,anmerkung zur ,transkription3 ,im ,original fett gedruckte ,passagen sind hier mit gekennzeichnet4 ,passagen1 die im ,original nicht in ,fraktur gedruckt waren1 sind hier mit gekennzeichnet4 ,passagen1 die im ,originaltext gesperrt gedruckt oder unterstrichen waren1 sind hier mit gekennzeichnet4 ,warum wir sterben ,von ,dr4 ,alexander ,lipschtz ,zrich ,also sprach ,zarathustra3 ,wichtig nehmen alle das ,sterben3 ,aber noch ist der ,tod kein ,fest4 ,noch erlernten die ,menschen nicht1 wie man die schnsten ,feste weiht4 ,mit #cf ,abbildungen im ,text ,illustration3 ,signet ,stuttgart ,kosmos1 ,gesellschaft der ,naturfreunde ,geschftsstelle3 ,franckh'sche ,verlagshandlung #aiad ,inhaltsverzeichnis4 ,seite ,vorwort #e #a4 ,gevatter ,tod und ,bazillen #g #b4 ,der ,tod und die ,wissenschaft #ae #c4 ,leben und ,tod #ah #d4 ,tod und ,unsterblichkeit #bd #e4 ,der sterbende ,zellenstaat #cj #f4 ,das ,altenteil der ,zellen im ,zellenstaat #cd #g4 ,wie wir sterben #da #h4 ,lebensgeschichte eines ,pantoffeltierchens #eb #i4 ,jugend und ,alter der ,nervenzellen #fd #aj4 ,der ,tod der ,eintagsfliege #ge #aa4 ,kopulation und ,befruchtung #hj #ab4 ,die ,unvollkommenheit des ,stoffwechsels #he ,alle ,rechte1 besonders das bersetzungsrecht1 vorbehalten4 ,copyright #aiad by ,franckh'sche ,verlagshandlung1 ,stuttgart4 ,ich habe das ,problem des ,todes in den ,zusammenhngen1 wie ich es in diesen ,blttern bringe1 zum ersten ,mal vor etwa zwei ,jahren in dem ,feuilleton einer ,tageszeitung behandelt4 ,eine hnliche wissenschaftliche ,behandlung hat das ,todesproblem in ausgezeichneter ,weise durch ,doflein erfahren4 ,meine ,darstellung knpft an das an1 was unsere groen ,meister des biologisch-medizinischen ,denkens1 wie ,nothnagel1 ,ribbert und ,verworn1 an ,bausteinen und an allgemeinen ,gesichtspunkten fr eine ,errterung des ,todesproblems zusammengetragen haben1 und ich habe versucht1 diese ,gesichtspunkte zellularphysiologisch weiter auszugestalten durch ,bercksichtigung der zahlreichen zellularpathologischen ,arbeiten des russischen ,forschers ,mhlmann4 ,das ,tatsachenmaterial1 ber das diese beiden ,forscher berichtet haben1 ist fr eine wissenschaftliche ,behandlung des ,todesproblems von einschneidender ,bedeutung1 wenn auch ,mhlmann in seinen kritischen ,studien ber den ,tod zu ,schlssen gelangt ist1 die ich keinesfalls unterschreiben will4 ,ich habe in meine ,errterung auch den ,begriff der ,unvollkommenheit des ,stoffwechsels eingefhrt1 den ,jickeli fr die ,behandlung biologischer ,fragen -- wenn auch in anderen ,zusammenhngen und in nicht ganz glcklicher ,weise -- als erster zu verwerten bemht war4 ,den ganzen ,komplex der wichtigen ,partialprobleme des ,todes1 die ,friedenthal und ,rubner in ihren ,arbeiten behandelt haben1 habe ich unbercksichtigt lassen mssen1 da sonst meine ,darstellung zu sehr angewachsen wre4 ,wer eingehender ber das ,problem des ,todes orientiert sein will1 sei auf meine ,allgemeine ,physiologie des ,todes verwiesen1 die im ,verlag von ,vieweg u4 ,sohn erscheinen wird4 ,in diesem ,buch wird der ,leser auch all die ,originalarbeiten genannt finden1 die meinen ,ausfhrungen ber den ,tod zugrundeliegen4 -- ,noch einige ,worte ber die ,sprache1 in der ich meine ,darstellung geschrieben habe4 ,ich habe mich nicht bemht1 meine ,umgangssprache1 in der ich mich sonst ber biologische ,dinge auszusprechen pflege1 in die spanischen ,stiefel der modernen ,schreibsprache hineinzuzwngen4 ,ich habe vielmehr so geschrieben1 wie ich spreche4 ,es ist mir nicht klar1 warum die ,schriftsprache anders sein soll als die mndliche ,sprache1 gewissermaen ein ,sonntagsdeutsch4 ,das ,schriftdeutsch ist heute wahrhaftig genau so ein ,sonntagsdeutsch wie unsere ,festkleidung ein pompser ,sonntagsstaat ist4 ,wie im ,sonntagsstaat so fhle ich mich auch beengt im ,sonntagsdeutsch4 ,und ich will darum nicht anders schreiben als in meinem ,werktagsdeutsch4 ,man kann seine ,feste feiern auch ohne die spanischen ,stiefel des guten ,tones4 -- ,den ,herren1 die mich bei der ,ausfhrung dieser ,arbeit untersttzt haben1 sei es durch bersendung von ,separatabdrcken1 sei es durch ,literaturhinweise und berlassung von ,bchern1 sage ich auch an dieser ,stelle meinen herzlichsten ,dank4 ,zu besonderem ,danke bin ich der ,bibliothek des ,zoologischen ,instituts unserer ,universitt verpflichtet4 ,ebenso ,herrn ,dr4 ,m4 ,mhlmann fr die freundliche berlassung einiger ,originalzeichnungen4 ,ich mchte schlielich nicht versumen1 auch ,herrn ,dr4 ,j4 ,strohl1 ,privatdozent der ,zoologie in ,zrich1 meinen besten ,dank fr manchen erteilten ,ratschlag auszusprechen4 ,zrich1 im ,mai #aiad4 ,alex4 ,lipschtz4 #a4 ,gevatter ,tod und ,bazillen4 ,erzhlen will ich zunchst von ,gevatter ,tod und ,bazillen4 ,es hat mancher heute eine eigene ,krankheit1 die ,bazillenfurcht heit4 ,es nagt in ihm nicht der ,tuberkelbazillus in der ,lunge oder in den ,knochen1 nicht ,eitererreger sind in seinem ,blut4 ,wer von ,bazillenfurcht befallen ist1 krankt an ,bazillen1 die nicht in seinem ,krper1 sondern auer ihm sind4 ,man hat so viel von ,bazillen gehrt1 so einseitig gehrt1 nur gehrt und nicht durchdacht1 da man sie stets und berall -- und soweit ja mit gutem ,recht -- wittert und in heller ,angst herumluft1 sie1 die allgegenwrtigen und bsen1 die unsichtbar sind wie ,beelzebub und ,astharote1 spielten einem den ,streich4 ,man krankt an der ,furcht vor ,bazillen4 ,und der ,hohepriester derer1 die an ,bazillenfurcht kranken1 ist ,herr ,professor ,metschnikoff in ,paris1 ein wirklich ,groer in der modernen ,naturwissenschaft 444 ,da mssen wir schon eine ,pause machen1 um ,metschnikoff bei seinem ,morgenfrhstck zuzuschauen1 ber das ihn einmal ein ,zeitungsmann ausgefragt hat4 ,unsereiner nimmt ahnungslos ,messer1 ,gabel und ,lffel in die ,hand1 so wie sie auf dem ,tische daliegen4 ,ohne zu wissen1 da uns dabei direkte ,lebensgefahr droht -- von wegen der allgegenwrtigen ,bazillen natrlich4 ,metschnikoff ist da viel vorsichtiger4 ,und offenherzig genug1 um zuzugeben1 da er ,messer1 ,gabel und ,lffel vor dem ,gebrauch an einer ,flamme ausbrennt1 um alle ,keime abzutten4 ,unsereiner beit ahnungslos in seine ,stulle und in seinen ,weck1 oder wie das ,brtchen sonst heien mag1 ohne zu wissen1 da auf der goldbraunen ,kruste des ,brtchens gefhrliche ,mikroben sitzen4 ,metschnikoff aber rstet zunchst das ,brot1 um den ,bazillen den ,garaus zu machen3 denn er kennt ihre ,schliche und ,wege und geht ihnen nicht in die ,falle4 ,unsereiner it ,erdbeeren1 ungebrht und vielleicht sogar ungewaschen4 ,metschnikoff versagt sich den ,genu von ,erdbeeren ganz -- immer von wegen der ,bazillen4 ,aber eine ,banane will schlielich auch ein ,metschnikoff essen4 ,hier sehen ,sie1 hat ,metschnikoff so ungefhr dem ,zeitungsmann gesagt1 ein paar ,bananen1 die ich mir gekauft habe1 um sie nach ,hause mitzunehmen4 ,weil diese ,frucht mit einer dicken ,schale bedeckt ist1 glauben viele1 da die ,bananen keine ,bazillen haben4 ,weit gefehlt6 ,es sind doch welche drin1 und in meinem ,hause werden darum die ,bananen immer erst gebrht1 bevor sie gegessen werden4 ,ich tauche sie etwa eine ,minute lang in kochendes ,wasser1 und die ,frucht verliert dabei nichts von ihrem ,wohlgeschmack 444 ,ist ja alles so weit sehr schn3 aber die ,zeit1 die einer da zu seinem ,morgenfrhstck braucht6 ,die kann sich wahrhaftig doch nicht jedermann leisten4 ,aber was tut nicht einer1 der dem ,tode entrinnen will6 ,denn mit dem ,tod und den ,bazillen ist es nach ,metschnikoff folgendermaen bestellt4 ,wir sind alle von ,bazillen bevlkert1 von ,millionen und ,abermillionen ,bazillen1 die in unserem ,darme wohnen4 ,namentlich in dem unteren ,teile des ,darmrohres1 im ,dickdarm1 sind die ,bakterien#a wohl zu ,hause4 ,wie ungeheuer viele es sein mgen3 wenn man bedenkt1 da wir insgesamt an die sieben ,meter ,darm1 und davon etwa anderthalb ,meter ,dickdarm herumtragen 7,abb4 #a76 ,wollten wir die ,bakterien zhlen1 die blo in einem allerkleinsten ,krmelchen unseres ,darminhaltes drin sind1 wir kmen schon in die ,millionen hinein4 ber hunderttausend ,milliarden ,bazillen -- also eine ,million mal ,million und dann noch mal hundert -- werden es nach allerlei ,berechnungen wohl schon sein1 die wir in unserm ,darm insgesamt beherbergen4 ,ein ganzes ,drittel von dem1 was wir aus dem ,darm an einem ,tage entleeren1 sind lauter ,bazillen6 #a ,bazillen und ,bakterien gebrauchen wir in unserer ,darstellung in ein und derselben ,bedeutung4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,schema des ,verdauungsrohres4 #a ,gaumen1 #b ,mundspalte1 #c ,zunge1 #d ,schlund1 #e ,kehldeckel1 #f ,luftrhre1 #g ,speiserhre1 #h ,mageneingang1 #i ,magen1 #aj ,magenausgang1 #aa ,zwlffingerdarm1 mit dem der ,dnndarm beginnt1 #ab ,dnndarmschlingen1 #ac bergang des ,dnndarms in den ,blinddarm1 #ad ,blinddarm1 mit dem der ,dickdarm beginnt1 #ae ,wurmfortsatz1 #af1 #ag1 #ah ,dickdarm1 #ai1 #bj ,enddarm4 ,nach ,rauber4 ,und ,metschnikoff hat sich gesagt1 da es diese ,bazillenbevlkerung ist1 die uns ein frhes ,grab grbt4 ,die ,bakterien scheiden1 wie alle andere lebendige ,substanz1 ,stoffwechselprodukte aus1 ,schlacken des ,lebens1 wenn man will4 ,diese ,stoffwechselprodukte gelangen aus dem ,darm ins ,blut4 ,zum ,teil werden diese ,stoffe1 die in greren ,mengen zweifellos ,gifte fr die ,zellen unseres ,krpers sind1 von manchen arbeitsfreudigen ,zellen des ,zellenstaates1 z4 ,b4 von den ,zellen der ,leber1 abgefangen1 zu ungiftigen ,stoffen verarbeitet und durch die ,nieren nach auen abgeschieden4 ,die ,leber hat eine ,schutzaufgabe in unserem ,krper1 ,polizeifunktion1 wenn man so will4 ,das sind ,tatsachen1 die jedermann kennt4 ,metschnikoff nun ist der ,meinung1 da es mit dem ,unschdlichmachen der ,gifte1 die von den ,darmbakterien ins ,blut gelangen1 doch nicht so auf das allerbeste bestellt ist1 wie man glauben mchte4 ,denn man mu bedenken1 da die ,stoffe1 die von den ,bakterien des ,dickdarms abgegeben werden1 tatschlich sehr starke ,gifte sind4 ,sie gehren in die ,gruppe des ,karbols hinein1 das jedermann als todbringendes ,gift kennt4 ,man kann diese ,gifte in den ,ausscheidungen des ,darms sowohl als der ,nieren -- hier in verndertem ,zustande -- finden4 ,und da erscheint es auf den ersten ,blick gar nicht so ohne1 da -- wie ,metschnikoff es will -- die giftigen ,stoffwechselprodukte der ,darmbakterien daran schuld sind1 da wir frh alt werden und frh sterben4 ,nun1 einen direkten ,beweis in diesen ,dingen fhren1 das kann man natrlich nicht4 ,denn man mte ja dann seinen ,versuch so einrichten1 da man zushe1 wie lange einer lebte1 der keine ,bakterien im ,darm htte4 ,wir ,menschen und ebenso alle ,tiere haben aber stets ihr ,bakterienvolk im ,darm4 ,und dann3 ein bichen langwierig wre es schlielich doch1 so zuzusehen1 wie lange einer lebte1 ob #ajj1 #bjj oder gar noch mehr ,jahre4 ,unserer hastenden ,zeit ginge dieses lange ,zusehen nicht nach ,geschmack 444 ,metschnikoff blieb also nichts anderes brig1 als einen ,umweg in seiner ,beweisfhrung zu gehen4 ,er hat sich gesagt1 da1 wenn seine ,theorie richtig ist1 dann diejenigen ,tiere1 die mehr ,bakterien im ,leibe haben1 weniger lang leben mten als jene1 die nicht so viel ,bakterien in ihrem ,krper beherbergen1 d4 h4 die einen krzeren ,dickdarm haben4 ,wer unter den ,tieren einen kurzen ,dickdarm hat1 der mu nach ,metschnikoff lnger leben4 ,metschnikoff hat nun die ,lebensdauer der ,tiere mit ihrer ,darmlnge verglichen1 und es hat sich dabei tatschlich herausgestellt1 da diejenigen ,arten1 die durch einen kurzen ,dickdarm ausgezeichnet sind1 wie z4 ,b4 viele ,vgel1 eine sehr lange ,lebensdauer haben1 whrend z4 ,b4 die ,sugetiere1 die einen viel lngeren ,dickdarm haben1 viel frher sterben4 ,so weist ,metschnikoff auf die ,tatsache hin1 da z4 ,b4 ,schwne1 ,gnse1 ,raben und manche ,raubvgel ber #ej ,jahre1 ,papageien und ,kakadus sogar ber #hj ,jahre leben knnen4 ,dagegen sterben ,hunde1 ,katzen1 ,pferde und andere ,sugetiere stets in einem viel jngeren ,alter3 ihre ,lebensdauer betrgt in der ,regel nicht mehr als #ae ,jahre1 und ein ,alter von #cj ,jahren gehrt bei ihnen zu den seltensten ,ausnahmen4 ,um ein sehr augenflliges ,beispiel zu whlen3 der ,kanarienvogel hat eine ,lebensdauer von etwa #bj ,jahren1 die etwa gleich groe ,maus lebt hchstens #f ,jahre4 ,mit der ,lnge des ,dickdarms nimmt nun selbstverstndlich die ,menge der giftspendenden ,bakterien zu1 die das ,tier in sich beherbergt4 ,und da war fr ,metschnikoff der ,schlu gegeben1 da es eben die ,gifte der ,darmbakterien sind1 die die krzere ,lebensdauer der ,tiere verschulden4 ,nachdem ,metschnikoff sich die ,sache so zurecht gelegt hatte1 da die ,bakterien am frhen ,altern und ,sterben von ,tier und ,mensch schuld seien1 hat er sich gesagt1 da es doch heute eigentlich ein groes ,unglck mit dem ,altern und mit dem ,sterben sei4 ,das ,altern von heute sei wie eine ,krankheit3 unser ,krper wird ganz allmhlich von den ,darmbakterien vergiftet4 ,und wenn das ,sterben und das ,altern eine ,krankheit ist1 dann ist es ja die schlimmste ,krankheit1 die es gibt4 ,die ,tuberkelbazillen und die ,bazillen1 die andere ,krankheiten machen1 tten die ,menschen1 die das ,unglck hatten1 sich mit diesen ,krankheitserregern anzustecken4 ,die ,darmbakterien aber hat jedermann in sich1 alle ,menschen sind mit ihnen behaftet1 und die ,menschen1 die den ,krankheiten sonst entronnen sind1 gehen an der ,vergiftung durch ,darmbakterien zugrunde3 sie werden frh alt und mssen frh sterben4 ,das ist in ,metschnikoffs ,theorie des ,pudels ,kern3 ,wenn das ,altern heute so etwas wie eine ,bakterienkrankheit ist1 dann ist klar1 da man dieses ,altern und ,sterben mit denselben ,mitteln bekmpfen mu1 wie jede andere ,krankheit auch4 ,und es bot sich da fr ,metschnikoff das allbekannte ,beispiel mit dem ,alkohol4 ,wir wissen1 da das ,alkoholgift unsern ,krper schdigt1 wenn er ,tag fr ,tag genossen wird1 da auf dem ,alkoholgenu eine ganze ,reihe von ,krankheiten beruhen1 an denen die ,menschen nach langem ,siechtum zugrunde gehen4 ,wir bekmpfen dieses ,siechtum1 indem wir das ,gift1 den ,alkohol1 zu meiden suchen4 ,also3 auch das ,gift des frhzeitigen ,alters1 die ,gifte der ,darmbakterien1 mssen von unserem ,krper ferngehalten werden1 damit die ,menschen lnger leben und eines natrlichen ,todes sterben knnten4 ,das war fr ,metschnikoff ein ganzes ,programm3 den ,bakterien beikommen1 die in unserem ,dickdarm nisten4 ,aber wie8 ,das war die groe ,frage4 ,metschnikoff hatte da zunchst einen ganz radikalen ,einfall4 ,es ist nmlich eine ,tatsache1 da wir in unserem sieben ,meter langen ,darm ein ,organ haben1 das fr uns ,menschen gut anders eingerichtet sein knnte1 als es in ,wirklichkeit ist4 ,der ,darm ist viel1 viel lnger als wir ihn wirklich brauchen4 ,der ,dickdarm ist fr uns sogar vllig nutzlos4 ,man kann einem ,menschen den grten ,teil des ,dickdarms herausschneiden1 ohne seine ,gesundheit zu beeintrchtigen4 ,man hat bei manchen ,patienten solche ,operationen schon vornehmen mssen4 ,die ,patienten1 die an schweren ,darmkrankheiten litten1 und diese ,operation durchmachen muten1 wurden vollstndig gesund4 ,fr den ,pflanzenfresser ist der ,dickdarm wohl von ,nutzen1 denn der ,pflanzenfresser braucht einen langen ,darm3 seine ,nahrung ist schwer verdaulich und mu lngere ,zeit im ,darm verweilen1 und bei der ,verdauung der ,nahrung helfen hier sogar die ,darmbakterien mit4 ,aber fr uns ,menschen ist der ,dickdarm nicht nur nutzlos1 sondern direkt schdlich4 ,denn ein ,teil des ,dickdarms1 der ,wurmfortsatz des ,blinddarms1 neigt beim ,menschen sehr zu ,erkrankungen1 und jedermann wei1 wie gefhrlich die ,blinddarmentzndung ist1 wenn man sie vernachlssigt1 und da schon manch blhendes ,menschenleben an einer vernachlssigten ,blinddarmentzndung zugrunde gegangen ist4 ,und was nicht alles noch an andern ,krankheiten hufig genug den ,dickdarm befllt6 ,aber noch mehr6 ,nicht nur der ,dickdarm ist zu lang oder gar nutzlos fr uns3 auch der ,dnndarm ist zu lang geraten4 ,die rzte sind schon hufig genug in die ,lage gekommen1 einem ,patienten kleinere oder grere ,stcke aus dem ,dnndarm herauszuschneiden1 und auch solchen ,patienten geht es nach der ,operation gut4 ,vor einigen ,jahren hat der ,amerikaner ,underhill gezeigt1 da man ,hunden einen sehr betrchtlichen ,teil des ,dnndarms entfernen kann1 ohne die ,tiere in ihrer ,gesundheit zu beeintrchtigen4 ,so schnitt ,underhill seinen ,hunden zunchst #b_/e ihres ,dnndarms heraus4 ,die ,hunde blieben am ,leben1 verdauten wie immer ihre ,nahrung und nahmen unverdrossen an ,gewicht zu4 ,erst wenn #b_/c des ,darms den ,versuchstieren weggenommen waren1 ging es den ,tieren schlecht3 mit dem letzten ,drittel ihres ,dnndarmes konnten sie wohl doch nicht mehr so viel verdauen1 als ntig war1 und sie nahmen jetzt an ,gewicht ab4 ,nun braucht ja das1 was ,underhill fr den vorwiegend fleischfressenden ,hund nachgewiesen hat1 nicht gerade in genau demselben ,mae fr den ,menschen zu gelten1 da wir ja neben ,fleisch auch pflanzliche ,nahrung zu uns nehmen1 deren ,verdauung schwieriger ist und einen lngeren ,darm verlangt4 ,aber wahrscheinlich ist es doch1 da wir einen zu langen ,darm haben und ein gut ,teil davon zu unserem ,nutz und ,frommen wohl einben knnten4 ,also war der radikale ,einfall von ,metschnikoff der1 da man den ,menschen den ,dickdarm herausschneiden solle1 um ihnen damit ein langes ,leben zu schenken4 ,aber der ,gedanke war doch zu radikal1 um zu ,ende gedacht zu werden4 ,auch seinen eigenen ,dickdarm1 geschweige denn einen ,teil seines ,dnndarms1 hat ,metschnikoff nicht fr seine ,idee als ,opfer auf den ,altar der ,menschheit legen wollen4 ,er hat diesen radikalen ,weg zur ,lebensverlngerung fr eine ferne ,zukunft vorbehalten und ist fr heute einen ,kompromi eingegangen4 ,wer's ihm da angetan hatte8 ,sehr einfach3 zunchst blo ein ,topf saurer ,milch4 ,oder nein1 es sind eigentlich wiederum ,bazillen1 die da im ,spiele waren4 ,aber dieses ,mal ,bazillen1 die wohlttig sind3 die ,bakterien der sauren ,milch1 die nach ,metschnikoff mit gar artigen ,eigenschaften ausgezeichnet sind4 ,die ,sache verhlt sich hier folgendermaen4 ,das ,sauerwerden der ,milch beruht darauf1 da die sog4 ,milchsurebakterien1 die sich schon innerhalb #bd ,stunden in der ,milch zu ganz gewaltigen ,mengen vermehren1 den ,milchzucker vergren4 ,aus dem ,milchzucker entsteht dabei eine ,sure1 die man ,milchsure nennt4 ,die macht die ,milch sauer und macht sie dick1 denn in der angesuerten ,milch ballt sich das ,kasein1 der ,eiweistoff der ,milch zusammen1 das ,eiwei der ,milch gerinnt dabei genau so1 wie das ,hhnereiwei beim ,kochen gerinnt4 ,worauf es ,metschnikoff aber ankam1 das ist der ,umstand1 da die ,sure ein ,mittel ist gegen ,bakterienfulnis4 ,die ,bakterien1 die eine ,fulnis von abgestorbener lebendiger ,substanz hervorrufen1 knnen ihre ,wirkung nicht tun1 wenn es rings um sie sauer ist4 ,so verhindert z4 ,b4 der saure ,magensaft1 der sich auf die genossenen ,speisen im ,magen ergiet1 die ,fulnis der ,speisen4 ,hier im sauren ,magensaft knnen die fulniserregenden ,bakterien nicht gut aufkommen und sie knnen hier ihre ,geschfte nicht betreiben4 ,erst im ,darm1 wo die ,verdauungssfte nicht mehr sauer1 sondern alkalisch sind1 d4 h4 wo die ,bakterien in einer stark verdnnten ,lauge schwimmen1 da beginnt die ,fulnis der ,nahrung oder der ,nahrungsreste4 ,das ist namentlich im ,dickdarm der ,fall1 und von hier gelangen all die schdlichen ,stoffe der ,fulnis in den ,kreislauf des ,blutes1 in den ,zellenstaat hinein4 ,gut1 hat sich ,metschnikoff gesagt1 machen wir den ,bakterien im ,darm das ,leben sauer6 ,trinken wir saure ,milch6 ,wir bevlkern dann unsern ,magen und unsern ,darm mit ,milchsurebakterien und ekeln einfach die ,fulnisbakterien heraus6 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,pantoffeltierchen4 ,sehr stark vergrert4 mf ,mundfeld1 m ,mund1 sch ,schlund1 na ,nahrungsballen1 ps pulsierendes ,blschen 7,vakuole7 ma ,grokern1 mi ,kleinkern4 ,rings um den ,protoplasmaleib herum sieht man die ,wimperhrchen1 mit denen die ,zelle im ,wasser schlgt und sich fortbewegt4 ,aus ,stridde4 ,das war ,metschnikoffs ,losung im ,kampfe gegen ,gevatter ,tod3 nicht mit ,lanze und ,speer zog er aus in den ,kampf1 sondern mit einem ,tro von ,bazillen gegen ,bazillen4 ,wer an ,bazillenfurcht krankt1 schttelt unglubig den ,kopf4 ,mit ,unrecht4 ,denn soweit es sich um die gesundheitsschdliche ,wirkung starker ,fulnisvorgnge im ,darm handelt und um die ,mglichkeit1 diese ,fulnis durch eine ,milchdit zu bekmpfen1 hatte sich ,metschnikoff ja an ,tatsachen gehalten4 ,hier kann man ,meister ,metschnikoff nichts anhaben1 hier hat er recht4 ,die ,frage ist aber die1 ob die ,darmbakterien1 die die ,fulnisstoffe im ,dickdarm produzieren1 wirklich die bsen ,geister sind1 die uns ins frhe ,grab bringen4 ,doch ,metschnikoff hat sich mit dieser ,frage nicht weiter abgeben wollen und er ist von nun an nur einem ,ziele nachgegangen3 den ,kampf von ,bazillen gegen ,bazillen im ,darm mglichst zuungunsten derjenigen ,bakterien zu gestalten1 die seiner ,meinung nach uns das frhe ,grab graben4 ,corriger la fortune6 ,was da ,metschnikoff nicht alles ersonnen und versucht hat1 denkt sich unsereiner gar nicht aus4 ,zu den ,bulgaren war er in die ,lehre gegangen und er hat ihnen ihre saure ,milch1 den ,yoghurt1 abgeguckt4 ,ja1 die ,bulgaren waren ein fetter ,braten fr ,metschnikoffs ,theorie von der ,bedeutung der sauren ,milch im ,kampfe gegen ,gevatter ,tod4 ,in keinem andern ,lande gibt es nmlich so viel alte ,leute wie in ,bulgarien4 ,da laufen die ,menschen von ber hundert ,jahren zu tausenden herum4 ,aha1 hat sich ,metschnikoff gesagt1 das ist alles von wegen der sauren ,milch1 von wegen des ,yoghurts1 den die ,bulgaren trinken4 ,das wre nun ein ,elixier1 noch viel wirksamer als die gewhnliche dicke ,milch4 ,also trinket1 ihr ,kinder des ,todes1 dicke ,milch oder ,yoghurt und ihr werdet alt werden wie ,methusalem6 ,euern langen ,darm braucht ihr nicht herzugeben1 das sei euern ,urenkeln berlassen4 ,vielleicht werdet ihr sogar noch ,augenzeugen davon sein 444 ,wer wird nun aber immer wieder und wieder dicke ,milch trinken wollen6 ,mancher tuts wohl sein ,leben lang1 aber nach jedermanns ,geschmack ist das doch nicht4 ,nun1 habt ihr nach dicker ,milch kein ,begehr1 euch ist trotzdem geholfen4 ,denn ,metschnikoff kommt euch dann mit einem ,elffel voll ,bakterien der sauren ,milch1 die ihr in konzentrierter ,form essen knnt1 genau so1 wie wenn einer ,hefe e4 ,die ,hefe ist nichts anderes als ein ,ballen von vielen ,millionen kleiner ,lebewesen1 der ,hefezellen4 ,und wenn man ,hefe zu den ,speisen1 z4 ,b4 zum ,brot fgt1 warum nicht auch ,laktobazillin1 die ,bakterien der sauren ,milch1 die ihr sogar in ,pastillenform in der ,apotheke kaufen knnt4 ,fr billiges ,geld habt ihr euch langes ,leben erkauft1 tragt euer ,glck in der ,tasche4 ,und all das von wegen der ,bakterien1 die ihr im ,kampfe gegen die bsen1 todbringenden ,bakteriengeister in euerm ,dickdarm wohl gebrauchen knnt4 ,metschnikoff ist bei den ,bakterien der sauren ,milch und des ,joghurts nicht stehen geblieben4 ,wie ein groer ,feldherr mit seinen ,soldaten gegen die feindlichen ,heerscharen1 so rckt ,metschnikoff immer aufs neue mit allerlei treuen ,bakterien gegen die verrterischen ,dickdarmbakterien vor4 ,er sammelt seine ,scharen1 verfgt1 disloziert 444 ,er hat ,bakterienarten ausfindig gemacht1 die noch viel wirksamer sind im ,kampfe gegen die ,bakterien des ,dickdarms als die ,bakterien der sauren ,milch und des ,joghurts4 ,und es ist gar nicht abzusehen1 wie weit ,metschnikoff es im ,verein mit seinen getreuen ,bakterien noch bringen wird3 denn im ,zeichen der ,bakterien leben wir heute 444 #b4 ,der ,tod und die ,wissenschaft4 ,kein ,arzt bezweifelt1 da die ,stoffe der ,darmfulnis1 die in den ,blutkreislauf gelangen1 der ,gesundheit schdlich sind4 ,zweifellos knnen manche krankhafte ,zustnde1 manche ,erkrankungen der inneren ,organe und wohl namentlich die leichteren ,strungen des ,nervensystems auf einer berschwemmung unseres ,zellenstaates mit den ,stoffwechselprodukten der ,darmbakterien beruhen4 ,wer kennt nicht den ,kopfschmerz1 der sich mit ,sicherheit dann einstellt1 wenn einmal der ,dickdarm nicht recht arbeiten will8 ,und es ist heute sicher1 da der ,genu von dicker ,milch ein ,mittel ist1 seinen ,krper gesund zu erhalten1 weil eben1 wie wir im vorigen ,kapitel erfahren haben1 die ,bakterien der sauren ,milch und die ,milchsure uns eine ,waffe sind im ,kampfe gegen die ,darmbakterien4 ,nun hat sich natrlich in der kurzen ,spanne ,zeit1 seit der die ,welt von der dicken ,milch als von einem eigentlichen ,lebensverlngerungsmittel etwas wei1 nicht feststellen lassen1 ob ,metschnikoff die saure ,milch in ihrer ,bedeutung als eines ,lebenselixiers nicht doch zu hoch eingeschtzt hat4 ,es ist wohl mglich1 da die dicke ,milch uns schlielich doch nicht das ,alter von weiland ,methusalem garantiert4 ,aber nehmen wir an1 die dicke ,milch wre wirklich ein ,lebensverlngerungsmittel ,ia1 wie es ,metschnikoff will1 und die ,darmbakterien wren die bsen ,geister1 die uns ins frhe ,grab bringen4 ,wre damit fr die ,wissenschaft das ,problem des ,todes gelst8 ,mit nichten6 ,auch ,metschnikoff selber will ja mit ,hilfe seiner dicken ,milch das ,altern und den ,tod der ,menschen nur hinausschieben4 ,und wenn die dicke ,milch auch wirklich das ,lebensverlngerungsmittel wre1 das ,metschnikoff in ihr sieht1 wir knnten dann dieses ,lebensverlngerungsmittel doch nicht anders werten als tausend andere auch4 ,schaut um euch1 wie ihr lebt6 ,in engen ,husern zusammengepfercht1 die aussehen wie ,zwingburgen4 ,zwingburgen der frischen ,luft sind eure ,wohnsttten4 ,ihr baut ,bollwerke gegen ,luft1 ,sonne und ,licht4 ,ihr vergiftet euch mit ,alkohol1 schwcht euern ,leib durch ,arbeit ber alles ,ma1 miachtet verbriefte ,rechte der ,frucht im ,leibe und des ,nachwuchses1 der nach ,lebensbejahung lechzt4 ,und kommen ,stdtebauer zu euch1 die ,gartenstdte planieren und die ,sttte der ,arbeit als einen geweihten ,tempel erstehen lassen wollen1 kommen ,apostel zu euch1 die euch die ,rechte eurer ,kinder predigen1 was habt ihr dann fr all das brig8 444 ,doch gut4 ,es wird eine ,zeit kommen1 wo ihr ,augen haben werdet fr den ,stdtebauer und ,ohren fr den ,apostel4 ,und stellt euch vor3 auch ,metschnikoffs ,wort -- das von der sauren ,milch -- war auf fruchtbaren ,boden gefallen4 ,oder gar die ferne ,zukunft ist schon gekommen1 wo ihr dickdarmlos lustwandelt in ,sonne und ,licht in den ,gefilden des ,menschenglcks1 und wo euch die ,arbeit geworden ist ein kurzweilig ,spiel4 ,nicht siebzig ,jahre mehr1 nein hundertundzwanzig und schlielich gar das ,alter von ,methusalem verzeichnet jetzt die ,reichsstatistik als das ,durchschnittsalter der ,menschen4 ,und trotz alledem3 es wre auch dann noch so gut wie heute das ,problem des ,todes fr die ,wissenschaft da4 ,auch dickdarmlos in den sonnigen ,gefilden des ,glcks wrden wir nicht ewig leben3 wir wrden doch altern und sterben4 ,man trge schlielich doch eine sterbliche ,hlle1 eine ,leiche zu ,grabe4 ,aus ,altersschwche1 wie man zu sagen pflegt1 wrden wir sterben4 ,es hat sehr1 sehr lange gedauert1 bis die ,menschen dahin gekommen sind1 sich die ,frage nach einem ,tod aus ,altersschwche zu stellen4 ,machen wir einen ,spaziergang zu den ,indianern in ,zentralbrasilien1 zu den ,bakairi1 und erzhlen wir ihnen1 da jedermann sterben msse4 ,die ,bakairi lachen uns grndlich aus4 ,genau so wrde es uns ergehen1 wenn wir zu den viel hher stehenden ,melanesiern und ,polynesiern damit kommen wollten1 da jedermann sterben msse4 ,die ,erfahrung des ,wilden reicht nicht so weit1 wie die des ,kulturmenschen4 ,er wei nur von den ,dingen1 die sich innerhalb der kleinen ,horde abgespielt haben1 der er angehrt1 womglich auch nur von den ,begebenheiten1 deren ,augenzeuge er und seine wenigen ,zeitgenossen waren4 ,und er selbst hat durchaus nicht alle ,leute seiner ,horde1 durchaus nicht jedermann sterben gesehen4 ,nur den einen oder den andern aus seiner eigenen ,horde oder aus den kleinen ,horden1 mit denen er in ,berhrung gekommen ist1 hat er sterben gesehen4 ,auch kann er sich keine ,rechenschaft darber abgeben1 wie viele ,leute gestorben sind1 denn er kann nur bis #aj1 selten bis #bj zhlen4 ,in seinem ,erfahrungskreis ist also der ,tod eine seltene ,erscheinung1 durchaus nicht etwas1 was alltglich vorkommt4 ,zudem ereilt der ,tod einen sehr selten auf dem ,lager in der ,horde1 die meisten ,genossen sterben im ,kampfe mit dem ,feind oder erliegen ,verletzungen1 die sie sich auf der ,jagd oder auf einem lngeren ,marsch zugezogen haben4 ,fr den primitiven ,menschen ist aber auch die ,krankheit1 die einen befllt1 ein bser ,geist1 der teuflischerweise von einem ,besitz ergriffen hat4 ,und so wird auch der ,tod des ,greises1 der schon an und fr sich eine ungewhnliche ,erscheinung im ,leben der wilden ,horde ist1 im ,sinne des ,geisterglaubens der ,wilden folgerichtig als ein bser ,streich eines feindseligen ,geistes gedeutet4 ,auch in unserem ,denken ber den ,tod spukt noch der ,geisterglaube1 wenn wir vermeinen1 mit ,hilfe irgendeines ,elixiers ,gevatter ,tod von uns ganz abzuhalten4 ,die ,wissenschaft aber1 frei von allem ,geisterglauben1 kennt heute das ,problem des ,todes aus ,altersschwche1 das ,problem des ,alters und des ,todes1 der unerbittlich kommt4 ,trotz saurer ,milch und aller herrlichen ,dinge der ,welt1 trotz ,licht und ,sonne und ,glck4 ,das ist ein viel weiter greifendes ,problem in der ,biologie1 in der ,lehre vom ,leben1 als jener ,tod1 den wir mit dicker ,milch und tausend andern ,mitteln glauben bekmpfen zu knnen4 #c4 ,leben und ,tod4 ,eine ,leiche wird zu ,grabe getragen4 ,die reglose ,leiche ist uns das ,abbild des ,todes4 ,und wenn wir die groe ,frage aufwerfen1 ob alle lebendige ,substanz einmal aus ,altersschwche sterben mu1 so stellen wir damit die ,frage1 ob alle lebendigen ,zellen1 in welcher ,form wir sie auch vor uns htten -- als einzelliges ,lebewesen oder als pflanzlichen oder tierischen ,zellenstaat --1 im normalen ,kreislauf ihres ,lebens zu einer ,leiche werden4 ,doch vorerst3 was ist eine ,leiche8 ,lebendige ,substanz1 ,zellsubstanz1 die aufgehrt hat zu leben4 ,aber was ist ,leben8 ,wir knnen vom ,sterben1 von der ,entstehung der ,leiche nicht sprechen1 bevor wir uns nicht darber klar geworden sind1 was ,leben ist4 ,wir sind heutzutage ber die ,zeit hinaus1 wo man auf die ,frage1 was ,leben ist1 damit zu antworten pflegte1 da man die ,meinungen von so und so viel ,gelehrten darber aufzhlte1 ,meinungen1 die in der ,regel einander widersprachen4 ,wir wissen heute1 da ,leben nichts anderes ist1 als eine ,summe sehr verwickelter chemischer ,vorgnge1 die sich im ,rahmen einer ,zelle abspielen4 ,im ,mittelpunkt dieser ,vorgnge stehen die ,eiweistoffe1 so benannt1 weil der ,chemiker sie dem ,wei des ,hhnereies sehr hnlich gefunden hat4 ,alles ,leben besteht nun darin1 da die ,eiweistoffe der ,zellen bestimmte chemische ,vernderungen erfahren1 verbrennen4 ,aber die ,zelle geht dabei nicht zugrunde3 denn in das kleine chemische ,laboratorium der ,zelle werden immer wieder ,stoffe von auen aufgenommen1 die zu lebendiger ,zellsubstanz verarbeitet werden4 ,so findet ein stndiger ,stoffwechsel in der ,zelle statt3 ,stoffe1 die zur lebendigen ,substanz der ,zelle gehren1 werden verbrannt1 und die ,verbrennungsprodukte1 die ,stoffwechselprodukte der ,zelle werden aus dieser ausgeschieden2 und neue ,stoffe werden von auen aufgenommen1 um als ,ersatz fr den verbrannten ,anteil der lebendigen ,zellsubstanz zu dienen4 ,alles ,leben beruht auf diesem ,stoffwechsel der lebendigen ,substanz1 und alle ,lehre vom ,leben ist nichts anderes als die ,lehre vom ,stoffwechsel der ,zellen4 ,das ,leben erforschen1 heit1 den ,stoffwechsel erkennen1 der sich in der ,zelle abspielt4 ,auf den chemischen ,vorgngen1 die man als ,stoffwechsel der lebendigen ,substanz zusammenfat1 beruhen alle ,erscheinungen1 die man ,leben nennt3 ,bewegung1 ,ernhrung1 ,fortpflanzung1 ,empfindung und ,denken4 ,mit ,bezug darauf1 wie aus dem ,stoffwechsel der lebendigen ,substanz die ,lebensuerungen folgen1 stehen die ,dinge viel einfacher1 als mancher glaubt4 ,folgendes ,beispiel soll uns da aushelfen4 ,in der ,dampfmaschine verbrennen ,stoffe1 die wir auch sonst1 wo's uns gerade pat1 verbrennen knnen4 ,aber in der ,dampfmaschine geht die ,verbrennung dieser ,stoffe so vor sich1 da die brennenden ,stoffe bestimmte ,arbeit leisten4 ,mit dem ,brennen der ,stoffe in der ,dampfmaschine ist die ,arbeit dieser gegeben1 sie ist da1 es steckt hinter der ,arbeit der ,dampfmaschine nichts anderes dahinter als das ,brennen von ,stoffen in ihr4 ,ebenso steckt hinter den ,lebensuerungen der lebendigen ,substanz1 und mgen diese ,lebensuerungen noch so kompliziert und auf den ersten ,blick ganz unerklrlich sein1 nichts anderes dahinter als ein ,stoffverbrauch und ,stoffersatz1 nichts anderes als der ,stoffwechsel der ,zellen4 ,mit diesem ,stoffwechsel sind alle ,lebensuerungen schon gegeben1 man kann sie mit demselben ,recht als ,stoffwechselvorgnge und als ,lebensuerungen ansprechen3 die stofflichen ,vorgnge1 die sich z4 ,b4 im ,muskel abspielen1 sind ,bewegung des ,muskels1 die ,stoffwechselvorgnge1 die sich in den ,zellen unseres ,gehirnes abspielen1 sind ,denken4 ,wenn alles ,leben nichts anderes ist1 als der ,stoffwechsel der lebendigen ,substanz1 so bedeutet der ,tod der ,zelle1 das ,erlschen des ,lebens in ihr1 da der ,stoffwechsel der ,zelle aufgehrt hat4 ,und eine ,leiche ist eine ,zelle1 die nicht mehr den ,stoffwechsel hat1 den wir ,leben nennen4 ,aber damit ist doch noch nicht alles ber die ,leiche gesagt4 ,und da wollen wir von einem ,versuch erzhlen1 der uns einen ,einblick gewhrt in noch andere ,dinge1 die man ber ,tod und ,leiche wissen mu4 ,wir holen uns aus einem ,aquarium einige ,pantoffeltierchen1 die mikroskopisch kleine einzellige ,lebewesen sind 7,abb4 #b1 ,s4 #ac71 heraus1 indem wir einen ,tropfen ,wasser aus dem ,aquarium schpfen4 ,den ,tropfen mit den ,pantoffeltierchen bringen wir auf ein ,glasplttchen in einer geeigneten ,vorrichtung unter das ,mikroskop4 ,dann richten wir es so ein1 da ,alkohol an unserem ,tropfen vorbeistreicht 7,abb4 #c74 ,die ,pantoffeltierchen1 die bisher in lebhafter ,bewegung begriffen und pfeilschnell im ,tropfen hin und her geschwirrt waren1 sehen wir schon nach wenigen ,minuten ihre ,bewegungen einstellen4 ,und bald liegen sie regungslos an ,ort und ,stelle4 ,sie sind gelhmt4 ,aber nicht tot3 denn lassen wir wieder frische ,luft an den ,pantoffeltierchen vorbeistreichen1 so haben sie sich bald erholt und sind so munter wie je zuvor4 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,versuchsanordnung zum ,studium der ,einzelligen4 ,unter dem ,mikroskop die ,glaskammer1 die oben durch ein dnnes ,deckglas abgeschlossen ist4 ,am ,deckglas ein hngender ,tropfen1 in welchem sich die zu untersuchenden ,zellen befinden4 ,nach links ist die ,glaskammer mit einer ,einrichtung verbunden1 die es gestattet1 verschiedene ,gase durch die ,glaskammer zu pressen3 das gewnschte ,gas1 z4 ,b4 ,luft1 ,sauerstoff oder ,stickstoff1 tritt aus einem ,glasbehlter in der ,richtung des links angebrachten ,pfeiles in die ,glaskammer ein und tritt in der ,richtung des auf der rechten ,seite der ,abbildung angebrachten ,pfeiles durch eine ,wasserflasche wieder aus4 ,zwischen dem ,gasbehlter und der ,glaskammer mit den zu untersuchenden ,tieren ist eine ,vorrichtung aus ,glas eingeschaltet1 die es ermglicht1 nach ,belieben ,alkoholdmpfe dem ,gas beizumischen4 ffnet man den ,hahn a1 so kann das ,gas aus dem ,gasbehlter in die ,glaskammer unter dem ,mikroskop strmen3 und zwar durch c oder durch b1 ,k und b#a4 ,schlieen wir die ,hhne b und b#a ab1 so gelangt das ,gas 7z4 ,b4 ,luft oder ,sauerstoff7 durch c in die ,glaskammer unter dem ,mikroskop4 ,schlieen wir aber c1 so mu das ,gas durch b1 ,k und b#a strmen4 ,in ,k1 das ein kleines ,glasklbchen ist1 knnen wir nach ffnung des oben im ,klbchen steckenden ,gummistopfens1 einen kleinen ,wattebausch hineinbringen1 den wir vorher mit ,alkohol getrnkt haben3 es werden sich also jetzt dem durch die ,glaskammer unter dem ,mikroskop strmenden ,gase ,alkoholdmpfe beimischen4 ,wollen wir nach einiger ,zeit unseren ,versuchstieren wieder frisches ,gas zufhren1 so brauchen wir nur b und b#a zu schlieen und c zu ffnen4 ,nach ,ishikawa und ,verworn4 ,schematisiert4 ,wir hatten die ,tiere mit ,alkohol vergiftet4 ,und es ist uns selbstverstndlich1 da die ,vergiftung unserer ,pantoffeltierchen nur darin bestehen konnte1 da ihr ,stoffwechsel gestrt1 geschdigt war4 ,der uere ,ausdruck dieser ,schdigung des ,stoffwechsels ist die ,lhmung der ,zelle4 ,da aber diese ,lhmung1 wie wir gesehen haben1 rckgngig gemacht werden konnte1 so mssen wir voraussetzen1 da der ,stoffwechsel der ,zellen bei der ,alkoholvergiftung wohl beeintrchtigt1 wohl geschdigt war1 da er aber nicht ganz aufgehrt hatte4 ,und tatschlich wissen wir aus ,versuchen1 die ,heaton1 ein junger ,englnder1 in ,verworns ,laboratorium vor einigen ,jahren ausgefhrt hat1 da bei der ,alkoholvergiftung der ,stoffwechsel der lebendigen ,substanz1 auch wenn sie gelhmt ist1 keinesfalls ganz stillsteht3 der ,stoffwechsel ist nur verndert1 aus seinen normalen ,bahnen gelenkt4 ,das ist es1 was die ,narkose1 von der wir hier erzhlt haben1 vom ,tode unterscheidet3 da in dem ersten ,falle der ,schaden wieder gut gemacht werden kann1 im zweiten ,falle aber nicht4 ,mit dieser ,betrachtung gewinnen wir die ,mglichkeit1 uns schrfer das herauszuarbeiten1 was eine ,leiche ist3 eine ,zelle ist zu einer ,leiche geworden1 wenn ihr ,stoffwechsel unwiderruflich stillgestanden1 irreparabel erloschen ist1 wie ,verworn sich ausgedrckt hat 444 ,dann ist die ,uhr des ,lebens abgelaufen 444 ,es scheint nun auf den ersten ,blick sehr leicht zu entscheiden1 ob z4 ,b4 ein ,pantoffeltierchen1 das wir unter dem ,mikroskop vor uns haben1 lebendig ist oder tot1 zu entscheiden1 ob die ,zelle eine ,leiche ist4 ,in ,wahrheit ist das gar nicht so leicht4 ,gewi1 wenn wir eben erst mit der ,zufuhr von ,alkohol zum ,wassertropfen begonnen haben1 und unsere ,pantoffeltierchen eben erst in den ,zustand der ,narkose verfallen sind1 so wissen wir aus ,erfahrung1 da unsere ,zellen sich wieder erholen und alle normalen ,lebensuerungen aufweisen werden1 sobald wir den ,alkohol durch frische ,luft aus dem ,wassertropfen verdrngt haben werden4 ,aber wenn wir den ,versuch zu lange ausdehnen1 wenn die ,pantoffeltierchen zu lange unter der ,einwirkung des ,alkohols gewesen sind1 so gelingt es trotz ,zufuhr von frischer ,luft nicht mehr1 sie aus dem ,zustande der ,lhmung zu erwecken4 ,sie sind tot1 sie sind zu ,leichen geworden4 ,und hier entsteht die ,frage1 in welch einem ,moment die ,zelle gestorben ist1 wann sie aufgehrt hatte zu leben und zu einer ,leiche geworden ist4 ,mit andern ,worten -- die ,frage1 wo die ,grenze liegt zwischen ,leben und ,tod4 ,wollten wir diese ,frage beantworten1 wir wrden in arge ,verlegenheit geraten4 ,aus dem einfachen ,grunde1 weil1 wie die ,erfahrung uns lehrt1 es eine scharfe ,grenze zwischen ,leben und ,tod nicht gibt4 ,auch hier wieder tun wir gut1 den kniffligen ,fragen mit einem ,versuch an freilebenden ,zellen nachzugehen4 ,und da hren wir am besten ,verworn zu1 der all diese ,dinge an verschiedenen ,einzelligen genau verfolgt hat4 ,wenn wir von einem einzelligen ,lebewesen1 z4 ,b4 einem ,pantoffeltierchen oder einer ,ambe1 durch eine geeignete ,operation ein ,stck abtrennen1 so da das abgeschnittene ,teilstck der ,zelle nichts vom ,kern mitbekommt1 so wird der zurckbleibende kernhaltige ,teil der ,zelle unverdrossen weiter leben4 ,ganz anders der kernlose ,teil3 er geht innerhalb krzerer oder lngerer ,zeit unfehlbar zugrunde4 ,aber das geschieht ganz allmhlich -- und ber die ,geschichte des ,todes1 des allmhlichen ,sterbens eines kernlosen ,teilstckes einer ,zelle wollen wir uns von ,verworn an einem ,einzeller1 ,orbitolites genannt1 der an der ,sinaikste im ,roten ,meer lebt und bis nahezu ein ,zentimeter gro werden kann1 berichten lassen4 ,aus den ,poren ihrer ,kalkschale streckt die ,orbitolites-,zelle kernlose ,protoplasmafden1 ,scheinfchen heraus 7,abb4 #d71 mit deren ,hilfe die ,zelle sich bewegt und ,nahrung fngt4 ,schneidet man nun solche kernlose ,protoplasmafden von einem ,orbitolites ab1 so ballen sie sich zunchst etwa zu einer ,kugel zusammen 7,abb4 #e74 ,spter streckt die ,protoplasmakugel selber ,scheinfchen aus 7,abb4 #f71 als ob die ,protoplasmakugel ein ganzer ,orbitolites wre1 und mit den ,scheinfchen wird sogar ,nahrung gefangen4 ,aber unser neugebackener ,orbitolites en miniature kann die ,nahrung nicht verdauen4 ,es fehlt ihm eben das1 was mit zu dem regelrechten ,stoffwechsel einer ,zelle gehrt -- der ,kern4 ,so kommt es1 da die ,protoplasmakugel wohl noch stundenlang sich bewegen kann1 sich dabei aber doch unaufhaltsam dem ,tode nhert4 ,die ,scheinfchen1 die die ,protoplasmakugel ausstreckt1 werden klumpig 7,abb4 #g7 und zerfallen 7,abb4 #h74 ,schlielich ist unsere ganze ,protoplasmakugel zu einem lockeren ,haufen kleinster unbeweglicher ,klmpchen und ,krnchen zerfallen4 ,sie ist tot 444 ,in eigener poetischer ,weise hat ,verworn dieses allmhliche ,sterben der lebendigen ,substanz an einem abgetrennten kernlosen ,stck des ,pantoffeltierchens beschrieben3 ,das kernlose ,teilstck verhlt sich 444 zunchst vollkommen normal4 ,die ,wimpern sind in derselben ,weise ttig wie bei diesem ,krperteil1 wenn er noch im intakten ,zusammenhange mit dem brigen ,zellkrper ist4 ,allmhlich wird der ,wimperschlag langsamer und einzelne ,wimpern beginnen unregelmig zu schlagen4 ,es treten bei ihnen ,pausen ein zwischen den einzelnen ,schlgen 444 ,dann beginnt das ,protoplasma an einer ,stelle zu zerfallen 444 und lst sich in eine schleimig-krnige ,masse auf4 ,dieser krnige ,zerfall schreitet weiter und weiter vorwrts1 befllt eine ,wimper nach der andern und bringt sie fr immer zum ,stillstand4 ,so kann man in diesen interessanten ,fllen unter dem ,mikroskop direkt sehen1 wie der ,tod ber die ,zelle hinkriecht4 ,teilchen nach ,teilchen ergreifend und mitten aus einer rastlosen ,bewegung heraus zur ewigen ,ruhe zwingend4 ,der ,proze kann sich ber ,tage erstrecken1 aber in andern ,fllen verluft er akut und eilt in wenigen ,stunden ber die ,zelle dahin1 wie der ,funke ber die ,zndschnur1 nur zerfallende ,massen hinter sich lassend 444 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,orbitolites4 ,einzelliges ,lebewesen1 das im roten ,meer lebt4 ,aus der mit ,poren versehenen ,kalkschale1 die die ,zelle umgibt1 sieht man die ,scheinfchen herausragen4 ,schwach vergrert4 ,nach ,verworn4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,die abgeschnittene ,protoplasmamasse hat sich zusammengeballt4 7,stark vergrert47 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,die abgeschnittene ,protoplasmamasse streckt ,scheinfchen aus4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,die ausgestreckten ,scheinfchen werden klumpig4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,die ausgestreckten ,scheinfchen sind zerfallen4 ,abb4 #e1 #f1 #g und #h nach ,verworn4 ,was aber fr uns in all diesen ,versuchen wichtig ist3 da hier vor unsern ,augen der ,tod sich ganz allmhlich aus dem ,leben entwickelt4 ,nicht mit einem ,schlage ist hier die ,leiche entstanden1 sondern sie ist hier geworden im ,verlauf einer langen ,kette von ,vernderungen1 die sich in der lebendigen ,substanz der ,zelle1 im ,stoffwechsel der ,zelle abgespielt haben1 weil der ,stoffwechsel durch den knstlichen ,eingriff 7die ,lostrennung des ,protoplasmas vom ,kern7 gestrt1 in andere ,bahnen gelenkt worden war4 ,wir sehen1 da eine scharfe ,grenze zwischen ,leben und ,tod nicht vorhanden ist3 der ,tod entwickelt sich aus dem ,leben 7,verworn74 #d4 ,tod und ,unsterblichkeit4 ,nun wissen wir1 was eine ,leiche ist3 eine ,zelle1 deren ,stoffwechsel irreparabel gestrt und schlielich unwiderruflich erloschen ist4 ,aber wir haben bisher nur die ,leichen von ,zellen gesehen1 die wir gettet hatten4 ,stirbt die ,zelle auch eines natrlichen ,todes8 ,wir haben uns ja noch gar nicht darber ,rechenschaft abgegeben1 ob es bei den ,zellen einen natrlichen ,tod gibt1 einen ,tod1 der zum ,leben der ,zelle gehrt4 ,wenn wir diese ,frage beantworten wollen1 mssen wir den ,lebensweg einer ,zelle verfolgen1 den ,lebensweg eines freilebenden einzelligen ,lebewesens4 ,die einzelligen ,lebewesen pflanzen sich durch ,teilung fort4 ,eine ,ambe z4 ,b41 ein ,protoplasmaklmpchen mit einem ,kern darin1 hat sich schlecht und recht durchs ,leben gefressen1 ist ausgewachsen und teilt sich nun einfach in zwei ,teile auf4 ,man hat den ,vorgang der ,teilung bei der ,ambe und den vielen andern einzelligen ,lebewesen sehr genau studiert1 aber all das ,viele1 was man dabei gefunden hat1 interessiert uns an dieser ,stelle nicht4 ,wir wollen hier nur die ,tatsache festhalten1 da im ,lebenslauf des einzelligen ,lebewesens einmal die groe ,stunde kommt1 wo in der ,zelle1 nachdem sie herangewachsen ist1 der ,kern allerlei ,vernderungen zeigt1 die schlielich darauf hinausgehen1 da der ,kern sich in zwei ,teile teilt und gleichzeitig der ganze ,protoplasmaleib der ,zelle sich in die ,lnge zu strecken beginnt4 ,dann bekommt die ,zelle eine ,einschnrung in der ,mitte1 gleichsam als ob der ,protoplasmaleib mit einer ,schlinge zusammengeschnrt wrde4 ,jederseits von der ,einschnrung sehen wir eine der beiden ,kernhlften liegen -- und da hat jedermann schon den ,eindruck1 da da zwei ,amben aus der einen entstanden sind4 ,nur noch durch eine schmale ,verbindungsbrcke hngen sie miteinander zusammen4 ,schlielich reit die schmale ,brcke ein und zwei kleine ,amben gehen jede ihren eigenen ,weg 7,abb4 #i74 ,alles in allem hat der ,vorgang der ,teilung wenige ,minuten oder auch ,stunden und sogar ,tage gedauert -- das ist bei den verschiedenen ,einzelligen nicht gleich4 ,aus der ,mutterzelle sind zwei ,tochterzellen entstanden -- zwei jngere ,amben1 die ganz der ,mutter gleichen1 nur kleiner sind als diese4 ,dann wachsen die ,tochterzellen heran und jede von ihnen teilt sich wiederum in zwei ,teile1 in zwei ,tochteramben4 ,und das geht so fort -- ins ,unendliche 444 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,ambe in ,teilung4 ,im ,protoplasmaleib der ,ambe sieht man den dunkleren ,kern und das pulsierende ,blschen 7,vakuole74 ,man sieht die ,scheinfchen der ,ambe4 #a1 #b1 #c1 #d1 #e und #f verschiedene ,stadien der ,teilung4 ,erklrung siehe im ,text4 ,nach ,f4 ,e4 ,schultze4 ,wirklich ins ,unendliche8 ,wir werden bald sehen1 wie wichtig diese ,frage fr uns ist4 ,es ist zunchst nicht abzusehen1 was schlielich der ,teilung bei den ,einzelligen einen ,riegel vorschieben sollte4 ,warum sollte pltzlich1 nachdem die ,zelle sich fortlaufend vielmals geteilt1 ein ,moment eintreten1 wo sie sich nicht mehr teilen knnte8 ,aber doch schien es auf ,grund verschiedener ,beobachtungen lange ,zeit1 da die ,teilungsfhigkeit der ,einzelligen nicht unbegrenzt sei1 da nach einer bestimmten ,anzahl von ,teilungen die ,teilungsfhigkeit der ,einzelligen sich erschpfte4 ,man hatte gefunden1 da nach einer bestimmten ,anzahl von ,generationen die ,einzelligen aufhrten1 sich zu teilen und zugrunde gingen1 starben4 ,wir wollen von allen diesen ,dingen spter sprechen1 wenn wir der ganzen ,lebensgeschichte eines ,pantoffeltierchens zuhren werden4 ,hier interessiert uns aus dieser ,geschichte nur das eine oder das andere1 was wir uns von einem fleiigen ,amerikaner erzhlen lassen wollen1 der in den letzten ,jahren den kleinen ,pantoffeltierchen eine ganze ,menge von ihrem ,leben und ,weben abgeguckt hat4 ,woodruff1 der besagte ,amerikaner1 hat nmlich mit aller ,sicherheit festgestellt1 da die ,teilungsfhigkeit der ,einzelligen wirklich unbegrenzt ist4 ,woodruff fing sich aus einem ,aquarium ein wildes ,pantoffeltierchen heraus4 ,das ,pantoffeltierchen hielt er in einigen ,tropfen ,wasser1 das er zuvor mit ,heu und ,gras ausgekocht hatte4 ,das ,pantoffeltierchen ist ja ein ,aufgutierchen1 ein ,infusor1 das sich in einem ,heuaufgu zu ,hause fhlt1 weil es in ihm all das an ,nahrungsmitteln findet1 was ihm sonst die freie ,natur in ,sumpf und ,tmpel zu bieten wei4 ,die paar ,tropfen ,wasser kamen in ein ,aquarium1 das nichts anderes war als eine ,aushhlung in einer ,glasplatte und einige ,tropfen ,wasser zu fassen vermochte4 ,woodruff war um das ,wohlergehen seines ,pantoffeltierchens uerst besorgt1 und er lie es nicht in den paar ,tropfen ,aufguwasser versauern4 ,nachdem nmlich das wilde ,pantoffeltierchen sich geteilt hatte 7,abb4 #aj7 -- das geschieht bei einem ,pantoffeltierchen ungefhr alle ,tage einmal -- brachte ,woodruff eines der beiden ,tochtertiere in frisch bereitetes ,aquariumwasser4 ,sobald sich im ,laufe des nchsten ,tages der erste ,nachkomme des wilden ,pantoffeltierchens seinerseits auch geteilt hatte1 wurde eines seiner beiden ,tochtertiere wiederum in frisch bereitetes ,aquariumwasser verbracht usf4 ,jede ,teilung wurde notiert1 und ,woodruff konnte somit ganz genau wissen1 zu welcher ,generation ein ,pantoffeltierchen gehrte1 das er in seinem tropfengroen ,aquarium gerade vor sich hatte4 ,so ein ,zuchtversuch hat natrlich sehr viele ,mhe gemacht4 ,aber die ,mhe wurde reichlich belohnt durch all das viele1 was das ,pantoffeltierchen dabei von seinem ,knnen gezeigt hat4 ,denn ,woodruff ist es gelungen1 seinen ,zuchtversuch bis zur #cjbi4 ,generation fortzufhren6 ,fnf ,jahre hat es gedauert1 bis aus dem wilden ,pantoffeltierchen der ,ururur 444 #cjbi4 ,urenkel entstanden war1 den ,woodruff als das ,ergebnis seiner vielen ,mhe schlielich der ,wissenschaft prsentieren konnte4 ,und1 was wichtig ist1 dieser ,ururur-,enkel war genau so frisch und gesund1 wie sein wilder ,ururur-,ahne4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,pantoffeltierchen in ,teilung4 m ,mund1 ps pulsierende ,blschen1 ma ,grokern1 mi ,kleinkern4 ,aus ,stridde4 ,von dem wilden ,pantoffeltierchen-,ahnherrn stammte in #cjbi4 ,generation dieses ,pantoffeltierchen ab4 ,aber dieser ,sprling eines so uralten ,pantoffeltierchen-,geschlechts1 dessen ,urahne als ein wilder ,raubritter doch wohl etwas zu bedeuten hatte1 besa keine 444 ,ahnengalerie1 keine ,galerie der ,toten seines ,geschlechts4 ,woher auch8 ,aus dem wilden ,pantoffeltierchen waren zwei ,tochterzellen entstanden1 aus jeder der beiden ,tochterzellen wiederum zwei1 aus jeder der so entstandenen vier ,tochterzellen der zweiten ,generation wiederum zwei ,pantoffeltierchen1 aus jeder der acht ,pantoffeltierchen der dritten ,generation waren wieder zwei ,tochterzellen entstanden usf4 bis zur #cjbi4 ,generation4 ,oder gar bis ins ,unendliche -- denn vielleicht prsentiert uns ,woodruff nach einiger ,zeit die #ejjj4 ,generation des wilden ,pantoffeltierchen-,ahnherrn4 ,es hatte sich das ,pantoffeltierchen bis ins #cjbi4 ,geschlecht fortgepflanzt1 ohne da es eine ,leiche gegeben hatte1 und wir drfen mit gutem ,recht annehmen1 da die ,einzelligen sich bis ins ,unendliche fortpflanzen knnen1 ohne da eine ,leiche entsteht4 ,die ,leiche ist uns das ,abbild des ,todes4 ,und wenn bei den ,einzelligen normalerweise keine ,leichen vorkommen1 so ist damit gesagt1 da es einen natrlichen ,tod bei den ,einzelligen nicht gibt4 ,was da bei den ,einzelligen stirbt1 das ist das ,opfer eines ,unglcks1 von dem ein ,pantoffeltierchen betroffen wird1 das ist das ,opfer ungnstiger ,lebensumstnde4 ,sind die ,umstnde gnstig1 so gibt es einen ,tod im ,reiche der ,einzelligen nicht4 brigens3 wer sollte normalerweise bei den ,einzelligen sterben8 ,wer von den beiden vllig gleichen ,tochterzellen8 ,der ,elter1 die ,mutter sollte zuerst sterben -- nicht wahr8 ,aber wer knnte sagen1 welche der beiden ,zellen ,mutter und welche ,tochter ist8 ,stellen wir uns eine ,ambe mit ,selbstbewutsein vor1 sagt der jetzt achtzigjhrige ,altmeister der ,zoologie ,weismann1 der als einer der ersten das groe ,problem des natrlichen ,todes wissenschaftlich behandelt hat1 sehr launig1 so wrde sie bei ihrer ,teilung denken3 ich schnre eine ,tochter von mir ab1 und ich zweifle nicht1 da jede ,hlfte die andere fr die ,tochter und sich selbst fr das ursprngliche ,individuum 7fr die ,mutter7 ansehen wrde4 ,der ,elter1 die ,mutterzelle1 die neben den ,tochterzellen vorhanden wre1 mte zunchst sterben3 hier aber geht die ganze ,mutterzelle in den ,tochterzellen auf 444 99 99 99 99 99 ,da haben wir ,lebewesen vor uns1 die nicht unbedingt zu sterben brauchen4 ,gehrt somit der ,tod nicht zum ,leben8 ,sofern wir unter ,tod die ,bildung einer ,leiche verstehen1 sind die ,einzelligen -- wenn ihnen die ueren ,umstnde gnstig sind -- unsterblich4 ,denn im ,verlauf des ,entwicklungsganges dieser ,zellen erfhrt ihr ,stoffwechsel1 wie die ,versuche von ,woodruff uns mit aller ,sicherheit gezeigt haben1 unter gnstigen ueren ,umstnden niemals eine ,strung1 die zur ,entstehung einer ,leiche1 d4 h4 zum ,untergang der ,zelle fhren mte4 ,und da jede einzelne ,zelle schon all das darbietet1 was ,leben ist1 da die ,zelle die allgemeine ,form der lebendigen ,substanz ist1 so drfen wir jetzt sagen1 da der ,tod in dem oben gefaten ,sinne der ,leichenbildung nicht unbedingt zum ,leben gehrt4 ,der ,tod aus ,altersschwche1 wie er bei ,mensch und ,tier vorkommt1 ist nur ein ,spezialfall3 die lebendige ,substanz schlechtweg ist unsterblich4 ,aber man mu sich hten1 diese ,schlufolgerung zu mideuten1 wenn man nicht in arge ,widersprche hineingeraten will4 ,fat man nmlich die ,unsterblichkeit der lebendigen ,substanz in einem weitern ,sinne auf1 im ,sinne einer unvernderten ,fortexistenz der ,zelle -- und das ist ja die gelufige ,auffassung der ,unsterblichkeit --1 so kommt man in ,widerspruch mit allen unsern wissenschaftlichen ,vorstellungen vom ,leben4 ,leben ist ,vernderung1 und lebendige ,substanz kann nicht sein ohne ,vernderung4 ,alles ,leben beruht auf dem ,stoffwechsel der ,zelle1 auf bestimmten chemischen ,wandlungen1 auf ,zerfall und ,wiederaufbau der lebendigen ,substanz3 ein unverndertes ,sein der ,zelle ist ein ,unding4 ,leben ohne ,vernderung ist ein ,widerspruch in sich selbst3 denn ,leben ohne ,vernderung wrde ,stillstand des ,lebens bedeuten4 ,ja1 man kann so weit gehen und auch den ,zerfall der lebendigen ,substanz1 wie er normalerweise andauernd im ,stoffwechsel vor sich geht1 als ein ,sterben auffassen und man kann dann mit ,verworn sagen1 da ohne ,sterben kein ,leben vorhanden ist1 da alles ,leben ein ,sterben ist1 une destruction organique1 eine organische ,zerstrung1 wie der groe ,meister der ,biologie ,claude ,bernard einst gesagt hat4 ,die beiden ,tochterzellen eines ,pantoffeltierchens bestehen in ,wahrheit gar nicht aus derselben lebendigen ,substanz1 aus der ihre ,mutterzelle aufgebaut war1 als sie als ,tochterzelle einst ihr selbstndiges ,dasein begonnen hatte4 ,denn im ,verlaufe ihres individuellen ,lebens -- von dem ,augenblick ab1 in dem sie sich als ,tochterzelle abgeschnrt hatte1 bis zu dem ,augenblick1 wo sie sich selbst wieder in zwei ,tochterzellen aufgeteilt hat --1 haben andauernd ,vernderungen in ihrer lebendigen ,substanz stattgefunden und kein ,teilchen der ,zelle war davon verschont geblieben4 ,so existiert die lebendige ,substanz der ,mutterzelle nicht unverndert in den ,tochterzellen fort und es gibt keine ,unsterblichkeit im ,sinne einer unvernderten ,fortdauer der lebendigen ,substanz4 ,um den ,mideutungen aus dem ,wege zu gehen1 die mit der ,tatsache verknpft werden knnen1 da die ,einzelligen unsterblich sind1 mssen wir also streng festhalten1 was wir unter ,unsterblichkeit verstehen4 ,unsterblichkeit bedeutet fr uns nur1 da im normalen ,entwicklungsgang einer ,zelle keine ,leiche entsteht4 ,die lebendige ,substanz ist unsterblich nur soweit1 als man unter ,tod die ,bildung einer ,leiche versteht1 einer ,zelle1 deren ,stoffwechsel unwiderruflich erloschen ist4 #e4 ,der sterbende ,zellenstaat4 ,eine ,leiche war uns eine ,zelle1 deren ,stoffwechsel unwiderruflich erloschen ist4 ,solange nur von einzelligen ,lebewesen die ,rede war1 haben wir uns gut an diese ,vorstellung einer ,leiche halten knnen4 ,wenn wir nun aber auf den ,tod der vielzelligen ,lebewesen zu sprechen kommen -- wie entsteht hier die ,leiche8 ,das vielzellige ,tier ist ein ,zellenstaat1 und in diesem ,zellenstaat gehen stets wieder und wieder ,zellen zugrunde1 die zum ,teil vom ,krper abgestoen1 abgeworfen werden4 ,in allen ,klassen des ,tier- und ,pflanzenreiches ist das der ,fall4 ,die obersten ,schichten unserer ,haut z4 ,b4 sind abgestorbene verhornte ,zellen1 die mit der ,zeit von unserer ,haut losgelst und abgestoen werden1 whrend an ihre ,stelle von unten her jngere ,zellen vorrcken1 und das ,schicksal dieser ,jungen ist ebenso besiegelt wie das ihrer ,vorgnger 7,abb4 #aa u4 #ab74 ,auch unsere ,haare und unsere ,ngel sind zum groen ,teil tote ,zellen der ,haut4 ,ebenso die ,federn der ,vgel4 ,und wenn die ,vgel mausern1 so werfen sie schon recht betrchtliche ,mengen von toter ,zellsubstanz ab1 sie werfen ,zelleichen ab4 ,so tun es auch zahlreiche ,gliederfler bei der ,hutung4 ,dieses ,sterben einzelner ,zellen im ,zellverband beginnt schon sehr frhzeitig1 indem z4 ,b4 schon die ,haut des ,tieres im ,mutterleibe eine ,hornschicht und ein ,haarkleid besitzt4 ,und schon im ,mutterleibe werden abgestorbene ,zellen der ,hornschicht und der ,haare abgestoen4 ,auch von den ,schleimhuten des ,mundes und des ,darmes werden andauernd ,zellen1 und sogar intakte ,zellen1 aus dem ,zellverbande gelockert1 um dann dem ,tode zu verfallen4 ,unsere roten ,blutkrperchen1 die roten ,blutzellen1 die im ,laufe ihrer ,entwicklung den ,zellkern einben und als kernlose ,scheiben willenlos vom ,blutstrom getragen werden1 leben blo vierzehn ,tage1 um dann zu zerfallen und als altes ,eisen -- hier im buchstblichen ,sinne des ,wortes -- im ,haushalt des ,zellenstaates ,verwendung zu finden4 ,rote ,blutkrperchen1 die um vierzehn ,tage jnger sind1 treten aus dem ,knochenmarke1 das die ,bildungssttte der roten ,blutzellen in unserem ,krper ist1 an die ,stelle ihrer toten ,vorgnger4 ,auch in den ,drsen gehen stndig ,zellen zugrunde4 ,die ,geschlechtsdrsen des ,mnnchens geben periodisch ,millionen von lebensfrischen ,zellen ab1 die winzig kleinen ,samenzellen1 die alle dem ,untergange1 dem ,tode geweiht sind4 ,nur einigen wenigen dieser ,millionen und ,abermillionen von ,zellen ist es beschieden1 am ,leben zu bleiben und in den ,kindern fortzuleben4 ,auch beim ,weibe findet periodisch eine ,abstoung von lebendigen ,zellen statt1 die dem ,tode verfallen4 ,und bei den hheren ,tieren ist die ,geburt des ,kindes damit verknpft1 da ein ,teil des mtterlichen ,organismus1 der ,mutterkuchen1 sich vom ,krper loslst und mit all seinen ,zellen stirbt4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,senkrechter ,schnitt durch die ,haut4 ,oben die ,hornhaut 7,o71 unten die ,lederhaut aus ,bindegewebe4 ,in der ,lederhaut und der ,hornhaut der ,ausfhrungsgang einer ,schweidrse 7,s7 und ,blutgefe 7,b74 ,p die in die ,oberhaut hineinragenden ,papillen der ,lederhaut4 ,z die ,schicht der ,zellen1 die spter verhornen und die ,hornschicht bilden4 ,die einzelnen ,zellen sind bei schwacher ,vergrerung nicht sichtbar4 ,,ds bergangsschicht zwischen der ,bildungsschicht der verhornenden ,zellen und der eigentlichen ,hornhaut4 ,schwach vergrert4 ,nach ,sigmund4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,ein ,schnitt durch die ,haut1 strker vergrert4 ,man sieht in der ,bildungsschicht der spter verhornenden ,zellen die einzelnen ,zellen liegen1 die sich spter bis zur ,unkenntlichkeit 7in der ,hornschicht7 verndern4 ,bezeichnungen wie in ,abb4 #aa4 ,nach ,sthr4 ,wie bei den ,tieren1 so ist es auch bei den ,pflanzen4 ,im ,pflanzenkrper stirbt immer wieder und wieder ein ,teil der ,zellen1 um als ,bildungsmaterial fr den ,aufbau der vielzelligen ,pflanze zu dienen4 ,da sind die verholzten ,zellen1 aus denen die vielgestaltigen ,elemente der ,leitung in der ,pflanze aufgebaut sind1 wo von den ,zellen schlielich nur verholzte ,wnde zurckgeblieben sind1 und auch diese durchlchert und durchbrochen4 ,das ,protoplasma dieser ,zellen ist ganz geschwunden4 ,da sind die toten ,zellen der ,rinde1 der ,oberhaut der ,bltter4 ,millionen von ,zellen des ,pflanzenkrpers gehen ferner whrend des ,laubfalls zugrunde1 und ihre vielen1 vielen ,leichen bestimmen das ,bild unserer herbstlichen ,landschaft4 ,millionen lebendiger ,zellen der ,pflanze werden der ,liebe geopfert1 wenn der ,pollen der ,blte vom ,winde erfat und in die ,weite getragen wird -- nur einige wenige ,pollenkrner der1 ach1 so vielen gelangen auf die ,narbe der weiblichen ,blte4 ,und auch die lebensfrischen und duftsprhenden ,zellen der bunten ,bltenpracht verfallen dem ,tod4 ,das ,gespenst des ,todes geht in uns und um uns 444 ,die toten ,zellen der vielzelligen ,pflanzen und ,tiere -- sie sind jede fr sich eine ,leiche1 sie sind ,zelleichen4 ,aber es wird doch niemandem einfallen zu behaupten1 ein vielzelliger ,organismus sei gestorben1 weil ein ,teil der ,zellen1 aus denen er besteht1 abgestorben ist4 ,das wre eine ganz unsinnige ,behauptung4 ,denn diese toten ,zellen gehren ja zum ,teil mit zum ,zellenstaat von ,pflanze und ,tier1 ohne diese toten ,zellen knnen ,pflanze und ,tier nicht leben4 ,die einzelnen ,zelleichen schlechtweg machen also den ,zellenstaat noch nicht zu einer ,leiche4 ,aber doch1 wie wir gleich sehen werden1 es ist der ,tod der ,zellen1 was den ,zellenstaat zur ,leiche macht4 ,wenn der vielzellige ,organismus aufhrt zu leben1 so wird sein ,stoffwechsel stillgestanden sein4 ,nun ist das ,leben des vielzelligen ,organismus nichts anderes als das ,leben1 das ,zusammenleben der ,zellen1 aus denen er aufgebaut ist4 ,der ,stoffwechsel des vielzelligen ,organismus beruht auf dem ,stoffwechsel seiner ,zellen4 ,und da ist es uns klar1 da ,zellen gestorben sein mssen1 wenn einmal der ,zellenstaat zu leben aufhrt4 ,aber wir wissen ja schon1 da nicht der ,tod einer jeden ,zellgruppe im ,zellenstaat diesen zur ,leiche macht4 ,bestimmte ,zellgruppen vielmehr mssen gestorben sein1 wenn der groe ,zellenstaat zu einer ,leiche werden soll4 ,ja1 noch mehr3 schon wenn bestimmte ,zellen im ,zellenstaat nicht mehr so recht auf ihrem ,posten sind1 ohne tot zu sein1 auch dann schon kann der ,zellenstaat zugrunde gehen4 ,das mu aber noch nher erklrt werden4 ,wir verstehen es wohl1 da dem ,leben eines vielzelligen ,tieres noch kein ,ziel gesetzt ist1 wenn das ,tier z4 ,b4 ,arme und ,beine eingebt hat4 ,aber stellen wir uns vor1 wir haben einem ,versuchstier1 z4 ,b4 einem ,frosch1 das ,herz herausgeschnitten4 ,innerhalb eines krzeren oder lngeren ,zeitraumes wird unser ,versuchstier sterben4 ,die ,zellen seines ,gehirnes1 seiner ,muskeln1 seiner ,leber usw4 werden nach ,entfernung des ,herzens keinen ,sauerstoff mehr bekommen und sie werden ersticken4 ,ihr ,stoffwechsel wird erlschen1 die ,zellen werden ,leichen sein4 ,und schlielich wird ein ,zeitpunkt kommen1 wo smtliche ,zellen des ,zellenstaates1 der der ,frosch ist1 tot sein werden4 ,wir sagen1 jetzt ist das ,versuchstier tot1 jetzt ist es eine ,leiche4 ,oder wir haben einem ,versuchstier1 z4 ,b4 einem ,kaninchen1 beide ,nieren herausgeschnitten4 ,die ,schlacken1 die ,abfallsprodukte des ,stoffwechsels werden nun nicht aus dem ,krper herausgeschafft werden knnen1 sie werden sich in dem ,blute und in den ,zellen des ,tieres anhufen3 und die ,zellen werden sterben -- die einen frher1 die andern spter1 bis schlielich alle ,zellen des ,zellenstaates tot sein werden4 ,oder in ,krankheiten1 wo bestimmte ,zellen und ,organe in ihrer ,ttigkeit erlahmen1 z4 ,b4 bei ,erkrankungen des ,herzens4 ,das ,herz tut seine ,arbeit nicht mehr wie sonst1 weil die ,herzmuskelzellen erkrankt und geschwcht sind4 ,die ,zellen des ganzen ,zellenstaates werden dabei in ,mitleidenschaft gezogen1 sie bekommen zu wenig ,nhrstoffe1 vor allem zu wenig ,sauerstoff1 und die ,stoffwechselprodukte werden aus den ,zellen nicht grndlich genug herausgewaschen4 ,schlielich hrt die geregelte ,arbeit des ,herzens ganz auf1 und es beginnt ein schnelles ,sterben aller ,zellen des ,zellenstaates4 ,oder die ,nieren sind erkrankt1 sie tun ihre ,arbeit nicht mehr so recht1 ohne da die ttigen ,drsenzellen der ,niere ganz ihre ,arbeit eingestellt htten1 ohne da sie tot wren4 ,und alle ,zellen des ,krpers werden unter der schlechten ,arbeit der ,nierenzellen zu leiden haben1 und es wird die ,stunde kommen1 wo die ,zellen des ,herzens oder die ,zellen des ,gehirnes versagen werden4 ,sie werden sterben -- und es beginnt das groe ,sterben der ,zellen im ,zellenstaat4 ,genau so ist es bei der ,pflanze4 ,bt die ,pflanze ihre ,wurzeln ein1 so werden nach krzerer oder lngerer ,zeit alle lebendigen ,zellen des pflanzlichen ,zellenstaates sterben4 ,die ,pflanze wird tot sein4 ,oder wir schneiden mit ,hilfe eines scharfen ,instruments aus dem ,stamm einer ,pflanze dicht oberhalb der ,wurzel ein auch nur ganz kleines ,stck des ,holzteiles heraus3 nun wird die ,zuleitung der ,nhrstoffe zu den ,zellen der ,pflanze ins ,stocken geraten -- genau so1 wie wenn wir einem ,versuchstier das ,herz herausgeschnitten haben4 ,die ,zellen der ,pflanze werden abzusterben beginnen1 bis schlielich alle ,zellen des groen ,zellenstaates der ,pflanze tot sein werden4 ,jetzt wird die ,pflanze eine ,leiche sein4 ,alles in allem3 der vielzellige ,organismus stirbt1 wenn bestimmte ,zellen im ,zellenstaat in ihrer gewohnten ,ttigkeit versagen und damit den normalen ,ablauf des ,stoffwechsels in allen anderen ,zellen des ,zellenstaates stren4 ,aber nicht alle ,zellen des ,zellenstaates sterben zu gleicher ,zeit4 ,wie der ,tod ber das sterbende kernlose ,teilstck einer ,zelle hinkriecht1 um mit ,verworn zu sprechen1 so kriecht er auch ber die einzelnen ,zellen des ,zellenstaates ganz allmhlich hin4 ,gleichgltig1 was den ,tod des vielzelligen ,organismus unmittelbar bedingt hat3 stets sterben die einen ,zellen frher1 die andern spter1 bis schlielich der ganze ,zellenstaat eine ,leiche ist 444 ,und wenn wir wissen wollen1 warum wir sterben8 ,warum wir alt werden und schlielich eine ,leiche sind8 ,welch einen ,weg mssen wir gehen1 wenn wir hier ,antwort haben wollen8 ,wir mssen vor allen ,dingen die ,vernderungen studieren1 die die ,zellen des vielzelligen ,organismus im ,laufe des ,lebens erfahren1 im ,laufe des ,lebens1 das sich zum ,tode entwickelt4 #f4 ,das ,altenteil der ,zellen im ,zellenstaat4 ,wir haben der ,wilden gedacht1 die es gar nicht begreifen wollen1 da jeder ,mensch sterben msse4 ,der ,naturmensch betrachtet den ,tod als ein ,unglck1 bei dem unbedingt ein bser ,geist im ,spiele war3 dem bsen ,geist waren nicht all die ,artigkeiten erwiesen1 die man den feindseligen ,geistern schon schuldet1 wenn man ungeschoren bleiben und sich nicht allerlei peinlichen ,zufllen aussetzen will4 ,wenn jemand stirbt1 dann hat stets ein feindseliger ,geist sein schndliches ,handwerk getan4 ,sieht man sich die modernen ,statistiken an1 die uns ber das ,sterben der ,menschen berichten1 so mchte man beinahe dem ,naturmenschen darin ,recht geben1 da es einen natrlichen ,tod1 einen ,tod aus ,altersschwche gar nicht gibt1 und da es beim ,sterben der ,menschen stets mit unrechten ,dingen1 wo ,geister im ,spiele sind1 zugeht4 ,in ,deutschland sterben jhrlich ber eine ,million ,menschen1 und von diesen sterben an ,altersschwche nur ber hunderttausend1 nicht mehr als z4 ,b4 allein an ,tuberkulose sterben4 ,und dann kommt noch hinzu1 da von den hunderttausend ,menschen1 die ber sechzig ,jahre alt geworden und angeblich an ,altersschwche verstorben sind1 in ,wirklichkeit nur die wenigsten an ,altersschwche zugrunde gegangen sind4 ,da einer wirklich an ,altersschwche und nicht an einer ,krankheit gestorben ist1 die seinen gealterten1 widerstandslosen ,krper befallen hat1 darber kann man ja mit ,sicherheit nur dann etwas aussagen1 wenn man die ,organe des ,verstorbenen einer sehr eingehenden mikroskopischen ,untersuchung unterworfen hat4 ,das geschieht nur in den seltensten ,fllen1 dann1 wenn der ,greis in einer ffentlichen ,krankenanstalt gestorben ist1 und auch dann nicht immer4 ,bei der mikroskopischen ,untersuchung der ,organe des verstorbenen ,greises wird sich herausstellen1 ob der anscheinend an ,altersschwche ,verstorbene nicht doch krankhafte ,vernderungen in seinen ,organen und ,zellen hat4 ,wo diese fachmnnische ,untersuchung der ,leiche nicht vorgenommen worden ist1 lt es sich niemals ausschlieen1 da es sich um einen ,tod aus ,krankheit gehandelt hat4 ,dieser ,verdacht ist um so eher gerechtfertigt1 als gerade im hohen ,alter die ,menschen sehr hufig leichtern ,krankheiten erliegen1 die ein ,jngerer ohne weiteres berstanden htte1 ohne auch nur den ,eindruck eines ,schwerkranken auf seine ,umgebung gemacht zu haben4 ,dabei ist in ,betracht zu ziehen1 da ziemlich ein ,drittel aller ,verstorbenen berhaupt nicht vor dem ,tode rztlich behandelt wird4 ,und der ,arzt1 der in solchen ,fllen die ,todesursache zu beglaubigen hat1 wird bei einem ber sechzig ,jahre alten ,menschen natrlich nichts anderes als ,todesursache angeben knnen1 als ,altersschwche1 -- was ja insofern auch richtig ist1 als die ,altersschwche jedenfalls an dem ,tode des alten ,menschen mit schuld war4 ,aber eine wissenschaftlich genaue ,aussage darber1 da der alte ,mensch wirklich aus ,altersschwche und nicht an einer ,krankheit gestorben ist1 ist die ,beglaubigung des ,arztes nicht4 ,wie schon erwhnt1 nur die eingehende ,leichenschau mit ,hilfe von ,messer und ,mikroskop erlaubt uns eine ,aussage darber1 ob jemand an ,altersschwche und nicht an ,krankheit gestorben ist4 ,so werden wir es verstehen1 da der berhmte ,arzt ,nothnagel zur berzeugung gelangen konnte1 da fast alle ,menschen durch uere ,gewalt oder ,krankheit dahingerafft werden 444 und da die allerwenigsten ,menschen eines natrlichen ,todes sterben1 vielleicht kaum einer unter ,hunderttausend4 ,und nun das andererseits4 ,untersucht man die ,organe von alten ,leuten1 gleichgltig1 ob sie aus ,altersschwche oder an irgendeiner ,krankheit gestorben sind1 so findet man in ihnen stets ,vernderungen ganz charakteristischer ,art4 ,von diesen ,vernderungen werden wir weiter unten noch erzhlen4 ,es ist klar1 da ,vernderungen1 die man bei allen alten ,leuten antrifft1 als ,altersvernderungen aufgefat werden mssen4 ,und der ,arzt kann in der ,regel sagen1 da wenn ein ,greis auch nicht an ,altersschwche gestorben ist1 doch die allen ,greisen gemeinsamen ,altersvernderungen den ,boden abgegeben haben fr die ,entwicklung und fr die schlimme ,wendung der ,krankheit1 die ein ,jngerer wohl berwunden htte4 ,da heute so wenig ,menschen aus ,altersschwche sterben1 liegt nicht daran1 da es einen ,tod aus ,altersschwche nicht gibt1 sondern lediglich daran1 da der gealterte ,organismus sehr leicht verschiedenen ,krankheiten erliegt1 die fr jngere ,leute nicht tdlich sind4 ,der ,greis1 der an irgendeiner ,krankheit stirbt1 stirbt gleichzeitig immer auch aus ,altersschwche4 99 99 99 99 99 ,jetzt wollen wir davon erzhlen1 wie sich die alternden ,zellen im ,zellenstaat verndern4 ,ein gebcktes ,mtterchen ist uns das ,abbild des ,alters4 ,ein gerunzeltes1 zahnloses ,mtterchen4 ,das ,fettgewebe1 das die ,haut einst prall erhalten1 ist geschwunden1 und in ,falten legt sich die ,haut4 ,die bindegewebigen ,bnder1 die die ,knochen der ,wirbelsule fest aneinander gebunden hatten1 haben ihre ,elastizitt eingebt wie ein viel gebrauchtes ,gummiband4 ,und die ,wirbelsule gibt dem ,druck des ,oberkrpers nach1 der ,oberkrper sinkt nach vorne4 7,abb4 #ac74 ,in den ,kiefern schwindet der ,teil1 in dem einmal die ,zhne gesessen1 und die ,zhne fallen aus 7,abb4 #ad u4 #ae74 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,krmmung der ,wirbelsule im ,alter4 ,a ,wirbelsule einer ,frau von #ce ,jahren4 ,b eines ,mannes von #hc ,jahren4 ,aus ,ewald4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,unterkiefer eines erwachsenen ,menschen4 ,nach ,toldt4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,unterkiefer eines alten ,menschen4 ,nach ,ribbert4 ,denken und ,handeln des alternden ,menschen haben sich auch verndert4 ,man denkt und handelt langsamer1 trger4 ,man humpelt1 wenn das ,alter gekommen1 auch im ,denken1 genau so wie man mhsam mit ,krcken sich fortbewegt1 ber ,pflaster und ,stiege geht4 ,sehen wir uns die inneren ,organe eines alten ,menschen an1 so finden wir1 da sie kleiner sind als bei einem jngeren ,menschen4 ,man kann direkt von einem ,schwund der ,organe im ,alter sprechen4 ,wir haben schon des uerlich sichtbaren ,schwundes vom ,unterkiefer gedacht4 ,auch die ,knochen sonst erleiden einen richtigen ,schwund1 die ,schdelknochen 7,abb4 #af7 und alle andern auch4 ,die ,knochen werden dnner1 und die ,verdnnung der ,knochen geht so weit1 da sie brchig werden4 ,jedermann wei1 da alte ,leute leicht ,knochenbrche erleiden1 namentlich an bestimmten ,knochen1 z4 ,b4 am ,schenkelhals4 ,und wie die ,knochen1 so erfahren auch alle andern ,organe im ,alter einen ,schwund3 die ,leber1 die um die ,hlfte verkleinert sein kann1 die ,nieren1 das ,herz usw4 ,besonders auffallend aber ist der ,schwund1 den das ,gehirn bei alten ,leuten erfhrt4 ,die ,windungen des ,gehirnes1 die aus ,nervenzellen bestehen1 sind schmler geworden1 weit klaffen die ,furchen zwischen den ,windungen4 ,aber nicht nur kleiner1 auch hrter sind die ,organe im ,alter geworden4 ,derb und zhe fhlt sie der ,arzt in der ,hand1 wenn er die ,leichenschau bt4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,schdeldach eines alten ,menschen4 ,rechts und links an den ,scheitelknochen sieht man sehr deutlich den ,knochenschwund3 es sind hier flache ,gruben im ,knochen entstanden4 ,nach ,ziegler4 ,da haben wir eine ganze ,menge darber erfahren1 wie die ,organe im ,alter verndert werden4 ,aber all das knnen wir erst verstehen1 wenn wir das ,mikroskop zu ,hilfe nehmen1 die ,organe alter ,leute mikroskopisch untersuchen4 ,sehen wir uns z4 ,b4 ein ,stckchen ,niere von einem ,menschen an1 der aus ,altersschwche gestorben ist 7,abb4 #ag74 ,da sind an einer ,stelle noch gut erhaltene ,nierenzellen zu sehen1 die ein ,nierenkanlchen bilden1 wie es sich fr eine normale ,niere nicht besser gehrte4 ,aber wir finden auch ,nierenkanlchen1 die ganz zusammengefallen sind1 wo sogar die ,lichtung der ,kanlchen geschwunden ist4 ,die ,zellen dieser ,kanlchen sind verkleinert1 atrophisch1 wie man sagt4 ,diese ,zellen haben einen ,altersschwund erfahren4 ,genau so ist es mit den ,zellen der ,leber1 der ,drsen1 des ,gehirnes und der ,organe sonst4 ,weil die ,zellen der ,organe klein1 atrophisch geworden sind1 sind eben bei dem alten ,menschen die ,organe kleiner als in jngeren ,jahren4 ,es findet also im ,alter eine ,atrophie der ,zellen statt1 ein ,schwund der lebendigen ,zellsubstanz4 ,der ,schwund der lebendigen ,substanz der ,zellen kennzeichnet alle ,organe des gealterten ,krpers4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,horizontalschnitte durch ,nierenkanlchen aus der ,niere eines alten ,menschen4 a mit noch gut erhaltenen ,zellen2 man sieht hier deutlich die ,lichtung des ,nierenkanlchens4 b und c mit atrophischen ,zellen3 die ,kanlchen sind zusammengefallen1 eine ,lichtung ist nicht mehr vorhanden4 ,stark vergrert4 ,nach ,ziegler4 ,etwas schematisiert4 ,auch hrter und derber1 haben wir gesagt1 werden die ,organe im ,alter4 ,schon uerlich kann man das an dem harten ,puls eines alten ,menschen beobachten4 ,was hat das zu bedeuten8 ,die mikroskopische ,untersuchung der ,organe von alten ,menschen zeigt uns1 da sich in ihnen sehr reichliche ,mengen von ,bindegewebe finden4 ,das ,bindegewebe ist natrlich auch in lebensfrischen ,organen1 in ,nieren1 ,leber usw4 stets vorhanden4 ,es bildet gewissermaen die weichen ,daunen1 in denen die ,zellen der ,organe gebettet liegen4 ,das ,bindegewebe nun kommt im ,alter zu ppiger ,entwicklung4 ,das wre noch nicht so schlimm4 ,aber das ,bindegewebe wird im ,alter sehr hart1 faserig und es ist nicht mehr so elastisch wie frher einmal4 ,sehr auffllig ist die ,verhrtung des ,bindegewebes1 das die ,blutrhren umhllt1 und das1 was wir als harten ,puls bei allen ,leuten fhlen1 das ist das verhrtete ,bindegewebe um die ,blutrhren herum4 ,und wie die ,zellen der ,niere1 der ,leber1 des ,gehirns und aller andern ,organe im ,alter nicht mehr so recht ihre gewohnte ,arbeit tun knnen1 weil sie einen ,altersschwund erfahren haben1 so auch das ,bindegewebe4 ,es versagt im ,dienst3 es ist den ,zellen und ,organen nicht mehr das weiche und elastische ,bett und gibt ihnen nicht mehr wie ehedem ihren ,halt4 ,wir sehen das namentlich an der ,krmmung der ,wirbelsule im ,alter4 ,verhngnisvoll ist dieses ,versagen des ,bindegewebes bei den ,blutgefen4 ,die ,verteilung des ,blutes im ,krper kann nmlich nur dann regelrecht vonstatten gehen1 wenn die ,blutrhren gut elastisch sind4 ,die elastischen ,rhren gehren mit zum ,pumpapparat des ,blutkreislaufes1 sie arbeiten bei der ,verteilung des ,blutes im ,krper dem ,herzen in die ,hand4 ,ein ,pumpwerk nmlich1 das eine ,flssigkeit durch starre ,rhren treibt1 gibt einen unterbrochenen ,strom1 einen ,strom in einzelnen ,sten4 ,dagegen treibt dasselbe ,pumpwerk die ,flssigkeit durch elastische ,rhren nicht in ,sten1 sondern fortlaufend1 ununterbrochen4 ,die elastischen ,blutrhren haben somit einen sehr wichtigen ,anteil bei der ,verteilung des ,blutes im ,krper3 sie sorgen dafr1 da das ,blut dauernd zu ,organen und ,zellen fliet4 ,wren sie starr1 so kme das ,blut an die ,zellen nur in einzelnen ,sten heran1 alle ,sekunde1 mit jedem ,herzschlag einmal4 ,nun haben aber im ,alter die ,blutrhren an ,elastizitt eingebt1 wenn das ,bindegewebe1 in dem sie gebettet sind1 hrter geworden ist4 ,die ,zufuhr des ,blutes zu den ,zellen im ,krper wird beeintrchtigt4 ,der ,stoffwechsel der ,zellen wird geschdigt4 ,und es kommt noch hinzu1 da die ,blutpumpe selber1 die ,zellen des ,herzens1 einen ,altersschwund erfahren4 ,auch das ,herz wird im ,alter kleiner und kann dann nicht mehr so krftige ,arbeit leisten wie in jungen ,tagen4 ,all das trgt dazu bei1 da die ,atrophie der lebendigen ,substanz aller ,zellen im ,krper noch beschleunigt wird4 ,der ,altersschwund der ,zellen im ,zellenstaat bedeutet1 da nunmehr weniger lebendige ,substanz im ,organismus enthalten ist -- die ,zellen sind kleiner geworden und es wird jetzt im ,krper weniger lebendige ,substanz im ,stoffwechsel verbrannt4 ,das ist uns selbstverstndlich3 im alternden ,organismus brennt das ,feuer des ,lebens -- ganz wrtlich zu verstehen -- nicht mehr wie einst im ,mai1 es brennt nicht mehr in lodernder ,glut wie frher1 wie in der ,jugend des ,menschen4 ,man hat gefunden1 da der ,stoffwechsel bei ,greisen und ,greisinnen eine ,abnahme erfhrt4 ,so sind die ,verbrennungsvorgnge bei ,leuten im ,alter von etwa #fh bis #hf ,jahren um rund #bj geringer als bei ,leuten1 die im mittleren ,lebensalter stehen4 ,alles in allem3 es ist das ,altenteil der ,zellen im ,zellenstaat1 da sie atrophisch werden1 da sie einen ,altersschwund erfahren1 wobei der ,stoffwechsel der ,zellen eine bedeutende ,abnahme erfhrt4 #g4 ,wie wir sterben4 ,nun wissen wir1 was das ,altenteil der ,zellen im ,zellenstaat ist4 ,aber was gewinnen wir fr das ,verstndnis des natrlichen ,todes1 das wir suchen1 wenn wir nun wissen1 da die ,zellen im ,zellenstaat einen ,altersschwund erfahren8 ,wir waren im fnften ,kapitel dahin gelangt1 da der vielzellige ,organismus stirbt1 wenn bestimmte ,zellen1 die fr den normalen ,ablauf des ,stoffwechsels im ,zellenstaat von ,bedeutung sind1 in ihrer ,ttigkeit versagen4 ,weisen uns nun die ,vernderungen der ,zellen im alternden ,zellenstaat1 die wir festgestellt haben1 darauf hin1 welche ,zellen im ,krper am ehesten versagen und das ,sterben des ,zellenstaates einleiten8 ,nein4 ,wir haben blo gesehen1 da smtliche ,zellen des ,zellenstaates einen ,altersschwund erleiden4 ,wir wollen aber doch wissen1 warum mehr oder weniger pltzlich der ,zeitpunkt kommt1 wo ein schnelles ,hinsterben aller ,zellen des ,zellenstaates beginnt4 ,darber sagt uns das1 was wir ber den ,altersschwund der ,zellen im ,zellenstaat und ber die ,abnahme ihres ,stoffwechsels erfahren haben1 noch nichts aus4 ,wollen wir hier ,aufschlu gewinnen1 so mssen wir einen anderen ,weg einschlagen4 ,wir drfen uns dann nicht darauf beschrnken1 blo die ,organe von ,leuten1 die an ,altersschwche verstorben sind1 zu untersuchen4 ,wir mssen hier zusehen1 wie man stirbt4 ,um uns das ,suchen zu erleichtern1 wollen wir zunchst zusehen1 wie man an einer ,krankheit stirbt1 wie der ,tod durch ,krankheit zustandekommt4 ,wer wollte sich aber im freudigen ,jubel des ,lebens in die ,zahlen versenken1 welche statistische mter und ,krankenhuser ermittelt haben und aus denen herauszulesen ist1 woran und wie die ,menschen sterben6 ,und mancher von denen1 die diese ,zeilen zu ,gesicht bekommen1 nimmt's mir gar bel1 da ich nun dran gehen will1 all die trben ,bilder des ,todes hervorzuzaubern4 ,es mag ja dahingehen1 da man vom ,sterben eines ,pantoffeltierchens spricht und wohl auch vom ,tode des ,menschen aus ,altersschwche4 ,aber vom ,tod aus ,krankheit1 vom ,tode1 der uns der kalte ,schrecken ist6 ,und da mchte ich ,nothnagel zu ,worte kommen lassen1 der kurz vor seinem eigenen ,tode in einem ,vortrag eine lichtvolle ,darstellung vom ,sterben gegeben hat3 ,es ist ein ,wagnis1 wenn ich es unternehme1 nicht1 wie sonst blich1 holde ,gebilde der ,kunst und ,dichtung oder ergreifende ,darstellungen aus dem ,menschenleben und der ,geschichte oder hoheitgeschmckte lichte ,fragen der ,wissenschaft1 sondern ein so nachtgeborenes ,problem1 wie das ,sterben ist1 vor ,ihr geistiges ,auge zu fhren4 ,den ,mut dazu gibt mir die ,erwgung1 da der elementaren ,gewalt dieses ,problems kein ,denkender sich entziehen kann4 ,handelt es sich doch um eine unentrinnbare ,frage1 die jeden1 ohne ,ausnahme1 persnlichst angeht4 ,wir mgen sie gleichgltig oder leichtsinnig1 mutig oder ergeben1 angstvoll oder gar freudig1 mit der ,ruhe des ,philosophen oder der ,wibegierde des ,forschers aufnehmen1 aber erinnert werden wir auf diesem oder auf jenem ,wege doch irgend einmal an sie4 ,dem ernsten ,menschen aber geziemt es1 einem ,vorgange1 der alles ,lebendige der ,vernichtung zufhrt1 eine eindringliche und vertiefte ,aufmerksamkeit zuzuwenden4 ,und so nehmen wir uns denn den ,mut1 auch ber den ,tod durch ,krankheit zu sprechen 444 ,wenn wir uns die ,todesstatistiken ansehen1 so finden wir in ihnen sehr zahlreiche ,todesursachen verzeichnet4 ,das offizielle ,verzeichnis der ,todesursachen1 das die obersten ,medizinalbehrden in den einzelnen deutschen ,bundesstaaten den rzten zur ,anwendung empfohlen haben1 enthlt ber #age verschiedene ,nummern4 ,und schon das kurze ,verzeichnis1 das das kaiserliche ,gesundheitsamt fr die ,todesstatistik benutzt1 zhlt #bc ,todesursachen auf4 ,da sterben die ,menschen an ,infektionskrankheiten1 wie ,tuberkulose1 ,typhus1 ,scharlach1 ,diphtherie1 ,masern1 ,rose1 ,lungenentzndung und ,influenza1 an ,pocken1 ,ruhr1 ,genickstarre1 an ,keuchhusten usw4 ,die andern erliegen ,verdauungskrankheiten1 ,krankheiten des ,herzens1 der ,lungen1 der ,nieren1 der ,leber1 des ,nervensystems4 ,und andere wieder sterben an ,krebs1 fallen als ,opfer auf dem ,schlachtfeld der ,arbeit in ,fabrik oder ,bergwerk1 werden das ,opfer eines ,unfalls1 eines ,mordes1 sterben an ,gift4 ,und was der ,schrecken noch mehr6 ,so ergibt sich zunchst eine ganz auerordentliche ,mannigfaltigkeit von ,todesursachen4 ,bei nherem ,zusehen erweist es sich jedoch1 da das ,sterben der ,menschen viel einheitlicher gestaltet ist4 ,nehmen wir z4 ,b4 den ,fall1 da ein ,mensch an ,lungenentzndung gestorben ist4 ,auf den ersten ,blick scheint kein ,zweifel vorhanden1 da eine ,erkrankung der ,lungen den ,tod unseres ,patienten verschuldet hat4 ,die erkrankten ,lungen knnen die ,atmung nicht mehr so gut besorgen4 ,die ,zellen des ,krpers bekommen nun nicht genug ,sauerstoff zugefhrt1 und die ,kohlensure wird aus ihnen nicht prompt genug herausgeschwemmt4 ,vor allem wird das die ,nervenzellen treffen1 die gegenber ,sauerstoffmangel auerordentlich empfindlich sind4 ,die ,sinne des ,kranken umnebeln sich1 und schlielich wird unser ,patient bewutlos4 ,aber noch steht die ,atmung nicht ganz still und das ,herz tut noch seine ,arbeit4 ,doch auch das ,herz beginnt schlielich zu erlahmen4 ,denn die ,herzmuskelzellen knnen nur dann tchtig ,arbeit leisten1 wenn sie genug ,sauerstoff mit dem ,blute zugefhrt bekommen und wenn sie nicht mit ,stoffwechselprodukten berladen bleiben4 ,normalerweise bringen besondere ,blutgefe den ,herzmuskelzellen das allerfrischeste ,blut im ,krper4 ,nun1 wo die ,atmung mangelhaft geworden ist1 wo die ,lungen nicht mehr genug ,sauerstoff ins ,blut hineinbringen1 wird natrlich auch die ,sauerstoffzufuhr zu den ,herzmuskelzellen mangelhaft -- die ,schlagfolge des ,herzens beginnt unregelmig zu werden und schlielich steht das ,herz still1 obgleich die ,atmung unseres ,patienten noch nicht ganz aufgehrt hatte4 ,fr das ,herz aber war die mangelhafte ,sauerstoffzufuhr so ungengend1 da es seine ,arbeit nicht mehr tun konnte4 ,unser ,patient ist tot4 ,wir sagen1 er sei an ,lungenentzndung gestorben4 ,das ist insofern richtig1 als die ,lungenentzndung ihn krank gemacht hatte4 ,aber von allen ,organen hat doch das ,herz zuerst versagt1 und der ,stillstand des ,herzens hat das ,sterben der ,zellen im ,zellenstaat eingeleitet4 ,ein anderes ,beispiel4 ,ein ,kind ist an ,diphtherie erkrankt4 ,die ,entzndung des ,kehlkopfes ruft ,atemnot hervor4 ,das ,kind erstickt1 wenn der ,arzt nicht rechtzeitig dazukommt1 um den rettenden ,luftrhrenschnitt auszufhren3 der ,stillstand des ,herzens1 der bei ,sauerstoffmangel eintritt1 auch wenn die ,atmung noch einigermaen anhlt1 hat das ,schicksal des ,kindes besiegelt4 ,und noch mehr3 es kommt vor1 da ein diphtheriekrankes ,kind stirbt1 bevor es noch berhaupt zu ,atemnot gekommen war4 ,das ,herz war stillgestanden4 ,die ,stoffe1 welche die ,diphtheriebazillen ins ,blut ausscheiden1 haben das ,herz vergiftet4 ,auch bei ,typhus1 ,influenza1 ,scharlach und andern ,infektionskrankheiten sieht man infolge der ,bakteriengiftwirkung in gleicher ,weise das ,herz erlahmen1 whrend die ,vernderungen in den andern ,organen bei allen diesen ,krankheiten so verschieden sind4 ,ein ,patient geht an einer ,erkrankung der ,niere zugrunde4 ,sein ,krper ist mit ,stoffen berschwemmt1 die normalerweise in den ,stoffhaushalt seines ,organismus nicht hineingehren4 ,der ,kranke liegt bewutlos da4 ,aber solange das ,herz noch arbeitet1 ist noch nicht alle ,hoffnung geschwunden4 ,doch die ,stoffe1 die aus den kranken ,nieren in das ,blut gelangen1 wirken auch auf das ,herz1 und das ,herz ist im ,laufe der ,zeit1 wo die ,nieren krank sind1 geschwcht worden4 ,schlielich versagt das ,herz1 das ,herz steht still4 ,der ,kranke stirbt4 ,das ,herz hat sein ,machtwort gesprochen4 ,der ,arzt kennt diese ,tatsachen1 und das erste1 worber er sich bei einem ,patienten zu vergewissern sucht1 den man seiner ,kunst anvertraut hat1 ist der ,zustand des ,herzens4 ,je krftiger1 je widerstandsfhiger das ,herz1 desto geringer die ,todesgefahr4 ,so knnen wir mit ,nothnagel sagen3 ,der ,mensch stirbt fast immer vom ,herzen aus4 ,so lange dieses in der ,brust sich zusammenzieht1 und sei es noch so schwach1 noch so mhsam1 so lange lebt der ,mensch -- der letzte ,herzschlag1 und erst dann ist alles unwiederbringlich zu ,ende4 ,die ,frage1 wie man stirbt1 hatte fr uns ,interesse1 weil wir wissen wollten1 welche ,zellen im ,zellenstaat zuerst versagen und das ,sterben aller ,zellen im ,zellenstaat einleiten4 ,da ist es nach dem1 was wir eben erfahren1 wohl plausibel1 da die ,herzmuskelzellen die ,knder des ,todes im ,zellenstaat sind4 ,wo das ,herz stillsteht1 da sind die ,zellen des ganzen ,zellenstaates ohne ,sauerstoff -- da hat der ,zellenstaat ausgelebt4 ,das ist uns klar4 ,gut1 das ,herz steht still1 und die ,zellen im ,zellenstaat beginnen zu sterben4 ,aber die ,herzmuskelzellen sind noch nicht tot1 wenn das ,herz zu schlagen aufhrt4 ,da dem so ist1 haben in schner ,weise ,versuche gezeigt1 die vor mehr als zehn ,jahren der russische ,physiologe ,kuljabko ausgefhrt hat4 ,kuljabko hat nmlich den erfolgreichen ,versuch gemacht1 das ,herz eines toten ,menschen wieder zu beleben4 ,auf den ersten ,blick direkt ,zauberei4 ,im ,laboratorium aber hat sich die ,zauberei in folgender ,weise abgespielt4 ,kuljabko lie sich aus einem ,kinderkrankenhause in ,petersburg nach der ,leichenschau von ,kindern1 die an verschiedenen ,krankheiten gestorben waren1 die ,herzen in sein ,laboratorium bringen4 ,hier band er ein ,glasrhrchen ins ,herz und pumpte mit ,hilfe eines automatischen ,pumpapparates eine geeignet zusammengesetzte ,salzlsung durchs ,herz4 ,die ,salzlsung hatte er vorher auf ,krpertemperatur erwrmt und gut mit ,sauerstoff durchlftet4 ,launig ist es dabei zu hren1 wie es ,kuljabko beim ersten ,versuch ergangen war4 ,nachdem er nmlich das ,herz etwa eine ,viertelstunde mit der ,salzlsung durchsplt hatte1 war das ,herz noch so leblos wie zuvor4 ,kuljabko wollte den ,versuch eben abbrechen1 weil er sich dachte1 die ,sache sei nun abgemacht1 mit der ,wiederbelebung eines ,herzens aus der ,brust des toten ,menschen ginge es nicht4 ,da wurde er zufllig ins ,nebenzimmer gerufen und lie seinen ,pumpapparat mit dem ,herzen einstweilen noch stehen4 ,als er nach fnf ,minuten zu seinem ,pumpapparat zurckgekehrt war -- da schlug das ,herz6 ,das ,herz des toten ,kindes hatte wieder zu schlagen angefangen1 nachdem es kaum eine halbe ,stunde mit warmer und sauerstoffhaltiger ,salzlsung durchsplt worden war -- beinahe vierundzwanzig ,stunden nach dem ,tode des ,kindes4 ,kuljabko hat zehn solcher ,versuche ausgefhrt an den ,herzen von ,kindern1 die an ,lungenentzndung1 ,diphtherie1 ,genickstarre und ,darmkrankheiten gestorben waren4 ,in drei ,fllen gelang die ,wiederbelebung nicht1 whrend sieben andere ,versuche von ,erfolg gekrnt waren4 ,gewhnlich begannen nur einzelne ,teile1 nicht das ganze ,herz wieder zu schlagen4 ,aber in einem ,falle war die ,wiederbelebung des ,herzens vollstndig gelungen3 das ,herz schlug regelrecht1 genau so gut wie das ,herz im lebendigen ,krper4 ,siebzig bis achtzig ,mal in der ,sekunde schlug das ,herz1 und so ging es mehr als eine ,stunde lang4 ,dann wurde der ,herzschlag schwcher1 und als am nchsten ,tage der ,versuch mit diesem ,herzen wiederholt wurde1 da war es fr immer tot4 ,kuljabko hat seine ,wiederbelebungsversuche auch an ,kaninchenherzen ausgefhrt und es gelang ihm1 das ,herz eines ,kaninchens wieder zu beleben1 das schon vor sieben ,tagen verstorben war6 ,im ,mittelalter wren ,kuljabko als einem ,hexenmeister reinsten ,wassers ,scheiterhaufen und ,folterkammer sicher gewesen1 wie ein bekannter ,physiologe einmal gescherzt hat4 ,heutzutage ist es ihm besser ergangen4 ,nun kann es sich aber in den ,versuchen von ,kuljabko nicht um eine ,wiederbelebung von toten ,zellen handeln4 ,eine ,zelleiche kann nicht zum ,leben erweckt werden3 was zum ,leben erweckt werden kann1 ist noch nicht tot6 ,in den ,versuchen von ,kuljabko war somit nur das allmhliche ,sterben der ,herzmuskelzellen1 der ,tod in seinem ,hinkriechen ber die ,herzmuskelzellen aufgehalten1 und der ,tod war hier durch die ,kunst des ,physiologen ein gut ,stck ,weges zurckgeworfen4 ,was wir aus den ,versuchen von ,kuljabko also lernen1 das ist3 da die ,herzmuskelzellen noch gar nicht tot zu sein brauchen1 wenn das ,herz stillsteht4 ,an dieser ,tatsache kann nach den ,versuchen von ,kuljabko nicht mehr gezweifelt werden4 ,aber warum steht denn das ,herz still1 wenn die ,herzmuskelzellen noch nicht tot sind8 ,nun1 die ,herzmuskelzellen sind durch die ,krankheit geschdigt3 giftige ,stoffe1 die im ,blute des ,patienten kreisen1 haben sie getroffen1 oder ,sauerstoffmangel1 wie z4 ,b4 bei der ,lungenentzndung1 hat sich eingestellt1 und die ,herzmuskelzellen1 die fr ihre rastlose ,arbeit der ununterbrochenen und reichlichen ,sauerstoffzufuhr so sehr bedrfen1 knnen jetzt ihre ,arbeit nicht mehr so tun1 wie es sich normalerweise gehrt4 ,ein regelrechtes ,zusammenarbeiten der ,herzmuskelzellen1 auf dem der ,herzschlag beruht1 ist jetzt nicht mehr mglich und das ,herz steht still4 ,nun fhren wir aber1 wie in den ,versuchen von ,kuljabko1 den ,herzmuskelzellen genug ,sauerstoff zu und splen aus ihnen die ,schlacken heraus1 die sich in jeder schlechtatmenden ,zelle zu einem ,berge anhufen4 ,auch die ,gifte1 mit denen die ,herzmuskelzellen in der ,krankheit berschwemmt worden sind1 werden dabei mit entfernt4 ,die ,herzmuskelzellen arbeiten jetzt wieder besser und der ,herzschlag kommt wieder zustande4 ,kuljabkos ,versuche haben uns gezeigt1 da ein ,herzstillstand und damit das schnelle ,hinsterben aller ,zellen im ,zellenstaat schon eintreten kann1 wenn die ,herzmuskelzellen noch nicht tot sind1 sondern nur erst eine ,strung in ihrem ,stoffwechsel durch ,sauerstoffmangel oder durch ,gifte erfahren haben4 ,aber wir kennen auch ,flle1 wo die ,herzmuskelzellen vollkommen gesund sind1 und doch das ,herz pltzlich seinen ,dienst versagt und stillsteht4 ,das kommt zuweilen nach heftigen ,gemtsbewegungen vor1 nach einem heftigen ,schlag auf den ,kopf1 nach starken ,erschtterungen1 denen der ,krper ausgesetzt war4 ,fr den ,arzt ist hier der ,zusammenhang zwischen der ,schdigung des ,gehirns und dem ,herzstillstand ohne weiteres klar4 ,vom ,gehirn geht nmlich ein ,nerv seinen weiten ,weg zum ,herzen herunter -- ,wandernerv nennen ihn die rzte4 ,so hat das ,gehirn die ,herrschaft auch ber das ,herz4 ,das ,gehirn tut bei der ,herzarbeit mit1 unter seinem strengen ,regiment tun all die vielen ,herzmuskelzellen ihre gewohnte ,arbeit4 ,und wenn es einmal eine ,strung gibt in denjenigen ,nervenzellen des ,gehirnes -- sie sind im verlngerten ,mark1 in dem ,verbindungsstck zwischen ,gehirn und ,rckenmark gelegen --1 die der ,herzarbeit vorstehen1 dann kann die ganze geregelte ,herzarbeit mit einem ,male in die ,brche gehen4 ,ein ber alle ,maen heftiger ,impuls vom ,gehirn1 dessen ,zellen durch eine starke ,gemtsbewegung oder durch einen schweren ,schlag sehr stark erregt worden sind1 geht durch den ,wandernerv zu den ,herzmuskelzellen -- und das hat sie aus ,rand und ,band gebracht4 ,die einzelnen ,herzmuskelzellen aber knnen dabei ganz wohlauf sein3 nur ihr ,zusammenarbeiten geht dabei verloren4 ,namentlich machen sich solche ,strungen1 die vom ,gehirn ausgehen1 dann geltend1 wenn auch die ,herzmuskelzellen irgendwie geschdigt sind1 z4 ,b4 bei allerlei ,herzkrankheiten4 ,darum ist es so wichtig1 da ein ,herzkranker keinen heftigen gemtlichen ,erregungen -- gleich1 ob groer ,freude oder groer ,trauer -- ausgesetzt wird3 sein ,herz kann unter ,umstnden stillstehen1 die fr ein gesundes ,herz belanglos sind4 ,der langen ,rede kurzer ,sinn aber ist folgender3 ,wie mannigfaltig auch die ,krankheiten sind1 die uns treffen1 wir sterben alle so1 da das ,herz infolge von ,vernderungen in den ,herzmuskelzellen oder infolge von ,strungen in den ,nervenzellen1 die der ,herzarbeit vorstehen1 seinen ,dienst im ,zellenstaat versagt4 ,herzmuskelzellen und ,nervenzellen brauchen dabei noch nicht tot zu sein3 schon allerlei ,schdigungen1 die ihr ,stoffwechsel erfhrt und die eine geregelte ,arbeit der ,herzmuskelzellen unmglich machen1 knnen einen ,stillstand des ,herzens veranlassen4 ,und ist der ,stillstand des ,herzens da1 so beginnen alle ,zellen des ,zellenstaates1 eine ,zellgruppe nach der andern1 zu sterben4 ,zu allererst sterben im ,zellenstaat die ,nervenzellen1 die gegen ,sauerstoffmangel sehr empfindlich sind4 ,andere ,zellgruppen knnen noch recht lange am ,leben bleiben4 ,da die ,herzmuskelzellen viele ,stunden lang nach dem ,eintritt des ,herzstillstandes1 viele ,stunden1 nachdem der ,krper schon eine reglose ,leiche geworden1 noch am ,leben sind1 davon haben wir schon gehrt4 ,es ist auch bekannt1 da die einzelnen ,muskeln des ,skeletts und andere ,zellgruppen in unserem ,krper noch viele ,stunden nach dem ,eintritt des ,herzstillstandes und nach dem ,tode der ,nervenzellen am ,leben bleiben4 ,erst nach ,ablauf mehrerer ,tage ist der letzte ,funken des ,lebens im groen ,zellenstaat erloschen 444 ,so nimmt ,gevatter ,tod ,besitz von uns1 wenn er durch ,krankheiten1 die seine ,spher und ,hscher sind1 sein ,kommen uns kndet4 99 99 99 99 99 ,nach vielem hin und her im ,suchen und ,forschen sind wir dahin gekommen1 da wir nun wissen1 wie der ,tod nach ,krankheit ber den ,zellenstaat hinkriecht4 ,aber was wir eigentlich herausbekommen wollten1 war doch etwas anderes3 wie der ,tod aus ,altersschwche von uns ,besitz ergreift1 wie wir aus ,altersschwche sterben4 ,das wollten wir wissen4 ,vom ,tod durch ,krankheit haben wir nur gesprochen1 weil wir uns das ,suchen leichter machen wollten4 ,und wirklich1 das ,suchen ist uns jetzt leicht gemacht3 ,unsere ,aufmerksamkeit ist nun von vornherein auf zwei ,zellgruppen im ,zellenstaat gerichtet1 die wir fest ins ,auge fassen mssen -- auf die ,herzmuskelzellen und auf die ,nervenzellen4 ,diese ,zellgruppen hatten wir erkannt als die ,knder des ,todes im kranken ,zellenstaat4 ,vielleicht sind sie es auch im alternden ,zellenstaat4 ,sehen wir zu4 ,wir haben schon frher erfahren1 da alle ,organe im alternden ,zellenstaat kleiner werden1 und da dieses ,kleinerwerden der ,organe auf einem ,altersschwund der ,zellen beruht4 ,was die ,zellen im ,alter leisten1 ist nicht mehr das1 was in jngern ,jahren ihre ,arbeit war4 ,wir haben gehrt1 da der ,stoffwechsel der ,zellen im alternden ,zellenstaat eine ganz bedeutende ,abnahme erfhrt4 ,und da knnen wir uns wohl denken1 da die herabgesetzte ,leistungsfhigkeit der ,herzmuskelzellen schlielich zu einem ,stillstand des ,herzens fhrt3 das ,zusammenarbeiten der ,herzmuskelzellen klappt nicht mehr und das ,herz versagt4 ,um so mehr1 als die ,blutrhren1 durch die das ,herz das ,blut zu treiben hat1 nicht mehr so elastisch sind wie frher und dem schwachen1 gealterten ,herzen sogar noch mehr ,arbeit zumuten als in jungen ,tagen4 ,und was noch hinzukommt3 auch das ,gehirn hat einen ,altersschwund erfahren4 ,ja1 wie ,ribbert1 dem wir eine geistvolle ,studie ber den ,tod verdanken1 darauf hingewiesen hat1 unterliegt es gar keinem ,zweifel1 da beim ,sterben aus ,altersschwche die ,vernderungen und ,strungen im ,gehirn und damit auch in denjenigen ,nervenzellen1 die der ,atmung und der ,herzarbeit vorstehen1 noch mehr in die ,wagschale fallen1 als die ,vernderungen in den ,herzmuskelzellen selber4 ,das ,herz tut seinen ,dienst bis ins hohe ,alter hinein -- rastlos und unermdlich1 wenn es auch nicht mehr so auf dem ,posten ist wie einst im ,mai4 ,dagegen machen sich im ,denken des alternden ,menschen stets ,vernderungen geltend1 die darauf hindeuten1 da die ,strungen in den ,nervenzellen sehr betrchtlich sind4 ,das reife ,alter ist uns gekennzeichnet durch die groe ,erfahrung und die viele ,kritik im ,denken1 die uns in allen ,fragen des ,lebens zugutekommt4 ,im ,greisenalter aber versagt der ,mensch in diesen beiden ,dingen4 ,das ,gedchtnis des ,greises lt nach1 neuen ,dingen wird er unzugnglich1 gleichgltig ist er gegen die ,umgebung4 ,und er wird unlogisch1 einseitig1 egoistisch1 wie man zu sagen pflegt1 -- es kommt die ,zeit1 wo nicht nur die ,jugend1 sondern auch der reife ,mann in ,konflikt gert mit dem ,greis4 ,mitrauisch1 launenhaft ist der ,greis3 weil alles1 was die ,jugend erfllt1 nicht mehr ist fr den ,greis1 weil er nicht mithalten kann mit der ,jugend4 ,alles in allem3 die ,intelligenz des ,greises lt nach1 lt allmhlich nach1 gleichsam1 als ob er leise schmollend1 weil er nicht mehr mitkann1 hinter den anderen zurckbliebe1 ber die er sich frher erhaben gednkt1 erhaben gewesen1 weil er ihnen frher mit groer ,erfahrung voraus war4 ,dem1 was uns die alltgliche ,beobachtung ber die ,intelligenz der ,greise lehrt1 entsprechen vollkommen die ,vernderungen1 die man bei einer ,untersuchung der ,gehirne von ,leuten findet1 die in sehr hohem ,alter gestorben sind4 ,man kann sagen1 da in keinem andern ,organ die ,altersvernderungen so weitgehend1 so eingreifend sind1 wie im ,gehirn4 ,die ,altersvernderungen im ,gehirn1 die man mit bloem ,auge sehen kann1 haben wir schon frher erwhnt1 und wir werden in einem spteren ,kapitel noch die mikroskopisch sichtbaren ,vernderungen kennen lernen1 die die ,nervenzellen im gealterten ,zellenstaat aufweisen4 ,die ,abnahme der geistigen ,fhigkeiten1 die fr das ,greisenalter charakteristisch ist1 kann nun natrlich nicht daran schuld sein1 da mehr oder weniger pltzlich ein ,zeitpunkt kommt1 wo das schnelle ,sterben der ,zellen im ,zellenstaat beginnt4 ,bei manchen von ,geburt mibildeten ,menschen1 wie z4 ,b4 bei den sogenannten ,mikrokephalen1 d4 h4 den ,kleinkpfen1 ist die ,grohirnrinde von vornherein so mangelhaft entwickelt1 da im ,seelenleben dieser ,menschen all das fehlt1 was uns im groen ,ganzen einen ,menschen ,mensch sein lt4 ,und trotzdem knnen solche ,menschen ein hohes ,alter erreichen4 ,anderseits knnen ,tiere1 denen man das ganze ,grohirn wegschneidet1 trotz der sehr weitgehenden ,strungen in ihrem ganzen ,verhalten doch noch recht lange1 sogar jahrelang leben4 ,aber der ,tod droht von anderswo im ,gehirn4 ,und da mssen wir zunchst von einem ,tierversuch erzhlen4 ,wird nmlich jener ,teil des ,gehirnes verletzt1 in dem die ,nervenzellen gelegen sind1 die der ,atmung vorstehen1 so tritt sofort der ,tod des ,tieres ein4 ,wenn man z4 ,b4 einem jungen ,hunde oder einem ,kaninchen den ,kopf stark nach vorne neigt und ihm dann mit einem hohlen ,metallrhrchen1 dessen unterer ,rand scharf geschliffen ist1 in den ,nacken sticht1 tief und sicher genug1 um das verlngerte ,mark zu treffen1 so steht die ,atmung des ,tieres momentan still4 ,kein ,muskel von all denen1 die bei den ,atembewegungen mittun1 regt sich mehr1 das ,tier ist momentan ohne alle ,qual tot1 ohne da es auch nur die geringste ,bewegung gemacht hat4 ,wie war das mglich8 ,einfach so1 da wir mit dem hohlen ,metallrhrchen eine ,gruppe von ,nervenzellen im verlngerten ,mark1 die den ,atembewegungen vorstehen und sie regulieren1 aus dem verlngerten ,mark direkt herausgeschnitten haben4 ,der ,franzose ,flourens1 der in den vierziger ,jahren des vorigen ,jahrhunderts alle diese ,dinge fleiig studiert und die berzeugung der ,gelehrten von der groen ,bedeutung dieser ,gruppe von ,nervenzellen fr das ,zustandekommen der geregelten ,atembewegungen endgltig gefestigt hat1 hat diese ,zellgruppe schlecht und recht den ,lebensknoten genannt4 ,nun mssen wir festhalten1 da natrlich nicht nur diejenigen ,nervenzellen einen ,altersschwund erfahren werden1 die das ,denken vermitteln4 ,auch diejenigen ,nervenzellen1 die der ,atmung vorstehen und die ,atembewegungen regulieren1 werden im ,alter arg mitgenommen sein4 ,und wenn die ,strungen in dem fein abgestuften ,mechanismus des ,zusammenarbeitens dieser ,nervenzellen weit genug fortgeschritten sind1 dann geht dieser ,mechanismus in die ,brche4 ,dann steht die ,atmung pltzlich still und man ist tot4 ,man hat ausgehaucht -- im wahrsten ,sinne des ,wortes4 ,und auch noch das ist mglich3 da einmal die ,nervenzellen versagen1 die die ,herzarbeit regulieren4 ,das alte ,herz klappt dann zusammen4 ,wiederum -- man hat ausgelebt4 ,so kommen wir nach all den vielen ,dingen1 die wir vom ,sterben aus ,altersschwche erfahren haben1 dahin1 da die ,knder des ,todes hier die ,nervenzellen sind4 ,strungen in dem ,mechanismus der ,arbeit der ,nervenzellen sind es1 die das schnelle ,sterben der gealterten ,zellen im ,zellenstaat einleiten4 ,aber wir drfen doch nicht sagen1 der ,tod aus ,altersschwche trete ein1 weil bestimmte ,zellen des ,gehirnes einen ,altersschwund erfahren haben4 ,das allein wre falsch4 ,die ,vernderungen1 die die alternden ,nervenzellen erfahren haben1 sind nur ein ,teil von all den ,altersvernderungen1 die sich im ganzen ,zellenstaat abgespielt haben3 alle andern ,zellen im ,zellenstaat sind auch gealtert4 ,und alle ,zellen im ,zellenstaat sind aufeinander angewiesen4 ,wenn z4 ,b4 die ,nervenzellen1 auf deren ,mitarbeit die ,herzmuskelzellen angewiesen sind1 ihre ,dienste nicht mehr tun1 wie einst im ,mai1 dann zahlen sie dem ,herzmuskel nur mit gleicher ,mnze heim4 ,denn die ,nervenzellen sind1 namentlich dann1 wenn es schon just vor dem ,ende war1 vom alten ,herzen aus arg mitgenommen worden1 weil sie nun nicht mehr soviel ,blut zugefhrt bekommen konnten1 wie es frher der ,fall gewesen4 ,das rcht sich nun am ,herzen -- und so geht das hin und her im alternden ,zellenstaat4 ,und auch alle andern ,zellen im ,zellenstaat tun nur mangelhaft ihre ,arbeit4 ,die ,leber und die ,nieren1 die fr das ,herausschaffen der ,schlacken im ,krper zu sorgen haben1 sind im ,rckstand1 die ,drsen1 die allerlei ,stoffe ans ,blut abzugeben haben1 lassen auf sich warten4 ,und schlielich ist die ,stunde da1 wo die ,nervenzellen1 die der ,atmung und dem ,herzen vorstehen1 versagen1 und dann beginnt das schnelle ,hinsterben der ,zellen im ,zellenstaat4 ,es ist also mit dem ,sterben aus ,altersschwche so bestellt1 da im ,verlauf der vielen ,strungen in den ,zellen alle ,zellen im ,zellenstaat einander die ,grube graben -- und fallen alle selbst herein4 ,nun wissen wir1 wie der ,tod aus ,altersschwche kommt4 ,aber warum er kommt8 ,darauf hinaus wollten wir ja3 zu wissen1 warum wir alt werden und sterben4 ,aber alles warum in der ,wissenschaft ist stets nur ein anderes wie3 wenn wir wissen wollen1 warum wir sterben1 mssen wir einfach herauszubekommen suchen1 wie die ,altersvernderungen in den ,zellen des ,zellenstaates zustandekommen1 die zum ,tode des ,zellenstaates fhren1 wie die ,zellen im alternden ,zellenstaat atrophisch werden4 ,wir wissen aber1 da alles ,leben der ,zellen in letzter ,linie auf dem ,stoffwechsel der ,zellen beruht4 ,so mssen wir denn versuchen1 die ,altersvernderungen der ,zellen im ,zellenstaat auf eine ,strung im ,stoffwechsel der ,zellen des vielzelligen ,organismus zurckzufhren1 auf eine ,strung1 die im ,verlaufe des ,lebens der ,zellen im ,zellverband entsteht4 ,und weil wir erfahren haben1 da die ,nervenzellen allen andern ,zellen des ,zellverbandes voraus sind mit dem ,versagen im ,dienst1 so werden wir die ,nervenzellen vor allem fest ins ,auge fassen1 um an ihnen herauszubekommen1 wie im ,laufe des ,lebens des ,zellenstaats die ,zellen alt werden und den ,zellenstaat zugrunde richten4 ,um das aber herauszubekommen1 mssen wir vorerst noch der ,lebensgeschichte eines ,pantoffeltierchens mit aller ,aufmerksamkeit zuhren4 ,die also soll nun erzhlt werden4 #h4 ,lebensgeschichte eines ,pantoffeltierchens4 ,wir haben uns ber das ,leben eines ,pantoffeltierchens schon frher einmal eine ganze ,menge von einem amerikanischen ,forscher erzhlen lassen4#b ,und was dabei fr uns namentlich in ,betracht kam1 war die ,tatsache1 da das ,pantoffeltierchen unter gnstigen ueren ,umstnden unsterblich ist4 ,unsterblich in dem ,sinne1 da es in der ,lebensgeschichte eines ,pantoffeltierchens1 wenn kein ,unglck es trifft1 auch in der #cjjj4 ,generation noch nicht zur ,entstehung einer ,leiche kommt4 ,die ,mutterzelle teilt sich in zwei ,tochterzellen auf1 die sich1 wenn der ,zeitpunkt gekommen1 wieder in zwei ,tochterzellen teilen1 und so fort4 #b ,vgl4 ,kapitel #d4 ,obgleich man die ,art und ,weise1 wie sich die einzelligen ,lebewesen fortpflanzen1 schon seit langer ,zeit kannte1 ist ihre ,unsterblichkeit doch erst in jngster ,zeit durch die ,untersuchungen von ,woodruff nachgewiesen worden4 ,weismann vertrat allerdings schon vor mehr als dreiig ,jahren mit aller ,entschiedenheit die ,meinung1 da die ,einzelligen unsterblich sind4 ,aber es waren im ,laufe der ,jahre allerlei merkwrdige ,dinge aus dem ,leben der ,einzelligen bekannt geworden1 die eine gegenteilige ,meinung aufkommen lassen muten4 ,die ,meinung1 da es auch bei den ,einzelligen einen ,tod aus ,altersschwche gibt4 ,von diesen merkwrdigen ,dingen hat in groen ,zusammenhngen der ,franzose ,maupas zu erzhlen gewut4 ,maupas hat in seinen ,muestunden1 die ihm sein ,beruf als ,bibliothekar nur hin und wieder lie1 fleiige ,untersuchungen ber das ,leben der ,einzelligen ausgefhrt und er hat sich damit ein dauerndes ,denkmal in der ,biologie gesetzt4 ,er hat im ,laufe der ,jahre die ,lebensgeschichte von zwanzig verschiedenen ,arten von ,einzelligen studiert1 die ,lebensgeschichte des ,pantoffeltierchens und seiner ,verwandten1 der bewimperten ,infusionstierchen1 wie der wissenschaftliche ,ausdruck lautet4 ,und eben dabei hatte er die ,dinge gefunden1 die der ,auffassung von ,weismann ber die ,unsterblichkeit der ,einzelligen zu widersprechen schienen4 ,maupas beobachtete die sich folgenden ,teilungen bei ,infusorien1 und er fand1 da die ,teilungsfhigkeit bei ,einzelligen nicht unbegrenzt sei4 ,nach einer bestimmten ,anzahl von ,teilungen sah er bei allen ,arten1 die er in seinen ,versuchen zchtete1 ,vernderungen in den ,tieren auftreten1 die er als ,alterserscheinungen deutete4 ,nach #ajj1 #bjj oder #cjj ,teilungen1 je nachdem1 wollten die ,infusionstierchen in den ,aquarien1 in denen sie gehalten wurden1 sich nicht mehr so schnell teilen wie frher3 es dauerte nunmehr lnger1 bis eine ,mutterzelle so weit war1 sich in zwei ,tochterzellen aufzuteilen4 ,und obgleich den ,tieren im ,aquarium reichlich ,nahrung zur ,verfgung stand1 wollten sie nichts mehr essen4 ,sah man sich die ,tiere zu diesem ,zeitpunkt genauer mit dem ,mikroskop an1 so konnte man zunchst bemerken1 da sie an ,gre abgenommen hatten 7,abb4 #ah73 die ,lnge der ,tiere ging z4 ,b4 von #j1afj ,millimeter fortschreitend auf #j1ace1 #j1aaj1 #j1jij1 #j1jgj1 #j1jde und #j1jdj ,millimeter herunter4 ,ihr ,krper war durchsichtig geworden1 und schlielich hatten die ,tiere einen ,teil ihrer ,wimperhrchen eingebt2 auch der ,kern zeigte weitgehende ,vernderungen4 ,jedoch konnten sich die ,tiere auch in diesem ,zustande noch teilen1 aber1 wie schon erwhnt1 der ,zeitraum zwischen den einzelnen ,teilungen war nun verlngert4 ,schlielich1 wenn die ,tiere schon sehr klein und die ,vernderungen in ihrem ,krper schon sehr auffallend geworden waren und sie schon zahlreiche ,wimpern verloren hatten1 hrten sie ganz auf sich zu teilen und starben4 ,sie wurden zu ,leichen4 ,so altert und stirbt das ,infusor aus ,altersschwche1 sagt ,maupas1 und er kommt zum ,schlu1 da die ,einzelligen keine ,ausnahme machen von der allgemeinen ,regel1 die fr alle lebendige ,substanz gilt4 ,nach ,maupas gehrt somit der ,tod unbedingt zum ,leben und alles ,leben mndet nach ihm in den ,tod4 ,es gibt nach ,maupas keine ,unsterblichkeit der lebendigen ,substanz4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,die ,konturen von ,infusorien verschiedener ,generationen4 ,man sieht die ,grenabnahme der ,zelle4 ,nach ,maupas4 ,schematisiert4 ,spter haben auch noch andere ,forscher dieselben ,beobachtungen an ,einzelligen gemacht wie ,maupas4 ,sehr bekannt sind die ,untersuchungen geworden1 die vor dreizehn ,jahren der amerikanische ,zoologe ,calkins ausgefhrt hat4 ,wie schon ,maupas hat auch ,calkins gefunden1 da im ,verlauf der aufeinanderfolgenden ,teilungen des ,pantoffeltierchens1 etwa nach der #ij4 bis #agj4 ,generation1 ein ,zustand eintritt1 wo die ,tiere an ,gre abnehmen und sich nicht mehr so schnell teilen wie vorher1 bis sie schlielich ihre ,teilungsfhigkeit ganz einben4 ,calkins -- wie brigens auch schon ,maupas -- hatte auch unregelmige ,teilungen beobachtet1 unvollstndig geteilte ,mutterzellen1 gewissermaen ,mibildungen1 die entstehen1 wenn die begonnene ,teilung der ,mutterzelle nicht mehr zu ihrem normalen ,abschlu kommt4 ,jetzt mssen wir noch von einer anderen ,beobachtung erzhlen1 die ,maupas gemacht hatte4 ,wenn zwei ,tiere zu einem ,zeitpunkt1 wo die ,altersvernderungen noch nicht bemerkbar waren1 miteinander verschmolzen1 kopulierten1 um nach einiger ,zeit wieder auseinander zu gehen1 so wurden sie verjngt1 sie wurden vom ,altern verschont4 ,die ,kopulation der ,infusorien ist von zahlreichen ,forschern studiert worden4 ,zwei ,tiere legen sich aneinander 7,abb4 #ai71 verschmelzen gewissermaen fr kurze ,zeit1 wobei ein teilweiser ,zerfall der ,kernsubstanzen beider ,tiere und ein ,austausch von ,kernsubstanz zwischen ihnen stattfindet4 ,dann gehen die ,tiere wieder auseinander4 ,die zahlreichen ,einzelheiten der ,kopulation interessieren uns hier nicht4 ,calkins hat gefunden1 da nicht nur die ,kopulation die ,tiere den schlimmen ,zustand berwinden lt1 sondern auch noch allerlei einfache ,reizmittel1 wie ,vernderungen in der ,zusammensetzung der ,nhrflssigkeit1 ,temperatursteigerungen und ,schtteln4 ,calkins sagt1 die ,infusorien verfallen im ,laufe der ,teilungen nach so und so viel ,generationen in einen ,depressionszustand1 und diesen ,zustand berwinden sie eben1 wenn ihnen die ,kopulation oder allerlei ,reizmittel zugutekommen4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,kopulation von ,pantoffeltierchen4 ,man sieht im ,protoplasma den ,grokern und den ,kleinkern liegen4 ,nach einer ,photographie von ,prof4 ,h4 ,joseph1 aus ,kammerer1 ,bestimmung und ,vererbung des ,geschlechts4 ,ob wir nun die ,vernderungen1 die der ,organismus der ,einzelligen im ,laufe der ,zeit erfhrt1 mit ,maupas als ,altersvernderungen oder mit ,calkins als ,depressionszustnde bezeichnen1 das bleibt sich gleich4 ,tatsache ist1 da die einzelligen ,lebewesen nach einer bestimmten ,anzahl von ,generationen ,vernderungen erfahren knnen1 die1 wenn sie nicht durch ,kopulation oder verschiedene ,reizmittel behoben werden1 unweigerlich zum ,tode der ,tiere fhren4 ,die ,einzelligen sind also unter gewissen ,umstnden sterblich wie die lebendige ,substanz der vielzelligen ,tiere4 ,wie tiefgreifend die ,vernderungen sind1 die der ,stoffwechsel der ,zelle im ,depressionszustand erfhrt1 haben uns die ,untersuchungen von ,richard ,hertwig an einem ,strahlentierchen gezeigt 7,abb4 #bj1 #ba u4 #bb74 ,ja1 so stirbt das ,einzellige1 das wir frher einmal als unsterblich gefeiert6 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,beginnende ,depression3 die ,kernmasse ist vermehrt1 die ,scheinfchen sind alle noch normal4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,weiter fortgeschrittenes ,stadium der ,depression3 es hat sich ein ,riesenkern gebildet1 die ,scheinfchen sind wirr angeordnet und nur sprlich vorhanden4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,dasselbe ,tier wie ,abb4 #ba1 einen ,tag spter3 der ,riesenkern ist ausgestoen1 es sind nur noch einige wenige ,scheinfchen vorhanden4 ,abbildungen #bj1 #ba1 #bb4 ,depression des ,strahlentierchens4 ,nach ,richard ,hertwig4 99 99 99 99 99 ,da sind wir in einen ,sumpf von ,widersprchen hineingeraten1 und der ,leser meint vielleicht1 ich sei dran schuld1 da wir in diese widerspruchsvolle ,lage hineingekommen sind4 ,da irrt er aber sehr3 denn die ,tatsachen sind es1 die daran schuld sind4 ,wir mssen versuchen1 aus diesem ,sumpf der ,widersprche herauszukommen4 ,wohlan -- wir werden eine ganze ,menge dabei lernen4 ,auf ,grund der ,untersuchungen von ,woodruff waren wir frher zur ,ansicht gelangt1 da die ,einzelligen unsterblich sind4 ,die ,beobachtungen von ,maupas1 ,calkins und ,richard ,hertwig haben uns anscheinend das ,gegenteil gezeigt1 -- da auch die ,einzelligen alt werden und sterben4 ,wenn wir nun diesen ,widerspruch lsen wollen1 mssen wir zunchst der ,frage nachgehen1 ob nicht vielleicht die ,versuchsbedingungen bei ,woodruff auf der einen ,seite und bei ,maupas1 ,calkins und ,richard ,hertwig auf der andern ,seite verschieden gewesen sind4 ,das ist tatschlich der ,fall gewesen4 ,woodruff hat1 wie wir schon frher erfahren haben1#c die ,tochterzellen nach jeder ,teilung in frische ,nhrlsung gebracht4 ,so ist es ihm denn gelungen1 mehr als #cjjj ,generationen von ,pantoffeltierchen im ,laufe von fnf ,jahren zu zchten1 ohne da seine ,versuchstiere in einen ,depressionszustand verfallen wren oder ,altersvernderungen zeigten4 ,anders aber in den ,versuchen von ,maupas1 ,calkins und ,richard ,hertwig4 ,hier verblieben die ,tiere ber mehrere ,tage hinaus in derselben ,nhrlsung4 ,was hat aber dieser ,unterschied in den ,versuchsbedingungen zu bedeuten8 ,auf den ersten ,blick mag es dem ,laien scheinen1 da das doch eigentlich gar nichts zu sagen habe4 ,aber1 wie wir heute wissen1 hat das fr den ,betrieb des ,stoffwechsels der ,pantoffeltierchen in der ,nhrlsung sehr viel zu bedeuten4 ,in die ,nhrlsung gelangen die ,stoffwechselprodukte hinein1 die im ,stoffwechsel der in ihr lebenden ,pantoffeltierchen gebildet werden1 die ,schlacken1 die im ,leben einer jeden ,zelle entstehen4 ,diese ,schlacken mssen aus den ,zellen herausgeschafft werden1 wenn die ,zellen nicht geschdigt werden sollen4 ,genau so1 wie die ,asche aus der ,dampfmaschine entfernt werden mu1 wenn der ganze komplizierte ,apparat der ,dampfmaschine nicht bald in die ,brche gehen soll4 ,wenn aber die ,stoffwechselprodukte der ,zellen sich im ,laufe einiger ,zeit in der ,nhrlsung anhufen1 so wird es dadurch den ,zellen schwer gemacht1 sich ihrer ,stoffwechselprodukte zu entledigen4 ,denn je mehr ,schlacken in der ,nhrlsung schon enthalten sind1 desto schwieriger geht die ,ausscheidung der ,schlacken aus den ,zellen vor sich4 ,worauf diese ,schwierigkeit beruht1 das ist eine ,frage fr sich4 ,hier ist fr uns nur wichtig festzuhalten1 da eine ,anhufung von ,stoffwechselprodukten in der ,nhrlsung eine ,anhufung von ,schlacken auch in den ,zellen bedingen mu4 ,die ,anhufung von ,stoffwechselprodukten aber strt den ,ablauf des ,stoffwechsels der ,zelle1 strt den ,ablauf des ,lebens und bringt die ,tiere um4 #c ,vgl4 ,s4 #bf4 ,wenn diese ,betrachtungen richtig sind1 dann wre der ,widerspruch1 der uns beunruhigte1 gelst und die ,unsterblichkeit der ,einzelligen gerettet4 ,das1 was ,maupas1 ,calkins und ,richard ,hertwig an ,altersvernderungen oder an ,depressionszustnden bei den ,einzelligen beobachtet haben1 wre dann kein ,altern und kein ,zustand1 wie er in den ,lauf der ,dinge im ,leben der ,einzelligen unbedingt hineingehrte1 sondern eine krankhafte ,strung wie tausend andere auch1 die die ,zelle tten knnen4 ,da mssen wir schon genau zusehen1 ob all das1 was man an ,altersvernderungen oder an ,depressionszustnden bei den ,einzelligen beobachtet hat1 wirklich auf eine ,anhufung von ,stoffwechselprodukten und auf eine dadurch bedingte ,schdigung der ,zellen zurckgefhrt werden knnte4 ,ausgedehnte ,versuche ber die ,art und ,weise1 wie die ,nhrlsung die ,pantoffeltierchen zu beeinflussen vermag1 wenn die ,stoffwechselprodukte sich in ihr anhufen1 darber1 wie die ,stoffwechselprodukte1 wenn sie nicht regelrecht aus dem ,krper ausgeschieden werden1 die ,einzelligen schdigen1 verdanken wir wiederum ,woodruff4 ,wir werden spter noch sehen1 wie diese ,versuche von ,woodruff die ,lehre vom ,tode des vielzelligen ,organismus in ganz hervorragender ,weise gefrdert haben4 ,zunchst aber wollen wir die nackten ,tatsachen kennen lernen1 die ,woodruff hier festgestellt hat4 ,der grundlegende ,versuch1 mit dem ,woodruff gewissermaen schon alle seine weitern ,versuche vorweggenommen hatte1 bestand in folgendem4 ,die zwei ,tochterzellen eines ,pantoffeltierchens1 das schon der #ajba4 ,ur 444 ,urenkel eines wilden ,pantoffeltierchens war1 wurden jede unter verschiedenen ,bedingungen weitergezchtet4 ,whrend die ,tochterzellen der einen ,stammzelle nach jeder neuen ,teilung in frische ,nhrlsung gebracht wurden1 blieben die ,tochterzellen der andern ,stammzelle jeweils mehrere ,generationen hindurch1 mehrere ,tage lang1 in ein und derselben ,nhrlsung1 genau so wie das in den ,versuchen von ,calkins der ,fall war4 ,schon bald nachdem die beiden ,stamm-,tochterzellen in verschiedene ,lebensbedingungen gekommen waren1 war die ,teilungsgeschwindigkeit bei demjenigen ,stamm1 bei welchem die ,nhrlsung nicht so hufig frisch gewechselt wurde1 geringer geworden4 ,ganz augenfllig wurde der ,unterschied im ,verhalten der beiden ,stmme einige ,monate spter1 wo die ,teilungsgeschwindigkeit bei dem zweiten ,stamm mehr und mehr zu sinken begann4 ,die ,pantoffeltierchen teilten sich jetzt nur etwa alle zwei ,tage einmal4 ,bald hrten die ,tiere des zweiten ,stammes ganz auf sich zu teilen und starben1 whrend die ,tiere des ersten ,stammes noch genau so munter waren wie vor vier ,monaten1 als der ,versuch begonnen hatte4 ,im ersten ,stamm hatte es im ,laufe der #ajg ,tage1 die der ,versuch whrte1 #agi ,generationen gegeben1 im zweiten ,stamm blo #ach ,generationen4 ,dieser ,versuch von ,woodruff sagt uns eine ganze ,menge4 ,ein wildes ,pantoffeltierchen hatte sich fortlaufend #ajba mal geteilt1 hatte #ajba ,generationen erzeugt1 solange die ,tochterzellen nach jeder neuen ,teilung in frische ,nhrlsung gebracht wurden4 ,und die ,nachkommen dieses #ajba4 ,ur 444 ,urenkels waren noch #agi ,generationen lang so munter wie je zuvor4 ,hatte man es aber unterlassen1 die ,tiere nach jeder ,teilung in frische ,nhrlsung zu bringen1 so nahm die ,teilungsgeschwindigkeit allmhlich ab3 statt #agi ,generationen wurden in demselben ,zeitraum #ach erzeugt und die ,tiere gingen schlielich zugrunde4 ,warum8 ,aus ,altersschwche htte ,maupas gesagt4 ,weil sie in einem ,depressionszustand waren1 der in die ,lebensgeschichte eines jeden ,pantoffeltierchens normalerweise hineingehrt1 htte ,calkins behauptet4 ,woodruffs ,doppelversuch sagt uns aber1 da diejenigen ,pantoffeltierchen1 die im ,laufe der ,generationen an ,teilungsfhigkeit einbten und schlielich starben1 einfach geschdigt worden waren dadurch1 da man es unterlassen hatte1 die ,tiere nach jeder ,teilung in frische ,nhrlsung zu bringen4 ,was ,maupas und ,calkins an ,altersschwche und ,depression bei ,einzelligen beobachtet haben1 war also wirklich nichts anderes als eine ,schdigung der ,tiere durch die ,nhrlsung1 in der ihre ,versuchstiere ber mehrere ,generationen hinaus verbleiben muten4 ,es brauchen also die ,pantoffeltierchen gar nicht unbedingt zu altern und die ,depression gehrt gar nicht unbedingt in die ,lebensgeschichte eines ,pantoffeltierchens hinein4 ,es ist allerdings sehr wahrscheinlich1 da die ,pantoffeltierchen auch in der freien ,natur ,schdigungen unterliegen1 wie in den ,versuchen von ,maupas und ,calkins und da es dabei zu ,depressionszustnden bei ihnen kommen mu1 wie sie ,maupas und ,calkins bei ihren ,versuchstieren beobachtet haben4 ,aber dadurch wird nichts an der ,tatsache gendert1 da1 wie die ,versuche von ,woodruff uns gezeigt haben1 dieses ,altern und diese ,depression nicht unbedingt in den ,lebenslauf des ,pantoffeltierchens hineingehren und da das ,pantoffeltierchen1 wenn es von allerlei ,schdigungen frei bleibt1 wirklich unsterblich ist4 ,da es in einer ,nhrlsung1 in der die ,versuchstiere einige ,zeit drin bleiben1 von ,bakterien wimmelt1 die den ,pantoffeltierchen als ,nahrung dienen1 so kann die ,schdigung der ,pantoffeltierchen in der ,nhrlsung nicht auf einem ,nahrungsmangel beruhen1 worauf wir brigens schon bei der ,beschreibung der ,versuche von ,maupas hingewiesen haben4 ,es bleibt nur eine ,annahme brig3 da die ,pantoffeltierchen in einer solchen ,nhrlsung geschdigt werden durch ,stoffe1 die sie selber in die ,nhrlsung hineinbringen1 durch ,stoffwechselprodukte oder durch ,schlacken1 die in ihrem ,stoffwechsel entstehen4 ,woodruff hat durch zahlreiche weitere ,versuche diese ,annahme gesttzt4 ,er hielt seine ,pantoffeltierchen in verschieden groen ,tropfen-,aquarien1 die zwei1 fnf1 zwanzig und vierzig ,tropfen ,nhrlsung fassen konnten1 und es zeigte sich1 da die ,teilungsgeschwindigkeit seiner ,versuchstiere um so grer war1 je mehr ,tropfen ,nhrlsung ihr ,aquarium enthielt4 ,diese ,versuche sagen uns1 da die ,teilungsgeschwindigkeit um so grer ist1 je leichter es fr die ,pantoffeltierchen ist1 sich ihrer ,schlacken zu entledigen3 es ist eben fr die ,pantoffeltierchen um so leichter ihre ,schlacken nach auen abzugeben1 je grer die ,flssigkeitsmenge ist1 von der sie umsplt werden und in der sich die ,abfallstoffe verteilen knnen4 ,wir mssen an dieser ,stelle auch eines etwas lteren ,versuches von ,ptter gedenken1 in dem eine noch strkere ,anhufung von ,schlacken im ,aquarium-,wasser erzielt wurde4 ,ptter brachte eine grere ,anzahl von ,pantoffeltierchen in einem kleinen ,tropfen ,wasser unter das ,mikroskop4 ,obgleich die ,tiere genug ,sauerstoff bekamen -- denn ,ptter lie den ,wassertropfen an der ,luft stehen -- wurden die vielen ,pantoffeltierchen1 die in dem ,wassertropfen beisammen waren1 schon im ,verlauf weniger ,stunden soweit geschdigt1 da sie aufhrten1 mit den ,wimpern zu schlagen und schlielich stillstanden4 ,genau so1 wie wenn man die ,tiere z4 ,b4 mit ,alkohol vergiftet4 ,brachte ,ptter normale ,tiere in den ,tropfen mit den geschdigten ,tieren hinein1 so wurden die frischen ,tiere schon innerhalb eines viel krzern ,zeitraums geschdigt4 bertrug ,ptter die geschdigten ,tiere aus ihrem ,wassertropfen in frisches ,wasser1 so erholten sich die ,pantoffeltierchen wieder -- vorausgesetzt natrlich1 da ihre ,schdigung noch nicht zu weit gegangen war4 ,dieser ,versuch von ,ptter sttzt in ausgezeichneter ,weise die ,annahme1 da die ,altersvernderungen und die ,depressionszustnde1 wie sie ,maupas1 ,calkins und ,richard ,hertwig im ,gegensatz zu den ,befunden von ,woodruff bei den ,einzelligen festgestellt haben1 auf einer ,schdigung der ,tiere durch ,stoffwechselprodukte beruhen1 die sich in der ,nhrlsung anhufen1 wenn man die ,tiere mehr oder weniger lange ,zeit in ein und derselben ,nhrlsung belt4 ,denn in dem ,versuch von ,ptter1 wo die ,tiere innerhalb weniger ,stunden oder eines noch krzeren ,zeitraumes geschdigt wurden1 kann es sich doch nur um eine ,wirkung von ,stoffwechselprodukten handeln4 ,von einem ,nahrungsmangel kann innerhalb eines so kurzen ,zeitraumes unmglich die ,rede sein4 ,auch sterben ,pantoffeltierchen aus ,hunger unter anderen ,erscheinungen ab4 ,und auerdem erholten sich ja die ,tiere in frischem ,wasser wieder4 ,woodruff hat schlielich ,versuche verffentlicht1 die uns mit unleugbarer ,sicherheit sagen1 da die schdigende ,wirkung eines ,aufenthaltes in nicht frischen ,nhrlsungen ausschlielich auf einer berhufung der ,nhrlsung mit ,stoffen beruht1 die aus dem ,stoffwechsel der ,zellen stammen4 ,woodruff hat sich nmlich gefragt1 ob die ,stoffwechselprodukte1 die von den verschiedenen ,verwandten des ,pantoffeltierchens ausgeschieden werden1 schdigend auch auf unser ,pantoffeltierchen wirken4 ,er hielt die eine ,tochterzelle des ,pantoffeltierchens1 das den wissenschaftlichen ,namen ,paramaecium aurelia trgt1 in frischer ,nhrlsung1 die andere ,tochterzelle in einer ,nhrlsung1 die von ,schlacken erfllt war1 die von ,paramaecium caudatum stammten4 ,die beiden ,pantoffeltierchen-,arten sind einander sehr hnlich1 sie sind miteinander sehr nahe verwandt4 ,woodruff fand1 da die ,schlacken von ,paramaecium aurelia auf ,paramaecium caudatum genau so wirken1 wie die ,schlacken von ,paramaecium aurelia selber4 ,in der mit ,schlacken von ,paramaecium caudatum erfllten ,nhrlsung sank die ,teilungsgeschwindigkeit von ,paramaecium aurelia sofort ab1 bis schlielich die ,tiere in dieser ,nhrlsung zugrunde gingen4 ,nun benutzte aber ,woodruff fr weitere ,versuche eine ,nhrlsung1 in der ein entfernterer ,verwandter des ,pantoffeltierchens1 die sogenannte ,pleurotricha gehalten worden war4 ,und siehe da6 ,in der ,nhrlsung1 die mit den ,stoffwechselprodukten von ,pleurotricha erfllt war1 gediehen die ,pantoffeltierchen vllig normal4 ,nun machte ,woodruff folgenden ,kreuzversuch4 ,er zchtete die ,tochterzellen von ,pleurotricha3 die eine ,tochterzelle in frischer ,nhrlsung1 die andere in einer ,nhrlsung1 die mit den ,stoffwechselabfllen von ,pantoffeltierchen erfllt war4 ,in der ,nhrlsung1 die mit den ,stoffwechselprodukten von ,pantoffeltierchen erfllt war1 gediehen die ,pleurotricha-,tiere vllig normal4 ,diese ,versuche sagen uns1 da die schdigende ,wirkung einer ,nhrlsung1 in der ,pantoffeltierchen lange verbleiben1 einzig und allein darauf beruhen kann1 da sich ,stoffe in der ,nhrlsung anhufen1 die die ,tiere in ihrem ,stoffwechsel selber produzieren4 ,nach alledem ist uns klar1 da das ,altern oder die ,depression1 die die ,pantoffeltierchen nach einer ,reihe von ,generationen erleiden1 auf einer ,schdigung durch ,stoffwechselprodukte beruhen1 die von den ,tieren selber erzeugt werden4 99 99 99 99 99 ,unsere ,betrachtungen fhren uns also dahin1 da die eigentmlichen ,vernderungen1 die ,maupas1 ,calkins1 ,richard ,hertwig und andere ,forscher an den ,einzelligen nach einer ,anzahl von ,teilungen oder ,generationen beobachtet haben1 nicht ,altersvernderungen sind1 wie sie in die ,lebensgeschichte einer ,zelle unbedingt hineingehren1 sondern da sie auf einer ,schdigung beruhen1 die durch eine ,anhufung von ,stoffwechselprodukten in der ,zelle hervorgerufen werden4 ,man knnte nun meinen1 da somit die ,untersuchungen von ,maupas1 ,calkins und ,richard ,hertwig in gar keiner ,beziehung zum groen ,problem des natrlichen ,todes stnden1 und da wir vielleicht besser getan htten1 den ,leser1 der auf eine ,antwort ber den natrlichen ,tod1 ber den ,tod aus ,altersschwche wartet1 mit all diesen ,dingen zu verschonen4 ,aber die ,sache liegt eben so1 da alle diese ,untersuchungen fr das ,problem des natrlichen ,todes von einschneidender ,bedeutung sind4 ,wenn wir sagen sollen1 was die ,vernderungen sind1 die ,maupas und ,calkins als ,altersvernderungen oder ,depression an ihren ,tieren beobachtet haben1 so ist es1 ganz allgemein1 ein allmhlich zunehmender ,zellschwund1 der sich im ,laufe der ,generationen bemerkbar macht4 ,man werfe nur einen ,blick auf ,maupas' ,zahlen und auf die ,abbildungen1 die uns die ,grenabnahme der ,einzelligen im ,laufe der ,generationen in den ,versuchen von ,maupas zum ,ausdruck bringen4#d ,auch ,calkins und andere ,forscher haben gefunden1 da die ,depression der ,einzelligen durch eine ,grenabnahme der ,zelle gekennzeichnet ist4 ,sobald die ,grenabnahme weit genug fortgeschritten ist1 tritt der ,zeitpunkt ein1 wo die ,zelle stirbt4 ,die ,tatsache1 da die ,zellen nach einer ,reihe von ,generationen an ,gre abnehmen1 mssen wir in dem ,sinne auffassen1 da im ,stoffwechsel der ,zellen eine ,strung eingetreten war1 die es ihnen dauernd unmglich gemacht hat1 genug an ,stoffen von auen aufzunehmen1 um den ,stoffverbrauch1 der im ,stoffwechsel geschieht1 zu decken4 ,wir wissen aus unsern ,betrachtungen1 da diese ,strung im ,stoffwechsel der ,einzelligen auf einer berladung ihres ,krpers mit ,stoffwechselprodukten beruht4 #d ,vgl4 ,seite #ec4 ,auf der anderen ,seite wissen wir aus frheren ,errterungen1 da die ,vernderungen1 die die ,zellen des alternden ,zellenstaates erfahren1 eine ,atrophie1 ein richtiger ,zellschwund sind4 ,und wir hatten es als unsere ,aufgabe bezeichnet1 diese ,altersatrophie der ,zellen im ,zellenstaat in letzter ,linie auf eine ,strung in ihrem ,stoffwechsel zurckzufhren1 die im ,laufe des ,lebens der ,zellen im ,zellenstaat sich immer mehr und mehr bemerkbar macht4 ,nach den vorhergegangenen ,feststellungen mssen wir uns nun fragen1 ob nicht auch die ,altersatrophie der ,zellen im ,zellenstaat auf einer berladung der ,zellen mit ,stoffwechselprodukten beruhen knnte4 ,wir haben hier einen ,zellverband vor uns1 in dem viele ,zellen zusammenleben4 ,vielleicht liegt nun hier die ,sache so1 da die ,zellen im ,zellverband nicht so recht die ,mglichkeit haben1 die ,schlacken ihres ,stoffwechsels nach auen abzugeben -- genau so wie die ,pantoffeltierchen in den ,versuchen von ,maupas und ,calkins4 ,gelingt es uns1 den ,nachweis zu fhren1 da im ,laufe des ,lebens in den ,zellen des ,zellenstaates eine ,anhufung von ,schlacken stattfindet1 die wegen des ,zusammenlebens der ,zellen im ,zellverband nicht schnell genug aus den ,zellen herausgeschafft werden knnen1 so sind wir im ,problem des natrlichen ,todes der vielzelligen ,tiere ein gut ,stck vorwrts gekommen3 wir htten dann eine ,strung im ,stoffwechsel der ,zellen im ,zellenstaat aufgedeckt1 die die ,altersatrophie der ,zellen hervorruft und schlielich die ,zellen und damit den ganzen ,zellenstaat zugrunde richtet4 ,sehen wir also zu1 ob dieser ,nachweis mglich ist4 ,suchen werden wir vor allem in den ,nervenzellen3 denn wir wissen schon1 da die ,nervenzellen allen andern ,zellen im ,zellenstaat im ,altwerden vorausgehen4 #i4 ,jugend und ,alter der ,nervenzellen4 ,die ,nervenzellen wollen wir besonders ins ,auge fassen1 weil wir uns berzeugt haben1 da die ,altersvernderungen1 die das ,gehirn erfhrt1 sehr betrchtlich sind1 und weil sich uns ergeben hat1 da das ,versagen bestimmter ,teile des ,gehirnes das schnelle ,hinsterben der andern gealterten ,zellen des ,zellenstaates einleitet4 ,eine ganze ,anzahl von ,forschern hat sich mit der ,frage befat1 worin die ,vernderungen bestehen1 die die ,nervenzellen im ,alter erfahren4 ,da sie im hohen ,alter an ,gre abnehmen1 wissen wir schon4 ,aber noch eine andere ,vernderung hat man an den gealterten ,nervenzellen beobachtet1 und diese interessiert uns hier ganz besonders4 ,es ist das groe ,verdienst von ,mhlmann1 einem russischen ,forscher1 unsere ,erkenntnis ber die ,altersvernderungen der ,nervenzellen in beinahe zwanzigjhriger mhseliger ,forscherarbeit gefrdert zu haben4 ,man hatte gefunden1 da in den ,nervenzellen alter ,leute kleine1 fettglnzende ,krnchen und dunkle ,stubchen oder ,pigment vorkommen1 und man nahm zunchst an1 da das ,vorkommen von ,fettkrnchen und ,pigment in den ,nervenzellen mit irgendwelchen ,krankheiten der alten ,leute zusammenhngen msse4 ,hier haben nun die ,untersuchungen von ,mhlmann eingegriffen4 ,er beschrnkte sich nicht darauf1 die ,nervenzellen blo alter ,leute auf ihren ,gehalt an den fraglichen ,fett- und ,pigment-,krnchen zu untersuchen4 ,er untersuchte auch die ,nervenzellen von ,menschen1 die schon in jugendlichem ,alter gestorben waren4 ,so hat er im ,laufe der ,zeit die ,nervenzellen von ,leuten untersucht1 die im ,alter von #a1 #b1 #c1 #h1 #ae1 #ah1 #ai1 #bd1 #bf1 #bi1 #ch1 #dh1 #ec1 #fj1 #gj1 #hc und #ij ,jahren gestorben waren1 und es hat sich dabei folgendes herausgestellt4 ,wenn man die ,nervenzellen von ,kindern mit dem ,mikroskop untersucht1 so findet man in manchen ,zellen kleine glnzende ,krnchen1 die ber den ganzen ,zelleib verstreut sind4 ,betupft man das ,stckchen ,rckenmark oder ,gehirn1 das man auf einem ,glasplttchen unter dem ,mikroskop liegen hat1 mit einem ,tropfen der sogenannten ,osmiumsure1 so werden die glnzenden ,krnchen schwarz 7,abb4 #bc74 ,osmiumsure hat die ,fhigkeit1 fettartige ,stoffe zu schwrzen4 ,wir mssen darum annehmen1 da diese ,krnchen aus ,fett bestehen4 ,betupfen wir nun ein ,stckchen ,gehirn oder ,rckenmark mit ,alkohol oder ther1 so verschwinden die glnzenden ,krnchen3 ,alkohol und ther haben die ,fhigkeit1 ,fett aufzulsen4 ,folglich ist unsere ,vermutung1 da die glnzenden ,krnchen in den ,nervenzellen aus einem fetthnlichen ,stoff bestehen1 besttigt4 ,wie uns die ,abbildung zeigt1 sind die ,krnchen bei jugendlichen ,personen nicht in allen ,zellen enthalten1 und in den einen ist ihre ,zahl grer1 in den andern geringer4 ,aber wenn man ein ,stckchen ,rckenmark oder ,gehirn mit dem ,mikroskop untersucht1 so findet man in der einen oder anderen ,zelle doch solche ,krnchen in den ,nervenzellen1 auch wenn es sich um die ,leichen von ,kindern handelt1 die kaum ein ,jahr alt geworden sind4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,nervenzellen aus dem ,rckenmark eines im ,alter von #c ,jahren verstorbenen ,knaben4 ,die mit ,osmiumsure schwarz gefrbten ,krnchen sind ber die ganze ,zelle verstreut4 ,manche ,zellen sind von ,krnchen ganz frei4 7,in manchen ,zellen hat der ,schnitt den ,zellkern nicht mitgetroffen74 ,untersucht man die ,nervenzellen von ltern ,personen1 z4 ,b4 im ,alter von #af und #ai ,jahren 7,abb4 #bd u4 #be71 so findet man1 da hier die ,krnchen schon in grerer ,anzahl in den ,zellen vorhanden sind4 ,sie liegen hier viel dichter in den ,zellen1 und die ,zahl der ,zellen1 in denen die ,krnchen vorkommen1 ist grer als bei kleinen ,kindern4 ,auerdem kann der ,untersucher feststellen1 da die ,krnchen1 auch wenn man sie nicht erst mit ,osmiumsure frbt1 schon an und fr sich ein dunkleres ,aussehen haben1 die ,krnchen sind dunkelbraun bis schwarz geworden1 und man mu sie jetzt als ,pigment bezeichnen4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,nervenzellen eines #af;jhrigen ,mannes4 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,nervenzellen einer #ai;jhrigen ,frau4 ,im hheren ,alter liegen die nunmehr ganz dunklen ,pigmentkrnchen in dichten ,haufen beisammen1 wie uns die ,abb4 #bf zeigt1 die uns eine ,nervenzelle einer #hj;jhrigen ,frau vor ,augen fhrt4 ,man kann hier die einzelnen ,pigmentkrnchen gar nicht mehr zhlen1 so gro ist die ,zahl der dicht beisammen liegenden ,krnchen4 ,manchmal nehmen bei alten ,leuten die ,pigmentkrnchen beinahe die ganze ,zelle ein1 so da nur ein schmaler ,saum von ,protoplasma in der ,zelle von ihnen frei bleibt 7,abb4 #bg74 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,nervenzelle aus dem ,rckenmark einer #hj;jhrigen ,frau4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,nervenzelle einer #hj;jhrigen ,frau4 ,schematisiert4 ,wie bei ,menschen1 so sieht man auch bei ,tieren mit zunehmendem ,alter die ,fett- und ,pigmentkrnchen sich in den ,nervenzellen hufen4 ,mhlmann hat die ,nervenzellen vom ,meerschweinchen1 von der ,kuh1 der ,maus1 dem ,papagei u4 a4 auf ihren ,gehalt an ,fett- und ,pigmentkrnchen untersucht4 ,stets waren sie vorhanden1 wie uns die ,abb4 #bh u4 #bi fr die ,kuh und fr die ,maus zeigen4 ,sehr schn ist der ,unterschied zwischen der jugendlichen und gealterten ,nervenzelle auf den ,abb4 #cj u4 #ca zu sehen3 die ,fettkrnchen fehlen bei dem neugeborenen ,meerschweinchen1 whrend sie bei dem #b #a_/b ,jahre alten ,meerschweinchen in betrchtlicher ,zahl vorhanden sind4 ,ebenso beim jngern und ltern ,papagei 7,abb4 #cb u4 #cc74 ,zuweilen findet man die ,pigmentkrnchen auch in dem ,kern der ,zelle liegen 7,abb4 #bh74 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,nervenzelle aus dem ,rckenmark einer zweijhrigen ,kuh4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,nervenzelle aus dem ,rckenmark einer zweijhrigen ,maus4 ,stark schematisiert4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,nervenzelle eines #a ,monat alten ,meerschweinchens4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,nervenzelle eines #b #a_/b ,jahre alten ,meerschweinchens4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,nervenzelle eines etwa #ab ,jahre alten ,papageis4 ,stark schematisiert4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,nervenzelle eines alten ,papageis4 ,schematisiert4 ,abbildungen #bc bis #cc nach ,mhlmann4 ,in manchen ,gebieten des ,nervensystems hufen sich die ,fettkrnchen1 die allmhlich zu dunklen ,pigmentkrnchen geworden sind1 frher an als in andern1 z4 ,b4 in manchen ,zellgruppen1 die bei der ,regulierung der ,herzmuskelarbeit und der ,arbeit der ,atemmuskeln mittun4 ,fassen wir zusammen1 was uns die ,untersuchungen von ,mhlmann gelehrt haben1 so lt sich sagen1 da in den ,nervenzellen schon in der frhen ,jugend ,fettkrnchen auftreten1 die mit dem ,alter an ,menge mehr und mehr zunehmen1 bis sie schlielich beinahe die ganze ,zelle erfllen4 ,pigmentkrnchen hat man auch in den gealterten ,zellen aller anderen ,organe nachgewiesen4 ,besonders auffallend ist die ,ablagerung eines brunlichen ,pigmentes in den ,herzmuskelzellen4 ,was hat diese ,einlagerung von ,pigment in den ,zellen zu bedeuten8 ,diese ,frage zu beantworten1 ist nicht leicht4 ,nur ,vermutungen knnen wir darber anstellen4 ,man kennt die ,tatsache1 da im ,stoffwechsel mancher ,formen der lebendigen ,substanz1 z4 ,b4 bei ,bakterien und bei manchen ,wirbellosen1 ,stoffe entstehen1 die in die chemische ,gruppe der ,fettsuren hineingehren4 ,unter gewissen ,umstnden1 wie bei ,krankheiten1 entstehen auch im ,stoffwechsel des ,menschen ,fettsuren1 z4 ,b4 bei der ,zuckerkrankheit4 ,fettsuren nun vereinigen sich mit ,glyzerin zu ,fett4 ,gibt man einem ,tier grere ,mengen von ,fettsuren ein1 so findet man nach einigen ,stunden in der ,lymphe des ,tieres zahlreiche ,fettkgelchen4 ,das sagt uns1 da die ,zellen des tierischen ,organismus die ,fhigkeit besitzen1 ,glyzerin herzustellen1 das sich dann mit den ,fettsuren zu ,fett vereinigt4 ,man knnte sich daraufhin vorstellen1 da die fettglnzenden ,krnchen1 die man in den ,zellen des ,organismus von der frhesten ,jugend an sich bilden sieht und die1 wie wir uns oben berzeugt haben1 jedenfalls ,trpfchen eines fetthnlichen ,stoffes sind1 in folgender ,weise entstehen4 ,in den ,zellen unseres ,krpers werden im ,stoffwechsel vielleicht auch schon normalerweise ,fettsuren gebildet1 die aber im weiteren ,verlauf der stofflichen ,umsetzungen in den ,zellen aus diesen herausgeschafft werden1 indem sie zu ,kohlensure und ,wasser1 den ,endprodukten des ,stoffwechsels1 verbrannt werden4 ,nun nehmen wir an1 da es mit der ,abfuhr der ,stoffwechselprodukte aus den ,zellen des ,zellenstaates gar nicht so gut bestellt ist1 wie es sein sollte4 ,dann werden ,stoffwechselprodukte in den ,zellen liegen bleiben1 obgleich sie hier nicht mehr hineingehren4 ,die ,umsetzungen in den ,zellen werden eine ,einbue erleiden und die ,weiterverarbeitung der ,fettsuren wird nicht gut genug vonstatten gehen knnen4 ,es wird ein ,rest von ,fettsuren in den ,zellen zurckbleiben4 ,die ,fettsuren werden zu einer fetthnlichen ,substanz verarbeitet werden -- das ,glyzerin1 das die ,zellen dazu ntig haben1 knnen sie ja selber herstellen4 ,wenn dieser ,gedankengang richtig ist1 dann drfen wir die fettglnzenden ,krnchen oder die ,pigmentkrnchen1 in die sich die fettglnzenden ,krnchen in den ,nervenzellen im ,laufe der ,zeit umwandeln1 als ,stoffwechselprodukte auffassen1 die sich in den ,zellen sammeln1 weil die ,abfuhr der ,stoffwechselprodukte aus den ,zellen im ,zellenstaat nicht ergiebig genug vonstatten geht4 ,doch wir drfen nicht vergessen1 da alle diese ,einzelheiten ganz und gar nur ,vermutungen sind4 ,der wirkliche ,sachverhalt kann auch anders sein1 die ,pigmentkrnchen knnen in den ,zellen auch auf eine andere ,weise entstanden sein4 ,wie dem aber auch sei3 wir kommen um die ,tatsache nicht herum1 da in den ,zellen unseres ,krpers1 vornehmlich in den ,nervenzellen und in den ,herzmuskelzellen -- aber auch in allen andern ,zellen sonst --1 ,pigmentkrnchen1 aus fetthnlichen ,stoffen entstanden1 sich hufen und da diese ,krnchen wahrscheinlich ,stoffwechselprodukte der ,zellen oder ,schlacken des ,stoffwechsels schlechtweg sind4 ,und jetzt gedenken wir all der ,dinge1 die wir uns aus der ,lebensgeschichte eines ,pantoffeltierchens haben erzhlen lassen4 ,wir waren dahin gekommen1 da das sonst unsterbliche ,pantoffeltierchen altert und stirbt1 wenn sich ,schlacken in seinem ,zelleib ansammeln4 ,das ,pantoffeltierchen verfllt dabei einer ,atrophie1 die mit der ,altersatrophie im ,zellenstaat verglichen werden kann4 ,nun ist uns die ,tatsache vertraut geworden1 da auch in den ,zellen des ,zellenstaates sich im ,laufe des ,lebens ganz allmhlich ,schlacken ansammeln4 ,was ist da durchsichtiger1 als da die ,altersatrophie der ,zellen im ,zellenstaat in derselben ,weise zustandekommt wie die ,depression und die ,atrophie des ,pantoffeltierchens8 ,die ,schlacken1 die sich mehr und mehr in der ,zelle hufen1 stren den ,stoffwechsel der ,zellen1 die ,zellen nehmen allmhlich an ,masse ab1 sie werden atrophisch -- bis sie schlielich zusammenbrechen1 genau so wie das ,pantoffeltierchen und seine ,verwandten in den ,versuchen von ,maupas und ,calkins4 ,wir werden also dahin gefhrt1 da die im ,leben entstehenden ,stoffwechselprodukte wahrscheinlich nicht sorgfltig genug aus den ,zellen1 die im ,zellverband beisammenleben1 herausgeschafft werden knnen1 da sie sich mehr und mehr in den ,zellen hufen1 den ,stoffwechsel der ,zellen stren und eine ,atrophie der ,zellen hervorrufen4 ,und sobald die ,anhufung der ,schlacken in den ,nervenzellen und damit die ,atrophie der ,nervenzellen weit genug fortgeschritten ist1 sind diese ,zellen nicht mehr auf ihrem ,posten1 sie versagen im ,dienst4 ,wir ben die geistige ,frische ein1 wir werden alt4 ,es kommt schlielich der ,zeitpunkt1 wo auch diejenigen ,nervenzellen versagen1 die ,atmung und ,herzttigkeit regulieren4 ,die alten ,herzmuskelzellen und auch alle andern ,zellen im ,krper sind gleichfalls nicht mehr so recht auf ihrem ,posten4 ,atmung und ,herzschlag stehen still -- das ,sterben der ,zellen im ,zellenstaat beginnt4 ,aber wieso kommt es1 da die ,stoffwechselprodukte der ,zellen des ,zellenstaates nicht so sorgfltig herausgeschafft werden1 wie aus dem ,zelleib des ,pantoffeltierchens8 ,da mssen wir daran denken1 da so ein ,pantoffeltierchen eine freilebende ,zelle ist1 die von allen ,seiten vom ,wasser1 in dem es lebt1 umsplt wird4 ,unter solchen ,umstnden geht es mit der ,ausscheidung der ,stoffwechselprodukte sehr leicht4 ,bei den ,zellen aber im ,zellenstaat mute die ,sache schwieriger werden4 ,allerdings1 auch die ,zellen im ,zellenstaat leben im ,wasser1 in flieendem ,wasser1 denn wir nehmen alle ,tage ein paar ,liter ,wasser auf und erneuern so im ,laufe von lngstens drei ,wochen alles ,wasser unseres ,krpers4 ,aber die ,zellen im ,zellenstaat sind mit ,bezug auf das ,wasser1 das sie umsplt1 doch schlechter bestellt als das freilebende ,pantoffeltierchen4 ,nur die wenigsten ,zellen im ,zellenstaat werden von den ,krperflssigkeiten1 vom ,blut und von der ,lymphe1 unmittelbar umsplt4 ,die meisten ,zellen im ,zellenstaat1 die in groen ,haufen beisammenliegen1 knnen mit dem ,blut und der ,lymphe nur durch ,vermittlung benachbarter ,zellen verkehren1 die dem ,blute nher sind oder direkt von diesem umsplt werden4 ,da ist es leicht begreiflich1 da die ,abfuhr der ,schlacken im ,zellenstaat nicht so sorgfltig vonstatten gehen kann wie beim ,pantoffeltierchen1 das sich frei im ,wasser tummelt4 ,und die ,zellen des ,zellenstaates sind in derselben ,lage wie ein ,pantoffeltierchen1 dem man nicht hufig genug das ,wasser wechselt4 ,und sie gehen zugrunde1 weil sie mit den ,schlacken des ,stoffwechsels berladen werden4 ,dann kommt noch hinzu1 da das weiche bindegewebige ,daunenbett der ,blutgefe im ,laufe der ,zeit hart geworden ist3 das alt gewordene ,bindegewebe macht die ,blutgefe starr und strt die prompte ,zufuhr von ,blut zu den ,zellen im ,krper4 ,und so ergibt sich uns der ,schlu3 ,im ,zusammenleben der ,zellen im ,zellverband liegen die ,bedingungen fr den ,tod des vielzelligen ,organismus1 fr den natrlichen ,tod aus ,altersschwche1 der sich mit eiserner ,notwendigkeit aus dem ,leben der ,zellen im ,zellenstaat entwickelt4 ,die ,schlacken des brennenden ,lebensfeuers der ,zellen im ,zellenstaat bringen das ,leben allmhlich zum ,stillstand4 ,der ,zellenstaat bringt sich selber um4 ,mit ,bezug auf die ,bedeutung1 die die ,nervenzellen fr das ,zustandekommen des ,todes haben sollen1 ist ein ,einwand mglich4 ,ribbert selbst hat diesen ,einwand in ansprechender ,weise diskutiert4 ,man knnte nmlich behaupten1 da die ,atrophie der ,nervenzellen doch nicht immer daran schuld sein knne1 da nunmehr das ,sterben des ,zellenstaates beginnt4 ,sehr viele ,menschen sterben bei vlliger geistiger ,frische1 trotzdem sie ein ,alter erreichen1 das ber das ,durchschnittsalter der ,menschen weit hinausgeht4 ,man denke an den ,historiker ,mommsen1 der #hf ,jahre alt war1 als er starb1 und an den ,physiker ,bunsen1 der sogar erst mit #hh ,jahren starb4 ,beide waren bis zuletzt bei vlliger geistiger ,frische4 ,der berhmte ,physiologe ,eduard ,pflger1 der ein ,alter von #ha ,jahren erreichte und vor wenigen ,jahren in ,bonn starb1 hielt bis zu den letzten ,tagen seines ,lebens nicht nur die ,vorlesung ab1 sondern arbeitete in angestrengter ,weise auch noch im ,laboratorium an schwierigen wissenschaftlichen ,untersuchungen1 mit denen er auch literarisch im ,mittelpunkte hochwichtiger physiologischer ,streitfragen stand4 ,und dann war er zu ,ende des ,semesters wenige ,tage krank und war tot4 ,wie reimt sich das damit zusammen1 da ein ,versagen der ,nervenzellen den ,tod unseres ,zellenstaates einleitet8 ,die ,sache liegt hier vielleicht so3 ,die ,arbeit des ,gehirnes beruht auf einem ,zusammenarbeiten vieler ,nervenzellen1 und jede ,zellgruppe kann dabei fr sich im ,dienst versagen4 ,whrend z4 ,b4 die ,nervenzellen1 die der ,atmung und dem ,blutkreislauf vorstehen1 noch rstig arbeiten1 knnen die ,nervenzellen1 die das ,denken besorgen1 schon mehr oder weniger atrophisch sein4 ,das ist im ,alter ja auch die groe ,regel4 ,es kann nun aber auch der ,fall eintreten1 da die ,nervenzellen1 die der ,atmung und dem ,blutkreislauf vorstehen1 eher versagen1 als die ,zellen1 deren ,arbeit ,denken ist6 ,dann wird der ,greis bei vlliger geistiger ,frische sterben4 ,die ,altersvernderungen in den ,nervenzellen1 die das ,denken besorgen1 werden bei solchen ,menschen1 die andauernd geistig ttig sind1 sich weniger schnell bemerkbar machen4 ,die fortgesetzte bung der ,nervenzellen1 die mit besserer ,blutzufuhr und besserer ,ernhrung verbunden ist1 wird dadurch auch eine lebhaftere ,durchsplung des ,protoplasmas und eine leichtere ,abfuhr der ,stoffwechselprodukte herbeifhren1 sagt ,ribbert4 ,die ,nervenzellen aber1 die fr die ,regelung der ,herzttigkeit und der ,atmung in ,betracht kommen1 werden bei diesen ,menschen in demselben ,tempo der ,atrophie und dem ,tode entgegenschreiten1 wie bei allen anderen ,menschen1 die aus ,altersschwche sterben4 ,und dann wird pltzlich der ,tag gekommen sein1 wo den silberweien ,greis1 den wir alle wegen seiner geistigen ,frische bewundert1 der ,sensenmann ereilt hat4 ,diese ,auffassung ist wohl plausibel4 ,das sieht ein jeder ein4 ,wir wissen1 da z4 ,b4 ein ,muskel mit ,bezug auf seine ,ernhrung viel besser davonkommt1 wenn er ,arbeit leistet1 als wenn er keine ,arbeit tut4 ,voraussetzung ist natrlich1 da er nicht beranstrengt wird1 da ihm gengend ,zeit zur ,erholung gelassen wird4 ,aber es ist doch zunchst blo eine ,vermutung1 da es so auch mit den ,nervenzellen ist1 da die andauernde geistige ,ttigkeit die ,nervenzellen1 die ,denkarbeit leisten1 vor einer allzuschnellen berladung mit den todbringenden ,stoffwechselabfllen verschont4 ,mhlmann hat nun vor einigen ,jahren ,untersuchungen ausgefhrt1 die diese ,vermutung vielleicht zu sttzen vermgen4 ,er hat die ,pigmentmenge in den ,nervenzellen des ,rckenmarks1 die die ,muskeln des rechten und linken ,armes regieren1 bestimmt4 ,er fertigte sich mikroskopische ,schnitte von der ,arm-,anschwellung des ,rckenmarkes 7,abb4 #cd7 an und zhlte in einer ganzen ,serie von ,schnitten die ,nervenzellen aus1 wobei er sich die ,zahl der ,nervenzellen1 die stark pigmenthaltig waren1 besonders notierte4 ,die ,zhlungen von ,mhlmann haben ergeben1 da die ,zahl der ,nervenzellen1 die stark pigmenthaltig waren1 auf der rechten ,seite geringer war als auf der linken4 ,so waren nach ,mhlmann bei #ah ,personen im ,alter von #ah bis #df ,jahren auf der linken ,seite #gg1b ,prozent aller ,zellen stark pigmenthaltig1 auf der rechten ,seite nur #gd1h ,prozent4 ,die ,personen1 deren ,nervenzellen ,mhlmann auf ihren ,pigmentgehalt untersucht hat1 waren rechtshndig und sie hatten somit mit dem rechten ,arm im ,laufe ihres ,lebens mehr ,arbeit geleistet als mit dem linken4 ,mhlmann ist der ,meinung1 da seine ,untersuchungen dafr sprechen1 da die mehr arbeitenden ,nervenzellen weniger ,pigment enthalten1 d4 h4 weniger ,stoffwechselprodukte anhufen1 als diejenigen ,zellen1 die weniger gearbeitet haben4 ,ohne weitere ,untersuchungen ist es nicht mglich1 zu entscheiden1 ob ,mhlmann hier wirklich recht hat3 der ,unterschied von rechts und links ist in den ,zhlungen von ,mhlmann doch zu gering4 ,wollte man aber die ,ergebnisse der ,mhlmannschen ,untersuchungen auf die ,nervenzellen des ,gehirnes1 die die ,denkarbeit leisten1 bertragen1 so wre hier der ,sachverhalt so3 ,bei manchen ,leuten1 bei denjenigen1 die als geistig hochstehende ,menschen andauernd geistig ttig sind1 werden bestimmte ,nervenzellen des ,gehirns mehr ,arbeit leisten als bei andern ,leuten1 die nicht in einem solchen ,mae geistig arbeiten4 ,bei den ersten werden die ,denkzellen weniger ,pigment anhufen als bei den zweiten4 ,und darum werden die geistig arbeitenden ,menschen ihre geistige ,frische lnger erhalten knnen als die andern4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,rckenmark1 aus dem ,wirbelkanal herausprpariert4 ,von hinten4 ,man sieht bei ,a die ,armanschwellung1 die ,stelle1 wo die vielen groen ,nervenzellen liegen1 welche die ,muskeln des ,armes regieren4 ,bei ,b die ,lendenanschwellung mit den ,nervenzellen fr die ,beinmuskeln4 ,nach ,toldt4 ,aber auf jeden ,fall darf man nicht glauben1 da jede vermehrte ,arbeit dahin fhren msse1 da nun die ,zellen1 die diese ,arbeiten leisten1 mit ,bezug auf eine ,durchsplung mit ,blut besser gestellt sind als die ,zellen1 die weniger ,arbeit leisten4 ,nein1 das ist nur innerhalb bestimmter ,grenzen mglich4 ,sobald wir den ,zellen unserer ,organe1 sei es den ,nervenzellen1 die ,denkarbeit leisten1 den ,herzmuskelzellen1 die das ,blut durch die ,blutgefe treiben1 den ,muskeln1 die mechanische ,arbeit leisten1 den ,nierenzellen1 den ,zellen der ,lunge usw4 eine zu groe ,arbeit zumuten1 der sie nicht gewachsen sind1 dann brechen sie unter der vermehrten ,arbeit zusammen1 wie die ,erfahrung tausendfltig lehrt4 ,fr alle ,zellen unseres ,krpers gibt es ein zuwenig und ein zuviel an ,arbeit1 das ihnen ein frhes ,grab grbt1 und eine bestimmte ,arbeitsleistung1 die ihnen am zutrglichsten ist und ihnen ein langes und gesundes ,leben sichert4 ,es ist das ,optimum an ,arbeit1 wie der wissenschaftliche ,ausdruck fr diese ,dinge lauten knnte4 ,dieses ,optimum an ,arbeit1 die bestgrte ,arbeitsmenge1 ist das allein wirksame ,lebenselixier -- wenn man schon auf der ,suche nach einem solchen ist --1 das die ,wissenschaft uns zu bieten vermag4 ,aber auch dieses ,lebenselixier ist nicht so wirksam1 da es alle ,scharten in den ,nervenzellen auswetzen knnte1 die das ,alter in ihnen setzt4 ,auch der geistig hochstehende und andauernd geistig arbeitende ,mensch bt im ,alter an ,geisteskraft ein4 ,aber gewhnlich schrauben wir unsere ,erwartungen gegenber einem ,greis von #hj und #ij ,jahren nicht mehr so hoch und wir schtzen darum seine ,denkleistungen hher ein1 als eigentlich berechtigt wre4 ,das wirkliche ,verhalten1 sagt ,ribbert1 beurteilen wir richtiger1 wenn wir uns1 wie wir es ja oft tun1 so ausdrcken1 da wir sagen1 dieser oder jener ist fr sein ,alter noch merkwrdig frisch4 ,damit sagen wir zugleich1 da doch tatschlich schon eine ,abnahme der geistigen ,funktionen bemerkbar ist4 ,sie laufen langsamer ab und werden einseitiger4 ,und diese ,verminderung der psychischen ,ttigkeit fhren wir mit vollem ,recht zunchst auf die zu dieser ,zeit allerdings noch nicht zu den hchsten ,graden fortgeschrittenen ,vernderungen der ,ganglienzellen zurck4 ,nimmt deren ,atrophie weiterhin immer mehr zu1 so steigert sich die ,abnahme der psychischen ,funktionen4 ,geordnetes ,denken wird allmhlich unmglich1 neue ,eindrcke werden nicht mehr verarbeitet1 es stellt sich ,gleichgltigkeit gegen die ,umgebung ein1 das ,gehirn vegetiert nur noch und seine ,ttigkeit erlischt allmhlich bis zum ,eintritt des ,todes4 #aj4 ,der ,tod der ,eintagsfliege4 ,nach dem1 was wir alles im vorigen ,kapitel gehrt haben1 steht eine neue ,frage vor uns3 ,warum sich die ,schlacken in den ,nervenzellen eher ansammeln als in allen andern ,zellen des ,zellenstaates und zu einem ,berge in ihnen anwachsen -- wie uns die ,abbildungen #bf1 #bg u4 #cc das gezeigt haben --1 so da die ,nervenzellen frher als alle anderen ,zellen des ,krpers im ,dienst versagen4 ,die ,sache ist hier folgendermaen bestellt4 ,der ,stoffwechsel der ,nervenzellen ist viel reger als der ,stoffwechsel in den ,zellen sonst4 ,ein ,gramm ,hirnsubstanz verbraucht etwa dreimal so viel ,sauerstoff als ein ,gramm anderer ,krperzellen4 ,so knnte es denn sein1 da die ,menge der ,schlacken1 die im ,stoffwechsel der ,nervenzellen entstehen1 grer ist als die der andern ,zellen im ,zellenstaat1 und da darum die ,nervenzellen unter der ,last von ,schlacken1 die nicht sorgfltig genug aus ihnen herausgeschafft werden1 viel eher zusammenbrechen mssen als die andern ,zellen4 ,und noch eins kommt hinzu3 ,die ,nervenzellen sind auch noch durch ihre groe ,empfindlichkeit gegenber den verschiedenen ,strungen1 die ihren ,stoffwechsel treffen1 ausgezeichnet4 ,die ,nervenzellen sind der locus minoris resistentiae in unserem ,krper1 wie ,verworn einmal gesagt hat4 ,so wissen wir1 da die ,nervenzellen viel eher als die anderen ,zellen des ,krpers der ,wirkung von ,giften unterliegen1 wenn diese in den ,krper eingefhrt werden4 ,die ,nervenzellen sind viel frher vergiftet als die andern ,zellen des ,zellenstaats4 ,auch wissen wir1 da die ,nervenzellen bei angestrengter ,arbeit viel frher ermden als die andern ,zellen4 ,alle unsere ,mdigkeit beruht zunchst auf einer ,ermdung unseres ,nervensystems1 nicht auf einer ,ermdung unserer ,muskeln4 ,da die ,nervenzellen nach angestrengter ,arbeit viel eher mde sind als die ,muskelzellen1 heit aber nach dem heutigen ,stande unseres ,wissens ber die ,ermdung nichts anderes1 als da die ,nervenzellen viel eher unter der ,last von ,stoffwechselprodukten zusammenbrechen1 die bei angestrengter ,ttigkeit in grerer ,menge als sonst gebildet werden und nicht sorgfltig genug aus den ,zellen herausgeschafft werden knnen4 ,es hufen sich in ihnen ,ermdungsstoffe an1 wie man sagt4 ,schon aus ltern ,versuchen von ,ranke und ,mosso wissen wir1 da bei der ,arbeit der ,muskeln ,stoffwechselprodukte in ihnen gebildet werden1 die1 wenn sie sich in den ,muskeln anhufen1 diese lhmen4 ,verworn hat gezeigt1 da dasselbe auch fr die ,zellen des ,nervensystems gilt4 ,vergiftet man einen ,frosch mit ,strychnin1 so bekommt das ,tier schwere ,muskelkrmpfe4 ,nach einiger ,zeit werden die ,krmpfe schwcher und nach ungefhr #bj bis #cj ,minuten wird das ,tier unerregbar1 es wird gelhmt4 ,aber die ,muskeln unseres ,tiers sind noch gar nicht gelhmt3 prfen wir die ,erregbarkeit eines jeden einzelnen ,muskels1 so berzeugen wir uns1 da sie alle noch gut erregbar sind4 ,nur das ,rckenmark ist gelhmt1 das ,rckenmark hat zu angestrengt gearbeitet4 ,nun sehen wir dem ,versuch weiter zu4 ,verworn band dem gelhmten ,tier ein ,glasrhrchen in die ,aorta1 in das groe ,blutgef1 das vom ,herzen abgeht1 und verband das ,glasrhrchen mit ,hilfe eines dnnen ,gummischlauches mit einem ,gef1 das physiologische ,kochsalzlsung#e enthielt4 ,die ,kochsalzlsung strmt dann durch die ,blutgefe unseres ,frosches4 ,auch wenn wir allen ,sauerstoff aus der ,kochsalzlsung durch vorheriges ,auskochen vertrieben haben1 tut so eine ,durchsplung mit frischer ,kochsalzlsung dem ,tiere auerordentlich gut3 der ,frosch erholt sich in wenigen ,minuten und bleibt nun wieder fr einige ,zeit erregbar4 ,er beantwortet die ,reize1 z4 ,b4 das ,berhren oder ,kneifen der ,haut1 mit einer ,zuckung4 ,die ,wirkung der ,durchsplung mit der ,salzlsung kann hier nur darauf beruhen1 da aus den gelhmten ,zellen des ,rckenmarks irgendwelche ,stoffe herausgewaschen worden sind1 die an der ,lhmung1 an der ,ermdung der ,nervenzellen schuld waren4 ,der ,versuch sagt uns also1 da bei angestrengter ,arbeit ,stoffwechselprodukte oder ,ermdungsstoffe sich in den ,nervenzellen anhufen1 die die ,zellen lhmen4 ,werden diese ,schlacken aus den ,zellen herausgewaschen1 so kehrt ihre ,erregbarkeit wieder4 ,sie haben sich erholt4 ,hamburger hat vor einigen ,jahren dasselbe auch fr die ,flimmerzellen der ,rachenschleimhaut des ,frosches nachgewiesen3 auch hier hufen sich1 wie selbstverstndlich in jeder andern ,zelle auch1 ,stoffwechselprodukte an1 die lhmend auf die ,zellen wirken4 #e ,eine physiologische ,kochsalzlsung nennt man eine ,lsung1 die #g ,gramm ,kochsalz auf einen ,liter destillierten ,wassers enthlt4 ,in einer solchen ,salzlsung erhalten sich lebendige ,zellen einige ,zeit recht frisch1 die ,salzlsung ersetzt bis zu einem gewissen ,grade 7siehe im ,text7 das ,blut4 ,die ,ermdungsstoffe sind ,stoffwechselprodukte1 wie sie auch in der ,ruhe gebildet werden -- nur werden sie bei angestrengter ,arbeit in viel zu groer ,menge gebildet1 um von dem ,blute1 auch wenn der ,blutzuflu vermehrt ist1 aus den ,zellen sorgfltig genug herausgewaschen zu werden4 ,wegen einer berhufung mit den ,ermdungsstoffen1 mit den ,schlacken des vermehrten ,stoffwechsels1 werden also die ,nervenzellen mde und ben an ,leistungsfhigkeit ein4 ,aber die ,nervenzellen knnen bei angestrengter ,arbeit unter der ,last der ,ermdungsstoffe auch ganz zusammenbrechen3 die ,ermdung kann so stark sein1 da man infolge einer bermdung stirbt4 ,in diesem ,falle ist der ,sachverhalt beim ,menschen genau so wie bei den ,pantoffeltierchen1 die in dem ,versuch von ,ptter 7vgl4 ,s4 #fa7 in einem zu kleinen ,tropfen zusammengepfercht waren1 so da sie infolge einer berlastung mit ,stoffwechselabfllen schlielich stillstanden1 um sich erst wieder zu erholen1 wenn man ihnen durch bertragung in frisches ,wasser die ,mglichkeit gab1 den ,rckstand an ,schlacken wieder los zu werden4 ,gibt man ihnen diese ,mglichkeit nicht1 dann sterben die ,pantoffeltierchen infolge der berlastung mit den ,stoffwechselprodukten4 ,ebenso auch die vielzelligen ,tiere4 ,behindert man z4 ,b4 ,hunde lngere ,zeit am ,schlafen1 so gehen sie nach einer oder zwei ,wochen zugrunde4 ,und man findet in den ,nervenzellen solcher schlafloser ,hunde ,vernderungen1 die darauf hinweisen1 da die ,tiere infolge einer bermdung der ,nervenzellen gestorben sind4 ,versuche1 die ,piron und ,legendre in ,paris vor ein paar ,jahren ausgefhrt haben1 haben uns das gezeigt4 ,auch wir ,menschen sterben1 wenn wir lange nicht geschlafen haben4 ,im alten ,china soll es eine ,form der ,todesstrafe gegeben haben1 die darin bestand1 da man den zum ,tode verurteilten ,verbrecher einige ,zeit am ,schlafen hinderte4 ,aus diesen ,tatsachen knnen wir fr ein ,verstndnis des ,todes eine ganze ,menge lernen4 ,mit vollem ,recht drfen wir das ,zugrundegehen der ,pantoffeltierchen im zu engen ,wassertropfen beim ,versuch von ,ptter als ein schnelles ,sterben auffassen1 das sich nur dem ,grade nach vom langsamen ,sterben der ,pantoffeltierchen in den ,versuchen von ,maupas und ,calkins unterscheidet1 wo der ,tod das ,tier erst nach einer langen ,reihe von ,generationen ereilt4 ,und genau so kann man nach unserer heutigen wissenschaftlichen ,erkenntnis ber das ,sterben der vielzelligen ,tiere den natrlichen ,tod des ,menschen als ein langsames ,sterben infolge einer berladung der ,zellen im ,zellenstaat1 vor allem der ,nervenzellen1 mit ,stoffwechselprodukten auffassen1 das sich nur dem ,grade nach vom schnellen ,hinsterben infolge einer starken bermdung1 z4 ,b4 bei andauerndem ,wachen1 unterscheidet4 99 99 99 99 99 ,und jetzt mssen wir wichtiger ,untersuchungen gedenken1 die in jngster ,zeit ,w4 ,harms in ,marburg an einem kleinen ,wurm aus dem ,golf von ,neapel angestellt hat4 ,dieser einige ,millimeter lange ,wurm1 ,hydroides pectinata mit ,namen1 besitzt1 wie seine andern ,wurmverwandten auch1 ein ,nervensystem1 das aus einigen grern ,nervenknoten am ,kopfende1 dem sogenannten ,gehirn1 und einem zarten ,strickleiternervensystem besteht4 ,harms hatte sich zur ,aufgabe gestellt1 den natrlichen ,tod bei wirbellosen ,tieren zu verfolgen1 und da bot sich dieser ,wurm als geeignetes ,material fr eine solche ,untersuchung dar1 schon allein aus dem ,grunde1 weil er sehr anspruchslos ist und durch uere ,bedingungen nicht leicht geschdigt wird4 ,so gedieh er z4 ,b4 ganz munter sogar in den ,abflubecken der ,zoologischen ,station in ,neapel4 ,und das ,sterben1 das ,harms bei seinen ,tieren verfolgt hat1 knnen wir ruhig als ein ,sterben aus ,altersschwche auffassen -- das winzige ,wrmchen wird ber ein ,jahr alt4 ,harms hat nun gefunden1 da die ersten ,vernderungen1 die das ,sterben des ,tieres einleiten1 sich in den ,nervenzellen abspielen1 namentlich in denjenigen ,nervenzellen1 die in dem ,hirnknoten des ,wurmes gelegen sind4 ,zunchst erfahren diejenigen ,zellen ,vernderungen1 von denen die ,nerven zu den ,kiemen1 d4 h4 zu den ,atmungsorganen des ,tieres1 abgehen4 ,dann kommt die ,reihe an die ,nervenzellen1 die den ,blutkreislauf und die ,nierenarbeit regulieren4 ,harms hat festgestellt1 da diese ,vernderungen sich in den ,nervenzellen schon bemerkbar machen1 wenn das ,tier noch am ,leben ist und nur die ersten ,anzeichen des herannahenden ,todes aufweist4 ,so fhren uns die ,beobachtungen von ,harms die bedeutungsvolle ,tatsache vor ,augen1 da auch bei ,wirbellosen das ,sterben der ,zellen im ,zellenstaat eingeleitet wird durch ein ,versagen der ,nervenzellen und vor allem derjenigen ,nervenzellen1 die der ,atmung und dem ,blutkreislauf vorstehen4 ,harms hat seine ,untersuchungen an einem so groen ,material ausgefhrt -- insgesamt hat er #efj ,tiere in ,beobachtung gehabt --1 da an der ,richtigkeit seiner ,ergebnisse nicht gezweifelt werden kann4 ,und wir drfen jetzt ganz allgemein sagen1 da der ,tod der ,zellen im ,zellenstaat seinen ,ausgang nimmt von den ,nervenzellen4 ,nach dieser ,feststellung werden wir die ,annahme machen mssen1 da auch der frhe ,tod mancher ,wirbellosen -- manche ,insekten1 wie z4 ,b4 die ,eintagsfliege1 sterben schon wenige ,stunden nach dem ,ausschlpfen aus der ,larve6 -- bedingt wird durch eine berhufung der ,nervenzellen mit ,stoffwechselprodukten4 ,allerdings3 die ,eintagsfliege und manche andere ,wirbellosen sterben so frhzeitig1 da es uns auf den ersten ,blick eine widerspruchsvolle ,behauptung dnkt1 sie strben aus ,altersschwche und da es sich hier um eine ,erscheinung handle1 die dem ,tod aus ,altersschwche der unvergleichlich lnger lebenden ,wirbeltiere gleichzusetzen sei4 ,aber im ersten ,abschnitt dieses ,kapitels waren wir dahin gelangt1 da das ,versagen der ,nervenzellen1 die eine ,altersatrophie erfahren haben1 sich nur dem ,grade nach von dem ,zusammenbrechen bermdeter ,nervenzellen unterscheidet4 ,in dem ersten ,fall handelt es sich um einen in den ,zellen liegenbleibenden ,rckstand an ,schlacken1 die den ,stoffwechsel der ,zellen ganz allmhlich beeintrchtigen und zu einem ,zellschwund fhren2 in dem zweiten ,fall handelt es sich um eine so starke berhufung der ,nervenzellen mit ,schlacken1 da der ,stoffwechsel schon innerhalb eines ganz kurzen ,zeitraumes eine weitgehende ,strung erfhrt1 wobei die ,nervenzellen sehr bald versagen und zusammenbrechen4 ,und der frhe ,tod der ,eintagsfliege hat nichts ,unverstndliches mehr fr uns3 auch die ,eintagsfliege stirbt aus ,altersschwche4 ,dort langsames ,hinsiechen1 hier schneller ,tod der ,nervenzellen -- das ist der ganze ,unterschied4 ,ob die ,eintagsfliege nur wenige ,stunden lebt1 ob ,insekten nur ,tage und ,wochen1 manche ,wrmer kurze ,monate1 der ,mensch mehrere ,jahrzehnte1 manche ,vgel ber ein ,jahrhundert und manche ,fische und ,reptilien gar viele ,jahrhunderte lang leben -- der vielzellige ,organismus des ,tieres stirbt von den ,nervenzellen aus1 wobei die ,nervenzellen bei der einen ,art frher1 bei der andern spter unter der ,last der ,stoffwechselprodukte1 die sich in ihnen ansammeln und ihren ,stoffwechsel stren1 zusammenbrechen4 ,der ,mechanismus des natrlichen ,todes1 des ,todes aus ,altersschwche ist bei den vielzelligen ,tieren1 die ein ,nervensystem haben1 stets ein und derselbe4 #aa4 ,kopulation und ,befruchtung4 ,unerbittlich ringt der ,tod die vielzelligen ,tiere nieder 444 ,die befruchtete ,eizelle1 der ,keim des werdenden vielzelligen ,tieres hat sich mehrfach geteilt1 und aus der einen ,keimzelle ist ein ganzer ,zellenstaat geworden1 in dem jede einzelne ,zelle ein ,nachkomme der ,keimzelle ist4 ,die ,zellen des ,zellenstaats sterben schlielich alle -- mit ,ausnahme einer bestimmten ,anzahl von ,keimzellen1 die in den ,kindern fortleben4 ,whrend bei den ,einzelligen smtliche ,nachkommen einer ,stammzelle1 wie z4 ,b4 in den ,versuchen von ,woodruff1 unsterblich sind1 sich weiter teilen1 sind aus der ,zahl der ,nachkommen der ,keimzelle eines vielzelligen ,tieres nur die ,keimzellen unsterblich4 ,die ,krperzellen leben dagegen im groen ,ganzen nur wenig lnger1 als es fr die ,brutpflege ntig ist4 ,der ,mohr hat seine ,pflicht getan1 der ,mohr kann gehn 444 ,hier sind wir vor eine neue ,frage gestellt4 ,das ,zusammenleben der ,zellen im ,zellverbande bringt es mit sich1 da die ,zellen der vielzelligen ,tiere sterben4 ,aber1 wie gesagt1 nicht alle ,zellen des ,zellenstaates sterben4 ,denn die ,keimzellen sind ja unsterblich3 whrend der mtterliche ,organismus stirbt1 leben die ,nachkommen seiner ,keimzellen in den ,keimzellen der ,kinder und ,kindeskinder fort4 ,wieso kommt es nun1 da bestimmte ,zellen des ,zellenstaates unsterblich sind wie die unsterblichen ,einzelligen8 ,hier liegt die ,sache wahrscheinlich so4 ,die ,keimzellen werden im ,zellverband wohl genau so geschdigt wie die ,zellen sonst und auch sie gehen zugrunde1 wenn der ,zellverband stirbt -- mit ,ausnahme derjenigen ,keimzellen1 die befruchtet wurden4 ,die mtterliche ,eizelle und der vterliche ,samenfaden sind in genau derselben ,lage wie das ,pantoffeltierchen in den ,versuchen von ,calkins1 das in eine ,depression verfllt und stirbt1 weil es mit ,stoffwechselprodukten berladen ist1 und das sein munteres ,dasein wieder beginnt1 wenn ihm die ,gelegenheit geboten wird1 eine ,vereinigung mit einem andern ,pantoffeltierchen einzugehen4 ,die ,befruchtung der ,eizelle ist in dieser ,beziehung mit der ,kopulation bei den ,einzelligen identisch4 ,wie die ,kopulation bei den ,einzelligen das wieder gut machen kann1 was die berladung der ,zellen mit ,schlacken an ihnen verdorben hat1 so auch die ,befruchtung4 ,auch hier vereinigen sich zwei ,zellen1 die ,eizelle und die ,samenzelle1 und in der ,folge dieser ,vereinigung gewinnt die ,keimzelle die ,fhigkeit1 sich zu teilen und ,stammutter einer langen ,reihe von ,zellgenerationen zu werden4 ,ihre ,nachkommen sterben1 weil sie im ,zellverband leben1 mit ,ausnahme wiederum jener ,keimzellen1 denen es beschieden war1 befruchtet zu werden usf4 ,wie gesagt3 genau wie bei den ,pantoffeltierchen1 wo die ,nhrflssigkeit nicht hufig genug gewechselt worden ist1 jene ,pantoffeltierchen1 die ,gelegenheit zur ,kopulation bekamen1 besser davonkommen als die brigen4 ,wie weit die bereinstimmung zwischen ,kopulation und ,befruchtung geht1 zeigen uns folgende ,tatsachen4 ,wir haben schon einmal erwhnt1 da ,calkins eine berwindung der ,depression bei seinen ,pantoffeltierchen nicht allein dadurch bewerkstelligen konnte1 da er ihnen ,gelegenheit zur ,kopulation gab1 sondern auch mit ,hilfe verschiedener chemischer ,reize1 wie z4 ,b4 durch ,vernderungen in der ,zusammensetzung der ,nhrflssigkeit und mit ,hilfe mechanischer ,reize1 durch ,schtteln des ,aquariums4 ,der amerikanische ,physiologe ,jacques ,loeb hat nun gezeigt1 da man auch die ,teilung1 die ,entwicklung der ,eizelle zum ,zellenstaat anregen kann1 ohne da eine ,befruchtung stattgefunden hat4 ,loeb brachte ,eier vom ,seeigel in ,seewasser1 dem kleine ,mengen verschiedener chemische ,stoffe wie ,salze1 ,natronlauge u4 a41 beigegeben waren4 ,die unbefruchteten ,eier1 die der ,einwirkung dieser ,stoffe ausgesetzt waren1 teilten sich und entwickelten sich zu ,seeigel-,larven4 ,die unbefruchtete ,eizelle gewinnt unter dem ,einflu von ,reizen die ,lebensfhigkeit wieder -- genau so wie das ,einzellige1 das sich in einem ,depressionszustand befindet und keine ,gelegenheit hat1 eine ,kopulation einzugehen4 ,wie fr die ,kopulation1 so kann auch fr die ,befruchtung irgendein ,reiz eintreten4 ,sehr interessant sind in dieser ,beziehung auch manche ,flle der in der freien ,natur vorkommenden ,parthenogenese4 ,unter ,parthenogenese1 was so viel heit wie ,jungfernzeugung1 versteht man die ,entwicklung unbefruchteter ,eizellen1 wie z4 ,b4 auch in den oben erwhnten ,versuchen von ,jacques ,loeb4 ,es ist jedem ,naturforscher bekannt1 da auch in der freien ,natur die ,eizellen sich unter ,umstnden unbefruchtet teilen und entwickeln knnen4 ,allbekannt ist das ,beispiel der ,bienen4 ,hier entwickeln sich sowohl befruchtete als unbefruchtete ,eizellen4 ,die befruchteten ,eier werden zu ,weibchen1 die unbefruchteten zu ,mnnchen1 zu ,drohnen4 ,wir mssen nun annehmen1 da die ,entwicklung der unbefruchteten ,eier bei der ,parthenogenese in der freien ,natur -- genau so wie in den ,versuchen von ,jacques ,loeb -- durch allerlei ,reize veranlat wird1 die wir noch nicht kennen4 ,dafr sprechen die ,beobachtungen ber die ,parthenogenese bei manchen kleinen ,wassertieren1 z4 ,b4 bei den ,rdertierchen und den ,wasserflhen4 ,hier entwickeln sich die ,eier im ,sommer1 d4 h4 unter hherer ,temperatur1 parthenogenetisch1 ohne befruchtet zu werden4 ,dagegen knnen die ,wintereier sich nur dann entwickeln1 wenn sie vorher befruchtet worden sind4 ,es wirkt hier die ,wrme in demselben ,sinne auf die ,eizelle ein wie die ,befruchtung4 ,wie wir schon mehrfach erwhnt haben1 hat ,calkins gezeigt1 da ,temperatursteigerung wahrscheinlich imstande ist1 den ,depressionszustand der ,pantoffeltierchen zu beheben1 ihnen ,teilungsfhigkeit und ,lebensfhigkeit wiederzugeben1 da bei den ,einzelligen ,temperaturreize wohl in demselben ,sinne wirksam sind wie die ,kopulation4 ,wir sehen1 alles verdichtet sich dahin1 da die ,kopulation der ,einzelligen und die ,befruchtung der ,geschlechtszellen in mancherlei ,beziehung gleiche ,dinge sind4 ,die engen ,beziehungen zwischen ,kopulation und ,befruchtung sind uns klar geworden1 nachdem wir erkannt hatten1 da der ,befruchtung im ,leben der ,eizelle in mancherlei ,beziehung dieselbe ,bedeutung zukommt1 wie die ,kopulation des ,pantoffeltierchens1 der ,einzelligen3 wie mit der ,kopulation1 so wird auch mit der ,befruchtung einem ,untergang der ,zelle vorgebeugt4 ,es ist nun von groem ,interesse1 da die engen ,beziehungen zwischen ,kopulation und ,befruchtung auch schon allein durch das ,studium der ,fortpflanzungsformen mancher ,arten in wunderschner ,weise aufgedeckt werden knnen4 ,vergleichen wir z4 ,b4 die ,fortpflanzungsverhltnisse nur innerhalb der ,gruppe der ,braunalgen1 so knnen wir hier eine ganz allmhliche ,herausentwicklung der ,befruchtung1 die auf einer ,vereinigung uerlich ungleicher ,zellen -- der unbeweglichen ,eizelle und der flinken ,samenzelle -- beruht1 aus der ,kopulation1 die eine ,vereinigung uerlich gleicher ,zellen ist1 nachweisen4 ,die ,fortpflanzungszellen bei vielen ,algen sind sogenannte ,schwrmsporen1 sehr kleine ,zellen1 die mit einer oder mehreren ,rudergeieln versehen sind4 ,die ,schwrmsporen entstehen durch ,teilung aus einer ,mutterzelle1 die sich statt in zwei in zahlreiche ,zellen aufgeteilt hat 7,abb4 #ce ,a74 ,diese ,zellen sind natrlich viel kleiner als die ,zellen sonst4 ,die ganze ,schar der kleinen ,tochterzellen oder ,schwrmsporen bleibt zunchst noch beisammen innerhalb der ,zellwnde der ,mutterzelle1 gleichsam in einem ,blschen 7,a74 ,dann platzt das ,blschen eines schnen ,tages auf 7,b71 die kleinen ,zellen werden frei und schwrmen ins ,wasser hinaus 7,c74 ,eben darum hat man sie ,schwrmsporen genannt4 ,nach einiger ,zeit setzen sich die ,schwrmsporen auf einer ,unterlage fest1 wachsen heran1 teilen sich und bilden schlielich eine junge ,zellkolonie1 einen neuen ,algenstock4 ,bei manchen ,algen kommt es vor1 da zwei ,schwrmsporen1 die uerlich einander vllig gleichen1 sich miteinander vereinigen1 und zu einer ,zelle verschmelzen4 ,so1 wie das bei der ,kopulation der ,einzelligen1 wo die ,zellen allerdings spter wieder auseinander gehen1 der ,fall ist4 ,zunchst sind1 wie gesagt1 alle ,schwrmsporen noch einander gleich4 ,aber eine ,braunalge hat da schon einen ,schritt zur ,befruchtung gemacht3 von den ,schwrmsporen1 die alle noch gleich aussehen1 setzen sich manche schon frhzeitig auf einer ,unterlage fest und werden von den andern beweglichen ,schwrmsporen umschwrmt wie die ,eizelle von den ,samenzellen 7,abb4 #cf1a71 bis sich schlielich eine freibewegliche ,schwrmspore mit einer festsitzenden vereinigt hat1 mit ihr verschmolzen ist 7#e74 ,die festsitzende ,schwrmspore ist das ,urbild der weiblichen ,eizelle1 die bewegliche ,schwrmspore das ,urbild der mnnlichen ,samenzelle4 ,bei einer andern ,braunalge gibt es zweierlei ,schwrmsporen1 die schon uerlich zu unterscheiden sind3 groe und kleine ,schwrmsporen4 ,die groen setzen sich nach kurzem ,schwrmen bald fest und werden von den kleinen umschwrmt4 ,bei einer dritten ,braunalge sind die groen ,schwrmsporen von vornherein unbeweglich4 ,sie sind hier schon richtige unbewegliche ,eizellen1 und die kleinen freibeweglichen ,schwrmsporen sind richtige ,samenzellen4 ,so lassen sich schon innerhalb dieser einen ,gruppe von ,algen die ,beziehungen der geschlechtlichen ,fortpflanzung zur ,kopulation in ziemlich lckenloser ,weise aufzeigen4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,schwrmsporenbildung bei der ,braunalge ,cladostephus verticillatus4 ,a ,zellfaden1 oben eine noch geschlossene ,zelle mit zahlreichen ,schwrmsporen4 ,b ,entleerung der ,schwrmsporen4 ,a und ,b ca4 #bcj mal vergrert4 ,c eine einzelne ,schwrmspore ca4 #afjj mal vergrert4 7,nach ,pringsheim1 aus ,straburger1 ,lehrbuch der ,botanik47 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,verschmelzung von ,schwrmsporen bei der ,braunalge ,ectocarpus siliculosus4 ,oben ,weibliche ,schwrmspore1 von vielen mnnlichen ,schwrmsporen umgeben4 ,unten allmhliche ,verschmelzung einer weiblichen ,schwrmspore mit einer mnnlichen4 ,vergrert4 7,nach ,berthold1 aus ,straburger47 ,die ,kopulation hatten wir kennen gelernt als einen ,vorgang1 der die ,depression und den ,tod des ,pantoffeltierchens behebt4 ,als ein solcher ,vorgang war uns schlielich auch die ,befruchtung der ,eizelle durch die ,samenzelle erschienen3 die ,eizelle1 als ,zelle im ,zellenstaat dem unerbittlichen ,tode geweiht1 wird durch die ,samenzelle zu jugendfrischem ,leben erweckt4 #ab4 ,die ,unvollkommenheit des ,stoffwechsels4 ,der ,mechanismus des natrlichen ,todes ist uns klar geworden3 eine allmhlich zunehmende ,atrophie der ,zellen im ,zellenstaat1 bedingt durch eine ,anhufung von ,stoffwechselprodukten1 die nicht rasch genug aus den ,zellen herausgeschafft werden und die den ,stoffwechsel der ,zellen stren1 bis schlielich bestimmte ,zellen im ,zellenstaat1 an deren ,mittun der normale ,ablauf des ,lebens aller ,zellen im ,zellverband gebunden ist1 im ,dienst versagen4 ,und es beginnt ein groes und schnelles ,sterben der ,zellen des ,zellverbandes4 ,das die ,antwort auf die groe ,frage3 warum wir sterben 444 ,es ist eine groe ,unvollkommenheit darin gegeben1 da die ,zellen1 die im ,zellverband zusammenleben1 nicht sorgfltig genug ihre ,stoffwechselprodukte nach auen abgeben knnen4 ,und wegen dieser ,unvollkommenheit ihres ,stoffwechsels mssen die vielzelligen ,tiere sterben4 ,das ,zusammenleben der ,zellen im tierischen ,zellenstaat htte vollkommener eingerichtet sein knnen1 und die vielzelligen ,tiere brauchten dann vielleicht nicht zu sterben4 ,behauptet man doch von manchen ,baumpflanzen1 sie seien unsterblich4 ,jedenfalls kennt man ,bume1 die viele ,jahrtausende alt geworden sind4 ,vielleicht htte eine bessere ,ausgestaltung des ,blutkreislaufes und der ,atmung1 die ein sorgfltigeres ,herausschaffen der ,schlacken aus den ,zellen des ,zellverbandes ermglichte1 uns unsterblich gemacht4 ,was wir ber die ,unsterblichkeit des ,pantoffeltierchens erfahren haben1 legt uns diesen ,satz in den ,mund4 ,und da hre ich schon ein wehmtig ,klagen3 warum wir nicht die ,unsterblichkeit haben1 die einem winzigen ,pantoffeltierchen gegeben ist6 ,man fhlt sich benachteiligt gegenber einem ,pantoffeltierchen4 ,nun ist ja alles ,wehklagen gegenber dem natrlichen ,geschehen ein ,unding4 ,nur weil wir in ,verblendung uns mit all unsern kleinen ,wnschen und kleinen ,schmerzen in den ,mittelpunkt der groen unendlichen ,welt gesetzt haben1 glauben wir berechtigt zu sein1 ber das natrliche ,geschehen zu klagen1 es gewissermaen zur ,verantwortung zu ziehen vor ,zwecken1 die wir selber setzen4 ,aber auch wenn wir uns auf den ,standpunkt stellen wollten -- die ,geschmcke sind ja sehr verschieden --1 da es uns ,menschen zusteht1 unser ,gutachten ber die ,einrichtungen der ,natur abzugeben1 auch dann htten wir keinen ,anla darber zu klagen1 wir wren gegenber den ,einzelligen im ,nachteil1 indem wir aus ,unvollkommenheit unseres ,stoffwechsels alt werden und sterben mssen4 ,halten wir uns vor1 was die ,unsterblichkeit der ,einzelligen fr das ,einzelwesen1 fr jedes einzelne ,pantoffeltierchen bedeutet4 ,die ,mutterzelle teilt sich in zwei ,tochterzellen4 ,die ,mutterzelle geht in den zwei ,tochterzellen ganz auf1 das individuelle ,dasein der ,mutterzelle hrt auf4 ,aber es hrt auf ohne ,leichenbildung -- in diesem ,sinne nur sind die ,einzelligen unsterblich4 ,und die sterblichen1 vielzelligen ,tiere1 wie ist es um sie bestellt1 wenn die ,eltern ,nachkommen das ,leben schenken8 ,der mtterliche und der vterliche ,zellenstaat geben bei der ,fortpflanzung nur einen kleinen ,bruchteil von ihrem ,krper her4 ,sie gehen nicht ganz in ihren ,nachkommen auf und sie berleben als ,individuen die ,geburt ihrer ,nachkommen4 ,also sind die vielzelligen ,organismen gegenber den ,einzelligen nicht im ,nachteil1 sondern im ,vorteil3 die vielzelligen ,organismen haben vor den ,einzelligen das voraus1 da bei ihnen die ,geburt der ,nachkommen nicht das ,aufhren der individuellen ,existenz des elterlichen ,organismus bedeutet4 ,gewi1 es ist eine ,unvollkommenheit darin gegeben1 da dieses berleben ein endliches ist1 da die ,eltern nicht unendlich lange leben4 ,aber es ist anderseits doch ein groes ,geschenk der ,natur1 da der elterliche ,organismus befhigt wird1 die ,geburt der ,nachkommen zu berleben 444 ,die ,erkenntnis1 da wir den unsterblichen ,einzelligen doch in einem voraus sind1 in der ,mglichkeit1 die ,geburt der ,nachkommen zu berleben und damit die junge ,brut zu pflegen1 mu es uns leichter machen1 die ,unvollkommenheit unseres ,stoffwechsels zu tragen1 die uns den ,tod bringt4 ,aber doch3 bedauerlich ist's1 da man nicht unendlich lange leben kann4 ,wer von uns htte nicht manchmal den ,einfall gehabt1 es wre doch halt so schn1 viel hundert ,jahre zu leben -- aus ,neugierde blo1 was da auf ,erden noch alles kommen werde und wie ,menschen und ,dinge mit allem drum und dran so nach fnfhundert ,jahren ausschauen drften4 ,was nicht alles in diesen langen ,jahren noch kommen mag3 es gibt vielleicht keinen ,trkenknig mehr1 ein ,pipin regiert vielleicht wieder ber die ,franken1 und man schiet nicht mehr mit ,schiepulver1 sondern pustet auf den ,feind einfach giftige ,gase aus1 die ein ,chemiker -- was kann nicht alles ein ,chemiker6 -- erfunden hat4 ,wr's da nicht eine ,lust1 noch einige hundert ,jahre zu leben8 ,nun haben die ,menschen in der ,wissenschaft schon so viel erreicht1 da mancher wohl auf den ,gedanken kommen mchte1 man mte doch schlielich ein ,mittel finden1 das wieder gut zu machen1 was ,mutter ,natur an uns so schlecht1 so unvollkommen eingerichtet4 ,man mte doch ein ,lebenselixier finden knnen1 das auf die ,zellen unseres ,krpers so wirkte1 da sie wieder jugendfrisch und verjngt dastnden4 ,im ,grunde genommen ist ein solcher ,anspruch an die ,wissenschaft wohl berechtigt -- wenn es auch schon sehr schwer fallen drfte1 dieses ,mittel zu finden4 ,metschnikoffs saure ,milch -- und auch die nach bulgarischer ,art -- ist es jedenfalls nicht4 ,die saure ,milch soll ja auch nach ,metschnikoff nur das wieder gut machen1 was die ,darmbakterien in unserem ,krper verderben4 ,die ,unvollkommenheit des ,stoffwechsels1 die auf dem schlecht eingerichteten ,zusammenleben der ,zellen im ,zellenstaat beruht1 bleibt dabei bestehen und wir mssen doch sterben4 ,einstweilen also haben wir das ,lebenselixier noch nicht und wir sind in bser ,klemme4 ,den letzten ,trkenknig erleben wir nicht4 ,in der ,not ist guter ,rat teuer4 ,und den will ich geben -- sogar umsonst4 ,die wenigsten ,menschen sterben heute aus ,altersschwche1 weil tausend ,schdlichkeiten auf den ,menschen einwirken4 ,die ,menschen gehen heute zu frh ins ,grab1 weil sie in schlechten ,wohnungen hausen1 schlecht essen und abgehrmte ,arbeitssklaven sind4 ,das sind schon ,dinge von viel greifbarerer ,natur als die ,darmbakterien und die ,unvollkommenheiten des ,stoffwechsel4 ,da gehet hin und greifet zu4 ,das ist mein guter ,rat -- kurz gesagt1 aber lang getan4 ,folgte man aber diesem guten ,rat3 man lebte dahin seine siebenzig1 achtzig und hundert ,jahr1 heitern ,gemtes1 auf ein arbeitsfrohes ,leben zurckschauend1 an den ,jungen sich erfreuend1 die man ins heitere ,leben gefhrt1 und die ,zeit wre dann da1 wo die ,menschen wohl erlernten1 die schnsten ,feste zu weihen1 wo ihnen wre der ,tod ein ,fest4 ,kosmos1 ,gesellschaft der ,naturfreunde1 ,stuttgart ,die ,gesellschaft ,kosmos will die ,kenntnis der ,naturwissenschaften und damit die ,freude an der ,natur und das ,verstndnis ihrer ,erscheinungen in den weitesten ,kreisen unseres ,volkes verbreiten4 -- ,dieses ,ziel glaubt die ,gesellschaft durch ,verbreitung guter naturwissenschaftlicher ,literatur zu erreichen mittels des ,kosmos1 ,handweiser fr ,naturfreunde ,jhrlich #ab ,hefte4 ,preis ,m #b4hj2 ferner durch ,herausgabe neuer1 von ersten ,autoren verfater1 im guten ,sinne gemeinverstndlicher ,werke naturwissenschaftlichen ,inhalts4 ,es erscheinen im ,vereinsjahr #aiad 7nderungen vorbehalten73 ,w4 ,boelsche1 ,wanderung der ,tiere in der ,urwelt4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,dr4 ,kurt ,floericke1 ,auslndische ,fische4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,dr4 ,alexander ,lipschtz1 ,warum wir sterben4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,arno ,marx1 ,hochzucht4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,oskar ,nagel1 ,romantik der ,chemie4 ,reich illustriert4 ,geheftet ,m #a4-- ,k #a4bj h 4 ,w4 ,diese ,verffentlichungen sind durch alle ,buchhandlungen zu beziehen2 daselbst werden ,beitrittserklrungen 7,jahresbeitrag nur ,m #d4hj7 zum ,kosmos1 ,gesellschaft der ,naturfreunde 7auch nachtrglich noch fr die ,jahre #aijd_/ac unter den gleichen gnstigen ,bedingungen71 entgegengenommen4 7,satzung1 ,bestellkarte1 ,verzeichnis der erschienenen ,werke usw4 siehe am ,schlusse dieses ,werkes47 ,geschftsstelle des ,kosmos3 ,franckh'sche ,verlagshandlung1 ,stuttgart4 ,naturwissenschaftliche ,bildung ist die ,forderung des ,tages6 ,zum ,beitritt in den ,kosmos1 ,gesellschaft der ,naturfreunde1 laden wir alle ,naturfreunde jeden ,standes1 sowie alle ,schulen1 ,volksbchereien1 ,vereine usw4 ein4 -- ,auer dem geringen ,jahresbeitrag von nur ,m #d4hj 7,beim ,bezug durch den ,buchhandel #bj ,pf4 ,bestellgeld1 durch die ,post ,porto besonders47 ,k #e4hj h 4 ,w4 ,frs #f4dj erwachsen dem ,mitglied keinerlei ,verpflichtungen1 dagegen werden ihm folgende groe ,vorteile geboten3 ,die ,mitglieder erhalten laut #e als ,gegenleistung fr ihren ,jahresbeitrag im ,jahre #aiad kostenlos3 ,i4 ,die ,monatsschrift ,kosmos1 ,handweiser fr ,naturfreunde4 ,reich illustr4 ,mit mehreren ,beiblttern 7siehe ,s4 #c des ,prospektes74 ,preis fr ,nichtmitglieder ,m #b4hj4 ,,ii4 ,die ordentlichen ,verffentlichungen4 ,nichtmitglieder zahlen den ,einzelpreis von ,m #a4-- pro ,band4 ,wilhelm ,boelsche1 ,tierwanderungen in der ,urwelt4 ,dr4 ,kurt ,floericke1 ,meeresfische4 ,dr4 ,alexander ,lipschtz1 ,warum wir sterben4 ,dr4 ,fritz ,kahn1 ,die ,milchstrae4 ,dr4 ,oskar ,nagel1 ,die ,romantik der ,chemie4 nderungen vorbehalten4 7,nheres wird im ,kosmos-,handweiser bekanntgegeben47 ,,iii4 ,vergnstigungen beim ,bezuge von hervorragenden naturwissenschaftlichen ,werken 7siehe ,seite #g des ,prospektes74 ,jede ,buchhandlung nimmt ,beitrittserklrungen entgegen und besorgt die ,zusendung4 ,gegebenenfalls wende man sich an die ,geschftsstelle des ,kosmos in ,stuttgart4 ,jedermann kann jederzeit ,mitglied werden4 ,bereits ,erschienenes wird nachgeliefert4 ,satzung #a4 ,die ,gesellschaft ,kosmos 7eine freie ,vereinigung der ,naturfreunde auf geschftlicher ,grundlage7 will in erster ,linie die ,kenntnis der ,naturwissenschaften und damit die ,freude an der ,natur und das ,verstndnis ihrer ,erscheinungen in den weitesten ,kreisen unseres ,volkes verbreiten4 #b4 ,dieses ,ziel sucht die ,gesellschaft zu erreichen3 durch die ,herausgabe eines den ,mitgliedern kostenlos zur ,verfgung gestellten naturwissenschaftlichen ,handweisers 7 #e72 durch ,herausgabe neuer1 von hervorragenden ,autoren verfater1 im guten ,sinne gemeinverstndlicher ,werke naturwissenschaftlichen ,inhalts1 die sie ihren ,mitgliedern unentgeltlich oder zu einem besonders billigen ,preise zugnglich macht1 usw4 #c4 ,die ,grnder der ,gesellschaft bilden den geschftsfhrenden ,ausschu1 den ,vorstand usw4 #d4 ,mitglied kann jeder werden1 der sich zu einem ,jahresbeitrag von ,m #d4hj ,k #e4hj h 4 ,w4 ,frs #f4dj 7exkl4 ,porto7 verpflichtet4 ,andere ,verpflichtungen und ,rechte1 als in dieser ,satzung angegeben sind erwachsen den ,mitgliedern nicht4 ,der ,eintritt kann jederzeit erfolgen2 bereits ,erschienenes wird nachgeliefert4 ,der ,austritt ist gegebenenfalls bis #a4 ,oktober des ,jahres anzuzeigen1 womit alle weiteren ,ansprche an die ,gesellschaft erlschen4 #e4 ,siehe vorige ,seite4 #f4 ,die ,geschftsstelle befindet sich bei der ,franckh'schen ,verlagshandlung1 ,stuttgart1 ,pfizerstrae #e4 ,alle ,zuschriften1 ,sendungen und ,zahlungen 7vgl4 #e7 sind1 soweit sie nicht durch eine ,buchhandlung ,erledigung finden konnten1 dahin zu richten4 99 99 99 99 99 ,kosmos ,handweiser fr ,naturfreunde ,erscheint jhrlich zwlfmal -- #b bis #c ,bogen stark -- und enthlt3 ,originalaufstze von allgemeinem ,interesse aus smtlichen ,gebieten der ,naturwissenschaften4 ,reich illustriert4 ,regelmig orientierende ,berichte ber ,fortschritte und neue ,forschungen auf allen ,gebieten der ,naturwissenschaft4 ,auskunftsstelle -- ,interessante kleine ,mitteilungen4 ,mitteilungen ber ,naturbeobachtungen1 ,vorschlge und ,anfragen aus dem ,leserkreise4 ,bibliographische ,notizen ber bemerkenswerte neue ,erscheinungen der deutschen naturwissenschaftlichen ,literatur4