available by the ,bibliothque nationale de ,france 7,bn,f_/,gallica7 at http3_/_/gallica4bnf4fr7 ,,versuch ,,einer ,,kritik ,,aller ,,offenbarung4 ,,von ,,johann ,,gottlieb ,,fichte4 99 99 99 99 99 ,zweite1 vermehrte1 und verbesserte ,auflage4 99 99 99 99 99 ,k,,nigsberg #agic4 ,,im ,,verlag ,,der ,,hartungschen ,,buchhandlung4 ,,vorrede4 ,dieser ,aufsatz heit ein ,versuch1 nicht als ob man berhaupt bei ,untersuchungen der ,art blind herumtappen und nach ,grund fhlen msse1 und nie ein sicheres ,resultat finden knne2 sondern darum1 weil ich mir noch nicht die ,reife zutrauen darf1 die dazu gehren wrde1 dies sichere ,resultat hinzustellen4 ,wenigstens war diese ,schrift ihrer ersten ,bestimmung nach nicht fr die ,presse2 verehrungswrdige ,mnner beurtheilten sie gtig1 und sie waren es1 die mir den ersten ,gedanken1 sie dem ,publicum vorzulegen1 gaben4 ,hier ist sie4 ,stil und ,einkleidung sind meine ,sache2 der ,tadel oder die ,verachtung1 die diese trift1 trift nur mich1 und das ist wenig4 ,das ,resultat ist ,angelegenheit der ,wahrheit1 und das ist mehr4 ,dieses mu einer strengen1 aber sorgfltigen1 und unpartheiischen ,prfung unterworfen werden4 ,ich wenigstens verfuhr unpartheiisch4 ,ich kann geirrt haben1 und es wre ein ,wunder1 wenn ich es nicht htte4 ,welchen ,ton der ,zurechtweisung ich verdiene1 entscheide das ,publicum4 ,jede ,berichtigung1 in welchem ,tone sie auch abgefat sey1 werde ich dankbar anerkennen2 jedem ,einwurfe1 der mir der ,sache der ,wahrheit zuwider scheint1 begegnen1 so gut ich kann4 ,ihr1 der ,wahrheit1 weihe ich mich feierlich1 bei meinem ersten ,eintritte in's ,publicum4 ,ohne ,rcksicht auf ,parthei1 oder auf eigne ,ehre1 werde ich immer dafr anerkennen1 was ich dafr halte1 es komme1 woher es wolle1 und nie dafr anerkennen1 was ich nicht dafr halte4 -- ,das ,publicum verzeihe es mir dieses erste und einzige mal1 vor ihm von mir gesprochen zu haben4 ,ihm kann diese ,versicherung sehr unwichtig seyn2 aber mir war es wichtig fr mich selbst1 dasselbe zum ,zeugen meines feierlichen ,gelbdes zu nehmen4 ,knigsberg1 im ,december #agia4 ,,dem ,,herrn ,,ober-,,hof-,,prediger ,d4 ,,franz ,,volkmar ,,reinhard ,,als ,,ein ,,reines ,,opfer ,,der ,,freisten ,,verehrung ,,vom ,,verfasser4 ,verehrungswrdigster ,mann1 ,nicht meine eigne ,meinung von dieser ,schrift1 sondern das vortheilhafte ,urtheil wrdiger ,mnner ber sie1 machte mich so khn1 ihr in dieser zweiten ,auflage jene fr sie so ehrenvolle ,bestimmung zu geben4 ,so wenig mir es zukommt1 vor dem ,publikum ,ihre ,verdienste zu rhmen1 so wenig wrde ,ihnen es mglich seyn1 selbst von einem wrdigern1 das anzuhren3 das grte ,verdienst war immer das bescheidenste4 ,doch erlaubt selbst die ,gottheit ihren vernnftigen ,geschpfen1 die ,empfindungen ihrer ,verehrung und ,liebe gegen sie in ,worte ausstrmen zu lassen1 um das ,bedrfni ihres vollen ,herzens zu befriedigen1 und der gute ,mensch versagt es gewi nicht dem ,menschen4 ,gewi nehmen ,sie also die aus der gleichen ,quelle flieende ,versicherung hnlicher ,empfindungen gtig auf von ,eurer ,hochwrdigen ,magnificenz innigstem ,verehrer ,johann ,gottlieb ,fichte4 ,,vorrede#a ,,zur ,,ersten ,,auflage4 ,dieser ,aufsatz heit ein ,versuch1 nicht als ob man berhaupt bei ,untersuchungen der ,art blind herumtappen und nach ,grund fhlen msse1 und nie ein sicheres ,resultat finden knne2 sondern darum1 weil ich mir noch nicht die ,reife zutrauen darf1 die dazu gehren wrde1 dies sichere ,resultat hinzustellen4 ,wenigstens war diese ,schrift ihrer ersten ,bestimmung nach nicht fr die ,presse2 verehrungswrdige ,mnner beurtheilten sie gtig1 und sie waren es1 die mir den ersten ,gedanken1 sie dem ,publikum vorzulegen1 gaben4 ,hier ist sie4 ,stil und ,einkleidung sind meine ,sache2 der ,tadel oder die ,verachtung1 die diese trift1 trift nur mich1 und das ist wenig4 ,das ,resultat ist ,angelegenheit der ,wahrheit1 und das ist mehr4 ,dieses mu einer strengen1 aber sorgfltigen1 und unpartheiischen ,prfung unterworfen werden4 ,ich wenigstens verfuhr unparteiisch4 ,ich kann geirrt haben1 und es wre ein ,wunder1 wenn ich es nicht htte4 ,welchen ,ton der ,zurechtweisung ich verdiene1 entscheide das ,publikum4 ,jede ,berichtigung1 in welchem ,tone sie auch abgefat sey1 werde ich dankbar anerkennen2 jedem ,einwurfe1 der mir der ,sache der ,wahrheit zuwider scheint1 begegnen1 so gut ich kann4 ,ihr1 der ,wahrheit1 weihe ich mich feierlich1 bei meinem ersten ,eintritte in's ,publikum4 ,ohne ,rcksicht auf ,parthei1 oder auf eigne ,ehre1 werde ich immer dafr anerkennen1 was ich dafr halte1 es komme1 woher es wolle1 und nie dafr anerkennen1 was ich nicht dafr halte4 -- ,das ,publikum verzeihe es mir1 dieses erste und einzige mal vor ihm von mir gesprochen zu haben4 ,ihm kann diese ,versicherung sehr unwichtig seyn2 aber mir war es wichtig fr mich selbst1 dasselbe zum ,zeugen meines feierlichen ,gelbdes zu nehmen4 ,knigsberg1 im ,december #agia4 ,,vorrede ,,zur ,,zweiten ,,auflage4 ,auch nach dieser zweiten ,ausgabe bleibt gegenwrtige ,schrift noch immer ein ,versuch2 so unangenehm es mir auch war1 mich der gtigen ,meinung1 die ein verehrungswrdiger ,theil des ,publikums etwa von ihrem ,verfasser gefat haben knnte1 nur aus einer groen ,entfernung anzunhern4 ,so fest auch meines ,erachtens noch die ,kritik der ,offenbarung auf dem ,boden der praktischen ,philosophie als ein einzelnes ,nebengebude stehet2 so kommt sie doch erst durch eine kritische ,untersuchung der ganzen ,familie1 wozu jener ,begriff gehrt1 und welche ich die der ,reflexions-,ideen nennen mchte1 mit dem ganzen ,gebude in ,verbindung1 und wird erst dadurch unzertrennlich mit ihm vereiniget4 ,diese ,kritik der ,reflexions-,ideen war es1 welche ich lieber1 als eine zweite ,ausgabe der gegenwrtigen ,schrift htte geben mgen1 wenn meine ,mue hingereicht htte1 mehr zu leisten1 als ich wirklich geleistet habe4 ,jedoch werde ich1 ohne ,anstand1 zur ,bearbeitung der dafr gesammelten ,materialien schreiten1 und dann wird diese ,schrift eine weitere ,auseinandersetzung eines dort nur kurz zu behandelnden ,theils jener ,kritik seyn4 ,was ich in dieser zweiten ,ausgabe hinzugefgt1 oder gendert habe1 und warum -- wird hoffentlich jeder ,kenner selbst bemerken4 ,einige ,erinnerungen1 worunter ich deren in den ,gttingischen gelehrten ,anzeigen mit ,achtung erwhne1 kamen mir zu spt zu ,gesicht1 als da ich ausdrcklich auf sie htte ,rcksicht nehmen knnen4 ,da sie jedoch nicht mein ,verfahren im ,ganzen treffen1 sondern durch eine weitluftigere ,erluterung einzelner ,resultate zu heben sind1 so hoffe ich in der knftigen ,kritik der ,reflexions-,ideen den wrdigen ,recensenten vllig zu befriedigen4 ,noch bin ich eine nhere ,bestimmung des in der ersten ,vorrede gegebnen ,versprechens1 mich auf jeden mir ungegrndet scheinenden ,einwurf gegen diese ,kritik einzulassen1 dem ,publikum schuldig4 -- ,ich konnte dieses ,versprechen nur in dem ,sinne geben1 insofern es mir scheinen wrde1 da die ,wahrheit selbst1 oder ihre ,darstellung durch ,errterung der ,einwrfe gewinnen knnte2 und dieser ,zweck scheint mir auf keine wrdigere ,art erreicht werden zu knnen1 als wenn ich in meinen knftigen ,arbeiten auf ,einwrfe gegen das1 was ich wirklich behaupte1 oder zu behaupten scheine -- nicht aber etwa gegen das1 was ich ausdrcklich lugne -- da1 wo ich den ,urheber derselben nicht mit der grten ,hochachtung nennen knnte1 nur stillschweigend ,rcksicht nehme4 ,zur ,jubilate-,messe #agic4 99 99 99 99 99 ,,versuch ,,einer ,,critik ,,aller ,,offenbarung4 4 #a4 ,,einleitung4 ,es ist ein wenigstens merkwrdiges ,phnomen fr den ,beobachter1 bei allen ,nationen1 so wie sie sich aus dem ,zustande der gnzlichen ,rohheit bis zur ,gesellschaftlichkeit emporgehoben haben1 ,meinungen von einer ,gegenmittheilung zwischen hhern ,wesen1 und ,menschen1 -- ,traditionen von bernatrlichen ,eingebungen1 und ,einwirkungen der ,gottheit auf ,sterbliche1 -- hier roher1 da verfeinerter1 aber dennoch allgemein1 den ,begriff der ,offenbarung vorzufinden4 ,dieser ,begriff scheint also schon an sich1 wre es auch nur um seiner ,allgemeinheit willen1 einige ,achtung zu verdienen2 und es scheint einer grndlichen ,philosophie anstndiger1 seinem ,ursprunge nachzuspren1 seine ,anmaaungen und ,befugnisse zu untersuchen1 und nach ,maagabe dieser ,entdeckungen ihm sein ,urtheil zu sprechen1 als ihn geradezu1 und unverhrt1 entweder unter die ,erfindungen der ,betrger1 oder in das ,land der ,trume zu verweisen4 ,wenn diese ,untersuchung philosophisch seyn soll1 so mu sie aus ,principien a priori1 und zwar1 wenn dieser ,begriff1 wie vorlufig wenigstens zu vermuthen ist1 sich blos auf ,religion beziehen sollte1 aus denen der practischen ,vernunft angestellt werden2 und wird von dem besondern1 das in einer gegebenen ,offenbarung mglich wre1 gnzlich abstrahiren1 ja sogar ignoriren1 ob irgend eine gegeben sey1 um allgemein fr jede ,offenbarung gltige ,principien aufzustellen4 ,da man bei ,prfung eines ,gegenstandes1 der so wichtige ,folgen fr die ,menschheit zu haben scheint1 ber den jedes ,mitglied derselben sein ,stimmrecht hat1 und bei weitem die meisten1 es in ,ausbung bringen1 und der daher entweder unbegrnzt verehrt1 oder unmig verachtet1 und gehat ist1 nur zu leicht von einer vorgefaten ,meinung fortgerissen wird2 so ist es hier doppelt nthig1 blos auf den ,weg zu sehen1 den die ,critik vorzeichnet2 ihn geradefort1 ohne ein mgliches ,ziel in den ,augen zu haben1 zu gehen2 und ihren ,ausspruch zu erwarten1 ohne ihn ihr in den ,mund zu legen4 4 #b4 ,theorie des ,willens1 als ,vorbereitung einer ,deduction der ,religion berhaupt4 ,sich mit dem ,bewutseyn eigner ,thtigkeit zur ,hervorbringung einer ,vorstellung bestimmen1 heit ,wollen2 das ,vermgen sich mit diesem ,bewutseyn der ,selbstthtigkeit zu bestimmen1 heit das ,begehrungsvermgen3 beides in der weitesten ,bedeutung4 ,das ,wollen unterscheidet sich vom ,begehrungsvermgen1 wie das ,wirkliche vom ,mglichen4 -- ,ob das im ,wollen vorkommende ,bewutseyn der ,selbstthtigkeit uns nicht vielleicht tuschen mge1 bleibt vor der ,hand ununtersucht1 und unentschieden4 ,die hervorzubringende ,vorstellung ist entweder gegeben1 insofern nemlich eine ,vorstellung gegeben seyn kann1 die ihrem ,stoffe nach1 wie aus der theoretischen ,philosophie als ausgemacht und anerkannt vorausgesetzt wird2 oder die ,selbstthtigkeit bringt sie auch sogar ihrem ,stoffe nach hervor1 wovon wir die ,mglichkeit oder ,unmglichkeit vor der ,hand noch ganz an ihrem ,orte gestellt seyn lassen4 ,i4 ,der ,stoff einer ,vorstellung kann1 wenn er nicht durch absolute ,spontaneitt hervorgebracht seyn soll1 nur der ,receptivitt1 und dieses nur in der ,sinnenempfindung gegeben seyn2 -- denn selbst die a priori gegebnen ,formen der ,anschauung1 und der ,begriffe mssen1 insofern sie den ,stoff einer ,vorstellung ausmachen sollen1 der ,empfindung1 in diesem ,falle der innern1 gegeben werden2 -- folglich steht jedes ,object des ,begehrungsvermgens1 dem eine ,vorstellung entspricht1 deren ,stoff nicht durch absolute ,spontaneitt hervorgebracht ist1 unter den ,bedingungen der ,sinnlichkeit1 und ist empirisch4 ,in dieser ,rcksicht also ist das ,begehrungsvermgen gar keiner ,bestimmung a priori fhig2 was ,object desselben werden soll1 mu empfunden seyn1 und sich empfinden lassen1 und jedem ,wollen mu die ,vorstellung der ,materie des ,wollens 7des ,stoffs der hervorzubringenden ,vorstellung7 vorhergegangen seyn4 ,nun aber ist mit dem bloen ,vermgen1 sich durch die ,vorstellung des ,stoffs einer ,vorstellung zur ,hervorbringung dieser ,vorstellung selbst -- zu bestimmen1 noch gar nicht die ,bestimmung gesetzt1 so wie mit dem ,mglichen noch nicht das ,wirkliche gesetzt ist4 ,die ,vorstellung nemlich soll nicht bestimmen1 in welchem ,falle sich das ,subject blos leidend verhielte1 -- bestimmt wrde1 nicht aber sich bestimmte -- sondern wir sollen uns durch die ,vorstellung bestimmen1 welches durch sogleich vllig klar seyn wird4 ,es mu nemlich ein ,medium seyn1 welches von der einen ,seite durch die ,vorstellung1 gegen welche das ,subject sich blos leidend verhlt1 von der ndern durch ,spontaneitt1 deren ,bewutseyn der ausschlieende ,charakter alles ,wollens ist1 bestimmbar sey2 und dieses ,medium nennen wir den ,trieb4 ,was von der einen ,seite das ,gemth in der ,sinnenempfindung als blos leidend afficirt1 ist der ,stoff oder die ,materie derselben2 nicht ihre ,form1 welche ihr vom ,gemthe durch seine ,selbstthtigkeit gegeben wird#b4 ,der ,trieb ist also1 insofern er auf eine ,sinnenempfindung geht1 nur durch das ,materielle derselben1 durch das in dem ,afficirtwerden unmittelbar empfundne1 bestimmbar4 -- ,was in der ,materie der ,sinnenempfindung von der ,art ist1 da es den ,trieb bestimmt1 nennen wir angenehm1 und den ,trieb1 insofern er dadurch bestimmt wird1 den sinnlichen ,trieb3 welche ,erklrungen wir vor der ,hand fr nichts weiter1 als fr ,worterklrungen geben4 ,nun theilt die ,sinnempfindung berhaupt sich in die des uern1 und die des innern ,sinnes2 davon der erstere die ,vernderungen der ,erscheinungen im ,rume mittelbar1 der zweite die ,modificationen unsers ,gemths1 insofern es ,erscheinung ist1 in der ,zeit unmittelbar anschaut2 und der ,trieb kann1 insofern er auf ,empfindungen der erstem ,art geht1 der grobsinnliche1 und insofern er durch ,empfindungen der zweiten ,art bestimmt wird1 der feinsinnliche genannt werden3 aber in beiden ,fllen bezieht er sich doch blos auf das angenehme1 weil1 und inwiefern es angenehm ist2 ein angemaater ,vorzug des letztern knnte sich doch auf nichts weiter grnden1 als da seine ,objecte mehr ,lust1 nicht aber eine der ,art nach verschiedene ,lust gewhrten2 jemand1 der sich vorzugsweise durch ihn bestimmen liee1 knnte hchstens etwa das von sich rhmen1 da er sich besser auf das ,vergngen verstehe1 und knnte auch sogar das dem nicht beweisen1 der ihn versicherte3 er mache aus seinen feinern ,vergngungen einmal nichts1 er lobe sich seine grbern2 -- da das auf den ,sinnengeschmack ankommt1 ber den sich nicht streiten lt2 und da alle angenehme ,affectionen des innern ,sinnes sich doch zuletzt auf angenehme uere ,sensationen drften zurckfhren lassen4 ,soll von der andern ,seite dieser ,trieb durch ,spontaneitt bestimmbar seyn2 so geschieht diese ,bestimmung entweder nach gegebnen ,gesetzen,,tn#a1 die durch die ,spontaneitt auf ihn blos angewendet werden1 mithin nicht unmittelbar durch ,spontaneitt1 oder sie geschieht ohne alle ,gesetze1 mithin unmittelbar durch absolute ,spontaneitt4 ,fr den erstern ,fall ist dasjenige ,vermgen in uns1 das gegebne ,gesetze auf gegebnen ,stoff anwendet1 die ,urtheilskraft3 folglich mte die ,urtheilskraft es seyn1 die den sinnlichen ,trieb den ,gesetzen des ,verstandes gem bestimmte4 -- ,dies kann sie nun nicht so thun1 wie die ,empfindung es thut1 da sie ihm ,stoff gebe1 denn die ,urtheilskraft giebt berhaupt nicht1 sondern sie ordnet nur das gegebne ,mannigfaltige unter die synthetische ,einheit4 ,zwar geben alle obern ,gemthsvermgen durch ihre ,geschfte reichlichen ,stoff fr den sinnlichen ,trieb1 aber sie geben ihn nicht dem ,triebe2 ihm giebt sie die ,empfindung4 ,die ,thtigkeit des ,verstandes bei'm ,denken1 die hohen ,aussichten1 die uns die ,vernunft erfnet1 gegenseitige ,mittheilung der ,gedanken unter vernnftigen ,wesen u4 dergl4 sind allerdings ergiebige ,quellen des ,vergngens2 aber wir schpfen aus diesen ,quellen gerade so1 wie wir uns vom ,kzzel des ,gaumens afficiren lassen -- durch die ,empfindung4 ,ferner kann das ,mannigfaltige1 welches sie fr die ,bestimmung des sinnlichen ,triebes ordnet1 nicht das ,einer gegebnen ,anschauung an sich seyn1 wie sie es fr den ,verstand1 um es zum ,behuf einer theoretischen ,erkenntni auf ,begriffe zu bringen1 thun mu2 also keine ,bestimmung des ,stoffs durch ,form1 weil der sinnliche ,trieb blos durch den ,stoff1 und gar nicht durch ,begriffe bestimmt wird2 -- eine ,anmerkung1 die fr die ,theorie des ,begehrungsvermgens sehr wichtig ist1 da man durch ,vernachlssigung derselben von ihr aus in das ,gebiet der sthetischen ,urtheilskraft irre geleitet wird3 -- sondern mannigfaltige angenehme ,empfindungen4 ,die ,urtheilskraft steht whrend dieses ,geschfts ganz und lediglich im ,dienste der ,sinnlichkeit2 diese liefert ,mannigfaltiges1 und ,maastab der ,vergleichung3 der ,verstand giebt nichts1 als die ,regeln des ,systems4 ,der ,qualitt nach ist das zu beurtheilende durch die ,empfindung unmittelbar gegeben2 es ist positiv das angenehme1 welches eben so viel heit1 als das den sinnlichen ,trieb bestimmende1 und keiner weitern ,zergliederung fhig ist4 ,das ,angenehme ist angenehm1 weil es den ,trieb bestimmt1 und es bestimmt den ,trieb1 weil es angenehm ist4 ,warum etwas der ,empfindung unmittelbar wohlthue1 und wie es beschaffen seyn msse1 wenn es ihr wohlthun solle1 untersuchen wollen1 hiee sich geradezu widersprechen2 denn dann sollte es ja auf ,begriffe zurckgefhrt werden1 mithin der ,empfindung nicht unmittelbar2 sondern vermittelst eines ,begriffs wohlthun4 ,negativ1 das unangenehme2 limitativ1 das indifferente fr die ,empfindung4 ,der ,quantitt nach werden die ,objecte des sinnlichen ,triebes beurtheilt ihrer ,extension und ,intension nach2 alles nach dem ,maastabe der unmittelbaren ,empfindung4 -- ,der ,relation nach1 wo wieder blos das angenehme blos auf das angenehme bezogen wird1 #a7 in ,absicht seines ,einflusses auf die ,beharrlichkeit des ,empfindungsvermgens selbst1 wie sie nemlich unmittelbar durch die ,empfindung dargestellt wird1 #b7 in ,absicht seines ,einflusses auf ,entstehung oder ,vermehrung andrer angenehmen ,sinnenempfindungen -- der ,causalitt des angenehmen aufs angenehme1 #c7 in ,absicht der ,bestehbarkeit oder ,nichtbestehbarkeit mehrerer angenehmer ,empfindungen neben einander4 -- ,endlich der ,modalitt nach wird beurtheilt #a7 die ,mglichkeit1 ob eine ,empfindung angenehm seyn knne1 nach ,maasgabe vorhergegangener ,empfindungen hnlicher ,art1 #b7 die ,wirklichkeit -- da sie angenehm sey2 #c7 die ,nothwendigkeit ihrer ,annehmlichkeit1 wobei der ,trieb ,instinct wird4 ,durch diese ,bestimmung des ,mannigfaltigen1 das in der ,empfindung blos angenehm ist1 nach ,verstandesgesetzen1 -- durch dieses ,ordnen desselben entsteht der ,begriff des ,glcks2 der ,begriff von einem ,zustande des empfindenden ,subjects1 in welchem nach ,regeln genossen wird3 so da eine angenehme ,empfindung einer andern von grerer ,intension1 oder ,extension1 -- eine1 die dem ,empfindungsvermgen schadet1 einer andern1 die es strkt -- eine1 die in sich isolirt ist1 einer andern1 die selbst wieder ,ursache angenehmer ,empfindungen wird1 oder viele andre neben sich duldet1 und erhht -- endlich ein blos mglicher ,genu1 ,empfindungen1 die nothwendig angenehm seyn mssen1 oder die man als wirklich angenehm empfindet1 nachgesetzt und aufgeopfert werden4 ,ein nach diesem ,grundrisse verfertigtes ,system gbe eine ,glckslehre -- gleichsam eine ,rechenkunst des ,sinnengenusses#c1 welche aber keine ,gemeingltigkeit haben knnte1 da sie blos empirische ,principien htte4 ,jeder mte sein eignes ,system haben1 da jeder nur selbst beurtheilen kann1 was ihm angenehm1 oder noch angenehmer sey2 nur in der ,form kmen diese individuellen ,systeme berein1 weil diese durch die nothwendigen ,verstandesgesetze gegeben ist1 nicht aber in der ,materie4 ,den ,begriff des ,glcks1 so bestimmt ist es vllig richtig1 da wir nicht wissen knnen1 was das ,glck des andern befrdre1 ja1 worin wir selbst in der nchsten ,stunde unser ,glck setzen werden4 ,wird dieser ,begriff des ,glcks durch die ,vernunft aufs unbedingte und unbegrnzte ausgedehnt1 so entsteht die ,idee der ,glckseeligkeit1 welche1 als gleichfals lediglich auf empirischen ,principien beruhend1 nie allgemeingltig bestimmt werden kann4 ,jeder hat in diesem ,sinne seine eigne ,glckseeligkeitslehre3 eine auch nur comparativ allgemeine ist unmglich1 und widersprechend4 ,aber mit einer solchen blos mittelbaren ,bestimmbarkeit des sinnlichen ,triebes durch ,spontaneitt reichen wir zur ,erklrung der wirklichen ,bestimmung noch gar nicht aus2 denn schon fr die ,mglichkeit dieser ,bestimmbarkeit muten wir wenigstens ein ,vermgen1 die durch die ,empfindung geschehne ,bestimmung des ,triebes wenigstens aufzuhalten1 stillschweigend voraussetzen1 weil ohne dies eine ,vergleichung und ,unterordnung des verschiedenen ,angenehmen unter ,verstandesgesetze1 zum ,behuf einer ,bestimmung des ,willens nach den ,resultaten dieser ,vergleichung1 gar nicht mglich wre4 ,dieses ,aufhalten nemlich kann gar nicht durch die ,urtheilskraft selbst nach ,verstandesgesetzen geschehen2 denn dann mten ,verstandesgesetze auch practisch seyn knnen1 welches ihrer ,natur geradezu widerspricht4 ,wir mssen demnach den obengesetzten zweiten ,fall annehmen1 da dieses ,aufhalten unmittelbar durch die ,spontaneitt geschehe4 ,aber nicht nur dieses ,aufhalten1 sondern auch die endliche wirkliche ,bestimmung des ,willens kann nicht blos durch jene ,gesetze vollendet werden2 denn alles1 was wir nach ihnen in unserm ,gemthe zu ,stande bringen1 geschiehet mit dem ,gefhle der ,nothwendigkeit1 welches dem jedes ,wollen characterisirenden ,bewutseyn der ,selbstthtigkeit widerstreitet3 sondern sie mu unmittelbar durch ,spontaneitt geschehen4 ,aber man beurtheile das hier gesagte ja nicht zu voreilig1 als ob wir es uns hier bequem machten1 und aus unserm ,bewutseyn der ,selbstthtigkeit im ,wollen unmittelbar auf die wirkliche ,existenz dieser ,selbstthtigkeit schlssen4 ,allerdings knnte nicht blos dies ,bewutseyn der ,selbstthtigkeit1 oder der ,freiheit1 welches an sich und seiner ,natur nach nicht anders als negativ 7eine ,abwesenheit des ,gefhls der ,nothwendigkeit7 ist1 blos aus dem ,nichtbewutseyn der eigentlichen erst aufhaltenden1 dann bestimmenden ,ursache entstehen2 sondern wenn wir keinen anderweitigen ,grund fr ,freiheit1 d4 i4 ,unabhngigkeit vom ,zwange des ,naturgesetzes fnden1 mte es sogar daher entstehen3 dann wre die ,jochsche ,philosophie die einzige wahre1 und einzige consequente3 aber dann gbe es auch gar keinen ,willen1 die ,erscheinungen desselben wren erweisbare ,tuschungen1 ,denken und ,wollen wren nur dem ,anscheine nach verschieden1 und der ,mensch wre eine ,maschine1 in der ,vorstellungen in ,vorstellungen eingriffen1 wie in der ,uhr ,rder in ,rder4 7,gegen diese durch die bndigsten ,schlsse abzuleitenden ,folgerungen ist keine ,rettung1 als durch ,anerkennung einer practischen ,vernunft1 und1 was eben das sagt1 eines categorischen ,imperativs derselben74 -- ,wir haben also bis jetzt nichts weiter gethan1 als den vorausgesetzten ,begriff eines ,willens1 insofern er durch das untere ,begehrungsvermgen bestimmt seyn soll1 analysirt2 wir haben gezeigt1 wenn ein ,wille sey1 wie seine ,bestimmung durch den sinnlichen ,trieb mglich sey2 da aber ein ,wille sey1 haben wir bis jetzt weder erweisen gewollt1 noch gekonnt1 noch zu erweisen vorgegeben4 ,ein solcher ,erweis drfte vielleicht aus ,untersuchung des oben angenommenen zweiten ,falls1 da nemlich die durch die ,handlung des ,willens hervorzubringende ,vorstellung selbst ihrem ,stoffe nach1 nicht durch ,empfindung1 sondern durch absolute ,spontaneitt1 d4 i4 durch ,spontaneitt mit ,bewutseyn hervorgebracht sey1 sich ergeben4 ,,ii4 ,alles1 was bloer ,stoff ist1 und nichts anders seyn kann1 wird durch die ,empfindung gegeben2 die ,spontaneitt bringt nur ,formen hervor3 die angenommene ,vorstellung mte demnach eine ,vorstellung von so etwas seyn1 das an sich ,form1 und nur als ,object einer ,vorstellung von ihr1 relativ 7in ,beziehung auf diese ,vorstellung7 ,stoff wre2 so wie z4 ,b4 ,raum und ,zeit1 -- an sich ,formen der ,anschauung -- von einer ,vorstellung von ,raum oder ,zeit der ,stoff sind4 ,formen kndigen sich dem ,bewutseyn nur in ihrer ,anwendung auf ,objecte an4 ,nun werden die in der reinen ,vernunft ursprnglich liegenden ,formen der ,anschauung1 der ,begriffe und der ,ideen auf ihre ,objecte mit dem ,gefhl der ,nothwendigkeit angewendet2 sie kndigen sich demnach dem ,bewutseyn mit ,zwang1 und nicht mit ,freiheit an1 und heien daher auch gegeben1 nicht hervorgebracht4 ,soll nun jene gesuchte ,form sich dem ,bewutseyn als durch absolute ,spontaneitt hervorgebracht 7nicht als mit ,zwang gegeben7 ankndigen1 so mu sie es in ,anwendung auf ein durch absolute ,spontaneitt bestimmbares ,object thun4 ,nun ist das einzige1 was unserm ,selbstbewutseyn als ein solches gegeben ist1 -- das ,begehrungsvermgen2 mithin mu jene ,form1 objectiv betrachtet1 ,form des ,begehrungsvermgens seyn4 ,wird diese ,form ,stoff einer ,vorstellung1 so ist dieser ,vorstellung ,stoff durch absolute ,spontaneitt hervorgebracht2 wir haben eine ,vorstellung1 wie wir sie suchten -- welches aber die einzige in ihrer ,art seyn mu1 weil die ,bedingungen ihrer ,mglichkeit einzig auf das ,begehrungsvermgen passen -- und die aufgegebne ,frage ist gelst4 ,da nun wirklich eine solche ursprngliche ,form des ,begehrungsvermgens1 und ein ursprngliches ,begehrungsvermgen selbst vermittelst dieser ,form sich in unserm ,gemthe dem ,bewutseyn ankndige1 ist ,thatsache dieses ,bewutseyns2 und ber dieses letzte1 einzig allgemeingeltende ,princip aller ,philosophie hinaus findet keine ,philosophie mehr statt4 ,durch diese ,thatsache nun wird es erst gesichert1 da der ,mensch einen ,willen habe4 ,in diesem ,zusammenhange wird denn auch1 welches wir hier blos im ,vorbeigehen erinnern1 vllig klar1 wie ,vorstellungen1 nemlich jene einzige1 deren ,stoff nicht durch ,sinnenempfindung gegeben1 sondern durch absolute ,spontaneitt hervorgebracht ist1 und die von ihr abgeleiteten1 mglich sind1 welche ber alle ,erfahrung in der ,sinnenwelt hinausgehen2 -- wie der ,stoff dieser ,vorstellungen1 der reingeistig ist1 um in's ,bewutseyn aufgenommen werden zu knnen1 durch die uns fr ,gegenstnde der ,sinnenwelt gegebnen ,formen msse bestimmt werden2 welche ,bestimmungen aber1 da sie nicht durch die ,bedingungen des ,dinges an sich1 sondern durch die ,bedingungen unsers ,selbstbewutseyns nothwendig gemacht wurden1 nicht fr objectiv1 sondern nur fr subjectiv -- doch aber1 da sie sich auf die ,gesetze des reinen ,selbstbewutseyns grnden1 fr allgemeingltig fr jeden discursiven ,verstand angenommen1 aber nicht weiter ausgedehnt werden mssen1 als ihre ,aufnehmbarkeit ins reine ,selbstbewutseyn es erfordert1 weil sie im letztern ,falle ihre ,allgemeingltigkeit verlieren wrden2 endlich1 da dieser bergang in das ,reich des bersinnlichen fr endliche ,wesen der einzig mgliche sey4 ,insofern nun -- um den ,faden unsrer ,betrachtung da wieder aufzunehmen1 wo wir ihn fallen lieen -- insofern dem ,begehrungsvermgen ursprnglich seine ,form bestimt ist1 wird es nicht erst durch ein gegebnes ,object bestimmt1 sondern es giebt sich durch diese ,form sein ,object selbst3 d4 h4 wird diese ,form ,object einer ,vorstellung1 so ist diese ,vorstellung ,object des ,begehrungsvermgens zu nennen4 ,diese ,vorstellung nun ist die ,idee des schlechthin rechten4 ,auf den ,willen bezogen treibt dieses ,vermgen1 -- zu wollen1 schlechthin weil man will4 ,dieses wunderbare ,vermgen in uns nun nennt man das obere ,begehrungsvermgen1 und sein characteristischer ,unterschied von dem niedern ,begehrungsvermgen ist der1 da dem erstern kein ,object gegeben wird1 sondern da es sich selbst eins giebt2 dem letztern aber sein ,object gegeben werden mu4 ,das erstere ist absolut selbstthtig1 das letztere in vieler ,rcksicht blos leidend4 ,da aber dieses obere ,begehrungsvermgen1 welches auch blos ein ,vermgen ist1 -- ein ,wollen1 als wirkliche ,handlung des ,gemths1 mithin eine empirische ,bestimmung1 hervorbringe1 dazu wird noch etwas mehr erfordert4 ,nemlich jedes ,wollen1 als ,handlung des ,gemths betrachtet1 geschieht mit dem ,bewutseyn der ,selbstthtigkeit4 ,nun kann dasjenige1 worauf die ,selbstthtigkeit in dieser ,handlung wirkt1 nicht selbst wieder ,selbstthtigkeit seyn1 wenigstens in dieser ,function nicht1 sondern es ist1 insofern die ,spontaneitt auf dasselbe wirkt1 blos leidend1 mithin eine ,affection4 ,die dem obern ,begehrungsvermgen a priori beiwohnende nothwendige ,willensform aber kann nie durch eine im empirischen ,selbstbewutseyn gegebne ,spontaneitt afficirt werden1 welches ihrer ,ursprnglichkeit und ihrer ,nothwendigkeit schlechthin widersprechen wrde4 ,soll nun die ,bestimmbarkeit des ,willens in endlichen ,wesen durch jene nothwendige ,form nicht ganz aufgegeben werden1 so mu sich ein ,medium aufzeigen lassen1 das von der einen ,seite durch die absolute ,spontaneitt jener ,form hervorgebracht1 von der andern durch die ,spontaneitt im empirischen ,selbstbewutseyn bestimmbar sey#d4 ,insofern es das letztere ist1 mu es leidend bestimmbar1 mithin eine ,affection des ,empfindungsvermgens seyn4 ,insofern es aber1 der erstern ,bedingung gem1 durch absolute ,spontaneitt hervorgebracht seyn soll1 kann es nicht eine ,affection der ,receptivitt durch gegebne ,materie -- mithin1 da sich auer dieser keine positive ,affection des ,empfindungsvermgens denken lt1 berhaupt keine positive1 sondern nur eine negative ,affection -- eine ,niederdrckung1 eine ,einschrnkung desselben seyn4 ,nun aber ist das ,empfindungsvermgen1 insofern es bloe ,receptivitt ist1 weder positiv noch negativ durch die ,spontaneitt1 sondern blos durchs ,gegebenwerden eines ,materiellen afficirbar2 folglich kann die postulirte negative ,bestimmung berhaupt nicht die ,receptivitt betreffen 7etwa eine ,verstopfung oder ,verengerung der ,sinnlichkeit an sich seyn27 sondern sie mu sich auf die ,sinnlichkeit beziehen1 insofern sie durch ,spontaneitt bestimmbar ist1 7s4 oben7 sich auf den ,willen bezieht1 und sinnlicher ,trieb heit4 ,insofern nun diese ,bestimmung auf die absolute ,spontaneitt zurckbezogen wird1 ist sie blos negativ -- eine ,unterdrckung der willensbestimmenden ,anmaaung des ,triebes2 -- insofern sie auf die ,empfindung dieser geschehenen ,unterdrckung bezogen wird1 ist sie positiv1 und heit das ,gefhl der ,achtung4 ,dieses ,gefhl ist gleichsam der ,punct1 in welchem die vernnftige und die sinnliche ,natur endlicher ,wesen innig zusammenflieen4 ,um das hchst mglichste ,licht ber unsern weitern ,weg zu verbreiten1 wollen wir hier noch ber dieses wichtige ,gefhl1 den ,momenten des ,urtheilens nach1 reflectiren4 -- ,es ist nemlich1 wie eben jetzt errtert worden1 der ,qualitt nach eine positive ,affection des innern ,sinnes1 die aus der ,vernichtung des sinnlichen ,triebes1 als alleinigen ,bestimmungstriebes des ,willens1 mithin aus ,einschrnkung desselben entsteht4 ,die ,quantitt desselben ist bedingt-bestimmbar1 der ,grade der ,intension und ,extension fhig1 in ,beziehung der ,willensformen empirisch-bestimmbares ,wesen auf das ,gesetz2 -- unbedingt1 und vllig bestimmt1 keiner ,grade der ,intension oder ,extension fhig1 ,achtung schlechthin1 gegen die einfache ,idee des ,gesetzes2 -- unbedingt1 und unbestimmbar1 unendlich1 gegen das ,ideal1 in welchem ,gesetz und ,willensform ,eins ist4 ,der ,relation nach bezieht sich dieses ,gefhl auf das ,ich1 als ,substanz1 entweder im reinen ,selbstbewutseyn1 und wird dann ,achtung unsrer hhern geistigen ,natur1 die sich sthetisch im ,gefhle des ,erhabnen uert2 oder im empirischen1 in ,absicht der ,congruenz unsrer besondern ,willensformen mit dem ,gesetze -- ,selbstzufriedenheit1 -- ,scham vor sich selbst3 -- oder auf das ,gesetz1 als ,grund unsrer ,verbindlichkeit -- die ,achtung schlechthin1 das ,gefhl des nothwendigen ,primats des ,gesetzes1 und unsrer nothwendigen ,subordination unter dasselbe3 -- oder1 auf das ,gesetz als ,substanz gedacht1 -- unser ,ideal4 ,endlich der ,modalitt nach ist ,achtung mglich gegen empirisch bestimmbare vernnftige ,wesen2 wirklich gegen das ,gesetz1 und nothwendig gegen das alleinheilige ,wesen4 ,so etwas nun1 wie ,achtung ist1 welches wir hier blos zur ,erluterung hinzusetzen1 ist zwar in allen1 endlichen ,wesen anzunehmen1 in denen die nothwendige ,form des ,begehrungsvermgens noch nicht nothwendig ,willensform ist2 aber in einem ,wesen1 in welchem ,vermgen und ,handlung1 ,denken und ,wollen ,eins ist1 lt sich ,achtung gegen das ,gesetz gar nicht denken4 ,insofern nun dieses ,gefhl der ,achtung den ,willen1 als empirisches ,vermgen1 bestimmt2 und wieder im ,wollen durch ,selbstthtigkeit bestimmbar ist1 als zu welchem ,behuf wir ein solches ,gefhl in uns aufsuchen muten1 heit es ,trieb4 -- ,trieb aber eines wirklichen ,wollens kann es1 da kein ,wollen ohne ,selbstbewutseyn 7der ,freiheit7 mglich ist1 nur durch ,beziehung auf das ,ich1 folglich nur in der ,form der ,selbstachtung seyn4 -- ,da diese ,selbstachtung nun entweder rein1 schlechthin ,achtung der ,wrde der ,menschheit in uns1 oder empirisch1 ,zufriedenheit ber die wirkliche ,behauptung derselben1 sey1 haben wir eben gesagt4 ,es scheint in der ,betrachtung allerdings weit edler und erhabner1 sich durch die reine ,selbstachtung1 -- durch den einfachen ,gedanken1 ich mu so handeln1 wenn ich ein ,mensch seyn will1 als durch die empirische1 -- durch den ,gedanken1 wenn ich so handle1 werde ich als ,mensch mit mir zufrieden seyn knnen1 bestimmen zu lassen3 aber in der ,ausbung flieen beide ,gedanken so innig in einander1 da es selbst dem aufmerksamsten ,beobachter schwer werden mu1 den ,antheil1 den der eine oder der andre an seiner ,willensbestimmung hatte1 genau von einander zu scheiden4 -- ,aus dem gesagten erhellet1 da es eine vllig richtige ,maxime der ,sittlichkeit sey3 respectire dich selbst2 und erklrt sich1 warum nicht unedle ,gemther vor sich selbst weit mehr ,furcht und ,scheu empfinden1 als vor der ,macht der gesammten ,natur1 -- und den ,beifall ihres eignen ,herzens weit hher achten1 als die ,lobpreisungen einer ganzen ,welt4 ,insofern nun diese ,selbstachtung als activer1 den ,willen zwar nicht nothwendig zum wirklichen ,wollen1 aber doch thtig zur ,neigung bestimmender ,trieb betrachtet wird1 heit sie sittliches ,interesse2 welches entweder rein ist1 -- ,interesse fr die ,wrde der ,menschheit an sich1 oder empirisch -- ,interesse fr die ,wrde der ,menschheit in unserm empirisch bestimmbaren ,selbst4 ,interesse aber mu nothwendig von einem ,gefhle der ,lust begleitet seyn1 und ein wirklich behauptetes ,interesse empirisch ein ,gefhl der ,lust hervorbringen1 daher auch die empirische ,selbstachtung sich als ,selbstzufriedenheit uert,,tn#b4 ,dieses ,interesse bezieht sich allerdings auf das ,selbst1 aber nicht auf die ,liebe1 sondern auf die ,achtung dieses ,selbst1 welches ,gefhl seinem ,ursprunge nach rein sittlich ist4 ,will man den sinnlichen ,trieb1 den eigenntzigen1 und den sittlichen den uneigenntzigen nennen1 so kann man zur ,erluterung das wohl thun2 aber mir wenigstens scheint diese ,benennung da1 wo es um scharfe ,bestimmung zu thun ist1 unbequem1 da auch der sittliche ,trieb1 um ein wirkliches ,wollen zu bewirken1 sich auf das ,selbst beziehen mu2 und empirische ,merkmale da1 wo man die oben errterten transscendentalen hat1 berflssig4 -- ,da aber die ursprngliche nothwendige ,bestimmung des ,begehrungsvermgens ein ,interesse1 und zwar ein alles ,sinnliche unterjochendes ,interesse hervorbringt1 entsteht aus der categorisch-gesetzlichen ,form desselben1 und ist nur unter dieser ,voraussetzung zu erklren#e4 ,man erlaube mir hierbei einen ,augenblick stehen zu bleiben4 ,achtung ist das zunchst1 und wohl in jedem ,menschen sich uernde wunderbare ,gefhl1 das aus der ganzen sinnlichen ,natur desselben sich nicht erklren lt1 und auf seinen ,zusammenhang mit einer hhern ,welt unmittelbar hindeutet4 ,das wunderbarste dabei ist dies1 da dieses ,gefhl1 das an sich doch niederbeugend fr unsre ,sinnlichkeit ist1 von einem unnennbaren1 der ,art nach von jeder ,sinnenlust gnzlich verschiedenen1 dem ,grade nach sie unendlich bertreffenden ,vergngen begleitet wird4 ,wer1 der dieses ,vergngen nur einmal innig empfand1 mchte nur z4 ,b4 das ,hinstaunen in den tobenden ,sturz des ,rheinfalls1 oder das ,aufblicken an den jeden ,augenblick das ,herabsinken zu drohen scheinenden ewigen ,eismassen1 unter dem erhebenden ,gefhle3 ich trotze eurer ,macht#f -- oder sein ,selbstgefhl bei der freien1 und wohl berlegten ,unterwerfung auch nur unter die ,idee des allgemeinen nothwendigen ,naturgesetzes1 dieses ,naturgesetz unterjoche nun seine ,neigung oder seine ,meinung -- oder endlich sein ,selbstgefhl bei der freien ,aufopferung seines ,theuersten fr die ,pflicht1 gegen irgend einen sinnlichen ,genu vertauschen8 ,da der sinnliche ,trieb von einer1 und der reinsittliche ,trieb von der andern ,seite im menschlichen ,willen sich die ,waage halten1 liee sich wohl daraus erklren1 weil sie beide in einem und eben demselben ,subjecte erscheinen2 da aber der erstere dem letztern sich so wenig gleich setzt1 da er vielmehr bei der bloen ,idee eines ,gesetzes sich niederbeugt1 und ein weit innigeres ,vergngen aus seiner ,nichtbefriedigung1 als aus seiner ,befriedigung gewhrt -- dieses1 oder mit einen ,worte1 das ,categorische1 schlechthin unbedingte und unbedingbare des ,gesetzes deutet auf unsern hhern ,ursprung1 und auf unsre geistige ,abkunft -- ist ein gttlicher ,funke in uns1 und ein ,unterpfand1 da ,wir ,seines ,geschlechts sind3 und hier geht denn die ,betrachtung in ,bewunderung und ,erstaunen ber4 ,an diesem ,puncte stehend verzeiht man der khnsten ,phantasie ihren ,schwung1 und wird mit der liebenswrdigen ,quelle aller ,schwrmereien der ,pythagorer und ,platoniker1 wenn auch nicht mit ihren ,ausflssen vllig ausgeshnt4 ,und hierdurch wre denn auch die ,dunkelheit gehoben1 welche noch immer1 besonders guten ,seelen1 die sich des dringendsten ,interesse frs schlechthin ,rechte bewut waren1 das ,verstehen des hartscheinenden ,ausspruchs der ,critik1 da das ,gute gar nicht auf unsre ,glckseeligkeit bezogen werden mte1 erschwerte4 ,sie haben ganz recht1 wenn sie auf ihrem ,selbstgefhle bestehen1 da sie zu wirklich guten ,entschlieungen doch nur durch das ,interesse bestimmt werden2 nur mssen sie den ,ursprung dieses ,interesse1 wenn ihre ,entschlieung rein sittlich war1 nicht im ,sinnengefhle1 sondern in der ,gesetzgebung der reinen ,vernunft aufsuchen4 ,der nchste1 nicht nothwendig bestimmende1 aber doch eine ,neigung verursachende ,bestimmungsgrund ihres ,willens ist freilich das ,vergngen des innern ,sinnes aus ,anschauung des ,rechten2 da aber eine solche ,anschauung ihnen ,vergngen macht1 davon liegt der ,grund gar nicht in einer etwanigen ,affection der innern ,receptivitt durch den ,stoff jener ,idee1 welches schlechthin unmglich ist2 sondern in der a priori vorhandenen nothwendigen ,bestimmung des ,begehrungsvermgens1 als obern ,vermgens4 -- ,wenn ich also jemanden fragte3 wrdest du1 selbst wenn du keine ,unsterblichkeit der ,seele glaubtest1 lieber unter tausend ,martern dein ,leben aufopfern1 als unrecht thun2 und er mir antwortete3 auch unter dieser ,bedingung wrde ich lieber sterben1 und das um mein selbst willen1 weil ein unter unsglichen ,martern mich vernichtender ,tod mir weit ertrglicher ist1 als ein1 in dem ,gefhle der ,unwrdigkeit zu leben1 unter ,schaam und ,selbstverachtung hinzubringendes ,leben -- so wrde er darinn1 insofern er von dem empirischen ,bestimmungstriebe seiner ,entschlieung redete1 vllig recht haben4 ,da er aber in diesem ,falle sich selbst wrde verachten mssen -- da die ,aussicht auf eine solche ,selbstverachtung ihm so drckend wre1 da er lieber sein ,leben aufopfern1 als ihr sich unterwerfen wollte1 davon wrde er den ,grund vergebens wieder in der ,sinnenempfindung aufsuchen1 aus welcher er so etwas1 wie ,achten1 oder ,verachten1 mit aller ,mhe nicht wrde herausknsteln knnen4 ,selbst dieses ,interesse aber bewirkt noch nicht nothwendig ein wirkliches ,wollen2 dazu wird in unserm ,bewutseyn noch eine ,handlung der ,spontaneitt erfordert1 wodurch das ,wollen1 als wirkliche ,handlung unsers ,gemthes1 erst vollendet wird4 ,die in dieser ,function des ,whlens dem ,bewutseyn empirisch gegebne ,freiheit der ,willkhr 7libertas arbitrii71 die auch bei einer ,bestimmung des ,willens durch die sinnliche ,neigung vorkommt1 und nicht blos in dem ,vermgen zwischen der ,bestimmung nach dem sittlichen1 oder nach dem sinnlichen ,triebe1 sondern auch zwischen mehrern sich widerstreitenden ,bestimmungen durch den letzteren -- zum ,behuf einer ,beurtheilung derselben -- zu whlen besteht1 ist wohl zu unterscheiden von der absolut-ersten uerung der ,freiheit durch das practische ,vernunftgesetz2 wo ,freiheit gar nicht etwa ,willkhr heit1 indem das ,gesetz uns keine ,wahl lt1 sondern mit ,nothwendigkeit gebietet1 sondern nur negativ gnzliche ,befreiung vom ,zwange der ,naturnothwendigkeit bedeutet1 so da das ,sittengesetz auf gar keinen in der theoretischen ,naturphilosophie liegenden ,grnden1 als seinen ,prmissen1 beruhe1 und ein ,vermgen im ,menschen voraussetze1 sich unabhngig von ,naturnothwendigkeit zu bestimmen4 ,ohne diese absolut-erste uerung der ,freiheit wre die zweite blos empirische nicht zu retten1 sie wre ein bloer ,schein1 und das erste ernsthafte ,nachdenken vernichtete den schnen ,traum1 in dem wir uns einen ,augenblick von der ,kette der ,naturnothwendigkeit losgefesselt whnten4 -- ,wo ich nicht irre1 so ist die ,verwechselung dieser zwei sehr verschiednen uerungen der ,freiheit eine der ,hauptursachen1 warum man sich die moralische 7nicht etwa physische7 ,nothwendigkeit1 womit ein ,gesetz der ,freiheit gebieten soll1 so schwer denken konnte4 ,denkt man nemlich in den ,begriff der ,freiheit das ,merkmal der ,willkhr hinein 7ein ,gedanke1 dessen noch immer viele sich nicht erwehren knnen71 so lt damit sich freilich auch die moralische ,nothwendigkeit nicht vereinigen4 ,aber davon ist bei der ersten ursprnglichen uerung der ,freiheit1 durch welche allein sie sich berhaupt bewhrt1 gar nicht die ,rede4 ,die ,vernunft giebt sich selbst1 unabhngig von irgend etwas auer ihr1 durch absolut eigne ,spontaneitt1 ein ,gesetz2 das ist der einzig richtige ,begriff der transscendentalen ,freiheit3 dieses ,gesetz nun gebietet1 eben weil es ,gesetz ist1 nothwendig und unbedingt1 und da findet keine ,willkhr1 kein ,auswhlen zwischen verschiednen ,bestimmungen durch dieses ,gesetz statt1 weil es nur auf eine ,art bestimmt4 -- ,folgendes noch zur ,erluterung4 ,diese transscendentale ,freiheit1 als ausschlieender ,character der ,vernunft1 insofern sie practisch ist1 ist jedem moralischen ,wesen1 folglich auch dem ,unendlichen beizulegen4 ,insofern aber diese ,freiheit auf empirische ,bedingungen endlicher ,wesen sich bezieht1 gelten ihre uerungen in diesem ,falle nur unter diesen ,bedingungen2 folglich ist eine ,freiheit der ,willkhr da sie auf der ,bestimmbarkeit eines ,wesens noch durch andere als das practische ,vernunftgesetz beruht1 in ,gott1 der blos durch dieses ,gesetz bestimmt wird1 eben so wenig1 als ,achtung frs ,gesetz1 oder ,interesse am ,schlechthinrechten anzunehmen2 und die ,philosophen1 welche in diesem ,sinne des ,worts die ,freiheit1 als durch die ,schranken der ,endlichkeit bedingt1 ,gott absprachen1 hatten daran vollkommen recht4 ,damit nun diese ,zergliederung1 die neben der ,hauptabsicht1 unbemerkte ,schwierigkeiten einer ,offenbarungscritik zu heben1 noch die ,nebenabsicht hatte1 einige ,dunkelheiten in der critischen ,philosophie berhaupt aufzuklren1 und den bisherigen ,nichtkennern oder ,gegnern derselben eine neue ,thr zu erfnen1 um in sie einzudringen1 nicht von critischen ,philosophen selbst misverstanden1 und so gedeutet werde1 als sey dadurch die ,tugend abermals zur ,magd der ,lust herabgewrdigt1 so machen wir unsre ,gedanken durch folgende ,tabelle noch deutlicher3 ,wollen1 die ,bestimmung durch ,selbstthtigkeit zur ,hervorbringung einer ,vorstellung1 als ,handlung des ,gemths betrachtet1 ist ,a4 rein1 wenn ,vorstellung sowohl1 als ,bestimmung1 durch absolute ,selbstthtigkeit hervorgebracht ist4 -- ,dieses ist nur in einem ,wesen mglich1 das blos thtig und nie leidend ist1 in ,gott4 ,b4 nicht rein1 a4 wenn zwar die ,bestimmung1 aber nicht die ,vorstellung durch ,selbstthtigkeit hervorgebracht wird4 -- ,bei der ,bestimmung durch den sinnlichen ,trieb in endlichen ,wesen4 b4 wenn zwar die ,vorstellung1 aber nicht die ,bestimmung durch ,selbstthtigkeit hervorgebracht wird4 -- ,nun aber soll schon vermge des ,begriffs des ,wollens die ,bestimmung allemahl durch ,selbstthtigkeit hervorgebracht werden2 folglich ist dieser ,fall nur unter der ,bedingung denkbar1 da zwar die eigentliche ,bestimmung als ,handlung durch ,spontaneitt geschehe1 der bestimmende ,trieb aber eine ,affection sey4 -- ,sittliche ,bestimmung des ,willens in endlichen ,wesen vermge des ,triebs der ,selbstachtung1 als eines sittlichen ,interesse4 ,reines ,wollen ist demnach in endlichen ,wesen nicht mglich1 weil das ,wollen nicht ,geschft des reinen ,geistes1 sondern des empirisch-bestimmbaren ,wesens ist2 aber wohl ein reines ,begehrungsvermgen1 als ,vermgen1 welches nicht dem empirisch-bestimmbaren ,wesen1 sondern dem reinen ,geiste beiwohnt1 und allein durch sein ,daseyn unsre geistige ,natur offenbart4 -- ,anders hat sich denn auch1 so wie ich wenigstens es verstanden habe1 die reine ,vernunft durch ihren bevollmchtigten ,interpreten unter uns nicht erklrt1 wie aus einer ,vergleichung dieser ,darstellung mit der in der ,critik der practischen ,vernunft sich ergeben drfte#g4 ,,iii4 ,die ,affection des ,glckseeligkeitstriebes durch das ,sittengesetz zur ,erregung der ,achtung ist1 in ,beziehung auf ihn1 als ,glckseeligkeitstrieb1 blos negativ3 auch die ,selbstachtung wirkt so wenig ,glckseeligkeit1 wenn ,glckseeligkeit1 wie es geschehen mu1 blos in das angenehme gesetzt wird1 da sie vielmehr steigt1 so wie jene fllt1 und da man sich nur um so mehr achten kann1 je mehr von seiner ,glckseeligkeit man der ,pflicht aufgeopfert hat4 ,dennoch ist zu erwarten1 da das ,sittengesetz den ,glckseeligkeitstrieb1 selbst als ,glckseeligkeitstrieb1 wenigstens mittelbar auch positiv afficiren werde1 um ,einheit in den ganzen1 rein- und empirisch-bestimmbaren ,menschen zu bringen2 und da dieses ,gesetz ein ,primat in uns verlangt1 so ist es sogar zu fordern#h4 ,nemlich der ,glckseeligkeitstrieb wird vors erste durch das ,sittengesetz nach ,regeln eingeschrnkt2 ich darf nicht alles wollen1 wozu dieser ,trieb mich bestimmen knnte4 ,durch diese vors erste blos negative ,gesetzmigkeit nun kommt der ,trieb1 der vorher gesetzlos und blind vom ,ohngefhr oder der blinden ,naturnothwendigkeit abhing1 berhaupt unter ein ,gesetz1 und ,wird auch da1 wo das ,gesetz nicht redet1 wenn dieses ,gesetz nur fr ihn alleingltig ist1 eben durch das ,stillschweigen des ,gesetzes1 positiv gesetzmig1 7gesetzlich noch nicht74 ,darf ich nicht wollen1 was das ,sittengesetz verbietet1 so darf ich alles wollen1 was es nicht verbietet -- nicht aber1 ich soll es wollen1 denn das ,gesetz schweigt ganz2 sondern das hngt ganz von meiner freien ,willkhr ab4 -- ,dieses ,drfen ist einer der ,begriffe1 die ihren ,ursprung an der ,stirne tragen4 ,er ist nemlich offenbar durch das ,sittengesetz bedingt2 -- die ,naturphilosophie wei nur von knnen1 oder nicht knnen1 aber von keinem drfen3 -- aber er ist durch dasselbe nur negativ bedingt1 und berlt die positive ,bestimmung lediglich der ,neigung4 ,was man1 wegen des ,stillschweigens des ,gesetzes1 darf1 heit1 insofern es auf das ,gesetz bezogen wird1 negativ nicht unrecht2 und insofern es auf die dadurch entstehende ,gesetzmigkeit des ,triebes bezogen wird1 positiv ein ,recht4 ,zu allem1 was nicht unrecht ist1 habe ich ein ,recht#i4 ,insofern das ,gesetz durch sein ,stillschweigen dem ,triebe ein ,recht giebt1 ist dieser blos gesetzmig2 der ,genu wird durch dieses ,stillschweigen blos 7moralisch7 mglich4 ,dies leitet uns auf eine ,modalitt der ,berechtigung des ,triebes1 und es lt sich erwarten1 da der ,trieb durch das practische ,gesetz mittelbar auch gesetzlich -- da ein ,genu durch dasselbe auch wirklich werden knne4 -- ,dieser letztere ,ausdruck kann nun nicht soviel heien1 als ob die ,sinnlichkeit durch einen ihr vom ,sittengesetze gegebnen ,stoff in der ,receptivitt positiv angenehm afficirt werden solle1 wovon die ,unmglichkeit schon oben zur ,genge dargethan worden2 -- der ,genu soll nemlich nicht physisch-1 sondern moralisch-wirklich gemacht werden1 welcher ungewhnliche ,ausdruck sogleich seine vllige ,klarheit erhalten wird4 ,eine solche moralische ,wirklichmachung des ,genusses mte sich noch immer auf jene negative ,bestimmung des ,triebes durchs ,gesetz grnden4 ,durch diese nun erhielt der ,trieb vors erste ein ,recht4 ,nun aber knnen ,flle eintreten1 wo das ,gesetz seine ,berechtigung zurcknimmt4 ,so ist ohne ,zweifel jeder berechtiget zu leben2 dennoch aber kann es ,pflicht werden1 sein ,leben aufzuopfern4 ,dieses ,zurcknehmen der ,berechtigung wre ein frmlicher ,widerspruch des ,gesetzes mit sich selbst4 ,nun kann das ,gesetz sich nicht widersprechen1 ohne seinen gesetzlichen ,character zu verlieren1 aufzuhren1 ein ,gesetz zu seyn1 und gnzlich aufgegeben werden zu mssen4 -- ,dieses wrde uns nun vors erste darauf fhren1 da alle ,objecte des sinnlichen ,triebes1 laut der ,anforderung des ,sittengesetzes sich nicht selbst zu widersprechen1 nur ,erscheinungen1 nicht ,dinge an sich1 seyn knnten2 da mithin ein solcher ,widerspruch in den ,objecten1 insofern sie ,erscheinungen sind1 gegrndet1 mithin nur scheinbar sey4 ,jener ,satz ist also eben so gewi ein ,postulat der practischen ,vernunft1 als er ein ,theorem der theoretischen ist4 ,es gbe demnach an sich gar keinen ,tod1 kein ,leiden1 keine ,aufopferung fr die ,pflicht1 sondern der ,schein dieser ,dinge grndete sich blos auf das1 was die ,dinge zu ,erscheinungen macht4 ,aber1 da unser sinnlicher ,trieb doch einmal auf ,erscheinungen geht2 da das ,gesetz ihn als solchen1 mithin insofern er darauf geht1 berechtigt1 so kann es auch diese ,berechtigung nicht zurcknehmen2 es mu mithin1 vermge seines geforderten ,primats1 auch ber die ,welt der ,erscheinungen gebieten4 ,nun kann es das nicht unmittelbar1 da es sich positiv nur an das ,ding an sich1 an unser oberes1 reingeistiges ,begehrungsvermgen wendet2 es mu also mittelbar1 mithin durch den sinnlichen ,trieb geschehen1 auf den es negativ allerdings wirkt4 ,daraus nun entsteht eine von der negativen ,bestimmung des ,triebes durch das ,gesetz abgeleitete positive ,gesetzlichkeit desselben4 -- ,wer z4 ,b4 fr die ,pflicht stirbt1 dem nimmt das ,sittengesetz ein vorher zugestandnes ,recht2 das kann aber das ,gesetz nicht thun1 ohne sich ,,un widersprechen2 folglich ist ihm dieses ,recht nur insofern er ,erscheinung ist1 7hier -- in der ,zeit7 genommen3 sein durch das ,gesetz berechtigter ,lebenstrieb fordert es als ,erscheinung1 mithin in der ,zeit1 zurck1 und wird durch dieses rechtliche ,zurckfordern gesetzlich fr die ,welt der ,erscheinungen4 ,wer im ,gegentheile auf ,anforderung des ,gesetzes an ihn sein ,leben nicht aufgeopfert hat1 ist des ,lebens unwrdig1 und mu es1 wenn das ,sittengesetz auch fr die ,welt der ,erscheinungen gelten soll1 der ,causalitt dieses ,gesetzes gem1 als ,erscheinung verlieren#aj4 ,aus dieser ,gesetzlichkeit des ,triebes entsteht der ,begriff der ,glckswrdigkeit1 als das zweite ,moment der ,modalitt der ,berechtigung4 -- ,wrdig ist ein ,begriff1 der sich offenbar auf ,sittlichkeit bezieht1 und der aus keiner ,naturphilosophie zu schpfen ist2 ferner sagt wrdig offenbar mehr1 als ein ,recht1 -- wir gestehen manchem ein ,recht zu einem ,genusse zu1 den wir doch desselben sehr unwrdig halten1 niemanden aber werden wir umgekehrt eines ,glcks wrdig achten1 auf welches er ursprnglich 7nicht etwa hypothetisch7 kein ,recht hat2 endlich entdeckt man auch im ,gebrauche den negativen ,ursprung dieses ,begriffs1 denn in der ,beurtheilung1 ob jemand eines ,genusses wrdig sey1 sind wir genthiget1 den wirklichen ,genu wegzudenken4 -- -- ,es ist eine der uern ,anzeigen der ,wahrheit der critischen ,moralphilosophie1 da man keinen ,schritt in ihr thun kann1 ohne auf einen in der allgemeinen ,menschenempfindung tief eingeprgten ,grundsatz zu stoen1 der sich nur aus ihr1 und aus ihr leicht und falich erklrt4 ,so ist hier die ,billigung und das ,verlangen der ,wiedervergeltung 7jus talionis7 allgemeine ,menschenempfindung4 ,wir gnnen es jedem1 da es ihm eben so gehe1 wie ers andern gemacht hat1 und da ihm gerade so geschehe1 wie er gehandelt hat4 ,wir betrachten demnach1 selbst in der gemeinsten ,beurtheilung1 die ,erscheinungen seines sinnlichen ,triebes1 als gesetzlich fr die ,welt der ,erscheinungen2 wir nehmen an1 seine ,handlungsarten sollen1 in ,rcksicht auf ihn1 als allgemeines ,gesetz gelten4 ,diese ,gesetzlichkeit des ,triebes fordert nun die vllige ,congruenz der ,schicksale eines vernnftigen ,wesens mit seinem sittlichen ,verhalten1 als erstes ,postulat der an sinnliche ,wesen sich wendenden practischen ,vernunft3 in welchem verlangt wird1 da stets diejenige ,erscheinung erfolge1 welche1 wenn der ,trieb legitim durch das ,sittengesetz bestimmt1 und fr die ,welt der ,erscheinungen gesetzgebend gewesen wre1 htte erfolgen mssen4 -- ,und hier sind wir denn zugleich unvermerkt ber eine1 von keinem ,gegner der critischen ,philosophie1 so viel ich wei1 bemerkte1 aber darum nicht minder sie drckende ,schwierigkeit hinweggekommen3 wie es nemlich mglich sey1 das ,sittengesetz1 welches an sich nur auf die ,willensform moralischer ,wesen1 als solches anwendbar ist1 auf ,erscheinungen in der ,sinnenwelt zu beziehen2 welches doch1 zum ,behuf einer postulirten ,congruenz der ,schicksale moralischer ,wesen mit ihrem ,verhalten1 und der brigen daraus zu deducirenden ,vernunftpostulate1 nothwendig geschehen mute4 ,diese ,anwendbarkeit nemlich erhellet blos aus der1 von der negativen ,bestimmung des ,glckseeligkeitstriebes abgeleiteten1 ,gesetzlichkeit desselben fr die ,welt der ,erscheinungen4 ,werden endlich im dritten ,momente der ,modalitt ,recht1 und ,wrdigkeit in ,verbindung gedacht1 in welcher ,verbindung das ,recht seinen positiven ,character1 als ,gesetzmigkeit der sinnlichen ,neigung#aa1 und die ,wrdigkeit ihren negativen1 als durch ,aufhebung eines ,rechts durch ein ,gebot entstanden1 verliert2 so entsteht ein ,begriff1 der positiv fr uns berschwenglich ist1 weil alle ,schranken aus ihm hinweggedacht werden1 negativ aber ein ,zustand ist1 in dem das ,sittengesetz keine sinnliche ,neigung einzuschrnken hat1 weil keine da ist -- unendliche ,glckseligkeit mit unendlichem ,rechte1 und ,wrdigkeit#ab -- ,seeligkeit -- eine unbestimmbare ,idee1 die aber dennoch durch das ,sittengesetz uns als das letzte ,ziel aufgestellt wird1 und an die wir uns1 da die ,neigungen in uns immer bereinstimmender mit dem ,sittengesetze werden1 folglich unsre ,rechte sich immer mehr ausbreiten sollen1 stets annhern2 aber sie1 ohne ,vernichtung der ,schranken der ,endlichkeit1 nie erreichen knnen4 ,und so wre denn der ,begriff des ganzen hchsten ,guts1 oder der ,seeligkeit1 aus der ,gesetzgebung der practischen ,vernunft1 deducirbar3 der erste ,theil desselben1 die ,heiligkeit1 rein2 aus der positiven ,bestimmung des obern ,begehrungsvermgens durch dieses ,gesetz1 welches in der ,critik der practischen ,vernunft so einleuchtend geschehen ist1 da hier keine ,wiederholung nthig war3 der zweite ,theil1 die ,seeligkeit 7im engern ,sinne7 nicht rein2 aus der negativen ,bestimmung des niedern ,begehrungsvermgens durch dieses ,gesetz4 ,da wir aber1 um den zweiten ,theil zu deduciren1 von empirischen ,prmissen ausgehen muten1 darf uns nicht irren2 da theils zwar das zu bestimmende empirisch1 das bestimmende aber rein geistig war2 theils in der aus diesen ,bestimmungen deducirten ,vernunftidee der ,seeligkeit alles empirische weggedacht1 und diese ,idee rein geistig aufgefat werden sollte1 welches fr sinnliche ,wesen freilich nicht mglich ist4 4 #c4 ,deduction der ,religion berhaupt4 ,oben wurde1 aus der ,anforderung des ,sittengesetzes1 sich durch ,aufhebung seiner ,berechtigungen des sinnlichen ,triebes nicht zu widersprechen1 eine mittelbare ,gesetzlichkeit dieses ,triebes selbst1 und aus ihr eine anzunehmende vollkommne ,congruenz der ,schicksale vernnftiger ,wesen mit ihren moralischen ,gesinnungen deducirt4 ,nun aber hat der ,trieb1 ob er gleich hierdurch gesetzliche ,rechte1 als moralisches ,vermgen1 bekommt1 so wenig eine gesetzgebende ,macht1 als physisches ,vermgen2 da er vielmehr selbst von empirischen ,naturgesetzen abhngig ist1 und seine ,befriedigung lediglich von ihnen leidend erwarten mu4 ,jener ,widerspruch des ,sittengesetzes mit sich selbst in ,anwendung auf empirisch-bestimmbare ,wesen wre demnach blos weiter hinausgerckt1 nicht grndlich gehoben1 denn wenn auch das ,gesetz dem ,triebe ein ,recht giebt1 seine ,befriedigung zu fordern1 so ist ihm1 der nicht blos ein ,recht sucht1 sondern die ,behauptung in seinem ,rechte1 das er selbst nicht behaupten kann1 damit noch kein ,genge geschehen2 er bleibt nach wie vor1 ohngeachtet der ,erlaubni des ,sittengesetzes sich zu befriedigen1 unbefriedigt4 ,das ,sittengesetz selbst also mu1 wenn es sich nicht widersprechen1 und aufhren soll1 ein ,gesetz zu seyn1 diese von ihm selbst ertheilten ,rechte behaupten2 es mu mithin auch ber die ,natur nicht nur gebieten1 sondern herrschen4 ,das kann es nun nicht in ,wesen1 die selbst von der ,natur leidend afficirt werden1 sondern nur in einem solchen1 welches die ,natur durchaus selbstthtig bestimmet2 in welchem moralische ,nothwendigkeit1 und absolute physische ,freiheit sich vereinigen4 ,so ein ,wesen nennen wir ,gott4 ,eines ,gottes ,existenz ist mithin eben so gewi anzunehmen1 als ein ,sittengesetz4 -- ,es ist ein ,gott4 ,in ,gott herrscht nur das ,sittengesetz1 und dieses ohne alle ,einschrnkung4 ,gott ist heilig und seelig1 und wenn das letztere in ,beziehung auf die ,sinnenwelt gedacht wird1 allmchtig4 ,gott mu1 vermge der ,anforderung des ,moralgesetzes an ihn1 jene vllige ,congruenz zwischen der ,sittlichkeit und dem ,glcke endlicher vernnftiger ,wesen hervorbringen1 da nur durch und in ,ihm die ,vernunft ber die sinnliche ,natur herrscht3 er mu ganz gerecht seyn4 ,im ,begriffe alles existirenden berhaupt wird nichts gedacht1 als die ,reihe von ,ursachen und ,wirkungen nach ,naturgesetzen in der ,sinnenwelt1 und die freien ,entschlieungen moralischer ,wesen in der bersinnlichen4 ,gott mu die erstere ganz bersehen1 denn er mu die ,gesetze der ,natur vermge seiner ,causalitt durch ,freiheit bestimmt1 und1 der nach denselben fortlaufenden ,reihe der ,ursachen und ,wirkungen den ersten ,sto gegeben haben3 er mu die letztern alle kennen1 denn alle bestimmen den ,grad der ,moralitt eines ,wesens2 und dieser ,grad ist der ,maastab1 nach welchem die ,austheilung des ,glcks an vernnftige ,wesen1 laut des ,moralgesetzes1 dessen ,executor er ist1 geschehen mu4 ,da nun auer diesen beiden ,stcken fr uns nichts denkbar ist1 so mssen wir ,gott allwissend denken4 ,so lange endliche ,wesen endlich bleiben1 werden sie -- denn das ist der ,begriff der ,endlichkeit in der ,moral -- noch unter andern ,gesetzen stehen1 als denen der ,vernunft2 sie werden folglich die vllige ,congruenz des ,glcks mit der ,sittlichkeit durch sich selbst nie hervorbringen knnen4 ,nun aber fordert das ,moralgesetz dies ganz unbedingt4 ,daher kann dieses ,gesetz nie aufhren gltig zu seyn1 da es nie erreicht seyn wird2 seine ,forderung kann nie ein ,ende nehmen1 da sie nie erfllt seyn wird4 ,es gilt fr die ,ewigkeit4 -- ,es thut diese ,forderung an jenes heilige ,wesen1 in ,ewigkeit das hchste ,gut in allen vernnftigen ,naturen zu befrdern2 in ,ewigkeit das ,gleichgewicht zwischen ,sittlichkeit und ,glck herzustellen3 jenes ,wesen mu also selbst ewig seyn1 um einem ewigen ,moralgesetze1 das seine ,natur bestimmt1 zu entsprechen2 und es mu1 diesem ,gesetze gem1 allen vernnftigen ,wesen1 an die dieses ,gesetz gerichtet ist1 und von welchen es ,ewigkeit fordert1 die ,ewigkeit geben4 ,es mu also ein ewiger ,gott seyn1 und jedes moralische ,wesen mu ewig fortdauern,,tn#c1 wenn der ,endzweck des ,moralgesetzes nicht unmglich seyn soll4 ,diese ,stze nennen wir1 als mit der ,anforderung der ,vernunft uns endlichen ,wesen ein practisches ,gesetz zu geben1 unmittelbar verbunden1 und von ihr unzertrennlich1 ,postulate der ,vernunft4 ,nemlich diese ,stze werden nicht etwa durch das ,gesetz geboten1 welches ein practisches ,gesetz fr ,theoreme nicht kann1 sondern sie mssen nothwendig angenommen werden1 wenn die ,vernunft gesetzgebend seyn soll4 ,ein solches ,annehmen nun1 zu dem die ,mglichkeit der ,anerkennung eines ,gesetzes berhaupt uns nthiget1 nennen wir ein ,glauben4 -- ,da ,da jedoch diese ,stze sich blos auf die ,anwendung des ,sittengesetzes auf endliche ,wesen1 wie sich oben aus der ,deduction derselben hinlnglich ergeben hat1 nicht aber auf die ,mglichkeit des ,gesetzes an sich1 welche ,untersuchung fr uns transscendent ist1 sich grnden1 so sind sie in dieser ,form nur subjectiv1 d4 i4 nur fr endliche ,naturen1 -- fr diese aber1 da sie auf den bloen ,begriff der moralischen ,endlichkeit1 abgesehen von allen besonderen ,modificationen derselben sich grnden1 allgemeingltig4 ,wie der unendliche ,verstand sein ,daseyn und seine ,eigenschaften anschauen mge1 knnen wir1 ohne selbst der unendliche ,verstand zu seyn1 nicht wissen4 ,die ,bestimmungen im ,begriffe ,gottes1 den die durch das ,moralgebot praktisch bestimmte ,vernunft aufstellte1 lassen sich in zwei ,hauptklassen theilen3 die erste enthlt diejenigen1 welche sein ,begriff selbst unmittelbar giebt1 da er nemlich gnzlich und allein durch das ,sittengesetz#ac bestimmt sey2 die zweite diejenigen1 welche ihm in ,beziehung auf die ,mglichkeit endlicher moralischer ,wesen zukommen1 um welcher ,mglichkeit willen wir eben seine ,existenz annehmen muten4 ,die erstern stellen ,gott dar als die vollkommenste ,heiligkeit1 in welcher das ,sittengesetz sich ganz beobachtet darstellt1 als das ,ideal aller moralischen ,vollkommenheit2 und zugleich als den ,alleinseligen1 weil er der ,alleinheilige ist2 mithin als ,darstellung des erreichten ,endzwecks der practischen ,vernunft1 als das hchste ,gut selbst1 dessen ,mglichkeit sie postulirte3 die zweiten als den obersten ,weltregenten nach moralischen ,gesetzen1 als ,richter1 aller vernnftigen ,geister4 ,die erstem betrachten ihn an und fr sich selbst1 nach seinem ,seyn1 und er erscheint durch sie als vollkommenster ,beobachter des ,moralgesetzes3 die zweiten nach den ,wirkungen dieses ,seyns auf andere moralische ,wesen1 und er ist vermge derselben hchster1 niemanden untergeordneter ,executor der ,verheiungen des ,moralgesetzes1 mithin auch ,gesetzgeber2 welche ,folgerung aber noch nicht unmittelbar klar ist1 sondern unten weitlufiger errtert werden soll4 ,so lange wir nun bei diesen ,wahrheiten1 als solchen1 stehen bleiben1 haben wir zwar eine ,theologie1 die wir haben muten1 um unsre theoretischen berzeugungen1 und unsre practische ,willensbestimmung nicht in ,widerspruch zu setzen2 aber noch keine ,religion1 die selbst wieder als ,ursache auf diese ,willensbestimmung einen ,einflu htte4 ,wie entsteht nun aus ,theologie ,religion8 ,theologie ist bloe ,wissenschaft1 todte ,kenntni ohne practischen ,einflu2 ,religion aber soll der ,wortbedeutung nach 7religio7 etwas seyn1 das uns verbindet1 und zwar strker verbindet1 als wir es ohne dasselbe waren4 ,in wiefern diese ,wortbedeutung hier der ,strenge nach anwendbar sey1 mu sich sogleich ergeben4 ,nun scheint es vors erste2 da ,theologie auf solche ,principien gegrndet nie bloe ,wissenschaft ohne practischen ,einflu seyn knne1 sondern da sie1 durch vorhergegangene ,bestimmung des ,begehrungsvermgens bewirkt1 hinwiederum auf dasselbe zurckwirken msse4 ,bei jeder ,bestimmung des untern ,begehrungsvermgens mssen wir wenigstens die ,mglichkeit des ,objects unsrer ,begierde annehmen1 und durch dieses ,annehmen wird die ,begierde1 die vorher blind und unvernnftig war1 erst gerechtfertiget1 und theoretisch vernnftig2 hier also findet diese ,zurckwirkung unmittelbar statt4 ,die ,bestimmung des obern ,begehrungsvermgens aber1 das ,gute zu wollen1 ist an sich vernnftig1 denn sie geschieht unmittelbar durch ein ,gesetz der ,vernunft und bedarf keiner ,rechtfertigung durch ,anerkennung der ,mglichkeit ihres ,objects3 diese ,mglichkeit aber nicht anerkennen1 das wre gegen die ,vernunft1 und mithin ist das ,verhltni hier umgekehrt4 ,beim untern ,begehrungsvermgen geschieht die ,bestimmung erst durchs ,object2 beim obern wird das ,object erst durch die ,bestimmung des ,willens realisirt4 ,der ,begriff von etwas1 das schlechthin recht ist#ad1 hier insbesondre von der nothwendigen ,congruenz des ,grades des ,glcks eines vernnftigen1 oder eines als solches betrachteten ,wesens2 mit dem ,grade seiner sittlichen ,vollkommenheit1 ist in unsrer ,natur1 unabhngig von ,naturbegriffen1 und von der durch dieselben mglichen ,erfahrung1 a priori da4 ,betrachten wir diese ,idee nur blos als ,begriff1 ohne ,rcksicht auf das durch dieselbe bestimmte ,begehrungsvermgen1 so kann sie uns nichts weiter seyn1 und werden1 als ein durch die ,vernunft unsrer ,urtheilskraft gegebnes ,gesetz zur ,reflexion1 ber gewisse ,dinge in der ,natur1 sie auch noch in einer andern ,absicht1 als der ihres ,seyns1 nemlich der ihres ,seynsollens1 zu betrachten4 ,in diesem ,falle scheint es vors erste1 da wir gnzlich gleichgltig gegen die bereinstimmung mit dieser ,idee bleiben1 und weder ,wohlgefallen noch ,interesse fr dieselbe empfinden wrden4 ,aber auch dann wre alles1 was auer uns mit dem a priori in uns vorhandenen ,begriffe des ,rechts bereinstimmend gefunden wrde1 zweckmig fr eine uns durch die ,vernunft aufgegebne ,art ber die ,dinge zu reflectiren1 und mte1 da alle ,zweckmigkeit mit ,wohlgefallen angeblickt wird1 ein ,gefhl der ,lust in uns erregen4 ,und so ist es denn1 auch wirklich4 ,die ,freude ber das ,milingen bser ,absichten1 und ber die ,entdeckung und ,bestrafung des ,bsewichts1 eben so1 wie ber das ,gelingen redlicher ,bemhungen1 ber die ,anerkennung der verkannten ,tugend1 und ber die ,entschdigung des ,rechtschaffnen fr die auf dem ,wege der ,tugend erlittenen ,krnkungen und gemachten ,aufopferungen ist allgemein1 im ,innersten der menschlichen ,natur gegrndet1 und die nie versiegende ,quelle des ,interesse1 das wir an ,dichtungen nehmen4 ,wir gefallen uns in so einer ,welt1 wo alles der ,regel des ,rechts gem ist1 weit besser1 als in der wirklichen1 wo wir so mannigfaltige ,verstoe gegen dieselbe zu entdecken glauben4 -- ,aber es kann uns auch etwas1 ohne da wir ,interesse dafr fhlen1 d4 i4 ohne da wir das ,daseyn des ,gegenstandes begehren1 gefallen2 und von der ,art ist z4 ,b4 das ,wohlgefallen am ,schnen4 ,wre es mit dem ,wohlgefallen am ,rechten eben so beschaffen1 so wre dasselbe ein ,gegenstand unsrer bloen ,billigung4 ,wenn uns einmal ein ,gegenstand gegeben wre1 der diesem ,begriffe entsprche1 so knnten wir nicht vermeiden1 ,vergngen1 und bei dem ,anblicke eines ,gegenstandes1 der ihm widersprche1 ,mivergngen zu empfinden2 aber es wrde dadurch noch keine ,begierde in uns entstehen1 da berhaupt etwas gegeben werden mchte1 worauf dieser ,begriff anwendbar sey4 ,hier wre also bloe ,bestimmung des ,gefhls der ,lust und ,unlust1 ohne die geringste ,bestimmung des ,begehrungsvermgens4 ,abgerechnet1 da der ,begriff des ,sollens an sich schon eine ,bestimmung des ,begehrungsvermgens1 das ,daseyn eines gewissen ,objects zu wollen1 anzeigt3 so besttigt es die ,erfahrung eben so allgemein1 da wir auf gewisse ,gegenstnde nothwendig diesen ,begriff anwenden1 und die bereinstimmung derselben mit ihm unnachllich verlangen4 ,so sind wir in der ,welt der ,dichtungen1 im ,trauerspiele1 oder ,romane1 nicht eher befriedigt1 bis wenigstens die ,ehre des unschuldig ,verfolgten gerettet1 und seine ,unschuld anerkannt1 der ungerechte ,verfolger aber entlarvt ist1 und die gerechte ,strafe erlitten hat1 so angemessen es auch dem gewhnlichen ,laufe der ,dinge in der ,welt seyn mag1 da dies nicht geschehe2 zum sichern ,beweise1 da wir es nicht von uns erhalten knnen1 dergleichen ,gegenstnde1 wie die ,handlungen moralischer ,wesen1 und ihre ,folgen sind1 blos nach der ,causalitt der ,naturgesetze zu betrachten2 sondern da wir sie nothwendig mit dem ,begriffe des ,rechts vergleichen mssen4 ,wir sagen in solchen ,fllen1 das ,stck sey nicht geendigt2 und eben so wenig knnen wir bei ,vorfllen in der wirklichen ,welt1 wenn wir z4 ,b4 den ,bsewicht im hchsten ,wohlstnde mit ,ehre und ,gut gekrnt1 oder den ,tugendhaften verkannt1 verfolgt1 und unter tausend ,martern sterben sehen1 uns befriedigen1 wenn nun alles aus1 und der ,schauplatz auf immer geschlossen seyn soll4 ,unser ,wohlgefallen an dem1 was recht ist1 ist also keine bloe ,billigung1 sondern es ist mit ,interesse verbunden4 -- ,es kann aber ein ,wohlgefallen gar wohl mit einem ,interesse verbunden seyn1 ohne da wir darum diesem ,wohlgefallen eine ,causalitt zur ,hervorbringung des ,objects desselben zuschreiben2 ohne da wir auch nur das geringste zum ,daseyn des ,gegenstandes desselben beitragen wollen1 oder auch nur wollen knnen4 ,dann ist das ,verlangen nach diesem ,daseyn ein miger ,wunsch 7pium desiderium74 ,wir mgen es begehren so heftig wir wollen1 wir mssen uns doch bescheiden1 da wir keinen rechtlich gegrndeten ,anspruch darauf machen knnen4 ,so ist das ,begehren vieler ,arten des ,angenehmen blos ein miger ,wunsch4 ,wer verlangt z4 ,b4 nicht nach anhaltendem ungestmen ,wetter einen hellen ,tag8 aber einem solchen ,verlangen knnen wir gar keine ,causalitt zur ,hervorbringung eines solchen ,tages zuschreiben4 ,htte es mit dem ,wohlgefallen am ,sittlich-guten eine solche ,bewandtni1 wie mit irgend einem der ,dinge1 die wir angefhrt haben1 so knnten wir keine ,theologie haben1 und bedrften keiner ,religion3 denn so innig wir auch im letzten ,falle die ,fortdauer der moralischen ,wesen1 und einen allmchtigen1 allwissenden und gerechten ,vergelter ihrer ,handlungen wnschen mten1 so wre es doch sehr vermessen1 aus einem bloen ,wunsche1 so allgemein und so stark er auch wre1 auf die ,realitt seines ,objects zu schlieen1 und dieselbe auch nur als subjectiv-gltig anzunehmen4 ,aber die ,bestimmung des ,begehrungsvermgens durch das ,moralgesetz1 das ,recht zu wollen1 soll eine ,causalitt haben1 es wenigstens zum ,theil wirklich hervorzubringen4 ,wir sind unmittelbar genthigt1 das ,recht in unsrer eignen ,natur als von uns abhngig zu betrachten2 und wenn wir etwas dem ,begriffe desselben widerstreitendes in uns entdecken1 so empfinden wir nicht bloes ,mivergngen1 wie bei der ,nichterfllung eines migen ,wunsches1 oder auch nur bloen ,unwillen gegen uns selbst1 wie bei der ,abwesenheit eines ,gegenstandes unsres ,interesse1 daran wir selbst ,schuld sind 7also bei ,vernachlssigung einer ,regel der ,klugheit71 sondern ,reue1 ,schaam1 ,selbstverachtung4 ,in ,absicht des ,rechts in uns fordert also das ,moralgesetz in uns schlechterdings eine ,causalitt zur ,hervorbringung desselben1 in ,absicht desselben auer uns aber kann es dieselbe nicht geradezu fordern1 weil wir dasselbe nicht als unmittelbar von uns abhngig betrachten knnen1 da dieses nicht durch moralische ,gesetze1 sondern durch physische ,macht hervorgebracht werden mu4 ,in ,absicht des letztern also wirkt das ,moralgesetz in uns ein bloes ,verlangen des ,rechts1 aber kein ,bestreben es hervorzubringen4 ,dieses ,verlangen des ,rechts auer uns1 d4 i4 einer dem ,grade unsrer ,moralitt angemessenen ,glckseligkeit ist wirklich durch das ,moralgesetz entstanden4 ,glckseligkeit zwar berhaupt zu verlangen1 ist ein ,naturtrieb2 diesem gem aber verlangen wir sie unbedingt1 uneingeschrnkt1 und ohne die geringste ,rcksicht auf etwas auer uns2 mit ,moralbegriffen aber1 d4 i4 als vernnftige ,wesen1 bescheiden wir uns bald1 gerade nur dasjenige ,maa derselben verlangen zu knnen1 dessen wir werth sind1 und diese ,einschrnkung des ,glckseligkeitstriebes ist unabhngig von aller religisen ,belehrung selbst der ununterrichtetsten ,menschheit tief eingeprgt1 der ,grund aller ,beurtheilung ber die ,zweckmigkeit der menschlichen ,schicksale1 und jenes eben unter dem unbelehrtesten ,theile der ,menschheit am meisten ausgebreiteten ,vorurtheils1 da der ein vorzglich bser ,mensch seyn msse1 den vorzglich traurige ,schicksale treffen4 ,dieses ,verlangen aber ist so wenig weder mig1 d4 i4 ein solches1 dessen ,befriedigung wir zwar gerne sehen1 bei dessen ,nichtbefriedigung wir uns aber auch zur ,ruhe weisen lassen wrden1 noch unberechtigt1 da vielmehr das ,moralgesetz das ,recht in uns zur ,bedingung des ,rechts auer uns macht3 7das heit nicht soviel1 als ob es nur unter der ,bedingung ,gehorsam von uns verlange1 wenn wir die demselben angemessene ,glckseligkeit erwarten drfen denn1 es gebietet ohne alle ,bedingung1 sondern1 da es uns alle ,glckseligkeit nur als ,bedingung unsers ,gehorsams mglich darstellt2 das ,gebot nemlich ist das unbedingte1 die ,glckseligkeit aber das dadurch bedingte37 und dies thut es dadurch1 indem es unsre ,handlungen dem ,princip der ,allgemeingltigkeit unterzuordnen befiehlt2 da allgemeines ,gelten 7nicht blos ,gltigkeit7 des ,moralgesetzes und dem ,grade der ,moralitt jedes vernnftigen ,wesens vllig angemessene ,glckseligkeit identische ,begriffe sind4 ,wenn nun die ,regel des ,rechts nie allgemeingeltend werden weder wrde noch knnte1 so bliebe zwar darum immer jene ,forderung der ,causalitt des ,moralgesetzes zur ,hervorbringung des ,rechts in uns1 als ,factum da1 aber es wre schlechterdings unmglich1 da sie in concreto1 in einer ,natur wie die unsrige1 erfllt werden knnte4 ,denn sobald wir bei einer moralischen ,handlung uns nur fragten3 was mache ich doch8 so mte unsre theoretische ,vernunft uns antworten3 ich ringe1 etwas schlechthin unmgliches mglich zu machen1 ich laufe nach einer ,schimre1 ich handle offenbar unvernnftig2 und sobald wir wieder auf die ,stimme des ,gesetzes hrten1 mten wir urtheilen3 ich denke offenbar unvernnftig1 indem ich dasjenige1 was mir schlechthin als ,princip aller meiner ,handlungen aufgestellt ist1 fr unmglich erklre4 ,folglich wre in diesem ,zustande1 so fortdauernd auch die ,forderung des ,moralgesetzes1 eine ,causalitt in uns zu haben1 bliebe1 eine fortgesetzte ,erfllung desselben nach ,regeln schlechterdings unmglich2 sondern unser ,ungehorsam oder ,gehorsam hinge davon ab1 ob eben der ,ausspruch der theoretischen1 oder der der practischen ,vernunft das bergewicht in unserm ,gemthe htte 7wobei jedoch im letztern ,falle offenbar die theoretischgeleugnete ,mglichkeit des ,endzwecks des ,moralgesetzes stillschweigend angenommen1 und durch unsre ,handlung anerkannt wrde72 worber wir1 nach aufgehobner ,machtgewalt des practischen ,vermgens ber das theoretische nichts bestimmen knnten1 folglich weder freie1 noch moralische1 noch der ,imputation fhige ,wesen1 sondern wieder ein ,spiel des ,zufalls1 oder eine durch ,naturgesetze bestimmte ,maschine wrden4 ,theologie also ist1 auf diese ,grundstze gebaut1 in ,concreto betrachtet nie bloe ,wissenschaft1 sondern wird ganz unmittelbar in ihrer ,entstehung schon dadurch ,religion1 indem sie allein1 durch ,aufhebung,,tn#d des ,widerspruchs zwischen unsrer theoretischen und unsrer practischen ,vernunft1 eine fortgesetzte ,causalitt des ,moralgesetzes in uns mglich macht4 ,und dies zeigt denn auch1 welches wir blos im ,vorbeigehn erinnern1 das eigentliche ,moment des moralischen ,beweises fr das ,daseyn ,gottes4 ,wie man aus theoretisch anerkannten ,wahrheiten practische ,folgerungen herleiten knne1 welche dann eben den ,grad der ,gewiheit haben1 als die ,wahrheiten1 auf welche sie sich grnden1 wie z4 ,b4 aus unsrer a priori theoretisch erwiesenen ,abhngigkeit von ,gott die ,pflicht folgen werde1 sich gegen ihn dieser ,abhngigkeit gem zu betragen1 hat man immer leicht einsehen zu knnen geglaubt1 weil man sich an diesen ,gang der ,folgerung gewhnt hatte1 da sie doch eigentlich gar nicht begreiflich ist1 weil sie nicht richtig ist1 indem der theoretischen ,vernunft keine ,machtgewalt ber die practische zugeschrieben werden kann4 ,umgekehrt aber knnen aus einem practischen ,gebote1 das schlechthin a priori ist1 und sich auf keine theoretischen ,stze1 als seine ,prmissen1 grndet1 theoretische ,stze abgeleitet werden1 weil der practischen ,vernunft allerdings eine ,machtgewalt ber die theoretische1 doch gem den eignen ,gesetzen derselben1 zuzuschreiben ist4 ,es ist also ganz der umgekehrte ,gang der ,folgerung1 und hat man sie je misverstanden1 so ist es blos daher gekommen1 weil man sich das ,moralgesetz nicht als schlechthin a priori1 und die ,causalitt desselben nicht als schlechthin 7nicht theoretisch1 aber practisch7 nothwendig dachte4 ,der ,widerspruch zwischen theoretischer und practischer ,vernunft ist nun gehoben1 und die ,handhabung des ,rechts ist einem ,wesen bertragen worden1 in welchem die ,regel desselben nicht blos allgemeingltig1 sondern allgemeingeltend ist1 der also das ,recht auch auer uns uns zusichern kann4 -- ,sie ist allgemeingeltend fr die ,natur1 die nicht moralisch ist1 aber auf die ,glckseligkeit moralischer ,wesen ,einflu hat4 ,insofern auf diese ,glckseligkeit auch andrer moralischen ,wesen ,betragen einfliet1 lassen auch diese sich betrachten als ,natur4 ,in dieser ,rcksicht ist ,gott der ,bestimmer der durch die ,causalitt ihres ,willens in der ,natur hervorgebrachten ,wirkungen1 aber nicht ihres ,willens selbst4 ,moralische ,wesen aber1 als solche1 d4 i4 in ,absicht ihres ,willens1 knnen nicht so durch den ,willen des allgemeinen ,gesetzgebers bestimmt werden1 wie die unmoralische ,natur1 denn sonst hrten sie auf es zu seyn1 und die ,bestimmung der erstem durch diesen ,willen mu1 wenn sich ihre ,mglichkeit zeigen sollte1 ganz etwas anderes seyn1 als die der letztern4 ,die letztere kann nie selbst moralisch werden1 sondern mir in bereinstimmung mit den moralischen ,ideen eines vernnftigen ,wesens gesetzt werden2 die erstem sollen frei1 und blos durch sich erste ,ursachen moralischer ,bestimmungen seyn4 ,in ,absicht der letztern ist also ,gott nicht eigentlich ,gesetzgeber1 sondern ,beweger1 ,bestimmer2 sie ist bloes ,instrument1 und der moralisch handelnde blos ,er4 ,moralische ,wesen sind aber1 nicht nur insofern sie nach ,naturgesetzen thtig1 sondern auch insofern sie nach denselben leidend sind1 ,theile der ,natur1 und als solche ,gegenstand der ,bestimmung der ,natur nach moralischen ,ideen1 insofern durch dieselbe ihnen der gebhrende ,grad der ,glckseligkeit zugemessen wird1 und als solche sind sie vllig in der moralischen ,ordnung1 wenn der ,grad ihrer ,glckseligkeit dem ,grade ihrer sittlichen ,vollkommenheit vllig angemessen ist4 ,dadurch nun kommen wir zuerst1 da ich mich so ausdrcke1 in ,correspondenz mit ,gott4 ,wir sind genthigt bei allen unsern ,entschlieungen auf ihn aufzusehen1 als den1 der den moralischen ,werth derselben allein und genau kennt1 da er nach ihnen unsre ,schicksale zu bestimmen hat1 und dessen ,billigung oder ,misbilligung das einzig richtige ,unheil ber dieselben ist4 ,unsre ,furcht1 unsre ,hoffnung1 alle unsre ,erwartungen beziehen sich auf ihn3 nur in seinem ,begriffe von uns finden wir unsern wahren ,werth4 ,die heilige ,ehrfurcht vor ,gott1 die dadurch nothwendig in uns entstehen mu1 verbunden mit der ,begierde der nur von ihm zu erwartenden ,glckseligkeit1 bestimmet nicht unser oberes ,begehrungsvermgen1 das ,recht berhaupt zu wollen1 7das kann sie nie1 da sie selbst auf die schon geschehene ,bestimmung desselben sich grndet7 sondern unsern empirisch-bestimmbaren ,willen1 dasselbe wirklich in uns anhaltend und fortgesetzt hervorzubringen4 ,hier ist also schon ,religion1 gegrndet auf die ,idee von ,gott1 als ,bestimmer der ,natur nach moralischen ,zwecken1 und in uns auf die ,begierde der ,glckseligkeit1 welche aber gar nicht etwa unsre ,verbindlichkeit zur ,tugend1 sondern nur unsre ,begierde1 dieser ,verbindlichkeit ,genge zu thun1 vermehrt1 und verstrkert4 ,nun lt aber ferner das allgemeine ,gelten des gttlichen ,willens fr uns als passive ,wesen1 uns auf die ,allgemeingltigkeit desselben fr uns auch als active ,wesen schlieen4 ,gott richtet uns nach einem ,gesetze1 das ihm nicht anders1 als durch seine ,vernunft gegeben seyn kann1 folglich nach seinem durch das ,moralgesetz bestimmten ,willen4 ,seinem ,urtheile also liegt sein ,wille1 als allgemeingeltendes ,gesetz fr vernnftige ,wesen1 auch insofern sie activ sind1 zum ,grunde1 indem ihre bereinstimmung mit demselben der ,maastab ist1 nach welchem ihnen1 als passiven1 ihr ,antheil an der ,glckseligkeit zugemessen wird4 ,die ,anwendbarkeit dieses ,maastabes erhellet sogleich daraus1 weil die ,vernunft ihr selbst nie widersprechen kann1 sondern in allen vernnftigen ,wesen eben dasselbe aussagen1 folglich der durch das ,moralgesetz bestimmte ,wille ,gottes vllig gleichlautend mit dem uns durch eben dieselbe ,vernunft gegebnen ,gesetze seyn mu4 ,es ist nach diesem fr die ,legalitt unsrer ,handlungen vllig gleichgltig1 ob wir sie dem ,vernunftgesetze darum gem einrichten1 weil unsre ,vernunft gebietet2 oder darum1 weil ,gott das will1 was unsre ,vernunft fordert3 ob wir unsre ,verbindlichkeit vom bloen ,gebote der ,vernunft1 oder ob wir sie vom ,willen ,gottes herleiten3 -- ob es aber fr die ,moralitt derselben vllig gleichgltig sey1 ist dadurch noch nicht klar1 und bedarf einer weitern ,untersuchung4 ,unsre ,verbindlichkeit vom ,willen ,gottes ableiten1 heit1 seinen ,willen1 als solchen1 fr unser ,gesetz anerkennen2 sich darum zur ,heiligkeit verbunden erachten1 weil ,er sie von uns fordert4 ,es ist also dann nicht blos von einer ,vollbringung des ,willens ,gottes1 der ,materie des ,wollens nach1 sondern von einer auf die ,form desselben gegrndeten ,verbindlichkeit die ,rede2 -- wir handeln dem ,gesetze der ,vernunft gem1 weil es ,gottes ,gesetz ist4 ,hierbei entstehen folgende zwei ,fragen3 ,giebt es eine ,verbindlichkeit1 dem ,willen ,gottes1 als solchem1 zu gehorchen1 und worauf knnte sich dieselbe grnden8 und dann3 ,wie erkennen wir das ,gesetz der ,vernunft in uns als ,gesetz ,gottes8 ,wir gehen an die ,beantwortung der ersten4 ,schon der ,begriff von ,gott wird uns blos durch unsre ,vernunft gegeben1 und blos durch sie1 insofern sie a priori gebietend ist1 realisirt1 und es ist schlechterdings keine andre ,art gedenkbar1 auf welche wir zu diesem ,begriffe kommen knnten4 ,ferner verbindet uns die ,vernunft ihrem ,gesetze zu gehorchen1 ohne ,rckweisung an einen ,gesetzgeber ber sie1 so da sie selbst verwirrt und schlechterdings vernichtet wird1 und aufhrt ,vernunft zu seyn1 wenn man annimmt1 da noch etwas anderes ihr gebiete1 als sie sich selbst4 ,stellt sie uns nun den ,willen ,gottes als vllig gleichlautend mit ihrem ,gesetze dar1 so verbindet sie uns freilich mittelbar1 auch diesem zu gehorchen2 aber diese ,verbindlichkeit grndet sich auf nichts anders1 als auf die bereinstimmung desselben mit ihrem eignen ,gesetze1 und es ist kein ,gehorsam gegen ,gott mglich1 ohne aus ,gehorsam gegen die ,vernunft4 ,hieraus erhellet nun vors erste zwar soviel1 da es vllig gleich auch fr die ,moralitt unsrer ,handlungen ist1 ob wir uns zu etwas verbunden erachten1 darum1 weil es unsre ,vernunft befiehlt1 oder darum1 weil es ,gott befiehlt2 aber es lt sich daraus noch gar nicht einsehen1 wozu uns die letztere ,vorstellung dienen soll1 da ihre ,wirksamkeit die ,wirksamkeit der erstern schon voraussetzt1 da das ,gemth schon bestimmt seyn mu1 der ,vernunft gehorchen zu wollen1 ehe der ,wille1 ,gott zu gehorchen1 mglich ist2 da es mithin scheint1 da die letztere ,vorstellung uns weder allgemeiner noch strker bestimmen knne1 als diejenige1 von der sie abhngt1 und durch die sie erst mglich wird4 ,gesetzt aber1 es liee sich zeigen1 da sie unter gewissen ,bedingungen wirklich unsre ,willensbestimmung erweitere1 so ist vorher doch noch auszumachen1 ob eine ,verbindlichkeit sich ihrer berhaupt zu bedienen statt finde3 und da folgt denn unmittelbar aus dem obigen1 da1 obgleich die ,vernunft uns verbindet1 den ,willen ,gottes seinem ,inhalte nach 7voluntati ejus materialiter spectatae7 zu gehorchen1 weil dieser mit dem ,vernunftgesetze vllig gleichlautend ist1 sie doch unmittelbar keinen ,gehorsam fordert1 als den fr ihr ,gesetz1 aus keinem andern ,grunde1 als weil es ihr ,gesetz ist2 da sie folglich1 da nur unmittelbare practische ,gesetze der ,vernunft verbindend sind1 zu keinem ,gehorsam gegen den ,willen ,gottes1 als solchen1 7voluntatem ejus formaliter spectatam7 verbinde4 ,die practische ,vernunft enthlt mithin kein ,gebot1 uns den ,willen ,gottes1 als solchen1 gesetzlich fr uns zu denken1 sondern blos eine ,erlaubni2 und sollten wir a posteriori finden1 da diese ,vorstellung uns strker bestimme1 so kann die ,klugheit anrathen1 uns derselben zu bedienen1 aber ,pflicht kann der ,gebrauch dieser ,vorstellung nie seyn4 ,zur ,religion also1 d4 i4 zur ,anerkennung ,gottes1 als moralischen ,gesetzgebers1 findet keine ,verbindlichkeit statt2 um so weniger1 da1 so nothwendig es auch ist1 die ,existenz ,gottes und die ,unsterblichkeit unsrer ,seele anzunehmen1 weil ohne diese ,annahme die geforderte ,causalitt des ,moralgesetzes in uns gar nicht mglich ist1 und diese ,nothwendigkeit eben so allgemein gilt1 als das ,moralgesetz selbst1 wir doch nicht einmal sagen knnen1 wir seyen verbunden diese ,stze anzunehmen1 weil ,verbindlichkeit nur vom ,practischen gilt4 ,in wie weit aber die ,vorstellung von ,gott1 als ,gesetzgeber durch dieses ,gesetz in uns1 gelte1 hngt von der ,ausbreitung ihres ,einflusses auf die ,willensbestimmung1 und diese hinwiederum von den ,bedingungen ab1 unter welchen vernnftige ,wesen durch sie bestimmt werden knnen4 ,knnte nemlich gezeigt werden1 da diese ,vorstellung nthig sey1 um dem ,gebote der ,vernunft berhaupt ,gesetzeskraft zu geben 7wovon aber das ,gegentheil gezeigt worden ist71 so wrde sie fr alle vernnftige ,wesen gelten2 kann gezeigt werden1 da sie in allen endlichen vernnftigen ,wesen die ,willensbestimmung erleichtert1 so ist sie gemeingltig fr diese2 sind die ,bedingungen1 unter denen sie diese ,bestimmung erleichtert und erweitert1 nur von der menschlichen ,natur gedenkbar1 so gilt sie1 falls sie in allgemeinen ,eigenschaften derselben liegen1 fr alle1 oder wenn sie in besondern ,eigenschaften derselben liegen1 nur fr einige ,menschen4 ,die ,bestimmung des ,willens1 dem ,gesetze ,gottes berhaupt zu gehorchen1 kann nur durch das ,gesetz der practischen ,vernunft geschehen1 und ist als bleibender und daurender ,entschlu des ,gemths vorauszusetzen4 ,nun aber knnen einzelne ,flle der ,anwendung des ,gesetzes gedacht werden1 in denen die bloe ,vernunft nicht ,kraft genug haben wrde1 den ,willen zu bestimmen1 sondern zu ,verstrkung ihrer ,wirksamkeit noch die ,vorstellung bedarf1 da eine gewisse ,handlung durch ,gott geboten sey4 ,diese ,unzulnglichkeit des ,vernunftgebotes1 als solches1 kann keinen ndern ,grund haben1 als ,verminderung unsrer ,achtung gegen die ,vernunft in diesem besondern ,falle2 und diese ,achtung kann durch nichts anderes vermindert worden seyn1 als durch ein derselben widerstreitendes ,naturgesetz1 das unsre ,neigung bestimmt1 und welches mit jenem der ,vernunft1 das unser oberes ,begehrungsvermgen bestimmt1 in einem und ebendemselben ,subjecte6 nemlich in uns erscheint1 und mithin1 wenn die ,wrde des ,gesetzes blos nach der des gesetzgebenden ,subjects bestimmt wird1 von einerlei ,range und ,werthe mit jenem zu seyn,,tn#e scheinen knnte4 ,hier noch ganz davon abstrahirt1 da wir in einem solchen ,falle uns tuschen1 da wir die ,stimme der ,pflicht vor dem ,schreien der ,neigung nicht hren1 sondern uns in der ,lage zu seyn dnken knnten1 wo wir unter bloen ,naturgesetzen stehen2 sondern vorausgesetzt1 da wir die ,anforderungen beider ,gesetze und ihre ,grenze richtig unterscheiden1 und unwidersprechlich erkennen1 was unsre ,pflicht in diesem ,falle sey1 so kann es doch leicht geschehen1 da wir uns entschlieen1 nur hier dies einemal eine ,ausnahme von der allgemeinen ,regel zu machen1 nur dies einemal wider den klaren ,ausspruch der ,vernunft zu handeln1 weil wir dabei niemanden verantwortlich zu seyn glauben1 als uns selbst1 und weil wir meinen1 es sey unsre ,sache1 ob wir vernnftig oder unvernnftig handeln wollen2 es verschlage niemanden etwas1 als uns selbst1 wenn wir uns dem ,nachtheile1 der freilich daraus fr uns entstehen msse1 wenn ein moralischer ,richter unsrer ,handlungen sey1 unterwerfen1 durch welche ,strafe unser ,ungehorsam gleichsam abgebt zu werden scheint2 wir sndigten auf eigne ,gefahr4 ,ein solcher ,mangel an ,achtung fr die ,vernunft grndet sich mithin auf ,mangel der ,achtung gegen uns selbst1 welche wir bei uns wol verantworten zu knnen glauben4 ,erscheint uns aber die in diesem ,falle eintretende ,pflicht als von ,gott geboten1 oder1 welches eben das ist1 erscheint das ,gesetz der ,vernunft durchgngig und in allen seinen ,anwendungen als ,gesetz ,gottes1 so erscheint es in einem ,wesen1 in ,absicht dessen es nicht in unserm ,belieben steht1 ob wir es achten1 oder ihm die gebhrende ,achtung versagen wollen2 wir machen bei jedem wissentlichen ,ungehorsame gegen dasselbe nicht etwa nur eine ,ausnahme von der ,regel1 sondern wir verleugnen geradezu die ,vernunft berhaupt2 wir sndigen nicht blos gegen eine von derselben abgeleitete ,regel1 sondern gegen ihr erstes ,gebot2 wir sind nun1 die ,verantwortlichkeit zur ,strafe1 die wir allenfalls auf uns selbst nehmen knnten1 abgerechnet1 einem ,wesen1 dessen bloer ,gedanke uns die tiefste ,ehrfurcht einprgen mu1 und welches nicht zu verehren der hchste ,unsinn ist1 auch noch fr ,verweigerung der ihm schuldigen ,ehrfurcht verantwortlich1 welche durch keine ,strafe abzuben ist4 ,die ,idee von ,gott1 als ,gesetzgeber durchs ,moralgesetz in uns1 grndet sich also auf eine ,entuerung des unsrigen1 auf bertragung eines ,subjectiven in ein ,wesen auer uns1 und diese ,entuerung ist das eigentliche ,princip der ,religion1 insofern sie zur ,willensbestimmung gebraucht werden soll4 ,sie kann nicht im eigentlichsten ,sinne unsre ,achtung fr das ,moralgesetz berhaupt verstrken1 weil alle ,achtung fr ,gott sich blos auf seine anerkannte bereinstimmung mit diesem ,gesetze1 und folglich auf ,achtung fr das ,gesetz selbst grndet2 aber sie kann unsre ,achtung fr die ,entscheidungen derselben in einzelnen ,fllen1 wo sich ein starkes ,gegengewicht der ,neigung zeigt1 vermehren2 und so ist es klar1 wie1 obgleich die ,vernunft uns berhaupt erst bestimmen mu dem ,willen ,gottes zu gehorchen1 doch in einzelnen ,fllen die ,vorstellung dieses uns hinwiederum bestimmen knne1 der ,vernunft zu gehorchen4 ,im ,vorbeigehn ist noch zu erinnern1 da diese ,achtung fr ,gott1 und die auf dieselbe gegrndete ,achtung fr das ,moralgesetz1 als das seinige1 sich auch blos auf die bereinstimmung desselben mit diesem ,gesetze1 d4 i4 auf seine ,heiligkeit grnden msse1 weil sie nur unter dieser ,bedingung ,achtung fr das ,moralgesetz ist1 die allein die ,triebfeder jeder rein moralischen ,handlung seyn mu4 ,grndet sie sich etwa auf die ,begierde sich in seine ,gte einzuschmeicheln1 oder auf ,furcht vor seiner ,gerechtigkeit1 so lge unserm ,gehorsame auch nicht einmal ,achtung fr ,gott1 sondern ,selbstsucht zu ,grunde4 ,der ,pflicht1 widerstreitende ,neigungen sind wol in allen endlichen ,wesen anzunehmen1 denn das ist eben der ,begriff des ,endlichen in der ,moral1 da es noch durch andere ,gesetze1 als durch das ,moralgesetz1 d4 i4 durch die ,gesetze seiner ,natur bestimmt werde2 und warum ,naturgesetze unter irgend einer ,bedingung1 fr ,naturwesen1 auf welch einer erhabnen ,stuffe sie auch stehen mgen1 stets und immer mit dem ,moralgesetze zusammenstimmen sollten1 lt sich kein ,grund angeben2 aber es lt sich gar nicht bestimmen1 in wie weit1 und warum nothwendig dieser ,widerstreit der ,neigung gegen das ,gesetz die ,achtung fr dasselbe1 als bloes ,vernunftgesetz1 so schwchen solle1 da es1 um thtig zu wirken1 noch durch die ,idee einer gttlichen ,gesetzgebung geheiligt werden msse2 und wir knnen uns nicht einbrechen1 fr jedes vernnftige ,wesen1 welches1 nicht weil die ,neigung in ihm schwcher ist1 in welchem ,falle es kein ,verdienst haben wrde1 sondern weil die ,achtung fr die ,vernunft in ihm strker ist1 dieser ,vorstellung zur ,willensbestimmung nicht bedarf1 eine weit grere ,verehrung zu fhlen1 als gegen dasjenige1 welches ihrer bedarf4 ,es lt sich also der ,religion1 insofern sie nicht bloer ,glaube an die ,postulate der practischen ,vernunft ist1 sondern als ,moment der ,willensbestimmung gebraucht werden soll1 auch nicht einmal fr ,menschen subjective ,allgemeingltigkeit 7denn nur von dergleichen kann hier die ,rede seyn7 zusichern2 ob wir gleich auch von der ndern ,seite nicht beweisen knnen1 da endlichen ,wesen berhaupt1 oder da insbesondere ,menschen in diesem ,erdenleben eine ,tugend mglich sey1 die dieses ,moments gnzlich entbehren knne4 ,diese bertragung der gesetzgebenden ,autoritt an ,gott nun grndet sich laut obigem darauf1 da ihm durch seine eigne ,vernunft ein ,gesetz gegeben seyn mu1 welches fr uns gltig ist1 weil er uns darnach richtet1 und welches mit dem uns durch unsre eigne ,vernunft gegebnen1 wornach wir handeln sollen1 vllig gleichlautend seyn mu4 ,hier werden also zwei an sich von einander gnzlich unabhngige ,gesetze1 die blos in ihrem ,princip1 der reinen practischen ,vernunft1 zusammenkommen1 beide fr uns gltig gedacht1 ganz gleichlautend in ,absicht ihres ,inhalts1 blos in ,absicht der ,subjecte verschieden1 in denen sie,,tn#f sich befinden4 ,wir knnen jetzt bei jeder ,forderung des ,sittengesetzes in uns sicher schlieen1 da eine gleichlautende ,forderung in ,gott an uns ergehe1 da also das ,gebot des ,gesetzes in uns auch ,gebot ,gottes sey der ,materie nach3 aber wir knnen noch nicht sagen1 das ,gebot des ,gesetzes in uns1 sey schon als solches1 mithin der ,form nach1 ,gebot ,gottes4 ,um das letztere annehmen zu drfen1 mssen wir einen ,grund haben1 das ,sittengesetz in uns als abhngig von dem ,sittengesetze in ,gott fr uns1 zu betrachten1 d4 i4 den ,willen ,gottes als die ,ursache desselben anzunehmen4 ,nun scheint es zwar ganz einerlei zu seyn1 ob wir die ,befehle unsrer ,vernunft1 als vllig gleichlautend mit dem ,befehle ,gottes an uns1 oder ob wir sie selbst unmittelbar als ,befehle ,gottes ansehen2 aber theils wird durch das letztere der ,begriff der ,gesetzgebung erst vllig ergnzt1 theils aber und vorzglich mu nothwendig beim ,widerstreite der ,neigung gegen die ,pflicht die letztere ,vorstellung dem ,gebote der ,vernunft ein neues ,gewicht hinzufgen4 ,den ,willen ,gottes als ,ursache des ,sittengesetzes in uns annehmen1 kann zweierlei heien1 nemlich da der ,wille ,gottes entweder ,ursache vom ,inhalte des ,sittengesetzes1 oder da er es nur von der ,existenz des ,sittengesetzes in uns sey4 ,da das erstere schlechterdings nicht anzunehmen sey1 ist schon aus dem obigen klar1 denn dadurch wrde ,heteronomie der ,vernunft eingefhrt1 und das ,recht einer unbedingten ,willkhr unterworfen1 das heit1 es gbe gar kein ,recht4 ,ob das zweite gedenkbar sey1 und ob sich ein vernnftiger ,grund dafr finde1 bedarf einer weitern ,untersuchung4 ,die ,frage also1 um deren ,beantwortung1 es jetzt zu thun ist1 ist diese3 ,finden wir irgend einen ,grund1 ,gott als die ,ursache der ,existenz des ,moralgesetzes in uns anzusehen8 oder als ,aufgabe ausgedrckt3 wir haben ein ,princip zu suchen1 aus welchem ,gottes ,wille1 als ,grund der ,existenz des ,moralgesetzes in uns erkannt werde4 ,da das ,sittengesetz in uns das ,gesetz ,gottes an uns enthalte1 und materialiter sein ,gesetz sey1 ist aus dem obigen klar3 ob es auch der ,form nach sein ,gesetz1 d4 i4 durch ihn und als das seinige promulgirt sey1 als wodurch der ,begriff der ,gesetzgebung vollstndig gemacht wird1 davon ist jetzt die ,frage1 welche mithin auch so ausgedrckt werden kann3 hat ,gott sein ,gesetz an uns wirklich promulgirt8 knnen wir ein ,factum aufweisen1 das sich als eine dergleichen ,promulgation besttigt8 ,wrde diese ,frage in theoretischer ,absicht1 blos um unsre ,erkenntni zu erweitern1 erhoben1 so knnten wir uns auch ohne ,antwort auf dieselbe begngen1 und schon a priori 7vor ihrer ,beantwortung7 sicher seyn1 da eine zu dieser ,absicht befriedigende ,antwort gar nicht mglich sey1 indem nach der ,ursache eines bernatrlichen1 nemlich des ,moralgesetzes in uns gefragt1 mithin die ,categorie der ,causalitt auf ein ,numen angewendet wird4 ,da sie aber in practischer ,absicht zur ,erweiterung der ,willensbestimmung gethan wird1 so knnen wir theils sie nicht so geradezu abweisen1 theils bescheiden wir uns schon zum voraus1 da auch eine nur subjectiv1 d4 i4 fr unsre ,denkgesetze1 gltige ,antwort uns befriedigen werde4 4 #d4 ,eintheilung der ,religion berhaupt1 in die natrliche und geoffenbarte4 ,in der allgemeinsten ,bedeutung wird ,theologie ,religion1 wenn die um unsrer ,willensbestimmung durch das ,gesetz der ,vernunft angenommenen ,stze practisch auf uns wirken4 ,diese ,wirkung geschieht entweder auf unser ganzes ,vermgen1 zur ,hervorbringung der ,harmonie in desselben verschiedenen ,functionen1 indem die theoretische und practische ,vernunft in bereinstimmung gesetzt1 und die postulirte ,causalitt der letztern in uns mglich gemacht wird4 ,hierdurch erst wird ,einheit in den ,menschen gebracht1 und alle ,functionen seines ,vermgens auf einen einzigen ,endzweck hingeleitet4 ,oder sie geschieht insbesondre1 nemlich negativ1 auf unser ,empfindungsvermgen1 indem fr das hchste ,ideal aller ,vollkommenheit tiefe ,ehrfurcht1 und fr den einzig richtigen ,beurtheiler unsrer ,moralitt1 und gerechten ,bestimmer unsrer ,schicksale nach derselben1 ,vertrauen1 heilige ,scheu1 ,dankbarkeit gewirkt wird4 ,diese ,empfindungen sollen nicht eigentlich den ,willen bestimmen2 aber sie sollen die ,wirksamkeit der schon geschehenen ,bestimmung vermehren4 ,man wrde aber nicht wohl thun1 auf eine unbegrenzte ,erhhung dieser ,empfindungen1 besonders insofern sie sich auf den ,begriff ,gottes als unsers moralischen ,richters grnden17und welche zusammen das ausmachen1 was man ,frmmigkeit nennt7 hinzuarbeiten1 weil dem eigentlichen ,momente aller ,moralitt1 das was recht ist schlechthin darum zu wollen1 weil es recht ist1 dadurch leicht ,abbruch geschehen knnte4 ,oder endlich sie geschieht unmittelbar auf unsern ,willen1 durch das dem ,gewichte des ,gebots hinzugefgte ,moment1 da es ,gebot ,gottes sey2 und dadurch entsteht ,religion in der eigentlichsten ,bedeutung4 ,da das ,sittengesetz in uns seinem ,inhalte nach als ,gesetz ,gottes in uns anzunehmen sey1 ist schon aus dem ,begriffe ,gottes1 als unabhngigen ,executors des ,vernunftgesetzes berhaupt1 klar4 ,ob wir einen ,grund haben1 es auch seiner ,form nach dafr anzunehmen1 ist die jetzt zu untersuchende ,frage4 ,da hierbei gar nicht vom ,gesetze an sich die ,rede ist1 als welches wir in uns haben1 sondern vom ,urheber des ,gesetzes2 so knnen wir im ,begriffe der gttlichen ,gesetzgebung von dem ,inhalte 7materia7 derselben hier gnzlich abstrahiren1 und haben nur auf ihre ,form zu sehen4 ,die gegenwrtige ,aufgabe ist also die3 ein ,princip zu suchen1 aus welchem ,gott als moralischer ,gesetzgeber erkannt werde2 oder es wird gefragt3 hat sich ,gott uns als moralischer ,gesetzgeber angekndigt1 und wie hat er's8 ,dies lt sich auf zweierlei ,art als mglich denken1 nemlich da es entweder in uns1 als moralischen ,wesen1 in unsrer vernnftigen ,natur2 oder auer derselben geschehen sey4 ,nun liegt in unsrer ,vernunft1 insofern sie rein a priori gesetzgebend ist1 nichts1 das uns berechtigte1 dies anzunehmen3 wir mssen uns also nach etwas auer ihr umsehen1 welches uns wieder an sie zurckweise1 um nun aus ihren ,gesetzen mehr schlieen zu knnen1 als wozu diese allein uns berechtigen3 oder wir mssen es ganz aufgeben1 aus diesem ,princip ,gott als ,gesetzgeber zu erkennen4 ,auer unsrer vernnftigen ,natur ist das1 was uns zur ,betrachtung und ,erkenntni vorliegt1 die ,sinnenwelt4 ,in dieser finden wir allenthalben ,ordnung und ,zweckmigkeit2 alles leitet uns auf eine ,entstehung derselben nach ,begriffen eines vernnftigen ,wesens4 ,aber zu allen den ,zwecken1 auf welche wir durch ihre ,betrachtung gefhrt werden1 mu unsre ,vernunft einen letzten1 einen ,endzweck1 als das ,unbedingte zu dem ,bedingten1 suchen4 ,alles aber in unsrer ,erkenntni ist bedingt1 auer dem durch die practische ,vernunft uns aufgestellten ,zwecke des hchsten ,gutes1 welcher schlechthin und unbedingt geboten wird4 ,dieser allein also ist fhig der gesuchte ,endzweck zu seyn2 und wir sind durch die subjective ,beschaffenheit unsrer ,natur gedrungen1 ihn dafr anzuerkennen4 ,kein ,wesen konnte diesen ,endzweck haben1 als dasjenige1 dessen practisches ,vermgen blos durch das ,moralgesetz bestimmt wird2 und keins die ,natur demselben anpassen1 als dasjenige1 das die ,naturgesetze durch sich selbst bestimmt4 ,dieses ,wesen ist ,gott4 ,gott ist also ,weltschpfer4 ,kein ,wesen ist fhig ,object dieses ,endzwecks zu seyn1 als nur moralische ,wesen1 weil diese allein des hchsten ,gutes fhig sind4 ,wir selbst also sind als moralische ,wesen 7objetiv7 ,endzweck der ,schpfung4 ,wir sind aber1 als sinnliche1 d4 i4 als solche ,wesen1 die unter den ,naturgesetzen stehen1 auch ,theile der ,schpfung1 und die ganze ,einrichtung unsrer ,natur1 insofern sie von diesen ,gesetzen abhngt1 ist ,werk des ,schpfers1 d4 i4 des ,bestimmers der ,naturgesetze durch seine moralische ,natur4 ,nun hngt es zwar theils offenbar nicht von der ,natur ab1 da die ,vernunft in uns eben so1 und nicht anders spricht2 theils wrde die ,frage1 ob es von ihr abhnge1 da wir eben moralische ,wesen sind1 durchaus dialectisch seyn4 ,denn erstens dchten wir uns da den ,begriff der ,moralitt aus uns weg1 und nhmen dennoch an1 da wir dann noch wir seyn wrden1 d4 i4 unsre ,identitt beibehalten haben wrden1 welches sich nicht annehmen lt2 zweitens geht sie auf objective ,behauptungen im ,felde des bersinnlichen aus1 in welchem wir nichts objectiv behaupten drfen#ae4 ,da es aber fr uns ganz einerlei ist1 ob wir uns des ,gebots des ,moralgesetzes in uns nicht bewut sind1 oder ob wir berhaupt keine moralischen ,wesen sind2 da ferner unser ,selbstbewutseyn ganz unter ,naturgesetzen steht3 so folgt daraus sehr richtig1 da es von der ,einrichtung der sinnlichen ,natur endlicher ,wesen herkomme1 da sie sich des ,moralgesetzes in ihnen bewut sind2 und wir drfen1 wenn wir uns vorher nur richtig bestimmt haben1 hinzusetzen3 da sie moralische ,wesen sind4 ,da nun ,gott der ,urheber dieser ,einrichtung ist1 so ist die ,ankndigung des ,moralgesetzes in uns durch das ,selbstbewutseyn1 zu betrachten als ,seine ,ankndigung1 und der ,endzweck1 den uns dasselbe aufstellt1 als ,sein ,endzweck1 den er bei unsrer ,hervorbringung hatte4 ,so wie wir ihn also fr den ,schpfer unsrer ,natur erkennen1 mssen wir ihn auch fr unsern moralischen ,gesetzgeber anerkennen2 weil nur durch eben1 eine solche ,einrichtung uns ,bewutseyn des ,moralgesetzes in uns1 mglich war4 ,diese ,ankndigung ,gottes selbst geschieht nun durch das bernatrliche in uns2 und es darf uns nicht irren1 da wir1 um das zu erkennen1 einen ,begriff auer demselben1 nemlich den der ,natur1 zu ,hlfe nehmen muten4 ,denn theils war es die ,vernunft1 die uns das1 ohne welches jener ,begriff uns zu unsrer ,absicht gar nicht htte dienen knnen1 den ,begriff des mglichen ,endzwecks1 hergab1 und dadurch erst die ,erkenntni ,gottes als ,schpfers mglich machte2 theils htte auch diese ,erkenntni uns ,gott noch gar nicht als ,gesetzgeber darstellen knnen1 ohne das ,moralgesetz in uns1 dessen ,daseyn erst die gesuchte ,ankndigung ,gottes ist4 ,die zweite uns gedenkbare ,art1 wie sich ,gott als moralischen ,gesetzgeber ankndigen konnte1 war auer dem bernatrlichen in uns1 also1 in der ,sinnenwelt1 da wir auer diesen beiden kein drittes ,objekt haben4 ,da wir aber1 weder aus dem ,begriffe der ,welt berhaupt1 noch aus irgend einem ,gegenstande oder ,vorfalle in derselben insbesondre1 mittelst der ,naturbegriffe1 welche die einzigen auf die ,sinnenwelt anwendbaren sind1 auf etwas bernatrliches schlieen knnen2 dem ,begriffe einer ,ankndigung ,gottes als moralischen ,gesetzgeber aber etwas bernatrliches zum ,grunde liegt3 so mte dies durch ein ,faktum in der ,sinnenwelt geschehen1 dessen ,kausalitt wir alsbald1 folglich ohne erst zu schlieen1 in ein bernatrliches ,wesen setzten1 und dessen ,zweck1 es sey eine ,ankndigung ,gottes1 als moralischen ,gesetzgebers1 wir sogleich1 d4 i4 unmittelbar durch ,wahrnehmung erkennten2 wenn dieser ,fall berhaupt mglich seyn soll4 ,diese ,untersuchung stellt nun vorlufig zwei ,principien der ,religion1 insofern diese sich auf ,anerkennung einer formalen ,gesetzgebung ,gottes grndet1 dar2 deren eines das ,princip des bernatrlichen in uns1 das andere das ,princip eines bernatrlichen auer uns ist4 ,die ,mglichkeit des erstem ist schon gezeigt2 die ,mglichkeit des zweiten1 um welche es hier eigentlich zu thun ist1 mssen wir weiter darthun4 ,eine ,religion1 die sich auf das erste ,princip grndet1 knnen wir1 da sie den ,begriff einer ,natur berhaupt zu ,hlfe nimmt1 ,naturreligion nennen3 und eine solche1 der das zweite zum ,grunde liegt1 nennen wir1 da sie durch ein geheimnivolles bernatrliches ,mittel zu uns gelangen soll1 das ganz eigentlich zu dieser ,absicht bestimmt ist1 geoffenbarte ,religion4 ,subjektiv1 als ,habitus eines vernnftigen ,geistes 7als ,religiositt7 betrachtet1 knnen beide ,religionen1 da sie zwar entgegengesetzte1 aber nicht sich widersprechende ,principien haben1 sich in einem ,individuo gar wohl vereinigen1 und eine einzige ausmachen4 ,ehe wir weiter gehen1 mssen wir noch anmerken1 da1 da hier blos von einem ,princip der ,gesetzgebung ihrer ,form nach die ,rede gewesen1 vom ,inhalte derselben aber gnzlich abstrahirt worden1 die ,untersuchung1 wohin nach diesen beiden verschiedenen ,principien die ,gesetzgebung ihrem ,inhalte nach 7legislatio materialiter spectata7 zu setzen sey1 nicht berhrt werden konnte4 ,da nach dem ersten ,princip1 welches1 die ,ankndigung des ,gesetzgebers in uns setzt1 auch die ,gesetzgebung selbst in uns1 nemlich in unsrer vernnftigen ,natur zu suchen sey1 ist sogleich von selbst klar4 ,nach dem zweiten ,princip aber sind wieder zwei ,flle mglich3 entweder die ,ankndigung des ,gesetzgebers auer uns verweist uns an unsre vernnftige ,natur zurck1 und die ganze ,offenbarung sagt1 in ,worten ausgedruckt1 nur soviel2 ,gott ist ,gesetzgeber2 das euch ins ,herz geschriebne ,gesetz ist das ,seinige2 oder sie schreibt uns auf eben dem ,wege1 auf dem sie ,gott als ,gesetzgeber bekannt macht1 noch sein ,gesetz besonders vor4 ,nichts verhindert1 da in einer in concreto gegebnen ,offenbarung nicht beides geschehen knne4 ,man hat seit ,erscheinung der ,kritik schon mehrmals die ,frage aufgeworfen3 ,wie ist geoffenbarte ,religion mglich8 -- eine ,frage1 die sich zwar immer aufdrang1 die aber erst1 seitdem dieses ,licht den ,pfad unsrer ,untersuchungen beleuchtet1 gehrig gestellt werden konnte4 ,aber wie mir's scheint1 hat man in allen ,versuchen1 die ich wenigstens kenne1 den ,knoten mehr zerschnitten1 als aufgelst4 ,der eine deducirt die ,mglichkeit der ,religion berhaupt richtig1 entwickelt ihren ,inhalt1 stellt ihre ,kriterien fest2 und gelangt nun durch drei ungeheure ,sprnge 7#a7 indem er ,religion in der weitesten1 und die in der engsten ,bedeutung verwechselt1 #b7 indem er natrliche und geoffenbarte ,religion verwechselt1 #c7 indem er geoffenbarte berhaupt und christliche verwechselt17 zu dem ,satze3 vllig so eine ,vernunftreligion ist die christliche4 ,ein andrer1 dem es sich freilich nicht verbergen konnte1 da diese noch etwas mehr sey1 setzt dieses ,mehrere blos in grere ,versinnlichung der abstracten ,ideen jener4 ,aber die ,vernunft giebt a priori gar kein ,gesetz1 und kann kein's geben1 ber die ,art1 wie wir uns die durch ihre ,postulate realisirten ,ideen vorstellen sollen4 ,jeder1 auch der schrfste ,denker1 meine ich1 denkt sie sich1 wenn er sie in praktischer ,absicht auf sich anwendet1 mit einiger ,beimischung von ,sinnlichkeit1 und so geht es bis zu dem rohsinnlichsten ,menschen in unmerkbaren ,abstufungen fort4 ,ganz rein von ,sinnlichkeit ist in concreto keine ,religion2 denn die ,religion berhaupt grndet sich auf das ,bedrfni der ,sinnlichkeit4 ,das ,mehr oder ,weniger aber berechtigt zu keiner ,eintheilung4 ,wo hren denn nach dieser ,vorstellungsart die ,grenzen der ,vernunftreligion auf1 und wo gehen die der geoffenbarten an8 ,es gbe nach ihr so viele ,religionen1 als es schriftliche oder mndliche ,belehrungen ber ,religionswahrheiten1 als es berhaupt ,subjekte gbe1 die an eine ,religion glaubten2 und es liee sich durch nichts1 als durch das ,herkommen begreiflich machen1 warum eben diese oder jene ,darstellung der ,religionswahrheiten die autorisirteste seyn sollte2 und durch gar nichts1 woher die ,berufung auf eine bernatrliche ,autoritt1 kme1 die wir als das charakteristische ,merkmal aller vorgeblichen ,offenbarungen vorfinden4 ,diese ,verirrung vom einzig mglichen ,wege einer ,deduktion des ,offenbarungsbegriffs kam blos daher1 da man jene allbekannte ,regel der ,logik vernachlssigte3 ,begriffe1 die zu einer ,einteilung berechtigen sollen1 mssen unter einem hhern ,geschlechtsbegriffe enthalten1 unter sich aber specifisch verschieden seyn4 ,der ,begriff der ,religion berhaupt ist ,geschlechtsbegriff4 ,sollen ,natur- und geoffenbarte ,religion1 als unter ihm enthalten1 specifisch verschieden seyn2 so mssen sie es entweder in ,absicht ihres ,inhalts1 oder wenn dies1 wie schon a priori zu vermuthen1 nicht mglich ist1 wenigstens in ,absicht ihrer ,erkenntniprincipien seyn2 oder die ganze ,eintheilung ist leer1 und wir mssen auf die ,befugni1 eine geoffenbarte ,religion anzunehmen1 gnzlich ,verzicht thun4 ,der oben angezeigte ,begriff ist es denn auch1 den der ,sprachgebrauch von jeher mit dem ,worte ,offenbarung verknpft hat4 ,alle ,religionsstifter haben sich zum ,beweise der ,wahrheit ihrer ,lehren nicht auf die ,beistimmung unsrer ,vernunft1 noch auf theoretische ,beweise1 sondern auf eine bernatrliche ,autoritt berufen1 und den ,glauben an diese1 als den einzigen rechtmigen ,weg der berzeugung1 gefordert4 4 #e4 ,formale ,errterung des ,offenbarungsbegriffs1 als ,vorbereitung einer materialen ,errterung desselben4 ,wir kamen im vorigen 4 von dem ,begriffe der ,religion aus auf den ,begriff einer mglichen ,offenbarung1 welche ,religionsgrundstze zu ihrem ,stoff haben knnte4 ,das wre1 wenn jene jetzt blos vorausgesetzte ,mglichkeit des ,begriffs sich besttigen sollte1 der materielle ,ort dieses ,begriffs in unserm ,verstnde4 ,jetzt werden wir1 nicht um systematischer ,nothwendigkeit willen1 sondern zur ,befrderung der ,deutlichkeit1 ihn auch seiner ,form nach aufsuchen4 ,offenbarung ist der ,form nach eine ,art von ,bekanntmachung1 und alles1 was von dieser ihrer ,gattung gilt1 gilt auch von ihr4 ,der innern ,bedingungen aller ,bekanntmachung sind zwei2 nemlich1 etwas das bekannt gemacht wird1 der ,stoff1 und dann1 die ,art1 wie es bekannt gemacht wird1 die ,form der ,bekanntmachung ,aeuere sind auch zwei2 ein ,bekanntmachender1 und einer1 dem bekannt gemacht wird4 ,wir gehen von den ,innern aus4 ,das ,bekanntgemachte wird nur dadurch ein ,bekanntgemachtes1 da ich es nicht schon vorher wute4 ,wute ich es schon1 so macht mir der andre nur das bekannt1 da er's auch wute2 und der ,stoff der ,bekanntmachung ist dann ein andrer4 ,dinge1 die jeder nothwendig wei1 knnen nicht bekannt gemacht werden4 ,a priori mgliche1 oder philosophische ,erkenntnisse werden entwickelt1 der andre wird darauf geleitet2 ich zeige jemanden einen ,fehler in seiner ,schlufolge oder die ,gleichheit zweier ,triangel1 aber ich mache sie ihm nicht bekannt3 ,erkenntnisse1 die nur a posteriori mglich sind1 historische1 werden bekannt gemacht1 -- aber nicht bewiesen1 weil man zuletzt doch auf etwas a priori nicht abzuleitendes1 auf das ,zeugni der empirischen ,sinnlichkeit1 stt4 ,sie werden auf ,autoritt angenommen4 ,autoritt ist das ,zutrauen zu unsrer richtigen ,beobachtungsgabe1 und unsrer ,wahrhaftigkeit4 -- ,zwar knnen auch a priori mgliche ,erkenntnisse auf ,autoritt angenommen werden1 wie z4 ,b4 der mechanische ,knstler so viele mathematische ,stze ohne ,untersuchung und ,beweis auf das ,zeugni andrer1 und seiner eignen ,erfahrung von der ,anwendbarkeit derselben1 annimmt4 ,eine solche ,erkenntni nun ist zwar an sich1 ihrem ,stoffe nach1 philosophisch2 ihrer ,form im ,subjekte nach aber blos historisch4 ,sein ,annehmen grndet sich zuletzt auf das ,zeugni des innern ,sinns desjenigen1 der den ,satz untersuche1 und wahr befunden hat4 ,erste ,folgerung4 ,nur historische ,erkenntnisse1 die es wenigstens der ,form1 oder auch wohl der ,materie nach sind -- also nur ,wahrnehmungen knnen bekannt gemacht werden4 -- ,werden weiterhin auf solche ,wahrnehmungen ,schlsse gebaut1 7comparative7 allgemeine ,wahrheiten davon abgeleitet1 so wird von da an nichts weiter bekannt gemacht1 sondern nur gezeigt4 ,knnen1 um zum zweiten innern ,merkmale der ,bekanntmachung fortzugehen1 nur in der ,form historischer ,erkenntnisse ,wahrnehmungen bekannt gemacht werden1 so sind sie1 insofern sie das werden1 nicht selbst ,form1 sondern ,stoff2 sie mssen mithin der ,receptivitt gegeben werden4 ,dann aber1 von der uern ,bedingung eines bekanntmachenden abgesehen1 wre unsre ganze empirische ,erkenntni bekannt gemacht1 denn sie ist durchgngig gegeben4 ,verursacht uns aber jemand eine ,sinnenempfindung unmittelbar1 so sagen wir von der daher entstehenden ,erkenntni nicht1 er mache sie uns bekannt1 sondern wir erkennen dann selbst4 ,giebt uns z4 ,b4 jemand eine ,rose zu riechen1 so sagen wir nicht1 er mache uns den ,geruch der ,rose bekannt1 d4 h4 er macht uns eben so wenig bekannt1 da berhaupt uns die ,rose angenehm rieche1 noch in welchem ,grade2 das lt sich nur durch unmittelbare ,empfindung beurtheilen4 ,aber das drften wir wohl sagen3 er habe uns mit dem ,gerche der ,rose bekannt gemacht1 d4 h4 er habe in unsrer ,vorstellung unser ,subjekt mit der ,vorstellung eines gewissen ,experiments verbunden4 ,eigentliche ,bekanntmachung findet nur dann statt1 wenn in unsrer ,vorstellung nicht unser ,subjekt1 sondern ein gewisses anderes ,subjekt mit dem ,prdikate einer ,wahrnehmung verknpft wird4 ,diese ,verknpfung selbst nun geschieht freilich wieder zu ,folge einer subjektiven ,wahrnehmung2 aber nicht diese ,wahrnehmung unsers ,subjekts1 sondern eine andre ,wahrnehmung eines andern ,subjekts ist ,stoff des bekanntgemachten4 ,zweite ,folgerung1 ,die ,wahrnehmung1 welche bekannt gemacht wird1 ist nicht unmittelbar1 sondern sie wird durch ,wahrnehmung einer ,vorstellung von ihr gegeben4 -- ,diese eigentlich bekannt gemachte ,wahrnehmung nun kann durch eine lange ,reihe von ,gliedern gehen2 dann wird sie durch ,tradition fortgepflanzt4 -- ,der ,supernaturalist1 der die ,existenz ,gottes nur durch ,offenbarung erkennbar annimmt1 nimmt an3 ,gott sage uns1 er selbst 7,gott7 nehme seine ,existenz wahr2 nun msse man doch seiner 7,gottes7 ,versicherung trauen1 mithin u4 s4 w4 -- welches ohne ,zweifel ein ,cirkel im ,beweisen ist4 ,wir gehen jetzt zu den uern ,bedingungen der ,bekanntmachung ber4 -- ,zu jeder ,bekanntmachung gehrt ein ,bekanntmachender4 ,wenn wir aus gewissen ,wahrnehmungen am andern selbst schlieen1 er msse eine gewisse ,wahrnehmung gemacht haben1 so macht er uns seine ,wahrnehmung nicht bekannt1 sondern sie verrth sich uns -- wir entdecken sie selbst4 ,wir setzen also eine bekanntmachende ,spontaneitt mit ,willkhr1 folglich mit ,bewutseyn voraus1 und nur hierdurch wird er bekanntmachend4 -- ,er mu uns aber nicht nur berhaupt etwas1 -- er mu uns eine gewisse bestimmte ,vorstellung bekannt machen wollen1 die er nicht nur selbst hat1 sondern deren ,hervorbringung in uns durch die ,kausalitt seines ,begriffs von dieser ,hervorbringung er sich denkt4 ,so ein ,begriff nun heit ein ,begriff vom ,zwecke4 ,dritte ,folgerung4 ,jede ,bekanntmachung setze also im ,bekanntmachenden einen ,begriff von der hervorzubringenden ,vorstellung1 als ,zwecke seiner ,handlung voraus4 ,mithin mu der ,bekanntmachende ein intelligentes ,wesen seyn1 und seine ,handlung1 und die dadurch in dem andern erregte ,vorstellung mssen sich verhalten1 wie moralischer ,grund und ,folge4 ,zur ,bekanntmachung gehrt endlich einer1 dem etwas bekannt wird4 ,wird ihm berhaupt nichts bekannt1 oder wird ihm nur das nicht bekannt1 was der andre beabsichtigte1 oder wird es ihm vielleicht durch andre ,mittel1 nur nicht durch die ,mittheilung des ndern bekannt1 so ist wenigstens die verlangte ,bekanntmachung nicht geschehen4 ,vierte ,folgerung4 ,die ,handlung des ,bekanntmachenden mu sich mithin zu der in dem andern hervorgebrachten ,vorstellung verhalten1 wie physische ,ursache zur ,wirkung4 -- ,da ein solches ,verhltni mglich sey1 d4 i4 da ein intelligentes ,wesen zu ,folge eines ,zweckbegriffs durch ,freiheit physische ,ursache werden knne1 wird zur ,mglichkeit einer ,bekanntmachung berhaupt postulirt1 kann aber nicht theoretisch bewiesen werden4 ,der ,begriff der ,offenbarung1 als unter diesem ,gattungsbegriffe enthalten1 mu alle die angezeigten ,merkmale1 aber er kann ihrer noch mehrere haben1 d4 i4 er kann gewisse auf verschiedne ,art bestimmbare ,merkmale der ,bekanntmachung vllig bestimmen2 und wir mssen uns hier1 da wir ihn bis jetzt als blos empirisch behandeln1 an den ,sprachgebrauch halten4 ,gewhnlich sagt man offenbaren in ,absicht der ,materie nur von sehr wichtig geglaubten1 oder von sehr tief verborgnen ,erkenntnissen1 die nicht jeder finden knne4 ,da dieses ,merkmal blos relativ ist1 indem die ,wichtigkeit oder ,unwichtigkeit1 ,schwierigkeit oder ,leichtigkeit einer ,erkenntni blos von der ,meinung des ,subjekts abhngt1 so ist sogleich einleuchtend1 da diese ,bestimmung fr die ,philosophie nicht tauge4 ,eben so untauglich ist eine andere ,bestimmung im ,sprachgebrauche1 die sich auf den ,bekanntmachenden bezieht2 da man nemlich offenbaren vorzglich nur von der ,mittheilung berirrdischer ,wesen1 ,dmonen1 sagt4 ,so waren alle heidnische ,orakel angebliche ,offenbarungen4 ,da der ,offenbarende ein freies und intelligentes ,wesen seyn1 also unter den ,gattungsbegriff gehren msse1 unter den auch die ,dmonen gehren1 liegt schon im ,begriffe der ,bekanntmachung2 wie aber ,dmonen und z4 ,b4 ,menschen der ,art nach scharf zu unterscheiden wren1 mchte sich so leicht nicht ergeben4 ,alle ,unterscheidungen wrden nur relativ ausfallen4 ,es bliebe uns demnach keine fr die ,philosophie taugliche scharfe ,bestimmung brig1 als die1 da in der ,bekanntmachung berhaupt jeder freie ,geist1 sey er endlich oder unendlich1 in der ,offenbarung aber der ,unendliche ,bekanntmachender sey3 eine ,bedeutung1 fr welche man auch im gemeinen ,sprachgebrauche die ,wrter3 ,offenbarung1 offenbaren1 u4 s4 f4 aufsparen mchte4 ,die ,bestimmungen der ,bekanntmachung berhaupt bleiben auch dem ,offenbarungsbegriffe2 mithin werden durch die dritte und vierte ,folgerung1 alle durch ,betrachtung der ,sinnenwelt1 als deren ,urgrund wir ,gott ansehen mssen1 mgliche ,belehrungen1 und ,erkenntnisse aus dem ,begriffe der ,offenbarung ausgeschlossen4 ,es wird uns durch diese ,betrachtung nichts bekannt gemacht1 sondern wir erkennen selbst1 oder meinen vielmehr daraus zu erkennen1 was wir selbst erst unvermerkt hineintrugen4 ,nemlich wir betrachten die ,erscheinungen in der ,sinnenwelt theils als ,zwecke an sich1 theils als ,mittel zu ganz andern ,zwecken1 als zu dem1 einer mglichen ,belehrung1 ,insofern zwar dadurch auch zugleich eine ,erkenntni1 und insbesondre eine ,erkenntni ,gottes1 unsrer ,abhngigkeit von ihm1 und unsrer hieraus folgenden ,pflichten mglich wre -- insofern1 weil sie mglich wre1 der ,begriff von einer solchen ,erkenntni in ,gott versetzt1 und ihm als ,absicht bei der ,weltschpfung untergelegt werden knnte1 drfte man einen ,augenblick glauben1 das ganze ,system der ,erscheinungen lasse sich als ,offenbarung ansehen4 ,aber1 hier davon noch abgesehen1 da eine solche ,erkenntni des bersinnlichen von der ,sinnenwelt aus ganz unmglich ist1 und da wir erst unvermerkt die auf einem ganz ndern ,wege gegebnen geistigen ,begriffe in die ,sinnenwelt hineintragen1 die wir dann in ihr gefunden zu haben glauben -- so wre eine solche ,absicht ,gottes doch nicht als die letzte1 mithin nicht als ,endzweck der ,schpfung anzuerkennen4 ,erkenntni ist unfhig ,endzweck zu seyn3 denn immer bleibt noch die ,frage zu beantworten3 warum soll ich denn nun ,gott erkennen8 ,erkenntni wre nur ,mittel zu einem hohem ,zwecke1 mithin nicht letzte ,absicht der ,weltschpfung1 und zwischen letzterer und der dabei beabsichtigt seyn sollenden ,erkenntni fiele das ,verhltni des ,grundes zur ,folge weg4 -- ,ferner ist es auch in jenem ,system gar nicht nothwendig1 durch die ,betrachtung des ,weltgebudes jene ,erkenntnisse zu erhalten2 die ,erfahrung lehrt1 da sehr viele es nach ganz ndern ,gesetzen beurtheilen1 mithin fllt auch das ,verhltni der ,ursache zur ,wirkung weg1 und die ,schpfung ist keine ,offenbarung4 ,offenbarung ist1 insoweit wir vor jetzt den ,begriff bestimmt haben1 eine ,wahrnehmung1 die von ,gott1 gem dem ,begriffe irgend einer dadurch zu gebenden ,belehrung17was auch immer ihr ,stoff seyn mge7 als ,zwecke derselben1 in uns bewirkt wird4 -- ,man hat dies letztere ,verhltni1 um welches es hier eigentlich zu thun ist1 auch durch das ,wort unmittelbar bezeichnet2 und wenn man damit nur nicht sagen will3 unsere ,wahrnehmung solle in der ,reihe der wirkenden ,ursachen zunchst auf die ,handlung ,gottes folgen1 sie solle schlechthin ,b seyn1 als worauf es hier gar nicht ankommt1 7wenn nur die ,handlung ,gottes auch in dieser ,reihe schlechthin ,a ist1 so mgen zwischen ihr und unsrer ,wahrnehmung der ,mittelglieder so viele seyn1 als ihrer wollen27 sondern nur so viel3 der ,begriff ,gottes von der zu gebenden ,belehrung solle in der ,reihe der ,endursachen ,a1 und unsere ,belehrung solle ,b seyn1 so ist dies ganz richtig4 ber die logische ,mglichkeit dieses ,begriffs kann kein ,zweifel entstehen2 denn wenn seine ,bestimmungen sich widersprchen1 so wrde dieser ,widerspruch sich bald entdeckt haben4 ,die physische ,mglichkeit desselben grndet sich auf das ,postulat des ,sittengesetzes1 da ein freies1 intelligentes ,wesen einem ,begriffe vom ,zwecke gem ,ursache in der ,sinnenwelt seyn knne2 welches wir fr ,gott1 um der ,mglichkeit eines praktischen ,gesetzes in sinnlichen ,wesen willen1 annehmen muten4 ,in der ,anwendung dieses ,begriffs auf ein ,faktum aber thun sich groe ,schwierigkeiten hervor4 -- ,wenn nemlich blos davon die ,rede wre1 da eine gewisse ,wahrnehmung1 und eine dabei beabsichtigte ,erkenntni in uns wirklich wrde1 ohne dass wir nthig htten auf den ,grund der ,erscheinung zurckzugehen1 so wre unsre ,untersuchung jetzt geschlossen4 ,wir htten blos auf die ,materie einer ,offenbarung zu sehen1 die wir uns ruhig geben liessen4 ,aber es ist von der ,materie am allerwenigsten1 sondern ganz vorzglich von der ,form der ,offenbarung die ,rede3 es soll uns nicht etwa nur berhaupt etwas bekannt gemacht werden1 sondern dieses etwas wird vorzglich nur dadurch bekannt1 da wir es fr offenbart anerkennen4 ,gott soll uns eine ,erkenntni mittheilen1 die nur dadurch ,erkenntni wird1 weil der ,mittheilende kein andrer ist1 als ,gott4 -- ,dies kommt daher1 weil der ,glaube an jede ,bekanntmachung1 der ,natur dieses ,begriffs nach1 sich auf nichts anders1 als die ,autoritt des ,bekanntmachenden grnden kann1 wie oben gezeigt worden4 ,die wichtigere ,frage also1 die noch zu beantworten ist1 ist die3 wie sollen wir erkennen1 da ,gott1 gem einem ,begriffe vom ,zwecke1 eine gewisse ,wahrnehmung in uns bewirkt habe8 ,man drfte etwa einen ,augenblick meinen1 das knne ,stoff der durch die ,wahrnehmung hervorgebrachten ,vorstellung seyn2 wenn z4 ,b4 jemand eine ,erscheinung htte1 die sich ihm als ,gott ankndigte1 und als solcher1 ihn ber manches belehrte4 ,aber davon ist eben die ,frage1 wie er erkennen solle1 da diese ,erscheinung wirklich durch ,gott gewirkt sey2 dass weder er selbst sich1 noch ein anderes ,wesen ihn tusche2 die ,frage ist von einer ,kausal ,verbindung1 und diese werden nicht wahrgenommen1 es wird auf sie geschlossen#af4 ,ein solcher ,schlu knnte vorlufig auf zweierlei ,art mglich scheinen2 nemlich entweder a posteriori1 durch das ,aufsteigen von der gegebener ,wahrnehmung als ,wirkung1 zu ihrer ,ursache2 oder a priori1 durch das ,herabsteigen von der bekannten ,ursache zur ,wirkung4 ,wir untersuchen die ,mglichkeit des erstem ,schlusses1 den man sich fr die ,theologie noch immer nicht will rauben lassen1 ohne erachtet alles mgliche geschehen ist1 um seine ,unrichtigkeit in die ,augen springend zu machen4 ,es giebt zwei ,wege1 um von einer ,wahrnehmung zur ,erkenntni ihrer1 als solcher1 nicht wahrgenommenen ,ursache aufzusteigen2 nemlich entweder in der ,reihe der wirkenden1 oder der1 der ,endursachen4 ,im ersten ,falle bestimme ich den ,begriff der ,ursache durch die wahrgenommene ,wirkung4 ,es wird z4 ,b4 eine ,last fortgerckt4 ,ich wende auf diese ,wahrnehmung die ,gesetze der ,bewegung an1 und schliee3 die ,ursache sey eine physische ,kraft1 im ,rume1 wirke mit so oder so viel ,kraft2 u4 s4 w4 ,die ,wahrnehmung1 die mich a posteriori auf den ,begriff der ,offenbarung bringen soll1 muss nach physischen ,gesetzen nicht erklrbar seyn1 sonst wrde ich ihre ,ursache auf dem ,gebiete dieser ,gesetze suchen1 und finden1 und nicht nthig haben1 sie in den freien ,urgrund aller ,gesetze berzutragen4 ,das einzige vernunftmige ,prdikat dieser ,ursache ist also subjektiv und negativ3 sie ist mir unbestimmbar -- ein ,prdikat1 wozu mich das ,nichtbewutseyn meines ,bestimmens derselben vollkommen berechtigt4 ,indem ich aber dieses subjektiv unbestimmbare ,a4 sofort1 und ohne allen weitern ,grund 7und es lt sich kein andrer angeben1 als das ,nichtbewutseyn meines ,bestimmens7 zum absolut- und objektiv-unbestimmbaren ,a4 mache1 so folge ich freilich dem ,hange meines ,geistes1 sobald sich's thun lt1 zum schlechthin unbedingten fortzuschreiten2 aber die ,unrechtmigkeit dieses ,verfahrens sollte doch wohl jetzt keiner weitern ,rge bedrfen4 -- ,wir sind freilich genthiget1 berhaupt ein absolut erstes ,glied in der ,reihe anzunehmen2 aber bei keinem bestimmten ,gliede drfen wir sagen3 dies ist das erste4 ,denn die ,reihe 7ich rede von der der wirkenden ,ursachen7 ist unendlich1 und unser ,aufsteigen in ihr ist nie vollendet4 ,vollenden wir sie irgendwo1 so nehmen wir ein unendliches an1 welches endlich ist2 und das -- ist ein ,widerspruch4 ,was wir in der ,reihe der wirkenden ,ursachen nicht knnen1 lat uns in der der ,endursachen versuchen4 ,wir machen eine ,wahrnehmung1 und auf sie zunchst in der ,zeit folgt die ,wahrnehmung einer ,erkenntni in uns1 die wir vorher in uns nicht wahrgenommen haben4 ,wir sind durch die ,gesetze des ,denkens genthiget1 beide ,wahrnehmungen in ,kausalverbindung zu denken3 die erstere ist ,ursache der zweiten1 als ihrer ,wirkung4 ,nun wollen wir auch umgekehrt die ,erkenntni als ,ursache der sie selbst verursachenden ,wahrnehmung denken1 d4 i4 wir wollen annehmen1 dass diese ,wahrnehmung nur durch den ,begriff von der verursachten ,erkenntni1 mglich gewesen4 ,sind wir zu dieser ,annahme nicht durch ,nothwendigkeit getrieben1 so nehmen wir etwas ganz willkhrlich1 und ohne ,grund an2 -- wir meinen nur so4 -- ,nothwendigkeit 7ob subjektive1 oder objektive wird sich gleich zeigen7 treibt uns zu dieser ,annahme nur dann1 wenn die ,wahrnehmung und die dadurch ertheilte ,belehrung sich verhalten1 wie ,theile1 und ,ganzes1 und wenn weder ein ,theil ohne das ,ganze1 noch das ,ganze ohne alle ,theile denkbar ist4 ,ein solches ,verhltni ist nicht nur an sich mglich1 sondern auch in vielen ,fllen der untersuchten ,art wirklich4 ,ich mu dann mir beide ,dinge in ,zweckverbindung denken2 ich kann die ,wahrnehmung nicht erklren1 wenn ich nicht den ,begriff der dadurch entstandenen ,erkenntni1 die in der ,zeitreihe1 mithin in der ,reihe meiner ,empfindungen folgt1 in der ,reihe meiner ,beurtheilungen1 die durch ,spontaneitt geleitet wird1 vorher setze4 ,bis dahin habe ich ganz recht4 ,nun aber trage ich das subjektive ,gesetz der ,mglichkeit meiner ,beurtheilung auf die ,mglichkeit des ,dinges an sich ber1 und schliee3 weil ich mir den ,begriff der ,wirkung vor der ,ursache vorher denken mu1 so musste er auch vorher in irgend einem intelligenten ,wesen seyn3 ein ,schlu1 zu dem der ,hang1 alles ,subjektive fr objektiv-gltig anzunehmen1 mich zwar verleitet1 aber nicht berechtiget4 ,auf eine solche offenbar erschlichene ,schlufolge lt sich keine vernnftige berzeugung grnden4 ,aber1 gesetzt wir lieen euch diesen ,schlu gelten1 so httet ihr nun zwar allerdings ,grund1 ein freies intelligentes ,wesen1 als ,ursache der untersuchten ,erscheinung anzunehmen1 fr welches das in der ,reihe der wirkenden ,ursachen euch unbestimmbare ,a bestimmbar wre2 und das kann der erste beste ,mensch seyn1 der ein wenig mehr wei1 als ihr3 aber was berechtigt euch denn eben das unendliche ,wesen dafr anzunehmen8 ,was ich nicht einsehen kann1 kann nur der unendliche ,verstand einsehen3 -- dieser ,schlu ist vermessen1 wenn je einer es war4 ,weit bescheidner1 und konsequenter urtheilten die heidnischen ,theologen1 die fr ,ursache unerklrbarer ,erscheinungen schlechthin ,dmonen1 nicht eben den unendlichen ,geist annahmen2 und unter uns das ,volk1 das sie fr ,wirkungen der ,zauberer1 ,gespenster1 und ,kobolde erklrt4 ,a posteriori ist es also schlechthin unmglich1 eine ,erscheinung fr ,offenbarung theoretisch anzuerkennen4 ,eben so unmglich ist ein theoretischer ,beweis a priori4 ,man hat nur die ,erfordernisse eines solchen ,beweises zu nennen1 um seine ,unmglichkeit und seine ,widersprche zu zeigen4 ,es mte nemlich aus dem durch theoretische ,naturphilosophie a priori gegebnen ,begriffe von ,gott die ,nothwendigkeit gezeigt werden1 da in ,gott der ,begriff einer gewissen empirisch-bestimmten ,offenbarung1 und der ,entschlu1 ihn darzustellen1 vorhanden sey4 ,wir mssen1 demnach die ,mglichkeit1 von der ,seite der ,form in diesen ,begriff einzudringen1 und1 wenn sich kein andrer ,weg zeigen sollte1 die reale ,mglichkeit des ,begriffes selbst aufgeben4 -- ,aber wir kamen oben1 von der ,seite seiner ,materie1 von dem ,begriffe der ,religion aus1 auf ihn4 ,wir haben also noch vermittelst einer materialen ,errterung zu versuchen1 was uns durch eine formale nicht gelang4 ,durch die gezeigte ,unhaltbarkeit dieses ,begriffs von ,seiten seiner ,form1 wird zugleich alles1 was nicht ,religion betrifft1 von welcher allein er noch seine ,besttigung erwartet1 aus seinem ,umfange ausgeschlossen1 da zuvor ber den mglichen ,inhalt einer ,offenbarung nichts zu bestimmen war4 ,wir fgen also diesem ,begriffe noch das ,merkmal hinzu1 da das in einer ,offenbarung bekannt gemachte religisen ,inhalts seyn msse1 und hiermit ist denn die ,bestimmung dieses ,begriffs vollendet4 4 #f,,tn#g4 ,materiale ,errterung des ,offenbarungsbegriffs1 als ,vorbereitung einer ,deduktion desselben4 ,alle religisen ,begriffe lassen sich nur a priori von den ,postulaten der praktischen ,vernunft ableiten1 wie oben 4 #c4 durch die wirkliche ,deduktion derselben gezeigt worden4 ,da nun der ,offenbarungsbegriff eine gewisse ,form solcher ,begriffe zum ,gegenstande haben soll1 und nicht von ,seiten seiner ,form1 7nemlich als ,begriff7 mithin1 wenn seine reale ,mglichkeit sich soll sichern lassen1 nur von ,seiten seines ,inhalte deducirt werden kann1 so haben wie seinen ,ursprung im ,felde der reinen praktischen ,vernunft aufzusuchen4 ,er mu sich a priori von ,ideen dieser ,vernunft deduciren lassen1 wenn auch nicht ohne ,voraussetzung aller ,erfahrung1 dennoch blos mit ,voraussetzung einer ,erfahrung berhaupt1 und zwar ohne etwas von ihr entlehnt oder gelernt zu haben1 sondern um einer gewissen ,erfahrung -- die aber nicht als ,erfahrung nach theoretischen1 sondern als ,moment der ,willensbestimmung nach praktischen ,gesetzen beurtheilt wird1 und bei der es nicht um die ,richtigkeit oder ,unrichtigkeit der gemachten ,beobachtung1 sondern um ihre praktischen ,folgen zu thun ist -- selbst das ,gesetz nach praktischen ,grundstzen vorzuschreiben4 ,es ist hier nicht wie im ,felde der ,naturbegriffe1 wo wir bei ,deduktion1 eines ,begriffs a priori1 zeigen knnen und mssen1 da ohne ihn entweder ,erfahrung berhaupt1 wenn er rein ist1 oder eine gewisse bestimmte ,erfahrung1 wenn er nicht rein ist1 gar nicht mglich sey3 sondern1 da wir im ,felde der ,vernunft sind1 knnen und drfen wir nur zeigen1 da ohne den ,ursprung eines gewissen ,begriffs a priori keine vernunftmige ,anerkennung einer gewissen ,erfahrung fr das1 fr was sie sich giebt1 mglich sey4 ,dies ist hier um so nthiger1 da dieser ,begriff von einem ,wege aus1 der in dieser ,rcksicht schon verdchtig ist1 uns wer wei welche ,erkenntnisse im ,felde des bersinnlichen verspricht1 und aller ,schwrmerei ,thor und ,thre zu ffnen droht1 wenn er nicht a priori ist1 und wir ihm also ,gesetze vorschreiben knnen1 an welche wir alle seine a posteriori mglichen ,anmaaungen halten1 und sie nach denselben beschrnken knnen4 ,es mu also gezeigt werden1 da dieser ,begriff vernunftmig nur a priori mglich sey1 und da er also die ,gesetze des ,princips1 durch welches es mglich ist1 anerkennen msse2 oder1 wenn er das nicht sey1 und seine ,befugnisse gnzlich und allein a posteriori zu erweisen ,anspruch mache1 gnzlich falsch und erschlichen sey1 und da von dieser ,untersuchung sein ganzes ,schicksal abhange4 ,sie ist also der ,hauptpunkt dieser ,kritik4 ,gesetzt nun aber auch1 die ,mglichkeit seines ,ursprungs a priori1 als einer ,vernunftidee1 liee sich durch eine ,deduktion darthun2 so bliebe immer noch auszumachen1 ob er a priori gegeben1 oder gemacht1 und erknstelt sey2 und wir gestehen1 da der sonderbare ,weg1 den er aus der ,ideen -- in die ,sinnenwelt1 und aus dieser wieder in jene nimmt1 ihn des letztem wenigstens sehr verdchtig mache4 ,sollte sich dies besttigen1 so gbe es freilich vor's erste kein gutes ,vorurtheil fr ihn2 da es schon bekannt ist1 da die ,vernunft im ,felde des bersinnlichen zwar in's ,unermeliche schwrmen1 und dichten2 aber daraus1 da es ihr mglich war sich etwas zu denken1 noch nicht einmal die ,mglichkeit folgern knne1 da dieser ,idee berhaupt etwas entspreche4 ,es bleibt aber doch noch ein ,weg brig1 diese ,idee aus den leeren ,trumen der ,vernunft herauszuheben1 wenn sich nemlich in der ,erfahrung1 und zwar -- da hier von einem praktischen ,begriffe die ,rede ist1 -- ein empirisch gegebnes praktisches ,bedrfni zeigt1 welches jenen ,begriff1 der a priori freilich nicht gegeben war1 a posteriori1 zwar nicht giebt aber doch berechtiget4 ,diese ,erfahrung ergnzt dann1 was zur ,rechtmigkeit dieses ,begriffs a priori fehlte2 sie liefert das vermite ,datum4 ,daraus nun folgt noch nicht1 da der ,begriff selbst a posteriori sey1 sondern nur1 da sich a priori nicht zeigen lasse1 ob er nicht berhaupt ganz leer sey4 ,diese ,einschrnkung bestimmt denn auch die wahre ,beschaffenheit der ,deduktion dieses ,begriffs a priori4 ,es soll nemlich durch dieselbe nicht dargethan werden1 da er wirklich a priori da sey1 sondern nur1 da er a priori mglich sey2 nicht da jede ,vernunft ihn nothwendig a priori haben msse1 sondern da sie ihn1 wenn ihre ,ideenreihe ohngefhr nach dieser ,richtung hingeht1 haben knne4 ,das erstere wre nur mglich1 wenn ein ,datum der reinen ,vernunft a priori angezeigt werden knnte1 wie z4 ,b4 bei der ,idee von ,gott1 vom absoluten ,weltganzen1 u4 s4 w4 die nothwendige ,aufgabe der ,vernunft war1 zu allem ,bedingten das schlechthin ,unbedingte zu suchen1 welches die ,vernunft nthigte1 auf diesen ,begriff zu kommen4 ,da aber ein solches ,datum a priori sich nicht vorfindet1 so darf und kann die ,deduktion desselben nur seine ,mglichkeit als ,idee1 und insofern er das ist1 zeigen4 -- ,keine historische#ag ,deduktion also der ,entstehung dieses ,begriffs unter der ,menschheit1 welche es auch noch so wahrscheinlich machte1 da er zuerst durch wirkliche ,fakta in der ,sinnenwelt1 die man aus ,unwissenheit bernatrlichen ,ursachen zugeschrieben1 oder durch geflissentlichen ,betrug1 entstanden sey2 selbst kein unwiderlegbarer ,beweis1 da keine ,vernunft ohne jenes empirisch gegebne ,bedrfni je auf diese ,idee gekommen seyn wrde1 wenn ein solcher mglich wre1 wrde dieser ,deduktion widersprechen4 ,denn im ersten ,falle wre der ,begriff in concreto freilich ganz unrechtmig entstanden1 welches aber der ,mglichkeit1 sich einen rechtmigen ,ursprung desselben in abstracto zu denken1 nicht den geringsten ,eintrag thun kann3 im zweiten wre jenes empirische ,datum zwar die ,gelegenheitsursache gewesen1 auf ihn zu kommen2 wenn er aber durch den ,inhalt der gemachten ,erfahrung nur nicht bestimmt ist1 7und eine ,deduktion a priori mu die ,unmglichkeit hiervon zeigen7 so wre sie nicht sein ,princip gewesen4 ,ein andres ist die ,gltigkeit dieses ,begriffs1 d4 i4 ob sich vernnftiger ,weise annehmen lasse1 da ihm etwas auer uns korrespondiren werde2 diese kann freilich nur empirisch deducirt werden1 und erstreckt sich mithin nicht weiter1 als das ,datum gilt1 aus dem sie deducirt wird4 ,lat uns dies durch ein ,beispiel erlutern4 -- ,der ,begriff eines bsen ,grundprincips neben einem guten ist offenbar ein ,begriff a priori1 denn er kann in keiner ,erfahrung gegeben seyn2 und zwar eine ,vernunftidee2 und sie mu sich mithin1 ihrer ,mglichkeit nach1 deduciren lassen1 wenn sie nicht etwa den ,vernunftprincipien gar widerspricht4 ,diese ,idee ist aber a priori nicht gegeben1 sondern gemacht1 denn es lt sich kein ,datum der reinen ,vernunft fr sie anfhren4 ,in der ,erfahrung aber kommen mehrere ,data vor1 welche diesen ,begriff zu berechtigen scheinen1 und welche die ,gelegenheitsursachen seiner ,entstehung gewesen seyn knnen4 ,wenn nun nur diese ,data ihn wirklich berechtigten2 wenn man ihn nur fr ein praktisches1 wenn gleich empirisch-bedingtes ,bedrfni1 und nicht lediglich zur theoretischen ,naturerklrung htte brauchen wollen2 wenn er nur endlich der praktischen ,vernunft nicht gar widersprche3 so htte man ihn1 ohngeachtet seine ,gltigkeit sich nur auf empirische ,data beruft1 wenigstens fr eine ,idee1 der etwas entsprechen knnte1 wol annehmen drfen4 ,durch die erstere ,deduktion der ,mglichkeit des ,begriffs der ,offenbarung a priori scheint nun nicht viel ausgerichtet zu werden1 und es ist nicht zu leugnen1 da sie eine sehr leere und unntze ,bemhung seyn wrde1 wenn nicht gezeigt werden knnte1 da dieser ,begriff1 wenn er nicht a priori mglich ist1 berhaupt nicht vernunftmig ist4 ,folglich hngt sein ganzer ,werth von dieser ,deduktion ab4 4 #g4 ,deduktion des ,begriffs der ,offenbarung von ,principien der reinen ,vernunft a priori4 ,wenn endliche moralische ,wesen1 d4 i4 solche ,wesen1 welche auer dem ,moralgesetze noch unter ,naturgesetzen stehen1 als gegeben gedacht werden2 so lt sich1 da das ,moralgesetz nicht blos in demjenigen ,theile dieser ,wesen1 der unmittelbar und allein unter desselben ,gesetzgebung steht1 7ihrem obern ,begehrungsvermgen7 sondern auch in demjenigen1 der zunchst unter den ,naturgesetzen steht1 seine ,kausalitt ausben soll1 vermuthen1 da die ,wirkungen dieser beiden ,kausalitten1 deren ,gesetze gegenseitig ganz unabhngig von einander sind1 auf die ,willensbestimmung solcher ,wesen1 in ,widerstreit gerathen werden4 ,dieser ,widerstreit des ,naturgesetzes gegen das ,sittengesetz kann nach ,maagabe der besondern ,beschaffenheit ihrer sinnlichen ,natur der ,strke nach sehr verschieden seyn1 und es lt sich ein ,grad dieser ,strke denken1 bei welchem das ,sittengesetz seine ,kausalitt in ihrer sinnlichen ,natur entweder auf immer1 oder nur in gewissen ,fllen1 gnzlich verliert4 ,sollen nun solche ,wesen in diesem ,falle der ,moralitt nicht gnzlich unfhig werden1 so mu ihre sinnliche ,natur selbst1 durch sinnliche ,antriebe bestimmt werden1 sich durch das ,moralgesetz bestimmen zu lassen4 ,soll dies kein ,widerspruch seyn -- und es ist an sich allerdings einer1 sinnliche ,antriebe als ,bestimmungsgrnde reiner ,moralitt gebrauchen zu wollen -- so kann es nichts anders heien1 als da rein moralische ,antriebe auf dem ,wege der ,sinne an sie gebracht werden sollen4 ,der einzige rein moralische ,antrieb ist die innere ,heiligkeit des ,rechts4 ,diese ist durch ein ,postulat der reinen praktischen ,vernunft in ,gott in concreto1 7folglich der ,sinnlichkeit zugnglich7 und er selbst als moralischer ,richter aller vernnftigen ,wesen nach diesem ihm durch seine ,vernunft gegebnen ,gesetze1 mithin als ,gesetzgeber jener ,wesen1 dargestellt worden4 ,diese ,idee vom ,willen des ,heiligsten als ,sittengesetze fr alle moralische ,wesen ist nun von der einen ,seite vllig identisch mit dem ,begriffe der innern ,heiligkeit des ,rechts1 folglich jener einige rein moralische ,antrieb1 und von der andern des ,vehikulums der ,sinne fhig4 ,sie allein also entspricht der zu lsenden ,aufgabe4 ,nun aber ist kein ,wesen fhig1 diese ,idee auf dem ,wege der sinnlichen ,natur an sie gelangen zu lassen1 oder1 wenn sie schon in ihnen mit ,bewutseyn vorhanden ist1 sie auf demselben zu besttigen1 als ein ,gesetzgeber dieser ,natur1 welches denn auch1 laut der ,postulate der praktischen ,vernunft1 jener moralische ,gesetzgeber endlicher vernnftiger ,wesen ist4 ,gott selbst also mte ihnen sich und seinen ,willen als gesetzlich fr sie1 in der ,sinnenwelt ankndigen4 ,nun aber ist in der ,sinnenwelt berhaupt so wenig eine ,ankndigung der gesetzgebenden ,heiligkeit enthalten1 da wir vielmehr von ihr aus durch die auf sie anwendbaren ,begriffe auf gar nichts bernatrliches schlieen knnen2 und ob wir gleich durch ,verbindung des ,begriffs der ,freiheit mit diesen ,begriffen1 und den dadurch mglichen ,begriff eines moralischen ,endzwecks der ,welt auf diese ,gesetzgebung schlieen knnen 74 #d471 so setzt doch dieser ,schlu schon eine ,kausalitt des ,moralgesetzes in dem so schlieenden ,subjekte voraus1 die nicht nur das vllige1 nur nach ,naturgesetzen mgliche ,bewutseyn seines ,gebots1 sondern auch den festen ,willen1 die ,wirksamkeit desselben in sich durch freie ,aufsuchung und ,gebrauch jedes ,mittels zu vermehren1 bewirkt hat1 welche aber in den vorausgesetzten sinnlich-bedingten ,wesen nicht angenommen worden ist4 ,gott msste sich also durch eine besondre ausdrcklich dazu und fr sie bestimmte ,erscheinung in der ,sinnenwelt ihnen als ,gesetzgeber ankndigen4 ,da ,gott durch das ,moralgesetz bestimmt ist1 die hchstmgliche ,moralitt in allen vernnftigen ,wesen durch alle moralische ,mittel zu befrdern1 so lt sich erwarten1 dass er1 wenn dergleichen ,wesen wirklich vorhanden seyn sollten1 sich dieses ,mittels bedienen werde1 wenn es physisch mglich ist#ah4 ,diese ,deduktion leistet1 was sie versprochen4 ,der deducirte ,begriff ist wirklich der ,begriff der ,offenbarung1 d4 i4 der ,begriff von einer durch die ,kausalitt ,gottes in der ,sinnenwelt bewirkten ,erscheinung1 wodurch er sich als moralischen ,gesetzgeber ankndigt4 ,er ist aus lauter ,begriffen a priori der reinen praktischen ,vernunft deducirt2 aus der schlechthin und ohne alle ,bedingung geforderten ,kausalitt des ,moralgesetzes in allen vernnftigen ,wesen1 aus dem einzig reinen ,motiv dieser ,kausalitt1 der innern ,heiligkeit des ,rechts1 aus dem fr die ,mglichkeit der geforderten ,kausalitt als real anzunehmenden ,begriffe ,gottes1 und seiner ,bestimmungen4 ,aus dieser ,deduktion ergiebt sich unmittelbar die ,befugni1 jede angebliche ,offenbarung1 d4 i4 jede ,erscheinung in der ,sinnenwelt1 welche diesem ,begriffe als korrespondirend gedacht werden soll1 einer ,kritik der ,vernunft zu unterwerfen4 ,denn wenn es schlechterdings nicht mglich ist1 den ,begriff derselben a posteriori durch die gegebne ,erscheinung zu bekommen1 sondern er selbst1 als ,begriff1 a priori da ist1 und nur eine ihm entsprechende ,erscheinung erwartet1 so ist es offenbar ,sache der ,vernunft1 zu entscheiden1 ob diese gegebne ,erscheinung mit ihrem ,begriffe von derselben bereinkomme1 oder nicht2 und sie erwartet demnach von ihr so wenig das ,gesetz1 da sie vielmehr es ihr selbst vorschreibt4 ,aus ihr mssen sich ferner alle ,bedingungen ergeben1 unter denen eine ,erscheinung als gttliche ,offenbarung angenommen werden kann3 nemlich1 sie kann es nur insofern1 als sie mit diesem deducirten ,begriffe bereinstimmt4 ,diese ,bedingungen nennen wir ,kriterien der ,gttlichkeit einer ,offenbarung4 ,alles also1 was als ein dergleichen ,kriterium aufgestellt wird1 mu sich aus dieser ,deduktion ableiten lassen1 und alles was sich aus ihr ableiten lt1 ist ein dergleichen ,kriterium4 ,sie leistet aber auch nicht mehr1 als sie versprochen4 ,der zu deducirende ,begriff wurde blos als eine ,idee angekndigt2 sie hat mithin keine objektive ,gltigkeit desselben zu erweisen1 mit welchem ,erweise sie auch nicht sonderlich fortkommen drfte4 ,alles was von ihr gefordert wird1 ist1 zu zeigen1 da der zu deducirende ,begriff weder sich selbst1 noch einem der vorauszusetzenden ,principien widerspreche4 ,er kndigte sich ferner nicht als gegeben1 sondern als gemacht an1 7conceptus non datus1 sed ratiocinatus7 sie hat mithin kein ,datum der reinen ,vernunft aufzuzeigen1 wodurch er uns gegeben wrde1 welches sie zu leisten auch nicht vorgegeben hat4 ,aus diesen beiden ,bestimmungen ergiebt sich denn vorlufig die ,folge1 da1 wenn auch eine ,erscheinung in der ,sinnenwelt gegeben seyn sollte1 welche mit ihm vollkommen bereinstimmte 7eine ,offenbarung1 welche alle ,kriterien der ,gttlichkeit htte71 dennoch weder eine objektive1 noch selbst fr alle vernnftige ,wesen subjektive ,gltigkeit dieser ,erscheinung behauptet werden knnte1 sondern die wirkliche ,annehmung derselben1 als einer solchen1 noch unter andern ,bedingungen stehen mte4 ,das von der reinen ,vernunft aus vermite1 nur in der ,erfahrung mgliche ,datum zu diesem ,begriffe1 da nemlich moralische ,wesen gegeben seyen1 welche ohne ,offenbarung der ,moralitt unfhig seyn wrden1 wird als ,hypothese vorausgesetzt1 und eine ,deduktion des ,offenbarungsbegriffs hat nicht die ,wirklichkeit desselben darzuthun1 welches sie ohnehin als ,deduktion a priori fr ein empirisches ,datum nicht leisten knnte1 sondern es ist fr sie vllig hinreichend1 wenn diese ,voraussetzung sich nur nicht widerspricht1 und demnach nur vollkommen denkbar ist4 ,aber eben darum1 weil dieses ,datum erst von der ,erfahrung erwartet wird1 ist dieser ,begriff nicht rein a priori4 ,die physische ,mglichkeit einer diesem ,begriffe entsprechenden ,erscheinung kann eine ,deduktion desselben1 die nur aus ,principien der praktischen1 nicht der theoretischen ,vernunft gefhrt wird1 nicht erweisen1 sondern mu sie voraussetzen4 ,ihre moralische ,mglichkeit wird zur ,mglichkeit ihres ,begriffs schlechterdings erfordert1 und folgt im ,allgemeinen aus der ,mglichkeit obiger ,deduktion4 ,ob aber eine in concreto gegebne ,offenbarung dieser ,erfordernis nicht widerspreche1 ist das ,geschft einer angewandten ,kritik dieser gegebnen ,offenbarung2 und unter welchen ,bedingungen sie ihr nicht widerspreche1 das ,geschft einer ,kritik des ,offenbarungsbegriffs berhaupt4 ,aus allem bis jetzt gesagten ergiebt sich nun auch1 welchen ,weg unsre ,untersuchung weiter zu nehmen habe4 ,die ,mglichkeit dieses ,begriffs1 insofern er das ist1 d4 i4 seine ,gedenkbarkeit1 ist gezeigt4 ,ob er aber nicht etwa berhaupt leer sey1 oder ob etwas ihm korrespondirendes sich vernnftiger ,weise erwarten lasse1 hngt von der empirischen ,mglichkeit 7nicht der bloen ,gedenkbarkeit7 des in ihm als ,bedingung vorausgesetzten empirischen ,datums ab4 ,diese also ist es1 welche vor allen ,dingen dargethan werden mu4 ,eine ,kritik aller ,offenbarung berhaupt hat aber in ,rchsicht,,tn#h dieses ,datums auch weiter nichts darzuthun1 als seine absolute ,mglichkeit2 da hingegen die ,kritik einer angeblichen ,offenbarung in concreto die bestimmte ,wirklichkeit des vorausgesetzten empirischen ,bedrfnisses zu zeigen htte1 wie erst weiter unten bewiesen werden kann4 ,da eine durch ,freiheit einem ,begriffe vom ,zwecke gem bewirkte ,erscheinung in der ,sinnenwelt berhaupt1 folglich auch eine ,offenbarung sich als physisch mglich denken lasse1 bedarf keines ,beweises1 indem es zum ,behufe der ,mglichkeit der schlechthin geforderten ,kausalitt des ,moralgesetzes auf die ,sinnenwelt schon angenommen worden ist4 ,dennoch werden wir zur ,erluterung1 nicht zum ,beweise1 und wegen einiger daraus herflieender wichtigen ,folgen auf ,berichtigung des ,offenbarungsbegriffs1 einige ,untersuchungen ber diese physische ,mglichkeit anstellen4 ,beym ,schlusse dieser beiden ,untersuchungen mu es vllig klar seyn1 ob sich vernnftiger ,weise etwas dem ,offenbarungsbegriffe korrespondirendes berhaupt erwarten lasse1 oder nicht4 ,zum ,behufe der ,mglichkeit aber1 diesen ,begriff auf eine besondre in concreto gegebne ,erscheinung anzuwenden1 bedarf es noch einer genauem ,zergliederung des ,offenbarungsbegriffs selbst1 welcher angewendet werden soll4 ,die ,bedingungen1 unter welchen eine solche ,anwendung mglich ist1 mssen alle im ,begriffe liegen1 und sich durch eine ,analysis desselben aus ihm entwickeln lassen4 ,sie heien ,kriterien4 ,unser nchstes ,geschft nach jenen ,untersuchungen wird also das seyn1 diese ,kriterien aufzustellen1 und zu beweisen4 ,hiedurch wird nun nicht nur die ,mglichkeit1 fr diesen ,begriff berhaupt etwas ihm korrespondirendes zu erwarten1 sondern auch die1 ihn auf eine wirklich gegebne ,erscheinung anzuwenden1 vllig gesichert4 ,wenn aber eine solche ,anwendung gleich vllig mglich ist1 so lt sich doch daraus noch kein ,grund erkennen1 warum wir sie wirklich machen sollten4 ,nur nach ,aufzeigung eines solchen ,grundes also ist die ,kritik aller ,offenbarung geschlossen4 4 #h4 ,von der ,mglichkeit des im ,begriffe der ,offenbarung vorausgesetzten empirischen ,datum4 ,die in der ,deduktion des ,begriffs der ,offenbarung von praktischen ,vernunftprincipien a priori vorausgesetzte ,erfahrung ist die3 es knne moralische ,wesen geben1 in welchen das ,moralgesetz seine ,kausalitt fr immer1 oder nur in gewissen ,fllen verliere4 ,das ,moralgesetz fordert eine ,kausalitt auf das obere ,begehrungsvermgen um die ,bestimmung des ,willens2 es fordert vermittelst jenes eine auf das untere1 um die vllige ,freiheit des moralischen ,subjekts vom ,zwange der ,naturtriebe hervorzubringen4 ,ist die erstere ,art der ,kausalitt aufgehoben1 so fehlt der ,wille1 berhaupt ein ,gesetz anzuerkennen1 und ihm ,gehorsam zu leisten2 ist nur die zweite gehindert1 so ist bei allem guten ,willen der ,mensch zu schwach1 das ,gute1 das er will1 wirklich auszuben4 ,dieser ,hypothese empirische ,mglichkeit soll bewiesen werden1 d4 h4 es soll1 nicht aus der ,einrichtung der menschlichen ,natur berhaupt1 insofern sie allgemein und a priori zu erkennen ist1 sondern aus ihren empirischen ,bestimmungen gezeigt werden1 da es mglich1 und wahrscheinlich sey1 da das ,sittengesetz seine ,kausalitt in ihnen verlieren knne2 wodurch denn die ,frage beantwortet wird3 ,warum war eine ,offenbarung nthig1 und warum konnten die ,menschen sich nicht mit der ,naturreligion allein behelfen8 ,die ,ursachen davon knnen nicht in der ,einrichtung der menschlichen ,natur berhaupt1 insofern sie a priori zu erkennen ist1 liegen2 denn sonst mten wir das ,bedrfni einer ,offenbarung schon a priori zeigen knnen1 es mte sich ein ,datum der reinen ,vernunft dafr anfhren lassen1 und der ,begriff von ihr wre ein gegebner3 sondern in zuflligen ,bestimmungen derselben4 ,um aber die vllige ,einsicht in die ,grenzen1 innerhalb welcher ,vernunftreligion zulnglich ist1 innerhalb welcher ,naturreligion eintritt1 und wo endlich geoffenbarte nthig wird1 zu erffnen1 wird es sehr dienlich seyn1 das ,verhltni der menschlichen ,natur zur ,religion1 sowohl berhaupt1 als ihren besondern ,bestimmungen nach1 zu untersuchen4 ,der ,mensch steht1 als ,theil der ,sinnenwelt1 unter ,naturgesetzen4 ,er ist in ,absicht seines ,erkenntnivermgens genthigt1 von ,anschauungen1 die unter den ,gesetzen der ,sinnlichkeit stehen1 zu ,begriffen fortzugehen2 und in ,absicht des untern ,begehrungsvermgens sich durch sinnliche ,antriebe bestimmen zu lassen4 ,als ,wesen einer bersinnlichen ,welt aber1 seiner vernnftigen ,natur nach1 wird sein oberes ,begehrungsvermgen1 durch ein ganz anderes ,gesetz bestimmt1 und dieses ,gesetz erffnet durch seine ,anforderungen ihm ,aussichten auf ,erkenntnisse1 die weder unter den ,bedingungen der ,anschauung1 noch unter denen der ,begriffe stehen4 ,da aber sein ,erkenntnivermgen schlechterdings an jene ,bedingungen gebunden ist1 und er ohne sie sich gar nichts denken kann1 so ist er genthigt auch diese ,gegenstnde einer bernatrlichen ,welt unter jene ,bedingungen zu setzen1 ob er gleich erkennt1 da eine solche ,vorstellungsart nur subjektiv1 nicht objektiv gltig sey1 und da sie ihn weder zu theoretischen1 noch praktischen ,folgerungen berechtige4 ,sein unteres1 durch sinnliche ,antriebe bestimmbares ,begehrungsvermgen ist dem obern untergeordnet1 und es soll nie seinen ,willen bestimmen1 wo die ,pflicht redet4 ,dies ist wesentliche ,einrichtung der menschlichen ,natur4 ,so soll der ,mensch seyn1 und so kann er auch seyn1 denn alles1 was ihn verhindert1 so zu seyn1 ist seiner ,natur nicht wesentlich1 sondern zufllig1 und kann also nicht nur weggedacht werden1 sondern auch wirklich weg seyn4 ,in welchem ,verhltnisse steht er nun in diesem ,zustande gegen die ,religion8 bedarf er ihrer8 welcher8 und wozu8 ,die nchste ,folge dieser ursprnglichen ,einrichtung der menschlichen ,natur ist die1 da ihm das ,moralgesetz als ,gebot1 und nicht als ,aussage erscheint1 da es zu ihm von ,sollen redet1 und nicht von ,seyn2 da er sich bewut ist1 auch anders1 als dieses ,gesetz befiehlt1 handeln zu knnen2 da er folglich1 seiner ,vorstellung nach1 einen ,werth1 und ein ,verdienst erhlt1 wenn er so handelt4 ,dieser ,werth1 den er sich selbst giebt1 berechtigt ihn1 die demselben angemessene ,glckseligkeit zu erwarten3 aber diese kann er sich nicht selbst geben1 so wie jenen2 er erwartet sie also vom hchsten ,exekutor des ,gesetzes1 der ihm durch dasselbe angekndigt wird4 ,dieses ,wesen zieht seine ganze ,verehrung auf sich1 weil es einen unendlichen ,werth hat1 gegen welchen der seinige in ,nichts verschwindet2 und seine ganze ,zuneigung1 weil er alles von ihm erwartet1 was er gutes zu erwarten hat4 ,er kann nicht gleichgltig gegen den stets gegenwrtigen ,beobachter1 ,spher1 und ,beurtheiler seiner geheimsten ,gedanken1 und den gerechtesten ,vergelter derselben bleiben4 ,er mu wnschen1 ihm seine ,bewunderung und ,verehrung zu bezeigen1 und da er's durch nichts anders kann1 es durch pnktlichen in ,rcksicht auf ,ihn geleisteten ,gehorsam zu thun4 -- ,dies ist reine ,vernunftreligion4 ,religiositt von dieser ,art erwartet nicht vom ,gedanken des ,gesetzgebers ein ,moment zur ,erleichterung der ,willensbestimmung1 sondern nur ,befriedigung ihres ,bedrfnisses ihm ihre ,zuneigung zu erkennen zu geben4 ,sie erwartet keine ,anforderung von ,gott1 ihm zu gehorchen1 sondern nur die ,erlaubni1 bei ihrem willigen ,gehorsame auf ihn zu sehen4 ,sie will nicht ,gott eine ,gunst erweisen1 indem sie ihm dient2 sondern sie erwartet es von ihm als die hchste ,gnade1 sich von ihr dienen zu lassen4 -- ,dies ist die hchste moralische ,vollkommenheit des ,menschen4 ,sie setzt nicht nur den festen ,willen immer sittlich gut zu handeln1 sondern auch vllige ,freiheit voraus4 ,es ist a priori unmglich zu bestimmen1 ob in concreto irgend ein ,mensch dieser moralischen ,vollkommenheit fhig sey1 und es ist bei gegenwrtiger ,lage der ,menschheit gar nicht wahrscheinlich4 ,der zweite ,grad der moralischen ,gte setzt eben diesen festen ,willen1 im ,ganzen dem ,moralgesetze zu gehorchen1 aber keine vllige ,freiheit in einzelnen ,fllen voraus4 ,die sinnliche ,neigung kmpft noch gegen das ,pflichtgefhl1 und ist eben so oft ,siegerin,,tn#i1 als besiegt4 ,die ,ursachen dieser moralischen ,schwche liegen nicht im ,wesentlichen der menschlichen ,natur1 sondern sie sind zufllig3 theils bei diesem und jenem ,subjekte eine krperliche ,konstitution1 welche die grere ,heftigkeit1 und die anhaltendere ,dauer der ,leidenschaften begnstigt2 theils1 und hauptschlich die gegenwrtige ,lage der ,menschheit1 in welcher wir weit frher angewhnt werden1 nach ,naturtrieben zu handeln1 als nach moralischen ,grnden1 und weit ftrer in den ,fall kommen1 uns durch die ersteren bestimmen lassen zu mssen1 als durch die letzteren1 so da unsre ,ausbildung als ,naturmenschen meist immer groe ,vorschritte vor unsrer moralischen ,bildung voraus hat4 ,da in diesem ,zustande der ernste ,wille moralisch zu handeln1 mithin ein lebhaftes1 thtiges1 sittliches ,gefhl vorausgesetzt wird1 so mu diese ,schwche dem ,menschen sehr unangenehm seyn1 und er mu begierig jedes ,mittel aufsuchen1 und ergreifen1 um seine ,bestimmung durchs ,moralgesetz zu erleichtern4 ,wenn es darum zu thun ist1 der moralischen ,neigung das bergewicht ber die sinnliche zu verschaffen1 so kann dies auf zweierlei ,art geschehen1 theils indem man die sinnliche ,neigung schwcht1 theils indem man den ,antrieb des ,sittengesetzes1 die ,achtung fr dasselbe1 verstrkt4 ,das erste geschieht nach technisch-praktischen ,regeln1 die auf ,naturprincipien beruhen1 und ber welche jeden sein eignes ,nachdenken1 ,erfahrung1 und empirische ,selbstkenntni belehren mu4 ,sie liegen auer dem ,kreise unsrer gegenwrtigen ,untersuchung4 ,der ,antrieb des ,moralgesetzes lt sich1 ohne der ,moralitt ,abbruch zu thun1 nicht anders verstrken1 als durch lebhafte ,vorstellung der innern ,erhabenheit und ,heiligkeit seiner ,forderungen2 durch ein dringenderes ,gefhl des ,sollens und ,mssens4 ,und wie kann dies dringender werden1 als wenn uns stets die ,vorstellung eines ganz heiligen ,wesens vorschwebt1 das uns heilig zu seyn befiehlt8 ,in ihm erblicken wir die bereinstimmung mit dem ,gesetze nicht mehr blos als etwas1 das seyn soll1 sondern als etwas1 das ist2 in ihm erblicken wir die ,nothwendigkeit1 so zu seyn1 dargestellt4 ,wie kann das sittliche ,gefhl mehr verstrkt werden1 als durch die ,vorstellung1 da bei unmoralischen ,handlungen nicht blos wir selbst1 die wir unvollkommne ,wesen sind -- nein1 da die hchste ,vollkommenheit uns verachten msse8 da bei ,selbstberwindung1 und ,aufopferung unsrer liebsten ,neigungen fr die ,pflicht1 nicht nur wir selbst1 sondern die wesentliche ,heiligkeit uns ehren msse8 ,wie knnen wir aufmerksamer auf die ,stimme unsers ,gewissens1 und gelehriger gegen sie werden1 als wenn wir in ihr die ,stimme des ,heiligsten hren1 der unsichtbar,,tn#aj uns immer begleitet1 und die geheimsten ,gedanken unsers ,herzens spht -- vor dem wir wandeln8 ,da die ,neigung im ,subjekte gegen dieses neue ,moment des ,sittengesetzes1 welches ihr ,abbruch thut1 streitet1 so wird die ,vernunft suchen1 dasselbe durch vllige ,sicherung des ,grundes1 auf dem es beruht1 zu befestigen2 sie wird einen ,beweis fr den ,begriff ,gottes als moralischen ,gesetzgebers suchen1 und sie wird ihn im ,begriffe desselben1 als ,weltschpfers1 finden4 ,dies ist der zweite ,grad der sittlichen ,vollkommenheit1 der die ,naturreligion begrndet4 -- ,diese ,religion soll allerdings ,mittel der ,willensbestimmung in einzelnen ,fllen1 bei eintretendem ,kampfe der ,neigung gegen die ,pflicht1 werden2 aber sie setzt die erste1 hchste ,bestimmung des ,willens1 dem ,moralgesetze berhaupt zu gehorchen1 als durch dasselbe schon geschehen1 voraus1 denn sie bietet sich nicht dar1 sondern sie mu gesucht werden1 und niemand kann sie suchen1 der sie nicht wnscht4 ,der tiefste ,verfall vernnftiger ,wesen in ,rcksicht auf ,sittlichkeit endlich ist es1 wenn nicht einmal der ,wille da ist1 ein ,moralgesetz anzuerkennen1 und ihm zu gehorchen2 wenn sinnliche ,triebe die einzigen ,bestimmungsgrnde ihres ,begehrungsvermgens sind4 ,es scheint wenigstens1 vor der ,hand gar nichts fr die ,nothwendigkeit einer ,offenbarung zu beweisen1 wenn man auch in der ,gesellschaft unter andern moralisch bessern ,menschen noch so viele in diesem ,grade verdorbne ,subjekte sollte aufzeigen knnen3 denn es mu den bessern mglich seyn1 und es ist ihre ,pflicht1 -- knnte man sagen1 -- in den schlechtern durch ,belehrung und ,bildung das moralische ,gefhl zu entwickeln1 und sie so bis zum ,bedrfni einer ,religion zu fhren4 ,ohne uns vor der ,hand auf diese ,untersuchung einzulassen1 wollen wir die ,frage nur so stellen1 wie ihre ,beantwortung fr den ,erweis eines empirischen ,bedrfnisses der ,offenbarung entscheidend wird3 ,war es mglich1 dass die ganze ,menschheit1 oder wenigstens ganze ,vlker- und ,lnderstriche in diesen tiefen moralischen ,verfall gerathen konnten8 ,um sie beantworten zu knnen1 mssen wir erst den ,begriff der empirischen ,sinnlichkeit etwas nher bestimmen4 ,sinnlichkeit berhaupt1 nemlich empirische1 knnte man fglich als eine ,unfhigkeit zur ,vorstellung der ,ideen beschreiben2 um dadurch zugleich den theoretischen ,fehler1 sich dieselben entweder gar nicht1 oder nicht anders1 als unter den ,bedingungen der empirischen ,sinnlichkeit1 denken zu knnen1 und den praktischen1 sich nicht durch dieselben bestimmen zu lassen1 der aus dem erstem nothwendig folgt1 zu befassen4 ,man kann die empirische ,sinnlichkeit1 eben so wie die reine1 in zwei ,gattungen eintheilen1 in die ussere und innere4 ,die erstere besteht in theoretischer ,rcksicht darin1 wenn man sich alles unter die empirischen ,bedingungen der uern ,sinne1 alles hrbar1 fhlbar1 sichtbar u4 s4 w4 denkt1 und auch alles wirklich sehen1 hren1 fhlen will1 und damit ist immer eine gnzliche ,unfhigkeit zum ,nachdenken1 zu ,verfolgung einer ,reihe von ,schlssen1 wenn es auch nur ber ,gegenstnde der ,natur ist1 verbunden2 und in praktischer1 wenn man sich nur durch die ,lust des uern ,sinns1 bestimmen lt4 ,dieses ist derjenige ,grad derselben1 den man auch rohe ,sinnlichkeit nennt4 ,die zweite besteht in theoretischer ,rcksicht darin1 da man sich alles wenigstens unter die empirischen ,bedingungen unsers innern ,sinns1 alles modificirbar denkt1 und es auch wirklich modificiren will2 und in praktischer1 wenn man sich durch nichts hheres bestimmen lt1 als durch die ,lust des innern ,sinns4 ,dahin gehrt die ,lust am ,spiel1 am ,dichten1 am ,schnen 7aber nicht am ,erhabnen71 selbst am ,nachdenken1 am ,gefhl seiner ,kraft1 und sogar das ,mitgefhl1 ob es gleich der edelste aller sinnlichen ,triebe ist4 ,wenn diese ,sinnlichkeit herrschend ist1 d4 i4 wenn wir blos und lediglich durch ihren ,antrieb und nie durch das ,moralgesetz uns bestimmen lassen1 so ist klar1 dass sie allen ,willen gut zu seyn1 und alle ,moralitt gnzlich ausschliet4 ,aber bei den meisten ,menschen hat sie zwar bei weitem das bergewicht1 und sie werden in den meisten ,fllen blos durch sie bestimmt2 aber dennoch sind sie darum noch nicht berhaupt aller reinmoralischen ,handlungen unfhig1 und haben wenigstens noch soviel moralisches ,gefhl1 um die ,strflichkeit und ,unanstndigkeit ihrer ,handlungsart in auffallenden ,fllen oder bei gewissen ,veranlassungen zu fhlen1 und sich deren zu schmen4 ,gesetzt aber1 sie wendeten das ,moralgesetz auch nie auf sich selbst an1 und htten nie ,schaam oder ,reue ber ihre eigne ,unvollkommenheit empfunden1 so zeigt es sich doch in ihrer ,beurtheilung der ,handlungen andrer1 in ihrer oft starken ,misbilligung derselben aus richtigen moralischen ,grnden1 dass sie des moralischen ,sinns nicht gnzlich unfhig sind4 ,auf ,menschen von dieser ,art1 sollte man glauben1 wrde man eben von der ,seite aus1 wo sie noch ,empfnglichkeit fr ,moralitt zeigen1 wirken1 -- man wrde sich eben der ,grundstze1 die sie auf andre anwenden1 bedienen knnen1 um ihnen ber ihren eignen ,zustand die ,augen zu ffnen1 sie so allmhlich zum guten ,willen1 und durch ihn endlich zur ,religiositt zu fhren4 ,es msste also1 zum ,behufe der ,nothwendigkeit einer ,offenbarung gezeigt werden knnen1 dass ,menschen1 und ganze ,menschengeschlechter mglich seyen1 die durch herrschende ,sinnlichkeit des ,sinns fr ,moralitt entweder gnzlich1 oder doch in einem so hohen ,grade beraubt wren1 dass man von diesem ,wege aus gar nicht auf sie wirken knne2 welche sich des ,moralgesetzes in ihnen entweder gar nicht1 oder doch so wenig bewusst seyen1 dass man auf diesen ,grund in ihnen gar nichts bauen knne4 ,es lsst sich a priori wol denken1 da die ,menschheit entweder von ihrem ,ursprnge an1 oder durch mancherlei ,schicksale in so eine ,lage habe kommen knnen1 da sie1 in bestndigem harten ,kampfe mit der ,natur um ihre ,subsistenz1 genthigt gewesen sey1 alle ihre ,gedanken stets auf das1 was vor ihren ,fen lag1 zu richten2 auf nichts denken zu knnen1 als auf das ,gegenwrtige2 und kein ander ,gesetz hren zu knnen1 als das der ,noth4 ,in so einer ,lage ist es unmglich1 dass das moralische ,gefhl erwache1 und sittliche ,begriffe sich entwickeln3 aber die ,menschheit wird nicht immer1 sie wird auer besondern ,fllen nicht lange in derselben bleiben3 sie wird durch ,hlfe der ,erfahrung sich ,regeln machen1 und ,maximen ihres ,verhaltens abstrahiren4 ,diese ,maximen1 blos durch ,erfahrung in der ,natur entstanden1 werden auch blos auf diese angewendet seyn1 und mglichen moralischen ,regeln oft widersprechen4 ,sie werden sich dennoch1 durch ihre ,anwendbarkeit und durch das allgemeine ,beispiel bewhrt1 von ,generation auf ,generation fortpflanzen1 und vermehrt werden2 und nun werden sie es seyn1 die die ,mglichkeit der ,moralitt vernichten1 nachdem jene dringende ,noth1 die vor ihnen es that1 durch sie zum ,theil gehoben ist4 ,denkt man an die ,bewohner des ,feuerlandes1 welche ihr ,leben in einem ,zustande1 der so nahe an die ,thierheit grnzt1 hinbringen1 an die meisten ,bewohner der ,sdsee-,inseln1 welchen der ,diebstahl etwas ganz gleichgltiges zu seyn1 und welche sich desselben nicht im geringsten zu schmen scheinen1 an jene ,negern1 welche ohne langes ,bedenken ihre ,frau1 oder ihre ,kinder gegen einen ,trunk ,brandwein in die ,sklaverei verkaufen1 so scheint man die erstere ,bemerkung in der ,erfahrung besttigt zu finden2 und um sich von der ,richtigkeit der zweiten zu berzeugen1 hat man nur die ,sitten und ,maximen policirter ,vlker zu studiren4 ,wie soll nun die ,menschheit aus diesem ,zustande zur ,moralitt1 und durch sie zur ,religion gelangen8 ,kann sie dieselbe nicht selbst finden8 ,um diese ,frage bestimmter zu beantworten1 mssen wir dasjenige1 was hierzu vorausgesetzt wird1 mit ihrem ,zustande1 vergleichen4 ,um zu entscheiden1 ob ein ,volk der ,sittlichkeit berhaupt in seinem gegenwrtigen ,zustande fhig sey1 oder nicht1 ist es nicht genug1 ihr ,verhalten zu betrachten1 und der ,schlu3 ein gewisses ,volk begeht allgemein1 und ohne ,spur der geringsten ,schaam1 ,handlungen1 die gegen die ersten ,grundstze aller ,moral streiten1 also ist es ohne alles moralisches ,gefhl2 ist bereilt4 ,man mu untersuchen1 ob sich denn nicht einmal der ,begriff von ,pflicht berhaupt1 wenn gleich noch so dunkel gedacht1 bei ihnen zeige1 und wenn man denn da z4 ,b4 nur soviel findet1 da sie auf die ,beobachtung eines ,vertrags1 die sie nicht erzwingen knnen1 auch in dem ,falle1 da es dem zweiten ,theile zutrglich wre ihm nicht zu halten1 trauen1 und in diesem ,vertrauen sich wagen2 da sie im ,fall der ,verletzung desselben lebhaftern und bitterern ,unwillen zeigen1 als sie ber den ihnen dadurch zugefgten ,schaden an sich zeigen wrden2 so mu man ihnen den ,begriff der ,pflicht berhaupt zugestehen4 ,nun aber ist ohne dieses ,vertrauen auf ,beobachtung der ,vertrge es auch nicht einmal mglich1 sich zur ,gesellschaft zu verbinden4 ,jedes ,volk also1 das nur in gesellschaftlicher ,vereinigung lebt1 ist nicht ohne allen moralischen ,sinn4 ,aber leider ist es allgemeine ,gewohnheit aller derer1 bei denen die ,sinnlichkeit herrschend ist1 sich dieses ,gefhls nicht sowohl als ,bestimmungsgrundes ihrer eignen ,handlungen1 als vielmehr blos und lediglich als ,beurtheilungsprincips der ,handlungen anderer zu bedienen4 ,ja1 sie gehen wol so weit1 besonders wenn die ,sinnlichkeit schon in ,maximen gebracht ist1 eine ,aufopferung1 eine ,verleugnung des ,eigennutzes fr die ,pflicht1 sich als lcherliche ,thorheit anzurechnen1 und sich derselben zu schmen2 sich also stets und immer als blos unter dem ,naturbegriffe stehend zu betrachten2 verfahren endlich auch wol so konsequent1 es auch dem ndern fr eben das anzurechnen1 wofern sie nicht etwa selbst persnlich dabei interessirt1 und durch die ,pflichtverletzung des ndern an ihrem eignen ,vortheile gekrnkt worden sind4 ,nur im letztern ,falle erinnern sie sich1 da es ,pflichten giebt2 und dies macht denn die ,entwickelung dieses ,begriffs1 wo wir ihn mit herrschender ,sinnlichkeit vereinigt antreffen1 sehr verdchtig1 und berechtigt uns zu glauben1 da blos das ,princip der letztern1 das des ,eigennutzes1 sie bewirkt habe4 ,mit herrschender ,sinnlichkeit ist also sogar der ,wille1 moralisch gut zu seyn1 nicht zu vereinigen4 ,da aber dieser ,wille unumgnglich nthig ist1 um eine ,religion als ,mittel einer strkern ,bestimmung durchs ,moralgesetz zu suchen1 so kann die ,menschheit in diesem ,zustande nie von selbst eine ,religion finden1 denn sie kann sie nicht einmal suchen4 ,und wenn sie dieselbe auch suchen knnte1 so kann sie sie nicht finden4 ,um sich auf die oben entwickelte ,art zu berzeugen1 da ,gott es ist1 der durchs ,moralgesetz zu uns redet1 bedarf es vor's erste des ,begriffe einer ,schpfung der ,welt durch eine ,ursache auer ihr4 ,auf diesen ,begriff wird die ,menschheit1 selbst die noch sehr ungebildete ,menschheit1 leicht kommen4 ,sie ist a priori genthigt1 sich absolute ,totalitt der ,bedingungen zu denken2 und sie schliet die ,reihe derselben nur eher und schneller1 je weniger sie gebildet1 und je unfhiger sie ist1 eine lange ,reihe zu verfolgen4 ,daher wird unter rohsinnlichen ,menschen alles voll von ,glauben an bernatrliche ,ursachen1 an ,dmonen ohne ,zahl seyn4 ,eine gebildetere ,sinnlichkeit wird sich vielleicht zum ,begriffe einer einzigen ersten ,ursache1 eines kunstvollen ,architekten der ,welt erheben4 ,aber zum ,behuf einer ,religion brauchen1 wir nicht diesen1 sondern den von einem moralischen ,weltschpfer1 und1 um zu ihm zu gelangen1 den ,begriff eines moralischen ,endzwecks der ,welt4 ,nun wird abermals die ,sinnlichkeit zwar leicht auf den ,begriff von mglichen ,zwecken in der ,weit kommen1 weil sie selbst durch die ,vorstellung von ,zwecken bei ihren ,geschften hienieden geleitet wird3 aber der ,begriff eines moralischen ,endzwecks der ,schpfung ist nur dem gebildeten moralischen ,gefhle mglich4 ,der blos sinnliche ,mensch wird also nie weder auf ihn1 noch durch ihn auf das ,princip einer ,religion kommen4 ,vor's erste1 wenn doch ein ,mittel sollte ausfindig gemacht werden1 ,religion an ihn zu bringen1 wozu bedarf er ihrer8 ,der beste moralische ,mensch1 der nicht nur den ernsten ,willen htte1 dem ,moralgesetze zu gehorchen1 sondern auch die vllige ,freiheit1 bedurfte ihrer blos dazu1 um die ,empfindung der ,verehrung und ,dankbarkeit gegen das hchste ,wesen auf irgend eine ,art zu befriedigen4 ,derjenige1 der zwar eben den ernsten ,willen1 aber nicht vllige ,freiheit hatte1 bedurfte ihrer1 um der ,autoritt des ,moralgesetzes ein neues ,moment hinzuzufgen1 durch welches der ,strke der ,neigung das ,gegengewicht gehalten und die ,freiheit hergestellt wrde4 ,derjenige1 der auch nicht den ,willen hat1 ein sittliches ,gesetz anzuerkennen1 und ihm zu gehorchen1 bedarf ihrer1 um nur erst diesen ,willen1 und dann durch ihn die ,freiheit in sich hervorzubringen4 ,mit ihm hat also die ,religion einen andern ,weg zu nehmen4 ,die reine ,vernunftreligion1 sowohl als die natrliche1 grndeten sich auf ,moralgefhl3 die geoffenbarte hingegen soll selbst erst ,moralgefhl begrnden4 ,die erstere fand gar keinen ,widerstand1 sondern alle ,neigungen im ,subjekte bereit1 sie anzunehmen2 die zweite hatte nur in einzelnen ,fllen die ,neigungen zu bekmpfen1 kam aber im ,ganzen erwnscht1 und gesucht2 die letztere hat nicht nur allen unmoralischen ,neigungen1 sondern sogar dem vlligen ,widerstreben1 berhaupt ein ,gesetz anzuerkennen1 und der ,abneigung gegen sie selbst1 die sie das ,gesetz gltig machen will1 das ,gegengewicht zu haben4 ,sie kann also und wird sich wichtigerer ,momente bedienen1 so viel es geschehen kann1 ohne der ,freiheit ,abbruch zu thun1 d4 h4 ohne gegen ihren eignen ,zweck zu handeln4 ,durch welchen ,weg nun kann diese ,religion an die so beschaffne ,menschheit gelangen8 ,natrlich auf eben dem1 auf welchem alles an sie gelangt1 was sie sich denkt1 oder wodurch sie sich bestimmen lt1 auf dem der ,sinnlichkeit4 ,gott mu sich ihnen unmittelbar durch die ,sinne ankndigen1 unmittelbar durch die ,sinne ,gehorsam von ihnen verlangen4 ,aber hier sind noch zwei ,flle mglich1 nemlich entweder ,gott entwickelt durch eine bernatrliche ,wirkung in der ,sinnenwelt in dem ,herzen eines oder mehrerer1 die er zu seinen ,mittelspersonen an die ,menschheit ausersehen hat1 auf dem ,wege des ,nachdenkens das moralische ,gefhl1 und bauet auf eben dem ,wege auf dasselbe das ,princip aller ,religion1 mit dem ,befehle1 an den brigen ,menschen eben das zu thun1 was er an ihnen gethan hat3 oder er kndigt geradezu dieses ,princip an1 und grndet es auf seine ,autoritt1 als ,herr4 ,im erstem ,falle wren wir nicht einmal genthigt1 ,gott als unmittelbare ,ursache dieser bernatrlichen ,wirkung anzunehmen1 sondern1 ob wir gleich ein allgemeines sittliches ,verderben der ,menschheit angenommen haben1 so knnte doch recht fglich eins der mglichen hhern moralischen ,wesen ,ursache einer solchen ,wirkung seyn4 ,finden wir aber anderweitige ,grnde1 den ,grund einer solchen ,wirkung unmittelbar in ,gott zu setzen1 so werden wir diese ,grnde dadurch gar nicht entkrften1 wenn wir sagen1 es sey ,gott unanstndig1 den ,pdagogen zu machen2 denn nach unsrer ,erkenntni von ,gott ist nichts ihm unanstndig1 als was gegen das ,moralgesetz ist4 ,in diesem ,falle htten wir denn auch1 ununtersucht1 welches moralische ,wesen die veranlassende ,ursache dieser ,entwickelung sey1 keine ,offenbarung1 sondern eine auf einem bernatrlichen ,wege an uns gebrachte ,naturreligion4 ,wenn dieses ,mittel nur mglich und zur ,erreichung des ,zwecks hinlnglich war1 so war keine ,offenbarung1 d4 i4 keine unmittelbar auf ,gottes ,autoritt gegrndete ,ankndigung desselben1 als ,gesetzgebers1 nthig4 ,lat uns einen ,augenblick annehmen1 ,gott wolle sich desselben bedienen4 ,er wird ohne ,zweifel in den ,seelen derer1 auf die er wirkt1 die erwartete vernnftige berzeugung hervorbringen4 ,diese werden seinem ,befehle1 und ihrem eignen ,gefhl der ,verbindlichkeit1 ,moralitt weiter zu verbreiten1 gem1 sich an die brige ,menschheit wenden1 und eben diese berzeugung auf eben dem ,wege in ihnen aufzubauen suchen1 auf welchem sie in ihnen selbst aufgebaut wurde4 ,es liegt weder in der menschlichen ,natur berhaupt1 noch in der empirischen ,beschaffenheit der angenommenen ,menschen insbesondre ein ,grund1 warum es diesen ,abgeordneten unmglich seyn sollte1 ihren ,zweck zu erreichen1 wenn sie nur ,gehr finden1 wenn sie sich nur ,aufmerksamkeit verschaffen knnen4 ,aber wie wollen sie sich diese verschaffen bei ,menschen1 die schon im ,voraus gegen das ,resultat ihrer ,vorstellungen eingenommen seyn mssen8 ,was wollen sie diesen das ,nachdenken scheuenden ,menschen geben1 damit sie die ,mhe desselben auf sich nehmen1 um die ,wahrheit einer ,religion erkennen zu mssen1 welche ihre ,neigungen einschrnken und sie unter ein ,gesetz bringen will8 ,es bleibt also nur der letzte ,fall brig3 sie mssen ihre ,lehren unter gttlicher ,autoritt1 und als seine ,gesandten an die ,menschheit1 ankndigen4 ,auch dies scheint wieder auf zweierlei ,art mglich zu seyn1 da nemlich ,gott entweder auch dieser seiner ,gesandten ,glauben schlechthin auf ,autoritt grnde1 oder da er nur wolle1 und es von ihrer eignen ,einsicht erwarte1 da sie dasjenige1 was auf dem bloen ,wege des ,nachdenkens durch irgend ein ,mittel aus ihrem ,herzen entwickelt worden1 den brigen ,menschen unter gttlicher ,autoritt ankndigen1 insofern sie einsehen1 da kein anderes ,mittel brig ist1 ,religion an sie zu bringen4 ,das letztere aber ist unmglich2 denn dann htte ,gott gewollt1 da diese seine ,abgeordneten1 -- zwar in der wohlthtigsten ,absicht1 -- aber doch1 da sie lgen und betrgen sollten3 ,lgen und ,betrug aber bleibt immer1 in welcher ,absicht er auch geschehe1 unrecht1 weil das nie ,princip einer allgemeinen ,gesetzgebung werden kann2 und ,gott kann nie etwas unrechtes wollen4 ,man knnte endlich sich drittens noch als mglich denken1 ,gott habe gewollt1 da sich diese angeblichen ,inspirirten tuschen1 und eine auf ,autoritt gegrndete ,ankndigung der gttlichen ,moralgesetzgebung1 die ganz natrlich1 z4 ,b4 durch die vom ,wunsche darnach aufgeregte ,phantasie in ihnen entstanden wre1 einer bernatrlichen ,ursache zuschreiben sollten4 ,da jede kategorische ,antwort auf diese ,frage1 die bejahende sowohl1 als die verneinende1 sich lediglich auf theoretische ,principien grnden knnte1 weil von ,erklrung einer ,naturerscheinung nach derselben ,gesetzen die ,rede ist2 alle ,naturphilosophie aber nicht so weit reicht1 um zu beweisen1 da etwas in der ,sinnenwelt nur durch ,gesetze der ,natur1 oder1 da es durch sie nicht mglich sey2 so kann diese ,behauptung1 auf ,errterung einer ,offenbarung in concreto angewandt1 nie1 weder bewiesen1 noch widerlegt werden2 sie gehrt aber auch nicht in die ,untersuchung vom mglichen ,ursprnge einer geoffenbarten ,religion1 als welche blos aus praktischen ,principien angestellt wird4 ,allerdings knnte eine gewisse ,wirkung1 als ,naturerscheinung betrachtet1 aus uns entdeckbaren ,naturgesetzen entstanden seyn1 und dennoch knnte es zugleich dem ,begriffe eines vernnftigen ,wesens sehr gem seyn1 da wir sie1 wenigstens bis zur ,erreichung ihrer moralischen ,absicht1 einer bernatrlichen ,ursache zuschrieben2 und jener disjunktive ,satz3 ,gewisse angebliche ,inspirirten waren entweder wirklich inspirirt1 oder sie waren ,betrger1 oder sie waren ,schwrmer -- richtiger1 und gelinder ausgedrckt1 sie waren unvollkommne ,naturforscher -- reicht bei weitem nicht hin1 durch ihn die kategorischen ,behauptungen1 auf welche er ausgeht1 zu begrnden4 ,denn erstens heben die ,begriffe1 die als ,glieder der ,eintheilung neben einander gestellt sind1 sich nicht wechselseitig auf4 ,die ,mglichkeit1 den letztern anzunehmen1 mu aus ,naturbegriffen widerlegt1 oder bewiesen werden2 die ,mglichkeit der beiden erstem aber kann nur aus praktischen ,principien dargethan werden3 beide ,principien aber treffen1 sich nicht1 und aus dem einen kann sehr wohl bejaht werden1 was das andre verneint4 ,der letzte ,fall also1 und einer von den beiden erstern1 sind zugleich mglich1 nur die beiden erstern widersprechen sich4 ,zweitens ist die ,unmglichkeit des letztern nie in einem gegebnen ,falle darzuthun4 ,aber dies alles wird erst in der ,folge1 wo wir von der physischen ,mglichkeit der erwarteten bernatrlichen ,wirkung in der ,sinnenwelt reden werden1 seine vllige ,deutlichkeit erhalten4 ,da also die ,mglichkeit des letztern ,falles1 die wir freilich nicht wegrumen knnen1 uns nicht irre machen darf1 so knnen wir nun aus allem bis jetzt bewiesenen sicher folgende ,resultate ziehen3 ,die ,menschheit kann so tief in moralischen ,verfall gerathen1 da sie nicht anders zur ,sittlichkeit zurckzubringen ist1 als durch die ,religion1 und zur ,religion nicht anders1 als durch die ,sinne3 eine ,religion1 die auf solche ,menschen wirken soll1 kann sich auf nichts anders grnden1 als unmittelbar auf gttliche ,autoritt3 da ,gott nicht wollen kann1 da irgend ein moralisches ,wesen eine solche ,autoritt erdichte1 so mu er selbst es seyn1 der sie einer solchen ,religion beilegt4 ,aber wozu soll nun diese ,autoritt8 und worauf kann ,gott1 wenn er es mit ,menschen1 die in diesem ,grade sinnlich sind1 zu thun hat1 sie grnden8 ,offenbar nicht auf eine ,erhabenheit1 fr welche sie keinen ,sinn und keine ,ehrfurcht haben1 auf seine ,heiligkeit1 als welches das moralische ,gefhl in ihnen schon voraussetzen wrde1 das erst durch die ,religion entwickelt werden soll2 sondern auf diejenige1 fr deren ,bewunderung sie aus ,naturgrnden empfnglich sind1 auf seine ,gre1 und ,macht als ,herr der ,natur und als ihr ,herr4 ,nun aber ist es ,heteronomie1 und bewirkt keine ,moralitt1 sondern erzwingt hchstens ,legalitt1 wenn wir nur darum uns dem ,inhalte des ,moralgesetzes gem betragen1 weil ein bermchtiges ,wesen es will2 und eine auf diese ,autoritt gegrndete ,religion widersprche folglich sich selbst4 ,aber diese ,autoritt soll denn auch nicht ,gehorsam1 sie soll nur ,aufmerksamkeit auf die weiter vorzulegenden ,motiven des ,gehorsams begrnden4 ,aufmerksamkeit aber1 als eine empirische ,bestimmung unsrer ,seele1 ist durch natrliche ,mittel zu erregen4 ,es wrde zwar offenbar widersprechend seyn1 auch nur diese durch ,furcht vor angedrohten ,strafen dieses mchtigen ,wesens1 oder wol gar durch physische ,mittel erzwingen1 oder durch verheine ,belohnungen erschleichen zu wollen2 widersprechend1 weil ,furcht und ,hoffnung die ,aufmerksamkeit mehr zerstreuen1 als erregen1 und hchstens nur ein mechanisches ,nachsagen1 aber keine auf vernnftige berlegung gegrndete berzeugung1 welche allein der ,grund aller ,moralitt seyn mu1 hervorbringen knnen2 widersprechend1 weil dies gleich anfangs das ,princip aller ,religion verflschen1 und ,gott als ein ,wesen darstellen wrde1 dem man sich noch durch etwas anderes1 als durch moralische ,gesinnungen1 -- hier durch unwilliges ,anhren von ,dingen1 an denen man kein ,interesse hat1 und durch ngstliches ,nachplaudern derselben -- gefllig machen knnte4 ,aber die ,vorstellung einer noch so groen ,macht errege auch1 so lange wir uns nicht im ,widerstreite gegen sie denken1 nicht ,furcht1 sondern ,bewunderung1 und ,verehrung1 die zwar nur auf pathologischen1 und nicht moralischen1 ,grnden beruht1 die aber unsre ,aufmerksamkeit auf alles1 was von dem mchtigen ,wesen herkommt1 krftig hinzieht4 ,so lange sich nun ,gott noch nicht als moralischen ,gesetzgeber1 sondern blos als redende ,person ankndigt1 so denken wir uns noch nicht im ,widerstreite gegen ihn2 und wenn er sich als solchen ankndigt1 so kndigt er uns zugleich seine ,heiligkeit an1 welche uns alle mgliche ,furcht vor seiner ,macht benimmt1 indem sie uns zusichert1 da er nie einen willkhrlichen ,gebrauch von derselben gegen uns machen1 sondern da ihre ,wirkungen auf uns gnzlich von uns selbst abhngen werden4 ,die ,anforderung ,gottes also an uns in einer mglichen ,offenbarung1 ihn anzuhren1 grndet sich auf seine ,allmacht1 und unendliche ,gre1 und kann sich auf nichts anders grnden1 indem ,wesen1 die einer ,offenbarung bedrfen1 vor's erste keiner andern ,vorstellung von ihm fhig sind4 ,seine ,anforderung aber ihm zu gehorchen1 kann sich auf nichts anderes1 als auf seine ,heiligkeit grnden1 weil sonst der ,zweck aller ,offenbarung1 reine ,moralitt zu befrdern1 nicht erreicht wrde2 aber der ,begriff der ,heiligkeit sowohl1 als die ,verehrung gegen sie1 mu schon vorher durch die ,offenbarung entwickelt worden seyn4 -- ,wir haben einen erhabnen ,ausspruch1 der dies erlutert3 ,ihr sollt heilig seyn1 denn ich bin heilig1 spricht der ,herr4 ,der ,herr redet1 als ,herr1 und fordert dadurch alles zur ,aufmerksamkeit auf4 ,aber die ,forderung der ,heiligkeit grndet er nicht auf diese seine ,herrschaft1 sondern auf seine eigne ,heiligkeit4 ,aber1 wie sollen denn diese ,menschen1 ehe ihr sittliches ,gefhl noch geweckt ist1 beurtheilen1 ob es ,gott seyn knne1 welcher redet8 wird noch gefragt2 und hier kommen wir dann auf die ,beantwortung eines ,einwurfs1 der schon seit langem vor der ,seele jedes ,lesers geschwebt haben mu4 ,wir haben im vorigen 4 bewiesen1 da der ,begriff der ,offenbarung vernnftiger ,weise nur a priori mglich sey1 und a posteriori gar nicht rechtmig entstehen knne2 und in diesem haben wir gezeigt1 da es einen ,zustand geben knne1 ja da die ganze ,menschheit in diesen ,zustand verfallen knne1 in welchem es ihr unmglich ist1 a priori auf den ,begriff der ,religion1 und also auch der ,offenbarung zu kommen4 ,dies sey ein frmlicher ,widerspruch1 kann man sagen3 oder man kann uns das ,dilemma vorlegen3 ,entweder fhlten die ,menschen schon das sittliche ,bedrfni1 das sie treiben konnte1 eine ,religion zu suchen1 und htten schon alle ,moralbegriffe1 die sie von den ,wahrheiten derselben vernnftig berzeugen konnten2 so bedurften sie keiner ,offenbarung1 sondern hatten schon a priori ,religion3 oder sie fhlten weder jenes ,bedrfni1 noch hatten sie jene ,begriffe2 so konnten sie sich nie aus moralischen ,grnden von der ,gttlichkeit einer ,religion berzeugen2 aus theoretischen konnten sie es auch nicht2 sie konnten es also berhaupt nicht1 und eine ,offenbarung ist folglich unmglich4 ,aber es folgt nicht1 da ,menschen1 die sich des ,moralgebots in ihnen wenig bewut waren1 und durch dasselbe nicht zur ,aufsuchung einer ,religion getrieben werden konnten1 also der ,offenbarung bedurften1 nicht nachher eben durch ,hlfe dieser ,offenbarung jenes ,gefhl in sich entwickeln1 und so geschickt werden konnten1 eine ,offenbarung zu prfen1 und so vernnftig zu untersuchen1 ob sie gttlichen ,ursprungs seyn knne1 oder nicht4 ,es kndigte sich ihnen eine ,lehre als gttlich an1 und erregte dadurch wenigstens ihre ,aufmerksamkeit4 ,entweder nahmen sie nun dieselbe sogleich fr gttlich an2 und da sie dies weder aus theoretischen ,principien folgern1 noch nach moralischen untersuchen konnten1 weil noch bis jetzt ihr ,moralgefhl unentwickelt war1 nahmen sie etwas ganz ohne ,grund an1 und es war ein ,glck fr sie1 wenn ihnen der ,zufall ntzlich wurde3 oder sie verwarfen sie sogleich2 so verwarfen sie wieder etwas ganz ohne ,grund3 oder endlich sie lieen die ,sache unentschieden1 bis sie vernnftige ,grnde eines ,unheils finden wrden1 und in diesem einzigen ,falle handelten sie vernnftig4 ,da ,gott rede1 oder da er nicht rede 7als kategorische1 aus theoretischen ,grnden mgliche1 ,behauptung71 konnten sie nie beweisen2 ob er geredet haben knne1 konnte nur aus dem ,inhalte dessen erhellen1 was in seinem ,namen gesagt ward2 sie muten es also vor's1 erste anhren4 ,wenn nun durch dieses ,anhren ihr moralisches ,gefhl entwickelt wurde1 so wurde zugleich der ,begriff einer ,religion1 und des mglichen ,inhalts derselben1 sie komme nun durch ,offenbarung1 oder ohne sie an uns1 entwickelt2 und nun konnten1 und muten sie1 um zu einem vernnftigen ,frwahrhalten zu gelangen1 die ihren als gttlich angekndigte ,offenbarung mit ihrem nun entwickelten ,begriffe einer ,offenbarung a priori vergleichen1 und nach der bereinstimmung oder ,nichtbereinstimmung mit demselben ein ,urtheil ber sie fllen3 und das ls't dann den vermeinten ,widerspruch vllig auf4 ,ein vernnftiges ,aufnehmen einer gegebnen ,offenbarung1 als gttlich1 ist nur aus ,grnden a priori mglich1 aber a posteriori knnen1 und mssen in gewissen ,fllen1 ,gelegenheitsursachen gegeben werden1 um diese ,grnde zu entwickeln4 ,alle diese ,untersuchungen nun haben den eigentlichen ,fragepunkt mehr vorbereitet1 als bestimmt und entwickelt4 ,da nemlich nach allem bisher gesagten kein vernnftiges ,aufnehmen einer ,offenbarung als gttlich1 eher als nach vlliger ,entwickelung des ,moralgefhls in uns1 statt findet2 da ferner nur auf dieses ,gefhl1 und den dadurch in uns begrndeten ,willen der ,vernunft zu gehorchen1 jeder ,entschlu einem ,gesetze ,gottes zu gehorchen sich grnden kann3 74 #c47 so scheint die gttliche ,autoritt1 worauf eine gegebne ,offenbarung sich grnden knnte1 ihren ganzen ,nutzen zu verlieren1 sobald es mglich wird1 sie anzuerkennen4 ,so lange nemlich eine solche ,offenbarung noch arbeitet1 um den ,menschen zur ,empfnglichkeit fr ,moralitt zu bilden1 ist es demselben vllig problematisch1 ob sie gttlichen ,ursprungs auch nur seyn knne1 weil dies sich nur aus einer ,beurtheilung derselben nach ,moralprincipien ergeben1 kann2 sobald aber nach geschehener ,entwickelung des ,moralgefhls in ihm1 eine solche ,beurtheilung mglich ist1 so scheint dies ,moralgefhl allein hinlnglich seyn zu knnen1 um ihn zum ,gehorsam gegen das ,moralgesetz1 blos als solches1 zu bestimmen4 ,und obgleich1 wie ebenfalls oben 74 #c47 gezeigt worden1 auch bei dem festesten ,willen dem ,moralgesetze1 blos als ,gesetze der ,vernunft1 zu gehorchen1 einzelne ,flle mglich sind1 in denen dasselbe einer ,verstrkerung seiner ,kausalitt durch die ,vorstellung1 es sey ,gottes ,gesetz1 bedarf1 so ist doch in dem durch eine geschehene ,offenbarung zur ,moralitt gebildeten ,subjekte die ,vorstellung dieser gttlichen ,gesetzgebung sowohl ihrer ,materie nach durch praktische ,vernunftprincipien1 als ihrer ,form nach durch ,anwendung derselben auf den ,begriff einer ,welt1 vllig mglich1 und es erscheint kein ,grund1 warum er sie sich1 als durch eine bernatrliche ,wirkung in der ,sinnenwelt gegeben1 denken sollte4 ,es mu also ein ,bedrfni1 freilich nur ein empirisches1 aufgezeigt werden1 welchem nur durch die bestimmte ,vorstellung einer durch eine ,wirkung in der ,sinnenwelt geschehnen ,ankndigung ,gottes als moralischen ,gesetzgebers abgeholfen werden kann1 wenn diese ganze ,vorstellung nicht vergeblich1 und der ,begriff einer ,offenbarung nicht leer seyn soll1 indem ein ,glaube an dieselbe allenfalls ntzlich seyn knnte1 so lange er nicht mglich ist1 und sobald er mglich wird1 seinen ganzen ,nutzen verlhre3 denn unmglich knnen wir die frommen ,empfindungen ber die zu unsrer ,schwachheit sich herablassende ,gte ,gottes1 u4 dergl41 die durch eine solche ,vorstellung in uns entstehen mssen1 als den ganzen bleibenden ,nutzen einer ,offenbarung angeben4 ,nun sind in obiger ,deduktion des ,offenbarungsbegriffs zum ,behuf der realen ,mglichkeit desselben nicht nur solche vernnftige ,wesen ,vorausgesetzt worden1 in denen das ,moralgesetz seine ,kausalitt auf immer1 sondern auch solche1 bei denen es dieselbe in einzelnen ,fllen verlohren habe4 ,wo auch nicht der ,wille ein ,sittengesetz anzuerkennen1 und ihm zu gehorchen1 vorhanden ist1 ist das ,moralgesetz ganz ohne ,kausalitt2 wo hingegen zwar dieser1 aber nicht die vllige ,freiheit da ist1 verliert es seine ,kausalitt in einzelnen ,fllen4 ,wie die ,offenbarung die ,wirksamkeit desselben im ersten ,falle wieder herstelle1 ist jetzt gezeigt worden3 ob sie auch im zweiten einen ihr wesentlichen1 nur durch sie mglichen ,einflu habe1 davon ist jetzt die ,frage4 ,da im ersten ,falle die ,offenbarung noch gar nicht als das1 fr was sie sich vernnftiger ,weise anerkannt werden kann1 so knnte man diese ihre ,funktion -- die der ,offenbarung an sich1 insofern sie von unsrer ,vorstellungsart ganz unabhngig ist1 oder ihrer ,materie nach 7functio revelationis materialiter spectatae7 nennen2 hingegen das1 was sie im zweiten ,falle zu leisten htte1 die ,funktion der ,offenbarung1 insofern wir sie dafr anerkennen1 oder ihrer ,form nach 7functio revelationis formaliter spectatae71 und1 da ,offenbarung eigentlich nur dadurch es wird1 da wir sie dafr erkennen1 der ,offenbarung im eigentlichsten ,sinne4 ,wir haben oben bei ,errterung der ,funktion einer ,offenbarung ihrer ,materie nach ganz richtig angenommen1 da dieselbe sich nur auf ,subjekte beziehe1 in denen auch nicht einmal der ,wille dem ,vernunftgesetze zu gehorchen vorhanden sey1 da sie hingegen in dieser ,funktion diejenigen1 denen es nicht an diesem ,willen1 wol aber an vlliger ,freiheit ihn zu vollbringen1 mangelt1 nicht zu ,objekten habe1 sondern da zu ,herstellung der ,freiheit in dergleichen ,subjekten die ,naturreligion hinlnglich sey4 ,da nun durch die ,offenbarung vermittelst ihrer ersten ,funktion die ,willensbestimmung durchs ,moralgesetz mglich gemacht1 mithin alle vernnftige ,wesen zur zweiten ,stuffe der moralischen ,vollkommenheit erhoben werden sollen1 so wrde1 wenn ,wesen auf dieser zweiten ,stuffe die ,naturreligion stets genugthuend seyn knnte1 gar keine ,funktion der ,offenbarung ihrer ,form nach1 nemlich keine ,wirksamkeit derselben zu ,herstellung der ,freiheit statt finden1 und1 da dies die ,funktion der ,offenbarung im eigentlichsten ,sinne ist1 kein wahres ,bedrfni eines ,glaubens an ,offenbarung gezeigt werden knnen2 fnde sie aber statt1 so scheint dies dem obigen ,satze von der ,hinlnglichkeit der ,naturreligion zur ,herstellung der ,freiheit zu widersprechen4 ,wir haben also vor's erste zu untersuchen1 ob sich ein ,einflu der ,vorstellung von einer geschehnen ,offenbarung auf das ,gemth zur ,herstellung der gehemmten ,freiheit des ,willens denken lasse1 und dann1 wenn sich ein solcher ,einflu zeigen sollte1 zu untersuchen1 ob und inwiefern beide ,behauptungen beisammenstehen knnen4 ,es ist eine der ,eigentmlichkeiten des empirischen ,charakters des ,menschen1 da1 so lange eine seiner ,gemthskrfte besonders aufgeregt1 und in lebhafter ,thtigkeit ist1 andere1 und das um desto mehr1 jemehr sie sich1 von jener entfernen1 unthtig1 und gleichsam erschlafft sind3 und da diese ihre ,erschlaffung grer ist1 je grer1 die ,thtigkeit jener4 ,so vergeblich man sich bemhen wrde1 jemanden1 der durch sinnlichen ,reitz bestimmt1 oder in einem heftigen ,affekte ist1 durch ,vernunftgrnde anders zu bestimmen2 eben so sicher ist's1 da im ,gegensatze eine ,erhebung der ,seele durch ,ideen1 oder eine ,anstrengung derselben durch ,nachdenken mglich ist1 bei welcher sinnliche ,eindrcke fast ihre ganze ,kraft verlieren4 ,soll in solchen ,fllen auf einen ,menschen gewirkt werden1 so kann es fast nicht anders geschehen1 als vermittelst derjenigen ,kraft1 die eben jetzt in ,thtigkeit ist1 indem auf die brigen kaum ein ,eindruck zu machen ist1 oder wenn er auch zu machen wre1 er nicht hinreichend seyn wrde1 den ,willen des ,menschen zu bestimmen4 ,einige ,gemthskrfte haben eine nhere ,verwandtschaft1 und einen grern wechselseitigen ,einflu auf einander1 als andere4 ,denjenigen1 der vom ,sinnenreize fortgerissen ist1 wird man durch ,vernunftgrnde vergeblich zurckhalten wollen1 aber durch ,darstellung eines andern sinnlichen ,eindrucks vermittelst der ,einbildungskraft kann es sehr leicht1 ohne ,anwesenheit des sinnlichen ,gegenstandes1 also ohne unmittelbare ,sinnenempfindung1 gelingen4 ,alle durch empirische ,sinnlichkeit bestimmbare ,krfte stehen in solcher ,korrespondenz4 ,die der ,pflicht widerstreitenden ,bestimmungen werden alle durch ,eindrcke auf diese ,krfte bewirkt2 durch ,sinnenempfindung1 die entweder unmittelbar dem ,gegenstande auer uns korrespondirt1 oder die durch die empirische ,einbildungskraft reproducirt wird1 durch ,affekten1 durch ,leidenschaften4 ,welches ,gegengewicht soll nun der ,mensch einer solchen ,bestimmung entgegensetzen1 wenn sie so stark ist1 da sie die ,stimme der ,vernunft gnzlich unterdrckt8 ,offenbar mu dies ,gegengewicht durch eine ,kraft des ,gemths an die ,seele gebracht werden1 welche von der einen ,seite sinnlich1 und also fhig ist einer ,bestimmung der sinnlichen ,natur des ,menschen entgegenzuwirken1 von der andern durch ,freiheit bestimmbar ist1 und ,spontaneitt hat3 und diese ,kraft des ,gemths ist die ,einbildungskraft4 ,durch sie also mu das einzig mgliche ,motiv einer ,moralitt1 die ,vorstellung der ,gesetzgebung des ,heiligen1 an die ,seele gebracht werden4 ,diese ,vorstellung nun grndet in der ,naturreligion sich auf ,vernunftprincipien2 ist aber diese ,vernunft1 wie wir voraussetzen1 gnzlich unterdrckt1 so erscheinen die ,resultate derselben dunkel1 ungewi1 unzuverlssig4 ,auch die ,principien dieser ,vorstellung also sollten durch die ,einbildungskraft vorstellbar seyn4 ,dergleichen ,principien nun wren ,fakta in der ,sinnenwelt1 oder eine ,offenbarung4 -- ,gott ist1 denn er hat geredet1 und gehandelt1 mu sich der ,mensch in solchen ,augenblicken sagen knnen3 er will1 da ich jetzt nicht so handle1 denn er hat es ausdrcklich1 mit solchen ,worten1 unter solchen ,umstnden1 u4 s4 f41 verboten2 ich werde einst wegen der ,entschlieung1 die ich jetzt fassen werde1 unter gewissen bestimmten ,feierlichkeiten ihm ,rechenschaft geben4 -- ,sollen solche ,vorstellungen aber ,eindruck auf ihn machen1 so mu er die denselben zum ,grunde liegenden ,fakta als vllig wahr und richtig annehmen knnen2 sie mssen also nicht etwan durch seine eigne ,einbildungskraft erdichtet1 sondern ihr gegeben werden4 ,da durch eine solche ,vorstellung1 der reinen ,moralitt einer durch sie bewirkten ,handlung kein ,abbruch gethan werde1 folgt unmittelbar aus unsrer ,voraussetzung1 das durch die ,einbildungskraft versinnlicht dargestellte ,motiv solle kein andres als die ,heiligkeit des ,gesetzgebers1 und nur das ,vehikulum derselben solle sinnlich seyn4 ,ob inzwischen die ,reinheit des ,motivs nicht oft durch die ,sinnlichkeit des ,vehikulums leide1 und ob nicht oft ,furcht der ,strafe1 oder ,hoffnung der ,belohnung1 auf einen durch die ,vorstellung der ,offenbarung bewirkten ,gehorsam weit mehr ,einflu habe1 als reine ,achtung fr die ,heiligkeit des ,gesetzgebers1 hat eine allgemeine ,kritik des ,offenbarungsbegriffs eigentlich nicht zu untersuchen2 sondern nur zu erweisen1 da dies in abstracto nicht nothwendig sey1 und in concreto schlechterdings nicht geschehen drfe1 wenn die ,religiositt cht und nicht blos feinere ,selbstsucht seyn solle4 ,da dies inzwischen nur zu leicht geschehen kann2 da sich ferner im ,allgemeinen nicht zeigen lt1 wenn1 in wie weit1 und warum berhaupt eine solche ,verstrkung des ,moralgesetzes durch ,vorstellung einer ,offenbarung nthig sey2 da endlich es schlechterdings nicht zu leugnen ist1 da nicht ein allgemeiner unbezweifelt auf das ,moralgesetz gegrndeter ,trieb in uns sey1 ein vernnftiges ,wesen mehr zu ehren1 je weniger ,verstrkung die ,idee des schlechthin ,rechten in seinem ,gemthe bedarf1 um ihn zu bewegen1 es hervorzubringen2 so lt sich auch nicht leugnen1 da es weit ehrenvoller fr die ,menschheit seyn wrde1 wenn die ,naturreligion stets hinlnglich wre1 sie in jedem ,falle zum ,gehorsam gegen das ,moralgesetz zu bestimmen3 und in diesem ,sinne knnen denn beide ,stze wohl beisammenstehen1 nemlich1 da sich a priori 7vor der wirklich gemachten ,erfahrung7 nicht einsehen lasse1 warum die ,vorstellung einer ,offenbarung nthig seyn sollte1 um die gehemmte ,freiheit herzustellen2 da aber die fast allgemeine ,erfahrung in uns und andern uns fast tglich belehre1 da wir allerdings schwach genug sind1 einer dergleichen ,vorstellung zu bedrfen4 4 #i4 ,von der physischen ,mglichkeit einer ,offenbarung4 ,der ,begriff der ,offenbarung a priori1 wie er durch ,aufzeigung eines ,bedrfnisses der empirischen ,sinnlichkeit a posteriori berechtigt ist1 erwartet eine bernatrliche ,wirkung in der ,sinnenwelt4 ,ist diese auch berhaupt mglich8 ist es berhaupt gedenkbar1 da etwas auer der ,natur eine ,kausalitt in der ,natur habe8 knnte man dabei noch fragen3 und wir beantworten diese ,frage1 um theils in die noch immer dunkle ,lehre von der ,mglichkeit des ,beisammenstehens der ,nothwendigkeit nach ,natur-1 und der ,freiheit nach ,moralgesetzen1 wenigstens fr unsre gegenwrtige ,absicht1 wo mglich1 etwas mehr ,licht zu bringen1 theils um aus ihrer ,errterung eine fr die ,berichtigung des ,begriffs der ,offenbarung nicht unwichtige ,folge herzuleiten4 ,da es berhaupt mglich seyn msse1 ist erstes ,postulat1 das die praktische ,vernunft a priori macht1 indem sie das bernatrliche in uns1 unser oberes ,begehrungsvermgen1 bestimmt1 ,ursache auer sich in der ,sinnenwelt1 entweder der in uns1 oder der auer uns zu werden1 welches hier ,eins ist4 ,es ist aber vor's erste zu erinnern1 da es ganz zweierlei ist1 ob wir sagen3 der ,wille1 als oberes ,begehrungsvermgen1 ist frei2 denn wenn das letztere heit1 wie es denn das heit1 er steht nicht unter ,naturgesetzen1 so ist dies sogleich einleuchtend1 weil er1 als oberes ,vermgen1 gar kein ,theil der ,natur1 sondern etwas bersinnliches ist3 -- oder ob wir sagen3 eine solche ,bestimmung des ,willens wird ,kausalitt in der ,sinnenwelt2 wo wir allerdings fordern1 da etwas1 das unter ,naturgesetzen steht1 durch etwas1 das kein ,theil der ,natur ist1 bestimmt werden soll1 welches sich zu widersprechen und den ,begriff von der ,naturnothwendigkeit aufzuheben scheint1 der doch den ,begriff einer ,natur berhaupt erst mglich macht4 ,hierauf ist vor's erste berhaupt zu erinnern1 da1 so lange die ,rede von bloer ,naturerklrung ist1 es uns schlechterdings nicht erlaubt ist1 eine ,kausalitt durch ,freiheit anzunehmen1 weil die ganze ,naturphilosophie von einer solchen ,kausalitt nichts wei2 und hinwiederum1 so lange die ,rede von bloer ,bestimmung des obern ,begehrungsvermgens ist1 es gar nicht nthig ist1 auf die ,existenz einer ,natur berhaupt ,rcksicht zu nehmen4 ,beide ,kausalitten1 die des ,natur- und die des ,moralgesetzes1 sind sowohl der ,art ihrer ,kausalitt1 als ihrer ,objekte nach1 unendlich verschieden4 ,das ,naturgesetz gebietet mit absoluter ,nothwendigkeit1 das ,moralgesetz befiehlt der ,freiheit2 das erstere beherrscht die ,natur1 das zweite die ,geisterwelt4 ,mu1 das ,losungswort des ersten1 und ,soll1 das ,losungswort des zweiten1 reden von ganz verschiednen ,dingen1 und knnen sich1 auch einander entgegengesetzt1 nicht widersprechen1 denn sie begegnen sich nicht4 ,ihre ,wirkungen in der ,sinnenwelt aber begegnen sich1 und drfen sich auch nicht widersprechen1 wenn nicht entweder ,naturerkenntni von der einen1 oder die durch die praktische ,vernunft geforderte ,kausalitt der ,freiheit in der ,sinnenwelt von der andern ,seite unmglich seyn soll4 ,die ,mglichkeit dieser bereinkunft zweier von einander selbst gnzlich unabhngiger ,gesetzgebungen lt sich nun nicht anders denken1 als durch ihre gemeinschaftliche ,abhngigkeit von einer obern ,gesetzgebung1 welche beiden zum ,grunde liegt1 die fr uns aber gnzlich unzugnglich ist4 ,knnten wir das ,princip derselben einer ,weltanschauung zum ,grunde legen1 so wrde nach ihm1 eine1 und eben dieselbe ,wirkung1 die uns auf die ,sinnenwelt bezogen nach dem ,moralgesetze als frei1 und auf ,kausalitt der ,vernunft zurckgefhrt1 in der ,natur als zufllig erscheint1 als vllig nothwendig erkannt werden4 ,da wir aber dies nicht knnen1 so folgt daraus offenbar1 da wir1 sobald wir auf eine ,kausalitt durch ,freiheit ,rcksicht nehmen1 nicht alle ,erscheinungen in der ,sinnenwelt nach bloen ,naturgesetzen als nothwendig1 sondern viele nur als zufllig annehmen mssen2 und da wir sonach nicht alle aus den ,gesetzen der ,natur1 sondern manche blos nach ,naturgesetzen erklren drfen4 ,etwas blos nach ,naturgesetzen erklren aber heit3 die ,kausalitt der ,materie der ,wirkung auer der ,natur2 die ,kausalitt der ,form der ,wirkung aber in der ,natur annehmen4 ,nach den ,gesetzen der ,natur mssen sich alle ,erscheinungen in der ,sinnenwelt erklren lassen1 denn sonst knnten sie nie ein ,gegenstand der ,erkenntni werden4 ,lat uns jetzt diese ,grundstze auf jene erwartete bernatrliche ,einwirkung ,gottes in die ,sinnenwelt anwenden4 ,gott ist1 laut der ,vernunftpostulate1 als dasjenige ,wesen zu denken1 welches die ,natur dem ,moralgesetze gem bestimmt4 ,in ihm also ist die ,vereinigung beider ,gesetzgebungen1 und seiner ,weltanschauung liegt jenes ,princip1 von welchem sie beide gemeinschaftlich abhngen1 zum ,grunde4 ,ihm ist also nichts natrlich1 und nichts bernatrlich1 nichts nothwendig1 und nichts zufllig1 nichts mglich1 und nichts wirklich4 ,soviel knnen wir negativ1 durch die ,gesetze unsers ,denkens genthigt1 sicher behaupten2 wenn wir aber positiv die ,modalitt seines ,verstandes bestimmen wollten1 so wrden wir transscendent4 ,es kann also die ,frage gar nicht davon seyn1 wie ,gott eine bernatrliche ,wirkung in der ,sinnenwelt sich als mglich denken1 und wie er sie wirklich machen knne2 sondern wie wir uns eine ,erscheinung als durch eine bernatrliche ,kausalitt ,gottes gewirkt denken knnen8 ,wir sind durch unsre ,vernunft genthigt1 das ganze ,system der ,erscheinungen1 die ganze ,sinnenwelt zuletzt von einer ,kausalitt durch ,freiheit nach ,vernunftgesetzen1 und zwar von der ,kausalitt ,gottes abzuleiten4 ,die ganze ,welt ist fr uns bernatrliche ,wirkung ,gottes4 ,es liee sich also wol denken1 da ,gott die erste natrliche ,ursache einer gewissen ,erscheinung1 die einer seiner moralischen ,absichten gem war1 gleich ,anfangs 7denn wir drfen hier ganz menschlich reden1 da wir hier nicht objektive ,wahrheiten1 sondern subjektive ,denkmglichkeiten aufstellen7 in den ,plan des ,ganzen verflochten habe4 ,die ,einwendung1 die man dagegen gemacht hat3 das heie durch einen ,umweg thun1 was man geradezu thun knne2 grndet sich auf eine grobe ,anthropomorphose1 als ob ,gott unter ,zeitbedingungen stehe4 ,in diesem ,falle wrde die ,erscheinung ganz und vollkommen aus den ,gesetzen der ,natur1 bis zum bernatrlichen ,ursprnge der ganzen ,natur selbst1 erklrt werden knnen1 wenn wir dieselbe im ,zusammenhange bersehen knnten2 und dennoch wre sie auch zugleich1 als durch die ,kausalitt eines gttlichen ,begriffs vom moralischen dadurch zu erreichenden ,zwecke bewirkt1 anzusehen4 ,oder wir knnten fr's zweite annehmen1 ,gott habe wirklich in die schon angefangne1 und nach ,naturgesetzen fortlaufende ,reihe der ,ursachen und ,wirkungen einen ,eingriff gethan1 und durch unmittelbare ,kausalitt seines moralischen ,begriffs eine andre ,wirkung hervorgebracht1 als durch die bloe ,kausalitt der ,naturwesen nach ,naturgesetzen wrde erfolgt seyn2 so haben wir hierdurch wieder nicht bestimmt1 bei welchem ,gliede der ,kette er eingreifen sollte1 ob eben bei dem der beabsichtigten ,wirkung unmittelbar vorhergehenden1 oder ob er es nicht auch bei einem der ,zeit und den ,zwischenwirkungen nach vielleicht sehr weit von ihr entfernten thun konnte4 ,nehmen wir den zweiten ,fall an1 so werden wir1 wenn wir die ,naturgesetze durchaus kennen1 die ,erscheinung1 von der die ,rede ist1 nach ,naturgesetzen richtig aus der vorhergehenden1 und diese wieder aus der vorhergehenden1 und so vielleicht ins ,unendliche fort1 erklren knnen1 bis wir endlich freilich auf eine ,wirkung stoen1 die wir nicht mehr aus1 sondern blos nach ,naturgesetzen erklren knnen4 ,gesetzt aber1 wir knnten oder wollten dieser ,reihe der natrlichen ,ursachen nur bis auf einen gewissen ,punkt nachspren2 so wre es sehr mglich1 da innerhalb dieser uns gesetzten ,grenzen jene nicht mehr natrlich zu erklrende ,wirkung nicht fiele3 aber wir wren dadurch noch gar nicht berechtiget1 zu schlieen1 da die untersuchte ,erscheinung berhaupt nicht durch eine bernatrliche ,kausalitt bewirkt seyn knnte4 ,nur im ersten ,falle also wrden wir sogleich von der ,erscheinung aus auf eine aus ,naturgesetzen nicht zu erklrende ,kausalitt stoen1 die es uns theoretisch mglich machte1 eine bernatrliche fr sie anzunehmen4 ,aber will ,gott nicht1 da der sinnliche ,mensch1 gegen welchen er sich durch diese ,wirkung als ,urheber der ,offenbarung legitimirt1 sie fr bernatrlich anerkennen solle8 ,es wrde nicht anstndig seyn1 zu sagen1 ,gott wolle1 da wir jenen falschen ,schlu machen sollten1 auf welchen eine theoretische ,anerkennung einer ,erscheinung in der ,natur1 als durch eine ,kausalitt auer ihr bewirkt1 sich nach obiger ,errterung offenbar grndet4 ,aber da sie denn auch nicht berzeugung1 welches sie nicht kann1 sondern nur ,aufmerksamkeit begrnden soll1 so ist es fr diese ,absicht vllig hinreichend1 wenn wir es inde1 bis wir der moralischen berzeugung fhig sind1 theoretisch nur fr mglich annehmen1 da sie durch bernatrliche ,kausalitt bewirkt worden seyn knne1 und dazu 7um es theoretisch mglich zu denken1 denn um es moralisch mglich zu finden1 gehrt laut obiger ,errterung auch nicht einmal das17 gehrt weiter nichts1 als da wir keine natrliche ,ursachen dieser ,erscheinung sehen4 ,denn es ist der ,vernunft ganz gem gedacht3 wenn ich eine ,begebenheit nicht aus ,naturursachen erklren kann1 so kommt dies entweder daher1 weil ich die ,naturgesetze1 nach denen sie mglich ist1 nicht kenne1 oder daher1 weil sie nach dergleichen ,gesetzen berhaupt nicht mglich ist#ai4 -- ,wen fat nun hier dieses ,wir in sich8 ,offenbar diejenigen1 und nur sie1 welche in dem ,plane der zu erregenden ,aufmerksamkeit befat sind4 ,gesetzt also1 man knnte1 nachdem dieser ,zweck erreicht1 und die ,menschheit zur ,fhigkeit eines moralischen ,glaubens an die ,gttlichkeit einer ,offenbarung erhoben ist1 durch erhhte ,einsicht in die ,gesetze der ,natur zeigen1 da gewisse fr bernatrlich gehaltne ,erscheinungen1 auf welche diese ,offenbarung sich grndet1 aus ,naturgesetzen vllig erklrbar seyen2 so wrde blos hieraus1 wann nur diesem ,irrthume nicht wilkhrlicher geflissentlicher ,betrug1 sondern blos unwillkhrliche ,tuschung zum ,grunde gelegen1 gegen die mgliche ,gttlichkeit einer solchen ,offenbarung gar nichts gefolgert werden knnen3 da eine ,wirkung1 besonders wenn sie dem ,urgrunde aller ,naturgesetze zugeschrieben wird1 gar wohl vllig natrlich1 und doch zugleich bernatrlich1 d4 i4 durch die ,kausalitt seiner ,freiheit1 gem dem ,begriffe einer moralischen ,absicht1 gewirkt seyn kann4 ,das ,resultat des hier gesagten ist1 da1 so wenig es dem dogmatischen ,vertheidiger des ,offenbarungsbegriffs erlaubt werden drfe1 aus der ,unerklrbarkeit einer gewissen ,erscheinung aus ,naturgesetzen auf eine bernatrliche ,kausalitt1 und wol gar geradezu auf die ,kausalitt ,gottes zu schlieen2 eben so wenig sey es dem dogmatischen ,gegner desselben zu verstatten1 aus der ,erklrbarkeit eben dieser ,erscheinungen aus ,naturgesetzen zu schlieen1 da sie weder durch bernatrliche ,kausalitt berhaupt1 noch insbesondre durch ,kausalitt ,gottes mglich seyen4 ,die ganze ,frage darf gar nicht dogmatisch1 nach theoretischen ,principien1 sondern sie mu moralisch1 nach ,principien der praktischen ,vernunft1 errtert werden1 wie sich aus allem bisher gesagten zur ,gnge,,tn#aa ergiebt2 wie dieses aber geschehen msse1 wird im ,verfolge dieser ,abhandlung gezeigt werden4 4 #aj4 ,kriterien der ,gttlichkeit einer ,offenbarung ihrer ,form nach4 ,um uns von der ,mglichkeit1 da eine gegebne ,offenbarung von ,gott sey1 vernnftig berzeugen zu knnen1 mssen wir sichere ,kriterien dieser ,gttlichkeit haben4 ,da der ,begriff einer ,offenbarung a priori mglich ist1 so ist es dieser ,begriff selbst1 an den wir eine a posteriori gegebne ,offenbarung halten mssen1 d4 i4 von diesem ,begriffe mssen sich die ,kriterien ihrer ,gttlichkeit ableiten lassen4 ,wir haben bisher den ,begriff der ,offenbarung1 blos ihrer ,form nach1 insofern diese religis seyn muss1 mit gnzlicher ,abstraktion vom mglichen ,inhalte einer in concreto gegebnen ,offenbarung1 errtert2 wir haben also vor jetzt nur die ,kriterien der ,gttlichkeit einer ,offenbarung in ,absicht ihrer ,form festzusetzen4 ,an der ,form einer ,offenbarung aber1 d4 i4 an einer bloen ,ankndigung ,gottes als moralischen ,gesetzgebers durch eine bernatrliche ,erscheinung in der ,sinnenwelt1 knnen wir zweierlei unterscheiden1 nemlich das uere derselben1 d4 i4 die ,umstnde1 unter welchen1 und die ,mittel1 durch welche diese ,ankndigung geschah1 und dann das innere1 d4 i4 die ,ankndigung selbst4 ,der ,begriff der ,offenbarung a priori setzt ein empirisch gegebnes moralisches ,bedrfni derselben voraus1 ohne welches sich die ,vernunft eine ,veranstaltung der ,gottheit1 die dann berflssig1 und gnzlich zwecklos war1 nicht als moralisch mglich denken konnte1 und die empirische ,deduktion der ,bedingungen der ,wirklichkeit dieses ,begriffs entwickelte dieses ,bedrfni4 ,es mu also gezeigt werden knnen1 da zur ,zeit der ,entstehung einer ,offenbarung1 die auf einen gttlichen ,ursprung ,anspruch macht1 dieses ,bedrfni wirklich da gewesen1 und da nicht schon eine andere1 alle ,kriterien der ,gttlichkeit an sich tragende ,religion unter eben den ,menschen1 denen sich diese bestimmte1 vorhanden1 oder ihnen leicht durch natrliche ,mittel mitzutheilen war4 ,eine ,offenbarung1 von der dies gezeigt werden kann1 kann von ,gott seyn3 eine1 von der das ,gegentheil gezeigt werden kann1 ist sicher nicht von ,gott4 -- ,es ist nthig1 dieses ,kriterium ausdrcklich festzusetzen1 um aller ,schwrmerei und allen mglichen unberufenen ,inspirirten jetziger oder knftiger ,zeiten1 ,einhalt zu thun4 ,ist eine ,offenbarung1 ihrem ,inhalte nach1 verflscht1 so ist es ,pflicht und ,recht jedes tugendhaften ,mannes1 ihr ihre ursprngliche ,reinigkeit wiederzugeben1 aber dazu bedarf es keiner neuen gttlichen ,autoritt1 sondern bloer ,berufung auf die schon vorhandne1 und ,entwickelung der ,wahrheit aus unserm moralischen ,gefhle4 ,auch wird durch dieses ,kriterium nicht schlechthin die ,mglichkeit zweier zugleich existirender gttlicher ,offenbarungen geleugnet1 wenn die ,besitzer derselben nur nicht in der ,lage sind1 sie sich mitzutheilen4 ,gott soll ,ursache der ,wirkungen seyn1 durch welche die ,offenbarung geschieht4 ,alles aber1 was unmoralisch ist1 widerspricht dem ,begriffe von ,gott4 ,jede ,offenbarung also1 die sich durch unmoralische ,mittel angekndigt1 behauptet1 fortgepflanzt hat1 ist sicher nicht von ,gott4 -- ,es ist allemal1 die ,absicht mag seyn1 welche sie wolle1 unmoralisch1 zu betrgen4 ,untersttzt also ein angeblich gttlicher ,gesandter seine ,autoritt durch ,betrug1 so kann das ,gott nicht gewollt haben4 berdies bedarf ein wirklich von ,gott untersttzter ,prophet keines ,betrugs4 ,er fhrt nicht seine ,absicht1 sondern die ,absicht ,gottes aus1 und kann es also ,gott vllig berlassen1 in wie weit1 und wie er diese ,absicht untersttzen wolle4 ,aber1 knnte man noch sagen1 der ,wille des gttlichen ,gesandten ist frei1 und er kann1 vielleicht aus wohlmeinender ,absicht1 mehr thun wollen1 als ihm aufgetragen ist1 die ,sache noch mehr beglaubigen wollen1 als sie schon beglaubigt ist1 und dadurch zum ,betruge hingerissen werden2 und dann ist nicht ,gott1 sondern der ,mensch1 dessen er sich bediente1 ,ursache dieses ,betruges4 -- ,wir drfen nicht berhaupt leugnen1 da sich ,gott nicht unmoralischer1 oder moralisch schwacher ,menschen zur ,ausbreitung einer ,offenbarung bedienen knne2 denn wie1 wenn keine andere da sind8 und es werden1 wo das hchste ,bedrfni der ,offenbarung vorhanden ist1 allerdings keine andere seyn4 ,aber er darf ihnen1 wenigstens in ,verrichtung seines ,auftrags1 den ,gebrauch unmoralischer ,mittel auch nicht zulassen2 er mte es durch seine ,allmacht verhindern1 wenn ihr freier ,wille sich dahin lenkte4 ,denn wenn der ,betrug entdeckt wrde1 -- und jeder ,betrag kann es1 -- so sind zwei ,flle mglich4 ,entweder die erregte ,aufmerksamkeit verschwindet1 und an ihre ,stelle tritt der ,verdru1 sich getuscht zu sehen1 und das ,mistrauen gegen alles1 was aus diesen oder hnlichen ,quellen kommt1 welches dem bei dieser ,anstalt berhaupt beabsichtigten ,zwecke widerspricht3 oder wenn die ,lehre schon autorisirt genug ist1 so wird dadurch auch der ,betrug autorisirt2 jeder hlt sich fr vllig erlaubt1 was ein gttlicher ,gesandter sich erlaubte2 welches der ,moralitt1 und dem ,begriffe aller ,religion widerspricht4 ,der ,endzweck jeder ,offenbarung ist reine ,moralitt4 ,diese ist nur durch ,freiheit mglich1 und lt sich also nicht erzwingen4 ,nicht nur sie aber1 sondern auch die ,aufmerksamkeit auf ,vorstellungen1 welche dahin abzwecken1 das ,gefhl fr sie zu entwickeln1 und die ,bestimmung des ,willens beim ,widerstreite der ,neigung zu erleichtern1 lt sich nicht erzwingen1 sondern ,zwang ist ihr vielmehr entgegen4 ,keine gttliche ,religion also mu durch ,zwang oder ,verfolgung sich angekndigt oder ausgebreitet haben3 denn ,gott kann sich keiner zweckwidrigen ,mittel bedienen1 oder den ,gebrauch solcher ,mittel bei ,absichten1 die die seinigen sind1 auch nur zulassen1 weil sie dadurch gerechtfertiget wrden4 ,jede ,offenbarung also1 die durch ,verfolgung sich angekndigt und befestigt hat1 ist sicher nicht von ,gott4 ,diejenige ,offenbarung aber1 die sich keiner andern1 als moralischer ,mittel1 zu ihrer ,ankndigung und ,behauptung bedient hat1 kann von ,gott seyn4 ,dies sind die ,kriterien der ,gttlichkeit einer ,offenbarung in ,rcksicht auf ihre uere ,form4 ,wir gehen zu denen der ,innern fort4 ,jede ,offenbarung soll ,religion begrnden1 und alle ,religion grndet sich auf den ,begriff ,gottes1 als moralischen ,gesetzgebers4 ,eine ,offenbarung also1 die uns ihn als etwas anderes ankndigt1 welche uns etwa theoretisch sein ,wesen kennen lehren will1 oder ihn als politischen ,gesetzgeber aufstellt1 ist wenigstens das nicht1 was wir suchen1 sie ist nicht geoffenbarte ,religion4 ,jede ,offenbarung also mu uns ,gott als moralischen ,gesetzgeber ankndigen1 und nur von derjenigen1 deren ,zweck das ist1 knnen wir aus moralischen ,grnden glauben1 da sie von ,gott sey4 ,der ,gehorsam gegen die moralischen ,befehle ,gottes kann sich nur auf ,verehrung1 und ,achtung fr seine ,heiligkeit grnden1 weil er nur in diesem ,falle rein moralisch ist4 ,jede ,offenbarung also1 die uns durch andre ,motiven1 z4 ,b4 durch angedrohte ,strafen1 oder versprochne ,belohnungen1 zum ,gehorsam bewegen will1 kann nicht von ,gott seyn1 denn dergleichen ,motiven widersprechen der reinen ,moralitt4 -- ,es ist zwar sicher1 und wird weiter unten ausgefhrt werden1 da eine ,offenbarung die ,verheiungen des ,moralgesetzes1 als ,verheiungen ,gottes1 entweder ausdrcklich enthalten1 oder uns auf ihre ,aufsuchung in unserm eignen ,herzen hinleiten knne4 ,aber sie mssen nur als ,folgen1 und nicht als ,motive aufgestellt werden#bj4 4 #aa4 ,kriterien der ,gttlichkeit einer ,offenbarung in ,absicht ihres mglichen ,inhalts 7materiae revelationis74 ,das ,wesentliche der ,offenbarung berhaupt ist ,ankndigung ,gottes als moralischen ,gesetzgebers1 durch eine bernatrliche ,wirkung in der ,sinnenwelt4 ,eine in concreto gegebne ,offenbarung kann ,erzhlungen von dieser1 oder diesen ,wirkungen1 ,mitteln1 ,anstalten1 ,umstnden1 u4 s4 w4 enthalten4 ,alles1 was dahin einschlgt1 gehrt zur uern ,form der ,offenbarung1 und steht unter derselben ,kriterien4 ,wohin durch diese ,ankndigung des ,gesetzgebers das ,gesetz selbst1 seinem ,inhalte nach1 gesetzt werde1 bleibt dadurch noch gnzlich unentschieden4 ,sie kann uns geradezu an unser ,herz verweisen3 oder sie kann auch das1 was dieses uns sagen wrde1 noch besonders als ,aussage ,gottes aufstellen1 und es nun uns selbst berlassen1 das letztere mit dem erstem zu vergleichen4 ,die ,ankndigung ,gottes als ,gesetzgebers wrde1 in ,worte verfat1 so heien3 ,gott ist moralischer ,gesetzgeber2 und da wir sie in ,worte verfassen mssen1 so knnen wir auch dies einen ,inhalt1 nemlich den der ,ankndigung an sich selbst1 die ,bedeutung der ,form der ,offenbarung nennen4 ,wird uns aber auer diesem noch mehr gesagt1 so ist dies der ,inhalt der ,offenbarung4 ,das erstere knnen wir a priori uns zwar denken1 und wenn a posteriori uns das ,bedrfni gegeben wird1 wnschen1 und erwarten2 aber nie selbst realisiren1 sondern die ,realisirung dieses ,begriffs mu durch ein ,faktum in der ,sinnenwelt geschehen2 wir knnen also nie a priori wissen1 wie und auf welche ,art die ,offenbarung wird gegeben werden4 ,das zweite1 da nemlich eine ,offenbarung berhaupt einen ,inhalt haben werde1 knnen wir a priori nicht erwarten1 denn es gehrt nicht zum ,wesen der ,offenbarung2 aber dagegen knnen wir vllig a priori wissen1 welches dieser ,inhalt seyn kann3 und hiermit stehen wir denn sogleich bei der ,frage3 ,knnen wir von einer ,offenbarung ,belehrungen und ,aufklrungen erwarten1 auf die unsre sich selbst berlassene1 und durch keine bernatrliche ,hlfe geleitete ,vernunft nicht etwa blos unter den zuflligen ,bedingungen1 unter denen sie sich befunden hat1 und befindet1 sondern berhaupt ihrer ,natur nach nie wrde haben kommen knnen8 und wir knnen desto ruhiger zu ihrer ,beantwortung schreiten1 da wir1 im ,falle da1 wir sie verneinen mten1 nach obiger ,deduktion1 laut welcher es uns eigentlich um die ,form der ,offenbarung zu thun war1 nicht mehr den ,einwurf zu befrchten haben3 die ,offenbarung sey berhaupt berflssig1 wenn sie uns nichts neues habe lehren knnen4 ,diese blos aus bernatrlichen ,quellen zu schpfenden ,belehrungen knnten entweder ,erweiterung unsrer theoretischen ,erkenntni des bersinnlichen1 oder nhere ,bestimmung unsrer ,pflichten zum ,gegenstnde haben4 ,also1 ,erweiterung unsrer theoretischen ,erkenntni knnten wir von einer ,offenbarung erwarten8 ,die ,beantwortung dieser ,frage grndet sich auf folgende zwei3 ist eine solche ,erweiterung moralisch mglich1 d4 i4 streitet sie nicht gegen reine ,moralitt8 und dann1 ist sie physisch mglich1 widerspricht sie nicht etwa der ,natur der ,dinge8 und endlich1 widerspricht sie nicht etwa dem ,begriffe der ,offenbarung1 und folglich sich selbst,,tn#ab8 -- ,ist sie moralisch mglich8 ,die ,ideen vom bersinnlichen1 die durch die praktische ,vernunft realisirt werden1 sind ,freiheit1 ,gott1 ,unsterblichkeit4 ,da wir1 in ,absicht unsers obern ,begehrungsvermgens1 frei sind1 d4 i4 da wir ein oberes von ,naturgesetzen unabhngiges ,begehrungsvermgen haben1 ist unmittelbare ,thatsache4 ,was wir in ,absicht des ,begriffs von ,gott zur moralischen ,willensbestimmung bedrfen1 da ein ,gott sey1 da er der alleinheilige1 der alleingerechte1 der allmchtige1 der allwissende1 der oberste ,gesetzgeber und ,richter aller vernnftigen ,wesen sey1 ist unmittelbar durch unsre moralische ,bestimmung1 den ,endzweck des ,sittengesetzes zu wollen1 uns zu glauben auferlegt4 ,da wir unsterblich seyn mssen1 folgt unmittelbar aus der ,anforderung das hchste ,gut zu realisiren1 an unsre endliche ,naturen1 welche als solche nicht fhig sind dieser ,forderung genugzuthun1 aber dazu immer fhiger werden sollen1 und es also knnen mssen4 ,was wollen wir ber diese ,ideen noch weiter wissen8 ,wollen wir die ,verbindung des ,naturgesetzes1 und des fr die ,freiheit im bersinnlichen ,substrat der ,natur1 erblicken8 ,wenn wir nicht zugleich die ,kraft erhalten1 die ,gesetze der ,natur durch unsre ,freiheit zu beherrschen1 so kann dies nicht den geringsten praktischen ,nutzen fr uns haben2 wenn wir sie aber erhalten1 so hren wir auf endliche ,wesen zu seyn1 und werden ,gtter4 ,wollen wir einen bestimmten ,begriff von ,gott haben2 sein ,wesen1 wie es an sich ist1 erkennen8 ,das wird reine ,moralitt nicht nur nicht befrdern1 sondern sie hindern4 ,ein unendliches ,wesen1 das wir erkennen1 das in seiner ganzen ,majestt vor unsern ,augen schwebt1 wird uns mit ,gewalt treiben1 und drngen1 seine ,befehle zu erfllen2 die ,freiheit wird aufgehoben werden2 die sinnliche ,neigung wird auf ewig verstummen1 wir werden alles ,verdienst1 und alle bung1 ,strkung1 und ,freude durch den ,kampf1 verlieren1 und aus freien ,wesen mit eingeschrnkten ,kenntnissen1 moralische ,maschinen mit erweiterten ,kenntnissen geworden seyn4 ,wollen wir endlich alle die ,bestimmungen unsrer knftigen ,existenz schon jetzt durchdringen8 ,das wird uns theils aller ,empfindungen der ,glckseligkeit1 die die allmhliche ,verbesserung unsers ,zustandes uns geben kann1 berauben2 wir werden auf einmal verschwelgen1 was uns fr eine ewige ,existenz bestimmt ist2 theils werden die uns vorschwebenden ,belohnungen uns wieder zu krftig bestimmen1 und uns ,freiheit1 ,verdienst1 und ,selbstachtung nehmen4 ,alle solche ,kenntnisse werden unsre ,moralitt nicht vermehren1 sondern vermindern1 und das kann ,gott nicht wollen2 es ist also moralisch unmglich4 ,und ist es physisch mglich8 ,widerstreitet es nicht etwa gar den ,gesetzen der ,natur1 d4 i4 unsrer ,natur1 an welche diese ,belehrungen gegeben werden sollen8 ,mgliche ,belehrungen einer ,offenbarung an uns ber das bersinnliche mssen unserm ,erkenntnivermgen angemessen seyn1 sie mssen unter den ,gesetzen unsers ,denkens stehen4 ,diese ,gesetze sind die ,kategorien1 ohne welche uns keine bestimmte ,vorstellung mglich ist4 ,wren sie demselben nicht angemessen1 so wre der ganze ,unterricht fr uns verloren1 er wre uns schlechterdings unverstndlich und unbegreiflich1 und es wre vllig so gut1 als ob wir ihn nicht htten4 ,wren sie ihm angemessen1 so wrden die bersinnlichen ,gegenstnde in die sinnliche ,welt herabgezogen1 das bernatrliche wrde zu einem ,theile der ,natur gemacht4 ,ich untersuche hier nicht1 ob eine solche fr objektiv gltig gegebne ,versinnlichung nicht der praktischen ,vernunft widerspreche1 das wird weiter unten klar werden3 aber das ist sogleich klar1 da wir dadurch eine ,erkenntni eines bersinnlichen bekmen1 das kein bersinnliches wre1 da wir also unsern ,zweck1 in die ,welt der ,geister eingefhrt zu werden1 nicht erreichten1 sondern selbst diejenige richtige ,einsicht in dieselbe1 die uns von der praktischen ,vernunft aus mglich ist1 verlhren4 ,widerspricht endlich eine solche ,erwartung nicht etwa der ,natur der ,offenbarung8#ba ,da ,belehrungen dieser ,art an unsere durch das ,moralgesetz bestimmte ,vernunft gar nicht gehalten werden knnten1 um sie an ihr zu versuchen1 ob sie mit derselben bereinkmen1 oder nicht1 indem sie auf diesen ,principien sich gar nicht grndeten 7denn wenn sie sich darauf grndeten1 so mte unsre sich selbst berlassene ,vernunft ohne alle fremde ,beihlfe darauf haben kommen knnen72 so knnte der ,glaube an ihre ,wahrheit sich auf nichts grnden1 als etwa auf die gttliche ,autoritt1 auf welche eine ,offenbarung sich beruft4 ,nun aber findet fr diese gttliche ,autoritt selbst kein andrer ,glaubensgrund statt1 als die ,vernunftmigkeit 7die bereinstimmung nicht mit der vernnftelnden1 sondern mit der moralischglubigen ,vernunft17 der ,lehren1 die auf sie gegrndet werden3 mithin kann diese gttliche ,autoritt nicht selbst wieder ,beglaubigungsgrund dessen seyn1 was erst der ihrige werden soll4 -- ,wenn ein andrer ,weg gedenkbar wre1 zur vernnftigen ,anerkennung der ,gttlichkeit einer ,offenbarung zu kommen1 als dieser1 wenn z4 ,b4 ,wunder oder ,weissagungen1 d4 h4 wenn berhaupt die ,unerklrbarkeit einer ,begebenheit aus natrlichen ,ursachen uns berechtigen knnte1 ihren ,ursprung der unmittelbaren ,kausalitt ,gottes zuzuschreiben1 welcher ,schlu aber1 wie oben gezeigt ist1 offenbar falsch seyn wrde1 so liee sich denken1 wie unsre dadurch begrndete berzeugung von der ,gttlichkeit einer gegebnen ,offenbarung berhaupt unsern ,glauben an jede ihrer einzelnen ,belehrungen begrnden knnte4 ,da aber dieser ,glaube an die ,gttlichkeit einer ,offenbarung berhaupt nur durch den ,glauben an jede ihrer einzelnen ,aussagen mglich ist1 so kann keine ,offenbarung1 als solche1 irgend einer ,behauptung die ,wahrheit versichern1 die sich dieselbe nicht selbst versichern kann4 ,an keine nur durch ,offenbarung mgliche ,belehrung ist also vernnftiger ,weise ein ,glaube mglich2 und jede ,anforderung von dieser ,art wrde der ,mglichkeit des ,frwahrhaltens1 das bei einer ,offenbarung ,statt hat1 folglich dem ,begriffe der ,offenbarung an sich1 widersprechen4 ,wir drfen also das1 was die ,kritik uns von ,seiten der sich selbst gelassenen theoretischen ,vernunft vereitelte1 einen bergang in die bersinnliche ,welt1 auch nicht von der ,offenbarung erwarten2 sondern wir mssen diese ,hoffnung einer bestimmten ,erkenntni derselben fr unsre gegenwrtige ,natur ganz1 und auf immer1 und aus jeder ,quelle aufgeben#bb4 ,oder knnen wir von einer ,offenbarung vielleicht praktische ,maximen1 ,moralvorschriften erwarten1 die wir von dem ,princip aller ,moral1 aus und durch unsre ,vernunft nicht auch selbst ableiten1 konnten8 ,das ,moralgesetz in uns ist die ,stimme der reinen ,vernunft1 der ,vernunft in abstracto4 ,vernunft kann sich nicht nur nicht widersprechen1 sondern sie kann auch in verschiedenen ,subjekten nichts verschiedenes aussagen1 weil ihr ,gebot die reinste ,einheit ist1 und also ,verschiedenheit zugleich ,widersprach seyn wrde4 ,wie die ,vernunft zu uns redet1 redet sie zu allen vernnftigen ,wesen1 redet sie zu ,gott selbst4 ,er kann uns also weder ein anderes ,princip1 noch ,vorschriften fr besondere ,flle geben1 die sich auf ein anderes ,princip grndeten1 denn ,er selbst ist durch kein anderes bestimmt4 ,die besondre ,regel1 die durch ,anwendung des ,princips auf einen besondern ,fall entsteht1 ist freilich nach den ,fllen1 in die das ,subjekt seiner ,natur nach kommen kann1 verschieden#bc1 aber alle mssen sich durch eine und eben dieselbe ,vernunft von einer und eben derselben ,vernunft ableiten lassen4 ,ein anderes ists1 ob in concreto gegebne empirisch bestimmte ,subjekte mit gleicher ,richtigkeit und ,leichtigkeit sie in besondern ,fllen ableiten werden1 und ob sie dabei nicht einer fremden ,hlfe bedrfen knnen1 die es -- nicht fr sie thue1 und ihnen nun das ,resultat auf ihre ,autoritt als richtig hingebe2 dies wrde1 wenn die ,regel auch richtig abgeleitet wre1 doch nur ,legalitt und nicht ,moralitt begrnden2 -- sondern die sie bei ihrer eignen ,ableitung leite3 aber dazu bedarf es keiner ,offenbarung1 sondern das kann und soll jeder weisere ,mensch dem unweiseren leisten4 ,es ist also weder moralisch noch theoretisch mglich1 da eine ,offenbarung uns ,belehrungen gebe1 auf die unsre ,vernunft nicht ohne sie htte kommen knnen und sollen2 und keine ,offenbarung kann fr dergleichen ,belehrungen ,glauben fordern2 denn einer ,offenbarung um dieser einzigen ,ursache willen den gttlichen ,ursprung gnzlich ablugnen1 wrde nicht ,statt haben1 da dergleichen vermeintliche ,belehrungen1 ob sie gleich vom ,gesetze der praktischen ,vernunft sich nicht ableiten lassen1 ihm dennoch auch nicht nothwendig widersprechen mssen4 ,was kann sie aber denn enthalten1 wenn sie nichts uns unbekanntes enthalten soll8 ,ohne ,zweifel eben das1 worauf uns die praktische ,vernunft a priori leitet3 ein ,moralgesetz1 und die ,postulate desselben4 ,in ,absicht der durch eine ,offenbarung mglichen ,moral ist schon oben die ,unterscheidung gemacht worden1 da dieselbe ,offenbarung uns entweder geradezu auf das ,gesetz der ,vernunft in uns1 als ,gesetz ,gottes1 verweisen2 oder1 da sie sowol das ,princip derselben an sich1 als in ,anwendung auf mgliche ,flle1 unter gttlicher ,autoritt aufstellen knne4 ,geschieht das erstere1 so enthlt eine solche ,offenbarung keine ,moral1 sondern unsre eigne ,vernunft enthlt die ,moral derselben4 ,es ist also nur der zweite ,fall1 der hier in ,untersuchung kmmt4 ,die ,offenbarung stellt theils das ,princip aller ,moral in ,worte gebracht1 theils besondre durch ,anwendung desselben auf empirisch bedingte ,flle entstandene ,maximen als ,gesetze ,gottes auf4 ,da das ,princip der ,moral richtig angegeben1 d4 i4 dem des ,moralgesetzes in uns vllig gem seyn msse1 und da eine ,religion1 deren ,moralprincip diesem widerspricht1 nicht von ,gott seyn knne1 ist unmittelbar klar2 so wie die ,befugni1 dieses ,princip als ,gesetz ,gottes anzukndigen1 schon zur ,form einer ,offenbarung gehrt1 und zugleich mit ihr deducirt ist4 ,in ,absicht der besondern moralischen ,vorschriften aber entsteht die ,frage3 soll eine ,offenbarung jede dieser besondern ,regeln von dem als gttliches ,gesetz angekndigten ,moralprincip ableiten1 oder darf sie dieselben schlechthin1 ohne weitern ,beweis1 auf die gttliche ,autoritt grnden8 -- ,wenn die gttliche ,autoritt1 uns zu befehlen1 nur blos auf seine ,heiligkeit gegrndet ist1 welches schon die ,form jeder ,religion1 die gttlich seyn soll2 erfordert1 so ist ,achtung fr seinen ,befehl1 weil es sein ,befehl ist1 auch in besondern ,fllen1 nichts anders1 als ,achtung fr das ,moralgesetz selbst4 ,eine ,offenbarung darf dergleichen ,gebote folglich schlechthin als ,befehle ,gottes1 ohne weitere ,deduktion vom ,princip aufstellen4 ,eine andere ,frage aber ists1 ob nicht jede dieser besondern ,vorschriften einer geoffenbarten ,moral sich wenigstens hinterher vom ,princip richtig deduciren lassen1 und ob nicht jede ,offenbarung am ,ende uns doch an dieses ,princip verweisen msse4 ,da wir uns von der ,mglichkeit des gttlichen ,ursprungs einer ,offenbarung sowohl berhaupt1 als jedes besondern ,theils ihres ,inhalts1 nur durch die vllige bereinstimmung desselben mit der praktischen ,vernunft berzeugen knnen2 diese berzeugung aber bei einer besondern moralischen ,maxime nur durch ihre ,ableitung vom ,princip aller ,moral mglich ist1 so folgt daraus unmittelbar1 da jede in einer gttlichen ,offenbarung als moralisch aufgestellte ,maxime sich von diesem ,princip msse ableiten lassen4 ,nun wird zwar eine ,maxime dadurch1 da sie sich nicht davon ableiten lt1 noch nicht falsch1 sondern es folgt daraus nur soviel1 da sie nicht in das ,feld der ,moral gehre2 sie kann aber etwa in das ,gebiet der ,theorie gehren1 politisch1 technisch1 praktisch1 oder dergl4 seyn4 ,so ist z4 ,b4 jener ,ausspruch3 ,sollen wir bses thun1 da gutes daraus komme8 das sey ferne -- allgemeines moralisches ,gebot1 weil es sich vom ,princip aller ,moral deduciren lt1 und das ,gegentheil ihm widersprechen wrde3 hingegen jene ,maximen3 ,so jemand mit dir rechten will um deinen ,rock1 dem la auch den ,mantel1 u4 s4 w41 sind keine ,moralvorschriften1 sondern nur in besondern ,fllen gltige ,regeln der ,politik1 die als solche nicht lnger gelten1 als so lange sie mit keiner ,moralvorschrift in ,kollision kommen1 weil diesen alles untergeordnet werden mu4 ,wenn eine ,offenbarung nun ,regeln der letztern ,art enthlt1 so folgt daraus noch gar nicht1 da darum die ganze ,offenbarung nicht gttlich sey1 und eben so wenig1 da jene ,regeln falsch seyen4 -- ,das hngt von anderweitigen ,beweisen aus den ,principien1 unter denen sie stehen1 ab -- sondern nur1 da diese ,regeln nicht zum ,inhalte einer geoffenbarten ,religion1 als solcher1 gehren1 sondern ihren ,werth anderwrtsher ableiten mssen4 ,eine ,offenbarung aber1 die ,maximen enthlt1 welche dem ,princip aller ,moral widersprechen1 die z4 ,b4 frommen1 oder nicht frommen ,betrug1 ,unduldsamkeit gegen ,andersdenkende1 ,verfolgungsgeist1 die berhaupt andere ,mittel zur ,ausbreitung der ,wahrheit1 als ,belehrung1 autorisirt1 ist sicher nicht von ,gott1 denn der ,wille ,gottes ist dem ,moralgesetze gem1 und was diesem widerspricht1 kann er weder wollen1 noch kann er zulassen1 da jemand es als seinen ,willen ankndige1 der auerdem auf seinen ,befehl handelt4 ,da zweitens alle besondre ,flle1 in denen ,moralgesetze eintreten1 durch einen endlichen ,verstand unmglich a priori vorherzusehn1 noch durch einen unendlichen1 der sie vorhersieht1 endlichen ,wesen mitzutheilen sind1 folglich keine ,offenbarung alle mgliche besondre ,regeln der ,moral enthalten kann1 so mu sie uns doch noch zuletzt entweder an das ,moralgesetz in uns1 oder an ein von ihr als gttlich aufgestelltes allgemeines ,princip desselben1 welches mit jenem gleichlautend sey1 verweisen4 ,dies gehrt schon zur ,form1 und eine ,offenbarung1 die dies nicht thut1 kommt mit ihrem eignen ,begriffe nicht berein1 und ist keine ,offenbarung4 ,ob sie das erstere1 oder das letztere1 oder beides thun wolle1 darber ist a priori kein ,gesetz der ,vernunft vorhanden4 ,das allgemeine ,kriterium der ,gttlichkeit einer ,religion in ,absicht ihres moralischen ,inhalts ist also folgendes3 ,nur diejenige ,offenbarung1 welche ein ,princip der ,moral1 welches mit dem ,princip der praktischen ,vernunft bereinkommt1 und lauter solche moralische ,maximen aufstellt1 welche sich davon ableiten lassen1 kann von ,gott seyn4 ,der zweite ,theil des mglichen ,inhalts einer ,religion sind jene ,stze1 welche als ,postulate der ,vernunft gewi sind1 und welche die ,mglichkeit des ,endzwecks des ,moralgesetzes in sinnlich bedingbaren ,wesen voraussetzt1 welche also durch unsre ,willensbestimmung zugleich mit gegeben1 und durch welche hinwiederum gegenseitig unsre ,willensbestimmung erleichtert wird4 ,diesen ,theil des ,inhalts einer ,religion nennt man ,dogmatik1 und kann ihn ferner so nennen1 wenn man dabei nur auf die ,materie desselben1 und nicht auf die ,beweisart sieht1 und sich nicht durch diese ,benennung berechtigt glaubt zu dogmatisiren1 d4 i4 diese ,stze als objektiv gltig darzustellen4 ,da eine ,offenbarung uns ber dieselben nichts weiter lehren knne1 als was aus den ,principien der reinen ,vernunft folgt1 ist schon oben erwiesen4 ,hier ist also blos noch die ,frage zu errtern3 worauf kann eine ,offenbarung unsern ,glauben an diese ,wahrheiten grnden8 ,es sind nach obigen ,errterungen noch folgende zwei ,flle mglich3 ,entweder die ,offenbarung leitet sie von dem ,moralgesetze in uns1 das sie als ,gesetz ,gottes aufstellt1 ab1 und giebt sie uns dadurch nur unmittelbar als ,zusicherungen ,gottes2 oder sie stellt sie unmittelbar als ,entschlieungen der ,gottheit1 entweder schlechthin als solche1 oder als ,entschlieungen seines durch das ,moralgesetz bestimmten ,wesens auf1 ohne sie noch besonders von diesem ,gesetze abzuleiten4 ,die erste ,art der ,begrndung unsers ,glaubens ist dem ,verfahren der ,vernunft- und ,naturreligion ganz gem1 und die ,rechtmigkeit desselben ist mithin auer ,zweifel4 ,bei der zweiten entstehen folgende zwei ,fragen3 ,thut es unsrer ,freiheit1 und also unsrer ,moralitt nicht ,abbruch1 wenn wir die blos postulirten ,verheiungen des ,moralgesetzes als ,verheiungen eines unendlichen ,wesens ansehen2 und -- mssen alle diese ,zusicherungen sich nicht wenigstens hinterher vom ,endzwecke des ,moralgesetzes ableiten lassen8 ,was die erste anbelangt1 so ist sogleich klar1 da1 wenn eine ,offenbarung uns ,gott nur als den ,alleinheiligen1 als den genauesten ,abdruck des ,moralgesetzes dargestellt hat1 wie jede ,offenbarung das soll1 aller ,glaube an ,gott ,glaube an das in concreto dargestellte ,moralgesetz ist4 ,in ,absicht des zweiten aber sind1 wenn eine gewisse ,lehre nicht vom ,endzwecke des ,moralgesetzes abzuleiten ist1 wieder zwei ,flle mglich2 entweder1 sie lt sich blos nicht ableiten1 oder sie widerspricht demselben4 ,widersprechen gewisse dogmatische ,behauptungen dem ,endzwecke des ,moralgesetzes1 so widersprechen sie dem ,begriffe von ,gott1 und dem ,begriffe aller ,religion2 und eine ,offenbarung1 die dergleichen enthlt1 kann nicht von ,gott seyn4 ,gott kann zu dergleichen ,behauptungen nicht nur nicht berechtigen1 sondern er kann sie1 bei einem ,zwecke1 der der seinige ist1 auch nicht einmal zulassen1 weil sie seinem ,zwecke widersprechen4 ,lassen sich aber einige nur nicht davon ableiten1 ohne ihnen gerade zu widersprechen1 so ist daraus noch nicht zu schlieen1 da die ganze ,offenbarung nicht von ,gott seyn knne2 denn ,gott bedient sich des ,dienstes von ,menschen1 welche irren1 welche sich selbst ein ,hirngespinst erdichten knnen1 um es1 vielleicht in wohlmeinender ,absicht1 neben gttliche ,belehrungen zu stellen1 und nach ihrer ,meinung noch mehr gutes zu stiften2 und es ist ihm nicht anstndig ihre ,freiheit einzuschrnken1 wenn sie nur nicht einen seinem ,zwecke geradezu entgegenstehenden ,gebrauch davon machen wollen3 aber das folgt sicher1 da alles von dieser ,art nicht ,bestandtheil einer gttlichen ,offenbarung1 sondern menschlicher ,zusatz ist1 von welchem wir keine weitere ,notiz zu nehmen haben1 als insofern sein ,werth aus ndern ,grnden erhellet4 ,dergleichen ,stze knnen1 da sie einer moralischen ,absicht ganz unfhig sind1 meist nur theoretische ,aufschlsse versprechen3 und wenn sie von bernatrlichen ,dingen reden1 werden sie meistens sich gar nicht denken1 lassen1 weil sie nicht unter den ,bedingungen der ,kategorien stehen knnen4 ,stnden sie1 als objektive ,behauptungen1 darunter1 so wrden sie sich nicht blos nicht ableiten lassen1 sondern sie wrden dem ,moralgesetze sogar widersprechen1 wie im folgenden 4 dargethan werden wird4 ,eine ,offenbarung kann endlich gewisse1 mit grerer oder geringerer ,feierlichkeit verbundene1 in ,gesellschaft oder fr sich allein zu gebrauchende ,aufmunterungs- und ,befrderungsmittel zur ,tugend vorschlagen4 ,da alle ,religion ,gott nur als moralischen ,gesetzgeber darstellt1 so ist alles1 was nicht ,gebot des ,moralgesetzes in uns ist1 auch nicht das seinige1 und es ist kein ,mittel ihm zu gefallen1 als durch ,beobachtung desselben3 diese ,befrderungsmittel der ,tugend mssen sich also nicht in die ,tugend selbst1 diese ,anempfehlungen derselben mssen sich nicht in ,gebote1 die uns eine ,pflicht auflegen1 verwandeln1 es mu nicht zweideutig gelassen werden1 ob man etwa auch durch den ,gebrauch dieser ,mittel1 oder vielleicht nur durch ihn1 sich den ,beifall der ,gottheit erwerben knne1 sondern ihr ,verhltni zu dem wirklichen ,moralgesetze mu genau bestimmt werden4 -- ,wenn ein weises ,wesen den ,zweck will1 will es auch die ,mittel1 knnte man sagen2 aber es will sie nur1 inwiefern sie wirklich ,mittel sind und werden1 und1 -- da dieses in der ,sinnenwelt anzuwendende ,mittel sind1 und wir mithin hier in den ,bezirk1 des ,naturbegriffs kommen1 -- es kann sie nur wollen1 inwiefern sie in unsrer ,macht stehen4 ,es ist z4 ,b4 sehr wahr1 und jeder ,beter erfhrt's1 da das ,gebet1 es sey nun anbetende ,betrachtung ,gottes1 oder ,bitte oder ,dank1 unsre ,sinnlichkeit krftig verstummen macht1 und unser ,herz mchtig zum ,gefhl1 und zur ,liebe unsrer ,pflichten emporhebt4 ,aber1 wie knnen wir den kalten1 keines ,enthusiasmus fhigen ,mann -- und es ist sehr mglich1 da es deren gebe -- verbinden1 seine ,betrachtung bis zur ,anbetung emporzuzwingen1 und zu begeistern2 wie knnen wir ihn nthigen1 ,ideen der ,vernunft durch ihre ,darstellung vermittelst der ,einbildungskraft zu beleben1 wenn subjektive ,ursachen ihn dieser ,fhigkeit beraubten1 da dieselbe eine empirische ,bestimmung ist2 wie knnen wir ihn nthigen1 irgend ein ,bedrfni so stark zu fhlen1 so innig zu begehren1 da er sich vergesse dasselbe einem bernatrlichen ,wesen mitzutheilen1 von dem er kalt denkend erkennt1 da er's ohne ihn wei1 und da er's ohne ihm geben wird1 wenn er's verdient und haben mu1 und sein ,bedrfni keine ,einbildung ist8 -- ,dergleichen ,befrderungsmittel sind also nur darzustellen als das1 was sie sind1 und nicht den durch das ,moralgesetz unbedingt gebotnen ,handlungen gleich zu setzen2 sie sind nicht schlechthin zu gebieten1 sondern dem1 den sein ,bedrfni zu ihnen treibt1 blos anzuempfehlen2 sie sind weniger ,befehl1 als ,erlaubni4 ,jede ,offenbarung1 die sie den ,moralgesetzen gleichsetzt1 ist sicher nicht von ,gott2 denn es widerspricht dem ,moralgesetze1 irgend etwas in gleichen ,rang mit seinen ,anforderungen zu setzen4 ,welche ,wirkungen aber auf unsre moralische ,natur darf eine ,offenbarung von dergleichen ,mitteln versprechen1 blos natrliche1 oder bernatrliche1 d4 i4 solche1 die nach den ,gesetzen der ,natur mit ihnen1 als ,wirkungen mit ihren ,ursachen1 nicht nothwendig verbunden sind1 sondern bei ,gelegenheit des ,gebrauchs dieser ,mittel1 durch eine bernatrliche ,ursache auer uns1 gewirkt werden8 ,lat uns einen ,augenblick das letztere annehmen1 da nemlich unser ,wille durch eine bernatrliche ,ursache auer uns dem ,moralgesetze gem bestimmt werde4 ,nun aber ist keine ,bestimmung1 die nicht durch und mit ,freiheit geschieht1 dem ,moralgesetze gem1 folglich widerspricht diese ,annahme sich selbst1 und jede durch eine solche ,bestimmung erfolgte ,handlung wre nicht moralisch2 knnte folglich weder das geringste ,verdienst haben1 noch auf irgend eine ,art eine ,quelle von ,achtung und ,glckseligkeit fr uns werden2 wir wren in diesem ,falle ,maschinen1 und nicht moralische ,wesen1 und eine dadurch hervorgebrachte ,handlung wre in der ,reihe unsrer moralischen schlechterdings ,null4 -- ,wenn man aber dies auch zugeben mte1 wie man es denn mu1 so knnte man noch weiter sagen3 eine solche ,bestimmung sollte1 bei ,gelegenheit des ,gebrauchs jener ,mittel in uns hervorgebracht werden1 nicht1 um unsre ,moralitt zu erhhen1 welches freilich nicht mglich wre1 sondern um durch die in uns bernatrlich hervorgebrachte ,wirkung eine ,reihe in der ,sinnenwelt hervorzubringen1 die fr die ,bestimmung anderer moralischen ,wesen1 nach ,gesetzen der ,natur1 ,mittel wrde1 und wobei wir freilich bloe ,maschinen wren3 da aber ,gott sich vielmehr unsrer1 als andrer1 dazu bediene1 hange von der ,bedingung des ,gebrauchs jenes ,mittels ab4 -- ,jetzt ununtersucht1 was denn das fr einen ,werth fr uns haben knne1 ob eben wir als ,maschinen1 oder ob andere ,maschinen zur ,befrderung des ,guten gebraucht wrden2 kann auch in dieser ,absicht keine ,offenbarung allgemeingltige ,verheiungen von dieser ,art geben1 denn wenn jeder die ,bedingung derselben erfllte1 jeder dadurch eine fremde bernatrliche ,kausalitt in sich veranlate1 so wrden dadurch nicht nur alle ,gesetze der ,natur auer uns1 sondern auch alle ,moralitt in uns aufgehoben4 -- ,wir drfen aber nicht schlechthin lugnen1 da nicht in besondern ,fllen dergleichen ,wirkungen in dem ,plane der ,gottheit gewesen seyn konnten1 ohne das ,princip der ,offenbarung berhaupt zu lugnen2 wir drfen eben so wenig lugnen1 da nicht einige dieser ,wirkungen an ,bedingungen von ,seiten der ,werkzeuge knnten gebunden gewesen seyn1 weil wir das nicht wissen knnen2 aber wenn in einer ,offenbarung ,erzhlungen davon1 ,vorschriften1 und ,verheiungen hierber vorkommen1 so gehren diese zur uern ,form der ,offenbarung1 und nicht zum allgemeinen ,inhalte derselben4 ,bestimmung durch bernatrliche ,ursachen auer uns hebt die ,moralitt auf2 jede ,religion also1 die unter irgend einer ,bedingung dergleichen ,bestimmungen verspricht1 widerspricht dem ,moralgesetze1 und ist folglich sicher nicht von ,gott4 ,es bleibt also der ,offenbarung von dergleichen ,mitteln nichts brig zu versprechen1 als natrliche ,wirkungen4 -- ,so wie wir von ,befrderungsmitteln der ,tugend reden1 sind wir im ,gebiete des ,naturbegriffs4 ,das ,mittel ist in der sinnlichen ,natur2 das was dadurch bestimmt werden soll1 ist die sinnliche ,natur in uns2 unsre unedlen ,neigungen sollen geschwcht und unterdrckt1 unsre edlern sollen gestrkt und erhht werden2 die moralische ,bestimmung des ,willens soll dadurch nicht geschehen1 sondern nur erleichtert werden4 ,alles also mu nothwendig wie ,ursache und ,wirkung zusammenhngen1 und dieser ,zusammenhang mu sich klar einsehen lassen4 -- ,es wird aber hierdurch nicht behauptet1 da die ,offenbarung in ,anspruch genommen werden knne1 diesen ,zusammenhang zu zeigen4 ,der ,zweck der ,offenbarung ist praktisch1 eine solche ,deduktion aber theoretisch1 und kann demnach dem eignen ,nachdenken eines jeden berlassen werden4 ,jene kann sich begngen1 diese ,mittel1 blos als von ,gott anempfohlen1 aufzustellen4 ,nur mu sich dieser ,zusammenhang hinterher zeigen lassen2 denn ,gott1 der unsre sinnliche ,natur kennt1 kann ihr keine ,mittel der ,besserung anpreisen1 die den ,gesetzen derselben nicht gem sind4 ,jede ,offenbarung also1 welche ,mittel zur ,befrderung der ,tugend vorschlgt1 von denen man nicht zeigen kann1 wie sie natrlich dazu beitragen knnen1 ist1 wenigstens inwiefern sie dies thut1 nicht von ,gott4 -- ,wir drfen hier die ,einschrnkung hinzusetzen3 denn wenn solche ,mittel nur nicht zu ,pflichten gemacht werden2 wenn nur nicht bernatrliche ,wirkungen von ihnen versprochen werden2 so ist ihre ,anempfehlung nicht der ,moral widersprechend1 sie ist blos leer und unntz#bd4 4 #ab4 ,kriterien der ,gttlichkeit einer ,offenbarung in ,absicht der mglichen ,darstellung dieses ,inhalts4 ,da die ,offenbarung berhaupt schon ihrer ,form nach1 fr das ,bedrfni der ,sinnlichkeit da ist1 so ist es sehr wahrscheinlich1 da sie sich auch in ihrer ,darstellung zu derselben herablassen werde1 wenn gezeigt werden sollte1 da die ,sinnlichkeit hierber besondre ,bedrfnisse habe4 ,doch ist diese ,darstellung so wenig das ,wesentliche und ,charakteristische einer ,offenbarung1 da wir sogar1 wie oben gezeigt worden ist1 a priori nicht einmal fordern knnen1 da sie einen ,inhalt habe1 oder berhaupt irgend etwas mehr thue1 als da sie ,gott fr den ,urheber des ,moralgesetzes ankndige4 ,die ,sinnlichkeit berhaupt ist1 wegen des ,widerstrebens der ,neigung1 nur zu bereit1 die ,erfllung des ,moralgesetzes fr unmglich zu halten1 und das ,gebot nicht1 als fr sich gegeben1 anzuerkennen4 ,nun giebt zwar die ,offenbarung dies ,gesetz ausdrcklich an die ,sinnlichkeit2 aber doch redet in dem sinnlichen ,menschen noch immer die ,stimme der ,pflicht1 durch das ,schreien der ,begierde geschwcht1 und durch die falschen ,begriffe1 die jene in ,menge liefert1 gedmpft1 nur leise1 wenn sie ber seine eigenen ,handlungen sprechen soll -- wenn sie im eigentlichen ,verstande gebietend ist4 ,aber auch der rohsinnlichste ,mensch hrt sie1 wenn von ,beurtheilung einer ,handlung die ,rede ist1 bei welcher seine ,neigung von keiner ,seite mit in's ,spiel gezogen wird4 ,und lernt er sie nur dadurch in sich unterscheiden1 wird sie nur dadurch aus ihrer ,unthtigkeit gezogen1 und er mit ihr bekannter und vertrauter1 so wird er endlich doch anfangen1 auch an sich zu hassen1 was er an andern verabscheut1 und sich selbst so zu wnschen1 wie er andere fordert4 -- ,der ,widersinn1 alles um sich her gerecht haben1 und nur allein ungerecht seyn zu wollen1 ist zu auffallend1 als da irgend ein ,mensch sich ihn gern gestehen wolle4 ,bringe man ihn dahin1 da1 im ,falle er ungerecht ist1 er sich ihn gestehen msse6 ,wie kann dieser ,zweck erreicht werden8 ,durch ,aufstellung moralischer ,beispiele4 ,die ,offenbarung kann also ihre ,moral in ,erzhlungen einkleiden1 und sie entspricht dem ,bedrfni des ,menschen nur um so besser1 wenn sie es thut4 ,sie kann ungerechte ,handlungen zur ,verachtung1 gerechte1 besonders mit groen ,aufopferungen und ,anstrengungen durchgesetzte1 zur ,bewunderung und ,nachahmung aufstellen4 ber die ,befugni einer ,offenbarung1 ihre ,sittenlehre so vorzutragen1 kann keine ,frage entstehen3 und da die von ihr als mustermig aufgestellten ,handlungen rein moralisch1 seyn mssen2 da sie nicht etwa zweideutige1 oder wohl gar offenbar schlechte ,handlungen als gute rhmen1 und ,leute1 die dergleichen verrichtet haben1 als ,muster anpreisen drfe1 folgt aus dem ,zwecke der ,offenbarung4 ,jede ,offenbarung1 die dieses thut1 widerspricht dem ,moralgesetze1 und dem ,begriffe von ,gott1 und kann folglich nicht gttlichen ,ursprungs seyn4 ,eine ,offenbarung hat die ,vernunftideen1 ,freiheit1 ,gott1 ,unsterblichkeit darzustellen4 -- ,da der ,mensch frei sey1 lehrt jeden unmittelbar sein ,selbstbewutseyn und er zweifelt um so weniger daran1 je weniger er durch ,vernnfteln sein natrliches ,gefhl verflscht hat4 ,die ,mglichkeit aller ,religion1 und aller ,offenbarung1 setzt die ,freiheit voraus4 ,die ,darstellung dieser ,idee fr die sinnlich bedingte ,vernunft ist also kein ,geschft fr eine ,offenbarung3 und mit ,auflsung der dialektischen ,scheingrnde dagegen hat keine ,offenbarung es zu thun1 als welche nicht vernnftelt1 sondern gebietet1 und sich nicht an vernnftelnde1 sondern sinnliche ,subjekte richtet4 -- ,aber dagegen ist die ,idee von ,gott es desto mehr4 ,unter die ,bedingungen der reinen ,sinnlichkeit1 ,zeit und ,raum1 ,gott sich zu denken1 wenn er sich ihn denken will1 ist jeder gedrungen1 der ,mensch ist4 ,wir mgen noch so sehr berzeugt seyn1 noch so scharf erweisen knnen1 da sie auf ihn nicht passen1 so berrascht uns doch dieser ,fehler1 indem wir ihn noch rgen4 ,wir wollen jetzt uns ,gott als uns gegenwrtig denken1 und wir knnen nicht verhindern1 ihn an den ,ort hinzudenken1 wo wir sind3 wir wollen jetzt ,gott als den ,vorherseher unsrer knftigen ,schicksale1 unsrer freien ,entschlieungen denken1 und wir denken ihn als in der ,zeit1 in der er jetzt ist1 blickend in eine ,zeit1 in der er noch nicht ist4 ,solchen ,vorstellungen mu die ,darstellung einer ,religion sich anpassen2 denn sie redet mit ,menschen1 und kann keine andre1 als der ,menschen ,sprache reden4 -- ,aber die empirische ,sinnlichkeit bedarf noch mehr4 ,der innere ,sinn1 das empirische ,selbstbewutseyn steht unter der ,bedingung1 ein mannichfaltiges nach und nach1 und allmhlich aufzunehmen1 und zu einander hinzuzusetzen2 nichts aufnehmen zu knnen1 was sich nicht von den vorherigen unterscheidet1 also nur ,vernderungen bemerken zu knnen4 ,seine ,welt ist eine unaufhrliche ,kette von ,modifikationen4 ,unter dieser ,bedingung will er sich auch das ,selbstbewutseyn ,gottes denken4 -- ,er bedarf z4 ,b4 jetzt eines ,zeugens der ,reinigkeit seiner ,gesinnungen bei einer gewissen ,entschlieung4 ,gott hat bemerkt1 so denkt er sich's1 was in meiner ,seele vorging4 -- ,er ist jetzt beschmt ber eine unmoralische ,handlung3 sein ,gewissen erinnert ihn an die ,heiligkeit des ,gesetzgebers4 ,er hat sie1 er hat das ganze ,verderben1 das sich darinn zeigt1 entdeckt1 denkt er4 ,aber er bemerkt auch die ,reue1 die ich jetzt darber empfinde1 fhrt er fort4 -- ,er entschliet sich jetzt recht stark1 hinfhre aufmerksam an seiner ,heiligung zu arbeiten4 ,er fhlt1 da ihm die ,krfte dazu fehlen4 ,er ringt mit sich1 und zu schwach im ,kampfe1 siehe er sich nach fremder ,hlfe um1 und betet zu ,gott4 ,gott wird auf mein flehentliches1 anhaltendes ,bitten sich entschlieen mir beizustehen1 denkt er2 -- und denkt sich in allen diesen ,fllen ,gott als durch ihn modificirbar4 -- ,er denkt sich in ,gott ,affekten1 und ,leidenschaften1 damit er ,theil nehmen knne an den seinigen2 -- ,mitleid1 ,bedauren1 ,erbarmen1 ,liebe1 ,vergngen1 u4 dergl4 -- ,die hchste1 oder tiefste ,stufe der ,sinnlichkeit1 die alles unter die empirischen ,bedingungen des ussern ,sinns setzt1 verlangt noch mehr4 ,sie will einen krperlichen ,gott1 der ihre ,handlungen im eigentlichen ,verstande sieht1 ihre ,worte hrt1 mit dem sie reden knne1 wie ein ,freund mit seinem ,freunde4 ,ob eine ,offenbarung sich zu diesen ,bedrfnissen herablassen knne1 ist keine ,frage3 ob sie aber drfe1 und in wie weit sie drfe1 mu eine ,kritik der ,offenbarung beantworten4 ,der ,zweck aller dieser ,belehrungen ist kein andrer1 als ,befrderung reiner ,moralitt1 und der versinnlichenden ,darstellung derselben insbesondere ,befrderung reiner ,moralitt in dem sinnlichen ,menschen4 ,insofern nur diese ,versinnlichung mit diesem ,zwecke bereinkommt1 kann die ,offenbarung gttlich seyn3 wenn sie ihm aber widerspricht1 ist sie gewi nicht gttlich4 ,die ,versinnlichung des ,begriffs von ,gott kann den moralischen ,eigenschaften ,gottes1 und mithin aller ,moralitt auf zweierlei ,art widersprechen3 nemlich theils unmittelbar1 wenn ,gott mit ,leidenschaften dargestellt wird1 die geradezu gegen das ,moralgesetz sind1 wenn ihm z4 ,b4 ,zorn und ,rache aus ,eigenwillen1 ,vorliebe oder ,vorha1 welche sich auf etwas anders als auf die ,moralitt der ,objekte dieser ,leidenschaften grnden1 zugeschrieben wird4 ,ein solcher ,gott wrde kein ,muster unsrer ,nachahmung1 und kein ,wesen seyn1 fr welches wir ,achtung haben knnten1 sondern ein ,gegenstand einer ngstlichen zur ,verzweiflung bringenden ,furcht4 ,jedoch widerspricht dieses schon der ,form aller ,offenbarung1 welche einen heiligen ,gott als ,gesetzgeber verlangt4 ,es wrde aber dem moralischen ,begriffe von ,gott gar nicht widersprechen1 wenn ihm z4 ,b4 lebhafter ,unwille ber das unmoralische ,verhalten endlicher ,wesen zugeschrieben wrde2 denn das ist blos sinnliche ,darstellung einer nothwendigen ,wirkung der ,heiligkeit ,gottes1 die wir1 wie sie an sich in ,gott ist1 gar nicht erkennen knnen2 und wenn in einer ,sprache1 die zu den feinern ,modifikationen der ,affekten keine bestimmten ,worte htte1 dieser ,unwille auch ,zorn genennt wrde1 so widerspricht auch dies1 im ,geiste der ,menschen1 die diese ,sprache redeten1 verstanden1 dem ,begriffe von ,gott nicht1 ,mittelbar wrde jede sinnliche ,darstellung von ,gott der ,moralitt widersprechen1 wenn sie als objektiv gltig1 und nicht als bloe ,herablassung zu unserm subjektiven ,bedrfni vorgestellt wrde4 ,denn alles1 was vom ,objekte1 an sich gilt1 daraus kann ich ,schlsse ziehen1 und das ,objekt dadurch weiter bestimmen4 ,leiten wir aber aus irgend einer sinnlichen ,bedingung ,gottes1 als objektiv gltig1 ,schlsse ab1 so verwickeln wir uns mit jedem ,schlsse tiefer in ,widersprche gegen seine moralischen ,eigenschaften4 ,sieht z4 ,b4 und hrt ,gott wirklich1 so mu er auch durch diese ,sinne des ,vergngens theilhaftig seyn2 so ist es sehr mglich1 da wir ihm ein sinnliches ,vergngen machen knnen1 da der ,geruch der ,brandopfer und ,speisopfer1 ihm wirklich gefallen kann#be1 und wir haben folglich ,mittel ihm durch etwas anderes1 als durch ,moralitt gefllig zu werden4 ,knnen wir ,gott wirklich durch unsre ,empfindungen bestimmen1 ihn zum ,mitleiden1 zum ,erbarmen1 zur ,freude bewegen1 so ist er nicht der ,unvernderliche1 der ,alleingenugsame1 der ,alleinselige1 so ist er noch durch etwas anderes1 als durch das ,moralgesetz bestimmbar2 so knnen wir auch wol hoffen1 ihn durch ,winseln und ,zerknirschung zu bewegen1 da er anders mit uns verfahre1 als der ,grad unsrer ,moralitt es verdient htte4 ,alle diese sinnlichen ,darstellungen gttlicher ,eigenschaften mssen also nicht als objektiv gltig angekndigt werden2 es mu nicht zweideutig gelassen werden1 ob ,gott an sich so beschaffen sey1 oder ob er uns nur zum ,behuf unsers sinnlichen ,bedrfnisses erlauben wolle1 ihn so zu denken4 -- ,auer dieser ,bedingung aber knnen wir keiner ,offenbarung a priori ,gesetze vorschreiben1 wie weit sie mit der ,versinnlichung des ,begriffs von ,gott gehen drfe3 sondern dies hngt gnzlich von dem empirisch gegebnen ,bedrfnisse des ,zeitalters ab1 fr welches sie zunchst bestimmt ist4 ,wenn z4 ,b4 irgend eine ,offenbarung1 um von einer ,seite allen ,bedrfnissen der rohsten ,sinnlichkeit ,genge zu thun1 und von der andern ,seite dem ,begriffe von ,gott seine vllige ,reinheit zu sichern1 uns irgend ein ganz sinnlich bedingtes ,wesen1 als einen ,abdruck der moralischen ,eigenschaften ,gottes1 insofern sie ,beziehungen auf ,menschen haben1 eine verkrperte praktische ,vernunft ,greek3 logon gleichsam als einen ,gott der ,menschen1 darstellte3 so wre dies noch gar kein ,grund1 so einer ,offenbarung berhaupt1 oder auch nur dieser ,darstellung derselben den gttlichen ,ursprung abzusprechen2 wenn nur dieses ,wesen so vorgestellt wre1 da es jener ,absicht entsprechen knnte1 und wenn nur diese ,stellvertretung nicht als objektiv gltig behauptet1 sondern blos als ,herablassung zur ,sinnlichkeit1 die derselben bedrfen knnte#bf1 vorgestellt1 und1 was daraus nothwendig folgt1 jedem vllig freigestellt wrde1 sich dieser ,vorstellung zu bedienen1 oder nicht1 je nachdem er es fr sich moralisch ntzlich fnde4 ,nur eine solche ,offenbarung also kann gttlichen ,ursprungs seyn1 die einen anthropomorphosirten ,gott1 nicht als objektiv1 sondern blos fr subjektiv gltig giebt4 ,der ,begriff der ,unsterblichkeit der ,seele grndet sich auf eine ,abstraktion1 die die ,sinnlichkeit1 besonders der tiefste ,grad der ,sinnlichkeit1 nicht macht4 ,seiner ,persnlichkeit ist jeder unmittelbar durch das ,selbstbewutseyn sicher2 das3 ,ich bin -- bin selbststndiges ,wesen1 lt er sich durch keine ,vernnfteleien rauben4 ,aber welche von diesen ,bestimmungen dieses seines ,ich reine1 oder empirische1 welche fr und durch den innern oder uern ,sinn1 oder welche durch die reine ,vernunft gegeben1 welche wesentlich1 und welche nur zufllig seyen1 und nur von seiner gegenwrtigen ,lage abhngen1 sondert er nicht ab1 und ist nicht fhig es zu thun4 ,er wird vielleicht nie auf den ,begriff einer ,seele1 als eines reinen ,geistes kommen2 und giebt man ihm auch denselben1 so wird man ihm oft nichts als ein ,wort geben1 das fr ihn ohne ,bedeutung ist4 ,er kann also ,fortdauer seines ,ich sich nicht anders denken1 als unter der ,gestalt der ,fortdauer desselben mit allen seinen gegenwrtigen ,bestimmungen4 ,wenn eine ,offenbarung sich zu dieser ,schwachheit herablassen will1 -- und sie wird es fast mssen1 um verstndlich zu werden1 -- so wird sie ihm jene ,idee in die ,gestalt kleiden1 in der er allein fhig ist1 sie zu denken1 in die1 der ,fortdauer alles dessen1 was er gegenwrtig zu seinem ,ich rechnet2 und1 da er den einstigen ,untergang eines ,theils desselben offenbar vorhersieht1 der ,wiederauferstehung#bg2 und die ,hervorbringung der vlligen ,kongruenz zwischen ,moralitt und ,glckseligkeit in das ,bild eines allgemeinen ,verhrs und ,gerichtstages1 und einer ,austheilung von ,strafen und ,belohnungen4 -- ,aber sie darf diese ,bilder nicht als objektive ,wahrheiten aufstellen4 -- ,nur eine solche ,offenbarung also kann gttlich seyn1 welche eine versinnlichte ,darstellung unsrer ,unsterblichkeit1 und des moralischen ,gerichts ,gottes ber endliche ,wesen1 nicht als objektiv1 sondern nur als subjektiv 7nemlich nicht fr ,menschen berhaupt1 sondern nur fr diejenigen sinnlichen ,menschen1 die einer solchen ,darstellung bedrfen7 gltig giebt4 ,thut sie das erstere1 so ist ihr zwar darum noch nicht die ,mglichkeit eines gttlichen ,ursprungs berhaupt abzusprechen1 denn eine solche ,behauptung widerspricht der ,moral nicht1 sie ist blos nicht von ihren ,principien abzuleiten2 aber sie ist1 wenigstens in ,rcksicht dieser ,behauptung1 nicht gttlich4 ,ob eine ,offenbarung ihren versinnlichenden ,vorstellungen reiner ,vernunftideen objektive1 oder blos subjektive ,gltigkeit beilege1 ist1 wenn sie es auch nicht ausdrcklich erinnert1 welches jedoch zur ,vermeidung alles mglichen ,misverstndnisses zu wnschen ist1 daraus zu ersehen1 ob sie auf dieselben ,schlsse bauet oder1 nicht4 ,thut sie das erstere1 so ist offenbar1 da sie ihnen objektive ,gltigkeit beilegt4 ,da endlich die empirische ,sinnlichkeit sich1 ihren besondern ,modifikationen nach1 bei verschiedenen ,vlkern1 und in verschiedenen ,zeitaltern verndert1 und unter der ,zucht einer guten ,offenbarung sich immer mehr verringern soll2 so ist es ,kriterium1 zwar nicht der ,gttlichkeit einer ,offenbarung1 aber doch ihrer mglichen ,bestimmung fr viele ,vlker1 und ,zeiten1 wenn die ,krper1 in die sie den ,geist kleidet1 nicht zu fest1 und zu haltbar1 sondern von einem leichten ,umrisse1 und dem ,geiste verschiedener ,vlker und ,zeiten ohne ,mhe anzupassen sind4 -- ,eben dies gilt von den ,aufmunterungs- und ,befrderungsmitteln zur ,moralitt1 die eine ,offenbarung empfiehlt4 ,unter der ,leitung einer weisen ,offenbarung1 die in weisen ,hnden ist1 sollten die erstem und letztern immer mehr von ihrer ,beimischung grober ,sinnlichkeit ablegen1 weil sie immer entbehrlicher werden sollte4 4 #ac4 ,systematische ,ordnung dieser ,kriterien4 ,die jetzt aufgestellten ,kriterien sind ,bedingungen der ,mglichkeit unsern ,begriff a priori von einer ,offenbarung auf eine in der ,sinnenwelt gegebne ,erscheinung anzuwenden1 und zu urtheilen1 sie sey eine ,offenbarung2 nemlich nicht ,bedingungen der ,anwendung des ,begriffs berhaupt1 denn davon werden wir erst im folgenden 4 reden1 sondern seiner ,anwendung auf die bestimmte gegebne ,erfahrung4 ,um sicher zu seyn1 da wir diese ,bedingungen alle erschpft haben1 und da es auer den angefhrten keine mehr gebe1 7denn wenn wir etwa im ,gegentheile welche aufgestellt htten1 die keine sind1 so mte sich das sogleich daraus ergeben haben1 da wir sie aus dem ,offenbarungsbegriffe nicht htten ableiten knnen17 mssen wir uns nach einem ,leitfaden zur ,entdeckung aller ,bestimmungen dieses ,begriffs umsehen2 und ein solcher ist bei allen mglichen ,begriffen die ,tafel der ,kategorien4 ,der ,begriff einer ,offenbarung ist nemlich ein ,begriff von einer ,erscheinung in der ,sinnenwelt1 welche der ,qualitt nach unmittelbar durch gttliche ,kausalitt bewirkt seyn soll4 ,es ist mithin ,kriterium einer diesem ,begriffe entsprechenden ,erscheinung1 da sie durch keine ,mittel gewirkt sey1 die dem ,begriffe einer gttlichen ,kausalitt widersprechen2 und dieses sind1 da wir von ,gott nur einen moralischen ,begriff haben1 alle unmoralische4 ,diese ,erscheinung soll der subjektiven ,quantitt nach1 7denn die objektive giebt kein eigentliches ,kriterium ab1 sondern auf sie grndet sich blos die ,erinnerung1 da mehrere ,offenbarungen zu gleicher ,zeit bei entfernten ,vlkern nicht unmglich sind17 fr alle sinnliche ,menschen gelten1 die derselben bedrfen4 ,es ist mithin ,bedingung jeder in concreto gegebnen ,offenbarung1 da ,menschen mit einem dergleichen ,bedrfni wirklich nachzuweisen seyen4 -- ,dies sind die ,kriterien einer ,offenbarung ihrer uern ,form nach1 welche sich aus den mathematischen ,bestimmungen ihres ,begriffs ergeben1 was denn der ,natur der ,sache nach so seyn mute4 ,diese ,erscheinung wird in ihrem ,begriffe der ,relation nach auf einen ,zweck bezogen1 nemlich den1 reine ,moralitt zu befrdern3 eine in concreto gegebne ,offenbarung mu folglich diesen ,zweck erweislich beabsichtigen1 -- nicht eben nothwendig erreichen1 welches schon dem ,begriffe moralischer1 d4 i4 freier ,wesen1 in welchen allein sich ,moralitt hervorbringen lt1 widersprechen wrde4 ,dieses ,zwecks ,befrderung aber ist in sinnlichen ,menschen nicht anders1 als durch ,ankndigung ,gottes1 als moralischen ,gesetzgebers1 mglich2 und der ,gehorsam gegen diesen ,gesetzgeber ist nur dann moralisch1 wenn er sich auf die ,vorstellung seiner ,heiligkeit grndet4 ,diese ,ankndigung sowohl1 als die ,reinigkeit des aufgestellten ,motivs des geforderten ,gehorsams ist mithin ,kriterium jeder ,offenbarung4 ,in ,absicht der ,modalitt endlich wrde eine ,offenbarung in ihrem ,begriffe blos als mglich angenommen1 woraus1 da es zu dem ,begriffe an sich nichts hinzuthut1 sondern nur das ,verhltni seines ,gegenstandes zu unserm ,verstande ausdrckt1 keine ,bedingung der ,anwendung dieses ,begriffs auf eine in concreto gegebne ,erscheinung1 d4 i4 kein ,kriterium einer ,offenbarung sich ergeben kann4 ,was aber daraus auf die ,mglichkeit ihn berhaupt anzuwenden folge1 das werden wir im folgenden 4 sehen4 ,dies sind nun die ,kriterien einer ,offenbarung ihrer ,form nach1 und1 da das ,wesen der ,offenbarung eben in der besondern ,form einer schon a priori vorhandenen ,materie besteht1 die einzigen ihr wesentlichen3 und es sind auer den aufgestellten keine mehr mglich1 weil in ihrem ,begriffe keine ,bestimmungen mehr sind4 ,die ,materie einer ,offenbarung ist a priori durch die reine praktische ,vernunft da1 und steht an sich unter eben der ,kritik1 unter welcher letztere selbst steht3 mithin ist1 sofern sie als ,materie einer ,offenbarung betrachtet wird1 sowohl dem ,inhalte als der ,darstellung nach1 welche jenen modificirt1 ihr einziges ,kriterium1 da sie mit der ,aussage der praktischen ,vernunft vllig bereinstimme2 der ,qualitt nach1 da sie eben das aussage2 der ,quantitt nach1 da sie nicht mehr aussagen zu wollen vorgebe1 7denn da weniger in ihr ausgesagt werde1 ist unmglich1 da sie ein ,princip aufzustellen hat1 in welchem alles1 was ,inhalt einer ,religion werden kann1 wenn auch vielleicht unentwickelt1 enthalten seyn mu27 der ,relation nach1 als abzuleitend und untergeordnet unter das einzige ,moralprincip1 und der ,modalitt nach1 nicht als objektiv1 sondern blos als subjektiv1 allgemeingltig4 -- ,nach dem jetztgesagten wrde sich leicht eine ,tafel aller ,kriterien jeder mglichen ,offenbarung nach der ,ordnung der ,kategorien entwerfen lassen4 4 #ad4 ,von der ,mglichkeit1 eine gegebne ,erscheinung fr gttliche ,offenbarung aufzunehmen4 ,bis jetzt ist eigentlich weiter nichts ausgemacht worden1 als die vllige ,gedenkbarkeit einer ,offenbarung berhaupt1 d4 i4 da der ,begriff einer dergleichen ,offenbarung sich nicht selbst widerspreche2 und da in demselben eine ,erscheinung in der ,sinnenwelt postulirt wird1 haben die ,bedingungen festgesetzt werden mssen1 unter denen dieser ,begriff auf eine ,erscheinung anwendbar ist4 ,diese ,bedingungen waren die durch eine ,analysis gefundenen ,bestimmungen des anzuwendenden ,begriffs4 ,was aber noch nicht geschehen ist1 ja wozu noch gar keine ,anstalten gemacht worden sind1 ist das1 diesem ,begriffe eine ,realitt auer uns zuzusichern1 welches doch1 der ,natur dieses ,begriffs nach1 geschehen mte4 -- ,wenn nemlich ein ,begriff a priori1 als anwendbar in der ,sinnenwelt1 gegeben ist1 7wie etwa der der ,kausalitt17 so sichert schon der ,erweis1 da er gegeben ist1 ihm seine objektive ,gltigkeit2 wenn er aber a priori auch nur gemacht ist1 wie etwa der eines ,dreiecks1 oder auch der eines ,pegasus1 so versichert unmittelbar die ,konstruktion desselben im ,raume ihm diese ,realitt1 und das ,urtheil3 das ist ein ,dreieck1 oder1 das ist ein ,pegasus1 heit weiter nichts1 als3 das ist die ,darstellung eines ,begriffs1 den ich mir gemacht habe4 ,es wird in einem solchen ,urtheile vorausgesetzt1 da zur ,realitt des ,begriffs weiter nichts gehre1 als der ,begriff selbst2 und da er allein als zureichender ,grund des ihm korrespondirenden anzusehen sey4 ,in dem a priori gemachten ,begriffe der ,offenbarung aber wird zur ,realitt desselben allerdings noch etwas ganz anderes vorausgesetzt1 als unser ,begriff von ihr1 nemlich1 ein ,begriff in ,gott1 der dem unsrigen hnlich sey4 ,das kategorische ,urtheil3 das ist eine ,offenbarung1 heit nicht etwa blos3 diese ,erscheinung in der ,sinnenwelt ist ,darstellung eines meiner ,begriffe1 sondern3 sie ist ,darstellung eines gttlichen ,begriffs1 gem einem meiner ,begriffe4 ,um ein solches kategorisches ,urtheil zu berechtigen1 d4 i4 um dem ,offenbarungsbegriffe eine ,realitt auer uns zuzusichern1 mte erwiesen werden knnen1 da ein ,begriff von derselben in ,gott vorhanden1 gewesen sey1 und da eine gewisse ,erscheinung beabsichtigte ,darstellung desselben sey4 ,ein solcher ,beweis knnte entweder a priori gefhrt werden1 nemlich so1 da aus dem ,begriffe von ,gott die ,nothwendigkeit gezeigt werde da er diesen ,begriff nicht nur habe1 sondern auch eine ,darstellung desselben habe bewirken wollen2 etwa so1 wie wir aus der ,anforderung des ,moralgesetzes an ,gott1 endlichen ,wesen die ,ewigkeit zu geben1 damit sie dem ewiggltigen ,gebote desselben ,genge leisten knnen1 nothwendig schlieen mssen1 da der ,begriff der unendlichen ,dauer endlicher moralischer ,wesen nicht nur als ,begriff in ,gott sey1 sondern da er ihn auch auer sich realisiren msse4 ,so ein ,beweis1 der1 wie ohne alle ,erinnerung sich versteht1 freilich nur subjektiv1 aber dennoch allgemeingltig seyn wrde1 wrde sehr viel und mehr noch beweisen1 als wir wollten1 indem er ganz unabhngig von aller ,erfahrung in der ,sinnenwelt uns berechtigte1 die absolute ,existenz einer ,offenbarung anzunehmen1 es mchte eine dem ,begriffe desselben entsprechende ,erscheinung in der ,sinnenwelt gegeben seyn oder nicht4 ,da ein solcher ,beweis aber unmglich sey1 haben wir schon oben gesehen4 ,wir haben nemlich von ,gott nur einen moralischen1 durch die reine praktische ,vernunft gegebnen ,begriff4 ,fnde in demselben sich ein ,datum1 das uns berechtigte1 ,gott den ,begriff der ,offenbarung zuzuschreiben1 so wre dieses ,datum zugleich dasjenige1 was den ,offenbarungsbegriff selbst gbe1 und zwar a priori gbe4 ,nach einem solchen ,datum der reinen ,vernunft aber haben wir uns oben vergeblich umgesehen1 und daher von diesem ,begriffe eingestanden1 da er ein blos gemachter sey4 ,oder dieser ,beweis knnte a posteriori gefhrt werden1 nmlich so da man aus den ,bestimmungen der in der ,natur gegebnen ,erscheinung darthue1 sie knnen nicht anders1 als unmittelbar durch gttliche ,kausalitt1 und durch diese wieder nicht anders1 als nach dem ,begriffe der ,offenbarung gewirkt seyn4 ,da ein solcher ,beweis die ,krfte des menschlichen ,geistes unendlich bersteige1 bedrfte eigentlich nicht dargethan zu werden1 da man nur die ,erfordernisse eines solchen ,beweises nennen darf1 um ihn von bernehmung desselben zurckzuschrecken2 doch ist oben auch das zum berflusse geschehen4 ,man knnte aber etwa noch1 nachdem man auf die ,hoffnung eines strengen ,beweises ,verzicht gethan1 glauben1 der nicht erweisbare ,satz werde sich wenigstens wahrscheinlich machen lassen4 ,wahrscheinlichkeit nemlich entsteht1 wenn man in die ,reihe von ,grnden kommt1 welche uns auf den zureichenden ,grund fr einen gewissen ,satz fhren mte1 doch ohne diesen zureichenden ,grund selbst1 oder auch den1 der sein zureichender ist1 u4 s4 w4 als gegeben aufzeigen zu knnen1 und je nher man diesem zureichenden ,grunde ist1 desto hher ist der ,grad der ,wahrscheinlichkeit4 ,diesen zureichenden ,grund konnte man nun entweder a priori1 7durch's ,herabsteigen von den ,ursachen zu den ,wirkungen7 oder a posteriori 7durch's ,heraufsteigen von den ,wirkungen zu den ,ursachen7 aufsuchen wollen4 ,im ersten ,falle mte man etwa eine ,eigenschaft in ,gott aufzeigen1 welche ihn1 wenn etwa noch ein ,bestimmungsgrund1 der sich nicht aufzeigen liee1 dazu kme1 bewegen mte1 den ,begriff einer ,offenbarung nicht etwa berhaupt -- denn eine solche ,eigenschaft in ,gott fanden wir oben 4 #g4 allerdings an seiner ,bestimmung durch's ,sittengesetz1 ,moralitt auer sich durch jedes mgliche ,mittel zu verbreiten -- sondern unter den empirisch gegebnen ,bestimmungen dieser besondern ,offenbarung zu realisiren2 so wie man etwa von der ,weisheit ,gottes1 nach der ,analogie ihrer ,wirkungsart hienieden 7also durch ,verbindung dieses ,begriffs a priori mit einer ,erfahrung7 vermuthen1 aber nicht beweisen kann1 7weil ,grnde dagegen seyn mchten1 die wir nicht wissen7 da endliche ,wesen mit ,krpern1 aber immer sich verfeinernden ,krpern fortdauern werden4 ,abgerechnet1 da unser ,geist so eingerichtet ist da ,wahrscheinlichkeitsgrnde a priori nicht das geringste ,frwahrhalten in ihm begrnden knnen2 so wird man auch eine solche ,bestimmung in ,gott nie auffinden4 ,oder im zweiten ,falle mte man alle ,mglichkeiten1 da eine gewisse ,begebenheit anders als durch gttliche ,kausalitt bewirkt seyn knnte1 bis etwa auf eine1 oder zwei1 u4 s4 f4 wegrumen4 ,in diese ,reihe der ,grnde1 eine gttliche ,kausalitt fr gewisse ,erscheinungen in der ,sinnenwelt anzunehmen1 kommen wir denn nun allerdings4 ,denn es ist1 theoretisch betrachtet1 allerdings der erste ,grund fr den ,ursprung einer gewissen ,begebenheit durch unmittelbare ,wirkung ,gottes1 wenn wir ihre ,entstehung aus natrlichen ,ursachen nicht zu erklren wissen4 ,aber dieses ist nur das erste ,glied einer ,reihe1 deren ,ausdehnung wir gar nicht wissen1 und welche schon an sich aller ,wahrscheinlichkeit nach uns ungedenkbar ist1 und es verschwindet folglich in ,nichts vor der unendlichen ,menge der mglichen brigen4 ,wir knnen mithin fr die ,befugni eines kategorischen ,urtheils1 da etwas eine ,offenbarung sey1 auch nicht einmal ,wahrscheinlichkeitsgrnde anfhren4 ,es drfte etwa jemand noch einen ,augenblick glauben1 da diese ,wahrscheinlichkeit durch die gefundne bereinstimmung einer angeblichen ,offenbarung mit den ,kriterien derselben begrndet werde2 daher1 und zufrderst3 wenn eine angebliche ,offenbarung vorhanden wre1 an der wir alle ,kriterien der ,wahrheit gefunden htten1 -- welches ,urtheil ber dieselbe wrde dies berechtigen8 ,alle diese ,kriterien sind die moralischen ,bedingungen1 unter denen allein1 und auer welchen nicht1 eine solche ,erscheinung von ,gott1 dem ,begriffe einer ,offenbarung gem1 bewirkt seyn knnte2 aber gar nicht umgekehrt1 -- die ,bedingungen einer ,wirkung1 die blos durch ,gott diesem ,begriffe gem bewirkt seyn knnte4 ,wren sie das letztere1 so berechtigten sie durch ,ausschlieung der ,kausalitt aller brigen ,wesen zu dem ,urtheile3 das ist ,offenbarung2 da sie aber das nicht1 sondern nur das erstere sind1 so berechtigen sie blos zu dem ,urtheile3 das kann ,offenbarung seyn1 d4 h4 wenn vorausgesetzt wird1 da in ,gott der ,begriff einer ,offenbarung vorhanden gewesen sey1 und da er ihn habe darstellen wollen1 so ist in der gegebnen ,erscheinung nichts1 was der mglichen ,annahme1 sie sey eine dergleichen ,darstellung1 widersprechen knnte4 ,es wird also durch eine solche ,prfung nach den ,kriterien blos problematisch1 da irgend etwas eine ,offenbarung seyn knne2 dieses problematische ,urtheil aber ist nun auch vllig sicher4 ,es wird nemlich in demselben eigentlich zweierlei ausgesagt2 zuerst3 es ist berhaupt mglich1 da ,gott den ,begriff einer ,offenbarung gehabt habe1 und da er ihn habe darstellen wollen -- und dies ist schon unmittelbar aus der ,vernunftmigkeit des ,offenbarungsbegriffs1 in welchem diese ,mglichkeit angenommen wird1 klar2 und dann3 es ist mglich1 da diese bestimmte angebliche ,offenbarung eine ,darstellung desselben sey4 ,das letztere ,urtheil kann nun1 und mu der ,billigkeit gem1 vor aller ,prfung vorher von jeder als ,offenbarung angekndigten ,erscheinung gefllt werden2 in dem ,sinne nemlich3 es sey mglich1 da sie die ,kriterien einer ,offenbarung an sich haben knne4 ,hier nemlich 7vor der ,prfung vorher7 ist das problematische ,urtheil aus zweien problematischen zusammengesetzt4 ,wenn aber diese ,prfung vollendet1 und die angekndigte ,offenbarung in derselben bewhrt gefunden ist1 so ist das erstere nicht mehr problematisch1 sondern vllig sicher2 die ,erscheinung hat alle ,kriterien einer ,offenbarung au sich3 man kann daher nun mit vlliger ,sicherheit1 ohne noch ein anderweitiges ,datum zu erwarten1 oder irgend woher einen ,einspruch zu befrchten1 urtheilen1 sie knne eine seyn4 ,aus der ,prfung nach den ,kriterien ergiebt sich also das1 was sich aus ihnen ergeben kann1 nicht blos als wahrscheinlich1 sondern als gewi1 ob sie nemlich gttlichen ,ursprungs seyn knne2 ob sie es aber wirklich sey1 -- darber ergiebt sich aus ihr gar nichts1 denn davon ist bei ihrer bernehmung gar nicht die ,frage gewesen4 ,nach ,vollendung dieser ,prfung kommt nun in ,absicht auf ein kategorisches ,urtheil das ,gemth1 oder sollte es wenigstens vernnftiger ,weise1 in ein vlliges ,gleichgewicht zwischen dem ,fr und dem ,wider2 noch auf keine ,seite geneigt1 aber bereit1 bei dem ersten kleinsten ,momente sich auf die eine oder die andre hinzuneigen4 ,fr ein verneinendes ,urtheil ist kein der ,vernunft nicht widersprechendes ,moment denkbar2 weder ein strenger1 noch ein zur wahrscheinlichen ,vermuthung hinreichender ,beweis2 denn der verneinende ist eben so und aus eben den ,grnden unmglich als der bejahende2 noch eine ,bestimmung des ,begehrungsvermgens durchs praktische ,gesetz1 weil die ,annehmung einer alle ,kriterien der ,gttlichkeit an sich habenden4 ,offenbarung diesem ,gesetze in nichts widerspricht4 7,es lt sich zwar allerdings eine ,bestimmung des untern ,begehrungsvermgens durch die ,neigung denken1 welche uns gegen die ,anerkennung einer ,offenbarung einnehmen knnte1 und man kann1 ohne sich der ,lieblosigkeit schuldig zu machen1 wol annehmen1 da eine solche ,bestimmung bei manchem der ,grund sey1 warum er keine ,offenbarung annehmen wolle2 aber eine solche ,neigung widerspricht offenbar der praktischen ,vernunft47 ,es mu sich also1 ein ,moment fr das bejahende ,urtheil auffinden lassen1 oder wir mssen in dieser ,unentschiedenheit immer bleiben4 ,da auch dieses ,moment weder ein strenges1 noch ein zur wahrscheinlichen ,vermuthung hinreichender ,beweis seyn kann1 so mu es eine ,bestimmung des ,begehrungsvermgens seyn4 ,schon ehemals sind wir mit dem ,begriffe von ,gott in diesem ,falle gewesen4 ,unsere bei allem ,bedingten ,totalitt der ,bedingungen suchende ,vernunft fhrte uns in der ,ontologie auf den ,begriff des allerrealsten ,wesens1 in der ,cosmologie auf eine erste ,ursache1 in der ,teleologie auf ein verstndiges ,wesen1 von dessen ,begriffen wir die in der ,welt fr unsre ,reflexion allenthalben nothwendig anzunehmende ,zweckverbindung ableiten knnten2 es zeigte sich schlechterdings keine ,ursache1 warum diesem ,begriffe nicht etwas auer uns korrespondiren sollte1 aber dennoch konnte unsre theoretische ,vernunft ihm diese ,realitt durch nichts zusichern4 ,durch das ,gesetz der praktischen ,vernunft aber wurde uns zum ,zwecke unsrer ,willensform ein ,endzweck aufgestellt1 dessen ,mglichkeit fr uns nur unter der ,voraussetzung der ,realitt jenes ,begriffs denkbar war2 und da wir diesen ,endzweck schlechterdings wollen1 mithin auch theoretisch seine ,mglichkeit annehmen muten1 so muten wir auch zugleich die ,bedingungen desselben1 die ,existenz ,gottes1 und die unendliche ,dauer aller moralischen ,wesen annehmen4 ,hier wurde also ein ,begriff1 dessen ,gltigkeit vorher schlechterdings problematisch war1 nicht durch theoretische ,beweisgrnde1 sondern um einer ,bestimmung des ,begehrungsvermgens willen realisirt4 -- ,in ,absicht der ,aufgabe sind wir hier ganz in dem gleichen ,falle4 ,es ist nemlich ein ,begriff in unserm ,gemthe vorhanden1 der blos als solcher vollkommen denkbar ist1 und nachdem eine alle ,kriterien einer ,offenbarung an sich habende ,erscheinung in der ,sinnenwelt gegeben ist1 so ist schlechterdings nichts mehr mglich1 was der ,annahme seiner ,gltigkeit widersprechen knnte2 es lt sich aber auch kein theoretischer ,beweisgrund aufzeigen1 der uns berechtigen knnte1 diese ,gltigkeit anzunehmen4 ,dieselbe ist also vllig problematisch4 ,da man aber bei ,auflsung dieser ,aufgabe mit der der obigen nicht vllig gleichen ,schritt halten knne1 fllt bald in die ,augen4 ,der ,begriff von ,gott nemlich war a priori durch unsre ,vernunft gegeben1 war als solcher uns schlechterdings nothwendig1 und wir konnten mithin die ,aufgabe unsrer ,vernunft1 ber seine ,gltigkeit auer uns etwas zu entscheiden1 nicht so nach ,belieben ablehnen2 fr den einer ,offenbarung aber haben wir a priori kein dergleichen ,datum anzufhren1 und es wre mithin recht wohl mglich1 diesen ,begriff entweder berhaupt nicht zu haben1 oder die ,frage ber seine ,gltigkeit auer uns als vllig unntz von der ,hand zu weisen4 ,was hieraus1 da er a priori nicht gegeben ist1 schon unmittelbar folgt1 da nemlich auch keine a priori geschehne ,willensbestimmung sich werde aufzeigen lassen1 die uns bestimme seine ,realitt anzunehmen1 weil ja dann diese ,willensbestimmung das vermite ,datum a priori seyn wrde1 wird vllig klar1 wenn man sich erinnert1 da1 um sich den uns a priori aufgestellten ,endzweck als mglich zu denken1 nichts weiter erfordert wird1 als die ,existenz ,gottes1 und die ,fortdauer endlicher moralischer ,wesen anzunehmen1 um welche ,stze1 ihrer ,materie nach1 es im ,begriffe einer ,offenbarung gar nicht zu thun ist1 der sie vielmehr zum ,behuf seiner eignen ,mglichkeit schon als angenommen voraussetzt2 es ist vielmehr blos um die ,annehmung einer gewissen ,form der ,besttigung dieser ,stze zu thun4 ,aus der ,bestimmung des obern ,begehrungsvermgens durch das ,moralgesetz lt mithin kein ,moment1 die ,gltigkeit des ,offenbarungsbegriffs anzunehmen1 sich ableiten4 ,vielleicht aber aus einer durch das obere dem ,moralgesetze gem geschehne ,bestimmung des untern8 -- ,das ,moralgesetz nemlich gebietet schlechthin1 ohne ,rcksicht auf die ,mglichkeit oder ,unmglichkeit1 berhaupt1 oder in einzelnen ,fllen eine ,kausalitt in der ,sinnenwelt zu haben2 und durch die dadurch geschehne ,bestimmung des obern ,begehrungsvermgens1 das ,gute schlechthin zu wollen1 wird das untere auch durch ,naturgesetze bestimmbare bestimmt1 die ,mittel zu wollen1 dasselbe wenigstens in sich 7in seiner sinnlichen ,natur7 hervorzubringen4 ,das obere ,begehrungsvermgen will schlechthin den ,zweck1 das untere will die ,mittel dazu4 ,nun ist es1 laut der 4 #h4 geschehnen ,entwickelung der formalen ,funktion der ,offenbarung1 welche zugleich die einzige ihr wesentliche ist1 ein ,mittel fr sinnlich ,menschen1 im ,kampfe der ,neigung gegen die ,pflicht1 der letztern die ,oberhand ber die erstere zu verschaffen1 wenn sie sich die ,gesetzgebung des ,heiligsten unter sinnlichen ,bedingungen vorstellen drfen4 ,diese ,vorstellung ist denn die einer ,offenbarung4 ,das untere ,begehrungsvermgen mu mithin unter obigen ,bedingungen die ,realitt des ,begriffs der ,offenbarung nothwendig wollen1 und1 da gar kein vernnftiger ,grund dagegen ist1 so bestimmt dasselbe das ,gemth1 ihn als wirklich realisirt anzunehmen1 d4 h4 als bewiesen anzunehmen1 eine gewisse ,erscheinung sey wirklich durch gttliche ,kausalitt bewirkte absichtliche ,darstellung dieses ,begriffs1 und sie dieser ,annahme gem zu brauchen4 ,eine ,bestimmung durchs untere ,begehrungsvermgen die ,realitt einer ,vorstellung zu wollen1 deren ,gegenstand man nicht selbst hervorbringen kann1 ist1 sie sey auch bewirkt durch was sie wolle1 ein ,wunsch2 mithin liegt der ,aufnahme einer gewissen ,erscheinung als gttlicher ,offenbarung1 nichts mehr als ein ,wunsch zum ,grunde4 ,da nun ein solches ,verfahren1 etwas zu glauben1 weil das ,herz es wnscht1 nicht wenig1 und nicht mit ,unrecht1 verschrieen ist1 so mssen wir noch einige ,worte1 wenn auch nicht zur ,deduktion der ,rechtmigkeit1 doch zur ,ablehnung aller ,einsprche gegen dieses ,verfahren im gegenwrtigen ,falle hinzusetzen4 ,wenn ein bloer ,wunsch uns berechtigen soll1 die ,realitt seines ,objekts anzunehmen1 so mu derselbe sich auf die ,bestimmung des obern ,begehrungsvermgens durchs ,moralgesetz grnden1 und durch dieselbe entstanden seyn2 die ,annahme der ,wirklichkeit seines ,objekts mu uns die ,ausbung unsrer ,pflichten1 und zwar nicht etwa blos dieser oder jener1 sondern des pflichtmigen ,verhaltens berhaupt erleichtern1 und von der ,annahme des ,gegentheils mu sich zeigen lassen1 da sie dieses pflichtmige ,verhalten in den wnschenden ,subjekten erschweren wrde2 und dieses darum1 weil wir nur bei einem ,wunsche dieser ,art einen ,grund anfhren knnen1 warum wir ber die ,wirklichkeit seines ,objekts berhaupt etwas annehmen1 und die ,frage ber dieselbe nicht gnzlich abweisen wollen4 ,da beim ,wunsche einer ,offenbarung dieses der ,fall sey1 ist schon oben zur ,genge gezeigt4 ,mit diesem ,kriterio der ,annehmbarkeit eines gewnschten blos um des ,wunsches willen1 mu sich nun auch das zweite vereinigen1 nemlich die vllige ,sicherheit1 da wir nie eines ,irrthums bei dieser ,annahme werden berfuhrt werden knnen1 in welchem ,falle die ,sache fr uns vllig wahr1 es fr uns eben so gut ist1 als ob dabei gar kein ,irrthum mglich wre4 ,dies findet nun bei der ,annahme einer alle ,kriterien der ,gttlichkeit an sich habenden ,offenbarung1 d4 i4 bei der ,annahme1 da eine gewisse ,erscheinung durch unmittelbare gttliche ,kausalitt dem ,begriffe einer ,offenbarung gem bewirkt sey1 der hchsten ,strenge nach statt4 ,der ,irrthum dieser ,annahme kann uns1 und wenn wir ,ewigkeiten hindurch an ,einsichten zunehmen1 nie aus ,grnden einleuchten1 oder dargethan werden2 denn dann mte1 da vor der theoretischen ,vernunft ,richterstuhl diese ,annahme schlechterdings nicht gehrt1 gezeigt werden knnen1 da sie der praktischen ,vernunft1 nemlich dem durch dieselbe gegebnen ,begriffe von ,gott widersprche1 welcher ,widerspruch aber1 da das ,moralgesetz fr alle vernnftige ,wesen auf jeder ,stufe ihrer ,existenz das gleiche ist1 schon jetzt erhellen mte4 ,eben so wenig kann ein solcher ,irrthum1 wie es bei andern menschlichen ,wnschen1 die meist auf die ,zukunft gehen1 so oft der ,fall ist1 durch eine nachmalige ,erfahrung dargethan werden2 denn wie sollte die ,erfahrung wol beschaffen seyn1 die uns belehren knnte1 eine einem mglichen ,begriffe in ,gott vllig geme ,wirkung sey nicht durch die ,kausalitt dieses ,begriffs bewirkt8 welches eine offenbare ,unmglichkeit ist3 oder auch nur die1 welche wir1 im ,falle da sie es sey1 machen mten1 und aus deren ,abwesenheit wir schlieen knnten1 sie sey es nicht8 -- ,die ,untersuchung ist bis zu einem ,punkte getrieben1 von welchem aus sie fr uns nicht weiter gehen kann3 bis zur ,einsicht in die vllige ,mglichkeit einer ,offenbarung sowohl berhaupt1 als insbesondre durch eine bestimmt gegebne ,erscheinung2 sie ist fr uns 7alle endliche ,wesen7 vllig geschlossen2 wir sehen am ,endpunkte dieser ,untersuchung mit vlliger ,sicherheit1 da ber die ,wirklichkeit einer ,offenbarung schlechterdings kein ,beweis weder fr sie1 noch wider sie statt finde1 noch je statt finden werde1 und da1 wie es mit der ,sache an sich sey1 nie irgend ein ,wesen wissen werde1 als ,gott allein4 -- ,wollte man etwa noch zuletzt als den einzigen ,weg1 wie wir hierber belehrt werden knnten1 annehmen1 ,gott selbst knne es uns mittheilen1 so wre dies eine neue ,offenbarung1 ber deren objektive ,realitt die vorige ,unwissenheit entstehen wrde1 und bei der wir wieder da seyn wrden wo wir vorher waren4 -- ,da es aus allem gesagten vllig sicher ist1 da ber diesen ,punkt keine berfhrung des ,irrthums1 d4 i4 da fr uns berhaupt kein ,irrthum darber mglich sey1 eine ,bestimmung des ,begehrungsvermgens aber uns treibt1 uns fr das bejahende ,urtheil zu erklren1 so knnen wir mit vlliger ,sicherheit dieser ,bestimmung nachgeben#bh4 ,diese ,annahme einer ,offenbarung ist nun1 da sie auf eine ,bestimmung des ,begehrungsvermgens rechtmig sich grndet ein ,glaube1 den wir zum ,unterschiede vom reinen ,vernunftglauben an ,gott und ,unsterblichkeit1 der sich auf etwas materielles bezieht1 den formalen1 empirisch bedingten1 ,glauben nennen wollen4 ,der ,unterschied beider1 und alles1 was wir ber den letztern noch zu sagen haben1 wird aus einer ,vergleichung der ,bestimmung des ,gemths bei einem oder dem ndern nach ,ordnung der ,kategorientitel sich ergeben4 ,der ,qualitt nach nemlich ist der ,glaube im ersten so wie im zweiten ,falle eine freie durch keine ,grnde erzwungne ,annahme der ,realitt eines ,begriffs1 dem diese ,realitt durch keine ,grnde zugesichert werden kann1 im ersten ,falle eines gegebnen1 im zweiten eines gemachten1 im ersten um einer negativen ,bestimmung des untern ,begehrungsvermgens 74 #b47 durch das obere1 im zweiten um einer positiven ,bestimmung desselben willen vermittelst jener negativen4 ,dies sind ,verschiedenheiten1 welche schon angezeigt1 und deren ,folgen schon entwickelt worden4 ,aber es zeigt sich hier noch eine neue4 ,im reinen ,vernunftglauben nemlich wird blos angenommen1 da einem ,begriffe1 dem von ,gott1 berhaupt ein ,gegenstand auer uns korrespondire1 7denn der ,glaube an ,unsterblichkeit lt sich als von der ,existenz ,gottes blos abgeleitet betrachten1 und wir haben mithin hier keine besondre ,rcksicht auf ihn zu nehmen73 im ,offenbarungsglauben aber nicht blos das1 sondern auch1 da ein gewisses gegebnes ein diesem ,begriffe korrespondirendes sey4 ,im letztern also scheint das ,gemth einen ,schritt weiter zu gehen1 und eine khnere ,anmaaung zu machen1 die eine grere ,berechtigung fr sich anzufhren haben sollte4 ,aber das hegt in der ,natur beider ,begriffe1 und der ,schritt ist wirklich im letzteren ,falle nicht khner1 als im ersteren4 ,der ,begriff von ,gott nemlich ist schon a priori vllig bestimmt gegeben1 so weit er nemlich von uns bestimmt werden kann1 und lt durch keine ,erfahrung1 und eben so wenig durch ,schlsse aus der angenommenen ,existenz sich weiter bestimmen4 ,eine ,realisation desselben kann mithin gar nichts1 weiter thun1 als die ,existenz eines demselben korrespondirenden ,gegenstandes annehmen2 sie kann weiter nichts zu ihm hinzusetzen1 weil dieser ,gegenstand nur auf diese eine a priori gegebne ,art bestimmt seyn kann4 ,im ,begriffe der ,offenbarung aber wird eine zu gebende ,erfahrung gedacht1 die als solche1 und inwiefern sie das ist1 a priori gar nicht bestimmt werden kann1 sondern als a posteriori auf mannigfaltige ,art bestimmbar angenommen werden mu4 ,sie als realisirt annehmen1 heit nichts anderes1 und kann nichts anderes heien1 als sie vllig bestimmt gegeben zu denken2 diese vllige ,bestimmung mu aber durch die ,erfahrung gegeben werden4 ,folglich findet gar keine ,annahme der ,realitt dieses ,begriffs berhaupt 7in abstracto7 statt1 sondern er kann nur durch ,anwendung auf eine bestimmte ,erscheinung 7in concreto7 realisirt werden1 und durch diese ,anwendung geschieht nichts anderes1 als was im reinen ,vernunftglauben geschieht3 es wird angenommen1 da einem a priori vorhandenen ,begriffe etwas auer ihm entspreche4 ,wenn von der ,quantitt des ,glaubens die ,rede ist1 so kann damit nur eine subjektive gemeint seyn1 weil kein ,glaube auf objektive ,gltigkeit ,anspruch macht1 in welchem ,falle er kein ,glaube wre4 ,in dieser ,rcksicht ist nun der reine ,vernunftglaube allgemeingltig fr alle endliche vernnftige ,wesen1 weil er sich auf eine a priori geschehne ,bestimmung des ,begehrungsvermgens durch das ,moralgesetz1 etwas nothwendig zu wollen1 grndet1 und auf einen a priori durch die reine ,vernunft gegebnen ,begriff geht4 ,er lt sich zwar niemanden aufdringen1 weil er auf eine ,bestimmung der ,freiheit sich grndet1 aber er lt sich von jedermann fordern1 und ihm ansinnen4 -- ,es leuchtet sogleich ein1 da der empirisch bedingte ,glaube auf diese ,allgemeingltigkeit nicht ,anspruch machen knne4 ,denn theils geht er auf einen nicht gegebnen1 sondern gemachten ,begriff1 der mithin nicht nothwendig im menschlichen ,gemthe ist4 ,wenn nun jemand auf diesen ,begriff berhaupt nicht kme1 so knnte er auch keine ,darstellung desselben annehmen1 und wir wurden mithin diese ,annahme vergeblich in ihm voraussetzen1 da wir nicht einmal den ,begriff derselben in ihm mit ,sicherheit voraussetzen knnen4 ,theils aber wird die ,bestimmung des ,gemths1 eine ,darstellung dieses ,begriffs anzunehmen1 nur durch einen ,wunsch1 der sich auf ein empirisches ,bedrfni grndet1 bewirkt4 ,wenn nun jemand dieses ,bedrfni in sich nicht fhlt1 wenn er auch historisch wissen sollte1 da es bei andern vorhanden sey1 so kann in demselben nimmermehr der ,wunsch entstehen1 eine ,offenbarung annehmen zu drfen1 mithin auch kein ,glaube an dieselbe4 -- ,nur ein einziger ,fall lt sich denken1 in welchem auch ohne das ,gefhl dieses ,bedrfnisses in sich selbst wenigstens ein vorbergehender ,glaube mglich ist1 wenn nemlich jemand in die ,nothwendigkeit versetzt wird1 durch die ,vorstellung einer ,offenbarung1 ohne ihrer eben fr sich selbst zu bedrfen1 auf die ,herzen andrer zu wirken1 die derselben bedrfen4 ,der lebhafte1 seiner ,pflicht1 ,moralitt nach seinen ,krften auch auer sich zu verbreiten1 geme ,wunsch1 vereint mit der berzeugung1 da dies bei den gegebnen ,subjekten nur durch diese ,vorstellung mglich sey1 wird ihn treiben1 sie zu gebrauchen4 ,mit wahrer ,energie kann er sie nicht brauchen1 ohne als ein selbst berzeugter und glaubender zu reden4 ,diesen ,glauben zu heucheln1 wre gegen die ,wahrheit und ,lauterkeit des ,gemths1 und folglich moralisch unmglich4 ,das dadurch entstehende dringende ,gefhl eines ,bedrfnisses des ,offenbarungsglaubens in dieser ,lage wird1 wenigstens so lange dieses ,gefhl dauert2 den ,glauben selbst in ihm hervorbringen1 wenn er auch etwa1 nachdem er klter geworden ist1 diese ,vorstellungen allmhlig wieder bei ,seite legen sollte#bi4 ,es folgt also aus dem gesagten1 da der ,glaube an ,offenbarung sich nicht nur nicht aufdringen1 sondern auch nicht einmal von jedermann fordern1 oder ihm ansinnen lasse4 ,so wie der ,glaube an ,offenbarung nur unter zwei ,bedingungen mglich ist1 da man nemlich theils gut seyn wolle1 theils der ,vorstellung einer geschehnen ,offenbarung als eines ,mittels bedrfe1 um das ,gute in sich hervorzubringen#cj1 so kann auch der ,unglaube in ,rcksicht auf sie zweierlei ,ursachen haben1 da man nemlich entweder gar keinen guten ,willen habe1 und mithin1 alles1 was uns zum ,guten antreiben1 und unsre ,neigungen einschrnken zu wollen das ,ansehen hat1 hasse1 und von der ,hand weise1 oder da man bei dem besten ,willen nur die ,untersttzung einer ,offenbarung nicht bedrfe1 um ihn in's ,werk setzen zu knnen4 ,die erstere ,verfassung der ,seele ist tiefes moralisches ,verderben2 die letztere ist1 wenn sie sich nur etwa nicht auf die natrliche ,schwche unsrer ,neigungen1 oder auf eine dieselben tdtende ,lebensart1 sondern auf wirksame ,hochachtung des ,guten1 um sein selbst willen1 grndet1 wirkliche ,strke1 und man darf1 ohne ,furcht1 der ,wrde der ,offenbarung dadurch etwas zu benehmen1 das sagen1 weil bei wirklich vorherrschender ,liebe des ,guten1 ohne welche berhaupt kein ,glaube mglich ist1 nicht zu befrchten steht1 da jemand sie von der ,hand weisen werde1 so lange er noch irgend eine gute ,wirkung derselben an sich versprt4 ,aus welchen ,ursachen von beiden der ,unglaube bei einem bestimmten ,subjekte entstanden sey1 knnen nur die ,frchte lehren4 ,zur ,ablehnung einer bereilten ,folgerung hieraus aber mssen wir schon hier anmerken1 da1 wenn gleich nicht der ,glaube an ,offenbarung1 dennoch die ,kritik ihres ,begriffs auf ,allgemeingltigkeit ,anspruch mache4 ,denn letztere hat nichts zu begrnden1 als die absolute ,mglichkeit einer ,offenbarung1 sowohl in ihrem ,begriffe1 als da etwas demselben korrespondirendes angenommen werden knne1 und dies thut sie aus ,principien a priori1 mithin allgemeingltig4 ,jedem also wird durch sie angemuthet1 zuzugestehen1 da nicht nur berhaupt eine ,offenbarung mglich sey1 sondern auch1 da eine in der ,sinnenwelt wirklich gegebne ,erscheinung1 die alle ,kriterien derselben an sich hat1 eine seyn knne4 ,hierbei aber mu sie es bewenden lassen1 und hierbei kann und mu es vernnftiger ,weise jeder1 der kein ,bedrfni derselben zum ,gebrauche weder an sich1 noch an ndern fhlt1 bewenden lassen2 ist aber durch die ,kritik genthigt1 denen1 die an sie glauben1 die ,vernunftmigkeit ihres ,glaubens zuzugestehen1 und sie in vllig ruhigem und ungestrtem ,besitze und ,gebrauche desselben zu lassen4 ,in ,absicht der ,relation bezieht sich der reine ,vernunftglaube auf etwas ,materielles1 der ,offenbarungsglaube aber blos auf eine bestimmte ,form dieses a priori gegebnen1 und schon als angenommen vorausgesetzten ,materiellen4 ,dieser ,unterschied1 der aus allem bisher gesagten zur ,genge klar ist1 veranlat uns blos hier noch die ,anmerkung zu machen1 da derjenige1 der diese bestimmte ,form einer ,offenbarung nicht annimmt1 darum das ,materielle1 ,gott und ,unsterblichkeit1 nicht nur nicht nothwendig lugne1 sondern da er auch dem ,glauben an dieselben in sich nicht nothwendig ,abbruch thue1 wenn er sie sich auer dieser ,form eben so gut denken1 und sie zur ,willensbestimmung brauchen kann4 ,in ,absicht der ,modalitt endlich drckt sich der reine ,vernunftglaube1 nach ,voraussetzung der ,mglichkeit des ,endzwecks des ,moralgesetzes1 apodiktisch ans2 es ist nemlich1 einmal angenommen1 da das absolute ,recht mglich sey1 fr uns schlechterdings nothwendig zu denken1 da ein ,gott sey1 und da moralische ,wesen ewig dauern4 ,der ,glaube an ,offenbarung aber kann sich nur kategorisch ausdrcken3 eine gewisse ,erscheinung ist ,offenbarung2 nicht3 sie mu nothwendig ,offenbarung seyn1 weil1 so sicher es auch ist1 da uns kein ,irrthum in diesem ,urtheile gezeigt werden kann1 das ,gegentheil an sich doch immer mglich bleibt4 4 #ae4 ,allgemeine bersicht dieser ,kritik4 ,ehe irgend eine ,untersuchung ber den ,offenbarungsbegriff mglich war1 mute dieser ,begriff wenigstens vorlufig bestimmt werden2 und da es uns hier nicht so gut ward1 wie bei gegebnen ,begriffen in der reinen ,philosophie1 denen wir bis zu ihrer ersten ,entstehung nachspren1 und sie gleichsam werden sehen1 da hingegen dieser sich blos als ein empirischer ankndiget1 und wenigstens1 wenn auch bei nherer ,untersuchung seine ,mglichkeit a priori sich ergiebt1 nicht das ,ansehen hat1 ein ,datum a priori fr sich anfhren zu knnen3 so hatten wir vor der ,hand darber nur den ,sprachgebrauch abzuhren4 ,dies geschah 4 #e4 ,da aber dieser ,begriff1 wie schon vorlufig zu vermuthen1 4 #e4 aber vollkommen erweisbar war1 nur in ,beziehung auf ,religion vernunftmig ist1 so mute eine ,deduktion der ,religion berhaupt zum ,behuf der ,ableitung des zu untersuchenden ,begriffs aus seinem hhern vorausgeschickt werden 74 #b4 #c4 #d474 ,nach dieser vorlufigen ,bestimmung des ,begriffs war zu untersuchen1 ob er berhaupt einer philosophischen ,kritik zu unterwerfen1 und vor welchem ,richterstuhle seine ,sache anhngig zu machen sey4 ,das erste hing davon ab1 ob er a priori mglich sey1 und das zweite mute sich durch eine wirkliche ,deduktion a priori aus den ,principien1 von welchen er sich ableiten lie1 ergeben2 indem offenbar jeder ,begriff unter das ,gebiet desjenigen ,princips gehrt1 von welchem er abgeleitet ist4 ,diese ,deduktion wurde 4 #e4 #f4 #g4 wirklich gegeben1 und aus ihr erhellte1 da dieser ,begriff vor den ,richterstuhl der praktischen ,vernunft gehre4 ,der zweite ,punkt1 der einer strengen ,prfung unterworfen werden mu1 ist mithin diese ,deduktion a priori1 weil mit ihrer ,mglichkeit die ,mglichkeit jeder ,kritik dieses ,begriffs berhaupt1 und die ,richtigkeit der gegebnen1 zugleich aber auch die ,vernunftmigkeit des kritisirten ,begriffs selbst steht oder fllt4 ,da sich bei dieser ,deduktion fand1 da der in ,untersuchung befindliche ,begriff kein ,datum a priori aufzuweisen habe1 sondern dasselbe a posteriori erwarte1 so mute die ,mglichkeit dieses verlangten ,datum in der ,erfahrung1 aber auch nur seine ,mglichkeit1 gezeigt werden4 ,dies geschah 4 #h4 ,es kommt also bei ,prfung dieses 4 blos darauf an1 ob ein empirisches ,bedrfni einer ,offenbarung1 welches das verlangte ,datum ist1 nicht etwa wirklich aufgezeigt1 sondern nur richtig angezeigt worden1 und ob aus den empirischen ,bestimmungen der ,menschheit die ,mglichkeit abgeleitet worden1 da ein solches ,bedrfni eintreten knne4 ,mehr um den ,satz1 da die ,untersuchung der ,mglichkeit einer ,offenbarung schlechterdings nicht vor das ,forum der theoretischen ,vernunft gehre1 welcher schon1 aus der ,deduktion ihres ,begriffs erhellet1 noch einleuchtender zu machen1 als um einer systematischen ,nothwendigkeit willen1 wurde 4 #i4 noch die physische ,mglichkeit einer ,offenbarung1 ber welche an sich gar keine ,frage entstehen konnte1 gezeigt4 ,nach ,beendigung dieser ,untersuchungen mu es vllig klar seyn1 da der ,begriff der ,offenbarung berhaupt nicht nur an sich denkbar sey1 sondern da auch1 im ,falle des eintretenden empirischen ,bedrfnisses sich etwas ihm korrespondirendes auer ihm erwarten lasse4 ,da aber dieses korrespondirende eine ,erscheinung in der ,sinnenwelt seyn soll1 welche gegeben werden mu 7nicht gemacht werden kann71 so kann nun der menschliche ,geist hierbei nichts weiter thun1 als diesen ,begriff auf eine dergleichen ,erscheinung anwenden1 und die ,kritik weiter nichts1 als ihn dabei leiten1 d4 i4 die ,bedingungen festsetzen1 unter denen eine solche ,anwendung mglich ist4 ,diese ,bedingungen sind 4 #aj4 #aa4 #ab4 entwickelt worden4 ,da dieselben nichts weiter1 als die durch eine ,analysis sich ergebenden ,bestimmungen des ,offenbarungsbegriffs selbst sind1 so kommt es bei ihrer ,prfung nur darauf an1 ob sie aus diesem ,begriffe wirklich herflieen1 und ob sie alle angegeben sind4 ,die ,prfung des letztern ,punktes sucht 4 #ac4 zu erleichtern4 ,da aber aus der ,art dieses ,begriffs sich offenbar ergeben hat1 da seine wirkliche ,anwendung auf eine gegebne ,erfahrung immer nur willkhrlich ist1 und sich auf keine ,zunthigung der ,vernunft grndet1 so hat 4 #ad noch gezeigt werden mssen1 worauf diese ,anwendung berhaupt sich grnde1 und inwiefern sie vernunftmig sey4 ,auch diese ,deduktion der ,vernunftmigkeit dieses ,verfahrens mit dem ,offenbarungsbegriffe bedarf einer besondern ,prfung4 ,aus dieser kurzen bersicht erhellet1 da die ,kritik der ,offenbarung aus ,principien a priori gefhrt werde -- denn bei ,untersuchung des empirischen ,datum fr den ,offenbarungsbegriff ist sie blos gehalten die ,mglichkeit desselben zu zeigen2 da sie mithin1 wenn in keinem der angezeigten ,punkte ihr ein ,fehler nachzuweisen ist1 auf allgemeine ,gltigkeit rechtmigen ,anspruch mache4 ,sollten aber in gegenwrtiger ,bearbeitung dieser ,kritik dergleichen ,fehler gemacht worden seyn1 wie wol zu erwarten steht2 so mte es1 wenn nur der ,weg einer mglichen ,kritik richtig angegeben ist1 welches sich bald zeigen mu1 besonders durch gemeinschaftliche ,bemhungen1 leicht seyn1 ihnen abzuhelfen1 und eine allgemeingeltende ,kritik aller ,offenbarung aufzustellen4 ,durch diese ,kritik wird nun die ,mglichkeit einer ,offenbarung an sich1 und die ,mglichkeit eines ,glaubens an eine bestimmte gegebne insbesondre1 wenn dieselbe nur vorher vor dem ,richterstuhle ihrer besondern ,kritik bewhrt gefunden1 vllig gesichert1 alle ,einwendungen dagegen auf immer zur ,ruhe verwiesen1 und aller ,streit darber auf ewige ,zeiten beigelegt#ca4 ,durch sie wird alle ,kritik jeder besondern gegebnen ,offenbarung begrndet1 indem sie die allgemeinen ,grundstze jeder dergleichen ,kritik an den ,kriterien aller ,offenbarung aufstellt4 ,es wird1 nach vorher ausgemachter historischer ,frage1 was eine gegebne ,offenbarung eigentlich lehre -- welche in einzelnen ,fllen leicht die schwerste seyn drfte1 mglich1 mit vlliger ,sicherheit zu entscheiden1 ob eine ,offenbarung gttlichen ,ursprungs seyn knne1 oder nicht1 und im ersten ,falle ohne alle ,furcht irgend einer ,strung an sie zu glauben4 ,,fussnoten3 ,funote #a3 ,diese ,vorrede1 und das chte vom ,verfasser mit seinem ,namen unterzeichnete ,titelblatt wurden durch ein ,versehen nicht in der ,ostermesse1 aber wohl spterhin1 mir ausgegeben4 ,der ,verleger4 ,funote #b3 ,diese ,form der empirischen ,anschauung1 insofern sie empirisch ist1 ist der ,gegenstand des ,gefhls des ,schnen4 ,richtig verstanden entdeckt dies einen leichtern ,weg zum ,eindringen in das ,feld der sthetischen ,urtheilskraft4 ,funote #c3 ,ehemals auch -- ,sittenlehre genannt4 ,funote #d3 ,es sind nemlich1 bei der characteristischen ,beschaffenheit endlicher ,wesen leidend afficirt zu werden1 und durch ,spontaneitt sich zu bestimmen1 bei jeder uerung ihrer ,thtigkeit ,mittelvermgen anzunehmen1 die von der einen ,seite der ,bestimmbarkeit durch ,leiden1 von der andern der ,bestimmbarkeit durch ,thun fhig sind4 ,funote #e3 ,ich fge zur ,erluterung auch hier noch hinzu1 da so etwas1 wie ,interesse am ,guten blos von endlichen1 d4 h4 empirisch bestimmbaren ,wesen gelte1 von dem ,unendlichen aber gar nicht auszusagen sey3 da mithin in der reinen ,philosophie1 wo von allen empirischen ,bedingungen gnzlich abstrahirt wird1 der ,satz3 das ,gute mu schlechthin darum geschehen1 weil es gut ist -- ohne alle ,einschrnkung vorzutragen2 fr sinnlich bestimmbare ,wesen aber so einzuschrnken ist3 das ,gute wirkt ,interesse1 schlechthin darum1 weil es gut ist1 und dieses ,interesse mu den ,willen bestimmt haben1 es hervorzubringen1 wenn die ,willensform rein moralisch seyn soll4 ,funote #f3 ,sollten wir nicht bei der ,erziehung mehr auf die ,entwickelung des ,gefhls fr das ,erhabne bedacht seyn8 -- ein ,weg1 den uns die ,natur selbst fnete1 um von der ,sinnlichkeit aus zur ,moralitt berzugehen1 und der in unserm ,zeitalter uns meist schon sehr frh durch ,frivolitten und ,colifischets1 und unter andern auch durch ,theodiceen und ,glckseeligkeitslehren1 verdmmt wird4 -- ,nil admirari -- omnia humana infra so posita carnere -- ist es nicht das unsichtbare ,wehen dieses ,geistes1 das uns hier weniger1 da mehr an die classischen ,schriften der ,alten anzieht8 ,was mten wir bei unsern ohne ,zweifel entwickeltern ,humanittsgefhlen gegen ,jene bald werden1 wenn wir ihnen nur hierinn hnlich werden wollten8 und was sind wir jetzt gegen sie8 ,funote #g3 ,welches nicht zum ,beweise1 sondern ' ,greek3 kat' anthrpon gesetzt wird4 ,jede ,behauptung mu auf sich selbst stehen1 oder fallen4 -- ,der verehrt ,kanten noch wenig1 der es nicht am ganzen ,umrisse und ,vortrage seiner ,schriften gemerkt hat1 da er uns nicht seinen ,buchstaben1 sondern seinen ,geist mittheilen wollte2 und er verdankt ihm noch weniger4 ,funote #h3 ,die ,vernachligung dieses ,theils der ,theorie des ,willens1 nemlich der ,entwickelung der positiven ,bestimmung des sinnlichen ,triebes durch das ,sittengesetz fhrt nothwendig zum ,stoicismus in der ,sittenlehre -- dem ,princip der ,selbstgenugsamkeit -- und zur ,lugnung ,gottes und der ,unsterblichkeit der ,seele1 wenn man consequent ist4 ,funote #i3 ,im ,vorbeigehen die ,frage3 ,soll der erste ,grundsatz des ,naturrechts ein ,imperativ1 oder eine ,thesis seyn8 ,soll diese ,wissenschaft im ,tone der practischen1 oder in dem der theoretischen ,philosophie ,vorgetragen werden8 ,funote #aj3 ,welch ein sonderbares ,zusammentreffen6 -- ,wer sein ,leben lieb hat1 der wird es verlieren2 wer es aber verlieret1 der wirds erhalten zum ewigen ,leben3sagte ,jesus2 welches gerade so viel heit1 als das obige4 ,funote #aa3 ,gott hat keine ,rechte3 denn er hat keine sinnliche ,neigung4 ,funote #ab3 ,welche beiden letztern ,begriffe hier nur dazu da stehen1 um die leere ,stelle einer ,idee zu bezeichnen1 die aus ihrer ,verbindung entsteht1 und die fr uns undenkbar ist4 ,funote #ac3 ,wenn man von ,gott redet1 so heit die ,anforderung der practischen ,vernunft an ihn nicht ,gebot1 sondern ,gesetz4 ,sie sagt von ihm kein ,sollen1 sondern ein ,seyn aus2 sie ist in ,rcksicht auf ihn nicht imperativ1 sondern constitutiv4 ,funote #ad3 ,das ,wort recht 7welches wohl zu unterscheiden ist von einem ,rechte1 von welchem die ,lehrer des ,naturrechts reden17 hat einen ihm eigenthmlichen ,nachdruck1 weil es keiner ,grade der ,vergleichung fhig ist4 ,nichts ist so gut1 oder so edel1 da sich nicht noch etwas besseres oder edleres denken liee2 aber recht ist nur eins3 alles1 worauf dieser ,begriff anwendbar ist1 ist entweder schlechthin recht oder schlechthin unrecht1 und da giebt's kein drittes4 ,weder das lateinische honestum1 noch das griechische ' ,greek3 kalon k'agathon hat diesen ,nachdruck4 7,vielleicht das lateinische par -- egisti uti par est --87 ,es ist ein ,glck fr unsre ,sprache1 da man diesem ,worte durch ,mibrauch desselben seinen ,nachdruck nicht geraubt hat1 welches sie ohne ,zweifel dem ,geschmacke der ,superlativen1 und der bertreibung1 -- der ,meinung1 da es eben nicht viel gesagt sey1 wenn man z4 ,b4 eine ,handlung recht nenne1 und da sie wenigstens edel heien msse1 zu verdanken hat4 ,funote #ae3 ,die ,frage3 warum berhaupt moralische ,wesen seyn sollten8 ist leicht zu beantworten3 wegen der ,anforderung des ,moralgesetzes an ,gott1 das hchste ,gut auer ,sich zu befrdern1 welches nur durch ,existenz vernnftiger ,wesen mglich ist4 ,funote #af3 ,wer unwillig wird1 da ich das sagte1 dem sagte ich's nicht4 ,ich kenne aber ,leser1 denen man es allerdings sagen mu4 ,funote #ag3 berhaupt haben alle1 die durch historische1 geographische1 physische ,deduktionen die kritische ,philosophie widerlegen1 noch nicht den ersten ,satz der ,philosophie gefat1 die sie widerlegen4 ,funote #ah3 ,da dieser ,deduktion gar nicht eine objektive1 einen theoretischen ,beweis a priori begrndende1 sondern blos eine subjektive1 fr den empirisch-bedingten ,glauben hinlngliche1 ,gltigkeit zugeschrieben werde1 ist wohl fr keinen ,leser1 der auch nur eine dunkle ,ahndung von dem ,gange und ,ziele dieser ,abhandlung hat1 zu erinnern -- auch sogar dann nicht1 wenn jemand ihren ,sinn vorstzlich misdeuten sollte1 um den ,leser irre zu fhren4 ,funote #ai3 ,ich sehe nicht ab1 wie die ,bewohner von ,hispaniola1 wenn ,christoph ,colon1 statt durch seine vorgebliche ,verfinsterung des ,mondes nur ,lebensmittel von ihnen zu erzwingen1 dieselbe als gttliche ,beglaubigung einer ,gesandtschaft von ihm an sie in moralischen ,absichten gebraucht htte1 ihm vor der ,hand vernnftiger ,weise ihre ,aufmerksamkeit htten versagen knnen1 da der ,erfolg dieser ,naturbegebenheit nach seiner bestimmten ,vorherverkndigung ihnen nach ,naturgesetzen schlechterdings unerklrbar seyn mute4 ,und wenn er denn auf diese ,beglaubigung eine den ,principien der ,vernunft vllig angemessene ,religion gegrndet htte1 so htten sie nicht nur auf keinen ,fall etwas dabei verloren1 sondern sie htten auch diese ,religion mit vlliger berzeugung so lange fr unmittelbar gttlichen ,ursprungs halten knnen1 bis sie durch eigne ,einsicht in die ,naturgesetze1 und durch die historische ,belehrung1 da ,colon sie eben so gut gekannt1 und da er also nicht allerdings ehrlich mit ihnen umgegangen1 diese ,religion zwar nicht mehr fr gttliche ,offenbarung htten halten knnen1 aber doch verbunden geblieben wren1 sie wegen ihrer gnzlichen bereinstimmung mit dem ,moralgesetze1 fr gttliche ,religion anzuerkennen4 ,funote #bj3 ,wenn es erwiesen werden knnte1 da ein vernnftiges ,frwahrhalten einer ,offenbarung ,gottes als politischen ,gesetzgebers 7etwa als ,vorbereitung auf eine moralische ,offenbarung7 mglich wre1 als mit welcher ,mglichkeit des ,frwahrhaltens zugleich die ,mglichkeit der ganzen ,sache steht und fllt 7ein ,erweis1 der aus dem oben 4 #e4 gesagten als fast unmglich erscheint72 so wre es klar1 da der ,gehorsam gegen dergleichen ,gesetze in einer solchen ,offenbarung auf ,furcht der ,strafe1 und ,hoffnung der ,belohnung1 nicht nur gegrndet werden knnte1 sondern mte1 da der ,endzweck politischer ,gesetze bloe ,legalitt ist1 und diese durch jene ,triebfedern am sichersten bewirkt wird4 ,funote #ba3 ,ich bitte jeden1 dem die hier zu beweisende ,behauptung noch anstig vorkommt1 auf das von hier an folgende besonders aufzumerken4 ,entweder die ganze ,offenbarungskritik mu umgestoen1 und die ,mglichkeit einer theoretischen berzeugung a posteriori von der ,gttlichkeit einer gegebnen ,offenbarung erhrtet werden1 7worber man sich an 4 #e4 zu halten hat37 oder man mu den ,satz3 da eine ,offenbarung unsre bersinnliche ,erkenntni nicht erweitern knne1 unbedingt zugeben4 ,funote #bb3 ,zu ,ablehnung bereilter ,konsequenzen und unstatthafter ,anwendungen merken wir nochmals ausdrcklich an1 da hier nur von als objektiv gltig angekndigten ,stzen die ,rede sey1 und da vieles1 was als ,erweiterung unsrer ,erkenntni des bersinnlichen aussehe1 versinnlichte ,darstellung unmittelbarer1 oder durch ,anwendung dieser auf gewisse ,erfahrungen entstandener ,vernunftpostulate seyn knne2 da es mithin1 wenn es erweislich das ist1 durch dieses ,kriterium nicht ausgeschlossen werde4 ,der ,erweis davon gehrt aber nicht hierher1 sondern in die angewandte ,kritik einer besondern ,offenbarung4 ,funote #bc3 ,so ist es freilich eine richtige ,regel3 ,fasse nie einen ,entschlu in der ,hitze des ,affekts3 aber diese ,regel1 als empirisch bedingt1 kann sogar nicht auf ,menschen allgemeine ,anwendung haben1 denn es ist wol mglich1 und soll mglich seyn1 sich von allen aufbrausenden ,affekten gnzlich frei zu machen4 ,funote #bd3 ,es folgt aber gar nicht1 da1 weil ein gewisses ,mittel fr ein ,subjekt1 oder auch fr die meisten von keinem ,nutzen sey1 es darum fr niemanden einigen ,nutzen haben knne2 und man ist in den neuern ,zeiten in ,verwerfung vieler ascetischen ,uebungen1 aus ,ha gegen den in den ltern damit getriebnen ,mibrauch1 zu weit gegangen1 wie mir's scheint4 ,da es berhaupt gut und ntzlich sey1 seine ,sinnlichkeit auch zuweilen da1 wo kein ausdrckliches ,gesetz redet1 zu unterdrcken1 blos um sie zu schwchen und immer freier zu werden1 wei jeder1 der an sich gearbeitet hat4 ,funote #be3 ,da die ,juden lterer ,zeiten wirklich so schlossen1 bezeugen die ,vorstellungen der ,propheten gegen diesen ,irrthum2 da sie in neuern ,zeiten nicht klger sind1 beweisen die lcherlich kindischen ,vorstellungen von ,gott1 die ihr ,talmud enthlt3 ob durch ,schuld ihrer ,religion1 oder ihre eigne1 bleibt hier ununtersucht4 -- ,woher aber komme bei manchen ,christen mittlerer und neuerer ,zeiten sogar1 der ,wahn1 da gewisse ,anrufungen1 z4 ,b4 ,kyrie ,eleison1 ,vater unsers ,herrn ,jesu ,christi1 u4 dergl4 ihm besser gefallen1 als andere8 ,funote #bf3 ,wer mich siehet1 siehet den ,vater1 -- sagte ,jesus nicht eher1 bis ,philippus von ihm verlangte1 ihm den ,vater zu zeigen4 ,funote #bg3 ,da z4 ,b4 ,jesus sich ,unsterblichkeit gedacht habe1 wenn er von ,auferstehung redete1 und da beide ,begriffe damals fr vllig gleich gegolten1 erhellet1 auer seinen ,reden beim ,johannes ber diesen ,gegenstand1 wo er die ununterbrochne ,fortdauer seiner ,anhnger in einigen ,aussprchen ganz rein ohne das ,bild der ,auferstehung1 doch ohne sich auf den ,unterschied zwischen ,seele und ,krper1 und auf die vom krperlichen ,tode mgliche ,einwendung einzulassen1 vortrgt2 unter andern ganz offenbar aus jenem ,beweise ' ,greek3 kat' anthrpon gegen die ,sadducer4 ,der angezogne ,ausspruch ,gottes konnte1 alles brige als richtig zugestanden1 nichts weiter als die fortdauernde ,existenz ,abrahams1 ,isaaks1 und ,jakobs1 zur ,zeit ,moses1 aber keine eigentliche ,auferstehung des ,fleisches beweisen4 ,da auch die ,sadducer es so verstanden1 und nicht blos die krperliche ,auferstehung1 sondern ,unsterblichkeit berhaupt1 lugneten1 folgt daraus1 weil sie sich mit diesem ,beweise ,jesu befriedigten4 ,die ,widersprche1 die aus einer zu groben ,vorstellung dieser ,lehre folgen1 nthigten schon ,paulus1 sie etwas nher zu bestimmen4 ,funote #bh3 ,lasset uns das hier ber die ,bedingungen der ,erlaubni etwas zu glauben1 weil das ,herz es wnscht1 gesagte1 durch ein ,beispiel vom ,gegentheile klrer machen4 ,man knnte nemlich etwa die ,wiedererneuerung des ,umganges gewesener ,freunde im knftigen ,leben aus dem ,verlangen guter zur ,freundschaft gestimmter ,menschen nach dieser ,wiedererneuerung erweisen wollen4 ,mit einem solchen ,beweise aber wrde man dicht wohl fortkommen4 ,denn ob man gleich etwa sagen knnte1 die ,vollbringung mancher schweren ,pflicht werde dem1 der einen geliebten ,freund in der ,ewigkeit wei1 durch den ,gedanken erleichtert werden1 da er sich dadurch des ,genusses der ,seligkeit mit seinem abgeschiednen ,freunde immer mehr versichere1 so wrde1 ganz abgerechnet1 da man wol unzhlige ,motiven der ,art wrde aufweisen knnen1 denen man aber darum die objektive ,realitt zuzusprechen doch ein ,bedenken tragen wrde1 dadurch doch gar nicht reine ,moralitt1 sondern blos ,legalitt befrdert werden1 und es wrde demnach eine vergebliche ,bemhung seyn1 diesen ,wunsch von der ,bestimmung des obern ,begehrungsvermgens durch das ,moralgesetz ableiten zu wollen4 berhaupt sind wol -- der ,wunsch1 berhaupt ,spuren der gttlichen moralischen ,regierung in der ganzen ,natur1 und vorzglich in unserm eignen ,leben1 und der1 insbesondre eine ,offenbarung annehmen zu drfen1 die einzigen1 die mit ,recht auf eine so erhabne ,abstammung ,ansprach machen mchten4 ,was die zweite ,bedingung anbetrifft1 so lassen sich schon hienieden der ,analogie nach ,grnde genug vermuthen1 die eine solche ,wiedervereinigung im knftigen ,leben zweckwidrig machen knnten1 als z4 ,b4 da etwa der ,zweck einer vielseitigen ,ausbildung uns den ,umgang des ehemaligen ,freundes1 dessen ,absicht fr unsre ,bildung erreicht ist1 unntz1 oder gar schdlich machen knnte1 -- da desselben ,gegenwart in andern ,verbindungen nthiger1 und fr das ,ganze ntzlicher sey1 -- da die unsrige in ndern ,verbindungen es sey u4 dgl4 ,blos der letzten ,bedingung entspricht die angenommene ,realitt dieses ,wunsches1 denn in einer ,dauer ohne ,ende kann diese ,wiedervereinigung1 wenn sie an keinen bestimmten ,punkt dieser ,dauer gebunden wird1 immer noch erwartet werden1 und mithin die ,erfahrung ihrer ,wirklichkeit nie widersprechen4 ,aus diesem ,grunde also ist kein ,beweis der ,befriedigung dieses ,wunsches mglich2 und wenn es keinen ndern ,beweis giebt 7es giebt aber einen1 der jedoch auch nur zur wahrscheinlichen ,vermuthung hinreicht71 so mte das menschliche ,gemth sich ber dieselbe auf ,hoffnung1 d4 i4 auf eine durch eine ,bestimmung des ,begehrungsvermgens motivirte ,hinneigung des ,urtheils auf eine ,seite bei einem ,gegenstnde1 der brigens als problematisch erkannt wird1 einschrnken4 brigens hat es in ,absicht der ,unwiderlegbarkeit mit den unmittelbaren ,postulaten der praktischen ,vernunft1 der ,existenz ,gottes1 und der ewigen ,fortdauer moralischer ,wesen die gleiche ,bewandtni4 ,unsre ,fortdauer zwar ist ,gegenstand unmittelbarer ,erfahrung2 der ,glaube1 an die ,fortdauer aber kann nie durch ,erfahrung widerlegt werden2 denn1 wenn wir nicht existiren1 so machen wir gar keine ,erfahrung4 ,so lange wir ferner als wir1 d4 i4 als moralische ,wesen1 fortdauern1 kann auch der ,glaube an ,gott weder durch ,grnde1 denn auf theoretische grndet er sich nicht1 und das fr die ,ewigkeit gltige ,gesetz der praktischen ,vernunft untersttzt ihn1 noch durch ,erfahrung umgestoen werden2 denn die ,existenz ,gottes kann nie ,gegenstand der ,erfahrung werden1 mithin auch aus der ,ermangelung einer solchen ,erfahrung sich nie auf die ,nichtexistenz desselben schlieen lassen4 ,aus eben diesen ,grnden aber knnen diese ,stze auch nie1 fr irgend ein endliches ,wesen1 ,gegenstnde des ,wissens werden1 sondern mssen in alle ,ewigkeit ,gegenstnde des ,glaubens bleiben4 ,denn fr die ,existenz ,gottes werden wir nie andre als moralische ,grnde haben1 da keine andern mglich sind1 und unsrer eignen ,existenz werden wir zwar fr jeden ,punkt derselben unmittelbar durch das ,selbstbewutseyn sicher seyn1 fr die ,zukunft aber sie aus keinen ndern1 als moralischen ,grnden erwarten knnen4 ,funote #bi3 ,da dies nicht eine leere ,vernnftelei sei1 sondern sich auch in der ,erfahrung1 besondere beim ,halten ffentlicher ,reden an das ,volk1 besttige1 wird uns vielleicht jeder ,religionslehrer1 der etwa sich fr seine ,person der aus der ,offenbarung hergenommenen ,vorstellungen1 nicht bedient1 brigens aber lebhaftes ,gefhl seiner ,bestimmung mit ,ehrlichkeit 7welches nicht wenig gesagt ist7 vereinigt1 wenn auch nicht ffentlich1 doch wenigstens in seinem ,herzen zugestehen4 -- ,es geschieht vermittelst der ,begeisterung durch die ,einbildungskraft2 und dieser ,umstand darf die ,sache niemanden verdchtig machen1 da ja die ,offenbarung berhaupt nur durch dieses ,vehikulum wirken kann1 und soll4 ,funote #cj3 ,dies waren auch die ,maximen ,jesu4 ,in ,absicht des erstern3 ,so jemand will den ,willen thun des der mich gesandt hat1 der wird innen werden1 ob diese ,lehre von ,gott sey2 und im ,gegensatze3 ,wer ,arges thut1 hasset das ,licht1 und kommt nicht an das ,licht4 ,in ,absicht des letztern3 ,die ,starken bedrfen des ,arztes nicht1 sondern die ,kranken2 ich bin kommen die ,snder zur ,busse zu rufen1 und nicht1 die ,gerechten -- welche ,aussprche ich nicht fr ,ironie halte4 ,funote #ca3 ,dieser ,streit grndet sich auf eine ,antinomie des ,offenbarungsbegriffs1 und ist vllig dialektisch4 ,anerkennung einer ,offenbarung ist nicht mglich1 sagt der eine ,theil2 ,anerkennung einer ,offenbarung ist mglich1 sagt der zweite2 und so ausgedrckt widersprechen sich beide ,stze geradezu4 ,wenn aber der erste so bestimmt wird3 ,anerkennung einer ,offenbarung aus theoretischen ,grnden ist unmglich2 und der zweite3 ,anerkennung einer ,offenbarung um einer ,bestimmung des ,begehrungsvermgens willen1 d4 i4 ein ,glaube an ,offenbarung1 ist mglich2 so widersprechen sie sich nicht1 sondern knnen beide wahr seyn1 und sind es beide1 laut unsrer ,kritik4 ,,schlussanmerkung4 ,es ist eine sehr allgemeine ,bemerkung1 da alles1 was ,spekulation ist1 oder so aussieht1 sehr wenig ,eindruck auf das menschliche ,gemth mache4 ,man wird allenfalls angenehm dadurch beschfftiget2 man lt sich das ,resultat gefallen1 weil man nichts dagegen einwenden kann1 wrde aber auch nichts arges daraus haben1 wenn es anders ausgefallen wre2 denkt und handelt brigens in praktischer ,rcksicht wie vorher1 so da der auf ,spekulation gegrndete ,satz wie ein todtes ,kapital ohne alle ,zinsen in der ,seele zu liegen1 scheint1 und da man seine ,anwesenheit durch nichts gewahr wird4 ,so ging es von jeher mit den ,spekulationen der ,idealisten und ,skeptiker4 ,sie dachten1 wie niemand1 und handelten1 wie alle4 ,da gegenwrtige ,spekulation1 wenn sie auch etwa nicht nothwendig praktische ,folgen aufs ,leben hat1 7wie sie doch1 wenn sie sich behauptet1 haben mchte17 dennoch in ,absicht des ,interesse nicht so kalt und gleichgltig werde aufgenommen werden1 dafr brgt ihr wol der ,gegenstand1 den sie behandelt4 ,es ist nemlich in der menschlichen ,seele ein nothwendiges ,interesse fr alles1 was auf ,religion ,bezug hat1 und das ist denn ganz natrlich daraus zu erklren1 weil nur durch ,bestimmung des ,begehrungsvermgens ,religion mglich geworden ist2 da also diese ,theorie durch die allgemeine ,erfahrung besttigt wird1 und da man sich fast wundern sollte1 warum man nicht lngst selbst von dieser ,erfahrung aus auf sie kam4 ,wenn jemand etwa einen andern unmittelbar gewissen ,satz1 z4 ,b4 da zwischen zwey ,punkten nur ,eine gerade ,linie mglich sey1 lugnen wrde1 so wrden wir ihn vielmehr verlachen und bedauren1 als uns ber ihn erzrnen2 und wenn ja etwa der ,mathematiker sich dabey ereifern sollte1 so knnte dies nur entweder aus ,mivergngen ber sich selbst herkommen1 da er ihn seines ,irrthums nicht sogleich berfhren knne1 oder aus der ,vermuthung1 da bey diesem hartnckigen ,ablugnen der bse ,wille1 ihn zu rgern1 7mithin doch auch etwas unmoralisches7 zum ,grunde liege3 aber dieser ,unwille wrde doch ein ganz anderer seyn1 als derjenige1 der jeden1 und den unausgebildetsten ,menschen eben am meisten angreift1 wenn jemand das ,daseyn ,gottes1 oder die ,unsterblichkeit der ,seele ablugnet2 welcher mit ,furcht und ,abscheu vermischt ist1 zum deutlichen ,zeichen1 da wir diesen ,glauben als einen theuren ,besitz1 und denjenigen als unsern persnlichen ,feind ansehen1 der ,mine macht1 uns in diesem ,besitze stren zu wollen4 ,dieses ,interesse verbreitet sich denn verhltnimig weiter1 je mehrere ,ideen wir auf die ,religion beziehen1 und mit ihr in ,verbindung bringen knnen2 und wir wrden daher uns sehr bedenken1 zu entscheiden1 ob vorherrschende ,toleranz in einer ,seele1 in welcher sie sich nicht auf langes anhaltendes ,nachdenken grnden kann1 ein sehr achtungswerther ,zug sey4 ,aus eben diesem ,interesse lt sich auch im ,gegentheile die empfindliche ,abneigung erklren1 mit der wir gegen ,vorstellungen eingenommen werden1 die wir etwa ehedem fr heilig hielten1 von denen wir aber bey zunehmender ,reife uns berzeugt oder berredet haben1 da sie es nicht sind4 ,wir erinnern uns ja andrer ,trume unsrer frhern ,jahre1 wie etwa des von einer uneigenntzigen ,hlfsbereitwilligkeit der ,menschen1 von einer arkadischen ,schferunschuld u4 dergl4 mit einem wehmthig-frohen ,andenken der ,jahre1 wo wir noch so angenehm trumen konnten2 ohnerachtet das ,gegentheil und die ,erfahrungen1 wodurch wir etwa darber belehrt worden sind1 uns doch an sich unmglich angenehm seyn knnen4 ,der ,tuschungen von oben angezeigter ,art aber erinnern wir uns lange mit ,verdru1 und es gehrt viel ,zeit und ,nachdenken dazu1 um auch darber kalt zu werden2 ein ,phnomen1 welches man gar nicht der dunkeln ,vorstellung des durch dergleichen ,ideen entstehenden ,schadens1 7indem wir ja den offenbaren ,schaden selbst mit mehr ,gleichmuth erblicken17 sondern blos daraus zu erklren hat1 da das ,heilige uns theuer ist1 und da wir jede ,beimischung eines fremdartigen ,zusatzes als ,entweihung desselben ansehen4 ,dieses ,interesse zeigt sich endlich sogar darin1 da wir mit keinerlei ,art ,kenntnissen uns so breit machen1 als mit vermeinten bessern ,religionseinsichten1 als ob hierin die grte ,ehre liege1 und da wir sie -- wenn nicht etwa der gute ,ton dergleichen ,unterhaltungen verbannt hat1 wiewohl eben das1 da er sie verbannen mte1 eine allgemeine ,neigung zu denselben anzuzeigen scheint1 -- so gern ndern mittheilen mgen1 in der sichern ,voraussetzung1 da dies ein allgemein interessanter ,gegenstand sey4 ,so sicher wir also von dieser ,seite seyn drften1 da gegenwrtige ,untersuchung nicht ganz ohne ,interesse werde aufgenommen werden1 so haben wir eben von diesem ,interesse zu befrchten1 da es sich gegen uns kehren1 und den ,leser in der ruhigen ,betrachtung und ,abwgung der ,grnde stren knne1 wenn er etwa voraussehen1 oder wirklich finden sollte1 da das ,resultat nicht ganz seiner vorgefaten ,meinung gem ausfalle4 ,es scheint also eine nicht ganz vergebliche ,arbeit zu seyn1 hier noch1 ganz ohne ,rcksicht auf die ,begrndung des ,resultats1 und gleich als ob wir nicht einen a priori vorgeschriebnen ,weg gegangen wren1 der uns nothwendig auf dasselbe htte fhren mssen1 sondern1 als ob es gnzlich von uns abgehangen htte1 wie dasselbe ausfallen solle1 zu untersuchen1 ob wir ,ursache gehabt htten1 ein gnstigeres zu wnschen1 oder ob gegenwrtiges etwa berhaupt das vorteilhafteste sey1 das wir uns versprechen durften2 kurz1 dasselbe1 ganz ohne ,rcksicht auf seine ,wahrheit1 blos von ,seiten seiner ,ntzlichkeit zu untersuchen4 ,aber hier stoen wir denn zuerst auf diejenigen1 welche in der besten ,meinung von der ,welt sagen werden1 bey einer ,untersuchung der ,art knne berhaupt nichts kluges herauskommen1 und es wrde besser gewesen seyn1 gegenwrtige ganz zu unterlassen2 die alles1 was mit der ,offenbarung1 in ,verbindung steht1 berhaupt nicht auf ,principien zurckgefhrt wissen wollen2 die jede ,prfung derselben scheuen1 frchten1 von sich ablehnen4 ,diese werden denn doch1 wenn sie aufrichtig seyn wollen1 zugestehen1 da sie selbst eine schlechte ,meinung von ihrem ,glauben haben1 und mgen selbst entscheiden1 ob ihnen die ,achtung und ,schonung derjenigen besser gefllt1 welche die ,sache der ,offenbarung schon fr vllig abgeurtheilt,,tn#ac und in allen ,instanzen verlohren ansehen1 und meinen1 ein ,mann1 der auf seine ,ehre halte1 knne einmal mit ihr sich nicht mehr befassen1 es sey sogar ein schlechtes ,heldenstck1 sie vollends zu ,grunde zu richten1 und mge man ja auch wohl aus mitleidiger ,schonung1 denen1 die nun einmal ihr ,herz daran gehngt haben1 dies im ,grunde unschuldige ,spielwerk wohl gnnen4 ,doch haben wir1 mit diesen es eigentlich hier nicht zu thun1 denn von ihnen wird wahrscheinlich keiner diese ,schrift lesen2 sondern nur mit solchen1 die eine ,prfung der ,offenbarung verstatten4 ,gegenwrtige sollte unsrer ,absicht nach die strengste seyn1 welche mglich ist4 ,was haben wir nun durch dieselbe verlohren8 was gewonnen8 wo ist das bergewicht8 ,verlohren haben wir alle unsere ,aussichten auf ,eroberungen1 sowohl objektive1 als subjektive4 ,wir knnen nicht mehr hoffen durch ,hlfe einer ,offenbarung in das ,reich des bersinnlichen einzudringen1 und von da1 wer wei welche ,ausbeute zurckzubringen1 sondern mssen uns bescheiden1 uns mit dem1 was uns mit einemmale zu unsrer vlligen ,ausstattung gegeben war1 zu begngen4 ,eben so wenig drfen wir weiter hoffen andre zu unterjochen1 und sie zu zwingen ihren ,antheil an dem gemeinschaftlichen ,erbe1 oder an dieser neuen vermeinten ,akquisition von uns zu ,lehn zu nehmen1 sondern mssen1 jeder fr sich1 uns auf unsre eignen ,geschfte einschrnken4 ,gewonnen haben wir vllige ,ruhe1 und ,sicherheit in unserm ,eigenthume2 ,sicherheit vor den zudringlichen ,wohlthtern1 die uns ihre ,gaben aufnthigen1 ohne da wir etwas damit anzufangen wissen2 ,sicherheit vor ,friedensstrern andrer ,art1 die uns das verleiden mchten1 was sie selbst nicht zu gebrauchen wissen4 ,wir haben beide nur an ihre ,armuth zu erinnern1 die sie mit uns gemein haben1 und in ,absicht welcher wir nur darinn von ihnen verschieden sind1 da wir sie wissen1 und unsern ,aufwand darnach einrichten4 ,haben wir nun mehr verlohren1 oder mehr gewonnen8 -- ,freilich scheint der ,verlust der gehofften ,einsichten in das bersinnliche ein wesentlicher1 ein nicht zu ersetzender1 noch zu verschmerzender ,verlust2 wenn es sich aber bey nherer ,untersuchung ergeben sollte1 da wir dergleichen ,einsichten zu gar nichts brauchen1 ja da wir nicht einmal sicher seyn knnen1 ob wir sie wirklich besitzen1 oder ob wir auch sogar hierber uns tuschen1 so mchte es leichter werden1 sich darber zu trsten4 ,da von der ,realitt aller ,ideen vom bersinnlichen keine objektive ,gewiheit1 sondern nur ein ,glaube an sie stattfinde1 ist nun zur ,genge erwiesen4 ,aller bisher entwickelte ,glaube grndet sich auf eine ,bestimmung des ,begehrungsvermgens1 7bey der ,existenz ,gottes1 und der ,seelen ,unsterblichkeit auf eine des obern1 bey dem ,vorsehungs- und ,offenbarungsbegriffe auf eine durch das obere geschehne ,bestimmung1 des untern17 und erleichtert gegenseitig wieder diese ,bestimmung4 ,da weiter keine ,ideen mglich sind1 an deren ,realitt zu glauben eine unmittelbare oder mittelbare ,bestimmung durch das praktische ,gesetz uns bewege1 ist klrlich gezeigt4 ,es fragt sich also hier nur noch1 ob nicht ein ,glaube mglich sey1 der nicht durch eine dergleichen ,bestimmung entsteht1 und sie nicht wieder erleichtert4 ,im ersten ,falle mu es leicht auszumachen seyn1 ob der ,glaube in concreto wirklich da ist2 das mu sich nemlich aus den praktischen ,folgen ergeben1 die er1 als die ,willensbestimmung erleichternd1 nothwendig hervorbringen mu4 ,im letztern ,falle aber1 wo keine dergleichen praktische ,folgen mglich sind1 scheint es1 da der ,glaube etwas blos subjektives ist1 schwer1 hierber etwas festes zu bestimmen1 und es hat vllig das ,ansehen1 da uns nichts brig bleibt1 als jedem ehrlichen ,manne auf sein ,wort zu glauben1 wenn er uns sagt3 ich glaube das1 oder ich glaube jenes4 ,dennoch ist es vielleicht mglich auch hierber etwas auszumitteln4 ,es ist nemlich an sich gar nicht zu lugnen1 da man oft andre1 und eben so oft sich selbst berredet1 man glaube etwas1 wenn man blos nichts dagegen hat1 und es ruhig an seinen ,ort gestellt seyn lt4 ,von dieser ,art ist fast aller historischer ,glaube1 wenn er sich nicht etwa auf eine ,bestimmung des ,begehrungsvermgens grndet1 wie der an das historische in einer ,offenbarung1 oder der eines ,geschichtforschers von ,profession1 der von der ,achtung fr sein ,geschft1 und von der ,wichtigkeit1 die er in seine mhsamen ,untersuchungen schlechterdings setzen mu1 unzertrennlich ist2 oder der einer ,nation an eine ,begebenheit1 die ihren ,nationalstolz untersttzt4 ,das ,lesen der ,begebenheiten und ,handlungen von ,wesen1 die gleiche ,begriffe und gleiche ,leidenschaften mit uns haben1 beschftigt uns auf eine angenehme ,art1 und es trgt zur ,vermehrung unsers ,vergngens etwas bei1 wenn wir annehmen drfen1 da dergleichen ,menschen wirklich lebten1 und wir nehmen dies um so fester an1 je mehr die ,geschichte uns interessirt1 je mehr sie hnlichkeit mit unsern ,begebenheiten oder unsrer ,denkungsart hat2 wir wrden aber1 besonders in manchen ,fllen1 auch nicht viel dagegen haben1 wenn alles bloe ,erdichtung wre4 ,ist's auch nicht wahr1 so ist es gut erfunden1 mchten wir denken4 ,wie soll man nun hierber zu einiger ,gewiheit ber sich selbst kommen8 -- ,die einzige wahre ,probe1 ob man etwas wirklich annehme1 ist die1 ob man darnach handelt1 oder1 im vorkommenden ,falle der ,anwendung1 darnach handeln wrde4 ber ,meinungen1 die an sich keine praktische ,anwendung haben1 noch haben knnen1 findet dennoch zu jeder ,zeit ein ,experiment statt1 da man sich nemlich aufs ,gewissen frage1 ob man wol fr die ,richtigkeit einer gewissen ,meinung einen ,theil seines ,vermgens1 oder das ganze1 oder sein ,leben1 oder seine ,freiheit verwetten wolle1 wenn etwas gewisses darber auszumachen seyn sollte4 ,man giebt dann einer ,meinung1 die an sich keine praktischen ,folgen hat1 durch ,kunst eine praktische ,anwendung4 ,wenn man auf diese ,art jemanden eine ,wette um sein ganzes ,vermgen antrge1 da kein ,alexander der ,groe gelebt habe1 so knnte er vielleicht diese ,wette ohne ,bedenken annehmen1 weil er bei vlliger ,redlichkeit dennoch ganz dunkel denken mchte1 da diejenige ,erfahrung1 welche dies entscheiden knnte1 schlechterdings nicht mehr mglich sey2 wenn man aber etwa eben demselben die gleiche ,wette darauf antrge1 da kein ,dalai ,lama existire1 mit dem ,erbieten1 die ,sache an ,ort und ,stelle durch die unmittelbare ,erfahrung zu verificiren1 so mchte er vielleicht bedenklicher dabei werden1 und sich dadurch verrathen1 da er mit seinem ,glauben ber diesen ,punkt nicht vllig in ,richtigkeit sey4 ,wenn man nun ber den ,glauben an bersinnliche ,dinge1 deren ,begriff durch die reine praktische ,vernunft a priori nicht gegeben ist1 die mithin an sich gar keine praktischen ,folgen haben knnen1 sich eben so eine betrchtliche ,wette antrge1 so wre es sehr leicht mglich1 da man dadurch1 da man sie von der ,hand wiese1 entdeckte1 man habe bisher den ,glauben an sie nicht gehabt1 sondern sich nur berredet1 ihn zu haben2 wenn man aber diese ,wette auch wirklich annhme1 so knnte man noch immer nicht sicher seyn1 ob sich nicht das ,gemth ganz dunkel besonnen habe1 es habe hier noch gar nicht nthig1 sich auf seiner ,schalkheit ertappen zu lassen1 da bei einer solchen ,wette gar nichts zu wagen sey1 weil die ,sache 7bei dergleichen ,ideen7 in ,ewigkeit nicht1 weder durch ,grnde1 noch durch ,erfahrungen auszumachen sey4 ,wenn also auch nicht darzuthun seyn sollte1 da an die ,realitt von dergleichen ,ideen gar kein ,glaube mglich sey2 so ergiebt sich hieraus doch leicht soviel1 da es mglich sey1 auch nur mit sich selbst in's ,reine zu kommen1 ob man diesen ,glauben berhaupt habe1 welches eben soviel ist1 als ob er berhaupt und an sich nicht mglich wre4 ,es ist hieraus zu beurtheilen1 ob wir ,ursache haben1 ber den ,verlust unsrer ,hoffnung durch eine ,offenbarung erweiterte ,aussichten in die bersinnliche ,welt zu bekommen1 sehr verlegen zu seyn4 ,in ,absicht des zweiten ,verlustes bitten wir jeden1 sich vor seinem ,gewissen die ,frage zu beantworten1 zu welcher ,absicht er eigentlich eine ,religion haben wolle2 ob dazu1 um sich ber andre zu erheben1 und sich vor ihnen aufzublhen1 zur ,befriedigung seines ,stolzes1 seiner ,herrschsucht ber die ,gewissen1 welche weit rger ist1 als die ,herrschsucht ber die ,krper2 oder dazu1 um sich selbst zum bessern ,menschen zu bilden4 -- ,inzwischen bedrfen wir sie auch mit fr andre1 theils um reine ,moralitt unter ihnen zu verbreiten2 aber da darf nur dargethan seyn1 da dies auf keinem ndern ,wege1 als dem angezeigten1 geschehen knne1 so werden wir ja gern1 wenn dies wirklich unser ,ernst ist1 jeden andern vermeiden2 theils1 wenn wir das nicht knnen sollten1 uns wenigstens der ,legalitt von ihnen zu versichern1 -- ein ,wunsch1 der an sich vllig rechtmig ist4 ,und in ,absicht der ,mglichkeit ihn dadurch zu erreichen1 ist denn ganz sicher nichts leichter1 als den ,menschen1 der sich im ,dunkeln berhaupt frchtet1 zu schrecken1 ihn dadurch zu leiten1 wohin man will1 und ihn zu bewegen1 in ,hoffnung des ,paradieses seinen sterblichen ,leib brennen zu lassen1 so sehr man will2 wenn aber gezeigt ist1 da durch eine solche ,behandlung der ,religion die ,moralitt nothwendig gnzlich vernichtet werde1 so wird man ja gar gern eine ,gewalt aufgeben1 zu der man kein ,recht hat2 da zumal diese ,legalitt weit sicherer1 und wenigstens ohne schdliche ,folgen fr die ,moralitt durch andre ,mittel erreicht wird4 ,dies wre denn die ,berechnung unsers ,verlusts4 ,lat um nun den ,gewinn dagegen halten6 ,wir gewinnen vllige ,sicherheit in unserm ,eigenthume4 ,wir drfen ohne ,furcht1 da unser ,glaube uns durch irgend eine ,vernnftelei geraubt werde1 ohne ,besorgni1 da man ihn lcherlich machen knne1 ohne ,scheu vor der ,bezchtigung des ,bldsinns und der ,geistesschwche1 ihn zu unserer ,verbesserung brauchen4 ,jede ,widerlegung mu falsch seyn1 das knnen wir a priori wissen3 jeder ,spott mu auf den ,urheber zurckfallen4 ,wir gewinnen vllige ,gewissensfreiheit1 nicht vom ,gewissenszwange durch physische ,mittel1 welcher eigentlich nicht statt findet2 denn uerer ,zwang kann uns zwar nthigen mit dem ,munde zu bekennen1 was er will1 aber nie1 im ,herzen etwas dem hnliches zu denken2 sondern von dem unendlich hrteren ,geisteszwange durch moralische ,bedrckungen und ,vexationen1 durch ,zureden1 ,zunthigungen1 ,drohungen1 wer wei welcher schlimmen bel1 die man unterm ,gemthe anlegt4 ,dadurch wird nothwendig die ,seele in eine ngstliche ,furcht versetzt1 und qult sich so lange1 bis sie es endlich so weit bringt1 sich selbst zu belgen1 und den ,glauben in sich zu erheucheln2 eine ,heuchelei1 welche weit schrecklicher ist1 als der vllige ,unglaube1 weil der letztere den ,charakter nur so lange1 als er dauert1 verderbet1 die erstere aber ihn ohne ,hoffnung jemaliger ,besserung zu ,grunde richtet1 so da ein solcher ,mensch nie wieder die geringste ,achtung oder das geringste ,zutrauen zu sich fassen kann4 ,dies ist die ,folge1 welche das ,verfahren1 den ,glauben auf ,furcht und ,schrecken1 und auf diesen erpreten ,glauben erst die ,moralitt 7eine ,nebensache1 die wol ganz gut seyn mag1 wenn sie zu haben ist1 in ,ermangelung deren aber auch wol der ,glaube allein uns durchhelfen kann17 grnden zu wollen1 nothwendig haben mu1 und welche er auch allemal gehabt haben wrde1 wenn man immer konsequent zu ,werke gegangen1 und die menschliche ,natur von ihrem ,schpfer nicht zu gut eingerichtet wre1 als da sie sich so sollte verdrehen lassen4 ,nach ,maagabe dieser ,grundstze wrde der einzige ,weg -- ein ,weg1 den offenbar auch das ,christenthum vorschreibt -- den ,glauben in den ,herzen der ,menschen hervorzubringen1 der seyn1 ihnen durch ,entwickelung des ,moralgefhls das ,gute erst recht lieb und werth zu machen1 und dadurch den ,entschlu1 gute ,menschen zu werden1 in ihnen zu erwecken2 dann sie ihre ,schwche allenthalben fhlen zu lassen1 und nun erst ihnen die ,aussicht auf die ,untersttzung einer ,offenbarung zu geben1 und sie wrden glauben1 ehe man ihnen zugerufen htte3 glaubet6 ,und jetzt darf die ,entscheidung1 wo das bergewicht sey1 ob auf der ,seite des ,gewinns1 oder der des ,verlusts1 dem ,herzen eines jeden ,lesers berlassen werden1 mit ,zusicherung des beilufigen ,vortheils1 da ein jeder dieses ,herz selbst aus dem ,urtheile1 das es hierber fllet1 nher wird kennen lernen4 ,,anmerkungen ,,zur ,,transkription3 ,anmerkung ,,tn#a3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier ,gesezzen gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#b3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier nert gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#c3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier fordauern gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#d3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier ,aufhebug gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#e3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier seyu gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#f3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier sis gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#g3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier #d gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#h3 ,mit groer ,wahrscheinlichtkeit ein typographischer ,fehler im ,original1 knnte aber auch ein geschriebener ,dialekt sein1 daher nicht verbessert 7,rchsicht an ,stelle von ,rcksicht74 ,anmerkung ,,tn#i3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier ,siegerinn gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#aj3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier ein weiteres bar gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#aa3 ,mit groer ,wahrscheinlichtkeit ein typographischer ,fehler im ,original1 knnte aber auch ein geschriebener ,dialekt sein1 daher nicht verbessert 7,gnge an ,stelle von ,genge74 ,anmerkung ,,tn#ab3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier selbt gedruckt4 ,anmerkung ,,tn#ac3 ,korrektur eines typographischen ,fehlers im ,originals4 ,im ,original ist hier abgeurthelt gedruckt4