,franziska ,mann ,die ,stufe ,fragment einer ,liebe ,abbildung3 ,mosaik ,verlag ,im ,mosaik ,verlag zu ,berlin #aibb ,mosaik-,bcher 99 ,band #c ,dieses ,buch wurde fr die ,mosaik ,verlag ,g4m4b4,h4 bei ,gebrder ,rennert in ,berlin gedruckt4 ,einband und ,druckanordnung von ,erich ,bttner4 ,die ,verse im ,text sind von ,l4 ,avellis4 ,alle ,rechte1 insbesondere das der ,uebersetzung und ,verfilmung vorbehalten4 ,copyright by ,mosaik ,verlag ,g4m4b4,h41 ,berlin ,w4 #ej4 #aibb4 ,maria an ,roland4 ,roland1 sind ,sie leichtsinnig6 ,laufen ,sie lieber vor mir davon4 ,oder ist ,leichtsinn immer eine ,krankheit -- chronisch bei den einen1 akuter ,natur bei den anderen8 ,nicht nur einfach abzuschtteln --1 ,heilbarkeit unsicher8 ,noch ist es ,zeit6 ,ich warne ,sie6 ,verpassen ,sie nicht den rechten ,augenblick zur ,flucht4 ,sie sind fnfundzwanzig ,mal im ,laufe der ,jahre am zehnten ,mai vorbergeschritten1 ich an diesem ,frhlingstage1 der auch mich die ,reise ins ,leben beginnen lie1 zweiundvierzig ,mal4 ,es bleibt eine gewagte ,angelegenheit1 schn und gefhrlich1 dieses die ,seelen sind von keinem ,alter4 ,sehen ,sie sich lieber die blonden und die braunen ,mdel an1 deren gibt es so viele4 ,und doch mchte ich ,ihnen helfen4 ,sie brauchen einen ,menschen4 ,ich knnte der rechte ,mensch fr ,sie sein4 ,nur drfen ,sie nicht an ,liebe denken2 sie verwirrt immer1 sie wrde alles verderben4 -- ,nach allgemeinen ,begriffen wei ich wenig von ,ihnen4 ,aber nie war ich begierig1 ,menschen1 an die mich ein seelisches ,fluidum zu binden begann1 in hergebrachter ,form kennen zu lernen4 ,genieen wollte ich einen ,blick1 eine ,stimme1 den leisen ,druck einer ,hand4 ,ganz nur ,gegenwart sollte mich umfangen1 beleben1 vielleicht auch berauschen1 aber kennen8 ,nein1 kennen ist drohender ,alltag4 ,ich will meine ,viertelstunde1 unbekmmert um alles ,gewesene4 7,solch eine ,viertelstunde kann lange whren1 sie wird nach besonderem ,ma gemessen47 ,die nach mir kommen1 mgen die ihre haben4 ,verstehen ,sie das8 ,treu bin ich nicht1 habe nie treu in hergebrachter ,vorstellung sein wollen4 ,freunde1 welche unbewegliches ,festhalten brauchen1 sind neben mir zu beklagen4 ,fr mein ,empfinden gibt es ,wertvolleres als starres ,beharren4 ,glauben ,sie1 ,roland3 ,alles hat seine ,zeit4 -- ,allmhlich bin ich so etwas wie eine ,seelensucherin geworden4 ,wei selbst nicht1 wie es gekommen ist4 ,nie habe ich diese ,eigenart -- oder darf ich sagen dieses ,talent8 -- absichtlich in mir gesteigert1 habe nie aufgehrt1 sie als ,begnadung zu empfinden4 ,manchem wurde ich zur ,lebenswende1 zur ,stufe in freiere1 befreite ,welten4 ,fr das ,glck der ,vielen war ich nie geschaffen4 ,vielleicht vermochte ich ,einigen die ,kraft zur ,einsamkeit zu strken2 vielleicht lehrte ich ,einige sich selbst kennen zu lernen1 half ihnen1 eine andere ,lebensresonanz zu erlauschen4 ,ich verga nie1 da ich nicht mehr werden konnte als ein ,mrteltrger3 sein ,schlo kann sich jeder nur allein errichten1 seinen ,tempel oder sein ,alltagshaus4 -- ,immer bin ich mir klar gewesen1 nicht auf das ,beieinanderbleiben kommt es an1 sondern auf die ,spuren1 die wir in fremder ,seele zurckzulassen vermgen4 ,das nenne ich ,treue1 ist mir ,treue4 ,und doch habe ich manchem etwas frs ,leben zu geben gehabt4 ,ich wei1 da das einzig ,sichere der ,wandel ist2 nie habe ich jemanden halten wollen2 meist war ich es wohl1 die fort war1 innerlich schon ein wenig entfernt1 bevor der andere es entdeckte4 ,doch nicht stets schritt ich nur aus ,menschenliebe weiter1 so selbstlos war ich nicht2 oft lockte mich schon leise1 ganz leise1 eine fremde ,seele4 ,mit ihr mich zu vereinen1 trieb es mein ,herz2 denn immer hat auch mein ,herz seinen ,anteil haben wollen4 ,durch wunderbare ,gefilde bin ich geschritten1 -- frei und doch gefesselt4 ,nein1 ich htte nicht immer nur denselben ,garten durchwandeln knnen4 ,ich liebte es1 ,neuland zu entdecken4 ,dort1 wo viele nur kahles ,feld sahen1 ahnte ich bereits wogendes ,blhen4 ,ohne ,mhe neigten sich mir tausend -- den ,vielen nicht sichtbare -- ,herrlichkeiten entgegen4 -- ,so einfach1 ,roland1 drfen ,sie sich nun aber nicht das ,wiederlsen vorstellen4 ,man mu ,schmerzen lautlos zu tragen vermgen1 mu sinnend nachschauen knnen1 mu die zuckenden ,lippen fest aufeinander zu pressen lernen2 man mu zuletzt ertragen knnen1 wozu anfangs durchaus keine ,tragfhigkeit notwendig dnkte4 ,gerade ,ihnen mchte ich meine ,vereinigung mit den ,vielen -- jenen seltsamen ,zwang1 der mir ,fremde leicht in die ,nchsten wandelt -- ohne ,gefallsucht deuten1 jene ,augenblicke1 in denen ich glaube1 nicht mehr zurckweichen zu knnen1 obgleich nichts ,sichtbares1 nicht das geringste uerlich ,bindende mich hlt4 ,und doch habe ich mich oft1 7oder soll ich sagen zu oft87 gerade in dieser ,form fesseln lassen2 denn ein ,gefesseltsein gehrt zu jener ,hingabe1 die auch von ,glut durchpulst sein mu1 wenn sie vollkommen schn sein soll4 ,aber ich zergliedere nicht1 sobald meine ,seele sich an eine fremde ,seele schmiegt -- das schlsse von ,beginn an jede ,unbefangenheit aus4 ,ich mchte von einem unstillbaren ,hang zur ,verschwendung sprechen1 unheilbar und unhemmbar4 ,mir geht es wie dem ,knstler1 der sich in immer neue ,gebilde verliert1 die seine schaffenstrunkene ,phantasie formt4 ,kommt doch auch fr ihn so berraschend schnell eine ,zeit1 in der er ohne ,extase vor einer ,schpfung steht1 die einmal ,inhalt all seines ,denkens und ,fhlens gewesen ist4 ,ihm selbst unergrndliche ,gewalten reien ihn zu neuen ,schpfungen1 in deren ,bann er sich wehrlos verlieren mu4 -- ,dies alles aber berhrt nicht das ,bestehen von ,vereinigungen festen und dauernden ,geprges4 ,in diesen ,freundschaften nimmt man sich hin1 wie man ist1 geheimnist nichts ineinander hinein1 vergleicht nicht mit ertrumter ,vollkommenheit1 ruht aus in mitfhlender ,innigkeit1 erwartet nicht letztes ,verstehen und geniet doch ein schnes ,beglcktsein in dieser ,freunde ,nhe4 ,im geheimen aber schmen wir uns vor ihnen der ,hoffnungen1 die nie sterben wollen1 des ,durstes nach dem ,unbekannten1 des immer ,bereitbleibens1 weiter in nebelverhangene ,lande zu wandern4 ,erst der ,tod kann uns von diesen ,freunden trennen1 nie das ,leben4 ,nur den ,wunsch nach ,hingerissenheit knnen sie uns in dem gleichfrmigen1 wenn auch gesnderem ,tale1 in dem sie leben1 nicht erfllen4 ,sie belcheln unsere ,himmelstrume1 soweit sie sie zu ahnen vermgen4 ,strme1 die krftiges1 neues ,werden knden1 kennen sie nicht4 ,gelnge es mir doch1 ,ihnen diese scheinbare ,erkaltung1 von der ich vorher schrieb1 diese ,zwiespltigkeit meines ,fhlens1 dieses gefat dem ,wandel ,entgegengehen verstndlich zu machen4 ,mich dnkt1 als wollte selbst die weite ,natur nicht unvernderliches ,beharren4 ,sie bereichert1 auch wenn sie scheinbar verarmt2 ihre ,gesetzmigkeit ist's ja auch1 die uns zuweilen wie ,grausamkeit erscheinen kann2 denn ,wachstum wehrt sich gegen kraftlos ,gewordenes2 es stt ,welkendes ab1 mgen wir es auch in leiser ,wehmut fallen sehen4 ,nur die ,gewiheit ersiegen wir uns schlielich doch3 nichts von allem frheren1 das uns einst kostbar dnkte1 kann jemals wieder ganz verloren gehen4 ,ein ,schimmer bleibt und beglckt und kann aufleuchten wie in den ,augenblicken1 da wir die lange schon ,entfernten1 die ,weitergewanderten1 die von uns ,zurckgelassenen oder die ber uns ,hinfortgestiegenen am strksten zu lieben glaubten4 -- ,roland1 haben ,sie immer noch ,mut zu mir8 ,wren ,sie doch ein weibliches ,wesen1 dann beunruhigte mich nicht der ,gedanke1 ,sie knnten sich tief in mich versenken4 ,gestern irrte sekundenlang ein ,fremdes durch ,ihren ,blick2 dieses ,fremden halber erhalten ,sie heute statt der gewohnten ,zettel einen so langen ,brief1 lieber groer ,junge1 von ,ihrer ,mutter4 ,roland an ,maria4 ,liebe ,frau ,maria1 doch1 ich habe ,mut4 ,wie immer es auch kommen mag6 ,sie lcheln3 ,kommen mag8 ,was sollte zwischen ,ihnen und mir1 der immer nur ,einer zwischen ,vielen war1 kommen8 ,nichts an mir berechtigte je zu besonderen ,hoffnungen1 eher wohl zu besonderen ,sorgen4 ,da waren meine fnf ,brder ganz andere ,kerle1 begabt und draufgngerisch4 ,die erste ,tat in meinem ganzen ,leben ist der ,besuch bei ,ihnen gewesen2 ja1 ,tat mu ich es nennen4 ,unbeirrbar1 ohne ,zgern nahm ich den ,weg1 der an ,ihre ,schwelle fhrte4 ,jeden ,tag bin ich wiedergekommen1 bewut wiedergekommen1 weil ich entschlossen bin1 meine ,seligkeit festzuhalten2 ,seligkeit1 auch wenn sie mich vernichtet4 ,immer kann ich noch bis drei ,uhr der schweigsame ,bankbuchhalter sein1 genau bis drei ,uhr4 ,aber dann8 ,sagen ,sie1 was bin ich dann8 ,oberflchlich1 nur ganz oberflchlich1 mchte ich ,ihnen doch endlich schnell etwas von meinem ,werdegang1 der nie ein richtiger ,werdegang wurde1 sagen4 ,die ,stunde neben ,ihnen ist zu schade1 ,sie von der einzigen ,kunst zu unterrichten1 die ich bisher verstand1 von der3 klein zu bleiben4 -- ,meine ,eltern sind froh gewesen1 als ich mit dem ,reifezeugnis nach ,hause kam4 ,ohne dieses ,zeugnis htte mein ,vater mir unter keiner ,bedingung irgend welche ,lebenstchtigkeit zugetraut4 ,alles1 was nicht zu der ,reife gehrte1 machte einen ,jungen in unserer kleinen ,stadt lcherlich und mute im ,geheimen betrieben werden4 ,so wurde jeder ,gedanke in glatte ,alltagsbahnen gepret4 ,niemand um mich sprach ,silben1 die nicht deutlich1 fest und bestimmt ausdrckten1 was sie ausdrcken sollten4 ,kein ,wort hrte ich1 das zu den ,sternen wollte4 ,ich wurde nicht bleich1 nicht schwermtig1 -- nur alltglich4 ,das ,gefrchtetste bei uns bestand darin1 sich irgendwie hervorzutun4 ,dazu gengte schon ein ,hut1 welcher anders war1 als die ,hte der ,mehrzahl2 berhaupt hatten wir immer nur wie die ,mehrzahl zu sein4 ,ausnahmegesetze erkannte mein ,vater nicht an4 ,nie hat1 so sehe ich es jetzt1 ein frischer ,wind durch unsere kleine ,stadt geweht1 der ihre heilige ,ordnung htte bedrohen knnen4 ,unantastbar blieb der ,glaube an die ,autoritt1 besonders an die ,autoritt der ,gesellschaft4 ,mir fehlte1 -- ,bismarck rgte es treffend an fast all seinen ,zeitgenossen3 ,zivilcourage4 ,in den wenigen ,monaten hier habe ich endlich erkannt1 da in der ,wissenschaft1 in der ,kunst der sehr viel weniger gilt1 der ,besonderes zuerst sagte1 als der1 welcher sich als ,erster mutig ,gehr zu schaffen verstand1 und so wei ich nicht mehr mit ,bestimmtheit1 ob sich unter meiner ,gebundenheit nicht doch etwas regen knnte1 das mich wenigstens1 -- verstehen ,sie dieses wenigstens nicht falsch -- ,ihnen nher bringen knnte4 -- ,zivilcourage rufe ich mir also zu und berichte weiter3 ,verse1 die ich heimlich1 als ich noch zur ,schule ging1 mit ,leidenschaft niederschrieb1 hatten meinen ,ruf nicht einwandfrei gemacht4 ,ich sollte ein ,schwrmer sein1 ein ,trumer1 war vielleicht schon auf denselben ,abwegen wie mein ,grovater1 der -- ,mutter vertraute es mir feierlich und warnend und weinend an -- hinterm ,zaum auf der ,landstrae zugrunde gegangen ist4 ,immer wurde mir der ,grovater als warnendes ,beispiel vorgefhrt1 nie aber erfuhr ich deutlich1 worin seine ,laster eigentlich bestanden haben4 -- ,zwei ,tage hindurch wagte ich einmal einen geschlungenen ,knstlerschlips zu tragen4 ,das ,halloh1 mit dem mich ,gro und ,klein anbrllte1 lie mehr als nur den ,schlips verschwinden2 es duckte mich klaftertief4 -- ,bis zum ,tode meines ,vaters blieb ich in unserer ,kleinstadt1 in der ,mhle1 die langsam das zerrieb1 aus dem ich1 wre man barmherziger damit verfahren1 vielleicht ein wirkliches ,leben htte formen knnen4 -- ,hier die wenigen ,monate duldeten bisher kein ,umschauen4 ,ich habe mich zu ernhren1 habe mich ,aufgaben zu widmen1 die1 wei der ,himmel1 nicht groartige sind4 -- ,vielleicht sahen ,sie1 als ,sie mich vor zwei ,wochen ,ihrer ,beachtung wrdigten1 den ,frheren in mir1 den ,anderen1 nicht nur den simplen ,bankbuchhalter4 -- ,ich soll jung sein1 meinen die ,leute2 auch ,sie sagten es1 ,frau ,maria2 also mte es wahr sein4 ,aber sind ,sie nicht viel jnger8 ,sie haben sich ,ihren ,glauben an alles ,hohe1 ,ihre ,begeisterung fr alles ,schne durch ein gewi nicht leichtes ,leben bewahrt4 ,wie konnten ,sie das8 ,ich dagegen8 ,vielleicht bin ich nie jung gewesen1 nie so jung1 wie ,sie heute1 wenngleich es mir jetzt so leicht erscheint1 mit ,ihnen die ,fahrt ins ,jugendland zu beginnen4 ,nein1 ich begann diese ,fahrt nie2 gleich die erste ,stunde allein neben ,ihnen1 ,frau ,maria1 in ,ihrem ,heim1 erweckte in mir den ,wahn1 ,khnheit habe von jeher auch mich ausgezeichnet4 ,so selbstverstndlich wird durch ,ihre ,nhe alles gesteigert4 ,sie werden zu verstehen versuchen1 wie es gekommen ist1 da ich mich so frh mit einem ungelebten ,leben abfand4 ,vererbung1 ,erziehung1 ,lebensumstnde mgen die ,sklavenhalter gewesen sein1 die gelassen zu ,tode peitschen wollten1 was nicht stark genug in mir war1 sich jubelnd aus der klglichen ,gebundenheit zu befreien4 ,noch kann ich nicht erkennen1 wohin mich die ,befreiung fhren soll1 ob sie erheben oder vernichten will2 jetzt aber1 in diesen leuchtenden ,tagen1 erfllt sie mich mit nie gekannter ,freude4 ,sie wnschen keine ,liebe1 ,frau ,maria2 die meine ist bereits zu gro1 um sie ,ihnen verheimlichen zu knnen4 ,sie sind so oft in ,ihrem ,leben geliebt worden1 ,sie haben so oft selbst geliebt1 da ,sie ein ,gefhl nicht erschrecken wird1 von dessen ,sterblichkeit ,sie1 wie ,sie mir versicherten1 berzeugt sind4 ,ich mu ,ihnen glauben2 denn ich kannte ,liebe nicht4 ,mir aber bleibt dieses ,gefhl fr ,sie das ,wunder1 von dem ich wei1 da es mich zu groen ,taten befhigen mu4 ,welcher ,art diese ,taten sein knnen1 -- in wie hohem ,grade berflssig fr die ,welt1 und wie zwingend ihre ,ausbung fr mich1 -- wir wollen es nicht zu ergrbeln versuchen4 ,lassen ,sie dieses wir gelten2 denn1 ,frau ,maria1 mgen ,sie auch getreu ,ihrer ,auffassung von ,liebe und ,freundschaft und ,neubelebung nicht gerade neben mir zu ungewohnt langem ,harren gezwungen werden3 zu frh drfen ,sie ,ihren ,jnger nicht zum ,alleinweiterwandern verurteilen4 ,nein1 das knnen ,sie nicht1 auch wenn ,sie es wollten4 ,viele ,briefe werde ich ,ihnen noch schreiben drfen1 viele noch von ,ihnen empfangen1 und die ,tr zu ,ihrem ,zimmer wird sich mir lange noch tglich fr eine ,abendstunde ffnen4 -- ,entdeckte ich doch eine schnere ,ausdrucksform fr das zitternde ,empfinden1 das mich1 seitdem ich nur an ,sie zu denken vermag1 durchstrmt6 ,diese eckigen1 armseligen ,worte mifallen mir grndlich4 ,viel tausend ,gre sendet ,ihnen ,ihr trichter ,junge ,roland4 ,maria an ,roland4 ,roland1 langsam1 wie werdender ,frhling1 vollzieht sich oft die ,vereinigung von ,seelen1 aber das ,schicksal jagt auch ,menschen so rasch zueinander1 wie zwei ,bltter1 die der ,sturm von entfernten ,bumen ri1 um sie dann in dieselbe winzige ,erdfurche zu wehen1 auf ein so kleines ,fleckchen ,erde1 als sei nirgends sonst ,raum gerade fr diese beiden4 ,wir sind wohl dem letzten ,tempo untertan4 ,wir6 ,verstehen ,sie nur dieses wir nicht falsch4 ,sehen ,sie es nicht als ewig ,bindendes an2 immer wieder mchte ich es ,ihnen wiederholen4 ,zwar sagten ,sie mir3 ,auch die ,schmerzen1 die mir durch ,sie kommen1 will ich segnen4 ,aber1 groes ,kind1 ,schmerzen sind schwer1 ach1 sehr schwer zu segnen4 ,deshalb erinnere ich wieder und wieder an mein erstes ,warnen und an -- meine ,jahre4 ,trotzdem kann ich nicht das wir streichen1 gehren ja auch ,sie zu jener kleinen ,schar1 fr die das ,dasein anders gefrbt ist1 wie fr jene1 die in die ,welt passen1 wie fr die ,urgesunden1 die unserem feinsten ,fhlen fremd und berlegen lchelnd gegenberstehen4 ,aus der ,vereinzelung will ich ,sie erlsen1 die ,einsamkeit fr ,sie fruchtbar machen4 ,mehr will ich nicht4 ,glauben ,sie mir1 immer wird es ,menschen geben1 die sich wie durch graue ,fluten bewegen4 ,musik erfllt sie1 doch sie empfinden sie wie ,dissonanzen4 ,harmonien erklingen ihnen kaum1 weil sie tastend vor allem zurckweichen1 was so anders1 so ganz anders in ihnen schluchzt und klagt und frohlockt1 als das ,glck der ,vielen4 ,und aus der ,entsagung1 die sich langsam in sie schleicht1 wird ,erstarrung oder ,verbitterung4 ,sie wissen nichts von ,leidensgenossen2 sie kennen nicht sich selbst oder nur sich selbst4 ,all ihr schmerzliches ,fragen verhallt ins ,leere1 bis ein ,wunder geschieht3 ,eine ,seele erschliet sich der ihren4 ,dann aber werden aus allen verirrten ,klngen kstliche ,melodien4 ,die grauen ,flchen um sie verwandeln sich in schimmernde ,fluten4 ,brennende ,blutwellen steigen in ihnen empor1 rten ihre ,wangen1 stiller ,jubel umfngt sie1 ein ,fremdes durchdringt sie1 von dem sie nicht wissen1 ist es ,schmerz oder ,wonne4 ,in ,dmmerferne tauchen fr sie lichte ,trme empor4 -- ,lieber ,junge1 hnlich einem ,windhauch1 der ber stilles ,wasser streicht1 so mchte ich zu ,ihnen gekommen sein1 oder wie ein ,silberschein1 der ber dunklem ,gebirge schimmert4 ,schlieen ,sie die ,augen1 und erkennen ,sie1 wovon wir leben in all dem ,gerusch von ,komdien jeglicher ,art4 ,maria4 ,roland an ,maria4 ,teure ,frau ,maria1 ich kann es nicht mehr ndern1 da mein ganzes ,sein ,ihnen gehrt1 in jeder ,minute1 in jeder ,regung1 in jedem ,empfinden4 ,nur das schwingt in mir weiter1 was mit ,ihnen im ,zusammenhang steht2 ,sie nur kann ich fhlen1 nur die ,wrme1 die ,ihre ,seele ausstrmt und entfacht4 ,sie sind1 whrend ich fern von ,ihnen bin1 mit so vielen ,menschen zusammen1 und mit allen sind ,sie gtig1 und ,ihre ,stimme klingt mit jenen kaum anders als mit mir4 ,ich aber habe nur ,sie1 ,maria4 ,sie wissen ja nicht1 was es in sich schliet1 dieses3 nur ,sie1 was es bedeutet1 nur einen einzigen ,menschen zu haben4 ,ihre ,stimme ist die erste menschliche ,stimme gewesen1 die ich in meinem ,alleinsein je vernommen habe3 ,verschollene ,mglichkeiten aus den ,tagen meiner ,kindheit richten sich auf1 ,mglichkeiten1 die meinem ,gedchtnis vollstndig entschwunden waren4 ,wollte auch ich einst groen ,zielen zuwandern1 und konnte doch so rasch am ,wege zusammenbrechen8 ,heute ist mir jeder ,nerv kraftgesthlt4 ,sie haben diese ,kraft geweckt1 also sind ,sie es1 die mich geschaffen hat4 ,ist es nicht natrlich1 da am ,anfang das ,geschpf nur von seinem ,schpfer wei8 ,frau ,maria1 erkennen ,sie in mir ,ihren ,schler2 denn wie kme mir sonst dieses am ,anfang in den ,sinn1 mir1 dem allein die ,vorstellung an einen ,wandel ,lsterung dnken mte8 ,der erste ,beweis meines ,werdens kann nichts als -- ,auflehnung sein4 ,gengt ,ihnen die ,probe8 ,mgen ,sie es hundertmal verneinen3 es mu eine ,liebe geben1 fr die es kein am ,anfang gibt und kein am ,ende4 ,auf den ,jugendglauben mache ich ,anspruch4 ,ja1 ich behaupte3 ,all ,ihr ,liebesfhlen entbehrte unantastbarer ,echtheit2 denn nur1 wenn ,menschen alles vergessen mssen1 was die ,ewigkeit ihrer ,liebe bedroht1 ist ihre ,liebe echt1 ich meine1 unvernderlich wie ein echter ,edelstein4 ,sie haben nie alles vergessen wollen oder vergessen knnen1 das hat ,ihr ,lieben beraubt4 ,sind ,sie denn nie von der ,leidenschaft zu einem ,menschen besessen worden wie der ,mrtyrer von seiner ,idee1 auch wenn deren ,verwirklichung ihn mit ,sicherheit aufs ,schaffot fhren mute1 sicher und gewi auf den ,scheiterhaufen8 ,ich bettle nicht4 ,meine ,seele ist still1 weil es keine ,grenzen fr die ,strke ihrer ,liebe gibt4 ,ich werde ,sie gewinnen1 ganz mir gewinnen1 ,maria1 liebste aller ,frauen4 ,ihr1 ,ihr ,roland4 ,maria an ,roland4 ,unverbesserlicher1 was wollen ,sie mit mir fr ,zeit und ,ewigkeit anfangen8 ,erinnern ,sie sich an das ,entsetzen ,ihrer frheren ,mitbrger ber ,ihre ,abwege4 ,und auch andere werden ,sie nicht verstehen4 ,vielleicht werden ,sie selbst sich in zehn ,jahren unbegreiflich geworden sein4 ,nein6 ,sie und ich6 ,die ,natur kann ,ihr ,herz fr mich nicht gebieterisch dauernd entflammen4 ,aber -- hren ,sie mein ,bekenntnis3 ,ich mu auf der ,hut sein1 mich von ,ihren ,irrungen nicht locken zu lassen1 obwohl ich zu ahnen beginne1 da die herrschende ,sitte verantwortlicher fr unsere ,unvereinbarkeit zu machen sein knnte als die ,natur1 deren ,walten wohl auch zwischen uns von ,gottes ,gnaden ist4 ,wenn ,liebe die grte ,steigerung der in uns ruhenden ,krfte und ,mglichkeiten schafft1 dann -- erwidere ich ,ihre ,liebe4 ,ich sage ,ihnen dies ganz ruhig1 nur wie die ,feststellung einer ,tatsache4 ,hoffen ,sie nicht1 da ich mich ,ihnen wie eine ,lebensanfngerin in die ,arme strzen werde4 ,nein1 an ,ihnen vorbei will ich mich noch tiefer1 noch restloser meiner ,kunst hingeben4 -- ,aber sprechen wir von etwas anderem1 sprechen wir von ,ihrer ,rge4 ,ja1 im ,fache3 briefliche ,fragen beantworten hat meine ,zensur immer mangelhaft lauten mssen4 ,ich wei es4 ,zwischen uns drfte wohl das tgliche ,sehen als ,milderungsgrund mit in ,betracht zu ziehen sein4 ,eine ,stunde tglich6 ,ist das nicht unerlaubter ,reichtum8 ,in mir wird die ,neigung1 mich in ,briefen zu erschlieen1 besonders durch den noch nicht verflogenen ,hauch der persnlichen ,nhe des mir teuren ,menschen gesteigert4 ,nun sind ,sie also dieser ,teure fr unbestimmte ,zeit4 ,gengt ,ihnen das8 ,sie ,unerfahrener wissen eben nicht1 wie rasch ein neues ,erlebnis ,sie von mir wegtreiben knnte4 ,ihrer ungelebten ,vergangenheit traue ich nicht4 ,sie mssen nun doch erkannt haben3 das ,leben ist voller ,verborgenheiten4 ,ich wre ohne diese ,verborgenheiten verschmachtet4 ,auch ,sie werden zu lauschen beginnen1 ohne zu wissen1 worauf ,sie lauschen4 ,der ,strom1 in den unser ,fhlen und ,denken gleiten kann1 liegt vor uns selbst in ,dunkelheit4 ,mit dieser schnen ,unsicherheit -- oder ist sie doch vielleicht nicht schn8 -- sollte jeder ,mensch rechnen1 der das beseelte ,leben liebt1 nicht nur der ,knstler1 dem jede ,stunde neue ,empfngnis aus unerforschten ,grnden zufluten lassen kann4 ,schon oft habe ich ,sie bedauert1 da ,ihre erste ,liebe gerade mir gilt2 denn unerbittlich mu ich zu ,zeiten meiner knstlerischen ,bestimmung gehorchen4 7,sie ist nur einer der vielen ,grnde1 die ,ihre ,liebe zu einer unglcklichen machen mu47 ,ich kann dann nicht fragen1 tue ich ,ihnen oder anderen ,menschen1 die zu mir gehren1 wehe4 ,alles sonst ,wesentliche scheint ausgelscht1 wenn auch ein helles ,erinnern unbewut durch mein ,werk flieen kann4 ,kann6 -- hren ,sie8 -- kann1 nicht mu4 ,des ,knstlers ,reich ist wahrlich nicht von dieser ,welt4 ,einer unnennbaren ,gewalt hat er sich zu beugen1 den ,ueberraschungen einer elementaren ,kraft sich hinzugeben1 von der er nicht wei1 wohin sie ihn zwingen kann4 ,im ,schaffensdrang betrgt er seine ,nchsten4 ,nein1 er betrgt sie nicht2 denn er wei nichts mehr von ihnen1 sobald er sich ganz in seine ,kunst verliert1 sobald er sich von ihr willig und freudig umschlingen lt4 ,nur whrend der ,pausen1 in denen er diesen ,schaffensrausch fr erstorben und erstickt hlt1 vermag er mit den anderen ,schritt zu halten1 die besser1 viel besser sein knnen als er1 die er lieben und bewundern mag1 und von denen ihn doch sein ,anderssein trennt1 vor denen er oft geradezu auf der ,flucht sein mu1 wenn er sich bewahren will4 ,was bedeutet dagegen krperliche ,hingabe8 ,sie kann die ,verirrung einer ,stunde sein4 ,wir ,knstler1 wir1 die wir eigentlich nur leben1 solange wir malos in unserem ,empfinden schwelgen1 sind die gefhrlichsten ,tuscher4 ,in jedem ,dunkel knnen fr uns ,funken flammen1 die uns zu ,lichtstegen gen ,himmel werden4 ,da diese ,lichtbahnen immer wieder zu ,boden sinken mssen1 verringert ihre ,schnheit nicht4 -- ,knnten doch auch ,sie1 ,roland1 diese ,lichtstege gewahren6 ,seit gestern nenne ich ,sie im stillen nur noch3 ,meine ,ueberraschung6 ,leicht zu deuten1 nicht wahr8 ,in jedem ,ihrer letzten ,briefe1 in jeder unserer ,stunden lsen ,sie mit berraschender ,natrlichkeit1 mit sprunghafter ,schnelle das1 was ,sie neulich ,ihre ,gebundenheit nannten4 ,frei von gewollter ,anempfindung wird ,ihre ,ausdrucksform der meinen seltsam hnlich1 und doch gleiten ,sie berraschend leicht und mhelos in geistige ,selbstndigkeit hinein4 ,ohne heroisches ,kmpfen stehen ,sie pltzlich am anderen ,ufer4 ,ich mu also anfangen1 bei ,ihnen schon jetzt mit unvorherzusehender ,unerschrockenheit zu rechnen4 ,meine ,ueberraschung nenne ich ,sie aber auch deshalb1 vielleicht mit noch viel grerer ,berechtigung1 seitdem ich fhle1 da eine hchst unwahrscheinliche ,vernderung in raschestem ,tempo auch -- mich bedroht4 ,maria4 ,roland an ,maria4 ,maria1 aller ,frauen liebste1 ich verstehe1 was ,sie mir zu erklren versuchten1 verstehe es1 wie wenn ich zu denen gehrte1 die den ,menschen etwas zu geben haben4 ,hat die ,schwungkraft1 mit der ,sie mich behexten1 vielleicht meinen ,kopf verwirrt8 ,ich begriffe es1 wenn diese unerwarteten ,merkwrdigkeiten dem ,bankbuchhalter ,roland total die ,besinnung raubten4 ,nie wieder wird er so ruhige ,tage durchdmmern wie einst4 ,maria1 welch ein ,glck ist meine -- ,verirrung4 ,rasch mu ich ,ihnen aber von einem unerklrlichen ,traumspiel -- oder ,trancezustand8 -- berichten1 den ich erlebte1 nicht etwa erfand3 ,in dieser letzten meiner jetzt fast stets schlaflosen ,nchte vernahm ich pltzlich deutlich eine ,stimme1 die mir ,worte1 viele ,worte zuraunte4 ,nur wie ein ,raunen wars1 vielleicht kam es garnicht aus fremder ,seele -- vielleicht aus der meinen4 ,ich schrieb unter einem seltsam unerklrlichen ,zwange ,worte nieder1 in denen sich heute in hellem ,tageslicht der ,widerhall meines eigenen ,gefhls offenbart4 ,erinnern ,sie sich1 da ich jngst von den eckigen ,worten sprach1 von der unvollkommenen ,form fr ein so gewaltiges ,empfinden1 wie das meinige fr ,sie8 ,wre es mglich1 da ich1 ohne es zu wissen1 im ,besitz jener ,form gewesen bin8 ,ich vermag dieses ,glck nicht durchzudenken2 ich darf diese ,vorstellung nicht nhren1 sie wre ,wahnsinn -- -- ,in ,ihrem ,zimmer1 neben ,ihnen1 mchte ich ,ihnen das kleine ,lied vorlesen1 von dem ich nicht wei1 ob es etwas sein knnte1 von dem nur eines gewi ist3 es entstrmte der ,wonne meines berseligen ,herzens4 ,ihr ,roland4 ,maria an ,roland4 ,mein ,junge1 whrend mein ,blick wieder und wieder auf das ,blatt mit ,deinen groen1 steilen ,buchstaben fllt1 vernehme ich den ,ton ,deiner ,stimme1 die bebend und doch schicksalsergeben hier in meinem ,zimmer noch jetzt zu verknden scheint3 ,wie heier ,ku ist oft das erste ,du -- ,zwei glhende1 von ,sehnsucht schwere ,herzen1 ,die zitternd brennen wie geweihte ,kerzen1 ,sie sinken taumelnd sich einander zu4 ,und war doch nur ein altgewohntes ,wort1 ,das oftmals achtlos flo von ihren ,lippen1 ,und reit sie nun -- hin ber ,fels und ,klippen -- ,ins unermessne ,meer der ,liebe fort -- -- ,mit einem so gewaltigen ,ueberma von ,glck berstrmten mich ,deine ,verse1 da ich garnicht zu mir selbst zurckfinden mchte -- nicht so rasch zurckfinden2 denn1 zurck mu ich ja doch1 zurck4 ,dein ,lied1 das mich erschreckt und erschttert hat und aufgewhlt bis ins tiefste ,innere1 tuscht noch immer den ,atem ,deiner ,nhe vor -- obwohl ,du mich vor einer ,stunde verlassen hast4 -- ,aber sagen8 ,was knnte ich ,dir ber die ,wirkung 7welch eine lcherliche ,bezeichnung7 dieser zwei heien ,verse sagen8 ,roland1 ich1 die ich bisher stets im ,fluge mein ,wollen und ,wnschen1 mein ,empfinden auszudrcken vermochte1 habe eine ,weile auf das leere ,blatt gestarrt und nicht gewut1 was ich ,dir schreiben knnte4 ,auch mich bedrckt die ,armseligkeit meiner ,worte1 genau wie ,dich die ,deine4 -- ,nicht nur ,deine ,verse erweckten in mir den ,wahn1 ich htte noch nie einen ,frhling erlebt wie diesen4 ,dein ,glaube an mich stimmt mich jetzt immer feiertglich4 ,du hast -- verzeihe den etwas pathetischen ,ausdruck -- mein ,weltbild ganz verndert4 ,offenheit ist mir zwischen ,menschen1 die ich mein nenne1 stets so natrlich1 so naturgewollt erschienen wie das ,erblhen einer ,knospe4 ,ich denke aber nicht an das vergrbernde sich alles sagen2 nein1 der ,wesenszug1 den ich meine1 ist zarteren ,ursprungs4 ,das von dem vernderten ,weltbilde mute ich ,dir also berichten4 ,dagegen halte ich es fr gefhrlich 7ich meine niederziehend7 ber jeden alltglichen ,kleinkram und ,kleinkrieg miteinander zu sprechen4 ,dergleichen schweigt man tot1 redet es nicht lebendig4 ,oft ist unser ,gesprch tief in die ,tage ,deiner frhen ,jugend geglitten4 ,deine ,kindheit1 die von ,verkennung und seelischer ,erniedrigung ganz erfllt war1 mute in ,deine ,brust ,aengste und ,entsetzen schleudern1 deren ,spuren unverlschbar sind4 ,meine ,kindheit glich einer langsam aufsteigenden ,morgenrte4 ,wieviel ich dieser ,sonne schulde1 wei ich erst1 seitdem mir so viele1 ganz verschieden geartete ,menschen von ,fangarmen sprachen1 die sich ihr ganzes ,leben hindurch nach ihnen ausstreckten1 oder die sich an sie krallten1 und die doch nichts anderes waren als ,hemmungen und ,verngstigungen aus den ,tagen ihrer frhen ,jugend4 ,die schlimmsten ,morde sind unsichtbar und bleiben straffrei4 -- -- ,mein lieber ,junge1 schon oft erfuhr ich es an mir3 jedes tiefe ,lieben verstrkt unsere ,eigenliebe4 ,oder weit ,du einen besseren ,ausdruck fr diese ,ichsucht8 ,vertausendfacht ist die ,bedeutung der eigenen ,persnlichkeit vor uns selber4 ,was sind wir8 ,sind wir liebenswert8 ,anscheinend lngst verlassene ,kalvarienwege liegen pltzlich wieder grell beleuchtet neben uns1 ,stationen1 die wir fr alle ,zeit verlassen zu haben whnten1 tauchen auf und fordern gebieterisch erneutes ,erinnern4 ,nie bin ich mir so fremd gewesen wie in den letzten ,tagen4 ,wohin entschwand das ,erschrecken ber ein ,gefhl1 das so vieles fortschwemmen konnte von dem1 was ich bisher khn meine ,ueberzeugung nannte8 ,bist ,du je auf taufrischem ,waldpfad dahingewandert1 ganz hingenommen von morgendlicher ,stille -- und dann pltzlich kam eine schroffe ,wegbiegung1 tosender ,sturm brach an und schleuderte ,dir ,hagelschlossen in die ,augen8 ,wir wissen oft nicht1 welches ,schauspiel pltzlich eine unbekannte ,gegend vor uns aufrollen knnte4 ,wie sollten wir auch auf der weiten ,erde so genau ,bescheid wissen8 ,und dennoch mgen wir in ihr besser auf ,naturerscheinungen vorbereitet sein1 als in der engbegrenzten ,welt unseres eigenen ,herzens4 ,wir wissen nicht1 welche ,summe an vorher ungeahntem ,empfinden noch in uns schlummert1 welcher ,steigerung unsere ,seele fhig ist1 welchem ,brausen unser ,blut unterworfen sein knnte1 wieviel unerlste ,seligkeiten unsere ,brust birgt4 ,roland1 wie selbstherrlich bin ich doch gewesen6 ,ich lchle ber mich -- -- ,so oft ich ,deinen tglichen ,brief nun in ,hnden halte1 verflchtigt sich alles irdisch ,lastende4 ,fr ,augenblicke ist mein ,zimmer in rosiges ,licht getaucht1 oft nur sekundenlang4 ,und doch verdanke ich diesen paar rascheren ,herzenssten eine nicht zu erschtternde ,siegesstimmung fr beschattete sptere ,tagesstunden4 ,konnte ich ,dir trotzdem gestern erklren1 da dieses hufige ,schreiben nicht ntig sei8 ,ich widerrufe1 -- ach1 wie viel von meiner trgerischen ,abgeklrtheit habe ich zu widerrufen6 ,hoffentlich berzeugte ich ,dich nicht gestern4 ,das wre traurig4 -- ,in der singenden ,stunde dieses ,abends1 im ,lindenduft1 der durch die weitgeffneten ,fenster flutet1 im ,weiterbeben ,deines ,liedes in mir1 empfinde ich die ,mglichkeit ,deines ,schweigens wie ein ,unglck4 ,drei ,tage keinen ,brief von ,dir zu wollen1 hiee dreimal ein beseligendes ,heute selbst ermorden4 ,wie konnte ich glauben1 ich bedrfe nicht tglich von neuem der ,versicherung1 da ich ,dir herrliche ,welten geschaffen habe1 da es nicht mehr derselbe ,himmelsraum ist1 der ber ,dir glnzt1 nicht mehr dieselbe ,nacht1 die ,dich in ihre ,finsternis hllt8 ,als ob man ,liebe berhaupt begriffe6 ,schreiben wir uns denn1 weil wir uns schreiben wollen8 ,schrieben wir uns denn bisher nicht1 weil wir einander schreiben muten8 ,sind diese ,bangnisse und ,erhebungen -- ,briefe8 ,glauben wir doch uns dieses ,ueberflssige gerade dann offenbaren zu mssen1 nachdem wir eben einander ins ,auge geschaut2 und dnkte uns dieser ,nachhall nicht gerade dann notwendig8 ,der ,tag1 an dem ich aufgehrt haben werde1 auf ,deinen ,brief zu warten1 erscheint mir heute tdlich4 ,wre ich in ,deinem ,alter1 so glaubte ich1 da dieser ,tag nie kommen kann4 ,aber1 ,roland1 lieber ,junge1 ich bin so weit entfernt von ,deinem ,alter4 ,ich wei um die raschen ,todesfahrten der ,liebe1 wei1 da sie kniglich aufbaut und kalt niederzureien vermag1 da sie ,helden und ,mrtyrer schafft1 da sie durch ,palmenhaine geleitet und in ,eisesgrfte stt1 wei1 da ,liebe eigentlich stets in ,lebensgefahr ist4 ,ja1 all dieses wei ich und kann doch der ,versuchung nicht widerstehen1 die kaum vernehmbar mir unermdlich in den letzten ,tagen zuhaucht1 da sie wieder ein ,recht habe1 sich geltend zu machen1 dasselbe ,recht mich zu berglhen wie die ,sonne4 ,oder sollten konventionelle ,bedenken die ,sonne verdunkeln knnen8 ,ich habe kein ,talent zur ,zaghaftigkeit1 gar kein ,talent zum ,verarmen4 ,vielleicht stellte mich eine weise ,fgung wieder einmal in einen ,lebens-,brennpunkt4 ,man mu sich ja nicht ber jede kurze ,wonne im klaren sein4 ,ich bange nicht mehr6 ,mir ist dieses ahnungsschwere ,zittern ,wirklichkeit genug2 nach keiner anderen ,wirklichkeit wird meine ,liebe zu ,dir je verlangen4 ,maria1 vielleicht doch ,deine ,maria8 ,roland an ,maria4 ,maria1 wie hat ,dein ,brief mich beseelt4 ,ich lebe nur ganz in der ,gegenwart2 in dieser ,fhigkeit entdeckte ich das ,geheimnis der ,lebenskunst4 ,ich glaube1 ,cromwell war's1 welcher ausrief3 ,der kommt am weitesten1 der nicht wei1 wohin er geht4 ,die ,vergangenheit ist in mir untergegangen1 mein einstiges einfrmiges ,leben scheine ich nie gelebt zu haben4 ,was kmmert es mich1 wohin eine ,welle mich schleudern will8 ,ich wei nur von dem einen1 ,dich tglich sehen1 ,deine ,stimme tglich vernehmen zu mssen1 ein wenig ,deine ,hand tglich streicheln zu drfen4 ,frei und sicher bewege ich mich1 wie nie vordem4 ,tiefe ,hingabe an ein neues ,lebensgefhl wandelt mir alles zu ,ueberraschungen1 deren wundersamste die ist1 selbstschpferisch die ,welt zu empfinden4 ,auch dieses3 selbstschpferisch ist eine ,huldigung fr ,dich1 ,maria2 vielleicht1 ,deiner ,auffassung entsprechend1 die wertvollste4 ,deine ,lebenskraft konnte bertragbar sein wie ,fieber1 das ,funken und ,flammen sehen lt1 auch dort1 wo nchternere ,menschen nur graue ,asche gewahren4 ,solltest ,du dennoch ,recht haben1 da dieses ,fieber vergehen knnte1 ohne da der ,wille ,gewalt darber hat8 ,glaube1 mein ,wille htte ber eines mit ,gewiheit ,gewalt3 ,ueber den ,tod4 ,ich liee mir nicht die ,welt entheiligen4 -- ,willst ,du anderes hren1 denn nur von meinem ,empfinden fr ,dich8 ,knntest ,du dieses ,gesprchs je mde werden8 ,maria1 la das ,meer brausen1 aufschumen1 toben1 von dem ,du erfahren zu haben glaubst1 auch seine hchsten ,wellen konnten verebben4 ,wie vertrugst ,du in stndiger ,wiederkehr solch ,verarmen8 ,mu man denn nicht daran zu ,grunde gehen8 ,du bemhtest ,dich gestern1 mir wieder klar zu machen1 da ,du mich trotz allem nicht an ,dich zu fesseln wnschst4 ,dieses ,gefesseltsein ist nicht mehr in ,deine ,macht gegeben4 ,ob ,du es willst oder nicht3 ich bin bei ,dir4 -- ,zum ,lied wird der ,strom1 der von ,dir zu mir dringt4 ,verse tnten auch heute ,nacht in mir1 aber ich wei nicht1 ob es der ,mhe lohnt1 sie ,dir zu senden4 ,roland -- nur noch ,dein ,roland4 ,maria an ,roland4 ,mein ,junge1 hatte ich nicht doch einen vorahnenden ,geist1 der mich fhlen lie1 ,du wrdest -- allmhlich1 pltzlich1 gleichgiltig wann und wodurch -- die ,welt mit den ,augen des ,schaffenden betrachten8 ,ich dachte damals nur an die ,kraft des ,dichtens1 die sich darin uert1 sich die ,welt nicht verstmmeln1 vergllen1 verbittern zu lassen4 ,ich dachte an innere ,unverletzbarkeit1 an ,sonnenblicke1 die nie erlschen knnen4 ,du schliefst1 bist erwacht1 bist entfesselt2 ,dein ,leben beginnt4 ,was konntest ,du von der ,welt verlangen1 solange ,du selbst nicht bereit warst1 ,dich ihr zu geben8 ,nun bist ,du bereit1 das verndert alles4 ,aber1 da ,deine dichtende ,seele sich immer wieder nur mir zuwendet1 ist eine ,gefahr fr uns beide1 und doch ist meine ,kraft nicht mehr so stark1 wie am ,beginn1 um ,dich dieser ,gefahr entreien zu knnen4 ,an ,unwandelbares dachte ich ja niemals1 ,du weit es2 vielleicht aber begeht ,klte grere ,snden als ,leidenschaft4 ,ich fange an1 die ,hoffnung aufzugeben1 wir ,menschen knnten dieses unbersehbar tiefe ,gefhlsfeld je auch nur annhernd richtig ergrnden4 -- ,gestern sollte ich ,dir erklren1 wie es mglich gewesen1 da keine ,lebensverwundung mir mein ,lcheln nehmen konnte4 ,natur -- die eigene -- und ,geschick waren meine ,helfer4 ,mir ging es genau wie jener ,greisin1 von der ich ,dir jetzt erzhlen will4 ,sie sa trumend auf einem ,stein an blhendem ,feldwege1 als ein ,sonnenstrahl sie fragte3 ,wann habe ich ,dich doch zum ersten ,male beobachtet8 ,ja1 ja1 ich erinnere mich1 damals1 als ,dir kein ,baum zu hoch war1 hinaufzuklettern2 ,du warst eben in die ,schule geschickt und konntest das ,stillsitzen nicht leicht lernen4 -- ,ja1 damals1 lchelte die ,alte -- ,und weit ,du1 wann ich ,dich wiedergesehen habe8 ,dir flogen lange ,locken um den ,nacken und ,arm in ,arm wandeltest ,du mit ihm durch blumige ,wiesen -- ,ja1 damals1 wiederholte die ,alte -- ,und spter sah ich ,dich1 als ,du beseligt ein ,kindchen durch ,deinen ,garten trugst -- als ,du whntest1 ,mutterglck mache unverwundbar -- ,ja1 damals4 ,und wieder strahlte ich ,dich an1 als ,du ,dich um eine ,schar armer1 verwahrloster ,menschen bemhtest -- ,ja1 damals1 lchelte gtig die ,greisin -- ,und einige ,jahre spter sah ich ,dich1 da gingst ,du schon nicht mehr ganz so aufrecht1 und deutlich zeigten sich graue ,haare -- ,ja1 damals1 lchelte die ,alte -- ,und dann begegnete ich ,dir mehrmals auf ,friedhfen -- ,ja1 damals1 wiederholte versonnen die ,alte -- ,und nun scheine ich schon lange ber ,deinen schneeigen ,scheitel1 und lngst hast ,du das ,tanzen verlernt1 und viel hast ,du zurckgeben mssen von dem1 was ,dein war an ,glauben und ,glck1 und fast immer finde ich ,dich allein1 aber noch hast ,du ,licht in den ,augen4 ,sage mir1 ,alte1 worber kannst ,du noch lcheln8 ,andere1 wenn sie in ,deine ,jahre gekommen sind1 klagen und seufzen4 ,du jedoch1 deren ,antwort immer nur ein damals1 ja damals war1 ,du lchelst --8 ,das wundert ,dich1 ,strahl1 der ,du das ,licht zu sein glaubst8 ,fhlst ,du denn nicht1 da jedes damals von einem ,besitz -- einer ,wonne -- einer ,seligkeit -- einem ,vertrauen -- einem ,glauben -- einer ,strke zeugt8 ,und ich sollte nicht lcheln1 so oft ich mich sinnend wieder in all diesen ,reichtum verliere8 ,aber nicht nur ,erinnerung ist's1 aus der mein ,lcheln geboren wird3 ,solange auch nur ein ,wesen zu mir gehrt1 um das ich mich sorgen darf1 solange ich zu erkennen vermag1 da ,kmpfer leben1 die sich bemhen1 die ,welt gesnder und die ,menschen grer zu machen1 solange kann mein ,lcheln nicht sterben -- -- -- ,roland1 lieber ,junge1 ist diese ,alte nicht meine ,blutsverwandte8 ,kmpfe auch ,du mit all ,deines ,herzens ,glut und ,kraft immer von neuem fr die ,menschheit1 ganz besonders dann1 wenn ,du ,dich von eigener ,mhseligkeit und ,belastung befreien willst4 ,die ,verteilung der ,gter ist gar nicht so ungerecht1 als sie vielen bei nur oberflchlicher ,betrachtung erscheint2 denn -- nur ein ,beispiel3 ,wessen wre die ,schuld gewesen1 -- oder wie immer ich die ,unterlassung nennen sollte -- wenn ,du ,dich weiter mit schwacher1 wesenloser ,sehnsucht beschieden httest8 -- ,komm so frh ,du kannst2 ich warte4 ,maria4 ,roland an ,maria4 ,einzige1 ich wei nicht1 ob ,du auch das verstehen wirst3 ,mit der ,leidenschaft fr ,dich ist der ,glaube zusammengeschmiedet1 irgend etwas vollbringen zu mssen4 ,stelle ich mir vor1 wieviel ,jahre ich ohne ,dich sein konnte -- ich sage nicht leben konnte -- so fasse ich es allenfalls4 ,man kann ja auch in der ,drre ein ,dasein fristen2 toben aber mchte ich darber1 da es mir an ,denkmut gebrach1 mir ein einziges ,tor aufzustoen4 ,fr jeden ist doch sein ,tor da1 nur aufzureien mu er es verstehen4 ,dieser ,lahmheit schme ich mich vor mir selbst am meisten4 ,welch ein ,schwchling war ich6 ,kaum etwas wie ,trume hatte ich noch zu begraben6 ,hin und wieder1 ganz selten1 whrend ich mechanisch einige ,augenblicke auf die vielen ,zahlenreihen vor mir starrte1 streifte mich flchtig die ,vorstellung3 gleichgiltig -- gleichgiltig -- einmal wird es kommen4 ,aber nichts tat ich1 dieses einmal in meinem ,bewutsein wenigstens zu klren4 -- ,vergi nicht1 ,maria1 auch wenn ich von mir spreche1 spreche ich eigentlich von ,dir4 ,in meiner ,brust mu es doch gewesen sein1 weshalb konnte ich es nicht allein aus den ,schalen schlagen1 in die es sich verkapselt hatte8 ,wie konnte ich mich so gelassen in die trostlosen ,willkrlichkeiten des ,alltags finden8 ,kunst6 ,kunst6 ,mit welchem ,recht weise ich die ,vorstellung nicht mehr wie ,einfltigkeit oder ,wahnsinn von mir1 da sie mich an sich bannen will1 da ich auf meine ,weise eine ,sekunde lang in die ,zeit einzugreifen habe8 ,fragen1 nichts als ,fragen1 als berflssige ,fragen1 deren ,qualen von ,seligkeiten doch nicht zu unterscheiden sind4 -- ,dies alles schreibe ich ,dir in seelischer ,scham4 ,mit dem gleichen1 nein1 hundertfach verstrkten ,empfinden bitte ich ,dich1 beigefgtes ,gedicht als ,dein ,eigentum zu betrachten4 ,es ist wieder ganz im ,gefhl des ,triebhaften entstanden2 ich selbst kann nicht beurteilen1 ob es mir gelang1 die ,macht und die ,echtheit der ,empfindungen1 aus denen es geboren1 so zum ,ausdruck zu bringen1 da es zitternd in ,dir nachklingt4 ,keinen anderen ,ruhm knnte ich je erstreben als den1 einen ,widerschein in ,deinen ,blicken aufleuchten zu sehen -- keinen sonst -- -- ,gestern1 nachdem ich ,dich verlassen1 las ich wieder einmal ,deine ,briefe1 um den ,strom von ,gte1 menschlichem ,verstehen1 ,reinheit und -- tiefster ,zrtlichkeit zu fhlen1 der von ,dir ausgeht4 ,von der ,macht dieser ,zrtlichkeit scheinst ,du selbst nichts zu wissen1 von dieser stillen ,innigkeit1 die soviel bindender ist als ,du es weit und -- als es ,dir erwnscht ist4 ,geliebteste1 ,du bist krank1 nur wenig krank1 aber ich darf ,dich nicht sehen4 ,schreiben konntest ,du heute auch nicht4 ,meines tglichen ,brotes bin ich beraubt4 ,nur solange meine bisher ungesungenen ,lieder sich wie frohe ,sieger ins ,leben drngen1 ertrage ich die ,oede der ,tage4 ,mit dem1 was in meinen besten ,augenblicken sich in mir erhebt1 kann ich nicht zu ,dir strmen4 ,aber immer sehe ich ,dich dennoch1 ich suche ,deine ,hand1 meine ,lippen neigen sich auf ,deine schlanken ,finger4 ,glaube mir1 ,maria1 nie ist eine ,frau schwrmerischer und doch auch mit tieferer ,ehrfurcht geliebt worden als ,du4 ,vergi nun endlich1 da wir mit der herrschenden ,gesellschaftsordnung in ,konflikt geraten sind4 ,was liegt daran8 ,frchtest ,du pltzlich ,dein ,sondergeprge8 ,unmglich3 eine ,natur wie ,du1 mu1 solange sie lebt1 in gewissem ,grade unabgeschlossen bleiben4 ,dein ,erschrecken pat nicht zu ,dir4 ,lasse ,dich berzeugen4 ,noch in zehn ,jahren1 nein1 in zwanzig ,jahren wirst ,du nicht vor ,umwlzungen in ,deinem ,innern sicher sein4 ,was wutest ,du denn mit ,bestimmtheit8 ,etwa1 da ich ,dir eine neue ,brcke fr die ,zukunft werden knnte1 ich1 der ,unbelebtesten einer8 ,du se ,warnerin wutest ja auch nicht aus eigener ,erfahrung1 da ,liebe das ,rtselvollste ist und mit der ,bedeutung oder dem ,wert dessen1 was der andere ist1 nicht im ,zusammenhange stehen mu4 -- ,die beiden ,tage ohne ,dich haben mich zum ,grbler gemacht4 ,solange ich denken kann1 hat niemand dem1 was ich fhlte1 edle ,teilnahme zugewandt2 -- vielleicht ,alltags-,teilnahme1 aber was bedeutet sie8 ,oft mehr ,hemmung als ,befruchtung4 ,tausendmal werde ich es ,dir wiederholen mssen3 ,da fing mein ,leben an1 als ich ,dich liebte4 ,du allein1 nur ,du1 ,maria1 konntest mich aus der ,zufallsgemeinschaft mit den ,vielen erlsen4 ,anfangs war es nur ,deine mtterliche ,heiligkeit1 die mich zu ,dir trieb4 ,noch kann ich ,dir die ,sekunde genau bestimmen1 welche die erste leise ,verschiebung hervorgerufen hat4 ,ich stand vor ,dir1 wie so oft bereits2 ,du sprachst anspornend1 anfeuernd mit mir4 ,nichts hatte sich verndert4 ,da -- pltzlich war's1 als she ich berall1 wohin ich blickte1 blhende1 glhende ,rosen4 ,eine seltsam verwirrende ,beklemmung zitterte minutenlang in meiner ,seele4 ,an diesem ,tage kam ich zum ersten ,male nicht mehr von meiner ,mutter -- nicht mehr nur von meiner ,mutter4 ,stundenlang wanderte ich nachher am ,kanal entlang4 ,so schn1 nein1 so schn war die ,erde nie3 alle ,leute schienen ,menschen geworden1 die ihre strenden ,eigenschaften abgelegt hatten4 ,fr immer glaubte ich von allem ,gewohnten und ,gewhnlichen befreit zu sein4 -- ,ich konnte mich nicht entschlieen1 das hohe ,mietshaus zu betreten1 in dem ich wohne2 zu weit bin ich allem entrckt gewesen1 was zwischen ,mauern sein ,dasein fristen kann2 ringsumher in der ,luft schimmerte ein ,schein1 der den ,tag kndete1 obwohl ich wute1 da noch viele ,stunden bis zum ,sonnenaufgang verrinnen muten4 -- ,werde ich morgen1 endlich1 endlich wieder das ,rauschen ,deines ,gewandes vernehmen8 ,werde ich ,deinen ,blick fhlen1 der tief und zrtlich in den meinen sinkt8 ,werde ich1 ehe ich noch bei ,dir sein darf1 meine ,lippen auf die ,bltter eines ,briefes pressen knnen8 ,maria1 ,sancta ,maria1 ich liebe ,dich grenzenlos4 ,dein1 immer1 immer ,dein ,roland4 ,nachschrift3 ,das ,gedicht1 welches ich mit ins ,kuvert lege1 bewerte nicht kritisch1 nur ,dein ,herz soll von seiner ,echtheit ergriffen werden4 ,mein ,weg zu ,dir -- wie den ich deuten soll8 ,von bunten ,blten ist er bervoll1 ,die leuchten1 wo mein ,fu auch immer schreitet1 ,und goldner ,glanz ist ber sie gebreitet4 ,kein nchternes und graues ,husermeer ,seh ich auf meinem ,wege um mich her3 ,umspielt ist alles rings von lichtem ,schimmer -- ,die ,menschen1 die ich treffe1 lcheln immer -- ,und lchelnd schau ich ihnen ins ,gesicht3 ,so scheinen sie verklrt vom gleichen ,licht1 ,das wohl aus meiner trunknen ,seele strahlt ,und alles1 alles glhend bermalt4 ,die letzte ,strae ist von ,deinem ,bild ,so ganz durchleuchtet und so ganz erfllt1 ,da ,traum und ,wirklichkeit sich in mir eint3 ,ist es denn ,wahrheit1 was wie ,traum mir scheint8 ,da ,deine ,sehnsucht mir entgegenbebt1 ,da ,deine ,seele fr die meine lebt1 ,verschwenderisch von ihrem ,reichtum schenkt1 ,und -- ganz von ,zrtlichkeit fr mich durchtrnkt -- ,mit ihrer sanften ,gte mich umhaucht8 ,mein ,weg zu ,dir ist ganz in ,licht getaucht4 ,maria an ,roland4 ,geliebter1 ich liebe ,deine ,verse1 liebe ,deine zarte ,zrtlichkeit1 liebe ,dich1 ,dich1 heute nur ,dich4 ,ich kann ,dir die ,stunde nicht nennen1 in der ich aufhrte1 ,dir nichts sein zu wollen als eine mtterliche ,freundin4 ,war es vielleicht in jener ,dmmerstunde1 in der wir durch die blhende ,einsamkeit meiner ,wiesen gingen -- die ,sonne wollte gerade untergehen -- wir hatten zu sprechen aufgehrt -- mein ,herz fhlte sich unruhig -- bewegt -- hungrig8 ,oder waren es ,deine ,gedichte1 bei deren ,anhren es mir schien1 als wehten blhende ,bume mir zu ,hupten1 deren stillgewordene ,kronen sich leise im ,winde von neuem zu regen begannen8 ,doch von ,deinen ,versen will ich ,dir schreiben4 ,schon jetzt beginnen sie1 ,dir alles zu verwandeln2 ,hingerissenheit konnte ,dich berfluten1 der ,du nicht zu wehren vermochtest4 ,aber das sollst ,du ja auch garnicht4 ,indem ,du den ,gott in ,dich einstrmen lt1 bist ,du ein ,knstler2 ein schlechter vielleicht fr die ,welt1 fr ,dich selbst ein begnadeter4 ,ich kann nicht wissen1 ob ein herrisch forderndes ,talent sich pltzlich in ,dir erhob1 kann nicht wissen1 wie hoch und wie weit es ,dich tragen wird1 nur das wei ich3 ,der ,kampf beginnt1 dieser ,kampf1 den ich selbst in so vielen ,phasen kenne3 ,aus glhendem ,schaffensrausch1 aus ,siegesfreude wirst ,du in marternde ,bangnis sinken4 ,entsetzen vor eigener knstlerischer ,unfhigkeit wird ,dich foltern4 ,neues ,hoffen wird ,dich emporreien4 ,traue der ,helle in ,dir mehr als allen inneren ,umdsterungen4 ,und wolle1 wenn es ,dein ,los sein soll1 unterzugehen1 -- tausendmal lieber im ,kampfe um die ,kunst fallen1 denn im ,kampfe mit dem drren ,leben4 ,den immer ,korrekten1 immer ,nchternen sind wir nur seltsam -- uns erscheinen sie armselig2 wir schauen ,verborgenes1 von dem sie nichts sehen oder nichts sehen wollen4 ,wir strzen uns freiwillig in ,gefahren -- sie sind bedacht1 sich allem ihre ,ruhe ,gefhrdendem fern zu halten4 -- -- ,eine seltsame ,beklemmung will mich in dieser ,stunde nicht verlassen4 ,eisern mu der eigene ,glaube an das ,knnen sein1 damit wir nicht vor der ,zeit strzen4 ,und ,du sollst nicht strzen1 hoch hinauf sollst ,du steigen4 ,bald -- wir knnen die ,spanne ,zeit nicht abschtzen -- werde ich ,dir nur ein lichter ,schattenri sein1 der sich vom anders getnten ,firmament abhebt4 ,heute noch glaubst ,du1 ein ,aufleuchten in meinen ,augen1 ein bebendes ,mitdichten allein nur meines ,herzens genge ,dir4 ,wohl knnte das einer ,liebe hchste ,staffel sein1 -- doch wiege ,dich nicht in diesen ,wahn ein4 ,nur zu bald wirst ,du den grausamen ,mut haben1 mir zu erklren1 da ,du weiter mssest1 -- -- bevor ,du es ahnst1 werde ich ,dich verloren haben4 ,verloren8 ,verzeihe das ,wort4 ,dachte ich nicht noch vor kurzem anders ber ein solches ,weiterklimmen8 ,war es nicht immer die stille ,voraussetzung1 mit der ich ,menschen an mich zog8 ,war das3 ,weiter -- war der ,wandel nicht der ,reiz fr mich in jeder ,vereinigung1 war er nicht ihr ,ziel8 ,oder knnte es doch wahr gewesen sein1 da ich selbst manch eine ,blte zerri1 die ich liebevoll ins ,leben gepflegt hatte8 ,bleiben oder ,gehen8 ,welches mag ber das verhltnismig glcklichere ,los entscheiden8 ,wie immer1 all meine geistigen ,errungenschaften entgleiten mir einem ,gewande hnlich1 das nur leicht auf meinen ,schultern ruhte4 ,momentane ,wahrheiten6 ,welch eine richtige1 aber -- gefhrliche ,auffassung4 ,es ist wohl auch krperliche ,schwche heute1 die mich ,trauer vorausfhlen lt1 feige ,trauer2 denn nie war ich von dem ,naturgesetz berzeugter als jetzt1 das den ,knstler der ,oeffentlichkeit zutreibt wie die ,welle dem ,strande4 ,noch aber bist ,du mein4 ,mein allein6 ,wie konnte ich das ,wort unzhlige ,male aussprechen1 unzhlige ,male schreiben1 ohne seine ,flle1 seine ,gewalt1 seine ,schnheit tief in mich eingesogen zu haben6 ,mein1 mein1 heute mein1 trotz alles ,vergnglichen in uns und um uns4 -- ,in den ,tagen1 die mich ,dir fernhielten1 waren meine ,gedanken fessellos wie schwebende ,adler1 meine ,empfindungen berauscht1 als schritte ich auf blhenden ,hyazinthenfeldern dahin4 ,dank ,dir1 mein ,gott1 der ,du ,wunder tust1 tnte es in mir4 ,wochen1 ,monde1 ,jahre war ich unjung in meiner vermeintlichen ,gefestigtheit4 ,kommt3 ,poesie1 ,natur1 ,jugend1 ,liebe1 macht mein ,leben wieder heil mit euren ,zauberhnden1 tanzt euren unsterblichen ,reigen in mir1 fhrt mich wieder ein in den ,olymp4 ,du ,gott der ,freude und der ,schmerzen1 mache mit mir1 was ,du willst4 ,die ,trauer ist gut1 und der ,jubel ist auch gut6 ,du lt mich durch den ,jubel gehen4 ,ich empfange ihn von ,dir mit dankbar demtigem ,herzen4 -- ,einmal1 irgendwo las ich diesen ,hymnus1 jetzt entsteigt er neu1 wie aus mir geboren1 in jeder ,minute meinem ,herzen4 ,ich erwarte ,dich6 ,maria4 ,roland an ,maria4 ,maria1 ,maria1 endlich kam unsere ,stunde1 endlich konnte ich zu ,dir eilen1 durfte ,dich umfangen1 durfte ,deinen zitternden ,ku fhlen4 ,immer wieder zweifle ich an der ,wahrheit aller ,seligkeit1 die ich erlebe4 ,und immer wieder verwandeln sich ,glhen und ,sehnen zu neuen ,gebilden1 die1 herausgerissen aus meiner ,brust1 oder aus meinem ,gehirn sich formen4 ,und immer wieder bist ,du es1 die mich entflammt1 ,du1 nur ,du4 ,allmhlich erkenne ich die ,weisheit des ,schicksals1 das mir lange vieles von dem versagte1 dessen ich bedurfte4 ,meine geschonte1 seit ,jahren kaum angetastete ,empfindungsfhigkeit schreit nun jubelnd nach ihrem ,recht4 ,du hast mich in den ,festsaal des ,lebens geleitet4 ,mit lachenden ,augen will ich ,dir ,liebeslieder zujauchzen2 jedes ,lied scheint mir das erste ,liebeslied1 das je erklang1 und ist doch alt wie die ,menschheit4 ,sollte ich mich meiner einstigen ,fgsamkeit halber jetzt verachten1 mich bemitleiden8 ,fr beide ,gefhle mangelt es mir an ,zeit1 denn ich mu weiter4 ,mu1 mu1 weil ich ohne die ,glut meines heien ,herzens verstummen knnte4 ,sie allein lt mich keinen ,schlaf in all den langen ,nchten finden1 die mich von ,dir trennen4 ,in der heutigen blieb ich auf2 ich schrieb ,stunde fr ,stunde an -- einem ,stck4 ,lache nicht1 ,du1 die ,du mich auf einen anderen ,planeten verschlagen2 geliebte ,heilige1 lache nicht4 ,stille umfing mich1 indes ein ,plan sich in mir entfaltete4 ,an technische ,schwierigkeit dachte ich so wenig wie ein ,nichtschwimmer1 der dennoch ruhig ins ,meer hineinschreitet4 ,wirst ,du1 aller ,frauen geliebteste1 einen verhhnten ,freund nicht verlassen8 ,httest ,du vorher gewut1 welche ,geister ,du in dem schweigsamen ,menschen wachzurufen vermochtest1 der fremd und hilflos wie ein ,kind auf jenem ,feste einige ,minuten zufllig an ,deine ,seite geschoben wurde1 httest ,du auch dann1 weil ,du ihn frdern zu mssen glaubtest1 vor ihm ,halt gemacht8 ,schweige1 ,geliebte1 schweige2 die vibrierende ,glckseligkeit ,deines ,herzens ist ,antwort genug4 ,gib alle ,rechtfertigung auf4 ,komm4 ,steige hinan bis auf die ,stufe1 auf der es weder ,schmerz noch ,snde gibt4 ,nur die ,stufe hat fr uns noch ,bedeutung4 ,alt1 zu alt1 ,du zu alt8 ,denkst ,du dabei an die ,vorstellungen der ,masse1 an ihre hohle ,wesenheit1 die sich aus ,gedankenarmut und versteiften ,vorurteilen zusammensetzt8 ,alle ,wunder der ,welt haben sich uns erschlossen1 ,maria1 ,du selbst der ,wunder schnstes4 ,dein ,roland4 ,maria an ,roland4 ,roland1 ,du -- ,du 7ich glaube1 es gibt keinen innigeren ,ruf fr uns7 -- und war doch nur ein altgewohntes ,wort1 das oftmals achtlos flo von ihren ,lippen -- ,lange habe ich nicht mehr getrumt1 heute aber sah mein ,auge nach den ,wolken2 ich sah1 wie die hellen ,schichten ineinanderflossen1 sich verschoben1 wie sie sich in die dunklen verloren1 wie sie sich wieder von ihnen lsten4 ,aber nichts mehr von lsen heute1 wir haben unsere ,stunde heute schon zu viel beschattet4 ,nur dieses noch3 ,du denkst doch nicht etwa1 ich trge die ,vorstellung von ,entsagung in mir8 ,das wre ein vlliges ,verkennen4 ,meine ,handlungen werden letzten ,endes von den ,forderungen bestimmt1 die in meiner ,natur liegen4 ,also1 sie sind eher das ,gegenteil von ,entsagung4 ,im ,augenblick sind diese ,forderungen vielleicht so verborgen1 wie die ,wurzeln eines ,rosenbusches4 ,ich mute ,dir1 geliebter ,junge1 wohl oft schwierige ,gedankensprnge zu8 ,es ist aber so herrlich1 zu wissen3 da lebt ein ,mensch1 der kann niemals denken3 komisch -- seltsam -- nrrisch -- ein ,mensch1 der ,andacht auch vor deinen ,unbegreiflichkeiten hat4 ,wir armen ,knstler sind ja eigentlich stets gezwungen1 unsere teuersten ,besitztmer zu verleugnen4 ,wir sollen bequem im ,umgange sein1 wie andere vernnftige ,leute4 ,kunst aber quillt aus ,unvernunft1 nicht aus ,vernunft4 ,ein bedeutender ,knstler darf aus ,rcksicht fr seine ,kunst -- ich denke an ihre ,vervollkommung1 an ihre grtmgliche ,steigerung -- ,gesetze nicht nur bertreten1 er kann sogar dazu verpflichtet sein4 ,ueber die ,berechtigung seines ,handelns entscheiden dann viel spter seine der ,welt geoffenbarten ,schpfungen4 ,ich erwhne dies nicht etwa als eine mir von eigenen ,gnaden zugebilligte hhere ,moral4 -- ,gestern starb in meinem ,hause ein alter ,mann nach langem1 viel1 viel zu langem ,siechtum4 ,der ,tod hat mich vergessen1 seufzte er1 als ich ihn zum letzten ,male besuchte4 ,ich lege ,dir einige ,bltter ein2 lies1 welche ,gedanken sein ,sterben in mir erweckte4 ,vom verkannten ,tode4 ,der ,tod beschlo1 sich von der ,welt zu entfernen4 ,wenn er zurckschaute1 so entsetzte er sich vor der ,gedankenlosigkeit der ,menschen4 ,ihr ewiges ,schluchzen ertrug er nicht mehr1 besonders seitdem er wute1 wie rasch das ,leben ,trnen trocknete4 ,ihre oft sinnlosen ,wehrufe muten seine ,liebe ersticken4 ,nur ,ungerechtigkeit hatten sie ihm gezeigt4 ,unfalich war ihr ,undank4 ,sie verdienten gar nicht1 sterben zu drfen4 ,schrie hin und wieder einer nach dem ,tode1 und er kam dann wirklich1 nderte der ,tod eines ,flehenden halber seinen ,weg1 was geschah8 ,zhneklappernd versuchte der scheinbar ,lebensmde sich vor ihm zu retten4 ,er hatte pltzlich fr die ,mihandlungen des ,lebens gar kein ,gedchtnis mehr4 ,gleich wieder war's1 als sei nur der ,tod der ,bse1 der ,unbarmherzige1 der ,lieblose1 der feindlich ,gesinnte4 ,nein1 lange genug hatte der ,tod das ,verkanntsein ertragen4 ,niemand konnte so miverstanden werden wie er4 ,wohlan6 ,mochten sie versuchen1 ohne ihn fertig zu werden1 mochten sie sich endlos am ,leben qulen1 diese alle1 denen seine schwarzen ,schleier immer nur ,entsetzen bargen4 ,ich wandere aus1 entschied der ,mihandelte1 hllte sich fest in dunkle ,nebel und -- entschwand4 ,anfangs merkten die ,menschen gar nicht1 wie arm sie geworden waren4 ,die ,alten1 die geduldig -- weil sie sich dem ,sterben nahe whnten -- ,krankheit und ,ueberflssigkeit ertrugen1 sahen noch jedem ,morgen erwartungsvoll entgegen4 ,ihre ,hoffnung werde sich ja erfllen -- noch hatten sie ,zeit4 ,sie wuten3 ,der ,tod wrde sie zur rechten ,stunde holen4 ,aber sie erfllte sich nicht2 sie wurden achtzig1 sie wurden neunzig1 sie wurden hundert ,jahre4 ,sie wurden ganz taub1 ganz blind1 ganz stumpf1 ganz mrbe1 sie wurden ganz berflssig1 sie nahmen nur noch ,platz fort4 ,mit den ,neuen verstanden sie sich nicht4 ,man ertrug sie nur noch4 ,man sah nach ihnen1 weil sie eben doch da waren4 ,niemand brauchte sie4 ,die ,zeit war lange schon ber sie fortgerauscht4 ,sie hatten sich selbst berlebt4 ,frstelnd rangen sie ihre dnnen1 knochigen ,finger4 ,tag und ,nacht murmelten ihre schmalen ,lippen3 ,vergessen vom ,tode -- vergessen vom ,tode6 ,gleichgltig kamen die ,jahre2 gleichgltig gingen die ,winter an den ,alten vorber4 ,kein ,lenz lie ihnen etwas erblhen2 kein ,sommer lachte ihnen4 ,herbst kam und ,herbst ging2 die ,greise blieben4 ,einstmals konnten ,menschen1 deren ,liebe zueinander gewaltig war1 vereint auf dem ,gipfel der ,glckseligkeit sterben2 damals1 als der ,tod noch im ,lande war4 ,sie wurden nicht gezwungen1 sich vom ,leben plndern zu lassen4 ,lchelnd konnten sie sich1 ,brust an ,brust geschmiegt1 vor dem ,weniger retten4 ,auch das hrte auf4 ,keiner mehr hatte ,leben oder ,sterben in seiner ,hand4 ,das aber ist das ,grauenvollste3 ,leben zu mssen4 ,menschen1 die schlecht geworden1 ,bettler1 die an ihrer ,gesunkenheit litten1 ,unglckliche1 die zu ,verbrechern geworden1 konnten sich nicht mehr freiwillig vom ,leben lsen4 ,flucht aus ,schande1 ,flucht aus unheilbaren ,leiden1 ,flucht aus den ,schmerzen unglcklicher ,liebe1 ,flucht aus ,entsetzen an miratenen ,kindern1 ,flucht vor ,umnachtung der ,gedanken gab es nicht mehr4 ,die ,scharfrichter wurden ihres ,amtes entsetzt2 neue ,strafen mute der ,gerichtshof ergrbeln4 ,allmhlich war das ,wort von der ,hartherzigkeit des ,todes erloschen2 aber pltzlich entstand fr ihn die ,bezeichnung3 ,todesengel -- ,engel des ,todes4 -- ,ein anderes ,schluchzen drang in die ,welt und ein anderes ,sehnen4 ,nicht der ,sonne streckten sich ,arme inbrnstig entgegen1 sondern suchend dem entschwundenen ,tode4 ,wehklagend irrten ,menschen von ,scholle zu ,scholle4 ,inbrnstig betete man1 da er wiederkehre1 der qualvoll ,entbehrte4 ,allen ,menschen schien es1 sie htten ihren ,erlser verloren1 seitdem der ,tod ihnen unerreichbar blieb4 ,sie schmten sich jener ,geschlechter1 von denen die ,sage berichtete1 da sie dem ,tode hnderingend entgegengestarrt haben sollten1 da sie ihm geflucht hatten4 ,ha und ,bitterkeit1 ,ueberdru und ,klte trieben die ,menschen auseinander4 ,eltern beklagten ihre lchelnden ,kinder1 denen spter auch die ,brde eines endlosen ,lebens zu tragen bestimmt war4 ,denn nicht in ,jugendkraft und ,flle wurde ja den ,erdbewohnern zu bleiben gewhrt2 nein1 genau wie ehedem1 muten sie alles zurckgeben3 ,gesundheit1 ,hoffnung1 ,glauben1 um zuletzt -- krperlich und geistig vernichtet -- sonnenlos in ,nacht und ,finsternis dahinzuvegetieren4 ,es konnte nur eine ,fabel sein1 da einst vom hartherzigen ,tode gesprochen wurde4 ,lngst wute man1 wer der ,gtigste1 der ,erbarmer gewesen4 ,hatte man frher gefordert1 da er aus ,mitleid entweiche1 jetzt forderte man1 da er aus ,mitleid zurckkehre4 ,doch nein1 man forderte nicht1 man flehte1 man bat1 man opferte4 ,grauen vor dem ,frhling erfllte die ,menschen1 dessen ,se ,leben spendet1 dessen ,atem befruchtet4 ,immer freudearmer wurde die ,erde2 nur ,kinder lchelten4 ,die ,gedanken aller ,erfahrenen schienen einem einzigen ,ziele zugewandt3 ,dem ,wiedererscheinen1 der ,rckkehr des ,todes4 ,was bedeuteten die ,trnen jener ,zeiten1 da man ihn besa1 gegen die ,trauer1 nun man ihn verloren hatte8 ,man begriff erst1 was ,vernichtung sei1 nachdem das ,sterben aufgehrt hatte4 -- ,unauffindbar1 unerreichbar blieb der ,tod4 ,vgel flogen hin und her1 flogen in die ,weite1 weil sie hofften1 ihn mit ihren wundersamsten ,weisen zu rhren4 ,dann aber vollbrachte ein ,kind das ,wunder4 ,obwohl die ,menschen den ,tod nicht sehen konnten1 so hatte er sie doch keine ,minute aus den ,augen verloren2 sie blieben seine schmerzliche ,liebe4 ,und ist es nicht von jeher das ,schicksal der ,liebe gewesen1 verkannt zu werden8 ,darf ,liebe danach fragen8 ,ach1 auch der ,tod sehnte sich zurck nach den ,menschen4 ,er konnte die ,se der ,ksse1 die ihn mit den vom ,leben ,befreiten vereinte1 nicht vergessen1 jene ,ksse1 von denen ja kein ,lebender singen und sagen kann4 ,nicht den ,greisen zuliebe kehrte der ,tod zurck1 nicht der ,kranken halber1 -- der ,unschuldigen wegen4 ,ihnen vermochte er nicht zu widerstehen4 ,ein armes ,mdchen hatte in ,schande und ,verlassenheit ein ,kind geboren4 ,groe strahlende ,augen richtete das ,neugeborene erwartungsvoll in die ,welt4 ,diese leuchtenden ,sterne verdunkelte der ,tod4 ,schmerzlos glitt das schuldlos ,verurteilte in des ,todes ,arme4 ,in dem ,augenblick erhob sich ein ,hymnus ohne gleichen auf der ,erde3 einmal noch atmeten ,mde tief und befreit auf1 dann endlich schlossen sie die glanzlosen ,augen fr immer4 ,liebende umschlangen sich in heier ,seligkeit4 ,kmpfende1 ,irrende1 ,kranke knieten von dem ,bewutsein berwltigt nieder1 nicht unrettbar an das ,leben geknebelt zu sein4 ,licht berleuchtete an diesem ,tage die ganze ,welt4 ,auf dem ,sonnenball stand hochaufgerichtet eine feingliedrige ,gestalt4 ,nicht mehr wie einst umhllten schwarze ,schleier ihre ,glieder4 ,umstrahlt von weiem ,schimmer sank der ,tod mitleidig wieder hernieder auf die ,menschheit 444 ,marie1 ,deine ,maria4 ,roland an ,maria4 ,geliebte ,frau1 zgele ,deinen ,heisporn4 7,mit wieviel ,namen wirst ,du ihn noch nennen knnen1 wenn er sich so weiter entwickelt867 ,zgele ihn1 weil er sich pltzlich fr einen ,beherrscher des ,lebens hlt1 der gar nichts mehr von seiner einstigen ,sklaverei wei4 ,nein1 zgele mich nicht4 ,nur1 wer sich fr einen ,eroberer hlt1 kann einer werden1 und ich habe ja noch so viel zu erobern3 ,dich1 hundertmal zuerst ,dich1 meine ,gefhrtin1 ,du meiner ,seele ,kstlichstes und -- auch mich2 denn das ,land meiner vielleicht unsterblichen ,freuden in der ,kunst 7fr mich allein unsterblichen7 werde ich mir ja in unermdlichem ,werben bis zum letzten ,atemzuge neu erobern mssen4 ,die ,gewiheit1 da sie mir anderswoher zustrmen knnten1 suchst ,du mir beharrlich zu erschttern6 ,ja1 ja1 ich wei1 viele ,stunden ,deines ,lebens waren reich1 waren lebendig ohne mich4 ,aber hat ,dich je so flehend1 so ber ,worte hinaus der ,hauch erschttert1 der ber dem ,begriff ruht3 unendliche ,liebe -- hrst ,du1 unendliche8 ,ist das nicht der ,liebe beseligendstes ,beiwort8 ,ich wrde mich freiwillig aus der ,reihe der ,lebenden lsen1 sobald auch ich zu einer vorbergehenden ,erscheinung in ,deinem ,leben geworden wre4 -- ,whrend ich eben wieder einmal ,deinen ersten warnenden6 ,brief las1 schien die ,vorstellung einer ,trennung mich eine ,sekunde hindurch zerreien zu wollen1 dann1 7verzeih'7 ja1 dann habe ich gelchelt4 ,sollte ,grenwahn mir drohen1 seitdem ich glaube3 ,liebe mu immer ,erlsung fr beide der ,liebenden sein1 -- ,erlsung vom ,tode irgend einer ,art8 ,es gibt ja so viele ,tode1 an denen ,menschen sterben knnen4 -- ,lchelnd nennst ,du mich ,deine letzte ,versuchung6 ,maria1 ,maria6 ,wiese ich ,dir doch auch den ,weg zu ,deiner letzten ,erfllung4 ,httest ,du sie bereits erreicht1 so konnte bei unserer ersten ,begegnung ,dein ,blick mich nicht halten4 ,vielleicht lauschtest ,du vllig unbewut in die ,ferne auf ein ,lied1 das auch ,du vorher nie vernommen4 ,la einmal das ,schicksal gewhren1 wolle es nicht immer meistern4 ,mache ,deinen dummen ,streich1 vielleicht ist er ein glckbringender1 dann erst kannst ,du erfahren1 was in dem ,menschen ,maria steckt4 ,unsere ,stunde gestern war beendet1 grad' als sie zu beginnen schien4 ,wann wirst ,du mir einen ,tag bescheren1 einen vollen1 ganzen ,tag8 ,ich mag nicht immer vornehm geartet sein4 ,roland1 nur ,dein ,roland4 ,maria an ,roland4 ,liebster1 tagelang verga ich1 mich zu fragen1 ob die unsichtbare ,verkettung1 die uns bindet1 berechtigt oder unberechtigt sei4 ,liegt aber nicht schon in dem ,ausdruck ,verkettung ein ,etwas1 das ber alles ,abwgen hinausfhrt8 ,nein1 ich kann nicht mehr an das ,verrinnen1 ,verflattern von ,gefhlen denken1 deren ,sterblichkeit grauenvoll wre1 auch wenn sie dem lichtesten ,tode verfielen4 ,oft mchte auch ich mit ,dir1 ,roland1 in einer ,sprache sprechen1 wie sie noch nie gesprochen wurde4 ,dann verzweifle ich frmlich an meinem eigenen ,unvermgen4 ,wir htten uns gestern viel intensiver mit ,deinem ,stck beschftigen sollen4 ,welch ein ,glck1 ,dich bisher nicht von der ,vorstellung gehemmt zu wissen1 da es schwerlich dem ,schicksal der meisten ,bhnenwerke entgehen wird1 unaufgefhrt zu bleiben4 ,ganz gewi existiert auf ,erden viel ,schnheit1 -- ich denke natrlich nicht nur an ,kunst -- die nie aus ihrer ,verborgenheit hinausgehoben wird1 die nie ihre ,bestimmung erfllt1 zu bereichern und zu erhhen4 ,ueber wie viele wundersame ,landschaften mag nie eines ,menschen ,auge gleiten6 ,in diesem ,augenblicke brauche ich mir nur ,spitzbergen vorzustellen1 wie es unbewohnt und also auch unbeschritten in glitzerndem ,eisesfunkeln mit seinen unabsehbaren ,flchen und ,bergen in fast mrchenhafter ,schnheit vor mir lag4 ,uns kleine ,menschen lhmt aber die ,mglichkeit1 unsere winzigen ,gebilde knnten nur dazu bestimmt sein1 uns selbst die ,wonnen eines ,schpferrausches zu gewhren4 ,wird ein ,baum im ,urwalde nicht grnen und blhen mssen1 schreitet auch nie ein ,mensch an ihm vorber8 ,wir ,knstler dagegen sind enge1 eitle ,geschpfe1 die immer gleich an ,ruhm denken -- an ,dich1 ,ruhm1 ,du aller ,eitelkeiten eitelste1 gefhrlichste4 -- ,also ,dein ,stck6 ,ja1 haben wir die ,rollen getauscht1 die ,auffassungen8 ,ist's nicht1 als htte ich den ,konflikt ersonnen1 der eine ,frau1 anscheinend in ruhiger ,besonnenheit1 auf der ,hhe aller ,seligkeit in den ,tod treibt1 lediglich aus ,angst vor der ,gewiheit eines allmhlichen ,schwindens der groen ,leidenschaft zwischen sich und ihrem ,geliebten8 ,ein ,anderer bist ,du geworden -- ja1 ein ,anderer4 ,wie tief ein ,anderer1 wer von uns wollte es entscheiden8 ,du hast mein ,leben in ,verwirrung gebracht und ich das ,deine4 ,was wird brig bleiben oder entstanden sein1 was geboren oder gettet1 was wird sich aus dieser beglckenden ,verwirrtheit herauskristallisieren8 ,nie mehr kann ich in die ,welt zurckfinden1 die ich verlie1 oder aus der mich eine fremde ,macht stie4 ,ja1 ,du ein ,anderer -- ich eine ,andere1 die vollgesogen ist von vielleicht kindertrichten ,vorstellungen4 ,ach1 ,du1 immer leben wir in ,vorstellungen und ,vorurteilen und nennen sie unsere ,ueberzeugungen4 ,die ,entdeckerfreude an ,menschen war sicher auch ein ,beglckendes1 aber ich hatte zu wenig von jenem ,gttlichen in mir1 das ganz im ,geheimen erst die ,heiligkeit der irdischen ,weihen verleiht4 ,ich meine jene ,weihen1 ohne die man wohl auch gut und glcklich leben und anderer ,leben steigern helfen kann1 ohne die man aber nie ein ,genie in der ,lebens-,dichtkunst wird4 ,nur die mit der unzerstrbaren ,kraft des ,ideals ,behafteten haben kein ,absterben vor dem ,tode zu frchten4 ,und nicht nur in der ,elendswelt von ,gorkis ,nachtasyl und nicht nur in ,bezug auf den ,glauben gilt des ,wanderers ,luka ,antwort auf die ,frage3 ,gibt's einen ,gott8 ,wenn ,du an ihn glaubst1 gibt's einen1 -- glaubst ,du nicht1 dann gibt's keinen4 ,woran ,du glaubst1 das gibt's eben4 ,mir scheint1 ich bin ein ,genie im ,glauben an das ,schne in der ,welt4 ,aus lngst vergangenen ,jahren fllt mir zufllig ein ,erlebnis ein1 an das mich der ,duft ,deiner beiden roten ,rosen1 die vor mir auf dem ,schreibtisch stehen1 erinnert4 ,ich lebte damals bereits in der ,grostadt4 ,im ,hochsommer htte ich mein ganzes ,vermgen am liebsten den wenig verfhrerischen ,gestalten gegeben1 deren ,rufe3 ,rosen6 ,rosen1 sechs fr zehn ,pfennige6 durch die ,straen schrillten1 whrend sie neben kleinen1 mit wundervollen ,blten hochbeladenen ,wagen dahingingen4 ,noch in diesem ,augenblick bilde ich mir ein1 die einfrmigen1 gleichgiltigen ,anpreisungen zu vernehmen4 ,immer empfand ich leises ,weh1 wenn ich sah1 wie die herrlichen ,blumen so empfindungslos zusammengerafft wurden4 ,leicht erfuhr ich1 wo diese ,rosenmassen wuchsen4 ,ich freute mich schon den ganzen ,winter hindurch auf einen ,ausflug in die nahen ,rosenfelder4 ,in allen ,farben sah ich sie im ,geiste wogen und blhen4 ,erwartungsvoll bin ich hinausgefahren4 ,schmutzige1 kleine ,banditen wiesen mir das letzte ,stck des ,weges4 ,nicht eilig genug liefen sie mir voraus4 ,bald las ich auf plump gepinselten ,schildern3 ,zu den ,rosenfeldern4 ,ja1 ,roland1 da stand ich denn erschreckt vor dem ,stckchen ,erde1 nach dem ich mich so lange gesehnt hatte4 ,mochte ich auch suchend ,umschau halten1 daran war nichts zu ndern1 da diese flachen1 noch in ziemlicher ,nhe einem ,kartoffelfeld gleichenden ,felder meiner ,rosen ,heimatboden waren4 ,gewi1 ich hatte einen besonders ungeeigneten ,tag getroffen2 der zu heftige ,regen der vorherigen ,tage mochte wohl der ,felder ,aussehen geschdigt haben4 ,nichts wallte und wogte4 ,alles war ganz niedrig gewachsen1 so ganz anders1 als ich es erwartete4 ,vielleicht wurde zu rasch und zu erbarmungslos geschnitten2 sogar aller ,duft war in den ,augenblicken1 welche ich inmitten der ,felder verbrachte1 wie fortgetrieben4 ,anderen ,tags begannen sich dann die von mir mitgebrachten ,knospen langsam zu erschlieen4 ,zarter ,duft erfllte mein ,zimmer4 ,ich geno ihn fast wehmtig1 ohne mir darber klar zu werden1 weshalb er mich so seltsam berhrte4 ,und ebenso wei ich nicht1 wie es geschehen konnte1 da die ,rosenfelder1 die ich nur im ,geiste gesehen1 unzerstrbar geblieben sind4 ,ihr ,bild und ihren ,zauber konnte die wirkliche ,drftigkeit nicht verlschen4 ,wie oft wird es mir im ,leben spter hnlich ergangen sein8 ,allmhlich habe ich wohl zu ahnen begonnen1 da nur denen1 deren ,rosenfelder nie ganz vernichtet werden knnen1 ,rosen blhen1 und da jede ,liebe und jedes ,lebens ,schnheit ebenso gefhrdet ist1 wie einst die meiner ,rosenfelder4 -- ,wozu eigentlich dieser endlos lange ,ergu8 ,eine glcklich verlebte lebendige ,stunde gibt mehr als ein meisterhaft stilisierter ,kommentar zu unserem ,denken und ,fhlen4 ,maria4 ,roland an ,maria4 ,einzige1 ja1 warum schreiben wir uns8 ,auch ich frage es mich1 aber ich antworte mir sehr einfach3 ich wei es nicht4 ,ja1 was wei ich denn8 ,wei ich1 warum ich geboren wurde1 wann ich sterben werde8 ,wei ich1 warum ich -- ohne bestimmten ,grund -- heute glcklich bin1 morgen aber aus unbekannter ,ursache unglcklich und ganz herabgestimmt sein kann8 ,wei ich1 warum ich heute strahlenden ,auges einen groen ,dichter zu genieen vermag1 und warum ich mich morgen im ,tumult nichtssagender ,alltglichkeiten herumschlage8 ,wei ich1 warum ich heute khn bin wie ein ,held und morgen verzagt wie ein ,schwchling8 ,wei ich1 warum ich heute alles einzusehen scheine und morgen gar nichts8 ,weswegen ist es nun fr mich gerade ntig zu wissen1 warum ein ,gott uns zwingt1 einander zu schreiben8 ,vielleicht lockt nur der weie ,bogen1 ihn zum ,boten fr schnell schwindende ,stimmungen zu nehmen1 fr ,stimmungen1 die in jeder ,frbung fruchtbarer ,boden unseres ,denkens und ,dichtens werden knnen4 ,nur ein ,hauch dringt ja bis zum ,anderen1 denn -- ob mndlich oder schriftlich -- es gelingt doch nie1 sich ganz mitzuteilen4 ,weder in ,briefen1 noch in ,werken sind wir wirklich restlos die1 die wir fr den anderen sein mchten4 ,ich mu jetzt auf der ,hut vor mir selber sein1 weil ich merke1 da sich etwas wie ,hang zum ,spott in mir entwickelt1 der mir zwar leicht billigen ,erfolg einbringen knnte1 aber nichts sonst4 ,nutzlos im hchsten ,grade bleibt ja alles bloe ,verneinen4 ,sptter finden wohl eine ,zeitlang ihr ,echo1 da der ,mensch es aus ,langeweile nicht ungern hrt1 wie alles1 selbst das ,heiligste1 verspottet werden kann4 ,wer selbst andachtslos ist1 glaubt im ,rechte zu sein und zu gewinnen1 wenn er ,erhabenes herabzieht4 ,aber nie wird der ,sptter ,liebe oder ,verehrung finden4 ,selbst nicht bei denen1 welche er unterhalten und zum ,lachen gereizt hat4 ,die ,menschheit liebt und achtet instinktiv meist doch nur die1 welche die ,menschheit geliebt und geachtet haben4 ,die besten ,menschen waren immer anerkennend und bereit zu verehren1 wenn auch nicht im ,sinne von jedermann4 ,auf ,deinen ,wunsch1 ,maria1 habe ich gestern also wieder gebummelt4 ,das ,resultat3 ,wie trostlos langweilig wre es1 wenn man sich immer amsieren mte4 ,glaube mir1 ,du und die ,arbeit1 ,ihr seid meine ,welt4 ,ich sehne mich nach keiner ,schule der ,erfahrung1 in die ich hier leicht ohne ,voranmeldung aufgenommen werden knnte2 ich brauche sie nicht4 ,sie kann mich nur stren und verwirren4 ,was kmmern mich andere ,frauen8 ,du bist mir die ,frau4 ,andere mgen jnger sein1 schner1 reizvoller2 meine glckliche ,selbstversunkenheit schliet anderes ,begehren aus4 ,jede ,liebe trgt wohl ihr ,tempo in sich2 ,du bist mir das ,fortreiende4 ,du1 die durch soviel oder so viele ,leben geschritten bist1 ,du ermissest vielleicht nicht1 da gerade das ,fernsein von allen brausenden und berauschenden ,vorgngen mir ,segen gebracht haben knnte4 -- ,ich bemhe mich nun weiter1 ,menschen auf die ,bhne zu stellen1 die leben2 keine ,phantasiegeschpfe4 ,wird meine ,kraft ausreichen1 mehr als blasse ,gestalten zu schaffen8 ,die ,forderung1 echte ,menschen zu formen1 will ich mir immer als erstes ,gesetz ins ,gedchtnis rufen4 ,sollte ich jemals ,einer werden1 so kann mein ,gebiet nur das ,leben der ,ueberflssigen1 der ,verlassenen1 der ,schwachen werden4 ,la ,dich nicht durch meinen ,mangel an praktischer ,erfahrung verwirren4 ,immer mehr treibt es mich zu denen1 deren ,leid sich den ,augen entzieht1 und das doch oft soviel nachhaltiger blutet als sichtbares ,elend4 ,du mut nicht immer an die ,zahl meiner ,jahre denken1 nicht glauben1 da tiefstes ,einfhlen in die ,seelen der ,enterbten1 ,gesunkenen nur der ,frau eigen sei4 ,ueberhaupt werden mnnliche und weibliche ,eigenschaften viel zu kra getrennt4 ,eine ,frau mit sogenannten nur weiblichen ,tugenden1 ein ,mann mit ,eigenschaften1 die wir lediglich als mnnliche zu rhmen geneigt sind1 knnen keinesfalls als ideale1 vorbildliche ,menschen gelten4 ,wenn ,dir1 ,maria1 die ganze ,welt oft nichts anders als ein ,garten ,eden dnkt1 so wirkst ,du in dieser ,unschuld beschmend wie ein ,kind2 wenn ,dir die ,hartherzigkeit der ,gesellschaft die ,augen feuchtet und sanfte ,wehmut ,dich verklrt1 so bist ,du ganz ,frau1 und doch1 wieviele ,schattierungen birgt gerade ,dein ,empfindungsvermgen1 die von ,mnnern mit ,beschlag belegt worden sind4 ,siehst ,du1 so wagt ,dein ,anderer ,dich zu sezieren1 so rasch lie er seinen ,charakter verderben4 ,du mut ihn unbedingt ,deine ,ueberlegenheit fhlen lassen1 damit ,flle und ,ueberflu1 wie nur ,du sie ber ihn ergieest1 ihn erinnern1 wer ,du bist und -- wer er4 ,oft wundere ich mich1 ,maria1 ,liebste1 da man1 wenn man in einem verzauberten ,schlosse weilt1 -- und ,du bist doch mein verzaubertes ,schlo -- noch irgend einen ,gedanken neben der ,liebe haben kann4 ,unzhlige ,male mchte ich es ,dir wiederholen3 ,ich lebe nur in ,dir1 und eben deshalb gleichst ,du dem ,samenkorn1 das in tausendfachen ,farben ,ungeahntes zu ,blte und ,frucht in mir zu treiben beginnt4 ,ueber die allerersten ,anfnge bin ich wohl schon ein wenig hinaus4 ,immer mehr packt es mich1 dieses ,ungeahnte1 das sich beim ersten tiefen ,blick von ,dir scheu zu regen begann4 ,darf man sich im ,rausch einer heiteren ,zuversicht hingeben1 und darf man dieser heiteren ,zuversicht vertrauen8 ,pltzlich halte ich mich fr ein ,glckskind4 ,jedesmal1 wenn ich zu ,dir gehe1 scheint mir die ,welt ringsum heller und meine ,liebe gewachsen4 ,ich kann mich nicht mehr erinnern1 durch wieviele dstere ,straen jeder ,erdgeborene zu schleichen hat1 wei nicht mehr1 wie klein ,menschenkrfte im ,grunde bleiben1 wei nur von ,glanz und ,lebendigsein4 ,mag dies ,fhlen auch nur schne ,tuschung sein1 eine wachsende ,seele braucht solchen ,betrug4 ,nur ,dich liebt ,dein ,roland4 ,maria an ,roland4 ,geliebter1 gestern schriebst ,du von meiner ,ueberlegenheit4 ,unsinn6 ,nenne es ruhig3 echt weiblich1 aber -- ich mag nicht berlegen sein4 ,ueberlegenheit1 wie ,du sie mir andichtest1 scheint ,wandlung -- geistige und seelische -- auszuschlieen2 ,du aber mut doch wissen1 da ich gerade in den letzten ,wochen dahin gekommen bin1 mich freudig auch ,irrtmern zu unterwerfen4 ,da jeder ,tag bereit sein knnte1 den vorherigen zu verneinen1 bersieht unsere seltsame ,kurzsichtigkeit4 ,fest liegen die ,wurzeln1 aber die ,brandungen des ,lebens bewegen unausgesetzt die ,kronen4 ,aus ,widersprchen und ,spannung geht ,entwicklung hervor4 ,es ist schade1 da die meisten zu rasch1 viel zu rasch aufhren nach unbegrenzten1 unbestimmten1 nach schimmernden ,horizonten auszuschauen1 gleichsam als wre ihr ,dasein verriegelt4 ,sie begngen sich zu frh mit ,wiederholungen1 verlangen nichts als einen sicheren1 festen ,umri ihres ,lebens4 ,roland1 das alles hrt sich schlimmer1 umstrzlerischer an1 als es im ,grunde ist4 ,allerdings1 ,menschen1 die schon bei lebendigem ,leibe ,entseelte sind1 mgen sich entsetzen1 und vom ,tempo der ,masse entfernt es4 ,ich halte nicht viel von allgemein gltiger ,gesetzlichkeit1 kaum wenn sie ,dieben und ,mrdern gilt4 ,und ich bin froh ber jeden1 der den allgemeinen ,gesetzen mitraut2 es gibt doch in uns ein ,etwas1 das wir ,ritterlichkeit des ,herzens nennen knnten4 ,in diese ,ritterlichkeit sind alle ungeschriebenen ,forderungen hineingeschmiedet1 die ein ,untergehen im ,gemeinen und ,hlichen unmglich machen4 ,das ,schnste bleibt ja doch1 da ein ,mensch dem mglichst nahekomme1 was er werden knnte im ,sinne einer ,hherentwickelung4 ,um die aber zu erreichen1 darf er ,umwege1 und seien sie auch ,irrwege1 nicht ngstlich scheuen4 ,ja1 er hat nicht nur das ,recht1 er hat sogar die ,pflicht1 alles zu wagen1 um zu sich selbst hinauf zu wachsen4 ,wohl legt solch ,ringen ,lebens- und ,todesangst auf2 denn wie groartig sich ein ,mensch auch nach auen gebrde1 seines winzigen ,ichs qulende ,nte kann er vor sich selbst doch nicht verleugnen4 ,einst1 es ist noch gar nicht lange her1 nannte ein ,freund mein ,herz weise4 ,ich glaube1 damals gab es ein paar ,minuten1 in denen ich mich ber diesen ,wahn freute4 ,weit1 weit fort hast ,du1 ,geliebter1 diese meines ,herzens vermeintliche ,weisheit getragen2 federleicht mu sie gewesen sein4 ,ob wohl viele ,menschen so lchelnd ihrer ,welt ,untergang erleben1 ihn so heiter wie ich berleben8 ,oder ist auch dieser ,untergang nur ,schein8 ,knnte auch er nur ,station sein8 ,zu oft noch falle ich in den ,kreis jener ,vorstellungen zurck1 von denen ich mich1 seitdem ich ,dich liebe1 schon hundertmal fr immer entfernt zu haben whnte4 ,jetzt erfllt mich oft nichts als das ,verlangen1 mich wie ein ,kind schluchzend ber den ,scho einer ,mutter beugen zu drfen4 ,da siehst ,du1 ,geliebter1 wie es um meine ,abgeklrtheit bestellt ist4 ,wie wenig bin ich4 ,oder wuchs ich dennoch vielleicht durch das groe ,gefhl fr ,dich8 ,deine ,maria4 ,roland an ,maria4 ,maria1 immer bin ich jetzt in einem leichten ,taumel2 oft1 vielleicht zu oft von diesem ,feuerlicht geblendet1 das zwischen ,dir und meiner ,schaffenstrunkenheit hin und her zu flammen scheint4 ,immer ringe ich mit ,ereignissen der ,seele1 die ich niemandem schildern knnte1 -- auch nicht einer ,maria4 ,ich komme mir wie das ,werkzeug vor1 das gestalten mu1 was der unbekannte ,gott in ihm entfachte4 ,und doch mu ich mich selber erst los werden1 mu jene ,ereignisse aus mir heraus geschleudert haben1 um mich von all der seligen ,unwirklichkeit lsen zu knnen4 ,aber nein1 nein1 verzeihe1 geliebte ,frau1 die einzige selige ,unwirklichkeit erlebte ich durch ,dich1 danke ich ,dir1 ,du mein holdes ,verhngnis4 ,in den letzten ,tagen berfiel mich sekundenlang die ,vorstellung1 ein ,wirbelwind knne mich ,dir1 in eine andere ,wirklichkeit hinein1 entreien4 ,aber -- nicht wahr -- ein so elementarer ,orkan wre auf dieser ,erde unmglich8 ,wie kann ich ,dir nur solche ,torheit beichten8 ,erinnere ,dich1 was ich war1 als ,du mich das erste ,mal sahst6 ,schmerz und ,erregung und unbestimmte1 glckverheiende ,erwartung trieben mich ,dir zu1 und jedesmal fliege ich mit den gleichen ,empfindungen ,dir entgegen4 ,du siehst1 es war nicht nur momentane ,begeisterung1 deren ,du mich anfangs beschuldigtest4 ,ich will ,dir nie entkommen1 nie4 ,und doch konnte diese zweite unvermutete ,wonne sich ber mich ergieen1 die mir auch eine unermeliche ,flle von ,glck geschenkt hat4 ,begeisterung mu lange schon in mir aufgestapelt gewesen sein1 bevor ,du kamst und mit ,dir das frhliche ,sehnen4 ,nichts soll nun in meinem ,leben dahinwelken1 ohne ,frucht getragen zu haben1 de sei gewi6 ,ob ich je etwas tun knnte1 etwas denken1 was ,du -- ganz einfach sei es gesagt -- nicht von mir geglaubt httest8 ,verjage den einsamen ,hochmut1 der jetzt zuweilen wie ,unkraut jh in mir aufspriet4 ,oder sollte auch er eine ,bedeutung haben1 die ich jetzt noch nicht ermesse8 ,meine heutige ,sprunghaftigkeit bedarf der ,erklrung4 ,ich htte in meiner ,arbeit fortfahren sollen1 weil ich ganz in sie versunken schien2 und doch fhlte ich mich nicht minder stark zu ,dir gezwungen4 ,du siehst in meinen ,versen heute das unzulngliche ,ergebnis dieses ,zwiespalts4 ,nie mchte ich in alltglichem ,sinne mit ,dir verbunden sein2 nur das ,vollkommenste meines ,wesens darf ,dich berhren1 immer sollst ,du mir heilig bleiben4 ,maria1 ,maria1 fngt das ,leben schon an1 mich in ein ,chaos zu strzen1 in dem es von ewigen ,widersprchen grt8 ,roland4 ,maria an ,roland4 ,roland1 mein ,junge1 noch wei ich nicht1 wann ich die ,briefe1 die ich nun schreibe1 an ,dich abschicke1 wei nicht1 ob diese ,gedanken1 die immer ein sinnendes ,sprechen mit ,dir sind1 berhaupt ,briefe zu nennen sein werden4 ,aber jetzt1 nachdem das tgliche ,schreiben an ,dich aufhren mute1 weil mein ,brief nicht mehr die ,post fr ,dich sein kann1 zwingt mich dennoch ein ,etwas1 ,dir -- fast mchte ich sagen ,rechenschaft abzulegen von all dem wundersamen ,durcheinanderwogen der ,welt in mir4 ,briefe1 wie wir sie einander schrieben1 verlieren in dem ,augenblick ihre ,daseinsberechtigung1 in welchem sie nicht mehr klopfenden ,herzens erwartet werden4 ,in ,dein ,leben trat unerwartet rasch so viel ,zeit und ,sammlung heischende ,wirklichkeit1 -- wir nennen das alles nun ja ,dein ,glck --1 da ich kaum die ,empfindung bannen kann3 ,sollte es fr mich nicht doch schwer sein drfen1 fr dieses ,glck ,opfer zu bringen84 ,whrend ich jetzt schreibe1 lebe ich all unsere aufregenden ,augenblicke noch einmal durch4 ,also3 ,hundertmal hatte man es sich wiederholt3 es ist ja ganz egal1 ob es aufgefhrt wird1 und dann -- freute man sich trotz dieser ,versicherung so unverhltnismig1 dann benahm man sich wie ein ganz gewhnlicher ,mitbrger1 der in der ,lotterie gewann4 ,so toll hat kaum je einer an meiner ,klingel gerissen wie ,du1 so jubelnd mich nie jemand an sich gezogen4 ,wort fr ,wort habe ich es dann vernommen3 ,haben ,sie tatschlich frher nie ein ,stck geschrieben8 ,sie mssen sich aber verpflichten1 all ,ihre weiteren ,werke zuerst unserer ,bhne einzureichen4 ,in buntem ,durcheinander hast ,du berichtet und dabei meine ,hnde gestreichelt4 ,war das unser schnster ,abend1 ,roland8 ,nein1 viele ,stunden vor diesem waren erfllt von ,klang und ,reichtum1 aber jener ,abend hatte einen besonderen ,glanz4 ,ich dnkte mich wie eine ,gttin1 7gewi ein trichter1 ein alltglicher ,vergleich71 deren ,seele vor ,monaten leuchtende ,strahlen in ,dich flutete1 ,strahlen1 die nicht1 wie es das ,schicksal fast alles ,strahlenden ist1 erlschen konnten1 sondern aus denen ,dein ,schaffen geboren wurde4 ,auch ohne ,sekt wren wir berauscht gewesen1 aber wir hatten beide die kindliche ,vorstellung1 irgend etwas msse uerlich zur ,feier mitdienen4 ,von keinen ,schwierigkeiten haben wir mehr gewut2 wir gaben uns ganz einem ,zauber hin1 dem wir uns nicht zu entreien vermochten4 ,auch mein ,blut begann zu singen4 ,in ,deinen ,augen brannte ,liebe1 nur ,liebe4 ,wir wuten von keinem ,theater mehr4 ,du erzhltest mir eine ,geschichte1 die ich kannte1 und die zu hren ich nie mde wurde3 die ,geschichte vom ,beginn unserer ,liebe4 ,jeden ,datums entsannst ,du ,dich1 jedes erhhenden ,augenblicks4 ,erwartungsvoll fragte ich wie ein lauschendes ,kind in jeder ,pause3 ,und weiter8 -- -- ,wohin war alle ,erdenschwere entflohen8 ,bin ich je sturmdurchwhlt gewesen1 von ,unruhe zerqult1 von ,zweifeln gemartert8 ,da fing mein ,leben an1 als ich ,dich liebte4 ,ja1 ja1 so mu man das ,leben behandeln3 es belcheln1 stolz und kniglich ihm begegnen -- sich nicht sklavisch vor ihm winden -- nicht in trichtem ,grbeln ,krfte vergeuden4 ,eine stille ,mondnacht flo durch die weiten ,fenster zu uns herein1 aber wir brauchten mehr ,luft4 ,komm1 sagtest ,du1 sonst nichts4 ,wir stiegen die ,treppen hinab und wanderten auf dem silbernen ,mondstreifen dahin1 der wie ein schmaler ,teppich vor unseren ,fen flimmerte4 ,konnte der ,traum von dem1 was das ,leben nie zu gewhren scheint1 dennoch ,erfllung geworden sein8 ,lautlos umfing uns der ,wald4 ,wir hatten zu sprechen aufgehrt4 ,ich vernahm nichts als den ,gesang meines ,herzens4 ,erst ,deine ,worte unterbrachen die ,stille3 ,am folgenden ,nachmittage wrden wir uns zum ersten ,male nicht sehen knnen4 ,die wenigen ,stunden nach ,schlu ,deiner ,bureauarbeit muten fr wichtige ,besprechungen1 fr entscheidende kleine ,aenderungen an ,deinem ,stck gentzt werden2 all das war selbstverstndlich1 aber etwas kann zwar selbstverstndlich erscheinen1 und doch -- wehe tun4 ,es ist ,zeit heimzugehen1 sagte ich4 ,meine ,stimme kam mir in diesem ,augenblick verndert vor4 ,ich frstelte4 ,ein ,landmann1 der zur nahen ,stadt mute1 trug seine ,laterne in der ,hand2 ihr winziges ,flmmchen schwebte uns entgegen4 ,sicher wollte er zum frhen ,markt4 ,da erinnerte ich mich1 da das ,leben weiterging4 ,wir sprachen wieder mit ,erregtheit von ,deinem ,stck1 von all den neuen ,aussichten1 die seine ,annahme erffnete4 ,spter4 ,roland1 ,roland6 ,am nchsten ,sonnabend findet also schon die ,auffhrung statt6 ,seit ,wochen gelten all unsere ,gesprche diesem ,ereignis4 ,wir knnen an nichts denken auer an ,schauspieler1 ,proben1 ,kritik1 ,regie1 ,wirkung auf ein ,publikum oder an hnliches4 ,du hltst ,dich fr alle ,flle gewappnet4 ,mir scheint1 fr ,niederlagen ist man nie gengend oder richtig gewappnet1 aber trotzdem -- so oft ,du jetzt von verbldetem ,publikum1 von nichtssagender ,presse sprichst1 steht ,dir auch das4 ,oft sehe ich ,dich1 ,du weit es ja1 nur stumm staunend an4 ,in den ,tiefen ,deiner ,seele1 in ,deinem groen ,gefhl fr mich kann sich nichts verndert haben1 nur die stillen ,pfade1 auf denen wir dahin wandelten1 sind bevlkert4 ,der ,zufall oder das ,glck haben ,dich aber auch fast bengstigend rasch in die ,hhe geschnellt4 ,zwar ist noch nichts entschieden1 jedoch allein die ,mglichkeit1 einem ,publikum ,dein ,knnen vorzufhren1 bedeutet ja schon unabwgbar viel4 ,ein so unwahrscheinliches ,zusammentreffen1 wie ,du es erlebtest1 wrde sicher in einem ,roman belchelt werden1 whrend doch die ,wirklichkeit oft genug die tollsten ,sprnge vollfhrt3 ein bescheidener ,bankbeamter1 der nur ,interesse an seinen ,bchern zu haben scheint1 arbeitet neben einem jungen ,menschen1 dessen ,onkel ,dramaturg an einem ersten ,theater ist4 ,wie haben wir gelacht1 als ,du des ,kollegen ,aufschneiderei erwhntest4 ,aber man konnte ihm ja unser ,stck anvertrauen4 ,wir sind gar nicht erwartungsvoll gewesen4 ,unsere fieberhafte ,unruhe entsprang anderen ,grnden1 ganz anderen2 sie lagen weit ab vom ,theater4 ,schon nach acht ,tagen kam die ,einladung ins ,bro der ,direktion4 ,spter4 ,freitag4 ,noch vierundzwanzig ,stunden6 ,roland1 ich habe richtige ,examensangst2 ,herzklopfen wie ein ,schulmdchen4 ,und weshalb8 ,nur weil sich morgen der ,vorhang vor ,deinem ,stck heben wird4 ,dabei wiederhole ich mir immer wieder3 ,was bedeutete es1 wenn es durchfiele8 ,deshalb bist ,du doch etwas2 deshalb berechtigt ,dein ,talent doch zu besonderen ,erwartungen4 ,du wirst nicht leicht zu entmutigen sein1 auch wenn die ,presse ,dich dies erste ,mal ablehnt4 ,wie immer die ,wrfel fallen1 meinen ,glauben hast ,du ntig2 denn auf wechselnde ,stationen mut ,du ,dich nun gefat machen3 vor den ersten toten ,zeiten in ,deinem knstlerischen ,schaffen wirst ,du ,dich entsetzen1 vor gnzlichem ,versanden zittern2 ,du wirst dann nicht hoffen1 da sich je wieder in ,dir etwas regen knne4 ,mehr als je wirst ,du mich brauchen1 meine ,erfahrung1 meinen nie zu erschtternden ,glauben4 ,das ist ja noch kein ,glaube1 der nicht immer ber einem ,schaffenden schimmert1 wie ein ewiges ,licht1 welches nie verlschen darf4 -- ,in diesem pltzlichen ,aufstieg liegen sicher ,gefahren1 wenn auch ganz andere wie in stets vergeblichen ,versuchen4 ,nennen sie ,dich nach der ersten ,auffhrung eine ,hoffnung1 so wirst ,du beim zweiten ,stck diese ,hoffnung nicht erfllt haben4 ,hob ,dich ,dein erster ,schritt in die ,oeffentlichkeit gleich auf eine ansehnliche ,hhe1 so verzeichnet man beim folgenden sicher keinen ,fortschritt4 -- ,auch heute knnen wir uns nicht sehen2 morgen nur in der ,unruhe vor der ,auffhrung4 ,eigentlich bist ,du1 mein ,junge1 mir halb verloren2 der1 welcher mich nun liebt1 ist zwar jener ,roland1 den ich ahnte1 aber ich bin nicht mehr allein fr ihn die ,welt1 in der er lebt4 ,um die ,stunden bis zum morgigen ,abend schneller hinzubringen -- ich selbst bin nicht imstande1 ruhig zu arbeiten -- habe ich gestern einen alten ,freund zu mir gebeten1 von dem mich die ,erlebnisse der letzten ,monate entfernten1 ohne uns trennen zu knnen4 ,da ich ,dich1 ,geliebter1 allen bisher unterschlagen habe1 gewhrt mir nun ein besonders frhliches ,empfinden4 ,ich frchtete sicher keine ,gefahr ,deiner ,gefhle fr mich4 ,nur allein die ,vorstellung1 jemanden1 der in mein ,leben einzugreifen beginnt1 von kritischen ,blicken gemessen zu wissen1 erscheint mir immer -- so berspannt es auch klingen mag -- wie ,lsterung4 ,ich mag meine ,freunde nicht zur ,diskussion gestellt wissen4 ,immer wundern sich ja doch die ,anderen2 fr die meisten ist das ,unsichtbare1 das ,menschen zusammentreiben kann1 nicht vorhanden2 in unwgbare ,werte versenken sie sich nicht4 ,und nun gar in einem so schwierigen ,fall1 wie dem zwischen einer lteren ,frau und einem jungen1 viel zu jungen ,menschen4 ,kopfschttelnd wrde man festgestellt haben3 ,unbegreiflich6 ,wer htte das erwartet8 ,ueberraschendes konnte man ihr wohl zutrauen1 aber da sie so kurzsichtig sein knne1 so befangen1 so blind8 ,was ist denn der ,mensch8 ,was kann er8 ,wie alt schtzen ,sie ihn8 ,liebe mu da doch vllig ausgeschlossen sein4 ,ja1 ausgeschlossen1 ,roland6 ,habe ich selbst das nicht gemeint2 war ich nicht auch dessen sicher8 ,am ,sonnabend ,nachmittag4 ,wir sind zusammen auf der ,generalprobe gewesen4 ,ein ,schauspieler hielt mich fr ,deine ,mutter4 ,ich erschrak2 an die ,mglichkeit habe ich nie gedacht4 ,aber niemals werde ich eine andere ,jugend festhalten wollen1 als die des ,geistes -- die soll ewig whren4 ,mit ,farbe und ,schminktopf erreicht eine ,frau selten mehr als sich selbst mglichst lange uere ,jugendlichkeit vorzutuschen1 es sei denn1 sie habe sich durch fast ausschlieliche ,vertiefung in dieser ,art der ,malerei ,meisterschaft erworben4 ,jene ,anrede wirkte im ,augenblick1 besonders durch ,deine ,gegenwart1 sehr qulend4 ,wre nur ,eitelkeit die ,ursache des ,peinigenden1 so hielte ich mich fr ein ,gnschen in landlufigem ,sinne1 und ich selbst wte jenes reiende ,wehgefhl nicht in ,einklang mit dem ,grundton meines ,wesens zu bringen4 ,doch die ,minute1 in der das3 ich freue mich1 -- ,ihre ,frau ,mutter -- vernehmbar war1 gengte1 um die ,frage in mir wieder aufzuschrecken1 ob ich mehr als ein kurzes1 starkes ,erlebnis in ,deinem ,leben sein darf8 ,monatelang hat diese ,frage fast geschlafen4 ,ich whnte uns ber trennende ,sitten1 ber ,einflumglichkeiten1 deren ,wirkungen auch die tiefste ,liebe nicht aus der ,welt bannt1 erhaben4 ,heute zeigte mir die ,wirklichkeit kra ihr ,angesicht4 ,seltsam1 da wir uns solange einbilden1 nichts nach dem ,urteil der ,welt zu fragen1 bis irgend ein ,ungefhr uns jh das ,gegenteil beweist4 ,ein ,unterschied bleibt zwar3 ,ich brauche ,minuten1 mich wieder zurecht zu finden1 whrend viele sich ,wochen oder ,monate von einem ,angriff oder ,ueberfall vergllen lassen4 ,wie konnte ich nur vollstndig vergessen1 da die still wandelnde ,zeit sich immer -- ich denke im ,augenblick nur an uerliche ,vernderungen -- gebieterisch geltend machen mu4 ,an andere ,gefhrdungen will ich jetzt nicht denken4 ,die beseligende ,uebereinstimmung in uns kann nicht erschttert werden4 ,und heute dulde ich in mir am wenigsten trbe ,gedanken4 ,wie lange ist es denn her1 da ich ,dich fand2 ich meine1 da ich ,dich zwischen den ,vielen schweigend und ungelenk stehen sah8 ,damals bildete ich mir ein1 in ,deinen ,augen etwas zu entdecken1 das mehr verriet1 als ,deine scheue ,haltung vermuten lie4 ,traurigkeit beschattete ,dich1 die gar nicht in ,einklang mit ,deiner blhenden ,jugend zu bringen war4 ,deine schlanke1 nervige ,gestalt berragte die ,meisten1 und doch erschienst ,du keinem beachtenswert2 nur mir strmte ein schwaches ,fluidum entgegen1 schwach und doch stark genug1 mich zu ,dir zu ziehen4 ,pltzlich stand ich neben ,dir1 sprach einige gleichgltige ,worte und freute mich1 da nichts in ,deiner ,stimme war1 was mich strte4 ,sogleich empfand ich1 ,du hattest ,dich nicht in meine ,nhe gewagt1 und es wre mir doch viel sympathischer gewesen1 von ,dir weniger hochgestellt zu werden4 ,noch war der ,druck besonders schwerer ,stunden1 die ich gerade durchkmpft hatte1 nicht von mir gewichen1 und doch konnte mich schon seltsam freudig der ,wunsch ergreifen1 mit ,dir1 dem ,fremden1 allein unter einer ,kirchenwlbung zu stehen oder in ,waldeseinsamkeit auf khlen1 bltenreichen ,wegen dahinzuschreiten4 ,seit ,jahren kaum noch empfundene ,verlegenheit ergriff mich4 ,ich belchelte mich1 aber -- ich ging nicht weiter zu anderen ,freunden4 ,besuchen ,sie mich1 sagte ich gelassen und sorglos4 ,in der ,sekunde warst ,du1 ,roland1 mir ein ,ziel geworden1 -- wieder einmal zwang es mich1 ,menschenbildner werden zu wollen4 ,mit welchem ,ergebnis8 ,nimmer konnte ich diese seelischen ,wandlungen1 diese ,beschleunigung unserer ,pulse1 all diese gttliche ,schnheit voraussehen4 -- -- ,ich werde nun doch heute unser ,kleid anlegen1 in dessen schimmerndem ,samt ich ,dir an jenem ersten ,abend begegnet bin4 ,deine zwei ,nelken durchhauchen mein ,zimmer4 ,du hast wie ein erfahrener ,ritter gewhlt2 ihre rosig berhauchte ,blsse eint sich herrlich der ,fliederfarbe meines ,gewandes4 ,deine ,verse aber1 die eben mit den ,blumen abgegeben wurden1 werde ich in dieser zerfahrenen ,erregtheit nicht lesen2 sie sollen mich heute ,nacht empfangen4 ,nachts4 ,der ,morgen steigt herauf1 aber ich versuchte nicht mehr1 mich niederzulegen4 ,wieder und wieder schaue ich auf ,deine ,verse2 wieder und wieder beglckt -- erschttert -- beunruhigt mich ,dein ,lied4 ,lausche in ,dich hinein1 ,roland4 ,ist es nicht vielleicht schon aus dem ,glck einer neuen ,erwartung geboren8 ,vor einer ,stunde begleitetest ,du mich nach ,hause2 im ,kreise ,deiner ,mitarbeiter haben wir das ,ereignis mitfeiern mssen4 ,wird die ,presse uns auch erst morgen sagen1 worin der ,autor sich vergriffen hat1 was von ihm in ,zukunft zu erwarten1 in welcher ,rubrik er zu bringen ist1 selbst die ungnstigste ,besprechung kann nicht die ,tatsache einer starken ,teilnahme der ,hrer aus der ,welt schaffen4 ,auf ein so atemloses ,mitempfinden des ,publikums habe ich nicht gerechnet4 ,ist ja immer noch die ,loslsung einer ,frau von sittlich feststehenden ,grundstzen nicht gerade ein anziehendes ,thema4 ,htte ich auch nichts auf ,dich bertragen als den ,mut1 ,dich von all jenem ,ballast zu befreien1 der am schwersten auf werdenden ,menschen lastet1 so bliebest ,du doch mein ,erbe4 ,ich habe sicher nur den ,zndstoff zwischen gegebenen ,zustnden und notwendigem ,revoltieren gelegt4 ,du warst eben viel reicher als ,du ahntest4 ,dir1 wie so vielen1 drohte ein ,steckenbleiben1 fern ,deiner vorbestimmten ,entwicklungsbahn4 ,menschen1 die sich der ,berechtigung ihrer angeborenen ,eigenart frh bewut werden1 sind ja so selten4 ,nie habe ich mich planvoll durch ,hindernisse winden mssen2 nicht etwa1 weil keine ,hindernisse vor meinen ,fen lagen1 sondern nur weil mein ,blick ausreichte1 das ,wesentliche meines ,ichs zu erkennen1 und in mir ,kraft genug war1 dieses ,wesentliche zu entwickeln1 ohne in egoistische ,klte hineinzugleiten4 ,der ,meisten tastendes ,suchen beirrt immer wieder geheime ,verzweiflung4 ,sie wollen vorher mit zuverlssiger ,sicherheit wissen1 wann sie fehl gehen knnten1 und wann es ihr gutes ,recht ist1 auf eigne ,art ,mensch zu werden4 ,ohne ,verletzungen mchten sie hinaus und hinauf4 ,krisen erschrecken sie4 ,fr alle ,zeit trgst ,du nun ein starkes ,lebensempfinden in ,dir1 und wie immer ,deine uere ,bahn sich gestalte1 nie wirst ,du in ,deinem ,werke und in ,deinem ,wesen die ,schnheit des groen ,fhlens verleugnen4 ,ich mu mich nun doch endlich niederlegen und zu schlafen versuchen1 die ,nerven knnten rebellieren4 ,vier ,wochen spter4 ,meine ,gedanken beginnen ins ,leben zurck zu wandern -- -- -- ,wohl wei ich3 ,zur ,erkenntnis gehrt ein bestimmter ,abstand4 ,ist man seinen ,erlebnissen noch zu nahe1 so berwiegt das ,einzelne so sehr1 da das ,ganze nicht zu berschauen ist4 ,die ,tragweite und der wahre ,gehalt eigener ,freude und eigener ,leiden sind -- besonders in unmittelbarer ,nhe -- nicht richtig einzuschtzen4 ,gewi1 gewi1 nie sind wir dem ,irrtum mehr ausgesetzt1 als in ,augenblicken1 in denen wir eine neue ,erfahrung erleben4 ,habe ich denn aber in den letzten ,wochen eine neue ,erfahrung erlebt8 ,wohl kaum4 ,doch wie immer es sei1 ,roland1 es gibt ,entschlsse1 die im ,zustande der ,exstase gefat werden mssen1 sonst fat man sie nie4 -- ,seit acht ,tagen bist ,du wichtiger ,besprechungen halber abwesend2 ich habe ,ruhe gehabt1 unbeirrt von ,deinem ,blick1 von ,deiner ,nhe ber die reiche ,festzeit nachzudenken1 die wir miteinander ,monate hindurch erleben durften4 ,jeden unserer ,briefe las ich gestern nochmals durch2 ,dein ,schreibtisch ist ja lngst fr mich geffnet4 ,scheu berhrte ich jedes ,blatt4 ,whrend dann meine ,blicke ber die ,seiten dahinglitten -- hier auf dem ,platze1 auf dem ,du so oft meine ,hand streicheltest -- in diesem ,zimmer1 das ,du infolge der fr ,dich nun umgewandelten ,welt seltener und oft nur flchtig whrend der letzten ,zeit betratest1 erstarkte in mir die ,vorstellung 7knnte ich vielleicht auch sagen -- der ,wahn87 uns vor der ,tragdie der ,entzauberung retten zu mssen4 ,ich wei nicht1 wann dieser ,gedanke zuerst ,besitz von mir zu ergreifen versuchte4 ,vielleicht bildete ich mir nur ein1 ,deine groe ,liebe habe all meine einstigen ,theorien gnzlich umzuwerfen vermocht1 vielleicht sind sie nie aus meinem ,unterbewutsein gewichen1 vielleicht berbrauste sie nur der sich steigernde ,glaube an die ,mglichkeit eines ,besitzes1 welcher ein ,leben ganz auszufllen vermag4 ,ich verga1 da es keinen ,besitz gibt1 dessen wir mchtig sind4 ,nun ist's mir wieder eingefallen1 ohne ,bitterkeit1 ohne ,erschrecken1 ohne die ,absicht1 irgend jemanden zur ,rechenschaft dafr ziehen zu wollen4 ,am wenigsten ,dich1 geliebter ,junge4 ,nichts ist jetzt notwendig als ein festes ,herz4 ,seltsam1 welche ,flle von ,forderungen wir gerade an diesen kleinen ,muskel stellen1 den wir unser ,herz nennen4 ,gre soll ihm eigen sein1 ,treue1 ,weisheit1 ,strke1 ,heiterkeit1 ,gte1 ,sanftmut2 alles -- je nach ,bedarf4 ,an mir ist es1 unser groes ,gefhl vor dem ,proze des ,alterns zu retten4 ,solche ,rettung kann nicht teuer genug bezahlt werden4 ,noch umflutet uns ein ,meer von ,liebe1 dessen ,verflieen ,dir unmglich dnkt1 aber ,verhltnisse knnen nicht ausbleiben1 die uns qulen mssen4 ,ich will ,dich nie in ,konflikte treiben4 ,heute noch bist ,du fest davon berzeugt1 da ,du nur einmal so lieben kannst1 wie ,du mich liebst2 aber anders wirst ,du lieben knnen1 anders4 ,deine ,kunst wird dazu beitragen1 da ,dich dieses anders rascher berfllt1 als ,du es fr mglich hltst4 ,sollte ich ,dich nun fr ewig beanspruchen1 ,dir immer fest zur ,seite bleiben wollen1 weil ich die erste ,frau bin1 die in ,dein ,leben eingriff1 weil ,dein ,talent der ,liebe zu mir entstieg8 ,glaube nicht1 ,roland1 ich gehe1 weil ich ,dir entsagen will4 ,nein1 ich gehe1 ehe die gesteigerte ,seelenatmosphre1 die ein wundersames ,gefhl uns bescherte1 und die jedes ,denken an einander in jauchzendes ,singen wandelte1 von ,miklngen zerrissen sein knnte4 ,ich gehe1 weil es der ,aufstieg ist1 der uns fr immer einen kann4 ,kein ,schatten soll je das helle ,licht zwischen uns trben1 nie soll des ,werktags ,gewalt unser ,gefhl fr einander gefhrden2 nie sollen der ,gewohnheit graue ,schleier zwischen uns wehen4 ,wen die ,gtter lieben1 den lassen sie jung sterben4 ,ist es nicht das ,gleiche1 wenn ,liebe nicht erst der ,gewaltttigkeit und der ,not des ,alterns ausgesetzt wird8 ,denn auch ,liebe altert und ist meist derselben ,verarmung untertan1 wie krperliches ,verblhen2 nur ,auserwhlten1 ,seltenen mag ein anderes ,schicksal bestimmt sein4 ,ich frchte das ,erwachen aus dem ,zustande des ,verzaubertseins4 ,spter4 ,heute sehe ich in meinem ,verschwinden eine zwingende ,notwendigkeit1 aber nicht immer werde ich fhig sein1 mir diesen ,schwerthieb zu deuten4 ,heute fhle ich trotz ,qual und ,entsetzen1 da er nur das durchschneidet1 was sterblich zwischen uns ist1 da er die unzerreibaren ,zusammenhnge nicht treffen kann4 ,heute glaube ich hellsehend zu sein2 schon in einer ,woche knnte ich mich betrgen und all dieses fr einen ,anfall von ,schwermut halten1 der glcklich berwunden ist4 ,nein1 schnell mu ich handeln1 auch wenn ich inmitten meiner raschen ,reisevorbereitungen wieder und wieder pltzlich nur an zerstrende ,sinnlosigkeit denke4 ,roland1 ,geliebter1 nie sollst ,du gentigt werden1 vor mir eine ,maske anzulegen4 ,noch kannst ,du nicht wissen1 ob nicht auch ,du zu den ewig ,wandernden gehrst4 ,die ,schwelle in das ,land1 das besonders reich an romantischen ,tuschungen ist1 berschrittest ,du ja erst jetzt4 ,sonnigen ,trumern gewhrt es am liebsten ,obdach4 ,und freien4 ,wir werden beide auf bewegten ,meeren bleiben1 aber wir werden erstarken1 wenn unser ,fhlen1 unser ,geist nicht mehr wie berfeine ,instrumente durch den leisesten ,seelenhauch des ,geliebten in ,schwingung geraten4 ,suche ,dir allein jetzt ein ,knigtum1 das von ewiger ,dauer ist4 ,kein rasches ,entblttern bedrohe die ,blumen1 die in ihm erblhen4 ,es mu erfllt sein von einer ,qual1 einer ,liebe1 einer ,sehnsucht1 die mehr verlangen als einen ,menschen4 ,in diese ,qual1 diese ,liebe1 diese ,sehnsucht werde ich heimkehren4 ,ich kann mein ,ich nicht ersticken lassen1 mu ursprnglich und aufrichtig bleiben1 mu auf meine ,weise an unserer ,vollendung -- die ja doch nur ,stckwerk bleibt -- arbeiten1 mu uns vor ,anklagen und ,beschuldigungen bewahren4 ,aber all diese flchtig und in wirrem ,durcheinander niedergeschriebenen ,worte werden ,dich nicht berzeugen4 ,doch das gehrte ja zu dem ,schnsten zwischen uns1 da ,du meine ,beweggrnde stets achtetest1 auch wenn sie nicht im ,einklang mit ,deinem ,empfinden standen4 ,vor ,dir habe ich nie ntig1 mich zu verteidigen2 welch eine herrliche ,gewiheit6 ,anfangs wirst ,du zu verzweifeln glauben1 wirst grausam leiden1 aber ,du wirst nicht zu ermitteln versuchen1 ob ,du mich in ,christiania oder in ,athen finden knntest4 ,ach1 da man sich im ,leben immer1 wenn auch in friedlicher ,form1 zu verteidigen hat6 ,unsere ,ideale -- gleichgltig1 ob wir uns ffentlich zu ihnen bekennen oder nicht -- bilden genau einen ,teil unseres ,selbst1 wie uerliche ,vorzge oder ,fehler4 ,sie ewig zu entschuldigen1 ist das ,gleiche1 als wolle man sich wegen der ,farbe seiner ,haare1 oder wegen der ,kleinheit oder ,lnge seiner ,gestalt verteidigen4 ,gebe ich ,dich jetzt freiwillig her1 so kannst ,du mir nie genommen werden4 ,la ,dich nicht von tuschenden ,ueberlieferungen beirren2 klammere ,dich nicht an ,ausnahmen1 an ,beziehungen1 die nie verstmmelt wurden4 ,wir haben unser glckliches ,jahr gelebt4 ,la uns unsere ,liebe unverwundbar gestalten1 la uns zum hheren ,glck emporklimmen4 ,am ,firmament bleiben ,dir strahlende ,lichtfunken4 ,sehnsucht ist ,glanz auch in sternenlosen ,nchten4 ,oder sollte all dies dennoch ,phantasterei sein8 ,selbstmord8 ,uebertreibe ich8 ,irre ich in der ,voraussetzung1 da durch meine ,selbstbesinnung ,sterbliches in ,unsterbliches gewandelt wird8 ,kann diese ,flucht1 an der wir beide jetzt gleich schwer zu tragen haben1 nicht allmhlich zum ,quell werden1 dem die groen ,dichter entsteigen8 ,ich trume ,dich gro2 mein ,gehen wird diesen ,traum leichter der ,wirklichkeit nahe bringen1 als mein ,bleiben4 ,ich aber habe mich zu mir selbst zurckzuwenden4 ,vielleicht denke ich dennoch zu wenig an ,dein ,entsetzen1 an ,dein ,erschrecken4 ,junge1 liebster ,junge1 begreife doch1 da es schner ist1 an unserem ,sehnen zu leiden1 als den ,tag abzuwarten1 an dem das ,dunkel durch enge ,fenster zu uns hereinfallen will4 ,heute noch flutet ,licht durch weite ,portale an uns heran4 ,ich kann1 ich kann ,dich nicht durch das ,verlangen beschweren1 unseren leuchtenden ,stunden eine ,alltagsfortsetzung geben zu sollen4 ,wohl kenne ich genau die ,antworten1 die ich erhielte1 erbte ich jemandes ,rat3 ,von ,ueberspanntheit wre die ,rede1 -- vom einzigen ,glck im festen ,besitz -- vom ,prfstein eines starken ,gefhls -- von nicht minder schnen1 wenn auch gewandelten ,gefhlen -- von ,bndnissen1 die die ,zeit nur noch unlslicher schmiedete4 ,aber ,roland1 wie alt bist ,du8 ,wie alt ich8 ,weshalb denn mehr8 ,mehr wrde zum ,weniger4 ,zu oft sah ich ,menschen1 die sich hemmend aneinander frs ,leben gekettet hatten4 ,vielleicht ist dennoch meines ,handelns ,ursprung tief verwurzelt mit meinem ,knstlertum4 ,verzweiflung und ,verheiung scheinen mir zusammengeschweit4 ,spter4 ,selbst in diesen ,tagen gibt es ,augenblicke1 in denen ich gar kein ,weh in mir fhle4 ,und doch1 whrend mir heute der ,diener verschiedene ,fahrplne zur ,durchsicht reichte1 schreckte ich zusammen1 als setzte der ,schlag meines ,herzens aus2 mir wurde schwindlig1 ich konnte nur stehen bleiben1 solange ich mich an irgend einem ,gegenstande im ,zimmer festhielt4 ,merkwrdig1 wie entgegengesetzte ,vorstellungen zur selben ,minute an mir reien1 whrend ich mich doch am beharrlichsten des letzten ,zusammenseins mit ,dir erinnere1 ,deiner flchtigen ,innigkeit1 als ,du zur ,bahn strmtest4 ,knnte dieses ,fortstrmen nicht symbolisch fr ,deine nchste ,zukunft gewesen sein8 ,soeben ,dein ,telegramm1 das mir die dortigen ,erlebnisse meldet und die ,verzgerung ,deiner ,rckkehr4 ,spter4 ,oft hrt man1 da ,menschen1 die beabsichtigen1 sich das ,leben zu nehmen1 in unerklrlicher ,ruhe und ,besonnenheit alles fr die ,tat vorbereiten4 ,jetzt begreife ich auch sie4 ,nachdem mein ,entschlu gefat war1 konnte ich in seltsamer ,ueberlegung ordnen1 was geordnet sein mute4 ,ich handle aus ,naturnotwendigkeit1 aus dem1 was meiner ,natur notwendig erscheint4 ,ob falsch1 ob richtig1 kann nicht mehr das ,entscheidende sein2 nicht ob ich gttlichen oder menschlichen ,gesetzen in mir folge4 ,ich habe aufgehrt1 das entrtseln zu wollen4 ,whrend ich dies ,letzte schreibe1 bin ich schon weit fort2 ich kritzle im ,zuge1 der mich eilend und rollend immer mehr von ,dir entfernt4 ,liebe1 ,begeisterung und ,leidenschaft fr ,vieles1 was der nur gesunde ,verstand verspottet1 werden mein ,leben immer zu einem reichen machen4 ,freudigkeit und ,festigkeit knnen mich nie fr immer verlassen4 ,so nehme ich1 trotz allem1 fast heiter dieses -- soll ich es ,martyrium nennen8 -- auf mich4 ,ich kann auch nicht sagen3 ,verzeihe4 ,etwas eigentmlich ,doppeltes ist in jedem ,leben1 in dem des ,knstlers in verstrktem ,grade4 ,tausend melodische ,ueberraschungen werden ,deinem ,schmerz entsteigen4 ,gib ,dich ganz jenen berauschenden ,schpferaugenblicken hin1 deren ,seligkeiten ,du ja bereits erfahren2 aus diesem ,eden kannst ,du nie vertrieben werden4 ,bedenke ich1 wie das alles anfing1 wie alles zusammen- und auseinandertrieb1 die ,wandlungen und ,handlungen1 die in den wenigen ,monaten liegen1 so ergreift mich etwas wie ,andacht vor den im ,dunkel verborgenen ,wurzeln des ,lebens4 ,vermissen1 ,verlangen1 welche ,frchte mgen sie ,dir tragen8 ,ich brachte alles ber ,dich in ,flle1 auch jetzt das ,harte1 aber nun nennt ,dich die ,welt -- einen ,dichter4 ,es schmerzt ,dich vielleicht1 und ,du begreifst es kaum1 ,geliebter1 da ich in diesen ,augenblicken fhig bin1 berhaupt zu schreiben4 ,doch sieh1 immer erscheint mir eine ,eisenbahnfahrt wie ein ,zwischenspiel1 wie ein ,akt1 der trotz seiner ,tatschlichkeit eigentlich nicht mitrechnet in der ,schale1 auf die all unser ,erleben niederfllt4 ,die ,gerusche des fordernden ,tages drauen knnen die ,ansprche meiner ,seele beirren2 die ,gerusche einer ,fahrt sind schwach1 mir kaum vernehmbar2 sie werden bertnt von feierlich schwebenden ,gedanken1 die zu mir zu ,gast kommen4 ,erst wenn ich diesen ,zug verlassen1 wenn ich das ,ziel meiner ,fahrt erreicht habe -- schon ,tage vorher werde ich diesen langen letzten ,brief von einer ,nebenstation aus an ,dich schicken -- kann ich zu ermessen beginnen1 was es tatschlich bedeutet1 nie mehr in heier ,sehnsucht auf ,dich warten zu knnen4 ,und wie jetzt drauen wechselnde ,bilder an mir vorberziehen1 so werden ,stunden wechselnden ,fhlens mich umfangen4 -- ,unser ,leidensweg fhrt durch die ,seele1 aber der unserer tiefsten ,erkenntnisse1 die aufwrts tragen wollen1 auch4 ,ich hatte ,angst vor dem kleinen ,glck1 aber ,menschen1 in denen diese ,angst nicht zu berwinden ist1 mssen hart sein knnen -- hart gegen sich und hart gegen die1 welche sie am meisten zu lieben glauben4 ,roland1 ,du ,einziger1 in dieser ,stunde erlausche ich vieles1 was wir selten in uns vernehmen4 ,ich frchte mich nur1 meiner ,qual nicht wrdig zu sein4 ,du erinnerst ,dich dieses ,dostojewski-,wortes1 dessen ,inhalt zuerst befremdend erscheint1 und das doch imstande ist1 soviel ,adliges in uns zu wecken4 ,an ,bumen mit weien ,stmmen und hngenden ,kronen jagt der ,zug vorber4 ,zahllose ,bilder wirft die ,natur in die dahinfliegenden ,fenster3 ,gelbwogende ,kornmeere1 buntblhende ,wiesen1 rotknospende ,bsche1 leise sich wiegende ,grser2 sie alle beredte ,verknder des ewig verschwendenden ,nhrbodens1 der uns trgt4 ,in einen seltsamen ,traumzustand gleite ich hinein -- -- -- ,drauen ist ,erntezeit4 ,und in uns8 ,welchen ,namen werden wir einst dieser ,zeit geben8 ,maria4 99 99 99 99 99 99 99 99 99 99 99 99 99 99 ,fehler und ,unregelmaigkeiten3 das ,beieinanderbleiben ein ,wort die einmal ,inhalt all seines ,denkens und ,fhlens gewesen ist ,original hat gewsen ,roland an ,maria4 #d4 ,brief ,teure ,frau ,maria1 ich kann es nicht mehr ndern ,original hat ,maria an ,roland4 aus unerforschten ,grnden zufluten lassen kann ,original hat ,grnde eine feingliedrige ,gestalt ,original hat feingliedrge ,marie1 ,deine ,maria4 ,text ungendert die immer gleich an ,ruhm denken -- an ,dich1 ,ruhm ,spatium nach denken fehlt ob mndlich oder schriftlich ,original hat ob-_/mndlich am ,linienende ,der ,morgen steigt herauf1 aber ich versuchte nicht mehr ,text ungendert3 ,fehler fr versuche8 nicht durch das ,verlangen beschweren1 ,original hat ,vrlangen