,,darwinismus ,,und ,,sozialismus oder ,der ,kampf um das ,dasein und die ,moderne ,gesellschaft4 von ,,prof1 ,,dr4 ,,ludwig ,b,,chner4 ,leipzig ,ernst ,gnthers ,verlag #ahid4 ,der ,zustand der menschlichen ,gesellschaft in ,vergangenheit und ,gegenwart bietet fr das ,auge des ,menschenfreundes in vielfacher ,beziehung ein wenig erfreuliches ,bild4 ,es zeigt uns riesige ,gegenstze von hchstem ,glck und von tiefstem ,elend1 ,grenzenlose ,armut neben grenzenlosem ,reichtum1 grenzenlose ,gewalt neben grenzenloser ,ohnmacht1 grenzenloser berfluss neben grenzenloser ,entbehrung1 bermass von ,arbeit neben ,nichtsthuerei und ,faulenzertum1 politische ,freiheit neben wirtschaftlichem ,knechttum1 fabelhaftes ,wissen neben tiefster ,unwissenheit1 ,schnes und ,herrliches jeder ,art neben ,hsslichem und ,abstossendem jeder ,art1 hchste ,erhebung menschlichen ,seins und ,knnens neben dessen tiefster ,versunkenheit1 blder dumpfer ,aberglauben neben hchster ,geistesfreiheit -- das ist der ,charakter einer ,gesellschaft1 welche in der ,grsse und dem ,widerstreit dieser ,gegenstze die schlimmsten1 hinter uns liegenden ,zeiten politischer ,unterdrckung und ,sklaverei noch berbieten zu wollen scheint4 ,von jeher haben die ,menschen untereinander und gegen ihr eignes ,geschlecht in einer ,weise gewtet1 im ,vergleich mit welcher die wildesten und grausamsten ,bestien als fromme ,lmmer erscheinen mssen4 ,aber wenn auch diese ,zeiten wildester ,barbarei und ,zerfleischungswut in zivilisieren ,lndern grsstenteils vorber sind1 so wiederholen sie sich doch in andrer ,form in jenen erschtternden gesellschaftlichen ,tragdien von ,mord1 ,selbstmord1 ,hungertod1 unverschuldeter ,krankheit1 frhzeitigem ,tod1 ,arbeitslosigkeit u4 s4 w41 welche wir beinahe tagtglich an uns vorber mssen ziehen lassen1 ohne im ,stande zu sein1 ihre schreckliche ,wiederkehr zu verhten oder ohne ihnen mehr als eine kurze ,regung des ,mitleids schenken zu knnen4 ,tagtglich sehen wir ,menschen aus ,mangel der notwendigsten ,lebensbedrfnisse schnell oder langsam zu ,grunde gehen1 whrend dicht neben ihnen der besser situierte ,teil der ,gesellschaft in berfluss und ,wohlleben erstickt1 und whrend der ,national-,wohlstand einen nie gesehenen1 aber in der ,regel nur ,einzelnen zu ,gute kommenden ,aufschwung nimmt4 ,wenn wir sehen1 dass ,hunderttausende in ppigkeit verderben1 whrend ,millionen dasselbe ,schicksal erleiden durch ,darben und ,entbehren1 so wird man beinahe versucht1 jenem englischen ,schriftsteller ,recht zu geben1 welcher fragt3 ,ist es in ,ordnung1 dass ,millionen beinahe ,hungers sterben1 damit einige ,tausende an ,dyspepsie 7,magenberladung7 zu ,grunde gehen8 ,die ,statistik hat die traurige ,thatsache an das ,liebt gebracht1 dass die durchschnittliche ,lebensdauer der ,armen kaum etwas mehr1 als die ,hlfte der ,lebensdauer der ,reichen betrgt4 ,also wird der ,arme durch die einfache ,thatsache seiner ,armut nicht bloss um den ,genuss des ,lebens1 sondern auch um das ,leben selbst gebracht4 ,am schwersten lastet dieser ,fluch der ,armut auf der armen1 unschuldigen ,kinderwelt1 welche schon mit ihrem ersten ,atemzuge den ,keim eines frhen ,todes oder spterer ,krankheit in sich aufnimmt1 und zwar hauptschlich durch gesellschaftliches ,verschulden4 ,die ,statistik zeigt1 dass im ,durchschnitt schon die ,hlfte aller ,kinder der ,armen vor ,erreichung des fnften ,lebensjahres dieses irdische ,jammerthal wieder verlsst infolge von ,mangel1 schlechter ,pflege u4 s4 w4 ,der riesige nationalkonomische ,schaden dieses fortwhrenden zwecklosen ,kommens und ,gehens springt in die ,augen4 ,alle die ,millionen ,ausgaben an ,geld und ,arbeit1 welche auf diese ,kleinen verwendet worden sind1 gehen mit ihrem ,tode fr die ,gesamtheit unwiderbringlich verloren und knnen nie wieder durch deren sptere ,thtigkeit ersetzt werden4 ,muss es nicht das ,herz des ,menschenfreundes auf das ,tiefste betrben1 wenn er die ,kinder der ,armen in ,pftzen und ,kothaufen nach ,speiseresten whlen sieht1 welche den ,reichen fr ihre ,hunde und ,katzen zu schlecht sind -- oder wenn er hren muss1 dass ganze ,scharen von ,kindern morgens ohne ,frhstck in die ,schulen getrieben werden -- oder wenn er von verzweifelten ,vtern oder ,mttern lesen muss1 welche sich und ihre ,kinder einem freiwilligen ,tode opfern1 um dem ,tode durch ,hunger oder ,entbehrung zu entgehen -- oder wenn er sehen muss1 wie eine politische oder geschftliche ,krisis ganze ,scharen fleissiger ,arbeiter ohne ,nahrung fr sich selbst und fr die ,ihrigen auf das ,pflaster wirft -- oder wenn er beobachten muss1 wie die ,zunahme der ,verbrechen gegen ,leben und ,eigentum zumeist einem heimlich gefhrten ,kriege der ,besitzlosen gegen die ,besitzenden entspringt -- oder wenn er die berzeugung gewinnen muss1 dass ,egoismus und ,selbstsucht die ,grundsulen sind1 auf denen die menschliche ,gesellschaft aufgebaut ist1 u4 s4 w48 ,wenn wir unsre grossen ,stdte1 unsre mchtigen ,industriebezirke durchwandern1 so haben wir fast bei jedem ,schritte ,gelegenheit1 zu bemerken1 wie unmittelbar neben1 ber und unter den ,sttten des ,reichtums1 und ,glanzes die ,hhlen des ,lasters und ,elends sich verbergen1 wie neben brechenden ,tischen und bersatten ,magen der hohlugige ,hunger still seine ,qualen duldet1 und wie neben ,wohlleben und bermut jeder ,art die hoffnungslose ,entbehrung entweder scheu und ngstlich in schmutzige ,winkel sich verkriecht oder in dsterer ,verzweiflung schreckliche ,thaten gegen ,staat und ,gesellschaft ausbrtet4 ,ein sehr berechtigtes ,sprchwort sagt3 ,wer nicht arbeitet1 der soll auch nicht essen4 ,aber wie viele essen1 die nicht arbeiten oder nie gearbeitet haben1 und wie viele arbeiten1 die sich nicht satt essen knnen6 ,woraus der unabweisbare ,schluss folgt1 dass diejenigen1 welche arbeiten1 nicht bloss fr sich1 sondern auch fr die ,erhaltung eines ganzen ,heeres von ,mssiggngern thtig sein mssen4 ,man wende nicht ein1 dass diese ,mssiggnger von den ,anstrengungen oder ,verdiensten ihrer ,vorfahren leben1 da gerade die notwendigsten ,lebensbedrfnisse nicht zum voraus geschaffen werden knnen und1 wenn verzehrt1 notwendig vorher durch die ,anstrengungen der ,mitlebenden erzeugt worden sein mssen4 ,aber diese ungleiche ,verteilung gilt nicht bloss fr die materielle1 sondern auch fr die geistige ,nahrung4 ,wie viele ,talente oder ,genies mssen den ,pflug des ,alltaglebens ziehen1 weil ihnen nicht das ,glck an der ,wiege gelchelt hat1 whrend oft die beschrnktesten ,kpfe auf den ,sesseln der ,macht oder ,gelehrsamkeit sich breit machen4 ,gerade die idealste geistige ,arbeit belohnt sich in der ,regel am schlechtesten4 ,philosophen und ,dichter sind in der ,regel geborene ,proletarier und ernten erst nach ihrem ,tode die ,ehren1 welche ihnen im ,leben htten zukommen mssen1 whrend hastige und oberflchliche ,fabrikarbeit nach dem ,geschmack des grossen ,haufens sich schon whrend des ,lebens am besten lohnt1 ,man denke beispielsweise an die erbrmliche1 an den ,haaren herbeigezogene ,situationskomik in unserm deutschen ,lustspiel1 die nur ,hohlkpfe ergtzen kann und trotzdem auf unsern ,bhnen1 welche geistige ,erziehungsanstalten fr das ,volk sein sollten1 alle besseren ,erzeugnisse mehr oder weniger in den ,hintergrund drngt4 ,ebenso wie den ,theatern1 die sich ganz vom zahlenden ,publikum abhngig machen1 ergeht es unsern ,zeitungen und ,wochenschriften1 deren hchstes ,ideal die ,abonnentenzahl bildet und bilden muss1 und welche darum in der ,regel weit mehr ,gewicht auf den zeitweiligen ,geschmack des ,publikums neben den ,interessen ihrer ,leiter und ,eigentmer legen1 als auf ,verbreitung von ,wahrheit und ,aufklrung4 ,ein hnlicher ,vorwurf kann1 wenn auch in minderem ,grade1 der ,buch-,litteratur nicht erspart werden1 in welcher mnnlicher ,gradsinn und philosophische berzeugungstreue sicher sind1 berall gegen einen ,berg von ,gemeinheit1 ,unwissenheit1 ,verleumdung oder ,teilnahmlosigkeit ankmpfen zu mssen1 whrend elende1 auf ,neugier oder ,sensation berechnete oder den ,vorurteilen der ,masse schmeichelnde ,machwerke ebenso sicher sind1 tausende von begierigen ,lesern zu finden4 ,welchen grenzenlos nachteiligen ,einfluss diese notgedrungene ,unterwrfigkeit unter den gerade herrschenden ,geist oder ,geschmack oder unter eingewurzelte ,vorurteile des lesenden ,publikums haben muss und bereits gehabt hat1 ist zu bekannt1 als dass es mehr als einer ,hinweisung darauf bedrfte4 ,wie oft wird man1 wenn man das ,facit unsrer ,zeitungs- und ,buchlitteratur zu ziehen versucht1 an das bittere ,wort ,shakespeares erinnert3 ,wahrheit ist ein ,hund1 der ins ,loch muss und hinausgepeitscht wird1 whrend ,madame ,schosshndin 7d4 h4 die ,lge7 am ,feuer stehen und stinken darf4 ,wenn man sich nun die ,frage nach den ,ursachen dieser betrbenden ,erscheinung vorlegt1 so glauben wir die ,antwort in einem ,zustand zu finden1 dessen genauere ,kenntnis uns durch die jetzt alle andern ,wissenschaften an ,erfolg und ,bedeutung weit berragende ,naturwissenschaft an die ,hand gegeben wird4 ,es ist jener unerbittliche ,kampf um das ,dasein oder jener ,existenzkampf1 welcher seit ,darwin eine so grosse ,berhmtheit erlangt hat4 ,er ist zunchst hergenommen aus der ,pflanzen- und ,tierwelt1 wo er zu einer wesentlichen ,ursache der ,umwandlung und des ,fortschritts wird1 indem in der ,regel nur die ,krftigsten1 ,fhigsten1 durch die eine oder andre ,eigenheit ,bevorzugten den ,sieg in diesem ,kampf oder ,wettbewerb ber ihre ,genossen davontragen4 ,anlass zu ,bemitleidung giebt uns dieser ,kampf in der ,regel nicht1 weil der ,tod schnell ist1 weil er ohne volles ,bewusstsein erlitten wird1 und weil in der ,regel nur die persnliche ,tchtigkeit oder ,eigenart entscheidend ist4 ,es ist ein ,kampf1 welcher von den ,einzelnen mit den im ganzen gleichen ,mitteln des ,krieges oder der ,flucht oder des ,wettbewerbs gefhrt wird1 und wobei der ,einzelne keine ,bevorzugung vor andern durch den ,schutz der ,gesellschaft geniesst4 ,die ,flle und der ,reichtum der ,natur steht ihnen allen ziemlieh gleichmssig zu ,gebot1 und es giebt keine ,privilegien1 welche dem einen verbieten wrden1 etwas zu nehmen1 was dem andern gestattet ist4 ,nur individuelle ,kraft oder ,fhigkeit ist entscheidend4 ,wenn das ,tier seine ,hhle oder sein ,nest allerdings auch sein ,eigentum nennt1 so muss es doch gewrtig sein1 in diesem ,besitz jederzeit durch andre ,strkere gestrt oder daraus verdrngt zu werden4 ,ganz anders aber gestaltet sich infolge seiner sozialen ,einrichtungen dieser ,kampf bei dem ,menschen1 welcher1 wenn er zur ,welt kommt1 bereits alle oder alle guten ,pltze an der ,tafel des ,lebens besetzt findet und1 wenn ihm nicht ,geburt1 ,reichtum1 ,rang u4 s4 w4 zu ,hilfe kommen1 von vornherein dazu verurteilt ist1 seine ,krfte und sein ,leben im ,dienste und zum ,vorteil derjenigen1 welche im ,besitze sind und welchen dieser ,besitz durch die ,gesamtheit garantiert wird1 aufzubrauchen4 ,daher siegt hier nicht immer der ,beste1 sondern der ,reichste1 nicht der ,tchtigste1 sondern der ,mchtigste1 nicht der ,fhigste oder ,fleissigste1 sondern der durch seine soziale ,stellung ,bevorzugte1 nicht der ,klgste1 sondern der ,verschmitzteste1 nicht der ,redlichste1 sondern derjenige1 welcher die mannigfachen ,hilfsmittel politischer und gesellschaftlicher ,ausbeutung in der ,hand hat und dieselben am ,schlauesten zu benutzen versteht4 ,daher es denn auch1 da sich dieses ,verhltnis von ,generation zu ,generation forterbt1 nicht anders sein kann1 als dass mit der ,zeit jener ,zustand extremer gesellschaftlicher ,ungleichheit daraus erwchst1 welcher den ,charakter der gegenwrtigen ,gesellschaft bildet und in immer steigendem ,masse bilden wird1 und welcher bereits geschildert worden ist4 brigens bietet der ,daseinskampf des ,menschen zwei ganz verschiedene ,seiten dar1 welche man strenge auseinander halten muss4 ,die eine ,seite besteht in dem ,kampf des ,menschen gegen die ,natur und deren die freie ,entfaltung seiner ,krfte beengende ,schranken1 -- ein ,kampf1 den er bekanntlich mit dem allergrssten ,erfolge gefhrt hat und mit tglich grsserem ,erfolge fhrt4 ,an diesem ,erfolge nehmen alle ,menschen in grsserem oder geringerem ,masse teil oder knnen daran teilnehmen4 ,die zweite ,seite stellt sich dar als der ,kampf des ,menschen gegen seinesgleichen1 welcher indessen ebensowohl ein direkter wie ein indirekter ,kampf oder ,wettbewerb um die ,existenzbedingungen sein kann4 ,dieser ,kampf ist in demselben ,masse1 wie der ,kampf gegen die ,natur leichter geworden ist1 schwerer1 grausamer und unerbittlicher geworden4 ,auch wird derselbe um so heftiger1 je grsser der ,fortschritt auf materiellem ,gebiete wird1 und je mehr die ,zahl der ,menschen und der ,umfang ihrer ,bedrfnisse zunimmt4 ,durch ihn sind ,egoismus und ,individualismus zu ,weltherrschern geworden4 ,es ist ein allgemeiner ,konkurrenz-,kampf oder ein ,krieg aller gegen alle1 wobei der ,tod des einen das ,brot des andern1 das ,unglck des einen das ,glck des andern bedingt4 ,der mchtige ,trieb der ,selbsterhaltung und der ,zwang des gesellschaftlichen ,egoismus berwiegt alles2 ein ,widerstand gegen denselben ist nicht mglich1 ausser bei schwerer ,strafe der ,widerstrebenden4 ,denn wo das ,wohl oder ,interesse des ,einzelnen in ,frage kommt1 da kennt der gesellschaftliche ,egoismus in der ,regel ebensowenig ,mitleid oder ,schonung1 wie der ,tiger1 wenn er sein ,opfer zerreisst2 und man kann oder darf dieses dem ,einzelnen nicht einmal zum ,vorwurf machen1 da der ,trieb oder das ,interesse der ,selbsterhaltung innerhalb eines gesellschaftlichen ,organismus1 wie er zur ,zeit noch besteht1 ihm sein ,verhalten gebieterisch vorschreibt1 wenn er nicht den eignen ,untergang herbeifhren oder beschleunigen will4 ,selbst der aufopferndste ,menschenfreund kann sich diesem ,gebot des ,egoismus nicht entziehen1 ohne sich selbst den grssten ,gefahren auszusetzen4 ,es ist gewissermassen eine grosse und allgemeine ,flucht oder ein ,wettrennen der ,furcht vor der ,not und ,entbehrung des ,lebens1 ohne ,mitleid oder ,hilfe fr die dabei zu ,boden ,sinkenden1 hnlich jenem berchtigten bergang der grossen ,armee ber die ,beresina1 wo jeder nur fr die eigne ,rettung besorgt war und besorgt sein musste4 ,wer nicht niedergetreten sein will1 muss selbst niedertreten und dem allgemeinen ,feldgeschrei folgen3 ,rette sich wer kann6 ,unterliege wer muss6 ,auch hat sich durch ,gewohnheit das ,gefhl des ,einzelnen fr die ,schrecken eines solchen ,zustandes nach und nach in hnlicher ,weise abgestumpft1 wie es sich gegen die ,schrecken einer ,schlacht bei den ,kmpfenden abzustumpfen pflegt4 ,wer kennt nicht das berhmte ,buch des ,amerikaners ,bellamy1 worin derselbe den ,zustand der menschlichen ,gesellschaft mit einer grossen1 bequem eingerichteten ,kutsche vergleicht1 welche von einer kleineren ,anzahl von ,menschen besetzt ist1 whrend die grssere davor gespannte ,mehrzahl diese ,kutsche mit ,aufbietung aller ,krfte ber ,berge und ,thler1 durch ,smpfe und ,morste schleppt1 getrieben von der ,peitsche des ,hungers1 der als ,kutscher auf dem ,bocke sitzt6 ,ich halte das ,gleichnis1 wie alle ,gleichnisse1 in vieler ,beziehung fr schief oder hinkend1 aber im grossen und ganzen muss es doch das ,richtige getroffen haben1 wie der beispiellose ,erfolg des ,buches beweist4 ,derselbe wre nicht denkbar1 wenn nicht eine grosse ,mehrzahl von ,menschen tief von der berzeugung eines unnatrlichen und ungerechten ,zustandes der heutigen menschlichen ,gesellschaft durchdrungen wre und in dem ,buche mehr oder weniger eine ,offenbarung der eignen1 sie bewegenden ,gefhle gefunden htte4 ,es wird wohl nicht viele geben1 welche ernstlich zu leugnen wagen1 dass ein solcher ,zustand der ,gesellschaft von den grssten konomischen und moralischen ,nachteilen begleitet ist und begleitet sein muss4 ,einerseits erzeugen ,armut1 ,besitzlosigkeit und ,mangel an ,erziehung und ,bildung die meisten ,verbrechen gegen ,staat und ,gesellschaft1 whrend andrerseits bertriebener ,reichtum ,mssiggang und allerhand ,laster im ,gefolge hat2 wodurch ,staat und ,gemeinde gentigt werden1 eine kostspielige ,justiz mit allen ihren hsslichen ,anhngseln und eine ebenso kostspielige ,armenpflege zu unterhalten4 ,in moralischer ,beziehung erzeugt der allgemeine ,konkurrenzkampf hssliche ,leidenschaften1 wie ,neid1 ,hass1 ,mitleidlosigkeit1 ,geldgier1 ,hartherzigkeit1 gegenseitige ,verfolgungssucht statt gegenseitiger ,liebe und ,untersttzung4 ,jeder denkt und handelt nur fr sich und sein eignes ,interesse1 weil er weiss1 dass im ,notfall kein anderer fr ihn eintreten oder dass er an der ,gesamtheit keine ,sttze finden wrde4 ,in einer richtig organisierten ,gesellschaft msste der ,gewinn des ,einzelnen zugleich der ,gewinn der ,gesamtheit sein und umgekehrt1 und das ,motto derselben msste heissen3 ,einer fr alle und alle fr einen1 whrend jetzt in der2 ,regel das ,gegenteil stattfindet4 ,unsre grssten ,gewinne erzielen wir durch eine der traurigsten ,ursachen oder durch den ,tod derjenigen1 welche uns im ,leben die liebsten waren1 indem wir sie beerben4 ,der ,baumeister und alle bei ,bauten beschftigten ,arbeiter mssen sich freuen1 wenn ,huser einstrzen oder abbrennen2 die ,grubenarbeiter desgleichen1 wenn hunderte ihrer unglcklichen ,kameraden im ,dunste der ,bergwerke ersticken2 der ,arzt muss sich freuen1 wenn es viele ,krankheiten giebt2 der ,advokat nhrt sich von ,prozessen1 welche seinen ,mitbrgern ,ruhe und ,vermgen rauben2 der ,richter muss ,gefallen haben an grossen ,kriminalprozessen2 die ,offiziere mssen sich freuen1 wenn das grsste bel1 welches die ,menschheit betreffen kann1 der ,krieg ausbricht1 weil sie davon ,befrderung erwarten2 der ,familienvater muss sich freuen1 wenn seine ,nachkommenschaft mglichst klein bleibt1 obgleich der eigentliche ,zweck der ,familie dabei verloren geht2 der ,wirt oder der ,verkufer geistiger ,getrnke muss sich freuen1 wenn die ,trunksucht1 und die verlorenen ,tchter des ,volkes mssen sich freuen1 wenn die ,unzucht zunimmt2 alle ,handwerker und ,produzenten mssen sich freuen1 wenn die von ihnen erzeugten ,gegenstnde bermssig rasch verbraucht werden2 ein ,gewitter oder ,hagelschlag wird trotz des durch solche ,naturereignisse angerichteten ,schadens von dem ,glaser oder ,versicherungsagenten gern gesehen2 wie denn berhaupt beinahe alles1 was dem einen ,schaden1 dem ndern ,verdienst bringt ,man knnte noch lange mit ,aufzhlung hnlicher ,beispiele fortfahren1 aber diese ,vermehrung wrde am dem ,resultat nichts ndern4 ,dazu kommt der demoralisierende ,charakter der ,arbeit selbst1 welche in der ,regel nicht aus ,interesse fr das ,gemeinwohl1 sondern aus ,zwang der ,umstnde geleistet wird4 ,der heutige ,arbeiter ist ein ,sklave wie ehedem1 nur mit dem ,unterschiede1 dass ihn nicht die ,peitsche des ,herrn1 sondern diejenige des ,hungers in die ,abhngigkeit von seinem ,arbeitgeber treibt4 ,aber dieser ,arbeitgeber selbst ist wieder ein ,sklave -- ein ,sklave des ,kapitals1 der ,konkurrenz1 der ,geschftskrisen1 der ,strikes1 der ,verluste und oft in weit schlimmerer ,lage1 als der von ihm bezahlte ,arbeiter4 ,ist so der ,widersinn des ,systems schon gross genug in moralischer ,beziehung1 so ist er noch grsser in konomischer ,hinsicht1 ,denn whrend die ,erde so viele ,nahrungsstoffe hervorbringt1 dass die ganze lebende ,menschheit reichlich damit versorgt werden knnte1 und bei richtiger1 von gemeinsamen ,grundstzen geleiteter ,bewirtschaftung noch viel mehr hervorbringen knnte1 und whrend der ,nationalwohlstand und die ,ansammlung kolossa4 ,reichtmer in einzelnen ,hnden eine nie gesehene ,hhe erreichen1 mssen wir fortwhrend mitten im berfluss jene ,szenen von ,hunger1 ,entbehrung1 unverschuldetem ,kranksein und frhzeitigem ,sterben erleben1 die bereits geschildert worden sind4 ,wie heuchlerisch ist die ,frsorge des ,staates fr seine ,brger1 um dieselben vor der kleinsten ,versndigung gegen ,leben1 ,eigentum oder ,gesundheit zu schtzen1 whrend er ruhig zusieht oder duldet1 dass fortwhrend ,tausende durch ,not1 ,elend und ,entbehrung schnell oder langsam in einen bald freiwilligen1 bald unfreiwilligen ,tod getrieben werden1 oder dass durch mangelhafte ,erziehung und ,ernhrung eine an ,geist und ,krper verkrppelte ,jugend emporwchst1 die mit der ,zeit die ,strafgerichte beschftigt1 die ,gefngnisse fllt oder der ,armenpflege zur ,last fllt4 ,man erlsst scharfe ,gesetze gegen ,tierqulerei1 aber man hat kein ,auge fr jene entsetzliche ,menschenqulerei1 welche erlaubt1 dass blasse1 schwindschtige ,mdchen oder ,frauen1 ja ganze ,bevlkerungen1 wie die schlesischen und erzgebirgischen ,handweber1 ,tag und ,nacht fr ,lhne arbeiten1 welche kaum hinreichen1 sie vor dem ,hungertode zu schtzen2 oder dass andre tausende1 um desselben ,zweckes willen1 ,leben und ,gesundheit in absolut schdlichen ,fabrikationszweigen zum ,opfer bringen2 oder dass barfssige1 kaum mit ,lumpen bekleidete ,kinder bei ,wintersklte in den ,strassen unsrer ,stdte umherirren2 oder dass ein ,dutzend ,menschen in einem ,wohnraume zusammengedrngt ist1 der kaum fr einen ,einzigen hinreicht1 whrend ein andrer zehn oder zwlf ,zimmer und mehr fr sich allein zur ,verfgung hat2 oder dass die ,wohnungen der ,armen oft schlechter sind1 als die ,hundehtten und ,pferdestlle der ,reichen2 oder dass vielen nichts brig bleibt1 als ihre ,nchte im ,freien zuzubringen1 auf die ,gefahr hin1 dafr verfolgt und bestraft zu werden1 whrend beispielsweise in ,berlin #djjjj ,wohnungen leer stehen2 oder dass es ,menschen giebt1 welche aus ,hunger und ,nahrungssorgen schnell oder langsam zu ,grunde gehen1 whrend der blosse ,abfall von dem ,tische der ,reichen oder ein geringer ,prozent ihres berflusses solches verhten knnte1 u4 s4 w4 u4 s4 w4 ,wenn man in ,gebirgsgegenden sehen muss1 wie sich fette ,weiber von keuchenden und schwitzenden ,menschen mit hchster ,gefahr fr deren ,leben und ,gesundheit auf hohe ,aussichtspunkte hinaufschleppen lassen1 bloss um eines armseligen ,geldlohnes willen1 so muss man mit ,hass gegen eine ,gesellschaftsordnung erfllt werden1 welche dem ,gott ,mammon erlaubt1 seine elenden ,geldsklaven ebenso zu den niedrigsten ,sklavendiensten und zur blinden ,unterwrfigkeit unter seine ,gebote zu zwingen1 wie es ehedem den ,herrn ber ,sklaven oder ,leibeigene zu thun erlaubt war4 ,ich wiederhole1 dass es im allgemeinen nur wenige geben wird1 welche diese nackten ,thatsacheu zu leugnen oder den damit verbundenen ,zustand als solchen zu verteidigen wagen4 ,man erkennt die sozialen ,schden und ,widersinnigkeiten als solche an1 wie ja schon daraus hervorgeht1 dass die dadurch hervorgerufene ,litteratur mit zahllosen ,besserungsvorschlgen fast unabsehbar geworden ist4 ,aber -- so pflegt man diesen ,vorschlgen gegenber zu antworten -- der ,zustand ist leider nicht zu ndern4 ,es war von jeher so und wird immer so sein und bleiben4 ,ungleichheit ist ein notwendiges ,attribut der menschlichen ,gesellschaft4 ,zu allen ,zeiten hat es ,adel und ,stnde1 ,reiche und ,arme gegeben1 und die grosse ,masse ist immer nur zum ,arbeiten und ,gehorchen dagewesen4 ,vernunft und ,gerechtigkeit in sozialer ,beziehung sind immer ,ideale geblieben2 und alle ,gesellschafts-,idealisten1 ,plato mit seinem ,vernunftstaat an der ,spitze1 haben in der ,praxis stets schmhlich ,schiffbruch gelitten4 ,wollte man auch heute alle ,besitztmer gleichmssig verteilen1 so wrde sehr bald wieder die alte ,ungleichheit da sein4 ,auch wrde1 wie eine ,berechnung leicht ergiebt1 eine solche allgemeine ,verteilung des ,besitzes dem ,einzelnen verhltnismssig nur sehr geringen ,gewinn einbringen4 ,man versumt dabei nicht1 an die grossen ,wohlthaten der ,konkurrenz zu erinnern1 welche den eigentlichen ,sporn der ,arbeit und des ,fortschritts bildet und welche es zu ,wege gebracht hat1 dass sich heutzutage durch die ,billigkeit der ,erzeugnisse die ,konsumtion mehr oder weniger nach der ,produktion richtet1 whrend man frher allgemein der ,meinung war1 dass das umgekehrte ,verhltnis das allein richtige oder mgliche sei4 ,aber wie soll diesen ,einwnden begegnet1 wie soll geholfen werden8 ,diese ,frage ist um so schwieriger zu beantworten1 als bis jetzt alle die zahllosen ,versuche und ,vorschlge zur ,lsung der sozialen ,frage erfolglos geblieben sind4 ,dies darf jedoch den ,menschenfreund nicht abschrecken1 immer wieder von neuem an ,mittel der ,abhilfe zu denken4 ,es muss geholfen werden und -- was die ,hauptsache ist -- es kann geholfen werden4 ,es muss geholfen werden1 wenn man nicht riskieren will1 dass jede politische ,umwlzung oder ,erschtterung der ,gegenwart 7und an solchen fehlt es ja niemals7 von schweren sozialen ,erschtterungen begleitet sein wird4 ,ein allgemeines ,gefhl sozialer ,unbehaglichkeit oder ,ungerechtigkeit1 namentlich in den niederen ,schichten der ,bevlkerung1 hat sich der ,mehrzahl der ,menschen bemchtigt1 und eine knftige ,revolution wird nicht1 mehr1 wie in der ersten und zweiten franzsischen ,revolution1 vor dem ,eigentum stehen bleiben4 ,an deutlichen ,anzeichen dieser in den ,tiefen der ,volksseele tigerartig grenden ,leidenschaften und ,gelste fehlt es ja in keiner ,weise2 dieselben werden sich zu gelegener ,zeit ,luft machen1 ohne dass man im ,stande sein wird1 durch ,gewaltmassregeln etwas andres zu erreichen1 als die ,erziehung von ,mrtyrern und ,fanatikern4 ,die ,nihilisten in ,russland1 die ,communards in ,frankreich1 die ,sozialdemokraten in ,deutschland1 die ,fenier1 die ,irredentisten1 die ,dynamiteriche1 der sein ,haupt immer mehr erhebende und frmlich ,schule machende ,anarchismus sind gewissermassen nur die ,sturmvgel oder ,warnungssignale einer kommenden ,umwlzung2 und der ,staatsweise oder ,staatslenker1 der sie unbeachtet lassen wollte1 wrde dem ,schiffer gleichen1 der die sein ,schiff vor dem ,sturm umflatternden ,seemven nicht beachtet oder dieselben mehr als ,verfolgungs-,objekte1 denn als ,warner behandelt4 ,denn wer seine ,zeit damit verbringt1 ,jagd zu machen auf die ,mven1 wird vom ,sturm berrascht und beschdigt werden an ,leben und ,gut4 7,radenhausen47 ,sollte es aber auch1 was ja nicht unmglich wre1 gelingen1 durch ,gewaltmassregeln jeden ,versuch einer sozialen ,umwlzung dauernd zu unterdrcken1 so wrde doch damit die geschilderte ,unzufriedenheit und ,unbehaglichkeit aus dem ,schosse der ,gesellschaft nicht nur nicht entfernt1 sondern nur noch vermehrt oder gesteigert werden4 ,es wrde mit der ,zeit eine ,art heimlichen ,kriegszustandes zwischen den besitzenden und den nicht-besitzenden ,klassen der ,gesellschaft entstehen1 welcher die ,ruhe und das ,glck des ,gemeinwesens nicht weniger alterieren wrde1 als ein offener ,krieg4 ,denn wenn man beispielsweise erfhrt1 dass im ,jahre #ahfd in ,england dreitausend ,personen ein jhrliches ,einkommen von ungefhr #ejj ,millionen ,mark1 oder mehr als das jhrliche ,gesamteinkommen aller ,ackerbauarbeiter von ganz ,england und ,wales1 unter sich teilten1 so wird man einen dauernden sozialen ,frieden auf dem ,boden eines solchen ,missverhltnisses wohl kaum fr mglich halten drfen4 ,glcklicherweise fehlt es nicht an der ,mglichkeit1 diesem ,zustand zu begegnen oder den drohenden ,sturm nicht zum ,ausbruch kommen zu lassen1 ohne dass man ntig htte1 zu gewaltsamen ,mitteln zu greifen1 und zwar mit ,hilfe einer ,anzahl friedlicher ,reformen1 welche1 auf dem ,boden der jetzigen ,gesellschaftsordnung stehend1 von da langsam und allmhlich zu einem besseren ,zustand der ,dinge hinberleiten -- vorausgesetzt1 dass es gelingt1 die ,mehrzahl der ,menschen von der ,wohlthtigkeit und ,notwendigkeit solcher ,massregeln zu berzeugen4 ,wir sehen hierbei selbstverstndlich ab von jener radikalen oder radikalsten ,lsung der sozialen ,frage1 wie sie der ,kommunismus verlangt4 ,ein solcher ,zustand1 wobei der gesamte ,besitz gemeinschaftlich und die ,arbeit ganz frei oder freiwillig sein wrde1 und von dem noch einmal ausfhrlicher die ,rede sein wird1 wre wohl denkbar1 ist aber fr jetzt in grsserem ,massstabe unausfhrbar1 teils wegen der allgemeinen ,abneigung gegen denselben1 teils wegen der ,schwche der menschlichen ,natur1 welche durch lange ,jahre des ,egoismus und ,individualismus fr ,ertragung derartiger ,idealzustnde unfhig geworden ist4 ,ein solcher ,zustand wrde erst mglich sein am ,ende einer langjhrigen ,erziehung des menschlichen ,geistes im ,sinne des ,altruismus und ,kollektivismus oder der allgemeinen ,bruder- und ,menschenliebe4 ,es bleibt sonach nichts brig1 als ,ausschau nach andern ,mitteln oder ,hilfen zu halten4 ,hier wird uns denn wieder der richtige ,fingerzeig gegeben durch die ,naturwissenschaft1 welche heutzutage bestimmt sein drfte1 nicht bloss die geistige1 sondern auch die soziale ,befreiung der ,menschheit zu bewirken4 ,ich komme dabei zurck auf den von dieser ,wissenschaft in das rechte ,licht gesetzten ,kampf um das ,dasein1 welcher leider unter den gegenwrtigen gesellschaftlichen ,verhltnissen noch ganz den ,charakter des rohen ,daseinskampfes der ,natur trgt1 nur mit dem ,unterschied1 dass er hier mit mehr oder weniger gleichen1 dort mit sehr ungleichen ,mitteln gekmpft wird4 ,da lautet denn das erlsende ,losungswort3 ,ersetzung der ,naturmacht durch die ,vernunftmacht1 d4 h4 mglichste ,ausgleichung der ,mittel und ,umstnde1 unter denen und mit denen gekmpft wird4 ,an die ,stelle des ,einzelkampfes um das ,dasein muss ein gemeinsamer ,kampf aller fr das ,dasein treten4 ,mit ndern ,worten3 die ,stelle des rohen ,naturkampfes muss ein gemeinschaftlicher1 durch ,vernunft und ,gerechtigkeit geregelter sozialer ,kampf um die ,lebensbedingungen ersetzen4 ,der ,kampf1 wie er unter den jetzigen sozialen ,verhltnissen gefhrt wird1 verdient den ,namen eines eigentlichen ,kampfes1 eines ,wettbewerbs mit gleichen ,mitteln weit weniger1 als denjenigen einer gesetzlich geregelten ,unterdrckung4 ,oder wie wre anders der ,kampf eines ,menschen zu bezeichnen1 den man1 allenfalls mit einem hlzernen ,sbel bewaffnet1 gegen ,flinten und ,kanonen schicken wollte ,oder der ,wettlauf eines ,menschen mit blossen ,fssen mit einem andern1 der ,pferde oder ,eisenbahnen zur ,verfgung htte6 ,oder wie wre anders der ,wettbewerb zwischen zwei ,menschen zu bezeichnen1 von denen der eine alle ,vorteile von ,rang1 ,reichtum1 ,erziehung1 ,bildung1 sozialer ,stellung u4 s4 w4 fr sich htte1 whrend der andre ber nichts verfgte1 als ber die ,kraft seiner nackten ,arme und seines ungebildeten ,verstandes6 ,der ,ausgang eines solchen ,kampfes oder ,wettbewerbs ist zum voraus entschieden4 ,in der ,regel ist das ,schicksal des einzelnen ,menschen schon in seiner ,geburt besiegelt und das gesellschaftliche ,sklaventum desjenigen1 dessen ,wiege in der ,htte eines armen ,mannes gestanden hat1 mit seinem ersten ,atemzuge entschieden4 ,die ,fesseln einer niederen ,geburt1 sagt ,j4 ,c4 ,fischer#a schleppen wir durch das ganze ,leben1 und an ihnen zerschellt oft die unerhrteste ,anstrengung eines ganzen ,lebens4 ,zwar wird man entgegnen1 dass man sehr eklatante ,ausnahmen von dieser ,regel kennt4 ,man wird z4 ,b4 an den vor kurzem gestorbenen ,amerikaner ,jay ,gould erinnern1 der als armer ,hirtenjunge in ,amerika einwanderte und als beispielloser ,millionr starb4 ,diese ,ausnahmen oder ,glcksflle knnen und sollen nicht geleugnet werden2 aber sie sind eben nur beraus seltene ,ausnahmen1 welche die ,regel nicht umstrzen4 ,in der ,regel erhalten sich ,rang und ,reichtum bei einzelnen ,familien oder ,stnden oder ,gesellschaftsschichten fr unbestimmt lange ,zeiten4 ,glcklicherweise fehlt den unterdrckten ,klassen der ,gesellschaft das volle ,bewusstsein oder die volle ,empfindung ihrer ,lage4 ,die ,macht der ,gewohnheit stumpft ihr ,gefhl dafr ab und lsst sie dasjenige1 was doch nur ,menschenwerk ist1 als eine unvermeidliche ,fgung des ,schicksals betrachten4 ,wenn dies nicht so wre1 wrden wir schon lngst jene soziale ,revolution haben1 welche fortwhrend angekndigt wird1 aber dennoch nicht kommen will4 ,auch hat es die ,natur weise so eingerichtet1 dass das ,glck mehr im ,charakter und ,temperament des ,einzelnen1 als in den usseren ,lebensumstnden liegt4 ,wer ein glcklich angelegtes ,temperament hat1 wird sich in jeder ,lebenslage mehr oder weniger wohl fhlen1 whrend ein ,melancholiker oder ein zu ngstlichkeit und ,trbsinn geneigter ,mensch durch keine ,glcksumstnde froh oder zufrieden gemacht werden kann4 ,trotzdem zeigen die bereits angefhrten ,umstnde und ,erscheinungen deutlich1 dass sich die ,gesellschaft im grossen und ganzen in hohem ,grade unwohl fhlt und einer kommenden ,umwlzung entgegensteuert4 ,die erschreckende ,ausbreitung der ,sozialdemokratie wre unbegreiflich1 wenn nicht das ,bewusstsein ihrer gedrckten ,lage in den unteren ,schichten der brgerlichen ,gesellschaft in fortwhrendem ,zunehmen begriffen wre4 ,thatsache ist1 sagt ,f4 ,a4 ,lange in seiner vortrefflichen ,schrift ber die ,arbeiterfrage#b1 dass der ,kampf um das ,dasein gerade jetzt wieder in der mchtigsten und entscheidendsten ,schicht der ,nation in seiner ganzen ermattenden ,schwere empfunden wird1 und dass die ,geister beginnen1 der ,einfrmigkeit dieses ,druckes berdrssig zu werden4 ,eine nderung dieses trben ,zustandes ist1 wie gesagt1 nur mglich durch eine grssere ,ausgleichung in den ,mitteln1 womit jeder einzelne seinen ,kampf um das ,dasein kmpft -- eine ,ausgleichung1 welche sich vor allen ,dingen auf die ,besitzes-,verhltnisse zu erstrecken hat4 ,ferner durch die ,umwandlung des ,einzelkampfes in eben gemeinschaftlichen1 solidarisch verbundenen ,kampf aller gegen die bel des ,lebens1 welche da sind ,hunger1 ,klte1 ,elend1 ,entbehrung1 ,krankheit1 ,alter1 ,unfall1 ,invaliditt und ,tod1 oder durch ,herbeifhrung eines ,zustandes1 in welchem das ,wohl des ,einzelnen mehr oder weniger identisch wird mit dem ,wohl der ,gesamtheit und umgekehrt -- ein ,zustand1 in welchem das schne ,wort zur ,wahrheit wird3 ,einer fr alle und alle fr einen4 ,ein solcher ,zustand wre1 wie ich glaube1 sehr leicht herbeizufhren1 ohne das der ,arbeits- und ,erwerbstrieb des ,einzelnen darunter ,not leidet1 so dass jeder die ,frchte seines eigenen ,fleisses1 seiner eigenen ,thtigkeit und ,intelligenz geniesst und zwar durch ,herbeifhrung einer ,vershnung zwischen den ,einzel- und den ,gesamt-,interessen4 ,allerdings muss zugegeben werden1 dass eine vollstndige ,ausgleichung in dieser ,richtung -- wenigstens fr den ,anfang -- kaum als mglich gedacht werden kann4 ,aber auch schon eine teilweise ,ausgleichung muss und wird von den wohlthtigsten ,folgen begleitet sein und wird voraussichtlich allmhlich zu einem ,zustande hinberleiten1 der eine gnzliche ,lsung der sozialen ,frage in ,aussicht stellt4 ,namentlich wird der an sich so wohlthtige ,sporn der ,konkurrenz durch diese ,lsung nicht abgeschwcht1 sondern im ,gegenteil geschrft werden1 indem jeder nur die ,frchte seines eigenen ,fleisses geniessen und nicht auf ,kosten andrer wird leben knnen4 ,auch ist die ,lsung mglich ohne ,verwischung der natrlichen ,ungleichheiten der ,gesellschaft durch ,geburt1 ,familie1 ,wohnort1 ,anlage1 inneres ,bedrfnis1 geistige und krperliche ,vorzge1 ,verschiedenheit der ,beschftigung u4 s4 w4 ,diese natrlichen ,ungleichheiten oder ,verschiedenheiten knnen nicht beseitigt werden1 weil in der ,natur des ,menschen und der ,dinge selbst gelegen4 ,in einer ,vershnung des ,individualismus mit dem ,kollektivismus1 vulgo ,sozialismus1 oder in einer richtig organisierten bereinstimmung der ,interessen und ,bedrfnisse des ,einzelnen mit den ,interessen und ,bedrfnissen der ,gesamtheit scheint daher das ganze soziale ,problem der ,zukunft zu liegen4 ,es ist schlechthin undenkbar1 sagt ,w4 ,e4 ,backhaus#c1 dass in einem ,staatsganzen1 dessen ,einrichtungen auf dem ,vernunftgesetz beruhen1 ,sozialismus und ,individualismus als feindliche ,krfte gegeneinander wirken sollten4 ,die innige ,verbindung des individualistischen ,gedankens mit dem sozialistischen1 des ,individuums mit der ,gesellschaft bedeutet in ,wahrheit die ,durchfhrung des grossen staatswirtschaftlichen ,grundgesetzes1 nach welchem der ,vorteil des ,einzelnen stets auch der ,vorteil der ,gesamtheit sein soll4 ,es ist hohe ,zeit1 dass der ,konflikt zwischen ,einzel- und ,gesamtinteressen im wirtschaftlichen ,leben der ,vlker seine ,lsung finde -- eine ,lsung1 welche nicht in der ,hand dunkler ,schicksalsmchte1 sondern einzig und allein in der ,hand des ,menschen selbst liegt4 ,sozialwirtschaft und ,individualwirtschaft gehren in einem ,staatsganzen zu einander2 sie ergnzen und frdern sich gegenseitig2 sie gehren zusammen wie ,leib und ,seele u4 s4 w4 ,was nun die ,mittel dieser ,vershnung oder der sozialen ,erlsung betrifft1 so knnen dieselben dreierlei ,art sein4 ,sie heissen #a7 ,abschaffung der sog4 ,bodenrente oder ,zurckfhrung des von ,natur- und ,rechtswegen allen gehrigen ,eigentums an ,grund und ,boden in den ,besitz der ,gesamtheit 7mit selbstverstndlichem ,einschluss der ,wasserkrfte und des ,bergbaues74 #b7 ,reform d4 h4 allmhliche1 gradweise bis zur vielleicht gnzlichen ,abschaffung sich steigernde ,reform der ,erbrechte4 #c7 ,umwandlung des ,staates in eine allgemeine1 solidarisch verbundene ,versicherungsgesellschaft gegen ,krankheit1 ,alter1 ,unfall1 ,invaliditt und ,tod4 ,was den ersten ,punkt betrifft1 so kann es wohl kaum einen weniger anfechtbaren ,grundsatz des ,naturrechts geben1 als denjenigen1 dass die ,mutter ,erde1 die uns alle erzeugt hat1 die aber von niemand erzeugt worden ist1 und ohne welche menschliches ,dasein eine ,unmglichkeit sein wrde1 nicht einzelnen1 sondern allen gehrt4 ,gleichwie der ,mensch ein ,produkt der ,erde ist1 so muss auch sein ,dasein in dem ,anrecht an den ,besitz derselben begrndet sein4 ,der ,mensch ist nichts und vermag nichts ohne den ,beistand der ,mutter ,erde und ihrer nie versiegenden ,kraft2 er kann nichts erwerben1 nichts hervorbringen1 nichts besitzen ohne ,benutzung ihrer ,krfte und ihrer ,gaben4 ,daraus folgt1 dass nach den einfachsten ,grundstzen der ,billigkeit und ,gerechtigkeit die ,benutzung dieser ,gaben und ,krfte jedem zur ,welt ,gekommenen in gleicher ,weise zur ,verfgung stehen muss1 und dass das ,recht an den ,grund und ,boden ein ebensolches ,naturrecht ist1 wie das ,recht1 die freie ,luft zu atmen oder das der ,erde entquellende ,wasser zu trinken oder sich von der ,sonne bescheinen zu lassen4 ,leider wird diesem ,grundsatz in der ,wirklichkeit in greulicher ,weise ,hohn gesprochen4 ,eine ,reihe von ,umstnden1 wie ,gewalt1 ,eroberung1 ,krieg1 ,vererbung1 ,kauf1 ,schenkung1 ,feudal- und ,lehnsgterwesen u4 s4 w4 haben es im ,laufe der ,zeit dahin gebracht1 dass eine ,minderheit durch den ,besitz von ,grund und ,boden zur ,beherrscherin der ganzen ,menschheit geworden ist1 bis schliesslich alles so verteilt war1 dass kein ,platz oder ,raum fr den zu spt ,gekommenen brig geblieben1 und dass dieser1 wenn er nicht selbst zufllig als ,besitzer geboren ist1 in der ,luft hngen bleiben msste1 wenn er nicht sofort das ,recht der ,niederlassung dadurch erkaufen wrde1 dass er seine von der ,natur ihm verliehenen ,arbeitskrfte denen1 welche im ,besitz des ,bodens und der ,arbeitsmittel sind1 leibeigen giebt4 ,die ungeheure ,macht der ,gewohnheit hat es dahin gebracht1 dass die grosse ,mehrzahl der ,menschen diesen rechtlosen ,zustand als etwas ,natrliches oder ,selbstverstndliches hinnimmt1 whrend derjenige1 der den ,ursachen desselben nachgeht1 alsbald findet1 dass das private ,eigentum an ,grund und ,boden nicht von der ,natur1 sondern von ,gewalt und ,usurpation herkommt ,auch war dieses ,naturrecht im frhesten ,altertum fast berall mehr oder weniger anerkannt1 so in ,palstina1 ,griechenland1 ,italien1 ,germanien1 ,gallien1 ,indien1 ,china1 ,japan1 ,peru u4 s4 w4 ,schon in den ltesten geschichtlichen ,urkunden unsres ,geschlechts finden wir den ,gedanken der ,gemeinsamkeit des ,bodens deutlich ausgesprochen1 so namentlich in der ,bibel1 deren zahlreiche darauf bezgliche ,aussprche an ,deutlichkeit nichts zu wnschen brig lassen4 ,zwar war bei den alten ,hebrern der ,grund und ,boden ,familieneigentum2 aber alle fnfzig ,jahre fand eine ,neuverteilung des ,bodens statt4 ,ebenso erkannte der chinesische ,denker ,laotse in dem ,besitz der ,erde ein allen ,menschen vom ,weltall-,gott anvertrautes heiliges ,gut4 ,dementsprechend war das ,bodeneigentumsrecht in ,china nur ein ,nutzungsrecht und nur als solches bertragbar1 whrend das ,eigentum selbst der durch den ,staat reprsentierten ,gesamtheit verblieb und in der ,theorie noch bis auf den heutigen ,tag verbleibt4 ,erst infolge einer langen ,reihe von ,gewaltmassregeln und ,usurpationen konnte die individuelle ,aneignung des ,grundes und ,bodens in ,china durchgesetzt werden4 ,ebenso war es in ,japan1 wo erst die mongolischen ,eroberer mit ,gewalt das ,feudalsystem einfhrten4 ,die ,indier kannten vor der englischen ,eroberung weder das ,recht der ,verusserung des ,grundeigentums1 noch das ,testament4 ,nach ,backhaus 7a4 a4 ,o47 erscheint es als hchst wahrscheinlich1 wenn nicht als gewiss1 dass ,grund und ,boden im ,anfang der ,geschichte berall ,gemeinbesitz der ,vlker gewesen sind4 ,auch haben sich die alten ,philosophen dafr erklrt4 ,aristoteles erklrt1 dass ,grund und ,boden notwendig ,gemeingut sein msse1 und ,plato verlangt1 dass jedem ,brger ein gleich grosses oder gleich ertragsfhiges ,stck ,land als unteilbar und unverusserlich zur ,benutzung bergeben werde4 ,auch hatten ,rom und ,griechenland anfangs dementsprechende ,acker-,verfassungen4 ,in ,sparta hielt das ,verbot des ,bodenverkaufs und des ,testaments lange ,zeit die ,gleichheit des ,besitzes aufrecht2 und in ,athen unterwarfen ,solon und seine ,nachfolger das individuelle ,eigentum berhaupt schweren ,beschrnkungen1 wahrscheinlich als ,reminiscenzen eines anfnglichen ,kommunismus1 ,auch in ,rom hat sich das individuelle ,eigentum an ,grund und ,boden nur nach und nach aus dem gemeinsamen herausgebildet4 ,anfangs ,gemeinde-,eigentum wurde es spter zum ,eigentum der einzelnen ,familien und ,geschlechter1 welche letzteren in ,bezug auf den ,besitz gewissermassen nur eine einzige ,person bildeten4 ,erst mit dem ,gesetz der zwlf ,tafeln und mit der ,einfhrung der ,rechte von ,verkauf und ,testament gewann das individuelle ,eigentum das bergewicht ber das gemeinsame4 ,das grosse ,grundeigentum verschlang allmhlich das kleine1 und es entstanden ,zustnde1 wie wir sie jetzt noch in ,england zu beobachten ,gelegenheit haben4 ,sicher ist es auch1 dass nach altem germanischem ,recht der grsste und unentbehrlichste ,teil des bewirtschafteten ,bodens oder die sog4 ,aussenmark ,gemeinbesitz der ,markgenossen war1 whrend die sog4 ,binnenmark dem ,einzelnen nur in der ,eigenschaft als ,verwalter gehrte4 ,eine ,ausnutzung und ,ausbeutung des ,grundbesitzes und der ,bodenkraft durch ,einzelne zum ,zwecke des ausschliesslich eignen ,vorteils war den alten ,deutschen gnzlich unbekannt4 ,und diesem ,bodenrecht und dem dadurch bethtigten ,gemeinsinn verdankten die alten ,germanen ihre ,freiheit und ihre unerschpfliche ,kraft4 ,erst dem dmonisch wirkenden ,geist der rmischen ,gesetzgebung mit ihrer bermssigen ,betonung der persnlichen ,besitz- und ,eigentumsrechte gelang es1 auch im alten ,germanien ein ,privatrecht auf den ,bodenbesitz zu schauen4 ,es war das ,nessushemd1 welches die sterbende ,roma dem germanischen ,riesen arglistig vermachte4 ,aber so urgesund waren die alten germanischen ,rechtseinrichtungen1 dass sich ,reste des ,gemeinde-,eigentums unter verschiedenen ,bezeichnungen bis heute in einzelnen deutschen ,landen und ,ortschaften erhalten haben4 ,der ,zeitschrift ,freiland1 dem ,organ der ,deutschen ,gesellschaft fr ,bodenbesitzreform1 ist es gelungen1 nachzuweisen1 dass in ,deutschland noch mehr als hundert ,ortschaften existieren1 welche im glcklichen ,besitze von ,gemein-,eigentum an ,grund und ,boden geblieben sind4 ,noch weit mehr ist diese ,einrichtung erhalten geblieben in einem grossen ,teile von ,russland1 sowie in manchen ,drfern ,serbiens und ,kroatiens1 auch bei vielen asiatischen ,horden in der ,form des russischen sog4 ,mir1 wobei das ,land gemeinschaftlich von allen ,gemeindemitgliedern besessen und bebaut und die ,ernte gleichmssig verteilt wird4 ,in der ,schweiz findet sich ein berrest dieser alten ,einrichtung in der ,form des sog4 ,allmend4 ,in ganz ,afrika besteht nach ,letourneau#d die ,individualisierung und ,mobilisierung1 des ,grundeigentums nur ausnahmsweise4 ,ebenso ist es mit dem eingeborenen ,amerikanertum1 bei welchem die ,jagd- und ,fischgrnde nicht dem ,einzelnen1 sondern dem ,stamm oder der ,tribus angehren4 ,in ,java besteht noch berall ,gemeinsamkeit des ,bodens und eine ,verfassung1 welche sich sehr derjenigen des bereits erwhnten russischen ,dorfsystems ,mir nhert4 ,bei den alten ,peruanern bestand nach ,prescott#e ein systematisch durchgefhrter und von oben geleiteter ,kommunismus1 welcher zur ,folge hatte1 dass es keine ,armut und keinen ,mangel gab1 und dass fr ,alte1 ,schwache1 ,kranke oder vom ,unglck ,betroffene ausreichend gesorgt war u4 s4 w4 ,wendet man diese ,erfahrungen auf die ,vorgeschichte des ,menschen an1 so ist man wohl gentigt1 anzunehmen1 dass1 wie ,verfasser in seiner ,schrift ber das goldene ,zeitalter nher ausgefhrt hat1 die wilden ,horden der ,urzeit das persnliche ,eigentumsrecht so wenig oder in so beschrnkter ,weise kannten oder achteten1 wie die ,wilden der ,gegenwart2 -- und zwar nicht bloss bei ,jgern und ,fischern1 bei denen ein festes ,eigentum an ,grund und ,boden kaum mglich war1 sondern auch bei ,ackerbauern4 ,nur die ,waffen und ,werkzeuge1 welche sich der ,einzelne selbst angefertigt hatte1 galten als sein persnliches ,eigentum1 obgleich es nach ,plutarch sogar noch den alten ,lacedmoniern erlaubt war1 sich der ,pferde1 ,hunde und ,werkzeuge ihrer ,nachbarn zu bedienen1 wenn diese keinen ,gebrauch davon machten4 ,die ,rckkehr zu den alten ,zustnden oder die ,rckgabe des von ,natur- und ,rechtswegen allen gehrigen ,besitzes von ,grund und ,boden an die ,gesamtheit ist brigens -- auch abgesehen von allen sozialen oder naturrechtlichen ,grnden -- eine solche konomische oder staatswirtschaftliche ,notwendigkeit1 dass sie auf die ,dauer trotz allen ,widerstrebens gar nicht umgangen werden kann4 ,denn bei dem riesigen ,anwachsen der ,bevlkerung in den europischen ,lndern giebt es kein andres ,mittel1 um den ,boden auf seine usserste ,ertragsfhigkeit auszubeuten4 ,es kann und darf daher dem einzelnen ,besitzer eines ,grundstcks nicht berlassen bleiben1 ob und bis zu welchem ,grade er dasselbe ertragsfhig machen will oder nicht1 sondern es muss dem ,boden im ,interesse der ,gesamtheit alles abgerungen werden1 was ihm irgend abgerungen werden kann4 ,dieses kann aber nur geschehen durch den auf die ,grundstze der wissenschaftlichen ,landwirtschaft gesttzten ,grossbetrieb1 sowie dadurch1 dass kein ,fleckchen ,erde nach ,massgabe seiner ,lage und ,beschaffenheit unbenutzt bleibt1 whrend der ,privatbetrieb hierin ganz willkrlich und sehr oft unrationell verfhrt oder verfahren kann4 ,nirgendwo tritt dieses deutlicher zu ,tage1 als in ,england1 wo bekanntlich der gesamte1 fr ,ackerbau bestimmte ,grund und ,boden bei einer ,bevlkerung von ca4 #ce ,millionen in den ,hnden von nur #ad-aejjj ,eigentmern sich befindet1 welche daraus -- in der ,regel arbeitslos und ohne jede eigene ,bemhung -- eine jhrliche ,rente von nicht weniger als #djjj ,millionen ,mark ziehen1 ,von dem riesigen ,gter-,komplex des ,herzogs von ,sutherland z4 ,b4 7#aa ,mill4 ,acker7 befinden sich nur ca4 #bcjjj ,acker unter ,cultur2 und das ,gesamtertrgnis berechnet sich im ,durchschnitt auf eine ,mark pro ,acker1 whrend dasselbe in einzelnen ,teilen auf das ,vierzigfache gesteigert werden knnte4 ,aber die unermesslich reichen englischen ,landlords ziehen es vor1 aus kulturfhigern ,boden1 auf welchem sich tausende fleissiger ,menschen ernhren knnten1 ,schaftriften oder ,wildparks oder ,rennbahnen oder herrschaftliche ,grten u4 s4 w4 zu machen1 und nehmen keinen ,anstand1 die ,ansiedler oder ,einwohner zu diesem ,zweck unbarmherzig auszutreiben2 und hnliches geschieht1 wenn auch nicht in gleich hohem ,grade1 wie in ,england1 berall4 ,so besitzen in ,deutschland die zehn grssten ,grundbesitzer ein ,neuntel der gesamten angebauten ,bodenflche ,deutschlands1 whrend ,frankreich hinsichtlich der ,verteilung von ,grund und ,boden weit besser daran ist4 ,sogar in ,amerika1 wo doch berfluss an ,grund und ,boden vorhanden ist1 machen sich die traurigen ,folgen des privaten ,bodenbesitzes bereits in solcher ,weise geltend1 dass die bekannte ,schrift des ,amerikaners ,h4 ,george ber ,fortschritt und ,armut1 worin jener ,besitz als ,hauptquelle des sozialen bels dargestellt wird1 ,millionen von ,lesern finden konnte4 ,es war eine der thrichtesten und zugleich ungerechtesten ,handlungen oder ,versumnisse der amerikanischen ,staatsverwaltung1 dass sie nicht1 was ihr ein ,leichtes gewesen wre1 das unermessliche ,landgebiet1 das ihr zu ,gebote stand1 von vornherein fr ,national-,eigentum erklrte und parzellenweise an ,private verpachtete1 sondern dasselbe teils an ,monopolisten und ,privatgesellschaften verschenkte1 teils zu ,schleuderpreisen an ,private wegwarf1 teils der willkrlichen ,besitzergreifung berliess4 ,eine ,ausnahme hat man nur mit dem grossen ,nationalpark im ,staate ,colorado gemacht1 welcher beinahe so gross ist1 wie das ,knigreich ,sachsen -- aber nicht zu nationalkonomischen1 sondern zu ,zwecken des ,privatvergngens fr ,reiche und ,vermgende4 ,htte man es mit dem gesamten ,grund und ,boden so gemacht1 so msste jetzt ein unermesslicher1 nicht zu erschpfender ,nationalreichtum des amerikanischen ,volkes die ,folge sein1 whrend dieser riesige ,schatz jetzt nur dem ,privatnutzen dient4 ,am auffallendsten und ungerechtesten erscheint ein solcher ,privatnutzen dort1 wo durch einfache ,vermehrung der ,bevlkerung der ,wert des ,grundeigentums oft bis in das ,ungemessene steigt1 wie namentlich in der ,mitte und ,nhe wachsender ,grossstdte1 wo oft ,landstrecken1 welche vorher beinahe keinen ,wert hatten1 binnen kurzer ,zeit zu wahren ,goldfeldern fr ihre ,besitzer werden1 -- und zwar ohne jedes eigne ,zuthun oder ,verdienst der letzteren1 lediglich durch den ,fleiss und die ,thtigkeit der ,gesamtheit1 welche nichtsdestoweniger dieses ,resultat ihres ,fleisses ohne jeden ,abzug dem einzelnen ,privateigentmer in den ,schoss wirft4 ,was nun die ,art und ,weise des bergangs des ,privatbesitzes an ,grund und ,bodens in denjenigen des ,staates oder der ,gesamtheit betrifft1 so ist dieses eine sekundre ,frage1 welche von den verschiedenen ,verteidigern der ,bodenbesitzreform in verschiedener ,weise beantwortet wird4 ,es versteht sich dabei von selbst1 dass von einer gewaltsamen ,aneignung nicht die ,rede sein kann1 sondern nur von einer ,ablsung der ,rente oder des ,bodens selbst gegen massige und abschtzungsweise festzustellende ,entschdigung1 ,denn1 wenn sich auch1 wie nachgewiesen1 sehr viele und vielleicht gerade die bedeutendsten ,besitztitel an ,grund und ,boden nicht aus rechtlichem ,erwerb1 sondern aus den ,zeiten der ,gewalt herschreiben1 so darf doch1 da nach ,verlauf so langer ,zeit ,untersuchungen ber die ,rechtlichkeit der ,erwerbstitel nicht mehr angestellt und die ,nachkommen nicht fr die ,snden der ,voreltern verantwortlich gemacht werden knnen1 niemand in seinen jetzt bestehenden ,rechtsansprchen gekrnkt oder benachteiligt werden4 ,die weitgehendste ,art und ,weise wre ein ,rckkauf nach vorheriger ,abschtzung -- wobei kleinere ,gter oder ,grundstcke nach ihrem vollen ,wert bezahlt1 sehr grosse aber einer gewissen ,reduktion des ,preises unterworfen werden mssten1 -- entweder gegen bar oder gegen eine in ,form von ,pfandbriefen auszugebende ,staatsrente4 ,allerdings wrden hierzu fr den ,anfang grosse ,geldmittel notwendig sein2 aber sie wrden kein ernstliches ,hindernis bilden1 wenn durch ,annahme meines zweiten ,vorschlags auf ,einschrnkung der ,erbrechte der ganze ,bodenbesitz oder wenigstens der grsste ,teil desselben im ,laufe eines oder weniger ,menschenleben an den ,staat zurckfallen wrde4 ,dazu kme sodann der durch ,zunahme der ,bevlkerung und rationellere ,bewirtschaftung des ,bodens im ,grossbetrieb fort und fort steigende ,bodenwert1 welche ,steigerung unter allen ,umstnden1 als durch die ,gesamtheit erarbeitet1 auch der ,gesamtheit oder dem ,staate zu ,gute kommen msste4 ,die erklrten ,anhnger der ,bodenbesitzreform1 welche sich in ,deutschland zu einem besonderen ,bund mit einer ,anzahl von ,zweigvereinen zusammengethan haben und im ,besitze eines besonderen1 in ,berlin erscheinenden ,organs unter dem ,titel ,freiland sind1 scheinen in ihrer ,mehrzahl der ,ansicht zu sein1 dass die berfhrung des ,grundbesitzes1 bez4 der ,grundrente1 aus den ,hnden einzelner in die ,hnde der ,gesamtheit1 welche laut ,statut den ,zweck ihrer ,bestrebungen bildet1 hinreichend sei1 um1 wenn auch nicht unmittelbar1 so doch mittelbar eine vollstndige ,lsung der sozialen ,frage herbeizufhren4 ,sie erwarten davon durch ,beseitigung des ,hypothekenwesens in letzter ,linie die ,beseitigung der ,macht des ,privatkapitals an ,grund und ,boden1 sowie derjenigen des mobilen ,kapitals berhaupt1 indem sie den berwiegenden ,privatbesitz an ,grund und ,boden fr die ,ursache aller sozial-wirtschaftlichen ,drangsale und fr die ,grundlage aller wirtschaftlichen ,unfreiheit erklren4 ,namentlich wird dadurch nach ,backhaus 7a4 a4 ,o47 dem furchtbar wtenden ,schrecknis des ,dmons ,zins1 welcher noch weit frchterlicher ist1 als der ,kriegsdmon1 weil er keinen ,frieden kennt und sich ununterbrochen vermehrt1 ein gewisser ,halt geboten werden4 ,der ,zins hat die ganze ,gesellschaft in ein einziges grosses ,kriegslager verwandelt1 in welchem ihm tglich ,menschenopfer ohne ,zahl dargebracht werden4 ,denn unter der ,herrschaft des ,privatbodenmonopols und seiner ,wirkungen ist die berwltigende ,mehrheit jedes ,volkes den ,grossgrundherren und ,grosskapitalisten in hnlicher ,weise zinspflichtig geworden1 wie seinerzeit die kleinen ,brger ,roms und die unterjochten ,vlker den rmischen ,latifundienbesitzern und ,grosskapitalisten zinspflichtig waren4 ,wenn nun ,verfasser bloss im ,sinne der bisherigen ,schule der ,badenbesitzreformer zu reden htte1 so knnte er hier abbrechen1 da diese ,schule1 wie gesagt1 ,grnde zu haben glaubt1 um von der ,verwirklichung ihrer ,bestrebungen eine endgltige ,beseitigung des sozialen ,elends zu erwarten4 ,da er aber diese ,erwartung nicht zu teilen vermag1 so ist er gentigt1 im ,sinne seines tiefer gehenden ,ausgleichs in den ,mitteln1 mit denen der ,einzelne seinen ,kampf um das ,dasein zu bestehen hat1 zur ,errterung seines zweiten ,vorschlags hinsichtlich der ,beschrnkung1 bezw4 ,beseitigung der ,erbrechte oder des ,erbkapitalismus berzugehen4 ,verfasser ist sich wohl bewusst1 dass er mit diesem ,vorschlag gewissermassen in ein ,wespennest sticht und sich auf kritische ,anfeindungen jeder ,art gefasst machen muss4 ,denn wo das persnliche ,interesse des ,einzelnen in das ,spiel kommt1 da hat jede ruhige und gerechte berlegung ein ,ende4 ,das ,recht1 seinen ,kindern und ,kindeskindern dasjenige zu hinterlassen1 was er selbst erworben hat1 will sich niemand nehmen lassen1 ,auch hat der ,einzelne darin vollkommen recht1 solange er sich auf dem ,boden der bestehenden gesellschaftlichen ,verhltnisse weiss4 ,aber ein ganz anderes ist es1 wenn der ,sozialreformer ,verhltnisse voraussieht1 welche ganz anders geartet sind und geartet sein mssen4 ,denn so wie politische ,revolutionen nicht mit ,rosenwasser gemacht werden1 so knnen auch soziale ,reformen von erfolgreicher ,wirkung nicht mit halben oder unzureichenden ,massregeln gemacht werden4 brigens darf ich mich zur ,untersttzung meines ,vorschlags vor allen ,dingen darauf berufen1 dass die ,erbschaftssteuer lngst als eine der gerechtesten und am wenigsten drckenden anerkannt und angewendet worden ist1 und dass man derselben nur eine grssere ,ausdehnung1 namentlich in der indirekten ,erbfolge1 zu geben braucht1 um meinem ,vorschlage mehr und mehr nahe zu kommen4 ,auch mehren sich die ,anhnger einer solchen ,idee der ,besteuerung in der gelehrten wie ungelehrten ,welt von ,jahr zu ,jahr1 und es fehlt nicht an angesehenen1 selbst konservativen ,staatsrechtslehrern1 welche sich im ,prinzip dafr aussprechen1 wie ,brinz1 ,rscher1 ,marlo1 ,umpfenbach1 ,schffle1 ,pfizer1 ,bluntschli1 ,baron1 ,hallier u4 s4 w4 ,dass die eigentlichen ,sozialisten zustimmen1 versteht sich beinahe von selbst4 ,schon der ,basler ,internationale ,arbeiterkongress von #ahfi hat ,abschaffung des privaten ,grundeigentums und des ,erbrechts in sein ,programm aufgenommen2 und der franzsische kollektivistische ,sozialisten-,kongress von #ahhj setzte als letzten ,punkt seines ,programms ,abschaffung des ,erbrechts fr ,seitenverwandte und jedes direkten ,erbrechts von mehr als #bjjjj ,franks fest4 ,auch das ,programm der englischen ,radikalen acceptiert ganz und voll die beiden genannten ,forderungen4 ,unter den neueren ,schriftstellern radikaler ,richtung hat sich namentlich ,max ,nordau in seinem berhmten ,buch ber die konventionellen ,lgen der ,kulturmenschheit mit durchschlagenden ,grnden auf den ,boden dieser ,anschauung gestellt ,nach meiner ,meinung ist eine solche ,reform der ,erbrechte oder eine ,beschrnkung1 resp4 ,abschaffung des ,erbkapitalismus eine einfache ,forderung der sozialen ,gerechtigkeit4 ,denn niemand wird es als dieser ,forderung entsprechend ansehen knnen1 dass unter den ,menschen1 welche1 wenn auch mit verschiedenen ,eigenschaften1 doch mit demselben ,anrecht an ,existenz auf die ,welt kommen1 der eine gewissermassen mit dem ,breilffel1 der andre mit dem ,hungerlutscher im ,munde geboren wird4 ,niemand wird es als ,ausfluss natrlicher ,gerechtigkeit betrachten knnen1 wenn der eine schon in der ,wiege auf ,millionen sich wlzt oder einen grossen ,teil des ,grundes und ,bodens1 welcher allen gehren sollte1 sein eigen nennt1 ohne dass er das geringste persnliche ,verdienst dabei hat1 whrend der andre1 wie des ,menschen ,sohn1 nicht weiss1 wo er sein ,haupt hinlegen soll1 um von den ,mhen und ,lasten seines armseligen ,daseins auszuruhen4 ,man vergegenwrtige sich die ,caprice jenes reichen ,englnders1 welcher sein ganzes grosses ,vermgen einer ihm persnlich ganz fremden ,dame vermachte1 bloss weil er ,gefallen an ihrer schnen ,nase gefunden hatte1 und hnliche ,beispiele einer total unsinnigen ,vererbung an unbedrftige ,erben4 ,man denke an die ,vermchtnisse an die tote ,hand oder an die ,kirche1 welche nur zum ,schaden der ,allgemeinheit verwendet werden1 an die hssliche ,erbschleicherei1 an die zahllosen ,erbstreitigkeiten1 welche oft die tiefste ,entzweiung ganzer ,familien herbeifhren und den hsslichsten ,trieben der ,menschennatur ,nahrung geben1 an die ,nachteile der ,fideikommisse1 an die durch stete ,vererbung aufrechterhaltenen ungeheuren ,privatvermgen1 welche einen ,staat im ,staate1 eine ,geldmacht innerhalb der ,staatsmacht darstellen1 an die ,vererbung an ganz entfernte ,seitenlinien1 deren ,angehrige den ,erblasser nie gesehen oder gekannt haben u4 s4 w4 ,das sog4 ,testament oder freie ,verfgungsrecht ber die ,hinterlassenschaft ist auch durchaus kein ,ausfluss des ,naturrechts1 sondern eine ,erfindung spterer ,zeiten1 wahrscheinlich rmischen ,ursprungs2 es war z4 ,b4 im alten ,deutschland ganz unbekannt4 ,die lteste ,stufe des ,eigentums war vielmehr1 wie die ausgezeichneten ,untersuchungen von ,laboulaye und ,laveleye ber die ,entstehung der ,eigentumsbegriffe nachgewiesen haben1 das ,gemein-,eigentum4 ,erst das rmische ,recht mit seiner bermssigen1 bereits erwhnten ,betonung des ,individualismus und der persnlichen ,besitz- und ,eigentumsrechte machte dem ehemaligen ,zustand der ,dinge ein ,ende und trieb die letzteren im ,sinne des persnlichen ,egoismus auf die ,spitze -- ein ,verhltnis1 an dem wir heute noch leider schwer zu kranken haben4 ,heute hat1 wie ,lavelaye sagt1 das ,eigentum seinen ehemaligen sozialen ,charakter ganz verloren4 ,vollstndig verschieden von dem1 was es im ,anfang war1 hat es nichts ,gemeinsames mehr an sich4 ,privilegiert1 fessellos1 ohne ,rckhalt oder ,verpflichtung scheint es1 ohne ,rcksicht auf die ,interessen der ,gesamtheit1 keinen andern ,zweck als das ,wohlsein des ,individuums zu verfolgen u4 s4 w4 ,das ,eigentumsrecht1 sagt ,laboulaye in seiner preisgekrnten ,schrift ber die ,geschichte dieses ,rechts1 ist eine ,schpfung der ,gesellschaft 444 ,jedesmal wenn die ,gesellschaft etwas darin ndert1 ist sie in ihrem ,recht1 und niemand kann sich dagegen im ,namen eines ltern ,rechtes auflehnen2 denn vor ihr und nach ihr gibt es nichts4 ,in ihr ruht die einzige ,quelle und der ,ursprung des ,rechts4 ,der ,einzelne darf sein ,erworbenes oder ,ererbtes schon um deswillen nicht beliebig verschenken1 weil sein ,erwerb kein rein persnlicher1 sondern nur mglich ist in der ,gesellschaft und durch deren ,mitwirkung4 ,eines der eklatantesten ,beispiele dieser ,art ist die bereits erwhnte enorme ,wertsteigerung des ,grundes und ,bodens im ,innern und in der ,umgebung grosser1 in der ,entwicklung begriffener ,stdte1 welche dem einzelnen ,besitzer ohne jedes eigne ,verdienst ,millionen in den ,schoss wirft und der ,gesamtheit durch die enorme ,steigerung der ,wohnungsmieten keinen ,nutzen1 sondern nur ,schaden bringt4 ,es ist ein ,zustand frmlicher ,lohnsklaverei der ,nicht-,besitzenden gegenber den ,besitzenden1 welchem durch die ,gesetzgebung lngst ein ,damm htte entgegengesetzt werden sollen4 ,selbstverstndlich knnte eine so durchgreifende soziale ,massregel1 wie die ,beschrnkung der ,erbrechte1 nicht pltzlich oder auf einmal1 sondern nur allmhlich und ohne allzu grosse oder allzu pltzliche ,beleidigung privater ,interessen in das ,leben gerufen werden4 ,aber gerade in dieser ,mglichkeit einer allmhlich sich steigernden ,einfhrung liegt ein ,hauptvorteil des ,vorschlags1 wobei ,praxis und tgliche ,erfahrung der ,theorie jederzeit zur ,hlfe kommen oder unter die ,arme greifen knnen4 ,auf diesem ,wege wird es auch nicht schwer werden1 zu einer ,entscheidung darber zu kommen1 ob man bis zu einer gnzlichen ,aufhebung der ,erbrechte oder nur bis zu einer gewissen ,grenze der ,einschrnkung gehen soll4 ,der ,hauptnutzen oder ,hauptvorteil des ganzen ,vorschlags besteht in dessen ausgleichender ,gerechtigkeit oder darin1 dass jeder nur die ,frchte seines eignen ,fleisses1 seiner eignen ,ttigkeit und nicht diejenigen der ,thtigkeit oder des ,glcks seiner ,vorfahren ohne jede eigne ,bemhung gemessen wrde4 ,shne reicher ,eltern haben in der ,regel das ,privileg1 roh1 unwissend1 faul oder lderlich zu sein1 so dass grosser1 namentlich unverdienter ,reichtum oft mehr zum ,fluch als zum ,segen wird4 ,von ,geburt ,reiche oder ,vornehme werden von den meisten ,menschen als ,wesen hherer ,art angesehen1 denen man sich nur mit einer gewissen scheuen ,ehrfurcht nhern drfe1 obgleich diese ,drohnen der ,gesellschaft weit unter denen stehen1 welche ihr ,leben selbst gemacht haben4 ,dem berhmten und berchtigten ,ausspruch ,proudhons ,eigentum ist ,diebstahl liegt insofern ein sehr berechtigter ,gedanke zu ,grunde1 als nur der durch eigne ,arbeit erworbene ,besitz rechtmssiges ,eigentum genannt werden kann1 whrend der ohne eigne ,bemhung ererbte ,besitz sehr wohl als eine ,art von ,diebstahl an dem ,vermgen oder an der ,arbeitskraft der ,gesamtheit betrachtet werden kann4 ,denn wenn der durch ,erbschaft reich gewordene ,teil der ,gesellschaft bis zu einem gewissen ,grade in einem ,zustand von ,wohlsein und verhltnismssigem ,nichtsthun lebt1 so ist dieses nur dadurch mglich1 dass er sein ,geld fr sich arbeiten lsst1 d4 h41 da das ,geld nicht selbst arbeitet1 durch die ,leiden1 die ,arbeit und die ,entbehrung rmerer ,mitmenschen1 welche den ,zins aufzubringen haben4 ,nicht dasjenige ,eigentum soll angetastet werden1 welches durch eignen ,fleiss und eigne ,sparsamkeit erworben worden ist1 sondern nur dasjenige in gewissen ,schranken gehalten werden1 welches seine ,entstehung dem ,fleisse oder den ,glcksumstnden anderer verdankt4 ,wer darin eine ,ungerechtigkeit erblicken wollte1 msste seine eignen ,begriffe von ,gerechtigkeit haben4 ,ein weiterer nicht hoch genug zu veranschlagender ,nutzen oder ,vorteil meines ,vorschlags besteht darin1 dass durch dessen ,ausfhrung der bermssigen ,anhufung grosser ,privatvermgen in einzelnen ,hnden1 welche1 wie bereits bemerkt1 einen ,staat im ,staate1 eine ,geldmacht gegenber der ,staatsmacht darstellen1 eine unbersteigliche ,schranke gesetzt wird4 ,die enormen ,nachteile einer solchen ,anhufung in politischer ,beziehung sind namentlich dort bemerkbar1 wo1 wie z4 ,b4 in ,amerika1 die unglckliche ,manchesterdoktrin herrschend ist1 und wo mitunter grosse oder reiche ,eisenbahngesellschaften einen ganzen ,staat politisch vllig in der ,gewalt haben4 ,die amerikanischen ,eisenbahn-,direktoren spielen bei der enormen ,ausdehnung und ,wichtigkeit des dortigen ,eisenbahnwesens in der ,gegenwart eine hnliche ,rolle1 wie sie die ,feudalherren des ,mittelalters gespielt haben1 und brechen in ,folge schlechter ,verwaltung oder mangelhaften ,bahnbaues jedes ,jahr einigen hundert oder tausend ,personen beinahe ungestraft die ,hlse oder mindestens ,arme und ,beine4 ,ja1 man verhehlt sich in ,amerika nicht die ,gefahr1 dass sich mit der ,zeit das ,eisenbahn-,monopol sogar den ,congress und die ,bundesregierung dienstbar machen werde4 ,aber auch in ,europa liegt die ,gefahr oder ,mglichkeit vor1 dass der ,einfluss grosser ,geldmchte unter ,umstnden im ,stande ist1 ber ,krieg und ,frieden zu entscheiden oder parlamentarische ,krperschaften unter ihren ,willen zu beugen4 ,ist ja doch das ,geld heutzutage eine alles bestimmende ,macht und ,gott ,mammon der einzige ,gott1 zu dem noch mit wahrer ,inbrunst gebetet zu werden pflegt6 ,der letzte und hauptschlichste ,vorteil meines ,vorschlags beruht aber darin1 dass der ,staat1 ohne die verhasste ,steuerschraube in ,anwendung bringen zu mssen1 auf die leichteste ,weise in den ,besitz hinreichender ,geldmittel kommt1 um alle im ,interesse der ,allgemeinheit notwendigen ,massregeln durchfhren zu knnen1 wie ,erziehung und ,erhaltung der ,kinder1 wo die ,einzelfamilie dazu nicht ausreicht1 ,unentgeltlichkeit des gesamten ,unterrichts1 ,versorgung von ,witwen und ,waisen1 ,abschaffung des ,pauperismus und unverschuldeter ,arbeitslosigkeit1 ,beschaffung der ,arbeits- oder ,produktionsmittel1 ,besorgung des ,verkehrswesens u4 s4 w4 ,wenn man bedenkt1 dass nach den ,verffentlichungen des preussischen ,finanzministeriums allein in ,preussen jhrlich zwlfhundert ,millionen ,mark vererbt werden -- eine ,schtzung1 welche brigens nach ndern viel zu gering ist und auf mehr als das ,doppelte veranschlagt werden kann -- so erhellt daraus1 wie gross das ,ertrgnis einer solchen ,massregel1 obendrein im ,verein mit dem staatlichen ,bezug der ,bodenrente1 sein msste4 ,natrlich hat man gegen dieselbe und ihre ,ausfhrbarkeit eine ,menge von ,einwnden bereit1 unter denen die zu befrchtende ,beeintrchtigung des ,erwerbstriebs1 die ,gefahr der ,verschwendung und die ,umgebung des ,gesetzes durch ,schenkung unter ,lebenden neben befrchteter ,schdigung der ,familie die ,hauptrolle spielen4 ,ein nheres ,eingehen auf diese ,einwnde wrde die ,grenzen dieser kleinen ,schrift berschreiten4 ,ich muss mich daher begngen1 auf mein ,buch ber die ,stellung des ,menschen in ,natur und ,gesellschaft zu verweisen1 in dessen dritter ,abteilung ich jene ,einwnde gengend entkrftet zu haben glaube1 und wo auch im ,anschluss daran die wichtige ,kapitalfrage eingehend errtert ist4 ,nur das mag hier nicht unerwhnt bleiben1 dass der ,einfluss des ,erbrechts im ,vergleich mit dem ,eigentumsrecht als ,antrieb zur ,arbeit als ein ziemlich untergeordneter betrachtet werden darf4 ,allerdings knnen wir alle ,tage von solchen1 welche einer bertriebenen ,sparsamkeit huldigen und unntigerweise ,schtze aufhufen1 die ,versicherung hren1 dass sie nur fr ihre ,kinder sparten4 ,aber derjenige msste ein schlechter ,kenner der menschlichen ,natur sein1 der dieser ,versicherung einen mehr als sehr bedingungsweisen ,glauben beimessen wollte1 ,man spart zumeist fr sich selbst und aus ,freude am ,besitz1 und betrgt nur sich oder andere mit dem ,vorwand1 dass man es der ,nachkommen halber thue1 -- was ja schon daraus erhellt1 dass gerade unter denjenigen1 welche keine ,leibeserben haben1 die grssten ,geizhlse und ,sparsimpel angetroffen werden4 ,im ,gegenteil wrde es ein viel natrlicherer ,gesichtspunkt sein1 wenn solche1 die ihre ,reichtmer oder ihren ,wohlstand durch eigne ,anstrengung erworben haben1 von ihren ,kindern oder ,erben dieselben ,anstrengungen1 dieselbe ,arbeit verlangten oder erwarteten1 statt dass sie sich mit ,anstrengung aller ,krfte bemhen1 denselben ein ,lotterbette zu bereiten1 auf dem sie sich von ,kindesbeinen an nur behaglich auszustrecken haben4 ,wir knnten in dieser ,beziehung von den ,tieren lernen1 welche ja auch mit rhrendster ,sorgfalt fr die ,ernhrung und ,erziehung ihrer ,kleinen sorgen1 aber dieselben von dem ,augenblick an1 wo sie im stande sind1 sich durch eigne ,anstrengung zu erhalten1 sich selbst berlassen4 ,so sollte es mutatis mutandis auch bei den ,menschen sein4 ,in der ,that hat sich ,verfasser whrend seines ,aufenthaltes in ,amerika erzhlen lassen1 dass dort1 namentlich in der ,stadt ,newyork1 sehr reiche ,familien die ,gewohnheit haben1 einen grossen oder grssten ,teil ihres ,vermgens wissenschaftlichen1 knstlerischen oder humanitren ,anstalten zuzuwenden oder zur ,grndung sog4 ,philantropien herzugeben und ihre ,angehrigen auf diese ,weise zur ,arbeit zu zwingen1 geleitet von dar ,erfahrung1 dass ,shne sehr reicher ,familien in dem ,bewusstsein dieses ,reichtums sehr hufig in ,faulheit und ,liederlichkeit verderben4 ,aber im ganzen mgen dieses wohl nur rhmliche ,ausnahmen sein4 ,denn ,reichtum und ,geld bergen leider eine dmonische ,gewalt der ,anziehung in sich1 welche diejenigen1 die einmal auf diesem ,wege sind1 nicht ruhen und die ,begierde nach mehr in demselben ,grade wachsen lsst1 in welchem dieselbe befriedigt wird4 ,der ,durst nach ,geld und ,besitz hat daher das ,eigentmliche1 dass er durch ,befriedigung nicht gestillt1 sondern nur strker angeregt wird4 ,gleichzeitig bt diese ,befriedigung bei der ,mehrzahl der ,menschen einen nachteiligen ,einfluss auf den ,charakter aus1 macht geizig1 hartherzig und egoistisch und gibt nur ausnahmsweise einzelnen ,anlass1 mit ihrem ,reichtum aus eignem innerem ,antrieb den schnen und edlen ,seiten der menschlichen ,natur ,genge zu thun4 ,alledem wird ein klug angelegtes ,erbschaftssteuergesetz1 welches das ,erbschaftsamt ermchtigt1 die ,erbschaften im ,namen des ,staates mit ,beschlag zu belegen und die ,erbschaft1 soweit es notwendig und zweckmssig ist1 fr die ,kinder1 im brigen aber fr den ,staat zu verwalten1 auf die wohlttigste ,weise entgegenwirken4 ,es wird der bertriebenen ,sparsamkeit1 dem ,geiz1 der ,habgier1 dem nutzlosen ,aufspeichern und der allzu grossen ,anhufung des ,reichtums in den ,hnden einzelner einen gewissen ,damm entgegensetzen1 ohne dabei den ,einzelnen desjenigen ,antriebs zum ,erwerb zu berauben1 welcher in der ersten ,sorge fr die ,nachkommenschaft und in der ,liebe zur ,arbeit ruht4 ,denn1 wie ,prof4 ,hallier#f treffend bemerkt1 es kann kaum etwas ,ehrloseres geben1 als die ,arbeit als eine ,last zu betrachten und sie nicht um ihrer selbst willen hochzuschtzen4 ,wer gesund ist und bei guten krperlichen oder geistigen ,krften1 fr den ist die ,arbeit der hchste ,lebensgenuss4 ,und der ,reiche sollte so ehrlos sein1 sich auf die ,faulbank zu legen1 weil er weiss1 dass der ,mehrerwerb nicht zum ,verderben seiner ,kinder1 sondern zum ,wohl des ,staates1 zum ,wohl seiner ,mitbrger verwendet wird8 ,ist jemand mit ,glcksgtern gesegnet1 so hat er doppelt und dreifach die ,pflicht1 sich durch ,arbeit dieser ,gter wert zu zeigen4 ,der ,mssiggnger ist ehrlos4 ,im ,anschluss an diese schnen ,worte darf man die gegrndete ,hoffnung aussprechen1 das ,bewusstsein1 dass er mit seiner ,arbeit nicht bloss fr sich und die ,seinigen1 sondern auch bis zu einem gewissen ,grade fr die ,gesamtheit wirkt1 werde erhebend und veredelnd auf den ,einzelnen wirken und damit jenen ,zustand vorbereiten helfen1 wo das ,glck des ,einzelnen mit dem ,glck der ,gesamtheit zusammenfllt1 und wo somit der ,einzelne das1 was er auf der einen ,seite zu verlieren glaubt1 auf der andern wieder mit ,zinsen zurckerhlt4 ,was meinen dritten und letzten ,vorschlag betrifft1 so geht derselbe1 wie bereits gesagt1 auf ,umwandlung des ,staates in eine grosse1 allgemeine1 solidarisch verbundene ,versicherungsgesellschaft gegen ,alter1 ,krankheit1 ,unfall1 ,invaliditt1 unverschuldete ,not und ,tod4 ,schon mit dieser einen ,massregel wrde der grsste ,teil des sozialen ,elends mit einem ,schlage aus der ,welt geschafft und die kostspielige1 oft mehr ,schaden als ,nutzen bringende ,armenpflege entbehrlich gemacht werden1 ,es wrde keine ,elenden und ,verlassenen ohne eigne ,schuld mehr geben1 und das grosse ,prinzip gesellschaftlicher ,gegenseitigkeit wrde zur ,richtschnur nicht bloss fr einzelne ,kreise1 sondern fr die ganze menschliche ,gesellschaft werden4 ,die ,gesellschaft selbst mit ihren verschiedenen ,gliederungen wrde dabei keine nderung erleiden1 sondern gerade so fortbestehen1 wie bisher1 und jedem ,einzelnen wrde gegeben oder geholfen werden je nach seinen ,verhltnissen oder ,bedrfnissen1 seiner ,lebenslage1 seiner sozialen ,stellung und nach den ,opfern1 welche er durch seine ,arbeit oder sein ,vermgen zur ,erhaltung des ,staates bringt oder gebracht hat4 ,allerdings wird man entgegnen1 dass diese ,opfer dadurch nicht vermindert1 sondern wesentlich erhht werden mssten4 ,aber eine solche ,rcksicht kann nicht in das ,gewicht fallen gegenber den enormen ,vorteilen einer derartigen ,einrichtung1 auch wrde die ,last dadurch1 dass sie auf den ,schultern aller ,staatsbrger ohne ,ausnahme ruht1 fr den ,einzelnen nicht allzuschwer werden4 ,man vergesse nicht1 welche enormen ,opfer jetzt schon von privater ,seite fr alle die verschiedenen ,versicherungs- und ,ersparniszwecke gebracht1 und welche kaum mehr erschwingliche ,lasten den ,gemeinden durch die fortwhrend steigenden ,ausgaben fr ,armenpflege auferlegt werden4 ,auch bersehe man nicht den enormen moralischen ,vorteil1 welcher darin liegt1 dass jeder in dem ,bewusstsein lebt und arbeitet1 dass er nicht jeden ,augenblick unverschuldet ein ,ausgestossener oder ,verlassener der ,gesellschaft werden1 oder dass seine ,hinterbliebenen nicht die ,beute des ,hungers und ,elends werden knnen2 man vergesse endlich nicht1 dass die materiellen ,opfer1 welche der ,staat fortwhrend zur ,abwehr der ,verbrechen gegen ,person und ,eigentum aufzuwenden gentigt ist1 um ein sehr ,bedeutendes reduziert werden mssten4 ,wenn der ,staat1 wie dieses z4 ,b1 im ,grossherzogtum ,hessen geschieht1 jeden einzelnen ,gebudebesitzer zwingt1 an einer staatlichen ,versicherung seines ,besitzes gegen ,feuersgefahr teilzunehmen1 und auf diese ,weise eine ,solidaritt aller hausbesitzenden ,staatsbrger gegen ,schdigung ihres ,eigentums durch ,feuer herstellt1 warum soll er nicht das ,recht haben1 die gleiche ,solidaritt der ,staatsbrger gegen die weit bedenklichere ,schdigung durch ,krankheit1 ,alter1 ,invaliditt und ,tod herzustellen8 ,und wie leicht und einfach wrde eine solche ,maschinerie zu lenken oder zu leiten sein im ,vergleich mit den komplizierten und persnlich belstigenden ,gesetzesbestimmungen des ,bismarckschen ,staatssozialismus1 in dem sich kaum ein ,rechtsgelehrter zurechtzufinden vermag4 ,immerhin ist es mit ,freuden zu begrssen1 dass die ,einfhrung dieses ,staatssozialismus den schlagenden ,beweis dafr geliefert hat1 dass die ,notwendigkeit einer meinem ,vorschlag hnlichen ,massregel in offiziellen wie parlamentarischen ,kreisen gengend anerkannt ist4 ,nur wird man dabei leider allzusehr an das bekannte ,sprichwort erinnert3 ,wasch mir den ,pelz und mach mich nicht nass4 ,an sich recht verdienstlich1 ist dieser ,staatssozialismus doch nur ein schwacher ,versuch auf dem ,wege sozialer ,reformen und ganz unfhig das soziale ,elend als solches zu heben4 ,ja er kann insofern gefhrlich werden1 als er1 weil er nicht halten kann1 was er verspricht1 zu schdlichen ,tuschungen fhrt und damit radikaleren ,reformen entgegenwirkt4 ,dasselbe gilt von den vielen ,privatwohlthtigkeitsanstalten gegen ,bettel1 ,trunksucht1 ,armut1 ,arbeitslosigkeit1 ,wohnungsnot u4 s4 w41 sowie von den ,bestrebungen zur religisen1 sittlichen oder intellektuellen ,hebung der unteren ,volksklassen oder zur ,hebung der landwirtschaftlichen ,kleinbetriebe oder zur gemeinsamen ,beschaffung von ,produktions- und ,konsumtionsmitteln auf dem ,weg der ,selbsthilfe1 oder von den ,versuchen1 das alte ,innungswesen wieder neu zu beleben oder durch ,feststellung eines ,normallohnes und einer ,normalarbeitszeit die ,lage der arbeitenden ,klassen zu verbessern1 und dergl4 ,alle diese ,dinge sind1 wie ,backhaus 7a4 a4 ,o47 richtig bemerkt1 ,scheinmittel1 ,schnheitspflsterchen1 welche wohl hier und dort den ,anblick der sozialen ,not verbergen oder eine vorbergehende ,linderung herbeifhren1 aber in der ,tiefe das bel weiter wuchern lassen4 ,ebenso unzureichend wie der ,staatssozialismus ist das private ,versicherungswesen und dabei mit so vielen und grossen ,nachteilen behaftet1 dass daraus ,bismarcks ,plan zur ,verstaatlichung des ,lebensversicherungswesens hervorwuchs1 ein ,plan1 welcher bekanntlich an dem ,widerspruch der ,parlamentarier und ,manchester-,mnner gescheitert ist4 brigens ist mein ,vorschlag wesentlich verschieden von jenem ,plan1 da nach demselben die ,versicherung nicht freiwillig1 sondern obligatorisch fr jeden ,staatsbrger sein soll1 je nach dessen ,stand1 ,vermgenslage oder ,arbeitsverdienst4 ,sollten die ,staatseinknfte fr den beabsichtigten ,zweck nicht ausreichen 7was bei ,annahme meiner beiden ersten ,vorschlge kaum denkbar wre71 so msste der ,versicherungsbeitrag als ,steuer erhoben werden1 so lange der ,versicherte arbeitsfhig ist4 ,die ,ausfhrung weiterer ,einzelheiten wrde auch hier wieder zu weit fhren4 ,ich erlaube mir daher auf einen im zweiten ,band meiner ,schrift ,aus ,natur und ,wissenschaft enthaltenen ,aufsatz ber die bernahme des ,lebensversicherungswesens durch den ,staat zu verweisen4 ,dieses sind die ,grundzge der von mir in ,vorschlag gebrachten ,sozialreform im ,gegensatz zu derjenigen der ,sozialdemokratie1 einer ,reform1 welche selbstverstndlich nur auf friedlichem ,wege durchgefhrt werden soll und kann1 und zwar nur durch ,gewinnung einer grsseren ,zahl einflussreicher ,mnner auf dem ,wege allmhliger berzeugung4 ,zwar versichert uns die ,sozialdemokratie ebenfalls1 dass sie nur auf friedlichem ,wege ihr ,ziel zu erreichen wnsche2 aber dieses drfte doch nur eine ,klugheits-,versicherung sein4 ,schon das ,wort ,demokratie deutet auf ,volksherrschaft und damit auf eine ,umwlzung der politischen ,verhltnisse1 ,ehe ich indessen auf nhere ,darlegung des wichtigen ,unterschiedes von ,sozialreform und ,sozialdemokratie eingehe1 bedarf es vorher der ,bemerkung1 dass meine ,vorschlage gar nichts mit ,kommunismus zu thun haben4 ,ich beabsichtige weder eine ,aufhebung des ,privateigentums1 noch eine ,beschrnkung der persnlichen ,freiheit1 sondern ganz im ,gegenteil eine grssere ,entfaltung oder ,entwicklung der letzteren durch ,entfernung der den ,einzelnen hemmenden ,schranken im ,kampfe um das ,dasein1 sowie dadurch1 dass im ,notfall die ,ergreifung der hilfreichen ,hand des ,staates jedem offen steht1 letzteres nicht als ein ,almosen1 sondern als ein durch geleistete ,arbeit erworbenes ,recht4 ,wer unter solchen ,umstnden und bei freier ,bahn fr ,entfaltung seiner ,krfte nichts leistet1 der verdient sein ,schicksal4 ,er geht nicht an den ,umstnden oder an der ,ungerechtigkeit der ,gesellschaft1 sondern an sich selbst zu ,grunde4 ,zwar ist der ,kommunismus an sich durchaus nicht etwas so ,schreckliches und ,monstrses1 wie sich die meisten ,menschen vorzustellen pflegen4 ,man kann sich1 wie bereits bemerkt1 sehr wohl einen ,staat auf kommunistischer ,grundlage vorstellen1 in welchem alles ,besitztum gemeinsam und die ,arbeit ganz freiwillig sein wrde -- vorausgesetzt1 dass die durch lange ,jahre und entsprechende ,gesellschaftszustnde grossgezogenen egoistischen ,triebe und ,neigungen der menschlichen ,natur sich in altruistische umgewandelt htten1 was natrlich nur sehr langsam und allmhlich geschehen knnte4 ,auch sind durchaus nicht alle bis jetzt bekannten kommunistischen ,versuche misslungen1 und da1 wo sie misslungen sind1 ist dieses oft weniger ,folge innerer ,unmglichkeit1 als vielmehr des ,drucks usserer ungnstiger ,umstnde inmitten einer auf ganz anderen ,grundlagen aufgebauten ,gesellschaftsordnung gewesen4#g ,besteht doch schon im jetzigen ,staats- und ,gemeindeleben eine nicht geringe ,menge kommunistischer ,einrichtungen1 die smtlich1 wenn die einseitige und engherzige ,manchester-,doktrin richtig wre1 mehr oder weniger ausgemerzt werden und der fast immer unzureichenden ,privatthtigkeit berlassen bleiben mssten4 ,man denke nur an die ,steuern und deren mannigfache ,verwendung zu ,zwecken des ,gemeinwohls1 an die ,staatsschulden1 an denen jeder ,einzelne partizipiert1 an die ,militrpflicht1 welche jeden ,einzelnen ntigt1 selbst ,leben und ,gesundheit im ,interesse der ,gemeinschaft aufzuopfern1 an die sog4 ,expropriationsgesetze1 an das vom ,staat auf ffentliche ,kosten1 geleitete ,unterrichtswesen und an den ,schulzwang1 an ,eisenbahnen1 ,strassen und ffentliche ,bauten1 an ,staatsposten und ,staatstelegraphen1 an das ffentliche ,gesundheitswesen1 an ,gemeinde-,versorgung und ,armenpflege1 an staatliche ,massregeln zur ,hebung der ,landwirtschaft1 an die staatliche ,beaufsichtigung von ,fabriken1 ,bergwerken1 ,banken1 ,huserbau u4 s4 w41 an ffentliche ,brunnen1 ,museen1 ,bibliotheken1 ,promenaden1 ,versorgungshuser1 ,hospitler u4 s4 w4 ,alle diese ,dinge1 jede ,besteuerung der ,brger von ,staats- und ,gemeindewegen zu andern ,zwecken1 als ,polizei1 ,rechtspflege und ,militr1 also fr den ,schutz des ,individuums nach innen und aussen1 sind mehr oder weniger sozialistische oder kommunistische ,einrichtungen1 welche der ,manchester-,doktrin1 die in dem ,staat nur eine ,polizei-,anstalt zur ,sicherung von ,person1 ,eigentum und ffentlicher ,sicherheit erblickt1 also denselben gewissermassen die ,rolle eines bezahlten ,schutzmannes spielen lsst1 direkt zuwiderlaufen4 ,aber alles dieses hindert nicht1 dass zur ,zeit eine noch so starke und allgemeine ,abneigung der ,menschen gegen jede ,art kommunistischer ,staatsgestaltung besteht1 dass jedes weitere ,wort darber als berflssig erscheint4 ,es mssten erst1 wie gesagt1 lange ,jahre des ,altruismus und ,kollektivismus vorausgegangen sein1 um dieser ,abneigung einigermassen ,herr werden zu knnen4 ,einstweilen muss es gengen1 wenn man im ,stande sein wird1 an der ,hand der von mir gemachten ,vorschlge eine grssere ,ausgleichung zwischen ,staats- und ,privatbesitz oder zwischen den ,interessen des ,einzelnen und denen der ,gesamtheit herbeizufhren4 ,es ist dasselbe ,programm1 welches der berhmte ,national-konom ,schffle in seiner ,quintessenz des ,sozialismus aufgestellt hat1 indem er diese ,quintessenz in der ,ersetzung des ,privatkapitals durch das ,kollektiv-,kapital findet4 ,auch stimmt es im wesentlichen mit dem erweiterten ,programm1 welches ,bebel in seiner ,schrift ber die ,frau fr den ,sozialstaat der ,zukunft voraussetzt1 wenn er verlangt1 dass die ,begriffe von ,staat und ,gesellschaft sich knftighin decken1 und dass der heutige ,gegensatz zwischen sozialer und politischer ,organisation verschwinden solle4 ,die ,wohlthtigkeit einer solchen ,einrichtung oder einer ,vershnung zwischen ,einzel- und ,gesamt-,interessen kann nicht besser deutlich gemacht werden1 als durch eine ,vergleichung des staatlichen ,organismus mit den ,einrichtungen des tierischen oder menschlichen ,organismus4 ,hier findet eine fortwhrende ,strmung der ,lebenssfte von der ,peripherie nach dem ,zentrum und umgekehrt von dem ,zentrum nach der ,peripherie statt4 ,je lebhafter und ungehinderter diese ,strmung vor sich geht1 um so besser ist der ,stand der ,gesundheit und des ,wohlseins1 whrend ,stockungen dieses ,sfteaustausches an einzelnen ,stellen des ,krpers ,krankheit und ,verderben herbeifhren4 ,ebenso verhlt es sich im ,staat und in der menschlichen ,gesellschaft1 welche sich um so wohler befindet1 je lebhafter der ,austausch und ,ausgleich zwischen ,privat- und ,gesamtleistung ist4 ,die grossen ,privatvermgen gleichen den ,eiterbeulen oder ,blutstockungen1 welche1 indem sie sich an einzelnen ,stellen festsetzen1 den beschriebenen ,austausch stren und verderblich auf den ,gesamt-,organismus zurckwirken4 ,durch die ,wirkung meiner ,vorschlge wird eine solche ,strung ferner nicht mehr mglich sein4 ,denn sie bewirken ein fortwhrendes ,zurckstrmen des ,privatbesitzes in den ,besitz der ,gesamtheit und von da wieder eine ,verteilung nach der ,peripherie oder unter die ,einzelnen4 ,die grosse ,staatskasse muss gewissermassen das ,herz des staatlichen ,organismus bilden1 welches einerseits seinen befruchtenden und ernhrenden ,inhalt durch zahllose ,kanle in die ,organe und ,gewebe des staatlichen ,krpers treibt und denselben andrerseits aus ebensovielen ,kanlen und ,adern wieder an sich saugt4 ,ohne das verhasste kommunistische ,teilen wird gewissermassen in jedem einzelnen ,augenblick geteilt und ein ,zustand hergestellt1 in welchem das schne1 bereits fter zitierte ,wort einer fr alle und alle fr einen zur ,wahrheit wird4 ,der ,heimfall aller ,gter an den ,staat nach dem ,tode ihrer ,erwerber1 sagt ,m4 ,nordau 7a4 a4 ,o47 schafft ein nahezu unerschpfliches gemeinsames ,vermgen1 ohne den individuellen ,besitz aufzuheben4 ,jedes ,individuum hat dann ein ,eigen- und ein ,gesamt-,vermgen1 wie es einen ,tauf- und einen ,familien-,namen hat4444 ,indem das ,individuum fr sich arbeitet1 arbeitet es zugleich fr die ,gesamtheit1 welcher eines ,tages der ganze berschuss seines ,erwerbs ber den ,verbrauch zu gute kommen wird4 ,das ,gesamtvermgen bildet das ungeheure ,sammelbecken1 welches aus dem berfluss der einen dem ,mangel der andern abhilft und nach jedem ,menschenalter die immer wieder entstehenden ,ungleichheiten in der ,gterverteilung ausgleicht1 welche ,ungleichheiten die ,vererbung im ,gegenteil fixiert und mit jeder ,generation schroffer macht4 ,ganz verschieden von diesem1 auf friedlichem ,wege durchzufhrenden ,programm der ,sozialreform ist dasjenige der ,sozialdemokratie1 welche1 wenigstens in ,deutschland1 zur ,zeit an der ,spitze der ganzen sozialistischen ,bewegung steht und die offen ausgesprochene ,hoffnung nhrt1 ,staat und ,gesellschaft mit der ,zeit in ihrem ,sinne umwandeln zu knnen1 ,diese ,hoffnung ist eine trgerische und wird es auch wohl bleiben4 ,der ,hauptvorwurf1 den man der ,sozialdemokratie machen kann und machen muss1 ist der1 dass sie den ,begriff der ,sozialreform und der sozialen ,frage berhaupt viel zu enge fasst4 ,denn sie macht aus der grossen ,gesellschaftsfrage1 welche die ganze ,menschheit zu umfassen hat1 eine eng begrenzte ,arbeiterfrage1 welche obendrein1 wenn man die ,sache bei ,licht betrachtet1 nur eine bestimmte ,klasse von ,arbeitern umfasst4 ,die allgemeinen ,menschheitsrechte und ,menschheitsinteressen schliessen selbstverstndlich auch die ,rechte und ,interessen der ,arbeiter ein1 whrend nicht das ,umgekehrte der ,fall ist und die ,rechte und ,interessen der ,arbeiter 7im engeren ,sinne7 nicht die allgemeinen ,menschheitsrechte einschliessen4 ,auch die ,hoffnung der ,sozialdemokraten1 dass sie1 zunchst und aus praktischen ,grnden von den ,interessen und ,rechten der handarbeitenden ,klassen ausgehend und auf dieselben gestutzt1 mit der ,zeit dahin kommen werden1 auch die allgemeinen ,menschheits-,interessen in ,angriff zu nehmen oder die grosse soziale ,frage zu lsen1 drfte1 wie noch nher gezeigt werden wird1 eine sehr illusorische sein4 ,der eigentliche ,vater der heutigen ,sozialdemokratie ist ,ferdinand ,lassalle1 welcher durch sein ,auftreten im ,beginn der sechziger ,jahre die damals fast berall sich bildenden ,arbeiterbildungsvereine und die nach ,schulze-,delitzsch'schem ,muster errichteten ,konsum-1 ,rohstoff- und ,vorschuss-,vereine mit einem ,schlage zu ,fall und durch seine ,versprechungen knftiger ,seligkeiten die ,masse der ,arbeiter auf seine ,seite brachte4 ,auch wird er neben ,karl ,marx1 welcher als der geistige ,vater der ganzen ,bewegung anzusehen ist1 immer noch von der ,masse der ,sozialdemokraten als eine ,art ,apostel oder ,heiliger verehrt1 obgleich seine ,theorien lngst als falsch erkannt und selbst von der heutigen ,schule der ,sozialdemokratie mehr oder weniger verlassen sind4 ,insbesondere hat sich seine grosse ,hoffnung auf das allgemeine ,stimmrecht1 vermittelst dessen1 wenn einmal eingefhrt1 er alle seine ,plne zu erreichen hoffte1 als durchaus illusorisch erwiesen4 ,wir sind in ,deutschland bereits seit ber zwanzig ,jahren im ,besitze des allgemeinen ,stimmrechts oder des allgemeinen1 gleichen1 direkten und geheimen ,wahlrechts fr die ,wahlen zur obersten ,vertretung des deutschen ,volkes oder des ,reichstags4 ,und was ist whrend dieser langen ,zeit mit ,hilfe einer bis dahin unerhrten ,agitation von den sozialdemokratischen ,fhrern erreicht worden8 ,dass ein verhltnismssig kleines ,huflein ihrer ,anhnger1 welches allerdings durch ,rhrigkeit und ,talent die schwache ,zahl einigermassen wett macht1 ,sitz und ,stimme im deutschen ,reichstag erlangt hat1 whrend sich z4 ,b4 der ,einfluss der katholischen ,wahlleitung mehr als dreimal so stark erwiesen hat4 ,allerdings hat sich die sozialdemokratische ,partei neuerdings mit aller ,macht auf den ,versuch geworfen1 ihre ,agitation auf das ,land zu bertragen und die grosse ,masse der lndlichen ,bevlkerung1 welche ja bei allgemeinen ,wahlen in der ,regel den ,ausschlag giebt1 fr sich zu gewinnen4 ,aber man kann fast mit ,bestimmtheit voraussagen1 dass dieser ,versuch bei dem berwiegend konservativen ,sinn der ,landbevlkerung und deren politischer ,apathie scheitern wird4 ,sollte dieses aber nicht der ,fall sein und sollte der von den ,sozialdemokraten gehoffte ,erfolg wirklich frher oder spter eintreten oder auch nur in ,aussicht stehen1 so wrden die besitzenden und im ,besitze der ,gewalt befindlichen ,klassen der ,gesellschaft langst dafr gesorgt haben1 dass eine solche ,umnderung oder ,einschrnkung des allgemeinen ,wahlrechts1 die ein derartiges ,resultat unmglich machen wrde1 eingetreten wre4 ,es ist ein sehr naiver ,glaube der ,sozialdemokraten1 dass sich die herrschenden ,klassen der ,gesellschaft an der ,hand des allgemeinen ,stimmrechts einfach den ,hals wrden zudrehen lassen2 denn niemand lsst sich gutwillig abschlachten4 ,daher die ,durchfhrung des sozialdemokratischen ,programms schliesslich nur durch ,gewalt mglich sein wrde4 ,aber selbst in diesem ,falle wrde eine solche ,herrschaft unmglich von langer ,dauer sein1 da eine ,beherrschung der ,bildung durch die ,unbildung ein ,unding und nur zeitweise mglich ist4 ,schon der griechische ,philosoph ,xenophanes hat den beherzigenswerten ,ausspruch gethan3 ,besser als die ,strke von ,mnnern und ,rossen ist die ,einsicht4 ,dazu kommt1 dass eine ,organisation der gesamten ,arbeit von ,staatswegen1 wie sie die ,sozialdemokratie anstrebt1 eine reine ,utopie ist und immer eine solche bleiben wird4 ,die menschliche ,arbeit in ihrer ,gesamtheit ist ein viel zu kompliziertes und mannigfaltiges1 durch das ,verhltnis von ,angebot und ,nachfrage beherrschtes ,rderwerk1 als dass sich dasselbe auf breaukratische ,weise beherrschen oder regeln liesse4 ,wollte man eine solche ,beherrschung dennoch durchfhren1 so wrde und msste daraus eine unertrgliche ,breaukratie und ,tyrannei und eine ,beschrnkung der persnlichen ,freiheit resultieren1 welche zehnmal schlimmer wre1 als die gegenwrtige ,beschrnkung durch den monarchisch-breaukratischen ,staat1 ,der grosse amerikanische ,bodenbesitz-,reformator ,henry ,george1 dem gewiss niemand eine tiefe ,einsicht in nationalkonomische ,verhltnisse abstreiten wird1 nimmt keinen ,anstand1 eine solche ,organisation der ,arbeit von oben herab geradezu als egyptische ,despotie zu bezeichnen4 ,in gleicher ,weise nennt der entschiedene ,sozialist ,th4 ,hertzka#h die ,tyrannei einer solchen ,arbeitsordnung unertrglich und ,freiheit und ,gerechtigkeit unvereinbar mit dem unerhrtesten ,zwange1 der jemals gebt worden ist4 ,dazu wre die in solcher ,weise gebte soziale ,gerechtigkeit der ,tod alles ,fortschritts und aller ,zivilisation1 ,in einer ,gesellschaft1 in der alles arbeiten muss1 um nur auskmmlich satt zu werden1 knnte es keine ,wissenschaften1 keine ,knste1 keine ,freiheit und kein ,glck geben4 ,wer kennt nicht ,eugen ,richters sozialdemokratische ,zukunftsbilder8 ,es mag darin manches verzeichnet oder falsch aufgefasst oder bertrieben sein2 aber im grossen und ganzen ist doch der unertrgliche ,zustand1 der die ,folge einer solchen breaukratischen ,beherrschung der ,arbeit sein msste1 richtig und wirkungsvoll gekennzeichnet4 ,die ,sozialdemokraten werden zwar das alles nicht ,wort haben wollen2 aber solange sie sich nicht deutlicher als bisher ber die ,art und ,weise erklren1 wie sie sich ihren ,zukunftsstaat vorstellen1 mssen sie sich derartige ,imputationen schon gefallen lassen4 ,eine ebensolche ,unmglichkeit1 wie die ,organisation der gesamten ,arbeit1 ist die ,erzielung des vollen ,arbeitsertrages fr den einzelnen ,lohn-,arbeiter1 wie sie die ,sozialdemokratie verlangt4 ,es ist dies eine geradezu unbegreifliche ,forderung4 ,wo bliebe unter solchen ,umstnden die ,belohnung der 7geistigen oder krperlichen7 ,arbeit des ,unternehmers1 des ,fabrikherrn1 des ,geschftsgrnders8 ,wo das ,risiko8 ,wo die ,geschftskrisen8 ,wo die ,verzinsung des ,kapitals8 ,wo die ,belohnung jenes erfinderischen oder organisatorischen ,genies1 welches unter ,umstnden die alleinige ,seele des ganzen ,geschfts ist8 ,soll z4 ,b4 der ,auslufer oder ,druckerteufel einer ,zeitung oder eines litterarischen ,unternehmens1 welches der ,thtigkeit eines talentierten ,schriftstellers und eines unternehmenden ,verlegers seine ,entstehung und seine ,prosperitt verdankt1 gleichen ,anteil an dem ,ertrag des ,geschftes haben1 wie der ,grnder und ,leiter desselben8 ,soll der taglhnende ,maurer1 welcher bei dem ,bau eines ,hauses keine andre ,aufgabe hat1 als einen ,stein auf den ndern zu setzen1 denselben ,anteil an dem ,ertrag des fertigen ,hauses haben1 wie der ,baumeister und ,kapitalist1 welcher die dazu ntigen ,mittel geliefert bat8 ,wer wrde im ,angesicht einer solchen ,ntigung berhaupt noch ,geschfte machen oder ,fabriken grnden wollen1 bei denen er der ,hilfe von ,lohnarbeitern bedarf8 ,und welcher ,kapitalist wrde so einfltig sein1 sein ,geld fr solche ,unternehmungen herzuleihen1 bei denen er nicht mehr verdient1 als der einzelne ,lohnarbeiter8 ,alle von ,seiten der ,sozialdemokratie auf die kapitalistische ,produktionsweise und auf das sog4 ,lohnsystem gehuften ,vorwrfe passen in der ,regel nur auf ganz grosse industrielle ,unternehmungen und auf solche ,geschfte1 bei denen es sich nur um arbeitende ,hnde und um ,kapital handelt1 whrend berall dort1 wo ein ,geschft oder eine ,fabrik durch die schpferische ,thtigkeit eines ,einzelnen bestellt1 der ,mehrgewinn oder die flschlicherweise sog4 ,kapitalprmie des ,unternehmers oder ,organisators sehr wohl verdient ist4 ,der schier unbegreifliche ,irrtum aller bisherigen sozialen ,schulen1 sagt ,hertzka 7a4 a4 ,o471 liegt darin1 dass sie1 um das ,anrecht des ,arbeitenden auf den vollen ,ertrag zu verteidigen1 den ,nachweis liefern zu mssen glaubten1 dass ,arbeit allein produktiv sei1 ,unternehmerschaft1 ,boden und ,kapital aber nicht4 ,dies knnte nur dadurch gendert werden1 dass der ,arbeitende sein eigener ,unternehmer1 ,grundbesitzer und ,kapitalist wird u4 s4 w4 ,allerdings wollen die ,sozialdemokraten fr den einzelnen ,unternehmer den ,staat1 welcher alle ,produktionsmittel liefern soll1 substituieren4 ,aber sie vergessen1 dass der ,staat dabei ganz denselben ,nachteilen unterliegt oder dieselben ,gefahren luft1 wie der ,privat-,unternehmer4 ,der ,staat ist ja kein ,zauberer1 welcher nur die ,wnschelrute zu bewegen braucht1 um ,schtze aus den ,tiefen der ,erde hervorzuzaubern1 oder der das christliche ,wunder mit den ,broten und ,fischen wiederholen knnte1 sondern er ist nur die ,gemeinschaft aller ,brger2 und was er dem einen giebt1 muss er aus der ,tasche des andern nehmen4 ,nur ein ,staat1 welcher durch ,bodenrente und ,erbschaftsbeschrnkung ungewhnlich grosse ,geldmittel in die ,hand bekme1 knnte mglicherweise so weitgehenden ,anforderungen gerecht werden4 ,dazu kommt1 dass der volle ,arbeitsertrag1 wie ihn die ,sozialdemokraten verlangen1 nicht einmal als ein besonders grosses ,glck fr den einzelnen ,lohnarbeiter angesehen werden knnte4 ,wenn eine ,fabrik1 welche einige hundert ,menschen beschftigt1 ihrem ,besitzer oder ,grnder einen noch so grossen ,reingewinn abwirft1 so wrde dieser ,reingewinn1 welcher allerdings in der ,hand des ,einzelnen sehr gross erscheint1 wenn er gleichmssig unter alle ,arbeiter verteilt wrde1 die ,glcksumstnde des einzelnen ,arbeiters nur sehr wenig zu verbessern im ,stande sein4 ,die ,sozialdemokraten wissen so vieles und manches von den nachteiligen ,wirkungen des ,klassenstaates und der ,klassenherrschaft zu berichten2 aber sie selbst streben eine ,klassenherrschaft weitgehendster ,art an1 indem sie den industriellen und ,fabrikarbeiter zu einer bevorzugten ,gesellschaftsklasse erheben1 der alle ,krfte des ,staates mehr oder weniger dienstbar gemacht werden sollen -- wobei sie berdies ganz vergessen1 dass ihre ,vorschlge immer nur einem verhltnismssig kleineren ,teil der arbeitenden ,bevlkerung zugute kommen1 und dass ein sehr grosser ,teil brig bleibt1 welchem durch ,beschaffung der sog4 ,produktionsmittel von ,staatswegen berhaupt nicht zu helfen ist1 da sie solcher ,produktionsmittel gar nicht bedrfen4 ,man denke z4 ,b4 nur an die sehr grosse ,klasse der ,dienstboten und an so viele andre ,zweige menschlicher ,thtigkeit1 welche sich in jene ,schablone nicht einfgen lassen6 berdies passt jene ,schablone1 wie bereits gesagt1 nur fr solche ,fabrikationszweige1 welche bereits fix und fertig dastehen und nichts weiter als ,kapital und arbeitender ,hnde bedrfen1 whrend ihre ,anwendung bei neuen oder in der ,entwicklung begriffenen ,fabrikationszweigen mindestens ihre grossen ,gefahren oder ,unzutrglichkeiten haben msste4 ,wie mit dem ,wort ,arbeiter1 so wird auch mit dem4 ,wort ,proletarier von der ,sozialdemokratie schreiender ,missbrauch getrieben4 ,ist es nicht wahrhaft tragikomisch1 fragt ,backhaus 7a4 a4 ,o47 das ,proletariat zur herrschenden ,klasse machen zu wollen8 ,zu einer ,klasse1 obgleich das ,klassenwesen die ,sozialisten und ,kommunisten mit grimmigem ,hass erfllt8 ,und nun gar zur herrschenden ,klasse1 obgleich sie die ,herrschaft keiner ,klasse dulden wollen8 ,ist es nicht ein unlsbarer ,widerspruch1 die hchste politische ,macht im ,proletariat konzentrieren und alle ,produktionsinstrumente in seinen ,hnden vereinigen zu wollen8 ,als ob die vielen andern ,elemente der brgerlichen ,gesellschaft1 welche nicht zum ,proletariat1 auch nicht zum ,proletariat als herrschender ,klasse gehren1 einfach nicht da wren oder1 wenn als daseiend betrachtet1 als willenlos1 gefhllos1 kopflos1 als lebendig tot angesehen werden knnten4444 ,jedenfalls knnte das ,proletariat als solches diese ihm zugedachte ,rolle nicht durchfhren1 ohne seiner ,eigenschaft als ,proletariat verlustig zu gehen4 ,denn es knnte doch nur der ,ausdruck des ,lcherlichen in seiner hchsten ,potenz sein1 die ,beherrscher der ,gesellschaft als ,proletariat zu bezeichnen1 d4 h4 als die arme1 kmmerlich von der ,hand in den ,mund lebende ,arbeiterbevlkerung1 welche dem ,staate nicht mit ,geld1 sondern nur mit ihren ,kindern dienen kann u4 s4 w4 ,nein -- der wahre ,sozialismus will im ,gegensatz zu diesem falschen ,sozialismus keine ,herrschaft einzelner ,gesellschaftsklassen oder keine ,bevorzugung einzelner ,berufskreise1 sondern eine ,befreiung der ganzen ,gesellschaft 7mit ,einschlug auch der geistigen ,arbeiter1 welche oft noch weit schlimmer daran sind1 wie die krperlichen ,arbeiter7 durch eine grssere ,ausgleichung des ,besitzes und der ,mittel1 mit denen jeder ,einzelne seinen ,kampf um das ,dasein kmpfen muss4 ,im ,grunde sind wir ja alle ,arbeiter oder sollten es wenigstens sein1 mit ,ausnahme der verhltnismssig wenigen1 welche von dem aufgespeicherten1 ,fett ihrer ,vorfahren leben4 ,wer nicht arbeitet1 soll oder sollte auch nicht essen4 ,aber dabei soll der einzelne keine ,arbeitsmaschine sein1 wie im sozialdemokratischen ,staat1 sondern seine volle persnliche ,freiheit und ,selbstndigkeit geniessen4 ,denn nur dadurch1 dass an die ,seite der politischen ,freiheit auch die wirtschaftliche ,befreiung gesetzt wird1 kann die ,lsung des sozialen ,problems gefunden werden4 ,sozialdemokratie dagegen bedeutet1 wie schon der ,name besagt1 bloss eine nderung der ,person des auf sozialem ,gebiete ,herrschenden2 statt der vielen kleinen ,herren soll es einen einzigen geben1 das ganze ,volk4 ,gewiss1 dieser alleinige ,herrscher wrde den kleinen ,tyrannen gegenber den gewaltigen ,vorzug haben1 dass er sich das ,wohl aller zum ,zwecke setzte1 whrend diese nur auf ihr eigenes ,wohl bedacht sind4 ,aber die ,freiheit ist selbst dem wohlwollendsten ,herrscher vorzuziehen u4 s4 w4 7,hertzka47 ,wenn man alles das bedenkt1 so muss man unwillkrlich auf die ,vermutung kommen1 dass die ganze sozialdemokratische ,bewegung von den ,fhrern mehr als ,mittel zum ,zweck1 denn als wirkliche ,zukunftspolitik betrachtet wird4 ,dieselben sind viel zu gescheit oder einsichtig1 um nicht den riesigen ,unterschied zwischen friedlicher ,sozialreform und gewaltsamer ,sozialdemokratie zu begreifen4 ,aber sie sind einmal auf dem von ,marx-,lassalle angebahnten ,wege zu weit vorwrts gegangen1 um zurck zu knnen1 und betrachten die von ihnen beherrschten oder geleiteten ,arbeitermassen gewissermassen als ,handhabe fr eine sptere ,verwirklichung ihrer ,zukunftsplne4 ,in ,bezug auf diese im ,dunkel der ,verborgenheit schwebenden ,zukunftsplne hapert es denn freilich sehr1 gewaltig4 ,man hat schon sehr hufig an die ,fhrer der deutschen ,sozialdemokratie das ,verlangen gestellt1 dass sie sich des ,nheren ber die ,art und ,weise auslassen mchten1 in welcher sie sich die ,gestaltung ihres sozialdemokratischen ,zukunftsstaates vorstellten4 ,gewiss ist ein solches ,verlangen sehr berechtigt1 denn niemand wird so thricht sein1 sich ohne den dringendsten ,anlass in eine ,ungewisse ,zukunft zu strzen1 wenn er nicht weiss1 dass ihm diese ,zukunft ,besseres bringen wird als die ,gegenwart4 ,wer die heutige ,gesellschaftsordnung von ,grund aus umgestalten will1 hat doch vor allem andern die ,verpflichtung1 sich ein genaueres ,bild von derjenigen ,ordnung zu machen1 welche an die ,stelle jener gesetzt werden soll4 ,mit allgemeinen ,versprechungen ist da nicht geholfen1 ,wenn die ,arbeitermassen dennoch diesen allgemeinen ,versprechungen vertrauen und denen folgen1 welche sie ihnen machen1 so erklrt sich dieses mit ,leichtigkeit daraus1 dass sie von dem an sich sehr berechtigten ,gefhl der ,unzulnglichkeit ihrer ,lebenslage durchdrungen und bereit sind1 jedem zu folgen1 der ihnen ,besserung dieser ,lage verspricht1 ohne sich viel ,kopfzerbrechens ber die ,art und ,weise dieser ,besserung und die ,mglichkeit oder ,unmglichkeit ihrer ,ausfhrung zu machen4 ,da sie nicht viel zu verlieren haben1 so ist ihnen jede nderung willkommen1 bei welcher mglicherweise ein ,gewinn in ,aussicht steht4 ,anders ist es dort1 wo die ,aufgabe einer ernsten ,prfung solcher ,zukunftsplne gebieterisch an den ,denker und ,menschenfreund herantritt4 ,aber welche ,antwort erhlt derselbe auf seine ,frage nach der sozialdemokratischen ,zukunft8 ,dass man diese ,zukunft nicht voraussehen und heute noch nicht sagen knne1 wie sich die ,dinge spter gestalten wrden4 ,zunchst kme es nur darauf an1 den alten ,klassenstaat einzureissen1 das brige werde sich dann schon von selbst machen4 ,man knne die ,entwicklung der gesellschaftlichen ,dinge in der ,zukunft ebensowenig voraussagen1 wie man die ,entwicklung der ,geschichte voraussagen knne2 noch weniger knne man ihr jetzt schon ,gesetze vorschreiben2 eines werde sich schon ganz von selbst aus dem andern entwickeln4 ,eine solche ,antwort ist freilich sehr bequem1 aber in keiner ,weise gengend1 und kein verstndiger oder aufrichtiger ,sozialist kann sich damit zufrieden geben4 ,man schttet ein trbes ,glas ,wasser nicht aus1 bevor man ein reines vor sich stehen hat1 und jedenfalls ist der jetzige ,zustand mit allen seinen ,mngeln besser1 als die ,aussicht auf ein dunkles1 sozialdemokratisches ,chaos1 von dem niemand sagen kann1 ob sich daraus ,gutes oder ,schlechtes fr die ,menschheit entwickeln wird4 ,unter solchen ,umstnden bleibt behufs ,beurteilung des sozialdemokratischen ,programms nichts brig1 als sich an dasjenige zu halten1 was darber offiziell bekannt geworden ist4 ,eine solche ,verffentlichung liegt vor in dem auf dem sozialdemokratischen ,parteitag in ,erfurt 7#ad4-ba4 ,oktober #ahia7 beratenen und beschlossenen ,programm der ,partei4 ,wenn man nun dieses ,programm unbefangen prft1 so findet man sehr bald ,grund zu erstaunen teils ber die verhltnismssige ,bescheidenheit der darin aufgestellten ,forderungen1 teils ber das ,nichtssagende1 berflssige oder sich selbst ,widersprechende einzelner derselben4 ,auch ist das ,programm im ,grunde noch ganz nach ,marx-,lassalleschen ,grundstzen gemodelt1 obgleich man diese ,grundstze lngst als nicht mehr haltbar oder bestimmend erklrt hat4 ,was dabei zunchst die in der ,einleitung verlangte ,verwandlung des kapitalistischen ,privateigentums an ,produktionsmitteln 7,grund und ,boden1 ,gruben und ,bergwerke1 ,rohstoffe1 ,werkzeuge1 ,maschinen1 ,verkehrsmittel7 in gesellschaftliches ,eigentum und die ,umwandlung der ,warenproduktion in sozialistische1 fr und durch die ,gesellschaft betriebene ,produktion betrifft1 so kann eine solche allgemein hingestellte ,forderung ohne nheres ,eingehen in die ,einzelheiten einer so durchgreifenden ,massregel kaum mehr als den ,wert einer ,phrase beanspruchen1 -- abgesehen davon1 dass die darin liegende ,organisation der gesamten ,arbeit von ,staatswegen1 wie bereits nachgewiesen wurde1 als eine ,utopie oder ,unmglichkeit betrachtet werden muss4 ,gehen wir zu den einzelnen ,programmpunkten ber1 so sind dieselben eigentlich weit mehr politischer1 als sozialistischer ,natur und bereinstimmend mit den ,forderungen der politischen ,demokratie4 ,an erster ,stelle figuriert die schon von ,lassalle so scharf betonte ,forderung des allgemeinen ,stimm- oder ,wahlrechts -- eine ,forderung1 welche ja an solcher ,stelle deswegen als berflssig erscheint1 weil sie einmal zum ,teil bereits erreicht ist1 und weil sie zweitens mit einer der bekanntesten und am wenigsten bestrittenen ,forderungen der politischen ,demokratie zusammenfllt4 ,auch muss hier nochmals an die bereits hervorgehobene ,unzuverlssigkeit dieses ,rechtes1 sowie daran erinnert werden1 dass dasselbe ein zweischneidiges ,schwert ist1 welches bei seiner unbehinderten ,anwendung ebensowohl gegen als fr die ,sozialdemokratie entscheiden knnte4 ,so lange die jetzige politische1 soziale und religise ,abhngigkeit der ,whlermassen besteht1 kann das allgemeine ,stimmrecht nicht einmal als der wirkliche ,ausdruck des ,volkswillens betrachtet werden1 ganz abgesehen davon1 dass dieser allgemeine ,volkswille durchaus nicht immer das ,richtige trifft1 sondern sich mitunter in den grssten ,gegenstzen bewegt4 ,braucht man doch zum schlagenden ,beweise dessen nur an das bekannte ,plebiszit des dritten ,napoleon zu erinnern1 welcher nichtsdestoweniger wenige ,jahre spter1 nachdem er den allgemeinen ,hass der ,nation auf sich geladen hatte1 mit ,schimpf und ,schande davon gejagt wurde4 ,oder an die ,proklamierung der ,volkssouvernitt in ,frankreich im ,jahre #aghi1 welche whrend eines ganzen ,jahrhunderts nur fortwhrend auf- und abwogende politische ,kmpfe zwischen den verschiedensten ,meinungen und ,regierungsformen ohne positives ,resultat zur ,folge gehabt hat6 ,wenn der ,arbeiter nach der ,weisung seines ,arbeitgebers1 der ,beamte nach derjenigen seiner ,regierung1 der katholische ,whler blindlings nach dem ,kommando seiner ,priester oder ,kaplne stimmt1 oder wenn der ,bauer demjenigen zujubelt1 der ihn durch ,anwendung oratorischer oder materieller ,mittel fr sich zu gewinnen versteht1 wenn endlich das ,interesse des ,volkes oder der ,whler selbst an der ,wahl ein so geringes ist1 dass es nur durch knstliche ,aufstachelung erregt werden kann1 so wird man zugestehen mssen1 dass das ,resultat einer solchen ,wahl oft sehr wenig nach ,vernunft und ,gerechtigkeit schmecken wird4 ,die grosse ,masse mit ihrer ,unbildung oder ,unwissenheit1 ihrer ,denkfaulheit1 ihrer ,unselbstndigkeit und materiellen ,abhngigkeit1 ihrer ,unterwrfigkeit unter ,herkommen und ,gewohnheit oder mit ihrer ganzen grobmaterialistischen ,weise1 zu denken und zu fhlen1 ist das grosse ,hemmnis an der ,uhr der ,menschheitsentwicklung1 welche diese ,entwicklung zurckhlt und oft die riesigsten ,anstrengungen einer aufgeklrten und fr das ,wohl der ,menschheit begeisterten ,minderheit mehr oder weniger vereitelt4 ,das unbegrenzte ,vertrauen der ,sozialdemokratie in das allgemeine ,stimmrecht fr ,verwirklichung ihrer ,zukunftsplne drfte daher zum mindesten als sehr zweifelhaft bezeichnet werden4 ,wre dieses aber auch nicht der ,fall1 und sollte es gelingen1 die ,arbeitermassen so unter den ,ruf ihrer ,fhrer zu zwingen1 dass diese auf dem ,wege des allgemeinen ,stimmrechts die politische ,macht in ihre ,hnde zu bekommen ,aussicht htten1 so wrde man1 wie bereits bemerkt1 seitens der herrschenden ,klassen lngst einer solchen ,eventualitt durch geeignete ,massregeln vorgebeugt oder aber sich auf einen ernsten ,konflikt vorbereitet haben4 ,also bliebe auch hier wieder nur der ,weg gewaltsamer ,einwirkung oder der ,revolution1 deren ,ausgang mindestens sehr zweifelhaft sein und welche vielleicht oder wahrscheinlich das ,gegenteil des von der ,sozialdemokratie ,gewollten zur ,folge haben wrde4 ,die zweite der aufgestellten ,forderungen verlangt direkte ,gesetzgebung durch das ,volk1 wobei es aber gnzlich unklar gelassen wird1 wie man sich eine solche ,einrichtung des nheren vorstellt ,vielleicht hat man an die ,schweiz gedacht1 wo die ,annahme oder ,verwerfung wichtiger ,gesetzesentwrfe durch direkte ,volksabstimmung entschieden wird4 ,was aber in der kleinen ,schweiz mglich ist1 ist es nicht in grossen ,staaten1 wo eine solche ,volksabstimmung die grssten ,unzutrglichkeiten haben msste4 ,auch darf man nicht vergessen1 dass diese ,abstimmungen infolge der ,dummheit und ,unbildung der grossen ,massen oft in sehr reaktionrem ,sinne ausfallen und die wohlthtigsten ,reformen vereiteln4 ,in streng katholischen ,lndern oder ,gegenden wren davon die schwersten ,gefahren fr ,geistes- und ,gewissensfreiheit1 welche hohen ,gter doch auf der ,fahne der ,sozialdemokratie stehen1 sicher zu erwarten4 ,der dritte ,punkt verlangt ,volkswehr an ,stelle der stehenden ,heere4 ,so berechtigt eine solche ,forderung an und fr sich ist1 so thricht ist sie doch unter der ,konstellation der augenblicklichen politischen1 ,verhltnisse4 ,fr das zwischen zwei grossen1 zum ,angriff bereiten ,militrmchten eingekeilte ,deutschland wrde die ,erfllung einer solchen ,forderung der reine politische ,selbstmord sein1 abgesehen davon1 dass die ,vornahme einer so tiefgreifenden ,umnderung uns fr krzere oder lngere ,zeit in einen ,zustand militrischer ,schwche oder ,unfhigkeit versetzen msste1 der uns zur willkommenen ,beute unsrer raubgierigen ,nachbarn machen wrde4 ,was die diesem ,programmpunkt angehngte ,forderung der ,schlichtung aller internationalen ,streitigkeiten auf schiedsgerichtlichem ,wege betrifft1 so ist diese ,forderung diejenige aller aufrichtigen ,friedensfreunde1 aber fr die ,gegenwart leider wie so viele andre sozialdemokratische ,wnsche verlorene ,liebesmh4 ,der vierte ,punkt verlangt mit ,recht die ,beseitigung aller polizeilichen ,einschrnkungen der freien ,meinungsusserung und des ,versammlungsrechtes4 ,in einem freien oder ,volksstaat drfte sich das so sehr von selbst verstehen1 dass dessen ,erwhnung in dem ,programm als ganz berflssig erscheint4 ,der fnfte ,punkt verlangt politische und soziale ,gleichstellung der ,frau mit dem ,manne1 -- eine ,forderung1 mit welcher auch nicht-sozialdemokratische ,gelehrte und ,schriftsteller vielfach bereinstimmen1 welche also nicht als charakteristisch fr das sozialdemokratische ,programm angesehen werden kann4 ,dasselbe gilt von dem sechsten ,punkt1 welcher die so oft von allen vorgeschrittenen politischen ,parteien verlangte und in ,amerika lngst durchgefhrte ,trennung des ,staates von der ,kirche verlangt4 ,nicht minder aber auch von dem siebenten ,punkt1 welcher ,weltlichkeit der ,schule und den bereits vielfach eingefhrten obligatorischen1 unentgeltlichen ,volksunterricht fordert4 ,der achte ,punkt verlangt abermals ,dinge1 die lngst als ,forderungen liberaler ,gesetzgebung anerkannt sind1 wie ,unentgeltlichkeit der ,rechtspflege1 ,berufungsrecht1 ,entschdigung unschuldig ,verurteilter1 ,abschaffung der ,todesstrafe1 ,dabei findet sich aber auch die ,forderung der ,rechtsprechung durch vom ,volk gewhlte ,richter4 ,das ,beispiel ,amerikas1 wo diese ,einrichtung ,korruption und ,bestechlichkeit grossgezogen hat1 htte die ,verfasser des ,programms von der ,einfgung dieses ,punktes abhalten sollen4 ,die ,unentgeltlichkeit des rztlichen ,beistandes 7mit ,einschluss der ,totenbestattung71 welche der neunte ,punkt verlangt1 mag ihre ,vorteile haben1 hat aber andrerseits auch ihre grossen ,nachteile4 brigens ist durch ,einrichtung des ,krankenkassenwesens dieser ,forderung wenigstens bis zu einem gewissen ,grade bereits ,genge gethan4 ,der zehnte ,punkt bezieht sich auf die wichtige ,frage der ,besteuerung1 ber deren ,einzelheiten bekanntlich die auseinandergehendsten ,meinungen bestehen4 ,im allgemeinen decken sich die sozialdemokratischen ,forderungen in diesem ,punkt so ziemlich mit denjenigen aller ,fortschrittsfreunde4 ,an diese zehn ,punkte schliesst sich eine ,reihe von ,forderungen an1 welche speziell zum ,schutze der ,arbeiterklasse aufgestellt sind4 ,dabei muss denn vor allem wieder der ,ausdruck ,arbeiterklasse ,wunder nehmen1 da doch1 wie bereits bemerkt1 der erbittertste ,kampf der ,sozialdemokratie gegen alle ,klassengegenstze und gegen den sogenannten ,klassenstaat gerichtet ist4 ,wie lsst sich damit die ,aufstellung einer besondern1 von der brigen ,gesellschaft abgesonderten ,arbeiterklasse vereinigen1 unter welcher1 wenn man der ,sache auf den ,grund geht1 doch nur die besitzlosen ,handarbeiter verstanden sein knnen8 ,warum sollen diese ,handarbeiter eine besondre ,klasse bilden8 ,in einem richtig organisierten ,staate sind alle ,arbeiter oder sollen es sein1 einerlei ob sie mit ,hand oder ,fuss oder ,kopf oder sonst irgendwie arbeiten2 daher ein ,gegensatz oder ,unterschied zwischen ,arbeitern im sozialdemokratischen ,sinne und den brigen ,staatsangehrigen gar nicht mehr gemacht werden kann4 ,dennoch verlangt das sozialdemokratische ,programm fr seine ,arbeiter einen besonderen ,schutz des ,staates und zwar in folgenden ,punkten3 ,an erster ,stelle steht die bekannte ,forderung des ,normalarbeitstages von acht ,stunden -- eine ,forderung1 welche bekanntlich nur auf internationalem ,wege mit ,erfolg durchgefhrt werden knnte und daher1 so lange eine solche ,durchfhrung nicht in ,aussicht steht1 als utopistisch bezeichnet werden muss4 ,dazu kommt1 dass die ,mehrzahl der ,arbeiter selbst von einer solchen ,bestimmung nichts wissen will1 da sie darin eine schwere ,beschrnkung der persnlichen ,freiheit und eine ,beeintrchtigung ihres ,verdienstes erblicken1 ,in klaffendem ,widerspruch mit dieser ,forderung steht brigens die durch die ,zeitungen bekannt gewordene ,thatsache1 dass in den sozialdemokratischen ,partei-,druckereien in ,berlin und ,frankfurt a4 ,m4 ein neun- bis zehnstndiger ,arbeitstag besteht4 -- ,nhere ,bestimmungen beziehen sich auf ,verbote der ,kinder- und 7unntigen7 ,nachtarbeit1 auf eine bestimmte ,ruhepause und ,verbot des ,drucksystems1 welchen ,forderungen man umsomehr zustimmen kann1 als es zur ,durchfhrung derselben keines sozialdemokratischen ,staates bedarf4 ,die an zweiter ,stelle aufgefhrten ,forderungen beziehen sich teils auf staatliche berwachung der gewerblichen ,betriebe und gewerblichen ,hygieine1 teils auf ,errichtung einer ,art von ,arbeitsministerium4 ,der ersten ,forderung ist bereits durch ,anstellung staatlicher ,fabrikinspektoren in den meisten ,kulturlndern mehr oder weniger ,genge geschehen1 whrend sogenannte ,arbeitsministerien unsres ,wissens bis jetzt nur in ,frankreich eingefhrt1 in ndern ,lndern durch ,gewerbs- und landwirtschaftliche ,behrden ersetzt sind4 ,der dritte ,punkt verlangt rechtliche ,gleichstellung der landwirtschaftlichen ,arbeiter und der ,dienstboten mit den gewerblichen ,arbeitern4 ,da in einem ,rechtsstaat alle ,staatsbrger ohne ,ausnahme gleiche ,rechte geniessen1 so bleibt dieser ,punkt ohne nhere ,erluterung unklar4 ,der fnfte und letzte ,punkt1 welcher bernahme der gesamten ,arbeiter ,versicherung durch den ,staat verlangt1 trifft mehr oder weniger mit der dritten unsrer eigenen sozialreformatorischen ,forderungen zusammen und bleibt nur bezglich der von uns verlangten obligatorischen ,versicherung fr alle ,staatsbrger ohne ,ausnahme weit hinter derselben zurck4 ,was dagegen die noch weiter angefgte ,forderung der massgebenden ,mitwirkung der ,arbeiter an der ,verwaltung betrifft1 so hat sich der ,verfasser des ,programms wohl nicht ganz klar gemacht1 was er damit sagen will4 ,verwalten ist etwas ganz anderes und erfordert ganz andre ,fhigkeiten und ,kenntnisse1 als den ,hammer schwingen oder die ,nadel fhren2 und die ,herren ,arbeiter werden daher notgedrungen gar nicht anders knnen1 als diese ,thtigkeit ndern1 dazu besser befhigten ,krften zu berlassen4 ,wie wenig die ,arbeiter1 wenn sie unter sich sind1 im ,stande sind1 ihre eignen ,angelegenheiten zu verwalten1 hat sich ja bei tausendfaltigen ,gelegenheiten gezeigt4 ,uneinigkeit1 ,neid1 ,mangel an gegenseitigem ,vertrauen oder an ,geschftskenntnis1 nicht selten ,unehrlichkeit der ,fhrer oder ,kassierer1 mangelhafte ,verwaltung u4 s4 w4 haben ja bekanntlich die grosse ,mehrzahl der von ,arbeitern gegrndeten sogenannten ,produktiv-,assoziationen alsbald wieder zu ,grunde gehen lassen1 whrend die wenigen1 welche sich erhalten konnten1 ihren idealen ,zweck ganz aus dem ,auge verloren1 indem die ,grnder und ,geschftsteilhaber sehr bald in die ,klasse der ,bourgeois und kleinen ,kapitalisten emporstiegen und die von ihnen beschftigten ,arbeiter nunmehr gerade so als ,lohnsklaven behandelten1 wie es die verhassten ,kapitalisten und ,fabrik-,barone thun4 ,man sieht daran recht deutlich1 dass den meisten ,menschen das eigene ,interesse hher steht1 als alles andre1 und dass jede ,gesellschafts-,ordnung1 welche nicht mit diesem ,interesse rechnet und dasselbe in ,einklang mit den ,interessen der ,gesamtheit zu bringen weiss1 vorerst wenigstens ihr ,ziel verfehlt4 -- ,wirft man nun einen ,rckblick auf die hier nach einander aufgefhrten ,punkte des sozialdemokratischen ,partei-,programms1 so wird man bei vorurteilsfreier ,betrachtung nicht umhin knnen1 einzusehen1 dass dieselben mehr oder weniger ohne ernsthaften ,hintergrund und in keiner ,weise geeignet sind1 das sozialdemokratische ,eldorado herbeizufhren4 ,sie sind1 wie bereits bemerkt1 teils unausfhrbar1 teils mehr oder weniger schon ausgefhrt1 teils decken sie sich mit lngst anerkannten und teilweis bereits ausgefhrten ,forderungen des brgerlichen ,liberalismus oder der politischen ,demokratie4 ,ihre ,aufstellung drfte mehr einem ,bedrfnis der ,fhrer1 den von ihnen gefhrten ,massen etwas ,positives an die ,hand zu geben1 als einem in der ,sache selbst liegenden ,bedrfnis entsprungen sein4 ,das eigentliche ,ziel oder die ,umwandlung der gesamtem ,waren-,produktion in eine von der ,gesellschaft betriebene bleibt dabei ebenso unbestimmt und nebelhaft1 wie vorher1 und deckt sich nicht mit dem weit grsseren und alle ,gesellschaftsglieder ohne ,ausnahme umfassenden ,begriff der ,arbeit als solcher4 ,dagegen ist mein ,programm der ,sozialreform klar1 durchsichtig und ohne ,anwendung von ,gewalt leicht durchfhrbar1 sobald es gelungen sein wird1 die ,mehrzahl der ,menschen auf friedlichem ,wege von der darin liegenden ,gerechtigkeit1 sowie von seiner ,ntzlichkeit und ,notwendigkeit zu berzeugen4 ,die ,wahl zwischen beiden ,wege gesellschaftlicher ,befreiung knnte daher1 wie mir scheint1 nicht schwer sein4 brigens will ,verfasser von der ,sozialdemokratie nicht ,abschied nehmen1 ohne1 ihr das ,verdienst zuzugestehen1 dass sie einerseits durch ihre ,agitation eine grosse und wichtige ,menschenklasse auf das ,missliche und ,unbefriedigende ihrer ,lebenslage aufmerksam gemacht1 und dass sie andrerseits vielfache ,anregung zur ,besprechung und ,inangriffnahme der sozialen ,frage berhaupt gegeben hat4 ,dieses ,verdienst wird auch ohne ,lsung der sozialen ,frage im sozialdemokratischen ,sinne fr ,herbeifhrung einer besseren gesellschaftlichen ,zukunft seine ,frchte tragen4 ,sollte sich indessen ,verfasser in einer ,beurteilung der sozialdemokratischen ,lehren geirrt haben so erklrt er sich gerne bereit1 ,belehrung anzunehmen4 ,ihm gilt es nicht um ,beifall1 sondern nur um ,wahrheit und ,besserung4 ,denn er hlt es mit dem ,narren in ,shakespeares ,was lhr wollt1 der da sagt3 ,je mehr ,freunde1 desto schlimmer1 je mehr ,feinde1 desto besser4 ,denn durch meine ,freunde werde ich hintergangen1 whrend ich durch meine ,feinde an ,selbsterkenntnis zunehme4 ,im ,hinblick auf diesen ,gedanken glaubt derselbe die vorstehende ,auseinandersetzung schliessen zu drfen mit einer ,zitation der schnen ,worte unsres grossen ,liederdichters ,rckert3 ,die durch ,irrtum zur ,wahrheit reisen1 ,das sind die ,weisen4 ,die beim ,irrtum beharren1 ,das sind die ,narren4 ,,anmerkungen #a ,die ,freiheit des menschlichen ,willens1 ,leipzig #ahga4 #b ,duisburg #ahfe4 #c ,allen die ,erde1 ,leipzig #ahic4 #d ,die ,sozial ,wissenschaft nach der ,ethnologie1 ,paris #ahhj4 #e ,geschichte der ,eroberung ,perus1 ,leipzig4 #f ,die sozialen ,probleme und das ,erbrecht4 ,mnchen #ahib4 #g ,entsprechende thatschliche ,nachweise fr diese ,behauptung finden sich in meiner fter zitierten ,schrift ber den ,menschen 7,s4 ,,cxxxxi-,,cxxxxv47 #h ,sozialdemokratie und ,sozialliberalismus ,dresden und ,leipzig #ahia4