transcription4 ,,siddhartha ,eine indische ,dichtung von ,hermann ,hesse ,,erster ,,teil ,romain ,rolland dem verehrten ,freunde gewidmet ,,der ,,sohn ,,des ,,brahmanen ,im ,schatten des ,hauses1 in der ,sonne des ,fluufers bei den ,booten1 im ,schatten des ,salwaldes1 im ,schatten des ,feigenbaumes wuchs ,siddhartha auf1 der schne ,sohn des ,brahmanen1 der junge ,falke1 zusammen mit ,govinda1 seinem ,freunde1 dem ,brahmanensohn4 ,sonne brunte seine lichten ,schultern am ,fluufer1 beim ,bade1 bei den heiligen ,waschungen1 bei den heiligen ,opfern4 ,schatten flo in seine schwarzen ,augen im ,mangohain1 bei den ,knabenspielen1 beim ,gesang der ,mutter1 bei den heiligen ,opfern1 bei den ,lehren seines ,vaters1 des ,gelehrten1 beim ,gesprch der ,weisen4 ,lange schon nahm ,siddhartha am ,gesprch der ,weisen teil1 bte sich mit ,govinda im ,redekampf1 bte sich mit ,govinda in der ,kunst der ,betrachtung1 im ,dienst der ,versenkung4 ,schon verstand er1 lautlos das ,om zu sprechen1 das ,wort der ,worte1 es lautlos in sich hinein zu sprechen mit dem ,einhauch1 es lautlos aus sich heraus zu sprechen mit dem ,aushauch1 mit gesammelter ,seele1 die ,stirn umgeben vom ,glanz des klardenkenden ,geistes4 ,schon verstand er1 im ,innern seines ,wesens ,atman zu wissen1 unzerstrbar1 eins mit dem ,weltall4 ,freude sprang in seines ,vaters ,herzen ber den ,sohn1 den ,gelehrigen1 den ,wissensdurstigen1 einen groen ,weisen und ,priester sah er in ihm heranwachsen1 einen ,frsten unter den ,brahmanen4 ,wonne sprang in seiner ,mutter ,brust1 wenn sie ihn sah1 wenn sie ihn schreiten1 wenn sie ihn niedersitzen und aufstehen sah1 ,siddhartha1 den ,starken1 den ,schnen1 den auf schlanken ,beinen ,schreitenden1 den mit vollkommenem ,anstand sie ,begrenden4 ,liebe rhrte sich in den ,herzen der jungen ,brahmanentchter1 wenn ,siddhartha durch die ,gassen der ,stadt ging1 mit der leuchtenden ,stirn1 mit dem ,knigsauge1 mit den schmalen ,hften4 ,mehr als sie alle aber liebte ihn ,govinda1 sein ,freund1 der ,brahmanensohn4 ,er liebte ,siddharthas ,auge und holde ,stimme1 er liebte seinen ,gang und den vollkommenen ,anstand seiner ,bewegungen1 er liebte alles1 was ,siddhartha tat und sagte1 und am meisten liebte er seinen ,geist1 seine hohen1 feurigen ,gedanken1 seinen glhenden ,willen1 seine hohe ,berufung4 ,govinda wute3 dieser wird kein gemeiner ,brahmane werden1 kein fauler ,opferbeamter1 kein habgieriger ,hndler mit ,zaubersprchen1 kein eitler1 leerer ,redner1 kein bser1 hinterlistiger ,priester1 und auch kein gutes1 dummes ,schaf in der ,herde der ,vielen4 ,nein1 und auch er1 ,govinda1 wollte kein solcher werden1 kein ,brahmane1 wie es zehntausend gibt4 ,er wollte ,siddhartha folgen1 dem ,geliebten1 dem ,herrlichen4 ,und wenn ,siddhartha einstmals ein ,gott wrde1 wenn er einstmals eingehen wrde zu den ,strahlenden1 dann wollte ,govinda ihm folgen1 als sein ,freund1 als sein ,begleiter1 als sein ,diener1 als sein ,speertrger1 sein ,schatten4 ,so liebten den ,siddhartha alle4 ,allen schuf er ,freude1 allen war er zur ,lust4 ,er aber1 ,siddhartha1 schuf sich nicht ,freude1 er war sich nicht zur ,lust4 ,wandelnd auf den rosigen ,wegen des ,feigengartens1 sitzend im blulichen ,schatten des ,hains der ,betrachtung1 waschend seine ,glieder im tglichen ,shnebad1 opfernd im tiefschattigen ,mangowald1 von vollkommenem ,anstand der ,gebrden1 von allen geliebt1 aller ,freude1 trug er doch keine ,freude im ,herzen4 ,trume kamen ihm und rastlose ,gedanken aus dem ,wasser des ,flusses geflossen1 aus den ,sternen der ,nacht gefunkelt1 aus den ,strahlen der ,sonne geschmolzen1 ,trume kamen ihm und ,ruhelosigkeit der ,seele1 aus den ,opfern geraucht1 aus den ,versen der ,rig-,veda gehaucht1 aus den ,lehren der alten ,brahmanen getrufelt4 ,siddhartha hatte begonnen1 ,unzufriedenheit in sich zu nhren4 ,er hatte begonnen zu fhlen1 da die ,liebe seines ,vaters1 und die ,liebe seiner ,mutter1 und auch die ,liebe seines ,freundes1 ,govindas1 nicht immer und fr alle ,zeit ihn beglcken1 ihn stillen1 ihn sttigen1 ihm gengen werde4 ,er hatte begonnen zu ahnen1 da sein ehrwrdiger ,vater und seine anderen ,lehrer1 da die weisen ,brahmanen ihm von ihrer ,weisheit das meiste und beste schon mitgeteilt1 da sie ihre ,flle schon in sein wartendes ,gef gegossen htten1 und das ,gef war nicht voll1 der ,geist war nicht begngt1 die ,seele war nicht ruhig1 das ,herz nicht gestillt4 ,die ,waschungen waren gut1 aber sie waren ,wasser1 sie wuschen nicht ,snde ab1 sie heilten nicht ,geistesdurst1 sie lsten nicht ,herzensangst4 ,vortrefflich waren die ,opfer und die ,anrufung der ,gtter--aber war dies alles8 ,gaben die ,opfer ,glck8 ,und wie war das mit den ,gttern8 ,war es wirklich ,prajapati1 der die ,welt erschaffen hat8 ,war es nicht der ,atman1 ,er1 der ,einzige1 der ,all-,eine8 ,waren nicht die ,gtter ,gestaltungen1 erschaffen wie ich und du1 der ,zeit untertan1 vergnglich8 ,war es also gut1 war es richtig1 war es ein sinnvolles und hchstes ,tun1 den ,gttern zu opfern8 ,wem anders war zu opfern1 wem anders war ,verehrung darzubringen als ,ihm1 dem ,einzigen1 dem ,atman8 ,und wo war ,atman zu finden1 wo wohnte ,er1 wo schlug ,sein ewiges ,herz1 wo anders als im eigenen ,ich1 im ,innersten1 im ,unzerstrbaren1 das ein jeder in sich trug8 ,aber wo1 wo war dies ,ich1 dies ,innerste1 dies ,letzte8 ,es war nicht ,fleisch und ,bein1 es war nicht ,denken noch ,bewutsein1 so lehrten die ,weisesten4 ,wo1 wo also war es8 ,dorthin zu dringen1 zum ,ich1 zu mir1 zum ,atman1--gab es einen andern ,weg1 den zu suchen sich lohnte8 ,ach1 und niemand zeigte diesen ,weg1 niemand wute ihn1 nicht der ,vater1 nicht die ,lehrer und ,weisen1 nicht die heiligen ,opfergesnge6 ,alles wuten sie1 die ,brahmanen und ihre heiligen ,bcher1 alles wuten sie1 um alles hatten sie sich gekmmert und um mehr als alles1 die ,erschaffung der ,welt1 das ,entstehen der ,rede1 der ,speise1 des ,einatmens1 des ,ausatmens1 die ,ordnungen der ,sinne1 die ,taten der ,gtter--unendlich vieles wuten sie--aber war es wertvoll1 dies alles zu wissen1 wenn man das ,eine und ,einzige nicht wute1 das ,wichtigste1 das allein ,wichtige8 ,gewi1 viele ,verse der heiligen ,bcher1 zumal in den ,upanishaden des ,samaveda1 sprachen von diesem ,innersten und ,letzten1 herrliche ,verse4 ,deine ,seele ist die ganze ,welt1 stand da geschrieben1 und geschrieben stand1 da der ,mensch im ,schlafe1 im ,tiefschlaf1 zu seinem ,innersten eingehe und im ,atman wohne4 ,wunderbare ,weisheit stand in diesen ,versen1 alles ,wissen der ,weisesten stand hier in magischen ,worten gesammelt1 rein wie von ,bienen gesammelter ,honig4 ,nein1 nicht gering zu achten war das ,ungeheure an ,erkenntnis1 das hier von unzhlbaren ,geschlechterfolgen weiser ,brahmanen gesammelt und bewahrt lag4--,aber wo waren die ,brahmanen1 wo die ,priester1 wo die ,weisen oder ,ber1 denen es gelungen war1 dieses tiefste ,wissen nicht blo zu wissen1 sondern zu leben8 ,wo war der ,kundige1 der das ,daheimsein im ,atman aus dem ,schlafe herberzauberte ins ,wachsein1 in das ,leben1 in ,schritt und ,tritt1 in ,wort und ,tat8 ,viele ehrwrdige ,brahmanen kannte ,siddhartha1 seinen ,vater vor allen1 den ,reinen1 den ,gelehrten1 den hchst ,ehrwrdigen4 ,zu bewundern war sein ,vater1 still und edel war sein ,gehaben1 rein sein ,leben1 weise sein ,wort1 feine und adlige ,gedanken wohnten in seiner ,stirn--aber auch er1 der so viel ,wissende1 lebte er denn in ,seligkeit1 hatte er ,frieden1 war er nicht auch nur ein ,suchender1 ein ,drstender8 ,mute er nicht immer und immer wieder an heiligen ,quellen1 ein ,durstender1 trinken1 am ,opfer1 an den ,bchern1 an der ,wechselrede der ,brahmanen8 ,warum mute er1 der ,untadelige1 jeden ,tag ,snde abwaschen1 jeden ,tag sich um ,reinigung mhen1 jeden ,tag von neuem8 ,war denn nicht ,atman in ihm1 flo denn nicht in seinem eigenen ,herzen der ,urquell8 ,ihn mute man finden1 den ,urquell im eigenen ,ich1 ihn mute man zu eigen haben6 ,alles andre war ,suchen1 war ,umweg1 war ,verirrung4 ,so waren ,siddharthas ,gedanken1 dies war sein ,durst1 dies sein ,leiden4 ,oft sprach er aus einem ,chandogya-,upanishad sich die ,worte vor3 ,frwahr1 der ,name des ,brahman ist ,satyam--wahrlich1 wer solches wei1 der geht tglich ein in die himmlische ,welt4 ,oft schien sie nahe1 die himmlische ,welt1 aber niemals hatte er sie ganz erreicht1 nie den letzten ,durst gelscht4 ,und von allen ,weisen und ,weisesten1 die er kannte und deren ,belehrung er geno1 von ihnen allen war keiner1 der sie ganz erreicht hatte1 die himmlische ,welt1 der ihn ganz gelscht hatte1 den ewigen ,durst4 ,govinda1 sprach ,siddhartha zu seinem ,freunde1 ,govinda1 ,lieber1 komm mit mir unter den ,banyanenbaum1 wir wollen der ,versenkung pflegen4 ,sie gingen zum ,banyanenbaum1 sie setzten sich nieder1 hier ,siddhartha1 zwanzig ,schritte weiter ,govinda4 ,indem er sich niedersetzte1 bereit1 das ,om zu sprechen1 wiederholte ,siddhartha murmelnd den ,vers3 ,om ist ,bogen1 der ,pfeil ist ,seele1 ,das ,brahman ist des ,pfeiles ,ziel1 ,das soll man unentwegt treffen4 ,als die gewohnte ,zeit der ,versenkungsbung hingegangen war1 erhob sich ,govinda4 ,der ,abend war gekommen1 ,zeit war es1 die ,waschung der ,abendstunde vorzunehmen4 ,er rief ,siddharthas ,namen4 ,siddhartha gab nicht ,antwort4 ,siddhartha sa versunken1 seine ,augen standen starr auf ein sehr fernes ,ziel gerichtet1 seine ,zungenspitze stand ein wenig zwischen den ,zhnen hervor1 er schien nicht zu atmen4 ,so sa er1 in ,versenkung gehllt1 ,om denkend1 seine ,seele als ,pfeil nach dem ,brahman ausgesandt4 ,einst waren ,samanas durch ,siddharthas ,stadt gezogen1 pilgernde ,asketen1 drei drre1 erloschene ,mnner1 nicht alt noch jung1 mit staubigen und blutigen ,schultern1 nahezu nackt von der ,sonne versengt1 von ,einsamkeit umgeben1 fremd und feind der ,welt1 ,fremdlinge und hagere ,schakale im ,reich der ,menschen4 ,hinter ihnen her wehte hei ein ,duft von stiller ,leidenschaft1 von zerstrendem ,dienst1 von mitleidloser ,entselbstung4 ,am ,abend1 nach der ,stunde der ,betrachtung1 sprach ,siddhartha zu ,govinda3 ,morgen in der ,frhe1 mein ,freund1 wird ,siddhartha zu den ,samanas gehen4 ,er wird ein ,samana werden4 ,govinda erbleichte1 da er die ,worte hrte und im unbewegten ,gesicht seines ,freundes den ,entschlu las1 unablenkbar wie der vom ,bogen losgeschnellte ,pfeil4 ,alsbald und beim ersten ,blick erkannte ,govinda3 ,nun beginnt es1 nun geht ,siddhartha seinen ,weg1 nun beginnt sein ,schicksal zu sprossen1 und mit seinem das meine4 ,und er wurde bleich wie eine trockene ,bananenschale4 ,o ,siddhartha1 rief er1 wird das dein ,vater dir erlauben8 ,siddhartha blickte herber wie ein ,erwachender4 ,pfeilschnell las er in ,govindas ,seele1 las die ,angst1 las die ,ergebung4 ,o ,govinda1 sprach er leise1 wir wollen nicht ,worte verschwenden4 ,morgen mit ,tagesanbruch werde ich das ,leben der ,samanas beginnen4 ,rede nicht mehr davon4 ,siddhartha trat in die ,kammer1 wo sein ,vater auf einer ,matte aus ,bast sa1 und trat hinter seinen ,vater und blieb da stehen1 bis sein ,vater fhlte1 da einer hinter ihm stehe4 ,sprach der ,brahmane3 ,bist du es1 ,siddhartha8 ,so sage1 was zu sagen du gekommen bist4 ,sprach ,siddhartha3 ,mit deiner ,erlaubnis1 mein ,vater4 ,ich bin gekommen1 dir zu sagen1 da mich verlangt1 morgen dein ,haus zu verlassen und zu den ,asketen zu gehen4 ,ein ,samana zu werden ist mein ,verlangen4 ,mge mein ,vater dem nicht entgegen sein4 ,der ,brahmane schwieg1 und schwieg so lange1 da im kleinen ,fenster die ,sterne wanderten und ihre ,figur vernderten1 ehe das ,schweigen in der ,kammer ein ,ende fand4 ,stumm und regungslos stand mit gekreuzten ,armen der ,sohn1 stumm und regungslos sa auf der ,matte der ,vater1 und die ,sterne zogen am ,himmel4 ,da sprach der ,vater3 ,nicht ziemt es dem ,brahmanen1 heftige und zornige ,worte zu reden4 ,aber ,unwille bewegt mein ,herz4 ,nicht mchte ich diese ,bitte zum zweiten ,male aus deinem ,munde hren4 ,langsam erhob sich der ,brahmane1 ,siddhartha stand stumm mit gekreuzten ,armen4 ,worauf wartest du8 fragte der ,vater4 ,sprach ,siddhartha3 ,du weit es4 ,unwillig ging der ,vater aus der ,kammer1 unwillig suchte er sein ,lager auf und legte sich nieder4 ,nach einer ,stunde1 da kein ,schlaf in seine ,augen kam1 stand der ,brahmane auf1 tat ,schritte hin und her1 trat aus dem ,hause4 ,durch das kleine ,fenster der ,kammer blickte er hinein1 da sah er ,siddhartha stehen1 mit gekreuzten ,armen1 unverrckt4 ,bleich schimmerte sein helles ,obergewand4 ,unruhe im ,herzen1 kehrte der ,vater zu seinem ,lager zurck4 ,nach einer ,stunde1 da kein ,schlaf in seine ,augen kam1 stand der ,brahmane von neuem auf1 tat ,schritte hin und her1 trat vor das ,haus1 sah den ,mond aufgegangen4 ,durch das ,fenster der ,kammer blickte er hinein1 da stand ,siddhartha1 unverrckt1 mit gekreuzten ,armen1 an seinen bloen ,schienbeinen spiegelte das ,mondlicht4 ,besorgnis im ,herzen1 suchte der ,vater sein ,lager auf4 ,und er kam wieder nach einer ,stunde1 und kam wieder nach zweien ,stunden1 blickte durchs kleine ,fenster1 sah ,siddhartha stehen1 im ,mond1 im ,sternenschein1 in der ,finsternis4 ,und kam wieder von ,stunde zu ,stunde1 schweigend1 blickte in die ,kammer1 sah den unverrckt ,stehenden1 fllte sein ,herz mit ,zorn1 fllte sein ,herz mit ,unruhe1 fllte sein ,herz mit ,zagen1 fllte es mit ,leid4 ,und in der letzten ,nachtstunde1 ehe der ,tag begann1 kehrte er wieder1 trat in die ,kammer1 sah den ,jngling stehen1 der ihm gro und wie fremd erschien4 ,siddhartha1 sprach er1 worauf wartest du8 ,du weit es4 ,wirst du immer so stehen und warten1 bis es ,tag wird1 ,mittag wird1 ,abend wird8 ,ich werde stehen und warten4 ,du wirst mde werden1 ,siddhartha4 ,ich werde mde werden4 ,du wirst einschlafen1 ,siddhartha4 ,ich werde nicht einschlafen4 ,du wirst sterben1 ,siddhartha4 ,ich werde sterben4 ,und willst lieber sterben1 als deinem ,vater gehorchen8 ,siddhartha hat immer seinem ,vater gehorcht4 ,so willst du dein ,vorhaben aufgeben8 ,siddhartha wird tun1 was sein ,vater ihm sagen wird4 ,der erste ,schein des ,tages fiel in die ,kammer4 ,der ,brahmane sah1 da ,siddhartha in den ,knien leise zitterte4 ,in ,siddharthas ,gesicht sah er kein ,zittern1 fernhin blickten die ,augen4 ,da erkannte der ,vater1 da ,siddhartha schon jetzt nicht mehr bei ihm und in der ,heimat weile1 da er ihn schon jetzt verlassen habe4 ,der ,vater berhrte ,siddharthas ,schulter4 ,du wirst1 sprach er1 in den ,wald gehen und ein ,samana sein4 ,hast du ,seligkeit gefunden im ,walde1 so komm und lehre mich ,seligkeit4 ,findest du ,enttuschung1 dann kehre wieder und la uns wieder gemeinsam den ,gttern opfern4 ,nun gehe und ksse deine ,mutter1 sage ihr1 wohin du gehst4 ,fr mich aber ist es ,zeit1 an den ,flu zu gehen und die erste ,waschung vorzunehmen4 ,er nahm die ,hand von der ,schulter seines ,sohnes und ging hinaus4 ,siddhartha schwankte zur ,seite1 als er zu gehen versuchte4 ,er bezwang seine ,glieder1 verneigte sich vor seinem ,vater und ging zur ,mutter1 um zu tun1 wie der ,vater gesagt hatte4 ,als er im ersten ,tageslicht langsam auf erstarrten ,beinen die noch stille ,stadt verlie1 erhob sich bei der letzten ,htte ein ,schatten1 der dort gekauert war1 und schlo sich an den ,pilgernden an--,govinda4 ,du bist gekommen1 sagte ,siddhartha und lchelte4 ,ich bin gekommen1 sagte ,govinda4 ,,bei ,,den ,,samanas ,am ,abend dieses ,tages holten sie die ,asketen ein1 die drren ,samanas1 und boten ihnen ,begleitschaft und ,gehorsam an4 ,sie wurden angenommen4 ,siddhartha schenkte sein ,gewand einem armen ,brahmanen auf der ,strae4 ,er trug nur noch die ,schambinde und den erdfarbenen ungenhten berwurf4 ,er a nur einmal am ,tage1 und niemals ,gekochtes4 ,er fastete fnfzehn ,tage4 ,er fastete acht und zwanzig ,tage4 ,das ,fleisch schwand ihm von ,schenkeln und ,wangen4 ,heie ,trume flackerten aus seinen vergrerten ,augen1 an seinen dorrenden ,fingern wuchsen lang die ,ngel und am ,kinn der trockne1 struppige ,bart4 ,eisig wurde sein ,blick1 wenn er ,weibern begegnete2 sein ,mund zuckte ,verachtung1 wenn er durch eine ,stadt mit schn gekleideten ,menschen ging4 ,er sah ,hndler handeln1 ,frsten zur ,jagd gehen1 ,leidtragende ihre ,toten beweinen1 ,huren sich anbieten1 rzte sich um ,kranke mhen1 ,priester den ,tag fr die ,aussaat bestimmen1 ,liebende lieben1 ,mtter ihre ,kinder stillen--und alles war nicht den ,blick seines ,auges wert1 alles log1 alles stank1 alles stank nach ,lge1 alles tuschte ,sinn und ,glck und ,schnheit vor1 und alles war uneingestandene ,verwesung4 ,bitter schmeckte die ,welt4 ,qual war das ,leben4 ,ein ,ziel stand vor ,siddhartha1 ein einziges3 leer werden1 leer von ,durst1 leer von ,wunsch1 leer von ,traum1 leer von ,freude und ,leid4 ,von sich selbst wegsterben1 nicht mehr ,ich sein1 entleerten ,herzens ,ruhe zu finden1 im entselbsteten ,denken dem ,wunder offen zu stehen1 das war sein ,ziel4 ,wenn alles ,ich berwunden und gestorben war1 wenn jede ,sucht und jeder ,trieb im ,herzen schwieg1 dann mute das ,letzte erwachen1 das ,innerste im ,wesen1 das nicht mehr ,ich ist1 das groe ,geheimnis4 ,schweigend stand ,siddhartha im senkrechten ,sonnenbrand1 glhend vor ,schmerz1 glhend vor ,durst1 und stand1 bis er nicht ,schmerz noch ,durst mehr fhlte4 ,schweigend stand er in der ,regenzeit1 aus seinem ,haare troff das ,wasser ber frierende ,schultern1 ber frierende ,hften und ,beine1 und der ,ber stand1 bis ,schultern und ,beine nicht mehr froren1 bis sie schwiegen1 bis sie still waren4 ,schweigend kauerte er im ,dorngerank1 aus der brennenden ,haut tropfte das ,blut1 aus ,schwren der ,eiter1 und ,siddhartha verweilte starr1 verweilte regungslos1 bis kein ,blut mehr flo1 bis nichts mehr stach1 bis nichts mehr brannte4 ,siddhartha sa aufrecht und lernte den ,atem sparen1 lernte mit wenig ,atem auskommen1 lernte den ,atem abzustellen4 ,er lernte1 mit dem ,atem beginnend1 seinen ,herzschlag beruhigen1 lernte die ,schlge seines ,herzens vermindern1 bis es wenige und fast keine mehr waren4 ,vom ltesten der ,samanas belehrt1 bte ,siddhartha ,entselbstung1 bte ,versenkung1 nach neuen ,samanaregeln4 ,ein ,reiher flog berm ,bambuswald--und ,siddhartha nahm den ,reiher in seine ,seele auf1 flog ber ,wald und ,gebirg1 war ,reiher1 fra ,fische1 hungerte ,reiherhunger1 sprach ,reihergekrchz1 starb ,reihertod4 ,ein toter ,schakal lag am ,sandufer1 und ,siddharthas ,seele schlpfte in den ,leichnam hinein1 war toter ,schakal1 lag am ,strande1 blhte sich1 stank1 verweste1 ward von ,hynen zerstckt1 ward von ,geiern enthutet1 ward ,gerippe1 ward ,staub1 wehte ins ,gefild4 ,und ,siddharthas ,seele kehrte zurck1 war gestorben1 war verwest1 war zerstubt1 hatte den trben ,rausch des ,kreislaufs geschmeckt1 harrte in neuem ,durst wie ein ,jger auf die ,lcke1 wo dem ,kreislauf zu entrinnen wre1 wo das ,ende der ,ursachen1 wo leidlose ,ewigkeit begnne4 ,er ttete seine ,sinne1 er ttete seine ,erinnerung1 er schlpfte aus seinem ,ich in tausend fremde ,gestaltungen1 war ,tier1 war ,aas1 war ,stein1 war ,holz1 war ,wasser1 und fand sich jedesmal erwachend wieder1 ,sonne schien oder ,mond1 war wieder ,ich1 schwang im ,kreislauf1 fhlte ,durst1 berwand den ,durst1 fhlte neuen ,durst4 ,vieles lernte ,siddhartha bei den ,samanas1 viele ,wege vom ,ich hinweg lernte er gehen4 ,er ging den ,weg der ,entselbstung durch den ,schmerz1 durch das freiwillige ,erleiden und berwinden des ,schmerzes1 des ,hungers1 des ,dursts1 der ,mdigkeit4 ,er ging den ,weg der ,entselbstung durch ,meditation1 durch das ,leerdenken des ,sinnes von allen ,vorstellungen4 ,diese und andere ,wege lernte er gehen1 tausendmal verlie er sein ,ich1 stundenlang und tagelang verharrte er im ,nicht-,ich4 ,aber ob auch die ,wege vom ,ich hinwegfhrten1 ihr ,ende fhrte doch immer zum ,ich zurck4 ,ob ,siddhartha tausendmal dem ,ich entfloh1 im ,nichts verweilte1 im ,tier1 im ,stein verweilte1 unvermeidlich war die ,rckkehr1 unentrinnbar die ,stunde1 da er sich wiederfand1 im ,sonnenschein oder im ,mondschein1 im ,schatten oder im ,regen1 und wieder ,ich und ,siddhartha war1 und wieder die ,qual des auferlegten ,kreislaufes empfand4 ,neben ihm lebte ,govinda1 sein ,schatten1 ging dieselben ,wege1 unterzog sich denselben ,bemhungen4 ,selten sprachen sie anderes miteinander1 als der ,dienst und die bungen erforderten4 ,zuweilen gingen sie zu zweien durch die ,drfer1 um ,nahrung fr sich und ihre ,lehrer zu betteln4 ,wie denkst du1 ,govinda1 sprach einst auf diesem ,bettelgang ,siddhartha1 wie denkst du1 sind wir weiter gekommen8 ,haben wir ,ziele erreicht8 ,antwortete ,govinda3 ,wir haben gelernt1 und wir lernen weiter4 ,du wirst ein groer ,samana sein1 ,siddhartha4 ,schnell hast du jede bung gelernt1 oft haben die alten ,samanas dich bewundert4 ,du wirst einst ein ,heiliger sein1 o ,siddhartha4 ,sprach ,siddhartha3 ,mir will es nicht so erscheinen1 mein ,freund4 ,was ich bis zu diesem ,tage bei den ,samanas gelernt habe1 das1 o ,govinda1 htte ich schneller und einfacher lernen knnen4 ,in jeder ,kneipe eines ,hurenviertels1 mein ,freund1 unter den ,fuhrleuten und ,wrfelspielern htte ich es lernen knnen4 ,sprach ,govinda3 ,siddhartha macht sich einen ,scherz mit mir4 ,wie httest du ,versenkung1 wie httest du ,anhalten des ,atems1 wie httest du ,unempfindsamkeit gegen ,hunger und ,schmerz dort bei jenen ,elenden lernen sollen8 ,und ,siddhartha sagte leise1 als sprche er zu sich selber3 ,was ist ,versenkung8 ,was ist ,verlassen des ,krpers8 ,was ist ,fasten8 ,was ist ,anhalten des ,atems8 ,es ist ,flucht vor dem ,ich1 es ist ein kurzes ,entrinnen aus der ,qual des ,ichseins1 es ist eine kurze ,betubung gegen den ,schmerz und die ,unsinnigkeit des ,lebens4 ,dieselbe ,flucht1 dieselbe kurze ,betubung findet der ,ochsentreiber in der ,herberge1 wenn er einige ,schalen ,reiswein trinkt oder gegorene ,kokosmilch4 ,dann fhlt er sein ,selbst nicht mehr1 dann fhlt er die ,schmerzen des ,lebens nicht mehr1 dann findet er kurze ,betubung4 ,er findet1 ber seiner ,schale mit ,reiswein eingeschlummert1 dasselbe1 was ,siddhartha und ,govinda finden1 wenn sie in langen bungen aus ihrem ,krper entweichen1 im ,nicht-,ich verweilen4 ,so ist es1 o ,govinda4 ,sprach ,govinda3 ,so sagst du1 o ,freund1 und weit doch1 da ,siddhartha kein ,ochsentreiber ist und ein ,samana kein ,trunkenbold4 ,wohl findet der ,trinker ,betubung1 wohl findet er kurze ,flucht und ,rast1 aber er kehrt zurck aus dem ,wahn und findet alles beim alten1 ist nicht weiser geworden1 hat nicht ,erkenntnis gesammelt1 ist nicht um ,stufen hher gestiegen4 ,und ,siddhartha sprach mit ,lcheln3 ,ich wei es nicht1 ich bin nie ein ,trinker gewesen4 ,aber da ich1 ,siddhartha1 in meinen bungen und ,versenkungen nur kurze ,betubung finde und ebenso weit von der ,weisheit1 von der ,erlsung entfernt bin wie als ,kind im ,mutterleibe1 das wei ich1 o ,govinda1 das wei ich4 ,und wieder ein anderes ,mal1 da ,siddhartha mit ,govinda den ,wald verlie1 um im ,dorfe etwas ,nahrung fr ihre ,brder und ,lehrer zu betteln1 begann ,siddhartha zu sprechen und sagte3 ,wie nun1 o ,govinda1 sind wir wohl auf dem rechten ,wege8 ,nhern wir uns wohl der ,erkenntnis8 ,nhern wir uns wohl der ,erlsung8 ,oder gehen wir nicht vielleicht im ,kreise--wir1 die wir doch dem ,kreislauf zu entrinnen dachten8 ,sprach ,govinda3 ,viel haben wir gelernt1 ,siddhartha1 viel bleibt noch zu lernen4 ,wir gehen nicht im ,kreise1 wir gehen nach oben1 der ,kreis ist eine ,spirale1 manche ,stufe sind wir schon gestiegen4 ,antwortete ,siddhartha3 ,wie alt wohl1 meinst du1 ist unser ltester ,samana1 unser ehrwrdiger ,lehrer8 ,sprach ,govinda3 ,vielleicht sechzig ,jahre mag unser ltester zhlen4 ,und ,siddhartha3 ,sechzig ,jahre ist er alt geworden und hat ,nirwana nicht erreicht4 ,er wird siebzig werden und achtzig1 und du und ich1 wir werden ebenso alt werden und werden uns ben1 und werden fasten1 und werden meditieren4 ,aber ,nirwana werden wir nicht erreichen1 er nicht1 wir nicht4 ,o ,govinda1 ich glaube1 von allen ,samanas1 die es gibt1 wird vielleicht nicht einer1 nicht einer ,nirwana erreichen4 ,wir finden ,trstungen1 wir finden ,betubungen1 wir lernen ,kunstfertigkeiten1 mit denen wir uns tuschen4 ,das ,wesentliche aber1 den ,weg der ,wege finden wir nicht4 ,mgest du doch1 sprach ,govinda1 nicht so erschreckende ,worte aussprechen1 ,siddhartha6 ,wie sollte denn unter so vielen gelehrten ,mnnern1 unter so viel ,brahmanen1 unter so vielen strengen und ehrwrdigen ,samanas1 unter so viel suchenden1 so viel innig beflissenen1 so viel heiligen ,mnnern keiner den ,weg der ,wege finden8 ,siddhartha aber sagte mit einer ,stimme1 welche so viel ,trauer wie ,spott enthielt1 mit einer leisen1 einer etwas traurigen1 einer etwas spttischen ,stimme3 ,bald1 ,govinda1 wird dein ,freund diesen ,pfad der ,samanas verlassen1 den er so lang mit dir gegangen ist4 ,ich leide ,durst1 o ,govinda1 und auf diesem langen ,samanawege ist mein ,durst um nichts kleiner geworden4 ,immer habe ich nach ,erkenntnis gedrstet1 immer bin ich voll von ,fragen gewesen4 ,ich habe die ,brahmanen befragt1 ,jahr um ,jahr1 und habe die heiligen ,vedas befragt1 ,jahr um ,jahr1 und habe die frommen ,samanas befragt1 ,jahr um ,jahr4 ,vielleicht1 o ,govinda1 wre es ebenso gut1 wre es ebenso klug und ebenso heilsam gewesen1 wenn ich den ,nashornvogel oder den ,schimpansen befragt htte4 ,lange ,zeit habe ich gebraucht und bin noch nicht damit zu ,ende1 um dies zu lernen1 o ,govinda3 da man nichts lernen kann6 ,es gibt1 so glaube ich1 in der ,tat jenes ,ding nicht1 das wir ',lernen' nennen4 ,es gibt1 o mein ,freund1 nur ein ,wissen1 das ist berall1 das ist ,atman1 das ist in mir und in dir und in jedem ,wesen4 ,und so beginne ich zu glauben dies ,wissen hat keinen rgeren ,feind als das ,wissenwollen1 als das ,lernen4 ,da blieb ,govinda auf dem ,wege stehen1 erhob die ,hnde und sprach3 ,mgest du1 ,siddhartha1 deinen ,freund doch nicht mit solchen ,reden bengstigen6 ,wahrlich1 ,angst erwecken deine ,worte in meinem ,herzen4 ,und denke doch nur3 wo bliebe die ,heiligkeit der ,gebete1 wo bliebe die ,ehrwrdigkeit des ,brahmanenstandes1 wo die ,heiligkeit der ,samanas1 wenn es so wre wie du sagst1 wenn es kein ,lernen gbe86 ,was1 o ,siddhartha1 was wrde dann aus alledem werden1 was auf ,erden heilig1 was wertvoll1 was ehrwrdig ist86 ,und ,govinda murmelte einen ,vers vor sich hin1 einen ,vers aus einer ,upanishad3 ,wer nachsinnend1 geluterten ,geistes1 in ,atman sich versenkt1 ,unaussprechlich durch ,worte ist seines ,herzens ,seligkeit4 ,siddhartha aber schwieg4 ,er dachte der ,worte1 welche ,govinda zu ihm gesagt hatte1 und dachte die ,worte bis an ihr ,ende4 ,ja1 dachte er1 gesenkten ,hauptes stehend1 was bliebe noch brig von allem1 was uns heilig schien8 ,was bleibt8 ,was bewhrt sich8 ,und er schttelte den ,kopf4 ,einstmals1 als die beiden ,jnglinge gegen drei ,jahre bei den ,samanas gelebt und ihre bungen geteilt hatten1 da erreichte sie auf mancherlei ,wegen und ,umwegen eine ,kunde1 ein ,gercht1 eine ,sage3 ,einer sei erschienen1 ,gotama genannt1 der ,erhabene1 der ,buddha1 der habe in sich das ,leid der ,welt berwunden und das ,rad der ,wiedergeburten zum ,stehen gebracht4 ,lehrend ziehe er1 von ,jngern umgeben1 durch das ,land1 besitzlos1 heimatlos1 weiblos1 im gelben ,mantel eines ,asketen1 aber mit heiterer ,stirn1 ein ,seliger1 und ,brahmanen und ,frsten beugten sich vor ihm und wrden seine ,schler4 ,diese ,sage1 dies ,gercht1 dies ,mrchen klang auf1 duftete empor1 hier und dort1 in den ,stdten sprachen die ,brahmanen davon1 im ,wald die ,samanas1 immer wieder drang der ,name ,gotamas1 des ,buddha1 zu den ,ohren der ,jnglinge1 im ,guten und im ,bsen1 in ,lobpreisung und in ,schmhung4 ,wie wenn in einem ,lande die ,pest herrscht1 und es erhebt sich die ,kunde1 da und dort sei ein ,mann1 ein ,weiser1 ein ,kundiger1 dessen ,wort und ,anhauch genge1 um jeden von der ,seuche ,befallenen zu heilen1 und wie dann diese ,kunde das ,land durchluft und jedermann davon spricht1 viele glauben1 viele zweifeln1 viele aber sich alsbald auf den ,weg machen1 um den ,weisen1 den ,helfer aufzusuchen1 so durchlief das ,land jene ,sage1 jene duftende ,sage von ,gotama1 dem ,buddha1 dem ,weisen aus dem ,geschlecht der ,sakya4 ,ihm war1 so sprachen die ,glubigen1 hchste ,erkenntnis zu eigen1 er erinnerte sich seiner vormaligen ,leben1 er hatte ,nirwana erreicht und kehrte nie mehr in den ,kreislauf zurck1 tauchte nie mehr in den trben ,strom der ,gestaltungen unter4 ,vieles ,herrliche und ,unglaubliche wurde von ihm berichtet1 er hatte ,wunder getan1 hatte den ,teufel berwunden1 hatte mit den ,gttern gesprochen4 ,seine ,feinde und ,unglubigen aber sagten1 dieser ,gotama sei ein eitler ,verfhrer1 er bringe seine ,tage in ,wohlleben hin1 verachte die ,opfer1 sei ohne ,gelehrsamkeit und kenne weder bung noch ,kasteiung4 ,s klang die ,sage von ,buddha1 ,zauber duftete aus diesen ,berichten4 ,krank war ja die ,welt1 schwer zu ertragen war das ,leben--und siehe1 hier schien eine ,quelle zu springen1 hier schien ein ,botenruf zu tnen1 trostvoll1 mild1 edler ,versprechungen voll4 berall1 wohin das ,gercht vom ,buddha erscholl1 berall in den ,lndern ,indiens horchten die ,jnglinge auf1 fhlten ,sehnsucht1 fhlten ,hoffnung1 und unter den ,brahmanenshnen der ,stdte und ,drfer war jeder ,pilger und ,fremdling willkommen1 wenn er ,kunde von ihm1 dem ,erhabenen1 dem ,sakyamuni1 brachte4 ,auch zu den ,samanas im ,walde1 auch zu ,siddhartha1 auch zu ,govinda war die ,sage gedrungen1 langsam1 in ,tropfen1 jeder ,tropfen schwer von ,hoffnung1 jeder ,tropfen schwer von ,zweifel4 ,sie sprachen wenig davon1 denn der lteste der ,samanas war kein ,freund dieser ,sage4 ,er hatte vernommen1 da jener angebliche ,buddha vormals ,asket gewesen und im ,walde gelebt1 sich dann aber zu ,wohlleben und ,weltlust zurckgewendet habe1 und er hielt nichts von diesem ,gotama4 ,o ,siddhartha1 sprach einst ,govinda zu seinem ,freunde4 ,heute war ich im ,dorf1 und ein ,brahmane lud mich ein1 in sein ,haus zu treten1 und in seinem ,hause war ein ,brahmanensohn aus ,magadha1 dieser hat mit seinen eigenen ,augen den ,buddha gesehen und hat ihn lehren hren4 ,wahrlich1 da schmerzte mich der ,atem in der ,brust1 und ich dachte bei mir3 ,mchte doch auch ich1 mchten doch auch wir beide1 ,siddhartha und ich1 die ,stunde erleben1 da wir die ,lehre aus dem ,munde jenes ,vollendeten vernehmen6 ,sprich1 ,freund1 wollen wir nicht auch dorthin gehen und die ,lehre aus dem ,munde des ,buddha anhren8 ,sprach ,siddhartha3 ,immer1 o ,govinda1 hatte ich gedacht1 ,govinda wrde bei den ,samanas bleiben1 immer hatte ich geglaubt1 es wre sein ,ziel1 sechzig und siebzig ,jahre alt zu worden und immer weiter die ,knste und bungen zu treiben1 welche den ,samana zieren4 ,aber sieh1 ich hatte ,govinda zu wenig gekannt1 wenig wute ich von seinem ,herzen4 ,nun also willst du1 ,teuerster1 einen neuen ,pfad einschlagen und dorthin gehen1 wo der ,buddha seine ,lehre verkndet4 ,sprach ,govinda3 ,dir beliebt es zu spotten4 ,mgest du immerhin spotten1 ,siddhartha6 ,ist aber nicht auch in dir ein ,verlangen1 eine ,lust erwacht1 diese ,lehre zu hren8 ,und hast du nicht einst zu mir gesagt1 nicht lange mehr werdest du den ,weg der ,samanas gehen8 ,da lachte ,siddhartha1 auf seine ,weise1 wobei der ,ton seiner ,stimme einen ,schatten von ,trauer und einen ,schatten von ,spott annahm1 und sagte3 ,wohl1 ,govinda1 wohl hast du gesprochen1 richtig hast du dich erinnert4 ,mgest du doch auch des andern dich erinnern1 das du von mir gehrt hast1 da ich nmlich mitrauisch und mde gegen ,lehre und ,lernen geworden bin1 und da mein ,glaube klein ist an ,worte1 die von ,lehrern zu uns kommen4 ,aber wohlan1 ,lieber1 ich bin bereit1 jene ,lehre zu hren--obschon ich im ,herzen glaube1 da wir die beste ,frucht jener ,lehre schon gekostet haben4 ,sprach ,govinda3 ,deine ,bereitschaft erfreut mein ,herz4 ,aber sage1 wie sollte das mglich sein8 ,wie sollte die ,lehre des ,gotama1 noch ehe wir sie vernommen1 uns schon ihre beste ,frucht erschlossen haben8 ,sprach ,siddhartha3 ,la diese ,frucht uns genieen und das weitere abwarten1 o ,govinda6 ,diese ,frucht aber1 die wir schon jetzt dem ,gotama verdanken1 besteht darin1 da er uns von den ,samanas hinwegruft6 ,ob er uns noch anderes und ,besseres zu geben hat1 o ,freund1 darauf la uns ruhigen ,herzens warten4 ,an diesem selben ,tage gab ,siddhartha dem ltesten der ,samanas seinen ,entschlu zu wissen1 da er ihn verlassen wollte4 ,er gab ihn dem ltesten zu wissen mit der ,hflichkeit und ,bescheidenheit1 welche dem ,jngeren und ,schler ziemt4 ,der ,samana aber geriet in ,zorn1 da die beiden ,jnglinge ihn verlassen wollten1 und redete laut und brauchte grobe ,schimpfworte4 ,govinda erschrak und kam in ,verlegenheit1 ,siddhartha aber neigte den ,mund zu ,govindas ,ohr und flsterte ihm zu3 ,nun will ich dem ,alten zeigen1 da ich etwas bei ihm gelernt habe4 ,indem er sich nahe vor dem ,samana aufstellte1 mit gesammelter ,seele1 fing er den ,blick des ,alten mit seinen ,blicken ein1 bannte ihn1 machte ihn stumm1 machte ihn willenlos1 unterwarf ihn seinem ,willen1 befahl ihm1 lautlos zu tun1 was er von ihm verlangte4 ,der alte ,mann wurde stumm1 sein ,auge wurde starr1 sein ,wille gelhmt1 seine ,arme hingen herab1 machtlos war er ,siddharthas ,bezauberung erlegen4 ,siddharthas ,gedanken aber bemchtigten sich des ,samana1 er mute vollfhren1 was sie befahlen4 ,und so verneigte sich der ,alte mehrmals1 vollzog segnende ,gebrden1 sprach stammelnd einen frommen ,reisewunsch4 ,und die ,jnglinge erwiderten dankend die ,verneigungen1 erwiderten den ,wunsch1 zogen grend von dannen4 ,unterwegs sagte ,govinda3 ,o ,siddhartha1 du hast bei den ,samanas mehr gelernt1 als ich wute4 ,es ist schwer1 es ist sehr schwer1 einen alten ,samana zu bezaubern4 ,wahrlich1 wrest du dort geblieben1 du httest bald gelernt1 auf dem ,wasser zu gehen4 ,ich begehre nicht1 auf dem ,wasser zu gehen1 sagte ,siddhartha4 ,mgen alte ,samanas mit solchen ,knsten sich zufrieden geben6 ,,gotama ,in der ,stadt ,savathi kannte jedes ,kind den ,namen des ,erhabenen ,buddha1 und jedes ,haus war gerstet1 den ,jngern ,gotamas1 den schweigend ,bittenden1 die ,almosenschale zu fllen4 ,nahe bei der ,stadt lag ,gotamas liebster ,aufenthalt1 der ,hain ,jetavana1 welchen der reiche ,kaufherr ,anathapindika1 ein ergebener ,verehrer des ,erhabenen1 ihm und den ,seinen zum ,geschenk gemacht hatte4 ,nach dieser ,gegend hatten alle ,erzhlungen und ,antworten hingewiesen1 welche den beiden jungen ,asketen auf der ,suche nach ,gotamas ,aufenthalt zuteil wurden4 ,und da sie in ,savathi ankamen1 ward ihnen gleich im ersten ,hause1 vor dessen ,tr sie bittend stehen blieben1 ,speise angeboten1 und sie nahmen ,speise an1 und ,siddhartha fragte die ,frau1 welche ihnen die ,speise reichte3 ,gerne1 du ,mildttige1 gerne mchten wir erfahren1 wo der ,buddha weilt1 der ,ehrwrdigste1 denn wir sind zwei ,samanas aus dem ,walde1 und sind gekommen1 um ihn1 den ,vollendeten1 zu sehen und die ,lehre aus seinem ,munde zu vernehmen4 ,sprach die ,frau3 ,am richtigen ,orte wahrlich seid ,ihr hier abgestiegen1 ,ihr ,samanas aus dem ,walde4 ,wisset1 in ,jetavana1 im ,garten ,anathapindikas1 weilt der ,erhabene4 ,dort mget ,ihr1 ,pilger1 die ,nacht verbringen1 denn genug ,raum ist daselbst fr die ,unzhligen1 die herbeistrmen1 um aus seinem ,munde die ,lehre zu hren4 ,da freute sich ,govinda1 und voll ,freude rief er3 ,wohl denn1 so ist unser ,ziel erreicht und unser ,weg zu ,ende6 ,aber sage uns1 du ,mutter der ,pilgernden1 kennst du ihn1 den ,buddha1 hast du ihn mit deinen ,augen gesehen8 ,sprach die ,frau3 ,viele ,male habe ich ihn gesehen1 den ,erhabenen4 ,an vielen ,tagen habe ich ihn gesehen1 wie er durch die ,gassen geht1 schweigend1 im gelben ,mantel1 wie er schweigend an den ,haustren seine ,almosenschale darreicht1 wie er die gefllte ,schale von dannen trgt4 ,entzckt lauschte ,govinda und wollte noch vieles fragen und hren4 ,aber ,siddhartha mahnte zum ,weitergehen4 ,sie sagten ,dank und gingen und brauchten kaum nach dem ,wege zu fragen1 denn nicht wenige ,pilger und auch ,mnche aus ,gotamas ,gemeinschaft waren nach dem ,jetavana unterwegs4 ,und da sie in der ,nacht dort anlangten1 war daselbst ein bestndiges ,ankommen1 ,rufen und ,reden von solchen1 welche ,herberge heischten und bekamen4 ,die beiden ,samanas1 des ,lebens im ,walde gewohnt1 fanden schnell und geruschlos einen ,unterschlupf und ruhten da bis zum ,morgen4 ,beim ,aufgang der ,sonne sahen sie mit ,erstaunen1 welch groe ,schar1 ,glubige und ,neugierige1 hier genchtigt hatte4 ,in allen ,wegen des herrlichen ,haines wandelten ,mnche im gelben ,gewand1 unter den ,bumen saen sie hier und dort1 in ,betrachtung versenkt--oder im geistlichen ,gesprch1 wie eine ,stadt waren die schattigen ,grten zu sehen1 voll von ,menschen1 wimmelnd wie ,bienen4 ,die ,mehrzahl der ,mnche zog mit der ,almosenschale aus1 um in der ,stadt ,nahrung fr die ,mittagsmahlzeit1 die einzige des ,tages1 zu sammeln4 ,auch der ,buddha selbst1 der ,erleuchtete1 pflegte am ,morgen den ,bettelgang zu tun4 ,siddhartha sah ihn1 und er erkannte ihn alsbald1 als htte ihm ein ,gott ihn gezeigt4 ,er sah ihn1 einen schlichten ,mann in gelber ,kutte1 die ,almosenschale in der ,hand tragend1 still dahin gehen4 ,sieh hier6 sagte ,siddhartha leise zu ,govinda4 ,dieser hier ist der ,buddha4 ,aufmerksam blickte ,govinda den ,mnch in der gelben ,kutte an1 der sich in nichts von den ,hunderten der ,mnche zu unterscheiden schien4 ,und bald erkannte auch ,govinda3 ,dieser ist es4 ,und sie folgten ihm nach und betrachteten ihn4 ,der ,buddha ging seines ,weges bescheiden und in ,gedanken versunken1 sein stilles ,gesicht war weder frhlich noch traurig1 es schien leise nach innen zu lcheln4 ,mit einem verborgenen ,lcheln1 still1 ruhig1 einem gesunden ,kinde nicht unhnlich1 wandelte der ,buddha1 trug das ,gewand und setzte den ,fu gleich wie alle seine ,mnche1 nach genauer ,vorschrift4 ,aber sein ,gesicht und sein ,schritt1 sein still gesenkter ,blick1 seine still herabhngende ,hand1 und noch jeder ,finger an seiner still herabhngenden ,hand sprach ,friede1 sprach ,vollkommenheit1 suchte nicht1 ahmte nicht nach1 atmete sanft in einer unverwelklichen ,ruhe1 in einem unverwelklichen ,licht1 einem unantastbaren ,frieden4 ,so wandelte ,gotama1 der ,stadt entgegen1 um ,almosen zu sammeln1 und die beiden ,samanas erkannten ihn einzig an der ,vollkommenheit seiner ,ruhe1 an der ,stille seiner ,gestalt1 in welcher kein ,suchen1 kein ,wollen1 kein ,nachahmen1 kein ,bemhen zu erkennen war1 nur ,licht und ,frieden4 ,heute werden wir die ,lehre aus seinem ,munde vernehmen1 sagte ,govinda4 ,siddhartha gab nicht ,antwort4 ,er war wenig neugierig auf die ,lehre1 er glaubte nicht1 da sie ihn ,neues lehren werde1 hatte er doch1 ebenso wie ,govinda1 wieder und wieder den ,inhalt dieser ,buddhalehre vernommen1 wenn schon aus ,berichten von zweiter und dritter ,hand4 ,aber er blickte aufmerksam auf ,gotamas ,haupt1 auf seine ,schultern1 auf seine ,fe1 auf seine still herabhngende ,hand1 und ihm schien1 jedes ,glied an jedem ,finger dieser ,hand war ,lehre1 sprach1 atmete1 duftete1 glnzte ,wahrheit4 ,dieser ,mann1 dieser ,buddha1 war wahrhaftig bis in die ,gebrde seines letzten ,fingers4 ,dieser ,mann war heilig4 ,nie hatte ,siddhartha einen ,menschen so verehrt1 nie hatte er einen ,menschen so geliebt wie diesen4 ,die beiden folgten dem ,buddha bis zur ,stadt und kehrten schweigend zurck1 denn sie selbst gedachten diesen ,tag sich der ,speise zu enthalten4 ,sie sahen ,gotama wiederkehren1 sahen ihn im ,kreise seiner ,jnger die ,mahlzeit einnehmen--was er a1 htte keinen ,vogel satt gemacht--und sahen ihn sich zurckziehen in den ,schatten der ,mangobume4 ,am ,abend aber1 als die ,hitze sich legte und alles im ,lager lebendig ward und sich versammelte1 hrten sie den ,buddha lehren4 ,sie hrten seine ,stimme1 und auch sie war vollkommen1 war von vollkommener ,ruhe1 war voll von ,frieden4 ,gotama lehrte die ,lehre vom ,leiden1 von der ,herkunft des ,leidens1 vom ,weg zur ,aufhebung des ,leidens4 ,ruhig flo und klar seine stille ,rede4 ,leiden war das ,leben1 voll ,leid war die ,welt1 aber ,erlsung vom ,leid war gefunden3 ,erlsung fand1 wer den ,weg des ,buddha ging4 ,mit sanfter1 doch fester ,stimme sprach der ,erhabene1 lehrte die vier ,hauptstze1 lehrte den achtfachen ,pfad1 geduldig ging er den gewohnten ,weg der ,lehre1 der ,beispiele1 der ,wiederholungen1 hell und still schwebte seine ,stimme ber den ,hrenden1 wie ein ,licht1 wie ein ,sternhimmel4 ,als der ,buddha--es war schon ,nacht geworden--seine ,rede schlo1 traten manche ,pilger hervor und baten um ,aufnahme in die ,gemeinschaft1 nahmen ihre ,zuflucht zur ,lehre4 ,und ,gotama nahm sie auf1 indem er sprach3 ,wohl habt ihr die ,lehre vernommen1 wohl ist sie verkndigt4 ,tretet denn herzu und wandelt in ,heiligkeit1 allem ,leid ein ,ende zu bereiten4 ,siehe1 da trat auch ,govinda hervor1 der ,schchterne1 und sprach3 ,auch ich nehme meine ,zuflucht zum ,erhabenen und zu seiner ,lehre1 und bat um ,aufnahme in die ,jngerschaft1 und ward aufgenommen4 ,gleich darauf1 da sich der ,buddha zur ,nachtruhe zurckgezogen hatte1 wendete sich ,govinda zu ,siddhartha und sprach eifrig3 ,siddhartha1 nicht steht es mir zu1 dir einen ,vorwurf zu machen4 ,beide haben wir den ,erhabenen gehrt1 beide haben wir die ,lehre vernommen4 ,govinda hat die ,lehre gehrt1 er hat seine ,zuflucht zu ihr genommen4 ,du aber1 ,verehrter1 willst denn nicht auch du den ,pfad der ,erlsung gehen8 ,willst du zgern1 willst du noch warten8 ,siddhartha erwachte wie aus einem ,schlafe1 als er ,govindas ,worte vernahm4 ,lange blickte er in ,govindas ,gesicht4 ,dann sprach er leise1 mit einer ,stimme ohne ,spott3 ,govinda1 mein ,freund1 nun hast du den ,schritt getan1 nun hast du den ,weg erwhlt4 ,immer1 o ,govinda1 bist du mein ,freund gewesen1 immer bist du einen ,schritt hinter mir gegangen4 ,oft habe ich gedacht3 ,wird ,govinda nicht auch einmal einen ,schritt allein tun1 ohne mich1 aus der eigenen ,seele8 ,siehe1 nun bist du ein ,mann geworden und whlst selber deinen ,weg4 ,mgest du ihn zu ,ende gehen1 o mein ,freund6 ,mgest du ,erlsung finden6 ,govinda1 welcher noch nicht vllig verstand1 wiederholte mit einem ,ton von ,ungeduld seine ,frage3 ,sprich doch1 ich bitte dich1 mein ,lieber6 ,sage mir1 wie es ja nicht anders sein kann1 da auch du1 mein gelehrter ,freund1 deine ,zuflucht zum erhabenen ,buddha nehmen wirst6 ,siddhartha legte seine ,hand auf die ,schulter ,govindas3 ,du hast meinen ,segenswunsch berhrt1 o ,govinda4 ,ich wiederhole ihn3 ,mgest du diesen ,weg zu ,ende gehen6 ,mgest du ,erlsung finden6 ,in diesem ,augenblick erkannte ,govinda1 da sein ,freund ihn verlassen habe1 und er begann zu weinen4 ,siddhartha6 rief er klagend4 ,siddhartha sprach freundlich zu ihm3 ,vergi nicht1 ,govinda1 da du nun zu den ,samanas des ,buddha gehrst6 ,abgesagt hast du ,heimat und ,eltern1 abgesagt ,herkunft und ,eigentum1 abgesagt deinem eigenen ,willen1 abgesagt der ,freundschaft4 ,so will es die ,lehre1 so will es der ,erhabene4 ,so hast du selbst es gewollt4 ,morgen1 o ,govinda1 werde ich dich verlassen4 ,lange noch wandelten die ,freunde im ,gehlz1 lange lagen sie und fanden nicht den ,schlaf4 ,und immer von neuem drang ,govinda in seinen ,freund1 er mge ihm sagen1 warum er nicht seine ,zuflucht zu ,gotamas ,lehre nehmen wolle1 welchen ,fehler denn er in dieser ,lehre finde4 ,siddhartha aber wies ihn jedesmal zurck und sagte3 ,gib dich zufrieden1 ,govinda6 ,sehr gut ist des ,erhabenen ,lehre1 wie sollte ich einen ,fehler an ihr finden8 ,am frhesten ,morgen ging ein ,nachfolger ,buddhas1 einer seiner ltesten ,mnche1 durch den ,garten und rief alle jene zu sich1 welche als ,neulinge ihre ,zuflucht zur ,lehre genommen hatten1 um ihnen das gelbe ,gewand anzulegen und sie in den ersten ,lehren und ,pflichten ihres ,standes zu unterweisen4 ,da ri ,govinda sich los1 umarmte noch einmal den ,freund seiner ,jugend und schlo sich dem ,zuge der ,novizen an4 ,siddhartha aber wandelte in ,gedanken durch den ,hain4 ,da begegnete ihm ,gotama1 der ,erhabene1 und als er ihn mit ,ehrfurcht begrte und der ,blick des ,buddha so voll ,gte und ,stille war1 fate der ,jngling ,mut und bat den ,ehrwrdigen um ,erlaubnis1 zu ihm zu sprechen4 ,schweigend nickte der ,erhabene ,gewhrung4 ,sprach ,siddhartha3 ,gestern1 o ,erhabener1 war es mir vergnnt1 deine wundersame ,lehre zu hren4 ,zusammen mit meinem ,freunde kam ich aus der ,ferne her1 um die ,lehre zu hren4 ,und nun wird mein ,freund bei den ,deinen bleiben1 zu dir hat er seine ,zuflucht genommen4 ,ich aber trete meine ,pilgerschaft aufs neue an4 ,wie es dir beliebt1 sprach der ,ehrwrdige hflich4 ,allzu khn ist meine ,rede1 fuhr ,siddhartha fort1 aber ich mchte den ,erhabenen nicht verlassen1 ohne ihm meine ,gedanken in ,aufrichtigkeit mitgeteilt zu haben4 ,will mir der ,ehrwrdige noch einen ,augenblick ,gehr schenken8 ,schweigend nickte der ,buddha ,gewhrung4 ,sprach ,siddhartha3 ,eines1 o ,ehrwrdigster1 habe ich an deiner ,lehre vor allem bewundert4 ,alles in deiner ,lehre ist vollkommen klar1 ist bewiesen2 als eine vollkommene1 als eine nie und nirgends unterbrochene ,kette zeigst du die ,welt als eine ewige ,kette1 gefgt aus ,ursachen und ,wirkungen4 ,niemals ist dies so klar gesehen1 nie so unwiderleglich dargestellt worden2 hher wahrlich mu jedem ,brahmanen das ,herz im ,leibe schlagen1 wenn er1 durch deine ,lehre hindurch1 die ,welt erblickt als vollkommenen ,zusammenhang1 lckenlos1 klar wie ein ,kristall1 nicht vom ,zufall abhngig1 nicht von ,gttern abhngig4 ,ob sie gut oder bse1 ob das ,leben in ihr ,leid oder ,freude sei1 mge dahingestellt bleiben1 es mag vielleicht sein1 da dies nicht wesentlich ist--aber die ,einheit der ,welt1 der ,zusammenhang alles ,geschehens1 das ,umschlossensein alles ,groen und ,kleinen vom selben ,strome1 vom selben ,gesetz der ,ursachen1 des ,werdens und des ,sterbens1 dies leuchtet hell aus deiner erhabenen ,lehre1 o ,vollendeter4 ,nun aber ist1 deiner selben ,lehre nach1 diese ,einheit und ,folgerichtigkeit aller ,dinge dennoch an einer ,stelle unterbrochen1 durch eine kleine ,lcke strmt in diese ,welt der ,einheit etwas ,fremdes1 etwas ,neues1 etwas1 das vorher nicht war1 und das nicht gezeigt und nicht bewiesen werden kann3 das ist deine ,lehre von der berwindung der ,welt1 von der ,erlsung4 ,mit dieser kleinen ,lcke1 mit dieser kleinen ,durchbrechung aber ist das ganze ewige und einheitliche ,weltgesetz wieder zerbrochen und aufgehoben4 ,mgest du mir verzeihen1 wenn ich diesen ,einwand ausspreche4 ,still hatte ,gotama ihm zugehrt1 unbewegt4 ,mit seiner gtigen1 mit seiner hflichen und klaren ,stimme sprach er nun1 der ,vollendete3 ,du hast die ,lehre gehrt1 o ,brahmanensohn1 und wohl dir1 da du ber sie so tief nachgedacht hast4 ,du hast eine ,lcke in ihr gefunden1 einen ,fehler4 ,mgest du weiter darber nachdenken4 ,la dich aber warnen1 du ,wibegieriger1 vor dem ,dickicht der ,meinungen und vor dem ,streit um ,worte4 ,es ist an ,meinungen nichts gelegen1 sie mgen schn oder hlich1 klug oder tricht sein1 jeder kann ihnen anhngen oder sie verwerfen4 ,die ,lehre aber1 die du von mir gehrt hast1 ist nicht eine ,meinung1 und ihr ,ziel ist nicht1 die ,welt fr ,wibegierige zu erklren4 ,ihr ,ziel ist ein anderes2 ihr ,ziel ist ,erlsung vom ,leiden4 ,diese ist es1 welche ,gotama lehrt1 nichts anderes4 ,mgest du mir1 o ,erhabener1 nicht zrnen1 sagte der ,jngling4 ,nicht um ,streit mit dir zu suchen1 ,streit um ,worte1 habe ich so zu dir gesprochen4 ,du hast wahrlich recht1 wenig ist an ,meinungen gelegen4 ,aber la mich dies eine noch sagen3 ,nicht einen ,augenblick habe ich an dir gezweifelt4 ,ich habe nicht einen ,augenblick gezweifelt1 da du ,buddha bist1 da du das ,ziel erreicht hast1 das hchste1 nach welchem so viel tausend ,brahmanen und ,brahmanenshne unterwegs sind4 ,du hast die ,erlsung vom ,tode gefunden4 ,sie ist dir geworden aus deinem eigenen ,suchen1 auf deinem eigenen ,wege1 durch ,gedanken1 durch ,versenkung1 durch ,erkenntnis1 durch ,erleuchtung4 ,nicht ist sie dir geworden durch ,lehre6 ,und--so ist mein ,gedanke1 o ,erhabener--keinem wird ,erlsung zu teil durch ,lehre6 ,keinem1 o ,ehrwrdiger1 wirst du in ,worten und durch ,lehre mitteilen und sagen knnen1 was dir geschehen ist in der ,stunde deiner ,erleuchtung6 ,vieles enthlt die ,lehre des erleuchteten ,buddha1 viele lehrt sie1 rechtschaffen zu leben1 ,bses zu meiden4 ,eines aber enthlt die so klare1 die so ehrwrdige ,lehre nicht3 sie enthlt nicht das ,geheimnis dessen1 was der ,erhabene selbst erlebt hat1 er allein unter den ,hunderttausenden4 ,dies ist es1 was ich gedacht und erkannt habe1 als ich die ,lehre hrte4 ,dies ist es1 weswegen ich meine ,wanderschaft fortsetze--nicht um eine andere1 eine bessere ,lehre zu suchen1 denn ich wei1 es gibt keine1 sondern um alle ,lehren und alle ,lehrer zu verlassen und allein mein ,ziel zu erreichen oder zu sterben4 ,oftmals aber werde ich dieses ,tages denken1 o ,erhabener1 und dieser ,stunde1 da meine ,augen einen ,heiligen sahen4 ,die ,augen des ,buddha blickten still zu ,boden1 still in vollkommenem ,gleichmut strahlte sein unerforschliches ,gesicht4 ,mgen deine ,gedanken1 sprach der ,ehrwrdige langsam1 keine ,irrtmer sein6 ,mgest du ans ,ziel kommen6 ,aber sage mir3 ,hast du die ,schar meiner ,samanas gesehen1 meiner vielen ,brder1 welche ihre ,zuflucht zur ,lehre genommen haben8 ,und glaubst du1 fremder ,samana1 glaubst du1 da es diesen allen besser wre1 die ,lehre zu verlassen und in das ,leben der ,welt und der ,lste zurckzukehren8 ,fern ist ein solcher ,gedanke von mir1 rief ,siddhartha4 ,mgen sie alle bei der ,lehre bleiben1 mgen sie ihr ,ziel erreichen6 ,nicht steht mir zu1 ber eines andern ,leben zu urteilen4 ,einzig fr mich1 fr mich allein mu ich urteilen1 mu ich whlen1 mu ich ablehnen4 ,erlsung vom ,ich suchen wir ,samanas1 o ,erhabener4 ,wre ich nun einer deiner ,jnger1 o ,ehrwrdiger1 so frchte ich1 es mchte mir geschehen1 da nur scheinbar1 nur trgerisch mein ,ich zur ,ruhe kme und erlst wrde1 da es aber in ,wahrheit weiterlebte und gro wrde1 denn ich htte dann die ,lehre1 htte meine ,nachfolge1 htte meine ,liebe zu dir1 htte die ,gemeinschaft der ,mnche zu meinem ,ich gemacht6 ,mit halbem ,lcheln1 mit einer unerschtterten ,helle und ,freundlichkeit sah ,gotama dem ,fremdling ins ,auge und verabschiedete ihn mit einer kaum sichtbaren ,gebrde4 ,klug bist du1 o ,samana1 sprach der ,ehrwrdige4 ,klug weit du zu reden1 mein ,freund4 ,hte dich vor allzu groer ,klugheit6 ,hinweg wandelte der ,buddha1 und sein ,blick und halbes ,lcheln blieb fr immer in ,siddharthas ,gedchtnis eingegraben4 ,so habe ich noch keinen ,menschen blicken und lcheln1 sitzen und schreiten sehen1 dachte er1 so wahrlich wnsche auch ich blicken und lcheln1 sitzen und schreiten zu knnen1 so frei1 so ehrwrdig1 so verborgen1 so offen1 so kindlich und geheimnisvoll4 ,so wahrlich blickt und schreitet nur der ,mensch1 der ins ,innerste seines ,selbst gedrungen ist4 ,wohl1 auch ich werde ins ,innerste meines ,selbst zu dringen suchen4 ,einen ,menschen sah ich1 dachte ,siddhartha1 einen einzigen1 vor dem ich meine ,augen niederschlagen mute4 ,vor keinem andern mehr will ich meine ,augen niederschlagen1 vor keinem mehr4 ,keine ,lehre mehr wird mich verlocken1 da dieses ,menschen ,lehre mich nicht verlockt hat4 ,beraubt hat mich der ,buddha1 dachte ,siddhartha1 beraubt hat er mich1 und mehr noch hat er mich beschenkt4 ,beraubt hat er mich meines ,freundes1 dessen1 der an mich glaubte und der nun an ihn glaubt1 der mein ,schatten war und nun ,gotamas ,schatten ist4 ,geschenkt aber hat er mir ,siddhartha1 mich selbst4 ,,erwachen ,als ,siddhartha den ,hain verlie1 in welchem der ,buddha1 der ,vollendete1 zurckblieb1 in welchem ,govinda zurckblieb1 da fhlte er1 da in diesem ,hain auch sein bisheriges ,leben hinter ihm zurckblieb und sich von ihm trennte4 ,dieser ,empfindung1 die ihn ganz erfllte1 sann er im langsamen ,dahingehen nach4 ,tief sann er nach1 wie durch ein tiefes ,wasser lie er sich bis auf den ,boden dieser ,empfindung hinab1 bis dahin1 wo die ,ursachen ruhen1 denn ,ursachen erkennen1 so schien ihm1 das eben ist ,denken1 und dadurch allein werden ,empfindungen zu ,erkenntnissen und gehen nicht verloren1 sondern werden wesenhaft und beginnen auszustrahlen1 was in ihnen ist4 ,im langsamen ,dahingehen dachte ,siddhartha nach4 ,er stellte fest1 da er kein ,jngling mehr1 sondern ein ,mann geworden sei4 ,er stellte fest1 da eines ihn verlassen hatte1 wie die ,schlange von ihrer alten ,haut verlassen wird1 da eines nicht mehr in ihm vorhanden war1 das durch seine ganze ,jugend ihn begleitet und zu ihm gehrt hatte3 der ,wunsch1 ,lehrer zu haben und ,lehren zu hren4 ,den letzten ,lehrer1 der an seinem ,wege ihm erschienen war1 auch ihn1 den hchsten und weisesten ,lehrer1 den ,heiligsten1 ,buddha1 hatte er verlassen1 hatte sich von ihm trennen mssen1 hatte seine ,lehre nicht annehmen knnen4 ,langsamer ging der ,denkende dahin und fragte sich selbst3 ,was nun ist es aber1 das du aus ,lehren und von ,lehrern hattest lernen wollen1 und was sie1 die dich viel gelehrt haben1 dich doch nicht lehren konnten8 ,und er fand3 ,das ,ich war es1 dessen ,sinn und ,wesen ich lernen wollte4 ,das ,ich war es1 von dem ich loskommen1 das ich berwinden wollte4 ,ich konnte es aber nicht berwinden1 konnte es nur tuschen1 konnte nur vor ihm fliehen1 mich nur vor ihm verstecken4 ,wahrlich1 kein ,ding in der ,welt hat so viel meine ,gedanken beschftigt wie dieses mein ,ich1 dies ,rtsel1 da ich lebe1 da ich einer und von allen andern getrennt und abgesondert bin1 da ich ,siddhartha bin6 ,und ber kein ,ding in der ,welt wei ich weniger als ber mich1 ber ,siddhartha6 ,der im langsamen ,dahingehen ,denkende blieb stehen1 von diesem ,gedanken erfat1 und alsbald sprang aus diesem ,gedanken ein anderer hervor1 ein neuer ,gedanke1 der lautete3 ,da ich nichts von mir wei1 da ,siddhartha mir so fremd und unbekannt geblieben ist1 das kommt aus einer ,ursache1 einer einzigen3 ,ich hatte ,angst vor mir1 ich war auf der ,flucht vor mir6 ,atman suchte ich1 ,brahman suchte ich1 ich war gewillt1 mein ,ich zu zerstcken und auseinander zu schlen1 um in seinem unbekannten ,innersten den ,kern aller ,schalen zu finden1 den ,atman1 das ,leben1 das ,gttliche1 das ,letzte4 ,ich selbst aber ging mir dabei verloren4 ,siddhartha schlug die ,augen auf und sah um sich1 ein ,lcheln erfllte sein ,gesicht1 und ein tiefes ,gefhl von ,erwachen aus langen ,trumen durchstrmte ihn bis in die ,zehen4 ,und alsbald lief er wieder1 lief rasch1 wie ein ,mann1 welcher wei1 was er zu tun hat4 ,o1 dachte er aufatmend mit tiefem ,atemzug1 nun will ich mir den ,siddhartha nicht mehr entschlpfen lassen6 ,nicht mehr will ich mein ,denken und mein ,leben beginnen mit ,atman und mit dem ,leid der ,welt4 ,ich will mich nicht mehr tten und zerstcken1 um hinter den ,trmmern ein ,geheimnis zu finden4 ,nicht ,yoga-,veda mehr soll mich lehren1 noch ,atharva-,veda1 noch die ,asketen1 noch irgendwelche ,lehre4 ,bei mir selbst will ich lernen1 will ich ,schler sein1 will ich mich kennen lernen1 das ,geheimnis ,siddhartha4 ,er blickte um sich1 als she er zum ersten ,male die ,welt4 ,schn war die ,welt1 bunt war die ,welt1 seltsam und rtselhaft war die ,welt6 ,hier war ,blau1 hier war ,gelb1 hier war ,grn1 ,himmel flo und ,flu1 ,wald starrte und ,gebirg1 alles schn1 alles rtselvoll und magisch1 und inmitten er1 ,siddhartha1 der ,erwachende1 auf dem ,wege zu sich selbst4 ,all dieses1 all dies ,gelb und ,blau1 ,flu und ,wald1 ging zum erstenmal durchs ,auge in ,siddhartha ein1 war nicht mehr ,zauber ,maras1 war nicht mehr der ,schleier der ,maya1 war nicht mehr sinnlose und zufllige ,vielfalt der ,erscheinungswelt1 verchtlich dem tief denkenden ,brahmanen1 der die ,vielfalt verschmht1 der die ,einheit sucht4 ,blau war ,blau1 ,flu war ,flu1 und wenn auch im ,blau und ,flu in ,siddhartha das ,eine und ,gttliche verborgen lebte1 so war es doch eben des ,gttlichen ,art und ,sinn1 hier ,gelb1 hier ,blau1 dort ,himmel1 dort ,wald und hier ,siddhartha zu sein4 ,sinn und ,wesen war nicht irgendwo hinter den ,dingen1 sie waren in ihnen1 in allem4 ,wie bin ich taub und stumpf gewesen6 dachte der rasch dahin ,wandelnde4 ,wenn einer eine ,schrift liest1 deren ,sinn er suchen will1 so verachtet er nicht die ,zeichen und ,buchstaben und nennt sie ,tuschung1 ,zufall und wertlose ,schale1 sondern er liest sie1 er studiert und liebt sie1 ,buchstabe um ,buchstabe4 ,ich aber1 der ich das ,buch der ,welt und das ,buch meines eigenen ,wesens lesen wollte1 ich habe1 einem im voraus vermuteten ,sinn zuliebe1 die ,zeichen und ,buchstaben verachtet1 ich nannte die ,welt der ,erscheinungen ,tuschung1 nannte mein ,auge und meine ,zunge zufllige und wertlose ,erscheinungen4 ,nein1 dies ist vorber1 ich bin erwacht1 ich bin in der ,tat erwacht und heute erst geboren4 ,indem ,siddhartha diesen ,gedanken dachte1 blieb er abermals stehen1 pltzlich1 als lge eine ,schlange vor ihm auf dem ,weg4 ,denn pltzlich war auch dies ihm klar geworden3 ,er1 der in der ,tat wie ein ,erwachter oder ,neugeborener war1 er mute sein ,leben neu und vllig von vorn beginnen4 ,als er an diesem selben ,morgen den ,hain ,jetavana1 den ,hain jenes ,erhabenen1 verlassen hatte1 schon erwachend1 schon auf dem ,wege zu sich selbst1 da war es seine ,absicht gewesen und war ihm natrlich und selbstverstndlich erschienen1 da er1 nach den ,jahren seines ,asketentums1 in seine ,heimat und zu seinem ,vater zurckkehre4 ,jetzt aber1 erst in diesem ,augenblick1 da er stehen blieb1 als lge eine ,schlange auf seinem ,wege1 erwachte er auch zu dieser ,einsicht3 ,ich bin ja nicht mehr1 der ich war1 ich bin nicht mehr ,asket1 ich bin nicht mehr ,priester1 ich bin nicht mehr ,brahmane4 ,was denn soll ich zu ,hause und bei meinem ,vater tun8 ,studieren8 ,opfern8 ,die ,versenkung pflegen8 ,dies alles ist ja vorber1 dies alles liegt nicht mehr an meinem ,wege4 ,regungslos blieb ,siddhartha stehen1 und einen ,augenblick und ,atemzug lang fror sein ,herz1 er fhlte es in der ,brust innen frieren wie ein kleines ,tier1 einen ,vogel oder einen ,hasen1 als er sah1 wie allein er sei4 ,jahrelang war er heimatlos gewesen und hatte es nicht gefhlt4 ,nun fhlte er es4 ,immer noch1 auch in der fernsten ,versenkung1 war er seines ,vaters ,sohn gewesen1 war ,brahmane gewesen1 hohen ,standes1 ein ,geistiger4 ,jetzt war er nur noch ,siddhartha1 der ,erwachte1 sonst nichts mehr4 ,tief sog er den ,atem ein1 und einen ,augenblick fror er und schauderte4 ,niemand war so allein wie er4 ,kein ,adliger1 der nicht zu den ,adligen1 kein ,handwerker1 der nicht zu den ,handwerkern gehrte und ,zuflucht bei ihnen fand1 ihr ,leben teilte1 ihre ,sprache sprach4 ,kein ,brahmane1 der nicht zu den ,brahmanen zhlte und mit ihnen lebte1 kein ,asket1 der nicht im ,stande der ,samanas seine ,zuflucht fand1 und auch der verlorenste ,einsiedler im ,walde war nicht einer und allein1 auch ihn umgab ,zugehrigkeit1 auch er gehrte einem ,stande an1 der ihm ,heimat war4 ,govinda war ,mnch geworden1 und tausend ,mnche waren seine ,brder1 trugen sein ,kleid1 glaubten seinen ,glauben1 sprachen seine ,sprache4 ,er aber1 ,siddhartha1 wo war er zugehrig8 ,wessen ,leben wrde er teilen8 ,wessen ,sprache wrde er sprechen8 ,aus diesem ,augenblick1 wo die ,welt rings von ihm wegschmolz1 wo er allein stand wie ein ,stern am ,himmel1 aus diesem ,augenblick einer ,klte und ,verzagtheit tauchte ,siddhartha empor1 mehr ,ich als zuvor1 fester geballt4 ,er fhlte3 ,dies war der letzte ,schauder des ,erwachens gewesen1 der letzte ,krampf der ,geburt4 ,und alsbald schritt er wieder aus1 begann rasch und ungeduldig zu gehen1 nicht mehr nach ,hause1 nicht mehr zum ,vater1 nicht mehr zurck4 ,,zweiter ,,teil--,wilhelm ,gundert meinem ,vetter in ,japan gewidmet ,,kamala ,siddhartha lernte ,neues auf jedem ,schritt seines ,weges1 denn die ,welt war verwandelt1 und sein ,herz war bezaubert4 ,er sah die ,sonne berm ,waldgebirge aufgehen und berm fernen ,palmenstrande untergehen4 ,er sah nachts am ,himmel die ,sterne geordnet1 und den ,sichelmond wie ein ,boot im ,blauen schwimmend4 ,er sah ,bume1 ,sterne1 ,tiere1 ,wolken1 ,regenbogen1 ,felsen1 ,kruter1 ,blumen1 ,bach und ,flu1 ,taublitz im morgendlichen ,gestruch1 ferne hohe ,berge blau und bleich1 ,vgel sangen und ,bienen1 ,wind wehte silbern im ,reisfelde4 ,dies alles1 tausendfalt und bunt1 war immer dagewesen1 immer hatten ,sonne und ,mond geschienen1 immer ,flsse gerauscht und ,bienen gesummt1 aber es war in den frheren ,zeiten fr ,siddhartha dies alles nichts gewesen als ein flchtiger und trgerischer ,schleier vor seinem ,auge1 mit ,mitrauen betrachtet1 dazu bestimmt1 vom ,gedanken durchdrungen und vernichtet zu werden1 da es nicht ,wesen war1 da das ,wesen jenseits der ,sichtbarkeit lag4 ,nun aber weilte sein befreites ,auge diesseits1 es sah und erkannte die ,sichtbarkeit1 suchte ,heimat in dieser ,welt1 suchte nicht das ,wesen1 zielte in kein ,jenseits4 ,schn war die ,welt1 wenn man sie so betrachtete1 so ohne ,suchen1 so einfach1 so kinderhaft4 ,schn war ,mond und ,gestirn1 schn war ,bach und ,ufer1 ,wald und ,fels1 ,ziege und ,goldkfer1 ,blume und ,schmetterling4 ,schn und lieblich war es1 so durch die ,welt zu gehen1 so kindlich1 so erwacht1 so dem ,nahen aufgetan1 so ohne ,mitrauen4 ,anders brannte die ,sonne aufs ,haupt1 anders khlte der ,waldschatten1 anders schmeckte ,bach und ,zisterne1 anders ,krbis und ,banane4 ,kurz waren die ,tage1 kurz die ,nchte1 jede ,stunde floh schnell hinweg wie ein ,segel auf dem ,meere1 unterm ,segel ein ,schiff voll von ,schtzen1 voll von ,freuden4 ,siddhartha sah ein ,affenvolk im hohen ,waldgewlbe wandern1 hoch im ,gest1 und hrte seinen wilden1 gierigen ,gesang4 ,siddhartha sah einen ,schafbock ein ,schaf verfolgen und begatten4 ,er sah in einem ,schilfsee den ,hecht im ,abendhunger jagen1 vor ihm her schnellten angstvoll1 flatternd und blitzend die jungen ,fische in ,scharen aus dem ,wasser1 ,kraft und ,leidenschaft duftete dringlich aus den hastigen ,wasserwirbeln1 die der ungestm ,jagende zog4 ,all dieses war immer gewesen1 und er hatte es nicht gesehen2 er war nicht dabei gewesen4 ,jetzt war er dabei1 er gehrte dazu4 ,durch sein ,auge lief ,licht und ,schatten1 durch sein ,herz lief ,stern und ,mond4 ,siddhartha erinnerte sich unterwegs auch alles dessen1 was er im ,garten ,jetavana erlebt hatte1 der ,lehre1 die er dort gehrt1 des gttlichen ,buddha1 des ,abschiedes von ,govinda1 des ,gesprches mit dem ,erhabenen4 ,seiner eigenen ,worte1 die er zum ,erhabenen gesprochen hatte1 erinnerte er sich wieder1 jedes ,wortes1 und mit ,erstaunen wurde er dessen inne1 da er da ,dinge gesagt hatte1 die er damals noch gar nicht eigentlich wute4 ,was er zu ,gotama gesagt hatte3 sein1 des ,buddha1 ,schatz und ,geheimnis sei nicht die ,lehre1 sondern das ,unaussprechliche und nicht ,lehrbare1 das er einst zur ,stunde seiner ,erleuchtung erlebt habe--dies war es ja eben1 was zu erleben er jetzt auszog1 was zu erleben er jetzt begann4 ,sich selbst mute er jetzt erleben4 ,wohl hatte er schon lange gewut1 da sein ,selbst ,atman sei1 vom selben ewigen ,wesen wie ,brahman4 ,aber nie hatte er dies ,selbst wirklich gefunden1 weil er es mit dem ,netz des ,gedankens hatte fangen wollen4 ,war auch gewi der ,krper nicht das ,selbst1 und nicht das ,spiel der ,sinne1 so war es doch auch das ,denken nicht1 nicht der ,verstand1 nicht die erlernte ,weisheit1 nicht die erlernte ,kunst1 ,schlsse zu ziehen und aus schon ,gedachtem neue ,gedanken zu spinnen4 ,nein1 auch diese ,gedankenwelt war noch diesseits1 und es fhrte zu keinem ,ziele1 wenn man das zufllige ,ich der ,sinne ttete1 dafr aber das zufllige ,ich der ,gedanken und ,gelehrsamkeiten mstete4 ,beide1 die ,gedanken wie die ,sinne1 waren hbsche ,dinge1 hinter beiden lag der letzte ,sinn verborgen1 beide galt es zu hren1 mit beiden zu spielen1 beide weder zu verachten noch zu berschtzen1 aus beiden die geheimen ,stimmen des ,innersten zu erlauschen4 ,nach nichts wollte er trachten1 als wonach die ,stimme ihm zu trachten befhle1 bei nichts verweilen1 als wo die ,stimme es riete4 ,warum war ,gotama einst1 in der ,stunde der ,stunden1 unter dem ,bo-,baume niedergesessen1 wo die ,erleuchtung ihn traf8 ,er hatte eine ,stimme gehrt1 eine ,stimme im eigenen ,herzen1 die ihm befahl1 unter diesem ,baume ,rast zu suchen1 und er hatte nicht ,kasteiung1 ,opfer1 ,bad oder ,gebet1 nicht ,essen noch ,trinken1 nicht ,schlaf noch ,traum vorgezogen1 er hatte der ,stimme gehorcht4 ,so zu gehorchen1 nicht uerm ,befehl1 nur der ,stimme1 so bereit zu sein1 das war gut1 das war notwendig1 nichts anderes war notwendig4 ,in der ,nacht1 da er in der strohernen ,htte eines ,fhrmanns am ,flusse schlief1 hatte ,siddhartha einen ,traum3 ,govinda stand vor ihm1 in einem gelben ,asketengewand4 ,traurig sah ,govinda aus1 traurig fragte er3 ,warum hast du mich verlassen8 ,da umarmte er ,govinda1 schlang seine ,arme um ihn1 und indem er ihn an seine ,brust zog und kte1 war es nicht ,govinda mehr1 sondern ein ,weib1 und aus des ,weibes ,gewand quoll eine volle ,brust1 an der lag ,siddhartha und trank1 s und stark schmeckte die ,milch dieser ,brust4 ,sie schmeckte nach ,weib und ,mann1 nach ,sonne und ,wald1 nach ,tier und ,blume1 nach jeder ,frucht1 nach jeder ,lust4 ,sie machte trunken und bewutlos4--,als ,siddhartha erwachte1 schimmerte der bleiche ,flu durch die ,tr der ,htte1 und im ,walde klang tief und wohllaut ein dunkler ,eulenruf4 ,als der ,tag begann1 bat ,siddhartha seinen ,gastgeber1 den ,fhrmann1 ihn ber den ,flu zu setzen4 ,der ,fhrmann setzte ihn auf seinem ,bambusflo ber den ,flu1 rtlich schimmerte im ,morgenschein das breite ,wasser4 ,das ist ein schner ,flu1 sagte er zu seinem ,begleiter4 ,ja1 sagte der ,fhrmann1 ein sehr schner ,flu1 ich liebe ihn ber alles4 ,oft habe ich ihm zugehrt1 oft in seine ,augen gesehen1 und immer habe ich von ihm gelernt4 ,man kann viel von einem ,flusse lernen4 ,ich danke dir1 mein ,wohltter1 sprach ,siddhartha1 da er ans andere ,ufer stieg4 ,kein ,gastgeschenk habe ich dir zu geben1 ,lieber1 und keinen ,lohn zu geben4 ,ein ,heimatloser bin ich1 ein ,brahmanensohn und ,samana4 ,ich sah es wohl1 sprach der ,fhrmann1 und ich habe keinen ,lohn vor dir erwartet1 und kein ,gastgeschenk4 ,du wirst mir das ,geschenk ein anderes ,mal geben4 ,glaubst du8 sagte ,siddhartha lustig4 ,gewi4 ,auch das habe ich vom ,flusse gelernt3 alles kommt wieder6 ,auch du1 ,samana1 wirst wieder kommen4 ,nun lebe wohl6 ,mge deine ,freundschaft mein ,lohn sein4 ,mgest du meiner gedenken1 wenn du den ,gttern opferst4 ,lchelnd schieden sie voneinander4 ,lchelnd freute sich ,siddhartha ber die ,freundschaft und ,freundlichkeit des ,fhrmanns4 ,wie ,govinda ist er1 dachte er lchelnd1 alle1 die ich auf meinem ,wege antreffe1 sind wie ,govinda4 ,alle sind dankbar1 obwohl sie selbst ,anspruch auf ,dank htten4 ,alle sind unterwrfig1 alle mgen gern ,freund sein1 gern gehorchen1 wenig denken4 ,kinder sind die ,menschen4 ,um die ,mittagszeit kam er durch ein ,dorf4 ,vor den ,lehmhtten wlzten sich ,kinder auf der ,gasse1 spielten mit ,krbiskernen und ,muscheln1 schrien und balgten sich1 flohen aber alle scheu vor dem fremden ,samana4 ,am ,ende des ,dorfes fhrte der ,weg durch einen ,bach1 und am ,rande des ,baches kniete ein junges ,weib und wusch ,kleider4 ,als ,siddhartha sie grte1 hob sie den ,kopf1 und blickte mit ,lcheln zu ihm auf1 da er das ,weie in ihrem ,auge blitzen sah4 ,er rief einen ,segensspruch hinber1 wie er unter ,reisenden blich ist1 und fragte1 wie weit der ,weg bis zur groen ,stadt noch sei4 ,da stand sie auf und trat zu ihm her1 schn schimmerte ihr feuchter ,mund im jungen ,gesicht4 ,sie tauschte ,scherzreden mit ihm1 fragte1 ob er schon gegessen habe1 und ob es wahr sei1 da die ,samanas nachts allein im ,walde schliefen und keine ,frauen bei sich haben drfen4 ,dabei setzte sie ihren linken ,fu auf seinen rechten und machte eine ,bewegung1 wie die ,frau sie macht1 wenn sie den ,mann zu jener ,art des ,liebesgenusses auffordert1 welchen die ,lehrbcher das ,baumbesteigen nennen4 ,siddhartha fhlte sein ,blut erwarmen1 und da sein ,traum ihm in diesem ,augenblick wieder einfiel1 bckte er sich ein wenig zu dem ,weibe herab und kte mit den ,lippen die braune ,spitze ihrer ,brust4 ,aufschauend sah er ihr ,gesicht voll ,verlangen lcheln und die verkleinerten ,augen in ,sehnsucht flehen4 ,auch ,siddhartha fhlte ,sehnsucht und den ,quell des ,geschlechts sich bewegen2 da er aber noch nie ein ,weib berhrt hatte1 zgerte er einen ,augenblick1 whrend seine ,hnde schon bereit waren1 nach ihr zu greifen4 ,und in diesem ,augenblick hrte er1 erschauernd1 die ,stimme seines ,innern1 und die ,stimme sagte ,nein4 ,da wich vom lchelnden ,gesicht der jungen ,frau aller ,zauber1 er sah nichts mehr als den feuchten ,blick eines brnstigen ,tierweibchens4 ,freundlich streichelte er ihre ,wange1 wandte sich von ihr und verschwand vor der ,enttuschten leichtfig in das ,bambusgehlze4 ,an diesem ,tage erreichte er vor ,abend eine groe ,stadt1 und freute sich1 denn er begehrte nach ,menschen4 ,lange hatte er in den ,wldern gelebt1 und die stroherne ,htte des ,fhrmanns1 in welcher er diese ,nacht geschlafen hatte1 war seit langer ,zeit das erste ,dach1 das er ber sich gehabt hatte4 ,vor der ,stadt1 bei einem schnen umzunten ,haine1 begegnete dem ,wandernden ein kleiner ,tro von ,dienern und ,dienerinnen1 mit ,krben beladen4 ,inmitten in einer geschmckten ,snfte1 von ,vieren getragen1 sa auf roten ,kissen unter einem bunten ,sonnendach eine ,frau1 die ,herrin4 ,siddhartha blieb beim ,eingang des ,lusthaines stehen und sah dem ,aufzuge zu1 sah die ,diener1 die ,mgde1 die ,krbe1 sah die ,snfte1 und sah in der ,snfte die ,dame4 ,unter hochgetrmten schwarzen ,haaren sah er ein sehr helles1 sehr zartes1 sehr kluges ,gesicht1 hellroten ,mund wie eine frisch aufgebrochene ,feige1 ,augenbrauen gepflegt und gemalt in hohen ,bogen1 dunkle ,augen klug und wachsam1 lichten hohen ,hals aus grn und goldenem ,oberkleide steigend1 ruhende helle ,hnde lang und schmal mit breiten ,goldreifen ber den ,gelenken4 ,siddhartha sah1 wie schn sie war1 und sein ,herz lachte4 ,tief verneigte er sich1 als die ,snfte nahe kam1 und sich wieder aufrichtend blickte er in das helle holde ,gesicht1 las einen ,augenblick in den klugen hochberwlbten ,augen1 atmete einen ,hauch von ,duft1 den er nicht kannte4 ,lchelnd nickte die schne ,frau1 einen ,augenblick1 und verschwand im ,hain1 und hinter ihr die ,diener4 ,so betrete ich diese ,stadt1 dachte ,siddhartha1 unter einem holden ,zeichen4 ,es zog ihn1 sogleich in den ,hain zu treten1 doch bedachte er sich1 und nun erst ward ihm bewut1 wie ihn die ,diener und ,mgde am ,eingang betrachtet hatten1 wie verchtlich1 wie mitrauisch1 wie abweisend4 ,noch bin ich ein ,samana1 dachte er1 noch immer1 ein ,asket und ,bettler4 ,nicht so werde ich bleiben drfen1 nicht so in den ,hain treten4 ,und er lachte4 ,den nchsten ,menschen1 der des ,weges kam1 fragte er nach dem ,hain und nach dem ,namen dieser ,frau1 und erfuhr1 da dies der ,hain der ,kamala war1 der berhmten ,kurtisane1 und da sie auer dem ,haine ein ,haus in der ,stadt besa4 ,dann betrat er die ,stadt4 ,er hatte nun ein ,ziel4 ,sein ,ziel verfolgend1 lie er sich von der ,stadt einschlrfen1 trieb im ,strom der ,gassen1 stand auf ,pltzen still1 ruhte auf ,steintreppen am ,flusse aus4 ,gegen den ,abend befreundete er sich mit einem ,barbiergehilfen1 den er im ,schatten eines ,gewlbes hatte arbeiten sehen1 den er betend in einem ,tempel ,vishnus wiederfand1 dem er von den ,geschichten ,vishnu's und der ,lakschmi erzhlte4 ,bei den ,booten am ,flusse schlief er die ,nacht1 und frh am ,morgen1 ehe die ersten ,kunden in seinen ,laden kamen1 lie er sich von dem ,barbiergehilfen den ,bart rasieren und das ,haar beschneiden1 das ,haar kmmen und mit feinem le salben4 ,dann ging er im ,flusse baden4 ,als am ,sptnachmittag die schne ,kamala in der ,snfte sich ihrem ,haine nherte1 stand am ,eingang ,siddhartha1 verbeugte sich und empfing den ,gru der ,kurtisane4 ,demjenigen ,diener aber1 der zuletzt im ,zuge ging1 winkte er und bat ihn1 der ,herrin zu melden1 da ein junger ,brahmane mit ihr zu sprechen begehre4 ,nach einer ,weile kam der ,diener zurck1 forderte den ,wartenden auf1 ihm zu folgen1 fhrte den ihm ,folgenden schweigend in einen ,pavillon1 wo ,kamala auf einem ,ruhebette lag1 und lie ihn bei ihr allein4 ,bist du nicht gestern schon da drauen gestanden und hast mich begrt8 fragte ,kamala4 ,wohl habe ich gestern schon dich gesehen und begrt4 ,aber trugst du nicht gestern einen ,bart1 und lange ,haare1 und ,staub in den ,haaren8 ,wohl hast du beobachtet1 alles hast du gesehen4 ,du hast ,siddhartha gesehen1 den ,brahmanensohn1 welcher seine ,heimat verlassen hat1 um ein ,samana zu werden1 und drei ,jahre lang ein ,samana gewesen ist4 ,nun aber habe ich jenen ,pfad verlassen1 und kam in diese ,stadt1 und die erste1 die mir noch vor dem ,betreten der ,stadt begegnete1 warst du4 ,dies zu sagen1 bin ich zu dir gekommen1 o ,kamala6 ,du bist die erste ,frau1 zu welcher ,siddhartha anders als mit niedergeschlagenen ,augen redet4 ,nie mehr will ich meine ,augen niederschlagen1 wenn eine schne ,frau mir begegnet4 ,kamala lchelte und spielte mit ihrem ,fcher aus ,pfauenfedern4 ,und fragte3 ,und nur um mir dies zu sagen1 ist ,siddhartha zu mir gekommen8 ,um dir dies zu sagen1 und um dir zu danken1 da du so schn bist4 ,und wenn es dir nicht mifllt1 ,kamala1 mchte ich dich bitten1 meine ,freundin und ,lehrerin zu sein1 denn ich wei noch nichts von der ,kunst1 in welcher du ,meisterin bist4 ,da lachte ,kamala laut4 ,nie ist mir das geschehen1 ,freund1 da ein ,samana aus dem ,walde zu mir kam und von mir lernen wollte6 ,nie ist mir das geschehen1 da ein ,samana mit langen ,haaren und in einem alten zerrissenen ,schamtuche zu mir kam6 ,viele ,jnglinge kommen zu mir1 und auch ,brahmanenshne sind darunter1 aber sie kommen in schnen ,kleidern1 sie kommen in feinen ,schuhen1 sie haben ,wohlgeruch im ,haar und ,geld in den ,beuteln4 ,so1 du ,samana1 sind die ,jnglinge beschaffen1 welche zu mir kommen4 ,sprach ,siddhartha3 ,schon fange ich an1 von dir zu lernen4 ,auch gestern schon habe ich gelernt4 ,schon habe ich den ,bart abgelegt1 habe das ,haar gekmmt1 habe l im ,haare4 ,weniges ist1 das mir noch fehlt1 du ,vortreffliche3 feine ,kleider1 feine ,schuhe1 ,geld im ,beutel4 ,wisse1 ,schwereres hat ,siddhartha sich vorgenommen1 als solche ,kleinigkeiten sind1 und hat es erreicht4 ,wie sollte ich nicht erreichen1 was ich gestern mir vorgenommen habe3 dein ,freund zu sein und die ,freuden der ,liebe von dir zu lernen6 ,du wirst mich gelehrig sehen1 ,kamala1 ,schwereres habe ich gelernt1 als was du mich lehren sollst4 ,und nun also3 ,siddhartha gengt dir nicht1 so wie er ist1 mit l im ,haar1 aber ohne ,kleider1 ohne ,schuhe1 ohne ,geld8 ,lachend rief ,kamala3 ,nein1 ,werter1 er gengt noch nicht4 ,kleider mu er haben1 hbsche ,kleider1 und ,schuhe1 hbsche ,schuhe1 und viel ,geld im ,beutel1 und ,geschenke fr ,kamala4 ,weit du es nun1 ,samana aus dem ,walde8 ,hast du es dir gemerkt8 ,wohl habe ich es mir gemerkt1 rief ,siddhartha4 ,wie sollte ich mir nicht merken1 was aus einem solchen ,munde kommt6 ,dein ,mund ist wie eine frisch aufgebrochene ,feige1 ,kamala4 ,auch mein ,mund ist rot und frisch1 er wird zu deinem passen1 du wirst sehen4--,aber sage1 schne ,kamala1 hast du gar keine ,furcht vor dem ,samana aus dem ,walde1 der gekommen ist1 um ,liebe zu lernen8 ,warum sollte ich denn ,furcht vor einem ,samana haben1 einem dummen ,samana aus dem ,walde1 der von den ,schakalen kommt und noch gar nicht wei1 was ,frauen sind8 ,o1 er ist stark1 der ,samana1 und er frchtet nichts4 ,er knnte dich zwingen1 schnes ,mdchen4 ,er knnte dich rauben4 ,er knnte dir weh tun4 ,nein1 ,samana1 das frchte ich nicht4 ,hat je ein ,samana oder ein ,brahmane gefrchtet1 einer knnte kommen und ihn packen und ihm seine ,gelehrsamkeit1 und seine ,frmmigkeit1 und seinen ,tiefsinn rauben8 ,nein1 denn die gehren ihm zu eigen und er gibt davon nur1 was er geben will und wem er geben will4 ,so ist es1 genau ebenso ist es auch mit ,kamala1 und mit den ,freuden der ,liebe4 ,schn und rot ist ,kamalas ,mund1 aber versuche1 ihn gegen ,kamalas ,willen zu kssen1 und nicht einen ,tropfen ,sigkeit wirst du von ihm haben1 der so viel ,ses zu geben versteht6 ,du bist gelehrig1 ,siddhartha1 so lerne auch dies3 ,liebe kann man erbetteln1 erkaufen1 geschenkt bekommen1 auf der ,gasse finden1 aber rauben kann man sie nicht4 ,da hast du dir einen falschen ,weg ausgedacht4 ,nein1 schade wre es1 wenn ein hbscher ,jngling wie du es so falsch angreifen wollte4 ,siddhartha verneigte sich lchelnd4 ,schade wre es1 ,kamala1 wie sehr hast du recht6 beraus schade wre es4 ,nein1 von deinem ,munde soll mir kein ,tropfen ,sigkeit verloren gehen1 noch dir von dem meinen6 ,es bleibt also dabei3 ,siddhartha wird wiederkommen1 wenn er hat1 was ihm noch fehlt3 ,kleider1 ,schuhe1 ,geld4 ,aber sprich1 holde ,kamala1 kannst du mir nicht noch einen kleinen ,rat geben8 ,einen ,rat8 ,warum nicht8 ,wer wollte nicht gerne einem armen1 unwissenden ,samana1 der von den ,schakalen aus dem ,walde kommt1 einen ,rat geben8 ,liebe ,kamala1 so rate mir wohin soll ich gehen1 da ich am raschesten jene drei ,dinge finde8 ,freund1 das mchten viele wissen4 ,du mut tun1 was du gelernt hast1 und dir dafr ,geld geben lassen1 und ,kleider1 und ,schuhe4 ,anders kommt ein ,armer nicht zu ,geld4 ,was kannst du denn8 ,ich kann denken4 ,ich kann warten4 ,ich kann fasten4 ,nichts sonst8 ,nichts4 ,doch1 ich kann auch dichten4 ,willst du mir fr ein ,gedicht einen ,ku geben8 ,das will ich tun1 wenn dein ,gedicht mir gefllt4 ,wie heit es denn8 ,siddhartha sprach1 nachdem er sich einen ,augenblick besonnen hatte1 diese ,verse3 ,in ihren schattigen ,hain trat die schne ,kamala1 ,an ,haines ,eingang stand der braune ,samana4 ,tief1 da er die ,lotusblte erblickte1 ,beugte sich jener1 lchelnd dankte ,kamala4 ,lieblicher1 dachte der ,jngling1 als ,gttern zu opfern1 ,lieblicher ist es zu opfern der schnen ,kamala4 ,laut klatschte ,kamala in die ,hnde1 da die goldenen ,armringe klangen4 ,schn sind deine ,verse1 brauner ,samana1 und wahrlich1 ich verliere nichts1 wenn ich dir einen ,ku fr sie gebe4 ,sie zog ihn mit den ,augen zu sich1 er beugte sein ,gesicht auf ihres1 und legte seinen ,mund auf den ,mund1 der wie eine frisch aufgebrochene ,feige war4 ,lange kte ihn ,kamala1 und mit tiefem ,erstaunen fhlte ,siddhartha1 wie sie ihn lehrte1 wie sie weise war1 wie sie ihn beherrschte1 ihn zurckwies1 ihn lockte1 und wie hinter diesem ersten eine lange1 eine wohlgeordnete1 wohlerprobte ,reihe von ,kssen stand1 jeder vom andern verschieden1 die ihn noch erwarteten4 ,tief atmend blieb er stehen1 und war in diesem ,augenblick wie ein ,kind erstaunt ber die ,flle des ,wissens und ,lernenswerten1 die sich vor seinen ,augen erschlo4 ,sehr schn sind deine ,verse1 rief ,kamala1 wenn ich reich wre1 gbe ich dir ,goldstcke dafr4 ,aber schwer wird es dir werden1 mit ,versen so viel ,geld zu erwerben1 wie du brauchst4 ,denn du brauchst viel ,geld1 wenn du ,kamalas ,freund sein willst4 ,wie kannst du kssen1 ,kamala6 stammelte ,siddhartha4 ,ja1 das kann ich schon1 darum fehlt es mir auch nicht an ,kleidern1 ,schuhen1 ,armbndern und allen schnen ,dingen4 ,aber was wird aus dir werden8 ,kannst du nichts als denken1 fasten1 dichten8 ,ich kann auch die ,opferlieder1 sagte ,siddhartha1 aber ich will sie nicht mehr singen4 ,ich kann auch ,zaubersprche1 aber ich will sie nicht mehr sprechen4 ,ich habe die ,schriften gelesen-- ,halt1 unterbrach ihn ,kamala4 ,du kannst lesen8 ,und schreiben8 ,gewi kann ich das4 ,manche knnen das4 ,die meisten knnen es nicht4 ,auch ich kann es nicht4 ,es ist sehr gut1 da du lesen und schreiben kannst1 sehr gut4 ,auch die ,zaubersprche wirst du noch brauchen knnen4 ,in diesem ,augenblick kam eine ,dienerin gelaufen und flsterte der ,herrin eine ,nachricht ins ,ohr4 ,ich bekomme ,besuch1 rief ,kamala4 ,eile und verschwinde1 ,siddhartha1 niemand darf dich hier sehen1 das merke dir6 ,morgen sehe ich dich wieder4 ,der ,magd aber befahl sie1 dem frommen ,brahmanen ein weies ,obergewand zu geben4 ,ohne zu wissen1 wie ihm geschah1 sah sich ,siddhartha von der ,magd hinweggezogen1 auf ,umwegen in ein ,gartenhaus gebracht1 mit einem ,oberkleid beschenkt1 ins ,gebsch gefhrt und dringlich ermahnt1 sich alsbald ungesehen aus dem ,hain zu verlieren4 ,zufrieden tat er1 wie ihm geheien war4 ,des ,waldes gewohnt1 brachte er sich lautlos aus dem ,hain und ber die ,hecke4 ,zufrieden kehrte er in die ,stadt zurck1 das zusammengerollte ,kleid unterm ,arme tragend4 ,in einer ,herberge1 wo ,reisende einkehrten1 stellte er sich an die ,tr1 bat schweigend um ,essen1 nahm schweigend ein ,stck ,reiskuchen an4 ,vielleicht schon morgen1 dachte er1 werde ich niemand mehr um ,essen bitten4 ,stolz flammte pltzlich in ihm auf4 ,er war kein ,samana mehr1 nicht mehr stand es ihm an1 zu betteln4 ,er gab den ,reiskuchen einem ,hunde und blieb ohne ,speise4 ,einfach ist das ,leben1 das man in der ,welt hier fhrt1 dachte ,siddhartha4 ,es hat keine ,schwierigkeiten4 ,schwer war alles1 mhsam und am ,ende hoffnungslos1 als ich noch ,samana war4 ,nun ist alles leicht1 leicht wie der ,unterricht im ,kssen1 den mir ,kamala gibt4 ,ich brauche ,kleider und ,geld1 sonst nichts1 das sind kleine nahe ,ziele1 sie stren einem nicht den ,schlaf4 ,lngst hatte er das ,stadthaus ,kamalas erkundet1 dort fand er sich am andern ,tage ein4 ,es geht gut1 rief sie ihm entgegen4 ,du wirst bei ,kamaswami erwartet1 er ist der reichste ,kaufmann dieser ,stadt4 ,wenn du ihm gefllst1 wird er dich in ,dienst nehmen4 ,sei klug1 brauner ,samana4 ,ich habe ihm durch andre von dir erzhlen lassen4 ,sei freundlich gegen ihn1 er ist sehr mchtig4 ,aber sei nicht zu bescheiden6 ,ich will nicht1 da du sein ,diener wirst1 du sollst seinesgleichen werden1 sonst bin ich nicht mit dir zufrieden4 ,kamaswami fngt an1 alt und bequem zu werden4 ,gefllst du ihm1 so wird er dir viel anvertrauen4 ,siddhartha dankte ihr und lachte1 und da sie erfuhr1 er habe gestern und heute nichts gegessen1 lie sie ,brot und ,frchte bringen und bewirtete ihn4 ,du hast ,glck gehabt1 sagte sie beim ,abschied1 eine ,tr um die andre tut sich dir auf4 ,wie kommt das wohl8 ,hast du einen ,zauber8 ,siddhartha sagte3 ,gestern erzhlte ich dir1 ich verstnde zu denken1 zu warten und zu fasten1 du aber fandest1 das sei zu nichts ntze4 ,es ist aber zu vielem ntze1 ,kamala1 du wirst es sehen4 ,du wirst sehen1 da die dummen ,samanas im ,walde viel ,hbsches lernen und knnen1 das ,ihr nicht knnet4 ,vorgestern war ich noch ein struppiger ,bettler1 gestern habe ich schon ,kamala gekt1 und bald werde ich ein ,kaufmann sein und ,geld haben und all diese ,dinge1 auf die du ,wert legst4 ,nun ja1 gab sie zu4 ,aber wie stnde es mit dir ohne mich8 ,was wrest du1 wenn ,kamala dir nicht hlfe8 ,liebe ,kamala1 sagte ,siddhartha und richtete sich hoch auf1 als ich zu dir in deinen ,hain kam1 tat ich den ersten ,schritt4 ,es war mein ,vorsatz1 bei dieser schnsten ,frau die ,liebe zu lernen4 ,von jenem ,augenblick an1 da ich den ,vorsatz fate1 wute ich auch1 da ich ihn ausfhren werde4 ,ich wute1 da du mir helfen wrdest1 bei deinem ersten ,blick am ,eingang des ,haines wute ich es schon4 ,wenn ich aber nicht gewollt htte8 ,du hast gewollt4 ,sieh1 ,kamala3 ,wenn du einen ,stein ins ,wasser wirfst1 so eilt er auf dem schnellsten ,wege zum ,grunde des ,wassers4 ,so ist es1 wenn ,siddhartha ein ,ziel1 einen ,vorsatz hat4 ,siddhartha tut nichts1 er wartet1 er denkt1 er fastet1 aber er geht durch die ,dinge der ,welt hindurch wie der ,stein durchs ,wasser1 ohne etwas zu tun1 ohne sich zu rhren2 er wird gezogen1 er lt sich fallen4 ,sein ,ziel zieht ihn an sich1 denn er lt nichts in seine ,seele ein1 was dem ,ziel widerstreben knnte4 ,das ist es1 was ,siddhartha bei den ,samanas gelernt hat4 ,es ist das1 was die ,toren ,zauber nennen und wovon sie meinen1 es werde durch die ,dmonen bewirkt4 ,nichts wird von ,dmonen bewirkt1 es gibt keine ,dmonen4 ,jeder kann zaubern1 jeder kann seine ,ziele erreichen1 wenn er denken kann1 wenn er warten kann1 wenn er fasten kann4 ,kamala hrte ihm zu4 ,sie liebte seine ,stimme1 sie liebte den ,blick seiner ,augen4 ,vielleicht ist es so1 sagte sie leise1 wie du sprichst1 ,freund4 ,vielleicht ist es aber auch so1 da ,siddhartha ein hbscher ,mann ist1 da sein ,blick den ,frauen gefllt1 da darum das ,glck ihm entgegenkommt4 ,mit einem ,ku nahm ,siddhartha ,abschied4 ,mge es so sein1 meine ,lehrerin4 ,mge immer mein ,blick dir gefallen1 mge immer von dir mir ,glck entgegenkommen6 ,,bei ,,den ,,kindermenschen ,siddhartha ging zum ,kaufmann ,kamaswami1 in ein reiches ,haus ward er gewiesen1 ,diener fhrten ihn zwischen kostbaren ,teppichen in ein ,gemach1 wo er den ,hausherrn erwartete4 ,kamaswami trat ein1 ein rascher1 geschmeidiger ,mann mit stark ergrauendem ,haar1 mit sehr klugen1 vorsichtigen ,augen1 mit einem begehrlichen ,mund4 ,freundlich begrten sich ,herr und ,gast4 ,man hat mir gesagt1 begann der ,kaufmann1 da du ein ,brahmane bist1 ein ,gelehrter1 da du aber ,dienste bei einem ,kaufmann suchst4 ,bist du denn in ,not geraten1 ,brahmane1 da du ,dienste suchst8 ,nein1 sagte ,siddhartha1 ich bin nicht in ,not geraten und bin nie in ,not gewesen4 ,wisse1 da ich von den ,samanas komme1 bei welchen ich lange ,zeit gelebt habe4 ,wenn du von den ,samanas kommst1 wie solltest du da nicht in ,not sein8 ,sind nicht die ,samanas vllig besitzlos81 ,besitzlos bin ich1 sagte ,siddhartha1 wenn es das ist1 was du meinst4 ,gewi bin ich besitzlos4 ,doch bin ich es freiwillig1 bin also nicht in ,not4 ,wovon aber willst du leben1 wenn du besitzlos bist8 ,ich habe daran noch nie gedacht1 ,herr4 ,ich bin mehr als drei ,jahre besitzlos gewesen1 und habe niemals daran gedacht1 wovon ich leben solle4 ,so hast du vom ,besitz anderer gelebt4 ,vermutlich ist es so4 ,auch der ,kaufmann lebt ja von der ,habe anderer4 ,wohl gesprochen4 ,doch nimmt er von den andern das ,ihre nicht umsonst2 er gibt ihnen seine ,waren dafr4 ,so scheint es sich in der ,tat zu verhalten4 ,jeder nimmt1 jeder gibt1 so ist das ,leben4 ,aber erlaube3 wenn du besitzlos bist1 was willst du da geben8 ,jeder gibt1 was er hat4 ,der ,krieger gibt ,kraft1 der ,kaufmann gibt ,ware1 der ,lehrer ,lehre1 der ,bauer ,reis1 der ,fischer ,fische4 ,sehr wohl4 ,und was ist es nun1 was du zu geben hast8 ,was ist es1 das du gelernt hast1 das du kannst8 ,ich kann denken4 ,ich kann warten4 ,ich kann fasten4 ,das ist alles8 ,ich glaube1 es ist alles6 ,und wozu ntzt es8 ,zum ,beispiel das ,fasten--wozu ist es gut8 ,es ist sehr gut1 ,herr4 ,wenn ein ,mensch nichts zu essen hat1 so ist ,fasten das ,allerklgste1 was er tun kann4 ,wenn1 zum ,beispiel1 ,siddhartha nicht fasten gelernt htte1 so mte er heute noch irgendeinen ,dienst annehmen1 sei es bei dir oder wo immer1 denn der ,hunger wrde ihn dazu zwingen4 ,so aber kann ,siddhartha ruhig warten1 er kennt keine ,ungeduld1 er kennt keine ,notlage1 lange kann er sich vom ,hunger belagern lassen und kann dazu lachen4 ,dazu1 ,herr1 ist ,fasten gut4 ,du hast ,recht1 ,samana4 ,warte einen ,augenblick4 ,kamaswami ging hinaus und kehrte mit einer ,rolle wieder1 die er seinem ,gaste hinreichte1 indem er fragte3 ,kannst du dies lesen8 ,siddhartha betrachtete die ,rolle1 in welcher ein ,kaufvertrag niedergeschrieben war1 und begann ihren ,inhalt vorzulesen4 ,vortrefflich1 sagte ,kamaswami4 ,und willst du mir etwas auf dieses ,blatt schreiben8 ,er gab ihm ein ,blatt und einen ,griffel1 und ,siddhartha schrieb und gab das ,blatt zurck4 ,kamaswami las3 ,schreiben ist gut1 ,denken ist besser4 ,klugheit ist gut1 ,geduld ist besser4 ,vorzglich verstehst du zu schreiben1 lobte der ,kaufmann4 ,manches werden wir noch miteinander zu sprechen haben4 ,fr heute bitte ich dich1 sei mein ,gast und nimm in diesem ,hause ,wohnung4 ,siddhartha dankte und nahm an1 und wohnte nun im ,hause des ,hndlers4 ,kleider wurden ihm gebracht1 und ,schuhe1 und ein ,diener bereitete ihm tglich das ,bad4 ,zweimal am ,tage wurde eine reichliche ,mahlzeit aufgetragen1 ,siddhartha aber a nur einmal am ,tage1 und a weder ,fleisch noch trank er ,wein4 ,kamaswami erzhlte ihm von seinem ,handel1 zeigte ihm ,waren und ,magazine1 zeigte ihm ,berechnungen4 ,vieles ,neue lernte ,siddhartha kennen1 er hrte viel und sprach wenig4 ,und der ,worte ,kamalas eingedenk1 ordnete er sich niemals dem ,kaufmanne unter1 zwang ihn1 da er ihn als seinesgleichen1 ja als mehr denn seinesgleichen behandle4 ,kamaswami betrieb seine ,geschfte mit ,sorglichkeit und oft mit ,leidenschaft1 ,siddhartha aber betrachtete dies alles wie ein ,spiel1 dessen ,regeln genau zu lernen er bemht war1 dessen ,inhalt aber sein ,herz nicht berhrte4 ,nicht lange war er in ,kamaswamis ,hause1 da nahm er schon an seines ,hausherrn ,handel teil4 ,tglich aber zu der ,stunde1 die sie ihm nannte1 besuchte er die schne ,kamala1 in hbschen ,kleidern1 in feinen ,schuhen1 und bald brachte er ihr auch ,geschenke mit4 ,vieles lehrte ihn ihr roter1 kluger ,mund4 ,vieles lehrte ihn ihre zarte1 geschmeidige ,hand4 ,ihm1 der in der ,liebe noch ein ,knabe war und dazu neigte1 sich blindlings und unersttlich in die ,lust zu strzen wie ins ,bodenlose1 lehrte sie von ,grund auf die ,lehre1 da man ,lust nicht nehmen kann1 ohne ,lust zu geben1 und da jede ,gebrde1 jedes ,streicheln1 jede ,berhrung1 jeder ,anblick1 jede kleinste ,stelle des ,krpers ihr ,geheimnis hat1 das zu wecken dem ,wissenden ,glck bereitet4 ,sie lehrte ihn1 da ,liebende nach einer ,liebesfeier nicht voneinander gehen drfen1 ohne eins das andere zu bewundern1 ohne ebenso besiegt zu sein1 wie gesiegt zu haben1 so da bei keinem von beiden bersttigung und de entstehe und das bse ,gefhl1 mibraucht zu haben oder mibraucht worden zu sein4 ,wunderbare ,stunden brachte er bei der schnen und klugen ,knstlerin zu1 wurde ihr ,schler1 ihr ,liebhaber1 ihr ,freund4 ,hier bei ,kamala lag der ,wert und ,sinn seines jetzigen ,lebens1 nicht im ,handel des ,kamaswami4 ,der ,kaufmann bertrug ihm das ,schreiben wichtiger ,briefe und ,vertrge1 und gewhnte sich daran1 alle wichtigen ,angelegenheiten mit ihm zu beraten4 ,er sah bald1 da ,siddhartha von ,reis und ,wolle1 von ,schiffahrt und ,handel wenig verstand1 da aber seine ,hand eine glckliche war1 und da ,siddhartha ihn1 den ,kaufmann1 bertraf an ,ruhe und ,gleichmut1 und in der ,kunst des ,zuhrenknnens und ,eindringens in fremde ,menschen4 ,dieser ,brahmane1 sagte er zu einem ,freunde1 ist kein richtiger ,kaufmann und wird nie einer werden1 nie ist seine ,seele mit ,leidenschaft bei den ,geschften4 ,aber er hat das ,geheimnis jener ,menschen1 zu welchen der ,erfolg von selber kommt1 sei das nun ein angeborener guter ,stern1 sei es ,zauber1 sei es etwas1 das er bei den ,samanas gelernt hat4 ,immer scheint er mit den ,geschften nur zu spielen1 nie gehen sie ganz in ihn ein1 nie beherrschen sie ihn1 nie frchtet er ,mierfolg1 nie bekmmert ihn ein ,verlust4 ,der ,freund riet dem ,hndler3 ,gib ihm von den ,geschften1 die er fr dich treibt1 einen ,drittel vom ,gewinn1 la ihn aber auch denselben ,anteil des ,verlustes treffen1 wenn ,verlust entsteht4 ,so wird er eifriger werden4 ,kamaswami folgte dem ,rat4 ,siddhartha aber kmmerte sich wenig darum4 ,traf ihn ,gewinn1 so nahm er ihn gleichmtig hin2 traf ihn ,verlust1 so lachte er und sagte3 ,ei sieh1 dies ist also schlecht gegangen6 ,es schien in der ,tat1 als seien die ,geschfte ihm gleichgltig4 ,einmal reiste er in ein ,dorf1 um dort eine groe ,reisernte aufzukaufen4 ,als er ankam1 war aber der ,reis schon an einen andern ,hndler verkauft4 ,dennoch blieb ,siddhartha manche ,tage in jenem ,dorf1 bewirtete die ,bauern1 schenkte ihren ,kindern ,kupfermnzen1 feierte eine ,hochzeit mit und kam beraus zufrieden von der ,reise zurck4 ,kamaswami machte ihm ,vorwrfe1 da er nicht sogleich umgekehrt sei1 da er ,zeit und ,geld vergeudet habe4 ,siddhartha antwortete3 ,la das ,schelten1 lieber ,freund6 ,noch nie ist mit ,schelten etwas erreicht worden4 ,ist ,verlust entstanden1 so la mich den ,verlust tragen4 ,ich bin sehr zufrieden mit dieser ,reise4 ,ich habe vielerlei ,menschen kennengelernt1 ein ,brahmane ist mein ,freund geworden1 ,kinder sind auf meinen ,knien geritten1 ,bauern haben mir ihre ,felder gezeigt1 niemand hat mich fr einen ,hndler gehalten4 ,sehr hbsch ist dies alles1 rief ,kamaswami unwillig1 aber tatschlich bist du doch ein ,hndler1 sollte ich meinen6 ,oder bist du denn nur zu deinem ,vergngen gereist8 ,gewi1 lachte ,siddhartha1 gewi bin ich zu meinem ,vergngen gereist4 ,wozu denn sonst8 ,ich habe ,menschen und ,gegenden kennengelernt1 ich habe ,freundlichkeit und ,vertrauen genossen1 ich habe ,freundschaft gefunden4 ,sieh1 ,lieber1 wenn ich ,kamaswami gewesen wre1 so wre ich sofort1 als ich meinen ,kauf vereitelt sah1 voll rger und in ,eile wieder zurckgereist1 und ,zeit und ,geld wre in der ,tat verloren gewesen4 ,so aber habe ich gute ,tage gehabt1 habe gelernt1 habe ,freude genossen1 habe weder mich noch andre durch rger und durch ,eilfertigkeit geschdigt4 ,und wenn ich jemals wieder dorthin komme1 vielleicht um eine sptere ,ernte zu kaufen1 oder zu welchem ,zwecke es sei1 so werden freundliche ,menschen mich freundlich und heiter empfangen1 und ich werde mich dafr loben1 da ich damals nicht ,eile und ,unmut gezeigt habe4 ,also la gut sein1 ,freund1 und schade dir nicht durch ,schelten6 ,wenn der ,tag kommt1 an dem du sehen wirst3 ,schaden bringt mir dieser ,siddhartha1 dann sprich ein ,wort1 und ,siddhartha wird seiner ,wege gehen4 ,bis dahin aber la uns einer mit dem andern zufrieden sein4 ,vergeblich waren auch die ,versuche des ,kaufmanns1 ,siddhartha zu berzeugen1 da er sein1 ,kamaswamis1 ,brot esse4 ,siddhartha a sein eignes ,brot1 vielmehr sie beide aen das ,brot anderer1 das ,brot aller4 ,niemals hatte ,siddhartha ein ,ohr fr ,kamaswamis ,sorgen1 und ,kamaswami machte sich viele ,sorgen4 ,war ein ,geschft im ,gange1 welchem ,mierfolg drohte1 schien eine ,warensendung verloren1 schien ein ,schuldner nicht zahlen zu knnen1 nie konnte ,kamaswami seinen ,mitarbeiter berzeugen1 da es ntzlich sei1 ,worte des ,kummers oder des ,zornes zu verlieren1 ,falten auf der ,stirn zu haben1 schlecht zu schlafen4 ,als ihm ,kamaswami einstmals vorhielt1 er habe alles1 was er verstehe1 von ihm gelernt1 gab er zur ,antwort3 ,wolle mich doch nicht mit solchen ,spen zum ,besten haben6 ,von dir habe ich gelernt1 wieviel ein ,korb voll ,fische kostet1 und wieviel ,zins man fr geliehenes ,geld fordern kann4 ,das sind deine ,wissenschaften4 ,denken habe ich nicht bei dir gelernt1 teurer ,kamaswami1 suche lieber du es von mir zu lernen4 ,in der ,tat war seine ,seele nicht beim ,handel4 ,die ,geschfte waren gut1 um ihm ,geld fr ,kamala einzubringen1 und sie brachten weit mehr ein1 als er brauchte4 ,im brigen war ,siddharthas ,teilnahme und ,neugierde nur bei den ,menschen1 deren ,geschfte1 ,handwerke1 ,sorgen1 ,lustbarkeiten und ,torheiten ihm frher fremd und fern gewesen waren wie der ,mond4 ,so leicht es ihm gelang1 mit allen zu sprechen1 mit allen zu leben1 von allen zu lernen1 so sehr ward ihm dennoch bewut1 da etwas sei1 was ihn von ihnen trenne1 und dies ,trennende war sein ,samanatum4 ,er sah die ,menschen auf eine kindliche oder tierhafte ,art dahinleben1 welche er zugleich liebte und auch verachtete4 ,er sah sie sich mhen1 sah sie leiden und grau werden um ,dinge1 die ihm dieses ,preises ganz unwert schienen1 um ,geld1 um kleine ,lust1 um kleine ,ehren1 er sah sie einander schelten und beleidigen1 er sah sie um ,schmerzen wehklagen1 ber die der ,samana lchelt1 und unter ,entbehrungen leiden1 die ein ,samana nicht fhlt4 ,allem stand er offen1 was diese ,menschen ihm zubrachten4 ,willkommen war ihm der ,hndler1 der ihm ,leinwand zum ,kauf anbot1 willkommen der ,verschuldete1 der ein ,darlehen suchte1 willkommen der ,bettler1 der ihm eine ,stunde lang die ,geschichte seiner ,armut erzhlte1 und welcher nicht halb so arm war als ein jeder ,samana4 ,den reichen auslndischen ,hndler behandelte er nicht anders als den ,diener1 der ihn rasierte1 und den ,straenverkufer1 von dem er sich beim ,bananenkauf um kleine ,mnze betrgen lie4 ,wenn ,kamaswami zu ihm kam1 um ber seine ,sorgen zu klagen oder ihm wegen eines ,geschftes ,vorwrfe zu machen1 so hrte er neugierig und heiter zu1 wunderte sich ber ihn1 suchte ihn zu verstehen1 lie ihn ein wenig ,recht haben1 eben soviel als ihm unentbehrlich schien1 und wandte sich von ihm ab1 dem ,nchsten zu1 der ihn begehrte4 ,und es kamen viele zu ihm1 viele um mit ihm zu handeln1 viele um ihn zu betrgen1 viele um ihn auszuhorchen1 viele um sein ,mitleid anzurufen1 viele um seinen ,rat zu hren4 ,er gab ,rat1 er bemitleidete1 er schenkte1 er lie sich ein wenig betrgen1 und dieses ganze ,spiel und die ,leidenschaft1 mit welcher alle ,menschen dies ,spiel betrieben1 beschftigte seine ,gedanken ebensosehr1 wie einst die ,gtter und das ,brahman sie beschftigt hatten4 ,zuzeiten sprte er1 tief in der ,brust1 eine sterbende1 leise ,stimme1 die mahnte leise1 klagte leise1 kaum da er sie vernahm4 ,alsdann kam ihm fr eine ,stunde zum ,bewutsein1 da er ein seltsames ,leben fhre1 da er da lauter ,dinge tue1 die blo ein ,spiel waren1 da er wohl heiter sei und zuweilen ,freude fhle1 da aber das eigentliche ,leben dennoch an ihm vorbeifliee und ihn nicht berhre4 ,wie ein ,ballspieler mit seinen ,bllen spielt1 so spielte er mit seinen ,geschften1 mit den ,menschen seiner ,umgebung1 sah ihnen zu1 fand seinen ,spa an ihnen2 mit dem ,herzen1 mit der ,quelle seines ,wesens war er nicht dabei4 ,die ,quelle lief irgendwo1 wie fern von ihm1 lief und lief unsichtbar1 hatte nichts mehr mit seinem ,leben zu tun4 ,und einigemal erschrak er ob solchen ,gedanken und wnschte sich1 es mge doch auch ihm gegeben sein1 bei all dem kindlichen ,tun des ,tages mit ,leidenschaft und mit dem ,herzen beteiligt zu sein1 wirklich zu leben1 wirklich zu tun1 wirklich zu genieen und zu leben1 statt nur so als ein ,zuschauer daneben zu stehen4 ,immer aber kam er wieder zur schnen ,kamala1 lernte ,liebeskunst1 bte den ,kult der ,lust1 bei welchem mehr als irgendwo geben und nehmen zu einem wird1 plauderte mit ihr1 lernte von ihr1 gab ihr ,rat1 empfing ,rat4 ,sie verstand ihn besser1 als ,govinda ihn einst verstanden hatte1 sie war ihm hnlicher4 ,einmal sagte er zu ihr3 ,du bist wie ich1 du bist anders als die meisten ,menschen4 ,du bist ,kamala1 nichts andres1 und in dir innen ist eine ,stille und ,zuflucht1 in welche du zu jeder ,stunde eingehen und bei dir daheim sein kannst1 so wie auch ich es kann4 ,wenige ,menschen haben das1 und doch knnten alle es haben4 ,nicht alle ,menschen sind klug1 sagte ,kamala4 ,nein1 sagte ,siddhartha1 nicht daran liegt es4 ,kamaswami ist ebenso klug wie ich1 und hat doch keine ,zuflucht in sich4 ,andre haben sie1 die an ,verstand kleine ,kinder sind4 ,die meisten ,menschen1 ,kamala1 sind wie ein fallendes ,blatt1 das weht und dreht sich durch die ,luft1 und schwankt1 und taumelt zu ,boden4 ,andre aber1 wenige1 sind wie ,sterne1 die gehen eine feste ,bahn1 kein ,wind erreicht sie1 in sich selber haben sie ihr ,gesetz und ihre ,bahn4 ,unter allen ,gelehrten und ,samanas1 deren ich viele kannte1 war einer von dieser ,art1 ein ,vollkommener1 nie kann ich ihn vergessen4 ,es ist jener ,gotama1 der ,erhabene1 der ,verkndiger jener ,lehre4 ,tausend ,jnger hren jeden ,tag seine ,lehre1 folgen jede ,stunde seiner ,vorschrift1 aber sie alle sind fallendes ,laub1 nicht in sich selbst haben sie ,lehre und ,gesetz4 ,kamala betrachtete ihn mit ,lcheln4 ,wieder redest du von ihm1 sagte sie1 wieder hast du ,samana-,gedanken4 ,siddhartha schwieg1 und sie spielten das ,spiel der ,liebe1 eines von den dreiig oder vierzig verschiedenen ,spielen1 welche ,kamala wute4 ,ihr ,leib war biegsam wie der eines ,jaguars1 und wie der ,bogen eines ,jgers2 wer von ihr die ,liebe gelernt hatte1 war vieler ,lste1 vieler ,geheimnisse kundig4 ,lange spielte sie mit ,siddhartha1 lockte ihn1 wies ihn zurck1 zwang ihn1 umspannte ihn3 freute sich seiner ,meisterschaft1 bis er besiegt war und erschpft an ihrer ,seite ruhte4 ,die ,hetre beugte sich ber ihn1 sah lang in sein ,gesicht1 in seine mdgewordenen ,augen4 ,du bist der beste ,liebende1 sagte sie nachdenklich1 den ich gesehen habe4 ,du bist strker als andre1 biegsamer1 williger4 ,gut hast du meine ,kunst gelernt1 ,siddhartha4 ,einst1 wenn ich lter bin1 will ich von dir ein ,kind haben4 ,und dennoch1 ,lieber1 bist du ein ,samana geblieben1 dennoch liebst du mich nicht1 du liebst keinen ,menschen4 ,ist es nicht so8 ,es mag wohl so sein1 sagte ,siddhartha mde4 ,ich bin wie du4 ,auch du liebst nicht--wie knntest du sonst die ,liebe als eine ,kunst betreiben8 ,die ,menschen von unserer ,art knnen vielleicht nicht lieben4 ,die ,kindermenschen knnen es2 das ist ihr ,geheimnis4 ,,sansara ,lange ,zeit hatte ,siddhartha das ,leben der ,welt und der ,lste gelebt1 ohne ihm doch anzugehren4 ,seine ,sinne1 die er in heien ,samana-,jahren erttet hatte1 waren wieder erwacht1 er hatte ,reichtum gekostet1 hatte ,wollust gekostet1 hatte ,macht gekostet2 dennoch war er lange ,zeit im ,herzen noch ein ,samana geblieben1 dies hatte ,kamala1 die ,kluge1 richtig erkannt4 ,immer noch war es die ,kunst des ,denkens1 des ,wartens1 des ,fastens1 von welcher sein ,leben gelenkt wurde1 immer noch waren die ,menschen der ,welt1 die ,kindermenschen1 ihm fremd geblieben1 wie er ihnen fremd war4 ,die ,jahre liefen dahin1 in ,wohlergehen eingehllt fhlte ,siddhartha ihr ,schwinden kaum4 ,er war reich geworden1 er besa lngst ein eigenes ,haus und eigene ,dienerschaft1 und einen ,garten vor der ,stadt am ,flusse4 ,die ,menschen hatten ihn gerne1 sie kamen zu ihm1 wenn sie ,geld oder ,rat brauchten1 niemand aber stand ihm nahe1 auer ,kamala4 ,jenes hohe1 helle ,wachsein1 welches er einst1 auf der ,hhe seiner ,jugend1 erlebt hatte1 in den ,tagen nach ,gotamas ,predigt1 nach der ,trennung von ,govinda1 jene gespannte ,erwartung1 jenes stolze ,alleinstehen ohne ,lehren und ohne ,lehrer1 jene geschmeidige ,bereitschaft1 die gttliche ,stimme im eigenen ,herzen zu hren1 war allmhlich ,erinnerung geworden1 war vergnglich gewesen2 fern und leise rauschte die heilige ,quelle1 die einst nahe gewesen war1 die einst in ihm selber gerauscht hatte4 ,vieles zwar1 das er von den ,samanas gelernt1 das er von ,gotama gelernt1 das er von seinem ,vater1 dem ,brahmanen1 gelernt hatte1 war noch lange ,zeit in ihm geblieben3 miges ,leben1 ,freude am ,denken1 ,stunden der ,versenkung1 heimliches ,wissen vom ,selbst1 vom ewigen ,ich1 das nicht ,krper noch ,bewutsein ist4 ,manches davon war in ihm geblieben1 eines ums andre aber war untergesunken und hatte sich mit ,staub bedeckt4 ,wie die ,scheibe des ,tpfers1 einmal angetrieben1 sich noch lange dreht und nur langsam ermdet und ausschwingt1 so hatte in ,siddharthas ,seele das ,rad der ,askese1 das ,rad des ,denkens1 das ,rad der ,unterscheidung lange weiter geschwungen1 schwang immer noch1 aber es schwang langsam und zgernd und war dem ,stillstand nahe4 ,langsam1 wie ,feuchtigkeit in den absterbenden ,baumstrunk dringt1 ihn langsam fllt und faulen macht1 war ,welt und ,trgheit in ,siddharthas ,seele gedrungen1 langsam fllte sie seine ,seele1 machte sie schwer1 machte sie mde1 schlferte sie ein4 ,dafr waren seine ,sinne lebendig geworden1 viel hatten sie gelernt1 viel erfahren4 ,siddhartha hatte gelernt1 ,handel zu treiben1 ,macht ber ,menschen auszuben1 sich mit dem ,weibe zu vergngen1 er hatte gelernt1 schne ,kleider zu tragen1 ,dienern zu befehlen1 sich in wohlriechenden ,wassern zu baden4 ,er hatte gelernt1 zart und sorgfltig bereitete ,speisen zu essen1 auch den ,fisch1 auch ,fleisch und ,vogel1 ,gewrze und ,sigkeiten1 und den ,wein zu trinken1 der trge und vergessen macht4 ,er hatte gelernt1 mit ,wrfeln und auf dem ,schachbrette zu spielen1 ,tnzerinnen zuzusehen1 sich in der ,snfte tragen zu lassen1 auf einem weichen ,bett zu schlafen4 ,aber immer noch hatte er sich von den andern verschieden und ihnen berlegen gefhlt1 immer hatte er ihnen mit ein wenig ,spott zugesehen1 mit ein wenig spttischer ,verachtung1 mit eben jener ,verachtung1 wie sie ein ,samana stets fr ,weltleute fhlt4 ,wenn ,kamaswami krnklich war1 wenn er rgerlich war1 wenn er sich beleidigt fhlte1 wenn er von seinen ,kaufmannssorgen geplagt wurde1 immer hatte ,siddhartha es mit ,spott angesehen4 ,langsam und unmerklich nur1 mit den dahingehenden ,erntezeiten und ,regenzeiten1 war sein ,spott mder geworden1 war seine berlegenheit stiller geworden4 ,langsam nur1 zwischen seinen wachsenden ,reichtmern1 hatte ,siddhartha selbst etwas von der ,art der ,kindermenschen angenommen1 etwas von ihrer ,kindlichkeit und von ihrer ngstlichkeit4 ,und doch beneidete er sie1 beneidete sie desto mehr1 je hnlicher er ihnen wurde4 ,er beneidete sie um das ,eine1 was ihm fehlte und was sie hatten1 um die ,wichtigkeit1 welche sie ihrem ,leben beizulegen vermochten1 um die ,leidenschaftlichkeit ihrer ,freuden und ngste1 um das bange aber se ,glck ihrer ewigen ,verliebtheit4 ,in sich selbst1 in ,frauen1 in ihre ,kinder1 in ,ehre oder ,geld1 in ,plne oder ,hoffnungen verliebt waren diese ,menschen immerzu4 ,er aber lernte dies nicht von ihnen1 gerade dies nicht1 diese ,kinderfreude und ,kindertorheit2 er lernte von ihnen gerade das ,unangenehme1 was er selbst verachtete4 ,es geschah immer fter1 da er am ,morgen nach einem geselligen ,abend lange liegen blieb und sich dumpf und mde fhlte4 ,es geschah1 da er rgerlich und ungeduldig wurde1 wenn ,kamaswami ihn mit seinen ,sorgen lang weilte4 ,es geschah1 da er allzu laut lachte1 wenn er im ,wrfelspiel verlor4 ,sein ,gesicht war noch immer klger und geistiger als andre1 aber es lachte selten1 und nahm einen um den andern jene ,zge an1 die man im ,gesicht reicher ,leute so hufig findet1 jene ,zge der ,unzufriedenheit1 der ,krnklichkeit1 des ,mimutes1 der ,trgheit1 der ,lieblosigkeit4 ,langsam ergriff ihn die ,seelenkrankheit der ,reichen4 ,wie ein ,schleier1 wie ein dnner ,nebel senkte sich ,mdigkeit ber ,siddhartha1 langsam1 jeden ,tag ein wenig dichter1 jeden ,monat ein wenig trber1 jedes ,jahr ein wenig schwerer4 ,wie ein neues ,kleid mit der ,zeit alt wird1 mit der ,zeit seine schne ,farbe verliert1 ,flecken bekommt1 ,falten bekommt1 an den ,sumen abgestoen wird und hier und dort blde1 fdige ,stellen zu zeigen beginnt1 so war ,siddharthas neues ,leben1 das er nach seiner ,trennung von ,govinda begonnen hatte1 alt geworden1 so verlor es mit den hinrinnenden ,jahren ,farbe und ,glanz1 so sammelten sich ,falten und ,flecken auf ihm1 und im ,grunde verborgen1 hier und dort schon hlich hervorblickend1 wartete ,enttuschung und ,ekel4 ,siddhartha merkte es nicht4 ,er merkte nur1 dass jene helle und sichere ,stimme seines ,innern1 die einst in ihm erwacht war und ihn in seinen glnzenden ,zeiten je und je geleitet hatte1 schweigsam geworden war4 ,die ,welt hatte ihn eingefangen1 die ,lust1 die ,begehrlichkeit1 die ,trgheit1 und zuletzt auch noch jenes ,laster1 das er als das trichteste stets am meisten verachtet und gehhnt hatte3 die ,habgier4 ,auch das ,eigentum1 der ,besitz und ,reichtum hatte ihn schlielich eingefangen1 war ihm kein ,spiel und ,tand mehr1 war ,kette und ,last geworden4 ,auf einem seltsamen und listigen ,wege war ,siddhartha in diese letzte und schndeste ,abhngigkeit geraten1 durch das ,wrfelspiel4 ,seit der ,zeit nmlich1 da er im ,herzen aufgehrt hatte1 ein ,samana zu sein1 begann ,siddhartha das ,spiel um ,geld und ,kostbarkeiten1 das er sonst lchelnd und lssig als eine ,sitte der ,kindermenschen mitgemacht hatte1 mit einer zunehmenden ,wut und ,leidenschaft zu treiben4 ,er war ein gefrchteter ,spieler1 wenige wagten es mit ihm1 so hoch und frech waren seine ,einstze4 ,er trieb das ,spiel aus der ,not seines ,herzens1 das ,verspielen und ,verschleudern des elenden ,geldes schuf ihm eine zornige ,freude1 auf keine andre ,weise konnte er seine ,verachtung des ,reichtums1 des ,gtzen der ,kaufleute1 deutlicher und hhnischer zeigen4 ,so spielte er hoch und schonungslos1 sich selbst hassend1 sich selbst verhhnend1 strich ,tausende ein1 warf ,tausende weg1 verspielte ,geld1 verspielte ,schmuck1 verspielte ein ,landhaus1 gewann wieder1 verspielte wieder4 ,jene ,angst1 jene furchtbare und beklemmende ,angst1 welche er whrend des ,wrfelns1 whrend des ,bangens um hohe ,einstze empfand1 jene ,angst liebte er und suchte sie immer zu erneuern1 immer zu steigern1 immer hher zu kitzeln1 denn in diesem ,gefhl allein noch fhlte er etwas wie ,glck1 etwas wie ,rausch1 etwas wie erhhtes ,leben inmitten seines gesttigten1 lauen1 faden ,lebens4 ,und nach jedem groen ,verluste sann er auf neuen ,reichtum1 ging eifriger dem ,handel nach1 zwang strenger seine ,schuldner zum ,zahlen1 denn er wollte weiter spielen1 er wollte weiter vergeuden1 weiter dem ,reichtum seine ,verachtung zeigen4 ,siddhartha verlor die ,gelassenheit bei ,verlusten1 er verlor die ,geduld gegen sumige ,zahler1 verlor die ,gutmtigkeit gegen ,bettler1 verlor die ,lust am ,verschenken und ,wegleihen des ,geldes an ,bittende4 ,er1 der zehntausend auf einen ,wurf verspielte und dazu lachte1 wurde im ,handel strenger und kleinlicher1 trumte nachts zuweilen von ,geld6 ,und so oft er aus dieser hlichen ,bezauberung erwachte1 so oft er sein ,gesicht im ,spiegel an der ,schlafzimmerwand gealtert und hlicher geworden sah1 so oft ,scham und ,ekel ihn berfiel1 floh er weiter1 floh in neues ,glcksspiel1 floh in ,betubungen der ,wollust1 des ,weines1 und von da zurck in den ,trieb des ,hufens und ,erwerbens4 ,in diesem sinnlosen ,kreislauf lief er sich mde1 lief er sich alt1 lief sich krank4 ,da mahnte ihn einst ein ,traum4 ,er war die ,abendstunden bei ,kamala gewesen1 in ihrem schnen ,lustgarten4 ,sie waren unter den ,bumen gesessen1 im ,gesprch1 und ,kamala hatte nachdenkliche ,worte gesagt1 ,worte1 hinter welchen sich eine ,trauer und ,mdigkeit verbarg4 ,von ,gotama hatte sie ihn gebeten zu erzhlen1 und konnte nicht genug von ihm hren1 wie rein sein ,auge1 wie still und schn sein ,mund1 wie gtig sein ,lcheln1 wie friedevoll sein ,gang gewesen4 ,lange hatte er ihr vom erhabenen ,buddha erzhlen mssen1 und ,kamala hatte geseufzt1 und hatte gesagt3 ,einst1 vielleicht bald1 werde auch ich diesem ,buddha folgen4 ,ich werde ihm meinen ,lustgarten schenken1 und werde meine ,zuflucht zu seiner ,lehre nehmen4 ,darauf aber hatte sie ihn gereizt1 und ihn im ,liebesspiel mit schmerzlicher ,inbrunst an sich gefesselt1 unter ,bissen und unter ,trnen1 als wolle sie noch einmal aus dieser eiteln1 vergnglichen ,lust den letzten sen ,tropfen pressen4 ,nie war es ,siddhartha so seltsam klar geworden1 wie nahe die ,wollust dem ,tode verwandt ist4 ,dann war er an ihrer ,seite gelegen1 und ,kamalas ,antlitz war ihm nahe gewesen1 und unter ihren ,augen und neben ihren ,mundwinkeln hatte er1 deutlich wie noch niemals1 eine bange ,schrift gelesen1 eine ,schrift von feinen ,linien1 von leisen ,furchen1 eine ,schrift1 die an den ,herbst und an das ,alter erinnerte1 wie denn auch ,siddhartha selbst1 der erst in den ,vierzigen stand1 schon hier und dort ergraute ,haare zwischen seinen schwarzen bemerkt hatte4 ,mdigkeit stand auf ,kamalas schnem ,gesicht geschrieben1 ,mdigkeit vom ,gehen eines langen ,weges1 der kein frohes ,ziel hat1 ,mdigkeit und beginnende ,welke1 und verheimlichte1 noch nicht gesagte1 vielleicht noch nicht einmal gewute ,bangigkeit3 ,furcht vor dem ,alter1 ,furcht vor dem ,herbste1 ,furcht vor dem ,sterbenmssen4 ,seufzend hatte er von ihr ,abschied genommen1 die ,seele voll ,unlust1 und voll verheimlichter ,bangigkeit4 ,dann hatte ,siddhartha die ,nacht in seinem ,hause mit ,tnzerinnen beim ,weine zugebracht1 hatte gegen seine ,standesgenossen den berlegenen gespielt1 welcher er nicht mehr war1 hatte viel ,wein getrunken und spt nach ,mitternacht sein ,lager aufgesucht1 mde und dennoch erregt1 dem ,weinen und der ,verzweiflung nahe1 und hatte lang vergeblich den ,schlaf gesucht1 das ,herz voll eines ,elendes1 das er nicht mehr ertragen zu knnen meinte1 voll eines ,ekels1 von dem er sich durchdrungen fhlte wie vom lauen1 widerlichen ,geschmack des ,weines1 der allzu sen1 den ,musik1 dem allzu weichen ,lcheln der ,tnzerinnen1 dem allzu sen ,duft ihrer ,haare und ,brste4 ,mehr aber als vor allem anderen ekelte ihm vor sich selbst1 vor seinen duftenden ,haaren1 vor dem ,weingeruch seines ,mundes1 vor der schlaffen ,mdigkeit und ,unlust seiner ,haut4 ,wie wenn einer1 der allzuviel gegessen oder getrunken hat1 es unter ,qualen wieder erbricht und doch der ,erleichterung froh ist1 so wnschte sich der ,schlaflose1 in einem ungeheuren ,schwall von ,ekel sich dieser ,gensse1 dieser ,gewohnheiten1 dieses ganzen sinnlosen ,lebens und seiner selbst zu entledigen4 ,erst beim ,schein des ,morgens und dem ,erwachen der ersten ,geschftigkeit auf der ,strae vor seinem ,stadthause war er eingeschlummert1 hatte fr wenige ,augenblicke eine halbe ,betubung1 eine ,ahnung von ,schlaf gefunden4 ,in diesen ,augenblicken hatte er einen ,traum3 ,kamala besa in einem goldenen ,kfig einen kleinen seltenen ,singvogel4 ,von diesem ,vogel trumte er4 ,er trumte3 dieser ,vogel war stumm geworden1 der sonst stets in der ,morgenstunde sang1 und da dies ihm auffiel1 trat er vor den ,kfig und blickte hinein1 da war der kleine ,vogel tot und lag steif am ,boden4 ,er nahm ihn heraus1 wog ihn einen ,augenblick in der ,hand und warf ihn dann weg1 auf die ,gasse hinaus1 und im gleichen ,augenblick erschrak er furchtbar1 und das ,herz tat ihm weh1 so1 als habe er mit diesem toten ,vogel allen ,wert und alles ,gute von sich geworfen4 ,aus diesem ,traum auffahrend1 fhlte er sich von tiefer ,traurigkeit umfangen4 ,wertlos1 so schien ihm1 wertlos und sinnlos hatte er sein ,leben dahingefhrt2 nichts ,lebendiges1 nichts irgendwie ,kstliches oder ,behaltenswertes war ihm in ,hnden geblieben4 ,allein stand er und leer1 wie ein ,schiffbrchiger am ,ufer4 ,finster begab sich ,siddhartha in einen ,lustgarten1 der ihm gehrte1 verschlo die ,pforte1 setzte sich unter einem ,mangobaum nieder1 fhlte den ,tod im ,herzen und das ,grauen in der ,brust1 sa und sprte1 wie es in ihm starb1 in ihm welkte1 in ihm zu ,ende ging4 ,allmhlich sammelte er seine ,gedanken1 und ging im ,geiste nochmals den ganzen ,weg seines ,lebens1 von den ersten ,tagen an1 auf welche er sich besinnen konnte4 ,wann denn hatte er ein ,glck erlebt1 eine wahre ,wonne gefhlt8 ,o ja1 mehrere ,male hatte er solches erlebt4 ,in den ,knabenjahren hatte er es gekostet1 wenn er von den ,brahmanen ,lob errungen hatte er es in seinem ,herzen gefhlt3 ,ein ,weg liegt vor dem ,hersagen der heiligen ,verse1 im ,disput mit den ,gelehrten1 als ,gehilfe beim ,opfer ausgezeichnet hatte4 ,da hatte er es in seinem ,herzen gefhlt3 ,ein ,weg liegt vor dir1 zu dem du berufen bist1 auf dich warten die ,gtter4 ,und wieder als ,jngling1 da ihn das immer hher emporfliehende ,ziel alles ,nachdenkens aus der ,schar ,gleichstrebender heraus- und hinangerissen hatte1 da er in ,schmerzen um den ,sinn des ,brahman rang1 da jedes erreichte ,wissen nur neuen ,durst in ihm entfachte1 da wieder hatte er1 mitten im ,durst1 mitten im ,schmerze dieses selbe gefhlt3 ,weiter6 ,weiter6 ,du bist berufen6 ,diese ,stimme hatte er vernommen1 als er seine ,heimat verlassen und das ,leben des ,samana gewhlt hatte1 und wieder1 als er von den ,samanas hinweg zu jenem ,vollendeten1 und auch von ihm hinweg ins ,ungewisse gegangen war4 ,wie lange hatte er diese ,stimme nicht mehr gehrt1 wie lange keine ,hhe mehr erreicht1 wie eben und de war sein ,weg dahingegangen1 viele lange ,jahre1 ohne hohes ,ziel1 ohne ,durst1 ohne ,erhebung1 mit kleinen ,lsten zufrieden und dennoch nie begngt6 ,alle diese ,jahre hatte er1 ohne es selbst zu wissen1 sich bemht und danach gesehnt1 ein ,mensch wie diese vielen zu werden1 wie diese ,kinder1 und dabei war sein ,leben viel elender und rmer gewesen als das ihre1 denn ihre ,ziele waren nicht die seinen1 noch ihre ,sorgen1 diese ganze ,welt der ,kamaswami-,menschen war ihm ja nur ein ,spiel gewesen1 ein ,tanz1 dem man zusieht1 eine ,komdie4 ,einzig ,kamala war ihm lieb1 war ihm wertvoll gewesen--aber war sie es noch8 ,brauchte er sie noch1 oder sie ihn8 ,spielten sie nicht ein ,spiel ohne ,ende8 ,war es notwendig1 dafr zu leben8 ,nein1 es war nicht notwendig6 ,dieses ,spiel hie ,sansara1 ein ,spiel fr ,kinder1 ein ,spiel1 vielleicht hold zu spielen1 einmal1 zweimal1 zehnmal--aber immer und immer wieder8 ,da wute ,siddhartha1 da das ,spiel zu ,ende war1 da er es nicht mehr spielen knne4 ,ein ,schauder lief ihm ber den ,leib1 in seinem ,innern1 so fhlte er1 war etwas gestorben4 ,jenen ganzen ,tag sa er unter dem ,mangobaume1 seines ,vaters gedenkend1 ,govindas gedenkend1 ,gotamas gedenkend4 ,hatte er diese verlassen mssen1 um ein ,kamaswami zu werden8 ,er sa noch1 als die ,nacht angebrochen war4 ,als er aufschauend die ,sterne erblickte1 dachte er3 ,hier sitze ich unter meinem ,mangobaume1 in meinem ,lustgarten4 ,er lchelte ein wenig--war es denn notwendig1 war es richtig1 war es nicht ein trichtes ,spiel1 da er einen ,mangobaum1 da er einen ,garten besa8 ,auch damit schlo er ab1 auch das starb in ihm4 ,er erhob sich1 nahm ,abschied vom ,mangobaum1 ,abschied vom ,lustgarten4 ,da er den ,tag ohne ,speise geblieben war1 fhlte er heftigen ,hunger1 und gedachte an sein ,haus in der ,stadt1 an sein ,gemach und ,bett1 an den ,tisch mit den ,speisen4 ,er lchelte mde1 schttelte sich und nahm ,abschied von diesen ,dingen4 ,in derselben ,nachtstunde verlie ,siddhartha seinen ,garten1 verlie die ,stadt und kam niemals wieder4 ,lange lie ,kamaswami nach ihm suchen1 der ihn in ,ruberhand gefallen glaubte4 ,kamala lie nicht nach ihm suchen4 ,als sie erfuhr1 da ,siddhartha verschwunden sei1 wunderte sie sich nicht4 ,hatte sie es nicht immer erwartet8 ,war er nicht ein ,samana1 ein ,heimloser1 ein ,pilger8 ,und am meisten hatte sie dies beim letzten ,zusammensein gefhlt1 und sie freute sich mitten im ,schmerz des ,verlustes1 da sie ihn dieses letzte ,mal noch so innig an ihr ,herz gezogen sich noch einmal so ganz von ihm besessen und durchdrungen gefhlt hatte4 ,als sie die erste ,nachricht von ,siddharthas ,verschwinden bekam1 trat sie ans ,fenster1 wo sie in einem goldenen ,kfig einen seltenen ,singvogel gefangen hielt4 ,sie ffnete die ,tr des ,kfigs1 nahm den ,vogel heraus und lie ihn fliegen4 ,lange sah sie ihm nach1 dem fliegenden ,vogel4 ,sie empfing von diesem ,tage an keine ,besucher mehr1 und hielt ihr ,haus verschlossen4 ,nach einiger ,zeit aber ward sie inne1 da sie von dem letzten ,zusammensein mit ,siddhartha schwanger sei4 ,,am ,,flusse ,siddhartha wanderte im ,walde1 schon fern von der ,stadt1 und wute nichts als das eine1 da er nicht mehr zurck konnte1 da dies ,leben1 wie er es nun viele ,jahre lang gefhrt1 vorber und dahin und bis zum ,ekel ausgekostet und ausgesogen war4 ,tot war der ,singvogel1 von dem er getrumt4 ,tot war der ,vogel in seinem ,herzen4 ,tief war er in ,sansara verstrickt1 ,ekel und ,tod hatte er von allen ,seiten in sich eingesogen1 wie ein ,schwamm ,wasser einsaugt1 bis er voll ist4 ,voll war er von berdru1 voll von ,elend1 voll von ,tod1 nichts mehr gab es in der ,welt1 das ihn locken1 das ihn freuen1 das ihn trsten konnte4 ,sehnlich wnschte er1 nichts mehr von sich zu wissen1 ,ruhe zu haben1 tot zu sein4 ,kme doch ein ,blitz und erschlge ihn6 ,kme doch ein ,tiger und fre ihn6 ,gbe es doch einen ,wein1 ein ,gift1 das ihm ,betubung brchte1 ,vergessen und ,schlaf1 und kein ,erwachen mehr6 ,gab es denn noch irgendeinen ,schmutz1 mit dem er sich nicht beschmutzt hatte1 eine ,snde und ,torheit1 die er nicht begangen1 eine ,seelende1 die er nicht auf sich geladen hatte8 ,war es denn noch mglich1 zu leben8 ,war es mglich1 nochmals und nochmals wieder ,atem zu ziehen1 ,atem auszustoen1 ,hunger zu fhlen1 wieder zu essen1 wieder zu schlafen1 wieder beim ,weibe zu liegen8 ,war dieser ,kreislauf nicht fr ihn erschpft und abgeschlossen8 ,siddhartha gelangte an den groen ,flu im ,walde1 an denselben ,flu1 ber welchen ihn einst1 als er noch ein junger ,mann war und von der ,stadt des ,gotama kam1 ein ,fhrmann gefhrt hatte4 ,an diesem ,flusse machte er ,halt1 blieb zgernd beim ,ufer stehen4 ,mdigkeit und ,hunger hatten ihn geschwcht1 und wozu auch sollte er weitergehen1 wohin denn1 zu welchem ,ziel8 ,nein1 es gab keine ,ziele mehr1 es gab nichts mehr als die tiefe1 leidvolle ,sehnsucht1 diesen ganzen wsten ,traum von sich zu schtteln1 diesen schalen ,wein von sich zu speien1 diesem jmmerlichen und schmachvollen ,leben ein ,ende zu machen4 ber das ,fluufer hing ein ,baum gebeugt1 ein ,kokosbaum1 an dessen ,stamm lehnte sich ,siddhartha mit der ,schulter1 legte den ,arm um den ,stamm und blickte in das grne ,wasser hinab1 das unter ihm zog und zog1 blickte hinab und fand sich ganz und gar von dem ,wunsche erfllt1 sich loszulassen und in diesem ,wasser unterzugehen4 ,eine schauerliche ,leere spiegelte ihm aus dem ,wasser entgegen1 welcher die furchtbare ,leere in seiner ,seele ,antwort gab4 ,ja1 er war am ,ende4 ,nichts mehr gab es fr ihn1 als sich auszulschen1 als das milungene ,gebilde seines ,lebens zu zerschlagen1 es wegzuwerfen1 hohnlachenden ,gttern vor die ,fe4 ,dies war das groe ,erbrechen1 nach dem er sich gesehnt hatte3 der ,tod1 das ,zerschlagen der ,form1 die er hate6 ,mochten ihn die ,fische fressen1 diesen ,hund von ,siddhartha1 diesen ,irrsinnigen1 diesen verdorbenen und verfaulten ,leib1 diese erschlaffte und mibrauchte ,seele6 ,mochten die ,fische und ,krokodile ihn fressen1 mochten die ,dmonen ihn zerstcken6 ,mit verzerrtem ,gesichte starrte er ins ,wasser1 sah sein ,gesicht gespiegelt und spie danach4 ,in tiefer ,mdigkeit lste er den ,arm vom ,baumstamme und drehte sich ein wenig1 um sich senkrecht hinabfallen zu lassen1 um endlich unterzugehen4 ,er sank1 mit geschlossenen ,augen1 dem ,tod entgegen4 ,da zuckte aus entlegenen ,bezirken seiner ,seele1 aus ,vergangenheiten seines ermdeten ,lebens her ein ,klang4 ,es war ein ,wort1 eine ,silbe1 die er ohne ,gedanken mit lallender ,stimme vor sich hinsprach1 das alte ,anfangswort und ,schluwort aller brahmanischen ,gebete1 das heilige ,,om1 das so viel bedeutet wie das ,vollkommene oder die ,vollendung4 ,und im ,augenblick1 da der ,klang ,om ,siddharthas ,ohr berhrte1 erwachte sein entschlummerter ,geist pltzlich1 und erkannte die ,torheit seines ,tuns4 ,siddhartha erschrak tief4 ,so also stand es um ihn1 so verloren war er1 so verirrt und von allem ,wissen verlassen1 da er den ,tod hatte suchen knnen1 da dieser ,wunsch1 dieser ,kinderwunsch in ihm hatte gro werden knnen3 ,ruhe zu finden1 indem er seinen ,leib auslschte6 ,was alle ,qual dieser letzten ,zeiten1 alle ,ernchterung1 alle ,verzweiflung nicht bewirkt hatte1 das bewirkte dieser ,augenblick1 da das ,om in sein ,bewutsein drang3 da er sich in seinem ,elend und in seiner ,irrsal erkannte4 ,om6 sprach er vor sich hin3 ,om6 ,und wute um ,brahman1 wute um die ,unzerstrbarkeit des ,lebens1 wute um alles ,gttliche wieder1 das er vergessen hatte4 ,doch war dies nur ein ,augenblick1 ein ,blitz4 ,am ,fu des ,kokosbaumes sank ,siddhartha nieder1 von der ,ermdung hingestreckt1 ,om murmelnd1 legte sein ,haupt auf die ,wurzel des ,baumes und sank in tiefen ,schlaf4 ,tief war sein ,schlaf und frei von ,trumen1 seit langer ,zeit hatte er einen solchen ,schlaf nicht mehr gekannt4 ,als er nach manchen ,stunden erwachte1 war ihm1 als seien zehn ,jahre vergangen1 er hrte das leise ,strmen des ,wassers1 wute nicht1 wo er sei und wer ihn hierher gebracht habe1 schlug die ,augen auf1 sah mit ,verwunderung ,bume und ,himmel ber sich1 und erinnerte sich1 wo er wre und wie er hierher gekommen sei4 ,doch bedurfte er hierzu einer langen ,weile1 und das ,vergangene erschien ihm wie von einem ,schleier berzogen1 unendlich fern1 unendlich weit weg gelegen1 unendlich gleichgltig4 ,er wute nur1 da er sein frheres ,leben 7im ersten ,augenblick der ,besinnung erschien ihm dies frhere ,leben wie eine weit zurckliegende1 einstige ,verkrperung1 wie eine frhe ,vorgeburt seines jetzigen ,ich7--da er sein frheres ,leben verlassen habe1 da er voll ,ekel und ,elend sogar sein ,leben habe wegwerfen wollen1 da er aber an einem ,flusse1 unter einem ,kokosbaume1 zu sich gekommen sei1 das heilige ,wort ,om auf den ,lippen1 dann entschlummert sei1 und nun erwacht als ein neuer ,mensch in die ,welt blicke4 ,leise sprach er das ,wort ,om vor sich hin1 ber welchem er eingeschlafen war1 und ihm schien sein ganzer langer ,schlaf sei nichts als ein langes1 versunkenes ,om-,sprechen gewesen1 ein ,om-,denken1 ein ,untertauchen und vlliges ,eingehen in ,om1 in das ,namenlose1 ,vollendete4 ,was fr ein wunderbarer ,schlaf war dies doch gewesen6 ,niemals hatte ein ,schlaf ihn so erfrischt1 so erneut1 so verjngt6 ,vielleicht war er wirklich gestorben1 war untergegangen und in einer neuen ,gestalt wiedergeboren8 ,aber nein1 er kannte sich1 er kannte seine ,hand und seine ,fe1 kannte den ,ort1 an dem er lag1 kannte dies ,ich in seiner ,brust1 diesen ,siddhartha1 den ,eigenwilligen1 den ,seltsamen1 aber dieser ,siddhartha war dennoch verwandelt1 war erneut1 war merkwrdig ausgeschlafen1 merkwrdig wach1 freudig und neugierig4 ,siddhartha richtete sich empor1 da sah er sich gegenber einen ,menschen sitzen1 einen fremden ,mann1 einen ,mnch in gelbem ,gewande mit rasiertem ,kopfe1 in der ,stellung des ,nachdenkens4 ,er betrachtete den ,mann1 der weder ,haupthaar noch ,bart an sich hatte1 und nicht lange hatte er ihn betrachtet1 da erkannte er in diesem ,mnche ,govinda1 den ,freund seiner ,jugend1 ,govinda1 der seine ,zuflucht zum erhabenen ,buddha genommen hatte4 ,govinda war gealtert1 auch er1 aber noch immer trug sein ,gesicht die alten ,zge1 sprach von ,eifer1 von ,treue1 von ,suchen1 von ngstlichkeit4 ,als nun aber ,govinda1 seinen ,blick fhlend1 das ,auge aufschlug und ihn anschaute1 sah ,siddhartha1 da ,govinda ihn nicht erkenne4 ,govinda freute sich1 ihn wach zu finden1 offenbar hatte er lange hier gesessen und auf sein ,erwachen gewartet1 obwohl er ihn nicht kannte4 ,ich habe geschlafen1 sagte ,siddhartha4 ,wie bist denn du hierher gekommen8 ,du hast geschlafen1 antwortete ,govinda4 ,es ist nicht gut1 an solchen ,orten zu schlafen1 wo hufig ,schlangen sind und die ,tiere des ,waldes ihre ,wege haben4 ,ich1 o ,herr1 bin ein ,jnger des erhabenen ,gotama1 des ,buddha1 des ,sakyamuni1 und bin mit einer ,zahl der ,unsrigen diesen ,weg gepilgert1 da sah ich dich liegen und schlafen an einem ,orte1 wo es gefhrlich ist zu schlafen4 ,darum suchte ich dich zu wecken1 o ,herr1 und da ich sah1 da dein ,schlaf sehr tief war1 blieb ich hinter den ,meinigen zurck und sa bei dir4 ,und dann1 so scheint es1 bin ich selbst eingeschlafen1 der ich deinen ,schlaf bewachen wollte4 ,schlecht habe ich meinen ,dienst versehen1 ,mdigkeit hat mich bermannt4 ,aber nun1 da du ja wach bist1 la mich gehen1 damit ich meine ,brder einhole4 ,ich danke dir1 ,samana1 da du meinen ,schlaf behtet hast1 sprach ,siddhartha4 ,freundlich seid ,ihr ,jnger des ,erhabenen4 ,nun magst du denn gehen4 ,ich gehe1 ,herr4 ,mge der ,herr sich immer wohl befinden4 ,ich danke dir1 ,samana4 ,govinda machte das ,zeichen des ,grues und sagte3 ,lebe wohl4 ,lebe wohl1 ,govinda1 sagte ,siddhartha4 ,der ,mnch blieb stehen4 ,erlaube1 ,herr1 woher kennst du meinen ,namen8 ,da lchelte ,siddhartha4 ,ich kenne dich1 o ,govinda1 aus der ,htte deines ,vaters1 und aus der ,brahmanenschule1 und von den ,opfern1 und von unsrem ,gang zu den ,samanas1 und von jener ,stunde1 da du im ,hain ,jetavana deine ,zuflucht zum ,erhabenen nahmest4 ,du bist ,siddhartha6 rief ,govinda laut4 ,jetzt erkenne ich dich1 und begreife nicht mehr1 wie ich dich nicht sogleich erkennen konnte4 ,sei willkommen1 ,siddhartha1 gro ist meine ,freude1 dich wiederzusehen4 ,auch mich erfreut es1 dich wiederzusehen4 ,du bist der ,wchter meines ,schlafes gewesen1 nochmals danke ich dir dafr1 obwohl ich keines ,wchters bedurft htte4 ,wohin gehst du1 o ,freund8 ,nirgendshin gehe ich4 ,immer sind wir ,mnche unterwegs1 solange nicht ,regenzeit ist1 immer ziehen wir von ,ort zu ,ort1 leben nach der ,regel1 verkndigen die ,lehre1 nehmen ,almosen1 ziehen weiter4 ,immer ist es so4 ,du aber1 ,siddhartha1 wo gehst du hin8 ,sprach ,siddhartha3 ,auch mit mir steht es so1 ,freund1 wie mit dir4 ,ich gehe nirgendhin4 ,ich bin nur unterwegs4 ,ich pilgere4 ,govinda sprach3 ,du sagst3 du pilgerst1 und ich glaube dir4 ,doch verzeih1 o ,siddhartha1 nicht wie ein ,pilger siehst du aus4 ,du trgst das ,kleid eines ,reichen1 du trgst die ,schuhe eines ,vornehmen1 und dein ,haar1 das nach wohlriechendem ,wasser duftet1 ist nicht das ,haar eines ,pilgers1 nicht das ,haar eines ,samanas4 ,wohl1 ,lieber1 gut hast du beobachtet1 alles sieht dein scharfes ,auge4 ,doch habe ich nicht zu dir gesagt1 da ich ein ,samana sei4 ,ich sagte3 ich pilgere4 ,und so ist es3 ich pilgere4 ,du pilgerst1 sagte ,govinda4 ,aber wenige pilgern in solchem ,kleide1 wenige in solchen ,schuhen1 wenige mit solchen ,haaren4 ,nie habe ich1 der ich schon viele ,jahre pilgere1 solch einen ,pilger angetroffen4 ,ich glaube es dir1 mein ,govinda4 ,aber nun1 heute1 hast du eben einen solchen ,pilger angetroffen1 in solchen ,schuhen1 mit solchem ,gewande4 ,erinnere dich1 ,lieber3 ,vergnglich ist die ,welt der ,gestaltungen1 vergnglich1 hchst vergnglich sind unsere ,gewnder1 und die ,tracht unserer ,haare1 und unsere ,haare und ,krper selbst4 ,ich trage die ,kleider eines ,reichen1 da hast du recht gesehen4 ,ich trage sie1 denn ich bin ein ,reicher gewesen1 und trage das ,haar wie die ,weltleute und ,lstlinge1 denn einer von ihnen bin ich gewesen4 ,und jetzt1 ,siddhartha1 was bist du jetzt8 ,ich wei es nicht1 ich wei es so wenig wie du4 ,ich bin unterwegs4 ,ich war ein ,reicher1 und bin es nicht mehr2 und was ich morgen sein werde1 wei ich nicht4 ,du hast deinen ,reichtum verloren8 ,ich habe ihn verloren1 oder er mich4 ,er ist mir abhanden gekommen4 ,schnell dreht sich das ,rad der ,gestaltungen1 ,govinda4 ,wo ist der ,brahmane ,siddhartha8 ,wo ist der ,samana ,siddhartha8 ,wo ist der ,reiche ,siddhartha8 ,schnell wechselt das ,vergngliche1 ,govinda1 du weit es4 ,govinda blickte den ,freund seiner ,jugend lange an1 ,zweifel im ,auge4 ,darauf grte er ihn1 wie man ,vornehme grt1 und ging seines ,weges4 ,mit lchelndem ,gesicht schaute ,siddhartha ihm nach1 er liebte ihn noch immer1 diesen ,treuen1 diesen ngstlichen4 ,und wie htte er1 in diesem ,augenblick1 in dieser herrlichen ,stunde nach seinem wunderbaren ,schlafe1 durchdrungen von ,om1 irgend jemand und irgend etwas nicht lieben sollen6 ,eben darin bestand die ,verzauberung1 welche im ,schlafe und durch das ,om in ihm geschehen war1 da er alles liebte1 da er voll froher ,liebe war zu allem1 was er sah4 ,und eben daran1 so schien es ihm jetzt1 war er vorher so sehr krank gewesen1 da er nichts und niemand hatte lieben knnen4 ,mit lchelndem ,gesichte schaute ,siddhartha dem hinweggehenden ,mnche nach4 ,der ,schlaf hatte ihn sehr gestrkt1 sehr aber qulte ihn der ,hunger1 denn er hatte nun zwei ,tage nichts gegessen1 und lange war die ,zeit vorber1 da er hart gegen den ,hunger gewesen war4 ,mit ,kummer1 und doch auch mit ,lachen1 gedachte er jener ,zeit4 ,damals1 so erinnerte er sich1 hatte er sich vor ,kamala dreier ,dinge gerhmt1 hatte drei edle und unberwindliche ,knste gekonnt3 ,fasten--,warten--,denken4 ,dies war sein ,besitz gewesen1 seine ,macht und ,kraft1 sein fester ,stab1 in den fleiigen1 mhseligen ,jahren seiner ,jugend hatte er diese drei ,knste gelernt1 nichts anderes4 ,und nun hatten sie ihn verlassen1 keine von ihnen war mehr sein1 nicht ,fasten1 nicht ,warten1 nicht ,denken4 ,um das ,elendeste hatte er sie hingegeben1 um das ,vergnglichste1 um ,sinnenlust1 um ,wohlleben1 um ,reichtum6 ,seltsam war es ihm in der ,tat ergangen4 ,und jetzt1 so schien es1 jetzt war er wirklich ein ,kindermensch geworden4 ,siddhartha dachte ber seine ,lage nach4 ,schwer fiel ihm das ,denken1 er hatte im ,grunde keine ,lust dazu1 doch zwang er sich4 ,nun1 dachte er1 da alle diese vergnglichsten ,dinge mir wieder entglitten sind1 nun stehe ich wieder unter der ,sonne1 wie ich einst als kleines ,kind gestanden bin1 nichts ist mein1 nichts kann ich1 nichts vermag ich1 nichts habe ich gelernt4 ,wie ist dies wunderlich6 ,jetzt1 wo ich nicht mehr jung bin1 wo meine ,haare schon halb grau sind1 wo die ,krfte nachlassen1 jetzt fange ich wieder von vorn und beim ,kinde an6 ,wieder mute er lcheln4 ,ja1 seltsam war sein ,geschick6 ,es ging abwrts mit ihm1 und nun stand er wieder leer und nackt und dumm in der ,welt4 ,aber ,kummer darber konnte er nicht empfinden1 nein1 er fhlte sogar groen ,anreiz zum ,lachen1 zum ,lachen ber sich1 zum ,lachen ber diese seltsame1 trichte ,welt4 ,abwrts geht es mit dir6 sagte er zu sich selber1 und lachte dazu1 und wie er es sagte1 fiel sein ,blick auf den ,flu1 und auch den ,flu sah er abwrts gehen1 immer abwrts wandern1 und dabei singen und frhlich sein4 ,das gefiel ihm wohl1 freundlich lchelte er dem ,flusse zu4 ,war dies nicht der ,flu1 in welchem er sich hatte ertrnken wollen1 einst1 vor hundert ,jahren1 oder hatte er das getrumt8 ,wunderlich in der ,tat war mein ,leben1 so dachte er1 wunderliche ,umwege hat es genommen4 ,als ,knabe habe ich nur mit ,gttern und ,opfern zu tun gehabt4 ,als ,jngling habe ich nur mit ,askese1 mit ,denken und ,versenkung zu tun gehabt1 war auf der ,suche nach ,brahman1 verehrte das ,ewige im ,atman4 ,als junger ,mann aber zog ich den ,bern nach1 lebte im ,walde1 litt ,hitze und ,frost1 lernte hungern1 lehrte meinen ,leib absterben4 ,wunderbar kam mir alsdann in der ,lehre des groen ,buddha ,erkenntnis entgegen1 ich fhlte ,wissen um die ,einheit der ,welt in mir kreisen wie mein eigenes ,blut4 ,aber auch von ,buddha und von dem groen ,wissen mute ich wieder fort4 ,ich ging und lernte bei ,kamala die ,liebeslust1 lernte bei ,kamaswami den ,handel1 hufte ,geld1 vertat ,geld1 lernte meinen ,magen lieben1 lernte meinen ,sinnen schmeicheln4 ,viele ,jahre mute ich damit hinbringen1 den ,geist zu verlieren1 das ,denken wieder zu verlernen1 die ,einheit zu vergessen4 ,ist es nicht so1 als sei ich langsam und auf groen ,umwegen aus einem ,mann ein ,kind geworden1 aus einem ,denker ein ,kindermensch8 ,und doch ist dieser ,weg sehr gut gewesen1 und doch ist der ,vogel in meiner ,brust nicht gestorben4 ,aber welch ein ,weg war das6 ,ich habe durch so viel ,dummheit1 durch so viel ,laster1 durch so viel ,irrtum1 durch so viel ,ekel und ,enttuschung und ,jammer hindurchgehen mssen1 blo um wieder ein ,kind zu werden und neu anfangen zu knnen4 ,aber es war richtig so1 mein ,herz sagt ,ja dazu1 meine ,augen lachen dazu4 ,ich habe ,verzweiflung erleben mssen1 ich habe hinabsinken mssen bis zum trichtesten aller ,gedanken1 zum ,gedanken des ,selbstmordes1 um ,gnade erleben zu knnen1 um wieder ,om zu vernehmen1 um wieder richtig schlafen und richtig erwachen zu knnen4 ,ich habe ein ,tor werden mssen1 um ,atman wieder in mir zu finden4 ,ich habe sndigen mssen1 um wieder leben zu knnen4 ,wohin noch mag mein ,weg mich fhren8 ,nrrisch ist er1 dieser ,weg1 er geht in ,schleifen1 er geht vielleicht im ,kreise4 ,mag er gehen1 wie er will1 ich will ihn gehen4 ,wunderbar fhlte er in seiner ,brust die ,freude wallen4 ,woher denn1 fragte er sein ,herz1 woher hast du diese ,frhlichkeit8 ,kommt sie wohl aus diesem langen1 guten ,schlafe her1 der mir so sehr wohlgetan hat8 ,oder von dem ,worte ,om1 das ich aussprach8 ,oder davon1 da ich entronnen bin1 da meine ,flucht vollzogen ist1 da ich endlich wieder frei bin und wie ein ,kind unter dem ,himmel stehe8 ,o wie gut ist dies ,geflohensein1 dies ,freigewordensein6 ,wie rein und schn ist hier die ,luft1 wie gut zu atmen6 ,dort1 von wo ich entlief1 dort roch alles nach ,salbe1 nach ,gewrzen1 nach ,wein1 nach berflu1 nach ,trgheit4 ,wie hate ich diese ,welt der ,reichen1 der ,schlemmer1 der ,spieler6 ,wie habe ich mich selbst gehat1 da ich so lang in dieser schrecklichen ,welt geblieben bin6 ,wie habe ich mich gehat1 habe mich beraubt1 vergiftet1 gepeinigt1 habe mich alt und bse gemacht6 ,nein1 nie mehr werde ich1 wie ich es einst so gerne tat1 mir einbilden1 da ,siddhartha weise sei6 ,dies aber habe ich gut gemacht1 dies gefllt mir1 dies mu ich loben1 da es nun ein ,ende hat mit jenem ,ha gegen mich selber1 mit jenem trichten und den ,leben6 ,ich lobe dich1 ,siddharta1 nach soviel ,jahren der ,torheit hast du wieder einmal einen ,einfall gehabt1 hast etwas getan1 hast den ,vogel in deiner ,brust singen hren und bist ihm gefolgt6 ,so lobte er sich1 hatte ,freude an sich1 hrte neugierig seinem ,magen zu1 der vor ,hunger knurrte4 ,ein ,stck ,leid1 ein ,stck ,elend hatte er nun1 so fhlte er1 in diesen letzten ,zeiten und ,tagen ganz und gar durchgekostet und ausgespien1 bis zur ,verzweiflung und bis zum ,tode ausgefressen4 ,so war es gut4 ,lange noch htte er bei ,kamaswami bleiben knnen1 ,geld erwerben1 ,geld vergeuden1 seinen ,bauch msten und seine ,seele verdursten lassen1 lange noch htte er in dieser sanften1 wohlgepolsterten ,hlle wohnen knnen1 wre dies nicht gekommen3 der ,augenblick der vollkommenen ,trostlosigkeit und ,verzweiflung1 jener uerste ,augenblick1 da er ber dem strmenden ,wasser hing und bereit war1 sich zu vernichten4 ,da er diese ,verzweiflung1 diesen tiefsten ,ekel gefhlt hatte1 und da er ihm nicht erlegen war1 da der ,vogel1 die frohe ,quelle und ,stimme in ihm doch noch lebendig war1 darber fhlte er diese ,freude1 darber lachte er1 darber strahlte sein ,gesicht unter den ergrauten ,haaren4 ,es ist gut1 dachte er1 alles selber zu kosten1 was man zu wissen ntig hat4 ,da ,weltlust und ,reichtum nicht vom ,guten sind1 habe ich schon als ,kind gelernt4 ,gewut habe ich es lange1 erlebt habe ich es erst jetzt4 ,und nun wei ich es1 wei es nicht nur mit dem ,gedchtnis1 sondern mit meinen ,augen1 mit meinem ,herzen1 mit meinem ,magen4 ,wohl mir1 da ich es wei6 ,lange sann er nach ber seine ,verwandlung1 lauschte dem ,vogel1 wie er vor ,freude sang4 ,war nicht dieser ,vogel in ihm gestorben1 hatte er nicht seinen ,tod gefhlt8 ,nein1 etwas anderes in ihm war gestorben1 etwas1 das schon1 lange sich nach ,sterben gesehnt hatte4 ,war es nicht das1 was er einst in seinen glhenden ,berjahren hatte abtten wollen8 ,war es nicht sein ,ich1 sein kleines1 banges und stolzes ,ich1 mit dem er so viele ,jahre gekmpft hatte1 das ihn immer wieder besiegt hatte1 das nach jeder ,abttung wieder da war1 ,freude verbot1 ,furcht empfand8 ,war es nicht dies1 was heute endlich seinen ,tod gefunden hatte1 hier im ,walde an diesem lieblichen ,flusse8 ,war es nicht dieses ,todes wegen1 da er jetzt wie ein ,kind war1 so voll ,vertrauen1 so ohne ,furcht1 so voll ,freude8 ,nun auch ahnte ,siddhartha1 warum er als ,brahmane1 als ,ber vergeblich mit diesem ,ich gekmpft hatte4 ,zu viel ,wissen hatte ihn gehindert1 zu viel heilige ,verse1 zu viel ,opferregeln1 zu viel ,kasteiung1 zu viel ,tun und ,streben6 ,voll ,hochmut war er gewesen1 immer der ,klgste1 immer der ,eifrigste1 immer allen um einen ,schritt voran1 immer der ,wissende und ,geistige1 immer der ,priester oder ,weise4 ,in dies ,priestertum1 in diesen ,hochmut1 in diese ,geistigkeit hinein hatte sein ,ich sich verkrochen1 dort sa es fest und wuchs1 whrend er es mit ,fasten und ,bue zu tten meinte4 ,nun sah er es1 und sah1 da die heimliche ,stimme ,recht gehabt hatte1 da kein ,lehrer ihn je htte erlsen knnen4 ,darum hatte er in die ,welt gehen mssen1 sich an ,lust und ,macht1 an ,weib und ,geld verlieren mssen1 hatte ein ,hndler1 ein ,wrfelspieler1 ,trinker und ,habgieriger werden mssen1 bis der ,priester und ,samana in ihm tot war4 ,darum hatte er weiter diese hlichen ,jahre ertragen mssen1 den ,ekel ertragen1 die ,leere1 die ,sinnlosigkeit eines den und verlorenen ,lebens1 bis zum ,ende1 bis zur bittern ,verzweiflung1 bis auch der ,lstling ,siddhartha1 der ,habgierige ,siddhartha sterben konnte4 ,er war gestorben1 ein neuer ,siddhartha war aus dem ,schlaf erwacht4 ,auch er wrde alt werden1 auch er wrde einst sterben mssen1 vergnglich war ,siddhartha1 vergnglich war jede ,gestaltung4 ,heute aber war er jung1 war ein ,kind1 der neue ,siddhartha1 und war voll ,freude4 ,diese ,gedanken dachte er1 lauschte lchelnd auf seinen ,magen1 hrte dankbar einer summenden ,biene zu4 ,heiter blickte er in den strmenden ,flu1 nie hatte ihm ein ,wasser so wohl gefallen wie dieses1 nie hatte er ,stimme und ,gleichnis des ziehenden ,wassers so stark und schn vernommen4 ,ihm schien1 es habe der ,flu ihm etwas ,besonderes zu sagen1 etwas1 das er noch nicht wisse1 das noch auf ihn warte4 ,in diesem ,flu hatte sich ,siddhartha ertrnken wollen1 in ihm war der alte1 mde1 verzweifelte ,siddhartha heute ertrunken4 ,der neue ,siddhartha aber fhlte eine tiefe ,liebe zu diesem strmenden ,wasser1 und beschlo bei sich1 es nicht so bald wieder zu verlassen4 ,,der ,f,,hrmann ,an diesem ,flu will ich bleiben1 dachte ,siddhartha1 es ist der selbe1 ber den ich einstmals auf dem ,wege zu den ,kindermenschen gekommen bin1 ein freundlicher ,fhrmann hat mich damals gefhrt1 zu ihm will ich gehen1 von seiner ,htte aus fhrte mich einst mein ,weg in ein neues ,leben1 das nun alt geworden und tot ist--mge auch mein jetziger ,weg1 mein jetziges neues ,leben dort seinen ,ausgang nehmen6 ,zrtlich blickte er in das strmende ,wasser1 in das durchsichtige ,grn1 in die kristallenen ,linien seiner geheimnisreichen ,zeichnung4 ,lichte ,perlen sah er aus der ,tiefe steigen1 stille ,luftblasen auf dem ,spiegel schwimmen1 ,himmelsblue darin abgebildet4 ,mit tausend ,augen blickte der ,flu ihn an1 mit grnen1 mit weien1 mit kristallnen1 mit himmelblauen4 ,wie liebte er dies ,wasser1 wie entzckte es ihn1 wie war er ihm dankbar6 ,im ,herzen hrte er die ,stimme sprechen1 die neu erwachte1 und sie sagte ihm3 ,liebe dies ,wasser6 ,bleibe bei ihm6 ,lerne von ihm6 ,o ja1 er wollte von ihm lernen1 er wollte ihm zuhren4 ,wer dies ,wasser und seine ,geheimnisse verstnde1 so schien ihm1 der wrde auch viel anderes verstehen1 viele ,geheimnisse1 alle ,geheimnisse4 ,von den ,geheimnissen des ,flusses aber sah er heute nur eines1 das ergriff seine ,seele4 ,er sah3 dies ,wasser lief und lief1 immerzu lief es1 und war doch immer da1 war immer und allezeit dasselbe und doch jeden ,augenblick neu6 ,o wer dies fate1 dies verstnde6 ,er verstand und fate es nicht1 fhlte nur ,ahnung sich regen1 ferne ,erinnerung1 gttliche ,stimmen4 ,siddhartha erhob sich1 unertrglich wurde das ,treiben des ,hungers in seinem ,leibe4 ,hingenommen wanderte er weiter1 den ,uferpfad hinan1 dem ,strom entgegen1 lauschte auf die ,strmung1 lauschte auf den knurrenden ,hunger in seinem ,leibe4 ,als er die ,fhre erreichte1 lag eben das ,boot bereit1 und derselbe ,fhrmann1 welcher einst den jungen ,samana ber den ,flu gesetzt hatte1 stand im ,boot1 ,siddhartha erkannte ihn wieder1 auch er war stark gealtert4 ,willst du mich bersetzen8 fragte er4 ,der ,fhrmann1 erstaunt1 einen so vornehmen ,mann allein und zu ,fue wandern zu sehen1 nahm ihn ins ,boot und stie ab4 ,ein schnes ,leben hast du dir erwhlt1 sprach der ,gast4 ,schn mu es sein1 jeden ,tag an diesem ,wasser zu leben und auf ihm zu fahren4 ,lchelnd wiegte sich der ,ruderer3 ,es ist schn1 ,herr1 es ist1 wie du sagst4 ,aber ist nicht jedes ,leben1 ist nicht jede ,arbeit schn8 ,es mag wohl sein4 ,dich aber beneide ich um die ,deine4 ,ach1 du mchtest bald die ,lust an ihr verlieren4 ,das ist nichts fr ,leute in feinen ,kleidern4 ,siddhartha lachte4 ,schon einmal bin ich heute um meiner ,kleider willen betrachtet worden1 mit ,mitrauen betrachtet4 ,willst du nicht1 ,fhrmann1 diese ,kleider1 die mir lstig sind1 von mir annehmen8 ,denn du mut wissen1 ich habe kein ,geld1 dir einen ,fhrlohn zu zahlen4 ,der ,herr scherzt1 lachte der ,fhrmann4 ,ich scherze nicht1 ,freund4 ,sieh1 schon einmal hast du mich in deinem ,boot ber dies ,wasser gefahren1 um ,gotteslohn4 ,so tue es auch heute1 und nimm meine ,kleider dafr an4 ,und will der ,herr ohne ,kleider weiterreisen8 ,ach1 am liebsten wollte ich gar nicht weiterreisen4 ,am liebsten wre es mir1 ,fhrmann1 wenn du mir eine alte ,schrze gbest und behieltest mich als deinen ,gehilfen bei dir1 vielmehr als deinen ,lehrling1 denn erst mu ich lernen1 mit dem ,boot umzugehen4 ,lange blickte der ,fhrmann den ,fremden an1 suchend4 ,jetzt erkenne ich dich1 sagte er endlich4 ,einst hast du in meiner ,htte geschlafen1 lange ist es her1 wohl mehr als zwanzig ,jahre mag das her sein1 und bist von mir ber den ,flu gebracht worden1 und wir nahmen ,abschied voneinander wie gute ,freunde4 ,warst du nicht ein ,samana8 ,deines ,namens kann ich mich nicht mehr entsinnen4 ,ich heie ,siddhartha1 und ich war ein ,samana1 als du mich zuletzt gesehen hast4 ,so sei willkommen1 ,siddhartha4 ,ich heie ,vasudeva4 ,du wirst1 so hoffe ich1 auch heute mein ,gast sein und in meiner ,htte schlafen1 und mir erzhlen1 woher du kommst1 und warum deine schnen ,kleider dir so lstig sind4 ,sie waren in die ,mitte des ,flusses gelangt1 und ,vasudeva legte sich strker ins ,ruder1 um gegen die ,strmung anzukommen4 ,ruhig arbeitete er1 den ,blick auf der ,bootspitze1 mit krftigen ,armen4 ,siddhartha sa und sah ihm zu1 und erinnerte sich1 wie schon einstmals1 an jenem letzten ,tage seiner ,samana-,zeit1 ,liebe zu diesem ,manne sich in seinem ,herzen geregt hatte4 ,dankbar nahm er ,vasudevas ,einladung an4 ,als sie am ,ufer anlegten1 half er ihm das ,boot an den ,pflcken festbinden1 darauf bat ihn der ,fhrmann1 in die ,htte zu treten1 bot ihm ,brot und ,wasser1 und ,siddhartha a mit ,lust1 und a mit ,lust auch von den ,mangofrchten1 die ihm ,vasudeva anbot4 ,danach setzten sie sich1 es ging gegen ,sonnenuntergang1 auf einem ,baumstamm am ,ufer1 und ,siddhartha erzhlte dem ,fhrmann seine ,herkunft und sein ,leben1 wie er es heute1 in jener ,stunde der ,verzweiflung1 vor seinen ,augen gesehen hatte4 ,bis tief in die ,nacht whrte sein ,erzhlen4 ,vasudeva hrte mit groer ,aufmerksamkeit zu4 ,alles nahm er lauschend in sich auf1 ,herkunft und ,kindheit1 all das ,lernen1 all das ,suchen1 alle ,freude1 alle ,not4 ,dies war unter des ,fhrmanns ,tugenden eine der grten3 er verstand wie wenige das ,zuhren4 ,ohne da er ein ,wort gesprochen htte1 empfand der ,sprechende1 wie ,vasudeva seine ,worte in sich einlie1 still1 offen1 wartend1 wie er keines verlor1 keines mit ,ungeduld erwartete1 nicht ,lob noch ,tadel daneben stellte1 nur zuhrte4 ,siddhartha empfand1 welches ,glck es ist1 einem solchen ,zuhrer sich zu bekennen1 in sein ,herz das eigene ,leben zu versenken1 das eigene ,suchen1 das eigene ,leiden4 ,gegen das ,ende von ,siddharthas ,erzhlung aber1 als er von dem ,baum am ,flusse sprach1 und von seinem tiefen ,fall1 vom heiligen ,om1 und wie er nach seinem ,schlummer eine solche ,liebe zu dem ,flusse gefhlt hatte1 da lauschte der ,fhrmann mit verdoppelter ,aufmerksamkeit1 ganz und vllig hingegeben1 mit geschlonem ,auge4 ,als aber ,siddhartha schwieg1 und eine lange ,stille gewesen war1 da sagte ,vasudeva3 ,es ist so1 wie ich dachte4 ,der ,flu hat zu dir gesprochen4 ,auch dir ist er ,freund1 auch zu dir spricht er4 ,das ist gut1 das ist sehr gut4 ,bleibe bei mir1 ,siddhartha1 mein ,freund4 ,ich hatte einst eine ,frau1 ihr ,lager war neben dem meinen1 doch ist sie schon lange gestorben1 lange habe ich allein gelebt4 ,lebe nun du mit mir1 es ist ,raum und ,essen fr beide vorhanden4 ,ich danke dir1 sagte ,siddhartha1 ich danke dir und nehme an4 ,und auch dafr danke ich dir1 ,vasudeva1 da du mir so gut zugehrt hast6 ,selten sind die ,menschen1 welche das ,zuhren verstehen4 ,und keinen traf ich1 der es verstand wie du4 ,auch hierin werde ich von dir lernen4 ,du wirst es lernen1 sprach ,vasudeva1 aber nicht von mir4 ,das ,zuhren hat mich der ,flu gelehrt1 von ihm wirst auch du es lernen4 ,er wei alles1 der ,flu1 alles kann man von ihm lernen4 ,sieh1 auch das hast du schon vom ,wasser gelernt1 da es gut ist1 nach unten zu streben1 zu sinken1 die ,tiefe zu suchen4 ,der reiche und vornehme ,siddhartha wird ein ,ruderknecht1 der gelehrte ,brahmane ,siddhartha wird ein ,fhrmann3 auch dies ist dir vom ,flu gesagt worden4 ,du wirst auch das andere von ihm lernen4 ,sprach ,siddhartha1 nach einer langen ,pause3 ,welches andere1 ,vasudeva8 ,vasudeva erhob sich4 ,spt ist es geworden1 sagte er1 la uns schlafen gehen4 ,ich kann dir das andere nicht sagen1 o ,freund4 ,du wirst es lernen1 vielleicht auch weit du es schon4 ,sieh1 ich bin kein ,gelehrter1 ich verstehe nicht zu sprechen1 ich verstehe auch nicht zu denken4 ,ich verstehe nur zuzuhren und fromm zu sein1 sonst habe ich nichts gelernt4 ,knnte ich es sagen und lehren1 so wre ich vielleicht ein ,weiser1 so aber bin ich nur ein ,fhrmann1 und meine ,aufgabe ist es1 ,menschen ber diesen ,flu zu setzen4 ,viele habe ich bergesetzt1 ,tausende1 und ihnen allen ist mein ,flu nichts anderes gewesen als ein ,hindernis auf ihren ,reisen4 ,sie reisten nach ,geld und ,geschften1 und zu ,hochzeiten1 und zu ,wallfahrten1 und der ,flu war ihnen im ,wege1 und der ,fhrmann war dazu da1 sie schnell ber das ,hindernis hinweg zubringen4 ,einige unter den ,tausenden aber1 einige wenige1 vier oder fnf1 denen hat der ,flu aufgehrt1 ein ,hindernis zu sein1 sie haben seine ,stimme gehrt1 sie haben ihm zugehrt1 und der ,flu ist ihnen heilig geworden1 wie er es mir geworden ist4 ,la uns nun zur ,ruhe gehen1 ,siddhartha4 ,siddhartha blieb bei dem ,fhrmann und lernte das ,boot bedienen1 und wenn nichts an der ,fhre zu tun war1 arbeitete er mit ,vasudeva im ,reisfelde1 sammelte ,holz1 pflckte die ,frchte der ,pisangbume4 ,er lernte ein ,ruder zimmern1 und lernte das ,boot ausbessern1 und ,krbe flechten1 und war frhlich ber alles1 was er lernte1 und die ,tage und ,monate liefen schnell hinweg4 ,mehr aber1 als ,vasudeva ihn lehren konnte1 lehrte ihn der ,flu4 ,von ihm lernte er unaufhrlich4 ,vor allem lernte er von ihm das ,zuhren1 das ,lauschen mit stillem ,herzen1 mit wartender1 geffneter ,seele1 ohne ,leidenschaft1 ohne ,wunsch1 ohne ,urteil1 ohne ,meinung4 ,freundlich lebte er neben ,vasudeva1 und zuweilen tauschten sie ,worte miteinander1 wenige und lang bedachte ,worte4 ,vasudeva war kein ,freund der ,worte1 selten gelang es ,siddhartha1 ihn zum ,sprechen zu bewegen4 ,hast du1 so fragte er ihn einst1 hast auch du vom ,flusse jenes ,geheime gelernt3 da es keine ,zeit gibt8 ,vasudevas ,gesicht berzog sich mit hellem ,lcheln4 ,ja1 ,siddhartha1 sprach er4 ,es ist doch dieses1 was du meinst3 da der ,flu berall zugleich ist1 am ,ursprung und an der ,mndung1 am ,wasserfall1 an der ,fhre1 an der ,stromschnelle1 im ,meer1 im ,gebirge1 berall1 zugleich1 und da es fr ihn nur ,gegenwart gibt1 nicht den ,schatten ,vergangenheit1 nicht den ,schatten ,zukunft8 ,dies ist es1 sagte ,siddhartha4 ,und als ich es gelernt hatte1 da sah ich mein ,leben an1 und es war auch ein ,flu1 und es war der ,knabe ,siddhartha vom ,manne ,siddhartha und vom ,greis ,siddhartha nur durch ,schatten getrennt1 nicht durch ,wirkliches4 ,es waren auch ,siddharthas frhere ,geburten keine ,vergangenheit1 und sein ,tod und seine ,rckkehr zu ,brahma keine ,zukunft4 ,nichts war1 nichts wird sein2 alles ist1 alles hat ,wesen und ,gegenwart4 ,siddhartha sprach mit ,entzcken1 tief hatte diese ,erleuchtung ihn beglckt4 ,o1 war denn nicht alles ,leiden ,zeit1 war nicht alles ,sichqulen und ,sichfrchten ,zeit1 war nicht alles ,schwere1 alles ,feindliche in der ,welt weg und berwunden1 sobald man die ,zeit berwunden hatte1 sobald man die ,zeit wegdenken konnte8 ,entzckt hatte er gesprochen1 ,vasudeva aber lchelte ihn strahlend an und nickte ,besttigung1 schweigend nickte er1 strich mit der ,hand ber ,siddharthas ,schulter1 wandte sich zu seiner ,arbeit zurck4 ,und wieder einmal1 als eben der ,flu in der ,regenzeit geschwollen war und mchtig rauschte1 da sagte ,siddhartha3 ,nicht wahr1 o ,freund1 der ,flu hat viele ,stimmen1 sehr viele ,stimmen8 ,hat er nicht die ,stimme eines ,knigs1 und eines ,kriegers1 und eines ,stieres1 und eines ,nachtvogels1 und einer ,gebrenden1 und eines ,seufzenden1 und noch tausend andere ,stimmen8 ,es ist so1 nickte ,vasudeva1 alle ,stimmen der ,geschpfe sind in seiner ,stimme4 ,und weit du1 fuhr ,siddhartha fort1 welches ,wort er spricht1 wenn es dir gelingt1 alle seine zehntausend ,stimmen zugleich zu hren8 ,glcklich lachte ,vasudevas ,gesicht1 er neigte sich gegen ,siddhartha und sprach ihm das heilige ,om ins ,ohr4 ,und eben dies war es1 was auch ,siddhartha gehrt hatte4 ,und von ,mal zu ,mal ward sein ,lcheln dem des ,fhrmanns hnlicher1 ward beinahe ebenso strahlend1 beinahe ebenso von ,glck durchglnzt1 ebenso aus tausend kleinen ,falten leuchtend1 ebenso kindlich1 ebenso greisenhaft4 ,viele ,reisende1 wenn sie die beiden ,fhrmnner sahen1 hielten sie fr ,brder4 ,oft saen sie am ,abend gemeinsam beim ,ufer auf dem ,baumstamm1 schwiegen und hrten beide dem ,wasser zu1 welches fr sie kein ,wasser war1 sondern die ,stimme des ,lebens1 die ,stimme des ,seienden1 des ewig ,werdenden4 ,und es geschah zuweilen1 da beide beim ,anhren des ,flusses an dieselben ,dinge dachten1 an ein ,gesprch von vorgestern1 an einen ihrer ,reisenden1 dessen ,gesicht und ,schicksal sie beschftigte1 an den ,tod1 an ihre ,kindheit1 und da sie beide im selben ,augenblick1 wenn der ,flu ihnen etwas ,gutes gesagt hatte1 einander anblickten1 beide genau dasselbe denkend1 beide beglckt ber dieselbe ,antwort auf dieselbe ,frage4 ,es ging von der ,fhre und von den beiden ,fhrleuten etwas aus1 das manche von den ,reisenden sprten4 ,es geschah zuweilen1 da ein ,reisender1 nachdem er in das ,gesicht eines der ,fhrmnner geblickt hatte1 sein ,leben zu erzhlen begann1 ,leid erzhlte1 ,bses bekannte1 ,trost und ,rat erbat4 ,es geschah zuweilen1 da einer um ,erlaubnis bat1 einen ,abend bei ihnen zu verweilen1 um dem ,flusse zuzuhren4 ,es geschah auch1 da ,neugierige kamen1 welchen erzhlt worden war1 an dieser ,fhre lebten zwei ,weise1 oder ,zauberer1 oder ,heilige4 ,die ,neugierigen stellten viele ,fragen1 aber sie bekamen keine ,antworten1 und sie fanden weder ,zauberer noch ,weise1 sie fanden nur zwei alte freundliche ,mnnlein1 welche stumm zu sein und etwas sonderbar und verbldet' schienen4 ,und die ,neugierigen lachten1 und unterhielten sich darber1 wie tricht und leichtglubig doch das ,volk solche leere ,gerchte verbreite4 ,die ,jahre gingen hin und keiner zhlte sie4 ,da kamen einst ,mnche gepilgert1 ,anhnger des ,gotama1 des ,buddha1 welche baten1 sie ber den ,flu zu setzen1 und von ihnen erfuhren die ,fhrmnner1 da sie eiligst zu ihrem groen ,lehrer zurck wanderten1 denn es habe sich die ,nachricht verbreitet1 der ,erhabene sei todkrank und werde bald seinen letzten ,menschentod sterben1 um zur ,erlsung einzugehen4 ,nicht lange1 so kam eine neue ,schar ,mnche gepilgert1 und wieder eine1 und sowohl die ,mnche wie die meisten der brigen ,reisenden und ,wanderer sprachen von nichts anderem als von ,gotama und seinem nahen ,tode4 ,und wie zu einem ,kriegszug oder zur ,krnung eines ,knigs von berall und allen ,seiten her die ,menschen strmen und sich gleich ,ameisen in ,scharen sammeln1 so strmten sie1 wie von einem ,zauber gezogen1 dahin1 wo der groe ,buddha seinen ,tod erwartete1 wo das ,ungeheure geschehen und der groe ,vollendete eines ,weltalters zur ,herrlichkeit eingehen sollte4 ,viel gedachte ,siddhartha in dieser ,zeit des sterbenden ,weisen1 des groen ,lehrers1 dessen ,stimme ,vlker ermahnt und ,hunderttausende erweckt hatte1 dessen ,stimme auch er einst vernommen1 dessen heiliges ,antlitz auch er einst mit ,ehrfurcht geschaut hatte4 ,freundlich gedachte er seiner1 sah seinen ,weg der ,vollendung vor ,augen1 und erinnerte sich mit ,lcheln der ,worte1 welche er einst als junger ,mann an ihn1 den ,erhabenen1 gerichtet hatte4 ,es waren1 so schien ihm1 stolze und altkluge ,worte gewesen1 lchelnd erinnerte er sich ihrer4 ,lngst wute er sich nicht mehr von ,gotama getrennt1 dessen ,lehre er doch nicht hatte annehmen knnen4 ,nein1 keine ,lehre konnte ein wahrhaft ,suchender annehmen1 einer1 der wahrhaft finden wollte4 ,der aber1 der gefunden hat1 der konnte jede1 jede ,lehre gutheien1 jeden ,weg1 jedes ,ziel1 ihn trennte nichts mehr von all den tausend anderen1 welche im ,ewigen lebten1 welche das ,gttliche atmeten4 ,an einem dieser ,tage1 da so viele zum sterbenden ,buddha pilgerten1 pilgerte zu ihm auch ,kamala1 einst die schnste der ,kurtisanen4 ,lngst hatte sie sich aus ihrem vorigen ,leben zurckgezogen1 hatte ihren ,garten den ,mnchen ,gotamas geschenkt1 hatte ihre ,zuflucht zur ,lehre genommen1 gehrte zu den ,freundinnen und ,wohltterinnen der ,pilgernden4 ,zusammen mit dem ,knaben ,siddhartha1 ihrem ,sohne1 hatte sie auf die ,nachricht vom nahen ,tode ,gotamas hin sich auf den ,weg gemacht1 in einfachem ,kleide1 zu ,fu4 ,mit ihrem ,shnlein war sie am ,flusse unterwegs2 der ,knabe aber war bald ermdet1 begehrte nach ,hause zurck1 begehrte zu rasten1 begehrte zu essen1 wurde trotzig und weinerlich4 ,kamala mute hufig mit ihm rasten1 er war gewohnt1 seinen ,willen gegen sie zu behaupten1 sie mute ihn fttern1 mute ihn trsten1 mute ihn schelten4 ,er begriff nicht1 warum er mit seiner ,mutter diese mhsame und traurige ,pilgerschaft habe antreten mssen1 an einen unbekannten ,ort1 zu einem fremden ,manne1 welcher heilig war und welcher im ,sterben lag4 ,mochte er sterben1 was ging dies den ,knaben an8 ,die ,pilgernden waren nicht mehr ferne von ,vasudevas ,fhre1 als der kleine ,siddhartha abermals seine ,mutter zu einer ,rast ntigte4 ,auch sie selbst1 ,kamala1 war ermdet1 und whrend der ,knabe an einer ,banane kaute1 kauerte sie sich am ,boden nieder1 schlo ein wenig die ,augen und ruhte4 ,pltzlich aber stie sie einen klagenden ,schrei aus1 der ,knabe sah sie erschrocken an und sah ihr ,gesicht von ,entsetzen gebleicht1 und unter ihrem ,kleide hervor entwich eine kleine schwarze ,schlange1 von welcher ,kamala gebissen war4 ,eilig liefen sie nun beide des ,weges1 um zu ,menschen zu kommen1 und kamen bis in die ,nhe der ,fhre1 dort sank ,kamala zusammen1 und vermochte nicht weiter zu gehen4 ,der ,knabe aber erhob ein klgliches ,geschrei1 dazwischen kte und umhalste er seine ,mutter1 und auch sie stimmte in seine lauten ,hilferufe ein1 bis die ,tne ,vasudevas ,ohr erreichten1 der bei der ,fhre stand4 ,schnell kam er gegangen1 nahm die ,frau auf die ,arme1 trug sie ins ,boot1 der ,knabe lief mit1 und bald kamen sie alle in der ,htte an1 wo ,siddhartha am ,herde stand und eben ,feuer machte4 ,er blickte auf und sah zuerst das ,gesicht des ,knaben1 das ihn wunderlich erinnerte1 an ,vergessenes mahnte4 ,dann sah er ,kamala1 die er alsbald erkannte1 obwohl sie besinnungslos im ,arm des ,fhrmanns lag1 und nun wute er1 da es sein eigner ,sohn sei1 dessen ,gesicht ihn so sehr gemahnt hatte1 und das ,herz bewegte sich in seiner ,brust4 ,kamalas ,wunde wurde gewaschen1 war aber schon schwarz und ihr ,leib angeschwollen1 ein ,heiltrank wurde ihr eingeflt4 ,ihr ,bewutsein kehrte zurck1 sie lag auf ,siddharthas ,lager in der ,htte1 ,und ber sie gebeugt stand ,siddhartha1 der sie einst so sehr geliebt hatte4 ,es schien ihr ein ,traum zu sein1 lchelnd blickte sie in ihres ,freundes ,gesicht1 nur langsam erkannte sie ihre ,lage1 erinnerte sich des ,bisses1 rief ngstlich nach dem ,knaben4 ,er ist bei dir1 sei ohne ,sorge1 sagte ,siddhartha4 ,kamala blickte in seine ,augen4 ,sie sprach mit schwerer ,zunge1 vom ,gift gelhmt4 ,du bist alt geworden1 ,lieber1 sagte sie1 grau bist du geworden4 ,aber du gleichst dem jungen ,samana1 der einst ohne ,kleider mit staubigen ,fen zu mir in den ,garten kam4 ,du gleichst ihm viel mehr1 als du ihm damals glichest1 da du mich und ,kamaswami verlassen hast4 ,in den ,augen gleichst du ihm1 ,siddhartha4 ,ach1 auch ich bin alt geworden1 alt--kanntest du mich denn noch8 ,siddhartha lchelte3 ,sogleich kannte ich dich1 ,kamala1 ,liebe4 ,kamala deutete auf ihren ,knaben und sagte3 ,kanntest du auch ihn8 ,er ist dein ,sohn4 ,ihre ,augen wurden irr und fielen zu4 ,der ,knabe weinte1 ,siddhartha nahm ihn auf seine ,knie1 lie ihn weinen1 streichelte sein ,haar1 und beim ,anblick des ,kindergesichtes fiel ein brahmanisches ,gebet ihm ein1 das er einst gelernt hatte1 als er selbst ein kleiner ,knabe war4 ,langsam1 mit singender ,stimme1 begann er es zu sprechen1 aus der ,vergangenheit und ,kindheit her kamen ihm die ,worte geflossen4 ,und unter seinem ,singsang wurde der ,knabe ruhig1 schluchzte noch hin und wieder auf und schlief ein4 ,siddhartha legte ihn auf ,vasudevas ,lager4 ,vasudeva stand am ,herd und kochte ,reis4 ,siddhartha warf ihm einen ,blick zu1 den er lchelnd erwiderte4 ,sie wird sterben1 sagte ,siddhartha leise4 ,vasudeva nickte1 ber sein freundliches ,gesicht lief der ,feuerschein vom ,herde4 ,nochmals erwachte ,kamala zum ,bewutsein4 ,schmerz verzog ihr ,gesicht1 ,siddharthas ,auge las das ,leiden auf ihrem ,munde1 auf ihren erblaten ,wangen4 ,stille las er es1 aufmerksam1 wartend1 in ihr ,leiden versenkt4 ,kamala fhlte es1 ihr ,blick suchte sein ,auge4 ,ihn anblickend1 sagte sie3 ,nun sehe ich1 da auch deine ,augen sich verndert haben4 ,ganz anders sind sie geworden4 ,woran doch erkenne ich noch1 da du ,siddhartha bist8 ,du bist es1 und bist es nicht4 ,siddhartha sprach nicht1 still blickten seine ,augen in die ihren4 ,du hast es erreicht8 fragte sie4 ,du hast ,friede gefunden8 ,er lchelte1 und legte seine ,hand auf ihre4 ,ich sehe es1 sagte sie1 ich sehe es4 ,auch ich werde ,friede finden4 ,du hast ihn gefunden1 sprach ,siddhartha flsternd4 ,kamala blickte ihm unverwandt in die ,augen4 ,sie dachte daran1 da sie zu ,gotama hatte pilgern wollen1 um das ,gesicht eines ,vollendeten zu sehen1 um seinen ,frieden zu atmen1 und da sie statt seiner nun ihn gefunden1 und da es gut war1 ebenso gut1 als wenn sie jenen gesehen htte4 ,sie wollte es ihm sagen1 aber die ,zunge gehorchte ihrem ,willen nicht mehr4 ,schweigend sah sie ihn an1 und er sah in ihren ,augen das ,leben erlschen4 ,als der letzte ,schmerz ihr ,auge erfllte und brach1 als der letzte ,schauder ber ihre ,glieder lief1 schlo sein ,finger ihre ,lider4 ,lange sa er und blickte auf ihr entschlafenes ,gesicht4 ,lange betrachtete er ihren ,mund1 ihren alten1 mden ,mund mit den schmal gewordenen ,lippen1 und erinnerte sich1 da er einst1 im ,frhling seiner ,jahre1 diesen ,mund einer frisch aufgebrochenen ,feige verglichen hatte4 ,lange sa er1 las in dem bleichen ,gesicht1 in den mden ,falten1 fllte sich mit dem ,anblick1 sah sein eigenes ,gesicht ebenso liegen1 ebenso wei1 ebenso erloschen1 und sah zugleich sein ,gesicht und das ihre jung1 mit den roten ,lippen1 mit dem brennenden ,auge1 und das ,gefhl der ,gegenwart und ,gleichzeitigkeit durchdrang ihn vllig1 das ,gefhl der ,ewigkeit4 ,tief empfand er1 tiefer als jemals1 in dieser ,stunde die ,unzerstrbarkeit jedes ,lebens1 die ,ewigkeit jedes ,augenblicks4 ,da er sich erhob1 hatte ,vasudeva ,reis fr ihn bereitet4 ,doch a ,siddhartha nicht4 ,im ,stall1 wo ihre ,ziege stand1 machten sich die beiden ,alten eine ,streu zurecht1 und ,vasudeva legte sich schlafen4 ,siddhartha aber ging hinaus und sa die ,nacht vor der ,htte1 dem ,flusse lauschend1 von ,vergangenheit umsplt1 von allen ,zeiten seines ,lebens zugleich berhrt und umfangen4 ,zuweilen aber erhob er sich1 trat an die ,httentr und lauschte1 ob der ,knabe schlafe4 ,frh am ,morgen1 noch ehe die ,sonne sichtbar ward1 kam ,vasudeva aus dem ,stalle und trat zu seinem ,freunde4 ,du hast nicht geschlafen1 sagte er4 ,nein1 ,vasudeva4 ,ich sa hier1 ich hrte dem ,flusse zu4 ,viel hat er mir gesagt1 tief hat er mich mit dem heilsamen ,gedanken erfllt1 mit dem ,gedanken der ,einheit4 ,du hast ,leid erfahren1 ,siddhartha1 doch ich sehe1 es ist keine ,traurigkeit in dein ,herz gekommen4 ,nein1 ,lieber1 wie sollte ich denn traurig sein8 ,ich1 der ich reich und glcklich war1 bin jetzt noch reicher und glcklicher geworden4 ,mein ,sohn ist mir geschenkt worden4 ,willkommen sei dein ,sohn auch mir4 ,nun aber1 ,siddhartha1 la uns an die ,arbeit gehen1 viel ist zu tun4 ,auf demselben ,lager ist ,kamala gestorben1 auf welchem einst mein ,weib gestorben ist4 ,auf demselben ,hgel auch wollen wir ,kamalas ,scheiterhaufen bauen1 auf welchem ich einst meines ,weibes ,scheiterhaufen gebaut habe4 ,whrend der ,knabe noch schlief1 bauten sie den ,scheiterhaufen4 ,,der ,,sohn ,scheu und weinend hatte der ,knabe der ,bestattung seiner ,mutter beigewohnt1 finster und scheu hatte er ,siddhartha angehrt1 der ihn als seinen ,sohn begrte und ihn bei sich in ,vasudevas ,htte willkommen hie4 ,bleich sa er tagelang am ,hgel der ,toten1 mochte nicht essen1 verschlo seinen ,blick1 verschlo sein ,herz1 wehrte und strubte sich gegen das ,schicksal4 ,siddhartha schonte ihn und lie ihn gewhren1 er ehrte seine ,trauer4 ,siddhartha verstand1 da sein ,sohn ihn nicht kenne1 da er ihn nicht lieben knne wie einen ,vater4 ,langsam sah und verstand er auch1 da der ,elfjhrige ein verwhnter ,knabe war1 ein ,mutterkind1 und in ,gewohnheiten des ,reichtums aufgewachsen1 gewohnt an feinere ,speisen1 an ein weiches ,bett1 gewohnt1 ,dienern zu befehlen4 ,siddhartha verstand1 da der ,trauernde und ,verwhnte nicht pltzlich und gutwillig in der ,fremde und ,armut sich zufrieden geben knne4 ,er zwang ihn nicht1 er tat manche ,arbeit fr ihn1 suchte stets den besten ,bissen fr ihn aus4 ,langsam hoffte er ihn zu gewinnen1 durch freundliche ,geduld4 ,reich und glcklich hatte er sich genannt1 als der ,knabe zu ihm gekommen war4 ,da indessen die ,zeit hinflo1 und der ,knabe fremd und finster blieb1 da er ein stolzes und trotziges ,herz zeigte1 keine ,arbeit tun wollte1 den ,alten keine ,ehrfurcht erwies1 ,vasudevas ,fruchtbume beraubte1 da begann ,siddhartha zu verstehen1 da mit seinem ,sohne nicht ,glck und ,friede zu ihm gekommen war1 sondern ,leid und ,sorge4 ,aber er liebte ihn1 und lieber war ihm ,leid und ,sorge der ,liebe1 als ihm ,glck und ,freude ohne den ,knaben gewesen war4 ,seit der junge ,siddhartha in der ,htte war1 hatten die ,alten sich in die ,arbeit geteilt4 ,vasudeva hatte das ,amt des ,fhrmanns wieder allein bernommen1 und ,siddhartha1 um bei dem ,sohne zu sein1 die ,arbeit in ,htte und ,feld4 ,lange ,zeit1 lange ,monate wartete ,siddhartha darauf1 da sein ,sohn ihn verstehe1 da er seine ,liebe annehme1 da er sie vielleicht erwidere4 ,lange ,monate wartete ,vasudeva1 zusehend1 wartete und schwieg4 ,eines ,tages1 als ,siddhartha der ,junge seinen ,vater wieder sehr mit ,trotz und ,launen geqult und ihm beide ,reisschsseln zerbrochen hatte1 nahm ,vasudeva seinen ,freund am ,abend beiseite und sprach mit ihm4 ,entschuldige mich1 sagte er1 aus freundlichem ,herzen rede ich zu dir4 ,ich sehe1 da du dich qulst1 ich sehe1 da du ,kummer hast4 ,dein ,sohn1 ,lieber1 macht dir ,sorge1 und auch mir macht er ,sorge4 ,an ein anderes ,leben1 an ein anderes ,nest ist der junge ,vogel gewhnt4 ,nicht wie du ist er dem ,reichtum und der ,stadt entlaufen aus ,ekel und berdru1 er hat wider seinen ,willen dies alles dahinten lassen mssen4 ,ich fragte den ,flu1 o ,freund1 vielemale habe ich ihn gefragt4 ,der ,flu aber lacht1 er lacht mich aus1 mich und dich lacht er aus1 und schttelt sich ber unser ,torheit4 ,wasser will zu ,wasser1 ,jugend will zu ,jugend1 dein ,sohn ist nicht an dem ,orte1 wo er gedeihen kann4 ,frage auch du den ,flu1 hre auch du auf ihn6 ,bekmmert blickte ,siddhartha ihm in das freundliche ,gesicht1 in dessen vielen ,runzeln bestndige ,heiterkeit wohnte4 ,kann ich mich denn von ihm trennen8 sagte er leise1 beschmt4 ,la mir noch ,zeit1 ,lieber6 ,sieh1 ich kmpfe um ihn1 ich werbe um sein ,herz1 mit ,liebe und mit freundlicher ,geduld will ich es fangen4 ,auch zu ihm soll einst der ,flu reden1 auch er ist berufen4 ,vasudevas ,lcheln blhte wrmer4 ,o ja1 auch er ist berufen1 auch er ist vom ewigen ,leben4 ,aber wissen wir denn1 du und ich1 wozu er berufen ist1 zu welchem ,wege1 zu welchen ,taten1 zu welchen ,leiden8 ,nicht klein wird sein ,leiden sein1 stolz und hart ist ja sein ,herz1 viel mssen solche leiden1 viel irren1 viel ,unrecht tun1 sich viel ,snde aufladen4 ,sage mir1 mein ,lieber3 du erziehst deinen ,sohn nicht8 ,du zwingst ihn nicht8 ,schlgst ihn nicht8 ,strafst ihn nicht8 ,nein1 ,vasudeva1 das tue ich alles nicht4 ,ich wute es4 ,du zwingst ihn nicht1 schlgst ihn nicht1 befiehlst ihm nicht1 weil du weit1 da ,weich strker ist als ,hart1 ,wasser strker als ,fels1 ,liebe strker als ,gewalt4 ,sehr gut1 ich lobe dich4 ,aber ist es nicht ein ,irrtum von dir1 zu meinen1 da du ihn nicht zwingest1 nicht strafest8 ,bindest du ihn nicht in ,bande mit deiner ,liebe8 ,beschmst du ihn nicht tglich1 und machst es ihm noch schwerer1 mit deiner ,gte und ,geduld8 ,zwingst du ihn nicht1 den hochmtigen und verwhnten ,knaben1 in einer ,htte bei zwei alten ,bananenessern zu leben1 welchen schon ,reis ein ,leckerbissen ist1 deren ,gedanken nicht seine sein knnen1 deren ,herz alt und still ist und anderen ,gang hat als das seine8 ,ist er mit alledem nicht gezwungen1 nicht gestraft8 ,betroffen blickte ,siddhartha zur ,erde4 ,leise fragte er3 ,was1 meinst du1 soll ich tun8 ,sprach ,vasudeva3 ,bring ihn zur ,stadt1 bringe ihn in seiner ,mutter ,haus1 es werden noch ,diener dort sein1 denen gib ihn4 ,und wenn keine mehr da sind1 so bringe ihn einem ,lehrer1 nicht der ,lehre wegen1 aber da er zu anderen ,knaben komme1 und zu ,mdchen1 und in die ,welt1 welche die seine ist4 ,hast du daran nie gedacht8 ,du siehst in mein ,herz1 sprach ,siddhartha traurig4 ,oft habe ich daran gedacht4 ,aber sieh1 wie soll ich ihn1 der ohnehin kein sanftes ,herz hat1 in diese ,welt geben8 ,wird er nicht ppig werden1 wird er nicht sich an ,lust und ,macht verlieren1 wird er nicht alle ,irrtmer seines ,vaters wiederholen1 wird er nicht vielleicht ganz und gar in ,sansara verloren gehen8 ,hell strahlte des ,fhrmanns ,lcheln auf2 er berhrte zart ,siddharthas ,arm und sagte3 ,frage den ,flu darber1 ,freund6 ,hre ihn darber lachen6 ,glaubst du denn wirklich1 da du deine ,torheiten begangen habest1 um sie dem ,sohn zu ersparen8 ,und kannst du denn deinen ,sohn vor ,sansara schtzen8 ,wie denn8 ,durch ,lehre1 durch ,gebet1 durch ,ermahnung8 ,lieber1 hast du jene ,geschichte denn ganz vergessen1 jene lehrreiche ,geschichte vom ,brahmanensohn ,siddhartha1 die du mir einst hier an dieser ,stelle erzhlt hast8 ,wer hat den ,samana ,siddhartha vor ,sansara bewahrt1 vor ,snde1 vor ,habsucht1 vor ,torheit8 ,hat seines ,vaters ,frmmigkeit1 seiner ,lehrer ,ermahnung1 hat sein eigenes ,wissen1 sein eigenes ,suchen ihn bewahren knnen8 ,welcher ,vater1 welcher ,lehrer hat ihn davor schtzen knnen1 selbst das ,leben zu leben1 selbst sich mit dem ,leben zu beschmutzen1 selbst ,schuld auf sich zu laden1 selbst den bitteren ,trank zu trinken1 selber seinen ,weg zu finden8 ,glaubst du denn1 ,lieber1 dieser ,weg bleibe irgend jemandem vielleicht erspart8 ,vielleicht deinem ,shnchen1 weil du es liebst1 weil du ihm gern ,leid und ,schmerz und ,enttuschung ersparen mchtest8 ,aber auch wenn du zehnmal fr ihn strbest1 wrdest du ihm nicht den kleinsten ,teil seines ,schicksals damit abnehmen knnen4 ,noch niemals hatte ,vasudeva so viele ,worte gesprochen4 ,freundlich dankte ihm ,siddhartha1 ging bekmmert in die ,htte1 fand lange keinen ,schlaf4 ,vasudeva hatte ihm nichts gesagt1 das er nicht selbst schon gedacht und gewut htte4 ,aber es war ein ,wissen1 das er nicht tun konnte1 strker als das ,wissen war seine ,liebe zu dem ,knaben1 strker seine ,zrtlichkeit1 seine ,angst1 ihn zu verlieren4 ,hatte er denn jemals an irgend etwas so sehr sein ,herz verloren1 hatte er je irgendeinen ,menschen so geliebt1 so blind1 so leidend1 so erfolglos1 und doch so glcklich8 ,siddhartha konnte seines ,freundes ,rat nicht befolgen1 er konnte den ,sohn nicht hergeben4 ,er lie sich von dem ,knaben befehlen1 er lie sich von ihm miachten4 ,er schwieg und wartete1 begann tglich den stummen ,kampf der ,freundlichkeit1 den lautlosen ,krieg der ,geduld4 ,auch ,vasudeva schwieg und wartete1 freundlich1 wissend1 langmtig4 ,in der ,geduld waren sie beide ,meister4 ,einst1 als des ,knaben ,gesicht ihn sehr an ,kamala erinnerte1 mute ,siddhartha pltzlich eines ,wortes gedenken1 das ,kamala vor ,zeiten1 in den ,tagen der ,jugend1 einmal zu ihm gesagt hatte4 ,du kannst nicht lieben1 hatte sie ihm gesagt1 und er hatte ihr ,recht gegeben und hatte sich mit einem ,stern1 die ,kindermenschen aber mit fallendem ,laub verglichen1 und dennoch hatte er in jenem ,wort auch einen ,vorwurf gesprt4 ,in der ,tat hatte er niemals sich an einen anderen ,menschen ganz verlieren und hingeben knnen1 sich selbst vergessen1 ,torheiten der ,liebe eines anderen wegen begehen2 nie hatte er das gekonnt1 und dies war1 wie ihm damals schien1 der groe ,unterschied gewesen1 der ihn von den ,kindermenschen trennte4 ,nun aber1 seit sein ,sohn da war1 nun war auch er1 ,siddhartha1 vollends ein ,kindermensch geworden1 eines ,menschen wegen leidend1 einen ,menschen liebend1 an eine ,liebe verloren1 einer ,liebe wegen ein ,tor geworden4 ,nun fhlte auch er1 spt1 einmal im ,leben diese strkste und seltsamste ,leidenschaft1 litt an ihr1 litt klglich1 und war doch beseligt1 war doch um etwas erneuert1 um etwas reicher4 ,wohl sprte er1 da diese ,liebe1 diese blinde ,liebe zu seinem ,sohn eine ,leidenschaft1 etwas sehr ,menschliches1 da sie ,sansara sei1 eine trbe ,quelle1 ein dunkles ,wasser4 ,dennoch1 so fhlte er gleichzeitig1 war sie nicht wertlos1 war sie notwendig1 kam aus seinem eigenen ,wesen4 ,auch diese ,lust wollte gebt1 auch diese ,schmerzen wollten gekostet sein1 auch diese ,torheiten begangen4 ,der ,sohn indessen lie ihn seine ,torheiten begehen1 lie ihn werben1 lie ihn tglich sich vor seinen ,launen demtigen4 ,dieser ,vater hatte nichts1 was ihn entzckt1 und nichts1 was er gefrchtet htte4 ,er war ein guter ,mann1 dieser ,vater1 ein guter1 gtiger1 sanfter ,mann1 vielleicht ein sehr frommer ,mann1 vielleicht ein ,heiliger--dies alles waren nicht ,eigenschaften1 welche den ,knaben gewinnen konnten4 ,langweilig war ihm dieser ,vater1 der ihn da in seiner elenden ,htte gefangen hielt1 langweilig war er ihm1 und da er jede ,unart mit ,lcheln1 jeden ,schimpf mit ,freundlichkeit1 jede ,bosheit mit ,gte beantwortete1 das eben war die verhateste ,list dieses alten ,schleichers4 ,viel lieber wre der ,knabe von ihm bedroht1 von ihm mihandelt worden4 ,es kam ein ,tag1 an welchem des jungen ,siddhartha ,sinn zum ,ausbruch kam und sich offen gegen seinen ,vater wandte4 ,der hatte ihm einen ,auftrag erteilt1 er hatte ihn ,reisig sammeln geheien4 ,der ,knabe ging aber nicht aus der ,htte1 er blieb trotzig und wtend stehen1 stampfte den ,boden1 ballte die ,fuste1 und schrie in gewaltigem ,ausbruch seinem ,vater ,ha und ,verachtung ins ,gesicht4 ,hole du selber dein ,reisig6 rief er schumend1 ich bin nicht dein ,knecht4 ,ich wei ja1 da du mich nicht schlgst1 du wagst es ja nicht2 ich wei ja1 da du mich mit deiner ,frmmigkeit und deiner ,nachsicht bestndig strafen und klein machen willst4 ,du willst1 da ich werden soll wie du1 auch so fromm1 auch so sanft1 auch so weise6 ,ich aber1 hre1 ich will1 dir zu ,leide1 lieber ein ,straenruber und ,mrder werden und zur ,hlle fahren1 als so werden wie du6 ,ich hasse dich1 du bist nicht mein ,vater1 und wenn du zehnmal meiner ,mutter ,buhle gewesen bist6 ,zorn und ,gram liefen in ihm ber1 schumten in hundert wsten und bsen ,worten dem ,vater entgegen4 ,dann lief der ,knabe davon und kam erst spt am ,abend wieder4 ,am andern ,morgen aber war er verschwunden4 ,verschwunden war auch ein kleiner1 aus zweifarbigem ,bast geflochtener ,korb1 in welchem die ,fhrleute jene ,kupfer- und ,silbermnzen aufbewahrten1 welche sie als ,fhrlohn erhielten4 ,verschwunden war auch das ,boot1 ,siddhartha sah es am jenseitigen ,ufer liegen4 ,der ,knabe war entlaufen4 ,ich mu ihm folgen1 sagte ,siddhartha1 der seit jenen gestrigen ,schimpfreden des ,knaben vor ,jammer zitterte4 ,ein ,kind kann nicht allein durch den ,wald gehen4 ,er wird umkommen4 ,wir mssen ein ,flo bauen1 ,vasudeva1 um bers ,wasser zu kommen4 ,wir werden ein ,flo bauen1 sagte ,vasudeva1 um unser ,boot wieder zu holen1 das der ,junge entfhrt hat4 ,ihn aber solltest du laufen lassen1 ,freund1 er ist kein ,kind mehr1 er wei sich zu helfen4 ,er sucht den ,weg nach der ,stadt1 und er hat ,recht1 vergi das nicht4 ,er tut das1 was du selbst zu tun versumt hast4 ,er sorgt fr sich1 er geht seine ,bahn4 ,ach1 ,siddhartha1 ich sehe dich leiden1 aber du leidest ,schmerzen1 ber die man lachen mchte1 ber die du selbst bald lachen wirst4 ,siddhartha antwortete nicht4 ,er hielt schon das ,beil in ,hnden1 und begann ein ,flo aus ,bambus zu machen1 und ,vasudeva half ihm1 die ,stmme mit ,grasseilen zuzammen zu binden4 ,dann fuhren sie hinber1 wurden weit abgetrieben1 zogen das ,flo am jenseitigen ,ufer fluauf4 ,warum hast du das ,beil mitgenommen8 fragte ,siddhartha4 ,vasudeva sagte3 ,es knnte sein1 da das ,ruder unsres ,bootes verloren gegangen wre4 ,siddhartha aber wute1 was sein ,freund dachte4 ,er dachte1 der ,knabe werde das ,ruder weggeworfen oder zerbrochen haben1 um sich zu rchen und um sie an der ,verfolgung zu hindern4 ,und wirklich war kein ,ruder mehr im ,boote4 ,vasudeva wies auf den ,boden des ,bootes1 und sah den ,freund mit ,lcheln an1 als wollte er sagen2 ,siehst du nicht1 was dein ,sohn dir sagen will8 ,siehst du nicht1 da er nicht verfolgt sein will8 ,doch sagte er dies nicht mit ,worten4 ,er machte sich daran1 ein neues ,ruder zu zimmern4 ,siddhartha aber nahm ,abschied1 um nach dem ,entflohenen zu suchen4 ,vasudeva hinderte ihn nicht4 ,als ,siddhartha schon lange im ,walde unterwegs war1 kam ihm der ,gedanke1 da sein ,suchen nutzlos sei4 ,entweder1 so dachte er1 war der ,knabe lngst voraus und schon in der ,stadt angelangt1 oder1 wenn er noch unterwegs sein sollte1 wrde er vor ihm1 dem ,verfolgenden1 sich verborgen halten4 ,da er weiter dachte1 fand er auch1 da er selbst nicht in ,sorge um seinen ,sohn war1 da er im ,innersten wute1 er sei weder umgekommen1 noch drohe ihm im ,walde ,gefahr4 ,dennoch lief er ohne ,rast1 nicht mehr1 um ihn zu retten1 nur aus ,verlangen1 nur um ihn vielleicht nochmals zu sehen4 ,und er lief bis vor die ,stadt4 ,als er nahe bei der ,stadt auf die breite ,strae gelangte1 blieb er stehen1 am ,eingang des schnen ,lustgartens1 der einst ,kamala gehrt hatte1 wo er sie einst1 in der ,snfte1 zum erstenmal gesehen hatte4 ,das ,damalige stand in seiner ,seele auf1 wieder sah er sich dort stehen1 jung1 ein brtiger nackter ,samana1 das ,haar voll ,staub4 ,lange stand ,siddhartha und blickte durch das offne ,tor in den ,garten1 ,mnche in gelben ,kutten sah er unter den schnen ,bumen gehen4 ,lange stand er1 nachdenkend1 ,bilder sehend1 der ,geschichte seines ,lebens lauschend4 ,lange stand er1 blickte nach den ,mnchen1 sah statt ihrer den jungen ,siddhartha1 sah die junge ,kamala unter den hohen ,bumen gehen4 ,deutlich sah er sich1 wie er von ,kamala bewirtet ward1 wie er ihren ersten ,ku empfing1 wie er stolz und verchtlich auf sein ,brahmanentum zurckblickte1 stolz und verlangend sein ,weltleben begann4 ,er sah ,kamaswami1 sah die ,diener1 die ,gelage1 die ,wrfelspieler1 die ,musikanten1 sah ,kamalas ,singvogel im ,kfig1 lebte dies alles nochmals1 atmete ,sansara1 war nochmals alt und mde1 fhlte nochmals den ,ekel1 fhlte nochmals den ,wunsch1 sich auszulschen1 genas nochmals am heiligen ,om4 ,nachdem er lange beim ,tor des ,gartens gestanden war1 sah ,siddhartha ein1 da das ,verlangen tricht war1 das ihn bis zu dieser ,sttte getrieben hatte1 da er seinem ,sohne nicht helfen konnte1 da er sich nicht an ihn hngen durfte4 ,tief fhlte er die ,liebe zu dem ,entflohenen im ,herzen1 wie eine ,wunde1 und fhlte zugleich1 da ihm die ,wunde nicht gegeben war1 um in ihr zu whlen1 da sie zur ,blte werden und strahlen msse4 ,da die ,wunde zu dieser ,stunde noch nicht blhte1 noch nicht strahlte1 machte ihn traurig4 ,an der ,stelle des ,wunschzieles1 das ihn hierher und dem entflohenen ,sohne nachgezogen hatte1 stand nun ,leere4 ,traurig setzte er sich nieder1 fhlte etwas in seinem ,herzen sterben1 empfand ,leere1 sah keine ,freude mehr1 kein ,ziel4 ,er sa versunken1 und wartete4 ,dies hatte er am ,flusse gelernt1 dies eine3 warten1 ,geduld haben1 lauschen4 ,und er sa und lauschte1 im ,staub der ,strae1 lauschte seinem ,herzen1 wie es md und traurig ging1 wartete auf eine ,stimme4 ,manche ,stunde kauerte er lauschend1 sah keine ,bilder mehr1 sank in die ,leere1 lie sich sinken1 ohne einen ,weg zu sehen4 ,und wenn er die ,wunde brennen fhlte1 sprach er lautlos das ,om1 fllte sich mit ,om4 ,die ,mnche im ,garten sahen ihn1 und da er viele ,stunden kauerte1 und auf seinen grauen ,haaren der ,staub sich sammelte1 kam einer gegangen und legte zwei ,pisangfrchte vor ihm nieder4 ,der ,alte sah ihn nicht4 ,aus dieser ,erstarrung weckte ihn eine ,hand1 welche seine ,schulter berhrte4 ,alsbald erkannte er diese ,berhrung1 die zarte1 schamhafte1 und kam zu sich4 ,er erhob sich und begrte ,vasudeva1 welcher ihm nachgegangen war4 ,und da er in ,vasudevas freundliches ,gesicht schaute1 in die kleinen1 wie mit lauter ,lcheln ausgefllten ,falten1 in die heiteren ,augen1 da lchelte auch er4 ,er sah nun die ,pisangfrchte vor sich liegen1 hob sie auf1 gab eine dem ,fhrmann1 a selbst die andere4 ,darauf ging er schweigend mit ,vasudeva in den ,wald zurck1 kehrte zur ,fhre heim4 ,keiner sprach von dem1 was heute geschehen war1 keiner nannte den ,namen des ,knaben1 keiner sprach von seiner ,flucht1 keiner sprach von der ,wunde4 ,in der ,htte legte sich ,siddhartha auf sein ,lager1 und da nach einer ,weile ,vasudeva zu ,ihm trat1 um ihm eine ,schale ,kokosmilch anzubieten1 fand er ihn schon schlafend4 ,,om ,lange noch brannte die ,wunde4 ,manchen ,reisenden mute ,siddhartha ber den ,flu setzen1 der einen ,sohn oder eine ,tochter bei sich hatte1 und keinen von ihnen sah er1 ohne da er ihn beneidete1 ohne da er dachte3 ,so viele1 so viel ,tausende besitzen dies holdeste ,glck--warum ich nicht8 ,auch bse ,menschen1 auch ,diebe1 und ,ruber haben ,kinder1 und lieben sie1 und werden von ihnen geliebt1 nur ich nicht4 ,so einfach1 so ohne ,verstand dachte er nun1 so hnlich war er den ,kindermenschen geworden4 ,anders sah er jetzt die ,menschen an als frher1 weniger klug1 weniger stolz1 dafr wrmer1 dafr neugieriger1 beteiligter4 ,wenn er ,reisende der gewhnlichen ,art bersetzte1 ,kindermenschen1 ,geschftsleute1 ,krieger1 ,weibervolk1 so erschienen diese ,leute ihm nicht fremd wie einst3 er verstand sie1 er verstand und teilte ihr nicht von ,gedanken und ,einsichten1 sondern einzig von ,trieben und ,wnschen geleitetes ,leben1 er fhlte sich wie sie4 ,obwohl er nahe der ,vollendung war1 und an seiner letzten ,wunde trug1 schien ihm doch1 diese ,kindermenschen seien seine ,brder1 ihre ,eitelkeiten1 ,begehrlichkeiten und ,lcherlichkeiten verloren das ,lcherliche fr ihn1 wurden begreiflich1 wurden liebenswert1 wurden ihm sogar verehrungswrdig4 ,die blinde ,liebe einer ,mutter zu ihrem ,kind1 den dummen1 blinden ,stolz eines eingebildeten ,vaters auf sein einziges ,shnlein1 das blinde1 wilde ,streben nach ,schmuck und nach bewundernden ,mnneraugen bei einem jungen1 eitlen ,weibe1 alle diese ,triebe1 alle diese ,kindereien1 alle diese einfachen1 trichten1 aber ungeheuer starken1 stark lebenden1 stark sich durchsetzenden ,triebe und ,begehrlichkeiten waren fr ,siddhartha jetzt keine ,kindereien mehr1 er sah um ihretwillen die ,menschen leben1 sah sie um ihretwillen ,unendliches leisten1 ,reisen tun1 ,kriege fhren1 ,unendliches leiden1 ,unendliches ertragen1 und er konnte sie dafr lieben1 er sah das ,leben1 das ,lebendige1 das ,unzerstrbare1 das ,brahman in jeder ihrer ,leidenschaften1 jeder ihrer ,taten4 ,liebenswert und bewundernswert waren diese ,menschen in ihrer blinden ,treue1 ihrer blinden ,strke und ,zhigkeit4 ,nichts fehlte ihnen1 nichts hatte der ,wissende und ,denker vor ihnen voraus als eine einzige ,kleinigkeit1 eine einzige winzig kleine ,sache3 das ,bewutsein1 den bewuten ,gedanken der ,einheit alles ,lebens4 ,und ,siddhartha zweifelte sogar zu mancher ,stunde1 ob dies ,wissen1 dieser ,gedanke so sehr hoch zu werten1 ob nicht auch er vielleicht eine ,kinderei der ,denkmenschen1 der ,denk-,kindermenschen sein mchte4 ,in allem andern waren die ,weltmenschen dem ,weisen ebenbrtig1 waren ihm oft weit berlegen1 wie ja auch ,tiere in ihrem zhen1 unbeirrten ,tun des ,notwendigen in manchen ,augenblicken den ,menschen berlegen scheinen knnen4 ,langsam blhte1 langsam reifte in ,siddhartha die ,erkenntnis1 das ,wissen darum1 was eigentlich ,weisheit sei1 was seines langen ,suchens ,ziel sei4 ,es war nichts als eine ,bereitschaft der ,seele1 eine ,fhigkeit1 eine geheime ,kunst1 jeden ,augenblick1 mitten im ,leben1 den ,gedanken der ,einheit denken1 die ,einheit fhlen und einatmen zu knnen4 ,langsam blhte dies in ihm auf1 strahlte ihm aus ,vasudevas altem ,kindergesicht wider3 ,harmonie1 ,wissen um die ewige ,vollkommenheit der ,welt1 ,lcheln1 ,einheit4 ,die ,wunde aber brannte noch1 sehnlich und bitter gedachte ,siddhartha seines ,sohnes1 pflegte seine ,liebe und ,zrtlichkeit im ,herzen1 lie den ,schmerz an sich fressen1 beging alle ,torheiten der ,liebe4 ,nicht von selbst erlosch diese ,flamme4 ,und eines ,tages1 als die ,wunde heftig brannte1 fuhr ,siddhartha ber den ,flu1 gejagt von ,sehnsucht1 stieg aus und war ,willens1 nach der ,stadt zu gehen und seinen ,sohn zu suchen4 ,der ,flu flo sanft und leise1 es war in der trockenen ,jahreszeit1 aber seine ,stimme klang sonderbar3 sie lachte6 ,sie lachte deutlich4 ,der ,flu lachte1 er lachte hell und klar den alten ,fhrmann aus4 ,siddhartha blieb stehen1 er beugte sich bers ,wasser1 um noch besser zu hren1 und im still ziehenden ,wasser sah er sein ,gesicht gespiegelt1 und in diesem gespiegelten ,gesicht war etwas1 das ihn erinnerte1 etwas ,vergessenes1 und da er sich besann1 fand er es3 dies ,gesicht glich einem andern1 das er einst gekannt und geliebt und auch gefrchtet hatte4 ,es glich dem ,gesicht seines ,vaters1 des ,brahmanen4 ,und er erinnerte sich1 wie er vor ,zeiten1 ein ,jngling1 seinen ,vater gezwungen hatte1 ihn zu den ,bern gehen zu lassen1 wie er ,abschied von ihm genommen hatte1 wie er gegangen und nie mehr wiedergekommen war4 ,hatte nicht auch sein ,vater um ihn dasselbe ,leid gelitten1 wie er es nun um seinen ,sohn litt8 ,war nicht sein ,vater lngst gestorben1 allein1 ohne seinen ,sohn wiedergesehen zu haben8 ,mute er selbst nicht dies selbe ,schicksal erwarten8 ,war es nicht eine ,komdie1 eine seltsame und dumme ,sache1 diese ,wiederholung1 dieses ,laufen in einem verhngnisvollen ,kreise8 ,der ,flu lachte4 ,ja1 es war so1 es kam alles wieder1 was nicht bis zu ,ende gelitten und gelst ward1 es wurden immer wieder dieselben ,leiden gelitten4 ,siddhartha aber stieg wieder in das ,boot und fuhr zu der ,htte zurck1 seines ,vaters gedenkend1 seines ,sohnes gedenkend1 vom ,flusse verlacht1 mit sich selbst im ,streit1 geneigt zur ,verzweiflung1 und nicht minder geneigt1 ber sich und die ganze ,welt laut mitzulachen4 ,ach1 noch blhte die ,wunde nicht1 noch wehrte sein ,herz sich wider das ,schicksal1 noch strahlte nicht ,heiterkeit und ,sieg aus seinem ,leide4 ,doch fhlte er ,hoffnung1 und da er zur ,htte zurckgekehrt war1 sprte er ein unbesiegbares ,verlangen1 sich vor ,vasudeva zu ffnen1 ihm alles zu zeigen1 ihm1 dem ,meister des ,zuhrens1 alles zu sagen4 ,vasudeva sa in der ,htte und flocht an einem ,korbe4 ,er fuhr nicht mehr mit dem ,fhrboot1 seine ,augen begannen schwach zu werden1 und nicht nur seine ,augen2 auch seine ,arme und ,hnde4 ,unverndert und blhend war nur die ,freude und das heitere ,wohlwollen seines ,gesichtes4 ,siddhartha setzte sich zu dem ,greise1 langsam begann er zu sprechen4 ,worber sie niemals gesprochen hatten1 davon erzhlte er jetzt1 von seinem ,gange zur ,stadt1 damals1 von der brennenden ,wunde1 von seinem ,neid beim ,anblick glcklicher ,vter1 von seinem ,wissen um die ,torheit solcher ,wnsche1 von seinem vergeblichen ,kampf wider sie4 ,alles berichtete er1 alles konnte er sagen1 auch das ,peinlichste1 alles lie sich sagen1 alles sich zeigen1 alles konnte er erzhlen4 ,er zeigte seine ,wunde dar1 erzhlte auch seine heutige ,flucht1 wie er bers ,wasser gefahren sei1 kindischer ,flchtling1 willens nach der ,stadt zu wandern1 wie der ,flu gelacht habe4 ,whrend er sprach1 lange sprach1 whrend ,vasudeva mit stillem ,gesicht lauschte1 empfand ,siddhartha dies ,zuhren ,vasudevas strker1 als er es jemals gefhlt hatte1 er sprte1 wie seine ,schmerzen1 seine ,bengstigungen hinberflossen1 wie seine heimliche ,hoffnung hinberflo1 ihm von drben wieder entgegenkam4 ,diesem ,zuhrer seine ,wunde zu zeigen1 war dasselbe1 wie sie im ,flusse baden1 bis sie khl und mit dem ,flusse eins wurde4 ,whrend er immer noch sprach1 immer noch bekannte und beichtete1 fhlte ,siddhartha mehr und mehr1 da dies nicht mehr ,vasudeva1 nicht mehr ein ,mensch war1 der ihm zuhrte1 da dieser regungslos ,lauschende seine ,beichte in sich einsog wie ein ,baum den ,regen1 da dieser ,regungslose der ,flu selbst1 da er ,gott selbst1 da er das ,ewige selbst war4 ,und whrend ,siddhartha aufhrte1 an sich und an seine ,wunde zu denken1 nahm diese ,erkenntnis vom vernderten ,wesen des ,vasudeva von ihm ,besitz1 und je mehr er es empfand und darein eindrang1 desto weniger wunderlich wurde es1 desto mehr sah er ein1 da alles in ,ordnung und natrlich war1 da ,vasudeva schon lange1 beinahe schon immer so gewesen sei1 da nur er selbst es nicht ganz erkannt hatte1 ja da er selbst von jenem kaum noch verschieden sei4 ,er empfand1 da er den alten ,vasudeva nun so sehe1 wie das ,volk die ,gtter sieht1 und da dies nicht von ,dauer sein knne2 er begann im ,herzen von ,vasudeva ,abschied zu nehmen4 ,dabei sprach er immer fort4 ,als er zu ,ende gesprochen hatte1 richtete ,vasudeva seinen freundlichen1 etwas schwach gewordenen ,blick auf ihn1 sprach nicht1 strahlte ihm schweigend ,liebe und ,heiterkeit entgegen1 ,verstndnis und ,wissen4 ,er nahm ,siddharthas ,hand1 fhrte ihn zum ,sitz am ,ufer1 setzte sich mit ihm nieder1 lchelte dem ,flusse zu4 ,du hast ihn lachen hren1 sagte er4 ,aber du hast nicht alles gehrt4 ,la uns lauschen1 du wirst mehr hren4 ,sie lauschten4 ,sanft klang der vielstimmige ,gesang des ,flusses4 ,siddhartha schaute ins ,wasser1 und im ziehenden ,wasser erschienen ihm ,bilder3 sein ,vater erschien1 einsam1 um den ,sohn trauernd2 er selbst erschien1 einsam1 auch er mit den ,banden der ,sehnsucht an den fernen ,sohn gebunden2 es erschien sein ,sohn1 einsam auch er1 der ,knabe1 begehrlich auf der brennenden ,bahn seiner jungen ,wnsche strmend1 jeder auf sein ,ziel gerichtet1 jeder vom ,ziel besessen1 jeder leidend4 ,der ,flu sang mit einer ,stimme des ,leidens1 sehnlich sang er1 sehnlich flo er seinem ,ziele zu1 klagend klang seine ,stimme4 ,hrst du8 fragte ,vasudevas stummer ,blick4 ,siddhartha nickte4 ,hre besser6 flsterte ,vasudeva4 ,siddhartha bemhte sich1 besser zu hren4 ,das ,bild des ,vaters1 sein eigenes ,bild1 das ,bild des ,sohnes flossen ineinander1 auch ,kamalas ,bild erschien und zerflo1 und das ,bild ,govindas1 und andre ,bilder1 und flossen ineinander ber1 wurden alle zum ,flu1 strebten alle als ,flu dem ,ziele zu1 sehnlich1 begehrend1 leidend1 und des ,flusses ,stimme klang voll ,sehnsucht1 voll von brennendem ,weh1 voll von unstillbarem ,verlangen4 ,zum ,ziele strebte der ,flu1 ,siddhartha sah ihn eilen1 den ,flu1 der aus ihm und den ,seinen und aus allen ,menschen bestand1 die er je gesehen hatte1 alle die ,wellen und ,wasser eilten1 leidend1 ,zielen zu1 vielen ,zielen1 dem ,wasserfall1 dem ,see1 der ,stromschnelle1 dem ,meere1 und alle ,ziele wurden erreicht1 und jedem folgte ein neues1 und aus dem ,wasser ward ,dampf und stieg in den ,himmel1 ward ,regen und strzte aus dem ,himmel herab1 ward ,quelle1 ward ,bach1 ward ,flu1 strebte aufs ,neue1 flo aufs ,neue4 ,aber die sehnliche ,stimme hatte sich verndert4 ,noch tnte sie1 leidvoll1 suchend1 aber andre ,stimmen gesellten sich zu ihr1 ,stimmen der ,freude und des ,leides1 gute und bse ,stimmen1 lachende und trauernde1 hundert ,stimmen1 tausend ,stimmen4 ,siddhartha lauschte4 ,er war nun ganz ,lauscher1 ganz ins ,zuhren vertieft1 ganz leer1 ganz einsaugend1 er fhlte1 da er nun das ,lauschen zu ,ende gelernt habe4 ,oft schon hatte er all dies gehrt1 diese vielen ,stimmen im ,flu1 heute klang es neu4 ,schon konnte er die vielen ,stimmen nicht mehr unterscheiden1 nicht frohe von weinenden1 nicht kindliche von mnnlichen1 sie gehrten alle zusammen1 ,klage der ,sehnsucht und ,lachen des ,wissenden1 ,schrei des ,zorns und ,sthnen der ,sterbenden1 alles war eins1 alles war ineinander verwoben und verknpft1 tausendfach verschlungen4 ,und alles zusammen1 alle ,stimmen1 alle ,ziele1 alles ,sehnen1 alle ,leiden1 alle ,lust1 alles ,gute und ,bse1 alles zusammen war die ,welt4 ,alles zusammen war der ,flu des ,geschehens1 war die ,musik des ,lebens4 ,und wenn ,siddhartha aufmerksam diesem ,flu1 diesem tausendstimmigen ,liede lauschte1 wenn er nicht auf das ,leid noch auf das ,lachen hrte1 wenn er seine ,seele nicht an irgendeine ,stimme band und mit seinem ,ich in sie einging1 sondern alle hrte1 das ,ganze1 die ,einheit vernahm1 dann bestand das groe ,lied der tausend ,stimmen aus einem einzigen ,worte1 das hie ,om3 die ,vollendung4 ,hrst du1 fragte wieder ,vasudevas ,blick4 ,hell glnzte ,vasudevas ,lcheln1 ber all den ,runzeln seines alten ,antlitzes schwebte es leuchtend1 wie ber all den ,stimmen des ,flusses das ,om schwebte4 ,hell glnzte sein ,lcheln1 als er den ,freund anblickte1 und hell glnzte nun auch auf ,siddharthas ,gesicht dasselbe ,lcheln auf4 ,seine ,wunde blhte1 sein ,leid strahlte1 sein ,ich war in die ,einheit geflossen4 ,in dieser ,stunde hrte ,siddhartha auf1 mit dem ,schicksal zu kmpfen1 hrte auf zu leiden4 ,auf seinem ,gesicht blhte die ,heiterkeit des ,wissens1 dem kein ,wille mehr entgegensteht1 das die ,vollendung kennt1 das einverstanden ist mit dem ,flu des ,geschehens1 mit dem ,strom des ,lebens1 voll ,mitleid1 voll ,mitlust1 dem ,strmen hingegeben1 der ,einheit zugehrig4 ,als ,vasudeva sich von dem ,sitz am ,ufer erhob1 als er in ,siddharthas ,augen blickte und die ,heiterkeit des ,wissens darin strahlen sah1 berhrte er dessen ,schulter leise mit der ,hand1 in seiner behutsamen und zarten ,weise1 und sagte3 ,ich habe auf diese ,stunde gewartet1 ,lieber4 ,nun sie gekommen ist1 la mich gehen4 ,lange habe ich auf diese ,stunde gewartet1 lange bin ich der ,fhrmann ,vasudeva gewesen4 ,nun ist es genug4 ,lebe wohl1 ,htte1 lebe wohl1 ,flu1 lebe wohl1 ,siddhartha6 ,siddhartha verneigte sich tief vor dem ,abschiednehmenden4 ,ich habe es gewut1 sagte er leise4 ,du wirst in die ,wlder gehen8 ,ich gehe in die ,wlder1 ich gehe in die ,einheit1 sprach ,vasudeva strahlend4 ,strahlend ging er hinweg2 ,siddhartha blickte ihm nach4 ,mit tiefer ,freude1 mit tiefem ,ernst blickte er ihm nach1 sah seine ,schritte voll ,frieden1 sah sein ,haupt voll ,glanz1 sah seine ,gestalt voll ,licht4 ,,govinda ,mit anderen ,mnchen weilte ,govinda einst whrend einer ,rastzeit in dem ,lusthain1 welchen die ,kurtisane ,kamala den ,jngern des ,gotama geschenkt hatte4 ,er hrte von einem alten ,fhrmanne sprechen1 welcher eine ,tagereise entfernt vom ,hain am ,flusse wohne1 und der von vielen fr einen ,weisen gehalten werde4 ,als ,govinda des ,weges weiterzog1 whlte er den ,weg zur ,fhre1 begierig diesen ,fhrmann zu sehen4 ,denn ob er wohl sein ,leben lang nach der ,regel gelebt hatte1 auch von den ,jungeren ,mnchen seines ,alters und seiner ,bescheidenheit wegen mit ,ehrfurcht angesehen wurde1 war doch in seinem ,herzen die ,unruhe und das ,suchen nicht erloschen4 ,er kam zum ,flsse1 er bat den ,alten um berfahrt1 und da sie drben aus dem ,boot stiegen1 sagte er zum ,alten3 ,viel ,gutes erweisest du uns ,mnchen und ,pilgern1 viele von uns hast du schon bergesetzt4 ,bist nicht auch du1 ,fhrmann1 ein ,sucher nach dem rechten ,pfade8 ,sprach ,siddhartha1 aus den alten ,augen lchelnd3 ,nennst du dich einen ,sucher1 o ,ehrwrdiger1 und bist doch schon hoch in den ,jahren1 und trgst das ,gewand der ,mnche ,gotamas8 ,wohl bin ich alt1 sprach ,govinda1 zu suchen aber habe ich nicht aufgehrt4 ,nie werde ich aufhren zu suchen1 dies scheint meine ,bestimmung4 ,auch du1 so scheint es mir1 hast gesucht4 ,willst du mir ein ,wort sagen1 ,verehrter8 ,sprach ,siddhartha3 ,was sollte ich dir1 ,ehrwrdiger1 wohl zu sagen haben8 ,vielleicht das1 da du allzu viel suchst8 ,da du vor ,suchen nicht zum ,finden kommst8 ,wie denn8 fragte ,govinda4 ,wenn jemand sucht1 sagte ,siddhartha1 dann geschieht es leicht1 da sein ,auge nur noch das ,ding sieht1 das er sucht1 da er nichts zu finden1 nichts in sich einzulassen vermag1 weil er nur immer an das ,gesuchte denkt1 weil er ein ,ziel hat1 weil er vom ,ziel besessen ist4 ,suchen heit3 ein ,ziel haben4 ,finden aber heit3 frei sein1 offen stehen1 kein ,ziel haben4 ,du1 ,ehrwrdiger1 bist vielleicht in der ,tat ein ,sucher1 denn1 deinem ,ziel nachstrebend1 siehst du manches nicht1 was nah vor deinen ,augen steht4 ,noch verstehe ich nicht ganz1 bat ,govinda1 wie meinst du das8 ,sprach ,siddhartha3 ,einst1 o ,ehrwrdiger1 vor manchen ,jahren1 bist du schon einmal an diesem ,flusse gewesen1 und hast am ,flu einen ,schlafenden gefunden1 und hast dich zu ihm gesetzt1 um seinen ,schlaf zu behten4 ,erkannt aber1 o ,govinda1 hast du den ,schlafenden nicht4 ,staunend1 wie ein ,bezauberter1 blickte der ,mnch in des ,fhrmanns ,augen4 ,bist du ,siddhartha8 fragte er mit scheuer ,stimme4 ,ich htte dich auch diesesmal nicht erkannt6 ,herzlich gre ich dich1 ,siddhartha1 herzlich freue ich mich1 dich nochmals zu sehen6 ,du hast dich sehr verndert1 ,freund4--,und nun bist du also ein ,fhrmann geworden8 ,freundlich lachte ,siddhartha4 ,ein ,fhrmann1 ja4 ,manche1 ,govinda1 mssen sich viel verndern1 mssen allerlei ,gewand tragen1 ihrer einer bin ich1 ,lieber4 ,sei willkommen1 ,govinda1 und bleibe die ,nacht in meiner ,htte4 ,govinda blieb die ,nacht in der ,htte und schlief auf dem ,lager1 das einst ,vasudevas ,lager gewesen war4 ,viele ,fragen richtete er an den ,freund seiner ,jugend1 vieles mute ihm ,siddhartha aus seinem ,leben erzhlen4 ,als es am andern ,morgen ,zeit war1 die ,tageswanderung anzutreten1 da sagte ,govinda1 nicht ohne ,zgern1 die ,worte3 ,ehe ich meinen ,weg fortsetze1 ,siddhartha1 erlaube mir noch eine ,frage4 ,hast du eine ,lehre8 ,hast du einen ,glauben1 oder ein ,wissen1 dem du folgst1 das dir leben und rechttun hilft8 ,sprach ,siddhartha3 ,du weit1 ,lieber1 da ich schon als junger ,mann1 damals1 als wir bei den ,bern im ,walde lebten1 dazu kam1 den ,lehren und ,lehrern zu mitrauen und ihnen den ,rcken zu wenden4 ,ich bin dabei geblieben4 ,dennoch habe ich seither viele ,lehrer gehabt4 ,eine schne ,kurtisane ist lange ,zeit meine ,lehrerin gewesen1 und ein reicher ,kaufmann war mein ,lehrer1 und einige ,wrfelspieler4 ,einmal ist auch ein wandernder ,jnger ,buddhas mein ,lehrer gewesen2 er sa bei mir1 als ich im ,walde eingeschlafen war1 auf der ,pilgerschaft4 ,auch von ihm habe ich gelernt1 auch ihm bin ich dankbar1 sehr dankbar4 ,am meisten aber habe ich hier von diesem ,flusse gelernt1 und von meinem ,vorgnger1 dem ,fhrmann ,vasudeva4 ,es war ein sehr einfacher ,mensch1 ,vasudeva1 er war kein ,denker1 aber er wute das ,notwendige so gut wie ,gotama1 er war ein ,vollkommener1 ein ,heiliger4 ,govinda sagte3 ,noch immer1 o ,siddhartha1 liebst du ein wenig den ,spott1 wie mir scheint4 ,ich glaube dir und wei es1 da du nicht einem ,lehrer gefolgt bist4 ,aber hast nicht du selbst1 wenn auch nicht eine ,lehre1 so doch gewisse ,gedanken1 gewisse ,erkenntnisse gefunden1 welche dein eigen sind und die dir leben helfen8 ,wenn du mir von diesen etwas sagen mchtest1 wrdest du mir das ,herz erfreuen4 ,sprach ,siddhartha3 ,ich habe ,gedanken gehabt1 ja1 und ,erkenntnisse1 je und je4 ,ich habe manchmal1 fr eine ,stunde oder fr einen ,tag1 ,wissen in mir gefhlt1 so wie man ,leben in seinem ,herzen fhlt4 ,manche ,gedanken waren es1 aber schwer wre es fr mich1 sie dir mitzuteilen4 ,sieh1 mein ,govinda1 dies ist einer meiner ,gedanken1 die ich gefunden habe3 ,weisheit ist nicht mitteilbar4 ,weisheit1 welche ein ,weiser mitzuteilen versucht1 klingt immer wie ,narrheit4 ,scherzest du8 fragte ,govinda4 ,ich scherze nicht4 ,ich sage1 was ich gefunden habe4 ,wissen kann man mitteilen1 ,weisheit aber nicht4 ,man kann sie finden1 man kann sie leben1 man kann von ihr getragen werden1 man kann mit ihr ,wunder tun1 aber sagen und lehren kann man sie nicht4 ,dies war es1 was ich schon als ,jngling manchmal ahnte1 was mich von den ,lehrern fortgetrieben hat4 ,ich habe einen ,gedanken gefunden1 ,govinda1 den du wieder fr ,scherz oder fr ,narrheit halten wirst1 der aber mein bester ,gedanke ist4 ,er heit3 ,von jeder ,wahrheit ist das ,gegenteil ebenso wahr6 ,nmlich so3 eine ,wahrheit lt sich immer nur aussprechen und in ,worte hllen1 wenn sie einseitig ist4 ,einseitig ist alles1 was mit ,gedanken gedacht und mit ,worten gesagt werden kann1 alles einseitig1 alles halb1 alles entbehrt der ,ganzheit1 des ,runden1 der ,einheit4 ,wenn der erhabene ,gotama lehrend von der ,welt sprach1 so mute er sie teilen in ,sansara und ,nirvana1 in ,tuschung und ,wahrheit1 in ,leid und ,erlsung4 ,man kann nicht anders1 es gibt keinen andern ,weg fr den1 der lehren will4 ,die ,welt selbst aber1 das ,seiende um uns her und in uns innen1 ist nie einseitig4 ,nie ist ein ,mensch1 oder eine ,tat1 ganz ,sansara oder ganz ,nirvana1 nie ist ein ,mensch ganz heilig oder ganz sndig4 ,es scheint ja so1 weil wir der ,tuschung unterworfen sind1 da ,zeit etwas ,wirkliches sei4 ,zeit ist nicht wirklich1 ,govinda1 ich habe dies oft und oft erfahren4 ,und wenn ,zeit nicht wirklich ist1 so ist die ,spanne1 die zwischen ,welt und ,ewigkeit1 zwischen ,leid und ,seligkeit1 zwischen ,bse und ,gut zu liegen scheint1 auch eine ,tuschung4 ,wie das8 fragte ,govinda ngstlich4 ,hre gut1 ,lieber1 hre gut6 ,der ,snder1 der ich bin und der du bist1 der ist ,snder1 aber er wird einst wieder ,brahma sein1 er wird einst ,nirvana erreichen1 wird ,buddha sein--und nun siehe3 dies ',einst' ist ,tuschung1 ist nur ,gleichnis6 ,der ,snder ist nicht auf dem ,weg zur ,buddhaschaft unterwegs1 er ist nicht in einer ,entwickelung begriffen1 obwohl unser ,denken sich die ,dinge nicht anders vorzustellen wei4 ,nein1 in dem ,snder ist1 ist jetzt und heute schon der knftige ,buddha1 seine ,zukunft ist alle schon da1 du hast in ihm1 in dir1 in jedem den werdenden1 den mglichen1 den verborgenen ,buddha zu verehren4 ,die ,welt1 ,freund ,govinda1 ist nicht unvollkommen1 oder auf einem langsamen ,wege zur ,vollkommenheit begriffen3 nein1 sie ist in jedem ,augenblick vollkommen1 alle ,snde trgt schon die ,gnade in sich1 alle kleinen ,kinder haben schon den ,greis in sich1 alle ,suglinge den ,tod1 alle ,sterbenden das ewige ,leben4 ,es ist keinem ,menschen mglich1 vom anderen zu sehen1 wie weit er auf seinem ,wege sei1 im ,ruber und ,wrfelspieler wartet ,buddha1 im ,brahmanen wartet der ,ruber4 ,es gibt1 in der tiefen ,meditation1 die ,mglichkeit1 die ,zeit aufzuheben1 alles gewesene1 seiende und sein werdende ,leben als gleichzeitig zu sehen1 und da ist alles gut1 alles vollkommen1 alles ist ,brahman4 ,darum scheint mir das1 was ist1 gut1 es scheint mir ,tod wie ,leben1 ,snde wie ,heiligkeit1 ,klugheit wie ,torheit1 alles mu so sein1 alles bedarf nur meiner ,zustimmung1 nur meiner ,willigkeit1 meines liebenden ,einverstndnisses1 so ist es fr mich gut1 kann mich nur frdern1 kann mir nie schaden4 ,ich habe an meinem ,leibe und an meiner ,seele erfahren1 da ich der ,snde sehr bedurfte1 ich bedurfte der ,wollust1 des ,strebens nach ,gtern1 der ,eitelkeit1 und bedurfte der schmhlichsten ,verzweiflung1 um das ,widerstreben aufgeben zu lernen1 um die ,welt lieben zu lernen1 um sie nicht mehr mit irgendeiner von mir gewnschten1 von mir eingebildeten ,welt zu vergleichen1 einer von mir ausgedachten ,art der ,vollkommenheit1 sondern sie zu lassen1 wie sie ist1 und sie zu lieben1 und ihr gerne anzugehren4--,dies1 o ,govinda1 sind einige1 von den ,gedanken1 die mir in den ,sinn gekommen sind4 ,siddhartha bckte sich1 hob einen ,stein vom ,erdbodene auf und wog ihn in der ,hand4 ,dies hier1 sagte er spielend1 ist ein ,stein1 und er wird in einer bestimmten ,zeit vielleicht ,erde sein1 und wird aus ,erde ,pflanze werden1 oder ,tier oder ,mensch4 ,frher nun htte ich gesagt3 ,dieser ,stein ist blo ein ,stein1 er ist wertlos1 er gehrt der ,welt der ,maja an2 aber weil er vielleicht im ,kreislauf der ,verwandlungen auch ,mensch und ,geist werden kann1 darum schenke ich auch ihm ,geltung4 ,so htte ich frher vielleicht gedacht4 ,heute aber denke ich3 dieser ,stein ist ,stein1 er ist auch ,tier1 er ist auch ,gott1 er ist auch ,buddha1 ich verehre und liebe ihn nicht1 weil er einstmals dies oder jenes werden knnte1 sondern weil er alles lngst und immer ist--und gerade dies1 da er ,stein ist1 da er mir jetzt und heute als ,stein erscheint1 gerade darum liebe ich ihn1 und sehe ,wert und ,sinn in jeder von seinen ,adern und ,hhlungen1 in dem ,gelb1 in dem ,grau1 in der ,hrte1 im ,klang1 den er von sich gibt1 wenn ich ihn beklopfe1 in der ,trockenheit oder ,feuchtigkeit seiner ,oberflche4 ,es gibt ,steine1 die fhlen sich wie l oder wie ,seife an1 und andre wie ,bltter1 andre wie ,sand1 und jeder ist besonders und betet das ,om auf seine ,weise1 jeder ist ,brahman1 zugleich aber und ebensosehr ist er ,stein1 ist lig oder saftig1 und gerade das gefllt mir und scheint mir wunderbar und der ,anbetung wrdig4--,aber mehr la mich davon nicht sagen4 ,die ,worte tun dem geheimen ,sinn nicht gut1 es wird immer alles gleich ein wenig anders1 wenn man es ausspricht1 ein wenig verflscht1 ein wenig nrrisch--ja1 und auch das ist sehr gut und gefllt mir sehr1 auch damit bin ich sehr einverstanden1 da das1 was eines ,menschen ,schatz und ,weisheit ist1 dem andern immer wie ,narrheit klingt4 ,schweigend lauschte ,govinda4 ,warum hast du mir das von dem ,steine gesagt8 fragte er nach einer ,pause zgernd4 ,es geschah ohne ,absicht4 ,oder vielleicht war es so gemeint1 da ich eben den ,stein1 und den ,flu1 und alle diese ,dinge1 die wir betrachten und von denen wir lernen knnen1 liebe4 ,einen ,stein kann ich lieben1 ,govinda1 und auch einen ,baum oder ein ,stck ,rinde4 ,das sind ,dinge1 und ,dinge kann man lieben4 ,worte aber kann ich nicht lieben4 ,darum sind ,lehren nichts fr mich1 sie haben keine ,hrte1 keine ,weiche1 keine ,farben1 keine ,kanten1 keinen ,geruch1 keinen ,geschmack1 sie haben nichts als ,worte4 ,vielleicht ist es dies1 was dich hindert1 den ,frieden zu finden1 vielleicht sind es die vielen ,worte4 ,denn auch ,erlsung und ,tugend1 auch ,sansara und ,nirvana sind bloe ,worte1 ,govinda4 ,es gibt kein ,ding1 das ,nirvana wre2 es gibt nur das ,wort ,nirvana4 ,sprach ,govinda3 ,nicht nur ein ,wort1 ,freund1 ist ,nirvana4 ,es ist ein ,gedanke4 ,siddhartha fuhr fort3 ,ein ,gedanke1 es mag so sein4 ,ich mu dir gestehen1 ,lieber3 ich unterscheide zwischen ,gedanken und ,worten nicht sehr4 ,offen gesagt1 halte ich auch von ,gedanken nicht viel4 ,ich halte von ,dingen mehr4 ,hier auf diesem ,fhrboot zum ,beispiel war ein ,mann mein ,vorgnger und ,lehrer1 ein heiliger ,mann1 der hat manche ,jahre lang einfach an den ,flu geglaubt1 sonst an nichts4 ,er hatte gemerkt1 da des ,flusses ,stimme zu ihm sprach1 von ihr lernte er1 sie erzog und lehrte ihn1 der ,flu schien ihm ein ,gott1 viele ,jahre lang wute er nicht1 da jeder ,wind1 jede ,wolke1 jeder ,vogel1 jeder ,kfer genau so gttlich ist und ebensoviel wei und lehren kann wie der verehrte ,flu4 ,als dieser ,heilige aber in die ,wlder ging1 da wute er alles1 wute mehr als du und ich1 ohne ,lehrer1 ohne ,bcher1 nur weil er an den ,flu geglaubt hatte4 ,govinda sagte3 ,aber ist das1 was du ',dinge' nennst1 denn etwas ,wirkliches1 etwas ,wesenhaftes8 ,ist das nicht nur ,trug der ,maja1 nur ,bild und ,schein8 ,dein ,stein1 dein ,baum1 dein ,flu--sind sie denn ,wirklichkeiten8 ,auch dies1 sprach ,siddhartha1 bekmmert mich nicht sehr4 ,mgen die ,dinge ,schein sein oder nicht1 auch ich bin alsdann ja ,schein1 und so sind sie stets meinesgleichen4 ,das ist es1 was sie mir so lieb und verehrenswert macht3 sie sind meinesgleichen4 ,darum kann ich sie lieben4 ,und dies ist nun eine ,lehre1 ber welche du lachen wirst3 die ,liebe1 o ,govinda1 scheint mir von allem die ,hauptsache zu sein4 ,die ,welt zu durchschauen1 sie zu erklren1 sie zu verachten1 mag groer ,denker ,sache sein4 ,mir aber liegt einzig daran1 die ,welt lieben zu knnen1 sie nicht zu verachten1 sie und mich nicht zu hassen1 sie und mich und alle ,wesen mit ,liebe und ,bewunderung und ,ehrfurcht betrachten zu knnen4 ,dies verstehe ich1 sprach ,govinda4 ,aber eben dies hat er1 der ,erhabene1 als ,trug erkannt4 ,er gebietet ,wohlwollen1 ,schonung1 ,mitleid1 ,duldung1 nicht aber ,liebe2 er verbot uns1 unser ,herz in ,liebe an ,irdisches zu fesseln4 ,ich wei es1 sagte ,siddhartha2 sein ,lcheln strahlte golden4 ,ich wei es1 ,govinda4 ,und siehe1 da sind wir mitten im ,dickicht der ,meinungen drin1 im ,streit um ,worte4 ,denn ich kann nicht leugnen1 meine ,worte von der ,liebe stehen im ,widerspruch1 im scheinbaren ,widerspruch zu ,gotamas ,worten4 ,eben darum mitraue ich den ,worten so sehr1 denn ich wei1 dieser ,widerspruch ist ,tuschung4 ,ich wei1 da ich mit ,gotama einig bin4 ,wie sollte denn auch ,er die ,liebe nicht kennen1 ,er1 der alles ,menschensein in seiner ,vergnglichkeit1 in seiner ,nichtigkeit erkannt hat1 und dennoch die ,menschen so sehr liebte1 da er ein langes1 mhevolles ,leben einzig darauf verwendet hat1 ihnen zu helfen1 sie zu lehren6 ,auch bei ihm1 auch bei deinem groen ,lehrer1 ist mir das ,ding lieber als die ,worte1 sein ,tun und ,leben wichtiger als sein ,reden1 die ,gebrde seiner ,hand wichtiger als seine ,meinungen4 ,nicht im ,reden1 nicht im ,denken sehe ich seine ,gre1 nur im ,tun1 im ,leben4 ,lange schwiegen die beiden alten ,mnner4 ,dann sprach ,govinda1 indem er sich zum ,abschied verneigte3 ,ich danke dir1 ,siddhartha1 da du mir etwas von deinen ,gedanken gesagt hast4 ,es sind zum ,teil seltsame ,gedanken1 nicht alle sind mir sofort verstndlich geworden4 ,dies mge sein1 wie es wolle1 ich danke dir1 und ich wnsche dir ruhige ,tage4 7,heimlich bei sich aber dachte er3 ,dieser ,siddhartha ist ein wunderlicher ,mensch1 wunderliche ,gedanken spricht er aus1 nrrisch klingt seine ,lehre4 ,anders klingt des ,erhabenen reine ,lehre1 klarer1 reiner1 verstndlicher1 nichts ,seltsames1 ,nrrisches oder ,lcherliches ist in ihr enthalten4 ,aber anders als seine ,gedanken scheinen mir ,siddharthas ,hnde und ,fe1 seine ,augen1 seine ,stirn1 sein ,atmen1 sein ,lcheln1 sein ,gru1 sein ,gang4 ,nie mehr1 seit unser erhabener ,gotama in ,nirvana einging1 nie mehr habe ich einen ,menschen angetroffen1 von dem ich fhlte3 dies ist ein ,heiliger4 ,einzig ihn1 diesen ,siddhartha1 habe ich so gefunden4 ,mag seine ,lehre seltsam sein1 mgen seine ,worte nrrisch klingen1 sein ,blick und seine ,hand1 seine ,haut und sein ,haar1 alles an ihm strahlt eine ,reinheit1 strahlt eine ,ruhe1 strahlt eine ,heiterkeit und ,milde und ,heiligkeit aus1 welche ich an keinem anderen ,menschen seit dem letzten ,tode unseres erhabenen ,lehrers gesehen habe47 ,indem ,govinda also dachte1 und ein ,widerstreit in seinem ,herzen war1 neigte er sich nochmals zu ,siddhartha1 von ,liebe gezogen4 ,tief verneigte er sich vor dem ruhig ,sitzenden4 ,siddhartha1 sprach er1 wir sind alte ,mnner geworden4 ,schwerlich wird einer von uns den andern in dieser ,gestalt wiedersehen4 ,ich sehe1 ,geliebter1 da du den ,frieden gefunden hast4 ,ich bekenne1 ihn nicht gefunden zu haben4 ,sage mir1 ,verehrter1 noch ein ,wort1 gib mir etwas mit1 das ich fassen1 das ich verstehen kann6 ,gib mir etwas mit auf meinen ,weg4 ,er ist oft beschwerlich1 mein ,weg1 oft finster1 ,siddhartha4 ,siddhartha schwieg und blickte ihn mit dem immer gleichen1 stillen ,lcheln an4 ,starr blickte ihm ,govinda ins ,gesicht1 mit ,angst1 mit ,sehnsucht1 ,leid und ewiges ,suchen stand in seinem ,blick geschrieben1 ewiges ,nichtfinden4 ,siddhartha sah es1 und lchelte4 ,neige dich zu mir6 flsterte er leise in ,govindas ,ohr4 ,neige dich zu mir her6 ,so1 noch nher6 ,ganz nahe6 ,ksse mich auf die ,stirn1 ,govinda6 ,whrend aber ,govinda verwundert1 und dennoch von groer ,liebe und ,ahnung gezogen1 seinen ,worten gehorchte1 sich nahe zu ihm neigte und seine ,stirn mit den ,lippen berhrte1 geschah ihm etwas ,wunderbares4 ,whrend seine ,gedanken noch bei ,siddharthas wunderlichen ,worten verweilten1 whrend er sich noch vergeblich und mit ,widerstreben bemhte1 sich die ,zeit hinwegzudenken1 sich ,nirvana und ,sansara als ,eines vorzustellen1 whrend sogar eine gewisse ,verachtung fr die ,worte des ,freundes in ihm mit einer ungeheuren ,liebe und ,ehrfurcht stritt1 geschah ihm dieses3 ,er sah seines ,freundes ,siddhartha ,gesicht nicht mehr1 er sah statt dessen andre ,gesichter1 viele1 eine lange ,reihe1 einen strmenden ,flu von ,gesichtern1 von hunderten1 von tausenden1 welche alle kamen und vergingen1 und doch alle zugleich dazusein schienen1 welche alle sich bestndig vernderten und erneuerten1 und welche doch alle ,siddhartha waren4 ,er sah das ,gesicht eines ,fisches1 eines ,karpfens1 mit unendlich schmerzvoll geffnetem ,maule1 eines sterbenden ,fisches1 mit brechenden ,augen--er sah das ,gesicht eines neugeborenen ,kindes1 rot und voll ,falten1 zum ,weinen verzogen--er sah das ,gesicht eines ,mrders1 sah ihn ein ,messer in den ,leib eines ,menschen stechen--er sah1 zur selben ,sekunde1 diesen ,verbrecher gefesselt knien und sein ,haupt vom ,henker mit einem ,schwertschlag abgeschlagen werden--er sah die ,krper von ,mnnern und ,frauen nackt in ,stellungen und ,kmpfen rasender ,liebe--er sah ,leichen ausgestreckt1 still1 kalt1 leer--er sah ,tierkpfe1 von ,ebern1 von ,krokodilen1 von ,elefanten1 von ,stieren1 von ,vgeln--er sah ,gtter1 sah ,krischna1 sah ,agni--er sah alle diese ,gestalten und ,gesichter in tausend ,beziehungen zueinander1 jede der andern helfend1 sie liebend1 sie hassend1 sie vernichtend1 sie neu gebrend1 jede war ein ,sterbenwollen1 ein leidenschaftlich schmerzliches ,bekenntnis der ,vergnglichkeit1 und keine starb doch1 jede verwandelte sich nur1 wurde stets neu geboren1 bekam stets ein neues ,gesicht1 ohne da doch zwischen einem und dem anderen ,gesicht ,zeit gelegen wre--und alle diese ,gestalten und ,gesichter ruhten1 flossen1 erzeugten sich1 schwammen dahin und strmten ineinander1 und ber alle war bestndig etwas ,dnnes1 ,wesenloses1 dennoch ,seiendes1 wie ein dnnes ,glas oder ,eis gezogen1 wie eine durchsichtige ,haut1 eine ,schale oder ,form oder ,maske von ,wasser1 und diese ,maske lchelte1 und diese ,maske war ,siddharthas lchelndes ,gesicht1 das er1 ,govinda1 in eben diesem selben ,augenblick mit den ,lippen berhrte4 ,und1 so sah ,govinda1 dies ,lcheln der ,maske1 dies ,lcheln der ,einheit ber den strmenden ,gestaltungen1 dies ,lcheln der ,gleichzeitigkeit ber den tausend ,geburten und ,toten1 dies ,lcheln ,siddharthas war genau dasselbe1 war genau das gleiche1 stille1 feine1 undurchdringliche1 vielleicht gtige1 vielleicht spttische1 weise1 tausendfltige ,lcheln ,gotamas1 des ,buddha1 wie er selbst es hundertmal mit ,ehrfurcht gesehen hatte4 ,so1 das wute ,govinda1 lchelten die ,vollendeten4 ,nicht mehr wissend ob es ,zeit gebe1 ob diese ,schauung eine ,sekunde oder hundert ,jahre gewhrt habe1 nicht mehr wissend1 ob es einen ,siddhartha1 ob es einen ,gotama1 ob es ,ich und ,du gebe1 im ,innersten wie von einem gttlichen ,pfeile verwundet1 dessen ,verwundung s schmeckt1 im ,innersten verzaubert und aufgelst1 stand ,govinda noch eine kleine ,weile1 ber ,siddharthas stilles ,gesicht gebeugt1 das er soeben gekt hatte1 das soeben ,schauplatz aller ,gestaltungen1 alles ,werdens1 alles ,seins gewesen war4 ,das ,antlitz war unverndert1 nachdem unter seiner ,oberflche die ,tiefe der ,tausendfltigkeit sich wieder geschlossen hatte1 er lchelte still1 lchelte leise und sanft1 vielleicht sehr gtig1 vielleicht sehr spttisch1 genau1 wie er gelchelt hatte1 der ,erhabene4 ,tief verneigte sich ,govinda1 ,trnen liefen1 von welchen er nichts wute1 ber sein altes ,gesicht1 wie ein ,feuer brannte das ,gefhl der innigsten ,liebe1 der demtigsten ,verehrung in seinem ,herzen4 ,tief verneigte er sich1 bis zur ,erde1 vor dem regungslos ,sitzenden1 dessen ,lcheln ihn an alles erinnerte1 was er in seinem ,leben jemals geliebt hatte1 was jemals in seinem ,leben ihm wert und heilig gewesen war4