,bibliothque nationale de ,france 7,bn,f_/,gallica7 at http3_/_/gallica4bnf4fr7 ,an ,deutschlands ,jugend von ,walther ,rathenau #aiah ,s4 ,fischer 99 ,verlag ,berlin #a4-bj4 ,tausend ,alle ,rechte vorbehalten1 besonders das der bersetzung ,inhalt ,zueignung und ,aufruf #e ,zweifel #ah ,glaube #db ,krieg #gd ,charakter #ig ,zueignung und ,aufruf ,in dieser feierlichen ,zeit des ,abschiedes wende zu euch ich mich1 ,menschen der deutschen ,jugend4 ,nie hat eine ,menschheit so bewut und verantwortungspflichtig an einer ,scheide der ,zeitalter gestanden4 ,die ,stunde hlt ihren ,atem an1 zu lang fr das bangende ,herz1 zu kurz fr das flatternde ,gewissen1 der ,klppel holt aus4 ,ist der ,schlag verklungen1 nach ,menschenjahren1 ,sekunden des on1 so stehen wir in fremder ,welt und ,zeit1 beladen oder entshnt1 und blicken durch den ,trnenschleier des ,krieges nach dem entsinkenden ,reiche der ,gewesenheit4 ,unbewuter1 zweifelfreier waren die1 die vor weniger als hundert ,jahren durch den ,nebel der ,weltkriege das rosenfarbene ,jahrhundert verschwimmen sahen4 ,die ,revolution hatte ihnen eine brauntuchene brgerliche ,sicherheit gegeben1 der ,krieg hatte mehr geschlichtet als genommen1 sie fhlten beschftigt das ,nahen von ,wissenschaft1 ,technik und ,kapital und konnten sich dem berlassen1 was sie ,restauration nannten1 und was der hlichste ,nutzbau der bervlkerten1 mechanisierungsdurstigen ,welt war4 ,der ,bau wuchs2 in den hchsten1 luftigsten und frechsten ,geschossen des ,himmelskratzers sind wir geboren und haben wir gelebt2 jetzt bricht er nieder1 aus ,mangel an ,gerechtigkeit und organischer ,kunst1 die man verschmht hatte1 hineinzubauen4 ,er hatte kein ,fundament1 stand auf dem ,schuttplatz der franzsischen ,revolution1 die ,raum geschaffen hatte1 aber keinen ,baugrund4 ,bis in seine hchsten ,zinnen1 die ,nationalismus und ,imperialismus hieen1 trug er keine ,idee in sich1 nur ein empirisches ,gleichgewicht der ,krfte2 alles was ,idee hie1 rankte sich uerlich empor und zermrbte seine ,wnde4 ,keine neue ,revolution kann uns die ,arbeit erleichtern1 denn die ,zerstrung ist da1 wir brauchen sie nicht zu rufen4 ,was gefordert wird1 ist ,arbeit1 langsamer1 heiliger ,neubau1 ,dombau4 ,aus tiefen1 geheiligten ,herzen und neuem ,geist4 ,nicht aus der ,frechheit1 die sagt3 ,lat mich nur1 ich bin schlau und vernnftig1 ich will einmal versuchen4 ,nicht aus satter ,interessiertheit1 die sagt3 ,wir werden alles reparieren4 ,nicht aus ,stumpfheit und brgerlicher ,blde1 die sagt3 ,kommt ,zeit1 kommt ,rat4 ,die ,schicksalsstunde webt nicht ber ,schlachten und ,konferenzen1 ,brand und ,lschung1 sondern ber der ,bauhtte1 ber ihren ,meistern und ,gesellen1 dem ,geheimnis ihres ,grund- und ,aufrisses und dem ,geist ihrer ,gemeinschaft4 ,der entscheidet die ,jahrhunderte1 deshalb haben wir vom ,geist zu reden4 ,mit euch1 ,deutschlands ,jugend1 will ich reden4 ,den ,genossen meines ,alters habe ich nicht mehr viel zu sagen4 ,mein ,herz habe ich vor ihnen ausgeschttet1 mein ,glauben und ,schauen1 ,vertrauen und ,sorgen ihnen vor die ,seele gehalten4 ,viele haben meine ,schriften gelesen1 die ,gelehrten1 um sie zu belcheln1 die ,praktiker1 um sie zu verspotten1 die ,interessenten1 um sich zu entrsten und sich ihrer eigenen ,gte und ,tugend zu erfreuen4 ,wenn warme ,stimmen zu mir drangen1 so kamen sie von ,einsamen1 von ,jungen1 und von denen1 die nicht altern und nicht sterben4 ,von den ,alten habe ich nichts gewollt als ,mitdenken und ,mitsorgen1 ,prfung1 ,besinnung4 ,nichts anderes will ich von euch4 ,prft meine ,worte an euren ,gedanken1 in euren ,herzen2 seid auf eurer ,hut1 verwerft1 was euch nicht innerlich ergreift1 die verbohrte ,meinung1 den bestechenden ,einfall4 ,nicht ein ,fhrer unter euch vermesse ich mich zu sein1 nicht ein ,berater1 ich will mit euch errtern und erwgen4 ,auch huldige ich euch nicht2 ihr seid ein neues ,geschlecht1 kein anderes ,volk als eure ,vter1 ihr seid ihnen hnlicher1 als ihr meint4 ,ihr seid eine ,hoffnung2 auch wir sind eine ,hoffnung gewesen und keine ,erfllung geworden1 obgleich es manche unter uns gab1 die den ,weg sahen und wiesen4 ,ich huldige auch dafr euch nicht1 da ihr in den ,krieg geboren und gewachsen seid4 ,den ,krieg haben unsere ,vter verschuldet1 also haben wir ihn verschuldet2 den ,krieg haben wir verschuldet1 also habt ihr ihn verschuldet4 ,derer1 die gettet worden sind und gettet werden sollen1 gedenkt mein ,herz in jeder seiner ,nchte1 und am heiesten umfat es die1 denen es schwer wird1 und die sich frchten4 ,jeder1 der mit seiner ,seele in den ,krieg verstrickt ist1 alt oder jung1 frchtet sich und zittert1 und weint ,trnen1 die nach innen flieen und das ,herz verbrennen4 ,auch dafr nicht1 da ihr ungebrochen und stark1 voll ,anspruch und ohne ,zweifel seid1 huldige ich euch4 ,in zwanzig ,jahren sind eure ,verwegensten alt1 enttuscht und philisterhaft1 nicht um des ,groen1 sondern um des ,kleinen willen1 und es wird viel sein1 wenn abermals dereinst einige aufstehen1 weil sie ihr ,herz warm erhalten haben1 um zaghaft und berwltigt zu euren ,kindern zu reden4 ,um des ,glaubens willen an unsere deutsche ,erde rede ich zu euch1 um der ,liebe willen zu euren ,vtern1 euren ,kindern und am meisten zu euch1 um der ,hoffnung willen1 die ihr seid und alle1 die nach euch kommen4 ,denn ihr werdet das ,reich betreten1 das uns verwehrt ist1 auf euch liegt die ,verantwortung und die erste ,entscheidung4 ,werdet ihr mich hren8 ,manche von euch1 die ursprnglichsten1 sind sorglos1 dem ,denken abgewendet1 mit billigem zufrieden und eng autoritr2 manche1 die klgsten1 sitzen in ihren ,schreibstuben und ,prezentralen1 pochen auf ihre ,vernunft und ,abstraktion und warten1 da ihrer geschulten ,dialektik zuliebe die ,welt sich wie ,sankt ,hieronymus' ,lwentier aufblickend zu ihren ,fen schmiege4 ,verschliet ihr euch aber vor mir1 so rede ich zu mir selbst und meinem ,schpfer1 denn reden mu ich und darf nichts verschweigen1 obwohl ich wei1 da jedes ,wort mir neuen ,unfrieden schafft bei denen1 die mich hassen und verfolgen4 ,dann werden andere kommen1 helleren ,geistes1 reineren ,herzens1 edlerer ,art1 die ,glauben erzwingen fr das1 was sie verknden und was ich nur stammle4 ,denn das ist freilich wahr3 ,nichts ist in mir1 das den ,willen rechtfertigt1 gehrt zu werden1 auer dem ,glauben an die ,seele und ihre ,verwirklichung4 ,in mir aber ist nichts verwirklicht1 und will ich zu euch reden von unseren gemeinsamen ,schwchen1 ,trbheiten und ,klrungen1 so mu ich frei vor euch mich zu der ,problematik bekennen1 die man mir vorwirft1 damit ihr ungetuscht so hart und milde wie ihr wollt urteilt1 und mu euch sagen1 wer ich bin4 ,ich bin ein ,deutscher jdischen ,stammes4 ,mein ,volk ist das deutsche ,volk1 meine ,heimat ist das deutsche ,land1 mein ,glaube der deutsche ,glaube1 der ber den ,bekenntnissen steht4 ,doch hat die ,natur1 in lchelndem ,eigensinn und herrischer ,gte die beiden ,quellen meines alten ,blutes zu schumendem ,widerstreit gemischt3 den ,drang zum ,wirklichen1 den ,hang zum ,geistigen4 ,die ,jugend verging in ,zweifel und ,kampf1 denn ich war mir des ,widersinns der ,gaben bewut4 ,das ,handeln war fruchtlos und das ,denken irrig1 und oftmals wnschte ich1 der ,wagen mchte zerschellen1 wenn die feindlichen ,gule auseinanderstrmend sich ins ,gebi legten und die ,arme erlahmten4 ,das ,alter snftigt4 ,noch immer ist der berschssige ,wille nicht ganz gebrochen1 noch immer stehe ich im praktischen ,handeln1 doch nicht um eigener ,ziele willen4 ,und manchmal scheint es mir1 als sei aus diesem ,handeln auch etwas in meinem ,denken befruchtet worden1 als habe die ,natur mit mir den ,versuch vorgehabt1 wie weit betrachtendes und wollendes ,leben sich durchdringen knnen4 ,ein ,zeichen des ,friedens wurde mir gegeben4 ,als ich zum ersten- und zum letztenmal1 nicht freiwillig1 sondern von ,not gezwungen1 mich den ,getrieben des ,staates nherte1 da wurde durch das geringe ,werkzeug meines ,kopfes und meiner ,hnde vom deutschen ,willen aus einem ,gusse eines vollbracht1 das sonst nicht im ,schaffen eines ,einzelnen beschlossen ist3 die bewute ,schpfung einer neuen ,wirtschaftsordnung1 die nicht vergehen kann und alle knftigen ,wirtschaftsformen in ihrem ,schoe trgt4 ,das war wohl die sichtbare ,frucht1 die der alternde ,stamm nach auferlegtem ,willen tragen durfte2 nun schttet er die verspteten ,knospen und ,bltter in euren ,scho4 ,grund meines ,redens ist nicht der ,krieg1 sondern der geistige ,niederbruch1 den er offenbart1 nicht die ,furchtbarkeit dessen1 was ist1 sondern dessen1 was war und was bevorsteht4 ,die ,stumpfesten glauben ein ,gewitter zu sehen1 kurz und heftig meinten sie zuerst1 heftig und absehbar meinen sie jetzt1 und denken bald wieder da anzufangen1 wo sie aufgehrt haben1 am liebsten mchten sie ihn als ,mittel betrachten1 um einige ihrer alten ,zwecke zu erreichen4 ,andere trsten sich mit einer ,theorie wirtschaftlicher ,evolutionen3 immer haben ,kriege die bergnge der ,wirtschaftsformen begleitet1 dieser ist grer1 doch nichts anderes2 wir werden den ,endzustand erwarten und versuchen1 ihn nach unserem ,willen zu lenken4 ,sie haben nur zur ,hlfte ,unrecht1 denn dieser ist wahrhaft der ,weltbrand des europischen ,sozialgebudes1 das nie wieder erstehen wird4 ,doch ist nicht jede ,brandsttte ein ,baugrund1 manche ist wst geblieben und manche zur ,spuksttte fr ,gespenster und ,gesindel geworden4 ,die wenigen1 die das ,ereignis kommen sahen1 so wie es ist1 nicht als mannhaften ,zweikampf1 nicht als frisch-frhlichen ,reiterkrieg1 sondern als ,weltgericht3 diese wenigen haben es verkndet1 nicht als politisch-wirtschaftliche1 sondern als sittliche ,notwendigkeit1 als ,blutgericht1 um zum letztenmal die ,seele und das ,gewissen1 die ,wrde und ,gerechtigkeit der westlichen ,welt zu wecken und zu retten4 ,wir gingen zugrunde mit aller ppigkeit der ,technik und mit dem verruchten ,stolze unseres banalen ,wissens2 und wir gehen weiter und unaufhaltsam zugrunde1 mit und trotz und wegen aller ,opfer1 so wir nicht begreifen und uns ermannen4 ,noch jetzt1 im fnften ,jahr1 sind die ,nationen nicht fertig1 ihre ,kriegsgrnde1 ,kriegsursachen und ,kriegsziele zu erklgeln -- freilich1 sie wissen sie nicht und werden sie nicht wissen6 -- ,weltanschauungen zu erdichten und zu ertfteln1 die sie nicht haben1 ,charaktere einander vorzuwerfen1 die sie aus ,zeitungen oder von mivergngten ,reisenden erlernt haben4 ,noch heute beschimpfen sich ,staatsleute und strafen sich ,lgen1 und deuteln an ihren ,forderungen4 ,nchterne ,polizeiideale werden angepriesen1 kapitaldurstige ,kreuzzge werden gepredigt1 unberzeugte ,gerechtigkeiten werden gefordert4 ,und im ,innern der ,vlker blht ,kriegswucher1 ,geschwtz und ,roheit1 whrend treuherzige ,jugend an den ,fronten verblutet4 ,was sind alle ,zerstrungen und leiblichen ,opfer verglichen mit den ,zuckungen und ,verzerrungen des europischen ,geistes8 ,dies ,leiden ist nicht dem ,kriege entsprungen1 es lag in uns1 und was wir schaudernd sehen und fhlen1 ist nur der ,paroxysmus des ,ausbruchs4 ,und diese ,krankheit geht nicht mit dem ,kriege1 nicht durch den ,krieg zu ,ende2 in erneuten ,schreckensformen1 mit inneren ,giften und ,zersetzungen zehrt sie weiter bis zur tdlichen ,erschpfung4 ,die ,geisteskrankheit1 der sittliche ,wahnsinn ,europas ist heilbar nur durch die ,macht des ,gewissens1 die ,gewalt der ,umkehr und ,einkehr4 ,die nchterne ,wirtschaftsrechnung verschlgt nichts1 sie mag den ,apotheker bezahlen4 ,ist uns ,rettung bestimmt1 so dringt sie aus unseren ,tiefen4 ,kein ,staatsmann kann helfen1 kein ,staatsakt1 keine nderung der ,einrichtungen4 ,denn wre selbst alles aufs beste geschaffen und bestimmt1 es zerschellte und zersplitterte am ,wust der ,interessen1 an der berzeugungslosigkeit1 an der ,indolenz1 an der geistreichen ,tftelei1 am falschen1 eitlen ,individualismus1 und snke zurck ins ,chaos4 ,wurstelei und ,gewaltherrschaft sind die einzigen ,formen1 die den anarchischen ,krper im ,scheindasein erhalten knnen1 und beide ertten vollends den ,geist4 ,dies ist die ,frage1 die dir1 deutsche ,jugend1 gestellt ist3 ,kannst du noch einmal den deutschen ,geist zur ,einheit der berzeugung1 zur ,treue der ,weltanschauung aufrufen8 ,es sei nicht die heilige ,einheit des ,mittelalters1 die bleibt uns verloren2 es sei eine vielfltige ,kraft1 doch darin einig1 da sie das ,geistige ber das ,irdische stellt4 ,dann mag sie vielspltig1 mag sie vom ,glauben aller ,welt verschieden sein1 denn zwischen echten ,anschauungen gibt es zwar keinen ,frieden1 doch keinen ttenden ,ha und jederzeit die wlbende ,synthese4 ,kannst du ,menschen finden und sammeln8 ,nicht ,heilige1 nicht ,genien1 doch ,geistige1 ,aufrechte1 frei und weit ,blickende1 ,wrdevolle1 ,spendende1 ,innerliche1 ,wirkende2 nicht ,umhllte von ,interessen1 ,standesverblendung1 ,seichtheit1 ,streberei1 ,phrase1 ,liebedienerei1 eitler ,geschftigkeit8 ,denn vergi nicht3 ,wre ein deutsches ,paradies auf ,erden verwirklicht1 wir htten heute die ,menschen nicht1 es zu verwalten4 ,blicke um dich1 auf diese ,parlamente1 diese mter1 diese ,akademien --1 berall der gleiche ,ton1 die gleiche ,redensart1 die gleiche mechanisierte ,sicherheit1 bestenfalls hier und da ein wenig weltfremde1 spintisierende ,grbelei1 und nirgends ein ,mensch1 der auch nur von ferne den alten mannhaft ,groen gleicht in allen diesen redenden und schaustellenden ,berufen4 ,die ,besten des ,landes sind einsam an ihren stillen ,werken1 einseitig1 aufgezehrt1 gealtert1 dem ,treiben abhold4 ,wir alle mssen abtreten1 zurck in ,finsternis und ,vergessenheit2 wir haben das ,unsere nicht getan1 wir sind nicht die ,rechten4 ,unter denen1 die weitab1 hilflos1 ihrer ,unzulnglichkeit bewut1 der ,wende unwrdig das ,geschick sich erfllen sahen1 habe auch ich meine ,stimme erhoben1 das ,drohende ausgesprochen1 das ,geschehene gedeutet und das ,kommende dargestellt4 ,was die ,zukunft fordert und dereinst erzwingen wird1 die nderung von ,einrichtungen und ,gesinnung1 den wirtschaftlichen und sozialen ,ausgleich1 die ,durchgeistigung und ,versittlichung der ,wirtschaft habe ich geschildert und die ,vollendung irdischer ,ordnung im ,reich der ,seele4 ,unverbrchlich glaube ich an diese ,dinge1 denn sie sind im ,anzuge1 ja sie sind unsichtbares ,schicksal geworden1 denn sie sind erschaut1 ausgesprochen1 erhrt und somit im ,geiste verwirklicht4 ,doch die ,liebe zur ,heimat berwiegt alles und verlangt1 die kommende ,gerechtigkeit und ,adelung mchte als ein ,werk deutschen ,geistes1 als ein ,geschenk deutschen ,herzens an die ,vlker in die ,welt treten1 ,deutschland mchte nicht zag1 spt und verdrossen dem ,weltlauf folgen1 ,deutschland mchte den ,anspruch auf ,fhrung und ,verantwortung1 also den ,anspruch auf eigenes ,leben nicht mrrisch und verbittert jngeren ,vlkern preisgeben1 um sich1 so lange es geht1 feindselig alternd hinter trockenen ,rechten und bser ,gewalt zu verschanzen4 ,und abermals werde ich mutlos und frage3 ,wo sind die ,menschen8 ,wo sind in dieser ,zerfahrenheit der ,interessen1 der ,stumpfheit1 der selbstverliebten ,geschwtzigkeit1 in dieser ,unklarheit der ,wertungen1 in der prfungslosen ,verbohrtheit der ,standesmeinungen1 in der ,verfilzung der ,staatseinrichtungen -- wo sind noch ,anstze mglich fr die ,keimkrfte des neuen1 reinen1 freien ,lebens8 ,kann es auerhalb einer politisch beeinfluten ,tagesmeinung berhaupt noch eine geistige deutsche berzeugung geben8 ,wenn deutsche ,gedanken entstnden1 wirkliche ,gedanken des ,geistes und ,herzens1 ,ideen1 nicht ,forderungen alltglicher ,ntzlichkeit noch gehssiger ,zeitungs- und ,versammlungsdunst --1 knnen solche ,gedanken in ,deutschland noch ,trger und ,verwirklicher finden8 ,ist unser ,volk einer nicht blo herkmmlichen1 nicht blo interessierten1 nicht blo agitatorischen ,anschauung noch fhig8 ,was sind berhaupt die ,voraussetzungen fr die ,mglichkeit einer deutschen ,anschauung8 ,und sind sie verwirklichbar8 ,die erste ,prfung endet freilich schlimm4 ,in keinem ,lande der ,erde wird soviel wie bei uns von ,anschauung1 ,weltanschauung1 ,kultur und ,ideal geredet4 ,das kommt daher1 da wir in der vormechanistischen ,epoche eine wundervolle ,blte des ,geistes erlebt haben4 ,das war in einem kleinen1 in den ,tiefen kaum emanzipierten ,volke mit einer ,schicht von knapp fnftausend ,gebildeten1 einem ,volk also1 das eigentlich nur aus sichtbarem ,geist bestand1 oder in dem nur der engverschwisterte1 uninteressierte ,geist das ,wort hatte4 ,in den letzten drei ,menschenaltern war die ,zahl und ,kraft der idealistischen ,geister so gering1 da es zweifelhaft erscheint1 ob unsere wissenschaftliche1 technische und organisatorische ,zivilisation noch den ,namen einer ,kultur verdient4 ,als wir in den ,krieg zogen1 fragten uns die ,neutralen nach der ,weltanschauung und den ,idealen1 fr die wir kmpften4 ,wir erklrten ihnen1 unsere ,feinde seien ,hndler1 wir aber vertrten eine heldenhafte ,weltanschauung1 wobei denn freilich der ganze bei uns herrschende ,kapitalismus abgeschaltet werden mute1 der technisch-organisatorische ,teil der ,kriegfhrung im ,dunkel blieb1 und die ,gegenfrage abgelehnt wurde1 wieweit wir ,kellner1 ,barbiere und ,handlungsreisende1 die in unserem ,namen die ,welt versorgten1 in das ,heldenideal einzubeziehen wnschten4 ,dann haben uns ,gelehrte ein ,ideal der deutschen ,freiheit beschieden1 das weniger eine ,freiheit als eine sympathische ,unfreiheit war1 das auffllig mit den herrschenden ,zustnden bereinstimmte und im ,kern auf einen ,lobpreis der ,professorenlaufbahn hinauslief4 ,auch das altliberale ,brgerideal hat man uns anzupreisen versucht1 mit schchterner ,loslsung von seinem englisch-franzsischen ,ursprung1 das gern auf demokratische ,ausgelassenheit verzichtet1 sofern es einem jeden freisteht1 ungestrt und unbekmmert vom ,nchsten und vom ,staat1 seinem frderlichen ,beruf nachzugehen4 ,die sogenannten ,machtideale bedrfen keiner ,erwhnung4 ,sie passen auf jeden1 der die ,mittel zu haben glaubt oder sucht1 um sich auf ,kosten anderer ,vorteile zu schaffen4 ,nun ist es von ,weltanschauungen stiller geworden1 und wir beschftigen uns wieder vorwiegend mit ,interessen und ,tagesfragen4 ,wo sind die deutschen ,ideale1 wo sind ihre ,trger8 ,wir haben sieben ,millionen ,arbeiter1 die zum groen ,teil von ,schulagitatoren gefhrt werden4 ,wir haben acht ,millionen unselbstndige in der ,landwirtschaft ,beschftigte1 die sich nicht organisieren drfen und nicht ,trger eigener ,gedanken sind4 ,wir haben zwei bureaukratisch geordnete ,kirchen1 die dem ,austretenden mit ,minderung brgerlicher ,rechte drohen drfen4 ,wir haben die ,stnde der ,interessierten1 die mit der ,dialektisierung ihrer ,gewerbe befat sind4 ,wir haben eine ,beamtenkaste auf ,grund eines ,gesinnungsnachweises4 ,wir haben einen selbstndigen ,mittelstand1 der nach den ,grnden seines ,niederganges sucht4 ,wir haben ein ,grobrgertum1 das nach ,beziehungen und ,befrderungen lechzt4 ,wir haben einen staatsbeamteten ,gelehrtenstand1 der zur ,verteidigung alles ,bestehenden erzogen ist4 ,wir haben ,interessenvertreter und ,ortsgren1 die im politischen ,leben stehen und ihre ,wnsche und ,kritiken mit denen ihrer ,auftraggeber in bereinstimmung zu bringen suchen4 ,und dennoch6 ,solange noch ,selbstbewutsein und ,willenskraft in uns ist1 lieber in ttigem ,glauben und edlem ,irrtum vergehen als in kranker ,resignation und galliger ,verneinung leben4 ,abermals rufe ich zu dir1 deutsche ,jugend6 ,noch haben dich die ,kleinheiten des ,lebens nicht zermrbt1 die wtenden ,interessen und giftigen ,hndel dich nicht verfeindet1 ein groes ,schicksal hat dich verschmolzen und gelutert1 hilf die ,quellen des schmachtenden ,landes erschlieen4 ,lat uns diesen einen ,gang gemeinsam gehen4 ,lat uns durch die de des ,zweifels schreiten1 lat uns an das ,tor des ,glaubens pochen1 lat uns das ,schicksal unserer ,prfung befragen und unserer eigenen ,seele tief ins ,antlitz blicken1 und glaubt mir1 wir kehren nicht entmutigt heim4 ,mten wir auch ein schweres ,teil der ,vlkerschuld auf uns selbst nehmen1 mten wir tiefe ,shne und ,einkehr von uns selbst verlangen3 ,lat uns hart sein aus ,liebe und arg aus ,treue4 ,lassen wir anderen das ,behagen der ,beschnigung und des ,selbstlobes1 das seit vier ,jahren zur schamlosen ,pest der ,vlker geworden ist1 und suchen wir den ,weg zur alten ,wahrhaftigkeit und ,furchtlosigkeit1 die unser vornehmstes ,erbteil war4 ,mag unser ,gang beklemmend sein1 mag er uns zeigen1 wie fern wir dem ,lande unserer ,verheiung sind1 genug1 wenn wir heimkehren mit der ,botschaft1 da unser ,schicksal bei uns selbst steht1 da wir inne geworden sind dessen1 was uns von neuer ,geistigkeit1 von innerer ,wiedergeburt und ,weltverantwortung trennt4 ,was trennt1 kann sinken4 ,den ,kampf1 den wir kmpfen1 und den hrteren1 den wir kmpfen werden1 beendet nur ein ,sieg3 der ,sieg der ,einkehr4 ,und die ,nation wird ihn erstreiten1 die ihrer eigenen ,seele entgegentritt und sie zum ,phnixopfer weiht4 ,zweifel ,wir lteren hatten keinen ,grund1 die ,epoche unserer ,jugendjahre zu preisen4 ,politisch herrschte der ,kampf gegen den ,sozialismus in der ,form einer liberal aufgeklrten ,reaktion1 geistig die sogenannte exakte ,wissenschaft1 wirtschaftlich der beginnende ,hochkapitalismus1 gesellschaftlich die brgerliche ,streberei4 ,das ,reich und die ,gromacht war begrndet1 einen ,schritt darber hinaus gab es nicht2 das ,bestehende hatte recht1 wer ,einwnde erhob1 bekam es mit ,bismarck zu tun oder mit dem ,satz von der ,erhaltung der ,kraft1 oder mit den besseren ,stnden4 ,alle ,gebiete des ,lebens berschattete die ,autoritt des unbestrittenen sichtbaren ,erfolges1 sogar die ,kunst fand es selbstverstndlich1 ,urteil und ,rat vom bereicherten und kaufenden ,brger und der gebildeten ,hausfrau zu empfangen4 ,die ,jugend1 soweit sie nicht als verderbt galt1 fgte sich den genehmigten ,idealen1 ja berbot sie2 der oberste der genehmigten ,begriffe war die ,karriere4 ,der wachsende ,staat verlangte ,beamte1 das heit ,juristen1 die ,laufbahn verlangte gesellschaftliche ,garantien1 das heit studentische und offiziermige ,korporation4 ,die ,vorbilder wirtschaftlichen ,aufstiegs waren noch vereinzelt und nicht so machtgesteigert1 um zu verlocken1 der ,wissenschaftsbetrieb hatte eine gesonderte ,aufstiegsordnung1 in der ein umfangreiches ,assistentenwesen und ,einheirat eine gewisse ,rolle spielten4 ,jugendlicher ,drang1 von freier ,tat ferngehalten1 halb freiwillig1 halb unbewut in das ungeistige1 unfromme1 phantasielose ,joch der ,autoritt und ,streberei gezwngt1 schuf ein ,zerrbild1 so unerfreulich wie kaum eines seit der ,zeit des lanzknechtlichen ,hosenteufels1 des altmodischen ,bramarbas und des bezopften ,renommisten3 den ,patentscheier4 ,aufgeschwemmte ,burschen1 schnde und zynisch im ,auftreten1 mit geklebtem ,scheitel1 gestriemten ,gesichtern1 ,reiterstegen an den gestrafften ,beinkleidern1 schnarrender ,stimme1 die den ,kommandoton des ,offiziers nachahmte4 ,den ,hochschulbetrieb verachteten sie1 die kmmerliche ,prfungsreife erlangten sie durch sogenannte ,pressen1 ein feindseliges und herausforderndes ,wesen trugen sie zur ,schau1 auer wenn es sich um ,konnexionen handelte1 ihre ,zeit verbrachten sie mit ,pauken1 ,saufen und ,erzhlen von ,schweinereien4 ,solche ,gestalten wurden geduldet1 ja anerkannt2 sie waren bestimmt1 zu denen zu gehren1 die das ,volk regieren1 richten1 lehren1 heilen und erbauen4 ,gewi1 es gab auch zahlreiche andere ,vertreter der akademischen ,jugend1 vor allem die1 deren ,mittel zur ,erreichung dieser ,stufe nicht langten2 doch meine ,befrchtung1 da die ,generation der achtziger ,jahre uns den ,ausfall einer geistigen ,ernte im ffentlichen ,leben kosten wrde1 hat sich erfllt4 ,in den ,formen des lndlichen und kleinbrgerlichen ,lebens haben wir uns stets bescheiden1 sicher und wrdig bewegt4 ,fr gesteigerte brgerliche ,lebensform ist ein gltiges neuzeitliches ,vorbild in ,deutschland nicht geschaffen worden4 ,der kleinere ,adel blieb gutsherrlich1 patriarchalisch1 stadtfeindlich1 der grere international und abgesondert4 ,der ,soldatenstand lie nach auen nur einen khlen ,schliff erkennen1 der zu brutal bertreibender ,nachahmung verfhrte1 das ,beamtentum1 wirtschaftlich gedrckt und stolz verzichtend1 machte in seinen ,formen die ,abwehr fhlbar1 die ein ,leben in unterordnenden und spaltenden hierarchischen ,gepflogenheiten bedingt4 ,patriziat und alter ,reichtum1 in ,deutschland selten und versprengt1 fand in sich kein ,gleichgewicht und drngte zum ,adel und ,hof4 ,so fand sich bei uns niemals ein anerkanntes ,vorbild der ,lebensform1 des ,benehmens und der ,gesellschaft2 unzusammenhngende ,konventionen wurden unverstanden gelehrt und als ,unterscheidungszeichen gewertet1 zur ,schaffung eines geschlossenen ueren ,erscheinungsbildes reichten sie nicht aus4 ,der erzieherische ,nachteil dieses scheinbar uerlichen ,mangels fr jedes heranwachsende ,geschlecht wird unterschtzt4 ,er lt den jungen ,menschen die ,wrde und ,sicherheit einer anerkannten ,schulung entbehren1 verfhrt zu einem billigen ,individualismus1 der nur ,formlosigkeit ist1 erschwert die ,schtzung und ,gemeinschaft einer krperlichen ,kalokagathie1 bewirkt ,rckschlge in eine pomadisierte ,pbelhaftigkeit und ermglicht die ,entstehung von wechselnden ,zerrbildern1 die nirgends in der ,welt geduldet werden wrden1 und von denen das der achtziger ,jahre ein teuer bezahltes ,beispiel bildet4 ,diese ,sorge ist vorber1 denn kommende ,zeiten werden die ,spaltung der ,kasten nicht kennen1 der aristokratischen1 militrischen und bureaukratischen ,vorbilder nicht bedrfen1 sondern ihre ,wertungen aus menschlichen und volkstmlichen ,vorstellungen schpfen4 ,fr uns bestand sie1 euch blieb sie erspart4 ,denn ihr hattet das ,glck1 im ,widerspruch zu erwachen4 ,eure ,kindheit hat der beginnende ,wohlstand des ,landes gepflegt1 ein erwachendes ,schrifttum1 eine nicht volkstmliche ,kunst hat euch ein ,widerspiel zur ,gegenwart und ,wirklichkeit geschaffen1 euer ,bewutsein erweckt und durch ,kontrast befruchtet4 ,die schmerzhafte ,lsung von der ,autoritt1 die einigen von uns glckte1 andere brach1 war fr euch kein ,problem1 denn ihr seid frei geboren4 ,eure ,vter konnten euch nicht die ,unwiderleglichkeit groer ,schpfung entgegenhalten1 sie hatten nur die ,mechanisierung emporgehoben1 der sie fruchtlos dienten1 den ,staat und ihr eigenes ,machterbe verwahrlost1 und euch mit einer gewaltttigen1 rauschenden und schimmernden ,zivilisation umgeben1 die sich anpreisen aber nicht verteidigen konnte4 ,freilich waren auch unter ihnen groe ,mnner1 deren ,arbeit ,gutes schuf und ohne ihr ,wissen ,knftiges bereitete1 doch die ,welt war entseelt1 der ,glauben erstorben bis auf seine ,wurzeln des schpferischen ,zweifels1 und die uerlich glnzendste ,epoche1 die je der ,erde beschieden war1 die dicht an das knstliche ,paradies der ,schmerz- und ,sorglosigkeit1 der technischen ,schrankenlosigkeit und des ewigen ,wohlstandes rhrte1 erstarb im ,geiste4 ,ihr durftet zum ,bewutsein erwachen1 und wenn uns lteren ein ,anteil an der ,freude dieses ,erwachens zufiel1 so war es der1 da einige von uns versucht hatten1 der prachtvoll untergehenden ,zeit ins ,auge zu blicken1 ihr das ,gesetz ihrer ,sterblichkeit zu entreien und mit der ,gewiheit der aufsteigenden ,seele heimzukehren4 ,selbst eure ,vter hatten euch vorgearbeitet2 sie waren der alten ,strenge und ,herrschgewalt nicht fhig1 denn die fordert zweifelfreie berzeugung und berlieferung1 sie aber hatten nichts zu bieten als schwankende ,relativitt1 die verstehen wollte1 aber nicht werten4 ,unschlssig lockerten sie das ,band der ,schule2 da flo viel ,bildung ab2 edle ,substanz1 die euch fehlen wird1 und schwer entbehrlich dem ,deutschen1 der ein ,ordner1 ,verwalter und ,richter des geistigen ,erdenguts sein soll4 ,dafr wurdet ihr freier1 und lerntet fhlen1 da ,jugend1 bloe ,jugend1 ohne ,beziehung auf ,dinge des ,wollens und ,handelns ein erfllendes ,glck ist4 ,ihr wandtet euch ab von gepriesenen ,werken und ,kmpfen1 dahin1 wo alle ,unbestechlichkeiten vor euch den ,trunk ihres ,durstes gesucht hatten1 zur ,natur1 und dahin -- dies ist euer schnster ,gewinn -- wohin nicht viele ,geschlechter gedrungen sind1 zur ,menschenliebe1 ,gemeinsamkeit und ,freundschaft4 ,viel fehlte nicht1 so httet ihr euch von jedem lastenden ,erbteil der ,vergangenheit losgesagt und den ,weg zur alten ,menschenfreiheit gefunden4 ,ihr schweiftet durchs ,land und lerntet die ,freundschaft zu ,bumen1 ,tieren und ,menschen4 ,manches ,lied und mancher ,vogelruf wurde euch vernehmlich1 und ihr achtetet auf ,gestirne1 ,wind und ,wolken und lerntet die ,namen der ,kruter und die ,spuren der ,tiere auf morgendlichen ,wegen4 ,in ,nchten saet ihr beisammen und sprachet von freier1 verantwortlicher ,bestimmung des ,lebens1 von einem ,dasein ohne ,ha und ,gier und vom ,erwachen des ,geistes4 ,den ,dmonen konnte dies ,dasein ein trumerisches ,spiel scheinen1 zu leicht und glcklich selbst fr die ,jugend ,erdgebundener4 ,da geschah die ,berufung1 die euch vor anderen ,geschlechtern traf und zur ,mannheit schlug und eure ,stirn mit dem ,lose der ,verantwortung fr knftige ,wende zeichnete3 der ,sturm des ,krieges ergriff euch und viele durften siegend sterben4 ,der ,zeiger der ,geschichte steht still1 solange die ,urkrfte und ,titanen ringen2 die letzte ,antwort1 die ihr schuldet1 ist nicht ,aufbruch und ,kampf1 sondern ,heimkehr und ,einkehr4 ,unsere ,herzen sind zumeist bei denen von ,euch1 die ihre ,unschuld und ihr reines ,glck1 furchtlos1 das ,seiende segnend1 ohne ,zweifel und ohne ,frage ins ,feld getragen haben4 ,sie sind der blhende ,leib und die lebendige ,kraft des neuen ,volkes4 ,heute noch sind sie mit der ,meinung und ,wertung des ,tages zufrieden1 mit leichten ,erklrungen einverstanden1 leiblich und geistig im ,dienst1 der ,gegenwart zugekehrt4 ,so aber werden sie sich auch der neuen ,gegenwart zukehren1 und wenn sie reinen ,herzens bleiben1 tun1 so ,gott will1 was not ist4 ,jene anderen aber1 denen im ,herzen der ,krampf und das ,weh der ,erde zum zweiten ,male sich abspielt1 die in der ,angst der ,schuld und in der ,qual des schpferischen ,zweifels vergehen1 ihnen ist das harte ,los bestimmt1 sich loszuringen1 in die ,tiefe zu fahren und neue ,gestaltung emporzutragen4 ,ihre ,verantwortung ist es1 wenn die ,dinge des ,landes und des ,erdteils so bleiben1 wie sie sind1 wenn ,neid und ,habsucht die treibenden ,krfte von ,volk zu ,volk bleiben1 wenn die ,vlker als ,fremdlinge1 als ,objekte in den ,husern ihrer ,staaten sitzen1 wenn ,ungerechtigkeit1 ,ha1 ,gier und ,entseelung den entfleischten ,erdteil von ,kampf zu ,kampf in ,brudermord und ,vernichtung treiben4 ,ihre ,gefahr ist ,zermrbung der groen ,aufgabe und ihrer selbst durch unergriffene ,klgelei1 durch selbstverliebte ,theoretik1 durch flache ,originalitt4 ,erschreckt nicht vor dem einfachen ,gedanken6 ,selten liegt die ,wahrheit in der verschmitzten neuen ,formel1 meist liegt sie offen zutage1 vor aller ,augen1 nur durch ihre ,offenkundigkeit verborgen2 das reine ,herz mu sie finden4 ,mit ihnen1 den ,zweifelnden1 mu ich reden4 ,nicht als einer1 der wei und sicher ist1 sondern als einer von denen1 die mit ihnen leiden und suchen1 die fhlen1 da alle ,gemeinschaft ein ,bekennen ist4 ,zuerst steigt der ,urzweifel auf4 ,was ist wirklich8 ,es gibt nur tuschende ,erscheinung4 ,was ist erstrebenswert8 ,es gibt keine absoluten ,werte4 ,was ist ein ,ziel8 ,ein ,zustand1 von dem man1 sobald er erreicht ist1 zu neuen ,zielen hinwegstrebt -- oder eine unertrglich se1 falsche ,seligkeit4 ,was sind menschliche ,triebkrfte8 ,genu und ,macht4 ,was ist ,tat und ,opfer8 ,zwang unfreien ,willens4 ,was ist ,sittlichkeit8 ,eine ,konvention des ,zeitalters und der ,umwelt4 ,was ist ,geschichte8 ,die wechselnde ,ausdrucksform des ,nahrungskampfes4 ,was ist ,dasein8 ,eine ,verirrung des ,absoluten1 aus dem es nur den ,ausweg gibt in ,traum und ,nichts4 ,es ist niemand verwehrt1 einen1 mehrere oder alle dieser ,stze fr wahr zu halten4 ,nur sollte er dann so ehrlich sein1 wie es ,skeptiker und ,pessimisten nicht immer gewesen sind1 wo nicht auf ,handlung1 so auf ,gltigkeit der ,handlung zu verzichten4 ,er sollte nicht versuchen1 mit drftiger und verhohlener ,anleihe aus anderen geistigen ,breiten eine ,htte zu zimmern1 in der man den ungeselligen1 unbequemen1 unmageblichen ,hausrat der ,weltflucht oder ,indifferenz1 des ,zynismus oder ,epikurertums stillschweigend und verstohlen gegen wohnlichere ,gertschaften vertauschen kann4 ,drngt uns das ,herz1 bestimmend zu handeln1 so haben wir schon unbewut und unbeirrt die ,wahl getroffen4 ,unser ,wollen erhlt nicht mehr sein ,licht aus der ,dmmerwelt des ,intellekts1 sondern aus dem hheren und reineren geistigen ,bezirk der ,seele1 die sich nicht vor unteren ,instanzen zu verantworten hat1 sondern die selbst die hchste1 an der ,grenze des ,irdischen waltende ,instanz ist4 ,in ihrem ,reiche haben wir den ,boden des ,glaubens betreten1 aus dem von jeher jede ,quelle hheren menschlichen ,willens entsprungen ist1 gleichviel1 ob der geometrische ,verstand sich nachtrglich entschliet1 aus handfesten ,brocken1 ,symbolen der ,erscheinungswelt1 ,brunnenrnder und ,deiche zu erbauen4 ,in diesem ,reiche1 das alles ,sittliche umschliet und uns mit dem ,gttlichen verbindet1 sind wir frei und bedrfen keiner ,beweise und berredungen1 denn was wir aus heiligem ,bezirk unberhrt herniedertragen1 leuchtet und leuchtet ein1 es berzeugt durch sich selbst1 aus eigener ,kraft4 ,nur dann jedoch wird das prometheische ,werk armer menschlicher ,kraft gelingen1 wenn wir dies ,reich der ,seele nicht verleugnen1 wenn wir streben1 auf seinem ,boden ,heimat zu gewinnen1 wenn wir den ,glauben wollen1 ohne den wir nichts wollen knnen1 wenn wir an den ,willen glauben1 ohne den wir nichts glauben knnen4 ,hier liegt die ,synthese des ,transzendenten und des ,rationalen4 ,unberhrbar1 aus hohem ,reich gegeben ist der ,wille und das ,ziel1 allen ,geisteskrften verbndet und anheimgestellt ist das ,wollen und der ,plan4 ,der nchste ,zweifel kommt von der ,schulweisheit4 ,alle ,weltverbesserung ist ,utopie4 ,nie hat sich das innere ,wesen des ,menschen gendert1 ,entwicklung erlebt nur das ,wie1 nicht das ,was1 das ,glck des ,menschen vermehrt sich nicht4 ,ja freilich1 ,technik und ,wissenschaft6 ,sie kommen vorwrts4 ,doch wer auf eine nderung1 gar eine ,veredelung der menschlichen ,triebkrfte1 auf eine ,versittlichung der ,gesellschaft1 der ,wirtschaft hofft1 der verkennt das ,wesen der unfehlbaren ,theorie und mag ,narren trsten4 ,das sagen meist die ,privatdozenten und solche1 die es werden wollen1 in der forschen berzeugung ihrer forscherischen berlegenheit4 ,dann wenden sie sich wichtigeren ,tagesfragen zu1 etwa dem ,einflu der ,pappdcher auf den ,geburtenberschu1 und vergessen1 da wenn die ,welt im ,groen nicht gebessert werden kann1 es keinen ,sinn hat1 im ,kleinen damit anzufangen4 ,nie bin ich mde geworden zu erwidern3 ,wenn wissenschaftliche ,betrachtung einen ,wert hat1 so liegt er darin1 da sie uns zeigen kann1 wie sehr von ,urzeiten und ,urstmmen her das ,wesen des ,menschen sich gendert hat4 ,wre dies ,wesen aber auch in sich selbst unvernderlich1 so erleben wir von ,jahrhundert zu ,jahrhundert die nderung der herrschenden sittlichen ,bewertungen und mit ihnen die ,umstellung alles ,benehmens4 ,wenn in einer ,beamtenschaft1 einer ,armee1 einer ,kaste oder einem ,volke die herrschenden ,sittenbewertungen etwa auf die ,begriffe der ,unbestechlichkeit1 des ,mutes1 der ,wahrhaftigkeit eingestellt werden -- und das sind ,vorgnge1 fr die wir im eigenen ,lande ,beispiele haben --1 so ist die ,errterung mig1 ob damit ber lang oder kurz alle zur ,lasterhaftigkeit ,gestempelten aussterben2 sicher ist1 da die ,bestechlichen1 die ,feigen und die ,lgner mit ihren ,lastern nicht mehr frei hervortreten1 und da diese ,laster aufgehrt haben1 die ,gemeinschaft zu beherrschen4 ,immer wieder bersieht man1 da alle ,gemeinschaften eine in ihrer ,zusammensetzung sehr hnliche ,mischung aller sittlichen ,qualitten enthalten1 und das sittliche ,aussehen und ,wirken weniger von den berwiegenden ,qualitten bestimmt wird1 als von denen1 welchen gestattet wird1 an die ,oberflche zu treten4 ,welchen aber diese freie ,bewegung gestattet wird1 und welche anderen gezwungen werden1 sich im ,untergrunde zu verbergen1 das entscheidet die sittliche ,bewertung1 also im ,gegensatz zu berkommenen ,eigenschaften1 der freie sittliche ,gemeinschaftswille1 der hierdurch zur eigentlichen herrschenden ,kraft wird4 ,ist somit der sittliche ,wille der ,bindung aus ,herkunft und ,vergangenheit dadurch enthoben1 da er nicht auf der ,ebene physischer ,umgestaltung1 sondern auf der ,ebene bewuter ,wertung ttig wird1 ist somit die ,frage nach der ,vernderlichkeit des ,gemeinschaftscharakters eine falsch gestellte ,frage1 so wird auch die ,prfung des ,problems vom wachsenden ,glck ergeben1 da dieser ,zweifel die ,grundfragen des menschlichen ,wollens leichtfertig verkennt4 ,wir sind nicht da um des ,glckes willen4 ,unser ,wille ist nicht da1 noch weniger ist ,entwicklung da1 um unser ,glck zu vergrern4 ,wir schreiten nicht den ,weg der ,beglckung1 sondern den ,weg der ,vervollkommnung1 den ,weg zur ,seele1 gleichviel1 ob unser ,glck darber zugrunde geht4 ,und wir schreiten diesen ,weg nicht blo1 weil wir mssen1 sondern weil wir wollen1 weil es noch andere treibende ,krfte gibt1 die in uns selbst liegen4 ,es gibt viele1 die an ihre ,kindheit mit ,wehmut zurckdenken und sagen1 damals seien sie glcklich gewesen1 jetzt seien sie es nicht mehr4 ,trotzdem wollen sie nicht zur ,kindheit zurck1 denn die ,art kindlichen ,glcks wgt die ,art erwachsener ,schmerzen nicht auf4 ,wrde uns nachgewiesen1 eine niedere ,schpfungsgattung sei mit einem absoluten ,ma an ,glcksgefhlen begabt1 das alles ,ma unserer seligsten ,empfindungen weit bertrifft3 wir wollten mit diesem ,stand nicht tauschen4 ,denn es entscheidet das ,gefhl der ,vervollkommnung1 die ,glcksstufe ist mehr als die ,glcksmenge4 ,wir sind geneigt1 in romantisierender ,anwandlung das ,geschick alter ,zeiten und ,vlker1 etwa der ,griechen hherzustellen als das unsere4 ,knnten wir uns entschlieen1 alles zu vergessen1 was wir sind und haben1 erleiden und ersehnen1 um ,griechen der ,vergangenheit zu sein8 ,wir1 die wir den ,blick ber den ,erdball1 die ,zeiten und die ,naturkrfte richten1 die wir von der ,kunst aller groen ,epochen1 von der deutschen ,musik1 vom nrdlichen ,frhling1 vom ,glauben des ,ostens und ,westens1 von zehntausendjhriger ,geschichte1 von der ,philosophie der ,vlker und der vergleichenden ,naturbetrachtung eines ,weltsystems leben3 ,knnten wir uns in engen ,landstdten1 in gertelosen ,kammern1 in gleichfrmigen ,marktversammlungen1 mit einer auserwhlten aber vergleichlosen ,lebensform und ,kunst begngen8 ,die ,polyphonie unseres ,lebens1 die an sich kein ,glck1 wohl aber eine ,stufe ist1 duldet keine ,rckkehr zur einstimmigen ,melodie4 ,dies sind nur ,bilder und ,vergleiche4 ,des ,beweises bedrfen wir nicht2 denn in uns eingepflanzt ist der ,drang nach oben1 in ,sehnsucht1 ,wollen und ,handeln4 ,ein ,denken1 das diesen ,drang zu vernichten strebt1 macht uns zu ,verzagten des ,gewissens1 zu ,stmpern des ,tuns4 ,ein ,denken1 ber das man sich1 bewut oder unbewut1 stets hinweggesetzt hat und hinwegsetzen wird1 um recht zu leben1 lohnt nicht gedacht zu werden4 ,eine niedere ,instanz1 der intellektuelle ,geist versucht1 uns ihr ,urteil aufzudrngen1 und wir antworten ihr3 du bist unzustndig1 berdies ist dein ,urteil falsch und unvollstreckbar4 ,ein anderer ,zweifel kommt von der deutschen ,wissenschaft4 ,ein ,englnder hat es gelehrt1 wir haben die ,lehre aufgenommen und mit unserer ,grndlichkeit hundert ,jahre lang zu ,tode gehetzt3 ,alles ,geschehen spriet aus den ,wurzeln der ,zeiten1 des ,bodens1 der ,stmme1 der berlieferung4 ,durchdringt man mit rastloser ,liebe und emsiger ,forschung die ,gegebenheiten der ,geschichte und der ,erdflche1 die ,gepflogenheiten der ,sitten und ,einrichtungen1 so verwandelt sich alle ,willkr des ,geschehens in sanften ,flu des ,wachstums1 alles berraschende ordnet sich ein1 alles unheimatlich ,fremde wird abgeschieden4 ,diese ,betrachtungsweise hat fr den ,gelehrten den ,vorteil1 da sie alles ,denken durch gefhlvolles ,wissen ersetzt4 ,unerschpfliche ,anknpfungen lassen sich finden1 alles ,bestehende rechtfertigt sich durch immer neu vertiefte ,forschung1 alle ,taten groer ,mnner1 ja alle ,naturereignisse und ,wirrnisse erscheinen als ,erfllungen einer ,urverheiung1 die in der jeweiligen ,gegenwart gipfelt4 ,denn leider reicht die ,kette immer nur bis zur jeweiligen ,gegenwart2 ,wissenschaft ist nun einmal nicht prospektiv1 sie kann niemand sagen1 wie er es machen soll1 und was1 und ihre ,prophezeiungen sind meistens falsch4 ,neue ,krfte1 welche die geradlinige ,verlngerung des ,systems bedrohen1 erscheinen als ,strungen1 als feindliche ,mchte -- freilich werden sie1 wenn sie ,erfolg haben1 nachtrglich in die ,ordnung eingegliedert und mit den erforderlichen ,vergangenheitswurzeln bedacht --2 im ,vorblick wirkt die historische ,methode konservativ und ist daher im offiziellen ,deutschland willkommen1 ja unentbehrlich4 ,fr die ,geschichtschreibung wird sie es bleiben1 und auf diese sollte sie sich beschrnken4 ,die ,gestaltung der ,zukunft wurde uns durch die gemtvolle ,verfhrung der wissenschaftlichen ,romantik lange genug gehemmt2 eine ,zeitlang mu wieder einmal1 wie bei jeder groen ,wende1 die ,idee herrschen4 ,romantisch betrachtet erscheint freilich die ,idee fremd1 abstrakt1 rational1 der lokalen ,frbung und des gewohnten heraldischen ,zierats ermangelnd4 ,so fremd erschien vielleicht dem lndlichen ,steinmetzen der ,aufri einer ,kathedrale4 ,ist die ,idee verwirklicht1 der ,turm gebaut1 so erkennt man ihre ,bodenstndigkeit1 die eben durch die ,verwirklichung gewonnen wurde4 ,nur aus der ,vermhlung des abstrakt ,idealen mit dem greifbar ,bestehenden stammt ,entwicklung2 der ,baum1 der nicht in den ,himmel wachsen will und nur seinen ,standort bedenkt1 wchst nicht und wird von anderen berschattet2 da er nicht in den ,himmel wachse1 dafr ist gesorgt1 seine eigenen ,wurzeln werden ihn zurckhalten4 ,alexander htte nicht den ,osten hellenisiert1 ,karl nicht die ,sachsen bekehrt1 ,napoleon nicht die neue ,zeit emporgefhrt1 wenn sie sich von ,professoren ber ,bodenstndigkeit htten beraten lassen2 nachtrglich htten sie vielleicht einige aufklrende ,zustimmung erlangt4 ,der ,vorblick ist vom ,rckblick verschieden2 leicht weist man auf1 wie die ,frucht am ,stengel1 der ,stengel am ,zweig1 der ,zweig am ,ast1 der ,ast am ,baum sitzt4 ,ein anderes ist es zu sagen1 welche ,knospe sich zum fruchttragenden ,ast entwickeln und welche verdorren wird4 ,die ,wissenschaft unterschtzt die ,fliehkraft des schpferischen ,willens1 der um so erdenmchtiger wird1 je weniger er sich um die irdische ,bindung kmmert4 ,ein ganz tatschliches ,moment sollten die ,verehrer des ruhigen ,flusses und der berlieferungskrfte nicht vergessen3 ,die ,vlker1 mit denen die nationale ,erinnerung sich in feierlichen ,augenblicken identifiziert1 leben nicht mehr4 ,die ,italiener sind keine ,rmer1 die ,franzosen keine ,franken und die ,deutschen keine ,germanen4 ,die ,verschmelzung mit ,unterworfenen und mit den eigenen unbekannten ,unterschichten hat die ,vlker nicht nur von ,grund auf gewandelt1 sondern auch weit mehr1 als man zuzugeben geneigt ist1 untereinander angehnlicht4 ,die geistigen und krperlichen ,verschiedenheiten der ,proletariate ,europas1 die heute schon die berwiegenden ,massen der ,vlker ausmachen und daher auch die eigentlich ,kriegfhrenden sind1 erweisen sich als sehr gering4 ,der ,umschichtungsbewegung1 die in ,deutschland die letzten fnf ,jahrhunderte erfllt1 entstammt die ganze sichtbare nderung unseres ,vlkerlebens2 die ,einrichtungen sind den nderungen der ,substanz nicht vorausgeeilt1 sondern zeitweise um groe ,strecken zurckgeblieben2 man erinnere sich der kleinen ,einzelzge3 da vor dem ,kriege das ,wort ,volk in der offiziellen ,sprache verpnt war und nicht an den ,reichstagsgiebel geschrieben werden durfte1 und da jede ,verteidigung des ,begriffes der ,demokratie an ,staatsverbrechen rhrte4 ,zweierlei sollten die kryptokonservativen ,denker im ,auge behalten3 einmal1 da die ,wasser der ,weltgeschichte unaufhaltsam zum ,tale laufen1 das ,freiheit heit1 und sich niemals haben umkehren lassen1 sodann1 da berlange ,stauung die ,dmme bricht4 ,der ernsteste ,zweifel ist der chaotische4 ,es kann geschehen1 da das ,entsetzen der ,zeit in einem ,menschen so mchtig wird1 da er ,heilung nur noch in der ,vernichtung sieht1 in der ,feuerverzehrung selbst1 im restlosen ,niederbrennen des ,brandes4 ,das ,entsetzen der ,zeit -- ist denn dieses ,entsetzen grer als das ,entsetzen frherer ,kriege8 ,ist denn die ,zahl und ,masse das ,mchtige1 ist denn der ,mord der ,millionen schwrzer als der ,mord eines ,einen8 ,sind denn geschlachtete ,stdte und ,landstriche der ,groknige und ,pharaonen1 ,khane und ,csaren mildere ,opfer gewesen als die der ,handgranaten und ,gase8 ,freilich nicht2 menschliches ,elend wchst nicht ber sich selbst hinaus durch angehngte ,nullen1 die ,million ist an sich nichts anderes als die ,myriade4 ,dennoch ist diese wissenschaftlich geregelte ,feuerflut das vorbildlose ,grauen der ,jahrtausende1 und es ist begreiflicher1 da manche1 die es erleben1 an allem verzweifeln1 als viele1 die es erleben1 an nichts verzweifeln4 ,alles frhere ,elend war ein ,geielschlag1 der auf den ,rcken der gesunden ,erde sauste4 ,getroffen wurden von der ,furie zwei ,heere und was ihnen in den ,weg kam1 das andere blieb gesund4 ,der ,dreiigjhrige ,krieg war das ,vorbild der fressenden ,kriegsseuche1 doch sie blieb im ,raume beschrnkt4 ,den wahren ,vergleich dessen1 was wir erleben1 nein zu erleben beginnen1 bietet der fnfhundertjhrige ,brand1 in dem ein ,weltzeitalter sich lste4 ,in der ,schmelzglut versank die sdliche ,antike und die mnch-ritterliche ,strenge des ,nordens stieg empor4 ,doch auch diese ,krisis war innerlich milder1 denn sie betraf unbewute ,geschlechter in der ,gestalt eines objektiven ,schicksals4 ,was wir erleiden ist die furchtbare ,konsequenz der ,sinnlosigkeit1 die selbstgeschaffene ,hlle4 ,nicht ,eine verantwortungsvoll lebendige ,seele will das ,leiden1 und jede ist verflucht1 wissentlich und willentlich1 in ,duldung und ,ha1 in ,widerstreben und ,furcht das ,leid des anderen und das ,leid der ,welt zu mehren4 ,jeder1 der lebt1 und wenn er nur sein tgliches ,brot verzehrt1 ist mitschuldig1 schdigt und ttet1 keiner kann sich dem ,geieltanz entziehen1 je heier er blutet1 desto wilder mu er schlagen4 ,keiner wei den ,sinn1 keiner den ,grund1 keiner den ,zweck1 es bleibt ihm als ,trost nur der selbstentfachte ,ha und die zitternde ,emprung ber die ,schlechtigkeit des anderen4 ,niemand sieht den ,ausweg1 denn wem es schlecht geht1 der kann nicht beenden1 und wem es gut geht1 der wird gezwungen1 seine ,forderung zu steigern4 ,ein jeder aber1 dessen ,herz nicht stumpf ist1 fhlt1 da die ,schlechtigkeit des anderen es nicht allein sein kann1 da hinter allen ,schlechtigkeiten ein bses ,schicksal steht1 und da dieses ,schicksal die ,ungerechtigkeit aller ist4 ,und deshalb wiederum fhlt man die ,unabwendbarkeit der selbstgeschaffenen ,not1 fhlt man1 da sie nicht zu ,ende gehen kann wie die ,entscheidung eines ,zweikampfes1 die ,recht und ,unrecht durch ,bue und ,erstattung lst4 ,noch immer zwar1 weit tiefer als man wei und zugibt1 ist die ,welt durchsttigt von der ,vorstellung des ,gottesurteils1 von der ,verwerfung des ,besiegten1 von der ,rechtfertigung des ,siegers1 da der ,sieg an sich nach ,gottes ,wohlgefallen neues ,recht und neue ,sittlichkeit schafft1 da der ,unterworfene von der ,gottheit selbst dem ,unterwerfer unter die ,fe gelegt wird zur ,schonung oder ,vernichtung nach freiem ,ermessen1 wie der ,ausdruck lautet3 auf ,gnade und ,ungnade4 ,daher bei jedem ,mierfolg ein tieferes ,gefhl als ,enttuschung und ,kummer1 nmlich die sittliche ,angst vor der ,verwerfung1 bei jedem ,erfolg ein hheres als ,freude1 nmlich die ,sicherheit1 auf der ,seite des kmpfenden ,gottes zu stehen2 daher die wachsende ,hemmung gegen ,verstndigung3 ,denn wie sollte der jeweils vom ,gott ,beschirmte1 der ,trger des ,schicksals1 mit dem ,gezeichneten1 dem vor aller ,welt ,widerlegten und ,entrechteten paktieren8 ,und die urzeitliche ,vorstellung wird bekrftigt durch den ffentlichen ,wettbewerb der ,beteiligten um die ,gunst des ,schlachtengottes1 von dem man annimmt1 da sein ,entschlu durch ,gebet1 ,danksagung1 ,ehrenbezeigung und ,bue wo nicht gendert1 so doch gestrkt werden knne4 ,der neuzeitliche ,mensch1 dem es nicht mehr gegeben ist1 das ,entsetzen auf den ,kometen und den ,zorn der ,dmonen abzuwlzen1 der in seinem ,inneren alle ,schuld und ,verantwortung fr das widerwillig selbstgeschaffene ,leid sucht und findet1 kann von ,verzweiflung so berwltigt werden1 da er aus seiner ,not ins ,chaos flchtet4 ,es kann ihm geschehen1 da er getrieben wird1 alle ,werte anzutasten1 da er die ,frage wagt1 ob jene ,gter1 die ,christus nicht als ,gter kannte1 ,vaterland1 ,nation1 ,wohlstand1 ,macht1 ,kultur wahrhaft so hoch erhaben1 so tief gegrndet sind1 da in ihrem ,namen die ,welt friedlich und kriegerisch sich in die ewige ,snde der ,feindschaft1 des ,hasses und ,neides1 der ,ungerechtigkeit und ,unterdrckung1 der staatsmnnischen ,rnke1 der ,gewalt und des ,mordes verstricken drfe4 ,der ,zweifel kann sich versteifen1 wenn berufene ,ausleger des ,wortes1 zwischen ,schrift und ,wirklichkeit gestellt1 die ,gebote der ,liebe auer ,kraft setzen oder durch gewagte ,deutung den kmpfenden ,mchten unterwerfen4 ,ist denn nicht den ,armen und ,ohnmchtigen das ,himmelreich verheien8 ,ist nicht die ,verkndung allen ,vlkern gepredigt8 ,ist es nicht gttlich1 ,unrecht erleiden8 ,ist es das ,wissen1 das selig macht8 ,ist nicht ein ,vater im ,himmel und ein ,land die ,erde8 ,warum sollen nicht die ,vlker in der ,menschheit lsen1 die ,staaten im guten ,willen1 die ,mchte in gttlicher ,fgung1 das ,handeln im ,dulden8 ,der ,mensch ist ein ,geschpf des ,gleichgewichts1 und niemandem steht es mehr an als dem ,deutschen1 der ber ,zeiten und ,rume blickt1 die hhere ,menschheitsstufe zu begreifen4 ,nicht das ,gleichgewicht des ,tieres1 das den ,ansprchen der eigenen und der umgebenden ,natur gengt1 wenn es widerspruchlos sich den einfachen ,trieben und ,wallungen seines ,wesens berlt2 sondern das wiedergewonnene schwebende ,gleichgewicht1 dessen die ,kunst das schnste ,bild ist1 das ,gleichgewicht der ,wiedergeburt aus den ,wirrnissen unauflslicher ,widersprche4 ,es ist der ,stolz unseres ,daseins und der ,beweis1 da wir hart an der ,grenze des gttlichen und des animalischen ,reiches stehen3 da die widerspruchsvollen ,bedingungen1 denen die ,schpfung uns unterworfen hat1 schlechthin unlsbar sind1 und da dennoch die ,dichterkraft einer ,lebensharmonie uns zugemutet wird4 ,die ,gewalt der ,sinnlichkeit und die ,inbrunst der ,erdenflucht1 die ,standkraft der ,selbstbehauptung und die ,entsagung der ,nchstenliebe1 die ,sorglosigkeit der ,vernichtung und die ,marterschaft des ,opfers1 die ,klugheit der ,naturbezwingung und die ,kindlichkeit des ,aufblicks1 der ,eigensinn der ,arbeit und die ,selbstvergessenheit der ,trumerei1 die ,herrenkraft der ,verantwortung und die ,demut des ,dienstes1 die ,vermessenheit des ,zweifels und die ,einfalt des ,glaubens1 die ,hrte der ,gerechtigkeit und die ,zartheit des ,mitleids1 der ,wille zum ,glck und die ,sehnsucht zum ,leiden1 die ,dmonie der ,leidenschaft und die ,stille der ,verklrung3 ,diese ,gegengewalten hat eine ,gottheit gewoben1 so unentwirrbar und so unentrinnbar1 da die ,unerfllbarkeit des ,gleichgewichts uns schlechthin als das ,sinnbild unerfllbarer ,vollkommenheit erscheint4 ,die ,problematik der menschlichen ,kontraste aber wirkt sich aus in der ,unvereinbarkeit der objektiven ,ideale2 kann man im ,inneren das ,wollen und ,dulden nicht vereinen1 so lassen sich im ueren die ,forderungen der ,macht und ,gerechtigkeit nicht vermhlen4 ,einseitigkeit ist der ,ausweg1 den der einzelne ahnungslos oder resigniert betritt1 und aus der ,mannigfaltigkeit der ,einseitigkeiten kann einer individualistischen ,nation wie der unseren noch immer die volle ,rundung der ,allseitigkeit erwachsen4 ,wenn sie ,heilige und ,leidenschaftliche1 ,ttige und ,betrachtende1 ,schaffende und ,genieende in rechter ,mischung enthlt1 so kann sie den ,schein eines vollendeten ,volkes und einige seiner ,richtkrfte noch immer bewahren4 ,das ,ziel1 dem wir zustreben1 ist jedoch nicht ,vollkommenheit aus der ,mannigfalt der ,mngel1 sondern ,vollkommenheit des ,ganzen aus ,vollkommenheit der ,teile1 das ,ziel der ,hellenen mu das ,ziel der ,deutschen sein4 ,ganz und gar mu es aber unserem deutschen ,denken widersprechen1 aus ,furcht vor dem ,kampf um ,vollendung die ,einseitigkeit der ,nation zu wollen4 ,uns hat man frher nachgesagt1 da uns vor anderen der ungetrbte ,blick fr alles ,vorzgliche geschenkt war1 uns steht es auch in ,zukunft nicht an1 den ,verzicht der ,beschrnktheit zu whlen4 ,uns steht nicht an1 was dem ,orientalen gewhrt ist2 selbst um der ,heiligkeit willen drfen wir nicht auf ,ttigkeit1 um der ,betrachtung willen nicht auf ,naturbeherrschung verzichten4 ,unser abendlndisches und deutsches ,los verlangt zum ,innerlichen das ,gestalten1 zum ,empfangen das ,geben1 zum ,leiden das ,schaffen1 zum ,fernsten das ,nahe4 ,auf dem ,wege zur ,menschheit drfen wir nicht die ,familie und nicht die ,nation bergehen1 auf dem ,wege zur ,sittlichkeit nicht die ,ordnung1 auf dem ,wege zum ,geistigen nicht das ,greifbare3 ,boden1 ,wohlstand und ,macht4 ,dieses sage ich euch1 den ,zweifelnden2 den ,selbstgewissen aber1 die nicht denken und prfen1 sondern bekrftigen1 werden wir immer wieder zu sagen haben1 da von den greifbaren ,dingen auch die hchsten nicht ,selbstzweck sind4 ,doch der chaotische ,zweifel ist nicht besnftigt3 ,auch wenn wir die ,ganzheit der nationalen ,gter wollen1 so knnte es sein1 da aus der ,wirrnis unserer ,tage nicht mehr das ,trmen der ,mittel uns rettet1 sondern der ,abbau1 da ,raum und ,luft vor allem zu schaffen sei1 und sei es durch ,sprengung4 ,auch ein ,waldbrand schafft fruchtbares ,land1 und was bedeuten fr die ,geschichte der ,zeiten die ,jahrzehnte der ,wstenei1 aus der sich zuletzt doch wieder der wiedergeborene ,wald erhebt4 ,wir haben den ,waldbrand im ,osten erlebt4 ,es war das weltgeschichtlich ,grte von dem1 was bisher im ,kriege geschah und vielleicht geschehen wird1 als das gequlteste von allen ,vlkern seine ,vergangenheit auslschte1 den ,krieg auslschte mitsamt dem ,willen zur ,macht und ueren ,gre1 sich und die ,welt zur ,menschheit aufrief und den ,feuerbrand in das erstorbene ,dickicht seines ,gewaltstaats schwang4 ,ein ,hauch der ,andacht zog ber die ,erde4 ,man empfand3 ,hier geschieht etwas1 das mehr ist als dummschlau verlogene ,anerbietungen1 als prahlerische ,drohungen1 als ,nahrungs- und ,moralersatz1 als ,diplomatenpfiff1 als ,erfindung neuer ,todesarten4 ,man empfand3 ,eine ,tat der ,entuerung und ,befreiung ist wie ein ,bekenntnis1 durch sie kann geshnt werden1 durch ,taten der ,verschlagenheit und ,erbitterung wird nicht geshnt4 ,doch alsbald ahnte man3 ,so leicht wird es einem ,volke nicht gemacht4 ,nicht in einer ,welt der ,starrheit1 des ,schweies und der ,trnen1 wo der eine ein ,lebenlang1 das ,volk durch ,jahrhunderte bt4 ,ein ,volk springt nicht mit beiden ,fen in den ,himmel1 wenn es sich durch unvordenkliche ,knechtschaft und durch mitschuldige ,duldung besudelt hat1 auch wenn es ein kindliches und beseeltes ,volk ist4 ,das russische ,volk wird alles nachholen mssen1 was ,vlker begangen und erduldet haben1 den ,sndenfall der ,bewutheit1 den ,zweifel1 die ,selbstvernichtung1 die ,binnenkmpfe1 das innere und uere ,schicksal4 ,zunchst steht ihm einmal der ,dreiigjhrige ,krieg1 die ,zerstampfung durch alle ,nachbarvlker und die ,selbstzerfleischung der ,gebiete und ,parteien bevor4 ,wie ihr franzsisches ,vorbild wird die russische ,revolution alle ,marterstufen der ,schuld und ,erniedrigung1 der ,schmach und ,verleugnung1 des ,terror und der ,reaktion durchlaufen1 ihr ,weg wird in ,blut und ,morast versinken1 und dennoch wird sie wie die franzsische ,revolution in hundert ,jahren die ,erde umschreiten und restlos verwirklicht sein4 ,freilich nicht so1 wie sie meint4 ,die franzsische ,revolution wollte das ,naturreich ,rousseaus und die ,republik der ,rmer1 sie schuf1 was ihrem inneren ,wollen entsprang1 das ,reich des ,brgers1 das eigenschtige ,ntzlichkeitsstreben des bourgeoisen ,liberalismus und die konstitutionelle ,plutokratie4 ,die russische ,bewegung will ,tolstois ,reich der ,gerechtigkeit und den ,kommunistenstaat der ,marxisten2 was sie erreichen wird1 ist das ,reich des wirtschaftlichen ,ausgleichs und die organisch durchstaatlichte ,wirtschaft4 ,ein gewaltiger ,gegensatz aber besteht zwischen der westlichen und der stlichen ,bewegung1 den die russischen ,kommunisten und ihre ,anhnger nicht erkennen3 ,den ,franzosen lag ob1 die feudale ,ordnung zu brechen1 um das freie ,spiel der ,krfte zu entfesseln1 und ein ,dekret reichte hin1 um das zu vollenden4 ,die kommende ,ordnung jedoch ist keine ,auflsung1 sondern ein ,aufbau1 nicht ,aufstnde und ,dekrete knnen ihn schaffen1 sondern die rastlose organische ,arbeit schaffender onen4 ,vielleicht ist fr den fehlerhaft begonnenen1 wenig vorgeschrittenen ,bau der russischen ,staatswirtschaft und ,staatsverfassung die ,abtragung1 die wissentliche ,staatssabotage das wirksame ,mittel1 um ,raum fr das ,bessere zu schaffen1 obwohl schon hier der ,blutverlust selbst die gelungene ,operation mit tdlichem ,ausgange bedroht4 ,entwickeltere ,lnder haben zu viel zu verlieren2 sie haben in der ,not des ,krieges manches gelernt und werden in der ,not des ,friedens so viel dazu lernen1 da ihnen ein ,umbau gelingt1 bei dem die ,fundamente und ein ,teil der ,sttzen erhalten bleiben4 ,am wenigsten aber ist es den ,deutschen bestimmt1 ,gewalt zu treiben1 wo ,kunst und ,umsicht helfen kann4 ,wir waren nicht revolutionr1 als es uns bestimmt war1 es zu sein2 die milungene achtundvierziger ,bewegung diente dazu1 den oberen ,mchten zu zeigen1 wie wenig politischer und sozialer ,wille im ,volke verankert war4 ,wir waren und blieben gewohnt1 ,rechte und neue ,ordnungen als widerwillige ,geschenke rgerlicher ,geber zu empfangen1 und leben daher heute im seltsamsten ,gemisch von ,feudalismus1 ,plutokratie1 orthopdischem ,sozialismus und undemokratischem ,liberalismus4 ,den knftigen ,aufbau aber werden nicht ungezogene ,massen und beleidigte ,autoritten erhandeln1 sondern ein ernstes1 berzeugtes ,volk1 das ,hohe und ,niedere umschliet1 wird ihn erarbeiten3 das ,volk eurer ,tage4 ,uns ist der ,zweifel befruchtend1 nicht fruchttragend4 ,die schaffende ,liebeskraft erwacht nicht ob allem ,getse des hadernden ,verstandes4 ,nicht die bange ,sorge der ,not1 nicht der ,rechengeist der ,ntzlichkeit1 nicht der ,kompromi der ,interessen1 nicht das schlaffe ,so oder anders1 nicht das ,achselzucken des kleineren bels wirkt die ,wende des ,zeitalters und die ,wiedergeburt der ,menschheit1 sondern der wortlos freudige1 fraglos waltende ,mut der ,seele4 ,den aber schafft der ,glaube4 ,glaube ,keine freiwillige ,handlung1 keine kleinste ,regung unseres ,wollens geschieht1 die nicht von den tiefsten1 allem ,denken entrckten ,quellen unseres und des kosmischen ,daseins getrnkt wird4 ,der ,geist kann nur zwischen ,vergleichbarem entscheiden1 der ,wille aber mu zwischen dem ,unvergleichbaren whlen1 und nur eine innere ,richtkraft kann ihn leiten4 ,aus der ,reihe unserer ,wahlen und ,entschlsse setzt sich unser ,leben zusammen1 wir nennen es ,charakter und ,schicksal und erklren es zum berdru aus ,erblichkeit1 ,umwelt und ,gesetz4 ,in ,wahrheit ist es das ,hineinragen des ,unergrndlichen in unsere ,welt1 das ,walten der ,schpferkraft1 die sich in unserer ,begrenztheit zum ,farbenspiel der ,willensregungen bricht4 ,warum wollen und lieben wir dies8 ,warum nicht ein anderes8 ,warum erschrecken wir vor jenem mehr als vor diesem8 ,warum halten wir dies bel fr grer8 diese ,freude fr reiner8 dieses ,streben fr hher8 diese ,gestaltung fr vollkommener8 ,warum whlen wir hier den ,sinnenreiz und dort die ,mhe8 ,warum hier das gegenwrtige bel statt des knftigen1 dort das knftige statt des gegenwrtigen8 ,warum ziehen wir hier die ,ehre vor und dort den ,genu1 und da die ,snde und da die ,entsagung8 ,warum opfern wir uns einem anderen8 ,warum opfern wir den ,inbegriff unserer ,freuden einer ,idee8 ,warum sorgen wir fr kommende ,geschlechter8 ,warum wollen wir ,dinge nach unserem ,tode8 ,wir wgen gegeneinander ,besitz und ,snde1 ,ehre und ,schmerz1 eigenes ,leid und fremde ,freude1 lebendiges ,ungemach und totes ,glck1 ,tagessorge und knftigen ,kummer1 ,gerechtigkeit und ,entbehrung1 gttliche ,liebe und irdische ,freude1 wir wgen das ,unabwgbare1 vergleichen das ,unvergleichbare und entscheiden bald so und bald so4 ,verschmht man die ,begrndung3 wir handeln aus ,angst und ,gier1 aus ,furcht vor ,entbehrung1 ,langeweile1 ,verachtung1 gttlicher ,strafe1 ,schmerz und ,tod1 aus ,begehren nach ,sinnenlust1 ,macht1 ,schein1 ,besitz1 ,belohnung und ,wechsel2 verschmht man dies menschenunwrdige ,bekenntnis1 so ist anerkannt3 ,richtkrfte unseres ,lebens sind absolute ,werte4 ,diese ,werte knnen benannt1 aber nicht begrndet werden4 ,so wenig der ,fahrplan uns sagen kann1 nach welchem ,lande uns die ,sehnsucht zieht1 noch welches uns bestimmt ist1 so wenig kann die ,gedankenkunst der ,philosophie uns ,werte beweisen4 ,sie kann sagen3 tust du das1 so geschieht das4 ,mir scheint dies das grere1 jenes das kleinere bel1 dies das hhere1 jenes das geringere ,gut4 ,sie schliet3 du sollst1 oder3 du mut4 ,darauf steht es jedem frei1 zu antworten3 ich soll8 aber ich will nicht4 ,ich mu8 nein1 ich kann auch anders4 ,dann schweigt die ,philosophie beleidigt1 oder sie ballt die ,faust und droht1 oder sie wendet sich ab und schmht4 ,das ,denken schafft keine ,werte4 ,sie sind gegeben1 oder sie sind nicht4 ,wer ehrlich ist1 wei1 da er manchmal ,folgen mit dem ,verstande abgewogen hat1 niemals ,ziele4 ,er handelt wie er handeln mu1 nach innerem ,gesetz1 und dies ,gesetz ist tierisch oder es ist gttlich4 ,wer ,werte ergrbelt1 ist hilflosen oder kranken ,geistes und nicht berufen4 ,die ,grnde1 die jemand nachtrglich fr sein ,handeln gibt1 sind falsch4 ,niemand wei1 was in irgendeinem ,augenblick in ihm vorgeht2 ein tausendfltiges ,ich kreuzt seine widerspruchsvollen ,fhlungen und ,wollungen1 und ein ,innerstes entscheidet4 ,werte werden nicht erdacht und erstritten1 sondern geschenkt4 ,geschenkt dem1 der reinen ,herzens ist1 und dessen ,geist schweigen kann4 ,sie sind das ,geschenk berintellektueller ,krfte1 deshalb bedrfen sie keiner ,begrndung und keines ,beweises1 sie bestehen aus eigener ,kraft1 denn sie entstammen dem ,reich der ,seele4 ,den ,eingang zu diesem ,reich erzwingt man nicht1 und doch steht es himmelweit offen4 ,der hchsten ,menschenmacht ist es erschlossen1 der ,liebeskraft des ,glaubens4 ,glauben6 ,zgernd gestehe ich euch1 ,freunde3 ich liebe das ,wort nicht4 ,in der griechischen und rmischen ,schrift stehen die ,wrter ,greek3 pistis und fides1 die heien ,treue und ,trauen4 ,als man sie mit ,glauben bersetzte1 da stand dies schne ,wort seinem ,ursinn nher1 jetzt ist es verwelkt und sagt nicht viel mehr als fr wahr halten4 ,nur wenn wir bekennen ich glaube an ,gott1 so erklingt der alte ,glockenton4 ,nichts steht dem ,glauben ferner als das ,meinen4 ,und so wie wir das schwachgewordene ,wort zum reinen ,sinn beleben mssen1 ist uns das ,gleichnis gegeben1 wie wir die alte ,worteskraft erwecken sollen4 ,krnker ist das ,wort ,religion4 ,bei den ,rmern war es stark1 es hie ,bindung1 eine rechte ,knebelung mit ,stricken1 wie die ,liktoren sie pflogen4 ,wir denken leicht an ,kirchenglauben1 an etwas1 das in ,schulen gelehrt und geprft wird1 an ein brgerliches ,unterscheidungsmerkmal4 ,man hat ,religion das ,gefhl schlechthiniger ,abhngigkeit genannt1 das betont die ,bindung und entbehrt der gttlichen ,freiheit2 der ,begriff der ,transzendenz ist erfllt vom ,denken2 zuweilen mchte ich ,gottesbund1 zuweilen ,gottesfreiheit und am liebsten ,gottesfriede sagen4 ,wollen wir vom ,glauben reden und gar von kommendem ,glauben1 so lat es uns in groer ,freiheit und ohne ,schmen beginnen4 ,wir1 die wir nicht in ,gemeinden knien knnen1 wir wagen vor beschmter ,ehrfurcht nicht1 die hchsten ,worte auszusprechen und frchten uns1 unsere ,seelen zu entblen4 ,wird es uns schwerer als den berufenen ,glaubensverkndern1 diese ,scham zu berwinden1 um zu bekennen1 wie es in unseren ,herzen um den ,glauben steht1 so soll es um so rckhaltloser geschehen1 ja wir wollen vor allem den ,versuch wagen1 in harter ,selbsterforschung das zu offenbaren1 was jenen nicht obliegt3 den unbewuten ,widerwillen gewissenhafter ,menschen unserer ,zeit gegen den ,glauben4 ,die erste ,hemmung ist die der sittlichen ,haltung4 ,abendlndische ,sittlichkeit und ,erziehung beruht auf der alten ,verherrlichung des ,mutes1 der ,verdammung der ,furcht4 ,mut mit seiner ,gefolgschaft der ,wahrhaftigkeit1 ,treue1 ,herrenhaftigkeit1 des vornehmen ,verzichts2 ,furcht mit ihrer ,sippe der ,heimlichkeit1 ,lge1 ,zweckhaftigkeit1 ,unterwrfigkeit1 ,begehrlichkeit und ,zudringlichkeit4 ,der ,begriff der ,snde besteht nicht4 ,verwerflich ist nicht das ,menschliche an sich1 am wenigsten ,ungehorsam und ,selbstherrlichkeit2 verwerflich ist nur das ,unehrenhafte1 die ,feigheit und was sie verrt4 ,keiner ,erlsung bedarf es1 der anstndige ,mensch getraut sich1 mit ,welt und berwelt aus eigener ,kraft fertig zu werden1 allenfalls mit ,hilfe mutfreudiger ,mchte1 die den ,tapferen1 als einen ihres ,gleichen1 nicht im ,stiche lassen4 ,nie wre es der mittelalterlichen ,kirche gelungen1 das ,mutideal zu brechen und das ,zeichen der ,unterwerfung zu erhhen1 wre ihr nicht die aufquellende europische ,unterschicht gefgig gewesen4 ,die ,kirche mute die ,greuel der ,hlle ins ,unaussprechliche hufen1 um den ,funken von ,furcht in mutigen ,herzen zu entfachen1 sie bedurfte der fgsamen ,kinderseele und der ,frauenwelt4 ,dennoch hat sie im abendlndischen ,geistesleben nicht mehr als ein ,gleichgewicht erreicht1 das seltsamste in aller ,geistesgeschichte der ,erde4 ,abgesehen von religis begabten ,naturen und von ,beschrnkten ist der europische ,mann in der ,blte seiner ,jahre nicht ,christ4 ,bestenfalls kreuzt sich in ihm eine ,wochentagsanschauung mit einem ,sonntagsglauben1 der auf das ,fhlen1 geschweige das ,handeln1 nicht wirkt4 ,wenn ,mutvorschriften1 wie etwa ,zweikampf1 in ,frage stehen1 mu die ,glaubenskonvention schweigen2 das ,gebot des ,backenstreichs ist schlechthin rgernis4 ,so mischt sich fr den normalen mnnlich erwachsenen ,europer in die ,dinge des ,glaubens ein ,beigeschmack von ,unwahrhaftigkeit1 ,unterwrfigkeit4 ,widerliche ,snden bekennen1 sich selbst hinstellen als einen1 mit dem man nicht verkehren wrde1 wenn man ihn trfe1 ,verzeihung erbitten in unwrdiger ,haltung und schlechtem ,gewissen1 erlst zu werden durch ,gnade1 von einer ,gottheit1 die das ,grbste an ,schmeichelei hinnimmt1 ja vielleicht verlangt1 die von ihren ,anhngern eine gelufige ,konvention der ,salbung in ,rede und ,gebrde fordert3 das sind ,empfindungen1 die mit ,schrecken zurckgedrngt und verleugnet1 sich ins ,unterbewute flchten und den ,widerglauben nhren4 ,wer in seiner ,jugend eine ,periode atheistischer ,unglubigkeit erlebt hat1 der erinnert sich unter allen ,nten und ,leerheiten eines ,gefhls resoluter ,ehrlichkeit1 das lieber auf ,trost und ,heil verzichten als dauernd das ,opfer der ,einsicht und der ritterlichen ,gesinnung bringen will4 ,ein schwacher ,widerschein dieses alten ,gefhls dmmert auf1 wenn wir einem handfesten1 naturwissenschaftlichen ,atheisten begegnen2 wir betrachten kopfschttelnd die selbstbewute ,gewiheit1 mit der in den hchsten ,dingen der ,vorrang des ,verstandes gefordert wird1 doch wir empfinden1 dieser ,mann macht es sich nicht leicht1 er hat es schwerer als wir1 und nicht aus unedlen ,grnden4 ,vergangene ,jahrhunderte hatten die ,kraft und ,pflicht1 den ,gottesleugner als ,strer irdischer und gttlicher ,ordnung mit ,feuer und ,schwert zu verfolgen2 doch nur ein ,gefhl verrgerten ,selbstbewutseins und unfreiwilliger ,achtung erklrt die selbstbetubende ,wut und schaustellende ,verachtung jener eifernden ,gerechten4 ,vorblickend nehmen wir wahr1 da knftiger ,glauben manches ,erbteil von ,babylon und ,zion1 von ,byzanz und ,rom1 ja einiges auch von ,wittenberg abstreifen wird2 er wird ein freier und mnnlicher ,glauben sein1 ohne ,sndenlmmelei und ,salbadarei1 ohne ,selbstentehrung1 ,schmeichelei1 ,bettelei und ,winselei1 fr uns ,deutsche aber so1 wie er aus deutschen ,herzen kommt1 und von deutschen ,lippen klingt4 ,unsere ererbte sittliche ,haltung der ,mutverehrung wird er nicht vernichten1 noch weniger aber sich ihr beugen4 ,denn menschliche ,sitte ist im ,lichte der ,weltensonne nichts2 der ,glaube steht auf hherem ,recht2 wenn er ,snde zeiht1 so werden wir uns schuldig fhlen1 wenn er ,demut fordert1 so werden wir uns beugen1 wenn er ,erlsung verheit1 so werden wir sie begehren4 ,alle diese ,dinge aber gehen nicht vor im ,bereiche der ,wnsche und ngste1 des hastenden ,willens1 des geistlichen ,betriebs- und ,verkehrswesens1 sondern in der ,stille des ,herzens und nicht um ,gterwerben1 sondern um hchste ,werte4 ,die zweite ,hemmung ist die des sittlichen ,handelns4 ,der ,glauben steht nicht fr sich1 mit der glubigen ,haltung ist es nicht getan1 es entsteht glubiges ,leben1 ,verkehr mit den gttlichen ,mchten und sein ,abbild im tglichen ,handeln4 ,die ,lehrer der ,religionen sind geneigt1 den ,eudmonismus1 das ,streben nach irdischem ,glck und ,gut im gttlichen ,verkehr1 mit ,milde hinzunehmen1 historisch gesonnen1 wie nun einmal alles in unserer formeldenkenden ,zeit1 erkennen sie im ,eudmonismus eine der religisen ,urformen1 einen ntigen und erwnschten ,durchgang zum reineren ,glauben und gehen leicht darber hinweg1 da nur ein verschwindender ,teil aller ,glaubensbung ber eudmonistische ,beschwrung hinausreicht4 ,wir jedoch haben dieser ,tatsache ins ,auge zu blicken1 wenn wir wissen wollen1 welche unterbewute ,strmung viele ,gemter vom ,glauben fernhlt4 ,es soll dem ursprnglichen ,menschen nicht verdacht und zu seinem ,troste gern gegnnt sein1 wenn er die gttlichen ,personen und ihre ,gefolgschaft fr ,wesen hlt1 die nach ,menschenart bestimmbar sind4 ,nicht blo ,glaube und rechte ,gesinnung1 sondern gute ,werke1 ,sndenbekenntnis und ,bue1 ,danksagung und ,lobpreisung1 instndiges ,gebet1 ja selbst ,gelbde und ,opfer bewegen die ,mchte1 von ihrem ,vorhaben abzugehen und das zu bewilligen1 was man erbittet4 ,man bittet um ,seelenheil und ,segen im allgemeinen1 aber auch um ,gesundheit und langes ,leben fr sich und andere1 um gutes ,wetter1 ,ernte1 ,wohlstand1 ,vernichtung der ,feinde1 ,sieg4 ,vom ,kriege waltet die ,vorstellung des ,gottesurteils1 das durch ,parteinahme der ,gottheit fr einen der ,kmpfenden entschieden wird4 ,da nun jeder einzelne ,dinge erbittet1 die alle wnschen1 die aber nicht allen durchweg gewhrt werden knnen1 so entsteht ein ,wettbewerb der ,frmmigkeit um die gttliche ,gunst4 ,es darf nicht verkannt werden1 da manche innerliche1 das ,materielle weit bersteigende ,regung sich in diese glubige ,betriebsamkeit mischt2 dennoch ist ihr eigentliches ,wesen nicht mehr ,sache des ,gemtes1 sondern der zweckdienlichen berlegung und der zielbewuten ,nachhaltigkeit4 ,denn wer einigermaen berzeugt ist1 da alle irdischen ,segnungen sich auf dem ,bittwege und durch ,einhaltung von ,formen erlangen lassen1 der wird leicht diesem alles in allem bequemeren ,weg den ,vorzug geben und alles daransetzen1 durch ntzliche ,inbrunst alle ,mitbewerber aus dem ,felde zu schlagen4 ,hier sondern sich die ,charaktere4 ,es sind nicht die ,schlechtesten1 die den ,weg der geistlichen ,betriebsamkeit verschmhen1 um die ganze ,hrte mannhafter ,arbeit auf sich zu nehmen4 ,erblicken sie nun die zielbewut ,frommen und unter ihnen bisweilen eine kopfhngerische ,gestalt1 die mit ,verachtung auf den ,gottlosen herabsieht1 der es sich so schwer macht und doch nichts erreichen darf1 so erwacht abermals ein ,trotz1 der sich nicht gegen die primitive ,form des ,eudmonismus1 sondern gegen den ,inbegriff des ,glaubens richtet4 ,ein ,glaubensbetrieb1 der sich irdischen ,zielen anpat1 der als ,mittel zum ,zweck dienen darf1 erscheint ihnen als ,magie1 gleichviel ob mit gutem oder schlechtem ,willen und ,erfolg gehandhabt4 ,religionslehrer und ,kirchen mgen sich fragen1 ob sie soviel getan haben als ntig war1 um die ,menschen ber das wahre ,verhltnis des ,eudmonismus zum ,glauben aufzuklren1 ob sie nicht gelegentlich die alte ,ntzlichkeitsseite des ,glaubens willkommen hieen1 gleichviel ob als ,erziehungsmittel oder um die ,glubigen bei der ,stange zu halten4 ,knftige ,glubigkeit wird nicht verkennen1 da der ,glaube auch eine weltliche ,sendung habe1 wenn auch nicht die der handgreiflichen ,ntzlichkeit3 denn er schafft ,werte und bewegt somit das ganze ,gefge des irdischen ,willens2 er heiligt den ,menschen1 indem er den innersten1 unbewuten ,kern seines ,wollens berhrt2 er bringt ,trost1 indem er alles ,leiden1 das in seiner letzten ,wurzel ein inneres ist1 in der ,tiefe snftigt4 ,das ist die irdische1 die geringere ,seite des ,glaubens4 ,es mag ,menschen geben1 die sie verschmhen1 doch ihre ,ablehnung wird eine passive sein1 wie die der ,unmusikalischen gegen ,musik1 nicht mehr eine abstoende aus verletztem ,gefhl und ,auflehnung des ,charakters4 ,die dritte ,hemmung entspringt dem ,intellekt4 ,sie ist die offenkundige1 unablssig besprochene1 die von uns nur in ihren letzten minder bewuten ,wirkungen aufgehellt werden soll4 ,da ,glauben nie aufgehrt hat1 als ein ,frwahrhalten zu gelten1 da die ,grenzen dessen1 was fr wahr gehalten werden soll1 von den meisten ,religionslehrern dogmatisch gezogen1 von vielen ihrer ,anhnger zweifelnd berschritten werden1 so entstehen die ,konflikte des ,skrupels1 die drei ,lsungen haben3 ,entfremdung vom ,glauben1 ,kompromi1 und ,opfer des ,intellekts4 ,solange der ,glaube dogmatisch bleibt1 ist die letzte ,lsung1 die des ,opfers1 die allein vollkommene und folgerichtige4 ,doch gerade sie erweckt von neuem ,bedenken des ,charakters4 ,immer wieder fhlt der ,zweifelnde1 da der ,beruhigte es sich bequem macht1 da die ,schwere des ,opfers geradenwegs mit der ,gewissenhaftigkeit wchst1 und in dem ,augenblick1 wo er es zu bringen bereit ist1 schreckt er zurck1 weil er seine ,gewissenhaftigkeit durch die ,wucht der ,vorteile bestochen frchtet4 ,freilich haben die geistig ,armen es gut1 sie sitzen beisammen und werfen erstaunte ,blicke auf den ,dmonischen1 der es1 wohl aus eigener ,schuld1 so schwer hat4 ,er aber geht nun in seinem ,zweifel so weit1 da er die geistig ,armen schlechthin fr ,beschrnkte1 fr ,unmagebliche hlt1 und in selbstverwundetem ,stolz um so weiter von der ,pforte des ,glaubens zurckweicht4 ,er wei1 da er1 soweit es menschenmglich ist1 seinen ,intellekt zwingen knnte2 er knnte es mit symbolischer ,ausdeutung versuchen1 er knnte ber die ,dinge hinweggleiten1 sie an eine dunklere ,stelle des ,bewutseins rcken1 durch ,suggestion des ,willens die ,gegenkrfte verdrngen4 ,doch diese ,mechanik scheint ihm nicht wrdig2 er vermag nicht zu denen aufzublicken1 die sie angewendet haben und nun ihre ,ruhe genieen4 ,er will nur das eine vermeiden3 von den schlechteren ,krften seines ,wesens zum ,guten gezogen zu werden4 ,mag falscher ,stolz die eine ,hlfte der ,schuld tragen1 die andere ,hlfte ruht auf den ,mechanisierungsformen des ,glaubens1 die seine ,inhalte seit unvordenklichen ,zeiten nicht fortentwickelt und einer vernderten ,menschheit angepat haben1 indem sie nmlich die ,inhalte des ,glaubens1 entgegen seinen ,stiftern1 als sein ,wesen ansahen4 ,vlkerschaften1 die der ,mythenbildung fhig sind1 gibt es noch heute2 es sind solche1 bei denen das ,glauben 7im ,sinne des ,frwahrhaltens7 und das ,wissen 7im ,sinne des beweiskrftig ,ermittelten7 nicht gesondert sind4 ,da1 wo man kein ,interesse am ,beweise hat1 weil fr die einfachen ,verkehrs- und ,lebensformen die ,mitteilung ausreicht und ,lge keinen ,nutzen bringt1 geschehen noch tglich ,wunder1 und ,wundertter schaffen ,religionen4 ,die ,loslsung des bewiesenen vom unbewiesenen ,glauben1 die ,trennung von ,glauben und ,wissen hat den ,geist des ,abendlandes geschaffen1 und von dieser ,schpfung haben die ,glaubenstrger keine ,notiz genommen4 ,es ist nun nicht gemeint1 da sie ,mythen und ,sagen htten rationalisieren oder in verstandesbrgerlicher ,weise ins ,symbolische htten umbiegen sollen3 das wre klein gewesen und htte der ,lehre der ,jahrhunderte nicht entsprochen4 ,die ,lehre1 die den gewaltigen ,tatsachen einer gewandelten ,menschheit und eines zeitlosen ,glaubens entsprang1 war die1 da es beim ,glauben nicht auf das ,was1 sondern auf das ,wie ankommt1 da der ,glaube nicht von seinen ,gegenstnden1 sondern von seinem ,geiste lebt1 da er nicht ein ,verwalten1 sondern ein ,verhalten ist4 ,die vierte ,hemmung ist die des sozialen ,gefhls4 ,alle abendlndischen ,religionen haben sich1 dem europischen ,drang zu ,ordnung und ,aufbau folgend1 an die ,mechanisierungsform der ,kirche gebunden4 ,diese uralte ,bindung ist so tief ins ,bewutsein der ,vlker gedrungen1 da selbst die ,gebildeten1 und unter ihnen selbst die1 welche glubig aber nicht kirchlich sind1 ,religion und religise ,organisation kaum zu trennen vermgen4 ,gleichviel in welchem ,geiste ,kirchen entstanden3 ihre vornehmste gegenwrtige ,aufgabe ist der zeitliche und rumliche ,schutz ihrer ,konfessionsgehalte1 der ,schutz gegen zeitliche ,wandlung und rumliche ,zersplitterung4 ,beide ,aufgaben sind innerlich paradox1 beide fordern entschiedenen ,konservatismus und starken hierarchischen ,aufbau4 ,da berdies alle ,kirchen mit gutem ,recht auf ,scheidung zwischen esoterischer und exoterischer ,lehre verzichten1 haben sie ,einstellungen zu suchen und festzuhalten1 die das ,fassungsvermgen der religis und geistig ,minderbegabten1 ja ,zurckgebliebene nicht ausschlieen1 und diese ,einstellungen werden um so einseitiger1 je mehr von den geistig ,hchststehenden der ,kirche verlorengehen4 ,am besten hat es noch die katholische ,kirche1 die von der philosophischen ,arbeit der ,jahrhunderte so durchdrungen1 von der lebendigen ,wirkung der ,orden so genhrt ist1 da ihr unendlicher ,gehalt an berlieferung ohne eigentliche esoterische ,disziplin eine ,mannigfaltigkeit der ,symbolik und ,ausdeutung schafft1 die den anspruchsvolleren ,geist beschftigt1 whrend eine tiefe ,mystik der ,lehre und eine unerhrte ,abnegation der ,regeln die ,gemter bndigt4 ,bestnde eine ,unabhngigkeit des ,glaubens von der ,kirche1 oder ein freier ,parallelismus der ,bewegung1 wobei die ,kirche einer selbstndigen ,entwicklung des ,glaubens folgte1 so wre es jedem ,bekenner freigestellt1 wie weit er zum ,geistigen1 wie weit er zum ,organistischen neigte4 ,in ,wahrheit aber greifen diese ,verhltnisse ins ,staatsleben ber2 die ,kirche ist ,staatskirche und ihre ,bekennerschaft ein milder ,zwang4 ,kirche und ,politik1 das unfabarste ,paradox1 und dennoch in den ,begriffen der ,kirchenpolitik und der ,staatskirche zur scheinbaren ,einheit verflochten4 ,die ,gemeinschaft der ,heiligen1 deren ,reich nicht von dieser ,welt ist1 streitet2 organisiert sich als ,krperschaft und streitet um ,macht1 ,ausdehnung1 ,geld und ,staatsgewalt4 ,die mechanisierte ,glaubensform erscheint im ,bilde einer ,bureaukratie1 der geweihte ,mensch wird ,beamter4 ,die antiken ,priesterreligionen1 die nicht ,kirchen waren1 konnten ,staatsreligionen sein1 ohne ,selbstwiderspruch4 ,denn es bestand nicht der ,begriff der religisen ,konkurrenz1 zumal der geduldeten3 man war glubiger ,grieche1 oder man war verbrecherisch gottlos1 oder man war ,barbar4 ,ihr ,widerspruch lag im ,priestertum2 um so milder1 je urzeitlicher der ,priesterstand2 um so gefhrlicher1 je bewuter er sich zur ,beamtenschaft oder zur ,erwerbsklasse organisierte4 ,in einer ,zeit des individuellen ,gewissens und der konkurrierenden ,bekenntnisse greifen die kirchlichen ,bureaukratien und ,staatsreligionen weit ber den geistigen ,bezirk des ,glaubens hinaus2 sie erwachsen zu politischen und sozialen ,mchten4 ,sie bemchtigen sich des ,staates3 und er gewhrt ihnen1 da jeder ,abtrnnige zum ,brger minderen ,rechts werde1 berantwortet ihnen die ,erziehung und die brgerliche ,ehrenweihe der groen ,lebensabschnitte3 ,geburt und ,tod1 ,mannbarkeit und ,ehe4 ,sie unterwerfen sich dem ,staate und gewhren ihm3 ,erziehung zum politisch ,bestehenden1 ,sttzung der ,obrigkeit1 des ,klassenaufbaus1 der staatlich anerkannten ,denkweise4 ,diese politisch-kirchliche ,verbindung ist nicht nur von ,mittelpunkt zu ,mittelpunkt1 von ,staatsregierung zu ,kirchenregiment verankert1 sie kuppelt sich selbst in den entlegensten ,gliedern1 und die ,beziehung von ,gutsherrschaft und ,pfarre1 von ,militrkommando und ,seelsorge1 von ,schule und geistlicher ,aufsicht1 von stdtischem ,wohlstand und ,kirchengemeinde versinnlicht die ins ,groe und ,kleine gehende ,wirkung einer feudalistisch1 militaristisch1 stndisch und offizis gerichteten ,kirchenmacht4 ,eine gewaltige und ehrwrdige ,institution1 die sich auf die ,exekutivgewalt des ,staates sttzt1 die ber die gesamte ,jugend aus politischem ,recht1 ber die ,landbevlkerung aus praktischer ,autoritt1 ber die ,frauen aus ,gewissenseinflu1 ber die ,zugehrigkeit zur brgerlichen ,vollwertigkeit schlechthin verfgt1 bildet eine ,macht1 die jede mgliche soziale ,polizei an richtunggebender ,kraft bertrifft1 und der sich niemand entziehen kann1 sofern er nicht die ,stellung des brgerlichen ,subjekts mit der des ,objekts zu vertauschen geneigt ist4 ,indem aber die ,kirche ihrem ,bekenner als selbstherrlich gestaltende ,macht aus eigenem ,recht entgegentritt1 nicht mehr als gestaltete ,verwirklichung seines eigenen religisen ,willens1 setzt sie ihm ein unantastbares ,bekenntnis entgegen1 das sie ihrer konservativen ,pflicht gem gegen ,zweifel und ,deutung verteidigt1 und dessen laute oder stillschweigende ,anerkennung sie erzwingt4 ,aus politischen und traditionellen ,grnden1 sei es um den ,eintritt in die ,kirchengemeinschaft zu erschweren1 sei es um die ,disziplin zu schrfen1 sei es um die ,lehre fr die unteren ,schichten bindender zu machen oder auch nur um ,erschlaffung und ,spaltung zu verhten1 wird das ,bekenntnis so gestaltet1 da es freieren ,geistern vielfach nur in der ,vermittlung gewaltsamer ,deutung oder gewagter ,symbolik annehmbar erscheint4 ,je restloser daher sich die ,geister der brgerlichen1 gesellschaftlichen und politischen ,ntigung der ,kirche und ihres ,dogmas unterwerfen1 desto mehr gewhnen sie sich an innere ,entfremdung und bemhen sich1 in ,einrichtungen und ,inhalten ,konventionen zu sehen1 die man aus ,grnden der ,erziehung und ,ordnung nicht entbehren kann4 ,es ist viel1 wenn hinter diesen ,konventionen die groen religisen ,wahrheiten erblickt und geehrt werden1 denen sie dereinst entsprangen2 zu hufig geschieht es1 da die ,entfremdung sich auf den ,glauben selbst erstreckt4 ,man klagt ber das ,schwinden der kirchlichen ,beziehung bei gebildeten ,mnnern jugendlichen ,alters3 nicht die ,beziehung schwindet1 denn abgesehen vom ,gottesdienst werden die ,pflichten erfllt1 sind ,austritte selten -- doch je strenger die ,kirche auf ihren ,rechten und ,beziehungen besteht1 desto unaufhaltsamer entgleiten ihr die ,seelen1 und nicht nur ihr1 sondern dem ,glauben4 ,da alle diese einfachen ,zusammenhnge sich dem ffentlichen ,denken entziehen1 liegt daran1 da wir in ,deutschland nur noch historisch und wissenschaftlich1 nicht mehr sachlich und pragmatisch denken4 ,es fehlen uns die ,vergleiche und die ,anschauungen4 ,man frage1 wie vielen der ,gebildeten die ,verschiedenheit der ,begriffe ,religion und ,kirche innerlich gelufig ist1 wie viele ber die ursprnglichsten ,fragen sich eigene ,gedanken machen4 ,unser ,denken liegt in den ,hnden der beamteten ,lehrer der ,wissenschaft1 die mit dem ,rstzeug ihrer ,gelehrsamkeit und immer erneuten ,theorien das ,bestehende sttzen1 der ,journalisten1 die das ,tgliche bearbeiten1 und der ,agitatoren1 die mit ,schlagworten das ,bestehende bekmpfen4 ,hier heit es3 dem ,volke mu der ,glaube erhalten werden1 dort3 ,trennung von ,staat und ,kirche1 und das ,problem liegt ganz wo anders4 ,wir1 ,freunde1 haben es in dieser unserer ,betrachtung nicht mit ,politik und ,einrichtungen zu tun1 sondern mit unserer inneren ,einstellung zum ,gegenwrtigen und ,knftigen4 ,so mu der letzte ,glaubenszweifel1 der aus dem ,wirklichen erwchst1 uns abermals den ,glauben an den ,glauben als an ein ,unberhrbares bekrftigen4 ,mag der ,glaube in ,zukunft sich ,formen schaffen1 welche er will3 politische und soziale1 militrische und erzieherische werden es nicht sein4 ,der ,glaube wird unsere ,seelen lutern und die ,seelen unserer ,kinder bilden1 aber ,mittel zum ,zweck1 weder zum edlen1 noch zum geringen1 wird er nicht werden4 ,kann ein ,glaube sich nicht halten1 sofern er nicht vom ,staat verordnet wird1 kann ein ,staat sich nicht halten1 sofern er nicht von einer ,kirche verteidigt wird1 so werden beide dahinsinken4 ,denn beide sind ,mchte1 die in einer befreiten ,menschheit nur aus eigenem ,recht bestehen knnen4 ,sind ,glaubensformen durch die ,jahrhunderte nicht starr zu erhalten3 um so besser1 so mgen sie sich wandeln1 wie alle irdischen ,formen sich gewandelt haben1 wenn nur ihr ,urgrund bestehen bleibt4 ,lt sich die ,einheit des ,bekenntnisses fr die ,vielfalt der ,herkunft1 der ,landesstriche1 der ,freiheitsstufen nicht bewahren3 so mag es zersplittern1 wenn nur die menschliche ,gemeinschaft des glubigen ,lebens erwacht1 die heute nicht besteht4 ,mgen hier ,ablsse erteilt und ,dmonen beschworen1 mgen dort die reinsten ,sakramente empfangen und die verklrtesten ,botschaften verkndet werden3 es ist alles vollkommen1 was aus reinem ,herzen geschieht1 und es ist alles unvollkommen1 weil es irdisches ,gleichnis ist4 ,mgen ,glubige sich zusammenfinden1 um den ,drang ihres ,herzens gemeinsam zu bekennen1 oder mgen sie in ,straenlrm und ,wlder flchten1 um mit ihrer ,seele allein zu sein1 mgen sie auf ,mrkten predigen oder ,priester walten lassen1 mgen sie geistliche ,truppen oder ,beamtenschaften bilden oder sich in mystische ,betrachtung versenken3 die gttlichen ,mchte hren jedes ,wort des ,herzens und jeden fallenden ,tropfen4 ,ein ,glaube aber1 der nicht wunschbegieriger ,aberglaube1 nicht bse ,magie1 nicht schlauer ,wettbewerb1 nicht ,heilsgymnastik und zweckdienliche bung ist1 ein ,glaube1 der nicht ,irdisches vom ,gttlichen1 sondern ,gttliches vom ,irdischen will1 der umschliet die ,menschheit zu einer einzigen ,gemeinde1 so da ein jeder einen jeden begreift1 welche ,sprache auch immer des ,mundes und ,herzens er redet1 und alle die ,eine ,verantwortung fhlen und ertragen1 die unsagbare ,not1 ,seligkeit und ,verantwortung1 ,mensch zu sein4 ,es sind manche1 die keinen neuen ,glauben wollen1 weil sie seine ,ausartung erblicken4 ,ja es ist wahr3 neben jedem ,halm des ,glaubens wird ein ,bschel aberglubischen und muckerischen ,unkrauts wuchern4 ,es ist wahr3 sein ,gift ist widerlicher als des ,unglaubens2 wie ehrenhaft und mutig ist der nchterne1 handfeste ,atheist1 verglichen mit dem slich feigen ,mucker1 dem lsternen ,geisterbeschwrer1 dem schamlosen ,sndenknecht und dem fleiigen ,gottesbetrger4 ,sollen wir aus ,furcht vor dem ,sekundren verzagen8 ,wer einen ,flulauf reinigt1 darf sich nicht wundern1 wenn der ,bagger ,schlamm emporgeholt2 liegen die ,gifte der ,muckerei in der ,menschheit1 so sollen sie zu ,tage1 mag ,sonne und ,wind zerstren1 was in den ,tiefen grte4 ,es sind andere1 die schaffen ,glaubensersatz4 ,sie vertiefen sich in alte ,gtterlehren und ,sagen und ,gebruche und meinen1 auch wenn man nicht daran glaubt1 so ist es schn und dient zur ,erhebung1 ber ein ,feuer zu springen oder die ,sonne anzurufen4 ,es ist schn1 aber nicht echt2 es dient zur ,erhebung1 aber zur knstlichen1 uerlichen1 flchtigen und gespielten4 ,es schafft keine ,weihung1 sondern den ,nachgeschmack eines heiteren ,bildes und einer harmlosen ,tuschung1 die an die ,grenze des ,seichten und ,kindischen rhrt4 ,romantischer ,hang zum ,vergangenen ist ,bekenntnis zur ,unfruchtbarkeit im ,knftigen4 ,die alten ,sagen und ,gebruche waren schn1 wie die alten ,trachten und ,gerte1 weil sie aus der ,natur kamen4 ,gepflogen aber wurden sie1 nicht weil sie schn1 sondern weil sie heilbringend waren4 ,in der ,bestimmung ber ,fluch und ,segen wurde ,erhebung1 halb unbewut vielleicht auch ,schnheit empfunden4 ,antiquarische ,belustigung auf sthetischem ,grunde schafft keine knstliche ,naivitt1 sondern zerstrt die ,reste der natrlichen4 ,manche trumen von neuen ,propheten und ,erweckern4 ,wie zur ,zeit der ,kathedralen soll ein einiger ,glauben ber die bewohnte ,erde herrschen4 stheten sehen den neuen ,heilsbringer schon unter uns wandeln1 halb eine ,dostojewskische1 halb eine ,franziskanische ,figur1 ,paulus1 ,augustinus und ,luther haben an der literarischen ,gestalt keinen ,anteil4 ,vor allem mu er arm sein und der untersten ,schicht des ,volkes entstammen4 ,freilich1 setzt der winselnde sthet hinzu1 er selbst wrde ihm schwerlich folgen knnen4 ,freilich wird er ihm nicht folgen4 ,niemand wird ihm folgen1 und deshalb wird der ,prophet nicht kommen4 ,goethe lie ,christus zur ,erde zurckkehren und geleitete ihn bis an die ,tr des ,pfarrhauses1 dann brach er das ,gedicht ab1 denn es widerstrebte ihm der ,konflikt4 ,hauptmann lie seinen ,narren in ,christo mit staatlichen und kirchlichen ,behrden zusammenstoen und in ,einsamkeit enden4 ,propheten werden uns nicht gegeben1 weil unsere ,zeit die ,ehrfurcht vor dem ,gedanken verloren hat4 ,das ,wort und der ,gedanke ist uns nicht mehr eine ,flamme1 die aus dem ,herzen bricht1 sondern die gewerbliche ,leistung eines ,berufes oder die vergngliche eines ,miggangs4 ,worte sind nicht ,bekenntnisse1 die man glaubt1 sondern ,geistesproben1 die man kostet und mkelt4 ,die ,meinungen mssen sich ablsen wie die ,tagesbltter und die ,moden1 damit neuer ,umsatz ,platz findet4 ,wie sollte auch das ,massenhafte wahr sein8 ,es wird mehr geredet um des ,widerspruchs als um des ,glaubens willen4 ,kme heute einer und redete aus dem ,herzen der ,welt1 so htte er die ,presse gegen sich1 oder die ,literatur1 oder die ,interessenten1 oder die ,polizei1 oder die ,professoren1 oder die ,pfarrer1 oder das ,publikum1 oder alle miteinander4 ,und wer folgte ihm8 ,ein paar ,geistlinge1 die ihn aus ,gegennachahmung sthetisch werten1 ein paar ,unzufriedene1 und ein paar ,brger aus ,miverstndnis4 ,das ,gute1 das noch heute in die ,welt kommt1 kann den ,stromsturz der ,prophetie nicht erleben1 es rieselt unterirdisch zu ,tal und darf nur mittelbar wirken4 ,es wirkt1 weil es weiter rinnt und sich mit tausend anderen ,rinnsalen mengt1 whrend die ,platzregen verdunsten4 ,die ,reihe der ,empfangenden ist keine rumliche1 sondern eine zeitliche4 ,das ,volk der ,gleichzeitigen irrt1 das ,volk der ,geschlechter ist unfehlbar4 ,warum ich euch das sage1 da ich doch von euch gehrt sein will8 ,weil ich kein ,prophet und kein ,weiser bin1 weil ich euch nichts zu lehren und nichts zu verknden habe4 ,ich will1 da wir unsere ,sorge und ,zuversicht gemeinsam errtern1 mein ,geschlecht mit dem euren1 wie eures dereinst mit dem nchsten4 ,wir wollen gemeinsam zweifeln und glauben1 uns zurechtweisen und bestrken4 ,denn wenn wir aus der ,offenbarungslosigkeit unserer ,zeit eine ,lehre entnehmen sollen1 so ist es die3 wenn die hhere ,stimme schweigt1 so ist die ,entscheidung in uns selbst gelegt4 ,unsere ,verantwortung wchst1 in uns selbst sollen wir ,richtkrfte entwickeln1 und knnen es nur1 wenn wir den ,lrm in unseren ,herzen schweigen machen und nicht mehr aufhren1 in die ,tiefe und zu den ,sternen zu lauschen4 ,was nennen wir ,einheit des ,glaubens8 ,einheit der ,glaubensinhalte1 der ,einrichtungen und ,formeln4 ,glauben ist aber nicht1 wie das ,wissen1 etwas das sich auf ,gegenstnde bezieht1 ein leerer ,spiegel1 in dem das wechselnde ,bild den ,inhalt ausmacht1 er ist nicht1 wie das ,knnen1 etwas1 das sich in ,formen verwirklicht1 er ist ein ,verhalten1 ein ,zustand1 ein ,leben4 ,einheit des ,glaubens ist daher nicht1 wie die ,jahrhunderte meinen1 ,einheit der glubigen ,vorstellung1 sondern ,einheit glubigen ,daseins4 ,alle wahrhafte ,verschiedenheit des ,glaubens liegt nur in der ,mannigfalt der ,stufenfolge vom furchterfllten ,zauberwesen zur segenkaufenden ,dmonie1 von rechnender ,ritenpolitik zu zweckhafter ,bitte1 von wohlgeflliger ,bue zu freiem transzendenten ,erleben4 ,diese ,abstufungen aber bestehen innerhalb aller vorhandenen ,glaubensformen2 jede ,religion lt soviel ,aberglauben und soviel ,freiheit zu1 als jeder ihrer ,bekenner verlangt und ertrgt4 ,eine hochstehende und glubige ,epoche unterscheidet sich von der rcklufigen und unglubigen nicht so sehr durch die ,form der herrschenden ,bekenntnisse als durch den ,geist1 den sie ihnen einhaucht4 ,da die ,daseinsform des ,glaubens ber jede andere menschliche ,daseinsform erhoben ist1 bedarf keiner ,begrndung1 sie ist es aus eigenem ,recht4 ,es gibt ein inneres ,gefhl der ,einschtzung unserer ,erlebnisse1 um das sich die ,psychologie nicht kmmert1 einer ,einschtzung1 die nicht vom ,mebaren abhngt1 sondern das ,wesen ergreift4 ,so gut wir wissen1 da eine ,liebesregung uns mehr bedeutet als der seltenste ,duft einer ,blte1 so wissen wir aus innerer ,gewiheit1 da jedes seelische ,erlebnis auf hherer ,ebene herrscht als jedes geistige und sinnliche ,erlebnis4 ,das vollkommenste ,erlebnis unserer ,seele aber ist der ,glaube4 ,nicht jeder hat daran ,teil4 ,nicht jedes ,ohr vernimmt ,musik1 nicht jedes ,herz erlebt ,glubigkeit4 ,dessen soll sich niemand krnken1 denn es geht keine ,seele verloren4 ,wem der ,glaube versagt ist1 der mag mutig und resolut als berzeugter ,materialist ein anstndig-intellektualistisches ,leben whlen2 tausendmal besser als wenn er aus erqulter ,pflicht oder der ,ntzlichkeitsspekulation3 ,ntzt es nicht1 so schadet es nicht1 sein inneres ,leben vergewaltigt oder ,gtzendienst treibt4 ,es wird der ,augenblick kommen1 wo er lernt1 dem aufgeregten ,verstande ,schweigen zu gebieten und sich hinzugeben1 dann ist er gewandelt1 bis dahin wird er in der ,welt der unsichtbaren ,gter ein ,helfender1 nicht ein ,schaffender sein4 ,das ,wort1 ,glaube sei das ,gefhl schlechthiniger ,abhngigkeit1 trifft zu1 aber umfat nicht4 ,denn ,glaube ist auch das ,gefhl schaffender ,liebe1 auch das ,gefhl der ,teilhaberschaft und ,mitverantwortung4 ,er ist zugleich vollkommene ,gebundenheit und vollkommene ,freiheit1 selbstvergessene ,demut und stolze ,sicherheit1 reines ,schenken und stilles ,empfangen1 unablssiges ,werben und ,schaffen und klarste ,ruhe4 ,er ist ein ,leben3 ein ,leben der ,bezogenheit auf den ,urgrund1 gleichviel nach welcher ,anschauungsform man ihn zu benennen versucht1 als ,unendlichkeit1 ,absolutes1 ,gesetz1 ,macht1 ,liebe4 ,dieses ,leben ist so unendlich mannigfach1 wie das ,tagesleben1 das es begleitet und erleuchtet1 wenn auch die ,augenblicke voller ,bewutheit so kurz sind wie die ,augenblicke bewuten ,lebens4 ,eure jungen ,gemter1 ,freunde1 rufe ich zum ,zeugnis fr die ,erfllungen des inneren ,lebens4 ,euch1 nicht mir1 steht es zu1 die ,flle zu bekennen1 die euch reicher und wechselvoller und unberhrter als mir gespendet ist4 ,unter euch sind die1 denen das ,herz zerschmilzt in ,dank und ,hingabe1 in hellblickender ,gewiheit und klopfender ,erwartung4 ,sie wollen nichts anderes1 als bereit sein1 sich verschenken1 ,werkzeug sein1 dienen4 ,sie wollen nicht ihre ,freuden1 nicht ihre ,leiden1 nicht ihre ,wnsche1 nicht ihre ngste2 ,strahlen und ,schwerter mgen durch sie hindurchgehen1 sie sind nichts als ein ,teil der ,schpfung1 der sein ,bewutsein darbringt1 ein therhauch1 durch den das ,seiende sich selbst verklrt4 ,sie verwehen in ,sonne1 ,wasser und ,wind1 sie schmiegen sich als ,staubkorn an den ,sternensaum1 an die ,brust der ,allmacht und ihr ,wort ist3 dein ,wille geschehe und nicht mein ,wille4 ,unter euch sind die1 welche sich erbarmen4 ,ihre ,liebe saugt alles ,leid der ,kreatur in das eigene ,herz1 lst jede ,freudenkraft von sich los1 um den ,schmerzensbrand der ,welt zu lindern2 die ,unvollkommenheit des ,geschaffenen fhlen sie als eigene ,snde1 alle ,schuld als eigene ,verantwortung4 ,sie strmen zum ,thron der ,gerechtigkeit1 um sich als ,opfer darzubringen1 sie ergreifen die ,verheiung um sie in ttiger ,liebesglut der ,welt einzuschmieden4 ,sie sind die lebendigen ,boten zwischen ,welt und berwelt1 ihr ,wort ist3 erlse uns4 ,unter euch sind die1 welche danken4 berwltigt sind sie von der ,schnheitsgewalt des ,seins4 ,in ihnen spriet das ,gras1 klingen die ,brunnen1 sausen die ,gestirne4 ,im ,strom der ,schpfung ist selige ,sicherheit4 ,das ,furchtbare ist gttlich1 und das ,entsetzliche ist heilig4 ,im ,anblick des hchsten ,gesetzes entsinkt die berpracht des ,geschaffenen vor dem ,wort3 ich frage nicht nach ,himmel und ,erde1 ob mir ,leib und ,seele verschmachtet1 wenn ich dich nur habe4 ,unter euch sind die1 welche sich versenken4 ,im unermelichen ,schweigen1 in der ,dunkelglut des ,abgrundes beginnen die ,strme zu rauschen1 ,bergmassen entweichen1 das ,eins strzt ins ,all1 das lichte ,all ins ,eine4 ,die ,welt ist nicht1 nicht ,himmel und ,hlle1 nicht ,gut und ,bse1 nicht ,glck und ,leiden4 ,sein und ,nichtsein umschlingt sich1 ursprungloses ,licht1 wortlose ,erfllung4 ,ihr wit1 da von diesem ,leben auch nicht das kleinste erzwungen werden kann4 ,drngender ,wille1 bohrender ,verstand1 ,versprechung und ,beschwrung sind vergebens4 ,wie wollte jemand mit eigenmchtiger ,gewalt in den innersten ,punkt seines ,wesens dringen8 ,und wenn er alle seine ,geistesmchte in ,bewegung setzte1 mit kluger ,einsicht jede ntige ,wandlung zu erbitten suchte1 es wre ein ,spiel des ,verstandes und darum eitel4 ,die ,mchte wollen nichts von uns1 nicht ,weihrauch1 ,huldigung1 nicht ,bemhung2 doch sind sie allezeit gewrtig1 ihr ,strom umrauscht uns unerfat1 wenn wir uns verschlieen1 er durchdringt uns1 wenn wir uns ergeben4 ,nicht widerstreben ist das einzige1 das uns freisteht1 ,hingabe1 ,schweigen1 ,bona ,voluntas4 ,so gewinnt denn das ,sinnbild sein ,recht1 da alles ,heil aus ,gnade kommt1 und da niemand sich selbst erlst4 ,jeder aber vermag jeden zum ,heil zu fhren1 mit schwachen oder mit starken ,krften1 das ist das ,geheimnis menschlicher ,solidaritt4 ,auch die ,snde lt sich begreifen als der ,inbegriff der alten ,bezirke1 die unser ,geschlecht auf langem ,wege durchlaufen hat1 und das schwere1 zur ,erde ziehende1 schuldhaft scheinende ,bewutsein ist der ,gefhlston der ,geister1 die sich schmerzlich vom ,vergangenen losreien1 um erwachend dem kommenden ,reich entgegen zu schreiten4 ,fr dieses ,reich aber1 das das ,reich der ,seele ist1 lt sich kein schneres ,bild finden als das vom ,reiche des ,himmels1 und wenn gesagt ist1 da die ,armen am ,geiste es betreten1 so verstehen wir das ,gleichnis1 wenn wir der ,armut des ,intellekts den ,reichtum der ,seelenkrfte gegenberstellen4 ,alle reinen ,glaubensformen sind ,projektionen des ,unaussprechlichen auf die wechselnden ,flchen des rtlichen und zeitlichen ,vorstellungs- und ,fassungsvermgens4 ,sollten wir wnschen1 oder auch nur denken knnen1 da eine ,symbolik und ,ausdrucksform die herrschende werde und die brigen vertilgt oder knechte8 ,wenn wir begreifen1 da ,glauben ein ,leben und nicht einen ,vorstellungskomplex bedeutet1 so knnen wir in dem ,schritt der ,welt zur ,glubigkeit nicht die ,neuordnung und ,uniformierung gegebener ,vorstellungsreihen erblicken1 sondern die ,vergeistigung1 die fortgesetzte1 innere ,wandlung einer jeden ,glaubensform vom ,fetischismus1 ,eudmonismus und ,ritualismus zur ,transzendenz4 ,und wenn auf diesem ,wege die ,symbolismen und ,mechanisierungsformen sich weiterhin zersplittern1 so soll es uns nicht anfechten4 ,im ,versiegen der ,wundertat und der berufenen ,offenbarung liegt nicht zornige ,abwendung des ,gttlichen1 sondern die ,mndigkeitserklrung der ,menschheit4 ,nun ist sich jeder seiner ,glaubenspflicht und innerhalb dieser ,pflicht seiner ,glaubensfreiheit bewut1 nun wissen wir1 da nicht lernen1 wissen1 frwahrhalten1 denken und handeln uns selig macht1 sondern der gute ,wille1 ,erleuchtung und inneres ,leben4 ,und wie die ,mannigfaltigkeit alles ,menschlichen im ,guten das trstlichste ,geschenk der ,schpfung an unseren ,glauben ist1 so ist die ,mannigfaltigkeit des ,glaubens die dankbare ,erwiderung der menschlichen ,geteiltheit an das ,eine4 ,freilich1 in unserem armen ,stande des vorstellungsbedrftigen ,geistes scheint uns eine ,erhebung leer1 erlahmt allzubald das ,herz in seinem ,schwung1 wenn nicht ein leichtes ,gerst von ,begriffen und ,worten die ,inhalte unseres ,glaubenslebens sttzt4 ,gestehen wir frei1 was ,menschen sonst in begreiflicher ,verschmtheit nicht leicht berhren1 da jeder von uns halb unbewut eine kleine ,dogmatik1 ,mythologie und ,heilslehre verschwiegen sich im ,innern geschaffen hat1 bereit1 sie im kalten ,tageslicht zu verleugnen1 in dunkler ,stille geneigt1 ihr zu lauschen4 ,warum verhllen wir diese ,dinge8 ,nicht weil sie kindlich1 unsystematisch1 unbeweisbar sind1 -- denn wieviel von unseren ,tagesmeinungen ist beweisbar8 -- sondern weil wir den ,spott vor uns selbst frchten1 weil wir die berzeugung von der ,gre1 dem ,ernst und der ,pflicht des ,glaubens verloren haben4 ,deshalb zertreten wir die leichten ,blten auf dem kindlichen ,grunde des ,gemts1 und schmen uns der ,verwstung1 und bedecken sie mit ,heimlichkeit4 ,lat uns mutig und offenherzig sein1 lat uns diese bescheidenen ,schpfungen pflegen und unbelchelt mitteilen1 ein ,teil der ,aufmerksamkeit1 die wir alltglichen ,erlebnissen und wissenschaftlichen ,feststellungen opfern1 mag ihnen gegnnt sein4 ,denn in ihnen vollzieht sich die stille ,bewegung1 das gestaltende ,wachstum des ,glaubens4 ,was ,wissenschaften nicht vermochten1 ,kirchen versumten1 einsame ,denker in langen ,abstnden mhsam unternahmen1 das wird durch ,volkskraft organisch sich bilden1 sofern wir die blde ,scheu des ,alltags verwinden4 ,diese ,scheu empfinde auch ich1 obwohl ich in meinen ,schriften auf ,gedankenwegen bis an die ,grenze des ,glaubensbekenntnisses mich leiten lie1 heute berschreite ich sie1 nicht in der ,meinung1 euch auch nur ein ,wort zu sagen1 das weiter trgt als eure eigenen ,fhlungen1 oder das in eurem ,gedchtnis zu haften verdient1 doch in dem ,wunsche1 von euch geprft zu werden1 wie ihr einander euch prfen sollt1 und in dem ,pflichtbewutsein1 der eigenen ,forderung nicht auszuweichen4 ,ich glaube1 da unsere schwache ,einsicht und unsere wenigen und zuflligen ,sinne uns von der wahren ,welt nicht viel mehr offenbaren als dem ,geschpf1 das zwischen ,stamm und ,borke eines ,baumes lebt4 ,so hat ,spinoza gelehrt1 da von den unendlichen ,attributen des ,seienden uns zwei nur erkennbar sind3 ,rumlichkeit und ,bewutsein4 ,ich glaube1 da die sinnliche ,welt das ,buch ist1 aus dem wir ,bilder und ,gleichnisse der ,betrachtung schpfen1 und der ,kampfplatz1 auf dem unser ,wille die ,laufbahn von der ,kindlichkeit der ,begierde bis zur reifenden ,einkehr durchmit4 ,ich glaube1 da der ,geist unendliche ,stufen durchluft1 von undenklicher ,zersplitterung bis zum ,geist des theratoms1 vom ,geist des ,minerals1 der organischen ,substanz1 der ,zelle1 der ,pflanze und des ,tieres bis zum ,geist des ,menschen1 und abermals in undenkbarer ,folge aufwrts4 ,diese ,welt der ,geister ist die wahre ,welt1 von ihren ,gesetzen wissen wir wenig1 doch die wunderbare ,mannigfalt des ,gesetzmigen fgt es1 da unter unseren ,augen geistige ,gebilde mit eigenem ,bewutsein entstehen1 ,zellenstaaten1 ,ameisenhaufen1 ,bienenschwrme1 ,menschenstdte und ,menschennationen4 ,jede ,geistesstufe bildet sich eine ,erscheinungswelt aus dem1 was sie zu fassen vermag2 die ,welt1 die der ,granit begreift1 ist eine andere als die der ,zelle1 die menschliche1 von ,geist und ,sinnen erschaffene ,welt ist eine andere als die des ,regenwurmes4 ,die ,geistesformen1 die hinter uns liegen1 gipfeln in einem einzigen ,willen3 zur ,selbsterhaltung und ,arterhaltung4 ,dieser ,wille hat sich ein stets verfeinertes ,werkzeug geschaffen1 das wir auf menschlicher ,stufe ,intellekt nennen2 der grobe1 unmittelbare ,wille zur ,erhaltung aber hat sich zugespitzt zum mittelbaren ,willen2 dessen ,gegenstand nennen wir ,zweck4 ,intellekt und ,zweck beherrschen die ganze organische ,stufenfolge bis zum ,menschentum1 vom ,geist der ,alge bis zum ,geist des ,staatsmannes sind sie nur gradweise verschieden4 ,der ,mensch aber ist ein ,geschpf der ,grenze4 ,in ihm endet die zweckhaft-intellektuelle ,geistesform und entsteht eine hhere4 ,im ,menschen erwachen ,gefhlsreihen1 die nicht mehr der ,erhaltung dienen1 ja ihr entgegenwirken knnen4 ,ideen und ,ideale1 ,liebe zum ,nchsten1 zur ,menschheit1 zur ,schpfung1 zum berweltlichen erfllen das ,leben des ,menschen und sind zweckfrei1 sie dienen uns nicht1 sondern wir dienen ihnen und sind bereit1 fr sie uns zu opfern4 ,hier beginnt das nchst hhere ,geistesreich1 das ,reich der ,seele4 ,seiner sind wir nicht strker teilhaftig1 als etwa die ,zelle des intellektualen ,reichs teilhaftig ist4 ,in diesem ,reich und seiner ,anschauungswelt sind wir unmndige1 stammelnde ,kinder4 ,deshalb knnen wir seine ,welt1 die nicht mehr die ,welt der raumzeitlichen ,vorstellungen und ,begriffe ist1 nur ahnen1 nicht erfassen4 ,von dieser ,grenze aus scheidet sich alles ,seiende4 ,die durchlaufenden ,welten erscheinen als die ,weltseite der ,schpfung1 was ihnen angehrt1 wird im ,sinne der ,einsicht zum ,unwesentlichen1 im ,sinne der ,ethik zur ,snde4 ,der ,gottseite der ,schpfung1 dem ,kommenden1 das uns als ,vollendung erscheint1 und das der ,beginn neuer unendlicher ,stufenfolge ist1 streben wir entgegen1 und es steht bei uns1 wie weit wir in uns und um uns das kommende ,reich schon im irdischen ,dasein verwirklichen4 ,dies ist die ,sendung des ,menschengeschlechts3 die mittlere ,reihe der ,schpfung zu vollenden und die hhere ,reihe der ,welten zu beginnen1 und dies ist seine ,verantwortung3 aus niederem ,geist gttlichen ,geist zu verklren4 ,erlsung aber bedeutet1 da diese ,verklrung aus eigener ,kraft nicht mglich ist1 da dem guten ,willen die rettende ,kraft zu ,hilfe kommt4 ,guter ,wille1 ,vertrauen und ,liebe ffnen unsere ,herzen den gttlichen ,strahlen1 die uns allerwrts umflieen1 und helfen die ,herzen unserer ,brder ffnen4 ,hierin ist alle ,glaubens- und ,sittenlehre beschlossen2 es gibt kein ,tun und ,vollbringen1 das selig macht1 selig macht nur die ,gesinnung4 ,es gibt kein sittliches ,handeln1 sondern einen sittlichen ,zustand1 der unrechtes ,handeln ausschliet4 ,es gibt keine absoluten ,werte auer jenen dreien1 die uns dem ,reich der ,seele entgegenfhren1 alle anderen irdischen ,gter sind bestenfalls ,mittel4 ,ich glaube1 da im vollendeten ,reich der ,seele alle ,erscheinungen und ,kategorien der intellektualen ,welt beendet sind1 mit ihnen die kmpfende ,individualitt1 die ,vergnglichkeit und die intellektuale ,einsicht4 ,hier liegt die ,grenze unserer ,sprache und ,vorstellungskraft4 ,es versagen alle ,symbole4 ,nur ein geringes und unvollkommenes ,bild mchte ich andeuten1 um eine ,abstufung zu versinnlichen1 die vom raum-zeitlichen ,erkennen hinweg die ,richtung zu einer unmittelbaren1 adquaten ,einsicht ahnen lt4 ,man lehrt uns die ,geschichte eines ,landes1 und wir gewinnen ein zeitliches ,bild4 ,es geschieht1 da wir spter dieses ,land durchstreifen1 es reiht sich ,erlebnis an ,erlebnis1 ,ort an ,ort1 auf den ,linien unserer ,fahrt durchdringen wir das ,gleichzeitige4 ,in der ,erinnerung aber verschmilzt alles1 es entsteht in uns ein ,bild1 in dem das ,rumlich-,zeitliche in eine untrennbare ,einheit verwachsen ist1 das wir mit allen inneren und ueren ,sinnen besitzen4 ,wir wissen mehr als wir gesehen und erfahren haben4 ,unser ,geist hlt uns eine eigene ,schpfung vor ,augen1 und wohin wir ihn konzentrieren1 glauben wir wahrzunehmen1 was ist und was war1 was sein kann und was nicht sein kann1 fast mchten wir sagen1 was werden wird4 ,und dennoch dies alles nicht an der doppelten ,schnur von ,raum und ,zeit1 sondern innerlich1 gefhlt1 organisch4 ,ich glaube1 da mein einfaches ,bekenntnis nichts enthlt1 was nicht in hchster ,vollkommenheit in den heiligen ,schriften aller ,zeiten verkndet ist4 ,was wir in uns zu schaffen glauben1 wird stets die einseitige1 dunkle ,spiegelung der nie zu erfassenden ,wahrheit sein4 ,doch die ,mannigfalt der ,spiegelungen in der ,vielzahl der ,seelen gibt uns die ,vielseitigkeit des ,erlebnisses1 deren wir bedrfen1 und die ,wiederkehr der groen ,zge gibt uns die ,gewiheit einer abgebildeten ,wahrheit4 ,unser ,glaubensleben aber wird neu und lebendig1 wenn nicht tote ,schriften und verbriefte ,ordnungen das ,wort verwalten1 sondern wenn es von neuem beginnt1 in allen ,herzen zu zeugen und zu keimen4 ,fr unser weltliches ,leben entnehmen wir dem ,glauben und dem ,wort die ,werte und die ,mae4 ,nennen wir es das ,reich des ,himmels1 das ,reich ,gottes oder das ,reich der ,seele3 was uns ihm nhert ist gut1 was uns entfernt1 ist schlecht4 ,glck1 ,leben1 ,wohlstand1 ,macht1 ,kultur1 ,heimat1 ,nation1 ,menschheit1 sind die hchsten irdischen ,werte4 ,wohl dem1 der keinen von ihnen zu opfern braucht1 fr den sie ,mittel zum ,gttlichen bleiben4 ,wir aber werden sie messen an den ,maen der ,seele1 des ,glaubens und der ,gerechtigkeit1 und wo sie das ,ma nicht erfllen1 da mssen sie sich fgen oder weichen4 ,krieg ,in dieser ,betrachtung1 die der ,einstellung unserer ,geister auf ,gegenwrtiges und ,knftiges gewidmet ist1 hat der ,krieg nicht blo die ,bedeutung des bewegenden ,ereignisses1 das die ,zeiten scheidet1 sondern auch des kritischen ,ereignisses1 das den ,zustand1 in dem das ,abendland bisher gelebt hat1 offenbart4 ,es ist seltsam1 wie wenig unsere ,zeitgenossen begreifen1 da ein ,zeitalter versunken ist und da von dem ,glanze jener ,tage nichts wiederkehrt4 ,so wie sie noch immer von ,vierteljahr zu ,vierteljahr das ,ende des ,kampfes voraussehen1 so glauben sie und werden sie glauben1 bis das neue ,geschlecht sie ablst1 da nach dem ,frieden und einer kurzen bergangszeit das wieder eintritt1 was sie normale ,verhltnisse nennen4 ,freilich werden die ,schulden ein ,kopfzerbrechen machen2 so mag man eine ,zeitlang sparsamer leben1 und alles wird sich finden4 ,nichts wird sich finden1 alles mu neu geschaffen werden in eiserner ,arbeit4 ,neu wird unsere ,lebensweise1 unsere ,wirtschaft1 unser ,gesellschaftsbau und unsere ,staatsform4 ,neu wird das ,verhltnis der ,staaten1 der ,weltverkehr und die ,politik4 ,neu wird unsere ,wissenschaft1 ja selbst unsere ,sprache4 ,wem von euch ist es nicht in den ,sinn gekommen1 wenn er einen der frhen ,schriftsteller der verflossenen ,epoche las1 etwa ,stendhal oder ,balzac1 da er sich fragte3 ,wie1 ist das mglich8 ,dreiig ,jahre vor dieser ,zeit blhte das spielende ,jahrhundert in seinem ,perlmutterglanz1 und diese ,menschen in dunklen ,kleidern reden in ihrer neuen ,aktensprache der ,wissenschaft von ,industrie und ,brse1 von ,dampfschiffen und ,kammern1 von brgerlicher ,gesellschaft und ,militarismus1 und wundern sich nicht ber die ,neuheit ihrer ,welt1 und wissen kaum1 was vor ihnen war8 ,ist dann wirklich einmal die ,rede von einem alten ,edelmann1 der in jener ,tndelzeit jung war1 so erscheint er wie ein ,fossil1 ein ,abgestorbener1 ein zopfiges ,gespenst4 ,so fremd werdet ihr an uns vorberschreiten4 ,wir1 die wir uns auf ,sachlichkeit manches zugute taten1 und wissenschaftlich1 ernst1 wo nicht gar tief zu sein whnten3 ,wir werden euch trotz aller unserer ,technik leichtfertig1 flach1 vorurteilsvoll1 vielleicht auch roh vorkommen1 und der negerhafte und pathetische ,luxus1 mit dem wir uns umgaben1 wird euch nicht wie der des #ah4 ,jahrhunderts eine ,grazie1 sondern ein ,abscheu sein4 ,denn euer ,leben wird abermals ernster und hrter1 doch so ,gott will geistiger und reiner1 und in seinen ,freuden anmutiger sein4 ,der ,krieg ist es1 der euch von uns scheidet4 ,wir werden ihn begreifen1 wenn wir ihn als das kritische ,ereignis fassen1 das er ist1 als den ,ausbruch aller tiefen bel und ,schwchen der abgelaufenen ,epoche4 ,denn jede ,deutung als eines ,migeschickes1 ,miverstndnisses1 schuldhaft gewollten ,frevels versagt4 ,schuld ist freilich in die rtlich-zeitliche ,bestimmung des ,geschehenen verstrickt1 ,schuld von allen ,seiten4 ,doch wenn ein ,erdteil sich jahrelang zerfleischt und so wenig wie am ersten ,tage seine ,grnde und ,ziele kennt1 so ist die geistige1 sittliche und physische ,erkrankung in den ,tiefen seines organischen ,aufbaus verwurzelt4 ,die ,krise1 die wir erleben1 ist die soziale ,revolution4 ,der ,grund1 weshalb sie sich nicht im ,innern der ,nationen1 sondern an ihren ,grenzen entzndet hat1 liegt in der ,eigenart unserer ,wirtschaft1 die zur ,weltwirtschaft erwachsen ist1 und die in ihren ,auswirkungen1 ,imperialismus und ,nationalismus1 die explosivsten ihrer ,konflikte an den ,rndern der ,staatseinheiten gehuft hat4 ,die schwerer entzndlichen ,sprengstoffe im ,innern der fester gefgten ,staaten bleiben einstweilen unberhrt1 durch den ,druck von den ,grenzen her gebndigt4 ,als unbndige ,volksvermehrung vereint mit der ,mechanisierung den individuellen ,produktionsproze vernichtete1 wurde die ,erde eine einzige gewaltige ,produktionssttte4 ,doch ihre nationale ,spaltung blieb1 und innerhalb der ,nationen vertiefte sich die ,spaltung der ,stnde4 ,wirtschaftlich betrachtet3 eine groe ,fabrik1 doch nicht einheitlich gebaut1 sondern in den ,wohnhusern und ,kammern eines ,straenvierecks untergebracht und unter den ,hausparteien aufgeteilt4 ,die politische und die soziale ,entwicklung hielt mit der wirtschaftlichen nicht ,schritt4 ,das ging so lange1 als sich die ,erzeugung in migen ,grenzen hielt und der ,nationalismus sich langsam entwickelte4 ,als aber die ,staaten1 nationalistisch erstarkt1 sich gezwungen sahen1 eine energische ,wohlstandspolitik zu treiben1 um ihren wachsenden ,aufwand fr ,zivilisation1 ,rstung und ,machtentfaltung zu bestreiten1 als die ,mechanisierung den ,staatskrper ergriffen und ihn zum bewuten ,wirtschaftssubjekt und ,konkurrenten gemacht hatte1 gab es ,zwiespalt zwischen den ,parteien4 ,jeder wollte so viel ,arbeit wie mglich1 denn ,arbeit bringt ,nutzen4 ,um zu arbeiten wollte er so viel ,rohstoffe wie mglich1 und um sie zu bezahlen1 wollte er so viel ,absatz wie mglich4 ,er wollte sogar noch mehr ,absatz1 als zur ,bezahlung der ,rohstoffe ntig war1 denn die heimische ,produktion sollte alle anderen berflgeln1 und der ,absatz im eigenen ,lande lie sich nicht beliebig steigern4 ,was er nicht wollte1 waren fremde ,fabrikate im eigenen ,lande1 denn die beeintrchtigen den ,absatz1 die ,preise und den ,nutzen4 ,der ,kampf ging also um ,rohstoff und ,absatz1 politisch ausgedrckt um ,kolonien und ,einflugebiete4 ,die ,welt war aber klein geworden1 die unbesetzten ,gebiete knapp und von allen umworben4 ,in sein letztes ,stadium trat der ,kampf1 als die uerste ,schlufolgerung gezogen wurde3 ,schutzzoll4 ,der hatte bei den meisten berdies politische ,grnde3 ,man wollte die ,intensivwirtschaft des ,bodens erhalten1 um im ,kriege ,selbstversorger zu sein1 und um den herrschenden ,stand der ,grundbesitzer gegen ,bodenentwertung zu schtzen4 ,gleichzeitig begann der ,kunstgriff1 den man drben dmpfen 7dumping7 nennt3 ,man warf dem ,gegner die eigene berschuware unter ,selbstkosten ber die ,zollmauer und schdigte sein ,schutzsystem4 ,allmhlich war auch der ,nationalismus zum ,gipfel gestiegen1 denn die europischen ,unterschichten waren in die ,historie getreten4 ,bis zum ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts waren sie anational gewesen1 ,geschichte war nur von den herrschenden ,kasten gemacht worden2 jetzt waren sie verbrgerlicht1 zivilisiert und interessiert1 und gaben dem ,wirtschaftskampf die nationale ,frbung4 ,durch ,staatenbildung1 ,staatenerstrebung und ,irredentismus mehrten die neuen ,nationalgefhle1 insbesondere die stlichen1 den politischen ,sprengstoff4 ,im ,innern der ,staaten aber bestand die schroffe ,scheidung der ,stnde4 ,das ,proletariat1 an der ,tatsache des ,produktionsprozesses interessiert1 an seinem ,verlauf nahezu unbeteiligt1 war etwa in der ,lage des ,matrosen1 dem das ,schiff wichtig1 die ,ladung gleichgltig ist2 es fhrte seinen ,wirtschaftskampf1 und zwang den ,unternehmer1 fr jede ,lohnerhhung sich durch ,zollerhhung und gesteigerten ,absatzdrang schadlos zu halten4 ,so verlief der imperial-nationalistische ,wirtschaftskampf nach auen und innen vollkommen anarchisch4 ,wenigen war er in seinem logischen ,zusammenhang bewut2 am wenigsten den ,staatsmnnern1 die ihn fhrten4 ,klar war nur der ,drang1 den eigen-nationalen ,einflu zu heben1 den fremden zu schdigen1 den eigenen ,absatz zu frdern1 den fremden zurckzudrngen2 so lckenhaft aber war der ,zusammenhang1 da viele1 unter ihnen ,bismarck1 am ,werte des wichtigsten ,kettengliedes1 der ,rohstoff-,kolonien zweifelten4 ,bekannt waren auch die ,kampfmittel2 es waren ,bndnisse1 ,zollvertrge1 ,rstungen zu ,land und ,see1 ,einsprche gegen fremden ,erwerb1 ,einmengung in ,konflikte4 ,was als ,endzustand vorschwebte1 ist schwer zu sagen3 allenfalls eine etwas bessere ,erdeinteilung1 als man sie gerade hatte2 meist war man auf den gelegentlichen ,vorteil aus4 ,niemand war sich auch recht darber klar1 wo ihn der ,schuh drckte4 ,england schob sein ,mibehagen auf ,mngel seiner technischen ,erziehung und die ,konkurrenz der ,deutschen2 ,deutschland litt an seiner geographischen ,lage und fand sich von ,erwerbungen ausgeschlossen2 ,frankreich merkte1 da seine ,industrie zurckging1 und fand1 da das elsssische ,textilgebiet ihm fehle2 ,amerika klagte ber hohe ,lhne und ,finanzkrisen und griff zu ,schutzzllen4 ,nie wurde auch nur ein ,versuch gemacht1 die ,anarchie in ,ordnung zu verwandeln4 ,die innere ,anarchie3 wenn die ,auenwirtschaft ihre ,grenzen hat1 so mu die ,innenwirtschaft ergiebiger1 vor allem solidarischer gestaltet werden4 ,krfte und ,stoffe im ,innern sinnlos vergeuden1 um sie von auen unter ,opfern wiederzugewinnen1 ist keine gesunde ,wirtschaft4 ,die uere ,anarchie3 wenn alle sich um die kargen ,trge des ,absatzes und ,rohstoffes streiten1 so mu geteilt werden4 ,durch den ,kampf wird das ,futter nicht mehr1 sondern weniger1 denn es wird verdorben und zertreten4 ,doch es fehlte nach auen die ,einsicht1 nach innen der ,ansporn2 trotz aller ,reibungskmpfe schpfte die ,welt aus dem ,vollen wie niemals zuvor und niemals wieder1 und die leichte ,bereicherung uerte sich in ,indolenz4 ,anarchie der ,wirtschaft und ,gesellschaft ist die ,grunderscheinung und ,schuld des ,vulkanismus1 der unter der politischen ,oberflche des ,abendlandes bebte1 und seine kritischen ,zonen unter die ,staatengrenzen breitete4 ,eine zweite ,reihe von ,erscheinungen1 die politische ,taktik der ,grostaaten whrend der letzten vierzig ,jahre1 lockerte die ,kruste1 und eine dritte1 fast nebenschliche und zufllige ,reihe1 die ,ereignisse um #aiad1 bestimmten ,zeit und ,ort des ,ausbruchs4 ,auch an der zweiten ,reihe der ,schuld und ,irrung sind alle ,staaten beteiligt4 ,sind sie entschuldbar bei der ersten1 so sind sie es auch bei der zweiten1 denn die mangelnde ,einsicht in die ,grunderscheinung uert sich in der ,hilflosigkeit des politischen ,handelns4 ,die ,schuld ,frankreichs ist die tiefste1 aber auch die menschlichste4 ,das ,rheingold des ,elsa ist nur das ,sinnbild eines schwereren ,verlustes4 ,unermelich ist1 was diese ,nation in vergangenen ,jahrhunderten ,europa geschenkt hat4 ,sie trug die ,zivilisation und einen ,teil der ,kultur des ,kontinents vom ,westflischen ,frieden bis zur ,revolution und brachte die brgerliche ,freiheit4 ,sie konnte aber1 nach der ,art ihrer ,gaben1 nur schenken1 so lange sie mchtig war4 ,die ,macht war verloren1 sie gab uns die ,schuld und spaltete in ihrer ,leidenschaft ,europa derart1 da jede politische ,orientierung von den ,vogesen ausgehen mute1 und nur die ,wahl blieb3 fr den einen oder den anderen4 ,damit war die ,freiheit der europischen ,politik vernichtet4 ,englands ,schuld ist fast eine persnliche1 ein seltsamer ,zug in diesem so unpersnlichen ,lande4 ,auch ,england hatte viel gegeben1 noch mehr erworben1 und manches verloren4 ,die ,pax ,britannica stand hinter der ,pax ,romana nicht zurck4 ,man mag streiten1 ob es recht ist1 da ein ,volk den dritten ,teil der ,erde besitzt2 dieses ,volk hat ihn besessen und mit wenigen ,ausnahmen seiner groen ,verantwortung entsprechend verwaltet4 ,in seinen ,kolonien und ,herrschaften war jeder ,fremde unbehelligt1 hufig gut aufgenommen1 ja gern gesehen1 alle ,hfen und ,kohlenpltze standen offen4 ,das ,land begngte sich mit ,freihandel1 aus wohlverstandenem1 aber von ,kleinlichkeit freiem ,interesse4 ,seine ,politik war eigenschtig1 gewaltttig1 aber klar erkennbar1 weit mehr auf eigenen ,nutzen als auf fremden ,schaden gerichtet4 ,das nderte ,eduard ,,vii4 ,er war zu lange ,kronprinz gewesen und hatte sich in den ,jahren erzwungener ,mue und verhohlener ,kritik die alten intriganten ,bndnismethoden der europischen ,hfe angeeignet2 er trieb sie zum ,gipfel1 indem er die ,vogesenspaltung ausnutzte und ,deutschland isolierte4 ,wie weit die ,sorge um die sinkende ,wirtschaftskraft seines ,landes1 wieweit verwandtschaftliche ,verfeindung ihn bestimmte1 ist schwer zu sagen2 er war kein dmonischer ,charakter und wurde dennoch zum ,dmon ,europas4 ,ruland litt an den ,schwchen orientalischer ,reiche4 ber sich selbst hinausgewachsen hatte es seinem tief angelegten1 kindlich vertrumten ,volk zwar einige europische ,formen1 doch keinen ,wohlstand1 keinen ,mittelstand1 keine ,bildung1 keine eigene ,industrialwirtschaft und keinen ,verkehr erworben4 ,die ,regierung wagte nicht1 der unerfahrenen ,nation die ,verwaltung anzuvertrauen1 daher blieb ihr nichts anderes brig1 als die dnne1 verfeinerte und theoretisierende ,intelligenz zu verfolgen1 das ,volk zu verblden und sich selbst durch das verbrauchte ,mittel der ,expansion zu strken4 ,der ,balkanstreit mit sterreich1 die ,schuldhrigkeit zu ,frankreich bestimmte seinen ,weg4 ,es ist kein ,zufall1 da nach ,ausbruch des ,brandes russische ,staatsintrige die ,pulverkammer aufschlo und die letzte ,explosion auslste4 ,da ,deutschland bei seinem gegenwrtigen inneren und ueren ,aufbau nicht imstande ist1 eine folgerichtige und langatmige auswrtige ,politik zu fhren1 habe ich in vielen ,schriften1 zum ,teil lange vor ,beginn des ,krieges dargelegt4 ,es fehlen uns die ,menschen und ,einrichtungen1 vor allem die ,einheitlichkeit des ,willens1 der ,initiative und ,verantwortung1 die organisch eingestellte ,stetigkeit und berlieferung4 ,diese ,mngel sind nicht durch ,personen und mter verschuldet1 sondern durch uns selbst1 die wir nicht unser ,geschick selbst in die ,hand nehmen1 ,mnner unseres ,vertrauens zur ,ernennung vorschlagen1 ihnen dann aber auch die ,macht und volle ,verantwortung gewhren2 die wir vielmehr uns von einer kleinen1 nicht bermig geschftstchtigen ,kaste und deren ,assimilanten verwalten lassen1 die sich hilflos im bureaukratisch-parlamentarischen ,dickicht1 im neunzigfachen ,veto verstrickt und obendrein von unserem ,mitrauen verfolgt wird4 ,die ,fehler kurzatmiger und unsteter ,politik treten darin zutage1 da man sich in alles einmischt1 fr die ,galerie arbeitet1 alle anderen strt und nichts fr sich erreicht4 ,es ist nicht gesagt1 da man niemand stren und sich mit niemand verfeinden darf1 aber eines ist sicherlich falsch3 wenn man alle strt und sich mit allen verfeindet4 ,wir haben ,frankreich gestrt in ,marokko1 ,england in ,transvaal1 ,ruland in ,konstantinopel1 ,japan in ,shimonoseki4 ,wir haben ,gelegenheiten zu ,verstndigungen versumt mit ,england1 ,ruland1 ,japan1 und1 innerhalb gewisser ,grenzen1 mit ,frankreich4 ,nicht um unsere ,fehler strker zu betonen als die anderer1 sondern deshalb1 weil sie unsere ,fehler sind und uns nher angehen als die anderer1 mssen wir uns bereit finden1 ein ,unwgbares zu beobachten1 das unsere ,politik durch eine gleichsam atmosphrische ,einwirkung geschdigt hat4 ,es ist kaum einzuschtzen1 wie stark die letzte ,generation vom ,einflu ,richard ,wagners gebannt war1 und zwar nicht so entscheidend von seiner ,musik wie von der ,gebrde seiner ,figuren1 ja seiner ,vorstellungen4 ,vielleicht ist dies nicht ganz richtig3 ,vielleicht war umgekehrt die ,wagnersche ,gebrde der erfate ,widerhall -- er war ein ebenso groer ,hrer wie ,tner -- des ,zeitgefallens4 ,es ist leicht1 eine ,gebrde aufzurufen1 schwer1 sie zu benennen3 sie war der ,ausdruck einer ,art von theatralisch-barbarischem ,tugendpomp4 ,sie wirkt fort in ,berliner ,denkmlern und ,bauten1 in den ,verkehrsformen und ,kulten einzelner ,kreise1 und wird von vielen als eigentlich deutsch angesehen4 ,es ist immer jemand da1 ,lohengrin1 ,walther1 ,siegfried1 ,wotan1 der alles kann und alles schlgt1 die leidende ,tugend erlst1 das ,laster zchtigt und allgemeines ,heil bringt1 und zwar in einer weitausholenden ,pose1 mit ,fanfarenklngen1 ,beleuchtungseffekt und ,tableau4 ,ein ,widerschein dieses ,opernwesens zeigte sich in der ,politik1 selbst in ,wortbildungen1 wie ,nibelungentreue4 ,man wnschte1 da jedesmal von uns das erlsende ,wort mit groer ,geste gesprochen werde1 man wnschte1 historische ,momente gestellt zu sehen1 man wollte das ,schwert klingen und die ,standarten rauschen hren4 ,die ernste ,zeit hat diesen ,geschmack der lteren ,generation gemigt4 ,unser ltlich-nchterner ,kanzler mge durch die ,aussicht auf fnf ,krnungszge im ,osten sich nicht bewegen lassen1 ihn zu beleben4 ,innerhalb einer rmlichen1 im ,ziele nicht erkennbaren ,auenpolitik wirkte diese ,gebrde zuerst verblffend1 dann aufreizend und ,mitrauen erregend4 ,es kam so weit1 da man uns1 die gutglubigste aller ,nationen1 fr ,schaumschlger und ,intriganten hielt4 ,unser gewaltiger ,machtaufstieg htte uns verpflichten sollen1 soviel wie mglich zu schweigen1 so wenig wie mglich uns einzumischen4 ,in dieser zweiten ,reihe von ,erscheinungen1 den politischen1 die den vulkanischen ,grund lockerten1 sind abermals ,fehler von allen ,seiten einbegriffen1 auch von der unseren4 ,doch eines knnen wir mit gutem ,gewissen sagen3 ,eine subjektive ,schuld liegt bei unserem ,volke nicht4 ,es war unser ,fehler1 da wir nicht wuten1 was wir wollten2 eines wollten wir sicher nicht3 den ,krieg4 ,die dritte und weitaus nebenschliche ,reihe1 die der rtlich und zeitlich auslsenden ,momente1 haben wir nicht zu errtern1 denn uns ist es nicht um ,zeitgeschichte1 sondern um ,zeitwesen zu tun4 ,erst in ,jahren1 vielleicht niemals1 werden diese ,wirrnisse sich klren1 jedenfalls nicht frher1 als bis die ,einzelheiten der franzsisch-englischen ,abmachungen und die ,vorgnge des sterreichisch-serbischen ,ultimatums offen liegen4 ,was uns betrifft1 ist dies3 ,der ,krieg1 eine soziale ,revolution1 erzeugt durch uere und innere wirtschaftliche ,anarchie und soziale ,spannung1 beschleunigt durch die ,fehler der ,kabinette4 ,und wenn von einer wahrhaften1 tiefen ,schuld der ,nationen gesprochen werden soll1 so ist es die der ,unterlassung4 ,es fehlte der ,welt an schpferischen1 sittlichen ,gedanken4 ,jeder fhlte1 da die ,erde in ein neues ,stadium der ,zivilisation getreten war1 da sie anfing1 eng und gefhrlich zu werden4 ,doch man scheute sich1 die ,gesetze dieser ,umwlzung1 der ,mechanisierung1 zu ergrnden und um ihre sittliche ,erlsung zu ringen4 ,groe ,nationen traten wiedergeboren und ermchtigt auf den ,schauplatz der ,geschichte2 allein sie besannen sich nicht1 da sie gesandt und verantwortlich waren1 der ,welt ,ideen und ,ideale zu schenken4 ,auch wir haben nichts geschenkt und geopfert1 obwohl unsere ,nation sich verjngt und erneut hatte2 unsere ,schuld ist schwer1 denn wir ,deutschen sind um der ,idee willen da4 ,nur den einen ,gedanken hatten die ,vlker3 wachsen und sich bereichern1 aufsteigen und berflgeln1 mchtig werden und erraffen4 ,und ihre ,staatsmnner dienten diesen ,zielen mit den alten ,mitteln der ,list und ,gewalt1 mit den kleinen ,mitteln der ,heimlichkeit und ,verstndigung1 der ,begnstigung1 ,verlockung und ,drohung1 des ,geldes und der ,betriebsamkeit1 mit den groen ,mitteln der ,rstung zu ,land und ,meer4 ,jeder hoffte1 der ,klgere zu sein1 unbemerkte ,vorteile in merkliche zu verwandeln1 den anderen klein zu kriegen1 ohne da er sich versah4 ,selbstverstndlich schien3 ,mein ,nutzen ist dein ,schaden1 mein ,leben ist dein ,tod4 ,warum sollte das1 so meinte man1 nicht in alle ,zeit so weitergehen1 da es doch immer gewesen war8 ,es konnte nicht weitergehen1 denn alle ,nationen waren zum ,bewutsein erwacht und kannten die armseligen ,spielregeln1 einer so gut wie der andere4 ,daraus aber war gerade die hhere ,pflicht zu entnehmen3 ,endet dies unergiebige und wrdelose ,spiel4 ,wetteifert2 schafft sittliche ,ideen1 die allen dienen und niemand vernichten1 schafft den universalen ,gedanken der ,solidaritt1 nicht durch lahme ,schiedsgerichte und kraftlose ,paragraphen1 sondern durch lebendiges ,zusammenwirken2 tut das soziale ,unrecht ab im ,innern und das barbarische im ,vlkerverkehr2 wandelt die ,anarchie in ,ordnung2 schafft dem ,gedanken der ,menschheit sein ,recht1 doch nicht in verblasenem ,pazifismus und utopischer ,duselei2 beginnt da1 wo die ,gefahr am dringendsten1 die ,schwierigkeit am grten1 die ,arbeit am hrtesten ist1 beginnt mit der ,wirtschaft4 ,und dann1 wenn das ,grbste geleistet ist1 steigt auf zum ,kulturellen1 zum ,geistigen und ,menschlichen4 ,noch heute wird es viele geben1 die im ,glauben an die ,heiligkeit der ,interessen und in selbstbewuter ,erkenntnis des sogenannten ,durchfhrbaren -- nmlich des ,trivialen -- und des sogenannten ,uferlosen -- nmlich der sittlichen ,pflicht -- diese ,gedanken verlachen4 ,ich sage euch aber3 ,der kommende ,friede wird ein kurzer ,waffenstillstand sein1 und die ,zahl der kommenden ,kriege unabsehbar1 die besten ,nationen werden hinsinken und die ,welt wird verelenden1 sofern nicht schon dieser ,friedensschlu den ,willen besiegelt zur ,verwirklichung dieser ,gedanken4 ,ein ,vlkerbund ist recht und gut1 ,abrstung und ,schiedsgerichte sind mglich und verstndig3 doch alles bleibt wirkungslos1 sofern nicht als erstes ein ,wirtschaftsbund1 eine ,gemeinwirtschaft der ,erde geschaffen wird4 ,darunter verstehe ich weder die ,abschaffung der nationalen ,wirtschaft1 noch ,freihandel1 noch ,zollbnde3 sondern die ,aufteilung und gemeinsame ,verwaltung der internationalen ,rohstoffe1 die ,aufteilung des internationalen ,absatzes und der internationalen ,finanzierung4 ,ohne diese ,verstndigungen fhren ,vlkerbund und ,schiedsgerichte zur gesetzmigen ,abschlachtung der ,schwcheren auf dem korrekten ,wege der ,konkurrenz2 ohne diese ,verstndigungen fhrt die bestehende ,anarchie zum ,gewaltkampf aller gegen alle4 ,der ,wirtschaftsbund aber ist so zu verstehen3 ber die ,rohstoffe des internationalen ,handelns verfgt ein zwischenstaatliches ,syndikat4 ,sie werden allen ,nationen zu gleichen ,ursprungsbedingungen zur ,verfgung gestellt1 und zwar fr den ,anfang nach ,magabe des bisherigen ,verbrauchsverhltnisses4 ,spterhin wird das wirtschaftliche ,wachstum der einzelnen in ,rechnung gezogen4 ,die gleiche zwischenstaatliche ,behrde regelt die ,ausfuhr nach entsprechendem ,schlssel4 ,jeder ,staat kann verlangen1 da die ihm zustehende ,ausfuhrquote ihm abgenommen werde4 ,sie verringert sich entsprechend1 sofern er die auf ihn entfallende ,einfuhr ablehnt4 ,die ,lieferungen der ,staaten geschehen im gewohnten ,verhltnis ihrer ,gtergattungen4 ,freie ,verstndigungen ber ,abnderungen knnen getroffen werden1 ,quotenaustausch ist zulssig4 ,an internationalen ,finanzierungen1 die zu ,lieferungen fhren1 kann jeder ,staat ,beteiligungen im ,verhltnis seiner ,ausfuhrquote verlangen4 ,dies sind die grundstzlichsten ,bestimmungen1 die vereinbart werden mssen1 sofern nicht der stille ,wirtschaftskrieg in seiner alten ,form1 oder aber1 allen ,abmachungen zum ,trotz1 der offene ,wirtschaftskrieg in neuen ungeahnten ,formen ausbrechen soll1 der entweder zur ,verarmung der nicht selbstversorgenden ,staatsgruppen1 oder zu unaufhrlichen ,kriegsgewittern fhrt4 ,jahrzehnte werden vergehen1 bis dieses ,system der internationalen ,gemeinwirtschaft voll ausgebaut ist2 weiterer ,jahrzehnte1 vielleicht ,jahrhunderte bedarf es1 um die zwischenstaatliche ,anarchie durch eine freiwillig anerkannte oberste ,behrde zu ersetzen1 die nicht ein ,schiedsgericht1 sondern eine ,wohlfahrtsbehrde sein mu1 der als mchtigste aller ,exekutiven die ,handhabung der ,wirtschaftsordnung zur ,verfgung steht4 ,pazifist im blichen ,sinne bin ich nicht1 schon deshalb1 weil ich es nicht fr mglich halte1 irgendein bel restlos aus der ,welt zu schaffen4 ,ich halte den ,krieg fr ein groes bel1 doch nicht fr das grte1 und knnte mir denken1 da noch in ,jahrhunderten hier und da zwischen ,vlkerschaften gekmpft wird4 ,niemals wieder darf es aber geschehen1 da die ganze bevlkerte ,erde dem ,blutrausch verfllt4 ,kein ,schlagwort ist so elend ,lgen gestraft worden wie das von den sittlich und geistig regenerierenden ,krften des ,krieges1 wie das von der groen ,zeit4 ,gewi geschieht an allen ,fronten ,groes1 und ,greres vielleicht da1 wo in dunkler ,stille die ,herzen der ,mtter bluten4 ,doch wer hat so frevelhaft am ,wert der ,menschheit gezweifelt1 da ,mut und ,opfer ihm des ,beweises bedurften8 ,kahle ,tuschung ist es1 zu tun1 als ob ,front und ,heimat zwei verschiedene ,nationen wren1 die heldenhafte der ,shne1 die anfechtbare der ,vter4 ,wir alle sind eine ,nation1 wir haben einen ,ruhm und eine ,schuld4 ,jeder ist allen und jeder fr alle verantwortlich4 ,unser ,ruhm ist das mutige ,erdulden und ,leisten der ,front1 das stille ,opfern und ,entbehren der ,heimat2 unser aller ,verantwortung ist es1 da das ,gesetz ,deutschlands seine ,kraft verlor1 da die ,sittlichkeit sank1 da der ,geist verflachte4 berblicken wir alle ,lnder1 die unmittelbar oder mittelbar vom ,kriege ergriffen sind1 so finden wir berall die gleiche ,entsittlichung in den ,formen der gierigen ,bereicherung1 der ,korruption1 des ,schwindels1 der ,denunziation1 der ,spionage1 der ,bosheit und ,lge4 berall die gleiche ,entgeistigung in den ,formen der ,phrase1 der ,trivialitt1 der ,urteilslosigkeit1 des ,selbstlobes1 des niederen ,massengeschmacks4 ,diesen ,krieg ertrgt die ,erde nicht zum zweitenmal1 wenn sie ihn physisch berstnde1 so ginge sie seelisch zugrunde4 ,doch was bedeutet der nchste ,krieg1 da der gegenwrtige dauert8 ,da in jeder ,stunde1 von ,bruderhand erschlagen1 ,menschen1 unsere ,menschen1 unsere ,brder ihr ,leben verhauchen8 ,was ist aus uns geworden1 da wir das ertragen8 ,wir wollen einen ehrenvollen ,frieden1 und wir werden ihn haben4 ,doch die ,zeit ist gekommen1 da die ,menschheit den ,frevel nicht mehr ertragen darf1 denn heute wei sie1 eingestanden oder nicht3 ,dies ,schlachten kann noch ,jahre1 kann noch ,jahrzehnte fortgehen und wird dennoch das ,angesicht der ,erde nicht ndern1 auer durch ,verwstung4 ,es ist ,zeit4 ,die ,groen und ,mchtigen haben gesprochen und den ,krieg verurteilt4 ,es ist nicht einer1 der ihn verteidigt2 doch sie wissen nicht1 wie sie ihn beenden1 sie glauben1 da ihre ,forderungen zu weit auseinander gehen4 ,es ist ,zeit1 da die ,niederen und ,geringen ihre ,stimme erheben und ,zeugnis ablegen1 denn was in ,jahren geschehen mu1 das kann auch heute sein4 ,so wahr wir fest entschlossen sind1 jeder fr sein ,land zu kmpfen und zu sterben1 solange ein ehrenvoller ,friede uns nicht gewhrt wird1 so wahr wir uns unverbrchlich einordnen in die ,gesetze unseres ,staates und in die ,gefolgschaft unserer ,fhrer1 so wahr ist es unsere menschliche und gttliche ,pflicht1 an jedem neuen ,tage von neuem die ,hand auszustrecken und zu sagen3 ,brder1 lat uns in ,ehren und in ,menschlichkeit uns finden4 ,wahrhaftig3 ,nicht der wird in ,krieg und ,frieden der ,strkere sein1 der selbstgerecht und gekrnkt die ,vershnung abweist1 und nicht der wird1 wenn es sein mu1 sich schlechter schlagen1 der sein ,gewissen entlastet4 ,fr die ,unberhrbarkeit und ,ehre des ,landes1 fr die ,freiheit und den ,lebensraum seiner ,kinder zu streiten1 ist ,gottes ,recht2 wer um ,ruhmsucht und ,eroberung den ,kampf will1 ber den kommt das ,blut der ,unschuldigen4 ,die ,groen haben gesprochen4 ,es ist ,zeit1 da die ,kleinen und ,geringen reden1 bevor die ,steine und die ,grber ihren ,mund auftun4 ,und da ich unter den ,geringen ein ,geringster bin1 so will auch ich meine ,stimme erheben1 so schwach sie ist4 ,so schwach meine ,stimme ist1 es gibt ,pforten1 vor denen ein fallender ,tropfen wie ,erzklang drhnt4 ,auch wenn keines dieser ,bltter in das fremde ,land gert1 so wird mein schwaches ,menschenwort sich seinen ,weg bahnen1 denn die ,sprache1 die aus heiem ,herzen kommt1 bedarf keiner ,laute1 und wenn ihr ,ruf auch nur einem ,herzen begegnet1 so wird er ein ,hagelkorn des ,hasses schmelzen4 ,dereinst aber wird sich die eisige ,saat in ,tau verwandeln4 ,feinde1 ,menschen1 ,brder1 hret6 ,es ist genug4 ,ihr und wir1 wir alle sind mit ,blindheit und ,wahnsinn geschlagen4 ,im blinden ,wahnsinn haben wir eine ,welt zertrmmert4 ,ihr und wir1 wir haben nur einen ,gedanken3 leiden machen4 ,ihr und wir1 wir jubeln1 wenn ,menschen brennend aus den ,lften strzen1 wenn ,menschen in der ,see ersticken1 wenn ,menschen zerrissen und vergiftet sterben1 wenn man sie in ,gefangenschaft treibt4 ,wir lesen bei ,mahlzeiten ,dinge1 von denen der tausendste ,teil uns erstarren machen mte4 ,sind wir noch ,menschen8 ,die vier gttlichen ,elemente1 ,feuer und ,luft1 ,wasser und ,erde haben wir zu ,werkzeugen des ,todes gemacht1 und das gengte nicht1 ,gift und ,hunger holte man zu ,hilfe4 ,aller menschliche ,geist zhlt und rechnet und grbelt3 noch eine neue ,streitmacht1 noch eine neue ,gewalt1 noch eine neue ,todesart4 ,sieben ,millionen sind tot4 ,sieben ,millionen mal in fnfzehnhundert ,tagen hat der rasend gemachte1 gehetzte ,tod ein blhendes1 hilfloses ,menschenherz zerschnitten1 und mit jedem ,schnitt hat er ein zweites liebendes ,herz getroffen4 ,ungezhlt sind die ,krppel1 die ,blinden1 die ,wahnsinnigen und ,gebrochenen2 sie ziehen ber die ,erde und zeugen wider uns und euch4 ,die ,kreuze auf den ,feldern strecken ihre ,arme aus1 die gemordeten ,wlder recken ihre verstmmelten ste1 die ausstzige ,kruste der ,erde1 die zertrommelten ,stdte1 sie blicken auf aus erloschenen ,augen und zeugen wider uns und euch4 ,in ,erdlchern1 in ,schlamm und ,wasser hocken seit vier ,jahren unsere ,brder1 schtzen ihre armen ,leiber gegen giftige ,dnste1 ,eisensplitter und ,bajonette und trachten nach dem ,leben der anderen4 ,dem ,leib der ,erde und der ,vlker ist die ,fruchtbarkeit unterbunden4 ,bleiche ,kinder wachsen auf1 bleiche ,mtter arbeiten in ,fabriken4 ,der ,wohlstand ist gebrochen1 die friedlichen ,gewerbe sind tot1 die ,see ist verdet4 ,was noch geschaffen und geschleppt wird1 sind ,waffen4 ,in den ,stdten aber rast der ,tanz um das ,kalb4 ,inmitten der ,entbehrung prassen ,bereicherte4 ,die ,versuchung wchst1 das ,gewissen betubt sich1 die ,sitte wankt4 ,um die ,erde kreist eine ,gewalt des ,hasses1 wie der ,planet sie niemals trug4 ,noch immer wchst sie1 angefacht durch ,rache1 ,verleumdung1 ,angst und ,verblendung4 ,und doch ist die ,welt nicht bse und nicht schlecht2 sie ist wahnsinnig und blind4 ,jeder glaubt1 der andere wolle ihn vernichten1 und solange jeder das vom anderen glaubt1 bleibt allen nichts brig1 als zu kmpfen4 ,wollte aber jemand auch nur einen ,tag lnger den ,kampf fortsetzen1 als ,unabhngigkeit1 ,unberhrbarkeit und ,lebensraum seines ,landes fordern1 so wre er fr sich allein1 vor ,gott und ,menschen schuldig am ,jammer der ,millionen1 und es wre ihm besser1 da er nie geboren wre4 ,feinde1 ,brder1 es ist ,zeit6 ,es ist sehr spt1 und jede ,minute ttet1 und doch ist noch ,zeit4 ,denn noch ttet jeder von uns in gutem ,glauben1 im ,glauben an den ,vernichtungswillen des anderen4 ,es mag auch wirklich in jedem ,lande einige ,menschen geben1 die vernichten wollen1 ,verblendete1 die glauben1 man msse vom ,tode leben1 vom ,schmerz ,gebrochene1 die nach ,rache schreien1 und1 furchtbar zu sagen1 vielleicht auch ,gewinnschtige und ,machtgierige1 die nach gttlichem ,recht nicht fragen4 ,es gibt auch solche1 die meinen1 das ewige ,gesetz vertrage einen ,aufschub1 wie schlechte ,wechsel1 und solche1 die whnen1 der ,krieg sei ein ,gottesurteil1 der ,gott des ,geistes und der ,wahrheit sitze in ,wolken wie ,zeus auf dem ,berge ,ida und warte1 bis er seine ,feinde in die ,hnde seiner ,lieblinge geben knne1 damit sie mit ihnen verfahren nach ihrer und seiner ,willkr1 und neues ,gesetz und ,recht schaffen4 ,vielleicht glauben das in abgeschwchter ,form auch einige ,staatsmnner1 und denken1 der ,krieg werde mit der ,zeit die ,lage so ndern1 da sie doch noch in aller ,stille einige ,erwerbungen machen knnen2 deshalb scheuen sie sich1 rund heraus zu reden und zu sagen1 was sie verlangen4 ,aber ich schwre euch1 es gibt nicht ein einziges ,volk auf der ,erde1 das die ,vernichtung eines anderen ,volkes will und wollen kann4 ,jedes ,volk wei in seinem inneren ,bewutsein1 da es nur einen ,frieden geben kann und geben wird3 der ,friede1 der in drei oder in zehn oder in zwanzig ,jahren geschlossen werden wird1 ist genau der gleiche ,friede1 der heute geschlossen werden kann und geschlossen werden soll4 ,nur vershnt er nicht mehr lebendige ,vlker und gesunde ,lnder1 sondern arme1 verrohte ,krppel und ,sttten der ,verwstung4 ,prft das1 und wenn es wahr ist1 so sprecht es aus4 ,an dem ,tage aber1 an dem ihr1 ,vlker der ,erde1 das ,wort aussprecht1 das einfache1 klare1 selbstverstndliche ,wort3 ,keinem ,volke soll seine ,unabhngigkeit und sein angestammter ,boden geraubt1 keinem sollen seine ,lebensbedingungen verkrzt werden1 an dem gleichen ,tage ist der ,krieg gebrochen und der ,frieden in eurer ,hand4 ,denn die ,angst der ,vlker vor einander ist erloschen1 es knnen weder ,gruppen noch ,staatsmnner sie neu entfachen1 sie knnen auch nicht mehr durch vieldeutige1 geschftskluge ,forderungen den ,zweifel offen lassen1 ob nicht doch1 unter der ,verhllung von ,sittensprchen der ,angriff auf das ,leben des anderen lauert4 ,welchen ,weg dann die ,staatsmnner whlen1 um die leichte ,aufgabe zu lsen1 wie man zu ,verhandlungen kommt1 ist ganz gleichgltig4 ,der einfachste ,weg scheint mir der beste4 ,es sollte zunchst jeder ,staat fnf ,forderungen nennen1 die er fr die wichtigsten hlt1 dann kann jeder rckfragen nach dem1 was ihm unklar scheint oder was er nicht verstanden hat1 dann soll er antworten4 ,es ist keine ,gefahr1 da die ,antworten unbefriedigend ausfallen4 ,denn wem eine offenkundig ungerechte ,forderung abgelehnt wird1 kann ebensowenig um deswillen den ,krieg fortsetzen1 wie der1 der eine offenkundig gerechte ,forderung ablehnt2 es wrde ein neuer ,krieg mit neuen ,kriegsgrnden sein1 den niemand will4 ,sind aber die ,antworten erteilt1 so mag man entscheiden1 ob eine neue ,reihe schriftlicher ,fragen gestellt oder die mndliche ,verhandlung begonnen werden soll4 ,menschen und ,vlker1 besinnt euch6 ,es geht um eure ,seelen4 ,es wird kein anderer ,frieden ber die ,erde kommen1 als der ,frieden der ,gerechtigkeit und der guten ,gesinnung4 ,wre ein anderer ,frieden erreichbar1 ihr drftet ihn nicht nehmen1 denn er wre kein ,frieden1 sondern ein heimlicher1 vergifteter ,krieg4 ,der gerechte ,frieden1 der ,frieden ,gottes kommt1 wir mgen ihn wollen oder nicht4 ,wollen wir ihn1 so wird er uns geschenkt1 wollen wir ihn nicht1 so wird er uns auferlegt4 ,sind wir seiner wrdig1 so werden wir ihn erleben1 sind wir seiner unwrdig1 so werden ihn auch unsere ,kinder nicht erleben4 ,was der gerechte ,frieden ist1 wissen wir4 ,wissen wir es1 und handeln nicht danach1 so sind alle unsere ,sittensprche ,heuchelei und unser ,gewissen wird am ,tage der ,entscheidung auf uns lasten4 ,wir tragen die ,verantwortung fr eine ,zivilisation und ,kultur1 fr das ,glck und das ,leben der ,millionen4 ,diese ,verantwortung ist die kleinere4 ,wir tragen die ,verantwortung um der ,gerechtigkeit und um unserer ,seelen willen1 diese ,verantwortung ist vor ,gott und ist die grere4 ,die ,seelen der ,erschlagenen stehen auf und fordern von uns ,rechenschaft4 ,sie fordern von uns nicht ,rache1 sondern ,vershnung zur ,ehre ,gottes4 ,brder1 wir wollen einander vergeben1 damit uns miteinander vergeben werde4 ,nicht der ist schwach1 der ,vergebung empfngt1 nicht der ist stark1 der sie zurckweist4 ,vier ,jahre lang haben unsere ,heere zu ,lande1 zu ,wasser und in der ,luft einander standgehalten und sind nicht ermdet4 ,ihre ,taten sind grer als alles ,heldentum der ,sage und ,geschichte4 ,das edelste und stolzeste aber wird es sein von allem1 was dieser alte ,planet erlebt hat und erleben wird1 und ein ,leuchten wird von ihm ausgehen ber das ,weltall1 wenn der ,tag anbricht des groen ,opfers1 der freien1 menschlichen und gttlichen ,vershnung4 ,der ,tag1 an dem wir uns vergeben allen ,ha und allen ,kummer1 alle ,trnen und alle ,wunden1 allen ,tod und alle ,rache4 ,der ,tag1 an dem wir uns die ,hnde reichen1 um gemeinsam die ,wunden zu heilen1 die ,witwen und ,waisen zu trsten1 die ,erde neuaufzubauen4 ,an diesem ,tage sind unsere gefallenen ,brder wahrhaft verherrlicht1 an diesem ,tage ist die ,erde entshnt1 und das ,gottesreich um einen ,schritt der ,welt genhert4 ,charakter ,wir wollen ein groes1 starkes1 freies ,land1 doch eine andere ,gre1 ,strke und ,freiheit1 als die wir kannten4 ,wir wissen1 da ,einrichtungen nicht ,gesinnungen schaffen1 sondern von ihnen geschaffen werden4 ,die ,kruste ist starr1 der ,kern ist bildsam1 wer das ,sichtbare umschaffen will1 der mu den ,mittelpunkt bewegen4 ,von ,gesinnungen und ,einrichtungen1 die kommen werden1 habe ich oft gesprochen4 ,zu euch1 ,freunde1 aber will ich von dem reden1 was in der ,wirkungsreihe noch tiefer liegt4 ,wie entstehen und ndern sich ,gesinnungen8 ,erlebnis wirkt auf ,geist und wandelt ihn4 ,verschieden aber wird von gleichem ,erlebnis verschiedener ,geist bestimmt1 und diese ,verschiedenheit heit ,charakter4 ,wir berschtzen malos die bequeme ,grndlichkeitsmethode des ,historizismus1 weil jeder fleiige ,mensch1 deren es1 ach1 so viele gibt1 sie sich aneignen kann4 ,im ,pragmatischen versagt sie fast immer4 ,wir berschtzen die wirtschaftliche ,methode1 weil sie den ,mut der ,folgerichtigkeit hat1 doch wird sie dem ,geist nicht gerecht1 weil sie ihre ,voraussetzung zum ,ziele macht1 indem sie von der ,wirtschaft kommt und zur ,wirtschaft fhrt4 ,wir unterschtzen die reine ,beobachtung des ,geistes und ,charakters1 weil sie ,einfhlung an ,stelle von ,gelehrsamkeit verlangt2 hier fhlen wir uns nicht sicher und frchten uns unbewut vor den ,ergebnissen4 ,verlangt man von jemand die ,charakterbeschreibung eines ,menschen oder ,volkes1 so wird er mit dem geistigen und seelischen ,besitzstand beginnen4 ,mit ,recht4 ,denn dieser ,besitz an ,werten und ,fhigkeiten entscheidet ber das geistige ,sein1 ber den ,wert der geistigen ,substanz4 ,unserer ,frage jedoch ist es nicht um die ,substanz1 sondern um ihre ,bewegung und ,wandlung1 um das ,schaffen und ,handeln zu tun1 hier entscheidet nicht der intellektuale1 sondern der voluntarische ,charakter4 ,denn auf welcher geistigen und sittlichen ,stufe wir stehen1 wissen wir4 ,wollen wir wissen1 ob und wie wir die nchste ,stufe erreichen1 so mssen wir die bewegenden ,krfte prfen4 ,alle ,form ist sichtbarer ,geist4 ,wo immer wir ,lebensuerungen und ,einrichtungen beobachten1 treffen wir1 sofern wir tief genug schrfen1 auf die ,wurzeln des intellektualen und voluntarischen ,charakters1 ,geist und ,willen4 ,und wenn bei einem so hochstehenden ,volke wie dem unseren1 ,trbungen sich zeigen und nicht weichen wollen1 so mssen wir die ,ursachen in den ,willenskrften aufdecken knnen4 ,nicht in der energetischen ,gre der ,willensstrke1 denn die ist berschssig1 sondern in ,einseitigkeiten der ,richtung1 in unausgeglichener ,aktivitt4 ,die sichtbaren ,mngel unserer ,formen1 ,einrichtungen und ,gesinnungen habe ich in einem ,buch1 das vielen von euch bekannt ist1 geschildert4 ,bei ihnen wollen wir nur so lange verweilen1 bis uns ber die ,einheitlichkeit ihrer ,artung eine ,vorstellung erwacht1 die wir in der ,beobachtung unseres ,charakters wiederfinden4 ,die ,schwchen und ,ungerechtigkeiten unseres wirtschaftlichen und sozialen ,aufbaus sind die gleichen wie in aller brigen ,welt1 sie fordern keine gesonderte ,betrachtung4 ,mit einer ,ausnahme3 der ,aufstieg ist bei uns viel schwerer als anderswo1 denn mit der plutokratischen ,hemmung verbindet sich die der feudal-bureaukratisch-militrischen ,atmosphre4 ,auf die kommen wir zurck4 ,ganz eigenartig1 teilweise nur mit denen sterreichs vergleichbar1 sind unsere politischen ,schwchen1 die wir diesmal nur flchtig streifen wollen4 ,die ,regierung3 ein ,aufbau unglaublicher innerer ,komplikation1 ,reibung und ,hemmung4 ,vollkommene ,unmglichkeit einer ,fernpolitik1 eines ,verfgens auf lange ,sicht1 das im ,wettbewerb der ,vlker entscheidet2 denn der ,staatsmann ist eingespannt in ein neunzigfaches ,veto1 dem kein ,jubeo entgegensteht4 ,er mu paktieren mit ,hfen1 ,kirchen1 ,bundesstaaten1 verbndeten ,mchten1 drei ,kabinetten1 zwei ,reihen von unbekannten ,kollegen1 einem entrckten ,kanzler1 seinen eigenen ,rten1 mehreren ,parlamenten und zahlreichen ,kommissionen1 ,parteien1 ,einzelabgeordneten1 ,gewerbevertretungen1 ,interessenvertretungen1 ,einzelinteressenten4 ,jeder kann ihn strzen1 keiner hlt ihn4 ,er kann froh sein1 wenn er ein paar ,jahre laviert1 paktiert und verwaltet hat4 ,an ,weitsichtiges kann er sich zur ,not auf technischen ,gebieten wagen1 die niemand interessieren1 oder die niemand versteht4 ,man wendet ein1 da ,bismarck mit diesem ,system ein ,menschenalter regiert hat3 er besa neben seiner ,genialitt einen ,talisman1 den er erst am ,tage seiner ,absetzung verlor3 die ,unabsetzbarkeit4 ,warum das8 ,weil wir ein halbkonstitutioneller ,staat sind4 ,ein ,staat1 in welchem mit ,hilfe einer beamteten ,gelehrsamkeit alles ,historische und berlieferte nach ,krften erhalten wird1 weil es historisch und berliefert ist4 ,ein ,staat1 in welchem die ,worte ,volk und ,demokratie vor dem ,kriege verpnt waren4 ,ein ,staat1 in welchem viele ,sonderrechte bestehen und niemand eines aufzugeben braucht1 weil niemand es verlangt4 ,ein ,staat1 in welchem seit ,jahrhunderten niemand regiert1 der nicht als ,angehriger oder ,assimilant des militrischen ,feudalismus1 des feudalisierten ,bureaukratismus oder des feudalisierten1 militarisierten und bureaukratisierten ,plutokratismus auftritt4 ,ein ,staat1 in welchem mit ,hilfe der so bezeichneten ,atmosphre1 verschrft durch dauernde politische1 kirchliche und militrische ,fhrungskontrolle1 eine ,auslese der ,begabungen stattfindet1 die man als ,gegenauslese bezeichnen kann4 ,ein ,staat1 in welchem das ,grobrgertum sich vorwiegend von der ,politik fernhlt1 es sei denn da1 wo ,erwerbsinteressen berhrt werden1 oder wo ,beziehungen zu gewinnen oder zu erhalten sind4 ,das mittlere ,brgertum folgt zu einem ,drittel der ,kirche1 zu einem ,drittel der kontrollierenden ,autoritt1 zu einem ,drittel ist es in ,opposition4 ,die beiden groen ,parlamente sind tief reformbedrftig4 ,die ,reform dieser ,parlamente1 zumal des ,reichstages1 ist weit notwendiger und dringender als die der ,regierung4 ,gewhlt sind sie auf ,grund eines verwerflichen und eines geometrisch verflschten ,wahlverfahrens4 ,ihre geistige ,hhenlinie liegt weit tiefer1 als ein geistig hochentwickeltes ,volk sie von sich verlangen kann4 berwiegend bestehen sie aus ,ortsgren und ,vertretern von ,interessentenvereinigungen4 ,schpferische ,staatsmnner finden sich kaum4 ,ihre ,ttigkeit ist vorwiegend ,abnderung1 vielfach ,verschlechterung von ,regierungsvorlagen1 und ,kritik4 ,eigene ,initiative ist selten1 geschieht sie1 so wird sie meist schnell bereut4 ,routinierte ,staatsleute werden nach bestimmten ,behandlungsregeln leicht mit den ,parlamenten fertig1 auch in erregten ,sitzungen4 ,fr die ,machtlosigkeit der ,parlamente entschdigen sich die ,kommissionen und die gewandteren ,abgeordneten durch offizielle ,rcksichten1 die man ihnen gewhrt4 ,wrden unsere ,parlamente heute vor die ,aufgabe gestellt1 ,koalitionsministerien zu schaffen1 so wren sie ratlos2 sie wissen selbst1 da ihre ,minister sich nicht mit denen der ,bureaukratie wrden messen knnen4 ,alles in allem kann man sagen3 es wrde ohne unsere ,parlamente ebensogut oder besser regiert werden1 als mit ihnen4 ,dereinst sollen sie die ,schule des ,staatsmannes1 die ,quelle der ,auslese1 die ,trger der ,verantwortung werden4 ,heute sind sie bestenfalls das kleinere von zwei beln4 ,woher kommt das8 ,die ,grnde sind die gleichen1 wie die1 welche die ,regierung lhmen4 ,halbkonstitutionelles ,system1 daher parlamentarische ,machtlosigkeit1 daher parlamentarische ,interessenlosigkeit1 daher parlamentarische ,unzulnglichkeit1 daher ,unmglichkeit1 dem ,parlament grere ,verantwortung zu gewhren1 daher halbkonstitutionelles ,system4 ,den ,zirkel knnte nur das ,volk zerschneiden1 doch es ist unpolitisch1 parlamentsmde1 noch bevor es ein echtes ,parlament kennengelernt hat1 indolent1 durch gelehrte ,theorien1 ,schlagworte und ,beeinflussung kopfscheu gemacht4 ,die grte ,verwirrung aber stiftet der angebliche ,gegenbegriff ,autokratie und ,demokratie4 ,bismarck hat den bourgeoisen ,liberalismus vernichtet1 das war sein ,recht2 er hat ihn berdies derart diskreditiert1 da er fast mit dem ,makel der ,unehrlichkeit behaftet wurde1 das war sein ,unrecht4 ,machte ,liberalismus den ,menschen gewissermaen gesellschaftsunfhig und ungeeignet1 ein besseres ,amt zu bekleiden1 so war ,demokratismus offenkundige ,auflehnung gegen die gottgewollte ,obrigkeit und ,abhngigkeit2 und so erscheint er den meisten noch heute4 ,man denkt an ,pbelherrschaft und ,kommunismus und kommt sich klug vor1 wenn man beobachtet1 da selbst in ,republiken eigentlich autokratisch regiert wird4 ,autokratisch soll berall regiert werden1 jede andere als die autokratische ,regierung ist machtlos und unfhig4 ,autokratie und ,demokratie sind nicht ,gegenstze1 die sich ausschlieen2 im ,gegenteil1 nur durch ,vereinigung kommen sie zur ,wirkung4 ,nur auf demokratischer ,grundlage kann und darf autokratisch regiert werden1 nur mit autokratischem berbau ist ,demokratie gerechtfertigt4 ,in allen ,zeiten haben ,personen regiert1 nicht ,krperschaften und ,massen4 ,regieren aber ist ,kunst1 sie kann nur gebt werden1 wenn der schaffende ,mensch ungestrt1 unbehelligt1 vom ,vertrauen getragen bleibt4 ,regiert er ohne ,vertrauen1 durch ,macht1 so ist er ,despot1 regiert er ohne ,vertrauen1 kontrolliert1 behelligt und gehemmt1 so ist er ,stmper4 ,vertrauen macht ,autokratie mglich1 ,demokratie macht ,vertrauen mglich4 ,vertrauen schenkt man dem1 den man kennt und will1 nicht dem1 der ernannt wird4 ,wohl kann auch der ,ernannte sich ,vertrauen erwerben2 bis er es hat1 ist er tot1 zum mindesten verbraucht4 ,das ,vertrauen zum ,erwhlten mu und soll nicht ewig whren2 endet es1 so tritt er ab1 ein anderer richtet den ,weg wieder gerade1 renkt die ,fehler ein1 und nach einer ,zeit mag der erste wiederkommen4 ,durch den ,begriff des ,vertrauens1 womit nicht der plumpe ,kredit brgerlicher ,unbescholtenheit1 sondern geistiges ,vertrauen gemeint ist1 verbindet sich ,demokratie und ,autokratie zur einzigen politischen ,form1 die groer ,verantwortung gewachsen ist4 ,dies wissen wir nicht1 verhhnen den demokratischen ,autokratismus1 stellen ihm die demokratische ,wahlform eines machtlosen ,parlaments gegenber und machen aus unverhohlenem ,mitrauen durch stets verschrfte ,kontrollen den uns auferlegten ,staatsmnnern das an sich unmgliche ,leben noch unmglicher4 ,bevor wir nun der ,frage antworten1 welche unserer ,charaktereigenschaften unser politisches ,leben verwirrt und uns den ,aufstieg zu neuer ,gesinnung erschwert1 sei eine ,bemerkung eingeschaltet1 die unser neueres ,verhltnis zur ,beobachtung eigener und fremder ,charakterzge betrifft4 ,mag man sich zum ,kriege stellen1 wie man will2 unvergelich bleiben jene ,augusttage auch fr den1 der hinter den ,jubelchren ,schatten aufsteigen sah4 ,bald wurde auch manchem anderen der falsche ,ton vernehmlich1 der in der herrlichen ,begeisterung der ,jungen1 in der brderlichen ,opferfreude der lteren anfnglich verklungen war4 ,bald wurde fhlbar1 es gab auch solche1 die von dem groen ,ereignis eigene ,vorteile hofften1 sei es fr die alte1 sei es fr eine neue ,laufbahn1 sei es fr geschftliche1 sei es fr politische ,sonderstrebungen2 es gab auch beabsichtigten und interessierten ,enthusiasmus4 ,whrend drauen die ersten und herrlichsten ,taten geschahen1 whrend die erste1 heieste ,hingabe der ,heimat1 zumal der ,frauen1 die ,herzen erwrmte1 regten sich die ersten ,heimkrieger1 ,kriegsspekulanten und ,raffer4 ,whrend das ,volk an den ,fronten diszipliniert1 daheim organisiert wurde1 verebbte der ,geist4 ,nie hatte es ein derartiges ,absinken der geistigen ,ebene ,europas in so kurzer ,zeit gegeben4 ,das ,denken der ,gebildeten verschmolz mit dem der ,massen zu aufgeregter1 unduldsamer ,suggestion1 die jede ,prfung und ,besinnung verpnte1 das ,ungereimteste1 ,widersinnigste1 ,gehssigste wurde ausgesprengt1 geglaubt1 geurteilt1 vorausgesagt1 und jeder verfolgt1 der nicht einzustimmen schien4 ,ja1 eine ,tendenz trat auf1 die man nicht anders als die ,rankne des ,ungeistes benennen kann1 und die sich1 unausgesprochen1 folgendermaen zu uern schien3 ,zu lange haben wir die verstiegenen ,dinge1 die sich geistig und knstlerisch nannten1 die niemand von uns verstand1 und die uns mifielen1 gegen uns gelten lassen mssen4 ,das hat jetzt ein ,ende4 ,wozu seid ihr ,geistigen da8 ,jetzt herrscht der ,arm1 und der wird euch zeigen1 da er die ,welt bezwingt4 ,verkriecht euch1 jetzt wollen wir lesen1 sehen und hren1 was wir verstehen1 und was uns freut4 ,und wirklich1 bis in die ,auslagen der ,lden drang der gut brgerliche ,geschmack1 der ,tonzwerg- und ,pfeifenkopfhumor1 in den ,unterhaltungsbeilagen der ,bltter las man ,geschichten vom treuen ,spitz und klugen ,elschen1 und im ,parlament stimmte man einem ,redner zu1 der die fnfhundertste ,auffhrung einer rhrenden ,operette als ,wiederkehr der ,unschuld und ,harmlosigkeit pries4 ,in dieser ,atmosphre begannen die ,massenurteile ber fremden und eigenen ,volkscharakter4 ,einem leidenden und erbitterten ,volke ist es nicht zu verbeln1 wenn es von feindlichen ,rnken und ,greueln hrt1 die in ,millionenheeren nicht ausbleiben knnen1 da es sich in leidenschaftlicher ,verallgemeinerung dem entrsteten ,hasse hingibt2 und dieser ,ha wtet in der ,heimat noch rckhaltloser als im ,felde1 wo ritterliche ,anerkennung feindlicher ,tapferkeit ihm entgegenwirkt4 ,in solchen ,zeiten sollte der ,gebildete sich dreierlei vor ,augen halten1 wenn er nach allgemeinem ,urteil strebt4 ,erstens4 ,ein ,volk ist ein kollektiver ,geist1 der von auen betrachtet1 anders wirkt als die ,summe der ,einzelgeister4 ,solange die ,vlker nahezu anarchisch1 nach ,raubtierart leben1 mu jedes ,volk1 das gut geleitet und zielbewut seine ,interessen vertritt1 nach auen raubtierhaft erscheinen1 ohne da seine ,glieder ,raubtiere zu sein brauchen4 ,erscheint es nach auen gutmtig1 freundlich1 dankbar1 gefhlvoll1 so ist das kein ,beweis fr derartige ,eigenschaften seiner ,glieder1 sondern ein ,beweis von politischer ,schwche und schlechter ,leitung4 ,der anarchische ,zustand soll und wird aufhren2 dann werden die ,vlker als kollektive ,gebilde das ,recht und die ,pflicht haben1 nach auen menschenhnlich und sittlich zu erscheinen4 ,solange man den anarchischen ,zustand1 die gerstete ,feindschaft aufrechterhlt1 somit will1 soll man sich nicht damit brsten1 wenn man nicht den ,willen1 die ,kraft oder den ,erfolg der vereinbarten ,brutalitt besitzt1 und soll nicht den verurteilen1 der die ,folgen zieht4 ,ein guter ,schachspieler wird seinem ,partner nicht das ,brett um den ,kopf schlagen1 mit der ,begrndung1 der andere habe ihm in hinterlistiger ,weise seine ,dame genommen oder seinen ,knig eingekreist4 ,leider sind beim anarchischen ,zustande der ,staaten fast alle ,mittel im ,frieden und ,kriege erlaubt4 ,das darber hinausgehende ,unrecht fllt jedoch meistens einzelnen1 selten der ,gesamtheit zur ,last4 ,schlimm ist es freilich1 da die ,gemeinschaft sich fast immer bestimmen lt1 das ,einzelunrecht zu entschuldigen2 das liegt in der ,regel an der ,einseitigkeit der ,berichterstattung und der ,schwierigkeit der ,nachprfung4 ,zweitens4 ,die ,charaktere der ,kulturvlker sind hnlicher als man glaubt4 ,in jedem ,volke gibt es ,heilige und ,snder1 ,seelenhafte und ,seelenlose1 ,helden und ,feiglinge1 ,idealisten und ,krmer1 ,mrtyrer und ,mrder1 in allen fast in der gleichen ,mischung4 ,weit verschiedener als die ,vlker untereinander sind die ,schichten innerhalb ein und desselben ,volkes4 ,die meisten ,vergleiche populrer ,psychologie haben den ,fehler1 da man ungleichartige ,schichten verglichen hat2 unwillkrlich whlt man bei sich selbst die hhere1 beim anderen die tiefere ,schicht zum ,vergleich4 ,so entstehen jene grauenhaft trivialen1 grundfalschen ,populrurteile1 die mehr als alles andere dazu beigetragen haben1 die ,vlker zu entzweien4 ,drittens4 ,psychologisches ,urteil lt sich nicht erlernen4 ,es ist nicht ,sache der ,wissenschaft1 noch weniger der brgerlichen ,beobachtung1 sondern der ,einfhlung4 ,ein ,gelehrter1 der ,literatur1 ,kultur oder ,verfassung eines ,volkes studiert1 kann wertvolle ,einzelzge vereinigen1 dasselbe kann ein gereifter ,brger1 der irgendwo gelebt und gute oder schlechte ,geschfte gemacht hat2 das ,einfhlen in die ,natur eines einzelnen1 das viel schwierigere ,einfhlen in die ,natur eines ,volkes fordert intuitive1 ja dichterische ,begabung4 ,von solcher ,vorsicht des ,urteils waren unsere ,gebildeten weit entfernt1 und viele der ,gebildeten unter unseren ,gegnern sind es noch heute4 ,von ,geschftsreisenden1 ,berichterstattern und ,stubengelehrten lieen wir uns mehr erzhlen als ntig war1 selten wurde ein berufener ,beurteiler gehrt1 viele wollten oder muten schweigen4 ,so war die ,stimmung vorbereitet fr das beschmendste und undeutscheste1 was in diesem ,kriege geschah1 die malose1 schamlose ,ausschttung des ,selbstlobes4 ,nichts hat so sehr zur ,entsittlichung des ,landes1 zur ,miachtung des ,gesetzes1 zur berempfindlichkeit der ,stimmung beigetragen als die langandauernde tgliche ,selbstverherrlichung4 ,denn was brauchte ein ,volk von sich zu verlangen1 was sich zu versagen1 dem ,gott allein1 vor allen anderen1 smtliche ,tugenden und ,begabungen verliehen hatte8 ,nur wir waren treu und bescheiden1 nur wir waren tapfer und hingebend1 nur wir waren tief und genial1 sittlich und heldenhaft1 glubig und seherisch4 ,alle anderen waren vor ,gott und ,menschen verworfen4 ,warum ,gott die brigen so unzulnglich geschaffen hatte8 ,offenbar nur1 um uns zu verherrlichen4 ,wir waren das auserwhlte ,volk1 gesandt1 um allen ,vlkern das ,licht zu bringen1 und alle zu beherrschen4 ,es hat ein ,volk gegeben1 das sich das auserwhlte genannt hat4 ,es war kein schlechtes ,volk1 es hat der ,welt die ,offenbarung1 viele ,propheten und ein herrliches ,buch gebracht4 ,wegen seines verruchten ,stolzes auf ,auserwhltheit aber ist es in die vier ,winde zerstreut worden1 seine ,kinder haben zweitausend ,jahre in ,blut und ,trnen gebt1 und ihrer ,bue und ,trnen ist noch heute kein ,ende4 ,gott verhte1 da auf unser deutsches ,volk dieser ,frevel falle4 ,wir sind kein auserwhltes ,volk und wollen es nicht sein4 ,wir sind ein junges ,volk und haben dennoch eine alte1 herrliche ,vergangenheit4 ,auf unserem ,boden sind groe ,helden erwachsen1 die hchsten ,dichter und ,philosophen der neuen ,zeit haben ihn betreten4 ,die ,musik der ,welt ist auf deutschem ,boden erstanden4 ,wir sind ein junges ,volk4 ,vielleicht keiner von uns stammt unvermischt von taciteischen ,germanen1 wenige entstammen der ,oberschicht1 die den deutschen ,geist und die deutsche ,geschichte geschaffen hat2 die meisten sind ,kinder der namenlosen1 unhistorischen unfreien ,unterschicht1 von der die ,wissenschaft nichts wei2 viele sind zugewandert4 ,wir sind jung und wissen wenig von uns4 ,wir wissen1 da sich unsere ,jungen gut schlagen4 ,wir wissen1 da wir organisierbar und disziplinierbar sind1 da wir uns in die mechanisierte ,welt vollkommen eingefgt und sie vorwrts gebracht haben4 ,wir haben eine gewaltige ,wissenschaft und eine bedeutende ,technik4 ,seit dem ,ende jener groen ,umschichtung1 seit hundert ,jahren1 sind uns hchste ,geister nur sprlich erstanden4 ,doch fhlen wir uns als die ,erben und geistigen ,nachkommen jener ,groen1 weil wir sie begreifen1 in uns tragen und verehren4 ,wir drfen hoffen1 da etwas ,verwandtes in uns lebt und sich immer wieder verkrpern wird4 ,wir ringen um die ,form unseres ,lebens1 unseres ,geistes und unseres ,staates4 ,vor allem3 wir blicken uns in die ,augen und fhlen das herzliche ,vertrauen vom einen zum anderen1 zum guten ,willen und zur reinen ,kraft2 wir blicken in die lieben ,augen unserer ,frauen und fhlen die blhende ,wrme des ,lebens und die gesegnete ,verheiung der ,zukunft4 ,eines freilich haben wir vor allen anderen ,vlkern voraus1 eines1 das keine ,ruhmredigkeit gestattet und keinen ,neid herausfordert3 die ,hrte und ,schwere der metaphysischen ,pflicht4 ,deshalb ist uns der ,blick nach innen und nach oben gegeben1 das ,streben zur ,sache1 zu den ,dingen und zur ,wahrheit3 damit wir das ,nahe und das ,ferne erfassen und begreifen1 damit wir die ,dinge in ihrer ,beziehung zum ,kosmos erfhlen1 damit wir hchste ,gerechtigkeit ben1 uns selbst hrter prfen als alle anderen1 und das schwerste von uns verlangen4 ,und deshalb ist uns harter ,boden1 harter ,himmel und hartes ,leben gesetzt1 damit wir nie erlahmen1 im schwersten ,dienst den gttlichen ,geist zu verherrlichen4 ,leichtes ,leben1 leichte ,freude und leichtes ,urteil1 das anderen freisteht1 ziemt uns nicht4 ,wenn wir die ,gnade der bitteren ,verantwortung1 die auf uns gelegt ist1 voll erfassen1 so werden wir die dankbarsten aller ,menschen und im ,stolze des hchsten ,dienstes die demtigsten sein4 ,so sind wir zur ,selbstprfung unseres ,charakters zurckgekehrt und haben die ,hrte der ,unerbittlichkeit gewonnen4 ,mit ihr die uere ,furchtlosigkeit des ,bekenntnisses4 ,wehe dem1 der die innerlichen ,momente des leiblichen oder geistigen ,lebens eines ,menschen belauert und belauscht1 um seiner zu spotten oder gegen ihn zu zeugen4 ,er hat das ,recht des ,zeugens und des ,zeugnisses verwirkt1 sein eigener ,hohn schleudert ihn und die seinen herab von der ,stufe1 auf der nach hohem ,mae sittlich gewertet wird4 ,was wir zu bekennen haben1 ist nichts ,neues und nichts bermig ,schweres4 ,unsere ,besten haben es uns oft gesagt1 bald spottend1 bald schmhend2 was sie uns nicht gesagt haben1 und was wir selbst uns sagen mssen1 das sind die unabsehbaren ,folgen und ,gefahren einer einzigen wesentlichen ,schwche unseres voluntarischen ,charakters4 ,uns ,deutschen fehlt das persnliche ,unabhngigkeitsgefhl1 wir neigen zur gewollten ,abhngigkeit4 ,verwechseln wir nicht ,unabhngigkeit mit ,zuchtlosigkeit1 vermengen wir nicht ,abhngigkeit und ,treue4 ,ein ,mann soll ,zucht halten und ,zucht ben1 denn der ,kosmos ist eine ,ordnung1 nach seiner ,idee hat jedes ,glied zu tragen und zu lasten1 zu leisten und zu leiten4 ,die ,zucht huldigt der ,idee1 nicht ihrem ,organ1 der ,gewalt2 als ,freie sollen wir nicht ,machthabern gehren und gehorchen1 sondern uns geordneter1 gewollter ,fhrung anvertrauen und hingeben4 ,von trauen kommt ,treue1 sie ist das freiwillige1 berzeugte1 unverbrchliche ,geschenk des ,vertrauens4 ,erzwungene ,treue ist ein begrifflicher ,widerspruch2 erzwungen werden kann ,unterwerfung2 ,treue1 die hchste irdische ,pflicht1 ruht auf ,freiheit und ,wahrhaftigkeit4 ,das bedeutet nun freilich nicht1 da ein jeder sich nach ,willkr die ,bindungen auserwhlen kann1 welche er auf sich nehmen will1 und welche nicht4 ,ein bestehender ,staat1 eine geordnete ,gesellschaft1 vor allem eine wirkende ,heeresmacht1 legt ,bindungen auf1 die nach der ,ordnung der ,gesetze so unverbrchlich sind1 wie hchste irdische ,pflicht es nur sein kann4 ,somit ist jede ,frage der ,unterwerfung unter rechtskrftiges ,gesetz und seine ,ausbung der ,errterung entzogen4 ,etwas anderes aber ist es1 welche ,bindung und ,bindungsform man will und welche man nicht will1 ob man dazu neigt1 sich in auferlegte ,bindung zu strzen oder sich zu selbstgewollter ,bindung zu fgen1 ob man neigt1 sich an ,macht1 ,gewalt und ihre ,besitzer hinzugeben1 oder der ,idee1 ihrer ,verkrperung und ihren ,trgern zu folgen1 ob man der ,person oder der ,sache gehrt1 ob man pariert oder dient1 ob man ein ,diener oder ein ,dienender ist4 ,vor allem1 ob man unter vorsorglicher ,htung und ,hegung zu leben wnscht1 oder ob man gewillt ist1 ,verantwortung zu tragen und zu fordern4 ,sicherlich hat unser schnes ,erbe der ,sachlichkeit dazu beigetragen1 da wir uns niemals lange fragten1 ob1 mit welchem ,recht1 in welcher ,form1 und zu welchem ,zweck eine ,sache uns auferlegt wurde1 wenn sie nur ordentlich erfllt wurde2 da wir jedes ererbte ,abhngigkeitsverhltnis mit alleiniger ,ausnahme allzu ausgesprochener ,fremdherrschaft willig hinnahmen4 ,doch tuschen wir uns nicht3 der ,zug zur ,abhngigkeit ist ein ,erbteil nicht des alten ,germanentums1 das bei hchster ,treue von hchstem ,unabhngigkeitsdrang1 ,trotz und ,eigenwillen war1 sondern der unfreien1 dienstgewohnten und verngsteten ,unterschichten1 die allzulange1 vor allem im mittleren und stlichen ,teile des ,landes1 die ,masse der ,bevlkerung bildete4 ,noch im #ah4 ,jahrhundert galten hier die ,sinnbilder der ,untertnigkeit3 ,saumku und ,peitsche1 und der ,adel nannte seine ,hintersassen die ,kanaille4 ,der ,vergleich des deutschen ,halbslawen mit dem stammesreineren ,friesen1 ,westfalen1 ,franken und ,schwaben weist die ,abstufung des ,abhngigkeitssinnes in ,charakter und ,lebensform4 ,nicht nur der einzelne1 auch ein ,volk bedarf der ,kinderstube4 ,die heroische und geistige ,vergangenheit einer ,oberschicht hat nicht immer die ,wirkung eines ,vorbildes2 sie kann bei hinreichender ,entfremdung umgekehrt1 nmlich distanzierend wirken1 indem die ,herren alle ,ehren fr sich verlangen4 ,es scheint unbegreiflich und ist es nicht1 da wir uns der ,eigenart unseres ,abhngigkeitsdranges so gar nicht bewut sind1 und da wir seine sichtbarsten ,folgen1 die ,unselbstndigkeit unseres staatlichen ,lebens1 die militrisch-feudale1 die bureaukratische1 die plutokratische ,bindung1 das ,vorgesetzten- und ,subordinationswesen des brgerlichen ,lebens1 den schroffen und zurechtweisenden ,verkehrston1 das umspannende ,netz der ,verordnungen und ,verbote1 die ,bevorzugung der ,stnde1 die zopfigen ,ungleichheiten und ,unfreundlichkeiten amtlicher ,behandlung1 die ,ansprche der ,besitzer und ,interessenten so gar nicht empfinden4 ,es fehlen uns die ,vergleiche4 ,vorhaltungen ,fremder1 die berdies in gehssiger ,form und falscher ,formulierung gemacht zu werden pflegen1 lehnen wir mit ,recht ab4 ,doch unsere ,auswanderer der letzten ,menschenalter sind nicht heimgekehrt1 sicher nicht aus ,mangel an ,heimatsliebe1 oder aus ,liebe zur ,fremde1 oder aus ,geldgier4 ,sie konnten sich in die ,atmosphre nicht mehr finden1 nachdem sie ihnen durch ,vergleich bewut geworden war4 ,auf hherer ,geistesebene kann der ,abhngigkeitsdrang1 wie jede menschliche ,schwche1 an gewisse ,tugenden grenzen4 ,man rhmt unsere ,organisation1 besser gesagt1 unsere ,organisierbarkeit1 ,pnktlichkeit und ,disziplin4 ,man kann sich bei uns auf alles verlassen4 ,was befohlen ist1 geschieht4 ,was eingebt ist1 klappt4 ,was geordnet ist1 stimmt4 ,das ist gut und soll so bleiben4 ,doch es ist nicht gleichgltig1 um welchen ,preis das letzte ,prozent der ,genauigkeit erkauft ist4 ,eine einzige schpferische ,idee kann um das tausendfache jede disziplinierte ,gewhnung bertreffen4 ,unfreiheit auf allen ,lebensgebieten rechtfertigt kein ,hhepunkt der ,przision4 ,selbst wenn nationale ,monopolstellungen1 etwa auf dem ,gebiet des ,militarismus1 durch hundertjhrige berdisziplinierung eines ,volkes erlangt werden knnten1 wre es bedenklich1 sie zu erstreben2 doch gerade der ,krieg hat gezeigt1 da solche ,sondervorteile nicht bestehen4 ,schon auf dieser hheren ,ebene beginnen jedoch offenkundige ,gefahren4 ,abhngigkeitsgefhl1 auf ,geistiges bertragen1 bedeutet ,autorittsglauben1 ,autorittsberschtzung1 ,haften an berlieferung1 an herkmmlichen ,denkreihen und ,methoden4 ,in der ,wissenschaft hetzen wir den ,entwicklungsbegriff und den ,historismus zu ,tode4 ,wir wagen keinem ,gegenstand unbefangen ins ,auge zu sehen1 ihn zu werten und auszuschpfen2 wir wollen alles hinten herum ber ihn1 seine ,vergangenheit1 ,sippschaft1 ,umstnde und ,analogien erfahren1 verlieren alle ,naivitt1 und mssen ihn jedesmal1 nachdem wir ihn gutwillig oder mit ,gewalt logisch gemacht haben1 am ,ende schlechterdings billigen4 ,wir wissen alles1 um alles beim alten zu lassen4 ,die amtliche ,wissenschaft ist1 nchst dem ,interessenten1 unsere konservative ,kraft4 ,die ,verfolgung jeder ,originalitt1 sofern sie jnger ist als ein ,menschenalter1 scheint ihr geboten4 ,in der ,verwaltung haften wir an der ,tradition4 ,eingestanden oder nicht3 ,man sehnt das ,vorbild des alten ,preuen zurck1 eines landwirtschaftlichen1 unmechanisierten ,mittelstaats1 der nach ,art einer groen ,gutsherrschaft vom ,eigentmer mit ,hilfe einiger ,kabinette verwaltet werden konnte4 ,die ,bewegungsfreiheit der ,ressorts in jeder ,frage weittragender ,politik habe ich geschildert2 noch nie hat meines ,wissens einer der ,beteiligten1 mit ,ausnahme ,bismarcks1 sie offen gergt2 man betrachtet diese ,abhngigkeit als ebenso gottgewollt1 wie die der ,fhrung1 der ,anschauung1 der ,atmosphre4 ,in der ,politik wird grere ,unabhngigkeit von einzelnen ,parteien programmatisch erstrebt4 ,in der ,praxis wrde man erschrecken1 wenn sie gewhrt wrde4 ,ob ein parlamentarisches ,ministerium berhaupt von den bestimmenden ,personen zustande gebracht werden knnte1 ist fraglich4 ,man wrde vorziehen1 die ,verantwortung in gewohnter ,weise bernommen zu sehen1 und allenfalls es nicht bel vermerken1 den eigenen ,namen auf der ,liste zu finden4 ber die ,abhngigkeit von zwei ,herrenkasten1 der militarisch-feudalen und der bureaukratischen sowie von der emporgedrungenen plutokratischen ,schicht1 die sich gegenwrtig durch den ,zutritt der ,kriegsgewinner verstrkt1 ist nichts weiter zu sagen4 ,das seltsamste ,abhngigkeitsbedrfnis auf hherer ,ebene ist das gesellschaftliche1 das sich im ,grobrgertum auswirkt4 ,militr und ,beamtenschaft unterstehen einer ,fhrungs- und ,herkunftskontrolle4 ,das gehobene ,brgertum will sie nicht entbehren4 ,der innere ,grund ist vermutlich der3 ,da das gesellschaftliche ,vorbild einer ,aristokratie fr allgemeine ,haltung und ,lebensform fehlte und der junge ,reichtum zu massenhaft aufscho1 um ein ,patriziat zu bilden1 verlangte man nach ,legitimation4 ,diesem ,bedrfnis kam der ,staat1 halb unbewut1 halb humorvoll berechnend entgegen4 ,es gibt in ,deutschland der ,schtzung nach mehrere tausend ,titulaturen1 ,rangstufen und ,auszeichnungen4 ,viele wurden dem ,brgertum zugnglich1 und man konnte es dem ,staat nicht verbeln1 ja man sah vielfach eine erwnschte ,verbriefung darin1 da eine milde ,kontrolle der ,herkunft und der ,fhrung1 eine entschiedenere der politischen ,gesinnung an die ,verleihung geknpft wurde4 ,der ,vorteil war offenkundig3 ,hatte ein mittlerer ,industrieller dreiigtausend ,mark fr ,kirchenbauten gestiftet und kurz darauf die ,wrde eines ,kniglichen ,kommerzienrates erhalten1 so war es ihm und den ,seinen eine ,befriedigung1 da eine ,prfung seiner persnlichen und geschftlichen ,verhltnisse vorausgegangen1 und somit auch nach auen der ,beweis erbracht war1 da die nackte materielle ,leistung allenfalls den ,anla1 keinesfalls den ,grund seiner brgerlichen ,erhhung ausmachte4 ,es ist fraglich1 ob die herrschenden ,staatsmchte sich bewut sind1 welch ungemessenen ,gesinnungseinflu die selbstgewhlte ,fhrungsabhngigkeit des hheren ,brgertums ihnen gewhrt4 ,unter ,hunderttausenden von brgerlich oder militrisch ,begnstigten findet sich kaum ein ,sozialdemokrat2 im militrischen ,verhltnis wurde vor dem ,kriege ausgesprochener ,liberalismus nicht geduldet1 im brgerlichen ,verhltnis war er selten4 ,zieht man die ,wirkung auf ,anhang und ,gefolgschaft in ,betracht1 so ergibt sich1 da die als lliche und gutartige ,schwche verspottete ,titelsucht der ,deutschen eine der ernstesten politischen ,realitten bedeutet3 nmlich den ,verzicht eines bedeutenden ,teils der brgerlichen ,intelligenz auf politische ,unabhngigkeit4 ,um ,unabhngigkeitsdrang zu suchen1 wenden wir uns von den brgerlichen ,schichten zu den ,organisationen des ,proletariats1 und finden die ,abhngigkeitssucht in ihren vier schroffsten ,formen3 ,abhngigkeit vom wissenschaftlichen ,dogma1 ,abhngigkeit der ,massen von den ,fhrern1 ,abhngigkeit der ,massen von der selbstgeschaffenen ,atmosphre1 ,abhngigkeit der ,fhrer von den ,massen4 ,kme ,christus wieder und verstiee wider das ,programm der ,schriftgelehrten1 so wre er in der ,parteiversammlung nicht sicherer als anderswo4 ,alle ,selbstndigkeit und ,unabhngigkeit hat sich ins ,wirtschaftsleben geflchtet4 ,dort herrscht sie jedoch nicht aus starkem ,charakter und unbeugsamer berzeugung1 sondern im ,dienste des ,kampfes um mein und dein4 ,schlimm genug3 ,unabhngig und mannstolz knnen wir sein1 wenn es sich lohnt4 ,um einer ,million willen lohnt es1 um lumpiger ,ideale willen lohnt es nicht4 ,der ,unabhngigkeitsdrang der ,gewerbe1 der einzige1 den wir haben1 und der einzige1 der gezgelt sein sollte1 verbunden mit einer unerhrten ,schulung im geschftspolitischen und dialektischen ,gebaren entwickelt sich zu unserer schwersten inneren ,gefahr4 ,wenn der ,generalsekretr des ,allgemeinen ,deutschen ,verbandes zur ,wahrung der ,interessen smtlicher ,zweige der ausgestopften ,vogel-,industrie 7,abgekrzt3 ,a4 ,d4 ,v4 z4 ,w4 d4 ,i4 s4 ,z4 d4 a4 ,v4 ,i471 blendende ,erscheinung1 sonor und formgewandt1 von der ,tribne die ,bedeutung der ihm anvertrauten ,interessen erlutert und mit historischen1 geographischen1 ethnographischen1 handelspolitischen1 finanziellen1 sozialen1 kulturellen1 ethischen und allgemein menschlichen ,beweisen bekrftigt1 wenn er dann auf unsere ,ostpolitik bergeht und darlegt1 da sie unter ,umstnden nicht weit entfernt sei1 einen gewissen unendlich wichtigen ,zweig seines ,gewerbes zu schdigen1 so wird jedes ,herz mit ,sorge erfllt4 ,wenn alsdann ,hunderttausende von ,flugschriften1 zahlreiche ,versammlungsbeschlsse1 ,handelskammereingaben und ,abgeordneteneinsprche die ,warnung wiederholen1 so werden manche seiner ,freunde dem ,staatsmann empfehlen1 seine ,gesamtpolitik zu ndern4 ,da es schlielich keine ,politik gibt1 die nicht irgendwelche ,interessen verletzt1 so mu es am ,ende dahin kommen1 da nur noch solche ,dinge unternommen werden knnen1 deren ,gegeninteressenten schwach1 miliebig oder sprlich sind2 das bedeutet die letzte ,einschrnkung unserer ohnehin so geringen ,bewegungsfreiheit4 ,wir gehen am ,interessenten zugrunde4 ,wir steigen von der hheren geistigen ,ebene zur mittleren herab und finden weniger freundliche ,zge unseres ,dranges zur ,abhngigkeit4 ,die menschliche ,verflechtung von ,autoritt und ,folge erstarrt zu einer lckenlosen ,kette ,vorgesetzter und ,untergebener1 verbunden durch die eiserne ,klammer der ,subordination4 ,der ,mensch ist nicht ein ,glied organischer ,gemeinschaft1 sondern er ist festgelegt1 seinem ,werte1 seinem ,selbstbewutsein1 seinem ,ansehen nach1 durch die ,bestimmung3 wen er kommandiert und wer ihm etwas zu sagen hat4 ,unbewut wandelt sich jede ,beziehung in ein ,subordinationsverhltnis3 ,der ,vater ist der ,vorgesetzte des ,kindes1 der ,lehrer ist der ,vorgesetzte der ,schler1 der ,schutzmann ist der ,vorgesetzte des ,publikums1 der ,schalterbeamte ist der ,vorgesetzte der ,briefmarkenkufer1 das ,militr ist der ,vorgesetzte des ,zivils1 und in den ,kolonien fhlt sich1 sehr zum ,schaden des zivilisatorischen ,gedankens1 der ,weie vielfach als ,vorgesetzter des ,eingeborenen4 ,subordination6 ,dies harte ,wort spt-lateinischen ,ursprungs wird in anderen ,sprachen als der deutschen fast nie gebraucht2 wir haben es jeden ,tag ntig4 ,es durch ,gefolgschaft1 ,unterordnung1 ,treue zu ersetzen1 fllt niemand ein1 denn es bedeutet etwas anderes und soll etwas anderes bedeuten4 ,selbst ,gehorsam und ,folgsamkeit1 ,worte1 die auf erwachsene ,menschen keine ,anwendung haben1 wrden nicht ausreichen4 ,der ,sinn1 den ,subordination in uns erweckt1 ist schrankenlose ,unterwerfung eines ,menschen unter das ,gebot eines anderen ,menschen1 und die ,symbolik der ,ehrenbezeigungen1 die dieses ,verhltnis bekrftigen1 verlangt rckhaltloses ,hinstrecken des ganzen ,leibes4 ,es ist folgerichtig1 da in zwei ganz verschiedenen ,sprachen gesprochen wird1 je nachdem man von unten nach oben oder von oben nach unten sich uert4 ,hier wird untertnigst erinnert1 gehorsamst anheimgestellt1 ganz ergebenst gebeten1 bemerken zu drfen1 man beehrt sich1 erstirbt1 legt sich zu ,fen1 dort wird geruht1 befohlen1 verordnet und im besten ,falle ersucht4 ,hier wird in der dritten ,person ,pluralis gesprochen1 in ,ermangelung einer vierten1 dort beliebt man vielfach1 auch vom jngeren zum lteren1 ein vterliches ,du4 ,in hheren ,erlassen erscheint unter ,umstnden das ganze ,volk als ein kollektiver ,untergebener oder ,untertan1 es wird zur ,treue1 zur ,pflichterfllung und zum ,gehorsam ermahnt4 ,das fortlaufende ,kettenverhltnis3 ,vorgesetzter -- ,untergebener findet ein gewisses ,gleichgewicht in sich selbst3 ,schrfe gegen den ,untergebenen findet ihre ,grenze in der ,vorsicht gegenber dem eigenen ,vorgesetzten2 bedenklichere ,folgen knnen entstehen1 wenn die ,wirkung nur nach unten stattfindet1 weil der eigene ,vorgesetzte unerreichbar oder nicht vorhanden ist4 ,solche ,folgen sind vorzeiten gelegentlich im ,auslande und in ,kolonien entstanden4 ,es ist begreiflich1 da unsere ,herrenkaste den deutschen ,subordinationszustand will und verteidigt1 denn er dient ihr dazu1 die bestehende ,schichtung zu erhalten4 ,da sie sich gern patriotischer und theologischer ,argumente bedient1 so hat sie den wirksamem ,ausdruck der gottgewollten ,abhngigkeit erfunden4 ,innerhalb der ,herrenkaste1 die berhaupt in ,deutschland die einzige ,klasse bildet1 welche die inneren ,verhltnisse klar berblickt und ber auswrtige ,vergleiche verfgt1 wird denn auch hufig und vorurteilslos ber das einheimische ,subordinationswesen gesprochen1 der ,mangel an ,wrde und ,herrentum vermerkt1 und insbesondere in seiner ,wirkung auf das ,ausland gewrdigt4 ,man hlt jedoch das ,volk fr nicht hinreichend mndig1 die feudale ,schichtung fr zu unentbehrlich1 um eine nderung zuzulassen4 ,in unseren mittleren ,kreisen fehlen die ,vergleiche4 ,man kann sich keinen anderen ,zustand vorstellen als den1 da jeder1 der es sich leisten kann1 kommandiert1 und jeder1 der es sich gefallen lassen mu1 kommandiert wird4 ,was man von oben empfngt1 gibt man nach unten weiter1 und noch etwas ,eigenes dazu4 ,wie sollte man dazu kommen1 diese ,dinge als ,sittenfragen zu behandeln8 ,sie sind nun einmal so und mgen so bleiben4 ,es schmerzt mich1 wenn ich daran denke1 da unser ,land auf den schroffen ,begriff der ,subordination gestellt ist1 whrend ,lnder weit geringerer ,zivilisationsstufe sich von ihm befreit haben4 ,fhrende und ,folgende gibt es freilich berall2 doch es gengt1 das ,abhngigkeitsverhltnis im ,sachlichen sich auswirken zu lassen1 auf menschliche ,beziehung soll es nicht bergreifen4 ,vollends beschmt es mich1 wenn ich gestehen mu1 da ich kein anderes zivilisiertes ,land gefunden habe1 in dem es ,menschen gab1 die andere grob behandelten1 und solche1 die sich grob behandeln lieen4 ,unsere ,gutmtigkeit1 die fr den ,begriff des ,anschnauzens mindestens ein ,dutzend humorvolle ,bezeichnungen erfunden hat1 entschuldigt uns ein wenig1 ein wenig auch unsere ,formlosigkeit1 doch es bleibt genug brig1 was zu denken gibt4 ,freunde1 nehmt diese ,dinge nicht leicht6 ,unsere ,abhngigkeit schdigt den ,menschenwert4 ,wir brauchen ,herrentum und ,wrde4 ,hat es nicht manchen unter euch gegeben1 den selbst die uerungen des ,patriotismus vor dem ,kriege einen unlieben ,beiklang vernehmen lieen8 ,in den frohesten ,ruf mischte sich ein aggressiver ,schnarrton von ,subordination4 ,bismarck sagte in theoretischer ,einkleidung3 wir htten ,untertnigkeit an ,stelle des ,nationalgefhls im ,leibe4 ,wissen wir heute1 da das ,vaterland unser ,land1 der ,staat unser ,staat1 und unsere ,treue zum ,knig die freie ,zustimmung und ,gefolgschaft freier ,mnner ist8 ,sollen wir zu den tiefsten ,geistesformen des ,abhngigkeitsgefhls niedersteigen8 ,wenige allgemeine ,andeutungen mgen gengen4 ,wenn das mnnliche ,selbstgefhl erlischt1 so entsteht nicht ,emprung und ,auflehnung1 sondern ,passivitt4 ,man mu sich manches gefallen lassen und trstet sich damit1 da es dem ,nchsten nicht besser geht1 und da man sich vor ihm nicht zu schmen braucht4 ,die ,oberen haben auch ihre ,schwchen1 man klatscht darber1 und ist man nicht grer1 so sind sie kleiner geworden4 ,wo geklatscht und denunziert wird1 ist man nicht aufsssig4 ,nur soll der ,nchste nicht aufsteigen1 da wre das ,spiel verdorben4 ,beim ,unglck des ,nchsten ist man nicht ohne ,mitleid1 beim ersten ,strahl des ,glcks bricht ,neid aus4 ,sitzen ,klatsch und ,neid am ,tisch1 so steht die ,pbelhaftigkeit vor der ,tr4 ,ist jedoch ein pltzlicher ,aufstieg geglckt1 so zeigen sich alle ,untugenden des ,emanzipierten1 denn der innerlich ,unfreie wird durch ,befreiung nicht zum ,herren4 ,genug4 ,von diesen niederen ,formen haben wir nicht viel zu befrchten4 ,nur eines3 ,lat uns den ,neid bekmpfen1 er ist nicht weit davon1 ein nationales ,laster zu sein4 berblicken wir die ,erscheinungsformen des unentwickelten ,unabhngigkeitsgefhls und des ausgesprochenen ,abhngigkeitsdranges1 so drfen wir sagen3 ,eine ,todsnde belastet uns nicht4 ,wir sind nicht ,sklaven1 wie einst ,friedrich im ,zorn uns genannt hat1 wir sind nicht ,domestiken1 wie jener verbitterte ,philosoph behauptete4 ,es ist nicht unsere ,sache1 von unseren ,tugenden zu reden2 dies wissen wir1 und das mag genug sein3 ,die ,nachwelt wird ,mhe haben zu begreifen1 was unser ,volk im ,kriege pflichtgetreu geleistet und heldenhaft geduldet hat4 ,doch eines verschweigen wir uns nicht3 ,das ,abhngigkeitsbedrfnis ist eines der schwersten ,hemmnisse des inneren und ueren ,aufstieges1 es ist der politische ,kardinalfehler eines ,volkes4 ,denn aller ,aufstieg setzt die ,wrde des innerlichsten ,entschlusses1 den ,adel rckhaltloser ,entuerung und das ,herrentum des ,wollens zur eigenen ,verantwortung voraus4 ,wrde1 ,adel und ,herrentum aber knnen in gewollter und geduldeter ,abhngigkeit nicht erstehen4 ,gewi wird ,gesinnung den vom ,geiste vorgeschriebenen ,weg schreiten1 und ,einrichtungen werden ihr folgen4 ,doch beiden voran mu der ,aufschwung des ,willens geschehen1 und der1 leider1 ist gehemmt durch eine einzige ,schwche unseres voluntarischen ,charakters4 ,wrden uns noch heute1 als ein himmlisches ,geschenk die vollkommensten ,einrichtungen des staatlichen und kulturellen ,lebens beschieden1 es wre umsonst4 ,sie wrden niedersinken auf den ,stand unserer ,gesinnung und unkenntlich werden4 ,denn ein ,volk kann seine ,gter und ,institutionen nur auf derjenigen ,hhe halten1 auf der es sie aus eigener ,kraft zu schaffen fhig ist4 ,frher habe ich die ,gesinnungen und ,ziele beschrieben1 denen wir entgegenstreben1 heute weise ich euch den friedlichen ,kampf1 dessen ,beginn vielleicht1 dessen ,ende ich nicht erleben werde4 ,es ist der ,kampf um die ,seele unseres ,volkes1 sein erstes ,ziel ist ,wrde1 ,adel und ,herrentum4 ,es gibt eine deutsche ,sendung auf ,erden4 ,sie ist nicht die ,sendung des ,militarismus1 sie ist auch nicht die ,sendung der ,mechanisierung und der ,technik1 obwohl sie diese ,ntzlichkeiten nicht verschmht1 sie ist am wenigsten die ,sendung der ,weltherrschaft4 ,sie ist die ,sendung1 die sie immer war und immer sein wird3 die ,sendung des reinen1 unbestechlichen1 unbeirrbaren und unerbittlichen ,geistes4 ,diese ,sendung fordert nicht ,emanzipierte und ,untergebene1 sondern adlige ,mnner4 ,es ist nicht unsere ,sache1 die ,kellner1 ,barbiere und ,schneider fr ,london und ,newyork zu liefern1 sondern als freie ,mnner auf freiem ,boden brderlich mit den ,vlkern zu reden und zu wirken1 nicht um des billigen ,nutzens1 sondern um des ,geistes und der ,menschheit willen2 ihnen zu bieten1 was wir haben und von ihnen zu empfangen1 was wir brauchen4 ,in eurem ,kampfe zhlen die ,jahre nicht4 ,es wird euch bekmpfen die ,herrenkaste1 und das ist schade1 denn es sind tchtige ,menschen1 klug1 mutig und eigenwillig4 ,doch sie sind kurz von ,gesicht und arm an ,phantasie2 sie wissen nicht1 da im ,sturm das fahrende ,schiff sicherer ist als das verankerte1 sie wagen nicht zu glauben1 da in einem freien ,volke ihre ,eigenart mehr wert ist als in einem1 mit dem sie kmpfen4 ,an ihnen haften zwei ,snden3 ,sie haben das ,volk unmndig gehalten1 um es leichter zu beherrschen1 und sie haben mit ihrer ,herrschaft die ,verantwortung zu tragen fr jenes ,menschenalter schlechter ,fhrung1 das die ,gewitteratmosphre schuf4 ,diese doppelte ,schuld wird schwer auf ihnen lasten4 ,bekmpfen werden euch die ,interessenten1 und das ist gut1 fr euch wie fr sie4 ,sie wissen nicht1 da mit der geistigen und wirtschaftlichen ,anarchie1 die sie im ,lande erregen1 sie den ,ast absgen1 auf dem sie sitzen4 ,sie mssen lernen1 da mit den ,geschften von heute auf morgen1 die sie erstreben und um die sie sich wrgen1 das ,korn vor der ,ernte zertreten wird4 ,das ,futter wird nicht mehr1 sondern besudelt und verstreut1 wenn man aus ,gier mit beiden ,fen in den ,napf springt2 die ,welt ist eng geworden1 sie ernhrt uns nur dann1 wenn die ,arbeit sorgsam geordnet und geteilt wird4 ,bekmpfen werden euch die ,indolenten und mehr noch die ,originalschtigen4 ,ihnen ist es nicht um die ,sache zu tun1 sondern um ein apartes1 literarisch verwertbares ,gerede von der ,sache4 ,sie glauben die ,welt zu ndern1 wenn sie ,artikel weglassen1 ,satzglieder umstellen und im ,kaffeehaus neue ,zeitwrter ausdenken4 ,mit beiden werdet ihr fertig1 denn sie haben einen kurzen ,atem4 ,beginnt ihr zu zweifeln und fhlt ihr euch im ,kampf ermatten1 so erfllt euch mit dem ,bilde des ragenden inneren ,deutschlands1 das wir im ,herzen tragen1 des ,landes der ,wahrheit1 der ,treue1 der ,geistigkeit1 der ,innigkeit1 des reinen ,glaubens2 trnkt und sttigt euch mit diesem ,bilde1 und blickt um euch4 ,seht ihr dann noch das kreischende1 gierige ,werben1 die vergifteten ,gensse1 die zynischen ,gestalten der frechen ,list und der brutalen ,schaustellung1 die unwrdigen ,gebude und barbarischen ,schaustcke3 dann hat das neue ,reich das alte noch nicht berwunden und der ,kampf geht weiter4 ,glaubt nicht1 es werde das ,geringste euch geschenkt4 ,kein ,ereignis von auen1 nicht das ,glckbringende1 nicht das ,bedrckende spricht euch los4 ,bei euch1 in euch beginnt der ,kampf4 ,nur wenn ihr frei seid1 knnt ihr befreien1 nur wenn ihr edel seid1 knnt ihr adeln1 nur wenn ihr gerecht seid1 knnt ihr richten1 wenn ihr gtig seid1 begten1 wenn ihr glubig seid1 erwecken4 ,glaubt nicht den ,lobpreisern des ,bestehenden2 sie preisen was sie besitzen1 und festhalten1 und dazu erwerben wollen4 ,oder um der ,macht zu schmeicheln1 oder1 weil man es sie gelehrt hat4 ,glaubt nicht den ,trgen und ,selbstgerechten1 die sagen1 es sei anderwrts nicht besser4 ,die ,tugenden der anderen sind nicht unser ,vorbild1 deshalb sind ihre ,laster uns keine ,entschuldigung4 ,es ist niedrig1 das eigene ,ideal an fremder ,wirklichkeit zu messen4 ,glaubt nicht den ,schulweisen1 den ohnmchtigen ,schriftgelehrten1 die verknden3 ,alles bleibt beim alten1 es gibt keine ,entwicklung4 ,alle ,eigenschaften1 die wir haben1 sind erworben1 es gab eine ,zeit1 da keine unserer ,tugenden war1 und jede unserer ,snden ist eine veraltete ,tugend4 ,die unterworfene ,menschheit hat den ,weg von der ,sklaverei zur ,hrigkeit1 von der persnlichen ,hrigkeit zur anonymen ,unfreiheit des ,standes durchlaufen1 sie wird vor der ,freiheit und ,solidaritt nicht ,halt machen4 ,mit der ,erscheinung reift das ,erlebnis1 im ,parallelismus der ,gestaltung und ,entfaltung liegt die ,synthese des ,rationalen und ,irrationalen4 ,freilich fehlt es am fhrenden ,geist1 am menschlichen ,vorbild1 denn wir leben in der ,zeit geistiger ,anarchie1 die nicht die ,wahrheit1 sondern sich selbst hren will4 ,kmen die ,propheten wieder1 man wiese ihnen ,unwissenschaftlichkeit und mangelnde ,logik nach1 und geigte ihnen heim von ,kanzeln und ,kathedern4 ,doch je mehr wir uns struben1 desto hrter werden wir gefhrt1 und mssen1 wie der ,krieg es zeigt1 aus unseren ,torheiten die ,geieln flechten1 mit denen der ,dmon uns lenkt4 ,ein tiefes ,gefhl sagt mir3 ,ihr schreitet freiwillig den ,weg1 den wir gezwungen schreiten4 ,denn wozu wren euch die seltenen1 kstlichen ,dinge gegeben3 das schwere ,erlebnis der ,jugend1 das ,suchen nach der ,verheiung1 die erwachende ,liebe zum ,menschen8 ,an ,macht aber wird es euch nicht fehlen1 denn ,macht wird dem ,volke geschenkt1 das die ,idee trgt1 in dem ,idee und ,dasein verschmelzen4 ,ein ,volk1 das fr sich selbst ,geschfte1 ,ausdehnung1 ,lebensgter will1 kann ,erfolge haben4 ,dauernde ,macht kann nur der schenkende ,geist1 die adlige ,verantwortung1 die ,autoritt der ,idee erwerben1 erhalten und ertragen4 ,lebt wohl1 wir scheiden4 ,die ,fackel ruht in euren ,hnden1 die leuchtende und zndende1 die verheerende und verklrende4 ,seid gesegnet und seid ein ,segen unserem ,volke4 ,seid gesegnet mit ,hrte und ,unerbittlichkeit4 ,die soll euch fest machen gegen euch selbst und gegen den ,versucher4 ,sie soll euch ,not und ,sorge machen1 damit ihr den gttlichen ,anspruch nicht leicht gewinnt4 ,seid gesegnet mit stolzer ,demut1 adliger ,entsagung und dienendem ,herrentum4 ,die sollen euch niederdrcken und euch erheben1 euch zu ,dienenden und ,schenkenden machen1 damit die ,welt von euch empfngt und sich euch hingibt4 ,seid gesegnet mit suchendem ,geist und ruhelosem ,herzen1 damit ihr durch alle ,zweifel und ,finsternisse strmt und den ,frieden der glaubenden ,seele erringt4 ,seid gesegnet mit verzehrender ,liebe1 die soll als ein ,feuer aus euch schlagen1 soll euch und das ,land lutern von den ,schlacken der ,zeit und ,vorzeit1 und auffahren als eine ,opferflamme zum ,thron des ,segnenden4 ,zieht in den ,kampf um die ,seele unseres ,volkes4 ,geschrieben im ,juli #aiah4 ,druck der ,roberg'schen ,buchdruckerei in ,leipzig4 ,werke von ,walther ,rathenau3 ,zur ,kritik der ,zeit ,fnfzehnte ,auflage ,zur ,mechanik des ,geistes ,neunte ,auflage ,von kommenden ,dingen ,fnfundsechzigste ,auflage ,deutschlands ,rohstoffversorgung ,neununddreiigste ,auflage ,probleme der ,friedenswirtschaft ,fnfundzwanzigste ,auflage ,streitschrift vom ,glauben ,vierzehnte ,auflage ,vom ,aktienwesen ,zwanzigste ,auflage ,die neue ,wirtschaft ,sechsundvierzigste ,auflage ,zeitliches ,zwanzigste ,auflage ,gesammelte ,schriften in fnf ,bnden ,anmerkungen zur ,transkription3 ,dieses elektronische ,buch wurde auf ,grundlage der #aiah bei ,s4 ,fischer erschienenen ,erstausgabe erstellt4 ,das ,inhaltsverzeichnis wurde vom ,ende des ,buchs an den ,anfang gestellt1 das ,verzeichnis der ,werke ,rathenaus nach hinten verschoben4 ,die nachfolgende ,tabelle enthlt eine ,auflistung aller gegenber dem ,originaltext vorgenommenen ,korrekturen4 ,s4 #jji3 zum ersten- und zum letzenmal - letztenmal ,s4 #jdi3 ,komma wer einigermaen berzeugt ist4 da - ist1 da ,s4 #jei3 neben jedem ,halm des ,glaubens wird in ,bschel - ein ,bschel ,s4 #jfc3 so wissen wir aus innerer ,gewiheit1 das jedes - da ,s4 #jhc3 vereinheitlicht die ,wagnersche ,geberde - ,gebrde ,s4 #jih3 geistigen und seelichen ,besitzstand - seelischen ,das ,originalbuch ist in ,frakturschrift gedruckt4 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