file which includes the original illustration4 ,see #bdebc-;h4htm or #bdebc-;h4zip3 7https3_/_/www4gutenberg4org_/dirs_/#b_/ d_/e_/b_/bdebc_/bdebc-;h_/#bdebc-;h4htm7 or 7https3_/_/www4gutenberg4org_/dirs_/#b_/ d_/e_/b_/bdebc_/bdebc-;h4zip7 ,der ,sozialismus einst und jetzt ,streitfragen des ,sozialismus in ,vergangenheit und ,gegenwart ,von ,eduard ,bernstein ,es hat nichts auf sich1 wenn die ,erinnerung1 die mit ,vorliebe das festhlt1 was erfreute1 uns die ,vergangenheit schner erscheinen lt1 als sie war1 und es ist nur berechtigt1 wenn unser ,wollen und ,wnschen uns durch den ,ausblick auf eine ,zukunft1 wie sie sein kann1 zum ,kampf fr sie begeistert4 ,die ,gegenwart aber will erkannt sein1 wie sie ist4 #aibb ,j4 ,h4 ,w4 ,dietz ,nachfolger ,stuttgart _/ ,buchhandlung ,vorwrts ,berlin ,inhalt4 ,vorwort #c ,erstes ,kapitel4 ,der ,sozialismus als sozialwissenschaftliche ,entwicklungslehre #e ,begriffsbestimmung4 -- ,das ,alter des spekulativen ,sozialismus4 -- ,der ,widerstreit zwischen ,radikalismus und ,rationalismus in der ,spekulation4 -- ,der theoretisierende ,utopismus4 -- ,vom ,utopismus des ,ziels zum ,utopismus der ,mittel4 -- ,die ,grundgedanken des marxistischen wissenschaftlichen ,sozialismus4 -- ,sozialismus und ,klassenkampf4 ,zweites ,kapitel4 ,die naturrechtliche ,begrndung des ,sozialismus #aa ,naiver ,begriff und wissenschaftliche ,theorie des ,naturrechts4 -- ,naturrecht4 -- ,vernunftrecht4 -- ,rechtsphilosophie4 -- ,naturrechtsspekulation in der ,geschichte4 -- ,das ,naturrecht in den groen ,revolutionen des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts4 -- ,das ,naturrecht und die kommunistische ,lehre ,babeufs4 -- ,das ,naturrecht am ,grunde aller ,utopien4 -- ,die ,unzulnglichkeiten und das ,recht des ,naturrechts4 ,drittes ,kapitel4 ,die ,bedeutung der ,werttheorien fr den wissenschaftlichen ,sozialismus #bd ,die ,werttheorie ,ricardos4 -- ,die ,marxsche ,werttheorie und ihre ,rolle in der ,marxschen ,gesellschaftslehre4 -- ,marx ber die utopistische ,auslegung von ,ricardos ,formel4 -- ,die utopistische ,auslegung und das ,naturrecht4 -- ,das sogenannte ,recht auf den vollen ,arbeitsertrag4 -- ,marx und das ,recht des ,mehrwerts4 -- ,mehrwert und ,ausbeutung4 -- ,der ,mehrwert und der ,klassenkampf4 ,viertes ,kapitel4 ,das ,wesen der ,gesellschaft des vorgeschrittenen ,kapitalismus #ch ,der ,sinn des ,begriffs ,kapitalismus4 -- ,sein vielfltiger ,inhalt und seine einfltige ,ausdeutung4 -- ,der ,kapitalismus als ,trger des ,fortschritts in der ,produktion4 -- ,die ,konzentration der ,unternehmungen und der ,betriebe4 -- ,die ,raumverteilung der ,betriebsklassen4 -- ,die ,konzentration verhindert nicht die ,vielheit der ,unternehmungen4 -- ,die ,zhigkeit der buerlichen ,unternehmung4 -- ,die ,klassenbildung und ,klassengliederung4 -- ,die rasche ,zunahme der ,abhngigen und die langsame ,verminderung der ,selbstndigen4 -- ,die ,verstadtlichung des sozialen ,lebens4 -- ,die gelernten und die ungelernten ,arbeiter4 -- ,die ,einkommens- und ,vermgensklassen4 -- ,der nichtverengerte ,flaschenhals4 -- ,die ,beweglichkeit des ,kapitals als ,konservierer der ,mittelklassen4 -- ,die ,theorie der ,wirtschaftskrisen und die ,umkehr der ,spirale4 -- ,die ,rckwirkungen des ,krieges auf die ,wirtschaftsentwicklung und ihre ,probleme4 ,fnftes ,kapitel4 ,der ,sozialismus und die ,lehre vom ,klassenkampf #ei ,das ,kommunistische ,manifest als ,kundgebung des ,klassenkampfes4 -- ,adolphe ,blanqui und ,karl ,marx4 -- ,der ,begriff der ,klasse3 ,stand und ,klasse4 -- ,marx ber die ,zersplitterung der ,klassen4 -- ,der ,klassenkampf der ,nichtproletarier4 -- ,der ,klassenkampf der ,arbeiter und seine ,formen4 -- ,der ,klassenkampf und die materielle und geistige ,hebung der ,arbeiterklasse4 -- ,die ,entwicklung der ,gewerkschaften und die ,ausbildung der ,tarifvertrge4 -- ,der ,klassenkampf und die rechtliche ,hebung der ,arbeiter4 ,sechstes ,kapitel4 ,die ,staatstheorie und der ,sozialismus #ge ,der ,einflu der ,theorie auf die ,praxis4 -- ,der ,streit um den ,begriff des ,staates4 -- ,staatsfeindschaft und ,staatskultus in der ,geschichte4 -- ,der romantisch-reaktionre und der demokratische ,staatskultus4 -- ,das ,vestafeuer aller ,zivilisation4 -- ,die kritische ,staatsidee bei ,marx und ,engels4 -- ,die ,lehre vom ,absterben des ,staates4 -- ,der ,staat als ,auswuchs oder ,schmarotzer am ,gesellschaftskrper4 -- ,marx und ,proudhon ber die staatsfreie ,gesellschaft4 -- ,james ,ramsay ,macdonald und die ,erhaltung des ,staates4 ,siebentes ,kapitel4 ,der ,sozialismus als ,demokratie und der ,parlamentarismus #ia ,die sozialistische ,bewegung mit ,notwendigkeit demokratische ,bewegung4 -- ,begriff des ,parlamentarismus4 -- ,der ,parlamentarismus in der ,geschichte4 -- ,das ,budgetrecht1 das ,fundamentalrecht der ,parlamente4 -- ,die ,krone und das ,parlament4 -- ,die ,auswchse des ,parlamentarismus4 -- ,wilhelm ,liebknechts ,gegnerschaft gegen die ,teilnahme am ,parlament4 -- ,friedrich ,engels' ,wrdigung der parlamentarischen ,aktion4 -- ,die qualitative ,steigerung der parlamentarischen ,arbeit4 -- ,der ,streit um die ,budgetbewilligungen4 -- ,der ,streit um die ,teilnahme an der ,regierung3 ,jean ,jaurs und ,august ,bebel4 -- ,der ,beschlu von ,amsterdam4 -- ,der ,streit um die ,bewilligung der ,kriegskredite4 -- ,die ,selbstverwaltung als ,korrektiv des ,parlamentarismus4 ,achtes ,kapitel4 ,die bolschewistische ,abart des ,sozialismus #aac ,das ,kommunistische ,manifest und die ,formel von der ,diktatur des ,proletariats4 -- ,das ,aufkommen des ,bolschewismus4 -- ,seine ,vorgnger1 die ,utopisten der sozialistischen ,revolution4 -- ,das reformistische ,element im ,marxismus4 -- ,marx bindet den ,sieg des ,sozialismus an eine konomische ,reife4 -- ,der ,bolschewismus will die ,reife mit der ,gewalt erzwingen4 -- ,sein ,aberglauben an die ,schpferkraft der ,gewalt4 -- ,trotzkis ,reitenlernen auf dem ,rcken der ,nation4 -- ,der ,marxismus zeigt die ,grenzen des ,willens auf1 der ,bolschewismus ignoriert sie4 -- ,stmpernde ,experimentiererei4 -- ,die ,nachahmung des zarischen ,despotismus4 -- ,die ,blutschuld des ,bolschewismus4 ,neuntes ,kapitel4 ,die nchsten mglichen ,verwirklichungen des ,sozialismus #abf ,die ,welt1 die ,marx kannte1 und die heutige ,welt4 -- ,das ,proletariat zur ,zeit von ,marx und die ,arbeiterklasse am ,vorabend des ,weltkriegs4 -- ,durch ,gesetz und ,organisation erlangte ,verbesserungen4 -- ,die ,organisationen der ,unternehmer4 -- ,die ,volkswirtschaft im ,kriege4 -- ,der sogenannte ,kriegssozialismus4 -- ,die deutsche ,revolution und die ,zwangslage der deutschen ,volkswirtschaft4 -- ,die neue ,republik im ,daseinskampf4 -- ,die ,anstrme der ,verfhrten des ,bolschewismus lhmen die ,schpferkraft der ,republik4 -- ,die ,wahlergebnisse ntigen die ,sozialisten zur ,koalition mit brgerlichen ,parteien4 -- ,trotzdem sind sozialistische ,verwirklichungen mglich4 -- ,die verschiedenen ,wege der ,sozialisierung durch die ,finanznot erzwungen4 -- ,die ,sozialisierung durch die ,sozialpolitik4 -- ,kein groer ,sprung1 aber viele bedeutsame bergnge4 -- konomie des ,wollens verbrgt ,erreichung des ,gewollten4 ,vorwort4 ,die vorliegende ,schrift gibt1 von ihrem ,schlukapitel abgesehen1 den ,inhalt von ,vorlesungen wieder1 die ich im ,sommerhalbjahr #aiba in der ,universitt ,berlin gehalten habe4 ,in ,antwort auf ein ohne mein ,wissen aus akademischen ,kreisen ergangenes ,gesuch1 mir das ,vorlesen in der ,universitt zu ermglichen1 hatte das ,ministerium mir das ,halten von ,gastvorlesungen freigestellt1 und die ,erlaubnis hie fr mich unter den gegebenen ,verhltnissen das ,pflichtgebot1 von der ,mglichkeit1 zu ,studierenden in den ,rumen der alma mater zu sprechen1 nun auch ,gebrauch zu machen4 ,und zwar erschien es mir angezeigt1 in einem ,zeitpunkt1 wo die groe ,partei des ,sozialismus1 der ich seit nun bald fnfzig ,jahren angehre1 zu magebendem ,einflu im ,republik gewordenen ,reich gelangt ist1 ber die ,streitfragen des ,sozialismus in ,vergangenheit und ,gegenwart zu reden1 das heit die ,meinungsverschiedenheiten zu kennzeichnen1 die unter den ,vertretern des ,sozialismus ber dessen ,grundideen und deren ,anwendung obwaltet haben und in einigen ,fllen obwalten4 ,leider ist es mir jedoch nicht mglich gewesen1 mehr als einen ,teil der einschlgigen ,fragen abzuhandeln4 ,meine auerordentlich knapp bemessene ,zeit erlaubte mir nur eine ,stunde in der ,woche fr diese ,vorlesungen1 und noch weniger als die akademische ,stunde sich mit der astronomischen ,stunde deckt1 deckt sich das akademische ,halbjahr mit dem ,kalenderhalbjahr4 ,so war ich gentigt1 eine ,auswahl zu treffen und manche ,frage von ,bedeutung1 die mir am ,herzen liegt1 beiseite zu lassen4 ,indes glaube ich trotzdem in den ,vortrgen genug des ,wissenswerten ber die ,grundfragen des ,sozialismus gesagt zu haben1 um ihre ,herausgabe als ,schrift zu rechtfertigen4 ,in bezug auf die ,form der ,vorlesungen ist zu bemerken1 da ich meine ,aufgabe nicht dahin aufgefat habe1 ,lehrvortrge im schulmigen ,begriff des ,wortes zu halten1 sondern je nach der ,natur des ,gegenstandes die ,behandlungsart gewechselt1 den einen mehr deduktiv1 andere mehr induktiv-genetisch zur ,anschauung zu bringen gesucht habe4 ,daher auch die ,ungleichheiten im ,umfang der hier der ,anredeform entkleideten und als ,kapitel vorgefhrten ,vortrge4 ,der ,umstand1 da diese zum ,teil ,fragen behandeln1 mit denen ich mich in frher von mir verffentlichten ,arbeiten schon beschftigt habe1 machte es ferner unvermeidlich1 da hier und dort einzelnes von dem dort ,gesagten nun wiederholt wird4 ,es wegzulassen htte mir unntige1 wenn nicht unzulssige ,pedanterie geschienen4 ,das ,schlukapitel1 das die nchsten mglichen ,anwendungen des ,sozialismus behandelt1 ist1 wie oben angedeutet1 in den ,vorlesungen nicht mehr zur ,behandlung gekommen4 ,wenn ich es hier angefgt habe1 so geschah dies nicht nur in dem ,wunsche1 einer ,schrift1 die zu einem groen ,teil kritisch gehalten ist1 einen mglichst positiven ,abschlu zu geben4 ,es lag und liegt mir auch daran1 zu zeigen1 da die ,anschauungsweise1 die ihr zugrunde liegt und die ich nun seit ziemlich einem ,vierteljahrhundert verfechte1 durchaus nicht1 wie manche befrchtet haben1 zu pessimistischer ,betrachtung der ,dinge und aus ihr erwachsendem indifferenten ,verhalten fhrt4 ,dem ,pessimismus fllt nur der anheim1 der von den ,menschen mehr erwartet1 als sie leisten knnen1 und an die ,dinge den ,mastab seiner ,wnsche legt4 ,mit dieser ,bemerkung ist jedoch durchaus nicht gesagt1 da man sich nicht groe ,ziele setzen soll -- was wre die ,sozialdemokratie ohne solche8 -- ,man wird aber nichts ,groes erreichen1 wenn man die ,dinge nicht so betrachtet1 wie sie sind1 und1 wo ,millionen von ,menschen in ,betracht kommen1 ihnen zumutet1 wozu auergewhnliche ,charaktere gehren4 ,ende ,november #aiba4 ,ed4 ,bernstein4 ,erstes ,kapitel4 ,der ,sozialismus als sozialwissenschaftliche ,entwicklungslehre4 ,bevor man an die ,aufgabe herangeht1 ,streitfragen des ,sozialismus zu errtern1 wird man sich darber zu uern haben1 was man berhaupt unter ,sozialismus versteht1 wie weit man den ,rahmen des ,begriffs gezogen wissen will4 ,das ,wort ,sozialismus ist sehr verschiedentlich gedeutet worden4 ,vielfach wird es als der ,ausdruck fr einen vorgestellten ,zustand gebraucht1 dem eine bestimmte ,eigentums- und ,wirtschaftsordnung zugrunde liegt1 und der sich in einem ganzen ,idealstaat verkrpern soll4 ,andere setzen es als gleichbedeutend mit einer ,bewegung oder einem ,kampf von ,gesellschaftsklassen zur ,verwirklichung solcher ,wirtschaftsordnung1 und wieder anderen ist es der ,sammelbegriff fr eine ,summe von ,forderungen oder ,einrichtungen1 denen bestimmte ,rechtsgedanken und ethische ,begriffe zugrunde liegen4 ,alle diese ,deutungen haben insofern ihre ,berechtigung1 als sie auf bestimmte ,formen des ,sozialismus sich beziehen oder bestimmte ,seiten der sozialistischen ,bewegung kennzeichnen4 ,aber keine davon erschpft den ,gegenstand4 ,auch in den ,lehrbchern oder ,kompendien der ,sozialwissenschaftler stoen wir auf sehr unterschiedliche ,definitionen des ,begriffs4 ,um nicht weiter in der ,geschichte zurckzugehen und uns auf ,deutsche zu beschrnken1 so finden wir bei ,schmoller eine andere ,deutung als bei ,roscher1 bei ,sombart eine andere als bei ,schmoller1 bei ,oppenheimer eine andere als bei ,sombart1 und so noch weiter4 ,es wre nicht uninteressant1 sie vergleichend gegeneinander zu halten und festzustellen1 was ihnen gemeinsam ist und zu sehen1 ob sie sich nicht sozusagen auf einen ,generalnenner bringen lassen4 ,mir scheint jedoch ein anderer ,weg ratsamer1 nmlich der ,weg der ,betrachtung der geschichtlichen ,erscheinungsformen4 ,vermge ihrer werden wir uns1 glaube ich1 am besten darber unterrichten knnen1 was wir heute unter ,sozialismus zu verstehen haben4 ,der allgemeinste und darum allerdings auch der oberflchlichste ,begriff von ,sozialismus ist die ,vorstellung von einem ,gesellschaftszustand1 wo es weder ,reiche noch ,arme gibt1 wo vieles allen gemeinsam ist und eine starke ,brderlichkeit herrscht4 ,wo diese ,merkmale fehlen1 wo weitgehende sachliche ,gemeinschaft1 weitgehende ethische ,gemeinschaftlichkeit und ,abwesenheit groer ,vermgensunterschiede fehlen1 fehlen die wesentlichen ,attribute des ,sozialismus4 ,so begriffen nun ist er sehr viel lter als sein ,name4 ,whrend dieser erst im #ai4 ,jahrhundert aufkommt1 findet man die ,sache als ,idee oder ,bewegung schon in dem ,zeitalter1 das wir ,altertum nennen4 berall dort1 wo die ,menschen nicht mehr in einfachen1 ihren ,wohnsitz wechselnden ,stammesverbnden leben1 sondern sich sehaft gemacht haben und staatliche1 beziehungsweise territorial gegliederte ,gemeinwesen geschaffen haben1 die der ,bildung groer ,vermgensunterschiede und ,rechtsungleichheiten ,vorschub leisten1 stellt sich frher oder spter bei ,individuen oder ,schichten der ,wunsch nach ,beseitigung dieser ,ungleichheiten ein und findet in der ,ausmalung von besseren ,gesellschaftszustnden seinen ideologischen1 in ,kmpfen fr solche seinen politischen ,niederschlag4 ,die ,geschichte der asiatischen und vorderasiatischen ,kulturvlker1 die ,geschichte der ,griechen und ,rmer gibt uns zwar nur lckenhaft1 aber doch unmiverstndlich ,kunde von solchen ,bewegungen4 ,als ,quelle dafr sei auf ,robert ,phlmanns ,geschichte des antiken ,kommunismus und ,sozialismus verwiesen1 ein ,werk1 gegen dessen kritische ,aufstellungen ich mancherlei starke ,einwnde zu erheben habe1 aus dem man aber ersehen kann1 wie sehr nicht nur die sozialen ,kmpfe1 von denen uns die ,geschichte der ,alten erzhlt1 sondern auch die mehr oder weniger phantastischen ,konstruktionen oder ,ausmalungen von ,idealstaaten1 die uns -- leider oft nur sehr skizzenhaft -- berliefert sind1 einer geschichtswissenschaftlichen ,wrdigung fhig sind und einer solchen daher auch bedrfen4 ,ob man das ,urchristentum1 das in ,rom seine eigentliche ,ausbildung erfahren hat1 als eine sozialistische ,bewegung auffassen darf1 mag dahingestellt bleiben4 ,bekannt ist1 da ihm diese ,eigenschaft vielfach bestritten wird und man es lediglich als eine ethische ,bewegung aufgefat wissen will4 ,aber wenn es als ,gesamterscheinung nicht auf die ,bezeichnung sozialistisch ,anspruch haben soll1 so ist es doch unbestreitbar die ,nhrquelle vieler sozialistischer ,theorien und ,bewegungen gewesen4 ,zeugnis legen ab allerhand ,kapitel aus der groen ,literatur der ,kirchenvter und der ,scholastik1 und ,beispiele sind eine ,reihe noch dem ,altertum angehriger kommunistischer und halbkommunistischer christlicher ,sekten1 denen solche des ,zeitalters der ,renaissance und der ,reformation gefolgt sind4 ,dem letzteren ,zeitalter gehrt auch die ,entstehung des ,buches an1 dessen ,titel zum ,sammelbegriff fr die ganze ,gruppe der ,beschreibungen spekulativ konstruierter ,gemeinwesen oder ,idealstaaten wird1 nmlich die ,abhandlung ,utopia des ,thomas ,more4 ,man kann von dieser ,schrift des charaktervollen ,staatskanzlers ,heinrichs ,,viii4 von ,england sagen1 da sie einer ganzen ,literatur ,leben gegeben hat4 ,denn sie machte fr ihre ,zeit ,sensation und wurde in die verschiedensten ,sprachen bersetzt4 ,das #af41 #ag4 und #ah4 ,jahrhundert sind voll von ,beschreibungen vorgestellter ,idealgemeinwesen1 von ,staatsromanen1 wie man sie auch im ,hinblick auf die ,form der ,beschreibung nennt4 ,nicht alle davon haben auf die ,bezeichnung als sozialistisch ,anspruch1 es fehlt durchaus nicht an ,utopien1 die nach unseren heutigen ,begriffen brgerlicher ,natur sind4 ,das gilt z4 ,b4 von der unvollendeten ,utopie ,die neue ,atlantis1 die einen der ,amtsnachfolger des ,thomas ,more1 den berhmten ,philosophen der empirischen ,methode1 ,francis ,bacon1 zum ,verfasser hat4 ,nach zwei ,seiten hin lt sich in den sozialistischen ,utopien des mit der ,reformation einsetzenden ,zeitalters eine abgestufte ,entwicklung feststellen3 erstens eine ,tendenz der berbietung in phantastischen ,ausmalereien1 und zweitens eine ,tendenz zum grtmglichen ,rationalismus in der ,spekulation4 ,diese letzte ,tendenz ist fr unsere ,betrachtung die wichtigere1 denn sie war ein ,hebel zur ,frderung der sozialen ,erkenntnis und fhrte schrittweise zur wissenschaftlichen ,behandlung der sozialistischen ,bestrebungen4 ,die ,verfasser rationalistischer ,utopien des ,sozialismus suchen ihre ,vorgnger zu korrigieren1 und wenn das lange ,zeit ohne die ,form der ,polemik vor sich geht1 so lt sich doch bei verschiedenen ,autoren eine unausgesprochene ,bekmpfung von ,ideen des oder der ,vorgnger feststellen4 ,es handelt sich schon um ernst aufgefate ,streitfragen1 der ,nachfolger widerlegt den ,vorgnger1 ohne ihn zu nennen4 ,was aber den ,utopien gemeinsam war1 was das eigentliche ,merkmal der ,utopie ist1 ist die entscheidende ,rolle1 die bei ihnen der ,zufall und der noch vom ,zufall abhngige ,wille spielen4 ,lange ,zeit ist in diesen ,beschreibungen der geschilderte ,idealzustand hergestellt worden durch das ,eingreifen einer ungewhnlich weisen ,persnlichkeit1 eines ,gesetzgebers oder anordnenden ,frsten1 so da1 wenn dieser ,frst oder ,gesetzgeber zufllig nicht geboren oder vor der ,zeit gestorben wren1 das betreffende ,volk oder ,land den ,idealzustand nicht zu kosten bekommen htten4 ,spter1 im ,zeitalter der franzsischen ,revolution1 tritt an die ,stelle des individuellen ,willens oder ,schaffensdranges von ,wohlttern in der ,konstruktion der ,utopie als schpferische ,kraft der ,kollektivwille von ,anhngern einer bestimmten ,idee4 ,dieser ,kollektivwille ist aber1 selbst wo er als der ,wille eines ganzen ,volkes gedacht wird1 immer noch ,zufallssache4 ,ob die ,gruppe oder die ,volksmasse fr die ,idee kmpfen1 hngt lediglich davon ab1 wie weit und wie stark sie von der ,propagierung dieser ,idee erfat sind1 das ,aufkommen der ,idee aber selbst ist noch wesentlich vom ,zufall abhngig4 ,an der ,wende zum #ai4 ,jahrhundert und in dessen erstem ,drittel tritt hier ein wesentlicher ,fortschritt ein4 ,es ist in der ,geschichte des ,sozialismus die ,epoche der groen1 kritisch gerichteten ,utopisten1 der ,robert ,owen1 ,charles ,fourier und ,henri ,saint-,simon und ihrer ,schulen4 ,das ,merkmal dieser ,sozialisten1 das sie von den ,utopisten des #ah4 ,jahrhunderts unterscheidet1 ist die ,rolle1 die bei ihnen der ,entwicklungsgedanke spielt1 und das ,bestreben1 an das ,gegebene anzuknpfen1 die ,welt1 die sie vor sich haben1 weiterzubilden4 ,robert ,owen verweist in seinen sozialistischen ,abhandlungen auf die in ,england aufgekommene kapitalistische ,fabrik und die ,zustnde1 die sie geschaffen hat1 und nimmt sie zum ,ausgangspunkt sozialistischer ,reformpolitik4 ,charles ,fourier im noch stark kleinbrgerlichen ,frankreich sucht den ,sozialismus als ,ideal psychologisch zu fundieren1 in der ,praxis auf dem ,wege der ,genossenschaften zu verwirklichen1 wobei sein ,plan kommunaler ,genossenschaftspolitik auf besonderes ,interesse ,anspruch hat4 ,saint-,simon ist so sehr ,entwicklungstheoretiker1 da es fraglich wird1 ob man ihn berhaupt noch einen ,utopisten nennen kann1 wie er zugleich so sehr ,wirklichkeitsmensch ist1 da man befugt ist1 seinen ,anspruch auf ,einreihung in die ,geschichte des ,sozialismus zu bestreiten4 ,wenn ,fourier stark von ,morelly1 dem geistreichen ,verfasser der ,utopie ,die ,basiliade1 beeinflut ist1 so ,saint-,simon von ,condorcet1 dem ,enzyklopdisten und ,verfasser der wissenschaftlichen ,abhandlung ber den ,fortschritt des menschlichen ,geistes und die ,vervollkommnungsfhigkeit der ,menschheit4 ,bei den ,saint-,simonisten finden wir unter anderem schon die ,einteilung der ,geschichte der sich fortschrittlich entwickelnden ,nationen in organische und kritische ,perioden1 d4 h4 ,perioden relativ ruhiger ,entwicklung und ,perioden revolutionrer ,umwlzungen4 ,aber bei allen dreien1 bei ,owen1 bei ,fourier und bei ,saint-,simon und ihren ,schlern spielt trotz ihres ,strebens nach ,wissenschaftlichkeit und ,anknpfung an das ,gegebene die ,erfindung der ,mittel zur ,verwirklichung des ,sozialismus die entscheidende ,rolle2 wo sie praktisch sein wollen1 arbeiten sie ,rezepte aus1 und immer wieder sind sie in ,gefahr1 auf die ,utopie zurckzugreifen4 ,an die ,stelle des ,utopismus des ,ziels tritt ein ,utopismus des ,mittels4 ,die ,literatur des ,sozialismus im zweiten ,drittel des #ai4 ,jahrhunderts ist voller ,schriften1 die utopistisch im ,mittel sind1 wobei man wieder einen utopistischen ,reformismus und einen utopistischen ,revolutionarismus unterscheiden kann4 ,der eine versteift sich auf konomische ,experimente1 die wegen ihrer unzulnglichen ,voraussetzungen notwendig fehlschlagen mssen1 der andere huldigt einem ,wunderglauben an die schpferische ,allmacht der ,revolutionsgewalt4 ,hier nun bewirken einen grundlegenden ,wandel in den ,anschauungen die beiden groen ,mnner1 die heute als ,begrnder des wissenschaftlichen ,sozialismus weithin anerkannt sind3 ,karl ,marx und ,friedrich ,engels4 ,warum trgt ihre ,lehre diesen ,namen1 hat sie den besonderen ,anspruch auf ,wissenschaftlichkeit8 ,weil sie tiefer und systematischer als alle vor ihr aufgestellten sozialistischen ,theorien eindringt in das ,wesen der ,krfte und ,entwicklungsgesetze des gesellschaftlichen ,fortschritts1 den ,kampf fr den ,sozialismus auf eine durchgearbeitete ,entwicklungstheorie sttzt1 in der der ,gedanke von der organischen ,natur der sozialen ,entwicklung zum ,unterschied von der ,auffassung dieser ,entwicklung als eines mehr mechanischen oder chemisch bestimmten ,vorgangs zu seinem ,rechte kommt4 ,wille und ,idee1 die von den ,utopisten in der einen oder anderen ,weise berschtzt werden1 werden in der ,marx-,engelsschen ,lehre zwar nicht1 wie vielfach angenommen worden ist1 als ,triebkrfte der sozialen ,entwicklung gering eingeschtzt oder gar ignoriert -- ohne ,idee kein ,wille und ohne ,wille keine ,aktion --1 aber sie werden in ihrer sozialen ,bedingtheit gekennzeichnet4 ,es wird gezeigt1 wie sie abhngig sind von den materiellen ,bedingungen und ,formen des gesellschaftlichen ,daseins der ,menschen1 fr die der magebende ,faktor ist die ,art und ,weise der ,produktion der ,lebensgter der ,menschen4 ,denn diese ,produktion wird entscheidend bestimmt vom ,werkzeug1 ber das der ,mensch verfgt2 vom ,werkzeug aber1 das die ,arbeitsweise vorschreibt1 hngt zugleich ab das ,eindringen des ,menschen in die ,gesetze der ,natur und damit zuletzt auch der ,hhegrad seiner ,welterkenntnis4 ,sozial betrachtet ist es das ,werkzeug1 das bestimmt1 ob individualistisch oder kollektivistisch produziert wird4 ,im ,altertum und auch noch bis zum ,ausgang des ,mittelalters ist die ,produktion berwiegend individualistisch2 erst die ,steigerung des ,weltverkehrs und ,welthandels in der ,periode der groen ,entdeckungen fhrt zu kollektivistischer ,arbeit in der ,produktion4 ,es breitet sich die ,wirtschaftsform aus1 die den ,namen ,manufaktur erhlt1 ,produktion unter ,leitung von ,grokaufleuten1 welche ,arbeit an ,handwerker ausgeben1 dann aber ,arbeiter in groen ,werksttten1 ,fabriken genannt1 beschftigen4 ,aus dem ,kaufmann wird so ein ,fabrikant1 und in der ,fabrik werden vervollkommnete ,werkzeuge verwendet1 fr die als technischer ,antrieb die ,naturkraft verwendet wird4 ,das ,werkzeug wird zur ,maschine und aus dem ,handwerker ein ,fabrikarbeiter4 ,die ,produktion in der ,fabrik wird in steigendem ,grade ,kollektivarbeit1 und da zur ,einrichtung und zum ,unterhalt der ,fabrik ,kapital gehrt1 beherrscht zunehmend das ,kapital die ,produktion4 ,beim ,aufkommen der kapitalistischen ,produktion und im ,wettbewerb der ,kapitalisten untereinander wirkt als objektive ,triebkraft der ,kampf um die ,mehrarbeit1 das heit um den ,teil des ,bruttowerts der ,produktion ber die ,kosten von ,anlage1 ,rohstoff1 ,hilfsstoffe und ,werkzeuge1 bzw4 ,maschinen hinaus1 der nicht den ,arbeitern als ,lohn gezahlt werden mu4 ,dieser ,kampf um den ,mehrwert1 wie ,marx ihn nennt1 hat im weiteren ,verlauf zur ,folge eine steigende ,vergrerung der ,fabriken1 weil diese eine grere konomie der ,krfte erlaubt1 damit die ,unterbietung der ,konkurrenz ermglicht und zur ,steigerung des ,absatzes fhrt4 ,die weitere soziale ,folge der ,vergrerung bzw4 ,konzentration der ,unternehmungen ist die ,verdichtung der ,bevlkerung in ,stdten und ,lndern4 ,die ,industriezentren1 die ,stdte wachsen2 es tritt allmhlich das ein1 was man die ,verstadtlichung des ,landes nennen kann2 mehr als in irgendeinem frheren ,zeitalter ergreift die stdtische ,kultur auch die ,bevlkerung des platten ,landes und drckt der ganzen ,gesellschaft ihren ,stempel auf4 ,alles das schafft die materiellen ,vorbedingungen fr eine neue ,gesellschaftsordnung2 denn es ist verbunden mit einer neuen ,gliederung der ,gesellschaftsklassen1 als deren wichtigstes ,moment zu nennen ist das ,aufkommen und ,wachstum der ,klasse stndiger ,lohnarbeiter1 des industriellen ,proletariats4 ,die konomische ,umwlzung macht eine neue ,rechtsordnung1 neue soziale ,einrichtungen und ,gesetze notwendig4 ,es handelt sich nun fr den sozialen ,reformer nicht mehr um die ,erfindung von ,idealgesellschaften und die ,ausklgelung von ,rezepten1 sondern um die ,entdeckung von sozialen ,notwendigkeiten4 ,die strkste subjektive ,triebkraft bei der ,verwirklichung dieser aber ist die ,arbeiterklasse1 das ,proletariat4 ,seine materiellen und geistigen ,bedrfnisse treten immer mehr in den ,vordergrund1 seine ,rechtsauffassungen erobern die ffentliche ,meinung4 ,und die ,summe der ,forderungen der ,arbeiterklasse unseres ,zeitalters stellt sich der genaueren soziologischen ,betrachtung dar als die ,zusammenfassung des rationellen ,inhalts der sozialistischen ,ideologie frherer ,epochen4 ,und so gelangen wir an der ,hand der ,marx-,engelsschen ,theorie zu einer neuen ,definition des ,sozialismus1 die etwa so formuliert werden kann3 ,der moderne ,sozialismus ist die ,zusammenfassung des geistigen ,inhalts der politischen1 wirtschaftlichen und allgemein kulturellen ,bestrebungen der zur ,erkenntnis ihrer ,klassenlage gelangten ,arbeiter sowie der ihnen gleichgestellten ,gesellschaftsschichten in den ,lndern kapitalistischer ,entwicklung1 und der ,kampf zur ,verwirklichung dieser ,bestrebungen4 ,an die ,herausarbeitung dieser ,theorie in der sozialistischen ,welt und an ihre ,ausdeutung und praktische ,anwendung im einzelnen knpfen sich an die bemerkenswertesten ,streitfragen des ,sozialismus in ,vergangenheit und ,gegenwart4 ,zweites ,kapitel4 ,die naturrechtliche ,begrndung des ,sozialismus4 ,es lag in der ,natur der ,dinge1 da der ,sozialismus in den vergangenen ,jahrhunderten bis weit in das neunzehnte ,jahrhundert hinein fast ausschlielich naturrechtlich begrndet wurde4 ,die ,tatsache des ,zusammenhanges der sozialistischen ,theorien mit dem ,naturrecht ist auerordentlich interessant4 ,sie ist auch verschiedentlich von ,gelehrten oder ,schriftstellern1 die sich mit der ,theorie des ,sozialismus befat haben1 hervorgehoben worden2 aber es fehlt meines ,wissens doch noch an einer systematischen1 ihn geschichtlich wie begrifflich behandelnden ,darstellung dieses ,zusammenhanges4 ,es wrde das eine auerordentlich fruchtbare ,untersuchung sein1 durchaus der ,vornahme wert1 und ich glaube sogar auch ein gutes ,thema etwa fr eine ,dissertation4 ,dieser ,zusammenhang nmlich zieht sich durch die ganze ,geschichte des ,sozialismus1 von den ,zeiten an1 wo es berhaupt etwas gab1 was auf diesen ,namen ,anspruch hat1 bis in die neueste ,zeit hinein4 ,noch im ,jahre #ahge hat eine ,kommission der damals sich vereinigenden sozialistischen ,parteien ,deutschlands bei ,ausarbeitung eines ,entwurfs zum ,parteiprogramm dem ,sozialismus eine vollkommen naturrechtliche ,begrndung gegeben und sich dadurch eine auerordentlich scharfe ,kritik von ,karl ,marx zugezogen4 ,die ,begrndung lautete nmlich3 ,die ,arbeit ist die ,quelle alles ,reichtums und aller ,kultur1 und da nutzbringende ,arbeit nur in der ,gesellschaft und durch die ,gesellschaft mglich ist1 gehrt der ,ertrag der ,arbeit unverkrzt und nach gleichem ,recht allen ,gesellschaftsgliedern4 ,das ist1 wie jeder leicht sehen kann1 naturrechtlich und nicht wissenschaftlich gesprochen4 ,was versteht man unter ,naturrecht8 ,nach meiner ,ansicht werden da bei den meisten ,definitionen zwei ganz verschiedene ,dinge durcheinandergeworfen4 ,zwei ,auffassungen streiten darber in der ,geschichte des ,gedankens3 eine naive1 urwchsige ,auffassung1 die statt mit dem ,wort ,naturrecht besser ausgedrckt wrde mit natrliches ,recht4 ,die ,franzosen sagen auch droit naturel und die ,englnder natural law1 also immer natrliches ,recht4 ,der ,begriff ist da abgeleitet von einem vermeintlichen ,naturzustand oder wird auf die ,natur des ,menschen bezogen und ist nur in diesem ,sinne naturphilosophisch4 ,dann gibt es aber eine wissenschaftlich rechtstheoretische ,auffassung des ,begriffs ,naturrecht1 nach der es verstanden wird als die ,zusammenfassung von allgemeinen ,rechtsgrundstzen1 die unabhngig von den ,grundstzen und ,bestimmungen der rtlich und zeitlich wechselnden positiven ,gesetzgebung gewonnen werden mittels der von ueren ,einwirkungen1 von ,machtverhltnissen und ,interessen unbeeinfluten ,erforschung der ,natur und ,zwecke der ,gesetzgebung berhaupt sowie der ,grundbedingungen der ,entwicklung der menschlichen ,persnlichkeit und des mglichst harmonischen ,zusammenlebens der ,menschen1 -- ,erkenntnisse1 die ,anspruch darauf erheben1 der positiven ,gesetzgebung die ,wege zu weisen1 und die man wissenschaftlich begrnden kann4 ,das ,naturrecht in diesem ,sinne will also ber dem positiven ,recht stehen4 ,die ,forschung kann selbstverstndlich die ,aufgabe nur lsen mittels der prfenden ,vernunft1 und zwar wenn sie ausschlielich und vorbehaltlos den ,gesetzen der ,vernunft folgt4 ,daher hat man fr das so wissenschaftlich aufgefate ,naturrecht in neuerer ,zeit den ,namen ,vernunftrecht gewhlt4 ,er zeigt an1 was aus den ursprnglichen ,naturrechtsideen im ,laufe der ,entwicklung geworden ist4 ,er lt aber die ,rolle nicht erkennen1 die der ,begriff des ,naturrechts in der ,geschichte gespielt hat4 ,vernunftrecht kann etwas ganz anderes sein als das1 was die ,menschen jahrhundertelang unter ,naturrecht verstanden haben4 ,einwandfrei ist dagegen der andere umfassende ,begriff ,rechtsphilosophie1 denn das ,vernunftrecht will eben das hchste ,recht1 das ,wesen dessen feststellen1 was ,recht sein soll1 das ,recht1 das aus dem ,begriff der ,gerechtigkeit sich ergibt4 ,die ,frage nach einem solchen ,recht taucht auf1 wo das positive ,recht als ungerecht erkannt oder empfunden wird4 ,dort greifen alsdann die ,menschen naturgem auf andere ,wegweiser zurck fr das ,recht1 das sie haben wollen4 ,es sind die verschiedensten ,faktoren1 auf die sie sich dabei berufen1 meist zunchst metaphysische1 bersinnliche ,mchte1 die auch in ,naturbegriffen aufgefat werden2 immer aber greifen sie zurck auf eine jenseits der positiven ,gesetzgebung stehende hhere ,macht1 sei es die ,vernunft berhaupt1 die ,gerechtigkeit1 die ,gottheit oder die ,natur4 ,infolgedessen hat das ,naturrecht von jeher eine humanitre ,tendenz1 ist es ,recht fr die ,sache der ,unterdrckten oder jeweilig ,enterbten4 ,im weiteren ,sinne ist es damit zugleich revolutionr und ist demgem gewhnlich offiziell verpnt worden4 ,in der ,geschichte ist es hufig von ,religionsstiftern verkndet worden4 ,wenn wir die orientalischen ,vlker bergehen und nach dem ,volke fragen1 das wohl in der alten ,welt am meisten geleistet hat in ,feststellung natur- oder vernunftrechtlicher ,grundstze1 so sind das unzweifelhaft die ,griechen gewesen4 ,in der ,philosophie der ,griechen spielen naturrechtliche ,spekulationen eine sehr bedeutende ,rolle4 ,sie sind die ,begleiterscheinung der politischen ,kmpfe1 die sich in den vorgeschritteneren ,stadtstaaten ,griechenlands abspielen1 vor allem in ,athen4 ,auch das ist bemerkenswert1 da1 wenn eine bisher anerkannte ,philosophie erschttert1 bersehen oder vernachlssigt wird -- ein ,vorgang1 der uns meist nur in lckenhaften ,berichten berliefert wird und daher abstrakt erscheint --1 dies oft tatschlich einen ganz realen ,hintergrund hat in politischen ,kmpfen1 die sich etwa gleichzeitig oder kurz vorher abgespielt haben4 ,wie die religisen berlieferungen werden die ,staatseinrichtungen schon in der alten ,welt vor den ,richterstuhl der ,vernunft gezogen und darauf geprft1 wie sie den natrlichen ,bedrfnissen der ,brger eines vollkommenen ,gemeinwesens entsprechen4 ,wir finden das bei ,plato und seinen ,vorgngern1 bei ,aristoteles1 vor allem aber in der ,geschichte der ,stoa1 bei ,zeno und seinen ,schlern4 ,die ,stoa hat darin am meisten geleistet1 die naturrechtliche ,seite der ,gesetzgebung zu betonen und das ,ansehen des positiven ,rechts zu erschttern4 ,das ist auch geschehen seitens der ,schler der ,stoa im spteren ,rom4 ,hier brauche ich nur an ,seneka zu erinnern4 ,bei den christlichen ,sekten ist es der ,begriff der ,gotteskindschaft beziehungsweise der ,gleichheit vor ,gott1 der zu naturrechtlichen ,folgerungen ,anla gibt oder fr sie ausgedeutet wird4 ,augustinus1 wohl der bedeutendste der ,kirchenvter1 ergeht sich in naturrechtlichen ,betrachtungen1 und der groe ,scholastiker ,thomas von ,aquino hat ein ganzes ,system eines ,naturrechtes entworfen1 das er in ,einklang zu bringen sucht mit den ,grundstzen des kanonischen ,rechtes4 ,aber die zur ,zeit des ,thomas auf der ,hhe ihrer weltlichen ,macht angelangte rmische ,kirche witterte in diesen naturrechtlichen ,theorien und ,ausfhrungen die umstrzlerische ,tendenz und hat sie demgem verworfen4 ,um so strkere ,pflege finden sie aber in der ,geschichte bei den ketzerischen ,sektierern des ,vorreformations- und ,reformationszeitalters4 ,im ,begriff des ,wortes ,ketzer1 das abgeleitet ist von ,katharer1 ,reiniger1 liegt schon die naturrechtliche ,tendenz angedeutet1 das ,zurckgreifen auf die kritisierende ,vernunft1 allerdings beschrnkt auf die ,auslegung der ,bibel4 ,diese wichtige ,epoche im einzelnen zu beleuchten1 mu ich mir versagen1 so interessant es wre1 die ganze ,entwicklung der christlichen ,sekten unter unserem ,gesichtspunkt bis zur ,reformation zu verfolgen4 ,nachdem der ,protestantismus in einer ,reihe von ,staaten gesiegt hatte1 ist es in ,holland der berhmte ,rechtslehrer und ,staatsmann ,hugo de ,groot1 nach damaliger ,sitte latinisiert in ,grotius1 der in seinem ,werk ,de jure belli ac pacis die erste erschpfende systematische ,darstellung des ,vlkerrechts gibt und sie in der ,einleitung sttzt auf eine naturrechtliche ,begrndung1 die fr die ,wissenschaft des ,naturrechts grundlegende ,bedeutung erhalten hat4 ,heute schtzt man ,grotius als den eigentlichen wissenschaftlichen ,begrnder des ,naturrechts4 ,noch eindringlicher aber berufen sich auf das ,naturrecht -- und dieses eben als natrliches ,recht aufgefat -- die kommunistischen und halbkommunistischen ,sektierer der spteren ,reformationszeit und der folgenden ,jahrhunderte4 ,ich brauche nur allgemein auf diese groen ,kampfperioden zu verweisen1 auf die ,bauernkriege1 die ,kmpfe der ,wiedertufer usw4 ,da findet man immer wieder die ,berufung auf das ,naturrechtliche als ,begrndung von ,forderungen4 ,hier ist es am ,ort1 eine ,bemerkung einzuflechten4 ,man kann die ganze ,bewegung des ,sozialismus zurckfhren auf zwei groe ,stmme oder ,wurzeln1 aus denen sie ihre ,kraft zieht4 ,die eine ,wurzel und der sich daraus entwickelnde ,stamm sind die realen ,kmpfe jeweilig unterdrckter1 zurckgesetzter ,klassen oder ,schichten der ,gesellschaft4 ,der andere ,stamm aber ist die ,ideologie1 die vorwiegend von ,gelehrten1 ,denkern1 ,priestern usw4 vertreten ist und anscheinend keinen direkten ,zusammenhang mit den ,kmpfen hat4 ,es ist sogar ,tatsache1 da vielfach solche ,ideologen1 die weit umfassende kommunistische ,theorien ausgearbeitet haben1 den praktischen ,kmpfen khl1 gleichgltig1 beinahe ablehnend gegenberstanden4 ,denn die ,kmpfe werden meist nicht um groe weitumfassende ,ziele1 sondern um bestimmte begrenzte ,forderungen gefhrt1 die nicht immer gut formuliert sind und einer greren ,sache schdlich zu sein scheinen4 ,so kommt es1 da1 wenn auch die ,ideologen gar manchesmal beeinflut sind von den ,kmpfen1 ohne es zu wissen1 und wenn umgekehrt die ,kmpfer1 ohne es zu wissen1 von ihnen manches empfangen haben1 wenn also auch die ,fden hinber und herber laufen1 doch die beiden ,stmme lange ,zeit getrennt ihren ,weg gehen4 ,erst in neueren ,jahrhunderten finden sie sich zusammen oder wachsen sie zusammen4 ,karl ,kautsky und meine ,wenigkeit haben einmal einen solchen ,stammbaum des ,sozialismus entworfen -- er ist auch reproduziert worden --1 wo wir zeigten1 wie die beiden ,stmme sich verzweigten und schlielich im #ai4 ,jahrhundert zusammenwuchsen und da1 wie wir glauben1 das ,zusammenwachsen auf seine ,hhe gebracht worden ist durch die marxistische ,begrndung des ,sozialismus4 ,die ,berufung auf das ,naturrecht findet auf die verschiedenste ,weise statt4 ,kennzeichnend ist der ,spruch1 der1 wenn nicht schon in den deutschen ,bauernkriegen1 so jedenfalls in der ,englischen ,revolution ausgespielt worden ist3 ,als ,adam grub und ,eva spann1 ,wer war denn da der ,edelmann8 ,das ,volk suchte sein ,naturrecht aus der ,bibel zu beweisen1 die ja zuerst keine ,klassenunterschiede kennt4 ,sie spielt eine groe ,rolle in der ,englischen ,revolution des #ag4 ,jahrhunderts4 ,england war1 nachdem es die ,rosenkriege berwunden hatte1 als ,inselland von den ,kriegen verschont1 die den ,kontinent verheerten4 ,die politische ,entwicklung konnte sich hier ungestrter vollziehen1 und so hatte es schon ,mitte des #ag4 ,jahrhunderts seine groe politische ,revolution4 ,frher nannten die ,englnder diese groe ,revolution die ,rebellion1 und erst die ,erhebung1 die ein ,menschenalter spter1 #afhh1 stattfand und den ,sturz der ,stuart-,dynastie besiegelte1 die glorreiche ,revolution4 ,heute ist allgemein anerkannt1 da die erste ,bewegung den ,namen ,revolution verdient4 ,schon die groen ,fhrer der brgerlich-adligen ,klasse nun1 die gegen die absolute ,monarchie ,karls ,i4 kmpften1 sttzten sich in ihrer ,argumentation unter anderem auch auf das ,naturrecht4 ,noch mehr aber nahmen die hinter ihnen stehenden ,klassen1 die ,independenten1 es fr sich in ,anspruch1 und am strksten kommt es zum ,ausdruck in der ,lehre derjenigen ,sekte1 die sich die wahren ,leveller nannte4 ,eine ,sekte der ,independenten wurde von den ,gegnern die ,gleichmacher -- ,leveller -- genannt und nahm alsdann diesen ,namen an4 ,es waren im wesentlichen politische ,radikale4 ,dann aber kam eine ,gruppe1 die noch weiter ging1 kommunistische ,ideen aufstellte und sich die wahren ,leveller nannte4 ,bei ihr findet man die naturrechtlichen ,gedanken am klarsten ausgedrckt4 ,ihr bedeutendster ,verfechter war ,gerard ,winstanley1 von dem wir auch eine interessante ,utopie1 das ,idealbild eines kommunistischen ,staates1 haben1 die lange unbeachtet geblieben war1 bis sie mir bei meinen ,arbeiten in der ,bibliothek des ,britischen ,museums auffiel4 ,von diesem ,winstanley existiert eine ,schrift1 die den ,titel trgt3 ,die ,erhebung der ,fahne der wahren ,leveller4 ,sie erschien #afdi und beginnt mit folgendem ,satz1 der sehr charakteristisch ist3 ,im ,anfang der ,zeit erschuf der groe ,schpfer ,vernunft die ,erde als ,gemeingut aller4 ,man beachte1 wie rationalistisch hier nicht die ,gottheit1 sondern die ,vernunft als ,schpfer hingestellt wird4 ,winstanley fhrt dann weiter aus1 erst durch die ,gewalt sei die ,knechtschaft in die ,welt gelangt1 und das sei der ,adam1 der ,vater der ,erbsnde4 ,er treibt politische ,etymologie und erklrt3 ,adam1 das ist also ein ,damm -- a dam -- gegen die ,freiheit4 ,die ,vernunft aber rechtfertige die ,forderungen der wahren ,leveller4 berhaupt ist die ,englische ,revolution auerordentlich reich an politischer ,literatur4 ,man wird eigentmlich berhrt durch eine darauf bezgliche ,bemerkung der berhmtesten der ,flugschriften1 die zur ,ermordung ,cromwells aufforderten4 ,das fast ergreifend geschriebene ,pamphlet stammt von einem frheren ,anhnger ,cromwells und hat den ,titel3 ,tten heit nicht morden6 ,es kam heraus im ,jahre #ahef1 wo man nur erst die kleinen ,handpressen hatte1 und beginnt mit den ,worten3 ,es ist nicht der ,wunsch1 mich gedruckt zu sehen in einer ,zeit1 wo so wenige die ,presse verschonen4 ,unter den ,broschren der wahren ,leveller1 deren ,kommunismus wesentlich ein ,bodenkommunismus war1 findet sich auch eine ,broschre mit dem ,titel3 ,das ,licht1 das in ,buckinghamshire scheint1 in der sehr energisch jede bersinnliche ,religion verworfen wird4 ,das gleiche geschieht in der ,schrift ,winstanleys1 in der er seine ,utopie entwickelt3 ,die ,freiheit als ein ,programm dargelegt4 ,auch dort bekmpft er auf das entschiedenste die bersinnliche ,religion4 ,wie der grte ,teil der damaligen radikalen ,literatur ist die ganze ,schrift rationalistisch gehalten1 und der kommunistische ,gedanke wird auf das ,naturrecht als ,vernunftrecht begrndet4 ,diese ,bewegung der wahren ,leveller ist der ,vorlufer der groen ,bewegung der ,quker1 die #afec von ,george ,fox eingeleitet wird4 ,die ,quker sind ,rationalisten1 wenn auch mit einem ,stck ,mystik4 ,das innere ,licht1 das die ,vernunft ist1 die aus dem ,menschen spricht1 soll alles entscheiden4 ,brgerliche ,schriftsteller von ,bedeutung der damaligen ,zeit1 die gleichfalls naturrechtlich argumentiert haben1 sind vor allem der ,dichter ,milton und der sehr interessante ,staatsmann ,james ,harrington1 der ,verfasser der ,oceana1 und ebenso der ,theoretiker des ,obrigkeitsstaates1 ,thomas ,hobbes4 ,von ,england aus1 das nun der ,vorlufer war fr die ,revolution auf dem ,kontinent1 geht diese ,auffassung und ,denkweise nach ,frankreich ber4 ,frankreich hat schon im ,anfang des #ah4 ,jahrhunderts seinen radikalen ,kommunisten in dem bekannten atheistischen ,pfarrer ,jean ,meslier1 der zwar nicht als ,pfarrer seine ,lehre verkndete1 aber sie sehr scharf in der ,schrift niederlegte1 die nach seinem ,tode als sein ,testament zuerst auszugsweise von ,voltaire verffentlicht wurde4 ,die ,schrift ist ganz und gar atheistisch und begrndet absolut naturrechtlich einen radikalen ,kommunismus1 das gleiche ,recht aller auf die ,benutzung der ,erde4 ,als ,gesellschaftslehre ist ,mesliers ,kommunismus noch ziemlich roh4 ,sehr viel bedeutender ist als ,kommunist der ,abb ,nicola ,morelly1 von dem man persnlich wenig wei4 ,er hatte um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts ein ,heldengedicht1 die ,basiliade1 verffentlicht und schrieb dann zur ,verteidigung der darin ausgesprochenen ,gedanken die ,schrift mit dem bezeichnenden ,titel ,code de la nature -- ,gesetzbuch der ,natur4 ,sie erschien #agej und wurde lange ,zeit dem groen ,enzyklopdisten ,diderot zugeschrieben4 ,morelly entwickelt darin eine vollkommene ,naturphilosophie3 ,die ,natur hat die ,bedrfnisse des ,menschen so eingerichtet1 da sie die ,grenzen seiner ,krfte immer um ein ,geringes bersteigen4 ,andernfalls wrde der ,mensch nicht geselliger sein als das ,tier4 ,bei den ,menschen sollen1 so will es die ,natur1 ,wnsche und ,besorgnisse die moralische ,anziehung zueinander steigern1 und aus der ,spannung dieser ,triebfedern soll eine wohlwollende ,gesinnung fr alle hervorgehen4 ,es ist auerordentlich charakteristisch1 wie da der ,natur ,absichten1 ,zwecke und ,ziele unterstellt werden4 ,dabei spielt die ,naturphilosophie allerdings in die spekulative ,phantasie ber4 ,aber diese ,art zu argumentieren beherrscht lange die allgemeine ,sprach- und ,denkweise4 ,auf die ,natur bezieht sich nun alles1 alle mglichen ,zwecke werden der ,natur als gewollt unterstellt4 ,die ,natur hat dies und das so eingerichtet1 damit die ,menschen jenes machen4 ,sie hat absichtlich ,bedrfnisse und ,krfte der ,menschen in ein solches ,verhltnis gesetzt1 da der einzelne ,mensch seine ,bedrfnisse gar nicht erfllen kann und gezwungen ist1 gesellig zu leben4 ,alles wird1 wie bei ,winstanley1 auf die ,natur zurckgefhrt4 ,morelly sagt weiter3 ,deshalb hat die ,natur unter den ,menschen die ,krfte so verteilt4 ,allen aber hat sie das fruchtbringende ,feld1 den ,boden also1 in gleicher ,weise als unbestrittenes ,eigentum zugeteilt4 ,die ,welt ist ein ,tisch fr alle1 der fr alle gedeckt ist1 und ,morelly stellt das ,problem1 eine solche ,lage1 eine solche ,verfassung zu finden1 in der der ,mensch so glcklich und wohlttig sein wird1 wie es berhaupt nur mglich sei4 ,das ist der leitende ,gedanke fr die ,utopie1 die er entwickelt4 ,nicht etwa nur1 da fr ihn das ,magebende ist1 den mglichst vollkommenen ,staat zu bilden1 sondern vollkommen sei nur ein solcher ,staat1 wo die ,menschen naturgem1 d4 h4 durch die ,natur der ,dinge so glcklich und wohlwollend oder1 wie man spter sagte1 brderlich seien1 wie berhaupt nur mglich4 ,das ist die ,grundlage seines ,kommunismus1 der lange ,zeit einen groen ,eindruck machte und1 wie gesagt1 ,diderot zugeschrieben wurde4 ,von ,morelly ist sicher der berhmte ,abb ,gabriel de ,mably beeinflut worden1 dessen ,schriften zum ,teil gleichfalls kommunistisch sind1 z4 ,b4 die ,schrift von den ,rechten und ,pflichten des ,brgers1 und die ,schrift3 ,zweifel der konomie gegenber4 ,in bezug auf die ,kritik der ,wirtschaft ist ,mably sogar viel radikaler noch als ,morelly4 ,aber auch die rein brgerliche ,schule der ,physiokraten weist1 wie schon der ,name anzeigt1 auf die ,natur als den berufenen ,regulator der menschlichen ,gesellschaft hin4 ,es ist die ,zeit1 wo die ,idee des wirtschaftlichen ,liberalismus aufkommt1 die in ,england vertreten wird durch ,adam ,smith und dessen ,anhnger4 ,es galt der ,grundsatz3 ,laisser faire1 laisser passer6 ,lasset gehen1 lasset geschehen1 die ,welt regelt sich von selber6 ,macht so wenig wie mglich ,vorschriften6 ,das war die ,doktrin der physiokratischen ,schule1 und eine ,mittelstellung zwischen ihr und den ,kommunisten nimmt ,jean ,jacques ,rousseau ein1 der ,verfasser des ,contrat social1 den als ,volksvertrag1 d4 h4 demokratisch aufgefaten ,gesellschaftsvertrag1 auch er naturrechtlich begrndet4 ,man wei1 welche ungeheure radikale ,literatur in ,frankreich der ,revolution vorausging1 wie viele ,schriftsteller vor ihr an allen berlieferungen rttelten1 die es gab1 nicht nur ,kommunisten und ,sozialisten1 sondern auch ,liberale wie ,voltaire und die ganze ,schule der ,enzyklopdisten usw4 ,dann tritt die ,revolution ein1 und eine ihrer ersten gesetzgeberischen ,handlungen ist die ,verkndung der ,menschenrechte1 eine durchaus naturrechtliche ,aufstellung1 die ,geltung haben soll ber alle ,gesetzgebung hinaus1 das heit1 die der ,gesetzgebung1 welche die ,franzsische ,revolution nun schaffen soll1 die ,wege weist4 ,sie hatte ihre ,vorgngerin #aggd in ,amerika bei der ,grndung der ,vereinigten ,staaten von ,amerika4 ,die ,kolonien1 die damals sich gegen die englische ,herrschaft auflehnten1 stellten eine ,formulierung ihrer ,rechte auf1 die als allgemeine ,rechte des ,menschen und ,brgers beansprucht wurden4 ,auch als die ,hollnder sich von ,spanien befreiten1 sprachen sie so4 ,und selbst die ,bill of rights1 die das englische ,parlament #afhh aufstellte1 enthielt ,elemente allgemeiner ,rechtsgedanken4 ,menschenrechte als ,naturrechte finden aber den schrfsten ,ausdruck in der ,verfassung von #agic1 die der radikale franzsische ,konvent nach dem ,sturz der ,girondisten schuf1 und der er die ,erklrung der ,menschenrechte voranstellte4 ,in der ,einleitung dieser ,erklrung liest man3 ,das franzsische ,volk1 in der berzeugung1 da das ,unglck der ,welt nur durch das ,vergessen und ,miachten der natrlichen ,menschenrechte verursacht wird1 hat beschlossen1 in einer feierlichen ,erklrung seine heiligen und unveruerlichen ,rechte zu erlutern4 ,im dritten ,artikel heit es3 ,alle ,menschen sind gleich durch die ,natur und vor dem ,gesetz1 und im sechsten ,artikel3 ,das ,recht hat als ,grundsatz die ,natur und als ,regel das ,gesetz4 ,dies die beiden wichtigsten ,artikel1 die die naturrechtliche ,auffassung betonen4 ,da sie als theoretische ,begrndung vor der ,kritik nicht standhlt1 braucht nicht mehr nachgewiesen zu werden4 ,aber von dieser ,auffassung werden die demokratischen ,rechte abgeleitet und empfngt drei ,jahre spter1 nachdem die ,verfassung beschworen1 die ,verschwrung ,babeufs ihre geistige ,anregung4 ,die ,verschwrung ,babeufs und der ,gleichen ist das klassische ,beispiel der ,ableitung des ,sozialismus aus dem ,naturrecht4 ,franois ,nol ,babeuf1 der sich nach der damaligen ,sitte den ,vornamen ,gracchus beilegte und auch dem von ihm geschaffenen ,organ den ,namen ,der ,volkstribun gab1 kann als der konsequenteste ,vertreter der ,ableitung des ,kommunismus aus der ,idee eines von der ,natur bestimmten ,rechts betrachtet werden4 ,die ,verschwrung der ,gleichen genauer zu schildern1 gehrt in eine ,abhandlung1 die sich mit der ,geschichte des ,sozialismus im einzelnen befat1 ist daher hier nicht am ,platze4 ,die ,gleichen waren die uersten ,auslufer der ,revolution1 und es ist bezeichnend1 da ihre fhrenden ,mitglieder smtlich der ,schicht der ,intellektuellen angehrten4 ,es ist vollkommen irrig1 ihre ,bewegung als eine ,klassenbewegung des ,proletariats aufzufassen4 ,die ,gleichen agitierten zwar im ,volke1 sie schickten ihre ,sendboten in die damals existierenden ,fabriken1 die greren ,werkpltze und ,werksttten von ,paris1 suchten dadurch auf die ,arbeiter ,einflu zu gewinnen und fanden ihn auch anscheinend4 ,es ward sogar erzhlt1 da die ,verschwrung der ,gleichen1 die schlielich einige tausend ,mitglieder angeworben hatte1 alle ,aussichten des ,erfolges fr sich hatte4 ,so hat sich der franzsische radikale ,schriftsteller ,georges ,avenel im ,pariser ,sicle ausgedrckt1 und von da ist dieser ,satz durch eine ganze ,reihe sozialistischer ,abhandlungen ber sie bergegangen4 ,auch findet man eine solche uerung schon bei ,philipp ,buonarotti1 dem ,mitglied und klassischen ,geschichtschreiber der ,verschwrung4 ,es ist das aber der ,ausflu einer ganz naiven ,auffassung4 ,sie hatte gar keine ,aussichten des ,erfolges fr sich4 ,die ,form der ,organisation war eine solche1 da sie ber die ,mglichkeiten tuschen konnte2 aber beim ersten ,versuch1 den ausgeklgelten ,plan in die ,praxis umzusetzen1 schlug er ganz jmmerlich fehl4 ,das hat indes natrlich noch nichts zu tun mit der ,wrdigung der dem ,kommunismus ,babeufs zugrunde liegenden ,idee4 ,babeuf hat sie in verschiedenen ,artikeln seiner ,zeitschrift entwickelt1 und in einem seiner berhmten ,artikel1 der im ,volkstribun vom #cj4 ,november #agie erschien1 wird die absolute ,gleichheit kategorisch als ,naturrecht aufgestellt4 ,es heit da3 ,wir haben den ,satz aufgestellt1 da die volle ,gleichheit ein natrliches ,recht ist1 und da der gesellschaftliche ,vertrag 7die ,idee des ,contrat social1 die von ,rousseau aufgestellt war und eine so groe ,rolle in der ,franzsischen ,revolution gespielt hat71 weit entfernt1 dieses ,naturrecht zu beeintrchtigen1 lediglich jedem einzelnen die ,garantie gewhren wird1 usw4 usw4 ,spter finden wir im ,april #agif im ,manifest der ,gleichen1 das von ,sylvain ,marchal verfat war und den wunderlichen ,satz enthlt3 ,mge alle ,kultur zugrunde gehen1 wenn nur die ,gleichheit hergestellt ist1 als ,einleitung den ,satz3 ,die ,gleichheit1 der erste ,wunsch der ,natur 444 ,die ,natur hat also nicht nur einen ,willen1 sondern auch ,wnsche4 ,in einem andern ,manifest1 das die ,erklrung der ,lehren ,gracchus ,babeufs gibt1 lautet der erste ,satz3 ,die ,natur hat allen ,menschen ein gleiches ,recht auf den ,genu aller ,gter gegeben4 ,aber die ,natur ist nicht imstande1 dieses ,recht selbst zu verwirklichen4 ,daher lautet der zweite ,satz3 ,der ,zweck der ,gesellschaft ist es1 diese ,gleichheit1 die im rohen ,naturzustande oft durch die ,starken und ,schwachen gefhrdet wird1 zu verteidigen und durch ttige ,mitwirkung aller die gemeinsamen ,lebensgensse zu vermehren4 ,und der dritte ,satz sagt3 ,die ,natur hat jedem die ,pflicht zur ,arbeit auferlegt4 ,keiner hat sich ohne ,verbrechen je dieser ,pflicht entziehen knnen4 ,von neuem wird die ,natur angerufen1 die ,natur mit ihrem ,willen4 ,zu erwhnen ist noch der ,satz ,nr4 #aj3 ,zweck der ,revolution ist die ,beseitigung der ,ungleichheit und die ,wiederherstellung des allgemeinen ,wohlstandes4 ,alles wird zurckgefhrt auf den ,willen und die ,absichten der ,natur und einen vorgestellten ,naturzustand1 auf dem allgemeiner ,wohlstand geherrscht habe4 ,in bezug auf letzteren verrt aber ,babeuf doch schon ,zweifel1 wenn er sagt1 im rohen ,naturzustande haben ,schwache und ,starke die natrliche ,gleichheit gefhrdet4 ,die ,verschwrung der ,gleichen war die letzte groe ,regung in der ,franzsischen ,revolution1 die ausging vom ,naturrecht4 ,es finden nach ihr noch kleinere ,aufstnde und ,attentate demokratisch gesinnter ,elemente statt1 aber die ,bewegung selbst geht rcklufig4 ,auf die ,epoche des ,direktoriums folgt die des ,konsulats1 und dann fhren die imperialistischen ,kriege ,bonapartes -- die ersten ,jakobinerkriege waren ja ,verteidigungskriege -- dazu1 da ,verteidigungskrieg und ,eroberungskrieg sich vermischten1 da ,kriege1 die in der ,vorstellung der ,nation der ,befreiung galten1 zu neuer ,beherrschung fhrten4 ,erst gegen ,ende der ,restauration1 zwei ,jahre bevor im ,juli #ahcj auch die ,legitimisten gestrzt waren1 verffentlichte ,buonarotti in ,brssel die ,geschichte der ,verschwrung der ,gleichen1 die einen sehr tiefen ,eindruck machte und bald neue ,verschwrungen von ,sozialisten zur ,folge hatte4 ,buonarotti war ohnehin ,carbonari1 und unter seinem ,einflu entstand eine ,verschwrersekte1 die den ,namen die ,babouvisten bekam und deren ,anhnger sich spter ,partei der ,blanquisten nannten1 nach ihrem hervorragenden ,fhrer ,auguste ,blanqui4 ,neben dieser ,bewegung zeitigte der sozialistische ,gedanke eine ,reihe ,abarten in ,frankreich1 und man kann sagen1 da der ganze franzsische ,sozialismus in der ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts1 wenn man ihn schrfer untersucht1 zuletzt naturrechtlich begrndet ist4 ,das ist z4 ,b4 auch der ,fall bei ,charles ,fourier1 dessen ,lehre im ,grundgedanken zurckgeht auf ,morelly1 der1 wie wir gesehen haben1 ,naturanlagen magebend sein lt fr die ,struktur des sozialistischen ,systems4 ,bei ,morelly schon findet man den ,gedanken1 da die natrlichen ,anlagen und ,neigungen die ,mglichkeit geben1 einen ,gesellschaftszustand zu errichten1 der auf voller ,freiheit und ,gleichheit beruht4 ,alle natrlichen ,neigungen und ,leidenschaften seien von ,hause aus berechtigt und keine ,laster1 sofern man ihnen nur die ,mglichkeit gebe1 sich richtig zu bettigen4 ,fourier lt auch ,neigungen als gleichberechtigt gelten1 die gemeinhin fr unschn erachtet werden1 so die ,abwechslungssucht1 den ,ehrgeiz1 die ,streitsucht usw41 und hat ein ganzes ,system aufgestellt1 wie diese ,neigungen zum ,besten der ,gesellschaft geleitet werden knnen4 ,er hat nach ,newton ein zweites ,gesetz der ,attraktion zu formulieren geglaubt4 ,auch in anderen ,lndern1 auch in ,deutschland1 finden wir die ,gleichheitsidee in den verschiedensten ,formen von ,sozialisten verfochten und naturrechtlich begrndet1 in ,england bei ,robert ,owen und seiner ,schule1 in ,deutschland beim ,bund der ,gerechten und dessen zeitweise hauptschlichsten ,vertreter ,wilhelm ,weitling1 dessen ,buch ,garantien der ,harmonie und ,freiheit in hohem ,grade beruht auf babouvistischen ,ideen1 die er in ,paris kennengelernt hatte4 ,dadurch aber1 da diese ,systeme1 soviel richtige ,gedanken sie sonst enthalten1 sich bewut oder unbewut auf die naturrechtliche ,betrachtungsweise sttzen1 sind sie doch ihrem ,wesen nach utopistisch4 ,denn es wird bei ihnen vergessen1 da der ,mensch nicht nur ein ,produkt der ,natur1 sondern im ,laufe der ,zeit auch ein ,produkt der ,geschichte und der gesellschaftlichen ,zustnde geworden ist1 die in ihm vielfach erst ,neigungen und ,bedrfnisse entwickelt haben1 die er von ,natur aus nicht hat4 ,als ,produkte der ,natur haben alle ,menschen allerdings gewisse gleiche ,bedrfnisse mit auf den ,weg bekommen4 ,alle ,menschen haben von ,natur aus gleichermaen1 wenn auch nicht in gleicher ,beschaffenheit ,nahrungsbedrfnisse1 das ,bedrfnis nach ,obdach usw42 eine ,reihe grober ,bedrfnisse sind allen gemeinsam4 ,aber wenn man eine ,gesellschaft konstruieren will von ,menschen1 die man vorfindet1 dann mu man auch prfen3 was sind ihre sozialen1 ihre geschichtlich gewordenen ,bedrfnisse1 welche ,zustnde hat die geschichtliche ,entwicklung geschaffen1 und was ist unter diesen ,verhltnissen zu ndern notwendig und mglich8 ,mit diesem ,einwand soll nun durchaus nicht etwa die ,bedeutung naturrechtlicher oder vernunftrechtlicher ,erwgungen irgendwie unterschtzt und herabgesetzt werden4 ,wollte man das tun1 so liefe es darauf hinaus1 das sogenannte positive ,recht1 die geschichtlichen ,zustnde1 die in einer ,epoche eingetreten sind und sich fortgepflanzt haben1 schon blo weil sie geschichtlich sind1 fr gut erklren und ihnen eine ,ewigkeitsdauer1 eine ,art ,heiligkeit zusprechen4 ,das wrde natrlich vollstndig falsch sein4 ,die ,idee eines ,naturrechts hat in der ,geschichte und ,wissenschaft zu den verschiedenen ,zeiten eine ungeheuer groe ,bedeutung gehabt4 ,die ,idee eines ,rechtes1 das ber dem geschriebenen ,recht steht1 das unabhngig ist von gegebener geschichtlicher ,entwicklung und positiven ,machtverhltnissen1 war unter ,umstnden der ,protest des vorwrtsstrebenden ,geistes gegen die ,fortdauer berlebter1 ,unrecht gewordener ,einrichtungen1 ,zustnde und ,anschauungen1 sie war die ,auflehnung sozusagen des jeweiligen ,zeitgeistes gegen die ,herrschaft der ,tradition1 gegen die ,herrschaft des ,unrecht gewordenen ,rechtes1 der ,gedanke an sie die ,zuflucht der jeweilig ,unterdrckten und in der ,gesellschaft ,zurckgesetzten4 ,es fllt mir also gar nicht ein1 etwa zu bestreiten1 da das ,nachdenken ber eine ,rechtstheorie1 die hher steht als das geschichtlich gewordene positive ,recht1 seine ,berechtigung habe4 ,die rechtstheoretische ,betrachtung1 die ,forschung nach einem richtigen ,recht1 wie man es nun nennt1 ist ein sehr bedeutsames ,streben1 das durch die ganze ,geschichte namentlich der liberalen ,rechtsschule geht1 wobei ich das ,wort liberal hier nicht im ,parteisinne1 sondern im weiten geschichtlichen ,sinne anwende1 als den groen ,freiheitsgedanken1 der in der ,franzsischen ,revolution seine rechtliche ,formulierung gefunden hat und in sich die ,grundidee aller ,fortschrittsbewegungen einschliet1 die sich weiterhin im ,laufe der ,geschichte vollziehen1 nmlich das ,recht des werdenden ,neuen gegen das berlebte ,alte4 ,der ,gedanke dieses ,rechts ist der liberale ,rechtsgedanke -- nicht im ,parteisinne1 sondern im groen geschichtlichen ,sinne4 ,man kann ihn auch den revolutionren ,rechtsgedanken nennen4 ,es gibt eine ganze ,literatur des ,vernunftrechts4 ,fast alle ,rechtstheoretiker haben sich mit ihm auseinanderzusetzen versucht1 fast alle ,dichter und ,denker sich mit ihm beschftigt4 ,die ,worte1 die ,goethe im ,faust in der ,schlerszene dem ,mephisto in den ,mund legt1 diese oft zitierten ,verse3 ,es erben sich ,gesetz und ,rechte ,wie eine ew'ge ,krankheit fort2 ,sie schleppen von ,geschlecht sich zum ,geschlechte ,und rcken sacht von ,ort zu ,ort4 ,vernunft wird ,unsinn1 ,wohltat ,plage2 ,weh' dir1 da du ein ,enkel bist6 ,vom ,rechte1 das mit uns geboren ist1 ,von dem ist -- leider6 -- nie die ,frage4 sie sind der ,aufschrei der naturrechtlichen ,betrachtung1 der ,protest des unter der berlieferung ,leidenden gegenber dem positiven ,recht1 das ,zurckgreifen auf ein ,recht1 das hher steht als das jeweilig anerkannte4 ,das hat ja auch ,schiller im ,tell in der berhmten1 nach meiner ,ansicht schnsten ,szene dieser ,dichtung1 der ,verschwrungsszene auf dem ,rtli1 dem ,stauffacher in den ,mund gelegt4 ,nachdem er alle die ,unbill aufgezhlt hat1 die die ,schweizer erlitten haben1 ruft ,stauffacher aus3 ,ist keine ,hilfe gegen solchen ,drang8 ,nein1 eine ,grenze hat ,tyrannenmacht4 ,wenn der ,gedrckte nirgends ,recht kann finden1 ,wenn unertrglich wird die ,last1 -- greift er ,hinauf getrosten ,mutes in den ,himmel ,und holt herunter seine ew'gen ,rechte1 ,die droben hangen unveruerlich ,und unzerbrechlich1 wie die ,sterne selbst4 ,die unveruerlichen ,menschenrechte werden angerufen1 und ,stauffacher sagt weiter3 ,der alte ,urstand der ,natur kehrt wieder4 ,ebenfalls um die ,anrufung des ,naturrechts gegenber dem geschichtlichen oder dem alten ,unrecht4 ,indes handelt es sich1 wie gesagt1 wenn wir das ,naturrecht kritisieren1 nicht darum1 da jedes ,rckgreifen auf ein ber dem positiven ,recht stehendes ,recht verworfen werden soll1 sondern nur darum1 da man sich klar darber werden soll1 wo die ,grenzen solchen ,rechts liegen4 ,was kann das ,naturrecht schaffen1 was kann es beweisen8 ,beweisen kann es wohl die ,richtigkeit bestimmter ,rechtsbegriffe1 je nachdem diese zeitgem geworden sind1 aber was das ,naturrecht nicht allein beweisen kann1 ist1 da eine ganze ,gesellschaftsorganisation hinfllig geworden ist1 reif geworden ist1 durch eine andere ersetzt zu werden1 whrend den ,sozialisten jener ,epoche die ,vorstellung vorschwebte1 sie knnten durch das ,naturrecht allein die ,notwendigkeit der ,beseitigung der gegebenen ,gesellschaftsordnung nachweisen4 ,die naturrechtliche ,ableitung des ,sozialismus wurde aber mit ,notwendigkeit ,ursache von allerhand ,streit unter ,sozialisten und dann selbst zu einer ,streitfrage des ,sozialismus4 ,polemik ber ihre ,anwendung zieht sich in verschiedenen ,formen durch die ganze sozialistische ,literatur4 ,die naturrechtliche ,auffassung selbst aber ist mit der grten ,schrfe kritisiert worden von den beiden groen ,denkern ,marx und ,engels in ihrer ,auseinandersetzung mit der nachhegelschen ,philosophie und den von ihr wie von den franzsischen ,utopisten beeinfluten deutschen ,sozialisten4 ,ganz besonders gilt dies von einem ,manuskript1 das leider nur erst zur ,hlfte verffentlicht ist1 nmlich die ,kritik von ,marx und ,engels an der ,schrift ,max ,stirners3 ,der ,einzige und sein ,eigentum4 ,stirner galt als der radikalste ,sozialphilosoph seiner ,tage4 ,die ersten ,abschnitte der ,auseinandersetzung von ,marx und ,engels mit ihm sind in den ,dokumenten des ,sozialismus verffentlicht worden1 die von mir herausgegeben wurden und #aije ihr ,erscheinen einstellten4 ,das ,manuskript mit dem unverffentlichten ,teil ist noch in meinen ,hnden4 ,stirner nun1 der alles ,heilige geleugnet hatte1 wird1 weil er doch wieder auf ,naturrechtsideen in seinen ,beweisfhrungen zurckgreift1 berfhrt1 da er mit seiner bertreibung des ,ich selbst ,ideologe ist und von ,marx und ,engels ironisch der heilige ,max genannt1 das ,schlimmste1 was ihm passieren konnte4 ,aber auch von den ,sozialisten1 die wissenschaftlich vorzugehen glaubten1 indem sie sich auf die konomie beriefen1 sind ein groer ,teil im naturrechtlichen ,denken hngen geblieben4 ,drittes ,kapitel4 ,die ,bedeutung der ,werttheorien fr den wissenschaftlichen ,sozialismus4 ,die ,ableitung des ,sozialismus von naturrechtlichen ,betrachtungen steht in engem ,zusammenhang mit der ,ableitung des ,sozialismus von der ,lehre vom ,arbeitswert1 das heit von der ,werttheorie1 wie sie von ,ricardo aufgestellt und von ,marx weiter entwickelt worden ist4 ,david ,ricardo geht in seiner ,werttheorie aus von dem ,wert der ,waren1 die auf dem ,markt gehandelt werden und nicht ein ,seltenheitsmonopol haben1 sondern verhltnismig -- auch da gibt es ja ,grenzen -- beliebig vermehrt werden knnen4 ,der ,markt- oder ,tauschwert dieser ,waren1 weist er nach1 besteht in der zu ihrer ,herstellung erforderten menschlichen ,arbeit1 gemessen nach der ,zeit1 die auf die ,arbeit verwandt wird4 ,die ,feststellung ist das ,bedeutende an der ,werttheorie ,ricardos4 ,auch sie ist nicht vllig neu aus seinem ,haupt entsprungen4 ,man kann ,stze1 die den ,gedanken annhernd aussprechen1 schon bei ,vorgngern ,ricardos im #ag4 ,jahrhundert finden4 ,aber mit der wahrhaft klassischen ,klarheit hat erst ,ricardo ihn formuliert4 ,es gibt zwei ,arten ,wert1 stellt er fest3 ,gebrauchswert oder ,ntzlichkeitswert und ,tauschwert oder ,marktwert der ,ware4 ,die ,ntzlichkeit ist die ,voraussetzung des ,tauschwertes1 aber sie bestimmt ihn nicht4 ,soweit ,waren beliebig produziert werden knnen1 ist die ,aufwendung von ,arbeit das fr ihren ,tauschwert ,magebende1 wobei die ,konkurrenz auf dem ,markt den ,ausgleich bewirkt4 ,selbstverstndlich ist nicht alle ,arbeit gleich4 ,qualifizierte ,arbeit lst sich auf in verschiedene ,bestandteile einfacher ,arbeit4 ,nicht jede ,arbeit ist ferner gleich wertbildend4 ,die ,arbeit mu auf der ,hhe der ,technik der allgemeinen ,produktionsentwicklung stehen4 ,bei ,ricardo nun1 dessen ,grundstze der ,volkswirtschaftslehre #ahag erschienen1 kehrt diese ,werttheorie ihre ,spitze gegen das ,grundeigentum1 beziehungsweise gegen die ,ansprche der ,grundeigentmer auf besondere ,bodenrente4 ,das ,werk erschien zu einer ,zeit1 wo ,england sehr hohe ,kornzlle erhob1 und wo der ,kampf darum ging1 ob sie fortdauern oder gar erhht werden sollten4 ,an die vollstndige ,abschaffung des ,kornzolles wurde damals kaum gedacht4 ,in diesem ,kampfe bestritt ,ricardo den ,anspruch auf ,grundrente1 indem er ausfhrte1 da diese kein konstituierendes ,element des ,wertes sei1 sondern ein ,abzug vom ,wert1 der dem ,besitzer des ,grundeigentums gegeben wird1 whrend ein naturrechtlicher ,anspruch auf ,grundrente berhaupt nicht bestehe4 ,der ,kampf zwischen ,grundeigentmer und kapitalistischem ,unternehmer1 der im ersten ,teile des #ai4 ,jahrhunderts eine groe ,bedeutung hatte1 war bewut oder unbewut das ,motiv1 das ,ricardo veranlate1 seine ,theorie aufzustellen4 ,aber dabei blieb es nicht4 ,die ,theorie ,ricardos wurde bald gegen die ,unternehmer berhaupt1 auch gegen die industriellen ,kapitalisten gekehrt4 ,es begann ein ,streit um die ,definition des ,begriffs ,arbeit4 ,ricardo begreift in ihn ein die ,ttigkeit des ,unternehmers1 der ,lohnarbeiter und der ,angestellten1 so da der ,wert bestimmt wird bei ihm eigentlich nicht durch die ,arbeit des ,lohnarbeiters1 des physischen und geistigen ,arbeiters1 sondern das ,produkt ist von dieser ,arbeit und dem ,unternehmerprofit zusammen4 ,sehr bald kehrten aber ,sozialisten die ,spitze gegen ,ricardo als einen ,verteidiger der ,kapitalisten4 ,sie erklrten3 nein1 fr den ,wert ist die ,arbeit allein magebend1 die ,arbeit der wirklich ,arbeitenden1 nicht der ,anspruch des ,kapitalisten4 ,der ,unternehmerprofit ist auch nur ein ,abzug vom ,arbeitswert4 ,in dieser ,argumentierung -- und das ist sehr interessant -- erblicken viele das groe ,werk von ,karl ,marx4 ,wenn man herumfragt1 um welche bedeutsame ,erkenntnis ,karl ,marx die ,wissenschaft der konomie bereichert habe1 so wird man von den meisten hren1 es sei das eben diese ,theorie des ,wertes1 da die aufgewendete ,arbeit allein den ,wert der ,waren bestimme4 ,es geht ,marx da so1 wie fast jedem groen bahnbrechenden ,denker4 ,es wird etwas als sein ,werk erklrt1 was er schon fertig vorfand1 als er anfing zu arbeiten4 ,fragt man z4 ,b4 eine ,anzahl ,leute nach dem ,werke ,kants1 so werden neun von zehn antworten1 er habe die ,theorie vom ,ding an sich aufgestellt1 das heit eine ,theorie1 die tatschlich schon ber #bjjj ,jahre vorher in der ,philosophie lebte1 ehe ,kant geboren war4 ,er hat vielmehr die ,folgerungen1 die man aus dem ,ding an sich gezogen hatte1 begrenzt1 das ist sein groes ,werk2 aber nicht1 da er die ,idee selbst zuerst aufgestellt habe4 ,und ,marx' ,werk besteht darin1 die ,ableitungen aus der ,idee vom ,arbeitswert sehr vertieft1 sie zu weiteren ,zwecken der ,untersuchung fruchtbar verwendet zu haben4 ,was ,marx bei seinem groen ,werk ,das ,kapital sich zur ,aufgabe stellte1 war nicht der ,nachweis1 da den ,arbeitern das ,produkt der ,arbeit gehre1 weil ,arbeit den ,wert der ,ware bestimmt1 sondern das ,streben1 die groen ,bewegungsgesetze der modernen kapitalistischen ,wirtschaft zu erkennen1 zu formulieren und festzustellen4 ,dazu brauchte er allerdings die ,theorie vom ,arbeitswert1 weil sie ihm die ,grundlage der ,theorie vom ,mehrwert ber den ,preis hinaus ist1 des ,mehrwerts1 um den in der kapitalistischen ,wirtschaftsordnung sich der ,kampf der ,klassen vollzieht4 ,der ,kampf um den ,mehrwert zwischen ,unternehmer und ,grundbesitzer1 der ,kampf um den ,mehrwert zwischen ,arbeiter und ,unternehmer -- der ,lohnkampf --1 der ,kampf um den ,mehrwert der ,unternehmer untereinander in der freien ,konkurrenz1 das sind die groen ,triebkrfte1 die auf die ,entwicklung der ,wirtschaften nach den verschiedensten ,seiten hin den allergrten ,einflu haben4 ,der ,streit um den ,mehrwert1 der in der ,grundrente steckt1 ist nicht ein rein theoretisches ,spiel1 sondern der ,niederschlag des ,kampfes um die ,bestimmung fast der ganzen ,agrargesetzgebung einschlielich der ,zollgesetzgebung in bezug auf ,agrarprodukte4 ,der ,kampf in der freien wirtschaftlichen ,konkurrenz um den ,mehrwert ist es wiederum1 der dahin fhrt1 da1 wenn der ,druck auf die ,lhne nicht mglich ist1 um die ,produktion zu verbilligen1 die technische ,herstellungsweise immer mehr vervollkommnet wird4 ,er fhrt ferner dazu1 da der ,unternehmer1 um andere ,unternehmer aus dem ,felde zu schlagen1 sich gentigt sieht1 die ,unternehmung immer mehr zu vergrern1 damit ein relativ kleinerer ,anteil an den ,kosten auf den ,lohn entfllt und ein relativ grerer ,mehrwert verbleibt4 ,hierum aber spielt auch der ,kampf der ,unternehmer und ,arbeiter selber1 und als solcher spitzt er sich nach verschiedenen ,seiten hin zu4 ,so ist der ,kampf um den ,mehrwert in der kapitalistischen ,gesellschaft gewissermaen die zuletzt bestimmende ,triebkraft aller groen wirtschaftlichen ,bewegungen1 hinter denen1 durch sie hervorgerufen1 die groen politischen ,kmpfe1 die ,klassenkmpfe1 stehen4 ,die ,umkehrung der ,lehre vom ,arbeitswert gegen ,ricardo und die ganze brgerliche konomie setzt in ,england schon um das ,jahr #ahba ein4 ,marx zitiert selbst eine in jenem ,jahre erschienene kleine anonyme ,schrift1 deren ,titel1 ins ,deutsche bersetzt1 ungefhr lautet3 ,die ,quelle und das ,abhilfsmittel unserer nationalen ,schwierigkeit4 ,ein ,brief an ,lord ,john ,russell4 ,sie ward also #bf ,jahre frher verfat1 bevor ,marx seine erste konomische ,abhandlung schrieb1 die gegen ,proudhon gerichtete ,streitschrift ,das ,elend der ,philosophie1 und #de ,jahre vor seinem ,kapital4 ,in dieser ,schrift1 was ganz interessant ist1 heit es3 ,was auch dem ,kapitalisten zukommen mge1 er kann immer nur die ,mehrarbeit 7hier haben wir schon diesen ,begriff7 des ,arbeiters sich aneignen1 denn der ,arbeiter mu leben4 ,wenn das ,kapital nicht an ,wert abnimmt im ,verhltnis1 wie es an ,masse zunimmt1 so wird der ,kapitalist dem ,arbeiter das ,produkt jeder ,arbeitsstunde abpressen ber das ,mindestma dessen1 wovon der ,arbeiter leben kann4 ,da haben wir auch den ,gedanken der ,theorie des ehernen ,lohngesetzes1 wie ,lassalle es seiner ,agitation zugrunde legte1 und wie es lange ,jahre von der deutschen ,arbeiterbewegung gleich einem ,heiligtum hochgehalten wurde4 ,die zwanziger und dreiiger ,jahre des #ai4 ,jahrhunderts sind ja die ,bltezeit1 auch die geistige ,bltezeit des ,sozialismus in ,england4 ,sie zeitigte eine auerordentlich interessante sozialistische ,literatur1 sozialistische ,schriften ,robert ,owens selbst1 der ,william ,thompson1 ,john ,gray1 ,t4 ,r4 ,edmonds1 ,j4 ,f4 ,bray und noch einer ganzen ,reihe ,schriftsteller aus der ,schule ,robert ,owens4 ,sie alle fuen darauf3 ,der ,arbeiter bekommt nicht den vollen ,ertrag seiner ,arbeit1 die ,arbeit und nicht der ,arbeitslohn bestimmt den ,wert der ,ware1 infolgedessen hat der ,arbeiter auf den vollen ,wert des ,produkts ,anspruch4 ,karl ,marx hatte sein groes ,werk ber politische konomie schon um #ahdi in ,angriff genommen1 ging aber erst #ahei daran1 es zu verffentlichen4 ,es sollte in ,lieferungen bzw4 ,heften erscheinen4 ,aber nur das erste ,heft ist damals erschienen1 nmlich die ,schrift ,zur ,kritik der politischen konomie1 und in ihr wird vom ,verhltnis des ,arbeitslohns zum ,arbeitswert noch gar nicht nher gehandelt4 ,es ist beilufig ein bemerkenswertes ,zusammentreffen1 da dieses ,buch von ,marx1 in dessen ,vorwort er die ,grundgedanken seiner ,geschichtstheorie entwickelt1 die wir als soziologische oder sozialwissenschaftliche ,entwicklungslehre kennen1 in demselben ,jahre herauskam1 wo das erste bahnbrechende ,buch von ,charles ,darwin erschienen ist3 ,der ,ursprung der ,arten1 das grundlegend war fr die biologische ,entwicklungslehre1 die ,wissenschaft von der ,metamorphose der ,lebewesen4 ,wenn die ,darwinschen ,aufstellungen heute auch in vielen ,punkten umgeworfen sind1 so ist der ,grundgedanke seiner ,theorie doch beibehalten2 er bleibt der ,vater der biologischen ,entwicklungslehre4 ,und ebenso mit ,marx4 ,was bei ,darwin fr die ,entstehung und ,entwicklung der ,arten der ,kampf ums ,dasein in der ,natur ist1 ist bei ,marx fr die ,entwicklung der menschlichen ,gesellschaften der ,kampf der ,klassen in der ,gesellschaft4 ,beider ,theorien sind grundstzlich auf den ,kampf gesttzte ,entwicklungslehren4 ,in dem ,buche ,zur ,kritik der politischen konomie nun findet man von ,marx an einer ,stelle1 wo er die damaligen ,angriffe auf die ,ricardosche ,werttheorie auseinandersetzt und die aus ihr sich ergebenden ,probleme formuliert1 folgenden ,satz3 ,wenn der ,tauschwert eines ,produktes gleich ist der in ihm enthaltenen ,arbeitszeit1 dann ist der ,tauschwert eines ,arbeitstages gleich seinem ,produkt1 oder der ,arbeitslohn mu dem ,produkt der ,arbeit gleich sein4 ,nun ist das ,gegenteil der ,fall4 ,und dazu setzt ,marx die ,funote3 ,dieser von konomischer ,seite gegen ,ricardo beigebrachte ,einwand ward spter von sozialistischer ,seite aufgegriffen4 ,die theoretische ,richtigkeit der ,formel vorausgesetzt1 wurde die ,praxis des ,widerspruches gegen die ,theorie bezichtigt und die brgerliche ,gesellschaft angegangen1 praktisch die vermite ,konsequenz ihres theoretischen ,prinzips zu ziehen4 ,in dieser ,weise kehrten wenigstens englische ,sozialisten die ,ricardosche ,formel des ,tauschwertes gegen die politische brgerliche4 ,ed4 ,b4 konomie4 ,marx nennt dann weiterhin an dieser ,stelle diese ,ableitung des ,sozialismus von ,ricardo die utopistische ,auslegung der ,ricardoschen ,formel1 und man hat geglaubt1 sie sei das groe ,werk von ,marx6 ,eine ,auslegung1 die er gerade als utopistisch bezeichnet hat6 ,sie aber zieht sich durch die ganze sozialistische ,literatur des #ai4 ,jahrhunderts4 ,sie gipfelt1 wie hier schon angedeutet wird1 in der ,forderung des ,rechtes auf den vollen ,arbeitsertrag4 ,die ,frage dieses ,rechtes hat gleichfalls eine ganze ,literatur erzeugt4 ,unter anderem hat sie eingehend behandelt ,anton ,menger1 der verstorbene1 sehr gelehrte sterreichische ,sozialist4 ,aber noch ein anderer hat die ,idee aufgegriffen1 und das war ,ferdinand ,lassalle1 der sie anscheinend zum ,angelpunkt seiner sozialistischen ,agitation machte4 ,auch bei ,proudhon finden wir sie in seinen ersten groen sozialistischen ,schriften behandelt1 die am meisten ,sensation erregten4 ,seine erste sozialistische ,schrift hie3 ,was ist das ,eigentum81 in ihr hat er das bekannte ,paradoxon aufgestellt3 ,das ,eigentum ist ,diebstahl4 ,und wie beweist er den ,satz8 ,er sttzt ihn darauf1 da das ,eigentum es ermglicht1 den ,ertrag der ,arbeit des ,arbeiters diesem zu verkrzen1 ihm im ,lohn einen groen ,anteil vorzuenthalten4 ,und so grndet er seine sozialistische ,theorie auf das ,recht auf den vollen ,arbeitsertrag1 auf das ,ricardosche ,wertgesetz4 ,dasselbe ist der ,fall bei ,karl ,rodbertus1 dem berhmten deutschen1 mehr konservativ gerichteten ,nationalkonomen4 ,auch dieser beruft sich fr seine sozialistische ,theorie auf das ,wertgesetz ,ricardos1 und ebenso tut es ,ferdinand ,lassalle in seinen ,agitationsschriften4 ,ferdinand ,lassalle geht hierbei zuletzt zurck auf das ,naturrecht1 begrndet den ,sozialismus naturrechtlich4 ,er befindet sich damit1 ohne es zu wissen1 auf demselben ,boden wie ,proudhon4 ,ja1 das bedeutende1 hochinteressante wissenschaftliche ,hauptwerk ,lassalles3 ,das ,system der erworbenen ,rechte1 ist im letzten ,grunde auch nur ein ,eintreten fr das ,naturrecht gegen das erworbene ,recht1 denn sein leitender ,grundgedanke ist die ,anwendung eines aus dem ,naturrecht abgeleiteten ,satzes der ,erklrung der ,menschenrechte der groen franzsischen ,revolution1 nmlich da keine ,generation sptere ,generationen an ihre ,gesetze binden kann1 auf das ffentliche wie auf das ,privatrecht4 ,ganz anders ,marx4 ,er hat die ,werttheorie1 die er bei ,ricardo vorfand1 konsequent weitergebildet1 aber nicht1 um aus der ,lehre vom ,mehrwert ,rechtsansprche herzuleiten1 sondern um die ,bewegungsgesetze der kapitalistischen ,wirtschaft schrfer zu erfassen und darzustellen4 ,das unterscheidet ihn von fast allen anderen ,sozialisten1 die an ,ricardo angeknpft haben1 und nicht zum wenigsten von ,rodbertus und ,lassalle4 ,rodbertus hat schon in seiner #ahdb erschienenen ,schrift ,zur ,erkenntnis unserer staatswirtschaftlichen ,zustnde und spter in seinen ,sozialen ,briefen an die ,werttheorie von ,ricardo angeknpft und sie ganz in der naturrechtlichen ,auffassung der franzsischen und englischen ,sozialisten so ausgelegt1 da dem ,arbeiter schon dadurch1 da er ,lohn statt den vollen ,ertrag erhlt1 etwas weggenommen wird1 was ihm von ,rechts wegen zukommt4 ,lassalle legt die ,idee seinem im ,jahre #ahfc erschienenen ,offenen ,antwortschreiben an das ,zentralkomitee zur ,berufung eines allgemeinen deutschen ,arbeiterkongresses zugrunde und entwickelt sie ein ,jahr spter sehr eingehend in seiner ,streitschrift3 ,herr ,bastiat-,schulze von ,delitzsch1 der konomische ,julian4 ,er steht da vollstndig auf den ,schultern von ,ricardo und vermeintlich auch auf den ,schultern von ,marx4 ,schon im ,briefe vom #ab4 ,mai #ahea an ,marx nennt er diesen den ,sozialist gewordenen ,ricardo1 und in demselben ,briefe sagt er3 ,ricardo ist unser unmittelbarer ,vater6 und rhmt die ,definition der ,grundrente1 die ,ricardo gegeben hat1 als die gewaltigste kommunistische ,tat4 ,ihm1 der vor allem ,rechtstheoretiker war1 lag es eben ganz besonders nahe1 den ,sozialismus aus der ,mehrwertstheorie juristisch abzuleiten4 ,in der ,agitation diente ihm diese ,ableitung zur ,untersttzung des von ihm als ehern bezeichneten ,lohngesetzes ,ricardos1 wonach der ,lohn des ,arbeiters nie viel hher ber dessen notwendige ,lebensbedrfnisse steige und nie lange ,zeit wesentlich darunter bleiben knne1 beilufig eine ,deduktion1 die mehr malthusianisch als konomisch ist4 ,auf sie beriefen sich aber1 ihm folgend1 dann jahrzehntelang die ,agitatoren beider ,richtungen der deutschen ,sozialdemokratie1 die spezifischen ,lassalleaner wie auch die ,sozialisten der ,eisenacher ,richtung von ,bebel und ,liebknecht1 die im brigen sich gegen ,lassalles ,mittel wandten1 das darauf hinauslief1 die ,mehrarbeit zu beseitigen durch die ,schaffung von ,produktivgenossenschaften der ,arbeiter mit ,staatskredit4 ,diese ,idee der ,produktivgenossenschaften stammte gleichfalls von den englischen ,sozialisten4 ,in den fnfziger ,jahren des vorigen ,jahrhunderts sind in ,england groe ,versuche mit einem verhltnismig ziemlich bedeutenden ,aufwand von ,kapital mit ihr gemacht worden4 ,wohlmeinende christliche ,sozialisten ,englands haben ber eine ,million ,mark hergegeben fr ,produktivgenossenschaften4 ,aber diese ,schpfungen sind entweder zugrunde gegangen oder sie haben ihren ,charakter gendert und sind kapitalistische ,unternehmungen geworden4 ,in ,deutschland war man darber nicht genauer unterrichtet1 und als #ahge die beiden sozialistischen ,parteien sich vereinigten1 fand sich in dem ,entwurf des ,programms fr die neue ,partei im ,anschlu an die ,forderung der ,zerbrechung des ehernen ,lohngesetzes der ,satz3 ,die ,befreiung der ,arbeit erfordert die ,erhebung der ,arbeitsmittel zum ,gemeingut der ,gesellschaft und die genossenschaftliche ,regelung der ,gesamtarbeit mit gerechter ,verteilung des ,arbeitsertrages4 ,wie ,marx den ganzen ,entwurf in einem ,briefe an ,august ,bebel und ,genossen uerst abfllig kritisierte1 so auch speziell diesen ,satz von der gerechten ,verteilung des ,arbeitsertrages1 der nach seiner ,meinung gar nichts besagte4 ,die ,ableitung vom ehernen ,lohngesetz bezeichnet er als utopistisch4 ber die ,forderung der gerechten ,verteilung sagt er3 ,was ist gerechte ,verteilung8 ,behaupten die ,bourgeois nicht1 da die heutige ,verteilung gerecht ist8 ,und ist sie in der ,tat nicht die einzig gerechte ,verteilung auf ,grundlage der heutigen ,produktionsweise8 ,werden die konomischen ,verhltnisse durch ,rechtsbegriffe geregelt1 oder entspringen nicht umgekehrt die ,rechtsverhltnisse aus den konomischen8 ber das letztere1 den ,grundgedanken der konomischen ,geschichtsauffassung1 eingehender zu sprechen1 ist hier nicht der ,ort4 ,aber es geschieht in ihrem ,sinne1 wenn ,marx scharf gegen den ,gedanken polemisiert1 agitatorisch in das ,programm das ,schlagwort gerechte ,verteilung des ,arbeitsvertrages hineinzuwerfen4 ,er fhrt aus1 die ,form1 wie der ,arbeitsertrag verteilt wird1 werde bestimmt durch die jeweilige ,produktionsweise1 und auf dem ,boden der jeweiligen ,produktionsweise sei sie dann1 konomisch betrachtet1 gerecht4 ,ob auch die ,lohnhhe gerecht ist1 ist etwas anderes2 aber da der ,arbeiter ,lohn bekommt und nicht den ,ertrag der ,arbeit1 das entspreche der gegebenen ,produktionsweise1 und auf dem ,boden dieser ,produktionsweise knne daran nichts ,wesentliches gendert werden4 ,des weiteren legt ,marx dar1 welche ,widersprche in der ,forderung des vollen ,arbeitsertrages liegen4 ,er erklrt1 da das gleiche ,recht bei der ,verteilung des ,arbeitsertrags auf die ,leistung bezogen seinem ,inhalte nach gleiches ,unrecht sei1 denn die ,arbeitsleistungen seien ja verschieden4 ,wenn der ,arbeiter den vollen ,ertrag seiner ,arbeit bekomme1 so bekomme er gegenber anderen ,arbeitern ,ungleiches1 weil er ungleich arbeitet1 und so werde das gleiche ,recht hier ein ,recht der ,ungleichheit4 ,er sagt3 ,das ,recht kann nie hher sein als die konomische ,gestaltung und die dadurch bedingte ,kulturentwicklung der ,gesellschaft1 und er tadelt es auf das schrfste1 da man im ,programm ,vorstellungen ,ausdruck gebe1 die einmal obwaltet und deshalb einen gewissen ,sinn hatten1 aber im ,angesicht der neugewonnenen ,erkenntnis zum veralteten ,phrasenkram gehren4 ,der ,brief ist ungemein interessant1 aber er ist zu jener ,zeit bei der endgltigen ,fassung des sozialdemokratischen ,programms wenig bercksichtigt worden4 ,ohne den ,namen zu nennen1 richtete er sich wesentlich gegen ,wilhelm ,liebknecht1 den hochverdienten ,vorkmpfer der ,sozialdemokratie1 der lange ,jahre hindurch in ,deutschland als der berufene ,interpret von ,karl ,marx galt4 ,das war er aber auf theoretischem ,gebiet ganz und gar nicht4 ,er war vielmehr wesentlich naturrechtlicher ,sozialist im ,geiste der ,franzosen1 und daher wenig in den ,sinn der ,marxschen ,lehre eingedrungen4 ,der ,brief1 der1 wie gesagt1 nur wenig auf die ,gestaltung des damals vereinbarten ,programms der ,sozialdemokratie eingewirkt hat1 geriet in ,vergessenheit1 bis im ,jahre #ahij1 als die ,sozialdemokratie von neuem vor der ,aufgabe stand1 ein ,programm zu schaffen1 ,friedrich ,engels ihn mit allen seinen ,schrfen in der ,neuen ,zeit verffentlichte4 ,die ,frage aber1 um die es sich hier dreht1 blieb eine ,streitfrage des ,sozialismus4 ,und zwar nicht so sehr eine ,streitfrage ber den ,mehrwert und dergleichen1 denn der war ja eine nachweisbare ,tatsache4 ,da der ,arbeiter im allgemeinen einen hheren ,wert erarbeiten mu1 als er im ,lohn bekommt1 das lie sich sehr leicht nachweisen4 ,will man es sich heute greifbar veranschaulichen1 so lese man die ,statistik der ,aktionre4 ,die ,aktionre sind eigentlich der herumwandelnde ,mehrwert1 ob sie nun sozialrechtlich ,anspruch auf ihn haben oder nicht4 ,wie man die ,aktionre1 d4 h4 die ,leute1 die ihr ,geld in den ,aktien von gewerblichen ,unternehmungen anlegen1 sozialrechtlich beurteilt1 ob man auf sie als ,schmarotzer verchtlich zu blicken hat1 oder ob man sagen kann1 sie sind zeitweise eine groe ,notwendigkeit gewesen und auch heute noch nicht entbehrlich1 das ist eine ,frage fr sich4 ,zu ihrer ,beleuchtung sei hier eine kleine ,episode erwhnt4 ,der deutsche ,reichstag verhandelte im ,jahre #aijf ber die vom damaligen ,reichsschatzsekretr ausgearbeitete ,finanzaufbesserung4 ,sie schlug zum ersten ,male eine ,reichserbschaftssteuer vor1 und die ,sozialdemokratische ,partei1 deren ,mitglied ich bin1 hatte1 weil sie ,gegnerin aller indirekten ,steuern und ,zlle war1 hhere ,stze als der ,minister fr die ,erbschaftssteuer beantragt4 ,mir fiel die ,aufgabe zu1 diese ,forderung zu vertreten1 und ich wies dabei darauf hin1 da damals schon eine ,verteilung des ,eigentums eingetreten sei1 welche die ,mglichkeit biete1 die fr die notwendige ,entwicklung der ,groproduktion erforderten ,betriebskapitale auf genossenschaftlichem ,wege aufzubringen1 und verwies hierfr auf die starke ,verbreitung des ,aktienwesens4 ,der groe ,kapitalist habe eine notwendige ,funktion erfllt in der ,beschaffung der ,mittel fr die ,erweiterung der ,produktion zu der ,zeit1 wo eine andere ,form der ,kapitalbildung nicht da war4 ,das sei aber zum ,teil schon berwunden1 und man knne infolgedessen schon dreister zugreifen bei der ,besteuerung der groen ,vermgen und ,erbschaften4 ,da antwortete mir ein nationalliberaler westflischer ,abgeordneter1 das klinge sehr schn1 aber es sei doch falsch1 denn wenn kleine ,leute die ,mittel zusammenschieen1 wrden sie nie den ,unternehmergeist und den ,wagemut aufbringen1 der erforderlich sei1 sich auf so weitschichtige ,unternehmungen einzulassen1 wie die ,grokapitalisten es tten4 ,wer bemht ist1 objektiv zu urteilen und sich nicht durch seine eigenen ,parteianschauungen den wissenschaftlichen ,blick blenden lt1 der mu zugeben1 da ein ,stck an dieser ,antwort richtig war4 ,namentlich wenn man anerkennt1 da zur fortschreitenden ,entwicklung der ,volkswirtschaft -- solange nicht der ,staat und die ,allgemeinheit dafr sorgen1 da ihre ,organe nicht im ,bureaukratismus versumpfen --1 da zum ,fortschritt der ,gesellschaft in entscheidender ,linie die ,fortentwicklung der ,produktion durch bestndige ,verbesserung der ,maschinerie und grozgige1 weitblickende ,versuche gehren1 mu man sich sagen1 da ein ,stck von jener ,antwort wahr ist1 und der ,streit knnte nur darum gehen3 ,wieviel davon ist noch wahr1 und wieviel berlebt8 ,wir haben krzlich einen ,kongre der deutschen ,chemiker gehabt1 auf dem ein ,vertreter lebhaft gegen die ,sozialisierung der chemischen ,industrie polemisierte4 ,er wies hin auf die wichtigen1 wertvollen ,leistungen dieser ,industrie1 von denen er frchtete1 da sie nicht in gleicher ,weise gemacht wrden bei der ,sozialisierung4 ,ich halte das in dieser ,allgemeinheit fr sehr bertrieben1 aber gerade weil ich ,sozialist bin und der ,erkenntnis der ,wahrheit nachstrebe1 verschliee ich nicht vor ,tatsachen die ,augen1 sondern suche zu prfen1 wieviel an solchen ,behauptungen wahr ist4 ,man kann nun nicht bestreiten1 da auch noch in neuerer ,zeit die kapitalistische ,unternehmung auf verschiedenen ,gebieten in bezug auf wertvolle ,neuerungen ,bedeutendes geleistet hat4 ,gerade ,sozialisten drfen sich nicht das verhehlen1 weil sie der sozialisierten ,produktion zur ,aufgabe stellen mssen1 in der ,produktion das zu leisten1 was der ,kapitalismus geleistet hat4 ,ein ,beispiel sind unter anderem die groartigen ,neuerungen auf dem wichtigen ,gebiete nicht nur der ,gewinnung1 sondern der ,weiterverarbeitung der ,kohle1 der chemischen ,verarbeitung ihrer ,nebenprodukte1 der ,extrahierung von len aus der ,kohle1 was fr ,deutschland1 das seine ,einfuhren einschrnken mu1 eine sehr wesentliche wirtschaftliche ,frage ist4 ,aus alledem geht hervor1 wie recht ,marx hatte1 wenn er es fr irrefhrend erklrte1 die ,form der ,verteilung des ,arbeitsertrages bei der ,begrndung des ,sozialismus als magebend hinzustellen4 ,der ,sozialismus ist in erster ,linie gebunden an die ,fortentwicklung der ,produktion4 ,marx1 der dies bald erkannte1 trat daher1 so seltsam dies klingen mag1 dem ,kapital viel objektiver gegenber1 lie seiner geschichtlichen ,bedeutung viel mehr ,gerechtigkeit angedeihen1 als die meisten ,sozialisten vor ihm und viele1 die gleichzeitig mit ihm schrieben4 hnlich ,friedrich ,engels in seiner ,streitschrift wider den ,wirklichkeitsphilosophen ,eugen ,dhring1 der seinerzeit an der ,berliner ,universitt gelesen hat und #ahgg removiert wurde wegen ,angriffen auf ,kollegen1 die allerdings erheblich ber das ,zulssige hinausgingen1 sich aber dadurch erklren1 da der ,mann erblindet war4 ,dhring war gleichfalls naturrechtlicher ,sozialist und im ,grunde ,nichtkonom4 ,die ,kritik1 die ,friedrich ,engels in seiner ,schrift ,herrn ,eugen ,dhrings ,umwlzung der ,wissenschaft an ihm bt1 tut ihm nun zwar hier und da ,unrecht -- ,engels hieb stark zurck auf die ungerechten ,ausflle1 die ,dhring gegen ,marx und andere ,sozialisten gerichtet hatte --1 aber bei alledem ist dieses ,buch unbestritten das bedeutendste ,werk des modernen ,sozialismus nach ,marx' ,kapital4 ,in ihm nun finden wir eine ,reihe von ,kapiteln1 die auch fr unseren ,gegenstand wichtig sind1 weil ,engels da grndlich mit der naturrechtlichen ,lehre abrechnet4 ,ferner knpfte sich an es eine ,polemik1 die fr die ,bedeutung der ,mehrwertslehre fr den ,sozialismus ,aufklrung gibt4 ,engels bemerkt in der ,schrift1 da erst durch ,marx' ,enthllung des ,mehrwerts der ,sozialismus eine ,wissenschaft geworden sei4 ,das hat den sterreichischen ,gelehrten ,anton ,menger1 seinerzeit ,professor an der ,wiener ,universitt1 auf die ,bhne gerufen4 ,in seinem ,buche3 ,das ,recht auf den vollen ,arbeitsertrag1 das #ahhf erschienen ist1 nimmt er gegen ,marx und ,engels ,stellung und sucht nachzuweisen1 da ,engels fr ,marx und andere fr ,rodbertus eine ,entdeckung reklamierten1 die schon lange vor jenen von englischen und franzsischen ,sozialisten gemacht war4 ,menger gibt dafr die ganze ,literatur an1 und man findet bei ihm auch sehr interessante ,darlegungen ber die naturrechtliche ,auffassung des ,sozialismus4 ,aber1 weil er selbst wesentlich juristischer ,sozialist ist1 wie er in einer ,polemik genannt wurde1 hat ,menger vollstndig das ,problem verkannt1 um das es sich bei der ,mehrwertslehre handelt4 ,er bezieht sie auf die ,frage des ,rechts auf den vollen ,arbeitsertrag1 eine ,sache1 um die sich ,marx im ,kapital gar nicht gekmmert hat4 ,warum nicht1 entwickelt nun ,engels im ,vorwort zur deutschen ,ausgabe von ,das ,elend der ,philosophie1 eine ,streitschrift von ,karl ,marx gegen ,proudhon4 ,er erwhnt dort den von ,rodbertus gegen ,marx erhobenen ,vorwurf1 da er den ,nachweis des ,mehrwerts erst nach ihm geliefert habe1 zeigt1 wie schon in jener zuerst #ahdg erschienenen ,schrift gegen ,proudhon ,marx diese ,ableitung des ,mehrwerts aus ,ricardo behandelt und #ahei die ,nutzanwendung der englischen ,sozialisten aus ihr1 da den ,arbeitern als den alleinigen ,produzenten die ganze gesellschaftliche ,produktion gehre1 als falsch hingestellt habe1 und sagt dann3 ,die obige ,nutzanwendung fhrt direkt in den ,kommunismus4 ,sie ist aber1 wie ,marx an der obigen ,stelle auch andeutet1 konomisch formal falsch1 denn sie ist einfach eine ,anwendung der ,moral auf die konomie4 ,nach dem ,gesetze der brgerlichen konomie gehrt der grte ,teil des ,produktes nicht den ,arbeitern1 die es erzeugt haben4 ,sagen wir nun3 das ist unrecht1 das soll nicht sein1 so geht das an sich die konomie zunchst nichts an4 ,wir sagen nur1 da diese ,tatsache unserem sittlichen ,gefhl widerspricht4 ,marx hat daher nie seine kommunistischen ,forderungen hierauf begrndet1 sondern auf den notwendig sich vor unseren ,augen tglich mehr und mehr vollziehenden ,zusammenbruch der kapitalistischen ,produktionsweise4 ,er sagt nur1 da der ,mehrwert aus unbezahlter ,arbeit besteht1 was eine einfache ,tatsache ist4 ,dann fhrt ,engels fort3 ,was aber konomisch formell falsch ist1 kann darum doch weltgeschichtlich richtig sein4 ,erklrt das sittliche ,bewutsein der ,masse eine konomische ,tatsache1 wie seinerzeit die ,sklaverei oder ,fronarbeit1 fr unsittlich1 so ist das ein ,beweis1 da die ,tatsache selbst sich schon berlebt hat1 da andere konomische ,tatsachen eingetreten sind1 kraft deren jene unertrglich und unhaltbar geworden ist4 ,hinter der formellen konomischen ,unrichtigkeit kann daher ein sehr wahrer konomischer ,inhalt verborgen sein4 ,engels sagt also ausdrcklich1 die ,anwendung der ,moral -- und das ,naturrecht ist ,moral -- auf die konomie in dieser ,frage ist konomisch falsch1 die konomie gehe das nichts an1 was das sittliche ,bewutsein sagt4 ,er erkennt nur an1 da1 wenn das sittliche ,bewutsein der ,massen eine konomische ,tatsache fr unrecht erklre1 dies eine ,anzeige sei1 da inzwischen ,verhltnisse eingetreten seien1 wonach diese ,tatsache nicht mehr ertrglich und haltbar sei4 ,das aber mu doch immer erst ermittelt werden1 und wie fhrt man den ,beweis8 ,engels zeigt es an1 wenn er fortfhrt3 ,marx hat seine kommunistischen ,forderungen nie darauf begrndet1 sondern auf den sich vor unseren ,augen tglich mehr und mehr vollziehenden ,zusammenbruch der kapitalistischen ,produktionsweise4 ,das schrieb ,engels #ahgg1 und wenigstens bis zum ,ausbruch des ,weltkrieges war die kapitalistische ,produktionsweise nicht zusammengebrochen1 sondern hatte im ,gegenteil einen gewaltigen weiteren ,aufschwung genommen4 ,es lassen sich verschiedene ,tatsachen anfhren1 aus denen hervorgeht1 da eine ,reihe von ,folgerungen1 die man aus der alten ,theorie geschpft hatte1 sich nicht bewahrheitet haben4 ,so z4 ,b4 der ,satz ,die ,maschine schlgt den ,arbeiter tot4 ,der ,ansicht1 da die ,maschine in grerem ,mae ,arbeiter berflssig mache1 als durch sie zur ,produktion herangezogen werden1 steht die ,tatsache entgegen1 da bis zum ,kriege die ,zahl der industriellen ,arbeiter1 des industriellen ,proletariats1 in allen ,lndern moderner ,entwicklung erheblich zugenommen hat1 nicht nur in den neuen1 sondern auch in den alten ,lndern4 ,diese ,frage bedarf also gleichfalls einer ,nachprfung und genauen ,untersuchung4 ,ganz besonders aber ntigt der ,satz von ,engels1 ,marx habe seine kommunistischen ,forderungen auf dem mit ,notwendigkeit sich vollziehenden ,zusammenbruch der kapitalistischen ,produktionsweise gegrndet1 genauer zu untersuchen1 wie es sich mit diesem ,zusammenbruch verhlt4 ,inzwischen liegt die ,frage der ,verteilung des ,arbeitsertrages auf einem anderen ,gebiete4 ,die ,geschichte der ,entlohnung der ,arbeiter kennt ganz verschiedene ,lohnraten1 nicht blo der absoluten ,hhe1 sondern auch dem ,anteil am ,produkt nach4 ,sie verzeichnete zu gewissen ,zeiten bei einem wesentlichen ,tiefstand der ,entwicklung eine furchtbare ,ausbeutung von ,arbeitern4 ,wir wissen von dem ,elend1 das lange ,zeit in ,england und ,deutschland existiert hat und vielfach noch und wieder existiert1 da oft der ,lohn ganz bedeutend zurckbleibt hinter dem ,mehrwert4 ,es fehlt aber auch nicht an ,beispielen eines anderen ,verhltnisses von ,lohn und ,mehrwert4 ,im allgemeinen wird in der marxistischen ,literatur die ,mehrwertrate auch ,ausbeutungsrate genannt4 ,aber an einer bestimmten ,stelle polemisiert ,engels dagegen1 da man den ,begriff ,ausbeutung in diesem ,zusammenhang moralisch auffat1 er soll nur konomisch genommen werden als eine reine ,tatsache1 wie man etwa von der ,ausbeutung eines ,bergwerks oder eines ,patents spricht4 ,ich mu indes sagen1 da dann doch das ,wort ein wenig zu ,unrecht angewandt wird4 ,ausbeutung kann natrlich eine rein konomische ,tatsache sein ohne jeden ,zusammenhang mit moralischen ,beziehungen4 ,aber wenn wir in bezug auf ,menschen von ,ausbeutung sprechen1 so knnen wir kaum jemals den moralischen ,sinn des ,wortes davon trennen1 und da im ,lohnverhltnis oft eine wirkliche ,ausbeutung im moralischen ,sinne des ,wortes stattfindet1 lt sich gar nicht bestreiten4 ,die ,anschauung1 da das ganze ,lohnsystem ein ,ausbeutungssystem im moralischen ,sinne des ,wortes sei1 hat unzweifelhaft der ,arbeiterschaft in ihrem ,emanzipationskampf einen groen moralischen und ethischen ,antrieb gegeben4 ,bei den politischen ,kmpfen der ,arbeiterbewegung hat berall die ,forderung3 ,abschaffung des ,lohnsystems1 und zwar von der ,arbeiterseite aus gesehen3 ,abschaffung des ,lohnsystems zur ,sicherung des vollen ,arbeitsertrages eine groe ,rolle gespielt4 ,aber freilich nur als ,idee4 ,denn wie sollte es fr die ,gesamtheit der ,arbeiter verwirklicht werden8 ,es knnte nur dadurch geschehen1 da man zum ,kommunismus bergeht und gar keine ,bezahlung der ,arbeit1 sondern eine einfache ,verteilung des ,reichtums vornimmt oder1 wie ,krapotkin es will1 die ,benutzung des ganzen gesellschaftlichen ,reichtums allen zur freien ,verfgung stellt4 ,solange man noch mit ,leistungswert der ,arbeit rechnet1 und im bergangsstadium wird man das sicher nicht umgehen knnen1 wird allerdings auch noch immer eine ,art ,lohnsystem aufrechterhalten werden mssen1 und die ,forderung3 ,abschaffung des ,lohnsystems1 hat denn auch in der ,praxis eine ganz andere ,anwendung gefunden4 ,nicht die ,form ,arbeitslohn ist es1 die in ,wirklichkeit bekmpft wird4 ,die ,arbeiterklasse hat in der ,praxis sich ganz anders zu ihr gestellt4 ,gegen nichts haben sich die ,arbeiter aus guten ,grnden schrfer gewandt als gegen eine andere ,art ,bezahlung als durch den ,lohn1 gegen eine ,ausgleichung der ,arbeit1 die etwa bestand in der ,zuwendung von ,lebensmitteln1 ,wohnung usw4 ,sie betrachten ein auf ihr beruhendes ,verhltnis als eine ,sklaverei oder ,hrigkeit1 den ,lohn aber betrachten sie dieser altmodischen patriarchalischen ,arbeitsabgeltung gegenber1 wie sie bei ,fleischern1 kleinen ,kaufleuten und manchen anderen ,handwerkern noch bestand1 als einen ,fortschritt4 ,es handelte sich bei ihren praktischen ,kmpfen niemals darum1 die ,lohnform berhaupt grundstzlich abzuschaffen1 sondern erstens jedesmal um die ,lohnhhe berhaupt und zweitens um die ,art1 wie die ,lohnhhe bestimmt wird4 ,das ist vorlufig der eigentliche ,kampf der ,arbeiterklasse in der modernen ,gesellschaft1 auch dem ,staate gegenber1 in ,hinsicht auf den ,entgelt der ,arbeit1 da der ,lohn nicht bestimmt wird durch die freie ,konkurrenz1 nicht willkrlich festgesetzt wird vom ,unternehmer1 sondern da die ,arbeiterklasse selbst in ihren ,organisationen einen gesetzlichen ,status erhlt und mitwirkenden ,einflu ausbt auf die ,lohnbestimmung4 ,dahin geht zunchst die ,entwicklung4 ,von einem ,naturrecht auf den ganzen ,mehrwert ist da kaum noch die ,rede4 ,was aber die ,deutung des ,sinns der ,marxschen ,werttheorie selbst anbetrifft1 so hat der ,umstand1 da man in ,deutschland ,wilhelm ,liebknecht1 den sehr hervorragenden und verdienten ,fhrer der ,sozialdemokratie1 fr den ,schler und ,interpreten von ,marx hielt1 whrend seine ,auslegungen tatschlich von ,marx uerst scharf kritisiert wurden1 sein ,gegenstck in anderen ,lndern4 ,hinsichtlich der franzsischen ,sozialisten wissen wir1 da ,marx unter ,bezugnahme auf seinen eigenen ,schwiegersohn1 den brigens sehr geistreichen ,paul ,lafargue1 der in ,frankreich als der orthodoxeste ,marxist angesehen wurde1 einmal sagte3 ,was mich betrifft1 so wei ich nur das eine1 da ich kein ,marxist bin -- will sagen1 kein ,marxist in solchem ,sinne4 ,dasselbe spielte sich in ,england ab1 wo der geistige ,fhrer des marxistischen ,flgels der dortigen ,sozialisten1 ,h4 ,m4 ,hyndman1 schon von ,marx hnlich beurteilt wurde4 ,da ,hyndman sehr doktrinr auftrat und1 wie ,engels ihm vorwarf1 aus dem ,marxismus ein ,sektendogma machte1 so wurde das zum ,anla1 da andersdenkende ,sozialisten1 wie die ,fabianer1 durch diese falsche ,deutung der ,marxschen ,wertlehre veranlat1 sich auf den ,boden einer anderen ,werttheorie stellten1 die ,grenznutzentheorie1 die auf dem ,kontinent hauptschlich ausgearbeitet ist von hervorragenden sterreichischen konomen wie ,bhm-,bawerk1 ,wieser1 ,karl ,menger1 und auch in ,deutschland ihre ,vertreter gefunden hat4 ,in ,england hatte sie zum wissenschaftlichen ,ausarbeiter den als mathematischen ,logiker berhmten ,henry ,stanley ,jevons4 ,die ,fabianer nahmen diese ,theorie auf unter ,verkennung oder nicht gengender ,bercksichtigung der ,tatsache1 da in der konomie der ,begriff ,wert gar nicht eine einfache ,eigenschaft ausdrckt1 sondern verschiedene ,elemente zusammenfat4 ,marx bezeichnete seinerzeit ,tauschwert und ,gebrauchswert als die ,grundelemente4 ,spter hat man allgemein ,nutzwert fr ,gebrauchswert gesetzt4 ,im ,begriff ,nutzwert liegen aber wieder zwei ,elemente3 der unmittelbar individuelle ,nutzwert und der soziale ,nutzwert1 der das ,quantittsverhltnis der ,kauflust fr die ,ware umfat4 ,diesen ,nutzwert hat die ,grenznutzentheorie im ,auge4 ,auf den ,streit zwischen ihren sozialistischen ,anhngern und den ,verfechtern der ,marxschen ,wertlehre will ich hier nicht nher eingehen1 ich will nur eins dabei erwhnen4 ,marx bercksichtigt zwar den ,nutz- oder ,gebrauchswert1 nennt ihn die ,grundbedingung des ,wertes1 lt ihn aber bei seinen weiteren ,untersuchungen ber die ,wertbestimmung zunchst auer ,betracht4 ,das fhrt ihn zu bemerkenswerten ,schlssen1 die jedoch einseitiger ,natur sind4 ,seine ,wertlehre wurde genauer so formuliert1 da der ,wert bestimmt sei durch die in der ,ware steckende ,arbeit1 gemessen an der zu ihrer ,herstellung gesellschaftlich notwendigen ,arbeitszeit4 ,in dem ,begriff gesellschaftlich notwendige ,arbeitszeit liegen wieder zwei ,elemente eingeschlossen3 erstens die ,arbeitszeit1 die gesellschaftlich notwendig ist1 um jedes einzelne ,exemplar der in ,frage kommenden ,ware herzustellen1 das heit1 gesellschaftlich notwendig nach der ,hhe der erreichten ,technik4 ,aber es kommt auch darauf an1 welche ,arbeitszeit gesellschaftlich notwendig ist1 um die ,ware in derjenigen ,masse herzustellen1 die erfordert ist1 um die fr sie vorhandenen ,kufer zu befriedigen4 ,die ,hhe des ,verbrauches bestimmt sich in der modernen ,gesellschaft nicht danach1 wie viele ,menschen eine ,ware brauchen1 sondern wie viele sie kaufen knnen und zu kaufen ,lust haben4 ,wirft man beide ,momente durcheinander1 so hebt eine ,definition die andere auf1 und wir kommen dann doch zur ,grenznutztheorie4 ,soviel hierber4 ,was in der ,marxschen ,theorie ,ausbeutung genannt wird1 ist der ,mehrwert1 der von dem in den ,preis umgesetzten ,wert der ,ware abzglich der ,sachkosten der ,produktion nicht dem ,arbeiter zufliet4 ,ich kann nicht sagen1 dem ,kapitalisten zufliet1 denn er spaltet sich in ,rente fr den ,grundbesitzer1 den ,profit fr den ,unternehmer und den ,zins fr den ,geldkapitalisten4 ,liegt nun aber in der ,tatsache1 da der ,arbeiter nicht den vollen ,ertrag der ,arbeit bekommt1 ein ,ausbeutungsverhltnis8 ,wir haben gesehen1 da im objektiven ,sinne man das ,wort ,ausbeutung anwenden kann1 da aber1 wenn man es moralisch deutet1 wie das bei vielen ,sozialisten der ,fall ist1 man zu vollkommen falschen ,schlssen gelangt4 ,es wrde nmlich danach in hochentwickelten ,industrien1 wo die ,arbeiter am besten entlohnt werden und berhaupt sozial am hchsten stehen1 die ,ausbeutung1 weil da am meisten sogenanntes konstantes ,kapital im ,unternehmen angelegt ist1 als die hchste1 und in solchen ,industrien1 wo die ,arbeiter sehr schlecht bezahlt werden1 weil wenig ,maschinen angewandt werden1 die ,ausbeutung weniger hoch erscheinen4 ,so erweckt die ,gleichsetzung der ,begriffe ,mehrwertsrate und ,ausbeutungsrate einen durchaus falschen ,eindruck4 ,wie wenig ,marx den ,sozialismus davon ableitet1 da der ,arbeiter nicht den vollen ,ertrag seiner ,arbeit bekommt1 geht auch daraus hervor1 da er gerade feststellt1 es sei schon vor der kapitalistischen ,periode so gewesen4 ,im achten ,kapitel des ersten ,bandes ,kapital schreibt er ausdrcklich3 ,das ,kapital hat die ,mehrarbeit nicht erfunden4 ,und in der ,tat ist sie sogar unter dem ,kapital vielfach geringer als in ,zweigen der vorkapitalistischen ,wirtschaft4 ,marx leitet vielmehr die ,forderung des ,sozialismus ab aus dem sich mit ,notwendigkeit vollziehenden ,zusammenbruch der kapitalistischen ,produktionsweise4 ,dieser ,zusammenbruch nun kann verschieden aufgefat werden4 ,er kann begriffen werden als rein konomisches ,phnomen dergestalt1 da die mit dieser ,produktionsweise untrennbar verbundenen ,wirtschaftskrisen immer grer werden1 bis schlielich eine so groe ,krisis eintritt1 da in ihrer ,folge der vllige ,zusammenbruch erfolgt4 ,ich bemerke ausdrcklich1 es handelt sich hierbei nicht um ,krisen1 die durch uere ,ereignisse1 ,kriege usw4 herbeigefhrt werden -- denn das sind keine rein konomischen ,erscheinungen --1 sondern um solche1 die hervorgebracht werden durch die ,konkurrenzkmpfe der kapitalistischen ,welt1 die immanent sind der ,wirtschaftsweise der kapitalistischen ,produktion4 ,aber der ,zusammenbruch kann auch aufgefat werden als ,resultat der ,klassenkmpfe1 die sich auf dem ,boden der kapitalistischen ,gesellschaft als unvermeidliche ,rckwirkung der ihr innewohnenden und von ihr zunehmend gesteigerten ,klassengegenstze vollziehen4 ,nach der ,theorie von ,marx treten diese ,klassenkmpfe in immer strkerem ,mae auf1 und das ntigt uns dazu1 nun einmal das ,wesen der kapitalistischen ,gesellschaft berhaupt zu betrachten und darber hinaus das ,wesen ihrer ,klassenkmpfe zu ermitteln4 ,viertes ,kapitel4 ,das ,wesen der ,gesellschaft des vorgeschrittenen ,kapitalismus4 ,um ein ,bild vom ,wesen der ,gesellschaft des vorgeschrittenen ,kapitalismus zu geben1 was natrlich nur in groen ,umrissen geschehen kann1 mu ich die ,materialien unserer deutschen ,statistik entnehmen4 ,ich knnte sie freilich auch aus verschiedenen anderen ,lndern haben1 ,marx nahm sie aus ,england1 das ja seinerzeit das vorgeschrittenste ,land der kapitalistischen ,produktion und ,wirtschaft war4 ,inzwischen ist aber ,deutschland ,england sehr nahegekommen und hat vor dem ,kriege eine sehr entwickelte ,berufs- und ,gewerbestatistik gehabt4 ,auch bietet es der ,untersuchung gewissermaen ein reineres ,bild dar1 weil die englische ,volkswirtschaft durch das ungeheure ,kolonialreich stark beeinflut war1 whrend ,deutschlands ,kolonialbesitz in den ,jahren1 um die es sich hier handelt1 erst in seinen ,anfngen war und auf die ,gestaltung seiner ,volkswirtschaft einen sehr geringen ,einflu gebt hat4 ,aber wenn wir von kapitalistischer ,wirtschaft sprechen1 dann mssen wir uns -- was leider heute nicht so geschieht1 wie es sein sollte -- darber klar werden1 da in dem ,begriff ,kapitalismus1 sehr verschiedenartige ,inhalte eingeschlossen sind1 da das ,wort ,kapitalismus1 das heute so leicht hingeworfen wird1 als ob es eine ganz einfache ,sache ausdrcke1 die eines ,tages beseitigt werden knne1 sehr viele ,dinge zusammenfat4 ,um die ,hauptsache zu erwhnen1 so bezeichnet der ,begriff kapitalistisch zunchst die ,tatsache einer bestimmten ,hhe der ,produktion1 die ,zusammenfassung der ,arbeit in groen ,betrieben1 die ,anwendung von ,maschinerien usw41 die nur durch groe ,kapitalaufwendung mglich ist4 ,so ist einmal der ,begriff kapitalistisch ,ausdruck fr eine bestimmte ,produktionsform4 ,der ,kapitalismus ist aber noch etwas anderes2 er ist auch ein ,verteilungssystem1 ein ,verteilungssystem eben der ,ergebnisse der ,produktion unter der ,herrschaft des ,kapitals1 das ein ganz anderes ,verteilungssystem ist1 als wir es auf frheren ,stufen der ,produktion1 im ,feudalismus1 im ,handwerk usw4 vorfinden4 ,der ,begriff umfat aber nicht nur ein ,verteilungssystem und eine bestimmte ,produktionsform1 sondern drittens auch ein bestimmtes ,wirtschaftsrecht4 ,das ,rechtsverhltnis von ,unternehmer und ,arbeiter ist unter dem ,kapital ein ganz anderes1 als frher im ,feudalismus und im ,handwerk4 ,man vergit selbst in sozialistischen ,kreisen hufig diese zusammengesetzte ,natur des ,kapitalismus4 ,wohin das fhrt1 dafr mchte ich aus neuester ,zeit ein ,beispiel anfhren4 ,in diesen ,tagen hat irgendwo in einem angesehenen ,blatte ein ,artikel gestanden1 worin der ,verfasser sagte3 ,es ist die ,tragik der ,sozialdemokratischen ,partei ,deutschlands1 da sie1 die grundstzlich den ,kapitalismus bekmpft und ihn beseitigen wollte1 durch ihre ,stellung in der ,regierung gentigt ist1 die kapitalistische ,produktion erst wieder herzustellen4 ,ich bin nun in einer groen ,versammlung gefragt worden1 was ich zu dieser ,tragik zu sagen habe4 ,ich bin nicht dazu gekommen1 dort diese ,frage zu beantworten1 weil die ,versammlung infolge von lrmenden ,strungen abgebrochen werden mute4 ,htte ich die ,zeit zur ,antwort gehabt1 so htte ich gesagt1 und privatim habe ich das auch nachher dem ,fragesteller geantwortet3 ,ich sehe in der angegebenen ,tatsache gar keine ,tragik1 sondern hchstens in der geistigen ,vorbildung des ,artikelschreibers4 ,gewi ist es unleugbar die ,aufgabe der ,regierung1 welche es auch sei1 in modernen ,lndern1 vor allem in ,deutschland in seiner eigenartigen ,weltlage1 wo es gezwungen ist zu bestimmten gewaltigen ,leistungen1 sofern man nicht gleich mit einem ,schlage1 wie es in ,ruland versucht wurde1 aber nicht geglckt ist1 die ,gesellschaft vollstndig zu ndern und alle ,lasten abzuwerfen -- gewi ist es ,aufgabe der jetzigen ,regierung in ,deutschland1 ob sie konservativ1 liberal1 demokratisch oder sozialdemokratisch sei1 zunchst einmal die ,wirtschaft wieder in ,gang und ,ordnung zu bringen und dadurch allerdings auch die kapitalistische ,produktion zu erhalten oder ihre ,lebensbedingungen und ,entwicklungsmglichkeiten zu sichern4 ,aber damit ist nicht gesagt1 da diese nun in allen ,punkten bleiben mu1 was sie vorher war4 ,man kann die ,form der ,produktion erhalten1 aber das ,rechtsverhltnis ndern4 ,ebenso kann man auch den ,modus der ,verteilung ndern4 ,zum ,teil ist das erstere in ,deutschland auch geschehen4 ,eine groe nderung ist eingetreten durch das ,gesetz ber die ,betriebsrte1 das zwar erst in seinen ,anfngen steht1 aber auerordentlich bedeutungsvoll und von groer ,tragweite ist und mindestens grundstzlich eine groe ,wandlung im ,rechtsverhltnis von ,unternehmer und ,arbeiter einleitet4 ,es kann also die ,betriebs- oder ,wirtschaftsform erhalten bleiben und doch kann in ihrer ,verfassung und ,leitung eine groe1 sogar eine revolutionre nderung vor sich gehen4 ,im ,kapitalismus haben wir aber als bleibende ,tendenz die ,vergrerung der ,betriebe4 ,nach der ,marxschen ,theorie fhrt die ,entwicklung mit ,notwendigkeit1 unter dem ,druck der freien ,konkurrenz1 zu immer grerer ,konzentration der ,unternehmungen1 zur ,akkumulation der ,vermgen in ,privathnden1 bei ,proletarisierung der groen ,mehrheit der ,bevlkerung1 und damit zu einer ganz anderen ,klassenschichtung und ,verschrfung der ,klassenkmpfe4 ,das haben wir zunchst zu betrachten4 ,nach der ,grndung des ,deutschen ,reiches1 nachdem mit der ,sonderhoheit der ,einzelstaaten alle ,hemmnisse des inneren ,marktes gefallen waren und ,deutschland zu einer ,handelspolitik berging1 die nach kurzer ,zwischenzeit das ,system der ,meistbegnstigungsvertrge festlegte1 mit ,hilfe dessen ,deutschlands uerer ,markt sich immer mehr erweiterte1 hat ,deutschlands ,industrie in verhltnismig kurzer ,zeit einen ganz gewaltigen ,aufschwung genommen1 so da wir in einzelnen ,teilen ,deutschlands ,entwicklungen gehabt haben1 die an amerikanische ,verhltnisse erinnern4 ,ich brauche nur das groe rheinisch-westflische ,industriegebiet zu nennen1 das in der ,tat einen ,vergleich mit den groen amerikanischen ,industriezentren aufnehmen kann4 ,das ,deutsche ,reich hat bis zum ,kriege dreimal allgemeine ,berufs- und ,gewerbezhlungen gehabt4 ,zwischen der ersten und der letzten davon liegen #be ,jahre4 ,die erste ,zhlung fand statt im ,jahre #ahhb1 die zweite #ahie und die dritte #aijg4 ,die ,zhlung von #aijg gibt uns also die letzten ,vergleichszahlen4 ,was nun die ,entwicklung der ,betriebe in ,industrie und ,bergbau anbetrifft1 so hat die deutsche ,gewerbezhlung die ,betriebe eingeteilt in ,klein-1 ,mittel- und ,grobetriebe4 ,bis kurz vor dem ,kriege wurden als ,kleinbetriebe gerechnet solche von #a bis #e ,personen1 als ,mittelbetriebe solche von #f bis #ej ,personen und alles darber galt in der ,statistik und ,wissenschaft als ,grobetrieb4 ,in der ,arbeiterschaft herrschte allerdings eine ganz andere ,auffassung4 ,die ,berliner ,metallarbeiter haben im ,jahre #aijb eine ,zhlung ihrer ,berufsangehrigen vorgenommen1 und da rechneten sie zu den ,kleinbetrieben noch alles1 was unter #ejj ,arbeiter hatte1 zu den ,mittelbetrieben rechneten sie solche von #ejj bis #bjjj ,arbeitern und erst darber hinaus fing nach ihrer ,auffassung der ,grobetrieb an4 ,das ist fr ihre soziale ,einschtzungsweise beraus charakteristisch4 ,ich habe einmal in einer ,versammlung der ,dreher1 nachdem ich dort einen ,vortrag gehalten hatte1 noch eine gute ,weile zugehrt1 wie sie ihre eigenen ,angelegenheiten behandelten1 was immer sehr lehrreich ist4 ,da gab der ,vorsitzende ,bericht ber die ,untersuchung der ,zustnde in einem ,unternehmen und bemerkte dabei im ,ton ziemlicher ,geringschtzung3 ,ihr knnt ,euch denken1 was das fr eine ,krmerbude war1 es waren da nur etwa #ajjj ,arbeiter beschftigt6 ,ein ,unternehmer1 der gegen tausend ,arbeiter beschftigt1 ist meist schon ein ,millionr2 aber in der ,auffassung der ,metallarbeiter ,berlins war sein ,unternehmen im ,grunde nur ein ,kleinbetrieb4 ,halten wir uns indes hier an die ,angaben der ,reichsstatistik4 ,sie zeigt in der ersten ,periode von #ahhb bis #ahie1 die #ac ,jahre umfate1 einen geringeren ,aufstieg als in der nur #ab ,jahre umfassenden ,periode von #ahie bis #aijg4 ,das ist begreiflich und beleuchtet die ganze ,tendenz der ,entwicklung4 ,um aber nicht durch zu viele ,zahlen zu ermden1 lasse ich hier nur die runden ,anfangs- und ,endzahlen der ganzen ,periode folgen4 ,danach entwickelten sich in diesen fnfundzwanzig ,jahren in ,industrie und ,bergbau die ,kleinbetriebe 7#a-e ,personen7 der ,zahl nach von #bagejjj im ,jahre #ahhb auf #ahgjjjj im ,jahre #aijg1 die ,mittelbetriebe der ,zahl nach von #hejjj im ,jahre #ahhb auf #aegjjj im ,jahre #aijg und die ,grobetriebe von #ijjj im ,jahre #ahhb auf #bijjj im ,jahre #aijg4 ,nehmen wir nicht die ,zahlen der ,betriebe1 sondern die der in den ,betrieben beschftigten ,personen1 dann waren in den ,kleinbetrieben beschftigt #ahhb rund #cbgjjjj und #aijg #cbjbjjj1 in den ,mittelbetrieben #ahhb #aajijjj1 #aijg #bgaejjj1 in den ,grobetrieben #ahhb #aeedjjj und #aijg #didjjjj ,personen4 ,hier sieht man1 wie der grere ,betrieb in der ,industrie gegenber den kleineren einen immer greren ,raum einnimmt4 ,die ,kleinbetriebe nehmen ab1 aber verhltnismig wenig4 ,die ,mittelbetriebe nehmen aber noch ganz bedeutend zu4 ,sie sind gestiegen von #hejjj auf #ahgjjj und nach der ,zahl der beschftigten ,personen von #aajijjj auf #bgaejjj4 ,wenn unzweifelhaft eine bedeutungsvolle ,konzentration der ,betriebe stattgefunden hat1 so ist das doch nicht in dem ,mae geschehen1 wie man es annahm und wie es im ,erfurter ,programm der deutschen ,sozialdemokratie stand1 da nmlich die ,mittelbetriebe verschwinden4 ,sie verschwinden eben auch in der ,industrie nicht4 ,allerdings darf man nicht vergessen1 da ,betrieb nicht dasselbe ist wie die ,unternehmung4 ,eine ,unternehmung umfat oft verschiedene ,betriebe1 die groen ,unternehmen ganze ,reihen von ,betrieben1 whrend die ,statistik die ,betriebe einzeln aufzhlt4 ,htten wir eine ,statistik der ,unternehmungen1 dann wrden wir eine wesentlich strkere ,konzentration festzustellen haben1 als sie in den obigen ,zahlen erscheint4 ,in bezug auf die ,industrie war ganz unleugbar die ,theorie insofern richtig1 da eine zunehmende ,konzentration der ,unternehmungen stattfindet4 ,aber sie fand nicht in der ,weise statt1 da die mittleren ,betriebe und ,unternehmungen verschwanden4 ,nur die ganz kleinen1 die ,zwergbetriebe1 haben etwas abgenommen1 im brigen aber hat durchgngig ein ,aufstieg stattgefunden von den kleineren in die mittleren und von den mittleren in die greren ,betriebe4 ,wir wrden das noch deutlicher sehen1 wenn wir die ,unterabteilungen der drei hier verglichenen groen ,gruppen heranzgen4 ,keine einzige dieser ,abteilungen war aus der ,reihe verschwunden4 ,es hatte lediglich eine ,verschiebung nach oben sich vollzogen4 ,bestimmte ,neubildungen haben sich jedoch gewissermaen neben der allgemeinen ,entwicklung ausgestaltet1 indem nmlich ganz neue ,industrien entstanden sind1 die von vornherein als ,riesenunternehmungen ins ,leben traten4 ,man denke da an die groen modernen ,lokomotivfabriken und ,werften fr ,dampferbauten1 an die ,entwicklung der groen ,elektrizittswerke usw41 wo ganze ,industriezweige gleich als ,riesenbetriebe ins ,leben traten und nicht erst die ,entwicklung vom ,kleinbetrieb ber den ,mittelbetrieb zum ,grobetrieb durchzumachen hatten4 ,ein hnliches ,bild zeigt sich beim ,handel und ,verkehr4 ,da haben wir sogar eine noch strkere ,vermehrung4 ,die ,kleinbetriebe nahmen im ,handel bedeutend zu4 ,der ,handel ist ja oft die ,zuflucht fr viele aus der ,industrie ,verdrngte1 die ,etablierung des ,kleinkrmers ist viel leichter als die des kleinen ,fabrikanten4 ,im ,handel und ,verkehr war die ,entwicklung von #ahhb bis #aijg eine solche1 da sich vermehrten3 die ,kleinbetriebe von #fgfjjj auf #abjdjjj1 die ,mittelbetriebe von #bfjjj auf #gfjjj1 die ,grobetriebe von #dfc auf #bhjj4 ,im ,handel waren die ,grobetriebe1 d4 h4 die ,betriebe mit ber #ej ,personen1 nicht so zahlreich wie in der ,industrie4 ,wir haben zwar eine sehr bedeutende ,zunahme der modernen ,kaufhuser1 doch ist deren ,zahl im ganzen nicht so bermig gro4 ,auch steckt im ,handel hinter einer verhltnismig geringen ,zahl von ,angestellten oft schon ein sehr erheblicher ,kapitalaufwand4 ,nach der ,zahl der ,beschftigten berechnet1 war hier die ,entwicklung von #ahhb bis #aijg bei den ,kleinbetrieben von rund einer ,million auf zwei ,millionen1 bei den ,mittelbetrieben von #bgjjjj auf #hghjjj1 bei den ,grobetrieben von #edjjj auf #ciejjj4 ,hier tritt die ,bedeutung der ,zunahme der ,grobetriebe strker hervor4 ,aber whrend in ,industrie und ,bergbau die #e ,millionen ,beschftigten der groen ,betriebe ebensoviel ausmachen wie die ,beschftigten der ,mittel- und ,kleinbetriebe zusammen genommen1 ist das ,verhltnis im ,handel doch ein anderes1 hier bilden sie erst den sechsten ,teil4 ,eine ,erklrung fr die groe ,vermehrung der ,betriebe darf man allerdings nicht vergessen3 das ist die ungeheure ,steigerung der ,produktion selber1 die gewaltige ,zunahme der ,masse der ,produkte4 ,sie erklrt es auch1 warum sich neben den groen ,unternehmungen im ,handel so viele der kleinen halten knnen4 ,die moderne kapitalistische ,produktionsweise erhht ungemein die ,produktivitt der ,arbeit4 ,der ,warenmarkt wchst1 und deshalb finden die kleinen ,unternehmungen neben den groen immer noch einen ,rahmen1 dem sie sich anpassen knnen4 ,ein ganz anderes ,bild1 als lange ,zeit angenommen1 zeigt die ,entwicklung der ,betriebe in der ,landwirtschaft4 ,sie hat der ursprnglichen ,auffassung eine groe ,enttuschung bereitet1 sie geradezu widerlegt4 ,weil in ,england in der ,landwirtschaft der ,grobesitz berwog1 hatte man lange ,zeit gefolgert1 da dies im ,wesen der modernen ,wirtschaft liege1 und da1 wie in der ,industrie1 so auch in der ,landwirtschaft die kleinen ,unternehmungen immer mehr verdrngt wrden von den ,grounternehmungen4 ,das ist aber nicht eingetreten1 sondern das ,gegenteil ist geschehen4 ,in der ,landwirtschaft haben in den #be ,jahren die ,grobetriebe an ,zahl abgenommen1 vermehrt haben sich nur die eigentlich buerlichen ,betriebe und die ganz kleinen ,zwergbetriebe4 ,die kleinen ,landparzellen1 die wahrscheinlich mit den ,laubengrten zusammengerechnet werden1 sind von #b ,millionen auf ber #c ,millionen gestiegen4 ,bei ,betrieben von #b bis #e ,hektar beluft sich die ,steigerung in runden ,zahlen von #ihjjjj auf #ajjfjjj4 ,in diese ,betriebe sind auch die ,qualittslandwirtschaftsbetriebe1 die mehr gartenmig bewirtschafteten ,betriebe eingeschlossen4 ,die mittleren ,betriebe von #f bis #bj ,hektar sind gestiegen von #ibfjjj auf #ajfejjj1 und dann beginnt gerade bei den ,grobetrieben von #bj bis #ajj ,hektar ein ,abstieg4 ,ihre ,zahl fllt von #bhbjjj auf #bfbjjj und die der ,betriebe von ber #ajj ,hektar von #bejjj auf #bcjjj4 ,hier zeigt sich also ein ganz anderes ,bild der ,entwicklung als angenommen4 ,die buerlichen ,betriebe halten sich4 ,es ist das teilweise eine ,folge von ,eingriffen der ,gesetzgebung4 ,sie hat allerhand ,gesetze geschaffen1 die dahin gewirkt haben1 den buerlichen ,betrieb konkurrenzfhig zu erhalten4 ,eine weitere ,erklrung liefert die starke ,entwicklung des ,genossenschaftswesens in der ,landwirtschaft sowie der ,umstand1 da die landwirtschaftliche ,produktion zum ,unterschied von der ,industrieproduktion wesentlich organische1 von ,naturvorgngen abhngige ,produktion ist4 ,sie ist daher fr die ,hebung der ,produktivitt nicht so auf die ,konzentration angewiesen wie die industrielle ,produktion4 ,bemerkenswert ist nun1 da bei alledem1 bei dieser ,zunahme der ,betriebe in der ,landwirtschaft selber1 die ,zahl der in ihr ,beschftigten in den #be ,jahren erheblich zurckgegangen ist4 ,in ,deutschland hat die ,bevlkerung in dieser ,zeit zugenommen um rund #cf ,proz4 ,dagegen ist die ,zahl der ,beschftigten in der ,landwirtschaft samt ,angehrigen zurckgegangen von ber #ai ,millionen auf nicht ganz #aggjjjjj1 so da man beinahe sagen knnte1 der ganze ,zuwachs der ,bevlkerung in dieser ,zeit1 der ungefhr #be ,millionen ,menschen umfate1 ist ber die ,landwirtschaft hinweggerauscht zur ,industrie und hat1 statt der ,landwirtschaft etwas abzugeben1 sogar noch #h ,proz4 von ihr hinweggenommen4 ,statistisch betrachtet gilt das4 ,in einzelnen ,fllen mag es natrlich anders gewesen sein1 im ,gesamtbild hat aber die landwirtschaftliche ,bevlkerung abgenommen und trotzdem hat die landwirtschaftliche ,produktion zugenommen4 ,vor dem ,krieg ging also ,deutschlands ,entwicklung immer strker zum ,industriestaat4 ,nicht weniger wichtig als die ,betriebsentwicklung sind die ,vernderungen in der ,stellung der ,personen im ,gewerbe4 ,in der ,industrie sind die ,selbstndigen weniger geworden1 dagegen hat sich die ,zahl der technischen und kaufmnnischen ,angestellten ganz bedeutend gehoben4 ,auch die ,zahl der ,arbeiter ist gewaltig gestiegen2 ihre ,vermehrung lt in absoluter ,zahl die aller anderen ,berufsschichten hinter sich1 im ,verhltnis aber war doch die ,zunahme der kaufmnnischen und technischen ,angestellten die grere4 ,ihre ,zahl ist gestiegen in der ,industrie von #iijjj im ,jahre #ahhb auf #fhfjjj im ,jahre #aijg1 die ,zahl der ,arbeiter in der gleichen ,zeit von #d ,millionen auf #hfjjjjj1 whrend die ,zahl der ,selbstndigen zurckgegangen ist von #ahfajjj auf #agbijjj4 ,die ,angestellten sind also um #eib ,proz41 die ,arbeiter um #aaj ,proz4 mehr geworden4 ,im ,handel und ,gewerbe sehen wir ein hnliches ,bild4 ,dort haben jedoch auch die ,selbstndigen zugenommen1 weil es ja leichter ist1 sich im ,kleinhandel zu etablieren als in der ,industrie2 ihre ,zahl wuchs von #ejejjj auf #hdcjjj4 ,die im ,handel ,angestellten vermehrten sich aber von #adajjj auf #ejejjj und die ,arbeiter in ,handel und ,verkehr von #gbgjjj auf #aieijjj4 ,die ,selbstndigen haben danach zugenommen um #fj ,proz41 die ,arbeiter um #afi ,proz41 die ,angestellten aber um #beg ,proz4 ,in der ,landwirtschaft finden wir auch in dieser ,hinsicht wieder ein abweichendes ,bild4 ,die ,zahlen sind aber zum ,vergleich weniger geeignet1 weil #aijg eine andere ,zhlungsart beobachtet wurde als bei den beiden vorhergegangenen ,zhlungen4 ,es sind da nmlich die ,personen1 die dem ,haushalt angehren und mitarbeiten1 whrend sie in der frheren ,statistik der ,familie des ,unternehmers1 d4 h4 des ,bauern1 zugezhlt wurden1 in der neueren ,statistik als ,arbeiter gezhlt worden4 ,die ungeheure ,zunahme der technischen und kaufmnnischen ,angestellten in ,industrie und ,handel ist die lebendige ,illustration einer in der ,marxschen ,theorie zuerst mit der grten ,schrfe hervorgehobenen ,tatsache4 ,vor ,marx unterschied die ,nationalkonomie nur zwischen dem fixen ,kapital1 wie man das in ,gebuden1 ,maschinen usw4 angelegte ,kapital nannte1 und dem beweglichen1 dem zirkulierenden ,kapital4 ,marx fhrte eine andere ,unterscheidung ein3 er unterscheidet zwischen konstantem und variablem ,kapital4 ,konstant nennt er alles ,kapital1 das1 wie der ,verschlei von ,anlagen und ,maschinen1 der ,aufwand von ,rohstoffen und ,hilfsstoffen usw41 mit eingerechnet wird in die sachlichen ,kosten der ,produktion und deshalb im ,preise des ,produkts unverndert wieder erscheint1 whrend die ,ausgabe fr die menschliche ,arbeit -- von ,arbeitern und ,angestellten -- in erhhter ,form in dem ,wert der ganzen ,produktion zurckkommt4 ,sie nennt er variables ,kapital4 ,der einzelne kann durch falsche ,spekulation verlieren2 im allgemeinen aber gilt als ,grundsatz1 da der ,unternehmer bei seiner ,kalkulation zunchst das wiederhaben will1 was er ausgelegt hat an ,maschinen1 ,miete1 ,rohstoffen u4 dgl4 ,da dieses konstante ,kapital in der ,industrie im ,verhltnis viel strker zugenommen hat als das variable 7,lohn usw47 ,kapital1 wird nun illustriert durch die im ,verhltnis strkere ,zunahme des kaufmnnischen und technischen ,personals4 ,kommen wir zurck auf die ,verschiebungen der ,berufsgruppierung in der kapitalistischen ,gesellschaft4 ,in der ,land- und ,forstwirtschaft haben wir die ,berufszugehrigen in den #be ,jahren von #ai auf #ag #a_/b ,millionen zurckgehen sehen4 ,in ,industrie und ,bergbau wuchs dagegen die ,zahl der ,berufszugehrigen von #af auf #bf ,millionen1 in ,handel und ,verkehr von #d auf #h ,millionen4 ,dazu kommen aber hinzu die ,angehrigen der freien und ffentlichen ,berufe1 die auch eine gewaltige ,zunahme erfahren haben1 nmlich von #a #a_/b auf #b1f ,millionen4 ,alles das zeigt eine sehr bedeutsame ,verschiebung an1 eine ganze ,vernderung des sozialen ,charakters der ,bevlkerung4 ,als das ,deutsche ,reich gegrndet wurde1 lebte noch weit ber die ,hlfte seiner ,bevlkerung auf dem ,lande und von der ,landwirtschaft als ,erwerbsquelle4 ,jetzt aber ernhrte die ,landwirtschaft als ,berufszweig einen immer geringeren ,teil der ,bevlkerung2 die ,masse lebte von ,industrie1 ,handel und ,verkehr1 von freien und ffentlichen ,berufen4 ,im ganzen bedeutete das einen gewaltigen ,kulturfortschritt1 der allerdings auch seine ,kehrseite hat3 die ,abkehr von der ,natur und verschiedene andere ,schden4 ,unbestreitbar ist nur1 da im ganzen die ,industrie die hhere ,wirtschaftsform reprsentiert als die ,landwirtschaft1 trotz der ,verbesserungen1 die auch in dieser stattgefunden haben4 ,eine weitere bedeutungsvolle ,tatsache ist1 da1 wie die ,stadt auf ,kosten des ,landes wchst1 das soziale ,leben berhaupt sich immer mehr sozusagen verstadtlicht4 ,es ist das eine der charakteristischsten ,erscheinungen der ,epoche1 die sich vor dem ,kriege brigens noch viel mehr als in ,deutschland in ,england vollzog4 ,die ,stadt spielt eine immer grere ,rolle im ganzen sozialen ,leben1 und ein groer ,teil dessen1 was man lange ,zeit die ,agrarfrage genannt hat1 besteht darin1 da1 whrend in frheren ,perioden der ,bauer seine eigene ,kultur hatte und auf sie stolz war1 geradezu auf den ,stdter herabsah1 er jetzt sein ,leben selbst verstadtlicht1 wie der ,stdter leben will1 und wie er1 so auch der ,landarbeiter4 ,darin liegt ein groer ,teil der ,unzufriedenheit auf dem ,lande2 denn wenn der ,bauer so leben wollte wie seine ,vter1 dann htte es keine ,agrarfrage gegeben4 ,der ,preis der ,bodenprodukte war gestiegen1 das ,geldeinkommen hatte in keiner ,weise gelitten4 ,in der ,arbeiterschaft der ,industrie vollzieht sich gleichfalls eine ,entwicklung1 die unser ,interesse beansprucht4 ,die ,klasse ist1 wie wir gesehen haben1 gewaltig an ,zahl gestiegen4 ,nun aber unterscheidet man in der ,industrie zwei ,gattungen von ,arbeitern1 die gelernten1 d4 h4 in einer ,lehrzeit ausgebildeten1 und die sogenannten ungelernten ,arbeiter4 ,frher sagte man qualifizierte und unqualifizierte ,arbeiter1 d4 h4 bezeichnete den gelernten ,arbeiter als einen qualifizierten1 den ungelernten als unqualifizierten ,arbeiter4 ,es gibt aber1 wie ein ,unternehmer einmal sehr richtig gesagt hat1 keine unqualifizierte ,arbeit4 ,auch die ungelernte ,arbeit mu gehrig gebt werden und erfordert oft in ihrer ,weise erstens groe ,kraft und dann auch groe ,geschicklichkeit4 ,ich mchte keinem es zumuten1 einmal mit einem ,karrenschieber in dessen ,arbeit es aufnehmen zu wollen4 ,wer das versuchte1 wrde bald bemerken1 da auch zu dieser ,arbeit eine bestimmte ,geschicklichkeit gehrt und nicht nur ,krperkraft4 ,immerhin steht der ungelernte ,arbeiter sozial und konomisch unter dem gelernten ,arbeiter1 in ,deutschland allerdings nicht ganz so stark wie in ,england4 ,in ,england war die ,trennung zwischen gelernten und ungelernten ,arbeitern bis zum ,kriege viel strker gewesen als in ,deutschland4 ,daher die ,erscheinung1 die vielen1 die nach ,england kamen1 aufgefallen ist1 da sie dort eine ungeheure ,zahl von tiefstehenden ,arbeitern vorfanden1 tiefstehend in der ,art ihrer ,lebensweise1 tiefstehend in ihrer ,wohnweise und tiefstehend auch in der ,art der ,kleidung4 ,sie schlossen daraus1 da berhaupt das ,elend in ,england viel grer sei als auf dem ,festlande4 ,aber es handelt sich da um eine ,teilerscheinung1 die sich erklrt aus der ganzen ,geschichte der englischen ,arbeiterschaft4 ,infolge besonderer ,umstnde bekam in ,england der ,ungelernte1 der ,labourer1 im ,gegensatz zum ,gelernten1 zum ,worker1 einen sehr viel geringeren ,lohn1 nur etwa #fj oder gar blo #ej ,proz4 vom ,lohn des ,gelernten1 whrend in ,deutschland der ungelernte ,arbeiter bis #gj und #hj ,proz4 vom ,lohn des ,gelernten bekommt4 ,die ,zahl der gelernten ,arbeiter hat sich in ,deutschland anders entwickelt als die der ungelernten4 ,seit #ahie ward bei der ,berufszhlung zwischen den beiden ,kategorien unterschieden1 so da wir nun fr die #ab ,jahre von #ahie bis #aijg einen ,vergleich der ,entwicklung der beiden haben4 ,danach ist die ,zahl der gelernten ,arbeiter in der ,industrie gestiegen von #d auf #e1d ,millionen1 aber die der ungelernten von #b1c auf #c1i ,millionen1 im ,verhltnis also haben die letzteren eine sehr viel strkere ,vermehrung erfahren4 ,auf #ajj gelernte kamen #ahie #ee ungelernte ,arbeiter1 #aijg aber schon #gc4 ,die vervollkommnete ,maschine hat also hier vielfach statt gelernter ungelernte ,arbeiter gebraucht4 ,trotzdem hat sich aber1 und das ist das ,wichtige1 in dieser ,periode1 wo die ,zahl der ungelernten ,arbeiter so stark wuchs1 die ,zahl der gelernten ,arbeiter in der ,industrie immer noch strker vermehrt als die ,zahl der ,gesamtbevlkerung4 ,die ,gesamtbevlkerung ist in den #ab ,jahren um #ai ,proz4 gestiegen1 dagegen die ,zahl der gelernten ,arbeiter um gegen #bi ,proz4 ,auch das ist charakteristisch fr die ungeheure ,entwicklung zum ,industriestaat1 die sich in ,deutschland vollzogen hat4 ,die ,frage ist nun3 ,woher kam der ,zuwachs der ungelernten ,arbeiter8 ,sie fhrt auf eine sehr charakteristische ,erscheinung4 ,zum ,teil zogen deutsche ,arbeiter vom ,lande als ,tagelhner in die ,stadt und wurden auf dem ,lande durch ,auslnder ersetzt1 d4 h4 die landwirtschaftlichen deutschen ,arbeiter gingen in die ,industrie1 und aus ,polen und anderen ,lndern wurde ein groer ,teil ,arbeiter1 teils als ,saisonarbeiter1 teils aber auch als stndige ,krfte1 fr die deutsche ,landwirtschaft gewonnen4 ,die deutsche ,arbeiterschaft konnte sich auf diese ,weise ber die polnischen usw4 ,arbeiter hinweg auf eine hhere ,stufe erheben4 ,indes war es auch fr die ,polen ein ,aufstieg im ,verhltnis zum ,lebenszuschnitt in ihrer ,heimat4 ,sie zogen nach ,deutschland1 weil sie da immerhin bessere ,lhne erhielten als zu ,hause4 ,bei alledem bleibt es ein bemerkenswerter ,umstand1 da zum ,teil nur auf dem ,rcken jener auslndischen ,arbeiter sich die deutsche ,industrie und ,industriearbeiterschaft in der geschilderten ,zeit so entwickeln konnte4 ,ohne jene auslndischen ,tagelhner wre ein ,teil des groen ,aufschwungs unmglich gewesen1 dessen ,endresultat das war1 da jede ,arbeiterschicht schlielich etwas hher stand als vorher1 die ,schicht der ,gelernten im ,verhltnis strker zugenommen hatte als die ,bevlkerung4 ,in dieser ,beziehung ist das ,wort von ,marx1 das im ,kapital steht und von vielen buchstblich genommen wurde3 ,die ,maschine schlgt den ,arbeiter tot1 nicht eingetroffen4 ,denn diese ungeheure ,vermehrung der ,arbeiter in der ,industrie finden wir nicht nur in ,deutschland1 sondern gleichzeitig auch in ,england1 in ,frankreich1 wie in allen ,lndern moderner ,entwicklung1 und am strksten davon in ,amerika4 ,das erklrt sich aus einer ,reihe von ,grnden1 die ,marx nicht gengend bercksichtigen konnte4 ,marx hatte seine ,beispiele aus der ,textilindustrie genommen1 die zu seiner ,zeit in ,england die magebende ,industrie war4 ,aber die ,faser setzte der ,behandlung durch die ,maschine viel geringeren ,widerstand entgegen als ,leder1 ,holz1 ,metalle usw4 ,whrend die ,maschine in der ,textilindustrie allerdings ,teile der ,arbeiterschaft beiseite geschoben hat1 ist das in anderen ,industrien nicht geschehen1 sondern im ,gegenteil1 da hat die ,arbeiterschaft sich gewaltig vermehrt1 namentlich in den ,industrien der ,metalle1 die ja allmhlich in der ,welt die ,fhrung erhalten haben4 ,diese gesteigerte ,entwicklung ist dadurch mglich geworden1 da es sich nicht nur handelte um ,maschinen fr die ,herstellung von ,gegenstnden des persnlichen ,verbrauchs1 sondern um die groe ,erweiterung der ,verkehrsmittel1 der ,eisenbahnen1 ,dampfschiffe usw4 ,die ungeheure ,verdichtung des ,eisenbahnnetzes1 die in den verschiedenen ,lndern1 vor allem in den ,vereinigten ,staaten1 aber nicht zum wenigsten auch in ,deutschland vor sich gegangen ist1 ist in der ,hauptsache erst eingetreten1 nachdem ,marx sein ,kapital geschrieben hatte4 ,man braucht nur eine ,eisenbahnkarte aus den sechziger ,jahren des vorigen ,jahrhunderts1 den ,jahren1 wo ,marx sein ,kapital schrieb1 mit einer ,karte von #aiad zu vergleichen1 dann sieht man1 welche kolossale ,entwicklung das ,eisenbahnwesen genommen hat4 ,die ,verkehrsmaschinen selbst1 die ,lokomotiven1 ,dampfer usw41 haben aber auch ihren ,charakter gendert1 sie sind riesenhaft gewachsen1 und ihr ,wachstum wie ihre ,zunahme hat stark zurckgewirkt auf das ,wachstum der ,industrie und wesentlich beigetragen zur gewaltigen ,industrialisierung nicht nur ,deutschlands1 sondern der ganzen ,welt4 ,dann haben wir aber auch ein weiteres zu verzeichnen4 ,die ungeheure ,vermehrung des gesellschaftlichen ,reichtums1 die eine ,folge gewesen ist der groen ,vervollkommnung der ,produktionsmittel1 der ins ,riesenhafte gesteigerten ,gewinnung und ,verarbeitung der ,erze und ,erdschtze1 und fortgesetzten ,steigerung der ,produktivitt der ,menschen an den ,maschinen hat als ,zweites zur ,wirkung gehabt eine groe ,frderung der ,qualittsarbeit in der ,industrie4 ,die erste ,wirkung der ,maschinen war im ,gegenteil die ,herabdrckung der ,qualitt des ,fabrikats gewesen1 wie das ,marx auch feststellt4 ,die billigen ,fabrikate drngten die bessere1 solide ,arbeit zurck4 ,aber im weiteren ,verlauf der ,entwicklung steigt mit dem wachsenden ,reichtum der ,gesellschaft auch der ,markt der ,qualittsindustrien1 die wiederum eine zunehmende ,beschftigung von gelernten ,qualittsarbeitern herbeifhrt4 ,diese ,tatsachen1 die groe ,zunahme des gesellschaftlichen ,reichtums mit ihren technischen ,nachwirkungen1 stellen uns nun vor die ,frage3 ,wie wirkt das alles zurck auf die ,klassengliederung in der ,gesellschaft8 ,die erste soziale ,einwirkung der ,maschinenindustrie war1 da sie mittlere ,schichten der ,bevlkerung zurckdrngte1 das ,proletariat vermehrte1 und da die ,schicht der ,reichen und ihr ,reichtum wuchsen4 ,so entstand in der sozialistischen ,welt die ,theorie1 die lange ,zeit agitatorisch in ,aufklrungsvortrgen propagiert wurde -- ich habe noch stark daran teilgenommen --1 da im weiteren ,verlauf der kapitalistischen ,entwicklung die ,mittelschichten von der kleinen ,schicht der ,reichen vollstndig verdrngt werden1 whrend daneben das ,proletariat und gleichzeitig auch seine ,verblendung ungeheuer zunehmen4 ,der in seiner ,art sehr bedeutende1 wenn auch mehr konservativ gerichtete sozialistische konom ,karl ,rodbertus stellte das im bildlichen ,vergleich einmal so dar1 da die soziale ,pyramide sich in der ,weise eines immer mehr sich verengernden ,flaschenhalses gestaltet4 ,ich habe das gelegentlich zeichnerisch so zu veranschaulichen versucht3 ,illustration ,figur ,i zeigt die gesellschaftliche ,pyramide in ihrem vermuteten ,ursprung2 unten die rmeren ,klassen1 oben1 in immer schmlerer ,zuspitzung1 die besitzenden ,klassen4 ,mit dem ,aufkommen der kapitalistischen ,produktion bildet sich oben eine kleine ,schicht von ganz ,reichen1 die ,mittelschichten nehmen ab1 die unteren ,schichten aber zu4 ,die ,pyramide gestaltet sich wie auf ,figur ,,ii4 ,allmhlich aber gewinnt sie die ,gestalt des ,flaschenhalses wie auf ,figur ,,iii4 ,es schwillt an der ,kopf der ganz ,reichen1 es verengert sich vollstndig die mittlere ,schicht und immer grer wird unten die ,schicht des ,proletariats4 ,es war ,professor ,julius ,wolff1 der die ,theorie damit ironisierte1 da er sagte1 nach ihr mte es dahin kommen1 da eines ,tages der ,hals vllig verschwinde1 nur noch ganz oben der ,kopf sei und1 jeder sttzenden ,zwischenschicht bar1 unten in den breiten ,boden der ,flasche strze4 ,die wirkliche ,entwicklung hat aber diesen ,weg nicht genommen4 ,wenn wir die ,einkommensgliederung in den verschiedenen ,lndern verfolgen1 wie sie uns die ,statistik zeigt1 so erhalten wir ein ganz anderes ,bild4 ,da fr ,deutschland als ein ,ganzes erst jetzt eine ,einkommensteuer eingefhrt ist1 mssen wir fr ,vergleichszahlen ,preuen nehmen1 das fnf ,achtel des ,deutschen ,reichs umfat4 ,preuen hat seine ,einkommensteuer im ,jahre #ahib bei der bekannten ,miquelschen ,steuerreform grundlegend reformiert4 ,nehmen wir an1 da vor dem ,kriege alle ,zensiten mit unter #cjjj ,goldmark ,einkommen zum ,proletariat gehrten und mit #cjjj ,goldmark steuerdeklariertem ,einkommen die ,mittelschichten beginnen4 ,dann kommen oben zunchst die ,schichten von #cjjj-fjjj ,mk4 ,einkommen1 alsdann die mit #fjjj-ajjjj ,mk4 und hierauf die mit #ajjjj-cjejj ,mk4 ,die letzteren sind schon gut brgerliche ,existenzen4 ,die ,zensiten mit #cjejj bis #ajjjjj ,mk4 deklariertem ,einkommen knnen wir als teils wohlhabend1 teils reich rechnen und die mit ber #ajjjjj ,mk4 ,einkommen als die ,schicht der ganz ,reichen4 ,die letzten ,zahlen ber die ,zensiten nach der alten ,miquelschen ,einkommensteuer liegen mir fr #aiaf vor4 ,von #ahib bis #aiaf1 also in der ,epoche des groen ,aufschwungs der kapitalistischen ,produktion1 nun ist gestiegen die ,schicht der ganz ,reichen mit ber #ajjjjj ,mk4 ,einkommen von #aghj auf #cefa1 hat sich also mehr als verdoppelt2 die ,zahl der ,wohlhabenden und ,reichen ist in derselben ,zeit gestiegen von #fgjj auf #bbjjj1 hat sich also mehr als verdreifacht4 ,die ,zahl der ,wohlhabenden mit einem ,einkommen von #fjjj-cjejj ,mark hat sich vermehrt von #ajdjjj auf #bajjjj1 also gleichfalls mehr als verdoppelt4 ,auch diese ,schicht hat weit ber die ,vermehrung der ,bevlkerung hinaus zugenommen4 ,und schlielich hat die untere ,mittelschicht1 die man ganz ausgestochen whnte1 die ,klasse der ,zensiten mit ,einkommen zwischen #cjjj und #fjjj ,mk41 sich gar vermehrt von #bjejjj auf #eghjjj1 also auf nahezu das ,dreifache4 ,keine ,schicht aus diesen ,einkommensgruppen verschwindet also1 im ,gegenteil alle ,zahlen nehmen zu4 ,wer sich die ,entwicklung der ,stdte in den letzten ,jahrzehnten vergegenwrtigt1 wie der ,zug zur ,wohlhabenheit im ,bau der ,wohnungen und dergleichen sich immer strker bemerkbar machte1 der wird auch begreifen1 da dies gar nicht mglich gewesen wre ohne die ,zunahme der ,mittelschichten im ,einkommen4 ,nicht ganz das gleiche ,bild zeigt sich1 wenn wir die ,vermehrung der ,vermgen an sich beobachten4 ,die ,vermgenssteuer wurde in ,preuen erst seit #ahie erhoben4 ,meine ,zahlen reichen bis #aiaa4 ,sie umfassen also nur eine ,periode von #af ,jahren1 eine ,zeitspanne1 in der die ,bevlkerung ,preuens sich um etwa #be ,proz4 vermehrte4 ,die ,zahlen zeigen nur die versteuerten ,vermgen1 nicht die wirklichen1 die ja hher sind1 weil bei der ,steuer alle mglichen ,abzge gemacht werden4 ,es haben sich nun in dieser ,periode vermehrt die versteuerten ,vermgen der ,gruppe von #fjjj bis #cbjjj ,mk4 von #gfgjjj auf rund #abjjjjj1 die ,gruppe #cbjjj bis #ajjjjj ,mk4 von #bhdjjj auf #daijjj1 die ,gruppe #ajjjjj bis #ejjjjj ,mk4 von #hgjjj auf #acfjii und die ,gruppe ber #ejjjjj ,mk4 -- die ,mark immer in ,goldwert -- von #aefjj auf rund #bcjjj4 berall findet man also eine ,vermehrung4 ,die ,pyramide hat sich nicht in der ,richtung des ,flaschenhalses entwickelt1 sondern ziemlich gleichmig in allen ,schichten4 ,das ,proletariat ist sehr stark gewachsen1 die ,mittelschichten aber auch und ebenso die ,oberschicht4 ,der ,reichtum der ,gesellschaft hat gewaltig zugenommen1 aber an ihm haben nicht nur die ganz ,reichen1 sondern alle ,schichten der ,besitzenden teilgenommen4 ,wenn die ,entwicklung1 wie man sie sich frher vorgestellt hatte1 wie sie nicht nur ,marx und ,rodbertus1 sondern auch ,lassalle und alle anderen ,sozialisten angenommen hatten1 nicht eingetreten ist1 so ist damit die sozialistische ,bewegung noch nicht als berflssig nachgewiesen4 ,was sich vollzogen hat1 ist1 da die ,spannung zwischen den groen ,einkommen und dem ,einkommen der ,volksmasse bedeutend zugenommen hat1 und darauf kommt es an4 ,die ,pyramide der ,einkommen und ,vermgen entwickelt sich nicht im ,sinne des ,flaschenhalses1 sondern etwa im ,sinne einer umgekehrten ,ziehharmonika4 ,man nehme an1 eine ,ziehharmonika werde auf die ,seite gestellt und so beschwert1 da sie sich unten nur langsam heben kann1 whrend eine andere ,kraft sie nach oben zieht4 ,dann wird die ,spannung zwischen der beschwerten ,masse unten und den oberen ,teilen immer grer werden1 und das sehen wir tatschlich in dem ,verhltnis der zunehmenden ,zahl der ,reichen und ihrem wachsenden ,luxus zu dem1 der ,masse nach am strksten wachsenden ,heer derjenigen1 die sozial in ihren ,diensten stehen4 ,die ,vermehrung der ,arbeiter und unteren ,angestellten bertrifft der absoluten ,zahl nach die aller anderen ,klassen zusammen um ein ,vielfaches4 ,wir sehen daran1 da die ,entwicklung keineswegs als eine so gesunde bezeichnet werden kann1 wie sie von ,leuten hingestellt worden ist1 die aus der ,zunahme aller ,schichten der ,besitzenden nun eine vollstndige ,rechtfertigung der ganzen sozialen ,entwicklung unter dem ,kapitalismus herleiten4 ,nur eins ist unbestreitbar3 der ,kapitalismus hat den ,reichtum der ,gesellschaft ganz ungemein gesteigert2 aber die ,verteilung des ,reichtums hat nicht in jeder ,hinsicht die ,entwicklung genommen1 die die ,sozialisten frher voraussetzten1 sondern sie hat teilweise andere ,bahnen eingeschlagen4 ,damit haben sich die ,probleme1 vor die der ,sozialismus gestellt ist1 allerdings verndert1 und die ,feststellung und ,erkennung dieser ,tatsache sowie die ,frage1 welche ,folgerungen aus ihr zu ziehen waren1 haben lange ,zeit ein gewaltiges ,streitobjekt theoretischer und praktischer ,art unter ,sozialisten gebildet4 ,man knnte nun die ,frage erheben3 ,wie lt sich das ,verbleiben der ,mittelschichten vereinbaren mit der ,konzentration der ,betriebe unter dem ,kapitalismus8 ,der ,kapitalismus fhrt doch immer mehr zur ,konzentrierung der ,betriebe1 immer mehr zur ,groproduktion und ,maschinenproduktion in der ,gesellschaft4 ,wenn die kleinen und mittleren ,betriebe zwar der ,zahl nach fast unbeschrnkt geblieben sind1 so haben doch die ,grobetriebe gewaltig zugenommen1 nicht nur an ,zahl1 sondern namentlich auch in der ,masse der von ihnen beschftigten ,personen4 ,und wie lt sich jene ,entwicklung der ,reichtumsverteilung damit vereinbaren8 ,sie erhlt zum ,teil ihre ,erklrung durch die ,beweglichkeit des modernen ,kapitals1 die ,beweglichkeit1 die das ,kapital erhalten hat vermittelst der groen ,ausbreitung der verschiedenartigen ,formen von ,genossenschaften1 zu denen ja grundstzlich ebenfalls die ,aktiengesellschaften gerechnet werden mssen1 wie sehr sie auch rechtlich und in ihrer ,struktur von anderen ,genossenschaften abweichen4 ,die ,form der ,genossenschaft1 des ,kollektivkapitals1 ermglicht es einer ganzen ,reihe von ,schichten der ,bevlkerung1 sich am ,bestand zu erhalten1 die unrettbar htten verschwinden mssen1 wenn bei jeder ,unternehmung immer nur eine ,einzelperson oder eine ganz kleine ,personengruppe ,eigentmer htte sein knnen4 ,in ,deutschland gab es im ,jahre #aiji -- das ist die letzte ,zahl1 die das ,reichsstatistische ,jahrbuch hierber angibt -- #ebbb ,aktiengesellschaften mit einem ,aktienkapital von rund #ad ,milliarden ,goldmark und #fbf ,millionen ,mark ,vorzugsaktien4 ,daneben gab es ,genossenschaften und ,gesellschaften mit beschrnkter ,haftung in einer ,zahl von #afejj mit #c #a_/b ,milliarden ,genossenschaftskapital4 ,des weiteren eine groe ,zahl eingetragener ,genossenschaften1 wozu dann noch kommt ein ganz gewaltiges ,kapital von ,obligationen der ,aktiengesellschaften1 das auch viele ,milliarden ausmacht1 und das ganz gewaltig zugenommen hat1 nicht nur infolge der industriellen ,entwicklung1 sondern auch der militrischen ,entwicklung1 der steigenden ,rstungen usw41 und nicht zuletzt die so stark angewachsenen ,staatsanleihen4 ,durch alles das ist die ,zahl der ,inhaber von ,anteilen an den ,ertrgen der ,volkswirtschaft ungeheuer gestiegen4 ,wenn ,lassalle von den ,arbeiterbataillonen sprach1 so kann man heute kaum noch blo von ,aktionrbataillonen sprechen1 sondern mu schon von ,armeekorps reden1 unter die sich die ,aktien der ,industrie verteilt haben4 ,die ,unternehmung selbst ist rtlich gebunden1 aber die ,aktie1 das ,kapital1 wird immer beweglicher und kann von ,hand zu ,hand oder auch von ,land zu ,land gehen4 ,das zeigt sich sogar beim ,grund und ,boden1 wo die ,beweglichkeit des ,eigentums ermglicht wird in erster ,reihe durch die ,hypotheken1 die unschwer ihre ,besitzer ndern und geteilt werden knnen4 ,allein die ,hypothek hat die volle ,beweglichkeit nicht1 diese hat jedoch der ,pfandbrief gebracht4 ,es entstanden die ,hypothekengesellschaften1 die ,hypotheken aufsammeln und fr sie ,pfandbriefe ausgeben1 die nun1 wie das ,anleihepapier1 jeden ,tag den ,inhaber wechseln knnen4 ,auf diese ,weise konnte eine ungeheure ,verteilung des ,vermgens stattfinden1 das in ,grund und ,boden angelegt war4 ,die groe ,zunahme der ,zahl der ,aktionre ist brigens vom ,standpunkte des ,sozialisten aus eine keineswegs erfreuliche ,erscheinung4 ,als erfreulich kann sie nur betrachtet werden von ,anhngern des ,kapitalismus1 weil damit eine viel grere ,zahl von ,menschen an dessen ,bestand interessiert werden1 als es sonst der ,fall wre4 ,sie erklrt eine ganze ,reihe sozialer und politischer ,erscheinungen4 ,in ,england sind die ,brauereien auerordentlich konzentriert1 aber das ,brauereikapital ist ,aktienkapital1 und die ,zahl der beteiligten ,aktionre geht in sehr viele ,tausende4 ,das ,braugewerbe ist nun in ,england in hohem ,grade ein politisches ,gewerbe4 ,bis in die ,mitte etwa der siebziger ,jahre des vorigen ,jahrhunderts waren die ,brauer liberal1 was in ,england auch demokratisch bedeutete4 ,sie waren freihndlerisch1 weil sie interessiert waren an der freien ,einfuhr der ,gerste4 ,es gibt in ,england eine groe ,tageszeitung1 die auf den ,straen nicht verkauft wird1 die aber doch eine ansehnliche ,verbreitung hat1 den ,morning ,advertiser4 ,das ist das ,blatt des ,braugewerbes1 das in allen ,schankstellen ausliegt4 ,am ,bier sind natrlich die ,trinker auch interessiert4 ,die ganze politische ,stellung des ,braugewerbes hat sich nun dadurch gendert1 da die liberale ,partei anfing1 die ,temperenz- und ,migkeitsbewegung nachhaltig zu untersttzen4 ,das brachte die ,brauereien in ,gegensatz zur liberalen ,partei4 ,je mehr diese sich radikalisierte und fr die ,erleichterung von ,verboten und ,einschrnkungen der ,schanksttten eintrat1 um so mehr hat sich der ,gegensatz verschrft1 und so ward in ,england das ,braugewerbe mit seinem ganzen ,anhang nicht nur von ,trinkern1 sondern auch ,aktionren konservativ1 und das erklrt wiederum die zeitweilig so bedeutende ,strkung der konservativen ,partei in ,england4 ,damit in ,verbindung steht das ,interesse der ,wettrennen1 da die meisten ,wetten in den ,schanksttten abgeschlossen werden4 ,auch das hat eine ganz erhebliche soziale und politische ,rckwirkung4 ,die ungeheure ,verbreitung des ,brauereikapitals und die ,beteiligung des groen ,publikums an sonstigen ,interessen der ,brauereien wirken hier politisch4 ,die ,beweglichkeit des modernen ,kapitals ist also auerordentlich gestiegen4 ,beweglicheres als den ,pfandbrief kann man sich kaum vorstellen4 ,man kann ihn um #a ,uhr an einer beliebigen ,brse kaufen1 und um #a_/b #b ,uhr kann er schon wieder verkauft sein4 ,ebenso jede ,industrie- usw4 ,aktie4 ,diese ungeheure ,beweglichkeit des ,kapitals hat wieder dazu beigetragen1 den ,zug zur ,stadt zu verstrken4 ,der nicht arbeitende ,kapitalist1 ob er nun sein ,einkommen von der ,landwirtschaft1 vom ,handel oder der ,industrie zieht1 kann jetzt in der ,stadt wohnen4 ,wir haben das vor dem ,kriege beobachten knnen1 z4 ,b4 an den ,steuerquoten4 ,in den ,orten der ,berg- und ,industriebezirke des ,rheinlandes war der lokale ,einkommensteuerzuschlag auf die ,staatseinkommensteuer #bjj bis ber #cjj ,proz41 aber hier in ,berlin1 wo ein groer ,teil der ,leute lebt1 die ihr ,einkommen aus jenen ,produktionszweigen ziehen1 ging man lange ,zeit nicht ber einen ,zuschlag von #ajj ,proz4 ,wir haben z4 ,b4 in meiner ,gemeinde ,schneberg lange darum kmpfen mssen1 um endlich einmal die ,mehrheit der ,gemeindevertretung zu einer ,erhhung des ,zuschlages um #aj ,proz4 auf #aaj ,proz4 zu bewegen4 ,in den ,industriebezirken aber betrugen die ,zuschlge #bjj bis #cjj ,proz41 weil die ,aktionre1 an die der ,reinertrag der ,produktion ging1 eben dort nicht wohnten4 ,die ,industriebezirke hatten die ,last fr die groe ,arbeiterbevlkerung zu tragen1 whrend das ,kapital sich aus ihnen entfernte4 hnliches konnte man brigens auch in der sozialen ,gliederung ,gro-,berlins beobachten1 wo die ,inhaber und ,aktionre groer ,industrieunternehmungen in den ,villenvororten wohnten1 whrend die ,arbeiter dieser ,unternehmungen in den ,industriequartieren und deren ,umgebung hausten4 ,auf die verschiedenste ,weise wuchsen so die ,stdte in ,deutschland4 ,im ,jahre #ahfg wohnten in ,deutschland noch #b_/c der ,bevlkerung1 #ff1g ,proz41 auf dem ,lande1 d4 h4 in den kleinen ,gemeinden bis #bjjj ,einwohner4 ,an der ,jahrhundertwende waren es nur noch #e_/aa1 rund #de ,proz42 im ,jahre #aiaj war der ,prozentsatz auf #dj gefallen1 und es ist gar kein ,zweifel1 da wir bis zum ,vorabend des ,krieges noch weiter heruntergegangen waren4 ,das ,land entvlkerte sich immer mehr und die ,stdte wuchsen4 ,von #fe ,millionen ,einwohnern1 die ,deutschland #aiaj hatte1 wohnten nur noch #bf ,millionen in den ,gemeinden unter #bjjj ,einwohnern4 ,dadurch wurde jene berwiegende ,stadtkultur herbeigefhrt1 die1 wie schon erwhnt1 ein wichtiges ,moment mit zur ,verschrfung der sogenannten ,agrarfrage gewesen ist4 ,mit dieser ,entwicklung fast parallel ging die ,steigerung des deutschen ,auenhandels4 ,deutschland war ,industriestaat geworden1 und das ,charakteristische des ,industriestaates ist1 da er eine groe ,ausfuhr von ,fertigfabrikaten hat bei einer ziemlich groen ,einfuhr von ,rohstoffen und ,nahrungsmitteln4 ,in ,deutschland ist die ,einfuhr von ,nahrungsmitteln nicht so gro gewesen wie in ,england1 wo die ,produktion von ,getreide im #ai4 ,jahrhundert auerordentlich zurckgegangen ist1 so da es kaum den sechsten ,teil seines ,brotbedarfs selbst herstellte4 ,dies namentlich infolge seiner ungeheuren kolonialen ,entwicklung1 wobei man zu den englischen ,kolonien im wirtschaftlichen ,sinne der ,bevlkerungsgliederung im ,grunde auch die ,vereinigten ,staaten von ,amerika rechnen mu1 wenngleich diese politisch vllig unabhngig sind4 ,haben sie doch jahrzehntelang einen immer greren ,prozentsatz der englischen ,bevlkerung aufgenommen4 ,von #ahdh bis ,mitte #ahhe sind aus ,england ber #f ,millionen ,menschen ausgewandert1 und der weitaus grere ,teil davon zog in die ,vereinigten ,staaten4 ,diese ,riesenauswanderung erklrt manche ,erscheinungen1 die vielen ,leuten lange ,zeit unerklrlich dnkten4 ,england hatte in der ersten ,hlfte des neunzehnten ,jahrhunderts eine gewaltige ,arbeiterbewegung1 die ,chartistenbewegung1 die einen geradezu revolutionren ,charakter trug4 ,allmhlich aber nimmt das ab1 und als in ,deutschland die sozialistische ,bewegung schon ziemlich stark war1 war in ,england von einer solchen fast gar nichts mehr vorhanden4 ,man hat dafr eine ganze ,reihe ,erklrungen angegeben4 ,ein ,faktor liegt darin1 da die groe ,niederlage des ,chartismus entmutigend gewirkt hatte1 und ferner dmpfte den revolutionren ,drang ein gewisses ,entgegenkommen der brgerlich-liberalen ,parteien4 ,aber auch die ,gewerkschaftsbewegung der ,arbeiter nahm einen schlfrigen1 fast vllig bureaukratischen ,charakter an4 ,meines ,erachtens hat dazu auch jene groe ,auswanderung beigetragen4 ,im allgemeinen wandern die geistig regsten ,naturen aus1 die darum noch nicht immer die besten ,menschen sind4 ,wenn nun ein ,land einen so groen ,prozentsatz seiner regsten ,elemente verliert1 so kann das nur die ,rckwirkung haben1 da bei den ,zurckbleibenden die schlfrigen1 indifferenten oder wenigstens nachgiebigen ,elemente berwiegen1 und so verursachte die groe ,auswanderung ,englands auch jene nderung im ,charakter seiner ,arbeiterbewegung4 ,deutschland hatte bei einer viel zahlreicheren ,bevlkerung eine erheblich geringere ,auswanderung als ,england4 ,um so mehr entwickelte sich in den letzten ,jahrzehnten sein ,auenhandel4 ,es belief sich im ,jahre #aiac1 das letzte ,jahr1 fr das wir eine vom ,kriege unbeeinflute ,statistik haben1 der ,wert seiner ,einfuhr an ,rohstoffen auf #c #a_/b ,milliarden1 seine ,nettoeinfuhr an halbfertigen ,fabrikaten auf #hf ,millionen1 an lebenden ,tieren auf #bhj ,millionen1 an ,nahrungsmitteln auf nahezu #a1h ,milliarden1 zusammen #e1f ,milliarden ,mark ,goldwhrung4 ,dagegen betrug der ,goldwert seiner ,nettoausfuhr von fertigen ,waren #d1h ,milliarden4 ,das ist das ,bild des vorgeschrittenen ,industriestaates1 der ,fertigfabrikate ausfhrt1 in denen am meisten hhere menschliche ,arbeit steckt1 und dafr ,rohstoffe1 landwirtschaftliche ,produkte und ,halbfabrikate einfhrt1 bei denen die menschliche ,arbeit eine verhltnismig geringere ,rolle spielt4 ,was nun die auf dem ,boden der kapitalistischen ,konkurrenzwirtschaft erwachsenden groen ,geschftskrisen anbetrifft1 so zeigte sich die erste davon in ,england1 dem ,heimatland der modernen ,groindustrie1 im ,jahre #ahbe1 zehn ,jahre nach ,abschlu der napoleonischen ,kriege4 ,die ,wiederherstellung des allgemeinen ,friedens in ,europa hatte zunchst eine ungeheure ,steigerung der ,produktion und damit verbundene ,prosperitt zur ,folge1 die nahezu zehn ,jahre anhielt1 dann aber in eine groe ,krisis auslief1 whrend der das ,geschft fast vollstndig stagnierte4 ,solche allgemeinen ,krisen wiederholten sich von da ab ziemlich alle zehn ,jahre1 und es erstanden verschiedene ,theorien ber ihre ,natur1 ihre ,ursachen und ihre ,zukunft1 ,theorien1 die bald auch in der sozialistischen ,welt zu lebhaften ,diskussionen fhrten4 ,hinsichtlich der ,erklrung der ,krisen stritten lange ,zeit zwei ,auffassungen3 die eine leitete sie ab von der berproduktion1 die andere von der ,unterkonsumtion1 was durchaus nicht das gleiche ist4 ,die ,unterkonsumtion wurde damit erklrt1 da man sagte1 es ward viel mehr produziert als die ,bevlkerung gem ihrer ,zusammensetzung in der ,lage war zu kaufen und daher auch nicht konsumierte4 ,man ging dabei von der ,idee aus1 erstens1 da die sozialen ,mittelschichten verschwinden -- die berhmte ,flaschenhalstheorie --1 und zweitens1 da die ,lage der ,unterschicht1 der arbeitenden ,klasse infolge ihrer wachsenden ,zunahme sich bestndig verschlechtere1 ihre ,vermehrung also zur ,verelendung fhre4 ,so knne die ,kaufkraft mit der ,entwicklung der ,produktion nicht ,schritt halten und stellten sich von ,zeit zu ,zeit ,krisen ein1 die sich von ,epoche zu ,epoche immer mehr verstrkten4 ,die ,theorie der berproduktion hat zum ,teil dasselbe ,bild des ,kreislaufs des allgemeinen ,geschftsganges zur ,grundlage wie die ,theorie der ,unterkonsumtion1 nmlich eine ,periode mit gutem ,geschftsgang1 die in eine solche mit fieberhaft erhhter ,produktion ausluft1 die ,lager berfllen sich1 ,geldknappheit tritt ein1 und ,zwangsverkufe fhren zu einem ,geschftskrach1 an den eine ,zeit der ,stagnation1 des allgemeinen ,stillstands sich anschliet4 ,dann erholt sich das ,geschft allmhlich1 und der geschilderte ,kreislauf wiederholt sich auf erweiterter ,grundlage4 ,sie sagt aber auch1 da infolge der ,anarchie der freien ,konkurrenz auf dem ,wirtschaftsmarkt tatschlich berproduziert wird1 nicht etwa blo im ,verhltnis zur ,kaufkraft1 sondern auf den verschiedensten ,gebieten ber den wirklichen ,bedarf hinaus4 ,zum ,beispiel mehr ,rohstoffe und ,halbfabrikate1 als die vorhandenen ,fabriken verarbeiten knnen4 ,solcher ,anarchie gegenber ist die ,geschftskrise ein ,mittel zeitweiliger ,heilung4 ,eine andere ,krisentheorie ist die des englischen ,philosophen und ,sozialkonomen ,stanley ,jevons4 ,sie bringt die ,krisen in urschlichen ,zusammenhang mit dem ,auftreten der ,sonnenflecken1 das sich alle zehn bis elf ,jahre wiederholt und das auf die ,gestaltung der ,ernten ungnstig einwirkt1 was bei der groen ,bedeutung der ,ertrge der ,landwirtschaft1 d4 h4 der ,preise ihrer ,produkte fr das ,wirtschaftsleben1 die ,kaufkraft fr ,industrieprodukte verringert4 ,die ,theorie hat das sozialistische ,denken wenig beeinflut1 obwohl man zugeben mu1 da die ,entwicklung der ,landwirtschaft bei den ,krisen ein groes ,wort mitzusprechen hat4 ,bleiben wir daher bei den beiden vorerwhnten ,theorien1 von denen wir gesehen haben1 da ihr ,streit die ,tatsache und ihren urschlichen ,zusammenhang mit der kapitalistischen ,produktions- und ,wirtschaftsordnung unbezweifelt lt4 ,auf ,grund von bestimmten ,stzen in ,karl ,marx' ,kapital befestigte sich in sozialistischen ,kreisen die ,anschauung1 da eine gleichfrmige ,wiederholung der ,krisen nach zehn ,jahren der zunehmenden ,produktionshhe und ,wirtschaftsanarchie widerspreche1 sondern da vielmehr der ,zyklus allmhlich immer krzer werden wrde4 ,dem ,wesen der kapitalistischen ,jagd um den ,markt bei steigender ,produktivitt entspreche es1 da die ,entwicklung sich vollziehe in ,form einer ,spirale1 die immer enger wird1 da also die ,krisen sich zeitlich hufen und immer greren ,umfang annehmen4 ,in der ,zeit1 wo die sozialistische ,bewegung einen besonderen ,aufschwung in ,deutschland nahm1 in den siebziger ,jahren des vorigen ,jahrhunderts1 schien diese ,anschauung sich vollstndig zu besttigen4 ,nach dem ,deutsch-,franzsischen ,kriege trat in ,deutschland zunchst eine ungeheure ,prosperitt ein1 die aber ziemlich schnell ein jhes ,ende nahm4 ,schon in den ,jahren #ahgc_/gd stellte sich ein groer ,brsenkrach ein1 und ihm folgte ein ungeheurer ,stillstand der ,geschfte1 der sich bis in die achtziger ,jahre hinzog4 ,in der ,arbeiterwelt sah man eine groe ,verelendung vor sich und folgerte daraus auf den ,bankrott der kapitalistischen ,wirtschaft4 ,die marxistische ,auffassungsweise drngte alle frheren sozialistischen ,theorien zurck1 und sehr stark wuchs die ,meinung1 da man vor einem vlligen ,zusammenbruch der brgerlichen ,gesellschaft stehe4 ,dieser ,zusammenbruch ist aber nicht eingetreten1 sondern es stellte sich etwas anderes ein4 ,von ,beginn der neunziger ,jahre ab beginnt eine ,prosperittsperiode1 die viel lnger andauerte als die frheren ,prosperittsperioden1 und der lange ,zeit keine grere ,stagnation folgte4 ,brgerliche konomen und auch ,sozialisten sahen sich zu der ,frage veranlat1 wie diese ,erscheinung zu erklren und was aus ihr zu folgern sei4 ,vielfach erkannte man1 da die ,ursache in der ungeahnten ,entwicklung des ,transportwesens und der ,weltwirtschaft liege1 die eine gewaltige ,erweiterung der ,mrkte bei groer ,verbesserung des ,nachrichtenwesens und der ,handelsstatistik herbeigefhrt habe4 ,die ,geschfte konnten besser bersehen werden4 ,ferner vollzog sich eine starke ,organisation des ,kapitals bzw4 der ,unternehmer in ,kartellen und ,syndikaten1 die es ermglichte1 gewisse ,wirkungen der ,krisen abzuwehren1 indem man die ,produktion selbst teilweise einschrnkte1 um so dem ungeheuren ,miverhltnis zwischen ,produktion und ,absatz gewisse ,grenzen zu ziehen4 ,ich selbst folgerte damals aus diesen und noch einigen anderen ,erscheinungen1 da wir mit ,krisen1 wie sie sich vorher gezeigt hatten1 wohl kaum in absehbarer ,zeit zu rechnen haben wrden1 und habe das in einer ,schrift1 die ein gewisses ,aufsehen machte1 ausgesprochen4 ,es hat mir allerhand ,entgegnungen eingetragen1 darunter ganz besonders vom konomieprofessor ,ludwig ,pohle4 ,meine ,schrift war #ahii erschienen1 und schon #aijj stellte sich eine neue ,geschftskrisis ein4 ,das hielt mir ,pohle triumphierend entgegen4 ,aber ,tatsache ist1 da jene ,krise berraschend schnell ein ,ende nahm und schon #aijb sich eine ,erholung einstellte1 die sehr lange andauerte1 nmlich bis #aijf_/jg1 wo wieder ein ,geschftsdruck eintrat1 der aber gleichfalls nur kurz war1 und dem dann bis zum ,weltkriege keine grere ,depression gefolgt ist4 ,in der ,tat ist also durch die ,organisationen des ,kapitals und eine ganze ,reihe verwandter ,ursachen der ,umstand eingetreten1 da die ,krisen der frheren ,jahre sich nicht wiederholt haben4 ,krisenmomente und -faktoren sind ja immer da1 aber auch ,gegenkrfte1 die zur ,zeit1 als ,karl ,marx schrieb1 noch nicht zu bersehen waren4 brigens hat bis zu einem gewissen ,grade zur ,milderung der ,krisen auch beigetragen die gewaltige ,steigerung der ,rstungen1 die in steigendem ,mae ,arbeiter beschftigten4 ,der ,hinweis auf die ,tendenz der ,abschwchung der ,krisen ist aber durchaus nicht als ,verteidigung der kapitalistischen ,wirtschaft aufzufassen4 ,da die ,organisation des ,kapitals bedeutende ,nachteile hatte1 habe ich wie andere nicht verfehlt hervorzuheben1 und das mu auch hier geschehen4 ,die ,krisen1 wie sie vordem waren1 hatten die eine gute ,wirkung1 da das ,bedrfnis der ,entlastung des ,marktes durch ,verbilligung der ,gter nicht aufgehoben1 sondern gesteigert wurde1 und damit auch die ,rcksicht auf den ,konsum der ,massen zu ihrem ,rechte kam4 ,die ,krisen konnten -- wie etwa das ,fieber von den rzten -- betrachtet werden als eine ,art ,reaktion des ,wirtschaftskrpers zur berwindung schdlicher ,faktoren4 ,das war bertrieben optimistisch1 aber ein ,stck ,wahrheit steckte doch darin4 ,wenn sich nun das ,unternehmerkapital organisiert und die ,krisen mindert1 geschieht es zu dem ,zwecke1 durch ,koalitionen die ,preise hochzuhalten4 ,dadurch wird ein ,hauptmoment der ,verteidigung der kapitalistischen ,wirtschaft1 nmlich die ihr nachgerhmte stndige ,verbilligung der ,produkte und dadurch die ,erweiterung des ,konsums der groen ,masse der ,bevlkerung1 beeintrchtigt oder aufgehoben4 ,man kann daher dieses kapitalistische ,gegenmittel doch nur als von sehr bedingtem ,nutzen betrachten und nicht als ,mittel zu vlliger ,heilung von den ,schden1 die die kapitalistische ,wirtschaft im ,gefolge hat4 ,es hebt die ,steigerung des ,wohlstandes der arbeitenden ,klassen in auerordentlichem ,mae wieder auf4 ,nun haben wir allerdings ,gegenaktionen der ,arbeiter selbst in den ,arbeiterorganisationen1 ,lohnkmpfen usw41 die auch manches dazu beigetragen haben1 die ,rckwirkung des ,druckes des ,kapitals auf die ,lage der ,massen und die ,herrschaft des ,kapitals ber die ,produktion aufzuhalten4 ,zu erwhnen ist hierbei das ,wachstum der ,ansprche der ,arbeiter4 ,man kann es natrlich je nach den verschiedenen ,standpunkten sehr verschieden auffassen4 ,der ,sozialist wird diese ,steigerung der ,ansprche fr sehr wnschenswert halten4 ,er wird gegebenenfalls nur daran ,ansto nehmen1 da die erhhten ,einnahmen der ,arbeiter falsch verwendet werden4 ,vergesse man aber folgendes nicht4 ,der ,arbeiter1 der lange ,arbeitszeit hat1 kann1 wenn die ,lhne steigen1 nicht so schnell seine ,lebensweise ndern1 er wird daher den in guter ,konjunktur erlangten ,mehrverdienst in der ,tat zum ,teil vergeuden4 ,dazu1 da er ihn besser verwendet1 gehrt ein regelmiges ,steigen1 nicht ein ,auf- und ,absteigen und ,sinken nach der ,konjunktur4 ,abgesehen von der ,berechtigung der ,arbeiter1 ihre ,ansprche zu erhhen1 darf auch ein ,zweites nicht vergessen werden1 nmlich1 da mit dem ,steigen des ,reichtums der brgerlichen ,gesellschaft allmhlich auch dem ,arbeiter die ,lebensansprche von selbst sich erhhen4 ,er lebt doch in der ,gesellschaft1 sieht1 was dort vorgeht1 und mu sich der allgemeinen ,entwicklung der ,lebensgewohnheiten anpassen4 ,gewisse ,wohnungen1 mit denen er sich frher begngte1 werden nicht mehr hergestellt1 weil die hygienischen ,ansprche gesteigert sind1 und auch die ,wohnungspolizei andere ,grundstze aufstellt4 ,die sozialen ,ansprche an den ,arbeiter erhhen sich1 und er mu sie auch erhhen4 ,das ist einer der ,faktoren des stndigen ,kampfes um die ,lhne1 und das fhrt uns hinber zum ,thema von den ,klassenkmpfen in der modernen ,gesellschaft4 ,vorher mchte ich jedoch noch einiges sagen ber die ,rckwirkungen des ,krieges und der ,revolution auf die ,wirtschaftsentwicklung4 ,im ganzen wre es voreilig1 hier prophezeien zu wollen1 weil die ,rckwirkung sich im ganzen noch gar nicht bersehen lt angesichts der vollstndigen ,ungeordnetheit der ,verhltnisse1 die sich eingestellt haben4 ,wir bersehen noch nicht vollstndig die wirtschaftlichen ,rckwirkungen der groen ,gegenstze zwischen den ,nationen und die groen ,verschiebungen innerhalb der ,klassen4 ,wir haben noch keine ,statistik darber1 ob die ,entwicklung der ,klassen1 die oben vorgefhrt wurde1 in der ,weise anhlt1 wie wir das im letzten ,jahrzehnt vor dem ,kriege gesehen haben4 ,wir knnen noch nicht bersehen1 ob wir noch weiterhin etwa jene ,zunahme der mittleren ,einkommenschichten haben werden1 die vor dem ,kriege zu verzeichnen war4 ,es fehlt uns eine ,statistik ber die gegenwrtige ,strke der ,klassen4 ,wie sie sich in ,deutschland gestalten wird1 ist ganz besonders deshalb schwer zu sagen1 weil seine ,industrie mit unberechenbaren ,schwierigkeiten zu rechnen hat4 ,deutschlands ,absatzmglichkeiten in der ,welt haben sehr abgenommen1 ,deutschlands sachliche ,produktionskosten haben sich ungemein gesteigert4 ,es mu seine ,rohstoffe1 ,erze usw4 jetzt zum groen ,teile aus ,lndern mit hoher ,valuta kaufen1 und daher entsteht die groe ,frage1 ob die ,industrie noch weiter die ,stellung in der ,weltwirtschaft einnehmen kann1 die sie vor dem ,kriege eingenommen hat4 ,im allgemeinen wird wohl die ,tendenz dahin gehen1 da wir eine ,zunahme der ,beschftigung in der ,landwirtschaft haben werden1 das heit eine relative ,vermehrung der landwirtschaftlichen ,bevlkerung1 weil ,deutschland nicht die ,mittel hat1 die ,nahrungs- und ,genumittel in dem frheren groen ,umfange aus dem ,auslande zu kaufen4 ,ein groer ,teil der deutschen ,sozialpolitik wird jetzt darauf gerichtet sein1 mehr ,bevlkerung aufs ,land zu bringen1 als vom ,lande in die ,industrie und die ,stdte abfliet1 eine ,frage1 an die sich eine ganze ,reihe von ,problemen des ,sozialismus knpfen4 ,das bloe ,herausgehen der ,arbeiter auf das ,land wrde unter den bisherigen ,verhltnissen tatschlich eine ,herabsetzung ihres konomischen1 sozialen und kulturellen ,hhenstandes bedeuten4 ,es mssen daher ,manahmen getroffen werden1 diese ,wirkung zu verhten4 ,eine andere ,erscheinung von ,bedeutung ist die ungeheure ,expropriation von ,angehrigen der ,mittelklassen durch den ,sturz der ,valuta4 ,hunderttausende von ,kleinrentnern sind durch ihn vollstndig proletarisiert worden4 ,in welchem ,umfange nun andere ,klassen und ,schichten durch ihn hochgekommen sind1 das knnen wir gleichfalls noch nicht bersehen4 ,diese ,dinge sind aber bedeutungsvoll fr die ,verschiebung der politischen ,machtverhltnisse in der ,gesellschaft1 und auch das fhrt uns zurck auf die ,frage der ,klassenkmpfe in der modernen ,gesellschaft4 ,sie sind der ,gegenstand des folgenden ,kapitels und leiten ber zu der weiteren ,frage der ,theorien ber den ,staat in den ,reihen der ,sozialisten4 ,fnftes ,kapitel4 ,der ,sozialismus und die ,lehre vom ,klassenkampf4 ,die ,frage des ,klassenkampfes in der brgerlichen ,gesellschaft hat in der ,literatur des ,sozialismus als ,streitgegenstand ,boden gefat auf ,grund der von ,karl ,marx und ,friedrich ,engels in dem ,manifest der ,kommunistischen ,partei niedergelegten ,lehre4 ,dieses ,schriftwerk1 das ,marx und ,engels ,ende #ahdg ausgearbeitet haben und das ,anfang #ahdh erschienen ist1 hat in der ,sozialdemokratie aller ,lnder eine groe ,bedeutung erlangt4 ,es ist in unzhlige ,sprachen bersetzt worden und hat das ,ansehen einer ,art von ,katechismus fr die sozialistische ,bewegung1 ist auch jedenfalls auerordentlich lesenswert --1 schon wegen seiner wunderbar lapidaren ,sprache1 zugleich aber auch wegen des groen ,einflusses1 den es auf das sozialistische ,denken ausgebt hat und noch ausbt4 ,es sei nur daran erinnert1 da die ,bolschewisten1 die sich berall ,kommunisten nennen1 vornehmlich auf diese ,schrift sich berufen4 ,im ,kommunistischen ,manifest nun liest man im ersten ,absatz gleich nach der ,einleitung3 ,die ,geschichte aller bisherigen ,gesellschaft ist die ,geschichte von ,klassenkmpfen4 ,freier und ,sklave1 ,patrizier und ,plebejer1 ,baron und ,leibeigener1 ,zunftbrger und ,gesell1 kurz1 ,unterdrcker und ,unterdrckte standen in stetem ,gegensatz zueinander1 fhrten einen ununterbrochenen1 bald versteckten1 bald offenen ,kampf1 einen ,kampf1 der jedesmal mit einer revolutionren ,umgestaltung der ganzen ,gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen ,untergang der kmpfenden ,klassen4 ,dieser ,satz ist sehr stark angegriffen worden1 was groenteils der ziemlich roh simplizistischen ,auslegung geschuldet ist1 die er in sozialistischen ,reihen gefunden hatte4 ,viele faten ihn so auf1 da die ganze ,geschichte aus einer ,kette von erbitterten ,klassenkmpfen bestehe4 ,solches sagt der ,satz aber nicht4 ,es ist ,marx und ,engels1 diesen guten ,kennern der ,geschichte1 niemals eingefallen1 eine so platte ,behauptung aufzustellen4 ,was sie tatschlich wollten1 war1 die ,tatsache zur ,anschauung zu bringen1 da durch die ganze ,geschichte der ,menschheit -- ,engels hat das spter eingeschrnkt3 mit ,ausnahme der ,urgeschichte -- sich ,klassengegenstze ziehen1 die sich stets frher oder spter zu heftigen ,klassenkmpfen zuspitzen4 ,marx hat denn auch #ahei im ,vorwort zu seiner ,schrift ,zur ,kritik der politischen konomie dem ,gedanken eine mehr wissenschaftliche ,form gegeben4 ,er knpft da an die ,theorie ,saint-,simons an1 da die ,geschichte der ,menschheit sich vollzieht in abwechselnden ,perioden1 eine sogenannte organische ,periode1 wo sich die ,gegenstze einrenken und die ,entwicklung sich verhltnismig regelrecht vollzieht ohne groe ,kmpfe1 und dann eine eigentliche kritische ,periode1 wo es zu ,revolutionen kommt1 und legt in knappen ,stzen das ,wesen dieser ,periodizitt dar4 ,solange ,klassen in der ,gesellschaft bestehen1 bestehen auch ,klassengegenstze1 die wirtschaftliche ,entwicklung erzeugt sie in immer neuen ,formen und treibt sie auf die ,spitze4 ,eine jeweilige ,unterschicht drngt nach oben1 und ist sie stark genug1 um herrschende ,klasse werden zu wollen und zu knnen1 dann tritt die ,periode sozialer ,revolution ein1 die auch wiederum nicht plump genommen werden darf als bloer ,straenkampf4 ,der ganze ,gesellschaftszustand ist vielmehr erschttert1 die sozialen ,kmpfe der ,klassen nehmen grere ,intensitt an1 die herrschenden ,schichten fhlen sich nicht mehr sicher1 und schlielich findet so oder so eine soziale und politische ,umwlzung statt4 ,die ,tatsache lt sich auch gar nicht bestreiten1 dagegen ist gegen den obigen ,satz des ,kommunistischen ,manifests der ,vorwurf des ,plagiats erhoben worden4 ,ein grusinischer ,sozialist ,w4 ,tscherkesow zitiert dafr einen ,spruch des konomen ,adolphe ,blanqui1 ,bruder des ,kommunisten und ,revolutionrs ,auguste ,blanqui4 ,dieser ,adolphe ,blanqui hatte nmlich im ,jahre #ahbe geschrieben3 ,es hat immer nur zwei sich gegenberstehende ,parteien gegeben1 die der ,leute1 die von ihrer ,arbeit leben wollen und die der ,leute1 die von der ,arbeit anderer leben wollen4 ,patrizier und ,plebejer4 ,freie und ,hrige1 ,sklaven und ,freigelassene4 ,welf und ,waibling1 ,rote und ,weie ,rose4 ,kavaliere und ,rundkpfe1 alles sind nur vernderte ,formen derselben ,gattung4 ,dieser ,satz sieht allerdings dem im ,kommunistischen ,manifest niedergelegten ungemein hnlich1 und die ,behauptung1 da ,marx ein ,plagiat ausgebt habe1 konnte einen ,schein von ,berechtigung haben4 ,wenn man aber die zwei ,aussprche nher betrachtet1 wird man doch auf einen gewaltigen ,unterschied stoen4 ,bei ,blanqui werden ganz verschiedenartige ,gegenstze durcheinander geworfen4 ,welfen und ,waiblinge stehen sich ganz anders gegenber als ,proletarier und kapitalistische ,unternehmer4 ,es sind zwei gleichgeartete ,parteien1 die gegeneinander kmpfen1 weil jede ,herrscherin sein will1 die aber keinen sozialen ,gegensatz vertreten4 ,dann ,freie und ,hrige4 ,das ist ein ,unterschied1 aber kein ,klassengegensatz4 ,bei ,marx heit es3 ,freie und ,sklaven4 ,die ,hrigen sind schon nicht mehr ,sklaven4 ,marx schreibt denn auch3 ,baron und ,leibeigener1 worin sich das feudale ,verhltnis scharf ausprgt4 ,er und ,engels beschrnken sich auf ,anreihung wirklich wesensgleicher ,unterschiede4 ,im brigen lagen solche ,gegenberstellungen so sehr im ,geist der damaligen ,epoche1 da es nicht schwer halten wrde1 ,vorgnger auch von ,blanqui zu finden4 ,marx hat niemals behauptet1 seine ,gedanken seien nie vorher von anderen ausgesprochen worden4 ,aber jedenfalls offenbart sich in der marxistischen ,zusammenfassung gegenber der ,blanquischen ein bedeutender ,fortschritt3 eine viel strkere ,przisierung des ,wesens der wirtschaftlichen und sozialen ,gegenstze4 ,dennoch ist auch bei ,marx-,engels an manchem ,kritik zu ben1 auch ihre ,systematik ist nicht ganz fehlerfrei4 ,sie stellen schlechthin ,zunftbrger und ,gesellen gegenber4 ,aber zwischen ,zunftbrger und ,gesellen findet tatschlich jahrhundertelang kein ,klassengegensatz statt4 ,nichts von dem1 was man ber angebliche ,klassenkmpfe zwischen ,zunftbrger und ,gesellen im ,mittelalter liest1 hlt nherer ,prfung stand4 ber die ,gesellenbewegungen des ,mittelalters hat ein sehr wertvolles ,buch ,georg ,schanz geschrieben3 ,die ,geschichte der deutschen ,gesellenverbnde4 ,er teilt da #ec ,urkunden mit1 aber wenn man sie genau ansieht1 so zeigt sich1 da nicht eine davon einen wirklichen ,klassenkampf zwischen ,gesellen und ,zunftmeistern behandelt4 ,bruno ,schnlank spricht in seinem ,buche ,soziale ,kmpfe vor drei ,jahrhunderten bestndig von ,klassenkmpfen1 aber er fhrt nicht einen einzigen wirklichen ,klassenkampf zwischen ,gesellen und ,zunftbrgern vor4 ,einer der berhmteren ,zunftkmpfe der ,gesellen des ,mittelalters war der ,kampf der ,kolmarer ,bckergesellen1 der zehn ,jahre dauerte1 von #adie bis #aeje4 ,worum drehte sich aber dieser ,kampf8 ,um die ,stellung der ,bcker in der ,kirchenprozession4 ,nun ist das damals keine so leicht zu nehmende ,sache gewesen wie es heute erscheint4 ,vor der ,reformation1 in einer ,zeit1 wo die ,kirche noch das ganze brgerlich-soziale ,leben erfllte1 wo die ,prozessionen eine gesellschaftliche ,bedeutung hatten und die soziale ,rangstellung der einzelnen und ,gruppen sich darin ausprgte1 welche ,stelle sie in der ,prozession einnahmen1 in dieser ,zeit hatte ein solcher ,streit eine ganz andere ,bedeutung als heute4 ,aber ein ,klassenkampf war er nicht1 er war mehr ein ,kampf von ,gewerbe gegen andere ,gewerbe4 ,ich habe ziemlich genau verfolgt1 worum die ,gesellen damals kmpften4 ,als ich mich mit der ,geschichte eines bestimmten ,gewerbes beschftigte1 habe ich eine ganze ,reihe von ,urkunden dieses und anderer ,gewerbe durchstudiert1 und niemals bin ich einem ,kampf begegnet1 der ein eigentlicher ,klassenkampf war4 ,es hat sich oft um ,streitigkeiten zwischen ,meistern und ,gesellen gehandelt4 ,streitigkeiten sind aber noch kein ,klassenkampf4 ,oft waren die ,streitigkeiten zwischen ,gesellen und ,meistern hnlich den ,streitigkeiten1 wie wir sie heute etwa zwischen ,studenten und ,professoren haben4 ,die ,studenten haben gegen die ,senate manchmal ,beschwerden und bringen sie in den ,ausschssen zur ,geltung2 aber man wird nicht behaupten wollen1 da solche ,konflikte ,klassenkmpfe seien4 ,das fhrt uns zu der ,frage3 ,was bedeutet berhaupt eine ,klasse8 ,eine ,klasse ist nicht zu verwechseln mit einem ,stand4 ,lange hat solche ,verwechslung stattgefunden1 hat man das eine ,wort fr das andere gebraucht4 ,selbst ein so klarer ,denker und in der ,wahl seiner ,ausdrcke gewhnlich auerordentlich sorgfltiger ,schriftsteller wie ,ferdinand ,lassalle gab seiner berhmten ,schrift1 die spter den ,namen ,das ,arbeiterprogramm erhielt1 den ,titel3 ber den ,zusammenhang der ,idee der gegenwrtigen ,geschichtsperiode mit der ,bedeutung des ,arbeiterstandes4 ,es ist eine wahrhaft klassische ,schrift1 die ich jedem zu lesen empfehle1 der sich mit der ,gedankenwelt des ,sozialismus vertraut machen will1 zumal ,lassalle ein ,meister des ,stils war4 ,einige seiner populren ,schriften sind so vorzglich geschrieben1 da meiner ,ansicht nach es ratsam sein wrde1 ,stcke aus ihnen in die ,schulbcher als ,lehrgegenstand einzufhren1 als ,muster guter1 klarer ,darstellung1 sowie auch als ,gegenstcke gegen die schndliche ,mihandlung1 die die deutsche ,sprache heute in der ,tagesjournalistik erfhrt4 ,lassalle braucht also mit ,bezug auf die ,lohnarbeiter den ,ausdruck ,arbeiterstand4 ,aber schon damals konnte man nicht mehr von einem solchen ,stande sprechen4 ,nach ,stnden gruppiert war die ,gesellschaft im ,mittelalter und ,sptmittelalter4 ,der ,stand ist eine abgegrenzte ,schicht mit besonderen ,rechten1 die gesetzlich geregelt sind4 ,die ,aufnahme in den ,stand ist begrenzt1 er hat seine eigenen ,rechte und ,gesetze4 ,im allgemeinen herrscht im ,stande lange eine starke ,gleichheit der ,lebenslage1 erst nach und nach bilden sich in einzelnen von ihnen grere konomische ,unterschiede1 wie wir sie auch bei den ,kasten in ,indien finden1 die ja nur eine ,verschrfung der ,standeseinteilung sind1 oder vielmehr eine schrfere ,vorstufe4 ,in ,indien kommt es vor1 da eine tieferstehende ,kaste oft sehr reiche ,mitglieder hat und hherstehende ,kasten rmere ,mitglieder4 ,aber selbst die rmsten ,mitglieder der hheren ,kaste fhlen sich entehrt1 wenn sie mit einem noch so reichen ,mitgliede einer unter ihnen stehenden ,kaste an einem ,tische speisen sollen4 ,das war natrlich bei uns im ,mittelalter nicht im gleichen ,mae der ,fall1 aber die ,stnde haben sich doch viel schrfer abgegrenzt als heute die ,klassen1 und jeder einzelne ,beruf1 jede ,zunft bildete einen ,stand4 ,er grenzte sich gegen andere ab und empfand keinerlei ,solidaritt mit anderen ,stnden4 ,dieser ,zunftgeist hat sich bis in den ,anfang des vorigen ,jahrhunderts fortgepflanzt4 ,selbst in meiner ,jugendzeit noch war allgemein zwischen ,schuhmacher- und ,schlossergeselle etwa oder ,tischlergesellen wenig ,solidarittsgefhl vorhanden4 ,in der ,hasenheide zu ,berlin haben sie auf den ,tanzbden ,kmpfe miteinander gefhrt1 die ,tatsache1 da sie gemeinsam einer proletarischen ,klasse angehrten1 haben sie wenig beachtet4 ,sie kannten wohl den ,unterschied von arm und reich1 von ,meister und ,geselle1 aber sie wren erstaunt gewesen1 wenn man ihnen gesagt htte1 da der ,schuhmachergeselle das gleiche sei wie ein ,schlossergeselle2 sie empfanden oft eine strkere ,solidaritt mit ihren ,meistern als mit den ,gesellen eines anderen ,gewerbes4 ,ja1 als die kapitalistische ,produktion anfing sich durchsetzen1 sind die ,gesellen oft ihr gegenber viel konservativer als die ,meister4 ,die ,verfolgung der nicht znftigen ,handwerker -- im ,schneiderberufe nannte man sie ,bnhasen -- und die ,kmpfe gegen die eindringende ,maschine sind von seiten der ,gesellen zum groen ,teile viel heftiger gefhrt worden als von den ,meistern4 ,die ,klasse ist etwas ganz anderes als der ,stand4 ,die ,klasse ist eine soziale ,schicht1 die allerdings auch gebildet wird durch ,gleichartigkeit der ,lebensverhltnisse1 aber sie ist keine durch ,gesetz oder ,satzung und ,berufszugehrigkeit abgegrenzte ,schicht1 sondern sie ist der allgemeinen gesellschaftlichen ,entwicklung unterworfen4 ,die ,klassenbildung geht neben der ,standesentwicklung und spter auch innerhalb des ,standes selber vor sich4 ,die ,klasse sprengt je nachdem den ,stand4 ,die ,linien der ,abgrenzung der ,stnde gehen vertikal1 die der ,unterscheidung der ,klassen horizontal1 d4 h4 nach der ,hhe von ,besitz und ,einkommen4 ,es sei hierfr auf ein anderes ,stck des ,kommunistischen ,manifestes verwiesen4 ,auf ,seite #bd der neuesten deutschen ,ausgabe heit es dort3 ,die aus dem ,untergang der feudalen ,gesellschaft hervorgegangene moderne brgerliche ,gesellschaft hat die ,klassengegenstze nicht aufgehoben4 ,sie hat nur neue ,klassen1 neue ,bedingungen der ,unterdrckung1 neue ,gestaltungen des ,kampfes an die ,stelle der alten gesetzt4 ,das ist natrlich richtig1 das ist eingetreten4 ,die feudale ,gesellschaft ging an einer ganzen ,reihe von ,umstnden zugrunde1 die teils auf die ,entwicklung des ,weltverkehrs1 teils der inneren ,wirtschaftsverhltnisse zurckzufhren sind und die zur ,folge hatten ein starkes ,anwachsen der ,stdte1 deren grere ,bedeutung und ,macht und zugleich eine ,steigerung des zunchst gegen die ,feudalherren gerichteten frstlichen ,absolutismus4 ,es entsteht der absolute ,staat1 und die feudale ,gesellschaft wird gesprengt1 zum ,teil unter ,mitwirkung der staatlichen ,gesetzgebung4 ,das ,kommunistische ,manifest sagt in dem ,absatz ,bourgeoisie und ,proletarier weiterhin3 ,unsere ,epoche1 die ,epoche der ,bourgeoisie1 zeichnet sich jedoch dadurch aus1 da sie die ,klassengegenstze vereinfacht hat4 ,die ganze ,gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei groe feindliche ,lager1 in zwei groe1 einander direkt gegenberstehende ,klassen3 ,bourgeoisie und ,proletariat4 ,das nahmen die ,verfasser des ,manifestes1 das nahmen auch alle ,sozialisten1 die ,schler von ,marx und ,engels waren1 das nahm gleichfalls ,ferdinand ,lassalle an4 ,sie alle folgerten1 da die ,gesellschaft sich vereinfache zu dem groen ,gegensatz3 ,bourgeoisie und ,proletariat1 whrend die in der ,mitte stehenden sozialen ,zwischenschichten verschwinden4 ,in dieser ,annahme steckt auch etwas ,richtiges1 aber sie erschpft die ,sache nicht4 ,es ist eben der groe ,fehler1 den auch die modernen ,kommunisten begehen1 da sie das ,kommunistische ,manifest als das hchste ,produkt des ,marxschen ,geistes magebend sein lassen wollen4 ,aber das ,kommunistische ,manifest ist ein ,produkt der ,frhentwicklung von ,marx und ,engels1 und so bedeutende ,geister die beiden auch schon damals waren1 so mu man ihnen doch das ,recht der ,jugend zuerkennen1 die einer vorschnellen ,verallgemeinerung zuneigt4 ,was sie in ,england vor sich gesehen hatten1 dem ,musterland der kapitalistischen ,wirtschaft1 dem sprachen sie eine ,entwicklung in gerader ,linie zu1 verallgemeinerten und bezogen es auf die ganze moderne ,gesellschaft4 ,zum groen ,teile ist ihre damals gefolgerte ,vorhersage aber nicht eingetroffen4 ,liest man die ,schriften1 die ,marx auf der ,hhe seiner ,entwicklung geschrieben hat1 so findet man eine ganz andere ,sprache4 ,im dritten ,bande seines ,werkes ,das ,kapital1 das freilich die wenigsten gelesen haben -- von den ,schlern ,marx' abgesehen werden es kaum etliche ,hundert gelesen haben --1 unterscheidet ,marx erstens noch einen anderen ,faktor sehr streng1 auf den er in dem ,kommunistischen ,manifest noch gar keinen ,bezug nimmt1 er unterscheidet nmlich ,grundbesitz von ,kapitalbesitz4 ,demgem teilt er nun die ,klassen anders ein4 ,er spricht von den drei groen ,klassen der modernen ,gesellschaft1 die sich durch die ,natur der ,quelle ihres ,einkommens1 nmlich ,arbeitslohn1 ,profit und ,grundrente1 unterscheiden1 und dann von einer ,vielheit der ,schichten innerhalb dieser groen ,klassen4 ,er schreibt im letzten ,die ,klassen berschriebenen ,kapitel3 ,die ,eigentmer von bloer ,arbeitskraft1 die ,eigentmer von ,kapital und die ,grundeigentmer1 deren respektive ,einkommensquellen ,arbeitslohn1 ,profit und ,grundrente sind1 also ,lohnarbeiter1 ,kapitalisten und ,grundeigentmer1 bilden die drei groen ,klassen in der modernen1 auf der kapitalistischen ,produktionsweise beruhenden ,gesellschaft4 ,in ,england ist unstreitig die moderne ,gesellschaft in ihrer konomischen ,gliederung am weitesten1 klassischsten entwickelt4 ,dennoch tritt diese ,klassengliederung selbst hier nicht rein hervor4 ,mittel- und bergangsstufen vertuschen auch hier 7obgleich auf dem ,lande unvergleichlich weniger als in den ,stdten7 berall die ,grenzbestimmungen4 ,man sieht schon hier1 da man nicht damit fertig wird1 einfach zu sprechen von den beiden groen ,klassen ,bourgeoisie und ,proletariat4 ,marx wirft alsdann die ,frage auf3 ,was bildet die ,klassen8 und schreibt1 da hiernach auf den ersten ,blick die ,dieselbigkeit der ,revenuen und ,revenuenquellen sich als magebend zeige4 ,indes wrden1 fhrt er fort1 von diesem ,standpunkte aus z4 ,b4 rzte und ,beamte auch zwei ,klassen bilden1 und dasselbe glte fr die unendliche ,zersplitterung der ,interessen und ,stellungen1 worin die ,teilung der gesellschaftlichen ,arbeit die ,arbeiter wie die ,kapitalisten und ,grundeigentmer -- letztere z4 ,b4 in ,weinbergbesitzer1 ckerbesitzer1 ,waldbesitzer1 ,bergwerksbesitzer1 ,fischereibesitzer -- spaltet6 ,hier bricht das ,manuskript zum dritten ,bande ab4 ,marx ist leider nicht ber die ersten ,stze des fr seine ,theorie so wichtigen ,kapitels hinausgekommen4 ,es mag dahingestellt bleiben1 warum er gerade an ihm so wenig gearbeitet hat4 ,wir knnen nur so viel sagen1 da selbst wenn er dazu gekommen wre1 es zu vollenden1 es fr heute doch unzureichend sein wrde4 ,denn seit der ,zeit1 wo ,marx das ,zitierte geschrieben hat -- seine letzten ,arbeiten am dritten ,bande datieren vom ,anfang der siebziger ,jahre --1 hat die ,entwicklung so vieles an der sozialen ,schichtung gendert1 so viele neue ,erscheinungen gezeitigt1 da das ,bild1 das er zu jener ,zeit geben konnte1 doch heute unvollstndig und vielfach sogar unrichtig sein wrde4 ,was z4 ,b4 bei ihm in der ,wertung noch vollstndig vernachlssigt wird1 ist die ,frage des technischen und kaufmnnischen ,personals in der ,volkswirtschaft4 ,wir wissen1 welche bedeutende ,zunahme diese ,klasse seit dem ,tode von ,marx erfahren hat4 ,wenn heute ein groer ,teil der ,angestellten1 und zwar nicht nur der technischen ,angestellten1 eine starke ,gemeinsamkeit der ,interessen mit den ,arbeitern empfinden1 sich hnlich wie die ,arbeiter organisieren und viele sich ihnen ganz zurechnen1 so hat man lange ,zeit ganz anderes beobachtet1 und es bleibt auch heute noch ein ziemlich starker ,prozentsatz brig von kaufmnnischen und technischen ,angestellten1 die auf ,grund ihrer ,klassenherkunft und ,erziehung sich mehr den ,unternehmern nahefhlen1 ,elemente1 die eine ,zwischenstellung einnehmen und die die brgerlichen ,volkswirtschaftler seinerzeit als den neuen ,mittelstand begrt haben1 der an ,stelle der teilweise verschwundenen ,mittelstandsunternehmer getreten sei4 ,jedenfalls bot die kapitalistische ,gesellschaft in der ,tat am ,vorabend des ,weltkrieges ein anderes ,bild dar1 als ,marx es zu seiner ,zeit vorzeichnen konnte4 ,marx leitet die ,klassenzugehrigkeit1 wie wir gesehen haben1 von der ,natur der ,einkommensquellen ab und gruppiert diese in ,grundrente1 ,profit1 ,lohn4 ,er schweigt vom ,gehalt und rechnet das ,gehalt offenbar dem ,lohn zu4 ,aber das lt die gewaltigen ,unterschiede aus1 die z4 ,b4 bei den ,beamten bestehen1 die doch gleichfalls ,gehalt beziehen4 ,auch die ,schicht der ,beamten hat in der ,neuzeit sehr zugenommen1 sie ist durch die ungeheure ,ausdehnung der ,verwaltung bedeutend vermehrt worden1 und wenn die ,angestellten und ,beamten zeitweise eine ,gemeinsamkeit der ,interessen mit den ,arbeitern empfinden1 so kommt es doch auch zwischen ihnen und jenen zu ,gegenstzlichkeiten der ,interessen4 ,welche bedeutsamen ,unterschiede zwischen den ,grundbesitzern bestehen1 je nachdem es sich um rein landwirtschaftlichen ,grundbesitz1 um ,waldbesitz1 ,weinbergbesitz oder um ,grundbesitz in ,bergbau und ,fischerei handelt1 lt ,marx selbst durchblicken1 und so sehen wir schon1 da die moderne ,gesellschaft keineswegs das ganz einfache ,bild darstellt1 wie es sich dem oberflchlichen ,leser des ,kommunistischen ,manifestes zeigt3 hier ,bourgeoisie1 hier ,proletariat1 und die ,mittelschichten verschwinden4 ,nein1 die ,mittelschichten verschwinden nicht1 aber sie ndern ihren ,charakter4 ,frher fhlte sich vielfach der ,handwerksmeister den ,arbeitern viel nher als den ,grounternehmern1 in denen er geradezu seine ,feinde erblickte1 die ihn durch kapitalistische ,konkurrenz unterdrckten4 ,wir haben dann noch1 was ,marx nicht erwhnt1 die ,lebensfhigkeit des buerlichen ,betriebes erkennen gelernt4 ,auf die ,grnde dieser ,lebensfhigkeit kann hier nicht eingegangen werden1 ihre ,tatsache wird berall durch die ,statistik erwiesen4 ,im allgemeinen kann man sagen1 da der kleinbuerliche ,betrieb beim ,getreidebau dem ,grobesitz gegenber nicht konkurrenzfhig ist1 wo es sich um ebenen ,boden handelt1 der leicht mit der ,maschine bearbeitet werden kann2 da dagegen das ,verhltnis sich ndert bei hgeligem ,boden1 und ebenso ist das ,verhltnis ein anderes bei der ,viehzucht4 ,entscheidend ist hierbei1 da die ,arbeit nicht ein rein physischer ,proze ist1 sondern da sie auch seelische ,momente umschliet1 so da die ,arbeit des ,kleinbauern1 der sein eigenes ,gut bewirtet1 sein eigenes ,vieh zchtet1 einen anderen ,charakter hat als die des ,knechtes auf dem ,gute des ,grobauern und ,grogrundbesitzers4 ,selbst in ,industrie und ,handel haben sich die kleinen und ,mittelbetriebe nicht nur gehalten1 sondern ihre ,zahl noch vermehrt4 ,zwischen allen diesen sozialen ,schichten nun findet in der ,tat ein mehr oder minder intensiver ,klassengegensatz1 ein ,gegensatz der ,interessen statt1 und wo ,gegenstze der ,interessen sind1 da gibt es auch jeweils mehr oder weniger heftige ,kmpfe4 ,wo der ,grogrundbesitz1 namentlich der ,latifundienbesitz1 vorherrscht1 gibt es ,kmpfe der ,bauern mit diesen ,grogrundbesitzern4 ,es bilden sich demokratische ,bauernparteien1 die sich dadurch verkrzt fhlen1 da groe ,teile des ,bodens in den ,hnden der ,grogrundbesitzer sind4 ,in fast allen ,lndern haben da zeitweilig wirkliche ,klassenkmpfe stattgefunden4 ,in ,deutschland liegen diese ,kmpfe lngere ,zeit zurck1 nachdem sich durch die ,bewegung fr ,agrarzlle eine ,interessensolidaritt zwischen einem groen ,teile der ,bauern und den ,grogrundbesitzern eingestellt hatte4 ,groe und kleine ,landwirte haben sich zusammen organisiert zum ,kampf gegen die ,hndler und darber hinaus eigentlich auch gegen die ,verbraucher4 ,sie forderten hohe ,zlle1 um ihre ,produkte nach ihrer ,ansicht preiswert verkaufen zu knnen1 und standen damit im ,gegensatz zu der groen ,masse der ,verbraucher1 die nicht selbst ,produzenten sind4 ,in ,deutschland haben wir ferner eine ,verbindung gehabt zwischen ,industriellen und ,landwirten1 die groe ,koalition fr einen beiden zugute kommenden ,zolltarif4 ,aber die ,bevlkerung besteht in ihrer ,mehrheit aus ,verbrauchern1 die nicht ,unternehmer in der ,produktion sind -- ,produzenten sind die ,arbeiter ja auch1 aber nicht ,unternehmer --1 sondern ,verbraucher1 ebenso sind ,verbraucher die ,lehrer1 ,beamten usw4 ,hier stellt sich ein ,klassenkampf ein1 der sich zwar nicht auf der ,strae abspielt1 sondern in den ,parlamenten und in der ,presse4 ,aber ,kampf bleibt ,kampf4 ,der ,kampf der ,landwirte gegen die ,verbraucher1 der ,verbraucher gegen die ,produzenten1 der ,handwerker gegen ,handel und ,groindustrie1 alles das sind ,klassenkmpfe4 ,diejenigen ,handwerksmeister1 die ihre ,meisterherrlichkeit bewahren wollen durch das ,mittel von ,zwangsgesetzen1 ,znften1 ,zwangsinnungen usw41 kmpfen je nachdem einerseits gegen die ,arbeiter1 andererseits gegen den ,handel4 ,sie suchen sich gegen diesen zu schtzen1 weil er sie nach ihrer ,ansicht dadurch bedrckt1 da er ihre ,produkte vermeintlich billiger auf den ,markt bringt1 als sie sie produzieren knnen4 ,ein latenter1 d4 h4 sich nicht in der blichen ,form uernder ,klassenkampf liegt vor1 wo die ,grokapitalisten in der ,industrie sich verbunden haben in ,kartellen1 er richtet sich gegen die ,verbraucher1 denn die ,kartelle sind immer mit dem ,zwecke verbunden1 die ,preise hochzuhalten4 ,daneben gibt es den ,kampf der ,kartelle gegen diejenigen ,unternehmer ihres ,industriezweiges1 die ihnen nicht angeschlossen sind1 gegen die sogenannten ,auenseiter4 ,man wei1 zu welch scharfen ,mitteln die ,kartelle vielfach greifen1 um die ,auenseiter entweder zum ,eintritt zu zwingen oder ganz lahmzulegen4 ,man kennt die ,flle1 wo die ,kartelle ber die ,auenseiter eine ,art ,boykott verhngt1 wo sie ihnen den ,bezug von ,rohstoffen und ,hilfsmitteln vllig verlegt haben1 ,mittel des ,kampfes1 die mindestens so scharf sind1 wie sie die ,arbeiter ihrerseits im ,gewerkschaftskampf anwenden4 ,das sind ,klassenkmpfe oder ,teile von solchen in der modernen ,gesellschaft1 in den ,schichten der ,unternehmer und relativ selbstndiger ,bevlkerungsklassen selber4 ,es gibt dann noch ,pseudoklassenkmpfe4 ,als ,beispiel knnte ich erwhnen1 da im ,weltkrieg verschiedene ,leute bei uns1 darunter ein bekannter -- ich mchte ihn nicht nennen -- ,schriftsteller den ,kampf ,deutschlands gegen ,england als einen ,klassenkampf hinstellten1 wobei ,deutschland der arme ,proletarier und ,england der kapitalistische ,ausbeuter sein sollte4 ,das war fr die ,kriegsstimmung ein sehr bestechendes ,bild1 aber es traf nicht zu4 ,denn soweit der ,kampf ,wirtschaftskampf war1 war es nur ein ,interessenkampf1 nicht aber ein ,klassenkampf4 ,wenn andererseits heute der ,fhrer der polnischen ,partei in ,oberschlesien1 ,korfanty1 in seiner ,presse schreiben lt1 was in vielen ,lndern auch ,eindruck macht1 sein ,kampf sei der ,kampf des polnischen ,proletariats gegen das deutsche ,kapital1 so ist das ebenfalls nicht richtig4 ,wenn z4 ,b4 die groe ,mehrheit der ,bergarbeiter in ,oberschlesien ,polen sind1 so sind doch die meisten ,metallarbeiter ,oberschlesiens ,deutsche4 ,auch sind viel polnisch sprechende ,arbeiter ,oberschlesiens fr dessen ,verbleiben bei ,deutschland4 ,der dortige ,kampf ist1 auch wenn er hier und dort ,arbeitern als ,klassenkampf erscheint1 im ,wesen ein nationaler ,kampf und nichts anderes4 ,aber von allen diesen ,klassenkmpfen1 die sich heute in der ,gesellschaft unter den verschiedensten ,formen abspielen1 zeitweise sehr heftige ,gestalt annehmen und dann abflauen und zurckgedrngt werden von anderen ,kmpfen1 bleibt doch der grte ,klassenkampf immerhin der ,kampf zwischen der ,klasse der ,arbeiter1 den ,lohnempfngern1 und der ,klasse der ,unternehmer4 ,die groe ,ausdehnung dieses ,kampfes ist die natrliche ,folge der groen ,ausdehnung der modernen ,industrie4 ,die ,arbeiterklasse nimmt in der heutigen ,gesellschaft einen immer greren ,raum ein1 einen unendlich viel greren als zu der ,zeit1 wo ,lassalle schrieb4 ,im ,jahre #aijg hatten wir in ,industrie1 ,handel und ,verkehr #ag ,millionen ,lohnarbeiter4 ,wo lebten diese ,arbeiter8 ,in berwiegender ,zahl in den groen ,stdten und ,industriezentren1 dort gerade1 wo das geistige und politische ,leben der ,nation am intensivsten pulsiert1 whrend die ,landwirtschaft meist von diesem ,leben abgetrennt ist4 ,in den ,grostdten und ,industriezentren nun spielen die ,arbeiter eine wachsend einflureiche ,rolle2 sie nehmen in der ,bevlkerung einen immer greren ,raum ein und wirken dadurch allein schon sehr stark zurck auf das allgemeine ,urteil und1 je nachdem sie sich ,rechte erkmpfen1 spter auch auf die ,politik4 ,der ,kampf der ,arbeiterklasse vollzieht sich in verschiedenen ,formen als ,kampf um ,einflu und ,macht in ,staat und ,gemeinden1 um ,einflu auf ,gesetzgebung und ,verwaltung4 ,solange die ,arbeiter eine kleine ,schicht und noch nicht zu einem ,klassenbewutsein gelangt sind1 ist davon wenig zu merken4 ,auch heute noch sind an kleinen ,orten1 wo die ,zahl der ,lohnarbeiter gering ist1 oft die meisten davon politisch indifferent4 ,aber je mehr die ,zahl der ,arbeiter in den ,zentren anwchst1 um so mehr ,anteil nehmen sie am ffentlichen ,leben und fhlen das ,bedrfnis1 in ,staat und ,gemeinden vertreten zu sein und ,einflu und ,macht zu gewinnen4 ,dieser ,einflu steigert sich mit der ,zunahme demokratischer ,einrichtungen1 mit der ,erweiterung des ,wahlrechtes1 das auf die ,dauer den ,arbeitern auch gar nicht vorenthalten werden kann4 ,selbst vor der ,revolution schon haben bei uns in ,deutschland die ,arbeiter einen erheblichen politischen ,einflu ausgebt4 ,abgesehen davon1 da man ihnen #ahff bei ,grndung des ,norddeutschen ,bundes das allgemeine1 gleiche und geheime ,wahlrecht gab1 mute man ihnen auch den ,eintritt in die ,gemeinden erleichtern4 ,schlielich ist auch die einst so feste ,mauer des preuischen ,dreiklassenwahlrechts vor ihrem ,ansturm durchbrochen worden4 ,unter dem erweiterten ,wahlrecht drangen sie in wachsender ,zahl in die ffentlichen ,krperschaften ein und1 was fast noch wichtiger ist1 durch ihre ,strke und ,zahl und die ,intensitt ihres ,kampfes erlangten sie auch einen bedeutenden ,einflu auf die groe ffentliche ,meinung4 ,man sprach in den ,hrslen1 in den ,parlamenten und in der ,regierung ganz anders von den ,bedrfnissen und ,forderungen der ,arbeiterklasse als vorher4 ,die ,arbeiter setzten eine ganze ,reihe wenn auch nicht revolutionrer aber doch in bezug auf ihre soziale ,tragweite sehr bedeutungsvoller ,reformen durch4 ,das ist die eine1 die politische ,form des ,arbeiterkampfes4 ,wie er seinerzeit ,marx erschien1 war er wesentlich auf die ,revolution gerichtet1 worunter hier nicht eine soziale nderung zu verstehen ist1 die sich in den ,dingen vollzieht1 sondern da eine ,klasse durch ,aufstand usw4 sich an die ,herrschaft setzt und die an ihr befindlichen ,klassen verdrngt4 ,darauf zielte noch die ,marxsche ,bewegung ab1 darauf mute sie abzielen1 denn als ,marx schrieb1 hatten die ,arbeiter noch in keinem ,lande das ,wahlrecht4 ,sie muten es erst erkmpfen1 und nach ,lage der ,dinge schien es1 als ob sie dieses ,recht nur auf dem ,wege gewaltsamer ,revolution erkmpfen knnten4 ,nachdem es aber erkmpft war1 was in den meisten ,lndern auf andere ,weise geschah1 mute sich ein ganz anderer politischer ,kampf der ,arbeiterklasse entwickeln4 ,zum ,teil haben das ,marx und ,engels noch erlebt und dafr auch wachsendes ,verstndnis und ,interesse gezeigt4 ,sie haben an den ,wahlkmpfen der ,arbeiterparteien geistig lebhaften ,anteil genommen4 ,nicht erlebt haben sie aber die unsere ,epoche auszeichnende strkere ,ttigkeit der ,arbeiter in den ffentlichen ,verwaltungskrpern1 den ,zwangsgenossenschaften1 ,gemeinden1 ,land1 ,reich1 und in ihren eigenen freien ,verwaltungskrpern4 ,es ist indes zweifellos1 da ohne die ,erziehung zur ,verwaltung der ,einflu des ,proletariats in der ,gesellschaft auf die ,dauer nur begrenzt sein kann4 ,sie selbst aber konnte erst verwirklicht werden und ein ,resultat sein einer mehr oder weniger demokratischen ,entwicklung4 ,die andere ,form des ,klassenkampfes der ,arbeiter ist die des direkten ,kampfes auf wirtschaftlichem ,gebiet1 der im wesentlichen gefhrt wird durch die ,koalitionen der ,arbeiter1 die wir heute ,gewerkschaften nennen1 sowie auch ,arbeitergenossenschaften1 aber solche anderer ,art1 als sie in der ,zeit bestanden1 wo ,marx schrieb4 ,der ,koalitionskampf der ,arbeiter gegen die ,unternehmer ist in der ,mehrheit der ,flle ein ,kampf um ,lohnhhe und ,lohnformen1 er wird aber auch gefhrt um ,lnge und ,anordnung der ,arbeitszeit sowie um ein ,arbeiterrecht1 nmlich das ,arbeiterrecht in den ,betrieben usw4 ,diese ,kmpfe spielen sich in der ,frhzeit des ,kapitalismus als rebellische ,kmpfe ab4 ,so schildert sie ,marx noch in seiner ,schrift ,das ,elend der ,philosophie4 ,es tragen die ,gewerkschaften da einen fast unmittelbar revolutionren ,charakter4 ,das war in den vierziger ,jahren des abgelaufenen ,jahrhunderts4 ,schon anders urteilt ,marx ber die ,gewerkschaften zwanzig ,jahre spter in einem ,briefe von #ahfh an ,j4 ,b4 von ,schweitzer1 den damaligen ,prsidenten des ,allgemeinen ,deutschen ,arbeitervereins1 als dieser versuchte1 in ,deutschland ,gewerkschaften zu organisieren4 ,marx kritisierte in dem ,brief den ,schweitzerschen ,plan1 der darauf hinauslief1 die ganze ,bewegung nach einem bestimmten fertigen ,schema in einen groen ,einheitskrper zusammenzufassen1 und legt dar1 das wrde nicht angehen1 der ,plan wrde auf viele ,widerstnde stoen4 ,er sieht eben schon eine andere ,gewerkschaftsbewegung mit regelrechten festen ,berufsverbnden vor sich1 drckt sich aber ber ihren ,wert nicht nher aus4 ,den ,ansatz zu einer ,theorie des ,gewerkschaftskampfes finden wir berhaupt bei ihm noch nicht1 sondern nur erst eine ,wrdigung der ,tatsache dieses ,kampfes als einer ,regung des ,proletariats fr bestimmte ,zwecke4 ,in das eigentliche ,wesen und die innere ,natur des ,gewerkschaftskampfes tiefer einzudringen war ihm versagt1 weil zu seiner ,zeit noch alles auf diesen ,bezgliche im ,werden und unentwickelt war4 ,um die ,frage1 ob ,gewerkschaften zweckmig seien oder nicht1 haben damals und noch spter groe ,kmpfe im sozialistischen ,lager sich abgespielt4 ,es gab unter den ,sozialisten sehr ernsthafte ,gegner der ,gewerkschaften berhaupt4 ,in erster ,reihe waren es die ,utopisten1 ,leute1 die in der ,phantasie oder ,spekulation ganze ,plne einer neuen ,gesellschaft ausgearbeitet hatten und nur an deren ,verwirklichung dachten4 ,fr sie war der ,klassenkampf der ,gewerkschaften ein strendes ,moment1 auerdem waren die ,objekte der ,gewerkschaftskmpfe in ihren ,augen ,kleinigkeiten1 die gegenber dem ,streben fr die ,idealgesellschaft nicht in ,betracht kamen4 ,so stellten sie sich den ,gewerkschaften ablehnend gegenber4 ,gewerkschaftsgegner waren auch die radikalen ,sozialrevolutionre1 die man am besten als ,blanquisten bezeichnet1 und deren ,bewegung in ,frankreich zu ,hause war4 ,es gab ebenso in ,england bei den ,chartisten eine ,richtung1 welche auf den ,umsturz durch die ,revolution abzielte und der daher die ,bewegung der ,gewerkschaften gleichfalls strend war4 ,das heit1 ,kmpfe der ,arbeiter um ,lohnerhhungen waren ihnen nicht unangenehm1 die haben sie gelegentlich selbst provoziert1 um dadurch revolutionre ,erhebungen zu erzielen2 um so weniger wollten sie dagegen von der langsamen systematischen ,gewerkschaftsarbeit wissen und standen mit den fest konsolidierten ,gewerkschaften meist in heftiger ,fehde4 ,noch manche andere ,sozialisten standen den ,gewerkschaften fremd oder ablehnend gegenber4 ,so in ,frankreich ,p4 ,j4 ,proudhon1 der geistreiche ,verfasser der ,schrift3 ,was ist das ,eigentum8 ,er bekmpfte sie1 weil er ein besseres ,mittel zu haben glaubte4 ,er wollte die ,wirtschaft auf dem ,wege der demokratischen ,organisation des ,kredits und der ,mutualitt im ,sinne des ,sozialismus umwandeln4 ,in ,deutschland war von ,sozialisten ein ,gegner der ,gewerkschaften ,ferdinand ,lassalle4 ,sein ,vorschlag war1 durch staatlich finanzierte ,produktivgenossenschaften die ,arbeiter vom ,druck des ,kapitals zu befreien4 ,er wollte1 wie er sich ausdrckte1 die deutschen ,arbeiter bewahren vor dem ,elend der englischen ,gewerkschaftsbewegung4 ,ein anderes ,wort von ihm lautet3 ,der ,gewerkschaftskampf der ,arbeiter ist der vergebliche ,kampf der ,ware ,arbeit sich als ,mensch zu gebrden4 ,da ,lassalle zu dieser ,ansicht kam1 erklrt sich daraus1 da die englische ,gewerkschaftsbewegung zu seiner ,zeit -- in ,deutschland gab es blo unbedeutende rtliche ,versuche -- anscheinend fast nur ,verluste zu verzeichnen hatte4 ,im ,jahre #aheb hatte sich in ,england ein groer ,kampf der ,maschinenbauer abgespielt1 der damals strksten ,gewerkschaft1 und viele ,arbeiterfreunde hatten sich fr ihn erwrmt1 die christlichen ,sozialisten von der ,richtung ,maurice und ,kingsley hatten ihm reiche ,geldmittel zugewandt4 ,trotzdem ging er nach mehrwchentlicher ,dauer verloren4 ,lassalle hatte ihn1 wie wir aus einem ,brief von ihm an ,marx wissen1 mit groem ,interesse verfolgt1 und sein ,fehlschlag scheint groen ,eindruck auf ihn gemacht zu haben4 ,er befestigte ihn in der ,auffassung vom wirtschaftlichen ,naturgesetz des ,arbeitslohnes1 wonach dieser auf die ,dauer bestimmt wird durch die unbedingt notwendigen ,lebensbedrfnisse des ,arbeiters1 da er nie lange ber dieses notwendige ,ma sich erhebt1 weil dann die ,vermehrung der ,arbeiter durch verstrkte ,zunahme der ,geburten usw4 ihn zurckwerfen wrde1 und andererseits auf die ,dauer nicht tief unter ihm bleiben kann1 weil dann die ,arbeiter auswandern1 aussterben usw4 wrden4 ,so mute ihm denn natrlich der ,gewerkschaftskampf als vergebliches ,bemhen erscheinen1 wenn er auch im letzten ,jahre seines ,lebens sich noch sehr begeisterte fr einen ,kampf von ,arbeitern einer ,hamburger ,wagenbaufabrik4 ,er spricht davon in seiner letzten1 der sogenannten ,ronsdorfer ,rede und rhmt es als einen ,beweis fr die ,rhrigkeit seiner ,anhnger1 da es solche waren1 die bei diesem ,kampf sich hervorragend bettigt hatten4 ,indes war das doch noch keine ,anerkennung der ,gewerkschaften selbst1 und wie die ,schler stets orthodoxer sind als die ,meister1 so gab es bei den ,lassalleanern lange ,zeit erregte ,diskussionen darber1 ob ,gewerkschaften berhaupt sein sollen oder nicht4 ,im ,jahre #ahfh nahm ,lassalles begabtester ,nachfolger1 ,j4 ,b4 von ,schweitzer1 die ,frage auf1 nachdem vorher schon die brgerlich-demokratische ,fortschrittspartei durch ihr ,mitglied ,dr4 ,max ,hirsch und ebenso die mit der ,internationale in ,verbindung stehenden ,sozialisten von der ,richtung ,august ,bebel und ,wilhelm ,liebknecht den ,gedanken propagiert hatten4 ,es ging damals durch ,deutschland eine starke ,bewegung zur ,grndung von ,gewerkvereinen1 doch gab es in den ,reihen ihrer ,anwlte groe ,unterschiede hinsichtlich der ,zwecke und der ,formen4 ,dr4 ,max ,hirsch wollte die ,gewerkvereine als ,mittel zur ,herstellung dieser wahren ,harmonie von ,kapital und ,arbeit1 das heit ,milderung des ,klassenkampfes1 ,schweitzer und ebenso ,bebel und ,genossen wollten sie im ,gegenteil als ,hilfstruppen zur ,fhrung und womglich ,verschrfung des ,klassenkampfes1 nur die orthodoxen ,anhnger der ,lehren ,lassalles stemmten sich gegen ihre ,einfhrung4 ,die mit den ,fortschritten der industriellen ,entwicklung ,deutschlands verbundene ,vermehrung und ,vergrerung der ,industriezentren sprachen das entscheidende ,wort4 ,die noch bestehenden ,verbote der ,koalitionen der ,arbeiter muten fallen1 und ,gewerkvereine der verschiedenen ,richtungen traten ins ,leben4 ,allerdings blieben sie lngere ,zeit auf mige ,mitgliederzahlen beschrnkt und blieben daher in bezug auf die ,erfolge ihrer ,kmpfe noch vllig abhngig von den ,konjunkturen des ,marktes4 ,bei steigender ,konjunktur erzielten sie ,verbesserungen fr die ,arbeiter1 die aber sofort wieder verloren gingen1 wenn eine ,geschftsstockung eintrat4 ,die ,lohnkurve bewegt sich einfach im ,zickzack1 ein ,zustand1 bei dem die ,arbeiterklasse sich weder materiell verbessert1 noch ihren ,anteil an der ,kultur hebt4 ,aber die ,bewegung bleibt und sucht nun nach mglichst zweckmigen ,formen1 wie das seinerzeit auch in ,england geschah4 ,es spielen sich innere ,kmpfe darber ab1 wie die ,organisationen aufgebaut werden sollen1 ob mehr zentralisiert oder mehr fderalistisch1 beziehungsweise lokalistisch1 ob die ,gewerkschaft verknpft werden soll mit ,untersttzungseinrichtungen1 oder ob sie eine reine ,klassenkampforganisation sein soll4 ,der ,streit darber spielt lange ,zeit in der ,arbeiterbewegung und lst zeitweilig starke ,leidenschaften aus4 ,es geht bei ihm manchmal nicht minder heftig zu als heute1 und mitunter fehlt auch nicht ,gewaltttigkeit4 ,nachdem die ,kriegsra und die ,jahre des ,ausnahmegesetzes vorber waren1 wurde in ,deutschland der ,streit1 ob lokalisierte oder zentralisierte ,gewerkschaften1 zum ,austrag gebracht4 ,die lokalistischen ,gewerkschaften unterlagen4 ,an einzelnen ,orten behielten sie einen gewissen ,anhang bei den ,arbeitern des ,baugewerbes1 im brigen aber siegte bei den auf dem ,boden des ,klassenkampfes stehenden ,gewerkschaften das zentralistische ,prinzip4 ,die zentralistischen ,gewerkschaften nun sind zumeist verbunden mit ,untersttzungseinrichtungen1 die ihnen die organisatorische ,festigkeit geben4 ,wo sie diese ,einrichtungen nicht haben1 gewinnen ,gewerkschaften fast nur in ,zeiten guten ,geschftsganges und erfolgreicher ,lohnkmpfe ,anhnger1 und strmt1 nachdem diese vorber1 ein groer ,teil der gewonnenen ,mitglieder wieder ab und verliert das ,interesse an ihnen4 ,je mehr ,untersttzungseinrichtungen die ,gewerkschaft hat1 um so fester ist der ,zusammenhalt4 ,allerdings nimmt sie dadurch einen etwas konservativen ,charakter an1 aber sie erzielt dafr grere ,wirkungen und kann durch ihre ,festigkeit den ,unternehmern ,arbeitstarife abntigen1 die eine mehr oder weniger lange ,dauer haben4 ,die ,tarifbewegung hat denn auch in ,deutschland einen sehr groen ,aufschwung genommen4 ,in ,england lngst bekannt1 ist sie hier lngere ,zeit wenig beachtet worden4 ,als aber bei uns im ,jahre #aijc zum ersten ,male eine ,erhebung der in ,kraft befindlichen ,tarife veranstaltet wurde1 die von #aijc bis #aije sich ausdehnte1 stellte sich heraus1 da ,deutschland schon #aegg solche ,tarife hatte1 auf ,grund deren #dggjjj ,arbeiter beschftigt wurden4 ,die ,lohnkmpfe hatten also schon in weitem ,umfange jene ,gestalt angenommen -- den ,kampf um den ,tarif --1 die ihnen statt des mehr anarchischen einen konsolidierten ,charakter verlieh und allmhlich auch den ,unternehmern zusagte4 ,hatten diese einmal einen ,tarifvertrag abgeschlossen1 so konnten sie darauf rechnen1 fr die ,zeit seiner ,dauer von jedem ernsteren ,lohnkampf verschont zu bleiben und daher mit grerer ,sicherheit ihre geschftlichen ,kalkulationen machen4 ,schrittweise haben sich dann die ,tarife nicht nur der ,zahl der von ihnen betroffenen ,unternehmen und ,arbeiter1 sondern ihrer ganzen ,form nach vervollkommnet4 ,sie erstreckten sich auf viel weitere ,fragen als nur auf die ,lohnhhe4 ,mindestens ebenso wichtig wie der ,lohn ist fr den ,arbeiter die ,arbeitszeit1 dann aber auch seine ,rechtsstellung im ,unternehmen1 die durch den ,tarif verschiedentlich gleichfalls geregelt ward4 ,der ,arbeiter ist nicht nur abhngig vom ,unternehmer1 sondern auch von dessen ,beamten wie ,werkfhrer1 ,aufseher usw4 ,vor ,anfang der kapitalistischen ,produktion trat der ,arbeiter bei der ,arbeitssuche schlechthin in die ,werkstatt ein und fand einen ,meister1 der kaum einer anderen ,gesellschaftsklasse angehrte als er selbst4 ,er wurde begrt1 bekam sein sogenanntes ,geschenk und ward nicht selten aufgefordert1 an der gerade bevorstehenden ,mahlzeit teilzunehmen4 ,ohne sich irgendwie zu degradieren1 konnte er von ,werkstatt zu ,werkstatt nach ,arbeit suchen4 ,aber je grer die ,produktionssttten der ,industrie wurden1 um so vernderter nahm sich die ,arbeitssuche aus4 ,mit der ,mtze in der ,hand stand der ,arbeiter vor der ,fabrik und wurde schon vom ,trhter schief angesehen4 ,die ,form der ,arbeitssuche und ,arbeitsvermittlung erhlt durch die moderne ,industrie also eine groe ,bedeutung nicht nur unter wirtschaftlichem1 sondern auch unter dem sozialen ,gesichtspunkt4 ,auch ,bestimmungen hierber kamen allmhlich in die ,tarife hinein4 ,wenn man heute sich einen ,tarif zwischen ,arbeitern und ,unternehmern eines bestimmten ,gewerbes geben lt1 so wird man oft ber seinen ,umfang erstaunt sein4 ,der erste grere deutsche ,tarif1 der ,tarif der ,buchdrucker1 war bald ein ganzes ,gesetzbuch und ein ziemlich dickes ,gesetzbuch obendrein4 ,es werden darin alle ,einzelheiten ber ,lohnhhe1 ,arbeitszeit1 ,kndigung1 ,schlichtung von ,streitigkeiten usw4 geregelt4 ,die ,zahl der ,tarife der ,gewerkschaften stieg bis #aiac auf #ajhhe fr zusammen ber #adcjjj ,betriebe mit rund #adjjjjj ,arbeitern4 ,whrend des ,krieges nimmt sie etwas ab4 ,aber kaum ist dieser vorber und die ,revolution da1 so steigt sie nicht nur sofort wieder1 es nimmt auch unter dem ,einflu der ,revolution ihr ,geltungsgebiet bedeutend zu4 ,schon im ,jahre #aiai waren es #aajjj ,tarife fr #bgbjjj ,betriebe mit rund #f ,millionen ,arbeitern4 ,heute ist die ,zahl noch grer1 und grer auch ihre ,wirkungskraft4 ,zugleich erhoben sich freilich neue ,probleme4 ,im letzten ,jahre des ,krieges hatte man unter dem ,einflu der ,regierung ,arbeitsgemeinschaften zwischen den ,organisationen der ,arbeitgeber und der ,arbeiter gebildet1 die eine strkere ,form des ,tarifvertrags waren und eine ,art ,interessengemeinschaft zwischen den ,organisationen der ,unternehmer und denen der ,arbeiter schufen4 ,dadurch erhielten die organisierten ,arbeiter ein ,interesse am ,steigen der ,preise1 das nicht ohne seine volkswirtschaftlichen ,bedenken war4 ,zugleich schienen sie eine ,abschwchung des ,klassenkampfes der ,arbeiter anzuzeigen und wurden deshalb von extrem gerichteten ,sozialisten heftig bekmpft4 ,handelte es sich um vereinzelte ,organisationen besonders gnstig gestellter ,arbeiter1 so wre die ,gegnerschaft nicht unbegrndet4 ,bei dem umfassenden ,charakter1 den die ,gewerkschaftsbewegung in ,deutschland trgt und ihrer einheitlichen ,zusammenfassung im ,allgemeinen ,gewerkschaftsbund ist die ihr zugrunde liegende ,furcht sehr bertrieben4 ,die ,abschwchung bezieht sich da nur auf die uere ,form des ,kampfes4 ,im ,wesen der ,sache bedeutet es einen nicht geringen ,aufstieg der ,arbeiter in ihrem sozialen ,recht1 als organisierte ,klasse von den ,unternehmern anerkannt zu werden1 was selbst in den machtvollen ,zweigen der groen ,industrien der ,fall ist1 in die die ,gewerkschaft vor dem ,kriege nicht einzudringen vermochte4 ,viel ,streit ist auch darber gefhrt worden1 ob die ,tarife kurz oder langfristig sein sollen4 ,den radikalen ,sozialisten waren die langfristigen1 ber mehrere ,jahre sich erstreckenden ,tarife ein ,greuel4 ,der kurzfristige ,tarif bot ja den ,vorteil1 da der ,arbeiter durch ihn nicht gebunden ist1 wenn eine gute ,konjunktur eintritt1 sondern da er dann hheren ,lohn erkmpfen kann4 ,das ist soweit richtig1 vergessen wird nur1 da der ,arbeiter dabei doch wiederum abhngig bleibt von der ,konjunktur4 ,denn lt die ,konjunktur nach1 so verliert er eben das ,erlangte wieder4 ,er kann den hheren ,lohn nur whrend der guten ,konjunktur aufrechterhalten1 whrend mittels langfristiger ,tarife die ,arbeiter sich ber die schlechte ,konjunktur hinweghelfen knnen4 ,das aber mu gerade ihr ,bestreben sein1 sich freizumachen vom ,druck der ,konjunktur und eine ,stetigkeit der ,lohnentwicklung zu erlangen1 die einen ,aufstieg ihres ganzen kulturellen ,daseins verbrgt4 ,zum ,teil ist das auch durch die ,gewerkschaften schon erzielt worden4 ,sie umfassen in ,deutschland heute rund #i ,millionen ,arbeiter1 und durch ihre feste ,organisation bilden sie eine ,mauer gegenber der ,rckwirkung der ,konjunkturschwankungen auf die ,lohnhhe4 ,sogar schon vor dem ,krieg ist es dem deutschen ,bauarbeiterverband gelungen1 mitten in einer ,krisis einen ,vertrag mit den ,unternehmern abzuschlieen1 worin festgelegt wurde1 da in keinem ,betriebe eine ,herabsetzung der ,lhne eintreten soll4 ,das ist kaum in ,england jemals passiert und war ein ganz bedeutendes ,ereignis innerhalb der ,arbeiterbewegung4 ,man kann einen echten ,tarif einer starken ,gewerkschaft schon bezeichnen als ein wirkliches ,stck ,teilhaberschaft an der ,industrie1 das viel bedeutungsvoller ist als die sogenannte ,gewinnbeteiligung am ,privatunternehmen1 zumal wenn ihm zur ,seite geht die ,erkmpfung der politischen ,demokratie4 ,in ,betracht kommen fr den ,klassenkampf auch die ,konsumgenossenschaften der ,arbeiter1 die als solche in ,deutschland verhltnismig jungen ,datums sind1 sich aber schnell zu groer ,bedeutung entwickelt haben4 ,schon vor dem ,kriege haben sie hier angefangen1 das zu werden1 was sie in ,england schon lngere ,zeit waren1 ein ,hilfsmittel der ,arbeiter im ,gewerkschaftskampf gegen die ,unternehmer4 ,wo die ,arbeiterkonsumgenossenschaften stark ausgebildet sind1 was allerdings nur dort geschehen kann1 wo die ,arbeiterklasse zu einer gewissen zahlenmigen ,strke gediehen ist1 sind sie der ,arbeiterschaft eine ,sttze in ihren wirtschaftlichen ,kmpfen und haben die ,tendenz1 zur ,eigenproduktion berzugehen4 ,es ersteht eine genossenschaftliche ,produktion1 die nicht die ,produktivgenossenschaft ist1 wie ,lassalle sie geistig vor sich sah und die auf ,profit abzielte1 sondern von ,konsumgenossenschaften eingerichtete ,betriebe1 die von diesen als ,vertretern einer ,gesamtheit im ,interesse der ,gesamtheit geleitet werden4 ,alle diese ,bewegungen sind ,formen des ,klassenkampfes der ,arbeiter in der kapitalistischen ,gesellschaft4 ,zusammen bilden sie einen organisierten ,kampf1 der jeweilig wenig revolutionr erscheint und in seinen uerungen durchaus nicht immer die traditionellen ,formen von wirtschaftlichen oder politischen ,kmpfen annimmt1 der aber in sich die ,mglichkeit trgt einer wahrhaft sozialen ,befreiung der ,arbeiterklasse4 ,sechstes ,kapitel4 ,die ,staatstheorie und der ,sozialismus4 ,welches ist der ,einflu der ,theorien auf das ,handeln der ,menschen8 ,vielfach stt man hinsichtlich der ,frage der ,beziehungen von ,theorie und ,praxis aufeinander auf beraus pessimistische ,ansichten4 ,man hrt oft1 da das praktische ,verhalten bestimmt wird durch ,interessen1 ,leidenschaften und ,umstnde1 und da der ,einflu der ,theorie auf die ,praxis in der ,politik wie auch sonst im sozialen ,leben verschwindend gering sei4 ,ich halte diese ,auffassung fr irrig4 ,gewi gibt es viele ,flle1 wo die ,theorie das ,handeln wenig oder gar nicht beeinflut1 wo in der ,tat ,interesse1 ,vorurteil1 ,leidenschaft usw4 das entscheidende ,wort sprechen1 und sehr gro ist die ,zahl der ,menschen1 die von ,theorie berhaupt keine ,ahnung haben4 ,aber vollstndig verneinen kann man ihren ,einflu darum doch nicht4 ,er ist viel strker1 als die meisten annehmen1 und namentlich stark gerade in den aufstrebenden ,klassen der ,gesellschaft4 ,welche theoretische ,auffassung sie vor irgendeiner ,frage haben1 wenn sie ihnen auch nicht immer als ,theorie1 sondern nur als ,doktrin1 als ,lehrsatz gepredigt worden ist1 hat auf ihr ,verhalten unter ,umstnden einen sehr groen ,einflu4 ,es sei nur an folgendes erinnert3 ,wenn ein ,teil unserer ,arbeiterjugend1 wenn gerade jugendliche ,arbeiter in einem ,alter1 wo der ,idealismus beim ,menschen eine groe ,rolle spielt1 sich mit ,leidenschaft zu ,gewaltttigkeiten haben hinreien lassen1 von denen eigentlich die vernnftige berlegung ihnen htte sagen mssen1 da sie unmglich zum ,ziele fhren knnen1 und man anzunehmen berechtigt ist1 da die ,mehrheit von ihnen nicht aus reiner1 blinder ,zerstrungswut oder ,ha gehandelt haben1 so wird nhere ,prfung zeigen1 da bis zum ,vorurteil gewordene theoretische ,anschauungen ihr ,handeln magebend beeinflut haben4 ,man denke nur an die ,rckwirkungen des ,begriffs der ,ausbeutung des ,arbeiters durch den ,unternehmer1 an die aus ihm gezogene weitere ,ausdeutung1 da der ,unternehmer nur ein ,parasit1 volkswirtschaftlich ganz berflssig sei und faktisch nur quasi vom ,diebstahl an den ,arbeitern und ihrer ,kraft lebe1 auf das ,verhalten vieler ,arbeiter4 ,diejenigen1 bei denen diese ,auffassung mit dogmatischer ,kraft verbreitet ist1 die sie als ,axiom in sich aufgenommen haben1 werden fr viele ,handlungen zu haben sein1 die ihnen andernfalls als unsinnig1 wenn nicht unmoralisch erscheinen wrden4 ,und ebenso hat die theoretische ,auffassung von der ,bedeutung des ,staates und der ,stellung der ,arbeiterklasse im ,staate auf das politische ,verhalten groer ,massen einen sehr wesentlichen ,einflu ausgebt4 ,die politische ,bedeutung der ,auffassung1 was der ,staat sei1 welche ,rolle er erfllt1 welche ,bedeutung ihm innewohnt1 die ,bedeutung dieser zuletzt1 wenn auch nicht allen bewut1 in ,theorien wurzelnden ,auffassung fr das politische ,leben ist durchaus nicht gering4 ,auf ,grund einer bestimmten ,auffassung vom ,staat wird eine feindselige ,haltung zu ihm eingenommen1 die unter ,umstnden1 da der ,staat nicht so schnell abzuschaffen ist1 zu sehr verfehlten ,manahmen oder zum ,versumen von notwendigen ,handlungen fhrt1 wie andererseits eine gegenteilige ,auffassung1 ein bermiger ,kultus des ,staates1 wieder ,leute dazu verleiten kann1 mit ,parteien gemeinsame ,sache zu machen1 die tatschlich nicht nur ihren ,bestrebungen grundstzlich ablehnend gegenberstehen1 sondern ihnen1 zur ,macht gelangt1 grere ,hindernisse in den ,weg legen wrden1 als irgendwelche andere ,partei4 ,in der sozialistischen ,bewegung nun stoen wir auf einander geradezu diametral entgegengesetzt gegenberstehende ,auffassungen vom ,staat3 eine freundliche1 die sich bis zum ,kultus des ,staats steigert1 und eine gegnerische1 kritische1 die bis zur direkten ,feindschaft zu ihm geht4 ,in vielfachen ,abtnungen sehen wir diese entgegengesetzten ,auffassungen sich durch die ,ideengeschichte des ,sozialismus ziehen4 ,was aber ist berhaupt der ,staat8 ,soviel ist jedenfalls klar1 wenn wir vom ,staat sprechen1 mssen wir uns zunchst darber verstndigen1 was wir unter ihm verstehen4 ,das ist nun auch keine ganz einfache ,sache4 ,die staatswissenschaftlichen ,auffassungen vom ,staat gehen1 wie jeder finden wird1 der sich in der einschlgigen ,literatur umsieht1 sehr weit auseinander4 ,ein mir befreundeter ,staatswissenschafter sagte einmal3 ,ich habe #ah verschiedene ,bcher ber ,staatstheorie gelesen und in allen verschiedene ,definitionen vom ,staate gefunden4 ,indes gibt es doch grundstzliche ,merkmale des ,staates4 ,magebend fr ihn ist zunchst einmal3 er ist ein groes ,gemeinwesen1 das seine ,herrschaft weit ber einen einzelnen ,ort hinaus erstreckt4 ,denn wenn wir die griechischen ,stadtstaaten1 wie schon dieser ,name anzeigt1 als ,staaten gelten lassen1 so wissen wir alle1 da z4 ,b4 ,athen die ,landschaft ,attika1 ,sparta ,lakedmon beherrschte4 ,der ,staat ist ein ,gemeinwesen auf einem bestimmten1 mehr oder weniger ausgedehnten ,gebiet4 ,das ,moment des ,gebietes ist fr den ,staat magebend4 ,wo kein ,gebiet ist1 da ist kein ,staat4 ,das ,wort vom ,staat im ,staate ist daher nur figrlich zu verstehen4 ,ein ,gemeinwesen auf einem ber einen ,ort ausgedehnten ,gebiete1 das gemeinsame ,gesetze hat und durch bestimmte ,organe eine hchste ,gewalt ausbt1 das ist1 darin stimmen alle ,definitionen berein1 der ,sache nach der ,staat4 ,fr hchste ,gewalt wird vielfach der ,ausdruck ,souvernitt gebraucht2 aber ,souvernitt als absolute ,rechtshoheit ist kein unbedingt notwendiges ,attribut des ,staates4 ,man erinnere sich3 wir hatten im ,deutschen ,reich vor der ,revolution ,einzelstaaten1 denen man die ,eigenschaft von ,staaten nicht streitig machte1 und die doch nicht in allen ,dingen souvern waren4 ber ihnen stand das ,reich1 das in einer ganzen ,reihe wichtiger ,fragen die hchste ,gewalt ausbte4 ,und das war nicht in ,deutschland allein so1 wir knnen auch andere ,lnder nennen1 wo das gleiche ,verhltnis bestand und noch besteht4 ,es ist das ,bestreben vorhanden -- und die ersten ,schritte dazu sind schon da --1 eine ,macht zu schaffen1 die ber allen heutigen ,staaten stehen und ihre ,souvernitt in bestimmten ,punkten einschrnken soll1 die also einen berstaatlichen ,staat bilden wrde4 ,was sie soll1 ist bis zu einem gewissen ,grade in jenem internationalen ,gesetz1 das man in ,deutschland mit ganz falscher ,begriffsanwendung ,vlkerrecht nennt1 schon vor dem ,kriege vorhanden gewesen4 ,aber dieses internationale ,gesetz war nicht das ,gesetz eines ,staates1 es war zustande gekommen auf ,grund von ,vereinbarungen von ,staaten1 die sich in voller ,freiheit auf seine ,einhaltung verpflichteten4 ,bei der ,abstimmung ber neue ,satzungen konnte ein einziger ,staat durch sein ,nein deren ,erhebung zu internationalem ,recht verhindern4 ,so war die ,verbindung zu lose1 als da man auf sie die ,bezeichnung als berstaat htte anwenden knnen4 ,von ,manahmen1 zu einer ,macht zu gelangen1 die sie rechtfertigten wrde1 ist vor allem die ,schaffung des ,haager ,schiedshofes zu nennen1 und es war ja nahe daran1 da bei einer dritten ,zusammenkunft im ,haag dieser ,schiedshof eine solche ,natur erhielt1 kraft deren er eine ,macht ber den ,staaten gebildet htte4 ,der ,krieg hat das verhindert1 aber was er gebracht hat1 jene ,verbindung von ,nationen1 die man in ,deutschland merkwrdigerweise ,vlkerbund nennt1 whrend sie tatschlich nur erst ein ,bund von ,nationen ist1 ein ,bund der ,regierungen1 nicht schon ein ,bund der ,vlker selber -- ,socit des ,nations1 sagen daher die ,franzosen1 ,society of ,nations1 nennen es die ,englnder1 und in anderen ,sprachen heit es hnlich -- ist verschiedentlich geplant gewesen als ein ,organismus1 der ber den ,staaten stehen und in bestimmten ,fragen einfach ihre ,souvernitt einschrnken sollte1 ohne da sie darum aufgehrt htten1 ,staaten zu sein4 ,darum sage ich3 die absolute ,souvernitt ist kein unbedingtes ,merkmal des ,staates2 aber ein ,merkmal des ,staates ist es1 da er ber das ,gebiet1 das er umfat1 die hchste ,gewalt ausbt4 ,kommen wir nach diesen ,bemerkungen zu den widerstreitenden ,theorien oder ,auffassungen bei den ,sozialisten ber ihre ,stellung zum ,staat4 ,um mit der ,gegnerschaft1 der bis zur ,feindschaft gehenden ,gegnerschaft gegen den ,staat zu beginnen1 so ist sie eine ,folge1 und zwar die extreme ,schlufolgerung des ,kampfes gegen den bevormundenden ,staat1 wie er aus dem ,mittelalter hervorgegangen war1 den absoluten1 fast berall monarchistisch-polizistischen ,staat4 ,diese ,gegnerschaft gegen den ,staat1 die im achtzehnten ,jahrhundert -- eigentlich sogar schon frher -- strkere ,vertretung1 strkeren ,anhang gewinnt1 ist der theoretische ,niederschlag der groen liberalen ,bewegung1 die sich in ,england ganz besonders stark auf wirtschaftlichem ,gebiete1 aber auch in der ,politik geltend machte1 und deren namhafter ,wortfhrer dort der schottische ,philosoph und ,nationalkonom ,adam ,smith war4 ,in ,frankreich fand der ,liberalismus1 der die staatlichen ,funktionen einschrnken wollte1 in dem ,physiokraten ,quesnay seinen ,theoretiker und in dem ,staatsmann ,r4 ,j4 ,turgot seinen bedeutendsten politischen ,verfechter1 und in ,deutschland wird er im ,anfang des neunzehnten ,jahrhunderts durch ,wilhelm v4 ,humboldt vertreten4 ,von ,sozialisten1 die den ,staat abschaffen wollten1 sind vor allem zu nennen die ,franzosen ,charles ,fourier und seine ,schule und ,pierre ,josephe ,proudhon1 von dem es fraglich ist1 ob man ihn mit ,recht ,anarchist nennen kann1 der aber jedenfalls theoretisch ,gegner des ,staates war4 ,in ,deutschland war ,gegner des ,staates der geistreiche ,verfasser des ,buches ,der ,einzige und sein ,eigentum1 ,kaspar ,schmidt1 der unter dem ,decknamen ,max ,stirner geschrieben hat1 in ,ruland waren es ,michael ,bakunin und spter ,peter ,krapotkin4 ,von ,englndern wre ,william ,godwin1 der ,verfasser des ,buches ber politische ,gerechtigkeit1 zu nennen4 ,das sind die bekanntesten sozialistischen ,gegner des ,staates4 ,der ,staatskultus seinerseits hat zwei ,wurzeln2 die erste ist die ,auflehnung gegen die ,geldherrschaft1 die ,gegnerschaft gegen die ,herrschaft der ,finanzbourgeoisie4 ,sie war stark namentlich im achtzehnten und neunzehnten ,jahrhundert und richtete sich tendenzis gegen die ,gesellschaftsklasse1 die man bei uns auch ,grobourgeoisie nennt4 ,politisch fand sie ihre strkste ,vertretung in der jakobinischen ,bewegung der franzsischen ,revolution4 ,die ,jakobiner sind fr die ,staatsomnipotenz1 fr die grte ,macht des ,staates eingetreten1 die man sich denken kann4 ,das ,verlangen nach dem ,schutz des ,volkes durch einen starken ,staat hatte brigens seinen ,vorlufer im ausgehenden ,mittelalter beim ,kampf des ,brgertums gegen die ,feudalherren4 ,die damals aufkommende ,klasse1 eben das ,brgertum1 rief die ,zentralgewalt gegen den ,feudaladel an1 wie spter das breite ,brgertum gegen den ,finanzadel1 die ,finanzaristokratie den ,staat anrief4 ,ein anderer ,kultus des ,staates entwickelt sich aus der ,gegnerschaft gegen die ,herrschaft der ,masse4 ,ich brauche absichtlich das ,wort ,masse1 andere sprechen von ,pbelherrschaft1 ,ochlokratie1 wie der griechische ,ausdruck lautet4 ,dieser ,kultus stellt sich ein namentlich im ,anschlu an ,revolutionen1 sobald die ,masse zeitweilig tonangebend auf die ,bhne tritt1 eine ,art ,herrschaft ausbt und zerstrerisch wirkt4 ,er ist eine geistige ,gegenbewegung gegen die ,revolution1 die den ,staat gegen die ,demokratie strken will4 ,eine ,gegenstrmung1 die in ,frankreich zunchst zum ,bonapartismus fhrte1 der eine ,mischung -- man kann auch sagen3 ein ,bastard -- war von jakobinischen und autokratischen ,strebungen2 weiterhin aber1 da der ,bonapartismus1 um das ,wort eines bekannten preuischen ,monarchen zu gebrauchen1 mit dem ,ludergeruch der ,revolution behaftet war1 in die ,wiederaufrichtung der ,bourbonen-,monarchie ausmndete4 ,von dieser ,seite her ist der ,staatskultus -- wie z4 ,b4 die erste romantische ,literatur zeigt -- ein ,ausflu reaktionren ,geistes1 der allerdings nicht immer gerade politisch reaktionr auftritt1 aber den ,schutz gegen anarchische ,zustnde nur in einem starken monarchistischen ,staate sieht4 ,diese ,erscheinung hat man in ,england in der ,epoche der groen ,revolution des siebzehnten ,jahrhunderts auch gehabt4 ,da war der groe ,philosoph ,thomas ,hobbes1 der ,verfasser des ,leviathan1 der ,vertreter der ,theorie von der absoluten ,herrschaft des ,staates1 bei ihm allerdings nicht im notwendig monarchistischen ,sinne4 ,er gab zu3 die ,souvernitt des ,staates kann auch ausgebt werden von einem ,parlament oder von einer hnlichen ,instanz2 aber diese mu die absolute ,macht haben1 und am besten wrde diese durch die ,monarchie vertreten4 ,auch in ,italien hatte diese ,idee ihre ,vertreter4 ,nun gibt es -- wenn wir von diesen konservativen1 romantisch-rcklufig gerichteten ,theorien absehen wollen -- auch eine demokratische ,theorie1 die dem ,staate politische ,allmacht zuerkennen will4 ,in ,frankreich hatte sie ihren klassischen ,philosophen in ,jean ,jacques ,rousseau4 ,die ,demokratie ist nicht immer identisch mit dem ,liberalismus4 ,lange ,zeit ist ihre dominierende ,idee ,unterdrckung1 allerdings ,unterdrckung der ,oberschichten1 whrend der ,liberalismus nur befreiend wirken will4 ,die demokratische ,staatstheorie1 die in ,rousseau ihren ,theoretiker hatte1 fand in ,robespierre ihren ,praktiker -- ,robespierre war ein groer ,verehrer ,rousseaus und die ,schreckensherrschaft ist beherrscht von ,gedankengngen aus den ,schriften ,rousseaus --1 kommt zur ,freiheit durch terroristische ,manahmen4 ,da die ,jakobiner ,anhnger der ,staatsomnipotenz waren1 ward schon oben gezeigt1 und von den ,jakobinern fhrt eine direkte ,linie zu ,gracchus ,babeuf1 dem geistigen ,urheber und ,leiter der ,verschwrung der ,gleichen1 der ebenfalls ,anhnger des demokratischen ,staates in seiner extremsten ,auslegung war4 ,in ,deutschland haben wir vor allen unseren groen ,philosophen ,fichte als ,prediger des starken ,staates zu nennen1 der berhaupt meines ,erachtens noch viel strker von der franzsischen ,revolution beeinflut war1 als man gemeinhin annimmt4 ,aus vielen seiner ,schriften geht das hervor4 ,in seiner #ahjj erschienenen vielgenannten ,schrift vom ,geschlossenen ,handelsstaat findet man viele ,berhrungspunkte mit ,babeuf4 ,ich wei nicht1 ob ,fichte nheres ber diesen gelesen hatte oder sonst ,stze aus ihm kannte2 aber er hat sich jedenfalls eingehend mit der ,literatur der franzsischen ,revolution beschftigt4 ,dann haben wir die mehr metaphysischen ,theorien der deutschen ,philosophen ,hegel und ,schelling vom ,staat1 die ganz konservativ-romantischen ,staatstheorien der ,bonald1 ,gentz usw4 ,kommen wir nun zu den sozialistischen ,verehrern des ,staates1 so ist ihr klassischer ,vertreter in ,deutschland ,ferdinand ,lassalle4 ,er ist ein unbedingter ,anhnger des ,staates1 und zwar ist er es als ,schler von ,hegel und in diesem ,punkte auch stark von ,fichte beeinflut1 wie man ja manchmal im ,zweifel darber ist1 ob es mehr ,hegel oder ,fichte ist1 der aus ,lassalle spricht4 ,man wei ja1 welche hohe ,verehrung ,lassalle fr ,fichte empfand1 und in vielen seiner ,schriften hat er dessen ,staatsidee auerordentlich energisch verfochten4 ,sehr bedeutungsvoll schon im ,arbeiterprogramm1 jenem ,vortrage1 den er im ,jahre #ahfb im ,norden von ,berlin in einer ,arbeiterversammlung gehalten hat ber den ,zusammenhang der ,idee des ,arbeiterstandes mit unserer gegenwrtigen ,zeitperiode4 ,in diesem1 von mir schon zitierten ,vortrag verherrlicht er in begeisterten ,worten eine ,staatsauffassung1 die er die ,staatsidee des vierten ,standes nennt1 beilufig eine falsche ,ausdrucksweise1 denn er meint tatschlich die ,staatsidee der modernen ,arbeiterklasse4 ,trotz dieses und einiger hnlicher1 in ,lassalles juristischer ,denkweise wurzelnder ,fehlgriffe ist die ,schrift den klassischen ,denkmlern der ,literatur des ,sozialismus einzureihen1 und zwar ist sie klassisch einmal wegen ihres ,gedankenreichtums und der auerordentlich klaren ,durchfhrung dieser ,gedanken1 klassisch aber auch wegen des groen ,einflusses1 den sie in der ,geschichte des ,sozialismus gehabt hat4 ,in dieser ,schrift nun kommt ,lassalle1 wo er vom ,staat handelt1 zunchst auf die ,idee des ,staates der ,bourgeoisie zu sprechen4 ,damals gab es in ,deutschland einen sehr starken ,liberalismus1 der ja berhaupt in den sechziger ,jahren des neunzehnten ,jahrhunderts eine auerordentliche ,neubelebung feierte1 noch mit einer gewissen naiven ,frische behaftet war und auch von seinen damaligen ,wortfhrern ziemlich radikal geltend gemacht wurde4 ,ein ,liberalismus1 der noch mit ,resten des alten absolutistischen ,polizeistaates zu kmpfen hatte und -- wie es immer bei solchen ,kmpfen geht -- dabei auch ber die ,schnur hieb4 ,literarische ,vertreter der liberalen ,bourgeoisie erklrten1 da der ,staat wesentlich nur dazu da sei1 ,eigentum und ,person zu schtzen1 alles andere aber dem freien ,spiel der wirtschaftlichen ,krfte zu berlassen habe1 was bei den damaligen sozialen ,machtverhltnissen und der ,verteilung des ,eigentums praktisch einfach die ,sanktionierung der ,herrschaft der ,bourgeoisie bedeutete4 ,diese ,idee nun1 da der ,staat nur da sei1 das ,eigentum und die ,person zu schtzen1 wird von ,lassalle als eine ,nachtwchteridee verspottet1 weil sie den ,staat auf die ,funktion des ,nachtwchters herabdrcke1 statt ihm die ,funktionen zuzuerkennen1 die ihm nach seiner ,rolle in der ,geschichte zukommen4 ,ganz anders sei die ,auffassung oder die ,idee der ,arbeiterklasse vom ,staate1 das heit1 die ,staatsidee1 die nach ,lassalle die ,arbeiterklasse infolge ihrer gesellschaftlichen ,lage ausbilden werde4 ,hren wir seine bemerkenswertesten ,stze hierber4 ,zuerst heit es3 ,ganz anders1 meine ,herren1 fat der vierte ,stand den ,staatszweck auf1 und zwar fat er ihn so auf1 wie er in ,wahrheit beschaffen ist4 ,was ,lassalle hier vom vierten ,stand sagt1 werden wahrscheinlich nur wenige von seinen ,hrern aus der ,arbeiterklasse schon wirklich empfunden haben4 ,er unterstellt eben der ,arbeiterklasse die ,auffassung1 die nach seiner ,ansicht die ,idee der ,arbeiterklasse werden mute und es im weiten ,umfange auch wirklich geworden ist4 ,er fhrt fort3 ,die ,geschichte1 meine ,herren1 ist ein ,kampf mit der ,natur1 mit dem ,elende1 der ,unwissenheit1 der ,armut1 der ,machtlosigkeit und somit der ,unfreiheit aller ,art1 in der wir uns befanden1 als das ,menschengeschlecht im ,anfang der ,geschichte auftrat4 ,die fortschreitende ,besiegung dieser ,machtlosigkeit -- das ist die ,entwicklung der ,freiheit1 welche die ,geschichte darstellt4 ,in diesem ,kampfe wrden wir niemals einen ,schritt vorwrts gemacht haben1 oder jemals weiter machen1 wenn wir ihn als einzelne jeder fr sich1 jeder allein1 gefhrt htten oder fhren wollten4 ,der ,staat ist es1 welcher die ,funktion hat1 diese ,entwicklung der ,freiheit1 diese ,entwicklung des ,menschengeschlechts zur ,freiheit zu vollbringen4 ,der ,staat ist diese ,einheit der ,individuen in einem sittlichen ,ganzen1 eine ,einheit1 welche die ,krfte aller einzelnen1 welche in diese ,vereinigung eingeschlossen sind1 millionenfach vermehrt1 die ,krfte1 welche ihnen allen als einzelnen zu ,gebote stehen wrden1 millionenfach vervielfltigt4 ,der ,zweck des ,staates ist also nicht der1 dem einzelnen nur die persnliche ,freiheit und das ,eigentum zu schtzen1 mit welchen er nach der ,idee der ,bourgeoisie angeblich schon in den ,staat eintritt2 der ,zweck des ,staates ist gerade der1 durch diese ,vereinigung die einzelnen in den ,stand zu setzen1 solche ,zwecke1 eine solche ,stufe des ,daseins zu erreichen1 die sie als einzelne nie erreichen knnten1 sie zu befhigen1 eine ,summe von ,bildung1 ,macht und ,freiheit zu erlangen1 die ihnen smtlich als einzelnen schlechthin unersteiglich wre4 ,der ,zweck des ,staates ist somit der1 das menschliche ,wesen zur positiven ,entfaltung und fortschreitenden ,entwicklung zu bringen1 mit anderen ,worten1 die menschliche ,bestimmung1 d4 h4 die ,kultur1 deren das ,menschengeschlecht fhig ist1 zum wirklichen ,dasein zu gestalten2 er ist die ,erziehung und ,entwicklung des ,menschengeschlechts zur ,freiheit4 ,das ist ganz im ,sinne ,fichtes gedacht1 und ist in dieser sich so flssig lesenden ,darstellung1 dieser klassisch gedrungenen ,anreihung der ,gedanken fast in der sozialistischen ,literatur einzigartig4 ,lassalle geht dann weiter und zeigt1 was der ,staat unter der ,herrschaft1 er sagt nicht3 des ,arbeiterstandes1 er sagt3 unter der ,herrschaft der ,idee des ,arbeiterstandes sein und tun wrde3 ,dies1 sagt er dann1 ist die eigentlich sittliche ,natur des ,staates1 meine ,herren1 seine wahre und hhere ,aufgabe4 ,sie ist es so sehr1 da sie deshalb seit allen ,zeiten durch den ,zwang der ,dinge selbst von dem ,staat1 auch ohne seinen ,willen1 auch unbewut1 auch gegen den ,willen seiner ,leiter1 mehr oder weniger ausgefhrt wurde4 ,und weiter heit es3 ,ein ,staat also1 welcher unter die ,herrschaft der ,idee des ,arbeiterstandes gesetzt wird1 wrde nicht mehr1 wie freilich auch alle ,staaten bisher schon getan1 durch die ,natur der ,dinge und den ,zwang der ,umstnde unbewut und oft sogar widerwillig getrieben1 sondern er wrde mit hchster ,klarheit und vlligem ,bewutsein diese sittliche ,natur des ,staates zu seiner ,aufgabe machen4 ,er wrde mit freier ,lust und vollkommenster ,konsequenz vollbringen1 was bisher nur stckweise in den drftigsten ,umrissen dem widerstrebenden ,willen abgerungen worden ist1 und er wrde somit eben hierdurch notwendig -- wenn mir die ,zeit auch nicht mehr erlaubt1 ,ihnen die detaillierte ,natur dieses notwendigen ,zusammenhanges auseinanderzusetzen -- einen ,aufschwung des ,geistes1 die ,entwicklung einer ,summe von ,glck1 ,bildung1 ,wohlsein und ,freiheit herbeifhren1 wie sie ohne ,beispiel dasteht in der ,weltgeschichte und gegen welche selbst die gerhmtesten ,zustnde in frheren ,zeiten in ein verblassendes ,schattenbild zurcktreten4 ,das ist es1 meine ,herren1 was die ,staatsidee des ,arbeiterstandes genannt werden mu1 seine ,auffassung des ,staatszweckes1 die1 wie ,sie sehen1 ebensosehr und genau entsprechend von der ,auffassung des ,staatszweckes bei der ,bourgeoisie verschieden ist1 wie das ,prinzip des ,arbeiterstandes von dem ,anteil aller an der ,bestimmung des ,staatswillens oder das allgemeine ,wahlrecht1 von dem betreffenden ,prinzip der ,bourgeoisie1 dem ,zensus4 ,der ,staat als die ,kraft1 die1 ob sie will oder nicht1 dem ,fortschritt dient1 das ist die sozialistische ,staatstheorie ,lassalles4 ,er trgt sie den ,arbeitern als die ihre vor1 um sie fr sie zu gewinnen4 ,und im ,angesicht der groen ,klarheit seiner ,sprache erbrigt es sich1 den ,gedankengang hier erst noch zu kommentieren4 ,in spteren ,reden kommt ,lassalle wiederholt auf ihn zurck4 ,so namentlich in den ,prozessen1 in die er im ,anschlu an diesen ,vortrag verwickelt wurde1 der doch so auerordentlich gemigt gehalten war1 in welchem er sich gehtet hatte1 mit irgendeinem ,wort zur ,gewalt aufzufordern4 ,aber als er ihn als ,schrift erscheinen lie1 ward diese auf ,veranlassung des ,staatsanwalts ,schelling1 einem ,sohne des ,philosophen ,schelling1 konfisziert und ,lassalle vor ,gericht gestellt1 und zwar unter der ,anklage1 sich gegen den #ajj des alten ,preuischen ,strafgesetzbuches1 den sogenannten ,ha- und ,verachtungsparagraphen1 vergangen zu haben4 ,das war ein richtiger ,kautschukparagraph1 unter den sich alles mgliche bringen lie4 ,er lautete3 ,wer ,bevlkerungsklassen durch irgendwelche ,schriften oder ,reden zum ,ha und zur ,verachtung gegeneinander aufreizt1 wird bestraft4 ,die ,verfolgung fhrte zu zwei sehr bedeutungsvollen ,prozessen1 in denen ,lassalle die berhmten ,reden hielt3 ,die ,wissenschaft und die ,arbeiter und ,die indirekte ,steuer und die ,lage der arbeitenden ,klassen4 ,in der letztgenannten dieser ,verteidigungsreden1 die im ,sommer #ahfb gehalten wurde1 entwickelt ,lassalle noch einmal seine ,unterscheidung der ,staatsidee der ,arbeiterklasse von der ,staatsidee der ,bourgeoisie4 ,er nennt unter ,hinweis auf einen ,ausspruch des hochangesehenen ,philosophen und ,philologen ,august ,boeckh die letztere ,staatsidee eine moderne ,barbarei1 und sagt dann3 ,das uralte ,vestafeuer aller ,zivilisation1 den ,staat1 verteidige ich mit ,ihnen 7nmlich den ,richtern7 zusammen gegen jene 7die liberalen7 ,barbaren4 ,das ist der ,staat nach der ,lehre ,ferdinand ,lassalles4 ,ganz anders nach der sozialistischen ,theorie1 die begrndet worden ist von ,karl ,marx und ,friedrich ,engels4 ,dort spielt der ,staat eine wesentlich verschiedene ,rolle4 ,in den lteren ,schriften und ,aufstzen von ,marx1 die zu ,anfang der vierziger ,jahre des vorigen ,jahrhunderts geschrieben wurden1 zeigt er sich meist noch als ,anhnger des ,staates1 beeinflut durch die ,lehre ,hegels1 wenn er auch schon sehr ber ,hegel hinausgeht4 ,aber nachdem er sich der kommunistischen ,bewegung zugewandt1 sie in ,frankreich studiert und ebenso ber die englischen ,verhltnisse sich orientiert hatte1 kommt bei ihm und ,engels1 die wir immer zusammen nennen mssen1 da sie von da ab gemeinsam gearbeitet1 gegenseitig sich ihre ,arbeiten gezeigt haben1 so da man bei vielen ihrer nun verfaten ,arbeiten nicht sagen kann1 da der eine oder der andere von ihnen der ,verfasser sei1 kommt in der von ihnen ausgearbeiteten sozialistischen ,theorie eine durchaus andere ,auffassung vom ,staate zum ,ausdruck4 ,man kann sie eine kritische ,staatsidee nennen1 die nichts mit der ,verehrung ,lassalles fr den ,staat gemein hat4 ,schon in der ,schrift1 die ,marx und ,engels ,manifest der kommunistischen ,partei nannten und die im ,winter #ahdg geschrieben wurde1 spielt der ,staat eine ,rolle4 ,am ,schlusse heit es dort3 ,das ,proletariat wird seine politische ,herrschaft dazu benutzen1 der ,bourgeoisie nach und nach alles ,kapital zu entreien1 alle ,produktionsinstrumente in den ,hnden des ,staates1 d4 h4 des als herrschende ,klasse organisierten ,proletariats zu zentralisieren und die ,masse der ,produktionskrfte mglichst rasch zu vermehren4 ,im ,anschlu daran werden die verschiedenen ,manahmen kurz aufgefhrt1 die zu diesem ,zweck getroffen werden wrden1 und dann heit es abschlieend3 ,sind im ,laufe der ,entwicklung die ,klassenunterschiede verschwunden und ist alle ,produktion in den ,hnden der assoziierten ,individuen konzentriert1 so verliert die ffentliche ,gewalt den politischen ,charakter4 ,die politische ,gewalt im eigentlichen ,sinne ist die organisierte ,gewalt einer ,klasse zur ,unterdrckung einer anderen4 ,wenn das ,proletariat im ,kampfe gegen die ,bourgeoisie sich notwendig zur ,klasse vereint1 durch eine ,revolution sich zur herrschenden ,klasse macht und als herrschende ,klasse gewaltsam die alten ,produktionsverhltnisse aufhebt1 so hebt es mit diesen ,produktionsverhltnissen die ,existenzbedingungen des ,klassengegensatzes1 die ,klassen berhaupt und damit seine eigene ,herrschaft als ,klasse auf4 ,an die ,stelle der alten brgerlichen ,gesellschaft mit ihren ,klassen und ,klassengegenstzen tritt eine ,assoziation1 worin die freie ,entwicklung eines jeden die ,bedingung fr die freie ,entwicklung aller ist4 ,hier wird das ,wort ,staat vollstndig1 und man darf annehmen absichtlich vermieden4 ,das ,proletariat bernimmt die ,staatsgewalt1 entreit der ,bourgeoisie alle wirtschaftlichen und politischen ,machtmittel1 verwendet sie in seinem ,sinne1 und nachdem dies geschehen1 entsteht eine groe allgemeine ,assoziation4 ,vom ,staat ist keine ,rede mehr4 ,in spteren ,schriften von ,marx und ,engels kommt diese ,haltung zum ,staat noch schrfer zum ,ausdruck4 ,nach der ,niederwerfung der achtundvierziger ,revolution lebten sie verbannt im ,exil in ,london4 ,als in den sechziger ,jahren die ,arbeiterbewegung sich von neuem bildete1 nahmen sie direkten ,anteil an der deutschen ,bewegung nicht4 ,sie hatten aber in dieser politische ,freunde1 mit denen sie brieflichen ,verkehr unterhielten1 auch suchten sie durch ,aufstze und ,schriften erzieherisch auf die ,bewegung einzuwirken4 ,einer dieser ,freunde war ,wilhelm ,liebknecht1 und die ,fraktion1 an deren ,spitze er und ,august ,bebel standen1 galt lange ,zeit in ,deutschland als die eigentliche ,partei von ,marx4 ,in den ,organen1 die ,wilhelm ,liebknecht damals redigierte1 kamen aber naturgem vorwiegend ,ideen von ,liebknecht zum ,ausdruck1 von denen schon erwhnt wurde1 da sie stark vom franzsischen ,sozialismus beeinflut waren1 da ,liebknecht ganz irrigerweise fr das theoretische ,mundstck von ,marx genommen ward4 ,liebknecht gab dem #ahfi von der damals unter seiner geistigen ,fhrung geschaffenen sozialdemokratischen ,arbeiterpartei gegrndeten und von ihm redigierten ,blatt den ,titel ,der ,volksstaat1 und er wie andere sprachen darin auch immer wieder von einem solchen ,staat4 ,das war aber ganz und gar nicht nach dem ,geschmack von ,marx und ,engels1 und in der #ahgf_/gg von ihm unter teilweiser ,mitwirkung von ,marx verfaten ,schrift ,herrn ,eugen ,dhrings ,umwlzung der ,wissenschaft nahm ,engels ,gelegenheit1 gegen diese ,idee vom ,volksstaat1 wie ,liebknecht sie vertrat1 zu polemisieren1 ohne letzteren zu nennen4 ,er legt dar1 da nach der ,revolution des ,proletariats die ,entwicklung nicht zum ,volksstaat1 sondern zur ,auflsung1 zum ,absterben des ,staates fhre4 ,die ,kapitel der ,schrift1 die speziell den ,sozialismus behandeln1 sind von ,engels spter als ,broschre unter dem ,titel3 ,die ,entwicklung des ,sozialismus von der ,utopie zur ,wissenschaft herausgegeben worden1 und wer es nicht vorzieht1 das ganze ,buch zu lesen1 das beraus wertvolle ,darlegungen ber grundlegende ,fragen der ,philosophie1 ,ethik1 ,geschichtswissenschaft1 ,nationalkonomie und ,sozialwissenschaft enthlt1 der sollte sich zum mindesten diese ,broschre anschaffen4 ,man kann sich keine bessere ,vorfhrung der ,grundgedanken der ,marx-,engelsschen ,soziallehre wnschen4 ,in dieser ,schrift nun gibt ,engels gegen den ,schlu eine zusammengefate ,darlegung darber1 was nach der von ,marx und ihm vertretenen ,anschauung aus dem ,staat wird1 nachdem die ,arbeiterklasse auf der zu ihrem ,hhepunkt gelangten ,entwicklung der kapitalistischen ,gesellschaft die politische ,gewalt erlangt hat4 ,er schreibt dort3 ,das ,proletariat ergreift die ,staatsgewalt und verwandelt die ,produktionsmittel zunchst in ,staatseigentum4 ,aber damit hebt es sich selbst als ,proletariat1 damit hebt es alle ,klassenunterschiede und ,klassengegenstze auf1 und damit auch den ,staat als ,staat4 ,die bisherige1 sich in ,klassengegenstzen bewegende ,gesellschaft hatte den ,staat ntig1 d4 h4 eine ,organisation der jedesmaligen ausbeutenden ,klasse zur ,aufrechterhaltung ihrer ueren ,produktionsbedingungen1 also namentlich zur gewaltsamen ,niederhaltung der ausgebeuteten ,klasse in den durch die bestehende ,produktionsweise gegebenen ,bedingungen der ,unterdrckung 7,sklaverei1 ,leibeigenschaft oder ,hrigkeit1 ,lohnarbeit74 ,der ,staat war der offizielle ,reprsentant der ganzen ,gesellschaft1 ihre ,zusammenfassung in einer sichtbaren ,krperschaft2 aber er war dies nur1 insofern er der ,staat derjenigen ,klasse war1 welche selbst fr ihre ,zeit die ganze ,gesellschaft vertrat3 im ,altertum ,staat der sklavenhaltenden ,staatsbrger1 im ,mittelalter des ,feudalismus1 in unserer ,zeit der ,bourgeoisie4 ,indem er endlich tatschlich ,reprsentant der ganzen ,gesellschaft wird1 macht er sich selbst berflssig4 ,sobald es keine ,gesellschaftsklasse mehr in der ,unterdrckung zu halten gibt1 sobald mit der ,klassenherrschaft und dem in der bisherigen ,anarchie der ,produktion begrndeten ,kampf ums ,einzeldasein auch die daraus entspringenden ,kollisionen und ,exzesse beseitigt sind1 gibt es nichts mehr zu reprimieren1 das eine besondere ,repressionsgewalt1 einen ,staat ntig machte4 ,der erste ,akt1 worin der ,staat wirklich als ,reprsentant der ganzen ,gesellschaft auftritt -- die ,besitzergreifung der ,produktionsmittel im ,namen der ,gesellschaft -- ist zugleich sein letzter selbstndiger ,akt als ,staat4 ,das ,eingreifen einer ,staatsgewalt in gesellschaftliche ,verhltnisse wird auf einem ,gebiete nach dem andern berflssig und schlft dann von selbst ein4 ,an die ,stelle der ,regierung ber ,personen tritt die ,verwaltung von ,sachen und die ,leitung von ,produktionsprozessen4 ,der ,staat wird nicht abgeschafft1 er stirbt ab4 ,hieran ist die ,phrase vom freien ,volksstaat zu messen1 also sowohl nach ihrer zeitweiligen agitatorischen ,berechtigung1 wie nach ihrer endgltigen wissenschaftlichen ,unzulnglichkeit2 hieran ebenfalls die ,forderung der sogenannten ,anarchisten1 der ,staat solle von heute auf morgen abgeschafft werden4 ,man sieht1 es wird dem ,staat im ,grunde eine nur transitorische1 zeitweilige ,rolle zuerkannt1 die wesentlich die einer unterdrckenden oder niederhaltenden ,gewalt ist -- also das1 was ,lassalle gerade die ,rolle eines ,nachtwchters der jeweilig herrschenden ,klasse nennt1 und wenn mit dem ,bestehen verschiedener ,gesellschaftsklassen die ,klassengegenstze und der ,anla zur ,niederhaltung von ,klassen aufhren1 hrt nach dieser ,theorie auch der ,staat auf4 ,sie zieht sich durch alle ,schriften von ,marx und ,engels und ist von letzterem spter in der ,schrift3 ,der ,ursprung der ,familie1 des ,privateigentums und des ,staates nher begrndet worden4 ,gelegentlich spricht ,engels wohl auch vom ,staat als ,produkt der ,arbeitsteilung in der ,gesellschaft und leitendem ,organ der durch jene notwendig gewordenen ,verwaltungsaufgaben1 aber er geht auf diese ,funktionen und ihre ,zukunft nicht nher ein1 sondern lt hinterher immer nur den ,staat als ,organ der ,niederhaltung aufmarschieren4 ,inwieweit diese ,auffassung aufrechterhalten werden kann1 oder welche von beiden ,auffassungen die ,marx-,engelssche und die ,lassallesche1 die zeitweilig in den ,diskussionen der ,sozialisten eine groe ,rolle gespielt haben1 den ,anspruch auf grere ,richtigkeit hat1 wird sich vielleicht zeigen1 wenn wir nun auch ,marx selbst ber den ,staat gehrt haben4 ,vierzehn ,jahre bevor die ,schrift von ,engels ber den ,ursprung der ,familie1 des ,privateigentums und des ,staates erschien1 im ,jahre #ahga1 hat ,karl ,marx sich genauer ber den ,staat geuert in jener fr den ,generalrat der ,internationalen ,arbeiterassoziation verfaten ,denkschrift oder ,ansprache ber die ,pariser ,kommune von #ahga4 ,im dritten ,abschnitt dieser ,schrift legt er dar1 was eigentlich die ,kommune von ,paris bedeutet habe1 was ihr tieferer ,sinn und ihre tieferen ,absichten gewesen seien4 ,er hat dabei1 was ich nicht verheimlichen will1 etwas sehr frei gearbeitet4 ,er hat das1 was den ,leuten der ,kommune unbestimmt vorschwebte1 in eine sehr klare und bestimmte ,sprache1 in die logische ,entwicklung eines leitenden ,gedankens gekleidet4 ,nachdem er dargelegt hat1 da die ,pariser ,kommune eine ,regierung der ,arbeiterklasse war und mit den ,einrichtungen der alten ,klassenherrschaft1 mit ,militr1 ,polizei usw4 gebrochen hatte1 fhrt er fort3 ,die ,pariser ,kommune sollte selbstverstndlich allen groen gewerblichen ,mittelpunkten ,frankreichs zum ,muster dienen4 ,sobald die kommunale ,ordnung der ,dinge einmal in ,paris und den ,mittelpunkten zweiten ,ranges eingefhrt war1 htte die alte zentralisierte ,regierung auch in den ,provinzen der ,selbstregierung der ,produzenten weichen mssen4 ,in einer kurzen ,skizze der nationalen ,organisation1 die die ,kommune nicht die ,zeit hatte weiter auszuarbeiten1 heit es ausdrcklich1 da die ,kommune die politische ,form selbst des kleinsten ,dorfs sein1 und da das stehende ,heer auf dem ,lande durch eine ,volksmiliz mit uerst kurzer ,dienstzeit ersetzt werden sollte4 ,die ,landgemeinden eines jeden ,bezirks sollten ihre gemeinsamen ,angelegenheiten durch eine ,versammlung von ,abgeordneten in der ,bezirkshauptstadt verwalten1 und diese ,bezirksversammlungen dann wieder ,abgeordnete zur ,nationaldelegation in ,paris schicken2 die ,abgeordneten sollten jederzeit absetzbar und an die bestimmten ,instruktionen ihrer ,whler gebunden sein4 ,die wenigen1 aber wichtigen ,funktionen1 welche dann noch fr eine ,zentralregierung brig blieben1 sollten nicht1 wie dies absichtlich geflscht worden1 abgeschafft1 sondern an kommunale1 d4 h4 streng verantwortliche ,beamte bertragen werden4 ,die ,einheit der ,nation sollte nicht gebrochen1 sondern im ,gegenteil organisiert werden durch die ,kommunalverfassung2 sie sollte eine ,wirklichkeit werden durch die ,vernichtung jener ,staatsmacht1 welche sich fr die ,verkrperung dieser ,einheit ausgab1 aber unabhngig und berlegen sein wollte gegenber der ,nation1 an deren ,krper sie doch nur ein ,schmarotzerauswuchs war4 ,whrend es galt1 die blo unterdrckenden ,organe der alten ,regierungsmacht abzuschneiden1 sollten ihre berechtigten ,funktionen einer ,gewalt1 die ber der ,gesellschaft zu stehen beanspruchte1 entrissen und den verantwortlichen ,dienern der ,gesellschaft zurckgegeben werden4 ,statt einmal in drei oder sechs ,jahren zu entscheiden1 welches ,mitglied der herrschenden ,klasse das ,volk im ,parlament ver- und zertreten soll1 sollte das allgemeine ,stimmrecht dem in ,kommunen konstituierten ,volk dienen1 wie das individuelle ,stimmrecht jedem andern ,arbeitgeber dazu dient1 ,arbeiter1 ,aufseher und ,buchhalter in seinem ,geschft auszusuchen4 ,und es ist bekannt genug1 da ,gesellschaften ebenso gut wie einzelne in wirklichen ,geschftssachen gewhnlich den rechten ,mann zu finden und1 falls sie sich einmal tuschen1 dies bald wieder gut zu machen wissen4 ,andererseits aber konnte nichts dem ,geist der ,kommune fremder sein1 als das allgemeine ,stimmrecht durch hierarchische ,investitur zu ersetzen4 ,diese ,ausfhrungen stehen gedanklich in merkwrdiger bereinstimmung mit dem ,plane1 den der von ,marx so scharf kritisierte ,proudhon in seiner ,abhandlung ber den ,fderalismus und seiner ,schrift ber die politische ,befhigung der arbeitenden ,klassen entwickelt hat4 ,die letztgenannte ,schrift1 die man ,proudhons politisches ,testament nennen kann1 ist nie ins ,deutsche bersetzt worden4 ,sie ist gegen ,ende #ahfd geschrieben1 als die ,internationale ,arbeiterassoziation im ,entstehen begriffen war und in der ,arbeiterschaft von ,paris neues politisches ,leben sich regte4 ,mit ihr wollte ,proudhon1 an dem der ,tod schon nagte1 der ,bewegung eine ,art politisches ,geleitbuch geben4 ,er war1 wie man wei1 ,gegner des ,staates1 wenn er auch nicht ,anarchist in dem ,sinne war1 wie man das ,wort heute versteht1 sondern dem ,fderalismus und ,kommunalismus huldigte4 ,der ,staat sollte dadurch abgeschafft werden1 da die ,nation sich in freien ,kommunen und ,verbnden von solchen von unten auf fderalistisch organisierte4 ,der ,staat wird da -- was unter dem kaiserlichen ,regime ,frankreichs verstndlich genug war -- nur als unterdrckende ,macht aufgefat4 ,ganz wie sieben ,jahre spter bei ,marx1 der ihn ,schmarotzergewchs1 ,auswuchs der ,gesellschaft und unterdrckende ,gewalt nennt4 ,von einer hheren ,aufgabe oder ,funktion des ,staates ist bei ,marx so wenig wie bei ,proudhon die ,rede1 whrend nach ,lassalle der ,staat sogar eine hohe kulturelle ,aufgabe selbst dann noch erfllte1 wenn er es gar nicht einmal wollte4 ,wo ist da die ,wahrheit8 ,nach meiner ,ansicht verkennt der von ,marx entwickelte ,plan vollstndig die ,rckwirkung der groen konomischen ,zusammenhnge1 was bei einem ,manne wie ,marx1 der so groen ,sinn fr das ,wesen und die ,bedeutung der groen ,produktion hatte1 ganz besonders verwundern mu4 ,die hier entwickelte ,auffassung ist vollstndig kleinbrgerlich4 ,ein ,gemeinwesen mit kleinbrgerlicher ,wirtschaft und kleinbrgerlichem ,verkehr lt sich allenfalls nach ,art des ,kommunalismus auffassen4 ,ein ,land aber mit modernen ,industrieunternehmungen und den durch sie geschaffenen wirtschaftlich sozialen ,zusammenhngen1 die weit ber die ,gemeinde hinausgreifen1 ist als bloer ,bund unabhngiger ,kommunen undenkbar4 ,man vergegenwrtige sich zum ,beispiel nur das moderne vielverzweigte ,verkehrswesen und die vielen anderen ,wirtschaftsorganismen1 deren ,wirkungssphre und ,bedrfnisse eine ,zwangsgesetzgebung notwendig machen1 die an der ,selbstbestimmung der ,gemeinden keinen ,hemmschuh finden darf4 ,der durch die groe ,industrie erzeugte ,wirtschaftsverkehr stellt die ,gesetzgebung der ,nation vor ganz andere ,aufgaben1 als sie in einer kommunistischen ,organisation ausreichend erfllt werden knnten4 ,die letztere wrde schon einfach an den ,erfordernissen rationeller ,fluwirtschaft versagen1 bei der die rtlichen ,interessen so verschieden liegen4 ,die ,bewohner im ,tale und an der ,mndung haben ganz andere ,interessen als die ,bewohner der ,berggegenden1 von denen der ,flu herkommt4 ,vielfach sind ,flsse versandet1 weil die ,bevlkerung in den betreffenden ,bergdistrikten die ,wlder abgeholzt hatte4 ,die von den ,quellen an in ihrem ,lauf ungehemmten ,flsse nahmen so viel ,erdreich mit1 da weiter unten ,bett und ,mndungen versandeten4 ,eine ,fluwirtschaft1 die den ,flu schiffbar erhlt1 braucht ,gesetze und eine berwachung1 die vor keinen ,sonderinteressen oder gar ,launen der ,gemeinden ,halt machen4 ,haben wir doch selbst internationale berwachungskommissionen fr die ,flulufe von ,donau1 ,rhein usw4 ,man verweist nun gern auf diese letzteren als ,beweise dafr1 da sich solche ,dinge auch auf dem ,wege der freien ,vereinbarung regeln lassen4 ,aber man vergit dabei1 da diesen ,kommissionen ,vertrge von ,staaten zugrunde liegen1 bei denen schon die ,sonderinteressen von ,gemeinden und ,bezirken einem groen ,allgemeininteresse weichen muten4 ,wren nicht schon ,staaten gewesen1 so wren jene ,vereinbarungen nie zustande gekommen4 ,der ,plan des ,kommunalismus ignoriert viele der bedeutenden ,gesetzgebungs- und ,verwaltungsaufgaben des modernen ,staates1 brigens knnen auch die ,gemeinden heute sich nicht mehr auf die kleinbrgerlichen ,aufgaben beschrnken1 die ,proudhon im ,auge hatte4 ,die ,bodenpolitik1 ,verkehrspolitik und ,sozialpolitik sind bei vielen schon ber diesen ,rahmen hinausgewachsen4 ,ich darf daran erinnern1 was meine ,wenigkeit vor jetzt beinahe #be ,jahren geschrieben hatte in einem ,artikel1 der betitelt ist3 ,die sozialpolitische ,bedeutung von ,raum und ,zahl4#a ,es wird dort aufgezeigt1 wie sehr die rumliche ,ausdehnung des ,gebiets und die ,vermehrung der ,bevlkerung allein schon ganz neue ,bedrfnisse schaffen und das ,zustandekommen der ,gesetzgebung wie ihre ,aufgaben komplizieren4 #a ,wieder abgedruckt in ,band ,,ii des ,sammelwerks ,zur ,theorie und ,geschichte des ,sozialismus4 ,berlin #aijd1 #d4 ,auflage4 ,man wird das in ,deutschland praktisch erfahren1 wenn hier ,versuche gemacht werden1 die in die ,reichsverfassung der ,republik grundstzlich bernommene direkte ,gesetzgebung in die ,wirklichkeit umzusetzen4 ,das in der ,schweiz heimische ,referendum hat auch dort seine ,ncken4 ,aber es ist ganz etwas anderes1 wenn die ,brger der kleinen1 von jeher republikanischen ,eidgenossenschaft ber eine ,frage ihres weltpolitisch gesicherten ,landes abstimmen1 als wenn eine solche ,volksabstimmung in einem ,lande mit ber #fj ,millionen ,einwohnern und in so schwieriger ,lage wie ,deutschland vorgenommen wird4 ,man kann mit der direkten ,abstimmung wohl ganz einfache ,fragen regeln1 aber unmglich kann man alle ,angelegenheiten eines groen ,landes durch solche ,abstimmungen zur ,entscheidung bringen1 es mte sonst jeder ,brger ein ,ausbund enzyklopdischen ,wissens sein4 ,der ,staat ist nicht nur ,organ der ,unterdrckung und ,besorger der ,geschfte der ,besitzenden4 ,ihn nur als solches erscheinen zu lassen1 ist die ,zuflucht aller anarchistischen ,systemmacher4 ,proudhon1 ,bakunin1 ,stirner1 ,krapotkin1 sie alle haben den ,staat immer nur als ,organ der ,unterdrckung und ,aussaugung hingestellt1 das er freilich lange genug gewesen ist1 aber durchaus nicht notwendig sein mu4 ,er ist eine ,form des ,zusammenlebens und ein ,organ der ,regierung1 das seinen sozialpolitischen ,charakter mit seinem sozialen ,inhalt ndert4 ,wer nach der ,art eines abstrahierenden ,nominalismus seinen ,begriff mit dem ,begriff der ,herrschaftszustnde1 unter denen er einst entstanden ist1 unabnderlich verknpft1 ignoriert die ,entwicklungsmglichkeiten und tatschlichen ,metamorphosen1 wie sie sich in der ,geschichte mit ihm vollzogen haben4 ,in der ,praxis hat sich unter dem ,einflu der ,kmpfe der ,arbeiterbewegung in den sozialdemokratischen ,parteien eine andere ,wertung des ,staates eingestellt4 ,da hat in der ,tat die ,idee eines ,volksstaates ,boden gewonnen1 der nicht das ,werkzeug der oberen ,klassen und ,schichten ist1 sondern seinen ,charakter kraft des allgemeinen und gleichen ,wahlrechts von der groen ,volksmehrheit erhlt4 ,insofern hat ,lassalle trotz mancher bertreibungen in seinen oben wiedergegebenen ,stzen vor der ,geschichte1 soweit wir sie bersehen knnen1 recht behalten4 ,allerdings mu man auch ihn cum grano salis verstehen4 ,in seinem ,offenen ,antwortschreiben ruft er den ,arbeitern zu3 ,aber was ist denn der ,staat8 ,und nach ,vorfhrung von statistischen ,zahlen ber die damalige ,einkommensverteilung fhrt er fort3 ,ihnen also1 den notleidenden ,klassen1 nicht uns1 den hheren ,stnden1 gehrt der ,staat1 denn aus ,ihnen besteht er1 ,ihre1 der rmeren ,klassen groe ,assoziation1 das ist der ,staat6 ,ein ,ausspruch1 der viel hnlichkeit hat mit dem ,satz eines franzsischen ,sozialisten1 von dem seinerzeit geschrieben wurde1 da ,lassalle ihn kopiert habe1 was aber nicht richtig ist4 ,es ist dies ,louis ,blanc1 der ,verfasser der ,schrift ber die ,organisation der ,arbeit4 ,in einer ,abhandlung1 die polemisch gegen ,proudhon gerichtet war1 schrieb dieser3 ,in einem demokratischen ,regierungssystem ist der ,staat die ,macht des ganzen1 durch seine ,abgeordneten vertretenen ,volkes1 er ist die ,herrschaft der ,freiheit4 ,der ,staat ist nichts anderes als die ,gesellschaft selbst1 die als ,gesellschaft handelt1 um die ,unterdrckung zu verhindern und die ,freiheit aufrechtzuerhalten4 ,mann aus dem ,volke1 der ,staat bist du6 -- ,homme du peuple1 l'tat c'est vous6 ,der ,aufruf am ,schlu ist in der ,tat beinahe derselbe1 den ,lassalle ausstt4 ,und hnlich wird argumentiert3 der ,staat ist aus dem ,volk zusammengesetzt1 folglich ist das ,volk der ,staat4 ,in dieser ,hinsicht kann man freilich etwas weniger simplizistisch argumentieren4 ,mit der ,feststellung1 aus welchen ,menschen die ,bevlkerung des ,staates besteht1 ist der ,staat noch nicht erklrt4 ,nur unter bestimmten ,umstnden hat das ,wort einen wahren ,inhalt4 ,hren wir darber einen anderen ,sozialisten4 ,der englische ,sozialist ,james ,ramsey ,macdonald hat im ,jahre #aiji eine sehr interessante ,abhandlung verffentlicht ber ,sozialismus und ,regierung4 ,darin fhrt er gegen ,engels aus3 ,der ,staat ist nicht die ,regierung und nicht die ,gesellschaft1 er ist die organisierte politische ,persnlichkeit eines unabhngigen ,volkes1 die ,organisation einer ,gemeinschaft1 um ihren gemeinsamen ,willen geltend zu machen durch politische ,mittel4 ,es ist ein ,irrtum1 anzunehmen1 da der ,staat nur das ist1 was die ,individuen aus ihm gemacht haben4 ,auch die ,vergangenheit hat ihn gemacht4 444 ,daher mu der ,staat als ein ,organisches betrachtet werden4#b #b ,im gleichen ,sinne heit es in dem obenerwhnten ,aufsatz des ,verfassers dieser ,schrift3 ,wie in der ,tierwelt mit der ,differenzierung der ,funktionen die ,ausbildung eines ,knochengersts unvermeidlich wird1 so im gesellschaftlichen ,leben mit der ,differenzierung der ,wirtschaften die ,heranbildung eines das ,gesellschaftsinteresse als solches vertretenden ,verwaltungskrpers4 ,ein solcher ,krper war bisher und ist heute der ,staat4 ,da nun die ,weiterentwicklung der ,produktion ganz ersichtlich nicht in ,aufhebung der differenzierten ,produktion bestehen kann1 sondern nur in neuer ,zusammenfassung auf ,grundlage der ausgebildeten ,differenzierung -- auf die ,personen bertragen1 nicht in ,aufhebung1 sondern in ,ergnzung der beruflichen ,arbeitsteilung 7bzw4 der ,arbeitsteilung im ,beruf4 ,ed4 ,b471 so kann der ,verwaltungskrper der ,gesellschaft der absehbaren ,zukunft sich vom gegenwrtigen ,staat nur dem ,grade nach unterscheiden4 7,ed4 ,bernstein1 ,zur ,theorie und ,geschichte des ,sozialismus1 ,berlin #aijd1 ,bd4 ,,ii1 ,s4 #gc47 ,das ist1 glaube ich1 die vor der unbefangenen geschichtlichen ,prfung auch wohl dauernden ,bestand behaltende ,definition des ,begriffes ,staat4 ,man kann ,macdonald nicht vorwerfen1 da er irgendein wesentliches ,moment auslt1 das beim ,staat in ,betracht kommt4 ,es hat nun eine ganze ,literatur ber den ,staat gegeben1 ob der ,staat auf einem ,vertrag beruht1 sei es auf einem bewuten oder einem stillschweigenden ,vertrag1 den ein ,teil der ,bevlkerung einfach durch ,duldung eingeht1 oder ob der ,staat nur von der ,gewalt herkam4 ,und1 hat man weiter gefragt1 was ist der ,gemeinschaftswille8 ,ist es der ,wille aller1 die eine ,gemeinschaft bilden1 addiert1 oder ist eine strkere ,potenz bei seiner ,bildung ttig8 ,letzteres ist1 soweit man berhaupt berechtigt ist1 von einem ,gemeinschaftswillen zu sprechen1 in der ,tat der ,fall4 ,und zwar ist es keine mystische1 bersinnliche ,macht1 sondern ganz einfach die ,geschichte1 die ,vergangenheit1 die bei seiner ,bildung mitwirkt1 und nicht blo die jeweilige ,abstimmung einer ,anzahl ,menschen4 ,der ,staat ist ein ,produkt der ,entwicklung1 in dessen jeweilige ,gestaltung die ,vergangenheit mit hineinspielt4 ,aus dem ,staat herausspringen ist ,unmglichkeit4 ,man kann ihn nur ndern4 ,und so fhrt die ,frage nach dem ,staat den ,sozialisten hinber zur ,frage der ,demokratie und der ,regierung berhaupt4 ,siebentes ,kapitel4 ,der ,sozialismus als ,demokratie und der ,parlamentarismus4 ,halten wir daran fest1 da der ,sozialismus unserer ,zeit als ,klassenbewegung ,bewegung der ,arbeiterklasse ist4 ,allerdings ist er nicht nur ,klassenbewegung1 sondern auch ,bewegung sozialistischer ,ideologie4 ,aber der ,angehrige einer anderen ,gesellschaftsklasse mu je nachdem sein ,klasseninteresse vergessen1 oder sich ber es hinwegsetzen1 um ,sozialist zu werden4 ,der ,arbeiter aber1 das ist wenigstens die ,auffassung der ,sozialisten1 braucht nur sein ,klasseninteresse zu erkennen -- nicht sein persnliches ,interesse1 das kann ein anderes sein --1 um ,sozialist zu werden4 ,da somit die sozialistische ,bewegung die ,bewegung der ,arbeiterklasse ist1 der breiten sozialen ,unterschicht der ,gesellschaft1 ist sie darum schon notwendigerweise eine demokratische ,bewegung4 ,darber kann grundstzlich gar keine ,meinungsverschiedenheit bestehen1 sondern nur darber1 wie diese ,demokratie sich auswirkt1 auf welchem ,wege und zu welchem ,ziele hin4 ,streit herrscht zunchst ber ihre ,form1 und da berhrt die ,frage der ,demokratie die ,frage des ,parlamentarismus4 ,wiederholt ist schon von ,sozialisten wie auch von radikalen brgerlichen ,demokraten ein grundstzlicher ,gegensatz zwischen ,demokratie und ,parlamentarismus behauptet worden4 ,und heute kann man in ,organen derjenigen sozialistischen ,richtung1 die sich kommunistisch nennt1 den von der bolschewistischen ,regierung ,sowjetrulands als ,axiom aufgestellten ,satz lesen3 ,der ,parlamentarismus ist die ,regierungsform der ,bourgeoisie4 ,dagegen wissen wir1 da sowohl ,marx-,engels wie auch ,lassalle fr den ,parlamentarismus eingetreten sind1 wenn es sich um den ,kampf fr das ,budgetrecht1 das ,geldbewilligungsrecht des ,parlaments gegen halbabsolutistische monarchistische ,regierungen gehandelt hat4 ,und heute tritt die groe ,mehrheit der ,sozialisten1 die nicht bolschewistische ,kommunisten sind1 fr die parlamentarische ,regierung ein4 ,es ist daher ntig1 sich klar zu machen1 was wir unter ,parlamentarismus und parlamentarischer ,regierung zu verstehen haben4 ,beginnen wir mit der ,begriffsbestimmung4 ,was ist berhaupt ein ,parlament8 ,die ,frage ist genau dahin zu beantworten3 ein ,parlament ist ein beratender und jeweilig auch beschlieender ,vertretungskrper1 anders ausgedrckt1 eine vertretende bzw4 reprsentative ,versammlung1 die bert und je nachdem auch beschliet4 ,vertretung und ,beratung sind vom ,begriff des ,parlamentarismus nicht zu trennen1 das ,beschlieen eher4 ,es hat ,parlamente gegeben1 die das ,recht der ,beschlufassung nicht hatten4 ,in der ,frhzeit der parlamentarischen ,entwicklung ,englands gab es dort solche parlamentarische ,krper4 ,die ,konsulatsverfassung ,frankreichs1 die von ,sieys ausgearbeitet war1 und spter die ,verfassung des ,kaiserreichs wurde1 sah verschiedene parlamentarische ,krper vor3 ,senat1 ,tribunal usw4 ,das ,tribunal hatte dabei nur eine beratende ,funktion1 nicht die ,beschlufhigkeit4 ,es hatte ,gesetze zu beraten und sie je nachdem dem gesetzgebenden ,krper vorzulegen2 aber beschlieende ,kraft hatte es nicht4 ,diesen ,gedanken hatte ,sieys entnommen der oligarchischen venezianischen ,republik1 und hnliches findet man in der brgerlichen ,utopie ,oceana des ,james ,harrington niedergelegt1 die in mancher ,hinsicht fr die ,ideengeschichte des ,parlamentarismus interessant ist4 ,harrington schlug zwei ,krper vor1 einen beratenden und einen beschlieenden4 ,da sollte aber der demokratisch gewhlte ,krper der beschlieende sein1 und der nach beschrnktem ,wahlrecht gebildete ,krper nur beratende ,funktion haben4 ,dieser wesentlich die besitzenden ,klassen vertretende ,beratungskrper sollte die ,gesetze vorberaten1 und dann sollte das ,volk durch seine ,vertreter ber sie entscheiden4 ,man kann sagen1 das sei ein verflschter ,parlamentarismus4 ,aber darauf kommt es hier nicht an4 ,in der ,geschichte des ,parlamentarismus hat es viele ,halbheiten und ,mischformen gegeben4 ,auch der englische ,parlamentarismus war zunchst eine ,mischform1 ist es in gewisser ,hinsicht selbst heute noch4 ,erstens ist er nicht die unbeschrnkte ,herrschaft des ,parlaments4 ,denn neben dem ,parlament besteht in ,england noch die ,krone1 die nach dem ,buchstaben des ,gesetzes noch sehr viele ,rechte hat1 wenn sie auch in der ,praxis von den meisten keinen ,gebrauch macht4 ,immerhin hat sie mehr ,rechte1 als man gemeinhin annimmt4 ,dann besteht das ,parlament in ,england noch immer aus zwei ,husern1 dem berwiegend aus erblichen ,mitgliedern zusammengesetzten ,haus der ,lords und dem ,haus der ,gemeinen1 englisch3 ,house of ,commons1 was man in ,deutschland merkwrdigerweise noch immer mit ,unterhaus bersetzt1 whrend in ,wirklichkeit das ,haus der ,gemeinen viel weitergehende ,rechte hat als das ,haus der ,lords4 ,im englischen ,volke wird denn auch allgemein nur die gewhlte ,vertretung als das ,parlament betrachtet4 ,ebenso in ,deutschland4 ,schon vor der ,revolution betrachtete das preuische ,volk das ,abgeordnetenhaus als das eigentliche ,parlament2 das ,herrenhaus galt ihm nur als eine ,art ,hemmschuh der parlamentarischen ,arbeit1 und viel mehr war es ja auch nicht4 ,in ,england nennt man auch nicht das ,haus der ,lords die erste ,kammer1 sondern bezeichnet es ganz logisch als die zweite ,kammer4 ,diese zweiten ,kammern beruhen auch anderwrts vielfach auf dem erblichen ,recht oder sind zusammengesetzt aus ernannten ,vertretern und stndischen ,vertretern4 ,so war das preuische ,herrenhaus zusammengesetzt aus ,vertretern des ,adels1 des ,grundbesitzes1 bestimmter erbberechtigter ,familien1 der hohen ,geistlichkeit1 der ,universitten1 der ,stdte2 es war also eine stndische ,vertretung4 ,in ,england sind1 wie bemerkt1 ,mitglieder des ,hauses der ,lords auch heute noch grtenteils ,personen aus ererbtem ,recht1 aber dieses erbliche ,anrecht auf den ,sitz im ,hause der ,lords hat eine unangenehme ,nebenwirkung4 ,ein ,mann1 der erblicher ,peer von ,england ist1 darf nicht ,abgeordneter im ,haus der ,gemeinen sein4 ,der bekannte liberale ,politiker ,lord ,rosebery war ,mitglied des ,hauses der ,gemeinen1 solange sein ,vater ,mitglied des ,hauses der ,lords war4 ,aber dieser ,vater starb sehr frh1 und da mute der ,sohn ins ,haus der ,lords1 ob er wollte oder nicht1 so da es mit seiner ,abgeordnetenlaufbahn vorbei war4 ,er hat das sehr bel empfunden und das ,haus der ,lords fr einen vergoldeten ,kfig erklrt4 ,da er nicht ins ,haus der ,gemeinen durfte1 hatte ihn als ,fhrer der liberalen ,partei unmglich gemacht1 so sehr ist dieses im heutigen ,england die erste ,kammer4#c #c ,eine ,reform des ,hauses der ,lords durch eine ,verbreiterung seiner ,basis erstreben in ,england die ,konservativen4 ,dem setzen die ,liberal-,radikalen hartnckigen ,widerstand entgegen1 weil ein reformiertes ,haus der ,lords leichter ein der ,demokratie gefhrlicheres ,haus werden knnte als das unvernderte1 aus dem ,adel zusammengesetzte ,haus1 das man durch immer neue ,einschrnkung seiner ,rechte reformiert hat4 ,geschichtlich waren die erblichen oder stndischen ,kammern allerdings zunchst die ersten4 ,in ,england entsteht zunchst im ,anfang des dreizehnten ,jahrhunderts das ,haus der ,lords4 ,aber sehr bald ziehen die ,lords ,vertreter der ,grafschaften und ,stdte hinzu1 weil sie sie brauchen1 die dann aber als ,haus der ,gemeinen gesondert tagen1 und allmhlich gewinnt dieses ,haus der ,gemeinen immer mehr ,bedeutung gegenber dem ,hause der ,lords1 bis das ,schwergewicht vllig bei der breiten1 direkt gewhlten ,volksvertretung liegt4 ,das ist heute auch dort der ,fall1 wo beide ,kammern gewhlt werden1 wie jetzt in ,frankreich4 ,dort werden der ,senat und die ,deputiertenkammer gewhlt1 aber die ,deputiertenkammer wird gewhlt auf ,grund des allgemeinen1 gleichen1 geheimen und direkten ,wahlrechts1 der ,senat aber indirekt von ,vertretern der ,gemeinden1 der ,generalrte und ,arrondissementsrte4 ,in der ,schweiz wiederum hat man den ,nationalrat und den ,stnderat4 ,der ,nationalrat wird in ,wahlkreisen auf ,grund des gleichen1 direkten ,wahlrechts gewhlt2 der ,stnderat wird zwar auch direkt gewhlt1 aber von den ganzen ,kantonen4 ,jeder ,vollkanton entsendet zwei1 jeder ,halbkanton einen ,vertreter1 whrend die ,nationalratswahlkreise nach der ,bevlkerung eingeteilt sind4 ,infolgedessen ist der ,nationalrat viel strker an ,mitgliedern als der ,stnderat und bt auch weitreichendere ,funktionen aus4 hnlich ist es in den ,vereinigten ,staaten1 wo ,senat und ,reprsentantenhaus die ,volksvertretung1 hier ,kongre genannt1 bilden4 ,der ,senat wird direkt oder indirekt von den ,staaten gewhlt1 das ,reprsentantenhaus von den ,wahlkreisen4 ,aber hier wie in allen brigen modernen ,lndern wird das allgemeine und mehr direkt gewhlte ,haus als das eigentliche ,parlament betrachtet4 ,was nun die ,rechte und ,aufgaben der ,parlamente betrifft1 so ist das ,fundamentalrecht des ,parlaments das ,budgetrecht1 das ,recht der ,annahme oder ,verweigerung der ,haushalte bzw4 der ,steuern4 ,ursprnglich wurde in ,england das ,parlament berhaupt vom ,knig nur einberufen1 wenn dieser neue ,steuern brauchte1 und das ,recht1 diese ,steuern zu verweigern1 war das ,mittel1 mit dem es sich alle brigen ,rechte erwirkt hat4 ,schon unter ,heinrich ,,iv41 #adjg1 erkmpft das ,haus der ,gemeinen das ,recht1 da alle ,geldbewilligungsgesetze ihm vorgelegt werden mssen1 und dann erobert es sich das ,recht der alleinigen ,geldbewilligung4 ,bei wechselnden ,machtverhltnissen im ,staate1 in immer wieder aufgenommenen ,kmpfen gegen die ,krone1 macht es sich die ,verlegenheiten dieser zunutze4 ,es wei zu gut1 da ohne ,geld das ,regieren nicht mglich ist4 ,hngt die ,geldbewilligung vom ,parlament ab1 so kann die ,krone nichts ohne dieses machen2 sie kann ohne ,geld keine ,soldaten beschaffen und daher auch ohne das ,parlament keine ,kriege fhren4 ,darauf gesttzt hat z4 ,b41 als #afbh ein ,krieg zwischen ,frankreich und ,england bevorstand1 das ,parlament sich die ,rechte der sogenannten ,petition of ,right 7,rechtsforderung7 ausbedungen4 ,zwlf ,jahre spter1 im ,jahre #afdj1 als ,karl ,i41 der gleichzeitig ,knig von ,schottland war1 gegen seine aufstndischen ,schotten kmpfen wollte1 sagte das englische ,parlament wiederum3 ,ehe wir ,dir ,geld dazu bewilligen1 wollen wir erst einmal mit ,dir abrechnen4 ,karl1 der zehn ,jahre lang ohne ,zustimmung des ,parlaments ,steuern hatte eintreiben lassen1 mute die ,gesetzwidrigkeit dieses ,vorgehens anerkennen1 eine ganze ,reihe von ,verfgungen zurcknehmen1 neue ,rechte bewilligen und das ,todesurteil gegen seinen ,kanzler ,strafford unterschreiben1 ehe er das ,geld bewilligt erhielt4 ,dann kam die ,revolution1 die ihm selbst den ,kopf kostete1 aber mit ,wiederherstellung des ,knigtums endete4 ,als aber #afhh die zweite ,revolution ausbrach und ,wilhelm von ,oranien ins ,land gerufen wurde1 mute auch dieser erst dem ,parlament neue ,rechte zuerkennen1 bis er den ,thron besteigen durfte4 #afhi schuf das ,parlament das ,meutereigesetz1 mit dem ,vorbehalt1 da es immer nur fr ein ,jahr gilt1 so da1 wenn es einmal nicht erneuert wird1 in ,england die ,soldaten beliebig meutern drfen1 ohne sich dadurch strafbar zu machen4 ,dadurch war der ,krone das ,ausspielen des ,heeres gegen das ,parlament unmglich gemacht4 ,man kann die ,geschichte des englischen ,parlaments1 das ja das erste groe ,landesparlament gewesen ist1 in zwei groe ,phasen einteilen2 die eine ,phase ist die ,phase des ,kampfes des ,parlaments gegen das ,knigtum1 d4 h4 der ,kampf um immer grere ,macht des ,parlaments dem ,knigtum gegenber4 ,die ,thronfolge ist gebunden an eine protestantische ,erbfolge4 ,bei alledem behielt die ,krone doch immer noch die ,mglichkeit eines groen ,einflusses4 #agad kam das ,welfenhaus auf den ,thron4 ,der erste ,vertreter der hannoverschen ,dynastie1 ,georg ,i41 konnte nicht einmal englisch und kmmerte sich wenig um die ,regierung1 sondern begngte sich damit1 von ,zeit zu ,zeit nach ,england zu kommen und seine ,einknfte einzustreichen4 ,georg ,,ii4 brgerte sich auch nur schwer in ,england ein4 ,anders der dritte ,georg4 ,der wollte sein eigener ,staatskanzler sein und hat es denn auch glcklich fertig gebracht1 die ,rebellion und den ,abfall der ,vereinigten ,staaten von ,amerika zu erleben4 ,seine ,versuche1 den ,einflu des ,parlaments zurckzudrngen1 haben aber nur kurze ,zeit gedauert4 #aghj nahm das ,haus der ,gemeinen einen ,antrag an1 da die ,macht der ,krone im ,wachsen sei und verkrzt werden msse1 und das ist auch durch eine ganze ,reihe von ,bestimmungen erzielt worden4 ,im ,laufe der ,zeit war aber das ,haus der ,gemeinen ebenso eine ,kammer von ,privilegierten geworden1 wie das ,haus der ,lords4 ,das ,wahlrecht war auerordentlich beschrnkt1 die ,stimmabgabe ffentlich1 und wenn sie auch nicht durch ein ,reaktionsgesetz eingefhrt1 sondern aus dem ,mittelalter her berkommen war1 wo kein ,mensch an geheime ,stimmabgabe dachte1 so war sie doch das ,mittel einer furchtbaren ,wahlkorruption geworden1 hatte sie dazu gefhrt1 da der ,stimmenkauf und das ,kommandieren von ,whlern ganz ungescheut betrieben wurden#d4 ,ebenso wuchs die ,korruption im ,parlament1 das1 je mehr ,england ,kolonialreich wurde1 immer mehr wohlbezahlte ,posten zu vergeben hatte4 ,und nun beginnt die zweite ,phase der ,geschichte des englischen ,parlamentarismus3 der ,kampf um die ,demokratisierung der ,volksvertretung und damit in ,verbindung der ,kampf des ,hauses der ,gemeinen gegen das ,haus der ,lords4 #d ,trotzdem haben die ,englnder sich nur schwer von ihr getrennt4 ,als die geheime ,stimmabgabe eingefhrt werden sollte1 haben nicht nur die ,konservativen1 sondern auch sehr liberale und sozialistisch gesinnte ,mnner sich entschieden dagegen erklrt1 u4 a4 der ehrliche und bedeutende ,reformsozialist ,john ,stuart ,mill4 ,er fand es eines freien ,menschen unwrdig1 seine ,stimme nicht offen abzugeben4 ,erst im ,jahre #ahgb ist die geheime ,stimmabgabe und auch nur versuchsweise eingefhrt1 aber nie wieder abgeschafft worden1 weil man dahinter kam1 welcher ,vorzug ihr innewohnt4 ,bis weit ins neunzehnte und sogar noch ins zwanzigste ,jahrhundert hinein ist das englische ,wahlrecht im allgemeinen erst faktisch und dann formal ein ,privilegienwahlrecht des ,grundbesitzes in ,land und ,stadt gewesen4 ,abgesehen von den nach und nach sehr eingeschrumpften ,wahlberechtigungen stdtischer ,korporationen usw4 ist es immer an eine ,verfgung ber ,grund und ,boden gebunden gewesen1 und alle ,reformen an ihm sind in der ,weise vollzogen worden1 da der ,begriff des ,grundbesitzers schrittweise erweitert wurde4 ,erst waren es nur die ,freisassen gewesen1 die das ,wahlrecht hatten1 dann kamen die in ,erbpacht sitzenden ,pchter hinzu1 spter die mittleren und kleinen ,pchter im allgemeinen und die ,mieter von ,wohnhusern -- die ,englnder haben ja vorwiegend das ,einfamilienhaus --1 und schlielich wurde es auch den ,abmietern von ,zimmern und von ,teilen von solchen verliehen1 so da1 wer #aj ,mk4 ,miete wchentlich zahlte1 ein ,whler war1 auch wenn er nur ein halbes ,zimmer hatte4 ,ein staatsbrgerliches ,recht schlechthin ist das englische ,wahlrecht aber bis zum ,weltkrieg nicht gewesen4 ,die ,entwicklung ist formal da umgekehrt vor sich gegangen1 als bei uns und anderwrts auf dem ,festland4 ,hier wurde das ,wahlrecht als ein staatsbrgerliches ,recht eingefhrt1 aber vielfach gebunden an irgendwelche ,steuerleistungen usw4 ,in ,england dagegen war es ein ,recht des ,grundbesitzers oder irgendeines ,korporationsvertreters und gebunden allerdings an die englische ,staatsbrgerschaft#e4 #e ,aber selbst das letztere nicht einmal unbedingt4 ,als ich in ,london lebte1 kam eines ,tages ein ,agent der konservativen ,partei zu mir und fragte1 ob er mich auf seine ,liste der konservativen ,whler setzen drfe4 ,als ich ihm erklrte1 ich sei ,auslnder und daher nicht wahlberechtigt1 erwiderte er1 ich stehe aber in der ,whlerliste1 und da die ,sache dadurch rechtlich erledigt sei1 da man meinen ,namen nicht vor dem ,wahlkommissar angefochten habe1 sei ich nun von ,rechts wegen ,whler und knne whlen1 ich wrde gar nichts dabei riskieren4 ,mein ,einwand1 da ein ,irrtum bei ,feststellung der ,liste mir kein ,recht verleihen knne1 das mir gesetzlich nicht zustehe1 schien ihm nicht einzuleuchten1 und erst1 als ich ihm erklrte1 da ich ja auch nicht konservativ1 sondern ,sozialist sei1 verabschiedete er sich4 ,auf die beraus charakteristischen ,kmpfe um die ,wahlreform in ,england kann in diesem ,zusammenhang nicht eingegangen werden4 ,fr den hier behandelten ,gegenstand ist es bemerkenswert1 da mit der ersten groen ,wahlreform im #ai4 ,jahrhundert auch der ,kampf gegen die parlamentarische ,machtstellung des ,hauses der ,lords erneut auf die ,tagesordnung gesetzt wird4 ,diese ,wahlreform1 die im ,jahre #ahcb dem lange ,zeit sich ihr widersetzenden ,haus der ,lords abgerungen wurde1 brachte eine erdrckende liberale ,mehrheit 7#dhf ,liberale gegen #agb ,konservative7 in das ,haus der ,gemeinen und bewirkte damit eine starke ,vernderung in den ,beziehungen der beiden ,huser des ,parlaments zu einander4 ,vom ,anfang des achtzehnten ,jahrhunderts ab war nach ,festlegung der ,parlamentsherrschaft die politische ,beherrschung ,englands abwechselnd der ,partei der ,whigs und der ,partei der ,torys zugefallen4 ,beides waren aristokratische ,parteien1 ,parteien der ,besitzenden1 im ,grunde nur zwei groe ,bnde oder ,koterien von ,adligen und ,angehrigen der ,grobourgeoisie4 ,der politische ,unterschied zwischen ihnen war nicht gro4 ,die ,whigs waren traditionell die ,partei eines gewissen ,fortschritts1 sie wollten die ,partei des lebensfhigen ,neuen sein und waren die besonderen ,sachwalter der neu emporkommenden ,bourgeoisie4 ,die ,torys1 ursprnglich ,anhnger der ,dynastie der ,stuarts1 bildeten sich aus zur sogenannten ,partei der ,institutionen1 des ,knigtums berhaupt1 der erblichen ,aristokratie1 der ,staatskirche1 des befestigten ,grundbesitzes und so weiter4 ,das waren die prinzipiellen ,gegenstze4 ,in der ,praxis verwischten sie sich sehr1 da eben in beiden ,parteien ,angehrige der ,oberschicht der ,besitzenden das entscheidende ,wort sprachen1 so da eines ,tages der ,vers aufkam1 der1 glaube ich1 den ,dichter ,byron zum ,verfasser hat3 ,strange that such difference should be ,twixt ,tweedledum and ,tweedledee4 ,was man auf deutsch etwa so ausdrcken kann3 ,ein mcht'ger ,unterschied1 ,potz ,blitz61 ,von ,prudelwitz und ,strudelwitz4 ,in der zweiten ,hlfte des achtzehnten ,jahrhunderts und im ersten ,drittel des neunzehnten ,jahrhunderts hatten sich die beiden ,parteien sowohl im ,haus der ,lords wie im ,haus der ,gemeinen einigermaen die ,wage gehalten1 und wenn im ,haus der ,gemeinen die ,whigs die groe ,mehrheit hatten und im ,hause der ,lords die ,torys nicht nachgeben wollten1 so wurde das ,miverhltnis durch einen sogenannten ,pairsschub gendert4 ,aber nach der groen ,wahlreform hrt das auf4 ,es findet im ,haus der ,lords eine so starke ,abwanderung von ,whigs ins ,lager der ,torys statt1 da diese schlielich dort eine ,mehrheit erhalten1 an der ein ,pairsschub nichts ,wesentliches mehr ndern konnte1 er htte denn mehrere hundert ,personen umfassen mssen1 was auf gesetzlichem ,wege nicht durchzufhren war4 ,gegen ,ende des ,jahrhunderts war es schon dahin gekommen1 da die ,torys -- jetzt ,konservative genannt -- im ,hause der ,lords von #ejj ,mitgliedern ungefhr #djj zhlten1 die ,liberalen nur gegen #ajj4 ,diese ,entwicklung vollzog sich1 nachdem #ahff die zweite ,wahlreform groen ,teilen der stdtischen ,arbeiter das ,wahlrecht gebracht hatte und die liberale ,partei sich allmhlich durch ,koalition mit der ,arbeiterschaft radikalisiert hatte4 ,nun lag fr die ,liberalen und ,radikalen noch viel strker das ,bedrfnis vor1 das ,schwergewicht und die politische ,entscheidung in das ,haus der ,gemeinen zu konzentrieren4 ,ein groer ,schritt dazu war schon im ,jahre #ahfa gemacht worden1 wo ,gladstone den ,beschlu durchsetzte1 da das ,haus der ,lords nicht ber ,einzelheiten des ,staatshaushalts1 sondern ber diesen im ganzen abzustimmen habe1 womit praktisch jenem die ,mglichkeit genommen war1 berhaupt in das ,budget hineinzureden1 da fr eine ,partei der ,staatserhaltung1 als die sich die ,konservativen betrachtet wissen wollen1 das revolutionre ,mittel der ,verwerfung des ,staatshaushalts um ,einzelheiten willen geradezu ausgeschlossen ist4 ,nur einmal haben die ,lords denn auch einen dahingehenden ,versuch gemacht1 und er ist ihnen schlecht genug bekommen4 ,im ,jahre #aijh lehnten sie das ,budget ,lloyd ,george's1 der damals ,schatzkanzler war1 mit der ,begrndung ab1 da das in ihm eingeschlossene ,steuergesetz keine einfache ,steuermanahme sei1 sondern eine soziale ,umwlzung1 was auch bis zu einem gewissen ,grade zutraf4 ,das rief heftige politische ,kmpfe hervor und machte mehrmalige ,neuwahlen notwendig1 die fr die ,liberalen infolge des gleichzeitig spielenden ,kampfes um ,home ,rule fr ,irland unter erschwerenden ,umstnden stattfanden1 aber ihnen schlielich doch eine1 wenn auch nicht groe1 ,mehrheit belieen4 ,im ,jahre #aiaa wurde ein ,kompromi dahin geschlossen1 da1 wenn ein ,parlament in derselben ,gesetzgebungsperiode in ,pausen von je einem ,jahr dreimal dieselbe ,vorlage beschliet1 sie dann auch gegen das ,haus der ,lords ,gesetz ist4 ,damit errang sich in ,england das ,haus der ,gemeinen endgltig die ,oberhoheit4 ,das ,haus der ,lords hat heute nur eine sehr beschrnkte ,funktion als eine ,art ,revisionskammer und will auch kaum mehr sein4 ,es beansprucht nur die ,mglichkeit1 je nachdem eine direkte ,volksabstimmung in der ,form von ,neuwahlen herbeifhren zu knnen1 wenn es der ,meinung ist1 das ,haus der ,gemeinen sei weit ber das ,mandat hinausgegangen1 das es bei den ,wahlen bekommen habe4 ,so ist das ,haus der ,gemeinen heute fast souvern4 ,der ,einflu der ,krone ist nur noch der eines vermittelnden ,ratgebers und kann selbst in der auswrtigen ,politik nichts gegen einen ausgesprochenen ,willen des ,hauses der ,gemeinen ausrichten4 ,aus folgenden ,grnden halten die ,englnder noch an der ,monarchie fest3 ,erstens hat seit ,generationen kein ,trger der ,krone es auf einen ,konflikt mit dem ,parlament ankommen lassen4 ,sie entstammten ja fremden ,frstenhusern und legten sich in diesem ,bewutsein um so grere ,zurckhaltung auf4 ,es ist ausgerechnet worden1 da ,eduard ,,vii4 nur etwa ein ,siebentausendstel englischen ,blutes in seinen ,adern habe4 ,die ,dynastie stammt aus ,deutschland1 und ihre ,prinzen heirateten fast immer wieder ,deutsche4 ,deutschland lieferte ja ,prinzessinnen in beliebiger ,auswahl4 ,man lese die ,namen der englischen ,prinzen und ihre ,titel1 und man wird finden1 da sie fast alle deutsch sind4 ,es sind ,hannoveraner1 ,braunschweiger1 ,schleswiger1 ,koburger usw4 ,das macht sie in der inneren ,politik ungefhrlich4 ,dagegen bildet der ,trger der ,krone eine ,gegenkraft gegen die ,gefahren von ,auswchsen der ,parteiherrschaft4 ,er vertritt ein ,interesse1 das ber den ,sonderinteressen der ,parteien steht4 ,parteien sind stets der ,gefahr ausgesetzt1 ber dem natrlichen ,interesse der ,selbsterhaltung ,allgemeininteressen zu vergessen oder geradezu zu verletzen4 ,ihnen gegenber ist der ,trger der ,krone durch die ,kontinuitt seines ,amtes vor solchen ,anwandlungen geschtzt4 ,die ,kontinuitt gibt ihm1 sofern er mit ,takt auftritt1 ein groes moralisches bergewicht4 ,er steht im ,mittelpunkt namentlich der auswrtigen ,politik4 ,an ihn kommen die ,berichte der ,gesandten1 und er ist es1 der die ,gesandten ernennt4 ,allerdings auf den ,vorschlag des zustndigen ,ministers1 und gegen das ,ministerium kann er nichts2 er kann die ,minister nicht einmal sich auswhlen4 ,als ,gladstone im ,jahre #ahhj die konservative ,partei besiegte und die ,liberalen ans ,ruder kamen1 wollte die ,knigin ,viktoria ihn von allen ,fhrern der ,liberalen am letzten zum ,ministerprsidenten1 denn sie hate in ihm den siegreichen ,rivalen des von ihr hochgeschtzten ,disraeli-,beaconsfield4 ,sie bot daher alles auf1 einen anderen liberalen ,ministerprsidenten zu erhalten4 ,aber das erwies sich als unmglich4 ,alle in ,betracht kommenden ,liberalen1 an die sie sich wandte1 erklrten ihr nach vorgenommener ,umfrage1 es sei ihnen unmglich1 ein ,ministerium zu bilden1 sie msse ,gladstone nehmen1 denn ihn wolle die nunmehrige ,mehrheit des ,parlaments4 ,und ,viktoria unterwarf sich4 ,im allgemeinen aber laufen die ,ernennungen durch die ,hnde des ,monarchen1 der dadurch eine auerordentliche ,personenkenntnis erhlt4 ,und noch eines kam ihm bisher zugute4 ,solange die meisten ,regierungen auf dem ,festlande noch ,monarchien waren1 hatte er die persnlichen ,verbindungen mit den betreffenden ,monarchen und deren ,umgebung und dadurch besondere ,mglichkeiten der ,information4 ,war er dann ein ,mensch von ,verstand und ,klugheit1 wie z4 ,b4 ,eduard ,,vii41 den man vor seiner ,thronbesteigung in ,deutschland sehr unterschtzt hat1 dann kann er seinem ,lande groe ,dienste leisten und den ,ministern in der ,tat ein geschtzter ,ratgeber sein4 ,ob ,eduard ,,vii4 wirklich1 wie man seinerzeit hier gemeint hat1 der ,treiber war bei der ,einkreisung ,deutschlands vor dem ,kriege1 will ich dahingestellt sein lassen1 zumal ich der ,ansicht bin1 da eine ,einkreisung in dem ,sinne1 wie sie hier angenommen ward1 berhaupt nicht stattgefunden hat4 ,es ist ,deutschland in der ,zeit dieser sogenannten ,einkreisung ganz gut gegangen1 und man knnte eher sagen1 da ,deutschland1 d4 h4 dessen damalige ,regierung1 eigentlich sich selbst eingekreist hatte2 aber das ist eine ,nebenfrage4 ,vom englischen ,standpunkt aus gesehen war ,eduard ,,vii4 ein sehr erfolgreicher ,helfer in der friedfertigen ,beilegung auswrtiger ,verwicklungen seines ,landes1 und ,verehrer haben ihm nach seinem ,tode den ,beinamen der ,friedensstifter zugesprochen4 ,ein sicheres ,gegenmittel gegen ,auswchse des ,parlaments ist die ,krone aber nicht4 ,die ,englnder halten an ihr fest1 weil sie sich in ihrer neueren ,geschichte erprobt hat und die ,kronentrger der letzten ,generationen klug genug waren1 sich nicht vorzudrngen und nur in solchen ,fllen sich hren zu lassen1 wo sie die ,nation wirklich hinter sich wuten4 ,mit der ,parlamentsherrschaft sind unzweifelhaft eine ,reihe ,gefahren verbunden1 wie sich das in ,england schon im achtzehnten ,jahrhundert gezeigt hat4 ,die sprichwrtlich gewordene ,korruption der damaligen ,parlamente war eingefhrt worden von dem ,whig-,minister ,robert ,walpole 7#afgf-agde71 der persnlich vollstndig rein war1 aber das ,kaufen und ,bestechen aus politischen ,grnden fr notwendig hielt4 ,unter seinen ,nachfolgern fra das bel immer weiter um sich4 ,je mehr ,stellen die ,regierung zu vergeben hatte -- und im ,kolonialland ,england wurden es deren immer mehr --1 um so allgemeiner die ,korruption4 ,eine einseitige ,parteiherrschaft bestand lange ,zeit1 die das ,gemeininteresse vernachlssigte2 auch wurden viele schlecht beratene ,gesetze gemacht4 ,dabei soll jedoch nicht verschwiegen werden1 da das persnliche ,regiment sich verschiedentlich um kein ,haar besser bewhrt hat4 ,auch bei ihm und der mit ihm verbundenen ,beamtenwirtschaft ist man allerlei ,zufllen ausgesetzt4 ,wie man auch grundstzlich zum monarchistischen ,regierungssystem stehen mag1 so wird doch niemand bestreiten1 da in einem sehr wichtigen1 fr das deutsche ,volk verhngnisvollen ,augenblicke -- aus welchen ,beweggrnden1 darber will ich hier nicht sprechen -- in unserer ,zeit der ,kronentrger versagt hat4 ,und ebensowenig ist eine erbliche oder stndige ,kammer ein ,gegenmittel4 ,es ist nun jedoch ,tatsache1 da die schlimmsten ,auswchse der ,parlamentsherrschaft einer ,zeit angehren1 wo das ,parlament eine auf ,grund beschrnkten ,wahlrechts gewhlte ,kammer von ,privilegierten war4 ,das englische ,parlament hat eigentlich erst im letzten ,drittel des neunzehnten ,jahrhunderts aufgehrt1 ein ,privilegienparlament zu sein4 ,bis zum ,jahre #aheh mute noch der ,abgeordnete in der ,stadt oder auf dem ,lande ,grundbesitzer sein1 und zwar mute er ein ganz gehriges ,einkommen aus ,grundbesitz haben4 ,in ,frankreich war es bis #ahdh hnlich4 ,in der groen ,revolution wird nach dem ,sturz ,robespierres das ,wahlrecht ,schritt fr ,schritt eingeengt1 von ,napoleon ,i4 scheinbar wiederhergestellt1 tatschlich aber grblich verflscht und die ,kammer zum ,mameluckenparlament erniedrigt4 ,im restaurierten ,frankreich der ,bourbonen haben nur #abjjjj ,staatsbrger das ,stimmrecht1 und das #ahcj durch die ,julirevolution ans ,ruder gelangte ,bourgeoisknigtum erhht die ,zahl auf ganze #bjjjjj bei einer ,bevlkerung von ber #cj ,millionen4 ,es war also immer nur das ,parlament der herrschenden ,klassen4 ,damit soll nicht gesagt sein1 da in dem ,augenblicke1 wo das ,parlament demokratisiert ward1 alle diese ,schden sofort beseitigt wurden4 ,nein1 auch das ,parlament des allgemeinen ,stimmrechts ist zunchst vielen ,mngeln unterworfen4 ,in der ,monarchie stehen der ,regierung allerhand ,wege zur ,verfgung1 die ,wahlen zu machen4 ,solange es in der ,macht der ,regierung liegt1 das ,parlament aufzulsen1 wenn es ihr passend erscheint1 also etwa an einem ,zeitpunkt1 wo die ,volksstimmung ber ein bestimmtes ,ereignis besonders erregt ist1 solange kann sie auch bis zu einem gewissen ,grade knstliche ,wahlergebnisse herbeifhren4 ,in ,england lste ,minister ,chamberlain whrend des ,burenkrieges im ,jahre #aijj das ,parlament auf und bekam eine glnzende ,mehrheit4 ,es waren das die sogenannten ,khaki-,wahlen -- so genannt nach der ,khakiuniform der englischen ,soldaten4 ,in ,deutschland haben wir verschiedene ,male solche ,khaki-,wahlen gehabt4 ,so die ,wahlen von #ahhg1 wo ein knstlich erzeugter ,franzosenschreck eine groe ,rolle spielte1 und so die ,wahlen von #aijg1 bei denen der ,herero-,aufstand ausgespielt wurde und die danach den ,namen ,hottentottenwahlen erhielten4 ,auch die ,wahlen von #ahgh1 wo ,bismarck nach dem ,attentat des ,karl ,nobiling auf ,wilhelm ,i4 den ,reichstag auflste1 um ein ,ausnahmegesetz gegen die ,sozialdemokratie zu erzielen1 gehrten dazu4 ,da bildete der ,sozialistenschreck das ,mittel1 das es der ,regierung ermglichte1 eine ,mehrheit zu bekommen1 wie sie sie brauchte4 ,auch das allgemeine ,wahlrecht ist also nicht schlechthin das ,mittel1 die ,unabhngigkeit des ,parlaments sicherzustellen4 ,nun trifft aber die ,kritik1 die man bisher am ,parlamentarismus gebt hat1 soweit ,europa in ,betracht kommt1 immer nur erst einen ,parlamentarismus1 der noch nicht vollberechtigtes ,organ eines zur demokratischen ,selbstregierung gelangten ,landes war1 sondern entweder blo ,scheinparlamentarismus oder noch mit ,resten eines solchen behaftet war4 ,den ,scheinparlamentarismus schildert ausgezeichnet ,ferdinand ,lassalle im zweiten ,teil seiner in einem frheren ,kapitel von mir gewrdigten ,abhandlung ber ,verfassungswesen4 ,lassalle war durchaus kein ,gegner des echten ,parlamentarismus4 ,er predigte im ,gegenteil den ,arbeitern die ,notwendigkeit1 behufs seiner ,herstellung das allgemeine ,stimmrecht zu erringen4 ,in jener ,abhandlung finden wir bei ihm u4 a4 den ,satz3 ,als ob nicht in der ,tat im parlamentarischen ,regime und nur in ihm das ,wesen einer wahrhaft konstitutionellen ,regierung bestnde4 ,er erklrt den ,kampf um das ,parlament fr auerordentlich wichtig und prgt den ,arbeitern die ,notwendigkeit ein1 das allgemeine ,wahlrecht zu erlangen1 von dem er ihnen im ,offenen ,antwortschreiben zuruft1 es sei nicht nur ihr politisches1 sondern auch ihr soziales ,grundprinzip1 die ,grundbedingung aller sozialen ,hilfe4 ,und an einer anderen ,stelle erklrt er ihnen hinsichtlich des ,wahlrechts3 ,es wird ein paarmal fehlschlagen -- es ist keine ,wnschelrute1 aber es ist die ,lanze1 die die ,wunde heilt1 die sie geschlagen hat4 ,das war zur ,zeit1 als ,lassalle auftrat1 durchaus im ,widerspruch mit der ,anschauung vieler ,sozialisten4 ,in radikal-revolutionr gesinnten sozialistischen ,kreisen war man ,gegner des ,parlamentarismus1 weil das ,wahlrecht -- man fhrte das nicht schlssige ,beispiel ,frankreichs an -- konservativ gewirkt habe und man den ,gedanken hegte1 durch die ,revolution auf der ,strae die ,macht zu erlangen1 die man fr ntig hielt1 um die ,politik und die soziale ,verfassung des ,landes mit diktatorischer ,gewalt ndern zu knnen4 ,auffassungen dieser ,art hegte unter anderen ,wilhelm ,liebknecht1 dessen ,andenken von der deutschen ,sozialdemokratie nach meiner ,ansicht mit ,recht als das eines hochverdienten ,vorkmpfers in ,ehren gehalten wird4 ,liebknecht hat am #ca4 ,mai #ahfi in ,berlin einen ,vortrag gehalten ber die politische ,stellung der ,sozialdemokratie1 worin er nicht nur scharf gegen die von ,lassalle den ,arbeitern eingeprgte ,wertung des allgemeinen ,wahlrechts polemisierte1 sondern auch die ,teilnahme an den parlamentarischen ,verhandlungen bekmpfte4 ,der ,parlamentarismus sei ,spiegelfechterei4 ,der ,sozialismus1 fhrte er aus1 stehe in unvershnlichem ,gegensatz zum alten ,staat4 ,der alte ,staat msse erst gestrzt werden1 dann erst knne mit dem ,bau der neuen sozialistischen ,gesellschaft begonnen werden4 ,er wollte1 man solle zwar1 da das ,wahlrecht nun einmal da sei1 aus agitatorischen ,grnden am ,wahlkampf teilnehmen und ins ,parlament eintreten1 aber nur um ,protestreden zu halten und sich sonst nicht weiter an den ,debatten beteiligen4 ,fr diese1 einer ,phase in der ,entwicklung der sozialistischen ,bewegung entsprechende ,auffassung1 die namentlich in ,frankreich stark verbreitet war1 ist folgende ,stelle aus ,liebknechts ,schrift recht bezeichnend3 ,bei ,beratung der ,gewerbeordnung1 welche den ,hauptgegenstand der gegenwrtigen ,session bildete1 glaubten einige meiner ,parteigenossen im ,interesse der ,arbeiter und zu propagandistischen ,zwecken eine ,ausnahme machen zu mssen4 ,ich war dagegen4 ,die ,sozialdemokratie darf unter keinen ,umstnden und auf keinem ,gebiet mit den ,gegnern verhandeln4 ,verhandeln kann man nur1 wo eine gemeinsame ,grundlage besteht4 ,mit prinzipiellen ,gegnern verhandeln heit sein ,prinzip opfern4 ,prinzipien sind unteilbar1 sie werden entweder ganz bewahrt oder ganz geopfert4 ,die geringste prinzipielle ,konzession ist die ,aufgabe des ,prinzips4 ,wer mit ,feinden verhandelt1 parlamentiert2 wer parlamentiert1 paktiert4 ,liebknecht1 der1 als er diesen ,vortrag hielt1 erst dreiundvierzig ,jahre alt war1 hat sich spter eines anderen belehrt und ist auch damals mit dieser ,argumentation1 deren ,trugschlsse auf der ,hand liegen1 nicht durchgedrungen4 ,es siegte die ,auffassung derjenigen seiner ,parteigenossen1 von denen er da spricht und deren bedeutendster ,august ,bebel war4 ,nun galt er zu jener ,zeit in ,deutschland als der berufene ,vertreter der ,ideen von ,karl ,marx und ,friedrich ,engels1 mit denen er bis dahin in ,england im ,exil gelebt hatte4 ,aber weder ,marx noch ,engels waren mit dieser ,behandlung der ,frage einverstanden4 ,marx schrieb1 nachdem er den ,vortrag gelesen hatte1 am #aj4 ,august #ahfi an ,engels3 ,wilhelms in der ,beilage abgedruckter ,redeteil 7in ,berlin gehalten7 ,die politische ,stellung der ,sozialdemokratie zeugt innerhalb des ,falschen von nicht zu leugnender ,schlauheit1 sich die ,sache zurechtzumachen4 brigens ist das sehr schn6 ,weil man den ,reichstag nur als ,agitationsmittel benutzen darf1 darf man niemals dort fr etwas ,vernnftiges und direkt die ,arbeiterinteressen ,betreffendes agitieren6 ,engels aber hatte schon am #i4 ,juli mit ,bezug auf denselben ,vortrag an ,marx geschrieben3 ,auch ein ,standpunkt von ,wilhelm1 da man vom jetzigen ,staat ,konzessionen an die ,arbeiter weder nehmen noch erzwingen darf4 ,damit wird er verdammt viel bei den ,arbeitern ausrichten4 ,die beiden ,vter des wissenschaftlichen ,sozialismus teilten also den doktrinren ,standpunkt ,liebknechts nicht4 ,indes standen sie ihm doch in vielen ,punkten immer noch nahe4 ,auch sie dachten noch nicht an eine wirkliche parlamentarische ,bettigung der ,sozialisten4 ,im ,laufe der ,entwicklung haben sie jedoch ein wachsendes ,interesse auch an den parlamentarischen ,kmpfen der deutschen ,sozialdemokratie genommen4 ,es ist interessant1 zu verfolgen1 wie diese groen ,denker und geistigen ,fhrer sich schrittweise zu einer anderen ,wrdigung der ,ttigkeit der ,arbeiterklasse im ,parlament bekehrten1 was spter dann zum ,teil unter ihrem ,einflu auch im ,lager der franzsischen ,sozialisten geschehen ist1 bei denen die alte revolutionaristische ,tradition noch sehr viel strker in den ,kpfen sich erhalten hatte4 ,wenn aber ,friedrich ,engels1 der ,karl ,marx berlebte1 im ,jahre #ahie1 am ,abschlu seines ,lebens1 in einem ,vorwort zu der ,schrift von ,marx ,die ,klassenkmpfe in ,frankreich #ahdh bis #ahej mit grerer ,bestimmtheit als zu irgendeiner frheren ,zeit sich anerkennend darber aussprach1 da die ,sozialdemokratie in ,deutschland das allgemeine ,wahlrecht nicht nur fr die ,erwirkung sozialdemokratischer ,wahlen1 sondern auch zur ,ttigkeit in den ,parlamenten1 sowohl im ,reichsparlament wie in den ,landtagen und ,gemeindevertretungen ausnutzte1 so mu doch dazu bemerkt werden1 da diese rckhaltlose ,zustimmung immerhin noch -- wenn ich mich so ausdrcken darf -- beim ,quantitativen stehen blieb4 ,d4 h4 da ,engels dabei die ueren agitatorischen ,erfolge1 die ,tatsache1 im ,auge hatte1 da immer mehr ,sozialdemokraten in jene ,krper eindrangen und dort einen immer strkeren ,druck auf die ,regierungen und die brgerlichen ,parteien ausben konnten1 da er aber das ,hegelsche ,wort ,quantitt wird ,qualitt1 das heit die ,rckwirkung der greren ,zahl der ,vertreter auf das ,wesen ihrer ,bettigung unbercksichtigt lt4 ,diese ,seite zu wrdigen1 war ja auch schwer fr ihn1 weil er vom ,ausland her unmglich einen genauen ,einblick in die ,arbeit der sozialdemokratischen ,vertretungen erlangen konnte1 die sich obendrein in den verschiedenen ,vertretungskrpern verschieden gestaltete4 ,allgemein aber lag die ,tatsache vor1 da1 wo die parlamentarische ,ttigkeit von einer stark angewachsenen sozialistischen ,fraktion ausgebt wurde1 sie damit auch qualitativ1 der ,beschaffenheit nach1 sich nderte4 ,bei zehn oder ein paar mehr ,abgeordneten legt man in einem ,parlament wie der deutsche ,reichstag mit seinen #cig ,mitgliedern nicht allzu viel ,wert darauf1 was sie sagen4 ,man hrt ihre ,reden an1 zollt ihnen je nachdem ,achtung1 aber es liegt kein ,zwang vor1 ihren ,anforderungen ,rechnung zu tragen4 ,wenn aber #ajj ,abgeordnete -- die letzte ,zahl1 die ,engels erlebt hatte1 war noch nicht halb so gro -- oder #aab 7die letzte ,zahl vor dem ,kriege71 wenn #aab ,abgeordnete1 also mehr als ein ,viertel der ,gesamtzahl1 in einem solchen ,parlament die gleiche ,partei vertreten1 kommt unter ,umstnden schon auerordentlich viel auf ihre ,stimmen an2 sie gewinnen einen greren materiellen und auch moralischen ,einflu4 ,damit erwchst aber zugleich fr sie durch das reine ,gewichtsverhltnis der ,machtausbung die ,notwendigkeit einer viel intensiveren ,ttigkeit1 einer mehr und mehr positiven ,mitarbeit an der ,gesetzgebung1 und in den ,gemeinden und anderen ,selbstverwaltungskrpern an der ,verwaltung4 ,das war nicht nach dem ,geschmack aller ,mitglieder der ,sozialdemokratie4 ,viele der lteren und nicht wenige gerade der jungen ,generation glaubten an der alten ,taktik festhalten zu mssen1 und so wurde die parlamentarische ,ttigkeit unter den ,sozialdemokraten nun auch nach der qualitativen ,seite hin ,streitgegenstand4 ,in ,deutschland kam es darber bei verschiedenen ,gelegenheiten zu heftigen ,diskussionen in der ,partei4 ,das erste ,mal nach dem ,fall des ,sozialistengesetzes als im bayerischen ,landtag die ,sozialdemokraten -- damals noch unter der ,fhrung von ,georg v4 ,vollmar -- eine ,art ,znglein an der ,wage bildeten und1 um ihre ,macht zu vergrern1 bei den ,wahlen und auch sonst dazu bergingen1 bestimmten nichtproletarischen sozialen ,gruppen grere ,zugestndnisse zu machen1 als es bisher nach der sozialistischen ,theorie1 wie man sie gelernt hatte1 gerechtfertigt geschienen hatte4 ,dies namentlich den ,bauern gegenber1 die in ,bayern eine besonders groe ,rolle spielen4 ,das gab zu groen ,streitigkeiten in der ,sozialdemokratie ,anla und wurde im ,jahre #ahid auf dem ,parteitag zu ,frankfurt a4 ,m4 zum ,gegenstand sehr lebhafter ,debatten1 die sich ein ,jahr darauf1 auf dem ,parteitag zu ,breslau1 in gesteigerter ,intensitt fortsetzten1 dort mehrere ,tage in ,anspruch nahmen4 ,es handelt sich nun um den ganzen ,fragenkomplex der ,agrarfrage1 und in der praktischen ,zuspitzung1 wie man sich insbesondere zu den ,bauern zu stellen1 ob man ihnen berhaupt noch eine ,zukunft in ,aussicht zu stellen habe1 und ob man fr besitzende ,kleinbauern eintreten knne1 ohne dadurch unter ,umstnden die ,landarbeiter zu benachteiligen4 ,es hatte sich gezeigt1 da die ,sozialdemokratie mit mehr oder weniger allgemeinen1 beziehungsweise ins allgemeine gehenden ,schlagworten nicht mehr auskam1 sondern gezwungen war1 tiefer in die ,natur und ,probleme der wirtschaftlichen ,entwicklung einzudringen4 ,dazu lag um so mehr ,veranlassung vor1 als nunmehr in einem ,parlamentskrper nach dem anderen von ihren ,stimmen soviel abhing1 da unter ,umstnden sie dafr verantwortlich wurden1 wenn eine ,gesetzesvorlage der ,regierung1 ein ,entwurf oder ,antrag irgendeiner ,partei nicht angenommen wurde4 ,lange ,zeit hatten die ,vertreter der ,sozialdemokratie1 wenn ihnen irgend etwas in einer ,vorlage oder einem ,antrag nicht genehm war1 ruhig sie ablehnen knnen4 ,es hing nicht von ihren ,stimmen ab1 ob die ,vorlage oder der ,antrag ,gesetz wurden oder nicht4 ,aber mit ihrer wachsenden ,strke hrte diese angenehme ,verantwortungslosigkeit auf4 ,jetzt hatte man sich zu berlegen1 ob man fr ein etwaiges ,scheitern solcher ,gesetzesarbeit die ,verantwortung auf sich nehmen knne und drfe4 ,mehr noch3 ,in einem ,lande1 das parlamentarische ,republik war1 geschah es1 da in einer groen politischen ,krisis ein ,sozialist1 der bis dahin einer der ,fhrer der sozialistischen ,kammerfraktion war1 eine ,stelle als ,regierungsmitglied annahm1 d4 h4 ,minister wurde4 ,das ,land war ,frankreich und die ,persnlichkeit der ,abgeordnete ,alexandre ,millerand2 er lie sich im ,jahre #aijj1 als der ,kampf zwischen der ,republik und den antirepublikanischen ,parteien zu einer starken ,hhe gediehen war1 dazu bewegen1 eine ,stellung in dem ,ministerium ,combes anzunehmen4 ,das gab zu einem auerordentlich heftigen ,streit ,anla1 der in allen ,lndern1 wo es sozialistische ,parteien gab1 ein ,echo fand1 und in ,frankreich selber zu einer ,spaltung der ,partei fhrte4 ,die ,frage wurde dann auf dem ,kongre der wiederbelebten sozialistischen ,internationale1 der in ,paris zur ,zeit der ,weltausstellung von #aijj stattfand1 eingehend errtert4 ,ein ,flgel der franzsischen ,sozialisten1 dessen ,fhrer der groe ,jean ,jaurs war1 war zwar mit der ,art1 wie der ,eintritt ,millerands ins ,ministerium zustande gekommen war -- er war nicht nach einem sorgfltig beratenen ,beschlu der ,partei erfolgt1 sondern der ,partei geradezu aufoktroyiert worden --1 nicht einverstanden1 hielt ihn aber unter den gegebenen ,umstnden sachlich fr gerechtfertigt1 whrend ein anderer1 ,marxisten oder1 nach seinem ,fhrer ,jules ,guesde1 ,guesdisten genannter ,flgel1 in ihm eine ,verletzung der ,grundstze des proletarischen ,klassenkampfes erblickte und bekmpfte4 ,eine leidenschaftliche1 auch sehr interessante ,debatte fand statt1 am ,schlu aber ward mit #bi gegen #i ,stimmen 7unter letzteren die der ,fraktion der ,guesdisten7 eine ,kompromiresolution angenommen1 an deren ,ausarbeitung der hervorragende ,theoretiker ,karl ,kautsky mitgewirkt hatte und der ,berichterstatter der betreffenden ,kommission wurde1 weshalb die ,resolution dann auch den ,namen ,resolution ,kautsky erhielt4 ,sie ist bedeutungsvoll fr die damalige ,stellung der ,sozialisten nicht nur zum parlamentarischen ,kampf1 sondern auch zur ,regierungsbildung und hat daher auf wrtliche ,wiedergabe ,anspruch4 ,sie lautet3 ,die ,eroberung der politischen ,macht durch das ,proletariat kann in einem modernen demokratischen ,staate nicht das ,werk eines bloen ,handstreiches sein1 sondern kann nur den ,abschlu einer langen und mhevollen ,arbeit der politischen und konomischen ,organisation des ,proletariats1 seiner physischen und moralischen ,regenerierung und der schrittweisen ,eroberung von ,wahlsitzen in ,gemeindevertretungen und gesetzgebenden ,krperschaften bilden4 ,aber die ,eroberung der ,regierungsgewalt kann dort1 wo diese zentralisiert ist1 nicht stckweise erfolgen4 ,der ,eintritt eines einzelnen ,sozialisten in ein brgerliches ,ministerium ist nicht als der normale ,beginn der ,eroberung der politischen ,macht zu betrachten1 sondern kann stets nur ein vorbergehender und ausnahmsweiser ,notbehelf in einer ,zwangslage sein4 ,ob in einem gegebenen ,falle eine solche ,zwangslage vorhanden ist1 das ist eine ,frage der ,taktik und nicht des ,prinzips4 ,darber hat der ,kongre nicht zu entscheiden4 ,aber auf jeden ,fall kann dieses gefhrliche ,experiment nur dann von ,vorteil sein1 wenn es von einer geschlossenen ,parteiorganisation gebilligt wird und der sozialistische ,minister der ,mandatar seiner ,partei ist und bleibt4 ,wo der sozialistische ,minister unabhngig von einer ,partei wird1 wo er aufhrt1 der ,mandatar seiner ,partei zu sein1 da wird sein ,eintritt in das ,ministerium aus einem ,mittel1 das ,proletariat zu strken1 ein ,mittel1 es zu schwchen1 aus einem ,mittel1 die ,eroberung der politischen ,macht zu frdern1 ein ,mittel1 sie zu verzgern4 ,der ,kongre erklrt1 da ein ,sozialist ein brgerliches ,ministerium verlassen mu1 wenn die organisierte ,partei erklrt1 da es ,parteilichkeit im konomischen ,kampf zwischen ,kapital und ,arbeit bewiesen hat4 ,das war im ,jahre #aijj4 ,in den ,jahren #aijb und #aijc spielten lebhafte ,debatten ber eine hnliche ,frage in ,deutschland1 von denen die des letzteren ,jahres wieder eine internationale ,rckwirkung hatte4 ,nach dem groen ,wahlerfolg der deutschen ,sozialdemokratie im ,jahre #aijc1 der die ,welt in ,erstaunen setzte1 weil die ,stimmenzahl der ,partei mit einem ,ruck von nicht ganz zwei auf drei ,millionen gewachsen war 7bei einem damals noch etwas beschrnkten ,wahlrecht67 und #ha sozialdemokratische ,abgeordnete in den ,reichstag gekommen waren1 war von einer ,seite -- ich kann es ruhig sagen3 es war meine ,persnlichkeit -- der ,gedanke ausgesprochen worden1 die ,sozialdemokratie solle1 da sie nun das ,recht habe1 im ,prsidium des ,reichstags vertreten zu sein1 die ,stelle eines ,vizeprsidenten annehmen1 auch auf die ,gefahr hin1 da der betreffende ,vizeprsident gem dem damaligen ,gebrauch des ,reichstags verpflichtet werden wrde1 an dem formalen ,besuch1 den das ,prsidium des ,reichstags alle ,jahre dem ,monarchen machte1 teilzunehmen4 ,das erregte einen wahren ,sturm in der ,partei und hatte im ,verein mit anderen1 mehr oder weniger verwandten ,vorkommnissen zur ,wirkung1 da im gleichen ,jahre #aijc auf dem ,parteitage der deutschen ,sozialdemokratie in ,dresden die ganzen ,streitfragen der ,bewegung zur ,verhandlung kamen1 die eine -- ich kann nicht sagen ,wandlung in der ,taktik der ,partei anzeigten1 denn die ,partei war tatschlich schon auf dem ,wege1 sich immer mehr parlamentarisch zu entwickeln --1 deren ,beantwortung im ,sinne einer reformistischen ,politik aber dieser ,entwicklung vielleicht etwas zu vorzeitig den ,stempel aufdrcken mute4 ,die ,auseinandersetzung mit ,vertretern dieser ,richtung1 die man damals ,revisionismus nannte1 beschftigte den ,parteitag in mehrtgiger ,debatte1 in deren ,mittelpunkt die ,frage der parlamentarischen ,politik stand4 ,am ,schlu wurde eine ,resolution1 die den ,revisionismus verwarf1 mit groer ,mehrheit angenommen -- nur wenige ,personen stimmten dagegen1 whrend die ,mehrheit der als ,revisionisten geltenden ,parteimitglieder es fr gut fanden1 selbst fr sie zu stimmen und dadurch zu zeigen1 da sie sich durch sie nicht getroffen fhlten4 ,der ,wortlaut der ,resolution braucht an dieser ,stelle nicht wiedergegeben zu werden1 da sie schon ein ,jahr spter -- im ,jahre #aijd -- auf dem ,internationalen ,sozialistenkongre zur ,sprache kam1 der in ,amsterdam stattfand4 ,auf diesem ,internationalen ,sozialistenkongre wollte der ,flgel1 der sich ,marxisten nannte1 die ,dresdener ,resolution fr die ganze ,internationale verallgemeinern und stellte einen dementsprechenden ,antrag4 ,seine ,gegner waren die jaursistische ,fraktion der franzsischen ,sozialisten und verschiedene sozialistische ,parteien und ,parteiminderheiten anderer ,lnder4 ,es gab ber sie einen auerordentlich intensiven und -- ich darf sagen -- fachlich bedeutsamen ,streit1 dessen ,krnung ein ,rededuell im ,plenum des ,kongresses zwischen ,jean ,jaurs und ,august ,bebel ber die ,fragen der sozialistischen ,politik war4 ,jaurs strubte sich mit allen ,krften dagegen1 da man eine ,taktik1 die nach seiner ,ansicht vielleicht fr ,deutschland pate1 nun internationalisieren wollte4 ,er hielt den ,deutschen vor3 ,ihr habt groe ,erfolge erzielt durch eure ,wahlttigkeit1 habt einen gewaltigen ,parteiorganismus aufgebaut1 aber ihr habt doch keine wirkliche ,macht in den groen ,fragen eures ,landes1 weil ihr weder die eigentlich revolutionre1 noch die parlamentarische ,politik habt4 ,er stellte dem entgegen1 welchen bedeutsamen ,einflu in ,frankreich die sozialistische ,partei durch ihre parlamentarische ,ttigkeit ausgebt habe1 wie sehr sie auf die ,geschicke des ,landes1 auf die ,regierungsbildung und auf die ,regierungspolitik eingewirkt habe4 ,mit ,leidenschaft rief er aus1 was zwar nicht direkt zu der hier behandelten ,frage gehrt1 aber seine damalige ,beurteilung der groen europischen ,fragen erkennen lt und daher in gedrngter ,zusammenfassung hier wiedergegeben sei3 ,woran die ,welt leidet1 was alle ,vlker ,europas mit ,besorgnis erfllt1 das ist die politische ,ohnmacht der deutschen ,sozialdemokratie4 ,ihr seid eine groe1 bewunderungswrdige ,partei1 aber ihr habt auf die ,politik eures ,landes keinen direkten ,einflu4 ,die ,politik des kaiserlichen ,deutschland wurde danach schon damals als uerst beunruhigend in ,europa empfunden4 ,in seiner rednerisch nicht minder wirksamen ,antwort ging ,bebel auf diese ,frage nicht ein1 sondern wies nur auf die ,erfolge in der ,reformgesetzgebung hin1 welche die ,sozialdemokratie in ,deutschland indirekt durch den ,druck von unten erzielt habe4 ,er trug den ,sieg davon4 ,trotz ,jaurs' ,widerspruch wurde mit #ai gegen #e ,stimmen bei #ab ,stimmenthaltungen der ,antrag angenommen1 der die ,dresdener ,resolution internationalisierte4 ,ihre grundlegenden ,stze lauten3 ,der ,kongre verurteilt aufs entschiedenste die revisionistischen ,bestrebungen1 unsere bisherige bewhrte und sieggekrnte1 auf dem ,klassenkampf beruhende ,taktik in dem ,sinne zu ndern1 da an ,stelle der ,eroberung der politischen ,macht durch berwindung unserer ,gegner eine ,politik des ,entgegenkommens an die bestehende ,ordnung der ,dinge tritt4 ,die ,folge einer derartigen revisionistischen ,taktik wre1 da aus einer ,partei1 die auf die mglichst rasche ,umwandlung der bestehenden brgerlichen in die sozialistische ,gesellschaftsordnung hinarbeitet1 also im besten ,sinne des ,wortes revolutionr ist1 eine ,partei wird1 die sich mit der ,reformierung der brgerlichen ,gesellschaft begngt4 ,daher ist der ,kongre im ,gegensatz zu den vorhandenen revisionistischen ,bestrebungen der berzeugung1 da die ,klassengegenstze sich nicht abschwchen1 sondern stetig verschrfen4 ,das daher ist hier etwas seltsam1 da eine ,beweisfhrung fr das ,behauptete gar nicht vorausgeschickt ist4 ,die ,resolution fhrt fort und erklrt3 #a4 da die ,partei die ,verantwortlichkeit ablehnt fr die auf der kapitalistischen ,produktionsweise beruhenden politischen und wirtschaftlichen ,zustnde1 und da sie deshalb jede ,bewilligung von ,mitteln verweigert1 welche geeignet sind1 die herrschende ,klasse an der ,regierung zu erhalten2 #b4 da die ,sozialdemokratie gem der ,resolution ,kautsky des ,internationalen ,sozialistenkongresses zu ,paris im ,jahre #aijj einen ,anteil an der ,regierungsgewalt innerhalb der brgerlichen ,gesellschaft nicht erstreben kann4 ,das wre der ,hauptteil dieser ,resolution4 ,ich enthalte mich jeder weiteren ,kritik -- ein kritisches ,wort habe ich bereits einflechtend angedeutet4 ,auch hier kann man sich1 wie immer man zu den behaupteten ,stzen steht1 der einen ,bemerkung nicht verschlieen3 der logische ,zusammenhang zwischen ,behauptung und ,folgerung ist schwer zu finden4 ,die ,revisionisten1 die fr die ,dresdener ,resolution gestimmt hatten1 erklrten3 ,ihr unterstellt der revisionistischen ,bewegung etwas1 was gar nicht in ihr liegt1 ihr bekmpft etwas1 was die ,revisionisten gar nicht wollen6 ,das traf fr die zwei ersten ,stze der ,resolution zu4 ,aber auf der anderen ,seite war doch behauptet worden1 die ,klassenkmpfe verschrften sich1 die ,partei knne keinen ,anteil an der ,regierung nehmen1 ehe nicht die ,sozialdemokratie die politische ,macht erlangt habe4 ,die ,sozialdemokratie msse also berall festhalten an der intransigenten ,haltung4 ,jedoch die ,geschichte ging weiter ihren ,gang4 ,je mehr die ,sozialdemokratie anwuchs und in den verschiedenen ,lndern sich die politischen ,einrichtungen demokratisierten1 stellte sich die ,folgewirkung heraus -- sie war gar nicht zu umgehen --1 da die ,teilnahme der ,sozialisten an der ,arbeit der ,parlamente eine zunehmend positivere wurde4 ,ihr ,einflu wuchs1 und es drngte sich die ,frage1 die schon frher einmal aufgetaucht war1 mit neuer ,intensitt auf3 wie soll sich die ,sozialdemokratie in den ,parlamenten verhalten1 wenn die ,landeshaushalte zur ,abstimmung kommen8 ,wenn in der ,tagung des ,parlaments unter ,mitwirkung der ,sozialisten eine ,reihe von ,reformen und ,verbesserungen durchgesetzt sind1 soll dann die ,sozialdemokratie den ,landeshaushalt ablehnen und damit unter ,umstnden bekunden1 da ihre ,stimmen im ,grunde wertlos sind1 da sie nicht die ,konsequenzen ihrer ,haltung zieht1 und damit etwa den ,parteien1 die jene ,fortschritte bekmpft hatten1 in die ,hnde spielen8 ,so stellte sich verschiedentlich in ,sddeutschland die ,frage4 ,in einigen sddeutschen ,staaten waren die ,sozialdemokraten zu ziemlichem ,einflu gelangt und beanspruchten nun fr sich das ,recht1 den ,landeshaushalt zu bewilligen4 ,in einem ,staat -- ,hessen -- lagen obendrein die ,dinge so1 da1 wenn das neue ,budget nicht bewilligt wurde1 das alte ,budget in ,kraft blieb4 ,in einem ,jahr war mit ,hilfe der sozialdemokratischen ,abgeordneten eine ,steuerreform beschlossen worden1 und wenn nun die ,sozialdemokraten das auf ,grund ihrer ,stellungnahme aufgestellte ,budget ablehnten1 wre die ,folge gewesen1 da mit ihren ,stimmen und denen der ,konservativen 7die mit der ,steuerreform nicht einverstanden waren71 da sie zusammen die ,mehrheit bildeten1 das neue ,budget verworfen wurde1 die ganze ,reformarbeit der ,session umsonst gemacht war und die alten ,steuern bestehen blieben4 ,unter diesen ,umstnden glaubte die sozialdemokratische ,fraktion des ,landtages das ,budget bewilligen zu mssen4 ,aber nicht berall lag die ,sache so klar1 da sich die ,bewilligung jedem als eine von grundstzlichen ,fragen der ,politik unabhngige ,notwendigkeit darstellte1 und so gab die ,frage der ,budgetbewilligungen zu lebhaften ,kmpfen auf verschiedenen ,kongressen der deutschen ,sozialdemokratie ,anla4 ,da nun in ,deutschland ,preuen allein ber drei ,fnftel der ,bevlkerung umfat1 in ,preuen aber die ,sozialdemokratie durch das dortige ,klassenwahlrecht davon ausgeschlossen war1 auf die ,beschlsse des ,landtags einen unmittelbaren ,einflu auszuben1 erhielt die dadurch sich den ,sozialdemokraten ,preuens aufdrngende ,stellung zur ,budgetfrage auf den ,parteitagen ein so starkes bergewicht1 da schlielich im ,jahre #aiaj auf dem ,parteitag in ,magdeburg eine ,resolution angenommen wurde1 die es den ,abgeordneten der ,partei geradezu verbot1 ,budgets zu bewilligen1 ein ,beschlu1 dem sich nun verschiedene einzelstaatliche ,organisationen der ,partei auch zu fgen versprachen4 ,aber die ,ttigkeit in den ,parlamenten blieb1 und es stellte sich doch wiederum in der ,praxis durch die ,natur der ,dinge heraus1 da die ,sozialdemokratie nicht bei ihm werde verharren knnen4 ,bei den ,reichstagswahlen des ,jahres #aiab wuchs die ,zahl ihrer ,vertreter im ,reichstag auf #aab und gestaltete sich die ,gruppierung der ,parteien so1 da bei ,abstimmungen ber wichtige ,fragen es immer mehr auf die ,stimmen der ,sozialdemokraten ankam und dadurch deren ,verantwortung wuchs4 ,es kam doch wiederholt vor1 da bei ,abstimmungen ber neue ,gesetze oder ,novellen zu bestehenden ,gesetzen1 auch wenn sie nicht alles brachten1 was die ,sozialdemokratie gefordert hatte1 ja1 wenn neben den ,verbesserungen einige von der ,sozialdemokratie bekmpfte ,bestimmungen hineingebracht waren1 die ,verbesserungen aber wesentlich berwogen1 die ,fraktion sich veranlat sah1 ihnen doch zuzustimmen4#f #f ,es sei mir gestattet1 hier einer auf diese ,vernderung bezglichen ,bemerkung zu gedenken1 die ,august ,bebel nur wenige ,wochen vor seinem ,tode mir gegenber uerte4 ,bei einem ,krankenbesuch1 den ich ihm machte1 ehe er die ihm verhngnisvoll werden sollende ,reise nach ,passugg antrat1 kamen wir in der ,unterhaltung auf einen damals den ,reichstag beschftigenden ,gesetzentwurf zu sprechen1 der im ganzen eine ,verbesserung der ,arbeiterversicherung bedeutete1 aber einige von der ,partei bekmpfte ,bestimmungen enthielt4 ,auf meine ,frage1 wie er sich unsere ,schluabstimmung denke1 antwortete er sehr entschieden3 ,annehmen6 ,die ,zeiten sind vorbei1 wo wir um solcher ,mngel willen uns das ,ablehnen gestatten durften4 ,dann brach ,anfang ,august #aiad der ,krieg aus1 und die ,entscheidung1 welche die ,mehrheit der ,fraktion in der ,frage der ,bewilligung der ,kriegskredite traf1 trug einen neuen ,streitfall in die ,sozialdemokratie hinein1 schlug aber zugleich auf ihre ,stellung zum ,parlament und zur ,regierung zurck4 ,die bewilligende ,mehrheit der ,partei kam damit eine ,zeitlang in eine ,beziehung zur ,regierung1 die sich ganz wesentlich von dem ,verhltnis unterschied1 das bis dahin in ,deutschland zwischen ,regierung und ,sozialdemokratie obwaltet hatte4 ,sie hielt indes nicht bis zum ,schlu vor4 ,die ,unfhigkeit der kaiserlichen ,regierung1 der erschpften ,nation den ,frieden zu verschaffen1 fhrte zur ,revolution1 und die ,sozialdemokratie wurde nun selbst ,regierung1 beziehungsweise im eigentlichen ,sinne des ,wortes ,regierungspartei4 ,dies fhrte eine neue ,streitfrage herbei3 die ,frage der ,regierungskoalition4 ,auf sie wird in anderem ,zusammenhange einzugehen sein4 ,das hier ,vorgefhrte1 dem ,gleichartiges aus anderen ,lndern zur ,seite gestellt werden kann1 veranschaulicht auf das deutlichste den ,satz1 da das strkere ,eindringen der ,sozialdemokratie in die ,parlamente unvermeidlich ihre parlamentarische ,ttigkeit auch qualitativ ndert4 ,es vollzieht sich das nicht ohne innere ,kmpfe1 nicht ohne zeitweilige ,rckschlge4 ,aber die ,dynamik der ,dinge1 so mchte ich es ausdrcken1 treibt doch immer wieder zu der notwendigen ,konsequenz4 ,es geht hiermit1 wie es ein von mir auch sonst zitierter ,spruch des berhmten ,kirchenhistorikers ,karl ,hase anzeigt3 ,der ,sieg einer ,idee ist die ,korruption der ,idee1 d4 h4 wenn eine ,idee siegt 7das bezieht sich bei ,hase auf das ,christentum71 dann pat sie sich an die geschichtlich gegebenen ,verhltnisse an1 das heit1 macht sie diesen ,verhltnissen ,zugestndnisse -- und das ist in wissenschaftlichem ,sinne ,korruption4 ,so knnte man auch sagen1 je nachdem man zu den ,fragen ,stellung nimmt1 da in der ,tat die parlamentarische ,ttigkeit der ,sozialdemokratie1 die ja eine auf ,siegen gesttzte ,ttigkeit war1 wenn sie ihr auch noch nicht den vollen ,sieg brachte1 da diese parlamentarische ,ttigkeit zu ,anpassungen an die realen ,verhltnisse fhrte1 die eine sich der parlamentarischen ,ttigkeit enthaltende ,bewegung nicht zu machen braucht4 ,nur ist es mehr als fraglich1 ob eine politische ,bewegung1 die dem ,parlamente fernbleibt1 in einem parlamentarisch regierten ,lande jemals mehr als eine ,sekte bilden wird1 jemals die ,bedeutung erlangen wird1 zu der die ,sozialdemokratie es gebracht hat4 ,bei alledem soll indes durchaus nicht verschwiegen werden1 da der ,parlamentarismus auch seine ,kehrseiten hat6 ,mit der parlamentarischen ,bettigung ist nicht nur eine ,korruption der ,idee im vorentwickelten ,sinne verbunden -- eine solche ,korruption kann fr die ,bewegung einen ,fortschritt gegenber der abstrahierenden ,theorie1 einen ,gewinn an realistischer ,erkenntnis bedeuten --1 unter ,umstnden ist mit ihr auch die ,gefahr einer ,korruption der politischen ,moral verbunden4 ,je mehr ,parteien ,macht erlangen1 namentlich in parlamentarisch regierten ,lndern1 desto mehr haben sie ,einflu auf die ,vergebung von ,stellungen4 ,man erinnere sich1 was darber ,eingangs mit ,bezug auf ,england im #ah4 ,jahrhundert ausgefhrt wurde1 man halte sich vor ,augen1 was in bezug auf politische ,korruption in den ,vereinigten ,staaten offenes ,geheimnis ist1 und es wre ,verblendung1 wollte man sich verhehlen1 da auch bei uns mit dem parlamentarischen ,regierungssystem ,mglichkeiten der ,korruption gegeben sind4 ,man mu schon deshalb sich dies vergegenwrtigen1 um den ,sinn fr die ,schaffung von ,korrektiven gegen die ,gefahr nicht erschlaffen zu lassen4 ,denn die ,sozialdemokratie kann nicht um der mit ihr verbundenen ,gefahr auf die ,sache selbst verzichten4 ,ist doch das ,leben berhaupt ein groer ,korruptor4 ,welches sind aber die ,korrektive gegen die ,kehrseiten des ,parlamentarismus8 ,es gab eine ,zeit1 wo in der sozialistischen ,internationale die ,ansicht verbreitet war1 die sogenannte reine ,demokratie1 wie sie in der ,schweiz weite ,verwirklichung gefunden hat1 nmlich die direkte ,gesetzgebung durch das ,volk1 sei dieses ,gegenmittel6 ,in ,deutschland hatte schon frh der deutsche ,sozialist ,emil ,rittinghausen1 der zeitweilig dem ,reichstag als ,abgeordneter der ,sozialdemokratie angehrt hat1 diese ,idee in einer ,reihe von ,broschren verfochten1 die auch in andere ,sprachen bersetzt worden sind1 und in den neunziger ,jahren des vorigen ,jahrhunderts hat der franzsische ,sozialist ,jean ,allemane den ,gedanken agitatorisch aufgegriffen und es erzielt1 da sie dem ,zricher ,kongre der sozialistischen ,internationale von #ahic in ,gestalt eines ,vorschlags vorgelegt wurde1 der darauf hinauslief1 die ,parlamente ganz abzuschaffen und durch die direkte ,gesetzgebung zu ersetzen4 ,er fand wenig ,gegenliebe1 denn was er wollte1 war eine einfache ,unmglichkeit6 ,so etwas konnte in kleinen schweizerischen ,kantonen mit noch nicht hunderttausend ,einwohnern1 die keine auswrtige ,politik1 keine groen ,probleme zu lsen haben1 durchfhrbar sein4 ,aber in einem groen ,staatswesen mit ,millionen von ,einwohnern1 mit einer ,ausdehnung wie ,frankreich oder ,deutschland oder ,preuen1 alle ,aufgaben der ,gesetzgebung und ,staatsleitung durch direkte ,volksabstimmung regeln zu lassen1 stt sich schon an den ,gesetzen -- wie ich es vorher ausgefhrt habe -- von ,raum und ,zahl4 ,um die ,menge der damit verbundenen ,arbeit zu bewltigen1 wrden die ,staatsbrger eines solchen ,landes an jedem ,abstimmungstag ber ganze ,bgen von ,vorlagen abzustimmen haben1 von denen sie die meisten gar nicht berdenken knnten1 weil unmglich jeder von ihnen das ntige ,verstndnis von der ,tragweite jeder einzelnen haben kann4 ,hier liegt schon deshalb nicht der ,ersatz fr den ,parlamentarismus1 auch spricht gegen den direkten ,volksentscheid in groen ,staatswesen die ,erwgung1 da1 wo ,millionen abstimmen1 bei dem einzelnen der ,abstimmenden das ,gefhl fr die ,verantwortung1 die in der ,abgabe der ,stimme liegt1 naturgem nur gering sein kann4 ber alle diese ,fragen hat damals ,karl ,kautsky1 ein nach meiner ,ansicht sehr lesenswertes ,buch geschrieben1 das den ,titel trgt3 ,parlamentarismus1 direkte ,gesetzgebung und ,sozialdemokratie4 ,ferner hat meine ,wenigkeit auer in dem ,aufsatz ,die sozialpolitische ,bedeutung von ,raum und ,zahl die ,fragen in der ,broschre ,parlamentarismus und ,sozialdemokratie behandelt1 wo ich hnliche ,gedanken entwickelt habe1 wie sie hier dargestellt wurden und einige ,folgerungen hinsichtlich der ,zukunft des ,parlamentarismus gezogen habe1 der ja schwerlich das letzte ,wort der ,entwicklung sein wird4 ,von den vielen gegen seine ,auswchse vorgeschlagenen ,korrektiven kommt unzweifelhaft an hervorragender ,stelle in ,betracht das ,mittel der ,beschrnkung der bergriffsmglichkeiten der ,zentralgewalt durch ,strkung der rtlichen und bezirklichen ,selbstverwaltung und ,demokratisierung dieser ,verwaltungskrper4 ,ein ,gedanke1 dem1 wie frher bemerkt1 mit starken bertreibungen ,proudhon in seiner ,schrift ber den ,fderalismus ,form gegeben1 aber auch ,karl ,marx in seiner ,schrift ,der ,brgerkrieg in ,frankreich weitgehend ,rechnung getragen hat4 ,aus dieser letzteren ,schrift sei hier ein ,satz noch einmal zitiert3 ,in einer kurzen ,skizze der nationalen ,organisation1 die die ,kommune nicht die ,zeit hatte weiter auszuarbeiten1 heit es ausdrcklich1 da die ,kommune die politische ,form selbst des kleinsten ,dorfes sein und da das stehende ,heer auf dem ,lande durch eine ,volksmiliz mit uerst kurzer ,dienstzeit ersetzt werden sollte4 ,die ,landgemeinden eines jeden ,bezirks sollten ihre gemeinsamen ,angelegenheiten durch eine ,versammlung von ,abgeordneten in der ,bezirkshauptstadt verwalten1 und diese ,abgeordneten dann wieder ,abgeordnete zur ,nationaldelegation nach ,paris schicken2 die ,abgeordneten sollten jederzeit absetzbar und an die ,instruktionen ihrer ,whler gebunden sein4 ,und ,marx selbst sagt dazu3 ,die ,kommunalverwaltung wrde dem gesellschaftlichen ,krper alle die ,krfte zurckgegeben haben1 die bisher der ,schmarotzerauswuchs ,staat 444 aufgezehrt hat4 ,also auch er will eine starke ,entwicklung der rtlichen und der bezirklichen ,selbstverwaltung1 die leichter zu bersehen sind1 und dann von unten auf einen fderativen ,bau1 dessen letzte ,instanz -- der aber dann die erstgenannten ,instanzen die ,aufgaben zuweisen und nicht etwa dieser jenen -- die ,zentralbehrde bilden sollte4 ,ob solcher nationale ,aufbau auf der gegenwrtigen ,stufe der sozialen ,entwicklung sich als mglich erweisen und die erwarteten ,ergebnisse haben wrde1 scheint mir zweifelhaft1 aber der ,hinweis auf die ,notwendigkeit einer weitgehenden ,ausbildung der demokratischen ,selbstverwaltung ist sicher ein sehr beachtenswerter ,gedanke1 der ja auch bis zu einem gewissen ,grade bereits ,verwirklichung gefunden und manche guten ,frchte gezeitigt hat4 ,diese rtlichen ,selbstverwaltungskrper sind ,zwangsgenossenschaften genannt worden1 weil jeder ,orts- bzw4 ,bezirksbewohner von ,gesetzes wegen ihnen angehrt1 ob er will oder nicht4 ,zu ihnen treten als ,verwaltungsorgane hinzu die freien ,genossenschaften1 die heute auf verschiedenen ,gebieten bedeutsame ,funktionen erfllen und ,teile der ffentlichen ,verwaltung werden4 ,als solche haben sich ,anerkennung erzwungen die ,organisationen der ,arbeiter1 so sehr sie im ,anfang verhat waren1 an erster ,stelle die ,gewerkschaften der ,arbeiter1 dann aber auch die ,konsumgenossenschaften der ,arbeiter und die freien ,verbindungen fr ,zwecke der krperlichen und kulturellen ,entwicklung4 ,indes auch ,genossenschaften anderer ,klassen -- man denke an die lndlichen ,genossenschaften -- erfllen gesellschaftliche ,funktionen und sind damit ein ,stck der groen ,selbstverwaltung der ,gesellschaft4 ,das macht sich nicht nach einem einzigen ,schema1 das gestaltet sich auf verschiedenen ,wegen1 aber die administrative ,selbstndigkeit der ,bevlkerung nimmt zu1 die ,regierung von oben nimmt an ,bedeutung ab1 wenngleich -- das mu denen gesagt werden1 die glaubten1 den ,staat abschaffen zu knnen -- sie nicht verschwindet4 ,zentrale ,gesetzgebungs- und ,verwaltungsfunktionen werden noch auf ziemliche ,zeit bestehen bleiben4 ,nur schrittweise bernimmt die ,selbstverwaltung von ihr ,funktionen auf ,grund der gemeinsam geschaffenen ,gesetze4 ,das ,parlament wird nicht in ,bausch und ,bogen abgetan4 ,aber man kommt zu einer ,entwicklung1 von der man hoffen darf1 da sie zu einem groen ,teil die ,gefahren1 die mit dem alten ,parlamentarismus organisch verbunden scheinen1 immer mehr einengen und schlielich berwinden wird4 ,man mu also verstehen1 diese ,fragen nicht dogmatisch1 sondern als ,fragen der ,entwicklung zu begreifen4 ,will man erkennen1 wie sich die ,verwaltung mit dem ,wachsen des ,organismus verndert1 so kann man das beim ,studium der ,verfassungsgeschichte -- einfacher ausgedrckt der ,geschichte der ,statuten -- der ,arbeiterorganisationen verfolgen4 ,die ,arbeiterorganisationen fangen gewhnlich an mit der extremsten ,demokratie1 meist mit der direkten ,gesetzgebung und ,auswahl der ,beamten durch die ,mitgliederversammlung4 ,je mehr sie aber wachsen1 sind sie gezwungen1 ,vertretungskrper zu bilden und den ,vertretungen bestimmte ,macht- und ,leitungsbefugnisse zu bertragen4 ,die ,masse hat dann nur noch vermittelst ihrer ,vertrauensmnner eine ,art stndiger ,kontrolle auszuben4 ,die ,organisation selbst aber gestaltet sich zu einem ,organismus1 der eine ,art demokratischen ,staat darstellt4 ,an der freien ,arbeiterbewegung zeigt sich1 wie das ziffernmige ,wachstum1 die grere ,quantitt die gleichberechtigten ,genossen selbst zur qualitativen nderung der ,verfassung ihrer ,organisation zwingt4 ,wer das nicht begreift und nicht die sich daraus ergebenden ,folgerungen anerkennt1 der wird auch nie begreifen1 was in dem ,wort wissenschaftlicher ,sozialismus liegt4 ,dieser ist1 wie im ersten ,kapitel gezeigt wurde1 soziologische ,entwicklungslehre1 das heit die ,auffassung der sozialistischen ,bewegung als eine ,bewegung1 die in ihrem ,fortgang sich selbst gestaltet und dabei eng abhngt von den organischen ,gesetzen sozialer ,entwicklung4 ,eine ,erkenntnis1 die heute wiederum ,streitgegenstand geworden ist im ,sozialismus der ,gegenwart1 und zwar auf die ,tagesordnung gesetzt durch das ,erscheinen des sogenannten ,bolschewismus2 und mit dieser ,frage wollen wir uns nunmehr befassen4 ,achtes ,kapitel4 ,die bolschewistische ,abart des ,sozialismus4 ,was sind die ,grundgedanken der ,doktrin1 die wir als ,bolschewismus kennen gelernt haben8 ,worauf fut sie8 ,im ersten ,band seines groen ,werkes ,das ,kapital schildert ,karl ,marx im #be4 ,kapitel1 sechster ,abschnitt1 der sich mit der ,genesis der industriellen ,kapitalisten befat1 die verschiedenen ,methoden der sogenannten ursprnglichen ,akkumulation des ,kapitals1 d4 h4 der ursprnglichen ,bildung von ,kapital4 ,gegenber den ,darstellungen der brgerlichen konomen1 welche die ,bildung von ,kapital auf ,ersparnis1 beziehungsweise ,sparen zurckfhren1 weist ,marx nach1 da das ,kapital auf ganz andere ,weise entstanden ist1 und schreibt hinsichtlich der ,methoden dieser wirklichen ursprnglichen ,akkumulation des ,kapitals3 ,in ,england werden sie am ,ende des #ag4 ,jahrhunderts systematisch zusammengefat in ,kolonialsystem1 ,staatsschuldensystem1 modernem ,steuersystem und ,protektionssystem4 ,diese ,methoden beruhen zum ,teil auf brutalster ,gewalt1 wie das ,kolonialsystem4 ,alle aber benutzten die ,staatsmacht1 die konzentrierte und organisierte ,gewalt der ,gesellschaft1 um den ,verwandlungsproze der feudalen in die kapitalistische ,produktionsweise treibhausmig zu frdern und die bergnge abzukrzen4 ,die ,gewalt ist der ,geburtshelfer jeder alten ,gesellschaft1 die mit einer neuen schwanger geht4 ,sie ist selbst eine konomische ,potenz4 ,der hier gesperrte ,schlu dieses ,satzstcks hat in der sozialistischen ,bewegung unserer ,zeit bei ,parteien1 die ihre theoretische ,erkenntnis direkt von ,marx ableiteten1 eine eigenartige ,rolle gespielt4 ,von franzsischen ,sozialisten1 die sich ,marxisten nannten1 und deren einer ,fhrer ,paul ,lafargue1 der ,schwiegersohn von ,karl ,marx1 der andere1 ,jules ,guesde1 mit ,marx befreundet war1 ward er in dogmatischer ,auslegung als ,beweis dafr propagiert1 da alle sozialistische ,ttigkeit auf die ,eroberung der politischen ,macht durch ,revolutionsgewalt abzielen msse4 ,es ist aber zu bemerken1 da ,marx in dem ,satz einfach eine geschichtliche ,tatsache konstatiert1 aber keine ,formel fr die unmittelbare ,anwendung aufstellt4#g #g ,wie wenig ,marx mit der ,auslegung einverstanden war1 die ,lafargue seinen ,feststellungen gab1 geht aus seinem ,brief an ,friedrich ,engels vom #aa4 ,november #ahhb hervor4 ,dort schreibt ,marx dem ,freunde1 da ,lafargue in ,wirklichkeit ,schler des ,russen ,bakunin sei1 und ruft rgerlich aus3 ,longuet 7der andere ,schwiegersohn von ,marx7 als letzter ,proudhonist und ,lafargue als letzter ,bakunist6 ,que le diable les emporte6 ,aus dieser ,feststellung einer geschichtlichen ,tatsache macht indes die ,fraktion der russischen ,sozialisten1 die sich ,bolschewiki nennen1 einen ,imperativ der ganzen sozialistischen ,politik3 ,wir mssen die ,gewalt haben1 um die neue ,gesellschaft zu errichten1 anders geht es nicht1 unser ganzes ,sinnen und ,trachten mu auf die ,eroberung der politischen ,macht gerichtet sein4 ,eine ,auffassung1 die sich freilich auf bestimmte ,stellen im ,kommunistischen ,manifest sttzen konnte4 ,dort heit es z4 ,b4 am ,schlu1 wo von der ,erringung der politischen ,macht durch das ,proletariat die ,rede ist3 ,wir sahen schon oben1 da der erste ,schritt in der ,arbeiterrevolution die ,erhebung des ,proletariats zur herrschenden ,klasse1 die ,erkmpfung der ,demokratie ist4 ,das ,proletariat wird seine politische ,herrschaft dazu benutzen1 der ,bourgeoisie nach und nach alles ,kapital zu entreien1 alle ,produktionsinstrumente in den ,hnden des ,staats1 d4 h4 des als herrschende ,klasse organisierten ,proletariats zu zentralisieren und die ,masse der ,produktionskrfte mglichst rasch zu vermehren4 ,es kann dies natrlich zunchst nur geschehen vermittels despotischer ,eingriffe in das ,eigentumsrecht und in die brgerlichen ,produktionsverhltnisse1 durch ,maregeln also1 die konomisch unzureichend und unhaltbar erscheinen1 die aber im ,laufe der ,bewegung ber sich selbst hinaustreiben und als ,mittel zur ,umwlzung der ganzen ,produktionsweise unvermeidlich sind4 ,dann werden eine ,reihe von ,manahmen aufgezhlt1 die gewissen ,manahmen des ,brgertums in frheren ,revolutionen entsprechen4 ,im weiteren berufen die ,verfechter der geschilderten ,denkweise sich auf eine ,stelle in dem ,brief von ,karl ,marx ber den ,entwurf zum ,einigungsprogramm der deutschen ,sozialdemokratie von #ahge1 dem ,entwurf des ,gothaer ,programms4 ,dort sagt nmlich ,marx3 ,zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen ,gesellschaft liegt die ,periode der revolutionren ,umwandlung der einen in die andere4 ,ihr entspricht auch eine politische bergangsperiode1 deren ,staat nichts anderes sein kann als die revolutionre ,diktatur des ,proletariats4 ,auch dieser ,satz wird von den ,bolschewisten1 wie man das ,wort ,bolschewiki ins ,deutsche bernommen hat1 dogmatisch ausgelegt4 ,diese ,partei1 die heute als ,partei der russischen ,kommunisten an der ,spitze der dritten oder kommunistischen ,internationale steht1 hat sich frher auch ,partei der ,maximalisten genannt4 ,im ,streit der russischen ,marxisten untereinander hatten sich zwei ,richtungen ausgebildet3 die eine wollte den ,kampf der ,sozialdemokratie ,rulands mit einem ,programm sozialistischer ,mindestforderungen 7,minimumprogramm7 fhren1 hnlich wie es seinerzeit die franzsischen ,marxisten mit einer fr sie von ,marx verfaten ,einleitung ausgearbeitet hatten1 die anderen vertraten den ,standpunkt1 man msse ein ,maximum von ,forderungen aufstellen und es der ,bewegung als eine ,art ,fanal stndig vorhalten4 ,von diesen zwei ,richtungen ist die letztere eben die der ,bolschewisten1 whrend die erstere ,fraktion oder ,partei der ,menschewisten genannt wird -- ,benennungen1 die den ,begriffen mehr und minder entsprechen1 die man teils auf die ,hhe der ,forderungen1 teils auf das ,zahlenverhltnis der ,anhnger bezieht4 ,der ,streit lief zum groen ,teil in ein scholastisches ,ausspielen von ,aussprchen von ,marx aus1 wobei die eine ,seite die ,tatsache ignorierte1 da die ganze ,marxsche ,lehre vornehmlich ,entwicklungslehre ist und ,marx selbst im ,laufe der ,jahre eine ,entwicklung durchgemacht hat4 ,engels hat wiederholt anerkannt1 da ihm und ,marx in der ersten ,epoche ihres ,schaffens bedeutungsvolle ,irrtmer ber ,schnelligkeit und den ,gang der ,entwicklung unterlaufen sind4 ,ist dadurch aber die ,marxsche ,lehre selbst abgetan8 ,sicherlich nicht4 ,das ,groe1 ,bleibende am ,marxismus1 was ber allen ,einzelanwendungen steht1 ist eben die ,tatsache1 da der ,marxismus der sozialen ,entwicklungslehre eine neue1 in ihrem ,hauptgedanken1 der ,theorie vom bestimmenden ,einflu der ,produktionsweise1 unerschtterte ,grundlage gegeben hat4 ,marx hat den organischen ,entwicklungsgedanken seiner ,lehre wiederholt sehr bestimmt zum ,ausdruck gebracht4 ,so im ,vorwort zu seiner #ahei erschienenen ,schrift ,zur ,kritik der politischen konomie1 so aber auch #ahff im ,vorwort zum ,das ,kapital4 ,im letzteren sagt ,marx1 was sehr bemerkenswert fr seine ,anschauungsweise ist1 selbst den herrschenden ,klassen der ,gegenwart dmmere die ,erkenntnis auf1 da die jetzige ,gesellschaft kein fester ,kristall1 sondern ein umwandlungsfhiger und stndig in der ,umwandlung begriffener ,organismus sei4 ,hier ist der ,gegensatz der ,grundanschauungen angezeigt1 der die groe ,mehrzahl der sozialdemokratischen ,parteien unserer ,tage von der ,partei der ,bolschewisten und ihren westeuropischen ,nacheiferern unterscheidet4 ,die bolschewistische ,partei ist hervorgegangen aus der marxistischen ,schule des russischen ,sozialismus1 wobei es bemerkenswert ist1 da gerade die drei ,persnlichkeiten1 die man als die eigentlichen ,stifter dieser ,schule bezeichnen kann1 der verstorbene ,georg ,plechanow1 die soeben verstorbene ,vera ,sassulitsch und der noch lebende ,paul ,axelrod1 ,gegner der ,bolschewisten waren beziehungsweise ,axelrod ein solcher ist4 ,wenn ich oben bemerkte1 da die ,bolschewisten bei ihrer ,berufung auf ,marx vielfach scholastisch vorgehen1 so will ich hinzufgen1 da ich als ,scholastik diejenige ,geistesrichtung oder ,geistesttigkeit betrachte1 die darauf gerichtet ist1 fr schon feststehende ,lehrstze oder ,gedanken die ,beweise oft mit erzwungenen ,deutungsknsten deduktiv zu erbringen1 wobei das induktive ,moment1 die ,prfung an den ,tatsachen1 auerordentlich zu kurz kommt1 wenn es nicht ganz unerrtert bleibt4 ,nun ist gerade die wesentliche ,eigenschaft der sozialen ,entwicklungslehre von ,marx und ,engels1 da sie den ,ton legt auf den engen1 man kann hier mit grtem ,recht sagen1 auf den organischen ,zusammenhang des ,politisch-,sozialen mit den ,tatsachen der konomischen ,entwicklung1 das heit1 der ,produktionsverhltnisse4 ,von diesem ,standpunkt aus haben die ,verfasser des ,kommunistischen ,manifests1 so revolutionr sie fr ihre ,zeit dachten und wie rckhaltlos sie fr die kommunistischen ,ideen des vorgeschrittenen ,flgels der ,arbeiterbewegung ihrer ,tage ,partei ergriffen hatten1 doch schon1 als sie ihre ,theorie ausarbeiteten1 ,stellung genommen gegen radikale ,sozialisten ihrer ,tage1 die fr revolutionre ,kommunisten galten1 tatschlich aber nur ,anspruch hatten auf die ,bezeichnung als ,utopisten der sozialistischen ,revolution4 ,zu ihnen gehrte der unzweifelhaft begabte1 aber wissenschaftlich ungeschulte deutsche ,kommunist ,wilhelm ,weitling1 der ,verfasser der ,schrift ,garantien der ,harmonie und ,freiheit1 die #ahdb erschien und von ,marx als sehr beachtenswert begrt wurde1 was aber nicht hinderte1 da ,marx spter sich scharf gegen ,weitling wandte1 als dieser in seiner ,agitation den ,arbeitern mit bertriebenem ,radikalismus den ,kopf verdrehte4 ,es ist das deshalb von ,interesse1 weil ,weitlings ,ideen mit vielen ,schlagworten hnlichkeit haben1 die heute von ,anhngern des ,bolschewismus den ,arbeitern gepredigt werden4 ,im ,winter #ahdf_/dg kam ,weitling nach ,brssel1 wo ,marx und ,engels damals lebten und ihre groe ,theorie ausarbeiteten und polemisch verfochten4 ,bei einem ,besuch1 den ,weitling ,marx machte1 war der russische ,schriftsteller ,annienkoff zugegen1 und er schildert in seinen ,erinnerungen einen heftigen ,zusammensto zwischen ,marx und ,weitling4 ,weitling1 der aus der ,arbeiterklasse hervorgegangen war1 berief sich ,marx gegenber wesentlich darauf1 wie berhaupt auf die ,gefhlsseite seiner ,theorie1 und es ist bemerkenswert1 wie energisch ,marx nach ,annienkoff ,weitling gegenber die ,unerllichkeit konkreten wissenschaftlichen ,denkens betonte und einmal mit der ,faust auf den ,tisch schlagend wtend ausrief3 ,noch niemals hat ,unwissenheit jemandem gentzt6 ,vier ,jahre darauf1 nach der ,revolution1 kam ,marx in ,konflikt mit seinen frheren ,kampfgenossen1 die in hnlicher ,weise wie ,weitling sich auf das ,gefhl und den ,willen beriefen4 ,es war das die von ,karl ,schapper und ,a4 ,willich gefhrte ,fraktion des ,kommunistenbundes4 ,der ,gegensatz wiederholte sich in den ,jahren #ahgj bis #ahgb in der ,internationalen ,arbeiterassoziation in dem ,kampf von ,marx gegen den russischen sozialistischen ,revolutionr ,michael ,bakunin1 den1 und noch mehr dessen -- ich kann nicht sagen ,schler und nicht einmal ,genossen1 obwohl er auf ,bakunin groen ,einflu ausbte1 aber -- zeitweiligen ,mitkmpfer ,bakunins1 den ,studenten ,netschajeff1 der als ein ,vorlufer des ,bolschewismus bezeichnet werden mu4 ,seine ,ideen sind dargelegt und kritisiert in der wesentlich von ,friedrich ,engels in bereinstimmung mit ,marx verfaten ,schrift3 ,ein ,komplott gegen die ,internationale4 ,mit uerster ,schrfe wendet diese sich namentlich gegen den ,revolutionsromantismus von ,bakunin1 den ,netschajeff noch ins ,extrem bertrieben hatte1 so da eine ,art ,sozialismus im ,sinne von ,rinaldo ,rinaldini herauskam4 ,bakunin hatte speziell die russischen ,ruber verherrlicht und war soweit gegangen1 zu erklren1 man msse die ,zuchthuser ffnen1 wenn man ,revolution mache4 ,eine ,spekulation auf ,elemente1 die ohne ,rcksicht auf ,theorie und ,moral usw4 schlechthin sich in ,gegensatz zur geordneten ,gesellschaft stellten4 ,die ,abweisung solcher ,phantasien und die ,betonung des ,zusammenhanges der ,entwicklung zum ,sozialismus mit der ,entwicklung der ,wirtschaft im allgemeinen1 das heit zuletzt der ,produktionsweise1 ist der magebende ,gedanke der ,marxschen ,lehre4 ,hierfr ist der schon zitierte ,satz aus dem ,vorwort zu ,das ,kapital1 da die jetzige ,gesellschaft -- die ,gesellschaft der liberalen konomie1 kein festes ,kristall1 sondern ein umwandlungsfhiger und einem stndigen ,proze der ,umwandlung unterworfener ,organismus ist1 viel wichtiger als mancher andere ,satz1 der oft zitiert wird4 ,in ,das ,kapital sagt ,marx an einer anderen ,stelle1 wo er von der ,fabrikgesetzgebung spricht und die ,wirkung des ,zehnstundentages auf die ,baumwollarbeiter von ,lancashire schildert3 ,dennoch hatte das ,prinzip#h gesiegt mit seinem ,sieg in den groen ,industriezweigen1 welche das eigenste ,geschpf der modernen ,produktionsweise4 ,ihre wundervolle ,entwicklung von #ahec bis #ahfj1 ,hand in ,hand mit der physischen und moralischen ,wiedergeburt der ,fabrikarbeiter schlug das bldeste ,auge4 #h ,der gesetzlichen ,begrenzung der ,arbeitszeit4 ,ed4 ,b4 ,und im ,zusammenhang mit dem vorher zitierten ,satz im ,vorwort sagt ,marx3 ,in ,england ist der ,umwandlungsproze 7der soziale ,umwandlungsproze7 mit ,hnden zu greifen4 ,auf einem gewissen ,hhepunkt mu er auf den ,kontinent rckschlagen4 ,dort wird er sich in brutaleren oder humaneren ,formen bewegen1 je nach dem ,entwicklungsgrad der ,arbeiterklasse selbst4 ,von hheren ,motiven abgesehen1 gebietet also den jetzt herrschenden ,klassen ihr eigenstes ,interesse die ,wegrumung aller gesetzlich kontrollierbaren ,hindernisse1 welche die ,entwicklung der ,arbeiterklasse hemmen4 ,ich habe deswegen u4 a4 der ,geschichte1 dem ,inhalt und den ,resultaten der englischen ,fabrikgesetzgebung einen so ausfhrlichen ,platz in diesem ,bande eingerumt4 ,eine ,nation soll und kann von der anderen lernen4 ,auch das zeigt1 darf ich sagen1 einen stark reformistischen ,einschlag in der dem ,gedankengang nach revolutionren ,lehre von ,marx4 ,je weiter er in der geistigen ,entwicklung fortschreitet1 um so mehr findet bei ihm der ,gedanke des ,zusammenhanges zwischen der konomischen ,entwicklungshhe und den ,mglichkeiten der politischen und rechtlichen ,eingriffe genaueren ,ausdruck4 ,im ,jahre #ahge sagt er in seinem ,brief ber den ,entwurf des ,gothaer ,programms der damaligen geeinten ,sozialdemokratie3 ,das ,recht kann nie hher sein als die konomische ,gestaltung und die dadurch bedingte ,kulturentwicklung der ,gesellschaft4 ,beim ,bolschewismus nun -- ich betone nochmals3 in seiner ,doktrin6 -- wird alles das ignoriert oder umgangen4 ,der ,bolschewismus sttzt sich entweder auf das ,kommunistische ,manifest mit seinen lapidar zugespitzten1 aber der ,frhperiode von ,marx und ,engels angehrigen ,aussprchen1 wo diese sich darin gefielen pater le bourgeois -- dem ,brgersmann etwas ,verblffendes zu sagen4 ,oder er gibt spteren ,aussprchen von ,marx unter ,herausreiung aus dem ,zusammenhang die ungeschlachteste und vergrberteste ,auslegung4 ,so sagt ,marx im vorletzten ,kapitel des ersten ,bandes von ,das ,kapital1 der die geschichtliche ,tendenz der kapitalistischen ,akkumulation kennzeichnet3 ,die ,konzentration der ,produktionsmittel und die ,vergesellschaftung der ,arbeit erreichen einen ,punkt nmlich im ,verlauf der kapitalistischen ,entwicklung4 ,ed4 ,b41 wo sie unertrglich werden mit ihrer kapitalistischen ,hlle4 ,die ,stunde des kapitalistischen ,privateigentums schlgt4 ,die ,expropiateurs werden expropriiert4 ,also wenn die ,entwicklung selber unvertrglich wird mit der kapitalistischen ,hlle1 dann werden die ,expropriateurs -- ,marx nennt die ,kapitalisten ,enteigner1 weil in der ,konkurrenz die groen ,kapitalisten die kleinen enteignen --1 enteignet1 expropriiert4 ,aus diesem1 eine geschichtliche ,perspektive zeichnenden ,satz haben ,bolschewisten den ,spruch gemacht3 ,beraubt die ,ruber6 und ,arbeiter haben das buchstblich genommen und vielfach in drastischer ,anwendung befolgt4 ,die ,unternehmer werden schlechthin1 statt als konomische ,enteigner1 als moralische ,stehler1 als ,diebe hingestellt4 ,dies in direktem ,gegensatz zu ,marx1 der im ,vorwort zu ,das ,kapital1 wo er ausfhrt1 da in dem ,buch ,kapitalist und ,grundeigentmer nicht sehr gut davonkommen1 nicht im rosigen ,lichte erscheinen1 ausdrcklich sagt3 ,es handelt sich aber da um eine ,personifikation konomischer ,kategorien4 ,weniger als der jedes anderen kann mein ,standpunkt1 der die ,entwicklung der konomischen ,gesellschaftsformation als einen naturgeschichtlichen ,proze auffat1 den einzelnen verantwortlich machen fr ,verhltnisse1 deren ,geschpf er sozial bleibt1 so sehr er sich auch subjektiv ber sie erheben mag4 ,in jeder ,hinsicht1 sage ich1 hat in diesen ,punkten die bolschewistische ,doktrin die ,marxsche ,lehre vergrbert1 man knnte sagen3 barbarisiert4 ,die geschichtliche1 also bis zu einer bestimmten ,hhe der wirtschaftlichen ,entwicklung notwendige ,funktion des ,unternehmers als treibendes ,agens der ,produktion ist bei ihr ausgelscht -- auch dies wiederum im ,widerspruch mit ,marx1 der im dritten ,band seines ,buches ,das ,kapital1 den allerdings die wenigsten gelesen haben1 in einem der letzten -- dem #bd4 -- ,kapitel1 das von den ,einkommensquellen handelt1 auseinandersetzt1 da ,mehrarbeit berhaupt als ,arbeit des ,arbeitenden ber das ,ma der gegebenen ,bedrfnisse hinaus immer bleiben msse1 und daran den schon zitierten ,satz fgt3 ,es ist eine der zivilisatorischen ,seiten des ,kapitals1 da es diese ,mehrarbeit in einer ,weise und unter ,bedingungen erzwingt1 die der ,entwicklung der ,produktivkrfte der gesellschaftlichen ,verhltnisse und der ,schpfung der ,elemente fr eine hhere ,neubildung vorteilhafter sind als unter den frheren ,formen der ,sklaverei und der ,leibeigenschaft4 ,marx zeigt also wiederum1 da das ,kapital1 so scharf er es sonst angreift1 wichtige1 den ,fortschritt frdernde1 er sagt ausdrcklich zivilisatorische ,funktionen erfllt in der ,entwicklung der menschlichen ,gesellschaft4 ber all das und die sich daraus fr die ,wirtschaftspolitik ergebenden ,folgerungen hat sich der ,bolschewismus khl hinweggesetzt und die ,gewalt als ,allschpferin behandelt4 ,bei fhrenden ,bolschewisten findet man in einer gewissen ,steigerung -- mehr noch als bei ,lenin bei ,bucharin1 ,sinowieff und anderen -- ,stze1 wo der ,gewalt einfach die ,zauberkrfte von ,allheilmitteln zugeschrieben werden4 ,man brauche nur die ,gewalt zu haben1 dann knne man die ,entwicklung nach seinem ,willen lenken6 ,hier einige ,beweise dafr3 ,marx sagt -- das ist auch wieder wichtig -- #ahei im ,vorwort zu dem ,buch ,zur ,kritik der politischen konomie3 ,eine ,gesellschaftsformation geht nie unter1 bevor alle ,produktivkrfte entwickelt sind1 fr die sie weit genug ist1 und neue hhere ,produktionsverhltnisse treten nie an die ,stelle1 bevor die materiellen ,existenzbedingungen derselben im ,scho der alten ,gesellschaft selbst ausgebrtet worden sind4 ,im ,vorwort zum ersten ,band ,das ,kapital liest man3 ,auch wenn eine ,gesellschaft dem ,naturgesetz ihrer ,bewegung auf die ,spur gekommen ist -- und es ist der letzte ,endzweck dieses ,werkes1 das konomische ,bewegungsgesetz der modernen ,gesellschaft zu enthllen --1 kann sie naturgeme ,entwicklungsphasen weder berspringen noch wegdekreditieren4 ,aber sie kann die ,geburtswehen abkrzen und mildern4 ,so ,marx4 ,nun nehme man die ,schrift von ,n4 ,bucharin3 ,das ,programm der ,kommunisten 7,bolschewiki7 zur ,hand4 ,dort wird frischweg die sozialistische ,revolution durch ,diktatur der ,arbeiterklasse in ,ruland1 diesem im ganzen noch wenig entwickelten ,lande1 als eine ,sache der unmittelbaren ,gegenwart mit der ,bemerkung verkndet3 ,diktatur der ,arbeiterklasse bedeutet die ,staatsmacht der ,arbeiterklasse1 die die ,bourgeoisie und die ,gutsbesitzer erwrgt und gleich darauf3 ,diese ,macht der ,arbeiter kann nur aus der sozialistischen ,revolution der ,arbeiterklasse erwachsen1 die den brgerlichen ,staat und die brgerliche ,macht zerstrt4 ,und das ist geschrieben in einem ,lande1 das bekanntlich einen brgerlichen ,staat berhaupt noch nicht gehabt hat6 ,des weiteren heit es1 die ,diktatur msse eisern sein1 ein ,wort1 das1 wie in dieser ,schrift1 berhaupt unzhlige ,male in der ,literatur des ,bolschewismus wiederkehrt und in brutalstem ,sinne gedeutet wird4 ,einige ,seiten darauf liest man3 ,wir sehen nun1 da eine ,verletzung jeglicher ,freiheiten in ,beziehung auf die ,gegner der ,revolution notwendig ist4 ,es kann in der ,revolution keine ,freiheiten fr die ,feinde des ,volkes und der ,revolution geben4 ,als ,feinde der ,revolution werden aber nicht nur alle brgerlichen ,parteien unterschiedslos hingestellt1 sondern auch diejenigen ,sozialisten 7,menschewisten und ,sozialrevolutionre71 die auf einem anderen ,standpunkt stehen als die ,bolschewisten4 ,es ist der extremste ,terrorismus1 den man sich denken kann4 ,in der ,schrift von ,leo ,trotzki ,die ,sowjetmacht und der ,internationale ,imperialismus -- ein ,vortrag1 den ,trotzki vor ungeschulten russischen ,arbeitern gehalten hat -- liest man3 ,in der ,mitte aber wrden die ,politiker stehen1 die sich bald nach links1 bald nach rechts drehen4 ,das sind die ,vertreter der ,menschewiki und der rechtsstehenden ,sozialrevolutionre2 sie wrden sagen3 ,die ,macht mu zur ,hlfte geteilt werden4 ,das erzhlt er ,arbeitern6 ,und er fhrt fort3 ,aber1 ,genossen1 die ,macht ist doch kein ,laib ,brot1 den man in zwei ,hlften schneiden1 in vier ,teile neu zerteilen kann4 ,welcher ,vergleich und welche ,verleugnung der ,geschichte6 ,den ,zweck zeigt der folgende ,satz4 ,trotzki doziert3 ,die ,macht ist das ,instrument1 mit dessen ,hilfe eine bestimmte ,klasse ihre ,herrschaft befestigt4 ,entweder dient dieses ,instrument der ,arbeiterklasse oder es dient gegen die ,arbeiterklasse4 ,damit ist die ,entwicklung im ,leben der ,vlker ausgestrichen1 von einem ,gesellschaftszustand zum entgegengesetzten gibt es keinen bergang1 keine ,entwicklung1 sondern nur die ,umstlpung durch die ,macht4 ,es geht so weiter3 ,hier gibt es keine ,wahl4 ,solange es zwei ,feinde gibt -- die ,bourgeoisie und das ,proletariat und mit ihm das rmste ,bauerntum --1 und solange diese zwei ,feinde gegeneinander kmpfen1 knnen sie selbstverstndlich nicht eine gemeinsame ,waffe haben4 ,es ist doch nicht denkbar1 da eine ,kanone zugleich wie der einen ,armee so auch der anderen dienen kann4 ,um die ,natur dieser ,argumentation richtig einzuschtzen1 mu man dessen eingedenk bleiben1 unter welchen ,umstnden sie vorgetragen wurde und welches die ,entwicklungshhe des ,landes war1 in dem sie ,arbeitern eingeprgt wurde4 ,niemals haben ,marx und ,engels ,arbeitern die politische ,frage in so kindisch-einfltiger ,gegenberstellung dargestellt4 ,selbst als ,deutschland schon wirtschaftlich auf wesentlich hherer ,stufe stand als das ,ruland von #aiah -- von der kulturellen ,entwicklung ganz zu schweigen --1 haben sie immer noch eine zeitweilige ,untersttzung des vorgeschrittenen ,brgertums durch die sozialistische ,arbeiterschaft fr angezeigt erklrt4 ,nach dem ,muster der vorstehenden1 dem ,begriffsvermgen sehr naiver und unentwickelter ,leute angepater ,deduktionen1 die sich durch den ganzen als ,propagandaschrift in alle ,sprachen bersetzten ,vortrag ziehen und mit hnlich merkwrdigen ,behauptungen ber die ,ursachen und wirkenden ,krfte des ,weltkriegs abwechseln1 kommt ,trotzki auf die ,ausbung der politischen ,macht durch die ,bolschewisten zu sprechen und erhebt mit folgenden ,argumenten ,anspruch auf ,entschuldigung fr deren ,migriffe3 ,einige sagen3 wozu habt ihr denn die ,macht genommen1 wenn ihr vorher nicht gelernt habt1 sie anzuwenden8 ,wir aber antworten darauf3 wie konnten wir das ,tischlerhandwerk erlernen1 wenn wir kein ,tischlerwerkzeug in den ,hnden hatten8 ,um zu lernen1 ein ,land zu verwalten1 mu man das ,richtscheit in die ,hand nehmen1 mu man die ,staatsmacht in die ,hnde nehmen4 ,noch hat niemand im ,zimmer sitzend das ,reiten gelernt4 ,um es zu lernen1 mu man ein ,pferd satteln und sich aufs ,pferd setzen4 ,mglicherweise wird das ,pferd sich bumen und mehr als einmal oder auch mehr als zweimal einen herunterfallen lassen4 ,wir werden aufstehen1 es wieder satteln und wieder reiten1 und so werden wir es lernen4 ,wenn solches ,probieren nur die ,persnlichkeiten betrfe1 die das ,reiten -- sprich ,regieren -- lernen wollen1 so knnte man sagen3 gut und schn4 ,aber mit einem ganzen ,staatswesen in das ,unbestimmte hinein gewaltttig tiefgreifende ,wirtschaftsexperimente machen in dem ,gedanken1 es knne zwar auch falsch gehen1 aber dann macht man es eben noch einmal1 in solcher ,weise mit einem groen ,volke verfahren1 wobei unter ,umstnden viele ,hunderttausende dem ,hunger1 der ,not1 der ,vernichtung ausgeliefert werden1 ist ganz etwas anderes4 ,es gibt fr den ,sozialreformer1 den ,revolutionr1 auch einen kategorischen ,imperativ6 ,sich darum nicht gekmmert1 die wissenschaftliche ,lehre der groen ,denker1 auf die sie sich beriefen1 dort1 wo sie ihnen nicht pate1 in den ,wind geschlagen zu haben1 ist bezeichnend fr das fehlende ,element in den ,gedankengngen der ,bolschewisten4 ,es fllt mir1 indem ich das feststelle1 nicht ein1 die ,beweggrnde der ,bolschewisten irgendwie zu verdchtigen4 ,wie in jeder ,revolutionsbewegung gibt es natrlich auch in dieser eine groe ,zahl ,idealisten4 ,es gibt in ihr aber sicher auch andere ,naturen4 ,indes lasse ich dies ,moment dahingestellt4 ,es handelt sich hier um die ,doktrin1 um die ,auffassungsweise und wie sie auf das ,handeln der ,bolschewisten zurckwirkt4 ,da aber gerade zeigt sich1 wie sehr sie abweichen von der ,auffassung des groen ,meisters und ,denkers ,karl ,marx6 ,sie geben fast gar keine soziale ,bedingtheit fr ihre ,aktion zu4 ,ihnen gengt es1 da berhaupt mit etlicher ,groindustrie auch ein ,proletariat in dem ,staate da ist1 stark genug1 um bei ,ergreifung der ,gewalt die aktive ,rolle zu spielen4 ,aber sonst werden in den verschiedensten ihrer ,schriften diejenigen ,sozialisten1 ob ,marxisten oder nicht1 die eine gewisse ,reife des ,proletariats und einen ,reifegrad der konomischen ,entwicklung als ,bedingung der sozialistischen ,umgestaltung betonen1 verhhnt1 verspottet1 oder aber beschimpft4 ,wie das letztere z4 ,b4 einem so1 man darf sagen1 echten ,marxisten wie ,karl ,kautsky geschehen ist1 den ,lenin und ,genossen1 weil er ihre ,methoden kritisiert hat1 frischweg als ,renegaten hinstellen -- von meiner ,wenigkeit will ich da ganz schweigen4 ,der ,bolschewismus kennt nahezu keine ,grenzen des ,willens in der ,geschichte4 ,es ist das ,verhngnisvollste in der ,politik der ,bolschewisten1 da sie tun1 als ob es nichts dergleichen fr den ,willen des revolutionren ,reformers gbe4 ,in den ,maximen ihrer ,manahmen sind sie weit mehr das ,ebenbild des ursprnglichen ,zarismus als das ,ebenbild des ,marxismus2 vom letzteren sind sie nur ein ,zerrbild4 ,denn das ,bedeutungsvolle bei ,marx ist ja gerade1 da seine und ,engels ,lehre eine wissenschaftlich begrndete ,lehre ist von den ,grenzen des ,willens in der ,geschichte der menschlichen ,gesellschaft4 ,man hat diese ,lehre daraufhin oft fatalistisch genannt1 das ist aber vollstndig irrig4 ,der ,marxismus ist weit entfernt1 die ,bedeutung des ,willens in der ,geschichte zu leugnen oder seine ,notwendigkeit zu verkennen4 ,es hat einen demokratischen ,dichter gegeben1 der seit langem vergessen ist1 aber einst viel gelesen wurde und manchen begeistert hat1 der frhverstorbene ,friedrich von ,sallet1 der ,verfasser des ,laienevangeliums4 ,in einem seiner ,gedichte ,geschichtliche ,entwicklung sang er in der ,zeit politischen ,stillstandes in ,deutschland3 ,man sagt uns3 ,jugend mit zu heiem ,blute ,auf schwrmerischem ,schpfungsdrang verzichte1 ,geschichtlich nur entwickelt sich das ,gute1 -- ,doch sprecht1 wo nichts geschieht1 ist das ,geschichte8 ,diesen ,standpunkt erkennt ,marx vollstndig an1 er entspricht seiner ,theorie ganz und gar4 ,aber was man tut1 kann man nur durchsetzen im ,verhltnis der gegebenen ,krfte und ,entwicklungsbedingungen4 ,diesem ,gegenstand hat ,friedrich ,engels in der ,streitschrift gegen ,dhring einige bemerkenswerte ,kapitel gewidmet1 die gerade heute wieder sehr aktuell geworden sind4 ,eines davon trifft ganz besonders auch die ,methode der ,bolschewisten1 sehr verschiedene ,dinge auf uerliche ,merkmale hin gleichzusetzen und der geschichtlichen ,bedingtheit sozialer ,institutionen die ntige ,beachtung zu versagen4 ,dhring hatte von der griechischen ,sklaverei gesprochen1 auf der die ganze griechische ,kultur beruhte1 und sie mit der ,lohnarbeit gleichgesetzt4 ,darauf antwortet ,engels3 ,wenn man sagt1 die ,lohnknechtschaft sei nur dasselbe wie die ,sklaverei1 dann knnte man auch sagen1 die ,menschenfresserei sei dasselbe wie die ,lohnknechtschaft1 denn das ,ursprngliche war nicht die ,sklaverei1 sondern da man die ,unterworfenen auffra4 ,wie oft auch in der ,geschichte die bloe ,gewalt gegen die konomische ,entwicklung war1 -- entweder geht sie mir der konomischen ,entwicklung1 dann erfllt sie ihren ,zweck1 oder sie geht gegen die konomische ,entwicklung1 dann unter ,umstnden wird der ,zwang 7namentlich wenn rohe ,vlker ber kultivierte ,vlker herfallen7 zum ,ruin der ganzen ,kultur1 oder aber dann setzt sich doch im ,laufe der ,zeit das konomische ,moment durch gegen die ,gewalt1 die ,gewalt unterliegt4 ,nun1 diese ,erfahrung haben die ,bolschewisten1 wie sie selbst nicht mehr bestreiten knnen1 machen mssen3 wo ihre ,gewaltmanahmen die konomische ,bedingtheit unbercksichtigt lieen1 haben sie elend ,schiffbruch gelitten4 ,die ,kosten dieser ,erfahrung aber hat leider das russische ,volk mit unendlich vielen ,opfern bezahlen mssen4 ,gerade das ,groartige bei ,marx und ,engels ist die ,begrenzung1 die der ,wille in der ,geschichte bei ihnen erfhrt -- er erfhrt sie nmlich nach zwei ,seiten hin1 unter bestimmten ,umstnden gegen die ,revolution1 dann aber auch wieder fr die ,revolution4 ,auf einem ,blatt1 das mir ,friedrich ,engels aus dem ,marxschen ,nachla geschenkt hat1 ein ,stck aus dem ersten ,marxschen ,entwurf 7der nie gedruckt worden ist7 zum ,kommunistischen ,manifest1 steht unter anderem ein ,wort1 das ,marx den ,vertretern der alten ,gesellschaft1 die diese ,gesellschaft fr in ihrem ,fundament unzerstrbar erklren1 zuruft3 ,ihr seid nach rckwrts gekehrte ,utopisten4 ,das soll heien3 ,ihr wollt die ,entwicklung aufhalten1 leugnet1 da es eine andere ,gesellschaftsform geben knne ber eure hinaus1 wollt behaupten1 eure sei die letzte2 aber wenn ihr das erklrt1 seid ihr nach rckwrts gekehrte ,utopisten6 ,mit aller ,schrfe betont der ,marxismus die ,kraft des ,willens4 ,er hlt zwar die ,arbeiter von ,unternehmen ab1 je nachdem die dafr erforderlichen sachlichen ,vorbedingungen noch fehlen4 ,aber er feuert sie auch an und schtzt sie vor ,entmutigung4 ,davon zeugt deutlich die vom ,geist des ,marxismus beeinflute ,arbeiterbewegung4 ,mit uns der ,sieg6 ist ihr ,leitmotiv1 ist das ,gefhl3 ,wir werden doch siegen6 ,wir vertreten die ,sache der ,zukunft6 ,die ,ignorierung der ,grenzen fr die ,macht des ,willens aber ist der verhngnisvolle ,rechenfehler in der ,politik des ,bolschewismus4 ,er erklrt ihre vielen wirtschaftspolitischen ,fehlgriffe1 die sie ja einen nach dem anderen gentigt worden sind einzugestehen4 ,die bolschewistische ,politik ist eine fortgesetzte stmpernde ,experimentiererei4 ,eine ganze ,literatur hat dafr erdrckende ,beweise erbracht4 ,gewi findet man in den ,erlassen und ,entwrfen der ,bolschewisten vielerlei ,bestechendes3 groartige ,plne in bezug auf das ,erziehungswesen und die soziale ,frsorge1 in bezug auf die ,organisierung der ,produktion und ,zirkulation1 in bezug auf die ,hebung und ,verwertung der ,erdschtze und hnliches mehr4 ,aber dergleichen ist auch sonst in der ,literatur des ,sozialismus zu finden4 ,die ,literatur der sozialistischen ,utopisten aus dem #ah4 und dem ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts ist voll von oft groartigen ,gedanken und sinnreichen ,entwrfen4 ,auerordentlich viel ,geist und ,intelligenz ist da verschleudert1 vieles auf dem ,papier ausgezeichnet ausgedacht6 ,manches hat auch im ,laufe der ,zeit ,verwirklichung gefunden1 wenn auch nicht in dem ,umfange und in der ,art und ,weise1 wie die spekulierenden ,verfasser es sich gedacht hatten4 ,fr die ,plne der ,bolschewisten fehlen aber in ,ruland heute so ziemlich alle ,vorbedingungen1 und zwar haben sie sie infolge ihrer ,ignorierung der geistigen ,notwendigkeiten zum ,teil selbst zerstrt4 ,so haben sie1 als sie zur ,herrschaft kamen1 die ,arbeiter ermuntert1 sich praktisch zu ,herren der ,fabriken aufzuwerfen1 aber ohne da diese die konomische ,verantwortung bernahmen4 ,und das ,resultat8 ,die ,fabrikanten hielten es nicht aus und die ,fabriken gingen zugrunde6 ,die ,arbeiter waren einfach nicht imstande1 sie selbstndig zu leiten1 sie waren nicht ,unternehmer und wollten es auch nicht sein4 ,mehr noch4 ,ein ,teil der ,arbeiter -- und merkwrdig3 gerade ein groer ,teil der gelernten ,arbeiter -- gingen gleichfalls davon4 ,in den eigenen ,verffentlichungen der ,bolschewisten kann man es lesen1 da ein groer ,prozentsatz der gelernten ,arbeiter geradezu aus den ,fabriken geflohen sind und auf das ,land sich begeben haben1 um als ,kleinhandwerker ihr ,leben zu fristen4 ,im ,laufe von vier ,jahren bolschewistischer ,herrschaft sind die ,stdte ,rulands um ber ein ,viertel in der ,bevlkerungszahl gesunken1 und auf dem ,lande gehen die ,ertrge des ,bodens immer mehr zurck4 ,von der ,diktatur des ,proletariats1 die kaum formal noch besteht1 ist man gekommen zur faktischen ,knechtung des ,proletariats1 und von der ,erwrgung1 um mit ,bucharin zu reden1 der kapitalistischen ,unternehmer zur ,zchtung einer ,bureaukratie1 wie sie kaum ein zweites ,land in gleichem ,verhltnis im ,staat und in der ,industrie aufzuweisen hat4 ,ich will mich darber nicht ins einzelne verlieren4 ,es ist nicht meine ,absicht1 den ,bolschewisten bles nachzusagen1 ich behandle nur die ,fehler des ,bolschewismus1 weil seine ,doktrin und ,methoden heute wichtige ,streitfragen des ,sozialismus sind4 ,die ,tatsachen aber1 die ich summarisch hervorhebe1 findet man in der bolschewistischen ,literatur selbst hervorgehoben1 sie bilden dort den ,gegenstand lebhafter ,diskussionen1 weil man die ,konsequenzen frchtet4 ,bekannt ist ferner1 da die ,bolschewisten neue ,kapitalisten geschaffen haben und fremdlndische ins ,land ziehen4 ,sie sind einfach mit all ihrer politischen ,macht nicht ,herren der ,dinge4 ,eines knnen sie freilich2 gesttzt auf ihre ,garden knnen sie unterdrcken und knebeln1 wo es ihnen gefllt4 ,der ,terrorismus wird noch ungeschwcht gebt4 ,aber das verstanden auch die asiatischen ,despoten und die afrikanischen ,sultane4 ,das ,elend in ,ruland wchst bestndig1 die ,unterdrckung aller politischen ,freiheit dauert fort4 ,es kann kein sozialistisches ,blatt anderer ,richtung erscheinen1 die brgerlichen ,bltter gar nicht1 nur bolschewistische ,bltter werden geduldet4 ,es gibt auch fr ,andersdenkende keine ,versammlungsfreiheit4 ,erttet ist die freie wirtschaftliche ,schaffenskraft1 die fr ,ruland einfach eine ,notwendigkeit ist1 wenn es sich einigermaen erholen soll4 ,ein merkwrdiges ,stck ,wiederholung der altzarischen ,despotie4 ,von ,nikolaus ,i41 der in der ,mitte des vorigen ,jahrhunderts lebte und der ,hort der europischen ,reaktion war1 wird erzhlt1 da er1 als die ,eisenbahnen aufkamen und er nun auch eine solche von ,moskau nach ,petersburg haben wollte1 sich eine ,karte kommen lie und einen geraden ,strich zog3 ,so wird die ,eisenbahn gebaut6 ,sie heit noch jetzt die ,nikolai-,eisenbahn4 ,natrlich hat sie furchtbar viel gekostet4 ,die ,bodenverhltnisse1 ,smpfe usw4 waren von ihm ignoriert worden1 und wie es der ,zar gewollt hatte1 so mute es gemacht werden4 -- ,ein ,stck von diesem ,geist steckt auch in ,n4 ,uljanow ,lenin4 ,die ,folge ist zunehmende wirtschaftliche ,zerrttung4 berall1 wo kein geordnetes ,rechtsverhltnis besteht1 wo ,unsicherheit in bezug auf das ,recht herrscht1 wo man heute nicht wei1 welche ,gesetze morgen in ,geltung sind1 da findet eine ,verwstung statt4 ,und was wir heute von ,ruland hren1 von jener entsetzlichen ,hungersnot ganzer ,millionen1 ist zum ,teil gleichfalls eine ,folge dieser ,experimentiererei4 ,allerdings unmittelbar verursacht durch ein ,naturereignis1 ber das die ,menschheit bis jetzt noch keine ,gewalt hat3 die ungeheure ,drre4 ,aber man darf nicht vergessen1 da selbst gegen die ,drre der ,mensch trotzdem nicht ganz wehrlos ist4 ,wo der ,boden hinreichend gedngt und intensiv bearbeitet ist1 da ist er gegen die ,drre widerstandsfhiger als dort1 wo es ihm an ,dung fehlt und die ,bearbeitung nur oberflchlich ist4 ,wo aber ein ,volk1 und besonders ein landbauendes ,volk 7,ruland ist ja berwiegend ,bauernland71 wo ,bauern die ,gewiheit nicht haben1 da sie ihren ,boden behalten1 da ihnen die ,ernte verbleibt1 bauen sie eben oberflchlich1 legen sie nichts hinein in den ,boden4 ,infolge dieser ,tatsache ist z4 ,b4 ,kleinasien1 das frher einmal geradezu ein ,paradies an ,fruchtbarkeit gewesen ist1 gerade an der westlichen ,seite1 unter der ,willkrherrschaft der trkischen ,paschas und unter dem willkrlichen trkischen ,steuersystem1 der ,naturalsteuer1 zu groen ,teilen versandet4 ,und leider haben wir ein gleiches ,bild in ,ruland4 ,in frchterlicher ,weise offenbaren sich die ,folgen der ,verkennung wirtschaftlicher ,gesetze1 der materiellen und geistigen1 beziehungsweise seelischen ,bedingungen des ,wirtschaftslebens und der ,funktionen der ,wirtschaftstrger auf einem gewissen ,stande der ,entwicklung4 ,man hat es geschehen lassen1 da die groen ,gter1 die zum ,teil sehr rationell bewirtschaftet wurden und groe berschsse an ,produkten lieferten1 unter die ,bauern aufgeteilt wurden4 ,was war die ,folge8 ,die berschsse haben aufgehrt4 ,nun kann man nicht fr alles das ,system1 die ,partei verantwortlich machen4 ,in der ,revolution geschehen auch viele ,dinge gegen den ,willen der ,revolutionre selbst4 ,aber um die unvermeidlichen ,auswchse auf das mglichst geringe ,ma herabzusetzen und mglichst bald zu ,zustnden zu gelangen1 die dem ,bedrfnis der ,wiederherstellung des ,wirtschaftslebens entsprachen1 war das ,zusammenwirken aller geboten1 die sich auf den ,boden des ,rechtszustandes stellten1 den die ,revolution des ,februar #aiag geschaffen hatte4 ,da man das ,gegenteil in dem ,wahn herbeifhrte1 es komme nur darauf an1 die ,gewalt zu haben1 um dann -- wie ,bucharin sagte --1 wenn die ganze brgerliche ,volkswirtschaft erwrgt war1 von neuem anzufangen1 das konnte nur solche ,zerrttungen zur ,folge haben4 ,so darf es ein ,kind machen1 das mit seinem ,baukasten spielt4 ,aber die ,idee1 so mit den ,daseinsbedingungen eines ,volkes von ,millionen und ,abermillionen umgehen zu knnen1 ist ,zsarenwahnsinn1 gleichviel ob von einem gekrnten ,machthaber oder von ,revolutionren4 ,er konnte bei den ,bolschewisten nur ,boden fassen1 weil der ,grundgedanke ihrer ,doktrin ein durchaus falsch ausgelegter1 malos vergrberter ,marxismus ist4 ,hierzu ist noch folgendes zu sagen3 ,der ,bolschewismus hat viele ,kritiker gefunden1 und es lag nahe1 einige davon zu zitieren4 ,um indes mir nicht den ,vorwurf der ,parteilichkeit zuzuziehen1 habe ich an dieser ,stelle davon ,abstand genommen4 ,nur einer ,arbeit glaube ich gedenken zu sollen4 ,es ist das ,schriftchen von ,n4 ,gefimoff ,zur ,soziologie des ,bolschewismus 7,berlin1 ,verlag ,freiheit74 ,der ,verfasser1 ein ,russe1 der die ersten ,jahre der ,herrschaft der ,bolschewisten im einstigen ,zarenreich mit durchlebt hat1 weist den inneren ,zusammenhang des ,bolschewismus mit der ,bewegung der revolutionren ,terroristen des zarischen ,ruland nach1 die eine ,bewegung nicht der ,arbeiterklasse1 sondern von klassenlosen ,intellektuellen war und deren ,tendenz1 einander im ,radikalismus zu berbieten1 sich aus den politischen ,zustnden ,rulands begreift4 ,auf diese ,weise konnte es geschehen1 da die nach ,ruland gelangte ,marxsche ,lehre eine so -- man mu sagen1 brutale ,ausdeutung erfuhr4 ,in der ,tat ist der ,bolschewismus eine spezifisch russische ,erscheinung1 zu verstehen aus den ,verhltnissen1 die in ,ruland lange geherrscht haben1 wo unter einem absolutistischen ,regime die grten ,zwangsmittel der ,unterdrckung blich gewesen sind4 ,zu verstehen ist sie1 aber darum noch durchaus nicht nachahmenswert4 ,sie ist das ,beispiel der verderblichen ,wirkungen eines verhngnisvollen ,fehlers im ,denken1 der sich uert im ,glauben an die ,allmacht der rohen ,gewalt1 in der ,verkennung der fundamentalen ,gesetze des gesellschaftlichen ,daseins und in der ,miachtung des organischen ,prinzips in der ,entwicklung der aus der ,wildheit herausgetretenen menschlichen ,gesellschaften4 ,neuntes ,kapitel4 ,die nchsten mglichen ,verwirklichungen des ,sozialismus4 ,dem ,schreiber dieses wird der ,ausspruch nachgesagt3 ,das ,endziel ist nichts1 die ,bewegung alles6 ,es ist mir jedoch nicht eingefallen1 einen so begriffslosen ,satz aufzustellen4 ,in ,wirklichkeit habe ich seinerzeit 7im ,frhjahr #ahih7 in einer ,antwort auf den ,vorwurf1 da in meinen ,aufstzen fast nie vom ,endziel des ,sozialismus die ,rede sei1 erwidert1 ich habe fr das1 was man gemeinhin ,endziel des ,sozialismus nenne1 auerordentlich wenig ,sinn und ,interesse4 ,dieses ,ziel1 was immer es sei1 sei mir nichts1 die ,bewegung alles4 ,ich bekannte ein persnliches ,uninteresse1 war aber weit davon entfernt1 einen ,allgemeingltigkeit beanspruchenden objektiven ,leitsatz aufzustellen4 ,der ,ausspruch wurde aber so aufgefat und gab ,anla zu einem gewissen ,lrm4 ,welche bestimmten ,umstnde dies bewirkt hatten1 kann hier unerrtert bleiben4 ,soviel aber sei bemerkt1 da unter anderen ,verhltnissen1 als sie damals obwalteten1 kaum jemand sich ber ihn aufgehalten htte4 ,denn in der ,sache sagte er nichts wesentlich anderes1 als was in den ,stzen ausgesprochen ist1 die ,marx im ,jahre #ahga der von ihm verfaten ,ansprache des ,generalrats der ,internationalen ,arbeiterassoziation ber den ,brgerkrieg in ,frankreich einverleibte3 ,die ,arbeiterklasse 444 hat keine fix und fertigen ,utopien durch ,volksbeschlu einzufhren4 ,sie wei1 da1 um ihre eigene ,befreiung und mit ihr jene hhere ,lebensform hervorzuarbeiten1 der die gegenwrtige ,gesellschaft durch ihre eigene konomische ,entwicklung unwiderstehlich entgegenstrebt1 da sie1 die ,arbeiterklasse1 lange ,kmpfe1 eine ganze ,reihe geschichtlicher ,prozesse durchzumachen hat1 durch welche die ,menschen wie die ,umstnde gnzlich umgewandelt werden 444 ,sie hat nur die ,elemente der neuen ,gesellschaft in ,freiheit zu setzen1 die sich bereits im ,schoe der zusammenbrechenden ,bourgeoisiegesellschaft entwickelt haben4 ,bei mir folgte dem zitierten ,ausspruch der ,zusatz3 ,und unter ,bewegung verstehe ich sowohl die allgemeine ,bewegung der ,gesellschaft1 das heit den sozialen ,fortschritt1 wie die politische und wirtschaftliche ,agitation und ,organisation zur ,bewirkung dieses ,fortschritts4 ,es wre nun abgeschmackt1 den ,eindruck erwecken zu wollen1 da zwischen dem ,sinn des ,marxschen ,ausspruchs und meiner ,bemerkung berhaupt kein ,unterschied von ,bedeutung sei4 ,ein solcher ist unbestreitbar vorhanden4 ,er besteht darin1 da ,marx die angezeigte neue ,gesellschaft schneller kommen1 den ,zusammenbruch der alten rascher sich vollziehen sah1 als ich1 und in dieser ,annahme eine andere ,sprache fhrte4 ,aber der ,gedanke1 da die ,bewegung und die sich aus ihr ergebenden ,kmpfe das entscheidende seien und auf sie alles ankomme1 ist auch bei ihm das ,leitmotiv4 ,seit ,marx die vorgenannte ,schrift verfat hat1 ist ein gutes halbes ,jahrhundert verflossen1 und es kann die ,frage aufgeworfen werden1 ob er nicht doch geglaubt hat1 da es mit dem vlligen ,zusammenbruch der alten ,gesellschaft nicht so lange dauern werde4 ,manches spricht dafr1 und jedenfalls ist die ,frage um der richtigen ,beurteilung verschiedener ,marxscher ,aussprche willen1 die jener ,periode seines ,lebens angehren1 der ,untersuchung wert4 ,fr unsere ,betrachtung aber gengt die ,feststellung der ,tatsache1 da der ,begrnder des wissenschaftlichen ,sozialismus hier unverblmt erklrt1 die kommende neue ,gesellschaft werde nur das ,ergebnis einer ganzen ,reihe geschichtlicher ,prozesse sein1 durch welche die ,menschen wie die ,umstnde gnzlich umgewandelt werden4 ,als ,marx sein ,hauptwerk1 das ,kapital1 schrieb1 befand sich die europische ,welt politisch wie wirtschaftlich im ,fahrwasser des demokratisch gerichteten ,liberalismus4 ,die ,verfassungen wurden in seinem ,sinne reformiert1 die ,einengungen der ,presse und des ,vereinsrechts gemildert oder aufgehoben1 die ,wahlrechte zu den ,parlamenten erweitert4 ,in ,england hatte der ,freihandel gesiegt und schien von da aus seinen ,siegeslauf durch die ganze kapitalistische ,welt antreten zu wollen4 ,zollstze wurden herabgesetzt und ,handelsvertrge mit der ,klausel der ,meistbegnstigung geschlossen1 die eine ,vorstufe zum vollen ,freihandel darstellten4 ,die erwartete ra des ,weltfriedens wurde freilich durch die drei deutschen ,kriege arg beeintrchtigt1 aber die von ihnen bewirkte ,schdigung des ,wirtschaftslebens nicht allzu tief empfunden4 ,die kapitalistische ,produktion machte ,zeiten der ,krise durch1 blieb aber in aufsteigender ,entwicklung2 der ,reichtum der kapitalistischen ,lnder wuchs1 der ,weltverkehr in ,gtern nahm steigend zu1 die ,stdte und ,industriezentren dehnten sich aus1 die ,industrie- und ,handelsunternehmungen vergrerten sich1 und in ,zusammenhang damit nahm auch die industrielle ,arbeiterschaft1 das ,proletariat1 bedeutend an ,zahl zu4 ,die liberale ,epoche kam aber mit ,ende der siebziger ,jahre1 um die ,zeit1 da ,marx durch ,krankheit gezwungen wurde1 die ,feder aus der ,hand zu legen1 zum ,stocken4 ,eine ,welle schutzzllnerischer ,reaktion flutete ber die ,welt und zog kolonialpolitische ,strebungen imperialistischer ,natur nach sich2 die ,beziehungen zwischen den ,gromchten erfuhren eine ,wendung zum schlechteren1 die ,bildung von ,mchtekoalitionen begann und mit ihr eine ra des ,wettrstens zu ,wasser und zu ,lande4 ,zu gleicher ,zeit aber nahm die ,arbeiterbewegung einen neuen ,aufschwung1 die sozialistische ,internationale ward wieder ins ,leben gerufen und bertraf in verhltnismig kurzer ,zeit die alte ,internationale in bezug auf ,zahl der angeschlossenen ,lnder und innere ,strke ihrer ,landessektionen4 ,unter dem ,einflu all dieser ,vorgnge erhielt die ,welt der ,lnder moderner ,entwicklung eine andere ,physiognomie1 als ,marx sie gekannt hatte und voraussehen konnte4 ,eine geistige ,reaktion in bezug auf die ,beurteilung der ,vlkerbeziehungen und die ,sicherheit im ,innern bemchtigte sich der brgerlichen ,klassen4 ,sie wagten nicht den ,krieg zu wollen und glaubten immer weniger an die dauernde ,erhaltung des ,friedens4 ,sie hatten nach dem ,mierfolg des ,bismarckschen ,ausnahmegesetzes gegen die ,sozialdemokratie den ,glauben an die ,mglichkeit der ,niederhaltung dieser durch ,gewaltmittel eingebt und sahen sich doch der wachsenden ,arbeiterbewegung gegenber in die ,verteidigungslinie gedrngt4 ,in ,deutschland war die ,wirkung eine zunehmend schwchere ,haltung des ,brgertums der ,regierung gegenber1 und immer neue ,versuche dieser1 durch gesetzgeberische ,zugestndnisse an die ,arbeiter diese der ,sozialdemokratie abtrnnig zu machen1 was aber nicht gelang4 ,das ,hauptstck der ,zugestndnisse1 die von ,bismarck eingeleitete ,arbeiterversicherung1 hatte vielmehr die entgegengesetzte ,wirkung4 ,sie gab den ,arbeitern materiell zu wenig1 um sie zu befriedigen1 trieb aber in ihren sozialen ,konsequenzen weit ber das von ,bismarck ,gewollte hinaus4 ,sie schuf in den ,organen der ,versicherung 7,krankenkassen1 ,beirte der ,unfallversicherung und der ,invalidenversicherung7 eine ,beamtenschaft der ,arbeiterklasse1 die dieser im ,laufe der ,zeit fr ,organisations- und ,vertretungszwecke anderer ,natur eine groe ,flle sachkundiger ,persnlichkeiten zur ,verfgung stellten4 ,in der gleichen ,richtung wirkten die ,gewerbegerichte durch das ,institut der ,beisitzer aus der ,arbeiterschaft4 ,untersttzt durch diese ,einrichtungen breiteten sich in ,deutschland die ,gewerkschaften der ,arbeiter im letzten ,jahrzehnt des neunzehnten und weiter im zwanzigsten ,jahrhundert in ungeahnter ,weise aus1 so da sie schlielich die englischen ,gewerkschaften an ,zahl der ,mitglieder nahezu erreichten1 an innerer ,durchbildung und wirkungsvoller ,zusammenfassung der ,krfte aber noch bertrafen4 ,parallel damit wuchs die politische ,organisation der ,arbeiterklasse und ihre ,presse1 und mehrte sich die ,zahl ihrer ,vertreter in den staatlichen und rtlichen ,parlamenten4 ,ein ,netz von gesetzlichen und freien ,vertretungen der ,arbeiter berzog das ,land1 jede ,stadt von irgendwelcher ,bedeutung erhielt ein von der ,arbeiterbewegung selbst geschaffenes und unterhaltenes ,volks- oder ,gewerkschaftshaus als ,sammelpunkt und ein ,arbeitersekretariat1 wo der ,arbeiter ,auskunft ber die ihn betreffenden ,sozialgesetze erhielt1 zugleich aber auch durch die ,natur der ,dinge auf die politischen und wirtschaftlichen ,organisationen seiner ,klasse aufmerksam gemacht wurde4 ,das neue ,jahrhundert sah auerdem eine bedeutungsvolle ,ausbreitung und ,strkung der ,arbeiterkonsumgenossenschaften1 deren ,leiter und ,angestellte das ,heer der ,beamten der ,arbeiterschaft noch wesentlich vermehrten4 ,auf der anderen ,seite waren aber auch die ,unternehmer nicht unorganisiert geblieben4 ,auf rein wirtschaftlichem ,gebiete waren in allen ,industrien ,kartelle und ,syndikate gegrndet worden1 um dem ,druck der ,konkurrenz auf die ,preise ,grenzen zu setzen1 und in vielen ,fllen auch dazu bergegangen1 bei eingetretener oder drohender berproduktion produktionsregulierend zu wirken1 d4 h4 zeitweilig die ,produktion systemgem einzuschrnken4 ,ein noch engerer ,zusammenschlu von kapitalistischen ,unternehmungen fand in ,gestalt von trustartigen ,verbindungen und ,fusionen oder ,konzernen der groen ,industrie statt4 ,zum ,widerstand gegen die ,gewerkschaften und sonstigen ,koalitionen der ,arbeiter wiederum waren ,unternehmer- bzw4 ,arbeitgeberverbnde geschaffen worden1 deren ,zahl schlielich so gro war1 da die von ihnen vertretenen ,unternehmungen erheblich mehr ,arbeiter beschftigten1 als gewerkschaftlich organisiert waren4 ,trotz ihrer ,zahl und finanziellen ,macht war ihre ,widerstandskraft den ,arbeitern gegenber aber doch begrenzt4 ,es wuchs die ,zahl der ,flle1 wo sie es fr klger hielten1 mit den organisierten ,arbeitern ,tarifvertrge abzuschlieen1 statt ihnen einseitig die ,lhne diktieren zu wollen1 und in der ,statistik der ,gewerkschaften ist die ,zahl der ,flle1 wo ,lohn- usw4 ,bewegungen ohne ,zuhilfenahme von ,streiks oder ,aussperrungen zu ,tarifabmachungen fhren1 erheblich grer als die ,zahl der ,flle1 wo es zum ,messen der ,krfte im gewerblichen ,kampf kommt4 ,so stellte sich in ,deutschland am ,vorabend des ,krieges das soziale ,bild der ,industrie in verschiedenen ,punkten wesentlich anders dar1 als ,marx es in ,das ,kapital vorausgezeichnet hatte4 ,in dessen ,kapitel ,geschichtliche ,tendenz der kapitalistischen ,akkumulation hatte es bei ihm geheien3 ,mit der bestndig abnehmenden ,zahl der ,kapitalmagnaten1 welche alle ,vorteile dieses ,umwandlungsprozesses die ,konzentration der ,unternehmungen4 ,ed4 ,b4 usurpieren und monopolisieren1 wchst die ,masse des ,elends1 des ,druckes1 der ,degradation1 der ,ausbeutung1 aber auch die ,emprung der stets anschwellenden und durch den ,mechanismus des kapitalistischen ,produktionsprozesses selbst geschulten1 vereinten und organisierten ,arbeiterklasse4 ,in ,wirklichkeit war die ,zahl der ,kapitalmagnaten trotz der starken ,konzentrationsbewegung der ,wirtschaftsunternehmungen noch bestndig gestiegen4 ,so hatte in ,preuen -- eine ,reichsstatistik gibt es bis jetzt darber nicht -- die ,zahl der ,zensiten mit ber einer halben ,million ,vermgen in der ,zeit von #ahie1 dem ,jahr der ersten ,aufstellung einer ,vermgensstatistik1 bis #aiad um mehr als #ej ,proz4 zugenommen1 und noch strker hatte sich die ,schicht der obersten ,einkommensklassen vermehrt4 ,aber auch die ,schicht der mittleren ,einkommensklassen war strker angewachsen als die ,gesamtbevlkerung1 und wenn die erreichte ,lage der ,arbeiterklasse auch noch viel zu wnschen brig lie1 so war sie doch wirtschaftlich und sozialrechtlich eine bessere1 als etwa zur ,zeit1 wo ,marx jene ,zeilen geschrieben hatte4 ,groe ,kategorien von ,arbeitern hatten den neunstndigen ,arbeitstag errungen und wenige arbeiteten mehr als zehn ,stunden4 ,das ,lohneinkommen war dem ,nennwert nach erheblich1 der ,kaufkraft nach weniger1 aber immerhin nicht unwesentlich ber die vormalige ,hhe gestiegen4 ,gewerbeordnung1 ,gewerbegerichte1 ,tarifvertrge bzw4 ,tarifmter1 die ,versicherungsgesetze1 ffentliche und freigewerkschaftliche ,arbeitsvermittelung und verwandte ,einrichtungen hatten in ,verbindung mit dem ,koalitionsrecht dahin gewirkt1 da1 statt ,degradation1 eine ,hebung der rechtlichen ,stellung des ,arbeiters dem ,unternehmer und dessen ,beamten gegenber eingetreten war4 ,elend war in bestimmten ,schichten der ,arbeiterwelt noch da1 aber es hatte nicht zugenommen4 ,zeichen sind dafr unter anderem die ,zunahme des ,verbrauchs an ,brotfrchten und verschiedenen ,genumitteln sowie ,textilwaren auf den ,kopf der ,bevlkerung2 ferner der ,rckgang der ,sterbeziffern und die erhebliche ,zunahme der ,eheschlieungen4 ,mit dieser letzteren ging freilich ,hand in ,hand eine kontinuierliche ,abnahme der ,geburten4 ,indes auch sie ist1 wie jedem ,sachkundigen der ,bevlkerungswissenschaft bekannt1 ein ,zeichen abnehmender ,massenarmut4 ,die ,zunahme der ,eheschlieungen in der ,epoche des vorgeschrittenen ,kapitalismus widerlegte die gleichfalls von ,sozialisten aus den ,erscheinungen der ,epoche der aufkommenden kapitalistischen ,produktion abgeleitete ,folgerung1 da der ,kapitalismus zur vlligen ,auflsung der ,familie im ,proletariat fhre4 ,allerdings hatte der ,mechanismus des kapitalistischen ,produktionsprozesses diese ,wirkungen nicht etwa selbstttig herbeigefhrt4 ,wohl war auch er nicht ganz unbeteiligt daran1 in verschiedener ,hinsicht hatte er konomische ,vorbedingungen der sozialen ,verbesserung geschaffen4 ,wie aber schon aus der obigen ,aufzhlung ersichtlich1 war die ,verbesserung selbst zum grten ,teil ,frucht sozialer ,gegenaktion1 einerseits der ,gesetzgebung und ,verwaltung1 auf welche die ,arbeiter in immer strkerem ,mae mittels politischen ,drucks einwirkten1 und andererseits der direkten ,aktion der wirtschaftlichen ,organisationen der ,arbeiter selbst4 ,welches immer aber auch die ,krfte waren1 die das ,bild anders gestaltet hatten1 es war in bezug auf ,klassengliederung und soziale ,lage der ,klassen nicht das1 was ,marx vorgezeichnet hatte4 ,und wenn1 um ,marx in kein falsches ,licht zu stellen1 bemerkt werden mu1 da dieser eben nur eine ,tendenz gekennzeichnet hatte1 was schon einschlo1 da die ,wirklichkeit eine abweichende ,entwicklung herbeifhren konnte1 so war die ,abweichung eben ,tatsache und damit schon angezeigt1 da auch die weitere ,entwicklung sich nicht nach jenem ,schema gestalten werde4 ,dazu kam noch1 da auf dem ,lande die ,entwicklung der ,klassen sich berhaupt in anderer ,richtung vollzogen hatte1 als in ,industrie1 ,handel und ,verkehr4 ,hier war von einer ,aufsaugung der mittleren und kleinen ,unternehmungen durch die groen ganz und gar nichts zu verspren4 ,sie legten im ,gegenteil eine grere ,zhigkeit als diese an den ,tag4 ,auch dies wieder in hohem ,grade durch ,nutzbarmachung sozialer ,gegenmittel1 von denen in erster ,reihe das sehr ausgebildete lndliche ,genossenschaftswesen zu nennen ist1 dessen volle ,ausnutzung dem mittleren und kleinen ,bauern fast alle technischen ,vorteile zugngig macht1 die dem mit betrchtlichem ,kapital ausgersteten ,grogrundbesitzer zur ,verfgung stehen4 ,es sind aber noch andere1 in der ,produktion selber liegende ,momente1 welche fr die ,landwirtschaft eine andere ,entwicklung der ,betriebsgren zur ,folge haben1 als sie in der ,industrie vor sich geht4 ,es sei davon nur der bedeutungsvolle ,umstand erwhnt1 da die landwirtschaftliche ,produktion wesentlich organische1 auf die ,zucht von ,tier und ,pflanze gerichtete1 und nicht mechanische1 totes ,material bearbeitende ,produktion ist4 ,der ,krieg hat an diesem sozialen ,entwicklungsgang grundstzlich nichts gendert4 ,er brachte zeitweilig ungeheure ,verschiebungen in den ,beschftigungen der ,klassen und ,geschlechter mit sich4 ,fr die ,millionen mnnlicher ,personen1 die im ,feld1 in der ,etappe und als ,garnison in besetzten ,gebieten gebraucht wurden1 muten weibliche ,personen die in ,industrie1 ,handel und ,verkehr eingetretenen ,lcken ausfllen2 die ,berufsttigkeit der ,frau erhielt eine bedeutende ,erweiterung4 ,die ,industrie wurde veranlat1 ihre ,produktion dem ,kriegsbedrfnis anzupassen4 ,fr die ,fabrikation von ,geschtzen1 ,munition und ,sprengstoffen wurden die bestehenden ,werke vergrert1 neue hinzugebaut und viele ,fabriken1 die vordem ,fabrikate ganz anderer ,natur hergestellt hatten1 auf die ,produktion von solchem ,kriegsmaterial umgestellt4 ,ferner wurde der ,handel in ,nahrungsmitteln und anderen wichtigen ,bedarfsgtern aus ,grnden der durch die ,abschneidung der ,zufuhren notwendig gewordenen ,einschrnkung des ,verbrauchs unter ffentliche ,kontrolle gestellt1 zu welchem ,zweck ,zentralstellen fr die verschiedenen ,bedarfsartikel geschaffen wurden1 die deren ,abgabe an die ,verbraucher regelten4 ,sie ward je nachdem von einem ,nachweis der ,bentigung abhngig gemacht1 ,artikel des tglichen ,bedarfs 7,brot1 ,fleisch1 ,milch usw47 wurden rationiert und durften von den ,hndlern nur gegen ,marken abgegeben werden2 auch wurden fr sie ,hchstpreise festgesetzt1 ber die hinaus dem ,kufer keine ,bezahlung abverlangt werden sollte4 ,fr die ,zentralisierung der ,beschaffung bestimmter ,fabrikate wurden unter ,frderung durch die ,behrden ,kriegsgesellschaften gegrndet1 die auf die ,produktion im ,sinne der ,ersparung falscher ,kosten zurckwirken sollten4 ,alles das zuletzt ,geschilderte ist zu seiner ,zeit von manchen als sozialistisch oder ,verwirklichung sozialistischer ,gedanken gepriesen worden und hat ja auch ,berhrungspunkte mit dem sozialistischen ,grundsatz der ,regelung von ,produktion und ,vertrieb unter dem ,gesichtspunkt des ,gemeinschaftsinteresses und der hchsten ,wirtschaftlichkeit4 ,aber solche ,art ,zusammenfassung der ,mittel und ,unterordnung von ,produktion und ,handel unter das augenblickliche ,interesse des groen ,ganzen hat es schon oft in ,kriegszeiten gegeben1 und wenn man sie ,sozialismus nennen will1 dann wre diese ,art ,sozialismus ziemlich so alt wie berhaupt der ,krieg4 ,man hat sie ,kriegssozialismus getauft1 und in einer ,hinsicht nicht ohne ,berechtigung1 indem sie nmlich den ,krieg nicht berdauert hat4 ,das hat sie frher nicht getan1 und ist in ,deutschland auch diesmal nicht der ,fall gewesen4 ,und zwar ist hier gerade das am schnellsten in ,wegfall gekommen1 was am meisten des ,erhaltens wert war3 der ,schutz der ,verbraucher gegen berwucherung4 ,allerdings hatte er schon in den letzten ,kriegsjahren an ,wirksamkeit stark eingebt4 ,fr viele ,artikel war die ,festsetzung von ,hchstpreisen jedesmal das ,signal gewesen1 da sie aus der ffentlichen ,auslage der ,hndler verschwanden und nur noch hinten herum -- im ,schleichhandel -- zu ,wucherpreisen zu erhalten waren4 ,in der ersten ,zeit sorgte der ber die ,gemter gekommene patriotische ,rausch dafr1 da die meisten sich den im ,allgemeininteresse notwendig gewordenen ,bestimmungen willig fgten4 ,als er aber nachlie1 gewann ,schritt fr ,schritt die ,wucherei und ihre ,untersttzung durch die ,gedankenlosigkeit der einen und die ,grundsatzlosigkeit der anderen so sehr die ,oberhand1 da zuletzt es fr ,narretei galt1 nicht ,preise zu fordern1 wie die zahlungsfhigen ,kufer sie sich noch gefallen lassen wrden1 und nicht sich so zu ernhren1 wie es einem die ,mittel erlaubten4 ,die soziale ,moral war schon stark erschttert1 als mit dem ,zusammenbruch seiner ,armee auch das ,kaisertum selbst zusammenbrach4 ,die ,revolution konnte das weitere ,umsichgreifen des eingerissenen bels nur zeitweilig aufhalten4 ,noch hatten ihre natrlichen ,widersacher1 die ,reaktionre der verschiedenen ,grade1 sich von dem sie lhmenden ,schrecken nicht erholt1 da boten schon die von der bolschewistischen ,regierung ,rulands in grtem ,umfange mit ,geld und anderen ,propagandamitteln ausgestatteten ,agitatoren fr die ,rtediktatur alle ,krfte auf1 das ,ansehen der jungen ,republik im ,volk zu untergraben4 ,von der groen ,mehrheit derjenigen1 welche die im ,jahre #aiai an den verschiedenen ,orten ,deutschlands in ,szene gesetzten ,aufstnde als ,kmpfer mitmachten1 darf man wohl sagen3 sie wuten nicht1 was sie taten4 ,da die ,unterwerfung ,deutschlands unter die ,gebote einer ,rtediktatur eine platte ,unmglichkeit war1 htte sich jeder sagen knnen1 der dessen konomische ,lage und soziale ,gliederung nur einigermaen kannte4 ,woran das ganz berwiegend agrarische ,ruland zugrunde gerichtet wurde1 das htte das so hoch entwickelte industrielle ,deutschland noch weniger ausgehalten4 ,der hher ausgebildete ,organismus ist gegenber ,eingriffen der ,gewalt in sein funktionelles ,leben viel empfindlicher als der tieferstehende4 ,immerhin wird man als ,sozialist es bedauern mssen1 da die ,periode der ,regierung durch den ,rat der ,volksbeauftragten1 die ja doch der ,sache nach gleichfalls eine ,regierung der ,diktatur war1 wenn auch1 zu ihrer ,ehre sei es gesagt1 einer freiheitlichen1 durchaus human und weitherzig gehandhabten ,diktatur1 in wirtschaftspolitischer ,hinsicht nicht wirksamer ausgenutzt worden ist4 ,man htte z4 ,b4 ohne nennenswerten ,widerspruch aus den brgerlichen ,klassen1 die froh genug waren1 da es ihnen von seiten der zur ,herrschaft gelangten ,arbeiterklasse nicht an den ,kragen ging1 und ohne ,schaden fr die ,volkswirtschaft ein viel weitergehendes ,anrecht des ,staates am ,boden und den ,bodenschtzen durch ,verfgung festlegen knnen1 als es tatschlich geschehen ist4 ,aber in die ,notwendigkeit gedrngt1 die ,republik gegen die gewaltttigen ,anstrme von links verteidigen zu mssen1 mit den vielen1 keinen ,aufschub duldenden ,aufgaben belastet1 die ihr aus den ,sorgen fr die ,unterbringung und ,auflsung des zurckflutenden ,millionenheeres1 den unsicheren ,zustnden im ,osten und ,nordosten1 den ,waffenstillstandsforderungen der ,siegermchte und vielen inneren ,verwaltungsangelegenheiten erwuchsen1 kam sie innerhalb jener knapp drei ,monate whrenden ,epoche um so weniger zur ,beratung und ,ausarbeitung der fr eine solche1 in ,rechte verschiedenster ,art eingreifenden ,verordnung1 als ber die ,abgrenzung der ,rechte der ,gesamtrepublik und der ,republiken gewordenen ,einzelstaaten noch weitgehende ,meinungsverschiedenheiten herrschten und der ,regelung durch die verfassunggebende ,nationalversammlung harrten4 ,auerdem war sie gerade in bezug auf die ,fragen der ,umwandlung von privatem in ffentliches ,eigentum in ihren ,entschlssen nicht frei4 ,nach dem ganzen ,gebahren der ,siegermchte dem besiegten ,deutschland gegenber mute mit der ,mglichkeit gerechnet werden1 da diese sich im ,friedensvertrag fr bestimmte ,flle ein ,recht der ,beschlagnahme ffentlichen ,eigentums vorbehalten wrden1 und in der ,tat ist das im ,versailler ,friedensdiktat geschehen4 ,gleich der erste ,artikel des ,abschnitts1 der die ,finanzfragen behandelt -- ,artikel #bdh --1 setzt fest1 da die aus dem ,diktat den ,alliierten zugesprochenen ,ansprche an ,deutschland als erste ,last auf allen ,vermgenswerten und ,einnahmequellen ,deutschlands und der deutschen ,bundesstaaten haften4 ,mit dem ,zusammentritt der am #ai4 ,januar #aiai gewhlten ,nationalversammlung nahm die ,regierung des ausschlielich aus ,sozialdemokraten bestehenden ,rats der ,volksbeauftragten ihr ,ende4 ,nach ,annahme eines ,gesetzes ber die vorlufige ,reichsgewalt whlte die ,nationalversammlung zwar am #aj4 ,februar #aiai mit #bgg von #cgi ,stimmen den ,sozialdemokraten ,fritz ,ebert zum ,prsidenten der deutschen ,republik1 das erste ,kabinett aber war eine ,koalitionsregierung aus #g ,sozialdemokraten1 #c ,mitgliedern der ,zentrumspartei1 #c ,mitgliedern der ,demokratischen ,partei und einem der ,demokratischen ,partei nahestehenden parteilosen ,minister4 ,von da ab hat ,deutschland nur ,koalitionsregierungen gehabt1 die mit ,ausnahme der ,periode vom ,juni #aibj bis ,juni #aiba1 wo die ,regierung ausschlielich aus ,vertretern brgerlicher ,parteien bestand1 aus sozialdemokratischen und brgerlichen ,ministern zusammengesetzt waren4 ,es ist nicht undenkbar1 aber nicht sehr wahrscheinlich1 da die ,wahlen der nchsten ,jahre eine ,mehrheit von ,sozialdemokraten in den ,reichstag bringen werden4 ,die ,wahlen vom ,juni #aibj zum ersten ,reichstag der ,deutschen ,republik haben im ,gegenteil eine relative ,abnahme der sozialistischen im ,verhltnis zu den brgerlichen ,stimmen ergeben4 ,whrend bei den ,wahlen zur ,nationalversammlung #achbgjjj sozialistische gegen #afegdjjj brgerliche ,stimmen abgegeben worden waren1 war nun das ,verhltnis #ajiebjjj sozialistische gegen #aejfejjj brgerliche ,stimmen4 ,von nahezu #de1ej vom ,hundert war der ,anteil der sozialistischen ,stimmen auf #db1a vom ,hundert zurckgegangen4 ,da die strkste der sozialistischen ,parteien in ,deutschland1 die ,sozialdemokratische ,partei ,deutschlands1 krzer ,partei der ,mehrheitssozialisten genannt1 sich auf den ,boden der ,regierung durch die auf ,grund allgemeinen1 gleichen und direkten ,wahlrechts der erwachsenen ,bevlkerung gewhlte ,volksvertretung gestellt hat1 wird1 solange jenes ,stimmenverhltnis obwaltet1 auf dem ,wege der ,gesetzgebung nur soviel ,sozialismus zu verwirklichen sein1 fr wieviel es den ,sozialisten gelingt1 auf dem ,wege der ,verstndigung oder der ,demonstration die ,zustimmung der vorgeschritteneren ,elemente der brgerlichen ,parteien zu erlangen4 ,das braucht nicht notwendigerweise wenig zu sein4 ,wie immer man sich den vollendeten sozialistischen ,zustand denkt1 so kann doch niemand darber im ,zweifel sein1 da er nicht mit einem groen ,sprung erreicht werden1 sondern nur das ,ergebnis einer ganzen ,kette von ,manahmen sein kann1 die in mehr oder weniger ,zeit in ,anspruch nehmenden ,zwischenrumen zur ,durchfhrung gebracht werden4 ,das haben die groen ,begrnder des wissenschaftlichen ,sozialismus bei verschiedenen ,gelegenheiten anerkannt4 ,keine dieser ,manahmen aber wird1 keine darf unvertrglich sein mit dem im betreffenden ,zeitpunkt gegebenen ,stand der wirtschaftlich-sozialen ,entwicklung4 ,ist sie es1 dann wird sie eben fehlschlagen und die ,sozialisten1 die sie forderten oder erzwangen1 mehr schdigen als die brgerlichen ,parteien4 ,fr diejenigen ,manahmen aber1 die mit dem erreichten ,stand der wirtschaftlich-sozialen ,entwicklung vertrglich waren1 haben sich1 auch wenn sie noch so stark in die ,rechte und in die ,machtsphre des ,besitzes eingriffen1 fast immer noch bestimmte ,flgel der nichtsozialistischen ,parteien gewinnen lassen4 ,es ist also ein sehr genaues ,eindringen in die voraussichtlichen ,wirkungen wirtschaftlicher und sozialpolitischer ,manahmen notwendig4 ,die ,zusammenstellungen sozialistischer ,manahmen1 welche ,marx und ,engels bei verschiedenen ,gelegenheiten -- am ,schlu des ,kommunistischen ,manifests1 sowie als ,programm der ,forderungen der ,kommunistischen ,partei in ,deutschland nach ,ausbruch der ,revolution von #ahdh -- fr den ,fall der ,besitzergreifung der politischen ,macht durch die ,arbeiter ausgearbeitet haben1 knnen heute nur mit diesem ,vorbehalt in ,betracht gezogen werden4 ,teile von diesen ,forderungen sind durch brgerliche ,bewegungen und ,parlamente zur ,verwirklichung gebracht worden2 andere setzen den ,zustand einer auf die ,spitze getriebenen politischen ,revolution und eine lngst nicht mehr bestehende ,einfachheit der ,verhltnisse voraus und wieder andere bergen ,probleme1 deren ihre ,verfasser sich nicht bewut waren und bei jener ,einfachheit der ,verhltnisse auch nicht sein konnten4 ,dahin gehrt zum ,beispiel die ,forderung des ,kommunistischen ,manifests3 ,zentralisation des ,kredits in den ,hnden des ,staats durch eine ,nationalbank mit ,staatskapital und ausschlielichem ,monopol4 ,gegenber dem hochentwickelten und weitverzweigten ,kreditsystem unserer ,zeit ist sie von einer geradezu kindlichen ,simplizitt4 ,ebenso die ,forderung von #ahdh3 ,die ,hypotheken auf den ,bauerngtern werden fr ,staatseigentum erklrt1 wo heute die ,masse dieser ,hypotheken in den ,hnden ffentlicher und halbffentlicher ,institute 7,sparkassen1 ,versicherungsgesellschaft usw47 sind4 ,die ,forderung des ,kommunistischen ,manifests ,abschaffung des ,erbrechts ist von dessen ,verfassern im ,programm aus der #ahdh;er ,revolution in ,beschrnkung des ,erbrechts abgetnt1 und spter nennt ,marx sie in der ,polemik gegen die ,bakunisten eine ,saint-,simonistische ,marotte4 ,mit dem ,fortschritt der ,gesellschaft erhalten bestimmte ,forderungen ein anderes ,gesicht1 mu der ihnen zugrunde liegende ,gedanke in anderer ,form praktische ,anwendung finden4 ,es wird in der ,arbeit fr sozialistische ,verwirklichungen eine sehr viel ausgearbeitetere ,spezialisierung notwendig4 ,sie lt die ,fortschritte1 die jeweilig gemacht werden knnen1 kleiner erscheinen1 als manche frher vollzogenen1 sie werden aber dafr auf bedeutend grerem ,umfange gemacht1 als jene4 ,nachdem durch die politischen ,umwlzungen1 die der ,krieg im ,gefolge gehabt hat1 die staatspolitischen ,rechtsforderungen der ,sozialdemokratie in ,deutschland und in den meisten anderen ,lndern im wesentlichen zur ,verwirklichung gelangt sind1 handelt es sich darum1 den sozialistischen ,gedanken im ,wirtschaftsleben zu immer strkerer praktischer ,anwendung zu bringen1 ,bestrebungen1 fr die heute der ,sammelbegriff ,sozialisierung gebraucht wird4 ,es liegt nahe1 fr ihn das deutsche ,wort ,vergesellschaftung zu setzen4 ,dieses sagt aber nicht ganz das ,gleiche4 ,bei ihm denkt man fast nur an die ,umwandlung von privaten ,unternehmungen oder ,gruppen von solchen in ffentliches und fr die ,allgemeinheit bewirtschaftetes ,eigentum4 ,der ,begriff ,sozialisierung hat aber einen weiteren ,rahmen4 ,er findet auch ,anwendung auf die ,umwandlung von ,rechten auf die ,unternehmung und ber ihren ,betrieb4 ,und das ist fr das vorliegende ,problem von nicht geringer ,bedeutung4 ,fr die ,umwandlung von ,unternehmungen oder ,industrien in gesellschaftliches ,eigentum war1 von rtlichen ,unternehmungszweigen abgesehen1 bisher die ,verstaatlichung die gebruchlichste ,form1 bei der es gleichgltig ist1 ob der ,staat ,staat heit oder ,reich4 ,welche auerkonomischen ,bedenken heute in ,deutschland der ,verstaatlichung entgegenstehen1 ward oben dargelegt2 es nehmen aber auch aus anderen ,grnden nicht nur ,bourgeoiskonomen1 sondern auch ,sozialisten ,anstand1 der ,verstaatlichung als allgemein anwendbar das ,wort zu reden4 ,man trgt ,bedenken1 die ,industrie der ,bureaukratisierung auszuliefern und mchte auch nicht das ,staatsbeamtentum ins ,unbegrenzte vermehren4 ,ganz unbegrndet sind diese ,bedenken nicht4 ,was immer man der kapitalistischen ,produktion vorwerfen kann1 eines bleibt unbestreitbar und ist auch von ,marx rckhaltlos anerkannt worden3 sie war ein gewaltiger ,faktor des technisch-konomischen ,fortschritts1 der konomisierung von ,material und ,arbeit4 ,es wird nun bezweifelt1 da die bureaukratisierte ,produktion das gleiche leisten wrde -- nicht nur1 weil bei ihr der ,antrieb zu durchgreifenden ,verbesserungen der ,technik nicht der gleiche ist1 sondern auch weil der ,wagemut des ,unternehmers in ,wegfall kommt4 ,es ist nicht1 wie man in sozialistischen ,kreisen angenommen hat1 die ,gre der ,unternehmung1 bzw4 des ,betriebes1 die ber deren ,reife zur ,sozialisierung entscheidet4 ,marx spricht im zitierten ,kapitel seines ,hauptwerks von dem ,punkt1 wo die ,konzentration der ,produktionsmittel und die ,vergesellschaftung der ,arbeit unvertrglich werden mit ihrer kapitalistischen ,hlle4 ,aber dieser ,punkt ist keineswegs in allen ,produktionszweigen der gleiche4 ,es kommt daher heute1 wo wir diesen ,dingen nher stehen1 durchaus darauf an1 objektive ,merkmale fr die ,eignung von ,wirtschaftsunternehmungen zur ,sozialisierung und fr die besten ,formen dieser zu suchen4 ,manches ist in dieser ,hinsicht schon geschehen4 ,der aus der ,praxis gekommene ,stadtbaurat ,alphons ,horten1 der sechs ,jahre ,direktor im ,thyssen-,konzern und dann ,leiter der groen de-,wendel-,werke war1 gibt in seiner sehr lesenswerten ,schrift ,sozialisierung und ,wiederaufbau an der ,hand praktischer ,erfahrung eine ,klassifizierung der ,unternehmungen unter dem ,gesichtspunkt der ,eignung zur ,sozialisierung und zeigt auf1 was geschehen kann1 bei dieser die bel der ,bureaukratisierung zu vermeiden4 ,magebend ist nach ihm die ,frage1 ob der in ,frage kommende ,produktionszweig schon in das ,stadium angelangt ist1 wo die ,leitung im wesentlichen nur noch ,routinewerk ist und bahnbrechende ,neuerungen unwahrscheinlich geworden sind oder nicht4 ,ein anderes ,merkmal ist nach der ,ansicht des ,schreibers dieses in der ,natur des ,erzeugnisses gegeben1 ob es einem groen1 in weiten ,kreisen gleichmig vorhandenen ,bedrfnis dient bzw4 einen von ,geschmack und ,mode unabhngigen ,absatz hat oder nicht4 ,so da also die ,industrien der ersten ,bearbeitung der ,rohstoffe und die der ,halbfabrikate zur ,sozialisierung geeigneter erscheinen wrden als die der ,fertigfabrikate1 wofr auch spricht1 da sie in viel hherem ,grade der ,konzentration in ,grounternehmungen verfallen sind als die letzteren4 ,ein ,beispiel dafr liefert die ,textilindustrie1 wo die ,spinnerei ungleich strker zentralisiert ist als die ,weberei und ,wirkerei4 ,es ist also nicht unmglich1 die ,vorbedingungen fr eine wissenschaftlich-systematische ,stufenfolge der ,sozialisierungen zu ermitteln1 die das ,problem aus der ,sphre der kritiklosen ,experimentiererei herausheben und ,fehlgriffen vorbeugen wrde4 ,das ,gleiche gilt hinsichtlich der ,stufen der ,sozialisierung4 ,es kann auf vielen ,gebieten sich als notwendig erweisen und ist auch sehr wohl mglich1 diese letztere gradweise in die ,wirklichkeit umzusetzen4 ,worum handelt es sich berhaupt bei ihr8 ,ihr ,zweck lt sich zusammenfassend kennzeichnen als die ,erzielung spezifisch wirtschaftlicher und allgemein sozialer ,wirkungen sowie die nderung des ,rechtsverhltnisses der in der ,wirtschaft ttigen ,menschen4 ,in erster ,hinsicht zielt sie ab auf die grte ,produktion von materiellen ,gtern unter der grtmglichen konomie an ,sachwerten und menschlicher ,arbeit2 in zweiter auf die mglichst umfassende ,durchfhrung des ,grundsatzes der ,genossenschaftlichkeit im ,arbeitsproze und bei der ,regelung des ,entgelts der ,arbeit sowie um die ,hebung der ,rechtsstellung der als ,angestellte und ,arbeiter in der ,wirtschaft ttigen ,personen4 ,alle tiefgreifenden ,manahmen der ,gesetzgebung und ,verwaltung1 die auf die ,verwirklichung dieser ,ziele gerichtet sind1 gehren zum ,bereich der ,sozialisierung4 ,die ,sachkundigen stimmen nun darin berein1 und die vom sozialistischen ,rat der ,volksbeauftragten zusammengesetzte ,sozialisierungskommission erklrte in ihrem ersten ,bericht ausdrcklich1 sie sei 444 sich bewut1 da die ,vergesellschaftung der ,produktionsmittel nur in einem lnger whrenden organischen ,aufbau erfolgen kann1 444 und nachdem sie festgestellt hatte1 da die erste ,voraussetzung aller wirtschaftlichen ,reorganisation die ,wiederbelebung der ,produktion sei und die wirtschaftliche ,lage ,deutschlands gebieterisch die ,wiederaufnahme der ,exportindustrie und des auswrtigen ,handels erfordere1 verkndete sie es des weiteren als ihre ,ansicht1 444 da fr diese ,wirtschaftszweige die bisherige ,organisation gegenwrtig noch beibehalten werden mu4 ,ebenso erfordert die ,ingangsetzung der ,industrie die ,aufrechterhaltung und ,erweiterung des ,zirkulationskredits und damit die ungestrte ,funktion der ,kreditbanken 444 ,auch werde im ,interesse der ,lebensmittelversorgung nicht vorgeschlagen werden1 in die bisherigen ,besitz- und ,betriebsverhltnisse der buerlichen ,verhltnisse einzugreifen4 ,hier solle durch der ,landwirtschaft angepate ,manahmen und durch ,untersttzung der ,genossenschaften die ,produktivitt gehoben und die ,intensitt gesteigert werden4 ,die gesperrt gesetzten ,worte weisen auf das oben als spezifisch wirtschaftlichen ,zweck der ,sozialisierung ,gekennzeichnete hin4 ,im gewhnlichen ,verlauf der ,dinge wird in der kapitalistischen ,wirtschaft die ,intensivierung und die hhere ,produktivitt der ,arbeit durch den ,druck der ,konkurrenz erwirkt1 welche die ,unternehmer einander im ,kampf um den ,markt bzw4 den ,absatz machen4 ,die ,methoden1 mittelst deren sie erzielt werden und die zuletzt nichts weiter sind als ,ersparung von menschlicher ,arbeit1 sind von ,marx im ,kapital in den ,kapiteln ber den ,kampf um den ,mehrwert geschildert1 denn der ,kampf um den ,markt ist ein ,stck des ,kampfes um den ,mehrwert4 ,nicht unter allen ,umstnden aber tritt jenes ,resultat ein4 ,wo sich ,monopolverhltnisse entwickeln1 und die sind berall vorhanden1 wo die ,nachfrage nach ,waren das ,angebot bersteigt1 nimmt der ,drang der ,unternehmer nach ,intensivierung der ,arbeit entsprechend ab und kann unter ,umstnden einschlafen4 ,die ,folgen sind ,teuerung der ,waren und ,notstand in weiten ,kreisen der ,bevlkerung1 so da die ,fragen der ,steigerung der ,produktivitt beziehungsweise der ,intensivierung der ,produktion ,gegenstnde eines hohen sozialen ,interesses werden4 ,zeichen davon sind in verschiedenen ,gegenden als ,nachwirkungen des ,krieges zu verspren4 ,in ,deutschland haben die ,pflichtleistungen an die ,siegermchte ebenfalls die ,ersparung von ,arbeit zu einem sozialen ,interesse gemacht4 ,nun sind jedoch hier infolge des ,warenmangels ,unternehmungen noch rentabel1 die tatschlich in bezug auf ,gre und ,einrichtungen hinter der ,durchschnittshhe der ,produktionsentwicklung zurckgeblieben sind4 ,ihr ,fortbestand heit also volkswirtschaftlich ,vergeudung von ,arbeit durch ,produktion unter rckstndigen ,arbeitsmethoden und ,vergeudung von ,arbeit durch unntige ,zersplitterung der ,produktionssttten4 ,um ihr entgegenzuwirken1 sind ,vorschlge zu einer ,umorganisierung der ,volkswirtschaft ausgearbeitet worden1 fr die der ,name ,planwirtschaft gewhlt worden ist und die ins ,gebiet der ,sozialisierung gehren4 ,der ,gedanke der ,planwirtschaft knpft an ,manahmen an1 die in der ,kriegszeit im ,angesicht der wirtschaftlichen ,kriegsnotwendigkeit auf ,anregung und nach ausgearbeiteten ,plnen des ideenreichen ,groindustriellen ,walter ,rathenau und des ,sozialkonomen ,wichard von ,mllendorf behrdlich angeordnet wurden und in der groen ,industrie von kartellierten ,produktionsgruppen unter ,beibehaltung kapitalistischer berschuwirtschaft mit dem amerikanischen ,trust als ,vorbild durchgefhrt worden sind4 ,es sollen auf ,grund reichsgesetzlicher ,vorschrift ,verbnde von ,unternehmern ganzer ,produktionszweige ins ,leben gerufen werden1 die nach ,orten und ,bezirken organisch zu gliedern sind und in deren ,leitung die ,allgemeinheit1 die ,unternehmer und die ,arbeiter und ,angestellten durch ernannte oder gewhlte ,vertrauenspersonen vertreten sind4 ,diese ,leitungen sollen auf ,organisation1 ,gliederung und ,gebahren der ,industrie einen weitgehenden ,einflu im ,sinne mglichster sozialer konomie ausben1 und ihre ,zentralen sollen die ,einfuhr und ,ausfuhr1 unter dem ,gesichtspunkt der ,dringlichkeit des ,bedarfs und der allgemeinen ,wirtschaftslage ,deutschlands1 regelnden ,vorschriften unterwerfen4 ,sie sollen das ,recht haben1 unntze ,zwischenglieder der ,wirtschaft auszuschalten und auf alle ,verbesserungen in der ,organisation der ,produktion und den ,arbeitsmethoden hinzuwirken1 die dem ,zweck der mglichsten ,senkung der ,preise dienen4 ,sie sollen durch ,feststellung von ,tarifvertrgen und ergnzende ,verordnungen solche ,arbeitsbedingungen herbeifhren1 die das ,arbeitsverhltnis mglichst zufriedenstellend gestalten4 ,gegen diesen ,plan1 den ,rudolf ,wissell1 der erste sozialdemokratische ,wirtschaftsminister der ,deutschen ,republik1 zu einem umfassenden ,system ausgearbeitet hat1 sind auer von brgerlichen ,theoretikern und ,interessenten auch von sozialistischer ,seite scharfe ,einwnde erhoben worden4 ,vor allem wird ihm vorgeworfen1 da er den kapitalistischen ,unternehmer beibehalte und mglicherweise in der ,praxis sogar dessen ,macht noch verstrken werde4 ,er stehe der so dringend notwendigen ,vollsozialisierung von ,industrien allgemein gebrauchter ,rohstoffe1 wie ,kohle und ,eisen1 im ,wege und knne sehr leicht das ,wirtschaftsleben schdigende bureaukratische ,verfgungen und ,eingriffe zchten4 ,die ,mglichkeit solcher ,migriffe ist nicht ganz ausgeschlossen1 aber bei der vielseitigen ,zusammensetzung der ,leitungen sind sie nicht allzu wahrscheinlich1 auch wrden ,verfgungen1 welche sich als nachteilig erweisen1 unschwer abzundern sein4 ,ebenso ist nicht abzusehen1 warum und wie die ,verbnde bei demokratischer ,zusammensetzung und der im ,plane liegenden bestndigen ffentlichen ,kontrolle die ,macht der kapitalistischen ,unternehmer noch strken sollen4 ,es kommt ganz auf ihre ,zusammensetzung an1 ob der dies behauptende ,einwand sich als gerechtfertigt erweisen wrde oder nicht1 der dem ,plan zugrunde liegende ,gedanke wird durch ihn nicht widerlegt4 ,das ,gleiche gilt von dem ,einwand1 da die planwirtschaftliche ,organisation und ,regelung von ,produktion die ,vollsozialisierung von ,kohle1 ,eisen usw4 aufhalten oder gar verhindern wrde4 ,die ,widerstnde1 mit denen diese zu kmpfen hat1 erweisen sich als nicht geringer1 wo wir die planwirtschaftlichen ,verbnde oder etwas ihnen ,nahekommendes nicht haben4 ,und ,deutschland wird etwas dieser ,art haben mssen4 ,die weltwirtschaftlichen ,bedingungen seiner ,volkswirtschaft und die auf ihm lastenden finanziellen ,verpflichtungen machen es ihm unmglich1 lngere ,zeit bei dem ,zustand der wilden ,konkurrenzanarchie zu verharren1 der der ,beseitigung der ,zwangseinrichtungen der ,kriegsjahre und der ersten ,jahre der ,nachkriegszeit gefolgt ist4 ,zur ,zeit1 wo dieses geschrieben wird1 hlt der niedrige ,stand seiner ,whrung seine ,ausfuhr und rckwirkend seine ,produktion auf solcher ,hhe1 da es im ,gegensatz zu den ,lndern mit hoher ,valuta so gut wie keine ,arbeitslosigkeit kennt4 ,jedoch geht eines nach dem anderen jener ,lnder dazu ber1 ,zuschlagszlle und andere ,schutzmanahmen gegen die ,konkurrenz der ,lnder mit tiefer ,valuta einzufhren1 und je mehr sich diese ,manahmen verallgemeinern1 wie das zum ,beispiel in den ,vereinigten ,staaten schon durch ,gesetzgebungsakte eingeleitet ist1 um so mehr wird der aus der niedrigen ,valuta erwachsende ,vorteil schwinden1 whrend der ,nachteil der erschwerten ,beschaffung von vollwertigen ,zahlungsmitteln fr den ,ankauf von ,rohstoffen1 die ,deutschland nicht selbst erzeugt1 und fr die ,zahlung seiner ,auslandsverpflichtungen bleibt4 ,der bergang zu durchgreifenden ,manahmen fr die strkere konomisierung seiner ,volkswirtschaft wird dann ,gebot der ,selbsterhaltung1 und wenn man sie nicht den ,zuflligkeiten und ,grausamkeiten des kapitalistischen ,konkurrenzkriegs berlassen will1 wird man zu ,manahmen schreiten mssen1 wie sie in den ,entwrfen zur ,planwirtschaft vorgezeichnet sind1 wenn auch vielleicht nicht ganz so schematisch4 ,diese ,manahmen nun werden1 wenn sie im vorentwickelten ,geist in die ,hand genommen werden1 zwar nicht den ,sozialismus1 wohl aber ein bedeutsames ,stck ,sozialismus verwirklichen4 ,denn sie bedeuten jedenfalls einen wichtigen ,schritt vorwrts zur gesellschaftlichen ,regelung der ,produktion und ,erhebung der ,arbeiter zur ,mitbestimmung im ,wirtschaftsorganismus4 ,sie knnen so elastisch gestaltet werden1 da sie der ,initiative der ,persnlichkeit in der ,wirtschaft dort1 wo sie erhaltenswert ist1 das heit1 wo sie schpferisch wirkt1 einen weiten ,spielraum lassen und die ,vollsozialisierung der zu dieser berufenen ,produktionszweige nicht hindern1 sondern im ,gegenteil erleichtern4 ,zu ,reformen in der ,richtung der ,gemeinwirtschaft zwingt ferner der so gewaltig gestiegene und noch andauernd steigende ,finanzbedarf von ,reich1 ,staaten und ,gemeinden4 ,man hat sich in sozialistischen ,kreisen oft darin gefallen1 die ffentliche ,bewirtschaftung von ,wirtschaftszweigen1 sobald sie mit ,erzielung von berschssen verbunden war1 kurzerhand ,staats- oder ,gemeindekapitalismus zu nennen1 und wo letztere der einzige oder der alles beherrschende ,zweck der ,sache war1 war der ,name auch gerechtfertigt4 ,aber er verliert diese ,berechtigung in dem ,mae1 als bei solchen ,unternehmungen der ffentliche ,nutzen leitendes ,motiv ist und in bezug auf die in ihnen ,beschftigten das soziale ,moment in den ,vordergrund tritt1 die ,erzielung von berschssen dagegen nur noch durch grere konomie auf technischem ,gebiet erstrebt wird1 wie das heute immer strker der ,fall ist4 ,dann ist die zunehmende ,verwandlung von ,privatunternehmungen in ffentliche ,betriebe zwar auch wiederum nicht der ,sozialismus1 wohl aber jedesmal ein ,schritt auf seinem ,wege4 ,und diese mssen und werden sich mehren4 ,der ,finanzbedarf der ,republik ist so gro geworden1 da er durch eine ,mischung von direkten ,steuern der alten ,gattung mit ,verbrauchssteuern und ,verkehrsabgaben schwerlich noch lnger wird gedeckt werden knnen4 ,aus diesem ,grunde und weil die ,besitzer von ,sachwerten -- von ,grund und ,boden1 ,fabriken1 ,geschftsanlagen usw4 -- durch den ,fall der ,valuta ungeheure ,gewinne auf ,kosten der ,allgemeinheit gemacht haben1 ist der ,ruf nach direkter ,erfassung der ,sachwerte durch das ,reich laut geworden und wird ganz besonders von der ,sozialdemokratie mit ,energie vertreten4 ,die ,republik soll ,miteigentmerin an den ,sachwerten in der ,weise werden1 da ihr durch ,verschreibungen ein bestimmter ,anteil an deren ,jahresertrgen sichergestellt wird4 ,eine ,manahme1 die sie unter gewissen ,voraussetzungen in den ,stand setzen wrde1 durch ,hinterlegung dieser ,verschreibungen in der ,reichsbank als ,deckung fr ihre schwebende ,schuld bzw4 ,notenausgabe eine bedeutende ,hebung ihrer ,valuta herbeizufhren1 die aber zugleich auch ihr einen genaueren ,einblick in die ,finanzgebahrung der ,unternehmungen verschaffen und auf diese ,weise ihre ,kontrollmglichkeiten steigern wrde4 ,es sind das ,grnde1 welche den groen1 man knnte sagen1 verzweifelten ,widerstand erklrlich machen1 den ,grundbesitzer und ,kapitalisten aller ,gattungen der ,forderung entgegensetzen1 die aber ihre ,verwirklichung den ,sozialisten um so erstrebenswerter erscheinen lassen4 ,denn man kann es1 weil sie ,gebot der ,notwendigkeit ist1 offen sagen1 auch sie birgt ein ,stck ,sozialismus1 und zwar ein um so bedeutungsvolleres1 weil sie auf dem ganzen ,gebiet der ,volkswirtschaft sich sozial vorteilhaft auswirken wrde1 ohne darum das legitime ,geschft irgendwie zu beengen4 ,der ,umkreis der ,anwendung des sozialistischen ,gedankens beschrnkt sich selbstverstndlich nicht auf die ,wirtschaftsfragen im speziellen ,begriff des ,wortes und die mit ihnen verbundenen ,eigentumsfragen4 ,er umfat den ganzen ,fragenkomplex1 der fr die ,hebung der materiellen ,wohlfahrt1 der ,erzielung der hchstmglichen geistigen und sittlichen ,kultur und der dieser entsprechenden ,rechtsgestaltung von ,bedeutung ist4 ,auch hier handelt es sich um ,neuerungen1 die1 einzeln genommen1 nicht schon ,sozialismus sind1 sondern es durch den ,geist1 der sie erfllt1 und ihren ,zusammenhang mit vielen1 vom gleichen ,geist diktierten ,reformen werden4 ,vom ,schulwesen in allen seinen ,abstufungen angefangen bis zu den weitverzweigten ,gebieten der ,sozialpolitik1 der ,rechtsgestaltung1 der sozialen ,hygiene und der ,kulturpolitik ist es dem ,sozialismus vorbehalten1 ,reformen zu verwirklichen1 an welche die brgerlichen ,regierungen und ,klassen bisher gar nicht oder nur in ,ausnahmefllen herangetreten sind4 ,um nur von der ,sozialpolitik zu reden1 so hat in ,deutschland die ,revolution vom ,november #aiah in der ,epoche der politischen ,herrschaft der ,sozialdemokratie neben anderen bedeutsamen ,erweiterungen des ,arbeiterschutzes die ,verkndung des gewerblichen ,hchstarbeitstages von acht ,stunden gebracht1 und wieder knnen wir uns auf ,karl ,marx berufen1 wenn wir diese ,reform einen ,fortschritt zum ,sozialismus nennen4 ,noch hheren ,anspruch hat auf diesen ,namen das ,betriebsrtegesetz vom #d4 ,februar #aibj4 ,dieses von der gesetzgebenden ,nationalversammlung1 in der noch der belebende ,hauch der ,novemberrevolution nachwirkte1 geschaffene ,gesetz gibt den ,arbeitern und ,angestellten ,rechte im ,betriebe1 die man zur ,zeit1 wo ,karl ,marx schrieb1 fr unmglich gehalten htte4 ,es ist allerdings nicht vollkommen1 und seine ,rckwirkungen auf die ,ertrge der ,volkswirtschaft lassen sich noch nicht vllig bersehen4 ,aber eines ist sicher und wird in der ,praxis auch von denjenigen ,arbeitern anerkannt1 die es unter dem ,einflu einer bestimmten ,agitation bei seiner ,schpfung bitter bekmpft haben3 es ist ein ,stck ,sozialpolitik1 das1 wie kein zweites1 den ,arbeitern und ,angestellten die ,mglichkeit erffnet1 aus ,hrigen des ,gewerbes zu ,teilhabern oder ,genossen im sozialrechtlichen ,begriff des ,wortes zu werden4 ,zustandekommen konnte es indes eben nur durch die ,erkmpfung der demokratischen ,republik4 ,diese ,republik ist gewi nur erst der juristische ,hebel zu konomisch-sozialer ,befreiung und noch nicht diese selbst4 ,aber in einem industriell so vorgeschrittenen ,lande wie ,deutschland1 mit einer so entwickelten1 politisch und wirtschaftlich so stark organisierten ,arbeiterschaft kann dieser ,hebel nur in der ,richtung zum ,sozialismus wirken4 ,daran ndert der ,umstand nichts1 da es nicht nach einer auf alles passenden ,formel1 da es nicht auf dem ganzen ,gebiet des sozialen ,lebens mit einem ,male sich durchsetzt4 ,vor jetzt #cf ,jahren1 im ,jahre #ahhe1 schrieb der ,verfasser dieses im ,zusatzkapitel zu der von ,jules ,guesde und ,paul ,lafargue verfaten ,erklrung der ,marxschen ,einleitungsstze des ,mindestprogramms der im ,jahre #ahhj gegrndeten ,arbeiterpartei ,frankreichs3 ,gewhne man sich nur ab1 von einem vollendeten ,zukunftsstaat zu trumen1 sondern halte man an der ,erkenntnis fest1 da es einer geraumen ,zeit der ,entwicklung bedarf1 bis das ,prinzip des ,sozialismus sich auf allen ,gebieten des sozialen ,lebens ,bahn gebrochen haben wird4 ,spekulativ1 in ihrem ,kopf1 haben zu allen ,zeiten sich einzelne ,menschen ber gewisse bergangsstadien hinweggesetzt4 ,aber noch stets hat die ,praxis solchen ,phantasten einen ,strich durch die ,rechnung gemacht4 ,vages ,trumen ist der ,todfeind alles konkreten ,denkens4 ,letzteres aber ist es1 was der ,arbeiterklasse nottut4 ,ohne konkretes ,denken keine ,erkenntnis der tatschlichen ,verhltnisse1 und ohne diese kein planmiges ,zielbewutsein1 zielbewutes ,handeln1 das ,haupterfordernis der ,befreiung der ,arbeiterklasse4 ,in viel hherem ,grade als ich es damals ahnte1 haben diese ,stze sich als berechtigte ,mahnung erwiesen1 und es wre noch manches hinzuzusetzen4 ,lie doch meine sozialkonomische ,erkenntnis noch viel zu wnschen brig4 ,auf ,grund sehr berschtzter ,erscheinungen im ,wirtschaftsleben hielt ich ,west- und ,mitteleuropa fr der ,verwirklichung des ,sozialismus viel nher1 als sie tatschlich waren1 und den ,weg der ,verwirklichung fr viel einfacher1 als er tatschlich ist4 ,die ,erfahrung hat uns belehrt1 da die ,entfernung eine bedeutend grere war1 der ,weg aber ganz und gar nicht einfach1 berhaupt nicht schlechthin ,ein ,weg ist4 ,aber wir haben keinen ,grund1 darum etwa kleinmtig zu sein4 ,ich darf es wohl sagen3 wenn ich zurckblicke auf das1 was damals war1 und es mit dem vergleiche1 was heute ist1 dann sehe ich erst1 welch groer1 welch gewaltiger ,fortschritt in der fr das ,leben von ,vlkern doch verhltnismig kurzen ,spanne ,zeit sich vollzogen hat4 ,der ,weg ist nicht so einfach1 wie er damals erschien1 aber der ,krfte1 die an seiner berwindung arbeiten1 sind in noch ganz anderem ,grade mehr als damals4 ,von den verschiedensten ,seiten her1 unter ,anwendung sehr verschiedenartiger ,mittel und ,methoden arbeitet ein mehr als zwanzigmal greres ,heer von ,arbeitern aller ,art1 als damals an der ,verwirklichung des ,sozialismus4 ,das1 was jeder einzelne zum ,ganzen hinzufgt1 erscheint klein im ,verhltnis zur ,gre des zu verrichtenden ,werkes1 und der ,fortschritt des ,tages geringfgig im ,verhltnis zum ,stand vom ,tage vorher4 ,nur erst1 wenn wir von einem gewissen ,abstand her ihn messen1 von dem aus wir das ,ganze berschauen knnen1 erkennen wir den vollzogenen ,fortschritt4 ,mit dem ,traum von dem groen ,sprung geht uns aber nichts verloren1 was des ,bewahrens wert wre4 ,junge1 schwache ,bewegungen mgen seiner bedrfen1 um auf dem weiten ,weg1 der noch keine sozialen ,erfolge verspren lt1 den ,mut nicht zu verlieren4 ,starke1 gereifte1 zu schpferischem ,wirken gelangte ,bewegungen haben seiner nicht ntig4 ,er kann ihnen im ,gegenteil nur schaden4 ,denn ihnen wird falsches ,messen um so verhngnisvoller4 ,fr sie behlt im hohen ,grade das oft mibrauchte ,wort des ,dichters volle ,berechtigung3 ,vergebens werden ungebund'ne ,geister ,nach der ,vollendung reiner ,hhe streben2 ,wer ,groes will1 mu sich zusammenraffen4 ,erstarkte ,bewegungen gewhnen sich daran1 von ihren ,zielen jeweilig nur das auf gegebener ,stufe der ,entwicklung ,mgliche fr den unmittelbaren ,kampf ins ,auge zu fassen4 ,in dieser konomie des ,wollens aber liegt die sicherste ,gewhr der ,erreichung des ,gewollten4 99 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,im ,original gesperrt gesetzter ,text ist mit gekennzeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist mit gekennzeichnet4 ,im ,original fett gedruckter ,text ist mit gekennzeichnet4 ,das im ,original am ,ende des ,buches befindliche ,inhaltsverzeichnis wurde zur besseren bersicht an den ,buchanfang verschoben4 ,der ,text war in einer ,frakturschrift gedruckt1 die nicht ber ,umlaute als ,grobuchstaben verfgt4 ,sie sind in diesem ,e-,buch als regulre ,umlaute dargestellt 7 statt ,ae usw474