,reise in die ,aequinoctial-,gegenden des neuen ,continents4 ,band #a4 by ,alexander von ,humboldt ,edition #ja 1 7,september #c1 #bjjg7 ,in deutscher ,bearbeitung von ,hermann ,hauff4 ,nach der ,anordnung und unter ,mitwirkung des ,verfassers4 ,einzige von ,a4 v4 ,humboldt anerkannte ,ausgabe in deutscher ,sprache4 ------------------ #ahfe ------------------ ,erster ,band ,,contents ,vorwort ,erstes ,kapitel ,zweites ,kapitel ,drittes ,kapitel ,viertes ,kapitel ,fnftes ,kapitel ,sechstes ,kapitel ,siebentes ,kapitel ,achtes ,kapitel ,,vorwort ,einem wissenschaftlichen ,reisenden kann es wohl nicht verargt werden1 wenn er eine vollstndige ,uebersetzung seiner ,arbeiten jeder auch noch so geschmackvollen ,abkrzung derselben vorzieht4 ,bouquers und ,la ,condamines mehr als hundertjhrige ,quartbnde werden noch heute mit groer ,theilnahme gelesen2 und da jeder ,reisende gewissermaen den ,zustand der ,wissenschaften seiner ,zeit1 oder vielmehr die ,gesichtpunkte darstellt1 welche von dem ,zustande des ,wissens seiner ,zeit abhangen1 so ist das wissenschaftliche ,interesse um so lebendiger1 als die ,epoche der ,darstellung der ,jetztzeit nher liegt4 ,damit aber die lebendige ,darstellung des ,geschehenen weniger unterbrochen werde1 habe ich das ,material1 durch welches allgemeine kosmische ,resultate begrndet werden1 in besonderen ,zugaben ber stndliche ,barometer-,vernderungen1 ,neigung der ,magnetnadel und ,intensitt der magnetischen ,erdkraft zusammengedrngt4 ,die ,absonderung solcher und anderer ,zugaben hat allerdings1 und ohne groen ,nachtheil1 zu ,abkrzungen in der ,uebersetzung des ,originaltextes der ,reise ,anla geben knnen4 ,diese ,betrachtung war auch geeignet mich bald mit dem ,unternehmen zu vershnen1 einem greren ,kreise gebildeter ,leser1 die bisher mehr mit der ,natur als mit scientifischen ,wissen befreundet waren1 einen etwas 99abgekrzten ,text der ,reise in die ,tropen-,gegenden des ,neuen ,continents99 darzubieten4 ,die ,buchhandlung1 welche aus edler1 ich setze gern hinzu angeerbter ,freundschaft meinen ,arbeiten eine so lange und sorgfltige ,pflege geschenkt hat1 hat mich aufgefordert diese neue ,ausgabe1 welche einem vielseitig unterrichteten ,gelehrten1 ,herrn ,bibliothekar ,professor ,dr4 99,hauff99 anvertraut ist1 nicht blo1 so viel mein ,uralter und meine gesunkenen ,krfte es erlauben1 zu revidiren1 sondern auch mit ,zustzen und ,berichtigungen zu bereichern4 ,die ,naturwissenschaft ist1 wie die ,natur selbst1 in ewigem 99,werden99 und ,wechsel begriffen4 ,seit der ,herausgabe des ersten ,bandes der ,reise sind jetzt #de ,jahre verflossen4 ,die ,berichtigungen mten also zahlreich seyn3 in geognostischer ,hinsicht wegen ,bezeichnung der ,gebirgs-,formationen und der metamorphosirten ,gebirge1 des wohlthtigen ,einflusses der ,chemie auf die ,geognosie1 wie in allem1 was anbetrifft die ,vertheilung der ,wrme auf dem ,erdkrper und die ,ursach der verschiedenen ,krmmung monatlicher ,isothermen 7nach ,doves meisterhaften ,arbeiten74 ,die durch die neue ,ausgabe veranlate ,erweiterung des ,kreises wissenschaftlicher ,anregung kann ich nur freudig begren2 denn in dem ,entwickelungsgange physischer ,forschungen wie in dem der politischen ,institutionen ist ,stillstand durch unvermeidliches ,verhngnis an den ,anfang eines verderblichen 99,rckschrittes99 geknpft4 ,es wrde mir dazu eine innige ,freude seyn noch zu erleben1 wie die ,unternehmer es hoffen1 da meine in den ,jahren freudig aufstrebender ,jugend ausgefhrte ,reise1 deren einer ,genosse1 mein theurer ,freund1 99,aim ,bonpland991 bereits1 im hohen ,alter1 dahingegangen ist1 in unserer eigenen schnen ,sprache von demselben deutschen ,volke mit einigem ,vergngen gelesen werde1 welches mehr denn zwei ,menschenalter hindurch mich in meinen wissenschaftlichen ,bestrebungen und meiner ,laufbahn durch ein eifriges ,wohlwollen beglckt und selbst meinen sptesten ,arbeiten durch seine partheiische ,theilnahme eine ,rechtfertigung gewhrt hat4 99,berlin991 #bf4 ,mrz #ahei4 99,alexander v4 ,humboldt499 ,,erstes ,,kapitel ,vorbereitungen -- ,abreise von ,spanien -- ,aufenthalt auf den ,kanarischen ,inseln ,wenn eine ,regierung eine jener ,fahrten auf dem ,weltmeer anordnet1 durch welche die ,kenntni des ,erdballes erweitert und die physischen ,wissenschaften gefrdert werden1 so stellt sich ihrem ,vorhaben keinerlei ,hinderni entgegen4 ,der ,zeitpunkt der ,abfahrt und der ,plan der ,reise knnen eingehalten werden1 sobald die ,schiffe ausgerstet und die ,astronomen und ,naturforscher1 welche unbekannte ,meere befahren sollen1 gewhlt sind4 ,die ,inseln und ,ksten1 deren ,produkte die ,seefahrer kennen lernen sollen1 liegen auerhalb des ,bereiches der staatlichen ,bewegungen ,europas4 ,wenn lngere ,kriege die ,freiheit zur ,see beschrnken1 so stellen die kriegfhrenden ,mchte gegenseitig ,psse aus2 der ,ha zwischen ,volk und ,volk tritt zurck1 wenn es sich von der ,frderung des ,wissens handelt1 das die gemeine ,sache der ,vlker ist4 ,anders1 wenn nur ein ,privatmann auf seine ,kosten eine ,reise in das ,innere eines ,festlandes unternimmt1 das ,europa in sein ,system von ,kolonien gezogen hat4 ,wohl mag sich der ,reisende einen ,plan entwerfen1 wie er ihm fr seine wissenschaftlichen ,zwecke und bei den staatlichen ,verhltnissen der zu bereisenden ,lnder die angemessenste scheint2 er mag sich die ,mittel verschaffen1 die ihm fern vom ,heimathland auf ,jahre die ,unabhngigkeit sicher1 aber gar oft widersetzen sich unvorhergesehene ,hindernisse seinem ,vorhaben1 wenn er eben meint1 es ausfhren zu knnen4 ,nicht leicht hat aber ein ,reisender mit so vielen ,schwierigkeiten zu kmpfen gehabt als ich vor meiner ,abreise nach dem spanischen ,amerika4 ,gern wre ich darber weggegangen und htte meine ,reisebeschreibungen mit der ,besteigung des ,pic von ,tenerifa begonnen1 wenn nicht das ,fehlschlagen meiner ersten ,plne auf die ,richtung meiner ,reise nach der ,rckkehr vom ,orinoko bedeutenden ,einflu geuert htte4 ,ich gebe daher eine flchtige ,schilderung dieser ,vorgnge1 die fr die ,wissenschaft von keinem ,belang sind1 von denen ich aber wnschen mu1 da sie richtig beurteilt werden4 ,da nun einmal die ,neugier des ,publikums sich hufig mehr an die ,person des ,reisenden als an seine ,werke heftet1 so sind auch die ,umstnde1 unter denen ich meine ersten ,reiseplne entworfen1 ganz schief aufgefat worden47#a7 ,von frher ,jugend auf lebte in mir der sehnliche ,wunsch1 ferne1 von ,europern wenig besuchte ,lnder bereisen zu drfen4 ,dieser ,drang ist bezeichnend fr einen ,zeitpunkt im ,leben1 wo dieses vor uns liegt wie ein schrankenloser ,horizont1 wo uns nichts so sehr anzieht als starke ,gemthsbewegung und ,bilder physischer ,fhrlichkeiten4 ,in einem ,lande aufgewachsen1 das in keinem unmittelbaren ,verkehr mit den ,kolonien in beiden ,indien steht1 spter in einem fern von der ,meereskste gelegenen1 durch starken ,bergbau berhmten ,gebirge lebend1 fhlte ich den ,trieb zur ,see und zu weiten ,fahrten immer mchtiger in mir werden4 ,dinge1 die wir nur aus den lebendigen ,schilderungen der ,reisenden kennen1 haben ganz besonderen ,reiz fr uns2 ,alles in ,entlegenheit undeutlich ,umrissene besticht unsere ,einbildungskraft2 ,gensse1 die uns nicht erreichbar sind1 scheinen uns weit lockender1 als was uns im engen ,kreise des brgerlichen ,lebens bietet4 ,die ,lust am ,botanisiren1 das ,studium der ,geologie1 ein ,ausflug nach ,holland1 ,england und ,frankreich in ,gesellschaft eines berhmten ,mannes1 ,georg ,forsters1 dem das ,glck geworden war1 ,capitn ,cook auf seiner zweiten ,reise um die ,welt zu begleiten1 trugen dazu bei1 den ,reiseplnen1 die ich schon mit achtzehn ,jahren gehegt1 ,gestalt und ,ziel zu geben4 ,wenn es mich noch immer in die schnen ,lnder des heien ,erdgrtels zog1 so war es jetzt nicht mehr der ,drang nach einem aufregenden ,wanderleben1 es war der ,trieb1 eine wilde1 groartige1 an mannichfaltigen ,naturprodukten reiche ,natur zu sehen1 die ,aussicht1 ,erfahrungen zu sammeln1 welche die ,wissenschaften frderten4 ,meine ,verhltnisse gestatteten mir damals nicht1 ,gedanken zu verwirklichen1 die mich so lebhaft beschftigten1 und ich hatte sechs ,jahre ,zeit1 mich zu den ,beobachtungen1 die ich in der ,neuen ,welt anzustellen gedachte1 vorzubereiten1 mehrere ,lnder ,europas zu bereisen und die ,kette der ,hochalpen zu untersuchen1 deren ,bau ich in der ,folge mit den ,anden von ,quito und ,peru vergleichen konnte4 ,da ich zu verschiedenen ,zeiten mit ,instrumenten von verschiedener ,construction arbeitete1 whlte ich am ,ende diejenigen1 die mir als die genauesten und dabei auf dem ,transport dauerhaftesten erschienen2 ich fand ,gelegenheit1 ,messungen1 die nach den strengsten ,methoden vor genommen wurden1 zu wiederholen1 und lernte so selbststndig die ,grenzen der ,irrthmer kennen1 auf die ich gefat seyn mute4 ,im ,jahre #agie hatte ich einen ,teil von ,italien bereist1 aber die vulkanischen ,striche in ,neapel und ,sizilien nicht besuchen knnen4 ,ungern htte ich ,europa verlassen1 ohne ,vesuv1 ,stromboli und ,aetna gesehen zu haben2 ich sah ein1 um zahlreiche geologische ,erscheinungen1 namentlich in der ,trappformation1 richtig aufzufassen1 mute ich mich mit den ,erscheinungen1 wie noch ttige ,vulkane sie bieten1 nher bekannt gemacht haben4 ,ich entschlo mich daher im ,november #agig1 wieder nach ,italien zu gehen4 ,ich hielt mich lange in ,wien auf1 wo die ausgezeichneten ,sammlungen und die ,freundlichkeit ,jacquins und ,josephs van der ,schott mich in meinen vorbereitenden ,studien ausnehmend frderten2 ich durchzog mit ,leopold von ,buch1 von dem seitdem ein treffliches ,werk ber ,lappland erschienen ist1 mehrere ,teile des ,salzburger ,landes und ,steiermark1 ,lnder1 die fr den ,geologen und ,landschaftsmaler gleich viel ,anziehendes haben2 als ich aber ber die ,tiroler ,alpen gehen wollte1 sah ich mich durch den in ganz ,italien ausgebrochenen ,krieg gentigt1 den ,plan der ,reise nach ,neapel aufzugeben4 ,kurz zuvor hatte ein leidenschaftlicher ,kunstfreund1 der bereits die ,ksten ,illyriens und ,griechenlands als ,alter thumsforscher besucht hatte1 mir den ,vorschlag gemacht1 ihn auf einer ,reise nach ,oberegypten zu begleiten4 ,der ,ausflug sollte nur acht ,monate dauern2 geschickte ,zeichner und astronomische ,werkzeuge sollten uns begleiten1 und so wollten wir den ,nil bis ,assuan hinaufgehen und den zwischen ,tentyris und den ,cataracten gelegenen ,teil des ,sad genau untersuchen4 ,ich hatte bis jetzt bei meinen ,planen nie ein auertropisches ,land im ,auge gehabt1 dennoch konnte ich der ,versuchung nicht widerstehen1 ,lnder zu besuchen1 die in der ,geschichte der ,kultur eine so bedeutende ,rolle spielen4 ,ich nahm den ,vorschlag an1 aber unter der ausdrcklichen ,bedingung1 da ich bei der ,rckkehr nach ,alexandrien allein durch ,syrien und ,palstina weiter reisen drfte4 ,sofort richtete ich meine ,studien nach dem neuen ,plane ein1 was mir spter zu gute kam1 als es sich davon handelte1 die rohen ,denkmale der ,mexicaner mit denen der ,vlker der ,alten ,welt zu vergleichen4 ,ich hatte die nahe ,aussicht1 mich nach ,egypten einzuschiffen1 da nthigten mich die eingetretenen politischen ,verhltnisse1 eine ,reise aufzugeben1 die mir so groen ,genu versprach4 ,im ,orient standen die ,dinge so1 da ein einzelner ,reisender gar keine ,aussicht hatte1 dort ,studien machen zu knnen1 welche selbst in den ruhigsten ,zeiten von den ,regierungen mit mitrauischen ,augen angesehen werden4 ,zur selben ,zeit war in ,frankreich eine ,entdeckungsreise in die ,sdsee unter dem ,befehl des ,kapitns ,baudin im ,werk4 ,der ursprngliche ,plan war groartig1 khn und htte verdient1 unter umsichtiger ,leitung ausgefhrt zu werden4 ,man wollte die spanischen ,besitzungen in ,sdamerika von der ,mndung des ,rio de la ,plata bis zum ,knigreich ,quito und der ,landenge von ,panama besuchen4 ,die zwei ,corvetten sollten sofort ber die ,inselwelt des ,stillen ,meeres nach ,neuholland gelangen1 die ,ksten desselben von ,vandiemensland bis ,nuytsland untersuchen1 bei ,madagaskar anlegen und ber das ,kap der guten ,hoffnung zurckkehren4 ,ich war nach ,paris gekommen1 als man sich eben zu dieser ,reise zu rsten begann4 ,der ,charakter des ,kapitns ,baudin war eben nicht geeignet1 mir ,vertrauen einzuflen2 der ,mann hatte meinen ,freund1 den jungen ,botaniker van der ,schott1 nach ,brasilien gebracht1 und der ,wiener ,hof war dabei schlecht mit ihm zufrieden gewesen2 da ich aber mit eigenen ,mitteln nie eine so weite ,reise unternehmen und ein so schnes ,stck der ,welt htte kennen lernen knnen1 so entschlo ich mich1 auf gutes ,glck die ,expedition mitzumachen4 ,ich erhielt ,erlaubni1 mich mit meinen ,instrumenten auf einer der ,corvetten1 die nach der ,sdsee gehen sollten1 einzuschiffen1 und machte nur zur ,bedingung1 da ich mich von ,kapitn ,baudin trennen drfte1 wo und wann es mir beliebte4 ,michaux1 der bereits ,persien und einen ,teil von ,nordamerika besucht hatte1 und ,bonpland1 dem ich mich anschlo1 und der mir seitdem aufs innigste befreundet geblieben1 sollten die ,reise als ,naturforscher mitmachen4 ,ich hatte mich einige ,monate lang darauf gefreut1 an einer so groen und ehrenvollen ,unternehmung ,theil nehmen zu drfen1 da brach der ,krieg in ,deutschland und ,italien von neuen aus1 so da die franzsische ,regierung die ,geldmittel1 die sie zu der ,entdeckungsreise angewiesen1 zurckzog und dieselbe auf unbestimmte ,zeit verschob4 ,mit ,kummer sah ich alle meine ,aussichten vernichtet1 ein einziger ,tag hatte dem ,plane1 den ich fr mehrere ,lebensjahre entworfen1 ein ,ende gemacht2 da beschlo ich nur so bald als mglich1 wie es auch sey1 von ,europa wegzukommen1 irgend etwas zu unternehmen1 das meinen ,unmuth zerstreuen knnte4 ,ich wurde mit einen schwedischen ,konsul1 ,skildebrand1 bekannt1 der dem ,dey von ,algier ,geschenke von seiten seines ,hofes zu berbringen hatte und durch ,paris kam1 um sich in ,marseille einzuschiffen4 ,dieser achtenswerthe ,mann war lange auf der afrikanischen ,kste angestellt gewesen1 und da er bei der algerischen ,regierung gut angeschrieben war1 konnte er fr mich auswirken1 da ich den ,theil der ,atlaskette bereisen durfte1 auf den sich die bedeutenden ,untersuchungen ,desfontaines nicht erstreckt hatten4 ,er schickte jedes ,jahr ein ,fahrzeug nach ,tunis1 auf dem die ,pilger nach ,mekka gingen1 und er versprach mir1 mich auf diesem ,wege nach ,egypten zu befrdern4 ,ich besann mich keinen ,augenblick1 eine so gute ,gelegenheit zu benutzen1 und ich meinte nunmehr den ,plan1 den ich vor meiner ,reise nach ,frankreich entworfen1 sofort ausfhren zu knnen4 ,bis jetzt hatte kein ,mineralog die hohe ,bergkette untersucht1 die in ,marokko bis zur ,grenze des ewigen ,schnees aufsteigt4 ,ich konnte darauf rechnen1 da ich1 nachdem ich in den ,alpenstrichen der ,berberei einiges fr die ,wissenschaft gethan1 in ,egypten bei den bedeutenden ,gelehrten1 die seit einigen ,monaten zum ,institut von ,cairo zusammengetreten waren1 dasselbe ,entgegenkommen fand1 das mir in ,paris in so reichem ,mae zu ,theil geworden4 ,ich ergnzte rasch meine ,sammlung von ,instrumenten und verschaffte mir die ,werke ber die zu bereisenden ,lnder4 ,ich nahm ,abschied von meinem ,bruder1 der durch ,rath und ,beispiel meine ,geistesrichtung hatte bestimmen helfen4 ,er billigte die ,beweggrnde meines ,entschlusses1 ,europa zu verlassen2 eine geheime ,stimme sagte uns1 da wir uns wieder sehen wrden4 ,diese ,hoffnung hat uns nicht betrogen1 und sie linderte den ,schmerz einer langen ,trennung4 ,ich verlie ,paris mit den ,entschlu1 mich nach ,algier und ,egypten einzuschiffen1 und wie nun einmal der ,zufall in allen ,menschenleben regiert1 ich sah bei der ,rckkehr vom ,amazonenstrom und aus ,peru meinen ,bruder wieder1 ohne das ,festland von ,afrika betreten zu haben4 ,die schwedische ,fregatte1 welche ,skildebrand nach ,algier berfhren sollte1 wurde zu ,marseille in den letzten ,tagen ,oktobers erwartet4 ,bonpland und ich begaben uns um diese ,zeit dahin1 und eilten um so mehr1 da wir whrend der ,reise immer besorgten1 zu spt zu kommen und das ,schiff zu versumen4 ,wir ahnten nicht1 welche neuen ,widerwrtigkeiten uns zunchst bevorstanden4 ,skildebrand war so ungeduldig als wir1 seinen ,bestimmungsort zu erreichen4 ,wir bestiegen mehrmals am ,tage den ,berg ,notre ,dame de la ,garde1 von dem man weit ins ,mittelmeer hinausblickt4 ,jedes ,segel1 das am ,horizont sichtbar wurde1 setzte uns in ,aufregung2 aber nachdem wir zwei ,monate in groer ,unruhe vergeblich geharrt1 ersahen wir aus den ,zeitungen1 da die schwedische ,fregatte1 die uns berfhren sollte1 in einem ,sturm an den ,ksten von ,portugal stark gelitten und in den ,hafen von ,cadiz habe einlaufen mssen1 um ausgebessert zu werden4 ,privatbriefe besttigten die ,nachricht1 und es war gewi1 da der ,jaramas -- so hie die ,fregatte -- vor dem ,frhjahr nicht nach ,marseille kommen konnte4 ,wir konnten es nicht ber uns gewinnen1 bis dahin in der ,provence zu bleiben4 ,das ,land1 zumal das ,klima1 fanden wir herrlich2 aber der ,anblick des ,meeres mahnte uns fortwhrend an unsere zertrmmerten ,hoffnungen4 ,auf einem ,ausflug nach ,hyres und ,toulon fanden wir in letzterem ,hafen die ,fregatte ,boudeuse1 die ,bougainville auf seiner ,reise um die ,welt befehligt hatte4 ,ich hatte mich zu ,paris1 als ich mich rstete1 die ,expedititon des ,kapitns ,baudin mitzumachen1 des besonderen ,wohlwollens des berhmten ,seefahrers zu erfreuen gehabt4 ,nur schwer vermochte ich zu schildern1 was ich beim ,anblick des ,schiffes empfand1 das ,commerson auf die ,inseln der ,sdsee gebracht4 ,es gibt ,stimmungen1 in denen sich ein ,schmerzgefhl in alle unsere ,empfindungen mischt4 ,wir hielten immer noch am ,gedanken fest1 uns an die afrikanische ,kste zu begeben1 und dieser zhe ,entschlu wre uns beinahe verderblich geworden4 ,im ,hafen von ,marseille lag zur ,zeit ein kleines ragusanisches ,fahrzeug1 bereit nach ,tunis unter ,segel zu gehen4 ,dies schien uns eine gnstige ,gelegenheit2 wir kamen ja auf diese ,weise in die ,nhe von ,egypten und ,syrien4 ,wir wurden mit dem ,kapitn wegen der ,ueberfahrtspreises einig2 am folgenden ,tage sollten wir unter ,segel gehen1 aber die ,abreise verzgerte sich glcklicherweise durch einen an sich ganz unbedeutenden ,umstand4 ,das ,vieh1 das uns als ,proviant auf der ,ueberfahrt dienen sollte1 war in der groen ,kajte untergebracht4 ,wir verlangten1 da zur ,bequemlichkeit der ,reisenden und zur sicheren ,unterbringung unserer ,instrumente das ,notwendigste vorgekehrt werde4 ,allermittelst erfuhr man in ,marseille1 da die tunesische ,regierung die in der ,berberei niedergelassenen ,franzosen verfolge1 und da alle aus franzsischen ,hfen ankommenden ,personen ins ,gefngnis geworfen wrden4 ,durch diese ,kunde entgingen wir einer groen ,gefahr2 wir muten die ,ausfhrung unserer ,plne verschieben und entschlossen uns1 den ,winter in ,spanien zuzubringen1 in der ,hoffnung1 uns im nchsten ,frhjahr1 wenn anders die politischen ,zustnde im ,orient es gestatteten1 in ,cartagena oder in ,cadiz einschiffen zu knnen4 ,wir reisten durch ,katalonien und das ,knigreich ,valencia nach ,madrid4 ,wir besuchten auf dem ,wege die ,trmmer ,tarragonas und des alten ,sagunt1 machten von ,barcelona aus einen ,ausflug auf den ,montserrat1 dessen hoch aufragende ,gipfel von ,einsiedlern bewohnt sind1 und der durch die ,contraste eines krftigen ,pflanzenwuchses und nackter1 der ,felsmassen ein eigenthmliches ,landschaftsbild bietet4 ,ich fand ,gelegenheit1 durch astronomische ,rechnung die ,lage mehrerer fr die ,geographie ,spaniens wichtiger ,punkte zu bestimmen2 ich ma mittels des ,barometers die ,hhe des ,centralplateaus und stellte einige ,beobachtungen ber die ,inclination der ,magnetnadel und die ,intensitt der magnetischen ,kraft an4 ,die ,ergebnisse dieser ,beobachtungen sind die sich erschienen1 und ich verbreite mich hier nicht weiter ber die ,naturbeschaffenheit eines ,landes1 in dem ich mich nur ein halbes ,jahr aufhielt1 und das in neuerer ,zeit von so vielen unterrichteten ,mnnern bereist worden ist4 ,zu ,madrid angelangt1 fand ich bald ,ursache1 mir ,glck dazu zu wnschen1 da wir uns entschlossen1 die ,halbinsel zu besuchen4 ,der ,baron ,forell1 schsischer ,gesandter am spanischen ,hofe1 kam mir auf eine ,weise entgegen1 die meinen ,zwecken sehr frderlich wurde4 ,er verband mit ausgebreiteten mineralogischen ,kenntnissen das regste ,interesse fr ,unternehmungen zur ,frderung der ,wissenschaft4 ,er bedeutete mir1 da ich unter der ,verwaltung eines aufgeklrten ,ministers1 des ,ritters ,don ,mariano ,luis de ,urquijo1 ,aussicht habe1 auf meine ,kosten im ,inneren des spanischen ,amerika reisen zu drfen4 ,nach all den ,widerwrtigkeiten1 die ich erfahren1 besann ich mich keinen ,augenblick1 diesen ,gedanken zu ergreifen4 ,im ,mrz #agii wurde ich dem ,hofe von ,aranjuez vorgestellt4 ,der ,knig nahm mich uerst wohlwollend auf4 ,ich entwickelte die ,grnde1 die mich bewogen1 eine ,reise in den neuen ,kontinent und auf die ,philippinen zu unternehmen1 und reichte dem ,staatssecretr eine darauf bezgliche ,denkschrift ein4 ,der ,ritter d',urquijo untersttzte mein ,gesuch und rumte alle ,schwierigkeiten aus dem ,wege4 ,der ,minister handelte hierbei desto gromthiger1 da ich in gar keiner persnlichen ,beziehung zu ihn stand4 ,der ,eifer1 mit dem er fortwhrend meine ,absichten untersttzte1 hatte keinen anderen ,beweggrund als seine ,liebe zu den ,wissenschaften4 ,es wird mir zu angenehmen ,pflicht1 in diesem ,werke der ,dienste1 die er mir erwiesen1 dankbar zu gedenken4 ,ich erhielt zwei ,psse1 den einen vom ersten ,staatsecretr1 den anderen vom ,rath von ,indien4 ,nie war einem ,reisenden mit der ,erlaubni1 die man ihm ertheilte1 mehr zugestanden worden1 nie hatte die spanische ,regierung einem ,fremden greres ,vertrauen bewiesen4 ,um alle ,bedenken zu beseitigen1 welche die ,viceknige oder ,generalcapitne1 als ,vertreter der kniglichen ,gewalt in ,amerika1 hinsichtlich des ,zweckes und ,wesens meiner ,beschftigungen erheben knnten1 hie es im ,pa der primera secretaria de estado3 ich sey ermchtigt1 mich meiner physikalischen und geodtischen ,instrumente mit voller ,freiheit zu bedienen2 ich drfe in allen spanischen ,besitzungen astronomische ,beobachtungen anstellen1 die ,hhen der ,berge messen1 die ,erzeugnisse des ,bodens sammeln und alle ,operationen ausfhren1 die ich zur ,frderung der ,wissenschaft gut finde4 ,diese ,befehle von ,seiten des ,hofes wurden genau befolgt1 auch nachdem infolge der ,ereignisse ,don ,d,urquijo vom ,ministerium hatte abtreten mssen4 ,ich meinerseits war bemht1 diese sich nie verleugnende ,freundlichkeit zu erwidern4 ,ich bergab whrend meines ,aufenthaltes in ,amerika den ,statthaltern der ,provinzen ,abschriften des von mir gesammelten ,materials ber die ,geographie und ,statistik der ,colonien1 das dem ,mutterlande von einigen ,werth seyn konnte4 ,dem von mir vor meiner ,abreise gegebenen ,versprechen gem bermachte ich dem naturhistorischen ,cabinet zu ,madrid mehrere geologische ,sammlungen4 ,da der ,zweck unserer ,reise ein rein wissenschaftlicher war1 so hatten ,bonpland und ich das ,glck1 uns das ,wohlwollen der ,colonisten wie der mit der ,verwaltung dieser weiten ,landstriche betrauten ,europer zu erwerben4 ,in den fnf ,jahren1 whrend wir den neuen ,continent durchzogen1 sind wir niemals einer ,spur von ,mitrauen begegnet4 ,mit ,freude spreche ich es hier aus2 unter den hrtesten ,entbehrungen1 im ,kampfe mit einer wilden ,natur1 haben wir uns nie ber menschliche ,ungerechtigkeit zu beklagen gehabt4 ,verschiedene ,grnde htten uns eigentlich bewegen sollen1 noch lnger in ,spanien zu verweilen4 ,abb ,cavanilles1 ein ,mann gleich geistreich wie mannigfaltig unterrichtet2 ,ne1 der mit ,hnke die ,expedition ,malaspinas als ,botaniker mitgemacht und allein eine der grten ,krutersammlungen1 die man je in ,europa gesehen1 zusammengebracht hat2 ,don ,casimir ,ortega1 ,abb ,pourret und die gelehrten ,verfasser der ,flora von ,peru1 ,ruiz und ,pavon1 stellten uns ihre reichen ,sammlungen zur unbeschrnkten ,verfgung4 ,wir untersuchten zum ,theil die mexicanischen ,pflanzen1 die von ,sesse1 ,mocio und ,cervantes entdeckt worden1 und von denen ,abbildungen an das naturhistorische ,museum zu ,madrid gelangt waren4 ,in dieser groen ,anstalt1 die unter der ,leitung ,clavijos stand1 des ,herausgebers einer geflligen ,uebersetzung der ,werke ,buffons1 fanden wir allerdings keine geologischen ,suiten aus den ,cordilleren2 aber ,proust1 der sich durch die groe ,genauigkeit seiner chemischen ,arbeiten bekannt gemacht hat1 und ein ausgezeichneter ,mineralog1 ,hergen1 gaben uns interessante ,nachweisungen ber verschiedene mineralische ,substanzen ,amerikas4 ,mit bedeutendem ,nutzen htten wir uns wohl noch lnger mit den ,naturprodukten der ,lnder beschftigt1 die das ,ziel unserer ,forschungen waren1 aber es drngte uns zu sehr1 von der ,vergnstigung1 die der ,hof uns gewhrt1 ,gebrauch zu machen1 als da wir unsere ,abreise htten verschieben knnen4 ,seit einen ,jahr war ich so vielen ,hindernissen begegnet1 da ich es kaum glauben konnte1 da mein sehnlichster ,wunsch endlich in ,erfllung gehen sollte4 ,wir verlieen ,madrid gegen die ,mitte ,mais4 ,wir reisten durch einen ,theil von ,altcastilien1 durch das ,knigreich ,leon und ,galizien nach ,corunna1 wo wir uns nach der ,insel ,cuba einschiffen sollten4 ,der ,winter war streng und lang gewesen1 und jetzt genossen wir auf der ,reise der milden ,frhlingstemperatur1 die schon so weit gegen ,sd gewhnlich nur den ,monaten ,mai und ,april eigen ist4 ,schnee bedeckte noch die hohen ,granitgipfel der ,guadarama2 aber in den tiefen ,thlern ,galiziens1 welche an die malerischen ,landschaften der ,schweiz und ,tirols erinnern1 waren alle ,felsen mit ,cistus in voller ,blthe und baumartigem ,heidekraut berzogen4 ,man ist froh1 wenn man die castilische ,hochebene hinter sich hat1 welche fast ganz von ,pflanzenwuchs entblst und wo es im ,winter empfindlich kalt1 im ,sommer drckend hei ist4 ,nach den wenigen ,beobachtungen1 die ich selbst anstellen konnte1 besteht das ,innere ,spaniens aus einer weiten ,ebene1 die #cjj ,toisen 7#ehd ,meter7 ber dem ,spiegel des ,meeres mit secundren ,gebirgsbildungen1 ,sandstein1 ,gips1 ,steinsalz1 ,jurakalk bedeckt ist2 das ,klima von ,castilien ist weit klter als das von ,toulon oder ,genua2 die mittlere ,temperatur errecht kaum #ae ,grad der hunderttheiligen ,scale4 ,man wundert sich1 da unter der ,breite von ,calabrien1 ,thessalien und ,kleinasien die ,orangenbume im ,freien nicht mehr fortkommen4 ,die ,hochebene in der ,mitte des ,landes ist umgeben von einer tiefgelegenen1 schmalen ,zone1 wo an mehreren ,punkten ,chamrops1 der ,dattelbaum1 das ,zuckerrohr1 die ,banane und viele ,spanien und dem nrdlichen ,afrika gemeinsame ,pflanzen vorkommen1 ohne vom ,winterfrost zu leiden4 ,unter dem #cf - #dj4 ,grad der ,breite betrgt die mittlere ,temperatur #ag - #bj ,grad1 und durch den ,verein von ,verhltnissen1 die hier nicht aufgezhlt werden knnen1 ist dieser glckliche ,landstrich der vornehmste ,sitz des ,gewerbfleies und der ,geistesbildung geworden4 ,kommt man im ,knigreich ,valencia von der ,kste des ,mittelmeeres gegen die ,hochebene von ,mancha und ,castilien herauf1 so meint man1 tief im ,land1 in weithin gestreckten schroffen ,abhngen die alte ,kste der ,halbinsel vor sich zu haben4 ,dieses merkwrdige ,phnomen erinnert an die ,sagen der ,samothracier und andere geschichtliche ,zeugnisse1 welche darauf hinzuweisen scheinen1 da durch den ,ausbruch der ,wasser aus den ,dardanellen das ,becken des ,mittelmeeres erweitert und der sdliche ,theil ,europas zerrissen und vom ,mittelmeer verschlungen worden ist4 ,nimmt man an1 diese ,sagen seyen keine geologischen ,trume1 sondern beruhen wirklich auf der ,erinnerung an eine uralte ,umwlzung1 so htte die spanische ,centralebene dem ,anprall der gewaltigen ,fluthen widerstanden1 bis die ,wasser durch die zwischen den ,sulen des ,hercules sich bildende ,meerende abfloen1 so da der ,spiegel des ,mittelmeeres allmhlig sank und einerseits ,niederegypten1 andererseits die fruchtbaren ,ebenen von ,tarragena1 ,valencia und ,murcia trocken gelegt wurden4 ,was mit der ,bildung dieses ,meeres zusammenhngt1 dessen ,daseyn von so bedeutendem ,einflu auf die frhesten ,culturbewegungen der ,menschheit war1 ist von ganz besonderem ,interesse4 ,man knnte denken1 ,spanien1 das sich als ein ,vorgebirge inmitten der ,meere darstellt1 verdanke seine ,erhaltung seinem hochgelegenen ,boden2 ehe man aber auf solche theoretische ,vorstellungen ,gewicht legt1 mte man erst die ,bedenken beseitigen1 die sich gegen die ,durchbrechung so vieler ,dmme erheben1 mte man wahrscheinlich zu machen suchen1 da das ,mittelmeer einst in mehrere abgeschlossene ,becken getheilt gewesen1 dere alte ,grenzen durch ,sicilien und die ,insel ,candia angedeutet scheinen4 ,die ,lsung dieser ,probleme soll uns hier nicht beschftigen1 wir beschrnken uns darauf1 auf den auffallenden ,contrast in der ,gestaltung des ,landes am stlichen und am westlichen ,ende ,europas aufmerksam zu machen4 ,zwischen den baltischen und dem schwarzen ,meer erhebt sich das ,land gegenwrtig kaum fnfzig ,toisen ber den ,spiegel des ,oceans1 whrend die ,hochebene von ,mancha1 wenn sie zwischen den ,quellen des ,niemen und des ,dnieper lge1 sich als eine ,gebirgsgruppe von bedeutender ,hhe darstellen wrde4 ,es ist hchst anziehend1 auf die ,ursachen zurckzugehen1 durch welche die ,oberflche unseres ,planeten umgestaltet worden seyn man2 sicherer ist es aber1 sich an diejenigen ,seiten der ,erscheinungen zu halten1 welche der ,beobachtung und ,messung des ,forschers zugnglich sind4 ,zwischen ,astorga und ,corunna1 besonders von ,lugo an1 werden die ,berge allmhlich hher4 ,die secundren ,gebirgsbildungen verschwinden mehr und mehr1 und die ,uebergangsgebirgsarten1 die sie ablsen1 verknden die ,nhe des ,urgebirgs4 ,wir sahen ansehnliche ,berge aufgebaut aus altem ,sandstein1 den die ,mineralogen der ,freiberger ,schule als ,grauwacke und ,grauwackenschiefer auffhren4 ,ich wei nicht1 ob diese ,formation1 die im sdlichen ,europa nicht hufig vorkommt1 auch in andern ,strichen ,spaniens aufgefunden worden ist4 ,eckige ,bruchstcke von lydischem ,stein1 die in den ,thlern am ,boden liegen1 schienen uns darauf zu deuten1 da die ,grauwacke dem ,uebergangsschiefer aufgelagert ist4 ,bei ,corunna selbst erheben sich ,granitgipfel1 die bis zum ,cap ,ortegal fortstreichen4 ,diese ,granite1 welche einst mit denen in ,bretagne und ,wales in ,zusammenhang gestanden haben mgen1 sind vielleicht die ,trmmer einer von den ,fluthen zertrmmerten und verschlungenen ,bergkette4 ,schne groe ,feldspathkrystalle sind fr dieses ,gestein charakteristisch1 ,zinnstein ist darin eingesprengt1 und von den ,galiciern wird darauf ein mhsamer1 wenig ergiebiger ,bergbau betrieben4 ,in ,corunna angelangt1 fanden wir den ,hafen von zwei englischen ,fregatten und einem ,linienschiff blokirt4 ,diese ,fahrzeuge sollten den ,verkehr zwischen dem ,mutterland und den ,colonien in ,amerika unterbrechen2 den von ,corunna1 nicht von ,cadiz lief damals jeden ,monat ein ,paketboot 7,correo maritimo7 nach der ,havana aus und alle zwei ,monate ein anderes nach ,buenos ,aires oder der ,mndung des la ,plata4 ,ich werde spter den ,zustand der ,posten auf dem neuen ,continent genau beschreiben2 hier nur so viel1 da seit dem ,ministerium des ,grafen ,florida ,blanca der ,dienst der ,landcouriere so gut eingerichtet ist1 da ,einer in ,paraquay oder in der ,provinz ,jaen de ,bracamoros nur durch sie ziemlich regelmig mit ,einem in ,neumexiko oder an der ,kste von ,neukalifornien correspondiren kann1 also so weit1 als es von ,paris nach ,siam oder von ,wien an das ,cap der ,guten ,hoffnung ist4 ,ebenso gelangt ein ,brief1 den man in einer kleinen ,stadt in ,aragonien zur ,post gibt1 nach ,chili oder in die ,missionen am ,orinoko1 wenn nur der ,name des ,coregimiento oder ,bezirks1 in dem das betreffende indianische ,dorf liegt1 genau angegeben ist4 ,mit ,vergngen verweilt der ,gedanke bei ,einrichtungen1 die fr eine der grten ,wohlthaten der ,cultur der neueren ,zeit gelten knnen4 ,die ,einrichtung der ,curiere zur ,see und im inneren ,lande hat das ,band zwischen den ,kolonien unter sich und mit dem ,mutterlande enger geknpft4 ,der ,gedankenaustausch wurde dadurch beschleunigt1 die ,beschwerden der ,colonisten drangen leichter nach ,europa und die ,staatsgewelt konnte hin und wieder ,bedrckungen ein ,ende machen1 die sonst aus so weiter ,ferne nie zu ihrer ,kenntni gelangt wren4 ,der ,minister hatte uns ganz besonders dem ,brigadier ,don ,rafael ,clavijo empfohlen1 der seit kurzem die ,oberaufsicht ber den ,seeposten hatte4 ,dieser ,officier1 bekannt als ausgezeichneter ,schiffsbauer1 war in ,corunna mit der ,einrichtung neuer ,werfte beschftigt4 ,er bot ,allem auf1 um uns den ,aufenthalt im ,hafen angenehm zu machen1 und gab uns den ,rat1 uns auf der ,corvette 99,pizarro99 ,nach dem spanischen ,sprachgebrauch war der ,pizarro eine leichte ,fregatte 7,fregata lijera74 einzuschiffen1 die nach der ,havana und ,mexico ging4 ,dieses ,fahrzeug1 das die ,post fr ,juni an ,bord hatte1 sollte mit der ,alcudia segeln1 dem ,paketboot fr den ,mai1 das wegen der ,blokade seit drei ,wochen nicht hatte auslaufen knnen4 ,der ,pizarro galt fr keinen guten ,segler1 aber durch einen glcklichen ,zufall war er vor kurzem auf seiner langen ,fahrt von ,rio de la ,plata nach ,corunna den kreuzenden englischen ,fahrzeugen entgangen4 ,clavijo lie an ,bord der ,korvette ,einrichtungen treffen1 da wir unsere ,instrumente aufstellen und whrend der ,ueberfahrt unsere chemischen ,versuche ber die atmosphrische ,luft vornehmen konnten4 ,der ,capitn des ,pizarro erhielt ,befehl1 bei ,tenerifa so lange anzulegen1 da wir den ,hafen von ,orotava besuchen und den ,gipfel des ,pic besteigen knnten4 ,die ,einschiffung verzgerte sich nur zehn ,tage1 dennoch kam uns der ,aufenthalt gewaltig lang vor4 ,wir benutzten die ,zeit1 die ,pflanzen einzulegen1 die wir in den schnen1 noch von keinem ,naturforscher betretenen ,thlern ,galiciens gesammelt2 wir untersuchten die ,tange und ,weichthiere1 welche die ,fluth von ,nordwest her in ,menge an den ,fu des steilen ,felsen wirft1 auf dem der ,wachtturm des ,herkules steht4 ,dieser ,thurm1 auch der eiserne ,thurm genannt1 wurde im ,jahre #aghh restauriert4 ,er ist #ib ,fu #cj m hoch1 seine ,mauern sind #d und einen halben ,fu #a1df m dick1 und nach seiner ,bauart ist er unzweifelhaft ein ,werk der ,rmer4 ,eine in der ,nhe der ,fundamente gefundene ,inschrift1 von der ich durch ,herrn de ,labordes ,geflligkeit eine ,abschrift besitze1 besagt1 der ,thurm sey von ,cajus ,servius ,lupus1 ,architekten der ,stadt 99,aqua ,flavia99 7,chaves71 erbaut und dem ,mars geweiht4 ,warum heit der eiserne ,thurm der ,herkulesthurm8 ,sollten ihn die ,rmer auf den ,trmmern eines griechischen oder phnicischen ,bauwerkes errichtet haben8 ,wirklich behauptet ,strabo1 ,galizien1 das ,land der ,gallci1 sey von griechischen ,colonien bevlkert gewesen4 ,nach einer ,angabe des ,asklepiades von ,myrla in seiner ,geographie von ,spanien htten sich nach einer alten ,sage die ,gefhrten des ,herkules in diesen ,landstrichen niedergelassen4 ,die ,phnicier und die ,griechen besuchten die ,ksten von ,galizien 7,gallaecia7 wegen des ,handels mit ,zinn1 das sie von hier wie von den ,cassiteridischen ,inseln bezogen4 ,die ,hhen von ,ferrol und ,corunna sind an derselben ,bai gelegen1 so da ein ,schiff1 das bei schlimmem ,wetter gegen das ,land getrieben wird1 je nach der ,richtung des ,windes1 im einen oder im anderen ,hafen vor ,anker gehen kann4 ,ein solcher ,vortheil ist unschtzbar in ,strichen1 wo die ,see fast bestndig hoch geht1 wie zwischen den ,vorgebirgen ,ortegal und ,finisterre1 den ,vorgebirgen ,trileucum und ,artabrum der algen ,geographen4 ,ein enger1 von steilen ,granitfelsen gebildeter ,canal fhrt in das weite ,becken von ,ferrol4 ,in ganz ,europa findet sich kein zweiter ,ankerplatz1 der so merkwrdig weit ins ,land hineinschnitte4 ,dieser enge1 geschlngelte ,pa1 durch den die ,schiffe in den ,hafen gelangen1 sieht aus1 als wre er durch eine ,fluth oder durch wiederholte ,ste heftiger ,erdbeben eingerissen4 ,in der ,neuen ,welt1 an der ,kste von ,neuandalusien1 hat die ,laguna des ,opisco1 der ,bischofsee1 genau dieselbe ,gestalt wie der ,hafen von ,ferrol4 ,die auffallendsten geologischen ,erscheinungen wiederholen sich auf den ,festlndern an weit entlegenen ,punkten1 und der ,forscher1 der ,gelegenheit gehabt1 verschiedene ,welttheile zu sehen1 erstaunt ber die durchgehende ,gleichfrmigkeit im ,ausschnitt der ,ksten1 im krummen ,zug der ,thler1 im ,anblick der ,berge und ihrer ,gruppirung4 ,das zufllige ,zusammentreffen derselben ,ursachen mute allerorten dieselben ,wirkungen hervorbringen1 und mitten aus der ,mannigfaltigkeit der ,natur tritt uns in der ,anordnung der todten ,stoffe1 wie in der ,organisation der ,pflanzen und ,thiere1 eine gewisse ,uebereinstimmung in ,bau und ,gestaltung eingegen4 ,auf der ,ueberfahrt von ,corunna nach ,ferrol machten wir ber einer ,untiefe beim weien ,signal1 in der ,bai1 die nach d',anville der portus magnus der ,alten war1 mittels einer ,thermometersonde mit ,ventilen einige ,beobachtungen ber die ,temperatur der ,see und ber die ,abnahme der ,wrme in den ber einander gelagerten ,wasserschichten4 ,ueber der ,bank zeigte das ,instrument an der ,meeresflche #abe bis #acc ,grad der hunderttheiligen ,scale1 whrend ringsumher1 wo das ,meer sehr tief war1 der ,thermometer bei #abh ,lufttemperatur auf #ae - #aec stand4 ,der berhmte ,franklin und ,jonathan ,williams1 der ,verfasser des zu ,philadelphia erschienenen ,werkes thermometric ,navigation1 haben zuerst die ,physiker darauf aufmerksam gemacht1 wie abweichend sich die ,temperaturverhltnisse der ,see ber ,untiefen gestalten1 sowie in der ,zone warmer ,wasserstrme1 die aus dem ,meerbusen von ,mexico zur ,bank von ,neufoundland und hinber an die ,nordksten von ,europa sich erstreckt4 ,die ,beobachtung1 da sich die ,nhe einer ,sandbank durch ein rasches ,sinken der ,temperatur an der ,meeresflche verkndet1 ist nicht nur fr die ,physik von ,wichtigkeit1 sie kann auch fr ,sicherheit der ,schiffahrt von groer ,bedeutung werden4 ,allerdings wird man ber dem ,thermometer das ,senkblei nicht aus der ,hand legen2 aber ,beobachtungen1 wie ich sie im ,verlauf dieser ,reisebeschreibung anfhren werde1 thun zur ,genge dar1 da ein ,temperaturwechsel1 den die unvollkommensten ,instrumente anzeigen1 die ,gefahr verkndet1 lange bevor das ,schiff ber der ,untiefe anlangt4 ,in solchen ,fllen mag die ,abnahme der ,meerestemperatur den ,schiffer veranlassen1 zum ,senkblei zu greifen in ,strichen1 wo er sich vollkommen sicher dnkte4 ,auf die physischen ,ursachen dieser verwickelten ,erscheinungen kommen wir anderswo zurck4 ,hier sey nur erwhnt1 da die niedrigere ,temperatur des ,wassers ber den ,untiefen groentheils daher rhrt1 da es sich mit tieferen ,wasserschichten mischt1 welche lngs der ,abhnge der ,bank zur ,meeresoberflche aufsteigen4 ,eine ,aufregung des ,meeres von ,nordwest her unterbrach unsere ,versuche ber die ,meerestemperatur in der ,bai von ,ferrol4 ,die ,wellen gingen so hoch1 weil auf offener ,see ein heftiger ,wind geweht hatte1 in dessen ,folge die englischen ,schiffe sich hatten von der ,kste entfernen mssen4 ,man wollte die ,gelegenheit zum ,auslaufen benutzen2 man schiffte alsbald unsere ,instrumente1 unsere ,bcher1 unser ganzes ,gepcke ein2 aber der ,westwind wurde immer strker und man konnte die ,anker nicht lichten4 ,wir benutzten den ,aufschub1 um an unsere ,freunde in ,deutschland und ,frankreich zu schreiben4 ,der ,augenblick1 wo man zum erstenmal von ,europa scheidet1 hat etwas ,ergreifendes4 ,wenn man sich noch so bestimmt vergegenwrtigt1 wie stark der ,verkehr zwischen den beiden ,welten ist1 wie leicht man bei den groen ,fortschritten der ,schifffahrt ber den atlantischen ,ocean gelangt1 der1 der ,sdsee gegenber1 ein nicht sehr breiter ,meeresarm ist1 das ,gefhl1 mit dem man zum erstenmal eine weite ,seereise antritt1 hat immer etwas tief ,aufregendes4 ,es gleicht keiner der ,empfindungen1 die uns von frher ,jugend auf bewegt haben4 ,getrennt von den ,wesen1 an denen unser ,herz hngt1 im ,begriff1 gleichsam den ,schritt in ein neues ,leben zu thun1 ziehen wir uns unwillkhrlich in uns selbst zusammen und ber uns kommt ein ,gefhl des ,alleinseyns1 wie wir es nie empfunden4 ,unter den ,briefen1 die ich kurz vor unserer ,einschiffung schrieb1 befand sich einer1 der fr die ,richtung unserer ,reise und den ,verlauf unserer spteren ,forschungen sehr folgereich wurde4 ,als ich ,paris verlie1 um die ,kste von ,afrika zu besuchen1 schien die ,entdeckungsreise in die ,sdsee auf mehrere ,jahre verschoben4 ,ich hatte mit ,kapitn ,baudin die ,verabredung getroffen1 da ich1 wenn er wider ,vermuthen die ,reise frher antreten knnte und ich davon ,kenntni bekme1 von ,algier aus in einen franzsischen oder spanischen ,hafen eilen wolle1 um die ,expedition mitzumachen4 ,im ,begriff1 in die ,neue ,welt abzugehen1 wiederholte ich jetzt dieses ,versprechen4 ,ich schrieb ,kapitn ,baudin1 wenn die ,regierung in auch jetzt noch den ,weg um ,cap ,horn nehmen lassen wolle1 so werde ich mich bemhen1 mit ihm zusammenzutreffen1 in ,montevideo1 in ,chili1 in ,lima1 wo immer er in den spanischen ,kolonien anlegen mchte4 ,treu dieser ,zusage1 nderte ich meinen ,reiseplan1 sobald die amerikanischen ,bltter im ,jahre #ahja die ,nachricht brachten1 die franzsische ,expedition sey von ,havre abgegangen1 um von ,ost nach ,west die ,welt zu umsegeln4 ,ich miethete ein kleines ,fahrzeug und ging von ,batabano auf der ,insel ,cuba nach ,portobelo und von da ber die ,landenge an die ,kste der ,sdsee4 ,in ,folge einer falschen ,zeitungsnachricht haben ,bonpland und ich ber #hjj ,meilen ,unter ,meilen ohne ,beisatz sind immer franzsische ,lieues zu verstehen4 #cfjj km in einem ,lande gemacht1 das wir gar nicht hatten bereisen wollen4 ,erst in ,quito erfuhren wir durch einen ,brief ,delambres1 des bestndigen ,secretrs der ersten ,classe des ,institutes1 da ,kapitn ,baudin um das ,kap der ,guten ,hoffnung gegangen und die ,west- und ,ostkste ,amerikas gar nicht berhrt habe4 ,nicht ohne ein ,gefhl von ,wehmut gedenke ich einer ,expedition1 die mehrfach in mein ,leben eingreift1 und die krzlich von einem ,gelehrten ,peron1 der nach langen schmerzlichen ,leiden im #ce4 ,jahre der ,wissenschaft entrissen wurde4 beschrieben worden ist1 den die ,menge der ,entdeckungen1 welche die ,wissenschaft ihm dankt1 und der aufopfernde ,muth1 den er auf seiner ,laufbahn unter den hrtesten ,entbehrungen und ,leiden bewiesen1 gleich hoch stellen4 ,ich hatte auf die ,reise nach ,spanien nicht meine ganze ,sammlung physikalischer1 geodtischer und astronomischer ,werzeuge mitnehmen knnen2 ich hatte die ,doubletten in ,marselle in ,verwahrung gegeben und wollte sie1 sobald ich ,gelegenheit gefunden htte1 an die ,kste der ,berberei zu gelangen1 nach ,algier oder ,tunis nachkommen lassen4 ,in ruhigen ,zeiten ist ,reisenden sehr zu rathen1 da sie sich nicht mit allen ihren ,instrumenten beladen2 man lt sie besser nachkommen1 um nach einigen ,jahren diejenigen1 zu ersetzen1 die durch den ,gebrauch oder auf dem ,transport gelitten haben4 ,diese ,vorsicht erscheint besonders dann geboten1 wenn man zahlreiche ,punkte durch rein chronometrische ,mittel zu bestimmen hat4 ,aber whrend eines ,seekriegs thut man klug1 seine ,instrumente1 ,handschriften und ,sammlungen fortwhrend bei sich zu haben4 ,wie wichtig dies ist1 haben traurige ,erfahrungen mir bewiesen4 ,unser ,aufenthalt zu ,madrid und ,corunna war zu kurz1 als da ich den meteorologischen ,apparat1 den ich in ,marseille gelassen1 htte von dort kommen lassen knnen4 ,nach unserer ,rckkehr vom ,orinoko gab ich ,auftrag1 mir denselben nach der ,havana zu schicken1 aber ohne ,erfolg2 weder diese ,apparat1 noch die achromatischen ,fernrhren und der ,thermometer von ,arnold1 die ich in ,london bestellt1 sind mir in ,amerika zugekommen4 ,getrennt von unseren ,instrumenten1 die sich an ,bord der ,corvette befanden1 brachten wir noch zwei ,tage in ,corunna zu4 ,ein dichter ,nebel1 der den ,horizont bedeckte verkndete endlich die sehnlich erwartete ,aenderung des ,wetters4 ,am #d4 ,juni abends drehte sich der ,wind nach ,nordost1 welche ,windrichtung an der ,kste von ,galizien in der schnen ,jahreszeit fr sehr bestndig gilt4 ,am fnften ging der ,pizarro wirklich unter ,segel1 obgleich wenige ,stunden zuvor die ,nachricht angelangt war1 eine englische ,escadre sey vom ,wachtposten ,sisarga signalisirt worden und scheine nach der ,mndung des ,tajo zu segeln4 ,die ,leute1 welche unsere ,corvette die ,anker lichten sahen1 uerten laut1 ehe drei ,tage vergehen1 seyen wir aufgebracht und mit dem ,schiffe1 dessen ,los wir teilen mten1 auf dem ,wege nach ,lissabon4 ,diese ,prophezeiung beunruhigte uns um so mehr1 als wir in ,madrid ,mexicaner kennengelernt hatten1 die sich dreimal in ,cadiz nach ,veracruz eingeschifft hatten1 jedesmal aber fast unmittelbar vor dem ,hafen aufgebracht worden und ber ,portugal nach ,spanien zurckgekehrt waren4 ,um zwei ,uhr nachmittags war der ,pizarro unter ,segel4 ,der ,canal1 durch den man aus dem ,hafen von ,corunna fhrt1 ist lang und schmal2 da er sich gegen ,nord ffnet und der ,wind uns entgegen war1 muten wir acht kleine ,schlge machen1 von denen drei so gut wie verloren waren4 ,gewendet wurde immer uerst langsam1 und einmal1 unter dem ,fort ,st4 ,amarro1 schwebten wir in ,gefahr1 da uns die ,strmung sehr nahe an die ,klippen trieb1 an denen sich das ,meer mit ,ungestm bricht4 ,unsere ,blicke hingen am ,schlo ,st4 ,antonio1 wo damals der unglckliche ,malaspina als ,staatsgefangener sa4 ,im ,augenblick1 da wir ,europa verlieen1 um ,lnder zu besuchen1 welche dieser bedeutende ,forscher mit so vielem ,erfolg bereist hat1 htte ich mit meinen ,gefhrten gern bei einem minder traurigen ,gegenstande verweilt4 ,um sechs ein halb ,uhr kamen wir am ,thurm des ,herkules vorber1 von dem oben die ,rege war1 der ,corunna als ,leuchtthurm dient1 und auf dem man seit ltesten ,zeiten ein ,steinkohlenfeuer unterhlt4 ,der ,schein dieses ,feuers steht in schlechtem ,verhltnis mit dem schnen stattlichen ,bauwerk2 es ist so schwach1 da die ,schiffe es erst gewahr werden1 wenn sie bereits ,gefahr laufen zu stranden4 ,bei ,einbruch der ,nacht wurde die ,see sehr unruhig und der ,wind bedeutend frischer4 ,wir steuerten gegen ,nordwest1 um nicht den englischen ,fregatten zu begegnen1 die1 wie man glaubte1 in diesen ,strichen kreuzten4 ,gegen neun ,uhr sahen wir das ,licht in einer ,fischerhtte von ,sisarga1 das letzte1 was uns von der ,kste von ,europa zu ,gesicht kam4 ,mit der zunehmenden ,entfernung verschmolz der schwache ,schimmer mit dem ,licht der ,sterne1 die am ,horizont aufgingen1 und unwillkrlich blieben unsere ,blicke daran hngen4 ,dergleichen ,eindrcke vergit einer nie1 der in einem ,alter1 wo die ,empfindung noch ihre volle ,tiefe und ,kraft besitzt1 eine weite ,seereise angetreten hat4 ,welche ,erinnerungen werden in der ,einbildungskraft wach1 wenn so ein leuchtender ,punkt in finsterer ,nacht1 der von ,zeit zu ,zeit aus den bewegten ,wellen aufblitzt1 die ,kste des ,heimatlandes bezeichnet6 ,wir muten die ,segel einziehen4 ,wir segelten zehn ,knoten in der ,stunde1 obgleich die ,corvette nicht zum ,schnellsegeln gebaut war4 ,um sechs ,uhr morgens wurde das ,schlingern so heftig1 da die kleine ,bramstange brach4 ,der ,unfall hatte indessen keine schlimmen ,folgen4 ,wir brauchten zu ,ueberfahrt von ,corunna nach den ,canarien dreizehn ,tage1 und dies war lang genug1 um uns in so stark befahrenen ,strichen wie die ,ksten von ,portugal der ,gefahr auszusetzen1 auf englische ,schiffe zu stoen4 ,die ersten drei ,tage zeigte sich kein ,segel am ,horizont1 und dies beruhigte nachgerade unsere ,mannschaft1 die sich auf kein ,gefecht einlassen konnte4 ,am #g4 liefen wir ber den ,parallelkreis von ,cap ,finisterre4 ,die ,gruppe von ,granitfelsen1 die dieses ,vorgebirge1 wie das ,vorgebirge ,toriaes und den ,berg ,corcubion bilden1 heit ,sierra de ,toriona4 ,das ,cap ,finisterre ist niedriger als das ,land umher1 aber die ,toriona ist auf hoher ,see #gf1e km weit sichtbar1 woraus folgt1 da die hchsten ,gipfel derselben nicht unter #ehb m hoch seyn knnen4 ,am #h4 bei ,sonnenuntergang wurde von den ,masten ein englisches ,convoi signalisiert1 das gegen ,sdost an der ,kste hinsteuerte4 ,ihm zu entgehen1 wichen wir die ,nacht hindurch aus unserem ,curs4 ,damit durften wir in der groen ,cajte kein ,licht mehr haben1 um nicht von weitem bemerkt zu werden4 ,diese ,vorsicht1 die an ,bord aller ,kauffahrer beobachtet wird und in dem ,reglement fr die ,paketboote der kniglichen ,marine vorgeschrieben ist1 brachte uns tdtliche ,langeweile auf den vielen ,ueberfahrten1 die wir in fnf ,jahren gemacht hatten4 ,wir muten uns fortwhrend der ,blendlaternen bedienen1 um die ,temperatur des ,meerwassers zu beobachten oder an der ,theilung der astronomischen ,instrumente die ,zahlen abzulesen4 ,in der heien ,zone1 wo die ,dmmerung nur einige ,minuten dauert1 ist man unter diesen ,umstnden schon um sechs ,uhr abends auer ,thtigkeit gesetzt4 ,dies war fr mich um so verdrielicher1 als ich vermge meiner ,constitution nie seekrank wurde1 und so oft ich an ,bord eines ,schiffes war1 immer groen ,trieb zur ,arbeit fhlte4 ,eine ,fahrt von der spanischen ,kste nach den ,canarien und von da nach ,sdamerika bietet wenig ,bemerkenswerthes1 zumal in der guten ,jahreszeit4 ,es ist weniger ,gefahr dabei1 als oft bei der ,ueberfahrt ber die groen ,schweizer ,seen4 ,ich theile daher hier nur die allgemeinen ,ergebnisse meiner magnetischen und meteorologischen ,versuche in diesem ,meeresstriche mit4 ,am #i4 ,juni1 unter #ci #ej' der ,breite und #af #aj' westlicher ,lnge vom ,meridian der ,pariser ,sternwarte1 fingen wir an die ,wirkung der groen ,strmung zu spren1 welche von den azorischen ,inseln nach der ,meerenge von ,gibraltar und nach den canarischen ,inseln geht4 ,indem ich den ,punkt1 den mir der ,gang der ,berthoudschen ,seeuhr angab1 mit des ,steuermanns ,schtzung verglich1 konnte ich die kleinsten ,aenderungen in der ,richtung und ,geschwindigkeit der ,strmungen bemerken4 ,zwischen dem #cg4 und #cj4 ,breitengrade wurde das ,schiff in vierundzwanzig ,stunden zuweilen #ah bis #bf ,meilen nach ,ost getrieben4 ,anfnglich war die ,richtung des ,stromes ,ost ,sdost1 aber in der ,nhe der ,meerenge wurde sie genau ,ost4 ,capitan ,macintosh und einer der gebildetsten ,seefahrer unserer ,zeit1 ,sir ,erasmus ,gower1 haben die ,vernderungen beobachtet1 welche in diese ,bewegung des ,wassers zu verschiedenen ,zeiten des ,jahres eintreten4 ,es kommt nicht selten vor1 da ,schiffer1 welche die canarischen ,inseln besuchen1 sich an der ,kste von ,lancerota befinden1 whrend sie meinten an ,teneriffa landen zu knnen4 ,baugainville befand sich auf seiner ,ueberfahrt vom ,cap ,finisterre nach den ,canarien im ,angesicht der ,insel ,ferro um #d ,grade weiter nach ,ost1 als seine ,rechnung ihm ergab4 ,gemeinhin erklrt man die ,strmung1 die sich zwischen den azorischen ,inseln1 der ,sdkste von ,portugal und den ,canarien merkbar macht1 daraus1 da das ,wasser des atlantischen ,oceans durch die ,meerenge von ,gibraltar einen ,zug nach ,osten erhalte4 ,de ,fleurieu behauptet sogar in den ,anmerkungen zur ,reise des ,capitn ,marchand1 der ,umstand1 da das ,mittelmeer durch die ,verdunstung mehr ,wasser verliere1 als die ,flsse einwerfen1 bringe im benachbarten ,weltmeer eine ,bewegung hervor1 und der ,einflu der ,meerenge sey sechshundert ,meilen #bgjj km weit auf offener ,see zu spren4 ,bei aller ,hochachtung1 die ich einem ,seefahrer schuldig bin1 dessen mit ,recht sehr geschtzten ,werken ich viel zu danken habe1 mu es mir gestattet seyn1 diesen wichtigen ,gegenstand aus einem weit allgemeineren ,gesichtspunkte zu betrachten4 ,wirft man einen ,blick auf das atlantische ,meer oder das tiefe ,thal1 das die ,westksten von ,europa und ,afrika von den ,ostksten des neuen ,continent trennt1 so bemerkt man in der ,bewegung der ,wasser entgegengesetzte ,richtungen4 ,zwischen den ,wendekreisen1 namentlich zwischen der afrikanischen ,kste am ,senegal und dem ,meere der ,antillen1 geht die allgemeine1 den ,seefahrern am lngsten bekannte ,strmung fortwhrend von ,morgen nach ,abend4 ,dieselbe wird mit dem ,namen 99,aequinoctialstrom99 bezeichnet4 ,die mittlere ,geschwindigkeit derselben unter verschiedenen ,breiten ist sich im ,atlantischen ,ozean und in der ,sdsee ungefhr gleich4 ,man kann sie auf #i bis #aj ,meilen #dj bis #de km in #bd ,stunden1 somit auf #j1ei bis #j1fe ,fu #j1ah bis #j1ba m in der ,secunde schtzen7#b74 ,die ,geschwindigkeit1 mit der die ,wasser in diesen ,strichen nach ,westen strmen1 ist etwa ein ,viertheil von der der meisten groen europischen ,flsse4 ,diese der ,umdrehung des ,erdballes entgegengesetzte ,bewegung des ,oceans hngt mit jenem ,phnomen wahrscheinlich nur insofern zusammen1 als durch die ,umdrehung der ,erde die ,polarwinde1 welche in den unteren ,luftschichten die kalte ,luft aus den hohen ,breiten dem ,aequator zufhren1 in ,passatwinde umgewandelt werden4 ,der ,aequinoctialstrom ist die ,folge der allgemeinen ,bewegung1 in welche die ,meeresflche durch die ,passatwinde versetzt wird1 und lokale ,schwankungen im ,zustande der ,luft bleiben ohne merkbaren ,einflu auf die ,strke und die ,geschwindigkeit der ,strmung4 ,im ,canal1 den der atlantische ,ocean zwischen ,guyana und ,guinea auf #bj bis #bc ,lngengrade1 vom #h4 oder #i4 bis zum #b4 oder #c4 ,grad nrdlicher ,breite gegraben hat1 wo die ,passatwinde hufig durch ,winde aus ,sd ode ,sd-,sd-,west unterbrochen werden1 ist die ,richtung des ,aequinoctialstroms weniger constant4 ,der afrikanischen ,kste zu werden die ,schiffe nach ,sdost fortgetrieben1 whrend der ,allerheiligenbai und dem ,vorgebirge ,st4 ,augustin zu1 denen die ,schiffe1 die nach der ,mndung des ,la ,plata steuern1 nicht gerne nahe kommen1 der allgemeine ,zug der ,wasser durch eine besondere ,strmung maskirt ist4 ,letztere ,strmung ist vom ,cap ,st4 ,roch bis zur ,insel ,trinidad fhlbar1 sie ist gegen ,nordwest gerichtet mit einer ,geschwindigkeit von einem bis anderthalb ,fu in der ,secunde4 ,der ,aequinoctialstrom ist1 wenn auch schwach1 sogar jenseits des ,wendekreises des ,krebses unter #bf und #bh ,grad der ,breite fhlbar4 ,im weiten ,becken des atlantischen ,oceans1 sieben- bis achthundert ,meilen von der afrikanischen ,kste1 beschleunigt sich der ,lauf der europischen ,schiffe1 welche nach den ,antillen gehen1 ehe sie in die heie ,zone gelangen4 ,weiter gegen ,nord1 unter dem #bh4 bis #ce4 ,grad1 zwischen den ,parallelkreisen von ,teneriffe und ,ceuta1 unter #df bis #dh ,grad der ,lnge1 bemerkt man keine constante ,bewegung2 denn eine #adj ,meilen breite ,zone trennt den ,aequinoktialstrom1 der nach ,west geht1 von der groen ,wassermasse1 die nach ,ost strmt und sich durch auffallend hohe ,temperatur auszeichnet4 ,auf diese ,wassermasse1 bekannt unter dem ,namen 99,golfstrom99 7,golfstream71 sind die ,physiker seit #aggf durch ,franklins und ,sir ,charles ,blagdens schne ,beobachtungen aufmerksam geworden4 ,da in neuerer ,zeit amerikanische und englsiche ,seefahrer eifrig bemht sind1 die ,richtung desselben zu ermitteln1 so mssen wir weiter ausholen1 um ienen allgemeinen ,gesichtspunkt fr das ,phnomen zugewinnen4 ,der ,aequinoctialstrom treibt die ,wasser des atlantischen ,oceans an die ,ksten der ,moskito-,indianer und von ,honduras4 ,der von ,sd nach ,nord gestreckte neue ,continent hlt diese ,strmung auf wie ein ,damm4 ,die ,gewsser erhalten zuerst die ,richtung nach ,nordwest1 gelangen durch die ,meerenge zwischen ,cap ,catoche und ,cap4 ,st4 ,antonio in den ,meerbusen von ,mexico1 und folgen den ,krmmungen der mexicanischen ,kste von ,vera-,cruz zur ,mndung des ,rio del ,norte1 und von da zur ,mndung des ,mississippi und den,untiefen westwrts von der ,ostspitze von ,florida4 ,nach dieser groen ,drehung nach ,west1 ,nord1 ,ost und ,sd nimmt die ,strmung wieder die ,richtung nach ,nord und drngt sich mit ,ungestm in den ,canal von ,bahama4 ,dort habe ich im ,mai #ahjd1 unter #bf und #bg ,grad der ,breite1 eine ,geschwindigkeit von #hj ,meilen in #bd ,stunden1 also von #e ,fu in der ,secunde beobachtet1 obgleich gerade ein sehr starker ,nordwind wehte4 ,beim ,ausgang des ,canals von ,bahama1 unter dem ,parallel von ,cap ,caaveral1 kehr sich der ,golfstrom oder ,strom von ,florida nach ,nordost4 ,er gleicht hier einem reienden ,strome und erreicht zuweilen die ,geschwindigkeit von fnf ,meilen in der ,stunde4 ,der ,steuermann kann1 sobald er den ,rand der ,strmung erreicht1 mit ziemlicher ,sicherheit annehmen1 um was er sich in seiner ,schtzung geirrt1 und wie weit er noch nach ,new-,york1 ,philadelphia oder ,charlestown hat2 die hohe ,temperatur des ,wassers1 sein starker ,salzgehalt1 die indigoblaue ,farbe und die schwimmenden ,massen ,tang1 endlich die im ,winter sehr merkbare ,erhhung der ,lufttemperatur geben den ,golfstrom zu erkennen4 ,gegen ,norden nimmt seine ,geschwindigkeit ab1 whrend seine ,breite zunimmt und die ,gewsser sich abkhlen4 ,zwischen ,cayo ,biscaino und der ,bank von ,bahama ist er nur #ae ,meilen1 unter #bh ,grad ,breite schon #ag1 und unter dem ,parallel von ,charlestown1 ,cap ,henlopen gegenber1 #dj bis #ej ,meilen breit4 ,wo die ,strmung am schmalsten ist1 erreicht sie eine ,geschwindigkeit von #c bis #d ,meilen in der ,stunde1 weiter nach ,norden zu betrgt dieselbe nur noch eine ,meile4 ,die ,gewsser des mexicanischen ,meerbusens behalten auf ihrem gewaltigen ,zuge nach ,nordost ihre hohe ,temperatur dermaen1 da ich unter #dj und #da ,grad der ,breite noch #bb #e 7#ah ,reaumur7 beobachtete1 whrend auerhalb des ,stroms das ,wasser an der ,oberflche kaum #ag #e 7#ad ,r47 warm war4 ,unter der ,breite von ,new-,york und ,oporto zeigt somit der ,golfstrom dieselbe ,temperatur wie die tropischen ,meere unter #ah ,grad ,breite1 also unter der ,breite von ,portorico und der ,inseln des grnen ,vorgebirgs4 ,vom ,hafen von ,boston an und unter dem ,meridian von ,halifax1 unter #ad #be' der ,breite und #fg der ,lnge1 erreicht der ,strom gegen #hj ,seemeilen ,breite4 ,hier kehrt er sich auf einmal nach ,ost1 so da sein westlicher ,rand bei der ,umbiegung zur nrdlichen ,grenze der bewegten ,wasser wird und er an der ,spitze der groen ,bank von ,neufoundland wegstreicht1 die ,bolney sinnreich die ,barre an der ,mndung dieses ungeheurn ,meerstroms nennt4 ,hchst auffallend ist der ,abstand zwischen der ,temperatur des kalten ,wassers ber dieser ,bank und der ,wrme der ,gewsser der heien ,zone1 die durch den ,golfstrom nach ,norden getrieben werden2 jene betrug nach meinen ,beobachtungen #hg - #aj 7#g - #h ,r471 diese #ba - #bbe 7#ag - #ah ,r474 ,in diesen ,strichen ist die ,wrme im ,meere hchst sonderbar vertheilt3 die ,gewsser der ,bank sind um #id klter als das benachbarte ,meer1 und dieses ist um #c klter als der ,strom4 ,diese ,zonen knnen ihre ,temperaturen nicht ausgleichen1 weil jede ihre eigene ,wrmequelle oder einen ,grund der ,wrmeerniedrigung hat1 und beide ,momente bestndig fortwirken47#c7 ,von der ,bank von ,neufoundland1 oder vom #eb4 ,grad der ,breite bis zu den ,azoren bleibt der ,golfstrom nach ,ost oder ,ost-,sd-,ost gerichtet4 ,noch immer wirkt hier in den ,gewssern der ,sto nach1 den sie tausend ,meilen von da in der ,meerende von ,florida1 zwischen der ,insel ,cuba und den ,untiefen der ,schildkrteninseln1 erhalten haben4 ,diese ,entfernung ist das ,doppelte von der ,lnge des ,laufs des ,amazonenstromes von ,jaen oder dem ,pa von ,manseriche zum ,gran-,para4 ,im ,meridian der ,inseln ,corvo und ,flores1 der westlichsten der ,gruppe der ,azoren1 nimmt die ,strmung eine ,meeresstrecke von #afj ,meilen in der ,breite ein4 ,wenn die ,schiffe auf der ,rckreise aus ,sdamerika nach ,europa diese beiden ,inseln aufsuchen1 um ihre ,lnge zu berichtigen1 so gewahren sie immer deutlich den ,zug des ,wassers nach ,sdost4 ,umter #cc ,grad der ,breite rckt der tropische ,aequinoctialstrom dem ,golfstrom sehr nahe4 ,in diesem ,striche des ,weltmeeres kann man an ,einem ,tage aus den ,gewssern1 die nach ,west laufen1 in diejenigen gelangen1 die nach ,sdost oder ,ost-,sd-,ost strmen4 ,von den ,azoren an nimmt der ,strom von ,florida seine ,richtung gegen die ,meerenge von ,gibraltar1 die ,insel ,madera und die ,gruppe der ,canarien4 ,die ,pforte bei den ,sulen des ,herkules beschleunigt ohne ,zweifel den ,zug des ,wassers gegen ,ost4 ,und in diesem ,sinne mag man mit ,recht behaupten1 die ,meerenge1 durch welche ,mittelmeer und ,atlantischer ,ozean zusammenhngen1 uere ihren ,einflu auf sehr weite ,ferne2 sehr wahrscheinlich wrden aber1 auch wenn die ,meerenge nicht bestnde1 ,fahrzeuge1 die nach ,teneriffa segeln1 dennoch nach ,sdost getrieben1 und zwar infolge eines ,anstoes1 dessen ,ursprung man an den ,ksten der neuen ,welt zu suchen hat4 ,im weiten ,meeresbecken pflanzen sich alle ,bewegungen fort1 gerade wie im ,luftmeer4 ,verfolgt man die ,strmungen rckwrts zu ihren fernen ,quellen1 gibt man sich ,rechenschaft von dem ,wechsel in ihrer ,geschwindigkeit1 warum sie bald abnimmt1 wie zwischen dem ,canal von ,bahama und der ,bank von ,neufoundland1 bald wieder wchst1 wie in der ,nhe der ,meerenge von ,gibraltar und bei den canarischen ,inseln1 so kann man nicht darber im ,zweifel seyn1 da dieselbe ,ursache1 welche die ,gewsser im ,meerbusen von ,mexiko herumdreht1 sie auch bei der ,insel ,madera in ,bewegung setzt4 ,sdlich von letztgenannter ,insel lt sich die ,strmung in ihrer ,richtung nach ,sdost und ,sd-,sd-,ost gegen die ,kste von ,afrika zwischen ,cap ,cantin und ,cap ,bojador verfolgen4 ,in diesen ,strichen sieht sich ein ,schiff bei stillem ,wetter nahe an der ,kste1 wenn es sich nach der nicht berichtigten ,schtzung noch weit davon entfernt glaubt4 ,ist die ,oeffnung bei ,gibraltar die ,ursache der ,bewegung des ,wassers1 warum hat dann die ,strmung sdlich von der ,meerenge nicht die entgegengesetzte ,richtung8 ,im ,gegentheil aber geht sie unter dem #be4 und #bf4 ,grad der ,breite erst grade nach ,sd und dann nach ,sdwest4 ,cap ,blanc1 nach ,cap ,verd das am weitesten sich hinausstreckende ,vorgebirge1 scheint ,einflu auf diese ,richtung zu uern1 und unter der ,breite desselben mischen sich die ,wasser1 deren ,bewegung wir von der ,kste von ,honduras bis zur afrikanischen verfolgt haben1 mit dem groen tropischen ,strom1 um den ,lauf von ,morgen nach ,abend von neuem zu beginnen4 ,wir haben oben bemerkt1 da mehrere hundert ,kilometer westwrts von den ,canarien der eigenthmliche ,zug der ,aequinoktialgewsser schon in der gemigten ,zone1 von #bh4 und #bi4 ,breitengrad an1 bemerklich wird2 aber im ,meridian der ,insel ,ferro kommen sie ,schiffe sdwrts bis zum ,wendekreis des ,krebses1 ehe sie sich nach ,schtzung ostwrts von ihrer wahren ,lnge befinden4 ,wie nun aber die nrdliche ,grenze des tropischen ,stroms und der ,passatwinde nach den ,jahreszeiten sich verschiebt1 so zeigt sich auch der ,golfstrom nach ,stellung und ,richtung vernderlich4 ,diese ,schwankungen sind besonders auffallend vom #bh4 ,breitegrad bis zur groen ,band von ,neufoundland1 ebenso zwischen dem #dh4 ,grad westlicher ,lnge von ,paris und dem ,meridian der ,azoren4 ,die wechselnden ,winde in der gemigten ,zone und das ,schmelzen des ,eises am ,nordpol von wo in den ,monaten ,juli und ,august eine bedeutende ,masse sen ,wassers nach ,sden abfliet1 erscheinen als die vornehmsten ,ursachen1 aus welchen sich in diesen hohen ,breiten ,strke und ,richtung des ,golfstoms verndern4 ,wir haben gesehen1 da zwischen dem #aa4 und #dc4 ,grad der ,breite die ,gewsser des atlantischen ,oceans mittelst ,strmungen fortwhrend im ,kreise umhergefhrt werden4 ,angenommen1 ein ,wassertheilchen gelange zu derselben ,stelle zurck1 von der es ausgegangen1 so lt sich1 nach dem1 was wir bis jetzt von der ,geschwindigkeit der ,strmungen wissen1 berechnen1 da es zu seinem #chjj ,meilen langen ,umlauf zwei ,jahre und zehn ,monate brauchte4 ,ein ,fahrzeug1 bei dem man von der ,wirkung des ,windes abshe1 gelangte in dreizehn ,monaten von den canarischen ,inseln an die ,kste von ,caracas4 ,es brauchte zehn ,monate1 um im ,meerbusen von ,mexico herum zu kommen und um zu den ,untiefen der ,schildkrteninseln gegenber vom ,hafen von ,havana zu gelangen1 aber nur vierzig bis fnfzig ,tage vom ,eingang der ,meerenge von ,florida bis ,neufoundland4 ,die ,geschwindigkeit der rcklufigen ,strmung von jener ,bank bis an die ,kste von ,afrika ist schwer zu schtzen2 nimmt man sie im ,mittel auf #g oder #h ,meilen in vierundzwanzig ,stunden an1 so ergeben sich fr diese letzte ,strecke zehn bis elf ,monate4 ,solches sind die ,wirkungen des langsamen1 aber regelmigen ,zuges1 der die ,gewsser des ,oceans herumfhrt4 ,das ,wasser des ,amazonenstroms braucht von ,tomependa bis zum ,gran-,para etwa fnfundvierzig ,tage4 ,kurz vor meiner ,ankunft auf ,teneriffa hatte das ,meer auf der ,rhede von ,santa ,cruz einen ,stamm der ,cedrela odorata1 noch mit der ,rinde1 ausgeworfen4 ,dieser amerikanischen ,baum wchst nur unter den ,tropen oder in den zunchst angrenzenden ,lndern4 ,er war ohne ,zweifel an der ,kste von ,terra ,firma oder ,honduras abgerissen worden4 ,die ,beschaffenheit des ,holzes und der ,flechten auf der ,rinde zeigte augenscheinlich1 da der ,stamm nicht etwa von einem der unterseeischen ,wlder herrhrte1 welche durch alte ,erdumwlzungen in die ,fltzgebilde nrdlicher ,lnder eingebettet worden sind4 ,wre der ,cedrelastamm1 statt bei ,teneriffa ans ,land geworfen zu werden1 weiter nach ,sden gelangt1 so wre er wahrscheinlich rings um den ganzen atlantischen ,ocean gefhrt worden und mittels des allgemeinen tropischen ,stroms wieder in sein ,heimathland gelangt4 ,diese ,vermuthung wird durch einen lteren ,fall untersttzt1 dessen ,abb ,viera in seiner allgemeinen ,geschichte der ,canarien erwhnt4 ,im ,jahre #aggj wurde ein mit ,getreide beladenes ,fahrzeug1 das von der ,insel ,lancerota nach ,santa ,cruz auf ,teneriffa gehen sollte1 auf die hohe ,see getrieben1 als sich niemand von der ,mannschaft an ,bord befand4 ,der ,zug der ,gewsser von ,morgen nach ,abend fhrte es nach ,amerika1 wo es an der ,kste von ,guyana bei ,caracas strandete4 ,zu einer ,zeit1 wo die ,schifffahrtskunst noch wenig entwickelt war1 bot der ,golfstrom dem ,geiste eines ,christoph ,columbus sichere ,anzeichen vom ,daseyn westwrts gelegener ,lnder4 ,zwei ,leichname1 die nach ihrer ,krperlichkeit einem unbekannten ,menschenstamme angehrten1 wurden gegen ,ende des #ae4 ,jahrhunderts bei den azorischen ,inseln ans ,land geworfen4 ,ungefhr um dieselbe ,zeit fand ,columbus ,schwager1 ,peter ,borrea1 ,statthalter von ,porto ,santo1 am ,strande dieser ,insel mchtige ,stcke ,bambusrohr1 die von der ,strmung und den ,westwinden angeschwemmt worden waren4 ,diese ,leichname und diese ,rohre machten den genuesischen ,seemann aufmerksam2 er errieth1 da beide von einem gegen ,west gelegenen ,festlande herrhren muten4 ,wir wissen jetzt1 da in der heien ,zone die ,passatwinde und der tropische ,strom sich jeder ,wellenbewegung in der ,richtung der ,umdrehung der ,erde widersetzen4 ,erzeugnisse der neuen ,welt knnen in die alte ,welt nur in hohen ,breiten und in der ,richtung des ,stroms von ,florida gelangen4 ,hufig werden ,frchte verschiedener ,bume der ,antillen an den ,ksten der ,inseln ,ferro und ,gomera angetrieben4 ,vor der ,entdeckung von ,amerika glaubten die ,canarier1 diese ,frchte kommen von der bezauberten ,insel ,st4 ,borondon1 die nach den ,seemannsmrchen und gewissen ,sagen westwrts in einem ,striche des ,oceans liegen sollte1 der bestndig in ,nebel gehllt sey4 ,mit dieser ,uebersicht der ,strmungen im ,atlantischen ,meere wollte ich hauptschlich darthun1 da der ,zug der ,gewsser gegen ,sdost1 von ,kap ,st4 ,vincent zu den canarischen ,inseln1 eine ,wirkung der allgemeinen ,bewegung ist1 in der sich die ,oberflche des ,ozeans an seinem ,westende befindet4 ,wir erwhnen daher nur kurz des ,arms des ,golfstroms1 der unter dem #de4 und #ej4 ,grad der ,breite1 bei der ,bank ,bonnet ,flamand1 von ,sdwest nach ,nordost gegen die ,ksten von ,europa gerichtet ist4 ,diese ,abtheilung des ,stromes wird sehr reiend1 wenn der ,wind lange aus ,west geblasen hat4 ,gleich dem1 der an ,ferro und ,gomera vorberstreicht1 wirft er alle ,jahre an die ,westksten von ,irland und ,norwegen ,frchte von ,bumen1 welche dem heien ,erdstrich ,amerikas eigenthmlich sind4 ,am ,strande der ,hebriden findet man ,samen von ,mimosa scandens1 ,dolichos urens1 ,guilandina bonduc1 und verschiedener anderer ,pflanzen von ,jamaika1 ,cuba und dem benachbarten ,festland4 ,die ,strmung treibt nicht selten wohl erhaltene ,fsser mit franzsischen ,wein an1 von ,schiffen1 die im ,meere der ,antillen ,schiffbruch gelitten4 ,neben diesen ,beispielen von den weiten ,wanderungen der ,gewchse stehen andere1 welche die ,einbildungskraft beschftigen4 ,die ,trmmer des englischen ,schiffes ,tilbury1 das bei ,jamaika verbrannt war1 wurden an der schottischen ,kste gefunden4 ,in denselben ,strichen kommen zuweilen verschiedene ,arten von ,schildkrten vor1 welche das ,meer der ,antillen bewohnen4 ,hat der ,westwind lange angehalten1 so entsteht in den hohen ,breiten eine ,strmung1 die von den ,ksten von ,grnland und ,labrador bis nordwrts von ,schottland gerade nach ,ost-,sd-,ost gerichtet ist4 ,wie ,wallace berichtet1 gelangten zweimal1 in den ,jahren #afhb und #ahfd1 amerikanische ,wilde vom ,stamme der ,eskimos1 die ein ,sturm in ihren ,canoes aus ,fellen auf die hohe ,see verschlagen1 mittels der ,strmung zu den orcadischen ,inseln4 ,dieser letztere ,fall verdient um so mehr ,aufmerksamkeit1 als man daraus ersieht1 wie zu einer ,zeit1 wo die ,schifffahrt noch in ihrer ,kindheit war1 die ,bewegung der ,gewsser des ,oceans ein ,mittel werden konnte1 um die verschiedenen ,menschenstmme ber die ,erde zu verbreiten4 ,das ,wenige1 was wir bis jetzt ber die wahre ,lage und die ,breite des ,golfstroms1 so wie ber die ,fortsetzung desselben gegen die ,ksten von ,europa und ,afrika wissen1 ist die ,frucht der zuflligen ,beobachtung einiger unterrichteten ,mnner1 welche in verschiedenen ,richtungen ber das atlantische ,meer gefahren sind4 ,da die ,kennti der ,strmungen zu ,abkrzung der ,seefahrten wesentlich beitragen kann1 so wre es von so groem ,belang fr die praktische ,seemannskunst1 als wissenschaftlich von ,interesse1 wenn ,schiffe mit vorzglichen ,chronometern im ,meerbusen von ,mexico und im nrdlichen ,ocean zwischen dem #cj4 und #ed4 ,grad der ,breite kreuzten1 ganz eigens zu dem ,zweck1 um zu ermitteln1 in welchem ,abstand sich der ,golfstrom in den verschiedenen ,jahreszeiten und unter dem ,einflu der verschiedenen ,winde sdlich von der ,mndung des ,mississippi und ostwrts von den ,vorgebirgen ,hatteras und ,codd hlt4 ,dieselben knnten zu untersuchen haben1 ob der groe ,strom von ,florida bestndig am stlichen ,ende der ,bank von ,neufoundland hinstreicht1 und unter welchem ,parallel zwischen dem #cb4 und #dj4 ,grad westlicher ,lnge die ,gewsser1 die von ,ost nach ,west strmen1 denen1 welche die umgekehrte ,richtung haben1 am nchsten gerckt sind4 ,die ,lsung der letzteren ,frage ist desto wichtiger1 als die meisten ,fahrzeuge1 welche von den ,antillen oder vom ,cap der guten ,hoffnung nach ,europa zurckgehen1 die bezeichneten ,striche befahren4 ,neben der ,richtung und ,geschwindigkeit der ,strmungen knnte sich eine solche ,expedition mit ,beobachtungen ber die ,meerestemperatur1 ber die ,linien ohne ,abweichung1 die ,inclination der ,magnetnadel und die ,intensitt der magnetischen ,kraft beschftigen4 ,beobachtungen dieser ,art erhalten einen hohen ,werth1 wenn der ,punkt1 wo sie angestellt worden1 astronomisch bestimmt ist4 ,auch in den von ,europern am starksten besuchten ,meeren1 weit von jeder ,kste1 kann ein unterrichteten ,seemann der ,wissenschaft wichtige ,dienste leisten4 ,die ,entdeckung einer unbewohnten ,inselgruppe ist von geringerem ,interesse1 als die ,kenntni der ,gesetze1 welche um eine ,menge vereinzelter ,thatsachen das einigende ,band schlingen4 ,denkt man den ,ursachen der ,strmungen nach1 so erkennt man1 da sie viel hufiger vorkommen mssen1 als man gemeiniglich glaubt4 ,die ,gewsser des ,meeres knnen durch gar mancherlei in ,bewegung gesetzt werden1 durch einen uern ,ansto1 durch ,verschiedenheiten in ,temperatur und ,salzgehalt1 durch das zeitweise1 ,schmelzen des ,polareises1 endlich durch das ungleiche ,maa der ,verdunstung unter verschiedenen ,breiten4 ,bald wirken mehrere dieser ,ursachen zum selben ,effekt zusammen1 bald bringen sie entgegengesetzte ,effekte hervor4 ,schwache1 aber bestndig in einem gnazen ,erdgrtel wehende ,winde1 wie die ,passatwinde1 bedingen eine ,bewegung vorwrts1 wie wir sie selbst bei den strksten ,strmen nicht beobachten1 weil diese auf ein kleines ,gebiet beschrnkt sind4 ,wenn in einer groen ,wassermasse die ,wassertheilchen an der ,oberflche specifisch verschieden schwer werden1 so bildet sich an der ,flche ein ,strom dem ,punkte zu1 wo das ,wasser am kltesten ist1 oder am meisten salzsaures ,natron1 schwefelsauren ,kalk und schwefelsaure oder salzsaure ,bittererde enthlt4 ,in den ,meeren unter den ,wendekreisen zeigt der ,thermometer in groen ,tiefen nicht mehr als #g - #h ,grad der hunterttheiligen ,scale4 ,die ergibt sich aus zahlreichen ,beobachtungen des ,commodore ,ellis und ,perons4 ,da in diesen ,strichen die ,lufttemperatur nie unter #ai - #bj ,grad sinkt1 so kann das ,wasser einen dem ,gefrierpunkt und dem ,maximum der ,dichtigkeit des ,wassers so nahe gerckten ,kltegrad nicht an der ,oberflche angenommen haben4 ,die ,existenz solcher kalten ,wasserschichten in niedern ,breiten weist somit auf einen ,strom hin1 der in der ,tiefe von den ,polen zum ,aequator geht2 sie weist ferner darauf hin1 da die ,salze1 welche das specifische ,gewicht des ,wassers verndern1 im ,ocean so vertheilt sind1 da sie die von der ,verschiedenheit im ,wrmegrad abhngigen ,wirkungen nicht aufheben4 ,bedenkt man1 da in ,folge der ,umdrehung der ,erde die ,wassertheilchen je nach der ,breite eine verschiedene ,geschwindigkeit haben1 so sollte man voraussetzen1 da jede von ,sd nach ,nord gehende ,strmung zugleich nach ,ost1 die ,gewsser dagegen1 die vom ,pol zum ,aequator strmen1 nach ,west abgelenken mten4 ,man sollte ferner glauben1 da diese ,neigung den tropischen ,strom bis zu einem gewissen ,grad einerseits verlangsamen1 andererseits dem ,polarstrom1 der sich im ,juli und ,august1 wenn das ,eis schmilzt1 unter der ,breite der ,bank von ,neufoundland und weiter nordwrts regelmig einstellt1 eine andere ,richtung geben mte4 ,sehr alte nautische ,beobachtungen1 die ich besttigen ,gelegenheit hatte1 indem ich die vom ,chronometer angegebene ,lnge mit der ,schtzung des ,schiffers verglich1 widersprechen diesen theoretischen ,annahmen4 ,in beiden ,hemisphren weichen die ,polarstrme1 wenn sie merkbar sind1 ein wenig nach ,ost ab2 und nach unserer ,ansicht ist der ,grund dieser ,erscheinung in der ,bestndigkeit der in hohen ,breiten herrschenden ,westwinde zu suchen4 ,ueberdie bewegen sich die ,wassertheilchen nicht mit derselben ,geschwindigkeit wie die ,lufttheilchen1 und die strksten ,meerestrmungen1 die wir kennen1 legen nur #h bis #i ,fu in der ,secunde zurck2 es ist demnach hchst wahrscheinlich1 da das ,wasser1 indem es durch verschiedene ,breiten geht1 die denselben entsprechende ,geschwindigkeit annimmt1 und da die ,umdrehung der ,erde ohne ,einflu auf die ,richtung der ,strmungen bleibt4 ,der verschiedene ,druck1 dem die ,meeresflche in ,folge der wechselnden ,schwere der ,luft unterliegt1 erscheint als eine weitere ,ursache der ,bewegung1 die besonders ins ,auge zu fassen ist4 ,es ist bekannt1 da die ,schwankungen des ,barometers im ,allgemeinen nicht gleichzeitig an zwei auseinanderliegenden1 im selben ,niveau befindlichen ,punkten eintreten4 ,wenn am einen dieser ,punkte der ,barometer einige ,linien tiefer steht als am andern1 so wird sich dort das ,wasser in ,folge des geringeren ,luftdrucks erheben1 und diese rtliche ,anschwellung wird andauern1 bis durch den ,wind das ,gleichgewicht der ,luft wiederhergestellt ist4 ,nach ,bauchers ,ansicht rhren die ,schwankungen im ,spiegel des ,genfer ,sees1 die sogenannten ,seiches1 eben davon her4 ,in der heien ,zone knnen die stndlichen ,schwankungen des ,barometers kleine ,schwingungen an der ,meeresflche hervorbringen1 da der ,meridian von #d ,uhr1 der dem ,minimum des ,luftdrucks entspricht1 zwischen den ,meridianen von #ba und #aa ,uhr liegt1 wo das ,quecksilber am hchsten steht2 aber diese ,schwingungen1 wenn sie berhaupt merkbar sind1 knnen keine ,bewegung in horizontaler ,richtung zur ,folge haben4 ,ueberall wo eine solche durch die ,ungleichheit im specifischen ,gewicht der ,wassertheile entsteht1 bildet sich ein doppelter ,strom1 ein oberer und ein unterer1 die entgegengesetzte ,richtungen haben4 ,daher ist in den meisten ,meerengen wie in den tropischen ,meeren1 welche die kalten ,gewsser der ,polarregionen aufnehmen1 die ganze ,wassermasse bis zu bedeutender ,tiefe in ,bewegung4 ,wir wissen nicht1 ob es sich eben so verhlt1 wenn die ,vorwrtsbewegung1 die man nicht mit dem ,wellenschlag verwechseln darf1 ,folge eines uern ,anstoes ist4 ,de ,fleurien fhrt in seinem ,bericht ber die ,expedition der ,isis mehrere ,thatsachen an1 die darauf hinweisen1 da das ,meer in der ,tiefe weit weniger ruhig ist1 als die ,physiker gewhnlich annehmen4 ,ohne hier auf eine ,untersuchung einzugehen1 jmit der wir uns in der ,folge zu beschftigen haben werden1 bemerken wir nur1 da1 wenn der uere ,ansto ein andauernder ist1 wie bei den ,passatwinden1 durch die gegenseitige ,reibung der ,wassertheilchen die ,bewegung nothwendig von ,meeresflche sich auf die tieferen ,wasserschichten fortpflanzen mu4 ,eine solche ,fortpflanzung nehmen auch die ,seefahrer beim ,golfstrom schon lange an2 auf die ,wirkungen derselben scheint ihnen die groe ,tiefe hinzudeuten1 welche das ,meer aller ,orten zeigt1 wo der ,strom von ,florida durchgeht1 sogar mitten in den ,sandbnken an den ,nordksten der ,vereinigten ,staaten4 ,dieser ungeheure ,strom warmen ,wassers hat1 nachdem er in fnfzig ,tagen vom #bd4 bis #de4 ,grad der ,breite #dej ,meilen zurckgelegt1 trotz der bedeutenden ,winterklte in der gemigten ,zone1 kaum #c - #d ,grad von seiner ursprnglichen ,temperatur unter den ,tropen verloren4 ,die ,gre der ,masse und der ,umstand1 da das ,wasser ein schlechter ,wrmeleiter ist1 machen1 da die ,abkhlung nicht rascher erfolgt4 ,wenn sich somit der ,golfstrom auf dem ,boden des atlantischen ,oceans ein ,bett gegraben hat1 und wenn seine ,gewsser bis in betrchtliche ,tiefen in ,bewegung sind1 so mssen sie auch in ihren untern ,schichten eine hhere ,temperatur behalten1 als unter derselben ,breite ,meeresstriche ohne ,strmungen und ,untiefen zeigen4 ,diese ,fragen sind nur durch unmittelbare ,beobachtungen mittelst des ,senkbleis mit ,thermometer zu lsen4 ,sir ,erasmus ,gower bemerkt1 auf der ,ueberfahrt von ,england nach den canarischen ,inseln gerathe man in die ,strmung und dieselbe treibe vom #ci4 ,breitegrade an die ,schiffe nach ,sdost4 ,auf unerer ,fahrt von ,corunna nach ,sdamerika machte sich der ,einflu dieses ,zugs der ,wasser noch weiter nrdlich merkbar4 ,vom #cg4 zum #cj4 ,grad war die ,abweichung sehr ungleich2 sie betrub tglich im ,mittel zwlf ,meilen1 das heit usnere ,corvette wurde in sechs ,tagen um #gb ,seemeilen gegen ,ost abgetrieben4 ,als wir auf #adj ,meilen 7,lieues7 ,entfernung den ,parallel der ,meerenge von ,gibraltar schnitten1 hatten wir ,gelegenheit zur ,beobachtung1 da in diesen ,strichen das ,maximum der ,geschwindigkeit nicht der ,oeffnung der ,meerenge selbst entspricht1 sondern einem nrdlicher gelegenen ,punkte in der ,verlngerung einer ,linie1 die man durch die ,meerenge und ,cap ,vincent zieht4 ,diese ,linie luft von der ,gruppe der azorischen ,inseln bis zum ,cap ,cantin parallel mit der ,richtung der ,gewsser4 ,es ist ferner zu bemerken1 und der ,umstand ist fr die ,physiker1 die sich mit der ,bewegung der ,flssigkeiten beschftigen1 nicht ohne ,interesse1 da in diesem ,stck des rcklufigen ,stromes1 in einer ,breite von #abj bis #adj ,meilen1 nicht die ganze ,wassermasse dieselbe ,geschwindigkeit1 noch dieselbe ,richtung hat4 ,bei ganz ruhiger ,see zeigen sich an der ,oberflche schmale ,streifen1 kleinen ,bchen gleich1 in denen das ,wasser mit einem fr das ,ohr des gebten ,schiffers wohl hrbaren ,gerusch hinstrmit4 ,am #ac4 ,juni1 unter #cd #ce' nrdlicher ,breite1 befanden wir uns mitten unter einer ,menge solcher ,strombetten4 ,wir konnten die ,richtung derselben mit dem ,compa aufnehmen3 die einen liefen nach ,nordost1 anderen nach ,ost-,nord-,ost1 trotz dem1 da der allgemeine ,zug der ,see1 wie die ,vergleichung der ,schtzung mit der chronometrischen ,lnge angab1 fortwhrend nach ,sdost gieng4 ,sehr hufig sieht man eine stehende ,wassermasse von ,wasserfden durchzogen1 die nach verschiedenen ,richtungen strmen2 solches kann man tglich an der ,oberflche unserer ,landseen beobachten1 aber seltener bemerkt man solch partielle ,bewegungen kleiner ,wassertheile in ,folge lokaler ,ursachen mitten in einem ,meeresstrome1 der sich ber ungeheure ,rume erstreckt und sich immer in derselben ,richtung1 wenn auch nicht mit bedeutender ,geschwindigkeit fortbewegt4 ,die sich kreuzenden ,strmungen beschftigen unsere ,einbildungskraft1 wie der ,wellenschlag1 weil diese ,bewegungen1 die den ,ocean in bestndiger ,unruhe erhalten1 sich zu durchdringen scheinen4 ,wir fuhren am ,cap ,vincent1 das aus ,besalt besteht1 auf mehr als #hj ,meilen #cfj km ,entfernung vorber4 ,auf #ae ,meilen #fg1e km erkennt man es nicht mehr deutlich1 aber die ,foya von ,monchique1 ein ,granitberg in der ,nhe des ,caps1 soll1 wie die ,steuerleute behaupten1 auf #bf ,meilen #aag km in ,see sichtbar seyn4 ,verhlt es sich wirklich so1 so ist die ,foya #gjj ,toisen 7#acfc ,meter7 hoch1 also #aaf ,toisen 7#bbe ,meter7 hher als der ,vesuv4 ,es ist auffallend1 da die portugiesische ,regierung kein ,feuer auf einem ,punkte unterhlt1 nach dem sich alle vom ,cap der guten ,hoffnung und vom ,cap ,horn kommenden ,schiffe richten mssen2 nach keinem anderen ,punkte wird mit so viel ,ungeduld ausgeschaut1 bis er in ,sicht kommt4 ,die ,feuer auf dem ,turm des ,herkules und am ,cap ,spichel sind so schwach und so wenig weit sichtbar1 da man sie gar nicht rechnen kann4 ,dazu wre das ,capuzinerkloster1 das auf ,kap ,vincent steht1 ganz der geeignete ,platz zu einem ,leuchtturm mit sich drehendem ,feuer1 wie zu ,cadix und an der ,garonnemndung4 ,seit unserer ,abfahrt von ,corunna und bis zum #cf4 ,breitegrad hatten wir auer ,meerschwalben und einigen ,delphinen fast kein lebendes ,wesen gesehen4 ,umsonst sahen wir uns nach ,tangen und ,weichthieren um4 ,am #aa4 ,juni aber hatten wir ein ,schauspiel1 das uns hchlich berraschte1 das wir aber spter in der ,sdsee hufig genossen4 ,wir gelangten in einen ,strich1 wo das ,meer mit einer ungeheuren ,menge ,medusen bedeckt war4 ,das ,schiff stand beinahe still1 aber die ,weichtiere zogen gegen ,sdost1 viermal rascher als die ,strmung4 ,ihr ,vorberzug whrte beinahe dreiviertel ,stunden1 und dann sahen wir nur noch einzelne ,individuen dem groen ,haufen1 wie wandermde1 nachziehen4 ,kommen diese ,thiere vom ,grunde des ,meeres1 das in diesen ,strichen wohl mehrere tausend ,toisen tief ist8 oder machen sie in ,schwrmen weite ,zge8 ,wie man wei1 lieben die ,weichthiere die ,untiefen1 und wenn die acht ,klippen unmittelbar unter dem ,wasserspiegel1 welche ,kapitn ,vobonne im ,jahr #agcb nordwrts von der ,insel ,porto ,santo gesehen haben will1 wirklich vorhanden sind1 so lt sich annehmen1 da diese ungeheure ,masse von ,medusen dorther kam1 denn wir befanden uns nur #bh ,meilen #abf km von jenen ,klippen4 ,wir erkannten neben der ,medusa aurita von ,baster und der ,m4 pelagica von ,bosc mit acht ,tentakeln 7,pelagia denticulata1 ,peron7 eine dritte ,art1 die sich der ,m4 hysocella nhert1 die ,vandelli an der ,mndung des ,tajo gefunden hat4 ,sie ist ausgezeichnet durch die braungelbe ,farbe und dadurch1 da die ,tentakeln lnger sind als der ,krper4 ,manche dieser ,meernesseln hatten vier ,zoll #aj cm im ,durchmesser2 ihr fast metallischer ,glanz1 ihre violett und purpurn schillernde ,frbung hob sich vom ,blau der ,see uerst angenehm ab4 ,unter den ,medusen fand ,bonpland ,bndel der ,dagysa notata1 eines ,weichthiers von sonderbarem ,bau1 das ,sir ,joseph ,banks zuerst kennen gelernt hat4 ,es sind kleine gallertartige ,scke1 durchsichtig1 walzenfrmig1 zuweilen vieleckig1 #ac ,linien #c mm lang1 #b - #c #j1e bis #j1g mm im ,durchmesser4 ,diese ,scke sind an beiden ,enden offen4 ,an der einen ,oeffnung zeigt sich eine durchsichtige ,blase mit einem gelben ,fleck4 ,diese ,cylinder sind der ,lnge nach aneinander geklebt wie ,bienenzellen und bilden #f - #h ,zoll #af bis #ba cm lange ,schnre4 ,umsonst versuchte ich die galvanische ,elektricitt an diesen ,weichthieren2 sie brachte keine ,zusammenziehung hervor4 ,die ,gattung ,dagysa1 die zur ,zeit von ,cooks erster ,reise zuerst aufgestellt wurde1 scheint zu den ,salpen zu gehren4 ,auch die ,salpen wandern in ,schwrmen1 wobei sie sich zu ,schnren an einander hngen1 wie wir bei der ,dagysa gesehen4 ,am #ac4 ,juni ,morgens unter #cd #cc' ,breite sahen wir wieder bei vollkommen ruhiger ,see groe ,haufen des letzterwhnten ,thiers vorbeitreiben4 ,bei ,nacht machten wir die ,beobachtung1 da alle drei ,medusenarten1 die wir gefangen1 nur leuchteten1 wenn man sie ganz leicht anstie4 ,diese ,eigenschaft kommt also nicht der von ,forskael in seiner ,fauna ,aegytiaca beschriebenen ,medusa noctiluca allein zu1 die ,gmelin mit der ,medusa pelagica ,lflings vereinigt1 obgleich sie rote ,tentakeln und braune ,krperwarzen hat4 ,legt man eine sehr reizbare ,meduse auf einen ,zinnteller und schlgt mit irgendeinem ,metall an den ,teller1 so wird das ,tier schon durch die leichte ,schwingung des ,zinns leuchtend4 ,galvanisirt man ,medusen1 so zeigt sich zuweilen der phosphorische ,schein im ,moment1 wo man die ,kette schliet1 wenn auch die ,excitatoren die ,organe des ,tieres nicht unmittelbar berhren4 ,die ,finger1 mit denen man es berhrt1 bleiben ein paar ,minuten leuchtend1 wie man dies auch beobachtet1 wenn man das ,gehuse der ,pholaden zerbricht4 ,reibt man ,holz mit dem ,krper einer ,meduse und leuchtet die geriebene ,stelle nicht mehr1 so erscheint der ,schimmer wieder1 wenn man mit der trockenen ,hand ber das ,holz fhrt4 ,ist derselbe wieder verschwunden1 so lt er sich nicht noch einmal hervorrufen1 wenn auch die geriebene ,stelle noch feucht und klebrig ist4 ,wie wirkt in diesem ,falle die ,reibung oder der ,sto8 ,die ,frage ist schwer zu beantworten4 ,ruft etwa eine kleine ,temperaturerhhung den ,schein hervor1 oder kommt er wieder1 weil man die ,oberflche erneuert und so die ,theile des ,thiers1 welche den ,phosphorwasserstoff entbinden1 mit dem ,sauerstoff der atmosphrischen ,luft in ,berhrung bringt8 ,ich habe durch ,versuche1 die im ,jahre #agig verffentlicht worden1 dargethan1 da ,scheinholz in reinem ,wasserstoff und ,stickstoff nicht mehr leuchtet1 und da der ,schein wiederkehrt1 sobald man die kleinste ,blase ,sauerstoff in das ,gas treten lt4 ,diese ,thatsachen1 deren wir in der ,folge noch mehrere anfhren werden1 bahnen uns den ,weg zur ,erklrung des ,meerleuchtens und des besonderen ,umstandes1 da das ,erscheinen des ,lichtschimmers mit dem ,wellenschlag in ,zusammenhang steht4 ,zwischen ,madera und der afrikanischen ,kste hatten wir gelinde ,winde oder ,windstille1 wodurch ich mich bei den magnetischen ,versuchen1 mit denen ich mich bei der ,ueberfahrt beschftigte1 sehr gefrdert sah4 ,wir wurden nicht satt1 die ,pracht der ,nchte zu bewundern2 nichts geht ber die ,klarheit und ,heiterkeit des afrikanischen ,himmels4 ,wir wunderten uns ber die ungeheure ,menge ,sternschnuppen1 die jeden ,augenblick niedergingen4 ,je weiter wir nach ,sden kamen1 desto hufiger wurden sie1 besonders bei den canarischen ,inseln4 ,ich glaube auf meinen ,reisen die ,beobachtung gemacht zu haben1 da diese ,feuermeteore berhaupt in manchen ,landstrichen hufiger vorkommen und glnzender sind als in anderen4 ,nie sah ich ihrer so viele als in der ,nhe der ,vulkane der ,provinz ,quito und in der ,sdsee an der vulkanischen ,kste von ,guatimala4 ,der ,einflu1 den ,oertlichkeit1 ,klima und ,jahreszeit auf die ,bildung der ,sternschnuppen zu haben scheinen1 trennt diese ,classe von ,meteoren von den ,aerolithen1 die wahrscheinlich dem ,weltraume auerhalb unseres ,luftkreises angehren4 ,nach den bereinstimmenden ,beobachtungen von ,benzenberg und ,brandes erscheinen in ,europa viele ,sternschnuppen nicht mehr als #cj1jjj ,toisen #eh #dgj m ber der ,erde4 ,man hat sogar eine gemessen1 die nur #ad1jjj ,toisen #bg #bhj m hoch war4 ,es wre zu wnschen1 da dergleichen ,messungen1 die nur annhernde ,resultate ergeben knnen1 fters wiederholt wrden4 ,in den heien ,landstrichen1 besonders unter den ,tropen1 zeigen die ,sternschnuppen einen ,schweif1 der noch #ab bis #ae ,secunden fortleuchtet2 ein andermal ist es1 als platzten sie und zerstieben in mehrere ,lichtfunken1 und im allgemeinen sind sie viel weiter unten in der ,luft als im nrdlichen ,europa4 ,man sieht sie nur bei heiterem1 blauen ,himmel1 und unter einer ,wolke ist wohl noch nie eine beobachtet worden4 ,hufig haben die ,sternschnuppen ein paar ,stunden lang eine und dieselbe ,richtung1 und dies ist dann die ,richtung des ,windes4 ,in der ,bucht von ,neapel haben ,gay-,lussac und ich ,lichterscheinungen beobachtet1 die denen1 welche mich bei meinem langen ,aufenthalt in ,mexiko und ,quito beschftigten1 sehr hnlich waren4 ,das ,wesen dieser ,meteore hngt vielleicht ab von der ,beschaffenheit von ,boden und ,luft1 gleich gewissen ,erscheinungen von ,luftspiegelung und ,strahlenbrechung an der ,erdoberflche1 wie sie an den ,ksten von ,calabrien und ,sicilien vorkommen4 ,wir bekamen auf unserer ,fahrt weder die ,inseln ,desiertas noch ,madera zu ,gesicht4 ,gerne htte ich die ,lnge dieser ,inseln berichtigt und von den vulkanischen ,bergen nordwrts von ,funchal ,hhenwinkel genommen4 ,de ,borda berichtet1 man sehe diese ,berge auf #bj ,meilen #ij km1 was nur auf eine ,hhe von #dad ,toisen 7#hjf ,meter7 hinweise2 wir wissen aber1 da nach neueren ,messungen der hchste ,gipfel von ,madera #eafg englische ,fu oder #hjg ,toisen #aegc m hoch ist4 ,die kleinen ,inseln ,desiertas und ,salvages1 auf denen man ,orseille und ,mesembryanthemum crystallinum sammelt1 haben nicht #bjj ,toisen senkrechter ,hhe4 ,es scheint mir von ,nutzen1 die ,seefahrer auf dergleichen ,bestimmungen hinzweisen1 weil sich mittelst einer ,methode1 deren in dieser ,reisebeschreibung fter ,erwhnung geschieht und deren sich ,borda1 ,lord ,mulgrave1 de ,rossel und ,don ,cosme ,churruca auf ihren ,reisen mit ,erfolg bedient haben1 durch ,hhenwinkel1 die man mit guten ,reflexionsinstrumenten nimmt1 mit hinlnglicher ,genauigkeit ermitteln lt1 wie weit sich das ,schiff von einem ,vorgebirge oder von einer gebirgigen ,insel befindet4 ,als wir #dj ,meilen #ahj km ostwrts von ,madera waren1 setzte sich eine ,schwalbe auf die ,marsstenge4 ,sie war so mde1 da sie sich leicht fangen lie4 ,es war eine ,rauchschwalbe 7,hierundo rustica1 ,lin474 ,was mag einen ,vogel veranlassen1 in dieser ,jahreszeit und bei stiller ,luft so weit zu fliegen8 ,bei d,entrecasteaux ,expedition sah man gleichfalls eine ,rauchschwalbe #fj ,meilen #bgj km weit vom weien ,vorgebirge2 das war aber ,ende ,oktobers1 und ,labillardire war der ,meinung1 sie komme eben aus ,europa4 ,wir befuhren diese ,striche im ,juni1 und seit langer ,zeit hatte kein ,sturm das ,meer aufgerhrt4 ,ich betone den letzteren ,umstand1 weil kleine ,vgel1 sogar ,schmetterlinge zuweilen durch heftige ,winde auf die hohe ,see verschlagen werden1 wie wir es in der ,sdsee1 westwrts von der ,kste von ,mexiko1 beobachten konnten4 ,der ,pizarro hatte ,befehl1 bei der ,insel ,lanzarota1 einer der sieben groen ,canarien1 anzulegen1 um sich zu erkundigen1 ob die ,englnder die ,rhede von ,santa ,cruz auf ,teneriffa blokirten4 ,seit dem #ae4 ,juni war man im ,zweifel1 welchen ,weg man einschlagen sollte4 ,bis jetzt hatten die ,steuerleute1 die mit den ,seeuhren nicht recht umzugehen wuten1 keine groen ,stcke auf die ,lnge gehalten1 die ich fast immer zweimal des ,tags bestimmte1 indem ich zum ,uebertrag der ,zeit ,morgens und ,abends ,stundenwinkel aufnahm4 ,endlich am #af4 ,juni1 um neun ,uhr morgens1 als wir schon unter #bj #bf' der ,breite waren1 nderte der ,capitn den ,curs und steuerte gegen ,ost4 ,da zeigte sich bald1 wie genau ,louis ,berthouds ,chronometer war2 um #b ,uhr nachmittags kam ,land in ,sicht1 das wie eine kleine ,wolke am ,horizont erschien4 ,um fnf ,uhr1 bei niedriger stehender ,sonne1 lag die ,insel ,lanzarota so deutlich vor uns1 da ich den ,hhenwinkel eines ,kegelberges messen konnte1 der majesttisch die anderen ,gipfel berragt und den wir fr den groen ,vulkan hielten1 der in der ,nacht vom ersten ,september #agcj so groe ,verwstungen angerichtet hat4 ,die ,strmung trieb uns schneller gegen die ,kste1 als wir wnschten4 ,im ,hinfahren sahen wir zuerst die ,insel ,fortaventura1 bekannt durch die vielen ,kameele7#d71 die darauf leben1 und bald darauf die kleine ,insel ,lobos im ,canal zwischen ,fortaventura und ,lancerota4 ,wir brachten die ,nacht zum ,theil auf dem ,verdeck zu4 ,der ,mond beschien die vulkanischen ,gipfel von ,lanzerota1 deren mit ,asche bedeckten ,abhnge wie ,silber schimmerten4 ,antares glnzte nahe der ,mondscheibe1 die nur wenige ,grad ber dem ,horizont stand4 ,die ,nacht war wunderbar heiter und frisch4 ,obgleich wir nicht weit von der afrikanischen ,kste und der ,grenze der heien ,zone waren1 zeigte der hunderttheilige ,thermometer nicht mehr als #ah4 ,es war1 als ob das ,leuchten des ,meeres die in der ,luft verbreitete ,lichtmasse vermehrte4 ,zum erstenmal konnte ich an einem zweizlligen ,sextanten von ,troughton mit sehr feiner ,theilung den ,nonius ablesen1 ohne mit einer ,kerze an den ,rand zu leuchten4 ,mehrere unserer ,reisegefhrten waren ,canarier2 gleich allen ,einwohnern der ,insel priesen sie enthusiastisch die ,schnheit ihres ,landes4 ,nach ,mitternacht zogen hinter dem ,vulkan schwere ,wolken auf und bedeckten hin und wieder den ,mond und das schne ,sternbild des ,scorpion4 ,wir sahen am ,ufer ,feuer hin und her tragen4 ,es waren wahrscheinlich ,fischer1 die sich zur ,fahrt rsteten4 ,wir hatten auf der ,reise fortwhrend in den alten spanischen ,reisebeschreibungen gelesen1 und diese sich hin und her bewegenden ,lichter erinnerten uns an die1 welche ,pedro ,guttierez1 ein ,page der ,knigin ,isabella1 in der denkwrdigen ,nacht1 da die neue ,welt entdeckt wurde1 auf der ,guanahani sah4 ,am #ag4 ,morgens war der ,horizont nebligt und der ,himmel leicht umzogen4 ,desto schrfer traten die ,berge von ,lanzerota in ihren ,umrissen hervor4 ,die ,feuchtigkeit erhht die ,durchsichtigkeit der ,luft und rckt zugleich scheinbar die ,gegenstnde nher4 ,diese ,erscheinung ist jedem bekannt1 der ,gelegenheit gehabt hat1 an ,orten1 wo man die ,ketten der ,hochalpen oder der ,anden sieht1 hygrometrische ,betrachtungen anzustellen4 ,wir liefen1 mit dem ,senkblei in der ,hand1 durch den ,canal zwischen den ,inseln ,alegranza und ,montaa ,clara4 ,wir untersuchten den ,archipel kleiner ,eilande nrdlich von ,lanzerota1 die sowohl auf der sonst sehr genauen ,karte von de ,fleurieu1 als auf der ,karte1 die zur ,reise der ,fregatte ,flora gehrt1 so schlecht gezeichnet sind4 ,die auf ,befehl des ,herrn de ,castries i4 ,j4 #aghf verffentlichte ,karte des ,atlantischen ,oceans hat dieselben irrigen ,angaben4 ,da die ,strmungen in diesen ,strichen ausnehmend rasch sind1 so mag die fr die ,sicherheit der ,schiffahrt nicht unwichtige ,bemerkung hier stehen1 da die ,lage der fnf kleinen ,inseln ,alegranza1 ,clara1 ,graciosa1 ,roca del ,este und ,infierno nur auf der ,karte der canarischen ,inseln von ,borda und im ,atlas von ,tofio genau angegeben ist1 welcher letztere sich dabei an die ,beobachtungen von ,don ,jose ,varela hielt1 die mit denen der ,fregatte ,boussole ziemlich bereinstimmen4 ,inmitten dieses ,archipels1 den ,schiffe1 die nach ,teneriffa gehen1 selten befahren1 machte die ,gestaltung der ,ksten den eigenthmlichsten ,eindruck auf uns4 ,wir glaubten uns in die euganischen ,berge im ,vincentinischen oder an die ,ufer des ,rheins bei ,bonn versetzt 7,siebengebirge74 ,die ,gestaltung der organischen ,wesen wechselt nach den ,klimaten1 und diese erstaunliche ,mannigfaltigkeit gibt dem ,studium der ,vertheilung der ,pflanzen und ,thiere seinen ,hauptreiz2 aber die ,gebirgsarten1 die vielleicht frher gebildet worden1 als die ,ursachen1 von welchen die ,abstufung der ,klimate abhngt1 in ,wirksamkeit getreten1 sind in beiden ,hemisphren die nmlichen4 ,die ,porphyre1 welche glasigen ,feldspath oder ,hornblende einschlieen1 die ,phonolithe 7,werners ,porphyrschiefer71 ,grnsteine1 ,mandelsteine und ,basalte zeigen fast so constante ,formen wie in der ,auvergne1 im bhmischen ,mittelgebirge wie in ,mexiko und an den ,ufern des ,ganges erkennt man die ,trappformation am symmetrischen ,bau der ,berge1 an den gestutzten1 bald einzeln stehenden1 bald zu ,gruppen vereinigten ,kegeln1 an den ,plateaux1 die an beiden ,enden mit einer runden niedrigen ,kuppe gekrnt sind4 ,der ganze westliche ,theil von ,lanzerota1 den wir in der ,nhe sahen1 hat ganz das ,ansehen eines in neuester ,zeit von vulkanischem ,feuer verwsteten ,landes4 ,alles ist schwarz1 drr1 von ,dammerde entblt4 ,wir erkannten mit dem ,fernrohr ,basalt in ziemlich dnnen1 stark fallenden ,schichten4 ,mehrere ,hgel gleichen dem ,monte nuovo bei ,neapel oder den ,schlacken- und ,aschenhgeln1 welche am ,fue des ,vulkanes ,jorullo in ,mexiko in ,einer ,nacht aus dem berstenden ,boden emporgestiegen sind4 ,nach ,abb ,viera wurde auch im ,jahre #agcj mehr als die ,hlfte der ,insel vllig umgewandelt4 ,der groe ,vulkan1 dessen wir oben erwhnt1 und der bei den ,eingeborenen der ,vulkan von 99,temanfaya99 heit1 verheerte das fruchtbarste und bestangebaute ,gebiet2 neun ,drfer wurden durch die ,lavastrme vllig zerstrt4 ,ein heftiges ,erdbeben war der ,katastrophe vorangegangen1 und gleich starke ,ste wurden noch mehrere ,jahre nachher gesprt4 ,letztere ,erscheinung ist um so auffallender1 je seltener sie nach einem ,ausbruch ist1 wenn einmal nach dem ,ausflu der geschmolzenen ,stoffe die elastischen ,dmpfe durch den ,krater haben entweichen knnen4 ,der ,gipfel des groen ,vulkanes ist ein runder1 nicht genau kegelfrmiger ,hgel4 ,nach den ,hhenwinkeln1 die ich in verschiedenen ,abstnden genommen1 scheint seine absolute ,hhe nicht viel ber #cjj ,toisen #ehj m zu betragen4 ,die benachbarten kleinen ,berge und die der ,inseln ,alegranza und ,clara sind kaum #ajj bis #abj ,toisen #ie bis #acd m hoch4 ,man wundert sich1 da ,gipfel1 die sich auf hoher ,see so imposant darstellen1 nicht hher seyn sollten4 ,aber nichts ist so unsicher als unser ,urtheil ber die ,gre der ,winkel1 unter denen uns ,gegenstnde ganz nahe am ,horizont erscheinen4 ,einer ,tuschung derart ist es zuzuschreiben1 wenn vor den ,messungen de ,churrucas und ,galeanos am ,cap ,pilar die ,berge an der ,magellanschen ,meerenge und des ,feuerlandes bei den ,seefahrern fr ungemein hoch galten4 ,die ,insel ,lanzerota hie frher 99,titeroigotra994 ,bei der ,ankunft der ,spanier zeichneten sich die ,bewohner vor den anderen ,canariern durch ,merkmale hherer ,kultur aus4 ,sie hatten ,huser aus behauenen ,steinen1 whrend die ,guanchen auf ,teneriffa1 als wahre ,troglodyten1 in ,hhlen wohnten4 ,auf ,lanzerota herrschte zu jener ,zeit ein seltsamer ,gebrauch1 der nur bei den ,tibetanern vorkommt4 ,in ,tibet ist brigens die ,vielmnnerei nicht so hufig1 als man glaubt1 und von der ,priesterschaft mibilligt4 ,eine ,frau hatte mehrere ,mnner1 welche in der ,ausbung der ,rechte des ,familienhauptes wechselten4 ,der eine ,ehemann war als solcher nur whrend eines ,mondumlaufs anerkannt1 sofort bernahm ein anderer das ,amt und jener trat in das ,hausgesinde zurck4 ,es ist zu bedauern1 da wir von den ,geistlichen im ,gefolge ,johanns von ,bthencourt1 welche die ,geschichte der ,eroberung der ,canarien geschrieben haben1 nicht mehr von den ,sitten eines ,volkes erfahren1 bei dem so sonderbare ,bruche herrschten4 ,im fnfzehnten ,jahrhundert bestanden auf der ,insel ,lanzerota zwei kleine voneinander unabhngige ,staaten1 die durch eine ,mauer geschieden waren1 dergleichen man auch in ,schottland1 in ,peru und in ,china findet1 ,denkmler1 die den ,nationalha berleben4 ,wegen des ,windes muten wir zwischen den ,inseln ,alegranza und ,montaa ,clara durchfahren4 ,da ,niemand am ,bord der ,corvette je in diesem ,canal gewesen war1 so mute das ,senkblei ausgeworfen werden4 ,wir fanden ,grund bei #be und #cb ,faden #de bis #fj m4 ,mit dem ,senkbleu wurde eine organische ,substanz von so sonderbarem ,bau aufgezogen1 da wir lange nicht wuten1 ob wir sie fr einen ,zoophyten oder fr eine ,tangart halten sollten4 ,auf einem brunlichen1 drei ,zoll langen ,stiel sitzen runde lappige ,bltter mit gezahntem ,rand4 ,sie sind hellgrn1 lederartig und gestreift wie die ,bltter der ,adianten und des ,ginkgo biloba4 ,ihre ,flche ist mit steifen1 weilichen ,haaren bedeckt2 vor der ,entwicklung sind die concav und in einander geschachtelt4 ,wir konnten keine ,spur von willkhrlicher ,bewegung1 von ,irritabilitt daran bemerken1 auch nicht als wir es mit dem ,galvanismus versuchten4 ,der ,stiel ist nicht holzig1 sondern besteht aus einem hornartigen ,stoff1 gleich der ,achse der ,gorgonen4 ,da ,stickstoff und ,phosphor in ,menge in verschiedenen cryptogamischen ,gewchsen nachgewiesen sind1 so wre nichts dabei herausgekommen1 wenn wur auf chemischem ,wege htte ermitteln wollen1 ob dieser organische ,krper dem ,pflanzen- oder dem ,thierreich angehre4 ,da er einigen ,seepflanzen mit ,adiantenblttern sehr nahe kommt1 so stellten wir ihn vorlufig zu den ,tangen und nannten ihn ,fucus vitifolius4 ,die ,haare1 mit denen das ,gewchs bedeckt ist1 kommen bei vielen andern ,tangen vor4 ,allerdings zeigte das ,blatt1 als es frisch aus der ,see unter dem ,mikroscop untersucht wurde1 nicht die drsigen ,krper in ,hufchen oder die dunkeln ,punkte1 welche bei den ,gattungen ,ulva und ,fucus die ,fructificationen enthalten2 aber wie oft findet man ,tange1 die vermge ihrer ,entwicklungsstufe in ihrem durchsichtigen ,paranchym noch keine ,spur von ,krnern zeigen4 ,ich htte diese ,einzelheiten1 die in die beschreibende ,naturgeschichte gehren1 hier bergangen1 wenn sich nicht am ,fucus mit weinblatthnlichen ,blttern ein physiologische ,erscheinung von allgemeinerem ,interesse beobachten liee4 ,unser ,seetang hatte1 an ,madreporen befestigt1 #aib ,fu tief am ,meeresboden vegetirt1 und doch waren seine ,bltter so grn wie unsere ,grser4 ,nach de ,bouguers ,versuchen7#e7 wird das ,licht1 das durch #ahj ,fu ,wasser hindurchgeht1 im ,verhltni von #a zu #adgg1h geschwcht4 ,der ,tang von ,alegranza ist also ein neuer ,beweis fr den ,satz1 da ,gewchse im ,dunkeln vegetiren knnen1 ohne farblos zu werden4 ,die noch in den ,zwiebeln eingeschlossenen ,keime mancher ,liliengewchse1 der ,embryo der ,malven1 der ,rhamnoiden1 der ,pistazie1 der ,mistel und des ,citronenbaums1 die ,zweige mancher unterirdischen ,pflanzen1 endlich die ,gewchse1 die man in ,erzgruben findet1 wo die umgebende ,luft ,wasserstoff oder viel ,stickstoff enthlt1 sind grn ohne ,lichtgenu4 ,diese ,thatsachen berechtigen zu der ,annahme1 da der ,kohlenwasserstoff1 der das ,parenchym dunkler oder heller grn frbt1 je nachdem der ,kohlenstoff in der ,verbindung vorherrscht1 sich nicht blo unter dem ,einflu der ,sonnenstrahlen im ,gewebe der ,gewchse bildet4 ,turner1 der so viel fr die ,familie der ,tange geleistet hat1 und viele andere bedeutende ,botaniker sind der ,ansicht1 die ,tange1 die man an der ,meeresflche findet1 und die unter dem #bc4 und #ce4 ,grad der ,breite und dem #cb4 der ,lnge sich dem ,seefahrer als eine weite berschwemmte ,wiese darstellen1 wachsen ursprnglich auf dem ,meeresgrund und schwimmen an der ,oberflche nur im ausgebildeten ,zustand1 nachdem sie von den ,wellen losgerissen worden4 ,ist dem wirklich so1 so ist nicht zu lugnen1 da die ,familie der ,seealgen groe ,schwierigkeiten macht1 wenn man am ,glauben festhlt1 da ,farblosigkeit die nothwendige ,folge des ,mangels an ,licht ist2 denn wie sollte man voraussetzen knnen1 da so viele ,arten von ,ulvaceen und ,dictyoteen mit grnen ,stengeln und ,blttern auf ,gestein unmittelbar unter der ,meeresflche gewachsen sind8 ,nach den ,angaben eines alten portugiesischen ,wegweisers meinte der ,capitn des ,pizarro sich einem kleinen ,fort nrdlich von ,teguise1 dem ,hauptort von ,lancerota1 gegenber zu befinden4 ,man hielt einen ,basaltfelsen fr ein ,kastell1 man salutirte es durch ,aufhissen der spanischen ,flagge und warf das ,boot aus1 um sich durch einen ,officier beim ,commandanten des vermeintlichen ,forts erkundigen zu lassen1 ob die ,englnder in der ,umgegend kreuzten4 ,wir wunderten uns nicht wenig1 als wir vernahmen1 da das ,land1 das wir fr einen ,theil der ,kste von ,lanzerota gehalten1 die kleine ,insel ,graciosa sey und da es auf mehrere ,kilometer in der ,runde keinen bewohnten ,ort gebe4 ,wir benutzten das ,boot1 um ans ,land zu gehen1 das den ,schlupunkt einer weiten ,bai bildete4 ,ganz unbeschreiblich ist das ,gefhl des ,naturforschers1 der zum erstenmal einen auereuropischen ,boden betritt4 ,die ,aufmerksamkeit wird von so vielen ,gegenstnden in ,anspruch genommen1 da man sich von seinen ,empfindungen kaum ,rechenschaft zu geben vermag4 ,bei jedem ,schritt glaubt man einen neuen ,naturkrper vor sich zu haben1 und in der ,aufregung erkennt man hufig ,dinge nicht wieder1 die in unseren botanischen ,grten und naturgeschichtlichen ,sammlungen zu den gemeinsten gehren4 #ajj ,toisen ca4 #bjj m vom ,ufer sahen wir einen ,mann mit der ,angelruthe fischen4 ,man fuhr im ,boot auf ihn zu1 aber er ergriff die ,flucht und versteckte sich hinter ,felsen4 ,die ,matrosen hatten ,mhe1 seiner habhaft zu werden4 ,der ,anblick der ,corvette1 der ,kanonendonner am einsamen1 jedoch zuweilen von ,kapern besuchten ,orte1 das ,landen des ,bootes1 ,alles hatte dem armen ,fischer ,angst eingejagt4 ,wir erfuhren von ihm1 die kleine ,insel ,graciosa1 an der wir gelandet1 sey von ,lanzerota durch einen engen ,canal1 el ,rio genannt1 getrennt4 ,er erbot sich1 uns in den ,hafen los ,colorados zu fhren1 wo wir uns hinsichtlich der ,blokade von ,tenerifa erkundigen knnten2 da er aber zugleich versicherte1 seit mehreren ,wochen kein ,fahrzeug auf offener ,see gesehen zu haben1 so beschlo der ,kapitn1 geradezu nach ,santa ,cruz zu steuern4 ,das kleine ,stck der ,insel ,graciosa1 das wir kennengelernt1 gleicht den aus ,laven aufgebauten ,vorgebirgen bei ,neapel zwischen ,portici und ,torre del ,greco4 ,die ,felsen sind nackt1 ohne ,bume und ,gebsche1 meist ohne ,spur von ,dammerde4 ,einige ,flechten1 ,variolarien1 ,leprarien1 ,urceolarien1 kamen hin und wieder auf dem ,basalt vor4 ,laven1 die nicht mit vulkanischer ,asche bedeckt sind1 bleiben ,jahrhunderte ohne eine ,spur von ,vegetation4 ,auf dem afrikanischen ,boden hemmt die groe ,hitze und die lange ,trockenheit die ,entwicklung der cryptogamischen ,gewchse4 ,mit ,sonnenuntergang schifften wir uns wieder ein und gingen unter ,segel1 aber er ,wind war zu schwach1 als da wir unseren ,weg nach ,teneriffa htten fortsetzen knnen4 ,die ,see war ruhig2 ein rthlicher ,dunst umzog den ,horizont und lie alle ,gegenstnde grer erscheinen4 ,in solcher ,einsamkeit1 ringsum so viele unbewohnte ,eilande1 schwelgten wir lange im ,anblick einer wilden1 groartigen ,natur4 ,die schwarzen ,berge von ,graciosa zeigten fnf1 sechshundert ,fu #afj bis #bjj m hohe senkrechte ,wnde4 ,ihre ,schatten1 die auf die ,meeresflche fielen1 gaben der ,landschaft einen schwermthigen ,charakter4 ,gleich den ,trmmern eines gewaltigen ,gebudes stiegen ,basaltfelsen aus dem ,wasser auf4 ,ihr ,dasein mahnte uns an die weit entlegene ,zeit1 wo unterseeische ,vulkane neue ,inseln emporhoben oder die ,festlnder zertrmmerten4 ,alles umher verkndete ,verwstung und ,unfruchtbarkeit2 aber einen freundlicheren ,anblick bot im ,hintergrunde des ,bildes die ,kste von ,lanzerota4 ,in einer engen ,schlucht1 zwischen zwei mit verstreuten ,baumgruppen gekrnten ,hgeln1 zog sich ein kleiner bebauter ,landstrich hin4 ,die letzten ,strahlen der ,sonne beleuchteten das zur ,ernte reife ,korn4 ,selbst die ,wste belebt sich1 sobald man den ,spuren der arbeitsamen ,menschenhand begegnet4 ,wir versuchten aus der ,bucht herauszukommen1 und zwar durch den ,canal zwischen ,alegranza und ,montaa ,clara1 durch den wir ohne ,schwierigkeit hereingelangt waren1 um an der ,nordspitze von ,graciosa ans ,land zu gehen4 ,da der ,wind sehr flau wurde1 so trieb uns die ,strmung nahe zu einem ,riff1 an dem sich die ,see ungestm brach1 und das die alten ,karten als ,infierno bezeichneten4 ,als wir das ,riff auf zwei ,kabellngen vom ,vordertheil der ,corvette vor uns hatten1 sahen wir1 da es eine drei1 vier ,klafter #e1h bis #g1h m hohe ,lavakuppe ist1 voll ,hhlungen und bedeckt mit ,schlacken1 die den ,coaks ,koks oder der schwammigen ,masse der entschwefelten ,steinkohle hnlich ist4 ,wahrscheinlich ist die ,klippe ,infierno7#f7 welche die neueren ,karten ,roca del ,oeste 7westlicher ,fels7 nennen1 durch das vulkanische ,feuer emporgehoben4 ,sie kann sogar frher weit hher gewesen seyn2 denn die neue ,insel der ,azoren1 die zu wiederholten malen aus dem ,meere gestiegen1 in den ,jahren #afch und #agai1 war #ced ,fu #aae m hoch ,im ,jahre #agbj war die ,insel auf #g - #h ,meilen 7#ca bis #cf km7 sichtbar4 ,in denselben ,strichen ist im ,jahre #ahaa wieder eine ,insel erschienen4 geworden1 als sie im ,jahre #agbh so gnzlich verschwand1 da man da1 wo sie gestanden das ,meer #hj ,faden #adf m tief fand4 ,meine ,ansicht vom ,ursprung der ,basaltkuppe ,infierno wird durch ein ,ereigni besttigt1 das um die ,mitte des vorigen ,jahrhunderts in derselben ,gegend beobachtet wurde4 ,beim ,ausbruch des ,vulkanes ,temanfaya erhoben sich vom ,meeresboden zwei pyramidale ,hgel von steiniger ,lava und verschmolzen nach und nach mit der ,insel ,lanzerota4 ,da der schwache ,wind und die ,strmung uns aus dem ,canal von ,alegranza nicht herauskommen lieen1 beschlo man1 whrend der ,nacht zwischen der ,insel ,clara und der ,roca del ,oeste zu kreuzen4 ,die htte beinahe sehr schlimme ,folgen fr uns gehabt4 ,es ist gefhrlich1 sich bei ,windstille in der ,nhe dieses ,riffes aufzuhalten1 gegen das die ,strmung ausnehmend stark hinzieht4 ,um ,mitternacht fingen wir an1 die ,wirkung der ,strmung gewahr zu werden4 ,die nahe vor uns senkrecht aus dem ,wasser aufsteigenden ,felsmassen benahmen uns den wenigen ,wind1 der wehte2 die ,corvette gehorchte dem ,steuer fast nicht mehr und jeden ,augenblick frchtete man zu stranden4 ,es ist schwer begreiflich1 wie eine einzelne ,basaltkuppe mitten im weiten ,weltmeer das ,wasser in solche ,aufregung versetzen kann4 ,diese ,erscheinungen1 welche die volle ,aufmerksamkeit der ,physiker verdienen1 sind brigens den ,seefahrern wohl bekannt2 sie treten in der ,sdsee1 namentlich im kleinen ,archipel der ,galapagos-inseln1 in furchtbarem ,mastab auf4 ,der ,temperaturunterschied zwischen der ,flssigkeit und der ,felsmasse vermag den ,zug der ,strmung zu ihnen hin nicht zu erklren1 und wie sollte man es glaublich finden1 da sich das ,wasser am ,fue der ,klippen in die ,tiefe strzt1 und da bei diesem fortwhrenden ,zug nach unten die ,wassertheilchen den entstehenden leeren ,raum auszufllen suchen 7#g78 ,am #ah4 ,morgens wurde der ,wind etwas frischer1 und so gelang es uns1 aus dem ,canal zu kommen4 ,wir kamen dem ,infierno noch einmal sehr nahe1 und jetzt bemerkten wir im ,gestein groe ,spalten1 durch welche wahrscheinlich die ,gase entwichen1 als die ,basaltkuppe emporgehoben wurde4 ,wir verloren die kleinen ,inseln ,alegranza1 ,montaa ,clara und ,graciosa aus dem ,gesicht4 ,sie scheinen nie von ,guanchen bewohnt gewesen zu seyn und man besucht sie jetzt nur1 um ,orseille dort zu sammeln2 diese ,pflanze ist brigens weniger gesucht1 seit so viele andere ,flechtenarten aus dem nrdlichen ,europa kostbare ,farbstoffe liefern4 ,montaa ,clara ist berhmt weger der schnen ,canarienvgel1 die dort vorkommen4 ,der ,gesang dieser ,vgel wechselt nach ,schwrmen1 wie ja auch bei uns der ,gesang der ,finken in zwei benachbarten ,landstrichen hufig ein anderer ist4 ,auf ,montaa ,clara gibt es auch ,ziegen1 zum ,beweis1 da das ,eiland im ,inneren nicht so de ist als die ,kste1 die wir gesehen4 ,der ,name ,alegranza kommt her von ,la ,joyeuse1 wie die ersten ,eroberer der ,canarien1 zwei normnnische ,barone1 ,jean de ,bthencourt und ,gadifer de ,salle1 die ,insel benannten4 ,es war der erste ,punkt1 wo sie gelandet4 ,nach einem ,aufenthalt von einigen ,tagen auf der ,insel ,graciosa1 von der wir ein kleines ,stck gesehen1 beschlossen sie1 sich der benachbarten ,insel ,lanzerota zu bemchtigen1 und wurden von ,guadarfia1 dem ,huptling der ,guanchen1 so gastfreundlich empfangen1 wie ,cortez im ,palast ,montezumas4 ,der ,hirtenknig1 der keine anderen ,schtze hatte als seine ,ziegen1 wurde so schmhlich verraten1 wie der mexikanische ,sultan4 ,wir fuhren an den ,ksten von ,lanzerota1 ,lobos und ,fortaventura hin4 ,die zweite scheint frher mit den andern zusammengehangen zuhaben4 ,diese geologische ,hypothese wurde schon im siebzehnten ,jahrhundert von einem ,franziskaner1 ,juan ,galindo1 aufgestellt4 ,er war sogar der ,ansicht1 ,knig ,juba habe nur sechs canarische ,inseln genannt1 weil zu seiner ,zeit drei derselben nur ,eine gebildet4 ,ohne auf diese unwahrscheinliche ,hypothese einzugehen1 haben gelehrte ,geographen den ,archipel der ,canarien fr die beiden ,inseln ,innonia1 die ,inseln ,rivaria1 ,ombrios1 ,canaria und ,capraria der ,alten erklrt4 ,da der ,horizont dunstig war1 konnten wir auf der ganzen ,ueberfahrt von ,lanzerota nach ,teneriffa des ,gipfels des ,pik de ,teyde nicht ansichtig werden4 ,ist der ,vulkan wirklich #aije ,toisen #cgab m hoch1 wie ,bordas letzte trigonometrische ,messung angibt1 so mu sein ,gipfel auf #dc ,seemeilen #hj km zu sehen sey1 das ,auge am ,meeresspiegel angenommen und die ,refraction gleich #j1jgi der ,entfernung4 ,man hat in ,zweifel gezogen1 ob der ,pic zwischen ,lanzerota und ,fortaventura1 der nach ,varelas ,karte #b #bi' oder gegen #ej ,meilen 7,lieues7 davon entfernt ist1 je gesehen worden sey4 ,der ,punkt scheint indessen durch einige ,offiziere der kniglich spanischen ,marine entschieden worden zu seyn2 ich habe an ,bord der ,corvette ,pizarro ein ,schifftagebuch in ,hnden gehabt1 in dem stand1 der ,pic von ,tenerifa sey in #ace ,seemeilen #bej km ,entfernung beim sdlichen ,vorgebirg von ,lanzerota1 genannt ,pichiguera1 gesehen worden1 und zwar erschien der ,gipfel unter einem so groen ,winkel1 da der ,beobachter1 ,don ,manuel ,bazuti1 glaubt1 der ,vulkan htte noch #i ,meilen weiter weg gesehen werden knnen4 ,das war im ,september1 gegen ,abend1 bei sehr feuchtem ,wetter4 ,rechnet man #ae ,fu als ,erhhung des ,auges ber der ,see1 so finde ich1 da man1 um die ,erscheinung zu erklren1 eine ,refraction gleich #j1aeh des ,bogens anzunehmen hat1 was fr die gemigte ,zone nicht auerordentlich viel ist4 ,nach den ,beobachtungen des ,generals ,roy schwanken in ,england die ,refractionen zwischen #a_/bj und #a_/c1 und wenn es wahr ist1 da sie an der ,kste von ,afrika diese uersten ,grenzen erreichen1 woran ich sehr zweifle1 so knnte unter gewissen ,umstnden der ,pic vom ,verdeck eines ,schiffes auf #fa ,seemeilen gesehen werden4 ,seeleute1 die hufig diese ,striche befahren und ber die ,ursachen der ,naturerscheinungen nachdenken1 wundern sich1 da der ,pic de ,teyde und der der ,azoren7#h7 zuweilen in sehr groer ,entfernung zum ,vorschein kommen1 ein andermal in weit grerer ,nhe nicht sichtbar sind1 obgleich der ,himmel klar erscheint und der ,horizont nicht dunstig ist4 ,diese ,umstnde verdienen die ,aufmerksamkeit des ,physikers um so mehr1 als viele ,fahrzeuge auf der ,rckreise nach ,europa mit ,ungeduld des ,erscheinens dieser ,berge harren1 um ihre ,lnge danach zu berichtigen1 und sie sich wieder davon entfernt glauben1 als sie in ,wahrheit sind1 wenn sie sie bei hellem ,wetter in ,entfernungen1 wo die ,sehwinkel schon sehr bedeutend seyn muten1 nicht sehen knnen4 ,der ,zustand der ,atmosphre hat den bedeutendsten ,einflu auf die ,sichtbarkeit ferner ,gegenstnde4 ,im ,allgemeinen lt sich annehmen1 da der ,pic von ,tenerifa im ,juli und ,august1 bei sehr warmem1 trockenem ,wetter1 ziemlich selten sehr weit gesehen wird1 da er dagegen im ,januar und ,februar1 bei leicht bedecktem ,himmel und unmittelbar nach oder einige ,stunden vor einem starken ,regen in auerordentlich groer ,entfernung zu ,gesicht kommt4 ,die ,durchsichtigkeit der ,luft scheint1 wie schon oben bemerkt1 in erstaunlichem ,maae erhht zu werden1 wenn eine gewisse ,menge ,wasser gleichfrmig in derselben verbreitet ist4 ,zudem darf man sich nicht wundern1 wenn man den ,pic de ,teyde seltener sehr weit sieht1 als die ,gipfel der ,anden1 die ich so lange ,zeit habe beobachten knnen4 ,der ,pic ist nicht so hoch als der ,theil des ,atlas1 an dessen ,abhang die ,stadt ,marocco liegt1 und nicht wie dieser mit ewigem ,schnee bedeckt4 ,der 99,piton99 oder 99,zuckerhut991 der die oberste ,spitze des ,pics bildet1 wirft allerdings vieles ,licht zurck1 weil der aus dem ,krater ausgeworfene ,bimsstein von weilicher ,farbe ist2 aber dieser kleine abgestutzte ,kegel mit nur ein ,zwanzigtheil der ganzen ,hhe4 ,die ,wnde des ,vulkans sind entweder mit schwarzen1 verschlackten ,lavablcken oder mit einem krftigen ,pflanzenwuchse bedeckt1 dessen ,masse um so weniger ,licht zurckwirft1 als die ,baumbltter voneinander durch ,schatten getrennt sind1 die einen greren ,umfang haben als die beleuchteten ,theile4 ,daraus geht hervor1 da der ,pic von ,tenerifa1 abgesehen vom 99,piton991 zu den ,bergen gehrt1 die man1 wie ,bouguer sich ausdrckt1 auf weite ,entfernung nur 99negativ99 sieht1 weil sie das ,licht auffangen1 das von der uersten ,grenze des ,luftkreises zu uns gelangt1 und wir ihr ,daseyn nur gewahr werden1 weil das ,licht in der sie umgebenden ,luft und das 1 welches die ,lufttheilchen zwischen dem ,berge und dem ,auge des ,beobachters fortpflanzen1 von verschiedener ,intensitt sind4 ,aus den ,versuchen desselben ,beobachters geht hervor1 da1 wenn dieser ,unterschi#h;ed fr unsere ,organe merkbar werden und der ,berg sich deutlich vom ,himmel abheben soll1 das eine ,licht wenigstens um ein ,sechzigtheil strker seyn mu als das andere4 ,entfernt man sich von der ,insel ,teneriffa1 so bleibt der ,piton oder ,zuckerhut ziemlich lange 99positiv99 sichtbar1 weil er weies ,licht reflektirt und sich vom ,himmel hell abhebt2 da aber dieser ,kegel nur #hj ,toisen #aef m hoch und an der ,spizte #dj ,toisen #gh m breit ist1 so hat man neuerdings die ,frage aufgeworfen1 ob er bei so unbedeutender ,masse auf weiter als #dj ,meilen sichtbar seyn kann1 und ob es nicht wahrscheinlicher ist1 da man in ,see den ,pic erst dann als ein ,wlkchen ber dem ,horizont gewahr wird1 wenn bereits die ,basis des ,piton heraufzurcken beginnt4 ,nimmt man die mittlere ,breite des ,zuckerhutes zu #ajj ,toisen #bjj m an1 so findet man1 da der kleine ,kegel in #dj ,meilen ,entfernung in horizontaler ,richtung noch unter einem ,winkel von mehr als #c ,minuten erscheint4 ,dieser ,winkel ist gro genug1 um einen ,gegenstand sichtbar zu machen1 und wenn der ,piton betrchtlich hher wre1 als in der ,basis breit1 so drfte der ,winkel in horizontaler ,richtung noch kleiner seyn1 und der ,gegenstand machte doch noch einen ,eindruck auf unsere ,organe2 aus mikrometrischen ,beobachtungen geht hervor1 da eine ,minute nur dann die ,grenze der ,sichtbarkeit ist1 wenn die ,gegenstnde nach allen ,richtungen von gleichem ,durchmesser sind1 ,man erkennt in einer weiten ,ebene einzelne ,baumstmme mit bloem ,auge1 obgleich der ,sehwinkel nur #be ,secunden betrgt4 ,da die ,sichtbarkeit eines ,gegenstandes1 der sich dunkelfarbig abhebt1 von der ,lichtmenge abhngt1 die auf zwei ,linien zum ,auge gelangen1 deren eine am ,berg endet1 whrend die andere bis zur ,grenze des ,luftmeers fortluft1 so folgt daraus1 da1 je weiter man vom ,gegenstand wegrckt1 desto kleiner der ,unterschiede wird zwischen ,licht der umgebenden ,luft und dem ,licht der vor dem ,berg befindlichen ,luftschichten4 ,daher kommt1 da nicht sehr hohe ,berggipfel1 wenn sie sich ber dem ,horizont zu zeigen anfangen1 anfangs dunkler erscheinen als ,gipfel1 die man auf sehr groe ,entfernung sieht4 ,ebenso hngt die ,sichtbarkeit von ,bergen1 die man nur negativ gewahr wird1 nicht allein vom ,zustand der untern ,luftschichten ab1 auf die unsere meteorologischen ,beobachtungen beschrnkt sind1 sondern auch von der ,durchsichtigkeit und der physischen ,beschaffenheit der hheren ,regionen2 denn das ,bild hebt sich desto besser ab1 je strker das ,licht in der ,luft1 das von den ,grenzen der ,atmosphre herkommt1 ursprnglich ist1 oder je weniger ,verlust es auf seinem ,durchgang erlitten hat4 ,dieser ,umstand macht es bis zu einem gewissen ,grade erklrlich1 warum bei gleich heiterem ,himmel1 bei ganz gleichem ,thermometer- und ,hygrometerstand nahe an der ,erdoberflche1 der ,pic auf ,schiffen1 die gleich weit davon entfernt sind1 des einemal sichtbar ist1 das anderemal nicht4 ,wahrscheinlich wrde man sogar den ,vulkan nicht hufiger sehen knnen1 wenn die ,hhe des ,aschenkegels1 an dessen ,spitze sich die ,kraterffnung befindet1 ein ,viertheil der ganzen ,berghhe wre1 wies es beim ,vesuv der ,fall ist4 ,die ,asche1 zu ,pulver zerriebener ,bimsstein1 wirft das ,licht nicht so stark zurck als der ,schnee der ,anden4 ,sie macht1 da der ,berg bei sehr groem ,abstand sich nicht hell1 sondern weit schwcher dunkelfarbig abhebt4 ,sie trgt so zu sagen dazu bei1 die ,antheile des in der ,luft verbreiteten ,lichtes1 deren vernderliche ,unterschiede einen ,gegenstand mehr oder weniger deutlich sichtbar machen1 auszugleichen4 ,kahle ,kalkgebirge1 mit ,granitsand bedeckte ,berggipfel1 die hohen ,savannen der ,kordilleren1 ,los ,pajonales1 von paja1 ,gras4 ,so heit die ,zone der grasartigen ,gewchse1 welche unter der ,region des ewigen ,schnees liegt4 die goldgelb sind1 treten allerdings in geringer ,entfernung deutlicher hervor als ,gegenstnde1 die man negativ sieht2 aber nach der ,theorie besteht eine gewisse ,grenze1 jenseits welcher diese letzteren sich bestimmter vom ,blau des ,himmels abheben4 ,bei den colossalen ,berggipfeln von ,quito und ,peru1 die ber die ,grenze des ewigen ,schnees hinausragen1 wirken alle gnstigen ,umstnde zusammen1 um sie unter sehr kleinen ,winkeln sichtbar zu machen4 ,wir haben oben gesehen1 da der abgestumpfte ,gipfel des ,pic von ,tenerifa nur gegen #cjj ,toisen #ehj m ,durchmesser hat4 ,nach den ,messungen1 die ich im ,jahre #ahjc zu ,riobamba angestellt1 ist die ,kuppe des ,chimborazo #aec ,toisen #bih m unter der ,spitze1 also an einer ,stelle1 die #acjj ,toisen #becc m hher liegt als der ,pik1 noch #fgc ,toisen 7#acab ,meter7 breit4 ,ferner nimmt die ,zone des ewigen ,schnees ein ,viertheil der ganzen ,berghhe ein1 und die ,basis dieser ,zone ist1 von der ,sdsee gesehen1 #cdcg ,toisen 7#fgjj ,meter7 breit4 ,obgleich aber der ,chimborazo um zwei ,drittel hher ist als der ,pic1 sieht man ihn doch wegen der ,krmmung der ,erde nur #ch #a_/c ,meilen weiter4 ,wenn er im ,hafen von ,guayaquil am ,ende der ,regenzeit am ,horizont auftaucht1 glnzt sein ,schnee so stark1 da man glauben sollte1 er mte sehr weit in der ,sdsee sichtbar seyn4 ,glaubwrdige ,schiffer haben mich versichtert1 sie haben ihn bei der ,klippe ,muerto1 sdwestlich von der ,insel ,puna1 auf #dg ,meilen #baa1e km gesehen4 ,so oft er noch weiter gesehen worden1 sind die ,angaben unzuverlssig1 weil die ,beobachter ihrer ,lnge nicht gewi waren4 ,das in der ,luft verbreitete ,licht erhht1 indem es auf die ,berge fllt1 die ,sichtbarkeit derer1 die positiv sichtbar sind2 die ,strke desselben vermindert im ,gegentheil die ,sichtbarkeit von ,gegenstnden1 die1 wie der ,pic von ,teneriffa und der der ,azoren1 sich dunkelfarbig abheben4 ,bouguer hat auf theoretischem ,wege gefunden1 da nach der ,beschaffenheit unserer ,atmosphre ,berge negativ nicht weiter als auf #ce ,meilen gesehen werden knnen4 ,die ,erfahrung -- und diese ,bemerkung ist wichtig -- widerspricht dieser ,rechnung4 ,der ,pik von ,tenerifa ist hufig auf #cf1 #ch1 sogar auf #dj ,meilen gesehen worden4 ,noch mehr1 auf der ,fahrt nach den ,sandwichsinseln hat man den ,gipfel des ,mowna-,roa7#i7 und zwar zu einer ,zeit1 wo kein ,schnee darauf lag1 dicht am ,horizont auf #ec ,meilen gesehen4 ,dies ist bis jetzt das auffallendste bekannte ,beispiel von der ,sichtbarkeit eines ,berges1 und was noch merkwrdiger ist1 es handelt sich dabei von einem ,gegenstand1 der nur negativ sichtbar ist4 ,ich glaubte diese ,bemerkungen am ,ende dieses ,capitels zusammenstellen zu sollen1 weil sie sich auf eines der wichtigsten ,probleme der ,optik beziehen1 auf die ,schwchung der ,lichtstrahlen bei ihrem ,durchgang durch die ,schichten der ,luft1 und zugleich nicht ohne praktischen ,nutzen sind4 ,die ,vulkane ,teneriffas und der ,azoren1 die ,sierra ,nevada von ,st4 ,martha1 der ,pic von ,orizaba1 die ,silla bei ,caracas1 ,mowna-,roa und der ,st4 ,eliasberg liegen vereinzelt in weiten ,meeresstrecken oder auf den ,ksten der ,continente1 und dienen so dem ,seefahrer1 der die ,mittel nicht hat1 um den ,ort des ,schiffes durch ,sternbeobachtungen zu bestimmen1 gleichsam als ,bojen im ,fahrwasser4 ,alles1 was mit der ,erkennbarkeit dieser natrlichen ,bojen zusammenhngt1 ist fr die ,sicherheit der ,schifffahrt von ,belang4 ------------------ #a ,ich mu hier bemerken1 da ich von einem ,werke in sechs ,bnden1 das unter dem seltsamen ,titel3 ,reise um die ,welt und in ,sdamerika1 von ,a4 v4 ,humboldt1 erschienen bei ,vollmer in ,hamburg1 niemals ,kenntni genommen habe4 ,diese in meinem ,namen verfate ,reisebeschreibung scheint nach in den ,tageblttern gegebenen ,nachrichten und nach einzelnen ,abhandlungen1 die ich in der ersten ,classe des franzsischen ,institutes gelesen1 zusammengeschrieben zu seyn4 ,um das ,publikum aufmerksam zu machen1 hielt es der ,kompilator fr angemessen1 einer ,reise in einige ,lnder des neuen ,kontinentes den anziehenderen ,titel einer ,reise um die ,welt zu geben4 #b ,ich habe die ,beobachtungen1 die ich in beiden ,hemisphren anzustellen ,gelegenheit gehabt1 mit denen zusammengestellt1 die in den ,werken von ,cook1 ,laprouse1 d,entrecasteur1 ,vancouver1 ,macartney1 ,krusenstern und ,marchand gegeben sind1 und darnach schwankt die ,geschwindigkeit der allgemeinen ,strmung unter den ,tropen zwischen #e und #ah ,meilen in #bd ,stunden1 somit zwischen #j1c und #a1b ,fu in der ,secunde4 #c ,wenn es sich von der ,meerestemperatur handelt1 hat man sorgfltig vier ganz gesonderte ,erscheinungen zu unterscheiden3 #a7 die ,temperatur des ,wassers an der ,oberflche unter verschiedenen ,breiten1 das ,meer als ruhig angenommen2 #b7 die ,abnahme der ,wrme in den ber eineander gelagerten ,wasserschichten2 #c7 den ,einflu der ,untiefen auf die ,temperatur des ,meeres2 #d7 die ,temperatur der ,strmungen1 die mit constanter ,geschwindigkeit die ,gewsser der einen ,zone durch ruhenden ,gewsser der andern hindurchfhren4 #d ,diese ,kameele1 die zum ,feldbau dienen und deren ,fleisch man im ,lange zuweilen eingesalzen it1 lebten hier nicht vor der ,eroberung der ,inseln durch die ,bthencourts4 ,im sechzehnten ,jahrhundert hatten sich die ,esel auf ,fortaventura dergestalt vermehrt1 da sie verwildert waren und man ,jagd auf sie machen mute4 ,man scho ihrer mehrere tausend1 damit die ,ernten nicht zu ,grunde gingen4 ,die ,pferde auf ,fortaventura sind von berberischer ,rasse und ausgezeichnet schn4 #e ,in #cb ,faden ,tiefe kann der ,fucus nur von einem ,lichte beleuchtet gewesen seyn1 das #bjcmal strker ist als das ,mondlicht1 also gleich der ,hlfte des ,lichts1 das eine ,talgkerze auf #a ,fu ,entfernung verbreitet4 ,nach meinen direkten ,versuchen wird aber das ,lepidium saticum beim glnzenden ,lichte zweier ,argandschen ,lampen kaum merkbar grn4 #f ,ich bemerke hier1 da diese ,klippe schon auf der berhmten venetianischen ,karte des ,andrea ,bianco angegeben ist1 da aber mit dem ,namen ,infierno1 wie auch auf der ltesten ,karte des ,picigano1 ,teneriffa bezeichnet ist1 wahrscheinlich1 weil die ,guanchen den ,pic als den ,eingang der ,hlle ansahen4 #g ,mit ,verwunderung liest man in einem sonst ganz ntzlichen1 unter den ,seeleuten sehr verbreiteten ,buche1 in der neunten ,ausgabe des ,practical ,navigator von ,hamilton ,moore1 p4 #bjj1 in ,folge der ,massenattractien oder der allgemeinen ,schwere komme ein ,fahrzeug schwer von der ,kste weg und werde die ,schaluppe einer ,fregatte von dieser selbst angezogen4 #h ,die ,hhe dieses ,pics betrgt nach de ,fleurien #aajj ,toisen #badd m1 nach ,ferrer #abch #bdac1 nach ,tofino #abfj #bdeg1 aber diese ,maae sind nur annhernde ,schtzungen4 ,der ,capitn des ,pizarro1 ,don ,manuel ,cagigal1 hat mir aus seinem ,tagebuch bewiesen1 da er den ,pic der ,azoren auf #cg ,meilen ,entfernung gesehen hat1 zu einer ,zeit1 wo er seiner ,lnge wenigstens bis auf #b ,minuten gewi war4 ,der ,vulkan wurde in ,sd #d ,ost gesehen1 so da der ,irrthum in der ,lnge auf die ,schtzung der ,entfernung nur ganz unbedeutenden ,einflu haben konnte4 ,indessen war der ,winkel1 unter dem der ,pic der ,azoren erschien1 so gro1 da ,cagigal der ,meinung ist1 der ,vulkan msse auf mehr als #dj oder #db ,lieues zu sehen seyn4 ,der ,abstand von #cg ,lieues setzt eine ,hhe von #adca ,toisen #bghi m voraus4 #i ,der ,mowna-,roa auf den ,sandwichsinseln ist nach ,marchand ber #beih ,toisen hoch1 nach ,king #begg1 aber diese ,messungen sind1 trotz ihrer zuflligen ,uebereinstimmung1 keineswegs auf zuverlssigem ,wege erzielt4 ,es ist eine ziemlich auffallende ,erscheinung1 da ein ,berggipfel unter #ai ,breite1 der wahrscheinlich ber #bejj ,toisen hoch ist1 von ,schnee ganz entblt wird4 ,die starke ,abplattung des ,mowna-,roa1 der 99,mesa99 der alten spanischen ,karten1 seine vereinzelte ,lage im ,weltmeer und die ,hufigkeit gewisser ,winde1 die durch den aufsteigenden ,strom abgelenkt1 in schiefer ,richtung wehen1 mgen die vornehmsten ,ursachen seyn4 ,es lt sich nicht wohl annehmen1 da sich ,capitn ,marchand in der ,schtzung des ,abstandes1 in dem er am #aj4 ,oktober #agia den ,gipfel des ,mowna-,roa sah1 bedeutend geirrt habe4 ,er hatte die ,insel ,o-,whyhee erst am #g4 ,abends verlassen1 und nach der ,bewegung der ,gewsser und den ,mondsbeobachtungen am #aj4 betrug die ,entfernung wahrscheinlich sogar noch mehr als #ec ,meilen4 ,ueberdie berichtet ein erfahrner ,seemann1 de ,fleurien1 da der ,pic von ,teneriffa selbst bei nicht ganz klarem ,wetter auf #ce bis #cf ,meilen zu sehen sey4 ,,zweites ,,kapitel ,aufenthalt auf ,teneriffa -- ,reise von ,santa ,cruz nach ,orotava -- ,besteigung des ,pics ,von unserer ,abreise von ,graciosa an war der ,horizont fortwhrend so dunstig1 da trotz der ansehnlichen ,hhe der ,berge ,canarias 7,isla de la gran ,canaria7 die ,insel erst am #ai4 ,abends in ,sicht kam4 ,sie ist die ,kornkammer des ,archipels der glckseligen ,inseln1 und man behauptet1 was fr ein ,land auerhalb der ,tropen sehr auffallend ist1 in einigen ,strichen erhalte man zwei ,getreideernten im ,jahre1 eine im ,februar1 die andere im ,juni4 ,canaria ist noch nie von einem unterrichteten ,mineralogen besucht worden2 sie verdiente es aber um so mehr1 als mir ihre in parallen ,ketten streichenden ,berge von ganz andrem ,charakter schienen1 als die ,gipfel von ,lancerota und ,teneriffa4 ,nichts ist fr den ,geologen anziehender als die ,beobachtung1 wie sich an einem bestimmten ,punkte die vulkanischen ,bildungen zu den ,urgebirgen und den securdren ,gebirgen verhalten4 ,sind einmal die canarischen ,inseln in allen ihren ,gebirgsgliedern erforscht1 so wird sich zeigen1 da man zu voreilig die ,bildung der ganzen ,gruppe einer ,hebung durch unterseeische ,feuerausbrche zugeschrieben hat4 ,am #ai4 ,morgens sahen wir den ,berggipfel ,naga 7,punta de ,naga1 ,anaga oder ,nago71 aber der ,pik von ,teneriffa blieb fortwhrend unsichtbar4 ,das ,land trat nur undeutlich hervor1 ein dicker ,nebel verwischte alle ,umrisse4 ,als wir uns der ,rhede von ,santa ,cruz nherten1 bemerkten wir1 da der ,nebel1 vom ,winde getrieben1 auf uns zukam4 ,das ,meer war sehr unruhig1 wie fast immer in diesen ,strichen4 ,wir warfen ,anker1 nachdem wir mehrmals das ,senkblei ausgeworfen2 denn der ,nebel war so dicht1 da man kaum auf ein paar ,kabellngen sah4 ,aber eben da man anfing den ,platz zu salutiren1 zerstreute sich der ,nebel vllig1 und da erschien der ,pic de ,teyde in einem freien ,stck ,himmel ber den ,wolken1 und die ersten ,strahlen der ,sonne1 die fr uns noch nicht aufgegangen war1 beleuchteten den ,gipfel des ,vulkanes4 ,wir eilten eben aufs ,vordertheil der ,corvette1 um dieses herrlichen ,schauspiels zu genieen1 da signalisirte man vier englische ,schiffe1 die ganze nahe an unseren ,hintertheile auf der ,seite lagen4 ,wir waren in ihnen vorbeigesegelt1 ohne da sie uns bemerkt hatten1 und derselbe ,nebel1 der uns den ,anblick des ,pic entzogen1 hatte uns der ,gefahr entrckt1 nach ,europa zurckgebracht zu werden4 ,wohl wre es fr ,naturforscher ein groer ,schmerz gewesen1 die ,kste von ,teneriffa von weitem gesehen zu haben1 und einen von ,vulkanen zerrtteten ,boden nicht betreten zu drfen4 ,alsbald hoben wir den ,anker und der ,pizarro nherte sich so viel mglich dem ,fort1 um unter den ,schutz desselben zu kommen4 ,hier auf dieser ,rhede1 als zwei ,jahre vor unserer ,ankunft die ,englnder zu landen versuchten1 ri eine ,kanonenkugel ,admiral ,nelson den ,arm ab 7im ,juli #agig74 ,der ,generalstatthalter der canarischen ,inseln ,don ,andrs de ,perlasca4 schickte an den ,capitn der ,corvette den ,befehl1 alsbald die ,staatsdepechen fr die ,statthalter der ,colonien1 das ,geld an ,bord und die ,post ans ,land schaffen zu lassen4 ,die englischen ,schiffe entfernten sich von der ,rhede2 sie hatten tags zuvor auf das ,paketboot ,alcadia ,jagd gemacht1 das wenige ,tage vor uns von ,corunna abgegangen war4 ,es hatte in den ,hafen von ,palmas auf ,canaria einlaufen mssen1 und mehrere ,passagiere1 die in einer ,schaluppe nach ,santa ,cruz auf ,teneriffa fuhren1 waren gefangen worden4 ,die ,lage dieser ,stadt hat groe ,aehnlichkeit mit der von ,guayra1 dem besuchtesten ,hafen der ,provinz ,caracas4 ,an beiden ,orten ist die ,hitze aus denselben ,ursachen sehr gro2 aber von auen erscheint ,santa ,cruz trbseliger4 ,auf einem den1 sandigen ,strande stehen blendend weie ,huser mit platten ,dchern und ,fenstern ohne ,glas vor einer schwarzen senkrechten ,felsmauer ohne allen ,pflanzenwuchs4 ,ein hbscher ,hafendamm aus gehauenen ,steinen und der ffentliche1 mit ,pappeln besetzte ,spaziergang bringen die einzige ,abwechselung in das eintnige ,bild4 ,von ,santa ,cruz aus nimmt sich der ,pic weit weniger malerisch aus als im ,hafen von ,orotava4 ,dort ergreift der ,gegensatz zwischen einer lachenden1 reich bebauten ,ebene und der wilden ,physiognomie des ,vulkanes4 ,von den ,palmen- und ,bananengruppen am ,strande bis zu der ,region der ,arbutus1 der ,lorbeeren und ,pinien ist das vulkanische ,gestein mit krftigem ,pflanzenwuchs bedeckt4 ,man begreift1 wie sogar ,vlker1 welche unter dem schnen ,himmel von ,griechenland und ,italien wohnen1 im stlichen ,teil von ,teneriffa eine der glckseligen ,inseln gefunden zu haben meinten4 ,die ,ostkste dagegen1 an der ,santa ,cruz liegt1 trgt berall den ,stempel der ,unfruchtbarkeit4 ,der ,gipfel des ,pics ist nicht der als das ,vorgebirge aus basaltischer ,lava1 das der ,punta de ,naga zuluft und wo ,fettpflanzen in den ,ritzen des ,gesteines eben erst den ,grund zu einstiger ,dammerde legen4 ,im,haven von ,orotava erscheint die ,spitze des ,zuckerhutes unter einem ,winkel von #af 1 whrend auf dem ,hafendamm von ,santa ,cruz der ,winkel kaum #d #cf' betrgt4 ,der ,spitze des ,vulkans ist von ,orotava etwa #hfjj1 von ,santa ,cruz #bb1ejj ,toisen entfernt4 ,trotz diesem ,unterschied1 und obgleich am letzteren ,orte der ,vulkan kaum so weit ber den ,horizont aufsteigt1 als der ,vesuv1 vom ,molo von ,neapel aus gesehen1 so ist dennoch der ,anblick des ,pics1 wenn man ihn vor ,anker auf der ,rhede zum erstenmal sieht1 uerst groartig4 ,wir sahen nur den ,zuckerhut2 sein ,kegel hob sich vom reinsten ,himmelsblau ab1 whrend schwarze dicke ,wolken den brigen ,berg bis auf #ahjj ,toisen #cejj m ,hhe einhllten4 ,der ,bimsstein1 von den ersten ,sonnenstrahlen beleuchtet1 warf ein rthliches ,licht zurck1 dem hnlich1 das hufig die ,gipfel der ,hochalpen frbt4 ,allmhlich ging dieser ,schimmer in das blendendste ,wei ber1 und es ging uns wie den meisten ,reisenden1 wir meinten1 der ,pic sey noch mit ,schnee bedeckt und wir werden nur mit groer ,mhe an den ,rand des ,kraters gelangen knnen4 ,wir haben in der ,cordillere der ,anden die ,beobachtung gemacht1 da ,kegelberge1 wie der ,cotopaxi und der ,tungurahua1 sich fter unbewlkt zeigen als ,berge1 deren ,krone mit vielen kleinen ,unebenheiten besetzt ist1 wie der ,antisana und der ,pichincha2 aber der ,pic von ,teneriffa ist1 trotz seiner ,kegelgestalt1 einen groen ,theil des ,jahres in ,dunst gehllt1 und zuweilen sieht man ihn auf der ,rhede von ,santa ,cruz mehrere ,wochen lang nicht ein einzigesmal4 ,die ,erscheinung erklrt sich ohne ,zweifel daraus1 da er westwrts von einem groen ,festland und ganz isoliert im ,meere liegt4 ,die ,schiffer wissen recht gut1 da selbst die kleinsten1 niedrigsten ,eilande die ,wolken anziehen und festhalten4 ,ueberdie erfolgt die ,wrmeabgabe ber den ,ebenen ,afrika's und ber der ,meeresflche in verschiedenem ,verhltni1 und die ,luftschichten1 welche die ,passatwinde herfhren1 khlen sich immer mehr ab1 je weiter sie gegen ,wesst gelangen4 ,die ,luft1 die ber dem hieen ,wstensand ausnehmend trochen war1 schwngert sich rasch1 sobald sie mit der ,meeresflche oder mit der ,luft1 die auf dieser ,flche ruht1 in ,berhrung kommt4 ,man sieht also leicht1 warum die ,dnste in ,luftschichten sichtbar werden1 die1 vom ,festland weggefhrt1 nicht mehr die ,temperatur haben1 bei der sie sich mit ,wasser gesttigt hatten4 ,zudem hlt die bedeutende ,masse eines frei aus dem atlantischen ,meere aufsteigenden ,berges die ,wolken auf1 welche der ,wind der hohen ,see zutreibt4 ,lange und mit ,ungeduld warteten wir auf die ,erlaubnis von seiten des ,statthalters1 ans ,land gehen zu drfen4 ,ich ntzte die ,zeit1 um die ,lnge des ,hafendammes von ,santa ,cruz zu bestimmen und die ,inclination der ,magnetnadel zu beobachten4 ,der ,chronometer von ,louis ,berthoud gab jene zu #ah #cc' #aj an4 ,diese ,bestimmung weicht um #c-d ,bogenminuten von derjenigen ab1 die sich aus den alten ,beobachtungen von ,fleurieu1 ,pingr1 ,borda1 ,vancouver und la ,peyrouse ergibt4 ,guenot hatte brigens gleichfalls #ah #cc' #cf gefunden und der unglckliche ,capitn ,blight #ah #cd' #cj4 ,die ,genauigkeit meines ,ergebnisses wurde drei ,jahre darauf bei der ,expedition des ,ritters ,krusenstern besttigt3 man fand fr ,santa ,cruz #af #ab' #de westlich von ,greenwich1 folglich #ah #cc' #j westlich von ,paris4 ,diese ,angaben zeigen1 da die ,lngen1 welche ,capitn ,cook fr ,teneriffa und das ,cap der guten ,hoffnung annahm1 viel zu weit westlich sind4 ,derselbe ,seefahrer hatte im ,jahr #agii die magnetische ,inclination gleich #fa #eb' gefunden4 ,bonpland und ich fanden #fb #bd'1 was mit dem ,resultat bereinstimmt1 das de ,rossel bei d',entrecasteaux's ,expedition im ,jahr #agia erhielt4 ,die ,declination der ,nadel schwankt um mehrere ,grade1 je nachdem man sie auf dem ,hafendamm oder an verschiedenen ,punkten nordwrts lngs des ,gestades beobachtet4 ,diese ,schwankungen knnen ein einem von vulkanischem ,gestein umgebenen ,orte nicht befremden4 ,ich habe mit ,gay-,lussac die ,beobachtung gemacht1 da am ,abhang des ,vesuvs und im ,innern des ,kraters die ,intensitt der magnetischen ,kraft durch die ,nhe der ,laven modicirt wird4 ,nachdem die ,leute1 die zu uns an ,bord gekommen waren1 um sich nach politischen ,neuigkeiten zu erkundigen1 uns mit ihren vielerlei ,fragen geplagt hatten1 stiegen wir endlich ans ,land4 ,das ,boot wurde sogleich zur ,corvette zurckgeschickt1 weil die auf der ,rhede sehr gefhrliche ,brandung es leicht htte am ,hafendamm zertrmmern knnen4 ,das erste1 was uns zu ,gesicht kam1 war ein hochgewachsenes1 sehr gebruntes1 schlecht gekleidetes ,frauenzimmer1 das die 99,capitana99 hie4 ,hinter ihr kamen einige andere in nicht anstndigerem ,aufzug2 sie bestrmten uns mit der ,bitte1 an ,bord des ,pizarro gehend zu drfen1 was ihnen natrlich nicht bewilligt wurde4 ,in diesem von ,europern so stark besuchten ,hafen ist die ,ausschweifung diszipliniert4 ,die ,capitana ist von ihresgleichen als ,anfhrerin gewhlt1 und sie hat groe ,gewalt ber sie4 ,sie lt nichts geschehen1 was sich mit dem ,dienst auf den ,schiffen nicht vertrgt1 sie fordert die ,matrosen auf1 zur rechten ,zeit an ,bord zurckzukehren1 und die ,officiere wenden sich an sie1 wenn man frchtet1 da sich einer von der ,mannschaft versteckt habe1 um auszureien4 ,als wir die ,straen von ,santa ,cruz betraten1 kam es uns zum ,ersticken hei vor1 und doch stand der ,thermometer nur auf #be ,grad4 ,wenn man lange ,seeluft geathmet hat1 fhlt man sich unbehaglich1 so oft man ans ,land geht1 nicht weil jene ,luft mehr ,sauerstoff enthlt als die ,luft am ,land1 wie man irrthmlich behauptet hat1 sondern weil sie weniger mit den ,gasgemischen geschwngert ist1 welche die thierischen und ,pflanzenstoffe und die ,dammerde1 die sich aus ihrer ,zersetzung bildet1 fortwhrend in den ,luftkreis entbinden4 ,miasmen1 welche sich der chemischen ,analyse entziehen1 wirken gewaltig auf die ,organe1 zumal wenn sie nicht schon seit lngerer ,zeit denselben ,reizen ausgesetzt gewesen sind4 ,santa ,cruz de ,tenerifa1 das ,aaza der ,guanchen1 ist eine ziemlich hbsche ,stadt mit #hjjj ,einwohnern4 ,mir ist die ,menge von ,mnchen und ,weltgeistlichen1 welche die ,reisenden in allen ,lndern unter spanischem ,zepter sehen zu mssen glauben1 gar nicht aufgefallen4 ,ich halte mich auch nicht damit auf1 die ,kirchen zu beschreiben1 die ,bibliothek der ,dominicaner1 die kaum ein paar hundert ,bnde zhlt1 den ,hafendamm1 wo die ,einwohnerschaft ,abends zusammenkommt1 um der ,khle zu genieen1 und das berhmte dreiig ,fu #aj m hohe ,denkmal aus carrarischen ,marmor1 geweiht unserer lieben ,frau von ,candelaria1 zum ,gedchtni ihrer wunderbaren ,erscheinung zu ,chimisay bei ,guimar im ,jahre #acfb4 ,der ,hafen von ,santa ,cruz ist eigentlich ein groes ,caravanserai auf dem ,wege nach ,amerika und ,indien4 ,fast alle ,reisebeschreibungen beginnen mit einer ,beschreibung von ,madeira und ,teneriffa1 und wenn die ,naturgeschichte dieser ,inseln der ,forschung noch ein ungeheures ,feld bietet1 so lt dagegen die ,topographie der kleinen ,stdte ,funchal1 ,santa ,cruz1 ,laguna und ,orotava fast nichts zu wnschen brig4 ,die ,empfehlungen des ,madrider ,hofes verschafften uns auf den ,canarien1 wie in allen anderen spanischen ,besitzungen1 die befriedigendste ,aufnahme4 ,vor allem ertheilte uns der ,generalcapitn die ,erlaubni1 die ,insel zu bereisen4 ,der ,oberst ,armiaga1 ,befehlshaber eines ,infanterieregimentes1 nahm uns in seinem ,hause auf und berhufte uns mit ,hflichkeit4 ,wir wurden nicht mde1 in seinem ,garten im ,freien gezogene ,gewchse zu bewundern1 die wir bis jetzt nur in ,treibhusern gesehen hatten1 den ,bananenbaum1 den ,melonenbaum1 die ,poinciana pulcherrima und andere4 ,das ,klima der ,canarien ist indessen nicht warm genug1 um den chten ,platano arton mit dreieckiger1 sieben bis acht ,zoll langer ,frucht1 der eine mittlere ,temperatur von etwa #bd ,graden verlangt und selbst nicht im ,thale von ,caracas fortkommt1 reif werden zu lassen4 ,die ,bananen auf ,teneriffa sind die1 welche die spanischen ,colonisten 99,camburis99 oder 99,guineos99 und 99,dominicos99 nennen4 ,der ,camburi1 der am wenigsten vom ,frost leidet1 wird sogar in ,malaga mit ,erfolg gebaut ,die mittlere ,temperatur dieser ,stadt betrgt nur #ah42 aber die ,frchte1 die man zuweilen zu ,cadix sieht1 kommen von den ,canarien auf ,schiffen1 welche die ,ueberfahrt in drei1 vier ,tagen machen4 ,die ,musa1 die allen ,vlkern der heien ,zone bekannt ist1 und die man bis jetzt nirgends wild gefunden hat1 variiert meist in ihren ,frchten1 wie unsere ,apfel- und ,birnenbume4 ,diese ,varietten1 welche die meisten ,botaniker verwechseln1 obgleich sie sehr verschiedene ,klimate verlangen1 sind durch lange ,cultur constant geworden4 ,am ,abend machten wir eine botanische ,excursion nach dem ,fort ,passo ,alto lngs der ,basaltfelsen1 welche das ,vorgebirge ,naga bilden4 ,wir waren mit unserer ,ausbeute sehr schlecht zufrieben1 denn die ,trockenheit und der ,staub hatten die ,vegetation so ziemlich vernichtet4 ,cacalia ,kleinia1 ,euphorbia canariensis und sehr verschiedene andere ,fettpflanzen1 welche ihre ,nahrung vielmehr aus der ,luft als aus dem ,boden ziehen1 auf dem sie wachsen1 mahnten uns durch ihren ,habitus daran1 da diese ,inseln ,afrika angehren1 und zwar dem drrsten ,striche dieses ,festlandes4 ,der ,capitn der ,corvette hatte zwar den ,befehl1 so lange zu verweilen1 da wir die ,spitze des ,pics besteigen knnten1 wenn anders der ,schnee es gestattete2 man gab uns aber zu erkennen1 wegen der ,blockade der englischen ,schiffe drften wir nur auf einen ,aufenthalt von vier1 fnf ,tagen rechnen4 ,wir eilten demnach1 in den ,hafen von ,orotava zu kommen1 der am ,westabhang des ,vulkans liegt1 und wo wir ,fhrer zu finden sollten4 ,in ,santa ,cruz konnte ich ,niemanden auffinden1 der den ,pic bestiegen gehabt htte1 und ich wunderte mich nicht darber4 ,die merkwrdigsten ,dinge haben desto weniger ,reiz fr uns1 je nher sie uns sind1 und ich kannte ,schaffhauser1 welche den ,rheinfall niemals in der ,nhe gesehen hatten4 ,am #bj4 ,juni vor ,sonnenaufgang machten wir uns auf den ,weg nach ,villa de la ,laguna1 die #cej ,toisen #fhb m ber dem ,hafen von ,santa ,cruz liegt4 ,wir konnten diese ,hhenangabe nicht verificiren1 denn wegen der ,brandung hatten in der ,nacht nicht an ,bord gehen knnen1 um ,barometer und ,inclinationscompa zu holen4 ,da wir voraussahen1 da wir bei unserer ,besteigung des ,pic sehr wrden eilen mssen1 so war es uns ganz lieb1 da die ,instrumente1 die uns in unbekannteren ,lndern dienen sollten1 hier keiner ,gefahr aussetzen konnten4 ,der ,weg nach ,laguna hinauf luft an der rechten ,seite eines ,baches oder 99,barranco99 hin1 der in der ,regenzeit schne ,flle bildet2 er ist schmal und vielfach gewunden4 ,nach meiner ,rckkehr habe ich gehrt1 ,herr von ,perlasca habe hier eine neue ,strae anlegen lassen1 auf der ,wagen fahren knnen4 ,bei der ,stadt begegneten uns weie ,kameele1 die sehr leicht beladen schienen4 ,diese ,thiere werden vorzugsweise dazu gebraucht1 die ,waaren von der ,douane in die ,magazine der ,kaufleute zu schaffen4 ,man ladet ihnen gewhnlich zwei ,kisten ,havanazucker auf1 die zusammen #ijj ,pfund wiegen1 man kann aber die ,ladung bis auf #ac ,zentner oder #eb castilische ,arrobas steigern4 ,auf ,teneriffa sind die ,kameele nicht sehr hufig1 whrend ihrer auf ,lanzerota und ,fortaventura viele ,tausende sind4 ,diese ,inseln liegen ,afrika nher und kommen daher auch in ,klima und ,vegetation mehr mit diesem ,continent berein4 ,es ist sehr auffallend1 da dieses ntzliche ,thier1 das sich in ,sdamerika fortpflanzt1 dies auf ,teneriffa fast nie thut4 ,nur im fruchtbaren ,distrikt von ,adexe1 wo die bedeutendsten ,zuckerrohrpflanzungen sind1 hat man die ,kameele zuweilen ,junge werfen sehen4 ,diese ,lastthiere1 wie die ,pferde1 sind im fnfzehnten ,jahrhundert durch die normnnischen ,eroberer auf den ,canarien eingefhrt worden4 ,die ,guanchen kannten sie nicht1 und dies erklrt sich wohl leicht daraus1 da ein so gewaltiges ,thier schwer auf schwachen ,fahrzeugen zu transportiren ist1 ohne da man die ,guanchen als die ,ueberreste der ,bevlkerung der ,atlantis zu betrachten und zu glauben braucht1 sie gehren einer anderen ,rasse an als die ,westafrikaner4 ,der ,hgel1 auf dem die ,stadt ,san ,christobal de la ,laguna liegt1 gehrt dem ,system von ,basaltgebirgen an1 die1 unabhngig vom ,system neuerer vulkanischer ,gebirgsarten1 einen weiten ,grtel um den ,pic von ,teneriffa bilden4 ,der ,basalt von ,laguna ist nicht sulenfrmig1 sondern zeigt nicht sehr dicke ,schichten1 die nach ,ost unter einem ,winkel von #cj - #dj ,grad fallen4 ,nirgends hat er das ,ansehen eines ,lavastroms1 der an den ,abhngen der ,pics ausgebrochen wre4 ,hat der gegenwrtige ,vulkan diese ,basalte hervorgebracht1 so mu man annehmen1 wie bei den ,gesteinen1 aus denen die ,somma neben dem ,vesuv besteht1 da sie in ,folge eines unterseeischen ,ausbruchs gebildet sind1 wobei die weiche ,masse wirklich geschichtet wurde4 ,auer einigen baumartigen ,euphorbien1 ,cacalia ,kleinia und ,fackeldisteln 7,cactus71 welche auf den ,canarien1 wie im sdlichen ,europa und auf dem afrikanischen ,festland verwildert sind1 wchst nichts auf diesem drren ,gestein4 ,unsere ,maulthiere glitten jeden ,augenblick auf stark geneigten ,steinlagern aus4 ,indessen sahen wir die ,ueberreste eines alten ,pflasters4 ,bei jedem ,schritt stt man in den ,colonien auf ,spuren der ,thatkraft1 welche die spanische ,nation im sechzehnten ,jahrhundert entwickelt hat4 ,je nher wir ,laguna kamen1 desto khler wurde die ,luft1 und dies thut um so wohler1 da es in ,santa ,cruz zum ,ersticken hei ist4 ,da widrige ,eindrcke unsere ,organe strker angreifen1 so ist der ,temperaturwechsel auf dem ,rckweg von ,laguna zum ,hafen noch auffallender2 man meint1 man nhere sich der ,mndung eines ,schmelzofens4 ,man hat dieselbe ,empfindung1 wenn man an der ,kste von ,caracas vom ,berg ,avila zum ,hafen von ,guayra niedersteigt4 ,nach dem ,gesetz der ,wrmeabnahme machen in dieser ,breite #cej ,toisen ,hhe nur drei bis vier ,grad ,temperaturunterschied4 ,die ,hitze1 welche dem ,reisenden so lstig wird1 wenn er ,santa ,cruz de ,teneriffa oder ,guayra betritt1 ist daher wohl dem ,rckprallen der ,wrme von den ,felsen zuzuschreiben1 an welche beide ,stdte sich lehnen4 ,die fortwhrende ,khle1 die in ,laguna herrscht1 macht die ,stadt fr die ,canarier zu einem kstlichen ,aufenthaltsort4 ,auf einer kleinen ,ebene1 umgeben von ,grten1 am ,fue eines ,hgels1 den ,lorbeeren1 ,myrten und ,erdbeerbume krnen1 ist die ,hauptstadt von ,teneriffa wirklich ungemein freundlich gelegen4 ,sie liegt keineswegs1 wie man nach meheren ,reiseberichten glauben sollte1 an einem ,see4 ,das ,regenwasser bildet hier periodisch einen weiten ,sumpf1 und der ,geolog1 der berall in der ,natur vielmehr einen frheren ,zustand der ,dinge als den gegenwrtigen im ,auge hat1 zweifelt nicht daran1 da die ganze ,ebene ein groes ausgetrockenetes ,becken ist4 ,laguna ist in seinem ,wohlstand herabgekommen1 seit die ,seitenausbrche des ,vulkans den ,hafen von ,garachico zerstrt haben und ,santa ,cruz der ,haupthandelsplatz der ,inseln geworden ist2 es zhlt nur noch #ijjj ,einwohner1 worunter gegen #djj ,mnche in sechs ,klstern4 ,manche ,reisende behaupten1 die ,hlfte der ,bevlkerung bestehe aus ,kuttentrgern4 ,die ,stadt ist mit zahlreichen ,windmhlen umgeben1 ein ,wahrzeichen des ,getreidebaus in diesem hochgelegenen ,striche4 ,ich bemerke bei dieser ,gelegenheit1 da die nhrenden ,grasarten den ,guanchen bekannt waren4 ,das ,korn hie auf ,teneriffa tano1 auf ,lanzerota triffa2 die ,gerste hie auf ,canaria aramotanoque1 auf ,lanzerota tamosen4 ,gerstetes ,gerstenmehl 7gofio7 und ,ziegenmilch waren die vornehmsten ,nahrungsmittel dieses ,volkes1 ber dessen ,ursprung so viele systematische ,trumereien ausgeheckt worden sind4 ,diese ,nahrung weist bestimmt darauf hin1 da die ,guanchen zu den ,vlkern der alten ,welt gehrten1 wohl selbst zur caucasischen ,race1 und nicht1 wie die andern ,atlanten ,ich lasse mich hier auf keine ,verhandlung ber die ,existenz der ,atlantis ein und erwhne nur1 da nach ,diodor von ,sicilien die ,atlanten die ,cerealien nicht kannten1 weil sie von der brigen ,menschheit getrennt worden1 bevor berhaupt ,getreide gebaut wurde41 zu den ,volksstmmen der neuen ,welt2 die letzteren kannten vor der ,ankunft der ,europer weder ,getreide1 noch ,milch1 noch ,kse4 ,eine ,menge ,capellen1 von den ,spaniern ermitas genannt1 liegen um die ,stadt ,laguna4 ,umgeben von immergrnen ,bumen auf kleinen ,anhhen1 erhhen diese ,capellen1 wie berall den malerischen ,reiz der ,landschaft4 ,das ,innere der ,stadt entspricht dem ,aeuern durchaus nicht4 ,die ,huser sind solid gebaut1 aber sehr alt und die ,straen de4 ,der ,botaniker hat brigens nicht zudauern1 da die ,huser so alt sind4 ,dcher und ,mauern sind bedeckt mit ,sempervivum canariense und dem zierlichen ,trichomanes1 dessen alle ,reisende gedenken2 die hufigen ,nebel geben diesen ,gewchsen ,unterhalt4 ,anderson1 der ,naturforscher bei ,capitn ,cooks dritter ,reise1 gibt den europischen ,aerzten den ,rath1 ihre ,kranken nach ,teneriffa zu schicken1 keineswegs auf der ,rcksicht1 welche manche ,heilknstler die entlegendsten ,bder whlen lt1 sondern wegen der ungemeinen ,milde und ,gleichmigkeit des ,klimas der ,canarien4 ,der ,boden der ,inseln steigt amphitheatralisch auf und zeigt1 gleich ,peru und ,mexico1 wenn auch in kleinerem ,maastab1 alle ,klimate1 von afrikanischer ,hitze bis zum ,froste der ,hochalpen4 ,santa ,cruz1 der ,hafen von ,orotava1 die ,stadt desselben ,namens und ,laguna sind vier ,orte1 deren mittlere ,temperaturen eine abnehmende ,reihe darstellen4 ,das sdliche ,europa bietet nicht dieselben ,vortheile1 weil der ,wechsel der ,jahreszeiten sich noch zu stark fhlbar macht4 ,teneriffa dagegen1 gleichsam an der ,pforte der ,tropen und doch nur wenige ,tagereisen von ,spanien1 hat schon ein gut ,theil der ,herrlichkeit aufzuweisen1 mit der die ,natur die ,lnder zwischen den ,wendekreisen ausgestattet4 ,im ,pflanzenreich treten bereits mehrere der schnsten und groartigsten ,gestalten auf1 die ,bananen und die ,palmen4 ,wer ,sinn fr ,naturschnheit hat1 findet auf dieser kstlichen ,insel noch krftigere ,heilmittel als das ,klima4 ,kein ,ort der ,welt scheint mir geeigneter1 die ,schwermuth zu bannen und einen schmerzlich ergriffenen ,gemthe den ,frieden wiederzugeben1 als ,teneriffa und ,madeia4 ,und solches wirkt nicht allein die herrliche ,lage und die reine ,luft1 sondern vor allem das ,nichtvorhandensein der ,sklaverei1 deren ,anblick einen in beiden ,indien so tief emprt1 wie berall1 wohin europische ,colonisten ihre sogenannte ,aufklrung und ihre ,industrie getragen haben4 ,im ,winter ist das ,klima von ,laguna sehr nebligt und die ,einwohner beklagen sich hufig ber ,frost4 ,man hin indessen nie schneien sehen1 woraus man schlieen sollte1 da die mittlere ,temperatur der ,stadt ber #ah1g 7#ae ,r47 betrgt1 das heit mehr als in ,neapel4 ,fr streng kann dieser ,schlu nicht gelten2 denn im ,winter hngt die ,erkltung der ,wolken weniger von der mittleren ,temperatur des ganzen ,jahres ab als vielmehr von der augenblicklichen ,erniedrigung der ,wrme1 der ein ,ort vermge seiner besondern ,lage ausgesetzt ist4 ,die mittlere ,temperatur der ,hauptstadt von ,mexico ist z4 ,b4 nur #af1h 7#ac1e ,r471 und doch hat man in hundert ,jahren nur ein einziges mal schneien sehen1 whrend es im sdlichen ,europa und in ,afrika noch an ,orten schneit1 die ber #ai ,grad mittlere ,temperatur haben4 ,wegen der ,nhe des ,meeres ist das ,klima von ,laguna im ,winter milder1 als es nach der ,meereshhe seyn sollte4 ,herr ,broussonet hat sogar1 wie ich mit ,verwunderung hrte1 mitten in der ,stadt1 im ,garten des ,marquis von ,nava1 ,brotfruchtbume 7,artocarpus incisa7 und ,zimmtbume 7,laurus cinnamomum7 angepflanzt4 ,diese kstlichen ,gewchse der ,sdsee und ,ostindiens wurden hier einheimisch1 wie auch in ,orotava4 ,sollte dieser ,versuch nicht beweisen1 da der ,brotfruchtbaum in ,calabrien1 auf ,sicilien und in ,grenada fortkme8 ,der ,anbau des ,kaffeebaumes ist in ,laguna nicht in gleichem ,maae gelungen1 wenn auch die ,frchte bei ,tegueste und zwischen dem ,hafen von ,orotava und dem ,dorfe ,san ,juan de la ,rambla reif werden4 ,wahrscheinlich sind rtliche ,verhltnisse1 vielleicht die ,beschaffenheit des ,bodens und die ,winde1 die in der ,blthezeit wehen1 daran ,schuld4 ,in andern ,lndern1 z4 ,b4 bei ,neapel1 trgt der ,kaffeebaum ziemlich reichlich ,frchte1 obgleich die mittlere ,temperatur kaum ber #ah ,grad der hunderttheiligen ,scale betrgt4 ,auf ,teneriffa ist die mittlere ,hhe1 in der jhrlich ,schnee fllt1 noch niemals bestimmt worden4 ,solches ist mittelst barometrischer ,messung leicht auszufhren1 es ist aber bis jetzt fast in allen ,erdstrichen versumt worden2 und doch ist diese ,bestimmung von groem ,belang fr den ,ackerbau in den ,colonien und fr die ,meteorologie1 und ganz so wichtig als das ,hhenmaa der untern ,grenze des ewigen ,schnees4 ,ich stelle die ,ergebnisse meiner betreffenden ,beobachtungen in folgender ,uebersicht zusammen4 ,diese ,tafel gibt nur das ,durchschnittsverhltni1 das heit die ,erscheinungen1 wie sie sich im ganzen ,jahre zeigen4 ,besondere ,lokalitten knnen ,ausnahmen herbeifhren4 ,so schneit es zuweilen1 wenn auch sehr selten1 in ,neapel1 ,lissabon1 sogar in ,malaga1 also noch unter dem #cg4 ,grad der ,breite1 und wie schon bemerkt1 hat man ,schnee in der ,stadt ,mexiko fallen sehen1 die #aagc ,toisen #bbhf m ber dem ,meere liegt4 ,dies war seit mehreren ,jahrhunderten nicht vorgekommen1 und das ,ereigni trat gerade am ,tage ein1 da die ,jesuiten vertrieben wurden1 und wurde vom ,volke natrlich dieser ,gewaltmaaregel zugeschrieben4 ,noch ein auffallenderes ,beispiel bietet das ,klima von ,valladolid1 der ,hauptstadt der ,provinz ,mechoacan4 ,nach meinen ,messungen liegt diese ,stadt unter #ai #da' der ,breite nur tausend ,toisen hoch2 dennoch waren daselbst wenige ,jahre vor meiner ,ankunft in ,neuspanien die ,straen mehrere ,stunden lang mit ,schnee bedeckt4 ,auch auf ,teneriffa hat man an einem ,orte ber ,esperanza de la ,laguna1 dicht bei der ,stadt dieses ,namens1 in deren ,grten ,brotbume wachsen1 schneien sehen4 ,dieser auerordentliche ,fall wurde ,broussonet von sehr alten ,leuten erzhlt4 ,die ,erica arborea1 die ,mirica ,faya und ,arbutus callycarpa litten nicht durch den ,schnee2 aber alle ,schweine1 die im ,freien waren1 kamen dadurch um4 ,diese ,beobachtung ist fr die ,pflanzenphysiologie von ,wichtigkeit4 ,in heien ,lndern sind die ,gewchse so krftig1 da ihnen der ,frost weniger schadet1 wenn er nur nicht lange anhlt4 ,ich habe auf der ,insel ,cuba den ,bananenbaum an ,orten angebaut gesehen1 wo der hunderttheilige ,thermometer auf #g ,grad1 ja zuweilen fast auf den ,gefrierpunkt fllt4 ,in ,italien und ,spanien gehen ,orangen- und ,dattelbume nicht zu ,grunde1 wenn es auch bei ,nacht zwei ,grad ,klte hat4 ,im ,allgemeinen macht man beim ,garten- und ,landbau die ,bemerkung1 da ,pflanzen in fruchtbarem ,boden weniger zrtlich und somit auch fr ungewhnlich niedrige ,temperaturgrade weniger empfindlich sind1 als solche1 die in einem ,erdreich wachsen1 da ihnen nur wenig ,nahrungssfte bietet7#aj7 ,zwischen der ,stadt ,laguna1 und dem ,hafen von ,orotava und der ,westkste von ,teneriffa kommt man zuerst durch ein hgligtes ,land mit schwarzer thonigter ,dammerde1 in der man hin und wieder kleine ,augitkrystalle findet4 ,wahrscheinlich reit das ,wasser diese ,krystalle vom anstehenden ,gestein ab1 wie zu ,frascati bei ,rom4 ,leider entziehen eisenhaltige ,fltzschichten den ,boden der geologischen ,untersuchung4 ,nur in einigen ,schluchten kommen sulenfrmige1 etwas gebogene ,basalte zu ,tag1 und darber sehr neue1 den vulkanischen ,tuffen hnliche ,mengsteine4 ,in denselben sind ,bruchstcke des unterliegenden ,basalts eingeschlossen1 und wie versichert wird1 finden sich ,versteinerungen von ,seethieren darin2 ganz dasselbe kommt im ,vicentinischen bei ,montechio maggiore vor4 ,wenn man ins ,tal von ,tacoronte hinabkommt1 betritt man das herrliche ,land1 von dem die ,reisenden aller ,nationen mit ,begeisterung sprechen4 ,ich habe im heien ,erdgrtel ,landschaften gesehen1 wo die ,natur groartiger ist1 reicher in der ,entwicklung organischer ,formen2 aber nachdem ich die ,ufer des ,orinoko1 die ,cordilleren in ,peru und die schnen ,thler von ,mexiko durchwandert1 mu ich gestehen1 nirgends ein so mannigfaltiges1 so anziehendes1 durch die ,vertheilung von ,grn und ,felsmassen so harmonisches ,gemlde vor mir gehabt zu haben4 ,das ,meeresufer schmcken ,dattelpalmen und ,cocosnubume2 weiter oben stechen ,bananengebsche von ,drachenbumen ab1 deren ,stamm man ganz richtig mit einem ,schlangenleib vergleicht4 ,die ,abhnge sind mit ,reben bepflanzt1 die sich um sehr hohe ,spaliere ranken4 ,mit ,blthen bedeckte ,orangenbume1 ,myrten und ,cypressen umgeben ,capellen1 welche die ,andacht auf freistehenden ,hgeln errichtet hat4 ,ueberall sind die ,grundstcke durch ,hecken von ,agave und ,cactus eingefriedigt4 ,unzhlige kryptogamische ,gewchse1 zumal ,farne1 bekleiden die ,mauern1 die von kleinen klaren ,wasserquellen feucht erhalten werden4 ,im ,winter1 whrend der ,vulkan mit ,eis und ,schnee bedeckt ist1 geniet man in diesem ,landstrich eines ewigen ,frhlings4 ,sommers1 wenn der ,tag sich neigt1 bringt der ,seewind angenehme ,khlung4 ,die ,bevlkerung der ,kste ist hier sehr stark2 sie erscheint noch grer1 weil ,huser und ,grten zerstreut liegen1 was den ,reiz der ,landschaft noch erhht4 ,leider steht der ,wohlstand der ,bewohner weder mit ihrem ,fleie1 noch mit der ,flle der ,natur im ,verhltni4 ,die das ,land bauen1 sind meist nicht ,eigenthmer desselben2 die ,frucht ihrer ,arbeit gehrt dem ,adel1 und das ,lehnssystem1 das so lange ganz ,europa unglcklich gemacht hat1 lt noch heute das ,volk der ,canarien zu keiner ,blthe gelangen4 ,von ,tegueste und ,tacoronte bis zum ,dorfe ,san ,juan de la ,rambla1 berhmt durch seinen trefflichen ,malvasier1 ist die ,kste wie ein ,garten angebaut4 ,ich mchte sie mit der ,umgegend von ,capua oder ,valencia vergleichen1 nur ist die ,westseite von ,teneriffa unendlich schner wegen der ,nhe des ,pics1 der bei jedem ,schritt wieder eine andere ,ansicht bietet4 ,der ,anblick dieses ,berges ist nicht allein wegen seiner imposanten ,masse anziehend2 er beschftigt lebhaft des ,geist und lt uns den geheimnisvollen ,quellen der vulkanischen ,krfte nachdenken4 ,seit ,tausenden von ,jahren ist kein ,lichtschimmer auf der ,spitze des ,piton gesehen worden1 aber ungeheure ,seitenausbrche1 deren letzter im ,jahre #agih erfolgte1 beweisen die fortwhrende ,thtigkeit eines nicht erlschenden ,feuers4 ,der ,anblick eines ,feuerschlundes mitten in einem fruchtbaren ,lande mit reichem ,anbau hat indessen etwas ,niederschlagendes4 ,die ,geschichte des ,erdballes lehrt uns1 da die ,vulkane wieder zerstren1 was sie in einer langen ,reihe von ,jahrhunderten aufgebaut4 ,inseln1 welche die unterirdischen ,feuer ber die ,fluthen emporgehoben1 schmcken sich allmhlich mit reichem1 lachenden ,grn2 aber gar oft werden diese neuen ,lnder durch dieselben ,krfte zerstrt1 durch die sie vom ,boden des ,ozeans ber seine ,flche gelangt sind4 ,vielleicht waren ,eilande1 die jetzt nichts sind als ,schlacken- und ,aschenhaufen1 einst so fruchtbar als die ,gelnde von ,tacoronte und ,sauzal4 ,wohl den ,lndern1 wo der ,mensch dem ,boden1 auf dem er wohnt1 nicht mitrauen darf6 ,auf unserem ,wege zum ,hafen von ,orotava kamen wir durch die hbschen ,drfer ,matanza und ,victoria4 ,diese beiden ,namen findet man in allen spanischen ,colonien neben einander2 sie machen einen widrigen ,eindruck in einem ,lande1 wo alles ,ruhe und ,frieden atmet4 99,matanza99 bedeutet ,schlachtbank1 ,blutbad1 und schon das ,wort deutet an1 um welchen ,preis der ,sieg erkauft worden4 ,in der neuen ,welt weist er gewhnlich auf eine ,niederlage der ,eingeborenen hin2 auf ,teneriffa bezeichnet ,matanza den ,ort1 wo die ,spanier von denselben ,guanchen geschlagen wurden1 die man bald auf den spanischen ,mrkten als ,sklaven verkaufte4 ,ehe wir nach ,orotava kamen1 besuchten wir den botanischen ,garten nicht weit vom ,hafen4 ,wir trafen da den franzsischen ,viceconsul ,legros1 der oft auf der ,spitze des ,pic gewesen war und an dem wir einen vortrefflichen ,fhrer fanden4 ,er hatte mit ,capitn ,baudin eine ,fahrt nach ,antillen gemacht1 durch die der ,pariser ,pflanzengarten ansehnlich bereichert worden ist4 ,ein furchtbarer ,sturm1 den ,ledru in seiner ,reise nach ,portorico beschreibt1 zwang das ,fahrzeug bei ,teneriffa anzulegen1 und das herrliche ,klima der ,insel brachte ,legros zu dem ,enschlu1 sich hier niederzulassen4 ,ihm verdankt die gelehrte ,welt ,europa's die ersten genauen ,nachrichten ber den groen ,seitenausbruch des ,pics1 den man sehr uneigentlich den ,ausbruch des ,vulkans von ,chahorra nennt4 ,am #h4 ,juni #agih4 ,die ,anlage eines botanischen ,gartens auf ,teneriffa ist ein sehr glcklicher ,gedanke1 da derselbe sowohl fr die wissenschaftliche ,botanik als fr die ,einfhrung ntzlicher ,gewchse in ,europa sehr frderlich werden kann4 ,die erste ,idee eines solchen verdankt man dem ,marquis von ,nava 7,marquis von ,villanueva del ,prado71 einem ,mann1 der ,poivre an die ,seite gestellt zu werden verdient und im ,triebe1 das ,gute zu frdern1 von seinem ,vermgen den edelsten ,gebrauch gemacht hat4 ,mit ungeheuren ,kosten lie er den ,hgel von ,durasno1 der amphitheatralisch aufsteigt1 abheben1 und im ,jahr #agie machte man mit den ,anpflanzungen den ,anfang4 ,nava war der ,ansicht1 da die ,canarien1 vermge des midlen ,klimas und der geographischen ,lage1 der geeignetste ,punkt seyen1 um die ,naturprodukte beider ,indien zu acclimatisiren1 um die ,gewchse aufzunehmen1 die sich allmhlich an die niedrigere ,temperatur des sdlichen ,europa gewhnen sollen4 ,asiatisch1 afrikanische1 sdamerikanische ,pflanzen gelangen leicht in den ,garten bei ,orotava1 um den ,chinabaum ,ich meine die ,chinaarten1 die in ,peru und im ,knigreich ,neu-,grenada auf dem ,rcken der ,cordilleren1 zwischen #ajjj und #aejj ,toisen ,meereshhe an ,orten wachsen1 wo der ,thermometer bei ,tag zwischen #i und #aj ,grad1 bei ,nacht zwischen #c und #d ,grad steht4 ,die orangegelbe ,quinquina 7,cinchona lancifolia7 ist weit weniger empfindlich als die rothe 7,c4 oblongifolia7 in ,sicilien1 ,portugal oder ,grenada einzufhren1 mte man ihn zuerst in ,durasno oder ,laguna anbauen und dann erst die ,schlinge der canarischen ,china nach ,europa verpflanzen4 ,in besseren ,zeiten1 wo kein ,seekrieg mehr den ,verkehr in ,fesseln schlgt1 kann der ,garten in ,teneriffa auch fr die starken ,pflanzensendungen aus ,indien nach ,europa von ,bedeutung werden4 ,diese ,gewchse gehen hufig1 ehe sie unsere ,ksten erreichen1 zu ,grunde1 weil sie auf der langen ,ueberfahrt eine mit ,salzwasser geschwngerte ,luft athmen mssen4 ,im ,garten von ,orotava fnden sie eine ,pflege und ein ,klima1 wobei sie sich erholen knnten4 ,da die ,unterhaltung des botanischen ,gartens von ,jahr zu ,jahr kostspieliger wurde1 trat der ,marquis denselben der ,regierung ab4 ,wir fanden daselbst einen geschickten ,grtner1 einen ,schler ,aitons1 des ,vorstehers des kniglichen ,gartens zu ,kew4 ,der ,boden steigt in ,terrassen auf und wird von einer natrlichen ,quelle bewssert4 ,man hat die ,aussicht auf die ,insel ,palma1 die wie ein ,castell aus dem ,meere emporsteigt4 ,wir fanden aber nicht viele ,pflanzen hier3 man hatte1 wo ,gattungen fehlten1 ,etiketten aufgesteckt1 mit auf ,gerathewohl aus ,linns systema vegetabilium genommen schienen4 ,diese ,anordnung der ,gewchse nach den ,classen des ,sexualsystems1 die man leider auch in manchen europischen ,grten findet1 ist dem ,anbau sehr hinderlich4 ,in ,durasno wachsen ,proteen1 der ,gojavabaum1 der ,jambusenbaum1 die ,chirimoya aus ,peru1 ,annona ,cherimolia ,lamarck4 ,mimosen und ,heliconien im ,freien4 ,wir pflckten reife ,samen von mehreren schnen ,glycinearten aus ,neuholland1 welche der ,gouverneur von ,cumana1 ,emparan1 mit ,erfolg angepflanzt hat und die seitdem auf den sdamerikanischen ,ksten wild geworden sind4 ,wir kamen sehr spt in den ,hafen von ,orotava1 ,puerto de la ,cruz4 ,der einzige schne ,hafen der ,canarien ist der von ,san ,sebastiano auf der ,insel ,gomera4 wenn man anders diesen ,namen einer ,rhede geben kann1 auf der die ,fahrzeuge unter ,segel gehen mssen1 wenn der ,wind stark aus ,nordwest blst4 ,man kann nicht von ,orotova sprechen1 ohne die ,freunde der ,wissenschaft an ,cologan zu erinnern1 dessen ,haus von jeher den ,reisenden aller ,nationen offen stand4 ,mehrere ,glieder dieser achtungswerthen ,familie sind in ,london und ,paris erzogen worden4 ,don ,bernardo ,cologan ist bei grndlichen1 mannigfaltigen ,kenntnissen der feurigste ,patriot4 ,man ist freudig berrascht1 auf einer ,inselgruppe an der ,kste von ,afrika der liebenswrdigen ,geselligkeit1 der edlen ,wibegierde1 dem ,kunstsinn zu begegnen1 die man ausschlielich in einem kleinen ,theile von ,europa zu ,hause glaubt4 ,gerne htten wir einige ,zeit in ,cologans ,hause verweilt und mit ihm in der ,umgegend von ,orotava die herrlichen ,punkte ,san ,juan de la ,rambla und ,rialexo de ,abaxo besucht4 ,aber auf einer ,reise wie die1 welche ich angetreten1 kommt man selten dazu1 der ,gegenwart zu genieen4 ,die qulende ,besorgni1 nicht ausfhren zu knnen1 was man den andern ,tag vorhat1 erhlt einen in bestndiger ,unruhe4 ,leidenschaftliche ,natur- und ,kunstfreunde sind auf der ,reise durch die ,schweiz oder ,italien in ganz hnlicher ,gemthsverfassung2 da sie die ,gegenstnde1 die ,interesse fr sie haben1 immer nur zum kleinsten ,theil sehen knnen1 so wird ihnen der ,genu durch die ,opfer verbitternt1 die sie auf jedem ,schritt zu bringen haben4 ,bereits am #ba4 ,morgens waren wir auf dem ,weg nach dem ,gipfel des ,vulkans4 ,legros1 dessen zuvorkommende ,geflligkeit wir nicht genug loben knnen1 der ,secretr des franzsischen ,consulats zu ,santa ,cruz und der englische ,grtner von ,durasno teilten mit uns die ,beschwerden der ,reise4 ,der ,tag war nicht sehr schn1 und der ,gipfel des ,pic1 den man in ,orotava fast immer sieht1 von ,sonnenaufgang bis zehn ,uhr in dicke ,wolken gehllt4 ,ein einziger ,weg fhrt auf den ,vulkan durch ,villa de ,orotava1 die ,ginsterebene und das ,malpays1 derselbe1 den ,pater ,feulle1 ,borda1 ,labillardire1 ,barrow eingeschlagen1 und berhaupt alle ,reisenden1 die sich nur kurze ,zeit in ,teneriffa aufhalten konnten4 ,wenn man den ,pic besteigt1 ist es gerade1 wie wenn man das ,chamounithal oder den ,aetna besucht3 man mu seinen ,fhrern nachgehen und man bekommt nur zu sehen1 was schon andere ,reisende gesehen und beschrieben haben4 ,der ,contrast zwischen der ,vegetation in diesem ,striche von ,teneriffa und der in der ,umgegend von ,santa ,cruz berraschte uns angenehm4 ,beim khlen1 feuchten ,klima war der ,boden mit schnem ,grn bedeckt1 whrend auf dem ,weg von ,santa ,cruz nach ,laguna die ,pflanzen nichts als ,hlsen hatten1 aus denen bereits der ,samen ausgefallen war4 ,beim ,hafen von ,orotava wird der krftige ,pflanzenwuchs den geologischen ,beobachtungen hinderlich4 ,wir kamen an zwei kleinen glockenfrmigen ,hgeln vorber4 ,beobachtungen am ,vesuv und in der ,auvergne weisen darauf hin1 da dergleichen runde ,erhhungen von ,seitenausbrchen des groen ,vulkans herrhren4 ,der ,hgel ,montannitta de la ,villa scheint wirklich einmal ,lava ausgeworfen zu haben2 nach den ,ueberlieferungen der ,guanchen fand dieser ,ausbruch im ,jahr #adcj statt4 ,der ,obest ,franqui versicherte ,borda1 man sehe noch deutlich1 wo die geschmolzenen ,stoffe hervorquollen1 und die ,asche1 die den ,boden ringsum bedecke1 sey noch nicht fruchtbar4 ,ich entnehme diese ,notiz einer interessanten ,handschrift1 die jetzt in ,paris im ,dpt des cartes de la ,marine aufgewahrt wird4 ,sie fhrt den ,titel4 ,rsum des oprations gographiques des ctes d,espagne et de ,portugal sur l,ocan1 dune partie des ctes occidentales de l,afrique et des les ,canaries1 par le chevalier de ,borda4 ,es ist dies die ,handschrift1 von der de ,fleurien in seinen ,noten zu ,marchands ,reise spricht und die mir ,borda zum ,theil schon vor meiner ,abreise mitgetheilt hatte4 ,ich habe wichtige1 noch nicht verffentlichte ,beobachtungen daraus ausgezogen4 ,ueberall1 wo das ,gestein zu ,tag ausgeht1 fanden wir basaltartigen ,mandelstein 7,werner7 und ,bimssteinconglomerat1 in dem ,rapilli oder ,bruchstcke von ,bimsstein eingeschlosen sind4 ,letztere ,formation hat ,aehnlichkeit mit dem ,tuff von ,pausilipp und mit den ,puzzolanschichten1 die ich im ,thal von ,quito1 am ,fue des ,vulkans ,pichincha1 gefunden habe4 ,der ,mandelstein hat langgezogene ,poren1 wie die obern ,lavaschichten des ,vesuv4 ,es scheint die darauf hinzudeuten1 da eine elastische ,flssigkeit durch die geschmolzene ,materie durchgegangen ist4 ,trotz diesen ,uebereinstimmungen mu ich noch einmal bemerken1 da ich in der ganzen unteren ,region des ,pics von ,tenerifa auf der ,seite gegen ,orotava keinen ,lavastrom1 berhaupt keinen vulkanischen ,ausbruch gesehen habe1 der scharf begrenzt wre4 ,regengsse und ,ueberschwemmungen wandeln die ,erdoberflche um1 und wenn zahlreiche ,lavastrme sich vereinigen und ber eine ,ebene ergieen1 wie ich es am ,vesuv im ,atrio dei ,cavalli gesehen1 so verschmelzen sie in einander und nehmen das ,ansehen wirklich geschichteter ,bildungen an4 ,villa de ,orotava macht schon von weitem einen guten ,eindruck durch die ,flle der ,gewsser1 die auf den ,ort zueilen und durch die ,hauptstraen flieen4 ,die ,quelle ,aqua mansa1 in zwei groe ,becken gefat1 treibt mehrere ,mhlen und wird dann in die ,weingrten des anliegenden ,gelndes geleitet4 ,das ,klima in der 99,villa99 ist noch khler als am ,hafen1 da dort von morgens zehn ,uhr ein starker ,wind weht4 ,das ,wasser1 das sich bei hherer ,temperatur in der ,luft aufgelst hat1 schlgt sich hufig nieder1 und dadurch wird das ,klima sehr nebligt4 ,die ,villa liegt etwa #afj ,toisen 7#cab ,meter7 ber dem ,meer1 also zweihundert ,toisen niedriger als ,laguna2 man bemerkt auch1 da dieselben ,pflanzen an letzterem ,orte einen ,monat spter blhen4 ,orotava1 das alte ,taoro der ,guanchen1 liegt am steilen ,abhang eines ,hgels2 die ,straen schienen uns de1 die ,huser1 solid gebaut1 aber trbselig anzusehen1 gehren fast durch einem ,adel1 der fr sehr stolz gilt und sich selbst anspruchsvoll als dozo casas bezeichnet4 ,wir kamen an einer sehr hohen1 mit einer ,menge schner ,farn bewachsenen ,wasserleitung vorber4 ,wir besuchten mehrere ,grten1 in denen die ,obstbume des nrdlichen ,europas neben ,orangen1 ,granatbumen und ,dattelpalmen stehen4 ,man versicherte uns1 letztere tragen hier so wenig ,frchte als in ,terra ,firma an der ,kste von ,cumana4 ,obgleich wir den ,drachenbaum in ,herrn ,franquis ,garten aus ,reiseberichten kannten1 so setzte uns seine ungeheure ,dicke dennoch in ,erstaunen4 ,man behauptet1 der ,stamm dieses ,baumes1 der in mehreren sehr alten ,urkunden erwhnt wird1 weil er als ,grenzmarke eines ,feldes diente1 sey schon im fnfzehnten ,jahrhundert so ungeheuer dick gewesen wie jetzt4 ,seine ,hhe schtzten wir auf #ej bis #fj ,fu #af bis #ai1e m2 sein ,umfang nahe ber den ,wurzeln betrgt #de ,fu #ad1f m4 ,weiter oben konnten wir nicht messen1 aber ,sir ,georg ,staunton hat gefunden1 da zehn ,fu #c1be m ber dem ,boden der ,stamm noch zwlf englische ,fu #c1ij m im ,durchmesser hat1 was gut mit ,bordas ,angabe bereinstimmt1 der den mittleren ,umfang zu #cc ,fu #h ,zoll #aj1ic m angibt4 ,der ,stamm theilt sich in viele ,aeste1 die kronleuchterartig aufwrts ragen und an den ,spitzen ,bltterbschel tragen1 hnlich der ,yucca im ,tale von ,mexiko4 ,durch diese ,theilung in ,aeste unterscheidet sich sein ,habitus wesentlich von der der ,palmen4 ,unter den organischen ,bildungen ist dieser ,baum1 neben der ,adansonie oder ,baobab in ,senegal1 ohne ,zweifel einer der ltesten ,bewohner unseres ,erdballs4 ,die ,baobabs werden indessen noch dickder als der ,drachenbaum von ,villa d,orotava4 ,man kennt welche1 die an der ,wurzel #cd ,fu ,durchmesser haben1 wobei sie nicht hher sind als #ej bis #fj ,fu7#aa74 ,man mu aber bedenken1 da die ,adansonia1 wie die ,ochroma und alle ,gewchse aus der ,familie der ,bombaceen1 viel schneller wchst7#ab7 als der ,drachenbaum1 der sehr langsam zunimmt4 ,der in ,herrn ,franqui's ,garten trgt noch jedes ,jahr ,blten und ,frchte4 ,sein ,anblick mahnt lebhaft an die ewige ,jugend der ,natur ,aristoteles de longit4 vitae4 cap4 #f41 die eine unerschpfliche ,quelle von ,bewegung und ,leben ist4 ,der ,drachenbaum1 der nur in den angebauten ,strichen der ,canarien1 auf ,madera und ,porto ,santo vorkommt1 ist eine merkwrdige ,erscheinung in ,beziehung auf die ,wanderung der ,gewchse4 ,auf dem ,kontinent und ,afrika7#ac7 ist er nirgends wild gefunden worden1 und ,ostindien ist sein eigentliches ,vaterland4 ,auf welchem ,wege ist der ,baum nach ,teneriffa verpflanzt worden1 wo er gar nicht hufig vorkommt8 ,ist sein ,daseyn ein ,beweis dafr1 da in sehr entlegener ,zeit die ,guanchen mit andern1 mit asiatischen ,vlkern in ,verkehr gestanden haben8 ,von ,villa da ,orotava gelangten wir auf einem schmalen steinigen ,pfad durch einen schnen ,kastanienwald 7el ,monte de ,castaos7 in eine ,gegend1 die mit einigen ,lorbeerarten und der baumartigen ,heide bewachsen ist4 ,der ,stamm der letzteren wird hier ausnehmend dick1 und die ,blthen1 mit denen der ,strauch einen groen ,teil des ,jahres bedeckt ist1 stechen angenehm ab von den ,blthen des ,hypericum canariense1 das in dieser ,hhe sehr hufig vorkommt4 ,wir machten unter einer schnen ,tanne halt1 um uns mit ,wasser zu versehen4 ,dieser ,platz ist im ,lande unter dem ,namen ,pino del ,dornajito bekannt2 seine ,meereshhe betrgt nach ,bordas barometrischer ,messung #ebb ,toisen #ajag m4 ,man hat da eine prachtvolle ,aussicht auf das ,meer und die ganze ,westseite der ,insel4 ,beim ,pino del ,dornajito1 etwas rechts vom ,weg sprudelt eine ziemlich reiche ,quelle2 wir tauchten ein ,thermometer hinein1 es fiel auf #ae1d4 ,hundert ,toisen davon ist eine andere eben so klare ,quelle4 ,nimmt man an1 da diese ,gewsser ungefhr die mittlere ,wrme des ,orts1 wo sie zu ,tage kommen1 anzeigen1 so findet man als absolute ,hhe des ,platzes #ebj ,toisen1 die mittlere ,temperatur der ,kste zu #ba und unter dieser ,zone eine ,abnahme der ,wrme um einen ,grad auf #ic ,toisen angenommen4 ,man drfte sich nicht wundern1 wenn diese ,quelle etwas unter der mittleren ,lufttemperatur bliebe1 weil sich sich wahrscheinlich weiter oben am ,pic bildet1 und vielleicht sogar mit den kleinen unterirdischen ,gletschern zusammenhngt1 von denen weiterhin die ,rede seyn wird4 ,die eben erwhnte ,uebereinstimmung der barometrischen und der thermometrischen ,messung ist desto auffallender1 als im ,allgemeinen1 wie ich anderwrts ausgefhrt1 ,so hat ,hunter in den blauen ,bergen auf ,jamaica die ,quellen immer klter gefunden1 als sie nach der ,hhe1 in der sie zu ,tage kommen1 seyn sollten4 in ,gebirgslndern mit steilen ,hngen die ,quellen eine zu rasche ,wrmeabnahme anzeigen1 weil sie kleine ,wasseradern aufnehmen1 die in verschiedenen ,hhen in den ,boden gelangen1 und somit ihre ,temperatur das ,mittel aus dem ,temperaturen dieser ,adern ist4 ,die ,quellen des ,dornajito sind im ,lande berhmt2 als ich dort war1 kannte man auf dem ,weg zum ,gipfel des ,vulkans keine andere4 ,quellenbildung setzt eine gewisse ,regelmigkeit im ,streichen und ,fallen der ,schichten voraus4 ,auf vulkanischem ,boden verschluckt das lcherige1 zerklftete ,gestein das ,regenwasser und lt es in groe ,tiefen versinken4 ,deshalb sind die ,canarien grtentheils so drr1 trotzdem da ihre ,berge so ansehnlich sind und der ,schiffer fortwhrend gewaltige ,wolkenmassen ber dem ,archipel gelagert sieht4 ,vom ,pino del ,dornajito bis zum ,krater zieht sich der ,weg bergan1 aber durch kein einziges ,thal mehr2 denn die kleinen ,schluchten 7,barancos7 verdienen diesen ,namen nicht4 ,geologisch betrachtet1 ist die ganze ,insel ,teneriffa nichts als ein ,berg1 dessen fast eifrmige ,grundflche sich gegen ,nordost verlngert1 und der mehrere ,systeme vulkanischer1 zu verschiedenen ,zeiten gebildeter ,gebirgsarten aufzuweisen hat4 ,was man im ,lande fr besondere ,vulkane ansieht1 wie der 99,chahorra99 oder 99,montaa ,colorada99 und die 99,urca991 das sind nur ,hgel1 die sich an den ,pic anlehnen und seine ,pyramide maskiren4 ,der groe ,vulkan1 dessen ,seitenausbrche mchtige ,vorgebirge gebildet haben1 liegt indessen nicht genau in der ,mitte der ,insel1 und diese ,eigenthmlichkeit im ,bau erscheint weniger auffallend1 wenn man sich erinnert1 da nach der ,ansicht eines ausgezeichneten ,mineralogen 7,cordier7 vielleicht nicht der kleine ,krater im ,piton die ,hauptrolle bei den ,umwlzungen der ,insel ,teneriffa gespielt hat4 ,auf die ,region der baumartigen ,heiden1 99,monte ,verde99 genannt1 folgt die der ,farn4 ,nirgends in der gemigten ,zone habe ich ,pteris1 ,blechnum und ,asplenium in solcher ,menge gesehen2 indessen hat keines dieser ,gewchse den ,wuchs der ,baumfarn1 die in ,sdamerika1 in fnf1 sechshundert ,toisen ,hhe1 ein ,hauptschmuck der ,wlder sind4 ,die ,wurzel der ,pteris aquilina dient den ,bewohnern von ,palma und ,gomera zur ,nahrung2 sie zerreiben sie zu ,pulver und mischen ein wenig ,gerstenmehl darunter4 ,dieses ,gemisch wird gerstet und heit 99,gofio992 ein so rohes ,nahrungsmittel ist ein ,beweis dafr1 wie elend das niedere ,volk auf den ,canarien lebt4 ,der ,monte ,verde wird von mehreren kleinen1 sehr drren ,schluchten 7caadas7 durchzogen4 ,ueber der ,region der ,farn kommt man durch ein ,gehlz von ,wachholderbumen 7cedro7 und ,tannen1 das durch die ,strme sehr gelitten hat4 ,an diesen ,ort1 den einige ,reisende la ,caravela nenne1 will ,edens ,die ,reise wurde im ,august #agae gemacht4 ,carabela heit ein ,fahrzeug mit lateinischen ,segeln4 ,die ,tannen vom ,pic dienten frher als ,mastholz und die knigliche ,marine lie im ,monte ,verde schlagen4 kleine ,flammen gesehen haben1 die er nach den physikalischen ,begriffen seiner ,zeit schwefligten ,ausdnstungen zuschreibt1 die sich von selbst entznden4 ,es ging immer aufwrts bis zum ,felsen 99,gayta99 oder 99,portillo992 hinter diesem ,engpa1 zwischen zwei ,basalthgeln1 betritt man die groe ,ebene des ,ginsters 7los ,llanos del ,retama74 ,bei ,laperouses ,expedition hatte ,manneron den ,pic bis zu dieser etwa #adjj ,toisen ber dem ,meere gelegenen ,ebene gemessen1 er hatte aber wegen ,wassermangels und des blen ,willens der ,fhrer die ,messung nicht bis zum ,gipfel des ,vulkans fortsetzen knnen4 ,das ,ergebni dieser zu zwei ,drittheilen vollendeten ,operation ist leider nicht nach ,europa gelangt1 und so ist das ,geschft von der ,kste an noch einmal vorzunehmen4 ,wir brauchten gegen zwei und eine halbe ,stunde1 um ber die ,ebene des ,ginsters zu kommen1 die nichts ist als ein ungeheures ,sandmeer4 ,trotz der hohen ,lage zeigte hier der hunderttheilige ,thermometer gegen ,sonnenuntergang #ac1h1 das heit #c1g mehr als mitten am ,tage auf dem ,monte ,verde4 ,dieser hhere ,wrmegrad kann nur von der ,strahlung des ,bodnes und von der weiten ,ausdehnung der ,hochebene herrhren4 ,wir litten sehr vom erstickenden ,bimsstaub1 in den wir fortwhrend gehllt waren4 ,mitten in der ,ebene stehen ,bsche von 99,retama991 dem ,spartium nubigenum d,aitons4 ,dieser schne ,strauch1 den de ,martinire ,einer der ,botaniker1 die auf ,laperouses ,seereise umkamen4 in ,languedoc1 wo ,feuermaterial selten ist1 einzufhren rth1 wird neun ,fu hoch1 er ist mit wohlriechenden ,blthen bedeckt1 und die ,ziegenjger1 denen wir unterwegs begegneten1 hatten ihre ,strohhte damit geschmckt4 ,die dunkelbraunen ,ziegen des ,pics gelten fr ,leckerbissen2 sie nhren sich von den ,blttern des ,spartium und sind in diesen ,einden seit unvordenklicher ,zeit verwildert4 ,man hat sie sogar nach ,madera verpflanzt1 wo sie geschtzter sind1 als die ,ziegen aus ,europa4 ,bis zum ,felsen ,gayta1 das heit bis zum ,anfang der groen ,ebene des ,ginsters ist der ,pic von ,teneriffa mit schnem ,pflanzenwuchs berzogen1 und nichts weist auf ,verwstungen in neuerer ,zeit hin4 ,man meint einen ,vulkan zu besteigen1 dessen ,feuer so lange erloschen ist1 wie das des ,monte ,cavo bei ,rom4 ,kaum hat man die mit ,bimsstein bedeckte ,ebene betreten1 so nimmt die ,landschaft einen ganz anderen ,charakter an2 bei jedem ,schritt stt man auf ungeheure ,obsidianblcke1 die der ,vulkan ausgeworfen4 ,alles ringsum ist d und still2 ein paar ,ziegen und ,kaninchen sind die einzigen ,bewohner dieser ,hochebene4 ,das unfruchtbare ,stck des ,pics mit ber zehn ,quadratmeilen1 und da die unteren ,regionen1 von ferne gesehen1 in ,verkrzung erscheinen1 so stellt sich die ganze ,insel als ein ungeheurer ,haufen verbrannten ,gesteins dar1 um den sich die ,vegetation nur wie ein schmaler ,grtel zieht4 ,ueber der ,region des ,spartium nubigenum kamen wir durch enge ,schrnde und kleine1 sehr alte1 vom ,regenwasser ausgesplte ,schluchten zuerst auf ein hheres ,plateau und dann an den ,ort1 wo wir die ,nacht zubringen sollten4 ,dieser ,platz1 der mehr als #aecj ,toisen #bihb m ber der ,kste liegt1 heit ,estancia de los ,ingleses7#ad71 ohne ,zweifel1 weil frher die ,englnder den ,pik am hufigsten besuchten4 ,zwei berhngende ,felsen bilden eine ,art ,hhle1 die ,schutz gegen den ,wind bietet4 ,bis zu diesem ,ort1 der bereits hher liegt als der ,gipfel des ,canigu1 kann man auf ,maulthieren gelangen2 viele ,neugierige1 die beim ,abgang von ,orotava den ,kraterrand erreichen zu knnen glaubten1 bleiben daher hier liegen4 ,obgleich es ,sommer war und der schne afrikanische ,himmel ber uns1 hatten wir doch in der ,nacht von der ,klte zu leiden4 ,der ,thermometer fiel auf #e ,grad4 ,unsere ,fhrer machten ein groes ,feuer von drren ,zweigen der ,retama an4 ,ohne ,zelt und ,mntel lagerten wir uns auf ,haufen verbrannten ,gesteins1 und die ,flammen und der ,rauch1 die der ,wind bestndig gegen uns her trieb1 wurden uns sehr lstig4 ,wir hatten noch nie eine ,nacht in so bedeutender ,hhe zugebracht1 und ich ahnte damals nicht1 da wir einst in ,stdten wohnen wrden1 die hher liegen als die ,spitze des ,vulkans1 den wir morgen vollends besteigen sollten4 ,je tiefer die ,temperatur sank1 desto mehr bedeckte sich der ,pic mit dicken ,wolken4 ,bei ,nacht stockt der ,zug des ,stroms1 der den ,tag ber den ,ebenen in die hohen ,luftregionen aufsteigt1 und im ,maae als sich die ,luft abkhlt1 nimmt auch ihre das ,wasser auflsende ,kraft ab4 ,ein sehr starker ,nordwird jagte die ,wolken2 von ,zeit zu ,zeit brach der ,mond durch das ,gewlk und seine ,scheibe glnzte auf tief dunkelblauen ,grunde2 im ,angesicht des ,vulkans hatte diese nchtliche ,scene etwas wahrhaft ,groartiges4 ,der ,pic verschwand bald gnzlich im ,nebel1 bald erschien er unheimlich nahe gerckt und warf wie eine ungeheure ,pyramode seinen ,schatten auf die ,wolken unter uns4 ,gegen drei ,uhr morgens brachen wir beim trben ,schein einiger ,kienfackeln nach der ,spitze des ,piton auf4 ,man beginnt die ,besteigung an der ,nordostseite1 wo der ,abhang ungemein steil ist1 und wir gelangten nach zwei ,stunden auf ein kleines ,plateau1 das seiner isolirten ,lage wegen ,alta ,vista heit4 ,hier halten sich auch die ,neveros auf1 das heit die ,eingeborenen1 die gewerbsmig ,eis und ,schnee suchen und in den benachbarten ,stdten verkaufen4 ,ihre ,maulthiere1 die das ,klettern mehr gewhnt sind1 als die1 welche man den ,reisenden gibt1 gehen bis zur ,alta ,vista und die ,neveros mssen den ,schnee dahin auf dem ,rcken tragen4 ,ueber diesem ,punkte beginnt das 99,malpays991 wie man in ,mexiko1 in ,peru und berall1 wo es ,vulkane gibt1 einen von ,dammerde entblten und mit ,lavabruchstcken bedeckten ,landstrich nennt4 ,wir bogen rechts von ,wege am1 um die 99,eishhle99 zu besehen1 die in #agbh ,toisen #ccfg m ,hhe liegt1 also unter der ,grenze des ewigen ,schnees in dieser ,breite4 ,wahrscheinlich rhrt die ,klte1 die in dieser ,hhle herrscht1 von denselben ,ursachen her1 aus denen sich das ,eis in den ,gebirgsspalten des ,jura und der ,pyrenen erhlt1 und ber welche die ,ansichten der ,physiker noch ziemlich auseinander gehen7#ae74 ,die natrliche ,eisgrube des ,pics hat brigens nicht jene senkrechten ,oeffnungen1 durch welche die warme ,luft entweichen kann1 whrend die kalte ,luft am ,boden ruhig liegen bleibt4 ,das ,eis scheint sich hier durch starke ,anhufung zu erhalten1 und weil der ,proce des ,schmelzens durch die bei rascher ,verdunstung erzeugte ,klte verlangsamt wird4 ,dieser kleine unterirdische ,gletscher liegt an einem ,ort1 dessen mittlere ,temperatur schwerlich unter #c betrgt1 und er wird nicht1 wie die eigentlichen ,gletscher der ,alpen1 vom ,schneewasser gespeist1 das von den ,berggipfeln herabkommt4 ,whrend des ,winters fllt sich die ,hhle mit ,schnee und ,eis1 und da die ,sonnenstrahlen nicht ber den ,eingang hinaus eindringen1 so ist die ,sommerwrme nicht im ,stande1 den ,behlter zu leeren4 ,die ,bildung einer natrlichen ,eisgrube hngt also nicht sowohl von der absoluten ,hhe der ,felsspalte und der mittleren ,temperatur der ,luftschicht1 in der sie sich befindet1 als von der ,masse des ,schnees1 der hineinkommt1 und von der geringen ,wirkung der warmen ,winde im ,sommer4 ,die im ,innern eines ,berges eingeschlossene ,luft ist schwer von der ,stelle zu bringen1 wie man am ,monte ,testaccio in ,rom sieht1 dessen ,temperatur von der der umgebenden ,luft so bedeutend abweicht4 ,wir werden in der ,folge sehen1 da am ,chimborazo ungeheure ,eismassen unter dem ,sand liegen1 und zwar1 wie auf dem ,pic von ,teneriffa1 weit unter der ,grenze des ewigen ,schnees4 ,bei der ,eishhe 7,cueva del ,hielo7 stellten bei ,laperouses ,seereise ,lamanon und ,mongs ihren ,versuch ber die ,temperatur des siedenden ,wassers an4 ,sie fanden dieselbe #hh1g1 whrend der ,barometer auf #ai ,zoll #a ,linie stand4 ,im ,knigreich ,neugranada1 bei der ,capelle ,guadeloupe in der ,nhe von ,santa ,fe de ,bogota1 sah ich das ,wasser bei #hi1i unter einem ,luftdruck von #ai ,zoll #a1i ,linien sieden4 ,zu ,tambores1 in der ,provinz ,popayan1 fand ,caldas #hi1e fr die ,temperatur des siedenden ,wassers bei einen ,barometerstand von #ah ,zoll #aa1f ,linien4 ,nach diesen ,ergebnissen knnte man vermuthen1 da bei ,lamanons ,versuch das ,wasser das ,maximum seiner ,temperatur nicht ganz erreicht hatte4 ,der ,tag brach an1 als wir die ,eishhle verlieen4 ,da beobachteten wir in der ,dmmerung eine ,erscheinung1 die auf hohen ,bergen hufig ist1 die aber bei der ,lage des ,vulkanes1 auf dem wir uns befanden1 besonders auffallend hervortrat4 ,eine weie flockige ,wolkenschicht entzog das ,meer und die niedrigeren ,regionen der ,insel unseren ,blicken4 ,die ,schicht schien nicht ber #hjj ,toisen #aefj m hoch2 die ,wolken waren so gleichmig verbreitet und lagen so genau in ,einer ,flche1 da sie sich ganz wie eine ungeheure mit ,schnee bedeckte ,ebene darstellten4 ,die colossale ,pyramide des ,piks1 die vulkanischen ,gipfel von ,lanzerota1 ,forteventura und ,palma ragten wie ,klippen aus dem weiten ,dunstmeer empor4 ,ihre dunkle ,frbung stach grell vom ,wei der ,wolken ab4 ,whrend wir auf den zertrmmerten ,laven des ,malpays emporklommen1 wobei wir oft die ,hnde zu ,hlfe nehmen muten1 beobachteten wir eine merkwrdige optische ,erscheinung4 ,wir glaubten gegen ,ost kleine ,raketen in die ,luft steigen zu sehen4 ,leuchtende ,punkte1 #g - #h ,grad ber dem ,horizont1 schienen sich zuerst senkrecht aufwrts zu bewegen1 aber allmhlich ging die ,bewegung in eine waagrechte ,oszillation ber1 die acht ,minuten anhielt4 ,unsere ,reisegefhrten1 sogar die ,fhrer uerten ihre ,verwunderung ber die ,erscheinung1 ohne da wir sie darauf aufmerksam zu machen brauchten4 ,auf den ersten ,blick glaubten wir1 diese sich hin und her bewegenden ,lichtpunkte seyen die ,vorlufer eines neuen ,ausbruchs des groen ,vulkanes von ,lanzerota4 ,wir erinnerten uns1 da ,bouquer und ,la ,condamine bei der ,besteigung des ,vulkans ,pichincha den ,ausbruch des ,cotopaxi mit angesehen hatten2 aber die ,tuschung dauerte nicht lange1 und wir sahen1 da die ,lichtpunkte die durch die ,dnste vergrerten ,bilder verschiedener ,sterne waren4 ,die ,bilder standen periodisch still1 dann schienen sie senkrecht aufzusteigen1 sich zur ,seite abwrts zu bewegen und wieder am ,ausgangspunkt anzugelangen4 ,diese ,bewegung dauerte eine bis zwei ,secunden4 ,wir hatten keine ,mittel zur ,hand1 um die ,gre der seitlichen ,verrckung genau zu messen1 aber den ,lauf eines ,lichtpunktes konnten wir ganz gut beobachten4 ,er erschien doppelt durch ,luftspiegelung und lie keine leuchtende ,spur hinter sich4 ,als ich im ,fernrohr eines kleinen ,troughtonschen ,sextanten die ,sterne mit einen hohen ,berggipfel auf ,lanzerota in ,contact brachte1 konnte ich sehen1 da die ,oscillation bestndig gegen denselben ,punkt hinging1 nmlich gegen das ,stck des ,horizontes1 wo die ,sonnenscheibe erscheinen sollte1 und da1 abgesehen von der ,declinationsbewegung des ,sterns1 das ,bild immer an denselben ,fleck zurckkehrte4 ,diese scheinbaren seitlichen ,refractionen hrten auf1 lange bevor die ,sterne vor dem ,tageslicht gnzlich verschwanden4 ,ich habe hier genau wiedergegeben1 was wir in der ,dmmerung beobachteten1 versuche aber keine ,erklrung der auffallenden ,erscheinung1 die ich schon vor zwlf ,jahren in ,zachs astronomischem ,tagebuch bekannt gemacht habe4 ,die ,bewegung der ,dunstblschen in ,folge des ,sonnenaufgangs1 die ,mischung verschiedener1 in ,temperatur und ,dichtigkeit sehr von einander abweichenden ,luftschichten haben ohne ,zweifel zu der ,verrckung der ,gestirne in horizontaler ,richtung das ihrige beigetragen4 ,etwas ,aehnliches sind wohl die starken ,schwankungen der ,sonnenscheibe1 wenn eben den ,horizont berhrt2 aber diese ,schwankungen betragen selten mehr als zwanzig ,secunden1 whrend die seitliche ,bewegung der ,sterne1 wie wir sie auf dem ,pic in mehr als #ahjj ,toisen ,hhe beobachteten1 ganz gut mit bloem ,auge zu bemerken1 und auffallender war als alle ,erscheinungen1 die man bis jetzt als ,wirkungen der ,brechung des ,sternlichts angesehen hat4 ,ich war bei ,sonnenaufgang und die ganze ,nacht in #bajj ,toisen ,hhe auf dem ,rcken der ,anden1 in ,antisana1 konnte aber nichts gewahr werden1 was mit jenem ,phnomen bereingekommen wre4 ,ich wnschte in so bedeutender ,hhe wie die1 welche wir am ,pic von ,teneriffa erreicht hatten1 den ,moment des ,sonnenaufganges genau zu beobachten4 ,kein mit ,instrumenten versehener ,reisender hatte noch eine solche ,beobachtung angestellt4 ,ich hatte ein ,fernrohr und ein ,chronometer1 dessen ,gang mir sehr genau bekannt war4 ,der ,himmelsstrich1 wo die ,sonnenscheibe erscheinen sollte1 war dunstfrei4 ,wir sahen den obersten ,rand um #d ,uhr #dh' #ee wahrer ,zeit1 und1 was ziemlich auffallend ist1 der erste ,lichtpunkt der ,scheibe berhrte unmittelbar die ,grenze des ,horizonts2 wir sahen demnach den wahren ,horizont1 das heit einen ,strich ,meers auf mehr als #dc ,meilen ,entfernung4 ,die ,rechnung ergibt1 da unter dieser ,breite in der ,ebene die ,sonne um #e ,uhr #a ,minute #ej ,secunden1 oder #aa ,minuten #ea1c ,secunden spter als auf dem ,pic htte anfangen sonnen aufzugehen4 ,der beobachete ,unterschied betrug #ab ,minuten #ee ,secunden1 und die kommt ohne ,zweifel von der ,ungewiheit hinsichtlich der ,refractionsverhltnisse fr einen ,abstand vom ,zenith1 wofr keine ,beobachtungen vorliegen7#af74 ,wir wunderten uns1 wie ungemein langsam der untere ,rand der ,sonne sich vom ,horizont zu lsen schien4 ,dieser ,rand wurde erst um #d ,uhr #ef ,min4 #ef ,sec4 sichtbar4 ,die stark abgeplattete ,sonnenscheibe war scharf begrenzt2 es zeigte sich whrend des ,aufgangs weder ein doppeltes ,bild noch eine ,verlngerung des untern ,randes4 ,der ,sonnenaufgang dauerte dreimal lnger1 als wir in dieser ,breite htten erwarten sollen1 und so ist anzunehmen1 da eine sehr gleichfrmig verbreitete ,dunstschicht den wahren ,horizont verdeckte und der aufsteigenden ,sonne nachrckte4 ,trotz des ,schwankens der ,sterne1 das wir vorhin im ,osten beobachtet1 kann man die ,langsamkeit des ,sonnenaufgangs nicht wohl einer ungewhnlich starken ,brechung der vom ,meereshorizont zu uns gelangenden ,strahlen zuschrieben2 denn1 wie le ,gentil es tglich in ,pondichery und ich ffers in ,cumana beobachet haben1 erniedrigt sich der ,horizont gerade bei ,sonnenaufgang1 weil die ,temperatur der ,luftschicht unmittelbar auf der ,meeresflche sich erhht4 ,der ,weg1 den wir uns durch das ,malpays bahnen muten1 ist uerst ermdend4 ,der ,abhang ist steil und die ,lavablcke wichen unter unseren ,fen4 ,ich kann dieses ,stck des ,weges nur mit den 99,mornen99 der ,alpen vergleichen1 jenen ,haufen von ,rollsteinen1 welche am untern ,ende der ,gletscher liegen2 die ,lavatrmmer auf dem ,pic haben aber scharfe ,kanten und lassen oft ,lcken1 in die man ,gefahr luft bis zum halben ,krper zu fallen ,leider trug die ,faulheit und der ble ,wille unserer ,fhrer viel dazu bei1 uns das ,aufsteigen sauer zu machen2 sie glichen weder den ,fhrern im ,chamounithal noch jenen gewandten ,guanchen1 von denen die ,sage geht1 da sie ein ,kaninchen oder eine wilde ,ziege im ,laufe fingen4 ,unsere canarischen ,fhrer waren trg zum ,verzweifeln3 sie hatten tags zuvor uns bereden wollen1 nicht ber die ,station bei den ,felsen hinaufzugehen2 sie setzten sich alle zehn ,minuten nieder1 um auszuruhen2 sie warfen hinter uns die ,handstcke ,obsidian und ,bimsstein1 die wir sorgfltig gesammelt hatten1 weg1 und es kam heraus1 da noch keiner auf dem ,gipfel des ,vulkanes gewesen war4 ,nach dreistndigem ,marsch erreichten wir das ,ende des ,malpays bei einer kleinen ,ebene1 la ,rambleta genannt2 aus ihrem ,mittelpunkte steigt der ,piton oder ,zuckerhut empor4 ,gegen ,orotava zu gleicht der ,berg jenen ,treppenpyramiden in ,fejoum und in ,mexiko1 denn die ,plateaus der ,retama und die ,rambleta bilden zwei ,stockwerke1 deren ersteres viermal hher ist als letzteres4 ,nimmt man die ganze ,hhe des ,piks zu #aijd ,toisen #cgaj m an1 so liegt die ,rambleta #ahbj ,toisen #cedf m ber dem ,meere4 ,hier befinden sich die ,luftlcher1 welche bei den ,eingeborenen 99,nasenlcher des ,piks99 7,narices des ,pico7 heien4 ,aus mehreren ,spalten im ,gestein dringen hier in ,abstzen warme ,wasserdnste2 wir sahen den ,thermometer darin auf #dc1b steigen2 ,labillardire hatte acht ,jahre vor uns diese ,dmpfe #ec1g hei gefunden1 ein ,unterschied1 der vielleicht nicht sowohl auf eine ,abnahme der vulkanischen ,thtigkeit als auf einen lokalen ,wechsel in der ,erhitzung der ,bergwnde hindeutet4 ,die ,dmpfe sind geruchlos und scheinen reines ,wasser4 ,kurz vor dem groen ,ausbruch des ,vesuv im ,jahr #ahjf beobachteten ,gay-,lussac und ich1 da das ,wasser1 das in ,dampfform aus dem ,innern des ,kraters kommt1 ,lackmuspapier nicht rthete4 ,ich kann brigens der khnen ,hypothese mehrerer ,physiker nicht beistimmen1 wornach die 99,naslcher des ,pic99 als die ,mndungen eines ungeheuren ,destillierapparates1 dessen ,boden unter der ,meeresflche liegt1 zu betrachten seyn sollen4 ,seit man die ,vulkane sorgfltiger beobachetet und der ,hang zum ,wunderbaren sich in geologischen ,bchern weniger bemerkbar macht1 fngt man an den unmittelbaren bestndigen ,zusammenhang zwischen dem ,meer und den ,herden des vulkanischen ,feuers mit ,recht stark in ,zweifel zu ziehen7#ag74 ,diese durchaus nicht auffallende ,erscheinung erklrt sich wohl sehr einfach4 ,der ,pic ist einen ,theil des ,jahres mit ,schnee bedeckt2 wir selbst fanden noch welchen auf der kleinen ,ebene ,rambleta2 ja ,odonell und ,armstrong haben im ,jahre #ahjf im ,malpays eine sehr starke ,quelle entdeckt1 und zwar hundert ,toisen ber der ,eishhle1 die vielleicht zum ,theil von dieser ,quelle gespeist wird4 ,alles weist also darauf hin1 da der ,pic von ,teneriffa1 gleich den ,vulkanen der ,anden und der ,inzel ,lucon1 im ,inneren groe ,hhlungen hat1 die mit atmosphrischem ,wasser gefllt sind1 das einfach durchgesickert ist4 ,die ,wasserdmpfe1 welche die ,naslcher und die ,spalten im ,krater ausstoen1 sind nichts als dieses selbe ,wasser1 das durch die ,wnde1 ber die es fliet1 erhitzt wird4 ,wir hatten jetzt noch den steilsten ,theil des ,berges1 der die ,spitze bildet1 den ,piton1 zu ersteigen4 ,der ,abhang dieses kleinen1 mit vulkanischer ,asche und ,bimssteinstcken bedeckten ,kegels ist so schroff1 da es fast unmglich wre1 auf den ,gipfel zu gelangen1 wenn man nicht einem alten ,lavastrom nachginge1 der aus dem ,krater geflossen scheint und dessen ,trmmer dem ,zahn der ,zeit getrotzt haben4 ,diese ,trmmer bilden eine verschlackte ,felswand1 die sich mitten durch die lose ,asche hinzieht4 ,wir erstiegen den ,piton1 indem wir uns an diesen ,schlacken anklammerten1 die scharfe ,kanten haben und1 halb verwittert1 wie sie sind1 uns nicht selten in der ,hand blieben4 ,wir brauchten gegen eine halbe ,stunde1 um einen ,hgel zu ersteigen1 dessen senkrechte ,hhe kaum #ij ,toisen #age m betrgt4 ,der ,vesuv1 der dreimal niedriger ist als der ,vulkan auf ,teneriffa1 luft in einen fast dreimal hheren ,aschenkegel aus1 der aber nicht so steil und zugnglicher ist4 ,unter allen ,vulkanen1 die ich besucht1 ist nur der ,jorullo in ,mexiko noch schwerer zu besteigen1 weil der ganze ,berg mit loser ,asche bedeckt ist4 ,wenn der ,zuckerhut mit ,schnee bedeckt ist1 wie bei ,eintritt des ,winters1 so kann die ,steilheit des ,anhanges den ,reisenden in die grte ,gefahr bringen4 ,le ,gros zeigte uns die ,stelle1 wo ,kapitn ,baudin auf seiner ,reise nach ,teneriffa beinahe ums ,leben gekommen wre4 ,muthig hatte er gegen ,ende ,dezembers #agig mit den ,naturforschern ,advenier1 ,mauger und ,riedl die ,besteigung des ,gipfels des ,vulkans unternommen4 ,in der halben ,hhe des ,kegels fiel er und rollte bis zur kleinen ,ebene ,rambleta hinunter2 zum ,glck machte ein mit ,schnee bedeckter ,lavahaufen1 da er nicht noch weiter mit beschleunigter ,geschwindigkeit hinabflog4 ,wie man mir versichert1 ist ein ,reisender1 der den mit festem ,rasen bedeckten ,abhang des ,col de ,balme hinabgerollt war1 erstickt gefunden worden4 ,auf der ,spitze des ,piton angelangt1 wunderten wir uns nicht wenig1 da wir kaum ,platz fanden1 bequem niederzusitzen4 ,wir standen vor einer kleinen kreisfrmigen ,mauer aus porphyrartiger ,lava mit ,pechsteinbasis2 diese ,mauer hinterte uns1 in den ,krater hinabzusehen4 ,la ,caldera oder der ,kessel des ,pics4 ,der ,name erinnert an die 99,oules99 der ,pyrenen4 ,der ,wind blies so heftig aus ,west1 da wir uns kaum auf den ,beinen halten konnten4 ,es war acht ,uhr morgens und wir waren starr vor ,klte1 obgleich der ,thermometer etwas ber dem ,gefrierpunkt stand4 ,seit lange waren wir an eine sehr hohe ,temperatur gewhnt1 und der trockene ,wind steigerte das ,frostgefhl1 weil er die kleine ,schicht warmer und feuchter ,luft1 welche sich durch die ,hautausdnstung um uns her bildete1 fortwhrend wegfhrte4 ,der ,krater des ,pic hat1 was den ,rand betrifft1 mit den ,kratern der meisten anderen ,vulkane1 die ich besucht1 z4 ,b4 mit dem des ,vesuvs1 des ,jorullo und ,pipincha1 keine ,aehnlichkeit4 ,bei diesen behlt der ,piton seine ,kegelgestalt bis zum ,gipfel2 der ganze ,abhang ist im selben ,winkel geneigt und gleichfrmig mit einer ,schicht sehr fein zertheilten ,bimssteins bedeckt2 hat man die ,spitze dieser drei ,vulkane erreicht1 so blickt man frei bis auf den ,boden des ,schlunds4 ,der ,pic von ,teneriffa und der ,cotopaxi dagegen sind ganz anders gebaut2 auf ihrer ,spitze luft kreisfrmig ein ,kamm oder eine ,mauer um den ,krater2 von ferne stellt sich diese ,mauer wie ein kleiner ,cylinder auf einem abgestutzten ,kegel dar4 ,beim ,cotopaxi erkennt man dieses eigenthmliche ,bauwerk ber #bjjj ,toisen weit mit bloem ,auge1 wehalb auch noch kein ,mensch bis zum ,krater dieses ,vulkans gekommen ist4 ,beim ,pik von ,tenerifa ist der ,kamm1 der wie eine ,brustwehr um den ,krater luft1 so hoch1 da er gar nicht zur 99,caldera99 gelangen liee1 wenn sich nicht gegen ,ost eine ,lcke darin befnde1 die von einem sehr alten ,lavaergu herzurhren scheint4 ,durch diese ,lcke stiegen wir auf den ,boden des ,trichters hinab1 der elliptisch ist2 die groe ,achse luft von ,nordwest nach ,sdost1 etwa ,nord #ce ,ost4 ,die grte ,breite der ffnung schtzten wir auf #cjj ,fu #ig m1 die kleinste auf #bjj ,fu #fe m4 ,diese ,angaben stimmen ziemlich mit den ,messungen von ,berguin1 ,verela und ,borda2 nach diesen ,reisenden messen die zwei ,axen #dj und #cj ,toisen4 ,cordier1 der den ,gipfel des ,pics vier ,jahre nach mir besucht hat1 schtzt die groe ,axe auf #fe ,toisen4 ,lamanon gibt dafr #ej ,t4 an1 ,odonnell aber gibt dem ,krater #eej ,baras 7#bcf ,toisen7 ,umfang4 ,man sieht leicht ein1 da die ,gre eines ,kraters nicht allein von der ,hhe und der ,masse des ,berges abhngt1 dessen ,hauptffnung er bildet4 ,seine ,weite steht sogar selten im ,verhltni mit der ,intensitt des vulkanischen ,feuers oder der ,thtigkeit des ,vulkans4 ,beim ,vesuv1 der gegen den ,pik von ,teneriffa nur ein ,hgel ist1 hat der ,krater einen fnfmal greren ,durchmesser4 ,bedenkt man1 da sehr hohe ,vulkane aus ihrem ,gipfel weniger ,stoffe auswerfen als aus ,seitenspalten1 so knnte man versucht seyn anzunehmen1 da1 je niedriger die ,vulkane sind1 ihre ,krater1 bei gleicher ,kraft und ,thtigkeit1 desto grer seyn mten4 ,allerdings gibt es ungeheure ,vulkane in den ,anden1 die nur sehr kleine ,oeffnungen haben1 und man knnte es als ein geologisches ,gesetz hinstellen1 da die colossalsten ,berge auf ihren ,gipfeln nur ,krater von geringem ,umfang haben1 wenn sich nicht in den ,cordilleren mehrere ,beispiele ,die groen ,vulkane ,cotopaxi und ,rucupichincha haben nach meinen ,messungen ,krater mit ,diametern von mehr als #ejj und #gjj ,toisen4 des gegentheiligen ,verhaltens fnden4 ,ich werde im ,verfolg ,gelegenheit finden1 zahlreiche ,thatsachen anzufhren1 welche einst auf das1 was man den uern ,bau der ,vulkane nennen kann1 einiges ,licht werfen knnten4 ,dieser ,bau ist so mannigfaltig als die vulkanischen ,erscheinungen selbst1 und will man sich zu geologischen ,vorstellungen erheben1 die der ,gre der ,natur wrdig sind1 so mu man die ,meinung aufgeben1 als ob alle ,vulkane nach dem ,muster des ,vesuv1 des ,stromboli und des ,aetna gebaut wren4 ,die ueren ,rnder der 99,caldera99 sind beinahe senkrecht2 sie stellen sich ungefhr dar wie die ,somma1 vom ,atrio dei ,cavalli aus gesehen4 ,wir stiegen auf den ,boden des ,kraters auf einen ,streif zerbrochener ,laven1 der zu der ,lcke in der ,umfassungsmauer hinaufluft4 ,hitze war nur ber einigen ,spalten zu spren1 aus denen ,wasserdampf mit einem eigenthmlichen ,sumsen strmte4 ,einige dieser ,luftlcher oder ,spalten befinden sich uerhalb des ,kraterumfanges1 am ueren ,rand der ,brstung1 welche den ,krater umgibt4 ,ein in dieselben gebrachter ,thermometer stieg rasch auf #fh und #ge ,grad4 ,er zeigte ohne ,zweifel eine noch hhere ,temperatur an2 aber wir konnten das ,instrument erst ansehen1 nachdem wir es herausgezogen1 wollten wir uns nicht die ,hnde verbrennen4 ,cordier hat mehrere ,spalten gefunden1 in denen die ,hitze der des siedenden ,wassers gleich war4 ,man knnte glauben1 diese ,dmpfe1 die stoweise hervorkommen1 enthalten ,salzsure oder ,schwefelsure2 lt man sie aber an einem kalten ,krper sich verdichten1 zeigen sie keinen besondern ,geschmack1 und die ,versuche mehrerer ,physiker mit ,reagentien beweisen1 da die ,fumarolen des ,pic nur reines ,wasser aushauchen2 diese ,erscheinung1 die mit meinen ,beobachtungen im ,krater des ,jorullo bereinstimmt1 verdient desto mehr ,aufmerksamkeit1 als ,salzsure in den meisten ,vulkanen in groer ,menge vorkommt und ,bauquelin sogar in den porphyrhnlichen ,laven von ,sarcouy in der ,auvergne ,salzsure gefunden hat4 ,ich habe an ,ort und ,stelle die ,ansicht des inneren ,kraterrandes gezeichnet1 wie er sich darstellt1 wenn man durch die gegen ,ort gelegene ,lcke hinabsteigt4 ,nichts merkwrdiger als diese ,aufeinanderlagerung von ,lavaschichten1 die ,krmmungen zeigen1 wie der ,alpenkalkstein4 ,diese ungeheuren ,bnke sind bald wagrecht1 bald geneigt und wellenfrmig gewunden1 und ,alles weist darauf hin1 da einst die ganze ,masse flssig war1 und da mehrere strende ,ursachen zusammenwirkten1 um jedem ,strom seine bestimmte ,richtung zu geben4 ,an der obenumlaufenden ,mauer sieht man das seltsame ,astwerk1 wie man es an der entschwefelten ,steinkohle beobachtet4 ,der nrdliche ,rand ist der hchste2 gegen ,sdwest erniedrigt sich die ,mauer bedeutend und am uersten ,rand ist eine ungeheure verschlackte ,lavamasse angebacken4 ,gegen ,west ist das ,gestein durchbrochen1 und durch eine weite ,spalte sieht man den ,meereshorizont4 ,vielleicht hat die ,gewalt der elastischen ,dmpfe im ,moment1 wo die im ,krater aufgestiegene ,lava berquoll1 hier durchgerissen4 ,das ,innere des ,trichters weist darauf hin1 da der ,vulkan seit ,jahrtausenden nur noch aus seinen ,seiten ,feuer gespieen hat4 ,diese ,behauptung grndet sich nicht darauf1 weil sich am ,boden der ,caldera keine groen ,oeffnungen zeigen1 wie man erwarten knnte4 ,die ,physiker1 die die ,natur selbst beobachtet haben1 wissen1 da viele ,vulkane in der ,zwischenzeit zweier ,ausbrche ausgefllt und fast erloschen scheinen1 da sich dann aber im vulkanischen ,schlund ,schichten sehr rauher1 klingender und glnzender ,schlacken finden4 ,man bemerkt kleine ,erhhungen1 ,auftreibungen durch die elastischen ,dmpfe1 kleine ,schlacken- und ,aschenkegel1 unter denen die ,oeffnungen liegen4 ,der ,krater des ,pic von ,teneriffa zeigt keiens dieser ,merkmale2 sein ,boden ist nicht im ,zustand geblieben1 wie ein ,ausbruch ihn zurcklt4 ,durch den ,zahn der ,zeit und den ,einflu der ,dmpfe sind die ,wnde abgebrckelt und haben das ,becken mit groen ,blcken steinigter ,lava bedeckt4 ,man gelangt gefahrlos auf den ,boden des ,kraters4 ,bei einem ,vulkan1 dessen ,hauptthtigkeit dem ,gipfel zu geht1 wie beim ,vesuv1 wechselt die ,tiefe des ,kraters vor und nach jedem ,ausbruch2 auf dem ,pic von ,teneriffa dagegen scheint die ,tiefe seit langer ,zeit sich gleichgeblieben zu seyn4 ,edens schtzte sie im ,jahre #agae auf #aae ,fu #cg m1 ,cordier im ,j4 #ahjc auf #aaj #ce1e m4 ,nach dem ,augenmaa htte ich geglaubt1 da der ,trichter nicht einmal so tief wre4 ,in seinem jetzigen ,zustand ist er eigentlich eine ,solfatara2 er ist ein weites ,feld fr interessante ,beobachtungen1 aber imposant ist sein ,anblick nicht4 ,groartig wird der ,punkt nur durch die ,hhe ber dem ,meeresspiegel1 durch die tiefe ,stille in dieser ,region1 durch den unermelichen ,erdraum1 den das ,auge auf der ,spitze des ,berges berblickt4 ,die ,besteigung des ,vulkans von ,teneriffa ist nicht nur dadurch anziehend1 da sie uns so reichen ,stoff fr wissenschaftliche ,forschung liefert2 sie ist es noch weit mehr dadurch1 da sie den1 der ,sinn hat fr die ,gre der ,natur1 eine ,flle malerischer ,reize bietet4 ,solche ,empfindungen zu schildern1 ist eine schwere ,aufgabe2 sie regen uns desto tiefer auf1 da sie etwas ,unbestimmtes haben1 wie es die ,unermelichkeit des ,raums und die ,gre1 ,neuheit und ,mannigfaltigkeit der uns umgebenden ,gegenstnde mit sich bringen4 ,wenn ein ,reisender die hohen ,berggipfel unseres ,erdballs1 die ,cataracten der groen ,strme1 die gewundenen ,thler der ,anden zu beschreiben hat1 so luft er ,gefahr den ,leser durch den eintnigen ,ausdruck seiner ,bewunderung zu ermden4 ,es scheint mir den ,zwecken1 die ich bei dieser ,reisebeschreibung im ,auge habe1 angemessener1 den eigenthmlichen ,charakter zu schildern1 der jeden ,landstrich auszeichnet4 ,man lehrt die ,physiognomie einer ,landschaft deste besser kennen1 je genauer man die einzelnen ,zge auffat1 sie unter einander vergleicht und so auf dem ,wege der ,analysis den ,quellen der ,gensse nachgeht1 die uns das groe ,naturgemlde bietet4 ,die ,reisenden wissen aus ,erfahrung1 da man auf der ,spitze hoher ,berge selten eine so schne ,aussicht hat und so mannigfaltige malerische ,effekte beobachtet als auf den ,gipfeln von der ,hhe des ,vesuvs1 des ,rigi1 des ,puy de ,dome4 ,colossale ,berge wie der ,chimborazo1 der ,antisana oder der ,montblanc haben eine so groe ,masse1 da man die mit reichem ,pflanzenwuchs bedeckten ,ebenen nur in groer ,entfernung sieht und ein blulicher ,duft gleichfrmig auf der ganzen ,landschaft liegt4 ,durch seine schlanke ,gestalt und seine eigenthmliche ,lage vereinigt nun der ,pic von ,teneriffa die ,vortheile niedrigerer ,gipfel mit denen1 wie sehr bedeutende ,hhen sie bieten4 ,man berblickt auf seiner ,spitze nicht allein einen ungeheuren ,meereshorizont1 der ber die hchsten ,berge der benachbarten ,inseln hinaufreicht1 man sieht auch die ,wlder von ,teneriffa und die bewohnten ,kstenstriche so nahe1 da noch ,umrisse und ,farben in den schnsten ,contrasten hervortreten4 ,es ist als ob der ,vulkan die kleine ,insel1 die ihm zur ,grundlage dient1 erdrckte2 er steigt aus dem ,schooe des ,meeres dreimal hher auf1 als die ,wolken im ,sommer ziehen4 ,wenn sein seit ,jahrhunderten halb erloschener ,krater ,feuergarben auswrfe wie der ,stromboli der olischen ,inseln1 so wrde der ,pik von ,tenerifa dem ,schiffer in einem ,umkreis von mehr als #bfj ,meilen als ,leuchtthurm dienen4 ,wir lagerten uns am uern ,rande des ,kraters und blickten zuerst nach ,nordwest1 wo die ,ksten mit ,drfern und ,weilern geschmckt sind4 ,vom ,winde fortwhrend hin und her getriebene ,dunstmassen zu unser ,fen boten uns das mannigfaltigste ,schauspiel4 ,eine ebene ,wolkenschicht zwischen uns den tiefen ,regionen der ,insel1 dieselbe1 von der oben die ,rede war1 war da und dort durch die kleinen ,luftstrme durchbrochen1 welche nachgerade die von der ,sonne erwrmte ,erdoberflche zu uns heraufsandte4 ,der ,hafen von ,orotava1 die darin ankernden ,schiffe1 die ,grten und ,weinberge um die ,stadt wurden durch eine ,oeffnung sichtbar1 welche jeden ,augenblick grer zu werden schien4 ,aus diesen einsamen ,regionen blickten wir nieder in eine bewohnte ,welt2 wir ergtzten uns am lebhaften ,contrast zwischen den drren ,flanken des ,pics1 seinen mit ,schlacken bedeckten steilen ,abhngen1 seinen pflanzenlosen ,plateaus1 und dem lachtenden ,anblick des bebauten ,landes2 wir sahen1 wie sich die ,gewchse nach der mit der ,hhe abnehmenden ,temperatur in ,zonen vertheilen4 ,unter dem ,piton beginnen ,flechten die verschlackten1 glnzenden ,laven zu berziehen2 ein ,veilchen ,viola cheiranthifolia1 das der ,viola decumbens nahe steht1 geht am ,abhang des ,vulkans bis zu #agdj ,toisen #ccij m ,hhe1 hher nicht allein als die andern krautartigen ,gewchse1 sondern sogar hher als die ,grser1 welche in den ,alpen und auf dem ,rcken der ,kordilleren unmittelbar an die ,gewchse aus der ,familie der ,kryptogamen stoen4 ,mit ,blthen bedechte ,retamabsche schmcken die kleinen1 von den ,regenstrmen eingerissenen und durch die ,seitenausbrche verstopften ,thler2 unter der ,retama folgt die ,region der ,farn und auf diese die der baumartigen ,heiden4 ,wlder von ,lorbeeren1 ,rhamnus und ,erdbeerbumen liegen zwischen den ,heidekrutern und den mit ,reben und ,obstbumen bepflanzten ,gelnden4 ,ein reicher grner ,teppich breitet sich von der ,ebene der ,ginster und der ,zone der ,alpenkruter bis zu den ,gruppen von ,dattelpalmen und ,musen1 deren ,fu das ,weltmeer zu besplen scheint4 ,ich deute hier nur die ,hauptzge dieser ,pflanzenkarte an2 im ,folgenden gebe ich einiges ,nhere ber die ,pflanzengeographie der ,insel ,teneriffa4 ,da auf der ,spitze des ,pics die ,drfchen1 ,weinberge und ,grten an der ,kste einem so nahe gerckt scheinen1 dazu trgt die erstaunliche ,durchsichtigkeit der ,luft viel bei4 ,trotz der bedeutenden ,entfernung erkannten wir nicht nur die ,huser1 die ,baumstmme1 das ,takelwerk der ,schiffe1 wir sahen auch die reiche ,pflanzenwelt der ,ebenen in den lebhaftesten ,farben glnzen4 ,diese ,erscheinung ist nicht allein dem hohen ,standpunkt zuzuschreiben1 sie deutet auf eine eigenthmliche ,beschaffenheit der ,luft in den heien ,lndern4 ,unter allen ,zonen erscheint ein ,gegenstand1 der sich auf dem ,meeresspiegel befindet und von dem die ,lichtstrahlen in wagrechter ,richtung ausgehen1 weniger lichtstark1 als wenn man ihn vom ,gipfel eines ,berges sieht1 wohin die ,wasserdmpfe durch ,luftschichten von abnehmender ,dichtigkeit gelangen4 ,gleich auffallende ,unterschiede werden vom ,einflu der ,klimate bedingt2 der ,spiegel eines ,sees oder eines breiten ,flusses glnzt bei gleicher ,entfernung weniger1 wenn man ihn vom ,kamme der ,schweizer ,hochalpen1 als wenn man ihn vom ,gipfel der ,cordilleren von ,peru oder ,mexico sieht4 ,je reiner und heiterer die ,luft ist1 desto vollstndiger wird das ,licht bei seinem ,durchgang geschwcht4 ,wenn man von der ,sdsee her auf die ,hochebene von ,quito oder ,antisana kommt1 so wundert man sich in den ersten ,tagen1 wie nahe gerckt ,gegenstnde erscheinen1 die sieben1 acht ,meilen entfernt sind4 ,der ,pic von ,teyde geniet nur zwar nicht des ,vortheils1 unter den ,tropen zu liegen1 aber die ,trockenheit der ,luftsulen1 welche fortwhrend ber den benachbarten afrikanischen ,ebenen aufsteigen und die die ,westwinde rasch herbeifhren1 verleiht der ,luft der canarischen ,inseln eine ,durchsichtigkeit1 hinter der nicht nur die ,luft ,neapels und ,siziliens1 sondern vielleicht sogar der klare ,himmel ,perus und ,quitos zurckstehen4 ,auf dieser ,durchsichtigkeit beruht vornehmlich die ,pracht der ,landschaften unter den ,tropen2 sie hebt den ,glanz der ,farben der ,gewchse und steigert die magische ,wirkung ihrer ,harmonien und ihrer ,contraste4 ,wenn eine groe1 um die ,gegenstnde verbreitete ,lichtmasse in gewissen ,stunden des ,tages die uern ,sinne ermdet1 so wird der ,bewohner sdlicher ,klimate durch moralische ,gensse dafr entschdigt4 ,schwung und ,klarheit der ,gedanken1 innerliche ,heiterkeit entsprechen der ,durchsichtigkeit der umgebenden ,luft4 ,man erhlt diese ,eindrcke1 ohne die ,grenzen von ,europa zu berschreiten2 ich berufe mich auf die ,reisenden1 welche jene durch die ,wunder des ,gedankens und der ,kusnt verherrlichten ,lnder gesehen haben1 die glcklichen ,himmelsstriche ,griechenlands und ,italiens4 ,umsonst verlngerten wir unseren ,aufenthalt auf dem ,gipfel des ,pics1 des ,moments harrend1 wo wir den ganzen ,archipel der glckseligen ,inseln7#ah7 wrden bersehen knnen4 ,wir sahen zu unseren ,fen ,palma1 ,gomera und die ,groe ,canaria4 ,die ,berge von ,lanzerota1 die bei ,sonnenaufgang dunstfrei gewesen waren1 hllten sich bald wieder in dichte ,wolken4 ,nur die gewhnliche ,refraction vorausgesetzt1 bersieht das ,auge bei hellen ,wetter vom ,gipfel des ,vulkans ein ,stck ,erdoberflche von #egjj ,quadratmeilen #aaejjj qkm1 also so viel als ein ,viertheil der ,oberflche ,spaniens4 ,oft ist die ,frage aufgeworfen worden1 ob man von dieser ungeheurn ,pyramide die afrikanische ,kste sehen knne4 ,aber die nchsten ,striche dieser ,kste sind #b ,grad #di ,minuten im ,bogen1 oder #ef ,meilen #beb km entfernt2 da nun der ,gesichtshalbmesser des ,horizonts des ,pics #a ,grad #dg ,minuten betrgt1 so kann ,cap ,bojador nur sichtbar werden1 wenn man ihm #bjj ,toisen ,meereshhe gibt4 ,wiir wissen gar nicht1 wie hoch die ,schwarzen ,berge bei ,cap ,bojador sind1 sowie der ,pic sdlich von diesem ,vorgebirge1 den die ,seefahrer ,peon grade nennen4 ,wre der ,gipfel des ,vulkans von ,teneriffa zugnglicher1 so lieen sich dort ohne ,zweifel bei gewissen ,windrichtungen die ,wirkungen ungewhnlicher ,refraction beobachten4 ,liest man die ,berichte spanischer und portugiesischer ,schriftsteller ber die ,existenz der fabelhaften ,insel ,san ,borondon oder ,antilia1 so sieht man1 da in diesen ,strichen vorzglich der feuchte ,west-,sd-,westwind ,luftspiegelungen zur ,folge hat27#ai7 indessen wollen wir nicht mit ,viera glauben1 da durch das ,spiel der irdischen ,refraction die ,inseln des grnen ,vorgebirges1 ja sogar die ,apalachen in ,amerika den ,bewohnern der ,canarien sichtbar werden knnen4 ,die ,klte1 die wir auf dem ,gipfel des ,pics empfanden1 war fr die ,jahreszeit sehr bedeutend4 ,der hunderttheilige ,thermometer7#bj7 zeigte entfernt vom ,boden und von den ,fumarolen1 die heie ,dmpfe ausstoen1 im ,schatten #b1g4 ,der ,wind war ,west1 also dem entgegengesetzt1 der einen groen ,teil des ,jahres ,teneriffa die heie ,luft zufhrt1 die ber den glhenden ,wsten ,afrikas aufsteigt4 ,da die ,temperatur im ,hafen von ,orotava1 nach ,herrn ,savagis ,beobachtung1 #bb1h war1 so nahm die ,wrme auf #id ,toisen ,hhe um einen ,grad ab4 ,dieses ,ergebni stimmt vollkommen mit dem berein1 was ,lamanon und ,saussure auf den ,spitzen des ,pics und des ,aetna1 obwohl in sehr verschiedenen ,jahreszeiten1 beobachtet haben4 ,lamanons ,beobachtung ergiebt einen ,grad auf #ii ,toisen1 obgleich die ,temperatur des ,pics um #i von der von uns beobachteten abwich4 ,am ,aetna fand ,saussure die ,abnahme gleich #ia ,toisen4 ,die schlanke ,gestalt dieser ,berge bietet den ,vortheil1 da man die ,temperatur zweier ,luftschichten fast senkrecht ber einander beobachten kann1 und in dieser ,beziehung gleichen die ,beobachtungen1 die man bei der ,besteigung des ,vulkans von ,teneriffa macht1 denen1 die man bei einer ,auffahrt im ,luftballon machen kann4 ,es ist indessen zu bemerken1 da die ,see wegen ihrer ,durchsichtigkeit und wegen der ,verdunstung weniger ,wrme den hohen ,luftschichten zusendet als die ,ebenen2 daher ist es auf vom ,meer umgebenen ,berggipfeln im ,sommer klter als auf ,bergen mitten im ,lande2 dieses ,moment hat aber nur geringen ,einflu auf die ,abnahme der ,luftwrme1 da die ,temperatur der tiefen ,regionen in der ,nhe des ,meeres gleichfalls eine niedrigere ist4 ,anders verhlt es sich mit dem ,einflusse der ,windrichtung und der ,geschwindigkeit des aufsteigenden ,stroms2 letzterer erhht nicht selten die ,temperatur der hchsten ,berge in erstaunlichem ,grade4 ,am ,abhang des ,antisana im ,knigreich ,quito sah ich in #bhcg ,toisen ,hhe den ,thermometer auf #ai stehen2 ,labillardire beobachtete am ,kraterrand des ,pic von ,teneriffa #ah1g1 wobei er alle erdenkliche ,vorsicht gebraucht hatte1 um den ,einflu zuflliger ,ursachen auszuschlieen4 ,da die ,temperatur der ,rhede von ,santa ,cruz zur selben ,zeit #bh war1 so betrug der ,unterschied zwischen der ,luft an der ,kste und der auf dem ,pic #i1c statt #bj1 die einer ,wrmeabnahme von einem ,grad auf #id ,toisen entsprechen4 ,ich finde im ,schiffstagebuch von l,entrecasteauxs ,expedition1 da damals in ,santa ,cruz der ,wind ,sd-,sd-,ost war4 ,vielleicht wehte derselbe ,wind strker in den hohen ,luftregionen2 vielleicht trieb er in schiefer ,richtung die warme ,luft vom nahen ,festlande der ,spitze des ,piton zu4 ,labillardires ,besteigung fand zudem am #ag4 ,oktober #agia statt1 und in den ,schweizer ,alpen hat man die ,beobachtung gemacht1 da der ,temperaturunterschied zwischen ,berg und ,tiefland im ,herbst geringer ist als im ,sommer4 ,alle diese ,schwankungen im ,ma der ,temperaturabnahme haben auf die ,messungen mittelst des ,barometers nur insofern ,einflu1 als die ,abnahme in den dazwischenliegenden ,schichten nicht gleichfrmig ist1 und von der arithmetischen gleichmigen ,progression1 wie die angewandten ,formeln sie annehmen1 abweicht4 ,wir wurden auf dem ,gipfel des ,pics nicht mde1 die ,farbe des blauen ,himmelsgewlbes zu bewundern4 ,ihre ,intensitt im ,zenith schien uns gleich #da des ,cyanometers4 ,man wei nach ,saussures ,versuchen1 da diese ,intensitt mit der ,verdnnung der ,luft zunimmt1 und da dasselbe ,instrument zu selben ,zeit bei der ,priorei von ,chamouni #ci und auf der ,spitze des ,montblanc #dj zeigte4 ,dieser ,berg ist um #edj ,toisen hher als der ,vulkan von ,teneriffa1 und wenn trotz diesem ,unterschied auf ersterem das ,himmelsblau nicht so dunkel ist1 so rhrt dies wohl von der ,trockenheit der afrikanischen ,luft und der ,nhe der heien ,zone her4 ,wir fingen am ,kraterrand ,luft auf1 um sie auf der ,fahrt nach ,amerika chemisch zu zerlegen4 ,die ,flasche war so gut verschlossen1 da1 als wir sie nach zehn ,tagen ffneten1 das ,wasser mit ,gewalt hineindrang4 ,nach mehreren ,versuchen mit ,salpetergas in der engen ,rhre des ,fontanaschen ,eudiometers enthielt die ,luft im ,krater neun ,hunderttheile weniger ,sauerstoff als die ,seeluft2 ich gebe aber wenig auf dieses ,resultat1 da die ,methode jetzt fr ziemlich unzuverlssig gilt4 ,der ,krater des ,pics hat so wenig ,tiefe und die ,luft darin erneuert sich so leicht1 da schwerlich mehr ,stickstoff darin ist als an der ,kste4 ,wir wissen berdem aus ,gay-,lussacs und ,theodor ,saussures ,versuchen1 da die ,luft in den hchsten ,luftregionen wie in den tiefsten #j1ba ,sauerstoff enthlt47#ba7 ,wir sahen auf dem ,gipfel des ,pics keine ,spur von ,psora1 ,lecidium oder andern ,crytogamen1 kein ,insekt flatterte in der ,luft4 ,indessen findet man hie und da ein hautflgligtes ,insekt an den ,schwefelmassen angeklebt1 die von schwefligter ,sure feucht sind und die ,oeffnungen der ,fumarolen auskleiden4 ,es sind ,bienen1 die wahrscheinlich die ,blthen des ,spartium nubigenum aufgesucht hatten und vom ,winde schief aufwrts in diese ,hhe getrieben worden waren1 wie die ,schmetterlinge1 welche ,ramond auf dem ,gipfel des ,mont-,perdu gefunden4 ,die letzteren gehen durch die ,klte zu ,grunde1 whrend die ,bienen auf dem ,pic gerstet werden1 wenn sie unvorsichtig den ,spalten1 an denen sie sich wrmen wollen1 zu nahe kommen4 ,trotz dieser ,wrme1 die man am ,rande des ,kraters unter den ,fen sprt1 ist der ,aschenkegel im ,winter mehrere ,monate mit ,schnee bedeckt4 ,wahrscheinlich bilden sich unter der ,schneehaube groe ,hhlungen1 hnlich denen unter den ,gletschern in der ,schweiz1 die bestndig eine niedrigere ,temperatur haben als der ,boden1 auf dem sie ruhen4 ,der heftige kalte ,wind1 der seit ,sonnenaufgang blies1 zwang uns1 am ,fue des ,piton ,schutz zu suchen4 ,hnde und ,gesicht waren uns erstarrt1 whrend unsere ,stiefel auf dem ,boden1 auf den wir den ,fu setzten1 verbrannten4 ,in wenigen ,minuten waren wir am ,fu des ,zuckerhuts1 den wir so mhsam erklommen1 und diese ,geschwindigkeit war zum ,theil unwillkrlich1 da man hufig in der ,asche hinunterrutscht4 ,ungern schieden wir von dem einsamen ,ort1 wo sich die ,natur in ihrer ganzen ,groartigkeit vor uns aufthut2 wir hofften die canarischen ,inseln noch einmal besuchen zu knnen1 aber aus dem ,plan wurde nichts1 wie aus so vielen1 die wir damals entwarfen4 ,wir gingen langsam durch das ,malpays2 auf losen ,lavablcken tritt man nicht sicher auf4 ,der ,station bei den ,felsen zu wird der ,weg abwrts uerst beschwerlich2 der dichte kurze ,rasen ist so glatt1 da man sich bestndig nach hinten berbeugen mu1 um nicht zu strzen4 ,auf der sandigen ,ebene der ,retama zeigte der ,thermometer #bb1e1 und die schien uns nach dem ,frost1 der uns auf dem ,gipfel geschttelt1 eine erstickende ,hitze4 ,wir hatten gar kein ,wasser2 die ,fhrer hatten nicht allein den kleinen ,vorrath ,malvasier1 den wir der freundlichen ,vorsage ,cologans verdankten1 heimlich getrunken1 sondern sogar die ,wassergefe zerbrochen4 ,zum ,glck war die ,flasche mit der ,kraterluft unversehrt geblieben4 ,in der schnen ,region der ,farn und der baumartigen ,heiden genossen wir endlich einiger ,khlung4 ,eine dicke ,wolkenschicht hllte uns ein2 sie hielt sich in #fjj ,toisen ,hhe ber der ,niederung4 ,whrend wir durch diese ,schicht kamen1 hatten wir ,gelegenheit1 eine ,erscheinung zu beobachten1 die uns spter am ,abhang der ,cordilleren fters vorgekommen ist4 ,kleine ,luftstrme trieben ,wolkenstreifen mit verschiedener ,geschwindigkeit nach entgegengesetzten ,richtungen4 ,die nahm sich aus1 als ob in einer groen stehenden ,wassermasse kleine ,wasserstrme sich rasch nach allen ,seiten bewegten4 ,diese theilweise ,bewegung der ,wolken rhrt wahrscheinlich von sehr verschiedenen ,ursachen her1 und man kann sich denken1 da der ,ansto dazu sehr weit her kommen mag4 ,man kann den ,grund in den kleinen ,unebenheiten des ,bodens suchen1 die mehr oder weniger ,wrme strahlen1 in einem auf irgend einem chemischen ,proce beruhenden ,temperaturunterschied1 oder endlich in einer starken elektrischen ,ladung der ,dunstblschen4 ,in der ,nhe der ,stadt ,orotava trafen wir groe ,schwrme von ,canarienvgeln ,fringilla ,canaria4 ,la ,caille erzhlt in seiner ,reisebeschreibung nach dem ,cap1 auf der ,insel ,salvage fnden sich diese ,vgel in so ungeheurer ,menge1 da man in einer gewissen ,jahreszeit nicht umhergehen knne1 ohne ,eier zu zertreten4 ,diese in ,europa so wohl bekannten ,vgel waren ziemlich gleichfrmig grn1 einige auf dem ,rcken gelblich2 ihr ,schlag glich dem der zahmen ,canarienvgel1 man bemerkt indessen1 da die1 welche auf der ,insel ,gran ,canaria und auf dem kleinen ,eiland ,monte ,clara bei ,lanzerota gefanden werden1 einen strkeren und zugleich harmonischeren ,schlag haben4 ,in allen ,himmelsstrichen hat jeder ,schwarm derselben ,vogelart seine eigene ,sprache4 ,die gelben ,canarienvgel sind eine ,spielart1 die in ,europa entstanden ist1 und die1 welche wir zu ,orotava und ,santa ,cruz de ,teneriffa in ,kfigen sahen1 waren in ,cadix und anderen spanischen ,hfen gekauft4 ,aber der ,vogel der canarischen ,inseln1 der von allen den schnsten ,gesang hat1 ist in ,europa unbekannt1 der ,capirote1 der so sehr die ,freiheit liebt1 da er sich niemals zhmen lie4 ,ich bewunderte seinen weichen1 melodischen ,schlag in einem ,garten bei ,orotava1 konnte ihn aber nicht nahe genug zu ,gesicht bekommen1 um zu bestimmen1 welcher ,gattung sie angehrt4 ,was die ,papageien betrifft1 die man beim ,aufenthalt des ,kapitn ,cook auf ,teneriffa gesehen haben will1 so existiren sie nur in ,reiseberichten1 die einander abschreiben4 ,es gibt auf den ,canarien wieder ,papageien noch ,affen1 und obgleich erstere in der neuen ,welt bis ,nordcarolina wandern1 so glaube ich doch kaum1 da in der alten ber dem #bhsten ,grad nrdlicher ,breite welche vorkommen4 ,wir kamen1 als der ,tag sich neigte1 im ,hafen von ,orotava an und erhielten daselbst die unerwartete ,nachricht1 da der ,pizarro erst in der ,nach vom #bd4 zum #be4 unter ,segel gehen werde4 ,htten wir auf diesen ,aufschub rechnen knnen1 so wren wir entweder lnger auf dem ,pic geblieben7#bb7 oder htten einen ,ausflug nach dem ,vulkan ,chahorra gemacht4 ,den folgenden ,tag durchstreiften wir die ,umgegend von ,orotava4 ,da fhlten wir recht1 da der ,aufenthalt auf ,teneriffa nicht blo fr den ,naturforscher von ,interesse ist2 man findet in ,orotava ,liebhaber von ,literatur und ,musik1 welche den ,reiz europischer ,gesellschaft in diese fernen ,himmelsstriche verpflanzt haben4 ,in dieser ,beziehung haben die canarischen ,inseln mit den brigen spanischen ,kolonien1 ,havanna ausgenommen1 wenig gemein4 ,am ,vorabend des ,johannistages wohnten wir einem lndlichen ,feste in ,herrn ,littles ,garten bei4 ,dieser ,handelsmann1 der den ,canarien bei der letzten ,getreidetheuerung bedeutende ,dienste erwiesen1 hat einen mit vulkanischen ,trmmern bedeckten ,hgel angepflanzt und an diesem kstlichen ,punkt einen englischen ,garten angelegt1 wo man eine herrliche ,aussicht auf die ,pyramide des ,pics1 auf die ,drfer an der ,kste und die ,insel ,palme hat1 welche die weite ,meeresflche begrenzt4 ,ich kann diese ,aussicht nur mit der in den ,golfen von ,neapel und ,genua vergleichen1 aber hinsichtlich der ,groartigkeit der ,massen und der ,flle des ,pflanzenwuchses steht ,orotave ber beiden4 ,bei ,einbruch der ,nacht bot uns der ,abhang des ,vulkans auf einmal ein eigenthmliches ,schauspiel4 ,nach einem ,brauch1 den ohne ,zweifel die ,spanier eingefhrt hatten1 obgleich er an sich uralt ist1 hatten die ,hirten die ,johannisfeuer angezndet4 ,die zerstreuten ,lichtmassen1 die vom ,winde gejagten ,rauchsulen hoben sich an den ,seiten des ,pics vom ,dunkelgrn der ,wlder ab4 ,freudengeschrei drang aus der ,ferne zu uns herber1 und schien der einzige ,laut1 der die ,stille der ,natur an jenen einsamen ,orten unterbrach4 ,die ,familie ,cologan besitzt ein ,landhaus nher an der ,kste als das eben beschriebene4 ,der ,name1 den ihm der ,eigenthmer gegeben1 bezeichnet den ,eindruck1 den dieser ,landsitz macht4 ,das ,haus 99la ,paz99 hatte zudem noch besonderes ,interesse fr uns4 ,borda1 dessen ,tod wir bedauerten1 hatte hier bei seiner letzten ,reise nach den ,canarien gewohnt4 ,auf einer kleinen ,ebene in der ,nhe hat er die ,standlinie zur ,messung der ,hhe des ,pics abgesteckt4 ,bei dieser trigonometrischen ,messung diente der groe ,drachenbaum von ,orotava als ,signal4 ,wollte einmal ein unterrichteter ,reisender eine genauere ,messung des ,vulkans mittelst astronomischer ,repetitionskreise vornehmen1 so mte er die ,standlinie nicht bei ,orotava1 sondern bei 99los ,silos991 an einem ,orte1 99,bante99 genannt1 messen2 nach ,broussonet ist keine ,ebene in der ,nhe des ,pics so gro wie diese4 ,wir botanisirten bei la ,paz und fanden in ,menge das ,lichen roccella auf basaltischem1 von der ,see besplten ,gestein4 ,die ,orseille der ,canarien ist ein sehr alter ,handelsartikel2 man bezieht aber das ,moos weniger von ,teneriffa als von den unbewohnten ,inseln ,salvage1 ,graciosa1 ,alagranza1 sogar von ,canaria und ,hierro4 ,am #bd4 ,juni ,morgens verlieen wir den ,hafen von ,orotava2 in ,laguna speisten wir beim franzsischen ,consul4 ,er hatte die ,geflligkeit1 die ,besorgung der geologischen ,sammlungen zu bernehmen1 die wir dem ,naturaliencabinett des ,knigs von ,spanien bermachten4 ,als wir vor der ,stadt auf die ,rhede hinausblickten1 sahen wir zu unserem ,schreck den ,pizarro1 unsere ,corvette1 unter ,segel4 ,im ,hafen angelangt1 erfuhren wir1 er lavire mit wenigen ,segeln1 uns erwartend4 ,die englischen bei ,teneriffa stationirten ,schiffe waren verschwunden1 und wir hatten keinen ,augenblick zu verlieren1 um aus diesen ,strichen wegzukommen4 ,wir schifften uns allein ein2 unsere ,reisegefhrten waren ,canarier gewesen1 die nicht mit nach ,amerika gingen4 ,ehe wir den ,archipel der ,canarien verlassen1 werfen wir einen ,blick auf die ,geschichte des ,landes4 ,vergeblich sehen wir uns im ,periplus des ,hanno und dem des ,scylax nach den ersten schriftlichen ,urkunden ber die ,ausbrche des ,pics von ,teneriffa um4 ,diese ,seefahrer hielten sich ngstlich an die ,ksten1 sie liefen jeden ,abend in eine ,bay und ankerten1 uns so konnten sie nichts von einem ,vulkan wissen1 der #ef ,meilen vom ,festland von ,afrika liegt4 ,hanno berichtet indessen von leuchtenden ,strmen1 die sich in das ,meer zu ergieen schienen2 jede ,nacht haben sich auf der ,kste viele ,feuer gezeigt1 und der groe ,berg1 der 99,gtterwagen99 genannt1 habe ,feuergarben ausgeworfen1 die bis zu den ,wolken aufgestiegen4 ,aber dieser ,berg1 nordwrts von der ,insel der ,gorillas17#bc7 bildete das ,westende der ,atlaskette1 und es ist zudem sehr zweifelhaft1 ob die von ,hanno bemerkten ,feuer wirklich von einem vulkanischen ,ausbruch herrhrten1 oder von dem bei so vielen ,vlkern herrschenden ,brauch1 die ,wlder und das drre ,gras der ,savannen anzuznden4 ,in neuester ,zeit waren ja auch die ,naturforscher1 welche die ,expedition unter ,controadmiral d,entrecasteaux mitmachten1 ihrer ,sache nicht gewi1 als sie die ,insel ,amsterdam mit dickem ,rauch bedeckt sahen4 ,auf der ,kste von ,caracas sah ich mehrere ,nchte hinter einander rthliche ,feuerstreifen von brennendem ,grase1 die sich tuschend wie ,lavastrme ausnahmen1 die von den ,bergen herabkamen und sich in mehrere ,arme theilten4 ,obgleich in den ,reisetagebchern des ,hanno und des ,scylax1 so weit sie uns erhalten sind1 keine ,stelle vorkommt1 die sich mit einigen ,schein von ,recht auf die canarischen ,inseln beziehen liee1 ist es doch sehr wahrscheinlich1 da die ,carthager und auch die ,phnicier den ,pic von ,teneriffa gekannt haben4 ,einer der angesehensten deutschen ,gelehrten1 ,heeren1 hlt die glckseligen ,inseln ,diodors von ,sicilien fr ,madera und ,porto ,santo4 ,zu ,platos und ,aristoteles ,zeit waren dunkle ,gerchte davon zu den ,griechen gedrungen1 nach deren ,vorstellung die ganze ,kste von ,afrika jenseits der ,sulen des ,hercules von vulkanischem ,feuer verheert war47#bd7 ,die ,inseln der ,seligen1 die man ,anfangs im ,norden1 jenseits der riphischen ,gebirge bei den ,hyperborern ,die ,vorstellung vom ,glck1 der hohen ,kultur und dem ,reichthum der ,bewohner des ,nordens hatten die ,griechen1 die indischen ,vlker und die ,mexicaner mit einander gemein41 spter sdwrts von ,cyrenaica gesucht hatte1 wurden nach ,westen verlegt1 dahin1 wo die den ,alten bekannte ,welt ein ,ende hatte4 ,was man glckselige ,inseln nannte1 war lange ein schwankender ,begriff1 wie der ,name 99,dorado99 bei den ersten ,eroberern ,amerikas4 ,man versetzte das ,glck an das ,ende der ,welt1 wie man den lebhaftesten ,geistesgenu in einer idealen ,welt jenseits der ,grenzen der ,wirklichkeit sucht4 ,es ist nicht zu verwundern1 da vor ,aristoteles die griechischen ,geographen keine genaue ,kenntni von den canarischen ,inseln und ihren ,vulkanen hatten4 ,das einzige ,volk1 das weit nach ,west und ,nord die ,see befuhr1 die ,carthager1 fanden ihren ,vortheil dabei1 wenn sie diese entlegenen ,landstriche in den ,schleier des ,geheimnisses hllten4 ,der carthagische ,senat duldete keine ,auswanderung ,einzelner und ersah diese ,inseln als ,zufluchtsort in ,zeiten der ,unruhe und politischen ,unflle2 so sollten fr die ,carthager seyn1 was der freie ,boden von ,amerika fr die ,europer bei ihren brgerlichen und religisen ,zwistigkeiten geworden ist4 ,die ,rmer wurden erst achtzig ,jahre vor ,octavians ,regierung nher mit den canarischen ,inseln bekannt4 ,ein bloer ,privatmann wollte den ,gedanken verwirklichen1 den der carthagische ,senat mit weiser ,vorsicht gefat4 ,nach seiner ,niederlage durch ,sylla sucht ,sertorius1 mde des ,waffenlrms1 eine sichere1 ruhige ,zufluchtssttte4 ,er whlt die glckseligen ,inseln1 von denen man ihm an den ,ksten von ,btika eine reizende ,schilderung entwirft4 ,er sammelt sorgfltig1 was ihm von ,reisenden an ,nachrichten zukommt2 aber in den wenigen ,stcken dieser ,nachrichten1 die auf uns gekommen sind1 und in den umstndlicheren ,beschreibungen des ,sebosus und des ,juba ist niemals von ,vulkanen und vulkanischen ,ausbrchen die ,rede4 ,kaum erkennt man die ,insel ,teneriffa und den ,schnee1 der im ,winter die ,spitze des ,pics bedeckt1 am ,namen 99,nivaria991 der einer der glckseligen ,inseln beigelegt wird4 ,man knnte darnach annehmen1 da der ,vulkan damals kein ,feuer gespien habe1 wenn sich aus dem ,stillschweigen von ,schriftstellern etwas schlieen liee1 von denen wir nichts besitzen als ,bruchstcke und trockene ,namenverzeichnisse4 ,umsonst sucht der ,physiker in der ,geschichte ,urkunden ber die ltesten ,ausbrche des ,pics2 er findet nirgends welche auer in der ,sprache der ,guanchen1 in der das ,wort ,echeyde7#be7 zugleich die ,hlle und den ,vulkan von ,teneriffa bedeutete4 ,die lteste schriftliche ,nachricht von der ,thtigkeit des ,vulkans1 die ich habe auffinden knnen1 kommt aus dem ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts4 ,sie findet sich in der ,reisebeschreibung7#bf7 des ,aloysio ,cadamusto1 der im ,jahr #aeje auf den ,canarien landete4 ,dieser ,reisende war nicht selbst ,zeuge eines ,ausbruchs1 er versichert aber bestimmt1 der ,berg brenne fortwhrend gleich dem ,aetna und das ,feuer sey von ,christen gesehen worden1 die als ,sklaven der ,guanchen auf ,teneriffa lebten4 ,der ,pic befand sich also damals nicht im ,zustand der ,ruhe wie jetzt1 denn es ist sicher1 da kein ,reisender und kein ,einwohner von ,teneriffa der ,mndung des ,pics von weitem sichtbaren ,rauch1 geschweige denn ,flammen1 hat entsteigen sehen4 ,es wre vielleicht zu wnschen1 da der ,schlund der 99,caldera99 sich weiter ffnete1 die ,seitenausbrche wrden damit weniger heftig und die ganze ,inselgruppe hatte weniger von ,erdbeben zu leiden4 ,ich habe zu ,orotava die ,frage besprechen hren1 ob anzunehmen sey1 da der ,krater des ,pics im ,lauf der ,jahrhunderte wieder in ,thtigkeit treten werde4 ,in einer so zweifelhaften ,sache kann man sich nur an die ,analogie halten4 ,nun war nach ,braccinis ,bericht im ,jahr #afaa der ,krater des ,vesuvs im ,innern mit ,gebsch bewachsen4 ,alles verkndete die tiefste ,ruhe1 und dennoch warf derselbe ,schlund1 der sich in ein schattiges ,thal verwandeln zu wollen schien1 zwanzig ,jahre spter ,feuersulen und ungeheure ,massen ,asche aus4 ,der ,vesuv wurde im ,jahr #afca wieder so thtig1 als er im ,jahr #aejj gewesen war4 ,so knnte mglicherweise auch der ,krater des ,pics sich eines ,tags wieder umwandeln4 ,er ist jetzt eine ,solfatare1 hnlich der friedlichen ,solfatare von ,puzzuoli2 aber sie ist auf der ,spitze eines noch thtigen ,vulkans gelegen4 ,die ,ausbrche des ,pics waren seit zweihundert ,jahren sehr selten1 und solche lange ,pausen scheinen charakteristisch fr sehr hohe ,vulkane4 ,der kleinste von allen1 der ,stromboli1 ist fast in bestndiger ,thtigkeit4 ,beim ,vesuv sind die ,ausbrche seltener1 indessen hufiger als beim ,aetna und dem ,pic von ,teneriffa4 ,die colossalen ,gipfel der ,anden1 der ,cotopaxi und der ,tungurahua speien kaum einmal im ,jahrhundert ,feuer4 ,bei thtigen ,vulkanen scheint die ,hufigkeit der ,ausbrche im umgekehrten ,verhltni mit der ,hhe und der ,masser derselben zu stehen4 ,so schien auch der ,pic nach zwei und neunzig ,jahren erloschen1 als im ,jahr #agib der letzte ,ausbruch durch eine ,seitenffnung im ,berg ,chahorra erfolgte4 ,in diesem ,zeitraum hat der ,vesuv sechzehnmal ,feuer gespieen4 ,ich habe anderwo ausgefhrt1 da der genze gebirgigte ,theil des ,knigreichs ,quito anzusehen ist als ein ungeheurer ,vulkan von #gjj ,quadratmeilen ,oberflche1 der aus verschiedenen ,kegeln mit eigenen ,namen1 ,cotopaxi1 ,tungurahua1 ,pichincha1 ,feuer speit4 ,ebenso ruht die ganze ,gruppe der canarischen ,inseln gleichsam auf ,einem untermeerischen ,vulkan4 ,das ,feuer brach sich bald durch diese1 bald durch jene der ,inseln ,bahn4 ,nur ,teneriffa trgt in seiner ,mitte eine ungeheure ,pyramide mit einem ,krater auf der ,spitze1 die in jahrhundertlangen ,perioden aus ihren ,seiten ,lavastrme ergiet4 ,auf den andern ,inseln haben die verschiedenen ,ausbrche an verschiedenen ,stellen stattgefunden1 und man findet dort keinen vereinzelnten ,berg1 an den die vulkanische ,thtigkeit gebunden wre4 ,die von uralten ,vulkanen gebildete ,basaltrinde scheint dort aller ,orten unterhhlt1 und die ,lavastrme1 die auf ,lanzerota und ,palma ausgebrochen sind1 kommen geologisch durchaus mit dem ,ausbruch berein1 der im ,jahr #acja auf der ,insel ,ischia durch die ,tuffe des ,epomeo erfolgte4 ,es folgt hier die ,liste der ,ausbrche1 deren ,andenken sich bei den ,geschichtschreibern der ,insel seit der ,mitte des sechzehnten ,jahrhunderts erhalten hat4 99,jahr #aeeh499 -- ,am #ae4 ,april4 ,zur selben ,zeit wurde ,teneriffa zum erstenmal von der aus der ,levante eingeschleppten ,pest verheert4 ,ein ,vulkan ffnet sich auf der ,insel ,palma1 nahe einer ,quelle im ,partido de los ,llanos4 ,ein ,berg steigt aus dem ,boden2 auf der ,spitze bildet sich ein ,krater1 der einen hundert ,toisen breiten und ber #bejj ,toisen langen ,lavastrom ergiet4 ,die ,lava strzt sich ins ,meer1 und durch die ,erhitzung des ,wassers gehen die ,fische in weitem ,umkreis zu ,grunde4 ,dieselbe ,erscheinung wiederholte sich #ahaa bei den ,azoren1 als der ,vulkan ,sabrina auf dem ,meeresboden ausbrach4 ,das calcinirte ,skelett eines ,haifisches wurde im erloschenen1 mit ,wasser gefllten ,krater gefunden4 99,jahr #afdf499 -- ,am #ac4 ,november thut sich ein ,schlund auf der ,insel ,palma bei ,tigalate auf2 zwei andere bilden sich am ,meeresufer4 ,die ,laven1 die sich aus diesen ,spalten ergieen1 machen die berhmte ,quelle ,foncaliente oder ,fuente ,santa versiegen1 deren ,mineralwasser ,kranke sogar aus ,europa herbeizog4 ,nach einer ,volkssage wurde dem ,ausbruch durch ein seltsames ,mittel ,einhalt geboten4 ,das ,bild unserer lieben ,frau zum ,schnee wurde aus ,santa ,cruz an den ,schlund des ,vulkans gebracht1 und alsbald fiel eine so ungeheure ,masse ,schnee1 da das ,feuer dadurch erlosch4 ,in den ,anden von ,quito wollen die ,indianer die ,bemerkung gemacht haben1 da die ,thtigkeit der ,vulkane durch vieles einsickerndes ,schneewasser gesteigert wird4 99,jahr #afgg499 -- ,dritter ,ausbruch auf der ,insel ,palma4 ,der ,berg las ,cabras wirft aus einer ,menge kleienr ,oeffnungen1 die sich nacheinander bilden1 ,schlacken und ,asche aus4 99,jahr #agjd499 -- ,am #ca4 ,december4 ,der ,pic von ,teneriffa macht einen ,seitenausbruch in der ,ebene les ,infantes1 oberhalb ,ocore1 im ,bezirk ,guimar4 ,furchtbare ,erdbeben gingen dem ,ausbruch voran4 ,am #e4 ,januar #agje thut sich ein zweiter ,schlund in der ,schlucht ,almerchiga1 eine ,meile von ,icore auf4 ,die ,lava ist so stark1 da sie das ganze ,thal ,fasnia oder ,areza ausfllt4 ,dieser zweite ,schlund hrt am #ac4 ,januar zu speien auf4 ,ein dritter bildet sich am #b4 ,februar in der ,caada de ,araso4 ,die ,lava in drei ,strmen bedroht das ,dorf ,guimar1 wird aber im ,thal ,melosar durch einen ,felsgrat aufgehalten1 der einen unbersteiglichen ,damm bildet4 ,whrend dieser ,ausbrche sprt die ,stadt ,orotava1 die nur einen schmaler ,damm von den neuen ,schlnden trennt1 starke ,erdste4 99,jahr #agjf499 -- ,am #e4 ,mai4 ,ein weiterer ,seitenausbruch des ,pics von ,teneriffa4 ,der ,schlund bricht ab sdlich vom ,hafen von ,garachico1 damls dem schnsten und besuchtesten der ,insel4 ,die volkreiche1 wohlhabende ,stadt hatte eine malerische ,lage am ,saum eines ,lorbeerwaldes4 ,zwei ,lavastrme zerstren sie in wenigen ,stunden2 kein ,haus blieb stehen4 ,der ,hafen1 der schon im ,jahr #afde gelitten hatte1 weil ein ,hochwasser viel ,erdreich hineingefhrt1 wurde so ausgefllt1 da die sich aufthrmenden ,laven in der ,mitte seines ,umfangs ein ,vorgebirge bildeten4 ,ueberall1 rings um ,garachico1 wurde das ,erdreich vllig umgewandelt4 ,aus der ,ebene stiegen ,hgel auf1 die ,quellen blieben aus1 und ,felsmassen wurden durch die hufigen ,erdste der ,dammerde und des ,pflanzenwuchses beraubt und blieben nackst stehen4 ,nur die ,fischer lieen nicht vom heimathlichen ,boden4 ,muthig1 wie die ,einwohner von ,torre del ,greco1 erbauten sie wieder ein ,drfchen auf ,schlackenhaufen und dem verglasten ,gestein4 99,jahr #agcj499 -- ,am #a4 ,september4 ,eine der furchtbarsten ,catastrophen zerstrt den ,landungsplatz der ,insel ,lancerota4 ,ein neuer ,vulkan bildet sich bei ,temenfaya4 ,die ,lavastrme und die ,erdste1 welche den ,ausbruch begleiten1 zerstren eine ,menge ,drfer1 worunter die alten ,flecken der ,guanchen ,tingafa1 ,macintase und ,guatisca4 ,die ,ste dauern bis #agcf fort1 und die ,bewohner von ,lancerota flchten sich groen ,theils auf die ,insel ,fortanventra4 ,whrend dieses ,ausbruchs1 von dem schon im vorigen ,capitel die ,rede war1 sieht man eine dicke ,rauchsule aus der ,see aufsteigen4 ,pyramidalische ,felsen erheben sich ber der ,meeresflche1 die ,klippen werden immer grer und verschmelzen allmhlich mit der ,insel selbst4 99,jahr #agih499 -- ,am #i4 ,juni4 ,seitenausbruch des ,pics von ,teneriffa1 am ,abhang des ,berges ,charhorra oder ,venge1 ,der ,abhang des ,berges ,venge1 auf dem ,ausbruch stattfand1 heit ,chazajae4 an einem vllig unbebauten ,ort4 ,dieser ,berg1 der sich an den ,pic anlehnt1 galt von jeher fr eine erloschenen ,vulkan4 ,er besteht zwar aus festen ,gebirgsarten1 verhlt sich aber doch zum ,pic wie der ,monte ,rosso1 der im ,jahr #affa aufstieg1 oder die boche nueve1 die im ,jahr #agid aufbrachen1 zum ,aetna und zum ,vesuv4 ,der ,ausbruch des ,chahorra whrte drei ,monate und sechs ,tage4 ,die ,lava und die ,schlacken wurden aus vier ,mndungen in ,einer ,reihe ausgeworfen4 ,die drei bis vier ,toisen hoch aufgethrmte ,lava legte drei ,fu in der ,stunde zurck4 ,da dieser ,ausbruch nur ein ,jahr vor meiner ,ankunft auf ,teneriffa erfolgt war1 so war der ,eindruck desselben bei den ,einwohnern noch sehr lebhaft4 ,ich sah bei ,herrn le ,gros in ,durasno eine von ihm an ,ort und ,stelle entworfene ,zeichnung der ,oeffnungen des ,chahorra4 ,don ,bernardo ,cologan hat diese ,oeffnungen1 acht ,tage nachdem sie aufgebrochen1 besucht und die ,haupterscheinungen bei dem ,ausbruch in einem ,aufsatz beschrieben1 von dem er mir eine ,abschrift mittheilte1 um sie meiner ,reisebeschreibung einzuverleiben4 ,seitdem sind dreizehn ,jahre verflossen2 ,bory ,st4 ,vincent ist mir mit der ,verffentlichung des ,aufsatzes zuvorgekommen1 und so verweise ich den ,leser auf sein interessantes ,werk3 ,essai sur les les fortunes4 ,ich beschrnke mich hier darauf1 ,einiges ber die ,hhe mitzutheilen1 zu der sehr ansehnliche ,felstcke aus den ,oeffnungen des ,chahorra emporgeschleudert wurden4 ,cologan zhlte whrend des ,falls der ,steine #ab-ae ,secunden1 ,cologan bemerkt1 der ,fall habe sogar ber #ae ,sekunden gedauert1 weil er den ,stein mit dem ,auge nicht verfolgen konnte1 bis er auffiel4 das heit er fing im ,moment zu zhlen an1 wo sie ihre hchste ,hhe erreicht hatten4 ,aus dieser interessanten ,beobachtung geht hervor1 da die ,felstcke aus der ,oeffnung ber dreitausend ,fu hoch geschleudert wurden4 ,alle in dieser chronologischen ,uebersicht verzeichneten ,ausbrche gehren den drei ,inseln ,palma1 ,teneriffa und ,lancerota an4 ,wahrscheinlich sind vor dem sechzehnten ,jahrhundert die brigen ,inseln auch vom vulkanischen ,feuer heimgesucht worden4 ,nach mit mitgetheilten unbestimmten ,notizen lge mitten auf der ,insel ,ferro ein erloschener ,vulkan und ein anderer auf der ,groen ,canaria bei ,arguineguin4 ,es wre aber wichtig zu erfahren1 ob sich an der ,kalkformation von ,fortaventura oder am ,granit und ,glimmerschiefer von ,gomera ,spuren des unterirdischen ,feuers zeigen4 ,die rein seitliche vulkanische ,thtigkeit des ,pics von ,teneriffa ist geologisch um so merkwrdiger1 als sie dazu beitrgt1 die ,berge1 die sich an den ,hauptvulkan anlehnen1 isolirt erscheinen zu lassen4 ,allerdings kommen auch beim ,aetna und beim ,vesuv die groen ,lavastrme auch nicht aus dem ,krater selbst1 und die ,masse geschmolzener ,stoffe steht meist im umgekehrten ,verhltni mit der ,hhe1 in der sich die ,spalte bildet1 welche die ,lava auswirft4 ,aber beim ,vesuv und ,aetna endet ein ,seitenausbruch immer damit1 da der ,krater1 das heit die eigentliche ,spitze des ,bergs1 ,feuer und ,asche auswirft4 ,beim ,pic von ,teneriffa ist solches seit ,jahrhunderten nicht vorgekommen4 ,auch beim letzten ,ausbruch im ,jahr #agih blieb der ,krater vollkommen unthtig4 ,sein ,grund hat sich nicht gesenkt1 whrend nach ,leopolds von ,buch scharfsinniger ,bemerkung beim ,vesuv die grere oder geringere ,tiefe des ,kraters fast ein untrgliches ,zeichen ist1 ob ein neuer ,ausbruch bevorsteht oder nicht4 ,werfen wir jetzt einen ,blick darauf1 wie einst geschmolzenen ,felsmassen des ,pics1 wie die ,basalte und ,mandelsteine sich allmhlich mit einer ,pflanzendecke berzogen haben1 wie die ,gewchse an den steilen ,abhngen des ,vulkans vertheilt sind1 welcher ,charakter der ,pflanzenwelt der canarischen ,inseln zukommt4 ,im nrdlichen ,theile des gemigten ,erdstrichs bedecken cryptogamische ,gewchse zuerst die steinigte ,erdrinde4 ,auf die ,flechten und ,moose1 deren ,lauf sich unter dem ,schnee entwickelt1 folgen grasartige und anderen phanerogame ,pflanzen4 ,anders an den ,grenzen des heien ,erdstrichs und zwischen den ,tropen selbst4 ,allerdings findet man dort1 was auch manche ,reisende sagen mgen1 nicht allein auf den ,bergen1 sondern auch an feuchten1 schattigen ,orten ,funarien1 ,dicranum- und ,bryumarten2 unter den zahlreichen ,arten dieser ,gattungen befinden sich mehrere1 die zugleich in ,lappland1 auf dem ,pic von ,teneriffa und in den blauen ,bergen auf ,jamaica vorkommen2 im ,allgemeinen aber beginnt die ,vegetation in den ,lndern in der ,nhe der ,tropen nicht mit ,flechten und ,moosen4 ,auf den ,canarien1 wie in ,guinea und an den ,felsenksten von ,peru1 sind es die ,saftpflanzen1 die den ,grund zur ,dammerde legen1 ,gewchse1 deren mit unzhligen ,oeffnungen und ,hautgefen versehenen ,bltter der umgebenden ,luft des darin aufgelste ,wasser entziehen4 ,sie wachsen in den ,ritzen des vulkanischen ,gesteins und bilden gleichsam die erste vegetabilische ,schicht1 womit sich die ,lavastrme berziehen4 ,ueberall wo die ,laven verschlackt sind oder eine glnzende ,oberflche haben1 wie die ,basaltkuppen im ,norden von ,lancerota1 entwickelt sich die ,vegetation ungemein langsam darauf1 und es vergehen mehrere ,jahrhunderte1 bis ,buschwerk darauf wchst4 ,nur wenn die ,lava mit ,tuff und ,asche bedeckt ist1 verliert sich auf vulkanischen ,eilanden die ,kahlheit1 die sich in der erstene ,zeit nach ihrer ,bildung auszeichnet1 und schmcken sie sich mit einer ppigen glnzenden ,pflanzendecke4 ,in seinem gegenwrtigen ,zustand zeigt die ,insel ,teneriffa oder das 99,chinerfe99 ,aus 99,chinerfe99 haben die ,europer durch ,corruption 99,tschineriffe991 99,teneriffa99 gemacht4 der ,guanchen fnf ,pflanzenzonen1 die man bezeichnen kann als die ,regionen der ,weinreben1 der ,lorbeeren1 der ,fichten1 der ,retama1 der ,grser4 ,diese ,zonen liegen am steilen ,abhang des ,pics wie ,stockwerke ber einander und haben #agej ,toisen senkrechte ,hhe1 whrend #ae ,grad weiter gegen ,norden in den ,pyrenen der ,schnee bereits zu #acjj-adjj ,toisen absoluter ,hhe herabreicht4 ,wenn auf ,teneriffa die ,pflanzen nicht bis zum ,gipfel des ,vulkans vordringen1 so rhrt dies nicht daher1 weil ewiges ,eis7#bg7 und die ,klte der umgebenden ,luft ihnen unbersteigliche ,grenzen setzen3 vielmehr lassen die verschlackten ,laven des ,malpays und der drre1 zerriebene ,bimsstein des ,piton die ,gewchse nicht an den ,kraterrand gelangen4 ,die 99erste ,zone991 die der ,reben1 erstreckt sich vom ,meeresufer bis in #b-cjj ,toisen ,hhe2 sie ist die am strksten bewohnte und die einzige1 wo der ,boden sorgfltig bebaut ist4 ,in dieser tiefen ,lage1 im ,hafen von ,orotava und berall1 wo die ,winde freien ,zutritt haben1 hlt sich der hunderttheilige ,thermometer im ,winter1 im ,januar und ,februar1 um ,mittag auf #ae-ag2 im ,sommer steigt die ,hitze nicht ber #be oder #bf1 ist also um #e-f geringer als die grte ,hitze1 die jhrlich in ,paris1 ,berlin und ,st4 ,petersburg eintritt4 ,die ergibt sich aus den ,beobachtungen ,savaggis in den ,jahren #agie-agii4 ,die mittlere ,temperatur der ,kste von ,teneriffa scheint wenigstens #ba 7#af1h ,r47 zu seyn1 und ihr ,klima steht in der ,mitte zwischen dem von ,neapel und dem heien ,erdstrichs4 ,auf der ,insel ,madera sind die mittleren ,temperaturen des ,januar und des ,august1 nach ,heberden1 #ag1g und #bc1h1 in ,rom dagegen #e1f und #bf1a4 ,aber so hnlich sich die ,klimate von ,madera und ,teneriffa sind1 kommen doch die ,gewchse er ersteren ,insel im ,allgemeinen in ,europa leichter fort als die von ,teneriffa4 ,der ,cheiranthus longifolius von ,orotava z4 ,b4 erfriert in ,marseille1 wie de ,candolle beobachtet hat1 whrend der ,cheiranthus mutabilis von ,madera dort im ,freien berwintert4 ,die ,sommerhitze dauert auf ,madera nicht so lang als auf ,teneriffa4 ,in der ,region der ,reben kommen vor acht ,arten baumartiger ,euphorbien1 ,mesembryanthemum-,arten1 die vom ,cap der guten ,hoffnung bis zum ,peloponnes verbreitet sind1 die ,cacalia ,kleinia1 der ,drachenbaum1 und andere ,gewchse1 die mit ihrem nackten1 gewundenen ,stamm1 mit den saftigen ,blttern und der blaugrnen ,frbung den ,typus der ,vegetation ,afrikas tragen4 ,in dieser ,zone werden der ,dattelbaum1 der ,bananenbaum1 der ,zuckerrohr1 der indische ,feigenbaum1 ,arum colocasia1 dessen ,wurzel dem gemeinen ,volk ein nahrhaftes ,mehl liefert1 der ,oelbaum1 die europischen ,obstarten1 der ,weinstock und die ,getreidearten gebaut4 ,das ,korn wird von ,ende ,mrz bis ,anfang ,mai geschnitten1 und man hat mit dem ,anbau des ,otaheiteschen ,brodbaums1 des ,zimmtbaums von den ,molukken1 des ,kaffeebaums aus ,arabien und des ,cacaobaums aus ,amerika gelungene ,versuche gemacht4 ,auf mehreren ,punkten der ,kste hat das ,land ganz den ,charakter einer tropischen ,landschaft4 ,chamrops und der ,dattelbaum kommen auf der fruchtbaren ,ebene von ,murviedro1 an der ,kste von ,genua und in der ,provence bei ,antibes unter #ci-dd ,grad der ,breite ganz gut fort2 einige ,dattelbume wachsen sogar innerhalb der ,mauern von ,rom und dauern in einer ,temperatur von #b1e unter dem ,gefrierpunkt aus4 ,wenn aber dem sdlichen ,europa nur erst ein geringes ,theil von ,schtzen zugetheilt ist1 welche die ,natur in der ,region der ,palmen ausstreut1 so ist die ,insel ,teneriffa1 die unter derselben ,breite liegt wie ,egypten1 das sdliche ,persion und ,florida1 bereits mit denselben ,pflanzengestalten geschmckt1 welche den ,landschaften in der ,nhe des ,aequators ihre ,groartigkeit verleihen4 ,bei der ,musterung der ,sippen einheimischer ,gewchse vermit man ungern die ,bume mit den zartgefiederten ,blttern und die baumartigen ,grser4 ,keine ,art der zahlreichen ,familie der ,sensitiven ist auf ihrer ,wanderung zum ,archipel der ,canarien vorgedrungen1 whrend sie auf beiden ,continenten bis zum #ch4 und #dj4 ,breitegrad vorkommen4 ,in ,amerika ist die ,schrankchia uncinata ,wildenows ,mimosa horridula1 ,michaux bis hinauf in die ,wlder von ,virginien verbreitet2 in ,afrika wchst die ,acacia gummifera auf den ,hgeln bei ,mogador1 in ,asien1 westwrts vom caspischen ,meer1 hat v4 ,biberstein die ,ebenen von ,ehyrvan mit ,acacia stephaniana bedeckt gesehen4 ,wenn man die ,pflanzen von ,lancerota und ,fortaventura1 die der ,kste von ,marocco am nchsten liegen1 genauer untersuchte1 knnten sich doch unter so vielen ,gewchsen der afrikanischen ,flora leicht ein paar ,mimosen finden4 ,die 99zweite ,zone991 die der ,lorbeeren1 begreift den bewaldeten ,strich von ,teneriffa2 es ist die auch die ,region der ,quellen1 die aus dem immer frischen1 feuchten ,rasen sprudeln4 ,herrliche ,wlder krnen die an den ,vulkan sich lehnenden ,hgel ,hier wachsen vier ,lorbeerarten ,laurus indica1 ,l4 foetens1 ,l4 nobilis und ,l4 ,til44 ,zwischen diesen ,bumen wachsen ,aridisia excelsa1 ,rhamnus glandulosus1 ,erica arborea1 ,erica ,texo41 eine der ,quercus ,turneri aus den ,bergen ,tibets nahestehende ,eiche1 ,quercus ,canariensis1 ,broussonet4 die ,visnea ,mocanera1 die ,myrica ,faya der ,azoren1 ein einheimischer ,olivenbaum 7,olea excelsa71 der grte ,baum in dieser ,zone1 zwei ,arten ,sideroxylon mit ausnehmend schnem ,laub1 ,arbutus callycarpa und andere immergrne ,baume aus der ,familie der ,myrten4 ,winden und ein vom europischen sehr verschiedener ,epheu 7,hedera canariensis7 berziehen die ,lorbeerstmme1 und zu ihren ,fen wuchern zahllose ,farn1 ,woodwardia radicans1 ,asplenium palmatum1 ,a4 canariense1 ,a4 latifolium1 ,nothalaena subcurdata1 ,trichomanes canariensis1 ,t4 speciosus und ,davallia canariensis4 von denen nur drei ,arten ,zwei ,acrostichum und das ,ophyoglossum lusitanicum4 schon in der ,regin der ,reben vorkommen4 ,auf dem mit ,moosen und zartem ,grad berzogenen ,boden prangen berall die ,blthen der ,campanula aurea1 des ,chrysanthemum pinnatifidum1 der ,mentha canariensis und mehrerer strauchartiger ,hypericumarten ,hypericum canariense1 ,h4 floribundum und ,h4 glandulosum44 ,pflanzungen von wilden und geimpften ,kastanien bilden einen weiten ,grtel um das ,gebiet der ,quellen1 welches das grnste und lieblichste von allen ist4 ,die 99dritte ,zone99 beginnt in #ijj ,toisen absoluter ,hhe1 da wo die letzten ,gebsche von ,erdbeerbumen1 ,myrica ,faya und des schnen ,heidekrauts stehen1 das bei den ,eingeborenen ,texo heit4 ,diese #djj ,toisen breite ,zone besteht ganz aus einem mchtigen ,fichtenwald1 in dem auch ,broussonets ,juniperus ,cedro vorkommt4 ,die ,fichten haben sehr lange1 ziemlich steife ,bltter1 deren zuweilen zwei1 meist aber drei in einer ,scheide stecken4 ,da wir ihre ,frchte nicht untersuchen konnten1 wissen wir nicht1 ob diese ,art1 die im ,wuchs der schottischen ,fichte gleicht1 sich wirklich von den achtzehn ,fichtenarten unterscheidet1 die wir bereits in der alten ,welt kennen4 ,nach der ,ansicht eines berhmten ,botanikers1 dessen ,reisen die ,pflanzengeographie ,europas sehr gefrdert haben1 de ,candolle1 unterscheidet sich die ,fichte von ,teneriffa sowohl von der ,pinus atlantica in den ,bergen bei ,mogador1 als von der ,fichte von ,aleppo17#bh7 die dem ,becken des mittellndischen ,meeres angehrt und nicht ber die ,sulen des ,herkules hinauszugehen scheint4 ,die letzten ,fichten fanden wir am ,pic etwa in #abjj ,toisen ,hhe ber dem ,meer4 ,in den ,cordilleren von ,neuspanien1 im heien ,erdstrich1 gehen die mexicanischen ,fichten bis zu #bjjj ,toisen ,hhe4 ,so sehr auch die verschiedenen ,arten einer und derselben ,pflanzengattung im ,bau bereinkommen1 so verlangt doch jede zu ihrem ,fortkommen einen bestimmten ,grad von ,wrme und ,verdnnung der umgebenden ,luft4 ,wenn in den gemigten ,landstrichen und berall1 wo ,schnee fllt1 die constante ,bodenwrme etwas hher ist als die mittlere ,lufttemperatur1 so ist anzunehmen1 da in der ,hhe des ,portillo die ,wurzeln der ,fichten ihre ,nahrung aus einem ,boden ziehen1 in dem in einer gewissen ,tiefe der ,thermometer hchstens auf #i bis #aj ,grad steigt4 ,die 99vierte und fnfte ,zone991 die der ,retama und der ,grser1 liegen so hoch wie die unzugnglichsten ,gipfel der ,pyrenen4 ,es ist die der de ,landstrich der ,insel1 wo ,haufen von ,bimsstein1 ,obsidian und zertrmmerter ,lava wenig ,pflanzenwuchs aufkommen lassen4 ,schon oben war von den blhenden ,bschen des ,alpenginsters 7,spartium nubigenum7 die ,rede1 welche ,oasen in einem weiten ,aschenmeer bilden4 ,zwei krautartige ,gewchse1 ,scrophularia glabrata und ,viola cheiranthifolia1 gehen weiter hinauf bis ins ,malpays4 ,ueber einem vom der afrikanischen ,sonne ausgebrannten ,rasen bedeckt die ,cladonia paschalis drre ,strecken2 die ,hirten znden sie hufig an1 wobei sich dann das ,feuer sehr weit verbreitet4 ,dem ,gipfel des ,pic zu arbeiten ,urceolarien und andere ,flechten an der ,zersetzung des verschlackten ,gesteins1 und so erweitert sich auf von ,vulkanen verheerten ,eilanden ,floras ,reich durch die nie stockende ,thtigkeit organischer ,krfte4 ,ueberblicken wir die ,vegetationszonen von ,teneriffa1 so sehen wir1 da die ganze ,insel als ein ,wald von ,lorbeeren1 ,erdbeerbumen und ,fichten erscheint1 der kaum an seinen ,rndern von ,menschen urbar gemacht ist1 und in der ,mitte ein nacktes steinigtes ,gebiet umschliet1 das weder zum ,ackerbau noch zur ,weide taugt4 ,nach ,broussonets ,bemerkung lt sich der ,archipel der ,canarien in zwei ,gruppen theilen4 ,die erste begreift ,lancerota und ,fortaventura1 die zweite ,teneriffa1 ,canaria1 ,gomera1 ,ferro und ,palma4 ,beide weichen im ,habitus ihrer ,vegetation bedeutend von einander ab4 ,die ostwrts gelegenen ,inseln1 ,lancerota und ,fortaventura1 haben weite ,ebenen und nur niedrige ,berge2 sie sind fast quellen los1 und diese ,eilande haben noch mehr als die andern die ,charakter vom ,continent getrennter ,lnder4 ,die ,winde wehen hier in derselben ,richtung und zu denselben ,zeiten2 ,euphorbia mauritanica1 ,atropa frutescens und ,sonchus arborescens wuchern im losen ,sand und dienen wie in ,afrika den ,kameelen als ,futter4 ,auf der westlichen ,gruppe der ,canarien ist das ,land hher1 strker bewaltet1 und besser von ,quellen bewssert4 ,auf dem ganzen ,archipel finden sich zwar mehrere ,gewchse1 die auch in ,portugal7#bi71 in ,spanien1 auf den ,azoren und im nordwestlichen ,afrika vorkommen1 aber viele ,arten und selbst einige ,gattungen sind ,teneriffa1 ,porto-,santo und ,madera eigenthmlich1 unter andern ,mocanera1 ,plocama1 ,bosea1 ,canarina1 ,drusa1 ,pittosporum4,ein ,typus1 der sich als ein nrdlicher ansprechen lt1 der der ,kreuzblthen1 ,von den wenigen ,cruciferen in der ,flora von ,teneriffa fhren wir an3 ,cheiranthus longifolius1 ,ch4 frutescens1 ,ch4 scoparis1 ,erysimum bicorne1 ,crambe strigosa1 ,c4 laevigata4 ist auf den ,canarien schon weit seltener als in ,spanien und ,griechenland4 ,weiter nach ,sden1 im tropischen ,landstrich beider ,continente1 wo die mittlere ,lufttemperatur ber #bb ist1 verschwinden die ,kreuzblthen fast gnzlich4 ,eine ,frage1 die fr die ,geschichte der fortschreitenden ,entwicklung des organischen ,lebens auf dem ,erdball von groer ,bedeutung erscheint1 ist in neuerer ,zeit viel besprochen worden1 nmlich1 ob polymorphe ,gewchse auf vulkanischen ,inseln hufiger sind als anderswo8 ,die ,vegetation von ,teneriffa untersttzt keineswegs die ,annahme1 da die ,natur auf neugebildetem ,boden in ,pflanzenformen weniger streng festhlt4 ,broussonet1 der sich so lang auf den ,canarien aufgehalten1 versichert1 vernderlich ,gewchse seyen nicht hufiger als im sdlichen ,europa4 ,wenn auf der ,inseln ,bourbon so viele polymorphe ,arten vorkommen1 sollte dies nicht vielmehr von der ,beschaffenheit ,bodens und des ,klimas herrhren1 als davon1 da die ,vegetation jung ist8 ,wohl darf ich mir schmeicheln1 mit dieser ,naturskizze von ,teneriffa einiges ,licht ber ,gegenstnde verbreitet zu haben1 die bereits von so vielen ,reisenden besprochen worden sind2 indessen glaube ich1 da die ,naturgeschichte dieses ,archipels der ,forschung noch ein weites ,feld darbietet4 ,die ,leiter der wissenschaftlichen ,entdeckungsfahrten1 wie sie ,england1 ,frankreich1 ,spanien1 ,dnemark und ,ruland zu ihrem ,ruhme unternommen1 haben meist zu sehr geeilt1 von den ,canaren wegzukommen4 ,sie dachten1 da diese ,inseln so nahe bei ,europa liegen1 mten sie genau beschrieben seyn2 sie haben vergessen1 da das ,innere von ,neuholland geologisch nicht unbekannter ist als die ,gebirgsarten von ,lancerota und ,gomera1 ,porto-,santo und ,terceira4 ,so viele ,gelehrte bereisen ,jahr fr ,jahr ohne bestimmten ,zweck die besuchtesten ,lnder ,europas4 ,es wre wnschenswerth1 da einer und der andere1 den chte ,liebe zur ,wissenschaft beseelt und dem die ,verhltnisse eine mehrjhrige ,reise gestatten1 den ,archipel der ,azoren1 ,madera1 die ,canarien1 die ,inseln des grnen ,vorgebirgs und die ,nordwestkste von ,afrika bereiste4 ,nur wenn man die atlantischen ,inseln und das benachbarte ,festland nach den selben ,gesichtspunkten untersucht und die ,beobachtungen zusammenstellt1 gelangt man zur genauen ,kenntni der geologischen ,verhltnisse und der ,verbreitung der ,thiere und ,gewchse4 ,bevor ich die alte ,welt verlasse und in die neue bersetze1 habe ich einen ,gegenstand zu berhren1 der allgmeineres ,interesse bietet1 weil der sich auf die ,geschichte der ,menschheit und die historischen ,verhngnisse bezieht1 durch welche ganze ,volkssstmme vom ,erdboden verschwunden sind4 ,auf ,cuba1 ,st4 ,domingo1 ,jamaica fragt man sich1 wo die ,ureinwohner dieser ,lnder hingekommen sind2 auf ,teneriffa fragt man sich1 was aus den ,guanchen geworden ist1 deren in ,hhlen versteckte1 vertrocknete ,mumien ganz allein der ,vernichtung entgangen sind4 ,im fnfzehnten ,jahrhundert holten fast alle ,handelsvlker1 besonders aber die ,spanier und ,portugiesen1 ,sklaven von den ,canarien1 wie man sie jetzt von der ,kste von ,guinea holt4 ,die spanischen ,geschichtsschreiber sprechen von ,fahrten1 welche die ,hugenotten von ,la ,rochelle unternommen haben sollen1 um ,guanchensklaven zu holen4 ,ich kann dies nicht glauben1 da diese ,fahrten nach dem ,jahr #aecj fallen mten4 ,die christliche ,religion1 die in ihren ,anfngen die menschliche ,freiheit so mchtig frderte1 mute der europischen ,habsucht als ,vorwand dienen4 ,jedes ,individuum1 das gefangen wurde1 ehe es getauft war1 verfiel der ,sklaverei4 ,zu jener ,zeit hatte man noch nicht zu beweisen gesucht1 da der ,neger ein ,mittelding zwischen ,mensch und ,thier ist2 der gebrunte ,guanche und der afrikanische ,neger wurden auf dem ,markte zu ,sevilla mit einander verkauft1 und man stritt nicht ber die ,frage1 ob nur ,menschen mit schwarzer ,haut und ,wollhaar der ,sklaverei verfallen sollen4 ,auf dem ,archipel der ,canarien bestanden mehrere kleine1 einander feindlich gegenber stehende ,staaten4 ,oft war dieselbe ,insel zwei unabhngigen ,frsten unterworfen1 wie in der ,sdsee und berall1 wo die ,cultur noch auf tiefer ,stufe steht4 ,die ,handelsvlker befolgten damals hier dieselbe arglistige ,politik1 wie jetzt auf den ,ksten von ,afrika3 sie leisteten den ,brgerkriegen ,vorschub4 ,so wurde ein ,guanche ,eigenthum des andern1 und dieser verkaufte jenen den ,europern2 manche zogen den ,tod der ,sklaverei vor und tdteten sich und ihre ,kinder4 ,so hatte die ,bevlkerung der ,canarien durch den ,sklavenhandel1 durch die ,menschenruberei der ,piraten1 besonders aber durch lange blutige ,zwiste bereits starke ,verluste erlitten1 als ,alonso de ,lugo sie vollends eroberte4 ,den ,ueberrest der ,guanchen raffte im ,jahr #adid grtentheils die berhmte ,pest1 die sogenannte 99,modorra99 hin1 die man den vielen ,leichen zuschrieb1 welche die ,spanier nach der ,schlacht bei ,laguna hatten frei liegen lassen4 ,wenn ein halb wildes ,volk1 das man um sein ,eigenthum gebracht1 im selben ,lande neben einer civilisirten ,nation leben mu1 so sucht es sich in den ,gebirgen und ,wldern zu isoliren4 ,inselbewohner haben keine andere ,zuflucht1 und so war denn das herrliche ,volk der ,guanchen zu ,anfang des siebzehnten ,jahrhunderts so gut wie ausgerottet2 auer ein paar alten ,mnnern in ,candelaria und ,guimar gab es keine mehr4 ,es ist ein trstlicher ,gedanke1 da die ,weien es nicht immer verschmht haben1 sich mit den ,eingeborenen zu vermischen2 aber die heutigen ,canarier1 die bei den ,spaniers schlechtweg 99,isleos99 heien1 haben triftige ,grnde1 eine solche ,mischung in ,abrede zu ziehen4 ,in einer langen ,geschlechtsfolge verwischen sich die charakteristischen ,merkmale der ,racen1 und da die ,nachkommen der ,andalusier1 die sich auf ,teneriffa niedergelassen1 selbst von ziemlich dunkler ,gesichtsfarbe sind1 so kann die ,hautfarbe der ,weien durch die ,kreuzung der ,racen nicht merkbar verndert worden seyn4 ,es ist ,thatsache1 da gegenwrtig kein ,eingeborener von reiner ,race mehr lebt1 und sonst ganz wahrheitsliebende ,reisende sind im ,irrthum1 wenn sie glauben1 bei der ,besteigung des ,pics schlanke1 schnellfige ,guanchen zu ,fhrern gehabt zu haben4 ,allerdings wollen einige canarische ,familien vom letzten ,hirtenknig von ,guimar abstammen1 aber diese ,ansprche haben wenig ,grund2 sie werden von ,zeit zu ,zeit wieder laut1 wenn einer aus dem ,volk1 der brauner ist als seine ,landsleute1 ,lust bekommt1 sich um eine ,officiersstelle im ,dienste des ,knigs von ,spanien umzuthun4 ,kurz nach der ,entdeckung von ,amerika1 als ,spanien den ,gipfel seines ,ruhms erstiegen hatte1 war es ,brauch1 die sanfte ,gemthsart der ,guanchen zu rhmen1 wie man in unserer ,zeit die ,unschuld der ,bewohner von ,otaheiti gepriesen hat4 ,bei beiden ,bildern ist das ,colorit glnzender als wahr4 ,wenn die ,vlker1 erschpft durch geistige ,gensse1 in der ,verfeinerung der ,sitten nur ,keime der ,entartung vor sich sehen1 so finden sie einen eigenen ,reiz in der ,vorstellung1 da in weit entlegenen ,lndern1 beim ,dmmerlicht der ,cultur1 in der ,bildung begriffene ,menschenvereine eines reinen1 ungestrten ,glckes genieen4 ,diesem ,gefhl verdankt ,tacitus zum ,theil den ,beifall1 der ihm geworden1 als der den ,rmern1 den ,unterthanen der ,csaren1 die ,sitten der ,germanen schilderte4 ,dasselbe ,gefhl gibt den ,beschreibungen der ,reisenden1 die seit dem ,ende des verflossenen ,jahrhunderts die ,inseln des stillen ,oceans besucht haben1 den unbeschreiblichen ,reiz4 ,die ,einwohner der zuletzt genannten ,inseln1 die man wohl zu stark gepriesen hat und die einst ,menschenfresser waren1 haben in mehr als einer ,beziehung ,aehnlichkeit mit den ,guanchen von ,teneriffa4 ,beide sehen wir unter dem ,joche eines feudalen ,regiments seufzen1 und bei den ,guanchen war diese ,staatsform1 welche so leicht ,kriege herbeifhrt und sie nicht enden lt1 durch die ,religion geheiligt4 ,die ,priester sprachen zum ,volk3 ,achaman1 der groe ,geist1 hat zuerst die ,edlen1 die ,achimenceys1 geschaffen und ihnen alle ,ziegen in der ,welt zugetheilt4 ,nach den ,edeln hat ,achaman das gemeine ,volk geschaffen1 die ,achicaxnas2 dieses jngere ,geschlecht nahm sich heraus1 gleichfalls ,ziegen zu verlangen2 aber das hchste ,wesen erwiederte1 das ,volk sey dazu da1 den ,edeln dienstbar zu seyn1 und habe kein ,eigenthum nthig4 ,eine solche ,ueberlieferung mute den reichen ,vasallen der ,hirtenknige ungemein behagen2 auch stand dem ,faycan oder ,oberpriester das ,recht zu1 in den ,adelstand zu erheben1 und ein ,gesetz verordnete1 da jeder ,achimencey1 der sich herbeiliee1 eine ,ziege mit eigenen ,hnden zu melken1 seines ,adels verlustig seyn sollte4 ,ein solches ,gesetz erinnert keineswegs an die ,sitteneinfalt des homerischen ,zeitalters4 ,es befremdet1 wenn man schon bei den ,anfngen der ,cultur die ntzliche ,beschftigung mit ,ackerbau und ,viehzucht mit ,verachtung gebrandmarkt sieht4 ,die ,guanchen waren berhmt durch ihren hohen ,wuchs2 sie erschienen als die ,patagonen der alten ,welt und die ,geschichtschreiber bertrieben ihre ,muskelkraft1 wie man vor ,bougainvilles und ,cordobas ,reisen dem ,volksstamm am ,sdende von ,amerika eine colossale ,krpergre zuschrieb4 ,mumien von ,guanchen habe ich nur in den europischen ,cabinetten gesehen2 zur ,zeit meiner ,reise waren sie auf ,teneriffa sehr selten2 man mte sie aber in ,menge finden1 wenn man die ,grabhhlen1 die am stlichen ,abhang des ,pics zwischen ,arico und ,guimar in den ,fels gehauen sind1 bergmnnisch aufbrechen liee4 ,diese ,mumien sind so stark vertrocknet1 da ganze ,krper mit der ,haut oft nicht mehr als sechs bis sieben ,pfund wiegen1 das heit ein ,drittheil weniger als das ,skelett eines gleich groen ,individuums1 von dem man eben das ,muskelfleisch abgenommen hat4 ,die ,schdelbildung hnelt einigermaen der der weien ,race der alten ,egypter1 und die ,schneidezhne sind auch bei den ,guanchen stumpf1 wie bei den ,mumien vom ,nil4 ,aber diese ,zahnform ist rein knstlich und bei genauerer ,untersuchung der ,kopfbildung der alten ,guanchen haben gebte ,anatomen ,blumenbach1 ,decas quinta collectionis craniorum diversarum gentium illustrium4 gefunden1 da sie im ,jochbein un dim ,unterkiefer von den gyptischen ,mumien bedeutend abweicht4 ,oeffnet man ,mumien von ,guanchen1 so findet man ,ueberbleibsel aromatischer ,kruter1 unter denen immer das ,chenopodium ambrosioides vorkommt2 zuweilen sind die ,leichen mit ,schnren geschmckt1 an denen kleine ,scheiben aus gebrannter ,erde hngen1 die als ,zahlzeichen gedient zu haben scheinen und die mt den ,quippos der ,peruaner1 ,mexicaner und ,chinesen ,aehnlichkeit haben4 ,da im ,allgemeinen die ,bevlkerung von ,inseln den umwandelnden ,einflssen1 wie sie ,folgen von ,wanderungen sind1 weniger ausgesetzt ist als die ,bevlkerung der ,festlnder1 so lt sich annehmen1 da der ,archipel der ,canarien zur ,zeit der ,carthager und ,griechen vom selben ,menschenstamm bewohnt war1 den die normnnischen und spanischen ,eroberer vorfanden4 ,das einzige ,denkmal1 das einiges ,licht auf die ,herkunft der ,guanchen werfen kann1 ist ihre ,sprache2 leider sind uns aber davon nur etwa hundert fnfzig ,worte aufbehalten1 die zum ,theil dasselbe in der ,mundart der verschiedenen ,inseln bedeuten4 ,auer diesen ,worten1 die man sorgfltig gesammelt1 hat man in den ,namen vieler ,drfer1 ,hgel und ,thler wichtige ,sprachreste vor sich4 ,die ,guanchen1 wie ,basken1 ,hindus1 ,peruvianer und alle sehr alten ,vlker1 benannten die ,oertlichkeiten nach der ,beschaffenheit des ,bodens1 den sie bebauten1 nach der ,gestalt der ,felsen1 deren ,hhlen ihnen als ,wohnsttten dienten1 nach den ,baumarten1 welche die ,quellen beschatteten4 ,man war lange der ,meinung1 die ,sprache der ,guanchen habe keine ,aehnlichkeit mit den lebenden ,sprachen2 aber seit die ,sprachforscher durch ,hornemanns ,reise und durch die scharfsinnigen ,untersuchungen von ,marsden und ,ventura auf die ,berbern aufmerksam geworden sind1 die1 gleich den slavischen ,vlkern1 in ,nordafrika ber eine ungeheure ,strecke verbreitet sind1 hat man gefunden1 da in der ,sprache der ,guanchen und in den ,mundarten von ,chilha und ,gebali mehrere ,worte gleiche ,wurzeln haben4 ,wir fhren folgende ,beispiele an3 ---------------------------------------- ----- ,guanchisch ,berberisch ---------------------------------------- ----- ,himmel1 99,tigo991 99,tigot499 ---------------------------------------- ----- ,milch1 99,aho991 99,acho499 ---------------------------------------- ----- ,gerste1 99,temasen99 99,tomzeen499 ---------------------------------------- ----- ,korb1 99,carianas99 99,carian499 ---------------------------------------- ----- ,wasser1 99,aenum99 99,anan499 ---------------------------------------- ----- ,ich glaube nicht1 da diese ,sprachhnlichkeit ein ,beweis fr gemeinsamen ,ursprung ist2 aber sie deutet darauf hin1 da die ,guanchen in alter ,zeit in ,verkehr standen mit den ,berbern1 einem ,gebirgsvolk1 zu dem die ,numidier1 ,getuler und ,garamanten verschmolzen sind und das vom ,ostende des ,atlas durch das ,harudj und ,fezzan bis zur ,oase von ,syuah und ,audjelah sich ausbreitet4 ,die ,eingeborenen der ,canarien nannten sich ,guanchen1 von 99,guan991 ,mensch1 wie die ,tongusen sich 99,pye99 und 99,donky99 nennen1 welche ,worte dasselbe bedeuten1 wie ,guan4 ,indessen sind die ,vlker1 welche die ,berbersprache sprechen1 nicht alle desselben ,stammes1 und wenn ,scylax in seinem ,periplus die ,einwohner von ,cerne als ein ,hirtenvolk von hohem ,wuchs mit langen ,haaren beschreibt1 so erinnert die an die krperlichen ,eigenschaften der canarischen ,guanchen4 ,je genauer man die ,sprachen aus philosophischem ,gesichtspunkte untersucht1 desto mehr zeigt sich1 da keine ganz allein steht2 diesen ,anschein wrde auch die ,sprache der ,guanchen7#cj7 noch weniger haben1 wenn man von ihrem ,mechanismus und ihrem grammatischen ,bau etwas wte1 ,elemente1 welche von grerer ,bedeutung sind als ,wortform und ,gleichlaut4 ,es verhlt sich mit gewissen ,mundarten wie mit den organischen ,bildungen1 die sich in der ,reihe der natrlichen ,familien nirgends unterbringen lassen4 ,sie stehen nur scheinbar so vereinzelt da2 der ,schein schwindet1 so bald man eine grere ,masse von ,bildungen berblickt1 wo dann die vermittelnden ,glieder hervortreten4 ,gelehrt1 die berall1 wo es ,mumien1 ,hieroglyphen und ,pyramiden gibt1 ,egypten sehen1 sind vielleicht der ,ansicht1 das ,geschlecht ,typhons und die ,guanchen stehen in ,zusammenhang mittelst der ,berbern1 chter ,atlanten1 zu denen die ,tibbos und ,tuarycks der ,wste gehren4 ,hornemanns ,reise von ,cairo nach ,mourzouk4 ,es gengt hier aber an der ,bemerkung1 da eine solche ,annahme durch keinerlei ,aehnlichkeit zwischen der ,berbersprache und dem ,coptischen1 das mit ,recht fr ein ,ueberbleibsel des alten ,egyptischen gilt1 untersttzt wird4 ,das ,volk1 das die ,guanchen verdrngt hat1 stammt von ,spaniern und zu einem sehr kleinen ,theil von ,normannen ab4 ,obgleich diese beiden ,volksstmme drei ,jahrhunderte lang demselben ,klima ausgesetzt gewesen sind1 zeichnet sich dennoch der letztere durch weiere ,haut aus4 ,die ,nachkommen der ,normannen wohnen im ,thal ,taganana zwischen ,punte de ,naga und ,punta de ,hidalgo4 ,die ,namen ,grandville und ,dampierre kommen in diesem ,bezirke noch ziemlich hufig vor4 ,die ,canarier sind ein redliches1 miges und religises ,volk2 zu ,haus zeigen sie aber weniger ,betriebsamkeit als in fremden ,lndern4 ,ein unruhiger ,unternehmungsgeist treibt diese ,insulaner1 wie die ,biscayer und ,catalanen1 auf die ,philippinen1 auf die ,marianen1 und in ,amerika berall hin1 wo es spanische ,colonien gibt1 von ,chili und dem la ,plata bis nach ,neumexico4 ,ihnen verdankt man groentheils die ,fortschritte des ,ackerbaus in den ,colonien4 ,der ganze ,archipel hat kaum #afj1jjj ,einwohner1 und der 99,isleos99 sind vielleicht in der neuen ,welt mehr als in ihrer alten ,heimath4 ---------------------------------------- ------------------- hatte auf ,q4 i4 ,j4 ,einwohner auf die ,q4,m4 ,seemeilen ---------------------------------------- ------------------- ,teneriffa #gc #agij #gj1jjj1 #ieh ---------------------------------------- ------------------- ,fortaventura #fc #agij #i1jjj1 #adb ---------------------------------------- ------------------- ,die groe #fj #agij #ej1jjj1 #hcc ,canaria ---------------------------------------- ------------------- ,palma #bg #agij #bb1fjj1 #hcg ---------------------------------------- ------------------- ,lancerota #bf #agij #aj1jjj1 #chd ---------------------------------------- ------------------- ,gomera #ad #agij #g1djj1 #ebh ---------------------------------------- ------------------- ,ferro #g #agij #e1jjj1 #gad ---------------------------------------- ------------------- ,an ,wein werden auf ,teneriffa geerntet #bj-bd1jjj ,pipes1 worunter #ejjj ,malvasier2 jhrliche ,ausfuhr von ,wein #h-ijjj ,pipes2 ,gesammt-,getreideernte des ,archipels #ed1jjj ,fanegas zu hundert ,pfund4 ,in gemeinen ,jahren reicht diese ,ernte aus zum ,unterhalt der ,einwohner1 die groentheils von ,mais1 ,kartoffeln und ,bohnen 7,frisoles7 leben4 ,der ,anbau des ,zuckerrohrs und der ,baumwolle ist von geringem ,belang1 und die vornehmsten ,handelsartikel sind ,wein1 ,branntwein1 ,orseille und ,soda4 ,bruttoeinnahme der ,regierung1 die ,tabakspacht eingerechnet1 #bdj1jjj ,piaster4 ,auf nationalkonomische ,errterungen ber die ,wichtigkeit der canarischen ,inseln fr die ,handelsvlker ,europas lasse ich mich nicht ein4 ,ich beschftigte mich whrend meines ,aufenthalts zu ,caracas und in der ,havana lange mit statistischen ,untersuchungen ber die spanischen ,colonien1 ich stand in genauer ,verbindung mit ,mnnern1 die auf ,teneriffe bedeutende ,aemter bekleidet1 und so hatte ich ,gelegenheit1 viele ,angaben ber den ,handel von ,santa ,cruz und ,orotava zu sammeln4 ,da aber mehrere ,gelehrte nach mir die ,canarien besucht haben1 standen ihnen dieselben ,quellen zu ,gebot1 und ich entferne ohne ,bedenken aus meinem ,tagebuch1 was in ,werken1 die vor dem meinigen erschienen sind1 genau verzeichnet steht4 ,ich beschrnke mich hier auf einige ,bemerkungen1 mit denen die ,schildung1 die ich vom ,archipel der ,canarien entworfen1 geschlossen seyn mag4 ,es ergeht diesen ,inseln1 wie ,egypten1 der ,krimm und so vielen ,lndern1 welche von ,reisenden1 welche in ,contrasten ,wirkung suchen1 ber das ,maa gepriesen oder heruntergesetzt worden sind4 ,die einen schildern von ,orotava aus1 wo sie ans ,land gestiegen1 ,teneriffa als einen ,garten der ,hesperiden2 sie knnen das milde ,klima1 den fruchtbaren ,boden1 den reichen ,anbau nicht genug rhmen2 andere1 die sich in ,santa ,cruz aufhalten muten1 sahen in den glckseligen ,inseln nichts als ein kahles1 drres1 von einem elenden1 geistesbeschrnkten ,volke bewohntes ,land4 ,wir haben gefunden1 da die ,natur auf diesem ,archipelagus1 wie in den meisten gebirgigen und vulkanischen ,lndern1 ihre ,gaben sehr ungleich vertheilt hat4 ,die canarischen ,inseln leiden im ,allgemeinen an ,wassermangel2 aber wo sich ,quellen finden1 wo knstlich bewssert wird oder hufig ,regen fllt1 da ist auch der ,boden ausnehmend fruchtbar4 ,das niedere ,volk ist fleiig1 aber es entwickelt seine ,thtigkeit ungleich mehr in fernen ,colonien als auf ,teneriffa selbst1 wo dieselbe auf ,hindernisse stt1 die eine kluge ,verwaltung allmhlich aus dem ,wege rumen knnte4 ,die ,auswanderung wird abnehmen1 wenn man sich entschliet1 das unangebaute ,grundeigenthum des ,staats unter der ,einwohnerschaft zu vertheilen1 die ,lndereien1 welche zu den ,majoraten der groen ,familien gehren1 zu verkaufen und allmhlich die ,feudalrechte abzuschaffen4 ,die gegenwrtige ,bevlkerung der ,canarien erscheint allerdings unbedeutend1 wenn man sie mit der ,bevlkerung mancher europischen ,lnder vergleicht4 ,die ,insel ,madera1 deren fleiige ,bewohner einen fast von ,pflanzenerde entblten ,felsen bebauen1 ist siebenmal kleiner als ,teneriffa1 und doch doppelt so stark bevlkert2 aber die ,schriftsteller1 die sich darin gefallen1 die ,entvlkerung der spanischen ,colonien mit so grellen ,farben zu schildern und den ,grund davon in der kirchlichen ,hierarchie suchen1 bersehen1 da berall seit der ,regierung ,philipps ,v4 die ,zahl der ,einwohner in mehr oder minder rascher ,zunahme begriffen ist4 ,bereits ist auf den ,canaren die ,bevlkerung relativ strker als in beiden ,castilien1 in ,estremadure und in ,schottland4 ,alle ,inseln zusammengerckt stellen ein ,gebirgsland dar1 das um ein ,siebentheil weniger ,flcheninhalt hat als die ,insel ,corsica und doch gleich viel ,einwohner zhlt4 ,obgleich die ,inseln ,fortaventura und ,lancerota1 die am schlechtesten bevlkert sind1 ,getreide ausfhren1 whrend ,teneriffa gewhnlich nicht zwei ,drittheile seines ,bedarfs erzeugt1 so darf man doch daraus nicht den ,schlu ziehen1 da auf letzterer ,insel die ,bevlkerung aus ,mangel an ,lebensmitteln nicht zunehmen knnte4 ,die canarischen ,inseln sind noch auf lange vor den ,uebeln der ,ueberbevlkerung bewahrt1 deren ,ursachen ,mathus so sicher und scharfsinnig entwickelt hat4 ,das ,elend des ,volks ist um vieles gelindert worden1 seit der ,kartoffelbau eingefhrt ist und man angefangen hat mehr ,mais als ,gerste und ,weizen zu bauen4 ,die ,bewohner der ,canarien sind ihrem ,charakter nach ein ,gebirgsvolk und ein ,inselvolk zugleich4 ,will man sie richtig beurtheilen1 mu man sie nicht nur in ihrer ,heimath sehen1 wo ihr ,flei auf gewaltige ,hemmnisse stt2 man mu sie beobachten in den ,steppen der ,provinz ,caracas1 auf dem ,rcken der ,anden1 auf den glhenden ,ebenen der ,philippinen1 berall wo sie1 einsam in unbewohnten ,lndern1 ,gelegenheit finden die ,kraft und die ,thtigkeit zu entwickeln1 welcher der wahre ,reichthum des ,colonisten sind4 ,die ,canarier gefallen sich darin1 ihr ,land als einen ,theil des europischen ,spaniens zu betrachten1 und sie haben auch wirklich die castilianische ,literatur bereichert4 ,die ,namen ,clavigo 7,verfasser des 99,pensador9971 ,viera1 ,yriarte und ,betancourt sind in ,wissenschaft und ,literatur mit ,ehren genannt2 das canarische ,volk besietzt die lebhafte ,einbildungskraft1 die den ,bewohnern von ,andalusien und ,grenada eigen ist1 und es ist zu hoffen1 da die glckseligen ,inseln1 wo der ,mensch wie berall die ,segnungen und die harte ,hand der ,natur empfindet1 dereinst einen eingebornen ,dichter finden1 der sie wrdig besingt4 ------------------ #aj ,die ,schwche der ,lebenskraft zeigt sich an den ,maulbeerbumen1 die auf magerem sandigen ,boden in der ,nhe des baltischen ,meeres gezogen werden4 ,die ,sptfrste thun ihnen weit weher als den ,maulbeerbumen in ,piemont4 ,in ,italien bringt ein ,frost von #e ,grad unter dem ,gefrierpunkt krftige ,orangenbume nicht um4 ,diese ,bume1 die weniger empfindlich sind als ,citronen1 erfrieren nach ,galesio erst bei -#aj der hunderttheiligen ,scale4 #aa ,adanson wundert sich1 da die ,baobabs nicht von andern ,reisenden beschrieben worden seyen4 ,ich finde in der ,sammlung des ,grynus1 da schon ,aloysio ,cadamosto vom hohen ,alter dieser ungeheuren ,bume spricht1 die er im ,jahr #aejd gesehen1 und von denen er ganz richtig sagt3 eminentia altitudinis non quadrat magnitudini4 ,cadam4 navig4 c4 #db4 ,am ,senegeal und bei ,praya auf den ,cap ,verdischen ,inseln haben ,adanson und ,staunton ,adansonien gesehen1 deren ,stamm #ef bis #fj ,fu im ,umfang hatte4 ,den ,baobab mit #cd ,fu ,durchmesser hat ,golberry im ,thal der zwei ,gagnack gesehen4 #ab ,ebenso verhlt es sich mit den ,platanen 7,platanus occidentalis71 die ,michaux zu ,marietta am ,ufer des ,ohio gemessen hat und die #bj ,fu ber dem ,boden noch #ae #g_/aj ,fu im ,durchmesser hatten4 ,die ,taxus1 die ,kastanien1 die ,eichen1 die ,platanen1 die kahlen ,cypressen1 die ,bombax1 die ,mimosen1 die ,csalpinen1 die ,hymenen und die ,drachenbume sind1 wie mir scheint1 die ,gewchse1 bei denen in verschiedenen ,klimaten ,flle von so auerordentlichem ,wachsthum vorkommen4 ,eine ,eiche1 die zugelcih mit gallischen ,helmen im ,jahr #ahji in den ,torfgruben im ,departement der ,somme beim ,dorf ,aseux1 sieben ,lieues von ,abbville1 gefunden wurde1 gibt dem ,drachenbaum von ,orotava in der ,dicke nichts nach4 ,nach ,angabe von ,traulle hatt der ,stamm der ,eiche #ad ,fu ,durchmesser4 #ac ,schousboue 7,flora von ,marocco7 erwhnt seiner nicht einmal unter den cultivirten ,pflanzen1 whrend er doch vom ,cactus1 von der ,agave und der ,yucca spricht4 ,die ,gestalt des ,drachenbaumes kommt verschiedenen ,arten der ,gattung ,dracaena am ,cap der ,guten ,hoffnung1 in ,china und auf ,neuseeland zu2 aber in der neuen ,welt vertritt die ,yucca die ,stelle derselben2 denn die ,dracaena borealis d',aitons ist eine ,convallaria1 deren ,habitus sie auch hat4 ,der im ,handel unter dem ,namen ,drachenblut bekannte adstringierende ,saft kommt nach unseren ,untersuchungen an ,ort und ,stelle von verschiedenen amerikanischen ,pflanzen1 die nicht derselben ,gattung angehren1 unter denen sich einige ,lianen befinden4 ,in ,laguna verfertigt man in ,nonnenklstern ,zahnstocher1 die mit dem ,saft des ,drachenbaumes gefrbt sind1 und die man uns sehr anpries1 weil sie das ,zahnfleische conserviren sollten4 #ad ,diese ,benennung war schon zu ,anfang des vorigen ,jahrhunderts im ,brauch4 ,edens1 der alle spanischen ,wrter verdreht1 wie noch heute die meisten ,reisenden1 nennt sie 99,stancha992 es ist ,bordas 99,station des rochers991 wie aus den daselbst beobachteten ,barometerhhen hervorgeht4 ,diese ,hhen waren nach ,cordier im ,jahr #ahjc #ai ,zoll #i1e ,linien1 und nach ,borda und ,varela im ,jahr #aggf #ai ,zoll #i1h ,linien1 whrend er ,barometer zu ,orotava bis auf eine ,linie ebenso hoch stand4 #ae ,in den meisten ,erdhhlen1 z4 ,b4 in der von ,saint ,george1 zwischen ,riort und ,rolle1 bildet sich an den ,kalksteinwnden selbst im ,sommer eine dnne ,schichte durchsichtigen ,eises4 ,pictet hat die ,beobachtung gemacht1 da der ,thermometer alsdann in der ,luft der ,hhle nicht unter #b - #c steht1 so da man das ,frieren des ,wassers einer rtlichen1 sehr raschen ,verdunstung zuzuschreiben hat4 #af ,in der ,rechung wurden fr #ia #ed' scheinbaren ,abstands vom ,zenith #eg' #g ,refraction angenommen4 ,die ,sonne erscheint bei ihrem ,aufgang auf dem ,pic von ,teneriffa um so viel frher1 als sie braucht1 um einen ,bogen von #a #ed' zurckzulegen4 ,fr den ,gipfel des ,chimborazo nimmt dieser ,bogen nur um #da' zu4 ,die ,alten hatten so bertriebenen ,vorstellungen von der ,beschleunigung des ,sonnenaufgangs auf dem ,gipfel hoher ,berge1 da sie behaupteten1 die ,sonne sey auf dem ,berg ,athos drei ,stunden frher sichtbar1 als am ,ufer des geischen ,meeres4 7,strabo ,buch ,,vii47 ,und doch ist der ,athos nach ,delambre nur #gac ,toisen hoch4 #ag ,diese ,frage ist mit groem ,scharfsinn von ,breislack in seiner ,introduzzione alle ,geologia errtert4 ,der ,cotopaxi und der ,popocatepetl1 die ich im ,jahr #ahjd ,rauch und ,asche auswerfen sah1 liegen weiter vom groen ,ocean und dem ,meere der ,antillen als ,grenoble vom ,mittelmeer und ,orleans vom atlantischen ,meer4 ,man kann es allerdings nicht als einen bloen ,zufall ansehen1 da man keinen thtigen ,vulkan entdeckt hat1 der ber #dj ,seemeilen von der ,meereskste lge2 aber die ,hypothese1 nach der das ,meerwasser von den ,vulkanen aufgesogen1 destillirt und zersetzt wrde1 scheint mit sehr zweifelhaft4 #ah ,von allen kleinen canarischen ,inseln ist nur die ,rocca del ,este vom ,pic auch bei hellem ,wetter nicht zu sehen4 ,sie liegt #c1e ab1 ,salvage dagegen nur #b #a'4 ,die ,insel ,madera1 die #d #bi' entfernt ist1 wre nur dann zu sehen1 wenn ihre ,berge ber #cjjj ,toisen hoch wren4 #ai ,la refraction de par todo4 ,wir haben schon oben bemerkt1 da die amerikanischen ,frchte1 welche das ,meer hufig an die ,ksten von ,ferro und ,gomera wirft1 frher fr ,gewchse der ,insel ,san ,borondon gehalten wurden4 ,dieses ,land1 das nach der ,volkssage von einen ,erzbischof und sechs ,bischfen regiert wurde1 und das1 nach ,pater ,feijoos ,ansicht1 das auf einer ,nebelschicht projicirte ,bild der ,insel ,ferro ist1 wurde im sechzehnten ,jahrhundert vom ,knig von ,portugal ,ludwig ,perdigon geschenkt1 als dieser sich zur ,eroberung desselben rstete4 #bj ,nach ,odonell und ,armstrong stand auf dem ,gipfel des ,pics am #b4 ,august #ahjf um acht ,uhr ,morgnes der ,thermometer im ,schatten auf #ac1h1 in der ,sonne auf #bj1e2 ,unterschied oder ,wirkung der ,sonne3 #f1g4 #ba ,im ,merz #ahje fingen ,gay-,lussac und ich beim ,hospiz auf dem ,mont ,cenis in einer stark elektrisch geladenen ,wolke ,luft auf und zerlegten sie im ,voltaschen ,eudometer4 ,sie enthielt keinen ,wasserstoff und nicht um #j1jjb weniger ,sauerstoff als die ,pariser ,luft1 die wir in hermetisch verschlossenen ,flaschen bei uns hatten4 #bb ,da viele ,reisende1 welche bei ,santa ,cruz de ,teneriffa anlegen1 die ,besteigung des ,pics unterlassen1 weil sie nicht wissen1 wie viel ,zeit man dazu braucht1 so sind die folgenden ,angaben wohl nicht unwillkommen4 ,wenn man bis zum ,haltpunkt der ,englnder sich der ,maulthiere bedient1 braucht man von ,orotava aus zur ,besteigung des ,pics und zur ,rckkehr in den ,hafen #ba ,stunden2 nmlich von ,orotava zum ,pino del ,dornajito #c ,stunden1 von da zur ,felsenstation #f1 von da nach der ,caldera #c 4 ,fr die ,rckkehr rechne ich #i ,stunden4 ,es handelt sich dabei nur von der ,zeit1 die man unterwegs zubringt1 keineswegs von der1 die man auf die ,untersuchung der ,produkte des ,pic oder zum ,ausruhen verwendet4 ,in einem halben ,tag gelangt man von ,santa ,cruz de ,teneriffa nach ,orotava4 #bc ,auf dieser ,insel sah der carthaginensische ,feldherr zum erstenmal eine groe menschenhnliche ,affenart1 die ,gorillas4 ,er beschreibt sie als durchaus behaarte ,weiber1 und als hchst bsartig1 weil sie sich mit ,ngeln und ,zhnen wehrten4 ,er rhmt sich1 ihrer drei die ,haut abgezogen zu haben1 um sie mitzunehmen4 ,gosselin verlegt die ,insel der ,gorillas an die ,mndung des ,flusses ,nun1 aber nach dieser ,annahme mte der ,sumpf1 in dem ,hanno eine ,menge ,elephanten weiden sah1 unter #ce ,grad ,breite liegen1 beinahe am ,nordende von ,afrika4 #bd ,aristoteles1 ,mirab4 ,auscultat4 ,solinus sagt vom ,atlas3 vertex semper nivalis lucet nocturnis ignibus2 aber dieser ,atlas ist gleich dem ,berge ,meru der ,hindus ein aus richtigen ,begriffen und mythischen ,fictionen zusammengesetztes ,ding1 und lag nicht auf einer der hesperischen ,inseln1 wie ,abb ,viera und nach ihm verschiedene ,reisende annehmen1 die den ,pic von ,teneriffa beschreiben4 ,die folgenden ,stellen lassen keinen ,zweifel hierber3 ,herodot ,,iv1 #ahd4 ,strabo ,,xvii4 ,mela ,,iii1 #aj4 ,plinius ,v1 #a4 ,solinus ,i1 #bd1 sogar ,diodor von ,sicilien ,,iii4 #be ,der ,berg hie auch 99,aya-dyrma991 in welchem ,wort ,horn 7de ,origin4 ,americ4 p4 #aee und #ahe7 den alten ,namen des ,atlas findet1 der nach ,strabo1 ,plinius und ,solinus 99,dyris99 war4 ,diese ,ableitung ist hchst zweifelhaft2 lagt man auf die ,vokale mehr ,werth1 als sie bei den orientalischen ,vlkern haben1 so findet man 99,dyris99 fast ganz in 99,daran991 wie die arabischen ,geographen den stlichen ,theil des ,atlasgebirges nennen4 #bf ,non silendum puto de insula ,teneriffa quae et eximie colitur et inter orbis insulas est eminentior4 ,nam coelo sereno eminus conspicitur1 adeo ut qui absunt ab ea ad leucas hispanas sexaginta vel septuaginta1 non difficulter eam intueantur4 ,quod cernatur a longe id efficit acuminatus lapis adamantinus1 instar pyramidis1 in medio4 ,qui metiti sunt lapidem ajunt altitudine leucarum quindecim mensuram excedere ab imo ad summum verticem4 ,is lapis jugiter flagrat1 instar ,aetnae montis2 id affirmant nostri ,christiani qui capti aliquando haec animadvertere4 ,al4 ,cadamusti ,navigatio ad terras incognitas c4 #h4 #bg ,obgleich der ,pic von ,teneriffa sich nur in den ,wintermonaten mit ,schnee bedeckt1 knnte der ,vulkan doch die seiner ,breite entsrpechende ,schneegrenze erreichen1 und wenn er ,sommers ganz schneefrei ist1 so knnte die nur von der freien ,lage des ,berges in der weiten ,see1 von der ,hufigkeit aufsteigender sehr warmer ,winde oder von der hohen ,temperatur der ,asche des ,piton herrhren44 ,beim gegenwrtigen ,stand unserer ,kenntnisse lassen sich diese ,zweifel nicht heben4 ,vom ,parallel der ,berge ,mexicos bis zum ,parallel der ,pyrenen und der ,alpen1 zwischen dem #bj4 und dem #de4 ,grad ist die ,curve des ewigen ,schnees durch keine direkte ,messung bestimmt worden1 und da sich durch die wenigen ,punkte1 welche uns unter #j1 #bj1 #de1 #fb und #ga nrdlicher ,breite bekannt sind1 unendliche viele ,curven ziehen lassen1 so kann die ,beobachtung nur sehr mangelhaft durch ,rechnung ergnzt werden4 ,ohne es bestimmt zu behaupten1 kann man als wahrscheinlich annehmen1 da unter #bh #ag' die ,schneegrenze ber #aijj ,toisen liegt4 ,vom ,auquator an1 wo der ,schnee mit #bdfj ,toisen1 also etwa in der ,hhe des ,montblanc beginnt1 bis zum #bj4 ,breitegrad1 also bis zur ,grenze des heien ,erdstrichs1 rckt der ,schnee nur #ajj ,toisen herab2 lt sich demnach annehmen1 da #h ,grad weiter in einem ,klima1 das fast noch durchaus als ein tropisches erscheint1 der ,schnee schon #djj ,toisen tiefer stehen sollte8 ,selbst vorausgesetzt1 der ,schnee rckte vom #bj4 bis zum #de4 ,breitegrad in arithmetischer ,progression herab1 was den ,beobachtungen widerspricht1 so finge der ewige ,schnee unter der ,breite des ,pic erst bei #bjej ,toisen ber der ,meeresflche an1 somit #eej ,toisen hher als in den ,pyrenen und in der ,schweiz4 ,dieses ,ergebni wird noch durch andere ,beobachtungen untersttzt4 ,die mittlere ,temperatur der ,luftschicht1 mit der der ,schnee im ,sommer in ,berhrung kommt1 ist in den ,alpen ein paar ,grad unter1 unter dem ,aequator ein paar ,grad ber dem ,gefrierpunkt4 ,angenommen1 unter #bh ,grad sey die ,temperatur gleich ,null1 so ergibt sich nach dem ,gesetz der ,wrmeabnahme1 auf #ih ,toisen einen ,grad gerechnet1 das der ,schnee in #bjeh ,toisen ber einer ,ebene mit einer mittleren ,temperatur von #ba1 wie sie der ,kste von ,teneriffa zukommt1 lieben bleiben mu4 ,diese ,zahl stimmt fast ganz mit der1 welche sich bei der ,annahme einer arithmetischen ,progression ergibt4 ,einer der ,hochgipfel der ,sierra de ,nevada de ,grenada1 der ,pico de ,beleta1 dessen absolute ,hhe #agha ,toisen betrgt1 ist bestndig mit ,schnee bedeckt2 da aber die untere ,grenze des ,schnees hier nicht gemessen worden ist1 so trgt dieser ,berg1 der unter #cg #aj' der ,breite liegt1 zur ,lsung des vorliegenden ,problems nichts bei4 ,durch die ,lage des ,vulkans von ,teneriffa mitten auf einer nicht groen ,insel kann die ,curve des ewigen ,schnees schwerlich hinaufgeschoben werden4 ,wenn die ,winter auf ,inseln weniger streng sind1 so sind dagegen auch die ,sommer weniger hei1 und die ,hhe des ,schnees hngt nicht sowohl von der ganzen mittleren ,jahrestemperatur als vielmehr von der mittlere ,wrme der ,sommermonate ab4 ,auf dem ,aetna beginnt der ,schnee schon bei #aejj ,toisen oder selbst etwas tiefer1 was bei einem unter #cg der ,breite gelegenen ,gipfel ziemlich auffallend erscheint4 ,in der ,nhe des ,polarkreises1 wo die ,sommerhitze durch den fortwhrend aus dem ,meere aufsteigenden ,nebel gemildert wird1 zeigt sich der ,unterschied zwischen ,inseln oder ,ksten und dem inneren ,lande hchst auffallend4 ,auf ,island z4 ,b4 ist auf dem ,osterjckull1 unter #fe der ,breite1 die ,grenze des ewigen ,schnees in #dhb1 in ,norwegen dagegen1 unter #fg1 fern von der ,kste in #fjj ,toisen ,hhe1 und doch sind hier die ,winter ungleich strenger1 folglich die mittlere ,jahrestemperatur geringer als in ,island4 ,nach diesen ,angaben erscheint es als wahrscheinlich1 da ,bouquer und ,saussure im ,irrthum sind1 wenn sie annehmen1 da der ,pic von ,teneriffa die untere ,grenze des ewigen ,schrees erreiche4 ,unter #bh #ag' der ,breite ergeben sich fr diese ,grenze wenigstens #aiej ,toisen1 selbst wenn man sie zwischen dem ,aetna und den ,bergen von ,mexico durch ,interpolation berechnet4 ,dieser ,punkt wird vollstndig ins ,reine gebracht werden1 wenn einmal der westliche ,theil des ,atlas gemessen ist1 wo bei ,marocco unter #ca ,grad ,breite ewiger ,schnee liegt4 #bh ,pinus halepensis4 ,nach de ,candolles ,bemerkung hiee diese ,fichte1 die in ,portugal fehlt und am ,abhang von ,frankreicht und ,spanien gegen das ,mittelmeer in ,italien1 in ,kleinasien und in der ,barbarei vorkommt besser ,pinus mediterranea4 ,sie ist der herrschende ,baum in den ,fichtenwldern des sdstlichen ,frankreichs1 wo sie von ,gonan und ,gerard mit der ,pinus sylvestris verwechselt worden ist4 #bi ,willdenow und ich haben unter den ,pflanzen vom ,pic von ,teneriffa das schne ,satyrium diphyllum 7,orchis cordata1 ,willd47 erkannt1 die ,link in ,portugal gefunden4 ,die ,canarien haben nicht die ,dicksonia ,culcita1 den einzigen ,baumfarn1 der unter #ci der ,breite vorkommt1 wohl aber ,asplenium palmatun und ,myrica ,faya mit der ,flora der ,azoren gemein4 ,letzterer ,baum findet sich in ,portugal wild1 ,hofmannsegg hat sehr alte ,stmme gesehen1 es bleibt aber zweifelhaft1 ob er in diesen ,theil unseres ,continents einheimisch oder eingefhrt ist4 ,denkt man ber die ,wanderungen der ,gewchse nach zieht man in ,betracht1 da es geologisch mglich ist1 da ,portugal1 die ,azoren1 die ,canarien und die ,atlaskette einst durch nunmehr im ,meer versunkene ,lnder zusammengehangen habe1 so erscheint das ,vorkommen der ,myrica ,facya im westlichen ,europa zum mindestens ebenso auffallend1 als wenn die ,fichte von ,aleppe auf den ,azoren vorkme4 #cj ,nach ,vaters ,untersuchungen zeigt die ,sprache der ,guanchen folgende ,aehnlichkeiten mit den ,sprachen weit aus einander gelegener ,vlker3 ,hund bei den ,huronen in ,amerika aguienon1 bei den ,guanchen aguyan2 99,mensch99 bei den ,peruanern cari1 bei den ,guanchen coran2 99,knig99 bei den ,mandingos in ,afrika monso1 bei den ,guanchen monsey4 ,der ,name der ,insel ,gomera kommt um ,worte ,gomer zum ,vorschein1 das der ,name eines ,berberstammes ist4 799,vater991 ,untersuchungen ber ,amerika1 ,s4 #agj47 ,die ,guanchischen ,worte alcorac1 ,gott1 und almogaron1 ,tempel1 scheinen arabischen ,ursprungs1 wenigstens bedeutet in letzterer ,sprache almoharram 99heilig994 ,,drittes ,,kapitel berfahrt von ,teneriffa an die ,kste von ,sdamerika -- ,ankunft in ,cumana ,am #be4 ,juni ,abends verlieen wir die ,rhede von ,santa ,cruz und schlugen den ,weg nach ,sdamerika ein4 ,es wehte stark aus ,nordost und das ,meer schlug in ,folge der ,gegenstrmungen kurze gedrngte ,wellen4 ,die canarischen ,inseln1 auf deren hohen ,bergen ein rthlicher ,duft lag1 verloren wir bald aus dem ,gesicht4 ,nur der ,pic zeigte sich von ,zeit zu ,zeit in ,blinken1 wahrscheinlich1 weil der in der hohen ,luftregion herrschende ,wind dann und wann die ,wolken um den ,piton verjagte4 ,zum erstenmal empfanden wir1 welchen lebhaften ,eindruck der ,anblick von ,lndern an der ,grenze des heien ,erdgrtels1 wo die ,natur so reich1 so groartig und so wundervoll auftritt1 auf unser ,gemth macht4 ,wir hatten nur kurze ,zeit auf ,teneriffa verweilt1 und doch schieden wir von der ,insel1 als htten wir lange dort gelebt4 ,unsere ,ueberfahrt von ,santa ,cruz nach ,cumana1 dem stlichsten ,hafen von ,terra ,firma1 war so schn als je eine4 ,wir schnitten den ,wendekreis des ,krebses am #bg41 und obgleich der 99,pizarro99 eben kein guter ,segler war1 legten wir doch den neunhundert ,meilen #djej km langen ,weg von ,kste von ,afrika zur ,kste der neuen ,welt in zwanzig ,tagen zurck4 ,wir fuhren auf #ej ,meilen #bbe km westwrts am ,vorgebirge ,bojador1 am weien ,vorgebirge und an den ,inseln des grnen ,vorgebirges vorber4 ,ein paar ,landvgel1 der der starke ,wind auf die hohe ,see verschlagen1 zogen uns einige ,tage nach4 ,htten wir nicht unsere ,lnge mittelst der ,seeuhren genau gekannt1 so wren wir versucht gewesen zu glauben1 wir seyen ganz nahe der afrikanischen ,kste4 ,unser ,weg war derselbe1 den seit ,kolumbus erster ,reise alle ,fahrzeuge nach den ,antillen einschlagen4 ,vom ,parallel von ,madera bis zum ,wendekreis nimmt dabei die ,breite rasch ab1 whrend man an ,lnge fast nichts zulegt2 hat man die ,zone des bestndigen ,passatwindes erreicht1 so fhrt man von ,ost nach ,west auf einer ruhigen1 friedlichen ,see1 die bei den spanischen ,seefahrern el ,golfo de las ,damas heit4 ,wie alle1 welche diese ,striche befahren1 machten auch wir die ,beobachtung1 da1 je weiter man gegen ,westen rckt1 der ,passat1 der ,anfangs ,ost-,nord-,ost war1 immer mehr ,ostwind wird4 ,hadley7#ca7 hat in einer berhmten ,abhandlung die ,theorie des ,passats entwickelt1 wie sie gemeiniglich angenommen ist1 aber die ,erscheinung ist eine weit verwickeltere1 als die meisten ,physiker glauben4 ,im atlantischen ,ocean ist die ,lnge wie die ,abweichung der ,sonne von ,einflu auf die ,richtung und die ,grenzen der ,passatwinde4 ,dem neun ,continent zu gehen sie in beiden ,halbkugeln #h bis #i ,grad ber den ,wendekreis hinauf1 whrend in der ,nhe von ,afrika die vernderlichen ,winde weit ber den #bh4 oder #bg4 ,grad hinunter herrschen4 ,es ist im ,interesse der ,meteorologie und der ,schifffahrt zu bedauern1 da die ,vernderungen1 denen die ,luftstrmungen unter den ,tropen im stillen ,ocean unterliegen1 weit weniger bekannt sind als das ,verhalten derselben ,strme in einem engeren ,meeresbecken1 wo die nicht weit auseinander liegenden ,ksten von ,guinea und ,brasilien ihre ,einflsse geltend machen4 ,die ,schiffer wissen seit ,jahrhunderten1 da im atlantischen ,ocean der ,aequator nicht mit der ,linie zusammenfllt1 welche die ,passatwinde aus ,nordort und die aus ,sdost scheidet4 ,diese ,linie liegt1 nach ,hadley richtiger ,beobachtung1 unter dem #c4 bis #d4 ,grad nrdlicher ,breite1 und wenn ihre ,lage daher rhrt1 da die ,sonne in der nrdlichen ,halbkugel lnger verweilt1 so weist sie darauf hin1 da die ,temperaturen der beiden ,halbkugeln ,nimmt man mit ,aepinus an1 da die sdliche ,halbkugel nur um #a_/ad klter ist als die nrdliche1 so ergibt die ,rechnung fr die nrdliche ,grenze des ,ost-,sd-,ost-,passats #a #bh'4 sich verhalten wie #aa zu #i4 ,in der ,folge1 wenn von der ,luft ber der ,sdsee die ,rede ist1 werden wir sehen1 da westwrts von ,amerika der ,sdost-,passat nicht so weit ber den ,aequator hinausreicht als im atlantischen ,ocean4 ,der ,unterschied in der ,luftstrmung dem ,aequator zu vom einen und vom andern ,pol her kann ja nicht unter allen ,lngengraden derselbe seyn1 das heit auf ,punkten der ,erdkugel1 wo die ,festlnder sehr verschieden breit sind und sich mehr oder minder weit gegen die ,pole erstrecken4 ,es ist bekannt1 da auf der ,ueberfahrt von ,santa ,cruz nach ,cumana1 wie von ,acapulco nach den ,philippinen1 die ,matrosen fast keine ,hand an die ,segel zu legen brauchen4 ,man fhrt in diesen ,strichen1 als ginge es auf einem ,flusse hinunter1 und es ist zu glauben1 da es kein gewagtes ,unternehmen wre1 die ,fahrt mit einer ,schaluppe ohne ,verdeck zu machen4 ,weiter westwrts aber1 an der ,kste von ,st4 ,marta und im ,meerbusen von ,mexico weht der ,wind sehr stark und macht die ,see sehr unruhig47#cb7 ,je weiter wir uns von der afrikanischen ,kste entfernten1 desto schwcher wurde der ,wind2 oft blieb er einige ,stunden ganz aus1 und diese ,windstillen wurden regelmig durch elektrische ,erscheinungen unterbrochen4 ,schwarze1 dichte1 scharf umrissene ,wolken zogen sich im ,ost zusammen2 man konnte meinen1 es sey eine ,b im ,anzug und man werde die ,marssegel einreffen mssen1 aber nicht lange1 so erhob sich der ,wind wieder1 es fielen einige schwere ,regentropfen und das ,gewitter verzog sich1 ohne da man hatte donnern hren4 ,es war interessant1 whrend dessen die ,wirkung schwarzer ,wolken zu beobachten1 die einzeln und sehr tief durch das ,zenith liefen4 ,man sprte1 wie der ,wind allmhlig strker oder schwcker wurde1 je nachdem die kleinen ,haufen von ,dunstblschen sich nherten oder entfernten1 ohne da die ,elektrometer mit langer ,metallstange und brennendem ,docht in den untern ,luftschichten eine ,aenderung in der elektrischen ,spannung anzeigten4 ,mittels solcher kleinen1 mit ,windstillen wechselnden ,ben gelangt man in den ,monaten ,juni und ,juli von den canarischen ,inseln nach den ,antillen oder an die ,ksten von ,sdamerika4 ,im heien ,erdstrich lsen sich die meteorologischen ,vorgnge uerst regelmig ab1 und das ,jahr #ahjc wird in den ,annalen der ,schifffahrt lange denkwrdig bleiben1 weil mehrere ,schiffe1 die von ,cadix nach ,cumana gingen1 unter #ad der ,lnge und #dh der ,breite umlegen muten1 weil mehrere ,tage lang ein heftiger ,wind aus ,nord-,nord-,west blies4 ,welch bedeutende ,strung im regelmigen ,lauf der ,luftstrmungen mu man annehmen1 um sich von einem solchen ,gegenwind ,rechenschaft zu geben1 der ohne ,zweifel auch den regelmigen ,gang des ,barometers in seiner stndlichen ,schwankung gestrt haben wird6 ,einige spanische ,seefahrer haben neuerlich einen andern ,weg nach den ,antillen und zur ,kste von ,terra ,firma als den von ,christoph ,columbus zuerst eingeschlagenen zur ,sprache gebracht4 ,sie schlagen vor1 man sollte nicht gerade nach ,sd steuern1 um den ,passat aufzusuchen1 sondern auf einer ,diagonale zwischen ,cap ,st4 ,vincent und ,amerika in ,lnge und ,breite zugleich vorrcken4 ,dieser ,weg1 der die ,fahrt abkrzt1 da man den ,wendekreis etwa #bj westwrts vom ,punkte schneidet1 wo ohn die ,schiffe gewhnlich schneiden1 ist von ,admiral ,gravina mehreremale mit ,glck eingeschlagen worden4 ,dieser erfahrene ,seemann1 der in der ,schlacht von ,trafalgar einen rhmlichen ,tod fand1 kam im ,jahr #ahjb auf diesem schiefen ,wege mehrere ,tage vor der franzsischen ,flotte nach ,st4 ,domingo1 obgleich er zufolge eines ,befehls des ,madrider ,hofs mit seinem ,geschwader im ,hafen von ,ferrel hatte einlaufen und sich dort eine ,zeitlang aufhalten mssen4 ,diese neue ,verfahren krzt die ,ueberfahrt von ,cadix nach ,cumana etwa um ein ,zwanzigtheil ab2 da man aber erst unter dem #dj4 ,grad der ,lnge die ,tropen betritt1 so luft man ,gefahr1 lnger mit den vernderlichen ,winden zu thun zu haben1 die bald aus ,sd1 bald aus ,sdwest blasen4 ,beim alten ,verfahren wird der ,nachtheil1 da man einen lngeren ,weg macht1 dadruch ausgeglichen1 da man sicher ist1 in den ,passat zu gelangen und ihn auf einem greren ,stck der ,ueberfarht bentzen zu knnen4 ,whrend meines ,aufenthalt in den spanischen ,colonien sah ich mehrere ,kauffahrer an kommen1 die aus ,furcht vor ,kapern den schiefen ,weg eingeschlagen hatten und ausnehmend rasch herbergekommen waren2 nur nach wiederholten ,versuchen wird man sich bestimmt ber einen ,punkt aussprechen knnen1 der zum mindesten so wichtig ist als die ,wahl des ,meridians1 auf dem man bei der ,fahrt nach ,buenos ,ayres oder ,cap ,horn den ,aequator schneiden soll4 ,nichts geht ber die ,pracht und die ,milde des ,klimas im tropischen ,weltmeer4 ,whrend der ,passatwind stark blies1 stand der ,thermometer bei ,tage auf #bc-bd ,grad1 bei ,nacht zwischen #bb und #bb1e4 ,um den ,reiz dieser glcklichen ,erdstriche in der ,nhe des ,aequators voll zu empfinden1 mu man in rauher ,jahreszeit von ,acapulco oder von den ,ksten von ,chili nach ,europa gesegelt haben4 ,welcher ,abstand zwischen den strmischen ,meeren in nrdlichen ,breiten und diesen ,strichen1 wo in der ,natur ewige ,ruhe herrscht6 ,wenn die ,rckfahrt aus ,mexiko oder ,sdamerika nach den spanischen ,ksten zu kurz und so angenehm wre als die ,reise aus der alten in die neue ,welt1 so wre die ,zahl der ,europer1 die sich in den ,kolonien niedergelassen1 lange nicht so gro1 als sie jetzt ist4 ,das ,meer1 in dem die ,azoren und die ,bermuden liegen1 durch das man kommt1 wenn man in hohen ,breiten nach ,europa zurckfhrt1 fhrt bei den ,spanier den seltsamen ,namen ,golfe de las ,yeguas4 ,der ,meerbusen der ,stuten4 ,colonisten1 die an die ,see nicht gewhnt sind1 und lange einsam in den ,wldern von ,guyana1 in den ,savanen von ,caracas oder auf den ,cordilleren von ,peru gelebt haben1 frchten sich vor dem ,seestrich bei den ,bermuden mehr als jetzt die ,bewohner von ,lima vor der ,fahrt um ,cap ,horn4 ,sie bertreiben in der ,einbildung die ,gefahren einer ,ueberfahrt1 die nur im ,winter bedenktlich ist4 ,sie verschieben es von ,jahr zu ,jahr1 ein ,vorhaben auszufhren1 das ihnen gewagt erscheint1 und meist berrascht sie der ,tod1 whrend sie sich zur ,rckreise rsten4 ,nrdlich von den ,inseln des ,grnen ,vorgebirges stieen wir auf groe ,bndel schwimmenden ,tangs4 ,es war die tropische ,seetraube1 ,fucus natans1 die nur bis zu #dj nrdlicher und sdlicher ,breite auf dem ,gestein unter dem ,meeresspiegel wchst4 ,diese ,algen schienen hier1 wie sdwestlich von der ,bank von ,neufoundland1 das ,vorhandenseyn der ,strmungen anzuzeigen4 ,die ,seestriche1 wo viel einzelner ,tag vorkommt1 und die mit ,seegewchsen bedeckten ,strecken1 welche ,columbus mit groen ,wiesen vergleicht und die der ,mannschaft der ,santa ,maria unter #db der ,lnge ,schrecken einjagten1 sind nicht mit einander zu verwechseln4 ,durch die ,vergleichung vieler ,schiffstagebcher habe ich mich berzeugt1 da es im ,becken des nrdlichen ,atlantischen ,oceans zwei solcher mit ,algen bedeckten ,strecken gibt1 die nichts miteinander zu tun haben4 ,die grte derselben7#cc7 liegt etwas westlich vom ,meridian von ,fayal1 einer der azorischen ,inseln1 zwischen #ce und #cf der ,breite4 ,die ,meerestemperatur betrgt in diesem ,strich #af bis #bj ,grad1 und die ,nordostwinde1 die dort zuweilen sehr stark sind1 treiben schwimmende ,tanginseln in tiefe ,breiten1 bis zum #bd41 ja bis zum #bj4 ,grad4 ,die ,schiffe1 die von ,montevideo und vom ,kap der guten ,hoffnung nach ,europa zurckfahren1 kommen ber diese ,fucusbank1 die nach den spanischen ,schiffern von den kleinen ,antillen und von den canarischen ,inseln gleich weit entfernt ist2 die ,ungeschicktesten knnen darnach ihre ,lnge berichtigen4 ,die zweite ,fucusbank ist wenig bekannt2 sie liegt unter #bb und #bf der ,breite1 #hj ,seemeilen #adh km westlich vom ,meridian der ,bahamainseln1 und ist von weit geringerer ,ausdehnung4 ,man stt auf sie auf der ,fahrt von den ,caycosinseln nach den ,bermuden4 ,allerdings kennt man ,tangarten mit #hjj ,fu #bfj m langen ,stengeln ,fucus giganteus1 ,forster oder ,laminaria pyrifera1 ,lamouroux41 und diese ,cryptogamen der hohen ,see wachsen sehr rasch2 dennoch ist kein ,zweifel darber1 da in den oben beschriebenen ,strichen die ,tange keinesweg am ,meeresboden haften1 sondern in einzelnen ,bndeln auf dem ,wasser schwimmen4 ,in diesem ,zustand knnen diese ,gewchse nicht viel lnger fortvegetiren als ein vom ,stamm abgerissener ,baumast4 ,will man sich ,rechenschaft davon geben1 wie es kommt1 da bewegliche ,massen sich seit ,jahrhunderten an denselben ,stellen befinden1 so mu man annehmen1 da sie vom ,gestein #gc bis #ib m unter der ,meeresflche herkommen und der ,nachwuchs fortwhrend wieder ersetzt1 was die tropische ,strmung wegreit4 ,diese ,strmung fhrt die tropische ,seetraube in hohe ,breiten1 an die ,ksten von ,norwegen und ,frankreich1 und die ,algen werden sdwrts von den ,azoren keineswegs vom 99,golfstrom99 zusammengetrieben1 wie manche ,seeleute meinen4 ,es wre zu wnschen1 da die ,schiffer in diesen mit ,pflanzen bedeckten ,strichen hufiger das ,senkblei auswrfen2 man versichert1 hollndische ,seeleute haben mittelst ,leinen aus ,seidenfden zwischen der ,bank von ,neufoundland und der schottischen ,kste eine ,reihe von ,untiefen gefunden4 ,wie und wodurch die ,algen in ,tiefen1 in denen nach der allgemeinen ,annahme das ,meer wenig bewegt ist1 losgerissen werden1 darber ist man noch nicht im ,klaren4 ,wir wissen nur nach den schnen ,beobachtungen von ,lamouroux1 da die ,algen zwar vor der ,entwicklung ihrer ,fructificationen ausnehmend fest am ,gestein hngen1 dagegen nach dieser ,zeit oder in der ,jahreszeit1 wo bei ihnen wie bei den ,landpflanzen die ,vegetation stockt1 sehr leicht abzureien sind4 ,fische und ,weichthiere1 welche die ,stengel der ,tange benagen1 mgen wohl auch dazu beitragen1 sie von ihren ,wurzeln zu lsen4 ,vom #bb4 ,breitengrad an fanden wir die ,meeresflche mit fliegenden ,fischen ,exocoetus volitans4 bedeckt2 sie schnellten sich fnfzehn1 ja achtzehn ,fu #d1e1 ja #f m in die ,hhe und fielen auf den ,oberlauf nieder4 ,ich scheue mich nicht1 hier gleichfalls einen ,gegenstand zu berhren1 von dem die ,reisenden so viel sprechen1 als von ,delphinen und ,haifischen1 von der ,seekrankheit und dem ,leuchten des ,meeres4 ,alle diese ,dinge bieten den ,physikern noch lange ,stoff genug zu anziehenden ,beobachtungen1 wenn sie sich ganz besonders damit beschftigen4 ,die ,natur ist eine unerschpfliche ,quelle der ,forschung1 und im ,ma1 als die ,wissenschaft vorschreitet1 bietet sie dem1 der sie recht zu befragen wei1 immer wieder eine neue ,seite1 von der er sie bis jetzt nicht betrachtet hatte4 ,ich erwhne der fliegenden ,fische1 um die ,naturkundigen auf die ungeheure ,gre ihrer ,schwimmblase aufmerksam zu machen1 die bei einem #f1d ,zoll langen ,fisch #c1f ,zoll lang und #j1i breit ist und #c ,kubikzoll #fj ml ,luft enthlt4 ,die ,blase nimmt ber die ,hlfte vom ,krperinhalt des ,thieres ein1 und trgt somit wahrscheinlich dazu bei1 da es so leicht ist4 ,man knnte sagen1 dieser ,luftbehlter diese ihm vielmehr zum ,fliegen als zum ,schwimmen1 denn die ,versuche1 die ,provenzal und ich angestellt1 beweisen1 da dieses ,organ selbst bei den ,arten1 die damit versehen sind1 zu der ,bewegung an die ,wasserflche herauf nicht durchaus nothwendig ist4 ,bei einem jungen #e1j ,zoll langen ,exocoetus bot jede der ,brustflossen1 die als ,flgen diesen1 der ,luft bereits eine ,oberflche von #c #g_/aj ,quadratzoll dar4 ,wir haben gefunden1 da die neun ,nervenstrnge1 die zu den zwlf ,strahlen dieser ,flossen verlaufen1 fast dreimal dicker sind als die ,nerven der ,bauchflossen4 ,wenn man die ersteren ,nerven galvanisch reizt1 so gehen die ,strahlen1 welche die ,haut der ,brustflossen tragen1 fnfmal krftiger auseinander1 als die der andern ,flossen1 wenn man sie mit denselben ,metallen galvanisirt4 ,der ,fisch kann sich ab er auch zwanzig ,fu #f1e m weit wagrecht fortschnellen1 ehe er mit der ,spitze seiner ,flossen die ,meeresflche wieder berhrt4 ,man hat diese ,bewegung und die eines flachen ,steines1 der auffallend und wieder abprallend ein paar ,fu hoch ber die ,wellen hpft1 ganz richtig zusammengestellt4 ,so ausnehmend rasch die ,bewegung ist1 kann man doch deutlich sehen1 da das ,thier whrend des ,sprungs die ,luft schlgt1 das heit1 da es die ,brustflossen abwechselnd ausbreitet und einzieht4 ,dieselbe ,bewegung beobachtet man am fliegenden ,seescorpion auf den japanischen ,flssen1 der gleichfalls eine groe ,schwimmblase hat1 whrend sie den meisten ,seescorpionen1 die nicht fliegen1 fehlt ,scorpaena porcus1 ,s4 scrofa1 ,s4 dactyloptera1 ,delaroche44 ,die ,exocoetus knnen1 wie die meisten ,kiementhiere1 ziemlich lange und mittelst derselben ,organe im ,wasser und in der ,luft athmen1 das heit der ,luft wie dem ,wasser den darin enthaltenen ,sauerstoff entziehen4 ,sie bringen einen groen ,theil ihres ,lebens in der ,luft zu1 aber ihr elendes ,leben wird ihnen dadurch nicht leichter gemacht4 ,verlassen sie das ,meer1 um den gefrigen ,goldbrassen zu entgehen1 so begegnen sie in der ,luft den ,fregatten1 ,albatrossen und andern ,vgeln1 die sie im ,flug erschnappen4 ,so werden an den ,ufern des ,orinoco ,rudel von ,cabiais1 ,cavia ,capybara4 ,l4 wenn sie vor den ,krokodilen aus dem ,wasser flchten1 am ,ufer die ,beute der ,jaguars4 ,ich bezweifle indessen1 da sich die fliegenden ,fische allein um der ,verfolgung ihrer ,feinde zu entgehen1 aus dem ,wasser schnellen4 ,gleich den ,schwalben schieen sie zu ,tausenden ,fort1 gerade aus und immer gegen die ,richtung der ,wellen4 ,in unsern ,himmelsstrichen sieht man hufig am ,ufer eines klaren1 von der ,sonne beschienenen ,flusses einzeln stehende ,fische1 die somit nichts zu frchten haben knnen1 sich ber die ,wasserflche schnellen1 als machte es ihnen ,vergngen1 ,luft zu athmen4 ,warum sollte dieses ,spiel nicht noch hufiger und lnger bei den ,exocoetus vorkommen1 die vermge der ,form ihrer ,brustflossen und ihres geringen specifischen ,gewichtes sich sehr leicht in der ,luft halten8 ,ich fordere die ,forscher auf1 zu untersuchen1 ob andere fliegende ,fische1 z4 ,b4 ,exocoetus exiliens1 ,trigla volitans und ,t4 horundo auch so groe ,schwimmblasen haben wie der tropische ,exocoetus4 ,dieser geht mit dem warmen ,wasser des ,golfstroms nach ,norden4 ,die ,schiffsjungen schneiden ihm zum ,spa ein ,stck der ,brustflossen ab und behaupten1 diese wachsen wieder1 was mir mit den bei andern ,fischfamilien gemachten ,beobachtungen nicht zu stimmen scheint4 ,zur ,zeit1 da ich von ,paris abreiste1 hatten die ,versuche1 welche ,dr4 ,broddelt in ,jamaica mit der ,luft in der ,schwimmblase des ,schwertfisches angestellt1 einige ,physiker zur ,annahme veranlat1 da unter den ,tropen dieses ,organ bei den ,seefischen reines ,sauerstoffgas enthalte4 ,auch ich hatte diese ,vorstellung1 und so war ich berrascht1 als ich in der ,schwimmblase des ,exocoetus nur #j1jd ,sauerstoff auf #j1id ,stickstoff und #j1jb ,kohlensure fand4 ,der ,antheil des letzteren ,gases1 der mittelst der ,absorption durch ,kalkwasser in graduirten ,rhren gemessen wurde1 ,anthracometer1 gekrmmte ,rhren mit einer groen ,kugel4 schien constanter als der des ,sauerstoffs1 von dem einige ,exemplare fast noch einmal so viel zeigten4 ,nach ,biots1 ,cosigliachis und ,delaroches interessanten ,beobachtungen mu man annehmen1 da der von ,broddelt secirte ,schwertfisch in groen ,meerestiefen gelebt habe1 wo manche ,fische bis zu #id ,procent ,sauerstoff in ihrer ,schwimmblase zeigen4 ,am #a4 ,juli1 unter #ag #db' der ,breite und #cd #ba' der ,lnge stieen wir auf die ,trmmer eines ,wrackes4 ,wir konnten einen ,mastbaum sehen1 der mit schwimmendem ,tang berzogen war4 ,in einem ,strich1 wo die ,see bestndig ruhig ist1 konnte das ,fahrzeug nicht ,schiffbruch gelitten haben4 ,vielleicht da diese ,trmmer aus den nrdlichen strmischen ,meeren kamen1 und infolge der merkwrdigen ,drehung1 welche die ,wasser des ,atlantischen ,meeres in der nrdlichen ,halbkugel erleiden1 wieder zum ,fleck zurckwanderte1 wo das ,schiff zugrunde gegangen4 ,am dritten und vierten fuhren wir ber den ,theil des ,oceans1 wo die ,karten die ,bank des ,maalstroms verzeichne2 mit ,einbruch der ,nacht nderte man den ,curs1 um einer ,gefahr auszuweichen1 deren ,vorhandenseyn so zweifelhaft ist1 als das der ,inseln ,fonseco und ,santa ,anna47#cd7 ,es wre wohl klger gewesen1 den ,curs beizubehalten4 ,die alten ,seekarten wimmeln von sogenannten wachenden ,klippen1 die zum ,theil allerdings vorhanden sind1 grtentheils aber sich von optischen ,tuschungen herschreiben1 die auf der ,see hufiger sind als im ,binnenland4 ,die ,lage der wirklich gefhrlichen ,punkte ist meist wie auf ,gerathewohl angegeben2 sie waren von ,schiffern gesehen worden1 die ihre ,lnge nur auf ein paar ,grade kannten1 und meist kann man sicher darauf rechnen1 keine ,klippen zu finden1 wenn man den ,punkten zusteuert1 wo sie auf den ,karten angegeben sind4 ,als wir dem vorgeblichen ,maalstrom nahe waren1 konnten wir am ,wasser keine andere ,bewegung bemerken1 als ein ,strmung nach ,nordwest1 die uns nicht so viel in ,lnge zurcklegen lie1 als wir gewnscht htten4 ,die ,strke dieser ,strmung nimmt zu1 je nher man dem neuen ,continente kommt2 sie wird durch die ,bildung der ,ksten von ,brasilien und ,guyana abgelenkt1 nicht durch die ,gewsser des ,orinoco und des ,amazonenstroms1 wie manche ,physiker behaupten4 ,seit unserem ,eintritt in die heie ,zone wurden wir nicht mde1 in jeder ,nacht die ,schnheit des sdlichen ,himmels zu bewundern1 an dem1 je weiter wir nach ,sden vorrckten1 immer neue ,sternbilder vor unseren ,blicken aufstiegen4 ,ein sonderbares1 bis jetzt ganz unbekanntes ,gefhl wird in einem rege1 wenn man dem ,aequator zu1 und namentlich beim ,uebergang aus der einen ,halbkugel in die andere1 die ,sterne1 die man von ,kindheit auf kennt1 immer tiefer hinabrcken und endlich verschwinden sieht4 ,nichts mahnt den ,reisenden so auffallend an die ungeheure ,entfernung seiner ,heimath1 als der ,anblick eines neuen ,himmels4 ,die ,gruppirung der groen ,sterne1 einige zerstreute ,nebelflecke1 die an ,glanz mit der ,milchstrae wetteifern1 ,strecken1 die sich durch ihr tiefes ,schwarz auszeichnen1 geben dem ,sdhimmel eine ganz eigenthmliche ,physiognomie4 ,dieses ,schauspiel regt selbst die ,einbildungskraft von ,menschen auf1 die den physischen ,wissenschaften sehr ferne stehen und zum ,himmelsgewbe aufblicken1 wie man eine schne ,landschaft oder eine groartige ,aussicht bewundert4 ,man braucht kein ,botaniker zu seyn1 um schon am ,anblick der ,pflanzenwelt den heien ,erdstrich zu erkennen1 und wer auch keine astronomischen ,kenntnisse hat1 wer von ,flamsteads und ,lacaille's ,himmelskarten nichts wei1 fhlt1 da er nicht in ,europa ist1 wenn er das ungeheure ,sternbild des ,schiffs oder die leuchtenden ,magellanschen ,wolken am ,horizont aufsteigen sieht4 ,erde und ,himmel1 ,allem in den ,aequinoctiallndern drckt sich der ,stempel des ,fremdartigen auf4 ,die niedrigen ,luftregionen waren seit einigen ,tage mit ,dunst erfllt4 ,erst in der ,nacht vom vierten zum fnften ,juli1 unter #af ,breite1 sahen wir das sdliche ,kreuz zum erstenmal deutlich2 es war stark geneigt und erschien von ,zeit zu ,zeit zwischen den ,wolken1 deren ,mittelpunkt1 wenn das ,wetterleuchten dadurch hinzuckte1 wie ,silberlicht aufflammte4 ,wenn es einem ,reisenden gestattet ist1 von seinen persnlichen ,empfindungen zu sprechen1 so darf ich sagen1 da ich in dieser ,nacht einen der ,trume meiner frhesten ,jugend in ,erfllung gehen sah4 ,wenn man anfngt geographische ,karten zu betrachten und ,schilderungen der ,seefahrer zu lesen1 so fhlt man fr gewisse ,lnder und gewisse ,klimate eine ,art ,vorliebe1 von der man sich in reiferem ,alter keine ,rechenschaft zu geben vermag4 ,eindrcke der ,art uern einen nicht ungebedeutenden ,einflu auf unsere ,entschlsse1 und wie instinkmig suchen wir ,gegenstnden1 die schon so lange eine geheime ,anziehungskraft fr uns gehabt1 wirklich nahe zu kommen4 ,als ich mich mit dem ,himmel beschftigte1 nicht um ,astronomie zu treiben1 sondern nur um die ,sterne kennen zu lernen1 empfand ich eine bange ,unruhe1 die ,menschen1 die ein sitzendes ,leben lieben1 ganz fremd ist4 ,der ,hoffnung entsagen zu sollen1 jemals jene herrlichen ,sternbilder am ,sdpol zu erblicken1 das schien mit sehr hart4 ,im ungeduldigen ,drange1 die ,aequatoriallnder kennen zu lernen1 konnte ich nicht die ,augen zum ,sterngewlbe aufschlagen1 ohne an das sdliche ,kreuz zu denken und mir die erhabenen ,verse ,dante's vorzusagen1 welche sich nach den berhmtesten ,auslegern auf jenes ,sternbild beziehen37#ce7 ,jo mi volsi a man destra e posi mente ,all altro polo1 e vidi quattro stelle1 ,non viste mai fuor ch alla prima gente4 ,goder parea lo ciel di lor fiammelle1 ,o settentrional vedovo sito1 ,pio che privato se di mirar quelle6 ,unsere ,freude beim ,erscheinen des sdlichen ,kreuzes wurde lebhaft von denjenigen unter der ,mannschaft getheilt1 die in den ,colonien gelebt hatten4 ,in der ,meereseinsamkeit begrt man einen ,stern wie einen ,freund1 von dem man lange ,zeit getrennt gewesen4 ,bei den ,portugiesen und ,spaniern steigert sich diese gemthliche ,theilnahme noch durch besondere ,grnde3 religises ,gefhl zieht sie zu einem ,sternbild hin1 dessen ,gestalt an das ,wahrzeichen des ,glaubens mahnt1 das ihre ,vter in den ,einden der neuen ,welt aufgepflanzt4 ,da die zwei groen ,sterne1 welche ,spitze und ,fu des ,kreuzes bezeichnen1 ungefhrt dieselbe ,rectascension haben1 so mu das ,sternbild1 wenn es durch den ,meridian geht1 fast senkrecht stehen4 ,dieser ,umstand ist allen ,vlkern jenseits des ,wendekreises und in der sdlichen ,halbkugel bekannt4 ,man hat sich gemerkt1 zu welcher ,zeit bei ,nacht in den verschiedenen ,jahreszeiten das sdliche ,kreuz aufrecht oder geneigt ist4 ,es ist eine ,uhr1 die sehr regelmig etwa vier ,minuten im ,tag vorgeht1 und an keiner anderen ,sterngruppe lt sich die ,zeit mit bloem ,auge so genau beobachten4 ,wie oft haben wir unsere ,fhrer in den ,savannen von ,venezuela oder in der ,wste zwischen ,lima und ,truxillo sagen hren3 ,mitternacht ist vorber1 das ,kreuz fngt an sich zu neigen6 ,wie oft haben wir uns bei diesen ,worten an den rhrenden ,auftritt erinnert1 wo ,paul und ,virginie an der ,quelle des ,fcherpalmenflusses zum letztenmale mit einander sprechen und der ,greis beim ,anblick des sdlichen ,kreuzes sie mahnt1 da es ,zeit sey zu scheiden6 ,die letzten ,tage unserer ,ueberfahrt waren nicht so gnstig1 als das milde ,klima und die ruhige ,see hoffen lieen4 ,nicht die ,gefahren der ,see strten uns in unserem ,genusse1 aber der ,keim eines bsartigen ,fiebers entwickelte sich unter uns1 je nher wir den ,antillen kamen4 ,im ,zwischendeck war es furchtbar hei und der ,raum sehr beschrnkt4 ,seit wir den ,wendekreis berschritten1 stand der ,thermometer auf #cd bis #cf ,grad4 ,zwei ,matrosen1 mehrere ,passagiere und1 was ziemlich auffallend ist1 zwei ,neger von der ,kste von ,guinea und ein ,mulattenkind wurden von einer ,krankheit befallen1 die epidemisch zu werden drohte4 ,die ,symptome waren nicht bei allen ,kranken gleich bedenklich2 mehrere aber1 und gerade die krftigsten1 delirirten schon am zweiten ,tage und die ,krfte lagen vllig darnieder4 ,bei der ,gleichgltigkeit1 mit der an ,bord der ,paketboote alles behandelt wird1 was mit der ,fhrung des ,schiffes und der ,schnelligkeit der ,ueberfahrt nichts zu thun hat1 dachte der ,kapitn nicht daran1 gegen die ,gefahr1 die uns bedrohte1 die gemeinsten ,mittel vorzukehren4 ,es wurde nicht geruchert1 und ein unwissender1 phlegmatischer galicischer ,wundarzt verordnete ,aderlssen1 weil er das ,fieber der sogenannten ,schrfe und ,verderbnis des ,blutes zuschrieb4 ,es war keine ,unze ,chinarinde an ,bord1 und wir hatten vergessen1 beim ,einschiffen uns selbst damit zu versehen2 unsere ,instrumente hatten uns mehr ,sorge gemacht als unsere ,gesundheit1 und wir hatten unbedachterweise vorausgesetzt1 da es an ,bord eines spanischen ,schiffes nicht an peruanischer ,fieberrinde fehlen knne4 ,am achten ,juli genas ein ,matrose1 der schon in den letzten ,zgen lag1 durch einen ,zufall1 der der ,erwhnung wohl werth ist4 ,seine ,hngematte war so befestigt1 da zwischen seinen ,gesicht und dem ,deck keine zehn ,zoll #bf cm ,raum blieben4 ,in dieser ,lage konnte man ihm unmglich die ,sakramente reichen2 nach dem ,brauch auf den spanischen ,schiffen htte das ,allerheiligste mit brennenden ,kerzen herbeigebracht werden und die ganze ,mannschaft dabei seyn mssen4 ,man schaffte daher den ,kranken an einen luftigen ,ort bei der ,lucke1 wo man aus ,segeln und ,flaggen ein kleines viereckiges ,gemach hergestellt hatte4 ,hier sollte er liegen bis zu seinem ,tode1 den man nahe glaubte2 aber kaum war er aus einer bermig heien1 stockenden1 mit ,miasmen erfllten ,luft in eine khlere1 reinere1 fortwhrend erneuerte gebracht1 so kam er allmhlich aus seiner ,betubung zu sich4 ,mit dem ,tage1 da er aus dem ,zwischendeck fortgeschafft worden1 fing die ,genesung an1 und wie denn in der ,arzneikunde dieselben ,thatsachen zu ,sttzen der entgegengesetzten ,systeme werden1 so wurde unser ,arzt durch diesen ,fall von ,wiedergenesung in seiner ,ansicht von der ,entzndung des ,bluts und von der ,nothwendigkeit des ,eingreifens durch ,aderlssen1 abfhrende und asthenische ,mittel aller ,art bestrkt4 ,wir bekamen bald die verderblichen ,folgen dieser ,behandlung zu sehen und sehnten uns mehr als je nach dem ,augenblick1 wo wir die ,kste ,amerikas betreten knnte4 ,seit mehreren ,tagen war die ,schtzung der ,steuerleute um #a #ab' von der ,lnge abgewichen1 die mir mein ,chronometer angab4 ,dieser ,unterschied rhrte weniger von der allgemeinen ,strmung her1 die ich den ,rotationsstrom genannte habe1 als von dem eigenthmlichen ,zuge des ,wassers nach ,nordwest1 von der ,kste von ,brasilien gegen die kleinen ,antillen1 wodurch die ,ueberfahrt von ,cayenne nach der ,insel ,guadeloupe abgekrzt wird47#cf7 ,am zwlften ,juli glaubte ich ankndigen zu knnen1 da ,tags darauf vor ,sonnenaufgang ,land in ,sicht seyn werde4 ,wir befanden uns jetzt nach meinen ,beobachtungen unter #aj #df' der ,breite und #fj #ed' westlicher ,lnge4 ,einige ,reihen ,mondsbeobachtungen besttigten die ,angabe des ,chronometers2 aber wir wuten besser1 wo sich die ,corvette befand1 als wo das ,land lag1 dem unser ,curs zuging und das auf den franzsischen1 spanischen und englischen ,karten so verschieden angegeben ist4 ,die aus den genauen ,beobachtungen von ,churruca1 ,fidalgo und ,noguera sich ergebenden ,lngen waren damals noch nicht bekannt gemacht4 ,die ,steuerleute verlieen sich mehr auf das ,log als auf den ,gang eines ,chronometers2 sie lchelten zu der ,behauptung1 da bald ,land in ,sicht kommen msse1 und glaubten1 man habe noch zwei1 drei ,tage zu fahren4 ,es gereichte mir daher zu groer ,befriedigung1 als ich am dreizehnten gegen sechs ,uhr ,morgens hrte1 man sehe von den ,masten ein sehr hohes ,land1 jedoch wegen des ,nebels1 der darauf lag1 nur undeutlich4 ,es windete sehr stark und die ,see war sehr unruhig4 ,es regnete hie und da in groen ,tropfen und ,alles deutete auf ungestmes ,wetter4 ,der ,capitn des ,pizarro hatte beabsichtigt1 durch den ,canal zwischen ,tabago und ,trinidad zu laufen1 und da er wute1 da unsere ,corvette sehr langsam wendete1 so frchtete er gegen ,sden unter dem ,wind und der ,mndung des ,dragon nahe zu kommen4 ,wir waren allerdings unserer ,lnge sicherer als der ,breite1 da seit dem elften keine ,beobachtung um ,mittag gemacht worden war4 ,nach doppelten ,hhen1 die ich nach ,douwes ,methode am ,morgen aufgenommen hatte1 befanden wir uns in #aa #f' #ej1 somit #ae ,minuten weiter nach ,nord als nach der ,schtzung4 ,die ,gewalt1 mit der der groe ,orinocostrom seine ,gewsser in den ,ocean ergiet1 mag in diesen ,strichen immerhin den ,zug der ,strmungen steigern2 wenn man aber behauptet1 bis auf #fj ,meilen von der ,mndung des ,orinoco habe das ,meerwasser eine andere ,farbe und sey weniger gesalzen1 so ist die ein ,mhrchen der ,kstenpiloten4 ,der ,einflu der mchtigsten ,strme ,amerikas1 des ,amazonenstroms1 des la ,plata1 des ,orinoco1 des ,mississippi1 des ,magdalenenstroms1 ist in dieser ,beziehung in weit engere ,grenzen eingeschlossen1 als man gemeiniglich glaubt4 ,obgleich das ,ergebnis der doppelten ,sonnenhhen hinlnglich bewies1 da das hohe ,land1 das am ,horizont aufstieg1 nicht ,trinidad war1 sondern ,tabago1 steuerte der ,capitn dennoch nach ,nord-,nord-,west fort1 um letztere ,insel aufzusuchen1 die sogar auf ,bordas schner ,karte des atlantischen ,oceans fnf ,minuten zu weit sdlich gesetzt ist4 ,man sollte kaum glauben1 da an ,ksten1 welche von allen ,handelsvlkern besucht werden1 so auffallende ,irrthmer in der ,breite sich ,jahrhunderte lang erhalten knnten4 ,ich habe diesen ,gegenstand anderswo besprochen1 und so bemerke ich hier nur1 da sogar auf der neuesten ,karte von ,westindien von ,arrowsmith1 die im ,jahr #ahjc1 also lange nach ,churrucas ,beobachtungen erschienen ist1 die ,breiten der verschiedenen ,vorgebirge von ,tabago und ,trinidad um #f-aa ,minuten falsch angegeben sind4 ,durch die ,beobachtung der ,sonnenhhe um ,mittag wurde die ,breite1 wie ich sie nach ,douwes ,verfahren erhalten1 vollkommen besttigt4 ,es blieb kein ,zweifel mehr ber den ,schiffsort den ,inseln gegenber1 und man beschlo1 um das nrdliche ,vorgebirge von ,tabago zu laufen1 zwischen dieser ,insel und la ,grenada durchzugehen und auf einen ,hafen der ,insel ,margarita loszusteuern4 ,in diesen ,strichen liefen wir jeden ,augenblick ,gefahr1 von ,kapern aufgebracht zu werden1 aber zu unserem ,glck war die ,see sehr unruhig und ein kleiner1 englischer ,kutter berholte uns1 ohne uns nur anzurufen4 ,bonpland und mir war vor einem solchen ,unfall weniger bang1 seit wir so nahe am amerikanischen ,festland sicher waren1 da wir nicht nach ,europa zurckgebracht wurden4 ,der ,anblick der ,insel ,tabago ist hchst malerisch4 ,es ist ein sorgfltig bebauter ,felsklumpen4 ,des blendende ,wei des ,gesteines sticht angenehm vom ,grn zerstreuter ,baumgruppen ab4 ,sehr hohe cylindrische ,fackeldisteln krnen die ,bergkmme und geben der tropischen ,landschaft einen ganz eigenen ,charakter4 ,schon ihr ,anblick sagt dem ,reisenden1 da er eine amerikanische ,kste vor sich hat3 denn die ,cactus gehren ausschlielich der neuen ,welt an1 wie die ,heidekruter der alten4 ,der nordstliche ,theil der ,insel ,tabago ist der gebirgigste1 nach den ,hhenwinkeln1 die ich mit dem ,sextanten genommen1 scheinen indessen die hchsten ,gipfel an der ,kste nicht ber #adj-aej ,toisen #bgj bis #bij m hoch zu seyn4 ,am sdlichen ,vorgebirge senkt sich das ,land und luft in die ,sandspitze aus1 die nach meiner ,rechnung unter #aj #bj' #ac der ,breite und #fb #dg' #cj der ,lnge liegt4 ,wir sahen mehrere ,felsen ber dem ,wasserspiegel1 an denen sich die ,see mit ,ungestm brach1 und beobachteten groe ,regelmigkeit in der ,neigung und dem ,streichen der ,schichten1 die unter einem ,winkel von #fj nach ,sdost fallen4 ,es wre zu wnschen da ein gebter ,mineralog die groen und kleinen ,antillen von der ,kste von ,paria bis zum ,vorgebirge von ,florida bereiste und die ehemalige1 durch ,strmungen1 ,erderschtterungen und ,vulkane auseinander gerissene ,bergkette untersuchte4 ,wir waren eben um das ,nordcap von ,tabago und die kleine ,insel ,st4 ,giles gelaufen1 als man vom ,mastkorb ein feindliches ,geschwader signalisirte4 ,wir wendeten sogleich und die ,passagiere wurden unruhig1 da mehrere ihr kleines ,vermgen in ,waaren gesteckt hatten1 die sie in den spanischen ,colonien zu verwerthen gedachten4 ,das ,geschwader schien sich nicht zu rhren1 und es zeigte sich bald1 da man eine ,menge einzelner ,klippen fr ,segel angesehen hatte4 ,wir fuhren ber die ,untiefe zwischen ,tabago und la ,grenada4 ,die ,farbe der ,see war nicht merkbar verndert1 aber ein paar ,zoll unter der ,oberflche zeigte der ,thermometer nur #bc1 whrend er ostwrts auf hoher ,see unter derselben ,breite und gleichfalls an der ,meeresflche auf #be1f stand4 ,trotz der ,strmung zeigte die geringe ,temperatur des ,wassers die ,untiefe an1 die nur auf wenigen ,karten angegeben ist4 ,nach ,sonnenuntergang wurde der ,wind schwcher1 und je nher der ,mond zum ,zenith rckte1 desto mehr klrte sich der ,himmel auf4 ,in dieser und in den folgenden ,nchten fielen wieder sehr viele ,sternschnuppen2 gegen ,nord zeigten sie sich nicht so hufig als gegen ,sd1 ber ,terra ,firma1 an deren ,kste wir jetzt hinzufahren anfingen4 ,diese ,vertheilung weist darauf hin1 da diese ,meteore1 ber deren ,wesen wir noch so sehr im ,unklaren sind1 zum ,theil von rtlichen ,ursachen abhngig seyn mgen4 ,am #ad4 bei ,sonnenaufgang kam die ,bocca de ,dragon in ,sicht4 ,wir konnten die ,insel ,chacachacarreo sehen1 das westlichste der ,eilande zwischen dem ,vorgebirge ,paria und dem nordwestlichen ,vorgebirge von ,trinidad4 ,fnf ,meilen von der ,kste1 bei der 99,punte de la ,baca991 wurden wir gewahr1 da eine eigenthmliche ,strmung die ,corvette nach ,sd trieb4 ,durch den ,zug des ,wassers1 das aus der ,bocca de ,dragon kommt1 und durch die ,bewegung von ,ebbe und ,fluth entsteht eine ,gegenstrmung4 ,man warf das ,senkblei aus und fand #cf-dc ,faden ,tiefe ber einem ,grund von grnlichem1 sehr feinem ,thon4 ,nach ,dampiers ,grundstzen htten wir in der ,nhe einer von sehr hohen1 steil aufsteigenden ,gebirgen gebildeten ,kste keine so geringe ,meerestiefe erwartet4 ,wir lotheten fort bis zum ,cabo de tres puntas und fanden berall erhhten ,meeresgrund1 dessen ,umri das ,streichen der ehemaligen ,meereskste zu bezeichnen scheint4 ,die ,temperatur des ,meeres war hier #bc-bd ,grad1 somit #a1e bis #b ,grad niedriger als auf hoher ,see1 das heit jenseits der ,rnder der ,bank4 ,das ,cabo de tres puntas1 von ,columbus selbst so benannt ,im ,august #aeih41 liegt nach meinen ,beobachtungen unter #fe #d' #e der ,lnge4 ,es erschien uns um so hher1 da seine gezackten ,gipfel in ,wolken gehllt waren4 ,das ganze ,ansehen der ,berge von ,paria1 ihre ,farbe und besonders ihre meist runden ,umrisse lieen uns vermuthen1 da die ,kste aus ,granit bestehe2 die ,folge zeigte aber1 wie sehr man sich1 selbst wenn man sein ,lebenlang in ,gebirgen gereist ist1 irren kann1 wenn man ber die ,beschaffenheit der ,gebirgsart aus der ,ferne urtheilt4 ,wir bentzten eine ,windstille1 die ein paar ,stunden anhielt1 um die ,intensitt der magnetischen ,kraft beim ,cabo de tres puntas genau zu bestimmen4 ,wir fanden sie grer als auf hoher ,see ostwrts von ,tabago1 im ,verhltni von #beg zu #bbi4 ,whrend der ,windstille trieb uns die ,strmung rasch nach ,west4 ,ihre ,geschwindigkeit betrug #c ,meilen in der ,stunde2 sie nahm zu1 je nher wir dem ,meridian der 99,testigos99 kamen1 eines ,haufens von ,klippen1 die aus der weiten ,see aufsteigen4 ,als der ,mond unterging1 bedeckte sich der ,himmel mit ,wolken1 der ,wind wurde wieder strker und es strzte ein ,platzregen nieder1 wie sie dem heien ,erdstrich eigen sind und wir auf unsern ,zgen im ,binnenlande sie so oft durchgemacht haben4 ,die an ,bord des ,pizarro ausgebrochene ,seuche breitete sich rasch aus1 seit wir uns nahe der ,kste von ,terra ,firma befanden2 der ,thermometer stand bei ,nacht regelmig zwischen #bb und #bc1 bei ,tag zwischen #bd und #bg4 ,die ,congestionen gegen den ,kopf1 die ausnehmende ,trockenheit der ,haut1 das ,daniederliegen der ,krfte1 alle ,symptome wurden immer bedenklicher2 wir waren aber so ziemlich am ,ziele unserer ,fahrt1 und so hofften wir alle ,kranke genesen zu sehen1 wenn man sie an der ,insel ,margarita oder im ,hafen von ,cumana1 die fr sehr gesund gelten1 ans ,land bringen knnte4 ,diese ,hoffnung ging nicht ganz in ,erfllung4 ,der jngste ,passagier bekam das bsartige ,fieber und unterlag ihm1 blieb aber zum ,glck das einzige ,opfer4 ,es war ein junger ,asturier von neunzehn ,jahren1 der einzige ,sohn einer armen ,wittwe4 ,mehrere ,umstnde machten den ,tod des junge ,mannes1 aus dessen ,gesicht viel ,gefhl und groe ,gutmthigkeit sprachen1 ergreifend fr uns4 ,er war mit ,widerstreben zu ,schiffe gegangen2 er hatte seine ,mutter durch den ,ertrag seiner ,arbeit untersttzen wollen1 aber diese hatte ihre ,liebe und den eigenen ,vortheil dem ,gedanken zum ,opfer gebracht1 da ihr ,sohn1 wenn er in die ,colonien ginge1 bei einem reichen ,verwandten1 der auf ,cuba lebte1 sein ,glck machen knnte4 ,der unglckliche junge ,mann verfiel rasch in ,betubung1 redete dazwischen irre und starb am dritten ,tage der ,krankheit4 ,das gelbe ,fieber oder schwarze ,erbrechen rafft in ,vera ,cruz nicht leicht die ,kranken so furchtbar schnell dahin4 ,ein anderer1 noch jngerer ,asturier wich keinen ,augenblick vom ,bette des ,kranken und bekam1 was ziemlich auffallend ist1 die ,krankheit nicht4 ,er wollte mit seinem ,landsmann nach ,san ,jago de ,cuba gehen und sich dort von ihm im ,hause des ,verwandten einfhren lassen1 auf den sie ihre ganze ,hoffnung gesetzt hatten4 ,es war herzzerreiend1 wie der1 welcher den ,freund berlebte1 sich seinem tiefen ,schmerze berlie und die unseligen ,ratschlge verwnschte1 die ihn in ein fernes ,land getrieben1 wo er nun allein und verlassen dastand4 ,wir standen beisammen auf dem ,verdeck in trben ,gedanken4 ,es war kein ,zweifel mehr1 das ,fieber1 das an ,bord herrschte1 hatte seit einigen ,tagen einen bsartigen ,charakter angenommen4 ,unsere ,blicke hingen an einer gebirgigen1 wsten ,kste1 auf die zuweilen ein ,mondstrahl durch die ,wolken fiel4 ,die leise bewegte ,see leuchtete in schwachem phosphorischen ,schein2 man hrte nichts als das eintnige ,geschrei einiger groer ,seevgel1 die das ,land zu suchen schienen4 ,tiefe ,ruhe herrschte ringsum am einsamen ,ort2 aber diese ,ruhe der ,natur stand im ,widerspiel mit den schmerzlichen ,gefhlen in unserer ,brust4 ,gegen acht ,uhr wurde langsam die ,todtenglocke gelutet2 bei diesem ,trauerzeichen brachen die ,matrosen ihre ,arbeit ab und lieen sich zu kurzem ,gebet auf die ,kniee nieder1 eine ergreifende ,handlung1 die an die ,zeiten gemahnt1 wo die ersten ,christen sich als ,glieder ,einer ,familie betrachteten1 und die auch jetzt noch die ,menschen im ,gefhl gemeinsamen ,unglcks einander nher bringt4 ,in der ,nacht schaffte man die ,leiche des ,asturiers auf das ,verdeck1 und auf die ,vorstellung des ,priesters wurde er erst nach ,sonnenaufgang ins ,meer geworfen1 damit man die ,leichenfeier nach dem ,gebrauch der rmischen ,kirche vornehmen konnte4 ,kein ,mann an ,bord1 den nicht das ,schicksal des jungen ,mannes rhrte1 den wir noch vor wenigen ,tagen frisch und gesund gesehen hatten4 ,der eben erzhlte ,vorfall zeigte uns1 wie gefhrlich dieses bsartige oder atactische ,fieder sey1 und wenn die langen ,windstillen die ,ueberfahrt von ,cumana nach ,havana verzgerten1 so mute man besorgen1 da es viele ,opfer fordern knnte4 ,an ,bord eines ,kriegsschiffs oder eines ,transportschiffs machen einige ,todesflle gewhnlich nicht mehr ,eindruck1 als wenn man in einer volkreichen ,stadt einem ,leichenzug begegnet4 ,anders an ,bord eines ,paketboots mit kleiner ,mannschaft1 wo zwischen ,menschen1 die dasselbe ,reiseziel haben1 sich nhere ,beziehungen knpfen4 ,die ,passagiere auf dem ,pizarro sprten zwar noch nichts von den ,vorboten der ,krankheit1 beschlossen aber doch1 das ,fahrzeug am nchsten ,landungsplatz zu verlassen und die ,ankunft eines andern ,postschiffes zu erwarten1 um ihren ,weg nach ,cuba oder ,mexico fortzusetzen4 ,sie betrachteten das ,zwischendeck des ,schiffes als einen ,herd der ,ansteckung1 und obgleich es mir keineswegs erwiesen schien1 da das ,fieber durch ,berhrung anstecke1 hielt ich es doch durch die ,vorsicht geraten1 in ,cumana ans ,land zu gehen4 ,es schien mir wnschenswerth1 ,neuspanien erst nach einem lngeren ,aufenthalt an den ,ksten von ,venezuela und ,paria zu besuchen1 wo der unglckliche ,lffling nur sehr wenige naturgeschichtliche ,beobachtungen hatte machen knnen4 ,wir brannten vor ,verlangen1 die herrlichen ,gewchse1 die ,bose und ,bredemeyer auf ihrer ,reise in ,terra ,firma gesammelt und die eine ,zierde der ,gewchshuser zu ,schnbrunn und ,wien sind1 auf ihrem heimathlichen ,boden zu sehen4 ,es htte uns sehr wehe getan1 in ,cumana oder ,guayra zu landen1 ohne das ,innere eines von den ,naturforschern so wenig betretenen ,landes zu betreten4 ,der ,entschlu1 den wir in der ,nacht vom vierzehnten auf den fnfzehnten ,juli faten1 uerte einen glcklichen ,einflu auf den ,verfolg unserer ,reisen4 ,statt einiger ,wochen verweilten wir ein ganzes ,jahr in ,terra ,firma2 ohne die ,seuche an ,bord des ,pizarro wren wir nie an den ,orinoco1 an den ,cassiquiare und an die ,grenze der portugiesischen ,besitzungen am ,rio ,negro gekommen4 ,vielleicht verdanken wir es auch dieser unserer ,reiserichtung1 da wir whrend eines so langen ,aufenthaltes in den ,aequinoctiallndern so gesund blieben4 ,bekanntlich schweben die ,europer in den ersten ,monaten1 nachdem sie unter den glhenden ,himmel der ,tropen versetzt worden1 in sehr groer ,gefahr4 ,sie betrachten sich als acclimatisirt1 wenn sie die ,regenzeit auf den ,antillen1 in ,vera ,cruz oder ,carthagena berstanden haben4 ,diese ,meinung ist nicht unbegrndet1 obgleich es nicht an ,beispielen fehlt1 da ,leute1 die bei der ersten ,epidemie des gelben ,fiebers durchgekommen1 in einem der folgenden ,jahre ,opfer der ,seuche werden4 ,die ,fhigkeit1 sich zu acclimatisieren1 scheint im umgekehrten ,verhltni zu stehen mit dem ,unterschied zwischen der mittleren ,temperatur der heien ,zone und der des ,geburtslandes des ,reisenden oder ,colonisten1 der das ,klima wechselt1 weil die ,lufttemperatur den mchtigsten ,einflu auf die ,reizbarkeit und die ,vitalitt der ,organe uert4 ,ein ,preue1 ein ,pole1 ein ,schwede sind mehr gefhrdet1 wenn sie auf die ,inseln oder nach ,terra ,firma kommen1 als ein ,spanier1 ein ,italiener und selbst ein ,bewohner des sdlichen ,frankreichs4 ,fr die nordischen ,vlker betrgt der ,unterschied in der mittleren ,temperatur #ai-ba ,grad1 fr die sdlichen nur #i-aj4 ,wir waren so glcklich1 die ,zeit1 in der der ,europer nach der ,landung die grte ,gefahr luft1 im ausnehmend heien1 aber sehr trockenen ,klima von ,cumana zu verleben1 einer ,stadt1 die fr sehr gesund gilt4 ,htten wir unsern ,weg nach ,vera ,cruz fortgesetzt1 so htten wir leicht das ,loos mehrerer ,passagiere des ,paketboots 99,aleudia99 theilen knnen1 das mit dem 99,pizarro99 in die ,havana kam1 als eben das 99schwarze ,erbrechen99 auf ,cuba und an der ,ostkste von ,mexico schreckliche ,verheerungen anrichtete4 ,am #ae4 ,morgens1 ungefhr gegenber dem kleinen ,berge ,st4 ,joseph1 waren wir von einer ,menge schwimmenden ,tangs umgeben4 ,die ,stengel desselben hatten die sonderbaren1 wie ,blumenkelche und ,federbsche gestalteten ,anhnge1 wie sie ,don ,hypolite ,ruiz auf seiner ,rckkehr aus ,chili beobachtet und in einer besondern ,abhandlung als die ,geschlechtsorgane des ,fucus natans beschrieben hat4 ,ein glcklicher ,zufall setzte uns in den ,stand1 eine ,beobachtung zu berichtigen1 die sich nur ,einmal der ,naturforschung dargeboten hatte4 ,die ,bndel ,tang1 welche ,bonpland aufgefischt hatte1 waren durchaus identisch mit den ,exemplaren1 die wir der ,geflligkeit der gelehrten ,verfasser der peruanischen ,flora verdankten4 ,als wir beide unter dem ,mikroscop untersuchten1 fanden wir1 da diese angeblichen ,befruchtungswerkzeuge1 diese ,pistille und ,staubfden eine neue ,gattung ,pflanzenthiere aus der ,familie der ,ceratophyten seyen4 ,die ,kelche1 welche ,ruiz fr ,pistille hielt1 entspringen aus hornartigen1 abgeplatteten ,stielen1 die so fest mit der ,substand des ,fucus zusammenhngen1 da man sie gar wohl fr bloe ,rippen halten knnte2 aber mit einem sehr dnnen ,messer gelingt es1 sie abzulsen1 ohne das ,parenchym zu verletzen4 ,die nicht gegliederten ,stiele sind ,anfangs schwarzbraun1 werden aber1 wenn sie vertrocknen1 wei und zerreiblich4 ,in diesen ,zustand brausen sie mit ,suren auf1 wie die kalkigte ,substanz der ,sertularia1 deren ,spitzen mit den ,kelchen des von ,ruiz beobachteten ,fucus ,aehnlichkeit haben4 ,in der ,sdsee1 auf der ,ueberfahrt von ,guayaquil nach ,acapulco1 haben wir an der tropischen ,seetraube dieselben ,anhngsel gefunden1 und eine sehr sorgfltige ,untersuchung berzeugte uns1 da sich hier ein ,zoophyt an den ,tang heftet1 wie der ,epheu den ,baumstamm umschlingt4 ,die unter dem ,namen weiblicher ,blthen beschriebenen ,organe sind ber zwei ,linien lang1 und schon diese ,gre htte den ,gedanken an wahrhafte ,pistille nicht aufkommen lassen sollen4 ,die ,kste von ,paria zieht sich nach ,west fort und bildet eine nicht sehr hohe ,felsmauer mit abgerundeten ,gipfeln und wellenfrmigen ,umrissen4 ,es dauerte lange1 bis wir die hohe ,kste der ,insel ,margarita zu sehen bekamen1 wo wir einlaufen sollten1 um hinsichtlich der englischen ,kreuzer1 und ob es gefhrlich sey1 bei ,guayra anzulegen1 ,erkundigung einzuziehen4 ,sonnenhhen1 die wir unter sehr gnstigen ,umstngen genommen1 hatten uns gezeigt1 wie unrichtig damals selbst die gesuchtesten ,seekarten waren4 ,am #ae4 ,morgens1 wo wir uns nach dem ,chronometer unter #ff #a' #ae der ,lnge befanden1 waren wir noch nicht im ,meridian der ,insel ,st4 ,margarita1 whrend wir nach der verkleinerten ,karte des atlantischen ,oceans ber das westliche sehr hohe ,vorgebirge der ,insel1 das unter #ff #j' der ,lnge gesetzt ist1 bereits htten hinaus seyn sollen4 ,die ,ksten von ,terra ,firma wurden vor ,fidalgos1 ,nogueras und ,tiscars1 und ich darf wohl hinzufgen1 vor meinen astronomischen ,beobachtungen in ,cumana1 so unrichtig gezeichnet1 da fr die ,schifffahrt daraus htten ,gefahren erwachsen knnen1 wenn nicht das ,meer in diesen ,strichen bestndig ruhig wre4 ,ja die ,fehler in der ,breite waren noch grer als die in der ,lnge1 denn die ,kste von ,neuandalusien luft westwrts vom ,capo de tres ,puntas #ae-bj ,meilen weiter nach ,norden1 als auf den vor dem ,jahr #ahjj erschienenen ,karten angegeben ist4 ,gegen elf ,uhr ,morgens kam uns ein sehr niedriges ,eiland zu ,gesicht1 auf dem sich einige ,sanddnen erhoben4 ,durch das ,fernrohr lie sich keine ,spur von ,bewohnern oder von ,anbau entdecken4 ,hin und wieder standen cylindrische ,cactus wie ,kandelaber4 ,der fast pflanzenlose ,boden schien sich wellenfrmig zu bewegen infolge der starken ,brechung1 welche die ,sonnenstrahlen erleiden1 wenn sie durch ,luftschichten hindurchgehen1 die auf einer stark erhitzten ,flche aufliegen4 ,die ,luftspiegelung macht1 da in allen ,zonen ,wsten und sandiger ,strand sich wie bewegte ,see ausnehmen4 ,das flache ,land1 das wir vor uns hatten1 stimmte schlecht zu der ,vorstellung1 die wir uns von der ,insel ,margarita gemacht4 ,whrend man beschftigt war1 die ,angaben der ,karten zu vergleichen1 ohne sie in ,uebereinstimmung bringen zu knnen1 signalisirte man vom ,mast einige kleine ,fischerboote4 ,der ,capitn des ,pizarro rief sie durch einen ,kanonenschu herbei2 aber ein solches ,zeichen dient zu nichts in ,lndern1 wo der ,schwache1 wenn er dem ,starken begegnet1 glaubt sich nur auf ,vergewaltigungen gefat machen zu mssen4 ,die ,boote ergriffen die ,flucht nach ,westen zu1 und wir sahen uns hier in derselben ,verlegenheit1 wie bei unserer ,ankunft auf den ,canarien vor der kleinen ,insel ,graciosa4 ,niemand an ,bord war je in der ,gegend am ,land gewesen4 ,so ruhig die ,see war1 so schien doch die ,nhe eines kaum ein paar ,fu hohen ,eilandes ,vorsichtsmaregeln zu erheischen4 ,man steuerte nicht weiter dem ,lande zu1 und warf eilends den ,anker aus4 ,ksten1 aus der ,ferne gesehen1 verhalten sich wie ,wolken1 in denen jeder ,beobachter die ,gegenstnde erblickt1 die seine ,einbildungskraft beschftigen4 ,da unsere ,aufnahmen und die ,angabe des ,chronometers mit den ,karten1 die uns zur ,hand waren1 im ,widerspruch standen1 so verlor man sich in eitlen ,muthmaungen4 ,die einen hielten ,sandhaufen fr ,indianerhtten und deuteten auf den ,punkt1 wo nach ihnen das ,fort ,pampatar liegen mute2 andere sahen die ,ziegenheerden1 welche im drren ,thal von ,san ,juan so hufig sind2 sie zeigten die hohen ,berge von ,macanao1 die ihnen halb in ,wolken gehllt schienen4 ,der ,capitn beschlo einen ,steuermann ans ,land zu schicken2 man legte ,hand an1 um die ,schaluppe ins ,wasser zu lassen1 da das ,boot auf der ,rhede von ,santa ,cruz durch die ,brandung stark gelitten hatte4 ,da die ,kste ziemlich fern war1 konnte die ,rckfahrt zur ,corvette schwierig werden1 wenn der ,wind ,abends stark wurde4 ,als wir uns eben anschickten1 ans ,land zu gehen1 sah man zwei ,piroguen an der ,kste hinfahren4 ,man rief sie durch einen zweiten ,kanonenschu an1 und obgleich man die ,flagge von ,castilien aufgezogen hatte1 kamen sie doch nur zgernd herbei4 ,diese ,piroguen waren1 wie alle der ,eingeborenen1 aus ,einem ,baumstamm1 und in jeder befanden sich achtzehn ,indianer vom ,stamme der ,guayqueries ,guaykari1 nackt bis zum ,grtel und von hohem ,wuchs4 ,ihr ,krperbau zeugte von groer ,muskelkraft und ihre ,hautfarbe war ein ,mittelding zwischen braun und kupferroth4 ,von weitem1 wie sie unbeweglich dasaen und sich vom ,horizont abhoben1 konnte man sie fr ,bronzestatuen halten4 ,die war uns um so auffallender1 da es so wenig dem ,begriff entsprach1 den wir uns nach manchen ,reiseberichten von der eigenthmlichen ,krperbildung und der groen ,krperschwche der ,eingeborenen gemacht hatten4 ,wir machten in der ,folge die ,erfahrung1 und brauchten deshalb die ,grenzen der ,provinz ,cumana nicht zu berschreiten1 wie auffallend die ,guayqueries uerlich von den ,chaymas und den ,caraiben verschieden sind4 ,so nahe alle ,vlker ,amerikas miteinander verwandt scheinen1 da sie ja derselben ,race angehren1 so unterscheiden sich doch die ,stmme nicht selten bedeutend im ,krperwuchs1 in der mehr oder weniger dunkeln ,hautfarbe1 im ,blick1 aus dem den einen ,seelenruhe und ,sanftmuth1 bei andern ein unheimliches ,mittelding von ,trbsinn und ,wildheit spricht4 ,sobald die ,piroguen so nahe waren1 da man die ,indianer spanisch anrufen konnte1 verloren sie ihr ,mitrauen und fuhren geradezu an ,bord4 ,wir erfuhren von ihnen1 das niedrige ,eiland1 bei dem wir geankert1 sey die ,insel ,coche1 die immer unbewohnt gewesen und an der die spanischen ,schiffe1 die aus ,europa kommen1 gewhnlich weiter nrdlich zwischen derselben und der ,insel ,margarita durchgehen1 um im ,hafen von ,pampatar einen ,lootsen einzunehmen4 ,unbekannt in der ,gegend1 waren wir in den ,canal sdlich von ,coche gerathen1 und da die englischen ,kreuzer sich damals hufig in diesen ,strichen zeigten1 hatten uns die ,indianer fr ein feindliches ,fahrzeug angesehen4 ,die sdliche ,durchfahrt hat allerdings bedeutende ,vortheile fr ,schiffe1 die von ,cumana nach ,barcelona gehen2 sie hat weniger ,wassertiefe als die nrdliche1 weit schmalere ,durchfahrt1 aber man luft nicht ,gefahr aufzufahren1 wenn man sich nahe an den ,inseln ,lobos und ,moros del ,tunal hlt4 ,der ,canal zwischen ,coche und ,margarita wird durch die ,untiefen am nordwestlichen ,vorgebirge von ,coche und durch die ,bank an der ,punte de ,mangles eingeengt4 ,die ,guayqueries gehren zum ,stamm civilisirter ,indianer1 welche auf den ,ksten von ,margarita und in den ,vorstdten von ,cumana wohnen4 ,nach den ,caraiben des spanischen ,guyana sind sie der schnste ,menschenschlag in ,terra ,firma4 ,sie genieen verschiedener ,vorrechte1 da sie seit der ersten ,zeit der ,eroberung sich als treue ,freunde der ,castilianer bewhrt haben4 ,der ,knig von ,spanien nennt sie daher auch in seinen ,handschreiben seine lieben1 edlen und getreuen ,guayqueries4 ,die ,indianer1 auf die wir in den zwei ,piroguen gestoen1 hatten den ,hafen von ,cumana in der ,nacht verlassen4 ,sie wollten ,bauholz in den ,cedrowldern ,cedrela odorata ,linn holen1 die sich vom ,cap ,san ,jos bis ber die ,mndung des ,rio ,carupano hinaus erstrecken4 ,sie gaben uns frische ,cocosnsse und einige ,fische von der ,gattung ,choetodon1 deren ,farben wir nicht genug bewundern konnten4 ,welche ,schtze enthielten in unseren ,augen die ,khne der armen ,indianer6 ,ungeheure ,vijaobltter ,heliconia bihai4 bedeckten ,bananenbschel2 der ,schuppenpanzer eines ,tatou ,armadill1 ,dasypus1 ,cachicamo1 die ,frucht der ,crescentia cujete1 die den ,eingeborenen als ,trinkgefe dienen1 ,naturkrper1 die in den europischen ,cabinetten zu den gemeinsten gehren1 hatten ungemeinen ,reiz fr uns1 weil sie uns lebhaft daran mahnten1 da wir uns im heien ,erdgrtel befanden und das lngstersehnte ,ziel erreicht hatten4 ,der 99,patron99 einer der ,piroguen erbot sich1 an ,bord des ,pizarro zu bleiben1 um uns als ,lootse zu dienen4 ,der ,mann empfahl sich durch sein ganzes ,wesen2 er war ein scharfsinniger ,beobachter und hatte sich in lebhafter ,wibegier mit den ,meeresprodukten wie mit den einheimischen ,gewchsen abgegeben4 ,ein glcklicher ,zufall fgte es1 da der erste ,indianer1 dem wir bei unserer ,landung begegneten1 der ,mann war1 dessen ,bekanntschaft unseren ,reisezwecken uerst frderlich wurde4 ,mit ,vergngen schreibe ich in dieser ,erzhlung den ,namen ,carlos del ,pino nieder1 so hie der ,mann1 der uns sechzehn ,monate lang auf unseren ,zgen lngs der ,ksten und im inneren ,lande begleitet hat4 ,gegen ,abend lie der ,capitn der ,corvette den ,anker lichten4 ,bevor wir die ,untiefe oder den ,placer bei ,coche verlieen1 bestimmte ich die ,lnge des stlichen ,vorgebirges der ,insel und fand sie #ff #aa' #ec4 ,westwrts steuernd hatten wir bald die kleine ,insel ,cubagua vor uns1 die jetzt ganz de ist1 frher aber durch ,perlenfischerei berhmt war4 ,hier hatten die ,spanier unmittelbar nach ,columbus und ,ojedas ,reisen eine ,stadt unter dem ,namen ,neucadix gegrndet1 von der keine ,spur mehr vorhanden ist4 ,zu ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts waren die ,perlen von ,cubagua in ,sevilla und ,toledo1 wie auf den groen ,messen von ,augsburg und ,brgge bekannt4 ,da ,neucadix kein ,wasser hatte1 so mute man es an der benachbarten ,kste aus dem ,manzanaresflusse holen1 obgleich man es1 ich wei nicht warum1 beschuldigte1 da es ,augenentzndungen verursache4 ,die ,schriftsteller jener ,zeit sprechen alle vom ,reichthum der ersten ,ansiedler und vom ,luxus1 den sie getrieben2 jetzt erheben sich ,dnen von ,flugsand auf der unbewohnten ,kste und der ,name ,cubagua ist auf unseren ,karten kaum verzeichnet4 ,in diesem ,striche angelangt1 sahen wir die hohen ,berge von ,kap ,macanao im ,westen der ,insel ,margarita majesttisch am ,horizont aufsteigen4 ,nach den ,hhenwinkeln1 die wir in #ah ,meilen ,entfernung nahmen1 mgen diese ,gipfel #ejj-fjj ,toisen absolute ,hhe haben4 ,nach ,louis ,berthouds ,chronometer liegt ,cap ,macanao unter #ff #dg' #e ,lnge4 ,ich nahm die ,felsen am ,ende des ,vorgebirges auf1 nicht die sehr niedrige ,landzunge1 die nach ,west fortstreicht und sich in eine ,untiefe verliert4 ,die ,lnge1 die ich fr ,macanao gefunden1 und die1 welche ich oben fr die ,ostspitze der ,insel ,coche angegeben1 weichen von ,fidalgos ,beobachtungen nur um #d ,zeitsecunden ab4 ,der ,wind war sehr schwach2 der ,capitn hielt es fr rathsamer1 bis zu ,tagesanbruch zu laviren4 ,er scheute sich1 bei ,nacht in den ,hafen von ,cumana einzulaufen1 und ein unglcklicher ,zufall1 der vor kurzem eben hier vorgekommen war1 schien diese ,vorsicht zu gebieten4 ,ein ,paketboot hatte ,anker geworfen1 ohne die ,laternen auf dem ,hintertheil anzuznden2 man hielt es fr ein feindliches ,fahrzeug und die ,batterien von ,cumana gaben ,feuer darauf4 ,dem ,capitn des ,postschiffes wurde ein ,bein weggerissen und er starb wenige ,tage darauf in ,cumana4 ,wir brachten die ,nacht zum ,theil auf dem ,verdeck zu4 ,der indianische ,lootse unterhielt uns von den ,thieren und ,gewchsen seines ,landes4 ,wir hrten zu unserer groen ,freude1 wenige ,meilen von der ,kste sey ein gebirgiger1 von ,spaniern bewohnter ,landstrich1 wo empfindliche ,klte herrsche1 und auf den ,ebenen kommen zwei sehr verschiedene ,krokodile ,crocodilus acutus und ,c4 ,bava4 vor1 ferner ,boas1 elektrische ,aale ,gymnotus electricus1 ,temblador4 und mehrere ,tigerarten4 ,obgleich die ,worte 99,bava991 99,cachicamo99 und 99,temblador99 uns ganz unbekannt waren1 lie uns die naive ,beschreibung der ,gestalt und der ,sitten der ,thiere alsbald die ,arten erkennen1 welche die ,creolen so benennen4 ,wir dachten nicht daran1 da diese ,thiere ber ungeheure ,landstriche zerstreut sind1 und hofften1 sie gleich in den ,wldern bei ,cumana beobachten zu knnen4 ,nichts reizt die ,neugierde des ,naturkundigen mehr als der ,bericht von den ,wundern eines ,landes1 das er betreten soll4 ,am #af4 ,juli #agii1 bei ,tagesanbruch1 lag eine grne1 malerische ,kste vor uns4 ,die ,berge von ,neuandalusien begrenzten1 halb von ,wolken verschleiert1 nach ,sden den ,horizont4 ,die ,stadt ,cumana mit ihrem ,schlo erschien zwischen ,gruppen von ,cocosbumen4 ,um neun ,uhr morgens1 ein und vierzig ,tage nach unserer ,abfahrt von ,corunna1 gingen wir im ,hafen vor ,anker4 ,die ,kranken schleppten sich auf das ,verdeck um sich am ,anblick eines ,landes zu laben1 wo ihre ,leiden ein ,ende finden sollten4 ------------------ #ca ,da fortwhrend ein oberer ,luftstrom vom ,aequator zu den ,polen und ein unterer von den ,polen zum ,aequator geht1 die ist1 die ,arago dargethan hat1 schon von ,hooke erkannt worden4 ,seine ,ideen hierber entwickelte der berhmte englische ,physiker in einer ,rede vom ,jahr #afhf4 ,ich glaube1 fgt er hinzu1 da sich mehrere ,erscheinungen in der ,luft und auf dem ,meere1 namentlich die ,winde1 aus ,polarstrmen erklren lassen4 ,hadley fhrt diese interessante ,stelle nicht an2 andererseits nimmt ,hooke1 wo er auf die ,passatwinde selbst zu sprechen kommt1 ,galileis unrichtige ,theorie an1 nach der sich die ,erde und die ,luft mit verschiedener ,geschwindigkeit bewegen sollen4 #cb ,die spanischen ,seeleute nennen die sehr starken ,passatwinde in ,cartagena los brisotes de la ,santa ,martha und im ,meerbusen von ,mexico las brizas pardas4 ,bei letzteren ,winden ist der ,himmel grau und umwlkt4 #cc ,phnicische ,fahrzeuge scheinen in in #cj ,tagen ,schiffahrt und mit dem ,ostwind zum 99,grasmeer99 gekommen zu seyn1 das bei den ,spaniern und ,portugiesen ,mar de ,sargazo heit4 ,ich habe anderswo dargetan1 da diese ,stelle im ,buche des ,aristoteles ,de ,mirabilibus sich nicht wohl1 wie eine hnliche ,stelle im ,periplus des ,scylax1 auf die ,kste von ,afrika beziehen kann4 ,setzt man voraus1 da das ,gras bedeckte ,meer1 das die phnicischen ,schiffe in ihrem ,lauf aufhielt1 das ,mar de ,sargazo gar1 so braucht man nicht anzunehmen1 da die ,alten im ,atlantischen ,meer ber den #cj4 ,grad westlicher ,lnge vom ,meridian von ,paris hinausgekommen seyen4 #cd ,die ,karten von ,jefferys und ,van-,keulen geben vier ,inseln an1 die nichts als eingebildete ,gefahren sind3 die ,inseln ,garca und ,santa ,anna1 westlich von den ,azoren1 die grne ,insel 7unter #ad #eb' ,breite1 #bh #cj' ,lnge7 und die ,insel ,fonseco 7unter #ac #ae' ,breite1 #eg #aj' ,lnge74 ,wie kann man an die ,existenz von vier ,inseln in von ,tausenden von ,schiffen befahrenen ,strichen glauben1 da von so vielen kleinen ,riffen und ,untiefen1 die seit hundert ,jahren von leichtglubien ,schiffern angegeben worden sind1 sich kaum zwei oder drei bewahrheitet haben8 ,was die allgemeine ,frage betrifft1 mit welchen ,grade von ,wahrscheinlichkeit sich annehmen lt1 da zwischen ,europa und ,amerika eine auf eine ,meile sichtbare ,insel werde entdeckt werden1 so knnte man sie einer strengen ,rechnung unterwerfen1 wenn man die ,zahl der ,fahrzeuge kennte1 die seit dreihundert ,jahren jhrlich das atlantische ,meer befahren1 und wenn man dabei die ungleiche ,vertheilung der ,fahrzeuge in verschiedenen ,strichen berchsichtigte4 ,befnde sich der ,maalstrom1 nach ,van-,keulens ,angabe unter #af ,breite und #ci #cj' ,lnge1 so wren wir am #d4 ,juli darber weggefahren4 #ce ,rechts an des andern ,poles ,firmament ,boten sich dar vier ,sterne meinen ,blicken1 ,die nur dem ersten ,paar zu schaun vergnnt4 ,ihr ,schimmer schien den ,himmel zu entzcken3 ,o mitternchtger ,bogen1 so verwaist1 ,weil du an ihnen nie dich kannst erquicken6 7,nach ,kannegieers ,uebersetzung74 #cf ,im atlantischen ,meere ist ein ,strich1 wo das ,wasser immer milchigt erscheint1 obgleich die ,see dort sehr tief ist4 ,diese merkwrdige ,erscheinung zeigt sich unter der ,breite der ,insel ,dominica und etwa unter #eg der ,lnge4 ,sollte an diesem ,punkt1 noch stlicher als ,barbados1 ein versunkenes vulkanisches ,eiland unter dem ,meerespiegel liegen8 ,,viertes ,,kapitel ,erster ,auftenthalt in ,cumana4 -- ,die ,ufer des ,manzanares ,wir waren am #af4 ,juli mit ,tagesanbruch auf dem ,ankerplatz1 gegenber der ,mndung des ,rio ,manzanares1 angelangt1 konnten uns aber erst spt am ,morgen ausschiffen1 weil wir den ,besuch der ,hafenbeamten abwarten muten4 ,unsere ,blicke hingen an den ,gruppen von ,cocosbumen1 die das ,ufer sumten und deren ber sechzig ,fu #bj m hohe ,stmme die ,landschaft beherrschten4 ,die ,ebene war bedeckt mit ,bschen von ,cassien1 ,capparis und den baumartigen ,mimosen1 die gleich den ,pinien ,italiens ihre ,zweige schirmartig ausbreiten4 ,die gefiederten ,bltter der ,palmen hoben sich von einem ,himmelsblau ab1 das keine ,spur von ,dunst trbte4 ,die ,sonne stieg rasch zum ,zenith auf2 ein blendendes ,licht war in der ,luft verbreitet und lag auf den weilichen ,hgeln mit zerstreuten cylindrischen ,cactus und auf dem ewig ruhigen ,meere1 dessen ,ufer von ,alcatras ,ein brauner ,pelikan von der ,gre des ,schwans4 ,pelicanus fuscus1 ,linn41 ,reihern und ,flamingo bevlkert sind4 ,das glnzende ,tageslicht1 die ,kraft der ,pflanzenfarben1 die ,gestalten der ,gewchse1 das bunte ,gefieder der ,vgel1 alles trug den groartigen ,stempel der tropischen ,natur4 ,cumana1 die ,hauptstadt von ,neuandalusien1 liegt eine ,meile #d1e km vom ,landungsplatz oder der ,batterie de la ,bocca1 bei der wir ans ,land gestiegen1 nachdem wir ber die ,barre des ,manzanares gefahren4 ,wir hatten ber eine weite ,ebene ,el ,salado zu gehen1 die zwischen der ,vorstadt der ,guayqueries und der ,kste liegt4 ,die starke ,hitze wurde durch die ,strahlung des zum ,theil pflanzenlosen ,bodens noch gesteigert4 ,der hunderttheilige ,thermometer1 in den weien ,sand gesteckt1 zeigte #cg1g4 ,in kleinen ,salzwasserlachen stand er auf #cj1e1 whrend im ,hafen von ,cumana die ,temperatur des ,meeres an der ,oberflche meist #be1b bis #bf1c betrgt4 ,die erste ,pflanze1 die wir auf dem amerikanischen ,festland pflckten1 war die ,avicennia tomentosa 7,mangle prieto71 die hier kaum zwei ,fu hoch wird4 ,dieser ,strauch1 das ,sesuvium1 die gelbe ,gomphrena und die ,cactus bedecken den mit salzsaurem ,natron geschwngerten ,boden2 sie gehren zu den wenigen ,pflanzen1 die1 wie die europischen ,heiden1 gesellig leben1 und dergleichen in der heien ,zone nur am ,meeresufer und auf den hohen ,plateaus der ,anden vorkommen4 ,nicht weniger interessant ist die die cumanische ,avicennia durch eine andere ,eigenthmlichkeit3 diese ,pflanze gehrt dem ,gestade und der ,kste von ,malabar gemeinschaftlich an4 ,der indische ,lootse fhrte uns durch seinen ,garten1 der viel mehr einem ,gehlz als einem bebauten ,lande glich4 ,er zeigte uns als ,beweis der ,fruchtbarkeit des ,klimas einen ,ksebaum 7,bombax heptaphyllum71 dessen ,stamm im vierten ,jahre bereits gegen dritthalb ,fu #ge cm ,durchmesser hatte4 ,wir haben an ,ufern des ,orinoco und des ,magdalenenflusses die ,beobachtung gemacht1 da die ,bombax1 die ,carolineen1 die ,ochromen und andere ,bume aus der ,familie der ,malven ausnehmend rasch wachsen4 ,ich glaube aber doch1 da die ,angabe des ,indianers ber das ,alter des ,ksebaumes etwas bertrieben war2 denn in der gemigten ,zone1 auf dem feuchten und warmen ,boden ,nordamerikas zwischen dem ,mississippi und den ,aleghanis werden die ,bume in zehn ,jahren nicht ber einen ,fu #cb cm dick1 und das ,wachsthum ist dort im ,allgemeinen nur um ein ,fnftheil rascher als in ,europa1 selbst wenn man zum ,vergleich die ,platane1 den ,tulpenbaum und ,cupressus disticha whlt1 die zwischen neun und fnfzehn ,fu #c und #d1e m dick werden4 ,im ,garten des ,lootsen am ,gestade von ,cumana sahen wir auch zum erstenmal einen 99,guama997#cg7 voll ,blthen1 deren zahlreiche ,staubfden sich durch ihre ungemeine ,lnge und ihren ,silberglanz auszeichnen4 ,wir gingen durch die ,vorstadt der ,indianer1 deren ,straen geradlinigt und mit kleinen1 ganz neuen ,husern von sehr freundlichem ,ansehen besetzt sind4 ,dieser ,stadttheil war infolge des ,erdbebens1 das ,cumana anderthalb ,jahre vor unserer ,ankunft zerstrt hatte1 eben erst neu aufgebaut worden4 ,kaum waren wir auf einer hlzernen ,brcke ber den ,manzanares gegangen1 in dem hier ,bava oder ,krokodile von der kleinen ,art vorkommen1 begegneten uns berall die ,spuren dieser schrecklichen ,katastrophe2 neue ,gebude erhoben sich auf den ,trmmern der alten4 ,wir wurden vom ,capitn des ,pizarro zum ,statthalter der ,provinz1 ,don ,vicente ,emparan1 gefhrt1 um ihm die ,psse zu berreichen1 die das ,staatssecretariat uns ausgestellt4 ,er empfing uns mit der ,offenheit und edlen ,einfachheit1 die von jeher ,zge des baskischen ,volkscharakters waren4 ,ehe er zum ,statthalter von ,portobelo und ,cumana ernannt wurde1 hatte er sich als ,schiffscapitn in der kniglichen ,marine ausgezeichnet4 ,sein ,name erinnert an einen der merkwrdigsten und traurigsten ,vorflle in der ,geschichte der ,seekriege4 ,nach dem letzten ,bruch zwischen ,spanien und ,england schlugen sich zwei ,brder des ,statthalters ,emparan bei ,nacht vor dem ,hafen von ,cadix mit ihren ,schiffen1 weil jeder das andere ,schiff fr ein feindliches hielt4 ,der ,kampf war so furchtbar1 da beide ,schiffe fast zugleich sanken4 ,nur ein sehr kleiner ,theil der beiderseitigen ,mannschaft wurde gerettet1 und die beiden ,brder hatten das ,unglck1 einander kurz vor ihrem ,tode zu erkennen4 ,der ,statthalter von ,cumana uerte sich sehr zufrieden ber unseren ,entschlu1 uns eine ,zeitlang in ,neuandalusien aufzuhalten1 das zu jener ,zeit in ,europa kaum dem ,namen nach bekannt war1 und das in seinen ,gebirgen und an den ,ufern seiner zahlreichen ,strme der ,naturforschung das reichste ,feld der ,beobachtung bietet4 ,der ,statthalter zeigte uns mit einheimischen ,pflanzen gefrbte ,baumwolle und schne ,mbeln ganz aus einheimischen ,hlzern2 er interessirte sich lebhaft fr alle physischen ,wissenschaften und fragte uns zu unserer groen ,verwunderung1 ob wir nicht glaubten1 da die ,luft unter dem schnen tropischen ,himmel weniger ,stickstoff 7azotico7 enthalte als in ,spanien1 oder ob1 wenn das ,eisen hierzulande rascher oxydire1 dies allein von der greren ,feuchtigkeit herrhre1 die der ,haarhygrometer anzeige4 ,dem ,reisenden kann der ,name des ,vaterlandes1 wenn er ihn auf einer fernen ,kste aussprechen hrt1 nicht lieblicher in den ,ohren klingen1 als uns hier die ,worte ,stickstoff1 ,eisenoxyd1 ,hygrometer4 ,wir wuten1 da wir1 trotz der ,befehle des ,hofs und der ,empfehlung eines mchtigen ,ministers1 bei unserem ,aufenthalt in den spanischen ,colonien mit zahllosen ,unannehmlichkeiten zu kmpfen haben wrden1 wenn es uns nicht gelang1 bei den ,regenten dieser ungeheuren ,landstrecken besondere ,theilnahme fr uns zu wecken4 ,emparan war ein zu warmer ,freund der ,wissenschaft1 um es seltsam zu finden1 da wir so weit hergekommen1 um ,pflanzen zu sammeln und die ,lage gewisser ,oertlichkeiten astronomisch zu bestimmen4 ,er argwhnte keine andern ,beweggrnde unserer ,reise als die in unseren ,pssen angegebenen1 und die ffentlichen ,beweise von ,achtung1 die er uns whrend unseren langen ,aufenthaltes in seinem ,regierungsbezirke gegeben1 haben ,groes dazu beigetragen1 uns berall in ,sdamerika eine freundliche ,aufnahme zu verschaffen4 ,am ,abend lieen wir unsere ,instrumente ausschiffen und fanden zu unserer ,befriedigung keines beschdigt4 ,wir mietheten ein gerumiges1 fr die astronomischen ,beobachtungen gnstig gelegenes ,haus4 ,man geno darin1 wenn der ,sdwind wehte1 einer angenehmen ,khle2 die ,fenster waren ohne ,scheiben1 nicht einmal mit ,papier bezogen1 das in ,cumana meist statt des ,glases dient4 ,smmtliche ,passagiere des ,pizarro verlieen das ,schiff1 aber die vom bsartigen ,fieber ,befallenen genasen sehr langsam4 ,wir sahen welche1 die nach einem ,monat1 trotz der guten ,pflege1 die ihnen von ihren ,landsleuten geworden1 noch erschrecklich bla und mager waren4 ,in den ,spanischen ,colonien ist die ,gastfreundschaft so gro1 da ein ,europer1 kme er auch ohne ,empfehlung und ohne ,geldmittel an1 so ziemlich sicher auf ,untersttzung rechnen kann1 wenn er krank in irgend einem ,hafen ans ,land geht4 ,die ,catalonier1 ,galizier und ,biscayer stehen im strksten ,verkehr mit ,amerika4 ,sie bilden dort gleichsam drei gesonderte ,corporationen1 die auf die ,sitten1 den ,gewerbsflei und den ,handel der ,colonien bedeutenden ,einflu haben4 ,der rmste ,einwohner von ,siges oder ,vigo ist sicher1 im ,hause eines catalonischen oder galizischen 99,pulpero99 7,krmer7 ,aufnahme zu finden1 ob er nun nach ,chile oder nach ,mexiko oder auf die ,philippinen kommt4 ,ich habe die rhrendsten ,beispiele gesehen1 wie fr unbekannte ,menschen ganze ,jahre lang unverdrossen gesorgt wird4 ,man kann hren1 ,gastfreundschaft sey leicht zu ben in einem herrlichen ,klima1 wo es ,nahrungsmittel im ,ueberflu gibt1 wo die einheimischen ,gewchse wirksame ,heilmittel liefern1 und der ,kranke in seiner ,hngematte unter einem ,schuppen das nthige ,obdach findet4 ,soll man aber die ,ueberlast1 welche die ,ankunft eines ,fremden1 dessen ,gemthsart man nicht kennt1 einer ,familie verursacht1 fr nichts rechnen8 und die ,beweise gefhlvoller ,theilnahme1 die aufopfernde ,sorgfalt der ,frauen1 die ,geduld1 die whrend einer langen1 schweren ,wiedergenesung nimmer ermdet1 soll man von dem allen absehen8 ,man will die ,beobachtung gemacht haben1 da1 vielleicht mit ,ausnahme einiger sehr volkreichen ,stdte1 seit den ersten ,niederlassungen spanischer ,ansiedler in der neuen ,welt die ,gastfreundschaft nicht merkbar abgenommen habe4 ,der ,gedanke thut wehe1 da die allerdings anders werden mu1 wenn einmal ,bevlkerung und ,industrie in den ,colonien rascher zunehmen1 und wenn sich auf der ,stufe gesellschaftlicher ,eintwicklung1 die man als vorgeschrittene ,kultur zu bezeichnen pflegt1 die alte castilianische ,offenheit allmhlich verliert4 ,unter den ,kranken1 die in ,cumana an ,land kamen1 befand sich ein ,neger1 der einige ,tage nach unserer ,ankunft in ,raserei verfiel2 er starb in diesem klglichen ,zustand1 obgleich sein ,herr1 ein siebzigjhriger ,mann1 der ,europa verlassen hatte1 um in ,san ,blas1 am ,eingang des ,golfs von ,californien1 eine neue ,heimath zu suchen1 ihm alle erdenkliche ,pflege hatte zu ,theil werden lassen4 ,ich erwhne dieses ,falls1 um zu zeigen1 da zuweilen ,menschen1 die im heien ,erdstrich geboren sind1 aber in einem gemigten ,klima gelebt haben1 den verderblichen ,einflssen der tropischen ,hitze erliegen4 ,der ,neger war ein junger ,mensch von achtzehn ,jahren1 sehr krftig und auf der ,kste von ,guinea geboren4 ,durch mehrjhrigen ,aufenthalt auf der ,hochebene von ,castilien hatte aber seine ,constitution den ,grad von ,reizbarkeit erhalten1 der die ,miasmen der heien ,zone fr die ,bewohner nrdlicher ,lnger so gefhrlich macht4 ,der ,boden1 auf dem die ,stadt ,cumana liegt1 gehrt einer geologisch sehr interessanten ,bildung an4 ,da mir aber seit meiner ,rckkehr nach ,europa einige ,reisende mit der ,beschreibung von ,kstenstrichen1 die sie nach mir besucht1 zuvorgekommen sind1 so beschrnke ich mich hier auf ,bemerkungen1 die auerhalb des ,kreises ihrer ,beobachtungen fallen4 ,die ,kette der ,kalkalpen des ,brigantin und ,tataraqual streicht von ,ost nach ,west vom ,gipfel 99,imposible99 bis zum ,hafen von ,mochima und nach ,campanario4 ,in einer sehr fernen ,zeit scheint das ,meer diesen ,gebirgsdamm von der ,felsen kste von ,araya und ,maniquarez getrennt zu haben4 ,der weite ,golf von ,cariaco ist durch einen ,einbruch des ,meeres entstanden1 und ohne ,zweifel stand damals an der ,sdkste das ganze mit salzsaurem ,natron getrnkte ,land1 durch das der ,manzanares luft1 unter ,wasser4 ,ein ,blick auf den ,stadtplan von ,cumana lt diese ,thatsache so unzweifelhaft erscheinen1 als da die ,becken von ,paris1 ,oxford und ,wien einst ,meerboden gewesen4 ,das ,meer zog sich langsam zurck und legte das weite ,gestade trocken1 auf dem sich eine ,hgelgruppe erhebt1 die aus ,gips und ,kalkstein von der neuesten ,bildung besteht4 ,die ,stadt ,cumana lehnt sich an diese ,hgel1 die einst ein ,eiland im ,golf von ,cariaco waren4 ,das ,stck der ,ebene norwrts von der ,stadt heit der kleine ,strand 7,plaga chica72 sie dehnt sich gegen ,ost bis zur ,punta ,delgada aus1 und hier bezeichnet ein enges mit ,gomphrena flava bedecktes ,thal den ,punkt1 wo einst der ,durchbruch der ,gewsser stattfand4 ,dieses ,tal1 dessen ,eingang durch kein ,auenwerk vertheidigt wird1 erscheint als der ,punkt1 von wo der ,platz einem ,angriff am meisten ausgesetzt ist4 ,der ,feind kann in voller ,sicherheit zwischen der 99,punta ,arenas del ,barigon99 und der ,mndung des ,manzanares durchgehen1 wo die ,see #dj-ej #gc-ia m und weiter nach ,sdost sogar #hg ,faden #aei m tief ist4 ,er kann an der 99,punta ,delgada99 landen und das ,fort ,st4 ,antonio und die ,stadt ,cumana im ,rcken angreifen1 ohne da er vom ,feuer der westlichen ,batterien auf der ,playa ,chica an der ,mndung des ,stroms und beim 99,cerro ,colorado99 etwas zu frchten htte4 ,der ,hgel aus ,kalkstein1 den wir1 wie oben bemerkt1 als eine ,insel im ehemaligen ,golf betrachten1 ist mit ,fackeldisteln bedeckt4 ,manche davon sind #cj-dj ,fu #aj-ac m hoch und ihr mit ,flechten bedeckter1 in mehrere ,aeste kronleuchterartig getheilter ,stamm nimmt sich hchst seltsam aus4 ,bei ,maniquarez an der ,punta ,araya maen wir einen ,cactus1 dessen ,stamm ber vier ,fu neun ,zoll #a1ed m ,umfang hatte4 ,ein ,europer1 der nur die ,fackeldisteln unserer ,gewchshuser kennt1 wundert sich1 wenn er sieht1 da das ,holz dieses ,gewchses mit dem ,alter sehr hart wird1 da es ,jahrhunderte lang der ,luft und ,feuchtigkeit widersteht1 und da es die ,indianer von ,cumana vorzugsweise zu ,rudern und ,trschwellen verwenden4 ,nirgends in ,sdamerika kommen die ,gewchse aus der ,familie der ,nopaleen hufiger vor als in ,cumana1 ,coro1 ,curaao und auf der ,insel ,margarita4 ,nur dort knnte der ,botaniker nach langem ,aufenthalt eine ,monographie der ,cactus schreiben1 die nicht in ,hinsicht auf ,blthen und ,frchte1 aber nach der ,form des gegliederten ,stamms1 nach der ,zahl der ,grten und der ,stellung der ,stacheln ausnehmend viele ,varietten bilden4 ,wir werden in der ,folge sehen1 wie diese ,gewchse1 die fr ein heies1 trockenes ,klima1 wie das ,egyptens und ,californiens1 charakteristisch sind1 immer mehr verschwinden1 wenn man von ,terra ,firma ins ,innere des ,landes kommt4 ,die ,cactusgebsche spielen auf drrem ,boden in ,sdamerika dieselbe ,rolle wie in unseren nrdlichen ,lndern die mit ,binsen und ,hydrocharideen bewachsenen ,brche4 ,ein ,ort1 wo stachlichte ,cactus von hohem ,wuchs in ,reihen stehen1 gilt fast fr undurchdringlich4 ,solche ,stellen1 99,tunales99 genannt1 halten nicht allein den ,eingeborenen auf1 der bis zum ,grtel nackt ist1 sie sind ebensosehr von den ,stmmen gefrchtet1 die ganz bekleidet gehen4 ,auf unsern einsamen ,spaziergngen versuchten wir es manchmal in den 99,tunal99 einzudringen1 der die ,spitze des ,schloberges krnt und durch den zum ,theil ein ,fuweg fhrt4 ,hier liee sich der ,bau dieses sonderbaren ,gewchses an ,tausenden von ,exemplaren beobachten4 ,zuweilen wurden wir von der ,nacht berrascht1 denn in diesem ,klima gibt es fast keine ,dmmerung4 ,unsere ,lage war dann desto bedenklicher1 da der 99,cascabel99 oder die ,klapperschlange1 der 99,coral99 und andere ,schlangen mit ,giftzhnen zur ,legezeit solche heien trockenen ,orte aufsuchen1 um ihre ,eier in den ,sand zu legen4 ,das ,schlo ,st4 ,antonio liegt auf der westlichen ,spitze des ,hgels1 aber nicht auf dem hchsten ,punkt2 es wird gegen ,osten von einer nicht befestigten ,hhe beherrscht4 ,der 99,tunal99 gilt hier und berall in den spanischen ,niederlassungen fr ein nicht unwichtiges militrisches ,vertheidigungsmittel4 ,wo man ,erdwerke anlegt1 suchen die ,ingenieurs recht viele stachlichte ,fackeldisteln darauf anzubringen und ihr ,wachsthum zu befrdern1 wie man auch die ,krokodile in den ,wassergrben der festen ,pltze hegt4 ,in einem ,klima1 wo die organische ,natur eine so gewaltige ,triebkraft hat1 zieht der ,mensch fleischfressende ,reptilien und mit furchtbaren ,stacheln bewehrte ,gewchse zu seiner ,vertheidigung herbei4 ,das ,schlo ,st4 ,antonio1 wo man an ,festtagen die ,flagge von ,castilien aufzieht1 liegt nur #cj ,toisen #eh1e m ber dem ,wasserspiegel des ,meerbusens von ,cariaco4 ,auf seinem kahlen ,kalkhgel beherrscht es die ,stadt und liegt1 wenn man in den ,hafen einfhrt1 hchst malerisch da4 ,es hebt sich hell von der dunkeln ,wand der ,gebirge ab1 deren ,gipfel bis zur ,schneeregion aufsteigen und deren duftiges ,blau mit dem ,himmelsblau verschmilzt4 ,geht man vom ,fort ,st4 ,antonio gegen ,sdwest herab1 so kommt man am ,abhang desselben ,felsen zu den ,trmmern des alten ,schlosses ,santa ,maria4 ,dies ist ein herrlicher ,punkt1 um gegen ,sonnenuntergang des khlen ,seewindes und der ,aussicht auf den ,meerbusen zu genieen4 ,die hohen ,berggipfel der ,insel ,margarita erscheinen ber der ,felsenkste der ,landenge von ,araya2 gegen ,westen mahnen die kleinen ,inseln ,caracas1 ,picuito und ,boracha an die ,katastrophe1 durch welche die ,kste von ,terra ,firma zerrissen worden ist4 ,diese ,eilande gleichen ,festungswerken1 und da die ,sonne die untern ,luftschichten1 die ,see und das ,erdreich ungleich erwrmt1 so erscheinen ihre ,spitzen infolge der ,luftspiegelung hinaufgezogen1 wie die ,enden der groen ,vorgebirge der ,kste4 ,mit ,vergngen verfolgt man bei ,tage diese wechseln den ,erscheinungen2 bei ,einbruch der ,nacht sieht man dann1 wie die in der ,luft schwebenden ,gesteinmassen sich wieder auf ihre ,grundlage niedersenken1 und das ,gestirn1 das der organischen ,natur ,leben verleiht1 scheint durch die vernderliche ,beugung seiner ,strahlen den starren ,fels vom ,fleck zu rcken und drre ,sandebenen wellenfrmig zu bewegen4 ,die eigentliche ,stadt ,cumana liegt zwischen dem ,schlosse ,st4 ,antonio und den kleinen ,flssen ,manzanares und ,santa ,catalina4 ,das durch die ,arme des ersteren ,flusses gebildete ,delta ist ein fruchtbares ,land1 bewachsen mit ,mammea1 ,achra1 ,bananen und anderen ,gewchsen1 die in den ,grten oder 99,charas99 der ,indianer gebaut werden4 ,die ,stadt hat kein ausgezeichnetes ,gebude aufzuweisen1 und bei der ,hufigkeit von ,erdbeben wird sie schwerlich je welche haben4 ,starke ,erdste kommen zwar im selben ,jahre in ,cumana nicht so hufig vor als in ,quito1 wo durch prchtige1 sehr hohe ,kirchen stehen2 aber die ,erdbeben in ,quito sind nur scheinbar so heftig1 und in ,folge der eigenthmlichen ,beschaffenheit des ,bodens und der ,art der ,bewegung strzt kein ,gebude ein4 ,in ,cumana1 wie in ,lima und mehreren anderen ,stdten1 die weit von den ,schlnden thtiger ,vulkane liegen1 wird die ,reihe schwacher ,erdste nach ,ablauf vieler ,jahre leicht durch grere ,katastrophen unterbrochen1 die in ihren ,wirkungen dener einer springenden ,mine hnlich sind4 ,wir werden fters ,gelegenheit haben1 auf diese ,erscheinungen zurckzukommen1 zu deren ,erklrung so viele eitle ,theorien ersonnen worden sind1 und fr die man eine ,classification gefunden zu haben glaubte1 wenn man senkrechte und wagrechte ,bewegungen1 stoende und wellenfrmige ,bewegungen annahm47#ch7 ,die ,vorstdte von ,cumana sind fast so stark bevlkert wie die alte ,stadt4 ,es sind ihrer drei3 ,die der 99,serritos99 auf dem ,wege nach der ,plaga chica1 wo einige schne ,tamarindenbume stehen1 die sdstlich gelegene1 ,san ,francisco genannt1 und die groe ,vorstadt der ,guayqueries4 ,der ,name dieses ,indianerstammes war vor der ,eroberung ganz unbekannt4 ,die ,eingeborenen1 die denselben jetzt fhren1 gehrten frher zu der ,nation der ,guaraunos1 die nur noch auf dem ,sumpfboden zwischen den ,armen des ,orinoco lebt4 ,alte ,mnner versicherten mich1 die ,sprache ihrer ,vorfahren sey eine ,mundart des ,guaraunosprache gewesen1 aber seit hundert ,jahren gebe es in ,cumana und auf ,margarita keinen ,eingeborenen vom ,stamme mehr1 der etwas anderes spreche als castilianisch4 ,das ,wort 99,guayqueries99 verdankt1 gerade wie die ,worte 99,peru99 und 99,peruaner991 seinen ,ursprung einem bloen ,miverstndnisse4 ,als die ,begleiter des ,columbus an der ,insel ,margarita hinfuhren1 auf deren ,nordkste noch jetzt der am hchsten stehende ,theil dieser ,nation wohnt1 stieen sie auf einige ,eingeborene1 die ,fische harpunirten1 indem sie einen mit einer sehr feinen ,spitze versehenen1 an einen ,strick gebundenen ,stock gegen sie schleuderten4 ,sie fragten sie in haytischer ,sprache1 wie sie hieen3 die ,indianer aber meinten1 die ,fremden erkundigten sich nach den ,harpunen aus dem harten1 schweren ,holz der ,macanapalme und antworteten3 99,guaike991 99,guaike991 das heit3 spitziger ,stock4 ,die ,guayqueries1 ein gewandtes1 civilisirtes ,fischervolk1 unterscheiden sich jetzt auffallend von den wilden ,guaraunos am ,orinoco1 die ihre ,htten an den ,stmmen der ,morichepalme aufhngen4 ,die ,bevlkerung von ,cumana ist in der neuesten ,zeit viel zu hoch angegeben worden4 ,im ,jahre #ahjj schtzten sie ,ansiedler1 die in nationalkonomischen ,untersuchungen wenig ,bescheid wissen1 auf #bj1jjj ,seelen1 wogegen knigliche bei der ,landesregierung angestellte ,beamte meinten1 die ,stadt samt den ,vorstdten habe nicht #ab1jjj4 ,depons gibt in seinem schtzbaren ,werk ber die ,provinz ,caracas der ,stadt im ,jahre #ahjb gegen #bh1jjj ,einwohner2 andere geben im ,jahr #ahaj #cj1jjj an4 ,wenn man bedenkt1 wie langsam die ,bevlkerung in ,terra ,firma zunimmt1 und zwar nicht auf dem ,land1 sondern in den ,stdten1 so lt sich bezweifeln1 da ,cumana bereits um ein ,drittheil volkreicher seyn sollte als ,vera ,cruz1 der vornehmste ,hafen des ,knigreichs ,neuspanien4 ,es lt sich auch leicht darthun1 da im ,jahr #ahjb die ,bevlkerung kaum ber #ah1jjj bis #ai1jjj ,seelen betrug4 ,es waren mir verschiedene ,notizen ber die statistischen ,verhltnisse des ,landes zu ,hand1 welche die ,regierung hatte zusammenstellen lassen1 als die ,frage verhandelt wurde1 ob die ,einknfte aus der ,tabakspacht durch eine ,personalsteuer ersetzt werden knnten1 und ich darf mir schmeicheln1 da meine ,schtzung auf ziemlich sichern ,grundlagen ruht4 ,eine im ,jahr #agib vorgenommene ,zhlung ergab fr die ,stadt ,cumana1 ihre ,vorstdte und die einzelnen ,huser auf eine ,meile in der ,runde nur #aj1gdj ,einwohner4 ,ein ,schatzbeamter1 ,don ,manuel ,navarete1 versichert1 da man sich bei dieser ,zhlung hchstens um ein ,drittheil oder ein ,viertheil geirrt haben knne4 ,vergleicht man die jhrlichen ,taufregister1 so macht sich von #agib bis #ahjj nur eine geringe ,zunahme bemerklich4 ,die ,weiber sind allerdings sehr fruchtbar1 besonders die eingeborenen1 aber wenn auch die ,pocken im ,lande noch unbekannt sind1 so ist doch die ,sterblichkeit unter den kleinen ,kindern furchtbar gro1 weil sie in vlliger ,verwahrlosung aufwachsen und die ble ,gewohnheit haben1 unreife1 unverdauliche ,frchte zu genieen4 ,die ,zahl der ,geburten betrgt im ,durchschnitt #ebj bis #fjj1 was auf eine ,bevlkerung von hchstens #af1hjj ,seelen schlieen lt4 ,man kann versichert seyn1 da smmtliche ,indianerkinder getauft und in das ,taufregister der ,pfarre eingetragen sind1 und nimmt man an1 die ,bevlkerung sey im ,jahr #ahjj #bf1jjj ,seelen stark gewesen1 so kme auf dreiundvierzig ,kpfe nur ,eine ,geburt1 whrend sich die ,geburten zur ,gesammtbevlkerung in ,frankreich wie #bh zu #ajj und in den tropischen ,strichen von ,mexico wie #ag zu #ajj verhalten4 ,vermuthlich wird sich die indianische ,vorstadt allmhlich bis zum ,landungsplatz ausdehnen1 da die ,flche1 auf der noch keine ,huser oder ,htten stehen1 hchstens #cdj ,toisen lang ist4 ,dem ,strande zu ist die ,hitze etwas weniger drckend als in der ,altstadt1 wo wegen des ,zurckprallens der ,sonnenstrahlen vom ,kalkboden und der ,nhe des ,berges ,st4 ,antonio die ,temperatur der ,luft ungemein hoch steigt4 ,in der ,vorstadt der ,guayqueries haben die ,seewinde freien ,zutritt1 der ,boden ist ,thon und damit1 wie man glaubt1 den heftigen ,sten der ,erdbeben weniger ausgesetzt1 als die ,huser1 die sich an die ,felsen und ,hgel am rechten ,ufer des ,manzanares lehnen4 ,bei der ,mndung des kleinen ,flusses ,santa ,catalina ist der ,saum des ,ufers mit sogenannten ,wurzeltrgern ,rhizophora ,mangle4 besetzt2 aber diese 99,manglares99 sind nicht gro genug1 um der ,salubritt der ,luft in ,cumana ,eintrag zu thun4 ,im brigen ist die ,ebene theils kahl1 theils bedeckt mit ,bschen von ,sesubium portulacastrum1 ,gomphrena flava1 ,gomphrena myrtifolia1 ,talinum cuspidatum1 ,talinum cumanense und ,portulaca lanuginosa4 ,unter diesen krautartigen ,gewchsen erheben sich da und dort die ,avicennia tomentosa1 die ,scoparia dulcus1 eine strauchartige ,mimose mit sehr reizbaren ,blttern1 besonders aber ,cassien1 deren in ,sdamerika so viele vorkommen1 da wir auf unsern ,reisen mehr als dreiig neue ,arten zusammengebracht haben4 ,geht man zur indischen ,vorstadt hinaus und am ,flu gegen ,sd hinauf1 so kommt man zuerst an ein ,cactusgebsch und dann an einen wunderschnen ,platz1 den ,tamarindenbume1 ,brasilienholzbume1 ,bombax und andere durch ihr ,laub und ihre ,blthen ausgezeichnete ,gewchse beschatten4 ,der ,boden bietet hier gute ,weide1 und ,melkereien1 aus ,rohr erbaut1 liegen zerstreut zwischen den ,baumgruppen4 ,die ,milch bleibt frisch1 wenn man nicht in der ,frucht des ,flaschenkrbisbaums1 die ein ,gewebe aus sehr dichten ,holzfasern ist1 sondern in porsen ,thongefen von ,maniquarez aufbewahrt4 ,in ,folge eines in nrdlichen ,lndern herrschenden ,vorurtheils habe ich geglaubt1 in der heien ,zone geben die ,khe keine sehr fette ,milch2 aber der ,aufenthalt in ,cumana1 besonders aber die ,reise ber die weiten mit ,grsern und krautartigen ,mimosen bewachsenen ,ebenen von ,calabozo haben mich belehrt1 da sich die ,wiederkuer ,europas vollkommen an das heieste ,klima gewhnen1 wenn sie nur ,wasser und gutes ,futter finden4 ,die ,milchwirthschaft ist in den ,provinzen ,neuandalusien1 ,barcelona und ,venezuela ausgezeichnet1 und hufig ist die ,butter auf den ,ebenen der heien ,zone besser als auf dem ,rcken der ,anden1 wo fr die ,alppflanzen die ,temperatur in keiner ,jahreszeit hoch genug ist und sie daher weniger aromatisch sind als auf den ,pyrenen1 auf den ,bergen ,estremaduras und ,griechenlands4 ,den ,einwohnern ,cumanas ist die ,khlung durch den ,seewind lieber als der ,blick ins ,grne1 und so kennen sie fast keinen andern ,spaziergang als den groen ,strand4 ,die ,castilianer1 denen man nachsagt1 sie seyen im allgemeinen keine ,freunde von ,bumen und ,vogelgesang1 haben ihre ,sitten und ihre ,vorurtheile in die ,colonien mitgenommen4 ,in ,terra ,firma1 ,mexico und ,peru sieht man selten einen ,eingeborenen einen ,baum pflanzen allein in der ,absicht1 sich ,schatten zu schaffen1 und mit ,ausnahme der ,umgegend der groen ,hauptstdte wei man in diesen ,lndern so gut wie nichts von ,alleen4 ,die drre ,ebene von ,cumana zeigt nach starken ,regengssen eine merkwrdige ,erscheinung4 ,der durchnte1 von den ,sonnenstrahlen erhitzte ,boden verbreitet jenen ,bisamgeruch1 der in der heien ,zone ,thieren der verschiedensten ,klassen gemein ist1 dem ,jaguar1 den kleinen ,arten von ,tigerkatzen1 dem ,cabia ,cavia capybara1 ,linn1 ,galinazogeier ,vultur aura1 ,linn1 dem ,krokodil1 den ,vipern und ,klapperschlangen4 ,die ,gase1 die das ,vehikel dieses ,aromas sind1 scheinen sich nur in dem ,maae zu entwickeln1 als der ,boden1 der die ,reste zahlloser ,reptilien1 ,wrmer und ,insekten enthlt1 sich mit ,wasser schwngert4 ,ich habe indianische ,kinder vom ,stamme der ,chaymas achtzehn ,zoll lange und sieben ,linien breite #dj cm lange und #ae mm breite ,scolopender oder ,tausendfe aus dem ,boden ziehen und verzehren sehen4 ,wo man den ,boden aufgrbt1 mu man staunen ber die ,massen organischer ,stoffe1 die wechselnd sich entwickeln1 sich umwandeln oder zersetzen4 ,die ,natur scheint in diesen ,himmelsstrichen kraftvoller1 fruchtbarer1 man mchte sagen mit dem ,leben verschwenderischer4 ,am ,strande und bei den ,melkereien1 von denen eben die ,rede war1 hat man1 besonders bei ,sonnenaufgang1 eine sehr schne ,aussicht auf die ,gruppe hoher ,kalkberge4 ,da diese ,gruppe im ,hause1 wo wir wohnten1 nur unter einem ,winkel von drei ,grad erscheint1 diente sie mir lange dazu1 die ,vernderungen in der irdischen ,refraction mit den meteorologischen ,vernderungen in der irdischen ,refraction zu vergleichen4 ,die ,gewitter bilden sich mitten in dieser ,cordillere1 und man sieht von weitem1 wie die dicken ,wolken sich in starken ,regen auflsen1 whrend in ,cumana sechs bis acht ,monate lang kein ,tropfen fllt4 ,der hchste ,gipfel der ,bergkette1 der sogenannte ,brigantin1 nimmt sich hinter dem ,brito und dem ,tetaraqual hchst malerisch aus4 ,sein ,name rhrt her von der ,gestalt eines sehr tiefen ,thals an seinem nrdlichen ,abhang1 das dem ,inneren eines ,schiffes gleicht4 ,der ,gipfel des ,bergs ist fast ganz kahl und abgeplattet1 wie der ,gipfel des ,mawna-,roa auf den ,sandwichinseln2 es ist eine senkrechte ,wand1 oder1 um mich des bezeichnenderen ,ausdruckes der spanischen ,schiffer zu bedienen1 ein ,tisch1 eine mesa4 ,diese eigenthmliche ,bildung und die symmetrische ,lage einiger ,kegel1 die den ,brigantin umgeben1 brachten mich anfnglich auf die ,vermuthung1 da diese ,berggruppe1 die ganz aus ,kalkstein besteht1 ,glieder der ,basalt- oder ,trappformation enthalten mchte4 ,der ,statthalter von ,cumana hatte im ,jahr #agig muthige ,mnner ausgeschickt1 die das vllig unbewohnte ,land untersuchen und einen geraden ,weg nach ,neu-,barcelona ber den ,gipfel der 99,mesa99 erffnen sollten4 ,man vermuthete mit ,recht1 dieser ,weg werde krzer und fr die ,gesundheit der ,reisenden nicht so gefhrlich seyn als der lngs der ,kste1 den die ,couriere von ,caracas einschlagen2 aber alle ,bemhungen1 ber die ,bergkette zu kommen waren fruchtlos4 ,in diesen ,lndern ,amerikas1 wie in ,neuholland7#ci7 im ,westen von ,sidney1 bietet nicht sowohl die ,hhe der ,cordilleren als die ,gestaltung des ,gesteins schwer zu besiegende ,hindernisse4 ,durch das von den ,gebirgen im ,innern und dem sdlichen ,abhang des 99,cerro de ,san ,antonio99 gebildete ,lngenthal fliet der ,manzanares4 ,in der ganzen ,umgegend von ,cumana ist die der einzige ganz bewaldete ,landstrich2 er heit die 99,ebene der ,charas991 99,chacra991 verdorben 99,chara991 heit eine von einem ,garten umgebene ,htte4 wegen der vielen ,pflanzungen1 welche die ,einwohner seit einigen ,jahren den ,flu entlang versucht haben4 ,ein schmaler ,pfad fhrt vom ,hgel von ,san ,francisco durch den ,forst zum ,kapuzinerhospiz1 einem hchst angenehmen ,landhaus1 das die aragonesischen ,mnche fr alte entkrftete ,missionre1 die ihres ,amtes nicht mehr walten knnen1 gebaut haben4 ,gegen ,ost werden die ,waldbume immer krftiger und man sieht hier und da einen ,affen ,der gemeine 99,machi99 oder ,heulaffe41 die sonst in der ,gegend sehr selten sind4 ,zu den ,fen der ,capparis1 ,bauhinien und des ,zygophyllum mit goldgelben ,blthen breitet sich ein ,teppich vom ,bromelien ,chihuchihue1 aus der ,familie der ,ananas4 aus1 deren ,geruch und deren khles ,laub die ,klapperschlangen hieher ziehen4 ,der ,manzanares hat sehr klares ,wasser und zum ,glck nichts mit dem ,madrider ,manzanares gemein1 der unter seiner prchtigen ,brcke noch schmler erscheint4 ,er entspringt1 wie alle ,flsse ,neuandalusiens1 in einem ,striche der ,savanen 7,llanos71 der unter dem ,namen der ,plateaus von ,jonoro1 ,amana und ,guanipa bekannt ist und beim indianischen ,dorfe ,san ,fernando die ,gewsser des ,rio ,juanillo aufnimmt4 ,man hat der ,regierung fter1 aber immer vergeblich1 den ,vorschlag gemacht1 beim ersten 99,ipure99 ein ,wehr bauen zu lassen1 um die ,ebene der ,charas knstlich zu bewssern1 denn der ,boden ist trotz seiner scheinbaren ,drre ausnehmend fruchtbar1 sobald ,feuchtigkeit zu der herrschenden ,hitze hinzukommt4 ,die ,landleute1 die im ,allgemeinen in ,cumana nicht wohlhabend sind1 sollten nach und nach die ,auslagen fr die ,schleue ersetzen4 ,bis das ,projekt in ,ausfhrung kommt1 hat man ,schpfrder1 durch ,maulthiere getriebene ,pumpen und andere sehr unvollkommene ,wasserwerke angelegt4 ,die ,ufer des ,manzanares sind sehr freundlich1 von ,mimosen1 ,erythrina1 ,ceiba und anderen ,bumen von riesenhaftem ,wuchs beschattet4 ,ein ,flu1 dessen ,temperatur zur ,zeit des ,hochwassers auf #bb fllt1 whrend der ,thermometer der ,luft auf #cj-cc steht1 ist eine unschtzbare ,wohltat in einem ,lande1 wo das ganze ,jahr eine furchtbare ,hitze herrscht und man den ,trieb hat1 mehrere ,male des ,tages zu baden4 ,die ,kinder bringen sozusagen einen ,teil ihres ,lebens im ,wasser zu2 alle ,einwohner1 selbst die weiblichen ,glieder der reichsten ,familien1 knnen schwimmen1 und in einem ,lande1 wo der ,mensch dem ,naturstande noch so nahe ist1 hat man sich1 wenn man morgens einander begegnet1 nichts ,wichtigeres zu fragen1 als ob der ,flu heute khler sey als gestern4 ,man hat verschiedene ,bademethoden4 ,so besuchten wir jeden ,abend eine ,zirkel sehr achtungswerter ,personen in der ,vorstadt der ,guaykari4 ,da stellte man bei schnem ,mondschein ,sthle ins ,wasser2 ,mnner und ,frauen waren leicht bekleidet1 wie in manchen ,bdern des nrdlichen ,europas1 und die ,familie und die ,fremden blieben ein paar ,stunden im ,flusse sitzen1 rauchten ,cigarren dazu und unterhielten sich nach ,landessitte von der ungemeinen ,trockenheit der ,jahreszeit1 vom starken ,regenfall in den benachbarten ,distrikten1 besonders aber vom ,luxus1 den die ,damen in ,cumana den ,damen in ,caracas und ,havana zum ,vorwurf machen4 ,durch die 99,bavas99 oder kleinen ,krokodile1 die jetzt sehr selten sind und den ,menschen nahe kommen1 ohne anzugreifen1 lie sich die ,gesellschaft durchaus nicht stren4 ,diese ,tiere sind drei bis vier ,fu #a bis #a1c m lang2 wir haben nie eines im ,manzanares gesehen1 wohl aber ,delphine1 die zuweilen bei ,nacht im ,flusse heraufkommen und die ,badenden erschrecken1 wenn sie durch ihre ,luftlcher ,wasser spritzen4 ,der ,hafen von ,cumana ist eine ,reede1 welche die ,flotten von ganz ,europa aufnehmen knnte4 ,der ganze ,meerbusen von ,cariaco1 der sechsunddreiig ,semeilen #fg km lang und sechs bis acht #aa bis #ae km breit ist1 bietet vortrefflichen ,ankergrund4 ,der ,groe ,ozean an der ,kste von ,peru kann nicht stiller und ruhiger seyn als das ,meer der ,antillen von ,portocabello an1 namentlich aber vom ,vorgebirge ,codera bis zur ,landspitze von ,paria4 ,von den ,strmen bei den ,antillischen ,inseln sprt man nie etwas in diesem ,strich1 wo man in ,schaluppen ohne ,verdeck das ,meer befhrt4 ,die einzige ,gefahr im ,hafen von ,cumana ist eine ,untiefe1 99,baxo del ,morro roxo991 die von ,west nach ,ost #ijj ,toisen #agej m lang ist und so steil abfllt1 da man dicht dabei ist1 ehe man sie gewahr wird4 ,ich habe die ,lage von ,cumana etwas ausfhrlich beschrieben1 weil es mir wichtig schien1 eine ,gegend kennenzulernen1 die seit ,jahrhunderten der ,herd der fruchtbarsten ,erdbeben war4 ,ehe wir von diesen auerordentlichen ,erscheinungen sprechen1 erscheint es mir als zweckmig1 die verschiedenen ,zge des von mir entworfenen ,naturbildes zusammenzufassen4 ,die ,stadt liegt am ,fue eines kahlen ,hgels und wird von einem ,schlosse beherrscht4 ,kein ,glockenturm1 keine ,kuppel fllt von weitem dem ,reisenden ins ,auge1 nur einige ,tamarinden-1 ,kokosnu- und ,dattelstmme erheben sich ber die ,huser mit platten ,dchern4 ,die ,ebene ringsum1 besonders dem ,meere zu ist trbselig1 staubig und drr1 wogegen ein frischer1 krftiger ,pflanzenwuchs von weitem den geschlngelten ,lauf des ,flusses bezeichnet1 der die ,stadt von den ,vorstdten1 die ,bevlkerung von europischer und gemischter ,abkunft von den kupferfarbenen ,eingeborenen trennt4 ,der freistehende1 kahle1 weie ,schloberg ,san ,antonio wirft zugleich eine groe ,masse ,licht und strahlender ,wrme zurck2 er besteht aus ,breccien1 deren ,schichten versteinerte ,seetiere einschlieen4 ,in weiter ,ferne gegen ,sden streicht dunkel ein mchtiger ,gebirgszug hin4 ,dies sind die hohen ,kalkalpen von ,neuandalusien1 wo dem ,kalk ,sandsteine und andere neuere ,bildungen aufgelagert sind4 ,majesttische ,wlder bedecken diese ,kordillere im innern ,land und hngen durch ein bewaldetes ,tal mit dem nackten1 tonigen und salzhaltigen ,boden zusamen1 auf dem ,cumana liegt4 ,einige ,vgel von bedeutender ,gre tragen zur eigentmlichen ,physiognomie des ,landes bei4 ,am ,gestade und am ,meerbusen sieht man ,scharen von ,fischreihern und ,alcatras1 sehr plumpen ,vgeln1 die gleich den ,schwnen mit gehobenen ,flgeln ber das ,wasser gleiten4 ,nher bei den ,wohnsttten der ,menschen sind ,tausende von ,galinazogeiern1 wahre ,chakals unter dem ,gefieder1 rastlos beschftigt1 tote ,tiere zu suchen4 ,ein ,meerbusen1 auf dessen ,grunde heie ,quellen vorkommen1 trennt die sekundren ,gebirgsbildungen vom primitiven ,schiefergebirge der ,halbinsel ,araya4 ,beide ,ksten werden von einem ruhigen1 blauen1 bestndig vom selben ,winde leicht bewegten ,meere besplt4 ,ein reiner1 trockener ,himmel1 an dem nur bei ,sonnenaufgaug leichtes ,gewlk aufzieht1 ruht auf der ,see1 auf der baumlosen ,halbinsel und der ,ebene von ,cumana1 whrend man zwischen den ,berggipfeln im ,inneren ,gewitter sich bilden1 sich zusammenziehen und in fruchtbaren ,regengssen sich entladen sieht4 ,so zeigen denn an diesen ,ksten1 wie am ,fue der ,anden1 ,himmel und ,erde scharfe ,gegenstze von ,heiterkeit und ,bewlkung1 von ,trockenheit und gewaltigen ,wassergssen1 von vlliger ,kahlheit und ewig neu sprossendem ,grn4 ,auf dem neuen ,continent unterscheiden sich die ,niederungen an der ,see von den ,gebirgslndern im ,innern so scharf1 wie die ,ebenen ,untergyptens von den hochgelegenen ,plateaus ,abyssiniens4 ,zu den ,zgen1 welche1 wie oben angedeutet1 der ,kstenstrich von ,neu-,andalusien und der von ,peru gemein haben1 kommt nun noch1 da die ,erdbeben dort wie hier gleich hufig sind1 und da die ,natur fr diese ,erscheinungen beidemal dieselben ,grenzen einzuhalten scheint4 ,wir selbst haben in ,cumana sehr starke ,erdste gesprt1 eben war man daran1 die vor kurzem eingestrzten ,gebude wieder aufzurichten1 und so hatten wir ,gelegenheit1 uns an ,ort und ,stelle ber die ,vorgnge bei der furchtbaren ,katastrophe vom #ad4 ,dezember #agig genau zu erkundigen4 ,diese ,angaben werden um so mehr ,interesse haben1 da die ,erdbeben bisher weniger aus physischem und geologischem ,gesichtspunkt1 als vielmehr nur wegen ihrer schrecklichen ,folgen fr die ,bevlkerung und fr das allgemeine ,wohl ins ,auge gefat worden sind4 ,es ist eine an der ,kste von ,cumana und auf der ,insel ,margarita sehr verbreitete ,meinung1 da der ,meerbusen von ,cariaco sich infolge der ,zertrmmerung des ,landes und eines gleichzeitigen ,einbruches des ,meeres gebildet habe4 ,die ,erinnerung an diese gewaltige ,umwlzung hatte sich unter den ,indianern bis zum ,ende des fnfzehnten ,jahrhunderts erhalten1 und wie erzhlt wird1 sprachen die ,eingeborenen bei der dritten ,reise des ,christoph ,kolumbus davon wie von einem ziemlich neuen ,ereignis4 ,im ,jahre #aecj wurden die ,bewohner der ,ksten von ,paria und ,cumana durch neue ,erdste erschreckt4 ,das ,meer strzte ber das ,land her1 und das kleine ,fort1 das ,jakob ,castellon bei ,neutoledo gebaut hatte1 wurde gnzlich zerstrt4 ,zugleich bildete sich eine ungeheure ,spalte in den ,bergen von ,cariaco1 am ,ufer des ,meerbusens dieses ,namens1 und eine gewaltige ,masse ,salzwasser1 mit ,asphalt vermischt1 sprang aus dem ,glimmerschiefer hervor4 ,am ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts waren die ,erdbeben sehr hufig1 und nach den ,ueberlieferungen1 die sich in ,cumana erhalten haben1 berschwemmte das ,meer fter den ,strand und stieg #ae-bj ,toisen #cj-ci m hoch an4 ,die ,einwohner flchteten sich auf den ,cerro de ,san ,antonio und auf den ,hgel1 auf dem jetzt das kleine ,kloster ,san ,francisco steht4 ,man glaubt sogar1 infolge dieser hufigen ,ueberschwemmungen habe man das an den ,berg gelehnte ,stadtviertel angelegt1 das zum ,teil auf dem ,anhang desselben liegt4 ,da es keine ,chronik von ,cumana gibt1 und da sich wegen der bestndigen ,verheerungen der ,termiten oder weien ,ameisen in den ,archiven keine ,urkunde befindet1 die ber #aej ,jahre hinaufreicht1 so wei man nicht genau1 wann diese frhen ,erdbeben stattgefunden haben4 ,man wei nur1 da nher unserer ,zeit das ,jahr #agff fr die ,ansiedler das entsetzlichste und zugleich fr die ,naturgeschichte des ,landes merkwrdigste gewesen ist4 ,seit fnfzehn ,monaten hatte eine ,trockenheit geherrscht1 wie sie zuweilen auch auf den ,inseln des ,grnen ,vorgebirges beobachtet wird1 als am #ba4 ,oktober #agff die ,stadt ,cumana von ,grund aus zerstrt wurde4 ,das ,gedchtnis dieses ,tages wird alljhrlich mit einem ,gottesdienst und einer feierlichen ,prozession begangen4 ,in wenigen ,minuten strzten smtliche ,huser zusammen4 ,an verschiedenen ,orten der ,provinz tat sich die ,erde auf und spie nach ,schwefel riechendes ,wasser aus4 ,diese ,ausbrche waren besonders hufig auf einer ,ebene1 die sich gegen ,casanay1 zwei ,meilen stlich von ,cumana hinzieht1 und die unter dem ,namen 99terra de hueca991 hohler ,boden1 bekannt ist1 weil sie berall von warmen ,quellen unterhhlt zu seyn scheint4 ,whrend der ,jahre #agff und #agfg lagerten die ,einwohner von ,cumana in den ,straen und begannen mit dem ,wiederaufbau ihrer ,huser erst1 als sich die ,erdbeben nur noch alle ,monate wiederholten4 ,hier auf der ,kste traten damals dieselben ,erscheinungen ein1 die man auch im ,knigreich ,quito unmittelbar nach der groen ,katastrophe vom #d4 ,februar #agig beobachtet hat4 ,whrend sich der ,boden bestndig wellenfrmig bewegte1 war es1 als wollte sich die ,luft im ,wasser auflsen4 ,durch ungeheure ,regengsse schwollen die ,flsse an2 das ,jahr war ausnehmend fruchtbar1 und die ,indianer1 deren leichten ,htten die strksten ,erdste nichts anhaben1 feierten nach einen uralten ,aberglauben durch festlichen ,tanz den ,untergang der ,welt und ihre bevorstehende ,wiedergeburt4 ,nach der ,ueberlieferung waren beim ,erdbeben von #agff1 wie bei einem andern sehr merkwrdigen im ,jahr #agid1 die ,ste bloe wagerechte wellenfrmige ,bewegungen2 erst am ,unglckstage des #ad4 ,dezember #agig sprte man in ,cumana zum erstenmal eine hebende ,bewegung von unten nach oben4 ,ueber vier ,fnftheile der ,stadt wurden damals vllig zerstrt1 und der ,sto1 der von einem starken unterirdischen ,getse begleitet war1 glich1 wie in ,riobamba1 der ,explosion einer in groer ,tiefe angelegten ,mine4 ,zum ,glck ging dem heftigen ,sto eine leichte wellenfrmige ,bewegung voraus1 so da die meisten ,bewohner sich auf die ,strae flchten konnten1 und von denen1 die eben in den ,kirchen waren1 nur wenige das ,leben verloren4 ,man glaubt in ,cumana allgemein1 die verheerendsten ,erdbeben werden durch ganz schmale ,schwingungen des ,bodens und durch ein ,sausen angekndigt1 und ,leuten1 die an solche ,vorflle gewhnt sind1 entgeht solches nicht4 ,in diesem verhngnisvollen ,augenblicke hrt man berall den ,ruf3 ,misericordia6 tembla1 tembla6 ,erbarmen6 sie 7die ,erde7 bebt6 sie bebt6 und es kommt selten vor1 da ein blinder ,lrm durch einen ,eingeborenen veranlat wird4 ,die ,aengstlichen achten auf das ,benehmen der ,hunde1 ,ziegen und ,schweine4 ,die letzteren1 die einen ausnehmend scharfen ,geruch haben und gewhnt sind im ,boden zu whlen1 verknden die ,nhe der ,gefahr durch ,unruhe und ,geschrei4 ,wir lassen es dahingestellt1 ob sie das unterirdische ,getse zuerst hren1 weil sie nher am ,boden sind1 er ob etwa ,gase1 die der ,erde entsteigen1 auf ihre ,organe wirken4 ,da letzteres mglich ist1 lt sich nicht lugnen4 ,als ich mich in ,peru aufhielt1 wurde ein ,fall beobachtet1 der mit diesen ,erscheinungen zusammenhngt und der schon fters vorgekommen war4 ,nach starken ,erdsten wurde das ,gras af den ,savanen von ,tucuman ungesund2 es brach eine ,viehseuche aus und viele ,stcke scheinen durch die bsen ,dnste1 die der ,boden ausstie1 betubt oder erstickt worden zu seyn4 ,in ,cumana sprte man eine halbe ,stunde vor der groen ,katastrophe am #ad4 ,dezember #agig am ,klosterberg von ,san ,francisco einen starken ,schwefelgeruch4 ,am selben ,orte war das unterirdische ,getse1 das von ,sdost nach ,sdwest fortzurollen schien1 am strksten4 ,zugleich sah man am ,ufer des ,manzanares1 beim ,hospiz der ,kapuziner und im ,meerbusen von ,cariaco bei ,mariguitar ,flammen aus dem ,boden schlagen4 ,wir werden in der ,folge sehen1 da letztere in nicht vulkanischen ,lndern so auffallende ,erscheinung in den aus ,alpenkalk bestehenden ,gebirgen bei ,cumanacao1 im ,thale des ,rio ,bordones1 auf der ,insel ,margarita und mitten in dn ,savanen oder 99,l,lanos99 von ,neu-,andalusien ziemlich hufig ist4 ,in diesen ,savanen steigen ,feuergarben zu bedeutender ,hhe auf2 man kann sie ,stunden lang an den drrsten ,orten beobachten1 und man versichert1 wenn man den ,boden1 dem der brennbare ,stoff entstrmt1 untersuche1 sey keinerlei ,spale darin zu bemerken4 ,dieses ,feuer1 das an die ,wasserstoffquellen oder 99,salse99 in ,modena und an die ,irrlichter unserer ,smpfe erinnert1 zndet das ,gras nicht an1 wahrscheinlich weil die ,sule des sich entbindenden ,gases mit ,stickstoff und ,kohlensure vermengt ist und nicht bis zum ,boden herab brennt4 ,das ,volk1 da brigens hier zu ,land nicht so aberglubisch ist als in ,spanien1 nennt diese rthlichen ,flammen seltsamerweise die ,seele des ,tyrannen ,aguirre2 ,lopez d',aguirre soll nmlich1 von ,gewisensbissen gefoltert1 in dem ,lande umgehen1 das er mit seinen ,verbrechen befleckt47#dj7 ,durch das groe ,erdbeben von #agig ist die ,untiefe an der ,mndung des ,rio ,bordones in ihrem ,umri verndert worden4 hnliche ,hebungen sind bei der vlligen ,zerstrung ,cumanas im ,jahr #agff bobachtet worden4 ,die ,punta ,delgada an der ,westkste des ,meerbusens von ,cariaco wurde damals bedeutend grer1 und im ,rio ,guarapiche beim ,dorfe ,maturin entstand eine ,klippe1 wobei ohne ,zweifel der ,boden des ,flusses durch elastische ,flssigkeiten zerrissen und emporgehoben wurde4 ,wir verfolgen die lokalen ,vernderungen1 welche die verschiedenen ,erdbeben in ,cumana hervorgebracht1 nicht weiter4 ,dem ,plane dieses ,werkes entsprechend suchen wir vielmehr die ,ideen unter allgemeine ,gesichtspunkte zu bringen und alles1 was mit diesen schrecklichen und zugleich so schwer zu erklrenden ,vorgngen zusammenhngt1 in ,einen ,rahmen zusammenzufassen4 ,wenn ,naturforscher1 welche die ,schweizer ,alpen oder die ,ksten ,lapplands besuchen1 unsere ,kenntni von den ,gletschern und dem ,nordlicht erweitern1 so lt sich von ,einem1 der das spanische ,amerika bereist hat1 erwarten1 da er sein ,hauptaugenmerk auf ,vulkane und ,erdbeben gerichtet haben werde4 ,jeder ,strich des ,erdballs liefert der ,forschung eigenthmliche ,stoffe1 und wenn wi nicht hoffen drfen1 die ,ursachen der ,naturerscheinungen zu ergrnden1 so mssen wir wenigstens versuchen1 die ,gesetze derselben kennen zu lernen und durch ,vergleichung zahlreicher ,thatsachen das ,gemeinsame und immer ,wiederkehrende vom ,vernderlichen und ,zuflligen zu unterscheiden4 ,die groen ,erdbeben1 die nach einer langen ,reihe kleiner ,ste eintreten1 scheinen in ,cumana nichts ,periodisches zu haben4 ,man hat sie nach achtzig1 nach hundert und manchmal nach nicht dreiig ,jahren sich wiederholen sehen1 whrend an der ,kste von ,peru1 z4 ,b4 in ,lima1 die ,epochen1 die jedesmal durch die gnzliche ,zerstrung der ,stadt bezeichnet werden1 unverkennbar mit einer gewissen ,regelmigkeit eintreten4 ,da die ,einwohner selbst an einen solchen ,typus glauben1 ist auch vom besten ,einflu auf die ffentliche ,ruhe und die ,erhaltung des ,gewerbefleies4 ,man nimmt allgemein an1 da es ziemlich lange ,zeit braucht1 bis dieselben ,ursachen wieder mit derselben ,gewalt wirken knnen2 aber dieser ,schlu ist nur dann richtig1 wenn man die ,erdste als lokale ,erscheinungen auffat1 wenn man unter jedem ,punkt des ,erdballes1 der groen ,erschtterungen ausgesetzt ist1 einen besonderen ,herd annimmt4 ,ueberall1 wo sich neue ,gebude auf den ,trmmern der alten erhoben1 hrt man ,leute1 die nicht bauen wollen1 uern1 auf die ,zerstrung ,lissabons am ersten ,november #agee sey bald eine zweite1 gleich schreckliche gefolgt1 am #ca4 ,mrz #agfa4 ,nach einer uralten1 auch in ,cumana1 ,acapulco und ,lima sehr verbreiteten ,meinung ,ariostoteles1 ,meteorologica1 ,lib4 ,,ii4 ,seneca1 ,quaest4 natur41 ,lib4 ,,vi1 c4 #ab4 stehen die ,erdbeben und der ,zustand der ,luft vor dem ,eintreten derselben sichtbar in ,zusammenhang4 ,an der ,kste von ,neu-,andalusien wird man ngstlioch1 wenn bei groer ,hitze und nach langer ,trockenheit der ,seewind auf einmal aufhrt und der im ,zenith reine wolkenlose ,himmel sich bis zu sechs1 acht ,grad ber dem ,horizont mit einem rthlichen ,duft berzieht4 ,diese ,vorzeichen sind indessen sehr unsicher und wenn man sich nachher alle ,vorgnge im ,luftkreis zur ,zeit der strksten ,erschtterungen vergegenwrtigt1 so zeigt sich1 dass heftige ,ste so gut bei feuchtem als bei trockenem ,wetter1 so gut bei starkem ,wind als bei drckend schwler stiller ,luft eintreten knnen4 ,nach den vielen ,erdbeben1 die ich nrdlich vom ,aequator1 auf dem ,festland und in ,meeresbecken1 an der ,kste und in #dhgj m ,hhe erlebt1 will es mir scheinen1 als ob die ,schwingungen des ,bodens und der vorgehende ,zustand der ,luft im allgemeinen nicht viel miteinander zu tun htten4 ,dieser ,ansicht sind auch viele gebildete ,mnner in den spanischen ,kolonien1 deren ,erfahrung sich1 wo nicht auf ein greres ,stck der ,erdoberflche1 so doch auf eine lngere ,reihe von ,jahren erstreckt4 ,in europischen ,lndern dagegen1 wo ,erdbeben im ,verhltni zu ,amerika selten vorkommen1 sind sie ,physiker geneigt1 die ,schwingungen des ,bodens und irgend ein ,meteor1 das zufllig zur selben ,zeit erscheint1 in nahe ,beziehung zu bringen4 ,so glaubt man in ,italien an einen ,zusammenhang zwischen dem ,sirocco und ,erdbeben1 und in ,london sah man das hufige ,vorkommen von ,sternschnuppen und jene ,sdlichter1 die seitdem von ,dalton fters beobachtet worden sind1 als die ,vorlufer der ,erdste an1 die man im ,jahr #agdh bis zum ,jahr #agef sprte4 ,an den ,tagen1 wo die ,erde durch starke ,ste erschttert wird1 zeigt sich unter den ,tropen keine ,strung in der regelmigen stndlichen ,schwankung des ,barometers4 ,ich habe mich in ,cumana1 ,lima und ,riobamba hievon berzeugt2 auf diesen ,umstand sind die ,physiker umso mehr aufmerksam zu machen1 als man auf ,st4 ,domingo in der ,stadt ,cap ,franais unmittelbar vor dem ,erdbeben von #aggj den ,wasserbarometer um #b ,zoll will haben fallen sehen ,dieses ,fallen entspricht nur zwei ,linien ,quecksilber44 ,so erzhlt man auch bei der ,zerstrung von ,oran habe sich ein ,apotheker mit seiner ,familie gerettet1 weil er wenige ,minuten vor der ,katastrophe zufllig auf seinen ,barometer gesehen und bemerkt habe1 da das ,quecksilber auffallend stark falle4 ,ich wei nicht1 ob dieser ,behauptung ,glauben zu schenken ist2 da es fast unmglich ist1 whrend der ,ste selbst1 die ,schwankungen im ,luftdruck zu beobachten1 so mu man sich begngen1 auf den ,barometer vor oder nach dem ,vorfall zu sehen4 ,im gemigten ,erdstrich uern die ,nordlichter nicht immer ,einflu auf die ,declination der ,magnetnadel und die ,intensitt der magnetischen ,kraft2 so wirken vielleicht die ,erdbeben nicht gleichmig auf die us umgebende ,luft4 ,es ist schwerlich in ,zweifel zu ziehen1 da in weiter ,ferne von den ,schlnden ttiger ,vulkane der durch ,erdste geborstene und erschtterte ,boden zuweilen ,gase in die ,luft ausstrmen lt4 ,wie schon oben angefhrt1 brachen in ,cumana aus dem trockensten ,boden ,flammen und mit schweflichter ,sure vermischte ,dmpfe hervor4 ,an anderen ,orten spie ebendaselbst der ,boden ,wasser und ,erdpech aus4 ,in ,riobamba bricht eine brennbare ,schlammasse1 99,moya99 genannt1 aus ,spalten1 die sich wieder schlieen1 und trmt sich zu ansehnlichen ,hgeln auf4 ,sieben ,meilen #ca km von ,lissabon1 bei ,colares1 sah man whrend des furchtbaren ,erdbebens vom #a4 ,november #agee ,flammen und eine dicke ,rauchsule aus der ,felswand bei ,alvidras und nach einigen ,augenzeugen aus dem ,meere selbst hervorbrechen4 ,der ,rauch dauerte mehrere ,tage und wurde desto strker1 je lauter das unterirdische ,getse war1 das die ,ste begleitete4 ,in die ,atmosphre ausstrmende elastische ,flssigkeiten knnen lokal auf den ,barometer wirken1 freilich nicht durch ihre ,masse1 die im ,verhltnis zur ganzen ,luftmasse sehr unbedeutend ist1 sondern weil sich1 sobald ein groer ,ausbruch erfolgt1 wahrscheinlich ein aufsteigender ,strom bildet1 der den ,luftdruck vermindert4 ,ich bin geneigt1 anuzunehmen1 da bei den meisten ,erdbeben der erschtterte ,boden nichts von sich gibt1 und da1 wenn wirklich ,gase und ,dmpfe ausstrmen1 die weit nicht so oft vor den ,sten1 als whrend derselben und hernach stattfindet4 ,aus diesem letzteren ,umstand erklrt sich eine ,erscheinung1 die schwerlich abzulugnen ist1 ich meine den rthselhaften ,einflu1 den die ,erdbeben im tropischen ,amerika auf das ,klima und den ,eintritt der nassen und der trockenen ,jahreszeit uern4 ,wenn die ,erde erst im ,moment der ,erschtterung selbst eine ,vernderung in der ,luft hervorbringt1 so sieht man ein1 warum so selten ein auffallender meteorologischer ,vorgang als ,vorbote dieser groen ,umwlzungen in der ,natur erscheint4 ,fr die ,annahme1 da bei den ,erdbeben in ,cumana elastische ,flssigkeiten durch die ,erdoberflche zu entweichen suchen1 scheint das furchtbare ,getse zu sprechen1 das man whrend der ,erdste auf der ,ebene der 99,charas99 am ,rande der ,brunnen vernimmt4 ,zuweilen werden ,wasser und ,sand ber #f1e m hoch emporgeschleudert4 ,aehnliche ,erscheinungen entgingen schon dem ,scharfsinn der ,alten nicht1 die in den ,lndern ,griechenlands und ,kleinasiens wohnten1 wo es sehr viele ,hhlen1 ,erdspalten und unterirdische ,strme gibt4 ,das gleichfrmige ,walten der ,natur erzeugt allerorten dieselben ,vorstellungen ber die ,ursachen der ,erdbeben und ber die ,mittel1 durch welche der ,mensch1 der so leicht das ,ma seiner ,krfte vergit1 die ,wirkungen der ,ausbrche aus der ,tiefe mildern zu knnen meint4 ,was ein groer rmischer ,naturforscher vom ,nutzen der ,brunnen und ,hhlen sagt17#da7 wiederholen in der ,neuen ,welt die unwissendsten ,indianer in ,quito1 wenn sie den ,reisenden die 99,guaicos99 oder ,hhlen am ,pichincha zeigen4 ,das unterirdische ,getse1 das bei ,erdbeben so hufig vorkommt1 ist meist auer ,verhltni mit der ,kraft der ,erdste4 ,in ,cumana geht es denselben immer zuvor1 whrend man in ,quito und neuerdings in ,caracas und auf den ,antillen1 nachdem die ,ste lngst aufgehrt haben1 einen ,donner wie vom ,feuer einer ,batterie gehrt hat4 ,eine dritte ,classe dieser ,erscheinungen1 und die merkwrdigste von allen ist das ,monate lang fortwhrende unterirdische ,donnerrollen1 ohne da dabei die geringste ,wellenbewegung des ,bodens zu spren wre4 ,in allen den ,erdbeben ausgesetzten ,lndern sieht man als die ,veranlassung und den ,herd der ,erdste den ,punkt an1 wo1 wahrscheinlich in ,folge einer eigenthmlichen ,anordnung der ,gesteinschichten1 die ,wirkungen am auffallendsten sind4 ,so glaubt man in ,cumana1 der ,schloberg von ,san ,antonio besonders aber der ,hgel1 auf dem das ,kloster ,san ,francisco liegt1 enthalten eine ungeheure ,masse ,schwefel und andere brennbare ,stoffe4 ,man vergit1 da die ,geschwindigkeit1 mit der sich die ,schwingungen auf groe ,entfernung1 sogar ber das ,becken des ,oceans fortpflanzen1 deutlich darauf hinweist1 da der ,mittelpunkt der ,bewegung von der ,erdoberflche sehr weit entfernt ist4 ,ohne ,zweifel aus demselben ,grunde sind die ,erdbeben nicht an gewisse ,gebirgsarten gebunden1 wie manche ,physiker behaupten1 sondern alle sind vielmehr gleich geeignet1 die ,bewegung fortzupflanzen4 ,um nicht den ,kreis meiner eigenen ,erfahrung zu berschreiten1 nenne ich nur die ,granite von ,lima und ,acapulco1 den ,gneis von ,caracas1 den ,glimmerschiefer der ,halbinsel ,araya1 den ,urgebirgsschiefer von ,tepecuacuilco in ,mexico1 die secundren ,kalksteine des ,apennins1 ,spaniens und ,neu-,andalusiens1 endlich die ,trapp-,porphyre der ,provinzen ,quito und ,popayan4 ,an allen diesen ,orten wird der ,boden hufig durch die heftigsten ,ste erschttert2 aber zuweilen werden in derselben ,gebirgsart die obenauf gelagerten ,schichten zu einem unberwindlichen ,hinderni fr die ,fortpflanzung der ,bewegung4 ,so sah man schon in den schsischen ,erzgruben die ,bergleute wegen ,bebungen1 die sie empfunden1 erschrocken ausfahren1 whrend man an der ,erdoberflche nichts davon gesprt hatte4 ,wenn nun auch in den weitentlegensten ,lndern die ,urgebirge1 die secundren und die vulkanischen ,gebirgsarten an den krampfhaften ,zuckungen des ,erdballs in gleichem ,mae theilnehmen nehmen1 so lt sich doch nicht in ,abrede ziehen1 da in einem nicht sehr ausgedehnten ,landstrich gewisse ,gebirgsarten die ,fortpflanzung der ,ste hemmen4 ,in ,cumana z4 ,b4 wurden vor der groen ,katastrophe im ,jahr #agig die ,erdbeben nur lngs der aus ,kalk bestehenden ,sdkste des ,meerbusens von ,cariaco bis zur ,stadt dieses ,namens gesprt1 whrend auf der ,halbinsel ,araya und im ,dorfe ,maniquarez der ,boden an denselben ,bewegungen keinen ,theil nahm4 ,die ,bewohner dieser ,nordkste1 die aus ,glimmerschiefer besteht1 bauten ihre ,htten auf unerschtterlichem ,boden2 ein #cjjj-djjj ,toisen breiter ,meerbusen lag zwischen ihnen und einer durch die ,erdbeben mit ,trmmern bedeckten und verwsteten ,ebene4 ,mit dieser auf die ,erfahrung von ,jahrhunderten gebauten ,sicherheit ist es vorbei3 mit dem #ad4 ,december #agig scheinen sich im ,innern der ,erde neue ,verbindungswege geffnet zu haben4 ,jetzt empfindet man es in ,araya nicht nur1 wenn in ,cumana der ,boden bebt1 das ,vorgebirge aus ,glimmerschiefer ist seinerseits zum ,mittelpunkt von ,bewegungen geworden4 ,bereits wird zuweilen im ,dorfe ,maniquarez der ,boden stark erschttert1 whrend man an der ,kste von ,cumana der tiefsten ,ruhe geniet1 und doch ist der ,meerbusen von ,cariaco nur #fj-hj ,faden tief4 ,man will beobachtet haben1 da auf dem ,festlande wie auf den ,inseln die ,west- und ,sdksten den ,sten am meisten ausgesetzt seyen4 ,diese ,beobachtung sieht im ,zusammenhang mit den ,ideen hinsichtlich der ,lage der groen ,gebirgsketten und der ,richtung ihrer steilsten ,abhnge1 wie sie sich schon lange in der ,geologie geltend gemacht haben2 das ,vorhandenseyn der ,cordillere von ,caracas und die ,hufigkeit der ,erdbeben an den ,ost- und ,nordksten von ,terra ,firma1 im ,meerbusen von ,paria1 in ,carupano1 ,cariaco und ,cumana beweisen1 wie wenig begrndet jene ,ansicht ist4 ,in ,neu-,andalusien1 wie in ,chili und ,peru1 gehen die ,erdste den ,ksten nach und nicht weit ins ,innere des ,landes hinein4 ,dieser ,umstand weist1 wie wir bald sehen werden1 darauf hin1 da die ,ursachen der ,erdbeben und der vulkanischen ,ausbrche in engem ,verbande stehen4 ,wrde der ,boden an den ,ksten dehalb strker erschttert1 weil diese die am tiefsten gelegenen ,punkte des ,landes sind1 warum wren dann in den ,savanen oder ,prairien1 die kaum acht oder zehn ,toisen ber dem ,meeresspiegel liegen1 die ,ste nicht eben so oft und eben so stark zu fhlen8 ,die ,erdbeben in ,cumana sind mit denen auf den kleinen ,antillen verkettet1 und man hat sogar vermutet1 sie knnten mit den vulkanischen ,erscheinungen in den ,kordilleren der ,anden in einigem ,zusammenhang stehen4 ,am #aa4 ,februar #agig erlitt der ,boden der ,provinz ,quito eine ,umwlzung1 durch die1 trotz der sehr schwachen ,bevlkerung des ,landes1 gegen #dj1jjj ,eingeborene unter den ,trmmern ihrer ,huser begraben wurden1 in ,erdspalten strzten oder in den pltzlich neu gebildeten ,seen ertranken4 ,zur selben ,zeit wurden die ,bewohner der stlichen ,antillen durch ,erdste erschreckt1 die erst nach acht ,monaten aufhrten1 als der ,vulkan auf ,guadeloupe ,bimssteine1 ,asche und ,wolken von ,schwefeldmpfen ausstie4 ,auf diesen ,ausbruch vom #bi4 ,september1 whrenddessen man lange anhaltendes unterirdisches ,brllen hrte1 folgte am #ad4 ,dezember das groe ,erdbeben von ,cumana4 ,ein anderer ,vulkan der ,antillen1 der auf ,st4 ,vincent1 hat seitdem ein neues ,beispiel solcher ,wechselbeziehungen geliefert4 ,er hatte seit #agah kein ,feuer mehr gespieen1 als er im ,jahre #ahab wieder auswarf4 ,die gnzliche ,zerstrung der ,stadt ,caracas erfolgte #cd ,tage vor diesem ,ausbruch1 und starke ,bodenschwingungen wurden sowohl auf den ,inseln als an den ,ksten von ,terra ,firma gesprt4 ,man hat lngst die ,bemerkung gemacht1 da die ,wirkungen groer ,erdbeben sich ungleich weiter verbreiten als die ,erscheinungen der ttigen ,vulkane4 ,beobachtet man in ,italien die ,umwlzungen des ,erdbodens1 betrachtet man die ,reihe der ,ausbrche des ,vesuv und des ,aetna genau1 so entdeckt man1 so nahe auch diese ,berge beieinander liegen1 kaum ,spuren gleichzeitiger ,ttigkeit4 ,dagegen unterliegt es keinem ,zweifel1 da bei den beiden letzten ,erdbeben von ,lissabon7#db7 das ,meer bis in die ,neue ,welt hinber in ,aufregung geriet1 z4 ,b4 bei der ,insel ,barbados1 die ber #edjj km von der ,kste von ,portugal liegt4 ,verschiedene ,tatsachen weisen darauf hin1 da die ,erdbeben und die vulkanischen ,ausbrche7#dc7 in engem urschlichen ,zusammenhang stehen4 ,in ,pasto hrten wir1 die schwarze dicke ,rauchsule1 die im ,jahre #agig seit mehreren ,monaten dem ,vulkan in der ,nhe dieser ,stadt entstiegen war1 sey zur selben ,stunde verschwunden1 wo sechzig ,meilen #bgj km gegen ,sd die ,stdte ,riobamba1 ,hambata und ,tacunga durch einen ungeheuren ,sto ber den ,haufen geworfen wurden4 ,setzt man sich im ,inneren eines brennenden ,kraters neben die ,hgel1 die sich durch die ,schlacken- und ,aschenauswrfe bilden1 so fhlt man mehrere ,sekunden vor jedem einzelnen ,ausbruch die ,bewegung des ,bodens4 ,wir haben dies im ,jahre #ahje auf dem ,vesuv beobachtet1 whrend der ,berg glhende ,schlacken auswarf3 wir waren im ,jahre #ahjb ,zeugen diesselben ,vorganges gewesen1 als wir am ,rande des ungeheuren ,kraters des ,pichincha standen1 aus dem brigens eben nur schweflig saure ,dmpfe aufstiegen4 ,alles weist darauf hin1 da das eigentlich ,wirksame bei den ,erdbeben darin besteht1 da elastische ,flssigkeiten einen ,ausweg suchen1 um sich in der ,luft zu verbreiten4 ,an den ,ksten der ,sdsee pflanzt sich diese ,wirkung oft fast augenblicklich sechshundert ,meilen #bgjj km weit1 von ,chile bis zum ,meerbusen von ,guayaquil fort1 und zwar scheinen1 was sehr merkwrdig ist1 die ,erdste desto strker zu seyn1 je weiter ein ,ort von den thtigen ,vulkanen abliegt4 ,die mit ,fltzen von sehr neuer ,bildung bedeckten ,granitberge ,calabriens1 die aus ,kalk bestehende ,kette des ,apennins1 die ,grafschaft ,perigord1 die ,ksten von ,spanien und ,portugal1 die von ,peru und ,terra ,firma liefern deutliche ,belege fr diese ,behauptung4 ,es ist als wrde die ,erde desto strker erschttert1 je weniger die ,bodenflche ,oeffnungen hat1 die mit den ,hhlungen im ,innern in ,verbindung stehen4 ,in ,neapel und ,messina1 am ,fu des ,cotopaxi und des ,tunguragua frchtet man die ,erdbeben nur1 so lange nicht ,rauch und ,feuer aus der ,mndung der ,vulkane bricht4 ,ja im ,knigreich ,quito brachte die groe ,katastrophe von ,riobamba1 von der oben die ,rede war1 mehrere unterrichtete ,mnner auf den ,gedanken1 da das unglckliche ,land wohl nicht so oft verwstet wrde1 wenn das unterirdische ,feuer den ,porphyrdom des ,chimborazo durchbrechen knnte und dieser kolossale ,berg sich wieder in einen thtigen ,vulkan verwandelte4 ,zu allen ,zeiten haben analoge ,thatsachen zu denselben ,hypothesen gefhrt4 ,die ,griechen1 die1 wie wir1 die ,schwingungen des ,bodens der ,spannung elastischer ,flssigkeiten zuschrieben1 fhrten zur ,bekrftigung ihrer ,ansicht an1 da die ,erdbeben auf der ,insel ,euba gnzlich aufgehrt haben1 seit sich aus der ,ebene von ,lelante eine ,erdspalte gebildet4 ,wir haben versucht1 am ,schlu dieses ,kapitels die allgemeinen ,erscheinungen zusammenzustellen1 welche die ,erdbeben unter verschiedenen ,himmelsstrichen begleiten4 ,wir haben gezeigt1 da die unterirdischen ,meteore so festen ,gesetzen unterliegen1 wie die ,mischung der ,gase1 die unsern ,luftkreis bilden4 ,wir haben uns aller ,betrachtungen ber das ,wesen der chemischen ,agentien enthalten1 die als ,ursachen der groen ,umwlzungen erscheinen1 welche die ,erdoberflche von ,zeit zu ,zeit erleidet4 ,es sey hier nur daran erinnert1 da diese ,ursachen in ungeheuren ,tiefen liegen1 und da man sie in den ,erdbildungen zu suchen hat1 die wir ,urgebirge nennen1 wohl gar unter der erdigen1 oxydierten ,kruste1 in ,tiefen1 wo die halbmetallischen ,grundlagen der ,kieselerde1 der ,kalkerde1 der ,soda und der ,pottasche gelagert sind4 ,man hat in neuester ,zeit den ,versuch gemacht1 die ,erscheinungen der ,vulkane und ,erdbeben als ,wirkungen des ,galvanismus aufzufassen1 der sich bei eigenthmlicher ,anordnung ungleichartiger ,erdschichten entwickeln soll4 ,es lt sich nicht lugnen1 da hufig1 wenn im ,verlauf einiger ,stunden starke ,erdste auf einander folgen1 die elektrische ,spannung der ,luft im ,augenblick1 wo der ,boden am strksten erschttert wird1 merkbar zunimmt2 um aber diese ,erscheinung zu erklren1 braucht man seine ,zuflucht nicht zu einer ,hypothese zu nehmen1 die in geradem ,widerspruch steht mit allem1 was bis jetzt ber den ,bau unseres ,planeten und die ,anordnung seiner ,erdschichten beobachtet worden ist4 ------------------ #cg ,inga spuria4 ,die weien ,staubfden1 #fj bis #gj an der ,zahl1 sitzen an einer grnlichen ,blumenkrone1 haben ,seidenglanz und an der ,spitze einen gelben ,staubbeutel4 ,die ,blthe der ,guama ist #ah ,linien #d cm lang4 ,dieser schne ,baum1 der am liebsten an feuchten ,orten wchst1 wird zwischen #h und #aj ,toisen #ae1e und #ai1e m hoch4 #ch ,diese ,eintheilung schreibt sich schon aus der ,zeit des ,posidonius her4 ,es ist die succusio und die inclinatio des ,seneca 7,quaestiones naturales4 ,lib4 ,,vi4 c4 #ba74 ,aber schon der ,scharfsinn der ,alten machte die ,bemerkung1 da die ,art und ,weise der ,erdste viel zu vernderlich ist1 als da man sie unter solche vermeintliche ,gesetze bringen knnte4 7,plato bei ,plutarch de placit4 ,philos4 ,l4 ,,iii4 c4 #ae47 #ci ,die blauen ,berge in ,neuholland1 die ,berge von ,carmathen und ,landsdown1 sind bei hellem ,wetter auf #ej ,meilen nicht mehr sichtbar4 ,nimmt man den ,hhenwinkel zu einem halben ,grad an1 so htten diese ,berge etwa #fbj ,toisen absoluter ,hhe4 #dj ,wenn das ,volk in ,cumana und auf der ,insel ,margarita von el tirano spricht1 so ist immer der schndliche ,lopez d',aguirre gemeint1 der im ,jahr #aefj sich am ,aufstand ,fernandos de ,guzman gegen den ,statthalter von ,omegua und ,dorado1 ,pedro de ,ursua1 betheiligtwe1 und sich nachher selbst traidor1 ,verrther1 nannte4 #da ,plinius3 ,in puteis est remedium1 quale et crebi specus praebent3 conceptum enim spiritum exhalant1 quod in certis notatur oppidis1 quae minus quatiuntur1 crebis ad eluviem cuniculus cavata 7,plin4 ,l4 ,,ii4 c4 #hb74 ,noch gegenwrtig glaubt man in der ,hauptstadt von ,st4 ,domingo1 da die ,brunnen die ,kraft der ,erdste schwchen4 ,ich bemerke bei dieser ,gelegenheit1 da die ,erklrung1 die ,seneca von den ,erdbeben gibt 7,natur4 ,quaest4 ,lib4 ,,vi4 c4 #d bis #ca71 den ,keim alles dessen enthlt1 was in unserer ,zeit ber die ,wirkung elastischer1 im ,inneren des ,erdballes eingeschlossener ,dmpfe gesagt worden ist4 #db ,am #a4 ,november #agee und #ca4 ,mrz #agfa4 ,beim ersteren ,erdbeben berschwemmte das ,meer in ,europa die ,ksten von ,schweden1 ,england und ,spanien1 in ,amerika die ,inseln ,antiqua1 ,barbados und ,martinique4 ,auf ,barbados1 wo die ,flut gewhnlich nur #bd-bh ,zoll #fdj bis #gdf mm hoch steigt1 stieg das ,wasser in der ,bucht von ,carlisle zwanzig ,fu #f1e m hoch4 ,es wurde zugleich tintenschwarz1 ohne ,zweifel1 weil sich der ,asphalt1 der im ,meerbusen von ,cariaco1 wie bei der ,insel ,trinidad1 auf dem ,meeresboden hufig vorkommt1 mit dem ,wasser vermengt hatte4 ,auf den ,antillen und auf mehreren ,schweizer ,seen wurde eine auffallende ,bewegung des ,wassers sechs ,stunden vor dem ersten ,sto1 den man in ,lissabon sprte1 beobachtet4 ,in ,cadiz sah man auf acht ,meilen #cf km weit aus der offenen ,see einen sechzig ,fu #bj m hohen ,wasserberg anrcken2 er strzte sich auf die ,kste und zerstrte eine ,menge ,gebude1 hnlich wie die achtzig ,fu #ef m hohe ,flutwelle1 die am #i4 ,juni #aehf beim ,erdbeben von ,lima den ,hafen von ,callao berschwemmte4 ,in ,amerika hatte man auf dem ,ontariosee seit ,oktober #agee eine starke ,aufregung des ,wassers beobachtet4 ,diese ,erscheinungen weisen darauf hin1 da auf ungeheure ,strecken hin unterirdische ,verbindungen bestehen4 ,bei der ,zusammenstellung der meist weit auseinanderliegenden ,zeitpunkte1 in denen ,lima und ,guatemala vllig zerstrt wurden1 glaubte man hin und wieder die ,bemerkung zu machen1 als ob sich eine ,wirkung langsam den ,kordilleren entlang geuert htte1 bald von ,nord nach ,sd1 bald von ,sd nach ,nord4 ,ich gebe hier vier dieser auffallenden ,zeitpunkte3 ---------------------------------------- --- ,mexiko ,peru ---------------------------------------- --- 7,breite #ac #cb ,nord7 7,breite #ab #f ,sd7 ---------------------------------------- --- #cj4 ,nov4 #aegg1 #ag4 ,juni #aegh1 ---------------------------------------- --- #d4 ,mrz #afgi1 #ag4 ,juni #afgh1 ---------------------------------------- --- #ab4 ,febr4 #afhi1 #aj4 ,okt4 #afhh1 ---------------------------------------- --- #bg4 ,sept4 #agag1 #h4 ,febr4 #agaf4 ---------------------------------------- --- ,ich gestehe1 wenn die ,erdste nicht gleichzeitig sind1 oder doch kurz nacheinander folgen1 so erscheint die angebliche ,fortpflanzung der ,bewegung sehr zweifelhaft4 #dc ,dieser urschliche ,zusammenhang1 den schon die ,alten erkannten1 beschftigte die ,geister nach der ,entdeckung von ,amerika wieder sehr lebhaft4 ,diese ,entdeckung vergngte nicht allein die ,neugier der ,menschen durch neue ,naturprodukte1 sie erweiterte auch ihre ,vorstelluugen von der physischen ,beschaffenheit der ,lnder1 von den ,spielarten des ,menschengeschlechts und von den ,wanderungen der ,vlker4 ,man kann die ,beschreibungen der ltesten spanischen ,reisenden1 namentlich die des ,jesuiten ,acosta1 nicht lesen1 ohne jeden ,augenblick freudig zu staunen1 wie mchtig der ,anblick eines groen ,festlandes1 die ,betrachtung einer wundervollen ,natur und die ,berhrung mit ,menschen von anderer ,race auf die ,geistesentwicklung in ,europa gewirkt haben4 ,der ,keim sehr vieler physikalischer ,wahrheiten ist in den ,schriften des sechzehnten ,jahrhunderts niedergelegt1 und dieser ,keim htte ,frchte getragen1 wre er nicht durch ,fanatismus und ,aberglauben erstickt worden4 ,f,,nftes ,,kapitel ,die ,halbinsel ,araya -- ,salzsmpfe -- ,die ,trmmer des ,schlosses ,santiago ,die ersten ,wochen unseres ,aufenthaltes in ,cumana verwendeten wir dazu1 unsere ,instrumente zu berichtigen1 in der ,umgegend zu botanisieren und die ,spuren des ,erdbebens vom #ad4 ,dezember #agig zu beobachten4 ,die ,mannigfaltigkeit der ,gegenstnde1 die uns zumal in ,anspruch nahmen1 lie uns nur schwer den ,weg zu geordneten ,studien und ,beobachtungen finden4 ,wenn unsere ganze ,umgebung den lebhaftesten ,reiz fr uns hatte1 so machten dagegen unsere ,instrumente die ,neugier der ,einwohnerschaft rege4 ,wir wurden sehr durch ,besuche von der ,arbeit abgezogen1 und wollte man nicht ,leute vor den ,kopf stoen1 die so seelevergngt durch einen ,dollond die ,sonnenflecken betrachteten oder auf galvanische ,berhrung einen ,frosch sich bewegen sahen1 so mute man sich wohl herbeilassen1 auf oft verworrene ,fragen ,auskunft zu geben und stundenlang dieselben ,versuche zu wiederholen4 ,so ging es uns fnf ganze ,jahre1 so oft wir uns an einem ,orte aufhielten1 wo man in ,erfahrung gebracht hatte1 da wir ,mikroskope1 ,fernrohre oder elektromotorische ,apparate besitzen4 ,dergleichen ,auftritte wurden meist desto angreifender1 je verworrener die ,begriffe waren1 welche die ,besucher von ,astronomie und ,physik hatten1 welche ,wissenschaften in den spanischen ,colonien den sonderbaren ,titel3 neue ,philosophie1 nueva filosofia fhren4 ,die ,halbgelehrten sahen mit einer gewissen ,geringschtzung auf uns herab1 wenn sie hrten1 da sich unter unsern ,bchern weder das spectac#a;e de la nature vom ,abb ,pluche1 noch der cours de physique von ,sigand la ,fond1 noch das ,wrterbuch von ,valmont de ,bomare befanden4 ,diese drei ,werke und der trait d'conomie politique von ,baron ,bielfeld sind die bekanntesten und geachtetsten fremden ,bcher im spanischen ,amerika von ,caracas und ,chili bis ,guatimala und ,nordmexico4 ,man gilt nur dann fr gelehrt1 wenn man die ,uebersetzungen derselben recht oft citiren kann1 und nur in den groen ,hauptstdten1 in ,lima1 ,santa ,fe de ,bogota und ,mexico1 fangen die ,namen ,haller1 ,cavendish und ,lavoisier an jene zu verdrngen1 deren ,ruf seit einem halben ,jahrhundert populr geworden ist4 ,die ,neugierde1 mit der die ,menschen sich mit den ,himmelserscheinungen und verschiedenen naturwissenschaftlichen ,gegenstnden abgeben1 uert sich ganz anders bei altcivilisirten ,vlkern als da1 wo die ,geistesentwicklung noch geringe ,fortschritte gemacht hat4 ,in beiden ,fllen finden sich in den hchsten ,stnden viele ,personen1 die den ,wissenschaften ferne stehen2 aber in den ,colonien und bei jungen ,vlkern ist die ,wibegier keineswegs mig und vorbergehend1 sondern entspringt aus dem lebendigen ,trieb1 sich zu belehren2 sie uert sich so arglos und naiv1 wie sie in ,europa nur in frher ,jugend auftritt4 ,erst am #bh4 ,juli konnte ich eine ordentliche ,reihe astronomischer ,beobachtungen beginnen1 obgleich mir viel daran lag1 die ,lnge1 wie sie ,louis ,berthouds ,chronometer angab1 kennen zu lernen4 ,der ,zufall wollte1 da in einem ,lande1 wo der ,himmel bestndig rein und klar ist1 mehrere ,nchte sternlos waren4 ,zwei ,stunden nach dem ,durchgang der ,sonne durch den ,meridian zog jeden ,tag ein ,gewitter aus und es wurde mir schwer rorrespondirende ,sonnenhhen zu erhalten1 obgleich ich in verschiedenen ,intervallen drei1 vier ,gruppen aufnahm4 ,die vom ,chronometer angegebene ,lnge von ,cumana differirte nur um #d ,secunden ,zeit von der1 welche ich durch ,himmelsbeobachtungen gefunden1 und doch hatte unsere ,ueberfahrt einundvierzig ,tage gewhrt und bei der ,besteigung des ,pic von ,teneriffa war der ,chronometer starken ,temperaturwechseln ausgesetzt gewesen4 ,aus meinen ,beobachtungen in den ,jahren #agii und #ahjj ergibt sich als ,gesammtresultat1 da der groe ,platz von ,cumana unter #aj #bg' #eb der ,breite und #ff #cj' #b der ,lnge liegt4 ,die ,bestimmung der ,lnge grndet sich auf den ,uebertrag der ,zeit1 aus ,monddistanzen1 auf die ,sonnenfinsterni vom #bh4 ,oktober #agii und aus zehn ,immersionen der ,jupiterstrabanten1 verglichen mit in ,europa angestellten ,beobachtungen4 ,sie weicht nur um sehr weniges von der ab1 die ,fidalgo vor mir1 aber durch rein chronometrische ,mittel gefunden4 ,unsere lteste ,karte des neuen ,continents1 die von ,diego ,ribeiro1 ,geographen ,kaiser ,carls des ,fnften1 setzt ,cumana unter #i #cj' ,breite1 was um #eh ,minuten von der wahren ,breite abweicht und einen halben ,grad von der1 die ,jefferys in seinem im ,jahr #agid herausgegebenen ,amerikanischen ,steuermann angibt4 ,dreihundert ,jahre lang zeichnete man die ganze ,kste von ,paria zu weit sdlich1 weil in der ,nhe der ,insel ,trinidad die ,strmungen nach ,nord gehen und die ,schiffer nach der ,angabe des ,logs weiter gegen ,sd zu seyn glauben1 als sie wirklich sind4 ,am #ag4 ,august machte ein ,hof oder eine ,lichtkrone um den ,mond den ,einwohnern viel zu schaffen4 ,man betrachtete es als ,vorboten eines starken ,erdstoes1 denn nach der ,volksphysik stehen alle ungewhnlichen ,erscheinungen in unmittelbarem ,zusammenhang4 ,die farbigen ,kreise um den ,mond sind in den nrdlichen ,lndern weit seltener als in der ,provence1 in ,italien und ,spanien4 ,sie zeigen sich1 und die ist auffallend1 bei reinem ,himmel1 wenn das gute ,wetter sehr bestndig scheint4 ,in der heien ,zone sieht man fast jede ,nacht schne prismatische ,farben1 selbst bei der grten ,trockenheit4 ,zuweilen habe ich zwischen dem #ae4 ,grad der ,breite und dem ,aequator sogar um die ,venus kleine ,hfe gesehen2 man konnte ,purpur1 ,orange und ,violett unterscheiden2 aber um ,sirius1 ,canopus und ,achernar habe ich niemals ,farben gesehen4 ,whrend der ,mondhof in ,cumana zu sehen war1 zeigte der ,hygrometer groe ,feuchtigkeit an2 die ,wasserdnste schienen aber so vollkommen aufgelst1 oder vielmehr so elastisch und gleichfrmig verbreitet1 da sie der ,durchsichtigkeit der ,luft keinen ,eintrag thaten4 ,der ,mond ging nach einem ,gewitterregen hinter dem ,schlosse ,san ,antonio auf4 ,wie er am ,horizont erschien1 sah man zwei ,kreise1 einen groen1 weilichen von #dd ,grad ,durchmesser und einen kleinen1 der in allen ,farben des ,regenbogens glnzte und #a ,grad #dc ,minuten breit war4 ,der ,himmelsraum zwischen beiden ,kronen war dunkelblau4 ,bei #dj ,grad ,hhe verschwanden sie1 ohne da die meteorologischen ,instrumente die geringste ,vernderung in den niedern ,luftregionen anzeigten4 ,die ,erscheinung hatte nichts ,auffallendes auer der groen ,lebhaftigkeit der ,farben1 neben dem ,umstand1 da nach ,messungen mit einem ,ramsdenschen ,sextanten die ,mondscheibe nicht ganz in der ,mitte der ,hfe stand4 ,ohne die ,messung htte man glauben knnen1 diese ,excentricitt rhre von der ,projection der ,kreise auf die scheinbare ,concavitt des ,himmels her4 ,die ,form der ,hfe und die ,farben1 welche in der ,luft unter den ,tropen beim ,mondlicht zu ,tage kommen1 verdienen es von den ,physikern von ,neuem in den ,kreis der ,beobachtungen gezogen zu werden4 ,in ,mexico habe ich bei vollkommen klarem ,himmel breite ,streifen in den ,farben des ,regenbogens ber das ,himmelsgewlbe und gegen die ,mondscheibe hin zusammenlaufen sehen2 dieses merkwrdige ,meteor erinnert an das von ,cotes im ,jahr #agaf beschriebene4 ,wenn unser ,haus in ,cumana fr die ,beobachtung des ,himmels und der meteorologischen ,vorgnge sehr gnstig gelegen war1 so muten wir dagegen zuweilen bei ,tage etwas ansehen1 was uns emprte4 ,der groe ,platz ist zum ,teil mit ,bogengngen umgeben1 ber denen eine lange hlzerne ,galerie hinluft1 wie man sie in allen heien ,lndern sieht4 ,hier wurden die ,schwarzen verkauft1 die von der afrikanischen ,kste herberkommen4 ,unter allen europischen ,regierungen war die von ,dnemark die erste und lange die einzige1 die den ,sklavenhandel abgeschafft hat1 und dennoch waren die ersten ,sklaven1 die wir aufgestellt sahen1 auf einem dnischen ,sklavenschiff gekommen4 ,der gemeine ,eigennutz1 der mit ,menschenpflicht1 ,nationalehre und den ,gesetzen des ,vaterlandes im ,streite liegt1 lt sich durch nichts in seinen ,speculationen stren4 ,die zum ,verkauf ausgesetzten ,sklaven waren junge ,leute von fnfzehn bis zwanzig ,jahren4 ,man lieferte ihnen jeden ,morgen ,kokosl1 um sich den ,krper damit einzureiben und die ,haut glnzend schwarz zu machen4 ,jeden ,augenblick erschienen ,kufer und schtzten nach der ,beschaffenheit der ,zhne ,alter und ,gesundheitszustand der ,sklaven2 sie rissen ihnen den ,mund auf1 ganz wie es auf dem ,pferdemarkt geschieht4 ,dieser entwrdigende ,brauch schreibt sich aus ,afrika her1 wie die getreue ,schilderung zeigt1 die ,cervantes nach langer ,gefangenschaft bei den ,mauren in einem seiner ,theaterstcke ,el trado de ,argel4 vom ,verkauf der ,christensklaven in ,algier entwirft4 ,es ist ein emprender ,gedanke1 da es noch heutigen ,tages auf den ,antillen spanische ,ansiedler gibt1 die ihre ,sklaven mit dem ,glheisen zeichnen1 um sie wieder zu erkennen1 wenn sie entlaufen4 ,so behandelt man ,menschen1 die anderen ,menschen die ,mhe des ,sens1 ,ackerns und ,erntens ersparen ,la ,bruyre1 ,charactres cap4 ,,xi44 ,je tieferen ,eindruck der erste ,verkauf von ,negern in ,cumana auf uns gemacht hatte1 desto mehr wnschten wir uns ,glck1 da wir uns bei einem ,volk und auf einem ,continent befanden1 wo ein solches ,schauspiel sehr selten vorkommt und die ,zahl der ,sklaven im ,allgemeinen hchst unbedeutend ist4 ,dieselbe betrug im ,jahr #ahjj in den ,provinzen ,cumana und ,barcelona nicht ber sechstausend1 whrend man zur selben ,zeit die ,gesammtbevlkerung auf hundert und zehntausend schtzte4 ,der ,handel mit afrikanischen ,sklaven1 den die spanischen ,gesetze niemals begnstigt haben1 ist jetzt vllig bedeutungslos auf ,ksten1 wo im sechzehnten ,jahrhundert der ,handel mit amerikanischen ,sklaven schauerlich lebhaft war4 ,macarapan1 frher ,amaracapana genannt1 ,cumana1 ,araya und besonders ,neu-,cadix1 das auf dem ,eiland ,cubagua angelegt worden war1 konnten damals fr ,comptoirs gelten1 die zur ,betreibung des ,sklavenhandels errichtet waren4 ,girolamo ,benzoni aus ,mailand1 der im ,alter von zweiundzwanzig ,jahren nach ,terra ,firma gekommen war1 machte im ,jahr #aedb an den ,ksten von ,bordones1 ,cariaco und ,paria ,raubzge mit1 bei denen unglckliche ,eingeborene weggeschleppt wurden4 ,er erzhlt sehr naiv und oft mit einem ,gefhlsausdruck1 wie er bei den ,geschichtschreibern jener ,zeit selten vorkommt1 von den ,grausamkeiten1 die er mit angesehen4 ,er sah die ,sklaven nach ,neu-,cadix bringen1 wo sie mit dem ,glheisen auf ,stirne und ,armen gezeichnet und den ,beamten der ,krone der ,quint entrichtet wurde4 ,aus diesem ,hafen wurden sie nach ,haiti oder ,st4 ,domingo geschickt1 nachdem sie mehrmals die ,herren gewechselt1 nicht weil sie verkauft wurden1 sondern weil die ,soldaten mit ,wrfeln um sie spielten4 ,unser erster ,ausflug galt der ,halbinsel ,araya und jenen ehemals durch ,sklavenhandel und die ,perlenfischerei vielberufenen ,landstrichen4 ,am #ai4 ,august gegen zwei ,uhr nach ,mitternacht schifften wir uns bei der indischen ,vorstadt auf dem ,manzanares ein4 ,unser ,hauptzweck bei dieser kleinen ,reise war1 die ,trmmer des alten ,schlosses von ,araya zu besehen1 die ,salzwerke zu besuchen und auf den ,bergen1 welche die schmale ,halbinsel ,maniquarez bilden1 einige geologische ,untersuchungen anzustellen4 ,die ,nacht war kstlich khl1 ,schwrme leuchtender ,insekten ,elater noctilucus4 glnzten in der ,luft1 auf dem mit ,sesuvium bedeckten ,boden und in den ,mimosenbschen am ,flu4 ,es ist bekannt1 wie hufig die ,leuchtwrmer in ,italien und im ganzen mittaglichen ,europa sind2 aber ihr malerischer ,eindruck ist gar nicht zu vergleichen mit den zahllosen zerstreuten1 sich hin und her bewegenden ,lichtpunkten1 welche im heien ,erdstrich der ,schmuck der ,nchte sind1 wo einem ist1 als ob das ,schauspiel1 welches das ,himmelsgewlbe bietet1 sich auf der ,erde1 auf der ungeheuren ,ebene der ,grasfluren wiederholte4 ,als wir ,flu abwrts an die ,pflanzungen oder 99,charas99 kamen1 sahen wir ,freudenfeuer1 die ,neger angezndet hatten4 ,leichter1 gekruselter ,rauch stieg zu den ,gipfeln der ,palmen auf und gab der ,mondscheibe einen rthlichen ,schein4 ,es war ,sonntag ,nacht und die ,sklaven tanzten zur rauschenden1 eintnigen ,musik einer ,guitarre4 ,der ,grundzug im ,charakter der afrikanischen ,vlker von schwarzer ,rasse ist ein unerschpfliches ,ma von ,beweglichkeit und ,frohsinn4 ,nachdem er die ,woche ber hart gearbeitet1 tanzt und musicirt der ,sklave am ,feiertage dennoch lieber1 als da er ausschlft4 ,hten wir uns1 ber diese ,sorglosigkeit1 diesen ,leichtsinn hart zu urteilen1 wird ja doch dadurch ein ,leben voll ,entbehrung und ,schmerz verst4 ,die ,barke1 in der wir ber den ,meerbusen von ,cariaco fuhren1 war sehr gerumig4 ,man hatte groe ,jaguarfelle ausgebreitet1 damit wir bei ,nacht ruhen knnten4 ,noch waren wir nicht zwei ,monate in der heien ,zone1 und bereits waren unsere ,organe so empfindlich fr den kleinsten ,temperaturwechsel1 da wir vor ,frost nicht schlafen konnten4 ,zu unserer ,verwunderung sahen wir1 da der hunderttheilige ,thermometer auf #ba1h stand4 ,dieser ,umstand1 der allen1 die lange in beiden ,indien gelebt haben1 wohl bekannt ist1 verdient von den ,physiologen beachtet zu werden4 ,boucher erzhlt1 auf dem ,gipfel der ,montagne ,pele auf ,martiniques der ,berg ist nach verschiedenen ,angaben zwischen #fff und #gcf ,toisen hoch haben er und seine ,begleiter vor ,frost gebebt1 obgleich die ,wrme noch #ba ,grad betrug4 ,in der anziehenden ,reisebeschreibung des ,capitn ,bligh1 der in ,folge einer ,meuterei an ,bord des ,schiffes ,bounty zwlfhundert ,meilen in einer offenen ,schaluppe zurcklegen mute1 liest man1 da er zwischen dem zehnten und zwlften ,grad sdlicher ,breite weit mehr vom ,frost als vom ,hunger gelitten47#dd7 ,im ,januar #ahjc1 bei unserem ,aufenthalt in ,guayaquil1 sahen wir die ,eingeborenen sich ber ,klte beklagen und sich zudecken1 wenn der ,thermometer auf #bc1h fiel1 whrend sie bei #cj1e die ,hitze erstickend fanden4 ,es brauchte nicht mehr als sieben bis acht ,grad1 um die entgegengesetzten ,empfindungen von ,frost und ,hitze zu erzeugen1 weil an diesen ,ksten der ,sdsee die gewhnliche ,lufttemperatur #bh betrgt4 ,die ,feuchtigkeit1 mit der sich die ,leitungsfhigkeit der ,lust fr den ,wrmestoff ndert1 spielt bei diesen ,empfindungen eine groe ,rolle4 ,im ,hafen von ,guayaquil1 wie berall in der heien ,zone auf tief gelegenem ,boden1 khlt sich die ,lust nur durch ,gewitterregen ab1 und ich habe beobachtet1 da1 whrend der ,thermometer auf #bc1h fllt1 der ,deluc'sche ,hygrometer auf #ej-eb ,grad stehen bleibt2 dagegen steht er auf #cg bei einer ,temperatur von #cj1e4 ,in ,cumana hrt man bei starken ,regengssen in den ,straen schreien3 ,que hielo6 ,estoy emparamado67#de7 und doch fllt der dem ,regen ausgesetzte ,thermometer nur auf #ba1e4 ,aus allen diesen ,beobachtungen geht hervor1 da man zwischen den ,wendekreisen auf ,ebenen1 wo die ,lufttemperatur bei ,tag fast bestndig ber #bg ist1 bei ,nacht das ,bedrfni fhlt1 sich zuzudecken1 so oft bei feuchter ,luft der ,thermometer um #d-e ,grad fllt4 ,gegen acht ,uhr ,morgens stiegen wir an der ,landspitze von ,araya bei der ,neuen ,saline ans ,land4 ,ein einzelnes ,haus steht auf einer kahlen ,ebene neben einer ,batterie von drei ,kanonen1 auf die sich seit ,zerstrung des ,forts ,st4 ,jakob die ,verteidigung dieser ,kste beschrnkt4 ,der ,salineninspektor bringt sein ,leben in einer ,hngematte zu1 in der er den ,arbeitern seine ,befehle erteilt1 und eine ,lancha del rey 7knigliche ,barke7 fhrt ihm jede ,woche von ,cumana seine ,lebensmittel zu4 ,man wundert sich1 da bei einem ,salzwert1 das frher bei den ,englndern1 ,hollndern und anderen ,seemchten ,eifersucht erregte1 kein ,dorf oder auch nur ein ,hof liegt4 ,kaum findet man am ,ende der ,landspitze von ,araya ein paar armselige indianische ,fischerhtten4 ,man bersieht von hier aus zugleich das ,eiland ,cubagua1 die hohen ,berggipfel von ,margarita1 die ,trmmer des ,schlosses ,st4 ,jakob1 den ,cerro de la ,vela und das ,kalkgebirge des ,brigantin1 das gegen ,sden den ,horizont begrenzt4 ,wie reich die ,halbinsel ,araya an ,kochsalz ist1 wurde schon ,alonso ,nio bekannt1 als er im ,jahr #adii in ,colombo's1 ,djeda's und ,amerigo ,vespucci's ,fustapfen diese ,lnder besuchte4 ,obgleich die ,eingeborenen ,amerikas unter allen ,vlkern des ,erdballes am wenigsten ,salz verbrauchen1 weil sie fast allein von ,pflanzenkost leben1 scheinen doch bereits die ,guaykari im ,ton- und ,salzboden der 99,punta ,arenas99 gegraben zu haben4 ,selbst die jetzt die 99neuen99 genannten ,salzwerke1 am ,ende des ,vorgebirgs ,araya1 waren schon in der frhsten ,zeit in ,gang4 ,die ,spanier1 die sich zuerst auf ,cubagua und bald nachher auf der ,kste von ,cumana niedergelassen hatten1 beuteten schon zu ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts die ,salzsmpfe aus1 die sich als ,lagunen nordwestlich vom ,cerro de la ,vela hinziehen4 ,da das ,vorgebirge ,araya damals keine stndige ,bevlkerung hatte1 machten sich die ,hollnder den natrlichen ,reichtum des ,bodens zunutze1 den sie fr ein ,gemeingut aller ,nationen ansahen4 ,heutzutage hat jede ,kolonie ihre eigenen ,salzwerke und die ,schiffahrtskunst ist so weit fortgeschritten1 da die ,cadizer ,handelsleute mit geringen ,kosten spanisches und portugiesisches ,salz #aijj ,meilen #hejj km weit in die stliche ,halbkugel senden knnen1 um ,montevideo und ,buenos ,aires mit ihrem ,bedarf fr das ,einsalzen zu versorgen4 ,solche ,vortheile waren zur ,zeit der ,eroberung unbekannt2 die ,industrie in den ,colonien war damals noch so weit zurck1 dass das ,salz von ,araya mit groen ,kosten nach den ,antillen1 nach ,carthagena und ,portobelo verschifft wurde4 ,im ,jahr #afje schickte der ,madrider ,hof bewaffnete ,fahrzeuge nach ,punta ,araya1 mit dem ,befehl1 daselbst auf ,station zu liegen und die ,hollnder mit ,gewalt zu vertreiben4 ,diese fuhren nichts desto weniger fort heimlich ,salz zu holen1 bis man im ,jahr #afbb bei den ,salzwerken ein ,fort errichtete1 das unter dem ,namen ,castillo de ,santiago oder ,real ,fuerza de ,araya berhmt geworden ist4 ,die groen ,salzsmpfe sind auf den ltesten spanischen ,karten bald als ,bucht1 bald als ,lagune angegeben4 ,laet1 der seinen ,orbis novus im ,jahr #afcc schrieb und sehr gute ,nachrichten von diesen ,ksten hatte1 sagt sogar ausdrcklich1 die ,lagune sey von der ,see durch eine ber der ,fluthhhe gelegene ,landenge getrennt gewesen4 ,im ,jahr #agbf zerstrte ein auerordentliches ,ereigni die ,saline von ,araya und machte das ,fort1 das ber eine ,million harter ,piaster gekostet hatte1 unntz4 ,man sprte einen heftigen ,windsto1 eine groe ,seltenheit in diesen ,strichen1 wo die ,see meist nicht unruhiger ist als das ,wasser unserer ,flsse2 die ,fluth drang weit ins ,land hinein und durch den ,einbruch des ,meeres wurde der ,salzsee in einen mehrere ,meilen langen ,meerbusen verwandelt4 ,seitdem hat man nrdlich von der ,hgelkette1 welche das ,schlo von der ,nordkste der ,halbinsel trennt1 knstliche ,behlter oder ,kasten angelegt4 ,der ,salzverbrauch war in den ,jahren #agii und #ahjj in den beiden ,provinzen ,cumana und ,barcelona zwischen neun und zehn tausend ,fanegas1 jede zu sechzehn ,arrobas oder vier ,centnern4 ,dieser ,verbrauch ist sehr betrchtlich1 und es ergeben sich dabei1 wenn man #ej1jjj ,indianer abrechnet1 die nur sehr wenig ,salz verzehren1 sechzig ,pfund auf den ,kopf4 ,in ,frankreich rechnet man1 nach ,necker1 nur zwlf bis vierzehn ,pfund1 und der ,unterschied rhrt daher1 da man so viel ,salz zum ,einsalzen braucht4 ,das gesalzene ,ochsenfleisch1 99,tasajo99 genannt1 ist im ,handel von ,barcelona der vornehmste ,ausfuhrartikel4 ,von neun bis zehn tausend ,fanegas ,salz1 welche die beiden ,provinzen zusammen liefern1 kommen nur dreitausend vom ,salzwerk von ,araya2 das brige wird bei ,morro de ,barcelona1 ,pozuelos1 ,piritu und im 99,golfo triste99 aus ,meerwasser gewonnen4 ,in ,mexico liefert der einzige ,salzsee 99,pennon ,blanco99 jhrlich ber #bej1jjj ,fanegas unreines ,salz4 ,die ,provinz ,caracas hat schne ,salzwerke bei den ,klippen los ,noquez2 das frher aus der kleinen ,insel ,tortuga gelegene ist auf ,befehl der spanischen ,regierung zerstrt worden4 ,man grub einen ,kanal1 durch den das ,meer zu den ,salzsmpfen dringen konnte4 ,andere ,nationen1 die auf den kleinen ,antillen ,colonien haben1 besuchten diese unbewohnte ,insel1 und der ,madrider ,hof frchtete in seiner argwhnischen ,politik1 das ,salzwerk von ,tortuga mchte ,veranlassung zu einer festen ,niederlassung werden1 wodurch dem ,schleichhandel mit ,terra ,firma ,vorschub geleistet wrde4 ,die ,salzwerke von ,araya werden erst seit dem ,jahr #agib von der ,regierung selbst betrieben4 ,bis dahin waren sie in den ,hnden indianischer ,fischer1 die nach ,belieben ,salz bereiteten und verkauften1 wofr sie der ,regierung nur die mige ,summe von #cjj ,piastern bezahlten4 ,der ,preis der ,fanega war damals vier ,realen2 ,in dieser ,reisebeschreibung sind alle ,preise in harten ,piastern und ,silberrealen1 reales de plata ausgedrckt4 ,acht ,realen gehen auf einen harten ,piaster oder #aje ,sous franzsischen ,geldes4 aber das ,salz war sehr unrein1 grau1 und enthielt sehr viel salzsaure und schwefelsaure ,bittererde4 ,da zudem die ,ausbeutung von ,seiten der ,arbeiter uerst unregelmig betrieben wurde1 so fehlte es oft an ,salz zum ,einsalzen des ,fleisches und der ,fische1 das in diesen ,lndern fr den ,fortschritt des ,gewerbfleies von groem ,belang ist1 da das indianische niedere ,volk und die ,sklaven von ,fischen und etwas 99,tasajo99 leben4 ,seit die ,provinz ,cumana unter der ,intendauz von ,caracas steht1 besteht die ,salzregie1 und die ,fanega1 welche die ,guayqueries fr einen halben ,piaster verkauften1 kostet anderthalb ,piaster4 ,fr diese ,preiserhhung leistet nur geringen ,ersatz1 da das ,salz reiner ist und da die ,fischer und ,colonisten es das ganze ,jahr im ,ueberflu beziehen knnen4 ,die ,salinenverwaltung von ,araya brachte im ,jahr #agii dem ,schatze #hjjj ,piaster jhrlich ein4 ,aus diesen statistischen ,notizen geht hervor1 da die ,salzbereitung in ,araya1 als ,industriezweig betrachtet1 von keinem groen ,belang ist4 ,der ,thon1 aus dem zu ,araya das ,salz gewonnen wird1 kommt mit dem 99,salzthon99 berein1 der in ,berchtesgaden und in ,sdamerika in ,zipaquira mit dem ,steinsalz vorkommt4 ,das salzsaure ,natron ist in diesem ,thon nicht in sichtbaren ,theilchen eingesprengt1 aber sein ,vorhandenseyn lt sich leicht bemerklich machen4 ,wenn man die ,masse mit ,regenwasser netzt und der ,sonne aussetzt1 schiet das ,salz in groen ,krystallen an4 ,die ,lagune westlich vom ,schlo ,santiago zeigt alle ,erscheinungen1 wie sie von ,lepechin1 ,gmelin und ,pallas in den sibirischen ,salzseen beobachtet worden sind4 ,sie nimmt brigens nur das ,regenwasser auf1 das durch die ,thonschichten durchsickert und sich am tiefsten ,punkte der ,halbinsel sammelt4 ,so lange die ,lagune den ,spaniern und ,hollndern als ,salzwerk diente1 stand sie mit der ,see in keiner ,verbindung2 neuerdings hat man nun diese ,verbindung wieder aufgehoben1 indem man an der ,stelle1 wo das ,meer im ,jahr #agbf eingebrochen war1 einen ,faschinendamm anlegte4 ,nach groer ,trockenheit werden noch jetzt vom ,boden der ,lagune drei bis vier ,kubikfu groe ,klumpen krystallisirten1 sehr reinen salzsauren ,natrons heraufgefrdert4 ,das der brennenden ,sonne ausgesetzte ,salzwasser des ,sees verdunstet an der ,oberflche2 in der gesttigten ,lsung bilden sich ,salzkrusten1 sinken zu ,boden1 und da ,kristalle von derselben ,zusammensetzung und der gleichen ,gestalt einander anziehen1 so wachsen die kristallinischen ,massen von ,tag zu ,tag an4 ,man beobachtet im ,allgemeinen1 da das ,wasser berall1 wo sich ,lachen im ,thonboden gebildet haben1 salzhaltig ist4 ,im neuen ,salzwerk bei den ,batterien von ,araya leitet man allerdings das ,meerwasser in die ,kasten1 wie in den ,salzsmpfen im mittglichen ,frankreich2 aber auf der ,insel ,margarita bei ,pampadar wird das ,salz nur dadurch bereitet1 da man ses ,wasser den salzhaltigen ,thon auslaugen lt4 ,das ,salz1 das in ,thonbildungen enthalten ist1 darf nicht verwechselt werden mit dem ,salz1 das im ,sand am ,meeresufer vorkommt1 und das an den ,ksten der ,normandie ausgebeutet wird4 ,diese beiden ,erscheinungen haben1 aus geologischen ,gesichtspunkt betrachtet1 so gut wie nichts mit einander gemein4 ,ich habe salzhaltigen ,thon am ,meeresspiegel1 bei ,punta ,araya1 und in #bjjj ,toisen ,hhe in den ,cordilleren von ,neugrenada gesehen4 ,wenn derselbe am erstgenannten ,ort unter einer ,muschelbreccie von sehr neuer ,bildung liegt1 so tritt er dagegen bei ,ischl in ,oesterreich als mchtige ,schicht im ,alpenkalk auf1 der1 obgleich gleichfalls jnger als die ,existenz organischer ,wesen auf der ,erde1 doch sehr alt ist1 wie die vielen ,gebirgsglieder zeigen1 die ihm aufgelagert sind4 ,wir wollen nicht in ,zweifel ziehen1 da das reine das von ,wieliczka und ,peru oder mit salzhaltigem ,thon vermengte ,steinsalz das von ,hallein1 ,ischl und ,zipaquira der ,niederschlag eines alten ,meeres seyn knne2 alles weist aber darauf hin1 da es sich unter ,naturverhltnissen gebildet hat1 die sehr bedeutend abweichen muten von denen1 unter welchen die jetzigen ,meere in ,folge allmhliger ,verdunstung hie und da ein paar ,krner salzsauren ,natrons im ,ufersande niederschlagen4 ,wie der ,schwefel und die ,steinkohle sehr weit auseinander liegenden ,formationen angehren1 kommt auch das ,steinsalz bald im ,uebergangsgips1 bald im ,alpenkalk1 bald in einem mit sehr neuem ,muschelsandstein bedeckten ,salzthon 7,punta ,araya71 bald in einem ,gips vor1 der jnger ist als die ,kreide4 ,das neue ,salzwerk von ,araya besteht aus fnf ,behltern oder ,kasten1 von denen die grten eine regelmige ,form und #bcjj ,quadrattoisen ,oberflche haben4 ,die mittlere ,tiefe betrgt acht ,zoll4 ,man bedient sich sowohl des ,regenwassers1 das sich durch ,einsickerung am tiefsten ,punkt der ,ebene sammelt1 als des ,meerwassers1 das durch ,kanle hereingeleitet wird1 wenn der ,wind die ,see an die ,kste treibt4 ,dieses ,salzwerk ist nicht so gnstig gelegen wie die ,lagune4 ,das ,wasser1 das in die letztere fllt1 kommt von strker geneigten ,abhngen und hat ein greres ,bodenstck ausgelaugt4 ,die ,indianer pumpen mit der ,hand das ,meerwasser aus einem ,hauptbehlter in die ,kasten4 ,leicht liee sich indessen der ,wind als ,triebkraft bentzen1 da der ,seewind fortwhrend stark aus die ,kste blst4 ,man hat nie daran gedacht1 weder die bereits ausgelangte ,erde wegzuschaffen1 noch ,schachte im ,salzthon niederzutreiben1 um ,schichten aufzusuchen1 die reicher an salzsaurem ,natron sind4 ,die ,salzarbeiter klagen meist ber ,regenmangel1 und beim neuen ,salzwerk scheint es mir schwer auszumitteln1 welches ,quantum von ,salz allein auf ,rechnung des ,seewassers kommt4 ,die ,eingeborenen schtzen es aus ein ,sechstheil des ganzen ,ertrags4 ,die ,verdunstung ist sehr stark und wird durch den bestndigen ,luftzug gesteigert2 das ,salz wird aber auch am achtzehnten bis zwanzigsten ,tage1 nachdem man die ,behlter gefllt1 ausgezogen4 ,wir fanden 7am #ai4 ,august um #c ,uhr ,nachmittags7 die ,temperatur des ,salzwassers in den ,kasten #cb1e1 whrend die ,luft im ,schatten #bg1b und der ,sand an der ,kste in sechs ,zoll ,tiefe #db1e zeigte4 ,wir tauchten den ,thermometer in die ,see und sahen ihn zu unserer ,ueberraschung nur auf #bc steigen4 ,diese niedrige ,temperatur rhrt vielleicht von den ,untiefen her1 welche die ,halbinsel ,araya und die ,insel ,margarita umgeben1 und an deren ,abfllen sich tiefere ,wasserschichten mit den oberflchlichen vermischen4 ,obgleich das salzsaure ,natron aus der ,halbinsel ,araya nicht so sorgfltig bereitet wird als in den europischen ,salzwerken1 ist es dennoch reiner und enthlt weniger salzsaure und schwefelsaure ,erden4 ,wir wissen nicht1 ob diese ,reinheit dem ,antheil von ,salz1 den das ,meer liefert1 zuzuschreiben ist2 denn wenn auch die ,menge der im ,meerwasser gelsten ,salze hchst wahrscheinlich unter allen ,himmelsstrichen dieselbe ist17#df7 so wei man doch nicht1 ob auch das ,verhltnis zwischen dem salzsauren ,natron1 der salzsauren und schwefelsauren ,bittererde und dem schwefelsauren und kohlensauren ,kalk sich gleich bleibt4 ,nachdem wir die ,salinen besehen und unsere geodtischen ,arbeiten beendet hatten1 brachen wir gegen ,abend auf1 um einige ,meilen weiterhin in einer indianischen ,htte bei den ,trmmern des ,schlosses von ,araya die ,nacht zu zuzubringen4 ,unsere ,instrumente und unseren ,mundvorrat schickten wir voraus2 denn wenn wir von der groen ,hitze und der ,reverberation des ,bodens erschpft waren1 sprten wir in diesen ,lndern nur abends und in der ,morgenkhle ,elust4 ,wir wandten uns nach ,sd und gingen zuerst ber die kahle mit ,salzton bedeckte ,ebene und dann ber zwei aus ,sandstein bestehende ,hgelketten1 zwischen denen die ,lagune liegt4 ,die ,nacht berraschte uns1 whrend wir einen schmalen ,pfad verfolgten1 der einerseits vom ,meer1 andererseits von senkrechten ,felswnden begrenzt ist4 ,die ,flut war im raschen ,steigen und engte unseren ,weg mit jedem ,schritt mehr ein4 ,am ,fue des alten ,schlosses von ,araya angelangt lag ein ,naturbild mit einem melancholischen1 romantischen ,anstrich vor uns1 und doch wurde weder durch die ,khle des finsteren ,forstes1 noch durch die ,groartigkeit der ,pflanzengestalten die ,schnheit der ,trmmer gehoben4 ,sie liegen auf einem kahlen1 drren ,berge1 mit ,agaven1 ,sulenkaktus und ,mimosen bewachsen und gleichen nicht sowohl einem ,werke von ,menschenhand1 als vielmehr ,felsmassen1 die in den ltesten ,umwlzungen des ,erdballes zertrmmert worden4 ,wir wollten ,halt machen1 um das groartige ,schauspiel zu genieen und den ,untergang der ,venus zu beobachten1 deren ,scheibe von ,zeit zu ,zeit zwischen dem ,gemuer des ,schlosses erschien2 aber der ,mulatte1 der uns als ,fhrer diente1 wollte verdursten und drang lebhaft in uns1 umzukehren4 ,er hatte lngst gemerkt1 da wir uns verirrt hatten1 und da er hoffte1 durch die ,furcht auf uns zu wirken1 sprach er bestndig von ,tigern und ,klapperschlangen4 ,giftige ,reptilien sind allerdings beim ,schlosse ,araya sehr hufig1 und erst vor kurzem waren beim ,eingang des ,dorfes ,maniquarez zwei ,jaguars erlegt worden4 ,nach den aufbehaltenen ,fellen waren sie nicht viel kleiner als die ostindischen ,tiger4 ,vergeblich fhrten wir unserem ,fhrer zu ,gemt1 da diese ,tiere an einer ,kste1 wo die ,ziegen ihnen reichliche ,nahrung bieten1 keinen ,menschen anfallen2 wir muten nachgeben und hingehen1 woher wir gekommen waren4 ,nachdem wir drei ,viertelstunden ber einen von der steigenden ,flut bedeckten ,strand gegangen1 stie der ,neger zu uns1 der unsern ,mundvorrath getragen hatte2 da er uns nicht kommen sah1 war er unruhig geworden und uns entgegengegangen4 ,er fhrte uns durch ein ,gebsch von ,fackeldisteln zu der ,htte einer indianischen ,familie4 ,wir wurden mit der herzlichen ,gastfreundschaft aufgenommen1 die man in diesen ,lndern bei ,menschen aller ,kasten findet4 ,von auen war die ,htte1 in der wir unsere ,hngematten befestigten1 sehr sauber2 wir fanden daselbst ,fische1 ,bananen u4 dgl4 ,und1 was im heien ,landstrich ber die ausgesuchtesten ,speisen geht1 vortreffliches ,wasser4 ,des anderen ,tages bei ,sonnenaufgang sahen wir1 da die ,htte1 in der wir die ,nacht zugebracht1 zu einem ,haufen kleienr ,wohnungen am ,ufer des ,salzsees gehrte4 ,es sind dies die schwachen ,ueberbleibsel eines ansehnlichen ,dorfes1 das sich einst um das ,schlo gebildet4 ,die ,trmmer einer ,kirche waren halb im ,sand begraben und mit ,strauchwerk bewachsen4 ,nachdem im ,jahre #agfb das ,schlo von ,araya1 um die ,unterhaltungskosten der ,besatzung zu sparen1 gnzlich zerstrt worden war1 zogen sich die in der ,umgegend angesiedelten ,indianer und ,farbigen allmhlich nach ,maniquarez1 ,cariaco und in die indianische ,vorstadt von ,cumana4 ,nur wenige blieben aus ,anhnglichkeit an den ,heimathboden am wilden1 den ,ort4 ,diese armen ,leute leben vom ,fischfang1 der an den ,ksten und auf dem ,untiefen in der ,nhe uerst ergiebig ist4 ,sie schienen mit ihrem ,loos zufrieden und fanden die ,frage seltsam1 warum sie keine ,grten htten unsd keine nutzbaren ,gewchse bauten4 ,unsere ,grten1 sagten sie1 sind drben ber der ,meerenge2 wir bringen ,fische nach ,cumana und verschaffen uns dafr ,bananen1 ,cocosnsse und ,manioc4 ,diese ,wirtschaft1 die der ,trgheit zusagt1 ist in ,maniquarez und auf der ganzen ,halbinsel ,araya ,brauch4 ,der ,hauptreichtum der ,einwohner besteht in ,ziegen1 die sehr gro und schn sind4 ,sie laufen frei umher wie die ,ziegen auf dem ,pic von ,tenerifa2 sie sind vllig verwildert und man zeichnet sie wie die ,maultiere1 weil sie nach ,aussehen1 ,farbe und ,zeichnung nicht zu unterscheiden wren4 ,die wilden ,ziegen sind hellbraun und nicht verschiedenfarbig wie die zahmen4 ,wenn ein ,colonist auf der ,jagd eine ,ziege schiet1 die nicht seine eigene ist1 so bringt er sie sogleich dem ,nachbar1 dem sie gehrt4 ,zwei ,tage lang hrten wir als von einer selten vorkommenden ,niedertrchtigkeit davon sprechen1 da einem ,einwohner von ,maniquarez eine ,ziege abhanden gekommen1 und da wahrscheinlich eine ,familie in der ,nachbarschaft sich gthlich damit gethan habe4 ,dergleichen ,zge1 die fr groe ,sittenreinheit beim gemeinen ,volk sprechen1 kommen hufig auch in ,neu-,mexiko1 in ,canada und in den ,lndern westlich von den ,aleghanys vor4 ,unter den ,farbigen1 deren ,htten um den ,salzsee stehen1 befand sich ein ,schuhmacher von castilianischem ,blute4 ,er nahm uns mit dem ,ernst und der ,selbstgeflligkeit auf1 die unter diese ,himmelsstrichen fast allen ,leuten eigen sind1 die sich fr besonders begabt halten4 ,er war eben daran1 die ,sehne seines ,bogens zu spannen und ,pfeile zu spitzen1 um ,vgel zu schieen4 ,sein ,gewerbe als ,schuster konnte in einem ,lande1 wo die meisten ,leute barfu gehen1 nicht viel eintragen2 er beschwerte sich auch1 da das europische ,pulver so teuer sey und ein ,mann wie er zu denselben ,waffen greifen msse wie die ,indianer4 ,der ,mann war das gelehrte ,orakel des ,dorfs2 er wute1 wie sich das ,salz durch den ,einflu der ,sonne und des ,vollmonds bildet1 er kannte die ,vorzeichen der ,erdbeben1 die ,merkmale1 wo sich ,gold und ,silber im ,boden finden1 und die ,arzneipflanzen1 die er1 wie alle ,colonisten von ,chili bis ,californien1 in heie und kalte reizende oder schwchende1 sthenische oder asthenische nach ,browns ,system eintheilte4 ,er hatte die geschichtlichen ,ueberlieferungen des ,landes gesammelt1 und gab uns interessante ,notizen ber die ,perlen von ,cubagua1 welchen ,luxusartikel er hchst wegwerfend behandelte4 ,um uns zu zeigen1 wie bewandert er in der heiligen ,schrift sey1 fhrte er wohlgefllig den ,spruch ,hiobs an1 da ,weisheit hher zu wgen ist denn ,perlen4 ,seine ,philosophie ging nicht ber den engen ,kreis der ,lebensbedrfnisse hinaus4 ,ein derber ,esel1 der eine tchtige ,ladung ,bananen an den ,landungsplatz tragen knnte1 war das hchste ,ziel seiner ,wnsche4 ,nach einer langen ,rede ber die ,eitelkeit menschlicher ,herrlichkeit zog er aus einer ,ledertasche sehr kleine und trbe ,perlen und drang uns dieselben auf4 ,zugleich hie er uns1 es in unsere ,schreibtafel aufzuzeichnen1 da ein armer ,schuster von ,araya1 aber ein weier ,mann und von edlem castilischen ,blute1 uns etwas habe schenken knnen1 das drben ber dem ,meer fr eine groe ,kostbarkeit gelte4 ,ich komme dem ,versprechen1 das ich dem braven ,manne gab1 etwas spt nach und freue mich1 dabei bemerken zu knnen1 da seine ,uneigenntzigkeit ihm nicht gestattete1 irgend eine ,vergtung anzunehmen4 ,an der ,perlenkste sieht es allerdings so armselig aus1 wie im ,gold- und ,diamantenland1 in ,choco und ,brasilien2 aber mit dem ,elend paart sich hier nicht die zgellose ,gewinnsucht1 wie sie durch ,schtze des ,mineralreichs erzeugt wird4 ,die ,perlenmuschel ist auf den ,untiefen1 sie sich von ,kap ,paria zum ,kap ,vela erstrecken1 sehr hufig4 ,die ,insel ,margarita1 ,cubagua1 ,coche1 ,punta ,araya und die ,mndung des ,rio la ,hacha waren im sechzehnten ,jahrhundert berhmt1 wie im ,altertum der ,persische ,meerbusen und die ,insel ,taprobante4 ,strabo lib4 ,,xv4 ,plinius ,lib4 ,,ix1 c4 #ce1 ,lib4 ,,xii1 c4 #ah4 ,solinus1 ,polyhistor c4 #fh2 besonders ,athenaeus1 ,deipnosoph4 ,lib4 ,,iii1 c4 #de4 ,es ist nicht richtig1 wie mehrere ,geschichtsschreiber behaupten1 da die ,eingeborenen ,amerikas die ,perlen als ,luxusartikel nicht gekannt haben sollen4 ,die ,spanier1 die zuerst an ,terra ,firma landeten1 sahen bei den ,wilden ,hals- und ,armbnder1 und bei den zivilisierten ,vlkern in ,mexiko und ,peru waren ,perlen von schner ,form ungemein gesucht4 ,ich habe die ,basaltbste einer mexikanischen ,priesterin bekanntgemacht1 ,humboldt1 ,atlas pittoresque ,tafel #a und #b4 deren ,kopfputz1 der auch sonst mit der 99,calantica99 der ,isiskpfe ,aehnlichkeit hat1 mit ,perlen besetzt ist4 ,las ,casas und ,benzoni erzhlen1 und zwar nicht ohne ,uebertreibung1 wie grausam man mit den ,indianern und ,negwern umging1 die man zur ,perlenfischerei brauchte4 ,in der ersten ,zeit der ,eroberung lieferte die ,insel ,coche allein #aejj ,mark ,perlen monatlich4 ,der 99,quint991 den die kniglichen ,beamten vom ,ertrag an ,perlen erhoben1 belief sich auf #ae1jjj ,dukaten1 nach dem damaligen ,werth der ,metalle und in ,betracht des starken ,schmuggels eine sehr bedeutende ,summe4 ,bis zum ,jahre #aecj scheint sich der ,werth der nach ,europa gesendeten ,perlen im ,jahresdurchschnitt auf mehr als #hjj1jjj ,piaster belaufen zu haben4 ,um zu ermessen1 von welcher ,bedeutung dieser ,handelszweig in ,sevilla1 ,toledo1 ,antwerpen und ,genua seyn mochte1 mu man bedenken1 da zur selben ,zeit alle ,bergwerke ,amerikas nicht zwei ,millionen ,piaster lieferten und da die ,flotte ,ovandos fr unermelich reich galt1 weil sie gegen #bfjj ,mark ,silber fhrte4 ,die ,perlen waren desto gesuchter1 da der asiatische ,luxus auf zwei gerade entgegengesetzten ,wegen nach ,europa gedrungen war1 von ,konstantinopel her1 wo die ,palologen reich mit ,perlen gestickte ,kleider trugen1 und von ,granada her1 wo die maurischen ,knige saen1 an deren ,hof der ganze asiatische ,prunk herrschte4 ,die ostindischen ,perlen waren geschtzter als die westindischen2 indessen kamen doch die letzteren in der ersten ,zeit nach der ,entdeckung von ,amerika in ,menge in den ,handel4 ,in ,italien wie in ,spanien wurde die ,insel ,cubagua das ,ziel zahlreicher ,handelsunternehmungen4 ,benzoni erzhlt1 was einem gewissen ,ludwig ,lampagnano begegnete1 dem ,karl der ,fnfte das ,privilegium ertheilt hatte1 mit fnf ,caravelen an die ,kste von ,cumana zu gehen und ,perlen zu fischen4 ,die ,ansiedler schickten ihn mit der kecken ,antwort heim1 der ,kaiser gehe mit etwas1 das nicht sein gehre1 allzu freigebig um2 es stehe ihm nicht das ,recht zu1 ber ,austern zu verfgen1 die auf dem ,meeresboden leben4 ,gegen das ,ende des sechzehnten ,jahrhunderts nahm die ,perlenfischerei rasch ab1 und nach ,laets ,angabe7#dg7 hatte sie im ,jahr #afcc lngst aufgehrt4 ,durch den ,gewerbflei der ,venediger1 welche die echten ,perlen tuschen nachmachten1 und den starken ,gebrauch der geschnittenen ,diamanten ,das ,schneiden der ,diamanten wurde im ,jahre #adef von ,ludwig de ,berquen erfunden2 in allgemeinen ,gebrauch kam es aber erst im folgenden ,jahrhundert4 wurden die ,fischereien in ,cubagua weniger eintrglich4 ,zugleich wurden die ,perlenmuscheln seltener1 nicht wie man nach der ,volkssage glaubt1 weil die ,tiere vom ,gerusch der ,ruder verscheucht wurden1 sondern1 weil man im ,unverstand die ,muscheln zu ,tausenden abgerissen und so ihrer ,fortpflanzung ,einhalt getan hatte4 ,die ,perlenmuschel ist noch von zarterer ,constitution als die meisten andern kopflosen ,weichthiere4 ,auf der ,insel ,ceylon1 wo in der ,bucht von ,condeatchy die ,perlenfischerei sechshundert ,taucher beschftigt und der jhrliche ,ertrag ber eine halbe ,million steigt1 hat man das ,thier vergeblich auf andere ,kstenpunkte zu verpflanzen gesucht4 ,die ,regierung gestattet die ,fischerei nur einen ,monat lang1 whrend man in ,cubagua die ,muschelbank das ganze ,jahr hindurch ausbeutete4 ,um sich eine ,vorstellung davon zu machen1 in welchem ,mae die ,taucher unter diesem ,thiergeschlecht aufrumen1 mu man bedenken1 da manches ,fahrzeug in zwei1 drei ,wochen ber #ce1jjj ,muscheln aufnimmt4 ,das ,thier lebt nur neun bis zehn ,jahre und die ,perlen fangen erst im vierten ,jahre an zum ,vorschein zu kommen4 ,in #aj1jjj ,muscheln ist oft nicht ,eine werthvolle ,perle4 ,nach der ,sage ffneten die ,fischer auf der ,bank bei der ,insel ,margarita die ,muscheln ,stck fr ,stck2 auf ,ceylon schttet man die ,thiere aus und lt sie faulen1 und um die ,perlen zu gewinnen1 welche nicht an den ,schalen hngen1 wascht man die ,haufen thierischen ,gewebes aus1 gerade wie man in den ,minen den ,sand auswascht1 der ,gold- oder ,zinngeschiebe oder ,diamanten enthlt4 ,gegenwrtig bringt das spanische ,amerika nur noch die ,perlen in den ,handel1 die aus dem ,meerbusen von ,panama und von der ,mndung des ,rio de la ,hacha kommen4 ,auf den ,untiefen um ,cubagua1 ,coche und ,margarita ist die ,fischerei aufgegeben1 wie an der californischen ,kste47#dh7 ,man glaubt in ,cumana1 die ,perlenmuschel habe sich nach zweihundertjhriger ,ruhe wieder bedeutend vermehrt ,im ,jahr #ahab sind bei ,margarita einige ,versuche gemacht worden1 die ,perlenfischerei wieder aufzunehmen1 und man fragt sich1 warum die ,perlen1 die man jetzt in ,muscheln findet1 die an den ,fischnetzen hngen bleiben ,die ,einwohner von ,araya verkaufen zuweilen solche kleine ,perlen an die ,kaufleute von ,cumana4 ,der gewhnliche ,preis ist ein ,piaster fr das ,dutzend41 so klein sind und so wenig ,glanz haben1 whrend man bei der ,ankunft der ,spanier sehr schne bei den ,indianern fand1 die doch schwerlich darnach tauchten4 ,diese ,frage ist desto schwerer zu beantworten da wir nicht wissen1 ob etwa ,erdbeben die ,beschaffenheit des ,seebodens verndert haben1 oder ob ,richtungsnderungen in untermeerischen ,strmen auf die ,temperatur des ,wassers oder auf die ,hufigkeit gewisser ,weichthiere1 von denen sich die ,muscheln nhren1 ,einflu geuert haben4 ,am #bj4 ,morgens fhrte uns der ,sohn unseres ,wirths1 ein sehr krftiger ,indianer1 ber den ,barigon und ,caney ins ,dorf ,maniquarez4 ,es waren vier ,stunden ,weges4 ,durch das ,rckprallen der ,sonnenstrahlen vom ,sand stieg der ,thermometer auf #ca4c4 ,die ,sulenkaktus1 die am ,wege stehen1 geben der ,landschaft einen grnen ,schein1 ohne ,khle und ,schatten zu bieten4 ,unser ,fhrer setzte sich1 ehe er eine ,meile #e km gegangen war1 jeden ,augenblick nieder4 ,im ,schatten eines schnen ,tamarindenbaumes bei den ,casas de la ,vela wollte er sich gar niederlegen1 um den ,anbruch der ,nacht abzuwarten4 ,ich hebe diesen ,charakterzug hervor1 da er einem berall entgegentritt1 so oft man mit den ,indianern reist1 und zu den irrigsten ,vorstellungen von der ,krperverfassung der verschiedenen ,menschenracen ,anla gegeben hat4 ,der kupferfarbene ,eingeborene1 der besser als der reisende ,europer an die glhende ,hitze des ,himmelsstriches gewhnt ist1 beklagt sich nur deshalb mehr darber1 weil ihn kein ,reiz antreibt4 ,geld ist keine ,lockung fr ihn1 und hat er sich je einmal durch ,gewinnsucht verfhren lassen1 so reut ihn sein ,entschlu1 sobald er auf dem ,wege ist4 ,derselbe ,indianer aber1 der sich beklagt1 wenn man ihm beim ,botanisieren eine ,pflanzenbchse zu tragen gibt1 treibt einen ,kahn gegen die rascheste ,strmung und rudert so vierzehn bis fnfzehn ,stunden in einem fort1 weil er sich zu den ,seinen zurcksehnt4 ,will man die ,muskelkraft der ,vlker richtig schtzen lernen1 mu man sie unter ,umstnden beobachten1 wo ihre ,handlungen durch einen gleich krftigen ,willen bestimmt werden4 ,wir besahen in der ,nhe die ,trmmer des ,schlosses ,santiago1 das durch seine ausnehmend feste ,bauart merkwrdig ist4 ,die ,mauern aus behauenen ,steinen sind fnf ,fu dick2 man mute sie mit ,minen sprengen2 man sieht noch ,mauerstcke von sieben-1 achthundert ,quadratfu1 die kaum einen ,ri zeigen4 ,unser ,fhrer zeigte uns eine ,cisterne 7el aljibe71 die dreiig ,fu tief ist und1 obgleich ziemlich schadhaft1 den ,bewohnern der ,halbinsel ,araya ,wasser liefert4 ,diese ,cisterne wurde im ,jahr #afha vom ,statthalter ,don ,juan ,padilla ,guardiola vollendet1 demselben1 der in ,cumana das kleine ,fort ,santa ,maria gebaut hat4 ,da der ,behlter mit einem ,gewlbe im ,rundbogen geschlossen ist1 so bleibt das ,wasser darin frisch und sehr gut4 ,conserven1 die den ,kohlenwasserstoff zersetzen und zugleich ,wrmern und ,insekten zum ,aufenthalt dienen1 bilden sich nicht darin4 ,jahrhunderte lang hatte man geglaubt1 die ,halbinsel ,araya habe gar keine ,quellen sen ,wassers1 aber im ,jahr #agig haben die ,einwohner von ,maniquarez nach langem vergeblichem ,suchen doch solches gefunden4 ,als wir ber die kahlen ,hgel am ,vorgebirge ,cirial gingen1 sprten wir einen starken ,berglgeruch4 ,der ,wind kam vom ,orte her1 wo die ,berglquellen liegen1 deren schon die ersten ,beschreibungen dieser ,lnder erwhnen4 -- ,das ,tpfergeschirr von ,maniquarez ist seit unvordenklicher ,zeit berhmt1 und dieser ,industriezweig ist ganz in den ,hnden der ,indianerweiber4 ,es wird noch gerade so fabriziert wie vor der ,eroberung4 ,dieses ,verfahren ist einerseits eine ,probe vom ,zustand der ,knste in ihrer ,kindheit und andererseits von der ,starrheit der ,sitten1 die allen eingeborenen ,vlkern ,amerikas als ein ,charakterzug eigen ist4 ,in dreihundert ,jahren konnte die ,tpferscheibe keinen ,eingang auf einer ,kste finden1 die von ,spanien nur dreiig bis vierzig ,tagreisen zur ,see entfernt ist4 ,die ,eingeborenen haben eine dunkle ,vorstellung davon1 da es ein solches ,werkzeug gibt1 und sie wrden sich desselben bedienen1 wenn man ihnen das ,muster in die ,hand gbe4 ,die ,thongruben sind eine halbe ,meile stlich von ,maniquarez4 ,dieser ,thon ist das ,zersetzungsprodukt eines durch ,eisenoxyd roth gefrbten ,glimmerschiefers4 ,die ,indianerinnen nehmen vorzugsweise solchen1 der viel ,glimmer enthlt4 ,sie formen mit groem ,geschick ,gefe von zwei bis drei ,fu ,durchmesser mit sehr regelmiger ,krmmung4 ,da sie den ,brennofen nicht kennen1 so schichten sie ,strauchwerk von ,desmanthus1 ,cassia und baumartiger ,capparis um die ,tpfe und brennen sie in freier 4 ,luft4 ,weiter westwrts von der ,thongrube liegt die ,schlucht der 99,mina99 7,bergwerk74 ,nicht lange nach der ,eroberung sollen venetianische ,goldschrfer dort ,gold aus dem ,glimmerschiefer gewonnen haben4 ,dieses ,metall scheint hier nicht auf ,quarzgngen vorzukommen1 sondern im ,gestein eingesprengt zu seyn1 wie zuweilen im ,granit und ,gnei4 ,wir trafen in ,maniquarez ,kreolen1 die von einer ,jagdpartie auf ,cubagua kamen4 ,die ,hirsche von der kleinen ,art sind auf diesem unbewohnten ,eilande so hufig1 da man tglich drei und vier schieen kann4 ,ich wei nicht1 wie die ,thiere hinbergekommen sind2 denn ,laet und andere ,chronisten des ,landes1 die von der ,grndung von ,neucadix berichten1 sprechen nur von der ,menge ,kaninchen auf der ,insel4 ,der 99,venado99 auf ,cubagua gehrt zu einer der vielen kleinen amerikanischen ,hirscharten1 die von den ,zoologen lange unter dem allgemeinen ,namen ,cervus ,americanus zusammengeworfen wurden4 ,er scheint mir nicht identisch mit der ,biche des ,savanes von ,guadeloupe oder dem 99,guazuti99 in ,paraguay1 der auch in ,rudeln lebt4 ,sein ,fell ist auf dem ,rcken rothbraun1 am ,bauche wei2 es ist gefleckt1 wie beim ,axis4 ,in den ,ebenen am ,cari zeigte man uns als eine groe ,seltenheit in diesen heien ,lndern eine weie ,spielart4 ,es war eine ,hirschkuh von der ,gre des europischen ,rehs und von uerst zierlicher ,gestalt4 99,albinos99 kommen in der ,neuen ,welt sogar unter den ,tigern vor4 ,azara sah einen ,jaguar1 auf dessen ganz weiem ,fell man nur hier und da gleichsam einen ,schatten von den runden ,flecken sah4 ,fr den merkwrdigsten1 man kann sagen fr den wunderbarsten aller ,naturkrper auf der ,kste von ,araya gilt beim ,volke der 99,augenstein991 ,piedra de los ojos4 ,dieses ,gebilde aus ,kalkerde ist in aller ,munde2 nach der ,volksphysik ist es ein ,stein und ein ,thier zugleich4 ,man findet es im ,sande1 und da rhrt es sich nicht2 nimmt man es aber einzeln auf und legt es auf eine ebene ,flche1 z4 ,b4 auf einen ,zinn- oder ,fayence-,teller1 so bewegt es sich1 sobald man es durch ,citronsaft reizt4 ,steckt man es ins ,auge1 so dreht sich das angebliche ,tier um sich selbst und schiebt jeden fremden ,krper heraus1 der zufllig ins ,auge geraten ist4 ,auf der neuen ,saline und im ,dorfe ,maniquarez brachte man uns solche ,augensteine zu ,hunderten1 und die ,eingeborenen machten uns den ,versuch mit dem ,citronsaft eifrig vor4 ,man wollte uns ,sand in die ,augen bringen1 damit wir uns selbst von der ,wirksamkeit des ,mittels berzeugten4 ,wir sahen alsbald1 da diese ,steine die dnnen1 porsen ,deckel kleiner einschaliger ,muscheln sind4 ,sie haben #a-d ,linien ,durchmesser2 die eine ,flche ist eben1 die andere gewlbt4 ,diese ,kalkdeckel brausen mit ,zitronensaft auf und rcken von der ,stelle1 indem sich die ,kohlensure entwickelt4 ,in ,folge hnlicher ,reaction bewegt sich zuweilen das ,brod im ,backofen auf wagerechter ,flche1 was in ,europa zum ,volksglauben an bezauberte ,oefen ,anla gegeben hat4 ,die pietras de los ojos wirken1 wenn man sie ins ,auge schiebt1 wie die kleinen ,perlen und verschiedene runde ,samen1 deren sich die ,wilden in ,amerika bedienen1 um den ,thrnenflu zu steigern4 ,diese ,erklrungen waren aber gar nicht nach dem ,geschmack der ,einwohner von ,araya4 ,die ,natur erscheint dem ,menschen desto grer1 je geheimnivoller sie ist1 und die ,volksphysik weist alles von sich1 was einfach ist4 ,ostwrts von ,maniquarez an der ,sdkste liegen nahe an einander drei ,landzungen1 genannt ,punta de ,soto1 ,punta de la ,brea und ,punta ,guaratarito4 ,in dieser ,gegend besteht der ,meeresboden offenbar aus ,glimmerschiefer1 und aus dieser ,gebirgsart entspringt bei ,punta de la ,brea1 aber achtzig ,fu vom ,ufer1 eine 99,naphthaquelle991 deren ,geruch sich weit in die ,halbinsel hinein verbreitet4 ,man mute bis zum halben ,leibe ins ,wasser gehen1 um die interessante ,erscheinung in der ,nhe zu beobachten4 ,das ,wasser ist mit ,zostera bedeckt1 und mitten in einer sehr groen ,bank dieses ,gewchses sieht man einen freien runden ,fleck von drei ,fu ,durchmesser1 auf dem einzelne ,massen von ,ulva lactuca schwimmen4 ,hier kommen die ,quellen zu ,tag4 ,der ,boden des ,meerbusens ist mit ,sand bedeckt1 und das ,bergl1 das durchsichtig und von gelber ,farbe der eigentlichen ,naphtha nahe kommt1 sprudelt stoweise unter ,entwicklung von ,luftblasen hervor4 ,stampft man den ,boden mit den ,fen fest1 so sieht man die kleinen ,quellen wegrcken4 ,die ,naphtha bedeckt das ,meer ber tausend ,fu #cbj m weit4 ,nimmt man an1 da das ,fallen der ,schichten sich gleich bleibt1 so mu der ,glimmerschiefer wenige ,toisen unter dem ,sande liegen4 ,der ,salzthon von ,araya enthlt festes1 zerreibliches ,bergl4 ,dieses geologische ,verhltni zwischen salzsaurem ,natron und ,erdpech kommt in allen ,steinsalzgruben und bei allen ,salzquellen vor2 aber als ein hchst merkwrdiger ,fall erscheint das ,vorkommen einer ,naphtaquelle in einer ,urgebirgsart4 ,alle bis jetzt bekannten gehren secundren ,formationen an1 und dieser ,umstand schien fr die ,annahme zu sprechen1 da alles mineralische ,harz ,produkt der ,zersetzung von ,pflanzen und ,thieren oder des ,brandes der ,steinkohlen sey4 ,auf der ,halbinsel ,araya aber fliet ,naphtha aus dem ,urgebirge selbst1 und diese ,erscheinung wird noch bedeutender1 wenn man bedenkt1 da in diesem ,urgebirge der ,herd des unterirdischen ,feuers ist1 da man am ,rande brennender ,krater zuweilen ,naphthageruch bemerkt1 und da die meisten heien ,quellen ,amerikas aus ,gneis und ,glimmerschiefer hervorbrechen4 ,nachdem wir uns in der ,umgegend von ,maniquarez umgesehen1 bestiegen wir ein ,fischerboot1 um nach ,cumana zurckzukehren4 ,nichts zeigt so deutlich1 wie ruhig die ,see in diesen ,strichen ist1 als die ,kleinheit und der schlechte ,zustand dieser ,khne1 die ein sehr hohes ,segel fhren4 ,der ,kahn1 den wir ausgesucht hatten1 weil er noch am wenigsten beschdigt war1 zeigte sich so leck1 da der ,sohn des ,steuermannes fortwhrend mit einer ,tutuma1 der ,frucht der ,crescentia cujete1 das ,wasser ausschpfen mute4 ,es kommt im ,meerbusen von ,cariaco1 besonders nordwrts von der ,halbinsel ,araya1 nicht selten vor1 da die mit ,kokosnssen beladenen ,piroguen umschlagen1 wenn sie zu nahe am ,winde gerade gegen den ,wellenschlag steuern4 ,vor solchen ,unfllen frchten sich aber nur ,reisende1 die nicht gut schwimmen knnen2 denn wird die ,pirogue von einem indianischen ,fischer mit seinem ,sohne gefhrt1 so dreht der ,vater den ,kahn wieder um und macht sich daran1 das ,wasser hinauszuschaffen1 whrend der ,sohn schwimmend die ,kokosnsse zusammenholt4 ,in weniger als einer ,viertelstunde ist die ,pirogue wieder unter ,segel1 ohne da der ,indianer in seinem unerschpflichen ,gleichmut eine ,klage htte hren lassen4 ,die ,einwohner von ,araya1 die wir auf der ,rckkehr vom ,orinoco noch einmal besuchten1 haben nicht vergessen1 da ihre ,halbinsel einer der ,punkte ist1 wo sich am frhesten ,castilianer niedergelassen4 ,sie sprechen gerne von der ,perlenfischerei1 von den ,ruinen des ,schlosses ,santiago1 das1 wie sie hoffen1 einst wieder aufgebaut wird1 berhaupt von dem1 was sie den ehemaligen ,glanz des ,landes nennen4 ,in ,china und ,japan gilt alles1 was man erst seit zweitausend ,jahren kennt1 fr neue ,erfindung2 in den europischen ,niederlassungen erscheint ein ,ereigni1 das dreihundert ,jahre1 bis zur ,entdeckung von ,amerika hinausreicht1 als ungemein alt4 ,dieser ,mangel an alter ,ueberlieferung1 der den jungen ,vlkern in den ,vereinigten ,staaten wie in den spanischen und portugiesischen ,besitzungen eigen ist1 verdient alle ,beachtung4 ,er hat nicht nur etwas ,peinliches fr den ,reisenden1 der sich dadurch um den hchsten ,genu der ,einbildungskraft gebracht sieht1 er uert auch seinen ,einflu auf die mehr oder minder starken ,bande1 die den ,colonisten an den ,boden fesseln1 auf dem er wohnt1 an die ,gestalt der ,felsen1 die seine ,htte umgeben1 an die ,bume1 in deren ,schatten seine ,wiege gestanden4 ,bei den ,alten1 z4 ,b4 bei ,phniziern und ,griechen1 gingen ,ueberlieferungen und geschichtliches ,bewutseyn des ,volks vom ,mutterland auf die ,colonien ber1 erbten dort von ,geschlecht zu ,geschlecht fort und uerten fortwhrend den besten ,einflu auf ,geist1 ,sitten und ,politik der ,ansiedler4 ,das ,klima in jenen ersten ,niederlassungen ber dem ,meere war vom ,klima des ,mutterlandes nicht sehr verschieden4 ,die ,griechen in ,kleinasien und aus ,sicilien entfremdeten sich nicht den ,einwohnern von ,argos1 ,athen und ,corinth1 von denen abzustammen ihr ,stolz war4 ,groe ,uebereinstimmuug in ,sitte und ,brauch that das ihrige dazu1 eine ,verbindung zu befestigen1 die sich auf religise und politische ,interessen grndete4 ,hufig opferten die ,colonien die ,erstlinge ihrer ,ernten in den ,tempeln der ,mutterstdte1 und wenn durch einen unheilvollen ,zufall das heilige ,feuer auf den ,altren von ,hestia erloschen war1 so schickte man von hinten in ,jonien nach ,griechenland und lie es aus den ,prytaneen wieder holen4 ,ueberall1 in ,cyrenaica wie an den ,ufern des ,sees ,motis1 erhielten sich die alten ,ueberlieserungen des ,mutterlandes4 ,andere ,erinnerungen1 die gleich mchtig zur ,einbildungskraft sprechen1 hafteten an den ,colonien selbst4 ,sie hatten ihre heiligen ,haine1 ihre ,schutzgottheiten1 ihren lokalen ,mythenkreis2 sie hatten1 was den ,dichtungen der frhesten ,zeitalter ,leben und ,dauer verleiht1 ihre ,dichter1 deren ,ruhm selbst ber das ,mutterland ,glanz verbreitete4 ,dieser und noch mancher andern ,vortheile entbehren die heutigen ,ansiedlungen4 ,die meisten wurden in einem ,landstrich gegrndet1 wo ,klima1 ,naturprodukte1 der ,anblick des ,himmels und der ,landschaft ganz anders sind als in ,europa4 ,wenn auch der ,ansiedler ,bergen1 ,flssen1 ,thlern ,namen beilegt1 die an vaterlndische ,landschaften erinnern1 diese ,namen verlieren bald ihren ,reiz und sagen den nachkommenden ,geschlechtern nichts mehr4 ,in fremdartiger ,naturumgebung erwachsen aus neuen ,bedrfnissen andere ,sitten2 die geschichtlichen ,erinnerungen verblassen allmhlich1 und die sich erhalten1 knpfen sich fortan gleich ,phantasiegebilden weder an einen bestimmten ,ort1 noch an eine bestimmte ,zeit4 ,der ,ruhm ,don ,pelagio's und des ,cid ,campeador ist bis in die ,gebirge und ,wlder ,amerikas gedrungen2 dem ,volk kommen je zuweilen diese glorreichen ,namen auf die ,zunge1 aber sie schweben seiner ,seele vor wie ,wesen aus einer idealen ,welt1 aus dem ,dmmer der ,fabelzeit4 ,der neue ,himmel1 das ganz vernderte ,klima1 die physische ,beschaffenheit des ,landes wirken weit strker auf die gesellschaftlichen ,zustnde in den ,colonien ein1 als die gnzliche ,trennung vom ,mutterland4 ,die ,schifffahrt hat im neuerer ,zeit solche ,fortschritte gemacht1 da die ,mndungen des ,orinoco und ,rio de la ,plata nher bei ,spanien zu liegen scheinen1 als einst der ,phasis und ,tartessus von den griechischen und phnicischen ,ksten4 ,man kann auch die ,bemerkung machen1 da sich in gleich weit von ,europa entfernten ,lndern ,sitten und ,ueberlieferungen desselben im gemigten ,erdstrich und auf dem ,rcken der ,gebirge unter dem ,aequator mehr erhalten haben1 als in den ,tieflndern der heien ,zone4 ,die ,aehnlichkeit der ,naturumgebung trgt in gewissem ,grad dazu bei1 innigere ,beziehungen zwischen den ,colonisten und dem ,mutterland aufrecht zu erhalten4 ,dieser ,einflu physischer ,ursachen auf die ,zustnde jugendlicher gesellschaftlicher ,vereine tritt besonders auffallend hervor1 wenn es sich von ,gliedern desselben ,volksstannnes handelt1 die sich noch nicht lange getrennt haben4 ,durchreist man die neue ,welt1 so meint man berall da1 wo das ,klima den ,anbau des ,getreides gestattet1 mehr ,ueberlieferungen1 einem lebendigeren ,andenken an das ,mutterlaud zu begegnen4 ,in dieser ,beziehung kommen ,pennsylvanien1 ,neu-,mexico und ,chili mit den hochgelegenen ,plateaus von ,quito und ,neuspanien berein1 die mit ,eichen und ,fichten bewachsen sind4 ,bei den ,alten waren die ,geschichte1 die religisen ,vorstellungen und die physische ,beschaffenheit des ,landes durch unauslsliche ,bande verknpft4 ,um die ,landschaften und die alten brgerlichen ,strme des ,mutterlandes zu vergessen1 htte der ,ansiedler auch dem von seinen ,voreltern berlieferten ,gtterglauben entsagen mssen4 ,bei den neueren ,vlkern hat die ,religion1 so zu sagen1 keine ,localfarbe mehr4 ,das ,christenthum hat den ,kreis der ,vorstellungen erweitert1 es hat alle ,vlker darauf hingewiesen1 da sie ,glieder ,einer ,familie sind1 aber eben damit hat es das ,nationalgefhl geschwcht2 es hat in beiden ,welten die uralten ,ueberlieferungen des ,morgenlandes verbreitet1 neben denen1 die ihm eigenthmlich angehren4 ,vlker von ganz verschiedener ,herkunft und vllig abweichender ,mundart haben damit gemeinschaftliche ,erinnerungen erhalten1 und wenn durch die ,missionen in einem groen ,theil des neuen ,festlandes die ,grundlagen der ,cultur gelegt worden sind1 so haben eben damit die christlichen kosmogonischen und religisen ,vorstellungen ein merkbares ,uebergewicht ber die rein nationalen ,erinnerungen erhalten4 ,noch mehr3 die amerikanischen ,colonien sind fast durchaus in ,lndern angelegt1 wo die dahingegangenen ,geschlechter kaum eine ,spur ihres ,daseyns hinterlassen haben4 ,nordwrts vom ,rio ,gila1 an den ,usern des ,missouri1 auf den ,ebenen1 die sich im ,osten der ,anden ausbreiten1 gehen die ,ueberlieferungen nicht ber ein ,jahrhundert hinauf4 ,in ,peru1 in ,guatimala und in ,mexico sind allerdings ,trmmer von ,gebuden1 historische ,malereien und ,bildwerke ,zeugen der alten ,kultur der ,eingeborenen2 aber in einer ganzen ,provinz findet man kaum ein paar ,familien1 die einen klaren ,begriff von der ,geschichte der ,incas und der mexikanischen ,frsten haben4 ,der ,eingeborene hat seine ,sprache1 seine ,tracht und seinen ,volkscharakter behalten2 aber mit dem ,aufhren des ,gebrauches der ,quippus und der symbolischen ,malereien1 durch die ,einfhrung des ,christentums und andere ,umstnde1 die ich anderswo auseinander gesetzt1 sind die geschichtlichen und religisen ,ueberlieferungen allmhlich untergegangen4 ,andererseits sieht der ,ansiedler von europischer ,abkunft verchtlich auf alles herab1 was sich auf die unterworfenen ,vlker bezieht4 ,er sieht sich in die ,mitte gestellt zwischen die frhere ,geschichte des ,mutterlandes und die seines ,geburtslandes1 und die eine ist ihm so gleichgltig wie die andere2 in einem ,klima1 wo bei dem geringen ,unterschied der ,jahreszeiten der ,ablauf der ,jahre fast unmerklich wird1 berlt er sich ganz dem ,genusses der ,gegenwart und wirft selten einen ,blick in ,vergangene ,zeiten4 ,aber auch welch ein ,abstand zwischen der eintnigen ,geschichte neuerer ,niederlassungen und dem lebenvollen ,bilde1 das ,gesetzgebung1 ,sitten und politische ,strme der alten ,colonien darbieten6 ,ihre durch abweichende ,regierungsformen verschieden gefrbte geistige ,bildung machte nicht selten die ,eifersucht der ,mutterlnder rege4 ,durch diesen glcklichen ,wetteifer gelangten ,kunst und ,literatur in ,jonien1 ,grogriechenland und ,sicilien zur herrlichsten ,entwicklung4 ,heutzutage dagegen haben die ,colonien weder eine eigene ,geschichte noch eine eigene ,literatur4 ,die in der neuen ,welt haben fast nie mchtige ,nachbarn gehabt1 und die gesellschaftlichen ,zustnde haben sich immer nur allgemach umgewandelt4 ,des politischen ,lebens bar1 haben diese ,handels- und ,ackerbaustaaten an den groen ,welthndeln immer nur passiven ,antheil genommen4 ,die ,geschichte der neuen ,kolonien hat nur zwei merkwrdige ,ereignisse aufzuweisen1 ihre ,grndung und ihre ,trennung vom ,mutterlande4 ,da ,erstere ist reich an ,erinnerungen1 die sich wesentlich an die von den ,colonisten bewohnten ,lnder knpfen2 aber statt ,bilder des friedlichen ,fortschrittes des ,gewerbefleies und der ,entwickelung der ,gesetzgebung in den ,kolonien vorzufhren1 erzhlt diese ,geschichte nur von verbtem ,unrecht und von ,gewaltthaten4 ,welchen ,reiz knnen jene auerordentlichen ,zeiten haben1 wo die ,spanier unter ,carls ,v4 ,regierung mehr ,mut als sittliche ,kraft entwickelten1 und die ritterliche ,ehre wie der kriegerische ,ruhm durch ,fanatismus und ,golddurst befleckt wurden8 ,die ,colonisten sind von sanfter ,gemthsart1 sie sind durch ihre ,lage den ,nationalvorurtheilen enthoben1 und so wissen sie die ,thaten bei der ,eroberung nach ihrem wahren ,werthe zu schtzen4 ,die ,mnner1 die sich damals ausgezeichnet1 sind ,europer1 sind ,krieger des ,mutterlandes4 ,in den ,augen des ,colonisten sind sie ,fremde1 denn drei ,jahrhunderte haben hingereicht1 die ,bande des ,blutes aufzulsen4 ,unter den ,konquistadoren waren sicher rechtschaffene und edle ,mnner1 aber sie verschwinden in der ,masse und konnten der allgemeinen ,verdammnis nicht entgehen4 ,ich glaube hiermit die hauptschlichsten ,ursachen angegeben zu haben1 aus denen in den heutigen ,kolonien die ,nationalerinnerungen sich verlieren1 ohne da andere1 auf das nunmehr bewohnte ,land sich beziehende1 wrdig in ihre ,stelle trten4 ,dieser ,umstand1 wir knnen es nicht genug wiederholen1 uert einen bedeutenden ,einflu auf die ganze ,lage der ,ansiedler4 ,in der strmevollen ,zeit einer staatlichen ,wiedergeburt sehen sie sich auf sich selbst gestellt1 und es ergeht ihnen1 wie einem ,volke1 das es verschmhte1 seine ,geschichtsbcher zu befragen und aus den ,unfllen vergangner ,jahrhunderte ,lehren der ,weisheit zu schpfen4 ------------------ #dd ,die ,mannschaft der ,schaluppe wurde hufig von den ,wellen durchnt2 wir wissen aber1 da unter dieser ,breite die ,temperatur des ,meerwassers nicht unter #bc seyn kann1 und da die durch ,verdunstung entstehende ,abkhlung in ,nchten1 wo die ,lufttemperaur selten ber #be steigt1 nur unbetrchtlich ist4 #de ,welche ,eisesklte4 ,ich friere1 als wre ich auf dem ,rcken der ,berge6 ,das provincielle ,wort emparamarse lt sich nur durch lange ,umschreibung wiedergeben4 ,paramo1 peruanisch ,puna ist ein ,name1 den man auf allen ,karten des spanischen ,amerikas findet4 ,er bedeutet in den ,colonien weder eine ,wste noch eine lande1 sondern einen gebirgigen1 mit verkrppelten ,bumen bewachsenen1 den ,winden ausgesetzten ,landstrich1 wo es bestndig nakalt ist4 ,in der heien ,zone liegen die ,paramos gewhnlich #afjj-bjjj ,toisen hoch4 ,es fllt hufig ,schnee1 der nur ein paar ,stunden liegen bleibt2 denn man darf die ,worte ,paramo und ,puna nicht1 wie es den ,geographen hufig begegnet1 mit dem ,wort ,nevado peruanisch ,ritticapa verwechseln1 was einen zur ,linie des ewigen ,schnees emporragenden ,berg bedeutet4 ,diese ,begriffe sind fr die ,geologie und die ,pflanzengeographie sehr wichtig1 weil man in ,lndern1 wo noch kein ,berggipfel gemessen ist1 eine richtige ,vorstellung von der 99geringsten ,hhe99 erhlt1 zu der sich die ,cordilleren erheben1 wenn man die ,worte ,paramo und ,nevado aussucht4 ,da die ,paramos fast bestndig in kalten1 dichten ,nebel gehllt sind1 so sagt das ,volk in ,santa ,fe und ,mexico3 cae un paramito1 wenn ein feiner ,regen fllt und die ,lufttemperatur bedeutend abnimmt4 ,aus ,paramo hat man emparamarse gemacht1 d4 h4 frieren1 als wre man auf dem ,rcken der ,anden4 #df ,mit ,ausnahme der ,binnenmeere und der ,lnder1 wo sich ,polargletscher bilden4 ,dieses ,sichgleichbleiben des ,salzgehaltes des ,meeres erinnert an die noch weit grere ,gleichfrmigkeit der ,vertheilnng des ,sauerstoffs im ,luftmeer4 ,in beiden ,elementen wird das ,gleichgewicht in der ,lsung oder im ,gemenge durch ,strmungen hergestellt und erhalten4 #dg ,insularum ,cubaguae et ,coches quondam fuit dignitos1 quum unionum captura floreret1 nunc1 illa deficiente1 obscura admodum fama ,laet4 ,nov4 ,orbis1 p4 #ffi4 ,dieser sorgfltige ,compilater sagt1 wo er von der ,punta ,araya spricht1 weiter1 das ,land sey dergestalt in ,vergessenheit gerathen1 ut vix ulla alia ,americae meridionalis pars hodie obscurior sit #dh ,es wundert mich1 auf unsern ,reisen nirgends gehrt zu haben1 da in ,sdamerika ,perlen in ,swassermuscheln gefunden worden wren1 und doch kommen manche ,arten der ,gattung ,unio in den peruanischen ,flssen in groer ,menge vor4 ,,sechstes ,,kapitel ,die ,berge von ,neuandalusien -- ,das ,tal von ,cumanacoa -- ,der ,gipfel des ,cocollar -- ,missionen der ,chaymasindianer ,unserem ersten ,ausflug auf die ,halbinsel ,araya folgte bald ein zweiter und lehrreicherer ins ,innere des ,gebirges zu den ,missionen der ,chaymasindianer4 ,gegenstnde von mannigfaltiger ,anziehungskraft sollten uns dort in ,anspruch nehmen4 ,wir betraten jetzt ein mit ,wldern bedecktes ,land2 wir sollten ein ,kloster besuchen1 das im ,schatten von ,palmen und ,baumfarnen in einem engen ,thale liegt1 wo man1 mitten im heien ,erdstrich1 kstliche ,khle geniet4 ,in den benachbarten ,bergen gibt es dort ,hhlen1 welchen von ,tausenden von ,nachtvgeln bewohnt sind1 und was noch lebendiger zur ,einbildungskraft spricht als alle ,wunder der physischen ,welt1 jenseits dieser ,berge lebt ein vor ,kurzem noch nomadisches ,volk1 kaum aus dem ,naturzustande getreten1 wild1 jedoch nicht barbarisch1 geistesbeschrnkt1 nicht weil es lange versunken war1 sondern weil es eben nichts wei4 ,zu diesen so mchtig anziehenden ,gegenstnden kamen noch geschichtliche ,erinnerungen4 ,am ,vorgebirge ,paria sah ,kolumbus zuerst das ,festland2 hier laufen die ,tler aus1 die bald von den kriegerischen1 menschenfressenden ,caraiben1 bald von den zivilisierten ,handelsvlkern ,europas verwstet wurden4 ,zu ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts wurden die unglcklichen ,einwohner auf den ,ksten von ,carupano1 ,macarapas und ,caracas behandelt1 wie zu unsrer ,zeit die ,einwohner der ,kste von ,guinea4 ,bereits wurden die ,antillen angebaut und man fhrte dort die ,gewchse der ,alten ,welt ein2 aber in ,terra ,firma kam es lange zu keienr ordentlichen und planmigen ,niederlassung4 ,die ,spanier besuchten die ,kste nur1 um sich mit ,gewalt oder im ,tauschhandel ,sklaven1 ,perlen1 ,goldkrner und ,farbholz zu verschaffen4 ,durch den ,schein gewaltigen ,religionseifers meinte man diese unersttliche ,habsucht in eine hhere ,sphre zu heben4 ,so hat jedes ,jahrhundert seine eigene geistige und sittliche ,farbe4 ,der ,handel mit den kupferfarbigen ,eingebornen fhrte zu denselben ,unmenschlichkeiten wie der ,negerhandel2 er hatte auch dieselben ,folgen1 ,sieger und ,unterworfene verwilderten dadurch4 ,von ,stunde an wurden die ,kriege unter den ,eingeborenen hufiger2 die ,gefangenen wurden aus dem innern ,lande an die ,kste geschleppt und an die ,weien verkauft1 die sie auf ihren ,schiffen fesselten4 ,und doch waren die ,spanier damals und noch lange nachher eines der civilisirtesten ,vlker ,europas4 ,ein ,abglanz der ,herrlichkeit1 in der in ,italien ,kunst und ,literatur blhten1 hatte sich ber alle ,vlker verbreitet1 deren ,sprache dieselbe ,quelle hat wie die ,sprache ,dantes und ,petrarcas4 ,man sollte glauben1 in dieser mchtigen geistigen ,entwicklung1 bei solch erhabenem ,schwung der ,einbildungskraft htten sich die ,sitten snftigen mssen4 ,aber jenseits der ,meere1 berall1 wo der ,golddurst zum ,mibrauch der ,gewalt fhrt1 haben die europischen ,vlker in allen ,abschnitten der ,geschichte denselben ,charakter entwickelt4 ,das herrliche ,jahrhundert ,leos ,x4 trat in der neuen ,welt mit einer ,grausamkeit auf1 wie man sie nur den finstersten ,jahrhunderten zutrauen sollte4 ,man wundert sich aber nicht so sehr ber das entsetzliche ,bild der ,eroberung von ,amerika1 wenn man daran denkt1 was trotz der ,segnungen einer menschlicheren ,gesetzgebung noch jetzt auf den ,westksten von ,afrika vorgeht4 ,der ,sklavenhandel hatte dank den von ,karl ,v4 zur ,geltung gebrachten ,gundstzen auf ,terra ,firma lngst aufgehrt2 aber die ,conquistadoren setzten ihre ,streifzge ins ,land fort1 und damit den kleinen ,krieg1 der die amerikanische ,bevlkerung herabbrachte1 dem ,nationalha immer frische ,nahrung gab1 auf lange ,zeit die ,keime der ,cultur erstickte4 ,es war ,pflicht der ,religion1 da sie der ,menschheit einigen ,trost brachte fr die ,greuel1 die in iherem ,namen verbt worden2 sie fhrte fr die ,eingeborenen das ,wort vor dem ,richterstuhl der ,knige1 sie widersetzte sich den ,gewaltttigkeiten der ,pfrndeninhaber1 sie vereinigte umherziehende ,stmme zu den kleinen ,gemeinden1 die man 99,missionen99 nennt und die der ,entwickelung des ,ackerbaues ,vorschub leisten4 ,so haben sich allmhlich1 aber in gleichfrmiger1 planmiger ,entwicklung jene groen mnchischen ,niederlassungen gebildet1 jenes merkwrdige ,regiment1 das immer darauf hinausgeht1 sich abzuschlieen1 und ,lnder1 die vier und fnfmal grer sind als ,frankreich1 den ,mnchsorden unterwirft4 ,einrichtungen1 die trefflich dazu dienten1 dem ,blutvergieen ,einhalt zu thun und den ersten ,grund zur gesellschaftlichen ,entwicklung zu legen1 sind in der ,folge dem ,fortschritt derselben hindelich geworden4 ,die ,abschlieung hatte zur ,folge1 da die ,indianer so ziemlich blieben1 was sie waren1 als ihre zerstreuten ,htten noch nicht um das ,haus des ,missionars beisammen lagen4 ,ihre ,zahl hat ansehnlich zugenommen1 keineswegs aber ihr geistiger ,gesichtskreis4 ,sie haben mehr und mehr von der ,charakterstrke und der natrlichen ,lebendigkeit eingebt1 die aus allen ,stufen menschlicher ,entwicklung die edlen ,frchte der ,unabhngigkeit sind4 ,man hat ,alles bei ihnen1 sogar die unbedeutendsten ,verrichtungen des huslichen ,lebens1 der unabnderlichen ,regel unterworfen1 und so hat man sie gehorsam gemacht1 zugleich aber auch dumm4 ,ihr ,lebensunterhalt ist meist gesicherter1 ihre ,sitten sind milder geworden2 aber der ,zwang und das trbselige ,einerlei des ,missionsregiments lastet auf ihnen und ihr dsteres1 verschlossenes ,wesen verrth1 wie ungern sie die ,freiheit der ,ruhe zum ,opfer gebracht haben4 ,die ,mnchszucht innerhalb der ,klostermauern entzieht zwar dem ,staate ntzliche ,brger1 indessen mag sie immerhin hie und da ,leidenschaften zur ,ruhe bringen1 groe ,schmerzen lindern1 der geistigen ,vertiefung frderlich seyn2 aber in die ,wildnisse der neuen ,welt verpflanzt1 auf alle ,beziehungen des brgerlichen ,lebens angewendet1 mu sie desto verderblicher wirken1 je lnger sie andauert4 ,sie hlt von ,geschlecht zu ,geschlecht die geistige ,entwicklung nieder1 sie hemmt den ,verkehr unter den ,vlkern1 sie weist ,alles ab1 was die ,seele erhebt und den ,vorstellungskreis erweitert4 ,aus allen diesen ,ursachen zusammen verharren die ,indianer in den ,missionen in einem ,zustand von ,uncultur1 der ,stillstand heien mte1 wenn nicht auch die menschlichen ,vereine denselben ,gesetzen gehorchten1 wie die ,entwicklung des menschlichen ,geistes berhaupt1 wenn sie nicht ,rckschritte machten1 eben weil sie nicht fortschreiten4 ,am #d4 ,september um #e ,uhr morgens brachen wir zu unserem ,ausflug zu den ,chaymas-,indianern und in die hohe ,gebirgsgruppe von ,neu-,andalusien auf4 ,man hatte uns geraten1 wegen der sehr beschwerlichen ,wege unser ,gepck mglichst zu beschrnken4 ,zwei ,lasttiere reichten auch hin1 unseren ,mundvorrat1 unsere ,instrumente und das ntige ,papier zum ,pflanzentrocknen zu tragen4 ,in derselben ,kiste waren ein ,sextant1 ein ,inclinationscompa1 ein ,apparat zur ,ermittlung der magnetischen ,declination1 ,thermometer und ein ,saussure'scher ,hygrometer4 ,auf diese ,jnstrumente beschrnkten wir uns bei kleineren ,ausflgen immer4 ,mit dem ,barometer mute noch vorsichtiger umgegangen werden1 als mit dem ,chronometer1 und ich bemerke hier1 da kein ,instrument dem ,reisenden mehr ,last und ,sorge macht4 ,wir lieen ihn in den fnf ,jahren von einem ,fhrer tragen1 der uns zu ,fu begleitete1 aber selbst diese ziemlich kostspielige ,vorsicht schtzte ihn nicht immer vor ,beschdigung4 ,nachdem wir die ,zeiten von ,ebbe und ,fluth im ,luftmeere genau beobachtet1 das heit die ,stunden1 zu denen der ,barometer unter den ,tropen tglich regelmig steigt und fllt1 sahen wir ein1 da wir das ,relief des ,landes mittelst des ,barometers wrden aufnehmen knnen1 ohne correspondirende ,beobachtungen in ,cumana zu ,hlfe zu nehmen4 ,die grten ,schwankungen im ,luftdruck betragen in diesem ,klima an der ,kste nur #a-a1c ,linien1 und hat man ein einziges mal1 an welchem ,ort und zu welcher ,stunde es sey1 die ,quecksilberhhe beobachtet1 so lassen sich mit ziemlicher ,wahrscheinlichkeit die ,abweichungen von diesem ,stand das ganze ,jahr hindurch und zu allen ,stunden des ,tages und der ,nacht angeben4 ,es ergibt sich daraus1 da im heien ,erdstrich durch den ,mangel an correspondirenden ,beobachtungen nicht leicht ,fehler entstehen knnen1 die mehr als #ab-ae ,toisen ausmachen1 was wenig zu bedeuten hat1 wenn es sich von geologischen ,aufnahmen1 oder vom ,einflu der ,hhe auf das ,klima und die ,vertheilung der ,gewchse handelt4 ,der ,morgen war kstlich khl4 ,der ,weg oder vielmehr der ,fupfad nach ,cumanacoa fhrt am rechten ,ufer des ,manzanares hin ber das ,kapuzinerhospiz1 das in einem kleinen ,gehlze von ,gayacbumen und baumartigen ,capparis liegt4 ,nachdem wir von ,cumana aufgebrochen1 hatten wir auf dem ,hgel von ,san ,francisco in der kurzen ,morgendmmerung eine weite ,aussicht ber die ,see1 ber die mit goldgelb blhender ,bava ,zygophyllum arboreum1 ,jacq4 bedeckte ,ebene und die ,berge des ,brigantin4 ,es fiel uns auf1 wie nahe uns die ,cordillere gerckt schien1 bevor die ,scheibe der ausgehenden ,sonne den ,horizont erreicht hatte4 ,das ,blau der ,berggipfel ist dunkler1 ihre ,umrisse erscheinen schrfer1 ihre ,massen treten deutlicher hervor1 so lange nicht die ,durchsichtigkeit der ,luft durch die ,dnste beeintrchtigt wird1 die ,nachts in den ,thlern lagern und im ,maae1 als die ,luft sich zu erwrmen beginnt1 in die ,hhe steigen4 ,beim ,hospiz ,divina ,pastora wendet sich der ,weg nach ,nordost und luft zwei ,meilen ber einen baumlosen ,landstrich1 der frher ,seeboden war4 ,man findet hier nicht nur ,cactus1 ,bsche des cistusbltterigen ,tribulus und die schne purpurfarbige ,euphorbie1 die in ,havana unter dem seltsamen ,namen ,dictamno real gezogen wird1 sondern auch ,aviceunia1 ,allionia1 ,peruvium1 ,thalinum und die meisten ,portulaceen1 die am ,golf von ,cariaco vorkommen4 ,diese geographische ,vertheilung der ,gewchse weist1 wie es scheint1 auf den ,umri der alten ,kste hin und spricht dafr1 da1 wie oben bemerkt worden1 die ,hgel1 an deren ,sdabhang wir hinzogen1 einst eine durch einen ,meeresarm vom ,festland getrennte ,insel bildeten4 ,nach zwei ,stunden ,weges gelangten wir an den ,fu der hohen ,bergkette im ,inneren1 die vom ,brigantin bis zum ,cerro de ,san ,lorenzo von ,ost nach ,west streicht4 ,hier beginnen neue ,gebirgsarten und damit ein anderer ,habitus des ,pflanzenwuchses4 ,alles erhlt einen groartigeren1 malerischeren ,charakter4 ,der quellenreiche ,boden ist nach allen ,richtungen von ,wasserfden durchzogen4 ,bume von riesiger ,hhe1 mit ,schlinggewchsen bedeckt1 steigen aus den ,schluchten empor2 ihre schwarze1 von der ,sonnengluth und vom ,sauerstoff der ,luft verbrannte ,rinde sticht ab vom frischen ,grn der ,pothos und der ,dracontien1 deren lederartige glnzende ,bltter nicht selten mehrere ,fu lang sind4 ,es ist nicht anders1 als ob unter den ,tropen die parasitischen ,monocotyledonen die ,stelle des ,mooses und der ,flechten unserer nrdlichen ,landstriche vertrten4 ,je weiter wir kamen1 desto mehr erinnerten uns die ,gesteinmassen sowohl nach ,gestalt als ,gruppierung an ,schweizer und ,tiroler ,landschaften4 ,in diesen amerikanischen ,alpen wachsen noch in bedeutenden ,hhen ,helikonien1 ,cosstus1 ,maranta und andere ,pflanzen aus der ,familie der ,canna-,arten1 die in der ,nhe der ,kste nur niedrige1 feuchte ,orte aufsuchen4 ,so kommt es1 da die heie ,erdzone und das nrdliche ,europa die interessante ,eigentmlichkeit gemein haben1 da in einer bestndig mit ,wasserdampf erfllten ,luft1 wie auf einem vom schmelzenden ,schnee durchfeuchteten ,boden die ,vegetation in den ,gebirgen ganz den ,charakter einer ,sumpfvegetation zeigt4 ,wir kamen in der ,schlucht los ,frailes und zwischen ,cuesta de ,caneyes und dem ,rio ,guriental an ,htten vorbei1 die von ,mestizen bewohnt sind4 ,jede ,htte liegt mitten in einem ,gehege1 das ,bananenbume1 ,melonenbume1 ,zuckerrohr und ,mais einfriedigt4 ,man mte sich wundern1 wie klein diese ,flecke urbar gemachten ,landes sind1 wenn man nicht bedchte1 da ein mit ,pisang angepflanzter ,morgen ,landes gegen zwanzigmal mehr ,nahrungsstoff liefert1 als die gleiche mit ,getreide bestellte ,flche4 ,in ,europa bedecken unsere nahrhaften ,grasarten1 ,weizen1 ,gerste1 ,roggen1 weite ,landstrecken2 berall1 wo die ,vlker sich von ,cerealien nhren1 stoen die bebauten ,grundstcke nothwendig an einander4 ,anders in der heien ,zone1 wo der ,mensch sich ,gewchse aneignen konnte1 die ihm weit reichere und frhere ,ernten liefern4 ,in diesen gesegneten ,landstrichen entspricht die unermeliche ,fruchtbarkeit des ,bodens der ,gluthhitze und der ,feuchtigkeit der ,lust4 ,ein kleines ,stck ,boden1 auf dem ,bananenbume1 ,manioc1 ,yams und ,mais stehen1 ernhrt reichlich eine zahlreiche ,bevlkerung4 ,da die ,htten einsam im ,walde zerstreut liegen1 wird fr den ,reisenden ein ,merkmal der ,ueberflle der ,natur2 oft reicht ein ganz kleiner ,fleck urbaren ,landes fr den ,bedarf mehrerer ,familien hin4 ,diese ,betrachtungen ber den ,ackerbau in heien ,landstrichen erinnern von selbst daran1 welch inniger ,verband zwischen dem ,umfang des urbar gemachten ,landes und dem gesellschaftlichen ,fortschritt besteht4 ,so gro die ,flle der ,lebensmittel ist1 die dieser ,reichthum des ,bodens1 die strotzende ,kraft der organischen ,natur hervorbringt1 dennoch wird die ,culturentwicklung der ,vlker dadurch niedergehalten4 ,in einem milden1 gleichfrmigen ,klima kennt der ,mensch kein anderes dringendes ,bedrfni als das der ,nahrung4 ,nur wenn dieses ,bedrfni sich geltend macht1 fhlt er sich zur ,arbeit getrieben1 und man sieht leicht ein1 warum sich im ,schooe des ,ueberflusses1 im ,schatten von ,bananen- und ,brodfruchtbumen1 die ,geistesfhigkeiten nicht so rasch entwickeln als unter einem strengen ,himmel1 in der ,region der ,getreidearten1 wo unser ,geschlecht in ewigem ,kampf mit den ,elementen liegt4 ,wirft man einen ,blick auf die von ackerbautreibenden ,vlkern bewohnten ,lnder1 so sieht man1 da die bebauten ,grundstcke durch ,wald von einander getrennt bleiben oder unmittelbar an einander stoen1 und da solches nicht nur von der ,hhe der ,bevlkerung1 sondern auch von der ,wahl der ,nahrungsgewchse bedingt wird4 ,in ,europa schtzen wir die ,zahl der ,einwohner nach der ,ausdehnung des urbaren ,landes2 unter den ,tropen dagegen1 im heiesten und feuchtesten ,striche von ,sdamerika1 scheinen sehr stark bevlkerte ,provinzen beinahe wste zu liegen1 weil der ,mensch zu seinem ,lebensunterhalt nur wenige ,morgen bebaut4 ,diese ,umstnde1 die alle ,aufmerksamkeit verdienen1 geben sowohl der physischen ,gestaltung des ,landes als dem ,charakter der ,bewohner ein eigenes ,geprge2 beide erhalten dadurch in ihrem ganzen ,wesen etwas ,wildes1 ,rohes1 wie es zu einer ,natur pat1 deren ursprngliche ,physiognomie durch die ,kunst noch nicht verwischt ist4 ,ohne ,nachbarn1 fast ohne allen ,verkehr mit ,menschen1 erscheint jede ,ansiederfamilie wie ein vereinzelter ,volksstamm4 ,diese ,vereinzelung hemmt den ,fortschritt der ,kultur1 die sich nur in dem ,maa entwickeln kann1 als der ,menschenverein zahlreicher wird und die ,bande zwischen den einzelnen sich fester knpfen und vervielfltigen2 die ,einsamkeit entwickelt aber auch und strkt im ,menschen das ,gefhl der ,unabhngigkeit und ,freiheit2 sie nhrt jenen ,stolz1 der von jeher die ,vlker von castilianischem ,blute ausgezeichnet hat4 ,dieselben ,ursachen1 deren mchtiger ,einflu uns weiterhin noch oft beschftigen wird1 haben zur ,folge1 da dem ,boden1 selbst in den am strksten bevlkerten ,lndern des tropischen ,amerika1 der ,anstrich von ,wildheit erhalten bleibt1 der in gemigten ,klimaten sich durch den ,getreidebau verliert4 ,unter den ,tropen nehmen die ackerbauenden ,vlker weniger ,raum ein2 die ,herrschaft des ,menschen reicht nicht so weit2 er tritt nicht als unumschrnkter ,gebieter auf1 der die ,bodenoberflche nach ,gefallen modelt1 sondern wie ein flchtiger ,gast1 der in ,ruhe des ,segens der ,natur geniet4 ,in der ,umgegend der volkreichsten ,stdte starrt der ,boden noch immer von ,wldern oder ist mit einem dichten ,pflanzenfilz berzogen1 den niemals eine ,pflugschar zerrissen hat4 ,die wildwachsenden ,pflanzen beherrschen noch durch ihre ,masse die angebauten ,gewchse und bestimmen allein den ,charakter der ,landschaft4 ,allem ,vermuthen nach wird dieser ,zustand nur uerst langsam einem andern ,platz machen4 ,wenn in unsern gemigten ,landstrichen es besonders der ,getreidebau ist1 der dem urbaren ,lande einen so trbselig eintnigen ,anstrich gibt1 so erhlt sich1 aller ,wahrscheinlichkeit nach1 in der heien ,zone selbst bei zunehmender ,bevlkerung die ,groartigkeit der ,pflanzengestalten1 das ,geprge einer jungfrulichen1 ungezhmten ,natur1 wodurch diese so unendlich anziehend und malerisch wird4 ,so werden denn1 in ,folge einer merkwrdigen ,verknpfung physischer und moralischer ,ursachen1 durch ,wahl und ,ertrag der ,nahrungsgewchse drei wichtige ,momente vorzugsweise bestimmt3 das gesellige ,beisammenleben der ,familien oder ihre ,vereinzelung1 der raschere oder langsamere ,fortschritt der ,cultur1 und die ,physiognomie der ,landschaft4 ,je tiefer wir in den ,wald hineinkamen1 desto mehr zeigte uns das ,barometer1 da der ,boden mehr anstieg4 ,die ,baumstmme boten uns hier einen ganz eigenen ,anblick2 eine ,grasart mit quirlfrmigen ,zweigen klettert1 gleich einer ,liane1 acht1 zehn ,fu #b1f bis #c1be m hoch und bildet ber dem ,wege ,gewinde1 die sich im ,luftzuge schaukeln4 ,gegen drei ,uhr nachmittags hielten wir auf einer kleinen ,hochebene an1 99,quetepe99 genannt1 die etwa #aij ,toisen #cgj m ber dem ,meere liegt4 ,es stehen hier einige ,htten an einer ,quelle1 deren ,wasser bei den ,eingeborenen als sehr khl und gesund berhmt ist4 ,wir fanden das ,wasser wirklich ausgezeichnet2 es zeigte #bb1e der hundertteiligen ,scale 7#ah ,r471 whrend das ,thermometer an der ,luft auf #bh1g stand4 ,die ,quellen1 die von benachbarten hheren ,bergen herabkommen1 geben hufig eine zu rasche ,abnahme der ,luftwrme an4 ,nimmt man als mittlere ,temperatur des ,wassers an der ,kste von ,cumana #bf an1 so folgt daraus1 wenn nicht andere lokale ,ursachen auf die ,temperatur der ,quellen ,einflu uern1 da die ,quelle von ,quetepe sich erst in mehr als #cej ,toifen absoluter ,hhe so bedeutend abkhlt4 ,da hier von ,quellen die ,rede ist1 die in der heien ,zone in der ,ebene oder in unbedeutender ,hhe zu ,tage kommen1 so sey bemerkt1 da nur in ,lndern1 wo die mittlere ,sommertemperatur von der durchschnittlichen des ganzen ,jahres bedeutend abweicht1 die ,einwohner in der heiesten ,jahreszeit sehr kaltes ,quellwasser trinken knnen4 ,die ,lappen bei ,umeo und ,srsele1 unter dem #fe4 ,breitegrad1 erfrischen sich an ,quellen1 deren ,temperatur im ,august kaum #b bis #c ,grad ber dem ,frierpunkt steht1 whrend bei ,tage die ,luftwrme im ,schatten auf #bf oder #bg ,grad steigt4 ,in unsern gemigten ,landstrichen1 in ,frankreich und ,deutschland1 ist der ,abstand zwischen der ,luft und den ,quellen niemals ber #af-ag ,grad1 und unter den ,tropen steigt er selten auf #f-g ,grad4 ,man gibt sich leicht ,rechenschaft von diesen ,erscheinungen1 wenn man wei1 da die ,temperatur in der ,tiefe des ,bodens und die der unterirdischen ,quellen fast ganz bereinkonnnt mit der mittleren ,jahrestemperatur der ,luft1 und da diese von der mittleren ,sommerwrme desto mehr abweicht1 je mehr man sich vom ,aequator entfernt4 -- ,die magnetische ,inclination war in ,quetepe #dj1g der hunderttheiligen ,scale1 der ,cyanometer gab das ,blau des ,himmels im ,zenith nur zu #hd an1 ohne ,zweifel weil die ,regenzeit seit mehreren ,tagen begonnen und die ,luft bereits ,wasserdunst aufgenommen hatte4 ,auf einem ,sandsteinhgel ber der ,quelle hatten wir eine prachtvolle ,aussicht auf das ,meer1 das ,vorgebirge ,macanao und die ,halbinsel ,maniquarez4 ,ein ungeheurer ,wald breitete sich zu unseren ,fen bis zum ,ocean hinab2 die ,baumwipfel1 mit ,lianen behangen1 mit langen ,blthenbscheln gekrnt1 bildeten einen ungeheuren grnen ,teppich1 dessen tiefdunkle ,frbung das ,licht in der ,luft noch glnzender erscheinen lie4 ,dieser ,anblick ergriff uns um so mehr1 da uns hier zum erstenmal die ,vegetation der ,tropen in ihrer ,massenhaftigkeit entgegentrat4 ,auf dem ,hgel von ,quetepe1 unter den ,stmmen von ,malpighia corolloboefolia mit stark lederartigen ,blttern1 in ,gebschen von ,polygala montana1 brachen wir die ersten ,melastomen1 namentlich die schne ,art1 die unter dem ,namen ,melastoma rufescens beschrieben worden4 ,dieser ,aussichtspunkt wird uns lange in ,gedchtnis bleiben2 der ,reisende behlt die ,orte lieb1 wo er zuerst ein ,pflanzengeschlecht angetroffen1 das er bis dahin nie wild wachsend gesehen4 ,weiter gegen ,sdwest wird der ,boden drr und sandig2 wir erstiegen eine ziemlich hohe ,berggruppe1 welche die ,kste von den groen ,ebenen oder ,savannen an den ,ufern des ,orinoko trennt4 ,der ,teil dieser ,berggruppe1 durch den der ,weg nach ,cumanacoa luft1 ist pflanzenlos und fllt gegen ,nord und ,sd steil ab4 ,er fhrt den ,namen 99,imposible991 weil man meint1 bei einer feindlichen ,landung wrden die ,einwohner von ,cumana auf diesem ,gebirgskamm eine ,zufluchtssttte finden4 ,wir kamen kurz vor ,sonnenuntergang auf dem ,gipfel an1 und ich konnte eben noch ein paar ,stundenwinkel aufnehmen1 um mittelst des ,chronometers die ,lnge des ,orts zu bestimmen4 ,die ,aussicht auf dem ,imposible ist noch schner und weiter als auf der ,ebene ,quetepe4 ,deutlich konnten wir mit bloem ,auge den abgestutzten ,gipfel des ,brigantin1 dessen geographische ,lage genau zu kennen so wichtig wre1 den ,landungsplatz und die ,rhede von ,cumana sehen4 ,die ,felsenkste von ,araya lag nach ihrer ganzen ,lnge vor uns4 ,besonders fiel uns die merkwrdige ,bildung eines ,hafens auf1 den man ,laguna grande oder ,laguna de ,obispo nennt4 ,ein weites1 von hohen ,bergen umgebenes ,becken steht durch einen schmalen ,canal1 durch den nur ,ein ,schiff fahren kann1 mit dem ,meerbusen von ,cariaco in ,verbindung4 ,in diesem ,hafen1 den ,fidalgo genau aufgenommen hat1 knnten mehrere ,geschwader neben einander ankern4 ,es ist ein vllig einsamer ,ort1 den nur einmal im ,jahr die ,fahrzeuge besuchen1 welche ,maulthiere nach den ,antillen bringen4 ,hinten in der ,bucht liegen einige ,weiden4 ,unser ,blick verfolgte die ,windungen des ,meeresarms1 der sich wie ein ,flu durch senkrechte1 kahle ,felsen sein ,bett gegraben hat4 ,dieser merkwrdige ,anblick erinnert an die phantastische ,landschaft1 die ,leonardo da ,vinci aus dem ,hintergrund seines berhmten ,bildnisses der ,joconda ,mona ,lisa1 ,gattin des ,francesco del ,gioconde angebracht hat4 ,wir konnten mit dem ,chronometer den ,moment beobachten1 in dem die ,sonnenscheibe den ,meereshorizont berhrte4 ,die erste ,berhrung fand statt um #f ,uhr #h ,minuten #ac ,secunden1 die zweite um #f ,uhr #aj ,min4 #bf ,sec4 mittlere ,zeit4 ,diese ,beobachtung1 die fr die ,theorie der irdischen ,strahlenbrechung nicht ohne ,belang ist1 wurde auf dem ,gipfel des ,berges in #bif ,toisen absoluter ,hhe angestellt4 ,mit dem ,untergang der ,sonne trat eine sehr rasche ,abkhlung der ,luft ein4 ,drei ,minuten nach der letzten scheinbaren ,berhrung der ,scheibe mit dem ,meereshorizont fiel das ,thermometer pltzlich von #be1b auf #ba1c4 ,wurde diese auffallende ,abkhlung etwa durch einen aufsteigenden ,strom bewirkt8 ,die ,luft war indessen ruhig und kein wagrechter ,luftzug zu bemerken4 ,die ,nacht brachten wir in einem ,hause zu1 wo ein ,militrposten von acht ,mann unter einem spanischen ,unteroffizier liegt4 ,es ist ein ,hospiz1 das neben einem ,pulvermagazin liegt und wo der ,reisende alle ,bequemlichkeit findet4 ,dasselbe ,commando bleibt fnf bis sechs ,monate lang auf dem ,berg4 ,man nimmt dazu vorzugsweise ,soldaten1 die 99,chacras99 oder ,pflanzungen in der ,gegend haben4 ,als nach der ,einnahme der ,insel ,trinidad durch die ,englnder im ,jahr #agig der ,stadt ,cumana ein ,angriff drohte1 flchteten sich viele ,einwohner nach ,cumanacoa und brachten ihre werthvollste ,habe in ,schuppen unter1 die man in der ,eile auf dem ,gipfel des ,imposible aufgeschlagen4 ,man war entschlossen1 bei einem pltzlichen feindlichen ,ueberfall nach kurzem ,widerstand das ,schlo ,san ,antonio aufzugeben und die ganze ,kriegsmacht der ,provinz um den ,berg zusammenzuziehen1 der als der ,schlssel der ,llanos anzusehen ist4 ,die kriegerischen ,ereignisse1 deren ,schauplatz nach der seitdem eingetretenen politischen ,umwlzung diese ,gegend wurde1 haben bewiesen1 wie richtig jener erste ,plan berechnet war4 ,der ,gipfel des ,imposible ist1 soweit meine ,beobachtung reicht1 mit einem quarzigen1 versteinerungslosen ,sandstein bedeckt4 ,die ,schichten desselben streichen hier wie auf dem ,rcken der benachbarten ,berge ziemlich regelmig von ,nord-,nord-,ost nach ,sd-,sd-,west4 ,diese ,richtung ist auch im ,urgebirge der ,halbinsel ,araya und lngs der ,kste von ,venezuela die hufigste4 ,am nrdlichen ,abhang des ,imposible1 bei ,peas ,negras1 kommt aus dem ,sandstein1 der mit ,schieferthon wechsellagert1 eine starke ,quelle zu ,tag4 ,man sieht an diesem ,punkt von ,nordwest nach ,sdost streichende1 zerbrochene1 fast senkrecht ausgerichtete ,schichten4 ,die ,llaneros1 das heit die ,bewohner der ,ebenen1 schicken ihre ,produkte1 namentlich ,mais1 ,leder und ,vieh ber den ,imposible in den ,hafen von ,cumana4 ,wir sahen rasch hintereinander ,indianer oder ,mulatten mit ,maulthieren ankommen4 ,der einsame ,ort erinnerte mich lebhaft an die ,nchte1 die ich oben auf dem ,st4 ,gotthard zugebracht4 ,es brannte an mehreren ,stellen in den weiten ,waldungen um den ,berg4 ,die rthlichen1 halb in ungeheure ,rauchwolken gehllten ,flammen gewhrten das groartigste ,schauspiel4 ,die ,einwohner znden die ,wlder an1 um die ,weiden zu verbessern und das ,unterholz zu vertilgen1 unter dem das ,gras erstickt1 das hierzulande schon selten genug ist4 ,hufig entstehen auch ungeheure ,waldbrnde durch die ,unvorsichtigkeit der ,indianer1 die auf ihren ,zgen die ,feuer1 an denen sie gekocht haben1 nicht auslschen4 ,durch diese ,zuflle sind auf dem ,wege von ,cumana nach ,cumanacoa die alten ,bume seltener geworden2 und die ,einwohner machen die richtige ,bemerkung1 da an verschiedenen ,orten der ,provinz die ,trockenheit zugenommen habe1 nicht allein weil der ,boden durch die vielen ,erdbeben von ,jahr zu ,jahr mehr zerklftet wird1 sondern auch weil er nicht mehr so stark bewaldet ist wie zur ,zeit der ,eroberung4 ,ich stand ,nachts auf1 um die ,breite des ,orts nach dem ,durchgang ,fomahaults durch den ,meridian zu bestimmen4 ,es war ,mitternacht2 ich starrte vor ,klte1 wie unser ,fhrer1 und doch stand der ,thermometer noch auf #ai1g 7#ae ,r474 ,in ,cumana sah ich ihn nie unter #ba fallen2 aber das ,haus auf dem ,imposible1 in dem wir die ,nacht zubrachten1 lag auch #beh ,toisen ber dem ,meeresspiegel4 ,bei der ,casa de la ,polvora beobachtete ich die ,inclination der ,magnetnadel2 sie war gleich #dj1e4 ,die ,zahl der ,schwingungen in zehn ,minuten ,zeit betrug #bcc2 die ,intensitt der magnetischen ,kraft hatte somit zwischen der ,kste und dem ,berg zugenommen1 was vielleicht von eisenschssigem ,gestein herrhrte1 das die auf dem ,alpenkalk gelagerten ,sandsteinschichten enthalten mochten4 ,am #e4 ,september vor ,sonnenaufgang brachen wir vom ,imposible auf4 ,der ,weg abwrts ist fr ,lasttiere sehr gefhrlich2 der ,pfad ist meist nur #ae ,zoll #dj cm breit und luft beiderseits an ,abgrnden hin4 ,im ,jahr #agig hatte man sehr zweckmig beschlossen1 von ,st4 ,fernando bis an den ,berg eine gute ,strae anzulegen4 ,die ,strae war sogar zu einem ,drittheil bereits fertig2 leider hatte man damit in der ,ebene am ,fu des ,imposible begonnen1 und das schwierigste ,stck des ,wegs wurde gar nicht in ,angriff genommen4 ,die ,arbeit gerieth aus einer der ,ursachen ins ,stocken1 aus denen aus allen ,fortschrittsprojekten in den spanischen ,colonien nichts wird4 ,verschiedene ,civilbehrden nahmen das ,recht in ,anspruch1 die ,arbeit mit zu leiten4 ,das ,volk bezahlte geduldig den ,zoll fr einen ,weg1 der gar nicht da war1 bis der ,statthalter von ,cumana den ,mibrauch abstellte4 ,wenn man vom ,imposible herabkommt1 sieht man den ,alpenkalk unter dem ,sandstein wieder zum ,vorschein kommen4 ,da die ,schichten meist nach ,sd und ,sdost fallen1 so kommen am ,sdabhang des ,berges sehr viele ,quellen zu ,tag4 ,in der ,regenzeit werden diese ,quellen zu reienden ,bergstrmen1 die im ,schatten von ,hura1 ,cuspa und ,cecropia mit silberglnzenden ,blttern niederstrzen4 ,die 99,cuspa991 die in der ,umgegend von ,cumana und ,bordones ziemlich hufig vorkommt1 ist ein den europischen ,botanikern noch unbekannter ,baum4 ,er diente lange nur als ,bauholz uns seit dem ,jahre #agig unter dem ,namen ,cascarilla oder ,quinquina von ,neuandalusien berhmt geworden4 ,sein ,stamm wird kaum #ae bis #bj ,fu #e bis #f1e m hoch2 seine wechselstndigen ,bltter sind glatt1 ganzrandig1 eifrmig4 ,seine sehr dnne1 blagelbe ,rinde ist ein ausgezeichnetes ,fiebermittel2 dieselbe hat sogar mehr ,bitterkeit als die ,rinden der echten ,cinchonen1 aber diese ,bitterkeit ist nicht so unangenehm4 ,die ,cuspa wird mit sehr guten ,erfolg als weingeistiger ,extrakt und als wsseriger ,aufgu sowohl bei ,wechselfiebern als bei bsartigen ,fiebern gegeben4 ,emparan1 der ,statthalter von ,cumana1 hat den ,aerztn in ,cadiz einen ansehnlichen ,vorrat davon geschickt1 und nach den krzlichen ,mittheilungen ,don ,pedro ,francos1 ,pharmaceuten am ,militrspital zu ,cumana1 hat man in ,europa die ,cuspa fr fast ebenso wirksam erklrt1 als die ,quinquina von ,santa ,fe4 ,man behauptet1 in ,pulverform gereicht1 habe sie vor letzterer den ,vorzug1 da sie bei ,kranken mit geschwchtem ,unterleib den ,magen weniger angreife4 ,als wir aus der ,schlucht1 die sich am ,imposible hinabzieht1 herauskamen1 betraten wir einen dichten ,wald1 durch den eine ,menge kleiner ,flsse laufen1 die man leicht durchwatet4 ,wir machten die ,bemerkung1 da die ,cecropia1 die durch die ,stellung ihrer ,aeste und den schlanken ,stamm an den ,palmenhabitus erinnert1 je nachdem der ,boden drr oder sumpfig ist1 mehr oder weniger silberfarbige ,bltter treibt4 ,wir sahen ,stmme1 deren ,laub auf beiden ,seiten ganz grn war4 ,die ,wurzeln dieser ,bume waren unter ,bschen von ,dorstenia versteckt1 die nur feuchte1 schattige ,orte liebt4 ,mitten im ,wald1 an den ,ufern des ,rio ,erdeo1 findet man1 wie am ,sdabhang des ,cocollar1 ,melonenbume und ,orangenbume mit groen sen ,frchten wild wachsend4 ,es sind wahrscheinlich ,ueberbleibsel einiger ,conucas oder indianischer ,pflanzungen2 denn auch der ,orangenbaum kann in diesen ,landstrichen nicht zu den ursprnglich hier heimischen ,gewchsen gerechnet werden1 so wenig wie der ,pisang1 der ,melonenbaum1 der ,mais1 der ,manioc und so viele andere nutzbare ,gewchse1 deren eigentliche ,heimat wir nicht kennen1 obgleich sie den ,menschen seit uralter ,zeit auf seinen ,wanderungen begleitet haben4 ,wenn ein eben aus ,europa angekommener ,reisender zum erstenmal die ,wlder ,sdamerikas betritt1 so hat er ein ganz unerwartetes ,naturbild vor sich4 ,alles was er sieht1 erinnert nur entfernt an die ,schilderungen1 welche berhmte ,schriftsteller an den ,ufern des ,mississippi1 in ,florida und in andern gemigten ,lndern der neuen ,welt entworfen haben4 ,bei jedem ,schritt fhlt er1 da er sich nicht an den ,grenzen der heien ,zone befindet1 sondern mitten darin1 nicht auf einer der antillischen ,inseln1 sondern auf einem gewaltigen ,continent1 wo ,alles riesenhaft ist1 ,berge1 ,strme und ,pflanzenmassen4 ,hat er ,sinn fr landschaftliche ,schnheit1 so wei er sich von seinen mannigfaltigen ,empfindungen kaum ,rechenschaft zu geben4 ,er wei nicht zu sagen1 was mehr sein ,staunen erregt1 die feierliche ,stille der ,einsamkeit oder die ,schnheit der einzelnen ,gestalten und ihrer ,kontraste oder die ,kraft und die ,flle des vegetabilischen ,lebens4 ,es ist als htte der mit ,gewchsen berladene ,boden gar nicht ,raum genug zu ihrer ,entwicklung4 ,ueberall verstecken sich die ,baumstmme hinter einen grnen ,teppich1 und wollte man all die ,orchideen1 die ,pfeffer- und ,pothosarten1 die auf einem einzigen ,heuschreckenbaum oder amerikanischen ,feigenbaum ,ficus gigantea4 wachsen1 sorgsam verpflanzen1 so wrde ein ganzes ,stck ,land damit bedeckt4 ,durch diese wunderliche ,aufeinanderfolge erweitern die ,wlder1 wie die ,fels und ,gebirgswnde1 den ,bereich der organischen ,natur4 -- ,dieselben ,lianen1 die am ,boden kriechen1 klettern zu den ,baumwipfeln empor und schwingen sich1 mehr als hundert ,fu #cj m hoch1 vom einen zum anderen4 ,so kommt es1 da1 da die ,schmarotzergewchse sich berall durcheinander wirren1 der ,botaniker ,gefahr luft1 ,blten1 ,frchte und ,laub1 die verschiedenen ,arten gehren1 zu verwechseln4 ,wir wanderten einige ,stunden im ,schatten dieser ,wlbungen1 durch die man kaum hin und wieder den blauen ,himmel sieht4 ,er schien mir um so tiefer indigoblau1 da das ,grn der tropischen ,gewchse meist einen sehr krftigen1 ins ,brunliche spiegelnde ,ton hat4 ,zerstreute ,felsmassen waren mit einem groen ,baumfarn bewachsen1 der sich vom ,polypodium arboreum der ,antillen wesentlich unterscheidet4 ,hier sahen wir zum erstenmal jene ,nester in ,gestalt von ,flaschen oder kleinen ,taschen1 die an den ,aesten der niedrigsten ,bume aufgehngt sind4 ,es sind ,werke des bewunderungswrdigen ,bautriebes der ,drosseln1 deren ,gesang sich mit dem heiseren ,geschrei der ,papageien und ,aras mischte4 ,die letzteren1 die wegen der lebhaften ,farben ihres ,gefieders allgemein bekannt sind1 flogen nur paarweise1 whrend die eigentlichen ,papageien in ,schwrmen von mehreren hundert ,stck umherfliegen4 ,man mu in diesen ,lndern1 besonders in den heien ,thlern der ,anden gelebt haben1 um es fr mglich zu halten1 da zuweilen das ,geschrei dieser ,vgel das ,brausen der ,bergstrme1 die von ,fels zu ,fels strzen1 bertnt4 ,eine starke ,meile vor dem ,dorfe ,san ,fernando kamen wir aus dem ,walde heraus4 ,ein schmaler ,fupfad fhrt auf mehreren ,umwegen in ein offenes1 aber ausnehmend feuchtes ,land4 ,unter dem gemigten ,himmelsstrich htten unter solchen ,umstnden ,grser und ,riedgrser einen weiten ,wiesenteppich gebildet2 hier wimmelte der ,boden von ,wasserpflanzen mit pfeilfrmigen ,blttern1 besonders von ,canna-,arten1 unter denen wir die prachtvollen ,blthen der ,costus1 der ,thalien und ,heliconien erkannten4 ,diese saftigen ,gewchse werden acht bis zehn ,fu hoch1 und wo sie dicht beisammen stehen1 knnten sie in ,europa fr kleine ,wlder gelten4 ,das herrliche ,bild eines ,wiesgrundes und eines mit ,blumen durchwirkten ,rasens ist den niedern ,landstrichen der heien ,zone fast ganz fremd und findet sich nur auf den ,hochebenen der ,anden wieder4 ,bei ,san ,fernando war die ,verdunstung unter den ,strahlen der ,sonne so stark1 da wir1 da wir sehr leicht gekleidet waren1 durchnt wurden1 wie in einem ,dampfbade4 ,am ,wege wuchs eine ,art ,bambusrohr1 das die ,indianer ,jagua oder ,guadua nennen und das ber vierzig ,fu #ac m hoch wird4 ,nichts kann zierlicher sein als diese baumartige ,grasart4 ,form und ,stellung der ,bltter geben ihr ein ,ansehen von ,leichtigkeit1 das mit dem hohen ,wuchs angenehm kontrastiert4 ,der glatte1 glnzende ,stamm der ,jagua ist meist den ,bauchufern zugeneigt und schwankt beim leisesten ,luftzuge hin und her4 ,so hoch auch das ,rohr ,arundo donax im mittglichen ,europa wchst1 so gibt es doch keinen ,begriff vom ,aussehen der baumartigen ,grser1 und wollte ich nur meine eigene ,erfahrung sprechen lassen1 so mchte ich behaupten1 da von allen ,pflanzengestalten unter den ,tropen keine die ,einbildungskraft des ,reisenden mehr anregt als der ,bambus und der ,baumfarn4 ,die ostindischen ,bambus1 die calumets des hauts ,bambusa1 oder vielmehr ,nestus alpina der ,insel ,bourbon1 der ,guaduas ,sdamerikas1 vielleicht sogar die riesenhaften ,arundinarien an den ,ufern des ,mississippi1 gehren derselben ,pflanzengruppe an4 ,in ,amerika sind aber die ,bambusanen nicht so hufig1 als man gewhnlich glaubt4 ,in den ,smpfen sind auf den groen unter ,wasser stehenden ,ebenen am untern ,orinoco1 am ,apure und ,atabapo fehlen sie fast ganz1 wogegen sie im ,nordwesten1 in ,neugrenada und im ,knigreich ,quito mehrere ,meilen lange dichte ,wlder bilden4 ,der westliche ,abhang der ,anden erscheint als ihre eigentliche ,heimath1 und was ziemlich auffallend ist1 wir haben sie nicht nur in tiefen1 kaum ber dem ,meer gelegenen ,landstrichen1 sondern auch in den hohen ,thlern der ,cordilleren bis in #hfj ,toisen ,meereshhe angetroffen4 ,der ,weg mit dem ,bambusgebsch zu beiden ,seiten fhrte uns zum kleinen ,dorfe ,san ,fernando1 das auf einer schmalen1 von sehr steilen ,kalksteinwnden umgebenen ,ebene liegt4 ,es war die erste ,mision1 die wir in ,amerika betraten47#di7 ,die ,huser oder vielmehr ,htten der ,chaymasindianer sind weit auseinander gerckt und nicht von ,grten umgeben4 ,die breiten geraden ,straen schneiden sich unter rechten ,winkeln2 die sehr dnnen1 unsoliden ,wnde bestehen aus ,letten oder ,lianenzweigen4 ,die gleichfrmige ,bauart1 das ernste schweigsame ,wesen der ,einwohner1 die ausnehmende ,reinlichkeit in den ,husern1 alles erinnert an die ,gemeinden der mhrischen ,brder4 ,jede indianische ,familie baut drauen vor dem ,dorfe auer ihren eigenen ,garten den 99,conuco de la comunidad994 ,in diesem arbeiten die ,erwachsenen beider ,geschlechter morgens und abends je eine ,stunde4 ,in den ,missionen1 die der ,kste zu liegen1 ist der ,gemeindegarten meist eine ,zucker- oder ,indigoplantage1 welcher der ,missionar vorsteht1 und deren ,ertrag1 wenn das ,gesetz streng befolgt wird1 nur zur ,erhaltung der ,kirche und zur ,anschaffung von ,paramenten verwendet werden darf4 ,auf dem groen ,platze mitten im ,dorfe stehen die ,kirche1 die ,wohnung des ,missionars und das bescheidene ,gebude1 das pomphaft 99,case des ,rey991 knigliches ,haus1 betitelt wird4 ,es ist eine frmliche ,karawanserei1 wo die ,reisenden ,obdach finden1 und1 wie wir oft erfahren1 eine wahre ,wohltat in einem ,lande1 wo das ,wort ,wirtshaus noch unbekannt ist4 ,die ,casas des ,rey findet man in allen spanischen ,kolonien1 und man knnte meinen1 sie seyen eine ,nachahmung der nach dem ,gesetze ,manco-,capacs errichteten 99,tambos99 in ,peru4 ,wir waren an die ,ordensleute1 die den ,missionen der ,chaymas-,indianer vorstehen1 durch ihren ,syndicus in ,cumana empfohlen4 ,diese ,empfehlung kam uns desto mehr zu statten1 als die ,missionre1 sey es aus ,besorgni fr die ,sittlichkeit ihrer ,pfarrkinder1 oder um die mnchische ,zucht der zudringlichen ,neugier ,fremder zu entziehen1 oft an einer alten ,verordnung festhalten1 nach welcher kein ,weier weltlichen ,standes sich lnger als eine ,nacht in einem indianischen ,dorfe aufhalten darf4 ,will man in den spanischen ,missionen angenehm reisen1 so darf man sich meist nicht allein auf den ,pa des ,madrider ,staatssecretariats oder der ,civilbehrden verlassen1 man mu sich mit ,empfehlungen geistlicher ,behrden versehen2 am wirksamsten sind die der ,gardians der ,klster und der in ,rom residirenden ,ordensgenerale1 vor denen die ,missionare weit mehr ,respekt haben als vor den ,bischfen4 ,die ,missionen bilden1 ich sage nicht nach ihren ursprnglichen canonischen ,satzungen1 aber thatschlich eine so ziemlich unabhngige ,hierarchie fr sich1 die in ihren ,ansichten selten mit der ,weltgeistlichkeit bereinstimmt4 ,der ,missionar von ,san ,fernando war ein sehr bejahrter1 aber noch sehr krftiger und munterer ,kapuziner aus ,aragon4 ,seine bedeutende ,krperrundung1 sein guter ,humor1 sein ,interesse fr ,gefechte und ,belagerungen stimmten schlecht zu der ,vorstellung1 die man sich im ,norden vom schwrmerischen ,trbsinn und dem beschaulichen ,leben der ,missionare macht4 ,so viel ihm auch eine ,kuh zu tun gab1 die des anderen ,tages geschlachtet werden sollte1 empfing uns doch der alte ,ordensmann ganz freundlich und erlaubte uns1 unsere ,hngematten in einem ,gange seines ,hauses zu befestigen4 ,er sa den grten ,teil des ,tages ber in einem groen ,armstuhle von rotem ,holz und beklagte sich bitter ber die ,trgheit und ,unwissenheit seiner ,landsleute4 ,er richtete tausenderlei ,fragen an uns ber den eigentlichen ,zweck unserer ,reise1 die ihm sehr gewagt und zum wenigsten ganz unntz schien4 ,hier wie am ,orinoco wurde es uns sehr beschwerlich1 da sich die ,spanier mitten in den ,wldern ,amerikas fr die ,kriege und politischer ,strme der alten ,welt immer noch so lebhaft interessiren4 ,unser ,missionr schien brigens mit seiner ,stellung vollkommen zufrieden4 ,er behandelte die ,indianer gut1 er sah die ,mission gedeihen1 er pries in begeisterten ,worten das ,wasser1 die ,bananen1 die ,milch des ,landes4 ,als er unsere ,instrumente1 unsere ,bcher und getrockneten ,pflanzen sah1 konnte er sich eines boshaften ,lchelns nicht enthalten1 und er gestand mit der in diesem ,klima landesblichen ,naivitt1 von allen ,genssen dieses ,lebens1 den ,schlaf nicht ausgenommen1 sey doch gutes ,kuhfleisch1 99carne de vaca991 der kstlichste2 die ,sinnlichkeit quillt eben berall ber1 wo es an geistiger ,beschftigung fehlt4 ,oft bat uns unser ,wirth1 mit ihm die ,kuh zu besuchen1 die er eben gekauft hatte1 und am andern ,tage bei ,tagesanbruch muten wir sie nach ,landessitte schlachten sehen2 man machte ihr einen ,schnitt durch die ,hckse1 ehe man ihr das breite ,messer in die ,halswirbel stie4 ,so widrig dieses ,geschft war1 so lernten wir dabei doch die ausnehmende ,fertigkeit der ,chaymas kennen1 deren acht in weniger als zwanzig ,minuten das ,thier in kleine ,stcke zerlegten4 ,die ,kuh hatte nur sieben ,piaster gekostet1 und die galt fr sehr viel4 ,am selben ,tag hatte der ,missionar einem ,soldaten aus ,cumana1 der ihm nach mehreren vergeblichen ,versuchen endlich am ,fu die ,ader geschlagen1 achtzehn ,piaster bezahlt4 ,dieser ,fall1 so unbedeutend er scheint1 zeigt recht auffallend1 wie hoch in uncultivirten ,lndern die ,arbeit dem ,werth der ,naturprodukte gegenber im ,preise steht4 ,die ,mission ,san ,fernando wurde zu ,ende des siebzehnten ,jahrhunderts an der ,stelle gegrndet1 wo die kleinen ,flsse ,manzanares und ,lucasperez sich vereinigen4 ,eine ,feuersbrunst1 welche die ,kirche und die ,htten der ,indianer in ,asche legte1 gab den ,anla1 da die ,kapuziner das ,dorf an dem schnen ,punkt1 wo es jetzt liegt1 wieder aufbauten4 ,die ,zahl der ,familien ist auf hundert gestiegen1 und der ,missionar machte gegen uns die ,bemerkung1 da der ,brauch1 die jungen ,leute im dreizehnten oder vierzehnten ,jahre zu verheirathen1 zu dieser raschen ,zunahme der ,bevlkerung viel beitrage4 ,er zog in ,abrede1 da die ,chaymas-,indianer so frh altern1 als die ,europer gewhnlich glauben4 ,das ,regierungswesen in diesen indianischen ,gemeinden ist brigens sehr verwickelt2 sie haben ihren ,gobernador1 ihre ,alguazils ,majors und ihre ,milizoffiziere1 und diese ,beamten sind lauter kupferfarbene ,eingeborene4 ,die ,schtzencompagnie hat ihre ,fahnen und bt sich mit ,bogen und ,pfeilen im ,zielschieen2 es ist die ,brgerwehr des ,landes4 ,solch kriegerische ,anstalten und einem rein mnchischen ,regiment kamen uns sehr seltsam vor4 ,in der ,nacht vom fnften ,september und am andern ,morgen lag ein dicker ,nebel1 und doch waren wir nur hundert ,toisen ber dem ,meeresspiegel4 ,bevor wir aufbrachen1 ma ich geometrisch den groen ,kalkberg1 der achthundert ,toisen sdlich von ,san ,fernando liegt und nach ,norden steil abfllt4 ,sein ,gipfel ist nur #bae ,toisen hher als der groe ,dorfplatz1 aber kahle ,felsmassen1 die sich aus der dichten ,pflanzendecke erheben1 geben ihm etwas sehr ,groartiges4 ,der ,weg von ,san ,fernando nach ,cumana fhrt ber kleine ,pflanzungen durch ein offenes feuchtes ,tal4 ,wir wateten durch viele ,bche4 ,im ,schatten stand das ,thermometer nicht ber #cj1 wir waren ab er unmittelbar den ,sonnenstrahlen ausgesetzt1 weil die ,bambus am ,wege nur wenig ,schutz gewhren1 und wir hatten stark von der ,hitze zu leiden4 ,wir kamen durch das ,dorf ,arenas1 das von ,indianers desselben ,stammes wie die von ,san ,fernando bewohnt ist2 aber ,arenas ist keine ,mission mehr2 die ,eingeborenen stehen unter einem ,pfarrer und sind nicht so nackt und kultivierter als jene4 ,ihre ,kirche ist im ,lande wegen einiger rohen ,malereien bekannt2 auf einem schmalen ,fries sind ,grteltiere1 ,kaimane1 ,jaguare und andere ,tiere der ,neuen ,welt abgebildet4 ,in diesem ,dorfe wohnt ein ,landmann ,namens ,francisco ,lozano1 der eine physiologische ,merkwrdigkeit ist1 und der ,fall macht ,eindruck auf die ,einbildungskraft1 wenn er auch den bekannten ,gesetzen der organischen ,natur vollkommen entspricht4 ,der ,mann hat einen ,sohn mit seiner eigenen ,milch aufgezogen4 ,die ,mutter war krank geworden1 da nahm der ,vater das ,kind1 um es zu beruhigen1 zu sich ins ,bett und drckte es an die ,brust4 ,lozano1 damals zweiundreiig ,jahre alt1 hatte es bis dahin nicht bemerkt1 da er ,milch gab1 aber infolge der ,reizung der ,brustwarze1 an der das ,kind saugte1 scho die ,milch ein4 ,dieselbe war fett und sehr s4 ,der ,vater war nicht wenig erstaunt1 als seine ,brust schwoll1 und sugte fortan das ,kind fnf ,monate lang zwei-1 dreimal des ,tages4 ,seine ,nachbarn wurden aufmerksam auf ihn1 er dachte aber nicht daran1 die ,neugierde auszubeuten1 wie er wohl in ,europa getan htte4 ,wir sahen das ,protokoll1 das ber den merkwrdigen ,fall aufgenommen worden4 ,augenzeugen desselben leben noch1 und sie versicherten uns1 der ,knabe habe whrend des ,stillens nichts bekommen als die ,milch des ,vaters4 ,lozano war nicht zu ,hause1 als wir die ,missionen bereisten1 besuchte uns aber in ,cumana4 ,er kam mit seinem ,sohne1 der schon #ac bis #ad ,jahre als war4 ,bonpland untersuchte die ,brust des ,vaters genau und fand sie runzlig1 wie bei ,weibern1 die gesugt haben4 ,er bemerkte1 da besonders die linke ,brust sehr ausgedehnt war1 und ,lozano erklrte dies aus dem ,umstande1 da niemals beide ,brste gleich viel ,milch gegeben4 ,der ,statthalter ,don ,vicente ,emparan hat eine ausfhrliche ,beschreibung des ,falles nach ,cadiz geschickt4 ,es kommt bei ,menschen und ,thieren nicht gar selten vor1 da die ,brust mnnlicher ,individuen ,milch enthlt1 und das ,klima scheint auf diese mehr oder weniger reichliche ,absonderung keinen merkbaren ,einflu zu uern4 ,die ,alten erzhlen von der ,milch der ,bcke aus ,lemnos und ,corsica2 ,noch in neuester ,zeit war in ,hannover ein ,bock1 der jahrelang einen ,tag um den anderen gemolken wurde und mehr ,milch gab als die ,ziegen4 ,unter den ,merkmalen der vermeintlichen ,schwchlichkeit der ,amerikaner fhren die ,reisenden auch auf1 da die ,mnner ,milch in den ,brsten haben ,man hat sogar alles ,ernstes behauptet1 in einem ,teile ,brasiliens werden die ,kinder von den ,mnnern1 nicht von den ,weibern gesugt44 ,es ist indessen hchst unwahrscheinlich1 da solches bei einem ganzen ,volksstamm in irgend einem der heutigen ,reisenden unbekannten ,landstriche ,amerikas beobachtet worden sein sollte1 und ich kann versichern1 da der ,fall gegenwrtig in der ,neuen ,welt nicht hufiger vorkommt als in der ,alten4 ,der ,landmann in ,arenas1 dessen ,geschichte wir soeben erzhlt1 ist nicht vom kupferfarbenen ,stamm der ,chaymas1 er ist ein ,weier von europischem ,blut4 ,ferner haben ,petersburger ,anatomen die ,beobachtung gemacht1 da ,milch in den ,brsten der ,mnner beim niederen russischen ,volke weit hufiger vorkommt1 als bei sdlicheren ,vlkern1 und die ,russen haben nie fr schwchlich und weibisch gegolten4 ,es gibt unter den mancherlei ,spielarten unseres ,geschlechts eine1 bei der der ,busen zur ,zeit der ,mannbarkeit einen ansehnlichen ,umfang erhlt4 ,lozano gehrte nicht dazu1 und er versicherte uns wiederholt1 erst durch die ,reizung der ,brust in ,folge des ,saugens sey bei ihm die ,milch gekommen4 ,dadurch wird besttigt1 was die ,alten beobachtet haben3 ,mnner1 die etwas ,milch haben1 geben ihrer in ,menge1 sobald man an den ,brsten saugt4 ,aristoteles1 ,historia animalium4 ,lib4 ,,iii4 c4 #bj ,diese sonderbare ,wirkung eines ,nervenreizes war den griechischen ,schfern bekannt2 die auf dem ,berge ,oeta rieben den ,ziegen1 die noch nicht geworfen hatten1 die ,euter mit ,nesseln1 um die ,milch herbeizulocken4 ,ueberblickt man die ,lebenserscheinungen in ihrer ,gesammtheit1 so zeigt sich1 da keine ganz fr sich allein steht4 ,in allen ,jahrhunderten werden ,beispiele erzhlt von jungen1 nicht mannbaren ,mdchen oder von bejahrten ,weibern mit eingeschrumpften ,brsten1 welche ,kinder sugten4 ,bei ,mnnern kommt solches weit seltener vor1 und nach vielem ,suchen habe ich kaum zwei oder drei ,flle finden knnen4 ,einer wird vom veronesischen ,anatomen ,alexander ,benedictus angefhrt1 der am ,ende des fnfzehnten ,jahrhunderts lebte4 ,er erzhlt1 ein ,syrier habe nach dem ,tode der ,mutter sein ,kind1 um es zu beschwichtigen1 an die ,brust gedrckt4 ,sofort scho die ,milch so stark ein1 da der ,vater sein ,kind allein sugen konnte4 ,andere ,beispiele werden von ,santorellus1 ,feria und ,robert1 ,bischof von ,cork1 berichtet4 ,da die meisten dieser ,flle ziemlich entlegenen ,zeiten angehren1 ist es von ,interesse fr die ,physiologie1 da die ,erscheinung zu unserer ,zeit besttigt werden konnte4 ,sie hngt brigens genau mit dem ,streit ber die ,endursachen zusammen4 ,da auch der ,mann ,brste hat1 ist den ,philosophen lange ein ,stein des ,anstoes gewesen1 und noch neuerdings hat man geradezu behauptet3 ,die ,natur habe die ,fhigkeit zu sugen dem einen ,geschlecht versagt1 weil diese ,fhigkeit gegen die ,wrde des ,mannes wre4 ,in der ,nhe der ,stadt ,cumanacoa wird der ,boden ebener und das ,thal nach und nach weiter4 ,die kleine ,stadt liegt auf einer kahlen1 fast kreisrunden1 von hohen ,bergen umgebenen ,ebene und nimmt sich von auen sehr trbselig aus4 ,die ,bevlkerung ist kaum #bcjj ,seelen stark2 zur ,zeit des ,vaters ,caulin im ,jahr #agec betrug sie nur #fjj4 ,die ,huser sind sehr niedrig1 unsolid und1 drei oder vier ausgenommen1 smmtlich aus ,holz4 ,wir brachten indessen unsere ,instrumente ziemlich gut beim ,verwalter der ,tabaksregie1 ,don ,juan ,sanchez1 unter1 einem liebenswrdigen1 geistig sehr regsamen ,mann4 ,er hatte uns eine gerumige1 bequeme ,wohnung einrichten lassen2 wir blieben vier ,tage hier und er lie sich nicht abhalten1 uns auf allen unsern ,ausflgen zu begleiten4 ,cumanacoa wurde im ,jahre #agag von ,domingo ,arias gegrndet1 als er von einem ,kriegszuge zurckkam1 den er an die ,mndung des ,guarapiche unternommen1 um eine von franzsischen ,freibeutern begonnene ,niederlassung zu zerstren4 ,die ,stadt hie anfangs ,san ,baltazar de las ,arias1 aber der indische ,name verdrngte jenen1 wie der ,name ,caracas den ,namen ,santiago de ,leon1 den man noch hufig auf unseren ,karten sieht1 in ,vergessenheit gebracht hat4 ,als wir den ,barometer ffneten1 sahen wir zu unserer ,ueberraschung das ,quecksilber kaum #g1c ,linien tiefer stehen als an der ,kste1 und doch schien das ,instrument in ganz gutem ,stand4 ,die ,ebene1 oder vielmehr das ,plateau1 auf dem ,cumanacoa steht2 liegt nicht mehr als #ajd ,toisen ber dem ,meeresspiegel1 und die ist drei oder viermal weniger1 als man in ,cumana glaubt1 weil man dort von der ,klte in ,cumanacoa die bertriebensten ,vorstellungen hat4 ,aber der klimatische ,unterschied zwischen zwei so nahen ,orten rhrt vielleicht weniger von der hohen ,lage des letzteren her als von rtlichen ,verhltnissen1 wozu wir rechnen1 da die ,wlder sehr nahe1 die niedergehenden ,luftstrme1 wie in allen eingeschlossenen ,thlern1 hufig1 die ,regenniederschlge und die ,nebel sehr stark sind1 wodurch einen groen ,theil des ,jahres hindurch die unmittelbare ,wirkung der ,sonnenstrahlen geschwcht wird4 ,da die ,wrmeabnahme unter den ,tropen und ,sommers in der gemigten ,zone ungefhr gleich ist1 so sollte der geringe ,hhenunterschied von #ajj ,toisen nur einen ,unterschied in der mittleren ,temperatur von #a bis #a ,grad verursachen2 wir werden aber bald sehen1 da derselbe ber vier ,grad betrgt4 ,dieses khle ,klima fllt um so mehr auf1 da es noch in der ,stadt ,carthago1 in ,tomependa am ,ufer des ,amazonenstroms und in den ,thlern von ,aragua1 westwrts von ,caracas1 sehr hei ist1 lauter ,orte1 die in #bjj-dhj ,toisen absoluter ,meereshhe liegen4 ,in der ,ebene wie im ,gebirge laufen die ,linien gleicher ,wrme 7,isothermen7 nicht immer dem ,aequator oder der ,erdoberflche parallel1 und darin besteht eben die groe ,aufgabe der ,meteorologie1 den ,lauf dieser ,linien zu ermitteln und durch alle von rtlichen ,ursachen bedingte ,abweichungen hindurch die constanten ,gesetze der ,wrmevertheilung zu erfassen4 ,der ,hafen von ,cumana liegt von ,cumanacoa nur etwa sieben ,seemeilen4 ,am ersteren ,orte regnet es fast nie1 whrend an letzterem die ,regenzeit sechs bis sieben ,monate dauert4 ,die trockene ,jahreszeit whrt in ,cumanacoa von der ,winter- bis zur ,sommer- ,tag- und ,nachtgleiche4 ,strichregen sind im ,april1 ,mai und ,juni ziemlich hufig2 spter wird es wieder sehr trocken1 vom ,sommersolstitium bis ,ende ,august2 nunmehr tritt die eigentliche ,regenzeit ein1 die bis zum ,november anhlt und in der das ,wasser in ,strmen vom ,himmel giet4 ,nach der ,breite von ,cumanacoa geht die ,sonne das einemal am #af4 ,april1 das anderemal am #bg4 ,august durch das ,zenith1 und aus dem eben ,angefhrten geht hervor1 da diese beiden ,durchgnge mit dem ,eintreten der groen ,regenniederschlge und der starken elektrischen ,entladungen zusammenfallen4 ,unser erster ,aufenthalt in den ,missionen fiel in die ,regenzeit4 ,jede ,nacht war der ,himmel mit schweren ,wolken wie mit einem dichten ,schleier umzogen1 und nur durch ,ritzen im ,gewlk konnte ich ein paar ,sternbeobachtungen anstellen4 ,das ,thermometer stand auf #ah1e-bj 7#ad1h-af ,r471 und dies ist in der heien ,zone und fr das ,gefhl des ,reisenden1 der von der ,kste herkommt1 bedeutend khl4 ,in ,cumana sah ich die ,temperatur bei ,nacht niemals unter #ba sinken4 ,der ,delucsche ,hygrometer zeigte in ,cumanacoa #he1 und1 was auffallend ist1 sobald das ,gewlk sich zerstreute und die ,sterne in ihrer ganzen ,pracht leuchteten1 ging das ,instrument aus #ee zurck4 ,gegen ,morgen nahm die ,temperatur wegen der starken ,verdunstung nur langsam zu und noch um zehn ,uhr war sie nicht ber #ba4 ,am heiesten ist es von ,mittag bis drei ,uhr1 wo dann der ,thermometer auf #bf-bg steht4 ,zur ,zeit der grten ,hitze1 etwa zwei ,stunden nach dem ,durchgang der ,sonne durch den ,meridian1 zog fast regelmig ein ,gewitter auf1 das auch zum ,ausbruch kam4 ,dicke1 schwarze1 sehr niedrig ziehende ,wolken lsten sich in ,regen auf2 diese ,gsse dauerten zwei bis drei ,stunden1 und whrend derselben fiel der ,thermometer um #e-f ,grad4 ,gegen fnf ,uhr hrte der ,regen ganz auf1 die ,sonne kam aber bis zum ,untergang nicht leicht zum ,vorschein und der ,hygrometer ging dem ,trockenpunkte zu2 aber um acht oder neun ,uhr ,abends waren wir schon wieder in eine dicke ,wolkenschicht gehllt4 ,dieser ,witterungswechsel erfolgt1 wie man uns versicherte1 durchaus gesetzmig ,monate lang einen ,tag wie den andern1 und doch lt sich nicht der geringste ,luftzug spren4 ,nach vergleichenden ,beobachtungen mu ich annehmen1 da es in ,cumanacoa bei ,nacht um #b-c1 bei ,tag um #d-e ,grad khler ist als in ,cumana4 ,diese ,unterschiede sind sehr bedeutend1 und wenn man statt meteorologischer ,instrumente nur sein ,gefhl befragte1 so wrde man sie fr noch bedeutender halten4 ,die ,vegetation auf der ,ebene um die ,stadt ist sehr einfrmig1 aber infolge der groen ,feuchtigkeit der ,luft ungemein frisch4 ,ihre ,haupteigentmlichkeiten sind ein baumartiges ,solanum1 das #ac m hoch wird1 die ,urtica baccifera und eine neue ,art der ,gattung ,guettarda4 ,der ,boden ist sehr fruchtbar und er wre auch leicht zu bewssern1 wenn man von den vielen ,bchen1 deren ,quellen das ganze ,jahr nicht versiegen1 ,kanle zge4 ,das wichtigste ,erzeugnis ist der ,tabak1 und nur diesem verdankt es die kleine1 schlecht gebaute ,stadt1 wenn sie einen gewissen ,ruf hat4 ,seit der ,einfhrung der ,pacht 7,estanco real de ,tabaco7 im ,jahre #aggi ist der ,tabaksbau in der ,provinz ,cumana fast ganz auf ,cumanacoa beschrnkt4 ,die ganze ,tabaksernte mu an die ,regierung verkauft werden1 und um dem ,schmuggel zu steuern1 oder vielmehr nur ihn einzuschrnken1 lie man geradezu nur an einem ,punkte ,tabak bauen4 ,aufseher streifen durch das ,land2 sie zerstren jede ,anpflanzung1 die sie auerhalb der zum ,bau angewiesenen ,distrikte finden1 und geben die ,unglcklichen an1 die es wagen1 selbstgemachte ,cigarren zu rauchen4 ,diese ,aufseher sind meist ,spanier und fast eben so grob wie die ,menschen1 die in ,europa dieses ,handwerk treiben4 ,diese ,grobheit hat nicht wenig dazu beigetragen1 den ,ha zwischen den ,colonien und dem ,mutterland zu schren4 ,nach dem ,tabak auf der ,insel ,cuba und dem vom ,rio ,negro hat der ,cumana am meisten ,arom4 ,er bertrifft allen aus ,neuspanien und der ,provinz ,varinas4 ,wir theilen ,einiges ber den ,bau desselben mit1 weil er sich wesentlich vom ,tabaksbau in ,virginien unterscheidet4 ,schon der ,umstand1 da im ,thale von ,cumanacoa die ,gewchse aus der ,familie der ,solaneen so ausnehmend stark entwickelt sind1 besonders die vielen ,arten von ,solanum arborescens1 von ,aquartia und ,cestrum weisen darauf hin1 da hier der ,boden fr den ,tabaksbau sehr geeignet seyn mu4 ,die ,aussaat wird im ,september vorgenommen2 zuweilen wartet man damit bis zum ,dezember1 was aber fr den ,ausfall der ,ernte nicht so gut ist4 ,die ,wurzelbltter zeigen sich am achten ,tage2 man bedeckt die jungen ,pflanzen mit groen ,heliconien- und ,bananenblttern1 um sie der unmittelbaren ,einwirkung der ,sonne zu entziehen1 und reutet das ,unkraut1 das unter den ,tropen furchtbar schnell aufschiet1 sorgfltig aus4 ,der ,tabak wird sofort einen und einen halben ,monat1 nachdem der ,samen aufgegangen1 in einen fetten1 gut gelockerten ,boden versetzt4 ,die ,pflanzen werden in geraden ,reihen drei1 vier ,fu voneinander gesteckt2 man jtet sie fleiig und kpft den ,hauptstengel mehrmals1 bis blulich grne ,flecken auf den ,blttern als ,wahrzeichen der 99,reife99 sich zeigen4 ,im vierten ,monat fngt man an sie abzunehmen1 und diese erste ,ernte ist in wenigen ,tagen vorber4 ,besser wre es1 die ,bltter nacheinander abzunehmen1 so wie sie trocken werden4 ,in guten ,jahren schneiden die ,pflanzer den ,stock1 wenn der vier ,fu hoch ist1 ab1 und der ,wurzelscho treibt so rasch neue ,bltter1 da sie schon am #ac4 oder #ad4 ,tage geerntet werden knnen4 ,diese haben sehr lockeres ,zellgewebe2 sie enthalten mehr ,wasser1 mehr ,eiwei und weniger von dem scharfen1 flchtigen1 im ,wasser schwer lslichen ,stoff1 an den die eigenthmlich reizende ,wirkung des ,tabaks gebunden scheint4 ,der ,tabak wird in ,cumanacoa nach dem ,verfahren behandelt1 das bei den ,spaniern de cura seca heit4 ,man hngt die ,bltter an ,cocuizafasern ,agave americana auf1 lst die ,rippen ab und dreht sie zu ,strngen4 ,der zubereitete ,tabak sollte im ,juni in die kniglichen ,magazine geschafft werden1 aber aus ,faulheit und weil sie dem ,bau des ,mais und des ,maniok mehr ,aufmerksamkeit schenken1 machen die ,leute den ,tabak selten vor ,august fertig4 ,begreiflich verlieren die ,bltter an ,arom1 wenn sie zu lange der feuchten ,luft ausgesetzt bleiben4 ,der ,verwalter lt den ,tabak sechzig ,tage unberhrt in den kniglichen ,magazinen liegen2 dann schneidet man die ,bndel auf1 um die ,qualitt zu prfen4 ,findet der ,verwalter den ,tabak gut zubereitet1 so bezahlt er dem ,pflanzer fr die ,aroba von fnfundzwanzig ,pfund drei ,piaster4 ,dasselbe ,gewicht wird auf ,rechnung der ,krone fr zwlf einen halben ,piaster wieder verkauft4 ,der faule 7potrido7 ,tabak1 d4 h4 der noch einmal geghrt hat1 wird ffentlich verbrannt1 und der ,pflanzer1 der von der kniglichen ,pacht ,vorschsse erhalten hat1 kommt unwiderruflich um die ,frchte seiner langen ,arbeit4 ,wir sahen auf dem groen ,platz ,haufen von fnfhundert ,arobas vernichten1 aus denen man in ,europa sicher ,schnupftabak gemacht htte4 ,der ,boden von ,cumanacoa eignet sich fr diesen ,culturzweig so ausgezeichnet1 da der ,tabak berall1 wo der ,same ,feuchtigkeit findet1 wildwchst4 ,so kommt er beim ,cerro del ,cuchivano und bei der ,hhle von ,caripe vor4 ,in ,cumanacoa1 wie in den benachbarten ,distrikten von ,aricagua und ,san ,lorenzo1 wird brigens nur die ,tabaksart mit groen sitzenden ,blttern1 der sogenannte virginische ,tabak ,nicotiana tabacum gebaut4 ,ganz unbekannt ist der ,tabak mit gestielten ,blttern ,nicotiana rustica1 der eigentliche 99,yetl99 der alten ,mexicaner1 den man in ,deutschland sonderbarerweise trkischen ,tabak nennt4 ,wre der ,tabaksbau frei1 so knnte die ,provinz ,cumana einen groen ,theil von ,europa damit versehen2 ja1 andere ,distrikte scheinen sich fr die ,erzeugung dieser ,colonialwaare ganz so gut zu eignen wie das ,thal von ,cumanacoa1 wo der bermige ,regen nicht selten dem ,arom der ,bltter ,eintrag thut4 ,gegenwrtig1 wo der ,tabaksbau auf ein paar ,quadratmeilen beschrnkt ist1 betrgt der ganze ,ertrag der ,ernte nur #fjjj ,arobas4 ,die beiden ,provinzen ,cumana und ,barcelona verbrauchen aber #ab1jjj1 und der ,ausfall wird aus dem spanischen ,guyana gedeckt4 ,in der ,gegend von ,cumanacoa geben sich im ,durchschnitt nur #aejj ,personen mit dem ,tabaksbau ab1 lauter ,weie2 die ,eingeborenen vom ,stamme der ,chaymas lassen sich durch ,aussicht auf ,gewinn selten dazu verlocken1 auch hlt es die ,pacht nicht fr gerathen1 denselben ,vorschsse zu machen4 ,beschftigt man sich mit der ,geschichte unserer ,culturpflanzen1 so sieht man mit ,ueberraschung1 da vor der ,eroberung der ,gebrauch des ,tabaks ber den grten ,theil von ,amerika verbreitet war1 whrend man die ,kartoffel weder in ,mexico1 noch auf den ,antillen kannte1 wo sie doch in gebirgigen ,lagen sehr gut fortkommt4 ,ferner wurde in ,portugal schon im ,jahr #aeei ,tabak gebaut1 whrend die ,kartoffel erst am ,ende des siebzehnten und zu ,anfang des achtzehnten ,jahrhunderts in den europischen ,ackerbau berging4 ,letzteres ,gewchs1 das fr das ,wohl der menschlichen ,gesellschaft so bedeutsam geworden ist1 hat sich auf beiden ,continenten weit langsamer verbreitet1 als ein ,produkt1 das nur fr einen ,luxusartikel gelten kann4 ,das wichtigste ,produkt nach dem ,tabak ist im ,thale von ,cumanacoa der ,indigo4 ,die ,pflanzungen in ,cumanacoa1 ,san ,fernando und ,arenas liefern eine ,waare1 die im ,handel noch geschtzter ist als der ,indigo von ,caracas2 er kommt an ,glanz und ,flle der ,farbe oft dem ,indigo von ,guatimala nahe4 ,aus letzterer ,provinz ist der ,samen von ,indigofera ,anil die neben ,indigofera tinctoria gebaut wird1 zuerst auf die ,kste von ,cumana gekommen4 ,da im ,thale von ,cumanacoa sehr viel ,regen fllt1 so gibt eine vier ,fu hohe ,pflanze nicht mehr ,farbstoff als eine dreimal kleinere in den trockenen ,thlern von ,aragua1 westlich von der ,stadt ,caracas4 ,alle ,indigofabriken1 die wir gesehen1 sind nach demselben ,plane eingerichtet4 ,zwei ,weichkpen1 in denen das ,kraut faulen soll1 stehen neben einander4 ,jede mit fnfzehn ,quadratfu und ist zwei einen halben ,fu tief4 ,aus diesen obern ,kufen luft die ,flssigkeit in die ,stampfkasten1 zwischen denen die ,wassermhle angebracht ist4 ,der ,baum des groen ,rades luft zwischen diesen ,kasten durch1 und an ihm sitzen an langen ,stielen die ,lffel zum ,stampfen4 ,aus einer weiten ,abseihekpe kommt der farbhaltige ,bodensatz in die ,trockenkasten und wird daselbst auf ,brettern aus ,brasilholz ausgebreitet1 die mittelst kleiner ,rollen unter ,dach gebracht werden knnen1 wenn unerwartet ,regen eintritt4 ,diese geneigten1 sehr niedrigen ,dcher geben den ,trockenkasten von weitem das ,ansehen von ,treibhusern4 ,im ,thale von ,cumanacoa verluft die ,ghrung des ,krauts1 das man faulen lt1 ungemein rasch4 ,sie whrt meist nicht lnger als vier bis fnf ,stunden4 ,die kann nur von der ,feuchtigkeit des ,klimas herrhren und daher1 da whrend der ,entwicklung der ,pflanze die ,sonne nicht scheint4 ,ich glaube auf meinen ,reisen die ,bemerkung gemacht zu haben1 da je trockener das ,klima ist1 die ,kufe um so langsamer arbeitet und die ,stengel zugleich desto mehr ,indigo aus der niedersten ,oxydationsstufe enthalten4 ,in der ,provinz ,caracas1 wo #efb ,cubikfu locker aufgeschichteten ,krautes #ce bis #dj ,pfund trockenen ,indigo geben1 kommt die ,flssigkeit erst nach zwanzig1 dreiig oder fnfunddreiig ,stunden in die ,stampfe4 ,wahrscheinlich erhielten die ,einwohner von ,cumanacoa mehr ,farbestoff aus dem ,kraut1 wenn sie dasselbe lnger in der ersten ,kufe weichen lieen4 ,ich habe whrend meines ,aufenthalts in ,cumana den etwas schweren kupferfarbigen ,indigo von ,cumanacoa und den von ,caracas zur ,vergleichung in ,schwefelsure aufgelst1 und die ,auflsung des ersteren schien mir weit satter blau4 ,trotz der ausgezeichneten ,beschaffenheit der ,produkte und der ,fruchtbarkeit des ,bodens ist der ,landbau in ,cumanacoa noch vllig in der ,kindheit4 ,arenas1 ,san ,fernando und ,cumanacoa bringen in den ,handel nur #cjjj ,pfund ,indigo1 der im ,lande #dejj ,piaster werth ist4 ,es fehlt an ,menschenhnden und die schwache ,bevlkerung nimmt durch die ,auswanderung in die ,llanos tglich ab4 ,diese unermelichen ,savanen nhren den ,menschen reichlich1 weil sich das ,vieh dort so leicht vermehrt1 whrend der ,indigo- und ,tabaksbau viel ,sorge und ,mhe macht4 ,der ,ertrag des letzteren ist desto unsicherer1 da die ,regenzeit bald lnger1 bald krzer dauert4 ,die ,pflanzer sind von der kniglichen ,pacht1 die ihnen ,vorschsse macht1 vllig abhngig1 und hier1 wie in ,georgien und ,virginien1 baut man lieber ,nahrungsgewchse als ,tabak4 ,man hatte neuerdings der ,regierung den ,vorschlag gemacht1 auf knigliche ,kosten fnfhundert ,neger anzuschaffen und sie den ,pflanzern abzugeben1 die im ,stande wren1 in zwei oder drei ,jahren den ,ankaufspreis abzutragen4 ,dadurch hoffte man die jhrliche ,tabaksernte auf #ae1jjj ,arobas zu bringen4 ,zu meiner ,freude habe ich viele ,grundeigenthmer sich gegen dieses ,projekt aussprechen hren4 ,es stand nicht zu hoffen1 da man1 nach dem ,vorgang mancher ,provinzen der ,vereinigten ,staaten1 nach einer gewissen ,reihe von ,jahren den ,schwarzen oder ihren ,nachkommen die ,freiheit schenken wrde2 desto bedenklicher schien es1 zumal nach den entsetzlichen ,vorgngen auf ,st4 ,domingo1 die ,sklavenbevlkerung in ,terra ,firma zu vermehren4 ,weise ,politik hat nicht selten dieselben ,folgen1 wie die edelsten und seltensten ,regungen der ,gerechtigkeit und ,menschenliebe4 ,die mit ,hfen und ,indigo- und ,tabakspflanzungen bedeckte ,ebene von ,cumanacoa ist von ,bergen umgeben1 die besonders gegen ,sd hher ansteigen und fr den ,physiker und den ,geologen gleich interessant sind4 ,alles weist darauf hin1 da das ,thal ein alter ,seeboden ist2 auch fallen die ,berge1 welche einst das ,ufer desselben bildeten1 dem ,see zu senkrecht ab4 ,der ,see hatte nur ,arenas zu einen ,abflu4 ,beim ,graben von ,hausfundamenten stie man bei ,cumanacoa auf ,schichten von ,geschieben1 mit kleinen zweischaligen ,muscheln darunter4 ,nach der ,angabe mehrerer glaubwrdiger ,personen sind sogar vor mehr als dreiig ,jahren hinten in der ,schlucht ,san ,juanillo zwei ungeheure ,schenkelknochen gefunden worden1 die vier ,fu lang waren und ber dreiig ,pfund wogen4 ,die ,indianer hielten sie1 wie noch heute das ,volk in ,europa1 fr ,riesenknochen1 whrend die ,halbgelehrten im ,lande1 die das ,privilegium haben1 ,alles zu erklren1 alles ,ernstes versicherten1 es seyen ,naturspiele und keiner groen ,beachtung werth4 ,diese ,leute beriefen sich bei ihrer ,behauptung auf den ,umstand1 da menschliche ,gebeine im ,boden von ,cumanacoa sehr rasch vermodern4 ,zum ,schmuck der ,kirchen am ,allerseelentag lt man ,schdel aus den ,kirchhfen an der ,kste kommen1 wo der ,boden mit ,salzen geschwngert ist4 ,die vermeintlichen ,riesenknochen wurden nach ,cumana gebracht4 ,ich habe mich dort vergeblich darnach umgesehen2 aber nach den fossilen ,knochen1 die ich aus andern ,strichen ,sdamerikas heimgebracht und die von ,cuvier genau untersucht worden1 gehrten die riesigen ,schenkelknochen von ,cumanacoa wahrscheinlich einer ausgestorbenen ,elephantenart an4 ,es kann befremden1 da dieselben in so geringer ,hhe ber dem gegenwrtigen ,wasserspiegel gefunden worden2 denn es ist sehr merkwrdig1 da die fossilen ,reste von ,mastodonten und ,elephanten1 die ich aus den tropischen ,lndern von ,mexico1 ,neugrenada1 ,quito und ,peru mitgebracht1 nicht in tief gelegenen ,strichen 7wo in gemigten ,zonen ,megatherien am ,rio ,luxan7#ej7 und in ,virginien1 groe ,mastodonten am ,ohio und fossile ,elephanten am ,susquehanna vorkommen71 sondern auf den in sechshundert bis vierzehnhundert ,fu ,hhe gelegenen ,hochebenen erhoben wurden4 ,als wir dem sdlichen ,rand des ,beckens von ,cumanacoa zugingen1 sahen wir den ,turimiquiri vor uns liegen4 ,eine ungeheure ,felswand1 das ,ueberbleibsel eines alten ,kstenstrichs1 steigt mitten im ,walde empor4 ,weiter nach ,west1 beim ,cerro del ,cuchivano1 erscheint die ,bergkette wie durch ein ,erdbeben aus einander gerissen4 ,die ,spalte ist ber hundert fnfzig ,toisen breit und von senkrechten ,felsen umgeben4 ,tief beschattet von den ,bumen1 deren verschlungene ,zweige nicht ,raum haben sich auszubreiten1 nahm sich die ,spalte aus wie eine durch einen ,erdfall entstandene ,grube4 ,ein ,bach1 der ,rio ,juagua1 luft durch die ,spalte1 die ungemein malerisch ist und ,risco del ,cuchivano heit4 ,der kleine ,flu entspringt sieben ,meilen weit gegen ,sdwest am ,fue des ,brigantin und bildet schne ,flle1 ehe er in die ,ebene von ,cumanacoa ausluft4 ,wir besuchten fters einen kleinen ,hof1 ,conuco de ,bermudez1 dem ,erdspalt von ,cuchivano gegenber4 ,man baut hier auf feuchtem ,boden ,bananen1 ,tabak und mehrere ,arten von ,baumwollenbumen1 besonders die1 deren ,wolle nanking-gelb ist und die auf der ,insel ,margarita so hufig vorkommt4 ,der ,eigenthmer sagte uns1 der ,erdspalt sey von ,jaguars bewohnt4 ,diese ,thiere bringen den ,tag in ,hhlen zu und schleichen bei ,nacht um die ,wohnungen4 ,da sie reichliche ,nahrung haben1 werden sie bis sechs ,fu lang4 ,ein solcher ,tiger hatte im verflossenen ,jahr ein zum ,hof gehriges ,pferd verzehrt4 ,er schleppte seine ,beute bei hellem ,mondschein ber die ,savane unter einen ungeheur dicken ,ceibabaum4 ,vom ,winseln des verendenden ,pferdes erwachten die ,sklaven im ,hofe4 ,sie rckten mitten in der ,nacht aus1 bewaffnet mit ,spieen und 99,machetes997#ea74 ,der ,tiger lag auf seiner ,beute und lie sie ruhig herankommen2 er erlag erst nach langem hartnckigem ,widerstand4 ,dieser ,fall und viele andere1 von denen wir an ,ort und ,stelle ,kunde erhielten1 zeigt1 da der groe ,jaguar ,felis ,onca1 ,linn1 die ,buffon panthre oille nennt und in ,afrika zu ,hause glaubt4 ,wir werden spter ,gelegenheit haben1 auf diesen fr die ,zoologie und ,thiergeographie wichtigen ,punkt zurckzukommen4 von ,terra ,firma1 wie der ,jaguarete in ,paraguay und der eigentliche asiatische ,tiger1 vor dem ,menschen nicht fliehen1 wenn ihm dieser zu ,leibe geht und die ,zahl der ,angreifenden ihn nicht scheu macht4 ,die ,zoologen wissen jetzt1 da ,buffon die grte amerikanische ,katzenart ganz falsch beurtheilt hat4 ,was der berhmte ,schriftsteller von der ,feigheit der ,tiger der neuen ,welt sagt1 gilt nur von den kleinen ,ocelots1 oder ,pantherkatzen1 und wir werden bald sehen1 da am ,orinoco der chte amerikanische ,jaguar sich zuweilen ins ,wasser strzt1 um die ,indianer in ihren ,piroguen anzugreifen4 ,dem ,hofe ,bermudez gegenber liegen die ,oeffnungen zweier gerumigen ,hhlen im ,erdspalt des ,cuchivano2 von ,zeit zu ,zeit schlagen ,flammen daraus empor1 die man bei ,nacht sehr weit sieht4 ,die benachbarten ,berge sind dann davon beleuchtet1 und nach der ,hhe der ,felsen1 ber welche diese brennenden ,dnste hinanfreichen1 wre man versucht zu glauben1 da sie mehrere hundert ,fu hoch werden4 ,beim letzten groen ,erdbeben in ,cumana war diese ,erscheinung von einem unterirdischen dumpfen1 anhaltenden ,getse begleitet4 ,sie kommt vorzglich in der ,regenzeit vor1 und die ,besitzer der dem ,berge ,cuchivano gegenber liegenden ,pflanzungen versichern1 die ,flammen zeigen sich seit dem ,december #agig hufiger4 ,auf einer botanischen ,excursion nach ,rinconada versuchten wir vergeblich in die ,spalte einzudringen4 ,wir htten die ,felsen1 die in ihrem ,schoe die ,ursachen dieses merkwrdigen ,feuers zu bergen schienen1 gerne nher untersucht2 aber die ppige ,vegetation1 die in einander geschlungenen ,lianen und ,dornstrucher lieen uns nicht vorwrts kommen4 ,zum ,glck nahmen die ,bewohner des ,thals lebhaften ,antheil an unsern ,forschungen1 nicht sowohl weil sie sich vor einem vulkanischen ,ausbruch frchteten1 als weil sie sich in den ,kopf gesetzt hatten1 der ,risco del ,cuchivano enthalte eine ,goldgrube4 ,es half nichts1 da wir ihnen auseinandersetzten1 warum wir an ,gold im ,muschelkalk nicht glauben knnten2 sie wollten einmal wissen1 was der deutsche ,bergmann vom ,reichthum des ,erzgangs halte4 ,seit ,karls des ,fnften ,zeit und seit die ,welser1 die ,alsinger und ,sailer in ,coro und ,caracas als ,statthalter gesessen1 hat sich in ,terra ,firma im ,volk der ,glaube an das besondere bergmnnische ,geschick der ,deutschen erhalten4 ,wohin ich in ,sdamerika kam1 berall1 sobald man erfuhr1 wo ich hersey1 zeigte man mir ,muster von ,erzen4 ,in den ,colonien ist jeder ,franzose ein ,arzt1 jeder ,deutsche ein ,bergmann4 ,die ,pflanzer bahnten mit ihren ,sklaven einen ,weg durch den ,wald bis zum ersten ,fall des ,rio ,juagua1 und am #aj4 ,september machten wir unsern ,ausflug nach dem ,risco del ,cuchivano4 ,kaum hatten wir die ,schlucht betreten1 so merkten wir1 da ,tiger in der ,nhe waren1 sowohl an einem frisch zerrissenen ,stachelschwein1 als am ,gestank ihres ,kothes1 der dem der europischen ,katze gleicht4 ,zur ,vorsicht gingen die ,indianer nach dem ,hof zurck und brachten ,hunde von sehr kleiner ,race mit4 ,man behauptet1 wenn man dem ,jaguar auf schmalem ,pfad begegne1 springe er zuerst auf den ,hund los1 nicht auf den ,menschen4 ,wir stiegen nicht am ,ufer des ,baches1 sondern an der ,felswand ber dem ,wasser hinauf4 ,man geht an einem zwei-1 dreihundert ,fu tiefen ,abgrund hin auf einem ganz schmalen ,vorsprung1 wie auf dem ,wege von ,grindelwald am ,mettenberg hin zum groen ,gletscher4 ,wird der ,vorsprung so schmal1 da man nicht mehr wei1 wohin man den ,fu setzen soll1 so steigt man zum ,bach hinunter1 watet durch oder lt sich von einem ,sklaven hinber tragen1 und klimmt an der andern ,bergwand weiter4 ,das ,niederklettern ist ziemlich mhselig1 und man darf sich nicht auf die ,lianen verlassen1 die wie groe ,stricke von den ,baumgipfeln niederhngen4 ,die ,ranken- und ,schmarotzergewchse hngen nur locker an den ,aesten1 die sie umschlingen2 ihre ,stengel haben zusammen ein ganz ansehnliches ,gewicht1 und wenn man auf abschssigem ,boden sich mit dem ,krper an ,lianen hngt1 luft man ,gefahr eine ganze grne ,laube niederzureien4 ,je weiter wir kamen1 desto dichter wurde die ,vegetation4 ,an mehreren ,stellen hatten die ,baumwurzeln1 die in die ,spalten zwischen den ,schichten hineingewachsen waren1 das ,kalkgestein zersprengt4 ,wir konnten kaum die ,pflanzen fortbringen1 die wir bei jedem ,schritte aufnahmen4 ,die ,cannas1 die ,heliconien mit schnen purpurnen ,blthen1 die ,costus und andere ,gewchse aus der ,familie der ,amomeen werden hier acht bis zehn ,fu hoch4 ,ihr helles frisches ,grn1 ihr ,seidenglanz und ihr strotzendes ,fleisch stechen grell ab vom brunlichen ,ton der ,baumfarn mit dem zartgefiederten ,laub4 ,die ,indianer hieben mit ihren groen ,messern ,kerben in die ,baumstmme und machten uns auf die ,schnheit der rothen und goldgelben ,hlzer aufmerksam1 die einst bei unsern ,mbelschreinern und ,drehern sehr gesucht seyn werden4 ,sie zeigten uns ein ,gewchs mit zusammengesetzter ,blthe1 das zwanzig ,fu hoch ist 7,eupatorium laevigatum1 ,lamarck71 die sogenannte 99,rose von ,belveria99 7,brownea racemosa71 berhmt wegen ihrer herrlichen purpurrothen ,blthen1 und das einheimische 99,drachenblut991 eine noch nicht beschriebene ,art ,croton1 deren rother adstringirender ,saft zur ,strkung des ,zahnfleisches gebraucht wird4 ,sie unterschieden die ,arten durch den ,geruch1 besonders aber durch ,kauen der ,holzfasern4 ,zwei ,eingeborene1 denen man dasselbe ,holz zu kauen gibt1 sprechen1 meist ohne sich zu besinnen1 denselben ,namen aus4 ,wir konnten brigens von den scharfen ,sinnen unserer ,fhrer nicht viel ,nutzen ziehen2 denn wie soll man zu ,blttern1 ,blthen oder ,frchten gelangen1 die auf ,stmmen wachsen1 deren ersten ,aeste fnfzig1 sechzig ,fu ber dem ,boden sind8 ,mit ,ueberraschung sieht man in dieser ,schlucht die ,baumrinde1 sogar den ,boden mit ,moosen und ,flechten berzogen4 ,diese ,cryptogamen sind hier so hufig wie im ,norden4 ,die feuchte ,luft und der ,mangel an direktem ,sonnenlicht begnstigen ihre ,entwicklung1 und doch betrgt die ,temperatur bei ,tag #be1 bei ,nacht #ai ,grad4 ,die angebliche ,goldgrube von ,cuchivano1 die wir untersuchen sollten1 ist nichts als ein ,loch1 das man in eine der schwarzen1 an ,schwefelkies reichen ,mergelschichten im ,kalk zu graben angefangen4 ,das ,loch liegt auf der rechten ,seite des ,rio ,inagua an einem ,punkt1 wohin man vorsichtig klettern mu1 weil der ,bach hier ber acht ,fu tief ist4 ,der ,schwefelkies ist hell goldgelb und man sieht ihm nicht an1 da er ,kupfer enthlt4 ,die ,mergelschicht1 in der er vorkommt1 streicht ber den ,bach hinber4 ,das ,wasser splt die metallisch glnzenden ,krner aus1 und dehalb glaubt das ,volk1 der ,bach fhre ,gold4 ,man erzhlt1 nach dem groen ,erdbeben im ,jahr #agff habe das ,wasser des ,inagua so viel ,gold gefhrt1 da ,mnner1 die weit her gekommen1 und von denen man nicht gewut1 wo sie zu ,hause seyen1 ,goldwschen angelegt htten2 sie seyen aber bei ,nacht und ,nebel verschwunden1 nachdem sie eine ,menge ,gold gesammelt4 ,es braucht keines ,beweises1 da die ein ,mhrchen ist2 die ,kiese in den ,quarzgngen des ,glimmerschiefers sind allerdings sehr oft goldhaltig2 aber nichts berechtigt bis jetzt zur ,annahme1 da der ,schwefelkies im ,mergelschiefer des ,alpenkalks gleichfalls ,gold enthalte4 ,einige direkte ,versuche auf nassem ,weg1 die ich whrend meines ,aufenthalts in ,caracas angestellt1 thun dar1 da der ,schwefelkies von ,cuchivano durchaus nicht goldhaltig ist4 ,unsern ,fhrern behagte mein ,unglaube sehr schlecht2 ich hatte gut sagen1 aus dieser angeblichen ,goldgrube knnte man hchstens ,alaun und ,eisenvitriol gewinnen2 sie lasen nichtsdestoweniger heimlich jedes ,stckchen ,schwefelkies auf1 das sie im ,wasser glnzen sahen4 ,je rmer ein ,land an ,erzgruben ist1 desto leichter wird es in der ,einbildung der ,einwohner1 die ,schtze aus dem ,schoe der ,erde zu holen4 ,wie viele ,zeit haben wir auf unserer fnfjhrigen ,reise verloren1 um auf das dringende ,verlangen unserer ,wirthe ,schluchten zu untersuchen1 in denen schwefelkieshaltige ,schichten seit ,jahrhunderten den stolzen ,namen ,minas de ,oro fhren6 ,wie oft sahen wir lchelnd zu1 wenn ,leute aller ,stnde1 ,beamte1 ,dorfgeistliche1 ernste ,missionre mit unermdlicher ,geduld ,hornblende oder gelben ,glimmer zerstieen1 um mittelst ,quecksilbers das ,gold auszuziehen6 ,die leidenschaftliche ,gier1 mit der man nach ,erzen sucht1 erscheint doppelt auffallend in einem ,lande1 wo man den ,boden kaum umzuwenden braucht1 um ihm reiche ,ernten zu entlocken4 ,nachdem wir den ,schwefelkies am ,rio ,juagua untersucht1 gingen wir weiter in der ,schlucht hinauf1 die sich wie ein enger1 von sehr hohen ,bumen beschatteter ,kanal fortzieht4 ,nach sehr beschwerlichem ,marsch und ganz durchnt1 weil wir so oft ber den ,bach gegangen waren1 langten wir am ,fu der ,hhlen des ,cuchivano an1 aus denen man vor einigen ,jahren die ,flammen hatte brechen sehen4 ,achthundert ,toisen hoch steigt senkrecht eine ,felswand auf4 ,in einem ,landstrich1 wo der ppige ,pflanzenwuchs berall den ,boden und das ,gestein bedeckt1 kommt es selten vor1 da ein groer ,berg in senkrechtem ,durchschnitt seine ,schichten zeigt4 ,mitten in diesem ,durchschnitt1 leider dem ,menschen unzugnglich1 liegen die ,spalten1 die zu zwei ,hhlen fhren4 ,sie sollen von denselben ,nachtvgeln bewohnt seyn1 die wir bald in der ,cueva del ,guacharo bei ,caripe werden kennen lernen4 ,wir ruhten am ,fu der ,hhlen aus4 ,hier sah man die ,flammen hervorkommen1 welche in den letzten ,jahren hufiger geworden sind4 ,unsere ,fhrer und der ,pchter1 ein verstndiger1 mit den ,oertlichkeiten der ,provinz wohl bekannter ,mann1 verhandelten nach der ,weise der ,creolen ber die ,gefahr1 der die ,stadt ,cumanacoa ausgesetzt wre1 wenn der ,cuchivano ein thtiger ,vulkan wrde1 se veniesse a reventar4 ,es schien ihnen unzweifelhast1 da seit dem groen ,erdbeben von ,quito und ,cumana im ,jahr #agig ,neu-,andalusien vom unterirdischen ,feuer immer mehr unterhhlt werde4 ,sie brachten die ,flammen zur ,sprache1 die man in ,cumana hatte aus dem ,boden schlagen sehen1 und die ,ste1 die man jetzt an ,orten empfindet1 wo man frher nichts von ,erdbeben wute4 ,sie erinnerten daran1 da man in ,macarapan seit einigen ,monaten fters ,schwefelgeruch spre4 ,auf diese und hnliche ,erscheinungen1 die uns damals in ihrem ,munde auffielen1 grndeten sie ,prophezeiungen1 die fast smmtlich in ,erfllung gegangen sind4 ,entsetzliche ,zerstrungen haben im ,jahr #ahab in ,caracas stattgefunden1 zum ,beweis1 welch gewaltige ,unruhe im ,nordosten von ,terra ,firma in der ,natur herrscht4 ,was ist wohl aber die ,ursache der feurigen ,erscheinungen1 die man am ,cuchivano beobachtet8 ,ich wei wohl1 da man zuweilen die ,luftsule1 die ber der ,mndung brennender ,vulkane aufsteigt1 in hellem ,lichte glnzen sieht4 ,dieser ,lichtschein1 den man von brennendem ,wasserstoffgas herleitet1 wurde von ,chillo aus auf dem ,gipfel des ,cotopaxi zu einer ,zeit beobachtet1 wo der ,berg ziemlich ruhig schien4 ,ich wei1 da die ,alten erzhlen1 auf dem ,mons ,albanus bei ,rom1 dem heutigen ,monte cavo sey zuweilen bei ,nacht ,feuer gesehen worden2 aber der ,mons albanus ist ein erst in neuerer ,zeit erloschener ,vulkan1 der noch zu ,catos ,zeit ,rapilli auswarf ,albano monte biduum continenter lapidibus pluit4 ,livius ,,xxv4 #g41 whrend der ,cuchivano ein ,kalkberg ist in einer ,gegend1 wo weit und breit keine ,trappbildungen vorkommen4 ,kann man jene ,flammen etwa daraus erklren1 da das ,wasser1 wenn es mit den ,kiesen im ,mergelschiefer in ,berhrung kommt1 zersetzt wird8 ,ist das ,feuer1 das aus den ,hhlen des ,cuchivano kommt1 brennendes ,wasserstoffgas8 ,das ,wasser1 das durch den ,kalkstein sickert und durch die ,schwefelschichten zersetzt wird1 und die ,erdbeben von ,cumana1 die ,lager gediegenen ,schwefels bei ,carupano und die schwefligt sauren ,dmpfe1 die man zuweilen in den ,savanen sprt3 zwischen all dem liee sich leicht ein ,zusammenhang denken2 es ist auch nicht zu bezweifeln1 da1 wenn sich bei der starken ,affinitt zwischen dem ,eisenoxyd und den ,erden bei hoher ,temperatur ,wasser ber ,schwefelkiesen zersetzt1 die ,entbindung von ,wasserstoffgas erfolgen kann1 welche mehrere neuere ,geologen eine so wichtige ,rolle spielen lassen4 ,aber bei vulkanischen ,ausbrchen tritt weit constanter schwefligte ,sure auf als ,wasserstoff1 und der ,geruch1 den man zuweilen bei starken ,erdsten versprt1 ist vorzugsweise der ,geruch von schwefligter ,sure4 ,ueberblickt man die vulkanischen ,erscheinungen und die ,erdbeben im ,ganzen1 bedenkt man1 in welch ungeheuren ,entfernungen sich die ,ste unter dem ,meeresboden fortpflanzen1 so lt man bald ,erklrungen fallen1 die von unbedeutenden ,schichten von ,schwefelkies und bituminsem ,mergel ausgehen4 ,nach meiner ,ansicht knnen die ,ste1 die man in der ,provinz ,cunana so hufig sprt1 so wenig den zu ,tag ausgehenden ,gebirgsarten zugeschrieben werden1 als die ,ste1 welche die ,apenninen erschttern1 ,asphaltadern oder brennenden ,erdlquellen4 ,alle diese ,erscheinungen hngen von allgemeineren1 fast htte ich gesagt1 tiefer liegenden ,ursachen her1 und der ,herd der vulkanischen ,wirkungen ist nicht in den secundren ,gebirgsbildungen1 aus denen die uere ,erdrinde besteht1 sondern in sehr bedeutender ,tiefe unter der ,oberflche in den ,urgebirgsarten zu suchen4 ,je weiter die ,geologie fortschreitet1 desto mehr sieht man ein1 wie wenig man mit den ,theorien ausrichtet1 die sich auf wenige1 rein rtliche ,beobachtungen grnden4 ,nach ,meridianhhen des sdlichen ,fisches1 die ich in der ,nacht vom #g4 ,september beobachtet1 liegt ,cumanacoa unter #aj #af' #aa der ,breite2 die ,angabe der geschtztesten ,karten ist also um ,grad unrichtig4 ,die ,neigung der ,magnetnadel fand ich gleich #db1fj und die ,intensitt der magnetischen ,kraft gleich #bbh ,schwingungen in zehn ,zeitminuten2 die ,intensitt war demnach um neun ,schwingungen oder #a_/be geringer als in ,ferrol4 ,am zwlften setzten wir unsere ,reise nach dem ,kloster ,caripe1 dem ,hauptort der ,chaymas-,missionen1 fort4 ,wir zogen der geraden ,strae den ,umweg ber die ,berge ,cocollar und ,turimiquiri vor1 die nicht viel hher sind als der ,jura4 ,der ,weg luft zuerst ostwrts drei ,meilen ber die ,hochebene von ,cumanacoa1 den alten ,seeboden1 und biegt dann nach ,sd ab4 ,wir kamen durch das kleine indianische ,dorf ,aricagua1 das von bewaldeten ,hgeln umgeben sehr freundlich daliegt4 ,von hier an ging es bergauf und wir hatten ber vier ,stunden zu steigen4 ,dieses ,stck des ,weges ist sehr angreifend2 man setzt zweiundzwanzigmal ber den ,pututucuar1 ein reiendes ,bergwasser voll ,kalksteinblcken4 ,hat man auf der ,cuesta del ,cocollar zweitausend ,fu ,meereshhe erreicht1 so sieht man zu seiner ,ueberraschung fast keine ,wlder1 oder auch nur groe ,bume mehr4 ,man geht ber eine ungeheure1 mit ,grsern bewachsene ,hochebene4 ,nur ,mimosen mit halbkugeliger ,krone und drei bis vier ,fu hohem ,stamm unterbrechen die de ,einfrmigkeit der ,savanen4 ,ihre ,aeste sind gegen den ,boden geneigt oder breiten sich schirmartig aus4 ,ueberall1 wo ,abhnge oder halb mit ,erde bedeckte ,gesteinmassen sich zeigen1 breitet die ,clusia oder der ,cupey mit den groen ,nymphenblthen sein herrliches ,grn aus4 ,die ,wurzeln dieses ,baums haben zuweilen acht ,zoll ,durchmesser und gehen oft schon fnfzehn ,fu ber dem ,boden vom ,stamme ab4 ,nachdem wir noch lange bergan gestiegen waren1 kamen wir auf einer kleinen ,ebene zum ,hato del ,cocollar4 ,es ist die ein ,hof1 der #djh ,toisen hoch ganz allein auf dem ,plateau liegt4 ,in dieser ,einsamkeit blieben wir drei ,tage1 vortrefflich verpflegt von dem ,eigenthmer ,don ,mathias ,yturburi1 ein geborener ,biscayer1 der vom ,hafen von ,cumana an unser ,begleiter gewesen war4 ,wir fanden daselbst bei der reichen ,weide ,milch1 vortreffliches ,fleisch und vor allem ein herrliches ,klima4 ,bei ,tag stieg der hunderttheilige ,thermometer nicht ber #bb oder #bc ,grad1 kurz vor ,sonnenuntergang fiel er auf #ai und bei ,nacht zeigte er kaum #ad4 ,bei ,nacht war es daher um sieben ,grad khler als an der ,kste1 was1 da die ,hochebene des ,cocollar nicht so hoch liegt1 als die ,stadt ,caracas1 wiederum auf eine ausnehmend rasche ,wrmeabnahme hinweist4 ,so weit das ,auge reicht1 sieht man auf dem hohen ,punkt nichts als kahle ,savanen2 nur hin und wieder tauchen aus den ,schluchten kleine ,baumgruppen auf1 und trotz der scheinbaren ,einfrmigkeit der ,vegetation findet man ausnehmend viele sehr interessante ,pflanzen4 ,wir fhren hier nur an eine prachtvolle ,lobelia mit purpurnen ,blthen1 die ,brownea coccinea die ber hundert ,fu hoch wird1 und vor allen den 99,pejoa991 der im ,lande berhmt ist1 weil seine ,bltter1 wenn man sie zwischen den ,fingern zerreibt1 einen kstlichen aromatischen ,geruch von sich geben4 ,was uns aber am meisten am einsamen ,ort entzckte1 das war die ,schnheit und ,stille der ,nchte4 ,der ,eigenthmer des ,hofes blieb mit uns wach4 ,er schien sich daran zu weiden1 wie ,europer1 die eben erst unter die ,tropen gekommen1 sich nicht genug wundern konnten ber die frische ,frhlingsluft1 deren man nach ,sonnenuntergang hier aus den ,bergen geniet4 ,in jenen fernen ,lndern1 wo der ,mensch die ,gaben der ,natur noch voll zu schtzen wei1 preist der ,grundeigenthmer das ,wasser seiner ,quelle1 den gesunden ,wind1 der um den ,hgel weht1 und da es keine schdlichen ,insekten gibt1 wie wir in ,europa uns der ,vorzge unseres ,wohnhauses oder des malerischen ,effekts unserer ,pflanzungen rhmen4 ,unser ,wirth war mit einer ,mannschaft1 die an der ,kste des ,meerbusens von ,paria ,holzschlge fr die spanische ,marine einrichten sollte1 in die neue ,welt gekommen4 ,in den groen ,mahagoni-1 ,cedrela- und ,brasilholzwldern1 die um das ,meer der ,antillen her liegen1 dachte man die grten ,stmme auszusuchen1 sie im ,groben so zuzuhauen1 wie man sie zum ,schiffsbau braucht1 und sie jhrlich auf die ,werfte von ,caraques bei ,cadix zu schicken4 ,aber weie1 nicht acclimatisirte ,mnner muten der anstrengenden ,arbeit1 der ,sonnengluth und der ungesunden ,luft der ,wlder erliegen4 ,dieselben ,lfte1 welche mit den ,wohlgerchen der ,blthen1 ,bltter und ,hlzer geschwngert sind1 fhren auch den ,keim der ,auflsung in die ,organe4 ,bsartige ,fieber rafften mit den ,zimmerleuten der kniglichen ,marine die ,aufseher der neuen ,anstalt weg1 und die ,bucht1 der die ersten ,spanier wegen des trbseligen1 wilden ,aussehens der ,kste den ,namen ,golfo triste gegeben1 wurde das ,grab der europischen ,seeleute4 ,unser ,wirth hatte das seltene ,glck1 diesen ,gefahren zu entgehen2 nachdem er den grten ,theil der ,seinigen hatte hinsterben sehen1 zog er weit weg von der ,kste auf die ,berge des ,cocollar4 ,ohne ,nachbarschaft1 im ungestrten ,besitz eines ,savanenstrichs von fnf ,meilen1 geniet er hier der ,unabhngigkeit1 wie die ,vereinzelung sie gewhrt1 und der ,heiterkeit des ,gemths1 wie sie schlichten ,menschen eigen ist1 die in reiner1 strkender ,luft leben4 ,nichts ist dem ,eindruck majesttischer ,ruhe zu vergleichen1 den der ,anblick des gestirnten ,himmels an diesem einsamen ,ort in einem hinterlt4 ,blickten wir bei ,einbruch der ,nacht hinaus ber die ,prairien1 die bis zunm ,horizont fortstreichen1 ber die grn bewachsene1 sanft gewellte ,hochebene1 so war es uns1 gerade wie in den ,steppen am ,orinoco1 als shen wir weit weg das gestirnte ,himmelsgewlbe auf dem ,ocean ruhen4 ,der ,baum1 unter dem wir saen1 die leuchtenden ,insekten1 die in der ,luft tanzten1 die glnzenden ,sternbilder im ,sden1 ,alles mahnte uns daran1 wie weit wir von der ,heimatherde waren4 ,und wenn nun1 inmitten dieser fremdartigen ,natur1 aus einer ,schlucht heraus das ,schellengelute einer ,kuh oder das ,brllen des ,stieres zu unsern ,ohren drang1 dann sprang mit einemmal der ,gedanke an die ,heimath ins uns auf4 ,es war1 als hrten wir aus weiter1 weiter ,ferne ,stimmen1 die ber das ,weltmeer herber riefen und uns mit ,zauberkraft aus einer ,hemisphre in die andere versetzten4 ,so wunderbar beweglich ist die ,einbildungskraft des ,menschen1 die ewige ,quelle seiner ,freuden und seiner ,schmerzen6 ,in der ,morgenkhle machten wir uns auf1 den ,turimiquiri zu besteigen4 ,so heit der ,gipfel des ,cocollar1 der mit dem ,brigantin nur ,einen ,gebirgsstock bildet1 welcher bei den ,eingeborenen frher ,sierra de los ,tageres hie4 ,man macht einen ,theil des ,wegs auf ,pferden1 die frei in den ,savanen laufen1 zum ,theil aber an den ,sattel gewhnt sind4 ,so plump ihr ,aussehen ist1 klettern sie doch ganz flink den schlpfrigsten ,rasen hinaus4 ,wir machten zuerst bei einer ,quelle ,halt1 die nicht aus dem ,kalkstein1 sondern noch aus einer ,schichte quarzigen ,sandsteins kommt4 ,ihre ,temperatur war #ba1 also um #a1e geringer als die der ,quelle von ,quetepe2 der ,hhenunterschied betrgt aber auch gegen #bbj ,toisen4 ,ueberall1 wo der ,sandstein zu ,tage kommt1 ist der ,boden eben und bildet gleichsam kleine ,plateaus1 die wie ,stufen ber einander liegen4 ,bis zu #gjj ,toisen und sogar darber ist der ,berg1 wie alle in der ,nachbarschaft1 nur mit ,grsern bewachsen4 ,in ,cumana schreibt man den ,umstand1 da keine ,bume mehr vorkommen1 der groen ,hhe zu2 vergegenwrtigt man sich aber die ,vertheilung dr ,gewchse in den ,cordilleren der heien ,zone1 so sieht man1 da die ,berggipfel in ,neu-,andalusien lange nicht zu der obern ,baumgrenze hinaufreichen1 die in dieser ,breite mindestens #afjj ,toisen hoch liegt4 ,ja der kurze ,rasen zeigt sich auf dem ,cocollar stellenweise sogar schon bei #cej ,toisen ber dem ,meer und man kann auf demselben bis zu #ajjj ,toisen ,hhe gehen2 weiter hinauf1 ber diesem mit ,grsern bedeckten ,grtel1 befindet sich auf dem ,menschen fast unzugnglichen ,gipfeln ein ,wldchen von ,cedrela1 ,javillos7#eb7 und ,mahagonibumen4 ,nach diesen lokalen ,verhltnissen mu man annehmen1 da die ,bergsavanen des ,cocollar und ,turimiquiri ihre ,entstehung nur der verderblichen ,sitte der ,eingeborenen verdanken1 die ,wlder anzuznden1 die sie in ,weideland verwandeln wollen4 ,jetzt1 da ,grser und ,alppflanzen seit dreihundert ,jahren den ,boden mit einem dicken ,filz berzogen haben1 knnen die ,baumsamen sich nicht mehr im ,boden befestigen und keimen1 obgleich ,wind und ,vgel sie fortwhrend von entlegenen ,wldern in die ,savanen herbertragen4 ,das ,klima auf diesen ,bergen ist so mild1 da beim ,hofe auf dem ,cocollar der ,baumwollenbaum1 der ,kaffeebaum1 sogar das ,zuckerrohr gut fortkommen4 ,trotz aller ,behauptungen der ,einwohner an der ,kste ist unter dem #aj4 ,grad der ,breite auf ,bergen1 die kaum hher sind als der ,mont d',or und der ,puy de ,dome1 niemals ,reif gesehen worden4 ,die ,weiden auf dem ,turimiquiri nehmen an ,gte ab1 je hher sie liegen4 ,ueberall1 wo zerstreute ,felsmassen ,schatten bieten1 kommen ,flechten und verschiedene europische ,moose vor4 ,melastoma xanthostachis und ein ,strauch 7,palicourea rigida71 dessen groe lederartige ,bltter im ,wind wie ,pergament rauschen1 wachsen hie und da in der ,savane4 ,aber die ,hauptzierde des ,rasens ist ein ,liliengewchs mit goldgelber ,blthe1 die ,marica martinicensis4 ,man findet sie in den ,provinzen ,cumana und ,caracas meist erst in #djj bis #ejj ,toisen ,hhe4 ,die ,gebirgsarten des ,turimiquiri sind ein ,alpenkalk1 hnlich dem bei ,cumanacoa1 und ziemlich dnne ,schichten ,mergel und quarziger ,sandstein4 ,im ,kalkstein sind ,klumpen von braunem ,eisenoxyd und ,spatheisen eingesprengt4 ,an mehreren ,stellen habe ich ganz deutlich beobachtet1 da der ,sandstein dem ,kalk nicht nur aufgelagert ist1 sondern da beide nicht selten in ,wechsellagerung vorkommen4 ,man unterscheidet im ,lande den abgerundeten ,gipfel des ,turimiquiri und die spitzen ,pics oder 99,cucuruchos991 die dicht bewaldet sind und wo es viele ,tiger gibt1 auf die man wegen des groen und schnen ,fells ,jagd macht4 ,den runden begrasten ,gipfel fanden wir #gjg ,toisen hoch4 ,von diesem ,gipfel luft nun nach ,west ein steiler ,felskamm aus1 der eine ,seemeile von jenem durch eine ungeheure ,spalte unterbrochen ist1 die gegen den ,meerbusen von ,cariaco hinunterluft4 ,an der ,stelle1 wo der ,kamm htte weiter laufen sollen1 erheben sich zwei ,bergspitzen aus ,kalkstein1 von denen die nrdliche die hhere ist4 ,die ist der eigentliche ,cucurucho de ,turimiquiri1 der fr hher gilt als der ,brigantin1 der den ,schiffern1 die der ,kste von ,cumana zusteuern1 so wohl bekannt ist4 ,nach ,hhenwinkeln und einer ziemlich kurzen ,standlinie1 die wir auf dem abgerundeten kahlen ,gipfel zogen1 maen wir den ,spitzberg oder ,cucurucho und fanden ihn #cej ,toisen hher als unsern ,standort1 so da seine absolute ,hhe ber #ajej ,toisen betrgt4 ,man geniet auf dem ,turimiquiri einer der weitesten und malerischsten ,aussichten4 ,vom ,gipfel bis hinunter zum ,meer liegen ,bergketten vor einem1 die parallel von ,ost nach ,west streichen und ,lngenthler zwischen sich haben4 ,da in letztere eine ,menge kleiner1 von den ,bergwassern ausgesplter ,thler unter rechtem ,winkel mnden1 so stellen sich die ,seitenketten als ,reihen gleich vieler bald abgerundeter1 bald kegelfrmiger ,hhen dar4 ,bis zum ,imposible sind die ,berghnge meist ziemlich sanft2 weiterhin werden die ,abflle sehr steil und streichen hinter einander fort bis zum ,ufer des ,meerbusens von ,cariaco4 ,die ,umrisse dieser ,gebirgsmassen erinnern an die ,ketten des ,jura1 und die einzige ,ebene1 die sich darin findet1 ist das ,thal von ,cumanacoa4 ,es ist als she man in einen ,trichter hinunter1 auf dessen ,boden unter zerstreuten ,baumgruppen das indianische ,dorf ,aricagua erscheint4 ,gegen ,nord hob sich eine schmale ,landzunge1 die ,halbinsel ,araya1 braun vom ,meere ab1 das1 von den ersten ,sonnenstrahlen beleuchtet1 ein glnzendes ,licht zurckwarf4 ,jenseits der ,halbinsel begrenzte den ,horizont das ,vorgebirge ,macanao1 dessen schwarzes ,gestein gleich einem ungeheuren ,bollwerk aus dem ,wasser aufsteigt4 ,der ,hof auf dem ,cocollar am ,fue des ,turimiquiri liegt unter #aj #i' #cb der ,breite4 ,die ,inclination der ,magnetnadel fand ich gleich #db #aj'4 ,die ,nadel schwang #bbjmal in zehn ,zeitminuten4 ,die im ,kalk liegenden ,brauneisensteinmassen mgen die ,intensitt der magnetischen ,kraft um ein ,weniges steigern4 ,am #ad4 ,september gingen wir vom ,cocollar zur ,mission ,san ,antonio hinunter4 ,der ,weg fhrt ,anfangs ber ,savanen1 die mit groen ,kalksteinblcken berset sind1 und dann betritt man dichten ,wald4 ,nachdem man zwei sehr steile ,berggrte berstiegen1 hat man ein schnes ,thal vor sich1 das fnf ,meilen lang fast durchaus von ,ost nach ,west streicht4 ,in diesem ,thale liegen die ,missionen ,san ,antonio und ,guanaguana4 ,erstere ist berhmt wegen einer kleinen ,kirche aus ,backsteinen1 in ertrglichem ,styl1 mit zwei ,thrmen und dorischen ,sulen4 ,sie gilt in der ,umgegend fr ein ,wunder4 ,der ,gardian der ,kapuziner wurde mit diesem ,kirchenbau in nicht ganz zwei ,sommern fertig1 obgleich er nur ,indianer aus seinem ,dorfe dabei verwendet hatte4 ,die ,sulencapitle1 die ,gesimse und ein mit ,sonnen und ,arabesken gezierter ,fries wurden aus mit ,ziegelmehl vermischtem ,thon modellirt4 ,wundert man sich1 an der ,grenze ,lapplands ,kirchen im reinsten griechischen ,styl ,in ,skelestar bei ,torneo4 ,s4 ,buch1 ,reise in ,norwegen anzutreffen1 so berraschen einen dergleichen erste ,kunstversuche noch mehr in einem ,erdstrich1 wo noch ,alles den ,stempel menschlicher ,urzustnde trgt und von den ,europern erst seit etwa vierzig ,jahren der ,grund zu knftiger ,cultur gelegt wurde4 ,der ,statthalter der ,provinz mibilligte es1 da in ,missionen mit solchem ,luxus gebaut werde1 und zum groen ,leidwesen der ,mnche wurde die ,kirche nicht ausgebaut4 ,die ,indianer von ,san ,antonio sind weit entfernt1 solches gleichfalls zu beklagen2 sie sind insgeheim mit dem ,spruche des ,statthalters vollkommen einverstanden1 weil er ihrer natrlichen ,trgheit behagt4 ,sie machen sich eben so wenig aus architektonischen ,ornamenten als einst die ,eingeborenen in den ,jesuitenmissionen in ,paraguay4 ,ich hielt mich in der ,mission ,san ,antonio nur auf1 um auf den ,barometer zu sehen und ein paar ,sonnenhhen zu nehmen4 ,der groe ,platz liegt #baf ,toisen ber ,cumana4 ,jenseits des ,dorfs durchwateten wir die ,flsse ,colorado und ,guarapiche1 die beide in den ,bergen des ,cocollar entspringen und weiter unten1 ostwrts1 sich vereinigen4 ,der ,colorado hat eine sehr starke ,strnnmg und wird bei seiner ,mndung breiter als der ,rhein2 der ,guarapiche ist1 nachdem er den ,rio ,areo aufgenommen1 ber fnf und zwanzig ,faden tief4 ,an seinen ,ufern wchst eine ausnehmend schne ,grasart1 die ich zwei ,jahre spter1 als ich den ,magdalenenstrom hinausfuhr1 gezeichnet habe4 ,der ,halm mit zweizeiligen ,blttern wird #ae bis #bj ,fu hoch4 ,unsere ,maulthiere konnten sich durch den dicken ,morast auf dem schmalen ebenen ,weg kaum durcharbeiten4 ,es go in ,strmen vom ,himmel2 der ganze ,wald erschien in ,folge des starken anhaltenden ,regens wie ,ein ,sumpf4 ,gegen ,abend langten wir in der ,mission ,guanaguana an1 die so ziemlich in derselben ,hhe liegt1 wie das ,dorf ,san ,antonio4 ,es that sehr noth1 da wir uns trockneten4 ,der ,missionr nahm uns sehr herzlich auf4 ,es war ein alter ,mann1 der1 wie es schien1 seine ,indianer sehr verstndig behandelte4 ,das ,dorf steht erst seit dreiig ,jahren am jetzigen ,fleck1 frher lag es weiter nach ,sden und lehnte sich an einen ,hgel4 ,man wundert sich1 mit welcher ,leichtigkeit man die ,wohnsitze der ,indianer verlegt4 ,es gibt in ,sdamerika ,drfer1 die in weniger als einem halben ,jahrhundert dreimal den ,ort gewechselt haben4 ,den ,eingeborenen knpfen so schwache ,bande an den ,boden1 auf dem er wohnt1 da er den ,befehl1 sein ,haus abzureien und es anderswo wieder aufzubauen1 gleichmthig aufnimmt4 ,ein ,dorf wechselt seinen ,platz wie ein ,lager4 ,wo es nur ,thon1 ,rohr1 ,palmbltter und ,heliconienbltter gibt1 ist die ,htte in wenigen ,tagen wieder fertig4 ,diesen gewaltsamen ,aenderungen liegt oft nichts zu ,grunde als die ,laune eines frisch aus ,spanien angekommenen ,missionrs1 der meint1 die ,mission sey dem ,fieber ausgesetzt oder liege nicht luftig genug4 ,es ist vorgekommen1 da ganze ,drfer mehrere ,stunden weit verlegt wurden1 blo weil der ,mnch die ,aussicht aus seinem ,hause nicht schn oder weit genug fand4 ,guanaguana hat noch keine ,kirche4 ,der alte ,geistliche1 der schon seit dreiig ,jahren in den ,wldern ,amerikas lebte1 uerte gegen uns1 die ,gemeindegelder1 d4 h4 der ,ertrag der ,arbeit der ,indianer1 mten zuerst zum ,bau des ,missionshauses1 dann zum ,kirchenbau und endlich fr die ,kleidung der ,indianer verwendet werden4 ,er versicherte in wichtigem ,ton1 von dieser ,ordnung drfe unter keinem ,vorwand abgegangen werden4 ,nun1 die ,indianer1 die lieber ganz nackt gehen als die leichtesten ,kleider tragen1 knnen gut warten1 bis die ,reihe an sie kommt4 ,die gerumige ,wohnung des 99,padre99 war eben fertig geworden1 und wir bemerkten zu unserer ,ueberraschung1 da das ,haus1 das ein plattes ,dach hatte1 mit einer ,menge ,kaminen wie mit ,thrmchen geziert war4 ,sie sollten1 belehrte uns unser ,wirth1 ihn an sein geliebtes ,heimathland1 und in der tropischen ,hitze an die aragonesischen ,winter erinnern4 ,die ,indianer in ,guanaguana bauen ,baumwolle fr sich1 fr die ,kirche und fr den ,missionr4 ,der ,ertrag gilt als ,gemeindeeigenthum und mit den ,gemeindegeldern werden die ,bedrfnisse des ,geistlichen und die ,kosten des ,gottesdienstes bestritten4 ,die ,eingeborenen haben hchst einfache ,vorrichtungen1 um den ,samen von der ,baumwolle zu trennen4 ,es sind hlzerne ,cylinder von sehr kleinem ,durchmesser1 zwischen denen die ,baumwolle durchluft und die man wie ,spinnrder mit dem ,fue umtreibt4 ,diese hchst mangelhaften ,maschinen leisten indessen gute ,dienste und man fngt in den andern ,missionen an sie nachzuahmen4 ,ich habe anderswo1 in meinem ,werke ber ,mexico1 auseinander gesetzt1 wie sehr die ,sitte1 die ,baumwolle mit dem ,samen zu verkaufen1 den ,transport in den spanischen ,colonien erschwert1 wo alle ,waaren auf ,maulthieren in die ,seehfen kommen4 ,der ,boden ist in ,guanaguana eben so fruchtbar wie im benachbarten ,dorfe ,aricagua1 das gleichfalls seinen indianischen ,namen behalten hat4 ,eine 99,almuda99 7#ahej ,quadrattoisen7 trgt in guten ,jahren #be-cj ,fanegas ,mais1 die ,fanega zu hundert ,pfund4 ,aber hier wie berall1 wo der ,segen der ,natur die ,entwicklung der ,industrie hemmt1 macht man nur ganz wenige ,morgen ,landes urbar1 und kein ,mensch denkt daran1 mit dem ,anbau der ,nahrungspflanzen zu wechseln4 ,die ,indianer in ,guanaguana erzhlten mir als etwas ,ungewhnliches1 im verflossenen ,jahr seyen sie1 ihre ,weiber und ,kinder drei ,monate lang al monte gewesen1 das heit1 sie seyen in den benachbarten ,wldern umhergezogen1 um sich von saftigen ,pflanzen1 von ,palmkohl1 von ,farnwurzeln und wilden ,baumfrchten zu nhren4 ,sie sprachen von diesem ,nomadenleben keineswegs wie von einem ,nothstand4 ,nur der ,missionr hatte dabei zu leiden gehabt1 weil das ,dorf ganz verlassen stand und die ,gemeindegenossen1 als sie aus den ,wldern wieder heim kamen1 weniger lenksam waren als zuvor4 ,das schne ,thal von ,guanaguana luft gegen ,ost in die ,ebenen von ,punzere und ,terecen aus4 ,gerne htten wir diese ,ebenen besucht1 um die ,quellen von ,bergl zwischen den ,flssen ,guarapiche und ,areo zu untersuchen2 aber die ,regenzeit war frmlich eingetreten1 und wir hatten tglich vollauf zu thun1 um die gesammelten ,pflanzen zu trocknen und aufzubewahren4 ,der ,weg von ,guanaguana nach dem ,dorfe ,punzere fhrt entweder ber ,san ,felix1 oder ber ,caycara und ,guahuta1 wo sich ein 99,hato99 7,hof fr ,viehzucht7 der ,missionre befindet4 ,an letzterem ,orte findet man1 nach dem ,bericht der ,indianer1 groe ,schwefelmassen1 nicht in ,gips oder ,kalkstein1 sondern in geringer ,tiefe unter der ,flche des ,bodens in ,thonschichten4 ,dieses auffallende ,vorkommen scheint ,amerika eigenthmlich2 wir werden demselben im ,knigreich ,quito und in ,neugrenada wieder begegnen4 ,vor ,punzere sieht man in den ,savanen ,sckchen von ,seidengewebe an den niedrigsten ,baumsten hngen4 ,es ist die die seda silvestre oder einheimische wilde ,seide1 die einen schnen ,glanz hat1 aber sich sehr rauh anfhlt4 ,der ,nachtschmetterling1 der sie spinnt1 kommt vielleicht mit denen in den ,provinzen ,gnanaxuato und ,antioquia berein1 die gleichfalls wilde ,seide liefern4 ,im schnen ,walde von ,punzere kommen zwei ,bume vor1 die unter den ,namen ,curucay und ,canela bekannt sind2 ersterer liefert ein von den 99,pinches99 oder indianischen ,zauberern sehr gesuchtes ,harz1 der zweite hat ,bltter1 die nach chtem ,ceylonzimmt riechen4 ,von ,punzere luft der ,weg ber ,terecen und ,neu-,palencia1 das eine neue ,niederlassung von ,canariern ist1 nach dem ,hafen ,san ,juan1 der am rechten ,ufer des ,rio ,areo liegt1 und man mu in einer ,pirogue ber diesen ,flu setzen1 wenn man zu den berhmten ,berglquellen von ,buen ,pastor gehen will4 ,man beschrieb sie uns als kleine ,schachte oder ,trichter1 die sich von selbst im sumpfigen ,boden gebildet haben4 ,diese ,erscheinung erinnert an den ,asphaltsee oder 99,chapapote99 auf der ,insel ,trinidad1 der in gerader ,linie von ,buen ,pastor nur #ce ,seemeilen entfernt ist4 ,nachdem wir eine ,weile mit dem ,verlangen gekmpft1 den ,guarapiche hinunter in den ,golfo triste zu fahren1 wandten wir uns gerade den ,bergen zu4 ,die ,thler von ,guanaguana und ,caripe sind durch eine ,art ,damm oder ,grat aus ,kalkstein1 der unter dem ,namen ,cuchilla de ,guanaguana weit und breit berhmt ist1 von einander getrennt ,im ganzen spanischen ,amerika bedeutet cuchilla ,messerklinge1 einen ,bergkamm mit sehr steilen ,abhngen44 ,wir fanden den ,uebergang beschwerlich1 weil wir damals noch nicht in den ,cordilleren gereist waren1 aber so gefhrlich1 als man ihn in ,cumana schildert1 ist er keineswegs4 ,allerdings ist der ,weg an mehreren ,stellen nur #ad oder #ae ,zoll breit2 der ,bergsattel1 ber den er wegluft1 ist mit kurzem1 sehr glattem ,rasen bedeckt1 die ,abhnge zu beiden ,seiten sind ziemlich jh1 und wenn der ,reisende fiele1 knnte er auf dem ,grase sieben1 achthundert ,fu hinunterrollen4 ,indessen sind die ,bergseiten vielmehr nur starke ,bschungen als eigentliche ,abgrnde1 und die ,maulthiere hier zu ,lande haben einen so sichern ,gang1 da man sich ihnen ruhig anvertrauen kann4 ,ihr ,benehmen ist ganz wie das der ,saumthiere in der ,schweiz und in den ,pyrenen4 ,je wilder ein ,land ist1 desto feinfhliger und schrfer witternd wird der ,instinkt der ,hausthiere4 ,spren die ,maulthiere eine ,gefahr1 so bleiben sie stehen und wenden den ,kopf hin und her1 bewegen die ,ohren auf und ab2 man sieht1 sie berlegen1 was zu thun sey4 ,sie kommen langsam zum ,entschlu1 aber derselbe fllt immer richtig aus1 wenn er frei ist1 das heit1 wenn ihn der ,reisende nicht unvorsichtigerweise strt oder bereilt4 ,wenn man in den ,anden sechs1 sieben ,monate auf entsetzlichen ,wegen durch die von den ,bergwassern zerrissenen ,gebirge zieht1 da entwickelt sich die ,intelligenz der ,reitpferde und ,lastthiere auf wahrhaft erstaunliche ,weise4 ,man kann auch die ,gebirgsbewohner sagen hren3 ,ich gebe ,ihnen nicht das ,maulthier1 das den bequemsten ,schritt hat1 sondern das vernnftigste1 la mas racional4 ,dieses ,wort aus dem ,munde des ,volks1 die ,frucht langer ,erfahrung1 widerlegt das ,system1 das in den ,thieren nur belebte ,maschinen sieht1 wohl besser als alle ,beweisfhrung der speculativen ,philosophie4 ,auf dem hchsten ,punkt des ,kammes oder der ,cuchilla von ,guanaguana angelangt1 hatten wir eine interessante ,fernsicht4 ,wir bersahen mit ,einem ,blick die weiten ,prairien oder ,savanen von ,maturin und am ,rio ,tigre1 den ,spitzberg ,turimiquiri und zahllose parallel streichende ,bergketten1 die von weitem einer wogenden ,see gleichen4 ,gegen ,nordost ffnet sich das ,thal1 in dem das ,kloster ,caripe liegt4 ,sein ,anblick ist um so einladender1 als es bewaldet ist und so von den kahlen1 nur mit ,gras bewachsenen ,bergen umher freundlich absticht4 ,wir fanden die absolute ,hhe der ,cuchilla gleich #edh ,toisen2 sie liegt also #cbi ,toisen ber dem ,missionshaus von ,guanaguana4 ,steigt man auf sehr krummem ,pfade vom ,bergkamme nieder1 so betritt man bald ein ganz bewaldetes ,land4 ,der ,boden ist mit ,moos und einer neuen ,art ,drosera bedeckt1 die im ,wuchs der ,drosera unserer ,alpen gleicht4 ,je nher man dem ,kloster ,caripe kommt1 desto dichter wird der ,wald1 desto ppiger die ,vegetation4 ,alles bekommt einen andern ,charakter1 sogar die ,gebirgsart1 in der wir von ,punta ,delgada an gewesen waren4 ,die ,kalksteinschichten werden dnner2 sie bilden ,mauern1 ,gesimse und ,thrme wie in ,peru1 im ,pappenheimschen und bei ,dicow in ,gallizien4 ,es ist nicht mehr ,alpenkalk1 sondern eine ,formation1 welche jenem bergelagert ist1 analog dem ,jurakalk4 ,der ,weg von der ,cuchilla herab ist bei weitem nicht so lang als der hinaus4 ,wir fanden1 da das ,thal von ,caripe #bjj ,toisen hher liegt als das ,thal von ,guanaguana4 ,ein ,bergzug von unbedeutender ,breite trennt zwei ,becken2 das eine ist kstlich khl1 das andere als furchtbar hei verrufen4 ,solchen ,contrasten begegnet man in ,mexico1 in ,neu-,grenada und ,peru hufig1 aber im ,nordosten von ,sdamerika sind sie selten4 ,unter allen hochgelegenen ,thlern in ,neu-,andalusien ist auch nur das von ,caripe absolute ,hhe des ,klosters #dab ,toisen sehr stark bewohnt4 ,in einer ,provinz mit schwacher ,bevlkerung1 wo die ,gebirge weder eine sehr bedeutende ,masse1 noch ausgedehnte ,hochebenen haben1 findet der ,mensch wenig ,anla1 aus den ,ebenen wegzuziehen und sich in gemigteren ,gebirgsstrichen niederzulassen4 ------------------ #di ,in den spanischen ,kolonien heit 99,mision99 oder 99,pueblo de ,mision99 ein ,anzahl ,wohnungen um eine ,kirche herum1 wo ein ,missionar1 der ,ordensgeistlicher ist1 den ,gottesdienst versieht4 ,die indianischen ,drfer1 die unter der ,obhut von ,pfarrers stehen1 heien 99,pueblos de ,doctrina994 ,man unterscheidet noch weiter den 99,cura doctrinero991 den ,pfarrer einer indianischen ,gemeinde1 und den 99,cura rector991 den ,pfarrer eines von ,weien oder ,farbigen bewohnten ,dorfes4 #ej ,das virginische ,megatherium ist der ,megalonyx ,jeffersons4 ,alle diese ungeheuren ,knochen1 die man 99auf den ,ebenen99 der neuen ,welt1 nrdlich oder sdlich vom ,aequator gefunden1 gehren nicht der heien1 sondern der gemigten ,zone an4 ,andererseits macht ,pallas die ,bemerkung1 da in ,sibirien1 also auch nrdlich vom ,wendekreis1 fossile ,knochen in den gebirgigen ,landestheilen gar nicht vorkommen4 ,diese eng mit einander verknpften ,thatsachen scheinen den ,weg zur ,auffindung eines wichtigen geologischen ,gesetzes zu bahnen4 #ea ,groe ,messer mit sehr langen ,klingen1 hnlich den ,jagdmessern4 ,in der heien ,zone geht man nicht ohne 99,machete99 in den ,wald1 sowohl um die ,lianen und ,baumste abzuhauen1 die einem den ,weg sperren1 als um sich gegen wilde ,thiere zu vertheidigen4 #eb ,hura crepitans1 aus der ,familie der ,euphorbien4 ,dieser ,baum wird ungeheuer dick2 im ,thal von ,curiepe zwischen ,cap ,codera und ,caracas ma ,bonpland ,kufen aus ,javilloholz1 die vierzehn ,fu lang und acht breit waren4 ,diese ,kufen aus ,einem ,stck dienen zur ,aufbewahrung des ,guarapo oder ,zuckerrohrsasts und der ,melasse4 ,die ,samen des ,javillo sind ein starkes ,gift1 und die ,milch1 die aus dem ,blthenstengel quillt1 wenn man ihn abbricht1 hat uns oft ,augenschmerz verursacht1 wenn zufllig auch nur ein ganz klein wenig davon zwischen die ,augenlider kam4 ,,siebentes ,,kapitel ,das ,kloster ,caripe -- ,die ,hhle des ,guacharo -- ,nachtvgel ,eine ,allee von ,perseabumen fhrte uns zum ,hospiz der aragonesischen ,kapuziner4 ,bei einem ,kreuz aus ,brasilholz mitten auf einem groen ,platz machten wir ,halt4 ,das ,kreuz ist von ,bnken umgeben1 wo die kranken und schwachen ,mnche ihren ,rosenkranz beten4 ,das ,kloster lehnt sich an eine ungeheure1 senkrechte1 dicht bewachsene ,felswand4 ,das blendend weie ,gestein blickt nur hin und wieder hinter dem ,laube vor4 ,man kann sich kaum eine malerischere ,lage denken2 sie erinnerte mich lebhaft an die ,thler der ,grafschaft ,derby und an die hhlenreichen ,berge bei ,muggendorf in ,franken4 ,an die ,stelle der europischen ,buchen und ,ahorne treten hier die groartigeren ,gestalten der ,ceiba und der ,praga- und ,irassepalmen4 ,unzhlige ,quellen brechen aus den ,bergwnden1 die das ,becken von ,caripe kreisfrmig umgeben und deren gegen ,sd steil abfallende ,hnge tausend ,fu hohe ,profile bilden4 ,diese ,quellen kommen meist aus ,spalten oder engen ,schluchten hervor4 ,die ,feuchtigkeit1 die sie verbreiten1 befrdert das ,wachsthum der groen ,bume1 und die ,eingeborenen1 welche einsame ,orte lieben1 legen ihre 99,conucos99 lngs dieser ,schluchten an4 ,bananen und ,melonenbume stehen hier um ,gebsche von ,baumfarn4 ,dieses ,durcheinander von cultivirten und wilden ,gewchsen gibt diesen ,punkten einen eigenthmlichen ,reiz4 ,an den nackten ,bergseiten erkennt man die ,stellen1 wo ,quellen zu ,tage kommen1 schon von weitem an den dichten ,massen von ,grn1 die anfangs am ,gestein zu hngen scheinen und sich dann den ,windungen der ,bche nach ins ,thal hinunter ziehen4 ,wir wurden von den ,mnchen im ,hospiz mit der grten ,zuvorkommenheit aufgenommen4 ,der ,pater ,gardian war nicht zu ,hause2 aber er war von unserem ,abgang von ,cumana in ,kenntni gesetzt und hatte ,alles aufgeboten1 um uns den ,aufenthalt angenehm zu machen4 ,das ,hospiz hat einen innern ,hof mit einem ,kreuzgang1 wie die spanischen ,klster4 ,dieser geschlossene ,raum war sehr bequem fr uns1 um unsere ,instrumente unterzubringen und zu beobachten4 ,wir trafen im ,kloster zahlreiche ,gesellschaft3 junge1 vor ,kurzem aus ,europa angekommene ,mnche sollten eben in die ,missionen vertheilt werden1 whrend alte krnkliche ,missionre in der scharfen gesunden ,gebirgsluft von ,caripe ,genesung suchten4 ,ich wohnte in der ,zelle des ,gardians1 in der sich eine ziemlich ansehnliche ,bchersammlung befand4 ,ich fand hier zu meiner ,ueberraschung neben ,feijos teatro critico und den erbaulichen ,briefen auch ,abb ,nollets trait d'lectricit4 ,der ,fortschritt in der geistigen ,entwicklung ist1 sollte man da meinen1 sogar in den ,wldern ,amerikas zu spren4 ,der jngste ,kapuziner von der letzten ,mission7#ec7 hatte eine spanische ,uebersetzung von ,chaptals ,chemie mitgebracht4 ,er gedachte dieses ,werk in der ,einsamkeit zu studiren1 in der er fortan fr seine brige ,lebenszeit sich selbst berlassen seyn sollte4 ,ich glaube kaum1 da bei einem jungen ,mnche1 der einsam am ,ufer des ,rio ,tigre lebt1 der ,wissenstrieb wach und rege bleibt2 aber so viel ist sicher und gereicht dem ,geist des ,jahrhunderts zur ,ehre1 da wir bei unserern ,aufenthalt in den ,klstern und ,missionen ,amerikas nie eine ,spur von ,unduldsamkeit wahrgenommen haben4 ,die ,mnche in ,caripe wuten wohl1 da ich im protestantischen ,deutschland zu ,hause war4 ,mit den ,befehlen des ,madrider ,hofes in der ,hand1 hatte ich keinen ,grund1 ihnen ein ,geheimni daraus zu machen2 aber niemals that irgend ein ,zeichen von ,mitrauen1 irgend eine unbescheidene ,frage1 irgend ein ,versuch1 eine ,controverse anzuknpfen1 dem wohlthuenden ,eindruck der ,gastfreundschaft1 welche die ,mnche mit so viel ,herzlichkeit und ,offenheit bten1 auch nur den geringsten ,eintrag4 ,wir werden weiterhin untersuchen1 woher diese ,duldsamkeit der ,missionare rhrt und wie weit sie geht4 ,das ,kloster liegt an einem ,orte1 der in alter ,zeit ,areocuar hie4 ,seine ,meereshhe ist ungefhr dieselbe wie die der ,stadt ,caracas oder des bewohnten ,strichs in den blauen ,bergen von ,jamaica4 ,auch ist die mittlere ,temperatur dieser drei ,punkte1 die alle unter den ,tropen liegen1 so ziemlich dieselbe4 ,in ,caripe fhlt man das ,bedrfni1 sich ,nachts zuzudecken1 besonders bei ,sonnenaufgang4 ,wir sahen den hunderttheiligen ,thermometer um ,mitternacht zwischen #af und #ag ,grad 7#ab1h-ad ,r47 stehen1 ,morgens zwischen #ai und #bj4 ,gegen ein ,uhr ,nachmittags stand er nur auf #ba bis #bb1e4 ,es ist die eine ,temperatur1 bei der die ,gewchse der heien ,zone noch wohl gedeihen2 gegenber der bermigen ,hitze auf den ,ebenen bei ,cumana knnte man sie eine ,frhlingstemperatur nennen4 ,das ,wasser1 das man in porsen ,thongesen dem ,luftzug aussetzt1 khlt sich in ,caripe whrend der ,nacht auf #ac ab4 ,ich brauche nicht zu bemerken1 da solches ,wasser einem fast eiskalt vorkommt1 wenn man in ,einem ,tage entweder von der ,kste oder von den glhenden ,savanen von ,terezen ins ,kloster kommt und daher gewhnt ist1 ,fluwasser zu trinken1 das meist #be-bf 7#bj-bj1h ,r47 warm ist4 ,die mittlere ,temperatur des ,thals von ,caripe scheint1 nach der des ,monats ,september zu schlieen1 #ah1e zu seyn4 ,nach den ,beobachtungen1 die man in ,cumana gemacht1 weicht unter dieser ,zone die ,temperatur des ,septembers von der des ganzen ,jahres kaum um einen halben ,grad ab4 ,die mittlere ,temperatur von ,caripe ist gleich der des ,monats ,juni zu ,paris1 wo brigens die grte ,hitze #aj ,grad mehr betrgt als an den heiesten ,tagen in ,caripe4 ,da das ,kloster nur #djj ,toisen ber dem ,meere liegt1 so fllt es auf1 wie rasch die ,wrme von der ,kste an abnimmt4 ,wegen der dichten ,wlder knnen die ,sonnenstrahlen nicht vom ,boden abprallen1 und dieser ist feucht und mit einem dicken ,gras- und ,moosfilz bedeckt4 ,bei anhaltend nebligter ,witterung ist von ,sonnenwirkung ganze ,tage lang nichts zu spren und gegen ,einbruch der ,nacht wehen frische ,winde von der ,sierra del ,guacharo ins ,thal herunter4 ,die ,erfahrung hat ausgewiesen1 da das gemigte ,klima und die leichte ,luft des ,orts dem ,anbau des ,kaffeebaums1 der bekanntlich hohe ,lagen liebt1 sehr frderlich sind4 ,der ,superior der ,kapuziner1 ein thtiger1 aufgeklrter ,mann1 hat in seiner ,provinz diesen neuen ,kulturzweig eingefhrt4 ,man baute frher ,indigo in ,caripe1 aber die ,pflanze1 die starke ,hitze verlangt1 lieferte hier so wenig ,farbstoff1 da man es aufgab4 ,wir fanden im ,gemeinde-,conuco viele ,kchenkruter1 ,mais1 ,zuckerrohr und fnftausend ,kaffeestmme1 die eine reiche ,ernte versprachen4 ,die ,mnche hofften in wenigen ,jahren ihrer dreimal so viel zu haben4 ,man sieht auch hier wieder1 wie die geistliche ,hierarchie berall1 wo sie es mit den ,anfngen der ,cultur zu thun hat1 in derselben ,richtung ihre ,thtigkeit entwickelt4 ,wo die ,klster es noch nicht zum ,reichthum gebracht haben1 auf dem neuen ,continent wie in ,gallien1 in ,syrien wie im nrdlichen ,europa1 berall wirken sie hchst vortheilhaft auf die ,urbarmachung des ,bodens und die ,einfhrung fremdlndischer ,gewchse4 ,in ,caripe stellt sich der ,gemeinde-,conuco als ein groer schner ,garten dar4 ,die ,eingeborenen sind gehalten1 jeden ,morgen von sechs bis zehn ,uhr darin zu arbeiten4 ,die ,alcaden und ,alguazils von indianischem ,blut fhren dabei die ,aufsicht4 ,es sind das die hohen ,staatsbeamten1 die allein einen ,stock tragen drfen und vom ,superior des ,klosters angestellt werden4 ,sie legen auf jenes ,recht sehr groes ,gewicht4 ,ihr pedantischer1 schweigsamer ,ernst1 ihre kalte1 geheimnivolle ,miene1 der ,eifer1 mit dem sie in der ,kirche und bei den ,gemeindeversammlungen reprsentiren1 kommt den ,europern hchst lustig vor4 ,wir waren an diese ,zge im ,charakter des ,indianers noch nicht gewhnt1 fanden sie aber spter gerade so am ,orinoco1 in ,mexico und ,peru bei ,vlkern von sehr verschiedenen ,sitten und ,sprachen4 ,die ,alcaden kamen alle ,tage ins ,kloster1 nicht sowohl um mit den ,mnchen ber ,angelegenheiten der ,mission zu verhandeln1 als unter dem ,vorwand1 sich nach dem ,befinden der krzlich angekommenen ,reisenden zu erkundigen4 ,da wir ihnen ,branntwein gaben1 wurden die ,besuche hufiger1 als die ,geistlichen gerne sahen4 ,so lange wir uns in ,caripe und in den andern ,missionen der ,chaymas aufhielten1 sahen wir die ,indianer berall milde behandeln4 ,im ,allgemeinen schien uns in den ,missionen der aragonesischen ,kapuziner grundstzlich eine ,ordnung und eine ,zucht zu herrschen1 wie sie leider in der neuen ,welt selten zu finden sind4 ,mibruche1 die mit dem allgemeinen ,geist aller klsterlichen ,anstalten zusammenhngen1 drfen dem einzelnen ,orden nicht zur ,last gelegt werden4 ,der ,gardian des ,klosters ,verkauft den ,ertrag des ,gemeinde-,conuco1 und da alle ,indianer darin arbeiten1 so haben auch alle gleichen ,theil am ,gewinn4 ,mais1 ,kleidungsstcke1 ,ackergerthe1 und1 wie man versichert1 zuweilen auch ,geld werden unter ihnen vertheilt4 ,diese ,mnchsanstalten haben1 wie ich schon oben bemerkt1 ,aehnlichkeit mit den ,gemeinden der mhrischen ,brder2 sie frdern die ,entwicklung in der ,bildung begriffener ,menschenvereine1 und in den katholischen ,gemeinden1 die man ,missionen nennt1 wird die ,unabhngigkeit der ,familien und die ,selbststndigkeit der ,genossenschaftsglieder mehr geachtet1 als in den protestantischen ,gemeinden nach ,zinzendorfs ,regel4 ,am berhmtesten ist das ,thal von ,caripe1 neben der ausnehmenden ,khle des ,klimas1 durch die groe 99,cueva99 oder ,hhle des 99,guacharo994 ,in einem ,lande1 wo man so groen ,hang zum ,wunderbaren hat1 ist eine ,hhle1 aus der ein ,strom entspringt und in der ,tausende von ,nachtvgeln leben1 mit deren ,fett man in den ,missionen kocht1 natrlich ein unerschpflicher ,gegenstand der ,unterhaltung und des ,streits4 ,kaum hat daher der ,fremde in ,cumana den ,fu ans ,land gesetzt1 so hrt er zum ,ueberdru vom ,augenstein von ,araya1 vom ,landmann in ,arenas1 der sein ,kind gesugt1 und von der ,hhle des ,guacharo1 die mehrere ,meilen lang seyn soll4 ,lebhafte ,theilnahme an ,naturmerkwrdigkeiten erhlt sich berall1 wo in der ,gesellschaft kein ,leben ist1 wo in trbseliger ,eintnigkeit die alltglichen ,vorkommnisse sich ablsen1 bei denen die ,neugierde keine ,nahrung findet4 ,die ,hhle1 welche die ,einwohner eine ,fettgrube nennen1 liegt nicht im ,thal von ,caripe selbst1 sondern drei kleine ,meilen vom ,kloster gegen ,west-,sd-,west4 ,sie mndet in einem ,seitenthale aus1 das der 99,sierra des ,guacharo99 zuluft4 ,am #ah4 ,september brachen wir nach der ,sierra auf1 begleitet von den indianischen ,alcaden und den meisten ,ordensmnnern des ,klosters4 ,ein schmaler ,pfad fhrte zuerst anderthalb ,stunden lang sdwrts ber eine lachende1 schn beraste ,ebene1 dann wandten wir uns westwrts an einem kleinen ,flusse hinauf1 der aus der ,hhle hervorkommt4 ,man geht drei ,viertelstunden lang aufwrts bald im ,wasser1 das nicht tief ist1 bald zwischen dem ,flu und einer ,felswand1 auf sehr schlpfrigem1 morastigem ,boden4 ,zahlreiche ,erdflle1 umherliegende ,baumstmme1 ber welche die ,maulthiere nur schwer hinber kommen1 die ,rankengewchse am ,boden machen dieses ,stck des ,weges sehr ermdend4 ,wir waren berrascht1 hier1 kaum #ejj ,toisen ber dem ,meere1 eine ,kreuzblthe zu finden1 den ,raphanus pinnatus4 ,man wei1 wie selten ,arten dieser ,familie unter den ,tropen sind2 sie haben gleichsam einen 99nordischen ,typus991 und auf diesen waren wir hier auf dem ,plateau von ,caripe1 in so geringer ,meereshhe1 nicht gefat4 ,wenn man am ,fu des hohen ,guacharoberges nur noch vierhundert ,schritte von der ,hhle entfernt ist1 sieht man den ,eingang noch nicht4 ,der ,bach luft durch eine ,schlucht1 die das ,wasser eingegraben1 und man geht unter einem ,felsenberhang1 so da man den ,himmel gar nicht sieht4 ,der ,weg schlngelt sich mit dem ,flu und bei der letzten ,biegung steht man auf einmal vor der ungeheuren ,mndung der ,hhle4 ,der ,anblick hat etwas ,groartiges selbst fr ,augen1 die mit der malerischen ,scenerie der ,hochalpen vertraut sind4 ,ich hatte damals die ,hhlen am ,pic von ,derbyshire gesehen1 wo man1 in einem ,rachen ausgestreckt1 unter einem zwei ,fu hohen ,gewlbe ber einen unterirdischen ,flu setzt4 ,ich hatte die schne ,hhle von ,treshemienshiz in den ,karpathen befahren1 ferner die ,hhlen im ,harz und in ,franken1 die groe ,grabsttten sind fr die ,gebeine von ,tigern1 ,hynen und ,bren1 die so gro waren1 wie unsere ,pferde4 ,die ,natur gehorcht unter allen ,zonen unabnderlichen ,gesetzen in der ,vertheilung der ,gebirgsarten1 in der ueren ,gestaltung der ,berge1 selbst in den gewaltsamen ,vernderungen1 welche die uere ,rinde unseres ,planeten erlitten hat4 ,nach dieser groen ,einfrmigkeit konnte ich glauben1 die ,hhle von ,caripe werde im ,aussehen von dem1 was ich der ,art auf meinen frheren ,reisen beobachtet1 eben nicht sehr abweichen2 aber die ,wirklichkeit bertraf meine ,erwartung weit4 ,wenn einerseits alle ,hhlen nach ihrer ganzen ,bildung1 durch den ,glanz der ,stalaktiten1 in allem1 was die unorganisches ,natur betrifft1 auffallende ,aehnlichkeit mit einander haben1 so gibt andererseits der groartige tropische ,pflanzenwuchs der ,mndung eines solchen ,erdlochs einen ganz eigenen ,charakter4 ,die ,cueva del ,guacharo ffnet sich im senkrechten ,profil eines ,felsen4 ,der ,eingang ist nach ,sd gekehrt2 es ist eine ,wlbung achtzig ,fu breit und siebzig hoch1 also bis auf ein ,fnftheil so hoch als die ,colonnade des ,louvre4 ,auf dem ,fels ber der ,grotte stehen riesenhafte ,bume4 ,der ,mamei und der ,genipabaum mit breiten glnzenden ,blttern strecken ihre ,aeste gerade gen ,himmel1 whrend die des ,courbaril und der ,erythrina sich ausbreiten und ein dichtes grnes ,gewlbe bilden4 ,pothos mit saftigen ,stengeln1 ,oxalis und ,orchideen von seltsamem ,bau ,ein ,dendrobium mit goldgelber1 schwarzgefleckter1 drei ,zoll langer ,blthe wachsen in den drrsten ,felsspalten1 whrend vom ,winde geschaukelte ,rankengewchse sich vor dem ,eingang der ,hhle zu ,gewinden verschlingen4 ,wir sahen in diesen ,blumengewinden eine violette ,bignonie1 das purpurfarbige ,dolichos und zum erstenmal die prachtvolle ,solandra1 deren orangegelbe ,blthe eine ber vier ,zoll lange fleischige ,rhre hat4 ,es ist mit dem ,eingang der ,hhlen1 wie mit der ,ansicht der ,wasserflle2 der ,hauptreiz besteht in der mehr oder weniger groartigen ,umgebung1 die den ,charakter der ,landschaft bestimmt4 ,welcher ,contrast zwischen der ,cueva de ,caripe und den ,hhlen im ,norden1 die von ,eichen und dstern ,lerchen beschattet sind6 ,aber diese ,pflanzenpracht schmckt nicht allein die ,auenseite des ,gewlbes1 sie dringt sogar in den ,vorhof der ,hhle ein4 ,mit ,erstaunen sahen wir1 da achtzehn ,fu hohe prchtige ,heliconien mit ,pisangblttern1 ,pragapalmen und baumartige ,arumarten die ,ufer des ,baches bis unter die ,erde sumten4 ,die ,vegetation zieht sich in die ,hhle von ,caripe hinein1 wie in die tiefen ,felsspalten in den ,anden1 in denen nur ein ,dmmerlicht herrscht1 und sie hrt erst #cj-dj ,schritte vom ,eingang auf4 ,wir maen den ,weg mittelst eines ,stricks und waren gegen vier hundert dreiig ,fu weit gegangen1 ehe wir nthig hatten die ,fackeln anzuznden4 ,das ,tageslicht dringt so weit ein1 weil die ,hhle nur ,einen ,gang bildet1 der sich in derselben ,richtung von ,sdost nach ,nordwest hineinzieht4 ,da wo das ,licht zu verschwinden anfngt1 hrt man das heisere ,geschrei der ,nachtvgel1 die1 wie die ,eingeborenen glauben1 nur in diesen unterirdischen ,rumen zu ,hause sind4 ,der ,guacharo hat die ,gre unserer ,hhner1 die ,stimme der ,ziegenmelker und ,procnias1 die ,gestalt der geierartigen ,vgel mit ,bscheln steifer ,seide um den krummen ,schnabel4 ,streicht man nach ,cuvier die ,ordnung der ,picae 7,spechte71 so ist dieser merkwrdige ,vogel unter die ,passeres stellen1 deren ,gattungen fast unmerklich in einander bergehen4 ,ich habe ihn im zweiten ,band meiner ,observations de zoologie et d'anatomie compare in einer eigenen ,abhandlung unter dem ,namen ,steatornis 7,fettvogel7 beschrieben4 ,er bildet eine neue ,gattung1 die sich von ,caprimulgus durch den ,umfang der ,stimme1 durch den ausnehmend starken mit einem doppelten ,zahn versehenen ,schnabel1 durch den ,mangel der ,haut zwischen den vorderen ,zehengliedern wesentlich unterscheidet4 ,in der ,lebensweise kommt er sowohl den ,ziegenmelkern als den ,alpenkrhen ,corvus ,pyrrhocorax nahe4 ,sein ,gefieder ist dunkel graublau1 mit kleinen schwarzen ,streifen und ,tupfen2 ,kopf1 ,flgel und ,schwanz zeigen groe1 weie1 herzfrmige1 schwarz gesumte ,flecken4 ,die ,augen des ,vogels knnen das ,tageslicht nicht ertragen1 sie sind blau und kleiner als bei den ,ziegenmelkern4 ,die ,flgel haben #ag-ah ,schwungfedern und ihre ,spannung betrgt #c ,fu4 ,der ,guacharo verlt die ,hhle bei ,einbruch der ,nacht1 besonders bei ,mondschein4 ,es ist so ziemlich der einzige krnerfressende ,nachtvogel1 den wir bis jetzt kennen2 schon der ,bau seiner ,fe zeigt1 da er nicht jagt wie unsere ,eulen4 ,er frit sehr harte ,samen1 wie der ,nuheher 7,corvus cariocatactes7 und der ,pyrrhocorax4 ,letzterer nistet auch in ,felsspalten und heit der ,nachtrabe4 ,die ,indianer behaupten1 der ,guacharo gehe weder ,insekten aus der ,ordnung der ,lamellicornia 7,kfern71 noch ,nachtschmetterlingen nach1 von denen die ,ziegenmelker sich nhren4 ,man darf nur die ,schnbel des ,guacharo und des ,ziegenmelkers vergleichen1 um zu sehen1 da ihre ,lebensweise ganz verschieden seyn mu4 ,schwer macht man sich einen ,begriff vom furchtbaren ,lrm1 den ,tausende dieser ,vgel im dunkeln ,innern der ,hhle machen4 ,er lt sich nur mit dem ,geschrei unserer ,krhen vergleichen1 die in den nordischen ,tannenwldern gesellig leben und auf ,bumen nisten1 deren ,gipfel einander berhren4 ,das gellende durchdringende ,geschrei der ,guacharos hallt wider vom ,felsgewlbe und aus der ,tiefe der ,hhle kommt es als ,echo zurck4 ,die ,indianer zeigten uns die ,nester der ,vgel1 indem sie ,fackeln an eine lange ,stange banden4 ,sie stacken #fj-gj ,fu hoch ber unsern ,kpfen in trichterfrmigen ,lchern1 von denen die ,decke wimmelt4 ,je tiefer man in die ,hhle hinein kommt1 je mehr ,vgel das ,licht der ,copalfackeln aufscheucht1 desto strker wird der ,lrm4 ,wurde es ein paar ,minuten ruhiger um uns her1 so erschallte von weither das ,klaggeschrei der ,vgel1 die in andern ,zweigen der ,hhle nisteten4 ,die ,banden lsten einander im ,schreien ordentlich ab4 ,jedes ,jahr um ,johannistag gehen die ,indianer mit ,stangen in die ,cueva del ,guacharo und zerstren die meisten ,nester4 ,man schlgt jedesmal mehrere tausend ,vgel todt1 wobei die ,alten1 als wollten sie ihre ,brut vertheidigen1 mit furchtbarem ,geschrei den ,indianern um die ,kpfe fliegen4 ,die ,jungen1 die zu ,boden fallen1 werden auf der ,stelle ausgeweidet4 ,ihr ,bauchfell ist stark mit ,fett durchwachsen1 und eine ,fettschicht luft vom ,unterleib zum ,after und bildet zwischen den ,beinen des ,vogels eine ,art ,knopf4 ,da krnerfressende ,vgel1 die dem ,tageslicht nicht ausgesetzt sind und ihre ,muskeln wenig brauchen1 so fett werden1 erinnert an die uralten ,erfahrungen beim ,msten der ,gnse und des ,viehs4 ,man wei1 wie sehr dasselbe durch ,dunkelheit und ,ruhe befrdert wird4 ,die europischen ,nachtvgel sind mager1 weil sie nicht wie der ,guacharo von ,frchten1 sondern vom drftigen ,ertrag ihrer ,jagd leben4 ,zur ,zeit der ,fetternte 7cosecha de la manteca71 wie man es in ,caripe nennt1 bauen sich die ,indianer aus ,palmblttern ,htten am ,eingang und im ,vorhof der ,hhle4 ,wir sahen noch ,ueberbleibsel derselben4 ,hier lt man das ,fett der jungen1 frisch getdteten ,vgel am ,feuer aus und giet es in ,thongefsse4 ,dieses ,fett ist unter dem ,namen ,guacharoschmalz oder ,oel 7manteca oder aceite7 bekannt2 es ist halbflssig1 hell und geruchlos4 ,es ist so rein1 da man es lnger als ein ,jahr aufbewahren kann1 ohne da es ranzig wird4 ,in der ,klsterkche zu ,caripe wurde kein anderes ,fett gebraucht als das aus der ,hhle1 und wir haben nicht bemerkt1 da die ,speisen irgend einen unangenehmen ,geruch oder ,geschmack davon bekmen4 ,die ,menge des gewonnenen ,oels steht mit dem ,gemetzel1 das die ,indianer alle ,jahre in der ,hhle anrichten1 in keinem ,verhltni4 ,man bekommt1 scheint es1 nicht mehr als #aej bis #afj ,flaschen 7zu #dd ,kubikzoll7 ganz reine ,manteca2 das brige weniger helle wird in groen irdenen ,gefssen aufbewahrt4 ,dieser ,industriezweig der ,eingeborenen erinnert an das ,sammeln des ,taubenfetts ,das pigeon oil kommt von der ,wandertaube1 ,columba migratoria4 in ,carolina1 von dem frher mehrere tausend ,fsser gewonnen wurden4 ,der ,gebrauch des ,guacharofetts ist in ,caripe uralt und die ,missionare haben nur die ,gewinnungsart geregelt4 ,die ,mitglieder einer indianischen ,familie ,namens ,morocoymas behaupten von den ersten ,ansiedlern im ,thale abzustammen und als solche rechtmige ,eigenthmer der ,hhle zu seyn2 sie beanspruchen das ,monopol des ,fetts1 aber in ,folge der ,klosterzucht sind ihre ,rechte gegenwrtig nur noch ,ehrenrechte4 ,nach dem ,system der ,missionare haben die ,indianer ,guacharol fr das ewige ,kirchenlicht zu liefern2 das ,uebrige1 so behauptet man1 wird ihnen abgekauft4 ,wir erlauben uns kein ,urtheil weder ber die ,rechtsansprche der ,morocoymas1 noch ber den ,ursprung der von den ,mnchen den ,indianern auferlegten ,verpflichtung4 ,es erschiene natrlich1 da der ,ertrag der ,jagd denen gehrte1 die sie anstellen2 aber in den ,wldern der neuen ,welt1 wie im ,schooe der europischen ,cultur1 bestimmt sich das ffentliche ,recht darnach1 wie sich das ,verhaltni zwischen dem ,starken und dem ,schwachen1 zwischen dem ,eroberer und dem ,unterworfenen gestaltet4 ,das ,geschlecht der ,guacharos ware lngst ausgerottet1 wenn nicht mehrere ,umstnde zur ,erhaltung desselben zusammenwirkten4 ,aus ,aberglauben wagen sich die ,indianer selten weit in die ,hhle hinein4 ,auch scheint derselbe ,vogel in benachbarten1 aber dem ,menschen unzugnglichen ,hhlen zu nisten4 ,vielleicht bevlkert sich die groe ,hhle immer wieder mit ,colonien1 welche aus jenen kleinen ,erdlchern ausziehen2 denn die ,missionre versicherten uns1 bis jetzt habe die ,menge der ,vgel nicht merkbar abgenommen4 ,man hat junge ,guacharos in den ,hafen von ,cumana gebracht2 sie lebten da mehrere ,tage1 ohne zu fressen1 da die ,krner1 die man ihnen gab1 ihnen nicht zusagten4 ,wenn man in der ,hhle den jungen ,vgeln ,kropf und ,magen ausschneidet1 findet man mancherlei harte1 trockene ,samen darin1 die unter dem seltsamen ,namen ,guacharosamen 7semilla del ,guacharo7 ein vielberufenes ,mittel gegen ,wechselfieber sind4 ,die ,alten bringen diese ,samen den ,jungen zu4 ,man sammelt sie sorgfltig und lt sie den ,kranken in ,cariaco und andern tief gelegenen ,fieberstrichen zukommen4 ,wir gingen in die ,hhle hinein und am ,bache fort1 der daraus entspringt4 ,derselbe ist #bh-cj ,fu breit4 ,man verfolgt das ,ufer1 so lange die ,hgel aus ,kalkincrustationen die gestatten2 oft1 wenn sich der ,bach zwischen sehr hohen ,stalaktitenmassen durchschlngelt1 mu man in das ,bette selbst hinunter1 das nur zwei ,fu tief ist4 ,wir hrten zu unserer ,ueberraschung1 diese unterirdische ,wasserader sey die ,quelle des ,rio ,caripe1 der wenige ,meilen davon1 nach seiner ,vereinigung mit dem kleinen ,rio de ,santa ,maria1 fr ,piroguen schiffbar wird4 ,am ,ufer des unterirdischen ,baches fanden wir eine ,menge ,palmholz2 es sind ,ueberbleibsel der ,stmme1 auf denen die ,indianer zu den ,vogelnestern an der ,decke der ,hhle hinaufsteigen4 ,die von den ,narben der alten ,blattstiele gebildeten ,ringe dienen gleichsam als ,sprossen einer aufrecht stehenden ,leiter4 ,die ,hhle von ,caripe behlt1 genau gemessen1 auf #dgb ,meter oder #adeh ,fu dieselbe ,richtung1 dieselbe ,breite und die anfngliche ,hhe von #fj-gj ,fu4 ,ich kenne auf beiden ,continenten keine zweite ,hhle von so gleichfrmiger1 regelmiger ,gestalt4 ,wir hatten viele ,mhe1 die ,indianer zu bewegen1 da sie ber das vordere ,stck hinausgingen1 das sie allein jhrlich zum ,fettsammeln besuchen4 ,es brauchte das ganze ,ansehen der ,patres1 um sie bis zu der ,stelle zu bringen1 wo der ,boden rasch unter einem ,winkel von #fj ,grad ansteigt und der ,bach einen kleinen unterirdischen ,fall bildet4 ,diese von ,nachtvgeln bewohnte ,hhle ist fr die ,indianer ein schauerlich geheimnivoller ,ort2 sie glauben1 tief hinten wohnen die ,seelen ihrer ,vorfahren4 ,der ,mensch1 sagen sie1 soll ,scheu tragen vor ,orten1 die weder von der ,sonne1 99,zis991 noch vom ,monde1 99,nuna991 beschienen sind4 ,zu den ,guacharos gehen1 heit so viel1 als zu den ,vtern versammelt werden1 sterben4 ,daher nahmen auch die ,zauberer1 99,piaches991 und die ,giftmischer1 99,imorons991 ihre nchtlichen ,gaukeleien am ,eingang der ,hhle vor1 um den ,obersten der bsen ,geister1 99,ivorokiamo991 zu beschwren4 ,so gleichen sich unter allen ,himmelsstrichen die ltesten ,mythen der ,vlker1 vor allen solche1 die sich aus zwei die ,welt regierende ,krfte1 auf den ,aufenthalt der ,seelen nach dem ,tod1 auf den ,lohn der ,gerechten und die ,strafe der ,bsen beziehen4 ,die verschiedensten und darunter die rohesten ,sprachen haben gewisse ,bilder mit einander gemein1 weil diese unmittelbar aus dem ,wesen unseres ,denk- und ,empfindungsvermgens flieen4 ,finsterni wird aller ,orten mit der ,vorstellung des ,todes in ,verbindung gebracht4 ,die ,hhle von ,caripe ist der ,tartarus der ,griechen1 und die ,guacharos1 die unter klglichem ,geschrei ber dem ,wasser flattern1 mahnen an die stygischen ,vgel4 ,da wo der ,bach den unterirdischen ,fall bildet1 stellt sich das dem ,hhleneingang gegenber liegende1 grn bewachsene ,gelnde ungemein malerisch dar4 ,man sieht vom ,ende eines geraden1 #bdj ,toisen langen ,ganges daraus hinaus4 ,die ,stalaktiten1 die von der ,decke herabhngen und in der ,luft schwebenden ,sulen gleichen1 heben sich von einem grnen ,hintergrunde ab4 ,die ,oeffnung der ,hhle erscheint um die ,mitte des ,tages auffallend enger als sonst1 und wir sahen sie vor uns im glnzenden ,lichte1 das ,himmel1 ,gewchse und ,gestein zumal widerstrahlen4 ,das ferne ,tageslicht stach grell ab von der ,finsterni1 die uns in diesen unterirdischen ,rumen umgab4 ,wir hatten unsere ,gewehre fast auf ,gerathewohl abgeschossen1 so oft wir aus dem ,geschrei und dem ,flgelschlagen der ,nachtvgel schlieen konnten1 da irgendwo recht viele ,nester beisammen seyen4 ,nach mehreren fruchtlosen ,versuchen gelang es ,bonpland1 zwei ,guacharos zu schieen1 die1 vom ,fackelschein geblendet1 uns nachflatterten4 ,damit fand ich ,gelegenheit1 den ,vogel zu zeichnen1 der bis dahin den ,zoologen ganz unbekannt gewesen war4 ,wir erkletterten nicht ohne ,beschwerde die ,erhhung1 ber die der unterirdische ,bach herunter kommt4 ,wir sahen da1 da die ,hhle sich weiterhin bedeutend verengert1 nur noch #dj ,fu hoch ist und nordostwrts in ihrer ursprnglichen ,richtung1 parallel mit dem groen ,thale des ,caripe1 fortstreicht4 ,in dieser ,gegend der ,hhle setzt der ,bach eine schwrzlichte ,erde ab1 die groe ,aehnlichkeit hat mit dem ,stoff1 der in der ,muggendorfer ,hhle in ,franken ,opfererde heit4 ,wir konnten nicht ausfindig machen1 ob diese feine1 schwammigte ,erde durch ,spalten im ,gestein1 die mit dem ,erdreich auerhalb in ,verbindung stehen1 hereinfllt1 oder ob sie durch das ,regenwasser1 das in die ,hhle dringt1 hereingefltzt wird4 ,es war ein ,gemisch von ,kieselerde1 ,thonerde und vegetabilischem ,detritus4 ,wir gingen in dickem ,koth bis zu einer ,stelle1 wo uns zu unserer ,ueberraschung1 eine unterirdische ,vegetation entgegentrat4 ,die ,samen1 welche die ,vgel zum ,futter fr ihre ,jungen in die ,hhle bringen1 keimen berall1 wo sie auf die ,dammerde fallen1 welche die ,kalkincrustationen bedeckt4 ,vergeilte ,stengel mit ein paar ,blattrudimenten waren zum ,theil zwei ,fu hoch4 ,es war unmglich1 ,gewchse1 die sich durch den ,mangel an ,licht nach ,form1 ,farbe und ganzem ,habitus vllig umgewandelt hatten1 specifisch zu unterscheiden4 ,diese ,spuren von ,organisation im ,schoe der ,finsterni reizten gewaltig die ,neugier der ,eingeborenen1 die sonst so stumpf und schwer anzuregen sind4 ,sie betrachteten sie mit stillem1 nachdenklichem ,ernst1 wie er sich an einem ,orte ziemte1 der fr sie solche ,schauer hat4 ,diese unterirdischen bleichen1 formlosen ,gewchse mochten ihnen wie ,gespenster erscheinen1 die vom ,erdboden hieher gebannt waren4 ,mich aber erinnerten sie an eine der glcklichsten ,zeiten meiner frhen ,jugend1 an einen langen ,aufenthalt in den ,freiberger ,erzgruben1 wo ich ber das ,vergeilen der ,pflanzen ,versuche anstellte1 die sehr verschieden ausfielen1 je nachdem die ,luft rein war oder viel ,wasserstoff und ,stickstoff enthielt4 ,mit aller ihrer ,autoritt konnten die ,missionre die ,indianer nicht vermgen1 noch weiter in die ,hhle hinein zu gehen4 ,je mehr die ,decke sich senkte1 desto gellender wurde das ,geschrei der ,guacharos4 ,wir muten uns der ,feigheit unserer ,fhrer gefangen geben und umkehren4 ,man sah auch berall so ziemlich das ,nmliche4 ,ein ,bischof von ,st4 ,thomas in ,guyana scheint weiter gekommen zu seyn als wir2 er hatte vom ,eingang bis zum ,punkt1 wo er ,halt machte1 #bejj ,fu gemessen1 und die ,hhle lief noch weiter sort4 ,die ,erinnerung an diesen ,vorfall hat sich im ,kloster ,caripe erhalten1 nur wei man den ,zeitpunkt nicht genau4 ,der ,bischof hatte sich mit dicken ,kerzen aus weiem spanischem ,wachs versehen2 wir hatten nur ,fackeln aus ,baumrinde und einheimischem ,harz4 ,der dicke ,rauch solcher ,fackeln in engem unterirdischem ,raum thut den ,augen weh und macht das ,athmen beschwerlich4 ,wir gingen dem ,bache nach wieder zur ,hhle hinaus4 ,ehe unsere ,augen vom ,tageslicht geblendet wurden1 sahen wir vor der ,hhle drauen das ,wasser durch das ,laub der ,bume glnzen4 ,es war1 als stnde weit weg ein ,gemlde vor uns und die ,oeffnung der ,hhle wre der ,rahmen dazu4 ,als wir endlich heraus waren1 setzten wir uns am ,bache nieder und ruhten von der ,anstrengung aus4 ,wir waren froh1 da wir das heisere ,geschrei der ,vgel nicht mehr hrten und einen ,ort hinter uns hatten1 wo sich mit der ,dunkelheit nicht der wohlthuende ,eindruck der ,ruhe und ,stille paart4 ,wir konnten es kaum glauben1 da der ,name der ,hhle von ,caripe bis jetzt in ,europa vllig unbekannt gewesen seyn sollte4 ,schon wegen der ,guacharos htte sie berhmt werden sollen2 denn auer den ,bergen von ,caripe und ,cumanacoa hat man diese ,nachtvgel bis jetzt nirgends angetroffen4 ,die ,missionre hatten am ,eingang der ,hhle ein ,mahl zurichten lassen4 ,pisang- und ,bijaobltter1 die seidenartig glnzen1 dienten uns1 nach ,landessitte als ,tischtuch4 ,wir wurden trefflich bewirthet1 sogar mit geschichtlichen ,erinnerungen die so selten sind in ,lndern1 wo die ,geschlechter einander ablsten1 ohne eine ,spur ihres ,daseyns zu hinterlassen4 ,wohlgefllig erzhlten uns unsere ,wirthe1 die ersten ,ordensleute1 die in diese ,berge gekommen1 um das kleine ,dorf ,santa ,maria zu grnden1 haben einen ,monat lang in der ,hhle hier gelebt und auf einem ,stein bei ,fackellicht das heilige ,meopfer gefeiert4 ,die ,missionre hatten am einsamen ,orte ,schutz gefunden vor der ,verfolgung eines ,huptlings der ,tuapocans1 der am ,ufer des ,rio ,caripe sein ,lager aufgeschlagen4 ,so viel wir uns auch bei den ,einwohnern von ,caripe1 ,cumanacoa und ,cariaco erkundigten1 wir hrten nie1 da man in der ,hhle des ,guacharo je ,knochen von ,fleischfressern oder ,knochenbreccien mit ,pflanzenfressern gefunden htte1 wie sie in den ,hhlen ,deutschlands und ,ungarns oder in den ,spalten des ,kalksteins bei ,gibraltar vorkommen4 ,die fossilen ,knochen der ,megatherien1 ,elephanten und ,mastodonten1 welche ,reisende aus ,sdamerika mitgebracht1 gehren smmtlich dem ausgeschwemmten ,land in den ,thlern und auf hohen ,plateans an4 ,mit ,ausnahme des ,megalonyx17#ed7 eines ,faulthiers von der ,gre eines ,ochsen1 das ,jefferson beschrieben1 kenne ich bis jetzt auch nicht ,einen ,fall1 da in einer ,hhle der neuen ,welt ein ,thierskelett gefunden worden wre4 ,da diese zoologische ,erscheinung hier so ausnehmend selten ist1 erscheint weniger auffallend1 wenn man bedenkt1 da es in ,frankreich1 ,england und ,italien auch eine ,menge ,hhlen gibt1 in denen man nie eine ,spur von fossilen ,knochen entdeckt hat4 ,die interessanteste ,beobachtung1 welche der ,physiker in den ,hhlen anstellen kann1 ist die genaue ,bestimmung ihrer ,temperatur4 ,die ,hhle von ,caripe liegt ungefhr unter #aj #aj' der ,breite1 also mitten im heien ,erdgrtel1 und #ejf ,toisen ber dem ,spiegel des ,wassers im ,meerbusen von ,cariaco4 ,wir fanden im ,september die ,temperatur der ,luft im ,innern durchaus zwischen #ah1d und #ah1i der hunderttheiligen ,scale4 ,die uere ,luft hatte #af1b4 ,beim ,eingang der ,hhle zeigte der ,thermometer an der ,luft #ag1f1 aber im ,wasser des unterirdischen ,bachs bis hinten in der ,hhle #af1h4 ,diese ,beobachtungen sind von groer ,bedeutung1 wenn man ins ,auge fat1 wie sich zwischen ,wasser1 ,luft und ,boden die ,wrme ins ,gleichgewicht zu setzen strebt4 ,ehe ich ,europa verlie1 beklagten sich die ,physiker noch1 da man so wenig ,anhaltspunkte habe1 um zu bestimmen1 was man ein wenig hochtrabend 99die ,temperatur des ,erdinnern99 heit1 und erst in neuerer ,zeit hat man mit einigem ,erfolg an der ,lsung dieses groen ,problems der unterirdischen ,meteorologie gearbeitet4 ,nur die ,steinschichten1 welche die ,rinde unseres ,planeten bilden1 sind der unmittelbaren ,forschung zugnglich1 und man wei jetzt1 da die mittlere ,temperatur dieser ,schichten sich nicht nur nach der ,breite und der ,meereshhe verndert1 sondern da sie auch je nach der ,lage des ,orts im ,verlauf des ,jahrs regelmige ,schwingungen um die mittlere ,temperatur der benachbarten ,luft beschreibt4 ,die ,zeit ist schon fern1 wo man sich wunderte1 wenn man in andern ,himmelsstrichen in ,hhlen und ,brunnen eine andere ,temperatur beobachtete1 als in den ,kellern der ,pariser ,sternwarte4 ,dasselbe ,instrument1 das in diesen ,kellern #ab ,grad zeigt1 steigt in unterirdischen ,rumen auf ,madera bei ,funchal aus #af1b1 im ,st4 ,josephsbrunnen in ,cairo auf #ba1b1 in den ,grotten der ,insel ,cuba auf #bb-bc ,grad4 ,diese ,zunahme ist ungefhr proportional der ,zunahme der mittleren ,lufttemperaturen vom #dh4 ,grad der ,breite bis zum ,wendekreis4 ,wir haben eben gesehen1 da in der ,hhle des ,guacharo das ,wasser des ,baches gegen #b ,grad khler ist als die umgebende ,luft im unterirdischen ,raum4 ,das ,wasser1 ob es nun durch das ,gestein sickert oder ber ein steinigtes ,bette fliet1 nimmt unzweifelhaft die ,temperatur des ,gesteins oder des ,bettes an4 ,die ,luft in der ,hhle dagegen steht nicht still1 sie communicirt mit der ,atmosphre drauen4 ,und wenn nun auch in der heien ,zone die ,schwankungen in der uern ,temperatur sehr unbedeutend sind1 so bilden sich dennoch ,strmungen1 durch welche die ,luftwrme im ,innern periodische ,vernderungen erleidet4 ,demnach knnte man die ,temperatur des ,wassers1 also #af1h1 als die ,bodentemperatur in diesen ,bergen betrachten1 wenn man sicher wre1 da das ,wasser nicht rasch von benachbarten hheren ,bergen herabkommt4 ,aus diesen ,betrachtungen folgt1 da1 wenn man auch keine ganz genauen ,resultate erhlt1 sich doch in jeder ,zone 99,grenzzahlen99 auffinden lassen4 ,in ,caripe1 unter den ,tropen1 ist in #ejj ,toisen ,meereshhe die mittlere ,temperatur der ,erde nicht unter #af1h2 die geht aus der ,messung der ,temperatur des unterirdischen ,wassers hervor4 ,so lt sich nun aber auch beweisen1 da diese ,temperatur des ,bodens nicht hher seyn kann als #ai1 weil die ,luft in der ,hhle im ,september #ah1g zeigt4 ,da die mittlere ,luftwrme im heiesten ,monat #ai1e nicht bersteigt1 so wrde man sehr wahrscheinlich zu keiner ,zeit des ,jahres den ,thermometer in der ,luft der ,hhle ber #ai steigen sehen4 ,diese ,ergebnisse1 wie so manche andere1 die wir in dieser ,reisebeschreibung mittheilen1 mgen fr sich betrachtet von geringem ,belang scheinen2 vergleicht man sie aber mit den krzlich von ,leopold von ,buch und ,wahlenberg unter dem ,polarcirkel angestellten ,beobachtungen1 so verbreiten sie ,licht ber den ,haushalt der ,natur im ,groen und ber den bestndigen ,wrmeaustausch zwischen ,luft und ,boden zu ,herstellung des ,gleichgewichts4 ,es ist kein ,zweifel mehr1 da in ,lappland die feste ,erdrinde eine um #c bis #d ,grad 99hhere99 mittlere ,temperatur hat als die ,luft4 ,bringt die ,klte1 welche in den ,tiefen des tropischen ,meeres in ,folge der ,polarstrme fortwhrend herrscht1 im heien ,erdstrich eine merkbare ,verminderung der ,temperatur des ,bodens hervor8 ,ist diese ,temperatur dort 99niedriger99 als die der ,luft8 ,das wollen wir in der ,folge untersuchen1 wenn wir in den hohen ,regionen der ,cordilleren mehr ,beobachtungen zusammengebracht haben werden4 ------------------ #ec ,auer den ,drfern1 in denen ,eingeborene unter der ,obhut eines ,geistlichen stehen1 nennt man in den spanischen ,colonien 99,mission99 auch die jungen ,mnche1 die mit einander aus einem spanischen ,hafen abgehen1 um in der neuen ,welt oder auf den ,philippinen die ,niederlassungen der ,ordensgeistlichen zu ergnzen4 ,daher der ,ausdruck3 in ,cadix eine neue 99,mission99 holen4 #ed ,der ,megalonyx wurde in den ,hhlen von ,green-,briar in ,virginien gefunden1 #aejj ,meilen vom ,megatherium1 dem er sehr nahe steht und das so gro war wie ein ,nashorn4 ,,achtes ,,kapitel ,abreise von ,caripe4 -- ,berg und ,wald ,santa ,maria4 -- ,die ,mission ,catuaro4 -- ,hafen von ,cariaco4 ,rasch verflossen uns die ,tage1 die wir im ,kapuzinerkloster in den ,bergen von ,caripe zubrachten1 und doch war unser ,leben so einfach als einfrmig4 ,von ,sonnenaufgang bis ,einbruch der ,nacht streiften wir durch die benachbarten ,wlder und ,berge1 um ,pflanzen zu sammeln1 deren wir nie genug beisammen haben konnten4 ,konnten wir des starken ,regens wegen nicht weit hinaus1 so besuchten wir die ,htten der ,indianer1 den ,gemeinde-,conuco oder die ,versammlungen1 in denen die ,alcaden jeden ,abend die ,arbeiten fr den folgenden ,tag austheilen4 ,wir kehrten erst ins ,kloster zurck1 wenn uns die ,glocke ins ,refectorium an den ,tisch der ,missionre rief4 ,zuweilen gingen wir mit ihnen frh ,morgens in die ,kirche1 um der ,doctrina beizuwohnen1 das heit dem ,religionsunterricht der ,eingeborenen4 ,es ist ein zum wenigsten sehr gewagtes ,unternehmen1 mit ,neubekehrten ber ,dogmen zu verhandeln1 zumal wenn sie des ,spanischen nur in geringem ,grade mchtig sind4 ,andererseits verstehen gegenwrtig die ,ordensleute von der ,sprache der ,chaymas so gut wie nichts1 und die ,aehnlichkeit gewisser ,laute verwirrt den armen ,indianern die ,kpfe so sehr1 da sie sich die wunderlichsten ,vorstellungen machen4 ,ich gebe nur ,ein ,beispiel4 ,wir sahen eines ,tags1 wie sich der ,missionr groe ,mhe gab1 darzuthun1 da infierno die ,hlle1 und invierno der ,winter1 nicht dasselbe ,ding seyen1 sondern so verschieden wie ,hitze und ,frost4 ,die ,chaymas kennen keinen andern ,winter als die ,regenzeit1 und unter der ,hlle der ,weien dachten sie sich einen ,ort1 wo die ,bsen furchtbaren ,regengssen ausgesetzt seyen4 ,der ,missionr verlor die ,geduld1 aber es half ,alles nichts3 der erste ,eindruck1 den zwei hnliche ,consonanten hervorgebracht1 war nicht mehr zu verwischen2 im ,kopfe der ,neophyten waren die ,vorstellungen ,regen und ,hlle1 invierno und infierno1 nicht mehr aus einander zu bringen4 ,nachdem wir fast den ganzen ,tag im ,freien zugebracht1 schrieben wir ,abends im ,kloster unsere ,beobachtungen und ,bemerkungen nieder1 trockneten unsere ,pflanzen und zeichneten die1 welche nach unserer ,ansicht neue ,gattungen bildeten4 ,die ,mnche lieen uns volle ,freiheit und wir denken mit ,vergngen an einen ,aufenthalt zurck1 der so angenehm als fr unser ,unternehmen frderlich war4 ,leider war der bedeckte ,himmel in einem ,thal1 wo die ,wlder ungeheure ,wassermassen an die ,luft abgeben1 astronomischen ,beobachtungen nicht gnstig4 ,ich blieb ,nachts oft lange auf1 um den ,augenblick zu bentzen1 wo sich ein ,stern vor seinem ,durchgang durch den ,meridian zwischen den ,wolken zeigen wrde4 ,oft zitterte ich vor ,frost1 obgleich der ,thermometer nie unter #af ,grad fiel4 ,es ist die in unserem ,klima die ,tagestemperatur gegen ,ende ,septembers4 ,die ,instrumente blieben mehrere ,stunden im ,klosterhof aufgestellt1 und fast immer harrte ich vergebens4 ,ein paar gute ,beobachtungen ,fomahaults und ,denebs im ,schwan ergaben fr ,caripe #aj #aj' #ad ,breite1 wornach es auf der ,karte von ,caulin um #ah'1 auf der von ,arrowsmith um #ad' unrichtig eingezeichnet ist4 ,der ,verdru1 da der bedeckte ,himmel uns die ,sterne entzog1 war der einzige1 den wir im ,thal von ,caripe erlebt4 ,wildheit und ,friedlichkeit1 ,schwermuth und ,lieblichkeit1 beides zusammen ist der ,charakter der ,landschaft4 ,inmitten einer so gewaltigen ,natur herrscht in unserm ,innern nur ,friede und ,ruhe4 ,ja noch mehr1 in der ,einsamkeit dieser ,berge wundert man sich weniger ber die neuen ,eindrcke1 die man bei jedem ,schritte erhlt1 als darber1 da die verschiedensten ,klimate so viele ,zge mit einander gemein haben4 ,auf den ,hgeln1 an die das ,kloster sich lehnt1 stehen ,palmen und ,baumfarn2 ,abends1 wenn der ,himmel auf ,regen deutet1 schallt das eintnige ,geheul der rothen ,brllaffen durch die ,luft1 das dem fernen ,brausen des ,windes im ,walde gleicht4 ,aber trotz dieser unbekannten ,tne1 dieser fremdartigen ,gestalten der ,gewchse1 all dieser ,wunder einer neuen ,welt1 lt doch die ,natur den ,menschen aller ,orten eine ,stimme hren1 die in vertrauten ,lauten zu ihm spricht4 ,der ,rasen am ,boden1 das alte ,moos und das ,farnkraut auf den ,baumwurzeln1 der ,bach1 der ber die geneigten ,kalksteinschichten niederstrzt1 das harmonische ,farbenspiel von ,wasser1 ,grn und ,himmel1 ,alles ruft dem ,reisenden wohlbekannte ,empfindungen zurck4 ,die ,naturschnheiten dieser ,berge nahmen uns vllig in ,anspruch1 und so wurden wir erst am ,ende gewahr1 da wir den guten gastfreundlichen ,mnchen zur ,last fielen4 ,ihr ,vorrath von ,wein und ,weizenbrod war nur gering1 und wenn auch der eine wie das andere dort zu ,lande bei ,tisch nur als ,luxusartikel gelten1 so machte es uns doch sehr verlegen1 da unsere ,wirthe sie sich selbst versagten4 ,bereits war unsere ,brodration auf ein ,viertheil herabgekommen1 und doch nthigte uns der furchtbare ,regen1 unsere ,abreise noch einige ,tage zu verschieben4 ,wie unendlich lang kam uns dieser ,aufschub vor6 wie bange war uns vor der ,glocke1 die uns ins ,refectorium rief6 ,das ,zartgefhl der ,mnche lie uns recht lebhaft empfinden1 wie ganz anders wir hier daran waren als die ,reisenden1 die darber zu klagen haben1 da man ihnen in den coptischen ,klstern ,ober-,egyptens ihren ,mundvorrath entwendet4 ,endlich am #bb4 ,september brachen wir auf mit vier ,maulthieren1 die unsere ,instrumente und ,pflanzen trugen4 ,wir muten den nordstlichen ,abhang der ,kalkalpen von ,neu-,andalusien1 die wir als die groe ,kette des ,brigantin und ,cocollar bezeichnet1 hinunter4 ,die mittlere ,hhe dieser ,kette betrgt nicht leicht ber #f-gjj ,toisen1 und sie lt sich in dieser wie in geologischer ,hinsicht mit dem ,jura vergleichen4 ,obgleich die ,berge von ,cumana nicht sehr hoch sind1 so ist der ,weg hinunter gegen ,cariaco zu doch sehr beschwerlich1 ja sogar gefhrlich4 ,besonders berchtigt ist in dieser ,beziehung der ,cerro de ,santa ,maria1 an dem die ,missionre hinauf mssen1 wenn sie sich von ,cumana in ihr ,kloster ,caripe begeben4 ,oft1 wenn wir diese ,berge1 die ,anden von ,peru1 die ,pyrenen und die ,alpen1 dir wir nach einander besucht1 verglichen1 wurden wir inne1 da die ,berggipfel von der geringsten ,meereshhe nicht selten die unzugnglichsten sind4 ,als das ,thal von ,caripe hinter uns lag1 kamen wir zuerst ber eine ,hgelkette1 die nordostwrts vom ,kloster liegt4 ,der ,weg fhrte immer bergan ber eine weite ,savane auf die ,hochebene 99,guardia de ,san ,augustin994 ,hier hielten wir an1 um auf den ,indianer zu warten1 der den ,barometer trug2 wir befanden uns in #ecc ,toisen absoluter ,hhe1 etwas hher als der ,hintergrund der ,hhle des ,guacharo4 ,die ,savanen oder natrlichen ,wiesen1 die den ,klosterkhen eine treffliche ,weide bieten1 sind vllig ohne ,baum und ,buschwerk4 ,es ist die das eigentliche ,bereich der ,monocothyledonen1 denn aus dem ,grase erhebt sich nur da und dort eine ,agave ,agave americana 7,maguey71 deren ,blthenschaft ber #bf ,fu hoch wird4 ,auf der ,hochebene von ,guardia sahen wir uns wie auf einen alten1 vom langen ,aufenthalt des ,wassers wagrecht geebneten ,seeboden versetzt1 ,man meint noch die ,krmmungen des alten ,ufers zu erkennen1 die vorspringenden ,landzungen1 die steilen ,klippen1 welche ,eilande gebildet4 ,auf diesen frheren ,zustand scheint selbst die ,vertheilung der ,gewchse hinzudeuten4 ,der ,boden des ,beckens ist eine ,savane1 whrend die ,rnder mit hochstmmigen ,bumen bewachsen sind4 ,es ist wahrscheinlich das hchst gelegene ,thal in den ,provinzen ,cumana und ,venezuela4 ,man kann bedauern1 da ein ,landstrich1 wo man eines gemigten ,klimas geniet1 und der sich ohne ,zweifel zum ,getreidebau eignete1 vllig unbewohnt ist4 ,von dieser ,ebene geht es fortwhrend abwrts bis zum indianischen ,dorf ,santa ,cruz4 ,man kommt zuerst ber einen jhen1 glatten ,abhang1 den die ,missionre seltsamerweise das 99,fegefeuer99 nennen4 ,er besteht aus verwittertem1 mit ,thon bedecktem ,schiefersandstein und die ,bschung scheint furchtbar steil2 denn in ,folge einer sehr gewhnlichen optischen ,tuschung scheint der ,weg1 wenn man oben auf der ,anhhe hinunter sieht1 unter einem ,winkel von mehr als #fj ,grad geneigt4 ,beim ,hinabsteigen nhern die ,maulthiere die ,hinterbeine den ,vorderbeinen1 senken das ,kreuz und rutschen auf ,gerathewohl hinab4 ,der ,reiter hat nichts zu befahren1 wenn er nur den ,zgel fahren lt und dem ,thiere keinerlei ,zwang anthut4 ,an diesem ,punkte sieht man zur ,linken die groe ,pyramide des ,guacharo4 ,dieser ,kalksteinkegel nimmt sich sehr malerisch aus1 man verliert ihn aber bald wieder aus dem ,gesicht1 wenn man den dicken ,wald betritt1 der unter dem ,namen 99,montana de ,santa ,maria99 bekannt ist4 ,es geht nun sieben ,stunden lang in einem fort abwrts1 und kaum kann man sich einen entsetzlicheren ,weg denken2 es ist ein eigentlicher chemin des chelles1 eine ,art ,schlucht1 in der whrend der ,regenzeit die wilden ,wasser von ,fels zu ,fels abwrts strzen4 ,die ,stufen sind zwei bis drei ,fu hoch1 und die armen ,lastthiere messen erst den ,raum ab1 der erforderlich ist1 um die ,ladung zwischen den ,baumstmmen durchzubringen1 und springen dann von einem ,felsblock auf den andern4 ,aus ,besorgni1 einen ,fehltritt zu thun1 bleiben sie eine ,weile stehen1 als wollten sie die ,stelle untersuchen1 und schieben die vier ,beine zusammen wie die wilden ,ziegen4 ,verfehlt das ,thier den nchsten ,steinblock1 so sinkt es bis zum halben ,leib in den weichen1 ockerhaltigen ,thon1 der die ,zwischenrume der ,steine ausfllt4 ,wo diese fehlen1 finden ,menschen- und ,thierbeine ,halt an ungeheuren ,baumwurzeln4 ,dieselben sind oft zwanzig ,zoll dick und gehen nicht selten hoch ber dem ,boden vom ,stamme ab4 ,die ,creolen vertrauen der ,gewandtheit und dem glcklichen ,instinkt der ,maulthiere so sehr1 da sie auf dem langen1 gefhrlichen ,wege abwrts im ,sattel bleiben4 ,wir stiegen lieber ab1 da wir ,anstrengung weniger scheuten1 als jene1 und gewhnt waren langsam vorwrts zu kommen1 weil wir immer ,pflanzen sammelten und die ,gebirgsarten untersuchten4 ,da unser ,chronometer so schonend behandelt werden mute1 blieb uns nicht einmal eine ,wahl4 ,der ,wald1 der den steilen ,abhang des ,berges von ,santa ,maria bedeckt1 ist einer der dichtesten1 die ich je gesehen4 ,die ,bume sind wirklich ungeheuer hoch und dick4 ,unter ihrem dichten1 dunkelgrnen ,laub herrscht bestndig ein ,dmmerlicht1 ein ,dunkel1 weit tiefer als in unsern ,tannen-1 ,eichen- und ,buchenwldern4 ,es ist als knnte die ,luft trotz der hohen ,temperatur nicht all das ,wasser aufnehmen1 das der ,boden1 das ,laub der ,bume1 ihre mit einem uralten ,filz von ,orchideen1 ,peperomien und andern ,saftpflanzen bedeckten ,stmme ausdnsten4 ,zu den aromatischen ,gerchen1 welche ,blthen1 ,frchte1 sogar das ,holz verbreiten1 kommt ein anderer1 wie man ihn bei uns im ,herbst bei nebligtem ,wetter sprt4 ,wie in den ,wldern am ,orinoco sieht man auch hier1 wenn man die ,baumwipfel ins ,auge fat1 hufig ,dunststreifen an den ,stellen1 wo ein paar ,sonnenstrahlen durch die dicke ,lust dringen4 ,unter den majesttischen ,bumen1 die #abj bis #acj ,fu hoch werden1 machten uns die ,fhrer auf den 99,curucay99 von ,terecen aufmerksam1 der ein weilichtes1 flssiges1 starkriechendes ,harz gibt4 ,die indianischen ,vlkerschaften der ,cumanagotas und ,tagires rucherten einst damit vor ihren ,gtzen4 ,die jungen ,zweige haben einen angenehmen1 aber etwas zusammenziehenden ,geschmack4 ,nach dem ,curucay und ungeheuren1 ber #i und #aj ,fu dicken ,hymenastmmen nahmen unsere ,aufmerksamkeit am meisten in ,anspruch3 das ,drachenblut 7,croton sanguifluum71 dessen purpurbrauner ,saft an der weien ,rinde herabfliet2 der ,farn 99,calahuala991 der nicht derselbe ist wie der in ,peru1 aber fast eben so heilkrftig1 und die ,irasse-1 ,macanilla-1 ,corozo- und ,pragapalmen4 ,letztere gibt einen sehr schmackhaften ,palmkohl1 den wir im ,kloster ,caripe zuweilen gegessen4 ,von diesen ,palmen mit gefiederten1 stachligten ,blttern stachen die ,baumfarn uerst angenehm ab4 ,einer derselben1 ,cyathea speciosa wird ber #ce ,fu hoch1 eine ungeheure ,gre fr ein ,gewchs aus dieser ,familie4 ,wir fanden hier und im ,thal von ,caripe fnf neue ,arten ,baumfarn2 zu ,linns ,zeit kannten die ,botaniker ihrer nicht vier auf beiden ,continenten4 ,man bemerkt1 da die ,baumfarn im ,allgemeinen weit seltener sind als die ,palmen4 ,die ,natur hat ihnen gemigte1 feuchte1 schattige ,standorte angewiesen4 ,sie scheuen den unmittelbaren ,sonnenstrahl1 und whrend der ,pumos1 die ,corypha der ,steppen und andere amerikanische ,palmenarten die kahlen1 glhend heien ,ebenen aussuchen1 bleiben die ,farn mit ,baumstmmen1 die von weitem wie ,palmen aussehen1 dem ganzen ,wesen cryptogamer ,gewchse treu4 ,sie lieben versteckte ,pltze1 das ,dmmerlicht1 eine feuchte1 gemigte1 stockende ,luft4 ,wohl gehen sie hie und da bis zur ,kste hinab1 aber dann nur im ,schutze dichten ,schattens4 ,dem ,fue des ,berges von ,santa ,maria zu wurden die ,baumfarn immer seltener1 die ,palmen hufiger4 ,die schnen ,schmetterlinge mit groen ,flgeln1 die ,nymphalen1 die ungeheuer hoch fliegen1 mehrten sich3 ,alles deutete darauf1 da wir nicht mehr weit von der ,kste und einem ,landstrich waren1 wo die mittlere ,tagestemperatur #bh-cj ,grad der hunderttheiligen ,scale betrgt4 ,der ,himmel war bedeckt und drohte mit einem der ,gsse1 bei denen zuweilen #a bis #a1c ,zoll ,regen an ,einem ,tage fllt4 ,die ,sonne beschien hin und wieder die ,baumwipfel1 und obgleich wir vor ihrem ,strahl geschtzt waren1 erstickten wir beinahe vor ,hitze4 ,schon rollte der ,donner in der ,ferne1 die ,wolken hingen am ,gipfel des hohen ,guacharogebirgs1 und das klgliche ,geheul der ,araguatos1 das wir in ,caripe bei ,sonnenuntergang so oft gehrt hatten1 verkndete den nahen ,ausbruch des ,gewitters4 ,wir hatten hier zum erstenmal ,gelegenheit1 diese ,heulaffen in der ,nhe zu sehen4 ,sie gehren zur ,gattung ,alouate 7,stentor1 ,geoffroy71 deren verschiedene ,arten von den ,zoologen lange verwechselt worden sind4 ,whrend die kleinen amerikanischen ,sapajus1 die wie ,sperlinge pfeifen1 ein einfaches1 dnnes ,zungenbein haben1 liegt die ,zunge bei den groen ,affen1 den ,alouaten und ,marimondas1 ans einer groen ,knochentrommel4 ,ihr oberer ,kehlkopf hat sechs ,taschen1 in denen sich die ,stimme fngt1 und wovon zwei1 taubennestfrmige1 groe ,aehnlichkeit mit dem untern ,kehlkopf der ,vgel haben4 ,der den ,araguatos eigene klgliche ,ton entsteht1 wenn die ,luft gewaltsam in die kncherne ,trommel einstrmt4 ,ich habe diese den ,anatomen nur sehr unvollstndig bekannten ,organe an ,ort und ,stelle gezeichnet und die ,beschreibung nach meiner ,rckkehr nach ,europa bekannt gemacht ,observations de zoologie4 ,bedenkt man1 wie gro bei den ,alouatos die ,knochenschachtel ist und wie viele ,heulaffen in den ,wldern von ,cumana und ,guyana auf einem einzigen ,baum beisammensitzen1 so wundert man sich nicht mehr so sehr ber die ,strke und den ,umfang ihrer vereinigten ,stimmen4 ,der ,araguato1 bei den ,tamanacas-,indianern ,aravata1 bei den ,maypures ,marave genannt1 gleicht einem jungen ,bren4 ,er ist vom ,scheitel des kleinen1 stark zugespitzten ,kopfes bis zum ,anfang des ,wickelschwanzes drei ,fu lang2 sein ,pelz ist dicht und rothbraun von ,farbe2 auch ,brust und ,bauch sind schn behaart1 nicht nackt wie beim ,mono colorado oder ,bffons ,alouate roux den wir auf dem ,wege von ,carthagena nach ,santa-,fe de ,bogota genau beobachtet haben4 ,das ,gesicht des ,araguato ist blauschwarz1 die ,haut desselben fein und gefaltet4 ,der ,bart ist ziemlich lang1 und trotz seines kleinen ,gesichtswinkels von nur #cj ,grad hat er in ,blick und ,gesichtsausdruck so viel ,menschenhnliches als die ,marimonda 7,simia ,belzebuth7 und der ,kapuziner am ,orinoco 7,s4 chiropotes74 ,bei den ,tausenden von ,araguatos1 die uns in den ,provinzen ,cumana1 ,caracas und ,guyana zu ,gesicht gekommen1 haben wir nie weder an einzelnen ,exemplaren1 noch an ganzen ,banden einen ,wechsel im ,rothbraun des ,pelzes an ,rcken und ,schultern wahrgenommen4 ,durch die ,farbe unterschiedene ,spielarten schienen mir berhaupt bei den ,affen nicht so hufig zu seyn1 als die ,zoologen annehmen1 und bei den gesellig lebenden ,arten sind sie vollends sehr selten4 ,der ,araguato bei ,caripe ist eine neue ,art der ,gattung ,stentor1 die ich unter dem ,namen ,simia ursina bekannt gemacht habe4 ,ich habe ihn lieber so benannt als nach der ,farbe des ,pelzes1 und zwar desto mehr1 da die ,griechen bereits einen stark behaarten ,affen unter dem ,namen ,arctopithekos kannten4 ,derselbe unterscheidet sich sowohl vom ,uarino 7,simia ,guariba7 als vom ,alouate roux 7,s4 ,seniculus74 ,blick1 ,stimme1 ,gang1 ,alles an ihm ist trbselig4 ,ich habe ganz junge ,araguatos gesehen1 die in den ,htten der ,indianer aufgezogen wurden2 sie spielen nie wie die kleinen ,sagoins1 und ,lopez del ,gomara schildert zu ,anfang des sechzehnten ,jahrhunderts ihr ernstes ,wesen sehr naiv1 wenn er sagt3 99,der ,aranata de los ,cumaneses99 hat ein ,menschengesicht1 einen ,ziegenbart und eine gravittische ,haltung 7honrado gesto74 ,ich habe anderswo die ,bemerkung gemacht1 da die ,affen desto trbseliger sind1 je mehr ,menschenhnlichkeit sie haben4 ,ihre ,munterkeit und ,beweglichkeit nimmt ab1 je mehr sich die ,geisteskrfte bei ihnen zu entwickeln scheinen4 ,wir hatten ,halt gemacht1 um den ,heulaffen zuzusehen1 wie sie zu dreiig1 vierzig in einer ,reihe von ,baum zu ,baum auf den verschlungenen wagrechten ,aesten ber den ,weg zogen4 ,whrend dieses neue ,schauspiel uns ganz in ,anspruch nahm1 kam uns ein ,trupp ,indianer entgegen1 die den ,bergen von ,caripe zuzogen4 ,sie waren vllig nackt1 wie meistens die ,eingeborenen hier zu ,lande4 ,die ziemlich schwer beladenen ,weiber schlossen den ,zug2 die ,mnner1 sogar die kleinsten ,jungen1 waren alle mit ,bogen und ,pfeilen bewaffnet4 ,sie zogen still1 die ,augen am ,boden1 ihres ,wegs4 ,wir htten gerne von ihnen erfahren1 ob es noch weit nach der ,mission ,santa ,cruz sey1 wo wir bernachten wollten4 ,wir waren vllig erschpft und der ,durst qulte uns furchtbar4 ,die ,hitze wurde drckender1 je nher das ,gewitter kam1 und wir hatten auf unserem ,weg keine ,quelle gefunden1 um den ,durst zu lschen4 ,da die ,indianer uns immer si ,padre1 no ,padre zur ,antwort gaben1 meinten wir1 sie verstehen ein wenig ,spanisch4 ,in den ,augen der ,eingeborenen ist jeder ,weie ein ,mnch1 ein ,pater2 denn in den ,missionen zeichnet sich der ,geistliche mehr durch die ,hautfarbe als durch die ,farbe des ,gewandes aus4 ,wie wir auch den ,indianern mit ,fragen1 wie weit es noch sey1 zusetzten1 sie erwiederten offenbar auf gerathewohl si oder no1 und wir konnten aus ihren ,antworten nicht klug werden4 ,die war uns um so verdrielicher1 da ihr ,lcheln und ihr ,geberdenspiel verriethen1 da sie uns gerne gefllig gewesen wren1 und der ,wald immer dichter zu werden schien4 ,wir muten uns trennen2 die indianischen ,fhrer1 welche die ,chaymassprache verstanden1 waren noch weit zurck1 da die beladenen ,maulthiere bei jedem ,schritt in den ,schluchten strzten4 ,nach mehreren ,stunden bestndig abwrts ber zerstreute ,felsblcke sahen wir uns unerwartet am ,ende des ,waldes von ,santa ,maria4 ,so weit das ,auge reichte1 lag eine ,grasflur vor uns1 die sich in der ,regenzeit frisch begrnt hatte4 ,links sahen wir in ein enges ,thal hinein1 das sich dem ,guacharogebirge zuzieht und im ,hintergrunde mit dichtem ,walde bedeckt ist4 ,der ,blick streifte ber die ,baumwipfel weg1 die #hjj ,fu tief unter dem ,weg sich wie ein hingebreiteter1 dunkelgrner ,teppich ausnahmen4 ,die ,lichtungen im ,walde glichen groen ,trichtern1 in denen wir an der zierlichen ,gestalt und den gefiederten ,blttern ,praga- und ,irassepalmen erkannten4 ,vollends malerisch wird die ,landschaft dadurch1 da die ,sierra del ,guacharo vor einem liegt4 ,ihr nrdlicher1 dem ,meerbusen von ,cariaco zugekehrter ,abhang ist steil und bildet eine ,felsmauer1 ein fast senkrechtes ,profil1 ber dreitausend ,fu hoch4 ,diese ,wand ist so schwach bewachsen1 da man die ,linien der ,kalkschichten mit dem ,auge verfolgen kann4 ,der ,gipfel der ,sierra ist abgeplattet und nur am ,ostende erhebt sich1 gleich einer geneigten ,pyramide1 der majesttische ,pic ,guacharo4 ,seine ,gestalt erinnert an die ,aiguilles und ,hrner der ,schweizer ,alpen 7,schreckhrner1 ,finsteraarhorn74 ,da die meisten ,berge mit steilem ,abhang hher scheinen1 als sie wirklich sind1 so ist es nicht zu verwundern1 da man in den ,missionen der ,meinung ist1 der ,guacharo berrage den ,turimiquiri und den ,brigantin4 ,die ,savane1 ber die wir zum indianischen ,dorfe ,santa ,cruz zogen1 besteht aus mehreren sehr ebenen ,plateaus1 die wie ,stockwerke ber einander liegen4 ,diese geologische ,erscheinung1 die in allen ,erdstrichen vorkommt1 scheint darauf hinzudeuten1 da hier lange ,zeit ,wasserbecken bereinander lagen und sich in einander ergossen4 ,der ,kalkstein geht nicht mehr zu ,tage aus2 er ist mit einer dicken ,schicht ,dammerde bedeckt4 ,wo wir ihn im ,walde von ,santa ,maria zum letztenmale sahen1 fanden wir ,nester von ,eisenerz darin1 und1 wenn wir recht gesehen haben1 ein ,ammonshorn2 es gelang uns aber nicht1 es loszubrechen4 ,es ma sieben ,zoll im ,durchmesser4 ,diese ,beobachtung ist um so interessanter1 als wir sonst in diesem ,theile von ,sdamerika nirgends einen ,ammoniten gesehen haben4 ,die ,mission ,santa ,cruz liegt mitten in der ,ebene4 ,wir kamen gegen ,abend daselbst an1 halb verdurstet1 da wir fast acht ,stunden kein ,wasser gehabt hatten4 ,der ,thermometer zeigte #bf ,grad2 wir waren auch nur noch #aij ,toisen ber dem ,meer4 ,wir brachten die ,nacht in einer der ,ajupas zu1 die man ,huser des ,knigs nennt1 und die1 wie schon oben bemerkt1 den ,reisenden als 99,tombo99 oder ,caravanserai dienen4 ,wegen des ,regens war an keine ,sternbeobachtung zu denken1 und wir setzten des andern ,tags1 #bc4 ,september1 unsern ,weg zum ,meerbusen von ,cariaco hinunter fort4 ,jenseits ,santa ,cruz fngt der dichte ,wald von ,neuem an4 ,wir fanden daselbst unter ,melastomenbschen einen schnen ,farn mit ,blttern gleich denen der ,osmunda1 die in der ,ordnung der ,polypodiaceen eine neue ,gattung 7,polybotria7 bildet4 ,von der ,mission ,catuaro aus wollten wir ostwrts ber ,santa ,rosalia1 ,casanay1 ,san ,josef1 ,carupano1 ,rio-,carives und den ,berg ,paria gehen1 erfuhren aber zu unserern groen ,verdru1 da der starke ,regen die ,wege bereits ungangbar gemacht habe und wir ,gefahr laufen1 unsere frisch gesammelten ,pflanzen zu verlieren4 ,ein reicher ,cacaopflanzer sollte uns von ,santa ,rosalia in den ,hafen von ,carupano begleiten4 ,wir hatten noch zu rechter ,zeit gehrt1 da er in ,geschften nach ,cumana msse4 ,so beschlossen wir denn1 uns in ,cariaco einzuschiffen und gerade ber den ,meerbusen1 statt zwischen der ,insel ,margarita und der ,landenge ,araya durch1 nach ,cumana zurckzufahren4 ,die ,mission ,catuaro liegt in ungemein wilder ,umgebung4 ,hochstmmige ,bume stehen noch um die ,kirche her und die ,tiger fressen bei ,nacht den ,indianern ihre ,hhner und ,schweine4 ,wir wohnten beim ,geistlichen1 einem ,mnche von der ,congregation der ,observanten1 dem die ,kapuziner die ,mission bergeben hatten1 weil es ihrem eigenen ,orden an ,leuten fehlte4 ,er war ein ,doktor der ,theologie1 ein kleiner1 magerer1 fast bertrieben lebhafter ,mann2 er unterhielt uns bestndig von dem ,proce1 den er mit dem ,gardian seines ,klosters fhrte1 von der ,feindschaft seiner ,ordensbrder1 von der ,ungerechtigkeit der ,alcaden1 die ihn ohne ,rcksicht auf seine ,standesvorrechte ins ,gefngni geworfen4 ,trotz dieser ,abenteuer war ihm leider die ,liebhaberei geblieben1 sich mit metaphysischen ,fragen1 wie er es nannte1 zu befassen4 ,er wollte meine ,ansicht hren ber den freien ,willen1 ber die ,mittel1 die ,geister von ihren ,krperbanden frei zu machen1 besonders aber ber die ,thierseelen1 lauter ,dinge1 ber die er die seltsamsten ,ideen hatte4 ,wenn man in der ,regenzeit sich durch ,wlder durchgearbeitet hat1 ist man zu ,spekulationen der ,art wenig aufgelegt4 ,uebrigens war in der kleinen ,mission ,catuaro ,alles ungewhnlich1 sogar das ,pfarrhaus4 ,es hatte zwei ,stockwerke und hatte dadurch zu einem hitzigen ,streit zwischen den weltlichen und geistlichen ,behrden ,anla gegeben4 ,dem ,gardian der ,kapuziner schien es zu vornehm fr einen ,missionr und er hatte die ,indianer zwingen wollen1 es niederzureien2 der ,statthalter hatte krftige ,einsprache gethan und auch seinen ,willen gegen die ,mnche durchgesetzt4 ,ich erwhne dergleichen an sich unbedeutende ,vorflle nur1 weil sie einen ,blick in die innere ,verwaltung der ,missionen werfen lassen1 die keineswegs immer so friedlich ist1 als man in ,europa glaubt4 ,wir trafen in der ,mission ,catuaro den ,corregidor des ,distrikts1 einen liebenswrdigen1 gebildeten ,mann4 ,er gab uns drei ,indianer mit1 die mit ihren ,machetes vor uns her einen ,weg durch den ,wald bahnen sollten4 ,in diesem wenig betretenen ,lande ist die ,vegetation in der ,regenzeit so ppig1 da ein ,mann zu ,pferd auf den schmalen1 mit ,schlingpflanzen und verschlungenen ,baumsten bedeckten ,fusteigen fast nicht durchkommt4 ,zu unserem groen ,verdru wollte der ,missionr von ,catuaro uns durchaus nach ,cariaco begleiten4 ,wir konnten es nicht ablehnen2 er lie uns jetzt mit seinen ,faseleien ber die ,thierseelen und den menschlichen freien ,willen in ,ruhe1 er hatte uns aber nunmehr von einem ganz andern1 traurigeren ,gegenstand zu unterhalten4 ,den ,unabhngigkeitsbestrebungen1 die im ,jahr #agih in ,caracas beinahe zu einem ,ausbruch gefhrt htten1 war eine groe ,aufregung unter den ,negern zu ,coro1 ,maracaybo und ,cariaco vorangegangen und gefolgt4 ,in letzterer ,stadt war ein armer ,neger zum ,tod verurtheilt worden1 und unser ,wirth1 der ,seelsorger von ,catuaro1 ging jetzt hin1 um ihm seinen geistlichen ,beistand anzubieten4 ,wie lang kam uns der ,weg vor1 auf dem wir uns in ,verhandlungen einlassen muten ber die ,nothwendigkeit des ,sklavenhandels1 ber die angeborene ,bsartigkeit der ,schwarzen1 ber die ,segnungen1 welche der ,race daraus erwachsen1 da sie als ,sklaven unter ,christen leben6 ,gegenber dem ,code noir der meisten andern ,vlker1 welche ,besitzungen in beiden ,indien haben1 ist die spanische ,gesetzgebung unstreitig sehr mild4 ,aber vereinzelt1 auf kaum urbar gemachtem ,boden leben die ,neger in ,verhltnissen1 da die ,gerechtigkeit1 weit entfernt sie im ,leben krftig schtzen zu knnen1 nicht einmal im ,stande ist die ,barbareien zu bestrafen1 durch die sie ums ,leben kommen4 ,leitet man eine ,untersuchung ein1 so schreibt man den ,tod des ,sklaven seiner ,krnklichkeit zu1 dem heien1 nassen ,klima1 den ,wunden1 die man ihm allerdings beigebracht1 die aber gar nicht tief und durchaus nicht gefhrlich gewesen4 ,die brgerliche ,behrde ist in ,allem1 was die ,haussklaverei angeht1 machtlos1 und wenn man rhmt1 wie gnstig die ,gesetze wirken1 nach denen die ,peitsche die und die ,form haben mu und nur so und so viel ,streiche 99auf einmal99 gegeben werden drfen1 so ist das reine ,tuschung4 ,leute1 die nicht in den ,colonien oder doch nur auf den ,antillen gelebt haben1 sind meist der ,meinung1 da es im ,interesse des ,herrn liege1 da seine ,sklaven ihm erhalten bleiben1 mssen sie desto besser behandelt werden1 je weniger ihrer seyen4 ,aber in ,cariaco selbst1 wenige ,wochen bevor ich in die ,provinz kam1 tdtete ein ,pflanzer1 der nur acht ,neger hatte1 ihrer sechs durch unmenschliche ,hiebe4 ,er zerstrte muthwillig den grten ,theil seines ,vermgens4 ,zwei der ,sklaven blieben auf der ,stelle todt1 mit den vier andern1 die krftiger schienen1 schiffte er sich nach dem ,hafen von ,cumana ein1 aber sie starben auf der ,ueberfahrt4 ,vor dieser abscheulichen ,that war im selben ,jahr eine hnliche unter gleich emprenden ,umstnden begangen worden4 ,solche furchtbare ,unthaten blieben so gut wie unbestraft2 der ,geist1 der die ,gesetze macht1 und der1 der sie vollzieht1 haben nichts mit einander gemein4 ,der ,statthalter von ,cumana war ein gerechter1 menschenfreundlicher ,mann2 aber die ,rechtsformen sind streng vorgeschrieben und die ,gewalt des ,statthalters geht nicht so weit1 um ,mibruche abzustellen1 die nun einmal von jedem europischen ,colonisationssystem untrennbar sind4 ,der ,weg durch den ,wald von ,catuaro ist nicht viel anders als der vom ,berge ,santa ,maria herab2 auch sind die schlimmsten ,stellen hier eben so sonderbar getauft wie dort4 ,man geht wie in einer engen1 durch die ,bergwasser ausgesplten1 mit feinem1 zhem ,thon gefllten ,furche dahin4 ,bei den jhsten ,abhngen senken die ,maulthiere das ,kreuz und rutschen hinunter2 das nennt man nun 99,saca-,manteca991 weil der ,koth so weich ist wie 99,butter994 ,bei der groen ,gewandtheit der einheimischen ,maulthiere ist dieses ,hinabgleiten ohne alle ,gefahr4 ,der ,weg fhrt ber die ,felsschichten herab1 die am ,ausgehenden ,stufen von verschiedener ,hhe bilden1 und so ist es auch hier ein wahrer chemin des chelles4 ,weiterhin1 wenn man zum ,wald heraus ist1 kommt man zum ,berge 99,buenavista994 ,er verdient den ,namen1 denn von hier sieht man die ,stadt ,cariaco in einer weiten1 mit ,pflanzungen1 ,htten und ,gruppen von ,cocospalmen bedeckten ,ebene4 ,westwrts von ,cariaco breitet sich der weite ,meerbusen aus1 den eine ,felsmauer vom ,ocean trennt2 gegen ,ost zeigen sich1 gleich blauen ,wolken1 die hohen ,gebirge von ,areo und ,paria4 ,es ist eine der weitesten1 prachtvollsten ,aussichten an der ,kste von ,neu-,andalusien4 ,wir fanden in ,cariaco einen groen ,theil der ,einwohner in ihren ,hngematten krank am ,wechselfieber4 ,diese ,fieber werden im ,herbst bsartig und gehen in ,ruhren ber4 ,bedenkt man1 wie auerordentlich fruchtbar und feucht die ,ebene ist1 und welch ungeheure ,masse von ,pflanzenstoff hier zersetzt wird1 so sieht man leicht1 warum die ,luft hier nicht so gesund seyn kann wie ber dem drren ,boden von ,cumana4 ,nicht leicht finden sich in der heien ,zone groe ,fruchtbarkeit des ,bodens1 hufige1 lange dauernde ,wasserniederschlge1 eine ungemein ppige ,vegetation beisammen1 ohne da diese ,vortheile durch ein ,klima ausgewogen wrden1 das der ,gesundheit der ,weien mehr oder weniger gefhrlich wird4 ,aus denselben ,ursachen1 welche den ,boden so fruchtbar machen und die ,entwicklung der ,gewchse beschleunigen1 entwickeln sich auch ,gase aus dem ,boden1 die sich mit der ,luft mischen und sie ungesund machen4 ,wir werden oft ,gelegenheit haben1 auf die ,verknpfung dieser ,erscheinungen zurckzukommen1 wenn wir den ,cacaobau und die ,ufer des ,orinoco beschreiben1 wo es ,flecke gibt1 an denen sich sogar die ,eingeborenen nur schwer acclimatisiren4 ,im ,thale von ,cariaco hngt brigens die ,ungesundheit der ,luft nicht allein von den eben erwhnten allgemeinen ,ursachen ab2 es machen sich dabei auch lokale ,verhltnisse geltend4 ,es wird nicht ohne ,interesse seyn1 den ,landstrich1 der die ,meerbusen von ,cariaco und von ,paria von einander trennt1 nher zu betrachten4 ,vom ,kalkgebirge des ,brigantin und ,cocollar luft ein starker ,ast nach ,nord und hngt mit dem ,urgebirg an der ,kste zusammen4 ,dieser ,ast heit ,sierra de ,meapire2 der ,stadt ,cariaco zu fhrt er den ,namen ,cerro grande de ,cariaco4 ,er schien mir im ,durchschnitt nicht ber #aej-bjj ,toisen hoch2 wo ich ihn untersuchen konnte1 besteht er aus dem ,kalkstein des ,uferstrichs4 ,mergel- und ,kalkschichten wechseln mit andern1 welche ,quarzkrner enthalten4 ,wer die ,reliefbildung des ,landes zu seinem besondern ,studium macht1 mu es auffallend finden1 da ein quergelegter ,gebirgskamm unter rechtem ,winkel zwei ,ketten verbindet1 deren eine1 sdliche1 aus secundren ,gebirgsbildungen besteht1 whrend die andere1 nrdliche1 ,urgebirge ist4 ,auf dem ,gipfel des ,cerro de ,meapire sieht man das ,gebirge einerseits nach dem ,meerbusen von ,paria1 andererseits nach dem von ,cariaco sich abdachen4 ,ostwrts und westwrts vom ,kamm liegt ein niedriger1 sumpfiger ,boden1 der ohne ,unterbrechung fortstreicht1 und nimmt man an1 da die beiden ,meerbusen dadurch entstanden sind1 da der ,boden durch ,erdbeben zerrissen worden ist und sich gesenkt hat1 so mu man voraussetzen1 da der ,cerro de ,meapire diesen gewaltsamen ,erschtterungen widerstanden hat1 so da der ,meerbusen von ,paria und der von ,cariaco nicht zu ,einem verschmelzen konnten4 ,wre dieser ,felsdamm nicht da1 so bestnde wahrscheinlich auch die ,landenge nicht4 ,vom ,schlosse ,araya bis zum ,cap ,paria wrde die ganze ,gebirgsmasse an der ,kste eine schmale1 ,margarita parallel laufende1 viermal lngere ,insel bilden4 ,diese ,ansichten grnden sich nicht nur auf unmittelbare ,untersuchung des ,bodens und die ,schlsse aus der ,reliefbildung desselben2 schon ein ,blick auf die ,umrisse der ,ksten und die geognostische ,karte des ,landes mu auf dieselben ,gedanken bringen4 ,die ,insel ,margarita hat1 wie es scheint1 frher mit der ,kstenkette von ,araya durch die ,halbinsel ,chacopata und die caraibischen ,inseln ,lobo und ,coche zusammengehangen1 wie die ,kette noch jetzt mit den ,gebirgen des ,cocollar und von ,caripe durch den ,gebirgskamm ,meapire zusammenhngt4 ,im gegenwrtigen ,zustand der ,dinge sieht man die feuchten ,ebenen1 die ost- und westwrts vom ,kamm streichen und uneigentlich die ,thler von ,san ,bonifacio und ,cariaco heien1 sich fortwhrend in das ,meer hinaus verlngern4 ,das ,meer zieht sich zurck1 und diese ,verrckung der ,kste ist besonders bei ,cumana auffallend4 ,wenn die ,hhenverhltnisse des ,bodens darauf hinweisen1 da die ,meerbusen von ,cariaco und ,paria frher einen weit greren ,umfang hatten1 so lt sich auch nicht in ,zweifel ziehen1 da gegenwrtig das ,land sich allmhlich vergrert4 ,bei ,cumana wurde im ,jahr #agia eine ,batterie1 die sogenannte ,bocca1 dicht am ,meer gebaut1 im ,jahr #agii sahen wir sie weit im ,lande liegen4 ,an der ,mndung des ,rio ,nevari1 beim ,morro de ,nueva ,barcelona1 zieht sich das ,meer noch rascher zurck4 ,diese lokale ,erscheinung rhrt wahrscheinlich von ,anschwemmungen her1 deren ,zunahmeverhltnisse noch nicht gehrig beobachtet sind4 ,geht man von der ,sierra de ,meapire1 welche die ,landenge zwischen den ,ebenen von ,san ,bonifacio und von ,cariaco bildet1 herab1 so kommt man gegen ,ost an den groen ,putacuao1 der mit dem ,rio ,areo in ,verbindung steht und #d-e ,meilen breit ist4 ,das ,gebirgsland um dieses ,becken ist nur den ,eingeborenen bekannt4 ,hier kommen die groen ,boas vor1 welche die ,chaymas-,indianer 99,guainas99 nennen1 und denen sie einen ,stachel unter dem ,schwanz andichten4 ,geht man von der ,sierra ,meapire nach ,west hinunter1 so betritt man zuerst einen hohlen ,boden 7tierra hueca71 der bei dem groen ,erdbeben des ,jahres #agff in zhes ,erdl gehllten ,asphalt auswarf2 weiterhin sieht man eine ,unzahl warmer1 schwefelwasserstoffhaltiger ,quellen aus dem ,boden brechen1 und endlich kommt man zum ,see ,campoma1 dessen ,ausdnstungen zum ,theil die ,ungesundheit des ,klimas von ,cariaco veranlassen4 ,die ,eingeborenen glauben1 der ,boden sey dehalb hohl1 weil die warmen ,wasser sich hier aufgestaut haben1 und nach dem ,schall des ,hufschlags scheinen sich die unterirdischen ,hhlungen von ,west nach ,ost bis ,casanay1 drei bis viertausend ,toisen weit zu erstrecken4 ,ein ,flchen1 der ,rio ,azul1 luft durch diese ,ebenen4 ,sie sind zerklftet in ,folge von ,erdbeben1 die hier einen besondern ,herd haben und sich selten bis ,cumana fortpflanzen4 ,das ,wasser des ,rio ,azul ist kalt und hell2 er entspringt am westlichen ,abhang des ,meapire1 und man glaubt1 er sey dehalb so stark1 weil das ,gewsser des ,putacuao-,sees auf der andern ,seite des ,gebirgszugs durchsickere4 ,das ,flchen und die schwefelwasserstoffhaltigen ,quellen ergieen sich zusammen in die ,laguna de ,campoma4 ,so heit ein weites ,sumpfland1 das in der trockenen ,jahreszeit in drei ,becken zerfllt1 die nordwestlich von der ,stadt ,cariaco am ,ende des ,meerbusens liegen4 ,uebelriechende ,dnste steigen fortwhrend vom stehenden ,sumpfwasser auf4 ,sie riechen nach ,schwefelwasserstoff und zugleich nach faulen ,fischen und zersetzten ,vegetabilien4 ,die ,miasmen bilden sich im ,thale von ,cariaco gerade wie in der rmischen ,campagna2 aber durch die tropische ,hitze wird ihre verderbliche ,kraft gesteigert4 ,durch die ,lage der ,laguna von ,campoma wird der ,nordwest1 der sehr oft nach ,sonnenuntergang weht1 den ,einwohnern der kleinen ,stadt ,cariaco hchst gefhrlich4 ,sein ,einflu unterliegt desto weniger einem ,zweifel1 da die ,wechselfieber dem ,sumpfe zu1 der der ,hauptherd der faulen ,miasmen ist1 immer hufiger in ,nervenfieber bergehen4 ,ganze ,familien freier ,neger1 die an der ,nordkste des ,meerbusens von ,cariaco kleine ,pflanzungen besitzen1 liegen mit ,eintritt der ,regenzeit siech in ihren ,hngematten4 ,diese ,fieber nehmen den ,charakter remittirender bsartiger ,fieber an1 wenn man sich1 erschpft von langer ,arbeit und starker ,hautansdnstung1 dem feinen ,regen aussetzt1 der gegen ,abend hufig fllt4 ,die ,farbigen1 besonders aber die ,creolenneger1 widerstehen den klimatischen ,einflssen mehr als irgend ein anderer ,menschenschlag4 ,man behandelt die ,kranken mit ,limonade1 mit dem ,aufgu von ,scoparia dulcis1 selten mit ,euspare1 das heit mit der ,chinarinde von ,angostura4 ,im ,ganzen ist bei den ,epidemien in ,cariaco die ,sterblichkeit geringer1 als man erwarten sollte4 ,wenn das ,wechselfieber mehrere ,jahre hinter einander einen ,menschen befllt1 so greift es den ,krper stark an und bringt ihn herunter2 aber dieser ,schwchezustand1 der in ungesunden ,gegenden so hufig vorkommt1 fhrt nicht zum ,tode4 ,auch ist es merkwrdig1 da hier1 wie in der rmischen ,campagna1 der ,glaube herrscht1 die ,luft sey in dem ,mae ungesunder geworden1 je mehr ,morgen ,landes man urbar gemacht4 ,die ,miasmen1 die diesen ,ebenen entsteigen1 haben indessen nichts gemein mit jenen1 die sich bilden1 wenn man einen ,wald niederschlgt und nun die ,sonne eine dicke ,schicht abgestorbenen ,laubs erhitzt2 bei ,cariaco ist das ,land kahl und sehr sparsam bewaldet4 ,soll man glauben1 da frisch ausgewhlte und vom ,regen durchfeuchtete ,dammerde die ,luft mehr verderbt als der dichte ,pflanzenfilz1 der einen nicht bebauten ,boden bedeckt8 ,zu diesen rtlichen ,ursachen kommen andere1 weniger zweifelhafte4 ,das nahe ,meeresufer ist mit ,manglebumen1 ,avicennien und andern ,baumarten mit adstringirender ,rinde bedeckt4 ,alle ,tropenbewohner sind mit den schdlichen ,ausdnstungen dieser ,gewchse bekannt1 und man frchtet sie desto mehr1 wenn ,wurzeln und ,stamm nicht immer unter ,wasser stehen1 sondern abwechselnd na und von der ,sonne erhitzt werden4 ,die ,manglebume erzeugen ,miasmen1 weil sie1 wie ich anderswo gezeigt habe1 einen thierisch-vegetabilischen1 an ,gerbstoff gebundenen ,stoff enthalten4 ,man behauptet1 der ,kanal1 durch den die ,laguna de ,campoma mit dem ,meer zusammenhngt1 liee sich leicht erweitern und so dem stehenden ,wasser ein ,abflu verschaffen4 ,die freien ,neger1 die das ,sumpfland hufig betreten1 versichern sogar1 der ,durchstich brauchte gar nicht tief zu seyn1 da das kalte1 klare ,wasser des ,rio ,azul sich auf dem ,boden des ,sees befindet und man beim ,nachgraben aus den untern ,schichten trinkbares1 geruchloses ,wasser erhlt4 ,die ,stadt ,cariaco ist mehreremale von den ,caraiben verheert worden4 ,die ,bevlkerung hat rasch zugenommen1 seit die ,provinzialbehrden1 den ,verboten des ,madrider ,hofs zuwider1 nicht selten dem ,handel mit fremden ,colonien ,vorschub geleistet haben4 ,sie hat sich in zehn ,jahren verdoppelt und betrug im ,jahr #ahjj ber #fjjj ,seelen4 ,die ,einwohner treiben sehr fleiig ,baumwollenbau2 die ,baumwolle ist sehr schn und es werden mehr als #aj1jjj ,centner erzeugt4 ,die leeren ,hlsen der ,baumwolle werden sorgsam verbrannt2 wirft man sie in den ,flu1 wo sie faulen1 so erzeugen sie ,ausdnstungen1 die man fr schdlich hlt4 ,der ,bau des ,cacaobaums hat in letzter ,zeit sehr abgenommen4 ,dieser kstliche ,baum trgt erst im achten bis zehnten ,jahr4 ,die ,frucht ist schwer in ,magazinen aufzubewahren1 und nach ,jahresfrist geht sie an1 wenn sie noch so sorgfltig getrocknet worden ist4 ,dieser ,nachtheil ist fr den ,colonisten von groem ,belang4 ,auf diesen ,ksten ist je nach der ,laune eines ,ministeriums und dem mehr oder minder krftigen ,widerstand der ,statthalter der ,handel mit den ,neutralen bald verboten1 bald mit gewissen ,beschrnkungen gestattet4 ,die ,nachfrage nach einer ,waare und die ,preise1 die sich nach der ,nachfrage bestimmen1 unterliegen daher dem raschesten ,wechsel4 ,der ,colonist kann sich diese ,schwankungen nicht zu ,nutze machen1 weil sich der ,cacao in den ,magazinen nicht hlt4 ,die alten ,cacaostmme1 die meist nur bis zum vierzigsten ,jahre tragen1 sind daher nicht durch junge ersetzt worden4 ,im ,jahr #agib zhlte man ihrer noch #bed1jjj im ,thal von ,cariaco und am ,ufer des ,meerbusens4 ,gegenwrtig zieht man andere ,culturzweige vor1 welche gleich im ersten ,jahr einen ,ertrag liefern1 und deren ,produkte nicht nur nicht so lange aus sich warten lassen1 sondern auch leichter aufzubewahren sind4 ,solche sind ,baumwolle und ,zucker1 die nicht der ,verderbni unterliegen wie der ,cacao und sich aufbewahren lassen1 so da man sie im gnstigsten ,zeitpunkt losschlagen kann4 ,die ,umwandlungen1 die in ,folge der fortschreitenden ,cultur und des ,verkehrs mit ,fremden ,sitten und ,charakter der ,kstenbewohner erlitten1 haben anuch bestimmend mitgewirkt1 wenn sie jetzt diesem und jenem ,culturzweig den ,vorzug geben4 ,jenes ,ma in der sinnlichen ,begierde1 jene ,geduld1 die lange warten kann1 jene ,gemthsruhe1 welche die trbselige ,eintnigkeit des einsamen ,lebens ertragen lt1 verschwinden nach und nach aus dem ,charakter der ,hispano-,amerikaner4 ,sie werden unternehmender1 leichtsinniger1 beweglicher und werfen sich mehr auf ,unternehmungen1 die einen raschen ,ertrag geben4 ,nur im ,innern der ,provinz1 ostwrts von der ,sierra de ,meapire1 auf dem unbebauten ,boden von ,carupano an durch das ,thal ,san ,bonifacio bis zum ,meerbusen von ,paria entstehen neue ,cacaopflanzungen4 ,sie werden dort desto eintrglicher1 je mehr die ,luft ber dem frisch urbar gemachten1 von ,wldern umgebenen ,land stockt1 je mehr sie mit ,wasser und mephitischen ,dnsten geschwngert ist4 ,hier leben ,familienvter1 welche1 treu den alten ,sitten der ,colonisten1 sich und ihren ,kindern langsam1 aber sicher ,wohlstand erarbeiten4 ,sie behelfen sich bei ihrer mhsamen ,arbeit mit einem einzigen ,sklaven2 sie brechen mit eigener ,hand den ,boden um1 ziehen die jungen ,cacaobume im ,schatten der ,erythrina und der ,bananenbume1 beschneiden den erwachsenen ,baum1 vertilgen die ,massen von ,wrmern und ,insekten1 welche ,rinde1 ,bltter und ,blthen anfallen1 legen ,abzugsgrben an1 und unterziehen sich sieben1 acht ,jahre lang einem elenden ,leben1 bis der ,cacaobaum anfngt ,ernten zu liefern4 ,dreiig tausend ,stmme sichern den ,wohlstand einer ,familie auf anderthalb ,generationen4 ,wenn durch die ,baumwolle und den ,kaffee der ,bau des ,cacao in der ,provinz ,caracas und im kleinen ,thale von ,cariaco beschrnkt worden ist1 so hat dagegen letzterer ,zweig der ,colonialindustrie im ,innern der ,provinzen ,neubarcelona und ,cumana zugenommen4 ,warum die ,cacaopflanzungen sich von ,west nach ,ost mehr und mehr ausbreiten1 ist leicht einzusehen4 ,die ,provinz ,caracas ist die am frhesten bebaute2 je lnger aber ein ,land urbar gemacht ist1 desto baumloser wird es in der heien ,zone1 desto drrer1 desto mehr den ,winden ausgesetzt4 ,dieser ,wechsel in der uern ,natur ist dem ,gedeihen des ,cacaobaums hinderlich1 und dehalb gehen die ,pflanzungen in der ,provinz ,caracas ein und hufen sich dafr westwrts auf unberhrtem1 erst krzlich urbar gemachtem ,boden4 ,die ,provinz ,neu-,andalusien allein erzeugte im ,jahr #agii #ah1jjj-bj1jjj ,fanegas ,cacao 7zu #dj ,piastern die ,fanega in ,friedenszeiten71 wovon #ejjj nach der ,insel ,trinidad geschmuggelt wurden4 ,der ,cacao von ,cumana ist ohne allen ,vergleich besser als der von ,guayaquil4 ,die in ,cariaco herrschenden ,fieber nthigten uns zu unserem ,bedauern1 unsern ,aufenthalt daselbst abzukrzen4 ,da wir noch nicht recht acclimatisirt waren1 so riethen uns selbst die ,colonisten1 an die wir empfohlen waren1 uns auf den ,weg zu machen4 ,wir lernten in der ,stadt viele ,leute kennen1 die durch eine gewisse ,leichtigkeit des ,benehmens1 durch umfassenderen ,ideenkreis und1 darf ich hinzusetzen1 durch entschiedene ,vorliebe fr die ,regierungssorm der ,vereinigten ,staaten verriethen1 da sie viel mit dem ,ausland in ,verkehr gestanden4 ,hier hrten wir zum erstenmal in diesem ,himmelsstriche die ,namen ,franklin und ,washington mit ,begeisterung aussprechen4 ,neben dem ,ausdruck dieser ,begeisterung bekamen wir ,klagen zu hren ber den gegenwrtigen ,zustand von ,neu-,andalusien1 ,schilderungen1 oft bertriebene1 des natrlichen ,reichthums des ,landes1 leidenschaftliche1 ungeduldige ,wnsche fr eine bessere ,zukunft4 ,diese ,stimmung mute einem ,reisenden ausfallen1 der unmittelbarer ,zeuge der groen politischen ,erschtterungen in ,europa gewesen war4 ,noch gab sich darin nichts ,feindseliges1 ,gewaltsames1 keine bestimmte ,richtung zu erkennen4 ,gedanken und ,ausdruck hatten die ,unsicherheit1 die1 bei den ,vlkern wie beim ,einzelnen1 als ein ,merkmal der halben ,bildung1 der voreilig sich entwickeln den ,kultur erscheint4 ,seit die ,insel ,trinidad eine englische ,colonie geworden ist1 hat das ganze stliche ,ende der ,provinz ,cumana1 zumal die ,kste von ,paria und der ,meerbusen dieses ,namens ein ganz anderes ,gesicht bekommen4 ,fremde haben sich da niedergelassen und den ,bau des ,kaffeebaums1 des ,baumwollenstrauchs1 des otaheitischen ,zuckerrohrs eingefhrt4 ,in ,carupano1 im schnen ,thal des ,rio ,caribe1 in ,guire und im neuen ,flecken ,punta de ,pietro gegenber dem ,puerto d',espana auf ,trinidad hat die ,bevlkerung sehr stark zugenommen4 ,im ,golfo triste ist der ,boden so fruchtbar1 da der ,mais jhrlich zwei ,ernten und das #chjste ,korn gibt4 ,die ,vereinzelung der ,niederlassungen hat dem ,handel mit fremden ,colonien ,vorschub geleistet1 und seit dem ,jahr #agig ist eine geistige ,umwlzung eingetreten1 die in ihren ,folgen dem ,mutterland noch lange nicht verderblich geworden wre1 htte nicht das ,ministerium fort und fort alle ,interessen gekrnkt1 alle ,wnsche miachtet1 ,es gibt in den ,streitigkeiten der ,colonien mit dem ,mutterland1 wie fast in allen ,volksbewegnngen1 einen ,moment1 wo die ,regierungen1 wenn sie nicht ber den ,gang der menschlichen ,dinge vllig verblendet sind1 durch kluge1 frsichtige ,migung das ,gleichgewicht herstellen und den ,sturm beschwren knnen4 ,lassen sie diesen ,zeitpunkt vorbergehen1 glauben sie durch physische ,gewalt eine moralische ,bewegung niederschlagen zu knnen1 so gehen die ,ereignisse unaufhaltsam ihren ,gang und die ,trennung der ,colonien erfolgt mit desto verderblicherer ,gewaltsamkeit1 wenn das ,mutterland whrend des ,streits seine ,monopole und seine frhere ,gewalt wieder eine ,zeitlang hatte aufrecht erhalten knnen4 ,wir schifften uns ,morgens sehr frh ein1 in der ,hoffnung1 die ,ueberfahrt ber den ,meerbusen von ,cariaco in ,einem ,tage machen zu knnen4 ,das ,meer ist hier nicht unruhiger als unsere groen ,landseen1 wenn sie vom ,winde sanft bewegt werden4 ,es sind vom ,landungsplatz nach ,cumana nur zwlf ,seemeilen4 ,als wir die kleine ,stadt ,cariaco im ,rcken hatten1 gingen wir westwrts am ,flusse ,carenicuar hin1 der schnurgerade wie ein knstlicher ,kanal durch ,grten und ,baumwollenpflanzungen luft4 ,der ganze1 etwas sumpfige ,boden ist aufs sorgsamste angebaut4 ,whrend unseres ,aufenthalts in ,peru wurde hier auf trockeneren ,stellen der ,kaffeebau eingefhrt4 ,wir sahen am ,flusse indianische ,weiber ihr ,zeug mit der ,frucht des 99,parapara99 7,sapindus saponaria7 waschen4 ,feine ,wsche soll dadurch sehr mitgenommen werden4 ,die ,schale der ,frucht gibt einen starken ,schaum und die ,frucht ist so elastisch1 da sie1 wenn man sie auf einen ,stein wirft1 drei1 viermal sieben bis acht ,fu hoch aufspringt4 ,da sie kugeligt ist1 verfertigt man ,rosenkrnze daraus4 ,kaum waren wir zu ,schiffe1 so hatten wir mit widrigen ,winden zu kmpfen4 ,es regnete in ,strmen und ein ,gewitter brach in der ,nhe aus4 ,schaaren von ,flamingos1 ,reihern und ,cormorans zogen dem ,ufer zu4 ,nur der ,alcatras1 eine groe ,pelicanart1 fischte ruhig mitten im ,meerbusen weiter4 ,wir waren unser achtzehn ,passagiere1 und auf der engen1 mit ,rohzucker1 ,pisangbscheln und ,cocosnssen berladenen ,pirogue 7,fancha7 konnten wir unsere ,instrumente und ,sammlungen kaum unterbringen4 ,der ,rand des ,fahrzeugs stand kaum ber ,wasser4 ,der ,meerbusen ist fast berall #de-ej ,faden tief1 aber am stlichen ,ende bei ,curaguaca findet das ,senkblei fnf ,meilen weit nur #c-d ,faden4 ,hier liegt der ,baxo de la ,cotua1 eine ,sandbank1 die bei der ,ebbe als ,eiland ber ,wasser kommt4 ,die ,piroguen1 die ,lebensmittel nach ,cumana bringeng stranden manchmal daran1 aber immer ohne ,gefahr1 weil die ,see hier niemals hoch geht und scholkt4 ,wir fuhren ber den ,strich des ,meerbusens1 wo auf dem ,boden der ,see heie ,quellen entspringen4 ,es war gerade ,fluth und daher der ,temperaturwechsel weniger merkbar2 auch fuhr unsere ,pirogue zu nahe an der ,sdkste hin4 ,man sieht leicht1 da man ,wasserschichten von verschiedener ,temperatur antreffen mu1 je nachdem die ,see mehr oder minder tief ist1 oder je nachdem die ,strmungen und der ,wind die ,mischung des warmen ,quellwassers und des ,wassers des ,golfs befrdern4 ,diese heien ,quellen1 die1 wie behauptet wird1 auf #aj1jjj-ab1jjj ,quadrattoisen die ,temperatur der ,see erhhen1 sind eine sehr merkwrdige ,erscheinung4 ,geht man vom ,vorgebirge ,paria westwrts ber ,irapa1 ,aguas calientes1 den ,meerbusen von ,cariaco1 den ,brigantin und die ,thler von ,aragua bis zu den ,schneegebirgen von ,merida1 so findet man auf einer ,strecke von mehr als #aej ,meilen eine ununterbrochene ,reihe von warmen ,quellen4 ,der widrige ,wind und der ,regen nthigten uns bei ,pericantral1 einem kleinen ,hofe aus der ,sdkste des ,meerbusens1 zu landen4 ,diese ganze1 schn bewachsene ,kste ist fast ganz unbebaut2 man zhlt kaum #gjj ,einwohner und auer dem ,dorfe ,mariguitar sieht man nichts als ,pflanzungen von ,cocosbumen1 die die ,oelbume des ,landes sind4 ,diese ,palme wchst in beiden ,continenten in einer ,zone1 wo die mittlere ,jahrestemperatur nicht unter #bj betrgt4 ,sie ist1 wie der ,chamrops im ,becken des ,mittelmeers1 eine wahre ,kstenpalme4 ,sie zieht ,salzwasser dem sen ,wasser vor und kommt im ,innern des ,landes1 wo die ,luft nicht mit ,salztheilchen geschwngert ist1 lange nicht so gut fort als auf den ,ksten4 ,wenn man in ,terra ,firma oder in den ,missionen am ,orinoco ,cocosnubume weit von der ,see pflanzt1 wirft man ein starkes ,quantum ,salz1 oft einen halben ,scheffel1 in das ,loch1 in das die ,cocosnsse gelegt werden4 ,unter den ,culturgewchsen haben nur noch das ,zuckerrohr1 der ,bananenbaum1 der ,mammei und der ,avocatier1 gleich dem ,cocosnubaum1 die ,eigenschaft1 da sie mit sem oder mit ,salzwasser begossen werden knnen4 ,dieser ,umstand begnstigt ihre ,verpflanzung1 und das ,zuckerrohr von der ,kste gibt zwar einen etwas salzigten ,saft1 derselbe eignet sich aber1 wie man glaubt1 besser zur ,branntweindestillation als der ,saft aus dem ,binnenlande4 ,im brigen ,amerika wird der ,cocosnubaum meist nur um die ,hfe gepflanzt1 und zwar um der ebaren ,frucht willen2 am ,meerbusen von ,cariaco dagegen sieht man eigentliche ,pflanzungen davon4 ,man spricht in ,cumana von einer hacienda de coco1 wie von einer hacienda de caa oder cacao4 ,auf fruchtbarem1 feuchtem ,boden fngt der ,cocosbaum im vierten ,jahre an reichlich ,frchte zu tragen2 auf drrem ,lande dagegen erhlt man vor dem zehnten ,jahre keine ,ernte4 ,der ,baum dauert nicht ber #hj-ajj ,jahre aus1 und er ist dann im ,durchschnitt #gj-hj ,fu hoch4 ,dieses rasche ,wachsthum ist desto ausfallender1 da andere ,palmen1 z4 ,b4 der ,moriche 7,mauritia flexuosa7 und die ,palma de ,sombrero 7,coripha tectorum71 die sehr lange leben1 im sechzigsten ,jahr oft erst #ad-ah ,fu hoch sind4 ,in den ersten dreiig bis vierzig ,jahren trgt am ,meerbusen von ,cariaco ein ,cocosbaum jeden ,monat einen ,bschel mit #aj-ad ,frchten1 von denen jedoch nicht alle reif werden4 ,man kann im ,durchschnitt jhrlich auf den ,baum #ajj ,nsse rechnen1 die acht ,flascos ,der ,flasco zu #gj-hj ,pariser ,cubikzoll ,oel geben4 ,der ,flasco gilt zwei einen halben ,silberrealen oder #cb ,sous4 ,in der ,provence gibt ein dreiigjhriger ,oelbaum zwanzig ,pfund oder sieben ,flascos ,oel1 also etwas weniger als der ,cocosbaum4 ,es gibt im ,meerbusen von ,cariaco ,haciendas mit #hjjj-ijjj ,cocosbumen2 ihr malerischer ,anblick erinnert an die herrlichen ,dattelpflanzungen bei ,elche in ,murcia1 wo auf einer ,quadratmeile ber #gj1jjj ,palmstmme bei einander stehen4 ,der ,cocosbaum trgt nur bis zum dreiigsten bis vierzigsten ,jahr reichlich1 dann nimmt der ,ertrag ab und ein hundertjhriger ,stamm ist zwar nicht ganz unfruchtbar1 bringt aber sehr wenig mehr ein4 ,in der ,stadt ,cumana wird sehr viel ,cocosnul geschlagen2 es ist klar1 geruchlos und ein gutes ,brennmaterial4 ,der ,handel damit ist so lebhaft als auf der ,westkste von ,afrika der ,handel mit ,palml1 das von ,elays guinneensis kommt4 ,dieses ist ein ,speisel4 ,in ,cumana sah ich mehr als einmal ,piroguen ankommen1 die mit #cjjj ,cocosnssen beladen waren4 ,ein ,baum von gutem ,ertrag gibt ein jhrliches ,einkommen von #b ,piastern 7#ad ,francs #e ,sous71 da aber auf den ,haciendas de ,coco ,stmme von verschiedenem ,alter durch einander stehen1 so wird bei ,schtzungen durch ,sachverstndige das ,kapital nur zu #d ,piastern angenommen4 ,wir verlieen den ,hof ,pericantral erst nach ,sonnenuntergang4 ,die ,sdkste des ,meerbusens in ihrem reichen ,pflanzenschmuck bietet den lachendsten ,anblick1 die ,nordkste dagegen ist felsigt1 nackt und drr4 ,trotz des drren ,bodens und des seltenen ,regens1 der zuweilen fnfzehn ,monate ausbleibt1 wachsen auf der ,halbinsel ,araya 7wie in der ,wste ,canound in ,indien7 #cj-ej ,pfund schwere 99,patillas99 oder ,wassermelonen4 ,in der heien ,zone ist die ,luft etwa zu #i_/aj mit ,wasserdunst gesttigt und die ,vegetation erhlt sich dadurch1 da die ,bltter die wunderbare ,eigenschaft haben1 das in der ,luft aufgelste ,wasser einzusaugen4 ,wir hatten auf der engen1 berladenen ,pirogue eine recht schlechte ,nacht und befanden uns um drei ,uhr ,morgens an der ,mndung des ,rio ,manzanares4 ,wir waren seit mehreren ,wochen an den ,anblick der ,gebirge1 an ,gewitterhimmel und finstere ,wlder gewhnt1 und so fielen uns jetzt die ,naturverhltnisse von ,cumana1 der ewig heitere ,himmel1 der kahle ,boden1 die ,masse des berall zurckgeworfenen ,lichtes doppelt auf4 ,bei ,sonnenaufgang sahen wir ,tamurosgeier 7,vultur aura7 zu ,vierzigen und ,fnfzigen auf den ,cocosnubumen sitzen4 ,diese ,vgel hocken zum ,schlafen in ,reihen zusammen1 wie die ,hhner1 und sie sind so trge1 da sie1 lange ehe die ,sonne untergeht1 aufsitzen und erst wieder erwachen1 wenn ihre ,scheibe bereits ber dem ,horizont steht4 ,es ist1 als ob die ,bume mit gefiederten ,blttern nicht minder trge wren4 ,die ,mimosen und ,tamarinden schlieen bei heiterem ,himmel ihre ,bltter #be-cj ,minuten vor ,sonnenuntergang1 und sie ffnen sie am ,morgen erst1 wenn die ,scheibe bereits eben so lang am ,himmel steht4 ,da ich ,sonnen-,auf- und ,untergang ziemlich regelmig beobachtete1 um das ,spiel der ,luftspiegelung und der irdischen ,refraction zu verfolgen1 so konnte ich auch die ,erscheinungen des ,pflanzenschlafs fortwhrend im ,auge behalten4 ,ich fand sie gerade so in den ,steppen1 wo der ,blick aus den ,horizont durch keine ,unebenheit des ,bodens unterbrochen wird4 ,die sogenannten ,sinnpflanzen und andere ,schotengewchse mit seinen1 zarten ,blttern empfinden1 scheint es1 da sie den ,tag ber an ein sehr starkes ,licht gewhnt sind1 ,abends die geringste ,abnahme in der ,strke der ,lichtstrahlen1 so da fr diese ,gewchse1 dort wie bei uns1 die ,nacht eintritt1 bevor die ,sonnenscheibe ganz verschwunden ist4 ,aber wie kommt es1 da in einem ,erdstriche1 wo es fast keine ,dmmerung gibt1 die ersten ,sonnenstrahlen die ,bltter nicht um so strker aufregen1 da durch die ,abwesenheit des ,lichts ihre ,reizbarkeit gesteigert worden seyn mu8 ,lt sich vielleicht annehmen1 da die ,feuchtigkeit1 die sich durch die ,erkaltung der ,bltter in ,folge der nchtlichen ,strahlung auf dem ,parenchym niederschlgt1 die ,wirkung der ersten ,sonnenstrahlen hindert8 ,in unsern ,himmelsstrichen erwachen die ,schotengewchse mit reizbaren ,blttern schon ehe die ,sonne sich zeigt1 in der ,morgendmmerung4 ------------------