,anmerkungen zur ,transkription3 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,im ,original nicht in ,fraktur gedruckter ,text wurde mit markiert4 ,schreibweise und ,interpunktion wurden bernommen1 lediglich offensichtliche ,druckfehler wurden korrigiert4 ,eine ,liste der vorgenommenen nderungen findet sich am ,ende des ,textes4 ,ferruccio ,busoni ,entwurf einer neuen sthetik der ,tonkunst ,zweite1 erweiterte ,ausgabe ,im ,insel-,verlag zu ,leipzig ,dem ,musiker in ,worten ,rainer ,maria ,rilke verehrungsvoll und freundschaftlich dargeboten ,was sucht ,ihr8 ,sagt6 ,und was erwartet ,ihr8 ,ich wei es nicht2 ich will das ,unbekannte6 ,was mir bekannt1 ist unbegrenzt4 ,ich will darber noch4 ,mir fehlt das letzte ,wort4 ,der mchtige ,zauberer4 ,ich fhlte 444 da ich kein englisches und kein lateinisches ,buch schreiben werde3 und dies aus dem einen ,grund 444 nmlich weil die ,sprache1 in welcher nicht nur zu schreiben1 sondern auch zu denken mir vielleicht gegeben wre1 weder die lateinische1 noch die englische1 noch die italienische und spanische ist1 sondern eine ,sprache1 von deren ,worten mir auch nicht eines bekannt ist1 eine ,sprache1 in welcher die stummen ,dinge zu mir sprechen und in welcher ich vielleicht einst im ,grabe vor einem unbekannten ,richter mich verantworten werde4 ,hugo von ,hofmannsthal1 ,ein ,brief4 ,der literarischen ,gestaltung nach recht locker aneinander gefgt1 sind diese ,aufzeichnungen in ,wahrheit das ,ergebnis von lange und langsam gereiften berzeugungen4 ,in ihnen wird ein grtes ,problem mit scheinbarer ,unbefangenheit aufgestellt1 ohne da der ,schlssel zu seiner letzten ,lsung gegeben werde1 weil das ,problem auf ,menschenalter hinaus nicht -- wenn berhaupt -- lsbar ist4 ,aber es begreift in sich eine unaufgezhlte ,reihe minderer ,probleme1 auf die ich das ,nachdenken derjenigen lenke1 die es betrifft4 ,denn recht lange schon hatte man in der ,musik ernstlichem ,suchen nicht sich hingegeben4 ,wohl entsteht zu jeder ,zeit ,geniales und ,bewunderungswertes1 und ich stellte mich stets in die erste ,reihe1 die vorberziehenden ,fahnentrger freudig zu begren2 aber mir will es scheinen1 da die mannigfachen ,wege1 die beschritten werden1 zwar in schne ,weiten fhren1 aber nicht -- nach oben4 99 99 99 99 99 ,der ,geist eines ,kunstwerkes1 das ,ma der ,empfindung1 das ,menschliche1 das in ihm ist -- sie bleiben durch wechselnde ,zeiten unverndert an ,wert2 die ,form1 die diese drei aufnahm1 die ,mittel1 die sie ausdrckten1 und der ,geschmack1 den die ,epoche ihres ,entstehens ber sie ausgo1 sie sind vergnglich und rasch alternd4 ,geist und ,empfindung bewahren ihre ,art1 so im ,kunstwerk wie im ,menschen2 technische ,errungenschaften1 bereitwilligst erkannt und bewundert1 werden berholt1 oder der ,geschmack wendet sich von ihnen gesttigt ab4 -- ,die vergnglichen ,eigenschaften machen das ,moderne eines ,werkes aus2 die unvernderlichen bewahren es davor1 altmodisch zu werden4 ,im ,modernen wie im ,alten gibt es ,gutes und ,schlechtes1 ,echtes und ,unechtes4 ,absolut ,modernes existiert nicht -- nur frher oder spter ,entstandenes2 lnger blhend oder schneller welkend4 ,immer gab es ,modernes1 und immer ,altes4 -- ,die ,kunstformen sind um so dauernder1 je nher sie sich an das ,wesen der einzelnen ,kunstgattung halten1 je reiner sie sich in ihren natrlichen ,mitteln und ,zielen bewahren4 ,die ,plastik verzichtet auf den ,ausdruck der menschlichen ,pupille und auf die ,farben2 die ,malerei degradiert1 wenn sie die darstellende ,flche verlt und sich zur ,theaterdekoration oder zum ,panoramabild kompliziert2 -- die ,architektur hat ihre ,grundform1 die von unten nach oben zu schreiten mu1 durch statische ,notwendigkeit vorgeschrieben2 ,fenster und ,dach geben notgedrungen die mittlere und abschlieende ,ausgestaltung2 diese ,bedingungen sind an ihr bleibend und unverletzbar2 -- die ,dichtung gebietet ber den abstrakten ,gedanken1 den sie in ,worte kleidet2 sie reicht an die weitesten ,grenzen und hat die grere ,unabhngigkeit voraus3 aber alle ,knste1 ,mittel und ,formen erzielen bestndig das eine1 nmlich die ,abbildung der ,natur und die ,wiedergabe der menschlichen ,empfindungen4 ,architektur1 ,plastik1 ,dichtung und ,malerei sind alte und reife ,knste2 ihre ,begriffe sind gefestigt und ihre ,ziele sicher geworden2 sie haben durch ,jahrtausende den ,weg gefunden und beschreiben1 wie ein ,planet1 regelmig ihren ,kreis4#a #a ,dessenungeachtet knnen und werden an ihnen ,geschmack und ,eigenart sich immer wieder verjngen und erneuern4 ,ihnen gegenber ist die ,tonkunst das ,kind1 das zwar gehen gelernt hat1 aber noch gefhrt werden mu4 ,es ist eine jungfruliche ,kunst1 die noch nichts erlebt und gelitten hat4 ,sie ist sich selbst noch nicht bewut dessen1 was sie kleidet1 der ,vorzge1 die sie besitzt1 und der ,fhigkeiten1 die in ihr schlummern3 wiederum ist sie ein ,wunderkind1 das schon viel ,schnes geben kann1 schon viele erfreuen konnte und dessen ,gaben allgemein fr vllig ausgereift gehalten werden4 99 99 99 99 99 ,die ,musik als ,kunst1 die sogenannte abendlndische ,musik1 ist kaum vierhundert ,jahre alt1 sie lebt im ,zustande der ,entwicklung2 vielleicht im allerersten ,stadium einer noch unabsehbaren ,entwicklung1 und wir sprechen von ,klassikern und geheiligten ,traditionen6#b ,spricht doch bereits ein ,cherubini1 in seinem ,lehrbuch des ,kontrapunktes1 von den ,alten4 #b ,tradition ist die nach dem ,leben abgenommene ,gipsmaske1 die -- durch den ,lauf vieler ,jahre und die ,hnde ungezhlter ,handwerker gegangen -- schlielich ihre hnlichkeit mit dem ,original nur mehr erraten lt4 ,wir haben ,regeln formuliert1 ,prinzipien aufgestellt1 ,gesetze vorgeschrieben -- -- -- wir wenden die ,gesetze der ,erwachsenen auf ein ,kind an1 das die ,verantwortung noch nicht kennt6 ,so jung es ist1 dieses ,kind1 eine strahlende ,eigenschaft ist an ihm schon erkennbar1 die es vor allen seinen lteren ,gefhrten auszeichnet4 ,und diese wundersame ,eigenschaft wollen die ,gesetzgeber nicht sehen1 weil ihre ,gesetze sonst ber den ,haufen geworfen wrden4 ,das ,kind -- es schwebt6 ,es berhrt nicht die ,erde mit seinen ,fen4 ,es ist nicht der ,schwere unterworfen4 ,es ist fast unkrperlich4 ,seine ,materie ist durchsichtig4 ,es ist tnende ,luft4 ,es ist fast die ,natur selbst4 ,es ist frei4 99 99 99 99 99 ,freiheit ist aber etwas1 das die ,menschen nie vllig begriffen noch gnzlich empfunden haben4 ,sie knnen sie nicht erkennen noch anerkennen4 ,sie verleugnen die ,bestimmung dieses ,kindes und fesseln es4 ,das schwebende ,wesen mu geziemend gehen1 mu1 wie jeder andere1 den ,regeln des ,anstandes sich fgen2 kaum1 da es hpfen darf -- indessen es seine ,lust wre1 der ,linie des ,regenbogens zu folgen und mit den ,wolken ,sonnenstrahlen zu brechen4 99 99 99 99 99 ,frei ist die ,tonkunst geboren und frei zu werden ihre ,bestimmung4 ,sie wird der vollstndigste aller ,naturwiderscheine werden durch die ,ungebundenheit ihrer ,unmaterialitt4 ,selbst das dichterische ,wort steht ihr an ,unkrperlichkeit nach2 sie kann sich zusammenballen und kann auseinanderflieen1 die regloseste ,ruhe und das lebhafteste ,strmen sein2 sie hat die hchsten ,hhen1 die ,menschen wahrnehmbar sind -- welche andere ,kunst hat das8 --1 und ihre ,empfindung trifft die menschliche ,brust mit jener ,intensitt1 die vom ,begriffe unabhngig ist4 ,sie gibt ein ,temperament wieder1 ohne es zu beschreiben1 mit der ,beweglichkeit der ,seele1 mit der ,lebendigkeit der aufeinanderfolgenden ,momente2 dort1 wo der ,maler oder der ,bildhauer nur eine ,seite oder einen ,augenblick1 eine ,situation darstellen kann und der ,dichter ein ,temperament und dessen ,regungen mhsam durch angereihte ,worte mitteilt4 ,darum sind ,darstellung und ,beschreibung nicht das ,wesen der ,tonkunst2 somit sprechen wir die ,ablehnung der ,programmusik aus und gelangen zu der ,frage nach den ,zielen der ,tonkunst4 99 99 99 99 99 ,absolute ,musik6 ,was die ,gesetzgeber darunter meinen1 ist vielleicht das ,entfernteste vom ,absoluten in der ,musik4 ,absolute ,musik ist ein ,formenspiel ohne dichterisches ,programm1 wobei die ,form die wichtigste ,rolle abgibt4 ,aber gerade die ,form steht der absoluten ,musik entgegengesetzt1 die doch den gttlichen ,vorzug erhielt zu schweben und von den ,bedingungen der ,materie frei zu sein4 ,auf dem ,bilde endet die ,darstellung eines ,sonnenunterganges mit dem ,rahmen2 die unbegrenzte ,naturerscheinung erhlt eine viereckige ,abgrenzung2 die einmal gewhlte ,zeichnung der ,wolke steht fr immer unvernderlich da4 ,die ,musik kann sich erhellen1 sich verdunkeln1 sich verschieben und endlich verhauchen wie die ,himmelserscheinung selbst1 und der ,instinkt bestimmt den schaffenden ,musiker1 diejenigen ,tne zu verwenden1 die in dem ,innern des ,menschen auf dieselbe ,taste drcken und denselben ,widerhall erwecken1 wie die ,vorgnge in der ,natur4 ,absolute ,musik ist dagegen etwas ganz ,nchternes1 welches an geordnet aufgestellte ,notenpulte erinnert1 an ,verhltnis von ,tonika und ,dominante1 an ,durchfhrungen und ,kodas4 ,da hre ich den zweiten ,geiger1 wie er sich eine ,quart tiefer abmht1 den gewandteren ersten nachzuahmen1 hre einen unntigen ,kampf auskmpfen1 um dahin zu gelangen1 wo man schon am ,anfang stand4 ,diese ,musik sollte vielmehr die architektonische heien1 oder die symmetrische1 oder die eingeteilte1 und sie stammt daher1 da einzelne ,tondichter ihren ,geist und ihre ,empfindung in eine solche ,form gossen1 weil es ihnen oder der ,zeit am nchsten lag4 ,die ,gesetzgeber haben ,geist1 ,empfindung1 die ,individualitt jener ,tonsetzer und ihre ,zeit mit der symmetrischen ,musik identifiziert und schlielich -- da sie weder den ,geist1 noch die ,empfindung1 noch die ,zeit wiedergebren konnten -- die ,form als ,symbol behalten und sie zum ,schild1 zur ,glaubenslehre erhoben4 ,die ,tondichter suchten und fanden diese ,form als das geeignetste ,mittel1 ihre ,gedanken mitzuteilen2 sie entschwebten -- und die ,gesetzgeber entdecken und verwahren ,euphorions auf der ,erde zurckgebliebene ,gewnder3 ,noch immer glcklich aufgefunden6 ,die ,flamme freilich ist verschwunden1 ,doch ist mir um die ,welt nicht leid4 ,hier bleibt genug1 ,poeten einzuweihen1 ,zu stiften ,gold- und ,handwerksneid2 ,und kann ich die ,talente nicht verleihen1 ,verborg ich wenigstens das ,kleid4 ,ists nicht eigentmlich1 da man vom ,komponisten in allem ,originalitt fordert und da man sie ihm in der ,form verbietet8 ,was ,wunder1 da man ihn -- wenn er wirklich originell wird -- der ,formlosigkeit anklagt4 ,mozart6 den ,sucher und den ,finder1 den groen ,menschen mit dem kindlichen ,herzen1 ihn staunen wir an1 an ihm hngen wir2 nicht aber an seiner ,tonika und ,dominante1 seinen ,durchfhrungen und ,kodas4 99 99 99 99 99 ,solche ,befreiungslust erfllte einen ,beethoven1 den romantischen ,revolutionsmenschen1 da er einen kleinen ,schritt in der ,zurckfhrung der ,musik zu ihrer hheren ,natur aufstieg2 einen kleinen ,schritt in der groen ,aufgabe1 einen groen ,schritt in seinem eigenen ,weg4 ,die ganz absolute ,musik hat er nicht erreicht1 aber in einzelnen ,augenblicken geahnt1 wie in der ,introduktion zur ,fuge der ,hammerklavier-,sonate4 berhaupt kamen die ,tondichter in den vorbereitenden und vermittelnden ,stzen 7,vorspielen und bergngen7 der wahren ,natur der ,musik am nchsten1 wo sie glaubten1 die symmetrischen ,verhltnisse auer acht lassen zu drfen und selbst unbewut frei aufzuatmen schienen4 ,selbst einen so viel kleineren ,schumann ergreift an solchen ,stellen etwas von dem ,unbegrenzten dieser ,pan-,kunst -- man denke an die berleitung zum letzten ,satze der ,d-,moll-,sinfonie --1 und ,gleiches kann man von ,brahms und der ,introduktion zum ,finale seiner ersten ,sinfonie behaupten4 ,aber sobald sie die ,schwelle des ,hauptsatzes beschreiten1 wird ihre ,haltung steif und konventionell wie die eines ,mannes1 der in ein ,amtszimmer tritt4 ,neben ,beethoven ist ,bach der ,ur-,musik am verwandtesten4 ,seine ,orgelfantasien 7und nicht die ,fugen7 haben unzweifelhaft einen starken ,zug von ,landschaftlichem 7dem ,architektonisch ,entgegenstehenden71 von ,eingebungen1 die man ,mensch und ,natur berschreiben mchte#c2 bei ihm gestaltet es sich am unbefangensten1 weil er noch ber seine ,vorgnger hinwegschritt -- 7wenn er sie auch bewunderte und sogar benutzte7 -- und weil ihm die noch junge ,errungenschaft der temperierten ,stimmung vorlufig unendlich neue ,mglichkeiten erstehen lie4 #c ,seine ,passions-,rezitative haben das ,menschlich-,redende1 nicht ,richtig-,deklamierte4 ,darum sind ,bach und ,beethoven#d als ein ,anfang aufzufassen und nicht als unzubertreffende ,abgeschlossenheiten4 ,unbertrefflich werden wahrscheinlich ihr ,geist und ihre ,empfindung bleiben2 und das besttigt wiederum das zu ,beginn dieser ,zeilen ,gesagte4 ,nmlich1 da die ,empfindung und der ,geist durch den ,wechsel der ,zeiten an ,wert nichts einben1 und da derjenige1 der ihre hchsten ,hhen ersteigt1 jederzeit ber die ,menge ragen wird4 #d ,als die charakteristischen ,merkmale von ,beethovens ,persnlichkeit mchte ich nennen3 den dichterischen ,schwung1 die starke menschliche ,empfindung 7aus welcher seine revolutionre ,gesinnung entspringt7 und eine ,vorverkndung des modernen ,nervosismus4 ,diese ,merkmale sind gewi jenen eines ,klassikers entgegengesetzt4 ,zudem ist ,beethoven kein ,meister im ,sinne ,mozarts oder des spteren ,wagner1 eben weil seine ,kunst die ,andeutung einer greren1 noch nicht vollkommen gewordenen1 ist4 7,man vergleiche den nchstfolgenden ,absatz47 99 99 99 99 99 ,was noch berstiegen werden soll1 ist ihre ,ausdrucksform und ihre ,freiheit4 ,wagner1 ein germanischer ,riese1 der im ,orchesterklang den irdischen ,horizont streifte1 der die ,ausdrucksform zwar steigerte1 aber in ein ,system brachte 7,musikdrama1 ,deklamation1 ,leitmotiv71 ist durch die selbstgeschaffenen ,grenzen nicht weiter steigerungsfhig4 ,seine ,kategorie beginnt und endet mit ihm selbst2 vorerst weil er sie zur hchsten ,vollendung1 zu einer ,abrundung brachte2 sodann1 weil die selbstgestellte ,aufgabe derart war1 da sie von einem ,menschen allein bewltigt werden konnte4 ,er gibt uns zugleich mit dem ,problem auch die ,lsung1 wie ich einmal von ,mozart sagte4 ,die ,wege1 die uns ,beethoven erffnet1 knnen nur von ,generationen zurckgelegt werden4 ,sie mgen -- wie alles im ,weltsystem -- nur einen ,kreis bilden2 dieser ist aber von solchen ,dimensionen1 da der ,teil1 den wir von ihm sehen1 uns als gerade ,linie erscheint4 ,wagners ,kreis berblicken wir vollstndig4 -- ,ein ,kreis im groen ,kreise4 99 99 99 99 99 ,der ,name ,wagner fhrt zur ,programmusik zurck4 ,sie ist als ein ,gegensatz zu der sogenannten absoluten ,musik aufgestellt worden1 und die ,begriffe haben sich so verhrtet1 da selbst die ,verstndigen sich an den einen oder an den anderen ,glauben halten1 ohne eine dritte1 auer und ber den beiden liegende ,mglichkeit anzunehmen4 ,in ,wirklichkeit ist die ,programmusik ebenso einseitig und begrenzt wie das als absolute ,musik verkndete1 von ,hanslick verherrlichte ,klang-,tapetenmuster4 ,anstatt architektonischer und symmetrischer ,formeln1 anstatt der ,tonika- und ,dominantverhltnisse hat sie das bindende dichterische1 zuweilen gar philosophische ,programm als wie eine ,schiene sich angeschnrt4 99 99 99 99 99 ,jedes ,motiv -- so will es mir scheinen -- enthlt wie ein ,samen seinen ,trieb in sich4 ,verschiedene ,pflanzensamen treiben verschiedene ,pflanzenarten1 an ,form1 ,blttern1 ,blten1 ,frchten1 ,wuchs und ,farben voneinander abweichend4#e #e -- -- -- ,beethoven1 dont les esquisses thmatiques ou lmentaires sont innombrables1 mais qui1 sitt les thmes trouvs1 semble par cela mme en avoir tabli tout le dveloppement -- ,vincent d',indy in ,csar ,franck4 ,selbst eine und dieselbe ,pflanzengattung wchst an ,ausdehnung1 ,gestalt und ,kraft1 in jedem ,exemplar selbstndig geartet4 ,so liegt in jedem ,motiv schon seine vollgereifte ,form vorbestimmt2 jedes einzelne mu sich anders entfalten1 doch jedes folgt darin der ,notwendigkeit der ewigen ,harmonie4 ,diese ,form bleibt unzerstrbar1 doch niemals sich gleich4 99 99 99 99 99 ,das ,klangmotiv des programmusikalischen ,werkes birgt die nmlichen ,bedingungen in sich2 es mu aber -- schon bei seiner nchsten ,entwicklungsphase -- sich nicht nach dem eigenen ,gesetz1 sondern nach dem des ,programmes formen1 vielmehr krmmen4 ,dergestalt1 gleich in der ersten ,bildung aus dem naturgesetzlichen ,wege gebracht1 gelangt es schlielich zu einem ganz unerwarteten ,gipfel1 wohin nicht seine ,organisation1 sondern das ,programm1 die ,handlung1 die philosophische ,idee vorstzlich es gefhrt4 ,frwahr1 eine begrenzte1 primitive ,kunst6 ,gewi gibt es nicht mizudeutende1 tonmalende ,ausdrcke -- 7sie haben die ,veranlassung zu dem ganzen ,prinzip gegeben7 --1 aber es sind wenige und kleine ,mittel1 die einen ganz geringen ,teil der ,tonkunst ausmachen4 ,das wahrnehmbarste von ihnen1 die ,erniedrigung des ,klanges zu ,schall1 bei ,nachahmung von ,naturgeruschen3 das ,rollen des ,donners1 das ,rauschen der ,bume und die ,tierlaute2 und schon weniger wahrnehmbar1 symbolisch1 die dem ,gesichtssinn entnommenen ,nachbildungen1 wie ,blitzesleuchten1 ,sprungbewegungen1 ,vogelflug2 nur durch bertragung des reflektierenden ,gehirns verstndlich3 das ,trompetensignal als kriegerisches ,symbol1 die ,schalmei als lndliches ,schild1 der ,marschrhythmus in der ,bedeutung des ,schreitens1 der ,choral als ,trger der religisen ,empfindung4 ,zhlen wir noch das ,nationalcharakteristische -- ,nationalinstrumente1 ,nationalweisen -- zum vorigen1 so haben wir die ,rstkammer der ,programmusik erschpfend besichtigt4 ,bewegung und ,ruhe1 ,moll und ,dur1 ,hoch und ,tief#f in ihrer herkmmlichen ,bedeutung ergnzen das ,inventar4 ,das sind gut verwendbare ,nebenhilfsmittel in einem groen ,rahmen1 aber allein genommen ebensowenig ,musik1 als ,wachsfiguren ,monumente zu nennen sind4 #f ,vergleiche spter die ,stze ber die ,tiefe4 99 99 99 99 99 ,und was kann schlielich die ,darstellung eines kleinen ,vorganges auf ,erden1 der ,bericht ber einen rgerlichen ,nachbar -- gleichviel ob in der angrenzenden ,stube oder im angrenzenden ,weltteile -- mit jener ,musik1 die durch das ,weltall zieht1 gemeinsam haben8 99 99 99 99 99 ,wohl ist es der ,musik gegeben1 die menschlichen ,gemtszustnde schwingen zu lassen3 ,angst 7,leporello71 ,beklemmung1 ,erstarkung1 ,ermattung 7,beethovens letzte ,quartette71 ,entschlu 7,wotan71 ,zgern1 ,niedergeschlagenheit1 ,ermunterung1 ,hrte1 ,weichheit1 ,aufregung1 ,beruhigung1 das berraschende1 das ,erwartungsvolle1 und mehr2 ebenso den inneren ,widerklang uerer ,ereignisse1 der in jenen ,gemtsstimmungen enthalten ist4 ,nicht aber den ,beweggrund jener ,seelenregungen selbst3 nicht die ,freude ber eine beseitigte ,gefahr1 nicht die ,gefahr oder die ,art der ,gefahr1 welche die ,angst hervorruft2 wohl einen ,leidenschaftszustand1 aber wiederum nicht die psychische ,gattung dieser ,leidenschaft1 ob ,neid oder ,eifersucht2 ebenso vergeblich ist es1 moralische ,eigenschaften1 ,eitelkeit1 ,klugheit1 in ,tne umzusetzen oder gar abstrakte ,begriffe1 wie ,wahrheit und ,gerechtigkeit1 durch sie aussprechen zu wollen4 ,knnte man denken1 wie ein armer1 doch zufriedener ,mensch in ,musik wiederzugeben wre8 ,die ,zufriedenheit1 der seelische ,teil1 kann zu ,musik werden2 wo bleibt aber die ,armut1 das ethische ,problem1 das hier wichtig war3 zwar arm1 jedoch zufrieden4 ,das kommt daher1 da arm eine ,form irdischer und gesellschaftlicher ,zustnde ist1 die in der ewigen ,harmonie nicht zu finden ist4 ,musik ist aber ein ,teil des schwingenden ,weltalls4 99 99 99 99 99 ,der grte ,teil neuerer ,theatermusik leidet an dem ,fehler1 da sie die ,vorgnge1 die sich auf der ,bhne abspielen1 wiederholen will1 anstatt ihrer eigentlichen ,aufgabe nachzugehen1 den ,seelenzustand der handelnden ,personen whrend jener ,vorgnge zu tragen4 ,wenn die ,bhne die ,illusion eines ,gewitters vortuscht1 so ist dieses ,ereignis durch das ,auge erschpfend wahrgenommen4 ,fast alle ,komponisten bemhen sich jedoch1 das ,gewitter in ,tnen zu beschreiben1 welches nicht nur eine unntige und schwchere ,wiederholung1 sondern zugleich eine ,versumnis ihrer ,aufgabe ist4 ,die ,person auf der ,bhne wird entweder von dem ,gewitter seelisch beeinflut1 oder ihr ,gemt verweilt infolge von ,gedanken1 die es strker in ,anspruch nehmen1 unbeirrt4 ,das ,gewitter ist sichtbar und hrbar ohne ,hilfe der ,musik2 was aber in der ,seele des ,menschen whrenddessen vorgeht1 das ,unsichtbare und ,unhrbare1 das soll die ,musik verstndlich machen4 ,wiederum gibt es sichtbare ,seelenzustnde auf der ,bhne1 um die sich die ,musik nicht zu kmmern braucht4 ,nehmen wir die theatralische ,situation#g1 da eine lustige nchtliche ,gesellschaft sich singend entfernt und dem ,auge entschwindet1 indessen im ,vordergrund ein schweigsamer1 erbitterter ,zweikampf ausgefochten wird4 ,hier wird die ,musik die dem ,auge nicht mehr erreichbare lustige ,gesellschaft durch den fortzusetzenden ,gesang gegenwrtig halten mssen3 was die beiden vorderen treiben und dabei empfinden1 ist ohne jede weitere ,erluterung erkennbar1 und die ,musik darf1 dramatisch gesprochen1 nicht sich daran beteiligen1 das tragische ,schweigen nicht brechen4 #g ,aus ,offenbachs ,les contes d',hoffmann4 ,fr bedingt gerechtfertigt halte ich den ,modus der alten ,oper1 welche die durch eine dramatisch-bewegte ,szene gewonnene ,stimmung in einem geschlossenen ,stcke zusammenfate und ausklingen lie 7,arie74 -- ,wort und ,gesten vermittelten den dramatischen ,gang der ,handlung1 von der ,musik mehr oder weniger drftig rezitativisch gefolgt2 an dem ,ruhepunkt angelangt1 nahm die ,musik den ,hauptsitz wieder ein4 ,das ist weniger uerlich1 als man es jetzt glauben machen will4 ,wieder war es aber die versteifte ,form der ,arie selbst1 die zu der ,unwahrheit des ,ausdrucks und zum ,verfall fhrte4 ,immer wird das gesungene ,wort auf der ,bhne eine ,konvention bleiben und ein ,hindernis fr alle wahrhaftige ,wirkung3 aus diesem ,konflikt mit ,anstand hervorzugehen1 wird eine ,handlung1 in welcher die ,personen singend agieren1 von ,anfang an auf das ,unglaubhafte1 ,unwahre1 ,unwahrscheinliche gestellt sein mssen1 auf da eine ,unmglichkeit die andere sttze und so beide mglich und annehmbar werden4 99 99 99 99 99 ,schon deshalb1 und weil er von vornherein dieses wichtigste ,prinzip ignoriert1 sehe ich den sogenannten italienischen ,verismus fr die musikalische ,bhne als unhaltbar an4 99 99 99 99 99 ,bei der ,frage ber die ,zukunft der ,oper ist es ntig1 ber diese andere ,klarheit zu gewinnen3 ,an welchen ,momenten ist die ,musik auf der ,bhne unerllich8 ,die przise ,antwort gibt diese ,auskunft3 ,bei ,tnzen1 bei ,mrschen1 bei ,liedern und -- beim ,eintreten des bernatrlichen in die ,handlung4 ,es ergibt sich demnach eine kommende ,mglichkeit in der ,idee des bernatrlichen ,stoffes4 ,und noch eine3 in der des absoluten ,spieles1 des unterhaltenden ,verkleidungstreibens1 der ,bhne als offenkundige und angesagte ,verstellung1 in der ,idee des ,scherzes und der ,unwirklichkeit als ,gegenstze zum ,ernste und zur ,wahrhaftigkeit des ,lebens4 ,dann ist es am rechten ,platze1 da die ,personen singend ihre ,liebe beteuern und ihren ,ha ausladen1 und da sie melodisch im ,duell fallen1 da sie bei pathetischen ,explosionen auf hohen ,tnen ,fermaten aushalten2 es ist dann am rechten ,platze1 da sie sich absichtlich anders gebrden als im ,leben1 anstatt da sie 7wie in unseren ,theatern und in der ,oper zumal7 unabsichtlich alles verkehrt machen4 ,es sollte die ,oper des bernatrlichen oder des ,unnatrlichen1 als der allein ihr natrlich zufallenden ,region der ,erscheinungen und der ,empfindungen1 sich bemchtigen und dergestalt eine ,scheinwelt schaffen1 die das ,leben entweder in einen ,zauberspiegel oder einen ,lachspiegel reflektiert2 die bewut das geben will1 was in dem wirklichen ,leben nicht zu finden ist4 ,der ,zauberspiegel fr die ernste ,oper1 der ,lachspiegel fr die heitere4 ,und lasset ,tanz und ,maskenspiel und ,spuk mit eingeflochten sein1 auf da der ,zuschauer der anmutigen ,lge auf jedem ,schritt gewahr bleibe und nicht sich ihr hingebe wie einem ,erlebnis4 99 99 99 99 99 ,so wie der ,knstler1 wo er rhren soll1 nicht selber gerhrt werden darf -- soll er nicht die ,herrschaft ber seine ,mittel im gegebenen ,augenblicke einben --1 so darf auch der ,zuschauer1 will er die theatralische ,wirkung kosten1 diese niemals fr ,wirklichkeit ansehen1 soll nicht der knstlerische ,genu zur menschlichen ,teilnahme herabsinken4 ,der ,darsteller spiele -- er erlebe nicht4 ,der ,zuschauer bleibe unglubig und dadurch ungehindert im geistigen ,empfangen und ,feinschmecken4 99 99 99 99 99 ,auf solche ,voraussetzungen gesttzt1 liee sich eine ,zukunft fr die ,oper sehr wohl erwarten4 ,aber das erste und strkste ,hindernis1 frchte ich1 wird uns das ,publikum selbst bereiten4 ,es ist1 wie mich dnkt1 angesichts des ,theaters durchaus kriminell veranlagt1 und man kann vermuten1 da die meisten von der ,bhne ein starkes menschliches ,erlebnis wohl deshalb fordern1 weil ein solches ihren ,durchschnittsexistenzen fehlt2 und wohl auch deswegen1 weil ihnen der ,mut zu solchen ,konflikten abgeht1 nach welchen ihre ,sehnsucht verlangt4 ,und die ,bhne spendet ihnen diese ,konflikte1 ohne die begleitenden ,gefahren und die schlimmen ,folgen1 unkompromittierend1 und vor allem3 unanstrengend4 ,denn das wei das ,publikum nicht und mag es nicht wissen1 da1 um ein ,kunstwerk zu empfangen1 die halbe ,arbeit an demselben vom ,empfnger selbst verrichtet werden mu4 99 99 99 99 99 ,der ,vortrag in der ,musik stammt aus jenen freien ,hhen1 aus welchen die ,tonkunst selbst herabstieg4 ,wo ihr droht1 irdisch zu werden1 hat er sie zu heben und ihr zu ihrem ursprnglichen schwebenden ,zustand zu verhelfen4 ,die ,notation1 die ,aufschreibung1 von ,musikstcken ist zuerst ein ingeniser ,behelf1 eine ,improvisation festzuhalten1 um sie wiedererstehen zu lassen4 ,jene verhlt sich aber zu dieser wie das ,portrt zum lebendigen ,modell4 ,der ,vortragende hat die ,starrheit der ,zeichen wieder aufzulsen und in ,bewegung zu bringen4 -- ,die ,gesetzgeber aber verlangen1 da der ,vortragende die ,starrheit der ,zeichen wiedergebe1 und erachten die ,wiedergabe fr um so vollkommener1 je mehr sie sich an die ,zeichen hlt4 ,was der ,tonsetzer notgedrungen von seiner ,inspiration durch die ,zeichen einbt#h1 das soll der ,vortragende durch seine eigene wiederherstellen4 #h ,wie sehr die ,notation den ,stil in der ,musik beeinflut1 die ,phantasie fesselt1 wie aus ihr die ,form sich bildete und aus der ,form der ,konventionalismus des ,ausdrucks entstand1 das zeigt sich recht eindringlich1 das rcht sich in tragischer ,weise an ,e4 ,t4 ,a4 ,hoffmann1 der mir hier als ein typisches ,beispiel einfllt4 ,dieses merkwrdigen ,mannes ,gehirnvorstellungen1 die sich in das ,traumhafte verloren und im ,transzendentalen schwelgten1 wie seine ,schriften in oft unnachahmlicher ,weise dartun1 htten -- so wrde man folgern -- in der an sich traumhaften und transzendentalen ,kunst der ,tne erst recht die geeignete ,sprache und ,wirkung finden mssen4 ,die ,schleier der ,mystik1 das innere ,klingen der ,natur1 die ,schauer des bernatrlichen1 die dmmerigen ,unbestimmtheiten der schlafwachenden ,bilder -- alles1 was er mit dem przisen ,wort schon so eindrucksvoll schilderte1 das htte er -- man sollte denken -- durch die ,musik erst vllig lebendig erstehen lassen4 ,man vergleiche dagegen ,hoffmanns bestes musikalisches ,werk mit der schwchsten seiner literarischen ,produktionen1 und man wird mit ,trauer wahrnehmen1 wie ein bernommenes ,system von ,taktarten1 ,perioden und ,tonarten -- zu dem noch der landlufige ,opernstil der ,zeit das ,seinige tut -- aus dem ,dichter einen ,philister machen konnte4 -- ,wie aber ein anderes ,ideal der ,musik ihm vorschwebte1 entnehmen wir aus vielen und oft ausgezeichneten ,bemerkungen des ,schriftstellers selbst4 ,von ihnen schliet die folgende der ,denkungsart dieses ,bchleins am engsten sich an3 ,nun6 immer weiter fort und fort treibt der waltende ,weltgeist2 nie kehren die verschwundenen ,gestalten1 so wie sie sich in der ,lust des ,lebens bewegten1 wieder3 aber ewig1 unvergnglich ist das ,wahrhaftige1 und eine wunderbare ,geistergemeinschaft schmiegt ihr geheimnisvolles ,band um ,vergangenheit1 ,gegenwart und ,zukunft4 ,noch leben geistig die alten hohen ,meister2 nicht verklungen sind ihre ,gesnge3 nur nicht vernommen wurden sie im brausenden1 tosenden ,gerusch des ausgelassenen wilden ,treibens1 das ber uns einbrach4 ,mag die ,zeit der ,erfllung unseres ,hoffens nicht mehr fern sein1 mag ein frommes ,leben in ,friede und ,freudigkeit beginnen und die ,musik frei und krftig ihre ,seraphschwingen regen1 um aufs neue den ,flug zu dem ,jenseits zu beginnen1 das ihre ,heimat ist und von welchem ,trost und ,heil in die unruhvolle ,brust des ,menschen hinabstrahlt4 7,e4 ,t4 ,a4 ,hoffmann1 ,die ,serapionsbrder47 ,den ,gesetzgebern sind die ,zeichen selbst das ,wichtigste1 sie werden es ihnen mehr und mehr2 die neue ,tonkunst wird aus den alten ,zeichen abgeleitet1 -- sie bedeuten nun die ,tonkunst selbst4 ,lge es nun in der ,macht der ,gesetzgeber1 so mte ein und dasselbe ,tonstck stets in ein und demselben ,zeitma erklingen1 sooft1 von wem und unter welchen ,bedingungen es auch gespielt wrde4 ,es ist aber nicht mglich1 die schwebende expansive ,natur des gttlichen ,kindes widersetzt sich2 sie fordert das ,gegenteil4 ,jeder ,tag beginnt anders als der vorige und doch immer mit einer ,morgenrte4 -- ,groe ,knstler spielen ihre eigenen ,werke immer wieder verschieden1 gestalten sie im ,augenblicke um1 beschleunigen und halten zurck -- wie sie es nicht in ,zeichen umsetzen konnten -- und immer nach den gegebenen ,verhltnissen jener ewigen ,harmonie4 ,da wird der ,gesetzgeber unwillig und verweist den ,schpfer auf dessen eigene ,zeichen4 ,so1 wie es heute steht1 behlt der ,gesetzgeber recht4 99 99 99 99 99 ,notation 7,skription7 bringt mich auf ,transkription3 gegenwrtig ein recht miverstandener1 fast schimpflicher ,begriff4 ,die hufige ,opposition1 die ich mit ,transkriptionen erregte1 und die ,opposition1 die oft unvernnftige ,kritik in mir hervorrief1 veranlaten mich zum ,versuch1 ber diesen ,punkt ,klarheit zu gewinnen4 ,was ich endgltig darber denke1 ist3 ,jede ,notation ist schon ,transkription eines abstrakten ,einfalls4 ,mit dem ,augenblick1 da die ,feder sich seiner bemchtigt1 verliert der ,gedanke seine ,originalgestalt4 ,die ,absicht1 den ,einfall aufzuschreiben1 bedingt schon die ,wahl von ,taktart und ,tonart4 ,form- und ,klangmittel1 fr welche der ,komponist sich entscheiden mu1 bestimmen mehr und mehr den ,weg und die ,grenzen4 ,es ist hnlich wie mit dem ,menschen4 ,nackt und mit noch unbestimmbaren ,neigungen geboren1 entschliet er sich oder wird er in einem gegebenen ,augenblick zum ,entschlu getrieben1 eine ,laufbahn zu whlen4 ,mag auch vom ,einfall oder vom ,menschen manches ,originale1 das unverwstlich ist1 weiterbestehen3 sie sind doch von dem ,augenblick des ,entschlusses an zum ,typus einer ,klasse herabgedrckt4 ,der ,einfall wird zu einer ,sonate oder einem ,konzert1 der ,mensch zum ,soldaten oder ,priester4 ,das ist ein ,arrangement des ,originals4 ,von dieser ersten zu einer zweiten ,transkription ist der ,schritt verhltnismig kurz und unwichtig4 ,doch wird im allgemeinen nur von der zweiten ,aufhebens gemacht4 ,dabei bersieht man1 da eine ,transkription die ,originalfassung nicht zerstrt1 also ein ,verlust dieser durch jene nicht entsteht4 -- ,auch der ,vortrag eines ,werkes ist eine ,transkription1 und auch dieser kann -- er mag noch so frei sich gebrden -- niemals das ,original aus der ,welt schaffen4 -- ,denn das musikalische ,kunstwerk steht1 vor seinem ,ertnen und nachdem es vorbergeklungen1 ganz und unversehrt da4 ,es ist zugleich in und auer der ,zeit1 und sein ,wesen ist es1 das uns eine greifbare ,vorstellung des sonst ungreifbaren ,begriffes von der ,idealitt der ,zeit geben kann4 ,im brigen muten die meisten ,klavierkompositionen ,beethovens wie ,transkriptionen vom ,orchester an1 die meisten ,schumannschen ,orchesterwerke wie bertragungen vom ,klavier -- und sinds in gewisser ,weise auch4 99 99 99 99 99 ,merkwrdigerweise steht bei den ,buchstabentreuen die ,variationenform in groem ,ansehen4 ,das ist seltsam1 weil die ,variationenform -- wenn sie ber ein fremdes ,thema aufgebaut ist -- eine ganze ,reihe von ,bearbeitungen gibt1 und zwar um so respektloser1 je geistreicherer ,art sie sind4 ,so gilt die ,bearbeitung nicht1 weil sie an dem ,original ndert2 und es gilt die ,vernderung1 obwohl sie das ,original bearbeitet4#i #i ,eine ,einleitung des ,verfassers zu einem ,berliner ,konzerte vom ,november #aiaj enthielt u4 a4 die folgenden ,stze3 ,um das ,wesen der ',bearbeitung' mit einem entscheidenden ,schlage in der ,schtzung des ,lesers zu knstlerischer ,wrde zu erhhen1 bedarf es nur der ,nennung ,johann ,sebastian ,bachs4 ,er war einer der fruchtbarsten ,bearbeiter eigener und fremder ,stcke1 namentlich als ,organist4 ,von ihm lernte ich die ,wahrheit erkennen1 da eine gute1 groe1 eine universelle ,musik dieselbe ,musik bleibt1 durch welche ,mittel sie auch ertnen mag4 ,aber auch die andere ,wahrheit3 da verschiedene ,mittel eine verschiedene -- ihnen eigene -- ,sprache haben1 in der sie den nmlichen ,gehalt in immer neuer ,deutung verknden4 -- ,es kann der ,mensch nicht schaffen1 nur verarbeiten1 was er auf seiner ,erde vorfindet4 ,man bedenke berdies1 da jede ,vorstellung einer ,oper auf dem ,theater1 durch ,absicht teils und teils durch die ,zuflle1 die so zahlreiche mitwirkende ,elemente hineintragen1 zu einer ,bearbeitung wird und werden mu4 ,noch nie erlebte ich von der ,bhne aus einen ,mozartschen ,don ,giovanni1 der dem anderen geglichen htte4 ,der ,regisseur scheint hier -- wie auch bei der ,zauberflte -- seinen ,ehrgeiz darin zu finden1 die ,szenen 7und innerhalb der ,szenen die ,vorgnge7 immer wieder zu variieren und umzustellen4 ,auch hrte ich 7leider7 niemals1 da die ,kritik gegen die bersetzung des ,don ,giovanni ins ,deutsche sich gewehrt htte2 wenngleich eine bersetzung berhaupt 7bei diesem ,meisterwerk des ,zusammengusses von ,text und ,musik nun besonders7 als eine der bedenklichsten ,bearbeitungen sich herausstellt4 99 99 99 99 99 ,musikalisch ist ein ,begriff1 der den ,deutschen angehrt1 und die ,anwendung des ,wortes selbst findet sich in dieser ,sinnbertragung in keiner anderen ,sprache4 ,es ist ein ,begriff1 der den ,deutschen angehrt und nicht der allgemeinen ,kultur1 und seine ,bezeichnung ist falsch und unbersetzbar4 ,musikalisch ist von ,musik hergeleitet1 wie poetisch von ,poesie und physikalisch von ,physik4 ,wenn ich sage3 ,schubert war einer der musikalischsten ,menschen1 so ist das dasselbe1 als ob ich sagte3 ,helmholtz war einer der physikalischsten4 ,musikalisch ist3 was in ,rhythmen und ,intervallen tnt4 ,ein ,schrank kann musikalisch sein1 wenn er ein ,spielwerk enthlt4#aj ,im vergleichenden ,sinne kann musikalisch allenfalls noch wohllautend bedeuten4 #aj ,die einzige ,art ,menschen1 die man musikalisch nennen sollte1 wren die ,snger1 weil sie selbst erklingen knnen4 ,in derselben ,weise knnte ein ,clown1 der durch einen ,trick ,tne von sich gibt1 sobald man ihn berhrt1 ein nachgemachter musikalischer ,mensch heien4 ,meine ,verse sind zu musikalisch1 als da sie noch in ,musik gesetzt werden knnten1 sagte mir einmal ein bekannter ,dichter4 ,spirits moving musically ,to a lutes well-tuned law 7,geister schwebten musikalisch zu der ,laute wohlgestimmtem ,satz7 schreibt ,e4 ,a4 ,poe2 endlich spricht man ganz richtig von einem musikalischen ,lachen1 weil es wie ,musik klingt4 ,in der angewandten und fast ausschlielich gebrauchten deutschen ,bedeutung ist ein musikalischer ,mensch ein solcher1 der dadurch ,sinn fr ,musik bekundet1 da er das ,technische dieser ,kunst wohl unterscheidet und empfindet4 ,unter ,technischem verstehe ich hier wieder den ,rhythmus1 die ,harmonie1 die ,intonation1 die ,stimmfhrung und die ,thematik4 ,je mehr ,feinheiten er darin zu hren oder wiederzugeben versteht1 fr um so musikalischer wird er gehalten4 ,bei dem groen ,gewicht1 das man auf diese ,bestandteile der ,tonkunst legt1 ist selbstverstndlich das ,musikalische von hchster ,bedeutung geworden4 -- ,demnach mte ein ,knstler1 der technisch vollkommen spielt1 fr den meist musikalischen ,spieler gelten2 weil man aber mit ,technik nur die mechanische ,beherrschung des ,instrumentes meint1 so hat man technisch und musikalisch zu ,gegenstzen gemacht4 ,man ist so weit gegangen1 ein ,musikstck selbst als musikalisch zu bezeichnen#aa1 oder gar von einem groen ,komponisten wie ,berlioz zu behaupten1 er wre es nicht in gengendem ,mae4 ,unmusikalisch ist der strkste ,tadel2 er kennzeichnet den damit ,betroffenen und macht ihn zum ,gechteten4 #aa ,diese ,kompositionen sind aber so musikalisch1 sagte mir einmal ein ,geiger von einem vierhndigen ,werkchen1 das ich zu unbedeutend fand4 ,in einem ,lande wie ,italien1 wo der ,sinn fr musikalische ,freuden allgemein ist1 wird diese ,unterscheidung berflssig1 und das ,wort dafr ist in der ,sprache nicht vorhanden4 ,in ,frankreich1 wo die ,empfindung fr ,musik nicht im ,volke lebt1 gibt es ,musiker und ,nichtmusiker4 ,von den brigen einige aiment beaucoup la musique1 oder ils ne l'aiment pas4 ,nur in ,deutschland macht man eine ,ehrensache daraus1 musikalisch zu sein1 das heit1 nicht nur ,liebe zur ,musik zu empfinden1 sondern hauptschlich sie in ihren technischen ,ausdrucksmitteln zu verstehen und deren ,gesetze einzuhalten4 ,tausend ,hnde halten das schwebende ,kind und bewachen wohlmeinend seine ,schritte1 da es nicht auffliege und so vor einem ernstlichen ,fall bewahrt bleibe4 ,aber es ist noch so jung und ist ewig2 die ,zeit seiner ,freiheit wird kommen4 ,wenn es aufhren wird1 musikalisch zu sein4 99 99 99 99 99 ,gefhl ist eine moralische ,ehrensache -- wie die ,ehrlichkeit es ist --1 eine ,eigenschaft1 die niemand sich absprechen lt -- die im ,leben gilt wie in der ,kunst4 ,aber wenn im ,leben ,gefhllosigkeit zugunsten einer brillanteren ,charaktereigenschaft -- wie beispielsweise ,tapferkeit1 ,unbestechlichkeit -- noch verziehen wird1 in der ,kunst ist sie als oberste moralische ,qualitt gestellt4 ,gefhl 7in der ,tonkunst7 fordert aber zwei ,gefhrten3 ,geschmack und ,stil4 ,nun trifft man im ,leben ebenso selten auf ,geschmack wie auf tiefes und wahres ,gefhl1 und was den ,stil anbelangt1 so ist er knstlerisches ,gebiet4 ,was brigbleibt1 ist eine ,vorstellung von ,gefhl1 das mit ,rhrseligkeit und ,geschwollenheit bezeichnet werden mu4 ,und vor allem verlangt man seine deutliche ,sichtbarkeit6 ,es mu unterstrichen werden1 auf da jeder merke1 sehe und hre4 ,es wird vor den ,augen des ,publikums in starker ,vergrerung auf die ,leinwand projektiert1 so da es aufdringlich und verschwommen vor den ,augen tanzt2 es wird ausgeschrien1 da es denen1 die der ,kunst fernstehen1 in die ,ohren dringe2 bergoldet1 auf da es den ,unbemittelten ,staunen entreie4 ,denn auch im ,leben bt man mehr die uerungen des ,gefhls1 in ,mienen und ,worten2 seltener und echter ist jenes ,gefhl1 welches handelt1 ohne zu reden1 und am wertvollsten ein ,gefhl1 das sich verbirgt4 ,unter ,gefhl versteht man gemeinhin3 ,zartheit1 ,schmerzlichkeit und berschwenglichkeit des ,ausdrucks4 ,was schliet nicht noch alles in sich die ,wunderblume der ,empfindung6 ,zurckhaltung und ,schonung1 ,aufopferung1 ,strke1 ,ttigkeit1 ,geduld1 ,gromut1 ,freudigkeit und jene allwaltende ,intelligenz1 von welcher das ,gefhl recht eigentlich stammt4 ,nicht anders in der ,kunst1 die das ,leben widerspiegelt1 noch ausgesprochener in der ,musik1 welche die ,empfindungen des ,lebens wiederholt3 wozu jedoch -- wie ich betonte -- der ,geschmack hinzutreten mu und der ,stil2 der ,stil1 der ,kunst vom ,leben unterscheidet4 ,worum der ,laie1 der mediokere ,knstler sich mhen1 ist nur das ,gefhl im kleinen1 im ,detail1 auf kurze ,strecken4 ,gefhl im groen verwechseln ,laie1 ,halbknstler1 ,publikum 7und leider auch die ,kritik67 mit ,mangel an ,empfindung1 weil sie alle nicht vermgen1 grere ,strecken als ,teile eines noch greren ,ganzen zu hren4 ,also ist ,gefhl auch konomie4 ,demnach unterscheide ich3 ,gefhl als ,geschmack -- als ,stil -- als konomie4 ,jedes ein ,ganzes und jedes ein ,drittel des ,ganzen4 ,in ihnen und ber ihnen waltet eine subjektive ,dreieinigkeit3 das ,temperament1 die ,intelligenz und der ,instinkt des ,gleichgewichtes4 ,diese sechs fhren einen ,reigen von so subtiler ,anordnung der ,paarung und der ,verschlingung1 des ,tragens und des ,getragenwerdens1 des ,vortretens und ,niederbckens1 des ,bewegens und des ,stillstehens1 wie kein kunstvollerer erdenkbar ist4 ,ist der ,akkord der beiden ,dreiklnge rein gestimmt1 dann darf1 soll zum ,gefhl sich gesellen die ,phantasie3 ,auf jene sechs gesttzt1 wird sie nicht ausarten1 und aus dem ,vereine aller ,elemente ersteht die ,persnlichkeit4 ,diese empfngt wie eine ,linse die ,lichteindrcke1 wirft sie auf ihre ,weise als ,negativ zurck1 und dem ,hrer erscheint das richtige ,bild4 99 99 99 99 99 ,insoweit der ,geschmack an dem ,gefhle teilhat1 ndert dieses -- wie alles -- mit den ,zeiten seine ,ausdrucksformen4 ,das heit3 eine oder die andere ,seite des ,gefhls wird zu der einen oder der anderen ,zeit bevorzugt1 einseitig gepflegt1 besonders herausgekehrt4 ,so war mit und nach ,wagner eine schwelgerische ,sinnlichkeit an die ,reihe gekommen3 die ,form der ,steigerung im ,affekt haben die ,komponisten noch heute nicht berwunden4 ,jedem ruhigen ,beginnen folgte ein rasches ,aufwrtstreiben4 ,der darin unersttliche1 aber nicht unerschpfliche ,wagner verfiel notgedrungen auf den ,ausweg1 nach einem erreichten ,hhepunkte wieder leise anzusetzen1 um sofort von neuem anzuwachsen4 ,die neueren ,franzosen zeigen eine ,umkehr3 ihr ,gefhl ist eine reflexive ,keuschheit1 vielleicht mehr noch eine zurckgehaltene ,sinnlichkeit3 den bergigen aufsteigenden ,pfaden ,wagners sind monotone ,ebenen von dmmernder ,gleichmigkeit gefolgt4 ,so bildet sich im ,gefhl der ,stil1 wenn der ,geschmack es leitet4 99 99 99 99 99 ,die ,apostel der ,neunten ,symphonie ersannen in der ,musik den ,begriff der ,tiefe4 ,er steht noch in vollem ,werte1 zumal im germanischen ,land4 -- ,es gibt eine ,tiefe des ,gefhls und eine ,tiefe des ,gedankens3 -- die letztere ist literarisch und kann keine ,anwendung auf ,klnge haben4 ,die ,tiefe des ,gefhls ist hingegen seelisch und der ,natur der ,musik durchaus zugehrig4 ,die ,apostel der ,neunten ,symphonie haben von der ,tiefe in der ,musik eine besondere und nicht ganz festumrissene ,schtzung4 ,die ,tiefe wird zur ,breite1 und man trachtet1 sie durch ,schwere zu erreichen3 sie zeigt sich sodann -- durch ,gedankenassoziation -- in der ,bevorzugung der tiefen ,register und 7wie ich beobachten konnte7 auch in einem ,hineindeuten eines zweiten1 verborgenen ,sinnes1 meist eines literarischen4 ,wenn auch nicht die einzigen ,merkmale1 so sind doch diese die bedeutsameren4 ,unter ,tiefe des ,gefhls drfte jedoch jeder ,freund der ,philosophie das ,erschpfende im ,gefhle betrachten3 das volle ,aufgehen in einer ,stimmung4 ,wer mitten in einer echten1 groen karnevalischen ,situation griesgrmig oder auch nur indifferent herumschleicht1 wer nicht von der gewaltigen ,selbstsatire des ,masken- und ,fratzentums1 der ,macht der ,unbndigkeit ber die ,gesetze1 dem freigelassenen ,rachegefhl des ,witzes mitgerissen und mitergriffen wird1 der zeigt sich unfhig1 sein ,gefhl in die ,tiefe zu senken4 ,hier besttigt es sich wieder1 da die ,tiefe des ,gefhls in dem vollstndigen ,erfassen einer jeden -- selbst der leichtfertigsten -- ,stimmung ihre ,wurzeln hat1 -- im ,wiedergeben ihre ,blten treibt3 wohingegen die gangbare ,vorstellung vom tiefen ,gefhle nur eine ,seite des ,gefhls im ,menschen herausgreift und diese spezialisiert4 ,in dem sogenannten ,champagnerlied aus ,don ,giovanni liegt mehr ,tiefe als in manchem ,trauermarsche oder ,notturno3 ,tiefe des ,gefhls uert sich auch darin1 da man es nicht an ,nebenschlichem und ,unbedeutendem vergeude4 99 99 99 99 99 ,der ,schaffende sollte kein berliefertes ,gesetz auf ,treu und ,glauben hinnehmen und sein eigenes ,schaffen jenem gegenber von vornherein als ,ausnahme betrachten4 ,er mte fr seinen eigenen ,fall ein entsprechendes eigenes ,gesetz suchen1 formen und es nach der ersten vollkommenen ,anwendung wieder zerstren1 um nicht selbst bei einem nchsten ,werke in ,wiederholungen zu verfallen4 ,die ,aufgabe des ,schaffenden besteht darin1 ,gesetze aufzustellen1 und nicht1 ,gesetzen zu folgen4 ,wer gegebenen ,gesetzen folgt1 hrt auf1 ein ,schaffender zu sein4#ab #ab ,der einem nachgeht1 berholt ihn nicht1 soll ,michelangelo gesagt haben4 ,und ber die ntzliche ,anwendung der ,kopien uert sich noch viel drastischer ein italienischer ,spruch4 ,die ,schaffenskraft ist um so erkennbarer1 je unabhngiger sie von berlieferungen sich zu machen vermag4 ,aber die ,absichtlichkeit im ,umgehen der ,gesetze kann nicht ,schaffenskraft vortuschen1 noch weniger erzeugen4 ,der echte ,schaffende erstrebt im ,grunde nur die ,vollendung4 ,und indem er diese mit seiner ,individualitt in ,einklang bringt1 entsteht absichtslos ein neues ,gesetz4 99 99 99 99 99 ,routine wird sehr geschtzt und oft verlangt2 im ,musik-amte wird sie beansprucht4 ,da ,routine in der ,musik berhaupt existieren und da sie berdies zu einer vom ,musiker geforderten ,bedingung gemacht werden kann1 beweist aber wiederum die engen ,grenzen unserer ,tonkunst4 ,routine bedeutet3 ,erlangung und ,anwendung weniger ,erfahrungen und ,kunstgriffe auf alle vorkommenden ,flle4 ,demnach mu es eine erstaunliche ,anzahl verwandter ,flle geben4 ,nun ertrume ich mir gern eine ,art ,kunstausbung1 bei welcher jeder ,fall ein neuer1 eine ,ausnahme wre6 ,wie stnde das ,heer der ,praktiker hilf- und tatenlos davor3 es mte schlielich den ,rckzug antreten und verschwinden4 ,die ,routine wandelt den ,tempel der ,kunst um in eine ,fabrik4 ,sie zerstrt das ,schaffen4 ,denn ,schaffen heit3 aus ,nichts erzeugen4 ,die ,routine aber gedeiht im ,nachbilden4 ,sie ist die ,poesie1 die sich kommandieren lt4 ,weil sie der ,allgemeinheit entspricht1 herrscht sie4 ,im ,theater1 im ,orchester1 im ,virtuosen1 im ,unterricht4 ,man mchte rufen3 meidet die ,routine1 beginnt jedesmal1 als ob ihr nie begonnen httet1 wisset nichts1 sondern denkt und fhlet6 ,denn seht1 die ,millionen ,weisen1 die einst ertnen werden1 sie sind seit ,anfang vorhanden1 bereit1 schweben im ther und mit ihnen andere ,millionen1 die niemals gehrt werden4 ,ihr braucht nur zu greifen1 und ihr haltet eine ,blte1 einen ,hauch des ,meeresatems1 einen ,sonnenstrahl in der ,hand2 meidet die ,routine1 denn sie greift nur nach dem1 das eure ,stube erfllt1 und immer wieder nach dem nmlichen3 so bequem werdet ihr1 da ihr euch kaum mehr vom ,lehnstuhl erhebt und nur mehr nach dem ,allernchsten greift4 ,und ,millionen ,weisen sind seit ,anfang vorhanden und warten darauf1 sich zu offenbaren6 99 99 99 99 99 ,das ist mein ,unglck1 da ich keine ,routine habe1 schreibt einmal ,wagner an ,liszt1 als es mit der ,komposition des ,tristan nicht vorwrts wollte4 ,damit tuschte sich ,wagner und maskierte sich vor anderen4 ,er hatte zuviel ,routine1 und seine ,kompositionsmaschinerie blieb stecken1 sobald der ,knoten in ihr entstand1 der nur mit ,inspiration zu lsen war4 ,zwar lste ,wagner ihn schlielich1 wenn es ihm gelang1 die ,routine beiseite zu lassen2 htte er aber wirklich keine besessen1 so htte er es ohne ,bitterkeit behauptet4 ,immerhin drckt sich in dem ,wagnerschen ,briefsatz die richtige knstlerische ,verachtung fr die ,routine aus1 insofern als er diese ihn niedrig dnkende ,eigenschaft sich selbst abspricht und vorbeugt1 da andere sie ihm zuerkennen4 ,er lobt sich selbst damit und gebrdet sich ironisch-verzweifelt4 ,er ist tatschlich unglcklich1 da die ,komposition stockt1 trstet sich aber reichlich mit dem ,bewutsein1 da sein ,genie ber der billigen ,handhabung der ,routine steht2 zugleich kehrt er den ,bescheidenen hervor1 indem er schmerzlich eingesteht1 eine allgemein geschtzte und dem ,handwerk zugehrige ,knnerschaft nicht sich angeeignet zu haben4 ,der ,satz ist ein ,meisterstck der instinktiven ,schlauheit des ,erhaltungstriebes -- beweist uns aber 7und das ist unser ,ziel7 die ,geringheit der ,routine im ,schaffen4 99 99 99 99 99 ,so eng geworden ist unser ,tonkreis1 so stereotyp seine ,ausdrucksform1 da es zurzeit nicht ein bekanntes ,motiv gibt1 auf das nicht ein anderes bekanntes ,motiv pate1 so da es zu gleicher ,zeit mit dem ersten gespielt werden knnte4 ,um nicht mich hier in ,spielereien zu verlieren#ac1 enthalte ich mich jedes ,beispiels4 #ac ,eine solche ,spielerei unternahm ich einmal mit einem ,freunde1 um scherzeshalber festzustellen1 wie viele von den verbreiteten ,musikstcken nach dem ,schema des zweiten ,themas im ,adagio der ,neunten ,symphonie gebildet waren4 ,in wenigen ,augenblicken hatten wir an fnfzehn ,analogien der verschiedensten ,gattung beisammen1 darunter welche niederster ,kunst4 ,und ,beethoven selbst4 ,ist das ,thema des ,finale der fnften ein anderes als jenes1 womit die zweite ihr ,allegro ansagt8 ,und als das ,hauptmotiv des dritten ,klavierkonzerts1 diesmal in ,moll8 ,pltzlich1 eines ,tages1 schien es mir klar geworden3 da die ,entfaltung der ,tonkunst an unseren ,musikinstrumenten scheitert4 ,die ,entfaltung des ,komponisten an dem ,studium der ,partituren4 ,wenn ,schaffen1 wie ich es definierte1 ein ,formen aus dem ,nichts bedeuten soll 7und es kann nichts anderes bedeuten72 -- wenn ,musik -- 7dieses habe ich ebenfalls ausgesprochen7 -- zur ,originalitt1 nmlich zu ihrem eigenen reinen ,wesen zurckstreben soll 7ein ,zurck1 das das eigentliche ,vorwrts sein mu72 -- wenn sie ,konventionen und ,formeln wie ein verbrauchtes ,gewand ablegen und in schner ,nacktheit prangen soll2 -- diesem ,drange stehen die musikalischen ,werkzeuge zunchst im ,wege4 ,die ,instrumente sind an ihren ,umfang1 ihre ,klangart und ihre ,ausfhrungsmglichkeiten festgekettet1 und ihre hundert ,ketten mssen den ,schaffenwollenden mitfesseln4 ,vergeblich wird jeder freie ,flugversuch des ,komponisten sein2 in den allerneuesten ,partituren und noch in solchen der nchsten ,zukunft werden wir immer wieder auf die ,eigentmlichkeiten der ,klarinetten1 ,posaunen und ,geigen stoen1 die eben nicht anders sich gebrden knnen1 als es in ihrer ,beschrnkung liegt#ad2 dazu gesellt sich die ,manieriertheit der ,instrumentalisten in der ,behandlung ihres ,instrumentes2 der vibrierende berschwang des ,violoncells1 der zgernde ,ansatz des ,hornes1 die befangene ,kurzatmigkeit der ,oboe1 die prahlhafte ,gelufigkeit der ,klarinette2 derart1 da in einem neuen und selbstndigeren ,werke notgedrungen immer wieder dasselbe ,klangbild sich zusammenformt und da der unabhngigste ,komponist in all dieses ,unabnderliche hinein- und hinabgezogen wird4 #ad ,und das ist das ,siegreiche in ,beethoven1 da er von allen modernen ,tondichtern am wenigsten den ,forderungen der ,instrumente nachgab4 ,hingegen ist es nicht zu leugnen1 da ,wagner einen ,posaunensatz geprgt hat1 der -- seit ihm -- in den ,partituren stndige ,wohnung nahm4 ,vielleicht1 da noch nicht alle ,mglichkeiten innerhalb dieser ,grenzen ausgebeutet wurden -- die polyphone ,harmonik drfte noch manches ,klangphnomen erzeugen knnen --1 aber die ,erschpftheit wartet sicher am ,ende einer ,bahn1 deren lngste ,strecke bereits zurckgelegt ist4 ,wohin wenden wir dann unseren ,blick1 nach welcher ,richtung fhrt der nchste ,schritt8 ,ich meine1 zum abstrakten ,klange1 zur hindernislosen ,technik1 zur tonlichen ,unabgegrenztheit4 ,dahin mssen alle ,bemhungen zielen1 da ein neuer ,anfang jungfrulich erstehe4 ,der zum ,schaffen ,geborene wird zuerst die negative1 die verantwortlich-groe ,aufgabe haben1 von allem ,gelernten1 ,gehrten und ,scheinbar-,musikalischen sich zu befreien2 um1 nach der vollendeten ,rumung1 eine inbrnstig-aszetische ,gesammeltheit in sich zu beschwren1 die ihn befhigt1 den inneren ,klang zu erlauschen und zur weiteren ,stufe zu gelangen1 diesen auch den ,menschen mitzuteilen4 ,diesen ,giotto eines musikalischen ,rinascimento wird die ,weihe der legendarischen ,persnlichkeit krnen4 ,der ersten ,offenbarung wird sodann eine ,epoche religiser ,musikgeschftigkeit folgen1 daran kein ,zunftwesen ein ,teil haben kann1 insofern als die ,berufenen und ,eingeweihten unverkennbar1 und nur diese die ,vollbringenden sein werden4 ,an diesem ,zeitpunkt leuchtet die vollste ,blte1 vielleicht die erste in der ,musikgeschichte der ,menschheit4 ,ich sehe auch1 wie die ,dekadenz beginnt und die reinen ,begriffe sich verwirren und wie der ,orden entweiht wird 444 ,es ist das ,schicksal der ,spteren1 und wir -- heute -- sind ihnen hnlich1 wie die ,kindheit dem ,greisenalter4 99 99 99 99 99 ,was in unserer heutigen ,tonkunst ihrem ,urwesen am nchsten rckt1 sind die ,pause und die ,fermate4 ,groe ,vortragsknstler1 ,improvisatoren1 wissen auch dieses ,ausdruckswerkzeug im hheren und ausgiebigeren ,mae zu verwerten4 ,die spannende ,stille zwischen zwei ,stzen1 in dieser ,umgebung selbst ,musik1 lt weiter ahnen1 als der bestimmtere1 aber deshalb weniger dehnbare ,laut vermag4 99 99 99 99 99 ,zeichen sind es auch1 und nichts anderes1 was wir heute unser ,tonsystem nennen4 ,ein ingeniser ,behelf1 etwas von jener ewigen ,harmonie festzuhalten2 eine kmmerliche ,taschenausgabe jenes enzyklopdischen ,werkes2 knstliches ,licht anstatt ,sonne4 -- ,habt ihr bemerkt1 wie die ,menschen ber die glnzende ,beleuchtung eines ,saales den ,mund aufsperren8 ,sie tun es niemals ber den millionenmal strkeren ,mittagssonnenschein4 -- ,und auch hier sind die ,zeichen bedeutsamer geworden als das1 was sie bedeuten sollen und nur andeuten knnen4 ,wie wichtig ist doch die ,terz1 die ,quinte und die ,oktave4 ,wie streng unterscheiden wir ,konsonanzen und ,dissonanzen -- da1 wo es berhaupt ,dissonanzen nicht geben kann6 ,wir haben die ,oktave in zwlf gleich voneinander entfernte ,stufen abgeteilt1 weil wir uns irgendwie behelfen muten1 und haben unsere ,instrumente so eingerichtet1 da wir niemals darber oder darunter oder dazwischen gelangen knnen4 ,namentlich die ,tasteninstrumente haben unser ,ohr grndlich eingeschult1 so da wir nicht mehr fhig sind1 anderes zu hren -- als nur im ,sinne der ,unreinheit4 ,und die ,natur schuf eine unendliche ,abstufung -- unendlich6 wer wei es heute noch8#ae #ae ,die gleichschwebende zwlfstufige ,temperatur1 welche bereits seit ca4 #aejj theoretisch errtert1 aber erst kurz vor #agjj prinzipiell aufgestellt wurde 7durch ,andreas ,werkmeister71 teilt die ,oktave in zwlf gleiche ,teile 7,halbtne1 daher ,zwlfhalbtonsystem7 und gewinnt damit ,mittelwerte1 welche kein ,intervall wirklich rein1 aber alle leidlich brauchbar intonieren4 7,riemann1 ,musiklexikon47 ,so haben wir durch ,andreas ,werkmeister1 diesem ,werkmeister in der ,kunst1 das ,zwlfhalbtonsystem mit lauter unreinen1 aber leidlich brauchbaren ,intervallen gewonnen4 ,was ist aber rein und was unrein8 ,unser ,ohr hrt ein verstimmtes ,klavier1 bei welchem vielleicht reine und brauchbare ,intervalle entstanden sind1 als unrein an4 ,das diplomatische ,zwlfersystem ist ein notgedrungener ,behelf1 und doch wachen wir ber die ,wahrung seiner ,unvollkommenheiten4 ,und innerhalb dieser zwlfteiligen ,oktave haben wir noch eine ,folge bestimmter ,abstnde abgesteckt1 sieben an der ,zahl1 und darauf unsere ganze ,tonkunst gestellt4 ,was sagte ich1 eine ,folge8 ,zwei solche ,folgen1 die ,dur- und ,moll-,skala4 ,wenn wir dieselbe ,folge von ,abstnden von einer anderen der zwlf ,zwischenstufen aus ansetzen1 so gibt es eine neue ,tonart1 und sogar eine fremde6 ,was fr ein gewaltsam beschrnktes ,system diese erste ,verworrenheit ergab#af1 steht in den ,gesetzbchern zu lesen3 wir wollen es nicht hier wiederholen4 #af ,man nennt es ,harmonielehre4 ,wir lehren vierundzwanzig ,tonarten1 zwlfmal die beiden ,siebenfolgen1 aber wir verfgen in der ,tat nur ber zwei3 die ,dur-,tonart und die ,moll-,tonart4 ,die anderen sind nur ,transpositionen4 ,man will durch die einzelnen ,transpositionen einen verschiedenen ,charakter entstehen hren3 aber das ist ,tuschung4 ,in ,england1 wo die hohe ,stimmung herrscht1 werden die bekanntesten ,werke um einen halben ,ton hher gespielt1 als sie notiert sind1 ohne da ihre ,wirkung verndert wird4 ,snger transponieren zu ihrer ,bequemlichkeit ihre ,arie und lassen1 was dieser vorausgeht und folgt1 untransponiert spielen4 ,liederkomponisten geben ihre eigenen ,werke nicht selten in drei verschiedenen ,hhen der ,notation heraus2 die ,stcke bleiben in allen drei ,ausgaben vollkommen die nmlichen4 ,wenn ein bekanntes ,gesicht aus dem ,fenster sieht1 so gilt es gleich1 ob es vom ersten oder vom dritten ,stockwerk herabschaut4 ,knnte man eine ,gegend1 soweit das ,auge reicht1 um mehrere hundert ,meter erhhen oder vertiefen1 das landschaftliche ,bild wrde dadurch nichts verlieren noch gewinnen4 99 99 99 99 99 ,auf die beiden ,siebenfolgen1 die ,dur-,tonart und die ,moll-,tonart1 hat man die ganze ,tonkunst gestellt -- eine ,einschrnkung fordert die andere4 ,man hat jeder der beiden einen bestimmten ,charakter zugesprochen1 man hat gelernt und gelehrt1 sie als ,gegenstze zu hren1 und allmhlich haben sie die ,bedeutung von ,symbolen erreicht -- ,dur und ,moll -- ,maggiore e ,minore -- ,befriedigung und ,unbefriedigung -- ,freude und ,trauer -- ,licht und ,schatten4 ,die harmonischen ,symbole haben den ,ausdruck der ,musik1 von ,bach bis ,wagner und weiter noch bis heute und bermorgen1 abgezunt4#ag ,moll wird in derselben ,absicht gebraucht und bt dieselbe ,wirkung auf uns aus1 heute wie vor zweihundert ,jahren4 ,einen ,trauermarsch kann man heute nicht mehr komponieren1 denn er ist ein fr allemal schon vorhanden4 ,selbst der ungebildetste ,laie wei1 was ihn erwartet1 sobald ein ,trauermarsch -- irgendwelcher6 -- ertnen soll4 ,selbst der ,laie fhlt den ,unterschied zwischen einer ,dur- und ,moll-,sinfonie voraus4 #ag ,so schrieb ich #aijf4 ,die seither verflossenen zehn ,jahre haben unser ,ohr ein klein wenig erziehen geholfen4 99 99 99 99 99 ,seltsam1 da man ,dur und ,moll als ,gegenstze empfindet4 ,tragen sie doch beide dasselbe ,gesicht2 jeweilig heiterer und ernster2 und ein kleiner ,pinselstrich gengt1 eines in das andere zu kehren4 ,der bergang vom einen zum zweiten ist unmerklich und mhelos -- geschieht er oft und rasch1 so beginnen die beiden unerkenntlich ineinander zu flimmern4 -- ,erkennen wir aber1 da ,dur und ,moll ein doppeldeutiges ,ganzes und da die vierundzwanzig ,tonarten nur eine elfmalige ,transposition jener ersten zwei sind1 so gelangen wir ungezwungen zum ,bewutsein der ,einheit unseres ,tonartensystems4 ,die ,begriffe von verwandt und fremd fallen ab -- und damit die ganze verwickelte ,theorie von ,graden und ,verhltnissen4 ,wir haben eine einzige ,tonart4 ,aber sie ist sehr drftiger ,art4 99 99 99 99 99 ,einheit der ,tonart4 -- ,sie meinen wohl ',tonart' und ',tonarten' sind der ,sonnenstrahl und seine ,zerlegung in ,farben8 ,nein1 nicht das kann ich meinen4 ,denn unser ganzes ,ton-1 ,tonart- und ,tonartensystem ist in seiner ,gesamtheit selbst nur der ,teil eines ,bruchteils eines zerlegten ,strahls jener ,sonne ,musik am ,himmel der ewigen ,harmonie4 99 99 99 99 99 ,so sehr die ,anhnglichkeit an ,gewohntes und ,trgheit in des ,menschen ,weise und ,wesen liegen -- so sehr sind ,energie und ,opposition gegen ,bestehendes die ,eigenschaften alles ,lebendigen4 ,die ,natur hat ihre ,kniffe und berfhrt die ,menschen1 die gegen ,fortschritt und nderungen widerspenstigen ,menschen2 die ,natur schreitet bestndig fort und ndert unablssig1 aber in so gleichmiger und unwahrnehmbarer ,bewegung1 da die ,menschen nur ,stillstand sehen4 ,erst der weitere ,rckblick zeigt ihnen das berraschende1 da sie die ,getuschten waren4 ,deshalb erregt der ,reformator rgernis bei den ,menschen aller ,zeiten1 weil seine nderungen zu unvermittelt und vor allem1 weil sie wahrnehmbar sind4 ,der ,reformator ist -- im ,vergleich zur ,natur -- undiplomatisch1 und es ist ganz folgerichtig1 da seine nderungen erst dann ,gltigkeit erlangen1 wenn die ,zeit den eigenmchtig vollfhrten ,sprung wieder auf ihre feine unmerkliche ,weise eingeholt hat4 ,doch gibt es ,flle1 wo der ,reformator mit der ,zeit gleichen ,schritt ging1 indessen die brigen zurckblieben4 ,und da mu man sie zwingen und dazu peitschen1 den ,sprung ber die versumte ,strecke zu springen4 ,ich glaube1 da die ,dur- und ,moll-,tonart und ihr ,transpositionsverhltnis1 da das ,zwlfhalbtonsystem einen solchen ,fall von ,zurckgebliebenheit darstellen4 ,da schon einige empfunden haben1 wie die ,intervalle der ,siebenfolge noch anders geordnet 7graduiert7 werden knnen1 ist in vereinzelten ,momenten bereits bei ,liszt und in der heutigen musikalischen ,vorwrtsbewegung ausgesprochener zur ,erscheinung gekommen4 ,der ,drang und die ,sehnsucht und der begabte ,instinkt sprechen daraus4 ,doch scheints mir nicht1 da eine bewute und geordnete ,vorstellung dieser erhhten ,ausdrucksmittel sich geformt habe4 ,ich habe den ,versuch gemacht1 alle ,mglichkeiten der ,abstufung der ,siebenfolge zu gewinnen1 und es gelang mir1 durch ,erniedrigung und ,erhhung der ,intervalle #aac verschiedene ,skalen festzustellen4 ,diese #aac ,skalen 7innerhalb der ,oktave ,c-,c7 begreifen den grten ,teil der bekannten #bd ,tonarten1 auerdem aber eine ,reihe neuer ,tonarten von eigenartigem ,charakter4 ,damit ist aber der ,schatz nicht erschpft1 denn die ,transposition jeder einzelnen dieser #aac steht uns ebenfalls noch offen und berdies die ,vermischung zweier 7und weshalb nicht mehrerer87 solcher ,tonarten in ,harmonie und ,melodie4 ,die ,skala c des es fes ges as b c klingt schon bedeutend anders als die des-,moll-,tonleiter1 wenn man c als ihren ,grundton annimmt4 ,legt man ihr noch den gewhnlichen ,c-,dur-,dreiklang als ,harmonie unter1 so ergibt sich eine neue harmonische ,empfindung4 ,man hre aber dieselbe ,tonleiter abwechselnd1 vom ,a-,moll-1 ,es-,dur- und ,c-,dur-,dreiklang gesttzt1 und man wird sich der angenehmsten berraschung ber den fremdartigen ,wohllaut nicht erwehren knnen4 ,wohin aber wrde ein ,gesetzgeber die ,tonfolgen c des es fes g a h c c des es f ges a h c c d es fes ges a h c c des e f ges a b c oder gar3 c d es fes g ais h c c d es fes gis a h c c des es fis gis a b c einreihen mgen8 ,welche ,reichtmer sich damit fr den melodischen und harmonischen ,ausdruck dem ,ohr ffnen1 ist nicht sogleich zu bersehen2 eine ,menge neuer ,mglichkeiten ist aber zweifellos anzunehmen und auf den ersten ,blick erkennbar4 99 99 99 99 99 ,mit dieser ,darstellung drfte die ,einheit aller ,tonarten endgltig ausgesprochen und begrndet sein4 ,kaleidoskopisches ,durcheinanderschtteln von zwlf ,halbtnen in der ,dreispiegelkammer des ,geschmacks1 der ,empfindung und der ,intention3 das ,wesen der heutigen ,harmonie4 99 99 99 99 99 ,der heutigen ,harmonie und nicht mehr auf lange3 denn alles verkndet eine ,umwlzung und einen nchsten ,schritt zu jener ewigen4 ,vergegenwrtigen wir uns noch einmal1 da in ihr die ,abstufung der ,oktave unendlich ist1 und trachten wir1 der ,unendlichkeit um ein weniges uns zu nhern4 ,der ,drittelton pocht schon seit einiger ,zeit an die ,pforte1 und wir berhren noch immer seine ,meldung4 ,wer1 wie ich es getan1 damit1 wenn auch bescheiden1 experimentierte und -- sei es mit der ,kehle oder auf einer ,geige -- zwischen einem ,ganzton zwei gleichmig abstehende ,zwischentne einschaltete1 das ,ohr und das ,treffen bte1 der wird zur ,einsicht gelangt sein1 da ,dritteltne vollkommen selbstndige ,intervalle von ausgeprgtem ,charakter sind1 mit verstimmten ,halbtnen nicht zu verwechseln4 ,es ist eine verfeinerte ,chromatik1 die uns vorlufig auf der ganztnigen ,skala zu basieren scheint4 ,fhrten wir dieselbe unvermittelt ein1 so verleugneten wir die ,halbtne1 verlren die kleine ,terz und die reine ,quinte1 und dieser ,verlust wrde strker empfunden als der relative ,gewinn eines ,achtzehndritteltonsystems4 ,es ist aber kein ,grund ersichtlich1 seinetwegen mit den ,halbtnen aufzurumen4 ,behalten wir zu jedem ,ganzton einen ,halbton1 so erhalten wir eine zweite ,reihe von ,ganztnen1 die um einen halben ,ton hher steht als die erste4 ,teilen wir diese zweite ,reihe von ,ganztnen in ,drittelteile ein1 dann ergibt sich zu jedem ,drittelton der unteren ,reihe ein entsprechender ,halbton in der oberen4 ,somit ist eigentlich ein ,sechsteltonsystem entstanden1 und da auch ,sechsteltne einstmals reden werden1 darauf knnen wir vertrauen4 ,das ,tonsystem1 das ich eben entwerfe1 soll aber vorerst das ,gehr mit ,dritteltnen fllen1 ohne auf die ,halbtne zu verzichten4 ,illustration ,um es zusammenzufassen3 ,wir stellen entweder zwei ,reihen ,dritteltne1 voneinander um einen halben ,ton entfernt1 auf2 oder3 dreimal die bliche ,zwlfhalbtonreihe im ,abstande von je einem ,drittelton4 ,nennen wir1 um sie irgendwie zu unterscheiden1 den ersten ,ton ,c und die beiden nchsten ,dritteltne ,cis und ,des2 den ersten ,halbton 7klein-7c und seine folgenden ,dritteile cis und des2 -- die vorhergehende ,tabelle erklrt alles ,fehlende4 ,die ,frage der ,notation halte ich fr nebenschlich4 ,wichtig und drohend ist dagegen die ,frage1 wie und worauf diese ,tne zu erzeugen sind4 ,es trifft sich glcklich1 da ich whrend der ,arbeit an diesem ,aufsatz eine direkte und authentische ,nachricht aus ,amerika erhalte1 welche die ,frage in einfacher ,weise lst4 ,es ist die ,mitteilung von ,dr4 ,thaddeus ,cahills ,erfindung4#ah ,dieser ,mann hat einen umfangreichen ,apparat konstruiert1 welcher es ermglicht1 einen elektrischen ,strom in eine genau berechnete1 unalterable ,anzahl ,schwingungen zu verwandeln4 ,da die ,tonhhe von der ,zahl der ,schwingungen abhngt und der ,apparat auf jede gewnschte ,zahl zu stellen ist1 so ist durch diesen die unendliche ,abstufung der ,oktave einfach das ,werk eines ,hebels1 der mit dem ,zeiger eines ,quadranten korrespondiert4 #ah ,new ,music for an old ,world4 ,dr4 ,thaddeus ,cahills ,dynamophone1 an extraordinary electrical ,invention for producing scientifically perfect music by ,ray ,stannard ,baker4 ,mc4 ,clure's ,magazine1 ,july #aijf4 ,vol4 ,,xxvii1 ,no4 #c4 -- ber diesen transzendentalen ,tonerzeuger berichtet ,mr4 ,baker des weiteren3 444 ,die ,wahrnehmung der ,unvollkommenheit der ,tongebung bei allen ,instrumenten fhrte ,dr4 ,cahill zum ,nachdenken4 ,material1 ,indisposition1 ,temperatur1 klimatische ,zustnde beeintrchtigen die ,zuverlssigkeit eines jeden4 ,der ,klavierspieler verliert die ,macht ber den absterbenden ,klang der ,saite von dem ,augenblick an1 wo die ,taste angeschlagen wurde4 ,auf der ,orgel kann die ,empfindung an der festgehaltenen ,note nichts ndern4 ,dr4 ,cahill ersann die ,idee eines ,instruments1 welches dem ,spieler die absolute ,kontrolle ber jeden zu erzeugenden ,ton und ber dessen ,ausdruck gewhrte4 ,er nahm sich die ,theorien ,helmholtz' zum ,vorbild1 die ihn lehrten1 da die ,verhltnisse der ,zahl und der ,strke der ,obertne zum ,grundton den ,ausschlag fr den ,klangcharakter der verschiedenen ,instrumente geben4 ,demnach konstruierte er zu dem ,apparat1 welcher den ,grundton schwingen lt1 eine ,anzahl supplementrer ,apparate1 von welchen jeder einen der ,obertne erzeugt1 und konnte solche in beliebiger ,anordnung und ,strke dem ,grundton zuhufen4 ,so ist jeder ,klang einer mannigfaltigsten ,charakterisierung fhig1 sein ,ausdruck auf das empfindlichste dynamisch zu regeln1 die ,strke vom fast unhrbaren ,pianissimo bis zur unertrglichen ,lautmacht zu produzieren4 ,und weil das ,instrument von einer ,klaviatur aus gehandhabt wird1 bleibt ihm die ,fhigkeit bewahrt1 der ,eigenart eines ,knstlers zu folgen4 ,eine ,reihe solcher ,klaviaturen von mehreren ,spielern gespielt1 kann zu einem ,orchester zusammengestellt werden4 ,der ,bau des ,instrumentes ist auerordentlich umfangreich und kostspielig1 und sein praktischer ,wert mte mit ,recht angezweifelt werden4 ,zum ,vermittler der ,schwingungen zwischen dem elektrischen ,strom und der ,luft whlte der ,erfinder das ,telephon-,diaphragma4 ,durch diesen glcklichen ,einfall ist es mglich geworden1 von einer ,zentralstelle aus nach allen den mit ,drhten verbundenen ,pltzen1 selbst auf groe ,entfernungen hin1 die ,klnge des ,apparates zu versenden2 und gelungene ,experimente haben erwiesen1 da auf diesem ,wege weder von den ,feinheiten noch von der ,macht der ,tne etwas eingebt wird4 ,der in ,verbindung stehende ,raum wird zauberhaft mit ,klang erfllt1 einem wissenschaftlich vollkommenen1 niemals versagenden ,klang1 unsichtbar1 mhelos und unermdlich4 ,dem ,bericht1 dem ich diese ,nachrichten entnehme1 sind authentische ,photographien des ,apparates beigegeben1 welche jeden ,zweifel ber die ,wirklichkeit dieser allerdings fast unglaublichen ,schpfung beseitigen4 ,der ,apparat sieht aus wie ein ,maschinenraum4 ,nur ein gewissenhaftes und langes ,experimentieren1 eine fortgesetzte ,erziehung des ,ohres1 werden dieses ungewohnte ,material einer heranwachsenden ,generation und der ,kunst gefgig machen4 99 99 99 99 99 ,welch schne ,hoffnungen und traumhafte ,vorstellungen erwachen fr sie6 ,wer hat nicht schon im ,traume geschwebt8 ,und fest geglaubt1 da er den ,traum erlebe8 -- ,nehmen wir es uns doch vor1 die ,musik ihrem ,urwesen zurckzufhren2 befreien wir sie von architektonischen1 akustischen und sthetischen ,dogmen2 lassen wir sie reine ,erfindung und ,empfindung sein1 in ,harmonien1 in ,formen und ,klangfarben 7denn ,erfindung und ,empfindung sind nicht allein ein ,vorrecht der ,melodie72 lassen wir sie der ,linie des ,regenbogens folgen und mit den ,wolken um die ,wette ,sonnenstrahlen brechen2 sie sei nichts anderes als die ,natur in der menschlichen ,seele abgespiegelt und von ihr wieder zurckgestrahlt2 ist sie doch tnende ,luft und ber die ,luft hinausreichend2 im ,menschen selbst ebenso universell und vollstndig wie im ,weltenraum2 denn sie kann sich zusammenballen und auseinanderflieen1 ohne an ,intensitt nachzulassen4 99 99 99 99 99 ,in seinem ,buche ,jenseits von ,gut und ,bse sagt ,nietzsche3 ,gegen die deutsche ,musik halte ich mancherlei ,vorsicht fr geboten4 ,gesetzt1 da man den ,sden liebt1 wie ich ihn liebe1 als eine groe ,schule der ,genesung1 im ,geistigsten und ,sinnlichsten1 als eine unbndige ,sonnenflle und ,sonnenverklrung1 welche sich ber ein selbstherrliches1 an sich glaubendes ,dasein breitet3 nun1 ein solcher wird sich etwas vor der deutschen ,musik in acht nehmen lernen1 weil sie1 indem sie seinen ,geschmack zurckverdirbt1 ihm die ,gesundheit mit zurckverdirbt4 ,ein solcher ,sdlnder1 nicht der ,abkunft1 sondern dem ,glauben nach1 mu1 falls er von der ,zukunft der ,musik trumt1 auch von einer ,erlsung der ,musik vom ,norden trumen und das ,vorspiel einer tieferen1 mchtigeren1 vielleicht bseren und geheimnisvolleren ,musik in seinen ,ohren haben1 einer berdeutschen ,musik1 welche vor dem ,anblick des blauen1 wollstigen ,meeres und der mittellndischen ,himmelshelle nicht verklingt1 vergilbt1 verblat1 wie es alle deutsche ,musik tut1 einer bereuropischen ,musik1 die noch vor den braunen ,sonnenuntergngen der ,wste recht behlt1 deren ,seele mit der ,palme verwandt ist und unter groen1 schnen1 einsamen ,raubtieren heimisch zu sein und zu schweifen versteht4 -- -- ,ich knnte mir eine ,musik denken1 deren seltenster ,zauber darin bestnde1 da sie von ,gut und ,bse#ai nichts mehr wte1 nur da vielleicht irgendein ,schifferheimweh1 irgendwelche goldne ,schatten und zrtliche ,schwchen hier und da ber sie hinwegliefen3 eine ,kunst1 welche von groer ,ferne her die ,farben einer untergehenden1 fast unverstndlich gewordenen moralischen ,welt zu sich flchten she1 und die gastfreundlich und tief genug zum ,empfang solcher spten ,flchtlinge wre 444 #ai ,hier macht sich ,nietzsche eines ,widerspruchs schuldig2 trumt er vorher von einer vielleicht bseren ,musik1 so denkt er sich jetzt eine ,musik1 die von ,gut und ,bse nichts mehr wte2 -- doch war mir bei der ,anfhrung um den letzteren ,sinn zu tun4 ,und ,tolstoi lt einen landschaftlichen ,eindruck zu ,musikempfindung werden1 wenn er in ,luzern schreibt3 ,weder auf dem ,see1 noch an den ,bergen1 noch am ,himmel eine einzige gerade ,linie1 eine einzige ungemischte ,farbe1 ein einziger ,ruhepunkt -- berall ,bewegung1 ,unregelmigkeit1 ,willkr1 ,mannigfaltigkeit1 unaufhrliches ,ineinanderflieen von ,schatten und ,linien1 und in allem die ,ruhe1 ,weichheit1 ,harmonie und ,notwendigkeit des ,schnen4 ,wird diese ,musik jemals erreicht8 ,nicht alle erreichen das ,nirwana2 aber jener1 der von ,anfang an begabt1 alles kennenlernt1 was man kennen soll1 alles durchlebt1 was man durchleben soll1 verlt1 was man verlassen soll1 entwickelt1 was man entwickeln soll1 verwirklicht1 was man verwirklichen soll1 der gelangt zum ,nirwana4#bj 7,kern1 ,geschichte des ,buddhismus in ,indien74 #bj ,wie auf ,verabredung schreibt mir dieser ,tage 7#aijf7 ,mr4 ,vincent d',indy3 4444 laissant de ct les contingences et les petitesses de la vie pour regarder constamment vers un idal1 qu'on ne pourra jamais atteindre1 mais dont il est permis de se rapprocher4 ,ist ,nirwana das ,reich ,jenseits von ,gut und ,bse1 so ist hier ein ,weg dahin gewiesen4 ,bis an die ,pforte4 ,bis an das ,gitter1 das ,menschen und ,ewigkeit trennt -- oder das sich auftut1 das zeitlich ,gewesene einzulassen4 ,jenseits der ,pforte ertnt ,musik4 ,keine ,tonkunst4#ba -- ,vielleicht1 da wir erst selbst die ,erde verlassen mssen1 um sie zu vernehmen4 ,doch nur dem ,wanderer1 der der irdischen ,fesseln unterwegs sich zu entkleiden gewut1 ffnet sich das ,gitter4 -- #ba ,ich glaube gelesen zu haben1 da ,liszt seine ,dante-,symphonie auf die beiden ,stze ,inferno und ,purgatorio beschrnkte1 weil unsere ,tonsprache fr die ,seligkeiten des ,paradieses nicht ausreichte4 ,druck der ,piererschen ,hofbuchdruckerei in ,altenburg4 ,im folgenden werden alle genderten ,textzeilen angefhrt1 wobei jeweils zuerst die ,zeile wie im ,original1 danach die genderte ,zeile steht4 lmentaires sont innombrables1 mais qui1 sitt les thmes trouves1 lmentaires sont innombrables1 mais qui1 sitt les thmes trouvs1 ,gewitter in ,tnen zu beschreiben1 welches nicht nur eine unntige nud ,gewitter in ,tnen zu beschreiben1 welches nicht nur eine unntige und #g ,aus ,offenbachs ,les contes d' ,hoffmann4 #g ,aus ,offenbachs ,les contes d',hoffmann4 ein fr allemal schon vorhanden4 ,selbst der ungebildetetste ,laie wei1 was ein fr allemal schon vorhanden4 ,selbst der ungebildetste ,laie wei1 was