wird es niemand einfallen1 die ,oper als ,beleg hervorzuheben2 es braucht grerer ,verleugnung1 aber nur derselben ,einsicht1 um bei den ,grundbestimmungen musikalischer sthetik ein ,gleiches zu tun4 ,die ,vokalmusik illuminiert die ,zeichnung des ,gedichtes4#ab ,wir haben in den musikalischen ,elementen ,farben von grter ,pracht und ,zartheit erkannt1 von symbolischer ,bedeutsamkeit obendrein4 ,sie werden vielleicht ein mittelmiges ,gedicht zur innigsten ,offenbarung des ,herzens umwandeln4 ,trotzdem sind es die ,tne nicht1 welche in einem ,gesangstcke darstellen1 sondern der ,text4 ,die ,zeichnung1 nicht das ,kolorit1 bestimmt den dargestellten ,gegenstand4 ,wir appellieren an das ,abstraktionsvermgen des ,hrers1 das sich irgendeine dramatisch wirksame ,melodie abgelst von aller dichterischen ,bestimmung rein musikalisch vorstellen wolle4 ,man wird z4 ,b4 in einer sehr wirksamen dramatischen ,melodie1 welche ,zorn auszudrcken hat1 an und fr sich keinen weiteren psychischen ,ausdruck finden1 als den einer raschen1 leidenschaftlichen ,bewegung4 ,worte einer leidenschaftlich bewegten ,liebe1 also das gerade ,gegenteil1 werden vielleicht gleich richtig durch dieselbe ,melodie interpretiert sein4 #ab ,diesen bekannten bildlichen ,ausdruck knnen wir hier als zutreffend gebrauchen1 wo es sich noch1 abgesehen von jeder sthetischen ,forderung1 blo um das abstrakte ,verhalten der ,musik zu ,textworten berhaupt und damit um die ,entscheidung handelt1 von welchem dieser beiden ,faktoren die selbstndige1 magebende ,bestimmung des ,inhaltes 7,gegenstandes7 ausgehe4 ,sobald es sich aber nicht mehr um das ,was1 sondern um das ,wie der musikalischen ,leistungen handelt1 hrt der ,satz freilich auf1 passend zu sein4 ,nur im logischen 7wir htten beinahe gesagt im juristischen7 ,sinn ist der ,text ,hauptsache1 die ,musik ,akzessorium1 die sthetische ,anforderung an den ,komponisten geht viel hher1 sie verlangt selbstndige 7zugleich natrlich textentsprechende7 musikalische ,schnheit4 ,fragt es sich also nicht mehr abstrakt1 was die ,musik1 indem sie ,textworte behandelt1 tut1 sondern wie sie es im wirklichen ,falle tun soll1 so darf man ihre ,abhngigkeit vom ,gedicht nicht in gleich enge ,schranken bannen1 wie sie der ,zeichner dem ,koloristen zieht4 ,seit ,gluck in der groen1 notwendigen ,reaktion gegen die melodischen bergriffe der ,italiener nicht auf1 sondern hinter die rechte ,mitte zurckschritt 7genau wie in unsern ,tagen ,richard ,wagner71 wird der in der ,dedikation zur ,alceste ausgesprochene ,satz1 es sei der ,text die richtige und wohlangelegte ,zeichnung1 welche die ,musik lediglich zu kolorieren habe1 unablssig nachgebetet4 ,wenn die ,musik nicht in viel groartigerem1 als blo kolorierendem ,sinne das ,gedicht behandelt1 wenn sie nicht -- selbst ,zeichnung und ,farbe zugleich -- etwas ganz ,neues hinzubringt1 das in ureigener ,schnheitskraft blttertreibend die ,worte zum bloen ,epheuspalier umschafft3 dann hat sie hchstens die ,staffel der ,schlerbung oder ,dilettantenfreude erklommen1 die reine ,hhe der ,kunst nimmermehr4 ,als die ,arie des ,orpheus3 ,j'ai perdu mon ,euridice1 ,rien n'gale mon malheur ,tausende 7und darunter ,mnner wie ,j4 ,j4 ,rousseau7 zu ,trnen rhrte1 bemerkte ein ,zeitgenosse ,glucks1 ,boy1 da man dieser ,melodie ebensogut1 ja weit richtiger die entgegengesetzten ,worte unterlegen knnte3 ,j'ai trouv mon ,euridice1 ,rien n'gale mon bonheur4 ,wir setzen den ,anfang der ,arie1 der ,krze wegen mit ,klavierbegleitung1 doch genau nach der italienischen ,originalpartitur her3 ,musikbeispiel ,wir sind zwar durchaus nicht der ,meinung1 da in diesem ,falle der ,komponist ganz freizusprechen sei1 indem die ,musik fr den ,ausdruck schmerzlichster ,traurigkeit gewi weit bestimmtere ,tne besitzt4 ,allein wir whlen aus ,hunderten gerade dies ,beispiel1 einmal weil es den ,meister trifft1 dem die grte ,genauigkeit im dramatischen ,ausdruck zugeschrieben wird1 sodann weil mehrere ,generationen an dieser ,melodie das ,gefhl hchsten ,schmerzes bewunderten1 welchen die mit ihr verbundenen ,worte aussprechen4 ,allein auch weit bestimmtere und ausdrucksvollere ,gesangsstellen werden1 losgelst von ihrem ,text1 uns hchstens raten lassen1 welches ,gefhl sie ausdrcken4 ,sie gleichen ,silhouetten1 deren ,original wir meistens erst erkennen1 wenn man uns gesagt hat1 wer das sei4 ,was hier an einzelnem gezeigt wurde1 erweist sich ebenso an ,werken von grerem und grtem ,umfang4 ,man hat ganzen ,gesangstcken oft andere ,texte untergelegt4 ,wenn man in ,wien ,meyerbeers ,hugenotten mit ,vernderung des ,schauplatzes1 der ,zeit1 der ,personen1 der ,begebenheit und der ,worte als ,ghibellinen in ,pisa auffhrt1 so strt ohne ,zweifel die ungeschickte ,mache einer solchen ,umarbeitung1 allein der rein musikalische ,ausdruck wird nicht im mindesten beleidigt4 ,und doch soll das religise ,gefhl1 der ,glaubensfanatismus geradezu die ,springfeder der ,hugenotten bilden1 welche in den ,ghibellinen ganz entfllt4 ,der ,choral ,luthers darf hier nicht eingewendet werden2 er ist ein ,zitat4 ,als ,musik pat er zu jeder ,konfession4 -- ,hat der ,leser nie das fugierte ,allegro aus der ,ouvertre zur ,zauberflte als ,vokalquartett sich zankender ,handelsjuden gehrt8 ,mozarts ,musik1 an der nicht eine ,note gendert ist1 pat zum ,entsetzen gut auf den niedrigkomischen ,text1 und man kann sich in der ,oper nicht herzlicher an dem ,ernst der ,komposition erfreuen1 als man hier ber die ,komik derselben lachen mu4 ,derlei ,belege fr das weite ,gewissen jedes musikalischen ,motivs und jedes menschlichen ,affektes lieen sich zahllos vorbringen4 ,die ,stimmung religiser ,andacht gilt mit ,recht fr eine der musikalisch am wenigsten vergreifbaren4 ,nun gibt es unzhlige deutsche ,dorf- oder ,marktkirchen1 wo zur heiligen ,wandlung das ,alphorn von ,proch oder die ,schluarie aus der ,sonnambula 7mit dem koketten ,dezimensprung in meine ,arme7 oder hnliches auf der ,orgel vorgetragen wird4 ,jeder ,deutsche1 der nach ,italien kommt1 hrt mit ,staunen in den ,kirchen die bekanntesten ,opernmelodien von ,rossini1 ,bellini1 ,donizetti und ,verdi4 ,diese und noch weltlichere ,stcke1 wenn sie nur halbwegs sanften ,charakters klingen1 sind weit entfernt1 die ,gemeinde in ihrer ,andacht zu stren1 im ,gegenteil pflegt alles aufs uerste erbaut zu sein4 ,wre die ,musik an sich imstande1 religise ,andacht als ,inhalt darzustellen1 so wrde solch ein quid pro quo ebenso unmglich sein1 als da der ,prediger statt seiner ,exhorte eine ,tiecksche ,novelle oder einen ,parlamentsakt von der ,kanzel rezitierte4 ,unsere grten ,meister geistlicher ,tonkunst bieten ,beispiele in ,flle fr unsern ,satz4 ,namentlich ,hndel verfuhr hierin mit groartiger ,ungeniertheit4 ,winterfeld hat nachgewiesen1 da viele der berhmtesten und ob ihres frommen ,ausdrucks bewundertsten ,stcke im ,messias aus den weltlichen1 meist erotischen ,duetten herbergenommen sind1 welche ,hndel 7#agaa bis #agab7 fr die ,kurprinzessin ,caroline von ,hannover auf ,madrigale von ,mauro ,ortensio gesetzt hatte4 ,die ,musik zu dem zweiten ,duett3 ,n1 di voi non uo' fidarmi1 ,cieco amor1 crudel belt2 ,troppo siete menzognere ,lusinghiere deit6#ac verwendete ,hndel unverndert in ,tonart und ,melodie fr den ,chor im ersten ,teil des ,messias3 ,denn uns ist ein ,kind geboren4 -- ,der dritte ,satz desselben ,duetts ,s per prova i vostri inganni hat dieselben ,motive wie der ,chor im zweiten ,teil des ,messias ,wie ,schafe gehen4 ,das ,madrigal ,nr4 #af 7,duett fr ,sopran und ,alt7 ist im wesentlichen ganz bereinstimmend mit dem ,duett im dritten ,teil des ,messias3 ,o ,tod1 wo ist dein ,stachel2 -- dort lautet der ,text3 ,si tu non lasci amore ,mio cor1 ti pentirai1 ,lo so ben io6 #ac ,nein1 ich will euch nicht trauen1 blinder ,amor1 grausame ,schnheit1 ihr seid zu lgenhafte1 schmeichlerische ,gottheiten6 ,von den zahlreichen anderen ,beispielen bei ,seb4 ,bach sei nur an smtliche madrigalische ,stcke des ,weihnachts-,oratoriums erinnert1 die bekanntlich aus ganz verschiedenen weltlichen ,gelegenheitskantaten arglos herbergenommen sind4 ,und ,gluck1 von dem uns gelehrt wird1 er habe die hohe dramatische ,wahrheit seiner ,musik nur dadurch erreicht1 da er jede ,note genau der bestimmten ,situation anpate1 ja seine ,melodie aus dem ,tonfall der ,verse selbst zog1 -- ,gluck hat in die ,armida nicht weniger als fnf ,musikstcke aus seinen lteren italienischen ,opern herbergenommen4 7,vgl4 m4 ,moderne ,oper ,s4 #af47 ,man sieht1 da die ,vokalmusik1 deren ,theorie niemals das ,wesen der ,tonkunst bestimmen kann1 auch praktisch nicht imstande ist1 die aus dem ,begriff der ,instrumentalmusik gewonnenen ,grundstze ,lgen zu strafen4 ,der von uns bekmpfte ,satz ist brigens so in ,fleisch und ,blut der gangbaren sthetisch-musikalischen ,anschauung eingedrungen1 da auch alle seine ,deszendenten und ,seitenverwandten sich gleicher ,unantastbarkeit erfreuen4 ,dazu gehrt die ,theorie von der ,nachahmung sichtbarer oder unmusikalisch hrbarer ,gegenstnde durch die ,tonkunst4 ,mit besonderer ,wohlweisheit wird uns bei der ,frage von der ,tonmalerei immer wieder versichert1 die ,musik knne keineswegs die auer ihrem ,bereich liegende ,erscheinung selbst malen1 sondern nur das ,gefhl1 welches dadurch in uns erzeugt wird4 ,gerade umgekehrt4 ,die ,musik kann nur die uere ,erscheinung nachzuahmen trachten1 niemals aber das durch sie bewirkte1 spezifische ,fhlen4 ,das ,fallen der ,schneeflocken1 das ,flattern der ,vgel1 den ,aufgang der ,sonne kann ich nur dadurch musikalisch malen1 da ich analoge1 diesen ,phnomenen dynamisch verwandte ,gehrseindrcke hervorbringe4 ,in ,hhe1 ,strke1 ,schnelligkeit1 ,rhythmus der ,tne bietet sich dem ,ohr eine ,figur1 deren ,eindruck jene ,analogie mit der bestimmten ,gesichtswahrnehmung hat1 welche ,sinnesempfindungen verschiedener ,gattung gegeneinander erreichen knnen4 ,wie es physiologisch ein ,vikarieren eines ,sinnes fr den andern bis zu einer gewissen ,grenze gibt1 so auch sthetisch ein gewisses ,vikarieren eines ,sinneseindruckes fr den andern4 ,da zwischen der ,bewegung im ,raume und jener in der ,zeit1 zwischen der ,farbe1 ,feinheit1 ,gre eines ,gegenstandes und der ,hhe1 ,klangfarbe1 ,strke eines ,tones wohlbegrndete ,analogie herrscht1 so kann man in der ,tat einen ,gegenstand musikalisch malen1 das ,gefhl aber in ,tnen schildern zu wollen1 das der fallende ,schnee1 der krhende ,hahn1 der zuckende ,blitz in uns hervorbringt1 ist einfach lcherlich4 ,obgleich1 meines ,erinnerns1 alle musikalischen ,theoretiker auf dem ,grundsatz1 die ,musik knnte bestimmte ,gefhle darstellen1 stillschweigend folgern und weiter bauen1 so hinderte doch manche ein richtiges ,gefhl1 ihn geradezu anzuerkennen4 ,der ,mangel begrifflicher ,bestimmtheit in der ,musik strte sie und lie sie den ,satz dahin ndern3 die ,tonkunst habe nicht etwa bestimmte1 wohl aber unbestimmte ,gefhle zu erwecken und darzustellen4 ,vernnftigerweise kann man damit nur meinen1 die ,musik solle die ,bewegung des ,fhlens1 abgezogen von dem ,inhalt desselben1 dem ,gefhlten1 enthalten2 das also1 was wir das ,dynamische der ,affekte genannt und der ,musik vollstndig eingerumt haben4 ,dies ,element der ,tonkunst ist aber kein ,darstellen unbestimmter ,gefhle4 ,denn ,unbestimmtes darstellen ist ein ,widerspruch4 ,seelenbewegungen als ,bewegungen an sich1 ohne ,inhalt1 sind kein ,gegenstand knstlerischer ,verkrperung1 weil diese ohne die ,frage3 was bewegt sich oder wird bewegt1 nirgend ,hand anlegen kann4 ,das ,richtige an dem ,satz1 nmlich die involvierte ,forderung1 ,musik solle kein bestimmtes ,gefhl schildern1 ist ein lediglich negatives ,moment4 ,was aber ist das ,positive1 das ,schpferische im musikalischen ,kunstwerk8 ,ein unbestimmtes ,fhlen als solches ist kein ,inhalt2 soll eine ,kunst sich dessen bemchtigen1 so kommt alles darauf an1 wie es geformt wird4 ,jede ,kunstttigkeit besteht aber im ,individualisieren1 in dem ,prgen des ,bestimmten aus dem ,unbestimmten1 des ,besondern aus dem ,allgemeinen4 ,die ,theorie der unbestimmten ,gefhle verlangt das gerade ,gegenteil4 ,man ist hier noch schlimmer daran1 als bei dem frheren ,satz1 man soll glauben1 da die ,musik etwas darstelle1 und wei doch niemals1 was4 ,sehr einfach ist von hier der kleine ,schritt zu der ,erkenntnis1 da die ,musik gar keine1 weder bestimmte noch unbestimmte1 ,gefhle schildert4 ,welcher ,musiker htte aber diese durch unvordenklichen ,besitz ersessene ,reichsdomne seiner ,kunst aufgeben wollen8#ad #ad ,zu welchen ,absurditten das falsche ,prinzip fhrt1 in jedem ,musikstck die ,darstellung eines bestimmten ,gefhles zu finden1 und das noch falschere3 fr jede ,gattung musikalischer ,kunstformen ein spezielles ,gefhl als notwendigen ,inhalt zu diktieren1 -- ersieht man aus den ,werken geistreicher ,mnner wie ,mattheson4 ,getreu seinem ,grundsatz3 ,wir mssen bei jeder ,melodie uns eine ,gemtsbewegung zum ,hauptzweck setzen1 lehrt er in seinem ,vollkommenen ,kapellmeister 7,s4 #bcj ff473 ,die ,leidenschaft1 welche in einer ,kurrende vorgetragen werden soll1 ist die ,hoffnung4 ,die ,sarabande hat keine andere ,leidenschaft auszudrcken1 als die ,ehrsucht4 ,im ,concerto grosso fhrt die ,wollust das ,regiment4 ,die ,chaconne habe ,ersttigung auszudrcken1 die ,ouvertre ,edelmut4 ,unser ,resultat liee vielleicht noch der ,meinung ,raum1 da die ,darstellung bestimmter ,gefhle fr die ,musik zwar ein ,ideal sei1 das sie niemals ganz erreichen1 dem sie sich aber immer mehr nhern knne und solle4 ,die vielen grosprechenden ,redensarten von der ,tendenz der ,musik1 die ,schranken ihrer ,unbestimmtheit zu durchbrechen und konkrete ,sprache zu werden1 die beliebten ,lobpreisungen solcher ,kompositionen1 an welchen man dies ,bestreben wahrnimmt oder wahrzunehmen vermeint1 zeugen von der wirklichen ,verbreitung solcher ,ansicht4 ,allein noch entschiedener1 als wir die ,mglichkeit musikalischer ,gefhlsdarstellung bekmpften1 haben wir die ,meinung abzuwehren1 als knne diese jemals das sthetische ,prinzip der ,tonkunst abgeben4 ,das ,schne in der ,musik wrde mit der ,genauigkeit der ,gefhlsdarstellung auch dann nicht kongruieren1 wenn diese mglich wre4 ,nehmen wir diese ,mglichkeit fr einen ,moment an1 um uns praktisch zu berzeugen4 ,offenbar knnen wir diese ,fiktion nicht an der ,instrumentalmusik versuchen1 welche die ,nachweisung bestimmter ,affekte von selbst verwehrt1 sondern nur an der ,vokalmusik1 der das ,betonen vorgezeichneter ,seelenzustnde zukommt4#ae #ae ,in ,kritiken von ,vokalmusik hat der ,verfasser 7und andere seinen ,grundstzen beistimmende ,kritiker7 der ,krze und ,bequemlichkeit halber hufig die ,worte ,ausdrcken1 ,schildern1 ,darstellen von den ,tnen u4 dgl4 arglos gebraucht1 und man darf sie wohl gebrauchen1 wenn man sich ihrer ,uneigentlichkeit streng bewut bleibt1 d4 h4 ihrer ,beschrnktheit auf symbolischen und dynamischen ,ausdruck4 ,hier bestimmen die dem ,komponisten vorliegenden ,worte das zu schildernde ,objekt2 die ,musik hat die ,macht1 es zu beleben1 zu kommentieren1 ihm in mehr oder weniger hohem ,grade den ,ausdruck individueller ,innerlichkeit zu verleihen4 ,sie tut dies durch mglichste ,charakteristik der ,bewegung und durch ,verwertung der den ,tnen innewohnenden ,symbolik4 ,fat sie als ,hauptgesichtspunkt den ,text ins ,auge1 und nicht die eigene ausgeprgte ,schnheit1 so kann sie es zu hoher ,individualisierung1 ja zu dem ,scheine bringen1 sie allein stelle wirklich das ,gefhl dar1 welches in den ,worten bereits unverrckbar1 wenngleich steigerungsfhig vorlag4 ,diese ,tendenz erreicht in der ,wirkung etwas hnliches mit dem vorgeblichen ,darstellen eines ,affektes als ,inhalt des bestimmten ,musikstcks4 ,gesetzt den ,fall1 jene wirkliche und diese angebliche ,kraft der ,tonkunst wren kongruent1 die ,gefhlsdarstellung mglich und ,inhalt der ,musik1 so wrden wir folgerichtig solche ,kompositionen die vollkommensten nennen1 welche die ,aufgabe am bestimmtesten lsen4 ,allein wer kennt nicht ,tonwerke von hchster ,schnheit ohne solchen ,inhalt8 7,wir erinnern an ,bachs ,fugen und ,prludien47 ,umgekehrt gibt es ,vokalkompositionen1 welche ein bestimmtes ,gefhl aufs genauste1 innerhalb der eben erklrten ,grenzen1 abzukonterfeien suchen1 und welchen die ,wahrheit dieses ,schilderns ber jedes andere ,prinzip geht4 ,bei nherer ,betrachtung gelangen wir zu dem ,ergebnis1 da das rcksichtslose ,anschmiegen solcher musikalischen ,schilderung meist in umgekehrtem ,verhltnis steht zu ihrer selbstndigen ,schnheit1 da also die deklamatorisch-dramatische ,genauigkeit und die musikalische ,vollendung nur die ,hlfte ,weges miteinander fortschreiten1 dann aber sich trennen4 ,am deutlichsten zeigt dies das ,rezitativ1 als diejenige ,form1 welche am unmittelbarsten und bis auf den ,akzent des einzelnen ,wortes sich dem deklamatorischen ,ausdruck anschmiegt1 nicht mehr anstrebend1 als einen getreuen ,abgu bestimmter1 meist rasch wechselnder ,gemtszustnde4 ,dies mte1 als wahre ,verkrperung jener ,lehre1 die hchste1 vollkommenste ,musik sein2 in der ,tat aber sinkt diese im ,rezitativ ganz zur ,dienerin herab und verliert ihre selbstndige ,bedeutung4 ,ein ,beweis1 da der ,ausdruck bestimmter ,seelenvorgnge mit der ,aufgabe der ,musik nicht kongruiert1 sondern in letzter ,konsequenz derselben hemmend entgegensteht4 ,man spiele ein lngeres ,rezitativ mit ,hinweglassung der ,worte und frage dann nach seinem musikalischen ,wert und ,bedeuten4 ,diese ,probe aber mu jede ,musik aushalten1 welcher allein wir die hervorgebrachte ,wirkung zuschreiben sollen4 ,keineswegs auf das ,rezitativ beschrnkt1 knnen wir vielmehr an den hchsten und erflltesten ,kunstformen dieselbe ,besttigung finden1 wie die musikalische ,schnheit stets geneigt sei1 dem speziell ,ausdrckenden zu weichen1 weil jene ein selbstndiges ,entfalten1 dieses ein dienendes ,verleugnen erheischt4 ,steigen wir empor vom deklamatorischen ,prinzip im ,rezitativ zum dramatischen in der ,oper4 ,die ,musikstcke in ,mozarts ,opern stehen im vollen ,einklang mit ihrem ,text4 ,hrt man selbst die kompliziertesten1 die ,finales1 ohne ,text1 so werden ,mittelglieder etwa unklar bleiben1 die ,hauptpartien und deren ,ganzes aber an sich schne ,musik sein4 ,das gleichmige ,gengen an die musikalischen und die dramatischen ,anforderungen gilt bekanntlich darum mit ,recht fr das ,ideal der ,oper4 ,da jedoch das ,wesen derselben eben dadurch ein steter ,kampf ist zwischen dem ,prinzip der dramatischen ,genauigkeit und dem der musikalischen ,schnheit1 ein unaufhrliches ,konzedieren des einen an das andere1 dies ist meines ,wissens nie erschpfend entwickelt worden4 ,nicht die ,unwahrheit1 da smtliche handelnde ,personen singen1 macht das ,prinzip der ,oper schwankend und schwierig -- solche ,illusionen geht die ,phantasie mit groer ,leichtigkeit ein -- die unfreie ,stellung aber1 welche ,musik und ,text zu einem fortwhrenden berschreiten oder ,nachgeben zwingt1 macht1 da die ,oper wie ein konstitutioneller ,staat auf einem steten ,kampfe zweier berechtigter ,gewalten beruht4 ,dieser ,kampf1 in dem der ,knstler bald das eine1 bald das andere ,prinzip mu siegen lassen1 ist der ,punkt1 aus welchem alle ,unzulnglichkeiten der ,oper entspringen und alle ,kunstregeln auszugehen haben1 welche eben fr die ,oper ,entscheidendes sagen wollen4 ,in ihre ,konsequenzen verfolgt1 mssen das musikalische und das dramatische ,prinzip einander notwendig durchschneiden4 ,nur sind die beiden ,linien lang genug1 um dem menschlichen ,auge eine betrchtliche ,strecke hindurch parallel zu scheinen4 hnliches gilt vom ,tanze1 wie wir in jedem ,ballett beobachten knnen4 ,je mehr er die schne ,rhythmik seiner ,formen verlt1 um mit ,gestikulation und ,mimik sprechend zu werden1 bestimmte ,gedanken und ,gefhle auszudrcken1 desto mehr nhert er sich der formlosen ,bedeutsamkeit der bloen ,pantomime4 ,die ,steigerung des dramatischen ,prinzips im ,tanze wird im selben ,ma eine ,verletzung seiner plastisch-rhythmischen ,schnheit4 ,ganz wie ein gesprochenes ,drama oder ein reines ,instrumentalwerk vermag eine ,oper nicht dazustehen4 ,darum wird das ,augenmerk des echten ,opernkomponisten wenigstens ein stetes ,verbinden und ,vermitteln sein1 niemals ein prinzipielles verhltnismiges ,vorherrschen des einen oder des andern ,moments4 ,im ,zweifel wird er sich aber fr die ,bevorzugung der musikalischen ,forderung entscheiden2 denn die ,oper ist vorerst ,musik1 nicht ,drama4 ,man kann dies leicht an der eigenen1 sehr verschiedenen ,intention ermessen1 mit der man ein ,drama besucht1 oder aber eine ,oper derselben ,handlung4 ,die ,vernachlssigung des musikalischen ,teils wird uns immer weit empfindlicher treffen4#af #af ,ungemein charakteristisch ist1 was ,mozart ber die ,stellung der ,musik zur ,poesie in der ,oper sagt4 ,ganz im ,gegensatz zu ,gluck1 der die ,musik der ,poesie untergeordnet wissen will1 meint ,mozart1 da die ,poesie der ,musik gehorsame ,tochter sein solle4 ,er weist in der ,oper der ,musik1 wo sie zum ,ausdruck der ,stimmung verwandt wird1 entschieden die ,herrschaft zu4 ,er beruft sich auf das ,faktum1 da gute ,musik die elendesten ,texte vergessen lasse1 -- ein ,fall1 wo das ,umgekehrte stattfand1 drfte kaum anzufhren sein --2 es folgt aber auch unwidersprechlich aus dem ,wesen und der ,natur der ,musik4 ,schon dadurch1 da sie unmittelbar und mchtiger als jede andere ,kunst die ,sinne ergreift und ganz in ,anspruch nimmt1 macht sie den ,eindruck1 welchen die poetische ,darstellung durch die ,sprache hervorbringen kann1 fr den ,augenblick zurcktreten2 sie wirkt ferner durch den ,sinn des ,gehrs in einer1 wie es scheint1 noch nicht aufgeklrten ,weise unmittelbar auf die ,phantasie und das ,gefhl mit einer erregenden ,kraft ein1 welche ebenfalls die der ,poesie momentan berflgelt 7,o4 ,jahn1 ,mozart1 ,,iii4 #ia74 ,die grte kunstgeschichtliche ,bedeutung des berhmten ,streites zwischen den ,gluckisten und den ,piccinisten liegt fr uns darin1 da dabei der innere ,konflikt der ,oper durch den ,widerstreit ihrer beiden ,faktoren1 des musikalischen und des dramatischen1 zum erstenmal ausfhrlich zur ,sprache kam4 ,freilich geschah dies ohne ein wissenschaftliches ,bewutsein von der unermelichen prinzipiellen ,bedeutung des ,entscheides4 ,wer sich die lohnende ,mhe nicht gereuen lt1 auf die ,quellen jenes ,musikstreites selbst zurckzugehen1#ag wird wahrnehmen1 wie darin auf der reichen ,skala zwischen ,grobheit und ,schmeichelei die ganze witzige ,fechtergewandtheit franzsischer ,polemik herrscht1 zugleich aber eine solche ,unmndigkeit in der ,auffassung des prinzipiellen ,teiles1 ein solcher ,mangel an tieferem ,wissen1 da fr die musikalische sthetik ein ,resultat aus diesen langjhrigen ,debatten nicht zutage steht4 -- ,die bevorzugtesten ,kpfe3 ,suard und ,abb ,arnaud auf ,glucks ,seite1 ,marmontel und ,la ,harpe wider ihn1 gingen zwar wiederholt ber die ,kritik ,glucks hinaus zu einer ,beleuchtung des dramatischen ,prinzips in der ,oper und seines ,verhltnisses zum musikalischen2 allein sie behandelten dieses ,verhltnis wie eine ,eigenschaft der ,oper unter vielen1 nicht aber als das innerste ,lebensprinzip derselben4 ,sie hatten keine ,ahnung1 da von der ,entscheidung dieses ,verhltnisses die ganze ,existenz der ,oper abhnge4 ,merkwrdig ist1 wie ganz nahe insbesondere ,glucks ,gegner einigemal dem ,punkte sind1 von dem aus der ,irrtum des dramatischen ,prinzips vollkommen erschaut und besiegt werden mag4 ,so sagt de la ,harpe im ,journal de ,politique et de ,littrature vom #e4 ,oktober #aggg3 ,on objecte1 qu'il n'est pas naturel1 de chanter un air de cette nature dans une situation passione1 que c'est un moyen d'arrter la scne et de nuir l'effet4 ,je trouve ces objections absolument illusoires4 ,d'abord ds qu'on admet le chant1 il faut l'admettre le plus beau possible1 et il n'est pas plus naturel de chanter mal1 que de chanter bien4 ,tous les arts sont fondes sur des conventions1 sur des donnes4 ,quand je viens l'opra1 c'est pour entendre la musique4 ,je n'ignore pas1 qu',alceste ne faisait ses ,adieux ,admte en chantant un air2 mais comme ,alceste est sur le thtre pour chanter1 si je retrouve sa douleur et son amour dans un air bien melodieux1 je jouirai de son chant en m'intressant son infortune4 ,sollte man glauben1 da de la ,harpe selbst nicht erkannte1 wie prchtig er da auf festem ,boden stand8 ,denn bald darauf lt er sich beikommen1 das ,duo zwischen ,agamemnon und ,achilles in der ,iphigenia aus dem ,grunde zu bekmpfen1 weil es sich durchaus nicht mit der ,wrde dieser beiden ,helden vertrage1 da sie zu gleicher ,zeit redeten4 ,damit hatte er jenen festen ,boden1 das ,prinzip der musikalischen ,schnheit1 verlassen und verraten1 das ,prinzip des ,gegners stillschweigend1 unbewut anerkennend4 #ag ,die wichtigsten dieser ,streitschriften finden sich in der ,sammlung3 ,mmoires pour servir l'histoire de la ,rvolution opre dans la musique par ,mr4 le chevalier ,gluck4 ,naples et ,paris #agha4 ,je konsequenter man das dramatische ,prinzip in der ,oper rein halten will1 ihr die ,lebensluft der musikalischen ,schnheit entziehend1 desto siecher schwindet sie dahin1 wie ein ,vogel unter der ,luftpumpe4 ,man mu notwendig bis zum rein gesprochenen ,drama zurckkommen1 womit man wenigstens den ,beweis hat1 da die ,oper wirklich unmglich ist1 wenn man nicht dem musikalischen ,prinzip 7mit vollem ,bewutsein seiner realittfeindlichen ,natur7 die ,oberherrschaft in der ,oper einrumt4 ,in der wirklichen knstlerischen ,ausbung ist diese ,wahrheit auch niemals geleugnet worden1 und selbst der strengste ,dramatiker1 ,gluck1 stellt zwar die falsche ,theorie auf1 die ,opernmusik habe nichts anderes zu sein als eine gesteigerte ,deklamation -- in der ,ausbung bricht aber die musikalische ,natur des ,mannes oft genug durch1 und stets zum groen ,vorteil seines ,werkes4 ,dasselbe gilt von ,richard ,wagner4 ,fr unseren ,zusammenhang ist nur scharf hervorzuheben1 da der ,hauptgrundsatz ,wagners1 wie er ihn im ersten ,band von ,oper und ,drama ausspricht3 ,der ,irrtum der ,oper als ,kunstgenre besteht darin1 da ein ,mittel 7die ,musik7 zum ,zweck1 der ,zweck 7das ,drama7 aber zum ,mittel gemacht wird1 -- auf falschem ,boden steht4 ,denn eine ,oper1 in der die ,musik immer und wirklich nur als ,mittel zum dramatischen ,ausdruck gebracht wird1 ist ein musikalisches ,unding4#ah #ah ,ich kann mir nicht versagen1 hier einige treffende ,aussprche von ,grillparzer und ,m4 ,hauptmann zu zitieren3 ,unsinnig nennt es ,grillparzer1 die ,musik bei der ,oper zur bloen ,sklavin der ,poesie zu machen1 und fhrt weiter fort3 wre die ,musik in der ,oper nur da1 um das noch einmal auszudrcken1 was der ,dichter schon ausgedrckt hat1 dann lat mir die ,tne weg444 ,wer deine ,kraft kennt1 ,melodie6 die du1 ohne der ,worterklrung eines ,begriffes zu bedrfen1 unmittelbar aus dem ,himmel durch die ,brust wieder zum ,himmel zurckziehst1 wer deine ,kraft kennt1 wird die ,musik nicht zur ,nachtreterin der ,poesie machen3 er mag der letzteren den ,vorrang geben 7und ich glaube1 sie verdient ihn auch1 wie ihn das ,mannesalter verdient vor der ,kindheit71 aber er wird auch der ersteren ihr eigenes1 unabhngiges ,reich zugestehen1 beide wie ,geschwister betrachten1 und nicht wie ,herrn und ,knecht oder auch nur wie ,vormund und ,mndel4 ,als ,grundsatz will er festgehalten wissen3 ,keine ,oper soll vom ,gesichtspunkte der ,poesie betrachtet werden -- von diesem aus ist jede dramatisch-musikalische ,komposition ,unsinn --1 sondern vom ,gesichtspunkte der ,musik4 ,eine andere ,stelle bei ,grillparzer lautet3 ,es wird keinem ,opernkompositeur leichter sein1 genau auf die ,worte des ,textes zu setzen1 als dem1 der seine ,musik mechanisch zusammensetzt2 da hingegen der1 dessen ,musik ein organisches ,leben1 eine in sich selbst gegrndete ,notwendigkeit hat1 leicht mit den ,worten in ,kollision kommt4 ,jedes eigentlich melodische ,thema hat nmlich sein inneres ,gesetz der ,bildung und ,entwicklung1 das dem eigentlich musikalischen ,genie heilig und unantastbar ist1 und das er den ,worten zu ,gefallen nicht aufgeben kann4 ,der musikalische ,prosaist kann berall anfangen und berall aufhren1 weil ,stcke und ,teile sich leicht versetzen und anders ordnen lassen2 wer aber ,sinn fr ein ,ganzes hat1 kann es nur entweder ganz geben oder ganz bleiben lassen4 ,das soll nicht der ,vernachlssigung des ,textes das ,wort reden1 sondern sie nur in einzelnen ,fllen entschuldigen1 ja rechtfertigen4 ,daher ist ,rossinis kindisches ,getndel doch mehr wert1 als ,mosels prosaische ,verstandesnachffung1 welche das ,wesen der ,musik zerreit1 um den hohlen ,worten des ,dichters nachzustottern1 daher kann man ,mozarten hufig ,verste gegen den ,text vorwerfen1 ,glucken nie2 daher ist das so gepriesene ,charakteristische der ,musik hufig ein sehr negatives ,verdienst1 das sich meistens darauf beschrnkt1 da die ,freude durch ,nicht-,traurigkeit1 der ,schmerz durch ,nicht-,lustigkeit1 die ,milde durch ,nicht-,hrte1 der ,zorn durch ,nicht-,milde1 die ,liebe durch ,flten und die ,verzweiflung durch ,trompeten und ,pauken mit ,kontrabssen ausgedrckt wird4 ,der ,situation mu der ,tonsetzer treu bleiben1 den ,worten nicht2 wenn er bessere in seiner ,musik findet1 so mag er immer die des ,textes bergehen4 ,klingt nicht vieles in diesen1 vor ,dezennien geschriebenen ,aphorismen wie eine ,polemik gegen ,wagners ,theorien und den ,walkrenstil8 ,einen tiefen ,blick in die ,natur des ,publikums wirft ,grillparzer mit dem ,ausspruch3 ,die von einer ,oper eine rein dramatische ,wirkung fordern1 sind gewhnlich jene1 die dagegen auch von einem dramatischen ,gedicht eine musikalische ,wirkung begehren1 d4 i4 ,wirkung mit blinder ,gewalt4 ,,ix1 #add ff4 hnlich ,m4 ,hauptmann an ,o4 ,jahn3 ,mir war's 7beim ,hren ,gluckscher ,opern7 so oft wie ,absicht des ,komponisten wahr zu sein1 aber nicht musikwahr1 nur wortwahr1 und dadurch wird's nicht selten musikunwahr2 das ,wort schliet kurz ab1 die ,musik will ausklingen4 ,die ,musik bleibt doch immer der ,vokal1 zu dem das ,wort nur der ,konsonant ist1 und den ,akzent wird hier wie sonst immer nur der ,vokal haben knnen1 das ,lautende1 nicht das ,mitlautende4 ,man hrt doch immer die ,musik1 wenn sie noch so wortgetreu ist1 auch fr sich2 so mu sie also auch fr sich zu hren sein4 7,briefe an ,spohr usw4 ed4 ,f4 ,hiller4 ,leipzig #ahfg4 ,s4 #ajf47 ,eine ,konsequenz des ,wagnerschen ,satzes 7von ,mittel und ,zweck7 wre u4 a4 auch1 da alle ,komponisten schweres ,unrecht getan haben1 wenn sie zu mittelmigen ,texten und ,situationen mehr als mittelmige ,musik zu machen suchten1 und wir ebenso schweres ,unrecht begehen1 jene ,musik zu lieben4 ,die ,verbindung der ,poesie mit der ,musik und der ,oper ist eine ,ehe zur linken ,hand4 ,je nher wir diese morganatische ,ehe betrachten1 welche die musikalische ,schnheit mit dem ihr bestimmt vorgeschriebenen ,inhalt eingeht1 desto trgerischer dnkt uns ihre ,unauflslichkeit4 ,wie kommt es1 da wir in jedem ,gesangstck manche kleine nderung vornehmen knnen1 welche1 die ,richtigkeit des ,gefhlsausdrucks nicht im mindesten schwchend1 doch die ,schnheit des ,motivs sogleich vernichtet8 ,das wre unmglich1 wenn die letztere in der ersten lge4 ,wie kommt es1 da manches ,gesangstck1 welches seinen ,text tadellos ausdrckt1 uns unleidlich schlecht erscheint8 ,vom ,standpunkt des ,gefhlsprinzips kann man ihm nicht beikommen4 ,was bleibt also das ,prinzip des ,schnen in der ,tonkunst1 nachdem wir die ,gefhle1 als dafr unzureichend1 abgelehnt8 ,ein ganz anderes selbstndiges ,element1 das wir sogleich nher betrachten wollen4 ,,iii4 ,das ,musikalisch-,schne4 ,wir sind bisher negativ zu ,werke gegangen und haben lediglich die irrige ,voraussetzung abzuwehren gesucht1 da das ,schne der ,musik in dem ,darstellen von ,gefhlen bestehen knne4 ,nun haben wir den positiven ,gehalt zu jenem ,umri hinzuzubringen1 indem wir die ,frage beantworten1 welcher ,natur das ,schne der ,tondichtung sei4 ,es ist ein spezifisch ,musikalisches4 ,darunter verstehen wir ein ,schnes1 das unabhngig und unbedrftig eines von auen her kommenden ,inhalts1 einzig in den ,tnen und ihrer knstlerischen ,verbindung liegt4 ,die sinnvollen ,beziehungen in sich reizvoller ,klnge1 ihr ,zusammenstimmen und ,widerstreben1 ihr ,fliehen und sich ,erreichen1 ihr ,aufschwingen und ,ersterben1 -- dies ist1 was in freien ,formen vor unser geistiges ,anschauen tritt und als schn gefllt4 ,das ,urelement der ,musik ist ,wohllaut1 ihr ,wesen ,rhythmus4 ,rhythmus im ,groen1 als die bereinstimmung eines symmetrischen ,baues1 und ,rhythmus im ,kleinen1 als die wechselnd-gesetzmige ,bewegung einzelner ,glieder im ,zeitma4 ,das ,material1 aus dem der ,tondichter schafft1 und dessen ,reichtum nicht verschwenderisch genug gedacht werden kann1 sind die gesamten ,tne1 mit der in ihnen ruhenden ,mglichkeit zu verschiedener ,melodie1 ,harmonie und ,rhythmisierung4 ,unausgeschpft und unerschpflich waltet vor allem die ,melodie1 als ,grundgestalt musikalischer ,schnheit2 mit tausendfachem ,verwandeln1 ,umkehren1 ,verstrken bietet die ,harmonie immer neue ,grundlagen2 beide vereint bewegt der ,rhythmus1 die ,pulsader musikalischen ,lebens1 und frbt der ,reiz mannigfaltiger ,klangfarben4 ,fragt es sich nun1 was mit diesem ,tonmaterial ausgedrckt werden soll1 so lautet die ,antwort3 ,musikalische ,ideen4 ,eine vollstndig zur ,erscheinung gebrachte musikalische ,idee aber ist bereits selbstndiges ,schne1 ist ,selbstzweck und keineswegs erst wieder ,mittel oder ,material der ,darstellung von ,gefhlen und ,gedanken4 ,der ,inhalt der ,musik sind tnend bewegte ,formen4 ,in welcher ,weise uns die ,musik schne ,formen ohne den ,inhalt eines bestimmten ,affektes bringen kann1 zeigt uns entfernt bereits ein ,zweig der ,ornamentik in der bildenden ,kunst3 die ,arabeske4 ,wir erblicken geschwungene ,linien1 hier sanft sich neigend1 dort khn emporstrebend1 sich findend und loslassend1 in kleinen und groen ,bogen korrespondierend1 scheinbar inkommensurabel1 doch immer wohlgegliedert1 berall ein ,gegen- oder ,seitenstck begrend1 eine ,sammlung kleiner ,einzelheiten und doch ein ,ganzes4 ,denken wir uns nun eine ,arabeske nicht tot und ruhend1 sondern in fortwhrender ,selbstbildung vor unsern ,augen entstehend4 ,wie die starken und feinen ,linien einander verfolgen1 aus kleiner ,biegung zu prchtiger ,hhe sich heben1 dann wieder senken1 sich erweitern1 zusammenziehen und in sinnigem ,wechsel von ,ruhe und ,anspannung das ,auge stets neu berraschen6 ,da wird das ,bild schon hher und wrdiger4 ,denken wir uns vollends diese lebendige ,arabeske als ttige ,ausstrmung eines knstlerischen ,geistes1 der die ganze ,flle seiner ,phantasie unablssig in die ,adern dieser ,bewegung ergiet1 -- wird dieser ,eindruck dem musikalischen nicht einigermaen nahekommend sein8 ,jeder von uns hat als ,kind sich wohl an dem wechselnden ,farben- und ,formenspiel eines ,kaleidoskops ergtzt4 ,ein solches ,kaleidoskop1 jedoch auf unmebar hherer idealer ,erscheinungsstufe1 ist ,musik4 ,sie bringt in stets sich entwickelnder ,abwechselung schne ,formen und ,farben1 sanft bergehend1 scharf kontrastierend1 immer zusammenhngend und doch immer neu1 in sich abgeschlossen und von sich selbst erfllt4 ,der ,hauptunterschied ist1 da solch unserm ,ohr vorgefhrtes ,tonkaleidoskop sich als unmittelbare ,emanation eines knstlerisch schaffenden ,geistes gibt1 jenes sichtbare aber als ein sinnreich-mechanisches ,spielzeug4 ,will man nicht blo in ,gedanken1 sondern in ,wirklichkeit die ,erhebung der ,farbe zur ,musik vollziehen1 und die ,mittel der einen ,kunst in die ,wirkungen der andern einbetten1 so gert man auf die abgeschmackte ,spielerei des ,farbenklaviers oder der ,augenorgel1 deren ,erfindung jedoch beweist1 wie die formelle ,seite beider ,erscheinungen auf gleicher ,basis ruht4 ,sollte irgend ein gefhlvoller ,musikfreund unsere ,kunst durch ,analogien wie die obige herabgewrdigt finden1 so entgegnen wir1 es handle sich blo darum1 ob die ,analogien richtig seien oder nicht4 ,herabgewrdigt wird nichts dadurch1 da man es besser kennen lernt4 ,will man auf die ,eigenschaft der ,bewegung1 der zeitlichen ,entwicklung1 wodurch das ,beispiel vom ,kaleidoskop besonders treffend wird1 verzichten1 so kann man allerdings fr das ,musikalisch-,schne eine hhere ,analogie etwa in der ,architektur1 dem menschlichen ,krper1 oder einer ,landschaft finden1 die auch eine primitive ,schnheit der ,umrisse und ,farben 7abgesehen von der ,seele1 dem geistigen ,ausdruck7 haben4 ,wenn man die ,flle von ,schnheit nicht zu erkennen verstand1 die im rein ,musikalischen lebt1 so trgt die ,unterschtzung des ,sinnlichen viel ,schuld1 welcher wir in lteren sthetiken zugunsten der ,moral und des ,gemts1 in ,hegel zugunsten der ,idee begegnen4 ,jede ,kunst geht vom ,sinnlichen aus und webt darin4 ,die ,gefhlstheorie verkennt dies1 sie bersieht das ,hren gnzlich und geht unmittelbar ans ,fhlen4 ,die ,musik schaffe fr das ,herz1 meinen sie1 das ,ohr sei ein triviales ,ding4 ,ja1 was sie eben ,ohr nennen -- fr das ,labyrinth oder ,trommelfell dichtet kein ,beethoven4 ,aber die ,phantasie1 die auf ,gehrsempfindungen organisiert ist1 und welcher der ,sinn etwas ganz anderes bedeutet1 als ein bloer ,trichter an die ,oberflche der ,erscheinungen1 sie geniet in bewuter ,sinnlichkeit die klingenden ,figuren1 die sich aufbauenden ,tne1 und lebt frei und unmittelbar in deren ,anschauung4 ,es ist von auerordentlicher ,schwierigkeit1 dies selbstndige ,schne in der ,tonkunst1 dies spezifisch ,musikalische zu schildern4 ,da die ,musik kein ,vorbild in der ,natur besitzt und keinen begrifflichen ,inhalt ausspricht1 so lt sich von ihr nur mit trocknen technischen ,bestimmungen1 oder mit poetischen ,fiktionen erzhlen4 ,ihr ,reich ist in der ,tat nicht von dieser ,welt4 ,all die phantasiereichen ,schilderungen1 ,charakteristiken1 ,umschreibungen eines ,tonwerks sind bildlich oder irrig4 ,was bei jeder andern ,kunst noch ,beschreibung1 ist bei der ,tonkunst schon ,metapher4 ,die ,musik will nun einmal als ,musik aufgefat sein und kann nur aus sich selbst verstanden1 in sich selbst genossen werden4 ,keineswegs ist das ,spezifisch-,musikalische als blo akustische ,schnheit oder proportionale ,symmetrie zu verstehen1 -- ,zweige1 die es als untergeordnet in sich begreift1 -- noch weniger kann von einem ohrenkitzelnden ,spiel in ,tnen die ,rede sein und hnlichen ,bezeichnungen1 womit der ,mangel an geistiger ,beseelung hervorgehoben zu werden pflegt4 ,dadurch1 da wir auf musikalische ,schnheit dringen1 haben wir den geistigen ,gehalt nicht ausgeschlossen1 sondern ihn vielmehr bedingt4 ,denn wir anerkennen keine ,schnheit ohne jeglichen ,anteil von ,geist4 ,indem wir aber das ,schne in der ,musik wesentlich in ,formen verlegt haben1 ist schon angedeutet1 da der geistige ,gehalt in engstem ,zusammenhange mit diesen ,tonformen steht4 ,der ,begriff der ,form findet in der ,musik eine ganz eigentmliche ,verwirklichung4 ,die ,formen1 welche sich aus ,tnen bilden1 sind nicht leer1 sondern erfllte1 nicht bloe ,linienbegrenzung eines ,vakuums1 sondern sich von innen heraus gestaltender ,geist4 ,der ,arabeske gegenber ist demnach die ,musik in der ,tat ein ,bild1 allein ein solches1 dessen ,gegenstand wir nicht in ,worte fassen und unsern ,begriffen unterordnen knnen4 ,in der ,musik ist ,sinn und ,folge1 aber musikalische2 sie ist eine ,sprache1 die wir sprechen und verstehen1 jedoch zu bersetzen nicht imstande sind4 ,es liegt eine tiefsinnige ,erkenntnis darin1 da man auch in ,tonwerken von ,gedanken spricht1 und wie in der ,rede unterscheidet da das gebte ,urteil leicht echte ,gedanken von bloen ,redensarten4 ,ebenso erkennen wir das vernnftig ,abgeschlossene einer ,tongruppe1 indem wir sie einen ,satz nennen4 ,fhlen wir doch so genau wie bei jeder logischen ,periode1 wo ihr ,sinn zu ,ende ist1 obgleich die ,wahrheit beider ganz inkommensurabel dasteht4 ,das befriedigend ,vernnftige1 das an und fr sich in musikalischen ,formbildungen liegen kann1 beruht in gewissen primitiven ,grundgesetzen1 welche die ,natur in die ,organisation des ,menschen und in die ueren ,lauterscheinungen gelegt hat4 ,das ,urgesetz der harmonischen ,progression ist es vorzugsweise1 welches1 analog der ,kreisform bei den bildenden ,knsten1 den ,keim der wichtigsten ,weiterbildung und die -- leider fast unerklrte -- ,erklrung der verschiedenen musikalischen ,verhltnisse in sich trgt4 ,alle musikalischen ,elemente stehen unter sich in geheimen1 auf ,naturgesetze gegrndeten ,verbindungen und ,wahlverwandtschaften4 ,diese den ,rhythmus1 die ,melodie und ,harmonie unsichtbar beherrschenden ,wahlverwandtschaften verlangen in der menschlichen ,musik ihre ,befolgung und stempeln jede ihnen widersprechende ,verbindung zu ,willkr und ,hlichkeit4 ,sie leben1 wenngleich nicht in der ,form wissenschaftlichen ,bewutseins1 instinktiv in jedem gebildeten ,ohr1 welches demnach das ,organische1 ,vernunftgeme einer ,tongruppe1 oder das ,widersinnige1 ,unnatrliche derselben durch bloe ,anschauung empfindet1 ohne da ein logischer ,begriff den ,mastab oder das tertium comparationis hierzu abgbe4#ai #ai ,die ,poesie darf das ,hliche 7,unschne7 schon einigermaen freigebig anwenden4 ,denn da die ,wirkung der ,poesie nur durch das ,medium der unmittelbar von ihr erweckten ,begriffe an das ,gefhl gelangt1 so wird die ,vorstellung der ,zweckmigkeit den ,eindruck des ,hlichen 7,unschnen7 von vornherein insoweit mildern1 da es als ,reizmittel und ,gegensatz sogar die hchste ,wirkung hervorbringen kann4 ,der ,eindruck der ,musik aber wird unmittelbar vom ,sinn empfangen und genossen1 die ,billigung des ,verstandes kommt zu spt1 um die ,strungen des ,miflligen wieder auszugleichen4 ,daher darf ,shakespeare bis zum ,grlichen gehen1 ,mozarts ,grenze war das ,schne4 7,grillparzer1 ,,ix4 #adb47 ,in dieser negativen1 inneren ,vernnftigkeit1 welche dem ,tonsystem durch ,naturgesetze innewohnt1 wurzelt dessen weitere ,fhigkeit zur ,aufnahme positiven ,schnheitsgehalts4 ,das ,komponieren ist ein ,arbeiten des ,geistes in geistfhigem ,material4 ,so reichhaltig wir dies musikalische ,material befunden haben1 so elastisch und durchdringbar erweist es sich fr die knstlerische ,phantasie4 ,diese baut nicht wie der ,architekt aus rohem1 schwerflligem ,gestein1 sondern auf der ,nachwirkung vorher verklungener ,tne4 ,geistigerer1 feinerer ,natur als jeder andere ,kunststoff1 nehmen die ,tne willig jedwede ,idee des ,knstlers in sich auf4 ,da nun die ,tonverbindungen1 in deren ,verhltnissen das musikalisch ,schne ruht1 nicht durch mechanisches ,aneinanderreihen1 sondern durch freies ,schaffen der ,phantasie gewonnen werden1 so prgt sich die geistige ,kraft und ,eigentmlichkeit dieser bestimmten ,phantasie dem ,erzeugnis als ,charakter auf4 ,als ,schpfung eines denkenden und fhlenden ,geistes hat demnach eine musikalische ,komposition in hohem ,grade die ,fhigkeit1 selbst geist- und gefhlvoll zu sein4 ,diesen geistigen ,gehalt werden wir in jedem musikalischen ,kunstwerk fordern1 doch darf er in kein anderes ,moment desselben verlegt werden1 als in die ,tonbildungen selbst4 ,unsere ,ansicht ber den ,sitz des ,geistes und ,gefhls einer ,komposition verhlt sich zu der gewhnlichen ,meinung wie die ,begriffe ,immanenz und ,transscendenz4 ,jede ,kunst hat zum ,ziel1 eine in der ,phantasie des ,knstlers lebendig gewordene ,idee zur ueren ,erscheinung zu bringen4 ,dies ,ideelle in der ,musik ist ein tonliches1 nicht ein begriffliches1 welches erst in ,tne zu bersetzen wre4 ,nicht der ,vorsatz1 eine bestimmte ,leidenschaft musikalisch zu schildern1 sondern die ,erfindung einer bestimmten ,melodie ist der springende ,punkt1 aus welchem jedes weitere ,schaffen des ,komponisten seinen ,ausgang nimmt4 ,durch jene primitive1 geheimnisvolle ,macht1 in deren ,werksttte das ,menschenauge nun und nimmermehr dringen wird1 erklingt in dem ,geist des ,komponisten ein ,thema1 ein ,motiv4 ,hinter die ,entstehung dieses ersten ,samenkorns knnen wir nicht zurckgehen1 wir mssen es als einfache ,tatsache hinnehmen4 ,ist es einmal in die ,phantasie des ,knstlers gefallen1 so beginnt sein ,schaffen1 welches1 von diesem ,hauptthema ausgehend und sich stets darauf beziehend1 das ,ziel verfolgt1 es in allen seinen ,beziehungen darzustellen4 ,das ,schne eines selbstndigen einfachen ,themas kndigt sich in dem sthetischen ,gefhl mit jener ,unmittelbarkeit an1 welche keine andere ,erklrung duldet1 als hchstens die innere ,zweckmigkeit der ,erscheinung1 die ,harmonie ihrer ,teile1 ohne ,beziehung auf ein auerhalb existierendes ,drittes4 ,es gefllt uns an sich1 wie die ,arabeske1 die ,sule1 oder wie ,produkte des ,naturschnen1 wie ,blatt und ,blume4 ,nichts irriger und hufiger1 als die ,anschauung1 welche schne ,musik mit und ohne geistigen ,gehalt unterscheidet4 ,sie fat den ,begriff des ,schnen in der ,musik viel zu eng und stellt sich die kunstreich zusammengefgte ,form als etwas fr sich selbst ,bestehendes1 die hineingegossene ,seele gleichfalls als etwas ,selbstndiges vor und teilt nun konsequent die ,kompositionen in gefllte und leere ,champagnerflaschen4 ,der musikalische ,champagner hat aber das ,eigentmliche1 er wchst mit der ,flasche4 ,ein bestimmter musikalischer ,gedanke ist ohne weiteres durch sich geistvoll1 der andere gemein2 diese abschlieende ,kadenz klingt wrdig1 durch ,vernderung von zwei ,noten wird sie platt4 ,mit voller ,richtigkeit bezeichnen wir ein musikalisches ,thema als groartig1 grazis1 innig1 geistlos1 trivial2 all diese ,ausdrcke bezeichnen aber den musikalischen ,charakter der ,stelle4 ,zur ,charakterisierung dieses musikalischen ,ausdrucks eines ,motivs whlen wir hufig ,begriffe aus unserem ,gemtsleben1 als stolz1 mimutig1 zrtlich1 beherzt1 sehnend4 ,wir knnen die ,bezeichnungen aber auch aus anderen ,erscheinungskreisen nehmen und eine ,musik3 duftig1 frhlingsfrisch1 nebelhaft1 frostig nennen1 ,gefhle sind also zur ,bezeichnung musikalischen ,charakters nur ,phnomene wie andere1 welche hnlichkeiten dafr bieten4 ,derlei ,epitheta mag man im ,bewutsein ihrer ,bildlichkeit brauchen1 ja man kann ihrer nicht entraten1 nur hte man sich zu sagen3 diese ,musik schildert ,stolz usf4 ,die genaue ,betrachtung aller musikalischen ,bestimmtheiten eines ,themas berzeugt uns aber1 da es -- bei aller ,unerforschlichkeit der letzten1 ontologischen ,grnde -- doch eine ,anzahl nherliegender ,ursachen gibt1 mit welchen der geistige ,ausdruck einer ,musik in genauem ,zusammenhang steht4 ,jedes einzelne musikalische ,element 7d4 h4 jedes ,intervall1 jede ,klangfarbe1 jeder ,akkord1 jeder ,rhythmus usf47 hat seine eigentmliche ,physiognomie1 seine bestimmte ,art zu wirken4 ,unerforschlich ist der ,knstler1 erforschlich das ,kunstwerk4 ,dasselbe ,thema klingt anders ber dem ,dreiklang1 als ber einem ,sextakkord2 ein ,melodienschritt in die ,septime trgt ganz anderen ,charakter als in die ,sexte1 der ,rhythmus1 der ein ,motiv begleitet1 ob laut oder leise1 von dieser oder jener ,klanggattung1 ndert dessen spezifische ,frbung3 kurz jeder einzelne ,faktor einer ,stelle trgt dazu mit ,notwendigkeit bei1 da sie gerade diesen geistigen ,ausdruck annimmt1 so und nicht anders auf den ,hrer wirkt4 ,was die ,halvysche ,musik bizarr1 die ,aubersche grazis macht1 was die ,eigentmlichkeit bewirkt1 an der wir sogleich ,mendelssohn1 ,spohr erkennen1 dies alles lt sich auf rein musikalische ,bestimmungen zurckfhren1 ohne ,berufung auf das rtselhafte ,gefhl4 ,warum die hufigen ,quintsext-,akkorde1 die engen1 diatonischen ,themen bei ,mendelssohn1 die ,chromatik und ,enharmonik bei ,spohr1 die kurzen1 zweiteiligen ,rhythmen bei ,auber usw4 gerade diesen bestimmten1 unvermischbaren ,eindruck erzeugen -- dies kann freilich weder die ,psychologie noch die ,physiologie beantworten4 ,wenn man jedoch nach der nchsten bestimmenden ,ursache fragt1 -- und darauf kommt es ja in der ,kunst vorzglich an1 -- so liegt die leidenschaftliche ,einwirkung eines ,themas nicht in dem vermeintlich bermigen ,schmerz des ,komponisten1 sondern in dessen bermigen ,intervallen1 nicht in dem ,zittern seiner ,seele1 sondern im ,tremolo der ,pauken1 nicht in seiner ,sehnsucht1 sondern in der ,chromatik4 ,der ,zusammenhang beider soll keineswegs ignoriert1 vielmehr bald nher betrachtet werden2 festzuhalten ist aber1 da der wissenschaftlichen ,untersuchung ber die ,wirkung eines ,themas nur jene musikalischen ,faktoren unwandelbar und objektiv vorliegen1 niemals die vermutliche ,stimmung1 welche den ,komponisten dabei erfllte4 ,will man von dieser unmittelbar auf die ,wirkung des ,werkes folgern1 oder diese aus jener erklren1 so kann der ,schlusatz vielleicht richtig ausfallen1 aber das wichtigste ,mittelglied der ,deduktion1 nmlich die ,musik selbst1 wurde bersprungen4 ,die praktische ,kenntnis des ,charakters jedes musikalischen ,elements hat der tchtige ,komponist1 sei es in mehr instinktiver oder bewuter ,weise1 inne4 ,zur wissenschaftlichen ,erklrung der verschiedenen musikalischen ,wirkungen und ,eindrcke gehrt jedoch eine theoretische ,kenntnis der genannten ,charaktere1 von ihrer reichsten ,zusammensetzung bis in das letzte unterscheidbare ,element4 ,der bestimmte ,eindruck1 mit welchem eine ,melodie ,macht ber uns gewinnt1 ist nicht schlechthin rtselhaftes1 geheimnisvolles ,wunder1 das wir nur fhlen und ahnen drfen1 sondern unausbleibliche ,konsequenz der musikalischen ,faktoren1 welche in dieser bestimmten ,verbindung wirken4 ,ein knapper oder weiter ,rhythmus1 diatonische oder chromatische ,fortschreitung1 -- alles hat seine charakteristische ,physiognomie und besondere ,art uns anzusprechen2 darum wird es dem gebildeten ,musiker eine ungleich deutlichere ,vorstellung von dem ,ausdruck eines ihm fremden ,tonstckes geben1 da z4 ,b4 zuviel verminderte ,septakkorde und ,tremolo darin vorherrschen1 als die poetischeste ,schilderung der ,gefhlskrisen1 welche der ,referent dabei durchgemacht4 ,die ,erforschung der ,natur jedes einzelnen musikalischen ,elementes1 seines ,zusammenhanges mit einem bestimmten ,eindruck1 -- nur der ,tatsache1 nicht des letzten ,grundes1 -- endlich die ,zurckfhrung dieser speziellen ,beobachtungen auf allgemeine ,gesetze3 das wre jene philosophische ,begrndung der ,musik1 welche so viele ,autoren ersehnen1 ohne uns nebenbei mitzuteilen1 was sie darunter eigentlich verstehen4 ,die psychische und physische ,einwirkung jedes ,akkords1 jedes ,rhythmus1 jedes ,intervalls wird aber nimmermehr erklrt1 indem man sagt3 dieser ist ,rot1 jener ,grn1 oder dieser ,hoffnung1 jener ,mimut1 sondern nur durch ,subsumierung der spezifisch musikalischen ,eigenschaften unter allgemeine sthetische ,kategorien und dieser unter ,ein oberstes ,prinzip4 ,wren dergestalt die einzelnen ,faktoren in ihrer ,isolierung erklrt1 so mte weiter gezeigt werden1 wie sie einander in den verschiedensten ,kombinationen bestimmen und modifizieren4 ,der ,harmonie und der kontrapunktischen ,begleitung haben die meisten ,tongelehrten eine vorzgliche ,stellung zu dem geistigen ,gehalt der ,komposition eingerumt4 ,nur ging man in dieser ,vindikation viel zu oberflchlich und atomistisch zu ,werke4 ,man bestimmte die ,melodie als ,eingebung des ,genies1 als ,trgerin der ,sinnlichkeit und des ,gefhls -- bei dieser ,gelegenheit erhielten die ,italiener ein gndiges ,lob2 im ,gegensatz zur ,melodie wurde die ,harmonie als ,trgerin des gediegenen ,gehalts aufgefhrt1 als erlernbar und ,produkt des ,nachdenkens4 ,es ist seltsam1 wie lange man sich mit einer so drftigen ,anschauungsweise zufrieden stellen konnte4 ,beiden ,behauptungen liegt ein ,richtiges zugrunde1 doch gelten sie weder in dieser ,allgemeinheit1 noch kommen sie in solcher ,isolierung vor4 ,der ,geist ist ,eins und die musikalische ,erfindung eines ,knstlers gleichfalls4 ,melodie und ,harmonie eines ,themas entspringen zugleich in einer ,rstung aus dem ,haupt des ,tondichters4 ,weder das ,gesetz der ,unterordnung noch des ,gegensatzes trifft das ,wesen des ,verhltnisses der ,harmonie zur ,melodie4 ,beide knnen hier gleichzeitige ,entfaltungskraft ausben1 dort sich einander freiwillig unterordnen1 -- in dem einen wie dem andern ,fall kann die hchste geistige ,schnheit erreicht werden4 ,ist's etwa die 7ganz fehlende7 ,harmonie in den ,hauptmotiven zu ,beethovens ,coriolan- und ,mendelssohns ,hebriden-,ouvertre1 was ihnen den ,ausdruck gedankenreichen ,tiefsinns verleiht8 ,wird man ,rossinis ,thema ,o1 ,mathilde oder ein neapolitanisches ,volkslied mit mehr ,geist erfllen1 wenn man einen basso continuo oder komplizierte ,akkordenfolgen an die ,stellen des notdrftigen ,harmoniegelndes setzt8 ,diese ,melodie mute mit dieser ,harmonie zugleich erdacht werden1 mit diesem ,rhythmus und dieser ,klanggattung4 ,der geistige ,gehalt kommt nur dem ,verein aller zu1 und die ,verstmmlung eines ,gliedes verletzt den ,ausdruck auch der brigen4 ,das ,vorherrschen der ,melodie oder der ,harmonie oder des ,rhythmus kommt dem ,ganzen zugute1 und hier allen ,geist in den ,akkorden1 dort alle ,trivialitt in deren ,mangel zu finden1 ist bare ,schulmeisterei4 ,die ,kamelie kommt duftlos zutage1 die ,lilie farblos1 die ,rose prangt fr beide ,sinne -- da lt sich nichts bertragen1 und ist doch jede von ihnen schn6 ,so htte die philosophische ,begrndung der ,musik vorerst zu erforschen1 welche notwendigen geistigen ,bestimmtheiten mit jedem musikalischen ,element verbunden sind1 und wie sie miteinander zusammenhngen4 ,die doppelte ,forderung eines streng wissenschaftlichen ,gerippes und einer hchst reichhaltigen ,kasuistik machen die ,aufgabe zu einer sehr schwierigen1 aber kaum unberwindlichen1 es wre denn1 da man das ,ideal einer exakten ,musikwissenschaft1 nach dem ,muster der ,chemie oder ,physiologie1 erstrebte6 ,die ,art1 wie der ,akt des ,schaffens im instrumentalen ,tondichter vorgeht1 gibt uns den sichersten ,einblick in das ,eigentmliche des musikalischen ,schnheitsprinzips4 ,eine musikalische ,idee entspringt primitiv in des ,tondichters ,phantasie1 er spinnt sie weiter1 -- es schieen immer mehr und mehr ,kristalle an1 bis unmerklich die ,gestalt des ganzen ,gebildes in ihren ,hauptformen vor ihm steht und nur die knstlerische ,ausfhrung1 prfend1 messend1 abndernd1 hinzuzutreten hat4 ,an die ,darstellung eines bestimmten ,inhaltes denkt der instrumentale ,tonsetzer nicht4 ,tut er es1 so stellt er sich auf einen falschen ,standpunkt1 mehr neben als in der ,musik4 ,seine ,komposition wird die bersetzung eines ,programms in ,tne1 welche dann ohne jenes ,programm unverstndlich bleiben4 ,wir verkennen weder1 noch unterschtzen wir ,berlioz' glnzendes ,talent1 wenn wir an dieser ,stelle seinen ,namen nennen4 ,ihm ist ,liszt mit seinen weit schwcheren symphonischen ,dichtungen nachgefolgt4 ,wie aus dem gleichen ,marmor der eine ,bildhauer bezaubernde ,formen1 der andere eckiges ,ungeschick heraushaut1 so gestaltet sich die ,tonleiter unter verschiedenen ,hnden zur ,beethovenschen ,ouvertre1 oder zur ,verdischen4 ,was unterscheidet die beiden8 ,etwa1 da die eine hhere ,gefhle1 oder dieselben ,gefhle richtiger darstellt8 ,nein1 sondern da sie schnere ,tonformen bildet4 ,nur dies macht eine ,musik gut oder schlecht1 da ein ,komponist ein geistsprhendes ,thema einsetzt1 der andere ein gemeines1 da der erstere es nach allen ,beziehungen immer neu und bedeutend entwickelt1 der letztere seines womglich immer schlechter macht1 die ,harmonie des einen wechselvoll und originell sich entfaltet1 whrend die zweite vor ,armut nicht vom ,flecke kommt1 der ,rhythmus hier ein lebenswarm hpfender ,puls ist1 dort ein ,zapfenstreich4 ,es gibt keine ,kunst1 welche so bald und so viele ,formen verbraucht1 wie die ,musik4 ,modulationen1 ,kadenzen1 ,intervallenfortschreitungen1 ,harmonienfolgen nutzen sich in fnfzig1 ja dreiig ,jahren dergestalt ab1 da der geistvolle ,komponist sich deren nicht mehr bedienen kann und fortwhrend zur ,erfindung neuer1 rein musikalischer ,zge gedrngt wird4 ,man kann von einer ,menge ,kompositionen1 die hoch ber dem ,alltagstand ihrer ,zeit stehen1 ohne ,unrichtigkeit sagen1 da sie einmal schn waren4 ,die ,phantasie des geistreichen ,knstlers wird aus den geheim-ursprnglichen ,beziehungen der musikalischen ,elemente und ihrer unzhlbar mglichen ,kombinationen die feinsten1 verborgensten entdecken1 sie wird ,tonformen bilden1 die aus freiester ,willkr erfunden und doch zugleich durch ein unsichtbar feines ,band mit der ,notwendigkeit verknpft erscheinen4 ,solche ,werke oder ,einzelheiten derselben werden wir ohne ,bedenken geistreich nennen4 ,hiermit berichtigt sich leicht ,oulibicheffs miverstndliche ,ansicht1 eine ,instrumentalmusik knne nicht geistreich sein1 indem fr einen ,komponisten der ,geist einzig und allein in einer gewissen ,anwendung seiner ,musik auf ein direktes oder indirektes ,programm bestehe4 ,es wre unserer ,ansicht nach ganz richtig1 das berhmte dis in dem ,allegro der ,don ,juan-,ouvertre oder den absteigenden ,unisonogang darin einen geistreichen ,zug zu nennen1 -- nun und nimmermehr hat aber das erstere 7wie ,oulibicheff meint7 die feindliche ,stellung ,don ,juans gegen das ,menschengeschlecht1 und letzterer die ,vter1 ,gatten1 ,brder und ,liebhaber der von ,don ,juan verfhrten ,frauen vorgestellt4 ,sind alle diese ,deutungen an sich schon vom bel1 so werden sie es doppelt bei ,mozart1 welcher -- die musikalischste ,natur1 welche die ,kunstgeschichte aufweist -- alles1 was er nur berhrt hat1 in ,musik verwandelte4 ,oulibicheff sieht auch in der ,g-moll-,symphonie die ,geschichte einer leidenschaftlichen ,liebe in vier verschiedenen ,phasen genau ausgedrckt4 ,die ,g-moll-,symphonie ist ,musik und weiter nichts4 ,das ist jedenfalls genug4 ,man suche nicht die ,darstellung bestimmter ,seelenprozesse oder ,ereignisse in ,tonstcken1 sondern vor allem ,musik1 und man wird rein genieen1 was sie vollstndig gibt4 ,wo das ,musikalisch-,schne fehlt1 wird das ,hineinklgeln einer groartigen ,bedeutung es nie ersetzen2 und dies ist unntz1 wo jenes existiert4 ,auf alle ,flle bringt es die musikalische ,auffassung in eine ganz falsche ,richtung4 ,dieselben ,leute1 welche der ,musik eine vorragende ,stellung unter den ,offenbarungen des menschlichen ,geistes vindizieren wollen1 welche sie nicht hat und nie erlangen wird1 weil sie nicht imstande ist1 berzeugungen mitzuteilen1 -- dieselben ,leute haben auch den ,ausdruck ,intention in ,schwang gebracht4 ,in der ,tonkunst gibt's keine ,intention1 welche die fehlende ,invention ersetzen knnte4 ,was nicht zur ,erscheinung kommt1 ist in der ,musik gar nicht da1 was aber zur ,erscheinung gekommen ist1 hat aufgehrt1 bloe ,intention zu sein4 ,der ,ausspruch3 ,er hat ,intentionen1 wird meist in lobender ,absicht angewandt1 -- mir scheint er eher ein ,tadel1 welcher in trockenes ,deutsch bersetzt etwa lauten wrde3 der ,knstler mchte wohl1 allein er kann nicht4 ,kunst kommt aber von ,knnen2 wer nichts kann1 -- hat ,intentionen4 ,wie das ,schne eines ,tonstcks lediglich in dessen musikalischen ,bestimmungen wurzelt1 so folgen auch die ,gesetze seiner ,konstruktion nur diesen4 ,es herrschen darber eine ,menge schwankender1 irriger ,ansichten1 von welchen hier nur eine angefhrt werden mag4 ,dies ist nmlich die aus der ,gefhlsanschauung hervorgegangene landlufige ,theorie der ,sonate und ,symphonie4 ,der ,tonsetzer1 heit es1 habe vier voneinander verschiedene ,seelenzustnde1 die aber miteinander 7wie87 zusammenhngen1 in den einzelnen ,stzen der ,sonate darzustellen4 ,um den unleugbaren ,zusammenhang der ,stze zu rechtfertigen und ihre verschiedene ,wirkung zu erklren1 zwingt man ordentlich den ,zuhrer1 ihnen bestimmte ,gefhle als ,inhalt unterzulegen4 ,die ,deutung pat manchmal1 fter auch nicht1 niemals mit ,notwendigkeit4 ,dies aber wird immer mit ,notwendigkeit passen1 da vier ,tonstze zu einem ,ganzen verbunden sind1 welche nach musikalisch-sthetischen ,gesetzen sich abzuheben und zu steigern haben4 ,wir verdanken dem phantasiereichen ,maler ,m4 v4 ,schwind eine sehr anziehende ,illustration der ,klavierphantasie op4 #hj von ,beethoven1 deren einzelne ,stze der ,knstler als zusammenhngende ,ereignisse derselben ,hauptpersonen auffate und bildlich darstellte4 ,geradeso wie der ,maler ,szenen und ,gestalten aus den ,tnen heraussieht1 so legt der ,zuhrer ,gefhle und ,ereignisse hinein4 ,beides hat damit einen gewissen ,zusammenhang1 aber keinen notwendigen1 und nur mit diesem haben es wissenschaftliche ,gesetze zu tun4 ,man pflegt oft anzufhren1 da ,beethoven beim ,entwurf mancher seiner ,kompositionen sich bestimmte ,ereignisse oder ,seelenzustnde gedacht haben soll4 ,wo ,beethoven oder irgend ein anderer ,tonsetzer diesen ,vorgang beobachtet hat1 bentzte er ihn blo als ,hilfsmittel1 sich durch den ,zusammenhang eines objektiven ,ereignisses das ,festhalten der musikalischen ,einheit zu erleichtern4 ,wenn ,berlioz1 ,liszt u4 a4 mehr als dies an der ,dichtung1 dem ,titel oder dem ,erlebnis zu haben glaubten1 so ist es eine ,selbsttuschung4 ,die ,einheit der musikalischen ,stimmung ist's1 was die vier ,stze einer ,sonate als organisch verbunden charakterisiert1 nicht aber der ,zusammenhang mit dem vom ,komponisten gedachten ,objekte4 ,wo sich dieser solch poetisches ,gngelband versagte und rein musikalisch erfand1 da wird man keine andere ,einheit der ,teile finden1 als eine musikalische4 ,es ist sthetisch gleichgltig1 ob sich ,beethoven allenfalls bei seinen smtlichen ,kompositionen bestimmte ,vorwrfe gewhlt2 wir kennen sie nicht1 sie sind daher fr das ,werk nicht existierend4 ,dieses selbst1 ohne allen ,kommentar1 ist's1 was vorliegt1 und wie der ,jurist aus der ,welt hinausfingiert1 was nicht in den ,akten liegt1 so ist fr die sthetische ,beurteilung nicht vorhanden1 was auerhalb des ,kunstwerks lebt4 ,erscheinen uns die ,stze einer ,komposition als einheitlich1 so mu diese ,zusammengehrigkeit in musikalischen ,bestimmungen ihren ,grund haben4#bj #bj ,diese ,zeilen haben ,beethoven-,auguren wie ,herrn ,lobe u4 a4 sehr entsetzt4 ,wir knnen ihnen nicht besser antworten als mit folgender1 unserer ,ansicht vollkommen zustimmenden ,ausfhrung ,otto ,jahns in seinem ,aufsatz ber die neue ,beethoven-,ausgabe von ,breitkopf ,hrtel 7,ges4 ,aufstze ber ,musik74 ,jahn knpft an ,schindlers bekannte ,mitteilung an1 ,beethoven habe1 um die ,bedeutung seiner ,d-moll- und ,f-moll-,sonate befragt1 geantwortet3 ,lesen ,sie nur ,shakespeares ,sturm4 ,vermutlich1 sagt ,jahn1 wird der ,frager von seiner ,lektre die sichere berzeugung mitbringen1 da ,shakespeares ,sturm auf ihn anders wirke1 als auf ,beethoven und keine ,d-moll- und ,f-moll-,sonaten in ihm erzeuge4 ,da gerade dieses ,drama ,beethoven zu solchen ,schpfungen anregen konnte1 ist freilich nicht ohne ,interesse zu erfahren2 aus dem ,shakespeare das ,verstndnis derselben herholen wollen1 hiee nur die ,unfhigkeit der musikalischen ,auffassung bezeugen4 ,bei dem ,adagio des ,f-dur-,quartetts 7op4 #ah ,nr4 #a7 soll ,beethoven die ,grabesszene aus ,romeo und ,julie vorgeschwebt haben2 wer nun etwa diese in seinem ,shakespeare aufmerksam nachliest und dann beim ,anhren des ,adagio sich zu vergegenwrtigen sucht1 wird der sich den wahren ,genu des ,musikstcks erhhen oder stren8 berschriften und ,notizen1 auch authentische1 von ,beethoven selbst herrhrende1 wrden das ,eindringen in ,sinn und ,bedeutung des ,kunstwerks nicht wesentlich frdern1 es ist vielmehr zu frchten1 da sie ebensowohl ,miverstndnisse und ,verkehrtheiten hervorrufen wrden1 wie die1 welche ,beethoven verffentlicht hat4 ,die schne ,sonate in ,es-dur 7op4 #ha7 trgt bekanntlich die berschriften ,les adieux1 l'absence1 le retour und wird daher als zuverlssiges ,beispiel von ,programm-,musik mit ,sicherheit interpretiert4 ,da es ,momente aus dem ,leben eines liebenden ,paares sind1 sagt ,marx1 der es dahingestellt sein lt1 ob die ,liebenden verheiratet sind1 oder nicht1 setzt man schon voraus1 aber die ,komposition bringt auch den ,beweis4 ,die ,liebenden ffnen ihre ,arme1 wie ,zugvgel ihre ,flgel1 sagt ,lenz vom ,schlu der ,sonate4 ,nun hat ,beethoven auf das ,original der ersten ,abteilung geschrieben3 ,das ,lebewohl bei der ,abreise ,sr4 ,kais4 ,hoheit des ,erzherzogs ,rudolf1 d4 #d4 ,mai #ahji und auf den ,titel der zweiten3 ,die ,ankunft ,sr4 ,kais4 ,hoheit des ,erzherzogs ,rudolf1 d4 #cj4 ,januar #ahaj4 ,wie wrde er protestiert haben1 da er dem ,erzherzoge gegenber diese in schmeichelndem ,kosen beseligter ,lust flgelschlagende ,sie vorstellen sollte6 -- ,darum knnen wir zufrieden sein1 schliet ,jahn1 da ,beethoven 7in der ,regel7 solche ,worte nicht ausgesprochen hat1 welche nur zu viele zu dem ,irrtum verleitet haben wrden1 wer die berschrift verstehe1 der verstehe auch das ,kunstwerk4 ,seine ,musik sagt alles1 was er sagen wollte4 ,einem mglichen ,miverstehen wollen wir schlielich dadurch begegnen1 da wir unsern ,begriff des ,musikalisch-,schnen nach drei ,seiten feststellen4 ,das ,musikalisch-,schne in dem von uns angenommenen spezifischen ,sinn beschrnkt sich nicht auf das ,klassische1 noch enthlt es eine ,bevorzugung desselben vor dem ,romantischen4 ,es gilt sowohl in der einen als der andern ,richtung1 beherrscht ,bach so gut wie ,beethoven1 ,mozart so gut wie ,schumann4 ,unsere ,thesis also enthlt auch nicht die ,andeutung einer ,parteinahme4 ,der ganze ,verlauf der gegenwrtigen ,untersuchung spricht berhaupt kein ,sollen aus1 sondern betrachtet nur ein ,sein2 kein bestimmtes musikalisches ,ideal lt sich daraus als das wahrhaft ,schne deduzieren1 sondern blo nachweisen1 was in jeder1 auch in den entgegengesetztesten ,schulen in gleicher ,weise das ,schne ist4 ,es ist nicht lange her1 seit man angefangen hat1 ,kunstwerke im ,zusammenhang mit den ,ideen und ,ereignissen der ,zeit zu betrachten1 welche sie erzeugte4 ,dieser unleugbare ,zusammenhang besteht wohl auch fr die ,musik4 ,eine ,manifestation des menschlichen ,geistes1 mu sie wohl auch in ,wechselbeziehung zu dessen brigen ,ttigkeiten stehen3 zu den gleichzeitigen ,schpfungen der dichtenden und bildenden ,kunst1 den poetischen1 sozialen1 wissenschaftlichen ,zustnden ihrer ,zeit1 endlich den individuellen ,erlebnissen und berzeugungen des ,autors4 ,die ,betrachtung und ,nachweisung dieses ,zusammenhangs an einzelnen ,tonknstlern und ,tonwerken ist demnach wohl berechtigt und dankenswert4 ,doch mu man dabei sich stets in ,erinnerung halten1 da ein solches ,parallelisieren knstlerischer ,spezialitten mit bestimmten historischen ,zustnden ein kunstgeschichtlicher1 keineswegs ein rein sthetischer ,vorgang ist4 ,so notwendig die ,verbindung der ,kunstgeschichte mit der sthetik von methodologischem ,standpunkt erscheint1 so mu doch jede dieser beiden ,wissenschaften ihr eigenstes ,wesen von einer unfreien ,verwechselung mit der andern rein erhalten4 ,mag der ,historiker1 eine knstlerische ,erscheinung im groen und ganzen auffassend1 in ,spontini den ,ausdruck des franzsischen ,kaiserreichs1 in ,rossini die politische ,restauration erblicken1 -- der sthetiker hat sich lediglich an die ,werke dieser ,mnner zu halten1 zu untersuchen1 was daran schn sei und warum4 ,die sthetische ,untersuchung wei nichts und mag nichts wissen von den persnlichen ,verhltnissen und der geschichtlichen ,umgebung des ,komponisten2 nur was das ,kunstwerk selbst ausspricht1 wird sie hren und glauben4 ,sie wird demnach in ,beethovens ,symphonien1 auch ohne ,namen und ,biographie des ,autors zu kennen1 ein ,strmen1 ,ringen1 unbefriedigtes ,sehnen1 kraftbewutes ,trotzen herausfinden1 allein da der ,komponist republikanisch gesinnt1 unverheiratet1 taub gewesen1 und all die andern ,zge1 welche der ,kunsthistoriker beleuchtend hinzuhlt1 wird jene nimmermehr aus den ,werken lesen und zur ,wrdigung derselben verwerten drfen4 ,die ,verschiedenheit der ,weltanschauung eines ,bach1 ,mozart1 ,haydn zu vergleichen und den ,kontrast ihrer ,kompositionen darauf zurckzufhren1 mag fr eine hchst anziehende1 verdienstliche ,unternehmung gelten1 doch sie ist unendlich kompliziert und wird ,fehlschlssen um so ausgesetzter sein1 je strenger sie den ,kausalnexus darlegen will4 ,die ,gefahr der bertreibung ist bei ,annahme dieses ,prinzips auerordentlich gro4 ,man kann da leicht den losesten ,einflu der ,gleichzeitigkeit als eine innere ,notwendigkeit darstellen und die ewig unbersetzbare ,tonsprache deuten1 wie man's eben braucht4 ,es wird rein auf die schlagfertige ,durchfhrung desselben ,paradoxons ankommen1 da es im ,munde des geistreichen ,mannes eine ,weisheit1 in jenem des schlichten ein ,unsinn erscheint4 ,auch ,hegel hat in ,besprechung der ,tonkunst oft irregefhrt1 indem er seinen vorwiegend kunstgeschichtlichen ,standpunkt unmerklich mit dem rein sthetischen verwechselt und in der ,musik ,bestimmtheiten nachweist1 die sie an sich niemals hatte4 ,einen ,zusammenhang hat der ,charakter jedes ,tonstckes mit dem seines ,autors gewi1 allein er steht fr den sthetiker nicht zutage2 -- die ,idee des notwendigen ,zusammenhangs aller ,erscheinungen kann in ihrer konkreten ,nachweisung bis zur ,karikatur bertrieben werden4 ,es gehrt heutzutage ein wahrer ,heroismus dazu1 dieser pikanten1 geistreich reprsentierten ,richtung entgegenzutreten und auszusprechen1 da das historische ,begreifen und das sthetische ,beurteilen verschiedene ,dinge sind4#ba ,objektiv aber steht fest3 erstens1 da die ,verschiedenartigkeit des ,ausdrucks der verschiedenen ,werke und ,schulen auf einer durchgreifend verschiedenen ,stellung der musikalischen ,elemente beruhe1 und zweitens1 da1 was an einer ,komposition1 sei es die strengste ,bachsche ,fuge1 oder das trumerischste ,notturno von ,chopin1 mit ,recht gefllt1 musikalisch schn ist4 #ba ,wenn wir hier die ,musikalischen ,charakterkpfe von ,riehl nennen1 so geschieht dies gleichwohl mit dankbarer ,anerkennung dieses geistreich anregenden ,buches4 ,noch weniger als mit dem ,klassischen kann das ,musikalisch-,schne mit dem ,architektonischen zusammenfallen1 das jenes als ,zweig in sich fat4 ,die starre ,erhabenheit bereinander getrmter ,figuration1 die kunstreiche ,verschlingung vieler ,stimmen1 von denen keine frei und selbstndig ist1 weil es alle sind1 haben ihre unvergngliche ,berechtigung4 ,doch sind jene groartig dstern ,stimmpyramiden der alten ,italiener und ,niederlnder ebensosehr nur ein kleiner ,bezirk auf dem ,gebiete der musikalischen ,schnheit1 als die vielen zierlich ausgearbeiteten ,gestalten in den ,suiten und ,konzerten von ,sebastian ,bach4 ,viele sthetiker halten den musikalischen ,genu durch das ,wohlgefallen am ,regelmigen und ,symmetrischen fr ausreichend erklrt1 worin doch niemals ein ,schnes1 vollends ein ,musikalisch-,schnes bestand4 ,das abgeschmackteste ,thema kann vollkommen symmetrisch gebaut sein4 ,symmetrie ist ja nur ein ,verhltnisbegriff und lt die ,frage offen3 ,was ist es denn1 das hier symmetrisch erscheint8 -- ,die regelmige ,anordnung geistloser1 abgentzter ,teilchen wird sich gerade in den allerschlechtesten ,kompositionen nachweisen lassen4 ,der musikalische ,sinn verlangt immer neue symmetrische ,bildungen4#bb #bb ,ich erlaube mir1 zur ,erluterung hier eine ,stelle aus meinem ,buch ,die ,moderne ,oper 7,vorwort ,s4 ,,vi7 anzufhren3 ,das berhmte ,axiom1 es knne das 'wahrhaft ,schne' 7-- wer ist ,richter ber diese ,eigenschaft8 --7 niemals1 auch nach lngstem ,zeitverlauf1 seinen ,zauber einben1 ist fr die ,musik wenig mehr1 als eine schne ,redensart4 ,die ,tonkunst macht es wie die ,natur1 welche mit jedem ,herbst eine ,welt voll ,blumen zu ,moder werden lt1 aus dem neue ,blten entstehen4 ,alle ,tondichtung ist ,menschenwerk1 ,produkt einer bestimmten ,individualitt1 ,zeit1 ,kultur und darum stets durchzogen von ,elementen schnellerer oder langsamerer ,sterblichkeit4 ,unter den groen ,musikformen ist wieder die ,oper die zusammengesetzteste1 konventionellste und daher vergnglichste4 ,es mag traurig stimmen1 da selbst neuere ,opern von edelster und glnzender ,bildung 7,spohr1 ,spontini7 schon vom ,theater zu verschwinden beginnen4 ,aber die ,tatsache ist unanfechtbar und der ,proze nicht aufzuhalten durch das in allen ,perioden stereotype ,schelten auf den bsen ',zeitgeist'4 ,die ,zeit ist auch ein ,geist und schafft ihren ,krper4 ,die ,bhne reprsentiert das ,forum fr die tatschlichen ,bedrfnisse des ,publikums1 im ,gegensatz zu der ,studierstube des stillen ,partiturenlesers4 ,die ,bhne bedeutet das ,leben des ,dramas1 der ,kampf um ihren ,besitz den ,kampf um sein ,dasein4 ,in diesem ,kampf siegt gar hufig ein geringeres ,kunstwerk ber seine besseren ,vorfahren1 wenn dasselbe den ,atem der ,gegenwart1 den ,pulsschlag unseres ,empfindens und ,begehrens uns entgegenbringt4 ,publikum wie ,knstler fhlen einen berechtigten ,trieb nach ,neuem in der ,musik1 und eine ,kritik1 welche nur ,bewunderung fr das ,alte hat und nicht auch den ,mut der ,anerkennung fr das ,neue1 untergrbt die ,produktion4 ,dem schnen ,unsterblichkeitsglauben mssen wir entsagen1 -- hat doch jede ,zeit mit demselben getuschten ,vertrauen die ,unvergnglichkeit ihrer besten ,opern proklamiert4 ,noch ,adam ,hiller in ,leipzig behauptete1 da1 wenn jemals die ,opern ,hasses nicht mehr entzcken sollten1 die allgemeine ,barbarei hereinbrechen mte4 ,noch ,schubart1 der ,musiksthetiker vom ,hohenasperg1 versicherte von ,jomelli1 es sei gar nicht denkbar1 da dieser ,tondichter jemals in ,vergessenheit geraten knne4 ,und was sind uns heute ,hasse und ,jomelli8 ,zuletzt hat fr die ,musik die ,platonische ,ansicht ,oerstedt an dem ,beispiel des ,kreises entwickelt1 dem er positive ,schnheit vindiziert4 ,sollte er niemals die ,entsetzlichkeit einer ganz kreisrunden ,komposition an sich erlebt haben8 ,vorsichtiger vielleicht als notwendig1 sei endlich noch hinzugefgt1 da die musikalische ,schnheit mit dem ,mathematischen nichts zu tun hat4 ,die ,vorstellung1 welche ,laien 7darunter auch gefhlvolle ,schriftsteller7 von der ,rolle hegen1 welche die ,mathematik in der musikalischen ,komposition spielt1 ist eine merkwrdig vage4 ,nicht zufrieden damit1 da die ,schwingungen der ,tne1 der ,abstand der ,intervalle1 das ,konsonieren und ,dissonieren sich auf mathematische ,verhltnisse zurckfhren lassen1 sind sie berzeugt1 auch das ,schne einer ,tondichtung grnde sich auf ,zahlen4 ,das ,studium der ,harmonielehre und des ,kontrapunkts gilt fr eine ,art ,kabbala1 welche die ,berechnung der ,komposition lehre4 ,wenn fr die ,erforschung des physikalischen ,teils der ,tonkunst die ,mathematik einen unentbehrlichen ,schlssel liefert1 so mge im fertigen ,tonwerk hingegen ihre ,bedeutung nicht berschtzt werden4 ,in einer ,tondichtung1 sei sie die schnste oder die schlechteste1 ist gar nichts mathematisch berechnet4 ,schpfungen der ,phantasie sind keine ,rechenexempel4 ,alle ,monochordexperimente1 ,klangfiguren1 ,intervallproportionen u4 dgl4 gehren nicht hierher1 der sthetische ,bereich fngt erst an1 wo jene ,elementarverhltnisse in ihrer ,bedeutung aufgehrt haben4 ,die ,mathematik regelt blo den elementaren ,stoff zu geistfhiger ,behandlung und spielt verborgen in den einfachsten ,verhltnissen1 aber der musikalische ,gedanke kommt ohne sie ans ,licht4 ,wenn ,oerstedt fragt3 ,sollte wohl die ,lebenszeit mehrerer ,mathematiker hinreichen1 alle ,schnheiten einer ,mozartschen ,symphonie zu berechnen8#bc1 so bekenne ich1 da ich das nicht verstehe4 ,was soll denn oder kann berechnet werden8 ,etwa das ,schwingungsverhltnis jedes ,tones zum nchstfolgenden1 oder die ,lngen der einzelnen ,perioden gegeneinander8 ,was eine ,musik zur ,tondichtung macht und sie aus der ,reihe physikalischer ,experimente hebt1 ist ein ,freies1 ,geistiges1 daher unberechenbar4 ,am musikalischen ,kunstwerk hat die ,mathematik einen ebenso kleinen oder ebenso groen ,anteil wie an den ,hervorbringungen der brigen ,knste4 ,denn ,mathematik mu am ,ende auch die ,hand des ,malers und ,bildhauers fhren1 ,mathematik webt im ,gleichma der ,vers- und ,strophenlngen1 ,mathematik im ,bau des ,architekten1 in den ,figuren des ,tnzers4 ,in jeder genauen ,kenntnis mu die ,anwendung der ,mathematik1 als ,vernunftttigkeit1 eine ,stelle finden4 ,nur eine wirklich positive1 schaffende ,kraft mu man ihr nicht einrumen wollen1 wie dies manche ,musiker1 diese ,konservativen der sthetik1 gern mchten4 ,es ist mit der ,mathematik hnlich1 wie mit der ,erzeugung der ,gefhle im ,zuhrer1 -- sie findet bei allen ,knsten statt1 aber groer ,lrm darber ist blo bei der ,musik4 #bc ,geist in der ,natur1 #c4 ,band1 deutsch von ,kannegieer4 ,s4 #cb4 ,auch mit der ,sprache hat man die ,musik hufig zu parallelisieren und die ,gesetze der ersteren fr die letztere aufzustellen versucht4 ,die ,verwandtschaft des ,gesanges mit der ,sprache lag nahe genug1 mochte man sich nun an die ,gleichheit der physiologischen ,bedingungen halten oder an den gemeinsamen ,charakter als ,entuerung des ,innern durch die menschliche ,stimme4 ,die analogen ,beziehungen sind zu auffllig1 als da wir hier darauf einzugehen htten2 es sei demnach nur ausdrcklich eingerumt1 da1 wo es sich bei der ,musik wirklich blo um die subjektive ,entuerung eines inneren ,dranges handelt1 in der ,tat die ,gesetzlichkeit des sprechenden ,menschen teilweise magebend fr den singenden sein wird4 ,da der in ,leidenschaft ,geratende mit der ,stimme steigt1 whrend die ,stimme des sich beruhigenden ,redners fllt2 da ,stze besonderen ,gewichtes langsam1 gleichgltige ,nebensachen schnell gesprochen werden3 dies und hnliches wird der ,gesangskomponist1 insbesondere der dramatische1 nicht unbeachtet lassen drfen4 ,allein man hat sich mit diesen begrenzten ,analogien nicht begngt1 sondern die ,musik selbst als eine 7unbestimmtere oder feinere7 ,sprache aufgefat und nun ihre ,schnheitsgesetze aus der ,natur der ,sprache abstrahieren wollen4 ,jede ,eigenschaft und ,wirkung der ,musik wurde auf hnlichkeiten mit der ,sprache zurckgefhrt4 ,wir sind der ,ansicht1 da1 wo es sich um das ,spezifische einer ,kunst handelt1 ihre ,unterschiede von verwandten ,gebieten wichtiger sind als die hnlichkeiten4 ,unbeirrt durch diese oft verlockenden1 aber das eigentliche ,wesen der ,musik gar nicht treffenden ,analogien mu die sthetische ,untersuchung unablssig zu dem ,punkte vordringen1 wo ,sprache und ,musik sich unvershnlich scheiden4 ,nur aus diesem ,punkte werden der ,tonkunst wahrhaft fruchtbringende ,bestimmungen sprieen knnen4 ,der wesentliche ,grundunterschied besteht aber darin1 da in der ,sprache der ,ton nur ein ,zeichen1 d4 h4 ,mittel zum ,zweck eines diesem ,mittel ganz fremden ,auszudrckenden ist1 whrend in der ,musik der ,ton eine ,sache ist1 d4 h4 als ,selbstzweck auftritt4 ,die selbstndige ,schnheit der ,tonformen hier und die absolute ,herrschaft des ,gedankens ber den ,ton als bloes ,ausdrucksmittel dort stehen sich so ausschlieend gegenber1 da eine ,vermischung der beiden ,prinzipe eine logische ,unmglichkeit ist4 ,der ,schwerpunkt des ,wesens liegt also ganz wo anders bei der ,sprache und bei der ,musik1 und um diesen ,schwerpunkt gruppieren sich alle brigen ,eigentmlichkeiten4 ,alle spezifisch musikalischen ,gesetze werden sich um die selbstndige ,bedeutung und ,schnheit der ,tne drehen1 alle sprachlichen ,gesetze um die korrekte ,verwendung des ,lautes zum ,zweck des ,ausdrucks4 ,die schdlichsten und verwirrendsten ,anschauungen sind aus dem ,bestreben hervorgegangen1 die ,musik als eine ,art ,sprache aufzufassen2 sie weisen uns tglich praktische ,folgen auf4 ,so mute es hauptschlich ,komponisten von schwacher ,schpferkraft geeignet erscheinen1 die ihnen unerreichbare selbstndige musikalische ,schnheit als ein falsches1 sinnliches ,prinzip anzusehen1 und die charakteristische ,bedeutsamkeit der ,musik dafr auf den ,schild zu heben4 ,ganz abgesehen von ,richard ,wagners ,opern1 findet man in den kleinsten ,instrumentalschelchen oft ,unterbrechungen des melodischen ,flusses durch abgerissene ,kadenzen1 rezitativische ,stze u4 dgl41 welche1 den ,hrer befremdend1 sich anstellen1 als bedeuteten sie etwas ,besonderes1 whrend sie in der ,tat nichts bedeuten als ,unschnheit4 ,von modernen ,kompositionen1 welche fortwhrend den groen ,rhythmus durchbrechen1 um mysterise ,zustze oder gehufte ,kontraste vorzudrngen1 pflegt man zu rhmen1 es strebe darin die ,musik1 ihre engen ,grenzen zu durchbrechen und zur ,sprache sich zu erheben4 ,uns ist ein solches ,lob immer sehr zweideutig erschienen4 ,die ,grenzen der ,musik sind durchaus nicht eng1 aber recht genau festgesteckt4 ,die ,musik kann sich niemals zur ,sprache erheben -- herablassen mte man eigentlich vom musikalischen ,standpunkt sagen --1 indem die ,musik ja offenbar eine gesteigerte ,sprache sein mte4#bd #bd ,es darf nicht verschwiegen werden1 da eines der genialsten1 groartigsten ,werke aller ,zeiten durch seinen ,glanz beitrug zu dieser ,lieblingslge der modernen ,musikkritik von dem inneren ,drngen der ,musik zur ,bestimmtheit der ,wortsprache und zur ,abwerfung der eurhythmischen ,fesseln4 ,wir meinen ,beethovens ,neunte4 ,sie ist eine jener geistigen ,wasserscheiden1 die weithin sichtbar und unbersteiglich sich zwischen die ,strmung entgegengesetzter berzeugungen legen4 ,die ,musiker1 welchen die ,groartigkeit der ,intention1 die geistige ,bedeutung der abstrakten ,aufgabe ber alles geht1 stellen die neunte ,symphonie an die ,spitze aller ,musik2 whrend die kleine ,schar1 welche1 an dem berwundenen ,standpunkt der ,schnheit festhaltend1 fr rein sthetische ,forderungen kmpft1 ihrer ,bewunderung einige ,einschrnkungen setzt4 ,wie zu erraten1 handelt es sich vorzugsweise um das ,finale1 da ber die hohe ,schnheit der ersten drei ,stze unter aufmerksamen und vorbereiteten ,hrern kaum ein ,streit entstehen wird4 ,in diesem letzten ,satz vermochten wir nie mehr als den ,riesenschatten zu sehen1 den ein ,riesenkrper wirft4 ,die ,gre der ,idee1 das bis zur ,verzweiflung vereinsamte ,gemt zuletzt in der ,freude aller zur ,vershnung zu bringen1 kann man vollkommen verstehen und erkennen1 und dennoch die ,musik des letzten ,satzes 7bei all' ihrer genialen ,eigentmlichkeit7 unschn finden4 ,das allgemeine ,verdammungsurteil1 dem solche ,sondermeinung verfllt1 kennen wir recht wohl4 ,einer der geistvollsten und vielseitigsten ,gelehrten ,deutschlands1 der #ahec in der ,a4 ,allgemeinen ,zeitung den formellen ,grundgedanken der neunten ,symphonie anzufechten unternahm1 erkannte deshalb die humoristische ,notwendigkeit1 sich gleich auf dem ,titel fr einen beschrnkten ,kopf zu erklren4 ,er beleuchtete die sthetische ,ungeheuerlichkeit1 welche das ,ausmnden eines mehrstzigen ,instrumentalwerks in einen ,chor involviert1 und vergleicht ,beethoven mit einem ,bildhauer1 der ,beine1 ,leib1 ,brust1 ,arme einer ,figur aus farblosem ,marmor fertigte1 den ,kopf aber koloriert4 ,man sollte glauben1 da jeden feinfhlenden ,hrer beim ,eintritt der ,menschenstimme das gleiche ,unbehagen berkommen msse1 weil hier das ,kunstwerk mit ,einem ,ruck seinen ,schwerpunkt verndert und dadurch auch den ,hrer umzuwerfen droht4 ,fast ein ,dezennium spter erlebten wir die ,freude1 da der beschrnkte ,kopf sich als ,david ,strau demaskierte4 ,hingegen nennt ,dr4 ,becher1 der hier als ,reprsentant einer ganzen ,klasse erscheinen mge1 in einer #ahdc gedruckten ,abhandlung ber die neunte ,symphonie den vierten ,satz den mit jedem andern bestehenden ,tonwerke an ,eigentmlichkeit der ,gestaltung wie an ,groartigkeit der ,komposition und khnstem ,aufschwung der einzelnen ,gedanken vllig inkommensurabeln ,ausflu von ,beethovens ,genialitt und versichert1 dies ,werk stehe ihm mit ,shakespeares ,knig ,lear und etwa einem ,dutzend anderer ,emanationen des ,menschengeistes in seiner hchsten poetischen ,potenz im ,himalayagebirge der ,kunst als ,dhawalagirispitze1 selbst seine ebenbrtigen ,genossen berragend4 ,wie fast alle seine ,meinungsgenossen gibt ,becher eine ausfhrliche ,schilderung der ,bedeutung des ,inhalts jedes der vier ,stze und ihrer tiefen ,symbolik1 -- der ,musik geschieht auch nicht mit ,einer ,silbe ,erwhnung4 ,das ist hchst charakteristisch fr eine ganze ,schule musikalischer ,kritik1 welche der ,frage1 ob eine ,musik schn sei1 mit der tiefsinnigen ,errterung auszuweichen liebt1 was sie ,groes bedeute4 ,das vergessen auch unsere ,snger1 welche in ,momenten grten ,affekts ,worte1 ja ,stze sprechend herausstoen und damit die hchste ,steigerung der ,musik gegeben zu haben glauben4 ,sie bersehen1 da der bergang vom ,singen zum ,sprechen stets ein ,sinken ist1 so wie der hchste normale ,sprechton noch immer tiefer klingt als selbst die tieferen ,gesangstne desselben ,organes4 ,ebenso schlimm als diese praktischen ,folgen1 ja noch schlimmer1 weil nicht allsogleich durch das ,experiment geschlagen1 sind die ,theorien1 welche der ,musik die ,entwickelungs- und ,konstruktionsgesetze der ,sprache aufdringen wollen1 wie es in lterer ,zeit zum ,teil von ,rousseau und ,rameau1 in neuerer ,zeit von den ,jngern ,r4 ,wagners versucht wird4 ,es wird dabei das wahrhafte ,herz der ,musik1 die in sich selbst befriedigte ,formschnheit1 durchstoen und dem ,phantom der ,bedeutung nachgejagt4 ,eine sthetik der ,tonkunst mte es daher zu ihren wichtigsten ,aufgaben zhlen1 die ,grundverschiedenheit zwischen dem ,wesen der ,musik und dem der ,sprache unerbittlich darzulegen1 und in allen ,folgerungen das ,prinzip festzuhalten1 da1 wo es sich um ,spezifisch-,musikalisches handelt1 die ,analogien mit der ,sprache jede ,anwendung verlieren4 ,,iv4 ,analyse des subjektiven ,eindruckes der ,musik4 ,erachten wir es auch als ,prinzip und erste ,aufgabe der musikalischen sthetik1 da sie die usurpierte ,herrschaft des ,gefhls unter die berechtigte der ,schnheit stelle -- da nicht das ,gefhl1 sondern die ,phantasie1 als ,ttigkeit des reinen ,schauens1 das ,organ ist1 aus welchem und fr welches alles ,kunstschne zunchst entsteht -- so behaupten doch die affirmativen uerungen des ,fhlens im praktischen ,musikleben eine zu auffallende und wichtige ,rolle1 um durch bloe ,unterordnung abgetan zu werden4 ,so sehr die sthetische ,betrachtung sich nur an das ,kunstwerk selbst zu halten hat1 so erweist sich doch in der ,wirklichkeit dieses selbstndige ,kunstwerk als wirksame ,mitte zwischen zwei lebendigen ,krften3 seinem ,woher und seinem ,wohin1 d4 i4 dem ,komponisten und dem ,hrer4 ,in dem ,seelenleben dieser beiden kann die knstlerische ,ttigkeit der ,phantasie nicht so zu reinem ,metall ausgeschieden sein1 wie sie in dem fertigen1 unpersnlichen ,kunstwerk vorliegt -- vielmehr wirkt sie dort stets in enger ,wechselbeziehung mit ,gefhlen und ,empfindungen4 ,das ,fhlen wird somit vor und nach dem fertigen ,kunstwerk1 vorerst im ,tondichter1 dann im ,hrer1 eine ,bedeutung behaupten1 der wir unsere ,aufmerksamkeit nicht entziehen drfen4 ,betrachten wir den ,komponisten4 ,ihn wird whrend des ,schaffens eine gehobene ,stimmung erfllen1 wie sie zur ,befreiung des ,schnen aus dem ,schacht der ,phantasie kaum entbehrlich gedacht werden kann4 ,da diese gehobene ,stimmung1 nach der ,individualitt des ,knstlers1 mehr oder minder die ,frbung des werdenden ,kunstwerkes annehmen1 da sie bald hoch1 bald miger fluten wird1 nie aber bis zum berwltigenden ,affekte1 der das knstlerische ,hervorbringen vereitelt1 da die klare ,besinnung hierbei wenigstens gleiche ,wichtigkeit behauptet mit der ,begeisterung1 -- das sind bekannte1 der allgemeinen ,kunstlehre angehrige ,bestimmungen4 ,was speziell das ,schaffen des ,tonsetzers betrifft1 so mu festgehalten werden1 da es ein stetes ,bilden ist1 ein ,formen in ,tonverhltnissen4 ,nirgend erscheint die ,souvernitt des ,gefhls1 welche man so gern der ,musik andichtet1 schlimmer angebracht1 als wenn man sie im ,komponisten whrend des ,schaffens voraussetzt und dieses als ein begeistertes ,extemporieren auffat4 ,die schrittweis vorgehende ,arbeit1 durch welche ein ,musikstck1 das dem ,tondichter anfangs nur in ,umrissen vorschwebte1 bis in die einzelnen ,takte zur bestimmten ,gestalt ausgemeielt wird1 allenfalls gleich in der empfindlichen vielgestaltigen ,form des ,orchesters1 ist so besonnen und kompliziert1 da sie kaum verstehen kann1 wer nicht selbst einmal ,hand daran gelegt4 ,nicht blo etwa fugierte oder kontrapunktische ,stze1 in welchen wir abmessend ,note gegen ,note halten1 auch das flieendste ,rondo1 die melodiseste ,arie erfordert1 wie es unsere ,sprache bedeutsam nennt1 ein ,ausarbeiten ins kleinste4 ,die ,ttigkeit des ,komponisten ist eine in ihrer ,art plastische und jener des bildenden ,knstlers vergleichbar4 ,ebensowenig als dieser darf der ,tondichter seinem ,stoff unfrei verwachsen sein2 denn gleich ihm hat er ja sein 7musikalisches7 ,ideal objektiv hinzustellen1 zur reinen ,form zu gestalten4 ,das drfte von ,rosenkranz vielleicht bersehen worden sein1 wenn er den ,widerspruch bemerkt1 aber ungelst lt1 warum die ,frauen1 welche doch von ,natur vorzugsweise auf das ,gefhl angewiesen sind1 in der ,komposition nichts leisten8#be ,der ,grund liegt -- auer den allgemeinen ,bedingungen1 welche ,frauen von geistigen ,hervorbringungen ferner halten -- eben in dem plastischen ,moment des ,komponierens1 das eine ,entuerung der ,subjektivitt nicht minder1 wenngleich in verschiedener ,richtung erheischt1 als die bildenden ,knste4 ,wenn die ,strke und ,lebendigkeit des ,fhlens wirklich magebend fr das ,tondichten wre1 so wrde der gnzliche ,mangel an ,komponistinnen neben so zahlreichen ,schriftstellerinnen und ,malerinnen schwer zu erklren sein4 ,nicht das ,gefhl komponiert1 sondern die speziell musikalische1 knstlerisch geschulte ,begabung4 ,ergtzlich klingt es daher1 wenn ,f4 ,l4 ,schubart die meisterhaften ,andantes des ,komponisten ,stamitz ganz ernsthaft als eine natrliche ,folge seines gefhlvollen ,herzens hinstellt1#bf oder ,christian ,rolle uns versichert1 ein leutseliger1 zrtlicher ,charakter mache uns geschickt1 langsame ,stze zu ,meisterstcken zu bilden4#bg #be ,rosenkranz1 ,psychologie4 #b4 ,aufl4 ,s4 #fj4 #bf ,schubart1 ,ideen zur sthetik der ,tonkunst4 #ahjf4 #bg ,neue ,wahrnehmungen zur ,aufnahme der ,musik4 ,berlin #aghd4 ,s4 #ajb4 ,ohne innere ,wrme ist nichts ,groes noch ,schnes im ,leben vollbracht worden4 ,das ,gefhl wird beim ,tondichter1 wie bei jedem ,poeten1 sich reich entwickelt vorfinden1 nur ist es nicht der schaffende ,faktor in ihm4 ,selbst wenn ein starkes1 bestimmtes ,pathos ihn gnzlich erfllt1 so wird dasselbe ,anla und ,weihe manches ,kunstwerks werden1 allein -- wie wir aus der ,natur der ,tonkunst wissen1 welche einen bestimmten ,affekt darzustellen weder die ,fhigkeit noch den ,beruf hat -- niemals dessen ,gegenstand4 ,ein inneres ,singen1 nicht ein bloes inneres ,fhlen treibt den musikalisch ,talentierten zur ,erfindung eines ,tonstcks4 ,wir haben die ,ttigkeit des ,komponierens als ein ,bilden aufgefat2 als solches ist sie durchaus objektiv4 ,der ,tonsetzer formt ein selbstndiges ,schne4 ,der unendlich ausdrucksfhige1 geistige ,stoff der ,tne lt es zu1 da die ,subjektivitt des in ihnen ,bildenden sich in der ,art seines ,formens ausprge4 ,da schon den einzelnen musikalischen ,elementen ein charakteristischer ,ausdruck eignet1 so werden vorherrschende ,charakterzge des ,komponisten3 ,sentimentalitt1 ,energie1 ,heiterkeit usw4 sich durch die konsequente ,bevorzugung gewisser ,tonarten1 ,rhythmen1 bergnge recht wohl nach den allgemeinen ,momenten ausdrcken1 welche die ,musik wiederzugeben fhig ist4 ,einmal vom ,kunstwerk aufgesogen1 interessieren aber diese ,charakterzge nunmehr als musikalische ,bestimmtheiten1 als ,charakter der ,komposition1 nicht des ,komponisten4#bh ,was der gefhlvolle und was der geistreiche ,komponist bringt1 der grazise oder der erhabene1 ist zuerst und vor allem ,musik1 objektives ,gebilde4 ,ihre ,werke werden sich voneinander durch unverkennbare ,eigentmlichkeiten unterscheiden und als ,gesamtbild die ,individualitt ihrer ,schpfer abspiegeln2 doch wurden sie alle1 die einen wie die andern1 als selbstndiges ,schne rein musikalisch um ihretwillen erschaffen4 #bh ,welche ,vorsicht bei ,rckschlssen von den ,kompositionen auf den menschlichen ,charakter des ,komponisten notwendig ist1 und wie gro dabei die ,gefahr1 da die ,phantasie die nchterne ,untersuchung zum ,nachteil der ,wahrheit beeinflut1 das hat neuerdings u4 a4 die ,beethoven-,biographie von ,a4 ,b4 ,marx gezeigt1 deren musikalisch voreingenommene ,panegyrik einer sorgfltigen ,untersuchung der ,tatsachen berhoben zu sein glaubte und daher durch ,thayers genaue ,quellenforschungen in vielen ,punkten drastisch berichtigt worden ist4 ,nicht das tatschliche ,gefhl des ,komponisten1 als eine blo subjektive ,affektion1 ist es1 was die gleiche ,stimmung in den ,hrern wachruft4 ,rumt man der ,musik solch eine zwingende ,macht ein1 so anerkennt man dadurch deren ,ursache als etwas ,objektives in ihr2 denn nur dieses zwingt in allem ,schnen4 ,dies ,objektive sind hier die musikalischen ,bestimmtheiten eines ,tonstcks4 ,streng sthetisch knnen wir von irgendeinem ,thema sagen1 es klinge stolz oder trbe1 nicht aber1 es sei ein ,ausdruck der stolzen oder der trben ,gefhle des ,komponisten4 ,noch ferner liegen dem ,charakter eines ,tonwerkes als solchem die sozialen und politischen ,verhltnisse1 welche seine ,zeit beherrschen4 ,jener musikalische ,ausdruck des ,themas ist notwendige ,folge seiner so und nicht anders gewhlten ,tonfaktoren2 da diese ,wahl aus psychologischen oder kulturgeschichtlichen ,ursachen hervorging1 mte an dem bestimmten ,werke 7nicht blo aus ,jahreszahl und ,geburtsort7 nachgewiesen werden1 und nachgewiesen wre dieser ,zusammenhang1 wie interessant auch immer1 zunchst eine lediglich historische oder biographische ,tatsache4 ,die sthetische ,betrachtung kann sich auf keine ,umstnde sttzen1 die auerhalb des ,kunstwerks selbst liegen4 ,so gewi die ,individualitt des ,komponisten in seinen ,schpfungen einen symbolischen ,ausdruck finden wird1 so irrig wre es1 aus diesem persnlichen ,moment ,begriffe ableiten zu wollen1 die ihre wahrhafte ,begrndung nur in der ,objektivitt des knstlerischen ,bildens finden4 ,dahin gehrt der ,begriff des ,stils4#bi #bi ,irrig ist deshalb ,forkels ,ableitung der verschiedenen musikalischen ,schreibarten aus den ,verschiedenheiten zu denken1 wonach der ,stil jedes ,komponisten darin seinen ,grund hat1 da der schwrmerische1 der aufgeblasene1 der kalte1 kindische und pedantische ,mann in den ,zusammenhang seiner ,gedanken ,schwulst und unertrgliche ,emphasis bringt1 oder frostig und affektiert ist4 7,theorie der ,musik4 #aggg4 ,s4 #bc47 ,wir mchten den ,stil in der ,tonkunst von seiten seiner musikalischen ,bestimmtheiten aufgefat wissen1 als die vollendete ,technik1 wie sie im ,ausdruck des schpferischen ,gedankens als ,gewhnung erscheint4 ,der ,meister bewhrt ,stil1 indem er1 die klar erfate ,idee verwirklichend1 alles ,kleinliche1 ,unpassende1 ,triviale weglt und so in jeder technischen ,einzelheit die knstlerische ,haltung des ,ganzen bereinstimmend wahrt4 ,mit ,vischer 7sthetik #ebg7 wrden wir das ,wort ,stil auch in der ,musik absolut gebrauchen und1 absehend von den historischen oder individuellen ,einteilungen1 sagen3 dieser ,komponist hat ,stil1 in dem ,sinne wie man von jemand sagt3 er hat ,charakter4 ,die architektonische ,seite des ,musikalisch-,schnen tritt bei der ,stilfrage recht deutlich in den ,vordergrund4 ,eine hhere ,gesetzlichkeit1 als die der bloen ,proportion1 wird der ,stil eines ,tonstcks durch einen einzigen ,takt verletzt1 der1 an sich untadelhaft1 nicht zum ,ausdruck des ,ganzen stimmt4 ,genau so wie eine unpassende ,arabeske im ,bauwerk1 nennen wir stillos eine ,kadenz oder ,modulation1 welche als ,inkonsequenz aus der einheitlichen ,durchfhrung des ,grundgedankens abspringt4 ,natrlich ist diese ,einheit im weiteren1 hheren ,sinne zu nehmen1 wonach sie unter ,umstnden den ,kontrast1 die ,episode und manche ,freiheiten in sich begreift4 ,in der ,komposition eines ,musikstckes findet daher eine ,entuerung des eigenen persnlichen ,affektes nur insoweit statt1 als es die ,grenzen einer vorherrschend objektiven1 formenden ,ttigkeit zulassen4 ,der ,akt1 in welchem die unmittelbare ,ausstrmung eines ,gefhls in ,tnen vor sich gehen kann1 ist nicht sowohl die ,erfindung eines ,tonwerkes1 als vielmehr die ,reproduktion1 die ,auffhrung1 desselben4 ,da fr den philosophischen ,begriff das komponierte ,tonstck1 ohne ,rcksicht auf dessen ,auffhrung1 das fertige ,kunstwerk ist1 darf uns nicht hindern1 die ,spaltung der ,musik in ,komposition und ,reproduktion1 eine der folgenreichsten ,spezialitten unserer ,kunst1 berall zu beachten1 wo sie zur ,erklrung eines ,phnomens beitrgt4 ,in der ,untersuchung des subjektiven ,eindrucks der ,musik macht sie sich ganz vorzugsweise geltend4 ,dem ,spieler ist es gegnnt1 sich von dem ,gefhl1 das ihn eben beherrscht1 unmittelbar durch sein ,instrument zu befreien und in seinen ,vortrag das wilde ,strmen1 das sehnliche ,glhen1 die heitere ,kraft und ,freude seines ,innern zu hauchen4 ,schon das krperlich ,innige1 das durch meine ,fingerspitzen die innere ,bebung unvermittelt an die ,saite drckt oder den ,bogen reit oder gar im ,gesange selbsttnend wird1 macht den persnlichsten ,ergu der ,stimmung im ,musizieren recht eigentlich mglich4 ,eine ,subjektivitt wird hier unmittelbar in ,tnen tnend wirksam1 nicht blo stumm in ihnen formend4 ,der ,komponist schafft langsam1 unterbrochen1 der ,spieler in unaufhaltsamem ,flug2 der ,komponist fr das ,bleiben1 der ,spieler fr den erfllten ,augenblick4 ,das ,tonwerk wird geformt1 die ,auffhrung erleben wir4 ,so liegt denn das gefhlsentuernde und erregende ,moment der ,musik im ,reproduktionsakt1 welcher den elektrischen ,funken aus dunkelm ,geheimnis lockt und in das ,herz der ,zuhrer berspringen macht4 ,freilich kann der ,spieler nur das bringen1 was die ,komposition enthlt1 allein diese erzwingt wenig mehr als die ,richtigkeit der ,noten4 ,der ,geist des ,tondichters sei es ja nur1 den der ,spieler errate und offenbare -- wohl1 aber eben diese ,aneignung im ,moment des ,wiederschaffens ist sein1 des ,spielers1 ,geist4 ,dasselbe ,stck belstigt oder entzckt1 je nachdem es zu tnender ,wirklichkeit belebt wird4 ,es ist1 wie derselbe ,mensch1 einmal in seiner verklrendsten ,begeisterung1 das andere ,mal in mimutiger ,alltglichkeit aufgefat4 ,die knstliche ,spieluhr kann das ,gefhl des ,hrers nicht bewegen1 doch der einfachste ,musikant wird es1 wenn er mit voller ,seele bei seinem ,liede ist4 ,zur hchsten ,unmittelbarkeit befreit sich die ,offenbarung eines ,seelenzustandes durch ,musik1 wo ,schpfung und ,ausfhrung in einen ,akt zusammenfallen4 ,dies geschieht in der freien ,phantasie4 ,wo diese nicht mit formell knstlerischer1 sondern mit vorwiegend subjektiver ,tendenz 7pathologisch in hherem ,sinn7 auftritt1 da kann der ,ausdruck1 welchen der ,spieler den ,tasten entlockt1 ein wahres ,sprechen werden4 ,wer dies zensurfreie ,sprechen1 dies entfesselte ,sichselbstgeben mitten in strengem ,bannkreise je an sich selbst erlebt hat1 der wird ohne weiteres wissen1 wie da ,liebe1 ,eifersucht1 ,wonne und ,leid unverhllt und doch unfahndbar hinausrauschen aus ihrer ,nacht1 ihre ,feste feiern1 ihre ,sagen singen1 ihre ,schlachten schlagen1 bis der ,meister sie zurckruft1 beruhigt1 beunruhigend4 ,durch die entbundene ,bewegung des ,spielens teilt sich der ,ausdruck des ,gespielten dem ,hrer mit4 ,wenden wir uns zu diesem4 ,wir sehen ihn oft von einer ,musik ergriffen1 froh oder wehmtig bewegt1 weit ber das blo sthetische ,wohlgefallen hinaus im ,innersten emporgetragen oder erschttert4 ,die ,existenz dieser ,wirkungen ist unleugbar1 wahrhaft und echt1 oft die hchsten ,grade erreichend1 zu bekannt endlich1 als da wir ihr ein beschreibendes ,verweilen zu widmen brauchten4 ,es handelt sich hier nur um zweierlei3 -- worin im ,unterschied von andern ,gefhlsbewegungen der spezifische ,charakter dieser ,gefhlserregung durch ,musik liege1 und wieviel von dieser ,wirkung sthetisch sei4 ,mssen wir auch das ,vermgen1 auf die ,gefhle zu wirken1 allen ,knsten ausnahmslos zuerkennen1 so ist doch der ,art und ,weise1 wie die ,musik es ausbt1 etwas ,spezifisches1 nur ihr ,eigentmliches nicht abzusprechen4 ,musik wirkt auf den ,gemtszustand rascher und intensiver als irgend ein anderes ,kunstschne4 ,mit wenigen ,akkorden knnen wir einer ,stimmung berliefert sein1 welche ein ,gedicht erst durch lngere ,exposition1 ein ,bild durch anhaltendes ,hineindenken erreichen wrde1 obgleich diesen beiden1 im ,vorteil gegen die ,tonkunst1 der ganze ,kreis der ,vorstellungen dienstbar ist1 von welchen unser ,denken die ,gefhle von ,lust und ,schmerz abhngig wei4 ,nicht nur rascher1 auch unmittelbarer und intensiver ist die ,einwirkung der ,tne4 ,die andern ,knste berreden1 die ,musik berfllt uns4 ,diese ihre eigentmliche ,gewalt auf unser ,gemt erfahren wir am strksten1 wenn wir uns in einem ,zustand grerer ,aufregung oder ,herabstimmung befinden4 ,in ,gemtszustnden1 wo weder ,gemlde noch ,gedichte1 weder ,statuen noch ,bauten mehr imstande sind1 uns zu teilnehmender ,aufmerksamkeit zu reizen1 wird ,musik noch ,macht ber uns haben1 ja gerade heftiger als sonst4 ,wer in schmerzhaft aufgeregter ,stimmung ,musik hren oder machen mu1 dem schwingt sie wie ,essig in der ,wunde4 ,keine ,kunst kann da so tief und scharf in unsere ,seele schneiden4 ,form und ,charakter des ,gehrten verlieren dann ganz ihre ,bedeutung1 sei es nchtigtrbes ,adagio oder ein hellfunkelnder ,walzer1 wir knnen uns nicht loswinden von seinen ,klngen1 -- nicht mehr das ,tonstck fhlen wir1 sondern die ,tne selbst1 die ,musik als gestaltlos dmonische ,gewalt1 wie sie glhend an die ,nerven unseres ganzen ,leibes rckt4 ,als ,goethe in hohem ,alter noch einmal die ,gewalt der ,liebe erfuhr1 da erwachte in ihm zugleich eine nie gekannte ,empfnglichkeit fr ,musik4 ,er schreibt ber jene wunderbaren ,marienbader ,tage 7#ahbc7 an ,zelter3 ,die ungeheure ,gewalt der ,musik auf mich in diesen ,tagen6 ,die ,stimme der ,milder1 das ,klangreiche der ,szymanowska1 ja sogar die ffentliche ,exhibition des hiesigen ,jgerkorps falten mich auseinander1 wie man eine geballte ,faust freundlich flach lt4 ,ich bin vllig berzeugt1 da ich im ersten ,takte ,deiner ,singakademie den ,saal verlassen mte4 ,zu einsichtsvoll1 um nicht den groen ,anteil nervser ,aufregung in dieser ,erscheinung zu erkennen1 schliet ,goethe mit den ,worten3 ,du wrdest mich von einer krankhaften ,reizbarkeit heilen1 die denn doch eigentlich als die ,ursache jenes ,phnomens anzusehen ist4#cj ,diese ,beobachtungen mssen uns schon aufmerksam machen1 da in den musikalischen ,wirkungen auf das ,gefhl hufig ein fremdes1 nicht rein sthetisches ,element mit im ,spiele sei4 ,eine rein sthetische ,wirkung wendet sich an die volle ,gesundheit des ,nervenlebens und zhlt auf kein krankhaftes ,mehr oder ,weniger desselben4 #cj ,briefwechsel zwischen ,goethe und ,zelter4 #c4 ,band1 ,s4 #ccb4 ,die intensivere ,einwirkung der ,musik auf unser ,nervensystem vindiziert ihr in der ,tat einen ,machtberschu vor den anderen ,knsten4 ,wenn wir aber die ,natur dieses ,machtberschusses untersuchen1 so erkennen wir1 da er ein qualitativer sei1 und da die eigentmliche ,qualitt auf physiologischen ,bedingungen ruhe4 ,der sinnliche ,faktor1 der bei jedem ,schnheitsgenu den geistigen trgt1 ist bei der ,tonkunst grer als in den andern ,knsten4 ,die ,musik1 durch ihr krperloses ,material die geistigste1 von seiten ihres gegenstandlosen ,formspiels die sinnlichste ,kunst1 zeigt in dieser geheimnisvollen ,vereinigung zweier ,gegenstze ein lebhaftes ,assimilationsbestreben mit den ,nerven1 diesen nicht minder rtselhaften ,organen des unsichtbaren ,telegraphendienstes zwischen ,leib und ,seele4 ,die intensive ,wirkung der ,musik auf das ,nervenleben ist als ,tatsache von der ,psychologie wie von der ,physiologie vollstndig anerkannt4 ,leider fehlt noch eine ausreichende ,erklrung derselben4 ,es vermag die ,psychologie nimmermehr das ,magnetisch-,zwingende des ,eindrucks zu ergrnden1 den gewisse ,akkorde1 ,klangfarben und ,melodien auf den ganzen ,organismus des ,menschen ben1 weil es dabei zuvrderst auf eine spezifische ,reizung der ,nerven ankommt4 ,ebensowenig hat die im ,triumph fortschreitende ,wissenschaft der ,physiologie etwas ,entscheidendes ber unser ,problem gebracht4 ,was die musikalischen ,monographien dieses ,zwittergegenstandes betrifft1 so ziehen sie es fast durchgngig vor1 die ,tonkunst durch ,ausbreitung glnzender ,schaustcke in einen imposanten ,nimbus von ,wunderttigkeit zu bringen1 als in wissenschaftlicher ,forschung den ,zusammenhang der ,musik mit unserm ,nervenleben auf sein ,wahres und ,notwendiges zurckzufhren4 ,dies allein aber tut uns not1 und weder die berzeugungstreue eines ,doktor ,albrecht1 welcher seinen ,patienten ,musik als schweitreibendes ,mittel verschrieb1 noch der ,unglaube ,oerstedts1 der das ,heulen eines ,hundes bei gewissen ,tonarten durch rationelle ,prgel erklrt1 mittelst welcher derselbe zum ,heulen abgerichtet worden sei4#ca #ca ,der ,geist der ,natur4 ,,iii1 #i4 ,manchem ,musikfreunde drfte es unbekannt sein1 da wir eine ganze ,literatur ber die krperlichen ,wirkungen der ,musik und deren ,anwendung zu ,heilzwecken besitzen4 ,an interessanten ,kuriositten reich1 doch in der ,beobachtung unzuverlssig1 in der ,erklrung unwissenschaftlich1 suchen die meisten dieser ,musiko-,mediziner eine sehr zusammengesetzte und beilufige ,eigenschaft der ,tonkunst zu selbstndiger ,wirksamkeit aufzustelzen4 ,von ,pythagoras1 der zuerst ,wunderkuren durch ,musik verrichtet haben soll1 bis auf unsere ,tage taucht zeitweilig immer wieder1 mehr durch neue ,beispiele als durch neue ,ideen bereichert1 die ,lehre auf1 man knne die aufregende oder lindernde ,wirkung der ,tne auf den krperlichen ,organismus als ,heilmittel gegen zahlreiche ,krankheiten in ,anwendung bringen4 ,peter ,lichtenthal erzhlt uns ausfhrlich in seinem ,musikalischen ,arzt1 wie durch die ,macht der ,tne ,gicht1 ,hftweh1 ,epilepsie1 ,starrsucht1 ,pest1 ,fieberwahnsinn1 ,konvulsionen1 ,nervenfieber1 ja sogar ,dummheit 7stupiditas7 geheilt worden sei4#cb #cb ,die hchste ,konfusion erreichte diese ,lehre bei dem berhmten ,arzt ,baptista ,porta1 welcher die ,begriffe von ,medizinalpflanze und ,musikinstrument kombinierte und die ,wassersucht mit einer ,flte heilte1 die aus den ,stengeln des ,helleborus verfertigt war4 ,ein aus dem populus verfertigtes ,musikinstrument sollte ,hftschmerzen1 ein aus ,zimtrohr geschnitztes ,ohnmachten heilen4 7,encyclopdie1 article musique47 ,rcksichtlich der ,begrndung dieser ,theorie lassen sich diese ,schriftsteller in zwei ,klassen teilen4 ,die einen argumentieren vom ,krper aus und grnden die ,heilkraft der ,musik auf die physische ,einwirkung der ,schallwellen1 welche sich durch den ,gehrnerv den brigen ,nerven mitteile und durch solch allgemeine ,erschtterung eine heilsame ,reaktion des gestrten ,organismus hervorrufe4 ,die ,affekte1 welche zugleich sich bemerkbar machten1 seien nur eine ,folge dieser nervsen ,erschtterung1 indem ,leidenschaften nicht blo gewisse krperliche ,vernderungen hervorrufen1 sondern diese auch ihrerseits die ihnen entsprechenden ,leidenschaften zu erzeugen vermgen4 ,nach dieser ,theorie1 welcher 7unter dem ,vortritt des ,englnders ,webb7 ,nikolai1 ,schneider1 ,lichtenthal1 ,j4 ,j4 ,engel1 ,sulzer u4 a4 anhngen1 wrden wir durch die ,tonkunst nicht anders bewegt1 als etwa unsere ,fenster und ,tren1 die bei einer starken ,musik zu zittern beginnen4 ,als untersttzend werden ,beispiele angefhrt1 wie der ,bediente ,boyles1 dem die ,zhne zu bluten anfingen1 sobald er eine ,sge wetzen hrte1 oder viele ,personen1 welche beim ,kratzen einer ,messerspitze auf ,glas ,konvulsionen bekommen4 ,das ist nur keine ,musik4 ,da ,musik mit jenen so heftig auf die ,nerven wirkenden ,erscheinungen dasselbe ,substrat1 den ,schall1 teilt1 wird uns fr sptere ,folgerungen wichtig genug werden1 hier ist -- einer materialistischen ,ansicht gegenber -- lediglich hervorzuheben1 da die ,tonkunst erst da anfange1 wo jene isolierten ,klangwirkungen aufhren1 brigens auch die ,wehmut1 in welche ein ,adagio den ,hrer versetzen kann1 mit der krperlichen ,empfindung eines schrillen ,miklangs gar nicht zu vergleichen ist4 ,die andere ,hlfte unserer ,autoren 7unter ihnen ,kausch und die meisten sthetiker7 erklrt die heilkrftigen ,wirkungen der ,musik von der psychologischen ,seite aus4 ,musik -- so argumentieren sie -- erzeugt ,affekte und ,leidenschaften in der ,seele1 ,affekte haben heftige ,bewegungen im ,nervensystem zur ,folge1 heftige ,bewegungen im ,nervensystem verursachen eine heilsame ,reaktion im kranken ,organismus4 ,dieses ,raisonnement1 auf dessen ,sprnge gar nicht erst hingedeutet zu werden braucht1 wird von der genannten idealen psychologischen ,schule gegen die frhere materielle so standhaft verfochten1 da sie1 unter der ,autoritt des ,englnders ,whytt1 sogar aller ,physiologie zu ,trotz den ,zusammenhang des ,gehrnervs mit den brigen ,nerven leugnet1 wonach eine krperliche bertragung des durch das ,ohr empfangenen ,reizes auf den ,gesamtorganismus freilich unmglich wird4 ,der ,gedanke1 durch ,musik bestimmte ,affekte als ,liebe1 ,wehmut1 ,zorn1 ,entzcken1 in der ,seele zu erregen1 welche den ,krper durch wohlttige ,aufregung heilen1 klingt so bel nicht4 ,uns fllt dabei stets das kstliche ,parere ein1 welches einer unserer berhmtesten ,naturforscher ber die sogenannten ,goldbergerschen elektromagnetischen ,ketten abgab4 ,er sagte3 es sei nicht ausgemacht1 ob ein elektrischer ,strom gewisse ,krankheiten zu heilen vermge1 -- das aber sei ausgemacht1 da die ,goldbergerschen ,ketten keinen elektrischen ,strom zu erzeugen imstande sind4 ,auf unsere ,tondoktoren angewandt1 heit dies3 ,es ist mglich1 da bestimmte ,gemtsaffekte eine glckliche ,krisis in leiblichen ,krankheiten herbeifhren1 -- allein es ist nicht mglich1 durch ,musik jederzeit beliebige ,gemtsaffekte hervorzubringen4 ,darin kommen beide ,theorien1 die psychologische und die physiologische1 berein1 da sie aus bedenklichen ,voraussetzungen noch bedenklichere ,ableitungen folgern und endlich die bedenklichste praktische ,schlufolgerung daraus ziehen4 ,logische ,ausstellungen mag sich eine ,heilmethode etwa gefallen lassen1 aber da sich bis jetzt noch immer kein ,arzt bewogen findet1 seine ,typhuskranken in ,meyerbeers ,propheten zu schicken1 oder statt der ,lanzette ein ,waldhorn herauszuziehen1 ist unangenehm4 ,die krperliche ,wirkung der ,musik ist weder an sich so stark1 noch so sicher1 noch von psychischen und sthetischen ,voraussetzungen so unabhngig1 noch endlich so willkrlich behandelbar1 da sie als wirkliches ,heilmittel in ,betracht kommen knnte4 ,jede mit ,beihilfe von ,musik vollfhrte ,kur trgt den ,charakter eines ,ausnahmefalles1 dessen ,gelingen niemals der ,musik allein zuzuschreiben war1 sondern zugleich von speziellen1 vielleicht von ganz individuellen krperlichen und geistigen ,bedingungen abhing4 ,es ist sehr bemerkenswert1 da die einzige ,anwendung von ,musik1 welche wirklich in der ,medizin vorkommt1 nmlich in der ,behandlung von ,irrsinnigen1 vorzugsweise auf die geistige ,seite der musikalischen ,wirkung reflektiert4 ,die moderne ,psychiatrie verwendet bekanntlich ,musik in vielen ,fllen und mit glcklichem ,erfolge4 ,dieser beruht aber weder auf der materiellen ,erschtterung des ,nervensystems1 noch auf der ,erregung der ,leidenschaften1 sondern auf dem besnftigend aufheiternden ,einflu1 welchen das halb zerstreuende1 halb fesselnde ,tonspiel auf ein verdstertes oder berreiztes ,gemt auszuben vermag4 ,lauscht der ,geisteskranke auch dem ,sinnlichen1 nicht dem ,knstlerischen des ,tonstcks1 so steht er doch1 wenn er mit ,aufmerksamkeit hrt1 schon auf einer1 wenngleich untergeordneten ,stufe sthetischer ,auffassung4 ,was nun alle diese musikalisch-medizinischen ,werke fr die richtige ,erkenntnis der ,tonkunst beitragen8 ,die ,besttigung einer von jeher beobachteten starken physischen ,erregung bei allen durch ,musik hervorgerufenen ,affekten und ,leidenschaften4 ,steht einmal fest1 da ein integrierender ,teil der durch ,musik erzeugten ,gemtsbewegung physisch ist1 so folgt weiter1 da dies ,phnomen1 als wesentlich in unserm ,nervenleben vorkommend1 auch von dieser seiner krperlichen ,seite erforscht werden msse4 ,es kann demnach der ,musiker ber dies ,problem sich keine wissenschaftliche berzeugung bilden1 ohne sich mit den ,ergebnissen bekannt zu machen1 bei welchen der gegenwrtige ,standpunkt der ,physiologie in ,untersuchung des ,zusammenhangs der ,musik mit den ,gefhlen hlt4 ,verfolgen wir den ,gang1 welchen eine ,melodie nehmen mu1 um auf unsere ,gemtsstimmung zu wirken1 so finden wir ihren ,weg vom vibrierenden ,instrument bis zum ,gehrnerv1 besonders nach den epochemachenden ,bereicherungen dieses ,gebiets durch ,helmholtz' ,lehre von den ,tonempfindungen hinreichend aufgeklrt4 ,die ,akustik weist genau die ueren ,bedingungen nach1 unter welchen wir einen ,ton berhaupt1 unter welchen wir diesen oder jenen bestimmten ,ton vernehmen2 die ,anatomie deckt uns unter ,mithilfe des ,mikroskops den ,bau des ,gehrorgans bis ins ,innerste und ,feinste auf2 die ,physiologie endlich kann zwar an diesem beraus kleinen und zarten1 tief verborgenen ,wunderbau keine direkten ,versuche anstellen1 hat aber doch dessen ,wirkungsweise zum ,teil mit ,sicherheit ermittelt1 zum ,teil durch eine1 von ,helmholtz aufgestellte ,hypothese so klargelegt1 da uns jetzt der ganze ,vorgang der ,tonempfindung physiologisch verstndlich ist4 ,selbst darber hinaus1 auf dem ,gebiete1 in dem sich bereits die ,naturwissenschaft eng mit der sthetik berhrt1 haben uns die ,forschungen von ,helmholtz ber die ,konsonanz und die ,verwandtschaft der ,tne viel ,licht gegeben1 wo noch bis vor kurzem viel ,dunkel herrschte4 ,aber damit freilich stehen wir auch am ,ende unserer ,kenntnis4 ,das fr uns ,wichtigste ist und bleibt unerklrt3 der ,nervenproze1 durch welchen nun die ,empfindung des ,tones zum ,gefhl1 zur ,gemtsstimmung wird4 ,die ,physiologie wei1 da das1 was wir als ,ton empfinden1 eine ,molekularbewegung in der ,nervensubstanz ist1 und zwar wenigstens ebensogut als im ,akustikus in den ,centralorganen4 ,sie wei1 da die ,fasern des ,gehrnervs mit den anderen ,nerven zusammenhngen und seine ,reize auf sie bertragen1 da das ,gehr namentlich mit dem kleinen und groen ,gehirn1 dem ,kehlkopf1 der ,lunge1 dem ,herzen in ,verbindung steht4 ,unbekannt ist ihr aber die spezifische ,art1 wie ,musik auf diese ,nerven wirkt1 noch mehr die ,verschiedenheit1 mit welcher bestimmte musikalische ,faktoren1 ,akkorde1 ,rhythmen1 ,instrumente auf verschiedene ,nerven wirken4 ,verteilt sich eine musikalische ,gehrsempfindung auf alle mit dem ,akustikus zusammenhngende ,nerven oder nur auf einige8 ,mit welcher ,intensitt8 ,von welchen musikalischen ,elementen wird das ,gehirn1 von welchen werden die zum ,herzen oder zur ,lunge fhrenden ,nerven am meisten affiziert8 ,unleugbar ist1 da ,tanzmusik in jungen ,leuten1 deren natrliches ,temperament nicht durch die ,zivilisation ganz zurckgehalten wird1 ein ,zucken im ,krper1 namentlich in den ,fen1 hervorruft4 ,es wre einseitig1 den physiologischen ,einflu von ,marsch- und ,tanzmusik zu leugnen2 und ihn lediglich auf psychologische ,ideenassoziation reduzieren zu wollen4 ,was daran psychologisch ist1 -- die wachgerufene ,erinnerung an das schon bekannte ,vergngen des ,tanzes1 -- entbehrt nicht der ,erklrung1 allein diese reicht fr sich keineswegs aus4 ,nicht weil sie ,tanzmusik ist1 hebt sie die ,fe1 sondern sie ist ,tanzmusik1 weil sie die ,fe hebt4 ,wer in der ,oper ein wenig um sich blickt1 wird bald bemerken1 wie bei lebhaften1 falichen ,melodien die ,damen unwillkrlich mit dem ,kopfe hin- und herschaukeln1 nie wird man dies aber bei einem ,adagio sehen1 sei es noch so ergreifend oder melodisch4 ,lt sich daraus schlieen1 da gewisse musikalische1 namentlich rhythmische ,verhltnisse auf motorische ,nerven wirken1 andere nur auf ,empfindungsnerven8 ,wann ist das erstere1 wann das letztere der ,fall8#cc ,erleidet das ,solargeflecht1 welches traditionell fr einen vorzugsweisen ,sitz des ,empfindens gilt1 bei der ,musik eine besondere ,affektion8 ,erleiden sie etwa die sympathischen ,nerven -- an denen1 wie ,purkinje mir einst bemerkte1 ihr ,name das ,schnste ist --8 ,warum ein ,klang schrillend1 widerwrtig1 ein anderer rein und wohllautend erscheine1 das wird auf akustischem ,wege durch die ,gleichfrmigkeit und ,ungleichfrmigkeit der aufeinanderfolgenden ,luftste -- warum mehrere zusammenklingende ,tne konsonieren oder dissonieren1 wird durch ihren ungestrten1 gleichmigen oder gestrten1 ungleichmigen ,abflu erklrt4#cd ,diese ,erklrungen mehr oder minder einfacher ,gehrsempfindungen knnen aber dem sthetiker nicht gengen2 er verlangt nach der ,erklrung des ,gefhls und fragt3 wie kommt es1 da die eine ,reihe von wohlklingenden ,tnen den ,eindruck der ,trauer1 eine zweite von gleichfalls wohlklingenden den ,eindruck der ,freude macht8 ,woher die entgegengesetzten1 oft mit zwingender ,kraft auftretenden ,stimmungen1 welche verschiedene ,akkorde oder ,instrumente von gleich reinem1 wohlklingendem ,ton dem ,hrer unmittelbar einflen8 #cc ,wenn ,carus den ,reiz zur ,bewegung damit erklrt1 da er den ,hrnerv im kleinen ,gehirn entspringen lt1 in dieses den ,sitz des ,willens verlegt und aus beiden die eigentmlichen ,wirkungen der ,gehrseindrcke auf ,handlungen des ,mutes u4 a4 ableitet1 so ist das eine sehr unsichere ,hypothese2 denn nicht einmal die ,abstammung des ,gehrnervs aus dem kleinen ,gehirn ist eine wissenschaftlich ausgemachte ,tatsache4 ,harle 7in ,r4 ,wagners ,handwrterbuch der ,physiologie1 ,artikel ,hren7 vindiziert der bloen ,wahrnehmung des ,rhythmus1 ohne allen ,gehrseindruck1 denselben ,trieb zu ,bewegungen wie der rhythmischen ,musik4 #cd ,helmholtz1 ,lehre von den ,tonempfindungen4 #b4 ,aufl4 #ahgj4 ,s4 #cai4 ,dies alles kann -- soweit unser ,wissen und ,urteil reicht -- die ,physiologie nicht beantworten4 ,wie sollte sie auch8 ,wei sie doch nicht1 wie der ,schmerz die ,trne erzeugt1 wie die ,freude das ,lachen1 -- wei sie doch nicht1 was ,schmerz und ,freude sind6 ,hte sich deshalb jeder1 von einer ,wissenschaft ,aufschlsse zu verlangen1 die sie nicht geben kann4#ce #ce ,einer unserer geistvollsten ,physiologen1 ,lotze1 sagt in seiner medizinischen ,psychologie 7,s4 #bcg73 ,die ,betrachtungen der ,melodien wrde zu dem ,gestndnis fhren1 da wir gar nichts ber die ,bedingungen wissen1 unter denen ein bergang der ,nerven aus einer ,form der ,erregung in die andere eine physische ,grundlage fr die kraftvollen sthetischen ,gefhle bietet1 die der ,abwechslung der ,tne folgen4 ,ferner ber den ,eindruck von ,lust und ,unlust1 den selbst ein einfacher ,ton auf das ,gefhl ausben kann 7,s4 #bcf73 ,es ist uns vllig unmglich1 gerade fr diese ,eindrcke einfacher ,empfindungen einen physiologischen ,grund anzugeben1 da uns die ,richtung1 in welcher sie die ,nerventtigkeit verndern1 zu unbekannt ist1 als da wir aus ihr die ,gre der ,begnstigung oder ,strung1 die sie erfhrt1 abzuleiten vermchten4 ,freilich mu der ,grund jedes durch ,musik hervorgerufenen ,gefhls vorerst in einer bestimmten ,affektionsweise der ,nerven durch einen ,gehrseindruck liegen4 ,wie aber eine ,reizung des ,gehrnervs1 die wir nicht einmal bis zu dessen ,ursprungsstelle verfolgen knnen1 als bestimmte ,empfindungsqualitt ins ,bewutsein fllt1 wie der krperliche ,eindruck zum ,seelenzustand1 die ,empfindung endlich zum ,gefhle wird1 -- das liegt jenseits der dunkeln ,brcke1 die von keinem ,forscher berschritten ward4 ,es sind tausendfltige ,umschreibungen des einen ,urrtsels3 vom ,zusammenhang des ,leibes mit der ,seele4 ,diese ,sphinx wird sich niemals vom ,felsen strzen4#cf #cf ,eine neue wertvolle ,besttigung dieser ,ansicht enthlt ,du ,bois-,reymonds ,rede auf der ,naturforscherversammlung in ,leipzig #ahgb3 ber die ,grenzen des ,naturerkennens4 ,was die ,physiologie der ,musikwissenschaft bietet1 ist von hchster ,wichtigkeit fr unsere ,erkenntnis der ,gehrseindrcke als solcher2 in dieser ,beziehung kann durch sie noch mancher ,fortschritt geschehen3 in der musikalischen ,hauptfrage wird dies kaum je der ,fall sein4 ,aus diesem ,resultate ergibt sich fr die sthetik der ,tonkunst die ,betrachtung1 da diejenigen ,theoretiker1 welche das ,prinzip des ,schnen in der ,musik auf ,gefhlswirkungen bauen1 wissenschaftlich verloren sind1 weil sie ber das ,wesen dieses ,zusammenhanges nichts wissen knnen1 also bestenfalls nur darber zu raten oder zu phantasieren vermgen4 ,vom ,standpunkte des ,gefhls wird eine knstlerische oder wissenschaftliche ,bestimmung der ,musik niemals ausgehen knnen4 ,mit der ,schilderung der subjektiven ,bewegungen1 welche den ,kritiker bei ,anhrung einer ,symphonie berkommen1 wird er deren ,wert und ,bedeutung nicht begrnden1 ebensowenig kann er von den ,affekten ausgehend den ,kunstjnger etwas lehren4 ,letzteres ist wichtig4 ,denn stnde der ,zusammenhang bestimmter ,gefhle mit gewissen musikalischen ,ausdrucksweisen so zuverlssig da1 als man geneigt ist zu glauben1 und als er dastehen mte1 um die ihm vindizierte ,bedeutung zu behaupten1 so wre es ein leichtes1 den angehenden ,komponisten bald zur ,hhe ergreifendster ,kunstwirkung zu leiten4 ,man wollte dies auch wirklich4 ,mattheson lehrt im dritten ,kapitel seines vollkommenen ,kapellmeisters1 wie ,stolz1 ,demut und alle ,leidenschaften zu komponieren seien1 indem er z4 ,b4 sagt1 die ,erfindungen zur ,eifersucht mssen alle was ,verdrieliches1 ,grimmiges und ,klgliches haben4 ,ein anderer ,meister des vorigen ,jahrhunderts1 ,heinchen1 gibt in seinem ,generalba acht ,bogen ,notenbeispiele1 wie die ,musik rasende1 zankende1 prchtige1 ngstliche oder verliebte ,empfindungen ausdrcken sollte4#cg ,es fehlt nur noch1 da derlei ,vorschriften mit der ,kochbuchformel ,man nehme anhben1 oder mit der medizinischen ,signatur m4 d4 s4 endigten4 ,es holt sich aus solchen ,bestrebungen die lehrreichste berzeugung1 wie spezielle ,kunstregeln immer zugleich zu eng und zu weit sind4 #cg ,kstlich sind die ,belehrungen des ,herrn geheimen ,rats und ,doktors der ,philosophie v4 ,bcklin1 welcher ,s4 #cd seiner ,fragmente zur hheren ,musik 7#ahaa7 unter anderem sagt3 ,angenommen1 der ,komponist wollte einen ,beleidigten darstellen1 so mu in dieser ,musik ganz sthetische ,wrme auf ,wrme1 ,schlag auf ,schlag1 ein erhabener ,gesang mit uerster ,lebhaftigkeit hervorspringen1 die ,mittelstimmen rasen und schaudervolle ,ste den erwartungsvollen ,zuhrer schrecken4 ,diese an sich bodenlosen ,regeln fr die musikalische ,erweckung bestimmter ,gefhle gehren aber um so weniger in die sthetik1 als die erstrebte ,wirkung keine rein sthetische1 sondern ein unausscheidbarer ,anteil daran krperlich ist4 ,das sthetische ,rezept mte lehren1 wie der ,tonknstler das ,schne in der ,musik erzeuge1 nicht aber beliebige ,affekte im ,auditorium4 ,wie ganz ohnmchtig diese ,regeln wirklich sind1 das zeigt am schnsten die ,erwgung1 wie zaubermchtig sie sein mten4 ,denn wre die ,gefhlswirkung jedes musikalischen ,elements eine notwendige und erforschbare1 so knnte man auf dem ,gemt des ,hrers1 wie auf einer ,klaviatur1 spielen4 ,und falls man es vermchte -- wrde die ,aufgabe der ,kunst dadurch gelst8 ,so nur lautet die berechtigte ,frage und verneint sich von selbst4 ,musikalische ,schnheit allein ist die wahre ,kraft des ,tonknstlers4 ,auf ihren ,schultern schreitet er sicher durch die reienden ,wogen der ,zeit1 in denen das ,gefhlsmoment ihm keinen ,strohhalm bietet vor dem ,ertrinken4 ,man sieht1 unsere beiden ,fragen -- nmlich1 welches spezifische ,moment die ,gefhlswirkung durch ,musik auszeichne1 und ob dies ,moment wesentlich sthetischer ,natur sei -- erledigen sich durch die ,erkenntnis ein und desselben ,faktors3 der intensiven ,einwirkung auf das ,nervensystem4 ,auf dieser beruht die eigentmliche ,strke und ,unmittelbarkeit1 mit welcher die ,musik im ,vergleich mit jeder andern nicht durch ,tne wirkenden ,kunst ,affekte aufzuregen vermag4 ,je strker aber eine ,kunstwirkung krperlich berwltigend1 also pathologisch auftritt1 desto geringer ist ihr sthetischer ,anteil2 ein ,satz1 der sich freilich nicht umkehren lt4 ,es mu darum in der musikalischen ,hervorbringung und ,auffassung ein anderes ,element hervorgehoben werden1 welches das unvermischt sthetische dieser ,kunst reprsentiert und als ,gegenbild zu der spezifisch musikalischen ,gefhlserregung sich den allgemeinen ,schnheitsbedingungen der brigen ,knste annhert4 ,dies ist die reine ,anschauung4 ,ihre besondere ,erscheinungsform in der ,tonkunst1 sowie die vielgestaltigen ,verhltnisse1 welche sie in der ,wirklichkeit zum ,gefhlsleben eingeht1 wollen wir im folgenden ,abschnitt betrachten4 ,v4 ,das sthetische ,aufnehmen der ,musik gegenber dem pathologischen4 ,nichts hat die wissenschaftliche ,entwicklung der musikalischen sthetik so empfindlich gehemmt als der bermige ,wert1 welchen man den ,wirkungen der ,musik auf die ,gefhle beilegte4 ,je auffallender sich diese ,wirkungen zeigten1 desto hher pries man sie als ,herolde musikalischer ,schnheit4 ,wir haben im ,gegenteil gesehen1 da gerade den berwltigendsten ,eindrcken der ,musik ein strkster ,anteil krperlicher ,erregung von seiten des ,hrers beigemischt ist4 ,von seiten der ,musik liegt diese heftige ,eindringlichkeit in das ,nervensystem nicht sowohl in ihrem knstlerischen ,moment1 das ja aus dem ,geiste kommt und an den ,geist sich wendet1 als vielmehr in ihrem ,material1 dem die ,natur jene unergrndliche physiologische ,wahlverwandtschaft eingeboren hat4 ,das ,elementarische der ,musik1 der ,klang und die ,bewegung ist es1 was die wehrlosen ,gefhle so vieler ,musikfreunde in ,ketten schlgt1 mit denen sie gar gerne klirren4 ,weit sei es von uns1 die ,rechte des ,gefhls an die ,musik verkrzen zu wollen4 ,allein dies ,gefhl1 welches sich tatschlich mehr oder minder mit der reinen ,anschauung paart1 kann nur dann als knstlerisch gelten1 wenn es sich seiner sthetischen ,herkunft bewut bleibt1 d4 h4 der ,freude an einem und zwar gerade diesem bestimmten ,schnen4 ,fehlt dies ,bewutsein1 fehlt die freie ,anschauung des bestimmten ,kunstschnen1 und fhlt das ,gemt sich nur von der ,naturgewalt der ,tne befangen1 so kann die ,kunst sich solchen ,eindruck um so weniger zugute schreiben1 je strker er auftritt4 ,die ,zahl derer1 welche auf solche ,art ,musik hren oder eigentlich fhlen1 ist sehr bedeutend4 ,indem sie das ,elementarische der ,musik in passiver ,empfnglichkeit auf sich wirken lassen1 geraten sie in eine vage1 nur durch den ganz allgemeinen ,charakter des ,tonstcks bestimmte bersinnlich sinnliche ,erregung4 ,ihr ,verhalten gegen die ,musik ist nicht anschauend1 sondern pathologisch2 ein stetes ,dmmern1 ,fhlen1 ,schwrmen1 ein ,hangen und ,bangen in klingendem ,nichts4 ,lassen wir an dem ,gefhlsmusiker mehrere ,tonstcke gleichen1 etwa rauschend frhlichen ,charakters1 vorbeiziehen1 so wird er in dem ,banne desselben ,eindrucks verbleiben4 ,nur was diesen ,stcken gleichartig ist1 also die ,bewegung des rauschend ,frhlichen1 assimiliert sich seinem ,fhlen1 whrend das ,besondere jeder ,tondichtung1 das knstlerisch ,individuelle1 seiner ,auffassung entschwindet4 ,gerade umgekehrt wird der musikalische ,zuhrer verfahren4 ,die eigentmliche knstlerische ,gestaltung einer ,komposition1 das1 was sie unter einem ,dutzend hnlich wirkender zum selbstndigen ,kunstwerk stempelt1 erfllt sein ,aufmerken so vorherrschend1 da er ihrem gleichen oder verschiedenen ,gefhlsausdruck nur geringes ,gewicht beilegt4 ,das isolierte ,aufnehmen eines abstrakten ,gefhlsinhalts anstatt der konkreten ,kunsterscheinung ist in solcher ,ausbildung der ,musik ganz eigentmlich4 ,nur die ,gewalt einer besonderen ,beleuchtung erscheint ihr nicht selten analog1 wenn sie manchen so ergreift1 da er ber die beleuchtete ,landschaft selbst sich gar keine ,rechenschaft zu geben vermag4 ,eine unmotivierte und darum desto eindringlichere ,totalempfindung wird in ,bausch und ,bogen eingesaugt4#ch #ch ,der verliebte ,herzog in ,shakespeares ,twelfth night ist eine poetische ,personifikation solchen ,musikhrens4 ,er sagt3 ,if music be the food of love1 play on -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- ,o1 it came o'er my ear like the sweet south1 ,that breathes upon a bank of violets1 ,stealing and giving odour4 ,und spter1 im #b4 ,akt1 ruft er3 ,give me some music4 -- -- ,me thought it did relieve my passion much etc4 ,halbwach in ihren ,fauteuil geschmiegt1 lassen jene ,enthusiasten von den ,schwingungen der ,tne sich tragen und schaukeln1 statt sie scharfen ,blickes zu betrachten4 ,wie das stark und strker anschwillt1 nachlt1 aufjauchzt oder auszittert1 das versetzt sie in einen unbestimmten ,empfindungszustand1 den sie fr rein geistig zu halten so unschuldig sind4 ,sie bilden das dankbarste ,publikum und dasjenige1 welches geeignet ist1 die ,wrde der ,musik am sichersten zu diskreditieren4 ,das sthetische ,merkmal des geistigen ,genusses geht ihrem ,hren ab2 eine feine ,zigarre1 ein pikanter ,leckerbissen1 ein laues ,bad leistet ihnen unbewut1 was eine ,symphonie4 ,vom gedankenlos gemchlichen ,dasitzen der einen bis zur tollen ,verzckung der andern ist das ,prinzip dasselbe3 die ,lust am ,elementarischen der ,musik4 ,die neue ,zeit hat brigens eine herrliche ,entdeckung gebracht1 welche fr ,hrer1 die ohne alle ,geistesbettigung nur den ,gefhlsniederschlag der ,musik suchen1 diese ,kunst weit berbietet4 ,wir meinen den ,schwefelther1 das ,chloroform4 ,in der ,tat zaubern uns diese ,mittel einen1 den ganzen ,organismus straumhaft durchbebenden ,rausch -- ohne die ,gemeinheit des ,weintrinkens1 welches auch nicht ohne musikalische ,wirkung ist4 ,die ,werke der ,tonkunst reihen sich fr solche ,auffassung zu den ,naturprodukten1 deren ,genu uns entzcken1 aber nicht zwingen kann zu denken1 einem bewut schaffenden ,geiste nachzudenken4 ,der se ,atem eines ,akazienbaumes lt sich auch geschlossenen ,auges1 trumend einsaugen4 ,hervorbringungen menschlichen ,geistes verwehren das durchaus1 wenn sie nicht eben auf die ,stufe sinnlicher ,naturreize herabsinken sollen4 ,in keiner andern ,kunst ist dies so hohen ,grades mglich1 wie in der ,musik1 deren sinnliche ,seite einen geistlosen ,genu wenigstens zult4 ,schon das ,verrauschen derselben1 whrend die ,werke der brigen ,knste bleiben1 gleicht in bedenklicher ,weise dem ,akt des ,verzehrens4 ,ein ,bild1 eine ,kirche1 ein ,drama lassen sich nicht schlrfen1 eine ,arie sehr wohl4 ,darum gibt auch der ,genu keiner andern ,kunst sich zu solch akzessorischem ,dienst her4 ,die besten ,kompositionen knnen als ,tafelmusik gespielt werden und die ,verdauung der ,fasane erleichtern4 ,musik ist die zudringlichste und auch wieder die nachsichtigste ,kunst4 ,die jmmerlichste ,drehorgel1 so sich vor unser ,haus postiert1 mu man hren1 aber zuhren braucht man selbst einer ,mendelssohnschen ,symphonie nicht4 ,die gergte ,art des ,musikhrens ist brigens nicht etwa identisch mit der in jeder ,kunst vorkommenden ,freude des naiven ,publikums an dem blo sinnlichen ,teil derselben1 whrend der ideale ,gehalt nur von dem gebildeten ,verstndnis erkannt wird4 ,diese unknstlerische ,auffassung eines ,musikstckes zieht nicht den eigentlich sinnlichen ,teil1 die reiche ,mannigfaltigkeit der ,tonreihen an sich1 sondern deren abstrakte1 als bloes ,gefhl empfundene ,totalidee4 ,dadurch wird die hchst eigentmliche ,stellung ersichtlich1 welche in der ,musik der geistige ,gehalt zu den ,kategorien der ,form und des ,inhalts einnimmt4 ,man pflegt nmlich das ein ,tonstck durchwehende ,gefhl als den ,inhalt1 die ,idee1 den geistigen ,gehalt desselben anzusehen2 die knstlerisch geschaffenen1 bestimmten ,tonfolgen hingegen als die bloe ,form1 das ,bild1 die sinnliche ,einkleidung jenes bersinnlichen4 ,allein gerade der spezifisch-musikalische ,teil ist die ,schpfung des knstlerischen ,geistes1 mit welchem der anschauende ,geist sich verstndnisvoll vereinigt4 ,in diesen konkreten ,tonbildungen liegt der geistige ,gehalt der ,komposition1 nicht in dem vagen ,totaleindruck eines abstrahierten ,gefhls4 ,die dem ,gefhl1 als vermeintlichem ,inhalt1 gegenbergestellte bloe ,form 7das ,tongebilde7 ist gerade der wahre ,inhalt der ,musik1 ist die ,musik selbst1 whrend das erzeugte ,gefhl weder ,inhalt noch ,form heien kann1 sondern faktische ,wirkung4 ,ebenso ist das vermeintliche ,materielle1 ,darstellende1 gerade das vom ,geiste ,gebildete1 whrend das angeblich ,dargestellte1 die ,gefhlswirkung1 der ,materie des ,tons innewohnt und zur guten ,hlfte physiologischen ,gesetzen folgt4 ,aus den obigen ,betrachtungen ergibt sich leicht die richtige ,wertschtzung fr die sogenannten moralischen ,wirkungen der ,musik1 die als glnzendes ,seitenstck zu den vorher erwhnten physischen von lteren ,autoren mit so viel ,vorliebe herausgestrichen werden4 ,da hierbei die ,musik nicht im entferntesten als ein ,schnes genossen1 sondern als rohe ,naturgewalt empfunden wird1 die bis zu besinnungslosem ,handeln treibt1 so stehen wir an dem geraden ,widerspiel alles sthetischen4 berdies liegt das ,gemeinschaftliche dieser angeblich moralischen ,wirkungen mit den anerkannt physischen zutage4 ,der drngende ,glubiger1 der durch die ,tne seines ,schuldners bewogen wird1 ihm die ganze ,summe zu schenken1#ci ist dazu nicht anders angetrieben als der ,ruhende1 den ein ,walzermotiv pltzlich zum ,tanz begeistert4 ,der erstere wird mehr durch die geistigeren ,elemente3 ,harmonie und ,melodie1 der zweite durch den sinnlicheren ,rhythmus bewegt4 ,keiner von beiden handelt aber aus freier ,selbstbestimmung1 keiner berwltigt durch geistige berlegenheit oder ethische ,schnheit1 sondern infolge befrdernder ,nervenreize4 ,die ,musik lst ihm die ,fe oder das ,herz1 geradeso wie der ,wein die ,zunge4 ,solche ,siege predigen nur die ,schwche des ,besiegten4 ,ein ,erleiden unmotivierter ziel- und stoffloser ,affekte durch eine ,macht1 die in keinem ,rapport zu unserem ,wollen und ,denken steht1 ist des ,menschengeistes unwrdig4 ,wenn vollends ,menschen in so hohem ,grade von dem ,elementarischen einer ,kunst sich hinreien lassen1 da sie ihres freien ,handelns nicht mehr mchtig sind1 so scheint uns dies weder ein ,ruhm fr die ,kunst1 noch viel weniger fr die ,helden selbst4 #ci ,wird von dem neapolitanischen ,snger ,palma und von anderen erzhlt 7,anecdotes on music1 by ,a4 ,burgh1 #ahad74 ,die ,musik hat diese ,bestimmung keineswegs1 allein ihr intensives ,gefhlsmoment macht es mglich1 da sie in solcher ,tendenz genossen werde4 ,dies ist der ,punkt1 in welchem die ltesten ,anklagen gegen die ,tonkunst ihre ,wurzel haben2 da sie entnerve1 verweichliche1 erschlaffe4 ,wo man ,musik macht als ein ,erregungsmittel unbestimmter ,affekte1 als ,nahrung des ,fhlens an sich1 da wird jener ,vorwurf nur zu wahr4 ,beethoven verlangte1 die ,musik solle dem ,mann ,feuer aus dem ,geiste schlagen4 ,wohlgemerkt3 soll4 ,ob aber nicht selbst ein ,feuer1 das durch ,musik erzeugt und genhrt wird1 die willensstarke1 denkkrftige ,entwickelung des ,mannes hemmend zurckhlt8 ,jedenfalls scheint uns diese ,anklage des musikalischen ,einflusses wrdiger als dessen bermige ,lobpreisung4 ,sowie die physischen ,wirkungen der ,musik im geraden ,verhltnis stehen zu der krankhaften ,gereiztheit des ihnen entgegenkommenden ,nervensystems1 so wchst der moralische ,einflu der ,tne mit der ,unkultur des ,geistes und ,charakters4 ,je kleiner der ,widerhall der ,bildung1 desto gewaltiger das ,dreinschlagen solcher ,macht4 ,die strkste ,wirkung bt ,musik bekanntlich auf ,wilde4 ,das schreckt unsere ,musik-,ethiker nicht ab4 ,sie beginnen1 gleichsam prludierend1 am liebsten mit zahlreichen ,beispielen1 wie sogar die ,tiere sich der ,macht der ,tonkunst beugen4 ,es ist wahr1 der ,ruf der ,trompete erfllt das ,pferd mit ,mut und ,schlachtbegier1 die ,geige begeistert den ,bren zu ,ballettversuchen1 die zarte ,spinne und der plumpe ,elefant bewegen sich horchend bei den geliebten ,klngen4 ,ist es denn aber wirklich so ehrenvoll1 in solcher ,gesellschaft ,musikenthusiast zu sein8 ,auf die ,tierproduktionen folgen die menschlichen ,kabinettstcke4 ,sie sind meist im ,geschmack ,alexanders des ,groen1 welcher durch das ,fltenspiel des ,timotheus zuerst wtend gemacht1 hierauf durch ,gesang wieder besnftigt wurde4 ,so lie der minder bekannte ,knig von ,dnemark ,ericus bonus1 um sich von der gepriesenen ,gewalt der ,musik zu berzeugen1 einen berhmten ,musikus spielen und zuvor alles ,gewehr entfernen4 ,der ,knstler versetzte durch die ,wahl seiner ,modulationen alle ,gemter zuerst in ,traurigkeit1 dann in ,frohsinn4 ,letzteren wute er bis zur ,raserei zu steigern4 ,selbst der ,knig brach durch die ,tr1 griff zum ,degen und brachte von den ,umstehenden vier ums ,leben4 7,albert ,krantzius1 ,dan4 lib4 ,v41 cap4 #c47 ,und das war noch der gute ,erich4 ,wren solche moralische ,wirkungen der ,musik noch an der ,tagesordnung1 so kme man wahrscheinlich vor innerer ,emprung gar nicht dazu1 sich ber die ,hexenmacht vernnftig auszusprechen1 welche in souverner ,exterritorialitt den ,menschengeist unbekmmert um dessen ,gedanken und ,entschlsse bezwingt und verwirrt4 ,die ,betrachtung jedoch1 da die berhmtesten dieser musikalischen ,trophen dem grauen ,altertum angehren1 macht wohl geneigt1 der ,sache einen historischen ,standpunkt abzugewinnen4 ,es leidet gar keinen ,zweifel1 da die ,musik bei den alten ,vlkern eine weit unmittelbarere ,wirkung uerte als gegenwrtig2 weil die ,menschheit eben in ihren primitiven ,bildungsstufen dem ,elementarischen viel verwandter und preisgegebener ist als spter1 wo ,bewutsein und ,selbstbestimmung in ihr ,recht treten4 ,dieser natrlichen ,empfnglichkeit kam der eigentmliche ,zustand der ,musik im griechischen ,altertum hilfreich entgegen4 ,sie war nicht ,kunst in unserem ,sinn4 ,klang und ,rhythmus wirkten in fast vereinzelter ,selbstndigkeit und vertraten in drftigem ,vordrngen die ,stelle der reichen1 geisterfllten ,formen1 welche die gegenwrtige ,tonkunst bilden4 ,alles1 was von der ,musik jener ,zeiten bekannt ist1 lt mit ,gewiheit auf ein blo sinnliches1 dafr aber in dieser ,beschrnkung verfeinertes ,wirken derselben schlieen4 ,musik in der modernen1 knstlerischen ,bedeutung gab's nicht im klassischen ,altertum1 sonst htte sie fr die sptere ,entwickelung ebensowenig verloren gehen knnen1 als die klassische ,dichtkunst1 ,plastik und ,architektur verloren gegangen sind4 ,die ,vorliebe der ,griechen fr ein grndliches ,studium ihrer ins ,subtilste zugespitzten ,tonverhltnisse gehrt als rein wissenschaftliche nicht hierher4 ,der ,mangel an ,harmonie1 die ,befangenheit der ,melodie in den engsten ,grenzen rezitativischen ,ausdrucks1 endlich die ,entwickelungsunfhigkeit des alten ,tonsystems zu wahrhaft musikalischem ,gestaltenreichtum machten eine absolute ,bedeutung der ,musik als ,tonkunst im musikalischen ,sinne unmglich2 sie ward auch fast niemals selbstndig1 sondern stets in ,verbindung mit ,poesie1 ,tanz und ,mimik angewendet1 mithin als eine ,ergnzung der andern ,knste4 ,musik hatte nur den ,beruf1 durch rhythmischen ,pulsschlag und ,verschiedenheit der ,klangfarben zu beleben2 endlich als intensive ,steigerung rezitierender ,deklamation ,worte und ,gefhle zu kommentieren4 ,die ,tonkunst wirkte daher hauptschlich nach ihrer sinnlichen und ihrer symbolischen ,seite4 ,auf diese ,faktoren hingedrngt1 mute sie dieselben durch solche ,konzentration zu groer1 ja raffinierter ,wirksamkeit ausbilden4 ,die ,zuspitzung des melodischen ,materials bis zur ,anwendung der ,vierteltne und des enharmonischen ,tongeschlechts hat die heutige ,tonkunst ebensowenig mehr aufzuweisen1 als den charakteristischen ,sonderausdruck der ,tonarten und ihr enges ,anschmiegen an das gesprochene oder gesungene ,wort4 ,diese gesteigerten tonlichen ,verhltnisse fanden fr ihren engen ,kreis berdies eine viel grere ,empfnglichkeit in den ,hrern vor4 ,wie das griechische ,ohr unendlich feinere ,intervallenunterschiede zu fassen fhig war1 als es das unsere in der schwebenden ,temperatur auferzogene ist1 so war auch das ,gemt jener ,vlker der wechselnden ,umstimmung durch ,musik weit zugnglicher und begehrlicher als wir1 die an dem knstlerischen ,bilden der ,tonkunst ein kontemplatives ,gefallen hegen1 das deren elementarischen ,einflu paralysiert4 ,so erscheint denn eine intensivere ,wirkung der ,musik im ,altertum wohl begreiflich4 ,desgleichen ein bescheidener ,teil der ,historien1 die uns von der spezifischen ,wirkung der verschiedenen ,tonarten bei den ,alten berliefert sind4 ,sie gewinnen einen ,erklrungsgrund in der strengen ,scheidung1 mit welcher die einzelnen ,tonarten zu bestimmten ,zwecken gewhlt und unvermischt erhalten wurden4 ,die dorische ,tonart brauchten die ,alten fr ernste1 namentlich religise ,anlsse2 mit der phrygischen feuerten sie die ,heere an2 die lydische bedeutete ,trauer und ,wehmut1 und die olische erklang1 wo es in ,liebe oder ,wein lustig herging4 ,durch diese strenge1 bewute ,trennung von vier ,haupttonarten fr ebensoviele ,klassen von ,seelenzustnden1 sowie durch ihre konsequente ,verbindung mit nur zu dieser ,tonart passenden ,gedichten muten ,ohr und ,gemt unwillkrlich eine entschiedene ,tendenz gewinnen1 beim ,erklingen einer ,musik gleich das ihrer ,tonart entsprechende ,gefhl zu reproduzieren4 ,auf der ,grundlage dieser einseitigen ,ausbildung war nun die ,musik unentbehrliche1 fgsame ,begleiterin aller ,knste1 war ,mittel zu pdagogischen1 politischen und anderen ,zwecken1 sie war alles1 nur keine selbstndige ,kunst4 ,wenn es blo einiger phrygischen ,klnge bedurfte1 um den ,soldaten mutig gegen den ,feind zu treiben1 und die ,treue der ,strohwitwen durch dorische ,lieder gesichert war1 so mag der ,untergang des griechischen ,tonsystems von ,feldherren und ,ehegatten betrauert werden1 -- der sthetiker und der ,komponist werden es sich nicht zurckwnschen4 ,wir setzen jenem pathologischen ,ergriffenwerden das bewute reine ,anschauen eines ,tonwerks entgegen4 ,diese kontemplative ist die einzig knstlerische1 wahre ,form des ,hrens2 ihr gegenber fllt der rohe ,affekt des ,wilden und der schwrmende des ,musik-,enthusiasten in ,eine ,klasse4 ,dem ,schnen entspricht ein ,genieen1 kein ,erleiden1 wie ja das ,wort ,kunstgenu sinnig ausdrckt4 ,die ,gefhlvollen halten es freilich fr ,ketzerei gegen die ,allmacht der ,musik1 wenn jemand von den ,herzens-,revolutionen und -,krawallen ,umgang nimmt1 welche sie in jedem ,tonstck antreffen und redlich mitmachen4 ,man ist dann offenbar kalt1 gemtlos1 ,verstandesnatur4 ,immerhin4 ,edel und bedeutend wirkt es1 dem schaffenden ,geist zu folgen1 wie er zauberisch eine neue ,welt von ,elementen vor uns aufschliet1 diese in alle denkbaren ,beziehungen zueinander lockt1 und so fortan aufbaut1 niederreit1 hervorbringt und vernichtet1 den ganzen ,reichtum eines ,gebietes beherrschend1 welches das ,ohr zum feinsten und ausgebildetsten ,sinneswerkzeug adelt4 ,nicht eine angeblich geschilderte ,leidenschaft reit uns in ,mitleidenschaft4 ,freudigen ,geistes1 in affektlosem1 doch innig-hingebendem ,genieen sehen wir das ,kunstwerk an uns vorberziehen und feiner erkennend1 was ,schelling so schn die erhabene ,gleichgltigkeit des ,schnen nennt4#dj ,dieses ,sich-,erfreuen mit wachem ,geiste ist die wrdigste1 heilvollste und nicht die leichteste ,art1 ,musik zu hren4 #dj ber das ,verhltnis der bildenden ,knste zur ,natur4 ,der wichtigste ,faktor in dem ,seelenvorgang1 welcher das ,auffassen eines ,tonwerks begleitet und zum ,genusse macht1 wird am hufigsten bersehen4 ,es ist die geistige ,befriedigung1 die der ,hrer darin findet1 den ,absichten des ,komponisten fortwhrend zu folgen und voranzueilen1 sich in seinen ,vermutungen hier besttigt1 dort angenehm getuscht zu finden4 ,es versteht sich1 da dieses intellektuelle ,hinber- und ,herberstrmen1 dieses fortwhrende ,geben und ,empfangen1 unbewut und blitzschnell vor sich geht4 ,nur solche ,musik wird vollen knstlerischen ,genu bieten1 welche dies geistige ,nachfolgen1 welches ganz eigentlich ein ,nachdenken der ,phantasie genannt werden knnte1 hervorruft und lohnt4 ,ohne geistige ,ttigkeit gibt es berhaupt keinen sthetischen ,genu4 ,der ,musik aber ist diese ,form von ,geistesttigkeit darum vorzglich eigen1 weil ihre ,werke nicht unverrckbar und mit ,einem ,schlag dastehen1 sondern sich sukzessiv am ,hrer abspinnen1 daher sie von diesem kein1 ein beliebiges ,verweilen und ,unterbrechen zulassendes ,betrachten1 sondern ein in schrfster ,wachsamkeit unermdliches ,begleiten fordern4 ,diese ,begleitung kann bei verwickelten ,kompositionen sich bis zur geistigen ,arbeit steigern4 ,wie viele einzelne ,individuen1 so knnen auch manche ,nationen sich ihr nur sehr schwer unterziehen4 ,die singende ,alleinherrschaft der ,oberstimme bei den ,italienern hat einen ,hauptgrund in der geistigen ,bequemlichkeit dieses ,volkes1 welchem das ausdauernde ,durchdringen unerreichbar ist1 womit der ,nordlnder einem knstlichen ,gewebe von harmonischen und kontrapunktischen ,verschlingungen zu folgen liebt4 ,dafr wird ,hrern1 deren geistige ,ttigkeit gering ist1 der ,genu leichter1 und solche ,musikbolde knnen ,massen von ,musik verzehren1 vor welchen der knstlerische ,geist zurckbebt4 ,das bei jedem ,kunstgenu notwendige geistige ,moment wird sich bei ,zuhrern desselben ,tonwerks in sehr verschiedener ,abstufung ttig erweisen2 es kann in sinnlichen und gefhlvollen ,naturen auf ein ,minimum sinken1 in vorherrschend geistigen ,persnlichkeiten das geradezu ,entscheidende werden4 ,die wahre rechte ,mitte mu sich1 nach unserer ,meinung1 hier eher etwas nach rechts neigen4 ,zum ,berauschtwerden braucht's nur der ,schwche1 aber wirklich sthetisches ,hren ist eine ,kunst4#da #da ,w4 ,heinses schwrmerisch-dissolutem ,temperament mute es vollkommen entsprechen1 von der bestimmten musikalischen ,schnheit zugunsten des vagen ,gefhlseindruckes abzusehen4 ,er geht 7in der ,hildegard von ,hohenthal7 so weit1 zu sagen3 ,die wahre ,musik 444 geht berall auf den ,zweck los1 den ,sinn der ,worte und der ,empfindung in die ,zuhrer zu bertragen1 so leicht und angenehm1 da man sie 7die ,musik7 nicht merkt4 ,solche ,musik dauert ewig1 sie ist gerade so natrlich1 da man sie nicht merkt1 sondern nur der ,sinn der ,worte bergeht4 ,ein sthetisches ,aufnehmen der ,musik findet aber gerade im ,gegenteil da statt1 wo man sie vollkommen merkt1 ihr aufmerkt und jeder ihrer ,schnheiten sich unmittelbar bewut wird4 ,heinse1 dessen genialem ,naturalismus wir den ,zoll einer angemessenen ,bewunderung nicht versagen1 ist in poetischer1 noch mehr in musikalischer ,hinsicht sehr berschtzt worden4 ,bei der ,armut an geistreichen ,schriften ber ,musik hat man sich gewhnt1 ,heinse als einen vorzglichen musikalischen sthetiker zu behandeln und zu zitieren4 ,konnte man dabei wirklich bersehen1 wie nach einigen treffenden ,aperus meist eine ,flut von ,plattheiten und offenbaren ,irrtmern hereinstrzt1 da man ber solche ,unbildung geradezu erschrickt8 berdies geht ,hand in ,hand mit technischer ,unkenntnis ,heinses schiefes sthetisches ,urteil1 wie seine ,analysen der ,opern von ,gluck1 ,jomelli1 ,tratta u4 a4 dartun1 in welchen man anstatt knstlerischer ,belehrung fast nur enthusiastische ,ausrufungen erhlt4 ,das ,gefhlsschwelgen ist meist ,sache jener ,hrer1 welche fr die knstlerische ,auffassung des ,musikalisch-,schnen keine ,ausbildung besitzen4 ,der ,laie fhlt bei ,musik am meisten1 der gebildete ,knstler am wenigsten4 ,je bedeutender nmlich das sthetische ,moment im ,hrer 7gerade wie im ,kunstwerk71 desto mehr nivelliert es das blo elementarische4 ,darum ist das ehrwrdige ,axiom der ,theoretiker3 ,eine dstere ,musik erregt ,gefhle der ,trauer in uns1 eine heitere erweckt ,frhlichkeit -- in dieser ,ausdehnung nicht immer richtig4 ,wenn jedes hohle ,requiem1 jeder lrmende ,trauermarsch1 jedes winselnde ,adagio die ,macht haben sollte1 uns traurig zu machen -- wer mchte dann lnger so leben8 ,blickt eine ,tondichtung uns an mit klaren ,augen der ,schnheit1 so erfreuen wir uns inniglich daran1 und wenn sie alle ,schmerzen des ,jahrhunderts zum ,gegenstand htte4 ,der lauteste ,jubel aber eines ,verdischen ,finales oder einer ,musardschen ,quadrille hat uns nicht immer froh gemacht4 ,der ,laie und ,gefhlsmensch fragt gerne1 ob eine ,musik lustig sei oder traurig -- der ,musiker1 ob sie gut sei oder schlecht4 ,dieser kurze ,schlagschatten weist deutlich1 auf welch verschiedener ,seite beide ,parteien gegen die ,sonne stehen4 ,wenn wir sagten1 da unser sthetisches ,wohlgefallen an einem ,tonstck sich nach dessen knstlerischem ,wert richte1 so hindert dies nicht1 da ein einfacher ,hornruf1 ein ,jodler im ,gebirg uns mitunter zu grerem ,entzcken anrufen kann1 als die vortrefflichste ,symphonie4 ,in diesem ,fall tritt aber die ,musik in die ,reihe des ,naturschnen4 ,nicht als dieses bestimmte ,gebilde in ,tnen1 sondern als diese bestimmte ,art von ,naturwirkung kommt uns das ,gehrte entgegen und kann bereinstimmend mit dem landschaftlichen ,charakter der ,umgebung und der persnlichen ,stimmung jeden ,kunstgenu an ,macht hinter sich zurcklassen4 ,es gibt also ein bergewicht an ,eindruck1 welches das ,elementarische ber das ,artistische erreichen kann1 allein die sthetik1 als ,lehre vom ,kunstschnen1 hat die ,musik lediglich von ihrer knstlerischen ,seite aufzufassen1 also auch nur jene ihrer ,wirkungen anzuerkennen1 welche sie als menschliches ,geistesprodukt1 durch eine bestimmte ,gestaltung jener elementarischen ,faktoren1 auf die reine ,anschauung hervorbringt4 ,die notwendigste ,forderung einer sthetischen ,aufnahme der ,musik ist aber1 da man ein ,tonstck um seiner selbst willen hre1 welches es nun immer sei und mit welcher ,auffassung immer4 ,sobald die ,musik nur als ,mittel angewandt wird1 eine gewisse ,stimmung in uns zu frdern1 akzessorisch1 dekorativ1 da hrt sie auf1 als reine ,kunst zu wirken4 ,das ,elementarische der ,musik wird unendlich oft mit der knstlerischen ,schnheit derselben verwechselt1 also ein ,teil fr das ,ganze genommen und dadurch namenlose ,verwirrung verursacht4 ,hundert ,aussprche1 die ber die ,tonkunst gefllt werden1 gelten nicht von dieser1 sondern von der sinnlichen ,wirkung ihres ,materials4 ,wenn ,heinrich der ,vierte bei ,shakespeare 7,,ii4 ,teil4 ,,iv4 #d47 sich sterbend ,musik machen lt1 so geschieht es wahrlich nicht1 um die vorgetragene ,komposition anzuhren1 sondern um trumend in deren gegenstandlosem ,element sich zu wiegen4 ,ebensowenig werden ,porzia und ,bassanio 7im ,kaufmann von ,venedig7 gestimmt sein1 whrend der verhngnisvollen ,kstchenwahl der bestellten ,musik ,aufmerksamkeit zu schenken4 ,j4 ,strau hat reizende1 ja geistreiche ,musik in seinen bessern ,walzern niedergelegt1 -- sie hrt auf1 es zu sein1 sobald man lediglich dabei im ,takt tanzen will4 ,in allen diesen ,fllen ist es ganz gleichgltig1 welche ,musik gemacht wird1 wenn sie nur den verlangten ,grundcharakter hat4 ,wo aber ,gleichgltigkeit gegen das ,individuelle eintritt1 da herrscht ,klangwirkung1 nicht ,tonkunst4 ,nur derjenige1 welcher nicht blo die allgemeine ,nachwirkung des ,gefhls1 sondern die unvergeliche1 bestimmte ,anschauung eben dieses ,tonstcks mit sich nimmt1 hat es gehrt und genossen4 ,jene erhebenden ,eindrcke auf unser ,gemt und ihre hohe psychische wie physiologische ,bedeutung drfen nicht hindern1 da die ,kritik berall unterscheide1 was bei einer vorhandenen ,wirkung knstlerisch1 was elementarisch sei4 ,eine sthetische ,anschauung hat ,musik nicht sowohl als ,ursache1 denn als ,wirkung aufzufassen1 nicht als ,produzierendes1 sondern als ,produkt4 ,ebenso hufig als die elementarische ,wirkung der ,musik wird deren mahaltendes1 ,ruhe und ,bewegung1 ,dissonanz und ,konkordanz vermittelndes1 allgemein harmonisches ,wesen mit der ,tonkunst selbst verwechselt4 ,bei dem gegenwrtigen ,stand der ,tonkunst und ,philosophie drfen wir uns im ,interesse beider die altgriechische ,ausdehnung des ,begriffs ,musik auf alle ,wissenschaft und ,kunst1 sowie auf die ,bildung smtlicher ,seelenkrfte nicht gestatten4 ,die berhmte ,apologie der ,tonkunst im ,kaufmann von ,venedig 7,v4 ,i47#db beruht auf solcher ,verwechselung der ,tonkunst selbst mit dem sie beherrschenden ,geist des ,wohlklangs1 der bereinstimmung1 des ,maes4 ,man knnte in hnlichen ,stellen ohne viel nderung statt ,musik auch ,poesie1 ,kunst1 ja ,schnheit berhaupt setzen4 ,da aus der ,reihe der ,knste gerade die ,musik hervorgeholt zu werden pflegt1 verdankt sie der zweideutigen ,macht ihrer ,popularitt4 ,gleich die weiteren ,verse der angefhrten ,rede bezeugen dies1 wo die zhmende ,wirkung der ,tne auf ,bestien sehr gerhmt wird1 die ,musik also wieder einmal als ,tierbndiger erscheint4 #db ,the man that has no music in himself1 ,nor is not moved with concord of sweet sounds1 ,is fit for treasons1 stratagems and spoils2 etc4 ,die lehrreichsten ,beispiele bieten ,bettinas musikalische ,explosionen1 wie ,goethe ihre ,briefe ber ,musik galant bezeichnete4 ,als der wahrhafte ,prototyp aller vagen ,schwrmerei ber ,musik1 zeigt ,bettina1 wie ungebhrlich man den ,begriff dieser ,kunst ausdehnen kann1 um sich bequem darum zu tummeln4 ,mit der ,prtension1 von der ,musik selbst zu sprechen1 redet sie stets von der dunklen ,einwirkung1 welche diese auf ihr ,gemt bt1 und deren ppige ,traumseligkeit sie absichtlich von jedem forschenden ,denken absperrt4 ,in einer ,komposition sieht sie immer ein unerforschliches ,naturerzeugnis1 nicht ein menschliches ,kunstwerk1 und begreift daher ,musik nie anders als rein phnomenologisch4 ,musik1 musikalisch nennt ,bettina unzhlige ,erscheinungen1 die lediglich ein oder das andere ,element der ,tonkunst3 ,wohlklang1 ,rhythmus1 ,gefhlserregung mit ihr gemein haben4 ,auf diese ,faktoren kommt es aber gar nicht an1 sondern auf die spezifische ,art1 wie sie in knstlerischer ,gestaltung als ,tonkunst erscheinen4 ,es versteht sich von selbst1 da die musiktrunkene ,dame in ,goethe1 ja in ,christus groe ,musiker sieht1 obwohl von letzterem niemand wei1 da er einer1 von ersterem jedermann1 da er keiner gewesen4 ,das ,recht historischer ,bildungen und poetischer ,freiheit halten wir in ,ehren4 ,wir begreifen1 warum ,aristophanes in den ,wespen einen feingebildeten ,geist den ,weisen und ,musikalischen 7sophon kai mousikon7 nennt1 und finden den ,ausdruck ,graf ,reinhardts sinnig1 ,oehlenschlger habe musikalische ,augen4 ,wissenschaftliche ,betrachtungen jedoch drfen der ,musik nie einen andern ,begriff beilegen oder voraussetzen1 als den sthetischen1 wenn nicht alle ,hoffnung zur einstigen ,feststellung dieser zitternden ,wissenschaft aufgegeben werden soll4 ,,vi4 ,die ,beziehungen der ,tonkunst zur ,natur4 ,das ,verhltnis zur ,natur ist fr jedes ,ding das ,erste1 das ,ehrwrdigste und das ,einflureichste4 ,wer auch nur flchtig an den ,puls der ,zeit gefhlt1 der wei1 wie die ,herrschaft dieser ,erkenntnis in mchtigem ,anwachsen begriffen ist4 ,durch die moderne ,forschung geht ein so starker ,zug nach der ,naturseite aller ,erscheinungen1 da selbst die abstraktesten ,untersuchungen merklich gegen die ,methode der ,naturwissenschaften gravitieren4 ,auch die sthetik1 will sie kein bloes ,scheinleben fhren1 mu die knorrige ,wurzel kennen1 wie die zarte ,faser1 an welcher jede einzelne ,kunst mit dem ,naturgrunde zusammenhngt4 ,und gerade fr die musikalische sthetik erschliet das ,verhltnis der ,tonkunst zur ,natur die wichtigsten ,folgerungen4 ,die ,stellung ihrer schwierigsten ,materien1 die ,lsung ihrer kontroversesten ,fragen hngt von der richtigen ,wrdigung dieses ,zusammenhanges ab4 ,die ,knste1 -- vorerst als empfangend1 noch nicht als rckwirkend betrachtet -- stehen zu der umgebenden ,natur in einer doppelten ,beziehung4 ,erstens durch das rohe1 krperliche ,material1 aus welchem sie schaffen1 dann durch den schnen ,inhalt1 den sie fr knstlerische ,behandlung vorfinden4 ,in beiden ,punkten verhlt sich die ,natur zu den ,knsten als mtterliche ,spenderin der ersten und wichtigsten ,mitgift4 ,es gilt den ,versuch1 diese ,ausstattung im ,interesse der musikalischen sthetik rasch zu besichtigen und zu prfen1 was die vernnftig und darum ungleich schenkende ,natur fr die ,tonkunst getan hat4 ,untersucht man1 inwiefern die ,natur ,stoff fr die ,musik biete1 so ergibt sich1 da sie dies nur in dem ,sinn des rohen ,materials tut1 welches der ,mensch zum ,tnen zwingt4 ,das stumme ,erz der ,berge1 das ,holz des ,waldes1 der ,tiere ,fell und ,gedrm sind alles1 was wir vorfinden1 um den eigentlichen ,baustoff fr die ,musik1 den reinen ,ton1 zu bereiten4 ,wir erhalten also vorerst nur ,material zum ,material1 dies letztere ist der reine1 nach ,hhe und ,tiefe bestimmte1 d4 i4 mebare ,ton4 ,er ist erste und unumgngliche ,bedingung jeder ,musik4 ,diese gestaltet ihn zu ,melodie und ,harmonie1 den zwei ,hauptfaktoren der ,tonkunst4 ,beide finden sich in der ,natur nicht vor1 sie sind ,schpfungen des ,menschengeistes4 ,das geordnete ,nacheinanderfolgen mebarer ,tne1 welches wir ,melodie nennen1 vernehmen wir in der ,natur auch nicht in den drftigsten ,anfngen2 ihre sukzessiven ,schallerscheinungen entbehren der verstndlichen ,proportion und entziehen sich der ,reduktion auf unsere ,skala4 ,die ,melodie aber ist der springende ,punkt1 das ,leben1 die erste ,kunstgestalt des ,tonreichs1 an sie ist jede weitere ,bestimmtheit1 alle ,erfassung des ,inhalts geknpft4 ,ebensowenig wie ,melodie kennt die ,natur1 diese groartige ,harmonie aller ,erscheinungen1 ,harmonie im musikalischen ,sinn1 als ,zusammenklingen bestimmter ,tne4 ,hat jemand in der ,natur einen ,dreiklang gehrt1 einen ,sext- oder ,septimakkord8 ,wie die ,melodie1 so war auch 7nur in viel langsamerem ,fortschreiten7 die ,harmonie ein ,erzeugnis menschlichen ,geistes4 ,die ,griechen kannten keine ,harmonie1 sondern sangen in der ,oktave oder im ,einklang1 wie noch heutzutage jene asiatischen ,vlkerschaften1 bei welchen berhaupt ,gesang angetroffen wird4 ,der ,gebrauch der ,dissonanzen 7wozu auch ,terz und ,sext gehrten7 begann allmhlich vom #ab4 ,jahrhundert an1 und bis ins #ae4 beschrnkte man sich bei ,ausweichungen auf die ,oktave4 ,jedes der ,intervalle1 die jetzt unserer ,harmonie dienstbar sind1 mute einzeln gewonnen werden1 und oft reichte ein ,jahrhundert nicht hin fr solch kleine ,errungenschaft4 ,das kunstgebildetste ,volk des ,altertums sowie die gelehrtesten ,tonsetzer des frheren ,mittelalters konnten nicht1 was unsere ,hirtinnen auf der entlegensten ,alp3 in ,terzen singen4 ,durch die ,harmonie aber ist der ,tonkunst nicht etwa ein neues ,licht aufgegangen1 sondern es ist zum erstenmal ,tag geworden4 ,die ganze ,tonschpfung wurde von dieser ,zeit an erst ausgeboren4 7,ngeli47 ,harmonie und ,melodie fehlen also in der ,natur4 ,nur ein drittes ,element in der ,musik1 dasjenige1 von dem die beiden ersten getragen werden1 existiert schon vor und auer dem ,menschen3 der ,rhythmus4 ,im ,galopp des ,pferdes1 dem ,klappern der ,mhle1 dem ,gesang der ,amsel und ,wachtel uert sich eine ,einheit1 zu welcher aufeinander folgende ,zeitteilchen sich zusammenfassen und ein anschauliches ,ganze bilden4 ,nicht alle1 aber viele ,lautuerungen der ,natur sind rhythmisch4 ,und zwar herrscht in ihr das ,gesetz des zweiteiligen ,rhythmus1 als ,hebung und ,senkung1 ,anlauf und ,auslauf4 ,was diesen ,naturrhythmus von der menschlichen ,musik trennt1 mu alsbald auffallen4 ,in der ,musik gibt es nmlich keinen isolierten ,rhythmus als solchen1 sondern nur ,melodie und ,harmonie1 welche rhythmisch sich uert4 ,in der ,natur dagegen trgt der ,rhythmus weder ,melodie noch ,harmonie1 sondern nur unmebare ,luftschwingungen4 ,der ,rhythmus1 das einzige musikalische ,urelement in der ,natur1 ist auch das erste1 so im ,menschen erwacht1 im ,kinde1 im ,wilden am frhesten sich entwickelt4 ,wenn die ,sdsee-,insulaner mit ,metallstcken und ,holzstben rhythmisch klappern und dazu ein unfaliches ,geheul ausstoen1 so ist das natrliche ,musik2 denn es ist eben keine ,musik4 ,was wir aber einen ,tiroler ,bauer singen hren1 zu welchem anscheinend keine ,spur von ,kunst gedrungen1 ist durchaus knstliche ,musik4 ,der ,mann meint freilich1 er singe1 wie ihm der ,schnabel gewachsen ist3 aber damit dies mglich wurde1 mute die ,saat von ,jahrhunderten wachsen4 ,wir htten somit die notwendigen ,elementarbestandteile unserer ,musik betrachtet und gefunden1 da der ,mensch von der ihn umgebenden ,natur nicht musizieren lernte4 ,in welcher ,art und ,folge sich unser heutiges ,tonsystem ausgebildet hat1 lehrt die ,geschichte der ,tonkunst4 ,wir haben diese ,nachweisung vorauszusetzen und nur ihr ,ergebnis festzuhalten1 da ,melodie und ,harmonie1 da unsere ,intervallenverhltnisse und ,tonleiter1 die ,teilung von ,dur und ,moll nach der verschiedenen ,stellung des ,halbtons1 endlich die schwebende ,temperatur1 ohne welche unsere 7europisch-abendlndische7 ,musik unmglich wre1 langsam und allmhlich entstandene ,schpfungen des menschlichen ,geistes sind4 ,die ,natur hat dem ,menschen nur die ,organe und die ,lust zum ,singen mitgegeben1 dazu die ,fhigkeit1 sich auf ,grundlage der einfachsten ,verhltnisse nach und nach ein ,tonsystem zu bilden4 ,nur diese einfachsten ,verhltnisse 7,dreiklang1 harmonische ,progression7 werden als unwandelbare ,grundpfeiler jedem knftigen ,weiterbau bleiben4 -- ,man hte sich vor der ,verwechselung1 als ob dieses 7gegenwrtige7 ,tonsystem selbst notwendig in der ,natur lge4 ,die ,erfahrung1 da selbst ,naturalisten heutzutage mit den musikalischen ,verhltnissen unbewut und leicht hantieren wie mit angeborenen ,krften1 die sich von selbst verstehen1 stempelt die herrschenden ,tongesetze keineswegs zu ,naturgesetzen2 es ist dies bereits ,folge der unendlich verbreiteten musikalischen ,kultur4 ,hand bemerkt ganz richtig1 da darum auch unsere ,kinder in der ,wiege schon besser singen als erwachsene ,wilde4 ,lge die ,tonfolge der ,musik in der ,natur fertig vor1 so snge auch jeder ,mensch immer rein4#dc #dc ,hand1 sth4 d4 ,t4 ,i4 #ej4 ,ebendaselbst wird passend angefhrt1 da die ,glen in ,schottland mit den indischen ,vlkerstmmen den ,mangel der ,quart und ,septime teilen1 die ,folge ihrer ,tne also cdegac lautet4 ,bei den krperlich sehr ausgebildeten ,patagoniern im sdlichen ,amerika findet sich keine ,spur von ,musik oder ,gesang4 -- ,sehr grndlich und im ,resultat ganz bereinstimmend mit dem ,obigen ist die ,entwickelung unseres ,tonsystems neuerdings von ,helmholtz 7,lehre von den ,tonempfindungen7 dargelegt worden4 ,wenn man unser ,tonsystem ein knstliches nennt1 so gebraucht man dies ,wort nicht in dem raffinierten ,sinn einer willkrlichen konventionellen ,erfindung4 ,es bezeichnet blo ein ,gewordenes im ,gegensatz zum ,erschaffenen4 ,dies bersieht ,hauptmann1 wenn er den ,begriff eines knstlichen ,tonsystems einen durchaus nichtigen nennt1 indem die ,musiker ebensowenig haben ,intervalle bestimmen und ein ,tonsystem erfinden knnen1 als die ,sprachgelehrten die ,worte der ,sprache und die ,sprachfgung erfunden haben4#dd ,gerade die ,sprache ist in demselben ,sinne wie die ,musik ein knstliches ,erzeugnis1 indem beide nicht in der ueren ,natur vorgebildet liegen1 sondern allmhlich geworden sind und erlernt werden mssen4 ,nicht die ,sprachgelehrten1 aber die ,nationen bilden sich ihre ,sprache nach ihrem ,charakter und ndern sie vervollkommnend immerfort4 ,so haben auch die ,tongelehrten unsere ,musik nicht errichtet1 sondern lediglich das fixiert und begrndet1 was der allgemeine1 musikalisch befhigte ,geist mit ,vernnftigkeit1 aber nicht mit ,notwendigkeit unbewut ersonnen hatte4#de ,aus diesem ,proze ergibt sich1 da auch unser ,tonsystem im ,zeitverlauf neue ,bereicherungen und ,vernderungen erfahren wird4 ,doch sind innerhalb der gegenwrtigen ,gesetze noch so vielfache und groe ,evolutionen mglich1 da eine nderung im ,wesen des ,systems sehr fernliegend erscheinen drfte4 ,bestnde z4 ,b4 die ,bereicherung in der ,emanzipation der ,vierteltne1 wovon eine moderne ,schriftstellerin schon ,andeutungen bei ,chopin finden will1#df so wrden ,theorie1 ,kompositionslehre und sthetik der ,musik eine total andere4 ,der musikalische ,theoretiker kann daher gegenwrtig den ,ausblick auf diese ,zukunft noch kaum anders frei lassen1 als durch die einfache ,anerkennung ihrer ,mglichkeit4 #dd ,m4 ,hauptmann1 ,die ,natur der ,harmonik und ,metrik4 #ahec4 ,s4 #g4 #de ,unsere ,ansicht stimmt mit den ,forschungen ,jacob ,grimms berein1 welcher u4 a4 andeutet3 ,wer nun die berzeugung gewonnen hat1 da die ,sprache freie ,menschenerfindung war1 wird auch nicht zweifeln ber die ,quelle der ,poesie und ,tonkunst4 7,ursprung der ,sprache4 #aheb47 #df ,johanna ,kinkel1 ,acht ,briefe ber ,klavierunterricht4 #aheb1 ,cotta4 ,unserem ,ausspruch1 es gebe keine ,musik in der ,natur1 wird man den ,reichtum mannigfaltiger ,stimmen einwenden1 welche die ,natur so wunderbar beleben4 ,sollte das ,rieseln des ,baches1 das ,klatschen der ,meereswellen1 der ,donner der ,lawinen1 das ,strmen der ,windsbraut nicht ,anla und ,vorbild der menschlichen ,musik gewesen sein8 ,hatten all' die lispelnden1 pfeifenden1 schmetternden ,laute mit unserem ,musikwesen nichts zu schaffen8 ,wir mssen in der ,tat mit ,nein antworten4 ,alle diese uerungen der ,natur sind lediglich ,schall und ,klang1 d4 h4 in ungleichen ,zeitteilen aufeinander folgende ,luftschwingungen4 ,hchst selten und dann nur isoliert bringt die ,natur einen ,ton hervor1 d4 i4 einen ,klang von bestimmter1 mebarer ,hhe und ,tiefe4 ,tne sind aber die ,grundbedingungen aller ,musik4 ,mgen diese ,klanguerungen der ,musik noch so mchtig oder reizend das ,gemt anregen1 sie sind keine ,stufe zur menschlichen ,musik1 sondern lediglich elementarische ,andeutungen einer solchen1 welche allerdings spter fr die ausgebildete menschliche ,musik oft sehr krftige ,anregungen bieten4 ,selbst die reinste ,erscheinung des natrlichen ,tonlebens1 der ,vogelgesang1 steht zur menschlichen ,musik in keinem ,bezug1 da er unserer ,skala nicht angepat werden kann4 ,auch das ,phnomen der ,naturharmonie -- jedenfalls die einzige und unumstliche ,naturgrundlage1 auf welcher die ,hauptverhltnisse unserer ,musik beruhen -- ist auf seine richtige ,bedeutung zurckzufhren4 ,die harmonische ,progression erzeugt sich auf der gleichbesaiteten olsharfe von selbst1 grndet also auf einem ,naturgesetz1 allein das ,phnomen selbst hrt man nirgend von der ,natur unmittelbar erzeugt4 ,sobald nicht auf einem musikalischen ,instrument ein bestimmter1 mebarer ,grundton angeschlagen wird1 erscheinen auch keine sympathischen ,nebentne1 keine harmonische ,progression4 ,der ,mensch mu also fragen1 damit die ,natur ,antwort gebe4 ,die ,erscheinung des ,echo erklrt sich noch einfacher4 ,es ist merkwrdig1 wie selbst tchtige ,schriftsteller sich von dem ,gedanken einer eigentlichen ,musik in der ,natur nicht losmachen knnen4 ,selbst ,hand1 von dem wir absichtlich frher ,beispiele zitierten1 welche seine richtige ,einsicht in das inkommensurable1 kunstunfhige ,wesen der natrlichen ,schallerscheinungen dartun1 bringt ein eigenes ,kapitel von der ,musik der ,natur1 deren ,schallerscheinungen gewissermaen auch ,musik genannt werden mssen4 ,ebenso ,krger4#dg ,wo es sich aber um ,prinzipienfragen handelt1 da gibt es kein gewissermaen2 was wir in der ,natur vernehmen1 ist entweder ,musik1 oder es ist keine ,musik4 ,das entscheidende ,moment kann nur in die ,mebarkeit des ,tons gelegt werden4 ,hand legt den ,nachdruck berall auf die geistige ,beseelung1 den ,ausdruck inneren ,lebens1 innerer ,empfindung1 die ,kraft der ,selbstttigkeit1 wodurch unmittelbar ein ,inneres zur ,aussprache gelangt4 ,nach diesem ,prinzip mte der ,vogelgesang ,musik genannt werden1 die mechanische ,spieluhr hingegen nicht2 whrend gerade das ,entgegengesetzte wahr ist4 #dg ,beitrge fr ,leben und ,wissenschaft der ,tonkunst1 ,s4 #adi ff4 ,die ,musik der ,natur und die ,tonkunst des ,menschen sind zwei verschiedene ,gebiete4 ,der bergang von der ersten zur zweiten geht durch die ,mathematik4 ,ein wichtiger1 folgenreicher ,satz4 ,freilich darf man ihn nicht so denken1 als htte der ,mensch seine ,tne durch absichtlich angestellte ,berechnungen geordnet2 es geschah dies vielmehr durch unbewute ,anwendung ursprnglicher ,gren- und ,verhltnisvorstellungen durch ein verborgenes ,messen und ,zhlen1 dessen ,gesetzmigkeit erst spter die ,wissenschaft konstatierte4 ,dadurch1 da in der ,musik alles kommensurabel sein mu1 in den ,naturlauten aber nichts kommensurabel ist1 stehen diese beiden ,schallreiche fast unvermittelt nebeneinander4 ,die ,natur gibt uns nicht das knstlerische ,material eines fertigen1 vorgebildeten ,tonsystems1 sondern nur den rohen ,stoff der ,krper1 die wir der ,musik dienstbar machen4 ,nicht die ,stimmen der ,tiere1 sondern ihre ,gedrme sind uns wichtig1 und das ,tier1 dem die ,musik am meisten verdankt1 ist nicht die ,nachtigall1 sondern das ,schaf4 ,nach dieser ,untersuchung1 welche fr das ,verhltnis des ,musikalisch-,schnen nur ein ,unterbau1 aber ein notwendiger1 war1 heben wir uns eine ,stufe hher1 auf sthetisches ,gebiet4 ,der mebare ,ton und das geordnete ,tonsystem sind erst1 womit der ,komponist schafft1 nicht1 was er schafft4 ,wie ,holz und ,erz nur ,stoff waren fr den ,ton1 so ist der ,ton nur ,stoff 7,material7 fr die ,musik4 ,es gibt noch eine dritte und hhere ,bedeutung von ,stoff3 ,stoff im ,sinne des behandelten ,gegenstandes1 der dargestellten ,idee1 des ,sujets4 ,woher nimmt der ,komponist diesen ,stoff8 ,woher erwchst einer bestimmten ,tondichtung der ,inhalt1 der ,gegenstand1 welcher sie als ,individuum hinstellt und von andern unterscheidet8 ,die ,poesie1 die ,malerei1 die ,skulptur haben ihren unerschpflichen ,quell von ,stoffen in der uns umgebenden ,natur4 ,der ,knstler findet sich durch irgendein ,naturschnes angeregt1 es wird ihm ,stoff zu eigner ,hervorbringung4 ,in den bildenden ,knsten ist das ,vorschaffen der ,natur am auffallendsten4 ,der ,maler knnte keinen ,baum1 keine ,blume zeichnen1 wenn sie nicht schon in der ueren ,natur vorgebildet wren2 der ,bildhauer keine ,statue1 ohne die wirkliche ,menschengestalt zu kennen und zum ,muster zu nehmen4 ,dasselbe gilt von erfundenen ,stoffen4 ,sie knnen nie im strengen ,sinn erfunden sein4 ,besteht nicht die ideale ,landschaft aus ,felsen1 ,bumen1 ,wasser und ,wolkenzgen1 lauter ,dingen1 die in der ,natur vorgebildet sind8 ,der ,maler kann nichts malen1 was er nicht gesehen und genau beobachtet hat4 ,gleichviel ob er eine ,landschaft malt oder ein ,genrebild1 ein ,historiengemlde erfindet4 ,wenn uns ,zeitgenossen einen ,hu1 ,luther1 ,egmont malen1 so haben sie ihren ,gegenstand nie wirklich gesehen1 aber fr jeden ,bestandteil desselben mssen sie das ,vorbild genau der ,natur entnommen haben4 ,der ,maler mu nicht diesen ,mann1 aber er mu viele ,mnner gesehen haben1 wie sie sich bewegen1 stehen1 gehen1 beleuchtet werden1 ,schatten werfen2 der grbste ,vorwurf wre gewi die ,unmglichkeit oder ,naturwidrigkeit seiner ,figuren4 ,dasselbe gilt von der ,dichtkunst1 welche ein noch weit greres ,feld naturschner ,vorbilder hat4 ,die ,menschen und ihre ,handlungen1 ,gefhle1 ,schicksale1 wie sie uns durch eigene ,wahrnehmungen oder durch ,tradition -- denn auch diese gehrt zu dem ,vorgefundenen1 dem ,dichter ,dargebotenen -- gebracht werden1 sind ,stoff fr das ,gedicht1 die ,tragdie1 den ,roman4 ,der ,dichter kann keinen ,sonnenaufgang1 kein ,schneefeld beschreiben1 keinen ,gefhlszustand schildern1 keinen ,bauer1 ,soldaten1 ,geizigen1 ,verliebten auf die ,bhne bringen1 wenn er nicht die ,vorbilder dazu in der ,natur gesehen und studiert oder durch richtige ,traditionen so in seiner ,phantasie belebt hat1 da sie die unmittelbare ,anschauung ersetzen4 ,stellen wir nun diesen ,knsten die ,musik entgegen1 so erkennen wir1 da sie ein ,vorbild1 einen ,stoff fr ihre ,werke nirgend vorfindet4 ,es gibt kein ,naturschnes fr die ,musik4 ,dieser ,unterschied zwischen der ,musik und den brigen ,knsten 7nur die ,baukunst findet gleichfalls kein ,vorbild in der ,natur7 ist tiefgehend und folgenschwer4 ,das ,schaffen des ,malers1 des ,dichters ist ein stetes 7inneres oder wirkliches7 ,nachzeichnen1 ,nachformen1 -- etwas nachzumusizieren gibt es in der ,natur nicht4 ,die ,natur kennt keine ,sonate1 keine ,ouvertre1 kein ,rondo4 ,wohl aber ,landschaften1 ,genrebilder1 ,idyllen1 ,trauerspiele4 ,der aristotelische ,satz von der ,naturnachahmung in der ,kunst1 welcher noch bei den ,philosophen des vorigen ,jahrhunderts gang und gbe war1 ist lngst berichtigt und bedarf1 bis zum berdru abgedroschen1 hier keiner weiteren ,errterung4 ,nicht sklavisch nachbilden soll die ,kunst die ,natur1 sie hat sie umzubilden4 ,der ,ausdruck zeigt schon1 da vor der ,kunst etwas da sein mute1 was umgebildet wird4 ,dies ist eben das von der ,natur dargebotene ,vorbild1 das ,naturschne4 ,der ,maler findet sich von einer reizenden ,landschaft1 einer ,gruppe1 einem ,gedicht1 der ,dichter von einer historischen ,begebenheit1 einem ,erlebnis1 zur knstlichen ,darstellung des ,vorgefundenen veranlat4 ,bei welcher ,naturbetrachtung knnte aber der ,tonsetzer jemals ausrufen3 das ist ein prchtiges ,vorbild fr eine ,ouvertre1 eine ,symphonie6 ,der ,komponist kann gar nichts umbilden1 er mu alles neu erschaffen4 ,was der ,maler1 der ,dichter in ,betrachtung des ,naturschnen findet1 das mu der ,komponist durch ,konzentration seines ,innern herausarbeiten4 ,er mu der guten ,stunde warten1 wo es in ihm anfngt zu singen und zu klingen3 da wird er sich versenken und aus sich heraus etwas schaffen1 was in der ,natur nicht seinesgleichen hat und daher auch1 ungleich den andern ,knsten1 geradezu nicht von dieser ,welt ist4 ,es unterliegt keineswegs eine parteiische ,begriffsbestimmung1 wenn wir zu dem ,naturschnen fr den ,maler und ,dichter den ,menschen hinzurechneten1 fr den ,musiker hingegen den kunstvoll aus der ,menschenbrust quellenden ,gesang verschwiegen4 ,der singende ,hirt ist nicht ,objekt1 sondern schon ,subjekt der ,kunst4 ,besteht sein ,lied aus mebaren1 geordneten1 wenn noch so einfachen ,tonfolgen1 so ist's ein ,produkt des ,menschengeistes1 ob es nun ein ,hirtenjunge erfunden hat oder ,beethoven4 ,wenn daher ein ,komponist wirkliche ,nationalmelodien bentzt1 so ist dies kein ,naturschnes2 denn man mu bis zu einem zurckgehen1 der sie erfunden hat1 -- woher hatte sie dieser8 ,fand er ein ,vorbild dafr in der ,natur8 ,dies ist die berechtigte ,frage4 ,die ,antwort kann nur verneinend lauten4 ,der ,volksgesang ist kein ,vorgefundenes1 kein ,naturschnes1 sondern die erste ,stufe wirklicher ,kunst1 naive ,kunst4 ,er ist fr die ,tonkunst ebensowenig ein von der ,natur erzeugtes ,vorbild1 wie die mit ,kohle an ,wachtstuben und ,schuttbden geschmierten ,blumen und ,soldaten natrliche ,vorbilder fr die ,malerei sind4 ,beides ist menschliches ,kunstprodukt4 ,fr die ,kohlenfiguren lassen die ,vorbilder in der ,natur sich nachweisen1 fr den ,volksgesang nicht2 man kann nicht hinter ihn zurckgehen4 ,zu einer sehr gangbaren ,verwirrung gelangt man1 wenn man den ,begriff des ,stoffs fr die ,musik in einem angewandten1 hheren ,sinne nimmt und darauf hinweist1 da ,beethoven wirklich eine ,ouvertre zu ,egmont1 -- oder damit das ,wrtchen zu nicht an dramatische ,zwecke mahne1 -- eine ,musik ,egmont geschrieben hat1 ,berlioz einen ,knig ,lear1 ,mendelssohn eine ,melusina4 ,haben diese ,erzhlungen1 fragt man1 dem ,tondichter nicht ebenso den ,stoff geliefert wie dem ,dichter8 ,keineswegs4 ,dem ,dichter sind diese ,gestalten wirkliches ,vorbild1 das er umbildet1 dem ,komponisten bieten sie blo ,anregung1 und zwar poetische ,anregung4 ,das ,naturschne fr den ,tondichter mte ein ,hrbares sein1 wie es fr den ,maler ein ,sichtbares1 fr den ,bildhauer ein ,greifbares ist4 ,nicht die ,gestalt ,egmonts1 nicht seine ,taten1 ,erlebnisse1 ,gesinnungen sind ,inhalt der ,beethovenschen ,ouvertre1 wie dies im ,bilde ,egmont1 im ,drama ,egmont der ,fall ist4 ,der ,inhalt der ,ouvertre sind ,tonreihen1 welche der ,komponist vollkommen frei nach musikalischen ,denkgesetzen aus sich erschuf4 ,sie sind fr die sthetische ,betrachtung ganz unabhngig und selbstndig von der ,vorstellung ,egmont1 mit welcher sie lediglich die poetische ,phantasie des ,tonsetzers in ,zusammenhang gebracht hat1 sei es1 da diese ,vorstellung auf eine unerforschliche ,weise den ,keim zur ,erfindung jener ,tonreihen gelegt hat1 sei es1 da er diese nachtrglich seinem ,vorwurf entsprechend fand4 ,dieser ,zusammenhang ist so lose und willkrlich1 da niemals ein ,hrer des ,musikstckes auf dessen angeblichen ,gegenstand verfallen wrde1 wenn nicht der ,autor durch die ausdrckliche ,benennung unserer ,phantasie im vorhinein die bestimmte ,richtung oktroyierte4 ,berlioz' dstere ,ouvertre hngt an und fr sich mit der ,vorstellung ,knig ,lear ebensowenig zusammen1 als ein ,strauscher ,walzer4 ,man kann das nicht scharf genug aussprechen1 da hierber die irrigsten ,ansichten allgemein sind4 ,erst mit dem ,augenblick erscheint der ,strausche ,walzer der ,vorstellung ,knig ,lear widersprechend1 die ,berliozsche ,ouvertre hingegen entsprechend1 wo wir diese ,musiken mit jener ,vorstellung vergleichen4 ,allein eben zu dieser ,vergleichung existiert kein innerer ,anla1 sondern nur eine ausdrckliche ,ntigung vom ,autor4 ,durch eine bestimmte berschrift werden wir zur ,vergleichung des ,musikstckes mit einem auer ihm stehenden ,objekt gentigt1 wir mssen es mit einem bestimmten ,mastab messen1 welcher nicht der musikalische ist4 ,man darf dann vielleicht sagen1 ,beethovens ,ouvertre ,prometheus sei zu wenig groartig fr diesen ,vorwurf4 ,allein nirgend kann man ihr von innen her beikommen1 nirgend ihr eine musikalische ,lcke oder ,mangelhaftigkeit nachweisen4 ,sie ist vollkommen1 weil sie ihren musikalischen ,inhalt vollstndig ausfhrt2 ihr dichterisches ,thema analog auszufhren ist eine zweite1 ganz verschiedene ,forderung4 ,diese entsteht und verschwindet mit dem ,titel4 berdies kann ein solcher ,anspruch an ein ,tonwerk mit bestimmter berschrift nur auf gewisse charakteristische ,eigenschaften lauten3 da die ,musik erhaben oder niedlich1 dster oder froh klinge1 von einfacher ,exposition zu betrbtem ,abschlu sich entwickle usw4 ,an die ,dichtkunst oder ,malerei stellt der ,stoff die ,forderung einer bestimmten konkreten ,individualitt1 nicht bloer ,eigenschaften4 ,darum wre es recht wohl denkbar1 da ,beethovens ,ouvertre zu ,egmont ebenfalls ,wilhelm ,tell oder ,jeanne d',arc berschrieben sein knnte4 ,das ,drama ,egmont1 das ,bild ,egmont lassen hchstens die ,verwechslung zu1 da dies ein anderes ,individuum in den gleichen ,verhltnissen1 nicht aber1 da es ganz andere ,verhltnisse sind4 ,man sieht1 wie eng das ,verhltnis der ,musik zum ,naturschnen mit der ganzen ,frage von ihrem ,inhalt zusammenhngt4 ,noch einen ,einwand wird man aus der musikalischen ,literatur herholen1 um der ,musik ein ,naturschnes zu vindizieren4 ,beispiele nmlich1 da ,tonsetzer aus der ,natur nicht blo den poetischen ,anla geschpft 7wie in obigen ,historien71 sondern wirklich hrbare uerungen ihres ,tonlebens direkt nachgebildet haben3 der ,hahnenruf in ,haydns ,jahreszeiten1 ,kuckuck1 ,nachtigall- und ,wachtelschlag in ,spohrs ,weihe der ,tne und in ,beethovens ,pastoralsymphonie4 ,allein wenn wir gleich diese ,nachahmung hren und in einem musikalischen ,kunstwerk hren1 so haben sie doch darin keine musikalische ,bedeutung1 sondern eine poetische4 ,es soll uns der ,hahnenschrei alsdann nicht als schne ,musik oder berhaupt als ,musik vorgefhrt1 sondern nur der ,eindruck zurckgerufen werden1 welcher mit jener ,naturerscheinung zusammenhngt4 ,ich habe ,haydns ,schpfung -- gesehen beinahe1 schreibt ,jean ,paul nach einer ,auffhrung dieses ,tonwerks an ,thieriot4 ,allgemein bekannte ,stichwrter1 ,zitate sind es1 welche uns erinnern3 es ist frher ,morgen1 laue ,sommernacht1 ,frhling4 ,ohne diese blo beschreibende ,tendenz hat nie ein ,komponist ,naturstimmen direkt zu wirklichen musikalischen ,zwecken verwenden knnen4 ,ein ,thema knnen alle ,naturstimmen der ,erde zusammen nicht hervorbringen1 eben weil sie keine ,musik sind1#dh und bedeutungsvoll erscheint es1 da die ,tonkunst von der ,natur nur ,gebrauch machen kann1 wenn sie in die ,malerei pfuscht4 #dh ,von diesem ,miverstndnis1 den ,naturlaut unmittelbar realistisch in das ,kunstwerk zu bertragen -- was1 wie ,o4 ,jahn treffend bemerkt1 nur in seltenen ,fllen als ,scherz zugestanden werden kann1 ist es ja gnzlich verschieden und sollte eigentlich nicht ,malerei genannt werden1 wenn gewisse in der ,natur gegebene1 durch ihren rhythmischen oder klanglichen ,charakter halb musikalisch wirkende ,elemente1 wie sie im ,rauschen und ,pltschern des ,wassers1 im ,vogelgesang1 in ,wind und ,wetter1 im ,schwirren der ,pfeile1 im ,schnurren des ,spinnrads u4 dgl4 enthalten sind1 von den ,komponisten -- nicht etwa nachgeahmt werden1 sondern ihnen ,impulse zu ,motiven von selbstndiger ,schnheit hergeben1 welche sie knstlerisch frei konzipieren und durchfhren4 ,dieses ,rechts bedient sich der ,dichter in der ,sprache wie im ,rhythmus2 in der ,musik greift es aber noch viel weiter1 weil der musikalischen ,elemente viele durch die ganze ,natur zerstreut sind1 und herrliche ,beispiele aus unseren klassischen nicht minder wie aus unseren modernen ,komponisten 7die nur ungleich raffinierter verfahren als jene7 sind jedem in ,flle gegenwrtig4 ,,vii4 ,die ,begriffe ,inhalt und ,form in der ,musik4 ,hat die ,musik einen ,inhalt8 ,so lautet1 seit man gewohnt ist1 ber unsere ,kunst nachzudenken1 ihre hitzigste ,streitfrage4 ,sie wurde fr und wider entschieden4 ,gewichtige ,stimmen behaupten die ,inhaltslosigkeit der ,musik1 sie gehren beinahe durchaus den ,philosophen3 ,rousseau1 ,kant1 ,hegel1 ,herbart1#di ,kahlert u4 a4 ,von den zahlreichen ,physiologen1 welche diese berzeugungen untersttzen1 sind uns die durch musikalische ,bildung hervorragenden ,denker ,lotze und ,helmholtz die wichtigsten4 ,die ungleich zahlreicheren ,kmpfer fechten fr den ,inhalt der ,tonkunst6 es sind die eigentlichen ,musiker unter den ,schriftstellern1 und das ,gros der allgemeinen berzeugung steht zu ihnen4 #di ,auf ,herbartschen ,grundlagen hat in neuester ,zeit ,robert ,zimmermann in seiner ,allgemeinen sthetik als ,formwissenschaft 7,wien #ahfe7 das formale ,prinzip in strenger ,konsequenz in allen ,knsten1 somit auch in der ,musik1 durchgefhrt4 ,fast mag es seltsam erscheinen1 da gerade diejenigen1 welchen die technischen ,bestimmungen der ,musik vertraut sind1 sich nicht von dem ,irrtum einer diesen ,bedingungen widersprechenden ,ansicht lossagen mgen1 die man eher den abstrakten ,philosophen verzeihen knnte4 ,das kommt daher1 weil es vielen ,musikschriftstellern in diesem ,punkt mehr um die vermeintliche ,ehre ihrer ,kunst1 als um die ,wahrheit zu tun ist4 ,sie befehden die ,lehre von der ,inhaltlosigkeit der ,musik nicht wie ,meinung gegen ,meinung1 sondern wie ,ketzerei gegen ,dogma4 ,die gegnerische ,ansicht erscheint ihnen als unwrdiges ,miverstehen1 als grober1 frevelnder ,materialismus4 ,wie1 die ,kunst1 die uns hoch erhebt und begeistert1 der so viele edle ,geister ihr ,leben gewidmet1 die den hchsten ,ideen dienstbar werden kann1 sie sollte mit dem ,fluch der ,inhaltlosigkeit beladen sein1 bloes ,spielwerk der ,sinne1 leeres ,geklingel68 ,mit derlei vielgehrten ,ausrufungen1 wie sie meist koppelweise losgelassen werden1 obwohl ein ,satz zum andern nicht gehrt1 wird nichts widerlegt noch bewiesen4 ,es handelt sich hier um keinen ,ehrenpunkt1 kein ,parteizeichen1 sondern einfach um die ,erkenntnis des ,wahren1 und zu dieser zu gelangen1 mu man sich vor allem ber die ,begriffe klar sein1 die man bestreitet4 ,die ,verwechslung der ,begriffe3 ,inhalt1 ,gegenstand1 ,stoff ist es1 was in der ,materie so viel ,unklarheit verursacht hat und noch immer veranlat1 da jeder fr denselben ,begriff eine andere ,bezeichnung gebraucht1 oder mit dem gleichen ,wort verschiedene ,vorstellungen verbindet4 ,inhalt im ursprnglichen und eigentlichen ,sinne ist3 was ein ,ding enthlt1 in sich hlt4 ,in dieser ,bedeutung sind die ,tne1 aus welchen ein ,musikstck besteht1 welche als dessen ,teile es zum ,ganzen bilden1 der ,inhalt desselben4 ,da sich mit dieser ,antwort niemand zufriedenstellen mag1 sie als etwas ganz ,selbstverstndliches abfertigend1 hat seinen ,grund darin1 da man gemeiniglich den ,inhalt mit ,gegenstand verwechselt4 ,bei der ,frage nach dem ,inhalt der ,musik hat man die ,vorstellung von ,gegenstand 7,stoff1 ,sujet7 im ,sinne1 welchen man als die ,idee1 das ,ideale1 den ,tnen als materiellen ,bestandteilen geradezu entgegengesetzt4 ,einen ,inhalt in dieser ,bedeutung1 einen ,stoff im ,sinne des behandelten ,gegenstandes hat die ,tonkunst in der ,tat nicht4 ,kahlert sttzt sich mit ,recht nachdrcklich darauf1 da sich von der ,musik nicht1 wie vom ,gemlde1 eine ,wortbeschreibung liefern lt 7sth4 #chj71 wenngleich seine weitere ,annahme irrig ist1 da solche ,wortbeschreibung jemals eine ,abhilfe fr den fehlenden ,kunstgenu bieten knne4 ,aber eine erklrende ,verstndigung1 um was es sich handelt1 kann sie bieten4 ,die ,frage nach dem ,was des musikalischen ,inhaltes mte sich notwendig in ,worten beantworten lassen1 wenn das ,musikstck wirklich einen ,inhalt 7einen ,gegenstand7 htte4 ,denn ein unbestimmter ,inhalt1 den sich jedermann als etwas anderes denken kann1 der sich nur fhlen1 nicht in ,worten wiedergeben lt1 ist eben kein ,inhalt in der genannten ,bedeutung4 ,die ,musik besteht aus ,tonreihen1 ,tonformen1 diese haben keinen andern ,inhalt als sich selbst4 ,sie erinnern abermals an die ,baukunst und den ,tanz1 die uns gleichfalls schne ,verhltnisse ohne bestimmten ,inhalt entgegenbringen4 ,mag nun die ,wirkung eines ,tonstcks jeder nach seiner ,individualitt anschlagen und benennen1 der ,inhalt desselben ist keiner1 als eben die gehrten ,tonformen2 denn die ,musik spricht nicht blo durch ,tne1 sie spricht auch nur ,tne4 ,krger1 wohl der kenntnisreichste ,verfechter des musikalischen ,inhalts gegen ,hegel und ,kahlert1 behauptet1 die ,musik gebe blo eine andere ,seite desselben ,inhalts1 welcher den brigen ,knsten1 z4 ,b4 der ,malerei1 zusteht4 ,jede plastische ,gestalt1 sagt er 7,beitrge1 #aca71 ist eine ruhende3 sie gibt nicht die ,handlung1 sondern die gewesene ,handlung oder das ,seiende4 ,also nicht3 ,apollo berwindet1 sagt das ,gemlde aus1 sondern es zeigt den berwinder1 den zornigen ,kmpfer usw4 ,hingegen die ,musik gibt zu jenen stillstehenden plastischen ,substantiven das ,verbum1 die ,ttigkeit1 das innere ,wogen hinzu1 und wenn wir dort als den wahren ruhenden ,inhalt erkannt haben3 zrnend1 liebend1 so erkennen wir hier nicht minder den wahren bewegenden ,inhalt3 zrnt1 liebt1 rauscht1 wogt1 strmt4 ,letzteres ist nur bis zur ,hlfte richtig3 rauschen1 wogen und strmen kann die ,musik1 aber zrnen und lieben kann sie nicht4 ,das sind schon hineingefhlte ,leidenschaften4 ,wir mssen hier auf unser zweites ,kapitel zurckweisen4 ,krger fhrt fort1 der ,bestimmtheit des gemalten ,inhalts die des musizierten an die ,seite zu stellen4 ,er sagt3 ,der ,bildner stellt ,orest von ,furien verfolgt dar3 es erscheint auf der ,auenflche seines ,leibes1 in ,auge1 ,mund1 ,stirn und ,haltung der ,ausdruck des ,flchtigen1 ,dstern1 ,verzweifelten1 neben ihm die ,gestalten des ,fluchs1 die ihn beherrschen1 in gebietender1 furchtbarer ,hoheit1 ebenfalls uerlich in verharrenden ,umrissen1 ,gesichtszgen1 ,stellungen4 ,der ,tondichter stellt ,orest den ,verfolgten nicht im beruhenden ,umri hin1 sondern nach der ,seite1 die dem ,bildner fehlt3 er singt das ,grausen und ,beben seiner ,seele1 die fliehend kmpfende ,regung usf4 ,dies ist meines ,erachtens ganz falsch4 ,der ,tonknstler kann den ,orestes weder so noch so1 er kann ihn gar nicht darstellen4 ,man wende nicht ein1 da ja auch die bildenden ,knste uns die bestimmte1 historische ,person nicht zu geben vermgen1 und wir die gemalte ,gestalt nicht als dieses ,individuum erkennen wrden1 brchten wir nicht die ,kenntnis des ,historisch-,tatschlichen hinzu4 ,freilich ist es nicht ,orest1 der ,mann mit diesen ,erlebnissen und bestimmten biographischen ,momenten2 diesen kann nur der ,dichter darstellen1 weil nur er zu erzhlen vermag4 ,allein das ,bild ,orest zeigt uns doch unverkennbar einen ,jngling mit edlen ,zgen1 in griechischem ,gewand1 ,angst und ,seelenpein in den ,mienen und ,bewegungen1 es zeigt uns die furchtbaren ,gestalten der ,rachegttinnen1 ihn verfolgend und qulend4 ,dies alles ist klar1 unzweifelhaft1 sichtlich erzhlbar -- ob nun der ,mann ,orest heie oder anders4 ,nur die ,motive3 da der ,jngling einen ,muttermord begangen usw41 sind nicht ausdrckbar4 ,was kann die ,tonkunst jenem sichtbaren 7vom ,historischen abstrahierten7 ,inhalt des ,gemldes an ,bestimmtheit entgegensetzen8 ,verminderte ,septimakkorde1 ,mollthemen1 wogende ,bsse u4 dgl41 kurz musikalische ,formen1 welche ebensogut ein ,weib1 anstatt eines ,jnglings1 einen von ,hschern anstatt von ,furien ,verfolgten1 einen ,eiferschtigen1 ,rachesinnenden1 einen von krperlichem ,schmerz ,gequlten1 kurz alles ,erdenkliche bedeuten knnen1 wenn man schon das ,tonstck etwas will bedeuten lassen4 ,es bedarf wohl auch nicht der ausdrcklichen ,berufung auf den frher begrndeten ,satz1 da1 wenn vom ,inhalt und der ,darstellungsfhigkeit der ,tonkunst die ,rede ist1 nur von der reinen ,instrumentalmusik ausgegangen werden darf4 ,niemand wird dies so weit vergessen1 uns z4 ,b4 den ,orestes in ,glucks ,iphigenia einzuwenden4 ,diesen ,orestes gibt ja nicht der ,komponist2 die ,worte des ,dichters1 ,gestalt und ,mimik des ,darstellers1 ,kostm und ,dekorationen des ,malers -- dies ist's1 was den ,orestes fertig hinstellt4 ,was der ,musiker hinzugibt1 ist vielleicht das ,schnste von allem1 aber es ist gerade das ,einzige1 was nichts mit dem wirklichen ,orest zu schaffen hat3 ,gesang4 ,lessing hat mit wunderbarer ,klarheit auseinandergesetzt1 was der ,dichter und was der bildende ,knstler aus der ,geschichte des ,laokoon zu machen vermag4 ,der ,dichter1 durch das ,mittel der ,sprache1 gibt den historischen1 individuell bestimmten ,laokoon1 der ,maler und ,bildhauer hingegen einen ,greis mit zwei ,knaben 7von diesem bestimmten ,alter1 ,aussehen1 ,kostm usf471 von den furchtbaren ,schlangen umwunden1 in ,mienen1 ,stellung und ,gebrden die ,qual des nahenden ,todes ausdrckend4 ,vom ,musiker sagt ,lessing nichts4 ,ganz begreiflich2 denn nichts ist es eben1 was dieser aus dem ,laokoon machen kann4 ,wir haben bereits angedeutet1 wie eng die ,frage nach dem ,inhalt der ,tonkunst mit deren ,stellung zum ,naturschnen zusammenhngt4 ,der ,musiker findet nirgend das ,vorbild fr seine ,kunst1 welches den anderen ,knsten die ,bestimmtheit und ,erkennbarkeit ihres ,inhalts gewhrleistet4 ,eine ,kunst1 der das vorbildende ,naturschne abgeht1 wird im eigentlichen ,sinne krperlos sein4 ,das ,urbild ihrer ,erscheinungsform begegnet uns nirgend1 fehlt daher in dem ,kreis unserer gesammelten ,begriffe4 ,es wiederholt keinen bereits bekannten1 benannten ,gegenstand1 darum hat ,musik fr unser in bestimmte ,begriffe gefates ,denken keinen nennbaren ,inhalt4 ,vom ,inhalt eines ,kunstwerkes kann eigentlich nur da die ,rede sein1 wo man diesen ,inhalt einer ,form entgegenhlt4 ,die ,begriffe ,inhalt und ,form bedingen und ergnzen einander4 ,wo nicht eine ,form von einem ,inhalt dem ,denken trennbar erscheint1 da existiert auch kein selbstndiger ,inhalt4 ,in der ,musik aber sehen wir ,inhalt und ,form1 ,stoff und ,gestaltung1 ,bild und ,idee in dunkler1 untrennbarer ,einheit verschmolzen4 ,dieser ,eigentmlichkeit der ,tonkunst1 ,form und ,inhalt ungetrennt zu besitzen1 stehen die dichtenden und bildenden ,knste schroff gegenber1 welche denselben ,gedanken1 dasselbe ,ereignis in verschiedener ,form darstellen knnen4 ,aus der ,geschichte des ,wilhelm ,tell machte ,florian einen historischen ,roman1 ,schiller ein ,drama1 ,goethe begann sie als ,epos zu bearbeiten4 ,der ,inhalt ist berall derselbe1 in ,prosa aufzulsende1 erzhlbare1 erkennbare2 die ,form ist verschieden4 ,die dem ,meer entsteigende ,aphrodite ist der gleiche ,inhalt unzhliger gemalter und gemeielter ,kunstwerke1 die durch die verschiedene ,form nicht zu verwechseln sind4 ,bei der ,tonkunst gibt es keinen ,inhalt gegenber der ,form1 weil sie keine ,form hat auerhalb des ,inhalts4 ,betrachten wir dies nher4 ,die selbstndige1 sthetisch nicht weiter teilbare1 musikalische ,gedankeneinheit ist in jeder ,komposition das ,thema4 ,die primitiven ,bestimmungen1 die man der ,musik als solcher zuschreibt1 mssen sich immer schon am ,thema1 dem musikalischen ,mikrokosmus1 nachweisbar finden4 ,hren wir irgendein ,hauptthema1 z4 ,b4 zu ,beethovens ,b-dur-,symphonie4 ,was ist dessen ,inhalt8 ,was seine ,form8 ,wo fngt diese an1 wo hrt jener auf8 ,da ein bestimmtes ,gefhl nicht ,inhalt des ,satzes sei1 hoffen wir dargetan zu haben1 und wird in diesem wie in jedem andern konkreten ,fall nur immer einleuchtender erscheinen4 ,was also will man den ,inhalt nennen8 ,die ,tne selbst8 ,gewi2 allein sie sind eben schon geformt4 ,was die ,form8 ,wieder die ,tne selbst1 -- sie aber sind schon erfllte ,form4 ,jeder praktische ,versuch1 in einem ,thema ,form von ,inhalt trennen zu wollen1 fhrt auf ,widerspruch oder ,willkr4 ,zum ,beispiel3 wechselt ein ,motiv1 das von einem andern ,instrument oder in einer hheren ,oktave wiederholt wird1 seinen ,inhalt oder seine ,form8 ,behauptet man1 wie zumeist geschieht1 das letztere1 so bliebe als ,inhalt des ,motivs blo die ,intervallenreihe als solche1 als ,schema der ,notenkpfe1 wie sie in der ,partitur dem ,auge sich darstellt4 ,dies ist aber keine musikalische ,bestimmtheit1 sondern ein ,abstraktum4 ,es verhlt sich damit1 wie mit den gefrbten ,glasfenstern eines ,pavillons1 durch welche man dieselbe ,gegend rot1 blau1 gelb erblicken kann4 ,diese ndert hierdurch weder ihren ,inhalt1 noch ihre ,form1 sondern lediglich die ,frbung4 ,solch zahlloser ,farbenwechsel derselben ,formen vom grellsten ,kontrast bis zur feinsten ,schattierung ist der ,musik ganz eigentmlich und macht eine der reichsten und ausgebildetsten ,seiten ihrer ,wirksamkeit aus4 ,eine fr ,klavier entworfene ,melodie1 die ein zweiter spter instrumentiert1 bekommt durch ihn ebenfalls eine neue ,form1 aber nicht erst ,form2 sie ist schon geformter ,gedanke4 ,noch weniger wird man behaupten wollen1 ein ,thema ndere durch ,transposition seinen ,inhalt und behalte die ,form1 da sich bei dieser ,ansicht die ,widersprche verdoppeln und der ,hrer augenblicklich erwidern mu1 er erkenne einen ihm bekannten ,inhalt1 nur klinge er verndert4 ,bei ganzen ,kompositionen1 namentlich grerer ,ausdehnung1 pflegt man freilich von deren ,form und ,inhalt zu sprechen4 ,dann gebraucht man aber diese ,begriffe nicht in ihrem ursprnglichen logischen ,sinne1 sondern schon in einer spezifisch musikalischen ,bedeutung4 ,die ,form einer ,symphonie1 ,ouvertre1 ,sonate1 ,arie1 eines ,chors usw4 nennt man die ,architektonik der verbundenen ,einzelteile und ,gruppen1 aus welchen das ,tonstck besteht1 nher also3 die ,symmetrie dieser ,teile in ihrer ,reihenfolge1 ,kontrastierung1 ,wiederkehr und ,durchfhrung4 ,als den ,inhalt begreift man aber dann die zu solcher ,architektonik verarbeiteten ,themen4 ,hier ist also von einem ,inhalt als ,gegenstand keine ,rede mehr1 sondern lediglich von einem musikalischen4 ,bei ganzen ,tonstcken wird daher ,inhalt und ,form in einer knstlerisch angewandten1 nicht in der rein logischen ,bedeutung gebraucht2 wollen wir diese an den ,begriff der ,musik legen1 so mssen wir nicht an einem ganzen1 daher zusammengesetzten ,kunstwerk operieren1 sondern an dessen letztem1 sthetisch nicht weiter teilbarem ,kerne4 ,dies ist das ,thema oder die ,themen4 ,bei diesen lt sich in gar keinem ,sinne ,form und ,inhalt trennen4 ,will man jemand den ,inhalt eines ,motivs namhaft machen1 so mu man ihm das ,motiv selbst vorspielen4 ,so kann also der ,inhalt eines ,tonwerks niemals gegenstndlich1 sondern nur musikalisch aufgefat werden1 nmlich als das in jedem ,musikstck konkret ,erklingende4 ,da die ,komposition formellen ,schnheitsgesetzen folgt1 so improvisiert sich ihr ,verlauf nicht in willkrlich planlosem ,schweifen1 sondern entwickelt sich in organisch bersichtlicher ,allmhlichkeit wie reiche ,blten aus ,einer ,knospe4 ,dies ist das ,hauptthema1 -- der wahre ,stoff und ,inhalt 7,gegenstand7 des ganzen ,tongebildes4 ,alles darin ist freie ,folge und ,wirkung des ,themas1 durch dieses bedingt und gestaltet1 von ihm beherrscht und erfllt4 ,es ist das selbstndige ,axiom1 das zwar augenblicklich befriedigt1 aber von unserm ,geist bestritten und entwickelt gesehen werden will1 was dann in der musikalischen ,durchfhrung1 analog einer logischen ,entwickelung1 stattfindet4 ,wie die ,hauptfigur eines ,romans bringt der ,komponist das ,thema in die verschiedensten ,lagen und ,umgebungen1 in die wechselndsten ,erfolge und ,stimmungen1 -- alles andere1 wenn noch so kontrastierend1 ist in bezug darauf gedacht und gestaltet4 ,inhaltlos werden wir demnach etwa jenes freieste ,prludieren nennen1 bei welchem der ,spieler1 mehr ausruhend als schaffend1 sich blo in ,akkorden1 ,arpeggios1 ,rosalien ergeht1 ohne eine selbstndige ,tongestalt bestimmt hervortreten zu lassen4 ,solch freie ,prludien werden als ,individuen nicht erkennbar oder unterscheidbar sein1 wir werden sagen drfen1 sie haben 7im weiteren ,sinne7 keinen ,inhalt1 weil kein ,thema4 ,das ,thema resp4 die ,themen eines ,tonstckes sind also sein wesentlicher ,inhalt4 ,in sthetik und ,kritik wird auf das ,hauptthema einer ,komposition lange nicht das gehrige ,gewicht gelegt4 ,das ,thema allein offenbart schon den ,geist1 der das ganze ,werk geschaffen4 ,wenn ein ,beethoven die ,ouvertre zur ,leonore so anfngt1 oder ein ,mendelssohn die ,ouvertre zur ,fingalshhle so1 da wird jeder ,musiker1 ohne von der weiteren ,durchfhrung noch eine ,note zu wissen1 ahnen1 vor welchem ,palast er steht4 ,klingt uns aber ein ,thema entgegen1 wie das zur ,fausta-,ouvertre von ,donizetti oder ,louise ,miller von ,verdi1 so bedarf es ebenfalls keines weiteren ,eindringens in das ,innere1 um uns zu berzeugen1 da wir in der ,kneipe sind4 ,in ,deutschland legt ,theorie und ,praxis einen berwiegenden ,wert auf die musikalische ,durchfhrung gegenber dem thematischen ,gehalt4 ,was aber nicht 7offenkundig oder versteckt7 im ,thema ruht1 kann spter nicht organisch entwickelt werden1 und weniger vielleicht in der ,kunst der ,entwickelung1 als in der symphonischen ,kraft und ,fruchtbarkeit der ,themen liegt es1 da unsere ,zeit keine ,beethovenschen ,orchesterwerke mehr aufweist4 ,bei der ,frage nach dem ,inhalt der ,tonkunst mu man sich insbesondere hten1 das ,wort in lobender ,bedeutung zu nehmen4 ,daraus1 da die ,musik keinen ,inhalt 7,gegenstand7 hat1 folgt nicht1 da sie des ,gehalts entbehre4 ,geistigen ,gehalt meinen offenbar diejenigen1 welche mit dem ,eifer einer ,partei fr den ,inhalt der ,musik fechten4 ,wir mssen hier auf das im #c4 ,kapitel ,gesagte verweisen4 ,die ,musik ist ein ,spiel1 aber keine ,spielerei4 ,gedanken und ,gefhle rinnen wie ,blut in den ,adern des ebenmig schnen ,tonkrpers2 sie sind nicht er1 sind auch nicht sichtbar1 aber sie beleben ihn4 ,der ,komponist dichtet und denkt4 ,nur dichtet und denkt er1 entrckt aller gegenstndlichen ,realitt1 in ,tnen4 ,mu doch diese ,trivialitt hier ausdrcklich wiederholt sein1 weil sie selbst von denjenigen1 die sie prinzipiell anerkennen1 in den ,konsequenzen allzuhufig verleugnet und verletzt wird4 ,sie denken sich das ,komponieren als bersetzung eines gedachten ,stoffs in ,tne1 whrend doch die ,tne selbst die unbersetzbare ,ursprache sind4 ,daraus1 da der ,tondichter gezwungen ist1 in ,tnen zu denken1 folgt ja schon die ,inhaltlosigkeit der ,tonkunst1 indem jeder begriffliche ,inhalt in ,worten mte gedacht werden knnen4 ,so strenge wir bei der ,untersuchung des ,inhalts alle ,musik ber gegebene ,texte1 als dem reinen ,begriff der ,tonkunst widersprechend1 ausschlieen muten1 so unentbehrlich sind die ,meisterwerke der ,vokalmusik bei der ,wrdigung des ,gehaltes der ,tonkunst4 ,vom einfachen ,lied bis zur gestaltenreichen ,oper und der altehrwrdigen ,gottesfeier durch ,kirchenmusik hat die ,tonkunst nie aufgehrt1 die teuersten und wichtigsten ,bewegungen des ,menschengeistes zu begleiten und somit indirekt zu verherrlichen4 ,nebst der ,vindikation des geistigen ,gehaltes mu noch eine zweite ,konsequenz nachdrcklich hervorgehoben werden4 ,die gegenstandlose ,formschnheit der ,musik hindert sie nicht1 ihren ,schpfungen ,individualitt aufprgen zu knnen4 ,die ,art der knstlerischen ,bearbeitung1 sowie die ,erfindung gerade dieses ,themas ist in jedem ,fall eine so einzige1 da sie niemals in einer hheren ,allgemeinheit zerflieen kann1 sondern als ,individuum dasteht4 ,eine ,melodie von ,mozart oder ,beethoven ruht so fest und unvermischt auf eigenen ,fen1 wie ein ,vers ,goethes1 ein ,ausspruch ,lessings1 eine ,statue ,thorwaldsens1 ein ,bild ,overbecks4 ,die selbstndigen musikalischen ,gedanken 7,themen7 haben die ,sicherheit eines ,zitats und die ,anschaulichkeit eines ,gemldes2 sie sind individuell1 persnlich1 ewig4 ,wenn wir daher schon ,hegels ,ansicht von der ,gehaltlosigkeit der ,tonkunst nicht teilen knnen1 so scheint es uns noch irrtmlicher1 da er dieser ,kunst nur die ,aussprache des individualittslosen ,innern zuweist4 ,selbst von ,hegels musikalischem ,standpunkt1 welcher die wesentlich formende1 objektive ,ttigkeit des ,komponisten bersieht1 die ,musik rein als freie ,entuerung der ,subjektivitt auffassend1 folgt nicht die ,individualittslosigkeit derselben1 da ja der subjektiv produzierende ,geist wesentlich individuell erscheint4 ,wie die ,individualitt sich in der ,wahl und ,bearbeitung der verschiedenen musikalischen ,elemente ausprgt1 haben wir im #c4 ,kapitel berhrt4 ,gegenber dem ,vorwurf der ,inhaltlosigkeit also hat die ,musik ,inhalt1 allein musikalischen1 welcher ein nicht geringerer ,funke des gttlichen ,feuers ist1 als das ,schne jeder andern ,kunst4 ,nur dadurch aber1 da man jeden andern ,inhalt der ,tonkunst unerbittlich negiert1 rettet man deren ,gehalt4 ,denn aus dem unbestimmten ,gefhle1 worauf sich jener ,inhalt im besten ,fall zurckfhrt1 ist ihr eine geistige ,bedeutung nicht abzuleiten1 wohl aber aus der bestimmten schnen ,tongestaltung als der freien ,schpfung des ,geistes aus geistfhigem ,material4 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 ,ton und ,rhythmus4 7sthethik der ,tonkunst1 ,i4 ,bd4 #ahcg4 #bd47 ,ton und ,rhythmus4 7sthetik der ,tonkunst1 ,i4 ,bd4 #ahcg4 #bd47 angetan1 um als musikalisches ,kunstwerk zuf ,erden zu wandeln4 ,was uns an angetan1 um als musikalisches ,kunstwerk auf ,erden zu wandeln4 ,was uns an erregen kann 7nicht mu71 da wollen wir spter1 wo vom subjektiven erregen kann 7nicht mu71 das wollen wir spter1 wo vom subjektiven wiederlegen4 ,und so fort4 ,heit dies nun ein bestimmtes ,gefhl widerlegen4 ,und so fort4 ,heit dies nun ein bestimmtes ,gefhl ,abstraktionsvermgen des ,hrers1 da sich irgendeine dramatisch wirksame ,abstraktionsvermgen des ,hrers1 das sich irgendeine dramatisch wirksame ,neues hinzubringt1 da in ureigener ,schnheitskraft blttertreibend ,neues hinzubringt1 das in ureigener ,schnheitskraft blttertreibend ,mit besonderer ,wohlweisheit wird uns bei der ,frage von der ,tonmalerei ,mit besonderer ,wohlweisheit wird uns bei der ,frage von der ,tonmalerei malen1 das ,gefhl aber in ,tnen schildern zu wollen1 da der fallende malen1 das ,gefhl aber in ,tnen schildern zu wollen1 das der fallende ,schnee1 der krhende ,hahn1 der zuckende ,blitz in uns hervorbringt2 ist ,schnee1 der krhende ,hahn1 der zuckende ,blitz in uns hervorbringt1 ist ,politique et de ,littrature vom #e4 ,oktober #aggg3 ,on objecte1 qu'il ,politique et de ,littrature vom #e4 ,oktober #aggg3 ,on objecte1 qu'il ,sammlung3 ,mmoires pour servir l'histoire de la ,revolution opre ,sammlung3 ,mmoires pour servir l'histoire de la ,rvolution opre ,grillparzer mit dem ,auspruch3 ,die von einer ,oper eine rein ,grillparzer mit dem ,ausspruch3 ,die von einer ,oper eine rein ,ein ganz anderes selbstndiges ,element1 da wir sogleich nher ,ein ganz anderes selbstndiges ,element1 das wir sogleich nher ausspricht1 so lt sich von ihr nur mir trocknen technischen ausspricht1 so lt sich von ihr nur mit trocknen technischen 7op4 #ha7 trgt bekanntlich die berschriften ,les adieux1 l'abscence1 7op4 #ha7 trgt bekanntlich die berschriften ,les adieux1 l'absence1 mit ,sicherheit interpretiert4 ,das es ,momente aus dem ,leben eines mit ,sicherheit interpretiert4 ,da es ,momente aus dem ,leben eines schlieen1 das gewisse musikalische1 namentlich rhythmische ,verhltnisse schlieen1 da gewisse musikalische1 namentlich rhythmische ,verhltnisse #cd ,helmholz1 ,lehre von den ,tonempfindungen4 #b4 ,aufl4 #ahgj4 ,s4 #cai4 #cd ,helmholtz1 ,lehre von den ,tonempfindungen4 #b4 ,aufl4 #ahgj4 ,s4 #cai4 ,o1 it came o er my ear like the sweet south1 ,o1 it came o'er my ear like the sweet south1 enthusiastische ,ausrufungen erhlt enthusiastische ,ausrufungen erhlt4 ,kunstwerk1 und bebegreift daher ,musik nie anders als rein phnomenologisch4 ,kunstwerk1 und begreift daher ,musik nie anders als rein phnomenologisch4 und ,auslauf ,was diesen ,naturrhythmus von der menschlichen ,musik trennt1 und ,auslauf4 ,was diesen ,naturrhythmus von der menschlichen ,musik trennt1 #de ,unsere ,ansicht stimmt mit den ,forschungen ,jacob ,grimms1 #de ,unsere ,ansicht stimmt mit den ,forschungen ,jacob ,grimms berein1 ,diesen ,unterschied zwischen der ,musik und den brigen ,knsten 7nur die ,dieser ,unterschied zwischen der ,musik und den brigen ,knsten 7nur die sind sind4