,anmerkungen zur ,transkription3 ,im ,original steht hier altitalischen anstatt altitalienisch4 ,im ,original steht hier italischer anstatt italienischer4 ,im ,original steht hier sditalischen anstatt sditalienischen4 ,im ,original steht hier ,eine anstatt eine4 ,im ,original steht hier ,forsetzung anstatt ,fortsetzung4 ,im ,original steht hier ,ein anstatt ein4 ,im ,original steht hier ,aller anstatt aller4 ,im ,original steht hier norditalischen anstatt norditalienischen4 ,im ,original steht hier ,jahrzente anstatt ,jahrzehnte4 ,im ,original steht hier sditalische anstatt sditalienische4 ,im ,original steht hier oberitalischen anstatt oberitalienischen4 ,im ,original steht hier ,querzia anstatt ,quercia4 ,im ,original steht hier ,einem anstatt einem4 ,,handb,,cher ,,der ,k,,niglichen ,,museen ,,zu ,,berlin ,,mit ,,abbildungen ,,die ,,italienische ,,plastik ,,von ,,wilhelm ,,bode ,,mit #hf ,,abbildungen ,,im ,,text ,,zweite ,,auflage ,,berlin ,w4 ,,spemann #ahic ,altchristliche ,plastik 7um #cjj bis #fjj n4 ,ch474 ,abbildung3 #a4 ,bronzestatuette des hl4 ,petrus ,das ,auftreten und der schlieliche ,sieg des ,christentums1 welches die alte ,welt zertrmmerte und eine neue ,kultur an seine ,stelle setzte1 hat zur ,belebung der ,kunst zunchst nicht beigetragen4 ,die knstlerische ,schpfungskraft war im westrmischen ,reiche zur ,zeit ,konstantin's schon vllig erloschen2 die ,kunst1 zumal die bildnerische1 die recht eigentlich die ,kunst der ,antike gewesen war1 zehrte von ,traditionen1 welche mehr und mehr verblaten2 und in den immer roheren und empfindungsloseren1 immer sprlicheren ,nachbildungen verlor sich allmhlich auch die handwerksmige ,fertigkeit4 ,fr den ,bronzegu fehlte es1 von ,werken der ,kleinkunst abgesehen1 an ,ausdauer und technischem ,knnen1 fr die ,ausfhrung von ,freifiguren berhaupt an knstlerischem ,vermgen2 die bildnerische ,thtigkeit wurde daher bald auf das ,relief beschrnkt1 und auch dieses wurde vorwiegend im ,kleinen ausgefhrt4 ,die christliche ,religion war schon an sich fr die plastische ,gestaltung ihrer ,ideen und ,personen wenig geeignet1 sie war ihr auch durch ihren ,zusammenhang mit dem mosaischen ,gesetz abgeneigt2 in ,folge dessen wurde die ,plastik von den groen monumentalen ,werken1 welche die ,anerkennung des ,christentums als ,staatsreligion notwendig machte1 so gut wie ganz ausgeschlossen4 ,aber auch der greisenhafte ,zustand der ,zeit1 das ,fehlen jeder erfinderischen ,kraft fr die neuen knstlerischen ,aufgaben1 welche durch das ,christentum und die christliche ,staatskirche erwuchsen1 machte ein ,zurckgehen auf antike ,vorbilder und teilweise selbst auf antike ,motive1 ja eine knechtische ,entlehnung derselben notwendig4 ,selbst die ,aufgaben blieben im ,grunde die alten2 man erfllte sie nur mit neuem ,geist4 ,abbildung3 #dbg4 ,elfenbeinpyxis ,in erster ,linie steht1 als ,ausflu des tiefgewurzelten altitalienisch ,totenkultus1 der ,schmuck der ,sarkophage2 daneben die kleine ,plastik1 namentlich die ,elfenbeinschnitzerei und der ,schmuck der ,lampen1 die in den ,katakomben eine reiche ,verwendung zu heiligen ,zwecken fanden4 ,bei der ,ausfhrung dieser ,bildwerke schlssen sich die ,knstler den heidnischen ,vorbildern unmittelbar an2 ,stil und ,technik blieben dieselben1 verloren aber schlielich auch den letzten ,zusammenhang mit der ,natur4 ,zur ,schpfung heiliger ,typen1 wie sie der neue ,glaube erfordert htte1 war eine solche ,plastik nicht mehr befhigt4 ,fr ,christus und einige der vornehmsten ,apostel1 namentlich ,petrus1 hatte die historische ,tradition in der vorausgegangenen ,zeit die ,vorbilder festgestellt2 im brigen sind fast alle anderen ,gestalten schemenhafte ,nachbildungen heidnischer ,vorbilder4 ,die ,einzelfigur trat zurck2 das erzhlende ,relief1 von der ,malerei abhngig und ein notdrftiger ,ersatz derselben1 wurde fast ausschlielich1 wie in den ,anfngen der ,kunst1 eine bildliche ,erluterung des neuen ,glaubens4 ,diese aus sptrmischer ,tradition herausgewachsene und in rmischer ,form und ,auffassungsweise in die ,erscheinung tretende ,kunstbung1 die als altchristliche ,kunst bezeichnet wird1 starb langsam ab unter den ,strmen der ,vlkerwanderung1 in denen das westrmische ,reich durch deutsche ,vlkerschaften zertrmmert wurde1 die nicht im ,stande waren1 dauerhafte ,zustnde an die ,stelle zu setzen4 ,abbildung3 #dbi4 ,elfenbeintafel4 ,die ,werke italienischer ,plastik aus dieser ,zeit1 die berhaupt sprlich sind1 haben nur selten ihren ,weg aus ,italien herausgefunden2 was sich im ,auslande findet1 gehrt fast ausnahmslos der ,kleinkunst an2 vorwiegend sind es ,werke der ,elfenbeinplastik4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt1 als groe ,seltenheit1 die kleine ,freifigur eines ,petrus aus ,bronze 7,no4 #a72 eine ,arbeit des ,,iv4 ,jahrh41 die durch ihren unmittelbaren ,anschlu an eine antike ,rednerstatue1 trotz der rohen ,bildung der ,extremitten1 noch eine gewisse ,lebendigkeit in der ,haltung und im ,ausdruck besitzt4 ,ebenso rein antik erscheint die gleichzeitig entstandene ,elfenbeinpyxis mit der ,darstellung ,christi zwischen den ,aposteln und dem ,opfer ,abrahams 7,no4 #dbg71 die1 ,dank der leichteren ,bearbeitung des ,materials1 feiner in der ,durchbildung ist2 sie ist eines der besten ,beispiele altchristlicher ,elfenbeinplastik4 ,die ,ausartung derselben in flchtige ,roheit zeigt das ,bruchstck einer anderen ,pyxis 7,no4 #dcj7 mit einer ,darstellung des kleinen ,joseph zwischen seinen ,brdern1 die wohl erst dem ,,vi4 ,jahrh4 angehrt4 ,fr den ,einflu1 den die allmhlich aus der ,antike sich eigenartig entwickelnde byzantinische ,kunst schon damals von ,ravenna aus auf einzelne ,teile von ,italien ausbte1 ist das groe ,diptychon mit dem thronenden ,christus zwischen ,petrus und ,paulus und mit ,maria zwischen zwei ,engeln 7,no4 #dbh und #dbi7 ein besonders charakteristisches1 vorzgliches ,beispiel4 ,die ,arbeit stimmt mit den ,elfenbeinreliefs am ,throne des ,maximian 7 #eef7 in ,ravenna berein und darf daher als gleichzeitige ,arbeit eines ,knstlers in ,ravenna gelten4 ,die romanische ,epoche 7um #fjj bis #abej74 ,abbildung3 #d4 ,sarkophag aus ,venedig4 ,nach den furchtbaren ,verheerungen und ,plagen1 mit welchen ,italien seit der ,zertrmmerung des westrmischen ,reiches in verstrktem ,mae heimgesucht wurde1 war die ,begrndung des ,longobardenreiches eine erste1 wenn auch nur schwache und kurze ,erholung fr das verwstete1 menschenleere ,land4 ,in solchen ,nten hatten die ,knste keine ,pflege finden knnen1 waren selbst die ,keime erstickt1 aus denen sich ,neues htte entwickeln knnen4 ,aber auch nach der ,aufrichtung des ,longobardenreiches verging fast ein halbes ,jahrtausend unter fortwhrendem politischen ,elend1 bis in ,italien der ,boden fr eine nationale ,kunstentwickelung wieder bestellt war4 ,freilich war das ,bedrfnis zu knstlerischer ,ausgestaltung und ,ausschmckung der ,umgebung1 namentlich der ,gotteshuser1 selbst in dieser kunstarmen1 unknstlerischen ,zeit nicht erloschen2 und wo hhere ,anforderungen gestellt wurden1 mute man sich an das ,ausland wenden4 ,schon die ersten unter den ,longobardenknigen zogen daher byzantinische ,knstler an ihren ,hof1 und spter sehen wir wiederholt in den verschiedensten ,teilen von ,italien1 namentlich in ,venedig und ,sditalien1 byzantinische ,knstler eine hervorragende ,thtigkeit entfalten4 ,regelmig wiederholt sich dabei dieselbe ,erscheinung3 die ,vorbilder1 welche diese fremden ,knstler schufen1 wurden barbarisch nachgeahmt1 ohne da sich daran eine eigenartige lebensfhige ,kunstthtigkeit anzuschlieen im ,stande war4 ,besonders tief ist in diesem langen ,zeitraume der ,stand der bildnerischen ,kunst4 ,hier wirkte noch der ,umstand sehr ungnstig ein1 da die der figrlichen ,plastik abholden ,byzantiner fast nur nach der ornamentalen ,seite ,vorbilder lieferten4 ,diese byzantinische und byzantinisierende ,dekorationsweise trgt den ,charakter einer teppichartigen ,flchendekoration1 welche ,wandfllungen1 ,ballustraden1 ,kapitelle u4 s4 f4 vollstndig bedeckt4 ,gewinde von ,weintrauben oder ,epheu1 ,akanthusbltter und ,akanthusranken umgeben ,krucifixe1 ,rosetten oder ,tiere mit symbolischer ,beziehung1 oder bilden den ,grund1 auf dem sich dieselben abheben4 ,auch das aus dem ,norden ,europa's stammende ,bandgewinde1 phantastisch und oft sehr zierlich verschlungen1 hat sich hier eingefunden4 ,wo diese ,ornamente rein und gut gearbeitet sind1 drfen wir1 nach dem ,vergleich mit erhaltenen ,arbeiten im ,gebiete des alten byzantinischen ,reiches1 auf die ,hand von byzantinischen ,knstlern schlieen4 ,besonders reiche und gute ,beispiele der ,art bieten ,rom1 ,brescia und namentlich ,venedig und ,torcello4 ,von letzteren besitzt auch die ,berliner ,sammlung1 aus der #ahda erworbenen ,sammlung ,pajaro1 eine ,anzahl interessanter ,stcke1 welche teils noch von dem alten ,markusdom 7aus dem ,jahre #hbi1 so das ,fenster ,no4 #b und die ,muscheldekoration ,no4 #f71 teils von dem ,umbau nach einem ,brande im ,jahre #igf herrhren2 von letzterem ein ,paar ,kapitelle 7,no4 #h und #i7 u4 a4 m4 ,die ,pfauen am ,brunnen 7,no4 #g7 aus frhester byzantinischer ,zeit4 ,auch die seltenen feineren ,arbeiten der kleinen ,plastik3 ,altarvorstze in edlen ,metallen1 ,elfenbeinarbeiten1 namentlich die ,kstchen mit ,einzelfiguren von ,kmpfern u4 dergl41 sind regelmig ,arbeiten byzantinischer ,knstler1 die im ,,ix4 und ,x4 ,jahrh4 in ,italien beschftigt waren4 ,weit zahlreicher und ber ganz ,italien zerstreut sind die italienischen ,nachbildungen solcher byzantinischer ,vorbilder in ,stein1 die durch den ,mangel an ,originalitt der ,erfindung und an dekorativem ,sinn1 wie durch auffallende ,roheit der ,ausfhrung sich unschwer als ,arbeiten einheimischer ,steinmetzen kennzeichnen4 ,neben ,venedig und seinen ,nachbarorten sind ,cividale1 ,ancona1 ,rom mit ,bauten1 an denen dekorative ,bildwerke dieser ,art ursprnglich oder von lteren ,monumenten angebracht sind1 besonders reich2 sie finden sich aber auch bis nach ,sicilien hinein4 ,das ,berliner ,museum hat von solchen ,arbeiten namentlich ein ,paar interessanter ,sarkophage 7,no4 #c und #d7 und einen ,thrbogen 7,no4 #e7 aufzuweisen1 die dem ,,viii4 und ,,ix4 ,jahrh4 anzugehren scheinen4 ,erst im ,,xi4 ,jahrh4 beginnt langsam aber stetig und fast gleichzeitig in verschiedenen ,teilen ,italiens eine nationale ,kunst wieder einzusetzen2 zunchst in der ,architektur1 welche allmhlich auch die ,plastik zu ihrer ,beihlfe heranzieht4 ,dieselbe erstarkt whrend des ,,xii4 ,jahrh4 im gesunden ,anschlu an die ,baukunst und gelangt um die ,mitte des ,,xiii4 ,jahrh4 zu einer selbstndigen knstlerischen ,entfaltung4 ,fr den ,verlauf dieser ,entwickelung in den einzelnen ,teilen ,italiens ist namentlich der verschiedene ,einflu magebend1 der von auen auf die bildnerische ,thtigkeit einwirkt4 ,in ,venedig und seiner ,nachbarschaft bleiben fr lange ,zeit noch die ,vorbilder der byzantinischen ,bildwerke der ,ausgangspunkt fr die einheimische ,plastik4 ,in ,sditalien und ,sicilien sind gleichfalls byzantinische ,knstler noch bis in das ,,xii4 ,jahrh4 thtig2 neben ihnen macht sich aber auch arabischer ,einflu in eigentmlicher ,weise geltend4 ,unabhngiger von der stlichen ,kunst zeigt sich die ,plastik in ,mittel- und ,oberitalien4 ,in ,mittelitalien1 in ,rom wie in ,toskana in eigener ,weise1 bilden die zahlreichen berreste sptrmischer und etrurischer ,plastik den ,anhalt fr die ersten unbeholfenen ,versuche in der eigenen ,kunstbung4 ,am selbstndigsten und bedeutsamsten entwickelt sich die plastische ,kunst von vornherein in der ,lombardei1 zuerst in ,mailand und ,verona1 dann namentlich in ,parma und ,modena2 lombardische ,steinmetzen und ,bildhauer verbreiten sich weiter ber ,ober- und ,mittelitalien und tragen auch hier zu einer freieren1 selbstndigen ,entwickelung der ,plastik wesentlich bei4 ,abbildung3 #ded4 ,elfenbeinrelief der ,kreuzigung4 ,sditalien war als ,bestandteil des ostrmischen ,kaiserreichs auch in knstlerischer ,beziehung von ,byzanz abhngig geblieben und diese ,abhngigkeit bekundete sich auch noch1 nachdem ganz ,sicilien in die ,hnde der ,araber fiel und ,ende des ,,xi4 ,jahrh4 ,sditalien samt ,sicilien von den ,normannen erobert wurde4 ,der bildnerische ,schmuck der kirchlichen ,monumente hat entweder rein ornamentalen ,charakter oder die ,bildwerke tragen auch im ,groen den ,stil der ,kleinkunst4 ,dies gilt namentlich fr die ,bronzethren1 welche aus einer ,reihe kleiner ,platten mit winzigen figrlichen ,darstellungen zusammengesetzt sind4 ,diese wurden anfangs in einer ,art ,niellotechnik hergestellt1 spter1 seit der ,mitte des ,,xii4 ,jahrh4 in einzelnen ,platten mit ,reliefs gegossen4 ,sie erscheinen im ,stil von den ,elfenbeinreliefs abhngig2 erstere sind durchweg byzantinische ,arbeiten1 letztere wurden meist schon von ,italienern ausgefhrt1 bekunden aber noch stark byzantinischen ,einflu4 ,unter diesem ,einflu entwickelte sich ,ende des ,,xi4 und im ,,xii4 ,jahrh4 eine regere und in ihrer ,art recht tchtige ,kleinplastik mit lebendig erzhlendem1 wenn auch kindlich naivem ,charakter2 zumeist in ,elfenbein1 worin der bekannte ,altarvorsatz im ,dom von ,salerno das ,hauptstck ist2 vereinzelt auch in ,stein1 wie in den zierlich gearbeiteten ,marmortafeln im ,dom zu ,neapel1 die durchaus im ,stil der ,elfenbeinreliefs behandelt sind4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt verschiedene ,elfenbeinreliefs1 die denen in ,salerno nahe verwandt sind 7,no4 #dcf1 #dec u4 #ded7 und offenbar den gleichen ,ursprung haben2 und fr jene ,marmorreliefs erscheinen die ,darstellungen aus der ,schpfung auf einer ,elfenbeintafel der ,sammlung 7,no4 #dee7 wie die unbeholfenen1 altertmlichen ,vorbilder4 ,abbildung3 #bh4 ,bste einer sditalienischen ,frstin4 ,in der kurzen ,zeit des ,friedens und ueren ,gedeihens der sditalienischen ,provinzen unter der ,herrschaft ,friedrichs ,,ii4 brachten die ,cosmaten aus ,rom ein neues ,element in die ,dekoration4 ,aus dergleichen ,zeit oder wenig spter sind aber auch einige ,stcke groer ,plastik erhalten3 verschiedene ,portrtbsten1 die sich bisher schwer in ,zusammenhang mit der brigen ,entwickelung der ,plastik in ,sditalien bringen lieen4 ,zwar scheinen die ,bsten im ,museum zu ,capua vielmehr ,arbeiten aus der letzten ,verfallzeit rmischer ,kunst zu sein2 aber es bleiben als zweifellose ,arbeiten dieser ,zeit ein paar ,frauenbsten1 die der ,sigilgata ,rufolo an der ,kanzel im ,dom zu ,ravello und zwei verwandte1 aber flchtiger behandelte ,reliefkpfe an derselben ,kanzel 7vom ,jahre #abgb71 sowie die aus der unmittelbaren ,nachbarschaft von ,ravello stammende ,bste einer jungen ,frstin in ,berlin 7,no4 #bh74 ,beide ,bsten1 obgleich unter sich nicht unwesentlich verschieden1 stimmen in dem ,streben nach mglichstem ,anschlu an sptrmische ,arbeiten1 selbst in der technischen ,behandlung berein4 ,bei der ,vereinzelung dieser ,bildwerke liegt es nher1 dieselben auf ,einflsse der ,kunst der ,pisaner ,meister 7s4 ,s4 #af7 zurckzufhren1 als umgekehrt daraus auf ,sditalien als die ,heimat der ,kunst des ,niccolo ,pisano zu schlieen4 ,wie roh die groe ,plastik in ,sditalien damals noch war1 dafr giebt die ,statue ,karls von ,anjou1 die jetzt an der ,treppe des ,conservatorenpalastes zu ,rom steht1 augenflligen ,beweis4 ,in ,venedig und seiner ,umgebung finden wir gleichzeitig eine der sditalienischen verwandte ,entwickelung der ,plastik3 auch hier verhindert der byzantinische ,einflu eine freie eigenartige ,gestaltung2 auch hier sind noch lange ,zeit byzantinische ,knstler hervorragend thtig und liefern auch spter durch ihre ,arbeiten die ,vorbilder fr die flchtigen ,nachbildungen der einheimischen ,knstler4 ,mehr noch als in ,sditalien bleibt in ,venedig der bildnerische ,schmuck auf ornamentale ,verzierungen beschrnkt1 die mit ,tierdarstellungen in phantastischer ,weise verquickt sind4 ,ein charakteristisches ,zeichen fr die ,scheu vor freier ,skulptur ist der ,umstand1 da noch um die ,mitte des ,,xiii4 ,jahrh4 fr die ,monumente der ,dogen antike ,sarkophage benutzt wurden4 ,wo uns an den ,bauten dieser ,zeit plastischer ,schmuck begegnet1 ist er entweder aus dem ,orient herbergeholt oder orientalischen ,vorbildern nachgeahmt4 ,ausnahmen1 wie die ,sulen des ,tabernakels in ,san ,marco1 7wenn nicht zum ,teil frh-christlich71 besttigen nur die ,regel3 sie sind ganz nach ,art der ,elfenbeinschnitzwerke und der ,goldschmiedearbeiten eingeteilt und mit ganz kleinen ,reliefdarstellungen wie bersponnen1 ,arbeiten1 die in ihrer sauberen1 ngstlichen ,ausfhrung jeden greren bildnerischen ,sinn vermissen lassen4 ,das ,berliner ,museum besitzt eine ganze ,sammlung charakteristischer venezianischer ,dekorationsstcke1 wie sie noch heute das uere und ,innere der romanischen ,kirchen und die ,fassaden der gleichzeitigen ,palste ,venedigs und der ,nachbarorte auf den ,inseln in reicher musivischer ,anordnung bedecken4 7,no4 #aa;ff474 ,noch ausschlielicher als in ,sditalien und ,venedig bleibt in ,rom die ,thtigkeit der ,bildhauer auf rein dekorative ,arbeiten beschrnkt2 ja diese verzichtet selbst auf eigentlich plastische ,ornamentik und bildet dafr ein zierliches und farbenreiches musivisches ,schmucksystem aus1 welches mit ,anlehnung an antike ,vorbilder aus dem unerschpflichen ,vorrat an rmischen ,baustcken in wertvollen ,steinen aller ,art sein ,material herbeiholt und gerade durch die ,flle und den ,wert desselben zur ,ausbildung dieser ,dekorationsweise angeregt wurde2 als ,cosmatenarbeit benannt1 weil namentlich der ,marmorarius ,cosmas und seine ,familie dieselbe ausbte4 ,ein ,beispiel dafr1 doch schon aus spterer ,zeit1 bietet die ,aschenurne 7,no4 #ca74 ,abbildung3 #bh;,a4 ,marmorbste aus ,rom4 ,zwischen diesen ,arbeiten steht das ,bruchstck eines groen plastischen ,werkes1 welches in ,rom ausgegraben wurde und das sich jetzt im ,berliner ,museum befindet1 bisher vereinzelt und unerklrt da3 der kolossale ,marmorkopf eines brtigen ,mannes1 den der ,reif im lockigen ,haar wohl als ,frsten charakterisiert 7,no4 #bh;,a74 ,neben den oben genannten1 etwa gleichzeitigen sditalienischen ,bsten fllt in diesem ,marmorwerke der enge ,anschlu an antike ,bsten archaischen ,stils1 sowie die auerordentlich saubere ,ausfhrung und teilweise schon individuelle ,empfindung auf1 wie sie sich z4 ,b4 in der ,behandlung des ,ohres bekundet4 ,die eigentmlich stilisierte ,behandlung des flach anliegenden lockigen ,barthaares findet sich ganz bereinstimmend im ,haar der ,bronzewlfin im ,kapitol1 die auch sonst in ihrer ,auffassung und ,behandlung mehr mittelalterlichen als antiken ,charakter hat4 ,wir werden daher auch dieses ,werk der rmischen ,plastik des ,,xiii4 ,jahrh4 zuzuschreiben haben1 die uns in ihrer ,entwickelung und im ,zusammenhang mit der ,plastik des brigen ,italien noch manches zu raten giebt4 ,eine klare und stetige ,entwickelung und eine reichere ,entfaltung zeigt die ,skulptur nur in ,norditalien und ,toskana4 ,von vornherein1 seit dem ,anfang des ,,xii4 ,jahrh41 tritt sie hier in gesunder ,verbindung mit der ,architektur zur ,hebung und ,belebung ihrer ,glieder auf2 auch geht sie denselben ,weg1 den sich hier die selbstndige ,entwickelung der ,architektur bahnt3 vom ,mittelpunkt des alten ,longobardenreiches1 von ,mailand und seiner ,umgebung1 wird sie durch ,marmorarbeiter dieser ,orte 7namentlich aus ,como7 nach ,mittelitalien bertragen und lange ,zeit vorwiegend durch diese ,comasken ausgebt4 ,die ,lombardei selbst hat nur drftige ,reste aufzuweisen2 die groen ,reliefs am ,tabernakel ber dem ,hochaltar in ,s4 ,ambrogio zu ,mailand sind in ihrer starren ,regelmigkeit1 wenn nicht von byzantinischer ,herkunft1 doch erst aus dem ,,xiii4 ,jahrh42 das beweisen die rohen ,skulpturen der ,porta ,romana vom ,meister ,anselmus1 die aus den ,jahren #aafg bis #aaga datieren4 ,sehr bedeutend sind dagegen die berreste1 welche heute noch in ,verona erhalten sind3 das ,portal des ,domes 7#aace7 und namentlich die ,fassade von ,s4 ,zeno sind hier mit reichstem ,skulpturenschmuck verziert4 ,beide ,arbeiten gehen wenigstens teilweise auf ,meister ,nicolaus zurck1 der an ,s4 ,zeno mit dem ,meister ,wilhelm zusammen arbeitet1 dann am ,dom von ,modena thtig ist und #aaci auch das ,portal des ,domes zu ,ferrara mit reichem plastischen ,schmuck versieht4 ,neben diesen ,steinarbeiten bieten die aus vielen ehernen ,platten bestehenden ,thrflgel von ,san ,zeno das ,bild einer uersten ,barbarei in allen krperlichen ,bildungen dar4 ,die einzelnen ,tafeln knnten auch verschiedenen ,ursprungs und ,alters sein4 ,mit einigen lteren deutschen ,bronzearbeiten haben sie gemein1 da die ,figrchen in ihrem starken ,hochrelief wie aufgenietet erscheinen4 ,teppichartig bedecken die ,marmorreliefs die ,wnde und zeigen eine kindlich naive1 unbeholfene und derbe1 ja selbst rohe1 aber eigenartige ,erzhlungs- und ,darstellungsweise4 ,das ,relief springt hier durchweg krftig ber den ,rahmen hinaus1 der ganz flach bleibt2 doch sind die ,figuren1 selbst die ,extremitten dabei gleichmig in der ,flche gehalten4 ,die viel lebendigeren und besser verstandenen ,figuren an dem ,taufbecken in ,s4 ,giovanni in ,fonte zu ,verona gehren schon einer vorgeschritteneren ,zeit an und verraten1 wie die gleichzeitigen venezianischen ,bildwerke1 die ,schulung durch byzantinische ,knstler und ,vorbilder4 ,den ,arbeiten in ,verona und ,ferrara sind die noch umfangreicheren ,skulpturen in ,parma und dem benachbarten ,san ,donino schon wesentlich berlegen4 ,an beiden ,orten ist ,benedetto ,antelami1 der sich in bezeichneten ,arbeiten zwischen den ,jahren #aagh und #aaif nachweisen lt1 der magebende ,knstler4 ,hier wie an den vorgenannten ,orten sind die ,portale ,mittelpunkt des ,reliefschmuckes1 welcher das ,bogenfeld1 den ,bogen1 ,sturz und ,pfosten1 vielfach auch die ,wandflchen zu den ,seiten und den ,baldachin vor der ,thr bedeckt1 und dessen ,motive ,scenen aus dem alten und neuen ,testament1 namentlich aus der ,schpfungsgeschichte und der ,passion1 dann ,folgen genreartiger ,darstellungen der ,monate1 sowie 7an den ,einrahmungen1 als ,sulentrger u4 s4 f47 phantastische ,tierbilder und gelegentlich ,darstellungen lokaler ,beziehung zeigen4 ,im ,innern ist der plastische ,schmuck weit sprlicher2 die ,kapitelle der ,sulen1 ,kanzeln1 ,lettner1 ,taufbecken1 ,weihwasserbecken und einzelne ,architekturteile sind mit ,reliefs geschmckt1 die sich aber leider meist nicht mehr an ihrem ,platze befinden4 ,die ,arbeiten ,antelami's zeichnen sich vor den lteren lombardischen ,bildwerken aus durch glckliche architektonische ,verteilung1 klare ,anordnung1 saubere und gleichmige ,ausfhrung1 durch ausgebildete ,reliefbehandlung1 bessere ,naturbeobachtung und namentlich durch feinere innere ,beziehungen ihres ,ideengehaltes4 ,dies gilt in hherem ,mae noch von einigen jetzt aus ihrem ,zusammenhange gerissenen ,skulpturen im ,innern des ,baptisteriums1 die schon dem ,,xiii4 ,jahrh4 angehren4 ,ungeschickter und flchtiger in der ,arbeit1 aber durch den reineren ,reliefstil1 der die ,figuren schon fast frei gerundet vor den ,grund stellt1 sind von ,interesse die ,monatsdarstellungen am ,dome von ,ferrara und die von derselben ,hand herrhrende ,anbetung der ,knige ber der ,thr von ,s4 ,mercuriale zu ,forl2 wahrscheinlich schon aus der ,mitte des ,,xiii4 ,jahrhunderts4 -- ,wenig spter1 aber unter anderen ,bedingungen1 entstand und entwickelte sich die ,skulptur in ,toskana1 wenn sie auch mit der lombardischen ,kunst ,beziehungen hat und aus der ,lombardei sogar eine ,reihe ihrer ,knstler bezog4 ,in hherem ,mae als in der ,lombardei war in ,toskana die ,plastik abhngig von der ,architektur1 welche dort bald nach der ,mitte des ,,xi4 ,jahrh4 an den ,formen der ,antike in sehr eigenartiger ,weise sich als ,basilikenbau entwickelt hatte4 ,die innere ,gestaltung erhielt in der ,fassade einen reichen organischen ,ausdruck2 teils in einer ,art farbiger ,steinmosaik1 wie an ,san ,miniato vor ,florenz1 teils in ,sulenarkaden1 wie zuerst am ,dom zu ,pisa4 ,der feine architektonische ,sinn lie hier nur eine beschrnkte ,mitwirkung der freien ,plastik zu2 auch machte sich diese erst nach ,verlauf eines vollen ,jahrhunderts1 nach der ,mitte des ,,xii4 ,jahrh4 geltend4 ,auen blieb sie im ,wesentlichen auf den ,thrsturz und die ,thrflgel beschrnkt1 im ,innern wurde ihr der ,schmuck der ,kapitelle1 des ,taufbeckens und namentlich der ,kanzel berwiesen1 welche gerade damals durch die ,predigerorden1 die ,dominikaner und ,franziskaner1 eine besondere ,bedeutung erhielt4 ,die frhesten dieser ,bildwerke besitzt ,pistoja4 ,ein ,meister ,gruamons fertigte #aafb am ,thrsturz des ,hauptportals von ,s4 ,giovanni ,fuorcivitas das ,abendmahl und #aaff fr ,san ,andrea an derselben ,stelle die ,anbetung der ,knige4 ,als ,verfertiger der ,kapitelle dieser ,thr nennt sich der ,meister ,enrigus4 ,ein ,jahr spter entstand das ,relief am ,architravbalken der ,thr von ,s4 ,bartolommeo in ,pantano4 ,den gleichen ,charakter tragen die jngeren1 aber trotzdem roheren ,bildwerke an der ,kanzel in ,groppoli vor ,pistoja1 sowie der ,erzengel ,michael ebenda 7vom ,jahre #aaid71 letzterer interessant als ,freifigur4 ,gleichzeitige ,arbeiten derselben ,richtung sind 7von zahlreichen1 berall im nordwestlichen ,toskana zerstreuten skulptierten ,kapitellen1 ,sulenbasen u4 dergl4 abgesehen73 in ,pisa die ,architravskulpturen an ,s4 ,casciano und das ,relief mit ,christus zwischen den ,apostelsymbolen von einem ,meister ,bonusamicus 7jetzt im ,campo ,santo71 in ,lucca der ,portalschmuck des ,meisters ,biduinus an ,s4 ,salvatore und die ,reliefs des ,taufbeckens vom ,meister ,robertus in ,s4 ,frediano1 letztere wohl die tchtigsten von allen diesen ,arbeiten4 ,zu den sptesten1 aber trotzdem noch fast rohen ,arbeiten dieser ,art zhlen die ,bildwerke am ,dom zu ,arezzo1 der zweiten ,hlfte des ,,xii4 und dem ,anfang des ,,xiii4 ,jahrh4 angehrend4 ,dasselbe gilt auch noch von den ,arbeiten des ,marchionne 7vom ,jahre #abaf74 ,abbildung3 #ba;,d4 ,bemalte ,madonnenstatue des ,presbyter ,martin4 ,alle diese ,werke halten sich auf dem ,niveau der ,arbeiten von ,steinmetzen1 welche die ,ornamente an den ,kirchenbauten auszufhren gewohnt sind4 ,sie behandeln daher ihre ,reliefs in der ,komposition und in der ,wiedergabe der menschlichen ,gestalt genau wie ihre ,ornamente3 die ,figuren sind ganz in der ,flche gehalten und mglichst zur ,ausfllung des ,raumes benutzt1 so da der ,grund ringsum ausgehoben erscheint und die ,gestalten in der ,regel mit den ,fen den unteren1 mit den ,kpfen den oberen ,rand berhren4 ,in den ,verhltnissen1 in ,bewegung und ,ausdruck der ,figuren noch vllig kindlich und in der ,ausfhrung mehr oder weniger roh1 konnten dennoch diese ,arbeiten durch die ,selbstndigkeit und die ,naivett der ,empfindung und durch den ,ernst des ,strebens den ,grund zu einer wirklich knstlerischen ,entwickelung der ,plastik legen4 ,wie weit damals diese einheimische ,skulptur noch hinter der byzantinischen zurckstand1 beweist am deutlichsten eine ,anzahl ,arbeiten1 die gleichzeitig in ,toskana unter byzantinischem ,einflu ausgefhrt worden sind2 namentlich in ,pisa1 das durch seinen blhenden ,handel auf dem ,mittelmeere zu dem halb byzantinischen ,sden von ,italien und zu ,byzanz selbst in nahe ,beziehung gebracht war4 ,schon die ,bronzethr am ,dom zu ,pisa1 wahrscheinlich die ,arbeit des ,pisaners ,bonannus 7#aahj71 der einige ,jahre spter in ,monreale die sehr verwandte ,thr go1 erscheint ganz unter dem ,einflu gleichzeitiger byzantinischer ,goldschmiedearbeiten4 ,noch strker und vorteilhafter macht sich diese ,einwirkung in den ,skulpturen an den ,architraven von zwei ,thren des ,battistero geltend2 an der stlichen ,thr auch in den ,laibungen4 ,hier haben die ,figuren die volle ,schnheit1 die schlanken ,krperformen1 die zierlichen ,falten der klassischen ,gewnder1 die vornehme ,ruhe und die feine ,rundung echt byzantinischer ,arbeiten dieser ,zeit4 ,diesen kommen sie ferner in der ,sauberkeit der ,arbeit gleich und besitzen dabei auch die charakteristische ,flle1 die einfach schlichte ,erzhlungsart1 die krftige ,ausarbeitung1 den in seiner ,gebundenheit feinen ,ausdruck solcher ,arbeiten4 ,die ,berliner ,sammlung1 die von lteren romanischen ,bildwerken aus ,toskana nur ein mit ,kpfen und ,tieren dekoriertes ,kapitell aufzuweisen hat 7,no4 #bg1 aus ,lucca stammend1 etwa vom ,jahre #abjj71 besitzt eine in ihrer ,art hervorragende groe ,madonnenstatue aus jener von byzantinischen ,vorbildern beeinfluten ,richtung3 die thronende ,maria mit dem segnenden ,christkind von der ,hand des ,presbyter ,martin von ,borgo ,san ,sepolcro1 aus d4 ,j4 #aaii 7,no4 #ba;,d73 lebensgroe ,figuren aus ,holz mit ihrer ursprnglichen1 trefflich erhaltenen ,bemalung2 herbe im ,ausdruck1 gebunden in ,haltung und regelmiger ,faltenbildung1 aber von einer eigentmlich strengen ,gre der ,erscheinung4 ,ihren eigenen plastischen ,stil bilden sodann die ,marmorarbeiter aus1 welche die wirkungsvollen zierlichen ,inkrustationsarbeiten der toskanischen ,fassaden und der ,innendekoration in weiem ,marmor und tiefgrnem ,serpentin auszufhren hatten4 ,whrend gleichzeitig die rmischen ,cosmaten nicht einmal den ,versuch zu figrlicher ,darstellung machten1 wurden diese toskanischen ,marmorarbeiter durch die allgemeine ,richtung auf figurale ,skulptur und den ,wunsch1 dieselbe als ,erklrung des ,dogmas fr die glubige ,gemeinde zu benutzen1 bald zu einer ,einbeziehung figrlicher ,darstellungen in ihre ,steinmosaiken gebracht2 namentlich an den ,kanzeln4 ,schon die ,kanzel in ,san ,miniato 7wohl nicht viel frher als der von #abjg datierte ,fuboden der ,kirche7 zeigt an passender ,stelle wenigstens eine ,figur4 ,in der etwas jngeren ,kanzel in ,san ,lionardo vor ,florenz sind die figrlichen ,kompositionen schon die ,hauptsache4 ,whrend sie aber hier noch auf dem inkrustierten ,grunde wie aufgeleimt erscheinen1 sind sie in der ,kanzel des ,domes zu ,volterra wie in ,meister ,guido's ,kanzel in ,s4 ,bartolommeo in ,pantano zu ,pistoja 7vom ,jahre #abej7 und in der hnlichen1 noch jngeren ,kanzel in ,barga frei aus dem ,grunde gearbeitet1 so da die ,steinintarsia auf die ,einrahmung beschrnkt oder ganz verdrngt ist4 ,man merkt diesen ,bildwerken1 selbst noch denen des ,meisters der ,kanzel in ,pistoja1 ,guido ,bigarelli aus ,como1 die ,hand des ,ornamentisten an1 der auch die menschliche ,gestalt mit schematischer ,regelmigkeit und zierlicher ,sauberkeit behandelt1 statt sie frisch nach dem ,leben zu schaffen4 ,der ,komposition kommt aber diese ,regelmigkeit und der ,geschmack in der ,anordnung und ,ausfllung des ,raumes entschieden zu gute1 und ebenso ist die saubere ,durchbildung ein ,vorzug gegenber jenen lteren romanischen ,bildwerken4 ,auf ,meister ,guido geht in ,pistoja noch die gedrungene ,gestalt des ,erzengels ,michael am ,oratorio ,s4 ,giuseppe zurck2 in ,pisa hat er #abdf das prachtvolle1 mit reicher ,marmorintarsia geschmckte ,taufbecken vollendet1 und in seiner ,art sind auch schon die ,skulpturen am ,hauptportal des ,domes zu ,lucca3 ,christus im ,limbus und am ,architrav die ,apostel und ,maria1 vom ,meister ,guidetto 7in dem man neuerdings den jungen ,guido ,bigarelli hat erblicken wollen74 ,diese ,arbeiten in ,lucca sind seit #abjd ausgefhrt2 die ,fortsetzung derselben an der ,fassade seit dem ,jahre #abcc fiel ,krften zu1 die bei aller ,verwandtschaft mehr plastischen ,sinn hatten als ,meister ,guido4 ,der ,monatscyklus und die ,darstellungen aus der ,geschichte des hl4 ,martin stehen dem ,guido noch am nchsten1 die ,skulpturen der ,reguluspforte haben schon eine ber ihn hinausgehende ,vornehmheit der ,erscheinung1 ,freiheit der ,bewegung und ,feinheit der ,empfindung4 ,das groe ,reiterstandbild des hl4 ,martin1 der mit dem ,bettler seinen ,mantel teilt1 ist die letzte und zugleich die schwierigste ,aufgabe1 welche diese lombardisch-toskanische ,steinmetzen- und ,bildnerschule in ,lucca zu lsen hatte4 ,einer der ersten ,versuche1 eine ,freifigur zu geben1 und seit dem ,altertum das erste ,reiterbild1 ist dieses ,bildwerk ausgezeichnet durch die vornehme ,ruhe der schnen ,gestalten1 durch die feine ,empfindung fr ,proportionen und teilweise selbst durch naturalistische ,wahrheit3 aber zu freier ,bewegung1 zu naturalistischer ,durchbildung1 zu einer ,auffassung der ,figuren als ,gruppe oder nur als richtige ,freifiguren vermag sich der ,knstler noch nicht zu erheben4 ,in der ,anlehnung an die ,kirchenwand1 in der ,einhaltung der ueren ,flche verrt sich vielmehr der an die ,reliefdarstellung gewhnte ,knstler4 ,niccolo ,pisano und die ,protorenaissance 7um #abej bis #acjj74 ,die ,bildwerke1 in denen der plastische ,schmuck der ,portale des ,domes zu ,lucca seinen ,abschlu erhielt3 die ,kreuzabnahme in der ,lnette1 die ,geburt ,christi und die ,anbetung der ,knige am ,architrav des linken ,seitenportals1 verraten einen ,knstler ganz anderer1 ganz neuer ,art4 ,hier herrscht echt plastischer ,sinn und groe1 ja in der ,kreuzabnahme eine fast gewaltige ,auffassung2 daneben erscheinen selbst die wenig lteren ,skulpturen des anderen ,seitenportals nur als befangene ,leistungen fleiiger ,steinmetzen4 ,vasari bezeichnet als ,knstler dieser ,arbeiten den ,niccolo ,pisano 7um #abjf bis nach #abhj72 mit vollem ,recht1 wie der ,vergleich mit seinen beglaubigten ,arbeiten1 namentlich mit der #abfj vollendeten ,kanzel im ,baptisterium zu ,pisa beweist4 ,abbildung3 ,kanzel des ,niccolo ,pisano im ,baptisterium zu ,pisa4 ,der ,bildhauer ,niccolo di ,piero1 der sich nach seinem ,geburtsort ,pisano nennt1 steht auf den ,schultern jener lteren lombardisch-toskanischen ,bildnerschule3 speziell hat er in den ,arbeiten an der ,domfassade zu ,lucca seine unmittelbaren ,vorlufer4 ,dies gilt sowohl fr die plastische ,gestaltung wie fr den geistigen ,inhalt seiner ,kunstwerke1 whrend die dekorative1 an byzantinischen ,vorbildern grogezogene ,plastik ,sditaliens1 mit der man den ,niccolo 7wegen der fragwrdigen ,herkunft seines ,vaters aus ,apulien7 hat in ,verbindung bringen wollen1 im vollen ,gegensatze zu ,niccolo's ,kunst steht4 ,aber auch gegenber jener lteren ,plastik1 aus der er hervorgeht1 erscheint der ,knstler recht eigentlich als ,reformator4 ,niccolo ,pisano ist kein ,naturalist wie die ,meister des ,quattrocento2 er steht den ,knstlern des ,cinquecento weit nher1 denn sein hchstes ,streben ist klassische ,schnheit1 der er durch das ,studium und gelegentlich selbst durch unmittelbare ,nachbildung der ,antike nahe zu kommen sucht4 ,freilich waren in ,italien die antiken ,reste schon frher1 ja regelmig im ,mittelalter das ,vorbild fr die bildnerische ,thtigkeit gewesen2 aber diese hatte aus eigenem ,unvermgen in halb unbewuter1 sklavischer ,weise die alten ,vorbilder nachzuahmen gestrebt4 ,bei ,niccolo ,pisano ist der ,anschlu an die ,antike1 deren ,schnheit er zuerst wieder klar erfate1 ein vllig bewuter2 erwhlt die ,vorbilder aus den antiken ,monumenten und bildet ihre ,gewandung1 ihre ,technik nach1 wie er sie fr seine ,zwecke verwenden zu knnen glaubt4 ,der ,weg zum ,verstndnis und zur ,wiedergabe der ,natur geht bei ,niccolo durch die ,antike2 die ,abhngigkeit von derselben verhindert ihn1 sich zu wirklichem ,naturverstndnis durchzuarbeiten2 daher die ,erscheinung1 da der ,knstler im ersten ,ergreifen seiner ,aufgabe am grten und freiesten erscheint1 in seinen spteren ,arbeiten zum ,teil handwerksmiger und manierierter wird4 ,verhngnisvoll war ihm in seinem ,streben der ,umstand1 da seine klassischen ,vorbilder1 zumeist ,sarkophagreliefs1 die heute noch im ,campo ,santo zu ,pisa erhalten sind1 schon der ,zeit des tiefen ,verfalls der antiken ,kunst angehren1 da sie handwerksmige ,nachbildungen aus dritter und vierter ,hand nach schlecht verstandenen ,originalen sind4 ,die ,eigentmlichkeiten dieser antiken ,vorbilder finden sich daher auch bei ,niccolo3 das starke ,hochrelief1 die berfllung der ,kompositionen1 die ungleichen ,verhltnisse der ,figuren unter einander wie die derbe1 untersetzte ,bildung derselben1 die dicken gleichmigen ,stoffe der ,gewnder mit antikem ,schnitt und der einfrmige brchige ,faltenwurf1 die starke ,anwendung des ,bohrers und die ,vorliebe fr das ,stehenlassen der ,bohrlcher1 namentlich in den ,haaren4 ,mit jenen ,vorbildern hat der ,knstler dafr auch die ,schnheit der ,formen und die ,gre der ,erscheinung gemein2 seine ,madonna ist eine thronende ,juno1 seine ,knige in der ,anbetung erscheinen wie antike ,gttergestalten1 sein ,priester in der ,darstellung im ,tempel ist die ,gestalt des indischen ,bacchus1 und unter den ,tugenden finden wir1 als ,strke1 einen nackten ,herkules4 ,je mehr sich der ,knstler der ,antike nhern kann1 je direkter er aus ihr seine ,gestalten entnimmt1 desto grer und tchtiger erscheint er2 je mehr sich dagegen das ,motiv von der ,antike entfernt1 desto geringer sind regelmig seine ,leistungen4 ,dies zeigt sich namentlich in den ,darstellungen der ,passion ,christi4 ,in solchen ,kompositionen macht sich auch der ,mangel an dramatischem ,sinn und die ,leere in ,ausdruck und ,empfindung als ,folge jenes engen ,anschlusses an die ,antike am strksten geltend4 ,urkundlich begegnen wir ,niccolo ,pisano zuerst an der ,kanzel im ,baptisterium zu ,pisa1 die er #abfj vollendete2 nach dem ,charakter der ,arbeit und dem ,gange seiner spteren ,beschftigung ist es aber sehr wahrscheinlich1 da die ,skulpturen am ,domportal in ,lucca der ,pisaner ,kanzel vorausgehen1 also etwa um die ,mitte des ,jahrhunderts entstanden4 ,am ,architrav sind 7leider sehr zerstrt7 die ,verkndigung1 die ,anbetung der ,hirten und die ,knige aus dem ,morgenlande vereinigt2 ,kompositionen so klar und ausdrucksvoll wie keines dieser ,motive in seiner spteren ,zeit wiederkehrt4 ,die ,abnahme vom ,kreuz im ,tympanon ist in der ,anordnung im ,raum1 in den ,proportionen1 in der groen1 teilweise selbst fein empfundenen ,auffassung die bedeutendste ,schpfung des ,niccolo4 ,in der ,kanzel zu ,pisa fllt diesen ,arbeiten gegenber der engere ,anschlu an die antiken ,vorbilder in seinen ,vorzgen und ,nachteilen ins ,auge4 ,was ber den ,knstler im ,allgemeinen gesagt ist1 gilt fr dieses sein ,hauptwerk im ,besonderen4 ,wenn ihm ,mangel an ,innerlichkeit in den einzelnen ,darstellungen vorgeworfen werden mu und dadurch die ,auffassung als eine wenig kirchliche erscheint1 so ist dafr die ,kanzel in dem ,zusammenhang der ,darstellungen1 in dem ,ideengehalt ihres ,bilderschmuckes um so mehr durchdacht1 um so tiefer und gewaltiger4 ,das ,evangelium von der ,erlsung ist der ,grundgedanke1 der in allen seinen ,teilen hier zum ersten ,mal vllig klar durchgefhrt ist1 von den ,verheiungen durch die ,propheten an1 dann in den einzelnen geschichtlichen ,thatsachen bis zu den ,wirkungen1 die in den ,gestalten der christlichen ,tugenden verkrpert sind und in den ,tieren als ,trger der ,sulen und ,lesepulte ihren symbolischen ,ausdruck erhalten4 ,der ,inhalt der ,predigt1 fr welche die ,kanzel geschaffen ist1 ist wohl nie wieder so eindringlich der glubigen ,gemeinde bildnerisch zur ,anschauung gebracht worden4 ,der ,kanzel in ,pisa soll der ,figurenschmuck am ,marmorschrein des hl4 ,dominicus in ,s4 ,domenico zu ,bologna gefolgt sein2 die ,reliefs mit ,darstellungen aus dem ,leben des ,heiligen wurden bis #abfg fertig gestellt4 ,auf die ,besichtigung aus der ,nhe berechnet1 sind sie gleichmiger1 ja fast zu zierlich durchgefhrt und glcklicher in den ,verhltnissen2 sie bleiben auch einfacher in der ,auffassung1 was wohl die ,aufgabe von ,darstellungen aus der ,zeitgeschichte mit sich brachte4 ,niccolo stand bei der ,arbeit ein junger ,schler1 ,fra ,guglielmo1 zur ,seite2 der abweichende ,charakter der ,bildwerke macht es sogar nicht unwahrscheinlich1 da ,guglielmo dieselben allein ausfhrte4 ,noch vor ,beendigung dieses ,monuments bernahm ,niccolo wieder die ,ausfhrung einer ,kanzel3 die fr den ,dom von ,siena1 welche er in der auerordentlich kurzen ,zeit zwischen dem ,mrz #abff und dem ,november #abfh fertigstellte4 ,als ,gehlfen ,niccolo's werden ,arnolfo1 ,lapo und ,donato schon im ,kontrakt namhaft gemacht und die ,beschftigung seines noch nicht erwachsenen ,sohnes ,giovanni wurde ihm freigestellt4 ,der architektonische ,aufbau wie der ,ideengang in den ,darstellungen 7die hier um zwei ,relieftafeln bereichert sind1 weil die ,kanzel achteckig ist7 bleibt im ,wesentlichen der gleiche wie in ,pisa2 doch macht sich in diesen ,kompositionen die berfllung mit ,figuren1 der ,mangel an ,klarheit im ,aufbau und eine ungleichmigere ,durcharbeitung empfindlich geltend1 und es fehlt den ,gestalten meist die klassische ,gre der ,erscheinung1 welche in jener ersten ,kanzel so berraschend wirkt4 ,dafr sind die ,kpfe hier jedoch ausdrucksvoller1 die ,figuren richtiger in den ,verhltnissen und naturwahrer1 die ,scenen lebendiger und bewegter als in ,pisa4 ,wenn hier schon der abweichende ,charakter durch die verschiedenen ,mitarbeiter ,niccolo's wesentlich mit bedingt sein wird1 so lt sich dies um so mehr fr die letzte beglaubigte ,arbeit des bejahrten ,knstlers1 fr die ,skulpturen am groen ,brunnen in ,perugia1 annehmen1 welche um #abhj unter ,beihlfe von ,arnolfo und ,giovanni ,pisano vollendet wurden3 am unteren ,becken fnfzig ,tafeln mit ,einzelgestalten und kleinen ,kompositionen in ziemlich flachem ,relief1 am oberen ,becken vierundzwanzig ,statuetten der ,sibyllen1 ,tugenden u4 s4 f42 zumeist ausgezeichnet durch gute ,verhltnisse und saubere ,arbeit1 einzelne auch durch tiefere dramatische ,auffassung4 ,diese besten ,arbeiten lassen sich leicht als ,werke ,giovanni's erkennen4 ,abbildung3 #bb4 ,relief eines ,lesepultes von ,niccolo ,pisano4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt ein aus ,pistoja stammendes ,marmorrelief1 das den ,anspruch auf eine ,arbeit des ,niccolo erheben darf3 zwei ,engel1 welche das ,brustbild des ,bischofs ,beato ,buonacorso von ,pistoja in einem ,tuche zwischen sich emporhalten 7,no4 #bb72 ursprnglich wohl die ,unterseite eines ,lesepultes1 welches vielleicht whrend der ,restauration eines ,altars in ,pistoja1 die ,niccolo #abgb bernahm1 entstanden ist4 ,die vollen ,gestalten1 die ,typen1 die ,faltenbildung1 sogar so auffallende ,eigentmlichkeiten1 wie die flatternden ,zipfel des ,tuches1 stimmen mit den beglaubigten ,arbeiten des ,knstlers1 namentlich mit der ,verkndigung an der ,kanzel zu ,pisa so sehr berein1 da wohl nur auf ,niccolo als ,urheber dieser ,arbeit geschlossen werden kann4 99 99 99 99 99 ,der enge ,anschlu des ,niccolo ,pisano an die ,antike sollte eine weitere ,entwickelung der italienischen ,plastik im ,sinne der ,renaissance erwarten lassen4 ,gerade das ,gegenteil ist der ,fall3 schon seine ,schler wenden sich vom ,studium der ,antike ab1 und sein eigener ,sohn ,giovanni schlgt eine ,richtung ein1 welche von der des ,vaters wesentlich verschieden ist4 ,sie beherrscht die italienische ,plastik ein volles ,jahrhundert2 offenbar weil ,niccolo's ,nachahmung der ,antike ohne tieferes ,naturstudium eine uerliche blieb und einer tieferen ,auffassung1 wie sie die christlichen ,stoffe verlangten1 entbehrte4 ,unter den ,schlern und ,mitarbeitern des ,niccolo sind uns zwei in eigenen ,werken bezeugt1 welche ohne hhere ,eigenart die ,pfade ihres ,meisters wandern1 ,fra ,guglielmo und ,arnolfo di ,cambio2 beide namentlich dadurch von ,bedeutung1 da sie die ,kunstweise ihres ,lehrers ber ,italien verbreiteten4 ,der ,dominikaner ,fra ,guglielmo d',agnolo aus ,pisa 7um #abch bis nach #acac7 war ,niccolo's ,mitarbeiter an der ,arca des hl4 ,dominicus in ,bologna gewesen1 an deren ,reliefs ihm auer der ,ausfhrung vielleicht sogar die ,erfindung mit gebhrt4 ,nach der ,verwandtschaft dieser ,arbeiten mit den ,reliefs an der von einem ,meister ,guglielmo ausgefhrten ,kanzel in ,s4 ,giovanni fuorcivitas in ,pistoja hat man diese mit ,recht ebenfalls als ein ,werk des ,dominikaners ,fra ,guglielmo in ,anspruch genommen4 ,einfacher und dadurch klarer in der ,komposition wie ,niccolo1 zeigt er in seinen ,gestalten den hnlichen klassischen ,zug in den ,typen1 in der ,gewandung und ,bewegung2 freilich kaum aus direktem ,studium der ,antike1 sondern nach den ,vorbildern seines ,lehrers4 ,wenn er diesen in der ,eigenartigkeit wie in der ,gre der ,erscheinung lange nicht erreicht1 so hat er doch feinere ,empfindung und eine gewisse ,innigkeit im ,ausdruck vor ihm voraus1 die sich gelegentlich 7wie in der ,beweinung ,christi7 selbst auf die ,bewegung und ganze ,komposition ausdehnt4 ,der ,florentiner ,arnolfo di ,cambio 7#abcb bis #acae71 ,niccolo's ,gehlfe an der ,kanzel in ,siena wie am ,brunnen zu ,perugia und1 wie ,guglielmo1 in seiner spteren ,zeit namentlich als ,architekt hervorragend thtig1 steht in den beiden von ihm bekannten plastischen ,monumenten gleichfalls ganz unter des ,meisters ,einflu1 ist aber noch weniger selbstndig als ,fra ,guglielmo4 ,die ,statuetten und kleinen ,reliefs am ,grabmal des ,kardinals de ,braye 7 #abhj7 in ,s4 ,domenico zu ,orvieto sowie an dem gemeinsam mit einem ,knstler ,paulus ausgefhrten ,tabernakel in ,s4 ,paolo fuori le mura in ,rom sind gut in den ,verhltnissen1 einfach und ernst in ,ausdruck und ,haltung1 in der ,gewandung sogar geschmackvoller und naturwahrer als bei ,niccolo1 aber sie erscheinen unbedeutend und werden durch den architektonischen ,aufbau unterdrckt4 ,sowohl in jenem ,tabernakel wie namentlich in dem ,grabmal hat ,arnolfo1 soweit bisher bekannt1 das ,vorbild fr den ,aufbau hnlicher ,monumente gegeben1 welches fr die plastische ,entwickelung im ,trecento1 namentlich in ,siena1 verhngnisvoll wurde4 ,giovanni ,pisano und die ,kunst des ,trecento 7um #acjj bis #adjj74 ,der einzige vllig eigenartige ,knstler1 den ,niccolo grogezogen hat1 ist sein ,sohn ,giovanni ,pisano 7um #abej bis nach #acbj71 dem ,vater mindestens ebenbrtig an ,talent und auf die ,entwickelung der italienischen ,kunst noch von bedeutenderem1 nachhaltigerem ,einflu4 ,ja obgleich ,giovanni der ,schler und langjhrige ,gehlfe seines ,vaters war1 erscheint seine ,richtung als die unmittelbare1 energische ,reaktion gegen die ,kunstweise des ,niccolo ,pisano4 ,statt der klassischen ,ruhe des ,niccolo sehen wir bei ihm hochgradige ,erregung1 statt ,schnheit der ,form die ,bethtigung des seelischen ,lebens in ,verbindung mit einem entschieden naturalistischen ,streben4 ,freilich reicht sein ,knnen1 reicht seine ,kenntnis der ,natur nicht aus1 um bei der ,flle groer und neuer ,gedanken1 bei dem groartigen dramatischen ,sinn wirklich volle naturalistische ,durchbildung zu erzielen2 ,giovanni begngt sich damit1 die ,natur in groen ,zgen anzudeuten1 um desto frischer und berwltigender das innere ,leben zum ,ausdruck zu bringen4 ,daher sind die ,proportionen oft sehr vernachlssigt und selbst falsch1 die ,krper und ,gesichter nicht selten hlich und verzerrt1 die ,ausfhrung meist flchtig und zuweilen sogar roh4 ,freilich kommt dies zum guten ,teil auf ,rechnung der ,gehlfen1 deren sich der ,knstler zur ,ausfhrung der zahlreichen und umfangreichen ,arbeiten1 zu denen er in seiner langen ,knstlerlaufbahn in ganz ,italien berufen wurde1 in groem ,umfange bedienen mute4 ,giovanni's ,reliefstil ist der seines ,vaters3 das ,hochrelief1 welches der ,knstler noch weit malerischer behandelt als sein ,vorgnger2 freilich unter ,beeintrchtigung der architektonischen ,wirkung4 ,auch im ,inhalt seiner ,darstellungen folgt er im ,wesentlichen dem ,niccolo2 nur in der ,auffassung und ,wiedergabe ist er grundverschieden von ihm4 ,giovanni mu ein sehr frhreifes ,talent gewesen sein1 da sein ,vater den etwa fnfzehnjhrigen ,jngling #abfe im ,kontrakt ber die ,kanzel fr den ,dom von ,siena schon als ,gehlfen mit namhaft machen durfte2 bei dem jugendlichen ,alter knnen wir hier aber die ,bethtigung einer eigenartigen ,richtung bei der ,arbeit nicht annehmen4 ,anders ist dies bei der ,ausfhrung des ,brunnens in ,perugia1 bei welcher ,giovanni #abgh neben dem ,vater beschftigt war4 ,hier lt sich eine ,reihe der ,bildwerke1 namentlich verschiedene weibliche ,gestalten durch die ,khnheit der ,bewegung1 den ,ernst des ,ausdrucks und die malerische ,gewandbehandlung unschwer als ,arbeiten ,giovanni's herauserkennen1 der dieselben mit besonderer ,sorgfalt ausfhrte4 ,als ,jugendarbeit ,giovanni's darf wohl auch das ihm in ,s4 ,giovanni fuorcivitas zu ,pistoja zugeschriebene ,weihwasserbecken gelten1 an dem die ,gestalten der ,tugenden noch ganz die ,groartigkeit der ,formen und ,haltung haben1 die ,niccolo eigentmlich ist4 ,im ,jahre #abgh wurde ,giovanni zum ,bau des ,campo ,santo nach ,pisa gerufen2 damals entstanden wohl die gro empfundenen ,madonnenstatuen1 von denen die eine ber einem ,portal des ,baptisteriums2 die andere1 eine ,halbfigur1 jetzt im ,campo ,santo steht4 ,wieder neue architektonische ,aufgaben zogen den ,knstler von ,pisa nach ,siena1 wo er als ,dombaumeister zwischen den ,jahren #abij bis #abie erwhnt wird4 ,hier gehen die alten ,figuren an der ,fassade teilweise noch auf ,giovanni zurck1 sind aber1 mit ,ausnahme der groartigen ,gestalt einer ,sibylle an der ,ecke des ,seitenschiffs1 derbe und selbst rohe ,arbeiten seiner ,werkstatt4 ,von ,siena scheint der ,knstler sich nach ,pistoja gewandt zu haben1 wo er #acja die ,kanzel in ,s4 ,andrea vollendete4 ,sie bezeichnet den ,hhepunkt von ,giovanni's ,kunst2 was zur ,charakteristik derselben im ,allgemeinen gesagt ist1 gilt daher ganz besonders von diesem ,werke3 die ,kompositionen sind von auerordentlich dramatischer ,gewalt1 die ,einzelfiguren1 namentlich die ,gestalten der ,sibyllen1 erscheinen in der die innere ,begeisterung aussprechenden ,bewegung als ,vorahnung der ,sibyllen ,michelangelo's an der ,decke der ,sixtina4 ,gleich nach ,vollendung dieser ,kanzel erhielt ,giovanni den ,auftrag auf eine hnliche1 noch reichere ,kanzel fr seine ,heimatstadt1 deren einzelne ,teile jetzt im ,dom und im ,campo ,santo zerstreut aufgestellt sind2 sie wurde erst #acaa vollendet4 ,den ,bildwerken der ,kanzel in ,s4 ,andrea nahe verwandt1 sind hier die ,reliefs und ,freifiguren womglich noch dramatischer und bewegter1 noch mannigfaltiger in den ,motiven1 strker in den ,verkrzungen und reicher in genrehaften ,nebenbeziehungen1 aber auch noch flchtiger in der ,ausfhrung und willkrlicher in den ,proportionen4 ,der architektonische ,aufbau wird stark beeintrchtigt durch die groen tragenden ,figuren1 deren ,sockel zum ,teil wieder mit ,statuen geschmckt sind4 ,abbildung3 #bc4 ,madonnenstatuette von ,giovanni ,pisano4 ,von dieser ,kanzel in ,pisa stammt ein kleines ,lesepult im ,berliner ,museum 7,no4 #bd71 das an der ,unterseite zwei ,engel mit dem ,brustbild ,christi zwischen sich trgt2 eine charakteristische ,arbeit in der ,art der brigen ,reliefs an der ,pisaner ,kanzel4 ,ein zweites ,werk des ,knstlers in der ,berliner ,sammlung1 die ,marmorstatuette der ,madonna 7unter halber ,lebensgre1 ,no4 #bc71 scheint zur ,zeit1 als er an der ,kanzel in ,pistoja arbeitete1 gemeielt zu sein4 ,wenigstens zeigt sie die nchste ,verwandtschaft zu der ,silberstatuette im ,dom zu ,prato1 deren ,entstehung auf die ,zeit seiner ,thtigkeit hier als ,architekt im ,jahre #acjj zurckgefhrt wird4 ,im ,berliner ,privatbesitz befinden sich auerdem 7im ,besitz des ,herrn ,a4 von ,beckerath7 ein ,paar ebenso wertvolle ,bruchstcke einer anscheinend fr ,florenz gearbeiteten ,kanzel3 zwei sitzende ,sibyllen1 deren schlichtere ,haltung und groe ,gewandbehandlung die ,entstehung jener ,kanzel noch vor die ,kanzel in ,pistoja verweist4 ,in ,norditalien war ,giovanni anscheinend im ,anfange des ,,xiv4 ,jahrh4 thtig2 die groe ,madonnenstatue in der ,madonna dell' ,arena zu ,padua und vielleicht auch die ,statue des ,stifters ,enrico ,scrovegno sind plastische ,zeugnisse dieses seines ,aufenthalts in der ,nhe ,venedigs4 ,spuren seiner ,thtigkeit lassen sich auch sonst noch ber ,mittel- und ,oberitalien verfolgen3 ,teile einer ,auferstehung im ,museum zu ,perugia1 die ,giganten am ,portal der ,kirche von ,san ,quirico 7um #abih71 die ,bruchstcke vom ,grabmal der ,gemahlin ,kaiser ,heinrichs ,,vii4 7nach #acac7 im ,pal4 ,bianchi zu ,genua und angeblich auch das ,taufbecken in ,s4 ,pietro vor ,pisa4 ,dagegen sind mehrere groe ,grabmonumente1 die auch jetzt noch auf seinen ,namen zu gehen pflegen1 namentlich das ,monument ,papst ,benedicts ,,xi4 7 #acjd7 in ,s4 ,domenico zu ,perugia und das ,grabmal der hl4 ,margherita in ,s4 ,margherita zu ,cortona1 sicher nicht von ,giovanni1 sondern schon aus einer vorgerckteren ,zeit des ,trecento und erscheinen der sienischen ,kunst verwandt4 99 99 99 99 99 ,giovanni ,pisano gilt mit vollem ,recht als der einflureichste ,knstler seiner ,zeit3 er ist der wahre ,lehrer von ,giotto2 seine ,stellung zur plastischen ,kunst des ,trecento1 zur italienischen ,gotik1 entspricht der ,stellung ,donatello's zum ,quattrocento und der ,michelangelo's zum ,cinquecento und ,barock4 ,mit beiden zhlt er zu den bahnbrechenden ,meistern auf dem ,gebiete der bildnerischen ,kunst in ,italien4 ,trotz dieser auerordentlichen ,wirkung der ,kunst des ,giovanni hat derselbe keine treuen ,nachfolger seiner eigenen ,richtung gehabt2 denn die dekorativen ,skulpturen an der ,madonna della ,spina in ,pisa 7seit #acba71 am ,dom zu ,siena u4 s4 f41 welche noch ganz den ,charakter des ,knstlers tragen1 sind in seiner ,werkstatt ausgefhrt4 ,die ,kunst des ,giovanni war eine zu subjektive1 um einen ,nachfolger in derselben ,richtung zu gestatten2 die ,nachahmung htte hier1 wie manche ,arbeiten der ,werkstatt beweisen1 zur rgsten ,manier und ,roheit fhren mssen4 ,es war daher von besonderem ,glck fr die ,entwickelung der italienischen ,kunst1 da ein so verschieden und eigenartig veranlagtes ,genie1 wie das des ,malers ,giotto1 die ,erbschaft des groen ,pisaner ,bildhauers antrat4 ,giotto ist auch fr die ,plastik der ,vermittler zwischen ,giovanni ,pisano und der ,frhrenaissance4 ,von seinem allgemeinen ,einflu als ,maler abgesehen1 hat er in seinen ,entwrfen zu den ,reliefs an dem von ihm 7#accd7 begonnenen ,bau des ,campanile in ,florenz auch unmittelbar in die bildnerische ,kunst eingegriffen2 ja angeblich hat er auch selbst bei der ,ausfhrung desselben mit ,hand angelegt4 ,gegenber der ungezgelten ,gewalt seines ,vorgngers macht sich bei ihm ein migender1 ausgleichender ,einflu1 ein ,streben nach abgeschlossener ,komposition1 nach tiefer1 aber gehaltener ,empfindung in ,ausdruck und ,bewegung1 nach schlichter ,wiedergabe der ,natur recht deutlich geltend4 ,der ,bildhauer1 dem die ,ausfhrung dieser ,kompositionen im ,wesentlichen zufiel1 war ,andrea ,pisano aus ,pontedera 7um #abgc bis #acai74 ,in der ,werkstatt des ,giovanni ,pisano grogezogen1 erscheint er doch weit mehr durch ,giotto beeinflut4 ,durch ihn erhielt ,florenz auch in der ,plastik die ,stellung als ,vorort ,italiens1 die bisher fast ein ,jahrhundert lang ,pisa eingenommen hatte4 ,sein bekanntes ,meisterwerk ist die ,bronzethr von ,s4 ,giovanni zu ,florenz 7#accj bis #accf ausgefhrt74 ,die kleinen ,felder von zierlicher gotischer ,form enthalten unten acht ,tugenden1 darber ,darstellungen aus dem ,leben des ,schutzheiligen von ,florenz1 ,johannes d4 ,t4 ,mit ,giotto hat hier der ,knstler die knappe1 klare ,art der ,darstellung1 den schlichten ,ernst und die ,wahrheit der ,empfindung1 die ,beschrnkung auf wenige ,hauptfiguren1 die vornehme ,ruhe in ,haltung und ,bewegung gemein1 whrend er im ,verstndnis der menschlichen ,gestalt1 in der ,richtigkeit der ,verhltnisse1 im ,studium der ,gewandung schon ber ihn hinausgeht4 ,neben den herben ,figuren ,giotto's erscheinen ,andrea's ,gestalten schn und anmutig im ,ausdruck2 neben ,giovanni's berfllten ,kompositionen mit tieferregten ,scenen sind diese ,darstellungen des ,johanneslebens auf den ersten ,blick fast nchtern und unbelebt1 bei nherer ,betrachtung erscheinen sie wahrhaft klassisch in ihrem einfachen ,hochrelief1 dem knappen1 ausdrucksvollen ,stil der ,komposition wie ,erzhlung und in der ,meisterschaft der ,durchbildung4 ,durch die gleichen ,eigenschaften lassen sich auch mehrere ,einzelfiguren auf ,andrea zurckfhren3 die ,marmorstatuetten von ,christus und der hl4 ,reparata im ,museum von ,sa4 ,maria del ,fiore zu ,florenz1 die groe ,madonna ber dem ,hauptportal des ,domes zu ,orvieto 7wo ,andrea #acdg bis #acdi als ,dombaumeister beschftigt war7 und ein bemalter ,krucifixus in der ,berliner ,sammlung 7,no4 #be72 letzterer eine besonders edle1 fein empfundene ,arbeit des ,knstlers1 deren ,wirkung noch durch die gute ,erhaltung der alten ,bemalung erhht wird4 ,abbildung3 #bf4 ,madonnenstatuette von ,nino ,pisano4 ,andrea's ,richtung auf das ,schlichte und ,anmutige erscheint in seinem ,sohne ,nino ,pisano 7 #acfh71 der nach des ,vaters ,tode sich in ,pisa niederlie 7das jetzt schon von ,florenz seine ,knstler empfangen mute71 in das ,genrehafte weiter entwickelt4 ,wie sich dies in besonders vorteilhafter ,weise in seinen ,madonnen bekundet1 zeigt eine ,marmorstatuette der ,berliner ,sammlung 7,no4 #bf71 welche mit greren bezeichneten ,statuen der ,madonna 7in ,s4 ,maria ,novella zu ,florenz1 auf dem ,hochaltar der ,madonna della ,spina und am ,grabmal ,salterello in ,s4 ,caterina zu ,pisa7 die engste ,verwandtschaft hat4 ,die einzige beglaubigte ,arbeit seines ,bruders ,tommaso1 ein ,altar in ,campo ,santo zu ,pisa1 zeigt dagegen einen sehr gering veranlagten ,knstler4 ,eine ,weiterbildung in naturalistischer ,richtung erhlt die florentiner ,plastik wieder durch einen ,maler1 durch ,andrea ,orcagna 7,andrea di ,cione1 genannt ,orcagna1 #acfh71 der als ,baumeister von ,or ,san ,michele hier #acei das ,tabernakel vollendete4 ,als dekoratives ,schmuckstck steht dasselbe wohl unbertroffen in der italienischen ,gotik da1 und durch seinen reichen ,figuren- und ,reliefschmuck kommt es in plastischer ,bedeutung der ,bronzethr des ,andrea ,pisano nahe4 ,dem ,giotto verwandt in der ,gre der ,auffassung1 in der ,sauberkeit der ,durchbildung dem ,andrea ,pisano nahe1 ist ,orcagna beiden berlegen durch die feine naturalistische ,empfindung und ,durchfhrung2 ganz eigen ist ihm die malerische ,behandlung des ,reliefs4 ,die groe ,darstellung des ,todes ,mari mit der ,grtelspende an der ,rckseite von ,andrea's ,tabernakel bleibt bis zum ,ausgang des ,trecento die hervorragendste ,leistung4 ,arbeiten1 wie die ,reliefs der ,tugenden an der ,loggia de' ,lanzi 7#achc bis #achg71 sind recht tchtige ,werke unter dem ,einflu des ,orcagna2 im ,groen und ,ganzen verliert sich aber die bildnerische ,kunst dieser ,zeit in ,florenz in nchterne und meist sogar starre oder kleinliche ,nachahmung der groen vorangegangenen ,meister2 die ,statuen am ,campanile aus dieser ,zeit1 die verschiedenen ,figuren an den sdlichen ,portalen des ,domes1 der ,altar des ,alberto di ,arnoldo im ,bigallo 7#acfd71 der ,taufstein in ,s4 ,giovanni 7#acga71 verschiedene ,grabdenkmler in ,s4 ,croce u4 s4 f4 sind ebenso viele sprechende ,beispiele fr diese ,erstarrung der plastischen ,kunst4 ,ein ,werk dieser ,art1 ein ,madonnenrelief ,alberto's am ,campanile1 ist in einer bemalten ,stucknachbildung 7wohl der frhesten ,arbeit dieser ,art1 die bisher bekannt ist7 im ,berliner ,museum vertreten 7,no4 #cb;,a74 99 99 99 99 99 ,fr die florentiner ,bildnerschule dieser ,zeit ist es charakteristisch1 da ihre ,thtigkeit fast ausschlielich auf ihre ,vaterstadt beschrnkt bleibt1 wo sich groe und kleine ,aufgaben in reichem ,mae fr die ,knstler darboten4 ,anders die ,bildhauerschule ,siena's1 welche sich an die ,thtigkeit von ,niccolo und ,giovanni ,pisano in ,siena anschliet und1 ,dank dem politischen ,aufschwunge der ,stadt seit dem ,ende des ,,xiii4 ,jahrh41 eine ebenso reiche ,entwickelung aufzuweisen hat1 wie die gleichzeitige florentiner ,schule3 in der ,heimat fast gar nicht beschftigt1 wenden sich die ,sieneser ,knstler nach auen und sind in ,mittel- und ,sditalien in umfangreicher und mannigfaltiger ,weise thtig gewesen4 ,ihren ,charakter behalten sie aber auch hier im ,wesentlichen bei4 ,die sienische ,plastik des ,trecento hat die hervorragenden ,eigentmlichkeiten mit der sienischen ,malerei gemein1 zeigt aber gerade die ,schwchen der letzteren in besonders starkem ,mae4 ,da den ,bildwerken die malerische ,wirkung der ,gemlde durch den glnzenden1 zierlich gearbeiteten ,goldgrund1 zumal bei ihrer jetzigen ,farblosigkeit1 abgeht1 so machen sich hier der ,mangel an ,gre der ,auffassung wie an ,monumentalitt in ,aufbau und ,anordnung1 die eigentmliche ,breite und ,redseligkeit in der ,erzhlung der ,reliefs1 die weiche1 knochenlose ,wiedergabe der menschlichen ,gestalt meist in strender ,weise geltend und lassen die gemtvolle1 weiche ,empfindung und die saubere ,ausfhrung als ,gemeingut so vieler sienischen ,kunstwerke nur selten oder doch nicht voll zur ,geltung kommen4 ,unter den zahlreichen ,bildhauern ,siena's in dieser ,zeit ist keiner -- und auch das ist ein charakteristisches ,kennzeichen dieser ,schule --1 der sich aus der ,mittelmigkeit der anderen wesentlich heraushbe4 ,schon die unmittelbaren ,nachfolger des ,giovanni ,pisano in ,siena1 soweit wir beglaubigte ,arbeiten von ihnen kennen3 die ,tino1 ,maestro ,gano1 ,goro di ,gregorio1 ,agostino di ,giovanni1 ,cellino u4 a4 m4 haben den gleichen ,charakter4 ,meister ,gano verfertigt bereits im ,anfange des ,,xiv4 ,jahrh4 ein ,paar ,grabmonumente im ,dom von ,casale bei ,volterra4 ,goro di ,gregorio arbeitet #acbc die ,reliefs und ,statuetten an der ,arca di ,s4 ,cerbone im ,dom zu ,massa ,maritima4 ,tino di ,camaino 7 #acci71 hat als ,grabbildner eine ausgedehnte ,thtigkeit enfaltet3 von seiner ,hand sind in ,pisa das ,monument ,kaiser ,heinrichs ,,vii4 7#acae71 in ,florenz das ,monument des ,bischofs ,ant4 d',orso im ,dom1 in ,neapel 7seit #acbc7 verschiedene ,grabmonumente in ,s4 ,maria ,domna ,regina und in ,corpus ,domini4 ,cellino di ,nese errichtet das ,grabmal des ,cino de' ,sinibaldi im ,dom zu ,pistoja 7#accg72 als das frheste ,professorengrab von ,bedeutung fr diese namentlich in der ,universittsstadt ,bologna entwickelte ,gattung von ,monumenten4 ,verschiedene1 nach ihrem ,urheber nicht zu benennende ,monumente in ,cortona1 ,perugia1 ,assisi tragen hnlichen ,charakter4 ,das reichste ,monument unter allen sienischen ,grabdenkmalen dieser ,zeit1 das des ,bischofs ,tarlati im ,dom zu ,arezzo von ,agostino di ,giovanni und ,agnolo di ,ventura 7#accj71 zeigt die ,schwchen der ,bildnerschule ,siena's und den vllig unmonumentalen1 kleinlichen ,aufbau in der ,hufung von zahlreichen kleinen ,reliefs und ,statuetten1 wie in der puppenhaften ,gre und bertriebenen ,zierlichkeit der ,figuren4 ,die ,reliefs mit ,motiven aus der ,zeitgeschichte besitzen dabei aber eine gewisse einfache ,anschaulichkeit und genrehafte ,lebendigkeit1 welche bei nherer ,betrachtung wenigstens teilweise fr jene ,mngel entschdigen4 ,vorteilhafter noch zeigt sich die sienische ,plastik an einem ,monumente1 an dem sie sich am umfangreichsten und einheitlichsten bethtigt hat1 am ,fassadenschmuck des ,domes von ,orvieto4 ,die vier breiten ,pfeilerflchen zwischen den ,portalen sind hier nach einheitlichem ,entwurf und unter einheitlicher ,leitung vollstndig berzogen mit ,bildwerken in migem ,hochrelief1 welche die ,schpfung und den ,sndenfall1 die ,verheiung des ,alten ,testaments1 das ,leben des ,erlsers und das ,jngste ,gericht darstellen4 ,die alte ,zuweisung derselben an ,giovanni und ,andrea ,pisano ist als unhaltbar aufgegeben4 ,diese ,skulpturen zeigen vielmehr alle charakteristischen ,eigenschaften der sienischen ,kunst und werden wohl mit ,recht1 wenigstens in ihrem ,entwurf1 dem ,baumeister der ,fassade1 dem ,sienesen ,lorenzo ,maitani1 zugewiesen4 ,vllig unarchitektonisch in der ,anordnung der einzelnen ,scenen1 die nach ,art der mittelalterlichen ,miniaturen nur durch mageres ,gest getrennt sind1 ohne ,gre oder ,energie der ,auffassung1 ohne besondere ,mannigfaltigkeit1 in der ,behandlung der ,krper wie im ,ausdruck wenig individuell und weichlich1 geben diese ,skulpturen durch den glcklichen ,reliefstil und die saubere ,durchfhrung1 durch den ausgesprochenen ,schnheitssinn1 die ,lieblichkeit der ,typen1 das feine ,naturgefhl1 selbst in der ,behandlung des ,nackten1 durch die schlichte und klare1 wenn auch etwas breite ,erzhlungsweise1 durch die gemtliche1 genrehafte ,auffassung die vorteilhafteste ,vorstellung von dem ,knnen der sienischen ,bildhauer dieser ,zeit4 ,ihre treffliche ,erhaltung macht sie besonders wirkungsvoll4 99 99 99 99 99 ber ,toskana hinaus verbreitete sich mit dem ,ruhm der ,pisaner ,bildhauerschule auch alsbald das ,bedrfnis1 der ,kunst derselben teilhaftig zu werden4 ,schon die ,schler des ,niccolo ,pisano wandern nach allen ,teilen ,italiens und legen fast berall den ,grund zu reicher plastischer ,thtigkeit4 ,selbst in ,rom und ,sditalien erwacht die ,freude an figrlicher ,plastik4 ,in ,rom verbindet sie sich mit der alten ,mosaikdekoration der ,cosmaten 7nach einem ,meister ,cosmas genannt1 in dessen ,familie die knstlerische ,laufbahn lange erblich blieb7 gelegentlich zu recht glcklicher ,gesamtwirkung1 wenn auch die eigentlich plastischen ,teile regelmig von geringer ,bedeutung sind4 ,die ,grabmonumente haben hier in der ,regel den ,vorzug vor den ,tabernakeln und ,altren4 ,auf ,wandpilastern erhebt sich der spitzbogige ,bau1 dessen ,bogen ursprnglich ein ,mosaikgemlde zu schmcken pflegte2 darunter ruht auf dem ,paradebett der ,tote1 hinter dem von anmutigen ,engeln ein ,vorhang gehalten wird2 am ,sockel sind die ,wappen des ,verstorbenen zwischen zierlichen ,mosaikornamenten angebracht4 ,in der monumentalen ,wirkung des einfachen architektonischen ,aufbaus1 in der wrdevollen ,auffassung der ,gestalt des ,verstorbenen und in der reichen harmonischen ,farbenwirkung sind diese ,grabdenkmler denen der toskanischen ,meister berlegen4 ,dies gilt namentlich fr die ,monumente des ,cosmaten ,johannes3 das ,grabmal ,gonsalvo in ,s4 ,maria ,maggiore 7vom ,jahre #abii71 das des ,stephanus in ,s4 ,balbina und das ,monument ,durante in der ,minerva 7#abif72 teilweise auch fr die zahlreichen hnlichen ,grabmler in ,s4 ,m4 in ,araceli1 meist der ,familie ,savelli angehrig4 ,wie wenig trotzdem die rmische ,kunst im ,stande war1 aus sich heraus zu einer frischen1 stetigen ,entwickelung zu gelangen1 beweist der ,umstand1 da mehr als ein ,jahrhundert spter die ,grabdenkmler noch fast ganz in derselben ,weise gestaltet wurden1 nur unter allmhlicher ,verdrngung des musivischen ,schmuckes4 ,reicher noch1 namentlich auch an rein plastischem ,schmuck1 dagegen knstlerisch weit geringwertiger sind die ,monumente ,sditaliens whrend des ,trecento4 ,insbesondere die ,kirchen ,neapels werden durch die ,prunksucht der ,anjou und der groen ,barone ,sditaliens mit reichen ,grabmonumenten frmlich berladen1 fr welche die ,monumente der nach ,neapel berufenen toskanischen ,knstler1 namentlich des ,sienesen ,tino di ,camaino1 die ,vorbilder wurden3 unter einem ,baldachin auf hohen gewundenen ,sulen steht der von drei oder vier ,tugenden getragene und mit ,reliefs geschmckte ,sarkophag1 auf dem hinter einem von ,engeln zurckgezogenen ,vorhange die ruhende ,figur des ,verstorbenen sichtbar wird2 ber ihm ein ,dach mit ,statuetten4 ,die einfrmige1 gedankenlose ,wiederholung dieser ,motive1 die berladung1 die plumpen ,formen und ,verhltnisse1 der ,mangel an koloristischem ,sinn in der ,bemalung1 die empfindungslose ,auffassung und ,behandlung der ,figuren lassen auch bei den besten dieser ,grabdenkmler1 wie sie namentlich im ,dom1 in ,s4 ,chiara1 ,s4 ,domenico und ,s4 ,m4 ,domna ,regina besonders zahlreich sind1 den ,beschauer zu keinem knstlerischen ,genusse kommen4 ,fr den ,einflu franzsischer ,gotik1 der sich in diesen ,monumenten ,sditaliens unter der ,herrschaft der ,anjou gelegentlich geltend macht1 sind ein ,paar ,marmorstatuetten der ,berliner ,sammlung1 die aus ,neapel stammen 7,no4 #bi und #cj71 charakteristische ,beispiele4 ,von ungewhnlich feiner ,empfindung1 erscheinen sie den ,leidtragenden an gleichzeitigen franzsischen und burgundischen ,sarkophagen in ,ausdruck1 ,haltung und selbst in der ,tracht nahe verwandt4 ,wie lange sich hier im ,sden1 namentlich in ,sicilien und ,calabrien1 diese ,mischung franzsischer und ,pisaner ,gotik erhlt1 dafr ist die reich bemalte ,alabasterfigur der ,madonna 7,no4 #bjf7 ein charakteristisches ,beispiel2 sie kann nach den ,ornamenten wie nach der ,behandlung kaum vor #aejj entstanden sein4 99 99 99 99 99 ,auch ,norditalien1 selbst die ,lombardei1 welche mit ihren ,steinmetzen und ,bildhauern noch bis zur ,mitte des ,,xiii4 ,jahrhunderts das brige ,italien und namentlich gerade ,toskana versorgt hatte1 kommt seit dem ,anfange des ,trecento vllig unter den ,einflu der ,pisaner ,schule und bezieht aus dieser die ,knstler fr die wichtigen plastischen ,aufgaben1 die jetzt allmhlich in grerer ,zahl gestellt wurden4 ,fr ,mailand wird die ,thtigkeit eines ,pisaner ,knstlers1 ,giovanni di ,balduccio1 bestimmend1 der in seiner ,heimat ein ,grabmal in ,sarzana 7#acbb7 und eine ,kanzel in ,s4 ,casciano bei ,florenz gearbeitet hatte4 ,sein berhmter ,marmorsarkophag des ,petrus ,martyr in ,s4 ,eustorgio zu ,mailand ist zwar unbedeutend in der ,erzhlung und teilweise linkisch in der ,bewegung1 aber von grter ,delikatesse der ,durchfhrung und in den groen ,statuen der ,tugenden an den ,sulen von besonders glcklichen ,verhltnissen1 geschmackvoller ,gewandung und lieblichem ,ausdruck4 ,die ,reliefs des ,hochaltars in ,s4 ,eustorgio1 verschiedene ,grabmler in ,s4 ,marco1 ,s4 ,eustorgio1 im ,museo ,lapidario und andere ,mailnder ,arbeiten des ,trecento sind offenbar unter dem ,einflusse dieser ,monumente entstanden4 ,eine ,arbeit ,balduccio's ist auch das ,grabmal des ,azzo ,visconti im ,palast ,trivulzio zu ,mailand4 ,dagegen erscheint das ,grabmal des ,kardinals ,luca ,fieschi 7 #accf7 im ,dom zu ,genua unter allen ,monumenten dieser ,zeit am strksten von ,giovanni ,pisano beeinflut4 ,die ,komposition des ,thomasreliefs am ,sarkophag ist in der ,belebung der ,figuren1 in ,bewegung und ,gewandung wohl die bedeutendste ,arbeit der ,lombardei4 ,die reiche ,arca di ,s4 ,agostino im ,dom zu ,pavia 7begonnen seit #acfb7 und andere einfachere ,monumente in den lombardischen ,stdten zeigen den unter der ,einwirkung solcher ,pisaner ,vorbilder allmhlich entwickelten ,stil der lombardischen ,plastik der zweiten ,hlfte des ,trecento1 der mehr durch ,sauberkeit der ,arbeit und ,schlichtheit der ,auffassung als durch ,gre oder feine ,belebung sich auszeichnet4 ,wie weit die franzsische ,kunst schon ein ,jahrhundert frher dieser ,kunst berlegen war1 beweist der berhmte ,bronzeleuchter des ,mailnder ,domes1 das ,beutestck eines ,trivulzio in einem ,kriege gegen ,frankreich4 ,noch auf einem anderen ,wege kommt die toskanische ,kunst nach der ,lombardei3 durch die ,lombarden1 die in ,venedig arbeiteten und ,auftrge fr ihre ,heimat bekamen4 ,solche ,arbeiten sind namentlich die verschiedenen ,reitermonumente der ,lombardei1 in erster ,linie die berhmten ,monumente der ,tyrannen von ,verona1 die ,scaligerdenkmler auf dem kleinen ,platz neben ,s4 ,maria ,antica4 ,im ,figrlichen smtlich mehr oder weniger untergeordnet1 sind sie von ,bedeutung als die ersten knstlerischen uerungen trotziger ,ruhmessucht1 die hier von vornherein losgelst von der ,kirche erscheint4 ,dem reichsten dieser ,monumente1 dem des ,can ,signorio von ,bonino da ,campiglione 7von #acge71 ist das frheste1 dem ,can ,grande ,i4 errichtete ,grabdenkmal 7#acbi7 in seinem einfach monumentalen ,aufbau und der trefflich heraldisch stilisierten ,reiterfigur auf der ,spitze wesentlich berlegen4 ,die ,monumente des ,barnabo ,visconti 7#achd7 und der ,regina della ,scala 7#ache71 in der ,brera zu ,mailand1 sind von diesen ,arbeiten abhngig4 ,in ,venedig nahm1 wie die ,baukunst1 so auch die ,plastik im ,laufe des ,trecento eine ganz neue und eigenartige ,entwickelung4 ,zur ,erklrung dieser ,erscheinung lt ,vasari sowohl den ,niccolo wie den ,giovanni ,pisano in ,venedig thtig sein4 ,fr ,niccolo ist dies mehr als unwahrscheinlich2 auch ein ,aufenthalt ,giovanni's ist uns in ,venedig selbst nicht bezeugt1 wohl aber in dem benachbarten ,padua1 wo ,giovanni mit ,giotto zusammen an der ,ausschmckung der ,madonna dell' ,arena beschftigt war 7vgl4 ,s4 #bb74 ,da also die bildnerische ,kunst in ,venedig direkt und indirekt durch die ,pisaner ,meister beeinflut und belebt worden1 erscheint zweifellos2 aber gerade der ,umstand1 da keiner der ,pisaner ,knstler hier selbst thtig war1 hat in ,venedig einer selbstndigeren ,entwickelung der ,plastik im ,trecento ,vorschub geleistet1 welche der gleichzeitigen ,malerei wesentlich berlegen ist4 ,abbildung3 #afb4 ,brunnenmndung aus ,venedig1 ,anfang des ,,xv4 ,jahrh4 ,anfangs 7gelegentlich wohl bis in die ,mitte des ,jahrhunderts7 schliet sich die bildnerische ,thtigkeit noch an jene ltere1 auf byzantinischen ,vorbildern beruhende ,dekorationsart an1 welche in phantastischer ,weise figrliche ,darstellungen mit ,ornamenten und abenteuerlichen ,tierbildern verquickt4 ,die ,fassade der ,palste und die ,kirchen haben zahlreiche ,beispiele dafr aufzuweisen2 die beste ,gelegenheit fr die ,anbringung derartigen ,schmuckes bot aber der allmhliche ,ausbau von ,san ,marco1 der innen und auen zahlreiche dekorative ,bildwerke aus der zweiten ,hlfte des ,,xiii4 und dem ,anfange des ,,xiv4 ,jahrh4 aufzuweisen hat4 ,die interessantesten darunter sind die ,reliefs an den ,bgen ber den ,hauptportalen1 namentlich ber dem mittleren1 an denen auch die ,motive3 ,darstellungen der ,monate1 ,propheten1 ,sibyllen u4 s4 f41 noch die alten sind1 whrend die guten ,verhltnisse1 die saubere ,ausfhrung und die tchtige naturalistische ,empfindung schon die vorgerckte ,zeit verraten4 ,diese ,abhngigkeit von der ,architektur und der gewollte ,anschlu an ltere ,vorbilder hielt in ,venedig lange ,zeit eine freie1 selbstndige ,entfaltung der ,plastik zurck4 ,die ,knstler 7zumeist zugewanderte ,comasken7 scheinen daher ,gelegenheiten1 die sich ihnen dafr auerhalb ihrer ,vaterstadt boten1 gern ergriffen zu haben4 ,so finden wir in den vierziger ,jahren einen ,venezianer ,jacopo ,lanfrani in ,bologna beschftigt2 hier sind von seiner ,hand das ,professorengrab ,calderini 7 #acdh7 im ,museo ,civico und das stattliche ,wandmonument des ,taddeo ,pepoli 7 #acdg7 in ,s4 ,domenico erhalten2 letzteres originell im ,aufbau1 gut im ,reliefstil und tchtig in den ,figuren1 wenn auch wenig belebt in der ,komposition und im ,ausdruck4 ,einige ,jahrzehnte spter arbeitet ein ,meister ,antonio aus ,venedig einen ,marmoraltar fr ,s4 ,lorenzo zu ,vicenza1 und #acgb der ,meister ,andriolo die fnf ,statuen fr die ,kapelle ,s4 ,felice im ,santo zu ,padua4 ,letztere sind den frhesten ,arbeiten der ,gebrder ,massegne schon nahe verwandt1 die gleichfalls ihr ,heil zuerst drauen hatten versuchen mssen3 ,jacobello und ,pier ,paolo delle ,massegne erhielten #achh den ,auftrag auf den groen ,marmoraltar von ,s4 ,francesco in ,bologna4 ,in den zahlreichen ,statuetten von verschiedener ,gre zwar etwas flchtig und lieblos1 ist der ,altar nicht nur von stattlicher ,erscheinung und klar im ,aufbau1 sondern in einzelnen ,teilen1 namentlich in dem ,relief der ,krnung ,mari in der ,mitte1 schon von dem eigentmlichen ,schnheitssinn1 der weichen ,flle der ,gestalten und dem ,flu der ,gewandung1 welche die spteren ,arbeiten der ,massegne in ,venedig auszeichnen4 ,beglaubigt sind hier die ,statuen ,mari und der ,apostel vom ,jahre #acid1 welche auf den ,schranken des ,chors der ,markuskirche stehen2 nach ihrer bereinstimmung mit diesen ,figuren gehren ihnen auch die #acig ausgefhrten zehn ,statuen der ,seitennischen des ,chors1 sowie die auf den ,chorsthlen4 ,ein ,altar im linken ,querschiff und die ,figuren auf den ,chorsthlen der ,markuskirche1 das ,relief ber dem ,eingang zur ,kirche von ,s4 ,zaccaria1 der ,altar in der ,taufkapelle der ,frari und ebenda die ,grabmler ,simone ,dandolo 7vollendet #acif7 und ,paolo ,savello 7 #adje1 mit dem trefflichen ,reiter in ,holz71 in ,s4 ,giovanni e ,paolo1 das ,grabmal ,ant4 ,venier 7 #adjj71 das ,relief der ,madonna zwischen zwei ,engeln ber einer ,seitenthr der ,frari sind hervorragende ,arbeiten aus gleicher ,zeit und von hnlichem ,charakter1 deren ,venedig noch eine betrchtliche ,zahl von geringerer ,qualitt aufzuweisen hat4 ,auch die lteren ,bildwerke am ,dogenpalast und einzelne ,skulpturen am ,dache von ,s4 ,marco sind wenigstens in dieser ,zeit und unter dem ,einflsse dieser ,skulpturen begonnen worden2 die ,vollendung derselben1 namentlich die berhmten ,gruppen der ,schande ,noahs und des ,urteils ,salomonis an den ,ecken des ,dogenpalastes fallen bereits in eine ,zeit1 da in ,florenz die ,renaissance schon ihre erste ,blte entfaltete4 ,gemeinsam ist diesen ,arbeiten1 in grerem oder geringerem ,mae1 ein ausgesprochener ,schnheitssinn in den vollen ,gestalten1 in dem ernsten1 anmutigen ,ausdruck1 der ruhigen ,haltung1 der groen und einfachen ,faltengebung2 und damit verbinden sich saubere ,durcharbeitung und ein oft schon fein entwickelter ,natursinn1 namentlich fr die ,einzelheiten4 ,die ,befangenheit im ,ausdruck und eine nchterne ,ruhe1 welche bei bewegten ,motiven besonders strend auffllt1 verraten jedoch auch in den besten dieser ,arbeiten1 da auf diesem ,wege allein zu vlliger ,freiheit nicht zu gelangen war4 ,unter der betrchtlichen ,zahl meist dekorativer venezianischer ,bildwerke1 welche die ,berliner ,sammlung besitzt1 befinden sich auch mehrere charakteristische1 gute ,arbeiten dieser ,zeit3 zwei weibliche ,halbfiguren1 liebliche ,lockenkpfe von vollen ,formen 7,no4 #ce und #cf71 eine ,brunnenmndung im ,charakter der ,kapitelle des ,dogenpalastes 7,no4 #afb7 und ein groes ,holzkrucifix von herb naturalistischer ,auffassung 7,no4 #cg71 smtlich ,arbeiten1 die schon in den ,anfang des ,,xv4 ,jahrh4 fallen4 ,die ,frhrenaissance 7,das ,quattrocento1 um #adjj bis #aejj74 ,die ,kunst der ,renaissance1 die ,wiedergeburt der antiken1 der klassischen ,kunst -- wie schon die ,knstler des ,,xv4 ,jahrh4 mit ,bewutsein und ,stolz ihre ,kunst bezeichneten -- zeigt sich auf keinem anderen ,gebiete in so scharfem ,gegensatze zu der vorausgehenden ,zeit wie in der ,plastik4 ,die ,rckkehr zu den antiken ,formen in der ,dekoration hat sie mit der ,architektur gemein2 wie diese betrachtet sie die ,antike1 die berreste der rmischen ,kunst1 als ihre unbertroffene ,lehrmeisterin1 entlehnt sie derselben zahlreiche ,motive und ,gestalten4 ,aber whrend die ,architektur des ,quattrocento in ihren ,grundformen1 in den ,verhltnissen und technischen ,hlfsmitteln auf den groen ,errungenschaften des ,trecento nur weiterbaut1 tritt die gleichzeitige ,plastik in einen viel greren ,gegensatz zu ihrer ,vorgngerin1 welche bei aller ,lebendigkeit noch der naturalistischen ,durchbildung ermangelt hatte4 ,sie befolgt als obersten ,grundsatz die ,wirklichkeit3 volle ,naturwahrheit und schrfste ,charakteristik im ,motiv wie in der ,durchbildung der einzelnen ,gestalt bis in die kleinsten ,einzelheiten4 ,die menschliche ,figur in der vollen ,wirklichkeit ihrer ,erscheinung3 individuell in ,kopf und ,gestalt1 eigenartig in ,haltung und ,bewegung1 wie in der ,tracht bleibt das vornehmste ,ziel der ,bildhauer durch das ganze ,,xv4 ,jahrh4 ,diese ,aufgabe verfolgen sie mit einer ,begeisterung und berzeugung1 mit einem ,ernst und oft mit einer ,einseitigkeit1 die vor bertreibung nicht zurckschreckt2 aber ein glcklicher ,takt1 ,naivett und angeborener ,schnheitssinn bilden die natrlichen ,schranken1 in denen sich jenes ,streben trotz seiner ,kraft und ,einseitigkeit in einer so mannigfaltigen1 so eigentmlich reizvollen ,weise entfalten konnte1 wie innerhalb der ,plastik zu keiner anderen ,zeit nach der ,blte der attischen ,kunst4 ,das realistische ,streben fhrte in erster ,linie auf das ,studium des ,nackten1 welches das ,trecento schon aus kirchlichen ,grnden und religiser ,scheu vernachlssigt hatte4 ,hier galt es die grten ,anstrengungen2 nur langsam und mhsam hat selbst der bahnbrechende ,meister ,donatello aus allgemeinen und befangenen ,anschauungen sich zu wirklicher ,kenntnis des ,krpers durchgearbeitet4 ,aber auch bei ihm und im ganzen ,quattrocento ist diese ,kenntnis1 hnlich wie in der antiken ,kunst1 ein aus steter ,anschauung gewonnenes ,resultat2 erst ,leonardo erhebt die ,anatomie zu einer ,hilfswissenschaft der ,kunst4 ,durch ,piero della ,francesca hatte schon frher die ,perspektive ihre wissenschaftliche ,begrndung erhalten1 whrend sie bis dahin1 auch in der ,plastik1 meist in naiver ,ausbung richtiger ,beobachtungen mehr oder weniger glcklich angewandt worden war4 ,mit dem ,studium des nackten ,krpers geht das ,gewandstudium ,hand in ,hand4 ,in ,bewegung1 in ,faltengebung1 selbst in der ,wahl der ,stoffe sind die ,knstler bestrebt1 die ,gewandung der ,figur mglichst anzupassen1 den ,krper darin erkennen zu lassen und zugleich die ,gestalt dadurch zu heben und zu charakterisieren4 ,um whrend der bertragung des ,modells in ,stein die knstlich gelegten ,falten desselben dauernd zu erhalten1 wurden die ber dem ,manneken angeordneten ,stoffe 7in der ,regel ein starker ,leinenstoff7 von manchen ,knstlern in ,gips getrnkt1 gelegentlich sogar in derselben ,weise auf dem ,original angebracht 7vergl4 die ,johannesbste von ,donatello ,no4 #ch;a74 ,das ,moment1 welches neben der ,rckkehr zur ,natur als gleichbedeutend fr die ,wiedergeburt der italienischen ,kunst bezeichnet zu werden pflegt1 das ,studium der ,antike1 hat die plastische ,detailbehandlung der ,bildhauer des ,quattrocento fast gar nicht berhrt3 es lt sich kaum ein grerer ,gegensatz in der ,plastik denken1 wie zwischen der florentiner ,kunst des ,,xv4 ,jahrh4 und der griechischen der ,bltezeit1 von der rmischen ,kunst ganz zu schweigen4 ,dagegen galten die berreste der antiken ,kunst1 welche mit grtem ,eifer aufgesucht und gesammelt wurden1 den ,bildhauern des ,quattrocento in solchem ,mae als unbertreffliche ,vorbilder1 da sie ihnen nicht nur fast smtliche ,motive der ,dekoration entlehnten1 sondern sogar1 wo es irgend anging1 auch ihre figrlichen ,kompositionen sich zum ,vorbild nahmen4 ,die mythologischen und zum ,teil auch die allegorischen ,gestalten und ,motive in den ,bildwerken des ,,xv4 ,jahrh4 sind fast regelmig der ,antike1 namentlich den ,sarkophagen1 geschnittenen ,steinen und ,mnzen entlehnt4 ,gerade der ,knstler1 der durch seinen rcksichtslosen ,realismus die ,richtung des ,quattrocento am schrfsten ausgeprgt und die ganze italienische ,kunst der ,folgezeit am strksten beeinflut hat1 dessen schpferische ,gestaltungskraft1 dessen eigenartige ,phantasie von wenigen ,knstlern erreicht worden ist3 gerade ,donatello entlehnt1 ja kopiert mit grter ,vorliebe aus der ,antike4 ,seine ,reliefs im ,hof des ,palazzo ,riccardi sind als ,nachbildungen antiker ,gemmen und ,kameen bekannt2 als solche lassen sich aber auch verschiedene ,plaketten nachweisen1 und selbst seine zahlreichen ,puttendarstellungen an den ,sockeln der ,statuen1 an den ,kapitellen und ,einrahmungen1 an den ,rstungen seiner ,krieger und an den ,friesen seiner ,kanzeln sind fast regelmig nichts anderes1 als mehr oder weniger freie ,umbildungen antiker ,amorettendarstellungen auf ,sarkophagen oder geschnittenen ,steinen4 ,selbst in den biblischen ,motiven ,donatello's lt sich die ,benutzung verwandter antiker ,darstellungen verfolgen2 so ist in seinen groartigen ,kompositionen der ,beweinung ,christi bald die eine1 bald die andere ,figur antiken ,sarkophagreliefs mit der ,klage um den ,tod der ,alceste oder hnlichen ,scenen frei entlehnt4 ,freilich ist es fr ,donatello und fr die ganze ,richtung der ,plastik des ,quattrocento bezeichnend1 wie der ,knstler auch diesen ,nachbildungen der ,antike seinen ,geist1 seinen ,stil aufprgt1 so da sie als eigenste ,erfindungen des ,knstlers erscheinen4 ,der ,ort der ,bestimmung fr die plastischen ,kunstwerke bleibt im ,wesentlichen der gleiche wie in der vorausgegangenen ,zeit3 die ,kirchen vereinigen1 nach wie vor1 als ,schmuck der ,auenseite wie des ,innern die groe ,mehrzahl aller ,skulpturen2 vereinzelt kommt daneben1 wie im ,trecento1 der plastische ,schmuck von ,gemeindebauten und selbst von ,pltzen vor4 ,aber die ,auftraggeber1 wie die ,gesinnung und ,absicht der ,bestellung sind wesentlich andere geworden4 ,obgleich fr die ,kirche bestimmt1 sind diese ,bildwerke doch keineswegs immer im kirchlichen oder gar frommen ,sinne gestiftet oder geschaffen2 die ,auffassung ist vielmehr meist eine rein menschliche1 auf treue ,wiedergabe des ,wirklichen gerichtet4 ,der ,kultus des ,individuums1 aus der ,erkenntnis des eigenen ,wertes und der allseitigen ,ausbildung der ,individualitt hervorgegangen1 hatte zur demokratischen ,umbildung der italienischen ,gemeinwesen oder zur ,unterwerfung derselben unter ,tyrannen gefhrt2 er erhielt einen charakteristischen ,ausdruck in der schrankenlosen ,ruhmsucht1 welche in der ,kunst1 vor ,allem in der ,plastik1 ein hervorragendes ,mittel zu seiner ,bethtigung fand4 ,der ,platz fr die bildnerische ,thtigkeit zur ,verherrlichung der einzelnen ,persnlichkeit wurden aber nicht das ,privathaus1 nicht der ,palast1 wie man erwarten sollte1 auch nur in beschrnktem ,mae die stdtischen ,bauten1 die ffentlichen ,pltze und ,straen3 dieser ,platz war oder blieb recht eigentlich die ,kirche4 ,denn in der ,umwlzung1 welche die moderne ,zeit herauffhrte1 hatte zwar ,selbstsucht und ,selbstberhebung den ,glauben aufs tiefste erschttert1 aber die ,kirche hatte ihre ,stellung zu behaupten gewut4 ,die ,wiedergeburt des ganzen ,lebens hatte nicht zu einer inneren ,reform der kirchlichen ,institutionen gefhrt1 sondern hatte dieselben mit in ihre ,kreise gezogen3 die ,ppste und die hohe ,geistlichkeit wetteiferten in der monumentalen ,bethtigung ihres ,ruhmes und beschftigten zahlreiche ,knstler zu ihrer ,verherrlichung2 sie haben dadurch zur ,krftigung der ,kirche bei der groen ,menge nicht wenig beigetragen4 ,die ,geistlichen nahmen nicht den geringsten ,anstand1 das ,gotteshaus zum ,tummelplatz der ,ruhmsucht des ,einzelnen zu machen2 wurde doch dadurch zugleich die ,kirche geschmckt und verherrlicht4 ,die ,ppste und ihre ,nepoten gingen im ,luxus der ,monumente allen ,anderen voran2 ,roms ,kirchen bertrafen in ,pracht und ,menge der ,denkmler selbst die ,grabkirchen der reichsten ,tyrannen4 ,wenn die ,kirchen von ,venedig an ,zahl und ,pracht der ,grabmonumente sich mit den ,kirchen ,roms beinahe messen knnen1 wenn diese ,denkmler in ,florenz durch ihre ,schnheit allen anderen berlegen sind1 so haben dieselben doch an beiden ,orten einen eigentmlichen ,charakter1 der ihnen schon durch die ,vornehmheit der ,gesinnung vor den rmischen ,monumenten den ,vorzug giebt3 in beiden ,republiken dienten diese ,denkmler in erster ,reihe nicht der ,verherrlichung des ,einzelnen1 sondern dem ,ruhme des ,staats4 ,in ,venedig durfte nur dem ,dogen1 als dem ,reprsentanten der stolzen ,republik1 die ,ehre eines ,prachtmonuments in der ,kirche zu ,teil werden in ,florenz wurden den berhmten ,staatssekretren1 den vornehmen ,wohlthtern und ,freunden der ,stadt1 selbst den groen ,knstlern prchtige ,denkmler gesetzt1 whrend die vornehmen ,familien1 die ,mediceer nicht ausgenommen1 sich in dieser ,zeit mit einfachen oder doch mit bildlosen ,grabmlern begngen4 ,dadurch1 da der ,mittelpunkt fr die ,thtigkeit der ,bildhauer auch im ,quattrocento nach wie vor die ,kirche ist1 bleiben auch die ,aufgaben der ,plastik im ,wesentlichen dieselben wie vorher4 ,der ,schmuck der ,fassaden1 die monumentalen ,ausstattungsstcke des ,innern3 ,altar1 ,kanzel1 ,sngertribne1 ,tabernakel1 ,sakristeibrunnen1 ,kandelaber1 ,chorschranken werden1 wo es immer angeht1 einem ,bildhauer zur ,ausfhrung bergeben4 ,aber ,auffassung und ,formenbehandlung sind ganz neu2 nicht nur durch die ,aufnahme antiker ,dekorationsformen1 vor ,allem sind die ,knstler ihren ,vorgngern durch ihr ,stilgefhl und den monumentalen ,sinn berlegen1 indem sie jene ,gegenstnde regelmig architektonisch gestalten und figrliche ,bildwerke nur zur ,hebung der ,form und als sinnige ,erklrung ihrer ,bedeutung anbringen4 ,die ,grabmonumente1 die jetzt eine so auerordentliche ,bedeutung gewinnen und nicht selten fast die ganzen ,wnde der ,kirchen bedecken1 waren allerdings auch schon im ,trecento an demselben ,platze2 aber an die ,stelle des ,heiligengrabes1 das nur noch ausnahmsweise einen ,stifter findet1 tritt das ,privatgrab und das ,staatsdenkmal1 und der von ,sulen getragene1 mit einem ,baldachin berdachte ,sarkophag des ,trecento wird durch das geschmackvolle1 der ,architektur sich einfgende ,nischengrab verdrngt4 ber dem ,sarkophag ist auf dem ,paradebett der ,verstorbene in seiner ,amtstracht feierlich ausgestellt2 den oberen ,abschlu der meist sehr fein gegliederten und zierlich dekorierten ,nische pflegt ein ,relief mit der ,madonna zu bilden1 zu deren ,seiten anbetende ,engel4 ,wenn derart das ,innere der ,kirchen zu einer ,ruhmeshalle persnlichen und nationalen ,stolzes wird1 so sind die ,auenseiten nicht selten der ,platz fr den ,wetteifer individueller ,meisterschaft unter den ,bildhauern des ,quattrocento geworden3 die ,wnde von ,or ,san ,michele und des ,campanile wie 7freilich nie vollendet7 die ,fassade des ,domes in ,florenz sind die klassischen ,beispiele dafr2 sie galten schon dem ,cinquecento gewissermaen als ,sammelpltze der ,meisterschaft der vorausgegangenen groen ,zeit4 ,wie die ,plastik des ,quattrocento ihre ,vorwrfe dem ,trecento oder der ,antike entlehnt1 so ist es auch charakteristisch fr dieselbe1 da sie in ihren ,motiven uerst bescheiden und selbst beschrnkt ist und jedes ,suchen nach neuen ,motiven vermeidet3 ihr ,ziel liegt vielmehr gerade darin1 das ,alte in neuer ,form zu geben4 ,in den heiligen ,motiven ist kaum eine wesentliche nderung gegen die vorausgehende ,zeit namhaft zu machen4 ,die ,gestalten ,christi und der ,maria1 die ,apostel und ,evangelisten1 die einzelnen ,heiligen werden in dem ,charakter und den ,formen bernommen und festgehalten1 in denen sie die ,zeit der absterbenden antiken ,kunst fr den neuen ,glauben festgestellt und wie sie das ,trecento1 namentlich ,giotto1 weiter entwickelt hatte4 ,wenn ein ,knstler1 wenn insbesondere ein ,bildhauer sich eine ,abweichung erlaubt1 geschieht es regelmig aus rein knstlerischen ,rcksichten4 ,wo1 wie in ,florenz1 das lokale ,bewutsein besonders stark ausgeprgt ist1 werden einzelne ,heilige oder biblische ,heroen mit ,vorliebe dargestellt und gewissermaen als ,verkrperung des ,staates zu ,nationalhelden umgeschaffen2 so in ,florenz ,johannes d4 ,t41 welcher den alten ,stadtheiligen ,s4 ,zenobius ganz verdrngt1 der heilige ,georg und ,david1 sowie die ,freiheitsheldin ,judith4 ,im ,allgemeinen berwiegen das ,festhalten am ,hergebrachten und religise ,scheu so sehr den ,naturalismus der ,zeit1 da die ,darstellung des ,nackten aus den heiligen ,motiven fast verbannt bleibt4 ,wo ausnahmsweise1 wie beim ,tufer oder der ,magdalena1 der ,gegenstand die ,wiedergabe der nackten ,figur nahe legte1 zogen die ,knstler doch vor1 eine herbe ,charakterfigur zu schaffen1 deren ,blen von ,tierfellen oder vom eigenen ,haar verhllt sind4 ,nur die ,jnglingsfigur des hl4 ,sebastian und1 ganz vereinzelt1 auch die ,gestalten von ,adam und ,eva sind von einigen ,knstlern zur ,schaustellung jugendlich schner ,krper benutzt worden4 ,die einzige allgemeine ,ausnahme ist gerade der strkste ,beweis fr die keusche ,auffassungsweise dieser realistischen ,kunst3 die nackte ,bildung des ,kindes4 ,das ,christkind pflegt regelmig unbekleidet dargestellt zu werden1 ebenso die ,kinderengel4 ,in der ,darstellung des ,kindes1 in der sich die ,kunst der ,zeit1 und ganz besonders die ,plastik1 mit aller ,naivett und ,lebensfrische ergeht1 hat das ,quattrocento1 unter eigentmlicher ,zusammenwirkung lterer christlicher und antiker ,vorbilder1 ausnahmsweise einen eigenen ,typus geschaffen1 den ,putto4 ,im ,alter1 wo im ,kinde sich zuerst das ,bewutsein der eigenen ,kraft und ,persnlichkeit regt1 ist der ,putto ein eigentmliches ,gemisch von christlichem ,engel und antikem ,genius1 ein gutherziger ,kinderkobold1 der als ,schutzengel den ,menschen auf seinem ,lebenswege begleitet und an seinem ,grabe ,wache hlt1 der als guter ,werkstattsgeist dem ,knstler berall helfend und schmckend zur ,seite steht1 der neckend und scherzend sein harmloses ,spiel treibt2 selbst in den ernstesten ,motiven der ,heiligengeschichte1 in denen sie1 wenn auch untergeordnet -- in der ,einrahmung -- gewissermaen zur ,ausshnung mit dem tragischen ,inhalt dienen sollen4 ,neben den religisen und biblischen ,motiven findet die ,allegorie1 die in der kirchlichen ,kunst des ,mittelalters unter dem ,einflsse der ,scholastik einen bedeutenden ,platz einnahm1 in der ,plastik des ,quattrocento beschrnktere ,anwendung und zugleich eine freiere knstlerische ,ausbildung4 ,diese verdankt sie neben der naturalistischen ,auffassung der ,zeit vor ,allem dem ,anschlu an die ,allegorie der ,antike und der ,weiterbildung derselben4 ,zu den kirchlichen ,tugenden3 ,glaube1 ,liebe1 ,hoffnung1 gesellen sich die weltlichen ,tugenden3 ,strke1 ,vorsicht1 ,migung1 und mit diesen werden gelegentlich schon die ,wissenschaften in gleichen ,rang gestellt4 ,wie diese1 so werden auch die der ,antike entlehnten allegorischen ,figuren1 wie der ,ruhm1 das ,glck1 der ,frhling u4 a4 m41 als schne jugendliche ,frauengestalten gebildet1 die nur an ihren ,attributen kenntlich sind2 die monstrsen ,bildungen1 welche die scholastische ,deutelsucht des ,trecento der ,kunst aufdrngte1 waren dem gesunden und plastischen ,sinne des ,quattrocento zuwider4 ,die ,verehrung der ,antike und das ,studium derselben weckte auch in den ,bildhauern das ,interesse an den ,stoffen aus der antiken ,mythologie und ,geschichte4 ,da die groe ,kunst fast ausschlielich auf kirchliche ,aufgaben beschrnkt blieb1 so war es die fr die ,privaten beschftigte ,kleinkunst1 in welcher die ,freude an solchen ,stoffen volle ,bethtigung finden konnte2 in der ,plastik insbesondere der bildnerische ,schmuck der kleinen ,hausgerte1 wie ,tintefsser1 ,leuchter1 ,schwertgriffe1 ,agraffen1 ,kstchen u4 s4 f41 die uns heute meist nur in ihren einzelnen ,teilen1 den sogenannten ,plaketten1 erhalten sind1 ferner die ,rckseiten der ,medaillen und die ,kameen4 ,die ,motive sind zumeist den bekanntesten rmischen ,klassikern1 namentlich ,ovid und ,livius entlehnt und je nach der ,bestimmung des ,gegenstandes mit feiner ,beziehung ausgewhlt3 an den ,schwertgriffen finden wir regelmig ,thaten der mythischen rmischen ,helden1 die ,herkulesarbeiten oder hnliche ,darstellungen1 an den ,agraffen ,venus und ,amor1 die ,liebschaften der ,gtter u4 dergl4 ,die ausgeprgt naturalistische ,auffassung des ,quattrocento liee von vornherein auf die ,ausbildung des ,genre auch in der ,plastik schlieen2 so naturwahr und selbst genrehaft manche ,motive aber auch aufgefat sind1 so haben doch religise ,scheu und monumentaler ,sinn eine ,entwickelung der ,plastik nach dieser ,richtung fast ganz zurckgehalten4 ,nur in der ,darstellung des ,kindes1 im ,putto1 hat das ,,xv4 ,jahrh4 in ,italien eine wirkliche ,genrefigur geschaffen1 und gerade diese ,ausnahme ist ein ,beweis fr den ,geschmack und das ,stilgefhl dieser ,zeit1 worauf oben 7vergl4 ,s4 #ci7 schon hingewiesen ist4 ,ein dem ,namen nach noch unbekannter ,nachfolger ,donatello's modelliert sogar ,gruppen von ,kindern1 die in der derben ,gestaltung und ,auffassung dem ,bauerngenre der spteren ,niederlnder kaum etwas nachgeben4 ,nur ein ,knstler ,italiens1 ,guido ,mazzoni in ,modena1 abseits von den groen ,kunststtten1 geht in seinem ,realismus so weit1 da er regelmig seine biblischen ,motive zu derben ,volksscenen aus seiner ,umgebung umgestaltet2 seine bekannten farbigen ,thongruppen der ,anbetung des ,kindes und der ,beweinung ,christi sind offenbar ,nachahmungen der religisen ,volksschauspiele der ,zeit4 ,gerade solche ,ausnahmen lassen den ,geschmack und den groen ,sinn der italienischen ,kunst im ,allgemeinen in um so schrferem ,licht erscheinen4 ,so anspruchslos und konservativ die ,plastik des ,quattrocento in den ,motiven ist1 so mannigfaltig und neu ist sie1 dem ,trecento gegenber1 im ,material1 in dem sie ihre ,bildwerke ausfhrt2 jedes zugngliche und brauchbare ,material1 in dem eine knstlerische ,ausfhrung mglich war1 ist von den ,bildhauern des ,,xv4 ,jahrh4 benutzt worden2 die ,wahl desselben ist dabei aber vielfach nach der gestellten ,aufgabe getroffen und die ,ausfhrung regelmig mit feinem ,stilgefhl dem ,charakter des ,stoffes entsprechend gemacht worden4 ,das hufigste und fr vornehmere ,aufgaben bevorzugte ,material ist nach wie vor der ,marmor4 ,die seit der ,zeit des ,niccolo ,pisano stark ausgebeuteten ,brche von ,carrara lieferten eine ,flle des schnsten ,marmors1 dessen kalter ,frbung die italienischen ,knstler 7wahrscheinlich durch ,einlassen von heiem ,wachs7 einen warmen gelblichen ,ton zu geben verstanden4 ,der ,marmor wurde als solcher zur ,erscheinung gebracht2 nur einzelne ,ornamente an den ,gewndern1 die ,heiligenscheine und ,haare wurden noch vergoldet und der ,hintergrund des ,reliefs1 falls er nicht ein landschaftlicher oder architektonischer war1 erhielt regelmig eine graublaue ,farbe2 reichere ,bemalung des ,marmors kommt nur ausnahmsweise und zu dekorativen ,zwecken vor4 ,fr die in ,verbindung mit der ,architektur arbeitende ,plastik wird der ,marmor hufig durch billigeren ,stein ersetzt3 im ,venezianischen und im ,herzogtum ,urbino durch den feinen italienischen ,kalkstein 7fr ,venedig meist aus ,istrien bezogen und danach als pietra d',istria bezeichnet71 in ,florenz durch den feinkrnigen grnlichgrauen ,sandstein aus der ,umgebung von ,florenz 7unter dem ,namen pietra serena bekannt74 ,die ,bearbeitung des ,marmors1 wie im ,allgemeinen auch der als ,ersatz dafr eintretenden geringeren ,steinarten geschah fast ausschlielich durch verschiedenartige ,meiel4 ,der ,bohrer wurde zwar daneben angewendet1 aber man verstand noch nicht1 wie im ,altertum1 denselben auch lang zu fhren2 um z4 ,b4 eine tiefe ,falte zu machen1 setzte man ein ,bohrloch neben das andere und meielte dann die kleinen ,zwischenwnde fort 7man vergleiche die ,marmorstatue des ,giovannino von ,michelangelo ,no4 #bji74 ,durch diese verschiedene ,behandlungsweise lassen sich die ,arbeiten der ,antike und des ,quattrocento im ,zweifelfalle meist unschwer auseinander halten4 ,die ,bearbeitung des feinen ,kalksteins konnte1 bei der groen ,dichtigkeit und ,weichheit desselben1 wenn er frisch gebrochen war1 in einem vorgeschrittenen ,stadium der ,arbeit mit ,messern oder messerartigen ,instrumenten erfolgen1 wodurch eine auerordentliche ,schrfe der ,ausfhrung mglich wurde 7vergl4 die ,bste der ,urbiner ,prinzessin1 ,no4 #fb;,a1 sowie die ,pilaster von der ,scuola di ,san ,giovanni in ,venedig1 ,no4 #afi u4 #agj74 ,die ,politur1 welche die ,marmorbildwerke regelmig erhielten1 war lange nicht so stark wie im ,trecento oder im spten ,altertum1 sie wurde aber in der ,wirkung verstrkt durch die ,tnung1 welche der ,marmor zum ,schlu erhielt4 ,neu1 wenn auch nicht als ,material1 so doch im ,umfange und in der ,art seiner ,verwendung1 ist die ,bronze4 ,nach den ,arbeiten der byzantinischen ,knstler war die ,bronzethr des ,andrea ,pisano der erste vereinzelte ,versuch eines ,bronzegusses im ,groen gewesen2 im ,,xv4 ,jahrh4 gewann derselbe eine solche ,bedeutung und damit allmhlich auch eine solche knstlerische ,ausbildung1 da die ,bronze offenbar als das vornehmste ,material fr plastische ,monumente jeder ,art angesehen wurde4 ,anfangs auf den ,gu von ,reliefs beschrnkt1 wurde die ,bronzeplastik bald auch auf ,statuen1 ,bsten und ,werke der ,kleinkunst ausgedehnt2 und whrend in der ersten ,hlfte des ,jahrhunderts ,statuetten noch voll gegossen werden muten und viele ,gsse so ungengend gelangen1 da die ,ciselierung einen hervorragenden ,anteil an der ,fertigstellung der ,bronzen hatte1 sind die spteren ,bronzen schon dnn und leicht und1 bei kleineren ,bildwerken1 hufig cire perdue gegossen und ganz unciseliert gelassen4 ,die ,gsse scheinen meist ber ,wachsmodelle ausgefhrt zu sein4 ,die ,patina wurde1 da der ,besteller nicht ,jahre lang warten wollte1 bis der ,einflu der ,luft ,patina bildete1 regelmig knstlich hergestellt1 indem die ,bronzen mit einer schwrzlichen pechartigen ,masse berzogen wurden1 die wahrscheinlich poliert worden ist4 ,mit der ,zeit ging diese durch ,berhrung von den ,hhen ab2 hier bildete sich dann eine natrliche ,patina1 die in ,verbindung mit jener knstlichen ,patina in den ,tiefen mit ihrem schwrzlichen stumpfen ,ton von feiner malerischer ,wirkung ist4 ,die ,freude an der ,plastik und das ,bedrfnis1 alle ffentlichen ,bauten mit ,bildwerken auszustatten und selbst das ,privathaus damit zu schmcken1 hatte die ,ausbildung der kostspieligen ,bronzeplastik hervorgerufen2 sie war aber zugleich die ,veranlassung1 da die ,knstler sich nach billigen ,materialien umschauen muten1 um den ,anforderungen auch der weniger ,bemittelten nachkommen zu knnen4 ,daher sehen wir jetzt eine auerordentlich groe ,zahl von ,bildwerken in ,holz und namentlich in ,thon ausfhren1 ,schnitzaltre und ,einzelstatuen1 ausnahmsweise auch ,bsten in ,holz1 reich bemalt und vergoldet1 finden wir fast nur in besonders holzreichen ,gegenden1 wie in den ,apenninen und in ,oberitalien1 namentlich an den ,abhngen der ,alpen und in der ,nachbarschaft derselben4 ,hier hat offenbar der ,einflu der benachbarten deutschen ,kunst bestimmend eingewirkt4 ,weit bedeutender1 namentlich auch fr die knstlerische ,entfaltung der italienischen ,plastik1 ist die ,bildnerei in ,thon geworden4 ,whrend im ,trecento nur ganz ausnahmsweise der ,thon fr plastische ,zwecke verwendet wurde1 gewinnt derselbe gleich im ,anfange des ,quattrocento eine hervorragende ,bedeutung als bildnerisches ,darstellungsmittel4 ,und zwar durchaus nicht allein in den steinarmen ,gegenden1 wie in der ,lombardei oder im ,gebiet von ,bologna und ,ferrara3 gerade in ,florenz leiten den bergang aus dem ,trecento in die neue ,zeit eine ,reihe von ,bildhauern ein1 welche vorwiegend in ,thon modellieren und fr kleinere ,kirchen und ,privatkapellen ,altre und ,supraporten mit ,madonnenreliefs1 gelegentlich auch den ganzen ,wandschmuck der ,kirchen oder ,grabmonumente1 sowie die ,tabernakel in den ,straen aus ,thon herstellen4 ,war hier zweifellos die ,billigkeit und ,schnelligkeit der ,herstellung der ,grund fr die ,wahl des ,materials1 so erkannten die florentiner ,bildhauer bald auch den ,vorteil1 welchen der ,thon als das einfachste ,mittel zum unmittelbaren1 unverflschten ,ausdruck der knstlerischen ,absicht bietet2 sie benutzten denselben daher regelmig zur ,herstellung von kleinen ,skizzen oder ,modellen1 welche an die ,stelle der ausgefhrten ,zeichnungen traten1 nach denen das ,trecento regelmig gearbeitet hatte4 ,solche ,entwrfe in der ,berliner ,sammlung sind z4 ,b4 das ,relief der ,grablegung ,christi von ,verrocchio 7,no4 #ig;,a7 und ,maria im ,limbus von ,b4 da ,majano 7,no4 #ehi;,d74 ,nach den ,thonmodellen wurden in der ,werkstatt vielfach von ,schlern oder ,gehlfen1 die ,marmor- oder ,bronzebildwerke ausgefhrt2 eine ,teilung der ,arbeit1 wie sie sich namentlich in ,florenz durch den ,umfang mancher ,monumente und die ,hufung der ,auftrge an die berhmteren ,knstler mit ,notwendigkeit herausbildete4 ,solche ,modelle1 deren ,ausfhrungen in ,marmor oder in ,bronze noch erhalten sind1 sind in unserer ,sammlung die ,bste des ,filippo ,strozzi von ,b4 da ,majano 7,no4 #he1 ,marmorausfhrung im ,louvre71 das ,tondo mit der ,anbetung von ,a4 ,rossellino 7,no4 #fd1 ,marmorausfhrung im ,bargello7 und das ,madonnenrelief von ,bellano 7,no4 #aef;,a1 ,bronzeausfhrung am ,grabmal ,de ,castro in ,s4 ,servi zu ,padua74 ,verschiedene andere ,thonarbeiten der ,sammlung sind zweifellos gleichfalls als ,modelle gearbeitet worden1 wenn sich auch die ,monumente1 fr die sie bestimmt waren1 nicht mehr nachweisen lassen oder berhaupt nicht zur ,ausfhrung kamen4 ,alle diese ,thonbildwerke wurden regelmig bemalt2 selbst die meisten ,modelle und ,skizzen1 da dieselben wegen ihres knstlerischen ,wertes in den ,ateliers aufbewahrt oder an andere ,knstler vergeben wurden1 die ,naturfarbe des gebrannten ,thons aber dem ,farbensinn der ,zeit widerstrebte4 ,ausgefhrt wurde die ,bemalung in ,wasserfarben1 und zwar ganz naturalistisch1 wie bei einem ,gemlde4 ,die ,farben wurden meist nicht direkt auf den ,thon aufgetragen1 sondern man berzog denselben vorher1 wie die ,tafel bei ,gemlden1 mit einer dnnen ,kreideschicht1 weil auf dieser ,farben und ,vergoldung besser haften4 ,da manche dieser ,bildwerke1 wie ,straentabernakel1 ,lnetten1 ,friese u4 a41 zur ,aufstellung in freier ,luft bestimmt waren1 so gab man den ,farben zum ,widerstande gegen die ,witterung einen ,lackberzug1 wie er z4 ,b4 noch bei dem ,madonnenrelief 7,no4 #aab;,a7 erhalten ist4 ,ein solcher berzug konnte jedoch nur kurze ,zeit dem ,einflsse von ,wasser und ,sonne widerstehen2 daher kam ,luca della ,robbia auf den ,gedanken1 seine ,thonskulpturen in derselben ,art wie die ,thongefe mit einer ,glasur zu berziehen4 ,seine ,versuche hatten den besten ,erfolg und fanden allgemeinsten ,beifall1 so da sich eine ,industrie daran anknpfte1 welche ein ,jahrhundert lang in der ,familie dieses ,knstlers durch verschiedene ,generationen ausgebt wurde4 ,florenz und der von ,florenz abhngige ,teil ,mittelitaliens verdankt derselben eine auerordentlich groe ,zahl von ,altren1 ,tabernakeln1 ,lnetten1 ,wappen1 ,friesen1 ausnahmsweise auch ,freifiguren1 ,taufbecken u4 s4 f41 die meist noch an ,ort und ,stelle erhalten sind4 ,das ,thonmodell wurde leicht gebrannt 7bei greren ,monumenten in mehreren ,stcken71 dann bemalt und nach berzug mit einer ,emailschicht zum zweiten ,mal ins ,feuer gebracht4 ,die ,bemalung war 7und zwar von vornherein schon bei ,luca selbst7 entweder ganz farbig2 dann waren die ,farben auf wei1 blau1 grn1 gelb1 violett und schwarz beschrnkt2 oder die ,figuren wurden1 in ,nachahmung des ,marmors1 wei gelassen2 dann erhielt nur der ,hintergrund bei ,reliefs einen blauen ,ton und die ,ornamente1 ,heiligenscheine und ,muster wurden vielfach vergoldet4 ,die ,einrahmung besteht meist aus plastischen1 farbig gehaltenen ,frucht- oder ,blumenkrnzen von stilvoller ,anordnung1 aber feinster naturalistischer ,durchfhrung4 ,das ,bedrfnis nach ,kunstwerken fr die husliche ,andacht und die ,popularitt der ,plastik1 namentlich in ,florenz1 hat neben den verschiedenartigen ,thonbildwerken noch eine andere ,gattung von ,skulpturen hervorgebracht1 die ,stuckbildwerke1 vorwiegend ,stuckreliefs4 ,schon gegen den ,ausgang des ,trecento hatten florentiner ,knstler vereinzelt ,abgsse nach ihren ,arbeiten in ,marmor oder ,stein angefertigt und sie1 nach vollstndiger ,bemalung1 in den ,handel gebracht4 ,seit dem ,anfange des ,quattrocento bis gegen das ,ende des ,jahrhunderts wurden solche ,nachbildungen nach kleineren ,originalskulpturen in groer ,menge angefertigt4 ,dadurch1 da an ,stelle des ,madonnenbildes im ,trecento jetzt das ,madonnenrelief mehr und mehr das husliche ,andachtsbild des florentiner ,brgers wurde1 kamen manche dieser ,stuckreliefs in hunderten von ,exemplaren in das ,publikum4 ,wegen der ,unscheinbarkeit und ,wertlosigkeit des ,materials ist freilich nur ein kleiner ,teil derselben auf uns gekommen und unter den erhaltenen ist weitaus die ,mehrzahl durch ,schmutz und bermalungen in ihrer ,wirkung mehr oder weniger stark beeintrchtigt4 ,doch leisten auch diese noch die besten ,dienste zur ,vervollstndigung des ,bildes der einzelnen florentiner ,knstler2 denn zahlreiche ,werke derselben1 deren ,originale zerstrt wurden oder verloren gingen1 sind uns in solchen ,stucknachbildungen erhalten4 ,diese ,stuckbildwerke wurden regelmig durch ,gu hergestellt1 und zwar aus einer von unserem ,gips wesentlich verschiedenen ,mischung von ,marmorstaub und mehr oder weniger grobkrnigem ,sand2 eine ,mischung1 welche diese ,bildwerke bis zu einem gewissen ,grade wetterbestndig machte und eine knstlerische ,bemalung ermglichte4 ,nur ausnahmsweise wurde der ,stuck auch wie ,thon modelliert und mit ,messern bearbeitet1 wie die ,stuckbste eines jungen ,mdchens von ,desiderio 7,no4 #fb ,g7 und das florentiner ,madonnenrelief 7,no4 #fc7 beweisen4 ,jene ,abgsse wurden in der ,regel ber die ,originale1 gelegentlich aber auch ber die ,modelle hergestellt1 und zwar meist in der ,werkstatt der ,knstler selbst4 ,auf diese ,weise konnten die kostspieligen ,originale in ,marmor oder ,bronze in zahlreichen ,kopien um einen ganz geringen ,preis in aller ,hnde kommen4 ,der selbstndige knstlerische ,wert dieser ,stuckbildwerke hngt von ihrer ,bemalung ab4 ,sehr hufig wurden dieselben freilich nur handwerksmig von ,anstreichern bemalt1 oft aber wurde die ,bemalung mit groer ,feinheit ausgefhrt1 sei es nun durch den ,knstler1 der das ,original verfertigt hatte1 oder durch einen ihm befreundeten ,maler4 ,regelmig war diese ,bemalung1 wie bei den ,thonbildwerken1 eine vollstndige und ganz farbige2 nur ausnahmsweise ahmt sie den ,marmor 7vergl4 ,rossellino's ,madonna ,no4 #gb7 oder die ,bronzefarbe nach 7vergl4 ,luca's ,madonnenrelief ,no4 #aad74 ,wie im ,trecento1 so spielt auch im ,quattrocento die ,goldschmiedekunst eine wichtige ,rolle in der ,plastik2 war doch eine ,reihe der tchtigsten ,bildhauer dieser ,zeit bei ,goldschmieden ausgebildet oder selbst als ,goldschmiede hervorragend thtig4 ,neben gelegentlichen ,auftrgen der ,kirchen auf ,vervollstndigung jener groen ,silberaltre mit kleinen getriebenen ,reliefs und ,einzelfiguren1 wie sie in ,florenz und ,pistoja noch erhalten sind1 hatten die ,goldschmiede namentlich die wachsenden ,ansprche der ,vornehmen an eine knstlerische ,gestaltung des ,schmuckes und der kleinen huslichen ,gerte zu befriedigen4 ,kutfelchen fr die ,andacht im ,hause1 ,schmuckkstchen aller ,art1 ,tintefsser1 ,leuchter und ,lampen1 ,hut-,agraffen1 ,schwertknufe1 ,schlieen u4 dergl4 wurden in ,gold1 ,silber oder edlen ,steinarten1 namentlich in ,bergkrystall hergestellt und bei dem monumentalen ,sinne der ,zeit in reichster ,weise plastisch ausgestattet4 ,wie nun das knstlerische ,bedrfnis der ,zeit in den bemalten ,stuckbildwerken ein ,mittel zu weitester ,verbreitung hervorragender grerer ,bildwerke gefunden hatte1 so wuten die ,knstler diesem ,bedrfnisse in hnlicher ,weise fr jene kleinen ,gebrauchsgegenstnde entgegenzukommen1 indem sie die kostbaren ,originale oder die ,modelle derselben abformten und in ,bronze 7ausnahmsweise auch in ,blei,a7 nachgssen2 die einzelnen ,teile aber waren gesuchte ,besitzstcke in den ,werksttten der ,bildhauer und ,goldschmiede des ,,xv4 und ,,xvi4 ,jahrh4 ,diese ,nachgsse erhalten dadurch fr die ,skulptur eine hnliche ,bedeutung wie der ,kupferstich fr die zeichnenden ,knste4 ,whrend die ,originale1 ihres edlen ,materials halber bis auf eine kleine ,zahl durch ,einschmelzen zerstrt wurden1 sind uns ,bronzenachbildungen davon in ganzen oder nur in einzelnen ,teilen1 namentlich in den kleinen ,relieftafeln1 den ,plaketten 7plachette1 plaquettes1 vergl4 ,s4 #ci;f471 zahlreich erhalten4 ,die verschiedenartigen1 bis jetzt bekannten ,plaketten aus dem ,quattrocento und den ersten ,jahrzehnten des ,cinquecento bersteigen die ,ziffer von eintausend2 die ,berliner ,sammlung besitzt davon allein nahezu achthundert1 die fast ausnahmslos erst in neuester ,zeit erworben wurden1 whrend ,goethe schon im ,anfange dieses ,jahrhunderts mit den italienischen ,medaillen auch eine nicht unbedeutende ,sammlung solcher ,plaketten zusammenbrachte 7jetzt im ,goethe-,museum zu ,weimar74 ,der ,wert dieser kleinen ,bronzereliefs besteht namentlich in der ,veranschaulichung der ,meisterschaft1 welche die ,plastik des ,quattrocento in der ,erfindung und in der ,ausgestaltung der mannigfaltigsten ,motive1 wie in der stilvollen ,durchfhrung der verschiedensten ,arten des ,reliefs besa2 auch knnen wir1 da die groe ,plastik fast ganz auf religise ,motive oder ,portrtdarstellung beschrnkt blieb1 hier allein das ,geschick der ,knstler in der plastischen ,gestaltung mythologischer1 historischer und allegorischer ,gegenstnde gengend kennen lernen4 ,in der ,art der plastischen ,darstellung bringt das ,quattrocento die vllige ,befreiung und stilvolle ,ausbildung der verschiedenen ,gattungen1 welche das ,trecento nur teilweise und vermischt gekannt hatte4 ,die ,freifigur in ihrer vollen naturalistischen ,durchbildung wird schon im ersten ,jahrzehnt des ,,xv4 ,jahrh41 namentlich durch ,donatello1 eine der wichtigsten ,aufgaben der ,plastik4 ,sie wird jetzt meist schon mit ,rcksicht auf den ,platz ihrer ,aufstellung gebildet1 sowohl der stilistischen ,rcksicht auf das ,bauwerk1 wie nicht selten auch der perspektiven ,rcksicht auf den ,standpunkt des ,beschauers4 ,selbst vor der ,zusammenordnung verschiedener ,figuren zur ,gruppe scheut die ,zeit nicht zurck4 ,die vier ,heiligen des ,nanni di ,banco in einer der ,nischen von ,or ,san ,michele in ,florenz sind zwar noch zufllig neben einander gestellte ,freifiguren2 aber ,donatello's ,bronzegruppe der ,judith ber den ,leichnam des ,holofernes1 die ,gruppen der ,begegnung ,mari mit ,elisabeth von ,andrea della ,robbia in ,pistoja und die ,begrung der ,heiligen ,franz und ,dominicus von demselben ,knstler unter der ,halle auf ,piazza ,s4 ,maria ,novella1 sowie ,verrocchio's ,christus und ,thomas an ,or ,san ,michele in ,florenz entsprechen in ,komposition1 ,bewegung und ,ausdruck als ,gruppe wie in den ,einzelfiguren den hchsten knstlerischen ,anforderungen4 ,die plastische ,darstellung des ,portrts1 im ,,xiv4 ,jahrh4 fast ganz zurckgedrngt1 erhlt im ,,xv4 ,jahrh41 in ,folge der bis zum rcksichtslosesten ,egoismus ausgebildeten ,individualitt und der ,ruhmsucht der ,zeit1 eine hervorragende ,bedeutung2 jedoch fast ausschlielich als ,bste oder als ,reliefportrt4 ,die ,portrtstatue fehlt fast ganz2 einige ,statuen auf ,dogengrbern ausgenommen1 begngte man sich damit1 ,heiligenfiguren die ,zge berhmter ,zeitgenossen zu geben 7wie dies z4 ,b4 bei mehreren ,prophetenstatuen ,donatello's am ,campanile der ,fall ist74 ,eine ,ausnahme machte man nur mit der ,reiterstatue1 welche schon von einzelnen ,tyrannen des ,trecento als vornehmstes ,denkmal ihres ,ruhmes bevorzugt war4 ,whrend der ,reiter in der norditalienischen ,kunst1 im ,anschlu an jene lteren ,denkmler1 eine mehr reliefartig gedachte ,figur innerhalb eines reichen ,monumentes bleibt1 haben die ,florentiner ,donatello und ,verrocchio im ,gattamelata und ,colleoni selbstndige ,reitermonumente geschaffen1 die in ihrem ,aufbau und in der gewaltigen individuellen ,wirkung von ,ro und ,reiter zu den groartigsten ,monumenten aller ,zeiten zhlen4 ,die bevorzugte ,art der plastischen ,portrtdarstellung ist die ,bste1 die sonst im ,quattrocento fr die ,wiedergabe von ,heiligen oder ,idealfiguren nur ausnahmsweise gewhlt wird4 ,in ,florenz1 das auch hier vorangeht und die glnzendste und mannigfaltigste ,entwickelung zeigt1 wurde die ,wiedergabe der hervorragenderen ,mitglieder der vornehmen ,familien in ,bsten aus ,marmor oder bemaltem ,thon mehr und mehr die ,regel4 ,um dieselben in weitere ,kreise zu verbreiten1 benutzen die ,knstler auch hier das ,mittel der ,stucknachbildungen1 welche sie in ihren ,werksttten anfertigen und bemalen lieen4 ,beispiele dafr sind in der ,berliner ,sammlung u4 a4 die ,bste des ,lorenzo ,magnifico 7,no4 #adh7 und des angeblichen ,macchiavelli 7,no4 #adg1 ,marmor-,original im ,bargello74 ,charakteristisch fr die ,form der ,portrtbsten des ,,xv4 ,jahrh4 und fr ihre ,bestimmung zur ,aufstellung auf ,kaminen und ,thrstrzen1 ist die flache ,endigung nach unten2 diese verlangte eine ,basis1 welche entweder aus einem ,stck mit der ,bste oder als besonderer ,untersatz aus bemaltem ,holz gearbeitet ist4 ,die ,persnlichkeit ist regelmig in grter ,anspruchslosigkeit und ,einfachheit aufgefat2 der ,knstler beschrnkt sich darauf1 dieselbe mit mglichster ,treue in ihrer vollen ,eigentmlichkeit wiederzugeben4 ,nur ganz ausnahmsweise ist eine innere ,erregung oder eine lebendige ,bewegung in der ,bste angestrebt1 wie in ,donatello's ,bste des ,niccolo ,uzzano im ,bargello4 ,fr die hohe ,entwickelung des knstlerischen ,empfindens und die ,feinheit des ,stilgefhls im ,quattrocento ist die ,behandlung des ,reliefs ein sprechendes ,zeugnis4 ,wie im ganzen ,mittelalter1 so nimmt das ,relief auch jetzt noch den bedeutendsten ,platz in der ,plastik ein1 tritt aber gleichfalls weniger selbstndig wie als ,schmuck der verschiedensten ,monumente und ,bauteile auf4 ,whrend nun das ,relief im frheren ,mittelalter ber eine berfllte ,anhufung von beinahe freistehenden ,figuren1 nach dem ,vorbilde der sptrmischen und etruskischen ,denkmler1 nicht hinauskommt und das ,trecento daraus zu einer ganz malerischen ,behandlung des ,reliefs gelangt1 ist die ,auffassung des ,reliefs im ,quattrocento1 so verschieden und mannigfaltig sie ist1 regelmig eine durchaus plastische4 ,die ,art des ,reliefs -- ob ,hochrelief1 ,halbrelief oder ,flachrelief -- ist daher zumeist nicht nach der ,individualitt der einzelnen ,knstler verschieden 7wenn auch einzelne die eine oder andere ,art bevorzugen71 sondern sie wird1 wie in der klassischen ,zeit der griechischen ,plastik1 der ,bestimmung des einzelnen ,reliefs entsprechend gewhlt4 ,es finden sich daher an greren ,monumenten nicht selten alle ,arten des ,reliefs nebeneinander1 wie es die ,gesamtwirkung und der ,platz1 an dem die einzelnen ,reliefs angebracht sind1 erforderte4 ,die perspektivische ,behandlung des ,reliefs1 des ,flachreliefs wie des ,hochreliefs ist dabei den ,knstlern des ,quattrocento fast ausnahmslos zur anderen ,natur geworden4 ,die ,beteiligung der verschiedenen ,provinzen ,italiens an der ,entwickelung der ,plastik im ,quattrocento ist eine sehr verschiedene3 wie im ,,xiv4 ,jahrh4 ist auch im ,,xv4 ,toskana fr den ,fortschritt und die ,hhe der ,kunstentfaltung fast allein magebend4 ,insbesondere gewann ,florenz1 das seit ,giotto die ,fhrerschaft in der ,malerei bernommen hatte1 seit der ,mitte des ,trecento auch in der ,plastik die fast ausschlieliche ,herrschaft4 ,im ,boden von ,florenz keimt die junge ,pflanze1 hier entfaltet sie sich rasch zur herrlichen ,blte und reift zur ,frucht1 deren ,samen in ganz ,italien die bildnerische ,thtigkeit aufsprieen lt4 ,toskanische und insbesondere ,florentiner ,knstler verbreiten sich ber ganz ,italien und legen dadurch den ,grund zu einer provinzialen ,entfaltung der ,plastik1 die sich in mehr oder weniger selbstndigen ,bahnen entwickelt1 ohne freilich ,werke von dem allgemeinen ,kunstwerte zu schaffen1 wie es die florentinischen ,skulpturen dieser ,zeit sind4 99 99 99 99 99 ,die neue ,zeit tritt nur langsam und vielfach schchtern ins ,leben2 selbst der ,meister1 der ihr recht eigentlich zu ihrem ,rechte verholfen hat1 selbst ,donatello macht sich doch nur sehr allmhlich von den ,gewohnheiten los1 in denen er gro gezogen war4 ,aber auch1 als er schon frei und rcksichtslos die neuen ,wege ging1 die er sich selbst gebahnt hatte1 wirkten die ,traditionen des ,trecento doch in anderen ,knstlern1 selbst in ,florenz1 noch ,jahrzehnte lang nach4 ,am ,ausgange des ,,xiv4 ,jahrh4 stellt sich die ,plastik in ganz ,italien in sehr unvorteilhafter ,weise als ein gedankenloses ,ausleben der ,richtung der jngeren ,pisani dar1 der jedes ernstere ,naturstudium1 jede naive ,anschauung fehlte4 ,erst um die ,wende des ,jahrhunderts macht sich in ,florenz ein frischer naturalistischer ,zug in dekorativen ,arbeiten1 namentlich an den ,domthren geltend4 ,tritt derselbe in den ,laibungen des ,sdportals1 die zwischen den ,jahren #achf und #adjb von einem ,piero di ,giovanni ,tedesco gearbeitet wurden1 in den spielenden nackten ,engeln zwischen naturalistischem ,rankenwerk1 noch befangen und selbst ungeschickt zu ,tage1 so ist in den ,laibungen des ,nordportals1 welches #adjh von ,niccolo d',arezzo begonnen und von ,antonio di ,banco 7unter ,beihlfe seines ,sohnes ,giovanni7 beendet wurde1 sowohl in der ,durchbildung der ,ornamente wie der ,figrchen darin eine ,wiedergeburt aufs ,entschiedenste angestrebt1 freilich auf ,grundlage der gotischen ,formen und der ,entwickelung des ,trecento4 ,whrend daher die lebensgroen ,figuren derselben ,knstler 7besonders im ,dom zu ,florenz7 noch altertmlich und befangen erscheinen1 sind ihre kleinen ,figuren durch die geschmackvolle ,anordnung1 zarte ,empfindung und zierliche ,durchfhrung schon fast modern im ,sinne des ,quattrocento4 ,den ,hhepunkt dieser in enger ,beziehung zum ,trecento stehenden und davon abhngigen ,richtung der florentiner ,plastik des ,quattrocento bezeichnet ,lorenzo 7di ,cione7 ,ghiberti 7#acgh-adee74 ,beurteilt man diesen gefeierten ,meister der ,plastik vom einseitigen ,standpunkt des ,naturalismus und mit ,rcksicht auf die ,bedeutung1 die er fr die ,entwickelung der ,renaissancekunst gehabt hat1 so wird man zu einer einseitigen ,verurteilung des ,knstlers gelangen4 ,verglichen namentlich mit seinem jngeren ,nebenbuhler ,donatello erscheint ,ghiberti leer und oberflchlich in den ,formen1 gesucht und theatralisch in ,komposition1 ,bewegung und ,ausdruck1 unruhig und beinahe stillos in seiner ,reliefbehandlung1 namentlich an der spteren ,bronzethr4 ,aber dem ,mangel an ,naivett und an ,ernst des ,naturstudiums stehen doch hervorragende knstlerische ,eigenschaften gegenber3 ,reichtum der ,phantasie1 hoher ,schnheitssinn1 ,groartigkeit der ,auffassung1 ,schwung in der ,bewegung und ,meisterschaft der ,komposition1 durch welche ,ghiberti trotz jener ,schwchen als der grte unter den ,bildnern dasteht1 welche aus der ,kunst des ,trecento in die des ,quattrocento berleiten4 ,seine ,fehler treten am strksten hervor in groen ,einzelfiguren1 wie in den drei bronzenen ,kolossalfiguren an ,or ,san ,michele 7ausgefhrt zwischen den ,jahren #adad und #adbh72 und doch sind auch diese entweder durch die ,groartigkeit der ,bewegung1 wie der ,matthus1 oder durch die ,vornehmheit der ,empfindung1 wie die ,gestalt des ,stephanus1 ausgezeichnet4 ,am glcklichsten zeigt sich das ,talent des ,knstlers in ,kompositionen mit kleinen ,figuren1 namentlich wenn er sich darin seine ,vorgnger aus dem ,trecento zum ,vorbilde nimmt4 ,der bei dem ,auftrag auf seine erste ,thr 7#adjc1 vollendet #adbd7 geforderte ,anschlu an die ,bronzethr des ,andrea ,pisano legte dem jungen ,ghiberti in ,form1 ,komposition und ,reliefstil der einzelnen ,fllungen eine ,beschrnkung auf1 innerhalb welcher seine ,gre in ,auffassung und ,anordnung1 sein ,pathos1 die ,schnheit und ,vornehmheit seiner ,gestalten zu voller1 ungestrter ,entfaltung kommen konnten4 hnliche ,vorzge haben auch seine beiden ,kompositionen am ,taufbrunnen in ,san ,giovanni zu ,siena 7#adag-adbg7 und selbst noch die ,reliefs an der #addj gegossenen ,graburne des hl4 ,zenobius im ,dom zu ,florenz4 ,in der zweiten ,bronzethr1 welche ,ghiberti zwischen den ,jahren #adbd und #adeb fr das ,battistero in ,florenz ausfhrte1 in den berhmten ,pforten des ,paradieses1 ist schon der architektonische ,aufbau nicht glcklich2 namentlich leiden aber die einzelnen ,kompositionen an berfllung und an einer malerischen ,behandlung der ,reliefs1 welche von beinahe freistehenden ,figuren vorn bis zu ganz flach behandelten ,scenen im ,hintergrunde mit reicher landschaftlicher ,umgebung sich abstufen4 ,ein ,vergleich mit den ,bronzethren des ,luca della ,robbia im ,dom und mit den kleinen unscheinbaren ,thren ,donatello's in der ,sakristei von ,san ,lorenzo zu ,florenz1 die etwa gleichzeitig entstanden1 lt die ,schwchen dieser ,arbeit ,ghiberti's in monumentaler wie in plastischer ,wirkung doppelt stark empfinden4 ,doch sind auch hier in der ,erfindung1 in manchen ,gruppen1 in den ,einzelfiguren und ,kpfen der ,einrahmung hervorragende ,schnheiten4 ,fr ,ghiberti's ,stellung zwischen der ,kunst des ,trecento und des ,quattrocento1 welche ihn mehr als den ,abschlu des ersteren wie als ,vorlufer oder gar als ,bahnbrecher der letzteren erscheinen lt1 ist es charakteristisch1 da er fast gar keinen ,einflu auf die ,entwickelung der ,kunst in ,florenz gehabt1 da er trotz zahlreicher ,mitarbeiter keine ,schule gemacht hat4 ,selbst sein ,sohn ,vittorio1 bis zu des ,vaters ,tode dessen ,mitarbeiter1 geht in den selbstndigen ,werken seine eigenen ,wege4 ,neben ,ghiberti hat eine kleine ,gruppe von gleichzeitigen florentiner ,bildhauern1 die ihrem ,namen nach meist noch unbekannt sind1 in ihrer ,stellung zwischen der lteren und der neuen ,zeit eine verwandte1 eigene ,bedeutung4 ,whrend sie dem ,ghiberti an ,phantasie und schpferischem ,talent weit nachstehen1 in der naturalistischen ,durchbildung oft noch hinter ihm zurckbleiben und in ihrer ,ornamentik an den berlieferten gotischen ,formen festhalten1 die sie in barocker ,weise ausbilden1 zeigen sie doch gerade in der ,auffassung einen modernen naturalistischen ,zug1 der ,ghiberti noch abgeht4 ,ihre einfachen ,kompositionen oder ,einzelfiguren sind durch ,naivett und ,natrlichkeit der ,empfindung ausgezeichnet2 namentlich in der ,madonna1 die auerordentlich hufig von ihnen dargestellt ist1 bringen sie das rein menschliche ,verhltnis von ,mutter und ,kind mit eben so viel ,einfachheit wie ,zartheit der ,empfindung zum ,ausdruck4 ,mit ihrer ,auffassungsweise sind sie offenbar der ,anschauung des ,volkes entgegengekommen2 dies beweist schon der ,umstand1 da sie regelmig den billigen ,thon zur ,ausfhrung ihrer ,werke whlen1 und da gerade durch ihre ,arbeiten sich als huslicher ,andachtsgegenstand der ,florentiner das ,madonnenrelief1 an ,stelle des ,madonnenbildes im ,trecento1 einbrgert4 ,in diesen ,madonnenreliefs1 die1 in bemaltem ,thon oder ,stuck ausgefhrt1 auch dem wenig bemittelten ,brger zugnglich waren1 sind die huslichen ,brgertugenden des ,florentiners dieser ,zeit3 ,keuschheit und ,liebe zwischen ,eltern und ,kindern1 in der edelsten ,weise verklrt zum ,ausdruck gebracht4 ,abbildung3 #ajh;,a4 ,bemalter ,thonaltar vom ,meister der ,pellegrinikapelle4 ,whrend die ,berliner ,sammlung von ,ghiberti1 der auerhalb ,toskana berhaupt fehlt1 und von den vorher genannten ,knstlern keine ,werke aufzuweisen hat1 sind diese florentiner ,thonbildner besonders reich und gut vertreten1 so da sich die verschiedenen ,knstler dieser ,gruppe nirgends besser als in ,berlin in ihrer ,eigenart unterscheiden lassen4 ,abbildung3 #aji;,d4 ,bemaltes ,stuckrelief von einem florentiner ,thonbildner4 ,am altertmlichsten und zugleich am befangensten erscheint ein ,knstler1 der besonders hufig vorkommt und in ,norditalien1 in ,sta4 ,anastasia zu ,verona1 im ,dom zu ,modena und in ,venedig eine bedeutendere ,thtigkeit entwickelt hat4 ,schon in seiner architektonischen ,umrahmung zeigt er eine eigentmlich barocke ,mischung plumper gotischer und schlecht verstandener ,renaissanceformen4 ,die unsichere1 ausgeschwungene ,haltung seiner ,figuren1 die kleinen ,kpfe1 die langen ,falten der schweren ,stoffe mit ihren ,schnrkeln1 wo sie auf den ,boden aufstoen1 die mangelhafte ,durchbildung1 namentlich die knochen- und gelenklose ,bildung der ,krper verraten einen ,bildner1 der in den ,traditionen des ,trecento aufgewachsen ist und nicht eigene ,kraft genug hat1 sich von ihnen los zu machen4 ,die groe vorspringende ,stirn1 die berstehende ,oberlippe1 das kleine zurcktretende ,kinn und der treuherzige ,ausdruck der tiefliegenden ,augen sind die bezeichnenden ,zge seiner ,kpfe1 die ihn ebenso leicht erkennen lassen1 wie seine ,ornamente und seine ,gewandgebung4 ,von seiner ,hand besitzt das ,berliner ,museum einen seiner charakteristischen ,altre 7,no4 #ajh71 eine ,madonnenstatuette 7,no4 #ajg7 und ein oder zwei kleine ,madonnenreliefs 7,no4 #ajh;,a und ,b74 ,in diesen ,gruppen von schlichter ,zustndlichkeit entschdigt die ,innigkeit der ,empfindung fr das ,fehlen naturalistischer ,durchbildung4 ,weit geringer erscheint der ,knstler aber in greren und bewegten ,gruppen1 wie in den ,passionsscenen der ,pellegrinikapelle in ,sa4 ,anastasia zu ,verona1 seiner umfangreichsten ,arbeit1 nach der er als der ,meister der ,pellegrinikapelle 7von ,einigen mit ,rosso identificiert1 von ,andern als ,dello ,delli bezeichnet7 benannt zu werden pflegt4 ,abbildung3 #aab;,a4 ,bemaltes ,relief von einem florentiner ,thonbildner4 ,die ,richtung dieses ,meisters hat mit der des ,quercia in ,siena manche ,verwandtschaft1 weshalb dieser auch gewhnlich als der ,urheber der hier in ,frage kommenden ,thonwerke gilt4 ,aber neben dem ,meister der ,pellegrinikapelle sehen wir noch verschiedene florentiner ,bildner dieselbe ,richtung verfolgen1 und zwar meist freier und naturalistischer4 ,von eigenartiger ,gre in der ,erfindung erscheint ein ,knstler1 dem die ,maria mit dem schlafenden ,kinde 7,no4 #aab;,b7 angehrt4 hnlich gro empfunden ist die ,maria1 welche das nackte1 vor ihr stehende ,kind kitzelt 7,no4 #aab;,a74 ,einem anderen ,meister gehren ein ,paar groe ,madonnenkompositionen1 denen besonders zarte ,empfindung und reiche ,gewandung eigentmlich ist 7,no4 #aji;,c und ,d74 ,besonders hufig als ,stuckreliefs verbreitet sind verschiedene unter sich nahe verwandte ,madonnen1 in denen sich das ,kind zrtlich an die ,mutter anschmiegt2 alle1 wie das nebenstehend abgebildete ,relief 7,no4 #aji71 ausgezeichnet durch die glckliche ,gruppierung von ,mutter und ,kind1 das innige1 rein menschliche ,verhltnis zwischen beiden und die einfache1 volle ,faltengebung2 nur in der ,ausfhrung der ,extremiten1 namentlich der ,hnde1 verrt sich noch ein naturalistisch nicht zu voller ,freiheit durchgebildeter ,knstler4 ,abbildung3 #aji4 ,bemaltes ,stuckrelief von einem florentiner ,thonbildner4 ,ein ,knstler dieser ,gruppe ist ,bicci di ,lorenzo1 der #adbd das ,thonrelief der ,krnung ,mari ber der ,thr von ,s4 ,egidio in ,florenz modellierte4 ,wie wenig diese ,richtung monumentalen ,aufgaben gewachsen ist1 beweist ,bernardo ,ciuffagni 7#ache-adef71 dessen ,evangelist ,matthus im ,dome zu ,florenz wie der ,josua ebenda1 der ,jacobus an ,or ,san ,michele und andere ,arbeiten charakterlos und ohne naturalistischen ,sinn gebildet sind4 ,gegenber diesen ,bildnern1 die aus der ,kunst des ,trecento hervorgehen und mehr oder weniger noch mit ihr zusammenhngen1 kennzeichnen sich der groe ,bahnbrecher im ,gebiete der ,architektur ,filippo ,brunelleschi 7#acgi bis #addf7 und ,nanni d',antonio di ,banco 7 #adbj1 nach ,vasari im ,alter von #dg ,jahren7 als volle ,knstler der ,renaissance3 beide studieren mit grtem ,eifer die ,werke der ,antike1 gehen aber zugleich unmittelbar auf die ,natur zurck4 ,in den einzigen beiden beglaubigten ,bildwerken des ,brunellesco1 dem kleinen ,bronzerelief mit dem ,opfer ,abrahams im ,bargello1 das er als ,konkurrenzarbeit fr die ,thr des ,battistero ausfhrte1 sowie 7wenn auch weniger stark7 in dem ,holzkrucifix in ,sa4 ,ma4 ,novella1 bekundet der ,knstler bei fast gotischer ,formbehandlung und ,faltengebung einen rcksichtslosen1 beinahe genrehaften ,naturalismus1 dem die religise ,idee wie die ,schnheit der ,komposition und der ,figuren fast ganz geopfert sind4 ,nanni di ,banco1 der in seinen ,ornamenten nicht ber eine naturalistische ,durchbildung sptgotischer ,motive hinauskommt1 bewahrt dagegen durch ein ausgesprochenes1 an der ,antike grogezogenes ,schnheitsgefhl in allen seinen ,bildwerken einen gehaltenen ,ernst im ,ausdruck1 schlichte ,wrde in der ,haltung1 einfache ,schnheit in seinen stattlichen ,gestalten und in ihrer reichen ,gewandung4 ,unter seinen ,marmorstatuen an ,or ,san ,michele giebt der hl4 ,eligius an vornehmer1 gebieterischer ,haltung und ,schnheit der ,gewandung den besten ,figuren ,ghiberti's nichts nach2 und das groe ,relief mit der ,grtelspende ,mari am ,nordportal des ,domes 7seit #adad in ,arbeit7 ist die erste im groen ,mastab gehaltene ,komposition1 die im ,sinne der ,renaissance das ,motiv in lebensfrischer ,weise auffat und jede ,figur bis auf die kleinste ,falte treu nach der ,natur durcharbeitet1 dabei aber zugleich die ,gestalten mit edler ,schnheit ausstattet und ganz mit der ,empfindung des feierlichen ,moments erfllt4 ,bei seinen ,einzelfiguren gelingt dem ,nanni freilich die innere ,belebung nicht immer3 der hl4 ,lucas im ,dome und die ,gruppe von vier in wenig glcklicher ,weise zusammengestellten ,heiligen in einer der ,nischen von ,or ,san ,michele1 fr welche der ,knstler antike ,togastatuen als ,vorbild genommen hat1 erscheinen mit ihren mden ,augen und geschlossenen ,lippen etwas unbelebt und verraten auch in der ,bildung der ,krper1 da sie mehr nach einer richtigen ,empfindung als aus voller ,kenntnis des menschlichen ,krpers gearbeitet wurden4 ,in diesem ,sinne3 in der naturalistischen ,durchbildung1 im ,studium und der ,erkenntnis des ,organismus1 andererseits aber auch in der psychologischen ,vertiefung und in der ,charakterschilderung ist der eigentliche ,schpfer der ,renaissanceplastik ,donatello 7,donato di ,niccolo di ,betto ,bardi #achf-adff74 ,was oben zur ,charakteristik der ,plastik des ,quattrocento gesagt ist1 gilt daher im vollsten ,mae und in erster ,linie fr ihn4 ,von ,donatello wird uns erzhlt1 da er als ,jngling in ,rom mit seinem lteren ,freunde ,brunellesco rastlos die antiken berreste durchsucht und nach ihnen studiert habe4 ,ein aufmerksames ,studium seiner ,werke besttigt dies in vollem ,mae3 kein anderer ,knstler hat in seinen ,motiven so nach antiken ,vorbildern gesucht und sich1 soweit es irgend mglich war1 so eng an dieselben angeschlossen1 wie ,donatello2 aber andererseits hat kein anderer ,knstler so eigenartig diese ,studien verarbeitet1 steht kaum ein zweiter der ,antike in seiner ganzen ,auffassung so fern1 wie gerade er4 ,donatello ist als ,bildhauer -- und er hat sich im ,gegensatze zu vielen seiner ,zeitgenossen ausschlielich der ,plastik gewidmet -- strenger und rcksichtsloser ,naturalist1 ohne jedoch ber der ,vertiefung in die ,natur den geistigen ,inhalt des ,kunstwerkes zu vernachlssigen4 ,krper und ,geist sind ihm1 wie in der ,natur1 unzertrennbar und durch einander bedingt2 der ,krper ist ihm das ,gef fr den ,geist1 das er gerade deshalb so naturtreu bildet1 um den ,geist darin um so lebendiger und berzeugender zum ,ausdruck zu bringen4 ,seine ,kenntnis des menschlichen ,krpers geht auf grndliche ,studien des ,nackten zurck2 er erhlt sich aber dabei1 im ,gegensatz zu ,michelangelo1 die ,naivett in der ,anschauung der ,erscheinung1 da er sich noch vom ,sezieren fern hlt4 ,in dem ,ernst seiner naturalistischen ,auffassung geht er so weit1 da ihm die ,gewandung1 auf die er eine besondere ,sorgfalt verlegt1 weder ,selbstzweck 7wie z4 ,b4 noch bei ,nanni di ,banco1 wo sie den ,krper verhllt7 noch vorwiegend malerisches ,ausdrucksmittel ist2 vielmehr sucht er in erster ,linie den ,krper darunter wiederzugeben und dadurch zu heben4 ,die ,wiedergabe des ,krpers selbst ist aber bei ihm nicht mehr eine naive ,wiedergabe der ,oberflche1 sondern sie beruht auf der sicheren ,handhabung des ,knochengerstes4 ,sie ist andererseits ganz beherrscht durch die ,idee des ,kunstwerkes1 durch den ,charakter1 welchen der ,knstler der ,einzelfigur zu verleihen sucht1 oder durch den ,ausdruck des ,geschehens1 welchen er in der ,gruppe oder dem erzhlenden ,relief wiederzugeben bestrebt ist4 ,die heiligen ,motive1 die er fast unverndert von der lteren ,kunst bernimmt1 schafft er insofern neu1 als er sie durch seinen ,naturalismus zu einfach menschlichen ,charakteren und ,begebnissen umbildet2 andererseits hebt er sie ber das ,alltgliche hinaus durch die ,gre seiner ,auffassung1 durch die gewaltige innere ,erregung1 die sich in ,statuen und ,bsten als mhsam verhaltene ,kraft zeigt1 in seinen ,kompositionen in strksten ,ausbrchen der ,leidenschaft uert4 ,seinen ,gestalten wohnt 7nach ,rumohr's ,ausspruch1 der sonst dem ,knstler sehr wenig gerecht wird71 eine zuckende ,bewegung inne1 die aber eine gewisse unsichtbare ,spirallinie umgiebt1 vor welcher sein ,streben nach ,ausladung instinktmig in den jedesmal gegebenen ,schwerpunkt zurckweicht4 ,in seinem ,streben1 den ,charakter der ,persnlichkeit oder einen ,typus im schrfsten ,lichte zu zeigen1 oder die ,situation eines historischen ,motivs aufs uerste zuzuspitzen1 scheut der ,knstler auch vor dem ,hlichen und vor dem ,furchtbaren nicht zurck1 aber nur selten verfllt er dabei in bertreibung4 ,gerade dadurch ist sein ,vorbild von so auerordentlichem ,einflusse1 ja entscheidend fr die ,entwickelung der ,renaissance geworden1 die whrend des ganzen ,quattrocento unter seiner ,einwirkung steht4 ,abbildung3 ,donatello's hl4 ,georg im ,museo ,nazionale zu ,florenz4 ,donatello hatte das ,glck1 von vornherein zu monumentalen ,aufgaben herangezogen zu werden4 ,erst zwanzig ,jahre alt1 erhielt er im ,jahre #adjf den ,auftrag1 zwei kleine ,marmorstatuen jugendlicher ,propheten fr das ,nordportal des ,domes zu fertigen2 nachdem er die ,probe mit ,glck bestanden hatte1 wurde er zu den groen ,aufgaben der ,dombauhtte1 und bald darauf auch zu der hnlichen ,aufgabe der ,ausschmckung von ,or ,san ,michele herangezogen4 ,als er #adjh die ,prophetenstatuetten ablieferte1 erhielt er den ,auftrag zu der ,marmorstatue des ,david 7jetzt im ,bargello71 und noch in demselben ,jahre wurde die ,kolossalstatue des sitzenden ,johannes fr die ,fassade bei ihm bestellt 7jetzt im ,chor74 ,die ,vollendung dieser ,figur 7#adae7 zog sich durch neue und bedeutende ,auftrge in die ,lnge3 #adab arbeitete der ,knstler gleichfalls fr den ,dom1 die ,statue des ,josua 7unter der irrtmlichen ,bezeichnung des ,poggio ,bracciolini jetzt im ,dom72 schon einige ,jahre frher entstand der in ,holz geschnitzte ,crucifixus in ,sa4 ,croce1 und bis zum ,jahre #adaf vollendete der ,knstler drei groe ,marmorstatuen fr die ,nischen von ,or ,san ,michele3 ,petrus 7871 ,markus und zuletzt den berhmten ,georg4 ,kaum hatte ,donatello diese ,arbeiten abgeliefert1 so erfolgte wieder von ,seiten der ,dom-,opera ein neuer hnlicher ,auftrag3 die ,statuen fr die ,nischen des ,campanile4 ,im ,jahre #adaf wurde die ,johannesstatue in ,auftrag gegeben1 dann 7bis #adbf7 der ,prophet ,habakuk1 der ,jeremias und ,knig ,david2 und gleichzeitig schuf der ,knstler gemeinsam mit dem von ihm abhngigen ,giovanni ,rosso den ,abraham mit ,isaak und den ,josua 7#adba74 ,daneben gehen ,werke her1 fr welche die ,besteller nicht mehr bekannt sind3 wie die ,marmorstatuen des jugendlichen ,johannes im ,bargello und die jngere und vollendetere in ,casa ,martelli1 und die ,bronzestatue des hl4 ,ludwig innen ber dem ,hauptportal von ,sa4 ,croce4 ,abbildung3 #ci;a4 ,marmorrelief der ,stupung ,christi von ,donatello4 ,in dieser ansehnlichen ,zahl meist kolossaler statuarischer ,arbeiten1 die einen ,zeitraum von zwei ,jahrzehnten ausfllen1 liegt eine reiche ,entwickelung des ,knstlers beschlossen4 ,in der frhesten ,zeit1 welche die ,kolossalfigur des ,evangelisten ,johannes und der hl4 ,georg am glnzendsten vertreten1 ist das ,streben nach ,formenschnheit vorwaltend3 schne regelmige ,zge1 vornehme ruhige ,haltung und einfache groe ,motive der ,faltengebung kennzeichnen alle diese ,gestalten1 deren inneres ,leben verhalten erscheint1 wie unter der ,asche glimmende ,kohlen4 ,mit den ,statuen fr den ,campanile beginnt das ,streben nach individueller ,belebung1 die im ,zuccone am weitesten getrieben ist2 die ,figuren werden fr den hohen ,platz perspektivisch gearbeitet2 die ,kpfe sind ,bildnisse von ,zeitgenossen1 in ungeschminkter ,wahrheit wiedergegeben2 die ,gewandung zeigt tiefe ,falten von malerischer ,wirkung und fr die ,haltung ist ein ,heraustreten aus jener verhaltenen ,ruhe der frheren ,zeit charakteristisch2 fr einzelne ,figuren ist diese ,bewegung sogar ein ausgesprochenes ,ausschreiten1 wodurch der ,knstler zur ,freistellung der ,beine gelangt4 ,der allmhliche ,fortschritt im ,verstndnis der ,natur zeigt sich in der feineren ,belebung und individuelleren ,durchbildung des ,krpers1 in der ,bekundung anatomischer ,studien1 in der ,durchbildung der ,extremitten und in der ,betonung der ,gelenke4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt eine ,bronzefigur in halber ,lebensgre1 den ,tufer im ,mannesalter darstellend 7,no4 #ch71 die in ,haltung1 ,gewandung und ,durchbildung ein charakteristisches gutes ,beispiel von ,donatello's ,statuen dieser letzgenannten ,gruppe ist4 ,in der ,that lt sich ihre ,entstehung mit ,wahrscheinlichkeit in das ,jahr #adbc setzen4 ,abbildung3 #fii4 ,stupung ,christi von ,donatello4 ,donatello war durch die ,anhufung groer ,auftrge seit dem ,anfange der zwanziger ,jahre dazu gezwungen worden1 ,schler und ,gehlfen zur ,mitarbeit heranzuziehen1 was ihm1 bei steter ,belastung mit neuen ,arbeiten1 zur notwendigen ,gewohnheit wurde4 ,doch wurde er dazu teilweise auch durch die ,natur der ,auftrge veranlat1 denn es fehlte ihm die ,erfahrung im ,gieen und ,ciselieren4 ,hatte er schon zur ,ausfhrung verschiedener ,statuen am ,campanile den ,giovanni ,rossi herangezogen1 so trat er bald darauf fr verschiedene noch umfangreichere ,aufgaben mit dem ,architekten und ,bildhauer ,michelozzo in ,verbindung2 eine ,gemeinschaft1 welche nahezu durch ein ,jahrzehnt hindurch fr die meisten ,arbeiten des ,knstlers bestimmend wurde und seinen architektonischen ,sinn wesentlich lutern half4 ,donatello's ,anteil an diesen ,monumenten ist sehr wahrscheinlich nicht bedeutend und ihr ,einflu auf die ,entwickelung der ,kunst des ,quattrocento ist ein geringer gewesen4 ,soweit wir noch ein ,urteil darber haben 7das ,monument ,aragazzi in ,montepulciano ist nur noch den einzelnen ,teilen nach1 nicht in seinem ,aufbau bekannt71 sind nmlich die drei aus dieser gemeinsamen ,arbeit hervorgegangenen ,grabdenkmler in ihrem ,aufbau durch lokale ,einflsse bestimmt worden3 das ,monument ,papst ,johanns ,,xxiii4 im ,battistero zu ,florenz 7um #adbd bis #adbg in ,arbeit7 durch die ,anordnung zwischen zwei der mchtigen ,wandsulen1 und das ,grabmal des ,kardinals ,brancacci in ,s4 ,angelo a ,nilo zu ,neapel durch die ,anlehnung an den vom ,trecento berlieferten ,typus der neapolitanischen ,grabmonumente 7wie das ,grabmal ,aragazzi im ,dome zu ,montepulciano um #adbg und #adbh gearbeitet74 ,donatello mag wenigstens fr die ,denkmler in ,florenz und ,neapel der ,entwurf des figrlichen ,teils gebhren2 an der ,ausfhrung lt sich nur die groartige von ,michelozzo in ,bronze gegossene ,grabfigur des ,papstes1 sowie das kleine ,relief der ,himmelfahrt ,mari an dem ,sarkophag des ,grabmals in ,neapel mit ,sicherheit fr ,donatello in ,anspruch nehmen2 alles ,andere ist hier1 wie in dem #adbh bestellten1 keineswegs besonders originellen ,marmorsarkophag des ,giovanni de' ,medici in der ,sakristei zu ,s4 ,lorenzo und bei der ,thomasnische an ,or ,san ,michele1 durch ,michelozzo und untergeordnete ,gehlfen1 wie ,portigiani1 ausgefhrt4 ,abbildung3 #ci4 ,marmorrelief der ,madonna von ,donatello4 ,abbildung3 #db4 ,marmorrelief der ,madonna von einem ,schler ,donatello's4 ,in jenem ,himmelfahrtsrelief und gleichzeitig in dem berhmten ,bronzerelief mit dem ,tanz der ,salome an ,quercia's ,taufbrunnen in ,san ,giovanni zu ,siena 7#adbg2 hnliches ,relief in ,marmor im ,museum zu ,lille7 hatte ,donatello zuerst sein auerordentliches ,talent fr die ,komposition figurenreicher ,darstellungen in ,anordnung1 ,perspektive1 ,reliefstil und vor ,allem in der dramatischen ,belebung des ,motivs zeigen knnen4 ,auch sind diese ,arbeiten 7namentlich auch die ,bronzestatuetten an demselben ,brunnen7 wie verschiedene nach ihrer ,verwandtschaft der gleichen ,zeit einzureihende ,monumente 7das groe bemalte ,steinrelief der ,verkndigung in ,sa4 ,croce1 die ,engel mit dem ,leichnam ,christi und das kleine ,stuckrelief der ,madonna mit ,heiligen und spielenden ,engeln im ,s4 ,kensington ,museum7 ausgezeichnet durch ungewhnlichen ,schnheitssinn in den ,typen wie in der ,haltung und ,gewandung1 der sich mit einem hohen ,ernste paart4 ,das ,berliner ,museum besitzt verschiedene ,arbeiten1 welche die charakteristischen ,merkmale dieser ,zeit tragen1 vorwiegend ,madonnenreliefs4 ,eigenhndig ist1 nach der meisterhaften ,behandlung1 das groe ,marmorrelief der ,madonna aus ,casa ,pazzi 7,no4 #ci71 wohl die frheste dieser ,arbeiten4 ,ein zweites ,marmorrelief 7,no4 #db71 aus ,palazzo ,orlandini1 zeigt dagegen in der ,ausfhrung die ,hand eines ,schlers4 ,dasselbe gilt von einem ,thonrelief 7,no4 #dc71 der ,nachbildung eines ,schlers nach einer verschollenen1 auch in ,plaketten 7,no4 #gjj7 erhaltenen ,komposition ,donatello's aus dieser ,zeit4 ,wichtiger noch ist ein ,marmorrelief der ,stupung ,christi 7#ci;a71 das in der ,komposition eine ,vorahnung des bekannten ,fresko von ,sebastiano del ,piombo ist und in der ,behandlung des ,nackten schon ,michelangelo nahekommt4 ,im ,jahre #adcb wurde ,donatello aus einer untergeordneten ,veranlassung nach ,rom gerufen4 ,der ,aufenthalt hier1 der sich bis in das folgende ,jahr ausdehnte1 wurde von bestimmender ,bedeutung fr seine ,entwicklung4 ,nach diesem 7allein beglaubigten7 ,aufenthalt in ,rom lt sich ein besonders energisches ,studium der ,antike in seinen ,werken verfolgen2 freilich uert sich dasselbe weniger in der ,form wie in den ,motiven4 ,so ist in dem groen ,tabernakel im ,st4 ,peter zu ,rom1 welches er an ,ort und ,stelle neben einer ,grabplatte in ,araceli und einem ,relief der ,schlsselbergabe 7jetzt im ,south ,kensington ,museum7 ausfhrte1 das ,relief der ,beweinung ,christi in engem ,anschlu an rmische ,sarkophagdarstellungen komponiert4 ,nach den antiken ,genien bildet er seine ,putten um1 mit denen er jetzt seine ,kompositionen in reicher ,flle belebt4 ,zeigt sich dies schon an jenem ,tabernakel1 so kommt die neue ,auffassung noch strker bei der ,vollendung der 7seit #adbh7 wieder in ,gemeinschaft mit ,michelozzo und ,portigiani ausgefhrten ,reliefs mit tanzenden ,engeln an der ,auenkanzel des ,domes in ,prato zur ,geltung4 ,vor ,allem kommt sie aber zur ,geltung in den hnlichen ,motiven an der berhmten ,florentiner ,domkanzel 7#adcc-addj71 in der ,bronzefigur des ,amor1 welche er in unmittelbarem ,anschlu und ,wetteifer mit der ,antike fr ,cosimo de' ,medici modellierte1 und in den ,steinmedaillons des ,mediceerpalastes1 die er nach ,kameen in ,cosimo's ,besitz ausfhren lie2 smtlich ,arbeiten1 die wahrscheinlich in den ersten ,jahren nach seiner ,rckkehr aus ,rom entstanden4 ,ein charakteristisches ,beispiel dafr1 wie ,donatello in dieser ,zeit antike ,motive zu ganz eigenen lebensvollen ,kompositionen gestaltete1 hat das ,berliner ,museum in einem kleinen ,bronzerelief mit spielenden ,putten 7,no4 #fih7 aufzuweisen4 ,abbildung3 #ci;,a4 ,bemaltes ,thonrelief der ,madonna von ,donatello4 ,auf die erste ,zeit nach der ,rckkehr aus ,rom geht wohl auch eine zweite fr ,cosimo ausgefhrte ,bronzestatue des ,david im ,bargello zurck1 die erste ,statue der ,renaissance1 in der ein nackter jugendlicher ,krper mit hnlicher ,frische und in der vornehmen ,ruhe1 wie in der ,bltezeit der griechischen ,kunst wiedergegeben ist4 ,durch denselben ,gnner erhielt ,donatello um diese ,zeit auch den ,auftrag zur ,ausschmckung der ,sakristei von ,san ,lorenzo1 die sein ,freund ,brunellesco eben vollendet hatte4 ,die ,bste des hl4 ,lorenz1 vier groe ,medaillons mit reichen ,kompositionen an der ,wlbung1 die vier ,evangelisten in den ,zwickeln1 zwei ,reliefs mit je zwei einzelnen ,heiligen1 sowie die beiden ,bronzethren sind hier von ,donatello's ,hand und wurden wohl smtlich noch vor seiner ,abreise nach ,padua vollendet4 ,abbildung3 #ch;,a4 ,bemalte ,thonbste des ,johannes von ,donatello4 ,bei der ,herstellung der ,modelle fr seine ,bronzearbeiten1 sowie bei den ,skizzen fr die ,werke1 welche ,gehlfen ausfhrten1 hatte ,donatello ,freude am ,arbeiten in ,thon bekommen1 das ihm rasch von der ,hand ging1 seine ,gedanken in voller ,frische zum ,ausdruck brachte und reiche ,bemalung1 wie er sie liebte1 ermglichte4 ,in der ,sakristei von ,san ,lorenzo fhrte er daher alle ,dekorationen der ,decken und ,wnde in ,thon aus4 ,gleichzeitig modellierte er in demselben ,material eine ,reihe von greren ,madonnenreliefs und ,bsten4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt eines dieser ,madonnenreliefs1 berlebensgroe ,figuren1 die durch ihre beinahe tadellos erhaltene prachtvolle ,bemalung und ,vergoldung ausgezeichnet sind 7,no4 #ci;,a74 ,auch hat das ,museum in der bemalten ,thonbste des jugendlichen ,johannes 7,no4 #ch;,a7 eine den berhmten ,bsten des ,uzzano im ,bargello und einer unbekannten ,frau im ,south ,kensington ,museum in ,auffassung und ,behandlung nahe verwandte ,werk aufzuweisen4 ,das ,stuckrelief ,no4 #df 7wohl eine verkleinerte ,nachbildung der ,zeit7 bietet eine andere der besonders gro empfundenen ,madonnenkompositionen dieser ,epoche des ,knstlers1 von denen das ,louvre und das ,kensington ,museum gleichfalls einige treffliche ,beispiele besitzen4 ,abbildung3 #df4 ,stuckrelief der ,madonna von ,donatello4 ,alle diese etwa im ,anfange der vierziger ,jahre entstandenen ,arbeiten1 denen wohl auch die merkwrdige ,bronzegruppe der ,judith in der ,loggia de' ,lanzi zu ,florenz zuzuzhlen ist1 zeigen ,donatello auf der ,hhe der dramatischen ,auffassung1 in voller ,beherrschung und freier knstlerischer ,ausgestaltung jener inneren ,erregung1 die auch in der ,einzelfigur so mchtig und doch so mavoll sich ausdrckt2 sie zeigen ihn zugleich auch in der formalen ,durchbildung der ,gestalt als vollen ,meister1 der sein ,knnen mit feiner ,migung und vornehmem ,geschmack zur ,geltung bringt4 ,die ,arbeiten dieser ,zeit und die der folgenden ,jahre1 die ihnen eng verwandt sind1 bezeichnen wohl den ,hhepunkt der ,kunst ,donatello's und der ganzen ,frhrenaissance4 ,abbildung3 ,reiterstatue des ,gattamelata von ,donatello in ,padua4 ,im ,jahre #addc wurde ,donatello zu einer ,aufgabe berufen1 die1 wie fr ihn selbst1 so auch fr die ,entwickelung der ,renaissancekunst berhaupt ein neuer groer ,schritt wurde3 das bronzene ,reiterdenkmal des in ,padua verstorbenen venezianischen ,condottiere ,gattamelata1 zu dessen ,ausfhrung der ,knstler #addd nach ,padua bersiedelte4 ,nahezu ein ,jahrzehnt verging ber dieser ,arbeit1 in deren ,pausen ,donatello u4 a4 den reichen ,bronzeschmuck fr den ,hochaltar des ,santo anfertigte3 das ,krucifix und fnf ,statuen1 die ,evangelistensymbole1 vier ,reliefs mit ,wundern des hl4 ,antonius und zwlf ,tafeln mit musizierenden ,engeln1 endlich ein groes ,grablegungsrelief in ,thon4 ,die ,reiterstatue ist nicht nur als das erste ,werk dieser ,art seit dem ,altertum von epochemachender ,bedeutung1 sondern an sich durch die ,lebenswahrheit in ,ro und ,reiter1 durch die ,art1 wie der ,knstler in der ganz individuellen und vornehmen ,gestalt des ,gattamelata den ,heerfhrer1 den ,schlachtenlenker als solchen dargestellt hat1 eines der groartigsten ,monumente aller ,zeiten4 ,unter den ,bronzen des ,hochaltars1 welche meist durch die ,mitarbeit von zum ,teil sehr untergeordneten ,gehlfen mehr oder weniger stark beeintrchtigt sind1 gehren doch einzelne der ,statuen1 namentlich das ,krucifix1 sowie die groe ,grablegung und die vier figurenreichen ,reliefs mit den ,wundern des hl4 ,antonius1 zu ,donatello's besten ,leistungen2 letztere ganz besonders durch die dramatische ,gestaltung der schwierigen ,motive1 die klare ,gruppierung der zahlreichen ,figuren1 die geschickte perspektivische ,anordnung im ,raum1 die ,mannigfaltigkeit der ,gestalten und ihre ,durchbildung4 ,durch diese ,thtigkeit in ,padua hat ,donatello nicht nur die ,plastik1 sondern 7durch seinen ,einflu auf ,mantegna7 auch die ,malerei in ,norditalien in neue ,bahnen gelenkt4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt aus dieser ,zeit seines ,aufenthalts in ,padua neben dem kleinen ,bronzerelief der ,stupung ,christi 7,no4 #fii7 eine grere ,bronzearbeit ,donatello's3 die durch ihre ungeschminkte ,wahrheit berraschende ,bste des kunstsinnigen ,markgrafen ,ludwig ,,iii4 von ,mantua 7,no4 #dj71 die wahrscheinlich1 gleich einer hnlichen ,bste desselben ,mannes1 im ,besitz von ,m4 ,e4 ,andr in ,paris1 als ,vorarbeit fr ein ,reiterdenkmal dieses ,frsten entstand1 als ,donatello im ,jahre #adej_/ea fr ihn in ,mantua beschftigt war4 ,zu der ,ausfhrung eines solchen ,denkmals 7ber das jedoch keine urkundliche ,nachrichten erhalten sind7 ist es freilich ebenso wenig gekommen1 wie zu dem ,reitermonument des ,borso d',este1 welches dem ,knstler gleichzeitig fr ,modena in ,auftrag gegeben war4 ,abbildung3 ,bronzerelief am ,hochaltar im ,santo zu ,padua von ,donatello4 ,nach ,florenz zurckgekehrt1 hat ,donatello trotz seines ,alters1 noch eine ,reihe bedeutender ,arbeiten geschaffen1 wenn er auch deren ,ausfhrung jetzt meist ,schlern berlassen mute4 ,zunchst ging er 7#adeg7 an die ,ausfhrung einer ,aufgabe1 die ihm schon ,jahrzehnte frher gestellt worden war3 die ,bronzestatue des ,tufers fr die ,taufkapelle des ,domes von ,siena1 wohl die groartigste1 wenn auch die herbste unter den zahlreichen ,gestalten dieses ,heiligen1 welche wir seiner ,hand verdanken4 ,etwa gleichzeitig entstand die verwandte ,holzstatue des hl4 ,hieronymus in der ,pinakothek zu ,faenza4 ,die kstliche ,thonskizze eines ,altars mit der ,stupung und der ,kreuzigung ,christi im ,kensington ,museum und eine kleine verwandte ,skizze der ,kreuzigung1 die nur durch eine schadhafte ,stucknachbildung in unserem ,museum 7,no4 #da7 erhalten ist1 erscheinen wie ,vorarbeiten zu der letzten groen ,that seines ,lebens1 zu den beiden ,bronzekanzeln1 welche ,donatello fr ,cosimo in ,san ,lorenzo ausfhrte4 ,von der ,hand seiner ,schler ,bertoldo und ,bellano in wenig glcklicher ,weise vollendet und ciseliert1 ungeschickt und mit rohen ,einstzen erst in spter ,zeit zusammengestellt1 sind doch die meisten dieser ,kompositionen aus der ,passion ,christi ausgezeichnet1 sowohl durch die malerische ,wiedergabe der sehr figurreichen ,scenen1 wie durch die dramatische ,schilderung tief erregter ,leidenschaften1 mit denen die heiteren ,motive aus dem ,kinderleben im ,fries in glcklichster ,weise kontrastieren4 ,freilich verraten die unruhige ,gewandung1 die eckigen ,falten1 die wie geknittertes ,papier erscheinen1 und die flache ,reliefbehandlung 7das gebackene ,relief7 die bis zur ,manier gesteigerte ,gewohnheit1 im ,thon mit dem ,modellierholz zu arbeiten4 99 99 99 99 99 ,abbildung3 #dj4 ,bronzebste des ,lodovico ,,iii4 ,gonzaga von ,donatello4 ,als ,donatello #adff im ,alter von #hj ,jahren starb1 hatte er die ,plastik ,italiens vllig neu gestaltet und indirekt auch auf die ,entwickelung der ,malerei ,einflu gebt4 ,der unbestechliche ,ernst seines ,naturstudiums1 seine treffende1 ehrliche ,charakteristik1 sein ,talent der dramatischen ,schilderung1 seine ,art der plastischen ,behandlung hatten auf die meisten ,altersgenossen1 hatten zumal auf alle jngeren ,knstler bestimmend eingewirkt4 ,da sie ihm fast alle in ihrer ,weise folgten1 da ,jeder ,neues und ,groes schuf1 ist nicht der geringste ,triumph der ,kunstrichtung des ,donatello4 ,abbildung3 #di4 ,madonnenrelief von ,donatello4 ,unter ,donatello's ,nachfolgern sind seine ,mitarbeiter meist von geringerer ,begabung2 sie ahmen ihr ,vorbild nur zu oft in den uerlichkeiten nach1 die sie zur ,karikatur bertreiben4 ,dies gilt namentlich von einigen uns dem ,namen nach noch nicht bekannten ,bildhauern1 die anscheinend in den dreiiger und vierziger ,jahren zu ,donatello in ,beziehung standen1 und die uns bisher namentlich durch eine ,reihe von ,madonnenreliefs bekannt sind4 ,der lteste unter diesen ,knstlern1 der regelmig in ,marmor arbeitete 7wie gleichzeitig sein ,lehrer71 ist besonders stark karikierend und auffallend ungeschickt in den ,verhltnissen seiner ,figuren1 die abschreckend hliche ,typen zeigen4 ,das groe ,madonnenrelief in der ,mediceerkapelle von ,s4 ,croce bietet ein besonders charakteristisches ,werk1 dem andere ,madonnen im ,kensington ,museum und in unserer ,sammlung 7,no4 #dd1 sowie das ,stuckrelief ,no4 #de1 dessen ,marmor-,original bei ,m4 ,e4 ,andr zu ,paris7 eng verwandt sind4 ,vielleicht ist auch das groe ,madonnenrelief ber einem ,seitenportal des ,domes in ,siena von seiner ,hand4 ,interesse bietet dieser ,knstler nur dadurch1 da fast alle seine ,arbeiten mehr oder weniger treue ,nachbildungen von ,kompositionen ,donatello's zu sein scheinen1 die uns meist nicht mehr erhalten sind4 ,wahrscheinlich ist dieser ,unbekannte der ,gehlfe1 der ,donatello's mythologische ,kompositionen im ,hof des ,pal4 ,medici in ,marmor ausfhrte4 ,ein jngerer und begabterer ,nachfolger verwandter ,richtung1 dessen ,madonnenreliefs charakteristischerweise in ,thon ausgefhrt sind1 ist der ,knstler1 der die ,madonna in einem ,tabernakel in ,via ,pietra ,piana zu ,florenz modellierte4 ,von seiner ,hand ist in der ,berliner ,sammlung vielleicht das ,thonrelief der ,madonna mit dem stehenden ,kinde 7,no4 #ej72 verwandt ist auch das kleinere ,madonnenrelief 7,no4 #ed7 und namentlich die bedeutendere ,anbetung des ,kindes 7,no4 #dg74 ,abbildung3 #fj;,a4 ,madonnenrelief von einem ,nachfolger ,donatello's4 ,selbstndiger als diese sind die frheren ,mitarbeiter ,donatello's2 zunchst der seit #adba an den ,statuen des ,campanile neben und mit ,donatello zusammen thtige ,giovanni di ,bartolo1 gen4 ,rosso 7gest4 nach #adea74 ,whrend der ,knstler sich in diesen ,statuen unmittelbar an gleichzeitige ,arbeiten ,donatello's anlehnt1 ist er in seinem ,grabmal ,brenzoni in ,verona eigenartiger1 aber in der ,formgebung noch strker vom ,trecento beeinflut4 ,abbildung3 #ei4 ,stuckrelief der ,madonna mit ,engeln von ,ag4 di ,duccio4 ,michelozzo ,michelozzi 7#acia-adgb71 in erster ,linie ,architekt1 aber wegen seiner hohen technischen ,begabung von den florentiner ,bildhauern namentlich zur ,ausfhrung ihrer ,erzgsse herangezogen1 hat mit ,donatello gleichfalls seit dem ,anfange der zwanziger ,jahre bis zu seiner langjhrigen ,entfernung von ,florenz zusammen gearbeitet4 ,die drei groen ,marmorgrabmler 7vgl4 ,s4 #ei7 sind im ,wesentlichen von seiner ,hand ausgefhrt1 wohl auch in ihrem ,aufbau von ihm entworfen4 ,aus dem ,vergleich mit den reichen ,bildwerken an diesen ,monumenten lassen sich dem ,michelozzo auch vereinzelte kleinere ,bildwerke zuweisen1 wie die ,statue des ,tufers in einem ,hofe der ,annunziata 7der beglaubigten ,statuette am ,silberaltar in der ,opera del ,duomo ganz entsprechend7 und verschiedene ,madonnenreliefs1 von denen sich das schnste1 in ,thon modelliert und mit tadellos erhaltener wirkungsvoller ,bemalung1 in der ,berliner ,sammlung befindet 7,no4 #eh74 ,auch ein bemaltes ,stuckrelief im ,rund 7,no4 #eh;,a7 giebt wohl eine ltere ,komposition des ,michelozzo wieder4 ,in reicheren1 bewegten ,kompositionen vllig ungengend1 ist der ,knstler in seinen ,einzelgestalten1 den ,freifiguren wie ,reliefs1 von einer den ,architekten verratenden vornehmen ,ruhe1 von groem ,wurf der ,gewnder1 von ernster1 gelegentlich selbst groer ,auffassung1 ,freilich meist ohne volle ,belebung2 daher erscheint er leicht nchtern und einfrmig4 ,charakteristisch ist fr den ,knstler das starke ,halbrelief4 ,der ,gehlfe ,michelozzo's in jenen mit ,donatello gemeinsam bernommenen ,monumenten1 ,pagno di ,lapo ,portigiani 7#adjf-adgj7 ist ein ebenso handwerksmiger ,bildhauer1 wie ein anderer ,gehlfe ,donatello's1 der den ,marmoraltar in der ,sakristei von ,san ,lorenzo ausfhrte4 ,auch ,buggiano 7,andrea di ,lazzaro ,cavalcanti1 #adab-adfb71 der ,schler und ,adoptivsohn ,brunellesco's1 ist in seinen ,marmorarbeiten1 namentlich in den beiden ,sakristeibrunnen im ,dom1 ein derber ,nachfolger ,donatello's4 ,ein etwas jngerer ,knstler1 ,agostino di ,duccio 7#adah bis nach #adha71 hat durch sein unsttes ,leben in der ,verbannung frh die ,kunstweise seines ,meisters auerhalb ,toscana's verbreitet4 ,in ,modena1 in ,rimini 7der reiche ,innenschmuck von ,san ,francesco71 in ,perugia hat er eine sehr umfangreiche bildnerische ,thtigkeit entfaltet4 ,ohne ,sinn fr feinere naturalistische ,durchbildung1 in der ,ausfhrung regelmig flchtig1 in seinen berschlanken ,gestalten mit den zahlreichen langen und zierlichen ,falten der ,gewnder oft geradezu manieriert1 besitzt der ,knstler doch einen eigentmlichen ,reiz durch die reiche phantastische ,erfindung1 die lebendige und zuweilen selbst packende ,auffassungsweise1 den pikanten ,wechsel zwischen krftigem ,hochrelief und malerischem ,flachrelief4 ,das in letzterer ,weise behandelte ,stuckrelief im ,berliner ,museum3 die ,madonna mit dem ,kinde1 welches ,engel bedienen 7,no4 #ei71 ist ein ebenso charakteristisches wie anziehendes ,beispiel der ,kunst des ,agostino2 es ist nahe verwandt einem ,marmorrelief mit dem gleichen ,motiv im ,museo dell' ,opera zu ,florenz und einem zweiten ,madonnenrelief in einer ,kirche in ,frankreich4 ,ein dem ,namen nach bisher unbekannter ,nachfolger ,donatello's1 der selbstndigste und weitaus bedeutendste unter ihnen1 ist dadurch von besonderem ,interesse1 da er in seiner genrehaften ,darstellung des ,kindes bis zur ,ausfhrung wirklicher ,genregruppen geht3 meist streitende ,kinder von derben hlichen ,formen 7,no4 #ajf;,d74 ,in seinen ,madonnenstatuetten ist das ,christkind ebenso burisch in ,form und ,benehmen1 die ,mutter dagegen auffallend lieblich 7,no4 #ajf;,b7 oder selbst groartig in ,bewegung wie in ,ausdruck und ,gewandung 7,no4 #ajf;,e74 ,grere ,werke dieses originellen ,knstlers haben sich bisher nicht nachweisen lassen4 99 99 99 99 99 ,abbildung3 #ajf;,b4 ,thonstatuette der ,madonna von einem ,donatello-,nachfolger4 ,donatello's derber ,naturalismus wrde vielleicht1 wie wir an den meisten der genannten ,schler und ,nachfolger sehen1 die ,entwickelung der florentiner ,plastik in eine allzu naturalistische1 ber dem ,streben nach ,originalitt und ,wahrheit die ,rcksicht auf ,schnheit und ,ma vergessende ,richtung gedrngt haben1 wenn nicht ein jngerer ,knstler in seiner auerordentlich langen und fruchtbaren ,laufbahn gerade diese ,eigenschaften in seinen ,bildwerken mit besonderem ,glck und ,energie gepflegt htte4 ,luca della ,robbia 7#acii-adhb71 der -- soviel wir wissen -- nur in seinem ,neffen ,andrea einen ,schler gro zog1 hat gerade durch jene ,eigenschaften auf die ,weiterentwickelung der ,florentiner ,plastik1 insbesondere auf die jngeren1 von ,donatello abhngigen ,knstler einen gnstigen ,einflu gebt4 ,berhmt und schon in seiner ,zeit auerordentlich populr durch die ,erfindung1 bemalte ,thonbildwerke mit einer wetterbestndigen ,glasur zu berziehen1 ist er ebenso geschickt und ebenso hufig in ,marmor- wie in ,bronzearbeiten beschftigt gewesen4 ,die berhmten ,reliefs mit den singenden und spielenden ,kindern an der zweiten ,sngertribne des ,domes1 welche zwischen #adca und #addj entstanden1 die im ,jahre #adcg bestellten ,reliefs an der ,rckseite des ,campanile1 ein ,paar gleichzeitige 7unfertig gebliebene7 ,reliefs fr einen ,altar des ,domes 7jetzt im ,bargello71 sowie1 in ihren wesentlichen ,teilen1 das ,tabernakel in ,peretola 7#addb7 und das ,grabmal des ,bischofs ,federighi in ,s4 ,francesco di ,paola 7bestellt #adef7 sind ,arbeiten des ,luca in ,marmor2 und in den ,thren der ,domsakristei1 welche ihm #addf in ,auftrag gegeben wurden 7erst #adfg vollendet71 besitzen wir eine der trefflichsten ,bronzearbeiten des ,quattrocento4 ,von den fast zahllosen glasierten ,thonbildwerken1 die dem ,luca in und auerhalb ,italiens zugeschrieben werden1 sind die berhmten ,thrlnetten ber den ,sakristeien des ,domes in ,florenz 7#addc und #addf71 die ,engel mit den ,kandelabern ebenda 7#addh71 die ,portallnette in ,san ,domenico zu ,urbino 7um #adej7 urkundlich beglaubigte ,arbeiten ,luca's2 auch die ,reliefs in der ,pazzi-,kapelle bei ,sa4 ,croce und in der ,kapelle des ,kardinals von ,portugal in ,san ,miniato lassen sich1 nach der ,zeit ihrer ,entstehung1 nur ,luca zuschreiben4 ,die knstlerische ,eigenart1 die in allen diesen ,arbeiten scharf ausgesprochen ist1 lt durch den bereinstimmenden ,charakter auerdem noch eine betrchtliche ,zahl von glasierten wie unglasierten ,thonbildwerken und ,stuckreliefs in ,florenz wie in den ,sammlungen auerhalb ,italiens als ,werke ,luca's erkennen4 ,abbildung3 #ajf;,e4 ,bemalte ,thonstatuette der ,madonna von einem ,nachfolger ,donatello's ,in allen diesen ,arbeiten steht ,luca zwischen seinen lteren ,zeitgenossen ,ghiberti und ,donatello etwa in der ,mitte3 mit ,ghiberti hat er den ,geschmack in der ,anordnung1 den hohen ,schnheitssinn1 den leichten ,flu der vollen ,gewandung gemeinsam2 dem ,donatello steht er im ,ernst der ,naturbeobachtung1 in der frischen und lebensvollen ,charakteristik nahe1 welche er nicht am wenigsten dessen ,vorbilde verdankt4 ,das feine ,mahalten im ,relief 7in der ,regel ein ,halbrelief71 die ,schnheit seiner ,gestalten und der vornehme ,ernst in ,ausdruck und ,haltung bringen den ,knstler der klassischen griechischen ,kunst ganz nahe4 ,aber diese ,verwandtschaft beruht keineswegs auf einem intimen ,studium oder gar auf ,nachahmung der ,antike1 der ,luca unter seinen ,zeitgenossen besonders fern gestanden zu haben scheint3 sie ist vielmehr der ,ausflu einer verwandten knstlerischen ,anschauungsweise und verbindet sich bei ihm mit einem vllig eigenartigen und frischen ,naturalismus4 ,seine ,kompositionen1 seine einzelnen ,gestalten erscheinen daher1 so wenig ,abwechselung ihm auch die meisten ,aufgaben boten1 stets neu und lebenswahr4 ,abbildung3 #aad4 ,stuckrelief der ,madonna mit ,heiligen von ,luca della ,robbia4 ,den besten ,beweis dafr bieten die ,arbeiten des ,knstlers in der ,berliner ,sammlung2 verschiedene ,originalarbeiten in glasiertem oder unglasiertem ,thon1 sowie eine grere ,zahl von ,stucknachbildungen1 die als ,wiederholungen von verlorenen oder verschollenen ,originalen einen besonderen ,wert haben4 ,die ,mehrzahl dieser ,bildwerke zeigt ein und dasselbe ,motiv3 ,maria mit dem ,kinde1 allein oder inmitten andchtiger ,engel oder verehrender ,heiliger4 ,whrend die greren ,madonnenreliefs1 namentlich die meisten ,lnetten ,luca's1 als ,andachtsbilder gedacht sind und daher ,maria ernst und hehr als ,gottesmutter und das ,kind als das seiner ,mission bewute ,christkind aufgefat ist1 kommt in diesen ,mariendarstellungen der ,berliner ,sammlung die rein menschliche ,auffassung zur ,geltung4 ,das ,verhltnis von ,mutter und ,kind ist in den mannigfachsten1 kstlichsten ,situationen der ,natur abgelauscht1 und mit einer ,frische und ,lebendigkeit1 mit einer ,innigkeit und einem ,schnheitssinn1 gelegentlich auch mit einem ,anflug von ,humor zur ,darstellung gebracht1 wie kein zweiter ,knstler dasselbe wiedergegeben hat4 ,selbst ,raphaels gefeierte ,madonnen zeigen daneben kaum ,ein neues ,motiv und stehen in ,frische und ,naivett entschieden hinter ,luca's ,kompositionen zurck4 ,abbildung3 #aaf;,a4 ,glasiertes ,thonrelief der ,madonna von ,luca della ,robbia4 ,auffassung und ,behandlung der frhesten dieser ,reliefs1 die noch den zwanziger ,jahren angehren1 zeigen eine so auffallende ,verwandtschaft mit einzelnen ,madonnenreliefs der frhen florentiner ,thonbildner 7vergl4 ,s4 #ec71 da wir daraus wohl auf eine engere ,beziehung ,luca's zu diesen ,knstlern schlieen mssen2 mutmalich war er der ,schler eines dieser ,meister4 ,um #adcj1 als ,luca seine ,reliefs der ,orgelballustrade begann1 stand er bereits unter dem entschiedenen ,einflusse ,donatello's1 mit welchem er damals schon in die ,schranken treten durfte2 zwei der ,berliner ,madonnenreliefs 7,no4 #ej;,a und #aag7 verraten in dem ernsten ,ausdrucke der ,maria und in der ,art1 wie ihr ,kopf ins ,profil gestellt ist1 das ,vorbild ,donatello's ebenso sehr1 wie in dem derben ,typus und in dem ausgelassenen ,gebahren des ,kindes4 hnlich auch das ,relief ,no4 #aaf4 ,in verschiedenen anderen ,reliefs sehen wir ,mutter und ,kind in zrtlicher ,liebe an einander geschmiegt 7,no4 #aae7 oder die ,mutter bemht1 durch scherzhaftes ,spiel ihrem ,liebling ein ,lcheln abzugewinnen1 wie in ,no4 #aac und #aad4 ,hier wie in der ,maria1 welche das ,kind stillt 7,no4 #aaf71 ist die ,komposition vergrert durch ,engel und ,heilige1 welche verehrend1 spielend und bedienend zu den ,seiten der ,maria stehen4 ,diese ,darstellungen sind ganz besonders geeignet1 den ,geschmack und das ,geschick des ,knstlers im ,aufbau und in der ,anordnung1 die ,wahrheit und ,mannigfaltigkeit in der ,charakteristik1 die ,feinheit der ,empfindung1 namentlich in den ,beziehungen der ,figuren zu einander kennen zu lehren4 hnliche ,vorzge zeichnen auch eine abweichende ,darstellung aus3 den ,leichnam ,christi1 der von klagenden ,engeln untersttzt wird 7,no4 #aeg74 ,nach der ,verwandtschaft der jugendlichen ,engelsgestalten ist dies ,relief wohl gleichzeitig mit den ,marmorreliefs der ,sngertribne entstanden4 ,auch die bemalte ,thonfigur einer knieenden ,maria 7,no4 #aab;,c71 offenbar von einer ,gruppe der ,verkndigung1 ist ein edles ,werk aus ,luca's mittlerer ,zeit4 ,abbildung3 #aaf,l4 ,bemaltes ,thonrelief der ,madonna von ,luca della ,robbia4 ,abbildung3 #aac4 ,unbemaltes ,thonrelief der ,madonna mit ,engeln von ,luca della ,robbia4 ,luca della ,robbia verdankte seine ,popularitt schon zu seiner ,zeit den glnzenden und einschmeichelnden glasierten ,thonarbeiten1 die zugleich durch ihre ,billigkeit und die ,schnelligkeit der ,herstellung die weiteste ,verbreitung fanden4 ,es ist daher begreiflich1 da sein ,schler und ,neffe1 ,andrea della ,robbia 7#adcg-aebh71 welcher bis zum ,tode ,luca's sein ,gehlfe war und der allein das ,geheimnis der ,glasierung kannte1 seine ,thtigkeit so gut wie ausschlielich auf diese ,thonbildwerke beschrnkte1 fr welche ihn obenein sein schlichteres ,talent und seine ,empfindungsweise besonders befhigten4 ,die ,arbeiten dieser ,art1 welche er whrend seines langen ,lebens1 in jungen ,jahren mit dem ,onkel zusammen1 in hohem ,alter unter ,beihlfe verschiedener ,shne ausfhrte1 bezeichnet schon ,vasari als zahllose4 ,in allen diesen1 meist als ,altre oder ,tabernakel1 ber ,florenz und ganz ,toscana zerstreuten ,arbeiten bewundern wir einen ,knstler1 der in seinem ,schnheitssinn1 seinem ,geschmack der ,anordnung und ,frbung1 in der ,zartheit der ,empfindung und der ,feinheit der ,durchbildung sich als der treue und glckliche ,schler seines ,oheims ,luca bewhrt4 ,seine ,arbeiten1 die jene ,eigenschaften ganz besonders beliebt machen1 werden regelmig als ,werke des ,luca ausgegeben4 ,aber der bestechende ,liebreiz seiner ,kpfe und seiner ,gestalten ist ein mehr uerlicher2 wo es gilt1 ,charaktere zu zeichnen oder lebendige ,scenen zu schildern1 reicht sein ,talent nicht aus4 ,er sucht sich daher mglichst auf einfache ,darstellungen ruhiger ,existenz zu beschrnken1 auf den ,ausdruck stiller ,andacht und heiterer ,freude1 wozu ihm seine ,madonnen1 einzeln oder umgeben von andchtigen ,heiligen1 seine ,anbetungen des ,kindes1 seine ,putten- und ,kinderdarstellungen und hnliche ,motive die reichste und schnste ,gelegenheit bieten4 ,abbildung3 #aaf4 ,stuckrelief der ,madonna mit ,engeln von ,luca della ,robbia4 ,andrea's ,mangel an origineller ,gestaltungskraft1 die seinen ,figuren bei aller bestrickenden ,lieblichkeit eine gewisse ,einfrmigkeit und ,schwchlichkeit aufprgt1 hat auch in seiner langen ,thtigkeit nur eine verhltnismig geringe knstlerische ,wandlung hervorgerufen4 ,jahrzehnte lang der ,gehlfe seines ,onkels ,luca1 dessen sptere ,auftrge wohl im ,wesentlichen schon von seiner ,hand ausgefhrt wurden1 ist er in seinen frhesten eigenen ,arbeiten3 in den kstlichen ,wickelkindern an der ,halle der ,innocenti1 in der ,begegnung ,mari in ,san ,domenico zu ,pistoja1 in der ,begegnung der ,heiligen ,franz und ,dominicus unter der ,halle auf ,piazza ,sa4 ,maria ,novella1 in den ,altren von ,la ,vernia u4 s4 f4 7meist ,ende der sechziger oder in den siebenziger ,jahren entstanden7 von einer seinem ,lehrer nahekommenden ,schnheit der ,gestalten1 ,feinheit der ,durchbildung und ,vornehmheit der ,erscheinung4 ,ein treffliches ,werk dieser ,zeit ist der ,hochaltar der ,berliner ,sammlung 7,no4 #aah71 welcher ,maria zwischen zwei ,heiligen zeigt4 ,gleichfalls in die frhere ,zeit gehrt wohl die kleine ,verkndigung 7,no4 #aai;,a71 welche durch die reichen ,farben unter ,andrea's ,werken fast einzig dasteht4 ,in seiner mittleren ,zeit erscheint der ,knstler1 anscheinend unter ,verrocchio's ,einflu1 krftiger in seinen ,gestalten1 reicher und unruhiger in der ,gewandung2 so in der schnen ,verkndigung in den ,innocenti4 ,aus dieser ,zeit sind in der ,berliner ,sammlung u4 ,a4 die ,lnette mit der ,madonna zwischen anbetenden ,engeln 7,no4 #aai7 und der ,knabe als ,brunnenfigur 7,no4 #aba74 ,mehrere andere glasierte ,thonbildwerke sind ,werkstattarbeiten des ,andrea4 ,abbildung3 ,andrea della ,robbia4 ,begegnung der ,maria mit ,elisabeth in ,s4 ,domenico zu ,pistoja4 ,wie bei den spteren ,auftrgen an ,luca della ,robbia die ,ausfhrung durch seinen ,neffen ,andrea wahrscheinlich ist1 so lt sich das gleiche ,verhltnis zwischen ,andrea und seinen ,shnen fr die ,bestellungen annehmen1 welche dieser ,knstler in den letzten ,jahrzehnten seines langen ,lebens erhielt4 ,unter diesen ,shnen des ,andrea ist ,giovanni della ,robbia 7geb4 #adfi1 gest4 angeblich #aebi7 diejenige ,persnlichkeit1 welche die ,kunst der della ,robbia in der dritten ,generation bestimmt4 ,seine eigenen ,arbeiten und die seiner ,werkstatt sind fast noch in grerer ,zahl1 wie die seines ,vaters1 ber ganz ,mittelitalien verbreitet4 ,in seinen ,jugendarbeiten1 wie in dem kstlichen ,sakristeibrunnen von ,sa4 ,maria ,novella 7#adig71 erscheint der ,knstler unter dem ,einflsse seines ,vaters diesem noch ganz nahe verwandt und beinahe ebenbrtig2 spter werden seine ,arbeiten nicht nur technisch immer geringer3 bunt in den ,farben oder nchtern farblos1 ungleichmig und flchtig in der ,glasur 7die ,fleischteile daher meist berhaupt nur bemalt7 und schwerfllig und selbst roh in den ,einrahmungen durch ,fruchtkrnze4 ,auch die ,nchternheit der ,erfindung1 die ausdruckslose ,regelmigkeit der ,kpfe1 die schwerfllige ,bildung der ,falten fallen darin ebenso strend auf wie der ,mangel an ,individualitt und ,naturstudium in der ,durchbildung4 ,ein charakteristisches ,beispiel dafr ist das groe ,rund mit der ,madonna zwischen den ,heiligen ,johannes dem ,tufer und ,hieronymus 7,no4 #abi71 das in seiner ,farblosigkeit ebenso nchtern wirkt1 wie der hl4 ,antonius 7,no4 #ace7 durch die ,buntheit seiner ,farben unruhig und schwerfllig erscheint4 ,besonders bezeichnend fr das ,bestreben des ,knstlers1 nach den ,lehren seines ,freundes ,savonarola die ,kunst zu einem reinen ,andachtsmittel zu gestalten und daher an die ,stelle der von der ,andacht abziehenden naturalistischen ,durchbildung und der einfach menschlichen ,empfindung das ,typische und ,allgemeine zu setzen1 ist die groe ,gruppe der ,beweinung ,christi 7,no4 #abh;,a71 ein frhes ,hauptwerk dieser ,art von ,giovanni's eigener ,hand4 -- ,giovanni della ,robbia ist bereits ein ,knstler der beginnenden ,hochrenaissance1 der hier vorweg besprochen ist1 weil er durch die ,technik und den inneren ,zusammenhang mit den lteren ,gliedern seiner ,familie von diesen nicht getrennt werden kann4 ,wir kehren zu ,donatello's ,nachfolgern und jngeren ,zeitgenossen zurck4 ,abbildung3 #aah4 ,glasierter ,thonaltar von ,andrea della ,robbia4 ,als ,schler ,donatello's gilt seit ,vasari ,desiderio da ,settignano 7#adbh-adfd74 ,obgleich jung verstorben1 hat der ,knstler doch auf die ,entwickelung der florentiner ,plastik einen nachhaltigen ,einflu ausgebt4 ,in der ,natrlichkeit und ,lebendigkeit der ,auffassung1 in dem ,momentanen der ,darstellung dem ,donatello nahe kommend1 in der malerischen ,behandlung des ,reliefs ihm gewachsen1 hat er vor seinem groen ,meister einen besonders feinen ,sinn fr architektonischen ,aufbau und ,dekoration wie die ,freude an der ,durchfhrung seiner ,arbeiten voraus4 ,da dieselben fast alle in ,marmor ausgefhrt sind1 ist kein ,zufall3 war er doch recht eigentlich fr die ,behandlung des ,marmors begabt und hat denselben fr die zweite ,hlfte des ,quattrocento zu dem bevorzugten ,material fr plastische ,kunstwerke gemacht4 ,der schalkhafte ,ausdruck seiner ,kinder1 der frische1 fast bermtige ,sinn seiner ,jugend und ein echt weiblicher ,zug von ,schnheit verbinden sich mit einer ,leichtigkeit der ,erfindung1 einer ,frhlichkeit des ,schaffens1 einer ,meisterschaft der naturalistischen ,durchbildung und einer malerischen ,weichheit der ,behandlung in allen seinen ,werken zu einem stets bezaubernden1 stets berraschenden ,gesamteindruck4 ,die beiden ,hauptwerke ,desiderio's1 das ,grabmal des ,staatssekretrs ,marzuppini 7 #adee7 in ,sa4 ,croce und das groe ,marmortabernakel in ,san ,lorenzo1 gehren wohl beide der gleichen spteren ,zeit des ,knstlers an4 ,aus dieser ,zeit stammen auch verschiedene ,madonnenreliefs in ,marmor1 fr welche eine hnliche malerische ,behandlung in ganz flachem ,relief charakteristisch ist3 zwei davon im ,privatbesitz in ,paris1 ein drittes 7als ,tabernakel7 in der ,via ,cavour zu ,florenz1 ein viertes in der ,galerie zu ,turin4 ,letzteres kommt besonders hufig in farbigen ,stucknachbildungen vor2 die feinste derselben besitzt die ,berliner ,sammlung 7,no4 #fb ,b74 ,als ,arbeiten der frheren ,zeit des ,knstlers lassen sich vielleicht das beinahe noch herbe ,madonnenrelief unter ,donatello's ,namen in der ,via dei ,martelli und der hnlich behandelte kstliche ,kamin aus ,sandstein mit den ,reliefportrts eines jungen ,ehepaares im ,south ,kensington ,museum ansprechen4 ,die herrlichen dekorativen ,arbeiten in der ,badia unter ,fiesole1 die ,kanzel im ,refektorium und eine ,thr in der ,kirche1 wurden offenbar nach seinen ,entwrfen von ,schlern ausgefhrt4 ,abbildung3 ,grabmal ,marzuppini von ,desiderio in ,sa4 ,croce zu ,florenz4 ,die ,feinheit der ,beobachtung1 der ,geschmack in der ,anordnung und die ,vollendung in der ,durchfhrung sind ,eigenschaften ,desiderio's1 die ihm ganz besonders zum ,portrtbildhauer befhigten1 namentlich fr die ,wiedergabe von ,kindern und jungen ,frauen4 ,nur eine solche ,arbeit ist uns gesichert und auch diese nur auf die ,autoritt ,vasari's hin3 die ,bste der ,marietta ,strozzi im ,palazzo ,strozzi zu ,florenz2 aber nach dieser wie nach dem ,charakter der ,gestalten ,desiderio's in seinen ,monumenten lassen sich dem ,knstler noch verschiedene hnliche ,frauenbildnisse und ,bsten von ,knaben und ,jnglingen mit groer ,wahrscheinlichkeit zuweisen4 ,die ,mehrzahl dieser ,frauenbsten ist jetzt in der ,berliner ,sammlung vereinigt4 ,eine derselben ist eine ,marmorbste der jungen ,marietta ,strozzi 7,no4 #fb71 der verstmmelten ,bste im ,palazzo ,strozzi sehr hnlich2 in der schlanken ,bildung1 der kecken ,haltung1 dem offenen ,blick und dem schelmischen ,zug um den leicht geffneten ,mund erscheint sie wie ein ,geschwisterkind der ,jnglingsgestalten am ,grabmal ,murzuppini und am ,tabernakel in ,san ,lorenzo4 ,eine jetzt farblose1 teilweise modellierte ,stuckbste 7,no4 #fb ,c7 ist dieser ,marmorbste aufs engste verwandt und stellt vielleicht dieselbe junge ,florentinerin in etwas vorgeschrittenem ,alter dar4 ,eine zweite hnliche ,stuckbste 7,no4 #fb;,e71 deren feine alte ,bemalung noch erhalten ist1 stellt nach ihrer ,herkunft wahrscheinlich eine der vielen ,tchter des ,herzogs ,federigo von ,urbino dar4 ,eine andere ,tochter dieses ,frsten vermuten wir in der aus der ,urbiner ,erbschaft stammenden1 in ,kalkstein ausgefhrten ,mdchenbste 7,no4 #fb;,a7 von sehr verschiedenem ,typus2 in der treuen ,wiedergabe der ,individualitt und in der feinen naturalistischen ,durchbildung ein unbertroffenes ,meisterwerk4 ,abbildung3 #fb;,b4 ,bemaltes ,stuckrelief der ,madonna von ,desiderio4 ,von den verschiedenen ,kinderbsten1 welche sich nach dem ,vergleich mit den beglaubigten ,arbeiten auf ,desiderio zurckfhren lassen1 ist keine in der ,berliner ,sammlung vertreten2 die ,marmorbste eines lteren ,knaben im ,museo ,nazionale zu ,florenz und der lachende ,knabe bei ,herrn ,benda in ,wien sind die ,hauptwerke dieser ,art2 letztere als ,jugendarbeit noch ganz unter ,donatello's ,einflu1 welchem sie daher auch zugeschrieben wird4 ,abbildung3 #fb4 ,marmorbste der ,marietta ,strozzi von ,desiderio4 ,dem ,desiderio steht der gleichaltrige ,antonio ,rossellino besonders nahe4 ,bei der frhzeitigen und von vornherein ganz eigenartigen ,entwickelung ,desiderio's drfen wir die ,verwandtschaft des ,antonio wohl mit ,bestimmtheit auf den ,einflu des ,ersteren zurckfhren4 ,seine ,schule hat ,antonio aber wohl unter seinem lteren ,bruder1 dem berhmten ,baumeister und ,bildhauer ,bernardo ,rossellino 7eigentlich ,bernardo di ,matteo ,gamberelli gen4 ,rosselino1 #adji-adfd7 durchgemacht1 mit dessen spteren ,arbeiten ,antonio's ,jugendwerke die nchste ,verwandtschaft zeigen4 ,der eigenartige1 schaffensfreudige und energische ,charakter in ,bernardo's ,bauten wohnt auch seinen ,bildwerken inne4 ,in der ,durchbildung der menschlichen ,gestalt teilweise noch befangen1 hat er durch den groen architektonischen ,aufbau seiner plastischen ,monumente die florentiner ,skulptur des ,quattrocento in vorteilhaftester ,weise bestimmt2 ihm verdankt dieselbe wohl in erster ,reihe die feine ,empfindung fr die architektonischen ,verhltnisse1 welche sich in fast allen ,denkmlern aus der zweiten ,hlfte des ,,xv4 ,jahrhunderts bekundet4 ,bernardo's groes ,marmorgrabmal des ,leon ,bruni 7 #addd7 in ,sa4 ,croce ist das erste und zugleich das vornehmste ,nischengrab in ,florenz1 das ,vorbild fr alle anderen4 ,der figrliche ,schmuck1 dessen ,verteilung zu der ,wirkung des groartigen ,aufbaues wesentlich beitrgt1 ist im ,allgemeinen noch etwas schwerfllig und in der ,bewegung nicht immer frei2 dagegen ist die ,figur des ,toten so edel gedacht und so schn angeordnet1 wie wohl an keinem zweiten italienischen ,grabmonument4 ,in dem ,grabmal ,lazzari in ,s4 ,domenico zu ,pistoja1 ber dessen ,ausfhrung der ,knstler hinstarb1 hat er den von ihm verlangten ,typus des ,bologneser ,professorengrabes mit dem ,auditorium als ,mittelpunkt in freie knstlerische ,form gebracht1 whrend er in dem ,monument der ,beata ,villana in ,sa4 ,maria ,novella ein einfaches gotisches ,motiv sich aneignete3 ,engel ziehen den baldachinartigen ,vorhang vor der im ,todesschlafe ruhenden ,gestalt des jungen ,heiligen zurck4 ,auch das ,marmortabernakel in der ,kirche des ,hospitals von ,sa4 ,maria ,nuova 7um #adej7 hat in seinem architektonischen ,aufbau wie in der ,gliederung hnliche ,vorzge4 ,abbildung3 #fb;,a4 ,bste einer ,urbiner ,prinzessin von ,desiderio4 ,abbildung3 #ada4 ,bemalte ,stuckbste des ,gio4 ,rucellai von einem unbekannten ,florentiner um #adfj4 ,die figrlichen ,darstellungen an diesen ,monumenten wie seine rein figrlichen ,bildwerke2 die groe ,lnette und die beiden ,heiligenfiguren an der ,fassade der ,misericordia zu ,arezzo 7von #adcd u4 #adce7 und die ,gruppe der ,verkndigung in ,s4 ,francesco zu ,empoli 7vom ,jahre #addg7 haben noch etwas ,schwerflliges in ,form und ,bewegung und eine gewisse stumme ,befangenheit im ,ausdruck4 ,damit verbinden sie aber einen wirkungsvollen ,ernst1 eine wie mhsam verhaltene ,empfindung und inbrnstige ,begeisterung1 weiche1 wenn auch etwas motivlose ,faltenbildung in den vollen ,gewndern und feine naturalistische ,behandlung des ,fleisches1 namentlich in den schnen ,kpfen4 ,die einzige ,arbeit in der ,berliner ,sammlung1 die sich mit einiger ,wahrscheinlichkeit auf diesen ,knstler zurckfhren lt1 ist ein ,stuckrelief1 ,maria1 das ,kind anbetend 7,no4 #gc;,a71 das in den ,typen und in der weichen unbestimmten ,behandlung der ,gewandfalten die ,merkmale ,bernardo's aufweist2 doch ist die ,komposition offenbar abhngig von der auf ,donatello's ,schule zurckgehenden ,anbetung des ,kindes 7,no4 #dg74 ,abbildung3 #fe;,a4 ,marmorrelief der ,madonna von ,ant4 ,rossellino4 ,bernardo's jngster ,bruder ,antonio ,rossellino 7#adbg bis #adgh71 an seinem letzten ,denkmal1 dem ,grabmal ,lazzari in ,pistoja1 urkundlich sein ,mitarbeiter1 erscheint auch nach dem ,charakter seiner ,bildwerke1 namentlich der ,jugendarbeiten1 als ein ,schler seines ,bruders4 ,er sucht zuerst auerhalb ,florenz seine ,sporen zu verdienen3 #adeg arbeitet ,antonio am ,sebastianaltar in ,empoli und im folgenden ,jahre vollendet er den ,marmorschrein des ,beato ,marcolini1 jetzt im ,museum zu ,forl4 ,in beiden ,arbeiten ist er schon voller ,meister und seinem ,bruder berlegen durch freiere ,bewegung und feineres ,naturverstndnis1 das sich namentlich in der weichen1 geschmackvollen ,behandlung der ,gewandung und in der meisterhaften ,wiedergabe des ,fleisches bekundet4 ,die ,statue des ,sebastian in ,empoli ist eine der schnsten ,freifiguren der ,frhrenaissance4 ,solche ,arbeiten muten dem ,knstler auch in der ,heimat1 wo sie sehr wahrscheinlich ausgefhrt wurden1 rasch ,ansehen verschaffen und ,auftrge zufhren4 ,im ,jahre #adfa wurde ihm in der ,that ein solcher in groartiger ,form zu ,teil3 der ,bau der ,grabkapelle fr den #adei jung verstorbenen ,kardinal von ,portugal mit seinem ,grabmal in ,san ,miniato al ,monte4 ,antonio hat diese ,aufgabe in einer ,weise gelst1 da die ,kapelle1 obgleich seines ,altarbildes von ,piero ,pallajuolo beraubt1 noch heute mit ,recht als ein ,schmuckkstchen ,florentiner ,quattrocentokunst berhmt ist1 und das ,grabmal1 wenn nicht als das groartigste1 so doch als das reizvollste ,grabmonument der ,renaissance gelten darf4 ,erscheint schon in der ,gestalt des auf dem ,paradebett ausgestreckten ,verstorbenen der ,tod nur als ein sanfter ,schlaf1 als ein ,ausruhen zu neuem ,leben1 so ist die berirdische ,freude des zuknftigen ,lebens auf kstliche ,weise in der ,schar der ,engel zum ,ausdruck gebracht1 von denen die einen die ,madonna mit dem ,christkind in der ,mandorla zu dem ,verstorbenen herabtragen1 die anderen mit der ,krone zu seiner ,seite knien4 ,beide ,motive3 ,tod und ,leben1 kommen in sinniger1 wirkungsvoller ,weise auch im architektonischen ,aufbau und in der ,dekoration zur ,geltung4 ,dieser ,arbeit1 welche den ,meister wohl eine ,reihe von ,jahren fast ausschlielich beschftigte1 folgten verschiedene grere und kleinere ,madonnenreliefs in ,marmor1 wie die groe ,madonna del latte in ,sa4 ,croce1 das durch seine reiche ,umrahmung ausgezeichnete ,relief in ,solarolo1 ein kleineres ,relief im ,museum zu ,wien und ein zweites im ,bargello1 endlich das ,rundrelief der ,anbetung ebenda und eine ,umarbeitung dieser ,komposition zu einem reich gegliederten1 hchst sauber durchgearbeiteten ,altar in der ,kirche ,montoliveto zu ,neapel4 ,fr seine ,meisterschaft und seinen ,geschmack in der ,wiedergabe der vollen ,individualitt geben zwei gleichzeitig 7#adfh7 entstandene ,marmorbsten lterer ,mnner im ,bargello und im ,south ,kensington ,museum das glnzendste ,zeugnis4 ,sein besonderes ,talent fr die ,darstellung des ,kindes bekunden eine ,anzahl ,kinderbsten in der ,chiesa de' ,vanchettoni zu ,florenz1 im ,bargello1 im ,pal4 ,martelli1 im ,medaillenkabinet1 bei ,g4 ,dreyfu zu ,paris und in der ,sammlung ,hainauer in ,berlin1 samtlich in ,marmor4 ,einige ,thongruppen der ,maria mit dem ,kinde1 wahrscheinlich ,modelle fr grere ,marmorarbeiten1 erscheinen durch die ,auffassung des ,kindes beinahe wie ,genredarstellungen4 ,die kstlichste dieser ,gruppen ist die ,madonna mit dem lachenden ,kinde im ,south ,kensington ,museum4 ,abbildung3 #adi;,a4 ,bemalte ,thonbste der hl4 ,elisabeth von ,ant4 ,rossellino4 ,wie ,antonio in seiner frheren ,zeit zur ,fertigstellung eines ,monuments berufen wurde1 ber das sein ,bruder hingestorben war 7,grabmal ,lazzari in ,pistoja1 vollendet #adfh71 so hat er selbst einen groen ,auftrag1 den er von ,neapel aus erhielt1 das ,grabmal der #adgj verstorbenen ,maria von ,arragonien fr die ,chiesa di ,montoliveto1 nur noch anfangen knnen4 ,die ,ausfhrung dieses ,monuments1 fr welches das ,grabmal des ,kardinals von ,portugal ausdrcklich als ,vorbild ausbedungen war1 ist in allen wesentlichen ,teilen von der ,hand des ,benedetto da ,majano4 ,abbildung3 #fg4 ,marmorbste von ,ant4 ,rossellino4 ,die ,berliner ,sammlung enthlt eine reiche ,auswahl verschiedenartiger ,arbeiten des ,a4 ,rossellino1 die den ,knstler in vorteilhafter ,weise kennen lehren2 auer mehreren bemalten ,stucknachbildungen von ,madonnenreliefs 7,no4 #ff und #fh bis #gj7 auch verschiedene ,originale4 ,in dem groen ,marmorrelief der ,madonna1 welche das ,kind auf dem ,schoe hlt 7,no4 #fe;,a71 besitzt die ,sammlung eine ganz eigenhndige und zugleich wohl die vollendetste ,arbeit des ,meisters in dieser ,art4 ,die ,modellierung1 namentlich im ,kinderkrper und in den ,hnden der ,maria1 ist mit unbertrefflicher ,treue und ,feinheit der ,natur abgelauscht2 die ,behandlung des ,reliefs von den ganz flach gehaltenen ,cherubim in den oberen ,ecken bis zu dem ganz in ,hochrelief gearbeiteten ,krper des ,christkindes ist von groer malerischer ,wirkung1 die ,ausfhrung in ,marmor von hchster ,delikatesse4 ,die zahlreichen ,auftrge1 wie die ,vorliebe fr die ,wahl des ,marmors und die ,ansprche an die ,durchfhrung in diesem ,material machte sonst in der zweiten ,hlfte des ,,xv4 ,jahrh4 eine starke ,beteiligung von ,schlern und ,gehlfen an der ,ausfhrung zur ,regel und hatte1 neben kleinen ,thonskizzen1 die ,anfertigung groer ,modelle in ,thon als ,vorlagen fr die ,schler zur ,folge4 ,gerade von ,ant4 ,rossellino sind uns solche ,thonmodelle noch in grerer ,zahl erhalten1 die sich alle durch die feine naturalistische ,durchbildung und die ,frische der ,arbeit auszeichnen4 ,dies gilt ganz besonders von einigen hervorragenden ,arbeiten dieser ,art in der ,berliner ,sammlung1 einer ,madonna mit dem ,kinde auf reich dekoriertem ,sessel 7,no4 #fe7 und dem groen ,rundrelief mit der ,anbetung der ,hirten 7,no4 #fd71 dessen wesentlich vernderte ,marmorausfhrung das ,bargello besitzt 7vgl4 oben74 ,auch ein ,paar tchtige ,bsten der ,sammlung lassen sich wenigstens mit ,wahrscheinlichkeit auf ,antonio zurckfhren2 die ,marmorbste eines ,florentiners in mittleren ,jahren 7,no4 #fg7 und die farbige ,thonbste der hl4 ,elisabeth 7,no4 #adi;,a71 worin das ,portrt einer vornehmen ,nonne wiedergegeben ist4 ,abbildung3 #fe4 ,thonrelief der ,madonna von ,ant4 ,rossellino4 ,ebenso reich und vorteilhaft wie ,a4 ,rossellino ist auch der jngste unter den groen ,marmorbildnern des ,quattrocento1 ,benedetto da ,majano 7#addb-adig71 im ,berliner ,museum vertreten4 ,benedetto erscheint als ,nachfolger ,rossellino's fr die ,vollendung des ,grabmals der ,maria von ,arragonien 7nach #adha72 diesen hat er sich aber auch schon in seinem frhesten bekannten ,werke zum ,vorbild genommen1 im ,wandaltar des hl4 ,savinus in der ,kathedrale von ,faenza 7um #adgj74 ,augenscheinlich hat ,antonio's ,markolinusmonument in ,forl den ,aufbau dieses ,altares bestimmt2 aber auch ,behandlung1 ,ausdruck und ,empfindung sind dem ,rossellino so verwandt1 da daraus eine nhere ,beziehung ,benedetto's zu diesem ,knstler fast zweifellos wird4 ,auch in spteren ,werken bleibt die innere ,verwandtschaft zwischen beiden ,knstlern1 so da ihre ,arbeiten oft mit einander verwechselt werden4 ,gemeinsam ist ihnen der ,schnheitssinn und ,geschmack1 die ,einfachheit und ,natrlichkeit in ,auffassung und ,darstellungsweise1 die ,lieblichkeit der ,erscheinung und die ,holdseligkeit im ,ausdruck ihrer ,gestalten1 die ,weichheit in der ,behandlung1 namentlich auch in der ,gewandung1 die ,eleganz und ,zierlichkeit im architektonischen ,aufbau und in den dekorativen ,details4 ,doch sind bei ,benedetto alle diese ,eigenschaften schrfer ausgeprgt und werden1 wenigstens in seiner letzten ,zeit1 schon teilweise zur ,manier2 seine ,gestalten sind schlanker1 der ,faltenwurf der in spterer ,zeit wie gebauscht erscheinenden ,gewnder1 ist voller und weicher2 die ,formen seiner ,figuren sind von einer mehr allgemeinen ,schnheit1 der ,ausdruck zuweilen schon von einer etwas leeren trumerischen ,holdseligkeit1 und den figurenreicheren ,kompositionen fehlt es an dramatischer ,auffassung und energischer ,bewegung4 ,innerhalb seiner ,befhigung hat aber ,benedetto doch eine so glckliche und mannigfaltige ,thtigkeit entfaltet1 da er unter den letzten ,bildhauern des ,quattrocento in ,florenz in erster ,linie genannt zu werden verdient4 ,der oben erwhnten ,jugendarbeit des ,savinusaltars in ,faenza folgt in ,florenz im ,auftrage des ,p4 ,meilini1 dessen ,bste als ,greis aus dem ,jahre #adgd jetzt das ,bargello besitzt1 die berhmte ,kanzel in ,sa4 ,croce4 ,sie ist ganz besonders ausgezeichnet durch ihre glcklichen ,verhltnisse und die zierliche ,dekoration4 ,ein ,thonmodell zu einer der ,reliefdarstellungen aus dem ,leben des hl4 ,franz besitzt die ,berliner ,sammlung3 die 7bei der ,ausfhrung verworfene7 ,vision des ,papstes ,innocenz ,,iii4 7,no4 #hg74 ,etwa gleichzeitig 7#adge7 scheint der ,altar der hl4 ,fina in der ,collegiata zu ,san ,gimignano entstanden zu sein1 der im ,aufbau durch ,rossellino's ,grabmonument in ,san ,miniato beeinflut ist4 ,durch die ,zartheit der ,empfindung1 die ,lieblichkeit der ,gestalten und die ,zierlichkeit der ,dekoration erscheint er fr seine ,bestimmung zur ,verherrlichung einer heiligen ,jungfrau besonders geeignet4 ,wohl im ,anschlu an diese ,arbeit fertigte ,benedetto fr ,san ,domenico in ,siena das groe herrlich aufgebaute ,marmorciborium mit den ,evangelisten am ,sockel und den schnen ,figuren der leuchterhaltenden ,engel1 denen zur ,seite des ,finamonuments ganz verwandt4 ,abbildung3 #hf4 ,bemalte ,thonstatue der ,madonna von ,ben4 da ,majano4 ,von ,san ,gimignano zurckgekehrt1 war ,benedetto fr den ,palazzo ,vecchio in ,florenz thtig1 wo er die ,marmoreinrahmung der ,thr des ,audienzsaales zwischen den ,jahren #adge und #adha ausfhrte2 dazu gehrten ursprnglich auch die ,johannesstatue und die beiden ,gruppen von ,kindern mit ,kandelabern1 welche jetzt im ,bargello aufgestellt sind4 ,aus dem ,jahre #adhj datiert die jetzt unbemalte ,thonstatue der ,madonna im ,dom zu ,prato1 an deren ,sockel ein ,marmorrelief der ,beweinung ,christi sich befindet4 ,ihr ebenbrtig und durch die ,erhaltung der alten ,bemalung noch berlegen1 erscheint eine ganz hnliche groe ,madonnenstatue der ,berliner ,sammlung 7,no4 #hf71 die in der ,verbindung von naiver ,wiedergabe der schlichten ,lebenswahrheit mit vollendeter ,anmut und feinem ,geschmack in der ,anordnung als ein ,meisterwerk des ,benedetto gelten darf4 ,genrehafter in der ,auffassung und wohl etwas jnger ist eine ,madonnenstatuette unserer ,sammlung 7,no4 #hi;,d71 in welcher wir das ,kind im ,einschlafen auf dem ,schoe der ,mutter sehen4 ,solche ,statuetten1 die wohl zum ,teil als ,skizzen oder ,modelle entstanden1 sind aus der spteren ,zeit des ,benedetto nicht selten4 ,abbildung3 #he4 ,bemalte ,thonbste des ,fil4 ,strozzi von ,ben4 da ,majano4 ,in der ersten ,hlfte der achtziger ,jahre vollendete ,benedetto das ,grabmal der ,maria von ,arragonien in der ,chiesa di ,montoliveto zu ,neapel1 ber dessen ,ausfhrung ,a4 ,rossellino hingestorben war4 ,im ,aufbau und in smtlichen ,figuren fast treu kopiert nach dem ,monument des ,kardinals von ,portugal1 ist es in den ,typen1 in der ,bewegung und ,gewandung wie in der ,dekoration ein gleich bezeichnendes ,werk des ,benedetto1 der auf die ,durchfhrung ganz besondere ,sorgfalt verwendete4 ,diese ,arbeit wurde die ,veranlassung zu einem zweiten groen ,monumente fr dieselbe ,kirche1 dem ,marmoraltar mit der ,verkndigung1 als ,gegenstck von ,rossellino's ,anbetungsaltar1 der dem ,meister wieder als ,vorbild fr den ,aufbau gegeben wurde4 ,es fehlt diesem #adhi vollendeten ,monumente1 bei aller ,schnheit im ,einzelnen1 schon vielfach an der ,frische und ,naivett der frheren ,arbeiten2 auch machen sich hier die langen ,falten in den bauschigen ,gewndern teilweise schon recht strend geltend4 ,abbildung3 #hh4 ,fahnensockel in ,marmor von ,ben4 da ,majano4 ,als dieser ,marmoraltar fertig wurde1 beschftigten den ,knstler schon die ,plne fr den ,palast1 mit dessen ,bau ihn ,filippo ,strozzi betraut hatte2 und als bald darauf eine schwere ,krankheit den ,auftraggeber befiel1 gab dieser ihm auch sein ,grabmal in ,arbeit1 welches jetzt die ,familienkapelle in ,sa4 ,maria ,novella schmckt4 ,auf dunkler ,rckwand vier ,engel1 die schwebend in schwrmerischem ,anblick des ,christkindes versunken sind1 das in den ,armen der ,mutter von einem ,rosenkranz umgeben ist4 ,in der ersten ,zeit seiner ,beziehungen zu diesem kunstsinnigen ,gnner entstand die bemalte ,thonbste ,fillippo's in der ,berliner ,sammlung 7,no4 #he71 mit deren ,benutzung einige ,zeit spter die ,marmorbste im ,louvre ausgefhrt wurde4 ,die feinen ,zge dieses groen ,mannes sind1 namentlich in der ,thonbste1 mit einer ,frische und ,treue1 mit einer ,anspruchslosigkeit und einem ,geschmack wiedergegeben1 welche diese ,bste als ein ,meisterwerk der ,portrtplastik berhaupt erscheinen lassen4 ,eine zweite ,thonbste1 die gleichfalls noch ihre alte ,bemalung besitzt1 die ,bste der hl4 ,katharina von ,siena 7,no4 #adi71 darf wohl ebenfalls auf ,benedetto zurckgefhrt werden1 fr den der halb schwrmerische1 halb trumerische ,ausdruck des schnen ,kopfes1 die weichen ,falten und die ,dekoration des ,sockels charakteristisch sind4 ,die kranztragenden ,engel am ,sockel kommen genau so als ,dekoration eines trefflichen kleinen ,reliefs mit der ,geburt des ,johannes im ,south ,kensington ,museum vor1 welches ,ende der siebziger ,jahre entstanden zu sein scheint4 ,als charakteristisches ,werk der letzten ,zeit ,benedetto's besitzt die ,berliner ,sammlung ein kleines ,stuckrelief mit der ,kreuzigung ,christi 7,no4 #ib74 ,das ,hauptwerk dieser ,zeit ist der schn aufgebaute ,altar des hl4 ,bertoldus in ,s4 ,agostino zu ,san ,gimignano 7seit #adid74 ,die ,bsten ,giotto's und des ,squarcialupi im ,dom zu ,florenz 7um #adij7 sind weniger bedeutend und verraten in der ,ausfhrung die ,hand von ,schlern4 ,auch das fein durchgefhrte ,krucifix ebenda ist zu weichlich in der ,auffassung4 ,die ,statuen der ,madonna und des 7unvollendeten7 ,sebastian1 die er in seinem ,testament der ,misericordia hinterlie1 sind besonders bezeichnend fr die etwas leere ,allgemeinheit in den ,formen und in dem schwrmerischen ,ausdruck1 wie fr die schwlstige ,flle der ,gewandung in seiner letzten ,zeit4 ,das einzige ,beispiel fr ,benedetto's ,behandlung des ,marmors bietet in der ,berliner ,sammlung 7,no4 #hh7 eine dekorative ,arbeit3 der ,sockel einer ,kirchenfahne mit drei kstlichen ,engelskpfen am ,fu4 ,mit ,ant4 ,rossellino und ,ben4 da ,majano wetteifert als beliebter ,marmorbildner in seiner ,heimat wie auerhalb derselben ein dritter florentiner ,knstler1 ,mino da ,fiesole 7#adca-adhd74 ,erst durch ,desiderio aus einem ,steinmetzen zum ,knstler ausgebildet1 wie uns ,vasari berichtet1 hat er in seiner knstlerischen ,thtigkeit das ,handwerkmige nie vllig abgestreift4 ,seine auerordentliche ,fertigkeit verfhrte ihn zu flchtiger und ungleichmiger ,massenproduktion2 als ,unternehmer unterzog er sich bald hier1 bald dort groen ,aufgaben und nahm keinen ,anstand1 die ,ausfhrung mit anderen1 oft recht geringwertigen ,knstlern zu teilen4 ,nicht gewhnt1 auf die ,natur als letzte und einzige ,quelle zurckzugehen1 war er1 wo er nicht 7wie in den ,portrts7 zur unmittelbaren ,wiedergabe der ,natur angehalten wurde1 der ,gefahr des ,manierismus besonders ausgesetzt4 ,der ,liebreiz seiner ,figuren ist mehr uerlich2 ,ausdruck und ,bewegung derselben ermangeln des inneren ,lebens und haben daher leicht etwas ,starres und ,kleinliches1 wie auch sein ,faltenwurf eckig und einfrmig ist4 ,wie ihm wirkliches ,formenverstndnis und freie schpferische ,phantasie abgehen1 so fehlt ihm auch die ,freude des echten ,knstlers an der ,durchbildung seiner ,werke4 ,andererseits weisen alle ,bildwerke des ,mino groe technische ,fertigkeit und ,sicherheit in der ,behandlung des ,marmors auf2 durch sie wird der ,knstler in den ,stand gesetzt1 ohne ,skizzen und ,modelle unmittelbar aus dem ,marmor heraus und daher ganz im ,charakter des ,materials zu schaffen4 ,daneben besitzt er eine1 ich mchte sagen1 buerische ,naivett und ,frische der ,auffassung1 sobald er unmittelbar nach der ,natur arbeitet1 also namentlich als ,portrtbildner4 ,in seinen zahlreichen ,portrts1 ,bsten wie ,reliefportrts1 deren er fast so viele hinterlassen hat wie alle seine florentiner ,zeitgenossen zusammen1 zeigt er eine ,breite und ,derbheit der ,charakteristik1 eine ,frische der ,wiedergabe1 welche ihn dem ,frans ,hals vergleichen1 ihn aber gelegentlich auch1 gerade wie ,hals1 bei besonders frappanten ,persnlichkeiten nahe an ,karikatur streifen lt4 ,mino ist schon jung nach ,rom gekommen3 im ,jahre #aded1 also mit #bc ,jahren datiert er seine jetzt im ,berliner ,museum befindliche ,bste des ,niccolo ,strozzi in urbe2 #adfc und #adfd ist er dort fr die ,kanzel im ,peter1 sowie fr das groe ,ciborium und den ,hieronymusaltar in ,sa4 ,m4 ,maggiore thtig2 nach dem ,tode ,papst ,pauls ,,ii4 7#adga7 wurde er zur ,anfertigung von dessen ,grabmal berufen1 und um #adge-adhj finden wir ihn fr ,nepoten und ,kirchenfrsten unter ,sixtus ,,iv4 beschftigt4 ,wie ,mino durch diese seine auerordentlich umfangreiche ,thtigkeit in ,rom auf die gesamte rmische ,plastik der ,frhrenaissance bestimmenden ,einflu ausbte1 so hat der ,aufenthalt in ,rom auch auf ihn zurckgewirkt2 namentlich ist sein eigentmlicher ,faltenwurf mit den zierlichen ,parallelfalten und ihren scharfen ,knicken augenscheinlich eine miverstandene ,auffassung der ,gewandbehandlung an archaistischen rmischen ,bildwerken4 ,die ,zahl und der ,umfang der meisten ,monumente1 welche ,mino in ,rom wie in ,florenz und ,umgebung geschaffen hat1 ist nur erklrlich aus seiner auerordentlichen handwerksmigen ,sicherheit und ,leichtigkeit des ,schaffens4 ,mino scheint jede ,aufgabe bernommen zu haben1 die sich ihm darbot2 daher sind die ,bildwerke seiner ,hand ebenso mannigfaltig wie zahlreich4 ,in der ,erfindung meist von den ,vorbildern seiner ,florentiner ,zeitgenossen abhngig oder lokalen ,bedingungen sich fgend1 im ,aufbau wenig originell und ohne feines ,ebenma der ,verhltnisse1 in der ,ornamentik und ,profilierung ohne den ,sinn fr ,natur und ,stil1 der namentlich seinen ,lehrer ,desiderio auszeichnet1 erzielt ,mino doch in einer ,anzahl dieser ,monumente durch ,frische der ,empfindung1 glckliche ,verbindung der architektonischen und plastischen ,teile1 ,zierlichkeit der ,arbeit1 gelegentlich auch durch eigenartige ,ideen eine reizvolle ,gesamtwirkung4 ,unter den ,grabmonumenten1 den zahlreichsten unter ,mino's ,arbeiten1 stehen die einfachsten obenan3 das ,grabmal des ,bischofs ,leon4 ,salutati im ,dom von ,fiesole 7vor #adff71 in der ,verbindung von ,bste und ,sarkophag und im ,aufbau an der ,wand1 wie in der ,durchfhrung eines der vollendetsten und eigenartigsten ,monumente der ,frhrenaissance2 sowie das kstliche ,monument des jungen ,francesco ,tornabuoni in der ,minerva zu ,rom 7 #adhj74 ,andere ,grabdenkmler sind strker beeinflut von fremden ,vorbildern1 namentlich vom ,marzuppini-,monument3 so das des ,giugni 7 #adff7 und des ,grafen ,hugo 7vollendet #adha7 in der ,badia zu ,florenz1 das des ,kardinals ,nie4 ,forteguerri 7 #adgc7 mit der trefflichen ,gestalt des ,toten auf schner ,doppelbahre in ,sa4 ,cecilia zu ,rom1 sowie die spteren rmischen ,grabmler des ,p4 ,riario 7 #adgd7 in ,sti4 ,apostoli1 des ,chr4 della ,rovere 7 #adgi7 in ,sa4 ,m4 del ,popolo1 des ,ferricci im ,hof der ,minerva4 ,sie sind smtlich unter mehr oder weniger starker ,beteiligung anderer in ,rom arbeitender ,knstler ausgefhrt und von dem ,typus der rmischen ,grber beeinflut4 ,andere ,monumente dieser ,art in ,rom1 wie das des ,papstes ,paul ,,ii4 und des ,kardinals ,piccolomini 7 #adgi71 sind nur noch in einzelnen ,teilen vorhanden 7in den ,grotten des ,vatikan und in ,s4 ,agostino74 ,abbildung3 #ha4 ,marmorrelief der ,madonna von ,mino da ,fiesole4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt ein unfertiges ,relief1 das jedenfalls fr die ,rckseite eines ,grabmonuments berechnet war1 die ,gestalt des ,glaubens 7,no4 #hb72 von besonderem ,interesse durch den unfertigen ,zustand3 der ,kopf1 bis auf die ,politur schon ganz durchgefhrt1 andere ,teile der ,figur dagegen eben erst aus dem ,groben herausgehauen4 ,der ,umstand1 da jede ,angabe von ,punkten fehlt1 lt darauf schlieen1 da ,mino diese ,figur ganz eigenhndig und ohne ,modell arbeitete4 ,wir drfen danach wohl annehmen1 da er berhaupt seine ,arbeiten1 soweit nicht andere ,knstler neben ihm thtig waren1 im ,wesentlichen allein ausfhrte4 ,auch ein im ,rund komponiertes1 ziemlich flach gehaltenes ,marmorrelief der ,madonna 7,no4 #ha7 bildete wohl ursprnglich den ,abschlu eines ,grabmonuments4 ,in ,zeichnung und ,durchbildung eine der besten ,arbeiten des ,knstlers1 im ,ausdruck so anmutig1 wie kaum eine zweite ,madonna1 lt sich dieselbe nach ihrer ,verwandtschaft mit den sptesten ,arbeiten ,mino's1 namentlich mit der ,madonna am ,grabmal ,hugo1 in die letzten ,jahre seiner ,thtigkeit setzen4 ,in diese ,zeit gehrt wohl auch die eben genannte 7vielleicht bei seinem ,tode unvollendet gebliebene7 ,figur des ,glaubens1 deren ,kopf mit dem der ,madonna die grte ,verwandtschaft hat4 ,abbildung3 #gi4 ,marmorbste des ,n4 ,strozzi von ,mino4 ,die ,zahl der ,kanzeln1 ,altre1 ,tabernakel und ,ciborien von ,mino's ,hand ist fast ebenso gro1 wie die der ,grabdenkmler2 teilweise sind dieselben auch von gleichem ,umfange4 ,in ,florenz gehren die ,altre im ,dom von ,fiesole 7vor #adff7 und der bald darauf entstandene hnliche ,altar in der ,badia1 die ,tabernakel in ,sa4 ,croce und ,s4 ,ambrogio 7#adha7 zu seinen bekanntesten ,arbeiten4 ,die ,kanzel in ,prato1 die er #adgc mit ,ant4 ,rossellino zusammen ausfhrte1 und das ,ciborium in ,volterra 7#adga7 stehen durch die ,flchtigkeit der ,zeichnung und die oft kindlich ungeschickte ,komposition wesentlich hinter jenen ,arbeiten zurck4 ,in ,rom sind die meisten ,werke dieser ,art zerstckelt3 so die groe ,kanzel des ,peter1 an welcher vier ,apostel von ,mino's ,hand sind1 das kolossale ,ciborium in ,sa4 ,ma4 ,maggiore 7#adfc7 und das gemeinsam mit ,dalmata ausgefhrte ,tabernakel in ,s4 ,marco 7um #adfc74 ,die ,tabernakel in ,sa4 ,ma4 in ,trastvere und in ,s4 ,pietro in ,perugia 7#adgc1 wohl gleichfalls in ,rom entstanden7 befinden sich dagegen noch an ihrem ursprnglichen ,platze4 ,von den ziemlich zahlreichen ,madonnenreliefs1 die der ,bargello1 der ,louvre und ,pariser ,privatsammlungen aufzuweisen haben1 war wohl die ,mehrzahl fr ,tabernakel bestimmt1 wie heute noch eines mit dem besonders tchtigen1 greren ,madonnenrelief als ,straentabernakel gegenber ,palazzo ,martelli in ,florenz aufgestellt ist4 ,abbildung3 #hj4 ,marmorbste eines jungen ,mdchens von ,mino4 ,die ,meisterschaft des ,mino als ,portrtbildner ist nicht nur durch die ,grabstatuen seiner ,monumente1 sondern auch durch eine stattliche ,reihe von ,bsten und ,reliefs bezeugt1 die fast ausschlielich ,florentiner darstellen4 ,die frheste beglaubigte ,bste stellt den in ,rom im ,exil lebenden ,niccolo ,strozzi 7#aded7 dar2 sie befindet sich jetzt im ,berliner ,museum 7,no4 #gi74 ,die auffallende ,persnlichkeit dieses bedeutenden ,mannes1 der seit seiner ,jugend an ,fettsucht litt1 ist mit einer ,gre und ,breite zum ,ausdruck gebracht1 welche diese und hnliche ,bsten ,mino's unter die besten florentiner ,arbeiten der ,art einreihen lt4 ,bald darauf wurde der ,knstler als ,portrtbildner fr die ,medici beschftigt3 die ,bsten des ,piero und seines ,bruders ,giovanni de' ,medici 7im ,bargello7 entstanden etwa gleichzeitig mit der ,bste eines ,unbekannten in der ,sammlung ,hainauer zu ,berlin 7#adef71 um die ,mitte der fnfziger ,jahre4 ,die kleinere ,bste des ,rinaldo della ,luna 7,bargello7 datiert von #adfa1 und wenig spter entstand wohl die groartige ,bste von ,mino's ,gnner ,diotisalvi ,neroni1 welchen #adff fr seinen ,verrat an den ,mediceern die ,verbannung traf4 ,aus der gleichen ,periode ist die ,bste am ,grabe des ,bischofs von ,fiesole1 wieder ein ,meisterwerk in feiner ,charakteristik und geschmackvoller ,aufstellung4 ,in diese ,zeit gehrt auch1 nach ,auffassung und ,behandlung1 die einzige bisher bekannte fertige,b ,frauenbste von ,mino's ,hand1 im ,berliner ,museum 7,no4 #hj72 etwas eckig in ,formgebung und ,bewegung1 aber von kstlicher ,frische der ,auffassung und hchster ,delikatesse der ,durchfhrung4 ,die einzige von ihm in ,rom ausgefhrte ,bste1 ,papst ,paul ,,ii4 im ,pal4 ,venezia1 geht dort von ,alters her als ein ,werk des ,bellano4 ,eine ,anzahl florentiner ,knaben- und ,jnglingsbsten1 hergebrachter ,weise in der ,ausstaffierung des ,schutzheiligen von ,florenz1 ,johannes d4 ,t41 sind fast ausnahmslos jetzt auerhalb ,italiens3 im ,louvre1 im ,museum zu ,lyon1 in ,pariser ,privatsammlungen4 ,wohin ,mino's handwerksmige ,ausbung der ,marmorplastik ohne knstlerische ,begabung fhren konnte1 beweist ein dem ,namen nach noch unbekannter florentiner ,bildhauer dieser ,zeit1 der regelmig mit ,mino verwechselt wird4 ,von diesem jetzt als ,meister der ,marmormadonnen bezeichneten ,anonymus besitzt die ,berliner ,sammlung zwei sehr charakteristische und besonders gute ,arbeiten3 die ,madonna im ,cherubimkranz 7,no4 #gg7 und eine kleine sitzende ,madonna in ganzer ,figur 7,no4 #gf74 ,eckig1 unbelebt und gespreizt1 wie ,mino in seinen geringeren ,arbeiten1 ist dieser ,knstler in der ,formbehandlung wie in der ,faltengebung dem ,ant4 ,rossellino nher verwandt2 seine maskenhaften ,gesichter1 sein stereotypes1 grinsendes ,lcheln verraten ihn in allen seinen ,werken4 -- ,eine groe ,marmorbste ,christi als ,eccehomo in der ,berliner ,sammlung 7,no4 #hd71 die manche ,verwandtschaft mit diesem ,knstler zeigt1 ist seinen ,madonnen in dem herben ,naturalismus doch so sehr berlegen1 da sie wohl einem dritten1 dem ,mino nahestehenden ,bildhauer dieser ,zeit zuzuschreiben ist4 ,zur florentiner ,schule mu auch der ,lucchese ,matteo ,civitale 7#adce-aeja7 gerechnet werden4 ,urkundlich steht er zwar nicht in ,beziehung zu ,florenz2 aber die ,abhngigkeit ,lucca's von ,florenz seit dem ,anfange des ,quattrocento und1 als ,folge davon1 das ,aufhren einer lokalen knstlerischen ,tradition1 wie die vllige ,abhngigkeit des ,knstlers von seinen ,florentiner ,zeitgenossen1 namentlich von ,desiderio1 lassen keinen ,zweifel darber1 da er in ,florenz seine ,lehrzeit durchmachte und an die ,florentiner ,kunst sich anschlo4 ,ohne hervorstechende ,eigenart und ohne die lebensvolle ,frische und den feinen ,natursinn der ,florentiner1 verdient ,matteo doch durch sein ,schnheitsgefhl1 durch die ,innigkeit der ,empfindung und seinen ,geschmack einen ,platz neben den ,florentiner ,marmorbildnern seiner ,zeit4 ,besonders glcklich in seinen ,dekorationsarbeiten1 wie heute namentlich noch das ,tempietto 7#adha7 und die ,kanzel 7#adib7 im ,dom zu ,lucca bezeugen1 befriedigt er in seinen figrlichen ,darstellungen am meisten1 je einfacher sie sind und je mehr seine fromme1 innige ,empfindung darin zum ,ausdruck kommen kann4 ,sein ,christus als ,schmerzensmann1 den er mit ,vorliebe zum ,vorwurf whlt und am glcklichsten in der ,bste des ,museums zu ,lucca und in dem ,hochrelief des ,bargello wiedergegeben hat1 wird im ,adel der ,formen und des ,ausdrucks durch keine hnliche ,florentiner ,arbeit bertroffen2 seine betenden ,engel vom 7zerstrten7 ,sakramentsaltar im ,dom zu ,lucca 7#adgc7 und sein ,relief mit der allegorischen ,figur des ,glaubens im ,bargello gehren durch die ,vereinigung von begeistertem ,ausdruck glubiger ,andacht mit ,schnheit der ,form und ,bewegung zu dem besten1 was die toskanische ,kunst dieser ,zeit hervorgebracht hat4 ,unter den groen ,monumenten gengen die einfacheren am meisten2 so das ,grabmal von ,matteo's langjhrigem ,gnner ,dom4 ,bertini im ,dom 7#adgi71 teilweise auch das ,grabmal des hl4 ,romanus in ,s4 ,romano 7#adij74 ,das ,monument des ,pietro a ,noceto 7 #adgb7 im ,dom giebt sich dagegen zu sehr als ,nachbildung des ,marzuppini-,monuments von ,desiderio2 und der ,regulusaltar 7#adhd7 ist eine nur teilweise geglckte ,verbindung von ,wandaltar und ,grabmal4 ,gegen ,ende des ,jahrhunderts erhielt ,matteo eine grere ,aufgabe auerhalb seiner ,heimat3 er wurde nach ,genua berufen1 um das ,innere der ,johanneskapelle im ,dom auszuschmcken4 ,die ,reliefs aus dem ,leben des ,tufers und sechs der lebensgroen ,statuen sind von seiner ,hand2 in ,florenz wrden diese ,figuren zu weichlich und nicht frei genug in ihrer naturalistischen ,durchbildung erscheinen2 in ,genua sind sie die beste ,leistung der ,renaissance1 selbst neben den ,statuen des ,a4 ,sansovino1 welcher nach ,matteo's ,tode den ,schmuck der ,kapelle zu vollenden hatte4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt keine ,arbeit des ,luccheser ,knstlers1 der auerhalb seiner ,heimat berhaupt nur sehr sprlich vertreten ist4 ,doch befindet sich im ,berliner ,privatbesitz1 in der ,sammlung des ,herrn ,a4 von ,beckerath1 das ,profilportrt eines jungen ,mdchens in reicher ,tracht1 ein tchtiges ,werk aus ,matteo's frherer ,zeit4 99 99 99 99 99 ,die ,marmorplastik in ihrer einseitigen ,richtung mute zu einer dekorativen und dadurch zugleich oberflchlichen und selbst handwerksmigen ,ausbung fhren1 welche die ,knstler von den groen ,zielen der ,kunst abdrngte4 ,in naturgemem ,gegensatz gegen diese ,art der plastischen ,kunst und zugleich zum ,heil fr die gedeihliche ,fortentwickelung der italienischen ,plastik bildete sich neben ihr eine auf ,donatello's letzter ,thtigkeit fuende ,richtung der ,skulptur in ,florenz aus1 welche den ,schwerpunkt ihres ,strebens auf mglichst treue naturalistische ,durchbildung legte und damit zugleich eine ,vertiefung der ,auffassung und ,erweiterung und ,vervollkommnung der ,technik verband4 ,die ,knstler dieser ,richtung gehen aber keineswegs1 wie ihr groer ,lehrmeister ,donatello1 einseitig auf die ,wiedergabe des ,charakteristischen und ,momentanen aus1 sondern verbinden damit ein ausgesprochenes ,streben nach ,anmut und selbst nach ,schnheit4 ,an der ,spitze dieser ,bewegung stehen ,ant4 ,pollajuolo und ,andrea del ,verrocchio4 ,ihrer ,richtung entspricht es1 da sie sich in den verschiedensten ,knsten versuchen und diese smtlich nicht nur mit groer ,geschicklichkeit ausben1 sondern auch technisch wesentlich vorwrts bringen1 und da sie als ,bildner sich mit ,vorliebe der ,bronze bedienen4 ,antonio ,pollajuolo 7#adbi-adih71 der geschtzteste ,goldschmied seiner ,zeit1 als ,maler durch seine ,versuche in der ,firnis- und lmalerei von hervorragender ,bedeutung1 hatte auch als ,bronzegieer mit ,recht einen ,ruf in ganz ,italien4 ,in groem ,stil konnte er sich als solcher erst in seinem ,alter an den ,bronzemonumenten in der ,peterskirche bekunden1 die ihm ,papst ,innocenz ,,viii4 in ,auftrag gab4 ,die ,denkmler von ,papst ,sixtus ,,iv1 7vollendet #adic7 und von ,innocenz ,,viii4 selbst beweisen aber1 da ,pollajuolo's ,begabung nicht nach der monumentalen ,seite lag3 die ,art1 wie das ,sixtus-,denkmal gewissermaen als ,grabplatte etwas erhht ber dem ,fuboden angebracht ist und wie die ,gestalten der ,tugenden in eine tiefe ,hohlkehle hineingezwngt sind1 ist entschieden verfehlt4 ,daneben erscheint der ,aufbau des ,innocenzgrabes als ,wandgrab glcklicher2 die ,wirkung desselben wird noch durch die auerordentlich individuelle ,kolossalfigur des sitzenden ,papstes gehoben2 aber nach einer inneren ,beziehung der allegorischen ,gestalten zu dem ,verstorbenen1 nach der knstlerischen ,berechtigung der ,darstellung desselben in zwei fast gleich groen ,portrtgestalten wird man vergeblich suchen4 ,die ,freude des ,knstlers und seine ,kraft liegt in der ,durchbildung im ,einzelnen3 in der individuellen ,gestaltung der ,bildnisse1 in der naturwahren ,bildung der schlanken1 jugendlichen ,frauengestalten1 in der ,charakteristik der ,stoffe und in der ,durchbildung ihrer ,falten1 welche bis ins ,kleinste hinein das treueste ,naturstudium beweisen4 ,in der ,sauberkeit von ,gu1 ,ciselierung und ,politur1 in der ,zierlichkeit der ,faltenbildung verrt sich der als ,goldschmied grogewordene ,knstler4 ,die gleichen ,eigenschaften charakterisieren auch die wenigen erhaltenen kleineren ,bildwerke3 sein ,relief und mehr noch seine gravierten ,darstellungen an dem ,silberaltar der ,domopera zu ,florenz 7seit #adef71 sein ,thonmodell eines keck dreinschauenden ,jnglings im ,panzer1 die kleine ,bronzegruppe von ,herkules und ,kakus1 die in ihrem ,aufbau als ,gruppe besonders gelungen ist1 sowie ein ,paar ,bronzestatuetten nach der ,antike1 smtlich im ,bargello4 ,in dem gleichen ,streben1 bei hnlicher knstlerischer ,ausbildung und ganz verwandter ,veranlagung wie ,pollajuolo1 hat der wenige ,jahre jngere ,andrea del ,verrocchio 7#adce bis #adhh7 sein ,talent in glcklicherer ,weise entfaltet und einen viel bedeutenderen ,einflu auf seine ,zeitgenossen und die sptere ,entwickelung der italienischen ,kunst gehabt4 ,schler eines ,goldschmieds1 wie ,pollajuolo1 und wie dieser als ,goldschmied von ,luca della ,robbia zu der ,ciselierung von dessen ,bronzethr im ,dom herangezogen 7#adfg71 ist er auch als ,maler ebensosehr thtig gewesen und hat in allen ,zweigen der ,kunst eine ,vertiefung im ,inhalt wie eine ,vervollkommnung der ,technik angestrebt und durchgefhrt4 ,verrocchio war es gegeben1 den geistigen ,gehalt voll zu erfassen und ihn ganz in der ,form zum ,ausdruck zu bringen1 die ,form selbst aber mit mglichster ,naturtreue wiederzugeben und knstlerisch1 dem jedesmaligen ,stoffe entsprechend1 aufs ,hchste durchzubilden4 ,dabei verstand er es1 im ,einzelnen zu verallgemeinern und im ,individuellen zugleich ,typen hinzustellen4 ,in diesem ,streben hat er in den verschiedensten ,kunstgattungen ,groes geschaffen2 ein ganz besonderer ,reiz dieser seiner ,kunstwerke liegt aber in der ,einfalt seiner ,kunst1 in dem ,ernst seines ,strebens1 in dem mhseligen ,ringen nach einem vollen und doch stets neuen ,ausdruck seines knstlerischen ,ideals4 ,abbildung3 ,bronzegruppe von ,verrocchio an ,or ,san ,michele in ,florenz4 ,verrocchio hatte das ,glck1 schon jung die ,aufmerksamkeit der ,mediceer auf sich zu lenken1 die ihm bis zu seinem ,tode die mannigfachsten ,aufgaben stellten und ihn in den ,stand setzten1 sein ,talent in der vielseitigsten ,weise zu entfalten4 ,zwei der frhesten uns bekannten ,arbeiten sind ein ,paar groe dekorative ,bildwerke in der ,sakristei von ,s4 ,lorenzo1 ein ,marmorbrunnen und das ,bronzegrabmal des ,piero und ,giovanni de' ,medici 7vollendet #adgb71 beide in ihrer ,art ganz eigenartig1 vollendet im ,aufbau und meisterhaft in der ,dekoration4 ,von verschiedenen ,bsten1 die er damals und einige ,jahre spter von ,mitgliedern der ,mediceerfamilie ausfhrte1 sind noch die beiden1 wohl als ,modelle fr ,bronzegu entstandenen1 ,thonbsten des ,lorenzo und ,giuliano als ,jnglinge erhalten 7bei ,mr4 ,shaw in ,boston und ,m4 ,dreyfu in ,paris72 auch die aus dem ,pal4 ,medici stammende ,marmorbste einer jungen ,frau im ,bargello stellt wahrscheinlich gleichfalls ein ,mitglied der ,familie dar4 ,diese ,bsten sind neben ihrer meisterhaften ,wiedergabe der ,individualitt smtlich ausgezeichnet durch die groe1 stilvolle ,auffassung1 die den ,charakter trefflich wiedergiebt und die ,dargestellten zugleich als wahre ,typen vornehmer ,florentiner jener ,zeit erscheinen lt4 ,es ist nur eine ,konsequenz dieser ,richtung1 da ,verrocchio auch schon ,charakterkpfe bildet1 wie das schne ,scipio-,relief der ,rattier'schen ,sammlung 7jetzt im ,louvre2 ein hnliches ,kriegerrelief in ,robbia-,nachbildung findet sich in der ,berliner ,sammlung ,no4 #acg;,a74 ,kstliche ,bilder der ,jugend sind die beiden ,bronzen1 die ,verrocchio fr ,lorenzo ausfhrte1 der berhmte ,david im ,bargello 7#adgf7 und der als ,fontaine gedachte ,knabe mit dem ,fisch1 jetzt im ,pal4 ,vecchio3 dort ein ,jngling mit noch nicht voll entwickelten ,formen1 von grazisester ,haltung und in dem holdseligen ,lockenkopf mit einer kecken ,mischung von stolzer ,siegesfreude und mdchenhafter ,schchterheit2 hier ein prchtiger nackter ,bube im ausgelassenen ,spiel4 ,fr eine hnliche ,figur1 einen posaunenblasenden ,putto1 war das ,modell in der ,sammlung ,dreyfu bestimmt4 ,verschiedene fr die ,medici gearbeitete ,madonnenreliefs in ,marmor 7eines jetzt im ,bargello1 ein zweites1 greres bei ,mr4 ,shaw in ,boston7 stehen mit diesen ,arbeiten nicht ganz auf derselben ,hhe1 weil bei der ,marmorausfhrung durch ,schlerhnde die ,frische der ,empfindung und die ,feinheit der naturalistischen ,durchbildung verloren ging1 welche das groe ,thonmodell einer ,madonna im ,museum von ,sa4 ,maria ,nuova dagegen im vollsten ,mae besitzt4 ,in etwas spterer ,zeit1 gegen ,ausgang der siebziger ,jahre1 traten fast gleichzeitig zwei neue ,aufgaben gleichen ,charakters an den ,knstler heran3 die ,denkmler fr die #adgg im ,wochenbett verstorbene ,francesca ,tornabuoni und fr den ,kardinal ,niccolo ,forteguerri 7 #adgc7 in ,pistoja1 zu dem ,verrocchio auf ,lorenzo's ,entscheidung #adgg den ,auftrag erhielt4 ,beide ,monumente sind unvollstndig auf uns gekommen und gehen in ihrer ,ausfhrung in ,marmor auf ,schler zurck4 ,fr das ,tornabuoni-,monument lassen die berreste3 das friesartige1 hchst dramatisch empfundene ,relief mit dem ,tode der ,francesca im ,bargello und die vier ,statuetten der ,tugenden im ,besitz von ,m4 ,e4 ,andr in ,paris1 eine sehr eigenartige ,erfindung wenigstens vermuten2 fr das ,forteguerri-,monument ist uns dieselbe in dem kleinen ,modell im ,south ,kensington ,museum bezeugt4 ,verrocchio hat seine ,aufgabe vllig neu erfat1 indem er das ,grabmal als groe ,wandtafel gestaltet1 auf welcher er die ,darstellung als einheitliche ,komposition in ganz dramatischer und malerischer ,weise ausbildet4 ,dem auf dem ,sarkophag knieenden ,kardinal naht sich die ,gestalt des ,glaubens und weist ihn nach oben1 wo ,christus segnend in einer von vier ,engeln getragenen ,mandorla thront2 zu ihm blickt flehend die auf der anderen ,seite des ,kardinals heranschwebende ,figur der ,hoffnung1 whrend die ,liebe hinter ihm zum ,erlser aufschwebt4 ,abbildung3 ,reitermonument des ,colleoni von ,verrocchio in ,venedig4 ,ebenso eigenartig1 ebenso gro komponiert und tief und dramatisch empfunden ist die #adhc vollendete ,bronzegruppe von ,christus und ,thomas an ,or ,san ,michele zu ,florenz2 die groartigste ,gruppe der ,frhrenaissance durch den uerst geschickten ,aufbau1 die ,klarheit und ,feinheit in der ,wiedergabe der ,handlung 7man beachte die sprechende ,bewegung der ,hnde671 den berwltigenden ,ernst in der ,auffassung und die vollendete ,durchbildung4 ,als ,verrocchio diese ,gruppe in der ,marmornische aufstellte1 die einst ,donatello gearbeitet hatte1 war er schon zu einer ebenso groen ,aufgabe1 zur ,anfertigung eines bronzenen ,reiterdenkmals fr ,bartolommeo ,colleoni in ,venedig1 berufen 7#adgi74 ,dem ,knstler war es nicht vorbehalten1 dieses gewaltige ,werk zu vollenden3 er starb #adhh in ,folge einer ,erkltung beim ,gu4 ,der ,colleoni gilt heute als das groartigste ,reitermonument aller ,zeiten3 er verdient diesen ,ruhm in vollem ,mae1 da in keinem zweiten ,monument ,ro und ,reiter so einheitlich komponiert und empfunden sind und wohl kaum zum zweiten ,mal in einem ,denkmal ein so gewaltiges ,zeitbild gegeben ist1 wie er es in der fr das ,quattrocento besonders bezeichnenden1 ja den ,charakter der ,zeit vielfach bestimmenden ,gestalt des ,condottiere mit berraschender ,wucht und ,lebensflle geschaffen hat4 ,abbildung3 #ig;,a4 ,thonrelief der ,grablegung von ,verrocchio4 ,die ,gre und ,meisterschaft ,verrocchio's in der ,erfindung und ,komposition zeigen namentlich ein ,paar kleinere ,reliefs3 die von ,federigo von ,urbino gestiftete ,bronzetafel der ,kreuzabnahme in der ,carmine zu ,venedig1 sowie das nur als ,stucknachbild 7im ,south ,kensington ,museum7 erhaltene ,relief der ,eifersucht4 ,unsere ,berliner ,sammlung besitzt keines der groen ,meisterwerke ,verrocchio's1 wohl aber eine ganze ,reihe von kleineren ,arbeiten der verschiedensten ,art1 namentlich ,modelle1 welche fr ihn besonders charakteristisch sind und die knstlerische ,absicht in grter ,frische zum ,ausdruck bringen4 ,einzelne sind groe ,modelle1 die als ,vorlagen fr die ,ausfhrung durch ,schler entstanden2 so zwei nackte liegende ,putten1 als ,wappenhalter fr ein ,grabmal gedacht 7,no4 #if u4 #ig74 ,dasselbe gilt wohl auch von einem flachen ,relief der ,grablegung 7,no4 #ig;,a71 eine besonders edel aufgefate1 trefflich abgewogene und fein durchgebildete ,komposition aus der spteren ,zeit1 ber deren ,bestimmung bisher nichts bekannt ist4 ,die mittelgroe ,figur eines schlafenden ,jnglings 7,no4 #ic7 scheint1 wie der lesende ,alte im ,south ,kensington ,museum1 als ,aktstudie fr eine grere ,komposition entstanden zu sein4 ,sie ist als solche von besonders feiner ,durchbildung und lt sich nach der ,verwandtschaft des schnen lockigen ,kopfes mit dem ,david in die mittlere ,zeit des ,knstlers setzen4 ,auch fr den ,david besitzt die ,berliner ,sammlung ein kleines flchtiges ,modell 7,no4 #ie74 ,ein greres1 feiner durchgefhrtes und sehr edel aufgefates ,modell der knieenden ,maria von ,egypten 7,no4 #id7 und ein ,paar im ,pariser ,besitz befindliche kleine ,thonreliefs mit der in einer ,cherubimglorie gen ,himmel fahrenden ,heiligen scheinen auf ,studien zu einem uns unbekannten greren ,werke dieser ,heiligen hinzuweisen4 hnliche ,modelle zu bekannten ,werken besitzt der ,louvre in zwei schwebenden ,engeln 7fr das ,forteguerri-,monument7 und ,baron ,ad4 ,rothschild in ,paris in zwei ,statuetten fr die lebensvolle ,komposition der ,enthauptung des ,johannes am ,silberaltar des florentiner ,doms 7#adhj74 ,unter den ,portrts der ,berliner ,sammlung trgt die ,thonbste eines kraushaarigen ,jnglings 7,no4 #ajj7 deutlich den ,typus ,verrocchio's2 ebenso scheinen mir die fein empfundenen ,reliefportrts in ,marmor von ,matthias ,corvinus und seiner ,gemahlin 7,no4 #ih und #ii7 dem ,knstler selbst anzugehren1 wie auch die lebensvollen ,hochreliefs des alten ,cosimo 7,no4 #ajd7 und seines ,enkels ,giuliano 7,no4 #ajd;,a7 mit ,wahrscheinlichkeit auf ihn zurckzufhren sind4 ,von einem anfangs ganz von ,desiderio beeinfluten1 spter fast sklavisch sich an ,verrocchio anschlieenden florentiner ,knstler1 von ,francesco di ,simone 7#addj-adic71 der in ,florenz und ,bologna verschiedene ,grabmonumente und dekorative ,skulpturen hinterlassen hat1 besitzt die ,berliner ,sammlung einen tchtigen ,kamin in pietra serena 7,no4 #ajf74 ,auf ,lorenzo di ,credi 7#adei-aecg71 der auch als ,bildhauer mit ,verrocchio thtig war1 namentlich bei der ,ausfhrung des ,forteguerri-,monuments1 scheint das ,thonrelief der sitzenden ,madonna in ganzer ,figur 7,no4 #ajd;,d7 hinzuweisen1 wenn ein ,schlu aus dessen ,gemlden auf ,skulpturen1 die wir sonst nicht von ihm kennen1 erlaubt ist4 ,indem ,verrocchio volle ,beseelung der ,form mit vollendeter naturalistischer ,wiedergabe derselben zu verbinden strebt1 fhrt er das ,quattrocento zu seinem ,abschlu4 ,es war eine ,notwendigkeit1 da der ,schpfer der ,hochrenaissance1 da ,leonardo auf seinen ,schultern stand und aus seiner ,werkstatt hervorging1 in der er bis zu seinem #bh4 ,jahre ,mitarbeiter seines ,lehrers gewesen war4 99 99 99 99 99 ,abbildung3 #ic4 ,thonfigur eines schlafenden ,jnglings von ,verrocchio4 ,unter den ,knstlern1 welche die ,entstehung und ,entwickelung der ,renaissance mit am meisten beeinflut haben1 htte der ,sienese ,jacopo della ,quercia 7#acga-adch7 mit voran genannt werden mssen4 ,ohne ,vorgnger und ohne eigentlichen ,nachfolger steht der ,knstler vllig eigenartig zwischen der ,kunst des ,trecento und der des ,quattrocento1 erscheint aber zugleich wie ein ,vorlufer ,michelangelo's1 dem er auch in seiner einsamen ,stellung unter den ,knstlern ,sienas verwandt ist4 ,in seiner ,dekoration noch vollstndig gotisch1 in der ausgeschwungenen ,haltung seiner ,figuren1 in den weichen ,falten der dicken ,gewnder1 in der oberflchlichen1 wenig naturwahren ,durchbildung der ,formen noch abhngig von der ,kunst des ,trecento1 ist ,quercia durch seine groartige ,auffassung1 wie durch die eigentmliche ,belebung seiner ,gestalten vllig neu und ein echter ,knstler der ,renaissance4 ,seine ,kompositionen sind gro aufgebaut1 seine ,krper sind gewaltig gebildet und von einem dmonischen ,geist beseelt1 der sie zu strmischer ,bethtigung drngt1 welche nur mhsam zurckgehalten erscheint4 ,wie bei ,michelangelo ist in ,quercia's ,bildwerken das ,leben1 ist die ,handlung mehr im ,krper als im ,gesicht ausgedrckt4 ,da dem ,knstler zu einer naturalistischen ,durchbildung noch die ,kenntnis abgeht1 so stehen seine ,einzelfiguren hinter seinen ,reliefdarstellungen zurck1 die meist in einem eigentmlich flachen1 malerischen ,stil gehalten sind4 ,abbildung3 #id4 ,thonmodell der ,maria von ,egypten von ,verrocchio4 ,quercia's ,thtigkeit ist nicht auf seine ,vaterstadt beschrnkt2 er war auch fr ,lucca hervorragend thtig und verbrachte den ,schlu seines ,lebens in ,bologna1 wo er den ,schmuck des ,hauptportals von ,s4 ,petronio arbeitete4 ,quercia's ,jugendarbeiten sind nicht mehr erhalten1 und selbst die frheste ,arbeit1 die auf uns gekommen ist1 die #adji begonnene ,marmoreinfassung des ,wasserbeckens auf dem groen ,platz in ,siena1 ist nur noch in drftigen berresten 7in der ,domopera7 vorhanden3 lebhaft bewegte ,statuen und ,relieffiguren der ,tugenden sowie die groartigen ,kompositionen der ,schpfung ,adams und der ,austreibung aus dem ,paradiese4 ,whrend der ,knstler an diesem umfangreichen ,werke arbeitete1 war er auch fr ,lucca beschftigt3 #adac entstand das ,grabmal der ,ilaria del ,caretto im ,dom 7die schne ,gestalt der jungen ,toten auf einem ,untersatz ruhend1 welchen nackte ,putten mit ,krnzen schmcken72 #adaf fertigte ,quercia die ,grabsteine des ,ehepaares ,trenta in ,s4 ,frediano1 und fr dieselbe ,familie fhrte er hier den #adbb vollendeten ,marmoraltar aus4 ,der manieriert gotische ,charakter der ,einzelfiguren dieses ,altares sticht auffallend ab gegen die gro empfundenen1 lebensvollen ,darstellungen der ,predella4 ,im ,jahre #adaf hatte ,quercia den ,auftrag zum ,entwurf des ,taufbrunnens in ,s4 ,giovanni zu ,siena erhalten1 dessen ,ausfhrung seiner ,leitung unterstellt wurde4 ,neben der ,johannesstatuette auf der ,spitze und mehreren kleinen ,prophetenfiguren in ,relief ist eines der ,bronzereliefs1 die ,ausweisung des ,zacharias aus dem ,tempel 7vollendet #adcj71 von seiner ,hand2 unter allen ,arbeiten am ,taufbrunnen ist es allein dem daneben angebrachten ,relief ,donatello's in ,klarheit und ,lebendigkeit der ,komposition und in ,groartigkeit der ,gestalten gewachsen4 ,noch vor ,vollendung dieser ,arbeit wurde ,quercia nach ,bologna gerufen1 wo er zwischen #adbe und #adch den reichen bildnerischen ,schmuck des ,hauptportals von ,s4 ,petronio ausfhrte3 in der ,lnette die groen ,freifiguren der ,heiligen ,petronius und ,ambrosius zur ,seite der sitzenden ,madonna2 am ,architrav und an der ,einrahmung der ,thr flache ,reliefs aus dem ,leben ,christi und der ,schpfungsgeschichte2 an den ,laibungen und am ,thrbogen in etwas hherem ,relief die kleinen ,halbfiguren der ,propheten4 ,von allen ,bildwerken des ,knstlers sind diese wohl die vorzglichsten und1 mit ,einschlu der ,freifiguren1 auch die am besten durchgebildeten ,arbeiten4 ,alle ,vorzge ,quercia's3 ,reichtum und ,groartigkeit der ,erfindung1 groer und malerischer ,aufbau1 mchtige ,gestalten und strmische ,bewegung sind hier in glcklichster ,weise vereinigt4 ,neben diesen ,arbeiten entstanden ein ,paar andere ,monumente in ,bologna1 von denen das eine in ,bruchstcken im ,museo civico1 das zweite1 ein ,grabdenkmal des ,rechtsgelehrten ,antonio ,galeazzo ,bentivoglio1 sich noch am ,bestimmungsort1 im ,chorumgang von ,s4 ,giacomo ,maggiore befindet4 ,die ,statuetten an diesem ,monument sind den ,holzfiguren von ,heiligen im ,chor von ,s4 ,martino zu ,siena nahe verwandt2 das ,flachrelief1 welches den ,professor auf dem ,katheder vor seinen ,zuhrern darstellt1 ist wieder von groer ,lebendigkeit und feiner malerischer ,behandlung4 ,abbildung3 #aec;,a4 ,weibliche ,marmorbste von ,ant4 ,federighi4 ,quercia's ,richtung ist eine vom sienesischen ,kunstcharakter im ,allgemeinen wesentlich verschiedene4 ,der allmhliche ,verfall der ,stadt1 die schon fr ,quercia selbst nicht ausreichende ,beschftigung darbot1 verhinderte auch die ,ausbildung einer seinen ,bahnen folgenden ,schule4 ,nur ein ,knstler ,sienas1 ,antonio ,federighi 7um #adbj-adij71 obgleich schwerlich ein ,schler ,quercia's1 zeigt sich doch noch wesentlich beeinflut von ihm und hat ein ,stck seines groen ,sinnes geerbt4 ,die reckenhaften ,gestalten ,quercia's sind bei ,federighi zu krftiger ,flle gemigt1 seine strmisch unruhige ,bewegung zu khner ,haltung1 der stumme1 halb befangene1 halb mrrische ,ausdruck zu frischem kecken ,sinn1 die tiefen unruhigen ,falten der dicken ,gewnder zu rundem vollen ,faltenwurf2 dazu bringt der ,knstler einen offenen ,sinn und fleiige ,beobachtung der ,natur und andererseits ein dem ,quercia unbekanntes ,studium der ,antike hinzu4 ,federighi gengt daher gerade in seinen ,statuen und in seiner ,dekoration am meisten3 unter den drei tchtigen ,figuren von seiner ,hand am ,casino de' ,nobili ist der hl4 ,ansanus 7seit #adef7 die wirkungsvollste ,statue der sienesischen ,kunst2 ebenso sind die nackten ,statuetten an den beiden ,weihwasserbecken im ,dom durch ihre krftige naturalistische ,bildung als ,arbeiten des ,knstlers gekennzeichnet4 ,der dekorative ,teil dieser und hnlicher ,arbeiten ist in gleicher ,weise durch die glckliche ,verbindung antiker ,motive mit feinem ,naturstudium und energischer ,behandlungsweise ausgezeichnet4 ,sein ,anschlu an die ,antike geht gelegentlich so weit1 da man bei der ,wahl antiker ,motive an antike ,herkunft glauben konnte2 so gelten der reichverzierte ,sockel der ,taufkapelle im ,dom und eine ,bacchusstatuette im ,privatbesitz als rmische ,arbeiten4 ,die ,reliefs am ,taufbecken jener ,kapelle1 die dem ,quercia zugeschrieben werden1 stehen zwar unter dem ,einflu der gleichen ,kompositionen dieses ,knstlers1 zeigen aber ,federighi's geringeres ,talent in der ,erfindung und im ,aufbau4 ,diese ,eigenschaften kennzeichnen auch das ,monument ,bartoli im ,dom4 ,abbildung3 #aea4 #aeb4 ,holzstatuen der ,verkndigung von einem ,quercia-,schler4 ,von ,quercia's ,hand hat die ,berliner ,sammlung noch kein eigenhndiges ,werk aufzuweisen2 doch kennzeichnen sich zwei 7ursprnglich bemalte7 ,holzstatuen der ,verkndigung von schner ,haltung und edlem ,ausdruck 7,no4 #aea und #aeb7 als ,arbeiten eines von ,quercia beeinfluten1 aber schlichter empfindenden ,knstlers4 ,eine ganz hnliche1 jedoch geringere ,verkndigungsgruppe in der ,collegiata zu ,s4 ,gimignano ist nach der ,inschrift darauf #adbf vom sienesischen ,maler ,martino di ,bartolommeo ausgefhrt4 ,als ein ,werk ,federighi's lt sich wohl mit ,sicherheit die ,marmorbste einer jungen ,frau bestimmen1 welche sich frher im ,privatbesitz in ,siena befand 7,no4 #aec;,a74 ,die kecke ,wendung des ,kopfes1 der energische1 fast mrrische ,ausdruck der individuellen ,zge1 und andererseits der ,anschlu an die ,antike im ,kostm1 in der ,behandlung der ,haare1 der ,augensterne u4 s4 f4 sind ebensoviele charakteristische ,merkmale fr die ,urheberschaft des ,federighi4 ,auch das ,reliefportrt eines schielenden ,mannes 7,no4 #aec71 derber noch behandelt wie jene als sienesische ,portrtbste fast alleinstehende ,arbeit1 ist nach dem hnlichen ,charakter mit ,wahrscheinlichkeit dem ,federighi zuzuschreiben4 ,unter den ,bildhauern ,sienas ist nur ,giovanni di ,stefano dem ,federighi noch teilweise verwandt und wohl unter seinem ,einflu gro geworden4 ,das altarartige ,tabernakel in ,s4 ,domenico 7#adff7 zeigt die krftige ,art der ,dekoration und die frischen ,engelsgestalten wie in ,federighi's ,werken2 seine ,marmorstatue des hl4 ,ansanus mit dem ,krppel zur ,seite1 in der ,johanneskapelle des ,doms 7vor #adhg71 hat noch die krftigen ,formen und die vollen ,falten wie die ,figuren jenes ,knstlers1 wenn ihr auch die energische ,auffassung und kecke ,haltung derselben fehlen4 ,in seinen sptesten ,arbeiten1 den leuchterhaltenden ,bronzeengeln neben ,vecchietta's ,tabernakel im ,dom 7seit #adhi71 schliet sich der ,knstler dagegen in den schlanken ,verhltnissen1 den schnen ,kpfen und zierlichen ,falten mehr dem ,vorbild ,vecchietta's an4 -- ,ein ,zeitgenosse ,federighi's1 der neben ihm in ,siena arbeitet1 ,urbano da ,cortona1 ist ein geringer1 nchterner ,geselle1 obgleich er unter ,donatello in ,padua gearbeitet hatte4 7,reliefs im ,dom und in der ,loggia de' ,nobili47 ,abbildung3 #aed4 ,marmorrelief der ,madonna von einem unbekannten ,sienesen4 ,lorenzo ,vecchietta 7um #adab-adhj7 ist auch in seiner bildnerischen ,thtigkeit recht eigentlich der ,vertreter der sienesischen ,kunst des vorgeschrittenen ,quattrocento im ,groen und ,ganzen4 ,zu groen ,aufgaben nicht berufen und gezwungen1 in den verschiedensten ,kunstfchern sich zu versuchen1 sind die ,knstler ,sienas im kleinen ,kreise und im ,kleinen thtig1 und erscheinen daher auch klein im ,charakter ihrer ,kunst4 ,sind schon die ,arbeiten des ,goldschmieds ,turino di ,sano und seiner ,shne1 namentlich des talentvollen ,giovanni di ,turino 7 um #aded71 welche einen wesentlichen ,anteil an der ,ausfhrung von ,quercia's ,taufbrunnen nahmen1 neben ,quercia's und ,donatello's ,reliefs nchtern und kleinlich1 so hat auch ,vecchietta nichts von der groen ,auffassung1 von der reich gestaltenden ,phantasie dieser ,knstler2 sein ,streben geht vielmehr1 wie in seinen ,bildern so in seinen ,skulpturen1 auf treue und oft ngstliche ,wiedergabe der ,natur in allen ,details1 auf sauberste ,durchbildung1 auf ,lieblichkeit der ,erscheinung und ,innigkeit des ,ausdrucks4 ,galt es eine ,einzelgestalt von groem ,charakter1 eine ,komposition von dramatischem ,inhalt1 so erscheint der ,knstler regelmig ungengend und schwchlich2 wo aber die ,aufgabe seiner ,begabung entgegenkam1 wo es galt1 einen ,engelskopf oder eine jugendliche ,frauengestalt zu schaffen1 oder ,scenen frommer ,andacht zu schildern1 wo ,flei und ,ausdauer zum ,erfolge notwendig waren1 wie bei der ,bronzearbeit1 da hat der ,knstler ,tchtiges und ,reizvolles geleistet4 ,vecchietta's ,statuen des ,paulus 7#adeh7 und ,petrus 7#adfj7 an der ,loggia de' ,nobili erscheinen daher neben ,federighi's energischen ,gestalten schwchlich und charakterlos2 die ,bronzestatue ,christi auf dem ,altar der ,spitalkirche und das ,marmorrelief mit dem ,hieronymus am ,eingang der ,libreria wirken kleinlich durch die bertriebene ,betonung der ,details4 ,in der bronzenen ,grabfigur des ,marino ,soccino 7jetzt im ,bargello zu ,florenz7 und namentlich in dem #adfe-adgb ausgefhrten ,bronzetabernakel auf dem ,hochaltar des ,doms zu ,siena kommen dagegen seine guten ,eigenschaften voll zur ,geltung3 die ,schnheit und der ,liebreiz seiner jugendlichen ,gestalten1 der ,geschmack im ,aufbau und in der ,dekoration1 das tchtige ,naturstudium und die ,meisterschaft der ,durchfhrung und der ,technik in ,gu1 ,ciselierung und ,patinierung4 ,dem ,vecchietta sind eine ,reihe jngerer ,knstler1 die gleichfalls meist auch als ,maler thtig waren1 nahe verwandt4 ,so ,francesco di ,giorgio 7#adci-aejb71 dessen tchtigste ,arbeiten verschiedene der ,bronzeengel neben ,vecchietta's ,tabernakel sind 7#adig71 holdselige ,gestalten von schner ,bewegung und ganz malerisch behandelter ,gewandung4 ,auch ,neroccio di ,bartolommeo 7#addg-aejj71 in seiner ,katharinenstatue der ,taufkapelle des ,domes 7#adhg7 dem ,federighi und ,gio4 di ,stefano noch nahe1 erscheint regelmig nchtern und selbst schwchlich in seinen ,gestalten1 und in dem ,piccolomini-,grabmal im ,dom ist er abhngig von ,federighi's ,monument ,bartoli4 hnliches gilt von ,giacomo ,cozzarelli 7#adec-aeae71 dessen nicht seltene kleinere ,thonfiguren von ,heiligen in ,sto4 ,spirito1 ,sa4 ,caterina u4 s4 f4 von weichen geflligen ,formen und lieblichem ,ausdruck sind4 ,die bildnerische ,kunst ,sienas1 das inzwischen seine politische ,selbstndigkeit schon an ,florenz verloren hatte1 erschpfte sich in solchen vereinzelten kleinen ,bildwerken1 denen ,kraft und ,eigenartigkeit der ,auffassung1 wie ,frische der ,naturanschauung abgehen4 ,zu neuem ,leben hat sich seitdem die ,plastik in ,siena nicht wieder erhoben4 99 99 99 99 99 ,der auerordentliche ,aufschwung der ,kunst in ,toskana weckte schon frh in allen ,teilen ,italiens das ,bedrfnis nach toskanischen ,kunstwerken4 ,wir sahen1 wie eine ,reihe von ,florentiner ,bildhauern1 darunter auch die tchtigsten1 auf krzere oder lngere ,zeit zu den verschiedensten ,aufgaben nach dem ,norden wie nach dem ,sden ,italiens berufen wurden2 neben den ,monumenten1 die sie dort schufen1 haben sie fast berall den ,keim zu einer eigenen lokalen ,kunstentwickelung in den ,bahnen der ,renaissance gelegt1 in der sich der ,einflu der florentiner ,kunst in verschiedener ,weise und mehr oder weniger nachhaltig geltend macht4 ,donatello's ,thtigkeit fr ,neapel und sein ,aufenthalt in ,rom waren zu kurz und fanden den ,boden noch zu wenig vorbereitet2 ,knstler wie ,filarete1 der die ,petersthren go1 wie ,rosso oder ,piero di ,niccolo1 die schon in den zwanziger ,jahren in ,verona und ,venedig beschftigt wurden1 waren zu unbedeutend1 um hier eine nachhaltige ,wirkung ausben zu knnen4 ,dies geschah erst durch den zehnjhrigen ,aufenthalt ,donatello's in ,padua1 der fr die ,entwickelung der ,plastik in ganz ,oberitalien bestimmend wurde und dadurch 7bei dem ,wandertrieb der lombardischen ,bildhauer7 auch auf die mittel- und sditalienische ,kunst nicht ohne ,einflu blieb4 ,seine damalige ,richtung1 seine ,art der ,thtigkeit hier wurden grundlegend fr seine ,nachfolger4 ,die ,aufgaben1 die ihm in ,padua gestellt wurden1 waren umfangreiche und schwierige ,bronzearbeiten2 sie erforderten ,knstler1 die nach den ,skizzen des ,meisters die ,modelle in ,thon herstellten1 erforderten andere ,knstler zum ,gu und zur ,ciselierung4 ,donatello hatte dafr verschiedene junge ,bildhauer1 die uns namhaft gemacht werden1 aus ,toskana mit sich gebracht1 zog aber bei dem ,umfang und der langen ,dauer seiner ,arbeiten auch ,knstler aus ,padua und der ,nachbarschaft zu seiner ,beihlfe heran4 ,so bildete er hier in den zehn ,jahren seiner ,anwesenheit eine so groe ,werkstatt aus1 wie sie bis dahin in ,italien1 selbst in ,florenz kein ,knstler gehabt hatte2 eine ,werkstatt1 welche nach ,donatello's ,rckkehr nach ,florenz umfangreich und selbstndig genug war1 um ,padua selbst als ,mittelpunkt bildnerischer ,thtigkeit fr ,oberitalien zu erhalten1 und um von hier aus nach den verschiedensten ,seiten1 namentlich ber ,oberitalien1 durch die in dieser ,werkstatt gebildeten ,knstler die ,kunstrichtung ,donatello's zu verbreiten und der ,renaissance dadurch dauernden ,eingang zu verschaffen4 ,da dieses so rasch und grndlich geschah1 dafr gebhrt freilich das ,hauptverdienst nicht einem ,bildhauer1 sondern dem ,maler ,andrea ,mantegna1 dessen ,lehrzeit bei dem untergeordneten ,squarcione und dessen erste ,thtigkeit in ,padua gerade zusammenfllt mit der ,zeit von ,donatello's ,aufenthalt daselbst4 ,der ,paduaner ,bildnerschule ist der ,charakter der spteren ,werke ,donatello's auf's schrfste aufgeprgt4 ,die einseitige ,richtung auf das ,charakteristische und ,natrliche1 die struktive ,bildung der ,gestalten ohne ,rcksicht auf gefllige ,erscheinung1 ja selbst mit ,vernachlssigung derselben1 die eng anliegende ,gewandung1 in welcher der ,krper mglichst stark zur ,geltung kommt1 und die malerische ,behandlungsweise der kleinen knitterigen ,falten1 die ,vorliebe fr die ,ausfhrung in ,bronze und die dadurch bedingte ,modellierung in ,thon sind die hervorstechenden ,eigenschaften1 welche den ,paduaner ,skulpturen des spteren ,quattrocento und teilweise der gesamten oberitalienischen ,plastik eigentmlich sind4 ,freilich1 die ,unmittelbarkeit der ,naturanschauung und die dramatische ,gestaltung konnten diese ,knstler dem groen ,meister nicht absehen2 die ,gefahr1 die knstlerische ,formensprache desselben zu bertreiben und zu veruerlichen1 sie zur ,karikatur zu machen1 lag daher bei diesen ,nachfolgern ,donatello's besonders nahe1 und dieser ,gefahr haben keineswegs alle die ,kraft eigener knstlerischer ,empfindungsart mit ,erfolg entgegensetzen knnen4 ,unter ,donatello's ,gehlfen am ,hochaltar fr den ,santo war der tchtigste ,giovanni da ,pisa4 ,von ihm ist der ,altar in der von ,mantegna und anderen ,schlern ,squarcione's ausgemalten ,kapelle der ,eremitani erhalten3 die ,madonna thronend zwischen sechs ,heiligen1 in der ,predella die ,anbetung der ,knige1 im ,fries und ,aufsatz spielende ,putten2 in ,thon im ,relief gebildet1 trotz des dicken modernen ,anstrichs noch jetzt von groem ,reiz durch die ,lebendigkeit der ,komposition1 die ,frische und ,natrlichkeit der ,gestalten4 ,abbildung3 #afc4 ,portallnette von ,bellano 7874 ,ein jngerer ,schler1 der von ,donatello auch in ,florenz 7und ,perugia7 beschftigte ,paduaner ,bartolommeo ,bellano 7um #adcj-adih71 von ,haus aus weniger begabt1 zeigt sich gelegentlich schon sehr manieriert4 ,in dem groen ,marmorgrab des ,a4 ,rouzelli 7 #adff7 im ,santo folgt er mit geringem architektonischen ,sinn dem ,vorbild des ,marzuppini-,monuments4 ,die gleichen ,schwchen im ,aufbau hat der ,wandaltar in der ,sakristei1 whrend hier das groe ,flachrelief in der ,lnette mit der ,darstellung des ,wunders vom glubigen ,esel eine lebendige freie ,nachbildung der gleichen ,darstellung ,donatello's am ,hochaltar ist4 ,wie wenig das ,talent des ,knstlers sonst fr groe dramatisch bewegte ,kompositionen ausreicht1 beweisen die ,bronzereliefs an den ,chorschranken des ,santo 7#adhd-adhh7 mit zahllosen ungeschickt gehuften puppenartigen ,figuren von schlechten ,verhltnissen und in verfehltem ,hochrelief4 ,in die letzte ,zeit seiner ,thtigkeit fallen ein ,paar groe ,grabmonumente1 beide aus umfangreichen ,bronzetafeln zusammengesetzt3 das des ,paolo und ,angelo de ,castro in den ,servi 7#adib71 und das des ,pietro ,roccabonella in ,s4 ,francesco1 ber dessen ,vollendung der ,knstler hinstarb4 ,ersteres ist lebendig in den beiden ,reliefportrts1 aber unglcklich im ,aufbau und in den ,verhltnissen2 letzteres lehnt sich in den beiden ganz bildartigen ,tafeln an venezianische ,gemlde eines ,bellini an2 in den tchtigen ,einzelfiguren ist es noch unter dem ,einflu von ,donatello's ,statuen am ,hochaltar4 ,abbildung3 ,bronzestcke von ,riccio1 ,bellano u4 ,a4 ,von der ,madonna am ,grabmal de ,castro1 die sich als genreartige ,umgestaltung von ,donatello'schen ,madonnenkompositionen seiner ,paduaner ,zeit charakterisiert1 besitzt die ,berliner ,sammlung das ,thonmodell 7,no4 #aef;,a74 ,ein zweites ,thonrelief der ,madonna steht dem ,donatello noch besonders nahe 7,no4 #aef;,b74 ,von einer anderen greren ,madonnenkomposition mit anmutigem genrehaften ,charakter befindet sich in der ,sammlung ein alter ,thonabdruck nach dem ,marmororiginal in italienischem ,privatbesitz 7bezeichnet und datiert #adfa1 ,no4 #aee;,a74 ,ein ,paar hnliche ,madonnen des ,knstlers findet man in den ,eremitani zu ,padua1 wo auch im ,privatbesitz verschiedene grere ,darstellungen der ,beweinung ,christi in bemaltem ,thon erhalten sind1 herbe1 aber ausdrucksvolle ,kompositionen4 ,in ,venedig gehrt dem ,knstler augenscheinlich das dort besonders energisch erscheinende ,evangelistenrelief rechts vom ,hauptportal von ,s4 ,zaccaria2 auch die ,reliefs an den ,chorschranken in den ,frari verraten deutlich seinen ,charakter4 ,dem ,bellano ist ,giovanni ,minello nahe verwandt1 dem urkundlich ein ,paar ,thonstatuen im ,museo civico zu ,padua angehren1 nach deren ,verwandtschaft wohl auch die reichen1 in ihrer alten ,bemalung noch sehr wirkungsvollen ,wandaltre an der inneren ,eingangswand der ,eremitani dem ,minello zuzuschreiben sind2 ,arbeiten aus dem letzten ,viertel des ,quattrocento1 deren ,einzelfiguren voller und schner erscheinen als die ,bellano's und deren reiche ,ornamente schon den feinen ,naturalismus und die zierliche ,bildung der gleichzeitigen venezianischen ,monumente zeigen4 ,in besonders reicher1 phantastischer ,ausbildung kehrt dieselbe ,ornamentik an der berhmten von ,minello begonnenen ,marmorkapelle des ,santo wieder4 ,abbildung3 ,bronzestatuetten von ,bellano1 ,sansovino 787 u4 ,a4 ,diese ,abschwchung ,donatello'scher ,traditionen durch den schlichten1 auf das ,malerische gerichteten ,naturalismus1 wie er sich in ,venedig in den letzten ,jahrzehnten des ,quattrocento ausbildete1 und durch einen engeren ,anschlu an die ,antike1 namentlich in der ,gewandung und in den ,motiven1 tritt noch strker bei dem jngsten ,knstler dieser ,richtung hervor1 bei ,andrea ,briosco gen4 ,riccio 7der ,krauskopf1 #adgj-aecb74 ,in ihm erreicht die ,paduaner ,giehtte ihre hchste und mannigfaltigste ,entwickelung4 ,riccio ist auch im ,groen thtig gewesen4 ,in ,s4 ,canziano zu ,padua befindet sich eine ,pieta aus bemaltem ,thon nebst verschiedenen ,statuetten1 zu denen ursprnglich auch die edel empfundenen ,halbfiguren von ,maria und ,magdalena im ,museo civico gehrten 7#aecj74 ,der ,dom von ,treviso besitzt von ihm die anmutige ,marmorstatue eines hl4 ,sebastian 7#aeaf74 ,das ,wandgrab des ,ant4 ,trombetta an der ,eingangswand im ,santo zu ,padua zeigt in einer ,einrahmung von zierlichem ,steinmosaik die individuelle und meisterhaft durchgearbeitete ,bronzebste des ,verstorbenen 7#aebb74 ,als freistehender ,sarkophag mit zierlichen ,ornamenten ist das ,grabmal ,torriani in ,s4 ,fermo zu ,verona gestaltet1 dessen ,bronzen jetzt im ,louvre sich befinden4 ,in beiden ,monumenten verrt sich im ,aufbau wie in der ,dekoration der ,kleinknstler1 der fr die ,prachtmbel der ,kirchen wie der ,palste zu modellieren gewohnt war4 ,in der ,that liegt die ,begabung und ,bedeutung des ,knstlers recht eigentlich nach dieser ,seite1 und bei dem rasch wachsenden ,wohlstand in ,venedig konnte sein ,talent die reichste ,bethtigung nach dieser ,richtung finden4 ,kleinere ,kirchenmbel wie ,einrichtungsgegenstnde des ,hauses1 soweit sie fr ,bronzeausfhrung geeignet waren1 sind in grter ,mannigfaltigkeit und reicher ,zahl aus seiner ,werkstatt hervorgegangen und finden sich heute noch vereinzelt in den ,kirchen und ,sammlungen von ,padua 7vor ,allen der berhmte groe ,kandelaber im ,santo1 ausgefhrt zwischen #aejg und #aeaf7 und ,venedig1 namentlich aber in den ,sammlungen des ,auslandes4 ,kleine ,altre und ,tabernakel1 ,kandelaber1 ,leuchter1 ,lampen und ,vasen1 ,mrser und ,glocken1 ,kstchen und ,tintefsser1 ,kutafeln fr die ,hausandacht1 ,hutagraffen1 ,schwertgriffe und hnliche ,gegenstnde sind noch jetzt in groer ,zahl erhalten1 teils vollstndig1 teils in ihren einzelnen ,tfelchen 7,plaketten1 vergl4 ,s4 #abc74 ,frisch und phantasievoll in der ,erfindung1 zeigen sie den feinsten ,geschmack in der ,ausfhrung3 zweckentsprechend und zierlich in der ,form1 elegant in der ,dekoration sind sie in ihrem figrlichen ,schmuck1 namentlich den kleinen ,reliefs1 die mit groer ,vorliebe daran angebracht sind1 auf der ,hhe der groen ,plastik1 ja derselben in mancher ,beziehung berlegen4 ,in der ,unterordnung unter die ,zwecke des ,mbels1 in der ,wahl des ,reliefstils1 in der ,einordnung in den ,raum sind diese ,darstellungen ihrer ,mehrzahl nach ebenso ausgezeichnet1 wie in der klaren ,komposition1 in der lebendigen ,erzhlung1 in der ,meisterschaft der ,durchfhrung und in einer im ,kleinen wahrhaft groen ,auffassung4 hnliche ,vorzge haben auch die ,statuetten und kleinen ,gruppen des ,knstlers1 die gleichfalls in grerer ,zahl erhalten sind4 ,abbildung3 ,plaketten von ,riccio1 ,ulocrino1 ,moderno1 ,caradosso 787 u4 ,a4 ,der ,anklang1 den ,riccio's ,arbeiten fanden1 fhrte eine ,reihe anderer ,knstler1 namentlich ,goldschmiede und ,medailleure1 zur ,nachfolge4 ,zumeist waren auch sie in ,padua thtig oder doch hier ausgebildet2 ihre zahlreichen ,arbeiten sind leider der ,mehrzahl nach namenlos oder mit ,beinamen und ,monogrammen versehen1 deren ,entzifferung noch unsicher ist4 ,hier seien nur einige der tchtigsten namhaft gemacht4 ,stolz auf seine ,nachbildungen der ,antike zeichnet der ,eine sich ,antico 7,pier ,jacopo ,alari-,bonacolsi1 #adfj-aebh72 ein ,anderer1 ,riccio nahe verwandt1 giebt sich im ,bewutsein seiner knstlerischen ,selbstndigkeit den ,beinamen ,moderno2 ein ,dritter prunkt mit seiner ,kenntnis der alten ,sprachen in dem ,pseudonym ,ulocrino 7,krauskopf1 also gleichbedeutend mit ,riccio1 der sich vielleicht hinter jenem ,beinamen versteckt74 ,ein ,knstler1 den man 7wohl irrtmlich7 fr den am ppstlichen ,hofe viel beschftigten ,mailnder ,caradosso hlt1 ist durch krftige ,bildung seiner ,gestalten und dramatische ,auffassung ausgezeichnet2 der ,jo4 ,f4 ,f4 zeichnende ,knstler1 in dem man bisher 7wohl mit ,unrecht7 den ,florentiner ,steinschneider ,giovanni delle ,corneole vermutet hat1 ist schlanker und geflliger in seinen ,figuren1 aber ein ebenso geschickter1 echt ,paduaner ,komponist und ,erzhler4 ,in dem ,vicentiner ,steinschneider ,valerio ,belli1 dessen berschlanke antikisierende ,figuren und dessen nchterne ,kompositionen schon den vollen ,charakter der ,hochrenaissance haben1 erreicht diese reizvolle ,gattung der italienischen ,kleinkunst ihren ,abschlu4 ,in hnlicher ,richtung bewegt sich die ,kunst des ,medaillengusses1 die gleichzeitig und zum ,teil von denselben ,knstlern ausgebt wird und als eine der stilvollsten ,bethtigungen der ,portrtdarstellung in der italienischen ,kunst sich darstellt4 ,abbildung3 ,plaketten von ,riccio1 ,ulocrino1 ,moderno1 u4 ,a4 ,wie das ,berliner ,museum im ,mnz- und ,medaillenkabinet eine besonders reiche und vollstndige ,sammlung der italienischen ,medaillen von ,vittor ,pisano bis auf die beiden ,leoni besitzt1 so hat die italienische ,abteilung der christlichen ,plastik auch die reichhaltigste ,sammlung von ,plaketten aufzuweisen1 von denen einige besonders charakteristische ,stcke der tchtigsten ,meister nebenstehend in ,abbildung wiedergegeben sind4 ,einige vollstndige ,tintefsser1 ,lampen1 ,kutafeln u4 s4 f4 erlutern die ,art der ,verwendung dieser kleinen ,bronzetafeln4 ,auch von kleinen ,bronzestatuetten und ,gruppen besitzt das ,museum eine reichhaltige wertvolle ,sammlung1 zu welcher der ,grund erst krzlich durch den ,ankauf der ,falcke'schen ,sammlung aus ,london gelegt wurde4 ,es sind darin ,riccio 7besonders zahlreich71 ,bellano1 ,bertoldo und unter den jngeren ,cellini und ,gio4 di ,bologna gut vertreten sind 7vergl4 die ,abbildungen auf ,s4 #abc und #abe74 99 99 99 99 99 ,die ,knstler der ,padua benachbarten ,stdte erscheinen in unmittelbarster ,weise von ,padua aus beeinflut4 ,in ,mantua ist das geschmackvolle ,grabdenkmal des ,andrea ,mantegna in ,s4 ,andrea1 mit der edlen ,bronzebste vor einer ,porphyrplatte1 wahrscheinlich ein ,werk des ,gianmarco ,cavalli 7geb4 um #adej74 ,von dem als ,gegenstck entstandenen ,denkmal1 dem ,monument des ,karmelitergenerals und ,dichters ,g4 ,spagnoli1 besitzt die ,berliner ,sammlung die ausdrucksvolle ,bronzebste 7,no4 #afj;,d71 eine treffliche ,arbeit von herber ,individualitt4 ,als ,modell fr ein anderes ,denkmal desselben ,mannes entstand gleichzeitig1 vielleicht von der ,hand desselben ,knstlers1 die groe ,halbfigur in ,holz in der ,bibliothek zu ,mantua4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt noch eine zweite groe ,bronzebste eines berhmten ,mantuaners 7,no4 #adj71 den ,markgrafen ,lodovico ,,iii4 ,gonzaga als bejahrten ,greis2 nach der auerordentlich fleiigen und vollendeten ,durchfhrung1 der knstlichen grnen ,patina und den in ,silber eingesetzten ,augen wohl die ,arbeit eines ,goldschmieds vom ,ende des ,quattrocento4 ,abbildung3 ,plaketten von ,riccio1 ,meister ,,io4 ,f41 ,v4 ,belli u4 ,a4 ,in ,ferrara sind die wenigen erhaltenen plastischen ,arbeiten dieser ,zeit von ausgesprochen ,paduanischem ,charakter4 ,als ,altarschmuck des ,domes entstand das ,krucifix zwischen den ,figuren der ,maria und des ,johannes1 mit den ,heiligen ,mauritius und ,georg zur ,seite 7#adec-adff71 berlebensgroe ,bronzefiguren1 welche die beiden ,florentiner ,baroncelli1 ,vater und ,sohn1 angefangen hatten und die der ,paduaner ,donatello-,schler ,domenico di ,paris vollendete3 ernste und tchtige ,gestalten1 nach dem ,vorbilde der ,donatello'schen ,figuren auf dem ,hochaltar des ,santo1 aber etwas starr und im ,charakter getriebener ,arbeiten4 ,breiter und freier behandelt sind 7neben kleineren ,arbeiten des ,knstlers1 die in ,ferrara zerstreut sind7 ,domenico's ,stuckdekorationen eines ,saales im ,palazzo ,schiffanoja1 die ,gestalten der ,tugenden und ,putten1 die in ihren mageren1 schlanken ,krpern1 ihren kleinen ,kpfen1 den herben ,zgen1 den unruhigen ,falten der am ,krper anklatschenden ,gewnder die ,abkunft von ,donatello deutlich verraten und die engste ,verwandtschaft mit den ferraresischen ,gemlden zeigen4 ,eine sehr bezeichnende ,arbeit dieser ,art in der ,berliner ,sammlung ist die fein empfundene ,maria in ,anbetung des schlafenden ,kindes 7,no4 #aee71 welche sich in dem groen ,altarbilde von ,cosma ,tura in unserer ,galerie fast treu wiederholt findet4 ,abbildung3 #afj;,d4 ,bronzebste des ,g4 ,spagnoli von ,gianmarco ,cavalli 7874 ,auch nach ,bologna erstreckt sich noch der ,einflu der ,paduaner ,kunst4 ,quercia's langjhrige ,thtigkeit hatte hier keine unmittelbare ,nachfolge gefunden2 das ,grabmal ,fava 7 #adci7 im ,chorumgang von ,s4 ,giacomo ,maggiore ist nur eine geistlose ,nachahmung von ,quercia's ,grabmal ,bentivoglio1 wohl von der ,hand eines seiner ,gesellen4 ,erst zwanzig ,jahre nach ,quercia's ,tode tritt wieder ein ,knstler von ausgesprochener ,eigenart in ,bologna auf1 einer der tchtigsten und originellsten ,bildhauer des ,quattrocento1 der ,sditaliener ,niccolo dell' ,arca 7 #adid74 ,das erste datierte ,werk1 das ,monument mit dem bemalten ,reiterrelief des ,annibale ,bentivoglio in ,s4 ,giacomo ,maggiore 7vom ,jahre #adeh71 ist noch ziemlich nchtern und unbedeutend4 ,erst der ,aufsatz auf der ,arca des hl4 ,dominicus in ,s4 ,domenico1 an dem der ,knstler seit #adfi arbeitete1 gab ,niccolo ,gelegenheit1 seine ,eigenart voll auszubilden und aufs ,vorteilhafteste zur ,geltung zu bringen4 ,phantastisch in ,marmor aufgebaut1 mit reichem ,pflanzenschmuck von vollendet naturalistischer1 zierlichster ,durchbildung1 ist dieses ,denkmal auch in seinen ,statuetten von ,heiligen und ,propheten1 die ringsum angebracht sind1 von so frischem ,naturalismus1 die ,figuren sind so keck und frei in ,haltung und ,ausdruck1 so malerisch in dem reichen ,zeitkostm mit den vollen ,falten1 da hier das ,vorbild ,quercia's unverkennbar ist4 ,der kstliche lockige ,engel links zur ,seite des ,marmorschreins ist lange als ein ,meisterwerk ,michelangelo's bewundert worden1 dessen eigene ,arbeit unbeachtet diesem ,engel gegenber stand4 ,ein zwischen der ,arbeit an diesem umfangreichen ,werk ausgefhrtes groes ,madonnenrelief aus ,thon an der ,fassade des ,palazzo ,apostolico 7#adgh7 ist in der berreichen1 ganz an ,quercia gemahnenden ,gewandung nicht von gleichem ,reiz wie der in ganz eigener ,weise in ,bronze und ,marmor gearbeitete ,grabstein ,garganelli 7 #adgh7 im ,museo ,civico zu ,bologna4 ,ein aus ,bologna stammendes ,thonrelief der ,madonna1 die von ,cherubim hochgetragen wird1 ,kolossalfiguren in ,thon mit alter ,bemalung im ,besitze der ,berliner ,sammlung 7,no4 #aia;,a71 ist zwar nicht auf ,niccolo selbst zurckzufhren1 zeigt aber in ihrer schlichten ,naturbeobachtung1 namentlich im ,kind1 ,verwandtschaft mit den frhesten ,werken dieses ,knstlers4 ,mit ,niccolo tritt in ,bologna ein ,mantuaner ,meister um die siebziger ,jahre in die ,schranken1 ,sperandio 7um #adbe-aejj71 ber dessen gro empfundenen und breit und derb behandelten ,medaillen seine selteneren1 meist in ,thon ausgefhrten groen ,bildwerke bisher vergessen waren4 ,von seiner ,hand ist der ,unterbau des ,grabmals ,papst ,alexanders ,v4 in ,san ,francesco1 die ,flachreliefs mit den ,gestalten der ,tugenden und die ,statuetten der ,madonna zwischen zwei ,heiligen ber der ,grabfigur 7vollendet #adhb72 flchtige ,arbeiten1 die in den mageren ,figuren und den knitterigen ,falten ihre ,herkunft aus der ,paduaner ,werkstatt ,donatello's nicht verleugnen4 ,ebenso stark1 aber in vorteilhafterer ,weise verrt sich dieser ,einflu auch in dem reich dekorierten ,portal der ,chiesa la ,santa1 mit krftigen ,puttengestalten zwischen ganz ,donatello'schen ,ornamenten4 ,am gnstigsten erscheint ,sperandio in der ,portrtdarstellung2 wie in den kleinen ,reliefportrts seiner ,medaillen1 so auch in den groen ,thonbsten vornehmer und gelehrter ,bolognesen1 die sich noch vereinzelt im ,privatbesitz erhalten haben2 ,arbeiten von einfacher1 aber berraschend lebensvoller ,auffassung und breiter1 derber ,wiedergabe der ,persnlichkeit4 ,abbildung3 #aia;,a4 ,madonna in bemaltem ,thon von einem ,bologneser ,meister um #adfj4 ,in der jngeren ,generation der ,bologneser ,bildhauer1 unter denen ,vincenzo ,onofri der namhafteste ist1 schwcht sich die ,frische und ,kraft des ,naturalismus eines ,niccolo dell' ,arca und ,sperandio mehr und mehr zu einer mehr schchternen1 zuweilen selbst schwchlichen ,auffassung und sauberer und zierlicher ,behandlungsweise ab4 ,ihre ,arbeiten sind den ,werken der gleichzeitigen ,maler3 der ,costa1 ,aspertini1 ,francia u4 s4 f4 aufs engste verwandt4 ,das ,grabmal ,nacci in ,s4 ,petronio1 ein ,jugendwerk des ,onofri1 die ,bste des ,beroaldus in ,s4 ,martino ,maggiore 7#aejd7 und der farbige ,altar mit dem ,relief der ,madonna zwischen ,heiligen und ,engeln in den ,servi 7#aejc71 beide gleichfalls von ,onofri1 ein ,professorengrab im ,kreuzgang von ,s4 ,martino ,maggiore 7#aejc7 und ein dem ,francesco ,francia zugeschriebenes ,marmorportrt des ,giov4 ,bentivoglio ,,ii4 in ,s4 ,giacomo ,maggiore1 in flachem ,relief ausgefhrt 7#adig71 sind charakteristische und gute ,arbeiten dieser ,richtung1 aus der auch das ,berliner ,museum ein ,hauptwerk besitzt 7,no4 #aia73 die in ihrer feinen ,bemalung erhaltene ,bste eines vornehmen ,bolognesen4 ,sie gilt von ,alters her als ,arbeit des ,fr4 ,francia1 dessen gemalten ,bildnissen sie in der ,that nahe verwandt ist4 ,in dem ,kirchlein ,sa4 ,maria della ,vita zu ,bologna ist eine groe ,gruppe der ,beweinung ,christi versteckt1 als deren ,urheber erst neuerdings ,niccolo dell' ,arca erkannt worden ist4 ,obgleich am falschen ,platze und in schlechter ,beleuchtung1 entstellt durch dicken braunen ,anstrich und schlechte ,restaurationen1 namentlich der ,hnde1 ist diese ,gruppe doch noch von berraschender1 freilich teilweise entschieden abschreckender ,wirkung4 ,in verzweifeltem ,schmerz umstehen die ,verwandten den ,leichnam des ,herrn1 die ,frauen laut schreiend und in ,verzweiflung sich ber den ,leichnam werfend oder ohnmchtig daneben zusammensinkend4 ,die zufllige ,zusammenstellung dieser groen ,freifiguren zu einer ,gruppe1 die volle naturalistische ,durchbildung derselben1 welche soweit geht1 da die meisten ,figuren sogar im ,zeitkostm auftreten1 steigert den bertriebenen ,ausdruck des ,schmerzes bis zu einem widerwrtigen ,eindruck der ,natrlichkeit und des ,augenblicklichen 7vgl4 ,s4 #acb;f474 ,aber gerade durch diese ,eigenschaften1 in ,verbindung mit der ,bemalung und ,aufstellung in ,nischen1 scheinen diese und hnliche regelmig in ,thon ausgefhrte ,gruppen einen auerordentlichen ,anklang gefunden zu haben4 ,wenigstens fand ,niccolo in dem ,modenesen ,guido ,mazzoni 7um #adej-aeah7 einen ,nachfolger1 der seine ,thtigkeit fast ausschlielich auf solche ,gruppen der ,beweinung des ,leichnams ,christi1 ,krippen u4 s4 f4 beschrnkte und damit in den verschiedensten ,teilen ,italiens den grten ,erfolg hatte und selbst in das ,ausland berufen wurde4 ,einfacher und weniger dramatisch in der ,auffassung als ,niccolo dell' ,arca1 whlt er seine ,modelle mitten aus dem ,volk und geht in der naturalistischen ,wiedergabe derselben bis auf ihre ,tracht und alles ,beiwerk in der vllig genreartigen ,behandlung seiner biblischen ,motive noch ber sein ,vorbild hinaus1 so da nur seine biedere1 ernste ,auffassung eine lcherliche oder abschreckende ,wirkung dieser ,gruppen verhindert4 ,die frheste derselben1 die groe ,gruppe der ,beweinung in ,s4 ,giovanni decollato zu ,modena 7#adgg-adhj71 ist wohl seine tchtigste und sorgfltigste ,arbeit2 sie wirkt weit weniger banal als die ,anbetung des ,kindes in der ,krypta des ,domes oder wie die sehr ungnstig aufgestellte ,gruppe der ,beweinung ,christi in der ,chiesa di ,montoliveto zu ,neapel4 ,nach ,neapel wurde der ,knstler #adia berufen und fhrte hier wahrscheinlich auch die einfache1 lebensvolle ,bronzebste des ,knigs ,ferrante im ,museo ,nazionale aus4 ,die ,beweinungsgruppe in ,s4 ,m4 della ,rosa zu ,ferrara ist der ,gruppe in ,s4 ,giovanni zu ,modena nahe verwandt1 wenn auch nicht gewachsen4 -- ,das ,berliner ,museum besitzt1 als einziges ,stck seiner ,hand auerhalb ,italiens1 das ,bruchstck einer solchen ,gruppe3 den ,kopf eines ,stifters1 ernst und schlicht in der ,auffassung1 treffend lebensvoll auch in der unberhrten alten ,bemalung4 ,guido's ,gruppen haben in ,modena im ,cinquecento eine klassische ,weiterbildung durch ,begarelli erhalten 7,s4 #afg72 sie haben aber noch zu seiner ,zeit ,nachahmer gefunden1 namentlich in der ,lombardei1 deren ,arbeiten in erster ,linie auf unmittelbare ,wirkung auf die ,andacht berechnet und daher regelmig an ,wallfahrtsorten oder an wunderthtigen ,altren aufgestellt waren4 99 99 99 99 99 ,auch die bildnerische ,kunst der ,lombardei zeigt den ,einflu des ,quattrocento1 in die ,bahnen der ,renaissance einlenkte4 ,freilich waren schon vorher an verschiedenen ,orten florentiner ,knstler thtig gewesen4 ,der ,mitarbeiter ,donatello's bei der ,statue am ,campanile in ,florenz1 ,giovanni ,bartolo gen4 ,rosso1 errichtete in ,s4 ,fermo zu ,verona schon bald nach dem ,jahre #adbj jenes imposante ,wandgrab der ,familie ,brenzoni mit dem ,hochrelief der ,auferstehung1 dessen krftige ,gestalten einen frischen ,realismus zeigen1 der aber von gotischen ,traditionen noch nicht frei ist4 ,den gleichen ,charakter hat das ,monument des ,cortesia ,sarego in ,sa4 ,anastasia 7#adcb71 mit der energischen ,reiterfigur des ,feldherrn zwischen seinen ,knappen2 und in derselben ,kirche besteht der ,wandschmuck der ,capella ,pellegrini aus einer ,folge von ,thonreliefs aus dem ,leben ,christi1 welche etwa gleichzeitig von einem florentiner ,knstler im hnlichen bergangsstile ausgefhrt wurden 7vgl4 ,s4 #ea74 ,aber diese ,arbeiten fremder ,knstler fanden keine ,nachfolger unter den heimischen ,bildhauern4 hnlich war es in ,mailand4 ,donatello's ,schler und ,mitarbeiter ,michelozzo war hier seit #adef thtig4 ,seine ,bauten1 die er fr die ,vertreter des ,bankhauses ,medici1 fr die ,portinari errichtete1 sind mit dekorativen ,skulpturen verziert1 welche in ihren ,putten und ,fruchtkrnzen den ,charakter seiner von ,donatello abhngigen1 aber etwas schwerflligen und wenig belebten ,plastik zeigen1 dabei aber auch schon dem lokalen ,geschmack in ,anordnung1 ,kostmen u4 s4 f4 ,rechnung tragen4 ,dies gilt sowohl fr das ,portal der ,mediceerbank 7jetzt in der ,brera7 wie fr die ,pilaster und die ,kuppelverzierungen der ,cappella ,portinari in ,s4 ,eustorgio 7,engel mit ,krnzen74 ,aber auch in ,mailand setzt an diese ,arbeiten nicht unmittelbar und nicht direkt eine lokale ,kunstthtigkeit an2 wie in ,verona haben solche florentiner ,bildwerke zweifellos spter anregend gewirkt1 aber sie waren nur ein ,moment bei der ,belebung der einheimischen ,renaissanceplastik in der ,lombardei und nicht das entscheidende4 ,der ,charakter der lombardischen ,skulptur1 die bald nach der ,mitte des ,jahrhunderts an verschiedenen ,orten in sehr verwandter1 scharf ausgeprgter ,weise gleich mit zahlreichen und umfassenden ,werken auftritt1 weist vor ,allem auf den ,einflu der ,paduaner ,schule ,donatello's1 den die fahrenden comaskischen ,steinmetzen und ,bildhauer aus ,padua und ,venedig in die ,heimat zurckbrachten4 ,die den lombardischen ,bildwerken eigentmlichen hageren1 sehnigen ,gestalten1 der unruhige1 knitterige ,faltenwurf der am ,krper anklatschenden ,gewnder1 das ,streben nach dramatischer ,schilderung figurenreicher ,darstellungen und nach starkem ,gefhlsausdruck entspricht ganz der ,paduaner ,kunst1 ,aber eine ungengende ,kenntnis der ,natur und eine meist oberflchliche ,durchfhrung lassen diese ,arbeiten nur ausnahmsweise zu voller knstlerischer ,reife gelangen2 im ,ausdruck sind sie in der ,regel schwchlich oder verzerrt1 in der ,formenbildung bertrieben und karikiert1 in der ,anordnung berhuft4 ,die ,freude an bilderischem ,schmuck1 einmal belebt1 ist alsbald wieder eine so groe und allgemeine1 da die ,knstler das ,innere und uere der ,gebude damit bedecken und1 da sie ,architekten und ,bildhauer zugleich sind1 ihren hchsten ,triumph darin suchen1 die architektonischen ,formen in ,bildwerke geradezu aufzulsen4 ,dabei ist die ,vorliebe fr kleine ,figuren1 fr die ,hufung zahlreicher ,scenen und ,figrchen1 fr die ,ausfhrung in ,holz1 wo es der ,platz erlaubte1 und fr reiche ,bemalung und ,vergoldung offenbar durch die ,berhrung mit der deutschen ,kunst1 wenn nicht angeregt1 so doch wesentlich gefrdert2 denn diese ,eigenschaften sind in den der deutschen ,grenze benachbarten ,orten am strksten ausgeprgt4 ,keine andere ,provinz von ,italien ist so reich an ,skulpturen dieser ,zeit2 aber kaum an einem anderen ,platze sind dieselben so wenig unterschieden1 drcken so wenig die ,individualitt ihrer ,meister aus1 wie gerade in der ,lombardei4 ,die ,knstler lassen sich an der dekorativen ,wirkung ihrer ,bildwerke gengen2 daher fehlt es denselben an absolutem knstlerischen ,wert und an dem ,reiz der knstlerischen ,eigenart4 ,andererseits hat aber gerade die neu belebte ,lust am ,bauen und ,meieln1 welche schon im ,,xii4 und ,,xiii4 ,jahrh4 die ,steinmetzen der ,lombardei1 namentlich aus ,como und ,umgebung1 ihren ,weg durch ganz ,italien finden lie1 auch jetzt wieder zahlreiche ,lombarden als fahrende ,knstler ber die ,grenzen ihrer ,heimat hinausgetrieben1 und sich in den meisten ,provinzen ,italiens1 auerhalb ,toskanas1 wie als ,architekten so auch als ,bildhauer bethtigen lassen4 ,unter ihnen sind einzelne ,knstler1 dank der ,berhrung mit der fremden ,kunst1 von einer ,bedeutung1 wie sie keiner der lombardischen ,bildhauer in der ,heimat besitzt4 ,gerade hierin liegt auch in dieser ,periode die hervorragende ,bedeutung der lombardischen ,skulptur4 ,der ,baueifer einzelner ,tyrannen1 namentlich der ,visconti und ,sforza1 sowie des ,condottiere ,colleoni1 der ihnen darin nacheiferte1 bot den ,bildhauern der ,lombardei ,gelegenheit1 sich in ihrer ,kunst nach ,herzenslust in unerhrter ,pracht zu zeigen4 ,die ,certosa bei ,pavia1 deren ,bau und ,ausstattung fast ganz in diese ,zeit fallen1 hat in zierlicher ,eleganz der ,arbeit1 in ,pracht des wertvollen prunkenden ,gesteins nicht ihres ,gleichen in ,europa2 der ,mailnder ,dom erhielt jetzt seine grazise ,kuppel1 die mit einem ,wald von zierlichen ,marmorpfeilern umkleidet wurde1 den ,tausende von kleinen und groen ,statuen schmcken2 und ,bartolommeo ,colleoni lie fr sein und seiner ,tochter prunkendes ,grabmal neben ,s4 ,m4 ,maggiore in ,bergamo1 deren ,fassade er hatte erbauen lassen1 eine ,kapelle aus farbigem ,marmor herstellen1 die ein wahrer ,schmuckkasten reichster und sauberster ,renaissancearbeit ist4 ,die hervorragendsten ,knstler dieser ,bildwerke1 ,baumeister zugleich1 sind anfangs ,cristoforo ,mantegazza 7 #adhb7 und sein ,bruder ,antonio ,mantegazza 7 #adic74 ,gianantonio ,amadeo 7#addg-aebb71 der fr ,bart4 ,colleoni jene ,grabkapelle arbeitete und die ,monumente darin errichtete1 ist 7seit #adgg7 ihr ,nachfolger am ,bau der ,certosa und bernimmt #adii die ,leitung des ,dombaues in ,mailand4 ,an beiden ,orten entstehen gleichzeitig zahlreiche ,statuen und ,monumente in seiner ,werkstatt1 denen smtlich mehr oder weniger der herbe1 oft karikierte ,charakter der ,figuren1 der unruhige ,faltenwurf1 die berfllung mit ,motiven und kleinen ,figuren innewohnt1 der auch die ,arbeiten der beiden ,mantegazza kennzeichnet4 ,das frheste bisher nachweisbare ,werk lombardischer ,renaissance ist die ,fassade der ,taufkapelle im ,dom von ,genua1 von ,dom4 und ,elia ,gagini und ,giovanni da ,bissone seit #addh ausgefhrt4 ,spter und weicher sind die ,arbeiten des ,ant4 ,tamagnini und ,pace ,gagini im ,pal4 ,san ,giorgio ebenda2 herber und eckiger die ,bildwerke1 mit denen namentlich ,tommaso ,rotari whrend seiner ,leitung des ,dombaues in ,como 7#adhg-aebf7 die ,kirche innen und auen geschmckt hat4 ,ein ,altersgenosse1 ,vincenzo ,foppa gen4 ,caradosso 7um #adde-aebg71 der als ,goldschmied und ,stempelschneider spter am ,hofe der ,ppste ,jahrzehnte lang beschftigt war1 hat in ,mailand als ,gehlfe ,bramante's bei der ,ausschmckung der ,sakristei von ,s4 ,satiro in den ,thonreliefs mit spielenden ,putten1 welche ,medaillons mit ,charakterkpfen umgeben1 ,werke von reinerem plastischen ,gefhl und lebensvollerer ,durchbildung geschaffen1 welche das ,studium ,donatello'scher ,arbeiten verraten 7um #adhh74 ,in der wohl frher entstandenen groen ,freigruppe der ,beweinung ,christi in derselben ,kirche 7wenn mit ,recht ihm beigemessen87 verfolgt er die ,richtung des ,g4 ,mazzoni in stilvoller1 grerer ,weise4 ,von den jngeren ,knstlern haben ,tommaso ,cozzanigo und ,andrea ,fusina in den ,mailndischen ,kirchen eine ,anzahl kleinerer ,grabmonumente hinterlassen1 die durch ihre ,beschrnkung1 durch feines ,gefhl fr ,verhltnisse und zierliche ,dekoration vor jenen lteren ,monumenten wie vor den weit berhmteren ,denkmlern ihrer ,zeitgenossen ,cristoforo ,solari und ,agostino ,busti gen4 ,bambaja 7#adhj-aedh7 weitaus den ,vorzug verdienen4 ,namentlich in ,bambaja artet die ,zierlichkeit der ,arbeit1 selbst in seinem ,hauptwerke1 dem ,grabmal des ,gaston de ,foix 7jetzt in einzelnen ,teilen in den ,museen von ,mailand1 ,turin1 ,london u4 s4 f47 gar zu leicht in ,zuckerbckerwerk1 die ,eleganz der schlanken ,figrchen mit ihren ,gewndern mit zahllosen kleinen ,parallelfalten in leere ,manier1 die ,lieblichkeit der ,kpfe in sliche ,ziererei aus4 ,der ,knstler1 der jnger ist als die meisten ,bildhauer der ,hochrenaissance und sie zum groen ,teil berlebt1 hat daher auch nicht die ,kraft gehabt1 aus der manierierten ,weiterbildung der lombardischen ,frhrenaissance in die ,bahnen der ,hochrenaissance voll einzulenken4 ,das ,berliner ,museum besitzt verschiedene lombardische ,bildwerke dieser ,zeit4 ,ein ,marmorrelief der ,caritas 7,no4 #bjh;,a7 ist ein bezeichnendes ,werk eines der ,knstler der ,fassade der ,johanniskapelle im ,dom zu ,genua2 ein ,profilportrt in ,marmor ist eine charakteristische ,arbeit des ,c4 ,solari 7,no4 #bja72 und unter mehreren ,bruchstcken bemalter ,holzaltre ist namentlich eine ,scene aus dem ,leben des hl4 ,bernhard 7,no4 #aii7 eine besonders gute ,arbeit dieser ,art4 99 99 99 99 99 ,die ,plastik ,venedigs erhlt die entscheidende ,anregung zu einer neuen ,entwickelung gleichfalls von ,padua2 namentlich durch den von der ,republik bevorzugten ,bellano1 von dessen ,thtigkeit in ,venedig wir leider noch keine gengende ,vorstellung haben 7vgl4 ,s4 #abb f4 ,ein ,denkmal dieser seiner ,thtigkeit besitzt die ,berliner ,sammlung wahrscheinlich in der ,portallnette der ,scuola di ,s4 ,giovanni2 ,abbild4 ,s4 #abb74 ,sein ,einflu verrt sich noch in den frhesten ,arbeiten jener lombardischen ,bildhauer1 die in ,venedig nicht nur eine hervorragende ,thtigkeit ausbten1 sondern recht eigentlich die ,plastik ,venedigs fr ein halbes ,jahrhundert bestimmten4 ,dieser neue ,zuzug lombardischer ,bildhauer beginnt aber erst nach der ,mitte des ,,xv4 ,jahrh41 nachdem sich in ,venedig schon lngere ,zeit eine bedeutende bildnerische ,thtigkeit in ausgesprochenem ,charakter der ,renaissance entfaltet hatte4 ,ein ,paar florentiner ,bildhauer1 ,piero di ,niccolo und ,giovanni di ,martino1 hatten das ,dogengrab des ,tom4 ,mocenigo 7 #adbc7 errichtet1 in dem sich handwerksmige ,knstler unter dem ,einflu der frheren ,werke ,donatello's und ,michelozzo's bekunden2 ein anderer anonymer ,florentiner1 der ,meister der ,pellegrinikapelle1 ist der ,knstler des ,monuments des ,beato ,pacifico ,buon 7#adce1 vgl4 ,s4 #ea f472 zwei dem ,namen nach unbekannte ,florentiner 7wohl identisch mit dem eben genannten ,knstler des ,grabmals ,tom4 ,mocenigo7 sind etwa gleichzeitig ,mitarbeiter an den ,kapitellen des ,dogenpalastes1 und ,donatello selbst hat um die ,mitte des ,jahrhunderts von ,padua aus fr den ,chor der ,frari die ,figur des ,tufers geschnitzt4 ,alle diese ,knstler1 die freilich einen unmittelbaren ,einflu auf ihre venezianischen ,mitarbeiter nicht ausbten1 schrften doch ihren ,sinn fr die ,natur1 frderten das ,verstndnis derselben und fhrten dadurch in ,venedig die ,plastik allmhlich und fast unmerklich aus der ,gotik in die ,renaissance ber4 ,schon die ,gruppen am ,dogenpalast haben bis in die ,durchfhrung im ,einzelnen einen ausgesprochenen ,naturalismus1 wenn ihnen auch die innere ,belebung mangelt4 ,die reichen ,bildwerke am ,portal des ,dogenpalastes1 der sog4 ,porta della ,carta1 welche unter der ,leitung des ,bartolommeo ,buon seit dem ,jahre #adci ausgefhrt wurden1 zeigen bei hnlichem ,charakter in ,bewegung und ,ausdruck bereits eine viel feinere ,belebung1 namentlich in dem groartigen ,kopf des ,dogen ,foscari 7das ,original im ,museum des ,dogenpalastes7 und in den nackten ,putten4 ,der ,knstler verleugnet sich darin freilich nicht als ,nachfolger der ,massegne2 die schnen vollen ,formen und der gehaltene ,ernst sind ein ,erbteil der lteren venezianischen ,schule4 ,zum ,schmuck der ,rckseite dieses groen und tiefen ,eingangsbaues fertigte ein lombardischer ,knstler1 ,antonio di ,gio4 ,rizo aus ,verona1 im ,jahre #adfb1 die ,statuen von ,adam und ,eva4 ,hier kommt die neue ,zeit zum ersten ,mal voll und in ganz eigenartiger ,form zur ,geltung4 ,diesen beiden groen nackten ,figuren wohnt ein so energischer1 unverhohlener ,realismus inne1 wie irgend einem ,werke der bahnbrechenden ,florentiner ,meister2 aber er uert sich in naiverer1 derberer ,weise1 hnlich wie gleichzeitig in der nordischen ,kunst1 namentlich bei den ,gebrdern van ,eyck 7man vergl4 die ,eva mit unserer ltermutter vom ,genter ,altarbild74 ,vor den nordischen ,knstlern hat der ,veronese jedoch voraus1 da er das ,motiv1 den geistigen ,gehalt auch in ,ausdruck und ,bewegung1 wenigstens beim ,adam1 voll und gro wiedergiebt4 ,die bekleideten ,figuren des bis zu seiner ,flucht aus ,venedig #adih namentlich als ,architekt hervorragend thtigen ,knstlers1 wie der ,schildhalter in antiker ,rstung im ,hofe des ,dogenpalastes 7zur ,seite des ,adam71 die beiden ,tugenden und die ,dogenstatue am ,grabmal ,tron 7 #adgb71 zeigen ,rizo in der eng anliegenden1 knitterigen ,gewandung1 in den knochigen schlanken ,gestalten mit kleinen ,kpfen als ausgesprochenen und hervorragenden ,schler der ,paduaner ,schule1 dem ,maler ,andrea ,mantegna verwandt4 ,obgleich ,rizo ohne besondere ,eigenart in dem ,aufbau seiner ,denkmler ist1 obgleich er greren ,kompositionen1 deren uns wenigstens keine von seiner ,hand bekannt ist1 aus dem ,wege geht1 hat doch die freie ,erfindung und die breite naturalistische ,durchbildung seiner ,einzelfiguren auf die weitere ,entwickelung der venezianischen ,plastik einen bestimmenden ,einflu gehabt4 ,schon ,pietro ,solari gen4 ,lombardo 7 #aeae71 ein jngerer ,landsmann und als solcher auch wieder ,bildhauer und ,architekt zugleich1 erscheint ebenso sehr von ,rizo wie von ,bellano beeinflut4 ,seine eigene umfangreiche ,thtigkeit und die ,werke seiner tchtigen ,schler1 die er namentlich in seinen ,shnen ,tullio und ,antonio gro zog1 geben der ,erscheinung ,venedigs noch heute einen wesentlichen ,teil ihres ,charakters4 ,die lombardische ,lust an vielgegliedertem und dadurch oft zu leicht motivlosem und kleinlichem ,aufbau der ,monumente ist bei ,pietro und seinen ,shnen durch das venezianische ,formengefhl gemigt2 die dekorative ,verwendung der ,bildwerke wird durch die venezianische ,freude an der ,durchbildung vor ,ausartung in ,flchtigkeit bewahrt1 und die herbe ,formenbildung1 wie das unruhige1 knitterige ,faltenwerk der ,lombarden erscheinen hier durch den venezianischen ,schnheitssinn und die ,studien nach der ,antike1 namentlich nach griechischen ,bildwerken1 auf ein glckliches ,ma eingeschrnkt4 ,ist bei ,pietro seine ,herkunft von der lombardischen ,kunst immer noch deutlich erkennbar1 so ist bei seinen ,shnen die ,umbildung in den venezianischen ,charakter schon so stark ausgeprgt1 da sie in manchen ihrer ,bildwerke schon nchtern und weichlich erscheinen4 ,pietro ,lombardo hat seine greren ,arbeiten meist mit seinen ,shnen und anderen ,gehlfen zusammen ausgefhrt2 auch diesen ,werkstattarbeiten ist regelmig der ,charakter des ,meisters mehr oder weniger stark aufgeprgt4 ,als eigenhndige und frhere ,werke erscheinen die bezeichneten ,statuetten von ,hieronymus und ,paulus in ,sto4 ,stefano1 die beiden ,altre mit einzelnen ,heiligen in der ,markuskirche und der ,schmuck des ,chors von ,san ,giobbe4 ,das frheste seiner greren ,monumente1 das des ,dogen ,nic4 ,marcello 7 #adgd7 in ,s4 ,giovanni e ,paolo1 schliet sich dem ,a4 ,rizo noch so eng an1 da es eine ,zeit lang fr eine ,arbeit desselben galt4 ,im ,aufbau wie in der ,durchfhrung der ,figuren ist dies wohl das feinste unter ,pietro's ,monumenten1 whrend das ,dogengrab ,p4 ,mocenigo 7 #adgf7 in derselben ,kirche in dem reicheren ,aufbau1 in der ,flle von ,figuren in antikem ,kostm und den ,reliefs mit antiken ,motiven1 in den herberen ,formen die ,eigenart des ,knstlers noch schrfer ausspricht4 ,eine ,reihe kleinerer ,grabmler in und auerhalb ,venedigs1 namentlich in ,ravenna und ,treviso1 der ,schmuck einzelner ,prachtfassaden an ffentlichen ,bauten und ,palsten1 verschiedene ,madonnen in ,altren und ,tabernakeln lassen sich nach dem gleichen ,charakter gleichfalls dem ,pietro ,lombardo zuschreiben4 ,abbildung3 #afd4 ,hl4 ,hieronymus von ,b4 ,buon 7874 ,pietro's ,sohn1 ,tullio ,lombardo1 hat schon frh auch auerhalb der ,werkstatt seines ,vaters selbstndig gearbeitet3 der ,wandaltar in ,s4 ,martino datiert schon von #adhd1 und das groe ,relief der ,krnung ,mari in ,s4 ,giovanni ,crisostomo1 die ,gruppen der ,beweinung ,christi in ,s4 ,lio 7vielleicht noch von ,pietro87 und in ,s4 ,m4 della ,salute1 sowie die ,reliefs an der ,scuola di ,s4 ,marco gehren gleichfalls wohl seiner frheren ,zeit1 whrend seine ,beteiligung am ,schmuck von ,sta4 ,m4 de' ,miracoli und an den ,reliefs der ,antoniuskapelle in ,padua 7#aeja und #aebe7 erst in die ersten ,jahrzehnte des ,cinquecento fallen1 ohne jedoch eine wesentliche nderung im ,charakter aufzuweisen4 ,in den meisten dieser ,arbeiten1 namentlich in den spteren1 steht ,tullio im ,figrlichen entschieden hinter seinem ,vater zurck2 die ,falten seiner ,gewnder sind in ihrer zierlichen parallelen ,bildung fast ebenso behandelt1 wie die sauber gekmmten ,haare2 die ,anordnung ist durch ihre ,gleichmigkeit nchtern2 und die ruhige ,haltung der ,gestalten des ,pietro wird bei ,tullio zu starrer ,leblosigkeit1 welche die mit ,vorliebe von ihm gewhlten bewegten ,scenen karikiert und verzerrt erscheinen lt4 ,tullio's jngerer ,bruder ,antonio ,lombardo 7 #aeaf7 zeigt in den von ihm allein ausgefhrten ,arbeiten1 wie in einem der ,reliefs in der ,antoniuskapelle zu ,padua 7#aeje71 in den kleinen ,reliefs am ,grabmal ,mocenigo in ,s4 ,giovanni e ,paolo1 in einer ,reihe hnlicher ,kompositionen im ,museum des ,dogenpalastes1 im ,louvre und namentlich in der ,sammlung ,spitzer zu ,paris zwar gleichfalls eine gewisse ,klte und ,nchternheit der ,handlung3 er ist ,tullio aber berlegen durch sein an der ,antike gebildetes ,schnheitsgefhl1 das sich in der ,bildung seiner ,gestalten1 seiner ,gewandung und ,komposition aufs deutlichste bekundet4 ,abbildung3 #aff4 ,marmorstatue von ,a4 ,leopardi 7874 hnliche ,vorzge zeichnen die ,werke des ,alessandro ,leopardi 7 #aebb7 aus1 der wohl mit den jngeren ,lombardi bei ,pietro ,lombardo ausgebildet wurde4 ,er war vorwiegend als ,architekt und ,dekorator beschftigt4 ,nach ,verrocchio's ,tode zur ,vollendung des ,colleoni-,monuments berufen1 hat er den trefflichen ,sockel mit dem ,waffenfries entworfen und ausgefhrt1 der so wesentlich zur groartigen ,wirkung des ,denkmals beitrgt4 ,von seiner ,hand ist die ,dekoration und teilweise auch der bildnerische ,schmuck des umfangreichsten und schnsten aller ,grabmler ,venedigs1 des ,dogenmonuments ,a4 ,vendramin 7 #adgh1 vollendet #adid7 in ,s4 ,giovanni e ,paolo2 seine ,arbeit sind die bronzenen ,flaggenhalter auf dem ,markusplatz 7#aejj-aeje71 sowie einzelne ,teile am ,monumente des ,kardinals ,zeno mit dem reichen ,bronzeschmuck des ,altars seiner ,grabkapelle in ,s4 ,marco 7#aeja-aeae74 ,seine ,monumente sind gleichmig ausgezeichnet durch den feinen architektonischen ,sinn1 die grazise ,ornamentik1 die schne ,gliederung und ,verteilung des bildnerischen ,schmuckes1 den geschmackvollen ,aufbau der ,kompositionen1 den feinen1 der architektonischen ,wirkung entsprechenden ,reliefstil1 die vollen1 schnen ,gestalten mit dem sinnigen1 schwrmerischen ,ausdruck1 der vornehmen ,haltung1 dem zierlichen ,faltenwurf und der sauberen ,durchfhrung4 ,auch hier freilich erhebt sich die venezianische ,plastik nicht zu der knstlerischen ,freiheit1 ,gre und ,gestaltungskraft der florentiner ,skulptur oder der gleichzeitigen ,malerei in ,venedig2 aber in ihrer dekorativen ,wirkung und im ,zusammenklang mit der ,architektur kommt sie der florentiner ,plastik nahe4 ,abbildung3 #ahc4 ,profilportrt einer jungen ,venezianerin1 um #aejj4 ,die ,zahl der ,monumente dieser ,zeit in ,venedig ist eine auerordentlich groe2 auch in den ,venedig unterworfenen ,landstdten1 bis ,verona und ,brescia1 bis in die ,marken und nach ,istrien und ,dalmatien1 haben die ,bildwerke dieser ,zeit durchaus venezianischen ,charakter4 ,die ,zahl der ,knstler1 welche neben und auerhalb der ,werksttten der genannten groen ,meister beschftigt wurden1 war zweifellos noch eine betrchtliche2 nur von ,wenigen1 wie ,antonio ,dentone1 ,camelio1 ,andrea ,vicentino1 ,pyrgoteles u4 a4 sind uns beglaubigte ,arbeiten erhalten4 ,dieselben schlieen sich fast alle mehr oder weniger der ,richtung des ,pietro ,lombardo und seiner ,schler an4 ,das ,berliner ,museum ist reich an venezianischen ,bildwerken dieser ,zeit1 von denen sich jedoch nur wenige mit ,sicherheit auf bestimmte ,knstler zurckfhren lassen4 ,eine ernste1 vornehme ,figur1 der hl4 ,hieronymus in ,hochrelief1 gilt als ein ,werk des ,bart4 ,buon 7,no4 #afd71 dem er wenigstens verwandt und ebenbrtig ist4 ,von ,leopardi's ,grabmal ,vendramin stammen die beiden groen1 bis auf einen ,schurz nackten ,wappenhalter 7,no4 #afe und #aff71 schne ,jnglingsgestalten mit klagendem ,ausdruck4 ,fr den eigentmlich flachen ,reliefstil1 der sich an zahlreichen ,monumenten ,venedigs gegen ,ende des ,,xv4 ,jahrh4 findet und dessen ,vorbilder wohl ,donatello's ,reliefs am ,hochaltar im ,santo waren1 ist ein marmornes ,antependium mit ,engeln1 welche spielen oder die ,marterinstrumente ,christi halten 7,no4 #agb71 besonders charakteristisch4 ,auch von den seltenen venezianischen ,bildnissen dieser ,zeit besitzt die ,sammlung verschiedene tchtige ,beispiele3 die einfache1 sehr individuell gehaltene ,thonbste eines lteren ,mannes mit langem ,haar 7,no4 #afg7 und unter mehreren ,flachreliefs namentlich das feine ,marmorrelief einer jungen ,dame im ,profil 7,no4 #ahc71 in dem hohen ,kopfputz1 wie wir ihn in ,carpaccio's ,bildern finden4 99 99 99 99 99 ,die ,plastik des ,quattrocento in ,rom hat mit der venezianischen manche ,zge gemeinsam4 ,angeregt von auen1 wird sie im ,wesentlichen durch fremde ,knstler gebt und geht mehr auf reiche dekorative ,wirkung als auf knstlerische ,durchbildung aus4 ,doch wird in ,rom mit der ,tradition viel grndlicher gebrochen als in ,venedig2 der ,charakter der rmischen ,kunst im ,quattrocento ist auch weniger geschlossen und beruht in viel geringerem ,mae auf lokalen ,bedingungen4 ,die ,kunstbung ist daher vielfach von den ,launen der ,besteller abhngig und hat1 trotz aller ,pracht des ,materials und dem ,umfange der ,monumente1 einen stark handwerksmigen ,beigeschmack4 ,dieser zeigt sich auch in dem nur fr ,rom charakteristischen hufigen1 ja beinahe regelmigen ,zusammenarbeiten verschiedener ,bildhauer an demselben ,monumente1 das an sich schon die einheitliche knstlerische ,wirkung beeintrchtigt2 eine ,eigentmlichkeit1 welche ihren ,grund in der ,ruhmsucht der ,kirchenfrsten hatte1 die noch bei ,lebzeiten ihre ,denkmler vollendet sehen wollten4 ,die ,monumente1 welche in ,rom ,ende des ,,xiv4 und im ,anfange des ,,xv4 ,jahrh4 von ,nachfolgern der ,cosmaten ausgefhrt wurden1 htten die ,entwickelung einer eigenartigen tchtigen rmischen ,bildnerschule im ,quattrocento vermuten lassen3 das ,grabmal des ,ph4 d',alenon 7 #acig7 in ,s4 ,m4 in ,trastevere und die beiden ,monumente von der ,hand des ,meister ,paulus1 das ,grabmal ,caraffa im ,priorato di ,malta und namentlich das des ,kardinals ,stefaneschi 7 #adag7 in ,s4 ,m4 in ,trastevere1 sind so einfach und doch so wirkungsvoll im ,aufbau1 so gro und lebendig in der ,gestalt des ,toten1 trotz der ,befangenheit in der ,durchbildung1 da man glauben sollte1 in der ,werkstatt solcher ,knstler htten jngere ,krfte selbstndig die rmische ,plastik zur ,renaissance fhren mssen4 ,gerade das ,gegenteil ist der ,fall3 in diesen ,knstlern erlischt die ltere eigenartige ,bildnerschule ,roms1 und erst nach einem ,zwischenraum von mehreren ,jahrzehnten1 der fast gar keine ,monumente aufzuweisen hat1 machen fremde ,bildhauer die ,renaissancekunst in ,rom allmhlich heimisch4 ,donatello's vorbergehende ,thtigkeit im ,jahre #adcb blieb ohne ,nachwirkung2 die neue ,richtung macht sich nur zgernd geltend1 nachdem gegen ,ende der dreiiger ,jahre ein ,paar weit untergeordnetere ,knstler1 die ,florentiner ,antonio ,filarete und ,simone ,ghini1 zu lngerer ,thtigkeit nach ,rom berufen wurden und sich ihnen ,isaa aus ,pisa kurz vor der ,mitte des ,jahrhunderts zugesellte4 ,filarete's ,bronzethr der ,peterskirche 7#adci-adde7 steht zwar weit hinter den gleichzeitigen ,florentiner ,thren zurck3 die ,verteilung und die ,verhltnisse der ,reliefs unter einander1 der flache ,reliefstil1 die schwerfllige ,einrahmung1 in der sich antike ,vorbilder mit gotischen ,traditionen mischen1 sind unglcklich2 die groen ,hauptfiguren wie die ,reliefs mit den ,darstellungen aus dem ,leben der ,ppste in zahlreichen kleinen ,figuren sind nchtern und leblos2 nur in den kleinen ,kompositionen1 welche das ,rankenwerk der ,einrahmung einschliet1 zeigt sich in frischerer1 naiverer ,weise der ,charakter der ,renaissance schon in der ,wahl der antiken ,motive4 ,nach der ,verwandtschaft mit den ,figuren an den ,thren ist wohl auch das steife ,relief mit der ,figur des hl4 ,markus ber dem ,eingange in ,s4 ,marco von ,filarete's ,hand4 ,simone's ,bronzegrabplatte ,papst ,martins ,v4 ist diesen ,arbeiten durch lebensvollere und grere ,naturauffassung entschieden berlegen4 ,mit ,isaa di ,pisa beginnt die ,reihe der eigentlich rmischen ,knstler2 rmisch freilich nur nach dem ,charakter ihrer ,bildwerke1 da auch sie fast alle keine ,rmer von ,geburt sind4 ,von ,isaa sind uns in ,rom das ,grabmal des ,papstes ,eugen ,,iv4 7 #addg7 in ,s4 ,salvatore in ,lauro1 die ,reste des ,grabmals der hl4 ,monica in einem ,nebenraume von ,s4 ,agostino und sein ,anteil an dem ,andreastabernakel in den ,grotten des ,vatikans erhalten4 ,der nchterne ,aufbau seiner ,monumente1 die leblosen plumpen ,figuren mit ihren kleinlichen ,parallelfalten1 die phantasielose ,dekoration lassen uns heute unverstndlich erscheinen1 da die ,ppste sich mit ,knig ,alphons diesen ,bildhauer streitig machen konnten4 ,knstlerisch ebenso unbedeutend sind ein ,paar gleichzeitige ,monumente1 wie das ,grabmal ,astorgio ,agnense 7 #adea7 im ,hofe der ,minerva1 von hnlichem ,aufbau wie das ,eugensmonument1 und das ,tabernakel in ,s4 ,francesca ,romana4 ,regeres ,leben und freiere ,behandlung kam in die ,plastik ,roms erst nach dem ,jahre #adfj1 namentlich durch die ,ppste ,paul ,,ii4 und ,sixtus ,,iv41 deren ,kunstsinn zugleich den ,wetteifer aller hheren ,geistlichen in der ,ausschmckung ihrer ,kirchen und der eigenen ,verherrlichung hervorrief4 ,diese bildnerische ,thtigkeit1 die in gleicher ,regsamkeit und ,pracht bis zur ,zeit von ,papst ,julius ,,ii4 anhielt1 bewahrt in einem ,zeitraum von mehr als einem halben ,jahrhundert fast den gleichen ,charakter4 ,der ,florentiner ,mino1 der ,rmer ,paolo ,taccone1 der ,istrianer ,giovanni ,dalmata und die ,lombarden ,andrea ,bregno und ,luigi ,capponi1 die etwa gleichzeitig und vielfach zusammen arbeiteten1 haben gemeinsam den ,charakter dieser ,kunst und die ,typen der ,monumente bestimmt1 die in den letzten ,jahrzehnten des ,,xv4 und zum ,teil auch noch im ,anfang des folgenden ,jahrhunderts mit mehr oder weniger ,selbstndigkeit1 oft aber sehr geistlos wiederholt wurden4 ,groe ,altre1 ,tabernakel1 ,ciborien1 ,kanzeln1 ,sngertribnen1 meist von bedeutendem ,umfange und regelmig in ,marmor ausgefhrt1 vor ,allem aber ,grabmler sind die ,aufgaben1 welche den ,knstlern gestellt werden4 ,letztere sind ,nischengrber in verschiedener ,form3 in der ,nische die ,gestalt des ,toten auf dem ,sarkophag ruhend1 bald flach abschlieend1 bald im ,halbrund mit ,relief oder ,gemlde darber1 zu den ,seiten bald ,pfeiler mit ,statuetten in ,nischen1 bald schlichte ,pilaster1 oder auch eine ,bste in ,nische mit einfacher ,inschrifttafel darunter4 ,vorliebe fr allgemeine ,allegorien1 ,mangel an ,individualitt1 ,einfrmigkeit und ,mangel an ,phantasie1 zierliche aber nchterne ,ausfhrung1 in der ,gewandung ein ,anschlu an klassische ,vorbilder1 namentlich aus archaistischer ,zeit1 sind fast allen diesen ,monumenten in grerem oder geringerem ,mae eigen4 ,paolo ,taccone gen4 ,romano 7 wahrscheinlich #adgj7 arbeitet zuerst mit ,isaa zusammen am ,andreastabernakel 7jetzt in den ,grotten des ,vatikans72 spter finden wir ihn mit ,mino u4 ,a4 gemeinsam beschftigt4 ,verschiedene ,kolossalstatuen3 der ,paulus auf ,ponte ,s4 ,angelo1 der ,andreas in ,s4 ,andrea1 ,petrus und ,paulus im ,peter 7alle zwischen #adfa und #adfd71 haben den gleichen nchternen1 mehr von der ,antike als von der ,natur bestimmten ,charakter4 -- ,der wenig jngere ,giovanni ,dalmata 7thtig in ,rom um #adfj-adhj7 ist derber und lebendiger2 durch sein unruhiges knitteriges ,faltenwerk1 sein starkes ,hochrelief ist er unter den brigen ,rmern leicht herauszuerkennen4 ,am ,paulsgrabe und am ,grabmal ,eroli 7 #adgi7 in den ,grotten1 am ,tabernakel in ,s4 ,marco arbeitet er neben ,mino1 am ,grabmal ,roverella 7 #adgf7 in ,s4 ,clemente und am ,grabmal ,tebaldi in der ,minerva neben ,andrea ,bregno4 -- ,am hufigsten begegnet uns in den ,denkmlern ,roms1 neben ,mino1 der ,lombarde ,andrea ,bregno 7#adba-aejf71 namentlich in ,arbeiten seiner ,werkstatt4 ,seine lombardische ,herkunft verrt sich in den schlanken ,figuren und den zierlichen ,parallelfalten3 die edlen ,kpfe und die vornehme ,haltung seiner ,figuren verdankt er aber dem ,studium der ,antike in ,rom1 mit der er freilich auch den ,mangel an feinerer ,belebung und ,individualitt gemein hat4 ,zwei ,altre in ,s4 ,m4 del ,popolo1 die ,grabmler ,roverella und ,tebaldi 7vergl4 oben7 in ,rom und der kolossale ,altar ,piccolomini im ,dom zu ,siena 7#adhe7 sind seine ,hauptarbeiten4 -- ,dem ,andrea ist ein um #adhj-aejj in ,rom thtiger ,lombarde1 ,luigi ,capponi aus ,mailand1 nahe verwandt4 ,von ihm ist u4 ,a4 das ,monument ,brusati in ,s4 ,clemente 7#adhe7 ein ,kreuzigungsrelief und ein zierlicher ,altar im ,ospedale della ,consolazione1 der ,gregorsaltar in ,san ,gregorio1 das ,monument der ,brder ,bonsi ebenda1 das ,grabmal des ,lor4 ,colonna in der ,vorhalle zu ,sti4 ,apostoli4 ,letztere originell durch die ,anordnung der ,bsten der ,verstorbenen1 und smtlich durch die zierliche goldschmiedartige ,dekoration ausgezeichnet4 ,neben diesen ,knstlern1 sind uns einige wenige andere ,bildhauer in vereinzelten ,monumenten bezeugt4 ,so ein zweiter ,meister ,andrea in einem kleinen ,madonnenrelief im ,hospital ,s4 ,giacomo1 eine treffliche ,arbeit in feinem ,flachrelief2 ein ,pasquino da ,montepulciano soll der ,meister des groen ,grabmals ,pius' ,,ii4 in ,s4 ,andrea della ,valle sein2 ein zierlicher ,altar in ,s4 ,m4 della ,pace soll den ,namen eines ,pasquale da ,caravaggio tragen2 ,michele ,maini aus ,fiesole 7geb4 #adei7 fertigte die ,sebastiansstatue in der ,minerva1 wohl die tchtigste ,freifigur dieser ,zeit in ,rom4 ,fr die ,mehrzahl der ,monumente fehlt aber bisher der ,anhalt zur ,bestimmung ihrer ,meister2 darunter sind einige der besten ,werke ,roms1 meist aus frherer ,zeit1 wie das ,grabmal ,coca mit dem ,fresko ,melozzo's1 das ,petrusrelief mit dem ,kardinal ,cusa in ,s4 ,pietro in ,vincoli 7#adfe71 und das ,grabmal ,lebretto in ,araceli aus demselben ,jahre4 ,abbildung3 #bjd4 ,engel neben dem ,rovere-,wappen1 in der ,art des ,a4 ,bregno4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt einige charakteristische1 gute ,arbeiten dieser rmischen ,schule4 ,ein leider verstmmelter ,engel in ,hochrelief 7,no4 #bjb7 giebt sich in seinen knitterigen ,falten unverkennbar als ein ,werk des ,dalmata zu erkennen2 ein ,marmortabernakel mit vier anbetenden ,engeln 7,no4 #bjc7 ist eine gute ,arbeit der ,werkstatt des ,andrea ,bregno1 und ein diesem verwandter1 aber feinerer ,knstler hat die beiden ,engelsgestalten gemeielt1 die zur ,seite eines ,baumes 7das ,wappen der ,rovere7 gelagert sind 7,no4 #bjd74 ,das merkwrdigste ,stck der ,sammlung1 einzig in seiner ,art unter den rmischen ,bildwerken1 ist die ,kolossalbste des ,papstes ,alexander ,,vi4 7,no4 #bje71 schlicht und selbst etwas nchtern aufgefat1 jedoch von bedeutender1 lebensvoller ,wirkung4 99 99 99 99 99 ,abbildung3 #fa4 ,marmorbste einer neapolitanischen ,prinzessin von ,franc4 ,laurana4 ,sditalien hat im ,quattrocento nur in ,neapel eine reichere bildnerische ,thtigkeit aufzuweisen1 die aber1 angeregt und ausgebt durch fremde ,knstler1 keine nennenswerte lokale ,schule gro zieht4 ,donatello und ,michelozzo hatten sich in dem ,grabmal ,brancacci an den alten neapolitanischen ,grbertypus angeschlossen2 die ,erbauer des ,triumphbogens ,knig ,alphons' ,i41 meist von ,rom bezogene ,knstler3 ,isaa di ,pisa1 ,paolo ,romano1 ,guglielmo ,monaco aus ,perugia1 ,silvestro d',aquila u4 a41 aber auch ,desiderio da ,settignano mssen ihre ,bildwerke einem mittelalterlichen ,festungsbau anpassen4 ,erst die jngere ,generation3 ,ant4 ,rossellino1 ,ben4 da ,majano1 ,g4 ,mazzoni durften freier nach knstlerischem ,ermessen schaffen2 doch haben sie wohl1 mit ,ausnahme des letzteren1 ihre ,altre und ,grabmonumente in ihrer ,heimat ausgefhrt4 ,die ,reliefs und ,statuen am ,triumphbogen haben mehr oder weniger den ,charakter der gleichzeitigen rmischen ,arbeiten1 mit ,ausnahme von zwei ganz ,donatelloartigen ,putten1 die auf ,desiderio zurckzugehen scheinen4 ,am ,portal des ,kirchleins ,sta4 ,barbara tritt1 neben ,giuliano da ,majano 7von dem die kleinen ,architravreliefs im ,charakter seines ,bruders ,benedetto herrhren71 in der ,madonnenstatue 7#adgd7 ein ,knstler auf1 der ein ,wanderleben an den ,hfen ,italiens fhrte1 der ,dalmatiner ,francesco ,laurana 7oder ,lavrana74 ,der ,knstler war damals von ,palermo gekommen1 und hier in ,sicilien hat er auch1 in ,verbindung mit einer ,knstlerfamilie lombardischer ,herkunft1 den ,gagini1 eine nicht unbedeutende plastische ,thtigkeit angeregt1 die sich1 namentlich in ,palermo1 nahezu ein halbes ,jahrhundert lang stetig entfaltet4 ,laurana hat in ,palermo verschiedene ,madonnenstatuen1 hnlich der in ,neapel1 und den ,reliefschmuck einer ,kapelle in ,s4 ,francesco gefertigt4 ,auerdem enthlt das ,museum zu ,palermo mehrere dekorative ,arbeiten mit feinen ,renaissanceornamenten1 sowie ein ,paar ,reliefportrts und ,bsten1 die mit groer ,wahrscheinlichkeit auf ,laurana zurckgehen4 ,diese ,bsten gehren nach ihrer ganz eigenartigen ,auffassung und ,formgebung zu einer ,gruppe von ,marmorbsten junger ,frauen1 von denen das kstliche ,hauptwerk1 die frher sogenannte ,marietta aus ,pal4 ,strozzi in ,florenz1 sich jetzt im ,berliner ,museum befindet 7,no4 #fa74 ,die schchterne1 echt mdchenhafte ,haltung1 gelegentlich so stark betont1 da sie etwas linkisch wirkt1 die halb geschlossenen1 etwas schrg gestellten ,augen1 der fest geschlossene ,mund1 die delikate ,durchfhrung1 die starke ,politur des ,fleisches sind allen diesen ,bsten gemeinsam1 die sich im ,bargello1 im ,louvre1 im ,museum zu ,wien1 bei ,m4 ,g4 ,dreifu und ,m4 ,e4 ,andr in ,paris befinden4 ,durchaus den gleichen ,charakter hat auch eine ,anzahl von ,marmormasken junger ,mdchen1 die smtlich aus ,sdfrankreich stammen1 wo ,laurana in seinen letzten ,jahren thtig war2 eine derselben besitzt jetzt das ,berliner ,museum 7,no4 #bjh74 ,der ,umstand1 da alle diese ,bsten und ,masken nachweislich oder wahrscheinlich aus den ,orten stammen1 an denen ,francesco ,laurana nach einander thtig war1 und die ,verwandtschaft derselben mit den ,frauenkpfen seiner ,statuen und ,reliefs lassen dieselben mit groer ,wahrscheinlichkeit gleichfalls auf ihn zurckfhren4 ,dem ,laurana nahe verwandt und wohl von ihm beeinflut ist der ,lombarde ,domenico ,gagini1 der #adfc aus ,genua nach ,palermo kam4 ,er und namentlich sein ,sohn ,antonio ,gagini 7#adgh-aecf7 haben mit ihrer groen ,werkstatt hier und in anderen ,stdten ,siciliens eine ,reihe von ,bildwerken verschiedenster ,art hinterlassen4 ,das ,museum zu ,palermo ist reich an solchen ,arbeiten2 der ,dom besitzt in ,antonio's ,madonnenstatue vom ,jahre #aejc das lieblichste ,werk des ,knstlers und in dem ,weihwasserbecken mit dem reichen ,baldachinaufsatz und den nett erzhlten ,reliefs ein noch stark lombardisches spteres ,werk seines ,vaters4 ,schnheit der ,gestalten1 ,lieblichkeit des ,ausdrucks und saubere ,bearbeitung des ,marmors zeichnen diese ,arbeiten gleichmig aus1 whrend ihnen feinere seelische ,belebung meist abgeht4 ,die ,hochrenaissance 7,das ,cinquecento1 um #aejj bis #afcj74 ,im letzten ,jahrzehnt des ,,xv4 ,jahrh4 bereitet sich in ,florenz1 das auch jetzt wieder die ,schicksale der italienischen ,kunst entscheidet1 eine ,wendung vor1 welche hier mit dem ,beginn des neuen ,jahrhunderts als vollzogen bezeichnet werden darf2 eine ,wendung1 die eine neue1 von der vorausgehenden ,entwickelung grundverschiedene ,epoche der italienischen ,kunst herauffhrt4 ,kaum in einem anderen ,zweige der ,kunst kommt dieselbe so scharf zum ,ausdruck wie in der ,plastik1 in keinem anderen ,zweige aber auch im ,allgemeinen so wenig gnstig wie gerade in der ,plastik4 ,die ,skulptur des ,,xv4 ,jahrh4 strebte nach ,natrlichkeit und ,wirklichkeit2 die neue ,zeit setzte dagegen an die ,stelle der ,individualitt die ,verallgemeinerung4 ,sie will nicht das ,modell mit allen seinen ,eigenheiten und ,zuflligkeiten geben1 sondern einen daraus abstrahierten ,typus4 ,diese ,verallgemeinerung und ,idealisierung der ,formen erstreckt sich nicht nur auf die ,kpfe und den ,krper1 auch die ,stoffe und das ,nebenwerk werden vereinfacht und nach einem ,schema behandelt1 das sich die ,knstler nach selbstgeschaffenen ,schnheitsgesetzen gebildet haben4 ,dicke ,stoffe1 die volle ,falten bilden1 werden das ,vorbild1 und jede ,verzierung derselben wird verschmht4 ,diese ,schnheitsgesetze wurden aber nicht aus der ,natur1 sondern aus der antiken ,kunst abstrahiert4 ,die ,antike wird daher jetzt mit erneutem ,eifer studiert2 nicht mehr um ,anregung fr ,motive und ,begeisterung fr eigene ,erfindungen daraus zu schpfen1 sondern um daraus allgemeine ,grundgesetze der statuarischen ,kunst abzuleiten und auf ,grund derselben ,neues zu schaffen4 ,dadurch1 da die ,knstler die ,gesetze aus den ,antiken abstrahierten1 wie sie ihnen vorlagen1 also aus mehr oder weniger geringwertigen rmischen ,kopien1 meist auer ,zusammenhang mit den zugehrigen ,skulpturen und der ,architektur1 fr die sie erfunden waren1 muten sie vielfach zu ,trugschlssen kommen1 die fr ihre eigene ,kunst verhngnisvoll wurden4 ,die ,skulptur wurde allerdings jetzt selbstndiger gestellt1 sie wurde noch freier als sie es selbst im ,quattrocento gewesen war4 ,denn die ,dekoration1 mit der sie bis dahin im ,zusammenhang gedacht war1 wurde beseitigt oder doch sehr eingeschrnkt2 die ,malerei1 welche man bisher zu ihrer ,vollendung fr erforderlich gehalten hatte1 wurde vllig getrennt von der ,skulptur1 und selbst mit der ,architektur ist dieselbe meist nur lose verbunden oder drckt diese sogar in ein untergeordnetes1 dienendes ,verhltnis herab4 ,auch auf den ,inhalt sucht die ,hochrenaissance ihre ,nachahmung der ,antike auszudehnen4 ,die religisen ,vorwrfe und ,gestalten hatten schon lange ihre feste ,form bekommen2 jetzt wurde im ,anschlu an die ,antike aufs eifrigste die ,mythologie und ,allegorie gepflegt4 ,die antiken ,gtter entstanden1 trotz der ,reaktion in der ,kirche1 zu neuem ,leben2 freilich nicht als ,andachtsbilder1 sondern als allegorisches ,beiwerk4 ,daher wurde ihnen unbeanstandet selbst in die ,kirchen und in kirchlichen ,darstellungen der ,eintritt gestattet4 ,die berzeugung von der ,gre und ,selbstndigkeit der ,plastik verleitete ,knstler wie ,auftraggeber zu dem ,streben1 die ,skulpturen1 wenn mglich1 kolossal zu gestalten4 ,whrend die ,frhrenaissance ihre ,figuren regelmig etwas unter ,lebensgre bildete1 ist in der ,hochrenaissance der kolossale ,mastab beinahe ,regel2 was die ,skulptur an ,interesse durch den ,mangel an individuellen ,gestalten eingebt hatte1 sollte durch die berwltigende ,wirkung des ,kolossalen wieder eingebracht werden4 ,ein anderes ,mittel zum gleichen ,zweck1 das ,aufsuchen und ,herausheben von ,gegenstzen1 wird geradezu zu einem der leitenden ,grundstze fr die ,plastik der ,hochrenaissance2 nicht nur die ,gegenstze in ,geschlecht und ,alter1 deren typische ,gestaltung die ,knstler anstreben1 sondern bei der einzelnen ,figur der ,gegensatz zwischen ,krper und ,kopf1 sowie namentlich zwischen den beiden ,seiten des ,krpers4 ,der contra-posto3 das ,hervortreten der einen ,krperseite gegen die andere1 die scharfe ,betonung zwischen ,spielbein und ,standbein und ein entsprechender ,gegensatz in der ,bewegung der beiden ,arme1 ist den meisten ,bildhauern der ,hochrenaissance ein viel wichtigeres ,gesetz als das ,studium der ,natur4 ,die ,richtung auf das ,groe und ,schne in der ,kunst des ,cinquecento entstand als natrliche ,gegenwirkung gegen die einseitige ,betonung des ,wirklichen und ,geflligen in der ,kunst des ,quattrocento2 sie wurde auerdem1 ganz besonders in der ,skulptur1 gefrdert durch das erneute1 vllig vernderte ,studium der ,antike2 der innerste ,antrieb1 aus dem sie hervorging1 liegt jedoch in der geistigen ,strmung der ,zeit1 die schon ,ende des ,,xv4 ,jahrh4 in ,florenz die reformatorische ,bestrebung ,savonarola's hervorrief und spter1 in andere ,kanle geleitet1 durch die ,ppste selbst zur ,gegenreformation gestaltet wurde4 ,das ,wirkliche1 das rein ,menschliche verdammte sie im ,leben wie in der ,kunst1 die sie nur als ,mittel zur ,frderung religiser und kirchlicher ,zwecke1 im weitesten ,sinne1 gelten lassen wollte2 daher die bewute ,abkehr von der ,natur4 ,im ,gebiete der ,malerei und teilweise auch der ,architektur sehen wir ein verwandtes ,streben die kstlichsten ,frchte zeitigen1 wenn auch nur whrend eines kurzen ,zeitraums und bei einer kleinen ,zahl besonders begnadigter ,knstler3 in der gleichzeitigen ,plastik ist dies1 den ,einen ,michelangelo ausgenommen1 keineswegs der ,fall2 die ,bildwerke der ,hochrenaissance befriedigen nur ganz ausnahmsweise in dem ,mae wie die der vorausgegangenen ,epoche oder halten doch bei nherer und wiederholter ,betrachtung keineswegs1 was sie auf den ersten ,blick versprechen4 ,die ,plastik war aber auch von vornherein in einer weit weniger gnstigen ,lage als ihre ,schwesterknste4 ,abgesehen davon1 da die ,aufgaben der ,kirche an sich fr die plastische ,darstellung weit weniger geeignet sind wie die griechische ,mythologie1 konnten auch die allegorischen ,gestalten und die der ,antike entlehnten ,motive1 da sie nicht aus dem ,volksbewutsein hervorgegangen waren1 sich nicht typisch ausbilden und erscheinen daher als etwas ,knstliches und ,fremdartiges4 ,auch mute in der ,plastik die ,absichtlichkeit1 die bewute ,abwendung von dem ,individuellen und das ,zurschautragen stilistischer ,gesetze1 welche zum ,teil ohne wirkliche ,grundlage waren1 von besonders ungnstiger ,wirkung sein1 sobald nicht ein ,genie1 wie das ,michelangelo's1 die ,aufgabe erfate4 ,daher leiden die ,bildwerke der ,hochrenaissance vielfach an nchterner ,einfrmigkeit1 gesuchter ,ziererei und leerer ,empfindungslosigkeit1 die sich doppelt fhlbar machen durch den kolossalen ,mastab4 ,dies ganz besonders bei der ,darstellung des ,nackten1 das ja am wenigsten eine ,behandlung nach der ,schablone vertrgt4 ,bei dieser ,richtung ist es begreiflich1 da in der ,plastik der ,hochrenaissance das ,portrt in den ,hintergrund tritt und1 wo es ausnahmsweise gefordert wird1 der ,mangel an naiver ,naturanschauung der vollen ,wiedergabe der ,persnlichkeit meist hinderlich ist4 ,ebenso schlimm1 obgleich aus anderen ,grnden1 ergeht es dem ,relief1 auf das die ,knstler zwar keineswegs ,verzicht leisten1 das aber mit bertreibung rmischer ,vorbilder regelmig als ,hochrelief derart behandelt wird1 da es mehr einer ,gruppe von ,freifiguren gleicht1 worin die ,leere und ,unwahrheit der ,formen und die ,einfrmigkeit in der ,bildung derselben durch die ,zahl der ,figuren besonders ungnstig zur ,geltung kommen4 ,der ,mangel an ,individualitt in dieser ,kunst fhrt zu einer immer strkeren ,verwischung der lokalen ,verschiedenheiten1 auch an den besonders kunstthtigen ,orten2 und dieser ,proze der ,uniformierung der ganzen italienischen ,skulptur wird noch beschleunigt durch den berwltigenden ,einflu1 welchen ,michelangelo allmhlich auf fast alle italienische ,bildhauer ausbt4 ,es kann daher in dieser ,zeit auch nicht mehr von rtlichen ,schulen in der italienischen ,plastik die ,rede sein1 sondern nur von einzelnen ,knstlern und den ,schulen1 welche sich an ihre ,werksttten anschlieen4 ,nur an kleineren ,orten1 fern vom groen ,verkehr1 erhalten sich gelegentlich einzelne ,knstler mehr in ihrer ,eigenart2 und hier bleibt zugleich der ,einflu der lteren ,kunst noch mehr oder weniger lebendig4 ,daher sind die ,leistungen verschiedener solcher ,knstler 7wie besonders ,begarelli7 lebenswahrer und erfreulicher als die der meisten gefeierten ,bildhauer1 die von einem ,hof zum andern gezogen wurden4 ,dieses ,wandern der ,knstler1 welches den fr eine gesunde ,kunstentwickelung unentbehrlichen ,zusammenhang mit der ,heimat noch mehr lockert1 ist ein besonders charakteristisches ,merkmal fr die ,skulptur der ,hochrenaissance4 ,ein frmliches ,reislaufen beginnt unter den italienischen ,bildhauern2 in ,scharen ziehen sie selbst ber die ,grenzen ,italiens hinaus3 nach ,frankreich1 ,spanien1 ,portugal1 ,england1 ,deutschland1 ,ungarn und bis nach ,polen und ,ruland4 ,andererseits kommen jetzt1 durch wechselseitige politische oder ,handelsbeziehungen1 mehr und mehr auch fremde ,knstler nach ,italien1 insbesondere ,bildhauer1 von denen einzelne dauernd hier ,beschftigung fanden und einen nicht unwesentlichen ,anteil an der ,entwickelung der italienischen ,skulptur genommen haben4 ,beide ,umstnde trugen dazu bei1 den nationalen ,charakter derselben zu beeintrchtigen oder abzuschwchen4 99 99 99 99 99 ,an die ,spitze der neuen ,zeit wird herkmmlich eine ,gruppe toskanischer ,bildhauer gestellt1 deren ,jugendentwickelung noch ganz im ,quattrocento liegt1 bei denen sich aber die charakteristischen ,merkmale der ,hochrenaissance schon von ihren ersten ,arbeiten an geltend machen4 ,in ,florenz ausgebildet1 ist auch ihre erste beglaubigte ,thtigkeit an ,florenz geknpft4 ,aber alle diese ,knstler1 selbst der lteste und gefeiertste unter ihnen1 ,andrea ,sansovino1 treten erst im letzten ,jahrzehnt des ,,xv4 ,jahrh4 mit greren ,arbeiten an die ffentlichkeit1 zu einer ,zeit1 als ihr jngerer ,landsmann ,michelangelo ,buonarroti 7#adge bis #aefd7 bereits durch seine ersten ,jugendwerke ein knstlerisches ,genie verraten hatte1 das schon seine ,zeitgenossen in seiner ,eigenartigkeit und berlegenheit allen mitlebenden ,knstlern gegenber richtig erkannten4 ,michelangelo prgt1 von seinen ersten ,arbeiten an1 so stark und rein den ,charakter der ,hochrenaissance in sich aus1 er hat so wesentlich zur ,entfaltung und ,entwickelung derselben beigetragen1 er erscheint von frhester ,jugend so eigenartig und selbstndig und von einer so magischen ,einwirkung auf seine ,zeitgenossen1 die er1 trotz seiner persnlichen ,vereinsamung1 allein durch seine ,werke in seinen ,kreis bannte1 da jede ,besprechung dieser ,zeit mit ihm beginnen soll4 ,michelangelo ist in allen bildenden ,knsten gleich heimisch3 der ,petersdom und die ,deckenbilder der ,sixtina sind zwei der groartigsten ,kunstschpfungen aller ,zeiten2 als ,bildhauer hat er zwar nichts vollendet1 was sich dem ebenbrtig an die ,seite setzen liee1 aber doch war die ,plastik sein eigenstes ,feld4 ,er selbst betrachtete sich in erster ,linie als ,bildhauer und fhlte sich am wohlsten1 wenn er den ,meiel in der ,hand fhrte4 ,neben allen anderen groen ,aufgaben ist er daher auch fast ununterbrochen als ,bildhauer thtig gewesen4 ,als ,bildhauer tritt er uns zuerst entgegen und ist sogar in den ersten zehn ,jahren selbstndiger knstlerischer ,beschftigung fast ausschlielich als solcher thtig4 ,zwei bezeugte ,jugendarbeiten1 die er mit etwa #ag ,jahren ausfhrte3 das ,flachrelief der ,madonna an der ,treppe und das unfertige ,hochrelief mit dem ,kentaurenkampf im ,museum ,buonarroti in ,florenz1 zeigen schon in auffallender ,weise die wesentlichsten ,zge seiner ,eigenart2 das ,madonnenrelief in den individualittslosen ,typen von ,mutter und ,kind2 in der mchtigen ,bildung und den malerischen ,wendungen der ,krper1 den kleinen ,kpfen1 der meisterhaften ,behandlung der ,extremitten1 der eigentmlich tastenden ,bewegung der ,finger1 die wie ein unwillkrlicher ,ausdruck des verschlossenen ,lebens erscheint4 ,die ,kampfesscene1 obgleich berfllt1 ist ausgezeichnet durch die groe vielseitige ,gestaltung der ,motive und die ,art1 wie die schnen nackten ,krper in der mannigfaltigsten ,weise zur ,geltung gebracht sind4 ,whrend ,michelangelo's ,aufenthalt in ,bologna1 wohin er im ,juli #adid geflohen war1 entstanden drei ,statuetten fr die ,arca in ,s4 ,domenico1 von denen noch der knieende ,engel mit dem ,leuchter und der hl4 ,petronius erhalten sind4 ,der unruhige1 motivlose ,faltenwurf der dicken ,gewnder1 beim ,petronius sogar die ,haltung und der ,typus erscheinen hier deutlich beeinflut durch den geistesverwandten ,quercia1 dessen groartige ,bildwerke am ,portal von ,s4 ,petronio auf den jungen ,knstler einen tiefen ,eindruck machten4 ,abbildung3 #bji4 ,marmorstatue des ,giovannino von ,michelangelo4 ,im ,sommer #adie war ,michelangelo wieder in ,florenz2 die ,arbeiten1 die er hier in ,jahresfrist bis zu seiner ,abreise nach ,rom ausfhrte3 ein schlafender ,amor1 der so sehr im ,anschlu an die ,antike gebildet war1 da er als antik in den ,handel kam1 und eine ,statue des jugendlichen ,johannes des ,tufers schienen verloren1 bis die letztere vor zwei ,jahrzehnten in ,pisa wieder auftauchte2 sie befindet sich heute im ,berliner ,museum 7,no4 #bji74 ,die schlanken ,verhltnisse1 die leichte1 fast tnzelnde ,bewegung1 teilweise auch das ungewhnliche ,motiv werden auf den ersten ,blick die ,benennung dieser ,marmorstatue befremdlich erscheinen lassen2 eine nhere ,betrachtung ergiebt aber die charakteristischen ,merkmale von ,michelangelo's ,kunst im ,groen wie im ,einzelnen1 und speziell die ,eigenart der frhen ,zeit1 in der die ,figur entstanden sein mu4 ,das ,motiv3 der junge ,prophet ist im ,begriff1 ein mit ,honig geflltes ,horn 7dessen ,spitze abgebrochen ist7 zum ,munde zu fhren1 den er aus den ,waben in der ,linken auslaufen lie1 ist gerade1 weil es so unbedeutend und selbst banal ist1 fr die realistische ,auffassungsweise ,michelangelo's bezeichnend4 ,dasselbe gilt fr den bergang aus einer ,thtigkeit in die andere1 durch welche die ,figur eine zwar unruhige1 aber von verschiedenen ,standpunkten sehr mannigfache und wirkungsvolle ,erscheinung bekommt4 ,auch gewisse ,eigentmlichkeiten im ,einzelnen sind fr ,michelangelo1 und zwar gerade fr diese frhe ,zeit charakteristisch3 die ,behandlung der ,haare 7wie beim ,bacchus71 die ,stellung der ,finger und ,zehen und ihre ,bildung1 das ,band ber ,brust und ,schulter1 die ,falten im ,fell und die ,behandlung desselben1 der felsige ,fuboden und der ,baumstamm bis zu den technischen ,eigentmlichkeiten in der ,anwendung des ,bohrers1 in der ,handhabung von ,meiel und ,zahneisen1 wie sie namentlich an den mehr skizzenhaft behandelten ,teilen 7im ,baumstamm1 am ,fell und am ,boden7 zu ,tage treten4 ,wenn einzelne andere kleine ,eigenarten des jungen ,knstlers hier nicht zu finden sind1 wenn z4 ,b4 die ,augensterne und die ,rnder der ,lippen nicht so unbestimmt sind1 wie in den ,bologneser ,statuetten1 und andererseits weit weniger scharf als in den ersten rmischen ,arbeiten1 so kann der ,grund dafr darin liegen1 da diese ,figur gerade zwischen jenen beiden ,gruppen von ,werken liegt2 in einer ,zeit1 aus der uns kein zweites ,werk erhalten ist3 vor ,allem sind solche kleine ,abweichungen aber in der eigentmlichen ,aufgabe1 einen halbwachsenen ,jngling darzustellen1 und in individuellen ,besonderheiten begrndet1 wie sie in jedem ,werke eines groen ,meisters sich ergeben4 ,sie kommen aber auch in ihrer ,gesamtheit gar nicht in ,betracht neben der ,erscheinung der ,statue1 die durch die ,schnheit der ,konturen1 die meisterhafte ,wiedergabe der ,formen und die vollendet feine und ungewhnlich originelle ,wiedergabe der ,oberflche berzeugend auf ,michelangelo hinweist1 und zwar auf seine frheste1 in der ,wiedergabe der ,natur noch beinahe schlichte1 vielfach von dem ,studium der ,antike bedingte ,zeit4 ,die beiden erhaltenen ,arbeiten ,michelangelo's1 welche whrend seines ersten ,aufenthalts in ,rom 7#adif-aejj7 entstanden3 der ,bacchus im ,bargello und die ,pieta im ,peter zu ,rom1 haben unter sich groe ,verwandtschaft und gehren zu den glcklichsten plastischen ,schpfungen des ,knstlers4 ,beim ,bacchus hat der ,knstler zwar wieder1 wie beim ,giovannino1 ein unangenehm naturalistisches ,motiv gewhlt3 im ,rausch unsicher stehend1 lchelt er mit stierem ,blick den ,weinbecher an4 ,auch ber die vollen1 feisten ,formen mu sich der ,beschauer hinwegsetzen1 um zum reinen ,genu des in der meisterhaften ,wiedergabe der ,natur unbertrefflichen ,krpers zu gelangen4 ,eine ,vorstudie zu dieser ,figur1 der kleinere ,bacchus mit dem ,satyr im ,gange der ,uffizien1 als ,restauration eines antiken ,torso entstanden 7freilich durch keinerlei berlieferung bezeugt71 ist im ,motiv weit glcklicher1 wohl in ,folge des notwendigen ,anschlusses an die ,antike4 ,die ,pieta 7#adih_/ii7 im ,st4 ,peter zu ,rom ist1 wenn auch nicht die freieste1 so doch die edelste plastische ,schpfung ,michelangelo's4 ,die ,anordnung kann nicht schner gedacht werden1 der ,gegensatz zwischen dem vollendet schnen nackten ,krper ,christi und der in dichte faltenreiche ,gewnder gehllten ,maria1 zwischen dem ,leichnam und der lebendigen ,gestalt ist ebenso wirkungsreich wie mavoll2 und die ,art1 wie der stumme ,schmerz der ,mutter in der ,bewegung der linken ,hand zum ,ausdruck gebracht ist1 zeugt von feinster psychologischer ,beobachtung4 ,mit dem weichen ,flu in der ,behandlung der ,glieder und der ,gewandung steht hier1 wie in den gleichzeitigen und wenig spteren ,arbeiten1 die bronzeartige ,schrfe in der ,behandlung des ,mundes1 der ,augen1 der ,nasenflgel in eigentmlichem ,gegensatze4 ,darin wie in der gehaltenen ,stimmung1 der ruhigen ,haltung und dem stummen1 ernsten ,ausdruck von ,mutter und ,kind steht der ,pieta die kleine ,madonnenstatue in ,notredame zu ,brgge noch sehr nahe1 obgleich sie erst mehrere ,jahre spter1 nach der ,rckkehr nach ,florenz 7,sommer #aeja7 entstand und daher in der ,gewandung und ,fleischbehandlung noch vollendeter ist4 ,in die gleiche ,zeit fallen vier ,marmorstatuetten fr den ,altar ,piccolomini im ,dom zu ,siena2 der ,mastab und das ,zusammenarbeiten mit einem ,knstler wie ,andrea ,bregno wirkten ungnstig auf ,michelangelo4 ,er lt den ,beschauer in keinem anderen ,werke so gleichgltig1 wie in diesen ,figuren4 ,die ,arbeit1 welche damals sein ganzes ,interesse in ,anspruch nahm1 war die ,kolossalfigur des ,david 7jetzt in der ,akademie zu ,florenz73 sie wurde ihm im ,august #aeja in ,auftrag gegeben und konnte im ,frhjahr #aejd schon zur ,aufstellung vor dem ,palazzo ,vecchio kommen4 ,der ,david ist der reinste und glcklichste ,ausdruck von dem1 was ,michelangelo in dieser frheren ,zeit in einer ,einzelfigur zu geben bestrebt war4 ,da diese ,gestalt eines jugendlichen ,herkules seit ihrer ,aufstellung eine ganz auerordentliche ,bewunderung gefunden hat1 verdankt sie nicht nur ihrer imposanten ,wirkung durch den kolossalen ,mastab1 auch nicht allein der wohl niemals bertroffenen ,naturwahrheit1 durch welche sie selbst fr den ,anatomen eine ,quelle zum ,studium der ,natur ist3 ihre ,wirkung1 die ungewhnlich plastische ,erscheinung dieser ,schpfung ,michelangelo's liegt namentlich auch in der ,wahl eines glcklichen ,motivs und in dem vollen ,aufgehen von ,krper und ,geist in diesem ,motiv3 der jugendliche ,kmpe 7keineswegs ein kolossaler ,knabe1 wie man ihn irrtmlich genannt hat7 fat seinen ,feind scharf ins ,auge1 um den ,moment zum ,schleudern des ,steines zu ersphen2 sein ganzer ,krper ist in gehaltener ,anspannung zur ,vorbereitung dieses ,momentes1 der sein ,sinnen ausfllt4 hnliche ,vorzge zeigen auch die zwei von der ,statue noch wesentlich verschiedenen ,modelle im ,museo ,buonarroti4 ,neben dem ,david arbeitete ,michelangelo gleichzeitig in ,florenz ein ,paar ,madonnenreliefs in ,marmor1 die beide leider unvollendet blieben2 das eine jetzt im ,bargello1 das andere in der ,akademie zu ,london4 ,beide ,male die ,madonna sitzend1 das ,kind an der einen1 den kleinen ,johannes an der anderen ,seite2 in ein ,rund komponiert und in migem ,relief in fast lebensgroen ,figuren ausgefhrt4 ,das erstere ernst und traulich1 das zweite eine so anmutig naive ,scene mit so neckischem ,motiv1 wie ,michelangelo kein zweites erfunden hat2 dabei beide so hehr und schn in der ,bildung der ,maria1 so gro und weich in der ,anlage der ,falten1 so meisterhaft in der ,komposition im ,rund 7namentlich das ,londoner ,relief71 da diese ,arbeiten als ,relief der ,gruppe1 der ,pieta und der ,davidstatue an die ,seite gestellt werden drfen4 ,in die gleiche ,zeit gehrt wohl auch die nicht ganz vollendete ,marmorfigur des knieenden ,kupido 7vielleicht ,apollo87 im ,south ,kensington ,museum1 whrend der tote ,adonis im ,bargello1 wenn berhaupt von ,michelangelo1 doch wohl erst zur ,zeit seiner ,arbeit am ,juliusdenkmal entstand4 ,ehe der ,knstler1 im ,mrz #aeje1 von ,papst ,julius ,,ii4 zur ,ausfhrung seines ,grabmonumentes nach ,rom gezogen wurde1 entstand die ,anlage zu einer der ,kolossalgestalten der zwlf ,apostel1 mit denen der ,knstler den ,dom seiner ,vaterstadt schmcken sollte4 ,der ,marmorblock1 aus dem diese ,hnengestalt wie ein versteinertes ,gebilde dem ,blicke sich mhsam entrtselt1 ist heute in der ,akademie zu ,florenz untergebracht4 ,diese ,figur ist das erste ,zeugnis1 da sich in ,michelangelo die ,wandlung zu der ,richtung bereits vollzogen hatte1 in der er uns fortan entgegentritt und in der er1 namentlich durch seine ,riesenschpfungen3 die ,deckenbilder der ,sixtina1 das ,juliusmonument und die ,mediceergrber1 uns vor ,augen steht1 wenn sein ,name genannt wird4 ,hatte der ,knstler bis dahin1 angeregt durch das ,studium nach der ,antike1 die menschliche ,gestalt als ,einzelfigur oder als ,gruppe um ihrer ,schnheit willen treu nach der ,natur zu bilden gestrebt und dadurch plastisch abgeschlossene und vollendete ,werke geschaffen1 welche in ihrer ,art noch den ,vergleich mit den antiken ,bildwerken gestatten1 so ist ,michelangelo in diesem ,matthus und in allen spteren ,werken ganz er selbst1 schafft er ein eigenes ,geschlecht1 das unter ganz eigentmlichen ,bedingungen ein ,leben fr sich zu fhren scheint2 ein ,geschlecht von gewaltiger ,krperbildung1 gewaltsam bewegt wie zum ,ausdruck der schmerzvollen mrrischen ,stimmung1 welche den ,geist dieser ,titanen befangen hlt4 ,unbekmmert um einander und in sich versunken1 erscheinen sie doch von einander abhngig4 ,in der ,einzelfigur gengt sich der ,knstler nicht mehr3 eine ganze ,schar dieser ,giganten bevlkert die ,monumente von kolossalem ,umfang1 wie er sie fortan nur noch plante4 ,was er mit dem ,pinsel zu leisten im ,stande war1 das traute er jetzt auch dem ,meiel zu3 leider sind deshalb alle seine spteren plastischen ,monumente sehr unvollstndig und unfertig auf uns gekommen4 ,ohne ,rcksicht auf den ,gegenstand1 den er darzustellen hat1 bringt er seine biblischen oder allegorischen ,gestalten in die schwierigsten1 gewagtesten ,stellungen1 um immer neue ,schnheiten in der menschlichen ,figur veranschaulichen zu knnen4 ,so gesucht und oft gewaltsam wie diese ,bewegungen sind1 so wenig naiv ist jetzt auch seine ,wiedergabe des menschlichen ,krpers4 ,freilich beruht sie nach wie vor auf einer so grndlichen ,kenntnis der ,natur1 wie sie wohl kein anderer ,knstler irgend einer ,zeit besessen hat4 ,aber gerade diese wissenschaftliche ,grndlichkeit1 namentlich seine anatomischen ,studien verleiteten den ,knstler1 nicht die einfache ,erscheinung1 sondern gewissermaen die ,urschlichkeit derselben zu geben3 den ,knochenbau1 die ,muskeln und ,sehnen dem ,beschauer unter der ,haut nur wie durch einen ,schleier sehen zu lassen4 ,michelangelo wurde im ,mrz #aeje nach ,rom berufen1 um ein ,grabmal fr ,papst ,julius zu entwerfen4 ,ehe er an die ,ausfhrung des ersten ,planes1 der ein ,freigrab in ,aussicht nahm1 gehen konnte1 erkaltete das ,interesse des ,papstes ber seinen ,plnen fr den ,neubau der ,peterskirche4 ,auch fiel dazwischen ein ,aufenthalt ,michelangelo's in ,florenz und in ,bologna 7zur ,ausfhrung der ,bronzestatue des ,papstes1 die bald darauf vernichtet wurde71 und spter die ,ausmalung der ,decke der ,sixtina3 erst #aeac kam es zu einem neuen ,plane 7,original-,zeichnung in der ,sammlung ,a4 von ,beckerath in ,berlin74 ,der hohe1 an drei ,seiten freie ,aufbau sollte danach unten ,victorien und gefesselte ,sklaven 7als ,allegorien der eroberten ,provinzen71 oben auf dem ,sarkophag die knieende ,figur des ,papstes zwischen zwei ,engeln mit der ,madonna darber und sitzende ,kolossalfiguren an den ,seiten 7worunter der ,moses7 enthalten4 ,der ,knstler ging mit dem ,feuereifer1 der ihn besonders fr dieses ,monument erfllte1 an die ,arbeit2 aber schon #aeaf wurde die ,ausdehnung desselben durch einen neuen ,vertrag mit ,papst ,leo ,x4 eingeschrnkt und bald darauf auch die ,arbeit durch ,auftrge fr ,florenz unterbrochen4 ,das ,monument1 welches #aede in ,s4 ,pietro in ,vincoli zur ,aufstellung kam1 ist zum grten ,teil von ,schlern ausgefhrt1 und erscheint fast wie eine ,karikatur des ersten groartigen ,planes4 ,abgesehen von den beiden erst spt in ,aussicht genommenen1 wenig bedeutenden ,figuren von ,lea und ,rahel ist hier nur der kolossale ,moses von des ,meisters ,hand4 ,ohne die fr ihn geplanten ,nachbarfiguren und in ungnstiger ,aufstellung bt diese ,figur doch eine ganz auerordentliche ,wirkung durch die mchtige ,bildung der ,glieder1 die energische ,wendung und die nur mhsam verhaltene innere ,erregung4 ,die herrlichen beiden ,sklaven im ,louvre1 die vier1 erst aus dem ,rohen gehauenen ,kolosse in einer ,grotte des ,giardino ,boboli zu ,florenz und die ,gruppe mit dem ,sieg im ,bargello sind weitere ,zeugnisse dessen1 was ,michelangelo in diesem ,monument der ,welt hatte bieten wollen4 ,auch das zweite groe ,monument1 die ,mediceergrber in ,s4 ,lorenzo zu ,florenz1 seit #aeai geplant1 aber erst #aebd nach der ,wahl des zweiten ,mediceerpapstes ,clemens ,,vii4 in ,angriff genommen1 ist nur in einem ,teile seines ,planes zur ,ausfhrung gekommen1 und auch dieser ,teil wurde nicht ganz vollendet1 da ,michelangelo1 seitdem er ,florenz #aecd fr immer verlie1 auch die ,arbeit an diesen ,monumenten liegen lie4 ,die ,grabkapelle der ,mediceer enthlt nur die beiden ,denkmler des jngeren ,lorenzo und seines ,onkels1 des jngeren ,giuliano de' ,medici2 beide in ,nischen sitzend1 unter ihnen1 auf den ,sarkophagen die nackten ,gestalten des ,tages und der ,nacht1 des ,abends und des ,morgens2 an einer dritten ,wand die ,statue der ,madonna zwischen den1 von ,montorsoli und ,montelupo ausgefhrten1 ,statuen der ,schutzheiligen der ,mediceerfamilie1 ,cosmus und ,damianus4 ,auch hier sind die ,stellungen und ,bewegungen meist gesucht und teilweise geradezu gewaltsam1 und in den ,portrtstatuen ist auf das ,portrtartige so gut wie ganz verzichtet4 ,aber so wenig ihrer ,idee ,entsprechendes1 so wenig ,persnliches diese ,gestalten haben1 so stark spricht die ,persnlichkeit des ,knstlers aus ihnen3 der eigene leidenschaftliche ,geist1 der rastlos und unbefriedigt nach dem ,groen und ,gewaltigen strebt1 wohnt auch diesen seinen ,schpfungen inne und zieht uns1 trotzdem sie auf den ersten ,blick abstoen1 mit magischer ,gewalt immer wieder zu ihm hin4 ,dieser leidenschaftliche ,sinn1 der mhsam und widerwillig zurckgehalten scheint1 uert sich in den wie in schwerer ,ruhe versunkenen ,riesenleibern nur in vereinzelten1 aber heftigen ,bewegungen einzelner ,teile1 wie das ,wetterleuchten eines fernen ,ungewitters4 ,abbildung3 ,michelangelo's ,grabmal des ,lor4 de' ,medici in ,s4 ,lorenzo zu ,florenz4 ,was ,michelangelo zwischen und nach diesen ,monumenten an ,bildwerken noch geschaffen hat1 ist meist nicht ber die ,anlage hinaus gekommen4 ,die einzige ,ausnahme1 die ,christusstatue in der ,minerva zu ,rom 7vollendet #aeba71 in der ruhigen ,haltung1 in der ungesuchten ,schnheit der nackten ,mnnergestalt den frheren ,werken noch verwandt1 ist in einzelnen ,extremitten durch die ,hand eines ,gehlfen beeintrchtigt4 ,nur im ,rohen zugehauen sind der ,apollo im ,bargello und eine kauernde ,gestalt in der ,leuchtenberg-,sammlung zu ,st4 ,petersburg2 die unter dem ,namen des ,brutus bekannte ,bste im ,bargello1 gro in der ,bewegung und edel in der ,gewandung1 macht schon einen fertigeren ,eindruck4 ,von zwei ,gruppen der ,kreuzabnahme1 die seiner spteren rmischen ,zeit angehren1 ist diejenige im ,pal4 ,rondanini zu ,rom nur ein kleines ,bruchstck2 wundervoll in einzelnen ausgefhrten ,teilen des ,leichnams und merkwrdig als ,beweis1 wie der ,knstler sich bei seiner ,art nach kleinen ,modellen die ,figuren direkt und ohne ,punktierung aus dem ,marmor herauszuhauen1 gelegentlich verhauen konnte4 ,die zweite1 grere ,gruppe1 die unfertig jetzt im ,dom zu ,florenz steht1 ist edel und auffallend mavoll fr diese spte ,zeit4 99 99 99 99 99 ,neben ,michelangelo treten die gleichzeitigen ,bildhauer auch in ,florenz vollstndig in den ,hintergrund4 ,ohne ausgeprgte ,eigenart1 und ohne tiefere ,kenntnis der ,natur unterscheiden sie sich hauptschlich durch das grere oder geringere ,ma ihrer ,abhngigkeit von der antiken ,kunst1 von ,michelangelo oder von der ,kunst des ,quattrocento4 ,in ihrem ,streben nach ,schnheit gelingt ihnen gelegentlich eine einzelne ,figur oder eine ,gruppe2 auch ist die ,dekoration einzelner ,monumente dieser ,knstler1 namentlich aus ihrer frheren1 noch mit der ,kunst ihrer ,vorgnger zusammenhngenden ,zeit durch ,geschmack1 ,flu der ,linien und malerischen ,reiz ausgezeichnet3 in der groen ,mehrzahl erscheinen aber ihre ,bildwerke nur gar zu hufig leer und oberflchlich1 vielfach auch schon schwlstig und manieriert1 namentlich die ,reliefs4 ,dies gilt fr ,giovanni della ,robbia 7geb4 #adfi1 vergl4 oben ,s4 #gi7 trotz seiner starken ,abhngigkeit von der ,kunst seiner ,vorfahren2 dies gilt auch von ,andrea ,sansovino 7eigentlich ,andrea ,contucci dal ,monte ,sansavino1 #adfj-aebi71 dem gefeiertesten ,bildhauer der ,hochrenaissance nchst ,michelangelo4 ,in einem groen ,thonaltar seiner ,heimatstadt ,monte ,sansavino sieht der ,knstler etwa einem guten ,giovanni della ,robbia hnlich4 ,die ,dekoration der ,durchgangshalle zur ,sakristei und die ,sakramentsnische in ,sto4 ,spirito1 die ersten ,arbeiten ,sansovino's in ,florenz1 seine ,arbeiten in ,portugal1 wohin der ,knstler #adia auf acht ,jahre berufen wurde1 sowie das nach seiner ,rckkehr ausgefhrte ,taufbecken im ,battistero von ,volterra 7#aejb7 sind meist verfehlt im ,aufbau1 unglcklich in der ,dekoration und im ,reliefstil1 und flchtig und vielfach selbst kleinlich in den figrlichen ,darstellungen1 denen feinere ,belebung vllig abgeht4 ,von diesen ,arbeiten sticht ein ,werk1 das der ,knstler unmittelbar darauf begann1 die ,gruppe der ,taufe ,christi in kolossalen ,marmorfiguren ber dem ,hauptportal des ,battistero zu ,florenz 7begonnen #aejb1 erst weit spter durch ,vincenzo ,danti vollendet71 durch ,gre der ,empfindung und ,schnheit der ,gestalten vorteilhaft ab4 ,doch auch hier strt eine gewisse ,absichtlichkeit und fehlt die volle ,feinheit der naturalistischen ,durchbildung2 ,schwchen1 die noch im hheren ,mae an seinen fast gleichzeitig ausgefhrten 7#aejc7 ,statuen der ,madonna und des ,tufers in der ,taufkapelle des ,domes zu ,genua auffallen4 ,im folgenden ,jahre wechselt ,sansovino schon wieder seinen ,aufenthalt3 er siedelt nach ,rom ber1 wo1 nach einem kleineren ,grabmal im ,durchgang zu ,araceli 7,monument des ,pietro da ,vincenza von #aejd71 seine beiden berhmten ,monumente im ,chor von ,sa4 ,maria del ,popolo im ,auftrage ,papst ,julius' ,,ii4 entstanden1 die ,denkmler der ,kardinle ,ascanio ,maria ,sforza 7#aeje7 und ,girolamo ,basso 7#aejg74 ,im ,aufbau den besten der lteren rmischen ,vorbilder1 an die sich diese ,monumente anlehnen1 durch die anspruchsvolle ,betonung der ,architektur nicht gewachsen1 steht auch der figrliche ,schmuck durch die zu allgemeine ,schnheit der ,figuren und ihr wenig glckliches ,verhltnis zur ,architektur1 wie durch die unvorteilhafte ,anordnung der ,grabfiguren hinter den besseren ,grabmonumenten des ,quattrocento entschieden zurck4 ,selbst die mit hchster ,delikatesse durchgefhrte1 im ,einzelnen sehr reizvolle malerische ,dekoration hat mit der ,architektur eine gewisse ,unruhe der ,gesamtwirkung gemein und lt in ihrer rtlichen ,verwendung die feine ,berechnung1 in ihrer ,erfindung und ,durchbildung die ,naturwahrheit der groen ,meister des ,,xv4 ,jahrh4 vermissen4 ,in dem ,marmorgehuse der ,santa ,casa zu ,loreto1 an dem ,sansovino 7nach ,bramante's ,entwurf7 den plastischen ,schmuck1 unter ,teilnahme zahlreicher anderer ,bildhauer1 von #aeac bis zu seinem ,tode #aebi ausfhrte1 ist die ,dekoration ganz zurckgedrngt1 die ,freifiguren sind den ,deckenbildern ,michelangelo's entlehnt1 und in den ,reliefs strt das bertriebene ,herausarbeiten der einzelnen ,figuren4 ,doch ist ,sansovino hier in ,abwgung der ,kompositionen wie in der ,durchfhrung immerhin noch glcklicher als in der unmittelbar vor seiner bersiedelung nach ,loreto ausgefhrten ,gruppe der ,maria ,selbdritt in ,s4 ,agostino zu ,rom 7#aeab71 die in der ,anordnung1 obgleich von ,leonardo entlehnt1 verfehlt1 in der ,ausfhrung oberflchlich und karikiert erscheint4 ,das ,berliner ,museum besitzt in dem groen ,marmorrelief mit dem ,sturz des ,phaeton 7,no4 #bbg7 eine charakteristische ,arbeit ,andrea's in der ,art der ,hochreliefs in ,loreto2 das ,reliefportrt des ,kardinals ,ant4 del ,monte 7,no4 #bbf7 ist dagegen ein tchtiges1 einfach aufgefates ,bildnis1 das durch den warmen ,ton des ,marmors noch besonders anziehend wirkt4 ,wie ,sansovino's ,arbeiten der spteren ,zeit durch die ,berhrung mit ,michelangelo und namentlich mit dem ihm nahe verwandten ,raphael in ,rom von diesen ,knstlern wesentlich beeinflut erscheinen1 so hat ein florentiner ,bildhauer1 ,lorenzetto 7,lorenzo di ,lodovico gen4 ,lorenzetto1 #adhi-aeda71 wenig spter in ,rom direkt nach ,entwrfen ,raphaels den plastischen ,schmuck der ,cap4 ,chigi in ,sa4 ,maria del ,popolo ausgefhrt4 ,die ,statue des ,propheten ,jonas und die ganz im antiken ,sinne erfundene ,komposition des ,bronzereliefs mit ,christus und der ,samariterin 7jetzt am ,altar7 gehren zu den edelsten ,arbeiten der ,hochrenaissance1 denen ,a4 ,sansovino nur die ,gruppe der ,taufe in ,florenz an die ,seite zu setzen hat4 ,wie wenig ,verdienst dabei dem ,lorenzetto selbst gebhrt1 beweisen dessen sptere ,arbeiten1 wie die ,madonnenstatue am ,grabe ,raphaels im ,pantheon1 die ,figur der ,caritas am ,monument ,forteguerri in ,pistoja 7#aead7 und die nchterne ,petrusstatue auf der ,engelsbrcke4 ,ein ,paar florentiner ,knstler1 deren ,thtigkeit im ,wesentlichen auf ihre ,heimat beschrnkt bleibt1 behalten von ihren ,vorgngern und ,lehrern die ,freude an reicher ,dekoration4 ,andrea ,ferrucci 7#adfe-aebf7 erscheint in seinem groen ,tabernakel im ,dom zu ,fiesole und im ,taufbrunnen des ,doms zu ,pistoja herzlich unbedeutend in den kleinen ,figuren1 aber tchtig im ,aufbau und in der malerischen ,behandlung der ,dekoration4 ,im hheren ,mae gilt dies noch von ,benedetto da ,rovezzano 7#adgf-aeef71 dessen ,altar in ,sa4 ,trinita1 dessen ,kamin und ,marmornischen im ,bargello mit ihrem zierlichen malerisch behandelten ,ornament wohl als die feinsten dekorativen ,arbeiten der florentiner ,hochrenaissance gelten drfen1 whrend die kleinen ,figuren an diesen ,arbeiten1 die ,reliefs aus dem ,leben des hl4 ,giovanni ,gualberto 7,bargello7 und seine ,statuen 7wie der ,evangelist ,johannes im ,dom7 unbelebt und befangen erscheinen4 ,ferrucci's ,andreasstatue im ,dom 7#aeab7 leidet an denselben ,mngeln2 dagegen zeichnen sich seine ,bste des ,marsilio ,ficino im ,dom 7#aeba7 und eine hnliche ,bste in ,s4 ,francesco al ,monte durch einfache ,naturbeobachtung und geschmackvolle ,anordnung vor den meisten gleichzeitigen ,bsten vorteilhaft aus4 ,benedetto wurde in seiner spteren ,zeit durch ,kardinal ,wolsey nach ,england gezogen1 um dort das ,grabmal dieses ,kirchenfrsten auszufhren4 ,schon vor ihm war ein hnlich veranlagter ,landsmann1 ,piero ,torrigiano 7geb4 #adgb71 durch den ,knig selbst an den englischen ,hof gezogen und arbeitete hier das edle ,grabmonument ,heinrichs ,,vii4 in ,westminster ,abbey1 wo auch das einfache ,grab der ,mutter des ,knigs von seiner ,hand ist4 ,spter ging der ,knstler nach ,spanien2 unter den dort ausgefhrten ,bildwerken ist die bemalte ,thonfigur des hl4 ,hieronymus im ,museum zu ,sevilla die tchtigste4 ,weit manierierter ist als ,bildhauer der bekannte ,architekt ,francesco di ,sangallo 7#adic bis #aegj71 wie seine ,marmorgruppe der ,madonna mit ,anna in ,or ,san ,michele 7#aebf7 und das ,monument des ,bischofs ,angelo ,medici in der ,annunziata zu ,florenz beweisen4 ,schlichter und naturwahrer ist seine ,grabplatte des ,bischofs ,bonafede in der ,certosa bei ,florenz4 ,zwei andere ,florentiner dieser ,zeit sind uns namentlich durch ein ,paar stattliche ,bronzearbeiten bekannt4 ,die ,gruppe der ,predigt des ,tufers am ,battistero 7#aeaa71 von der ,hand des ,gio4 ,francesco ,rustici 7#adgd-aeed71 schon stark beeinflut durch ,michelangelo1 ist durch die ,einfachheit und den ,ernst der ,auffassung und ,anordnung1 durch die ,kraft der ,gestalten eine der besten ,arbeiten der ,hochrenaissance berhaupt4 ,die ,bronzestatue des ,evangelisten ,johannes an ,or ,san ,michele von ,baccio da ,montelupo 7#adfi-aecc87 erscheint daneben nchtern und gesucht4 ,abbildung3 #bbe4 ,marmorbste der ,teodorina ,cib von ,g4 ,cr4 ,romano 7874 ,die ,arbeiten der genannten florentiner ,knstler charakterisieren sich regelmig durch eine gewisse ,schwerflligkeit und ,nchternheit1 sowohl in der ,dekoration wie in den ,figuren1 welche neben der eleganten ,leichtigkeit und frischen ,natrlichkeit ihrer ,vorgnger besonders stark auffallen4 ,ein gleichzeitiger rmischer ,bildhauer und ,goldschmied1 der ,sohn des ,isaa1 ,gian ,cristoforo ,romano 7um #adfe-aeab71 bewahrt weit mehr von der einfachen ,natrlichkeit und ,grazie des ,quattrocento4 ,freilich haben seine ,arbeiten1 auch die umfangreichsten1 mehr den ,charakter der ,kleinkunst1 welche whrend der ,hochrenaissance durch ihren engeren ,anschlu an die vorausgegangene ,epoche und an die ,bedingungen des ,materials vielfach den ,vorzug vor der monumentalen ,plastik besitzt4 ,cristoforo's ,mausoleum des ,gian ,galeazzo ,visconto in der ,certosa zu ,pavia 7um #adia-adig7 erscheint wie ein ,schmuckkstchen im ,kolossalen2 die ,reliefs von seiner ,hand haben noch viel ,verwandtschaft mit besseren ,arbeiten des spteren ,quattrocento in ,rom4 ,ein jngeres ,grabmonument seiner ,hand1 das des ,pier ,francesco ,trecchi in ,s4 ,vincenzo zu ,cremona 7um #aejb-aeje71 ist ohne feineren ,sinn fr den ,aufbau1 aber sehr reizvoll in der zierlichen ,dekoration4 ,als ein ,jugendwerk des ,knstlers ist die treffliche ,marmorbste der jungen ,beatrice d',este im ,louvre 7um #adia7 wohl mit ,recht fr ,cristoforo in ,anspruch genommen4 ,nach dem ,vergleich mit dieser ,bste und verschiedenen beglaubigten ,medaillen berhmter italienischer ,frauen seiner ,zeit darf auch die groe ,marmorbste der ,teodorina ,cib in der ,berliner ,sammlung 7,no4 #bbe7 mit ,wahrscheinlichkeit auf ,gian ,cristoforo zurckgefhrt werden4 ,in ,rom im ,anfang des ,,xvi4 ,jahrh4 entstanden1 zeigt dieses ,werk in der anspruchslosen ,haltung1 in der klassischen ,gewandung die ,richtung der ,hochrenaissance in einer schlichten ,gre wie wenige ,bsten der ,zeit4 ,in ,gian ,cristoforo ,romano ist der ,einflu der ,frhrenaissance1 in welcher der ,knstler gro geworden war1 ein magebender geblieben1 obgleich er in ,rom in ,beziehung zu den groen ,meistern der ,hochrenaissance1 namentlich auch zu ,michelangelo stand4 ,in hherem ,mae ist dies noch der ,fall bei mehreren gleichzeitigen oder selbst jngeren ,bildhauern1 welche fern von den groen ,kunststtten aufgewachsen waren und in ihrer ,thtigkeit auf ihre ,heimat beschrnkt blieben4 ,in einer ,reihe von ,bildwerken in den ,marken1 wie im ,monument des ,ritters ,guidarelli im ,museum zu ,ravenna1 oder in den beiden ,marmoraltren im ,dom von ,cesena1 teilweise auch noch in den ,grabmonumenten des ,pietro ,bariloto in ,faenza 7thtig um #aebj-aede71 sind die ,vorbilder der venezianischen ,knstlerfamilie ,lombardi nur in verallgemeinerten1 etwas verflauten ,formen wiedergegeben4 hnlich ist es nrdlich von ,bologna1 wo in ,parma ,gian ,francesco da ,grado in mehreren seiner ,feldherrnmonumente in der ,steccata 7am ,ende der zwanziger ,jahre7 ,einfachheit im ,aufbau mit geschmackvoller ,dekoration und feiner ,farbenwirkung zu verbinden wei4 ,wie in der ,plastik der ,lombardei noch bis tief in das ,,xvi4 ,jahrh4 hinein die ,traditionen des ,quattrocento nachwirkten und selbst ein ,knstler wie ,ag4 ,busti1 dessen ,thtigkeit die erste ,hlfte des ,cinquecento ausfllt 7 #aedh71 noch auf der ,grenze beider ,epochen steht1 ist frher schon ausgefhrt worden 7,s4 #ach74 ,in ,busti und anderen ,bildhauern der ,lombardei bringt der ,einflu der neuen ,zeit auf die herbe alte ,kunstweise oft eine eigentmlich unerfreuliche ,mischung hervor1 die als ,karikatur oder ,manier wirkt4 ,in dem benachbarten ,modena tritt uns dagegen ein etwas jngerer ,bildhauer1 ,antonio ,begarelli 7um #adih-aefe71 wenn er auch seinem ,vorgnger im ,quattrocento ,guido ,mazzoni die ,anregung zu seiner eigentmlichen ,kunstthtigkeit verdankt1 doch als vllig freier ,knstler der ,hochrenaissance entgegen4 ,seine ,ausbildung und ,beschftigung abseits von den groen ,kunstcentren hatte bei ihm nur die gnstige ,wirkung1 da er seine ,richtung besonders eigenartig entwickelte und von fremden1 barocken ,einflssen freihielt4 ,die hervorstechende ,eigentmlichkeit seiner ,kunstwerke3 die ,anordnung seiner ,kompositionen als ,gruppen von groen ,freifiguren in ,thon1 ist freilich stilistisch ein ,unding1 da sie als plastische ,nachbildung lebender ,bilder erscheint und nur durch die ,aufstellung in ,kapellen und ,nischen einen ,abschlu bekommt4 ,aber in der ,auffassung1 in der ,bildung der einzelnen ,gestalten1 in der ,gewandung und ,haltung derselben kommen ein ,ernst und ,schnheitssinn zum ,ausdruck1 wie ihn selbst ,andrea ,sansovino nicht aufzuweisen hat1 der auch an ,lebenswahrheit die ,gestalten ,begarelli's selten erreicht4 ,freilich sind dieselben so sehr auf die ,zusammenstellung in ,gruppen berechnet1 da seine ,einzelfiguren regelmig unruhig und unsicher in der ,haltung erscheinen4 ,die ,kirchen ,modenas sind reich an ,werken seiner ,hand3 die ,beweinung ,christi in ,s4 ,pietro1 und derselbe ,gegenstand in ,sa4 ,maria ,pomposa1 die ,kreuzabnahme in ,s4 ,francesco1 ,christus bei ,martha in ,s4 ,domenico sind seine bekanntesten ,gruppen2 ,einzelstatuen an mehreren ,stellen2 auch auerhalb ,modenas 7in ,s4 ,benedetto bei ,mantea und ,s4 ,giovanni zu ,parma74 ,die ,berliner ,sammlung besitzt eine kleinere ,gruppe ,begarelli's3 ,christus am ,kreuz mit schwebenden und knieenden ,engeln zur ,seite 7,no4 #bei72 eine ,arbeit1 die wohl geeignet ist1 die eigentmlichen ,schnheiten der ,kunst des ,meisters zu kennzeichnen1 daneben aber auch1 als allgemeines ,erbteil der ,hochrenaissance1 eine gewisse ,allgemeinheit in ,ausdruck und ,formengebung1 ,absichtlichkeit in der ,anordnung und ,klte der ,wirkung durch die ,farblosigkeit nicht verleugnet4 ,in ,bologna vertritt ,alfonso ,lombardi 7#adig-aecg7 eine dem ,begarelli verwandte ,richtung4 ,auch von ihm sind hnliche ,thongruppen erhalten3 die farbige ,gruppe der ,beweinung ,christi im ,dom und die farblose des ,todes ,mari im ,sta4 ,maria della ,vita 7#aeai72 letztere in der ,hufung der ,figuren1 in der anspruchsvollen ,haltung derselben und der barocken ,auffassung eine eigentmliche ,verirrung dieser ,kunstgattung4 ,seine kleineren ,gruppen und ,reliefs auen und innen an der ,fassade von ,s4 ,petronio sind durch ,geschmack und malerische ,wirkung ausgezeichnet2 dasselbe gilt auch von den kleinen ,marmorreliefs am ,untersatz der ,arca in ,s4 ,domenico4 ,mit ,alfonso war der ,florentiner ,tribolo 7,niccolo ,pericoli gen1 ,tribolo1 #adhe-aeej7 am ,schmuck der ,fassade von ,s4 ,petronio thtig4 ,im ,anschluss und unter der ,einwirkung von ,quercia's ,arbeiten an der ,fassade sind namentlich die kleinen ,reliefs an den ,thren weit stilvoller in der ,reliefbehandlung1 einfacher in der ,anordnung und lebendiger in der ,schilderung als die gleichzeitigen ,arbeiten an der ,santa ,casa des ,andrea ,sansovino1 an der auch ,tribolo spter thtig war1 oder als die ,reliefs der ,capella del ,santo in ,s4 ,antonio zu ,padua4 ,tribolo war in ,florenz ,schler des ,jacopo ,sansovino 7eigentlich ,jacopo ,tatti1 #adhf-aegj74 ,gro geworden in ,florenz in der ,werkstatt des ,andrea ,sansovino1 dem er seinen ,namen verdankt1 dann in ,florenz und spter in ,rom thtig1 hat ,jacopo seine ,eigenart doch erst nach seiner bersiedelung nach ,venedig 7#aebg7 voll ausgebildet4 ,fr diese ,stadt ist der ,knstler zugleich von hervorragender ,bedeutung geworden durch die dort von ihm ausgebildete ,schule1 die1 im ,anschlu an die gleichzeitige ,architektur1 in ,verbindung mit der ,malerei und unter dem entschiedenen ,einflusse derselben nahezu ein ,jahrhundert lang eine reiche ,thtigkeit entfaltete4 ,sansovino's ,arbeiten in ,florenz3 der hl4 ,jacobus im ,dom 7#aeaa-aeac7 und der jugendliche ,bacchus im ,bargello1 und die rmischen ,bildwerke3 die ,madonnenstatue in ,s4 ,agostino1 die kleine ,wachsgruppe einer ,kreuzabnahme 7jetzt im ,south ,kensington ,museum7 u4 a4 m41 stehen noch ganz unter dem ,einflusse seines ,lehrers ,andrea1 sind aber frischer1 lebendiger und individueller als dessen ,werke2 dies gilt namentlich von der kstlichen ,jnglingsgestalt des ,bacchus4 ,als eine ,arbeit seines rmischen ,aufenthalts 7um #aeaa-aeae7 bezeichnet ,vasari1 freilich nur als wahrscheinlich1 ein ,brustbild des ,kardinals ,ant4 del ,monte in ,hochrelief1 welches jetzt das ,berliner ,museum besitzt 7,no4 #bbf74 ,die ,formenbehandlung dieses energisch aufgefaten ,kopfes scheint jedoch eher auf ,andrea ,sansovino selbst wie auf seinen ,schler zu deuten 7vergl4 ,s4 #afc74 ,fr den ,einflu ,michelangelo's auf ,jacopo in der spteren ,zeit seines ,aufenthalts in ,rom ist das groe ,thonrelief der ,madonna in unserer ,sammlung 7,no4 #bcb7 besonders bezeichnend1 ein ,werk von groer ,wirkung4 ,abbildung3 #bcj4 ,bemaltes ,stuckrelief der ,madonna von ,jac4 ,sansovino4 ,in ,venedig wurde ,sansovino's bildnerischer ,stil wesentlich bestimmt durch seine umfangreiche ,thtigkeit als ,architekt und durch das ,zusammenleben mit den ihm berlegenen ,malern1 namentlich mit ,tizian und ,tintoretto4 ,nicht1 da er im ,stande gewesen wre1 die plastische ,kunst ,venedigs ebenbrtig auf einen ,platz neben die venezianische ,malerei zu heben3 seine ,bildwerke und die der zahlreichen ,schler1 welche er in ,venedig um sich versammelte1 sind kaum weniger allgemein und oberflchlich und sind gelegentlich ebenso manieriert1 als die seiner ,zeitgenossen auerhalb ,venedigs4 ,aber sie haben den groen ,vorzug einer glcklichen ,verbindung mit der ,architektur und einer malerischen ,wirkung durch ,auffassung1 ,behandlung und ,material 7vielfach ,bronze74 ,sie fgen sich geschickt in ihre ,umgebung1 sind in ihrer ,art meist lebensvoll und ohne besondere ,ansprche1 und haben nicht selten gerade dadurch zugleich eine vornehme und selbst groe ,erscheinung2 hnlich etwa wie die ,werke des ,tintoretto1 dessen ,portrts auch die ,bsten dieser ,knstler nahe kommen4 ,sansovino's ,werke in ,venedig sind sehr zahlreich und mannigfaltig4 ,sehr nchtern erscheint er in den beiden spten ,kolossen an der ,treppe des ,dogenpalastes4 ,besonders malerisch und elegant sind dagegen die ,bronzestatuen und ,reliefs an der ,loggietta 7um #aedj72 hnlichen ,reiz besitzen die verschiedenen kleineren ,bronzearbeiten im ,chor von ,s4 ,marco1 namentlich die sitzenden ,apostel4 ,unter mehreren ,grabmlern sind das ,monument ,venier 7 #aeef7 in ,s4 ,salvatore und das des ,thomas von ,ravenna mit der sitzenden ,bronzestatue ber der ,thr von ,s4 ,giuliano die ansprechendsten4 ,fr seine ,behandlung der ,madonnenreliefs bieten verschiedene ,arbeiten der ,berliner ,sammlung besonders charakteristische ,beispiele4 ,das bemalte ,hochrelief der ,madonna zwischen ,heiligen 7,no4 #bca71 das noch in ,anlehnung an ,altarbilder des ,quattrocento aufgebaut ist1 zeigt im ,reliefstil wie in den ,figuren die ,einflsse seines ,lehrers ,andrea mit denen ,michelangelo's gemischt4 ,ein ,paar groe ,stuckreliefs in flachem ,relief 7,no4 #bcj und #bcj;,a71 mit alter ,bemalung1 sind durch ihre malerische ,wirkung und eine gewisse ,gre der ,auffassung ausgezeichnet4 ,von besonderem ,interesse sind sie durch den ,anschlu des ,knstlers an ,vorbilder des ,quattrocento1 namentlich an ,donatello4 ,abbildung3 #bdg4 ,marmorbste des ,ott4 ,grimani von ,al4 ,vittoria4 ,sansovino's ,schler1 die er aus allen ,gegenden um sich versammelte1 haben unter der starken ,einwirkung ihres ,meisters einen diesem nahe verwandten gemeinsamen ,charakter1 soweit nicht ,einflsse anderer ,meister in ihnen schon bermchtig geworden waren1 wie bei dem ,florentiner ,bart4 ,ammanati und ,danese ,cattaneo aus ,carrara 7#aeji-aegc74 ,von ,alessandro ,vittoria aus ,trient 7#aebe-afjh7 sind ,einzelfiguren in betrchtlicher ,zahl in den ,kirchen ,venedigs zerstreut2 so ein ,sebastian in ,s4 ,salvatore1 ein ,hieronymus in ,s4 ,giovanni e ,paolo u4 s4 w4 ,in ihrer gestreckten ,form und oberflchlichen ,charakteristik sind sie doch von wirkungsvoller1 malerischer ,erscheinung1 den ,gestalten ,tintoretto's vergleichbar4 ,charakteristische ,beispiele dafr bieten vier kleine ,bronzestatuetten der ,evangelisten 7,no4 #fci;,h bis ,l47 und eine grere ,bronzefigur in der ,berliner ,sammlung4 ,in dem gut aufgebauten ,grabmal1 das ,vittoria sich selbst in ,sa4 ,zaccaria errichtete1 zeigt die ,bste die eigentliche ,kraft des ,knstlers1 die ,portrtdarstellung4 ,auch die ,berliner ,sammlung hat verschiedene ,beispiele derselben aufzuweisen3 auer dem ,selbstbildnis 7,no4 #bdf71 das durch seine ,aufstellung im ,freien beschdigt ist1 das ,thonmodell zu einer ,bste des ,admirals ,contarini 7,no4 #bdi71 sowie die groen ,marmorbsten des ,pietro ,zeno 7,no4 #bdh7 und des ,ottavio ,grimani 7,no4 #bdg72 letztere in ihrer vornehmen individuellen ,erscheinung1 die durch die warme naturalistische ,frbung des ,marmors noch erhht wird1 wohl die bedeutendste unter den zahlreichen derartigen ,arbeiten des ,vittoria4 ,ein anderer ,schler ,sansovino's1 ,girolamo ,campagna aus ,verona1 ist ,vittoria in der ,schnheit wie im ,ausdruck seiner ,gestalten und in der ,durchbildung derselben berlegen4 ,so in der ,verkndigung am ,pal4 del ,consiglio in seiner ,vaterstadt ,verona1 dann zu ,venedig in den ,gruppen der ,hochaltre von ,s4 ,giorgio ,maggiore1 ,redentore1 ,sto4 ,stefane und ,s4 ,tommaso1 in verschiedenen ,einzelfiguren in ,sto4 ,stefano1 in der ,scuola di ,s4 ,rocco u4 s4 f4 ,auch der ,doge ,loredan am ,grabmal desselben in ,s4 ,giovanni e ,paolo ist eine edle ,portrtfigur4 ,in der malerischen ,reliefbehandlung besonders ausgezeichnet sind die ,darstellungen des ,bronzedeckels vom ,taufbrunnen in ,s4 ,marco1 die gemeinsame ,arbeit des ,tiziano ,minio von ,padua 7#aeag-aeeb7 und des ,desiderio von ,florenz4 ,andere ,schler1 wie ,pietro de' ,sali 7 #aefc71 ,jacopo ,colonna1 ,tommaso da ,lugano waren1 neben den ,genannten1 ,sansovino's ,gehlfen bei den ,dekorationen der ,bibliothek1 des ,dogenpalastes und der ,capella del ,santo in ,s4 ,antonio zu ,padua4 ,diese groen gemeinsamen ,arbeiten sind um so glcklicher1 je mehr sie auf architektonische ,wirkung berechnet sind2 wo sie1 wie im ,santo1 rein plastisch sein wollen und hochdramatische ,motive darzustellen haben1 sind ,meister und ,schler ebenso schwach wie die ,nachfolger ,michelangelo's und ,andrea ,sansovino's in ,rom und ,florenz4 ,die letzten ,auslufer dieser ,schule ,sansovino's am ,ende des ,,xvi4 und im ,anfange des ,,xvii4 ,jahrh4 sind ,tiziano ,aspetti 7 #afjg7 und ,giulio dal ,moro1 deren ,richtung in der ,berliner ,sammlung durch zwei malerisch wirkungsvolle1 lebendig bewegte ,marmorstatuetten1 ,die ,ehre und ,der ,reichtum 7,no4 #bff und #bfg71 vorteilhaft vertreten ist4 ,mit diesen ,knstlern erlischt in ,venedig nahezu fr ein ,jahrhundert fast jede grere plastische ,thtigkeit2 aber auch nach ihrer ,wiederbelebung durch die ,berninische ,kunstrichtung hat sie nicht mehr die ,kraft zu einer freieren1 reicheren ,entfaltung4 ,die ganze hier betrachtete ,gruppe von ,knstlern seit ,andrea ,sansovino erscheint mehr oder weniger beeinflut von ,michelangelo4 ,auch die unabhngigsten unter ihnen1 wie ,andrea ,sansovino selbst und sein ,schler ,jacopo1 gehen gelegentlich bis zur direkten ,nachahmung des weit berlegenen ,meisters 7wie in ,andrea's ,propheten an der ,santa ,casa und in den ,evangelisten ,jacopo's im ,chor der ,markuskirche72 aber sie verlieren darber doch nicht ihre ,eigenart und besitzen1 bald in hherem bald in geringerem ,grade1 eine gewisse ,lebensflle und malerische ,erscheinung4 ,den eigentlichen ,schlern und ,nachfolgern ,michelangelo's fehlen in der ,regel auch diese ,vorzge4 ,wo dieselben nicht gerade ,modelle ihres ,meisters ausfhren1 erscheinen sie meist manieriert oder selbst plump und unknstlerisch4 ,raffaello da ,montelupo 7#aeje-aefg71 der den hl4 ,damian in der ,mediceerkapelle und verschiedene ,figuren am ,juliusgrabmal ausfhrte und vorher an der ,ausschmckung der ,santa ,casa in ,loreto ,teil nahm1 ist in seinem ,grabmal ,rossi in ,sa4 ,felicit in ,florenz noch verhltnismig einfach und wrdig4 ,fra ,gio4 ,angiolo ,montorsoli 7#aejg bis #aefc71 ein anderer ,mitarbeiter an ,michelangelo's ,grabmlern 7,statue des hl4 ,cosmas71 fand spter in ,genua ein ausgiebiges ,feld der ,thtigkeit1 als ,bildhauer wie als ,architekt4 ,hier ist die prachtvolle ,ausschmckung von ,s4 ,matteo von besonderem ,interesse1 weil der ,knstler sie ganz einheitlich und mit den reichsten ,mitteln ausfhren konnte4 ,der ,hochaltar in den ,servi zu ,bologna ist eine sptere ,arbeit des ,knstlers1 der in ,messina verschiedene groe ,brunnen von geringem dekorativen ,werte ausfhrte4 ,beiden berlegen ist der ,lombarde ,guglielmo della ,porta 7 #aegg71 ,sohn und ,schler des ,gio4 ,giac4 della ,porta4 ,vater und ,sohn haben eine betrchtliche ,zahl von ,marmorarbeiten in ,genua 7im ,dom1 ,s4 ,tommaso u4 s4 f47 hinterlassen1 die meist leere1 anspruchsvolle ,schaustcke sind4 ,nach seiner bersiedelung nach ,rom trat ,guglielmo in enge ,beziehung zu ,michelangelo4 ,sein bekanntestes ,werk hier1 das groe ,grabmal ,papst ,pauls ,,iii4 im ,chor des ,peter ist wohl das hervorragendste plastische ,werk1 das unter dem unmittelbaren ,einflsse ,michelangelo's entstanden ist4 ,gro durch den einfachen ,aufbau und die kolossalen ,gestalten1 ist dasselbe namentlich ausgezeichnet durch die ,lebensflle und ,kraft der ,papstfigur1 der nur wenige ,bildnisfiguren dieser ,zeit gewachsen sind4 ,besonders befangen in der ,nachahmung ,michelangelo's erscheinen die florentiner ,knstler dieser ,zeit2 auch die1 welche1 wie ,baccio ,bandinelli 7#adic-aefj71 sich persnlich feindlich dem alten ,meister gegenberstellten4 ,was ihnen an ,michelangelo am meisten ,eindruck machte1 war das ,kolossale2 aber bei dem ,mangel an feiner ,naturkenntnis1 an ,geschmack und ,phantasie erscheinen sie leer und roh in ihren ,kolossen1 die langweilig und nicht einmal dekorativ wirken4 ,dies gilt sowohl von ,baccio's kolossalem ,herkules und ,kakus vor dem ,pal4 ,vecchio1 wie von den ,statuen von ,adam und ,eva im ,bargello und von verschiedenen ,gruppen der ,beweinung ,christi und ,einzelfiguren in florentiner ,kirchen4 ,in seiner ,marmorstatue des ,giovanni de' ,medici vor ,s4 ,lorenzo steht die kriegerische ,derbheit im ,einklnge mit der ,erscheinung und dem ,charakter des ,mannes4 ,am glcklichsten ist ,baccio in den ,propheten und ,aposteln an den ,chorschranken des ,domes1 die in ihrem malerischen ,flachrelief von feiner ,wirkung und meist geschickt im ,raum erfunden und gut in der ,bewegung sind4 ,ein ,relief von hnlichem ,charakter ist das in ,thon modellierte ,selbstportrt in halber ,figur im ,berliner ,museum 7,no4 #bah71 welches dem danach ausgefhrten ,marmorrelief in der ,domopera zu ,florenz entschieden berlegen ist4 ,enger noch und mit mehr ,glck schliet sich ,pierino da ,vinci an ,michelangelo 7jung verstorben1 thtig um #aedj-aeec74 ,von ihm sind nur wenige kleinere ,flachreliefs im ,bargello1 im ,privatbesitz in ,florenz und im ,auslande erhalten4 ,ein charakteristisches ,beispiel seiner ,richtung giebt das kleine ,stuckrelief der hl4 ,familie in der ,berliner ,sammlung 7,no4 #bag74 ,der ,architekt ,bartolommeo ,ammanati 7#aeaa-aeib7 ist im figrlichen ,teil seiner ,grabmonumente 7in ,s4 ,pietro und ,s4 ,mercurio in ,rom1 im ,campo ,santo zu ,pisa und in den ,eremitani zu ,padua7 wie in seinem ,brunnen auf dem ,piazza del ,granduca zu ,florenz uerst nchtern und unbelebt4 ,giovanni dall' ,opera1 der ,schler ,bandinelli's1 ist wesentlich von diesem abhngig4 ,der jngere ,vincenzo ,danti 7#aecj-aegf7 hat in dem ,bronzerelief mit der ,anbetung der ,schlange im ,bargello ein im ,geiste ,michelangelo's gehaltenes ,werk geschaffen1 whrend seine groe ,bronzegruppe der ,enthauptung des ,tufers am ,battistero in ,florenz und seine sitzende ,papstfigur ,julius' ,,iii4 in ,perugia manieriert erscheinen4 ,abbildung3 #baf4 ,bronzebste des ,papstes ,gregor ,,xiii4 ,in anderer ,weise abhngig von ,michelangelo zeigt sich der berhmteste ,goldschmied seiner ,zeit1 ,benvenuto ,cellini 7#aejj-aegb74 ,als ,goldschmied weit ber ,gebhr gefeiert1 da die wenigen beglaubigten ,arbeiten sowohl echt dekorativen ,sinn wie feinere ,empfindung fr die ,bedingungen des ,materials vermissen lassen1 hat ,benvenuto in seinen eigentlichen ,bildwerken einen ,ernst im ,naturstudium und in der ,durchbildung und gelegentlich eine leichte ,grazie1 die allen anderen florentiner ,zeitgenossen abgeht4 ,freilich verraten ,bsten1 wie der ,bindo ,altoviti im ,privatbesitz zu ,florenz und die ,kolossalbste ,cosimo's ,i4 im ,bargello1 in ihrer bertrieben sauberen ,ciselierung1 namentlich in der scharfen ,umrnderung der ,augen und des ,mundes1 die ,gewhnung des ,goldarbeiters2 aber die treue ,wiedergabe der ,persnlichkeit in diesen ,bsten wie die ,behandlung des ,nackten in den ,figuren1 sowohl an dem schn aufgebauten ,perseusmonument in der ,loggia de' ,lanzi zu ,florenz wie im ,bronzekrucifix im ,escurial1 erscheinen fr diese ,zeit sehr beachtenswert4 ,die ,modelle des ,perseus im ,bargello 7eines in ,wachs1 das andere in ,bronze7 sind der groen ,statue noch durch ,schnheit der ,formen und glcklichere ,bewegung berlegen4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt verschiedene kleine ,bronzen1 die mit ,wahrscheinlichkeit auf ,cellini zurckzufhren sind3 so eine ,gruppe mit dem ,sieg der ,tugend1 mehrere ,figrchen von badenden ,frauen und eine besonders reizende schlafende ,nymphe 7,no4 #fci;,b1 ,abb4 ,s4 #agh74 ,die ,berliner ,sammlung besitzt auch eine groe ,bronzebste des ,papstes ,gregor ,,xiii4 7,no4 #baf71 welche deutlich den ,einflu ,michelangelo's verrt4 ,der ,meister hat bisher 7so wenig wie fr ein ,paar ganz hnliche ,bronzebsten der ,ppste ,sixtus ,v4 in ,sanssouci und ,gregor ,,xiv4 im ,besitz der ,kaiserin ,friedrich7 noch nicht bestimmt werden knnen4 ,schlicht und doch gro in der ,auffassung1 malerisch in der ,anordnung und in der ,behandlung1 ist sie von einer fr diese ,zeit ganz ungewhnlich meisterhaften ,individualisierung und von bewunderungswerter ,breite und ,sicherheit in der ,ausfhrung4 ,als ,bronzegieer1 im ,groen wie im ,kleinen1 haben neben ,cellini ein ,paar oberitalienische ,bildhauer1 der ,paduaner ,leone ,leoni 7#aeji-aeij7 und sein ,sohn ,pompeo ,leoni 7 #afaj71 eine ausgedehnte ,thtigkeit entwickelt1 freilich vorwiegend auerhalb ,italiens1 fr ,karl ,v4 und ,philipp ,,ii4 ,ihre ,bronzestatuen und ,bsten dieser ,frsten und ihrer ,anverwandten 7jetzt im ,museo del ,prado in ,madrid1 in ,toledo und in ,windsor ,castle71 sind ernst und lebenswahr in ,haltung und ,auffassung und zeigen eine hnliche ,freude der ,knstler an reichem ,beiwerk und an der ,durchfhrung1 wie ,cellini's ,bronzen2 doch haben sie weniger dessen goldschmiedeartige ,schrfe und ,hrte4 ,in ,italien lernt man am ,marmormonument des ,gio4 ,giac4 de ,medici im ,dom zu ,mailand und an der imposanten sitzenden ,bronzefigur des ,vincenzo ,gonzaga ber seinem ,grabmal im ,palast zu ,sabionetta ,leoni's ,thtigkeit im ,groen kennen4 ,wie ,cellini1 so sind auch beide ,leoni1 namentlich der ltere1 als ,medailleure thtig gewesen4 berhaupt erfuhr diese eigenartige ,kunstthtigkeit insbesondere in ,oberitalien eine ununterbrochene reiche ,pflege2 durch den ,anschluss an die ,vorbilder des ,quattrocento und die ,beobachtung der plastischen ,gesetze fr die ,komposition im engen ,raum sind diese kleinen ,bildwerke den gleichzeitigen groen ,schpfungen der ,plastik in der ,regel in stilvoller ,komposition1 wie in malerischer ,behandlung und individueller ,charakteristik entschieden berlegen4 ,aus der groen ,zahl tchtiger ,medailleure sind auer den letztgenannten ,bildhauern durch ,zahl und ,meisterschaft ihrer ,arbeiten besonders hervorzuheben3 der ,goldschmied ,franc4 ,francia aus ,bologna1 der ,veronese ,g4 ,m4 ,pomedello1 der ,paduaner ,gio4 ,cavino 7 #aegj71 die dem ,l4 ,leoni sehr verwandten ,mailnder ,jac4 da ,trezzo 7 #aehi71 ,gianant4 ,rossi und ,ant4 ,abondio 7#aech-aeia71 die namentlich am ppstlichen ,hofe beschftigten ,gian ,fed4 ,bonzagna und ,lor4 ,fragni1 beide aus ,padua1 ,dom4 ,poggini aus ,florenz1 der ,rmer ,p4 ,p4 ,galeotti 7 #aehd71 der ,sienese ,pastorino 7 #aeib72 letzterer von ganz besonderem malerischen ,geschick und auerordentlich fruchtbar 7es sind mehr als #aej ,medaillen von ihm bekannt74 ,die ,pflege des ,bronzegusses1 der seit der ,mitte des ,,xvi4 ,jahrh4 sehr in ,aufnahme kam namentlich in ,florenz und ,venedig1 eine ,zeitlang auch in ,mailand1 ,bologna u4 s4 f4 zu glnzender ,entfaltung gelangte1 hat darin im ,groen wie im ,kleinen1 in der groen ,plastik wie im ,kunsthandwerk1 zu einer auerordentlichen technischen ,vollendung gefhrt und auf die ,entwickelung der gesamten ,plastik in ,italien noch im ,laufe des ,,xvi4 ,jahrh4 einen bestimmenden ,einflu ausgebt4 ,die ,schwierigkeit der ,arbeit und die ,sorgfalt1 die auf die ,ausfhrung verwendet werden mute1 fhrte die ,knstler auch auf ein grndlicheres ,studium der ,natur zurck4 ,in hnlicher ,weise muten auch die ,bedingungen fr eine gnstige ,wirkung der ,bronzebildwerke3 geschlossene ,komposition1 ,migung in der ,bewegung und in den ,ausladungen u4 a4 m41 auf eine mavollere1 weniger manierierte ,behandlung der ,marmor- und ,thonbildwerke zurckwirken1 whrend andererseits die malerische ,wirkung der ,bronze auch auf die ,behandlung des ,marmors allmhlich ,einflu ausbte4 ,ein anderes wesentliches ,element fr den ,umschwung1 der sich ,ende des ,,xvi4 ,jahrh4 in der italienischen ,plastik vorbereitet und allmhlich den ,barockstil herauffhrt1 ist das ,eindringen fremder ,kunst1 insbesondere durch niederlndische und spter durch franzsische ,bildhauer1 die sich vorbergehend oder dauernd in ,italien niederlieen und hier teilweise eine sehr umfangreiche ,thtigkeit ausbten4 ,der erste und einflureichste unter ihnen ist der ,vlame ,giovanni da ,bologna 7eigentlich ,jean ,boulogne aus ,douay1 #aebd-afjh71 welcher in den letzten ,jahrzehnten des ,,xvi4 ,jahrh4 als ,dekorator der ffentlichen ,pltze1 der ,grten und ,palste der ,mediceer eine ganz auerordentliche ,thtigkeit entwickelte4 ,der ,einflu derselben wurde noch verstrkt durch die zahlreichen kleineren ,wiederholungen1 die er nach seinen ,kompositionen in ,bronze selbst anfertigte oder in seiner ,werkstatt von ,susini u4 ,a4 fertigen lie2 ,arbeiten1 welche von der ,zeit des ,knstlers an bis auf unsere ,zeit zu den gesuchtesten ,kunstgegenstnden gehrten4 ,in ,antwerpen zum ,bildhauer ausgebildet1 kam ,giovanni mit etwa #be ,jahren nach ,italien und lie sich #aeec dauernd in ,florenz nieder4 ,seine ,reiterstatue ,cosimo's ,i4 neben dem ,palazzo ,vecchio 7aufgestellt #aeid7 ist edel und einfach in der ,haltung2 sptere ,standbilder von ihm in ,florenz und ,pisa sind aber nicht besser als hnliche ,werke seiner ,zeitgenossen4 ,dasselbe gilt von seinen ,reliefs1 namentlich denen im ,chor der ,annunziata zu ,florenz und an den drei ,bronzethren des ,doms zu ,pisa1 die meist manieriert in den ,formen und wenig glcklich im ,reliefstil erscheinen4 ,in seiner bekannten ,gruppe3 der ,fiorenza im ,bargello 7seit #aefe ausgefhrt71 im ,raub der ,sabinerinnen 7#aeha-aehc7 und im ,herkules und ,nessus in der ,loggia de' ,lanzi ist zwar die ,durchfhrung der ,formen meist gleichgltig oder willkrlich1 aber der ,aufbau ist regelmig khn und schn bewegt4 hnliches gilt von den ,einzelfiguren 7die ,bronzestatuen des ,lucas an ,or ,san ,michele vom ,jahre #afjb1 die ,figuren in der ,cap4 ,salviati in ,s4 ,marco1 im ,chor des ,domes zu ,lucca u4 s4 f471 vor ,allen von dem berhmten ,merkur im ,bargello4 ,am glcklichsten ist er in seinen ,brunnen3 in dem ,neptunsbrunnen in ,bologna 7#aefc-aefg71 in den beiden ,fontnen des ,giardino ,boboli 7der mit dem ,okeanos und drei ,stromgttern1 vollendet #aegf1 und der kleinere mit der ,badenden1 die von ,faunen belauscht wird1 #aehe71 in der ,bronzefigur der badenden ,venus in der ,villa ,petraja u4 s4 f4 ,jeder dieser ,brunnen ist ein ,meisterwerk fr sich3 vllig plastisch und doch zugleich von groer dekorativer ,wirkung1 glcklich und gro im ,aufbau1 elegant in den ,einzelfiguren1 die sich in schnen1 fein bewegten ,linien von der ,luft abheben1 meisterhaft in der ,dekoration1 namentlich in den ,fratzen1 ,masken und ,ungetmen1 die der ,knstler in phantastischer ,weise bildet und als ,wasserspeier in geschicktester ,weise verwendet4 ,die ,berliner ,sammlung besitzt verschiedene seiner kleinen ,bronzen1 darunter eine schne grere ,gruppe eines ,frauenraubes4 ,eine kleine ,bronzefigur des ,merkur in derselben ,sammlung1 ist wahrscheinlich auf die ,hand eines anderen ,niederlnders zurckzufhren1 der gleichzeitig in ,florenz thtig war1 ,elia ,candido2 wie ,bologna hauptschlich ,bronzebildner4 ,durch ,inschriften als seine ,arbeiten bezeugt sind verschiedene etwa halblebensgroe ,gtterstatuetten im ,bargello1 die bisher gleichfalls seinem berhmteren ,landsmann zugeschrieben wurden4 ,in diesen ,arbeiten ist ,elia noch bewegter als ,giovanni1 die ,formen sind voller und strker ausladend1 zuweilen bis zur ,manier4 ,sein ,sohn ,peter ,candid1 der ,hollnder ,a4 de ,vries u4 ,a4 sind vorbergehend in ,italien thtig gewesen4 ,ein anderer ,niederlnder1 ,pietro ,francavilla 7aus ,cambray #aedh-afah71 ist ,schler ,giovanni's1 dessen ,entwrfe er in der spteren ,zeit mehrfach ausfhrte1 jedoch mit wenig ,glck 7zuerst in ,florenz1 spter in ,genua beschftigt74 ,unter den ,italienern1 die mit diesen ,niederlndern gleichzeitig in ,florenz thtig sind1 ist nur ein anderer ,schler des ,gio4 di ,bologna1 ,pietro ,tacca 7 um #afej7 in seinen dekorativen ,bronzen 7,brunnen auf der ,piazza dell' ,anunziata1 ,bronzedekorationen im ,giardino ,boboli u4 s4 f471 von wirklicher ,originalitt1 glcklicher ,phantasie und ,lebenswahrheit4 ,die reiche ,sammlung kleiner ,bronzefiguren im ,berliner ,museum enthlt eine betrchtliche ,anzahl ,arbeiten von ,knstlern dieser ,richtung4 ,abbildung3 #fci;,b4 ,schlafende ,nymphe1 ,bronzefigrchen von ,benv4 ,cellini 7874 ,der ,barock 7um #afcj bis #aghj74 ,die ,bildwerke des ,gio4 da ,bologna sowie verschiedener seiner ,zeitgenossen und ,nachfolger entsprechen in hherem ,grade den ,gesetzen der ,plastik1 als die der meisten brigen ,bildhauer der vorgeschrittenen ,hochrenaissance4 ,die ,schnheit der einzelnen ,figur oder ,gruppe an sich1 durch den ,reiz ihrer ,konturen1 glckliche ,bewegung1 schne ,krperbildung und vollendete ,durchbildung war das vornehmste ,streben dieser ,knstler2 freilich eine ,schnheit1 die weniger auf treue ,wiedergabe der ,natur als auf das ,wohlgefllige1 sinnlich ,reizende der ,erscheinung ausging4 ,alle diese ,bildwerke1 selbst die ,reliefs 7die schwchste ,seite dieser ,knstler71 wirken daher fr sich allein1 auch ohne ,rcksicht auf die ,architektur1 mit der sie zum ,teil verbunden waren4 ,in dieser ,richtung entwickelte sich aber die italienische ,plastik nicht weiter4 ,vielmehr wurde derselbe ,geist1 der die ,architektur ,italiens schon seit dem ,anfange des ,,xvii4 ,jahrh4 beherrschte1 nun auch in der ,plastik lebendig und kam durch einen auf diesem ,gebiete hochbegabten ,knstler1 durch ,bernini1 rasch zu unumschrnkter ,herrschaft4 ,das malerische ,prinzip ist das bestimmende ,gesetz des ,barocks1 auch fr die ,plastik4 ,nicht mehr die abgeschlossene ,wirkung des ,bildwerks an sich1 sondern die malerische ,zusammenwirkung desselben mit der ,architektur und gelegentlich auch mit der ,landschaft wird von den ,knstlern in so rcksichtsloser ,weise angestrebt1 da das einzelne ,bildwerk1 aus seinem ,zusammenhange herausgelst1 meist als ,karikatur erscheint4 ,diese unplastische ,auffassung der ,skulptur ist aber nicht etwa die ,folge und bewirkt auch keineswegs ein ,zurcktreten der plastischen ,thtigkeit in ,italien3 vielmehr ist die ,zahl der ,bildhauer1 unter denen hochbegabte1 eine sehr groe1 und der ,umfang ihrer ,werke wie die ,pracht des ,materials sind so auerordentlich1 da keine andere ,zeit darin mit dem ,barock wetteifern kann4 ,in bewutem ,gegensatze zur ,hochrenaissance und seiner manieristischen ,ausartung erstrebt die ,barockplastik wieder eine treue ,wiedergabe der ,natur2 aber dieser ,naturalismus ist ganz eigener ,art1 vllig verschieden von dem1 was das ,quattrocento darunter verstand4 ,der ,barock will die ,wirklichkeit in der ,form wie in der ,empfindung1 und diese hat fr ihn eine knstlerische ,berechtigung nur in der ,bewegung1 im ,affekt4 ,das ,wirkliche hat fr die ,knstler des ,seicento seine volle ,bedeutung1 ohne ,rcksicht auf ,schnheit1 ohne die ,regeln des klassischen ,altertums4 ,in der ,plastik1 der die ,mittel der ,farbe1 des ,helldunkels1 der ,darstellung in der ,flche abgehen1 erscheint dieses ,wirkliche aber gar zu leicht als platte ,gemeinheit1 sowohl in den ,formen wie in der ,auffassung4 ,das dramatische ,prinzip der ,zeit1 das unplastische ,bestreben1 selbst die ,einzelfigur im ,moment der ,handlung in ihrer ,bethtigung der inneren ,erregung darzustellen1 mute von vornherein zu einer starken bertreibung der ,formen fhren1 welche bei der ,gewhnlichkeit derselben doppelt unangenehm auffllt4 ,die ,mnnlichkeit wird zu karikierter ,schaustellung der ,muskeln1 die weibliche ,schnheit wird in ppiger ,fleischesflle gesucht und die ,kenntnis der ,formen in anatomischen ,bravourstcken zur ,schau getragen4 ,die ,gewandung wird nach rein malerischen ,prinzipien belebt und in ihren tiefen1 oft wie vom ,winde aufgebauschten ,falten wird auf den ,krper darunter keine ,rcksicht mehr genommen4 ,dafr thut sich der ,realismus etwas darauf zu ,gute1 die ,stofflichkeit der ,gewnder mit grter ,bravour wiederzugeben1 sowohl in ,strke und ,fltelung wie in ,glanz und ,musterung1 gelegentlich auch in der ,frbung1 fr die dann verschiedene ,materiale gewhlt werden4 ,der geistige ,inhalt der ,bildwerke1 dem zu ,liebe alle ,rcksichten auf plastische ,wiedergabe der ,form geopfert werden1 ist genau so nichtig und uerlich1 wie die ,erscheinung der ,bildwerke4 ,die innere ,erregung dieser ,gestalten ist in der ,regel nur eine gemachte1 und bei ,einzelfiguren ist das ,motiv dafr oft so bei den ,haaren herbeigezogen1 da sie geradezu lcherlich wirken4 ,die ,heiligen mssen mit ihren ,gewndern1 ihren ,attributen und ,marterinstrumenten spielen und kokettieren1 nur um bewegt zu erscheinen2 statt fest aufzustehen1 verrenken sie sich in halb tnzelnder1 halb schwebender ,bewegung4 ,geeigneter fr eine solche ,auffassung mute die ,gruppe sein4 ,in der ,that fllt der ,barock die ,altre und ,wnde der ,kirchen1 gelegentlich auch ihre ,fassaden1 die ,pltze und ,grten mit groen pomphaften ,gruppen von ,martyrien1 von schwlstigen ,allegorien und ppigen mythologischen ,scenen4 ,aber auch hier wird der ,affekt meist zur ,affektation oder zu widerwrtigem ,pathos4 ,die ,grabmonumente werden zu prunkvollen ,auffhrungen1 bei denen unverstndliche allegorische ,gestalten den ,jammer ber den ,tod1 den ,triumpf ber die irdische ,vergnglichkeit oder die ,verherrlichung des ,verstorbenen zum ,ausdruck bringen sollen4 ,diese groen ,grabmler1 die ,wandaltre u4 s4 f4 erscheinen in der ,gesamtwirkung ihrer ,gruppen und ,einzelfiguren wie riesige1 malerische ,hochreliefs1 das ,relief selbst aber ist in dieser ,epoche eigentlich nicht viel mehr als eine auf einem ,hintergrnde aufgeklebte ,gruppe4 ,nur als malerische ,wirkung hat dasselbe hier und da noch einige ,bedeutung4 ,neben so groen ,schwchen und ,fehlern1 die sich in der ,masse der ,werke und in ihrem auerordentlichen ,umfange um so strker aufdrngen1 bersieht man leicht die eigentmlichen ,vorzge1 die auch dieser ,stil fr gewisse ,zwecke und in gewissen ,zweigen der plastischen ,kunst aufzuweisen hat4 ,am augenflligsten ist der dekorative ,wert der ,barockskulptur2 sie bildet gewissermaen einen integrierenden ,teil der ,architektur dieser ,zeit1 die ohne sie gar nicht zu denken ist und ihre ,wirkung hauptschlich mit durch den plastischen ,schmuck erhlt4 ,den groen ,altargruppen1 den riesigen ,wanddekorationen1 den ,einzelfiguren in den ,nischen und auf den ,gesimsen knnen wir erst dann einigermaen gerecht werden1 wenn wir sie in ihrer ,gesamtwirkung mit der ,architektur betrachten1 mit der und fr die sie erdacht und ausgefhrt wurden4 ,ganz besonders glcklich sind die ,barockbildhauer1 wenn ihre ,figuren und ,gruppen mit den reichen ,formen der ,natur zusammenwirken knnen oder von der freien ,luft sich abheben3 in den ,figuren zwischen den ,hecken der ,grten1 in den ,gruppen auf den ,fontnen und ,brunnen mit ihren barocken ,felsen und den strzenden ,wassermassen4 ,mit groem ,erfolge pflegen die ,knstler dieser ,zeit auch die ,portrtdarstellung3 die ,portrtbsten1 gelegentlich auch die ,statuen verbinden treffende ,lebenswahrheit mit malerischer ,breite der ,anordnung und vornehmer ,grandezza der ,auffassung4 ,endlich kommt der ,gefhlsausdruck in dieser ,zeit wenigstens in ,einer ,gestalt vorteilhaft zur ,geltung1 in der ,darstellung des ,kindes4 ,freilich ist die ,auffassung nicht mehr die naive1 schlichte wie im ,putto des ,quattrocento2 vielmehr sucht die ,zeit auch in ihren ,kindergestalten den ,eindruck des ,gefhlvollen1 des reich bewegten ,lebens hervorzurufen4 ,aber die ,einfltigkeit der ,kindernatur verhindert hier doch in der ,regel bertreibungen1 und die naturalistische ,behandlung der ,zeit war zudem einer glcklichen ,behandlung der ,motive aus dem ,kinderleben entschieden gnstig4 ,der groe1 seine ,zeit vllig beherrschende ,knstler der ,barockskulptur ist der ,neapolitaner ,lorenzo ,bernini 7#aeih bis #afhj74 ,der ,hauptort seiner ,thtigkeit und seitdem der eigentliche ,mittelpunkt des ,barocks ist ,rom4 ,aber die ,barockkunst ist keineswegs der einen oder anderen ,stadt oder ,provinz ,italiens mehr oder weniger eigentmlich2 sie ist ber ganz ,italien verbreitet und erzeugt berall zahlreiche ,monumente1 deren ,charakter im ,wesentlichen derselbe ist4 ,ja dieser ist auch nicht einmal mehr ein spezifisch italienischer2 denn er wird wesentlich mit bestimmt durch die zahlreichen niederlndischen und franzsischen ,bildhauer1 die namentlich in ,rom vorbergehend oder dauernd thtig waren3 die ,duquesnoy 7in ,italien unter den ,namen ,fiammingo bekannt71 ,puget1 ,houdon1 ,legros u4 s4 f4 ,die meisten dieser ,knstler erscheinen neben den gleichzeitigen ,italienern mavoller1 in ihrem ,naturalismus naiver und gesunder1 und sind daher in ihren ,einzelstatuen1 ihren ,bsten und ,kinderdarstellungen den ,italienern mehr oder weniger berlegen4 ,abbildung3 #bgc4 ,marmorbste des ,malers ,carlo ,maratti von ,franc4 ,maratti 7874 ,die ,berliner ,sammlung hat nur eine verhltnismig kleine ,zahl von ,bildwerken dieser ,epochen aufzuweisen4 ,die besten darunter sind ein ,paar ,marmorbsten3 die groe malerisch angeordnete ,bste des ,malers ,carlo ,maratti 7,no4 #bgc71 angeblich von ,francesco ,maratti gefertigt1 und die kleine sehr individuell gehaltene einfache ,bste des ,papstes ,benedict ,,xiv4 7,no1 #bgb4 um #agej74 ,die ,marmorfigur eines bogenschnitzenden ,amors von ,franz ,duquesnoy 7,no4 #dbj7 ist eine charakteristische ,arbeit dieses fr seine ,kinderdarstellungen vor ,allem berhmten vlmischen ,meisters1 der etwas von dem ,geiste seines lteren ,freundes ,rubens in sich hatte4 ,auf ,lorenzo ,bernini selbst geht das geistreiche ,thonmodell einer ,fontne zurck 7,no4 #bga;,a71 ein ,paar ,seemenschen1 die einen gewaltigen ,fisch in die ,hhe halten2 als ,modell wie durch das ,motiv ganz besonders geeignet1 den ,knstler von der vorteilhaftesten ,seite kennen zu lernen4 99 99 99 99 99 ,nach der ,mitte des ,,xviii4 ,jahrh4 nimmt sich die italienische ,kunst noch einmal zu einer letzten groen ,leistung zusammen1 freilich nur an einem ,ort und in sehr beschrnktem ,kreise4 ,aber die letzte kurze ,blte der venezianischen ,malerei1 die in einem ,tiepolo1 ,canale1 ,bellotto1 ,guardi ,knstler aufzuweisen hat1 deren malerischer ,sinn und technische ,meisterschaft die hchste ,bewunderung verdienen1 hat die ,entwickelung der ,plastik vllig unberhrt gelassen4 ,gerade in ,venedig wurde1 noch unter den ,augen jener trefflichen ,maler1 der ,knstler gro1 dessen ,namen vor ,allen mit der ,wiedergeburt der ,kunst verbunden zu werden pflegt1 der insbesondere den ,grundstein zur modernen ,plastik gelegt hat3 ,antonio ,canova 7geb4 #ageg74 ,in der schroffen ,reaktion gegen die vllig unplastische ,empfindung des ,barocks fllt ,canova zwar in eine nchterne und phrasenhafte ,nachahmung der ,antike1 die noch inhaltloser und unwahrer ist als die phrasenhaftesten ,skulpturen des ,barocks2 aber er hat doch das ,verdienst gehabt1 die plastische ,kunst wieder in ihre eigentliche ,bahn einzulenken4 ,verzeichnis der ,knstlernamen4 7,die ,zahlen hinter den ,namen bedeuten die ,seiten47 ,abondio1 ,antonio1 #agf4 ,agnolo s4 ,guglielmo d',agnolo4 ,agnolo di ,ventura1 #bg4 ,agostino di ,duccio1 #gc4 ,agostino di ,giovanni1 #bg4 ,alari-,bonacolsi s4 ,antico4 ,alberto di ,arnoldo1 #bf4 ,amadeo1 ,gianantonio1 #acg4 ,ammanati1 ,bartolommeo1 #agc4 ,andrea1 #adf4 ,andriolo1 #ca4 ,anselmus1 #i4 ,antelami1 ,benedetto1 #aj4 ,antico1 #abf4 ,antonio1 #ca4 ,antonio di ,banco1 #di4 ,aquila s4 ,silvestro d',aquila4 ,arca s4 ,niccolo dell' ,arca4 ,arezzo s4 ,niccolo d',arezzo4 ,arnoldo s4 ,alberto di ,arnoldo4 ,arnolfo di ,cambio1 #bj4 ,aspetti1 ,tiziano1 #agb4 ,baccio da ,montelupo1 #afe4 ,balduccio s4 ,giovanni di ,balduccio4 ,bambaja s4 ,busti1 ,agostino1 gen4 ,bambaja4 ,banco s4 ,antonio und ,nanni d',antonio di ,banco4 ,bandinelli1 ,baccio1 #agc4 ,bariloto1 ,pietro1 #aff4 ,baroncelli1 ,niccolo und ,giovanni1 #aca4 ,bartolommeo s4 ,martino und ,neroccio di ,bartolommeo4 ,begarelli1 ,antonio1 #afg4 ,bellano1 ,bartolommeo1 #abb--abd1 #abi4 ,belli1 ,valerio1 #abi4 ,benedetto da ,majano1 #id--ii1 #adh4 ,benedetto da ,rovezzano1 #afd4 ,bernini1 ,lorenzo1 #aha1 #ahc4 ,bertoldo di ,giovanni1 #abi4 ,bicci di ,lorenzo1 #ed4 ,biduinus1 #aa4 ,bigarelli1 ,guido1 #ad4 ,bologna s4 ,giovanni da ,bologna4 ,bonannus1 #ac4 ,bonino da ,campiglione1 #cj4 ,bonusamicus1 #aa4 ,bonzagna1 ,gian ,federigo1 #agf4 ,bregno1 ,andrea1 #adf4 ,briosco ,andrea s4 ,riccio4 ,brunellesco1 ,filippo1 #ed4 ,buggiano1 #gc4 ,buon1 ,bartolommeo1 #aci4 ,buonarroti1 ,michelangelo1 #aec--afb4 ,busti1 ,agostino1 gen4 ,bambaja1 #ach1 #aff--afg4 ,camaino s4 ,tino di ,camaino4 ,cambio s4 ,arnolfo di ,cambio4 ,camelio1 #adc4 ,campagna1 ,girolamo1 #aga4 ,campiglione s4 ,bonino da ,campiglione4 ,candid1 ,peter1 #agg4 ,candido1 ,elia1 #agg4 ,canova1 ,antonio1 #ahc4 ,capponi1 ,luigi1 #adf4 ,caradosso1 ,vincenzo ,foppa1 #abg1 #ach4 ,caravaggio s4 ,pasquale da ,caravaggio4 ,cattaneo1 ,danese1 #aga4 ,cavalli1 ,gian ,marco1 #abi--acj4 ,cavino1 ,giovanni1 #agf4 ,cecco s4 ,piero di ,cecco4 ,cellini1 ,benvenuto1 #abi1 #agd--age4 ,cellino di ,nese1 #bg4 ,cione1 ,andrea di1 s4 ,orcagna4 ,ciuffagni ,bernardo #ed4 ,civitale1 ,matteo1 #ajd--ajf4 ,colonna1 ,jacopo1 #aga4 ,corneole1 ,giovanni delle1 #abi4 ,cosmas1 #h4 ,cosmatus1 ,johannes1 #bh4 ,cozzanigo1 ,tommaso1 #ach4 ,cozzarelli1 ,giacomo1 #abj4 ,credi s4 ,lorenzo di ,credi4 ,dalmata1 ,giovanni1 #adf4 ,danti1 ,vincenzo1 #agc--agd4 ,dello ,delli1 #ec4 ,dentone1 ,antonio1 #adc4 ,desiderio da ,firenze1 #aga4 ,desiderio da ,settignano1 #hc--hg1 #adh4 ,domenico di ,paris1 #aca4 ,donatello1 #ee--fi4 ,donato1 #ah4 ,duccio s4 ,agostino di ,duccio4 ,duquesnoy1 ,frans1 #ahb1 #ahc4 ,enrigus1 #aa4 ,federighi1 ,antonio1 #aae--aag4 ,ferrucci1 ,andrea1 #afd4 ,fiesole s4 ,mino da ,fiesole4 ,filarete1 ,antonio1 #add--ade4 ,fragni1 ,lorenzo1 #agf4 ,francavilla1 ,pietro1 #agh4 ,francesco di ,giorgio1 #abj4 ,francesco di ,sangallo1 #afd4 ,francesco di ,simone1 #aab4 ,francia1 ,francesco1 #acd1 #agf4 ,fusina1 ,andrea1 #ach4 ,gagini1 ,antonio1 #acg1 #adi4 ,gagini1 ,domenico1 #acg1 #adi4 ,gagini1 ,pace1 #acg4 ,galeotti1 ,pietro ,paolo1 #agf4 ,gano1 #bg4 ,ghiberti1 ,lorenzo1 #di--ea4 ,ghiberti1 ,vittorio1 #ej4 ,ghini1 ,simone1 #add--ade4 ,gian ,francesco da ,grado1 #aff4 ,giorgio s4 ,francesco di ,giorgio4 ,giotto1 #bd4 ,giovanni s4 ,agostino und ,bertoldo di ,giovanni4 ,giovanni da ,bissone1 #acg4 ,giovanni da ,bologna1 #abi1 #agf--agg4 ,giovanni dall' ,opera1 #agc4 ,giovanni da ,pisa1 #abb4 ,giovanni di ,balduccio1 #bi--cj4 ,giovanni di ,banco1 #di4 ,giovanni di ,bartolo gen4 ,rosso1 #ec1 #ga1 #ace4 ,giovanni di ,martino1 #aci4 ,giovanni di ,stefano1 #aah4 ,giovanni di ,turino1 #aah4 ,giovanni ,giacomo della ,porta1 #agb--agc4 ,giuliano da ,majano1 #adh4 ,giulio dal ,moro1 #agb4 ,goro di ,gregorio1 #bg4 ,grado s4 ,gian ,francesco da ,grado4 ,gregorio s4 ,goro di ,gregorio4 ,gruamons1 #aa4 ,guglielmo d',agnolo1 ,fra1 #bj4 ,guglielmo della ,porta1 #agb--agc4 ,guidetto1 #ad4 ,guido s4 ,bigarelli4 ,houdon1 #ahb4 ,isaa di ,pisa1 #add--ade1 #adh4 ,jacopo da ,trezzo1 #agf4 ,johannes s4 ,cosmatus1 ,johannes4 ,lanfrani1 ,jacopo1 #ca4 ,lapo1 #ah4 ,laurana1 ,francesco1 #adi4 ,legros1 #ahb4 ,leonardo da ,vinci1 #aac4 ,leoni1 ,leone1 #age4 ,leoni1 ,pompeo1 #age4 ,leopardi1 ,alessandro1 #adb4 ,lombardi1 ,alfonso1 #afg--afh4 ,lombardo1 ,antonio1 #ada--adb4 ,lombardo1 ,pietro1 #adj--ada4 ,lombardo1 ,tullio1 #ada4 ,lorenzetto1 #afc--afd4 ,lorenzo di ,credi1 #aab4 ,lugano s4 ,tommaso da ,lugano4 ,maini1 ,michele1 #adg4 ,maitani1 ,lorenzo1 #bg--bh4 ,majano1 s4 ,benedetto und ,giuliano da ,majano4 ,mantegazza1 ,antonio1 #acg4 ,mantegazza1 ,cristoforo1 #acg4 ,mantegna1 ,andrea1 #aba4 ,maratti1 ,francesco1 #ahc4 ,marchionne1 #ab4 ,martino di ,bartolommeo1 #aah4 ,martino s4 ,giovanni di ,martino4 ,martinus1 ,presbyter1 #ac4 ,massegne1 ,jacobello delle1 #ca--cb4 ,massegne1 ,pier ,paolo delle1 #ca--cb4 ,mazzoni1 ,guido1 #acd--ace1 #adh4 ,meister ,andrea1 ,meister ,anselmus etc4 s4 ,andrea1 ,anselmus etc4 ,meister der ,marmormadonnen1 #ajd4 ,meister der ,pellegrinikapelle1 #eb--ec1 #aci4 ,michelangelo s4 ,buonarroti1 ,michelangelo4 ,michelozzo ,michelozzi1 #ga--gb1 #ace--acf4 ,minello1 ,giovanni1 #abd4 ,minio1 ,tiziano1 #aga4 ,mino da ,fiesole1 #ii--ajd4 ,moderno1 #abf4 ,monaco1 ,guglielmo1 #adh4 ,monogrammist ,jo4 ,f4 ,f41 #abg4 ,montelupo s4 ,baccio und ,raffaello da ,montelupo4 ,montepulciano s4 ,pasquino da ,montepulciano4 ,montorsoli1 ,giovanni ,angiolo1 #agb4 ,moro s4 ,giulio dal ,moro4 ,nanni d',antonio di ,banco1 #ed--ee4 ,neroccio di ,bartolommeo1 #abj4 ,nese s4 ,cellino di ,nese4 ,niccolo s4 ,piero di ,niccolo4 ,niccolo d',arezzo1 #di4 ,niccolo dell' ,arca1 #acb1 #acd4 ,nicolaus1 #aj4 ,onofri1 ,vincenzo1 #acc4 ,opera s4 ,giovanni dall' ,opera4 ,orcagna1 ,andrea1 #be--bf4 ,pagno di ,lapo ,portigiani1 #gc4 ,paris s4 ,domenico di ,paris4 ,pasquale da ,caravaggio1 #adg4 ,pasquino da ,montepulciano1 #adf4 ,pastorino1 #agf4 ,paulus 7,,xiii4 ,jahrh471 #bj4 ,paulus 7,,xv4 ,jahrh471 #add4 ,pericoli1 ,niccolo s4 ,tribolo4 ,pierino da ,vinci1 #agc4 ,piero di ,giovanni ,tedesco1 #dh4 ,piero di ,niccolo1 #aci4 ,pietro de' ,sali1 #aga4 ,pisa s4 ,giovanni und ,isaa di ,pisa4 ,pisano1 ,andrea1 #bd--be4 ,pisano1 ,giovanni1 #ba--bd4 ,pisano1 ,niccolo1 #ae--ai4 ,pisano1 ,nino1 #be4 ,pisano1 ,tommaso1 #be4 ,pisano1 ,vittore1 #abi4 ,poggini1 ,domenico1 #agf4 ,pollajuolo1 ,antonio1 #ajf--ajg4 ,pomedello1 ,giovanni ,maria1 #agf4 ,porta s4 ,giovanni ,giacomo und ,guglielmo della ,porta4 ,portigiani s4 ,pagno di ,lapo ,portigiani4 ,puget1 ,pierre1 #ahb4 ,pyrgoteles1 #adc4 ,quercia1 ,jacopo della1 #aac--aae1 #aag--aah4 ,raffaello da ,montelupo1 #agb4 ,riccio1 ,andrea1 #abd--abf1 #abi4 ,rizo1 ,antonio di ,giovanni1 #aci--adj4 ,robertus1 #aa4 ,robbia1 ,andrea della1 #gi--hb4 ,robbia1 ,giovanni della1 #hb1 #afb4 ,robbia1 ,luca della1 #gd--gi4 ,romano s4 ,taccone1 ,paolo4 ,romano1 ,gian ,cristoforo1 #afe4 ,rossellino1 ,antonio1 #ia--id4 ,rossellino1 ,bernardo1 #hg--ij1 #adh4 ,rossi1 ,gianantonio1 #agf4 ,rosso s4 ,giovanni di ,bartolo gen4 ,rosso4 ,rotari1 ,tommaso1 #acg--ach4 ,rovezzano s4 ,benedetto da ,rovezzano4 ,rustici1 ,giovanni ,francesco1 #afd--afe4 ,sali s4 ,pietro de' ,sali4 ,sangallo s4 ,francesco di ,sangallo4 ,sano s4 ,turino di ,sano4 ,sansovino1 ,andrea1 #afb--afc4 ,sansovino1 ,jacopo1 #afh--aga4 ,settignano s4 ,desiderio da ,settignano4 ,silvestro d',aquila1 #adh4 ,simone s4 ,francesco di ,simone4 ,solari1 ,cristoforo1 #ach4 ,solari1 ,pietro s4 ,lombardo4 ,sperandio1 #acb--acc4 ,stefano s4 ,giovanni di ,stefano4 ,tacca1 ,pietro1 #agh4 ,taccone1 ,paolo1 gen4 ,romano1 #adf1 #adh4 ,tamagnini1 ,antonio #acg4 ,tedesco1 s4 ,piero di ,giovanni4 ,tino di ,camaino1 #bg1 #bi4 ,tommaso da ,lugano1 #aga4 ,torrigiano1 ,piero1 #afd4 ,tribolo1 #afh4 ,trezzo s4 ,jacopo da ,trezzo4 ,turino s4 ,giovanni di ,turino4 ,turino di ,sano1 #aah4 ,ulocrino1 #abg4 ,urbano da ,cortona1 #aah4 ,vecchietta1 ,lorenzo1 #aah--abj4 ,ventura s4 ,agnolo di ,ventura4 ,verrocchio1 ,andrea del1 #ajg--aab4 ,vicentino1 ,andrea1 #adc4 ,vinci s4 ,leonardo und ,pierino da ,vinci4 ,vittoria1 ,alessandro1 #aga4 ,vries1 ,adriaan de1 #agg4 ,wilhelm1 #aj4 ,berlin4 ,gedruckt in der ,reichsdruckerei4 ,funote ,a3 ,die hufigen ,bleigsse nach den kleinen ,reliefs von ,moderno1 ,valerio ,belli u4 a4 sind zumeist sptere ,nachgsse1 welche von deutschen ,goldschmieden ber die ,bronze-,originale als ,vorlagen fr ihre ,werksttten angefertigt wurden4 ,funote ,b3 ,eine hnliche1 aber unvollendete ,bste einer jungen ,frau befindet sich im franzsischen ,privatbesitz4