,,jakob ,,wassermann ,,imagin,,re ,,br,,cken ,,studien ,,und ,,aufs,,tze ,,kurt ,,wolff ,,verlag _/ ,m,,nchen ,copyright #aiba by ,kurt ,wolff ,verlag ,a4-,g41 ,mnchen ,druck von ,dietsch ,brckner1 ,weimar ,herbst #aiba ,inhaltsverzeichnis ,seite ,was ist ,besitz8 44444444444444444444444 #e ,faustina 444444444444444444444444444444 #bi ,der ,literat 444444444444444444444444444 #he ,der ,literat als ,dilettant 44444444444 #hg ,der ,literat als ,psycholog 44444444444 #ie ,der ,literat als ,tribun 44444444444444 #aaa ,der ,literat als ,schngeist 4444444444 #abd ,der ,literat als ,apostel 4444444444444 #aca ,die ,frau als ,literat 4444444444444444 #adj ,ergebnisse 44444444444444444444444444 #ade ,die ,kunst der ,erzhlung 444444444444444 #aea ,was ist ,besitz8 ,geschrieben #aiai ,die ,zeit erschttert die ,begriffe und whlt den ,boden auf1 dem sie entwachsen sind4 ,es hebt eine ,geschichtsepoche an1 in der es sich vor allem darum zu handeln scheint1 den ,wert1 das ,ausma und die ,rechtsgrundlagen von dem1 was bisher ,eigentum hie1 zu revidieren und umzuformen4 ,der ,anspruch des einzelnen auf sein ,gut1 den er bisher mit unwiderlegbaren ,argumenten verteidigen konnte1 ja der geradezu ein ,gesellschaftsgesetz war1 wird ihm pltzlich streitig gemacht mit ,grnden1 denen1 wollte man sie auch nicht gelten lassen1 ,nachdruck verliehen wird durch ,drohung von ,gewalt4 ,gewalt ist nicht zu widerlegen4 ,so tief hat kein ,vorgang der ,geschichte in die private ,existenz gegriffen1 da der ,brger1 das ,mitglied einer ,gemeinschaft1 die nur zum ,schutz ihrer selbst besteht1 von einem andern ,teil dieser ,gemeinschaft in seinen durch ,gewohnheit1 ,brauch und ,gesetz geheiligten ,lebensbedingungen entrechtet werden soll1 und da ihm zugemutet wird1 die anscheinende ,willkr und ,unbill nicht blo geduldig zu ertragen1 sondern auch eine ,notwendigkeit1 eine neue1 bessere ,ordnung darin zu erblicken4 ,hier ist nicht die ,absicht1 diese neue ,ordnung gegen die alte wissenschaftlich zum ,vergleich zu stellen2 dazu fehlt mir die ,befugnis und die ,kompetenz4 ,es soll auch nicht von ,schlagworten des ,tages die ,rede sein3 ,imperialismus1 ,sozialismus1 ,kapitalismus1 ,kommunismus2 sie haben die ,kpfe genug verwirrt1 die ,leidenschaften genug erregt4 ,ich mchte das ,wesen des ,besitzes untersuchen1 seine ,wirkungen nach verschiedenen ,seiten1 auf das innere und auf das uere ,leben1 das soziale und das individuelle1 seine ,legitimitt und seine ,schdlichkeit1 seine ,fruchtbarkeit und seine ,unnatur4 ,i ,wer darbt1 dessen ,seele wird von ,bitterkeit erfllt gegen den1 der berflu hat4 ,es gibt ,verstoene1 die durch keine ,anstrengung dahin gelangen knnen1 wo die ,lieblinge des ,glckes sich am ersten ,tage befinden4 ,so entsteht in ,hunderttausenden1 ,millionen ,gemtern ,bitterkeit1 ,ha1 ,neid und ,auflehnung4 ,fr den1 der darbt1 ist das geringste ,mehr1 das der andere hat1 schon berflu4 ,wer nur ein einziges ,hemd besitzt1 fr den ist der ,besitzer von zwei ,hemden ein mit ,glcksgtern ,gesegneter4 ,wer sich nicht sattessen kann1 fr den ist der sorgenvollste ,satte ein ,krsus4 ,wer kein ,bett sein eigen nennt1 in dem er schlafen kann1 fr den ist der auf dem ,strohsack ,ruhende beneidenswert4 ,die gegenwrtige ,gesellschaftsordnung hat so unendlich viele ,abstufungen der ,armut1 wie sie ,abstufungen des ,besitzes hat4 ,zwischen dem in einer ,tonne oder ,kiste verborgenen blinden ,passagier im ,frachtraum eines ,luxusdampfers und dem amerikanischen ,nabob in der ersten ,kajte mit ,bade- und ,speisesalon dehnt sich eine ,skala aus1 auf der alle ,leidenschaften1 ,begierden1 ,niedrigkeiten1 ,verbrechen1 alle ,sehnsucht und ,verzweiflung und fast alle ausdenkbaren ,schicksale der modernen ,welt spielen4 ,irgendwo in der ,mitte dieser ,skala ist eine scharf trennende ,linie4 ,sie scheidet diejenigen1 die ihre ,lebensnotdurft nicht stillen knnen1 von denen1 die in der ,befriedigung ihrer natrlichen ,bedrfnisse eine selbstverstndliche ,voraussetzung erblicken4 ,an dieser ,linie teilt sich die moderne ,welt in zwei ,lager4 ,an ihr wtet der soziale ,kampf in seiner ganzen ,furchtbarkeit4 ,da aber die ,gesellschaftsordnung1 wie sie heute besteht1 ein ,jahrhunderte1 vielleicht ,jahrtausende altes ,gefge ist1 so mu man sich fragen1 weshalb das eine ,lager der ,menschheit in seinem ,jammer1 seiner ,bedrckung1 seinem ,leiden die bevorzugte ,situation des andern so lange erduldet hat1 ohne einen nachhaltigen1 allgemeinen1 gewaltsamen ,eingriff vorzunehmen4 ,ein ,zustand1 der so offensichtlich den ,charakter der ,ungerechtigkeit an sich trgt1 mute doch umsomehr zum ,umsturz herausfordern1 als die zahlenmige bermacht zu allen ,zeiten auf ,seite der ,entrechteten lag4 ,waren sie nicht genug durchdrungen von ihrem ,recht1 dem ,recht auf ,brot und ,wrme1 auf ,luft und ,licht8 ,hat man ihnen ,schaustellungen des ,prunkes erspart8 ,wuten sie nicht1 was erreichbar war8 ,kannten sie nicht die ,bevorzugten in ihrem bermut und ihrer ,hrte8 ,warum also die ,geduld8 ,einige werden antworten3 darum1 weil die ,gewalt auf ,seite der ,reichen war2 sie konnten die ,gewalt bezahlen1 und unter denen1 die bezahlt wurden1 befanden sich die aus dem feindlichen ,lager1 die ihre ,brder verrieten1 eben weil sie bezahlt wurden4 ,andere werden sagen3 darum1 weil ein tiefbedachtes1 raffiniertes und uraltes ,system von ,einschchterung1 ,betubung und ,verdummung die ,masse der ,unterdrckten in ,bann gehalten hat1 und weil zudem die ,sorge fr den ,tag1 die dringende ,notwendigkeit1 ,obdach1 ,nahrung und ,kleidung zu beschaffen1 den grten ,teil der verfgbaren ,krfte absorbierte4 ,es ist ein ,stck der ,wahrheit1 aber es ist nicht die ganze ,wahrheit4 ,es ist die uerliche ,wahrheit1 aber nicht die innere4 ,nehmen wir an1 es fnde heute eine vollkommen gerechte und gleichmige ,verteilung aller vorhandenen ,gter statt1 beweglichen und unbeweglichen2 jedem wre so die ,unabhngigkeit gesichert1 die ,arbeitsfreiwilligkeit1 die ,mglichkeit1 seinen ,anteil nach seinen ,gaben und ,krften nutzbar zu machen4 ,dieser paradiesische ,zustand wrde genau so lange dauern wie ein ,tchtiger braucht1 um einen ,trgen aus dem ,feld zu schlagen1 ein ,listiger1 um einen ,dummkopf zu betrgen1 ein ,glckspilz1 um ber einen ,pechvogel zu triumphieren1 eine talentvolle und feurige ,persnlichkeit1 um ,anhnger fr eine ,sache oder ,idee zu gewinnen1 der sie sich versprochen hat4 ,da in der von ,menschen 7so wie ,menschen einmal sind7 bevlkerten ,welt eine ,besitznivellierung stattfinden kann1 halte ich fr denkbar1 obgleich ich frchte1 da sie ohne ,raub1 ,bedrckung1 ,gewalt und ,ungerechtigkeit nicht durchzufhren ist4 ,da sie aber auch nur auf kurze ,dauer rechnen kann1 halte ich bei einer ,gemeinschaft1 die nicht ausschlielich aus ,ackerbauern1 ,fischern1 ,jgern und ,viehzchtern besteht1 fr undenkbar4 ,und auch hier wrden sich die ,schlauen1 die ,ttigen1 die ,erfinderischen bald absondern1 und ,herren wrden ,sklaven finden4 ,eine ,binsenweisheit im brigen4 ,freilich1 die ,forderung1 die eine verzweifelte ,kaste von allzulange hrig ,gewesenen erhebt1 ist auf den katastrophalen ,moment dieser ,epoche gestellt2 sie lautet3 ,anrecht auf das ,lebensmindeste4 ,die ,ungleichheit hat den ,charakter krankhafter1 ja verbrecherischer ,hypertrophie erreicht4 ,das ber und ber gehufte ,mehr auf jener ,seite soll abgetragen werden zu gunsten derer1 die das ,mindeste entbehren4 ,ich wei nicht1 wie das geschehen soll1 ich wei nicht1 ob es geschehen kann1 auf eine vernnftige1 ersprieliche1 rettungversprechende ,art nmlich4 ,da es wichtig1 da es wrdig und menschlich wre1 wenn es geschhe1 wei ich1 auch wenn mir die ,sachverstndigen mit klugen und wahrscheinlichen ,berechnungen vor ,augen fhren1 da es den ,zusammenbruch der gegenwrtigen ,gesellschaft bedeute1 und sich dieser in ,ruland ja bereits vollzogen habe4 ,kein ,bestand irgendeiner ,ordnung vermag dafr zu entschdigen1 da lebendige ,seelen dadurch zugrunde gehen1 da sie besteht4 ,es fragt sich nur1 ob sie gerade dadurch zugrunde gehen4 ,eine ,wut der ,materie hat sich des ,zeitalters bemchtigt1 die gegen alle ,einflsse des ,geistes1 der ,seele1 des ,schicksals blind macht4 ,kurzfristige ,nutzanwendung wirft berall die ,logik der ,dinge und der ,geschehnisse aus der ,bahn4 ,forderung berschreit ,entwicklung und ,gesetz4 ,ein ,hexentanz der ,zahl ist im ,schwange1 der ,praktiken und der ,theorien1 beide gleich seicht und unfruchtbar4 ,jeder steht beziehungslos zu sich selbst1 in einer durch die ,materie getrbten ,beziehung zum andern und zur ,welt1 abgetrennt vom sittlichen ,verlauf1 weil vllig geblendet oder erschreckt vom sinnlichen4 ,niemand will zu einer ,sache geboren sein1 alle wollen sich ihrer bemchtigen4 ,jede ,ttigkeit1 wie jede ,errungenschaft1 hat ihre unverbrchliche ,legitimitt4 ,diese ,legitimitt ruht nicht in der ,materie1 sondern im ,geiste4 ,die ,drohnen seien preisgegeben4 ,fluch dem ,leben und ,andenken der gierigen und unempfindlichen ,raffer und ,wchter toten ,eigentums1 die das ,blut schaffender ,geschlechter vergiftet haben4 ,die denkfaul und achselzuckend sich auf die gottgewollte ,institution beriefen1 wenn die ,lohnsklaven im ,dunst der ,schwefelgruben erstickten1 wenn schlagende ,wetter ihre ,leichname zerfetzten1 wenn der ,hunger sie zur ,selbsterniedrigung zwang2 die sich in ihren gesicherten ,asylen verschanzten1 beschtzt von ,polizei und ,militr1 wenn die ,not zu ihnen schrie1 das tausendfltige ,elend der ,stdte sich verzweifelnd erhob1 der tausendfltige ,schmerz seine fahlen ,zge zeigte4 ,wehe den ,aktienparasiten1 den gelangweilten ,miggngern1 den ,spielern mit ,menschenseelen und ,wucherern mit ,menschenkrften1 den ,petrefakten und dem schillernden ,geschmei einer untergehenden ,welt6 ,aber diese ,schdlichen und ,hinderlichen haben und hatten von jeher im ,lager der ,armen und ,geknechteten ein unabsehbares ,heer von ,lakaien1 ,agenten1 ,anwlten1 ,profitmachern1 ,kulis1 bestochenen und ergebenen ,kreaturen1 die1 gefllig jedem ,wink1 auf das ,ertrgnis ihrer ,dienste angewiesen1 in ,schranken gehalten durch die ,stimme des ,eigennutzes1 zitternd vor der ,macht- und ,rachebefugnis ihrer ,auftraggeber1 durch die ,zwangsmittel des ,staates zum ,gehorsam1 die nach wirkende ,zucht der ,kirche und der ,schule zur ,indolenz und ,scheinberzeugung gebracht1 sttzendes ,element auf der einen1 hemmendes auf der andern ,seite der ,linie waren4 ,daraus jedoch schlieen zu wollen1 als htte die ,stabilitt der bisherigen ,gesellschaftsverfassung nur in unreinen ,gesinnungen und niedrigen ,interessen1 in der ,trgheit und ,knechtseligkeit der ,massen ihre ,ursache1 hiee der billigen ,demagogie das ,wort reden1 die heute die ,strae und die politische ,schaubhne beherrscht und die die menschliche ,natur und das ,wissen von ihr entweder berechnend ausschaltet oder sie berhaupt nicht in den ,bereich der ,argumente zu ziehen vermag4 ,was ebenfalls ein ,merkmal geistigen ,abstiegs ist4 ,,ii ,dem ,menschen1 sei er1 wer er sei und wie er sei1 gut oder bse1 ist ,achtung vor dem ,besitz des andern ,menschen angeboren4 ,am ,recht des fremden ,besitzes zu zweifeln1 ist bereits eine anarchische ,seelenstimmung1 die unmittelbar in die ,verzweiflung mndet4 ,ehe solcher ,zweifel ,wurzel fat1 mu der ,glaube an die eigene ,kraft verschwunden sein2 es kann keine ,idee mehr vorhanden sein1 die der ,brutalitt der ,wirklichkeit entgegentritt und sie unter sich lt2 das persnliche ,wertgefhl ist erttet4 ,fremder ,besitz3 das ist in diesem ,zusammenhang ,idee4 ,nicht das1 was mir vorenthalten wird1 ist der fremde ,besitz1 sondern das1 was mir unerreichbar ist2 nicht das1 worum ich durch ,fgung oder ,tcke betrogen worden bin1 sondern das1 was auerhalb meiner ,sphre liegt4 ,recht und ,unrecht kommt gar nicht in ,frage4 ,die ,norm der sittlichen ,verfassung vorausgesetzt1 kommt es nicht in ,frage1 ob der ,nachbar1 der ,freund1 der beliebige ,andere ,vorrat und ,anhufung von ,dingen hat1 an denen ich ,mangel leide4 ,auch seine ,wrdigkeit kommt nicht in ,frage1 sein ,wagnis nicht1 seine ,leistung nicht4 ,nichts1 was ihn betrifft1 den ,andern1 sondern nur1 was mich betrifft4 ,dein und ,mein ist so verschieden wie ,welt und ,ich4 ,was ich von der ,welt erringe1 um meinen leiblichen oder geistigen ,bezirk zu erweitern1 ist ,besitz4 ,besitz ist ,ware1 ,gegenstand1 ,anschaubares1 ,fabares1 ,brauchbares2 ,besitz ist ,ding1 das durch das ,medium meiner ,person und innerhalb ihres ,wirkungskreises irgend ,leben erhlt4 ,geld ist nicht ,besitz4 ,geld ist ,symbol1 ,fiktion von ,besitz1 ein ,unschaubares1 ,unfabares1 ,unbrauchbares1 das ,unding schlechthin4 ,deshalb entsteht ,tuschung und ,lge1 wo es fr ,besitz genommen wird1 ,ha und ,gier1 ,leere und ,stagnation4 ,verwandelt es sich nicht in das ,ding1 gibt es seinen ,charakter als ,vorwand nicht auf1 bleibt es als hliche ,illusion1 als ,irrbild bestehen1 lediglich ,begriff1 ganz und gar ,gespenst von ,besitz1 so ist es verzeihlich und logisch1 da unter denen1 die von seinem widrig-geheimnisvollen ,zauberring ausgeschlossen sind1 die in ,not verkommen1 weil sie sich eines ,wesenlosen1 eines ,schattens1 einer ,formel nicht bemchtigen knnen1 eine ,gereiztheit und ,unruhe entsteht1 eine finstere ,erbitterung1 schlielich ein ,wahnsinn1 ,massenwahnsinn1 der genau das ,bild unserer ,tage malt4 ,es ist der am ,unding entfesselte ,wahnsinn4 ,und das ,unding ist eines mit dem ,ungeist4 ,das ,ding hat stets eine ,art von ,heiligkeit1 mindestens die ,wrde seines ,seins4 ,am ,ding kann ich mich messen1 ich kann mich ihm stellen1 ich kann es mir inkarnieren1 es kann mich nhren1 kleiden1 schtzen1 tragen1 frdern2 es ist1 je nachdem1 ,schmuck oder ,lehre1 ,lohn oder ,geschenk1 ,waffe oder ,trophe1 ,beute oder ,erwerb4 ,die ursprngliche1 unverbildete ,haltung jedes ,menschen dem ,ding gegenber ist die ,ehrfurcht vor seiner ,bestimmung4 ,und davon ging ich aus4 ,es knpft sich hieran von selbst der ,glaube an die persnliche ,leistung des ,besitzers und die ,bejahung dieser ,leistung4 ,das qulende ,miverhltnis in der sozialen ,wirtschaft1 die unberbrckbare ,kluft zwischen den aufs uerste gesteigerten ,extremen fllt allein dem ,dmon zur ,last1 dem ,unding1 das ,scheinwerte aufstapelt1 denen trotzdem ,tauschgeltung eignet1 das den ,sinn des ,besitzes verdunkelt1 die ,leistung entwertet und infolgedessen ,verwirrung1 ,verzweiflung und ,zersetzung der sozialen ,krfte herbeifhrt4 ,besitz in seiner reinen ,form ist etwas zugleich ,einmaliges und ,individuelles4 ,wie es ein ,grad- und ,artmesser ist fr den1 der besitzt1 kennzeichnet es auch die ,beschaffenheit dessen1 der darnach strebt4 ,es sind dies1 tiefer betrachtet1 zwei vllig verschiedene ,gattungen von ,menschen und demgem zwei vllig verschiedene ,eigenschaftsgruppen1 die zu betrachten sind4 ,es ist ein seltsames und oft wahrzunehmendes ,phnomen1 da zwischen dem ,verlangenden und dem verlangten ,gegenstand eine ganz bestimmte ,beziehung herrscht1 eine mehr oder minder heftige ,affinitt1 die auf die ,schnelligkeit der ,erfllung ,einflu hat1 ein seelisches ,fluidum1 das mit grerer oder geringerer ,gewalt das ,zueinandergehrige zueinander bringt4 ,wie vom ,schicksal zwischen ,mensch und ,mensch1 kann man auch vom ,schicksal zwischen ,mensch und ,ding sprechen4 ,ob im ,ding ein hinstrebender ,wille vorhanden ist1 das zu entscheiden1 ist nicht einfach4 ,das ,erwgen solcher ,mglichkeit freilich fordert bereits die ,entrstung der ,rationalisten heraus1 und ich mchte in diesem ,punkt nicht weiter gehen4 ,die ,existenz und ,wirkung eines ,magnetismus drfte auch von ,grobnervigen nicht geleugnet werden2 er kommt ja in alltglichen und trivialen ,vorgngen oft genug zur ,erscheinung4 ,bemerkbar ist natrlich das ,verhalten des ,menschen1 der zum ,ding steht4 ,um zum ,besitz zu gelangen1 hat er ,kraft einzusetzen1 ,fhigkeit1 berlegung1 ,ausdauer1 ,arbeit4 ,der vorgestellte ,wert1 der ,wert im ,bewutsein der andern und die ,weite des trennenden ,wegs bringen die ,summe des ,mheaufwandes hervor und ergeben die moralische ,schtzung fr ihn4 ,ehrgeiz entfaltet sich2 ,plne werden erdacht2 ,anstrengungen wiederholen sich bestndig2 der ,geist wird gebunden und auf ein ,ziel gerichtet2 ,wetteifernde tauchen auf1 die besiegt werden mssen2 ,hindernisse erheben sich auen1 ,zweifel innen3 die ,geduld erlahmt1 der ,wunsch trbt sich1 erglht wieder2 alles dies in niedriger wie in hoher ,form1 bei der ,jagd nach einem ,wild wie bei dem ,ringen um ein kostbares ,gut4 ,das ,bild dessen1 was errungen werden soll1 ist das fortwhrend verjngende und erneuernde ,movens1 der ,krftespeicher1 der ,feuerspender2 es diktiert den ,rhythmus1 die ,flughhe1 schafft die ,zge und die ,gestalt des ,lebens1 es ist das ,leben geradezu4 ,alle mit uns ,lebenden1 sofern sie unter dem gleichen ,lebensgesetz stehen1 sind hiervon in gleicher ,weise umschlossen4 ,wo das ,unding nicht die ,herzen und ,hirne gemordet1 das sich selbst bestimmende ,geschpf einerseits zur ,maschine oder gar zum ,teil einer ,maschine erniedrigt hat1 andererseits die1 die sich ihm ergaben1 indem es sich ihnen ergab1 in feige1 stumme1 stumm-bebende1 gespenstisch-vegetierende1 nur menschenhnliche ,hter und ,zuchtmeister verwandelte1 berall dort ist ,spiel freier ,krfte1 ,spannung und ,ausgleich1 ,begehren und ,befriedigung1 ,verlust1 ,wechsel und neues ,ergreifen1 von unteren ,stufen auf obere1 von oberen auf untere1 ,aufstieg und ,fall1 edle ,sucht und gemeine1 eigenntziger ,trieb und weltfreundlicher1 ,sturz im ,wettlauf1 ,hoffnung in der ,niederlage1 und immer ist ,besitz und ,art des ,besitzes die ,deutung und der ,inbegriff der vitalen ,bewegung4 ,sogar jene ,unglcklichen1 die ,hingewrgten und ihre ,wrger1 kennen sie auch nicht den ,besitz als schpferisch treibendes ,element1 so kennen sie ihn doch als ,fetisch und ,stimulans2 dies eben ist das ,verhngnis des ,zeitalters3 bei den entseelt ,besitzenden der ,fetischismus1 bei den entseelt ,besitzlosen die ,rauschillusion und ,aufpeitschung durch das ,stimulans4 ,die opfervolle ,bemhung1 das engverstrickte ,maschenwerk von ,interessen und ,leidenschaften1 das erschtternde ,theater des ,empor und ,hinab der ,existenzen nennt man sozialen ,kampf4 ,es ist1 nher besehen1 der ,kampf des einzelnen um sich1 um das1 was er liebt1 um den ,boden1 um die ,luft1 um das1 was er braucht1 damit er sein kann1 was er ist4 ,geprft wird die ,leistung2 ,leistung wird anerkannt durch die ,prmie4 ,je spezifischer1 persnlicher1 einmaliger1 einzigartiger die ,leistung1 desto hher die ,prmie1 sei sie nun von materieller1 moralischer oder geistiger ,beschaffenheit4 ,manchmal bleibt sie lange vorenthalten1 auf lange ,sicht gebucht1 und wird1 in ihrer letzten ,entmaterialisation als ,ruhm1 als ,kult bezahlt2 vllig unterschlagen kann sie nur in seltenen1 tragischen ,fllen werden4 ,darum lst die ,prmie1 wenn sie im harmonischen oder wenigstens annhernd harmonischen ,verhltnis zur ,leistung steht1 das ,gefhl vollzogener ,gerechtigkeit aus4 ,da jeder in seinem ,sinn und nach seiner ,bettigung ,anspruch auf sie erhebt1 da der ,blutkreislauf des ganzen ,gesellschaftsorganismus in ihr seinen ,herzpunkt hat1 ist auch jeder irgendwie fr sie in ,haftung4 ,im besonderen mag anarchischer ,eifer das ,system befehden1 mgen ,list1 ,betrug1 ,verbrechen die ,prmie verdrngen1 verkleinern1 abwendig machen1 den natrlichen ,gang beeinflut es nicht4 ,der ,fhige fordert und wird bezahlt4 ,im ,unfhigen schlummert neben der ,traurigkeit des ,unbelohnten auch ein heimliches ,bewutsein von ,schuld4 ,,iii ,das ,buch1 das ich erworben habe1 ist mein ,eigentum4 ,derjenige ,teil meiner ,arbeit1 der den ,kaufpreis reprsentiert1 ist die ,leistung4 ,somit wre der ,proze ein- fr allemal erledigt3 ich kaufe ein ,buch1 stelle es ins ,regal und bin ,besitzer4 ,ob ich es gelesen oder nicht gelesen1 bentzt oder nicht bentzt1 verwertet oder nicht verwertet habe1 das ndert an meinem ,besitzrecht nichts4 ,in der ,tat ist dies der ,vorgang bei allem brgerlichen ,besitz3 die ,leistung ist erledigt und bewiesen durch den ,kauf1 wobei ich nach dem bisher ,gesagten unerrtert lassen kann1 ob sie legitim oder illegitim ist4 ,es kommt das weiter nicht in ,betracht4 ,nun leuchtet es ein1 da es keineswegs dasselbe ist1 ob ich einen ,sack ,mehl kaufe1 um ihn zum ,kochen und ,backen zu verwenden1 oder ob ich ,bcher kaufe1 um sie ins ,regal zu stellen4 ,in dem einen ,fall ist meine ,leistung zweckhaft1 im andern anscheinend zwecklos4 ,man nehme jedoch an1 ich sei ,sammler von ,bchern1 es sei meine ,passion und mein ,entzcken1 seltene ,ausgaben1 kostbare ,exemplare oder eine mglichst vollstndige ,reihe der ber eine ,wissenschaft erschienenen ,werke zu besitzen1 so tritt bereits eine ,zweckhaftigkeit hervor1 auch dann1 wenn ich mich niemals mit einem von ihnen beschftige1 ihren ,inhalt nicht kenne1 nicht verstehe1 nicht schtze4 ,oder man nehme an1 ich htte eine umfangreiche ,bibliothek ererbt und obwohl ich lieber faulenze oder ,forellen fische oder ,blumen zchte1 sei ich durch ,pflicht der ,piett1 stille ,abmachung von ,geschlechtern her verbunden1 sie unangetastet1 unverwertet in meinem ,hause zu verwahren1 selbst auf die ,gefahr hin1 da sie mir zur ,last falle4 ,und schlielich nehme man an1 die ,bcher seien mir unentbehrlich1 weil ich mir eine bestimmte ,einsicht1 eine ,erkenntnis verschaffen will1 weil sie ,hilfsmittel zu meiner ,arbeit sind1 weil ich zu jedem einzelnen in einer besonderen ,beziehung stehe1 die bestndig wechselt1 bestndig fluktuiert und infolgedessen sich bestndig erneut1 meine ,persnlichkeitsgrenze erweitert und die ,fhigkeit zur ,leistung erhht1 so liegt der ,zweck offensichtlich am ,tage4 ,demgem sind vier ,kategorien des ,besitzes zu unterscheiden3 ,verbrauchsbesitz1 ,schmuckbesitz1 ,erb- und ,anhufungsbesitz und ,produktionsbesitz4 ,das ,merkmal des ,verbrauchsbesitzes ist der ,abbruch der ,leistung mit dem ,nutzgenu2 des ,schmuckbesitzes3 die ,leistung zum ,phantasiegenu2 des ,erb- und ,anhufungsbesitzes3 die brachliegende ,leistung2 des ,produktionsbesitzes3 die ,verwandlung der ,leistung in hherer ,sphre zu hherer ,gestalt4 ,,iv ,in ,bernard ,shaws ,candida sagt der ,pastor ,morell3 ,wir haben so wenig das ,recht1 ,glck zu verbrauchen1 ohne es zu erzeugen1 wie ,reichtum zu verbrauchen1 ohne ihn zu erwerben4 ,dies trifft das ,wesentliche4 ,ich lege den strksten ,nachdruck auf die ,begriffe3 ,glck erzeugen und ,glck verbrauchen4 ,einen um so strkeren ,nachdruck1 als diese scheuslig entwrdigte und besudelte ,welt um uns so glcklos geworden ist1 so zerfetzt und entstellt und in den ,morast geschleift1 da sie in unserm beleidigten ,bewutsein nicht mehr froh gemacht werden kann1 und wenn ,gott die ,heerscharen seiner ,engel als ,grtner und ,baumeister schickte4 ,wer sind die1 die mehr ,glck erzeugen1 als sie verbrauchen8 ,seltene ,menschen1 die seltenen ,weisen1 seltenen ,dichter1 seltenen ,lehrer und ,vershner1 ,former der ,herzen1 die ,ausjter1 ,wahrheitsknder1 ,gestaltenbildner1 die oft im verborgenen stehen1 ins verlorene gehen1 in der ,tiefe hinschwinden1 der sie entstammen4 ,und je mehr ,glck sie erzeugen1 je weniger sind gerade sie begabt oder gesonnen1 es zu verbrauchen4 ,sie produzieren den berschu1 der der ,menge der zur ,produktion minder ,befhigten zugute kommt4 ,es ist nicht einfach1 zu beurteilen1 ob und wieviel ,glck der ,sammler von ,bchern1 ,mnzen1 ,teppichen1 ,glsern1 ,waffen oder sonstigen ,dingen erzeugt4 ,zumeist ist er ja mehr ein ,besessener als ein ,besitzer4 ,tiefes ,wort der ,sprache3 ,der ,besessene2 der1 dem die ,freiheit fehlt1 den ,besitz hrig macht4 ,alles ,segensreiche liegt aber in der ,freiheit1 in der ,mitteilung1 in der schenkenden ,kraft4 ,wie sich die ,triebfedern der menschlichen ,handlungen der ,rechenschaft entziehen1 so auch die letzten ,ziele4 ,selbst bei den primitivsten fliet das ,endliche an irgendeinem ,punkt ins ,unendliche2 wer sich seiner ,motive und ,absichten klar zu sein dnkt1 wre sonderbar getuscht1 wenn er alle ,folge im ,schicksalsverlauf berblicken knnte4 ,wie das endlich ,gedachte unendlich1 so wird das eigenschtig ,getane allgemein2 in irgendeiner ,weise1 auf irgendeinem ,weg1 zu irgendeiner ,zeit4 ,die egoistisch beschrnkte ,leidenschaft eines ,sammlers1 die gesellschaftsfeindliche ,gier eines ,gteranhufers ruft ,bewegung weit ber den ,kreis dieser ,individuen hervor4 ,die ,energien wirken produktiv auf andere ,individuen und verdichten sich auerdem im ,objekt4 ,von da aus schaffen sie neues3 sie schaffen ,werke1 ,anschauungen1 ,spannungen1 ,wetteifer1 ,erkenntnis1 ,freude und ,schnheit4 ,das ,individuum und seine ,motive sind berwunden4 ,die ,dinge und die in ihnen verdichtete1 von ihnen wieder ausstrmende ,bewegung berwinden die ,niedrigkeit und die ,endlichkeit des ,individuums4 ,die begeistert und ergriffen vor den ,kunstwerken stehen1 welche einst ,eigentum der ,borgias waren1 haben keine ,erinnerung daran und brauchen sich nicht an der ,tatsache zu stoen1 da diese ,leute infame ,giftmrder und ,banditen waren1 die nebstbei die modische ,herrenlaune hatten1 ,bilder und ,statuen zu sammeln4 ,ich kann aber auf pathetische ,beispiele verzichten1 auch auf den ,sammler1 der als ,figur erklrt hat1 was zu erklren war4 ,wichtig ist die ,erzeugung von ,glck1 von ,freude1 von ,schnheit4 ,sie ist keineswegs nur von ,kunst und gesteigerter ,geisteswelt abhngig2 sie umfat das ganze ,gebiet des realen ,lebens1 das ,angenehme1 das nutzlos1 das ,spielhafte1 das brotlos1 das ,glnzende1 das zwecklos ist1 den berschwang und berflu1 die heitere ,flle1 ,fest und ,illumination1 den ,perlenschmuck am ,hals einer ,frau1 den ,pomp des ,frsten1 den ,luxus des ,millionrs1 die ,puppe in der ,hand des ,kindes1 die ,fahne1 die vom ,turm weht1 die ,marmorsule des ,tempels1 die bunte ,tracht des ,wilden1 den goldenen ,rahmen eines ,spiegels1 die ,blumen auf einem ,grab4 ,dies alles ist ,frucht des ,besitzes1 und wrde nach der unmittelbaren ,ntzlichkeit gefragt1 so mte geantwortet werden3 es ist verschwendeter ,besitz4 ,die ,frage nach ,ntzlichkeit und ,notdurft steht der nach ,glck und ,schnheit schroff gegenber4 ,wre es den ,menschen versagt1 fr ein anderes ,ziel zu arbeiten als fr die ,befriedigung ihrer leiblichen ,bedrfnisse1 mehr anzustreben als hchstenfalls das persnliche ,behagen auf ,grund der ,erfllung der gemeinen ,sinnengelste2 wren diese gewhrleistet und der ,pakt wrde geschlossen um den ,preis der ,abkehr von ,schmuck und ,zierrat1 von ,unnotwendigem und berflssigem1 so verwandelte sich die ,erde in ein dsteres ,gefngnis1 wo zweckbeladene1 vom ,zweck kastrierte ,sklaven langsam zu ,idioten wrden1 in einen ,stall satter1 verdauender ,tiere1 von denen eine ,anzahl von ,zeit zu ,zeit die brigen in geheimnisvoller ,tollwut berfallen und zerfleischen wrde4 ,diese ,tollwut wre die ,rache der verstrten1 vergifteten1 medusisch gewordenen ,phantasie2 denn ,phantasie kann nicht ausgerottet1 aber sie kann ins mrderische verkehrt werden4 ,leben wir denn nicht in einer ,welt1 hnlich der8 ,nur da der ,pakt unzulnglich ist1 da die gemarterten ,tiere1 weit entfernt1 satt zu sein und zu verdauen1 hungern und frieren4 ,das hat der ,zweck zustande gebracht1 diese ,furie1 unter dessen ,stachelpeitsche die ,kreatur winselt4 ,nutzzweck heit der ,tiger1 der uns in den ,klauen hlt1 da das edelste ,blut der ,menschheit ausrinnt und sie sich nur noch mht um das1 was ihre ,ble bedeckt und ihren ,magen fllt4 ,o angstvoll starre ,blicke1 auf den ,trog geheftete ,blicke1 ihr kennt kein gelutertes ,verlangen mehr2 o ,freunde1 zusammengeduckt wie vom ,sturm unter ein ,dach gejagte ,vgel1 ihr wit nichts mehr von ,aufschwung und ,jubel1 der ,enthusiasmus ist gestorben in euern ,seelen1 alt und kalt und verdorrt seid ihr1 vor dem ,bttel ,zitternde1 von der ,zahl1 vom ,apparat1 von der ,maschine1 von der ,materie1 vom ,zweck ,besiegte und ,entherzte6 ,v ,ich war zu dem ,satz gelangt3 ,mein und ,dein ist so verschieden wie ,ich und ,welt4 ,wer ein ,ding besitzt1 unternimmt es1 ein ,stck ,welt seinem ,ich einzuverleiben4 ,das eigentliche ,problem des ,besitzes gipfelt im ,problem der ,identitt4 ,formaler ,besitz1 ,gewohnheitsbesitz1 ,rechtsbesitz sind uerliche ,regelungen und ,festsetzungen1 soziale ,dringlichkeiten4 ,in ,wahrheit erringe ich den ,besitz einer ,sache1 wenn ich sie mir einverleibt habe4 ,es gibt kein anderes ,mittel zur ,einverleibung als die ,liebe4 ,so wre also auch die ,liebe ein ,problem der ,identitt8 ,in der ,tat scheint es mir so zu sein4 ,setze ich an die ,stelle des ,begriffes ,welt den ,begriff ,du1 so habe ich das ,problem der ,liebe1 das ,problem alles ,eros3 aus einem ,du ein ,ich1 aus einem ,ich ein ,du machen4 ,es ist die hchste erreichbare ,stufe des ,besitzes1 und deshalb hat auch die ,dichtung kein anderes ,wort dafr als3 einander besitzen4 ,um aber das ,alltgliche des ,gegenstandes nicht zu frh aus dem ,auge zu verlieren1 so wird man einwenden1 es heie doch viel gefordert von der ,spannweite und dem ,liebesvermgen der menschlichen ,psyche1 wenn man ihr zumutet1 da sie sich mit allen den ,dingen erotisch verschmelzen soll1 die unentbehrlich sind zum ,aufbau und zur ,entwicklung der ,existenz1 all den ,krcken und ,behelfen1 den ,bindungen und ,fllseln1 deren ,bestimmung es ist1 aufgenommen und wieder weggeworfen1 erprobt und wieder beseitigt zu werden1 auch dem ,seltenen und ,kostbaren schlielich1 das bei besserer ,einsicht und vermehrter ,freiheit dem noch ,selteneren und ,kostbareren weichen oder bei herabgedrckten ,umstnden abermals dem ,geringeren ,raum geben mu4 ,darauf ist zu erwidern1 da das durchaus eine ,angelegenheit des subjektiven ,krfteverhltnisses und der individuellen ,phantasiefhigkeit ist4 ,ich kenne ,leute1 denen es1 bei offenbarer ,wohlhbigkeit1 eine gewisse berwindung kostet1 sich von einem ,paar abgetragener ,stiefel zu trennen1 wie es andere ,leute gibt1 die ohne den mindesten ,skrupel einen teuern ,menschen von sich stoen1 wenn es ihr ,vorteil erheischt4 ,es kann sogar ein und dieselbe ,person sein1 die beides zu tun imstande ist4 ,an ,dingen ,haftende sind gewhnlich nicht solche1 die fr ,menschen glhen oder fr ,menschliches sich einsetzen1 und andererseits hat die ,hingegebenheit an den ,geist oft eine wunderbare ,liebe fr das ,ding zur ,folge4 ,die universalen ,seelen1 wie ,goethe eine war1 vermgen mit ihrer ,liebe ein ganzes ,universum zu umschlieen1 den ,stein1 die ,blume1 die ,sterne1 die ,werke der ,knstler1 die ,menschheit1 den ,teufel und ,gott2 die engen ,herzen mssen mit ihrem beschrnkten ,platz wirtschaften1 und wenn es dann noch an ,harmonie und ,gabe der ,sublimierung fehlt1 geht alles drunter und drber1 und das ,wesenlose rangiert neben dem ,wesenhaften1 zum ,beispiel ,rententitres neben ,philosophie und ,musik4 ,man ist geneigt1 darin ,lge und ,verlogenheit zu sehen1 es ist aber meist nur ,enge und wegen der ,enge ,verwechslung und ,verwirrung4 ,in meiner ,jugend war ich sehr arm1 aber ich liebte alle ,dinge1 die mir in sinnvoller ,beziehung zu denen zu stehen schienen1 welche sie besaen4 ,ich liebte sie fast ebenso1 als htte ich selbst sie besessen4 ,in dem ,ma1 als mir ,besitz zuwuchs1 so krglich dieses ,ma auch war1 erlahmte die ,fhigkeit zu solcher ,phantasieliebe1 denn die von mir besessenen ,dinge standen fordernd auf den ,wegen zu den freien ,dingen1 sie entkrfteten die ,flgel1 die im ,fluge alles bedecken1 sie ernchterten die ,augen1 die im ,traum alles an sich reien konnten1 im ,traum der ,identitt4 ,keiner der besitzt1 ist begierdelos und wunschlos4 ,nur der ist es1 der wissend auf ,besitz verzichtet4 ,aber es ist dies kein gesellschaftliches ,ideal1 sondern ein religises1 kein europisches1 sondern ein orientalisches1 kein sentimental-humanitres1 sondern ein unerbittlich-orthodoxes4 ,zu seiner ,verwirklichung1 sofern man berhaupt von der ,verwirklichung eines ,ideals reden kann1 fhrt nicht das modern-kommunistische ,diktat der ,enteignung1 sondern das mythisch-buddhistische der ,entuerung4 ,entdeckt habe ich diesen ,weg zur ,erwachung1 und zwar3 durch ,auflsung von ,bild und ,begriff wird ,bewutsein aufgelst1 durch ,auflsung des ,bewutseins wird ,bild und ,begriff aufgelst1 durch ,auflsung von ,bild und ,begriff wird sechsfaches ,reich aufgelst1 durch ,auflsung des sechsfachen ,reiches wird ,berhrung aufgelst1 durch ,auflsung der ,berhrung wird ,gefhl aufgelst1 durch ,auflsung des ,gefhls wird ,durst aufgelst1 durch ,auflsung des ,durstes wird ,anhangen aufgelst1 durch ,auflsung des ,anhangens wird ,werden aufgelst1 durch ,auflsen des ,werdens wird ,geburt aufgelst1 durch ,auflsung der ,geburt wird ,alter und ,tod aufgelst1 ,schmerz und ,jammer1 ,leiden1 ,trbsal und ,verzweiflung gehn zugrunde1 also kommt dieses gesamten ,leidensstckes ,auflsung zustande4 ,auflsung1 ,auflsung6#a ,funote #a3 ,reden ,gotamo ,buddhos1 bersetzt von ,neumann4 ,faustina ,ein ,gesprch4 ,geschrieben #aijg ,vor ,jahren hatte in einem geselligen ,kreis1 in dem ich damals verkehrte1 die junge ,c4 viel ,aufsehen gemacht4 ,abkmmling einer alten ,adelsfamilie1 hatte sie sich1 kaum zwanzig ,jahre alt1 von dem ,zwang und ,drill ihrer ,welt befreit1 um1 wie sie sich ausdrckte1 selbst zu leben4 ,die ,ungebundenheit ihrer ,lebensfhrung war in der ,tat erstaunlich4 ,eine ,zeitlang kmpfte sie im grten ,elend2 pltzlich ging sie zum ,theater1 dort heiratete sie einen ,schauspieler1 von dem sie sich nach dreimonatlicher ,ehe wieder trennte4 ,um ,geld zu verdienen1 bersetzte sie mittelmige ,romane aus dem ,franzsischen4 ,eines ,tages hie es1 sie sei mit einem reichen ,brasilianer verlobt und mit ihm in seine ,heimat gereist4 ,aber schon nach ,jahresfrist kam sie zurck1 - ohne ,brasilianer1 leider genau so arm wie zuvor4 ,in dieser ,zeit nherte ich mich ihr4 ,wir hatten uns ziemlich viel zu sagen4 ,faustina1 so wurde sie meist kurzweg genannt1 war geistreich1 und1 was mehr ist1 ihr ,geist hatte ,fundamente4 ,sie war schn und sie war exzentrisch2 nimmt man aber dies ,wort in genauem ,sinn1 so hatte sie mehr ,mittelpunkt als diejenigen1 in deren ,bezirk sie sich fremd erschien4 ,ob sie auch immer anziehend war1 lasse ich dahingestellt2 eine ,fremde war sie durchaus1 stets fremd1 nie brgerlich vertraut1 hchstens seelisch verwandt4 ,zur ,abenteuerin fehlte ihr die ,skrupellosigkeit1 und um eine groe ,dame zu sein1 war sie zu ruhelos und zu voll von ,opposition4 ,wieder eines ,tages war ,faustina verschwunden4 ,sie verabschiedete sich nicht einmal von mir4 ,niemand wute1 wohin sie gegangen war1 und sie blieb verschollen4 ,man verga sie1 auch ich verlor sie beinahe aus dem ,gedchtnis4 ,da1 wiederum nach ,jahren1 begegne ich ihr pltzlich auf der ,strae4 ,sie gewahrt mich1 sie zgert1 ich mache ,miene1 sie anzureden1 sie grt und geht weiter4 ,kurz darauf erhielt ich ein ,billett von ihr mit der ,aufforderung1 sie zu einer bestimmten ,abendstunde zu besuchen4 ,sie wohnte in einer ,vorstadtpension4 ,ich trat in ein ,zimmer1 das die bliche ,halbeleganz fliegender ,quartiere aufwies4 ,faustina war noch immer schn1 aber wie von einem sich entlaubenden ,baum kann man auch von dem ,herbst eines menschlichen ,gesichts sprechen4 ,ohne ,zweifel las sie in meinem ,gebaren1 da ihre lakonische ,einladung eher geeignet war1 ,neugier zu erregen als an freundliche ,beziehungen zu erinnern4 ,die ,sache ist die1 da ich ganz ausgehungert darnach bin1 mit einem vernnftigen ,menschen zu reden1 sagte sie4 ,ich habe berechnet1 da ich seit siebzehn ,monaten blo mit ,kellnern1 ,kutschern1 ,zimmervermieterinnen1 ,hausmeistern und ,ladenmamsellen gesprochen habe4 ,das heit doch leben1 wie8 ,da ich so viel ,talent zur wandelnden ,mumie besitze1 wer htte das gedacht4 ,sie haben immer zu berraschen verstanden1 ,faustina1 versetzte ich ablenkend4 ,als ich ,sie auf der ,strae sah1 fuhr sie fort1 hatte ich ein ,gefhl just wie ,robinson1 als er das erste ,schiff vor seiner ,insel gewahrte4 ,und doch sind ,sie davongelaufen1 gar nicht wie ,robinson1 sondern wie ,freitag1 der scheue ,wilde4 ,ja2 scheu bin ich geworden4 ,wenn ich wenigstens schreiben oder musizieren knnte6 ,den ,kunstdilettanten bietet die ,welt immer noch ,lockungen1 und von allem1 was im ,menschen abzutten ist1 stirbt die ,eitelkeit zuletzt4 ,aber leider1 ich bin stumm geboren1 und der bloe ,kunstgenu qult den ,stummen manchmal mehr1 als er ihn beruhigt4 ,ich wundre mich1 ,faustina4 ,sie waren doch stets obenauf4 ,eine richtige1 tchtige ,schwimmerin waren ,sie4 ,haben ,sie denn keine ,arbeit1 keine ,bettigung mehr8 ,ich finde es langweilig1 zu arbeiten4 ,was kommt dabei heraus8 ,eine ,art von ,trunkenheit und ,selbstbetrug bestenfalls4 ,arbeiten1 wie das klingt6 ,dem ,leben mit ,gewalt ein ,versprechen abntigen6 ,ich brauche keine ,versprechungen mehr1 ich glaube an keine mehr4 ,vorlufig hab ich noch ein bichen ,kapital1 meine ,eltern sind nmlich gestorben1 und man hat mir den ,pflichtteil ausbezahlt4 ,aber von den ,zinsen knnt ich nicht leben1 das wrde hchstens fr eine ,bchse ,kaviar im ,monat reichen4 ,also ist am ,ende ,ihre ,einsamkeit ein konomisches ,prinzip8 ,um ,gottes willen1 wer wird so philisterhaft denken6 ,und da treiben ,sie sich nun mutterseelenallein herum1 ohne ,genossin1 ohne ,freundin -8 ,ach was1 ,freundin6 ,ich habe keine ,freundin1 habe nie eine gehabt4 ,eine ,frau hat niemals eine ,freundin4 ,aber die ,freunde1 ,faustina6 ,sie lieen mich einmal glauben1 da ich ,ihr ,freund sei4 ,so8 ,wirklich8 ,mag sein1 doch ich rgerte mich1 da ,ihnen keinen ,augenblick lang der ,einfall kam1 etwas anderes sein zu wollen4 ,sie lachte ber mein verdutztes ,gesicht und fuhr fort3 ,spricht man hingegen nicht vom ,freund1 sondern von den ,freunden1 so mu ich gestehen1 da ich fr solche ,beziehungen nicht viel brig habe4 ,die ,freunde1 das sind ,wesen von einer geradezu lcherlichen ,gefrigkeit4 ,sie verdauen schneller als die ,hhner1 und sie bleiben immer mager1 ihr ,herz bleibt immer mager4 ,dennoch1 ,faustina1 mit ,menschen verbunden zu sein1 bleibt der schnste ,vorzug des ,menschen4 ,einen isolierten ,zustand schadlos zu ertragen1 dazu gehrt schon eine ungewhnliche ,seelenstrke4 ,mag sein1 mag sein1 erwiderte ,faustina1 und sie lchelte unbestimmt vor sich hin4 ,offen gestanden1 htte ich nicht erwartet1 ,sie so zu finden1 fuhr ich fort4 ,ich dachte ,sie mir in groen ,erlebnissen4 ,eine ,gestrandete1 oder wie ,sie sagen1 einen ,robinson1 nein1 das hatte ich nicht erwartet4 ,faustina unentflammt1 ,faustina ohne ,liebe1 ohne ,verliebtheit1 ,faustina einsam1 was hat das zu bedeuten8 ,sie sah mich lange schweigend an1 bevor sie antwortete4 ,was kann es andres zu bedeuten haben1 bester ,freund1 als da fr ,faustina keine ,liebe mehr da ist8 ,fertig1 ,freund1 fertig6 ,abgewirtschaftet6 ,die ,rahel ,varnhagen1 die ja eine grundgescheite ,person war1 hat es einmal als besondere ,genialitt ,goethes gepriesen1 da er im ,wilhelm ,meister die drei ,frauen1 die lieben knnen1 ,marianne1 ,aurelie und ,mignon1 sterben lt2 denn1 sagte sie1 es ist noch keine ,anstalt fr solche da4 ,sehr tiefsinnig3 es ist noch keine ,anstalt fr solche da6 ,sie schweigen8 ,sie meinen1 ich lebe ja4 ,gewi1 ich lebe1 aber wie1 das sehen ,sie doch4 ,ehemals1 da sprte ich nur mein eigenes ,feuer1 jetzt empfinde ich die ganze ,klte des ,zeitalters4 ,vielleicht ist es mein ,migeschick1 fr eine ,epoche geboren zu sein1 in der die ,liebe nur ein artistischer ,begriff ist4 ,verallgemeinerungen sind tricht4 ,man mu sich1 ,faustina1 vor der ,manier der ,malkontenten hten4 ,der ,malkontente nmlich1 das ist ein ,mensch1 der aus seiner persnlichen ,unfhigkeit eine ,weltanschauung macht4 ,sie sind sehr deutlich1 mein ,lieber4 ,ich bin aber keine ,malkontente4 ,malkontente opfern sich nicht4 ,haben ,sie sich denn geopfert8 ,wenn es opfern heit1 zu lieben1 wahrhaft zu lieben1 sich wegzuwerfen - ,sich wegzuwerfen1 das heit nicht lieben und das heit nicht sich opfern4 ,doch wir verstimmen uns im ,wesenlosen4 ,erzhlen ,sie mir4 ,erzhlen ,sie mir von ,ihrem bisherigen ,leben4 ,es gibt nichts berzeugenderes als das ,erlebnis1 ,faustina1 nichts ,unbedingteres als die ,art1 wie ein ,mensch von ,erlebnissen sie vorzutragen wei4 ,um keinen ,preis4 ,ich kann nicht von mir sprechen1 solang ,sie argwhnen1 da ich meine persnlichen ,enttuschungen gewissermaen an der ,zeit rchen mchte4 ,es ist schwer1 liebe ,freundin1 und nicht einmal dem ,glcklichen gelingt es1 ,zeit und ,schicksal auseinanderzuhalten4 ,was wre auch zu erzhlen1 versetzte ,faustina4 ,eine ,geschichte wie hundert andere4 ,wenn ich ,ihre ,erwartungen in bezug auf meine ,person betrge1 so ist das ,ihre ,schuld4 ,sie sagen1 ,sie htten geliebt und sich weggeworfen4 ,darin liegt mehr ,schuld1 als ,sie glauben4 ,ich habe keine ,schuld4 ,oder sind bertriebene ,hoffnungen eine ,schuld8 ,bin ich dafr verantwortlich1 da eure ,gesellschaft1 wie sie nun einmal ist1 ,liebe nicht mehr gewhrt1 da fr die ,liebe kein ,platz mehr in ihr ist8 ,sie schtteln den ,kopf1 und doch ist es so4 ,gibt es heutzutage noch eine ,gestalt1 in der ,dichtung oder im ,leben1 deren ,existenz in der ,liebe wurzelt8 ,der ,politiker1 der ,staatsmann1 der ,forscher1 der ,erfinder1 der ,soldat1 der ,fabrikant1 der ,brseaner1 im ,notfall sogar der ,knstler1 sie alle knnen ein modernes ,lebensideal bilden1 der ,liebende nicht4 ,man bewundert eine ,figur wie die des ,casanova1 man findet eine ,frau wie ,julie de ,lespinasse uerst rhrend1 man erstaunt ber ,ninon de l',enclos1 aber sie sind im ,grunde nichts weiter als ,legenden und ,raritten1 man hat fr sie das ,interesse des ,orientalisten1 der babylonische ,ruinen ausgrbt4 ,wenn ,casanova heute erschiene1 wrde er wahrscheinlich als ,hochstapler ins ,gefngnis gesteckt werden1 und auch bei ,don ,juan wrde schlielich anstatt des steinernen ,gastes ein ,polizeiagent vorsprechen4 ,der ,staatsmann1 der ,soldat1 der ,forscher1 der ,knstler1 sie sind heute nichts weiter2 ,staatsmann1 ,soldat1 ,forscher und ,knstler1 basta2 darauf sind sie gestellt1 darin sind sie spezialisiert4 ,liest man jedoch die ,briefe ,diderots an ,sophie ,voland oder die ,briefe ,mirabeaus an ,mademoiselle de ,monnier1 so zeigt sich1 da da ber den ,geist hinaus1 ber ein allgemeines1 ja welthistorisches ,wirken hinaus noch ,leidenschaften blhten1 zwecklos wie die ,blumen in einem ,garten4 ,heutzutage ist die ,liebe das ,geschft der ,poeten1 ob sie nun schreiben oder blo trumen1 und nicht einmal der berufensten1 denn die stellen sich wrdigere ,aufgaben1 sie mssen ,probleme lsen4 ,so sagt man doch3 ,probleme lsen4 ,nuknacker der ,zeit1 die sie sind4 ,zu viel ,bitterkeit1 ,faustina4 ,sie vergessen1 da die menschliche ,natur immer dieselbe bleibt4 ,die ,wandlungen der ,zeit bringen nur eine oberflchliche ,hutung mit sich4 ,es sind ,wandlungen des ,geschmacks1 der ,mode1 der ,manier1 der ,gebrde4 ,herz und ,blut verwandeln sich nicht4 ,die ,leute des achtzehnten ,jahrhunderts gefielen sich in schwungvollen ,episteln2 das war eben der ,geist der ,epoche4 ,sie mgen uns berlegen gewesen sein in der ,fhigkeit1 ber ihre ,empfindungen zu reden und sich darin zu spiegeln1 darum aber waren die ,empfindungen selbst nicht tiefer4 ,sie hatten auch die ,gabe1 alltgliche wie besondere ,ereignisse ihres ,daseins in der ,konversation auf das anmutigste zu behandeln4 ,ich gebe zu1 da damit eine ,kunst der ,geselligkeit verbunden war1 deren ,verlust wir beklagen mssen - ,ja1 sehr1 sehr6 ,das ist es eben1 was ich behaupte4 ,unsere ,form der ,geselligkeit macht das ,entstehen der ,liebe fast unmglich4 ,bringen ,sie einmal ein ,dutzend ,menschen aus derselben ,bildungssphre zusammen1 die einander halbwegs fremd sind4 ,abgesehen davon1 da ,sie ,gesprche hren werden1 bei denen ,ihnen die ,haut schaudert1 wird auch der einzelne mit dem ,wunsch nach ,annherung die grten ,schwierigkeiten finden4 ,wir sind eben schweigsam geworden4 ,nur schweigsam8 nicht auch zerstreut1 nicht auch mde8 nicht auch faul8 ,nur schweigsam4 ,unsere ,altvordern1 die hatten viele ,heimlichkeiten1 aber ,geheimnisse hatten sie eigentlich keine4 ,fr uns spielen ,heimlichkeiten keine ,rolle mehr1 dagegen sind wir voll von ,geheimnis4 ,ehemals kannte man in der ,chemie nur vier ,elemente1 heute hat sich alles ,elementare in ,atome gelst4 hnlich ist es der ,gesellschaft ergangen4 ,wir haben keine ,gesellschaft mehr1 weil jedes ,individuum als eine ,welt fr sich und mit dem ganzen ,geheimnis seiner ,welt auftritt4 ,auch mit der ganzen ,anmaung seiner ,welt4 ,gut4 ,natrlich war es bei geschlossenen ,gesellschaftskomplexen1 wo jeder gleichsam das ,abzeichen seiner ,kaste trug1 viel leichter1 gewisse ,kulturideale1 oder besser gesagt1 modische ,ideale durchzufhren und als gang und gbe festzuhalten4 ,modische ,ideale haben wir nicht mehr1 weil wir von vornherein entschlossen sind1 in nichts1 was mit dem ,ideal zusammenhngt1 ,konzessionen zu machen4 ,deswegen kann die ,liebe keine gesellschaftliche bereinkunft mehr sein1 deswegen auch hat sie keine gesellschaftliche ,abgrenzung mehr4 ,es haben sich die ,grenzen verschoben1 nach auen und nach innen4 ,nach auen und nach innen ist alles komplizierter geworden2 oder sagen wir3 verfeinerter1 oder3 verschwiegener4 ,ehemals begehrte man in einem ,liebesverhltnis die ,person des ,liebenden oder ,geliebten1 jetzt begehrt man mehr1 nmlich die ,persnlichkeit4 ,modische ,ideale oder andere ,ideale1 darnach frag ich nicht1 entgegnete ,faustina lebhaft4 ,ideale aufzustellen1 in dieser ,beschftigung habt ihr es freilich zu einer gewissen ,handfertigkeit gebracht4 ,aber die ,sache scheint mir die1 da zwischen ,ideal und ,wirklichkeit eine so ungeheure ,entfernung ist1 da die beiden schon gar nichts mehr miteinander gemein haben4 ,da ist kein ,weg1 keine ,brcke4 ,es ist1 als riefe man mir zu3 geh nach dem ,mond4 ,es war der ,vorzug vergangener ,zeiten1 da sie realisierbare ,ideale hatten4 ,heit denn das schon ein ,ideal realisieren1 wenn man imstande ist1 sich gesellschaftlich mitzuteilen oder selbst hinzugeben8 erwiderte ich4 ,konversation fordert ,leichtigkeit2 die allerdings fehlt uns4 ,sie setzt ein ,interesse fr vieles voraus1 wofr ,teilnahme zu heucheln uns gar nicht mehr einfllt4 ,wir wrden es abgeschmackt finden1 ber die ,liebe und ihre verschiedenen ,arten zu philosophieren4 ,unsere ,zeit ist nach jeder ,richtung hin monologisch gestimmt4 ,gesteigerte ,anschauung und ein erhhter ,respekt verhindern uns durchaus1 ber das ,bedeutungsvolle gewisser ,lebensfragen zu sprechen4 ,wo wir uns sympathisch erfat sehen1 glauben wir eine ,errterung darber entbehren zu knnen2 ganz mit ,recht4 ,ich mchte sagen1 wir verkehren unter tieferen ,voraussetzungen miteinander4 ,ist ,ihnen denn nicht auch im ,grunde jede ,ankndigung eines ,gefhls ein ,greuel8 ,finden ,sie denn nicht auch die ganze ,phraseologie der ,liebe von ,anno dazumal lcherlich und aufdringlich8 ,kribbelt es ,ihnen nicht in den ,fingern1 wenn der ,liebhaber auf dem ,theater seine ,liebeserklrung vom ,stapel lt8 ,ach ja1 das sind ,geschmackssachen1 versetzte ,faustina4 ,geschmack1 das lasse ich gelten1 ,verfeinerung ist mir zuwider4 ,die ,scham seiner ,gefhle haben1 schn4 ,aber noch schner ist es1 dnkt mich1 den ,mut seiner ,gefhle haben4 ,wenn ,sie mir den ,punkt angeben knnen1 wo eines aufhrt und das andere anfngt1 ich meine1 wo die ,feigheit aufhrt und die ,verantwortlichkeit anfngt1 dann will ich mich zufrieden geben4 ,aber dazu werden alle ,waffen ,ihrer ,rabulistik nicht ausreichen4 ,mglich4 ,man kann ja berhaupt nicht streiten1 wenn man nicht derselben ,meinung ist4 ,wie8 kann man nur streiten1 wenn man derselben ,meinung ist8 ,gewi2 im ,grunde gewi4 ,groartig6 ,ein wildes ,paradox6 ,faustina lachte1 was ihrem ,gesicht einen entzckenden ,reiz verlieh4 ,aber wir verstehen uns am ,ende doch1 fuhr sie fort4 ,sie kennen sicherlich die arabische ,erzhlung vom ,sklaven der ,liebe2 ist es nicht ergreifend1 wie der schne ,jngling unter der ,gewalt seiner ,sehnsucht hinsinkt1 als ob ihn eine tdliche ,krankheit erfat htte8 ,oder da las ich neulich die ,geschichte von ,raimundus ,lullus1 der am ,hof des ,knigs von ,arragon ein ausschweifendes ,leben fhrte1 bis ihn pltzlich eine glhende ,leidenschaft zu der schnen ,ambrosia de ,castello packte4 ,eines ,tages lt ihn die ,dame in ihr ,gemach kommen1 enthllt sich ihm1 und es zeigt sich1 da sie durch einen furchtbaren ,brustkrebs dem ,tod verfallen ist4 ,raimundus1 bis ins ,innerste erschttert1 weiht sich einem ,leben vlliger ,keuschheit4 ,doch wozu ,beispiele2 vielleicht beweisen ,beispiele nichts4 ,ich sehe freilich darin ,kundgebungen edler ,leidenschaft4 ,dieser ,raimundus ,lullus etwa1 ich nenne gerade ihn1 obwohl es auf ,namen hier nicht ankommt1 er lebte in seiner ,liebe wie die atmende ,kreatur in der ,luft4 ,es gab fr ihn nicht anderes auer seiner ,liebe4 ,er war in der ,liebe1 er war von ,liebe besessen1 ein ,besessener war er4 ,ich habe niemals einen von ,liebe ,besessenen gefunden4 ,viele besaen die ,liebe1 das wohl1 aber von ihr besessen waren sie nicht4 ,solche fand ich1 die vom ,spiel besessen waren1 vom ,geld1 vom ,ehrgeiz1 von ,wollust1 aber von ,liebe ,besessene fand ich nicht4 ,wenn ,sie ,umschau halten1 ,faustina1 fiel ich ihr ins ,wort1 knnen ,sie zu jeder ,zeit und wo immer es auch wre1 ,handlungen von der gleichen ,bedeutung und ,intensitt gewahren4 ,wir fhren eine zu abgeschlossene ,existenz1 als da ,sinn und ,motiv ihrer einzelnen ,vorgnge zu jeder ,stunde offenbar oder handgreiflich zu nehmen wren4 ,es ist nichts einfltig genug1 es ist alles zu vielfltig1 zu weitschichtig1 als da man durch anekdotische ,belege imponieren knnte4 ,selten hat ein ,ereignis ,anfang und ,ende fr uns1 selten lt es sich als ,anekdote fassen1 noch seltener ein ganzes ,leben4 ,ja1 es ist alles unfabar1 unendlich1 alles auch scheinbar ohne ,stichhltigkeit oder ohne ,konsequenz1 und doch1 wenn man hinfhlt1 wenn man im ,nerv der ,dinge lebt1 von tiefstem ,belang4 ,aha1 ,sie spielen schon wieder auf das ,geheimnis an4 ,es lt mich kalt1 ,ihr ,geheimnis1 es ist mir zu pomphaft4 ,ich lobe mir dafr die ,heimlichkeit2 sie ist heiter und beweglich4 ,lassen wir das ,geheimnis4 ,ich sage nur3 die ,leidenschaften waren und sind zu jeder ,zeit und in jedem ,jahrhundert dieselben4 ,ich will gar nicht an die ,tragdien erinnern1 die sich in stillen ,stuben ereignen1 es wird davon wenig ,aufhebens gemacht und drei ,zeilen in einer ,zeitung sind alles1 was bisweilen ans ,licht kommt4 ,in meiner ,heimat gab es ein junges ,paar1 und sie liebten einander4 ,die ,eltern des ,mdchens setzten der ,verbindung hartnckigen ,widerstand entgegen4 ,als man sah1 da die ,liebe der beiden nur um desto grer wurde1 je mehr ,hindernisse man ihnen bereitete1 wurde dem jungen ,mann gesagt1 er solle das ,mdchen haben1 doch msse er sich zuvor drei ,jahre lang nach ,amerika begeben und whrend dieser ,zeit drfe weder er der ,geliebten schreiben1 noch sie ihm4 ,wenn er nach abgelaufener ,frist seine ,neigung unbesiegbar finde1 werde man gegen die ,heirat nichts mehr einwenden4 ,und so geschah es1 der ,jngling reiste bers ,meer4 ,etwa ein ,jahr lang ging alles gut1 das ,mdchen lebte in schner ,gewiheit4 ,auf einmal fing sie an zu krnkeln1 verlor ihre ,munterkeit1 und ohne da ein ,arzt den ,sitz des bels zu entdecken vermochte1 siechte sie hin4 ,die ,eltern wurden besorgt1 man begann nach dem jungen ,mann zu forschen1 aber da er keine ,angehrigen in der ,stadt hatte1 verursachte dies viele ,umstnde1 und das junge ,mdchen starb1 ihr ,leben erlosch wie ein ,feuer1 das keine ,nahrung hat4 ,gleich darauf stellte es sich heraus1 da der junge ,mann dort drben im fremden ,land ebenfalls den ,tod erlitten hatte1 und zwar beinahe an demselben ,tag1 an welchem die ,krankheit des ,mdchens begonnen hatte4 ,eine hbsche ,geschichte zwischen ,menschen ohne ,elan1 sagte ,faustina4 ,warum waren sie gar so still und subaltern1 die armen ,liebesleutchen8 ,ach1 tuschen wir uns nicht darber hinweg2 man hat aufgehrt1 die ,liebe als eine herrschende ,gewalt zu betrachten4 ,es ist deswegen auch ihr ,ritus und ,zeremoniell1 wenn ich mich so ausdrcken darf1 verloren gegangen4 ,und was ist schuld daran8 ,wer wei es6 ,vielleicht der ,beruf1 vielleicht die ,bildung1 vielleicht beides4 ,der eine ,moloch verschlingt die ,zeit1 die schne ,muse zweckloser ,trume1 der andere vernichtet die ,ursprnglichkeit der ,gefhle4 ,es gibt zu wenig ,leute1 die sich langweilen1 oder besser gesagt1 die das ,talent haben1 sich zu langweilen4 ,man ist rationalistisch bis auf die alltglichen ,launen4 ,man will immer einen ,grund und immer einen ,zweck4 ,man geht nicht mehr spazieren1 sondern man macht ,touren4 ,wenn man das ,leben aufs ,spiel setzt1 geschieht es fr ,dinge1 die dessen nicht wert sind4 ,was mich betrifft1 ich sah ,mnner1 ernsthafte ,mnner erschrecken bei dem bloen ,gedanken an tieferes ,attachement4 ,ich kannte andere1 die auf ,abenteuer ausgingen und die schleunigst1 wie vom ,donner gejagt1 die ,flucht ergriffen1 wenn sie in ,gefahr waren1 einer ,leidenschaft zu unterliegen1 deren ,meister sie nicht sein konnten4 ,da ist ein ,mann1 fhig zur ,hingebung1 ja1 zur ,aufopferung1 der jeden ,keim groer ,empfindung durch unablssiges ,frage- und ,antwortspiel mit sich selbst zerstrt1 wie wenn ein verrckt gewordener ,grtner jeden ,morgen die schnsten ,knospen abrisse und zwischen den ,fingern zerriebe1 und da sind andere die aus purer ,herrschsucht1 aus purem ,mutwillen1 aus purer ,eitelkeit1 aus purem ,unverstand das ,kostbarste1 was sich ihnen anbietet1 zu niedrig einschtzen1 nur weil es sich ihnen anbietet1 und verwesen lassen1 was sie hegen sollten4 ,ich spreche jetzt nicht von dem1 was mir widerfahren ist1 denn mit uns ,frauen ist es ja nicht viel besser4 ,da sind solche1 die ihr halbes ,leben darnach versehnen1 sich in einem groen ,gefhl verlieren zu drfen2 wenn dann das wunderbare ,ereignis kommt1 sind sie pltzlich voller ,ausflchte1 voller ,ausreden1 voller ,angst1 den ,geist ihrer ,kaste zu beleidigen4 ,sie haben jede ,entschlossenheit in der ,idee und in der ,sehnsucht verausgabt4 ,das1 sehen ,sie1 ist ,empfindsamkeit1 und diese ,art ,empfindsamkeit1 sich in der ,idee und in der ,sehnsucht zu verschwenden1 ist uns so verderblich4 ,da strzt man sich dann in den ,pfuhl einer charakterlosen ,ehe1 die ,frauen1 um ein ,asyl zu gewinnen1 oder um den ,zustand einer allgemeinen sinnlichen ,unruhe zu beenden1 oder um ,konflikten zu entgehen1 denen sie nicht gewachsen sind1 oder um gewisser sozialer ,vorrechte teilhaftig zu werden oder aus frivoler ,gedankenlosigkeit schlechthin2 die ,mnner1 um ein ,heim zu grnden1 wie sie mit heuchlerischer ,poesie behaupten1 in ,wirklichkeit1 um sich zur ,ruhe zu setzen1 um sich von ihren ,jugendsnden1 ,snden des ,geistes und des ,herzens1 des ,krpers und der ,seele zu erholen4 ,wre dabei die ,ehe blo eine soziale ,konvenienz1 die wie im ,zeitalter der ,galanterie gewisse ,freiheiten eher frdert als verbietet1 oder wie im ,altertum ein ungleiches ,verhltnis von ,tyrannei und ,sklaverei zum ,gesetz erhebt1 so wre es noch gut2 aber nein1 sie ist sakrosankt1 und damit schtzt sich die ,gesellschaft vor dem schlechten ,gewissen1 das ihr die ,phrasenhaftigkeit der ganzen ,institution sonst erwecken mte4 ,groer ,gott1 was fr ein ,rattenknig von ,verlogenheiten6 ,alles mu herhalten1 um den ,mangel wahrhafter ,liebe1 uneigenntziger und edler ,gefhle zu vertuschen3 ,wissenschaft und ,kunst1 ,staatsinteresse und ,humanitt1 ,christentum und ,freigeisterei1 lauter schne ,kulissen fr ein nichtswrdiges ,schauspiel6 ,faustina war auerordentlich bewegt4 ,ich hatte ,mitleid1 ihr zerstrtes ,wesen rhrte mich4 ,ich erkannte1 wie das ,schicksal in ihr gehaust1 und ein halb entschuldigendes1 halb selbstverspottendes ,lcheln1 das alsbald auf ihre ,lippen trat1 konnte mich nicht tuschen4 ,ich schwieg2 mein langes ,schweigen gab ihr wieder einige ,haltung4 ,sie erhob sich und ging mit verschrnkten ,armen auf und ab1 wobei sie fortfuhr3 ,es gibt eine ,novelle von ,tschechow1 sie handelt von einem alternden ,mann1 der ein ,liebesverhltnis mit einer verheirateten ,frau hat4 ,sie treffen sich heimlich1 und einmal1 gerade whrend er sie begrend umarmt1 wird er traurig und fragt sich1 warum ihn diese so liebt4 ,er denkt an die andern1 er denkt daran1 wie viele ihn geliebt haben1 und da keine von ihnen1 keine einzige mit ihm glcklich gewesen sei4 ,die ,zeit verging1 so heit es ungefhr1 er machte ,bekanntschaften1 schlo ,verhltnisse1 trennte sich wieder1 aber niemals liebte er2 es war alles1 was man nur wollte1 gewesen1 aber keine ,liebe4 ,das ,wort ist in mir haften geblieben4 ,alles1 was man nur wollte1 war es gewesen1 aber keine ,liebe4 ,der ,mann war1 wie viele sind1 und die ,frau liebt ihn1 ja1 sie liebt ihn1 aber nicht ihn selbst1 sondern den ,menschen1 den ihre ,phantasie geschaffen hat1 und wenn sie ihren ,irrtum bemerkt1 liebt sie ihn dennoch weiter4 ,was sollte sie sonst tun8 ,darf ich ,ihnen etwas verraten8 ,etwas recht ,lcherliches8 ,ich habe eine kleine ,einteilung gemacht4 ,ich habe die ,frauen eingeteilt in ,katzennaturen und in ,hundenaturen1 und die ,mnner in ,streber und ,faulpelze4 ,katzen sind an den ,ort gebunden1 ,hunde an den ,herrn1 ,katzen sind treulos1 ,hunde sind treu1 ,katzen haben ,charakter1 ,hunde nicht2 wenn ,sie den ,finger ausstrecken1 wird die ,katze auf ,ihre ,hand1 der ,hund aber gegen das ,ziel blicken2 und so weiter4 ,sie wissen schon1 was ich meine4 ,oder ist die ,analogie nicht plausibel8 ,streber und ,faulpelze1 darber lassen sich amsante ,beobachtungen machen4 ,was dem einen die ,karriere1 ist dem andern die ,behaglichkeit4 ,der ,streber ist skrupellos1 der ,faulpelz satt2 der ,streber ist ein ,glcksjger1 der ,faulpelz ein heimlicher ,dieb1 der seine ,beute in ,sicherheit gebracht hat1 denn der ,faulpelz ist immer ein heimlicher ,dieb4 ,der ,streber ist konservativ aus ,grundsatz1 der ,faulpelz aus ,stumpfsinn1 der ,streber ist revolutionr aus ,opportunismus1 der ,faulpelz aus ,eigennutz2 der eine ist ein ,wucherer1 der andere ein ,kuppler1 und ,philister sind alle beide4 ,ja1 es ist eine herrliche ,welt1 eine herrliche ,zeit6 ,wenn man dieses ganze ,geschlecht in einen groen ,sarg legen und auf einmal beerdigen knnte1 so wt' ich eine wunderbare ,grabschrift4 ,und die wre8 ,verstorben an der weitverbreiteten schleichenden ,seuche3 ,trgheit des ,herzens4 ,na1 daran stirbt man nicht4 ,gewi nicht1 weil man ganz bequem davon leben kann4 ,verrannt1 verrannt1 ,faustina1 rettungslos verrannt4 ,freilich1 murmelte ,faustina1 verrannt wie ,theseus4 ,aber aus diesem ,labyrinth gibt's kein ,entkommen4 ,packen wir doch den ,stier bei den ,hrnern1 ,faustina4 ,was ist ,liebe8 ,wer hat ,liebe8 ,wer ist der ,liebe fhig8 ,wer darf sich vermessen zu reden3 ,liebe ist so und so und nicht anders4 ,wer darf es wagen1 ber die ,relationen des ,begriffs hinauszufliegen und seine ,einheit1 seine pragmatische ,gltigkeit1 seine reinste ,inkarnation zu verkndigen8 ,liebe ist etwas ungeheuer ,seltenes1 ,faustina4 ,machen wir uns das klar6 ,die ,liebe1 die wirkliche ,liebe1 nicht die aus aller ,leute ,mund1 ist ein ,phnomen1 genau so selten1 genau so groartig1 genau so bewunderungswrdig wie das ,genie4 ,ihre niedrigen oder minder niedrigen ,erscheinungsformen durch die ,rangstufen der ,kreaturen sind allerdings so reich und wechselnd wie die ,kreaturen selbst4 ,nehmen ,sie aber ein ,individuum heraus1 um es nach ,ihrer ,weise kurzerhand vor den ,imperativ der ,liebe zu stellen1 so ist das ungefhr so1 wie wenn ,sie ihm die fnfundzwanzig ,buchstaben des ,alphabets vorsagen und ihm dann befehlen3 da hast du alles ,notwendige1 nun schaffe mir ein schnes ,dichtwerk4 ,man ist gewohnt1 mit dem ,wort ,liebe umzuspringen wie mit einem ,hausgert4 ,es hat gar keine ,unberhrtheit mehr1 dies unglckselige ,wort1 es ist wie eine ,dirne zu jedermanns ,diensten1 und mir scheint1 man mte ein neues erfinden1 um das auszudrcken1 was es ausdrcken sollte4 ,da ist eine gewisse mittlere ,literatur1 die vorzugsweise von ,liebe handelt1 und zwar von einer ,liebe1 die ,distinktion haben soll1 ,bedeutung haben soll1 edelherzig und selbstlos sein soll1 und ach1 nichts von alledem besitzt sie1 eine ,wachspuppe ist sie4 ,wollte man sich1 was ja nahe liegt1 durch diese ,produkte verfhren lassen1 an die ,hufigkeit der ,liebe zu glauben1 so ginge man sehr fehl4 ,unsere besten ,dichter1 denen eine untrgliche ,vision die ,realitt ihrer spezifischen ,welt gibt1 beziehen auch nur mit einer hchst belehrenden ,vorsicht die ,liebe in das ,bereich ihrer ,erfindungen4 ,weil sie nichts davon wissen und weil sie sich davor frchten1 genau wie im ,leben4 ,o nein1 ,faustina1 das wre ein gar zu billiger ,schlu4 ,weil sie ihre ,seltenheit erkannt haben4 ,halten wir uns an das ,gleichnis mit dem ,genie4 ,das ,genie tritt erst in ,funktion1 wenn es in eine ,zeit geboren ist1 die fr sein ,wirken schon vorbereitet ist4 ,es ist zwischen dem ,genie und der ,zeit sozusagen eine elektrische ,spannung aufgespeichert4 ,mit der ,liebe ist es nicht anders4 ,der zur ,liebe geborene ,mann mu den fr ihn bestimmten hchsten ,typus gewinnen und umgekehrt4 ,es gengt nicht1 da in einem ,einzelwesen die ,fhigkeit und ,mglichkeit der ,liebe vorhanden ist1 sondern sie mu durch ein besonderes ,walten gnstiger ,umstnde einen wrdigen ,gegenstand finden4 ,wer zur ,liebe bestimmt ist1 der mu zugleich etwas vom ,helden und etwas vom ,mrtyrer haben4 ,nehmen wir also an1 es entsteht in zwei bevorzugten ,individuen die ,liebe4 ,gehen wir ein wenig anatomisch zu ,werke4 ,zerlegen wir eine solche ,liebe in ihre ,bestandteile4 ,da haben wir in erster ,linie die ,leidenschaft1 die als eine ,art ,entflammung des ,blutes und des ,geistes gelten mu2 ferner3 vergttlichende ,kraft2 durch sie wird das geliebte ,wesen herausgehoben aus der ,schar der ,mitlebenden und in ein ,idol verwandelt4 ,ferner3 sinnliches und bersinnliches ,verlangen2 das sinnliche entspringt der ,leidenschaft1 das bersinnliche der ,vergttlichung2 sodann3 unbegrenzte ,hingebung2 ihr ,merkmal ist jedoch1 da sie auch bei hchster ,gromut des ,gewhrens nie zu befriedigen vermag2 ferner3 eine ,zartheit der ,empfindung1 die abhngig ist von jedem ,traum1 von der leisesten ,ahnung1 und endlich eine ,ruhelosigkeit1 die gleichwohl ein ganz bestimmtes ,ziel hat1 so wie die zitternde ,magnetnadel4 ,sie mokieren sich ber meinen professoralen ,ton1 wie ich sehe4 ,ich whle ihn mit ,absicht1 da ich zwischen ,schwrmerei und ,sachlichkeit keine ,wahl habe1 und wenn ich nicht schwrmerisch erscheinen will1 mu ich trocken sein4 ,ich mokiere mich nicht4 ,fahren ,sie nur fort4 ,man braucht nur geringen ,scharfblick1 um daraus zu erkennen1 da die ,liebe zwei ,hauptquellen hat2 eine elementare und eine ethische1 eine sinnliche und eine sittliche4 ,betrachtet man nun die trivialeren ,formen der ,liebe1 so zeigt es sich1 da sie fast immer nur auf eine einzige jener ,eigenschaften gegrndet ist4 ,wir haben dann die ,liebe aus ,leidenschaft2 oder die ,liebe aus ,sinnlichkeit2 oder die selbstentuernde ,liebe2 oder die empfindsame ,liebe2 oder die ruhelos unbefriedigte ,liebe4 ,die ,variationsmglichkeiten sind natrlich zahllos2 zum ,beispiel1 wenn der ,mann eine sinnliche und das ,weib eine vergttlichende ,liebe hegt oder umgekehrt2 oder wenn der ,mann ruhelos unbefriedigt und das ,weib selbstentuernd liebt1 und so weiter4 ,meist wird es so sein1 da gerade die schroffsten ,gegenstze zusammentreffen4 ,mit der ,variation beginnt auch schon der ,konflikt1 und wo ,konflikte sind1 ist keine ,bestndigkeit4 ,die groe ,liebe kennt keine ,konflikte2 bei ihr findet ein vollkommener ,ausgleich statt4 ,alles ,differenzierte vereinigt sich zur ,harmonie und zur ,schnheit4 ,ein auszeichnender ,vorzug wird nie isoliert sein und nie ohne ,widerspiel wirken2 erst das ,widerspiel1 in einem bejahenden ,sinn1 bringt eine ,tugend zur ,entwicklung3 ,anmut wird zum ,beispiel den ,geist bedingen1 ,gte die ,kraft1 ,vornehmheit die ,tapferkeit4 ,in der groen ,liebe und nur in ihr1 verwandelt sich der ,mensch2 er wird sozusagen nach seinen idealen ,grenzen erweitert4 ,er ist in einem ,zustand von ,dmonie1 oder um ,ihren ,ausdruck zu gebrauchen1 von ,besessenheit4 ,alles ,sichtbare und alles ,fhlbare hat nur einen einzigen ,bezug1 er findet berall und in allen ,dingen das ,gleichnis mit dem ,objekt seiner ,liebe1 in der ,musik und im ,gedicht1 im ,ziehen der ,wolken1 im ,rauschen der ,bume1 im ,anschauen eines ,bildes1 einer ,flamme1 eines ,steines2 ,vogelflug und ,menschenwege haben fr ihn dieselbe nebelhafte ,ferne1 und doch hat er alles in sich und nichts auer sich1 er ist nach allen ,seiten gegen die ,welt geffnet und doch von ihr nicht mehr berhrbar1 er ist der freundlichste ,freund1 der teilnehmendste ,gefhrte und trotzdem mit der ,geliebten im ganzen ,universum allein4 ,was ihn zuerst an ihr hingerissen hat1 sagen wir eine besondere ,wlbung der ,stirne1 eine besondere ,art1 die ,lider zu heben oder die ,hand zu reichen1 ein ,ton der ,stimme1 ein ,rhythmus des ,schrittes1 ein ,lcheln1 eine ,gebrde1 das alles wird ,weltgesetz1 das heit3 so gehen ein fr allemal die ,menschen1 so sprechen sie1 so blicken sie1 so reichen sie die ,hand1 das ganze ,bild des ,daseins wird zu einem fixierten ,bild der ,schnheit4 ,in der groen ,liebe nmlich ist alles ,positivitt1 und es ist alles in ihr unendlich und ewig4 ,sie kann deshalb niemals aufhren1 weder auf der einen1 noch auf der andern ,seite4 ,nur der ,tod kann ihr ein ,ende bereiten1 ein ,ende1 das freilich dem tiefsten ,sinne nach ein scheinbares ist und sein mu4 ,glck oder ,unglck kommen fr sie nicht in ,frage1 ihre ,tragik liegt anderswo1 ja sie ist die einzige ,lebensform1 die eine mitgeborene ,tragik besitzt1 und diese ,tragik ist fr sie nicht nur in der ,mglichkeit1 sondern auch in der ,notwendigkeit des ,untergangs1 des ,todes beschlossen4 ,die ,liebe wei keine andere ,gefahr und ,bedrohung als den ,tod4 ,vom ersten ,augenblick der ,liebe steht der ,tod als stummer ,wchter frmlich sichtbar daneben4 ,sehr schn ist das in ,shakespeares ,liebestrauerspiel zur ,anschauung gebracht3 alles strebt von ,beginn an dem ,tode zu1 die ,unabweisbarkeit1 mit der er auftritt1 regiert heimlich jedes ,geschehen4 ,und um den ,unterschied der ,gattungen zu bezeichnen1 ist ,romeo1 bevor das groe ,entetement eintritt1 in eine ,liebe von gewhnlicher ,beschaffenheit verstrickt4 ,wohin fhren ,sie mich da1 mein ,teurer1 seufzte ,faustina4 ,das gelobte ,land dieser ,liebe ist fr unsereinen nicht erreichbar4 ,dazu mte man unter einem besonderen ,stern zur ,welt kommen4 ,ja1 wie zu allem ,groen1 versetzte ich4 ,glauben ,sie denn im ,ernst1 da es eine solche ,liebe wirklich gibt8 ,ich mute lcheln1 denn ihre ,frage hatte etwas von der ,naivitt eines ,kindes4 ,glauben ,sie auch1 fuhr sie fort1 da die ,bestimmung dazu nur auf der einen ,seite1 auf der ,seite des ,mannes oder des ,weibes liegen kann1 da der eine ,teil vergeblich nach dem andern schmachtet und die ganze ,erde durchsucht1 ohne ihn zu finden8 ,faustina sah mich ngstlich an1 sie wollte offenbar eine ,beruhigung gewinnen1 sie merkte nicht1 da ich die ,antwort auf diese ,frage schon gegeben hatte4 ,ohne ,zweifel1 erwiderte ich4 ,jeder denkbare ,zustand der ,seele und des ,gefhls kann und wird irgendwie und irgendwo zur ,erscheinung gelangen1 sonst wren wir nicht imstande ihn uns vorzustellen4 ,der ,fall1 den ,sie fiktieren1 hat aber mit der groen ,liebe nichts mehr gemein1 vielleicht berhaupt nicht mit der ,liebe4 ,sondern8 ,sondern mit der ,sehnsucht4 ,sehnsucht kann produktiv sein1 sie kann aber auch unfruchtbar sein4 ,das hngt von dem ab1 der sie nhrt4 ,mich dnkt1 ,sehnsucht ist das erhabenste ,gefhl in der menschlichen ,brust4 ,wenn sie produktiv ist1 ja4 ,was nennen ,sie produktive ,sehnsucht8 ,produktive ,sehnsucht nenn ich diejenige1 die imstande ist1 einer ,vorstellung ,wirklichkeit1 einem getrumten oder erwnschten ,zustand ,gegenwart zu verleihen4 ,da setzen ,sie ja1 und wie ist das mglich bei der ,sehnsucht1 einen ,willensakt voraus8 ,ja1 das tue ich allerdings2 einen ,willensakt1 der vielleicht durch geheimnisvolle telepathische ,mchte begnstigt und untersttzt wird4 ,hm1 ich sehe schon1 ,sie decken sich4 ,wenn man zum ,unerforschlichen seine ,zuflucht nimmt1 hren die ,argumente auf4 ,dem ,unerforschlichen gegenber gibt es ja keine ,schuld und keinen ,irrtum mehr4 ,warum auch von ,schuld reden1 ,faustina8 ,aber ,sie mgen recht haben1 vielleicht ist es wirklich eine ,art von ,schuld1 wenn das ,gefhl nicht bis zum geliebten ,gegenstand trgt1 sondern unterwegs durch fremde ,einflsse gebrochen wird4 ,nie beirrbaren ,instinkt zu besitzen1 das ist schon eine groe ,sache2 und eine seltene ,sache4 ,so wie unser ,leben sich heute abspielt1 nicht wahr1 wie jeder einzelne verwoben ist in ein maschinenhaft bewegtes ,ganzes1 wie er gezwungen ist1 sich an vieles hinzugeben1 was seinem ,wesen fremd ist1 wie sein geringster ,fehltritt ihn unrettbar hinunterreit von dem ,weg seines ,willens1 wie er unverborgen dasteht1 immer ,kettenglied1 wie all sein ,tun und ,handeln eine weitaus nhere und schnellere ,folge hat als er es wnscht1 wie das ,elementare bestndig in ihm ankmpfen mu gegen die ,forderungen des ,tages und der ,welt1 wie er ,ruhe und ,selbstbestimmung hingeben mu1 nur um nicht erdrckt zu werden von den ,gewalten1 die um ihn toben1 so wird es natrlich immer schwerer1 einer inneren ,stimme zu gehorchen1 ja blo berhaupt sie zu hren4 ,was vor wenigen ,generationen noch einer ,zahl von fnfzig beschieden war1 das wird heute infolge der strengeren ,wahl und hrteren ,erprobung nur an zwlfen oder fnfen oder dreien erfllt4 ,wer wird um des ,ideals in der ,liebe willen sein ,leben aufs ,spiel setzen8 ,glcklicherweise ist das menschliche ,herz immer zu ,vertrgen bereit4 ,wrde die ,liebe pltzlich ,gemeingut aller1 so wre in vierzig ,jahren die ,erde ausgestorben4 ,wer nicht zur ,liebe erwhlt ist1 dem hat das ,schicksal auch ,strke und ,geduld versagt4 ,er bescheidet sich1 weil er sich bescheiden mu4 ,er liebt1 was ihm ,liebe entgegenbringt2 sein ,regent ist der ,zufall4 ,er erobert oder er lt sich erobern1 ein ,anschein von ,schwierigkeit und ,ferne erzeugt die ihm notwendige ,poesie4 ,der eine liebt einen ,krper1 der zweite ein ,gesicht1 der dritte einen ,blick1 ein ,hand4 ,ich meine das nicht gerade wrtlich1 ich will damit nur sagen1 da er den ,teil fr das ,ganze nimmt4 ,den ,teil fr das ,ganze zu nehmen1 das ist so ,menschenart1 und nicht einmal die schlechteste1 sie bildet sogar ,charaktere4 ,der ,liebende ist ,augenmensch2 seine ,leiden sind wirklich1 seine ,freuden sind dionysisch2 der andere1 der die ,liebe nur ahnt wie ein ,nachtgnger das ,morgenrot1 ist ein tastender ,mensch1 seine ,glut ist ein ,fieber1 seine ,leiden und ,freuden sind imaginr1 er sttigt sich von ,brot1 indes seine ,phantasie ,himmelsspeise verzehrt1 er sieht nicht1 er versteht gar nicht zu sehen1 er will nur eingelullt sein1 er will nur trumen1 er ist stets philosophisch aufgelegt oder ist argwhnisch1 eiferschtig1 traurig1 unersttlich1 rasch bersttigt2 er kann sich nicht in der ,liebe verlieren1 so gern er es mchte1 denn der ,strom1 der ihn erfat hat1 ist nicht tief genug4 ,manche lieben nur die ,liebe oder die ,sehnsucht nach der ,liebe oder die ,maske der ,liebe oder die ,unruhe der ,liebe oder den ,triumph der ,liebe1 und so knnen wir immer tiefer heruntersteigen1 bis von der ,liebe nichts mehr brig bleibt als der ,name4 ,unvermgen hat vielerlei ,gestalten4 ,kannten ,sie nicht damals auch den jungen ,baron ,b41 der bei der deutschen ,gesandtschaft war8 ,den groen ,frauenverfhrer -8 ,jawohl4 ,nichts ist heute leichter als den ,titel eines ,verfhrers zu erwerben1 man braucht blo ein wenig ,methode in die ,art zu bringen1 wie man sich amsiert4 ,dieser ,baron ,b4 also war immer mit einem ,dutzend ,frauen gleichzeitig intim4 ,in jede einzelne war er eines bestimmten ,vorzugs wegen verliebt1 und er setzte mir einmal allen ,ernstes auseinander1 seine ,vorstellung von ,liebe sei eine so ungeheure1 da er niemals hoffen knne1 das was er suche1 in der ,totalitt einer ,person anzutreffen4 ,ein ,freibeuter1 erwiderte ,faustina verchtlich4 ,vor fnf ,jahren hat er eine ltliche ,millionrin geheiratet4 ,ja1 so enden unsere ,verfhrer in der ,regel4 ,von hundert sogenannten ,frauenhelden wissen neunundneunzig berhaupt nicht1 wie eine ,frau beschaffen ist1 sagte ,faustina4 ,nun ja1 wo ,sinnlichkeit den ,blick verwirrt1 kann von ,liebe nicht mehr die ,rede sein4 ,es ist ein ,unterschied wie zwischen dem ,rauch und der ,flamme4 ,ist es so8 ,ist es wirklich so8 versetzte ,faustina hastig4 ,sinnliche ,leidenschaft trgt nicht1 das gebe ich zu4 ,aber wenn wir die ,liebe nur in ihrer ,vollkommenheit anerkennen wollen1 was bleibt dann noch bestehen8 was darf dann noch ,liebe heien8 ,lassen ,sie mir doch die ,dinge ein wenig einfacher4 ,der ,mensch1 so wie er eben ist1 vermag sich nicht auf der ,hhe seines ,gefhls zu halten4 ,der ,gtigste1 der ,edelste hat einen ,teufel in der ,brust1 der ihn zwingt1 sich am gttlichen ,teil seines ,wesens zu vergreifen4 ,vielleicht ist in der ,liebe die ,sinnlichkeit so ein ,teufel1 vielleicht ist sie ein boshaftes ,tier1 wie die ,heiligen sagen4 ,vielleicht ist sie aber die ,erhalterin der ,welt8 ,und wenn sie die ,erhalterin der ,welt ist1 warum ihr bles nachreden8 ,lt sie sich denn von der ,liebe trennen8 ,sie sagen3 ,liebe will den ,tod4 ,ich wage nicht daran zu rtteln1 obwohl ein solcher ,satz alle meine ,gedanken durcheinanderwirbelt4 ,aber angenommen1 ,sie haben recht1 wie lt sich das mit der ,absicht der ,natur vereinigen1 die doch durch ,liebe die ,gattung fortpflanzen will8 ,das ist ein ,irrtum1 ,faustina4 ,durch ,liebe wird die ,gattung eben nicht fortgepflanzt1 zum mindesten ist sie nicht darauf gestellt4 ,sie ist sich selber ,zweck4 ,oho6 ,wenn ,sie das vor versammeltem ,volk sagen1 wird man ,sie steinigen4 ,ich dachte1 ein heutiger ,mensch drfe gar nicht an ,liebe denken1 ohne zugleich an das ,kind zu denken4 ,mein ,gott1 sehen ,sie nur unsere gebildeten jungen ,mdchen an6 ,welche ,sachlichkeit6 ,welche ,wissenschaftlichkeit6 ,sie tun1 als ob sie in der ,liebe zugleich ein ,hebammenexamen bestehen mten4 ,na gut1 werde jeder selig wie er will4 ,aber das mu ich schon sagen1 ein ,symptom liegt darin4 ,man ist nicht ehrlich in diesen ,dingen4 ,und weil man nicht ehrlich genug ist1 der ,liebe oder der ,sinnlichkeit ihre selbstverstndlichen ,rechte zuzugestehen1 nimmt man das ,kind als ,vorwand1 sich zu decken4 ,man gibt der ,prderie und der ,entschleierung ein ,pseudonym1 das sie mehr entwrdigt als beschnigt4 ,nicht so wild1 ,faustina6 ,sie haben eine ,art mir beizupflichten1 die mich fast an meiner ,meinung irre macht4 ,die ,geschpfe1 von denen ,sie sprechen1 sind ja nur ,mileitete4 ,und der ,geist der ,zeit selber ist es1 der sie betrgt4 ,aufklrung heit heute das groe ,wort4 ,nur ist allerdings diese ,aufklrung etwas anderes als man sie vor hundert ,jahren verstand4 ,vor hundert ,jahren wollte man einfach alles aufklren3 ,himmel und ,hlle1 ,mrchen und ,wunder1 ,kunst und ,religion4 ,eine verhngnisvolle ,strmung1 der das noch lange nicht genug1 nicht dankbar genug gewrdigte ,emporwachsen der deutschen ,romantik sich hilfreich entgegendmmte4 ,unsere ,aufklrung hat sich verinnerlicht4 ,man will allem1 was in der ,seele des ,menschen vor sich geht1 nicht so sehr verstandesmig als auf ,wegen des ,gefhls1 der ,deutung1 der ,ahnung beikommen4 ,die ,schriftsteller haben sich in ,seelenforscher verwandelt1 die ,erzieher in mehr oder weniger eigensinnige ,deterministen4 ,man legt dem ,unbestimmtesten eine ,bestimmung unter1 uralte ,traditionen verlieren ihr ,gewicht1 bedeutungsvoll ,gestaltetes seine ,kontur1 ,rangunterschiede werden verwischt1 ,autoritt erweckt ,mitrauen1 und ich leugne es nicht1 ich kann es leider nicht leugnen1 die allgemeine ,demokratisierung1 dem kleinen ,geist eine ,wohltat1 dem groen ein ,horror1 erstreckt sich bis in die verborgensten ,winkel des ,herzens4 ,aber mein ,trost ist1 da dies alles ja nur ein bergang ist4 ,mir ist oft zumut1 als ob ein unsichtbarer ,riese unsere ,welt in ,stcke zerfetzte1 um aus den ,bestandteilen eine neue1 bessere1 schnere zu machen1 und als ob diese ,zerstckelung notwendig sei1 um unser ,dasein auf eine hhere ,flche zu heben4 ,hirngespinste1 sagte ,faustina kopfschttelnd4 ,was soll ich mit ,hirngespinsten8 ,um mich mit einem ,gegebenen abzufinden1 dazu bin ich4 ,ist mir der gegebene ,zustand unertrglich1 nun1 so empre ich mich4 ,demokratisierung1 ja1 ja1 das ist es6 ,was heit denn3 ,demokrat sein8 ,demokrat sein heit1 etwas bedeuten wollen auerhalb einer organischen ,soziett4 ,nicht wahr8 ,jawohl1 oder als ,persnlichkeit auftreten auerhalb der ,soziett und sich ihr entziehen auf ,grund singulrer ,rechte oder selbstgeschaffener ,befugnisse4 ,ausgezeichnet4 ,was kann nun dabei zustande kommen8 ,da ist der ,adel4 ,was hat ihn zu allen ,zeiten so mchtig werden lassen8 ,doch wohl nur der eherne ,zusammenhang seiner ,mitglieder auf ,grund einer ehernen berlieferung4 ,heute aber1 heute ist jeder ,ladendiener schon mit einer ,individualitt versehen1 und jede aufgeputzte ,kuh faselt von ihrem ,selbstbestimmungsrecht4 ,was ist die ,folge8 ,ehe noch die rmlichsten ,menschenpflichten erfllt sind1 werden der ,menschheit schon ,glcksforderungen gestellt1 wie man einen ,wechsel auf ,sicht prsentiert4 ,alle1 die so im glcklichen ,besitz einer ,persnlichkeit sind1 was eben ,persnlichkeit nach ihrer ,ansicht ist1 gleichen den schlechten ,kaufleuten1 die sich bei einem groen ,unternehmen mit einem kleinen ,kapital beteiligen und ber ,nacht ,millionre werden wollen4 ,diese ,persnlichkeitsritter ben ein neues ,faustrecht aus und die ,gesetzlosigkeit1 die sie begnstigt1 erscheint ihnen als der ,gipfel der ,freiheit und ,kultur4 ,meine berzeugung ist aber die1 da ein demokratisches ,zeitalter nun und nimmermehr ein ,zeitalter der ,liebe sein kann4 ,gerade in der ,liebe wird ja die ,aufopferung der ,persnlichkeit verlangt4 ,hingabe6 ,ein herrliches ,wort6 ,der ,demokrat1 der individuelle ,demokrat1 er gibt sich nicht hin1 er gibt sich nur auf4 ,und liebt er1 so mu er zweckvoll lieben4 ,und auerhalb der ,sinnlichkeit1 wo wre da fr ihn noch ,zweck8 ,also mu er sinnlich lieben4 ,man kann das formulieren1 wie man will1 ,faustina1 und ich streite nicht dagegen1 nur wundre ich mich1 weil ,sie vorhin doch selbst fr die ,sinnlichkeit pldiert haben4 ,hab ich das8 ,so wollt ich eben damit sagen1 da die ,sinnlichkeit ihren eigenen ,thron aufgerichtet und die andern ,krfte der ,liebe unterjocht hat4 ,wenn das organische ,ineinanderwirken der ,krfte aufhrt1 so entstehen1 medizinisch gesprochen1 ,neugebilde1 die sich auf ,kosten des brigen ,krpers nhren und ihn langsam vernichten4 ,dieser medizinische ,vergleich ist mir zu - moralisch1 liebe ,freundin4 ,wir drfen hier um keinen ,preis moralisch sein1 wir untergraben uns sonst die ,mglichkeit der ,verstndigung4 ,es gibt eine ,art von ,sinnlichkeit1 die wirkt nicht viel anders als das ,licht1 wenn es in klares ,wasser fllt und das ,wasser bis auf den ,grund durchleuchtet1 es entmaterialisiert4 ,welche ,sinnlichkeit wollen ,sie der individuellen ,sinnlichkeit entgegenstellen8 ,etwa die naive8 ,das gbe ein ,schema4 ,jedes ,schema bleibt hinter der ,erfahrung zurck1 von der ,synthese ganz zu schweigen4 ,statuieren wir also1 beispielsweise1 einen ,unterschied zwischen elementarer und differenzierter ,sinnlichkeit4 ,wo ist die ,grenze8 ,ist der ,wilde elementar1 weil er nur das ,weibchen schlechthin begehrt8 ,ist ,werther differenziert1 weil er sich um ,lotte erschiet8 ,sie sehen1 man hat bei solchen ,unterscheidungen keinen ,halt4 ,ach1 unterscheiden ,sie nach ,herzenslust1 aber ,sie werden mir doch nicht ausreden1 da es eine ,sinnlichkeit gibt1 die eine ,ursache und eine ,sinnlichkeit1 die eine ,folge ist4 ,die eine ist eine ,wallung1 die andere eine ,kraft1 die eine regiert den ,willen1 die andere kommt aus der ,seele 444 ,gut1 gut1 das mag seine ,richtigkeit haben1 aber damit kommen wir zu keinem ,ergebnis4 ,wir gewinnen nur dann ,einsicht1 wenn wir von der ,phantasie ausgehen1 wenn wir sagen3 es gibt eine ,sinnlichkeit ohne ,phantasie1 und es gibt eine ,sinnlichkeit mit ,phantasie4 ,ja1 ich gehe so weit zu behaupten3 ,phantasie und ,sinnlichkeit sind gleichsam die beiden ,flgel desselben ,wesens1 des ,liebewesens nmlich1 die beiden ,flgel1 ohne welche es sich nimmermehr vom ,chaos lsen und von der ,erde erheben kann4 ,und das eine ist mir klar3 da das moderne ,ideal von ,liebe oder von ,sinnlichkeit viel mehr unter dem ,zeichen der ,phantasie steht1 als es jemals der ,fall war4 ,ist das ,ihr ,ernst8 ,mein vollkommener ,ernst4 ,ich sage ausdrcklich3 das ,ideal4 ,ich will die ,erscheinungen selbst nicht betrachten2 ich will gern zugeben1 da wir vom ,ideal weiter als je entfernt sind4 ,der ,grund liegt aber nicht in der ,inferioritt des ,lebens1 sondern in der ,superioritt des ,ideals4 ,gerade durch die ,persnlichwerdung unserer ,existenz wird ja der ,reichtum der ,formen und der ,reichtum der ,daseinsresultate unendlich gesteigert4 ,was auf der einen ,seite die ,vereinzelung der ,guten1 die ,vereinsamung der ,tchtigen bewirkt1 macht auf der andern ,seite den ,zwang und das ,gesetz aus1 unter dem sie berhaupt zur ,geltung1 zur ,entfaltung ihrer ,krfte gelangen4 ,es findet dadurch ein ,zusammenflu von vielen isolierten ,idealen1 ein ,ineinandergreifen erhhter ,lebensstimmungen der heterogensten ,art statt1 deren ,gesamtheit und deren organische ,verschmelzung1 wenn es einmal so weit gekommen sein wird1 sich gar sehr von den primitiven und deswegen von vornherein harmonischen ,idealen frherer ,epochen unterscheiden wird4 ,und auerdem1 was knnte ein strkerer ,ansporn fr die ,phantasie sein als gerade die ,distanz zwischen ,ideal und ,wirklichkeit8 ,ach so1 sagte ,faustina stirnrunzelnd1 es soll also die ,phantasie ein ,mittel des ,verzichtes werden8 ,da sieht mans1 mit ,logik kommt man herrlich weit6 ,zu einem ,mittel des ,verzichtes1 - ja4 ,aber nicht im ,geist der ,askese1 sondern im ,geist der ,vollkommenheit und ,vervollkommnung4 ,ein ,liebender1 ,faustina1 was ist er denn anders als einer der gewhlt hat1 einer dessen drngendes ,gefhl sich fr die intensivste ihm mgliche ,lustquelle entschieden hat4 ,denken wir uns die sinnlichste ,natur2 denken wir sie zugleich liebefhig und zur ,liebe bestimmt in der edelsten ,art4 ,indem sie whlt1 vollzieht sie unwiderruflich ihr ,schicksal2 das wei sie1 und weil sie es wei1 folgt sie einem hohen sittlichen ,gebot1 wenn sie den ,gegenstand der ,liebe in die hchste ,region der ,vollkommenheit erhebt4 ,je mehr ,phantasie nun dabei im ,spiel ist1 je mehr kann die ,realitt vergessen werden1 und nicht in einer selbstschtigen ,tuschung1 sondern in einer schnen1 selbstlosen1 idealen ,tuschung1 ja1 schlankweg gesagt1 in einer ,tuschung zugunsten des ,vollkommenen4 ,oder nehmen wir ein negatives ,beispiel3 nehmen wir unglcklich ,liebende2 ich meine natrlich nicht solche1 die aus uerlichen ,grnden1 sondern solche1 die aus innerlichen ,grnden verhindert sind1 eins zu werden4 ,unglcklich ,liebende sind ,wesen1 die nicht die ,geduld1 das heit1 nicht die ,kraft1 im letzten ,grund nicht die ,bestimmung hatten zu whlen4 ,nun was heit aber das3 geduldig sein und dabei leidenschaftlichen ,gemts8 ,es will nichts anderes sagen als schpferische ,phantasie besitzen4 ,und da der wahrhaft ,liebende schpferische ,phantasie besitzt1 das zeigt sich eben in demselben ,augenblick1 wo er zu lieben beginnt4 ,noch immer nicht1 lieber ,freund1 noch immer nicht sehe ich ein1 inwiefern wir1 wir ,auserlesenen des zwanzigsten ,jahrhunderts1 darin einen ,vorzug haben4 ,ihre ,argumente gengen mir nicht2 ach1 in ,argumenten bin ich so ungengsam wie in allem andern4 ,es gab eine ,zeit1 da war die ,liebe ein ,ereignis1 ein ,abenteuer1 ein ,wunder1 ja1 ein ,wunder war sie1 und heute8 ,ist fr ,sie oder fr ,ihre ,altersgenossen1 ist fr ,mann oder ,weib die ,liebe noch ein ,wunder8 ,dies groe ,unbegreifliche1 dies 444 nun dies ,wunderbare -8 ,nein1 nein1 nein6 ,oder kenne ich uns nicht8 ,kenn ich nicht meine ,zeit8 ,sind die ,augen einer ,frau befangen8 ,verwandeln sich die ,erlebnisse einer ,frau nicht in ein ,erkennen8 ,in diesem ,punkt ist eure ,gerechtigkeit1 eure berhmte ,mnnergerechtigkeit nichts wie aufgeschmckte ,philosophie und ,ausrede4 ,wo das ,wunder nicht ist1 was soll da die ,phantasie8 ,was sollen ,flgel1 wo keine ,luft ist1 die sie trgt8 ,vom ,adler erzhlt man1 da er sterben mu1 wenn er nicht mehr fliegen kann2 zu gehn vermag er nicht1 also mu er sterben4 ,ihr gleicht nicht den ,adlern1 ihr ,mnner1 ihr knnt auch gehn und macht euch vor jedem ,jger aus dem ,staub4 ,das ,wunder6 ,das ,wunder der ,liebe6 ,wie das klingt1 ,faustina6 ,wie aus einem ,roman der ,george ,sand4 ,die ,sache ist wirklich die1 da uns die ,liebe gar kein ,wunder mehr bedeutet4 ,so8 ,und warum1 wenn man fragen darf8 ,lassen ,sie mich den ,grund hren2 ich bin neugierig und im voraus voller ,widerspruch1 denn daran hngt mir ein ,stck ,herz4 ,nein1 die ,liebe als ,phnomen ist fr uns kein ,wunder im ,sinn von #agej oder #ahbj1 wo der ,liebende sich in der ,erlesenheit seines ,gefhls spiegelte1 an seinem ,gefhl fast zum ,narzi wurde4 ,der ,grund1 weshalb dem nicht mehr so ist1 besteht darin1 da wir einerseits zu wissenschaftlich1 andrerseits zu historisch dazu empfinden4 ,so trocken herausgesagt1 schmeckt das nach ,pedanterie1 aber wir sind uns ja der ,ursachen nicht bewut4 ,zu wissenschaftlich3 nicht nur1 weil wir es in ,bchern lesen oder weil wir es in der ,natur beobachten oder weil uns jeder ,vorgang des ,lebens darber belehrt1 sondern weil uns die berzeugung oder besser ausgedrckt die ,anschauung in ,mark und ,knochen sitzt1 da alles1 was da atmet1 wird und wchst1 ein und demselben ,gesetz gehorcht1 da ein ,band der ,liebe sich um alle ,wesen schlingt1 ein ,trieb der ,zeugung1 ein ,wille1 ,schpfer zu sein1 den ,tod zu besiegen1 alle und alles bis ins ,innerste durchdringt4 ,zu historisch darum1 weil unser ,geist in keinem ,fall berauscht und egoistisch am ,augenblick hngt1 weil wir voll sind von ,vergangenheit1 von immanenter ,erfahrung1 weil das ,geschick einzelner sowohl wie ganzer ,geschlechter1 ja der ganzen ,gattung bestndig und ohne da wir dessen gewahr werden1 zu uns redet und unsere eigenen ,wege deutet4 ,so wenig uns ein ,gewitter in aberglubische ,furcht versetzt1 so wenig also wird uns das ,ereignis groer ,liebe wunderbar dnken2 beides kommt ja aus der ,natur1 beides ist im ,entstehen und ,vergehen gegrndet4 ,nun jedoch tritt das ,seltsame ein3 ,im ,groen1 in allem ,katastrophalen der ,existenz haben wir aufgehrt1 ,wunder und ,begnstigung1 ,geheimnis und persnliche ,verschuldung zu erblicken2 im ,kleinen aber1 im ,alltglichen des ,tuns und ,betrachtens wird uns ein jedes ,ding verwunderlich4 ,hchst bezeichnend ist es1 dies ,wort3 sich wundern4 ,wir verwundern uns eigentlich unaufhrlich4 ,es erstaunt uns der ,wurm1 es erstaunt uns der ,sternenhimmel1 es erstaunt uns der ,apfel1 es erstaunen uns ,berg1 ,strom und ,wasser4 ,es erstaunt uns der ,bettler und es erstaunt uns der reiche ,mann1 es erstaunt uns der ,mrder und es erstaunt uns der ,dichter1 es erstaunt uns der ,tapfere und erstaunt uns der ,feigling4 ,das macht1 weil wir in allen diesen die ,notwendigkeit entdeckt haben1 das ,gefhl fr die ,unbedingtheit ihres ,seins und damit in letzter ,linie die ,schnheit1 die ihnen eigene ,form der ,schnheit4 ,wie ehedem von einem ,pantheismus knnten wir von einem ,panhumanismus sprechen oder besser von einer ,allwesenheit4 ,es ist uns alles menschlich geworden1 kreatrlich geworden1 - zugehrig4 ,da sich dadurch die ,quellen der ,freude um ein ,unermeliches vermehrt haben1 ist klar1 und das ,reich der ,schnheit ist1 wie ,christus vom ,reich ,gottes sagte1 in uns4 ,das ,reich der ,liebe auch4 ,und wenn wir nun die ganze ,welt dermaen in uns haben1 wenn unsere ,sinne sie unaufhrlich besitzen1 so folgt daraus doch fr die ,sinne selbst1 da sie auf ein ,begrenztes1 auf ein ,gehaltvolles1 auf ein ,zweck- und ,zielvolles gewiesen sind1 da sie mutiger1 sicherer und stolzer geworden sind und da ihr unentbehrlichster ,verbndeter1 weil sie von ,anschauung1 von ,ahnung1 von ,begreifen1 von ,andacht1 von ,weltgefhl genhrt werden1 die ,phantasie ist4 ,so ist es auch in der ,liebe4 ,die ,sinnlichkeit ist darum nicht mehr auf den ,krper beschrnkt1 sie will nicht erobern und nicht verfhren2 von galanten ,knsten braucht sie berhaupt nichts zu verstehen1 denn sie sucht nichts weiter als bereinkunft4 ,sie berlistet nicht1 weil sie wertet2 sie enthllt nicht den ,leib1 sondern die ,seele1 ja1 sie ist ganz und gar auf solche innere ,enthllungen angewiesen1 und eine ,form gibt ihr nichts1 wenn der ,form nicht ein ,inhalt entspricht4 ,eifersucht ist ihr deshalb ein unfabarer ,begriff1 denn gerade die ,einmaligkeit1 die unwandelbare ,gesetzmigkeit1 darauf beruht sie4 ,es ist keine ,regung in ihr1 die nicht1 mit einem ,wort gesagt1 auf ,verstndigung beruhte4 ,damit sind wir wiederum bei der ,phantasie angelangt1 denn ,verstndigung hat ja keine andere ,wurzel als die geistige ,macht des ,menschen1 die ,phantasie4 ,sie springen etwas willkrlich mit der ,phantasie um1 mein ,bester1 bemerkte ,faustina khl4 ,tu ich das8 ,in der ,tat1 ich schreibe der ,phantasie eine weitaus grere ,rolle zu als es sonst geschieht4 ,erst mit ihrer ,hilfe sind wir fhig1 die ,seelen anderer ,menschen zu erfassen4 ,viele ,eigenschaften1 die man nur zu leicht als ,laster anzusprechen geneigt ist1 sind lediglich in einem ,mangel an ,einbildungskraft begrndet4 ,der ,geizhals1 der ,hoffrtige1 der ,grausame1 der ,nrgler1 der ,denunziant1 der ,selbstzufriedene1 der ,gottesleugner usw4 was sind sie anders als ,phantasielose oder - ,phantasten1 was beinahe das selbe ist4 ,gewisse ,worte mten uns tten1 wenn nicht die ,einbildungskraft wre1 die sie zu ,luft und ,schall zerstieben lt4 ,haben ,sie das nie erfahren1 ,faustina8 ,ich hab's erfahren1 wahrlich4 ,und gbe es ,verzeihung fr erlittene ,beleidigungen ohne die ,phantasie8 ,nein4 ,der ,mensch ist rachschtig1 die ,phantasie veredelt diesen ,impuls4 ,ein solcher ,mensch ist nun nicht mehr lasterhaft4 ,man kann getrost sagen3 wer echte ,phantasie besitzt1 der ist tugendhaft4 ,wenn ,sie nun der ,sinnlichkeit die ,phantasie nehmen1 was bleibt dann brig8 ,wenn ich liebe1 und mein sinnliches ,verlangen ist ohne ,phantasie1 so bin ich wie einer1 der in absoluter ,finsternis gefangen ist1 ja1 es ist mglich1 da ich dadurch dem ,wahnsinn verfalle4 ,erst durch die ,phantasie erhlt meine ,begierde die ,weihe1 die ,sigkeit1 die ,schnheit1 den ,mondglanz der ,bezauberung und jenen ,tropfen von ,melancholie1 ohne den eine ,leidenschaft nicht beseelt erscheint4 ,sinnlichkeit ohne ,phantasie ist nichts als der traurige ,zweikampf zweier ,wesen1 die einander unbewut zu vernichten trachten4 ,freilich1 es gibt im ,leben nicht blo das eine oder das andere2 die ,leiden und ,irrungen1 die ein unvollkommener ,zustand mit sich bringt1 bleiben schlielich wenigen erspart4 ,wie oft sieht man ,eheleute oder ,liebesleute im ,streit6 ,wie manche ,ehe1 die durch die ,liebe getragen schien und nur noch durch ,gewohnheit und brgerliche ,rcksichten befestigt ist1 schleppt sich mhselig hin unter ,hader1 ,zank und ,miverstndnissen6 ,mnner1 sonst gerecht und vornehm1 ,frauen1 sonst zrtlich und nachsichtig1 vergessen sich2 sie werden zu ,tieren1 die auf einander ,jagd machen1 sich einander ,wunden zufgen1 harte ,worte whlen1 ,worte wie geschliffene ,messer1 mit bertriebenen ,beschuldigungen die ,achtung untergraben1 die jeder vom andern billig verlangen mu1 und ohne die ,haltung sind1 die sie auch dem ,gleichgltigen gegenber zu wahren wissen4 ,es sind das hliche ,szenen1 und hlich sind sie1 weil solche ,menschen aller ,phantasie bar sind1 weil sie nicht vermgen1 die ,armseligen1 ber den ,augenblick hinauszudenken1 weil der ,augenblick in ihnen strker ist als das ,herz1 als das ,schicksal1 als ,tod und ,ewigkeit4 ,ja1 so sind die ,phantasielosen1 sie leben nur von ,augenblick zu ,augenblick1 sie schwingen nur in den ,intervallen1 der ,augenblick selbst ist ihnen nichts4 ,das alles ist mir zu allgemein1 sagte ,faustina4 ,teils zu allgemein1 teils zu kategorisch4 ,ich kenne ,verhltnisse1 deren ,beschaffenheit mit der ,phantasie gar nichts zu tun hat1 oder ich mte den ,begriff der ,phantasie zu weit ausdehnen4 ,nehmen ,sie an1 eine geistig bedeutende ,frau liebt einen ,gimpel2 oder ein ,mann von ,genie liebt eine gewhnliche ,gans4 ,das kommt doch hufig genug vor1 sollt ich denken4 ,und wie einfach sind diese ,beziehungen1 mein ,gott1 wie einfach4 ,ihr ,a und ,o ist eine natrliche ,sinnlichkeit1 und bieten sie nicht meist grere ,gewhr fr ein dauerndes ,glck als jene feinnervigen ,bndnisse1 in denen doch alles auf ,eigenschaften gestellt ist1 und nicht auf das ,ganze der ,kreatur8 ,man mu einander nicht gar zu gut verstehen in der ,liebe2 ein wenig ,fremdheit tut not4 ,wir ,leute1 wie wir da sind1 wir verstehen einander zu gut und miverstehen uns deshalb so oft4 ,den ,leibern1 finde ich1 ist die allzugroe ,vertrautheit der ,seelen von bel4 ,sie verletzt die ,schamhaftigkeit4 ,die ,schamhaftigkeit8 ,inwiefern8 ,das leidet gar keinen ,zweifel4 ,je grer die seelische ,verfeinerung wird1 je grer wird auch die ,schamhaftigkeit4 ,es ist ein heikles ,thema1 und irgendein ,schriftsteller meint mit ,recht1 da es schon schamlos sei1 ber die ,schamhaftigkeit zu sprechen oder was jemand darber sagt1 anzuhren4 ,je tiefer man in den andern hineinschaut1 je mehr ist man geneigt1 das1 was in ihm vorgeht1 zu berschtzen1 je mehr frchtet man den andern oder frchtet sich selbst1 je mehr versteckt man sich1 ja ich habe es erlebt1 da solche ,menschen aus lauter ,zartfhligkeit und ,hellseherei sich die ,mglichkeit harmlosen ,daseinsgenusses untergruben4 ,aber was hat das mit der ,schamhaftigkeit zu tun8 ,sehr viel6 ,wenn die dunklen ,zustnde und ,vorgnge in der ,brust dermaen ans ,licht gezerrt werden1 da der ,mensch sozusagen in sich selber kein ,heim mehr hat1 wo er sich mit seinem ,verschwiegensten bergen kann1 so mu ihm doch allmhlich dabei zumute werden1 als ob man ihn entble und an den ,pranger stelle4 ,ich1 ich fr meinen ,teil1 fhle mich durch das bestndige1 wachsame ,verstndnis eines andern1 und sei er das geliebteste ,wesen1 ganz und gar an den ,pranger gestellt1 und ich sage ,ihnen auch1 da mir jene ,frauen1 die man unverstandene zu nennen beliebt1 mir1 mir fr meinen ,teil1 immer nur schamlos erschienen sind4 ,das wren die einen4 ,dann sind jene1 bei welchen die ,schamhaftigkeit sich ins ,krankhafte steigert und die in einer so dnnen ,luft leben1 da ihnen das gesund ,sinnliche zum ,ekel wird4 ,ich hatte einst eine solche ,unglckliche zur ,freundin2 sie war die schamhafteste ,natur1 wurde aber bisweilen von einem frmlichen ,enthllungswahn verfolgt1 und indem sie sich preisgab1 unterlag sie einem ,zwang1 der sie etwas ausben hie1 was ihrem wahren ,wesen gerade entgegengesetzt war4 ,da war kein ,halt1 keine ,haltung1 und als sie eines ,tages liebte1 versagte sie sich dem betreffenden ,mann1 weil sie berzeugt war1 da er nur ihren ,krper liebte und nicht die ,seele4 ,ist das nicht schauerlich8 ,ein einziges1 grobes ,miverstndnis des ,lebens8 ,freilich2 es gibt ,frauen genug1 die in dieser ,hinsicht einem unheilvollen ,irrtum und ,unbegreifen verfallen sind1 erwiderte ich4 ,der unheilvollste ,irrtum1 den sie begehen knnen1 ist aber1 wenn sie aus ihrer ,art der ,schamhaftigkeit und deren berwindung einen ,begriff der ,treue folgern1 der fr sie ,gesetz und ,notwendigkeit1 fr den ,mann aber eine ,freiwilligkeit ist4 ,diese ,freiwilligkeit wieder einer hheren ,notwendigkeit unterzuordnen1 das ist die ,tat des liebenden ,mannes1 eine ,handlung1 die von seiner ,kultur1 von seiner ,selbstbeherrschung1 von seinem ,schnheitsempfinden abhngt4 ,die ,frauen besitzen nur die ,scham des ,geschlechts2 die ,keuschheit einer ,nonne und die ,verderbtheit einer ,dirne sind nur verschiedene ,wirkungen ein und derselben ,kraft1 hnliche ,zustnde mit verschiedenen ,hemmungen4 ,dem ,mann ist eine andere ,schamhaftigkeit eigen1 eine bersinnliche1 ich mchte sie die ,scham vor ,gott nennen1 und er kann sie nur verlieren1 wenn er sich selber vor ,gott verliert4 ,wir haben demnach das ,schauspiel eines bestndigen ,krieges zweier dem ,grund und der ,beschaffenheit nach vllig unhnlicher ,arten der ,schamhaftigkeit1 und whrend eine ,frau die ihre sozusagen wrtlich nimmt1 sie trgt oder abwirft wie man ein ,kleid trgt oder abwirft1 verheimlicht der ,mann die seine1 denn ihm ist sie nur ein ,symbol4 ,niemals darf die ,frau sich einfallen lassen1 das ,symbol in die ,wirklichkeit zu zerren1 etwa eine ,forderung daraus zu machen4 ,das sagt - ein ,mann6 rief ,faustina4 ,ich mu ,sie schon sehr hoch einschtzen1 lieber ,freund1 wenn ich das nicht anmaend finden soll4 ,klipp und klar gesprochen heit das doch3 die ,liebe des ,weibes ist eine ,realitt1 die des ,mannes ein ,symbol4 ,oder nicht8 ,ausgezeichnet formuliert1 ,faustina4 ,na1 schn4 ,ich will dagegen nicht streiten1 weil es ins ,grenzenlose fhrt4 ,ich sehe nur so viel1 die tgliche ,erfahrung beweist es mir1 da diese ,realitt keinen ,bestand und dieses ,symbol keine ,bedeutung hat4 ,flausen1 ,flausen1 nichts als ,flausen6 ,bester ,freund1 sperren ,sie mich doch nicht ein fr allemale in die ,rumpelkammer der ,realitt6 ,denken ,sie daran1 da auch ich geliebt habe6 ,ja1 wirklich1 wirklich geliebt6 ,beweisen kann ich nicht1 da es mehr war als ein ,irdisches1 ,erdgebundenes1 an ,zweck und ,zeit und ,augenschein ,gebundenes1 aber dafr kann ich beweisen1 da der andere1 der ,partner im ,spiel1 keinen ,einsatz wagte1 der die ,mhe verlohnte zu kmpfen1 beweisen kann ich1 da seine ,liebe - und er liebte - nur unzulnglich war1 also nicht bis zu dem ,punkt reichte1 wo eine symbolische ,kraft das ,flchtige des ,lebens festhlt4 ,aber weshalb so hohe ,worte8 ,napoleon tat auf ,sankt ,helena den ungeheuerlichen ,ausspruch3 ,ein solcher ,schurke kann kein ,mann sein als ich von ihm glaube1 da er einer ist4 ,fast jede ,frau kann dasselbe von ihren ,erfahrungen in der ,liebe sagen1 vorausgesetzt1 da sie nicht ein blindes ,tierchen ist4 ,ihrer ,methode gem werden ,sie mir wahrscheinlich entgegenhalten3 du hast eben nicht zu whlen verstanden4 ,ja1 um ,gottes willen1 wenn der sich nicht bewhrt1 den ich als den besten erkenne1 wozu schlgt dann mein ,herz1 warum denke und fhle ich dann8 ,entweder mu ich demnach mein ,leben in der ,wurzel verneinen oder ,ihre ganze ,weisheit wird mir zum ,sophisma4 ,da ist ein ,mann1 der mich anbetet2 es erscheint mir zweifellos1 da ich ihm viel1 da ich ihm alles bin1 ich ergebe mich1 verbnde mich ihm1 und da mu ich entdecken1 da er nur zu werben versteht1 zu besitzen1 den ,besitz zu verteidigen1 zu bilden1 zu erhhen1 dazu ist er nicht fhig4 ,oder ein anderer ,fall3 da ist ein ,mann von ,geist1 ,gemt1 ,talent1 aber er lebt in tiefem ,elend4 ,das ,mitleid nhert mich ihm1 es gelingt mir einen wahren ,sturm der ,energie in ihm zu entfesseln1 die ,liebe zu mir trgt ihn empor1 das ,schicksal begnstigt ihn1 aber er kann es nie verwinden1 da diejenige1 die er liebt1 auch seine ,helferin war1 er selbst gesteht mir seine ,scham und alles scheitert an einer ,grille4 ,und was taten ,sie8 ,was sollt ich tun8 ,ich lie ihn seiner ,wege gehen4 ,ist es etwa diese ,scham1 die ,scham1 nicht mehr der ,mchtige zu sein1 die ,sie symbolisch nennen8 ,der ,mann hatte vielleicht nicht viel zuzusetzen1 deshalb raubte diese ,scham seiner ,liebe die ,kraft1 antwortete ich4 ,es kommt nur darauf an1 was einer zuzusetzen hat1 und fr den ,mann ist in der ,liebe tatschlich alles nur eine ,frage der ,macht4 ,mitleid ist ein ,feind der ,liebe1 ,mitleid zerstrt die ,gleichberechtigung1 geradeso wie ein ausschlieliches sthetisches ,wohlgefallen2 jenes schafft eine zu groe ,nhe1 dieses eine zu groe ,ferne4 ,der ,bemitleidete und der ,bewunderte atmen nicht dieselbe ,atmosphre mit demjenigen1 der ,mitleid oder ,bewunderung hegt1 und sie sprechen nicht in derselben ,sprache zueinander4 ,aber es gibt ,mittel1 den ,zwiespalt zu berbrcken1 und die ,frau ist es1 die in dem einen wie im andern ,fall ausgleichend zu wirken vermag1 und zwar durch die gttliche ,eigenschaft der ,sanftmut4 ,sie1 ,faustina1 sind nicht sanft genug4 ,nicht sanft genug6 ,das wurde mir schon einmal gesagt4 ,wenn ich sanft wre1 wurde gesagt1 htte ich weniger ,anla1 mich ber das ,leben zu beklagen4 ,oder ber die ,liebe4 ,das ist meine ,meinung4 ,sanftmut6 ,die schtzbare ,gabe1 stumm zu bleiben1 wenn man getreten wird1 und nur zu seufzen1 wenn das ,herz bricht1 die nennt man ,sanftmut1 die nennen die ,mnner ,sanftmut4 ,und weil sie ihnen die bequemste ,eigenschaft am ,weibe ist1 darum wird sie gepriesen4 ,wer aber ,augen hat und sieht1 und vieles sieht1 und ,blut1 das sich erhitzt1 und eine ,faust1 die sich ballen mu1 der kann nicht sanft sein4 ,gemach1 ,faustina4 ,sie erinnern mich ein wenig an den ,knaben1 den man fragte1 wer tapfer zu heien sei1 und der darauf entgegnete1 tapfer sei1 wer nicht davonlaufe4 ,sanftmut ist nicht ,nachgiebigkeit1 nicht ,unterwrfigkeit1 nicht ,schweigsamkeit4 ,sanftmut ist der ,ruhe des ,feldherrn zu vergleichen1 oder der ,besonnenheit des ,knstlers4 ,sie ist nicht eine ,schwche1 sondern eine ,kraft4 ,sie ist in der ,liebe die eigentliche ,kraft des ,weibes1 ihre ,waffe wie ihr ,schutz4 ,sie ist nicht an ein bestimmtes ,temperament gebunden1 dem cholerischen kann sie gegeben1 dem melancholischen kann sie versagt sein4 ,in jedem ,tun und ,lassen drckt sie sich aus3 in der ,freude1 in der ,angst1 in der ,trauer und im ,schmerz1 im ,blick und im ,schritt4 ,sie ist geradezu ein ,rhythmus des ,lebens4 ,das ,lcheln der sanften ,frau ist unwiderstehlich1 die sanfte ,frau ist niemals hlich4 ,nun ist freilich die echte ,sanftmut beinahe ebenso selten wie die ,liebe1 und leider mu man konstatieren1 da sie immer seltener wird1 je mehr die ,erregbarkeit der ,nerven wchst1 je mehr auch die ,frauen von ,liebe und ber die ,liebe wissen1 und je weniger sie ,liebe fhlen4 ,denn die ,liebe der ,frau ist hauptschlich auf ein ,elementares1 auf ein ,unbewutes gestellt4 ,da gibt es ,frauenrechte und ,frauenberufe1 man bildet ,krperschaften und veranstaltet ,versammlungen4 ,dabei mag viel ,ntzliches entstehen1 aber fr die ,sanftmut ist alles zu frchten4 ,haben ,sie nie den ,unterschied bemerkt zwischen dem ,geschmack einer ,birne1 die frisch vom ,baume kommt1 und einer solchen1 die schon unter vielen andern ,birnen auf dem ,speicher gelegen war8 ,ein solcher ,unterschied herrscht zwischen der ,frau als ,einzelwesen und der ,frau1 die sich sozial bettigt4 ,sie mgen ja recht haben1 antwortete ,faustina4 ,aber am ,birnenbaum hngen viele ,birnen4 ,sollen die ,birnen also warten1 bis die ,leckermuler anspazieren1 um die schnsten zu verspeisen8 ,die brigen knnen warten2 sie mssen verfaulen und ins ,gras fallen1 wie8 ,um der ,sanftmut willen4 ,danke schn4 ,wir haben nicht ,konsumenten genug1 wir armen ,birnen1 wir mssen unterzukommen trachten4 ,ihr wollt uns rein1 ihr wollt uns engelhaft1 ihr wollt1 da jede sich fr einen ,messias aufspare1 aber ihr1 ihr wollt nichts entbehren1 keinem ,gelst die ,befriedigung vorenthalten1 keinem ,appetit die ,stillung4 ,und der ,messias1 der sich schlielich bei uns einstellt1 ist entweder ein alberner ,fant1 der nicht wei1 was er in ,hnden hlt und seinen blinden ,jnglingsrausch austobt1 oder ein kritischer ,herr1 der sich wieder trollt1 wenn das ,birnchen einen ,flecken hat4 ,das ist wohl wahr1 ,faustina1 praktisch genommen ist es wahr1 und da ihr ,grund habt1 euch selbst zu schtzen1 kann nur einem ,dummkopf verborgen bleiben4 ,jedoch von einer hheren ,zinne betrachtet1 liegen die ,dinge anders4 ,die ,natur will nicht1 da man ihr zuvorkomme4 ,sie will nicht1 da ihr heiligstes ,gesetz1 das ,gesetz der ,auslese1 umgestoen wird1 und wenn es trotzdem geschieht1 rcht sie sich durch die ,hervorbringung lebensuntchtiger ,geschpfe4 ,ist ,ihnen bekannt1 da zum ,beispiel unsere ,jagdvorschriften der ,rassigkeit und ,widerstandsfhigkeit des ,wildes1 besonders des ,edelwildes1 erheblichen ,abbruch tun8 ,wir haben ,frauen1 die gezwungen sind1 einen ,beruf zu ergreifen2 ohne ,pathos tun sie es1 verdienen ihr ,brot2 andere sind mit ,intelligenz und ,scharfsinn am ,werk1 um soziales ,elend zu mildern4 ,wer htte dagegen etwas einzuwenden8 ,das ,schicksal des ,individuums wird mir immer ,teilnahme einflen1 ob es eine ,nhmamsell oder eine ,frstin ist2 ,massenbestrebungen aber1 wenn sie der unmittelbaren ,leidenschaft des ,erlebnisses entbehren1 lassen mich natrlich kalt4 ,das ,wesen der ,frau deutet mehr als das des ,mannes auf ,vereinzelung2 ich habe immer gefunden1 da die edlere ,art der ,frau sich nur kraft dieser ,vereinzelung bewahrte1 und da sie sich zur ,vervollkommnung der ,rasse gar nicht teuer genug bezahlen lt4 ,und wenn dem so wre1 versetzte ,faustina1 was hlfe es8 ,ist denn die ,frau nicht immer willfhrig zum ,besten1 wo der ,mann das ,beispiel edler ,initiative gibt8 ,was frommt aber der ,natur1 was hilft selbst ,gott das ,gesetz der ,auslese1 wenn ihm das ,gesetz der ,trgheit entgegensteht8 ,der ,trgheit 444 ,schon vorhin haben ,sie das ,wort gebraucht4 ,sie sagten ,trgheit des ,herzens4 ,ja4 ,trgheit des ,herzens4 ,trgheit des ,herzens ist eine von den sieben ,todsnden1 soviel ich wei4 ,sie ist die einzige ,todsnde1 die es gibt4 ,sie verbergen also einen groen ,sinn dahinter1 so etwas wie eine ,idee4 ,einen groen ,sinn1 da haben ,sie recht1 einen schmerzlichen ,sinn4 ,das ,gute1 das ich will1 das tue ich nicht1 sondern das ,bse1 das ich nicht will1 das tue ich1 heit es in einem ,brief des ,paulus an die ,rmer4 ,da ist ein ,erkennen3 das ,gefhl trotzt dem ,erkennen1 beharrt auf dem falschen ,weg2 oder da ist ein ,gefhl1 ein groes1 ein wahres2 und doch1 es lt sich betrgen1 es lt sich verwirren durch ,rede und durch ,denken4 ,so entsteht ,trgheit des ,herzens1 und ist selber noch ein ,tieferes1 ,schwereres1 ,dunkleres1 ,schuldigeres4 ,es gab ,zeitlufte1 wo die ,menschen mehr ihren ,trieben untertan waren1 barbarische1 kriegerische1 im groen und ganzen auf eine ,sache1 auf ein ,ziel gestellte ,zeiten4 ,da konnte ,trgheit des ,herzens fr eine ,snde gleich andern gelten1 gleich ,geiz oder ,neid oder ,habsucht4 ,heute ist der ,mensch zur ,rechenschaft gezogen1 heute ist jeder sich selbst verantwortlich4 ,sie sagen es selbst1 nicht die ,religion1 nicht ,himmel und ,hlle darf er zur ,ausrede und ,ausflucht machen1 in seiner ,brust mu er sein ,schicksal suchen4 ,da wird ,trgheit des ,herzens zur ,kardinalsnde1 und wie es nun ist1 diese ,snde liegt auf uns allen wie ,gewitterlast4 ,fordern ,sie ,beispiele8 ,wo soll ich anfangen8 wo enden8 ,vorbergehen1 wenn die ,stimme des ,gemts zum ,bleiben mahnt1 bleiben1 wenn sie verlangt1 da ich weitergehe2 die ,augen schlieen1 wenn es gilt zu sehen1 und schweigen1 wenn es gilt1 ,partei zu nehmen2 urteilen und verdammen1 wenn vieles davon abhngt1 zu schweigen und ,milde zu ben2 den reinen ,sinn betuben1 den unreinen zu falscher ,tat stacheln2 ,zwecke wollen1 wo keine sind2 nach ,gerechtigkeit streben und der ,liebe vergessen2 ,liebe beanspruchen1 ohne sie zu geben2 genieen wollen und nicht bezahlen2 von ,gott reden und den ,teufel im ,innern fttern2 ,ideale aufrichten und einen armen ,schuldner vor ,gericht zitieren2 in ,musik und ,dichtung schwelgen und vor den kleinen ,menschenpflichten die ,flucht ergreifen2 ,freundschaft preisen und den ,freund verleugnen2 ,philosoph sein und den ,dienenden mihandeln2 den ,genius herbeiwnschen und1 wenn er sich zeigt1 ihn schmhen und in den ,kot zerren1 alles dies1 all dies ,vergessen1 all dies ,wissen und ,nicht-,tun ist ,trgheit des ,herzens4 ,ach1 wie schn ist das ,herz6 zu wie vielem fhig6 wie viel vermag es6 ,und ,liebe1 das ,herz des ,herzens1 wie wird sie miachtet1 mibraucht1 vergewaltigt und zertreten6 ,wie ummauert sind alle ,herzen1 wie wenig mag ein jedes sich verraten1 und wie schnell und bereitwillig das des anderen6 ,wir reden da von ,liebe1 von ,liebe1 und wo ist sie1 die ,liebe8 ,ein ,symbol soll sie sein1 ein seltenes ,phnomen1 ich aber mchte sie haben1 sehen mchte ich sie6 ,zeigen ,sie mir einen ,liebesbegeisterten1 zeigen ,sie mir einen ,verschwender der ,liebe6 ,die ,liebe1 von der ich wei1 war immer nur ein zartes ,pflnzchen1 es ertrug die ,lebensstrme nicht1 versteckte sich vor der ,sonne und kroch in labyrinthisch verschlungene ,tiefen1 weltabgewandt1 der ,nacht zugewandt4 ,ich fragte einmal einen ,mann1 ob seine ,geliebte schn sei4 ,schn1 das knne er nicht behaupten1 sagte er1 aber alles an ihr sei charakteristisch4 ,ei1 erwiderte ich ihm1 ,sie sind ein ganz famoser ,zeitgenosse4 ,charakteristisch6 ,ein niedliches ,wort6 ,man mte es in eiserne ,lettern gieen und auf den ,schandpfahl des ,jahrhunderts nageln4 ,alles ist so charakteristisch1 so individuell1 so besonders1 so knstlich1 so ins ,kleine zerspalten1 ins ,geistige verdnnt1 so scheu1 so furchtsam1 so wissend und so unsicher in jeglichem ,gefhl4 ,was ist da um ,gottes willen noch zu hoffen1 ,freund6 ,was kann ein volles ,herz noch fr sich hoffen8 ,es gibt nur eines2 nur eines gibt es3 sich bescheiden4 ,es gibt noch ein zweites1 ,faustina1 ein greres4 ,und das wre8 ,die ,freude an der ,erscheinung4 ,beklagenswert ist allerdings der ,druck1 unter dem wir leben1 das seltsam fatalistische ,dahinrasen4 ,das ,dasein wird immer scheinhafter1 seine kurze ,dauer wird uns immer schmerzlicher bewut1 und wer ,sinn und ,liebe sucht1 kann wohl in ungemessene ,verzweiflung strzen1 wenn ihn dies eine nicht rettet3 zu schauen4 ,dem ,schauenden entrtselt sich die ,welt2 ihm entwirrt sich jedes ,dunkel2 er legt seine ,hand auf ,grber und sie werden zu ,altren1 er wandelt durch ,schneegestber und er sprt den ,frhling1 er ist verlassen von den ,freunden und er lebt mit der ,menschheit4 ,da die ,dinge da sind1 da ich sie besitze1 da ,schpfer und ,geschaffenes mein sind1 da das ,leben1 soweit es denk- und fhlbar ist1 in mir steckt1 da es nichts gibt1 nicht das kleinste ,denk- und ,fhlbare auerhalb des ,lebenskreises1 und da mir das ,ungeheure wie das ,unscheinbare1 ,hohes und ,niedriges1 der ,festzug des ,kaisers und das ,vorberflattern eines ,schmetterlings1 da mir ,schnheit und ,hlichkeit1 ,liebe und ,ha1 ,selbstentuerung und ,trgheit des ,herzens1 da mir alles dies zur ,erscheinung wird1 das kann mich retten4 ,mit einem solchen ,quietismus will ich mich nicht beruhigen1 antwortete ,faustina dster4 ,wenn das ,quietismus wre1 dann wre der ,erdball nicht mehr imstande1 seine ,bahn um die ,sonne zu laufen4 ,glauben ,sie doch nicht1 ,faustina1 da ich mich damit freispreche von menschlichem ,tun oder mich des mitstrebenden ,herzens entledigen wollte4 ,es ist kein knstlerisches1 kein sthetisches ,prinzip1 sondern durchaus ein religises1 durchaus ein gttliches4 ,wie in der ,liebe durch ein hchst instinktives und beseligtes ,erkennen ,vorzge und ,fehler des andern zu einem anbetungswrdigen ,bild vereinigt werden1 so und nicht anders ergeht es dem ,schauenden mit der ,welt4 ,er hat alles innen2 alles was auen ist1 hat er innen2 ihm ist nichts verloren1 ihm ist alles gegenwrtig4 ,er gibt sich hin1 er gibt sich aus1 aber er wirft sich niemals weg1 denn wie er das ,leben besitzt und wie er ,gott besitzt1 so besitzt er sich selbst4 ,und das1 ,faustina1 ist das ,groe3 sich selber besitzen4 ,dann besitzt man auch die ,welt1 dann besitzt man auch die ,menschheit2 die andern1 die sich zu jeder ,stunde wegwerfen1 die besitzen nichts und niemanden4 ,nur die ,erwartung der ,liebe tuscht sie mit der ,hoffnung auf ,besitz4 ,faustina hatte den ,kopf abgewandt und schwieg4 ,eine lange ,zeit verging im ,schweigen und die ,freundin hielt bestndig den ,kopf abgewandt4 ,die gesprochenen ,worte erzeugten eine doppelte ,stille4 ,es war weit ber ,mitternacht1 als ich mich zu gehen anschickte4 ,mit starrer ,miene reichte mir ,faustina die ,hand4 ,sie sah mich an1 und wundersam1 ihr ,auge war voll ,frage wie das eines kleinen ,mdchens4 ,sehr gern htte ich ,faustina wiedergesehen1 aber als ich zwei ,tage spter in die ,wohnung kam1 wurde mir gesagt1 da sie abgereist sei4 ,der ,literat ,geschrieben #aiji ,der ,literat1 ein geheimnisvoll beschlossenes ,wesen1 hat der ,kultur unserer ,zeit seinen unverwischbaren ,stempel aufgeprgt4 ,ja1 man knnte sagen1 da alles1 was sich heute gemeinhin unter dem ,titel ,kultur begreift1 ein ,werk des ,literaten ist4 ,was ist ein ,literat8 ,die nachfolgenden ,untersuchungen wollen diese ,frage beantworten2 sie wollen die ,art und die ,wirkung des ,literaten1 die ,bedingungen seines ,lebens1 die ,fundamente und ,ziele seines ,geistes mit ,hilfe einiger typisierter ,charaktere erforschen4 ,die damit aufgestellten reprsentativen ,figuren werden sich natrlich in der ,wirklichkeit kaum so unterschieden und formelhaft finden lassen2 das ,leben gibt ,mischungen4 ,man wird im ,psychologen viel vom ,tribun1 im ,dilettanten viel vom ,psychologen1 im ,apostel viel vom ,schngeist nachweisen knnen4 ,auch ist es mglich1 da in einer einzigen ,person die ,elemente von mehreren jener ,typen stecken1 da ,schngeist und ,psycholog1 oder ,dilettant1 ,tribun und ,apostel vereinigt sind4 ,sogar im schpferischen ,menschen sind ,zge des ,literaten vorhanden1 vielleicht hat die moderne ,zeit berhaupt keinen schpferischen ,menschen hervorgebracht1 der davon ganz frei wre4 ,beim ,literaten werden aber die bezeichneten ,eigenschaften von einem jener ,reprsentanten immer in bestimmter und auffallender ,art zur ,erscheinung gelangen1 und die ,besonderheit und das wechselnde ,ausma der ,mischung sind dazu angetan1 ihm in seiner menschlichen und knstlerischen ,wirkung das ,interessante1 reizvoll ,problematische und ,unergrndliche zu verleihen4 ,der ,literat als ,dilettant ,eine ,kunst aus ,liebe zur ,sache ben1 das macht den ,dilettanten in der edlen ,bedeutung des ,wortes4 ,der ,dilettant und der ,knstler unterscheiden sich vielleicht nur durch die ,konsequenz eines leidenden ,zustandes1 welcher den ,knstler im ,bereich seiner ,kunst gefesselt hlt1 whrend der ,dilettant frei bleibt4 ,der ,knstler ist gefesselt1 nur seine ,sehnsucht1 das ,vermgen seines ,geistes1 sich mit allen ,dingen dieser ,welt zu identifizieren1 macht ihn scheinbar frei4 ,beim ,dilettanten ist es umgekehrt4 ,der ,dilettant identifiziert sich wirklich mit den ,dingen dieser ,welt1 indes sein ,geist gebunden ist4 ,seine ,sehnsucht richtet sich daher nicht gegen die ,welt als gegen etwas1 das erobert1 begriffen1 gedeutet werden soll1 sondern gegen die ,kunst1 deren er sich bemchtigen will4 ,der ,knstler hat die ,kunst innen und mchte sich gleichsam ihrer entledigen im ,austausch gegen ,gttliches und gegen ein ,stck ,welt2 der ,dilettant hat sie drauen und wnscht sie zu gewinnen1 indem er ,welt und ,gott in seinem ,innern dadurch zu beruhigen und in ,harmonie zu bringen sucht4 ,der ,literat als ,dilettant hat aber weder ,welt noch ,gott noch ,kunst in sich selbst4 ,ihm ist nicht nur die ,kunst ein ueres1 zu ,erraffendes1 sondern auch ,welt und ,gott4 ,er tritt leer auf den ,plan4 ,wahrscheinlich ist er ermdet von ,erlebnissen4 ,er ist nicht von stark organisierter ,seele1 sonst wrden geringe ,kmpfe nicht imstande sein1 ihn zu ermden4 ,er hat einer ,schlacht beigewohnt2 in den hintersten ,reihen hat er den ,kanonendonner gehrt und zugesehen1 wie man ,verwundete und ,tote vorbertrug4 ,das hat gengt1 ihn mit ,abscheu gegen den ,krieg zu erfllen1 ja1 er ist der grndlichste ,hasser alles ,kriegswesens geworden1 ein ,quietist aus ,philosophie1 da ihn die ,beschaffenheit seines ,geistes zwingt1 seine ,schwche wie eine ,strke zu behandeln4 ,schon daraus lt sich schlieen1 da er nicht aus innerer ,notwendigkeit am ,kampf teilgenommen hat1 sozusagen aus ,vaterlandsliebe oder aus ,lust am ,soldatenleben oder aus ,begierde nach ,auszeichnung4 ,man hat ihn einfach wie so viele andere ,rekruten dazu ausgehoben1 und er war von vornherein ein skeptischer ,soldat1 also der schlechteste ,soldat1 der zu denken ist4 ,da man etwas treiben mu in der ,welt1 ist er ,soldat geworden2 nimmt er den ,abschied1 so ist er1 mit ,ausnahme des gewonnenen ,ekels und ,abscheus1 wieder so leer wie er vorher war1 und er wei nicht recht1 was jetzt beginnen4 ,er tritt daher nicht nur leer1 sondern auch unentschieden auf den ,plan1 und weil ihn kein ,mu befehligt1 ist er nicht hungrig4 ,nur ,leute1 die unter einem tyrannischen ,mu knirschen1 sind hungrig1 alle andern sind mehr oder weniger satt4 ,er merkt es wohl1 da ,hunger dazu gehrt1 um sich zu entscheiden3 ,hunger1 ,spannung1 ,sehnsucht1 eine ideelle ,begierde4 ,die ,welt1 die ,menschen1 die ,erscheinungen des ,lebens erregen seine ,teilnahme kaum oder nur insoweit1 als seine ,person dadurch berhrt wird4 ,auf einmal richtet sich seine ,begierde1 seine ganze ,spannung und ,sehnsucht gegen die eigene ,person4 ,er entscheidet sich ganz und gar fr seine eigene ,person1 deren er sich bisher1 in den hintersten ,reihen der ,kmpfenden1 nur dumpf bewut geworden war4 ,seine eigene ,person enthllt sich ihm pltzlich als ein ,gegenstand von ungeahnter ,wichtigkeit1 als ein unentdeckter ,bezirk1 von dessen ,schnheit und ,vorzgen die brigen ,menschen zu unterrichten jetzt sein gebieterischster ,trieb ist4 ,alles was er tut1 denkt und empfindet1 erscheint ihm erstaunlich1 besonders und in hohem ,grade mitteilenswert4 ,je unbeachteter und dunkler sein ,dasein bis nun gewesen1 je mehr drngt es ihn1 sich in einen ,mittelpunkt zu stellen4 ,wie aber fngt er dieses an8 ,er geht mit instinktiver ,pfiffigkeit ans ,werk4 ,er schmckt sich2 und zwar schmckt er sich mit seinen ,leiden1 mit seinen ,erfahrungen1 mit einer in auffallender ,weise zugespitzten1 verschrften und nachdrcklichen ,meinung ber ,menschen und ,schicksale4 ,damit reizt er die ,neugierde1 und sein ,instinkt hat ihn trefflich gefhrt1 denn ,neugierde1 in einem gemeinen wie in einem hheren ,sinn1 ist der hervorstechendste ,zug der ,gesellschaft1 aus der er kommt und deren ,mittelpunkt er sein mchte1 deren ,mittelpunkt der schpferische ,mensch wirklich ist4 ,auch der schpferische ,mensch bertreibt das ,bild der ,welt1 aber dadurch1 indem er es vergrert1 dadurch allein schon1 indem er die eigene ,person aus seinem ,werk ausschaltet und an dessen ,stelle etwas setzt1 was ich fiktive ,persnlichkeit nenne4 ,dem schpferischen ,menschen ist seine ,person nur ein ,vorwand1 ein ,ausgangspunkt1 der ,literat als ,dilettant sieht in ihr die ,essenz und das ,ziel4 ,der schpferische ,mensch ist einsam1 von ,natur und durch ,bestimmung2 dennoch lebt er unter den ,menschen1 weil die ,menschheit ihm ein unentbehrliches ,element ist1 durch welches er leidet1 weil er geboren ist1 um zu leiden1 weil das ,leiden derjenige ,seelenzustand ist1 der ihn befhigt zu schaffen4 ,der ,literat als ,dilettant ist niemals einsam2 je weniger1 je mehr er bei sich und in sich selber steckt4 ,er stellt sich abseits1 um in der knstlichen ,einsamkeit einen ,ersatz fr die natrliche des schpferischen ,menschen zu gewinnen2 er schmckt sich mit ,einsamkeit1 und auch dies ist ein ,mittel1 um ,neugierde zu erwecken4 ,die ,menschen sind ihm entbehrlich1 obgleich er sie sucht2 er ist der ,menschen berdrssig und satt1 nur seiner eigenen ,person wird er niemals satt1 sie erscheint ihm stets interessant1 begehrenswert1 wichtig und ausgezeichnet4 ,nicht durch die ,menschen leidet er1 sondern durch sich selbst1 und je nach ,rang und ,art seines ,geistes und ,charakters in allen ,graden und ,mglichkeiten2 angefangen von unerfllten ,ansprchen niedriger ,sorte bis zum ,durst nach ,stillung eines bedeutenden ,ehrgeizes4 ,dieser ,ehrgeiz ist sorgfltig zu trennen von dem1 was die ,griechen ,ruhmsucht genannt haben1 als welche ein bersinnliches ,verlangen und in ihren ,wurzeln mit dem ,unsterblichkeitsgedanken identisch ist4 ,der ,ehrgeiz hat nichts mit ,anonymitt zu tun1 der ,ehrgeizige gibt sich nicht grenzenlos und unbedingt hin wie der ,ruhmschtige1 er lst sich nicht auf in der ,idee2 er leitet seine ,sache1 er steht vor seinem ,werk1 er ist immer der ,herr1 immer sichtbar1 und sein ,name umflammt seine ,tat wie ein ,programm4 ,die antik-heroische ,eigenschaft der ,ruhmsucht ist den modernen ,zeiten und ,menschen fast abhanden gekommen4 ,vielleicht ist darum unsere ,kultur1 oder was wir mit diesem ,namen bezeichnen1 so zerstckt1 brchig und disharmonisch1 weil sie vllig auf einzelnen1 auf namhaften ,trgern ruht4 ,jede wahre ,kultur setzt ,anonymitt voraus4 ,der ,literat als ,dilettant verabscheut die ,anonymitt1 denn tritt er ohne seinen ,namen auf1 so ist es1 als wenn ein ,general ohne ,uniform zu ,hof ginge4 ,durch seinen ,willen getragen1 von seinen ,zwecken befehligt1 abhngig von der ,gunst der ,menschen und der ,umstnde und somit von dem1 was die ,gesellschaft den ,erfolg nennt1 kann er in keinem ,fall auf uere ,besttigungen verzichten1 und die edle ,selbstvergessenheit des lediglich von der ,sache erfllten schpferischen ,menschen ist ihm fremd bis zum ,unbegreiflichen4 ,doch sehen wir von jener hchsten ,selbstvergessenheit vorlufig ab1 die nur eine ideale ,annahme sein mag4 ,der ,ehrgeiz des ,knstlers wrde auch dann in ,kraft treten1 wenn dieser ,knstler auf einer einsamen ,insel lebte1 denn sein ,ehrgeiz ist der ,ruhmbegierde insofern verwandt1 als er von dem ,bestreben1 das ,werk zu mglichster ,vollkommenheit zu fhren1 nicht zu trennen ist4 ,der ,literat als ,dilettant hingegen ist besessen von der ,sucht nach der ,prmie4 ,eines seiner untrglichsten ,kennzeichen ist1 da er der ,selbstkritik ermangelt4 ,selbstkritik ist das ,vermgen zu vergleichen4 ,der ,literat als ,dilettant kann sich nur mit sich vergleichen1 aus diesem ,grunde erscheint er sich bald berklein1 bald bergro1 da sein einziger ,spiegel nur das eigene1 bestndig schwankende1 bestndig wechselnde1 niemals ruhende1 losgelste und isolierte ,ich ist4 ,er kann seine ,arbeit nicht allgemein an ,arbeit und ,leistung messen2 nur an sich selber kann er sie messen1 an den verbrachten ,stunden1 gefhlten ,anstrengungen2 seine ,intensitt zu sein und zu schaffen dnkt ihm die strkste berhaupt erreichbare1 und ein solches ,bewutsein gengt ihm1 um alle ,erinnerungen an ,qualitt auszulschen oder zu trben4 ,im ,grunde seiner ,seele hlt er die hhere ,geltung1 welche die ,meisterwerke genieen1 fr einen ,zufall1 wenn nicht fr ,schlimmeres2 auch jedes ,gelingen hlt er fr einen ,zufall1 da ihm entweder das ,talent zu inspirieren oder das ,talent zu administrieren im ,gegensatz zum elementaren ,knstler fehlt4 ,wer ohne ,selbstkritik ist1 hat zu keinem ,ding eine wahrhafte ,distanz2 so betrachtet er alle ,knstler als seine ,kollegen1 und das unterscheidende ,merkmal zwischen ihm und ihnen besteht nur in der ,tatsache der greren oder geringeren ,prmie4 ,wohl vermag er zu bewundern1 aber seine ,bewunderung ist von persnlichen ,vorbehalten niemals frei2 er gibt sich nicht hin1 er will insgeheim profitieren1 er will denen1 die die hhere ,prmie erhalten haben1 den ,handgriff absehen1 und das scheint ihm ausfhrbar1 weil er die ,distanz nicht kennt4 ,die ,prmie1 nach der er strebt1 kann er nie erhalten - ein ,kater zeugt nicht ,lwen4 ,er aber1 der da whnt1 alles ,vierbeinige sei letztlich von gleichem ,rang1 dem die ,art und die ,natur der ,lwen vllig fremd sind1 weil er in einem ganz anderen ,klima lebt1 mu notwendigerweise zu der berzeugung gelangen1 da er das ,opfer einer ,ungerechtigkeit sei2 die ,vergeblichkeit seiner ,forderungen erfllt ihn nach und nach mit ,eifersucht und ,neid1 so da er alle ,menschen gegen sich verschworen glaubt1 vom niedrigsten ,skribenten an1 um dessen ,ermunterung er buhlt1 bis hinauf zu ,homer1 der eine allzu reichliche ,menge des in der ,welt vorhandenen ,beifalls verzehrt hat4 ,eifersucht und ,neid vermgen am ,ende seine ,fhigkeiten ungeahnt zu steigern2 fast allein durch ,eifersucht und ,neid ist er zuweilen imstande1 die ,gebrde1 die ,rhythmik1 die ,melodik des ,knstlers zu treffen und wenn er sich auch nicht hingeben kann1 so verliert er sich doch manchmal1 verliert sich in einer seltsamen ,form bertragener ,nachahmung1 in welcher die groen ,werke wie abgeblat und wiederempfunden1 schattenhaft1 stimmungshaft ein zweites1 unwirkliches ,leben fhren4 ,er bertreibt das schon ,vergrerte1 verwickelt das schon ,vereinfachte1 und die ,welt1 die ihr ,bild in einer immer aufflligeren egoistischen ,verzerrung erblickt1 wendet sich beleidigt und geqult ab1 auch wenn sie dem ,urheber vorbergehend gehuldigt hat4 ,der ,literat als ,psycholog ,die ,psychologie des schpferischen ,menschen ist1 mit einem ,gleichnis aus der ,chemie gesprochen1 ein ,nebenprodukt4 ,dem ,literaten wird die ,psychologie zur ,idee1 was ungefhr so viel sagen will1 als liee sich jemand nur darum ein ,schiff bauen1 weil er einen ,kompa besitzt4 ,der ,psycholog hlt alles fr erlaubt1 denn er kann alles erklren4 ,er hat fr jede ,tat ein ,fr und ,wider1 fr keine ein ,entweder - ,oder4 ,der schpferische ,mensch ist ,wahrheitszeuge1 ,blutzeuge1 indes der ,psycholog die ,menschheit und sich selbst verrt4 ,dieser ,proze des ,verrats ist wichtig genug1 um nher betrachtet zu werden4 ,ebenso wie der ,literat als ,dilettant ist der ,literat als ,psycholog ein isolierter ,mensch4 ,aber er ist die ungleich reichere und tiefere ,natur4 ,er ist auch die kompliziertere ,natur1 ja1 im ,gegensatz zum schpferischen1 der kompliziert geborene ,mensch1 das will sagen1 da seine ,eigenschaften1 ,triebe und ,instinkte nicht aus einem einheitlichen ,gefhl1 nicht aus einem elementaren ,sein und ,betrachten erwachsen1 sondern da sie vielfache ,wurzeln haben1 da kein reiner einfacher ,strom des ,lebens ihn trgt1 sondern da er ein ,spiel vieler1 verschiedener1 oft einander entgegengesetzter ,strmungen ist1 wider die er sich zu behaupten hat1 woraus sich ergibt1 da er sich fortwhrend im ,zustand der ,abwehr1 der ,verteidigung und des ,kampfes befindet4 ,er ist ein wirklich ,kmpfender1 nicht blo wie der ,literat als ,dilettant einer der in den hintersten ,reihen zuschaut4 ,der ,wilde und das ,kind sind schlechthin unkomplizierte ,menschen2 sie sind unkompliziert geboren4 ,der schpferische ,mensch ist ebenfalls unkompliziert1 aber dort1 wo sich der ,ring wieder schliet1 auf der anderen ,seite der ,erscheinungen1 ist er der einfach gewordene1 derjenige1 der seine ,einheit gefunden hat1 nicht nur durch eigenes ,streben und eigene ,bestimmung1 sondern auch durch unbewute ,mitwirkung der ,geschlechter1 die ihn hervorgebracht haben und deren ,aufgabe es war1 ihn hervorzubringen4 ,der ,psycholog hat nun gleichsam diese ,kette stummer ,vorbereitung selbstherrlich verlassen1 er hat sich losgelst und tritt mit dem ganzen ,willen der ,kette1 mit ,belastungen von rckwrts und vorwrts1 mit unerledigten ,verantwortungen1 eigentlich als ein ,deserteur1 allein auf den ,plan4 ,schon dies setzt schwere und nachhaltige ,erlebnisse voraus1 innerhalb des eigenen ,gemts wie gegen den ,kreis der ,welt und des ,lebens4 ,sein ,los ist3 sich zu verantworten1 ununterbrochen sich zu verantworten1 gegen ,gott1 gegen die ,menschen und gegen sich selbst4 ,der schpferische ,mensch hat nicht ntig1 sich zu verantworten1 er ist eben da1 er empfindet sich als notwendig und gesetzmig1 seine ganze ,existenz heit3 ,ja2 seine ,anschauung des ,lebens ist daher eine innerlich fundierte ,hell- und ,lichtheit4 ,jenem andern aber ist immer zumute1 als ob er verneint wrde1 er fhlt sich als zufllig1 er sprt keine ,sicherheit1 in ihm selbst steckt eine glhende ,verneinung1 und deshalb ist sein ,tun und ,wesen1 ob er will oder nicht1 ,schatten- und ,dunkelheit4 ,will er1 so ist er ehrlich1 und es gelingen ihm bisweilen ,werke dmonischer ,art2 will er nicht1 so verstellt er sich nur1 und was er zutage frdert1 trgt den ,fluch einer geheimen ,lge4 ,so wie er nur ein ,teil ist1 ,glied aus der ,kette1 vermag er nur eine ,teilwelt zu geben2 er sieht nicht mehr als den ,teil1 er lebt nicht mehr als den ,teil1 das ist sein ,schicksal4 ,nun ist es aber im ,wesen des ,menschen und im ,wesen der ,kunst begrndet1 da sein ,werk ein ,ganzes1 ein ,gebilde von allgemeiner ,gltigkeit und ,glaubhaftigkeit vorzustellen strebt4 ,da klafft nun der ,abgrund4 ,je mehr er sich bescheidet1 desto enger und bedingter1 desto mehr persnlich gebunden stellt sich sein ,geschaffenes dar2 je weniger er sich bescheidet1 desto aufflliger und schmerzlicher tritt die ,kluft zwischen dem ,persnlichen und dem objektiven ,gebilde hervor4 ,es gibt keine ,rettung1 keinen ,ausgleich4 ,je strker ,talent und ,potenz sind1 desto mehr verfhrt ihn die ,sprache1 das ,erlebnis1 die ,leidenschaft1 die ,intensitt der ,vision1 sich auf sich selbst zu stellen und sich selbst gegen ,welt und ,gott auszuspielen1 desto mehr verfhrt er die ,menschen1 an ihn zu glauben statt an seine ,welt und an ,gott4 ,er ist immer zugleich ,verfhrer und ,verfhrter1 whrend der schpferische ,mensch ,fhrer ist2 er ist stets der ,sklave seiner ,eingebungen1 ,ideen1 ,worte und ,gestalten1 indes der schpferische ,mensch immer ,herr ist4 ,und je mehr er seinem ,werk ,notwendigkeit1 ,freiheit und ,gltigkeit verleihen will1 desto mehr mu er seine ,fhigkeit berspannen1 die ,empfnglichkeit seiner ,sinne dem ,krampfhaften1 also dem der ,natur ,feindlichen nhern1 und niemals das ,gttliche1 hchstens das ,titanische ist sein ,gipfel4 ,dieser unausgesetzte ,kampf ist ohne die uerste ,wachsamkeit kaum zu denken2 in der ,tat ist der ,psycholog das wachsamste ,geschpf der ,welt4 ,wo der ,dichter trumt1 ist er wachsam4 ,eine solche ,wachsamkeit hat zur ,folge1 da er ber alle ,vorgnge seines ,innern und zuletzt ber die ,art und ,wirkung des ,zwiespalts1 in dem er sich befindet1 aufs genaueste unterrichtet ist4 ,jener ,kampf fhrt nie zu dauernder ,entscheidung2 in jedem ,augenblick fllt die ,entscheidung anders1 und er selbst darf die ,waffen nicht ablegen4 ,niemals sieht er ruhend die ,welt4 ,und nun3 im ,zustand der ,unruhe und der ,bewegung alles von sich selbst zu wissen2 sich von sich selbst loslsen wollen und doch einsehen mssen1 da man unlsbar mit und in sich selbst verstrickt ist2 sich ununterbrochen rechtfertigen zu mssen1 gegen das ,werk1 gegen die ,menschheit1 gegen ,gott und gegen die eigene ,seele2 in einem derartigen ,zustand ist das dringendste ,verlangen das nach einem ,heilmittel oder einem ,betubungsmittel1 nach einem ,stimulans2 dieses ,stimulans ist eben die ,psychologie4 ,die ,psychologie entspringt der ,wachsamkeit4 ,sie kann sich bis zu halluzinatorischer ,kraft steigern4 ,sie ist beim schpferischen ,menschen in den ,phasen vor der ,entscheidung1 beim ,literaten ist sie die ,entscheidung selbst1 und zwar in jeder ,bewegung4 ,jede ,bewegung bringt eine ,wandlung hervor1 jedoch diese ,flle von ,wandlungen fhrt keineswegs zu einer ,verwandlung2 die ,mittel sind auf dem ,wege verausgabt worden1 so da es ein ,ziel darber hinaus nicht mehr gibt4 ,der ,literat hat den ,weg1 der schpferische ,mensch hat das ,ziel4 ,der ,literat wandelt sich1 - auf dem ,weg1 und das bestndig2 der schpferische ,mensch verwandelt sich1 - am ,ziel4 ,ein ,mann1 der nicht an das jenseitige ,leben glaubt1 wird aus dem diesseitigen die ganze ,summe von ,genssen hervorpressen1 die nach seiner ,ansicht darin enthalten sind4 ,dermaen ist das ,verhltnis des ,literaten zur ,psychologie beschaffen1 und so kommt es auch1 da die ,psychologie ein fortgesetzter ,verrat am ,ziel1 an ,gott ist4 ,man verfolge dies im einzelnen1 und man wird stets bemerken1 da das schlechthin1 das ,nur-,psychologische immer den ,verrat in sich birgt4 ,es mag so erstaunlich wie mglich beobachtet sein1 nie wird man es ohne die berwindung einer geheimen und tiefen ,scham hinnehmen1 als ob sich ein ,mensch vor uns entblte4 ,der ,psycholog verrt die ,welt1 indem er sich selbst in seinen geheimsten und tiefsten ,regungen verrt4 ,dies ist ihm die ,brcke zur ,welt1 denn eine andere hat er nicht in seiner ,isolierung4 ,der ,psycholog kennt keine ,scham2 das ist sein ,rausch1 ja1 seine ,ekstase4 ,er trifft dich mit den ,entdeckungen1 die er in seiner ,seele gemacht hat1 er reit dich in seine ,abgrnde1 begrbt dich in seinen ,finsternissen1 schleift dich durch seine ,zweifel und seine ,qualen1 und am ,ausgang und am ,eingang steht er1 nur er1 ,pfrtner und ,totengrber4 ,der schpferische1 der handelnde ,mensch bernimmt die ,leiden der ,welt und reinigt die ,menschheit davon1 der ,psycholog giet seine ,leiden ber die ,welt1 und die ,psychologie ist ihm der ,schlssel zur ,welt1 das ,mittel1 um dir zu sagen3 ,du bist wie ich6 ,ein umgekehrtes tat-twam asi4 ,dieses du bist wie ich1 mit ,hilfe der ,psychologie1 des fortwhrenden ,belauerns konstatiert1 bringt etwas wie eine knstliche ,sozialitt bei ihm hervor1 indes ihm die natrliche von ,anfang an fehlt4 ,wo er hat1 ist sein ,verrat ohne ,hemmung1 gewissermaen sachlich2 wo er liebt1 glaubt er sich zu opfern durch den ,verrat1 und er mu verraten1 weil die einzige ,form seiner ,produktivitt darin besteht1 das ,ganze der ,welt in ,stcke zu reien und in dem ,schmerz ber die ,zerstrung und ,zertrmmerung die ,unvollkommenheit der ,dinge zu gestalten4 ,whrend der schpferische ,mensch in einem gttlichen ,sinne grausam ist1 ist der ,psycholog in einem menschlichen ,sinne grausam1 da er durch ein tragisch widerspruchsvolles ,gesetz trotz seiner ,einsamkeit immer an die ,menschheit gefesselt bleibt und sich so wenig wie von sich selbst richtend von ihr lsen kann4 ,er richtet nicht1 er klagt an2 es geht bei ihm um ,recht oder ,unrecht1 doch nie um ,gerechtigkeit4 ,psychologie ist ,naturalismus4 ,wie sie sich auch gebrden mag1 ist sie der ,feind und der ,gegensatz der ,schonung1 der ,scham1 der ,abbreviatur1 der ,andeutung1 der ,deutung1 der ,ahnung1 der ,sehnsucht1 der ,religion4 ,sie ist immer ein irdisch ,erflltes1 rationalistisch ,fertiges2 sie ist das ,wrtliche1 nicht das ,bildliche1 das ,allegorische1 nicht das ,symbolische1 der ,weg und nicht das ,ziel4 ,nun entsteht die ,frage3 ,wie verhlt sich die ,welt1 die ,gesellschaft hiezu1 wie nehmen die ,verratenen den ,verrat auf8 ,sie werden ja bestndig in ,anklagezustand versetzt1 bestndig ihrer ,geheimnisse beraubt1 bestndig in ihrer ,scham beleidigt1 wie knnen sie das ertragen8 ,die ,antwort ist3 ,der ,psycholog bedient sich des ,kniffs1 da er alles ,einzelne1 ,vereinzelte und ,sonderliche zum ,typus verdichtet 7whrend der schpferische ,mensch umgekehrt den ,typus individualisiert74 ,dadurch wird allem ,widerspruch die ,spitze gebrochen1 und es entsteht ein ,werk von groer ,leidenschaftlichkeit1 gegrndeter ,bewegtheit und seelischer ,durchfhrung1 ein ,werk von je strkerer persnlicher ,einheit zumeist1 je geringer eben die ,objektivierung der ,welt darinnen ist4 ,obwohl jene ,eigenschaften nur mittelst der ,kunst1 und zwar einer bedeutenden ,kunst zur ,erscheinung gelangen knnen1 nenne ich doch das ,verfahren des ,psychologen - in hherem ,betracht - einen ,kniff1 denn er deckt sich damit nach zwei ,seiten3 nach der einen gegen die ,menschen1 denen er einen ,zerrspiegel vorhlt und sie dabei durch seine ,leidenschaft1 sein ,gefhl1 seine ,kunst1 seine ,persnlichkeit verhindert1 die ,willkr in den ,zerrbildern zu erkennen2 nach der andern ,seite gegen ,gott1 oder1 wenn man will1 gegen das schpferische ,prinzip1 indem er sich als einen leidenden1 leidenschaftlich ergriffenen ,menschen preisgibt1 aufgibt und zugleich darauf pocht1 da er in unabhngigen ,gestaltungen zur ,gerechtigkeit und zur ,wahrheit strebt4 ,ich spreche selbstverstndlich nicht von der ,psychologie als ,wissenschaft2 diese ist eine gerade ,sache und hat mit der ,psychologie in der ,kunst wenig oder nichts gemein4 ,in der ,kunst ist sie nicht nur eine analytische ,methode1 sondern eine ,empirie hherer ,ordnung1 nicht mehr eine ,disziplin1 die von ,realitten ausgeht1 sondern eine ,realitt an sich4 ,sie verpflichtet und verbindet das knstlerische ,gebilde der ,erde1 verleiht der ,vision1 dem ,gleichnis1 dem ,schwebenden1 dem schon ,zusammengefaten1 ,verdichteten sein unverrckbares ,gesetz1 seelische ,anwendung1 wechselvolles ,leben und die ,glaubhaftigkeit1 die sich auf die ,erfahrung beruft4 ,der ,literat als ,psycholog will aber durch die ,psychologie die ,vision1 das ,gleichnis1 das ,verdichtete1 das ,gedicht erst erzeugen4 ,ihm ist der ,teil mehr als das ,ganze1 das ,kleinspiel wichtiger als die ,zusammenfassung1 und bevor er zur ,idee gelangt ist1 erlahmt er in den ,wirklichkeiten4 ,die ,wirklichkeit vermag er zu erschpfen1 er wei sie immer neu1 anziehend1 seltsam und treffend zu gestalten1 denn sie ist ja sein ,persnliches1 sein ,erbe1 whrend die ,idee das ,gttliche vorstellt1 von dem er abgeschnitten ist4 ,durch das auerordentliche1 zauberhafte1 verfhrerische ,talent1 die in sich selbst beschlossene ,realitt zu gestalten1 wird nun die ,menschheit1 die ,gesellschaft oder das1 was man ,publikum nennt1 ber den begangenen ,verrat hinweggetuscht4 ,und zwar nicht erst seit gestern4 ,mit dem ,eintritt des ,christentums in die ,welt hat die geistige und sittliche ,individualisierung der ,menschheit begonnen4 ,der christliche ,kerngedanke ist eigentlich die vollstndige und freiwillige ,selbstisolierung des ,individuums unter jedem ,verzicht auf soziale ,mission4 ,im ,geist des ,evangeliums ,christ sein heit3 allein dastehen gegen ,gott2 im ,einzelnen1 der sich erlst1 wird die ,menschheit erlst4 ,es konnte bei der ,sublimitt einer derart aufs uerste getriebenen ,idee nicht ausbleiben1 da sie1 um eine ,wirkung zu ben1 miverstanden werden mute und das ,christsein schlielich nur hie3 erlst werden durch das ,leiden eines andern1 dessen nmlich1 der seiner ,lehre das welthistorische ,beispiel gegeben4 ,dadurch wurde das ,christentum nach der sozialen ,seite hin nutzbar gemacht4 ,die christliche1 den ,leib leugnende1 die ,form zerstrende ,idee ist die der ,kunst entgegengesetzte ,idee schlechthin4 ,der christliche ,mythos konnte der ,kunst nur dort ,nahrung zufhren1 wo entweder glubige ,gemter den glubig ,schaffenden umgaben1 oder wo sein menschlicher ,gehalt die ,strenge der berlieferung sprengte und ,motive und gewisse ,freiheiten der ,darstellung bekam1 die eher alttestamentarisch oder1 im ganzen ,marienkult1 antikisierend und dem ,erlsergedanken fremd waren4 ,es konnte also nur das leidende1 inbrnstige1 ekstatische1 lebenverzichtende ,gefhl zum ,ausdruck gelangen1 wozu die volle naive ,frmmigkeit erforderlich war1 oder es muten bernommene ,vorstellungskomplexe eine immer wiederholte ,darstellung finden1 deren persnliche ,beseelung aber unmglich wurde1 als die ,tradition ermattet und die ,zahl ihrer ,motive verbraucht war4 ,die bildende ,kunst und die ,musik1 deren ,gehalt ausschlielich in der ,empfindung wurzelt1 die ihre geistigen ,werte in ,form und ,rhythmus verlegen1 konnten einen1 wenn auch meist nur scheinbaren ,zusammenhang mit dem ,christentum am lngsten bewahren2 die ,literatur hingegen1 ,drama1 ,epos und ,gedicht1 sind schon durch das ,wesen der ,sprache und des ,wortes auf eine strkere geistige ,existenz gestellt4 ,dies bedingt einerseits eine grere ,klte1 grere ,ferne und geringere ,unmittelbarkeit der ,gefhlswerte1 andererseits wird aber dadurch jede ,verschleierung und ,verdunkelung der ,idee erschwert1 da die ,auflsung der unerllichen ,harmonie zwischen ,idee und ,ausdruck zur ,wirkungslosigkeit fhren wrde4 ,der ,dichter mute sich also um so eher und nachhaltiger vom ,religisen befreien1 je mehr dies ,religise seines national-mythischen ,gehalts entkleidet und1 was dem ,geist des ,christentums widerspricht1 zu einer staatlichen und sozialen ,einrichtung wurde4 ,das christliche ,gebot der ,absonderung1 der leben-1 form- und freudezerstrenden ,individualisierung zwang ihn1 sozusagen wider seinen ,willen1 zu einer ,individualisierung auf geistigem ,weg1 vor allem zu einer losgelsten1 vom ,volk abgesonderten ,existenz4 ,das ,christentum hatte ihn des lebendigen1 aus dem ,volk ihm zustrmenden1 im seelischen ,leben des ,volks gewachsenen ,mythos beraubt1 und dies bedeutet3 da er seinen ,mythos selbst erschaffen mute1 aus seiner eigenen ,brust heraus4 ,die antiken ,dichter befanden sich im ,kreise des religisen ,mythos ihres ,volkes1 der stets identisch war mit dem nationalen ,mythos4 ,das ,christentum zerbrach diese ,einheit nicht nur1 sondern sein lebensfeindlicher und alles ,schpferische verneinender ,mythos entzog den ,dichtern auch die wesentlichste ,nahrung1 entzog ihrem ,dasein die wunderbar tiefe ,notwendigkeit und ,gesetzmigkeit1 die jene ,genien besaen1 die von einem ununterbrochenen ,strom mythisch vorhandener ,gestalten schon getragen wurden1 bevor sie ans ,werk gingen4 ,wie wre denn sonst das christliche ,mittelalter1 insonderheit das deutsche1 so arm an groen ,dichterpersnlichkeiten8 ,die wenigen von ,rang fhrten nur ein privates ,dasein1 waren einsam1 waren geduldet1 oder auch wohlgelitten1 ,snger1 ,kostgnger1 ,mitlufer1 nicht ,fhrer1 nicht ,propheten4 ,der ,dichter mute seinen ,mythos selbst erschaffen4 ,dabei ist es geblieben4 ,die ,entwickelung der ,gesellschaft1 der ,staaten1 der ,vlker1 der geistigen und sozialen ,revolutionen1 die ungeheuere1 durch die fortschreitende ,dezentralisation und die bestndige ,verschiebung der ,kasten und ,klassen bestndig wachsende ,flle von ,schicksalsmglichkeiten1 alle diese ,umstnde haben die ,tendenz zur ,vereinzelung verstrkt4 ,kaum da noch ,familien ein natrliches1 auf dem ,herkommen beruhendes ,ganzes bilden2 die ,gemeinde1 die ,polis1 der ,staat1 die ,nation sind schon knstliche und zufllige ,zusammensetzungen4 ,das seelische ,erwachen von ,millionen ,einzelnen bietet freilich ein groes ,schauspiel2 es ist nur die ,frage1 ob es durch die gegebene ,freiheit im ,grenzenlosen nicht eben ins ,grenzenlose und ,verhngnisvolle gesteigert wird4 ,da dem ,dichter also die geglaubte und gesicherte ,grundlage des nationalen ,mythos fehlt1 mu er ihn aus seinem ,innern ersetzen4 ,an die ,stelle der lebendigen berlieferung tritt diejenige des ,schrifttums1 und statt der natrlichen ,sprache1 die der ,mythos hat und in der er zu allen spricht1 ergibt sich der ,stil4 ,sein ,gedachtes1 sein ,geschautes1 sein ,getrumtes1 sein ,werden1 sein persnliches ,erleben1 seine ,anschauung der ,welt1 sein ,kampf gegen die ,gesellschaft1 sein ,verhltnis zur ,natur1 dies alles verdichtet1 vereinfacht1 verbildlicht und zur ,schnheit verwandelt1 wird nun fr den ,dichter zum ,mythos1 wird es erst dann1 wenn er zugleich ,knstler ist1 wenn er alle ,lebenselemente zu ,kunstelementen umgeschmolzen und das ,persnliche in ein ,gttliches verwandelt hat4 ,dies setzt nicht nur eine gewaltige ,arbeit1 einen heiligen ,ernst voraus1 eine ,kraft zur ,entsagung und einen ,willen zur ,einsamkeit und ,selbstvertiefung1 die den ,dichter vollkommen zum ,sklaven seiner ,aufgabe machen mssen1 damit er ,herr des ,werkes werde1 sondern es fordert auch bei den ,empfangenden eine ,eigenschaft1 die fast ,kongenialitt zu nennen ist und die sich natrlich nur bei erwhlten ,geistern findet1 zunchst wenigstens2 spter greift dann die ,tradition von ,bildung1 ,stil und ,kultur ein1 dieselbe ,tradition1 deren sich der ,nachfahr bedienen und die er zugleich bekmpfen mu1 um sich selbst zu finden4 ,so vollzieht sich nie ein harmonisches ,krftespiel2 alles ist ,kampf und ,absonderung1 und das ,miverstndnis zeugt1 nicht das ,einverstndnis4 ,in ,krze3 der schpferische ,mensch ersetzt das ,real-,mythische durch das ,fiktiv-,mythische1 das um so bedeutender und groartiger ist1 je grer eben sein ,geist1 sein ,blick1 seine innere ,welt1 sein ,genie sind4 ,es gelingt ihm durch unermdlichen ,flei1 durch glhendes ,welt-,erraffen1 selbstvergessenes ,welt-,erschauen1 sein ,egoistisch-,persnliches gleichsam auszutilgen und dafr das ,fiktiv-,persnliche zu geben4 ,dies ist dem ,literaten versagt2 also auch dem ,psychologen4 ,wohl schpft er ebenfalls alle ,nahrung aus sich selbst1 grbt eine ,welt aus seiner ,brust1 erlebt tief und wahrhaftig1 aber da er nicht die ,gabe der ,verwandlung besitzt1 bleibt er immer1 der er war1 wandelt sich nur von einem ,werk in das andere1 von einer ,gestalt in die andere1 nie in das ,gttliche empor1 und er ist fern von den ,menschen - wie der schpferische ,mensch1 und fern von ,gott - wie die ,menschen4 ,er verwandelt sich nicht in das ,herrlich-,fiktive2 auch seine ,gestalten nicht2 sie treten nicht in die ewige ,region1 in die ,sphre der hheren ,wahrheit1 des vereinfachten ,lebens1 sie bleiben ihm zugeschmiedet1 bleiben ,suchende1 ,irrende1 ,leidende1 ,unbefreite1 und sie sollen ,boten sein von ihm zur ,welt1 von ihm zu ,gott1 ,boten1 die er dingt1 um sich selbst1 seine ,schmerzen1 seine ,scham1 seinen ,ehrgeiz1 seine ,einsamkeit 7die ihm doch ein errungenes ,gut1 nicht ein erzwungenes ,joch sein mte7 zu bezeugen1 zu verraten4 ,die ,menschen aber1 in ihrer ,neugierde1 ihrer ,eitelkeit1 ihrer ,lust an ,spiegelbildern1 an ,enthllungen1 entschleierten ,geheimnissen1 zerstrten ,vorbehalten und unter dem ,druck ihrer ,not gewahren in ihm nicht ein ,gleichnis fr ,gttliches nicht eine ,idee1 sondern fr ,menschliches1 eine ,wirklichkeit4 ,das danken sie ihm1 das bewundern sie an ihm1 das zieht sie zu ihm4 ,seine ,wachsamkeit hlt sie wach1 seine ,bewegtheit zerstreut sie1 seine ,treffsicherheit trifft sie1 seine ,gespanntheit ergtzt sie1 seine ,einsamkeit verstehen und betrauern sie1 in allem finden sie ein ,gleichnis fr sich selbst1 und das ist etwas anderes1 viel ,lustigeres1 ,glaubhafteres und ,reizenderes als beim schpferischen ,menschen1 wo sie ein ,gleichnis fr das ,gttliche finden1 die ,synthese4 ,freilich1 so wenig der schpferische ,mensch heute das ,volk fr sich hat1 die belebte1 organische ,gesamtheit einer ,kulturperiode1 so wenig der ,literat als ,psycholog4 ,jener hat eine ,gemeinde1 eine geistige ,polis1 die an ,macht zunimmt2 der ,psycholog hat ein ,publikum4 ,und was ist ein ,publikum8 ,es sind die ,getroffenen1 die ,neugierigen1 die ,gelangweilten1 eine ungeordnete ,horde von ,freischrlern der ,bildung1 die ,wahllosen1 ,gesetzlosen1 ,zusammenhanglosen und vllig ,gottlosen4 ,darin beruht der tiefste ,schmerz des ,psychologen1 und deshalb wird ihm ,erfolg1 ,beifall und ,echo niemals zur reinen ,freude4 ,was kann es ihm auch bedeuten1 die ,gottlosen fr sich zu haben8 ,ihm1 der doch daran leidet1 da er gottlos ist8 ,mit der ,genugtuung1 die nicht frei von dem ,glck des ,darberstehens ist1 mag er auf den blicken1 der geradeswegs fr das ,publikum erschaffen wurde und der nicht mehr daran leidet1 da er gottlos ist4 ,das ist3 ,der ,literat als ,tribun ,er stammt zumeist aus kleinen ,verhltnissen und kennt die ,not1 die leibliche wie die geistige4 ,zwei ,dinge haben ihn emporgehoben3 sein ,ehrgeiz und das ,wort4 ,sein ,ehrgeiz war anfangs nur uerlich1 er zielte auf die ,verbesserung der sozialen ,stellung1 wurde aber spter durch geistige ,zustrme sowohl veredelt wie von der ,richtung abgelenkt1 denn der ,dienst am ,wort ist ein ,frondienst1 der jeden ,lebensgenu zerstrt4 ,so spielt dieser ,ehrgeiz mit dem1 der ihn hegt1 wie ein ,irrlicht mit dem ,wanderer4 ,die an die ,zwecke gebundene ,seele kann den ,geist nicht beschwingen1 aber sie gibt ihm die vehemente ,stokraft des von eingepretem ,dampf getriebenen ,hebels4 ,der ,literat als ,tribun ist der ,psycholog des ,tatschlichen2 er ist ,erklrer und ,propagandist2 ,bannertrger alles ,neuen2 ,beobachter1 der unfehlbare ,schlsse zieht2 ,alchimist der berraschungen und ,moralist der ,nutzanwendung2 bertreiber des ,absurden1 ,verzerrer des ,trivialen1 ,widersacher des ,selbstverstndlichen2 ,leugner des ,seltenen1 wo ,seltenes anerkannt1 und ,verkndiger des ,genius bis zu der ,stunde1 wo der ,genius sich ganz entfaltet4 ,er ist der ,meister der ,anpassung1 der ,aufwiegler der ,stumpfen1 die ,polizei der ,rebellen1 ,brandstifter und ,arzt2 er ist vieles in vielem1 alles in allem4 ,er steht1 auf den ,augenblick angewiesen1 zwischen zwei ,tagen1 ohne des vorhergehenden zu denken1 ohne den gegenwrtigen halten zu knnen1 ohne vom folgenden zu wissen4 ,er ist wie der ,kapitn eines ,passagierdampfers2 bei jeder ,fahrt sind andere ,menschen um ihn1 niemals gleichgestimmte1 nie vorbereitete1 nie solche1 die sich seiner ,leistung von der letzten ,fahrt her erinnern2 er mu alle ,voraussetzungen seines ,tuns und seiner ,krfte jedesmal von neuem exponieren4 ,der ,wechsel der ,passagiere vollzieht sich unter bestndigem ,bruch geschaffener ,bndnisse und bereinknfte1 bestndiger ,vernderung der ,formen und ,normen4 ,was er mitbringt1 ist seine ,person2 dieser erinnert man sich wohl4 ,im ,grund ist es der ,name1 der ,gewicht und ,klang hat1 der eine ,luft des ,schreckens1 des ,befehls1 der ,autoritt1 der ,leidenschaft um sich trgt4 ,die ,leistung wird dem ,namen zugewogen1 die ,person schreitet ber die ,leistung hinweg4 ,wer ist unglcklicher als er8 ,vertrauen erzwingen1 ,anerkennung1 ,billigung und ,freundschaft mit ,aufwand aller ,mittel des ,geistes erobern1 um alles wieder zu verlieren1 wenn der ,tag sich wendet4 ,immer wie am ,anfang mu er seine ,person einsetzen und blostellen1 immer mit dem ganzen ,elan oder1 was nicht minder aufreibend ist1 mit der ,gebrde des ganzen ,elans4 ,htte er nicht die ,gebrde1 so wrde er ausgeplndert1 ausgeschlrft und ausgeleert1 da die ,vielfltigkeit der ,aufgaben1 die ihm gestellt werden1 und die ,zerstreutheit der ,interessen1 die zu sammeln1 zu befriedigen1 zu beschftigen seine wichtigste ,mission ist1 ihn ntigen1 alles was er empfngt1 sogleich wieder zu veruern4 ,der schpferische ,mensch verarmt nicht1 ihn nhren tiefe ,wurzeln2 seine wirkliche ,persnlichkeit wird genhrt von seiner mythisch-fiktiven4 ,auch seine ,einsamkeit ist nur fiktiv1 denn er hat die ,gestalt1 die ihm verbunden ist1 auch wenn kein ,ohr ihn hrte1 kein ,auge ihn she4 ,die ,realitt ist nur ein ,gleichnis fr ihn2 er schafft ja die ,welt zum zweitenmal4 ,demgegenber ist der ,literat als ,tribun der einsamste von allen ,menschen1 ganz an sich geschmiedet1 ganz gelst von der ,welt4 ,was ihn schtzt und trstet1 ihn unermdlich1 gewissermaen verblendet macht1 was seinen ,ehrgeiz in ,glut erhlt1 ist das ,wort4 ,er hat eine angeborene ,liebe zum ,wort1 und es wre verwunderlich1 wenn er sich bisweilen nicht fr einen ,dichter hielte4 ,das ,wort ist sein ,gefhrte1 er geht mit ihm um wie mit einem ,freund1 er tndelt mit ihm wie mit einem ,kind1 er betreut es wie eine ,geliebte und ist von der ,macht des ,wortes bis ins ,innerste durchdrungen4 ,ist er von ,natur feige1 so wird er durch das ,wort tapfer1 ja tollkhn2 hinter dem ,wort verschanzt er sich1 verbirgt er seine ,armut1 seine ,zweifel1 seinen ,neid1 seine ,unsicherheit4 ,das ,wort gibt ihm ,charakter1 steigert seinen ,willen1 korrigiert und verdeckt seine ,irrtmer und verleiht ihm genau die ,gestalt1 die er vorzustellen wnscht4 ,so wird er undurchdringlich mit ,hilfe des ,worts1 als ob das ,wort ein ,panzer wre2 unsichtbar und unauffindbar hinter dem ,wort1 ein wunderliches ,widerspiel zum schpferischen ,menschen1 der unsichtbar ist hinter der ,gestalt4 ,aber ,worte schaffen nicht die ,gestalt1 nur ,handlungen1 ,bewegungen 7des ,krpers oder der ,seele74 ,dann sind ,worte von ganz anderem ,valeur1 ja1 ganz andere ,organismen1 ,gedeutetes1 nicht ,gesagtes4 ,das ,wort als solches verhllt die ,gestalt und macht sie unsichtbar4 ,in einer ,zeit wie der gegenwrtigen1 in der ungeheuren ,flle der ,dinge1 der ,gesichte1 der ,vorgnge1 der ,meinungen1 des ,wissenswrdigen1 des ,neuen1 des schnellen ,austausches der ,werte1 der enormen ,vergrerung geistigen ,bestandes bei erschreckender ,haltlosigkeit des ,besitzes ist der ,literat als ,tribun unentbehrlich4 ,er ist es1 der wgt1 der urteilt1 der vermittelt1 der die ,gromnze der geistigen ,regierungen in die ,kleinmnze des ,verkehrs umsetzt1 der ,bildung verbreitet1 ,kenntnisse weckt1 ,einsichten frdert und in allen ,angelegenheiten des ffentlichen ,lebens hchste und letzte ,instanz ist4 ,das wre nun eine sehr segensreiche ,ttigkeit mit heilsamen ,wirkungen1 mte man glauben4 ,man mte glauben1 da eine so stetige und heftige ,teilnahme am allgemeinen ,wohl1 an ,kunst und ,kultur1 an seelischem ,wachstum und geistigem ,fortschritt ohne ,selbstlosigkeit1 ohne ,opfersinn und ohne wahre ,sachlichkeit nicht denkbar sei4 ,sehen wir nher zu4 ,kann von ,opfersinn die ,rede sein1 wo ein ,lohn1 auch nur der allergeringste ,lohn in ,aussicht steht8 ,kann von ,selbstlosigkeit die ,rede sein1 wo eine ,handlung dazu dient1 den ,glanz eines ,namens zu erhhen8 ,es mag einer mit wahrer ,leidenschaft eine ,sache fhren1 und er besitzt doch nicht die wahre ,sachlichkeit1 sobald es unter dem ,schutz seiner ,person und unter dem ,schild seines ,namens geschieht4 ,opfersinn und ,selbstlosigkeit1 das wre ,auflsung der ,anonymitt1 - rein betrachtet1 meine ich1 denn ich will ja keine ,kompromisse mit den ,begriffen und mit den ,erscheinungen schlieen4 ,da die ,anonymitt des ,tribuns ja zuweilen sogar seiner ,ehre schaden kann und mu1 gehrt auf ein anderes ,feld2 es ist dies ein bedeutsames ,kulturzeichen1 welches die ,kultur1 nicht das anklagt1 was ich unter ,anonymitt verstehe4 ,was aber verlangst du8 hlt man mir dawider4 ,ist der ,opfersinn1 die ,selbstlosigkeit1 die ,sachlichkeit unzureichend1 die der ,literat als ,tribun in seinem edelsten ,typus darstellt1 was wre dann zureichend8 ,was geschhe ohne ihn8 ,wer wrde seine ,arbeit verrichten1 die1 wie gesagt1 unentbehrlich ist1 schon weil sie der ,gewohnheit und den eingefleischten ,neigungen entspricht8 ,vielleicht diejenigen1 die der ,auflsung und der ,anonymitt fhig sind8 ,die wirken durch die ,tat1 durch die ,gestalt1 nicht durch das ,wort4 ,ist jedoch der schpferische ,mensch anonym8 ,er erreicht einen gleichwertigen ,zustand durch den ,mythos1 in dem er entschwindet wie ,zeus in der ,wolke4 ,wo lge aber der ,mythos fr den ,literaten als ,tribun8 ,er kann ihn nicht haben1 denn das ,wort ist das dem ,mythos schlankweg ,entgegengesetzte4 ,dafr wre also abermals die ,zeit zu beschuldigen1 die eine ,kultur geschaffen hat aus einer ,summe von ,einzelkulturen1 die auf den ,individualismus schwrt und in ihren subtilsten ,regungen1 in ihren ahnungsvollsten ,stunden noch1 sie wei kaum wie sehr1 der ,materie huldigt4 ,die ,person1 das ist eben die ,materie in nuce4 ,man fragt1 was ohne die segensreiche ,ttigkeit geschehen wrde1 die der ,literat als ,tribun entfaltet4 ,die ,wege der ,bildung wrden verden2 gewi4 ,aber ist es nicht schon genug der ,bildung1 die nur auf eine ,vervollkommnung des ,persnlichen1 persnlicher ,macht1 persnlicher ,ausdrucksmglichkeit1 persnlicher ,steigerung zielt8 ,sollten nicht alle ,federn einmal ruhen1 um eine wohltuende ,geistesdmmerung eintreten zu lassen1 in der die ,seelen einander finden wrden1 der ,streit der ,meinungen1 die ,schlacht der ,worte zum ,austrag gelangen knnte8 ,ich behaupte nicht1 da diese ,bildung nur ein ueres sei1 sie kann auch ein ,inneres sein1 ,krftigerin des ,gemts1 ,reinigerin des ,herzens2 aber ein ,religises ist sie nicht1 niemals wird sie den ,menschen zum ,mythos fhren1 ihm die groe ,flle1 die groe ,stille1 die groe ,bescheidung1 den groen ,zusammenhang schenken und sein ,herz der ,trgheit entledigen1 die eine ,folge der individuellen ,isolierung ist2 immer wird sie ihn verpersnlichen1 zum ,knecht des ,wortes machen1 zum ,wrtlichen1 zum ,einzelnen4 ,dafr eben ist das ,wort ein ,merkmal1 das ,merkmal geradezu4 ,es hat alle ,gebiete des ,denkens und des ,gefhls1 die ,geisteswelt und die ,sinnenwelt erobert4 ,es ist der ntzliche ,kolonisator jeder ,wildnis und der voreilige ,zerstrer des ,geheimnisvollen4 ,es hat nur kurzen ,atem1 eine flchtige ,existenz1 aber es hat die ,kraft1 sich immer wieder aus sich selbst zu erneuen4 ,was es berhrt1 bezeichnet hat1 tritt unveruerlich in den ,bezirk des ,gewuten und ,bewuten1 in den ,bannkreis der ,meinungen und ,urteile1 wird studiert und klassifiziert1 ist da und ist fertig wie ,raritten in einem ,museum1 wie ,naturalien in einer ,sammlung1 wo sie aufhren1 ein freies1 organisches und anonymes ,dasein zu fhren4 ,was gestern noch ,ahnung war1 heute ist es ,gewiheit1 morgen ist es ein ,schall4 ,der ,weg vom lebendigen ,wort zum ,schlagwort entscheidet die ,krze des ,wegs vom ,glauben zur ,entgtterung1 von der ,gebundenheit zur ,anarchie4 ,in der ,mitte des ,wegs schwebt ein ,scheinbild von ,glauben und ,gesetz2 es ist nicht ,glauben1 es ist ,angst1 ,fatalismus2 es ist nicht ,gesetz1 es ist ,trgheit1 ,rationalismus - ,schranken vor dem ,chaos4 ,will der ,literat als ,tribun ber das ,wort hinaus1 so gelangt er in die ,sphre des ,dilettanten oder in die des ,psychologen1 wobei er ,schatten beschwrt1 die er fr ,gestalten nimmt4 ,aber innerhalb seines ,bereichs ist er unnachahmlich und wird seine ,gaben zur ,vollendung entwickeln4 ,da er in der ,luft der ,worte lebt1 atmet er alle ,worte ein1 die ber den ,dingen schweben1 ber den ,menschen1 ber der ,kunst und ber der ,natur4 ,er vermag sie so zu binden1 so zu schleifen1 da sie unter allen ,umstnden seinen ,charakter und die ,farbe seiner ,persnlichkeit annehmen4 ,dies ist noch nicht ,stil2 zum ,stil gehrt ,distanz und ,ruhe1 ,bild und ,rhythmus2 es ist das ,wort in seiner ,sinnlichkeit und ,nhe1 seiner ,einschichtigkeit und ,einzelligkeit1 das naive1 parteinehmende1 werbende und symbollose4 ,damit es an seinem ,platze sei1 fehlt ihm die ,rede4 ,dies enthllt sein ,zwittertum wie auch den ,zwiespalt des ,literaten als ,tribun4 ,die ,rede fordert ,hrende1 nicht ,neugierige1 ,wibegierige1 nicht ,gelangweilte1 die flchtig aufhorchen und wieder vergessen1 wenn der ,tag sich wendet1 deren ,teilnahme fr ,gelesenes nur eine ,maske der ,mdigkeit und der berftterung1 deren ,enthusiasmus sogar1 weil sie sich dadurch von einer ,verpflichtung loskaufen1 nur eine knstliche ,form von ,gleichgltigkeit oder sagen wir ,objektivitt ist2 sondern die ,rede fordert eine von gemeinsamem ,band vitaler ,interessen umschlungene ,gemeinde4 ,der ,literat als ,tribun sitzt also1 trivial gesagt1 zwischen zwei ,sthlen4 ,zur ,rede mangelt ihm die soziale ,grundlage1 eine einheitlich beteiligte ,gesellschaft2 das geschriebene ,wort hat ganz andere ,resonnanzen und ,ansprche2 an die ,stelle des ,willens zur ,tat tritt der ,ehrgeiz am ,wort2 er ist zum ,schriftsteller geworden1 ohne zu spren oder zuzugeben1 da dies nur ein ,surrogat ist1 und ber die ,unmglichkeit einer allgemeinen1 politischen1 besser3 verwandelnden ,wirkung trstet er sich mit der ,anerkennung der ,einzelnen1 mit dem ,enthusiasmus der ,gleichgltigen1 mit der ,zustimmung der ,fachgenossen und einem ,ruhm1 der aus ,papier besteht4 ,eine unausbleibliche ,folge des ,mangels an ,hrenden ist die zunehmende ,zahl derer1 die selbst etwas sagen wollen4 ,es beruht dies auf dem seltsamen ,irrtum der menschlichen ,natur1 da sie das geben zu mssen glaubt1 was sie nicht empfngt4 ,die fortschreitende ,individualisierung wirkt auf den einzelnen verlockend1 ein ,phantom der ,freiheit fft ihn1 und er tritt selbstttig aus der ,kette1 bevor zur ,reife gelangt ist1 was durch die stumme ,arbeit der ,geschlechter vollendet werden mu4 ,jeder solche einzelne ist ein ,talent4 ,das ,talent ist ein ,losgelstes1 vom ,mythos ,getrenntes1 auf eigene ,faust ,wirkendes4 ,die ,talente sind ,zauberer1 nicht ,priester in der modernen ,welt1 ,sektierer1 nicht ,apostel1 und was ihnen die ,zeit verdankt1 ,unterhaltung1 ,zerstreuung1 ,spannung1 ,anspannung 7der die ,abspannung wie eine ,rache nachgeht71 dafr machen sie sich bezahlt durch eine geistige ,tyrannei und eine ,vorherrschaft ihrer spezifischen ,art1 welche den innerlich ,unsichern1 zufllig ,erhobenen nicht verleugnen4 ,das ,talent ist wie der ,mond2 es zeigt immer nur eine ,seite3 die literarische2 die menschliche ist unsichtbar1 - eine ,entzweiung von verhngnisvoller ,beschaffenheit1 die irgendwo und -wann zum ,bankerott fhren mu4 ,wie oft sehen wir1 da zugunsten des ,literarischen das ,menschliche geopfert wird4 ,wir mssen auf ein ,antlitz verzichten1 um uns an ,verkleidungen zu ergtzen4 ,die ,kunst trennt sich vom ,leben4 ,nun gibt es ,flle1 wo ein ,mann so von einem ,erlebnis erfllt ist1 da er sich gedrngt fhlt1 es darzustellen4 ,es handelnd auszulsen1 ist ihm aus vielen ,grnden versagt1 unter welchen der ,mangel eines echten gesellschaftlichen ,zusammenschlusses am schwersten wiegt2 er greift zur schriftlichen ,mitteilung - als ,beichte2 zur bertragenen ,form des gestalteten ,bildes - als ,spiegelung4 ,mag es ,klarheit fr ihn1 ,aufklrung1 ,bereicherung fr die ,freunde1 fr ,gleichfhlende bringen1 ,werbung oder ,verteidigung sein1 es reinigt und entlastet ihn4 ,anstatt es aber dabei zu lassen1 das ,ungewhnliche1 ,seltene1 jedenfalls ,einmalige als solches zu bekrftigen1 indem man die ,einmaligkeit nicht zerstrt1 anstatt dessen wird der ,geist zur ,krippe getrieben1 und was zuerst ,berufung war1 wird ,handwerk1 dann ,routine1 dann ekler ,absud und ,selbstplagiat4 ,man ist ,schriftsteller1 denn man schreibt4 ,es wird immer weiter geschrieben1 ein ,name wird ausgenutzt1 eine ,tat wird verleugnet1 ,freunde werden zu ,kostgngern1 ehedem ,ergriffene zu hflichen ,jasagern1 die ,seele verarmt in der ,gebrde1 der ,geist stellt sich im ,wort blo1 ,erlebnis wird sogleich als ,stoff einkassiert1 der ,stoff hinwiederum lhmt das ,erlebnis1 dem ,schaffenden wird die ,bahn verlegt1 den ,genieenden die ,unschuld und ,freudigkeit getrbt1 und es entsteht - ,literatur4 ,das ,notwendige sinngem vollbringen1 kennzeichnet den ,menschen von ,berufung4 ,infolge jener ,entzweiung wird entweder das ,notwendige nicht sinngem1 d4 h4 stilgem1 angeborener ,form entsprechend zum ,ausdruck gelangen1 wenn das ,menschliche prvaliert1 oder das ,sinngeme wird nicht immer das ,notwendige1 ganz ,legitime1 ganz ,triebhafte sein1 wenn das ,literarische prvaliert4 ,entweder wird also das ,literarische als dem edleren ,dilettantismus verwandt1 oder das ,menschliche1 ,sittliche wird nur wie ein zuflliges ,anhngsel erscheinen4 ,letzterem ,schicksal ist der ,literat als ,tribun zumeist unterworfen4 ,von ,anbeginn an ist er der geschworene ,feind des ,dilettanten1 da er sozusagen auf ,vorposten steht1 niemals ,zeit hat1 nach vielen ,seiten sich verkettet findet und1 der ffentlichkeit preisgegeben1 eine ffentliche ,person ist1 von der man bestimmte ,leistungen zu erwarten sich mehr bemigt als gezwungen fhlt4 ,schon die stete ,verantwortung ntigt ihn zur ,gebrde1 wenn der ,elan verraucht ist1 um wieviel mehr erst die ,gewohnheit1 das ,metier4 ,das ,wort umpanzert ihn1 kommandiert ihn1 und wollte er sich auf sein ,sittlich-,menschliches beziehen1 wo das ,wort gesndigt hat1 so fnde er die ,brcken abgebrochen und den ,weg zu weit4 ,er mu antworten1 bestndig antworten1 als ob die ,welt und das ,leben voll von ,fragen wren2 sie sind auch voll von ,fragen1 nur werden sie nicht an ihn gerichtet1 sondern an die ,welt und das ,leben1 und die ,antwort geschieht um der ,antwort1 nicht um der ,fragen willen1 das ,wort mu ihm ,maske bleiben4 ,er darf sich nicht verraten1 niemals und unter keinen ,umstnden4 ,er ist nur treu1 solange das ,wort ihm treu ist4 ,er geht um die ,ecke und sieht dich nicht mehr4 ,dein ,gesicht ist ihm nur ein ,wort1 und ,worte werden vergessen 7oder auch behalten71 gesehen werden sie nicht4 ,er kann nicht trumen1 das ,wort hngt mit ,bleigewicht an den ,flgeln des ,traums2 er kann nicht genieen1 das ,wort verpflichtet ihn1 dem ,genu auszuweichen4 ,er fhlt nicht mit dir1 auer mit seinem ,ehrgeiz fr deinen ,beifall1 mit seiner ,leistung fr deine ,schwche1 mit seiner ,virtuositt fr deinen ,dank4 ,dahinter steht ein ,mensch1 gleichsam krnklich1 sehr argwhnisch1 oft sentimental1 ohne ,vertrauen1 ohne ,traditionen1 ,emporkmmling1 ,autodidakt1 beraus einsam und in unruhvoller1 ja atemloser ,ttigkeit4 ,der ,literat als ,schngeist ,er ist ein ,kind des ,reichtums1 oder wenn nicht dies1 so versteht er es doch1 sich die gemeinen ,sorgen vom ,leibe zu halten4 ,nicht als ob er ein bequemer ,herr wre2 er ist im ,gegenteil gar nicht bequem1 er hat nur einen leidenschaftlichen ,hang zur ,bequemlichkeit1 der ihm oft das ,leben so unbequem wie mglich macht4 ,schon das bloe ,nachdenken1 geschweige denn die ,beflissenheit1 ,bedrfnisse und ,ansprche zu befriedigen1 die einem gewhnlichen ,menschen keinerlei ,kopfzerbrechen verursachen1 strzt ihn in ,qualen und aufreibende ,arbeit4 ,bis er dazukommt1 den eigentlichen ,zwecken zu dienen1 ist die ,hlfte seiner ,seelenkraft schon aufgebraucht4 ,seine ,neigungen sind luxuris in jedem ,sinn4 ,er liebt die ,flle1 die ,seltenheit1 die ,kostbarkeit2 er liebt die ,dinge dinglich1 mit wahrer ,freude am ,gegenstand1 doch nur seltene und kostbare ,dinge1 oder solche1 die schon gleichsam eine ,metapher bilden oder enthalten4 ,am ,hufigen und ,niedrigen das ,charakteristische zu schtzen1 dazu fehlt ihm die ,lust1 ja die ,mglichkeit1 weil er sich zu weit nach der andern ,seite entfernt hat4 ,da aber das ,leben mehr aus ,hufigem und ,niedrigem besteht als aus ,seltenem und ,kostbarem1 so ist er kein ,beobachter des ,lebens1 sondern ein ,beschauer4 ,trotzdem hat er keine ,beschaulichkeit1 denn er hat keine ,naivitt4 ,man mu seine ,bildung als profund bezeichnen und seinen ,geschmack als ber jeden ,zweifel erhaben4 ,dies lt auf groe ,ausdauer schlieen1 auf einen sicheren ,blick und ein przis abwgendes ,urteil4 ,eine derartige ,vereinigung von ,bildung und ,geschmack kann ferner nicht ohne ernsthafte ,selbstzucht erreicht werden2 ist sie noch dazu einem ,temperament abgerungen1 das zu ,exzessen veranlagt ist1 so entsteht eine geistige ,kultur edelster ,kategorie1 in welcher der ,begriff ,vornehmheit zu tiefer ,bedeutung gelangt4 ,warum ist aber der schpferische ,mensch nicht in derselben ,bedeutung vornehm8 ,weil er mit dem ,niedrigen und ,hufigen des ,lebens ebenso verbunden ist wie mit dem ,seltenen und ,kostbaren2 weil sein ,wesen nicht darauf gerichtet ist1 sich zu distanzieren1 sondern sich zu identifizieren2 weil er nicht ,beschauer ist1 sondern ,mitlebender1 nein1 im ,innern der ,dinge und der ,kreaturen ,lebender4 ,wenn der schpferische ,mensch in sich selbst sein ,werk objektiviert1 so distanziert es der ,literat als ,schngeist4 ,das ,mittel zur ,distanz verleiht ihm die ,form1 der ,stil4 ,so ausnahmshaft seine ,person ist1 so ausnahmshaft ist sein ,stil1 durchaus das ,niedrige und ,hufige meidend1 durchaus das ,unterscheidende suchend und unterschieden bis zum ,gesuchten4 ,keine ,figur1 keine ,bewegung1 keine ,schilderung1 kein ,gefhl besteht durch sich selbst1 schmucklos1 sachlich1 eigenkrftig1 sondern sie werden durch den ,stil hervorgebracht1 anscheinend gelutert1 in ,wirklichkeit getrbt4 ,denn dieser ,stil ist nicht von der ,hand und vom ,willen gelst2 er zwingt immer zur ,aufnahme und ,betrachtung eines persnlichen ,elements und verhindert1 da man sich hingibt und da man glaubt4 ,man glaubt nicht an den ,schauspieler1 der verstehen lt1 da er eine exquisite ,rolle spielt1 und der ,literat als ,schngeist ist ein solcher ,schauspieler1 ein ,schauspieler1 der sich nicht opfern und vergessen kann1 weil er vor dem ,spiegel spielt statt vor ,gott1 der ,schauspieler seiner selbst4 ,er kann ohne den ,stil nicht denken1 nicht trumen1 nicht gestalten4 ,seine ,phantasie ist nicht wortgebunden4 ,im ,wort ist er frei1 durch ,bildung und ,wissen sowohl wie durch einen imperatorischen ,zug seines ,geistes1 vermge dessen er alles ,detail der ,erscheinung sammelt und sublimiert4 ,aber rhythmisch gebunden ist seine ,phantasie1 in ,schwingung1 ,ton1 ,melodik1 ,absetzung und ,steigerung so gebunden1 da die ,beschftigung damit1 die vorbereitende wie die ausfhrende1 die ganze ,atmosphre des ,lebens fllt und das ,leben selbst gewissermaen zu einem prdestinierten ,verlauf zwingt4 ,das ,formhafte wird ein ,gesetzmiges1 und die ,folge davon ist1 da das ,ethische ein ,zuflliges wird1 zumindest in ,abhngigkeit gert4 uerlich wie innerlich findet bestndig eine ,verdrngung der ,hauptwerte1 eine ,verschiebung des ,substantivischen hinter das ,attributivische statt1 woraus sich ein ungesundes und unklares ,verhltnis zwischen der ,anschauung und dem ,bild1 der sinnlichen ,wahrheit und der ,metapher ergibt4 ,bild und ,gleichnis werden isolierte ,faktoren1 die sich eigenwillig aufdrngen2 der ,weg von der ,anschauung zum ,bild ist oft so weit1 da der natrliche ,wrmezuflu versickert und an dessen ,stelle eine knstliche ,glut tritt1 berhitzung des ,ausdrucks1 berladung des ,gehalts1 ,verzerrung der ,form4 ,die beleidigte konomie lt keine echte ,schnheit mehr aufkommen2 wir gewahren entweder ein kaltes ,gebilde1 ,ohr- oder ,augenweide1 aber im ,grunde entseelt1 oder eines1 das uns wie in willenlosem ,trotz gegen die berwucherung der ,metapher durch einen vergewaltigenden ,subjektivismus ernchtert und zweckbewut macht4 ,denn es ist nicht die ,leidenschaft1 die mich verwandelt1 sondern die ,verwandlungen der ,leidenschaft verwandeln mich mit1 also letzten ,endes ein ,moralisches4 ,auf dieses ,moralische mu der ,literat als ,schngeist verzichten4 ,er scheint es zu verschmhen1 aber er mu darauf verzichten1 weil er sich nicht verwandeln kann1 weil er1 wie der ,psycholog und wie der ,tribun1 an seine ,person geschmiedet ist1 weil auch er nur den ,weg hat1 obschon es ein anderer ,weg ist1 und weil er am ,ziel stets bei sich selbst anlangt4 ,er kann sich nicht verraten2 er steht zu fern4 ,das ,moralische beschwert sein ,gewissen nicht mehr1 er leidet nicht darunter1 es kommt nicht mehr in ,frage fr ihn4 ,er spielt4 ,seine ,gebilde knnen leicht und schwebend sein wie ,seifenblasen1 sie knnen schwer oder flammend sein1 aber sie werden niemals jene unbedingte ,eigenlebigkeit zeigen1 die dem ,werke des schpferischen ,menschen innewohnt1 sie bleiben an seine ,person gebunden und haben gleichwohl nicht das ,hchst-,persnliche1 das erst aus dem ,mythischen strmt und das daher identisch mit hchster ,sachlichkeit ist4 ,insofern ist sein ,schaffen ,spiel3 weil es nicht hchste ,sachlichkeit ist4 ,da gibt es nur ein ,entweder - ,oder4 ,er mag ,gemt besitzen1 doch ist es wie ein ,fluch3 whrend er seine ,werke hervorbringt1 vielleicht schon in der ,konzeption1 verzehrt der ,rhythmus einen ,teil der ursprnglichen ,empfindung4 ,der ,rhythmus herrscht2 die ,einfachheit lt ihn erlahmen1 erst im ,komplizierten und ,beziehungsvollen kann er sich entfalten1 es sei denn1 da er das ,einfache so weit distanziert1 da es schon wieder metaphorisch wird1 als ,stilisierung verblat1 als ,arabeske sich verkrmmt4 ,niemand kennt besser denn der ,literat als ,schngeist die ewig gltigen ,werte schpferischer ,kunst4 ,da er sich an ihnen mit1 da er immer wieder whnt1 nicht nur mit ihnen wetteifern1 sondern1 wenn gnstige ,zuflle zusammentreffen1 sie auch erzeugen zu knnen1 da er sich darber tuscht und doch wieder1 vermge seines przisen ,urteils1 die ,tuschung nicht aufrecht erhalten kann1 das ist sein tiefstes ,leiden4 ,schon dieses ,leidens wegen ist er kein ,epigone zu heien2 er ist weit mehr1 er ist ,prtendent1 der niemals gekrnt wird1 der zweitgeborene ,bruder1 und er versteht oft mehr vom ,regieren und von der ,verwaltung als der ,regent1 der ,erstgeborene4 ,mglich1 da er aus diesem ,grund etwas von einem unruhigen ,diplomaten hat4 ,er mu immer ein wenig ,politik treiben1 um ,proselyten zu machen4 ,denn man wehrt sich gegen ihn2 die ,wahrheit ist in den ,menschen wie das ,herz1 sie wird nur verschleiert durch die ,geschfte des ,lebens und durch unreine ,zwecke abgelenkt4 ,aber auch aus ,liebe zur ,schnheit wird er zum ,politiker1 da er den ,rhythmus1 von dem er beseelt ist1 in seiner tglichen ,existenz gleichfalls nicht missen will4 ,er meidet dich heute1 wie er dich gestern gesucht hat1 denn heute strst du seinen ,rhythmus1 wie du ihn gestern beschwingt hast4 ,der ,rhythmus macht ihn treulos und tyrannisch1 liebenswrdig oder widerspenstig4 ,je unfruchtbarer er als ,knstler ist1 je mehr ,kunst verwendet er auf sein ,leben1 d4 h4 darauf1 den ,rhythmus in seine tgliche ,existenz zu bringen1 wobei dann ein ganz verwickelter ,umweg zum ,leiden entsteht1 ber die ,kunst und ber das ,leben hin1 fern von ,gott und fern von den ,menschen1 so da die ,schnheit als ,surrogat des ,gttlichen zum ,wahn- und ,schattenbild wird und das ,leben eine von falschen ,zwecken erfllte kalte und unglckselige ,einsamkeit4 ,in solcher ,einsamkeit gestalten wollen heit im luftleeren ,raum ,lieder singen wollen4 ,so wird der ,literat als ,schngeist zum ,sklaven der ,zeit1 indem er ihren ,rhythmus packt und ihre ,seele nicht findet und zerrieben wird im ,gefhl einer ihm unbegreiflichen ,ohnmacht2 oder er ist ein ,verbannter der mit unlebendigen und eigenwilligen ,formen sich fr sozial und seelisch frdernde scheinbar trstet4 ,der ,literat als ,apostel ,es ist das ,wesen des ,apostels1 vllig hingegeben einer ,idee zu dienen4 ,das ,wesen des ,literaten ist es1 sich selbst unterworfen zu sein4 ,der ,literat als ,apostel3 das wre also der ,widerspruch kat exochen1 das ,paradox an sich1 denn wie knnte man einer ,idee dienen1 wenn man nur der eigenen ,person dient8 ,wie knnte einer1 dessen ,schicksal es ist1 vom ,mythos getrennt zu sein1 sich berufen glauben1 den ,mythos zu erzeugen8 ,dieser ,widerspruch lst sich nur in einer einzigen ,weise3 indem er seine eigene ,person zur ,idee erhebt1 in der er darauf ausgeht1 aus sich selbst einen ,mythos zu machen1 aus seinem stabilierten ,ich2 nicht aus ,anschauung und ,erlebnis der ,welt1 nicht hingegeben1 sondern verlangend1 wollend und in der ,bezauberung des ,willens4 ,der ,literat als ,apostel ist der fanatisch auf das ,knstlertum gerichtete ,mensch4 ,genu des ,lebens1 verweilende ,ruhe sind ihm unbekannt4 ,man knnte glauben1 es sei der ,ehrgeiz1 der ihn befeuert1 der ,erfolg1 der ihn lockt1 die ,macht1 die ihn reizt1 und es ist wahr1 etwas von alledem gibt seinem ,streben den ,flug und die ,ausdauer1 seinem ,geist die ,elastizitt4 ,doch lat seiner ,ruhmsucht so viel ,genge geschehen1 als sie berhaupt begehrt1 lat seinen ,namen an der ,spitze von allen stehen1 lat ihn den ,einflu eines ,herrschers und den ,reichtum eines ,grobankiers haben1 - es ist ihm zu wenig2 er kann es wnschen1 glhend darnach eifern1 doch den ,besitz solcher ,gter sprt er kaum4 ,er ist ein ,besessener1 ein von der ,kunst ,behexter4 ,es ist ihm nicht darum zu tun1 das ,leben zu genieen4 ,sich selbst will er genieen1 sich selbst ausschpfen1 sich selbst in allen ,menschen und ,dingen erkennen1 und das ganze ,all1 ,gott und die ,kreaturen1 ist ihm eigentlich nur sein vielfach zerteiltes ,ich1 gesehen durch das ,medium ,kunst1 zu sammeln und zu gestalten ihm anbefohlen durch das ,idol ,kunst4 ,der schpferische ,mensch ist von einer wunderbaren ,bescheidenheit durchdrungen4 ,immer bleibt er gleichsam ,brger der ,welt2 er findet sich eingeordnet1 nie bevorrechtet2 gesteht man ihm hhere ,rechte zu1 so wird er schon an sich zu zweifeln beginnen4 ,er hat das feinste ,ohr fr die ,musik des ,lobes und setzt dem geringsten ,zuviel seine ,verachtung entgegen4 ,er ist gelassenen ,gemts1 weise und gehorsam1 sich selbst gehrig und der ,welt und der ,gottheit dienstbar1 sein ,knstlertum wahrend1 keineswegs aber es als ,schild benutzend oder gar als ,postament4 ,vielleicht ist es der ,mythos1 der ihn so bescheiden macht1 so stolz-bescheiden1 hnlich wie der ,abkmmling eines alten ,geschlechts stolz-bescheiden ist1 indem er seine ,fhigkeiten und das ,vermgen zu reprsentieren nicht allein seiner losgelsten ,person zuschreibt1 sondern es der ,kette der ,ahnen mitverdanken will4 ,so auch der schpferische ,mensch4 ,es wirken in ihm ,krfte von oben1 von den ,toten her1 von der ,erde1 vom ,volke her4 ,ganz anders der ,literat als ,apostel4 ,er ist der ,rebell wider alle ,ordnung1 es sei denn1 die ,ordnung habe keinen andern ,bezug als auf ihn4 ,ihm ist alles erlaubt1 nicht weil er wie der ,psycholog alles erklren kann1 sondern weil er es ist1 durch den die ,dinge und ,einrichtungen sind4 ,insoferne verhlt er sich zum ,psychologen wie ein ,gesetzgeber zu einem ,winkeladvokaten4 ,ihm ist ,lobes nie genug1 obwohl er ,lob verachtet2 es gibt keinen ,beifall1 der ihn beschmte1 keinen ,tadel1 der ihm anderes wre als die ,frechheit des ,neides oder der ,dnkel des ,unverstands4 ,er ist ausschweifenden ,gemts2 seine ,nerven sind der hchsten ,schwingungen1 der tiefsten ,ermattungen fhig1 und die ,menschen sind ihm nichts als ,futter2 ,futter fr seinen ,ruhm1 seine ,zwecke1 seine ,kunst4 ,er ist ein ,menschenjger1 ein ,menschenfresser1 keines ,freundes ,freund1 kein ,geliebter1 kein ,gatte1 kein ,vater1 nur ,knstler4 ,ist der ,literat als ,schngeist der ,schauspieler seiner selbst1 so ist der ,literat als ,apostel der ,priester seiner selbst4 ,beachten wir jedoch1 da er ein groer ,knstler ist und sein ,werk von hohem ,belang1 da er unter ,umstnden ganzen ,zeitabschnitten die geistige ,prgung verleiht1 und es wre zu fragen1 ob dies nicht ,entschdigung genug sei fr das berma und die ,selbstintronisation4 ,da ist denn zu erwidern1 da unsere ,zeit ohnehin geneigt ist1 sich mehr an den ,wirkenden als an das ,werk zu wenden4 ,dem genialen ,individuum ist eine unbegrenzte ,machtbefugnis fast von vornherein zugestanden4 ,die ,leistung1 das ist die ,person2 der ,effekt1 das ist die ,person2 ,glorie1 ,dankbarkeit und ,enthusiasmus knpfen sich an die ,person4 ,die ,person ist schon ,partei1 wo das ,werk kaum noch die ,geister erweckt hat2 sie gebietet den ,unschlssigen1 schchtert die ,zweifler ein und bricht den ,widerstand der ,stumpfen4 ,wohlgemerkt aber nicht die reale ,person1 nicht der handelnde ,mensch an sich2 dieser hat wenig ,spielraum1 ist eingezwngt in ein verwickeltes gesellschaftliches ,gewebe1 ein engmaschiges ,netz von ,pflichten und ,gesetzen und fhrt meist ein privates1 kleines ,leben voller ,hemmungen4 ,will er derjenige sein1 als der er gilt1 so mu er den ,kreis seines ,wirkens durch die ,fackel seines ,namens erleuchten1 er mu das ,zeugnis seiner ,leistung vorweisen knnen4 ,dann allerdings wird ihm die ,ehrfurcht gezollt1 deren die ,kunst1 als ,idee1 sonst vllig verlustig geht4 ,man kann also sagen3 ,die reale ,person wirkt erst durch das ,medium der ,werke1 die fiktive durch das ,medium des ,knstlers1 was natrlich das ,verkehrte ist4 ,es liegt darin nichts ,religises und ,verwandelndes mehr1 sondern ,aberglauben und ,gtzendienst4 ,in einer religisen1 mythisch-bewegten1 sachlich1 nicht individuell fixierten ,zeit trennen sich ,schpfer und ,gestalt berhaupt nicht voneinander1 fhren nicht ein von der ,gemeinschaft der ,menschen losgelstes ,dasein1 der ,schpfer als ,literat1 als ,schriftsteller1 die ,gestalt im ,buch oder hchstens als sthetische ,metapher im ,leben2 nein1 der ,schpfer1 in seiner ,bescheidenheit1 bleibt ,teil der ,gemeinschaft1 und seine ,gestalten umgeben ihn wie ,glieder einer ,familie den ,patriarchen2 sie allein sind die ,trger seines ,namens1 nicht aber die literarische ,idee1 die er von ihnen abstrahiert4 ,der groe ,knstler wird in seinem ,persnlichkeitsbewutsein leicht einem berma verfallen1 da er es immer dort gefhrdet findet1 wo er von seiner ,gestaltenwelt gelst auftritt1 also in seiner privaten ,existenz1 oder in seiner ffentlichen1 wenn er keine ,harmonie sprt zwischen knstlerischer und persnlicher ,wirkung1 und die kann er nur selten spren bei der ,zerstcktheit1 ,unverllichkeit und ,zuflligkeit aller ,wirkungen4 ,es erscheint ihm notwendig1 sich zu steigern1 sich in ,szene zu setzen1 sich geheimnisvoll zu machen1 sich zu kommentieren und sich selbst als ,idee vor das ,werk zu setzen4 ,davon hat die ,zeit sich mehr und mehr tuschen lassen und sich gewhnt1 ,persnliches fr ,sachliches zu nehmen4 ,gierig greift sie nach ,persnlichem1 wo das ,sachliche fremd oder sprde ist1 und sie tut es schon deshalb mit instinktiver ,vorliebe1 weil das ,sachliche stets in irgendeiner ,weise menschlich verpflichtet4 ,von solcher ,verpflichtung will man sich jedoch1 wo es angeht1 freihalten2 man will reden und urteilen1 nicht aber durch handelndes ,gefhl anteilvoll verkettet sein4 ,nicht umsonst sind wir berschwemmt von ,mitteilungen aus dem ,privatleben der ,knstler4 ,nicht umsonst werden ,briefe1 ,tagebcher1 ,aufzeichnungen1 ,skizzen1 ,fragmente der ,neugier verfrht preisgegeben4 ,wird der ,alkoven geffnet und die ,werkstatt ausgekehrt1 so mag der ,wissensdurstige sicher bisweilen befriedigt1 der ,forscher belehrt werden1 doch vorzglich wird nur dem ,hang der ,gesellschaft nach ,sachverschleierung gedient4 ,das ,gttliche wird beleidigt1 indem man den ,menschen vergttert4 ,so ist z4 ,b4 der ,mythos ,goethe eine ,beute der ,persnlichkeit ,goethe geworden1 und ,goethe selbst hat durch einen ,subjektivismus1 der ihm anstand und einen ,teil seiner ,genialitt ausmachte1 einen ,kult des ,redens ber die ,dinge1 der ,meinungsuerung1 der persnlichen ,ausholung und ,zwecksetzung und damit eine ,armee von ,literaten in die ,welt gerufen1 die sehr wohl ,bescheid wissen ber alle ,probleme des ,lebens1 die aber sehr wenig vermgen1 wo es gilt sich einzusetzen1 sich hinzugeben1 sich1 d4 h4 die ,meinung zu vergessen1 um einer ,sache zu dienen4 ,der ,literat als ,apostel ist bis zu einem ,grad ,eroberer1 ,mensch des ,willens und der ,sucht1 da er sogar seinem ,werk einen ,willen verleiht1 eine ,sucht ber die ,kunst hinaus4 ,er will es gltiger haben1 als es der ,kunst eigen ist zu gelten1 und durch die ,kraft seines ,knstlertums vermag er es in ungeheurer ,weise so zu steigern1 da es dieses ,ziel wirklich zu erreichen scheint4 ,hier ist eine ,schwche1 die mit erstaunlicher ,tuschungsmacht das ,schauspiel einer ,strke bietet1 um spter freilich1 wenn die ,gewalt der ,persnlichkeit dem ,walten des ,schicksals gewichen ist1 sich wieder als ,schwche1 als ,irrtum zu zeigen4 ,nur das ,gttliche1 das ,schpferische hat ,bestand2 das ,menschliche ist flchtig1 auch ,vergtterung ist nur ,finsternis4 ,haben wir es nicht erlebt1 wie die ,idee des ,gesamtkunstwerks als bizarre ,laune eines ,genies in sich zusammenstrzte8 ,es war etwas anderes und tieferes als bizarre ,laune4 ,es war das ,miverstndnis am ,mythos4 ,denn es ist klar1 da der ,literat als ,apostel1 da er keine ,selbstlosigkeit besitzt1 keinen ,mythos aus sich schaffen kann4 ,auch wo er uerlich zum ,mythos greift1 zu einem ,mythos1 der mehr ,sage ist als lebendig gebliebene ,bildung1 und ihn durch ,kunst vergegenwrtigt1 wird er nur ,allegorie geben1 privates ,leiden1 persnliche ,kmpfe1 seine egoistischen1 wenn auch groartigen ,entfaltungen und ,wandlungen in ,umrissen1 die vom ,mythos nur erborgt sind4 ,so wird auch die ,menschheit blo den spezifizierten ,schmerz darin erkennen2 jeder einzelne wird in diesem ,schmerz doppelt allein mit sich sein1 aufgereizt zu sich1 verlangend nach sich1 behext1 berauscht1 aber nicht verwandelt1 nicht erlst4 ,dieselbe ,herrschsucht1 die den modernen groen ,knstler dazu verfhrt1 sein ,werk ber die ,grenzen der ,kunst hinauszutreiben1 ihm gleichsam1 nach ,hamlets ,worten1 die ,bescheidenheit der ,natur zu rauben1 kann den ,philosophen1 sofern er ,literat ist1 dazu berreden1 sich zum ,mrtyrer seiner ,lehre zu machen4 ,da diese ,lehre eine lebenverneinende ist1 versteht sich nach allem ,dargelegten von selbst2 der ,literat ist ja wesensnotwendig ein ,pessimist4 ,nun kann der ,pessimismus allerdings in einem freien ,system als ,gestaltung auftreten1 die sternhaft oder kosmisch existent ist wie ein ,kunstwerk2 in diesem ,fall stellt eben die schpferische ,kraft des ,bildners oder ,architekten als lebensbejahendes ,element den ,ausgleich her4 ,wenn aber der ,pessimist den ,beweisantrag auf das eigene ,ich stellt und durchfhrt1 ist aus dem ,symbol ein ,wrtliches geworden2 da ist nicht mehr der ,dualismus1 der den schpferischen ,menschen in die ,mitte von ,irdischem und ,himmlischem fhrt1 da ist die ,sackgasse1 das ,persnliche1 persnlich ,endliche1 und das ,prinzip und ,gesetz des ,schaffens selbst wird verneint4 ,der ,literat kommt aber nicht von der ,psychologie los1 von der theoretischen nicht und von der angewandten nicht4 ,man mchte sagen1 er nimmt es mit der ,wahrheit zu genau1 - soweit er ,knstler ist1 und er htet sich1 als ,mensch1 zu wenig vor der ,verzerrung4 ,seine ,unabhngigkeit schenkt ihm keine ,freiheit1 sein ,ichbewutsein entfernt ihn von der ,liebe2 er ist die tragische ,figur der modernen ,welt und1 zum ,apostel berufen1 bricht er auf dem hchsten ,gipfel seiner ,persnlichkeit1 seiner ,einsamkeit und seines vergeblichen ,gottverlangens vor dem ,unerreichbaren zusammen4 ,die ,frau als ,literat ,dieses ,kapitel ist eigentlich ein ,einschiebsel1 denn in bezug auf die ,frau als ,literat ist nach allem bisher ,ausgefhrten nur noch ,selbstverstndliches zu sagen4 ,immerhin gehrt das ,thema zur ,geistesgeschichte der ,zeit1 denn nie zuvor haben ,frauen in solcher ,zahl und mit solcher ,energie schriftstellerisch1 knstlerisch produzierend sich bemerkbar gemacht4 ,die ,frau besitzt keine schpferische ,phantasie4 ,das ist kein ,streitsatz1 sondern ein ,erfahrungssatz2 eine ,tatsache1 die einem ,naturgesetz entspricht4 ,es ist die ,aufgabe der ,frau1 ,mutter zu werden1 ,leben zu empfangen1 ,leben zu gebren4 ,als ,weib1 als ,mutter ist sie gewissermaen an sich selbst schon ein ,stck ,mythos1 und ,gott hat es deshalb fr berflssig erachtet1 sie mit einer mythosschaffenden ,kraft zu begaben4 ,ihr ,knstlertum ruht in der ,liebe1 ihre ,idee ist die ,mutterschaft1 ihr ,werk ist das ,kind4 ,wenn also die ,frau sich knstlerisch hingibt1 so entsagt sie dadurch ihrer wahren ,bestimmung1 verzichtet freiwillig auf das ,schpferische und wird zum ,literaten1 und zwar zum ,literaten schlechthin1 zum ,literaten ohne schpferische ,phantasie1 welche ja dem ,psychologen1 dem ,schngeist1 dem ,apostel durchaus nicht mangelt2 ganz im ,gegenteil1 knnen diesen doch ,werke gelingen1 die den ,werken des schpferischen ,menschen nahezu ebenbrtig sind4 ,ich verkenne nicht die ,arbeit der ,frau2 nicht den ehrlichen ,willen1 nicht die ,tchtigkeit und ,geschicklichkeit1 nicht die ,fhigkeit zur ,anpassung und ,ausfhrung1 nicht die oft zutage tretende ,besonderheit des ,schauens1 nicht den sicheren ,instinkt1 nicht das vollgltige ,empfinden1 nicht die ,gabe des ,traums und des poetischen ,ausdrucks4 ,ich wei1 was geleistet worden ist2 ich erinnere mich zarter ,gedichte1 robuster ,erzhlungen1 anmutiger und starker ,bildnisse1 berzeugender ,schriften2 einer ,flle von respektablen ,hervorbringungen4 ,aber sie waren mir um so respektabler1 je weniger objektiv sie scheinen wollten1 je weniger sie zu ,gestaltungen griffen1 je mehr sie einem ,gefhl1 einem ,erlebnis1 einem ,unmittelbaren ,stimme verliehen4 ,nicht ,gestalt also2 ,stimme1 das ist es1 ,stimme oder ,stimmung1 etwas1 das so fern vom ,mythos liegt wie ein ,quellchen vom ,meer4 ,das ,vermgen1 ein ,weltbild zu objektivieren1 ist nur der schpferischen ,phantasie gegeben4 ,mit ,hilfe des ,fleies1 bewuter oder unbewuter ,nachahmung und der ,aneignung erprobter ,disziplinen gelangt die ,frau bisweilen zu ,gebilden von scheinbarer und uerlicher ,objektivation1 und ihre ,lust wie ihr ,talent zur ,beobachtung befhigt sie1 eine niedere ,realitt von ,zustnden und ,geschehnissen darzustellen1 welche unterhaltend1 geistig und gesellschaftlich anziehend sein und1 soweit sie auf ,erlebtem und ,gefhltem beruhen1 der ,wahrheit und ,glaubhaftigkeit nicht ermangeln werden4 ,das ,metaphorische1 das ,elementare1 das ,schpferische1 die ,synthese ist ihr jedoch versagt1 und je mehr sie darnach strebt1 je unzulnglicher mssen sich ihre ,produkte erweisen2 sie stehen dann in der ,luft1 wurzellos1 ziellos und wollen durch ,unruhe1 ,leidenschaftlichkeit und ,fieberhaftigkeit ersetzen1 was ihnen an ,natur und ,legitimitt1 - durch ,linie und ,schnrkel1 ,seltsamkeit und berhufung1 was ihnen an ,antlitz und ,naivitt fehlt4 ,bisweilen fragt man sich3 warum werden die ,frauen zu ,literaten8 ,ein ,buch1 und noch ein ,buch1 und noch eine ,meinung und noch ein ,vers und noch eine bemalte ,leinwand1 - darum handelt sichs doch schlielich nicht4 ,ein ,blick1 ein echtes ,wort1 eine ,wirkung von ,mensch zu ,mensch1 menschliches ,aufmerken1 ,bereitschaft des ,herzens knnen mehr1 weit mehr bedeuten4 ,das bel ist auch hier in einer zerklfteten1 anarchisch-gelsten ,gesellschaft zu suchen1 die keine lebendige ,organisation hat und in der deshalb jede ,flle zur berflle1 jeder berflu zur ,last1 jede ,hemmung zu falscher ,bettigung und jede ,abtrennung der einzelnen ,mitglieder bei unzureichender individueller ,kraft und ,bestimmung zur ,katastrophe wird4 ,die ,literatur gilt als ein ,gewerbe wie jedes andere2 das sogenannte ,talent gengt zum ,vorwrtskommen4 ,der ,einfall wird berschtzt2 zum ,einfall gehrt auch das ,detail2 die ,detailkrmerei beginnt schon1 uns geistige ,verdauungsbeschwerden zu erregen2 die ,mache1 die ,gebrde1 der fast von selbst arbeitende sprachliche ,mechanismus2 die ,gewohnheit1 sich meinungsmig zu uern1 sich einer seelischen ,spannung zu entuern1 indem man sie preisgibt und in einer quasi dichterischen ,form1 die meist zur ,schamlosigkeit kalter ,psychologie fhrt1 versteinert zur ,schau stellt2 die ,leichtigkeit und ,schnelligkeit der ,mitteilung1 dies alles ermuntert den einzelnen immer wieder1 sich literarisch zu isolieren und sich politisch1 sozial und menschlich damit abzutten4 ,wenn man zur ,einsicht kme1 da das sogenannte ,talent in den meisten ,fllen nur ein ,wesen ist1 das in freiwilliger ,verbannung von einer ,gemeinschaft lebt1 der es nicht ntzlich sein kann1 ein ,parasit und ,freibeuter1 wre schon viel gewonnen1 und die dreiigtausend ,bcher1 die jhrlich in ,deutschland auf den ,markt strmen1 wrden unter dem ,druck eines weiseren ,urteils und einer sachlicheren ,wahl auf eine notwendigere ,anzahl zusammenschrumpfen1 die vielleicht mehr ,gehalt in sich schlsse4 ,die ,frau als das zur ,liebe und ,empfngnis bestimmte ,geschpf menschlich und geistig isoliert1 in sozialer ,unfruchtbarkeit und egoistischer ,verpersnlichung ihres tieferen ,schicksals1 ihrer schnen anonymen ,wirkung 7wie vieles verdankt doch ihrer ,teilnahme der ,ruhm unserer groen ,knstler71 ja1 ihres ,lebensmythos beraubt zu sehen1 gewhrt ein trauriges ,bild weitgreifenden ,miverstndnisses4 ,ich spreche natrlich nicht von der ,schauspielerin1 der ,sngerin1 von rezeptiven ,knsten2 diese harmonieren1 solange nicht ein literarischer ,einschlag durch bertreibenden ,ehrgeiz und individuelle ,zwecksetzung stattfindet1 sehr wohl mit der weiblichen ,seele1 mit ihrer geistigen ,wandlungsfhigkeit1 ,anschmiegung des ,gefhls und ,poetisierung der ,realitt4 ,die ,tnzerin1 die lediglich ihren ,krper zur ,kunstuerung verwendet1 bietet vielleicht das edelste ,bild weiblicher ,genialitt4 ,nur wo das ,schpferische vorgetuscht wird1 zeigt sich die ,frau 7mit ,ausnahme von zwei oder drei ,fllen innerhalb der ganzen ,geistesgeschichte7 sogleich als ,literat schlechthin4 ,die ,natur lt sich nicht betrgen2 auch die ,menschheit nicht2 nur die ,menschen lassen sich betrgen4 ,sie tun1 als glaubten sie1 auch wo ihr ,inneres unbeteiligt ist2 sie nehmen das ,wunderliche fr das ,wunder1 den ,notbehelf fr das ,notwendige1 das ,phantom fr das ,phnomen4 ,die ,frau als ,literat braucht sich nicht mehr zu verraten2 es ist nichts zu verraten2 es ist alles von einfachster ,aufrichtigkeit1 ,geradlinigkeit und ,durchschaubarkeit4 ,wir erblicken einen tchtigen1 emsigen1 klugen und nachdenklichen ,arbeiter1 dem weder ,wort1 noch ,rhythmus1 noch ,idee zur ,maske werden knnen und der den ,schmerz der ,einsamkeit nur gemtisch ahnt1 nicht geistig steigert und auflst2 keine tragische1 sondern nur eine charakterisierte und zufllige ,gestalt4 ,ergebnisse ,der ,literat ist der vom ,mythos losgelste produktive ,mensch4 ,er ist auch der von der ,gesellschaft losgelste ,mensch1 der einzelne1 innerhalb eines nur durch uere ,gesetze verkitteten ,gemeinwesens4 ,so wie er aber ohne das ,vorbild des schpferischen ,menschen nicht zu denken ist1 bleibt er auch in seinem ,tun und ,lassen1 durch sein ,persnlichkeitsbestreben1 durch die ,notwendigkeit der ,spiegelung1 durch das ,element des ,ehrgeizes und durch das ,element des ,verrats der ,gesellschaft verbunden4 ,der ,literat ist vergelich4 ,er ist lieblos1 weil er allzusehr in sich selbst verstrickt ist4 ,er anerkennt keine ,konvention1 weil nur seine eigene ,person ihm den ,mastab fr die ,welt und die ,dinge gibt4 ,dieser ,mangel an ,konvention verfhrt ihn zu einer knstlichen ,originalitt mit ,hilfe der seltenen ,beobachtung1 des seltenen ,wortes1 des seltenen ,rhythmus4 ,der ,literat ist eitel und sehnschtig1 eitel selbst1 wo er sich blostellt1 und sehnschtig am meisten dort1 wo er sich verliert4 ,er ist friedlos1 immer nach ,vernderung begierig1 versteht aber nicht zu wandern4 ,sein ,verhltnis zu ,menschen ist selten dauernd2 er stellt die hchsten ,ansprche von seiner ,seite1 ohne die billigsten von der andern ,seite zu befriedigen4 ,er kontrolliert seine eigenen ,handlungen1 ,gedanken und ,gefhle sehr scharf1 ja grausam4 ,es mangelt ihm an jener ,ehrfurcht vor sich selbst1 die den schpferischen ,menschen auszeichnet4 ,weil er so unbarmherzig und rcksichtslos gegen sich selbst ist1 glaubt er es auch gegen andere sein zu drfen1 aber er vergit1 da jenes ,wten gegen die eigene ,seele nur ein ,vorwand zum ,verrat ist1 nicht aber ein ,mittel zur ,reinigung1 ,steigerung und ,befreiung4 ,selbstbeobachtung1 ,selbstzerfaserung ist ein ,unglck1 wie es grer kaum zu denken ist2 alle ursprngliche ,kraft des ,glaubens1 alle ,fhigkeit zur sittlichen ,erhebung1 zur ,umwandlung1 geht daran zugrunde4 ,auch der religise oder der schpferische ,mensch beobachtet sich selbst1 aber er wird sich dabei zum ,gleichnis2 durch diese ,gleichniswerdung kann er sich korrigieren und bescheiden4 ,nicht ohne tiefen ,grund findet sich eine so groe ,zahl von ,literaten unter den ,juden4 ,in der ,existenz des ,juden gibt sich die schrfste ,gegenstzlichkeit geistiger und seelischer ,eigenschaften kund4 ,er ist entweder der gottloseste oder der gotterfllteste aller ,menschen2 er ist entweder wahrhaft sozial1 sei es in veralteten1 leblosen ,formen1 sei es in neuen1 utopischen1 das ,alte zerstrenden1 oder er will in anarchischer ,einsamkeit nur sich selber suchen4 ,entweder ist er ein ,fanatiker oder ein ,gleichgltiger1 entweder ein ,sldner oder ein ,prophet4 ,das ,schicksal der ,nation1 ihre ,vereinzelung unter fremden ,nationen1 ihre ungeheuren wirtschaftlichen und geistigen ,anstrengungen im ,kampf gegen die widrigsten ,umstnde1 der fortwhrende ,zustand der ,abwehr1 der ,selbstbehauptung1 das pltzliche ,erwachen am ,morgen eines ,kulturtags1 das leidenschaftliche ,ergreifen der ,hilfsmittel und ,waffen dieser ,kultur und die darauf erfolgte gewaltsame ,unterdrckung und ,zerschneidung der ,tradition1 all das hat die ,juden als ganzes ,volk zu einer ,art von ,literatenrolle vorbestimmt4 ,wo sich hingegen der einzelne wieder des groen ,zusammenhangs bewut wird1 wo er im ,scho der ,geschichte1 der berlieferung ruht1 wo urewige ,symbole ihn tragen1 urewige ,blutstrme ihm ,adelsbewutsein verleihen und zugleich alles ,errungene und ,erworbene organisch damit verschmilzt1 da mag er wohl den ,weg zu ,gttlichem leichter als andere finden4 ,der ,jude als ,europer1 als ,kosmopolit ist ein ,literat2 der ,jude als ,orientale1 nicht im ethnographischen1 sondern im mythischen ,sinne1 als welcher die verwandelnde ,kraft zur ,gegenwart schon zur ,bedingung macht1 kann ,schpfer sein4 ,alle ,berufe und alle ,stnde haben ihre ,literaten4 ,man kann den ,satz aufstellen3 ,jeder ,fachmann ist ein ,literat1 jeder ,laie trgt noch etwas von ,mythos in sich4 ,denn alles ,fachwesen und ,spezialistentum ist nur ein ,merkmal des groen ,individualisierungsprozesses der ,zeit4 ,vertiefung zwingt zur ,absonderung1 die ,flle zur ,arbeitsteilung4 ,das ist gut und unerllich4 ,nun ereignet sich aber das ,seltsame1 da gerade bei dieser1 die ,selbstbescheidung gebieterisch fordernden ,ttigkeit der einzelne die argwhnische ,wachsamkeit des ,psychologen1 die ,herrschsucht des ,tribuns bekundet1 da er sich von allem1 was nicht sein ,fach betrifft1 in trotziger und gleichgltiger ,entfernung hlt und ein ,leben auerhalb des ,fachs oft kaum mehr kennt4 ,der ,literat ist der geborene ,znftler4 ,laien geben einem ,literaten bisweilen den ,rat1 er mge1 um in seinem ,erwerb nicht ausschlielich auf die ,kunst angewiesen zu sein1 daneben ein ,amt oder einen ,brotberuf whlen4 ,das ist geradeso1 als wollte man einen rztlichen ,spezialisten dazu berreden1 nebenbei die ,tischlerei zu betreiben1 weil er zu wenig ,patienten hat4 ,mit ,recht wrde er antworten3 ,mein ,fach fordert den ,menschen ganz und gar1 meine ganze ,zeit1 meine ganze ,anstrengung und alle ,gedanken4 ,der ,literat ist eben nur ,literat1 er kann nichts anderes sein4 ,der ,vorschlag des ,laien ist freilich in jedem ,sinne tricht4 ,amt und ,brotberuf taugen blo dem ,dilettanten2 je innerlicher sein ,verhltnis zur ,kunst ist1 je mehr mu er unter abziehender ,beschftigung leiden4 ,dem schpferischen ,menschen wird sie vollends zur ,qual2 auch ihn fordert seine ,sache ganz1 wenn schon in anderer ,weise1 nicht weil er ,literat ist1 der erobern will und mu1 sondern weil er ,mensch ist1 weil ,mythos und ,menschheit von ihm verlangen1 da er sich unbedingt und ohne ,vorbehalt hingebe4 ,erwerb oder ,nichterwerb irdischer ,gter kommt dabei in hherem ,betracht nicht mehr in ,frage2 schlimm genug1 wenn es in niederem ,betracht zu erwgen ist4 ,indessen gehrt die nackte und aufrichtige ,gegenberstellung der konomischen und der geistigen ,mchte zum ,bild unserer ,epoche4 ,kapital will ,leistung2 ,leistung will ,nutznieung1 ,arbeitskraft und ,lebensgefhl steigern sich wechselseitig2 ,erfolg1 ,besttigung und ,lohn sind dem einzelnen rascher und reichlicher zugemessen als je1 und wenn auch der ,lockung oft nur gefolgt wird1 weil eine ,erfllung so nahe scheint1 der ,ruf nur deshalb so viele ,hrer findet1 weil in ihm die ,befriedigung ausschweifender ,ansprche verheien wird1 so kann doch kaum eine ,prmie ausbezahlt werden ohne den vollen1 ja leidenschaftlichen ,einsatz von ,tchtigkeit und ,intensitt4 ,diese ,leidenschaft1 dieser ,schwung1 der unermdliche ,wetteifer1 sie sind vielleicht ,zeichen fr die ,heraufkunft einer greren ,zeit2 schchterne ,zeichen1 weil sie noch ganz am ,persnlichen und ,egoistischen haften4 ,aber wie ,eisenteile im ,feuer des ,hochofens zusammengeschmolzen werden1 so kann die ,zerstcktheit und die ,zersplitterung einer individualistischen ,gesellschaft durch einen alle ,glieder ergreifenden1 stetigen ,strom von ,leidenschaft1 gleichviel wo er entspringt1 zu organischer ,einheit verwandelt werden4 ,leidenschaft ist ja die erste und letzte ,lebensgewalt2 in ihr vereinen sich ,element und ,wille2 sie kann eine unproduktive ,ordnung zum ,chaos fhren1 aber aus dem ,chaos wieder eine neue ,welt erzeugen1 ,sammlung aus der ,diaspora4 ,dann mag sich ein ,weg auftun zum ,mythos und zu ,gott4 ,die ,kunst der ,erzhlung ,geschrieben #aijd ,,der ,,junge3 ,es ist wohl ber ein ,jahr her1 da wir uns nicht gesehen haben4 ,seit meine ,freundin gestorben ist1 bin ich kaum mehr unter ,menschen gekommen1 und ich verlasse mein ,zimmer nur zu einsamen ,spaziergngen4 ,mein einziges ,vergngen sind die ,bcher und das ,nachdenken ber den ,eindruck1 den sie mir gemacht haben4 ,ich glaube1 wenn ich jetzt wieder die ,feder in die ,hand nhme1 so knnte ich etwas ,tchtiges leisten4 ,,der ,,alte3 ,und wozu treibt es dich denn8 ,ein ,knstler darf nicht wie ein ,jger sein1 der1 unbekmmert was ihm vor den ,schu kommen mag1 durchs ,gelnde streift1 sondern er mu wie ein ,seemann sein1 der den inneren ,sinn1 das innere ,auge unablssig auf ein vielleicht nicht sichtbares1 doch tief bewutes ,ziel richtet4 ,also wozu treibt es dich8 ,wozu glaubst du dich geboren8 ,welche ,insel des ,geistes willst du dir entdecken8 ,,der ,,junge3 ,ich fhle zu nichts anderem ,lust und ,freude als ,geschichten zu erzhlen4 ,in den ,stunden der ,einsamkeit und der ,sammlung ist es mir1 als ob mein ,inneres bis zum ,rand angefllt wre mit ,ereignissen und ,schicksalen4 ,oft ist mir zu ,mut1 als msse der ganze ,lauf der ,welt1 von ,adams ,zeiten an1 sich mir in einer besonderen ,weise enthllen1 und ich spre das unbezwingliche ,verlangen1 wie soll ich es nur sagen8444 zu erzhlen1 zu erzhlen4 ,,der ,,alte3 ,das ist schn1 prchtig sogar4 ,wenn du dieses ,verlangen wirklich hast und es nicht darin miverstehst1 wie du es befolgst1 dann wrest du allerdings dazu geboren zu erzhlen4 ,,der ,,junge3 ,wie sollte ich es miverstehen8 ,warum zweifelst du8 ,was gibt es denn ,einfacheres8 ,,der ,,alte3 ,da es keineswegs einfach ist1 keineswegs selbstverstndlich1 knnte dich schon ein ,blick auf die heutigen ,erzeugnisse dieser ,kunst lehren4 ,die ,meisten wissen ja gar nicht mehr1 was es heit3 eine ,geschichte erzhlen1 und selbst die ,begabtesten bringen lauter ,zwitter- und ,miformen hervor4 ,,der ,,junge3 ,du bist sehr streng wie immer4 ,ich glaube nicht1 da du recht hast4 ,niemals war so viel im ,werk wie gerade jetzt4 ,auf allen ,seiten wird es ,tag4 ,,der ,,alte3 ,der ewige ,irrtum der ,jugend4 ,,der ,,junge3 ,dann mu ich frchten1 da du auch1 was ich selbst bisher geschaffen1 verwerfen wirst4 ,,der ,,alte3 ,darauf knnte ich erst antworten1 wenn ich wte1 wie es mit dir steht und ob dich nichts anderes erfllt als die ,liebe zur ,sache1 ob dein ,geist nichts anderes erstrebt als die ,vollendung in ihr1 ob dir vor der ,wahrheit bangt oder ob leichtsinniges ,lob dich nicht schon fr immer geblendet hat4 ,wenn du ,angst vor einer bitteren ,stunde hast1 dann verbirg es nicht1 ich schweige gern4 ,du besinnst dich8 ,,der ,,junge3 ,hltst du denn dein ,urteil fr unumstlich1 fr das einzig mgliche8 ,kann es nicht auf ,tuschung1 auf ,unmilde1 auf ,eigensinn beruhen8 ,,der ,,alte3 ,ich will es dir zu begrnden suchen1 und wenn du meine ,argumente entkrften kannst1 werde ich mich zufrieden geben4 ,,der ,,junge3 ,also sprich4 ,,der ,,alte3 ,es gibt dreierlei ,arten von ,schriftstellern3 solche1 die einen eigenen ,stil haben und ihn zur hchsten ,vollkommenheit auszubilden vermgen2 solche1 die einen eigenen ,stil suchen1 und endlich solche1 die einen ,allerweltsstil vorfinden und sich zu ihm verhalten wie die ,gste eines ,wirtshauses zu den ,tischen und ,krgen und ,sthlen2 sie knnen niemals zum ,herrn ihres ,wortes1 ihrer ,gedanken1 ihrer ,phrase werden1 das glhendste ,erlebnis mu ihnen erstarren1 erhabene ,stimmungen werden trivial1 jede ,inspiration wird ,absicht1 jede ,beeinflussung von auen ,nachahmung1 alles1 was krftig ist1 brutal1 und was fein ist1 schwchlich4 ,aber von diesen ,schriftstellern1 die die ,marktware fr den groen ,haufen besorgen1 wollen wir nicht sprechen4 ,du gehrst zur zweiten ,art4 ,,der ,,junge3 ,das wre ja weiter nicht schlimm4 ,suchende sind wir alle4 ,ja1 man kann sagen1 da der allergrte ,meister bis zu seinem ,todestage nicht aufgehrt hat zu suchen4 ,warum lchelst du8 ,,der ,,alte3 ,weil ich an dieser ,bemerkung sehe1 wie wenig du mich noch verstanden hast4 ,wenn die groen ,meister suchen1 so wollen sie den ,einklang schaffen zwischen ,stoff und ,form4 ,sie wissen1 da es ohne solche ,harmonie berhaupt kein ,kunstwerk gibt4 ,und weil sie das wissen und auf diesem ,wege zur ,vollkommenheit streben und sich wohl hten werden1 die ,flle ihrer ,mittel an den falschen ,gegenstand oder am falschen ,ort zu verschwenden1 so wird immer etwas entstehen1 was der ,kunst und ihrer eigenen ,schpferpersnlichkeit gem ist4 ,sie suchen mit sehenden ,augen1 ihr aber sucht als ,blinde2 sie gehen den geraden ,weg und kommen an ein ,ziel1 wenn auch nicht immer an das gewnschte2 ihr aber taumelt im ,kreise herum4 ,die ,suchenden1 die nicht um das ,wesen wissen1 sind zum ,untergang verurteilt4 ,,der ,,junge3 ,du machst mich wahrhaft unruhig4 ,ich knnte dich hassen1 wenn ich nicht wte1 wie ernst du es meinst4 ,ich ahne1 wo du hinaus willst4 ,so rede doch endlich von mir4 ,,der ,,alte3 ,gut4 ,zwei ,dinge1 ein scheinbar ueres und ein scheinbar inneres1 habe ich zunchst an deinen ,arbeiten auszusetzen3 nmlich da sie den ,leser nicht mit ,behaglichkeit erfllen und da es dem ,stoff selbst an ,daseinsnotwendigkeit gebricht4 ,beides hngt aber inniger zusammen1 als du glaubst2 das werde ich dir bald beweisen4 ,,der ,,junge3 ,was meinst du mit ,behaglichkeit8 ,das ,gegenteil bezwecken wir doch1 wenn wir ,dichtungen ersinnen3 ,erregung1 ,spannung1 ,teilnahme1 ,erschtterung4 ,ich glaube1 du treibst deinen ,spa mit mir4 ,,der ,,alte3 ,geduld4 ,ich verstehe die ,behaglichkeit hier in einem hheren1 knstlerischen ,sinn4 ,ich verstehe darunter das unbegrenzte ,vertrauen des idealen ,lesers zum ,erzhler4 ,dieses ,vertrauen entsteht durch ,glaubwrdigkeit1 und die ,glaubwrdigkeit nun entsteht aus der ,notwendigkeit des erzhlten ,gegenstandes4 ,du siehst nun1 wie fest der ,zusammenhang zwischen den beiden ,dingen ist1 und noch untrennbarer wird er fr das ,auge und fr das ,gefhl durch das1 was der ,laie1 der ,dilettant1 der ,durchschnittskritiker die ,technik nennt3 durch die ,art des ,erzhlens2 auch sie ist nur ein scheinbar uerliches1 denn in ,wirklichkeit ist sie die ,seele der epischen ,kunst4 ,,der ,,junge3 ,das wird zu weit und breit4 ,du wolltest doch von meinen ,arbeiten reden4 ,,der ,,alte3 ,ich sage nun1 da deinen ,produkten die ,behaglichkeit fehlt1 weil du nicht die ,mittel und das ,wissen hast1 sie hervorzubringen4 ,was du schreibst1 trgt unverkennbar den ,stempel des direkten und indirekten ,erlebnisses1 aber diese ,erlebnisse sind nicht knstlerisch verklrt und erhht und bleiben daher ohne poetische ,wirkungen4 ,du hast eine starke und natrliche ,empfindung1 die aber nur selten in ihrer ,reinheit wirkt1 weil sich der ,stoff nicht ganz in ihr aufzulsen vermag4 ,merkst du nun1 wo es hinaus will1 merkst du1 wie alles ,innerliche zugleich ein uerliches ist und umgekehrt8 ,,der ,,junge3 ,ich merke nichts als ,pedanterie und hre nichts als ,worte4 ,wenn eine ,kunstform nicht ausreicht fr das1 was ich zu sagen habe1 nun dann erweitere man mir diese ,form4 ,wo stehen diese gelehrten ,gesetze geschrieben1 denen ich mich fgen soll8 ,wer hat sie gemacht1 und wie kme ich dazu1 mich vor ihnen zu beugen8 ,,der ,,alte3 ,wo sie geschrieben stehen8 ,im menschlichen ,gefhl4 ,wer sie gemacht hat8 ,das menschliche ,gefhl4 ,warum du dich ihnen beugen sollst8 ,weil du sonst nicht wirken wirst1 weil dein ,wort und dein ,werk sonst von flchtigerem ,bestand sind als ein ,stck ,eis in der ,mittagssonne4 ,man hat nmlich im ,lauf der ,jahrhunderte1 der ,jahrtausende herausgefunden1 was die ,menschheit ergreift1 trstet und erfreut1 was aus ihren ,tiefen stammt und zu ihren ,tiefen strebt4 ,die es befolgten und solche hohe ,wirkungen erreichten1 nicht blind1 sondern durch klarstes ,wissen1 das waren die ,meister4 ,wer der ,belehrung trotzt1 kann nicht einmal ,schler werden4 ,,der ,,junge3 ,also belehre mich4 ,,der ,,alte3 ,ich sagte vorhin1 da die ,elemente sich in dir nicht mischen wollen2 ,stoff und ,empfindung bleiben feindlich und unaufgelst einander gegenber4 ,die ,folge davon ist eine immerwhrende und berall ersichtliche ,dissonanz4 ,du erzhlst eigentlich nicht ,ereignisse1 sondern du schilderst ,situationen4 ,gerade das erscheint dir wichtig1 was bei der ,erzhlung unwichtig ist und sein mu4 ,du hpfest von ,situation zu ,situation1 das ,dazwischenliegende ist dir ein ,notbehelf1 wird zum gezwungenen ,bericht und enttuscht durch seine ,nchternheit4 ,da du dies ,schwanken als ,schaffender selbst sehr deutlich empfindest1 drngt es dich1 ,ausgleiche zu bringen1 und du mut zu pathetisch-lyrischen ,schilderungen greifen1 in denen die ,handlung um keinen ,schritt weiter kommt4 ,denn daran liegt es1 wohlgemerkt3 ,bewegung ist alles1 alle ,kunst entsteht durch ,bewegung4 ,damit hngt nun aufs ,engste die ,gestaltung deiner ,menschen zusammen4 ,deine ,gestalten haben keine ,ruhepunkte4 ,sie sind geschickt und glaubhaft gezeichnet1 soweit und solange sie mit der ,handlung verknpft sind1 aber davon losgelst und als ,eigenlebende betrachtet1 werden sie matt und hlzern4 ,sie wissen zu genau1 was sie sollen1 nicht in ihrer ,welt1 sondern in deiner ,welt4 ,es fehlt die hhere ,tuschungsabsicht und ,tuschungsmacht4 ,eine ,figur mu leben trotz der ,handlung1 nicht durch die ,handlung4 ,woher kme es sonst1 da bei allen mittelmigen ,schriftstellern gerade die ,figuren am glaubhaftesten sind1 die am wenigsten mit der ,handlung und ihren ,spannungen verquickt sind1 die sogenannten ,episodenfiguren8 ,nur sie verbreiten ,behaglichkeit1 das heit ,glaubwrdigkeit1 weil sie scheinbar keinen ,zweck verfolgen4 ,wenn man also sagen kann1 ,kunst entstehe durch ,bewegung1 so mu man hinzufgen1 sie wirke durch die scheinbare ,zwecklosigkeit der ,bewegung4 ,,der ,,junge3 ,ich habe ,zweifel ber ,zweifel4 ,hundert ,fragen drngen sich mir auf1 denn ich sehe schon1 wie tief du greifst4 ,und mir dmmert manches1 von dem ich frher nichts ahnen konnte4 ,aber la mich fragen4 ,du sagtest1 da ich nicht ,ereignisse erzhle1 sondern ,situationen schildere1 und ich mu gestehen1 dabei verwirren sich mir die ,begriffe4 ,ist es nicht blo ein ,wortspiel8 ,welcher ,unterschied scheint dir denn zwischen ,erzhlung und ,schilderung zu bestehen8 ,ich meine1 inwiefern die ,wirkung eines ,werkes dadurch beeintrchtigt wird4 ,sind das nicht schulmige ,begrenzungen8 ,,der ,,alte3 ,nehmen wir einmal an1 du habest eine schwierige und gefahrvolle ,reise hinter dir1 habest lebensgefhrliche ,abenteuer bestanden1 habest jahrelang als verschollen und verloren gegolten und seiest nun doch zurckgekehrt4 ,alles ist gespannt zu hren1 wie du das bewerkstelligt hast und wie es dir ergangen ist4 ,du setzest dich in den ,kreis der ,neugierigen und ,teilnehmenden und erzhlst1 beginnst mit der ,fahrt bers ,meer1 der ,aufzhlung deiner ,gefhrten und kurzer ,andeutung ihrer ,art und ihrer bisherigen ,schicksale1 fhrst fort mit der ,landung1 dem ,aufbruch in die unbekannten ,gebiete usw41 usw4 ,wre es nun angebracht1 das ,interesse der ,zuhrer durch ,beschreibungen von ,landschaften1 von ,tieren1 von ,pflanzen zu ermden8 ,wenn du dies ttest1 wrde in ihnen ein leises ,mitrauen gegen den ,ernst und die ,schwere deiner berstandenen ,schicksale entstehen4 ,sie wollen wissen1 wie es dir ergangen ist1 nichts weiter1 und je einfacher und sachlicher du bist1 je glaubhafter werden deine ,erlebnisse klingen4 ,nicht mit einem ,wort brauchst du zu schildern4 ,das ,bild der ,landschaft und des ,landes wird ganz von selbst in der ,phantasie entstehen2 je weniger du davon sprichst1 je strker wird die ,phantasie der ,hrer es erblicken und zwar durch dein ,erlebnis selbst4 ,unwillkrlich gehen sie deinen ,weg mit und sehen sie mit deinen ,augen4 ,es kommt ganz und gar nicht darauf an1 da das ,bild der ,wirklichkeit entspricht1 das sie sich davon machen1 es handelt sich nur darum1 da durch ihre seelische ,bewegung ein ,bild entsteht4 ,diese seelische ,bewegung bildet sich nun wieder durch die ,bewegung der knstlerischen ,materie1 und so siehst du abermals1 wie ueres und ,inneres verschmolzen sind und sich verschmelzen mssen4 ,,der ,,junge3 ,das ,beispiel leuchtet mir ein4 ,es leuchtet mir ein1 da das ,abschweifen von einer ,sache1 die man sich vorgesetzt hat1 in der ,kunst ebenso unwahrhaftig wirkt wie im ,leben1 und ich verstehe auch1 da man das ,vertrauen des ,lesers auf diese ,weise verlieren kann4 ,aber du sagtest etwas von ,verklrung und ,erhhung und poetischer ,wirkung des ,stoffes4 ,das alles scheint mir nun berflssig1 sobald einmal die ,wahrheit1 die ,wahrhaftigkeit auer ,zweifel steht4 ,,der ,,alte3 ,gewi1 wenn es ein und dasselbe wre1 mndlich zu erzhlen oder schriftlich4 ,dazwischen liegt ein so tiefer ,abgrund1 da ihn nicht ,geist1 nicht ,wissen1 nicht ,wahrhaftigkeit zu berbrcken vermgen1 sondern lediglich knstlerische ,genialitt4 ,es ist der ,abgrund zwischen ,wesen und ,schein1 zwischen dem ,spiegel und der ,person1 die davorsteht1 zwischen ,leben und ,erinnerung1 zwischen der ,minute und der ,ewigkeit4 ,deine lebendigen ,zuhrer sehen dich1 sie sehen dich ergriffen1 begeistert1 bedrckt1 das lebendig gesprochene ,wort hat eine ganz unabweisbare ,zeugniskraft durch sich selbst4 ,wenn du dieselbe wahre und erschtternde ,erzhlung deiner ,reise mit denselben ,worten deines mndlichen ,berichtes niederschreibst1 kann sie abgeschmackt1 verlogen und sozusagen grundlos klingen4 ,es ist also wieder das scheinbar uerlichste1 das die ,kunstwirkung hervorbringt3 der ,stil4 ,um dieselbe ,einfachheit1 die der ,hrer ohne dein besonderes ,hinzutun sprt1 sofern du nur eine einfache und wahre ,natur bist1 dem ,leser eines ,buches glaubhaft zu machen1 dazu gehrt ein halbes ,leben unablssiger ,versuche1 aufreibender ,mhe1 qualvollsten ,ringens4 ,im ,leben ist das ,selbstverstndliche1 oder wenden wir ein ,fachwort an1 das ,naive eine ,voraussetzung1 in der ,kunst ist es eine letzte ,konsequenz1 ein ,gipfel4 ,,der ,,junge3 ,die ,aufgabe besteht also darin1 den ,anschein des ,selbstverstndlichen zu erreichen1 innerhalb der ,kunst ein ,gebilde zu schaffen1 das die ,zge der ,natur trgt4 ,darber bin ich mir klar4 ,doch hat jedes ,individuum seine besondere ,naivett1 jedes ,selbst seine eigene ,selbstverstndlichkeit4 ,gbe es dennoch gewisse ,gesetze1 an die unbewut alle gebunden sind1 ,schpfer wie ,genieende8 ,,der ,,alte3 ,wollen wir einmal vom ,engsten ausgehen1 um ins ,weite zu gelangen4 ,wer sprachliches ,gefhl und ein aufmerksames ,ohr besitzt1 wird wissen oder unbewut schon frh empfunden haben1 da die vorzglichste ,schnheit unserer ,sprache in ihrem ,vermgen liegt1 eine organisch gegliederte1 gleichsam lebende ,periode zu bilden4 ,der ,gedanke1 die ,vorstellung entsteht und kommt zur ,erscheinung durch ,hauptwort und ,zeitwort2 das ,beiwort tritt heran1 um zu verdeutlichen oder zu schmcken1 eine zweite ,vorstellung oder ,handlung will die erste begrnden und weiterfhren1 und der ,nebensatz ist geboren1 an dem sich dieselben ,erscheinungen vollziehen wie im ,hauptsatz1 nur abgetnt1 verkleinert1 gemildert4 ,darin liegt der ,rhythmus der ,prosa3 das ,an- und ,abschwellen des ,tones und der ,betonung1 die gegenseitige ,beziehung von ,stzen und ,satzteilen untereinander1 die freie und eigenbewegliche ,anpassung1 die ,flle des ,ausdrucks bei grter ,sparsamkeit mit dem ,wort4 ,die eigentmlichste ,kraft der deutschen ,sprache ruht im ,zeitwort2 dieses auszubilden1 zu formen1 gewissermaen zu isolieren1 kennzeichnet den guten ,prosaisten1 whrend der mittelmige sich mehr auf das schmckende ,beiwort verlegt1 - ganz natrlich4 ,prfe doch den ,stil unserer guten ,erzhler auf diesen ,umstand hin3 wie das flutet und in majesttischer ,ruhe hinfliet1 immer bewegt und immer gegen ein erreichenswertes ,ziel bewegt4 ,das ,beiwort wirkt erstarrend und ist nur mit ,vorsicht zu gebrauchen1 und nur die anschauende ,phantasie kann es an den rechten ,platz stellen2 das ,verbum belebt und ist das eigentlich motorische ,element im ,satzbau4 ,es ist stets interessant1 den guten ,erzhlerstil lediglich auf seinen sprachmelodischen ,gehalt hin zu prfen1 sich zu berzeugen1 wie die ,periode der ,atmung entspricht1 wie sinnvoll gegliedert ,satz und ,nebensatz auftreten1 und wie der ,gesang abluft1 wenn der ,absatz zu ,ende ist4 ,eigentlich mte man ein gutes ,prosabuch schon an der typographischen ,anordnung erkennen1 die sozusagen seine ,fassade vorstellt4 ,dazu kommt nun beim epischen ,knstler das geistige ,erlebnis des ,bildes und die seltsame ,empfindung fr die plastische ,nhe des ,wortes1 die ihn vor ,verflachung seines ,ausdrucks bewahrt4 ,denn wie knnte sonst eine ,schriftsprache jahrhundertelang gesund und triebfhig bleiben8 ,die ,auserlesenheit der ,wendungen tut es nicht1 ,geschmack und ,formensinn allein sind ebenfalls nicht zeugungskrftig1 - nur das ,mitleben mit dem ,wort als einem ,organismus bewahrt die ,sprache der ,epik vor dem ,verwelken und ,absterben4 ,das begreiflich zu machen1 ist schwer1 wenn du es nicht fhlst4 ,,der ,,junge3 ,ich fhle es4 ,ich fhlte es oft1 wenn ich ,gottfried ,keller las4 ,ein ganz gewhnliches ,wort1 das in unserer ,umgangssprache so platt klang und so tot aussah wie eine abgegriffene ,mnze1 stand pltzlich da wie in einen ,zaubermantel gehllt1 fremd und neu4 ,,der ,,alte3 ,und doch sind die meisten unter unsern jungen ,dichtern ,wortsucher1 aber was schlimmer ist1 sie verstehen auch nicht in groem ,atem zu erzhlen4 ,ich leugne nicht die ,berechtigung des ,schriftstellers1 seine ,stze auseinander zu haken und sie im strmischen ,tempo aufmarschieren zu lassen1 wenn ihn die ,situation und seine ,natur dazu auffordern4 ,aber so wenig ein ,mensch lange ,zeit hindurch im ,zustand der ,atemlosigkeit verweilen kann1 so wenig vertrgt dies ein ,buch1 ohne da es ,unbehagen und ,widerwillen erregt4 ,ich habe ,bcher in der ,hand gehabt1 in denen lauter enge und engbrstige ,stzchen nebeneinander standen1 stumpf und traurig wie ,soldaten bei der ,parade4 ,einzelne ,satzglieder schwammen wie abgeschnittene ,hnde und ,fe in einer ,brhe berflssiger ,interpunktionen1 und jeder ,rhythmus war zerfetzt1 weil eine anstndige ,mittelmigkeit des ,schreibens weniger geachtet wird als ein gequlter ,unsinn1 oder weil das ,gefhl erweckt werden sollte1 der ,verfasser sei tief ergriffen gewesen von dem1 was er geschrieben4 ,von dem ,verfasser wird gar keine ,ergriffenheit verlangt2 ,gott hat nicht jedem ,baum und jedem ,berg einen ,zettel umgehngt1 auf dem zu lesen steht3 wie schn1 wie gewaltig1 wie charakteristisch bin ich4 ,gott ist bescheiden1 er ist unsichtbar in seiner ,welt versteckt1 und mit den groen ,knstlern ist es ebenso4 ,vom ,erzhler wird ,unsichtbarkeit verlangt1 von dem1 was er erzhlt1 hchste ,sichtbarkeit4 ,,der ,,junge3 ,dagegen ist nichts einzuwenden4 ,es ist aber keineswegs zu leugnen1 da etwa in einem dickbndigen ,roman die strenge ,form der ,erzhlung schwer1 wenn nicht unmglich festzuhalten ist4 ,ein solches ,buch mte durch seine ,eintnigkeit langweilen1 glaube ich1 und man kann dem ,autor nicht ,unrecht geben1 wenn er dies ,schicksal durch dramatische ,gesprche und aufregende ,schilderungen von seinem ,buche abzuwenden sucht4 ,,der ,,alte3 ,das ist ein ,thema fr sich4 ,man kann von einem ,kochbuch nicht verlangen1 da es wissenschaftliche ,aufgaben lst4 ,wenn es einem ,dichter zu schwer fllt1 ein ,kunstwerk zu schaffen1 so begnge er sich mit dem ,machwerk1 aber er soll dann nicht beanspruchen1 ein ,knstler genannt zu werden4 ,mssen denn die dickbndigen ,ungeheuer geschrieben werden1 von denen du sprichst8 ,und wenn sie geschrieben werden mssen1 bin ich etwa verpflichtet1 mich mit ihnen zu beschftigen8 ,wollten wir unsere ,errterungen in diesen niedern ,kreis stellen1 was wre da nicht alles zu sagen1 worber zu klagen3 ber die ,frauenschreiberei1 das ,zeitungswesen1 die elenden bersetzungen aus andern ,sprachen usw4 ,doch wir wollen das knstlerischste aller ,gesetze auch auf unsere ,unterhaltung anwenden und bei der ,sache bleiben4 ,,der ,,junge3 ,du hast recht4 ,dennoch gibt es ,mischprodukte1 die man nicht verwerfen darf und die eine tiefere ,wirkung und ein gewaltigeres ,entstehungsmotiv haben als die reinen ,kunstwerke4 ,das darf man nicht vergessen4 ,,der ,,alte3 ,ich halte das fr einen ,irrtum4 ,diejenigen ,werke der ,kunst1 die an ,wirkung und ,dauer hinter den ,erzeugnissen zurckstehen1 die du erwhnst1 sind eben dann nicht wahrhaft lebendig1 und ihr ,untergang ist nur eine ,frage der ,zeit4 ,,der ,,junge3 ,alles1 alles ist dem ,untergang geweiht4 ,selbst ,homer und ,shakespeare4 ,,der ,,alte3 ,eine trichte ,phrase4 ,sie werden untergehen1 wenn der ,erdball versinkt und das ,licht sich in ,finsternis verwandelt4 ,sie gehren eben der ,menschheit an1 und von einer ,unsterblichkeit ber die ,menschheit hinaus zu reden1 hat keinen ,sinn4 ,,der ,,junge3 ,folgendes ist mir nicht ganz klar4 ,es handelt sich doch bei der ,erzhlung um das ,darstellen eines ,vorganges und innerhalb des ,vorganges wieder um das ,ausmalen einzelner ,bilder oder ,situationen1 denn ohne solche ,bilder wrde ich doch mehr ,geschichtsschreibung treiben als ,kunst4 ,wie bringe ich nun die ,situation1 ohne gegen das ,gesetz des epischen ,weiterstrmens zu verstoen8 ,mit einem ,wort1 wie kann ich erzhlerisch und plastisch zugleich sein8 ,,der ,,alte3 ,zur ,beantwortung dieser ,frage will ich dir eine ,stelle aus ,wilhelm ,meisters ,lehrjahren vorlesen4 ,es heit da3 ,zwei bis drei ,huser standen in vollen ,flammen4 ,in den ,garten hatte sich niemand retten knnen wegen des ,brandes im ,gartengewlbe4 ,wilhelm war verlegen wegen seiner ,freunde1 weniger wegen seiner ,sachen4 ,er getraute sich nicht1 die ,kinder zu verlassen1 und sah das ,unglck sich immer vergrern4 ,er brachte einige ,stunden in einer bnglichen ,lage zu4 ,felix war auf seinem ,schoe eingeschlafen1 ,mignon lag neben ihm und hielt seine ,hand fest4 ,endlich hatten die getroffenen ,anstalten dem ,feuer ,einhalt getan4 ,die ausgebrannten ,gebude strzten zusammen1 der ,morgen kam herbei1 die ,kinder fingen an zu frieren1 und ihm selbst ward in seiner leichten ,kleidung der fallende ,tau fast unertrglich4 ,er fhrte sie zu den ,trmmern des zusammengestrzten ,gebudes1 und sie fanden neben einem ,kohlen- und ,aschenhaufen eine sehr behagliche ,wrme4 ,der anbrechende ,tag brachte nun alle ,freunde und ,bekannte nach und nach zusammen1 usw4 ,du siehst hier deutlich1 wie keusch und zurckhaltend das auerordentliche ,ereignis in der allgemeinen erzhlerischen ,stimmung sich auflst4 ,ruhig schliet sich an die sparsame ,ausmalung der beraus schnen ,situation von den am ,aschenhaufen liegenden ,personen der neue ,vorgang1 und im ,satzgefge herrscht nicht die mindeste ,erregtheit4 ,vergleiche damit einmal die ,darstellung einer ,feuersbrunst bei ,zola2 ,einzelheit drngt sich an ,einzelheit4 ,die ungeheure ,flut der ,einzelheiten vernichtet das ,bild und berschwemmt die ,phantasie4 ,aus fnfzig ,seiten eines ,schilderers macht der ,epiker zehn ,zeilen4 ,der erzhlende ,stil beruht keineswegs auf der ,ausmalung der ,situationen1 sondern er ruft die ,situation nur zu hherem ,zweck hervor1 um sie in vollkommener ,ruhe vorbergleiten zu lassen4 ,geradezu musterhaft ist darin ,kleist1 der vielleicht das grte erzhlerische ,genie ist1 das wir besitzen4 ,wie im ,volksmrchen1 mit einer erhabenen ,knappheit erzeugt er ,bewegung um ,bewegung4 ,nur dadurch entsteht zugleich die ,lebendigkeit der ,periode1 es wird ihr das ,papierene genommen1 das sie auch beim vollendetsten ,schilderer hat2 sie besitzt pltzlich innere ,kraft1 das ,blut des atmenden ,geschpfes1 und wie das ,werk im ,ganzen1 ist sie fr sich allein ein ,organismus mit ,fleisch und ,seele4 ,der ,baum setzt sich aus winzigen ,zellen zusammen2 die ,gesundheit seiner ,frchte hngt ab von der ,gesundheit jener unscheinbaren ,gewebe4 ,die ,breite und ,flle der ,periode bedingt die ,breite und ,flle des ,ganzen2 nicht ,abenteuerlichkeit der ,vorgnge1 nicht ,weitspurigkeit der ,anlage1 nicht die ausgesuchteste psychologische ,tftelei1 keine ,neuartigkeit des ,themas1 keine uere ,spannung1 nicht ,geist1 nicht ,witz1 nicht philosophische ,tiefe kann ein ,werk1 dem jene ,eigenschaften wahrer epischer ,breite und ,ruhe mangeln1 zum ,rang eines ,kunstwerkes erheben4 ,,der ,,junge3 ,jetzt ist es auf einmal wieder die ,ruhe4 ,wir haben doch festgestellt1 da es die ,bewegung ist1 die der ,kunst das ,leben gibt1 wir haben es sehr schn gefunden1 da die ,zwecklosigkeit der ,bewegung den ,kunsteindruck hervorbringt1 nun soll auf einmal die ,ruhe das ,allesbedingende sein4 ,das ist sinnverwirrend4 ,ruhe8 ,das wre ja gleichbedeutend mit ,klte1 das hiee ja1 das ganze ,wesen des ,dichters verkennen1 dem ,artistentum das ,wort reden4 ,,der ,,alte3 ,beschwichtige deinen ,eifer1 du wirst gleich sehen1 wie unbedacht er ist4 ,die erzhlende ,kunst stellt ,vergangenes dar4 ,es handelt sich um ein ,gelebt-,haben1 ,gesehen-,haben1 ,geschehen-,sein4 ,whrend das ,drama auf der ,gegenwrtigkeit der ,geschehnisse1 der ,leidenschaften beruht1 ist das ,epos oder die ,novelle ein ,zurckgewandtes1 ,zurckschauendes1 - ganz natrlich1 und so ist es durch seine ,form zu einer greren ,ruhe und ,gemessenheit verurteilt1 denn seine ,wiedergabe setzt doch einen ,betrachter voraus1 einen ,beobachter1 einen ,urteilenden1 ,zusammenfasser4 ,whrend das ,drama ein scheinbar freistehendes1 isoliertes ,eigen-,produkt ist1 weist die ,erzhlung bestndig und auf jeder ,zeile auf den ,erzhler zurck1 und von dessen ,haltung hngt alles ab4 ,es handelt sich also nur um eine scheinbare ,klte und ,ruhe1 um ein ,zurckhalten des ,feuers4 ,der ,schpfer eines solchen ,werkes ist umsomehr darauf angewiesen1 seine eigene ,persnlichkeit zu verbergen1 da er es doch selbst ist1 der die ganze ,welt1 die er hervorbringt1 reprsentiert4 ,wenn er aufhrt1 unsichtbar zu bleiben1 leidet unsere ,illusion ,schaden1 und die scheinbare ,ruhe enthlt also fr ihn alle ,wirkungen seiner ,kunst4 ,uns dennoch aufs innigste mit dem ,werk zu verknpfen1 uns alles mit seinem eigenen ,auge1 seiner eigenen launigen oder tragischen ,seelenstimmung erleben zu lassen1 das hngt von seiner ,person und seinem ,dichterwert ab4 ,seine ,weltanschauung und geistige ,kraft einerseits und die ,ruhe andrerseits1 die ihn befhigt1 ,licht und ,schatten zu verteilen1 ,bilder zu erzeugen1 ,zeitperspektiven zu bilden1 knnen die beiden ,pole genannt werden1 zwischen denen sich seine ,kunst bewegt4 ,deswegen verlangt die epische ,kunst eine vollkommene ,reife des ,geistes4 ,,der ,,junge3 ,es handelt sich also nicht um unterdrcktes ,gefhl1 sondern um gebndigtes ,gefhl1 um verteilte ,wrme4 ,dann leidet auch das ,werk ,schaden1 wenn zu viel ,licht auf eine einzelne ,gestalt fllt8 ,offenbar4 ,wie verhlt es sich also mit den ,gestalten8 ,wie weit drfen sie sich aus der ,flche der ,erzhlung plastisch heben8 ,,der ,,alte3 ,das hngt von ,stoff und ,ton des ,ganzen ab4 ,la uns einmal den ,gang verschiedener ,werke epischer ,prosa auf diesen ,umstand hin vergleichen3 ,herodots ,geschichten1 den ,don ,quixote1 den ,wilhelm ,meister und ,tolstois ,krieg und ,frieden4 ,herodot besitzt die natrliche1 persnliche ,naivitt1 die dem ,zeitalter und einer jungen1 aufsteigenden ,kultur entsprechen4 ,er hat weder ,vorbilder1 noch bedarf er ihrer4 ,er ist nicht bemht1 eine ,kunstform zu prgen4 ,er vermeidet ,schmuckworte4 ,er hlt sich von allen ,abstraktionen fern4 ,er erzhlt4 ,sein ,ton ist der eines ,mannes1 der reich an ,erfahrungen und an ,wissen unter den ,seinen sitzt und ebenso einfach wie wahrhaftig von allem ,kunde gibt4 ,gleichwohl zeigt sein ,werk eine feste ,stileinheit und das nicht nur uerlich1 sondern auch innerlich3 ,die ,handlungen des ,menschen stehen unter dem ,walten der ,nemesis4 ,von dieser ,weltanschauung durchdrungen1 erhlt seine ,schpfung nicht nur sittliche ,gre1 sondern auch knstlerische ,macht4 ,cervantes fut natrlich bereits auf ,traditionen4 ,aber er vernichtet sie1 indem er sich ihrer bedient4 ,die ,sittenschilderung und die ,aktion ordnen sich uerlich einem ,plan und geistig einer ,idee unter4 ,indem er gegen den pathetischen ,heros des ,katholizismus zu ,felde zieht1 findet er jene hohe ,form der ,darstellung1 welche wir ,humor nennen und welche seinen ,gestalten weitaus bedeutungsvollere ,konturen gibt1 als sie in der ,realitt ihrer ,existenz zu haben scheinen4 ,auch ,cervantes ist ein 7im banalen ,sinn7 naiver ,erzhler2 aber an seiner ,naivett hat der ,kunstverstand schon wesentlichen ,anteil4 ,es ist klar3 das ist nicht mehr der ,berichterstatter wahrhafter ,begebenheiten4 ,mit der ,schpfung einer ,phantasiewelt hat die unbefangene ,freude am ,ereignis und seiner ,wiedergabe ihr ,ende erreicht4 ,dem ,erzhler mu sich der ,fabulist beigesellen1 und ,fragen technischer ,natur entstehen wie von selbst4 ,hier ist alles schon ,kunst3 die ,charaktere und ihre ,gestaltung1 die planvoll geschrzten ,fden der ,handlung1 der ,dialog und seine motorische ,bedeutung4 ,aber durch einen wunderbaren ,instinkt hat all dies wieder die ,farbe der ,natur erhalten1 das tuschende ,gewand der ,wahrheit4 ,goethes ,roman ist in erster ,linie das ,manifest einer groen ,persnlichkeit4 ,wenn der spanische ,dichter ,bilder entrollte1 hinter denen er wortlos verschwand1 so bleibt der ,deutsche vor dem ,geschaffenen stehen und bringt es durch sein ,wesen1 durch seine ,gebrde1 durch seine begleitenden ,worte erst ins rechte ,licht und zur rechten ,geltung4 ,seine ,darstellung ist khl und berlegen1 philosophisch gemessen1 und nie vergit man ber den ,figuren den ,zauberer1 der sie in ,bewegung zu setzen vermag4 ,cervantes ist gro durch ,don ,quixote2 ,wilhelm ,meister ist gro durch ,goethe4 ,in der ,dichtung des russischen ,dichters endlich sind ,stoff und ,darstellung in eine unauflsliche ,verbindung getreten4 ,der ,schpfer selbst wird hier zu einem wesenlosen ,etwas1 hnlich der ,naturkraft1 die einem ,strom sein ,bett anweist4 ,dieser ,roman ist von homerischer ,prgung4 ,die ,menschen darin sind so stark individuell und andererseits so sehr von dem ,schicksale ihres ,temperaments getrieben1 da man die ,illusion hat1 sie mten1 auch aus ,milieu und ,handlung losgelst1 doch zu denjenigen ,erlebnissen und ,erfahrungen gelangen1 zu denen sie in der ,dichtung durch den ,willen des ,dichters kommen4 ,sittenschilderung1 nationale ,besonderheit1 menschliche ,bedeutsamkeit1 knstlerische ,ruhe1 ,einfachheit und ,gre1 alles verbindet sich zu klarster ,wirkung4 ,der ,dialog hat keine motorischen ,zwecke mehr1 auch nicht philosophische oder tendenzise1 sondern lediglich charakterisierende4 ,,der ,,junge3 ,stoff und ,darstellung sind in eine unauflsliche ,verbindung getreten1 sagst du4 ,ich mchte lieber sagen3 ,stoff und ,knstler4 ,aber was ist der ,stoff8 ,wann wird der ,stoff daseinsnotwendig8 ,wann erhlt er die ,unleugbarkeit eines von der ,natur selbst ,geschaffenen8 ,wahrscheinlich mu der eine ihn erleben1 der zweite erfinden1 der dritte aus der ,geschichte nehmen4 ,dieser braucht eine regelrechte ,fabel1 jener webt seine ,gebilde wie aus einem ,traum heraus1 der die ,bewegung und ,stimmung des ,lebens und doch die ,gesammeltheit der ,dichtung hat4 ,das ,wichtige ist demnach nicht die ,art des ,stoffes selbst1 sondern die ,intensitt der ,vision1 die er erzeugt und die nicht auf einem ,bild zu beruhen braucht1 sondern oft1 dem ,nebelball der ,urwelten gleich1 ,feuer und ,vegetation noch in sich verborgen tragen kann4 ,,der ,,alte3 ,ohne ,zweifel4 ,die ,kraft der ,vision im ,dichter bestimmt die ,kraft des ,werkes1 ihre ,dauer und ,unvergelichkeit aber seine ,harmonie4 ,alles andere hat mit inspiratorischen ,dingen nichts mehr zu tun1 sondern unterliegt den ,gesetzen der ,entwicklung4 ,wo die ,vision aufhrt1 beginnt die geistige ,arbeit1 das ,reich des ,geschmackes1 des ,urteiles1 der ,wahl4 ,hier ist auch die ,grenze zwischen dem ,dichter und dem ,schriftsteller4 ,der ,dichter und seine ,stoffe verhalten sich zu einander wie der ,baum zu seinen ,blttern1 die ,stoffe des ,schriftstellers aber gleichen den beliebig ausgewhlten1 rmlichen oder luxurisen ,mbeln eines ,zimmers4 ,dort wird jeder ,mangel die ,kehrseite eines ,vorzuges sein1 hier wird selbst jeder ,vorzug auf einen einzigen ,mangel zurckdeuten4 ,dort ein lebendiger ,organismus1 gleichviel ob krnklich oder stark1 hier eine ,maschinerie1 stmperhaft oder in ihrer ,art vollkommen4 ,,der ,,junge3 ,demnach mte also eigentlich der ,dichter seine ,stoffe erleben1 der ,schriftsteller sie erfinden4 ,,der ,,alte3 ,das lt sich nicht auseinanderhalten4 ,da mten wir erst feststellen1 was es heit1 erleben4 ,es wre doch recht rmlich gedacht1 wenn man nur eine uere ,aktion darin sehen wollte1 dann wre es schlimm um jene bestellt1 die der ,zufall oder soziale ,stellung oder persnliche ,eigenart vom groen ,getriebe fernhlt4 ,das hiee dann3 nur derjenige1 der einen ,mord begangen1 kann die ,seele eines ,mrders enthllen1 und die ,frau als eine ,welt fr sich wre dem ,dichter ein fr immer verschlossenes ,ding4 ,ich stelle nicht in ,abrede1 da ein gewisses ,ma allgemeiner ,lebenserfahrung notwendig sei1 aber dem1 der nicht innerlich das ,leiden der ,welt und ihrer ,geschpfe erlebt1 dem wird es wenig frommen1 wenn er seine ,tage mit ,abenteuern fllt1 wenn ihm auch hierdurch die seltsamsten und tiefsten ,seiten der menschlichen ,natur offenbar werden4 ,das ist ja eben die besondere ,natur des ,dichters1 da in ihm gleichsam die ,erfahrungen aller andern sich sammeln und zu einem hohen ,bewutsein gelangen2 es ist1 als ob ihm ,gott die ,andeutungen und ,stichworte gbe1 aus denen er das ,gewebe einer zweiten zur knappsten ,folgerichtigkeit verdichteten ,welt formt4 ,er ist es1 der im ,mittelpunkt der ,dinge wohnt1 er stellt das lebendige ,gewissen der ,vlker dar1 er lebt nicht nur in der ,gegenwart1 nein1 ihm ist alles ,vergangene zugleich ,gegenwart4 ,und nun der ,stoff4 ,,der ,,junge3 ,ich glaube1 da es gleichgltig ist1 ob er die ,geschichte eines ,schneiders oder eines ,welteroberers whlt4 ,und das ,milieu kann immer nur ein ,mittel sein1 ,charaktere zu entfalten und ,schicksale zu motivieren4 ,,der ,,alte3 ,sehr wahr4 ,,der ,,junge3 ,und doch haben wir von einer ,daseinsnotwendigkeit des ,stoffes gesprochen4 ,,der ,,alte3 ,es ist oft genug gesagt worden1 da der ,dichter aus einem unbesiegbaren inneren ,drang heraus schaffe4 ,oft im ,kampf mit den ueren ,lebensumstnden1 oft1 ja fast immer im ,kampf mit sich selbst4 ,deswegen ist es eine abgegriffene ,phrase1 von dem ,glck des ,schaffens zu sprechen4 ,es gibt nur eine ,verzweiflung des ,schaffens und einen ganz kurzen ,glcksrausch des ,geschaffenhabens4 ,und dann erst mu der ,dichter lernen1 sein ,werk zu hassen1 damit er seine ,gebrechen zu erkennen vermag1 und je strker er sein ,werk hassen wird1 je tiefer wird er die ,kunst lieben4 ,es ist klar1 da das1 was unter solchen ,widerstnden ,dasein und ,form gewinnt1 innere ,lebensmglichkeit und -notwendigkeit haben mu1 wenigstens fr den ,schpfer4 ,die ,frage ist nur1 ob und in welchem ,mae das ,werk zu den anderen ,menschen spricht1 wie viele ,lebenskreise es durch seine ,existenz berhrt1 wie viel andern ,wesen es ebenfalls notwendig wird4 ,das hngt nun von seinem ,stoff ab4 ,ich mchte behaupten1 ein ,stoff ist um so grer und allgemeiner gltig1 je mehr ,mythos er in sich trgt1 das heit1 je tiefer er in dem ,geheimnisvollen1 ,unbewuten1 ,religisen1 ,phantasiegemen eines ,volkes und damit der ,menschheit wurzelt4 ,der ,dichter ist ja der ,mund der ,schweigenden4 ,je grer ein ,dichter ist1 je mehr ,schweigende sprechen aus ihm4 ,nicht er whlt seinen ,stoff1 sondern der ,stoff whlt ihn4 ,er trifft ihn1 wie der ,blitz zuckt er auf ihn herab4 ,deshalb wird man ebensowenig von ,erfinden wie von ,erleben eines ,stoffes reden knnen1 im hchsten ,sinne nmlich4 ,dichter1 die ihre ,erlebnisse1 sagen wir verwerten1 sind immer in ,gefahr1 diese ,erlebnisse sehr zu berschtzen1 wenn nicht ein groes typisches ,schicksal dahinter steht4 ,die ,vision ist alles4 ,sie vermag einen tausendmal behandelten ,gegenstand so zu verklren und zu erhhen1 da er zum unerhrten ,ereignis wird4 ,je mehr du durch dein enges kleines und in jedem ,fall bescheidenes ,schicksal dich ins ,weite1 ,menschliche1 ,mythische hinaussprst und -lebst1 je weniger brauchst du tatschlich zu erleben1 je freieren ,spielraum gewinnst du fr die ,kunst4 ,,der ,,junge3 ,frhere sthetiker haben das1 was du den ,mythos nennst1 als ,idee bezeichnet4 ,,der ,,alte3 ,nenn es1 wie du willst4 ,man spricht immer davon1 da die ,kunst keine ,tendenzen habe1 keine ,ntzlichkeitsziele verfolgen soll4 ,aber in einem anderen hheren ,sinn mu doch mit jedem ,kunstwerk etwas bewiesen werden1 wenn es nicht dem ,fluch des ,spielerischen verfallen soll4 ,gewi mu es um seiner selbst willen hervorgebracht werden4 ,aber es darf1 wie das lebendige ,geschpf1 nicht um seiner selbst willen existieren4 ,weiter knnen wir in unserer ,errterung kaum gelangen4 ,hier ist schon die ,grenze des ,traumes und der ,trumerei4 ,fnf ,jahre spter ,,der ,,alte3 ,da uns der ,zufall auf einer ,reise zusammenfhrt6 ,,der ,,junge3 ,man knnte glauben1 du habest mich whrend all dieser ,zeit geflissentlich gemieden4 ,,der ,,alte3 ,wie knnte ich mich unterfangen6 ,du bist ein berhmter ,mann geworden1 ich sinke mehr und mehr ins ,dunkel zurck4 ,,der ,,junge3 ,hoffentlich hat mir dieser sogenannte ,ruhm nicht deine gute ,meinung geraubt4 ,,der ,,alte3 ,das wre nur der ,fall1 wenn er dich zur ,selbstgengsamkeit verfhrte4 ,solche ,leute stehen als ,leichname inmitten ihrer ,werke1 und ihre ,werke sind krankgeborene ,kinder1 zu frhem ,tod bestimmt4 ,,der ,,junge3 ,vor allem1 es gibt doch zweierlei ,arten von ,ruhm4 ,der eine geht von dem ,zeitlichen1 ,zuflligen1 ,augenblicklichen1 ,problematischen unserer ,taten aus2 er kann dem echten wie dem verlogenen ,werk gleicherweise zu ,teil werden und hat wenig zu schaffen mit dem andern ,ruhm1 der durch unser ganzes ,wesen bedingt ist1 sich an den ,zusammenhang unsrer ,werke knpft4 ,jener ist wie der kurze ,erfolg eines ,witzboldes oder guten ,plauderers in einem geselligen ,kreis1 dieser wie das tiefe1 stille1 langsame ,wirken eines ,priesters oder ,menschenfreundes2 jener wird von anderen hervorgebracht und entsteht oft zu unserer eigenen berraschung1 dieser aber strahlt von unserm ,innern1 von unserer ,persnlichkeit aus und kann auf alle ,flle erst nach dem ,tod eintreten oder nach dem ,abschlu unseres ,lebenswerkes2 jener mu um den ,beifall jedes ,zeitungsschreibers besorgt sein1 dieser hat keinen andern ,richter als das eigene ,herz4 ,,der ,,alte3 ,es freut mich1 da du so denkst4 ,aber hast du auch immer in solchem ,sinn gelebt1 gedichtet8 ,du meinst1 ich sei dir in all den ,jahren mit ,absicht ferngeblieben2 dein ,gefhl trgt dich nicht ganz4 ,aufrichtig mu ich gestehen1 da mich dein ,erfolg beunruhigt hat4 ,er war mir zu schnell1 zu laut1 er ging mir zu wenig von der ,sache aus und konnte sich zu wenig auf die ,kunst berufen4 ,ich wollte warten1 und ich wartete dein nchstes ,buch ab4 ,ich war enttuscht4 ,nicht als ob du dir darin untreu geworden wrst1 aber du warst unruhig in dir selbst4 ,die ,vision deiner ,phantasie war nicht rein1 sondern du sahst darin gleichsam die neugierigen ,gesichter deiner ,leser1 deiner ,freunde4 ,du trachtetest sie zu befriedigen und nicht dich selbst4 ,,der ,,junge3 ,wahr1 wahr4 ,doch ich habe gebt4 ,ich habe gebt1 indem ich verachten lernte4 ,ich habe gebt1 indem meine ,seele immer schmerzlicher nach mir selber schrie4 ,kennst du diesen geheimnisvollen ,zustand1 der jedes ,verweilen friedlos1 jedes ,nachdenken bitter macht8 ,es ist als ob man nach der ,heimat reisen wolle und scheugewordene ,pferde strmten mit einem nach fernen wsten ,lndern4 ,was fr ein rtselhaftes ,ding ist es doch1 das im ,innern der ,brust wohnt4 ,es hat eine ,stimme1 die den schrillsten ,marktlrm bertnt1 und bist du dann in der ,einsamkeit1 so schweigt es unvermutet1 als wolle es sich rchen dafr1 da du ihm nicht frher gehorchtest4 ,immer aufmerksamer1 immer stiller mut du werden1 um die ,stimme nicht zu verlieren1 nicht ,weib und ,kind und ,geld und ,gut darfst du festhalten1 wenn sie es nicht will4 ,,der ,,alte3 ,so viel ,einsicht bei so viel ,irren6 ,,der ,,junge3 ,wie knnte man ,einsicht gewinnen ohne geirrt zu haben8 ,erinnerst du dich unseres ,gesprchs von damals ber ,wesen und ,gesetze der ,erzhlungskunst8 ,ich habe viel1 habe oft darber nachgedacht4 ,ich habe daraus in den entscheidenden ,punkten eine nicht mehr zu trbende ,klarheit gewonnen4 ,und doch1 so bald ich nur eins dieser ,gesetze1 und wenn es das lapidarste war1 auf meine ,arbeit anwenden wollte1 so zerflo es in eitel ,dunst4 ,es geht wie mit den aufgeschriebenen ,paragraphen-,sammlungen der ,justiz gegenber der lebendigen ,menschenwelt4 ,an sich betrachtet3 wahr1 gerecht und klar4 ,auf das ,ereignis1 auf die ,tat1 den ,augenblick angewandt3 nichtssagend1 absurd1 tot4 ,daraus schlo ich allmhlich1 da es kein andres ,gesetz gibt1 als dasjenige1 das wir selbst durch die ,kraft unseres ,werkes exemplifizieren4 ,jeder darf1 was er kann4 ,,der ,,alte3 ,willst du aber leugnen1 da dir unser damaliges ,gesprch frderlich und notwendig war8 ,,der ,,junge3 ,durchaus nicht4 ,,der ,,alte3 ,es ist das ,problem der ,erziehung4 ,gut und ,bse liegt im ,menschen4 ,beispiel weckt ,krfte4 ,belehrung zeigt die ,wege1 zeigt die ,schranken4 ,der ,philister1 der immer nur die ,landstrae whlt und der ,bohme1 der im ,gestrpp stecken bleibt1 keiner von ihnen kann ,fhrer werden1 jener ist berflssig1 dieser schdlich4 ,so ist es auch mit der ,kunst und ihren ,gesetzgebern4 ,ich habe freilich gesehen1 mit ,kummer habe ich beobachtet1 da du alles was du damals so eifervoll1 so leidenschaftlich zu ergreifen schienst1 verchtlich beiseite geworfen hast4 ,nun1 du bist oft genug im ,gestrpp stecken geblieben1 und noch heute sehe ich weder ,weg noch ,ziel fr dich2 so hart es klingt1 ich mu es sagen4 ,,der ,,junge3 ,es klingt mir nicht hart4 ,ich mu dir so erscheinen4 ,du schaust vom ,ende eines ,wegs auf mich zurck4 ,du weit natrlich wie du gegangen bist1 aber wie ich gehen mu1 das glaubst du nur zu wissen4 ,jedem ist sein ,schmerz notwendig1 jedem seine ,sehnsucht1 sein ,suchen1 und wo ich nach deiner ,meinung verderbe1 da ist vielleicht mein ,heil4 ,wollte man doch alles ,kritisieren lassen1 das sich nicht aufs ,engste beschrnkt1 aufs ,greifbare1 ,haltbare6 ,ein menschliches ,dasein ist kein ,brettergerst1 kann nicht mit dem ,richtscheit ausgemessen werden1 kann nicht mit ,ngeln und ,klammern vor dem ,geschick in ,schutz genommen werden4 ,wenn es doch keine ,schulmeister mehr gbe6 ,in jedem ,lehrer steckt so viel ,hrte und ,verhrtetsein1 und was soll man erst zu jenen sagen1 die aus bloer verwerflicher ,lust an berlegenheit einem ,organismus1 den die ,natur geschaffen hat1 die ,berechtigung zur ,existenz absprechen4 ,,der ,,alte3 ,so redest du fr dich4 ,wehrst du dich aber nicht selbst gegen die ,stmper1 gegen die frivolen ,eindringlinge in den ,tempelbezirk der ,kunst8 ,und bist du immer gerecht in der ,unterscheidung8 ,tuscht dich niemals ein ,vorurteil1 und das deiner ,natur ,fremde1 suchst du es auch zu verstehen1 oder verwirfst du es nicht oft1 nur weil es eben fremd ist8 ,,der ,,junge3 ,du hast ,recht4 ,aber der ,verdru gegen die ,schwtzer und ,windbeutel enthlt oft das wnschenswerte ,entgegenkommen den noch unerschlossenen und ringenden ,krften vor4 ,bei uns in ,deutschland ist es besonders traurig4 ,unter hundert ,betrachtern und ,beurteilern eines ,kunstwerks ist kaum einer1 der imstande ist nur gerade1 sagen wir3 das ,postament zu begreifen1 auf dem es ruht4 ,eitelkeit und ,nchternheit diktieren ihnen ihr begeistertes oder verwerfendes ,urteil4 berall guckt der ,schulmeister heraus1 und wenn sie wohlwollend sind1 dann glauben sie schon weit zu gehen4 ,verzeih1 da ich jh und bitter werde1 aber sogar du ziehst es vor ,diktator zu sein1 anstatt ,freund1 ,versteher1 ,billiger1 ,mitdeuter4 ,warum willst du nicht die ,notwendigkeit hinnehmen1 die mich erfllt8 ,vielleicht ist das1 was ich unter unbesieglichem ,zwang schaffe1 gar nicht so verschieden wie du meinst von dem1 was die ,formeln wollen4 ,und wer nie eine der anscheinend ehernen ,regeln verletzt und selbst das erlauchteste ,kritikerhaupt zum ,schtteln zu bringen vermag1 der ist kein ,schpfer1 der bleibt stets ein ,beckmesser4 ,,der ,,alte3 ,an der hohen ,meinung von dir selbst hat es dir nie so sehr gefehlt als an der von den andern4 ,aber ich bin dir keineswegs bse4 ,im ,gegenteil mu ich gestehen1 da mich dein ,feuer seltsam erwrmt und da mir dabei der ,gedanke aufsteigt1 wie gleichgltig1 fern und matt all dies eifervolle ,mhen um ,dinge ist1 die doch1 man knnte fast glauben mit einem spttischen ,lcheln1 ihre eigenen ,wege gehen4 ,der ,mensch ist alles1 das ,lebendige ist alles1 und eine ,natur1 mit ,sehnsucht1 ,mut und ,schpferwillen begabt1 wird1 sei sie noch so eng1 stets den ,nrgler beschmen4 ,aber es wrde mich nun interessieren1 wie du dir die ,zukunft deiner ,kunst denkst1 denn aus deinen ,reden atmen mir ,revolutionen entgegen4 ,,der ,,junge3 ,liebster ,freund1 wie schnell werden wir uns verstndigen1 wenn du so spricht4 ,,der ,,alte3 ,und wie erstaunt werden wir sein zu bemerken1 da jeder nicht den andern bekmpft hat1 sondern sein eigenes ,miverstehen1 seine eigene ,ungeduld1 seine eigene ,unsicherheit4 ,lassen wir also alles ,allgemeine fr diesmal beiseite und erzhle mir von dir selbst1 von dir allein4 ,ich denke1 da ich so am meisten auch ber deine ,kunst erfahre4 ,,der ,,junge3 ,meine ,kunst6 ,ich gestehe dir1 da dieses ,possesivpronomen fr mich etwas ,erstaunliches und ,fremdes besitzt4 ,wenn ich mich ehrlich prfe1 so habe ich eigentlich keine ,kunst4 ,was mich zur ,arbeit treibt1 ist nicht der ,drang etwas zu vollenden1 nicht der ,wunsch von etwas auerhalb meiner ,sphre ,liegendem ,besitz zu ergreifen1 nicht oder doch nicht in erster ,linie die ,sehnsucht nach farbigem ,bild oder plastischer ,gestalt oder ,deutung eines ,schicksals1 sondern es ist etwas anderes1 seltsames4 ,es ist eine tiefe1 immer wachsende ,unruhe in meinem ,innern2 es ist als ob in meiner ,brust ein ,wesen verborgen wre1 das sich selbst kennen zu lernen1 ber sich selbst ,klarheit und ,wahrheit zu erlangen wnscht und fr das die ,arbeit meiner ,hand1 das ,geschaffene1 nichts ist als ein ,spiegel1 in dem es sich betrachten kann und der es je mehr befriedigt und beglckt1 je ruhiger und ungetrbter er das ,bild seiner vorigen ,verzweiflung um sich selbst wiedergibt4 ,,der ,,alte3 ,das haben viele ,dichter von heute4 ,deshalb vermgen sie ihre innere ,welt nicht mehr gengend zu objektivieren4 ,,der ,,junge3 ,schon wieder der ,schulmeister4 ,dein ,tadel trifft nur jene1 die noch nicht starke ,menschen genug sind1 oder starke ,knstler 7denn in meinem ,sinn bedeutet das dasselbe71 um dem ,dmon1 dem ,zwerg1 dem unruhigen ,wesen genug zu tun4 ,ihr ,spiegel ist nicht rein legiert4 ,dies ist eben das ,neue3 immer wichtiger1 bedeutungsvoller1 ich mchte sagen1 gttlicher wird der ,mensch und seine ,seele4 ,alle ,erlebnisse verdichten sich nach innen1 alle ,verwicklungen betreffen nur das ,herz1 oder sie sind wesenlos und fr den ,dichter unbrauchbar4 ,warum das alles so ist und wie es gekommen ist1 das zu entwickeln fhle ich mich nicht khl und begabt genug1 aber da es so ist beweisen tausend ,zeichen4 ,den groben ,augen und groben ,sinnen scheint das in solcher ,luft ,gestaltete und ,geschaffene noch schattenhaft1 aber mit der ,zeit werden sie schon sehen und fhlen lernen4 ,,der ,,alte3 ,das alles klingt mir gar nicht so neu und berrumpelt mich nicht so sehr wie du anzunehmen scheinst4 ,ich glaube sogar1 deine etwas wortreiche ,tirade ist vllig zu ersetzen1 wenn wir sagen1 du habest dich ganz den ,forderungen der ,gegenwart ergeben4 ,,der ,,junge3 ,und damit glaubst du etwas gesagt zu haben8 ,gut4 ,ja4 ,meinetwegen4 ,wenn es dich befriedigt1 ein ,wort dafr zu wissen1 - meinetwegen4 ,glaubst du denn1 da es ,laune ist oder ,trotz oder die eitle ,lust zu verblffen1 was unsre ,besten in ihren besten ,stunden bewegt8 ,sie sind nicht ,eigenwillige1 sie sind ,geschpfe der ,zeit1 in ihnen kristallisiert sich die ,sehnsucht und das geistige ,bedrfnis der ,menschheit4 ,,der ,,alte3 ,von dir wollte ich etwas wissen1 von deiner ,art etwas erfahren4 ,,der ,,junge3 ,vielleicht bin ich dazu nicht imstande4 ,was ntzte es1 sofern du mein ,vermgen in ,zweifel ziehst1 wenn ich dir sagen wollte3 ich will ,gestalten geben1 deren ,seele das reinste und empfindlichste ,instrument ist fr das unbegreifliche ,spiel des ,schicksals8 ,ich will meine eigene ,furcht1 mein eigenes ,entzcken1 meine eigenen ,vorstellungen von ,leben1 ,gott und ,tod zum ,bilde machend1 ,wesen darstellen1 die unter dem ,druck und ,anhauch solcher ,gefhle unvermittelter1 vielfacher tnend reagieren2 die das ,erstaunen des ,kindes noch in sich tragen vereint mit der ,erfahrenheit des weisen ,zuschauers und die unter dem ,kleid des ,alltags dennoch wandeln wie wir alle wandeln1 unwissend woher1 unwissend wohin4 ,ich will den einen zum ,schatten machen1 denn sein ,dasein1 seine ,leidenschaften1 seine ,triebe1 seine ,taten sind ihm und andern unbewut dunkel und nichtig wie ,schatten1 jenem aber1 der zur ,seite steht1 nichts will1 nichts gibt1 nichts vermag1 nichts bedeutet1 zur charakteristischen ,gestalt verhelfen4 ,ich will nicht die ,verknpfung uerer ,erlebnisse geben1 sondern die ,wirrnis der inneren1 ich setze keinen ,ehrgeiz darein1 ,fden zu knpfen und zu lsen4 ,ich mchte keine ,gewitter geben1 sondern die ,entwicklung des ,gewitters1 die schwlen ,lfte des ahnungsvollen ,tages1 alles was vorher geht1 was ,verantwortung trgt4 ,ich will keine prahlerischen ,ereignisse1 sondern ich suche den kleinen ,schmerz1 der in tausendfachen ,bildungen die ,seele dem ,verderben entgegenschleppt1 und dies alles will ich wieder einer groen ,harmonie zufhren1 die mannigfach geteilten ,motive dem ,unendlichen vermhlen4 ,,der ,,alte3 ,das geht weit1 das hat ,schwung1 das klingt nicht bel4 ,,der ,,junge3 ,wie es klingt1 ist nicht so wichtig wie das wohin es zielt4 ,wir alle1 ,kleine und ,groe1 sind ,glieder eines einzigen ,krpers4 ,jeder hat teil an jedem4 ,verworfen wird nur der ,leugner4 ,lernen wir es1 andchtig und ehrfrchtig zu sein4 ,,der ,,alte3 ,und wenn wir alt sind1 lat uns nicht vergessen1 zur rechten ,zeit zu sterben4 ,anmerkungen zur ,transkription3 ,dieses elektronische ,buch wurde auf ,grundlage der ,erstausgabe erstellt4 ,die nachfolgende ,tabelle enthlt eine ,auflistung aller gegenber dem ,originaltext vorgenommenen ,korrekturen4 ,das ,inhaltsverzeichnis befand sich ursprnglich am ,buchende4 p #jji3 auschlielich - ausschlielich p #jeh3 fortgeflanzt - fortgepflanzt p #jfd3 desssen drngendes ,gefhl - dessen p #abj3 irgenwo und -wann - irgendwo p #ada3 ,unmitttelbaren - ,unmittelbaren p #adf3 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