,,begriff ,,der ,,arbeitsschule ,,von ,,georg ,,kerschensteiner ,,vierte ,,auflage #i4 ,,bis #aa4 ,,tausend ,,mit #e ,,tafeln ,illustration ,,verlag ,,von ,b4 ,g4 ,,teubner4 ,,leipzig4 ,,berlin #aibj ,,schutzformel ,f,r ,,die ,,vereinigten ,,staaten ,,von ,,amerika3 ,,copyright #aibj ,,by ,b4 ,g4 ,,teubner ,,in ,,leipzig ,,alle ,,rechte1 ,,einschliesslich ,,des ,,bersetzungsrechts1 ,,vorbehalten ,,vorbemerkung ,,zur ,,ersten ,,auflage ,am #ab4 ,januar #aijh hielt ich auf ,einladung der ,erziehungsdirektion des ,kantons ,zrich zur ,feier des #afb4 ,geburtstages ,heinrich ,pestalozzis in der ,peterskirche zu ,zrich die ,festrede4 ,ich whlte das ,thema3 ,die ,schule der ,zukunft im ,geiste ,pestalozzis und nannte sie eine ,arbeitsschule4 ,was damals meine ,seele bewegte1 kleidete ich dem ,zweck der ,stunde und der ,weihe des ,ortes entsprechend in die ,form einer ,predigt1 der es weniger um ,formulierung logischer ,begriffe zu tun sein konnte als um die ,hinfhrung der ,herzen auf ein altes1 immer noch unverwirklichtes ,ideal der ,schule4 ,vier ,jahre sind in der ,zwischenzeit verflossen4 ,das ,wort ,arbeitsschule1 das lter ist wie die ,werke ,pestalozzis1 ist seit diesem ,tage zum ,schlagwort geworden4 ,es war1 als ob mit einem ,male der wunde ,punkt unseres gesamten ffentlichen ,schulwesens1 nicht blo der ,volksschule1 sondern ebensosehr auch der ,gymnasien und ,oberrealschulen1 der ja lngst mehr oder weniger bestimmt empfunden wurde1 deutlich erkannt worden wre4 ,aber es schien nur so4 ,denn die mannigfaltigen pdagogischen und methodischen ,verirrungen1 die das ,schlagwort in ,theorie und ,praxis hervorrief1 zeigten deutlich1 wie uerlich und mechanisch man den ,geist der ,arbeitsschule erfate und wie viele unklare1 ja bedenkliche ,vorstellungen ganz unwillkrlich mit dem ,begriff der ,arbeitsschule verquickt wurden4 ,ich will hier nur hinweisen auf die fast berall sich einstellende ,verwechslung der manuellen ,arbeit mit der geistigen ,arbeit und auf die psychologisch so verfehlten ,konzentrationsbestrebungen1 welche die natrlichen1 historisch gewordenen1 einheitlichen ,wissensgebiete in tausend ,stcke zu zerreien vorschlugen1 um sie dann in vllig willkrlicher ,zusammensetzung und ,verknpfung ohne jedes wirkliche geistige ,band quo omnis doctrina ingeniarum et humanarum artium continetur 7,plato bei ,cic4 de orat4 ,,iii1 #f1 #ba7 den ,schlern darzubieten4 ,um diesen ,verirrungen und ,verwirrungen ein ,ende zu machen1 hat der ,bund fr ,schulreform das ,thema der ,arbeitsschule fr die zweite ,tagung des ,bundes in ,dresden vom #f4 bis #h4 ,oktober #aiaa auf sein ,arbeitsprogramm gesetzt und ,schulrat ,gaudig und mich eingeladen1 ber den ,begriff der ,arbeitsschule zu referieren4 ,im ,anschlu daran sollte durch eine eingehende und ausgedehnte ,debatte diesem ,begriff noch weiterhin die ntige ,klarheit und ,eindeutigkeit gegeben werden4 ,ich war der ,einladung sehr gerne gefolgt4 ,sie gab mir ,veranlassung1 das1 was meinen ,geist und mein ,herz seit vielen1 vielen ,jahren bewegt1 in einer von wissenschaftlichen ,methoden geleiteten ,arbeit niederzulegen4 ,diese ,arbeit bergebe ich hiermit der ffentlichkeit und hoffe von ihr1 da sie die ,entwicklung unserer ,volksschulen wie die ,reform unserer hheren ,schulen -- denn fr beide ,gattungen gelten die gleichen ,organisationsprinzipien -- vor ,verirrungen bewahrt1 die weit gefhrlicher wren als die ,snden der alten ,buchschule4 ,wer den ,inhalt dieser viel ausfhrlicheren und strengeren ,abhandlung mit dem ,inhalt meiner ,rede vom #ab4 ,januar #aijh 7abgedruckt in ,grundfragen der ,schulorganisation1 ,b4 ,g4 ,teubner1 ,leipzig1 #d4 ,aufl4 #aibj7 vergleicht1 wird erkennen1 da sie sich verhalten wie ,gesetz zum ,beispiel4 ,sonderbarerweise hat meine ,rede vom #ab4 ,januar #aijh einen ,schriftsteller veranlat1 die ,prioritt des ,gedankens der ,arbeitsschule fr sich in ,anspruch zu nehmen4 ,da ich sie niemals fr mich behauptet habe1 bleibt mir die ,antwort erspart4 ,nur das eine will ich bemerken3 ,die ,idee der ,arbeitsschule ist so alt wie die ,erziehungslehre4 7,vgl4 ,plato1 leg41 ,s4 #hai;ff41 ,oxforder ,ausgabe von ,burnet47 ,aber ,ideen werden erst lebendig1 wenn sie1 vllig zu ,ende gedacht1 in realen1 den ,zeitverhltnissen angepaten ,formen1 die ,probe auf ihre ,verwirklichungsmglichkeit zu machen in der ,lage sind4 ,mnchen1 im ,dezember #aiaa4 ,,georg ,,kerschensteiner ,,vorbemerkung ,,zur ,,vierten ,,auflage ,die dritte ,auflage1 die mitten im ,kriege ntig wurde1 benutzte ich a7 zur ,herausarbeitung eines wissenschaftlichen ,begriffes der ,arbeitsschule1 also eines ,begriffes1 der nicht mehr blo beschreibt1 sondern definiert1 b7 zur vollstndigen ,darstellung des ,arbeitsschulbetriebes der vier aufsteigenden ,versuchsklassen ,mnchens4 ,diese ,darstellung erschien mir um so notwendiger1 als eine allgemeine ,theorie der ,arbeitsschule durchaus noch nichts darber zu enthalten braucht1 ob auch eine ,volksschule1 und zwar vor allem deren unteren vier ,klassen1 im ,geiste der definierten ,arbeitsschule gefhrt werden kann4 ,wre ,arbeitsschule schon eine ,schule1 die ,werkunterricht oder ,handfertigkeit als ,prinzip in ihrem ganzen ,betrieb eingefhrt hat1 ja wre sie eine1 die auerdem auch noch ,handfertigkeit in besonderen ,werksttten als eigenes ,unterrichtsfach bercksichtigt1 dann wre diese im ,anhang gegebene ,darstellung berflssig4 ,aber die beiden ,merkmale machen die ,schule noch zu keiner ,arbeitsschule4 ,sie knnen vollstndig fehlen1 und doch kann die ,schule im echten ,sinne des ,wortes eine ,arbeitsschule sein4 ,das alte humanistische ,gymnasium ist -- soweit es gut gefhrt wird -- ein glnzendes ,beispiel hiefr4 ,sie knnen beide vorhanden sein1 und doch kann die ,schule des ,charakters einer echten ,arbeitsschule entbehren4 ,die vorliegende vierte ,auflage1 die so unerwartet rasch ntig wurde1 enthlt gegenber der dritten keine wesentlichen nderungen4 ,ich habe nur1 wo es mir ntig erschien1 einige ,ergnzungen eingefgt1 da und dort das ,begriffliche noch schrfer umrissen und ,ausdrucksweisen verbessert1 die mir nicht genau genug erschienen4 ,mnchen1 ,ostern #aibj4 ,,georg ,,kerschensteiner ,,inhalt ,seite ,i4 ,der ,staatszweck und die ,aufgaben der ffentlichen ,schule #a ,,ii4 ,die ,berufsbildung als erste ,aufgabe #be ,,iii4 ,die zweite und dritte ,aufgabe der ffentlichen ,schule #da ,,iv4 ,die ,methoden der ,arbeitsschule #ei ,v4 ,der fachliche ,arbeitsunterricht und der technische ,lehrer #gh ,,vi4 ,zusammenfassung und ,schlubetrachtung #ic ,anhang3 ,ein ,organisationsbeispiel fr stdtische ,volksschulklassen4 #a4 ,vorbemerkungen #aae #b4 ,durchfhrung des ,lehrplanes in den zwei ,unterklassen #aca #c4 ,durchfhrung des ,lehrplanes in den zwei ,mittelklassen #age #d4 ,schlubetrachtungen #aig ,i4 ,,der ,,staatszweck ,,und ,,die ,,aufgaben ,,der ,,ffentlichen ,,schule ,die ffentliche ,schule ist mit dem ,ende des #ah4 ,jahrhunderts und im ,laufe des #ai4 ,jahrhunderts in ,deutschland ein ,instrument der ,staatsverwaltung fr bestimmte staatliche ,zwecke geworden4 ,das mittelalterliche ,deutschland kannte kein ffentliches ,bildungswesen des ,staates4 ,die ,frsorge um die geistige ,entwicklung berlie der ,staat anderen ,gemeinschaften4 ,nun aber fhrte er den ,schulzwang ein1 wenigstens fr die ,volksschule1 und gab damit fr deren staatliche ,zweckbestimmung einen gesetzmigen ,ausdruck4 ,solange wir nun fr diese ,zweckbestimmung der ,schulen lediglich den ,zweck und die ,aufgaben des jeweils gegebenen ,staates ins ,auge fassen1 so lange wird sie der wissenschaftlichen ,pdagogik keine befriedigende ,lsung bieten4 ,theoretische wie praktische ,vernunft knnen unter gewissen ,umstnden hier ,einspruch erheben4 ,sobald wir aber den jeweils gegebenen ,staat als ein ,entwicklungsprodukt betrachten1 als einen sich immer zweckmiger organisierenden ,menschenverband1 der durch die ,ttigkeit seiner ,mitglieder mehr und mehr der freien ,gestaltung der sittlichen ,persnlichkeit die ,wege ebnen soll1 der also selbst in der ,richtung des von der ,ethik gezeichneten ,kultur- und ,rechtsstaates wandert1 ergibt sich mit der wissenschaftlichen ,fundierung des ,staatszweckes auch die wissenschaftliche ,fundierung des ,zweckes der ,volks- wie hheren allgemeinen ,schulen von selbst4 ,ein ,staatswesen1 das in seinen ,zielen und ,einrichtungen den sittlichen ,gedanken verkrpert1 ist ein hchstes ueres1 sittliches ,gut4 ,denn es ist1 wie schon ,hobbes1 ,locke1 ,spinoza betont haben1 die ,voraussetzung dafr1 da der einzelne zum hchsten inneren1 sittlichen ,gut1 zur rechten ,gesinnung der sittlich freien ,persnlichkeit gelangen kann4 ,ja der einzelne findet geradezu in dem ,dienste der zeitlichen ,verwirklichung dieses ,staatsideals nicht blo eine schne und wrdige ,bettigung1 sondern auch eine wertvolle ,gelegenheit zu seiner eigenen sittlichen ,vollendung4 ,dieser ,auffassung steht nicht im ,wege1 da heute vorhandene ,staaten noch weit entfernt sein mgen von diesem ,ideal1 da sie sogar ein ,hindernis sein knnen fr die ,entwicklung der inneren sittlichen ,freiheit1 da ein bestimmter ,staat dem von seiner ,macht betroffenen ,individuum eher als ein hchstes bel denn als ein hchstes ,gut erscheinen kann4 ,in seinem nachgelassenen ,werke1 ,weltgeschichtliche ,betrachtungen1 hat sich sogar ein so ausgezeichneter ,mann wie ,jakob ,burckhardt zu der ,behauptung verstiegen3 ,das absolut ,bse ist der ,staat4 ,die ,frage ist1 ob er es sein mu1 und die ,antwort ist1 da wir immer wieder die ,menschen neue1 bessere ,staatsformen auf den ,trmmern der alten oder abseits von ihnen errichten sehen1 in der ,zuversicht1 dem ,staatsideal nherzukommen1 das uns die reine ,vernunft als ,hort der sittlichen ,freiheit und der inneren und ueren ,wohlfahrt des einzelnen vor die ,augen rckt1 und da wir tatschlich die ,staatsorganisationen im ,laufe der ,geschichte mehr und mehr auf dem ,wege zum ,kultur- und ,rechtsstaat wandern sehen4 ,es liegt nun die ,frage nahe1 ob es nicht auch andere hchste uere sittliche ,gter gibt4 ,diese ,frage will ich hier nicht eingehend errtern4 ,soweit ich die ,untersuchungen der wissenschaftlichen ,ethik berblicken kann1 scheint bei aller ,unsicherheit vieler sonstiger ,ergebnisse das eine festgelegt zu sein1 da das hchste und vollkommenste uere sittliche ,gut eine ,organisation der ,gesellschaft ist1 die jedem einzelnen alles das zu gewhren vermag1 was fr ihn vermge seiner einheitlichen ,natur ein sittliches ,gut ist4 ,angesichts der ,anfechtungen1 die meine ,forderungen durch gewisse ,vertreter der sogenannten wissenschaftlichen ,pdagogik immer wieder erfahren1 erscheint es mir zweckmig zu versuchen1 die von mir schon wiederholt unternommene ,beweisfhrung fr diesen ,satz im ,anschlu an den ,ideengang ,christoph ,sigwarts aus seinem im ,jahre #aijg erschienenen ,bchlein ,vorfragen der ,ethik 7,j4 ,c4 ,b4 ,mohr1 ,tbingen7 in kurzen ,zgen klarzulegen4 ,das ,leben des ,menschen rollt sich ab in einer ,verfolgung von ,zwecken4 ,es gibt wohl auch noch beim ,erwachsenen ,stunden einer ,bettigung1 die frei ist von allen selbst gesetzten ,zwecken2 aber sie fllen nur ,pausen in dem rastlosen ,triebwerk unserer teleologisch gerichteten geistigen ,natur4 ,jeder ,zweck1 den wir uns setzen1 hat die ,tendenz1 nach seiner ,verwirklichung zu drngen4 ,dabei ordnen sich alle ,zwecke in unserem ,bewutsein nach ihrem ,werte fr uns4 ,je hher der ,wert eines ,zweckes in unserem ,bewutsein steht1 mit desto grerer ,energie trachten wir nach seiner ,verwirklichung4 ,die grere ,kraftentfaltung wird der ,zweck in uns auslsen1 den als hchsten ,zweck anzuerkennen wir innerlich gentigt sind4 ,die innere ,ntigung aus bloer ,vernunft ist freilich nicht immer stark genug1 jeden ,zwang zu berwinden1 den unsere rein persnlichen ,neigungen auf die ,richtung unserer ,ttigkeit ausben4 ,unter diesen ,neigungen ist die strkste1 sich selbst zu leben1 seinen eigenen ,trieben nachzugehen1 eine ,neigung1 die als vornehmste auftritt in dem ,streben nach ,ausbildung der inneren ,persnlichkeit4 ,es gibt ,menschen1 welche darin so weit gehen1 diesen ,zweck1 dieses fr sie hchste ,gut1 so zu bestimmen1 da es von ueren ,bedingungen vollstndig unabhngig wird4 ,sie nehmen dann in den ,bereich dieses hchsten ,gutes nur das auf1 was von der ,ttigkeit des einzelnen allein und direkt abhngt4 ,sie suchen den letzten ,zweck in einer bleibenden ,geistesverfassung1 welcher der ,wechsel der ueren ,bedingungen gleichgltig ist4 ,die stoische ,moral verfolgt diese ,richtung4 ,da es einzelnen ,menschen gelingt1 diesen ,weg einzuschlagen1 beweist fr die ,richtigkeit ihrer ,anschauung nichts4 ,denn es gelingt ihnen nur1 weil alle anderen ,menschen durch ihre ,gesellschafts- oder ,staatseinrichtungen ihnen jenen ,schutz gewhren1 den sie brauchen1 und jene ,mittel darbieten1 die zu ihrer ,vervollkommnung notwendig oder doch vorteilhaft sind4 ,wrden alle ,menschen ebenso handeln1 so wre dieses ,streben alsbald ad absurdum gefhrt4 ,der ,mensch kann eben nicht fr sich allein und aus sich allein leben4 ,sein geistiges wie sein wirtschaftliches ,leben wird ein fr allemal von allen ,seiten1 und zwar durch den ,verkehr mit seinesgleichen gnstig oder ungnstig1 glcklich oder unglcklich beeinflut4 ,sowie alle ,menschen den hchsten ,zweck ausschlielich in einem ,gut suchen1 das abgelst ist von allen ueren ,bedingungen1 von aller gemeinsamen ,arbeit1 von allem irgendwie gestalteten ,verkehr1 hrt auch die ,mglichkeit auf1 da sie diesen ,zweck jemals erreichen knnen4 ,auch rein psychologisch ist die ,beschrnkung auf sich selbst in dem ,suchen nach dem allgemeinen hchsten ,zweck unmglich4 ,denn jeder energisch gedachte ,zweck1 dessen ,berechtigung aus der allgemeinen ,natur des ,menschen abgeleitet wird und der darum allgemeine ,gltigkeit haben soll1 enthlt1 ob wir wollen oder nicht1 die ,forderung1 da er auch allgemein berechtigt ist1 da er auch allgemein gewollt werden mu4 ,ein allgemeiner dauernder ,wille1 da jeder aus sich allein und fr sich allein lebe1 ist undenkbar1 weil die ,erfahrung dessen ,zweckmigkeit sehr rasch widerlegen wrde4 ,der allgemeine ,wille kann nur auf eine ,ordnung des gemeinsamen ,lebens gerichtet sein1 auf ein ,gut1 das nur in einem ,gesamtzustand einer in ihren ,zwecken allseitig gerichteten ,gemeinschaft von ,menschen verwirklicht werden kann4 ,wie diese ,ordnung des ,gesamtzustandes einer ,gemeinschaft von ,menschen beschaffen ist1 das hngt ganz und gar von dem ,kulturstande der ,gemeinschaft ab4 ,unter der hypothetischen ,voraussetzung vollkommener ,menschen kann man sich eine ,ordnung denken1 die ausschlielich auf das gesellschaftliche ,gewissen gegrndet ist4 ,dieses ,gewissen wre1 ,vollkommenheit des ,menschen vorausgesetzt1 das absolute ,gewissen1 in dem alle denkbaren ,werte und ,zwecke in ein vollendetes unbestreitbares ,system der ber- und ,unterordnung gebracht wren4 ,in diesem ,system bestnde zugleich die ,ordnung der ,gemeinschaft4 ,in ,wirklichkeit wird sie stets eine geschriebene ,rechtsordnung sein1 hinter der die souverne ,strafgewalt der im ,staate organisierten ,gemeinschaft steht4 ,wenn aber dieses gemeinschaftliche ,gut ein hchster ,zweck sein soll1 dann mssen in dem hchsten ,zwecke alle niedrigeren ,zwecke notwendig enthalten sein4 ,diese niedrigeren ,zwecke bestimmt unsere sinnlich-geistige ,natur4 ,von dieser unserer ,natur sind die ,gebiete festgelegt1 auf denen wir unsere ,befriedigung suchen und finden knnen4 ,diese ,gebiete sind3 die ,sorge um das physische ,wohlsein1 die dazu notwendige ,beherrschung und ,bentzung der ,naturkrfte1 die ,vereinigung der ,geschlechter1 die leibliche und geistige ,frsorge um die ,nachkommenschaft1 die ,befriedigung der geselligen ,triebe1 die ,bettigung des ,wissensdranges1 die ,bettigung unserer sthetischen und knstlerischen ,natur1 das ,bedrfnis nach religiser ,erhebung1 die freie ,gestaltung des sittlichen ,wollens usw4 ,alle diese ,triebe und ,bedrfnisse liegen in der menschlichen ,natur4 ,aus ihnen entspringt eine ,reihe von allgemein berechtigten ,zwecken und ,zwecksystemen1 wie sie in ,wirtschaft1 ,handel1 ,jugenderziehung1 ,familienleben1 ,wissenschaft1 ,kunst1 ,religionsgemeinschaft verfolgt werden4 ,alle diese ,zwecke mssen im hchsten ,zweck1 in dem hchsten ,gut enthalten sein4 ,die ,rechtsordnung der ,gemeinschaft mu die ,mglichkeit der ,erfllung dieser ,zwecksysteme in sich schlieen4 ,zugleich folgt aus der ,forderung1 da das hchste ,gut ein allgemein anerkannter ,zweck sein mu1 von selbst1 da in der ,arbeit fr den allgemeinen ,zweck jeder auch seine ,befriedigung finden mu und jeder den allgemeinen ,grundstzen ,folge leisten mu1 von denen er erwartet1 da durch sie der allgemeine ,zweck erreicht wird4 ,die ,organisation des gesellschaftlichen ,zustandes1 der so als hchster ,zweck aufgestellt wird1 mu natrlich auch die ,mittel zur ,befriedigung der individuell verschiedenen ,bedrfnisse enthalten1 sie mu jedem die ,mglichkeit bieten1 in der ,weise seine ,befriedigung zu finden1 die seiner ,natur1 wenigstens seiner ethisch entwickelten ,natur1 angemessen ist4 ,jeder individualisierte ,zweck ist soweit berechtigt1 soweit er als ,teil des allgemeinen ,zweckes gewollt werden kann4 ,denn die ,befriedigung1 welche fr alle in gleicher ,weise erreichbar ist1 liegt schlielich in der ,gewiheit fr einen ber das individuelle ,bewutsein und seine ,schranken hinausliegenden ,zweck -- fr einen ,menschheits- und ,weltzweck -- selbst zu wirken1 um den eigenen ,wert als ,trger einer hheren ,idee1 als ,vollstrecker eines gttlichen ,willens zu empfinden4 ,in diesem ,punkt begegnen sich ,ethik und ,metaphysik4 ,so kommen wir von selbst auf eine durch autonome ,rechtsgemeinschaft organisierte ,gemeinschaft1 die eben im ,rechts- und ,kulturstaat verkrpert ist4 ,sobald die ,rechtsorganisation den eben errterten ,bedingungen gengt1 ist er das hchste uere sittliche ,gut1 und die brigen ,gemeinwesen1 wie ,familie1 ,berufsgemeinschaft1 ,religionsgemeinschaft usw41 mssen notwendig mit ihren ,rechtsordnungen in ihm enthalten sein1 soweit sie sittliche ,gemeinwesen sind4 ,denn sonst wren ja wertvolle ,zwecke des einzelnen1 zu deren ,erreichung er sich immer erst in ,unterverbnden vergesellschaftet1 nicht im ,gesamtzweck enthalten4 ,gewi haben wir es hier mit einem idealen ,staatsgebilde zu tun1 aber mit keinem utopischen1 sondern mit einem aus unserer psychischen ,natur abgeleiteten wissenschaftlichen ,ideale1 dessen ,erreichung allerdings infolge der ,mngel der menschlichen ,natur unmglich ist1 dem wir uns aber nhern knnen1 sofern es uns gelingt1 eine staatsbrgerliche ,erziehung zu organisieren1 die nach einem solchen ,ziele gerichtet ist4 ,in dieser ,unternehmung mag uns das ,bewutsein strken1 da tatschlich im ,laufe der menschlichen ,kultur die ,staatsorganisation sich in der ,richtung einer immer besseren ,rechts- und ,kulturgesellschaft entwickelt hat1 wenn auch nicht geradlinig1 sondern unter mancherlei ,rckschlgen1 denen ein reines ,machtgebilde wie der ,staat immer notwendig ausgesetzt sein wird4 ,der ,widerspruch1 der sich gegen meine ,forderungen vom ,endzweck der ,erziehung immer wieder erhebt1 rhrt also von einem ,miverstndnis her1 das trotz meiner wiederholten eingehenden ,darlegungen des ,staatsbegriffs und des ,begriffes der staatsbrgerlichen ,erziehung nie die ,erziehung zur ,verwirklichung der ethischen ,idee des hchsten ueren ,gutes im wohlverstandenen ,dienste des gegebenen ,staates versteht1 sondern immer nur die ,erziehung zum blinden ,dienst eines dauernd festgelegten ,staatsorganismus4 ,sobald die ehrliche ,absicht vorhanden ist1 diesen ,grundunterschied zu begreifen1 wird auch das ,miverstndnis verschwinden4 ,auch ein anderes ,miverstndnis lst sich alsdann1 das diejenigen beherrscht1 welche das ,ziel aller ,erziehung nicht etwa wie ,herbart auf die ,charakterstrke der ,sittlichkeit beschrnken1 sondern in der ,bildung der autonomen ,persnlichkeit sehen1 oder1 wie ,schulrat ,gaudig sich ausdrckt1 in der ,selbstbestimmung1 in der ,bestimmung zur ,idealitt des eigenen ,ichs4 ,wer als ,erziehungszweck ,selbstbestimmung aufstellt1 mu das ,ziel dieser ,selbstbestimmung eindeutig festlegen4 ,zu allen ,zeiten gab es ,pdagogen1 denen ,selbstbestimmung oder autonome ,charakterbildung der ,endzweck der ,erziehung war4 ,in dem ,mae1 als der ,zgling sich entwickelt1 hat die heteronome ,erziehung zurckzutreten4 ,die beste ,erziehung ist die1 die den ,erzieher selbst immer berflssiger macht4 ,mit dem reinen ,formalismus der ,selbstbestimmung aber ist ein greifbares ,ziel noch nicht gegeben4 ,gaudig sucht das greifbare ,ziel in der ,idealitt des eigenen ,ichs4 ,auch damit ist ein ,inhalt noch nicht gegeben4 ,dessen ist sich ,gaudig auch bewut4 ,in der ,zeitschrift fr ,pdagogische ,psychologie sucht er diesen ,inhalt zu bestimmen 7,jahrgang #aiab1 ,heft #a u4 #aj74 ,was er aber dort schildert1 ist einfach der vollkommene ,mensch1 nicht die spezifische und immer unvollkommen bleibende ,persnlichkeit4 ,sobald man jedoch die ,erziehung zur ,persnlichkeit1 die als ,idealitt des ,ichs ganz richtig bezeichnet ist1 als ,ziel aufstellt1 mu man sich klar sein1 da dieses ideale ,ich als vollkommener ,mensch gefat kein allgemeines ,ziel sein kann4 ,es gibt so viele ideale ,ich1 als es ,menschen gibt4 ,die ,idealisierung erfolgt durch das ,lebendigwerden objektiver ,werte im jeweiligen ,individuum4 ,welche ,werte in ihm lebendig werden knnen1 das hngt von seiner ,veranlagung ab4 ,aber indem sie im ,individuum lebendig werden1 indem das ,individuum durch sie zu seiner ihm erreichbaren ,idealitt1 d4 i4 ,vollendung1 kommt1 wird diese spezifische ,persnlichkeit selbst ein allgemeiner objektiver ,wert4 ,die sich so ergebenden ,werte sind jedoch sehr verschieden und bilden eine aufsteigende ,reihe bis zu jenem obersten ,wert der ,persnlichkeit1 die in der ,hingabe an den allgemeinen ,zweck im hchsten ,gute des sittlichen ,gemeinwesens ihre eigene ,vollendung und damit ihre ,lebensaufgabe sucht und findet4 ,auch ihre ,zwecke sind im allgemeinen ,zweck1 den wir oben als hchsten ,zweck erkannt haben1 enthalten1 und gerade die ,mglichkeit der ,selbstbestimmung zur sogenannten ,idealitt des eigenen ,ichs1 soweit diese ,idealitt des einzelnen neben der aller anderen bestehen kann1 ist eines der wesentlichen ,merkmale des hchsten ,gutes4 ,aus dieser berlegung wird zugleich klar1 da es keinen ,sinn hat1 die ,pdagogik in ,individual- und ,sozialpdagogik zu scheiden4 ,die wohlverstandenen ,zwecke des einzelnen sind in dem allgemeinen ,zweck der ,gemeinschaft1 sofern diese ,gemeinschaft als das hchste ,gut bezeichnet werden kann1 enthalten4 ,es gibt kein sittliches ,gemeinwesen1 ohne da die ,mehrzahl seiner ,brger sittliche ,individuen sind4 ,es entwickelt sich aber auch keine grere ,zahl von sittlichen ,individuen1 wenn nicht die ,verfassung des ,gemeinwesens und damit ihr allgemeiner ,zweck auf einer sittlichen ,grundlage stehen4 ,ich gehe demnach von der ,voraussetzung aus1 da das sittliche ,gemeinwesen das hchste uere sittliche ,gut des ,menschen ist2 auerdem mache ich die zweite ,voraussetzung1 da der gegebene ,staat um so eher in der ,richtung zum idealen sittlichen ,gemeinwesen sich bewegt1 je mehr durch die ffentliche ,erziehung die ,erkenntnis sich verbreitet1 da das hchste innere sittliche ,gut und das hchste uere in wechselseitiger ,bedingtheit stehen1 und je mehr infolge dieser ,erkenntnis alle ,erziehungsmanahmen vom ,gesichtspunkt des ethischen ,staatsbegriffes aus getroffen werden4 ,unter diesen beiden ,voraussetzungen darf der gegebene ,staat auch ,zweck und ,aufgabe der ffentlichen ,schulen aus seinem ,zweck und seinen ,aufgaben heraus bestimmen4 ,der ,zweck aber des gegebenen ,staates ist ein zweifacher3 zunchst ein egoistischer1 nmlich die ,frsorge um den inneren und ueren ,schutz und um die leibliche und geistige ,wohlfahrt seiner ,staatsangehrigen2 dann aber ein altruistischer1 die allmhliche ,herbeifhrung des ,reiches der ,humanitt in der menschlichen ,gesellschaft durch seine eigene ,entwicklung zu einem sittlichen ,gemeinwesen und die ,bettigung seiner ,krfte in der ,gemeinschaft der ,kultur- und ,rechtsstaaten4 ,von dem ,bewutsein1 da die ,kulturstaaten 7in ihrem eigensten ,interesse7 auch dieser zweiten ,aufgabe dienen sollen1 sind die ,sieger im ,weltkriege trotz aller gegenteiligen ,beteuerungen und ,versicherungen nicht erfllt gewesen4 ,ihre ,friedensbestimmungen haben der allmhlichen ,herbeifhrung des ,reiches der ,humanitt in der menschlichen ,gesellschaft die grten ,hindernisse bereitet4 ,mge die kommende ,weltgeschichte nicht den furchtbaren ,beweis liefern1 da kein groer ,staat ungestraft dieser zweiten ,forderung entgegen handelt6 ,anders steht natrlich die ,frage1 ob jeder1 auch der schwache und machtlose ,staat1 im ,interesse der ,humanitt allezeit fr unterdrckte ,staaten eintreten mu4 ,hierber habe ich mich in meiner ,schrift ,staatsbrgerliche ,erziehung der deutschen ,jugend nher geuert4 ,jedenfalls mahnen historisch gewordene ,beispiele zur ,vorsicht4 ,aber etwas anderes ist es1 die ,normen und ,gesetze der ,humanitt absichtlich zu verletzen und etwas anderes zu ihrer ,verletzung mit ,rcksicht auf die ,existenz des eigenen ,staatsvolkes zu schweigen4 ,hier ist einer der ,punkte1 in welchen die ,individualittsmoral nicht schlechtweg auf die ,staatsmoral bertragen werden kann4 ,wenn ich nun sage3 ,zweck der ffentlichen ,volksschule 7wozu natrlich auch die ,fortbildungsschule gehrt7 ist1 die nachwachsende ,generation so erziehen zu helfen1 da sie dieser doppelten ,aufgabe1 sei es durch ,gewhnung allein1 sei es durch ,gewhnung und ,einsicht nach ,magabe der vorhandenen ,begabung dient1 so ist damit nichts weniger als ein utilitarisches ,ziel aufgestellt1 wie die ,thringer ,herbartfreunde behaupten1 sondern in letzter ,linie ein im hchsten ,mae ethisches4 ,indem ich dann den ,menschen1 der dem gegebenen ,staat nur im steten ,hinblick auf diese doppelte ,aufgabe dient1 einen brauchbaren ,staatsbrger nenne1 bezeichne ich in aller ,krze als ,zweck der ffentlichen ,schule des ,staates und damit als ,zweck der ,erziehung berhaupt1 brauchbare ,staatsbrger zu erziehen4 ,aus diesem ,zweck ergeben sich die ,aufgaben der ,schule1 aus den ,aufgaben folgen gewisse sachliche ,richtlinien oder ,normen fr die ,organisation der ,schule berhaupt und demgem auch die ,organisation der ,schule1 die wir mit dem ,begriff ,arbeitsschule bezeichnen4 ,weitere ,normen aber und die ,methoden1 die einzelnen ,aufgaben ganz oder teilweise durch eine ,schule zu lsen1 hngen von den ueren und inneren ,verhltnissen ab1 unter welchen die leibliche und geistige ,entwicklung des ,zglings vor sich geht4 ,aus der ,gesamtheit dieser ,zwecke1 ,aufgaben1 ,wege und ,methoden folgt jener ,begriff der ,schule des modernen ,staates1 den ich mit dem ,wort ,arbeitsschule bezeichne4 ,in der ,verfolgung der ,aufgaben und ,organisationen1 die aus dem von mir geforderten hchsten ,zweck der ,volksschule sich ergeben1 wird sich zugleich zeigen1 da aus diesem hchsten ,zweck auch alle brigen berechtigten ,absichten und ,zwecke der ,erziehung abgeleitet werden knnen1 da er also zugleich auch der ganze ,zweck der ffentlichen ,erziehung ist4 ,vor allem ist klar1 da niemand ein in unserem ,sinne brauchbarer ,brger eines ,staates sein kann1 der nicht eine ,funktion in diesem ,organismus erfllt1 der also nicht irgendeine ,arbeit leistet1 die direkt oder indirekt den ,zwecken des ,staatsverbandes zugute kommt4 ,wer die ,segnungen der ,staatsordnung im ,besitze geistiger und krperlicher ,gesundheit geniet1 ohne an irgendeiner ,stelle dieses allerdings sehr komplizierten ,zweckverbandes zur ,leistung der gemeinsamen ,arbeit an einem noch so kleinen ,stcke nach ,magabe seiner ,krfte teilzunehmen1 ist nicht nur kein brauchbarer ,staatsbrger1 sondern handelt von vornherein unsittlich4 ,wer ererbten ,reichtum blo dazu verwendet1 sein eigenes ,leben fr sich zu genieen1 kann den ,titel eines brauchbaren ,staatsbrgers nicht beanspruchen1 weil er auer dem fr alle verbindlichen ,steuerbetrag der gemeinsamen ,arbeit1 die ihm die ,behaglichkeit seines ,daseins erlaubt1 keine ,gegenleistung entgegenbringt4 ,dagegen kann selbst die ,arbeit eines ,straenkehrers sittlichen ,wert annehmen1 wenn sie vollzogen wird im ,bewutsein der ,notwendigkeit dieser ,arbeit fr die ,gesamtheit4 ,die erste ,forderung fr den einzelnen im ,staate ist also1 da er befhigt und gewillt ist1 irgendeine ,funktion im ,staate auszuben oder1 wie wir es nennen knnen1 in irgendeinem ,berufe ttig zu sein und so direkt oder indirekt den ,staatszweck zu frdern4 ,daraus folgt die primitivste ,aufgabe der ffentlichen ,schule4 ,die ffentliche ,schule hat zunchst die ,aufgabe1 dem einzelnen ,zgling zu helfen1 eine ,arbeit im ,gesamtorganismus oder1 wie wir sagen1 einen ,beruf zu ergreifen und ihn so gut als mglich zu erfllen4 ,das ist noch keine sittliche ,aufgabe1 aber es ist die ,grundbedingung1 damit die ffentliche ,schule berhaupt sittliche ,aufgaben ins ,auge fassen kann4 ,die zweite ,aufgabe1 die an die ,schule herantritt1 ist nun1 den einzelnen zu gewhnen1 diesen ,beruf als ein ,amt zu betrachten1 das nicht blo im ,interesse der eigenen ,lebenshaltung und der sittlichen ,selbstbehauptung auszuben ist1 sondern auch im ,interesse des geordneten ,staatsverbandes1 der dem einzelnen die ,mglichkeit gibt1 unter dem ,segen der ,rechtsordnung und ,kulturgemeinschaft seiner ,arbeit und damit seinem ,lebensunterhalt nachzugehen4 ,je nach der ,art des ,berufes wird es leicht1 schwierig oder unmglich sein1 aus ihm zugleich einen direkten ,dienst im ,interesse der ,gesamtheit zu machen4 ,es gibt eine ,reihe von ,berufen1 in denen diese ,auffassung dem ,beruf zugleich die hchste ,weihe gibt4 ,es gibt eine ,menge anderer ,berufe1 die nicht mit einer direkten ,arbeit fr das ,gemeinwohl verbunden werden knnen4 ,immer aber wird es mglich sein1 frhzeitig das ,bewutsein in der heranwachsenden ,generation zu entwickeln1 da jede ,berufsarbeit vom ,ausbenden als eine im ,dienste der ,gesamtheit notwendige aufgefat werden kann und da die bernahme jeder entlohnten ,arbeit1 wie einfrmig und bescheiden sie auch sein mag1 eine ,verpflichtung zur besten ,leistung nach sich zieht4 ,die dritte und hchste ,erziehungsaufgabe der ffentlichen ,schule1 die natrlich entsprechende moralische und intellektuelle ,begabung des ,zglings voraussetzt1 ist sodann1 im ,zgling ,neigung und ,kraft zu entwickeln1 neben und durch die ,berufsarbeit und nicht zuletzt durch die ,arbeit am eigenen ,ich1 an der ,vervollkommnung seines spezifischen ,persnlichkeitswertes seinen ,teil beizutragen1 da die ,entwicklung des gegebenen ,staates1 dem er angehrt1 in der ,richtung zum ,ideal eines sittlichen ,gemeinwesen vor sich gehe4 ,erst in diesem ,zusammenhang kann der subjektive ,persnlichkeitswert zum objektiven ,werte werden und damit ,anspruch auf einen ,erziehungswert machen4 ,denn das ,ideal des sittlichen ,gemeinwesens ist erst gegeben im harmonischen ,bunde sittlich freier ,persnlichkeiten1 die sich in ihren mannigfaltigen ,verschiedenheiten gegenseitig ergnzen und tragen4 ,damit sind drei klare und bestimmt gezeichnete ,aufgaben jeder ffentlichen ,schule und damit auch der ,volksschule zugewiesen1 und sie umfassen zugleich den ganzen ,zweck der ,erziehung4 ,ich bezeichne sie kurz als #a4 die ,aufgabe der ,berufsbildung oder doch deren ,vorbereitung1 #b4 die ,aufgabe der ,versittlichung der ,berufsbildung1 #c4 die ,aufgabe der ,versittlichung des ,gemeinwesens1 innerhalb dessen der ,beruf auszuben ist4 ,da die ,versittlichung des ,gemeinwesens gar nicht denkbar ist ohne die ,versittlichung derjenigen1 die das ,gemeinwesen bilden1 so ist in diesen drei ,aufgaben von selbst die sittliche ,erziehung des einzelnen mit eingeschlossen4 ,dabei fasse ich den ,begriff der ,versittlichung in dem formalen allgemeinsten ,sinne1 der sich mit dem ,begriffe ,sittlichkeit verbinden lt1 als der widerspruchsfreien ,einheit des durch die allgemeinen ,kulturgter der ,gemeinschaft entwickelten ,seelenlebens eines ,individuums4 ,die drei ,aufgaben sind zugleich untrennbar miteinander verbunden4 ,man kann keine ohne die beiden andern lsen4 ,man kann der ,schule nicht die ,aufgabe der ,mitarbeit an der ,versittlichung des ,gemeinwesens zuweisen1 ohne da man den ,schler zu einer sittlichen ,berufsauffassung erzieht1 und man kann dem ,schler keine sittliche ,auffassung vom ,berufe geben1 ohne ihn selbst so grndlich als mglich fr diesen ,beruf vorzubereiten4 ,aber die ,schule kann auch umgekehrt niemanden in der rechten ,weise auf seinen ,beruf vorbereiten1 ohne da sie sich selbst als ein ,mittel des allgemeinen ,zweckes fhlt1 nmlich den gegebenen ,staat seinem idealen ,zustand als ,rechts- und ,kulturstaat zuzufhren4 ,sobald sich die ,schule als ,mittel eines anderen ,zweckes fhlt1 sobald sie etwa rein wissenschaftliche1 rein knstlerische1 rein religise1 rein wirtschaftliche1 kaufmnnische1 technische ,zwecke ins ,auge fat1 also einzelne ,zwecke1 die nicht jedem ihrer ,schler hchster ,zweck sein knnen1 leidet darunter immer auch die ,berufsbildung selbst4 ,die ,schule wird bestenfalls eine technische ,schule1 eine ,schule1 welche die ,technik um der ,technik willen treibt1 eine ,schule fr wissenschaftliches1 knstlerisches1 wirtschaftliches1 religises ,virtuosentum1 und zwar fr ein immer mehr und immer mannigfaltiger sich spezialisierendes ,virtuosentum4 ,unsere ,universitten entwickeln sich zusehends in dieser fr die ,gesamtkultur so unheimlichen ,richtung1 die schlielich dahin ausmndet1 in der ,mehrzahl ihrer ,schler beschrnkte ,spezialisten zu erziehen1 die selbst von ihrem ,beruf nur mehr eine ,seite1 ja nur mehr ein ,stck einer ,seite kennen und beherrschen lernen1 an ,stelle ihres ganzen ,berufes4 ,es vollzieht sich in solchen ,schulen der gleiche ,proze1 wie er sich bereits in der ,industrie zum ungeheuren ,schaden unserer ,gesamtkultur vollzogen hat1 der ,proze der ins ,endlose gehenden ,arbeitsteilung4 ,ist dieser ,proze der atomisierenden ,arbeitsteilung der ,kulturentwicklung immanent1 dann haben wir es mit einer neuen ,seite der ,tragdie der ,kultur zu tun1 von der ,georg ,simmel in seinem ,essay zwei andere ,seiten so eindrucksvoll geschildert hat4 ,nun haben sich gewi mit fortschreitender ,kultur der vernnftigen ,menschheit die ,berufe spezialisiert1 genau ebenso wie mit fortschreitender ,entwicklung der unvernnftigen andern ,organismen die ,zellen in ihren ,funktionen sich spezialisiert haben4 ,aber jede einzelne ,zelle ist in bezug auf den ,gesamtzellenstaat1 dem sie angehrt1 mag dieser auch noch so hoch entwickelt sein1 nach meiner ,kenntnis immer noch unvergleichlich reicher mit ,berufsfunktionen bedacht als unzhlige der geistigen und manuellen ,arbeiter im ,menschenstaat4 ,sollte die ,vernunft des ,menschen in ,rcksicht auf die ,entwicklung des menschlichen ,vernunftstaates ohnmchtiger sein als die ,instinkte der ,zellen in ,rcksicht auf die ,entwicklung des organischen ,zellenstaates8 ,,ii4 ,,die ,,berufsbildung ,,als ,,erste ,,aufgabe ,die erste und vordringlichste ,aufgabe der ffentlichen ,schule 7,volks-1 ,fortbildungs- und hheren ,schule7 ist also die ,berufsbildung1 oder doch die ,vorbereitung auf den ,beruf4 ,das scheint zunchst mit der gegenwrtigen ,auffassung der allgemeinen ,schulen in vollstndigem ,widerspruch zu stehen4 ,allein kein ,geringerer als ,pestalozzi selbst war durch und durch von dieser ,anschauung erfllt1 obwohl ihm als letztes ,ziel gleich mir die allgemeine ,menschenbildung vor ,augen schwebte4 ,nie wird ,pestalozzi mde1 diese erste und vorwiegende ,aufgabe zu betonen4 ,dem ,bcherleben der ,schule stellt er das ,berufsleben gerne gegenber4 ,wenn ein ,bauernknabe mit dem ,vater tglich ins ,feld geht1 an seinem gewohnheitlichen ,tun1 soweit er kann1 teilnimmt1 so geniet er geradezu die ,bildung1 die er ntig hat4 7,seyffarthausgabe ,,ix1 #bcf47 ,man kommt immer frh genug zum ,vielwissen1 wenn man lernt recht wissen1 und recht wissen lernt man nie1 wenn man nicht in der ,nhe1 bei den ,seinigen und bei dem ,tun anfngt4 7,seyffarthausgabe ,,iv1 #ij47 ,reiner ,wahrheitssinn bildet sich in engen ,kreisen1 und reine ,menschenweisheit ruht auf dem festen ,grund der ,kenntnis seiner nhesten ,verhltnisse und der ausgebildeten ,behandlungsfhigkeit seiner nhesten ,angelegenheiten4 7,seyffarthausgabe ,,iii1 #cad47 ,ja1 er lst sich als ,kind seiner ,zeit nicht einmal von dem ,gedanken los1 da der ,beruf seines ,zglings in dem ,stande aufgehe1 in dem er geboren ist4 ,groe ,teile seines ,schwanengesanges1 in welchem er die ,erfahrungen und pdagogischen ,anschauungen seines ,lebens zusammenfat1 sind von dieser ,auffassung der ersten ,aufgabe der ,volksschule erfllt4 ,bei den sehr viel einfacheren ,verhltnissen seiner ,zeit lag auch kein ,gedanke nher als der1 die innere ,organisation der ,volksschule den ,zwecken des ,standes anzupassen1 aus dem die ,zglinge genommen waren und in den sie naturgem wieder hineinwuchsen4 ,diese ,verhltnisse haben sich in den verflossenen hundert ,jahren gendert4 ,nicht nur1 da die ,stnde als fixierte ,schichten der ,staatsorganisation verschwunden sind1 auch die ,arbeitsverhltnisse1 wie sie namentlich die ,industrie gebracht hat1 lassen eine rein berufliche ,gestaltung der elementaren ,volksschule1 welche die ,zwecke der ,menschenbildung im ,auge haben mu1 im allgemeinen als unmglich erscheinen4 ,nichtsdestoweniger bleibt auch heute der elementaren ,volksschule die ,aufgabe der ,vorbereitung auf den zuknftigen ,beruf des ,zglings zugewiesen4 ,die ungeheure ,mehrzahl aller ,menschen im ,staate steht im ,dienste der rein manuellen ,berufe1 und dies wird fr alle ,zeiten ,geltung haben4 ,denn jedes menschliche ,gemeinwesen hat ungleich mehr krperliche als geistige ,arbeiter ntig4 ,auch die ,begabung der ,massen liegt zunchst durchaus nicht auf den ,arbeitsgebieten rein geistiger ,ttigkeit1 sondern der manuellen ,arbeit1 aus der sich ja im ,laufe der ,kultur die geistige ,arbeit berhaupt erst entwickelt hat4 ,das ,handwerk ist nicht nur die ,grundlage aller echten ,kunst1 sondern auch die ,grundlage aller echten ,wissenschaft4 ,eine ffentliche ,schule1 die auf geistige wie manuelle ,berufe vorzubereiten hat1 ist daher schlecht organisiert1 wenn sie keine ,einrichtung hat1 die manuellen ,fhigkeiten des ,zglings zu entwickeln4 ,sie ist um so schlechter organisiert1 als ja auch in der ganzen ,entwicklung des ,kindes die krperliche und manuelle der geistigen vorangeht1 als insbesondere in der ,zeit vom #c4 bis #ad4 ,lebensjahre die ,instinkte und ,triebe fr manuelle ,bettigung durchaus vorherrschen4 ,fr ,schulen1 die nur fr rein geistige ,berufe vorbereiten sollen1 wie dies bei einer alten ,gruppe der hheren ,schulen der ,fall ist1 fr ,menschen1 die1 nachdem ihre ,instinkte fr manuelle ,ttigkeit im wesentlichen erloschen sind1 wenn sie ihre ,schuldigkeit fr die ,entwicklung des normalen ,gebrauchs der ,glieder und der ,sinnesorgane getan haben1 fast ausschlielich unter der ,macht der intellektuellen ,triebe stehen1 fr solche erachte ich ,erziehungseinrichtungen zur manuellen ,bettigung 7von rein krperlichen bungen im ,interesse einer gesunden ,lebensfhrung abgesehen7 in keiner ,weise notwendig4 ,da es ,menschen dieser ,art gibt und auch ,berufe1 denen sie sich von selbst zubewegen1 so kann ich mir daher auch wohlorganisierte ,arbeitsschulen denken1 die keinerlei manuelle ,bettigung in irgendwelchen besonderen ,werksttten oder auch nur abseits von besonderen ,werksttten mit irgendwelchem ,unterrichtsbetrieb verbunden kennen4 ,fr alle anderen ,zglinge aber sind ,schulen1 die solcher ,einrichtungen entbehren1 schlecht organisierte ,schulen4 ,insbesondere mu jede ,volksschule aus den angestellten ,erwgungen heraus irgendwelche praktische ,arbeitspltze1 ,werksttten1 ,grten1 ,schulkchen1 ,nhstuben1 ,laboratorien haben1 um auf ihnen systematisch die ,instinkte fr manuelle ,ttigkeit zu entwickeln1 den ,zgling zu gewhnen1 immer sorgfltiger1 ehrlicher1 gewissenhafter1 durchdachter die manuellen ,arbeitsprozesse auszufhren4 ,nur so wird eine der ,hauptgrundlagen seiner spteren und durch die ,fortbildungsschule direkt aufzugreifenden ,berufsbildung geschaffen1 nmlich die frhzeitige ,gewhnung an wohlberlegte1 mustergltige1 solide1 ehrliche manuelle ,arbeit4 ,mit anderen ,worten1 um mich eines der bekannten ,schlagwrter zu bedienen3 ,in der wohlorganisierten ffentlichen ,volksschule mu der ,arbeitsunterricht auch als ein in sich geschlossenes ,unterrichtsfach auftreten4 ,dieser ,arbeitsunterricht als ,fach ist nicht eine ,entweihung der ,volksschule1 sondern ihr grter ,segen4 ,in ,bayern ist seit mehr als #ajj ,jahren in einer groen ,zahl von ,mdchenklassen der ,arbeitsunterricht als ,fach eingefhrt1 in ,mnchen seit fast #ej ,jahren in nicht weniger als durchschnittlich drei ,stunden in der ,woche1 und keinem ,menschen ist es bis heute nur im ,traum eingefallen1 diesen ,unterricht1 der ruhig fr sich seine eigenen geschlossenen ,bahnen luft1 als eine ,entweihung der ,mdchenschule zu betrachten und aus dem ,lehrplan der ,mdchenvolksschule zu streichen4 ,nun wird man vielleicht einwenden3 ,stricken1 ,nhen1 ,leibwsche herstellen und sie ausbessern ist der ,beruf fast aller ,mdchen4 ,aber nicht alle ,knaben ergreifen den gleichen manuellen ,beruf4 ,das ist richtig4 ,aber daraus zu schlieen1 da man deswegen berhaupt keinen systematischen ,arbeitsunterricht in den inneren ,organismus der ,schule eingliedern darf1 ein solcher ,schlu steht ungefhr auf der gleichen ,hhe wie der1 da1 weil nicht alle ,menschen die gleiche ,nahrung vertragen1 man ihnen am besten gar keine ,nahrung gibt4 ,noch vor hundert ,jahren1 da der ,geist ,pestalozzis in den deutschen ,schulverwaltungen lebendig war1 war es selbstverstndlich1 nicht blo fr alle ,mdchen1 sondern auch fr alle ,knaben ,arbeitsschulen und ,arbeitsunterricht zu fordern4 ,und wenn auch die ,verfgungen in den napoleonischen ,wirren und in der nachher das ,haupt erhebenden ,reaktionszeit nicht ausgefhrt wurden1 so zeigen sie doch zunchst eine in dieser ,hinsicht die ,gegenwart berragende ,einsicht und redlichsten ,willen4 ,der ,allerhchste ,erla des ,kurpfalzbayrischen ,generalschulendirektoriums von #ahjc an die ,lokalschulkommissionen ,bayerns ist ein schnes ,beispiel hierfr4 ,gewisse technische ,fertigkeiten sind jedem ,menschen mehr oder minder notwendig4 ,darum ist es notwendig1 da berall ,arbeitsschulen fr ,knaben und ,mdchen angelegt und mit ,lehrschulen in ,verbindung gebracht werden4 ,von diesen ,schulen sollen auch jene nicht freigesprochen werden1 von denen es vorauszusehen ist1 da sie einstens nicht notwendig haben zu arbeiten1 um sich zu ernhren2 denn abgesehen vom ,wechsel des ,glcks1 wodurch viele geerbten ,reichtum verlieren1 so ist es immer gut1 da jeder lerne1 den ,vorzug zu schtzen1 sich selbst den notwendigen ,unterhalt erwerben zu knnen und jenen gehrig zu achten1 der durch ,arbeitsamkeit und ,kunstflei sich einen ,wohlstand zu verschaffen versteht4 ,dabei waren in jenen ,zeiten noch ,familienwohnsitz und ,arbeitssttte des ,vaters enge verbunden1 und die ,jugend wuchs nicht auf1 wie heute fast ausnahmslos in unseren groen ,stdten1 ohne die husliche ,schule der ,arbeit1 ja ohne auch nur den kmmerlichsten ,einblick in die manuelle ,arbeit des ,vaters zu gewinnen und vom ,zauber ihres ,segens erfat zu werden4 ,wesentlich tiefer noch grbt um die gleiche ,zeit der ,leiter des ,frankfurter ,philanthropins ,jakob ,molitor1 ganz in ,pestalozzischen ,gedankengngen sich bewegend4 ,man glaubt in ,john ,dewey's ,school and ,society von #aija zu lesen1 wenn man in seiner ,abhandlung ber die brgerliche ,erziehung die ,stze findet3 ,es ist der grte ,fehler unserer heutigen ,erziehung1 da sie die ,kinder mit allem bekannt macht1 was in der ,ferne liegt1 und in demjenigen ganz unwissend lt1 was sich in ihrer ,nhe befindet4 ,deshalb ist zwischen dem ,leben und unserer ,schule jetzt so eine ungeheure ,kluft4 ,die ,schule ist eine eigene fremde ,welt1 in der das ,kind ganz andere ,dinge hrt1 als es im ,leben sieht4444 ,die lebendige ,kraft der alten ,erziehung beruhte darauf1 da sie mit den ,umgebungen anfing4444 ,unter dem ,gewhle von reger ,ttigkeit1 mitten unter den ,gerten und ,werkzeugen der ,arbeit 444 wchst das ,kind des ,landmannes und des ,handwerkers empor4 ,es siehet und hret von ,jugend auf1 und was es siehet und hret1 wirkt lebendig und krftig auf seinen ,sinn4 ,der ,acker1 die ,werksttte1 wird ihm der ,mittelpunkt seiner ,welt und seines ,daseins1 der ,punkt1 um den sich alle ,gedanken drehen1 an den sich alle ,begriffe anknpfen1 von dem sie ausgehen und wohin sie alle zuletzt wieder zurckkehren4444 ,sie 7die ,schule7 sollte1 so wie es in dem ,gange des ,lebens immer geschieht1 berall mit der ,praxis beginnen und aus ihr die ,theorie entwickeln4444 ,man darf nie aus dem ,auge verlieren3 die ,kinder von ,jugend auf mit ihrem knftigen ,stande und dessen ,verhltnissen und ,beschftigungen bekannt zu machen1 und solchergestalt deren ,gegenstand jederzeit zum lebendigen ,mittelpunkt aller ,betrachtungen zu machen4 ,muthesius1 der in einem ,artikel ,fortbildungsschule und ,volksschule in den ,pdagog4 ,blttern neuerdings auf ,molitor hingewiesen hat1 glaubt sicher1 da ,molitors ,schrift ,goethe bei der ,abfassung der pdagogischen ,provinz in ,wilhelm ,meisters ,wanderjahren fruchtbare ,anregungen gegeben hat1 nachdem ,bettina ,brentano ihn mit ,molitors ,schriften bekannt gemacht habe4 ,das ist um so wahrscheinlicher1 als ,goethes ,anschauungen ber ,erziehung zu allen ,zeiten in der gleichen ,richtung sich bewegt hatten1 wie ich an anderer ,stelle zeigen konnte4 ,der ,zweck der vorbereitenden ,erziehung fr den manuellen ,beruf liegt indes nicht in der ,einfhrung in die ,arbeitsprozesse1 ,werkzeuge1 ,maschinen und ,materialien eines bestimmten ,berufes1 ebensowenig wie der ,zweck der vorbereitenden ,erziehung fr einen geistigen ,beruf in der bermittlung von ,kenntnissen fr den zuknftigen ,beruf besteht4 ,hier wie dort liegt der ,zweck der vorbereitenden ,erziehung in der ,gestaltung der ,organe1 die fr die ,ausbildung des ,berufes notwendig sind1 in der ,gewhnung an ehrliche ,arbeitsmethoden1 an immer grere ,sorgfalt1 ,grndlichkeit und ,umsicht1 und in der ,erweckung der rechten ,arbeitsfreude4 ,wer in irgendeiner systematischen ,beschftigung 7mit ,holzarbeit z4 ,b47 diese ,qualitten erworben hat1 der besitzt sie und wendet sie bei jeder manuellen ,arbeit an1 die der sptere ,beruf bringt1 genau ebenso wie derjenige1 der im ,latein oder in der ,mathematik seine logische ,denkfhigkeit1 seine ,gewissenhaftigkeit und ,wahrheitsliebe entwickelt hat1 sie besitzt und anwendet1 wenn er auch spter nicht ,philologie1 ,mathematiker oder ,naturwissenschaftler wird1 sondern ,jurist1 ,historiker oder ,philosoph4 ,ja die bertragung dieser in einer manuellen ,arbeitserziehung erwachsenen ,qualitten auf manuelle ,arbeiten anderer ,gebiete ist sehr viel gesicherter als die bertragung erworbener ,qualitten auf geistigen ,arbeitsgebieten1 wo nicht selten ,vorurteile1 ,parteimeinungen1 religise ,bindungen usw4 verhindern1 die auf einem ,gebiete sich auswirkende ,kraft der ,wahrheitsliebe und des logischen ,denkens in gleicher ,rcksichtslosigkeit auf anderen ,gebieten schaffen zu lassen4 ,aus der ersten ,aufgabe der ffentlichen ,schule1 der ,aufgabe der ,vorbereitung fr die ,berufsbildung1 ergibt sich also mit ,notwendigkeit fr die ,organisation der ,volksschule die ,forderung des fachlichen1 systematisch sich entwickelnden ,arbeitsunterrichts1 und diese ,notwendigkeit wird verstrkt durch den ,umstand1 da auch die geistige ,entwicklung der ,massen mangels frhzeitiger hervorragender intellektueller ,begabung unweigerlich auf den ,boden der ,erziehung durch manuelle ,arbeit gestellt werden mu4 ,nun verlangen aber auch die manuellen ,berufe1 vor allem die gelernten ,berufe1 schon wegen der ,verflochtenheit ihrer ,interessen mit den ,interessen des ,staates auch die ,beherrschung der primitiven ,kulturwerkzeuge des ,lesens1 ,schreibens1 ,rechnens1 ,zeichnens1 die wir etwa mit dem1 wenn auch nicht ganz zutreffenden ,ausdruck geistige ,fertigkeiten zusammenfassen knnen4 ,sie verlangen den ,besitz von krperlicher ,gesundheit und gewisse ,einblicke in die ,gesetze der ,natur und der eigenen hygienischen ,lebensfhrung1 zu welchem ,zwecke ,leibesgymnastik und ,naturkunde zu wesentlichen ,bestandteilen des ,volksschullehrplans gemacht werden mssen4 ,das sind ,forderungen1 auf die hier nicht weiter einzugehen ist4 ,dagegen ist zu betonen3 ,je inniger die ,entwicklung der geistigen ,fertigkeiten mit der ,entwicklung der manuellen ,fertigkeiten im ,fachunterricht assoziiert werden kann1 desto glcklicher ist die ,organisation der ,volksschule1 desto ungezwungener und sicherer entwickeln sich auch die geistigen ,fhigkeiten4 ,wte man von allen ,kindern rechtzeitig1 welchem ,berufe sie sich nach ,neigung und ,begabung zuwenden1 wren nicht so viele ,kinder in der ,berufswahl vom ,zufall oder vom ,herkommen abhngig1 wrden nicht bei einer so groen ,anzahl von ,kindern infolge der ,arbeitsverhltnisse ihrer ,eltern oder aus anderen ,grnden bestimmte ,arbeitsinteressen sich berhaupt erst spt oder nie entwickeln1 so wre die beste ,organisation der ,volksschule die1 welche die ,kinder nach ,gruppen ihres zuknftigen ,berufes zusammenfassen wrde und1 ohne diese ,schule zur ,berufsschule zu machen1 ihren aus der ersten ,aufgabe entspringenden ,teil der ,schularbeit als ,vorbereitung fr den kommenden ,beruf organisieren wrde4 ,wrden sich vollends die in dieser ,schule zusammengefaten gelernten ,berufe der ,schler mit denjenigen ,berufen decken1 denen auch ihre ,eltern nachgehen1 so liee sich in dieser ,schule auch jenes ,organisationsideal verwirklichen1 nach welchem die ,schule nicht ein ,fremdkrper im ,leben des ,kindes sein soll1 nicht etwas von der tglichen ,arbeit im huslichen ,kreise ,isoliertes1 sondern ein diese husliche1 tgliche ,arbeit des ,zglings aufgreifendes1 sie veredelndes1 geistig aufhellendes ,bildungsorgan des ,staates4 ,dann knnte der ,lehrer1 wie ,pestalozzi im ,schwanengesang meint1 sein ,nebenwerk in des ,vaters ,arbeit so hineinflechten1 wie ein ,weber seine ,blumen in ein ganzes ,stck ,zeug hineinwebt4 ,aber keine dieser ,bedingungen ist im allgemeinen heute gegeben1 hchstens noch in rein lndlichen oder in wirtschaftlich primitiven ,verhltnissen4 ,in den allermeisten ,fllen mu die ,volksschule auf diese ,konzentration verzichten1 nicht aber die ,fortbildungsschule1 die diesem ,ideal der ,organisation in hohem ,grade nachkommen kann und mu1 und1 wie das ,beispiel ,mnchens zeigt1 auch nachgekommen ist4 ,aber auch wenn die ,volksschule1 so wie sie gegenwrtig mglich ist1 in den meisten ,fllen ihre ,arbeit nicht mit der praktisch gerichteten ,ttigkeit des ,hauses und der ,familie verweben kann1 von der ,forderung1 die praktischen ,interessen1 die so ganz und gar das ,seelenleben des ,volksschlers1 des noch werdenden ,menschen1 ausmachen1 soweit als mglich zum ,mittelpunkt der ,unterrichtsttigkeit zu machen1 kann sie nicht befreit werden4 ,ihre vornehmste ,aufgabe bleibt alsdann zu sehen und zu sorgen nicht blo1 wie sie diese praktischen ,interessen zum ,nutzen des spteren ,berufslebens vertiefen und ausbauen kann1 sondern vor allem1 wie sie die mit aller praktischen ,arbeit verbundene rein geistige ,aktivitt entwickeln und so den bergang von blo praktischen ,interessen zu theoretischen ,interessen fr alle jene vermitteln kann1 deren ,veranlagung diese ,entwicklung ermglicht4 ,es ist ein ,gemeinplatz1 sagt ,john ,dewey in seinem ,buche ,interest and ,effort 7,hougthon ,mifflin ,company1 ,boston #aiac1 ,seite #hc71 da das ,grundprinzip der ,naturwissenschaften mit der ,relation von ,ursache und ,wirkung auf das engste verbunden ist4 ,aber das ,interesse an dieser ,beziehung setzt zunchst auf rein praktischem ,gebiet ein4 ,irgendeine ,wirkung wird beabsichtigt1 und alle ,aufmerksamkeit richtet sich auf die ,bedingungen1 welche diese ,wirkung erzeugen4 ,zunchst herrscht das ,interesse an der ,erfllung des beabsichtigten ,zweckes vor4 ,aber in dem ,mae1 als dieses ,interesse verflochten wird mit wohldurchdachten ,bemhungen1 den ,zweck1 trotz aller entgegenstehenden ,schwierigkeiten und ,hindernisse zu erreichen1 wird das ,interesse am praktischen ,zwecke oder an der praktischen ,wirkung notwendigerweise bertragen auf das ,interesse an den ,mitteln 7eben den ,ursachen71 die die ,wirkung zustande bringen4 ,wo handwerkliche ,arbeit1 wo ,gartenarbeit1 wo ,kochprozesse usw4 mit ,verstndnis 7d4 h4 mit bestndiger berlegung von ,ursache und ,wirkung7 durchgefhrt werden1 ist es eine verhltnismig einfache ,sache1 das zunchst rein praktisch gerichtete ,interesse umzuwandeln in ein ,interesse fr ,versuche um bloer ,entdeckungen willen4 ,sobald jemand interessiert ist an einem ,problem als einem ,problem1 an ,untersuchungen und ,studien um der ,lsung des ,problems willen1 dann ist das ,interesse bereits rein theoretisch geworden4 ,unsere allgemeinen ffentlichen ,schulen nehmen wenig oder gar keine ,rcksicht in ihren ,lehrplnen auf diesen ,fundamentalsatz aller geistigen ,entwicklung1 die immer und berall von praktischen ,interessen zu theoretischen vorwrts schreitet4 ,sie haben bis heute die ,befriedigung der praktischen ,interessen selbst da ausgeschlossen1 wo die ,masse der ,schler nur in seltenen ,fllen berhaupt ber praktische ,interessen in ihrer geistigen ,entwicklung hinausschreitet4 ,sie glaubt schon ,groes getan zu haben1 wenn sie bei der ,einfhrung in ihrem vom sonstigen ,leben des ,schlers isolierten theoretischen ,unterrichtsbetrieb an ,vorstellungen aus dem praktischen ,leben anknpft4 ,das ist der grte ,mangel1 der unseren allgemeinen ,schulen anhaftet4 ,,iii4 ,,die ,,zweite ,,und ,,dritte ,,aufgabe ,,der ,,ffentlichen ,,schule ,die zweite ,aufgabe1 die wir aus dem ,zweck aller ffentlichen ,schulen abgeleitet haben1 ist die ,versittlichung der ,berufsaufgabe4 ,die ,versittlichung aller dem ,rechtsbewutsein einer ,zeit gengenden ,handlungen beginnt da1 wo sie ausgebt wird1 entweder um unseren inneren ,personenwert zu erhhen1 oder wo sie aus einer uneigenntzigen ,neigung zu einem sittlichen ,fremdwert entspringt4 ,eine ,schulklasse so gewissenhaft als mglich zu fhren1 weil man als ,lehrer zu ihrer ,fhrung berufen und fr diese ,arbeit bezahlt wird1 ist noch nicht sittlich4 ,das gleiche ohne ,rcksicht auf ,bezahlung tun1 weil man sonst die ,achtung vor sich selbst verlieren wrde1 ist bereits ,sittlichkeit4 ,es zu tun aus reinem ,gefallen an dem inneren ,wert1 an der inneren ,erhhung1 die wir bei solcher ,gesinnung fhlen1 auch ohne ,rcksicht auf das strafende ,gewissen1 ist sittlicher4 ,es zu tun1 weil man sich keine schnere ,aufgabe denken kann1 als in dieser ,weise dem ,fortschritt der ,gemeinschaft der ,menschen zu dienen1 ist am sittlichsten4 ,das ,bewutsein1 da man eine ,arbeit1 und wre es auch die kleinste und niedrigste1 zum ,wohle einer ,gemeinschaft ausfhrt1 der man angehrt1 leitet immer die ,versittlichung unserer ,ttigkeit ein4 ,um dieses ,bewutsein durch die ,schule zu entwickeln und aktionsfhig zu machen1 gibt es zunchst kein anderes ,mittel als das1 welches ich als ,organisation des ,schulbetriebes im ,geiste der ,arbeitsgemeinschaft bezeichnet habe4 ,natrlich gibt die freiwillige ,eingliederung in eine ,arbeitsgemeinschaft noch keine ,gewiheit fr die ,versittlichung der ,ttigkeit4 ,aber wenn die ,arbeitsgemeinschaft selbst der ,trger einer sittlichen ,idee ist1 wenn sie etwa der ,pflege edler ,kameradschaftlichkeit1 der ,hingabe an ,wissenschaft1 ,kunst1 ,religion1 der ,erforschung der ,wahrheit1 der ,untersttzung ,hilfsbedrftiger1 dem ,schutze der ,gerechtigkeit usw4 dient1 ist es im allgemeinen leicht verstndlich1 da der freiwillige ,dienst in solcher ,arbeitsgemeinschaft1 wie hufig er auch von ,knaben und ,mdchen aus anderen ,grnden gesucht worden sein mag1 sich aus einem ,dienste um rein praktischer ,zwecke willen in einen ,dienst um der sittlichen ,idee willen umzuwandeln vermag4 ,kein ,gedanke ist aber unserem deutschen ,schulwesen fremder geblieben als der ,gedanke der freiwilligen ,arbeitsgemeinschaft4 ,nur an wenigen ,volks- und hheren ,schulen hat er eine bewute ,verwirklichung gefunden1 sei es in den eigentlichen ,unterrichtsmanahmen1 sei es in den ,manahmen fr die ,gestaltung der ,schuldisziplin1 oder sei es in freiwilligen ,arbeitsleistungen der ,schler1 die dem ,schulbetriebe zugute kommen4 ,und doch haben wir seit fast hundert ,jahren die ausgezeichneten ,vorschlge1 die ,fichte in seinen ,reden an die deutsche ,nation gemacht hat1 worin er wirtschaftliche ,arbeitsgemeinschaften empfiehlt als wesentliche ,erziehungsfaktoren fr die kommende ,generation4 ,ich habe darauf schon seit zwlf ,jahren wiederholt hingewiesen1 ebenso wie auf die ,versuche von ,dr4 ,lietz in seinen ,landerziehungsheimen und auf den glnzenden ,versuch ,john ,deweys in ,chicago1 der leider nach so kurzer ,zeit wieder eingestellt worden ist4 ,ganz anders ist der ,gedanke der ,arbeitsgemeinschaft in die englischen und amerikanischen ,schulen eingedrungen4 ,zwar hat auch dort noch der eigentliche ,unterrichtsbetrieb wie bei uns in ,deutschland nur die ,frderung des einzelnen im ,auge2 dagegen finden wir in einer groen ,anzahl von ,schulen dieser ,lnder die ,fragen der ,klassen- und ,schuldisziplin der ,selbstregierung der ,schler anvertraut und den ,gedanken der ,arbeitsgemeinschaft in literarischen1 sportlichen1 wissenschaftlichen und knstlerischen ,schlerverbnden verwirklicht4 ,wir ,deutsche1 denen das ,bewutsein1 da die ,schulangelegenheiten unmittelbare ,angelegenheiten des ,volkes sind1 bei weitem noch nicht gengend auf die ,seele brennt1 denen das ,regiertwerden in allen ,schulfragen zum unentbehrlichen ,lebensbedrfnis geworden ist1 wir ,deutsche stehen noch immer vor dem ,problem der ,verwirklichung dieses ,gedankens1 ohne da wir eine nennenswerte ,aktivitt hierfr entwickeln4 ,wir denken selbst da kaum daran1 wo1 wie bei der ,organisation von ,schulfesten1 die ,arbeitsgemeinschaft der ,schler eines der natrlichsten ,dinge der ,welt wre4 ,das hngt nicht zum kleinen ,teil auch damit zusammen1 da der landlufige ,buchunterricht unserer ,schulen1 unser ,lesen1 ,schreiben1 ,rechnen1 unser ,bibel- und ,katechismusunterricht1 unser ,geschichts-1 ,geographie-1 ,literatur- und ,sprachunterricht fr eine ,durchfhrung des ,schulbetriebes auf der ,basis der ,arbeitsgemeinschaft im eigentlichen ,unterrichtsbetrieb berhaupt nicht geeignet ist oder nur teilweise geeignet gemacht werden knnte1 nmlich vielleicht in den zwei obersten ,klassen mit ,hilfe reichhaltiger ,klassen- und ,schulbibliotheken4 ,schulkchenunterricht fr ,mdchen1 ,gartenbau und ,blumenpflege und fachlicher ,arbeitsunterricht in ,werksttten1 die alle ein ,hauptfeld fr die ,entwicklung der ,arbeitsgemeinschaft bieten1 wie alle praktische ,ttigkeit berhaupt1 sind heute nur in relativ wenigen deutschen ,volksschulen obligatorisch eingefhrt4 ,regelmige gemeinsame ,schlerbungen in ,physik1 ,chemie und ,biologie1 die nicht weniger zu ,organisationen gemeinsamer ,arbeit die ,mglichkeit bieten1 fehlen als ,pflichtbestandteile des ,volksschulunterrichts fast berall4 ,wenn aber auch ,pestalozzi in der ,arbeitsbildung die ,wurzel wie der intellektuellen so auch der sittlichen ,bildung erblickt1 wenn auch ,natorp in ,arbeit und ,arbeitsgemeinschaft ,kern und ,mittelpunkt der sittlichen ,bildung sucht1 wenn1 wie er behauptet 7vgl4 ,religion innerhalb der ,grenzen der ,humanitt1 #aijh1 ,verlag ,mohr1 ,tbingen1 ,s4 #g71 die ,tugend des ,gemeinschaftslebens1 die ,gerechtigkeit1 nur gelernt wird durch die unmittelbare ,teilnahme an der ,gemeinschaft selbst1 haben wir da nicht alle ,ursache1 unsere ,schulen1 soweit als immer es mglich ist1 in ,arbeitsgemeinschaften umzuwandeln8 ,ich hatte den ,gedanken der ,arbeitsgemeinschaft im ,unterrichtsbetrieb vor vielen ,jahren kaum laut ausgesprochen1 als zwar technische ,bedenken gegen seine ,durchfhrung nicht erhoben1 dagegen der moralische ,nutzen sehr in ,frage gestellt wurde4 ,die ,tchtigen und ,herrschschtigen1 so sagte man1 werden stets die ,fhrung in den ,arbeitsgemeinschaften an sich reien1 die ,masse aber wird hypnotisiert1 gezwungen oder freiwillig immer wie eine ,hammelherde hinter den ,fhrern nachlaufen4 ,gewi1 die ,tchtigen werden die ,fhrung haben1 sie sollen sie haben4 ,ich habe sie oft genug in unseren auf ,arbeitsgemeinschaft basierten ,schlerbungen der ,volks- und ,fortbildungsschule beobachtet4 ,aber dazu ist ja gerade die ,schule da1 diese ,fhrer zu lehren1 ihre ,fhrerschaft im ,dienste der ,schwachen auszuben4 ,wrde jemand empfehlen1 die ,arbeitsgemeinschaft des ,staates zu zertrmmern1 weil im ,staate die ,menschen sich in ,fhrer und gefhrte ,massen trennen8 ,fr jeden konsequent ,denkenden ist diese ,erscheinung erst recht ein ,grund zur ,einfhrung der ,arbeitsgemeinschaften in die ,schule4 ,natrlich setzt diese ,einfhrung eine tiefe ,einsicht der ,lehrer in die ,wirkungsweise von ,arbeitsverbnden voraus4 ,man darf sie nicht bilden1 ehe nicht die ,schler berhaupt ein gewisses ,minimum von geistiger1 manueller und moralischer ,leistungsfhigkeit auf dem betreffenden ,arbeitsgebiete haben4 ,auch wird man nicht allzu ungleiche ,elemente zunchst in ,arbeitsgemeinschaften verketten und wird den groen ,egoisten1 die es immer und berall gibt1 allezeit ein wachsames ,auge zuwenden4 ,ab und zu wird man die ,fhrer aller ,gruppen1 soweit es sich um ,arbeitsgemeinschaften im ,unterrichtsbetrieb handelt1 herausnehmen und zu einer eigenen ,arbeitsgruppe vereinigen1 damit sie nicht bestndig im ,bewutsein berragender ,kraft leben4 ,vor allem aber mssen die ,lehrer der ,schule selbst vom ,geiste der opferwilligen ,arbeitsgemeinschaft1 die sie untereinander und mit ihren ,schlern bilden1 tief durchdrungen sein4 ,gerade die letzte ,forderung wird der generellen ,durchfhrung des ,problems durch alle ,schulen ,deutschlands die grte ,schwierigkeit bereiten4 ,denn wieviel ,idealismus unter den ,lehrern auch herrscht1 der ,idealismus der freiwilligen ,opferwilligkeit auch auerhalb der durch ,dienstvertrag geregelten ,arbeitszeit ist wie bei allen anderen ,stnden auch bei den ,lehrern nur in einem nicht allzu groen ,prozentsatz vorhanden4 ,wo ,handwerkergeist die ,lehrer einer ,schule beherrscht1 werden die ,schler schwer zu ,arbeitsgemeinschaften auerhalb des ,unterrichtsbetriebes sich vereinigen1 und wo sie es tun1 wird diesen ,arbeitsgemeinschaften nur allzu leicht die versittlichende ,kraft fehlen4 ,umgekehrt3 ,wo die ,schlermassen einer ,schule vom rechten ,geiste der ,arbeitsgemeinschaft erfat sind1 da stellt dieser ,geist selbst das glnzendste ,zeugnis fr den inneren ,wert der ,lehrerschaft dieser ,schule aus4 ,die ,quellen der moralischen ,opferwilligkeit versiegen nur zu leicht1 wo sie nicht bestndig vom ,beispiel einer selbstlosen ,umgebung in den ,zglingen genhrt werden4 ,mit der ,durchfhrung des ,prinzips der ,arbeitsgemeinschaft ist aber nicht blo eine der wirksamsten ,krfte der ,versittlichung der ,berufserziehung unserer ,schler gegeben1 sondern es werden auch eine ganze ,reihe von wertvollen ,eigenschaften entwickelt1 die sonst kaum im regulren ,schulbetrieb ,nahrung fnden4 ,durch die mannigfachen ,berhrungen1 in welche die ,arbeitsgemeinschaft die ,schler immer und immer wieder bringt1 entwickelt sich vor allem eine ,eigenschaft1 auf die ich im zweiten ,teile meiner ,untersuchung zu sprechen kommen werde1 die ,feinfhligkeit1 die an sich noch keine moralische1 wohl aber eine fr die ,charakterentwicklung hchst wertvolle ,eigenschaft ist4 ,weiterhin findet dadurch vor allem eine moralische ,eigenschaft gerade in den ,tchtigsten unserer ,schler eine ,frderung1 wie sie bisher die ffentliche ,schule berhaupt nicht bieten konnte3 ich meine die ,entwicklung des ,bewutseins der ,verantwortlichkeit4 ,nicht nur die ,fhrer der ,arbeitsgruppen1 sondern auch jedes einzelne ,mitglied einer ,arbeitsgruppe wird sich tagtglich bewut1 wie seine ,leistungen sowohl fr ihn von ,bedeutung sind als auch fr die ,qualitt der ,leistung der ganzen ,gruppe4 ,unsere heutigen ,schulen sind kaum imstande1 den ,begriff der ,verantwortlichkeit im ,schler zu erwecken1 geschweige da sie imstande wren1 in ihm das brennende ,verantwortlichkeitsgefhl zu erzeugen4 ,wenn nicht die ,arbeitsgemeinschaft des ,hauses hier den ,lwenanteil auf sich nimmt1 verschwindet diese ,grundeigenschaft des brauchbaren ,staatsbrgers mehr und mehr4 ,freilich ist zur vollen ,auswertung der erziehlichen ,kraft der ,arbeitsgemeinschaft auch noch eine eingehende ,seelenpflege1 eine planvolle ,klrung des sittlichen ,urteils ntig1 wie ,w4 ,f4 ,foerster in seiner ,schrift ,staatsbrgerliche ,erziehung 7,b4 ,g4 ,teubner1 ,leipzig #aiaj7 mir gegenber hervorheben zu mssen glaubt4 ,gewi1 die bloe bung im ,zusammenarbeiten ist noch kein ,schutz gerade gegen die kommenden ,versuchungen des korporativen ,egoismus1 der fr den ,staat mindestens so gefhrlich ist wie der persnliche ,egoismus4 ,aber an dieser mndlichen ,seelenpflege hat es bisher wenigstens an den besten unserer ,schulen nicht gefehlt1 wenn auch durchaus anzuerkennen ist1 da die ausgezeichneten ,anweisungen1 die ,foerster vor allem in seiner ,jugendlehre 7,berlin1 ,reimer7 gibt1 die ,einsicht in die ,notwendigkeit solcher ,lehre erst recht in den ,vordergrund des ,interesses gerckt hat4 ,woran es dagegen durchaus fehlt in unseren ,schulen1 das ist die praktische ,seelenpflege1 ohne welche alle ,klrung des sittlichen ,urteils hchstens da wertvoll wirkt1 wo das ,gemeinschaftsleben der ,familien seine ,schuldigkeit tut4 ,darum ist heute nichts notwendiger fr unsere ,schulen als ,einrichtungen zu treffen1 in denen diese praktische ,seelenpflege von selbst ihr fruchtbares ,arbeitsfeld findet4 ,eine ,schule nun1 die nicht imstande ist1 den sittlichen ,geist der ,hingabe an andere durch das ,mittel der ,arbeitsgemeinschaft und des sich auf ihren sittlichen ,gewohnheiten aufbauenden ,gesinnungsunterrichts zu bilden1 ist noch viel weniger geeignet1 die dritte und letzte ,aufgabe in ,angriff zu nehmen1 die wir aus dem ,zweck der ffentlichen ,schule abgeleitet haben3 ihre ,schler anzuleiten1 an der ,versittlichung des groen ,gemeinwesens1 in dem sie leben und ihre berufliche ,ttigkeit ausben1 mitzuarbeiten4 ,fr diesen hchsten ,akt der staatsbrgerlichen ,erziehung der ,jugend1 welcher die ,grundaufgabe aller ffentlichen ,erziehung sein mu1 ist eben die frhzeitige ,gewhnung1 im ,dienste einer ,idee zu arbeiten1 das weitaus ,wichtigste4 ,die ,volksschule allerdings kann wenig mehr tun1 als diese ,gewhnung durch das ,mittel der ,arbeitsgemeinschaft anzubahnen4 ,die jugendliche ,unreife und nicht zum geringen ,teile auch die mangelnde geistige ,begabung ihrer ,schler lassen die ,bestrebungen1 die darauf ausgehen1 im ,geschichts- oder ethischen oder sonstigen ,unterricht die ,schler ber die ,aufgaben des ,staates und vor allem ber die sittlichen ,aufgaben wirksam zu belehren1 als im groen und ganzen zwecklos erscheinen4 ,die ,ttigkeit1 welche hier ,frankreich entfaltet in seiner instruction civique an den ,volksschulen1 hat mich angesichts der dort bestehenden politischen ,verhltnisse nicht eines besseren belehrt4 ,was aber die ,volksschule mit gutem ,erfolg durchfhren knnte1 das ist3 die ,schler an der ,versittlichung ihres eigenen kleinen ,gemeinwesens der ,klasse oder der ganzen ,schule1 ihrer eigenen kleinen schulischen ,lebensgemeinschaft durch ,zweckverbnde1 die dazu aus den ,schlern organisiert sind1 praktisch arbeiten zu lassen4 ,sie knnte dies nicht blo1 sie tut es bereits tatschlich1 allerdings nicht in ,deutschland1 wohl aber in ,tausenden von ,volksschulen der ,vereinigten ,staaten in ,nordamerika4 ,der ,schulstaat ist jenseits des ,ozeans lngst kein theoretisches ,problem mehr4 ,selbst in der ,riesenstadt ,neuyork fand ich in der #aaj4 ,volksschule an der ,kreuzung der ,cannon- und ,broome-,street ein glnzendes ,beispiel4 ,eine ,klasse dieser ,schule hatte sich vor etwa zwlf ,jahren eine ,verfassung gegeben und in einer ,charter niedergelegt4 ,in der ,urkunde1 welche die ,verfassung festlegt1 sind den ,brgern auch eine ,reihe von ,schlerpflichten vorgeschrieben1 z4 ,b4 hflich und gtig zu sein gegen alle1 alles zu vermeiden1 was gegen die ,gesetze des ,staates oder der ,stadt ist oder was das ,recht und das ,glck anderer verletzt1 jeder allgemeinen ,versammlung der ,schler anzuwohnen1 zur ,aufrechterhaltung der ,gesetze beizutragen1 andern ein gutes ,beispiel zu geben1 alles zu tun1 was die ,wohlfahrt der ,schule frdern kann usw4 ,zur ,aufrechterhaltung der ,gesetze sind zwei eigene ,gerichtshfe gebildet1 einer von den ,knaben1 einer von den ,mdchen4 ,der ,erfolg war nach den ,mitteilungen der ,leiterin so gut1 da der ,staat sich allmhlich ausdehnte und heute alle hheren ,klassen umfat4 ,die ,nachbarschaft der ,schule ist eine der dichtbevlkertsten der ,welt4 ,alle ,nationalitten scharen sich in riesigen ,logierhusern um die ,schule3 ,russen1 ,italiener1 ,deutsche1 ,iren1 sterreicher1 ,ungarn1 ,rumnen1 ,griechen4 ,das ,notwendigste war hier1 den ,kindern dieser einander gnzlich fremden ,rassen ein selbstloses ,interesse aneinander zu lehren1 von innen heraus ,autoritt zu entwickeln1 statt ihnen ,autoritt aufzudrcken1 und den ,kindern zu zeigen1 da ,ordnung besser ist als ,anarchie4 ,jeder ,brger wurde ,lehrer eines neuzugewanderten fremden ,kindes4 ,so wuchs der ,schulstaat auf einer gesunden ,basis4 ,die kleinen ,brger sind gtig gegen die kleinen ,verbrecher1 nur verzichten sie mit ihnen zu spielen4 ,der einzige ,weg1 auf welchem solch eine ,selbstregierung hoffen kann1 erfolgreich zu sein1 meinte ,mi ,simson1 die ,leiterin der #aaj4 ,schule1 ist1 da die ,lehrer sich nicht dareinmengen4 ,sie mssen1 uerlich wenigstens1 diese ,regierung ignorieren4 ,ich selbst1 sagte sie1 habe niemals den ,kindern einen ,rat gegeben1 ausgenommen zu der ,zeit1 da die ,kinder ihre ,verfassung 7,charter7 vorbereiteten4 ,und von dieser ,zeit an leben sie genau nach dieser ,verfassung1 und die ganze ,selbstregierung hat die ,schule1 die einst vor zehn ,jahren als die schlechteste der ,stadt galt1 zu einer der besten umgewandelt4 7,vgl4 auch meine fnf ,aufstze ber das ,schulwesen der ,vereinigten ,staaten1 ,sddeutsche ,monatshefte1 ,jahrgang #aiab47 ,die ,fortbildungsschulen dagegen1 namentlich jene1 deren beruflicher ,unterricht ohnehin schon ein geistig gewecktes ,schlermaterial verlangt1 sind bereits zum mindesten in den zwei letzten ,jahresklassen imstande1 auch die ,aufgaben der ,staatsgemeinschaft dem ,verstndnis der ,schler nher zu bringen4 ,nicht zum wenigsten aus diesem ,grunde ist die obligatorische1 auf staatsbrgerliche ,erziehung gerichtete ,fortbildungsschule mit einer qualitativ und quantitativ ausreichenden ,unterrichtszeit die wichtigste ,forderung fr den ,ausbau der ,organisation der ,volksschule in ,deutschland4 ,wie dieser ,ausbau vollzogen werden mu1 damit er auch unserer dritten ,aufgabe gerecht wird1 darber habe ich mich zu verschiedenen ,zeiten und in verschiedenen ,reden und ,schriften eingehend geuert4 7,vgl4 ,grundfragen der ,schulorganisation1 #d4 ,auflage #aibj2 ,begriff der staatsbrgerlichen ,erziehung1 #d4 ,auflage #aiai1 ,verlag ,b4 ,g4 ,teubner1 ,leipzig4 -- ,ebenso ,staatsbrgerliche ,erziehung der deutschen ,jugend1 #f4 ,auflage #aiag1 ,verlag ,carl ,villaret1 ,erfurt47 ,bei weitem die aussichtsreichsten ,mglichkeiten zur ,durchfhrung der dritten ,aufgabe bieten die hheren ,schulen4 ,hier sind die praktischen ,manahmen1 welche die einzelnen ,schler in den ,dienst verschiedener ,zweckverbnde ihrer ,mitschler stellen1 sehr viel leichter durchfhrbar als an den ,volks- und ,fortbildungsschulen4 ,an den ,volksschulen bildet bisweilen die geringe krperliche1 geistige und sittliche ,reife namentlich in den groen ,stdten ein schwer zu nehmendes ,hindernis fr die ,gestaltung von freiwilligen ,arbeitsgemeinschaften im ,dienste der ,schulaufgabe4 ,die ,schler der hheren ,klassen unserer ,volksschulen sind eben durchschnittlich ein bis zwei ,jahre jnger als die hheren ,klassen der ,volksschulen der ,vereinigten ,staaten4 ,zum mindesten machen solche ,arbeitsgemeinschaften sehr sorgfltige berlegungen und ,vorsichtsmaregeln ntig und setzen in hherem ,mae ein im verborgenen mitarbeitendes ,lehrpersonal voraus4 ,an den deutschen ,fortbildungsschulen liegt die ,hauptschwierigkeit darin1 da die ,schule selbst mit ihrer relativ geringen ,unterrichtszeit die ,schler zu wenig in gegenseitige ,berhrung bringt und so gewhnlich nicht imstande ist1 jenes ,gemeinsamkeitsgefhl zu erzeugen1 aus dem gewissermaen spontan die ,neigung zu freiwilligen ,arbeitsverbnden erwacht4 ,alle diese ,hindernisse kennt die hhere ,schule nicht4 ,dazu kommt1 da namentlich in den oberen ,klassen die ,lektre der deutschen und fremden ,klassiker sowohl als auch der intensive ,geschichtsunterricht auf die ,kulturprobleme der menschlichen ,gesellschaft und auf die ,aufgaben des ,staates fhrt1 und da damit eine wissenschaftliche1 d4 h4 eine objektive ,belehrung ber die ,aufgaben des ,staates und ber die ,pflichten der ,staatsbrger von selbst nahegerckt wird4 -- ,da die hheren ,schulen in ,deutschland im scharfen ,gegensatz zu den ,schulen anderer germanischer ,staaten bis jetzt diese dritte ,aufgabe nicht oder nur ganz ungengend in ,angriff genommen haben1 liegt nicht zum wenigsten daran1 da unsere hheren ,schulen von anderen ,gesichtspunkten aus ihre ,aufgaben auffaten als von den hier entwickelten4 ,sie betrachten sich nicht als ,werkzeuge der ethischen ,staatsentwicklung1 sondern als ,werkzeuge der ,gelehrtenbildung in der durchaus falschen ,voraussetzung1 da der tchtige ,gelehrte von selbst ein brauchbarer ,staatsbrger werde4 ,die ,auffassung wird dadurch genhrt1 da es tatschlich zu allen ,zeiten groe ,gelehrte gegeben hat1 die auch groe ,staatsbrger waren4 ,solche ,erscheinungen aber zu verallgemeinern1 daran sollte uns wenigstens der gegenwrtige ,zustand in unserem durchschnittlichen ,gelehrten- und ,beamtentum hindern4 ,wir ,deutschen leiden noch immer sehr an unserer ,vergangenheit1 aus der unsere ,gelehrtenschulen mit ihren ,zwecken und ,zielen herausgewachsen sind4 ,unsere angelschsischen ,vettern haben diese ,art der ,vergangenheit abgeschttelt4 ,ich habe vor sechs ,jahren durch einen englischen ,freund von den ,schlern der ,oberklassen einer vornehmen englischen ,gelehrtenschule in einer unvorbereiteten ,klausurarbeit die ,frage bearbeiten lassen3 ,welches ist der ,zweck unserer ,schule1 und wie erreicht sie ihn8 ,die einstimmige ,antwort war3 ,ihr ,zweck ist der zuknftige ,staatsbrger4 ,die ,durchfhrung des ,themas1 welche die grte ,mannigfaltigkeit der ,auffassung aufwies1 zeigte deutlich1 da diese ,schler auch ber die ,pflichten und notwendigen ,eigenschaften des ,staatsbrgers vllig im klaren waren4 7,vgl43 ,begriff der staatsbrgerlichen ,erziehung1 #c4 ,aufl41 ,b4 ,g4 ,teubner1 ,leipzig47 ,welches deutsche ,gymnasium htte mir die gleichen einstimmigen ,antworten gegeben8 ,,iv4 ,,die ,,methoden ,,der ,,arbeitsschule ,die ,darstellung der ,lsung der drei ,aufgaben1 die sich aus dem obersten ,zweck der ,volksschule naturgem ergeben1 haben uns zum ,grundri einer inneren ,organisation der ,volksschule gefhrt1 die ich vor neun ,jahren in meiner ,rede in der ,peterskirche zu ,zrich mit dem ,worte ,arbeitsschule bezeichnet habe4 ,wie alt auch das ,wort ,arbeitsschule sein mag1 so darf ich doch wohl behaupten1 da der auf diese ,weise bestimmte ,inhalt des ,wortes sich nicht mit einem der frheren ,inhalte deckt4 ,mit den vorausgegangenen ,errterungen ist nun aber der ,begriffsinhalt des ,wortes noch nicht erschpft4 ,jene drei ,aufgaben und die aus ihnen entspringende ,organisation geben die ethische ,richtung der ,charakterbildung an1 welche die ,erziehung durch unsere ,volksschule einschlagen soll4 ,damit haben wir eine erste ,reihe von ,merkmalen des ,begriffs ,arbeitsschule gewonnen4 ,die zweite ,reihe von ,merkmalen ergibt sich aus dem ,wesen der ,charakterbildung selbst4 ,indem wir aber dem ,wesen der ,charakterbildung nachgehen1 stehen wir vor dem ,grundproblem der ,erziehung4 ,es handelt sich dabei nicht darum1 welche ,ziele wir mit dieser pdagogischen ,arbeit anstreben1 sondern an welche psychischen ,krfte des ,zglings wir uns zu wenden haben und wie wir sie behandeln mssen4 ,welche dieser ,krfte sind unvernderlich1 welche vernderlich und demnach der ,beeinflussung durch ,erziehung zugnglich8 ,wie mu diese ,beeinflussung vor sich gehen1 da die persnliche ,charakteranlage des einzelnen sich sittlich entwickle1 ohne wertvolle ,eigenschaften dieses ,charakters zu unterdrcken1 zu vernachlssigen oder verkmmern zu lassen8 ,ich habe in meiner ,untersuchung ber den ,charakterbegriff 7vgl4 ,charakterbegriff und ,charaktererziehung1 #b4 ,aufl4 #aiac1 ,b4 ,g4 ,teubner1 ,leipzig7 diese ,krfte zu ermitteln gesucht4 ,es sind vier ,krfte1 deren ,vorhandensein die ,mglichkeit1 einen wertvollen ,charakter erziehen zu knnen1 in ,aussicht stellt3 ,willensstrke1 ,urteilsklarheit1 ,feinfhligkeit1 ,aufwhlbarkeit4 ,die ,krfte sind natrlich -- wie alle ,seelenkrfte -- nicht vllig voneinander unabhngig4 ,insbesondere beeinflut die letzte dieser vier ,eigenschaften1 die in der ,hauptsache eine unvernderliche ,anlage zu sein scheint1 die drei brigen in hohem ,grade4 ,denn von der ,tiefe und ,dauer der ,gemtsbewegungen1 die mit einem ,grundsatz unseres ,handelns1 einer ,maxime unseres ,gewissens1 einer ,idee unserer ,welt- oder ,lebensanschauung verknpft sind1 hngt zu einem erheblichen ,teile die ,beharrlichkeit unserer ,willensentschlsse und die ,kraft ihrer ,umsetzung in ,handlungen ab4 ,natrlich ist es nicht so1 als ob die vier ,eigenschaften nun auch tatschlich die ,entwicklung eines ,charakters gewhrleisten4 ,sie sind notwendige1 aber nicht hinreichende ,bedingungen1 die zum ,teil schon in der ,charakteranlage gegeben sein mssen4 ,hinzutreten mu immer eine erworbene ,eigenschaft1 die einheitliche ,organisation der ,grundstze1 ,maximen1 ,ideen in unserer ,seele unter eine oberste ,idee1 die unserer ganzen ,seelenstruktur entspricht und deshalb unser ,wesen in seinem ganzen ,umfange und seiner ,tiefe ausfllt4 ,die ,entwicklung der drei ersten ,charaktermerkmale erfordert vor allem ,freiheit der ,bettigung und ,mannigfaltigkeit der ,verhltnisse4 ,damit der ,wille sich entwickelt1 mu er sich bestndig in ,handlungen entladen knnen1 und damit er stark zu werden vermag1 mu er ,freiheit und ,bewegung haben4 ,damit der ,verstand klarer urteilen lerne1 mu er seine ,vorstellungen und ,begriffe so weit als mglich durch ,erfahrung selbst erarbeiten4 ,damit die ,feinfhligkeit an ,umfang zunehme1 mssen ,verstand und ,gemt frhzeitig in einer ,flle von realen ,verhltnissen sich bewegen und so gewhnt werden1 rasch und mannigfaltig zu reagieren4 ,die ,passivitt und ,rezeptivitt der landlufigen ,schulen beeinflut die ,entwicklung dieser drei ,krfte oft nur ungengend1 und nicht selten sucht die ,entwicklung dieser ,krfte dann ,auswege1 die der ,lsung der ,aufgabe1 sie ethisch zu richten1 neue ,schwierigkeiten bereitet4 ,zwar fliet die alte ,pestalozzische ,forderung der ,selbstttigkeit des ,kindes noch immer wie ,honig von den ,lippen der ,pdagogen4 ,aber diese ,selbstttigkeit ist1 wo sie der ,wort- und ,buchbetrieb der herkmmlichen ,schule nicht berhaupt zum bloen ,schein herabdrckt1 im wesentlichen fast durch die ganze ,schule hindurch fr alle drei ,grundkrfte des ,charakters an fest vorgeschriebene ,geleise gebannt4 ,es ist leider mehr die ,selbstttigkeit einer ,maschine als die der produktiven ,arbeit4 ,der geringe ,einflu eines solchen ,schulbetriebes auf die ,charakterbildung konnte nicht verborgen bleiben4 ,die zunehmende ,individualisierung des kulturellen1 politischen und sozialen ,lebens in ,verbindung mit dem immer strker fhlbar werdenden ,mangel an uneigenntzigen1 klaren1 selbstndigen ,menschen1 die unzulnglichen ,lsungen der dem ,volke bertragenen ffentlichen ,aufgaben lieen uns erkennen1 da der modernen deutschen ,bildung1 wie ,lichtwarck am ersten ,kunsterziehungstage mit vollem ,rechte bemerkte1 die gestaltende ,kraft fehlt4 ,wir lernen immer mehr die ,bedeutung der durch nichts zu ersetzenden1 von groen ,maximen gerichteten eigenen praktischen ,initiative einsehen1 die nirgends sich entwickeln kann1 wo die ,erziehung dem ,zgling in allem1 was er tut1 streng vorgeschriebene ,bahnen weist4 ,immer lauter werden die ,stimmen1 die nach dem ,einzug von frei gewhlter oder doch frei sich auswirkender ,bettigung in die ,mauern der ,schulen rufen4 ,in seinem trefflichen ,aufsatz ber freiere ,gestaltung des ,unterrichts auf der ,oberstufe des ,gymnasiums in den ,blttern fr das ,gymnasial-,schulwesen #aiab1 ,heft #b1 fordert ,professor ,dr4 ,paul ,joachimsen systematischen ,ausbau des ,wahlunterrichts in den drei oberen ,klassen des ,gymnasiums4 7,vergleiche auch ,kap4 ,,vi47 ,das ,wort von der ,pdagogik der ,tat wurde zunchst geprgt4 ,bald aber hatte es dem neuen ,schlagwort ,platz zu machen1 dem ,schlagwort vom ,arbeitsunterricht als ,prinzip1 worunter man die ,verbindung von einer ,flle manueller ,ttigkeiten mit allen herkmmlichen ,unterrichtsgegenstnden verstand4 ,schon diese grobe ,veruerlichung des ,begriffes ,arbeitsunterricht als eines ,unterrichts in rein manueller ,beschftigung zeigte1 wie wenig das ,wesen des ,begriffes der ,arbeitsschule erfat worden war4 ,indem nun aber eine groe ,anzahl von ,schulmnnern berdies den manuellen ,arbeitsunterricht als ,fach vollends ablehnte1 beraubte sie auch ihren ,arbeitsunterricht als ,prinzip ein fr allemal des besten ,einflusses auf ,charakterbildung4 ,jedoch in drei heiligen ,konzilien #aheg1 #ahhb und #aijj hatte die deutsche ,lehrerschaft das anathema sit dem fachlichen ,arbeitsunterricht in jeder ,form gesprochen4 ,und andernteils hatte die ,bewegung fr den ,handfertigkeitsunterricht das ,augenmerk einer groen ,zahl von ,lehrern nahezu ausschlielich auf die manuelle ,arbeit gelenkt4 ,da ist es nur zu begreiflich1 da die neue ,bewegung nicht sofort in die rechten ,bahnen kam4 ,man war berhaupt nicht von der ,erwgung ausgegangen1 die das wahre ,wesen des ,arbeitsunterrichts htte erfassen lassen4 ,kindergartenbeschftigung1 ,handfertigkeitsbewegungen1 die alten ,forderungen von ,selbstttigkeit usw4 fhrten von vornherein zu einer ,veruerlichung des ,arbeitsunterrichts als ,prinzip4 ,weil ,arbeiten gewhnlich eine manuelle ,ttigkeit ist1 so glaubte man das ,problem der ,arbeitsschule damit gelst zu haben1 da man mit jedem herkmmlichen ,unterrichtsgebiet der ,schule irgendwelche manuelle ,ttigkeit verband4 ,selbst dem ,geschichtsunterricht der oberen ,klassen der ,volksschule glaubte man durch ,modellierbgen von ,ritterburgen1 ,laubsgearbeiten nach ,bauformen alter ,stile1 ,planzeichnen von ,schlachtfeldern usw4 den ,charakter von ,arbeitsunterricht gegeben zu haben4 ,das ,illustrieren von epischen ,gedichten und biblischen ,erzhlungen mute zur ,verherrlichung des neuen ,prinzips herhalten4 ,aber so wenig man sich den ,begriff des kategorischen ,imperativs erarbeitet1 wenn man einen ,holzschnitt von ,kant nachzeichnet1 ebensowenig treffen die erwhnten manuellen ,arbeiten den ,geist des ,arbeitsprinzips4 ,manuelle ,arbeit ist im ,dienste eines ,unterrichtszweiges nur da bildend1 wo ,begriffe und ,erkenntnisse aus ,tatsachen der tglichen ,erfahrung herauswachsen und das ,vorstellungsmaterial aus sinnlicher ,beobachtung gewonnen werden mu4 ,alle im ,laufe der ,zeiten entwickelten geistigen ,arbeitsgebiete haben ihre eigenen spezifischen ,arbeitsweisen4 ,das ,arbeitsprinzip ist nur dann gewahrt1 wenn die ,arbeit beim ,eindringen in die ,vorstellungskreise und in die ,denkungsweise dieses ,gebietes den ,arbeitsmethoden angepat ist1 die sich innerhalb jener ,geistesgebiete mit psychologischer ,notwendigkeit entwickelt haben4 ,wer durch zeitgenssische ,schilderungen und anderes ,quellenmaterial oder auch nur aus der ,lektre von historischen ,schriften der ,gegenwart historische ,kenntnisse selbstndig erarbeiten lt1 wer durch den ,schlern berlassene dramatische ,gestaltung von ,dichtungen in gebundener und ungebundener ,form diese ,schler den ,inhalt tiefer erleben und erfassen lt1 wer in ,arbeitsgemeinschaften ,gelegenheiten schafft zur ,entwicklung der ,feinfhligkeit im geselligen ,verkehr der ,schler1 wer die ,schler anleitet1 selbst durch eigene ,versuche in den ,kern der physikalischen1 chemischen1 biologischen ,gesetze einzudringen1 sie alle gestalten den ,unterrichtsbetrieb nach dem ,prinzip der produktiven ,arbeit4 ,das ,wesen der ,arbeitsschule und des in ihr lebendig werdenden ,arbeitsprinzips ist eben ein vllig anderes1 als es sich selbst in den ,kpfen derjenigen ,arbeitsschulapostel und ,werkunterrichtsprediger spiegelt1 die auf ,kongressen das neue ,evangelium ausbreiten wollen4 ,der #ba4 ,kongre des ,deutschen ,vereins fr ,knabenhandarbeit und ,werkunterricht in ,charlottenburg #aiab war mir wieder ein wenig erfreulicher ,beleg hierfr4 ,ich will daher versuchen1 dieses ,wesen der ,arbeitsschule in aller ,krze klarzulegen4 ,eine eingehende ,untersuchung der hier aufgestellten ,begriffe findet man in meiner ,abhandlung3 ,das ,grundaxiom des ,bildungsverfahrens und seine ,folgerungen fr die ,schulorganisation 7,verlag ,deutsche ,union1 ,berlin #aiag74 ,die ,bildung des ,kindes geht immer in der ,weise vor sich1 da es in der ,umgebung1 in der es aufwchst1 die ,kulturgter ergreift und erlebt1 welche die ,gemeinschaft1 der das ,kind angehrt1 als solche ,kulturgter wertet1 also die ,sprache1 die ,sitten und ,gebruche1 die ,verfassungen und ,rechtssysteme1 die ,religion1 die ,begriffe und ,gesetze der ,wissenschaften1 die ,wissenschaften selbst1 die ,kunstgter1 die technischen ,gter4 ,nicht alle sprechen das ,kind1 den ,knaben1 den ,jngling in gleicher ,weise an2 fr ,tausende und aber ,tausende hat es in seinem eigenen ,wesen keinen ,schlssel1 sie sich zugnglich zu machen1 sie zu assimilieren1 sie zu erarbeiten4 ,gewisse ,begriffe1 ,maximen1 ,glaubensstze1 ,naturgesetze1 ,kunstformen1 ,sittlichkeitsvorstellungen1 ,sachkonstruktionen1 ,arbeitsverfahren usw4 dem ,gedchtnis einzuverleiben1 das gibt keine ,bildung2 auf das ,erarbeiten kommt es an4 ,denn nur durch das ,erarbeiten bilden sich die ,seelenfunktionen in ihrer ,totalitt1 werden leistungsfhiger1 krftiger1 zielstrebiger4 ,nur im ,erarbeiten entwickeln sich geistige und sittliche ,gewohnheiten1 die wir am gebildeten ,menschen so hoch schtzen4 ,aber was heit nun ein ,kulturgut erarbeiten8 ,was ist psychologisch damit gemeint8 ,um diese ,frage zu beantworten1 mssen wir berlegen1 wie ,kulturgter entstehen1 nicht im einzelnen1 das wrde zu einer ,philosophie der ,kulturgter fhren1 sondern ganz allgemein4 ,jedes neue ,gut1 das ,menschen der ,menschheit schenken1 trgt das ,geprge des ,geistes1 dem es entsprungen4 ,das mag der ,geist eines einzelnen oder der ,geist ganzer ,vlker und ganzer ,generationen sein4 ,das mag ein individuelles oder ein allgemeines ,geprge oder eine ,mischung aus beidem sein4 ,am deutlichsten sehen wir das bei den einzelnen ,kunstgtern1 die ja berhaupt zu allen ,zeiten die individuellsten ,gter waren und sein werden4 ,denn jedes echte ,kunstwerk ist der unverflschte ,ausdruck einer ,individualitt1 und zwar so sehr1 da man eine neu ausgegrabene1 wertvolle ,statue1 ein neu entdecktes1 wertvolles ,drama1 ein nicht gezeichnetes1 wertvolles ,streichquartett sofort und eindeutig auf ihren ,autor hin bezeichnen kann4 ,es trgt neben gewissen objektiven1 dem allgemeinen objektiven ,geist der ,zeit entstammenden ,zgen vor allem auch die subjektive ,struktur des ,geistes1 aus dem es geboren wurde4 ,ganz das gleiche gilt fr alle ,kulturgter ohne ,ausnahme4 ,die deutsche ,sprache trgt ebenso die ,struktur des deutschen ,geistes wie die deutsche ,philosophie im ganzen1 wie in ihren einzelnen1 geschlossenen ,systemen4 ,selbst ,maschinen und ,werkzeuge tragen ihr individuelles ,geprge1 wie ,sitten1 ,gebruche1 ,religionsformen4 ,die verschiedenen ,wissenschaften tragen die ,struktur ganz bestimmter ,denkweisen1 und diese ,struktur ist eine andere beim ,naturwissenschaftler1 eine andere beim reinen ,mathematiker1 eine vllig andere beim ,historiker 7vgl4 vor allem ,w4 ,diltheys ,akademieabhandlung von #aiaj3 ,der ,aufbau der geschichtlichen ,welt in den ,geisteswissenschaften71 wie bereinstimmend auch sonst die formal logischen ,prozesse in allen drei ,wissenschaftsgebieten sich verhalten4 ,die ,tausende von ,gerten1 die uns tglich umgeben und die wir tglich gebrauchen1 tragen in ihrer ,konstruktion wie in ihrer sthetischen ,erscheinung eine volkstmliche ,struktur1 in der die ,arbeit1 die geistige wie die manuelle1 ungezhlter ,generationen aufgespeichert ist4 ,jetzt knnen wir die ,frage beantworten1 was heit ein ,kulturgut erarbeiten3 ,wenn jedes ,kulturgut eine geistige ,struktur hat1 so hat nur derjenige einen ,zugang zu ihm1 der die gleiche oder doch annhernd gleiche geistige ,struktur besitzt2 und nur fr den1 der diesen ,zugang hat1 wird das ,kulturgut zum ,bildungsgut werden4 ,die geistige ,struktur des ,historikers ist eine andere als die des ,physikers1 und diese wieder eine andere als die des ,philologen oder reinen ,mathematikers4 ,ich kann auf die grundlegenden ,verschiedenheiten hier nicht eingehen4 ,noch ungleich verschiedener sind die geistigen ,strukturen der ,knstler1 der ,religionsstifter1 der ,techniker4 ,keiner von ihnen besitzt1 sofern wir es mit reinen einseitigen ,ausprgungen dieser ,individualitten zu tun haben1 den ,schlssel zu den ,kulturgtern des andern4 ,sobald aber meine geistige ,struktur der geistigen ,struktur des ,kulturgutes angepat ist1 werde ich von ihm ganz von selbst ergriffen1 und nun fragt sich1 ob ich auch geistig oder seelisch stark genug bin1 es zu assimilieren4 ,ich kann es nur assimilieren1 indem ich durch ununterbrochene ,ttigkeit1 die aus der ,totalitt meiner ,individualitt wchst1 mich in das ,wesen des ,kulturgutes zu versetzen suche1 d4 h4 eben es erarbeite4 ,jetzt entfaltet das ,kulturgut seinen ,bildungswert1 und zwar mit zwingender ,notwendigkeit4 ,es ist ja selbst dem analogen geistigen ,proze entsprungen und speichert gleichsam die ,bildungsenergie dieses geistigen ,prozesses potentiell in sich auf1 bis der adquate ,geist kommt und in der ,erarbeitung1 ,assimilierung des ,kulturgutes die potentielle ,energie wieder in die kinetische ,energie seiner ,persnlichkeit verwandelt4 ,diese potentielle1 in der ,struktur der ,kulturgter aufgespeicherte geistige ,energie nenne ich den immanenten ,bildungswert der ,kulturgter4 ,die ,arbeitsschule aber ist diejenige ,schule1 die durch ihre ,methoden und durch die ,art ihres ganzen ,betriebes die immanenten ,bildungswerte ihrer ,bildungsgter auslst4 ,es hat also mit dem ,geiste der ,arbeitsschule nicht das geringste zu tun1 wenn man im ,geschichtsunterricht den ,gang von ,schlachten oder die ,formen bekannter ,baustile zeichnet und modelliert1 wenn man im ,sprachunterricht ,gedichte und biblische ,erzhlungen illustriert1 wenn man manuelle ,techniken1 wie ,schreiben oder ,zeichnen1 durch andere ,techniken1 wie ,erbsenlegen1 ,stbchenzusammensetzungen1 ,tonformen vorbereitet1 und es ist schon gar nichts1 rein gar nichts fr die ,arbeitsschule gesagt1 wenn man die geistreiche ,unterscheidung von ,werkstttenunterricht und ,werkunterricht macht1 und nur den ,arbeitsunterricht in der ,form des ,werkunterrichts gelten lt4 ,der ,werkstttenunterricht kann den vollendeten ,geist der eben definierten ,arbeitsschule widerspiegeln1 der ,werkunterricht nicht und umgekehrt4 ,was heute unter den ,titeln ,arbeitsprinzip und ,werkunterricht in den ,volksschulen als ,bildungsgeist umgeht1 mag als ,veranschaulichungs- oder ,bettigungsprinzip oder als ,spielprinzip 7denn auch das ist bei kleinen ,schlern durchaus nicht zu verdammen7 in migem ,umfange gebilligt1 ja empfohlen werden1 aber mit dem ,begriffe ,arbeitsschule hat es nichts zu tun4 ,schon ,basedow hat erleben mssen1 da ,buchstabenformen aus ,brotteig weder die ,lese- noch die ,schreibfertigkeit gefrdert haben4 ,druck- und ,schreibschrift haben gewi auch ihre nationale wie persnliche ,struktur4 ,auch in ihnen steckt ein bestimmter objektiver ,geist4 ,aber diesen von seinen ersten ,anfngen an zu erarbeiten1 ist keine ,aufgabe der ,schule4 ,es gibt andere ,methoden1 welche die durch solche ,dinge erstrebte ,arbeitsteilung1 nmlich der ,einfhrung in das ,formsehen und der ,einfhrung in das ,form-,darstellen1 ebenfalls aufgreifen1 aber sich gegen die ,psychologie des ,arbeitsunterrichtes nicht versndigen4 ,wer solche ,methoden kennen lernen will1 dem empfehle ich die ,lektre von ,maria ,montessori3 ,il ,metodo della ,pedagogia ,scientifica1 ,citt di ,castello1 ,lapi #aiaj4 ,bloe manuelle ,bettigung ohne ,rcksicht auf die feinen physischen und psychischen ,zusammenhnge im inneren ,verlauf der ,bettigungsprozesse und ohne ,rcksicht auf die damit verbundene systematische ,willensschulung und ,urteilsklarheit ist1 wie sehr sie den ,stempel uerlicher ,arbeit tragen mag1 kein ,kriterium der ,schule1 die wir ,arbeitsschule nennen wollen4 ,als ,methoden der ,veranschaulichung1 als ,mittel der ,sinnesbildung1 als ,befriedigung des so lebhaften ,ttigkeitstriebes der ,kinder1 als ,belebungsmittel des gesamten ,unterrichts knnen derartige manuelle ,beschftigungen ntzlich1 bisweilen notwendig werden4 ,aber damit ist unserer ,schule kein neues ,bildungselement zugefhrt4 ,es ist hchstens eine alte ,forderung erfllt1 die grob vernachlssigt worden ist4 ,erst wenn manuelle ,ttigkeit zur ,erarbeitung gewisser ,kulturgter als systematisches ,werkzeug der ,willensbildung und ,urteilsschrfung gehandhabt wird1 und selbstverstndlich wenn sie nur dort gehandhabt wird1 wo dies der ,natur der ,sache nach notwendig und der ,natur der ,seele nach mglich erscheint1 erst dann liefert sie ein ,bildungselement1 das unserer ,schule bisher fremd war4 ,das ist aber nur dann der ,fall1 wenn sie auf jeder ,stufe die jeweils vorhandene ,ausdrucksfhigkeit der ganzen ,psyche des ,kindes zur przisen ,wiedergabe dessen veranlat1 was es spontan1 aus eigenartigem ,interesse heraus empfindet1 sieht1 denkt und fhlt1 und wenn sie demgem in ihrer ,anforderung an die ,geschicklichkeit und ,genauigkeit des ,ausdrucks ,schritt fr ,schritt hhere ,anforderungen stellt4 ,ein besonderes ,gebiet der ,arbeitsschule ist nun auch der ,arbeitsunterricht im ,sinne der manuellen ,arbeit4 ,er ist vor allem ein ,unterrichtsfeld der ,volksschule1 weil eben die psychische ,form des praktischen ,verhaltens die ,grundstruktur der kindlichen ,seele ist4 ,nun gibt es ,schulmnner1 welche einen solchen manuellen ,arbeitsunterricht zwar als ,bettigungsprinzip in gewissen anderen ,unterrichtsfchern zulassen1 nicht aber als eigentliches ,unterrichtsfach4 ,aber ,arbeitsunterricht als ,prinzip und ,arbeitsunterricht als ,fach gehren zusammen wie ,griff und ,klinge des ,messers4 berall1 wo die ,frderung des technischen ,ausdrucksvermgens zum ,unterrichtsprinzip erhoben wird1 ist die entsprechende technische ,schulung eine unabweisbare ,notwendigkeit4 ,manuellen ,arbeitsunterricht berhaupt abzulehnen1 ist konsequent1 wenn auch unpsychologisch2 ihn aber als methodisches ,prinzip zuzulassen1 dagegen als ,fach zu verdammen1 das ist gedankenlos4 ,seit ,pestalozzi ist ,pflege des sprachlichen ,ausdrucksvermgens sowohl ,unterrichtsprinzip als ,unterrichtsfach4 ,die ,forderung jede ,stunde eine ,sprachstunde wrde wenig ,zweck haben1 htte die ,schule nicht zugleich besondere ,fachstunden fr die ,schulung des sprachlichen ,ausdruckes4 ,wir fordern nicht blo ,korrektheit der mndlichen und schriftlichen ,ausdrucksweise in allen ,unterrichtsstunden1 wir widmen auerdem einem besonderen fachlichen ,sprachunterricht eine recht betrchtliche ,unterrichtszeit4 ,der von mir vor vielen ,jahren aufgestellte und jetzt allgemein gebilligte ,satz3 kein ,sachunterricht ohne ,zeichnen wrde fr die ,entwicklung der graphischen ,ausdrucksfhigkeit und des sthetischen ,sinnes geradezu verhngnisvoll werden1 htten wir nicht zugleich auch einen rein fachlichen ,zeichenunterricht1 der im ,schler systematisch gewisse technische ,fertigkeiten erzieht1 ohne welche sein ,ausdrucksvermgen hchst stmperhaft bleiben mte4 ,wrden wir ,rechnen blo als ,unterrichtsprinzip anerkennen ohne besondere technische bungen im ,rechnen1 wir wrden bald die ,erfahrung machen1 da der verschwommene ,inhalt der so gewonnenen ,zahlvorstellungen sie mehr und mehr untauglich macht zur ,aufhellung sachlicher ,begriffe4 ,unsere ,mdchenreigen in den ,oberklassen der ,volksschule werden ohne systematische bungen1 welche erst dem ,willen die ,macht geben1 das ,muskelspiel zu beherrschen1 ewig auf dem ,niveau des harmlosen ,kinderspieles bleiben4 ,nun ist aber das rumliche ,ausdrucksvermgen1 wie es in der manuellen ,technik sich uert1 als bloes ,vermgen der ,seele betrachtet1 in nichts1 rein gar nichts von den beiden andern ,vermgen des sprachlichen oder graphischen ,ausdruckes verschieden4 ,wenn einzelne es fr minderwertig halten in ,hinsicht auf den ,zweck der ,erziehung gegenber den beiden andern1 so kann man das zur ,not noch begreifen4 ,wer es aber schtzt und seine ,pflege als ,erziehungsmittel fr notwendig erachtet1 der mu die gleichen ,konsequenzen ziehen1 die er bei der ,pflege der andern ,ausdrucksvermgen fordert4 ,mit diesen ,erwgungen kommen wir auf ein neues ,grundmerkmal der rechten ,arbeitsschule als einer ,schule der ,charakterbildung4 ,v4 ,,der ,,fachliche ,,arbeitsunterricht ,,und ,,der ,,technische ,,lehrer ,was immer die ,schule in ,verfolgung ihrer ,zwecke unternimmt und wie immer die ,schule ihre unterrichtlichen und erziehlichen ,unternehmungen einleitet1 es gehrt zum ,wesen der ,schule1 immer greren ,nachdruck auf die sorgfltige ,ausfhrung aller ,ttigkeit zu legen1 durch welche sie ,wille1 ,verstand und ,feinfhligkeit entwickeln will4 ,die ,erziehung der ,willensstrke verlangt unweigerlich1 da keine ,arbeit des ,kindes ,hand verlt1 die nicht den ,stempel der geistigen oder manuellen ,anstrengung trgt4 ,darin unterscheidet sich wesentlich die manuelle ,bettigung der ,volksschule von der des ,kindergartens1 in dem das reine ,kinderspiel die ,lebensluft des ,erziehungsbetriebes ist4 ,es ist von allerschlimmstem ,einflu auf die ,willenserziehung1 wenn die ,kinder einer ,schule #g bis #h ,jahre hindurch auch nur in einem1 geschweige in mehr oder gar allen ,unterrichtsgebieten sich angewhnen1 eine ,sache so annhernd oder beinahe recht zu machen1 und nichts verleitet mehr dazu -- ohne da dies absolut notwendig wre -- als der sogenannte ,arbeitsunterricht als ,prinzip4 ,denn in neunzig von hundert ,fllen artet er in sogenanntes ,basteln aus und verharrt durch eine ,reihe von ,klassen in sorg- und mhelos spielendem ,dilettantismus4 ,die ganze ,willenserziehung des ,menschen ist eine ,integration von unendlich vielen1 unendlich kleinen1 immer im gleichen ,sinne gerichteten ,anstrengungen der willkrlichen ,aufmerksamkeit4 ,in sittlichen ,kmpfen des spteren reifen ,lebens bleibt der am ehesten ,sieger1 dem es am besten gelingt1 immer wieder seine willkrliche ,aufmerksamkeit auf die sittlichen ,motive zu lenken1 die den ,entschlu zur ,tat auslsen sollen4 ,die ,aufmerksamkeit willkrlich festzuhalten1 fllt1 wie wir alle wissen1 den ,kindern unendlich schwerer als den ,erwachsenen4 ,sie lernen dieses schwierige ,geschft aber nicht1 wenn man ihnen immer wieder gestattet1 ihre manuellen ,arbeiten so beinahe richtig zu machen2 wenn man ihnen alle ,schwierigkeiten und ,kmpfe mit dem ,material und ,werkzeug1 alle physischen ,anstrengungen und alle geistigen berlegungen schenkt4 ,noch mehr6 ,es nisten sich ,gewohnheiten der ,selbstzufriedenheit mit der eigenen mhelosen ,arbeit ein1 trotz aller ,unvollkommenheit1 die ihr anhaftet4 ,wir erziehen ,dilettanten und keine ,arbeiter4 ,dieser ,gefahr nun wird im wesentlichen vorgebeugt1 wenn ein systematischer fachlicher ,arbeitsunterricht1 der das ,kind vom ersten bis achten ,schuljahr begleitet1 durch die ,strenge seiner ,anforderungen an die ,sorgfalt und ,genauigkeit einer der jeweiligen kindlichen ,leistungsfhigkeit angepaten ,arbeit das ,kind in seine milde1 aber doch unnachsichtliche ,zucht nimmt4 ,die geistigen1 sittlichen und manuellen ,gewohnheiten1 die in ihm erworben werden1 bertragen sich unweigerlich auf die manuelle ,bettigung in den brigen ,unterrichtsgebieten und verdrngen dort den schdlichen ,dilettantismus4 ,die so erzogenen ,kinder lehnen es dann berhaupt ab1 ,arbeiten1 die sie nur unvollkommen erledigen knnen1 auszufhren4 ,dagegen suchen sie die gleiche ,sorgfalt des ,ausdruckes1 der ihnen im fachlichen ,arbeitsunterricht zur ,natur geworden ist1 auf die ihnen im brigen ,unterricht gestellten ,aufgaben zu bertragen1 sofern ihre ,reife und ihr ,interesse ihnen entspricht4 ,ein klarer ,beweis hierfr ist die nahezu automatisch sich einstellende ,unlust am ,zeichnen bei den ,kindern im zehnten bis zwlften ,lebensjahre1 sofern bis dahin nicht die graphische ,ausdrucksfhigkeit sorgfltig geschult wurde oder die ,schulung zu keinem befriedigenden ,ergebnis gefhrt hat4 ,in beiden ,fllen hrt um diese ,zeit das von fast allen ,kindern so gerne getriebene ,spiel des ,zeichnens ganz von selbst auf4 ,sprache und ,gebrde1 ,zeichnen und ,modellieren 7,modellieren im allgemeinen ,sinn genommen mit irgendwelchem ,material7 sind ,ausdrucksmittel4 ,sie alle dienen der ,willenszucht und der ,urteilklrung nur dann1 wenn eine systematische ,schulung den ,zgling lehrt1 seine ,ausdrucksfhigkeit zu steigern und ihn gewhnt1 im ,schweie seines ,angesichts fr jeden ,gedanken den allein zutreffenden ,ausdruck mit mglichster ,selbstndigkeit zu finden und jeder gedachten ,form die dem ,materiale zugngliche ,vollendung zu geben4 ,darin allein ist das ,wesen des ,arbeitsunterrichts als ,prinzip zu suchen4 ,die ,richtung1 die unser ,charakter nimmt1 hngt nicht zum geringen ,teile auch davon ab1 wie wir unsere tgliche ,arbeit tun4 ,jede oberflchliche ,arbeit1 die unsere ,hand verlt1 jedes ,ungefhr-,machen1 das wir uns erlauben1 drckt sich in unserer ,willensentwicklung ab4 ,solange das ,kind wirklich spielt und spielen darf1 ist alles ,andeutungsweise-,machen nicht nur erlaubt1 sondern notwendig4 ,denn im reinen ,kinderspiel liefert die manuelle ,ttigkeit nur die ,unterlage fr die frei spielende ,phantasie4 ,die ,arbeitsprodukte haben hier symbolische ,bedeutung4 ,sie sind nicht ,zweck der ,ttigkeit4 ,aber die ,schule mu ja das ,spiel in ,arbeit verwandeln1 und hier haben die ,arbeitsprodukte ,wirklichkeitswert4 ,hier sind sie ausgesprochene ,zwecke der ,ttigkeit1 und da der ,charakter lediglich durch ,handeln sich bildet1 so mu es der ,erzieher grte ,sorge sein1 da alles ,handeln den ,stempel der grndlichen berlegung1 der grten ,sorgfalt und der absoluten ,ehrlichkeit trgt4 ,dabei kommt es gar nicht darauf an1 was wir unsern ,zgling tun lassen1 in welcher ,technik wir seine manuelle ,geschicklichkeit und ,ausdrucksfhigkeit entwickeln4 ,eine oder zwei ,techniken gengen vollkommen4 ,alles1 was wir fordern knnen1 ist nur das eine1 da die gewhlten ,techniken zu immer grerer1 von dem ,zgling selbst durch mechanische ,mittel kontrollierbarer ,genauigkeit sich entwickeln lassen4 ,weil diese ,eigenschaften dem ,modellieren in ,ton1 soweit es vom sechs- bis zwlfjhrigen ,kinde gefordert werden kann1 im allgemeinen nicht anhaften1 darum erachte ich diese ,technik im ,gegensatz zum ,modellieren in ,pappe1 ,holz1 ,metall als ungeeignet fr die ,volksschule4 ,alle ,apostel der ,arbeitsschule mgen sich bewut bleiben1 da es ein ,verbrechen an unserer deutschen ,schule ist1 das ,arbeitsprinzip auf einen anderen ,boden zu stellen als auf den der ,grndlichkeit und ,zuverlssigkeit1 der beiden ,eigenschaften1 denen unser deutsches ,volk seine wesentlichsten ,erfolge verdankt4 ,die in unseren ,versuchsklassen in ,mnchen in dieser ,richtung gemachten ,erfahrungen1 da selbst den sechsjhrigen ,kindern die ,forderung grter ,genauigkeit die ,arbeitsfreude nicht im geringsten zu schdigen vermag1 im ,gegenteil sie von ,monat zu ,monat steigern lt1 geben mir vollkommene ,gewhr dafr1 da vom ,beginn der ,schularbeit an dieser ,weg mit bestem ,erfolge betretbar ist4 ,indem aber unser ,arbeitsprinzip auf diesem ,boden sich verankert1 steht es naturgem der ,forderung entgegen1 die vom ,beginn alles ,unterrichtes an die freie ,bettigung der manuellen und geistigen ,krfte zum ,system erhebt4 ,wer die ,ausdrucksmittel nicht beherrscht1 wird auch die einfachsten ,dinge nicht auszudrcken vermgen4 ,die mechanische bung im systematischen ,gebrauch der ,ausdrucksmittel ist die unerlliche ,voraussetzung fr wertvolle freie ,bettigung1 fr jede produktive ,arbeit4 7,vgl4 meine ,abhandlung ,produktive ,arbeit und ihr ,erziehungswert in ,grundfragen der ,schulorganisation1 ,b4 ,g4 ,teubner1 ,leipzig47 ,die ,einfhrung in den ,gebrauch der ,ausdrucksmittel geschieht auf allen ,gebieten auf dem ,wege der ,nachahmung4 ,selbst jene ,menschen1 welche die allergrte ,tiefe des ,ausdruckes besaen1 unsere hervorragenden ,knstler1 waren zu ,beginn ihres ,schaffens im wesentlichen ,nachahmer 7,drer1 ,raffael74 ,an dem sorgfltigen1 unermdlichen ,studium der ,ausdrucksmittel und ,ausdrucksmethoden anderer hat sich ihre ,kraft entfaltet und schlielich jene ,freiheit und ,gewalt gewonnen1 die uns vllig neue ,kunstwerte schenkte4 ,erst wenn der ,zgling eine gengende ,sicherheit im ,gebrauch der ,ausdrucksmittel erworben hat1 soll der ,erzieher der eigenen ,initiative des ,zglings immer freieren ,spielraum gewhren4 ,das ist der zweite ,fundamentalsatz fr die ,durchfhrung des ,arbeitsprinzips4 ,natrlich widerspricht es diesem ,grundsatz nicht1 wenn die ,schule vom ,anfang ihrer ,ttigkeit gelegentlich immer wieder dem ,schler die ,mglichkeit freier ,bettigung gibt1 teils in ,anknpfung an die oft noch ungebrochene ,spielfreude des ,kindes und der aus ihr quellenden belebenden ,anregung fr ernstere ,ttigkeit1 teils um den ,schler selbst den ,mangel an ,beherrschung der ,ausdrucksmittel von ,zeit zu ,zeit fhlen zu lassen4 ,nichts ist zu erinnern1 wenn wir ab und zu in den ,unter- und ,mittelklassen auerhalb des systematischen ,arbeitsplanes fr die ,entwicklung des graphischen ,ausdruckes irgendwelche aus der freien ,initiative des ,kindes entspringende ,zeichnungen zulassen4 ,dagegen erdrosselt das bestndige ,illustrieren und planlose ,darstellen nur zu leicht die schwachen ,begabungen der graphischen ,ausdrucksfhigkeit1 wie sie gewhnlich in den ,massen vorhanden sind4 ,wenn wir aber im ,interesse der ,charakterbildung eine derartige ,behandlung des ,arbeitsprinzips fr geistige und manuelle ,arbeit verlangen1 und wenn uns andernteils der ,zweck der ,volksschule unmittelbar darauf fhrt1 der sorgfltigen ,entwicklung der rein praktischen manuellen ,begabungen durch ,einfhrung eines besonderen ,unterrichtsfaches ,rechnung zu tragen1 wenn andererseits die ,lehrerbildung unmglich mehr weiter mit grndlicher ,einfhrung in technische ,fertigkeiten belastet werden kann1 welche ,konsequenz folgt daraus8 ,es mu glatt ausgesprochen werden1 da wir in der ,arbeitsschule neben dem theoretisch wissenschaftlich durchgebildeten ,lehrer noch einen zweiten ,lehrer ntig haben1 den technisch durchgebildeten4 ,einen anderen ,ausweg gibt es nicht4 ,dieser technische ,lehrer kann fr die obersten ,klassen der ,volksschule bei sorgfltiger ,auswahl und nachtrglicher pdagogischer ,schulung direkt aus der gewerblichen ,technik genommen werden4 ,wir haben in ,mnchen die besten ,erfahrungen damit gemacht1 ebenso wie ,paris oder ,stockholm4 ,eine endgltige ,lsung ist aber dieser ,weg nicht4 ,die endgltige ,lsung werden uns technische ,lehrer bringen mssen1 welche die analoge seminaristische ,ausbildung haben wie die wissenschaftlichen ,lehrer4 ,es ist durchaus mglich1 wenigstens fr die ,zwecke der eigentlichen ,volksschule 7fr die anschlieende ,fortbildungsschule wrde es allerdings nicht ausreichen7 auf dem bisherigen ,lehrerbildungswege durch gewisse ,modifikationen der ,lehrplne technische ,lehrer zu erziehen4 ,die ,manual ,training ,high ,schools der ,vereinigten ,staaten ,amerikas1 die so viele technische ,lehrer fr die ,volksschule sowohl als auch fr die ,manual ,training ,high ,school selbst vorbereiten1 liefern einen glnzenden ,beweis hierzu4 ,das ,seminar fr technische ,lehrer1 das sich an die ,prparandenschule oder an die sechsklassige ,realschule 7deren ,unterricht ich mir selbstverstndlich gleichfalls auf praktische ,arbeiten ausgedehnt denke7 anschliet1 hat das ,schwergewicht seiner ,unterweisung neben der grndlichen ,einfhrung in ,pdagogik1 ,psychologie und ,ethik nur auf die praktisch-technische ,erziehung in ,verbindung mit ,physik und ,chemie zu legen1 whrend das ,seminar fr die theoretisch durchzubildenden ,lehrer neben den pdagogischen ,lehrfchern und ihren ,hilfswissenschaften den ,unterricht in ,literatur1 ,geschichte1 ,geographie wie bisher weiterpflegt4 ,man kann wie in den ,manual ,training ,high ,schools beide ,seminare in einer einzigen ,anstalt vereinigen4 ,denn das eine groe ,hauptunterrichtsgebiet1 die ,pdagogik1 mit allen ihren ,zweigen1 ist ja beiden ,gruppen von ,lehrern gemeinsam4 ,nur in dem zweiten groen ,hauptgebiet von obligatorischen ,unterrichtsfchern gehen die beiden ,gruppen auseinander4 ,dabei bleibt es insbesondere den theoretisch auszubildenden ,lehrern unbenommen1 ja es drfte ihnen sogar dringend zu empfehlen sein1 freiwillig in einem fakultativen ,unterricht1 der eine geringe ,zeit umspannt1 ihre manuelle ,geschicklichkeit weiter auszubilden4 ,denn der technische ,lehrer soll ja spter in der ,volksschule nur die technischen ,unterrichtsfcher einschlielich ,zeichnen und vielleicht auch physikalischen und chemischen ,laboratoriumsunterricht bernehmen1 um so fr den ,schler in allen technischen ,fragen eine grndliche ,schulung sicherzustellen4 ,soweit fr den gesamten brigen ,volksschulunterricht die manuelle ,bettigung grundstzlich gefordert werden mu1 weil die ,erarbeitung des ,bildungsgutes es notwendig oder wnschenswert macht1 d4 h4 soweit mit dem gesamten brigen ,unterricht ,arbeitsunterricht im ,prinzip verbunden ist1 bleibt diese ,bettigung immer dem theoretisch gebildeten ,lehrer vorbehalten4 ,der theoretisch gebildete ,lehrer darf nie ganz ohne manuelle ,geschicklichkeit sein1 auch wenn er technisch nicht so ausgebildet werden kann1 da er den fachlichen ,arbeitsunterricht mit der ntigen ,grndlichkeit zu leiten verstnde4 ,wird dieser ,weg der ,ausbildung des technischen ,lehrers gewhlt1 so dringt kein neues ,element in die ,volksschule ein1 whrend die ,ausbildung der ,lehrer selbst fr ihre besonderen ,zwecke sehr viel grndlicher angelegt werden kann4 ,es ist mir immer ein ,rtsel1 wie die ,volksschullehrer1 im ,gegensatz zu den akademischen ,lehrern1 mit dem nmlichen ,atemzug die ,einfhrung in immer mehr ,gebiete des ,wissens und der ,technik und zugleich eine wesentliche ,vertiefung ihrer ,bildung verlangen knnen4 ,das sind zwei ,forderungen1 die sich grundstzlich ausschlieen4 ,die ,forderung technischer ,lehrer bringt berdies auch der ,volksschule gar nichts ,neues4 ,der hier fr die mnnliche ,lehrerwelt zu betretende ,weg ist in den allgemeinen ,mdchenschulen lngst beschritten1 wo technisch und seminaristisch gebildete ,lehrerinnen seit einem ,jahrhundert friedlich nebeneinander hausen4 ,niemand war es bisher auch nur im ,traum eingefallen1 gegen die technischen ,lehrerinnen sich zu wenden4 ,und gerade der ,staat ,preuen ist der erste ,staat ,deutschlands gewesen1 der ,seminare fr technische ,lehrerinnen auf ,staatskosten eingerichtet hat1 und die ,stadt ,dortmund ist in selbstndiger ,weise nach dem ,vorschlage ,dornheckters unter ,erweiterung des ,bildungsbereiches der technischen ,lehrerinnen diesem ,beispiel gefolgt4 ,frankreich1 ,england1 ,schweden und die ,vereinigten ,staaten haben den gleichen ,weg auch lngst in ihren ,knabenschulen betreten4 ,soweit sie eigener ,lehranstalten fr technische ,lehrer entbehren1 wie in ,frankreich1 scheuen sie sich nicht1 da wo es unbedingt ntig ist1 nmlich in den ,oberklassen1 diesen ,unterricht pdagogisch veranlagten ,handwerkern einstweilen anzuvertrauen4 ,und doch meinte ,gutmann auf der #ah4 ,hauptversammlung der bayrischen ,lehrer zu ,regensburg3 ,als die schwerste ,verirrung mu ein selbstndig neben den brigen ,unterrichtsgegenstnden hergehender und von ,handwerkern geleiteter ,handfertigkeitsunterricht angesehen werden4 ,dieser aus innerer berzeugung hartnckige ,gegner der ,arbeitsschule ist aber sich wohl bewut1 da die ,lehrerbildung keine weitere ,belastung mehr vertrgt1 sondern direkt nach ,entlastung schreit4 ,daraus folgert er aber nicht1 da die ,lasten auf zwei ,schulterpaare zu verteilen sind1 sondern da die ,volksschule jede ,art fachlichen ,arbeitsunterrichts weit von sich weisen mu4 ,dann sind aber auch alle unsere technischen ,lehrerinnen fr ,handarbeits- und ,schulkchenunterricht nur eine ,folge der schwersten pdagogischen ,verirrungen unserer ,schulverwaltungen1 dann sind auch die ,fachzeichenlehrer vieler deutscher ,volksschulen1 die ausgezeichneten ,turnlehrer der schwedischen ,schulen1 die ,singlehrer vieler amerikanischer ,schulen1 die verschiedenen ,typen der technisch gebildeten ,haushaltungslehrerinnen1 wie ich sie in ,glasgow und ,edinburg gesehen habe1 aus den ,mauern der ,volksschule unbarmherzig zu verbannen1 auch wenn es vllig unmglich ist1 jeden ,lehrer auer zu einem ,naturwissenschaftler1 ,geographen1 ,historiker und ,germanisten auch noch zu einem gewandten ,techniker1 ,turner1 ,snger1 ,zeichner usw4 auszubilden4 ,ich meine1 je eher der deutsche1 seminaristisch gebildete ,lehrerstand einsehen lernt1 da er einen gleich berechtigten1 technisch gebildeten ,lehrerstand zur ,ergnzung unbedingt ntig hat1 desto eher wird es auch mglich werden1 seinen schmerzlichen ,ruf nach tieferer ,bildung zu erfllen4 ,ich kann nur das eine sagen3 ,ob die ,umwandlung der ,volksschule in eine ,arbeitsschule1 die auch den manuellen ,arbeitsunterricht als wohlgepflegtes ,unterrichtsfach in ihren ,bildungsplan aufnimmt1 eine ,umwandlung1 welche kommen wird und kommen mu trotz aller ,widerstnde1 sich zum ,segen oder ,unsegen unseres ,volkes entwickeln wird1 das wird davon abhngen1 ob der technische ,lehrer und mit ihm die von langjhriger ,erfahrung und eingehendem ,verstndnis gebildete gewissenhafte manuelle ,bettigung auch in unseren deutschen ,knabenschulen ,einzug halten wird oder nicht4 ,schwierigkeiten1 die sich hierbei in ungeteilten ,schulen einstellen1 lassen sich in verschiedener ,weise berwinden1 hnlich wie die ,schwierigkeiten fr den weiblichen ,handarbeitsunterricht in den gleichen ,schulen4 ,der technisch gebildete ,lehrer ist die unmittelbare ,konsequenz der ,forderung1 da unsere ,volksschule auch die ungeheuren ,massen derjenigen in der ,richtung eines sittlichen ,charakters erziehen will1 deren intellektuelle ,krfte nicht ausreichen1 auch rein geistige ,kulturgter zu erarbeiten und damit aus der blo geistigen ,arbeit eine ,schulung ihres ,charakters zu gewinnen4 ,unsere ,hilfsschulen1 deren ,handfertigkeitsunterricht so vielfach 7nicht berall glcklicherweise7 ber den ,pegel der ,spielerei nicht hinaussteigt1 werden sehr viel besser noch organisiert werden knnen1 wenn auch dort der pdagogisch durchgebildete technische ,lehrer den heutigen ,dilettanten ersetzt4 ,,vi4 ,,zusammenfassung ,,und ,,schlussbetrachtung ,das aber ist die ,sehnsucht und die ,sorge aller ernsten ,reformer unserer ,tage1 da unsere ,volksschule ein ,werkzeug fr ,charakterbildung werde1 auch fr die berwiegend groe ,zahl der geistig schwcher ,veranlagten4 ,die ,erfahrungen des vergangenen ,jahrhunderts haben uns gelehrt und lehren es immer mehr1 da die ,pflege des gedchtnismigen ,wissens1 das nur zu sehr den ,geist unserer allgemeinen ,volks- und hheren ,schulen beherrscht1 nicht zu jener ,volks- und ,menschenbildung fhrt1 welche die modernen ,staaten von ,tag zu ,tag ntiger haben4 ,sie haben uns gelehrt1 da das ,schwergewicht aller ,schulen1 weit weniger auf ,anhufung des ,wissens als auf die ,entwicklung von geistigen1 moralischen und manuellen ,fhigkeiten zu legen ist1 da sie mechanische1 aber von ,einsicht in ihre ,zweckmigkeiten getragene ,fertigkeiten auszubilden haben1 welche der lebenspendenden produktiven ,arbeit allzeit bereite1 getreue und gewissenhafte ,diener liefert zur ,vollendung der vom schaffenden ,geist diktierten ,werke1 und da dieser ,weg der ,ausbildung fr einen groen ,teil unserer ,bevlkerung der einzige ist1 der in diesem ,teil ,mnner und ,frauen von starkem1 ehrlich gerichtetem ,willen zu erzeugen vermag4 ,indem die ,arbeitsschule die ,schule der selbstndigen ,erarbeitung der ,bildungsgter ist1 in dem ,sinne1 wie ich es in ,kap4 ,,iv ausgefhrt habe1 und zwar einer ,erarbeitung durch die ,gesamtheit des ,seelenlebens1 ist die ,arbeitsschule jene ,organisation der ,schule1 der die ,charakterbildung ber alles geht4 ,gerade dieses ,zweckes halber sucht sie in ihrem ,unterrichtsbetrieb ,ernst damit zu machen1 die ,massenhaftigkeit und die damit notwendig verbundene ,oberflchlichkeit des ,wissens aus der ,schule zu verbannen4 ,indem sie dabei einen ,organisationsbetrieb des ,unterrichtes sucht1 der dem ,kinde gestattet1 mglichst viel ,erfahrungswissen zu sammeln1 baut sie von selbst der unmigen ,zufuhr von blo berliefertem ,wissen eine ,mauer entgegen4 ,der ,sinn der ,arbeitsschule ist1 mit einem ,minimum von ,wissensstoff ein ,maximum von ,fertigkeiten1 ,fhigkeiten und ,arbeitsfreude im ,dienste staatsbrgerlicher ,gesinnung auszulsen4 ,ausgehend von dem ueren hchsten sittlichen ,gut im sittlichen ,gemeinwesen1 dem ,kultur- und ,rechtsstaat der ,ethik1 haben wir gefunden1 da jede ffentliche ,schule drei und nur drei ,grundfragen zu lsen hat3 #a4 die ,vorbereitung auf den zuknftigen ,beruf des einzelnen im ,staate2 #b4 die ,versittlichung dieser ,berufsbildung2 #c4 die ,befhigung des ,zglings an der ,mitarbeit der ,versittlichung des ,gemeinwesens selbst1 dessen ,glied er ist4 ,damit war die ethische ,seite der ,erziehungs- und ,unterrichtsaufgabe der ,schule bestimmt1 die ,richtung1 welche die ,charakterbildung einzuschlagen hat4 ,sie fhrte auf drei ,forderungen3 a7 ,in jedem ,unterrichtsgebiet hat die ,methode des ,unterrichts1 soweit das ,bildungsgut es erlaubt1 den ,weg der ,erarbeitung des ,bildungsgutes zu gehen1 und dieser ,weg ist durch die geistige ,struktur des ,bildungsgutes vorgezeichnet4 b7 ,gehren zu den notwendigen ,bildungsgtern einer ,schule auch technische ,bildungsgter1 so hat die ,schule auch einen besonderen ,arbeitsunterricht als ,fach einzugliedern4 ,dies ist vor allem fr die ,volksschule unerllich4 c7 ,da moralische ,eigenschaften nur innerhalb der sozialen ,gter erarbeitet werden knnen1 so ist fr die ,organisation aller ,schulen das ,prinzip der ,arbeitsgemeinschaft berall1 wo es sich durchfhren lt1 ein ,grundprinzip4 ,die ,forderung der ,charakterbildung selbst ohne ,rcksicht auf ihre ethische ,richtung1 vor allem die ,bildung der ,strke und ,festigkeit des ,willens1 der ,klarheit des ,urteils1 lie uns zunchst die ,notwendigkeit von ,freiheit und ,mannigfaltigkeit der ,bettigung auf allen ,unterrichtsgebieten erkennen4 ,sie zeigte uns1 da auf allen ,gebieten des durch eigene ,erfahrung erwerbbaren ,wissens die bisher begangenen ,unterrichtswege in ,wege der persnlichen ,beobachtung und ,erfahrung umzuwandeln sind1 da aber dieses ,arbeitsprinzip1 soweit es der manuellen ,bettigung bedarf1 nicht mechanisch auf die ,unterrichtsgebiete des nur durch berlieferung erwerbbaren ,wissens bertragen werden darf4 ,sie lehrte uns weiter1 da der manuelle ,arbeitsunterricht als ,prinzip1 sofern er nicht blo der oberflchlichen ,veranschaulichung1 sondern auch der ,charakterbildung dienen und ihr nicht direkt gefhrlich werden soll1 unwiderstehlich einen manuellen ,arbeitsunterricht als ,fach verlangt und damit auch an den ,knabenabteilungen unserer deutschen ,schulen einen neuen ,typus von ,lehrern1 den technisch gebildeten ,lehrer4 ,endlich aber lehrt sie uns ein ,letztes und ,wichtigstes4 ,zu den ,wurzeln der ,charakterbildung gehrt vor allem auch die ,ausbildung der ,urteilsklarheit1 oder1 was das gleiche ist1 der logischen ,denkfhigkeit4 ,sie ist nur erreichbar durch selbstndige geistige ,arbeit4 ,die selbstndige geistige ,arbeit ist noch mehr ein ,kennzeichen der ,arbeitsschule wie die selbstndige manuelle ,arbeit4 ,nur hat sie in der ,volksschule die allerbescheidensten ,grenzen und selbst innerhalb dieser knnen noch viele nicht gengend gefrdert werden4 ,sie ist trotzdem das wesentliche ,merkmal der ,arbeitsschule1 da ja auch die manuelle ,arbeit zu selbstndiger geistiger ,ttigkeit schon im ,rahmen der ,volksschule anregen soll4 ,die selbstndige geistige ,arbeit verlangt aber mglichstes ,zurckdrngen der alten ,formen der berlieferung von ,wissen zugunsten aktiver ,erarbeitung des ,wissensstoffes berall da1 wo und soweit es mglich ist4 ,dazu ist eine wesentliche ,verminderung des gesamten ,unterrichtsstoffes1 weiterhin die ,einfhrung von geeigneten geistigen ,arbeitssttten und ,bibliotheken fr ,geschichte1 ,geographie1 ,naturkunde und ,raumlehre1 endlich eine entsprechend geistige ,schulung der seminaristischen wie technischen ,lehrer unbedingt notwendig4 ,die ,gewohnheiten des empirischen ,denkens in ,gewohnheiten logischen 7oder1 was das gleiche ist1 wissenschaftlichen7 ,denkens umzuwandeln1 das ist ein ,grundmerkmal der ,arbeitsschule1 wie es eine ,grundforderung der ,charakterbildung ist4 ,insoweit unsere hheren ,schulen diese schwierigste aller ,erziehungsaufgaben erfllen1 sind sie von selbst echte und rechte ,arbeitsschulen4 ,in der ,fhigkeit1 immer grere ,gedankenketten mit logischer ,strenge aneinanderzureihen zwecks ,lsung geistiger ,probleme1 besteht das ,wesen der sogenannten formalen ,bildung4 ,nur vergessen wir immer1 da diese ,fhigkeit sich nicht blo dann zeigen soll1 wenn wir am ,schreibtisch in khler ,ruhe wissenschaftliche ,fragen zu untersuchen haben1 sondern vor allem auch im praktischen ,verkehr mit den ,menschen1 wenn ,vorurteile1 ,eitelkeit1 ,ehrgeiz1 ,leidenschaft die ,wege unseres ,denkens zu verlegen versuchen1 wenn wir vor ganz unerwarteten ,ereignissen stehen und pltzliche ,entschlsse ntig sind1 wenn ,liebe1 ,zuneigung1 ,freundschaft die khle geistige ,energie zu lhmen suchen4 ,die ,erzeugung einer solchen ,freiheit unserer logischen ,fhigkeiten erfordert ganz andere ,einrichtungen als die bloe ,beschftigung mit ,algebra oder ,geometrie1 mit ,griechisch1 ,latein1 ,franzsisch oder ,englisch4 ,da diese ,einrichtungen an unseren deutschen hheren ,schulen fehlen1 darin liegt eben ihr groer ,mangel1 und an diesem ,mangel leiden nicht blo die vielgeschmhten ,gymnasien1 sondern auch die vielgepriesenen ,oberrealschulen4 ,ja die letzteren leiden meines ,erachtens so lange noch in einem hheren ,grade darunter1 als ihre bermige ,stoffberladung die ,schler nicht einmal in der ,ruhe der ,studierstube zu festen ,gewohnheiten des logischen ,denkens in gengender ,weise kommen lt4 ,in der intensiven ,beschftigung besonders mit den alten ,sprachen steckt ein ganz hervorragendes ,stck ,arbeitsschule fr alle1 deren angeborene oder anerzogene ,interessen vom ,inhalt der alten ,schriftsteller erfat werden4 ,in keiner ,gterreihe ist die tatschliche ,erarbeitung des ,kulturgutes eine so selbstverstndliche und kaum zu verfehlende ,unterrichtsmethode als in der ,reihe der fremdsprachlichen ,kulturgter1 in der bersetzung dichterischer1 philosophischer1 historischer ,werke4 ,da diese ,arbeitsschule so oft nicht erfolgreich ist1 hngt nicht wenig davon ab1 da der ,betrieb des ,unterrichtes diese ,interessen nicht nur nicht zu entwickeln wei1 sondern vielfach direkt ttet4 ,ich spreche hier aus langer ,erfahrung1 nicht blo aus ,schlererfahrung1 sondern noch mehr aus der ,erfahrung als ,lehrer am humanistischen ,gymnasium4 ,es gibt tatschlich wenige ,schler1 die nicht ein natrliches ,interesse fr die ,erzhlungen ,homers1 fr die ,metamorphosen ,ovids1 fr die lebendigen historischen ,schilderungen ,sallusts1 fr die ,dramen des ,sophokles1 fr die ,oden1 ,episteln und ,satiren des ,horaz1 fr die ,germania oder fr die ,annalen des ,tacitus haben4 ,aber wenn1 sei es1 da die sprachliche ,entwicklung der ,schler noch nicht weit genug gefrdert ist1 sei es1 da zu vielerlei durcheinander getrieben wird1 die ,lektre solcher ,werke sich ber viele ,monate1 ja ber ein ganzes ,jahr oder gar deren zwei hinzieht1 dann erlahmt selbst bei gutem ,unterricht naturnotwendig das ,interesse1 und nur eine ganz selten groe ,lehrpersnlichkeit kann die kaum mehr glhenden ,kohlen durch ihr eigenes ,feuer immer wieder anfachen4 ,mit dem ,erlahmen des ,interesses am ,inhalt aber verliert das ,werkzeug der klassischen ,sprache des ,altertums den besten ,teil seiner ,kraft nicht blo fr die ,erarbeitung des geistigen wie sthetischen ,gesamtbildes eines ,werkes1 sondern auch in ,hinsicht auf die ,schulung zum logischen ,denken4 ,ist vollends der ,lehrer auch noch ein langweiliger oder sonstwie ungeeigneter ,mensch1 dann regiert die hier zu leistende ,arbeit hchstens noch der eiserne ,zwang und die ,furcht vor unvermeidlichen ,folgen1 und der scharfe logische ,sinn der ,schler ist nicht mehr auf die schwierigen ,stellen seiner ,klassiker gerichtet1 sondern lediglich noch darauf1 wie er auf bequeme aber sichere ,weise dem ,zwang und der ,langeweile entgehen kann4 ,das ist freilich auch eine logische ,schulung1 aber eine hchst ungewollte und unmoralische4 ,es gibt wirksame ,mittel1 diesen ,gefahren zu entgehen4 ,das eine wre1 jedes ,werk unter ,ausschaltung aller anderen gleichzeitigen ,lektre der nmlichen oder auch einer zweiten oder dritten ,sprache1 also unter ,zuhilfenahme der ganzen den smtlichen sprachlichen ,zwecken eingerumten ,unterrichtszeit1 die eine ,woche bietet1 so rasch1 als es das scharfe ,erfassen des ,inhalts gestattet1 vollstndig durchzuarbeiten4 ,ist das ,werk zu umfangreich1 so mssen einzelne ,teile in bersetzung ganz oder auszugsweise vom ,lehrer gegeben werden4 ,alles liegt daran1 es in mglichst kurzer ,zeit bis zum ,schlusse zu lesen4 ,je jnger der ,schler ist1 je kurzfristigere ,ziele also das ,interesse hat1 desto wichtiger wird diese ,forderung4 ,eine ,lektre der ,odyssee1 die sich ber zwei oder gar drei ,jahre erstreckt1 trgt schon den ,todeskeim in sich4 ,mu jeder ,schler jeden ,vers prparieren8 ,knnen nicht ,gruppen von ,versen immer verschiedenen ,schlern zugewiesen werden8 ,kann nicht der ,lehrer selbst gewisse ,gruppen bernehmen8 ,sollte nicht hier der ,platz sein1 den ,gedanken der ,arbeitsgemeinschaft in ,aktion zu setzen8 ,machen nicht freiwillige ,schlerkrnzchen schon lngst das gleiche8 ,glaubt irgendein ,schulmann1 da ein solcher literarischer ,schlerverband auch nur ein halbes ,jahr zusammenhalten wrde1 wenn er die literarische ,kost eines ,klassikers wochenweise in ,teelffelportionen einnehmen mte wie der ,kranke eine ,medizin8 ,sobald die ,homerlektre beginnt1 wrde ich die lateinische ,lektre beiseite legen4 ,was schadet es1 wenn vier bis fnf ,monate hindurch ,rom schweigt1 solange ,griechenland redet8 ,rom kann doch nachher um so besser wieder zu ,worte kommen4 ,ich bin berzeugt1 da vor hundert und mehr ,jahren1 als die ,schulbureaukratie noch nicht so entwickelt war wie heute1 die lateinischen ,schulen in der ,mehrzahl nur auf diese ,weise die alten ,klassiker gelesen haben4 ,ein zweites wirksames ,mittel ist3 der obligatorische stille literarische ,vormittag4 ,am alten ,gymnasium in ,frankfurt hat er noch1 wie mir ,geheimrat ,risser1 ein ehemaliger ,schler dieses ,gymnasiums1 mitteilt1 bis zum ,jahre #ahgc existiert4 ,jede ,woche kamen die ,schler der ,prima einen vollen ,vormittag im ,lesesaal des ,gymnasiums zusammen1 um nach freier ,wahl sich der zusammenhngenden ,lektre eines ,werkes der alten ,klassiker hinzugeben4 ,abwechselnd fhrten ,lehrer und ,rektor der ,anstalt die ,prsenz4 ,referate vor der ,klasse ber den ,inhalt des ,gelesenen schlossen die ,arbeiten des einzelnen ab4 ,der ,besuch des ,lesezimmers war ebenso eine ,pflicht1 wie der ,besuch des brigen ,unterrichts4 ,es ist mir durchaus verstndlich da ein solches ,unternehmen von ,haus aus einen ganz anderen ,betrieb des ,sprachunterrichts schon voraussetzt1 als wir ihn heute vielfach finden4 ,die ,interessen der ,schler muten von vornherein fr eine solche ,arbeit gewonnen sein1 sonst ergbe sich aus einer solchen ,einrichtung nur eine ,reihe verlorener ,vormittage4 ,da ein solcher ,vormittag mglich und erfolgreich ist1 ist ein sehr viel besserer ,beweis fr die ,gte der ,anstalt als alle ,ergebnisse von ,absolutorialprfungen4 ,an solchen ,schulen kann man auch die ,beschftigungsmglichkeiten erweitern4 ,es wre durchaus zulssig1 in den beiden ,primen die ,lektre der ,schler auch auf die deutschen ,historiker und ,dichter1 auf die moderne ,wirtschaftsgeschichte1 auf die allgemeine ,staatslehre oder hnliches auszudehnen1 je nach den frei ausgesprochenen ,neigungen der ,schler4 ,die ,hauptsache ist1 da das ,gymnasium jedem seiner ,schler ,zeit gibt1 einer ,lieblingsneigung nachzugehen1 welche nicht blo das logische ,denken frdert1 sondern auch die ,seele mit wertvollem ,inhalt versieht1 und da es1 wie die alte ,frankfurter ,schule1 diese ,beschftigung in vornehmer ,weise berwacht4 ,zum ,wesen der ,arbeitsschule gehrt die ,erzeugung von berschssiger ,arbeitsfreude4 ,ob die hheren ,schulen diesen ,ehrentitel der ,arbeitsschule verdienen1 das erkennen wir daran1 da ihre reiferen ,schler nicht blo die ,lust1 sondern auch die ,zeit finden1 sich freiwillig mit wissenschaftlichen ,arbeiten gem ihren ,neigungen zu beschftigen4 ,mit diesen ,betrachtungen ber die selbstndige geistige ,arbeit an ,volks- und hheren ,schulen sind fr mich die notwendigen ,merkmale des ,begriffes der ,arbeitsschule erschpft4 ,man erkennt1 da die neue ,schule weder einen ,bruch mit der ,vergangenheit bedeutet1 noch ,undurchfhrbares verlangt1 und da all das ,gute1 was uns die bisherige ,schule gegeben hat1 reichlich ,platz findet im ,rahmen der zuknftigen ,entwicklung4 ,was sonst von der neuen ,schule verlangt werden mag1 entspringt ,forderungen der ,didaktik4 ,didaktische ,fragen sind aber zum grten ,teil ,fragen der ,logik1 zum andern ,teil ,fragen der ,kinderpsychologie1 zum dritten ,teile ,fragen1 die von rumlichen1 zeitlichen und wirtschaftlichen ,verhltnissen abhngen und von den ,bildungszwecken1 welche die ,gemeinschaft mit der einzelnen ,schule verfolgt4 ,dabei fasse ich ,didaktik in einem viel weiteren ,sinne als im ,sinne der bloen ,lehre eines ,unterrichtsvorganges4 ,ich kann nicht auf alle diese didaktischen ,forderungen eingehen4 ,nur eine einzige will ich noch beleuchten1 die ,frage der ,konzentration des ganzen ,schulbetriebes4 ,im ,prinzip ist sie fr mich gelst in der ,forderung1 da die ,schule eine ,vorbereitungsanstalt sein soll fr den zuknftigen ,beruf des ,zglings4 ,das kann freilich sehr wenig bedeuten1 wie in den ,volksschulen der groen ,stadt1 wo die ,schler einer ,klasse allen mglichen manuellen ,berufen zuwandern1 die berdies von vornherein gar nicht bekannt sind2 es kann aber auch sehr viel bedeuten1 wie in kleinen reinen ,landgemeinden1 wo ,knaben wie ,mdchen dem ,beruf des ,landwirts bzw4 der ,hauswirtschaft entgegenwachsen4 ,da ,konzentration eine wesentliche ,voraussetzung alles ,erfolges ist1 wei jedermann4 ,aber nicht jene uerliche ,konzentration der ,lehrplanschneider1 sondern jene innere1 die in einem und demselben ,zeitabschnitt ihre ,ttigkeit auf mglichst wenige ,dinge richtet4 ,geradezu eine ,verirrung der ,konzentrationsidee aber ist es1 die gegenwrtig landlufigen ,unterrichtsfcher als ,bildungskanle berhaupt aufzugeben und den gesamten ,wissensstoff in ein ganz willkrlich geordnetes ,system zu bringen4 ,alles menschliche ,wissen hat sich im ,laufe der ,kultur von selbst in geschlossene1 wohlgegliederte ,reiche gespalten1 gentigt durch die ,organisation unserer psychischen ,funktionen4 ,nur in der dem jeweiligen ,wissensstoff inhrenten ,gliederung entfaltet er die ihm eigentmliche ,bildungskraft4 ,nur in der geistigen ,struktur der ,wissenschaftsgter1 wie aller ,gter berhaupt1 liegt ihr immanenter ,bildungswert4 ,nur indem der ,geist der ,schler an dieser ,struktur sich emporarbeitet1 sofern dies seiner geistigen ,veranlagung nach mglich ist1 wird dieses ,gut zu einem ,bildungswerkzeug fr ihn und verhilft ihm1 die ,gewohnheiten des logischen ,denkens und die fr die ,charakterbildung notwendige ,klarheit des ,urteils zu entwickeln4 ,diese bersichtlichen und durchsichtigen ,kristallgebude mit ihrer gesetzmigen ,fhrung der ,lichtstrahlen der ,erkenntnis fr ,unterrichtszwecke zu zertrmmern und an ihre ,stelle das diffuse ,licht ihrer ,scherbenhaufen zu setzen1 das bringt nur der fertig1 der keine ,vorstellung hat von der ,bildungskraft eines selbsterarbeiteten ,systems geschlossener ,erkenntnis4 ,selbst fr den fachlichen ,arbeitsunterricht ist der ,unterrichtsgang zunchst durch sein eigenes ,wesen bestimmt4 ,es kann keinen pdagogischen ,sinn haben1 den im ,interesse einer immer strkeren ,willenszucht und einer immer sicherer werdenden ,ausbung der elementaren mechanischen ,arbeitsprozesse wohlgeordneten ,gang seiner systematischen ,entwicklung zu unterbinden1 um eine sogenannte ,konzentration mit allen brigen ,unterrichtsgebieten herzustellen4 ,nie darf diese ,konzentration die ruhige ,entwicklung gewisser spter notwendiger ,fertigkeiten stren4 ,das schliet natrlich durchaus nicht manuelle ,bettigung in den sonstigen ,unterrichtsbetrieben aus1 ebensowenig wie der systematische ,gang des ,zeichnens1 der gleichfalls ohne ,rcksicht auf andere ,fcher seine eigenen psychologisch fundierten ,wege gehen mu1 es ausschliet1 da aller ,unterricht sich auch der graphischen ,darstellung vom ersten ,tage an als ,ausdrucksmittel bedient4 ,damit steht die ,entwicklung unserer zuknftigen ,schule in ihren wesentlichen ,zgen klar genug vor unserem ,auge4 ,ich habe nicht das ,gefhl1 da wir1 indem wir mit unserer ganzen ,kraft dieser ,entwicklung die ,wege bahnen helfen1 revolutionre ,neuerer sind4 ,ich habe im ,gegenteil das ,gefhl1 da wir alten1 uralten pdagogischen ,forderungen zum endlichen ,siege verhelfen1 indem wir streben1 in unseren ffentlichen ,volksschulen auch jenen ungeheuren ,massen ,bildung zu geben1 fr welche die ausschlielich geistige ,arbeit kein ,bildungsmittel sein kann4 ,was wir ber eine notdrftige ,einfhrung in den selbstndigen ,gebrauch von ,schrift- und ,zahlzeichen hinaus gegenwrtig diesen ,massen geben1 das ist nicht ,bildung1 sondern ,bildungslack1 der sehr bald reit und springt und bei der berwiegenden ,zahl der ,schler innerhalb weniger ,jahre sich vollstndig abbrckelt4 ,denn ein ,wissen1 zu dessen ,erarbeitung keine aus praktischer oder geistiger ,arbeit erwachsenden ,probleme1 mgen sie auch allereinfachster ,art sein1 den ,schler drngen1 nach dem also kein innerliches ,bedrfnis im ,schler vorhanden ist1 das geht ebensowenig mit der ,seele eine ,verbindung ein wie der ,asphaltlack1 der auf eine ,glasplatte gestrichen wird4 ,was heute von uns so hei und mit aller ,klarheit erstrebt wird1 war vor hundert ,jahren schon von allen pdagogischen ,kpfen schmerzhaft vermit4 ,in ,fichtes ,nachla1 ,band ,,iii1 ,seite #bfj 7,bonn #ahcd7 finde ich folgende drastische ,darstellung seiner ,empfindung3 ,kaum entwickelt sich des ,kindes ,organ zu dem ersten ,lallen und bietet so unserer harrenden 7,erziehung-7,kunst eine ,ble1 so erhlt es ,worte statt der ,dinge und ,redensarten statt der ,empfindungen4 ,bald werden ihm die lauten ,worte1 ein der ,anschauung noch immer zu nahe liegendes ,schema1 in tote ,buchstaben verwandelt1 bis durch ,gelufigkeit auch diese ihre festen ,formen verlieren und die ,kinder in einem ,meere von ungeformtem ,buchstabenelement1 als ihrer eigentlichen ,welt1 schwimmen4444 ,die hchste ,kunst der ,erziehung ist dann die1 ja auf keinem ,schatten niederer ,potenz den ,zgling einen ,augenblick verweilen zu lassen 4441 sondern ihn schnell zum ,schatten des ,schattens und zum ,schatten wiederum des letzteren und so immer weiter fort zu treiben4444 ,auf diese ,weise ist dann der ,generation nur noch eine ,nebel- und ,schattenwelt ohne irgendeinen sie tragenden ,kern von ,anschauung1 ,wahrheit und ,realitt brig geblieben4 ,vor allem habe ich das ,gefhl1 da wir in unseren ,bestrebungen ganz im ,geiste dessen handeln1 der so viel gepriesen und so wenig verstanden wird1 der uns in ,lienhard und ,gertrud1 in den ,briefen an ,heinrich ,gener und besonders im ,schwanengesang so oft gelehrt hat1 da nur die ,arbeit in der das ,kind umgebenden ,welt der elementaren ,volksschule ihre ,bildungskraft gibt4 ,ja1 ich wage es zu sagen3 ,ohne da diese ,worte sich genau so in seinen ,werken finden1 war ,pestalozzi der felsenfesten berzeugung1 da die ,berufsbildung die ,pforte der ,menschenbildung ist4 ,drei ,generationen sind seit seinem ,tode dahingegangen4 ,noch immer harrt sein ,werk der ,vollendung4 ,ich glaube es aussprechen zu drfen1 sagt er in seiner ,rede an sein ,haus am #ab4 ,januar #ahah1 das ,jahrhundert1 bei dessen ,anfang unsere pdagogischen ,nachforschungen begonnen1 wird noch an seinem ,ende die ununterbrochene ,fortsetzung unserer ,anstrengungen in ,hnden von ,mnnern sehen1 die ihre ,ansichten und ,mittel den vereinigten ,krften unseres ,hauses danken4 ,der ,flugsand der ,gedankenlosigkeit hat ,berge ber ,wahrheiten geschttet1 die einst das ,herz des unermdlichen ,forschers nach ,menschenbildung erfllten4 ,aber wirkliche ,wahrheiten steigen immer wieder wie ,geister aus ihren ,grften auf und wandern umher und beunruhigen die ,herzen der ,menschen1 bis sie endlich ,erlsung und ,ruhe finden in der ,verwirklichung des realen ,lebens4 ,wir alle1 die wir mit wissenschaftlichem ,ernst und hingebender ,energie einer ,schulorganisation die ,wege bahnen1 die dem ,vater der ,volksschule vor ,augen schwebte1 bringen diesen ,geistern die ersehnte ,erlsung4 ,vielleicht wird dann das ,ende des #bj4 ,jahrhunderts das in ,vollendung schauen und genieen1 was er am ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts in heien ,kmpfen und in bitterer ,not seiner ,erkenntnis abgerungen hat4 ,,anhang ,,ein ,,organisationsbeispiel ,f,r ,,st,,dtische ,,volksschulklassen #a4 ,,vorbemerkungen ,die ,arbeitsschule im ,geiste der vorstehenden ,entwicklung ist in ,mnchen in der gesamten ,fortbildungsschule vollendet1 in den obersten ,klassen der ,volksschule fr ,knaben und ,mdchen angestrebt und teilweise durchgefhrt4 ,fr die systematische ,durchfhrung in den brigen ,klassen der ,volksschule war nur die knigliche ,schulbehrde zu haben2 die stdtischen ,kollegien dagegen haben die relativ wenigen hierzu ntigen ,mittel auf ,antrag eines ,lehrers verweigert4 ,nur fr die ,bildung zweier ,versuchsreihen von je vier aufsteigenden ,klassen haben sie im ,jahre #aiaj ,mittel bereitgestellt4 ,die eine ,reihe sind vier aufsteigende reine ,knabenklassen1 die andere ,reihe vier aufsteigende1 aus ,knaben und ,mdchen gleichmig gemischte ,klassen4 ,eine dritte ,reihe von reinen ,mdchenklassen wurde nicht genehmigt4 ,aber auch die genehmigten ,versuchsklassen konnten noch nicht das ,ideal der ,arbeitsschule verwirklichen4 ,sie waren gebunden an den offiziellen ,lehrplan der normalen ,schulklassen und hatten nur innerhalb seiner traditionellen ,fcher ,bewegungsfreiheit im ,dienste der ,arbeitsschulidee4 ,nur vier ,jahre konnten sich die ,versuchsklassen entfalten1 gerade lange genug1 um das nachfolgende ,bild gewinnen zu lassen4 ,die ,kriegsjahre erlaubten dann nur mehr wenige ,klassen durchzufhren2 der trostlose ,friede wird auch diesen wenigen ,klassen ihr ,ende bereiten1 wiewohl ich den ganzen ,versuch in die ,hnde der ,mnchner ,lehrerschaft mit meinem ,ausscheiden aus dem ,dienste gelegt habe4 ,die ,ablehnung einer ,durchfhrung im groen ,stil1 wie bei der ,fortbildungsschule1 war teils auf die -- wie wir nachher sehen werden -- unbegrndete ,furcht vor zu groen ,ausgaben1 teils vielleicht auch auf die berechtigte ,sorge um die ,erhaltung von ,bildungswerten der heutigen ,buchschule zurckzufhren4 ,diese ,sorge war vielleicht veranlat durch die teilweise freilich recht verkehrten ,vorschlge1 welche die ,literatur ber die ,arbeitsschule gebracht hat1 und durch die tatschlichen miverstndlichen ,auffassungen vom ,wesen der ,arbeitsschule1 wie sie in ganz ,deutschland beobachtet werden konnten4 ,ich betrachte die ,ablehnung1 sofern nur die ,versuchsklassen in ,zukunft ernstlich gefrdert werden1 nach ruhiger berlegung als kein ,unglck mehr4 ,denn der ,geist der ,arbeitsschule verlangt eine wesentlich andere ,lehrerbildung als die heutige4 ,solange die ,lehrer selbst noch in ,buchschulen erzogen werden1 werden es immer nur wenige sein1 die aus eigener ,kraft in das ,wesen der ,arbeitsschule eindringen4 ,sind aber die ,lehrerseminare erst einmal vom ,geiste der ,arbeitsschule erfllt1 dann wird sich dieser ,geist unwiderstehlich auch in der ,volksschule ,bahn brechen4 ,denn die zur ,durchfhrung ntigen ,mittel sind nicht so gro1 da sie ein wesentliches ,hindernis bilden knnten4 ,dies zeigt die ,organisation der ,versuchsklassen1 die gegenwrtig in ,mnchen im ,gange sind1 und die ich in ,krze nun hier schildern will4 ,wenn die ,arbeitsschule tatschlich einen wesentlichen ,fortschritt bedeutet1 wenn die ,durchfhrung des ,arbeitsprinzips das aktive ,interesse der ,schler an allen ,unterrichtsgegenstnden erhht1 so mu notwendigerweise in der ,arbeitsschule bei geringerer ,unterrichtszeit das gleiche erreicht werden knnen wie in der bisherigen ,schule mit ihrer geringeren ,aktivitt der ,schler1 aber greren ,unterrichtszeit4 ,demgem wurde die ,unterrichtszeit in den beiden ,unterklassen 7erstes und zweites ,schuljahr7 einer ,volksschule um etwa vier bis fnf ,stunden verkrzt4 ,dagegen war es notwendig1 die ,klassen1 die zwischen #dd und #ej ,kindern zhlten1 in einer ,anzahl von ,unterrichtsstunden in zwei ,abteilungen zu teilen1 deren jede getrennt unterrichtet wurde4 ,denn das tatschliche ,erarbeiten von neuen ,vorstellungen und die hierbei in gewissen ,fchern notwendige manuelle ,bettigung lt sich nur mit einer migen ,schlerzahl durchfhren4 ,eine durchgngige ,teilung der ,klasse1 also eine ,festlegung der ,klassenziffer auf #bb bis #be ,schler1 ist durchaus nicht notwendig4 ,wre sie notwendig1 so knnte heute kein ,schulverwaltungsbeamter im ,ernste die ,arbeitsschule in ,vorschlag bringen4 ,der ,hinweis auf die relativ kleinen ,klassen in ,schweden oder in ,dnemark oder in gewissen ,teilen der ,vereinigten ,staaten ist gedankenlos4 ,denn die relativ geringen ,lehrergehlter dieser ,lnder erlauben kleine ,klassen weit eher als die ,lehrergehlter in den groen ,stdten ,deutschlands4 ,eine auskmmliche ,bezahlung des ,lehrers und damit eine ,sicherung der ,lebens- und ,arbeitsfreude ist aber auch fr den ,geist der ,arbeitsschule viel wichtiger als die ,festlegung einer so niederen ,maximalfrequenz1 die die ,ausgaben fr das ,volksschulwesen einer ,stadt wie ,mnchen von #aj 7im ,jahre #aiac7 auf #bj ,millionen mit einem ,schlage anschwellen lassen wrde4 ,eine durchgngig so niedrig gehaltene ,maximalfrequenz ist aber auch gar nicht notwendig zur ,durchfhrung der ,arbeitsschule4 ,die ,arbeitsschule hat ja nicht blo die ,einfhrung in die ,welt des ,wissens1 ,knnens und ,wertens zu bernehmen1 sondern auch die ,einbung der durch die ,einfhrung gewonnenen ,kenntnisse1 ,fertigkeiten und ,werte4 ,bei der ,einbung aber spielen ,schlerzahlen eine sehr viel geringere ,rolle als bei der ,einfhrung4 ,ja1 selbst bei der ,einfhrung gibt es ,unterrichtsgegenstnde1 die jederzeit ,schlerzahlen von #dj bis #ej ,kinder zulassen1 nmlich jene1 in welchen es sich nur um die ,einfhrung in traditionelles ,wissen handelt1 das eben auch in aller ,zukunft nur durch ,wort und ,buch erarbeitet werden kann1 und wo das ,buch und das an seinen ,inhalt anknpfende ,nachdenken direkt die geistige ,arbeitssttte bildet4 ,hierher gehren ,geschichte1 ,religionslehre1 ,gebiete des ,sprachunterrichtes1 sowie ,teile des geographischen ,unterrichtes4 ,die ,teilung der ersten ,versuchsklasse erfolgte fr zwei ,stunden im ,anschauungsunterricht1 fr zwei ,stunden im ,rechnungsunterricht1 fr zwei ,stunden im ,schreibleseunterricht1 fr zwei ,stunden im ,handfertigkeitsunterricht4 ,whrend also die ,schler rund #ag ,stunden ,unterricht hatten1 war die ,klassenlehrkraft mit #bc1e ,stunden1 der ,fachlehrer fr ,holzbearbeitung mit #d ,stunden belastet4 ,die ,abteilung ,a der ,klasse kam gewhnlich um #i ,uhr zur ,schule1 die ,abteilung ,b um #aj ,uhr4 ,von #aj bis #aa-a_/b ,uhr waren beide ,abteilungen vereinigt4 ,um #aa-a_/b ,uhr verlie die ,abteilung ,a die ,schule1 whrend die ,abteilung ,b bis #ab-a_/b ,uhr jene ,lektionen erhielt1 welche fr die ,abteilung ,a bereits zwischen #i und #aj ,uhr angefallen waren4 ,nachmittags war nur am ,montag und ,donnerstag in je einer ,stunde ,unterricht1 fr die ,abteilung ,a von #b bis #c ,uhr1 fr die ,abteilung ,b von #b3dj bis #c3dj4 ber die ,anordnung der ,unterrichtszeit fr die erste ,klasse1 ,abteilung ,a 7und dementsprechend auch fr die ,abteilung ,b7 gibt nebenstehende ,wochentabelle ,aufschlu4 ,zu diesem ,wochenstundenplan ist zu bemerken3 ,die ,unterrichtszeiten sind in ,minuten beigesetzt4 ,die ,pausen zwischen den ,unterrichtslektionen sind nicht angegeben4 ,die ,unterrichtslektionen in ,kursivdruck sind fr beide ,abteilungen ,a und ,b gemeinsam4 ,um aus dieser ,wochentabelle den ,unterrichtsplan fr die ,abteilung ,b zu erhalten1 sind lediglich die gleichen ,unterrichtsfcher1 die fr die ,abteilung ,a von #i bis #aj ,uhr aufgefhrt sind1 fr die ,zeit von #aa-a_/b bis #ab-a_/b ,uhr anzufgen2 mit anderen ,worten3 die ,abteilung ,a kam tglich von #i bis #aa-a_/b ,uhr1 die ,abteilung ,b von #aj bis #ab-a_/b ,uhr am ,vormittag1 und auerdem die ,abteilung ,a ,montags und ,donnerstags von #b bis #c ,uhr1 die ,abteilung ,b an den gleichen ,tagen von #b3dj bis #c3dj ,uhr zum ,unterricht4 ,nur am ,mittwoch und ,sonnabend waren beide ,abteilungen von #i bis #aa-a_/b ,uhr gemeinsam1 die ,abteilung ,a am ,mittwoch1 die ,abteilung ,b am ,sonnabend noch weitere #cj ,minuten anwesend4 ,vier ,nachmittage waren unterrichtsfrei4 ,wochenstundenplan der ersten ,klasse ---------------------------------------- ---------------- ,montag ,dienstag ,mittwoch ,vormittag ---------------------------------------- ----------------- ,rechnen 7#cj7 ,anschauungs- ,schreiblesen #i-aj ,schreiblesen unterricht7#fj7 7#cj7 7#cj7 ,singen 7#cj7 ---------------------------------------- ----------------- ,schreiblesen ,rechnen 7#dj7 #aj-aa ,religion 7#fj7 7#dj7 ,turnen 7#bj7 ,turnen 7#bj7 ---------------------------------------- ----------------- ,anschauungs- ,anschauungs- #aa-ab unterricht ,rechnen 7#cj7 unterricht 7#cj7 7#cj7 ,rechnen 7,abt4 ,a7 7#cj7 ---------------------------------------- ----------------- ,nachmittag ---------------------------------------- ----------------- ,schreiblesen #b-c 7#dj7 -- -- ,turnen 7#bj7 ---------------------------------------- ----------------- ---------------------------------------- ----------------- ,donnerstag ,freitag ,samstag ,vormittag ---------------------------------------- ----------------- ,rechnen 7#cj7 ,anschauungs- ,schreiblesen #i-aj ,schreiblesen unterricht7#fj7 7#cj7 7#cj7 ,singen 7#cj7 ---------------------------------------- ----------------- ,schreiblesen ,rechnen 7#dj7 #aj-aa ,religion 7#fj7 7#dj7 ,turnen 7#bj7 ,turnen 7#bj7 ---------------------------------------- ----------------- ,anschauungs- #aa-ab ,anschauungs- ,rechnen 7#cj7 unterricht 7#cj7 unterricht 7#cj7 ,rechnen 7,abt4 ,b7 7#cj7 ---------------------------------------- ----------------- ,nachmittag ---------------------------------------- ----------------- ,schreiblesen #b-c 7#dj7 -- -- ,turnen 7#bj7 ---------------------------------------- ----------------- ,wochenstundenplan der zweiten ,klasse ---------------------------------------- ------------------------ ,montag ,dienstag ,mittwoch ---------------------------------------- --------------------- ,a ,b ,a ,b ,a ,b ,vormittag ---------------------------------------- ----------------------- ,holzbe- #h-i ,religion 7#fj7 arbeitung -- ,religion 7#fj7 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,rechtschreiben ,holzbe- -- ,lesen 7#cj7 #i-aj 7#cj7 arbeitung ,rechnen ,rechtschreiben ,singen 7#cj7 7#fj7 7#cj7 7#cj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,lesen 7#cj7 ,rechnen ,holzbe- ,turnen 7#cj7 #aj-aa ,schnschreiben 7#cj7 arbeitung ,anschauungs- 7#cj7 7#fj7 unterricht 7#cj7 ---------------------------------------- --------------------- ,rechnen ,holzbe- ,rechnen #aa-ab -- 7#cj7 -- arbeitung 7#cj7 -- 7#fj7 ---------------------------------------- --------------------- ,nachmittag ---------------------------------------- ----------------------- ,rechnen #b-a_/b 7#cj7 -- -- -- -#c ---------------------------------------- ----------------------- ,aus- #c-d schneiden -- -- -- 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ---------------------------------------- ------------------------ ,donnerstag ,freitag ,samstag ---------------------------------------- --------------------- ,a ,b ,a ,b ,a ,b ,vormittag ---------------------------------------- --------------------- -- ,rechnen ,rechnen -- -- ,rechnen 7#cj7 7#cj7 7#cj7 #h-i ---------------------------------------- -------------- ,turnen 7#cj7 ,lesen 7#cj7 ,lesen 7#cj7 ---------------------------------------- ------------------------ ,anschauungs- ,turnen 7#cj7 ,rechtschreiben #i-aj unterricht 7#cj7 ,rechtschreiben 7#cj7 ,singen 7#cj7 7#cj7 ,turnen 7#cj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,schnschreiben ,anschauungs- ,anschauungs- 7#cj7 unterricht 7#cj7 unterricht 7#cj7 #aj-aa ---------------------------------------- -------------- ,rechnen -- -- ,rechnen ,rechnen -- 7#cj7 7#cj7 7#cj7 ---------------------------------------- --------------------- #aa-ab -- -- -- ---------------------------------------- ------------------------ ,nachmittag ---------------------------------------- ----------------------- ,rechnen #b-a_/b -- 7#cj7 -- -- -#c ---------------------------------------- ----------------------- ,weibl4 #c-d -- ,hand- -- -- arbeit 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,die ,teilung der zweiten ,versuchsklasse erfolgte in dem gleichen ,zeitausmae1 wie in der ersten1 im ,rechnen1 im ,anschauungsunterricht und in der ,handfertigkeit2 sie unterblieb dagegen im ,unterricht im ,deutschen4 ,die weiteren ,fragen in bezug auf die ,verteilung der ,unterrichtszeit auf die einzelnen ,unterrichtsfcher beantwortet der ,s4 #abb u4 #abc abgedruckte ,wochenstundenplan4 ,fr den einzelnen ,schler ergeben sich hierbei wchentlich #ah ,unterrichtsstunden1 fr die ,klassenlehrkraft #bc1 fr den ,fachlehrer in ,holzbearbeitung #d ,unterrichtsstunden4 ,fr die ,kinder waren fnf ,nachmittage unterrichtsfrei1 fr die ,klassenlehrerin deren vier4 ,was die ,teilung der dritten und vierten ,klasse betrifft1 so erstreckte sie sich auf zwei ,rechenstunden1 eine ,unterrichtsstunde in der ,heimatkunde und die beiden ,stunden in ,holzbearbeitung4 ,die ,zahl der ,unterrichtsstunden betrug fr die ,knaben #bb2 sie erhhte sich auf #bd bei den ,mdchen durch ,einfgung von #b ,stunden ,unterricht in weiblicher ,handarbeit1 der nunmehr einer besonderen ,lehrerin bertragen wurde4 ,fr den ,klassenlehrer erwuchsen demnach #be ,stunden ,unterricht1 fr den ,fachlehrer in ,holzbearbeitung vier1 fr die ,fachlehrerin fr weibliche ,handarbeit zwei4 ,das sonstige ,stundenausma ist aus der nachfolgend abgedruckten ,wochenstundentabelle zu ersehen4 ,in allen drei ,wochenstundenplnen ist die dem ,lehrgegenstande in ,klammern beigefgte ,zeit um die ,pausen zu verkrzen welche fr eine geeignete ,erholung notwendig waren4 ,an ,stelle der ,teilung einer ,klasse in einem praktischen ,unterrichtsgegenstand kann man auch in der ungeteilten ,klasse gleichzeitig zwei ,fachlehrkrfte arbeiten lassen4 ,wochenstundenplan der dritten und vierten ,klasse ---------------------------------------- ------------------------ ,montag ,dienstag ,mittwoch ---------------------------------------- --------------------- ,a ,b ,a ,b ,a ,b ,vormittag ---------------------------------------- ---------------------- ,holz- #h-i ,religion 7#fj7 ,rechnen -- be- -- 7#fj7 arbeitung 7#fj7 ---------------------------------------- ---------------------- ,holz- #i-aj ,rechtschreiben be- ,rechnen 7#fj7 ,aufsatz 7#fj7 arbeitung 7#fj7 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,heimatkunde ,sprachlehre ,holz- 7#cj7 7#cj7 ,rechnen be- #aj-aa -------------------------------------- 7#fj7 arbeitung ,lesen 7#cj7 ,turnen 7#cj7 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,schnschreiben ,holz- ,weibliche ,hand- 7#cj7 be- #aa-ab arbeit 7#fj7 ------------------- -- arbeitung ,bibel 7#cj7 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,nachmittag ---------------------------------------- ----------------------- #b-c -- ,rechnen -- -- 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,heimat- #c-d -- kunde -- 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ---------------------------------------- ------------------------ ,donnerstag ,freitag ,samstag ---------------------------------------- --------------------- ,a ,b ,a ,b ,a ,b ,vormittag ---------------------------------------- ----------------------- #h-i ,religion 7#fj7 -- ,rechnen ,lesen 7#fj7 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,turnen 7#cj7 ,turnen 7#cj7 #i-aj ,rechtschreiben -------------------------------------- 7#fj7 ,heimatkunde 7#cj7 ,sprachlehre 7#cj7 ---------------------------------------- ------------------------ ,turnen 7#cj7 #aj-aa ------------------- ,aufsatz 7#fj7 ,heimatkunde 7#fj7 ,lesen 7#cj7 ---------------------------------------- ------------------------ ,schnschreiben ,weibliche ,hand- 7#cj7 #aa-ab arbeit 7#fj7 ,singen 7#fj7 ------------------- ,bibel 7#cj7 ---------------------------------------- ------------------------ ,nachmittag ---------------------------------------- ----------------------- #b-c ,rechnen -- -- -- 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,heimat- #c-d kunde -- -- -- 7#fj7 ---------------------------------------- ----------------------- ,ich htte diese ,wochenstundenplne brigens nicht zum ,abdruck gebracht1 htte ich nicht dadurch die tatschliche ,durchfhrbarkeit eines ,vorschlages illustrieren wollen1 den ich auch ganz ohne ,rcksicht auf die ,organisation der ,arbeitsschule seit vielen1 vielen ,jahren empfehle1 dessen ,durchfhrbarkeit aber auch von meinen eigenen ,schulleitern bezweifelt wurde4 ,ich meine die partielle ,klassenteilung4 ,wir sind aus konomischen ,rcksichten noch auf lange ,zeit hinaus gentigt1 in den groen ,stdten ,klassen bis zu #ej1 #fj1 ja in vereinzelten ,fllen noch mehr ,kindern zu bilden4 ,in solchen ,klassen lassen sich gewisse ,zwecke noch frdern1 andere ,zwecke aber in keiner ,weise4 ,es ist vllig ausgeschlossen1 z4 ,b4 einen wirklichen ,anschauungsunterricht auch nur bei #ej ,kindern zu erteilen4 ,hier mu die ,klasse wenigstens in den ,beobachtungsstunden unbedingt geteilt werden4 ,es verursacht unendliche ,mhe1 ,klassen von #ej oder #fj ,kindern in gewisse ,rechen- und ,sprachbegriffe gemeinsam einzufhren4 ,die ,einfhrung in das ,schreiben und ,lesen ist ebenfalls wesentlich erleichtert durch ,teilung der ,klasse im ,schreiblesen4 -- ,eine ,teilung der ,klasse in einigen ,stunden wird die ,aufgabe ungemein erleichtern1 weil alsdann der ,lehrer viel eher an den einzelnen ,schler herankommt1 ganz abgesehen davon1 da die ,aufmerksamkeit einer kleinen ,schar mit einem ,blick viel leichter zu lenken ist als die einer groen ,schar4 ,von der notwendigen ,teilung der ,klasse im ,zeichnen1 in ,physik1 ,chemie1 ,handfertigkeit1 will ich gar nicht reden4 ,weil wir solche ,teilungen nie vorgenommen haben1 waren wir gentigt1 die ,menge der ,stundenzahlen fr einzelne ,fcher in der ,volksschule stndig zu vermehren1 um auch groe ,klassen entsprechend vorwrtszubringen4 ,ein sehr viel gesnderer ,ausweg ist1 die ,stundenzahl fr den ,schler mglichst gering zu halten1 fr den ,lehrer aber durch partielle ,klassenteilung zu mehren4 ,das verursacht so lange keine ,kosten1 als die ,lehrer unter ihrem ,pflichtstundenmae beschftigt sind1 und vermehrt die ,arbeitslast des ,lehrers gleichwohl nicht1 weil die ungleich grere ,leichtigkeit und ,fruchtbarkeit des ,unterrichtes in kleinen ,abteilungen die physische und psychische ,kraft des ,lehrers sehr viel weniger in ,anspruch nimmt4 ,nur der ,wochenstundenplan macht einiges ,kopfzerbrechen1 ebenso wie das ,eintreffen der ,kinder im ,schulgebude zu verschiedenen ,zeiten4 ,da aber die ,beseitigung dieser kleinen ,schwierigkeiten durchaus mglich ist1 das eben sollen die drei ,wochenstundenplne und die an ihnen gemachten ,erfahrungen zeigen4 ,was den ,inhalt der einzelnen ,unterrichtsgebiete betrifft1 so ist er durch den im ,jahre #aiaa vom ,staatsministerium genehmigten ,lehrplan fr die smtlichen ,volksschulen ,mnchens festgelegt4 ,der mehr als zwlfjhrige ,krieg gegen den ,lehrplan ist zu ,ende4 ,der ,lehrplan hat auf der ganzen ,linie gesiegt4 ,er ist einst nur schchtern vom ,gedanken der ,arbeitsschule beeinflut entstanden4 ,gleichwohl bietet er einer bescheidenen ,durchfhrung des ,geistes der ,arbeitsschule kein ,hindernis4 ,die einzige ,abweichung der ,versuchsschule bildet die ,aufnahme von fachlichem ,arbeitsunterricht auch in die ,knabenklassen1 und zwar in ,verbindung mit dem ,anschauungsunterricht und dem ,unterricht in der ,heimatkunde4 ,in den ,mdchenklassen war er schon seit vierzig ,jahren vorgeschrieben4 #b4 ,,durchf,,hrung ,,des ,,lehrplanes ,,in ,,den ,,zwei ,,unterklassen a7 ,anschauungsunterricht mit ,zeichnen und ,handarbeit4 ,der ,anschauungsunterricht mit ,zeichnen und ,handarbeit in ,klasse ,i und ,,ii machte die eigenen ,erfahrungen der ,kinder zum ,mittel- und ,ausgangspunkt seiner ,ttigkeit4 ,gem dem ,mnchner ,lehrplan hat er die ,aufgabe1 auf ,grund der ,schrfung und bung der ,sinnesttigkeit das denkende ,beobachten zu wecken und zu frdern1 die vorhandenen ,vorstellungen zu klren1 zu ergnzen und zu ordnen und neue1 grundlegende ,vorstellungen und ,begriffe zu bilden4 ,diese ,erfahrungen wurden teils aus der praktischen ,ttigkeit der ,schule1 teils aus dem huslichen ,leben der ,familie entnommen4 ,zum ,beginn des ,schuljahres gingen der eigentlichen manuellen ,arbeit bungen voraus1 die auf ,schrfung der ,sinne abzielten4 ,diese bungen wurden zum ,teil dem ,werke von ,m4 ,montessori ,il ,metodo della ,pedagogia ,scientifica entnommen und verliefen fr gewhnlich unter dem ,charakter des eigentlichen ,kinderspieles4 ,selbstverstndlich wurden sie auch whrend des ganzen ,jahres nicht auer acht gelassen und zu geeigneter ,zeit mit geeigneten ,ttigkeiten verbunden4 ,sie erstreckten sich auf das ,erkennen von ,farben und ,formen1 von ,klngen nach ,hhe und ,strke des ,tones1 auf ,schtzungen des ,gewichtes verschiedener ,stoffe1 auf ,erwerbung von ,tastvorstellungen fr die verschiedenartigsten ,materialien1 auf ,ausbildung von ,geruchs- und ,geschmacksvorstellungen einfacher wohl unterscheidbarer ,art1 und endlich auch auf die ,regulierung und ,orientierung von ,bewegungsempfindungen4 ,eine ,reihe von ,materialien diente diesem ,zwecke4 ,der ,arbeitsunterricht1 der mit dem ,anschauungsunterricht aufs engste verbunden wurde1 erstreckte sich in der ersten ,klasse auf ,nhen1 ,stricken1 ,flechten1 ,holzarbeit1 ,gartenarbeit und sogenannte husliche ,beschftigungen4 ,knaben wie ,mdchen hatten den gleichen ,arbeitsunterricht1 so da also einesteils die ,knaben sowohl am ,unterricht im ,nhen und ,stricken teilnahmen als auch die ,mdchen am ,unterricht in der ,holzarbeit4 ,in den zweiten ,klassen trat bei ,knaben wie ,mdchen die ,holzarbeit in den ,vordergrund4 ,daneben wurden die ,knaben in einer besonderen ,stunde mit ,zeichnen und ,ausschneiden1 die ,mdchen mit ,flechten1 ,stricken1 ,nhen beschftigt4 ,gartenarbeit und husliche ,beschftigungen fanden neben der ,schulzeit systematische ,bercksichtigung4 ,anderweitige einwandfreie 7vgl4 ,seite #ha7 ,beschftigungen1 wie ,papierfalten fr bestimmte ,zwecke1 ,papparbeiten1 ,weben auf ,handwebesthlen wren zulssig gewesen4 ,sie wurden aber nicht bercksichtigt1 um die ,arten der ,beschftigung nicht zu zahlreich zu machen und so eine grndlichere ,schulung in der einzelnen ,beschftigungsart zu ermglichen4 ,auch wurden die erstgenannten ,beschftigungen vorgezogen1 weil sie dem huslichen ,leben des ,kindes wesentlich nher liegen4 ,sobald es mglich war1 wurden die praktischen ,arbeiten vom ,gesichtspunkt der ,arbeitsgemeinschaft aus organisiert1 d4 h4 vom ,standpunkt der ,dienst- und ,hilfsbereitschaft der ,kinder gegeneinander und der gemeinsamen ,unterordnung unter eine gesteckte ,aufgabe4 ,die ,art der ,durchfhrung mute sich natrlich ber den ,kindergartenstandpunkt erheben4 ,es handelt sich in der ,volksschule nicht mehr blo darum1 die ,kinder vernnftig zu beschftigen1 sondern auch darum1 die manuelle ,geschicklichkeit systematisch zu steigern1 den ,willen zu immer sorgfltigerer ,arbeit zu erziehen und so den ,spieltrieb mehr und mehr in den ,arbeitstrieb umzuwandeln1 d4 h4 die ,ttigkeit des ,kindes mehr und mehr einem gewollten ,zwecke und gewissen fr die ,zweckerreichung notwendigen ,regeln zu unterwerfen4 ,gewisse ,arbeitsgebiete werden immer lehrplanmig bevorzugt werden mssen1 wie mannigfaltig auch die ,art der ,beschftigung nach der ,neigung des ,lehrers und der ,kinder1 nach den ,anlagen der ,kinder und den ,unterrichtseinrichtungen sein mag4 ,auch innerhalb bestimmter ,arbeitsgebiete ist noch eine weise ,beschrnkung auf wenige manuelle ,fertigkeiten geboten1 damit sie im ,laufe der ersten ,schuljahre zu entsprechender ,sicherheit entwickelt werden knnen4 ,ob die wenigen ausgewhlten ,arbeitsgebiete den physischen und geistigen ,krften des ,kindes entsprechen1 das drfte wohl daraus am besten zu ersehen sein1 ob die ,mehrzahl der ,schler auch ohne ,zutun der ,schule in reiner ,verfolgung ihres ,nachahmungstriebes hnliche ,beschftigungen bei ihren huslichen ,ttigkeiten und ,spielen aufsuchen und anwenden4 ,in welcher ,weise die manuelle ,ttigkeit mit den lehrplanmigen ,themata des ,anschauungsunterrichts in ,verbindung stand1 ergibt sich aus folgender bersicht4 ,der ersten ,klasse fielen lehrplanmig folgende ,aufgaben zu3 #a4 ,aufgabe 7,turnsaal und auf dem ,spielhofe73 ,herstellung von ,holzstben mit angefeilten ,kuppen1 von ,leitern1 von ,griffen fr ,sprungseile4 -- ,herstellung eines ,sprungseiles durch ,stricken ber die ,spule4 #b4 ,aufgabe 7,auf der ,strae73 ,herstellung von ,holzwrfeln1 einer ,holzschranke und eines einfachen ,lastwagens aus ,fadenspulen und ,brettchen4 #c4 ,aufgabe 7,der ,garten im ,herbst73 ,herstellung von ,blumenstben aus ,holz1 ,nhen von ,samensckchen aus ,gaze4 #d4 ,aufgabe 7,das ,weihnachtsfest73 ,herstellung eines ,tschchens fr den ,weihnachtstisch1 einer ,serviettentasche2 ,herstellung eines ,holzbaukastens aus rechteckigen und dreieckigen ,sulen4 #e4 ,aufgabe 7,schnee und ,eis73 ,flechten eines ,untersatzes2 ,herstellung eines ,schlittens aus ,holz4 #f4 ,aufgabe 7,bei der ,nherin73 ,herstellung eines ,lineals mit ,zentimeterma1 einer ,reischiene fr ,rechentabellen4 ,anfertigung von ,schnitten fr ,puppenhemd1 -unterrock und -kleid4 ,nhen von ,puppenwsche nach gefertigten ,schnitten4 #g4 ,aufgabe 7,in der ,kirche zur ,osterzeit73 ,frben von ,ostereiern4 #h4 ,aufgabe 7,der ,schulgarten im ,frhling73 ,herstellung von ,blumenkisten1 eines ,holzzaunes fr die ,blumenkisten1 ,ansen und ,anpflanzen in den ,blumenkisten2 ,flechten eines ,blumenkorbes1 ,flechten eines ,obstkorbes aus ,raffia4 #i4 ,aufgabe 7,bei der ,obstlerin73 ,modellieren von ,frchten 7versuchsweise74 ,neben diesen ,handarbeiten gingen auerdem husliche ,beschftigungen her4 ,sie umfaten die ,ordnung und ,sauberkeit im ,schulzimmer und im ,arbeitsraum1 also ,kehren1 ,abstauben1 ,putzen1 ,waschen1 ,beihilfe der ,kinder zur ,herstellung von ,weihnachtsgebck und ,ostereiern4 ,die ,gartenarbeit beschrnkte sich im ,herbst wegen vielfach ungnstiger ,witterung auf ,einsammeln von ,samen1 ,einschlagen von ,blumen und ,zwiebeln in ,tpfe und in freiem ,gartenland unter ,sicherung gegen ,frost durch ,bedecken mit ,erde4 ,die ,tpfe wurden im ,frhjahr der ,erde entnommen und die ,zwiebelpflanzen bildeten wochenlang in blhendem ,zustande eine ,zierde des ,schulzimmers4 ,im ,sommer pflegten die ,kinder auer den neu angepflanzten ,blumen unter ,anleitung der ,schlerinnen der achten ,klasse den ,schulgarten der achten ,klasse der ,schule an der ,hohenzollernstrae4 ,die ,klassenlehrerin machte dabei ber den ,verkehr der greren ,mdchen mit den ,kindern der ,versuchsklasse die besten ,erfahrungen4 ,auch die ,erziehungsarbeit der ,schlerinnen der achten ,klasse erfuhr bei dieser ,arbeitsgemeinschaft1 an der ,groe wie ,kleine mit gleichem ,eifer und sichtlicher ,freude beteiligt waren1 eine nicht unwesentliche ,vertiefung4 ,die zweite ,klasse hatte folgende ,aufgaben zu behandeln3 #a4 ,aufgabe 7,schulhaus73 ,faustskizzen auf der ,tafel4 ,herstellung eines ,tafellappens im ,strickunterricht4 ,zeichnen von ,tafel1 ,federhalter1 ,griffel4 #b4 ,aufgabe 7,am ,neubau73 ,herstellung eines ,holzhauses durch ,arbeitsgemeinschaft in der ,werkstatt4 ,zeichnen und ,ausschneiden von ,husern4 #c4 ,aufgabe 7,schulgarten im ,herbst73 die im ersten ,schuljahre gefertigten ,blumenkisten 7vgl4 ,s4 #ace ,aufg4 #h7 wurden mit ,blumenzwiebeln bepflanzt4 ,zeichnen von ,blumenformen1 ,ausschneiden und ,zusammenstellen zu einem ,bukett als ,klebearbeit4 #d4 ,aufgabe 7,die ,uhr73 ,anfertigung von ,zifferblttern aus ,karton mit beweglichen ,zeigern4 ,herstellung eines ,zifferblattes aus ,holz mit ,anbringung von gekauften ,metallzeigern4 ,herstellung einer ,sonnenuhr2 ,anlegung eines ,wetterkalenders4 ,die ,mdchen stricken ,pulswrmer4 #e4 ,aufgabe 7,die ,kche73 ,in der ,holzwerksttte ,herstellung eines ,nudelbrettes mit ,nudelwalker4 ,die ,mdchen stricken einen ,topflappen2 die ,knaben zeichnen und schneiden ,kchenherde aus4 #f4 ,aufgabe 7,beim ,schreiner73 ,in der ,holzwerksttte ,herstellung eines ,stuhles mit ,geflecht4 ,besuch einer unserer groen ,schlerwerksttten fr die obersten ,klassen4 ,zeichnen und ,ausschneiden von ,werkzeugen4 #g4 ,aufgabe 7,waschhaus73 ,waschen und ,aufhngen1 ,flechten eines ,nhkorbes4 #h4 ,aufgabe 7,die fnf ,sinne73 ,gab zu besonderen praktischen ,ttigkeiten keine ,veranlassung1 auer eben zur ,bettigung der ,sinne selbst in ,sinnesbungen aller ,art4 7,vgl4 dazu auch die bungen in der ersten ,klasse47 #i4 ,aufgabe 7,am ,aquarium und ,terrarium der ,schule73 ,vor den ,augen der ,schler wird ein ,aquarium angelegt4 ,die ,kinder bauen in der ,werksttte ,raupenksten4 ,beobachtung der ,entwicklung von ,raupen4 ,zeichnen von ,schmetterlingen4 #aj4 ,aufgabe 7,an der ,isar73 ,in der ,werksttte wird in ,arbeitsgemeinschaft eine ,holzbrcke hergestellt4 ,knaben und ,mdchen nhen ,fahnen zum ,ausflug in das ,isartal4 #aa4 ,aufgabe 7,in den ,anlagen73 ,praktische ,arbeiten im ,schulgarten4 ,pflege der aus ,samen gezogenen ,balsaminen1 ,sonnenblumen1 ,begonien1 ,tannen1 ,fichten1 ,zirbelkiefern4 ,zeichnen von beobachteten ,blttern1 ,blumen1 ,frchten4 ,zeichnen eines ,starenkobels2 ,ausschneiden4 ,das ganze ,jahr ber wurde auch den ,aufgaben der huslichen ,beschftigungen ,aufmerksamkeit zugewendet4 ,sie bezogen sich wie im ,vorjahre auf ,ordnung und ,sauberkeit im ,schulzimmer1 ,gang und in der ,garderobe4 ,die ,arbeiten wurden von ,knaben wie ,mdchen mit gleichem ,eifer betrieben4 ,die ,kinder stellten im ,wechsel selbst ihre ,wchter und ,ordner auf3 einen ,knaben fr die ,garderobe1 einen ,knaben und ein ,mdchen fr die berwachung des ,eintrittes in das ,schulzimmer1 drei ,mdchen fr die ,reinhaltung der ,tafelwnde1 je einen ,knaben und ein ,mdchen fr die berwachung der ,fensterbretter1 der auf ihnen aufgestellten ,gegenstnde und der ,pflege der dort befindlichen ,blumen4 ,dabei wurden ,untergruppen gebildet4 ,ein ,knabe sorgte fr die ,verwahrung und ,ausgabe verschiedener ,schlssel1 ein ,mdchen fr die ,kalenderaufzeichnungen4 -- ,zur ,pflege des ,aquariums wurde ein ,mdchen aus der siebenten ,volksschulklasse herangezogen1 welches die kleineren ,mdchen der zweiten ,klasse auch zu belehren und anzuweisen hatte4 ,zur ,beobachtung stand auch ein ,geflgelhof 7mit ,hhnern1 ,hahn1 ,ente1 ,gans1 ,puter7 zur ,verfgung1 dessen ,pflege der ,schulhausmeister hatte4 ,der sonstige ,beobachtungsunterricht vollzog sich teils im ,werkraum 7experimenteller ,teil71 teils im ,schulzimmer1 teils im ,freien4 ,in das ,schulzimmer wurden jene ,beobachtungsbungen verlegt1 die keine wagerechten ,tische und wenig ,werkzeuge erforderten4 -- ,das ,zeichnen beschrnkte sich auf gedchtnismige ,darstellung einzelner ,gegenstnde1 die ,gegenstand des ,anschauungsunterrichtes waren und die jeder ,schler beim ,anschauungsunterricht in der ,hand hatte oder mit denen er im ,beobachtungsunterricht arbeitete 7,spielsachen1 ,werkzeuge1 kleine ,hausgerte74 b7 ,rechnen4 ,fr die erste ,klasse kam lehrplanmig der ,zahlenraum #a-bj in ,betracht4 ,es war ,bedacht darauf genommen1 da jedem ,kinde ,veranschaulichungsobjekte zur ,verfgung standen1 an deren ,hand es die ,veranschaulichung in selbstndiger ,weise vornehmen konnte4 ,selbstverstndlich wurde von ,anfang an ein groes ,gewicht darauf gelegt1 die ,kinder nicht blo zum ,abschtzen1 sondern auch zum genaueren ,messen anzuhalten und damit schon die einfachsten ,zahlenbegriffe zu entwickeln4 ,pappscheiben1 ,knpfe1 ,stbchen1 ,fadenspulen1 ,perlenketten1 gestanzte ,kupfer- und ,nickelmnzen in selbstgefertigten ,geldbrsen und vor allem die gesamte manuelle ,ttigkeit in der ,holzbearbeitung1 die mit einem bestndigen ,schtzen1 ,messen und ,vergleichen verbunden ist1 dienten der ,durchfhrung des ,arbeitsprinzips im ,rechenunterricht4 ,einen besonderen ,weg schlug im ,schuljahre #aiae_/af ,frulein ,merxmller ein4 ,sie berichtet3 ,wenn auch infolge der starken ,beschrnkung der ,unterrichtszeit von einer weitgehenden sachlichen ,beschftigung heuer keine ,rede sein konnte1 wurde doch versucht1 auch den ,rechenunterricht so gut als mglich im ,sinne der ,arbeitsschule zu gestalten4 ,da durfte im ,vordergrunde nicht die von auen diktierte1 einem unfabaren ,lehrzwecke dienende ,rechenaufgabe stehen1 nicht der streng geregelte methodische ,aufbau1 der von auen festgelegte ,fortschritt von einem ,rechenvorgang zum andern und von einer ,stufe zur andern -- sondern ,gelegenheiten zum ,beobachten und ,entdecken mute das ,kind haben1 damit es seine ,kraft erprobe und einem inneren ,zwange gem darangehe1 an den grobsinnlichen ,erscheinungen rechnerischen ,problemen nachzuspren4 ,bei den ,beschrnkungen des ,schulbetriebes war es eine dringende ,angelegenheit1 das ganze ,schulleben und alle ,unterrichtsstunden auch fr diese ,zwecke auszubeuten4 ,besonders wertvoll erwiesen sich folgende besondere ,einrichtungen3 #a4 ,das ,illusionsspiel der ersten ,schultage mit ,stbchen und ,wrfeln vorne vor aller ,augen auf einem groen1 schrggestellten ,rechenbrett4 #b4 ,die rhythmischen ,verzierungen zeitweilig angebracht an den berschriften der ,tafellesestcke4 ,die ,bewunderung von ,form1 ,farbe1 ,regelmigkeit fhrte zur genauen ,beobachtung fr die ,zwecke der ,nachahmung1 zur ,klarstellung rechnerischer ,verhltnisse und zur ganz selbstndigen ,bildung von ,rechenaufgaben4 #c4 ,rechenkarten1 welche nach hnlichen ,gesichtspunkten ausgestaltet waren und uns wochenlang interessierten und auf das fruchtbarste beschftigten4 #d4 ,das ,einkaufen vorne auf dem groen ,rechenbrett mit ,mnzen aus ,papier geschnitten1 eine ,arbeit1 die vllig nach den ,einfllen und ,angaben der ,kinder geleitet war und eine unglaubliche ,gewandtheit und ,sicherheit im ,rechnen erzeugte4 ,unter ,verzicht auf alle methodischen ,kunststcke1 die ja den ,kindern nur das ,denken ersparen1 gab es keine vorausschauenden ,erklrungen und ,entwicklungen von ,rechenvorgngen1 wie sie etwa im ,rechenbuch beim berschreiten des ,zehners angedeutet sind1 keine typischen ,zahlbilder1 kein geregeltes ,finger- und ,zhlmaschinenrechnen4 7,ich gestatte mir einzufgen3 ,quod licet ,jovi2 non licet bovi47 ,mit der grten ,selbstndigkeit ohne ,aufgabenstellung und aufdringliche ,hinweise erarbeiteten sich die ,kinder am ,wechsel der auftretenden ,erscheinungen des ,schullebens einen ,rechenvorgang um den andern4 ,jede ,stunde brachte ,neues an ,inhalt und ,form4 ,das einzelne ,kind eignete sich immer zuerst das an1 was es seinen inneren1 in ,entwicklung begriffenen ,spannkrften gem aufzunehmen imstande war4 ,die andern folgten1 jedes zu seiner ,zeit1 es war kaum ein halbes ,jahr vergangen1 als die ganze ,schar ber das ,ziel der #a4 ,klasse hinausdrngte1 um in der ,folge auch weit darber hinauszuwachsen4 ,fr die zweite ,klasse war der ,zahlenraum #a bis #ajj vorgeschrieben4 ,eine so mannigfaltige ,veranschaulichung der ,rechenvorgnge1 wie in der ersten ,klasse1 war nicht mehr ntig4 ,groe und kleine ,zhlmaschinen1 ,schtzen bei allen ,beobachtungen1 ,messen und ,zhlen in der ,werksttte und im ,klassenraum1 vor allem aber auch ,kaufen und ,abwgen von ,waren an dem in der ,schule aufgestellten ,kaufladen boten eine ,flle von konkreten bungen4 ,zum ,messen konnten bereits ,mabnder und ,meapparate fr ,flssigkeitsmae verwendet werden4 ,die ,einrichtung des ,kaufladens bestand aus ,tten1 die von den ,kindern selbst hergestellt und mit verschiedenen ,waren gefllt waren1 aus einer zweischaligen ,krmerwage mit entsprechendem ,gewichtsatz4 ,unter allergrter ,anteilnahme der ,kinder vollzogen sich die ,rechenoperationen am ,kaufladen4 ,sie wurden von allen gemeinsam in der ,bank mitgemacht mit ,hilfe der im ,vorjahre gefertigten und mit gestanzten ,kupfer- und ,nickelmnzen gefllten ,geldbrsen4 ,whrend nmlich drauen vor den ,bankreihen das ,abwgen und die ,auszahlung von zwei ,kindern ausgefhrt wurde1 hatten alle ,kinder in den ,bankreihen mit ,gewichtschablonen den ,vorgang des ,wgens nachzumachen und ebenso mit ,hilfe der zur ,verfgung stehenden ,mnzen1 die um einige ,fnfzigpfennig- und ,markstcke in diesem ,jahre vermehrt worden waren1 alle ,rechenoperationen anschaulich nachzubilden4 ,so entwickelten sich leicht die grundlegenden ,operationen des praktischen kaufmnnischen ,lebens1 wie es sich im ,kleinhandel abspielt4 ,vorstellungen1 wie das ,kilogramm als eine ,einheit von #ajajj g1 als eine ,einheit von #b ,pfund oder #d halben ,pfunden bildete allmhlich jedes ,kind ohne die geringste ,schwierigkeit4 ,auch die ,zusammensetzung solcher ,untereinheiten wie ,pfund oder ,halbpfund aus ,grammen wurde gut aufgefat und angewendet4 7,im dritten und vierten ,schuljahre wurden alle ,kinder mit ,handwagen ausgerstet1 um selbstndige ,wgungen1 insbesondere von wrfelfrmig geformten ,stoffen aller ,art und damit auch ,materialvergleichungen vornehmen zu lassen47 c7 ,schreiblesen1 ,lesen1 ,rechtschreiben1 ,erzhlen4 ,in der ersten ,klasse kamen als ,vorbung fr das ,schreiben in ,anlehnung an ,m4 ,montessori geometrische ,formen zur ,verwendung1 deren ,umrisse von den ,kindern mit ,bleistift zunchst umzogen wurden4 ,die so umgrenzte ,papierflche war dann mit ,farbstiften immer sorgfltiger auszufllen4 ,die ,kinder wurden dadurch gewhnt1 den ,umri zu beobachten1 bestimmte ,grenzen einzuhalten1 verschiedene ,formen des ,umrisses aufzufassen und so langsam die ,schreibbewegungen der ,hand beherrschen zu lernen1 ohne da zunchst die ,arbeit durch die ,auffassung von schwierigeren ,buchstabenformen kompliziert wurde4 ,die ,einfhrung in die einzelnen ,buchstaben erfolgte in frheren ,jahren in der ,weise1 da der ,buchstabe zunchst langsam und unter ,beobachtung aller ,bewegungen vorgeschrieben wurde4 ,darauf hatten ihn die ,kinder in dem von ,stadtschuleninspektor ,schmied entworfenen ,setzkasten auszusuchen1 auf unliniertem ,papier oder unlinierten ,schiefertafeln mglichst gro nachzuzeichnen1 zu betasten und mit den ,fingern nachzufahren bis zur ,gelufigkeit4 ,diesen ,vorbungen folgte die ,darstellung der ,buchstaben auf den groen ,wandtafeln1 welche die drei ,wandflchen des ,schulzimmers bedecken1 dann gemeinsame ,korrektur der auf den zehn ,wandtafeln von den ,kindern gleichzeitig geschriebenen ,buchstaben und endlich erst die ,darstellung und ,einbung der ,buchstaben auf der ,schiefertafel2 ,hand in ,hand mit diesen bungen gingen die ,lese- und ,rechtschreibbungen4 ,die letzteren hielten gewhnlich folgenden ,gang ein3 ,auf einer der groen ,schultafeln wurden von der ,lehrerin in ,druckbuchstaben neue ,stze zusammengestellt1 die ,kinder bersetzten die ,druckbuchstaben zunchst in ,schreibschrift mittels ,setzkasten und schrieben dann erst auswendig die ,stze auf die ,schiefertafel oder ins ,heft4 ,die ,fibel war ,mitte ,mai vollstndig ausgelesen1 so da die ,kinder die letzten zwei ,monate bereits das ,lesebuch3 ,blaue ,blumen1 ein ,buch fr ,mtter und ,kinder1 mit groem ,vergngen bentzten4 ,schwierigkeiten bereiteten hier im ,anfang nur die in kleinen ,lettern gedruckten ,erzhlungen4 ,ein gnzlich anderer ,weg wurde im ,schuljahre #aiac_/ad eingeschlagen4 ,die in ,deutschland bliche ,schreiblesemethode geht1 selbst wenn sie die ,normalwrtermethode zugrunde legt1 von den einzelnen ,buchstaben aus1 gibt diese in ihrer schwierigsten ,form1 der deutschen ,fraktur1 und in vier verschiedenen ,alphabeten 7groe und kleine ,druckschrift1 groe und kleine ,schreibschrift7 und bt dann allmhlich das fr viele ,schler schwierige ,zusammenlesen der ,buchstaben zu ,wrtern4 ,mein fast dreimonatiger ,aufenthalt in den ,vereinigten ,staaten von ,nordamerika1 whrenddessen ich gegen #ajj ,volksschulklassen in den verschiedenen ,staaten des ,nordens und ,sdens besichtigte1 hat mich zu meiner groen berraschung belehrt1 da ein vllig anderer ,weg zum mindesten fr die ,einfhrung in die englische ,sprache mit ihren ungemein zahlreichen ein- und zweisilbigen ,wrtern gleich fruchtbar sein kann4 ,obwohl das amerikanische ,schulwesen alle seine frheren ,anregungen aus ,europa bekam1 so hat es unsere europische ,schreiblesemethode vollstndig abgelehnt1 und obwohl jeder der #dh ,staaten ,nordamerikas vllig autonom ist in der ,gestaltung seines ,schulwesens1 so hat sich doch die von mir beobachtete ,methode in allen ,staaten allgemein und ohne jeden ueren ,zwang eingebrgert4 ,die ,methode grndet sich auf das ,wortbild4 ,einzelne aus der praktischen ,ttigkeit der ,schule entsprungene ,stze von #e bis #f ,wrtern bilden den ,ausgangspunkt4 ,die ,wortbilder werden als ,ganzes1 durch sinnreiche bungen und ,spiele aller ,art1 eingeprgt4 ,dieser ,einprgung kommt die lateinische ,blockschrift mit dem ,mangel an ,majuskeln innerhalb des ,satzes ungemein zustatten4 ,man betrachte nur einmal etwa daraufhin den ,satz3 ,i lost my pen to-day mit der ,darstellung in deutscher ,fraktur und ,sprache3 ,ich habe heute meine ,feder verloren4 ,das ,wortbild der lateinischen ,blockschrift ist sehr viel formenrmer und kann schon am ersten ,tage des ,unterrichts von den ,kindern nachgemalt werden1 was der ,einprgung sehr zustatten kommt4 ,sobald auf diese ,weise #ej bis #fj ,wortbilder im ,gedchtnis des ,kindes liegen1 werden dem ,kinde bereits ganze ,erzhlungen aus diesen ,wrtern in ,blockschrift vorgelegt1 in die nur da und dort ein neues unbekanntes ,wort eingestreut ist1 dessen ,bedeutung das ,kind aber aus dem ganzen ,zusammenhang erschlieen kann4 ,zu den so selbst erarbeiteten ,wortbildern werden dann wieder durch neue ,musterstze aus dem ,schulleben andere ,wrter hinzugefgt1 sehr oft gleichlautende ,reimwrter1 und so vermehrt sich der ,wortbildschatz immer mehr4 ,allmhlich1 namentlich unter dem ,einflu der ,reimwrter1 vollzieht sich automatisch die ,analyse des ,wortbildes in ,lautbilder von selbst1 und nach einem halben ,jahre sind alle ,kinder auch im ,besitze smtlicher ,lautbilder4 ,inzwischen sind aber die ,kinder an drei wesentliche ,dinge gewhnt worden3 a7 beim ,lesen vor allem auf den ,sinn des ,satzes zu achten1 ohne welche ,achtsamkeit ja neue ,wortbilder nicht erfat werden konnten2 b7 sich stets nur ,wortbilder einzuprgen1 anstatt sich gedchtnismig die ,orthographie des ,wortes durch die ,reihenfolge des ,buchstabens zu merken2 c7 das ,wortbild mit einem ,schlage aufzufassen und nicht mhsam aus der ,buchstabenfolge zusammenzulesen4 ,vor allem aber sind sie schon sehr viel frher als unsere ,kinder in den ,stand gesetzt1 ganze ,geschichten zu lesen und so aus der ,lesefreudigkeit heraus die ,schwierigkeiten des ,lesens berwinden zu lernen4 ,die ,einfhrung in die ,schreibschrift erfolgt ganz unabhngig von der ,einfhrung ins ,lesen1 das mglichst beschleunigt wird2 nur das ,nachmalen der hchst einfachen ,druckbuchstaben der lateinischen ,blockschrift geht parallel4 ,die ,methode ist bereits uerst sorgfltig ausgebaut1 und eine sehr interessante ausgedehnte ,literatur von first reading-books1 von ersten ,lesebchern1 untersttzt sie4 ,weiter darauf einzugehen1 ist hier nicht mglich4 ,ob die ,methode auch fr die deutsche ,sprache gleich fruchtbar ausgenutzt werden kann1 mu ausprobiert werden4 ,zwei der ,lehrkrfte der ,versuchsschule1 ,herr ,brckl und ,frl4 ,merxmller1 haben sie mit groer ,wrme und ,begeisterung und mit tiefem ,verstndnis versucht4 ,ich mchte den ,bericht von ,frulein ,bertha ,merxmller hier zur weiteren ,anregung zum ,abdruck bringen4 ,die reichen ,erfahrungen1 die ,herr ,brckl gemacht hat1 wird er wohl in einer eigenen ,arbeit verffentlichen4 ,zum ,bericht des ,frulein ,bertha ,merxmller1 die im ,schuljahre #aiae_/af freiwillig die erste ,klasse bernahm1 bemerke ich1 da der ,mangel an ,rumen1 der durch die ,ablassung von mehr als der ,hlfte aller ,schulgebude an die ,militrverwaltung herbeigefhrt war1 uns gentigt hat1 in den meisten ersten ,klassen und auch in der ,versuchsklasse die ,unterrichtszeit auf wchentlich #ab ,stunden festzusetzen4 ,der ,bericht gibt auch deutlich ein ,bild davon1 was ,arbeitsunterricht im ,schreiblesen heit4 ,ich gebe zuerst die ,erfahrungen im ,leseunterricht4 a7 ,meine ,bilderbogen4 ,es waren einfache kindertmliche ,darstellungen mit klaren ,texten in ,antiqua fr die ,stufe des scheinbaren ,lesens als ,ausgang und ,grundlage fr die erste ,lesettigkeit4 ,auf dem ,wege des ,vergleichens werden die bungswrter des ,textes wiedererkannt1 wenn sie auf der ,tafel in anderer ,reihe auftreten1 bis sie1 zur lebendigen ,rede gefgt1 als ,ausdruck fr kleine gemeinsame ,erlebnisse gelten und als solche erfat werden knnen4 ,in der unterhaltsamen ,beschftigung mit diesen ,bilderbogen sah ich die ,erfahrung der ,kinderstube besttigt1 da sich ,kinder gerne und leicht einprgen1 was in ihren ,bilderbchern bei den geliebten ,bildern steht4 ,das von der ,spielwelt herbergenommene ,interesse verstrkte sich durch die ,wichtigkeit der ersten ,schularbeit1 und es entstand jene ,vertrautheit mit den ,lautzeichen1 die den ,sinn immer eindringlicher auf die ,elemente und ihre ,beziehungen lenkt1 das ,lautbewutsein schafft und spter ein ,kind nach dem andern1 jedes zu seiner ,zeit1 ohne aufdringliche ,hinweise1 nur einem inneren ,zwange gem1 zur ,lautanalyse fhrt und zum synthetischen ,lesen4 b7 ,meine selbstgeschaffenen ,lesestoffe4 ,sie wollten sowohl sprachlich wie inhaltlich der kindlichen ,entwicklung so viel als mglich ,rechnung tragen und die ,tatsache bercksichtigen1 da fremde ,sprachinhalte und fremde ,sprachformen den ,leselernproze benachteiligen mssen1 weil er doch die ganze ,aufmerksamkeitsenergie fr sich beansprucht4 ,abgelauscht den sprachlichen uerungen der ,kleinen1 wirkten die meisten meiner selbstgeschaffenen ,lesestoffe durch die persnlichen ,beziehungen ihres tatschlich und meist gemeinsam erlebten ,inhaltes1 eines ,inhaltes1 der unbedingte ,teilnahme oft bis zum jubelnden ,beifall erzeugte und die ganze ,lese-,lernarbeit natrlich und anregend gestaltete4 ,die kleinen ,lebensausschnitte wurden den ,kindern in der ,form von ,leseblttern und ,tafelstcken geboten1 wodurch sie der psychologischen ,beschaffenheit des ,kindes noch weiter durch den ,reiz des ,neuen und der ,abwechslung entgegenkamen und als kleine abgerundete ,ganze der leichten ,ermdbarkeit des ,kindes gerecht wurden4 ,ungezwungen bereits gebte ,wortbilder immer wieder zur ,wiederholung bringend und darin etliche neue versteckt zur vergnglichen ,lsung -- bedeutete ,stck fr ,stck eine mhelose1 lustvolle ,anwendung und ,sicherung des ,gelernten1 wie auch ein wohlerwogenes ,ma von ,schwierigkeiten1 der kindlichen ,kraft zur frohen ,bettigung zugeteilt4 ,das bewegte ,innehalten1 wenn in der ,lesearbeit der ,sinn aufging1 die ,situation erfat wurde und ,selbsterlebtes zum greifbaren ,bilde sich gestaltete1 war der ,beweis1 da die ,kleinen im besten ,sinne ,lesen lernten1 trotz technischer ,schwierigkeiten und uerer ,ablenkung1 ,lesen1 d4 h4 ,schtze heben4 ,sie hatten ihre helle ,freude1 da sich das alles so schn lesen und schreiben lie1 ergtzten sich staunend an den eigenen ,ausdrcken und den ,wendungen1 die ihnen vom tglichen ,leben her so gelufig waren1 wollten gleich noch was dazu erzhlen1 muten gleich noch was fragen und wollten es dann gleich nochmal lesen1 weil es 'gar so schn'1 'so echt'1 'so nett' war1 'zum ,totlachen'1 'eine ,gaudi'1 weil es 'ganz wahr' war4 ,diesen oder jenen ,ausdruck mchten sie bei dieser ,gelegenheit gleich auch noch geschrieben sehen2 einer kann aus dem ,wort an der ,tafel gleich selbst ein anderes machen1 braucht nur was wegtun oder was hinsetzen1 gleich heit es dann anders4 ,und sie freuen sich alle ber die gelungene ,vernderung und lassen nicht mehr los und gehen ihre ,entdeckerwege weiter und wollen unaufhrlich schaffen und gestalten4 ,viel ,schaffenskraft von lebendigem ,interesse geweckt mute da wegen des beschrnkten ,kriegsbetriebs oft gewaltsam zurckgedrngt werden4 ,auf keinen ,fall kam in diese ,leselernstunden ghnende ,langeweile oder qualvolle ,mhe4 ,es waren sehr interessante1 hchst vergngliche ,stunden4 ,in gleich erfreulicher und belehrender ,weise lautet der ,bericht ber die ,erfahrungen im ,schreibunterricht4 ,auch hier war ich in allererster ,linie bestrebt1 nach dem ,gesetz von der ,isolierung der ,schwierigkeiten nicht pltzlich mit allen ,schwierigkeiten auf einmal zu beginnen1 sondern im allmhlichen ,fortschreiten ein ,hindernis nach dem andern zu berwinden4 ,dabei ging ich von der ,annahme aus1 da die ,schriftformen um so mehr ,ausdruckskraft werden vermissen lassen1 um so gezwungener und gequlter ausfallen mssen1 sich um so weniger frei werden entwickeln knnen1 je mehr ,vorschriften das ,kind beengen und je mehr ,gesetze es binden4 ,als solche ,hemmnisse erkannte ich alle ,einengungen1 die das ,gert1 insbesondere die spitze ,feder1 verursacht1 -- dann eine fr alle gleichmig von vornherein vorgeschriebene ,handhaltung1 -- die starre ,unabnderlichkeit der ,formen und das ,verlangen1 jede ,schriftform auf eine gewisse ,art und in einer bestimmten ,reihenfolge zur ,darstellung zu bringen1 -- endlich die ,liniatur4 ,wenn auch im ,schreibunterricht die ,lust am ,schaffen ,triebkraft werden sollte1 ,kraftentfaltung und ,entwicklung der ,eigenart die zu erstrebende ,frucht des ,unterrichtes1 dann durfte die starre1 kalte1 unverrckbar festgelegte ,form nicht im ,vordergrund des ,unterrichtes stehen bleiben1 nicht die uere technische ,seite mit ihrer ,qual fr die ungebte1 unentwickelte ,hand des ,kindes --1 sondern die freischaffende ,ttigkeit des ,kindes4 ,fr meinen grundlegenden ,schreibunterricht1 der in natrlichem ,aufbau von der ,antiqua ausgehen durfte1 galt es also zunchst ein willfhriges ,schreibgert zu finden1 das in der ungelenken ,hand des ,kindes und selbst noch beim falschen ,gebrauch seinem ,wesen getreu bleibt und die der lateinischen ,druckschrift charakteristischen ,schnurzge erzeugt4 ,ich kam von dicken1 weichen1 farbigen lkreidestiften1 #aj ,stck #aj ,pf41 auf dem ,papier und vom weichen ,buttergriffel auf der ,tafel 7,papiernot67 zum griffelartig zurecht gespitzten ,schreibholz fr die ,tinte und dann erst zur ,feder1 und zwar zu einer starken ,kugelspitzfeder4 ,dann sollten meine ,kinder gleich vom ,anfange an mglichst frei gestalten drfen1 wobei es mir wichtig schien1 da sich ein ,gefhl fr gute ,schriftformen an guten ,vorbildern und durch zweckmige ,besprechung guter und schlechter ,beispiele an der ,schultafel entwickeln knne und da jedes ,kind die ,handhaltung und die ,schriftform selbst finde1 die seinem ,wesen gem ist und ihm einen freien ,zug ermglicht4 ,und siehe1 die ,schriften entwickelten sich in vllig ungeahnter ,weise4 ,die berraschend schnen ,erfolge rechtfertigten am besten die vorausgestellten ,annahmen und ,grundstze4 ,an dem ,mae aber1 wie von ,stufe zu ,stufe bei jeder neuen ,werkzeughemmung die ,leistungen immer sofort zurckgingen1 um nach kurzer ,zeit allmhlich wieder zu steigen1 sieht man recht klar1 welch groe ,schwierigkeiten die heutige ,schule dem ,kinde zumutet1 wenn sie es gleich am ,anfang in die ,liniatur zwingt und ihm fr das ,papier gleich die spitze ,feder zur ,hand gibt4 ,bei der weiteren ,aufgabe1 die ,kinder von der lateinischen ,druckschrift zur lateinischen ,schreibschrift zu fhren1 sie durch die schreibgeme ,form der ,antiqua und ihre natrliche ,fortsetzung in die eigentliche ,kunst des ,schreibens hineinwachsen zu lassen1 wurde ich auf die verdienstvolle ,anregung des ,herrn ,prof4 ,kuhlmann hin zu einem sehr interessanten ,versuch gefhrt4 ,es war die ,frage gestellt3 ,knnen sich die ,kleinen in ,erfllung des ,arbeitsschulgedankens ihre ,handschrift selbstttig erarbeiten8 ,da dieser ,versuch in hervorragender ,weise als gelungen bezeichnet werden mu1 zeigen die ,schriften der ,kinder1 besonders auf ihren einzelnen ,entwicklungsstufen4 ,sie beantworten noch folgende wichtige ,teilfragen3 #a4 ,kann man im ,durchschnittskind ein ,gefhl fr ,schriftformen entwickeln und ausbilden8 #b4 ,hat es die ,neigung und ,begabung1 seine ,schrift selbstndig zu gestalten8 #c4 ,mu die ,freiheit eines zwang- und vorschriftlosen ,schreibunterrichtes nicht notwendigerweise oder doch mit der ,zeit zu einer ,schriftverwilderung fhren8 ,der ,versuch hat die beiden ersten ,fragen glnzend bejaht1 die dritte ,frage verneint1 sobald nur die ,lehrkraft selbst von einem sthetischen ,gefhl fr ,schrift beherrscht ist4 ,in der zweiten ,versuchsklasse standen dem ,unterricht in der deutschen ,sprache #e ,stunden zur ,verfgung gegenber #i ,stunden1 die in den brigen normalen ,volksschulklassen ,mnchens vorgeschrieben waren4 ,die #e ,stunden waren3 #b ,lese-1 #b ,rechtschreib- und #a ,schnschreibstunde4 ,eine ,visitation am ,schlusse des ,jahres ergab1 da das ,klassenziel in der gleichen ,weise erreicht war1 wie in den sonstigen guten ,klassen4 ,beim ,lesen wurde ein besonderes ,gewicht auf das rasche ,erfassen des ,gesamtinhaltes gelegt und sowohl durch freie ,wiedergabe als durch mimische ,darstellung des jeweils geschilderten ,ereignisses zu erreichen gesucht4 ,eine ,lehrerin der ,klasse glaubt1 da die dramatischen ,darstellungen der ,lesestcke1 bei denen die ,kinder nicht blo redend1 sondern auch handelnd auftreten und die zunchst immer nur improvisiert sind1 ohne nennenswerte ,schwierigkeiten schon in den ,mittelklassen festgehalten und durch ,einbung zu immer grerer ,vollkommenheit gebracht werden knnten4 ,der ,vorteil1 der hieraus erwachsen wrde1 lge nicht nur in der ,verwendbarkeit solcher ,darstellungen fr gemeinsame ,schlerfeste1 sondern auch in der ,steigerung der ,gefhle fr die geschilderte ,situation und damit die ,steigerung der ,auffassung und damit des ,interesses fr das ,gelesene4 ,als besonders zur mimischen ,darstellung geeignet erwiesen sich die ,lesestcke des ,mnchener ,lesebuches fr die zweite ,klasse3 ,kasperl in der ,schule1 ,das ,bblein auf dem ,eise1 ,bub und ,bock1 ,hansel und ,gretel1 ,musik auf dem ,hofe1 ,wolf und ,fuchs1 ,der lgenhafte ,hirt1 ,vom ,bblein1 das berall hat mitgenommen sein wollen4 ,vor ,trimesterschlu gab jeweils ein ,schlerfest den ,kindern besondere ,gelegenheit1 ihr ,knnen im ,erzhlen1 ,vortragen1 ,dramatisieren 7natrlich auch im ,musizieren1 ,singen1 ,zeichnen7 in den ,dienst der ,klassengemeinschaft zu stellen und so zum ,gelingen eines ,gemeinschaftswerkes beizutragen4 ,am ,ende jeder ,woche wurden auch die ,schler veranlat1 ihre ,erlebnisse in der ,werksttte zusammenhngend zu erzhlen4 ,bei der ,behandlung des ,rechtschreibstoffes leisteten die neueingefhrten ,tafelwnde 7drei ,seiten des ,schulzimmers waren mit fortlaufenden ,tafeln bedeckt7 auerordentlich gute ,dienste4 ,alle neuen ,wrter1 alle ,diktate konnten gleichzeitig von #ae ,schlern an die ,tafelwnde geschrieben werden1 whrend die brigen ,kinder ins ,heft schrieben4 ,die gemeinsame ,korrektur der auf der ,tafelwand von allen ,kindern aufzusuchenden ,fehler gab eine ausgezeichnete bung im ,fixieren der ,wortbilder4 d7 ,katholischer ,religionsunterricht4 ,der ,religionsunterricht war inhaltlich an den offiziellen ,lehrplan der ersten ,klasse gebunden4 ,methodisch suchte er innerhalb dieses ,rahmens mglichst durch die ,beobachtung1 ,anknpfung an die ,erfahrung1 ,nachahmung1 dramatische ,darstellung das religise ,erlebnis zu vertiefen4 ,dieses war im weitesten ,sinne beim religis-liturgischen ,anschauungsunterricht mglich4 ,durch wiederholten ,besuch in der ,josefskirche sowie in der ,sakristei derselben wurden die liturgischen ,objekte und ,handlungen zur unmittelbaren ,anschauung gebracht4 ,die liturgischen ,handlungen wurden zum ,teil in ,spiel und ,ernst nachgeahmt4 7,verehrung des ,christkindes1 ,betrachtung der ,kreuzwegbilder in der ,josefskirche1 ,maiandacht1 ,messe47 ,der religis-sittliche ,anschauungsunterricht wurde im ,anschlusse an die ,erlebnisse der ,kinder 7,haus1 ,strae1 ,schule1 ,spielplatz7 behandelt4 ,beim ,gebetsunterricht wurde mglichst auf wirkliches ,beten aus erlebter ,empfindung1 nicht blo auf gedchtnismiges ,aufsagen gesehen4 ,die biblischen ,erzhlungen wurden vielfach dramatisch1 mit ,rollenverteilung1 nacherzhlt und so zu mglichster ,wirkung gebracht4 ,in der zweiten ,klasse bildete eine ,wanderung zur ,ursulakirche die ,grundlage fr den religis-liturgischen ,anschauungsunterricht4 ,zur ,grundlage des religis-sittlichen ,anschauungsunterrichtes wurden die mannigfachen ,erlebnisse der ,kinder genommen4 ,im brigen wurde gem den im vorausgehenden geschilderten ,grundstzen des ersten ,schuljahres verfahren4 e7 ,turnen4 ,fr ,turnen waren in der ersten ,klasse jeden ,tag #bj ,minuten in ,anrechnung gebracht4 ,diese #bj ,minuten waren zweimal 7,montag und ,donnerstag7 auf den ,nachmittag1 die brigen ,tage auf den ,vormittag verlegt4 ,die ,vormittagsbungen bildeten ein willkommenes ,gegengewicht gegen eine mglicherweise eintretende geistige ,ermdung4 ,die ,turnzeiten wurden an den ,nachmittagen hauptschlich fr jene bungen verwendet1 welche die ,willensbegabung der ,schler vor allem frdern1 also fr ,freibungen zur richtigen ,krperhaltung1 fr ,wettspiele und ,wettkmpfe4 ,an den ,vormittagen wurden hauptschlich ,lauf-1 ,nachahmungs- und ,singspiele gespielt2 unter den ,nachahmungsspielen befanden sich von den ,kindern selbst erdachte und in irgendeinem ,zusammenhang mit dem ,unterricht stehende3 z4 ,b4 ,meine ,blmchen haben ,durst 7,bild71 ,straenverkehr1 ,rechtsgehen1 ,kriegfhren1 ,frau ,holle4 ,in der zweiten ,klasse war der ,turnunterricht auf vier halbe ,stunden verteilt4 ,im brigen wurde wie im ,vorjahre verfahren unter steigender ,anspannung der ,willenskrfte behufs ordnungsgemer und genauer ,ausfhrung der ,turnbewegungen4 ,immer wurde auf sorgfltige ,pflege der ,arbeitsgemeinschaft und der freiwilligen ,unterordnung ,bedacht genommen4 ,mit ,beginn dieses ,schuljahres wurden in allen ,versuchsklassen in eine ,unterrichtspause jeden ,tages hygienische ,krperbungen von fnf bis acht ,minuten gelegt1 welche als ,vorbeugung gegen ,tuberkulose und gegen ,skoliose eingefhrt wurden4 7,anleitung durch ,schularzt ,dr4 ,ranke47 f7 ,singen4 ,die ,liedertexte standen zunchst in ,verbindung mit den ,aufgaben des ,anschauungsunterrichtes1 aus dem ihre ,inhalte herauswuchsen4 ,zur klaren ,erfassung des ,rhythmus wurden die ,kinder angeleitet1 aus vorgesungenen ,liedern den ,takt selbst herauszufinden4 ,im zweiten ,schuljahre boten auch die ,singspiele und religise ,lieder1 die mit gewissen kirchlichen ,festtagen in ,beziehung standen1 ,stoff fr den ,singunterricht4 ,die ,texte der ,lieder standen zur ,zeit ihrer ,einbung immer zum ,schul- oder ffentlichen ,leben in enger ,beziehung und dienten so der ,steigerung des ,gefhlslebens4 g7 ,holzbearbeitungsunterricht4 ,unter den praktischen ,beschftigungen1 die wir mit der ,versuchsschule verbunden haben1 bildet die ,beschftigung mit der ,holzarbeit neben der ,beschftigung mit weiblichen ,handarbeiten1 die von der dritten ,klasse ab nur mehr fr die ,mdchen bestimmt ist1 die wichtigste4 ,ich habe mich fr die ,holzarbeit unter ,ausschaltung von ,papp- und ,metallarbeiten aus einer ,reihe von ,erwgungen entschieden1 die ich in ,kap4 ,,iv und ,v des nheren ausgefhrt habe4 ,die wichtigsten dieser ,erwgungen sind3 a7 die mannigfache ,verwendbarkeit der so erworbenen ,fhigkeiten und ,fertigkeiten nicht blo im spteren ,leben1 sondern auch im ,dienst des ,volksschulunterrichtes in ,rechnen1 ,zeichnen und ,physik2 b7 die ,mglichkeit1 die ,arbeitsprozesse von ,anfang an mit grter ,genauigkeit ausfhrbar zu machen1 so da der ,schler jederzeit ,selbstkontrolle ber das ,gelingen seines ,werkes hat2 c7 damit verbunden die weitere ,mglichkeit1 in einer ,flle ganz stetig aufeinanderfolgender1 immer schwieriger werdender ,aufgaben die ,gewohnheiten der ,genauigkeit1 ,sorgfalt1 ,grndlichkeit und ,ausdauer zu steigern2 d7 die leichte und vielseitige ,behandlungsmglichkeit1 sowie die ,billigkeit des ,materials2 e7 das natrliche1 von allen ,knaben und -- wie wir nun auch durch unsere ,versuche erfahren haben -- von allen ,mdchen in ganz hervorragendem ,mae geteilte ,interesse an der ,holzbearbeitung und den ,arbeitsprodukten1 die sich aus dieser ,beschftigung ergeben4 ,schon die ,schler der ersten ,klasse ziehen nach unserer ,erfahrung den ,unterricht in der ,holzbearbeitungswerksttte allem brigen ,unterricht vor1 obwohl wir vom ersten ,tage an dem ,kinde bestimmte ,aufgaben nach vorgelegten ,mustern stellen und vom ersten ,tage an den grten ,nachdruck auf durchwegs sorgfltige ,arbeit legen4 ,die ,voraussetzungen fr das ,gelingen dieses ,unterrichtes sind3 ein technisch vollkommen durchgebildeter ,lehrer1 weise ,auswahl der ,arbeitsprozesse1 welche das ,kind sorgfltig auszufhren imstande ist1 ein besonderer ,arbeitsraum mit entsprechenden1 dem ,alter der ,kinder angepaten ,einrichtungen und eine zweckmige ,vorbereitung des vom ,schler zu behandelnden ,materials1 damit diesem keine ,arbeitsprozesse zugemutet werden mssen1 die ber die physischen und geistigen ,krfte des ,kindes hinausgehen4 ,in den ersten und zweiten ,klassen zeigt sich hierbei1 da fr das ,gelingen der ,arbeit unbedingt fr jedes ,kind ein eigenes ,modell ntig ist4 ,vom dritten ,schuljahre ab bentigt das ,kind das ,modell meist nur als ,anschauungsmittel2 im brigen arbeitet es mehr nach ,maangaben1 womit fr dieses ,schuljahr zugleich ein hchst fruchtbares ,arbeitsfeld fr praktische ,rechenbungen gegeben ist1 das die ,lust zum ,rechnen und damit die ,fhigkeit zum ,rechnen in einer unerwarteten ,weise steigert4 ,knaben wie ,mdchen zeigen fr die einfachen ,aufgaben der ,holzbearbeitung die gleiche ,begeisterung2 doch stellt sich immer deutlicher die bessere ,begabung der ,knaben hierzu heraus1 sobald es sich um die ,auffassung von ,konstruktionselementen handelt4 ,nach den ,mitteilungen des ,fachlehrers beginnen viele ,kinder bereits im ersten ,schuljahre die ,anregungen der ,werksttte auch in freiwillige husliche ,arbeiten umzusetzen4 ,die ,zahl steigert sich mit jedem ,schuljahre1 und um die ,weihnachtszeit kommen ,eltern um ,eltern1 beim ,fachlehrer geeignete ,werkzeuge fr die huslichen ,arbeiten zu bestellen4 ,vom dritten ,schuljahre ab bringen die ,kinder regelmig freiwillige ,arbeiten mit in die ,schule4 ,sie sind meist gut in der ,auffassung1 mangelhaft in der ,konstruktion4 ,das letztere ist selbstverstndlich4 ,gerade der ,sinn fr richtige ,konstruktion mu erst in langjhriger ,arbeit entwickelt werden4 ,auch haben die ,kinder zu ,hause das so gut vorbereitete1 passende ,material der ,schule nicht zur ,verfgung4 ,sie mssen sich ihre ,holzstcke ohne ,erfahrung erst zurechtrichten4 ,aber hierbei fehlt vor allem ein ,werkzeug1 der ,hobel1 an dessen ,einfhrung wegen der physischen ,kraft1 die er beansprucht1 nicht vor dem ,beginn der sechsten ,klasse gedacht werden kann4 ,vielleicht da man spter daran denken kann1 ,hobel mit sehr schmalen ,hobeleisen etwa schon im fnften ,schuljahre zu verwenden4 ,zur ,arbeitsgemeinschaft bieten die bungen mannigfache ,gelegenheit4 ,viele ,objekte knnen nur in ,arbeitsgemeinschaft hergestellt werden2 ja die ,einfachheit der einzelnen bungen drngt geradezu dazu1 gemeinsame ,arbeitsobjekte von ,zeit zu ,zeit einzuschalten1 weil nur ein wirkliches ,objekt imstande ist1 immer und immer wieder das ,interesse des ,kindes zu fesseln und ihm so ber die ,schwierigkeit und ,monotonie der einzelnen bungen hinwegzuhelfen4 ,es zeigte sich1 da die ,arbeitsfreude am strksten sich einstellte1 wenn ein gemeinsamer ,zweck die ,kinder in ihrer ,arbeit zusammenfhrte4 ,der ,umstand1 da fr jeden ,schler das ,material der ,aufgabe gem erst vorbereitet werden mu1 hat es natrlich mit sich gebracht1 da fr den ,fachlehrer fr jede ,unterrichtsstunde unbedingt eine ,vorbereitungsstunde notwendig wird1 namentlich solange er auch noch die ,modelle fr alle einzelnen ,kinder anzufertigen hat4 ,fllt dies weg1 so wird sich die ,vorbereitungszeit pro ,unterrichtsstunde auf eine halbe ,stunde reduzieren lassen4 ,aus den nachfolgenden ,verzeichnissen der ,werkzeuge lassen sich sofort die von den ,kindern des ersten bis vierten ,schuljahres auszufhrenden ,arbeitsprozesse erkennen4 ,dabei bemerke ich1 da das ,sgen sich nur auf ,trennung von ,stben und schmalen1 hchstens #e cm breiten ,brettchen beschrnkt4 ,lange ,sgestriche exakt mit freier ,hand auszufhren1 kann von ,kindern der ersten vier ,schuljahre noch nicht gefordert werden4 ,alle ,sgebungen bedrfen der ,fhrung durch die ,gehrungsschneidlade1 damit sie allen ,ansprchen auf ,genauigkeit in diesem ,alter gengen4 ,die ,werkzeuge fr jeden ,schler1 die gem der ,strke einer ,abteilung #be mal beschafft wurden1 waren folgende3 #a ,parallelschraubstock aus ,eisen ,m #b1-- #a ,gehrungsschneidlade mit ,anschlag --1#ge #a ,einstreichsge mit ,messingrcken --1#gj #a kleine halbrunde ,raspel --1#ej #a kleine halbrunde ,schlichtfeile --1#ej #a kleine rechteckige ,schlichtfeile --1#de #a ,hammer 7#ajj g7 --1#fj #a kleine ,beizange ,nr4 #h --1#de #a kleine ,flachzange --1#gj #a kleiner ,nagelbohrer --1#ae #a prismatischer ,mastab 7#cj cm7 --1#ej #a ,bleistift --1#je -------------- ,summa3 ,m #g1ce ,die ,ausgaben fr die ,gesamtausrstung fr #be ,schler betrugen ,mk4 #ahc1ge4 ,dazu kommen zum allgemeinen ,gebrauche3 #ab ,stck ,schraubenzwingen aus ,eisen1 #f kleine ,bohrer1 #a ,trillbohrer1 #b amerikanische ,schneckenbohrer4 ,an ,materialausgaben fielen an3 ---------------------------------------- ---------------------- ,fr die ,fr die erste ,klasse zweite ,klasse ,fr ,holz ,m #da1ed ,m #eg1hg ,fr ,stifte und ,schrauben #b1fj #b1gb ,fr sonstige ,materialien 7,leim1 ,spiritus1 ,beize1 ,papier usw47 #e1ee #g1aj -------------------------------- ,m #di1fi ,m #fg1fi ---------------------------------------- ---------------------- d4 h4 im ersten ,jahre wurde pro ,kind #a ,mk4 und im zweiten ,jahre pro ,kind #a ,mk4 #dj ,pfg4 an ,materialausgaben ntig4 ,einen berblick ber die einzelnen bungen der ersten ,versuchsjahre und die von ihnen in ,anspruch genommene ,zeit gibt das folgende ,verzeichnis4 ,dazu mchte ich nur bemerken1 da einzelne dieser ,arbeiten zu umfangreich angelegt waren4 ,andere ,arbeiten machten zu vielerlei von vornherein geformtes ,arbeitsmaterial ntig4 ,wieder andere ,arbeiten waren zu frh eingestellt4 ,vielfach auch wurde die ,auswahl erschwert dadurch1 da schon von ,anfang an eine enge ,verbindung mit dem ,anschauungsunterricht gefordert wurde4 ,alle diese ,mngel waren uns klar bewut1 und wir sind bemht1 sie abzustellen4 ,vor allem mssen die ,arbeiten so aufgestellt werden1 da sie mit einem ,minimum von ,normalien auskommen1 d4 h4 mit mglichst wenig vorgearbeitetem ,holzmaterial4 ,denn je mannigfaltiger die ,normalien sind1 desto mehr ,vorbereitungsstunden fallen fr den ,fachlehrer an und desto mehr wachsen dann die ,ausgaben4 ,arbeiten der ersten ,klasse4 #a4 ,absgen von #aj-ae kleinen ,wrfeln von einem #aj mm starken ,vierkantstab in ,fichtenholz4 7#b ,std47 #b4 ,desgleichen von einem #ae mm starken ,vierkantstab1 wobei auch die ,hirnholzkanten mit der ,feile gebrochen werden muten4 7#b ,std47 #c4 ,nagelstab #bjjahg mm aus ,erlenholz1 in den abwechselnd #aj ,stck ,pariser- und #d ,stck ,messingngel eingeschlagen wurden4 7#d ,std47 #d4 ,zhlmaschine fr #bj ,kugeln1 #bf cm lang1 #ad cm hoch aus ,buchen- und ,fichtenstben von #aj qmm 7mit drehbaren1 quergestellten ,fen von #bj qmm74 7#ah ,std47 ,diese ,arbeit wurde in spteren ,jahren nicht mehr ausgefhrt3 ,an ihre ,stelle trat3 #e4 ,das ,rechenstbchen4 ,lnge #bj cm4 ,einteilung in #bj gleiche ,teile4 7#b ,std47 #f4 ,turnstab von #hj cm durch ,absgen eines ,rundstabes von #bj mm ,strke4 ,abrunden an beiden ,enden1 schleifen und mit ,politur einlassen4 7#d ,std47 #g4 ,leiter von #bh cm ,lnge1 #g cm ,breite1 mit #b ,schwingen und #f ,sprossen1 die auf die ,holme aufgenagelt wurden4 7#h ,std47 #h4 ,brckenwagen von #aga cm ,lnge1 #hj cm ,breite1 #f1e cm ,hhe1 ,bodenbrettchen und ,radscheiben vom ,lehrer hergestellt4 7#ab ,std47 ,wurde in spteren ,jahren weggelassen4 #i4 ,schlitten #ajjgjcj mm4 ,die vier ,schwingen wurden auf die ,kufen genagelt4 7#d ,std47 #aj4 ,rechenbaukasten mit #cb ,bausteinen 7siehe ,figur ,taf4 #a74 ,die ,kstchen1 dessen ,brettchen vom ,lehrer hergestellt sind1 wurden von den ,kindern zusammengenagelt4 7#ad ,std47 #aa4 ,reischiene1 ,zunge aus ,fichtenholz1 #bd cm lang1 ,anschlag aus ,buchenholz #h cm lang4 7#c ,std47 #ab4 ,gartenzaun um ein vom ,lehrer hergestelltes ,blumenkistchen4 ,je sechs ,schler arbeiten an einem ,zaun4 ,zaungre #ej cm im ,geviert4 7#h ,std47 #ac4 ,blumenstbe dazu4 7#b ,std47 ,arbeiten der zweiten ,klasse1 #a4 ,holzhaus in ,arbeitsgemeinschaft4 ,jede ,abteilung von #bd ,kindern baut zusammen ein ,haus4 7#bd ,std47 ,diese ,arbeit wurde in spteren ,jahren weggelassen4 ,an ihre ,stelle traten ,aufgabe #b1 #c und #d4 #b4 ,lineal von #ej cm ,lnge mit ,dezimeter- und ,zentimeterteilung4 7#f ,std47 #c4 ,mrteltruhe zum ,tragen mit vier ,handhaben1 #cjagc cm4 7#h ,std47 #d4 ,sandwurfgitter4 ,rahmen #agae cm mit berplattung4 ,siebgitter geliefert4 7#h ,std47 #e4 ,uhrzifferblatt1 #agaa cm4 ,jeder ,schler fertigt ein ,zifferblatt mit ,stunden- und ,halbstundenteilung4 ,triebrder fr ,stunden- und ,minutenzeiger geliefert4 ,arbeitszeit fr die vereinfachte ,form #h ,stunden4 #f4 ,nudelbrett1 #beag cm4 ,bretter vom ,lehrer hergerichtet4 ,die ,schler fertigen die ,anschlagleisten und besorgen die ,verbindung durch ,aufnageln4 7#d ,std47 #g4 ,walker dazu aus #ce mm starkem ,buchenstab4 ,walker vom ,lehrer gebohrt4 ,ebenso ,griffe4 7#d ,std47 #h4 ,hocker mit geflochtenem ,sitzrahmen2 ,hhe #ba1e cm4 ,sitzflche #bjbj cm4 7#h ,std47 #i4 ,plttchen zum ,damspiel4 ,vom ,buchenstab gesgt4 ,geraspelt1 poliert1 gebeizt4 7#d ,std47 #aj4 ,waschkreuz 7siehe ,figur ,tafel ,,ii7 aus #be mm starkem ,vierkantstab4 ,kreuzbalken #bj cm lang1 ,fuhhe #aj cm4 ,balkenstumpf auf die ,fe genagelt4 7#f ,std47 #aa4 ,holzsteg #ejaee cm4 7#h ,std47 ,alle ,modelle sind in sorgfltiger ,arbeit von ,gewerbelehrer ,hans ,rohrer durchgedacht und entworfen4 ,die ,schwierigkeit bestand vor allem darin1 jedes ,modell #a4 den sthetischen ,anforderungen gengen zu lassen2 #b4 in solche einfache ,teile zu zerlegen bzw4 so zu konstruieren1 da die ,teile sich aus mglichst wenigen und mglichst einfachen ,normalien herstellen lassen2 #c4 mglichst wenig von den im ,handwerk gebilligten ,holzverbindungen dabei abzuweichen4 ,man wird gemerkt haben1 da aus diesen ,arbeitsprogrammen die sogenannte freischaffende ,phantasie der ,kinder ausgeschlossen ist4 ,das hat auch schon manchen ,tadel eingetragen4 ,ich bin aber der unwandelbaren ,anschauung1 da die ,schule in allen ,fragen des sogenannten produktiven ,schaffens zunchst die ,pflicht hat1 in den ,kindern in erster ,linie jene mechanischen ,fertigkeiten zu entwickeln und sie mit jenen konstruktiven ,elementen vertraut zu machen1 die jedes produktive ,schaffen aus eigener ,erfindung heraus davor behten1 in grausamen ,dilettantismus auszuarten4 ,da dabei1 indem das ,kind zunchst auf ,nachahmung und ,vorschrift angewiesen ist1 die ,arbeitsfreude nicht nur nicht zu verkmmern braucht1 sondern im ,gegenteil von ,jahr zu ,jahr auf das lebhafteste wachsen kann1 das hat uns heute schon unser vierjhriger ,versuch auch auf dem ,gebiete der ,holzarbeit mit unwiderleglicher ,deutlichkeit gezeigt4 h7 ,weibliche ,handarbeit4 ,die ,mdchen der zweiten ,klasse nahmen nicht nur am ,unterricht in der ,holzbearbeitung teil 7wie bereits erwhnt71 sondern erhielten auerdem auch ,unterricht in weiblichen ,handarbeiten1 und zwar im ,stricken1 ,nhen und ,sticken4 ,angefertigt wurde3 #a4 ein ,topflappen 7,stricken mit zwei ,nadeln71 #b4 ein ,waschhandschuh 7,stricken mit fnf ,nadeln71 #c4 ein ,nadelkissen aus ,stoffstramin1 #d4 ,fahnen in den ,farben ,mnchens und ,bayerns1 die zu ,reigenspielen im ,turnunterricht verwendet wurden4 #c4 ,,durchf,,hrung ,,des ,,lehrplanes ,,in ,,den ,,zwei ,,mittelklassen a7 ,heimatkundlicher ,unterricht mit ,zeichnen und ,handarbeit4 ,der heimatkundliche ,unterricht ist nur eine ,fortsetzung des ,anschauungs- und ,beobachtungsunterrichts1 wenigstens soweit die dritte ,volksschulklasse in ,frage kommt2 in der vierten ,volksschulklasse geht er bereits in eigentlichen ,geographieunterricht ber und rckt damit in die ,reihe derjenigen ,unterrichtsgebiete ein1 die es mehr oder weniger mit berliefertem ,wissen zu tun haben1 wo also von einer eigentlichen ,erarbeitung durch ,beobachtung und ,experiment wenigstens in der ,volksschule nicht mehr die ,rede sein kann4 ,wanderungen1 ,sandksten zum ,darstellen der horizontalen und vertikalen ,gliederung1 allmhliches bertragen der so erzeugten ,modelle in das zweidimensionale ,kartenbild fhren in die landlufigen geographischen ,ausdrucksmittel ein1 in die besondern ,symbole und ,zeichen1 mit denen die ,wissenschaft der ,geographie arbeitet4 ,soweit diese ,ttigkeiten 7,beobachten beim ,wandern1 ,modellieren in ,sand1 ,zeichnen in ,symbolen7 gebt werden1 haben wir es auch im heimatkundlichen ,unterricht mit einer richtigen ,erarbeitung des ,kulturgutes1 das wir in der ,karte besitzen1 zu tun4 ,hierher knnen auch noch einzelne ,schlerversuche zur ,aufklrung gewisser hydrographischer ,verhltnisse der oberbayrischen ,hochebene gerechnet werden1 wie die experimentelle ,darstellung des ,auftretens von ,quellen1 von ,deltabildungen1 von ,inselbildungen1 ,verschlammung von ,flumndungen1 ,auftauchen des ,grundwassers beim ,auskeilen der durchlssigen ,sandschichte usw4 ,dagegen ist es ein ,irrtum1 da nun auch das ,zeichnen von einzelnen ,gegenstnden aus dem heimatkundlichen ,unterricht1 oder die ,darstellung von ,stegen1 ,schleusen1 ,brcken1 historischen ,toren1 ,schlagbumen1 ,wegweisern1 ,feldkreuzen1 ,flen1 ,starenkobeln usw4 in ,holz1 wie sie der ,handfertigkeitsunterricht unternahm1 den ,geist der ,arbeitsschule im ,geographieunterricht widerspiegeln4 ,wenn die ,versuchsklassen gleichwohl diese ,ttigkeiten als einen unerllichen ,bestandteil ihres ,betriebes gerade in ,verbindung mit dem heimatkundlichen ,unterricht pflegten1 so hatte das nur den ,zweck1 ,zeichnen und ,handfertigkeit1 die beide fr sich ihre eigene ,struktur des ,erarbeitungsprinzips haben1 nicht isoliert vom brigen ,unterricht laufen zu lassen1 sondern eben diesen durch diese beiden ,fertigkeiten zu beleben und umgekehrt das geographische ,interesse auch diesen ,fertigkeiten zugute kommen zu lassen4 ,man htte ,zeichnen wie ,handfertigkeit auch mit dem ,rechnen oder mit den historischen ,erzhlungen und naturkundlichen ,beobachtungen1 die als erste ,grundlegung des kommenden ,geschichts- bzw4 naturwissenschaftlichen ,unterrichts in den heimatkundlichen ,unterricht eingefgt werden1 verbinden knnen1 woraus unmittelbar erhellt1 da sie nicht ,formen des ,erarbeitungsprinzips fr den heimatkundlichen bzw4 geographischen ,unterricht sein knnen4 ,nur soweit diese beiden ,ttigkeiten die ,erarbeitung klarer ,vorstellungen eines ,gegenstandes und seiner wertvollen ,konstruktion zusammen mit ,fertigkeiten des ,konstruierens selbst ermglichen knnen1 mssen sie als uerungen des ,arbeitsprinzips im ,sinne der ,arbeitsschule angesprochen werden4 ,aber das also ,erarbeitete sind nicht ,bildungsgter der ,geographie1 sondern eben -- genau wie ein ,anschauungsunterricht -- klare ,vorstellungen gewisser ,strukturen und ,fertigkeiten zur ,herstellung dieser ,strukturen4 ,in gleicher ,weise wie ,zeichnen und ,handfertigkeit wurden auch die ,fertigkeiten des ,schtzens und ,messens1 wo nur immer angngig1 gebt und in den ,dienst der ,vorstellungsentwicklung gestellt4 ,aus den ,vergleichen von tatschlich auf den ,wanderungen in der ,stadt und ,umgebung zurckgelegten ,wegstrecken mit den auf den ,stadtplnen und ,karten selbst gemessenen ,entfernungen wurde der ,mastab der ,plne und ,karten erarbeitet und zugleich dem forschenden ,ttigkeitstrieb des ,kindes ,rechnung getragen4 ,da hierbei der fr den geographischen ,unterricht charakteristische ,begriff des ,mastabes einer ,karte tatschlich erarbeitet wurde1 so kann man diese ,ttigkeit als eine im ,sinne der ,arbeitsschule liegende bezeichnen1 wennschon auch auf allen rein technischen ,gebieten der gleiche ,begriff des ,mastabes genau in derselben ,weise gltig ist und genau ebenso erarbeitet werden kann4 ,in hnlicher ,weise fhrte auch das ,durchqueren eines ,tales 7,isartal7 und die darauffolgende ,darstellung der ,bewegung durch eine ,zeichnung auf der ,tafel in den ,begriff des ,profiles ein1 der nicht blo der ,geographie angehrt4 ,auf den ,wanderungen wurden die ,gesteinsarten der nchsten ,heimat von allen ,kindern gesammelt3 ,kalk-1 ,quarz- und ,kieselsteine aus dem ,geschiebe der ,isar1 ,nagelfluh aus ihren ,hngen1 ,flinz1 ,lehm1 ,kalktuff4 ,ihre ,untersuchung und ,betrachtung ist gleichfalls kein ,spezifikum der ,geographie2 sie gehrt in die ,anfnge der ,mineralogie4 ,die mit der ,heimatkunde verbundene ,beobachtung von lebenden ,fischen1 ,frschen und ,muscheln im ,freien und im ,schulaquarium1 von ,entwicklungsvorgngen im ,raupenkasten1 in den ,blumenkisten des ,schulzimmers sowie des ,schulgartens dienten der ,einfhrung in die ,biologie von ,tieren und ,pflanzen durch selbstndige ,erarbeitung gewisser ,vorstellungen und ,begriffe4 ,was endlich den ,unterrichtsstoff im ganzen betrifft1 so sei hier nur angefhrt1 da er sich in der dritten ,klasse mit ,mnchen1 mit der ,umgebung ,mnchens und mit dem ,flugebiet der ,isar1 in der vierten ,klasse mit dem alten ,stammlande ,bayern befate4 b7 ,rechnen4 ,der ,rechnungsunterricht kann das ,arbeits- oder ,erarbeitungsprinzip berhaupt nicht verfehlen4 ,die ,zahlenbegriffe mssen erarbeitet werden -- auch in der schlechtesten ,schule --1 oder sie sind berhaupt nicht da4 ,der naturgeme ,gang der ,erarbeitung ist schon durch die natrliche ,zahlenreihe selbst gegeben1 wie er auch spter von den ganzen zu den gebrochenen1 von den positiven zu den negativen1 von den rationellen zu den irrationellen1 von den reellen zu den imaginren und komplexen ,zahlen fortschreitet1 ohne da jemals der ,versuch auch nur denkbar wre1 das ,umgekehrte zu tun4 ,es liegt eben im ,wesen des ,zahlbegriffs1 konstruktiver ,begriff zu sein4 ,alle rein konstruktiven ,begriffe aber1 sobald sie ein ,werkzeug des ,denkens werden sollen1 mssen unweigerlich erarbeitet werden1 d4 h4 jeder1 der diese ,kulturgter assimilieren will1 mu genau den gleichen ,weg geistiger ,ttigkeit gehen1 den der gegangen ist1 der sie den ,menschen geschenkt hat4 ,wie sehr also auch der ,rechnungsunterricht ebenso wie der ,geometrieunterricht losgelst sein mag von aller praktischen ,bettigung 7wie z4 ,b4 bei ,pestalozzi in ,ifferten71 er trgt in sich selbst auch in der abstraktesten ,methode1 sofern diese nur historisch-genetisch vorgeht1 das ,wesen des ,arbeitsunterrichts1 das eben darin besteht1 in die ,struktur des ,bildungsgesetzes durch eigene ,ttigkeit einzudringen4 ,es gibt auch tatschlich ,kinder1 die derartig veranlagt sind1 da sie ohne alle ,veranschaulichungs- und konkrete ,einfhrungsmittel die ,zahlbegriffe ganz autonom aus dem ,wesen des ,verstandes heraus1 der sie durch ,setzen der ,einheit von selbst erzeugt1 in bewunderungswerter ,klarheit erarbeiten1 und zwar im bloen ,verkehr mit der ,umwelt4 ,je intensiver man daher die landlufigen ,rechenoperationen an die praktischen ,ttigkeiten des ,kindes anknpft1 um so weniger bedarf es besonderer ,veranstaltungen1 den ,rechnungsunterricht im ,sinne des ,arbeitsunterrichts zu gestalten4 ,die ,verbindung mit praktischer ,ttigkeit selbst ist blo ein ueres ,mittel zur mglichst ausgiebigen ,bettigung der geistigen ,funktionen1 die auch ohne diese ,verbindung die ,zahlenbegriffe1 wenn auch sehr viel langsamer und sprlicher1 von selbst erarbeiten4 ,die menschlichen ,ttigkeiten aber1 in denen sich die ,zahlbegriffe ursprnglich entwickelt haben1 sind in ,handwerk und ,handel vereinigt4 ,die ,schule kann daher auch nichts ,besseres fr die ,entwicklung der ,zahlbegriffe und des ,rechnens tun1 als in der ,werksttte durch stndiges ,schtzen1 ,messen und ,berechnen der ,werkstcke und ihrer ,teile und im ,schulzimmer durch bestndiges ,zhlen1 ,messen1 ,wgen1 ,kaufen und ,verkaufen den ,schler in die vom ureigensten ,interesse an diesen ,ttigkeiten geschaffene ,zwangslage zu versetzen1 tglich1 stndlich ,zahlbegriffe zu bilden und ,rechenoperationen vorzunehmen4 ,da unsere ,schulen bisher das ,rechnen in vlliger ,isoliertheit1 wenn auch in der fiktiven ,annahme sogenannter praktischer ,aufgaben1 fern von aller praktischen1 von strksten ,kinderinteressen erfllten ,ttigkeit pflegten1 das hat die unzhligen ,methoden erzeugt1 die ber die ghnende ,kluft der ,interesselosigkeit ,brcken schlagen sollten1 und die doch trotz aller ,brcken den ,rechnungsunterricht wenig erfreulich fr ,kinder und ,lehrer machen4 ,aber diese innige ,verbindung von ,rechnen und ,werkttigkeit1 von ,rechnen und ,handeln1 macht den ,rechenunterricht nicht mehr zum ,arbeitsunterricht1 als er es auch ohne alle solche ,verbindung ohnehin schon ist1 wenn er noch so abstrakt1 aber methodisch richtig behandelt wird4 ,was diese ,verbindung1 die in unsern ,versuchsklassen auf das innigste hergestellt wurde1 bewirkt1 das ist1 da die ganze ,flle des ,interesses1 welches das ,kind allem ,tun entgegenbringt1 restlos in die rechnerische ,ttigkeit berstrmt4 ,was den ,unterrichtsstoff selbst betrifft1 so behandelte der ,rechenunterricht der dritten ,klasse den ,zahlenraum von #a-ajjjj1 der der vierten ,klasse den unbegrenzten ,zahlenraum1 wie in allen brigen ,klassen der ,mnchener ,volksschulen4 c7 ,sprachunterricht4 ,mit ,beginn der dritten ,klasse spaltet sich der in den ,unterklassen im ,schreibleseunterricht zusammengefate und einheitlich gestaltete ,sprachunterricht in seine verschiedenen ,zweige3 ,lesen1 ,grammatik1 ,aufsatz1 ,schnschreiben1 ,rechtschreiben4 ,jedem der fnf ,zweige sind besondere ,stunden zugewiesen4 ,da diese ,spaltung viel zu frh einsetzt1 ist eine ,anschauung1 der ich beipflichten mu4 ,aber die ,versuchsklassen muten den fr alle ,schulen gltigen ,lehrplan adoptieren und konnten so keine andern ,wege gehen4 ,was das ,lesen betrifft1 so handelt es sich hierbei a7 um das ,erwerben einer geistigen ,technik1 b7 um das bloe ,erfassen eines logisch geordneten ,inhaltes1 c7 um das ,erleben eines ,inhaltes aus einer in ,wortsymbolen gegebenen ,form4 ,das ,kulturgut1 das hier erarbeitet werden soll1 ist entweder ein theoretisches ,gut oder ein sthetisches ,gut4 ,da die ,lesefertigkeit nur durch ,ausbung des ,lesens erzielt werden kann1 und zwar durch lautes ,lesen1 so kann die ,erarbeitung dieser ,fertigkeit kaum verfehlt werden4 ,aber diese ,fertigkeit kann eine mechanisch-virtuose und eine organisch-knstlerische sein4 ,die erste geht hufig am ,sinne des ,gelesenen vorber1 die zweite ist ohne bestndiges ,erfassen und ,erleben des ,inhaltes nicht zu erreichen4 ,fr diese zweite und einzig erstrebenswerte ,art der ,lesefertigkeit bietet sich a7 das ,mittel der mimisch-dramatischen ,darstellung von ,lesestcken mit lebhafter ,handlung 7produktiver ,weg71 b7 das ,mittel der durch den ,lehrer vorbereiteten ,stimmung1 aus der das ,lesestck 7,gedicht7 geboren ist 7rezeptiver ,weg74 ,beide ,wege betrat der ,unterricht so ausgiebig als mglich4 ,insbesondere ist auch fr die ethische ,auswertung guter ,erzhlungen und ,gedichte1 das ,erzeugen der vorbereitenden ,stimmung und die mit der dramatischen ,darstellung notwendig verbundene ,versenkung in den ,inhalt weitaus fruchtbarer als alle nachtrgliche moralisierende ,ausschlachtung des ,gelesenen1 vor dem man nicht genug warnen kann4 ,erleben die ,kinder das ,gelesene1 so haben sie es auch erarbeitet2 die ,arbeitsschule hat ihr ,prinzip vollauf damit gewahrt4 ,die moralische ,analyse ist ,sache eines anderen ,unterrichts -- des ,moralunterrichts zur ,bildung der moralischen ,urteilsfhigkeit4 ,mit moralischem ,verhalten im ,handeln darf aber weder das ,erleben moralischer ,werte im ,leseunterricht1 noch viel weniger die ,ausbildung der ,urteilsfhigkeit verwechselt werden4 ,von diesem ,erleben und dieser ,ausbildung des ,urteils bis zum tatschlichen moralischen ,verhalten ist noch ein ungemein weiter ,weg1 ein ,weg auf den wir den ,schler nur durch die sozialen ,gter der ,arbeitsgemeinschaft fhren4 ,wie ,lesen1 so sind auch ,schnschreiben und ,rechtschreiben ,fertigkeiten1 ,schnschreiben eine manuelle1 ,rechtschreiben eine intellektuelle4 ,auch bei diesen ,fertigkeiten kann der ,weg der ,arbeitsschule nicht verfehlt werden2 jede ,fertigkeit mu eben1 damit sie ,fertigkeit wird1 systematisch erarbeitet werden4 ,die ,versuchsklassen ,,iii und ,,iv setzten selbstverstndlich im ,schnschreiben den in den ,unterklassen eingeschlagenen ,weg der schpferischen ,erarbeitung einer gleichmigen1 der individuellen ,schlerhand entsprechenden ,schn-,schrift fort1 wobei bereits in der dritten ,klasse auch mit der ,erarbeitung der deutschen ,frakturschrift begonnen wurde4 ,der ,erarbeitung der ,rechtschrift dienten auch ,betrachtungen ber ,wortbedeutung und ,wortbildung4 ,mit der ,sprachlehre oder ,grammatik setzt in der ,volksschule der erste eigentlich theoretische ,unterrichtsstoff ein4 ,da schon die ,mittelklassen damit unglckseligerweise belastet werden1 hngt damit zusammen1 da an diese ,klassen die ,gelehrtenschulen anschlieen1 welche bei ihren ,aufnahmeprfungen elementare ,kenntnisse in der deutschen ,grammatik verlangen4 ,auch in dieser ,disziplin ist der allein mgliche ,weg der ,arbeitsschule lngst allgemein betreten3 der ,weg der ,induktion4 ,der einzige ,nachteil ist1 da die ,induktion auf dem ,gebiete der ,sprache nur zu ,regeln mit soundso vielen ,ausnahmen fhrt1 die eben nicht erarbeitet werden knnen1 sondern berliefert werden mssen4 ,aber auch selbst da1 wo von den ,ausnahmen geschwiegen wird1 verbietet es die ,reife bzw4 die ,unreife der acht- und neunjhrigen ,kinder hufig genug1 selbst den induktiven ,weg zu betreten4 ,die immanenten ,bildungswerte der ,sprachgter kann eben im allgemeinen1 abgesehen von gewissen sthetischen ,bildungswerten1 die ,volksschule durch keinen ,arbeitsschulbetrieb auslsen4 ,das ist zur ,not noch den hheren ,schulen mglich1 die das ausgezeichnete ,werkzeug der ,sprachvergleichung hierzu zur ,verfgung haben4 ,vermag das ,lesen zum ,erleben bereits dargestellter sthetischer ,werte und der mit ihnen auf das engste verbundenen ethischen ,inhalte zu fhren1 so ist es ,aufgabe des ,aufsatzunterrichtes erlebte ,seeleninhalte darzustellen4 ,das allein soll seine ,aufgabe sein2 denn nur wenn der ,aufsatz ,erlebtes darstellt1 wird man an die ,darstellung auch sthetische ,ansprche machen knnen4 ,der ,grundzug aller ,darstellung1 also auch der sprachlichen1 ist zunchst reine ,sachlichkeit4 ,sachlich knnen wir nur das darstellen1 was wir vollstndig beherrschen4 ,das ,kind beherrscht im allgemeinen nur das1 was es erlebt hat1 in der ,werksttte1 im ,schulgarten1 auf den ,wanderungen1 im ,schulzimmer1 am ,schulwege1 in der ,familie4 ,aus diesen ,erlebnissen whlten die beiden ,klassen die ,stoffe ihrer sogenannten ,aufstze4 ,das ,kind kann auch ,mrchen und ,erzhlungen erleben2 das hngt von der ,darstellungskraft des ,lehrers ab4 ,das wichtigste in den ersten bungen im schriftlichen ,ausdrucke -- so sollte man den ,aufsatzunterricht in der ,volksschule bezeichnen -- ist immer1 da das ,darzustellende das volle ,interesse des ,darstellers hat1 und da womglich auch ein praktischer ,zweck den ,schler zur ,darstellung ntigt4 ,das sind die beiden ,hauptforderungen1 welche die ,arbeitsschule an den ,aufsatzunterricht stellt4 ,auch wir ,erwachsenen greifen nicht zur ,feder a7 wenn uns kein ,erlebnis zu einem sthetischen ,werke drngt1 b7 wenn unsere ,darstellung keinen bestimmten ,zweck erfllt4 ,den ,schlern aber mutet man zu1 ohne ,erlebnisse und ohne gewollten ,zweck -- ,aufstze zu machen4 ,man hat1 um dies zu vermeiden1 oft genug die ,form des ,briefes empfohlen4 ,aber ein ,brief1 der kein ,bedrfnis ist1 hat auch keinen selbstgefhlten ,zweck1 und daher sind die ,briefaufstze der ,schler um kein ,haar besser als die brigen ,aufstze4 ,neben der schriftlichen ,darstellung wurde auch1 wie in den beiden ersten ,klassen1 die mndliche gebt1 vor allem durch die allwchentliche mndliche ,berichterstattung ber die ,vorkommnisse in der ,schlerwerksttte und ber den ,fortgang und die ,art der jeweils in ,frage stehenden ,aufgaben der ,werksttte4 ,da es sich hier um gemeinsame ,erlebnisse handelt1 so war bei diesen ,berichten auch das ,klasseninteresse wachgerufen4 d7 ,religionsunterricht4 ,der ,religionsunterricht der ,volksschule hat zwei ,aufgaben zu lsen3 #a4 die positiven ,lehren der betreffenden ,konfession zu bermitteln2 #b4 das religise ,verhalten zu erwecken1 zu entwickeln1 zu veredeln und mit dem praktischen ,verhalten zu verschmelzen4 ,die zweite ,aufgabe ist die weitaus wichtigste2 von ihrer richtigen ,lsung hngt auch die wertvolle ,lsung der ersten ,aufgabe ab4 ,die richtige ,lsung der zweiten ,aufgabe fhrt unmittelbar in das ,prinzip der ,arbeitsschule4 ,alles hngt davon ab1 wie weit es dem ,lehrer gelingt1 die ,beziehung zum ,transzendenten1 zu ,gott erleben zu lassen4 ,diesen ,erlebnisakten dient teils die enge ,verbindung des ,unterrichts mit den ,erlebnissen des ,kirchenjahres1 teils eine ,darstellung der biblischen ,geschichte1 die durch die ,kunst des ,lehrers selbst zum ,erlebnis fr die ,schler wird4 ,erst auf dem ,boden solcher religiser ,erlebnisse gewinnen dann auch die nicht zu erarbeitenden1 andern unmittelbar mitzuteilenden positiven ,lehren der ,konfession ihre ,kraft und praktische ,bedeutung4 ,so wurde in der vierten ,klasse1 deren katholische ,schler zum ersten ,male das ,sakrament der ,beichte empfangen1 die biblische ,parabel vom verlorenen ,sohne durch entsprechende ,darstellung zu einem groen ,erlebnis gestaltet und aus diesem ,erlebnis die sakramentalen ,erfordernisse einer ,beichte zum ,bewutsein gebracht4 ,so wurde die ,materie des ,sndenbekenntnisses aus kindlichen ,erlebnissen1 vor allem aus ,gewissenskonflikten gewonnen4 ,so wurde die ,gewissenserforschung durch entsprechende ,anleitung zu einer ,lebensgewohnheit des ,tages gemacht4 e7 ,turnen und ,singen sind zunchst1 wie der schriftliche sprachliche ,ausdruck1 ,fertigkeiten4 ,soweit sie blo ,fertigkeiten sind1 sind ihre bungen unmittelbar ,ttigkeiten im ,sinne der ,arbeitsschule4 ,die ,technik des ,turnens wie des ,singens wird eben durch technische bungen erarbeitet4 ,allein die ,arbeitsschule als ,schule der ,charakterbildung pflegt keine ,technik um der ,technik willen4 ,fr sie soll jede erarbeitete ,technik nur eine weitere ,ausdrucksmglichkeit der ganzen ,persnlichkeit sein4 ,daraus erwachsen dem ,turn- und ,singunterricht neue ,aufgaben1 die nicht gelehrt1 sondern nur erlebt und nur aus dem persnlichen ,erlebnis heraus gelst werden knnen4 ,aus den ,ereignissen der ,zeit und den ,verhltnissen der ,stunde entwickeln sich ,gefhle1 die den ,menschen von selbst zur ,darstellung in der ,bewegung wie im ,gesange drngen4 ,die ,aufgabe der ,arbeitsschule ist1 allgemeine ,seelenzustnde zu schaffen1 die zur ,darstellung drngen1 und nebenher bungen zu veranstalten1 welche es ermglichen1 den ,gefhlen vollen und zugleich sthetischen ,ausdruck zu verleihen4 ,turnspiele1 rhythmische ,freibungen1 ,reigen1 ,nachahmungs- und ,singspiele1 von den ,schlern selbst veranstaltete ,schulfeste lsen jene ,stimmungen aus1 denen die technischen bungen zum adquaten ,ausdruck verhelfen knnen4 ,auch religise und vaterlndische ,feste knnen dem rechten ,lehrer1 der unter ihrem ,eindruck steht1 zur ,erweckung jener tiefen ,gefhle dienen1 denen das ,lied wie die ,bewegung ,ausdruck verleihen4 f7 ,holzbearbeitungsunterricht4 ,wie bereits erwhnt1 stand der ,holzbearbeitungsunterricht in der dritten und vierten ,klasse mit dem heimatkundlichen ,unterricht und dem ,rechenunterricht in mglichst enger ,verbindung4 ,er entwickelte aber sein eigenes ,arbeitsprinzip als ,technik immer folgerichtiger4 ,denn nur so konnte er als wirkliches ,bildungsmittel sein ,recht im ,lehrplane behaupten4 ,die ,arbeitstechniken waren gleich denen der ,vorjahre3 ,stumpfe ,verbindungen1 einfache ,eckberplattungen1 ,t-,verbindungen1 ,bohrzapfenverbindungen4 ,stets wurde auf eine genaue1 selbstndige ,ausfhrung aller ,verbnde gesehen4 ,als ,material dienten3 gleich- und ungleichseitige ,vierkantstbe und ,rundstbe aus ,tannen-1 ,fichten-1 ,erlen- und ,buchenholz2 ,draht und ,drahtgitter1 ,klammern1 ,schrauben2 ,farben1 ,beizen1 ,polituren2 ,flintpapier1 ,leim1 ,brennspiritus4 ,als ,werkzeuge wurden benutzt3 ,mastab1 ,bleistift1 ,winkel1 ,reiahle1 ,gehrungsschneidlade1 ,einstreichsge1 ,raspel1 ,plattfeile1 halbrunde ,feile1 ,handbohrer1 ,hammer1 ,beizange1 ,drahtzange1 ,schraubzwinge1 ,lehren fr ,bohrzapfen1 ,holzkltzchen zum ,anreien4 ,als ,arbeitsvorgnge sind zu verzeichnen3 ,messungen und ,berechnungen in groer ,flle1 ,anzeichnen oder ,anreien1 ,sgen1 ,raspeln1 ,feilen1 ,bohren1 ,nageln1 ,schleifen1 ,beizen und ,einlassen mit ,politur4 ,vor ,beginn jeder neuen bung fand jeweils eine ,besprechung statt1 in welcher das ,material1 die ,form1 der ,zweck sowie die ,zergliederung und ,benennung von ,haupt- und ,nebenteilen an der ,hand von ,modellen sorgfltig erlutert wurde4 ,vor jedem ,arbeitsproze wurden die ,arbeitsvorgnge auf das genaueste erklrt und vorgemacht sowohl vom ,lehrer als auch von einzelnen ,schlern4 ,neben richtiger ,handhabung der ,werkzeuge sowie genauer ,ausfhrung aller einzelnen ,arbeiten wurde ganz besonderer ,wert auf das ,messen und ,berechnen aller ,teile gelegt4 ,einer richtigen ,handhabung und ,benutzung des ,winkels wurde besondere ,aufmerksamkeit zugewendet4 ,die ,kosten fr den gesamten ,materialverbrauch beliefen sich in der dritten ,klasse auf #gb1bj ,mark1 in der vierten ,klasse auf #hg1bd ,mark1 so da auf den ,schler der dritten ,klasse rund #a1ej1 auf den der vierten ,klasse rund #b ,mark ,materialverbrauch im ,jahre kommen4 ,arbeiten der dritten ,klasse4 #a4 ,sandkasten1 #ejcef cm1 fr den heimatkundlichen ,unterricht4 ,je zwei ,schler fertigen einen ,kasten4 ,nur im ,jahre #ab_/ac in #bd ,stck angefertigt fr den ,unterricht4 7#aj ,std47 #b4 ,raupenksten1 #ejceca cm1 fr den heimatkundlichen ,unterricht4 ,jede ,abteilung fertigt einen ,kasten4 ,in spteren ,jahren ,raupenkstchen 7s4 ,figur ,tafel ,,iii7 von je zwei ,schlern gefertigt im ,mastab #bgag1eae cm4 7#bj ,std47 #c4 ,plakatstnder4 ,einzelarbeit4 7#d ,std47 #d4 ,feldkreuz mit ,betbank4 ,eine der liebsten ,arbeiten der ,schler4 ,hhe #cf cm1 ,dachausladung #ai cm1 ,boden fr ,kreuz und ,bank #bjbj cm4 ,einzelarbeit4 7#ag ,std47 #e4 ,schlagbaum4 #gidf cm4 ,einzelarbeit4 7#ae ,std47 #f4 ,schleuse 7s4 ,figur ,tafel ,,iv71 #bc cm in der ,hhe1 ,grundbrett #bdbe cm4 ,einzelarbeit4 7#ab ,std47 ,die smtlichen ,arbeiten beanspruchen also im ,jahre zusammen #gh ,stunden4 ,arbeiten der vierten ,klasse4 #a4 ,flo fr ,holztransport4 ,zusammenbinden der ,baumstmme mit selbstgefertigten ,drahtseilen4 #b4 ,ruder4 ,auf dem ,flo eine ,holzbeuge4 ,einzelarbeit4 #bhad cm4 7#ag ,std47 #b4 ,meterstab in ,erlenholz4 #ajjajb1h cm4 ,dezimeter- und ,zentimeterteilung von den ,schlern hergestellt4 ,der ,stab selbst wird in richtiger ,gre den ,schlern geliefert4 ,dezimeterstellen durch die ,breite des ,stabes gesgt1 halbe ,dezimeterstellen durch die halbe ,breite mit ,stahlblechmeieln eingemeielt4 ,die ,zentimeterstellen3 ,vorreien mit ,reiahle1 auf ein ,drittel ,stabbreite1 dann wieder ,einmeieln mit ,stahlblechmeieln4 ,einlassen mit ,politur2 berwischen mit ,nubeize4 ,die vertieften ,stellen werden dunkel4 ,einzelarbeit4 7#aj ,std47 #c4 ,vogelfutterhuschen4 ,bodenbrett #djbh cm1 ,hhe bis zur ,dachunterkante #ae4 ,dachhhe #ae4 ,sulen und ,balken aus ,vierkantstben #bb cm4 ,dachsparrenquerschnitt #ba cm4 ,dachsparren gedeckt mit ,brettern4 ,einzelarbeit4 7#af ,std47 #d4 ,starenhaus 7s4 ,figur ,tafel ,v74 ,hhe #ce4 ,breite und ,tiefe #af cm4 ,einzelarbeit4 7#ad ,std47 #e4 ,maibaum4 #gj cm hoch4 ,bodenbrett #afaf cm mit ,umzunung4 ,baum eingeteilt in drei ,abteilungen4 ,erste ,abteilung mit ,fahnen in bayrischen ,farben4 ,zweite ,abteilung3 ,werkzeuge der ,versuchsschule4 ,dritte ,abteilung3 ,kirche und ,schule4 ,alles nach ,art der ,spielwaren selbstgefertigt4 ,schlu wieder zwei ,fahnen in ,mnchener ,stadtfarben4 ,einzelarbeit4 7#bb ,std47 ,die smtlichen ,arbeiten beanspruchen also im ,jahre zusammen #gi ,stunden4 g7 ,weibliche ,handarbeiten4 ,der ,unterricht setzte die ,techniken der ersten und zweiten ,klasse fort3 ,stricken1 ,sticken und ,nhen4 ,in der vierten ,klasse wurden die ,strickbungen der dritten ,klasse auf einen ,schlips oder ,kragenschoner angewendet4 ,als neue ,technik im ,sticken wurde der ,kreuzstich eingefhrt1 und wie das ,musterstricken zu einem ,schlips1 so fhrte die ,fertigstellung des ,kreuzstichmusters zum ,umschlag eines ,nadelbchleins1 dessen ,innenseiten die ,schlerinnen mit ,stoffresten und ,bndern ausarbeiteten4 ,als ,einlage wurden ,flanellflecke genommen1 die zugleich eine ,gelegenheit fr ,schneidebungen boten4 ,endlich befate sich die vierte ,klasse noch mit ,sticken einer ,borte auf geschlossenem ,faden und weichem ,gewebe1 die von den ,kindern selbst entworfen und als ,zwischensatz fr eine von den ,kindern selbst hergestellte ,schrze diente4 #d4 ,,schlussbetrachtungen ,mit der ,darstellung des ,unterrichtsbetriebes der vier ersten ,volksschulklassen im ,sinne einer ,arbeitsschule ist das ,bild der genehmigten ,versuchsklassen abgeschlossen4 ,was hier gegeben wurde1 ist nur ein ,beispiel eines ,versuches und nicht einmal eines vllig freien ,versuches1 weil ja die ,lehrziele jeder ,klasse und jedes ,unterrichtsfaches von vornherein durch die fr smtliche ,volksschulklassen genehmigten ,lehrplne auch fr die ,versuchsklassen vorgeschrieben waren4 ,ich bin mir keinen ,augenblick im unklaren darber1 da eine ,ausdehnung des ,holzbearbeitungsunterrichts von #b auf #f ,stunden in der ,woche in den beiden ersten1 auf #d in den beiden nchsten ,klassen und eine ,verbindung mit ,gartenarbeiten eine noch weit strkere ,konzentration des ,gesamtunterrichtes ermglichen wrde1 vielleicht unter ,verschiebung der ,ziele der ersten zwei oder drei ,schuljahre in andern ,unterrichtsfchern1 aber unter strkster ,wirkung fr die ,gesamtpersnlichkeit des ,kindes4 ,denn nur1 wo wir die ausschlielich in diesem ,alter vorwiegenden praktischen ,interessen des ,kindes packen1 bekommen wir mit einem ,schlage seine ganze ,persnlichkeit in die ,hand4 ,erst aus seinen ,interessen heraus wird das ,kind in ,wahrheit selbstttig und damit in seiner ,totalitt selbstbildend4 ,so wie die gewhnliche ,schule ,selbstttigkeit auffat1 handelt es sich blo um ,ttigkeit1 die natrlich das ,kind selbst ausbt4 ,aber damit ist ja gar nichts gewonnen4 ,es handelt sich nicht darum in der ,arbeitsschule1 da das ,kind selbst ttig ist1 sondern darum1 da es aus seinem ,selbst zur ,ttigkeit gentigt wird4 ,damit erst tritt der ganze ,mensch mit seinem ,empfinden1 ,vorstellen1 ,denken1 mit allen seinen ,gefhlen1 ,trieben und ,willensakten in die ,ttigkeit ein1 und nicht weil ihm ein anderer den ,zweck des ,tuns einige ,augenblicke interessant macht1 weil der ,lehrer das ,interesse 7soll heien die ,neugierde7 erweckt1 sondern weil der ,mensch aus seiner inneren zeitweiligen oder dauernden ,gesamtveranlagung gar nicht anders kann4 ,die landlufige ,pdagogik vergit immer1 da ein blo interessant gemachter ,gegenstand bei weitem nicht jene ,krfte im allgemeinen auslst wie ein vom eigensten ,interesse ergriffener ,gegenstand4 ,sobald aber erst einmal die ,selbstttigkeit aus dem innersten ,bedrfnis nach ,erzeugung eines ,objekts entsprungen ist1 dann ergreift sie alles1 was mit der rechten ,erzeugung notwendig verbunden werden kann1 ,rechnen1 ,zeichnen1 ja selbst ,lesen und ,schreiben mit der gleichen ,wucht der nach ,erfllung des ,bedrfnisses drngenden ganzen ,seele4 ,die ,mhsal des ,unterrichtes und die ,gequltheit seiner ,methoden in den ,klassen der ,volksschule ist nur deshalb bisweilen so gro1 weil unsere ganze ,volksschule auf die im ,kindesalter hufig noch sehr sprlich entwickelten intellektuellen ,interessen eingestellt ist1 whrend sie soziale und technische ,interessen1 die im ,kindesalter absolut vorherrschen1 vllig ignoriert4 ,ich erhebe mit vollem ,bewutsein diesen ,vorwurf4 ,denn damit1 da die ,schule soziale ,lehre gibt1 oder in der ,stellung ihrer theoretischen ,aufgaben das praktische ,leben als ,hintergrund whlt1 bercksichtigt sie in keiner ,weise die sozialen und technischen ,interessen des ,kindes4 ,die wirklichen ,interessen des ,kindes schreien nach ,handeln1 nach praktisch-sozialem oder praktisch-technischem ,handeln4 ,und nur im ,handeln werden die ,kulturgter erarbeitet4 ,diese elementaren ,lehren aller ,erziehung werden aber erst ,leben und ,kraft gewinnen1 wenn diejenigen ,schulen1 die unsere ,lehrer erziehen1 selbst ,arbeitsschulen geworden sind4 ,wer nicht gewhnt wurde1 seinen seelischen ,besitz sich selbst zu erarbeiten1 mit ,selbstberwindung und ,rcksichtslosigkeit gegen die eigene ,natur1 mit unermdlicher ,ausdauer und reinem ,erkenntnisdrang1 und wer keinen tieferen ,einblick getan hat in die eigentliche ,werksttte des kindlichen ,geistes1 in das ,triebwerk seiner ,interessen1 dem wird das ,wesen der ,arbeitsschule immer ein ,rtsel bleiben4 ,illustration3 ,tafel ,i ,i4 ,klasse ,baukasten mit #cb ,bausteinen #a_/c nat4 ,gr4 ,illustration3 ,tafel ,,ii ,,ii4 ,klasse ,waschkreuz #a_/d nat4 ,gr4 ,illustration3 ,tafel ,,iii ,,iii4 ,klasse ,raupenkstchen #a_/d nat4 ,gr4 ,illustration3 ,tafel ,,iv ,,iii4 ,klasse ,schleuse #a_/d nat4 ,gr4 ,illustration3 ,tafel ,v ,,iv4 ,klasse ,starenhaus #a_/d nat4 ,gr4 ,schriften von ,georg ,kerschensteiner ,der ,begriff der staatsbrgerlichen ,erziehung #d4 erweiterte ,auflage4 ,kart4 ,m4 #c4ej ,bestimmt den ,begriff der staatsbrgerlichen ,erziehung als ,erziehung des ,charakters zu wahrer ,staatsgesinnung und zeigt die ,mittel und ,wege zur ,verwirklichung dieses ,zieles1 gipfelnd in der ,ausgestaltung der ,schulen zu ,arbeitsgemeinschaften4 ,deutsche ,schulerziehung in ,krieg und ,frieden ,geheftet4 ,m4 #b4hj ,inhalt3 ,i4 ber das eine u4 einzige ,ziel d4 ,erziehung in ,krieg u4 ,frieden4 ,,ii4 ,der ,weg z4 ,pflichtbewutsein4 ,,iii4 ,der ,weg z4 ,staatsgesinnung4 ,,iv4 ,die ,schule als ,kulturmacht4 ,v4 ,die ,probleme der nationalen ,einheitsschule4 ,die hier gebotenen ,aufstze verbindet ein einheitlicher ,gedankengang4 ,in drei ,eigenschaften des ,charakters seiner ,brger liegt die innere ,strke eines ,staatswesens in ,krieg und ,frieden3 in ihrer moralischen ,tapferkeit1 in ihrem ,pflichtbewutsein und in ihrer ,staatsgesinnung4 ,sie bilden das dreifache ,ziel eines jeden ,systems eines nationalen deutschen ,schulwesens4 ,dieses dreifache ,ziel stellt aber gewisse ,bedingungen an den inneren ,ausbau der einzelnen ,schulgattung sowie an die einheitliche ,gestaltung des gesamten deutschen ,schulwesens4 ,charakterbegriff und ,charaktererziehung #b4 ,auflage4 ,geheftet ,m4 #b4fj1 gebunden ,m4 #d4-- ,das ,wertvolle an dem ,buche scheint mir darin zu liegen1 da eine der wichtigsten ,fragen der praktischen ,erziehung in ihrer ganzen ,tiefe und in ihrem ganzen ,umfange zu erfassen versucht ist4 ,es scheint mir typisch fr die ernsten und wertvollen ,bestrebungen in der modernen ,pdagogik1 jedenfalls sollte man nicht daran vorbergehen4 7,hamb4 ,schulztg47 ,grundfragen der ,schulorganisation ,eine ,sammlung von ,reden1 ,aufstzen und ,organisationsbeispielen4 #d4 ,auflage4 ,u4 d4 ,pr4 #aibj4 ,wer zu einem ,problem der ,schulreform ,stellung nehmen will1 mu sich mit ,kerschensteiner auseinandersetzen4 ,das ,studium seiner ,schriften bietet eine reiche ,gedankenflle und scharfe ,beweisfhrung in feinem ,stil4 ,bei aller ,grozgigkeit seiner ,plne bleibt ,k4 doch stets auf dem ,boden der ,wirklichkeit1 so da man immer den ,eindruck hat3 hier spricht ein bodenstndiger ,praktiker1 der die zhe ,energie hat1 das als richtig erkannte ,ziel auch zu erreichen4 7,thringer ,schulblatt47 ,wesen u4 ,wert des naturwissenschaftl4 ,unterrichts ,geheftet ,m4 #c4-- ,indem die ,untersuchung darlegt1 da und wie die rechte ,beschftigung mit den ,naturwissenschaften die ,seele mit dem ,geist der ,gesetzmigkeit und dem ,bedrfnis nach eindeutiger ,formulierung der ,begriffe erfllt1 leitet sie naturgem zur ,untersuchung ber den ethischen ,wert des naturwissenschaftlichen ,unterrichts4 ,dabei stellt sich klar heraus1 da er notwendig der ,ergnzung durch den sprachlich-histor4 ,unterricht bedarf4 ,den ,schlu bilden ,vorschlge fr eine ,organisation der realistischen ,schulen1 die die ,erziehungswerte des naturwissenschaftlichen ,unterrichtes voll zur ,geltung kommen lt4 ,auf smtliche ,preise ,teuerungszuschlge des ,verlags 7,april #aibj #hj1 ,abnderung vorbehalten7 und der ,buchhandlungen4 ,verlag von ,b4 ,g4 ,teubner in ,leipzig und ,berlin 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,im ,original gesperrt gedruckter ,text wurde mit ,unterstrichen1 kursiv gedruckter mit ,gleichheitszeichen und fett gedruckter mit ,pluszeichen markiert4 ,folgende ,druckfehler im ,original wurden korrigiert3 ,es hat also mit dem ,geiste der ,arbeitsschule nicht das ,im ,original3 ,arbeitschule ,hnde der ,mnchner ,lehrerschaft mit meinem ,ausscheiden aus ,im ,original3 ,auscheiden ,die ,werkzeuge fr jeden ,schler1 die gem der ,strke einer ,abteilung #be mal beschafft wurden1 waren folgende3 ,im ,original3 werden von den reellen zu den imaginren und komplexen ,zahlen fortschreitet1 ,im ,original3 kompleexn