,,ber ,,die ,,dichtkunst ,,beim ,,aristoteles ,,neu ,,bersetzt ,,und ,,mit ,,einleitung ,,und ,,einem ,,erkl,,renden ,,namen- ,,und ,,sachverzeichnis ,,versehen ,,von ,,alfred ,,gudeman #aiba 99 99 99 99 99 ,,vorwort ,die ,aufforderung des ,verlegers der ,philosophischen 7s4 ,,iii7 ,bibliothek eine ,neuauflage der vergriffenen ,ueberwegschen bersetzung der aristotelischen ,poetik 7#ahfi7 zu besorgen1 traf mich mitten in der ,vorbereitung eines exegetischen und kritischen ,kommentars des ,bchleins und einer ihn begleitenden ausfhrlichen ,abhandlung zu dessen ,textgeschichte4 ,unter normalen ,umstnden htte ich ,bedenken gehabt1 die mir aufgetragene ,aufgabe vor der ,verffentlichung jener ,arbeiten1 die unter anderem die nhere ,begrndung und ,rechtfertigung meines neuen ,textes bringen werden1 zu bernehmen4 ,wenn ich dennoch diese ,bedenken habe fallen lassen1 so geschah dies hauptschlich aus folgenden ,grnden4 ,jener belstand schien insofern nicht allzu schwerwiegend1 weil derartige kritische ,errterungen philologische ,leser zur notwendigen ,voraussetzung haben4 ,sodann gestatten es die zurzeit herrschenden1 jedes ,ma berschreitenden ,herstellungskosten wissenschaftlicher ,werke greren ,umfangs noch nicht1 einen ,erscheinungstermin fr obige ,arbeiten auch nur annhernd im voraus zu bestimmen4 ,freilich1 an dem ursprnglichen ,plane einer ,neubearbeitung konnte nicht festgehalten werden1 denn es stellte sich gar bald heraus1 da eine solche sehr unbefriedigend ausfallen mte und so entschlo ich mich die ,ueberwegsche bertragung durch eine ganz neue zu ersetzen4 ,jene beruhte nmlich noch auf dem ,bekkerschen ,texte1 der im wesentlichen nur die ,aldina wiedergab1 whrend der meinige1 obwohl durchaus konservativ1 selbst von dem ,vahlen's 7#ahhf7 an fast #cjj ,stellen abweicht1 ein ,ergebnis1 das zum groen ,teil der bisher nicht gengend ausgebeuteten syrisch-arabischen bersetzung zuzuschreiben ist4#a ,sodann hatte sich ,ueberweg1 ebenso wie 7s4 ,,iv7 seine ,vorgnger und ,nachfolger1 nicht eng genug an den ,wortlaut des ,originals angeschlossen und gab so einen m4,e4 irrefhrenden ,eindruck von dem eigentmlichen1 lehrhaften ,charakter der ,poetik4 ,denn sie ist mit ihrer stark elliptischen und wortkargen ,ausdrucksweise und ihren oft stichwortartig und aphoristisch hingeworfenen ,gedanken und ,lehrstzen1 ihrer ,entstehungsweise durchaus entsprechend1 alles eher als ein ,erzeugnis attischer ,kunstprosa4 ,wir haben nmlich in ihr1 um kurz zu sagen1 was an einem anderen ,orte ausfhrlich nachgewiesen werden soll1 nicht ein ,exzerpt1 sondern nur die berbleibsel eines ,kollegienheftes zu erblicken1 das auf aufmerksame und nachprfende ,leser keinerlei ,rcksicht zu nehmen brauchte und das oft nur leise ,angedeutete der weiteren mndlichen ,ausfhrung berlie4 ,es kam endlich noch hinzu1 da ich mir an sehr zahlreichen ,stellen die ,auffassung ,ueberwegs nicht aneignen konnte4 ,eine bersetzung soll aber1 zumal die einer technischen und schwierigen ,schrift1 wenigstens zum ,teil einen ,kommentar ersetzen4 ,dementsprechend war ich vor allem bemht1 den auf eine neue ,recensio gegrndeten ,text so wort- und sinngetreu wiederzugeben1 wie dies ohne ,schdigung des deutschen ,ausdrucks nur irgend mglich war4 ,da nun der textkritische ,anhang ,ueberwegs in ,wegfall kommen mute1 versteht sich von selbst4 ,dasselbe ,schicksal traf aber auch die erklrenden ,anmerkungen1 die im wesentlichen dazu bestimmt waren1 wie der ,verfasser selbst angibt1 noch unerledigte ,streitfragen ihrer ,lsung zuzufhren4 ,inwieweit sie diesen ,zweck erreicht haben1 mag hier unerrtert bleiben1 in jedem ,fall waren auch sie1 7s4 ,v7 einige rein sachliche ,belege ausgenommen1 fr den ,leser1 welchen die ,philosophische ,bibliothek vorzugsweise im ,auge hat1 von keinem nennenswerten ,nutzen4 ,sollte sich jemand dennoch fr diese besonders interessieren so ist ja die alte ,ausgabe in ,bibliotheken leicht zugnglich4 ,an deren ,stelle sind nun erklrende ,verzeichnisse der ,namen und ,sachen getreten1 die lediglich das geben sollen1 was mir fr das unmittelbare ,verstndnis zweckdienlich schien1 wobei von einer ,erluterung oder gar ,kritik der aristotelischen ,lehren natrlich abgesehen werden mute1 um den mir zu ,gebote stehenden ,raum nicht zu berschreiten4 ,was die ebenfalls neu hinzugekommene ,einleitung anbelangt1 so bezweckt auch sie nur eine vorlufige ,orientierung4 ,fr die ausfhrlicheren ,darlegungen aller darin kurz behandelten ,fragen mu ich wiederum auf die obenerwhnten ,arbeiten verweisen1 in der ,hoffnung da deren ,erscheinen dennoch in absehbarer ,zeit ermglicht wird4 ,meinem ,mitleser1 ,herrn ,professor ,e4 ,wst 7,mnchen71 bin ich fr seine wertvolle ,hilfe zu besonderem ,dank verpflichtet4 ,mnchen1 ,juli #aibj4 ,alfred ,gudeman4 99 99 99 99 99 ,,inhaltsverzeichnis 7s4 ,,vi7 99 99 99 99 99 _/99 ,i4 ,allgemeiner ,teil3 c4 #a--e4 #a4 ,kurze ,inhaltsangabe3 c4 #a1 #a4 #b4 ,dichtungen sind nachahmende ,darstellungen3 c4 #a1 #b4 #c4 ,dreifacher ,unterschied3 c4 #a1 #c--c1 #b4 a7 ,nach den ,mitteln3 c4 #a1 #d--f4 7#a7 ,harmonie und ,rhythmus 7,instrumentalknste73 c4 #a1 #d4 7#b7 ,bloer ,rhythmus 7,tanzkunst73 c4 #a1 #d4 7#c7 ,bloe ,rede1 in ,prosa oder ,versen 7,epos1 ,mimen1 ,sokratische ,dialoge73 c4 #a1 #e4 7#d7 ,harmonie1 ,rhythmus1 ,verse 7,dithyrambos1 ,nomos1 ,drama73 c4 #a1 #f4 b7 ,nach den ,gegenstnden 7,edle und unedle ,handlungen73 c4 #b1 #a--c4 c7 ,nach der ,art und ,weise3 c4 #c1 #a--b4 7#a7 ,erzhlend 7,epos73 c4 #c1 #a4 7#b7 ,handelnd 7,drama73 c4 #c1 #a4 7#c7 ,schlufolgerung3 c4 #c1 #b4 #d4 ,einschaltung ber die dorischen ,ansprche auf die ,erfindung des ,dramas1 insbesondere der ,komdie3 c4 #c1 #c--d4 #e4 ,die zwei natrlichen1 der ,poesie zugrundeliegenden ,ursachen4 a7 ,nachahmungstrieb und ,freude an der ,nachahmung3 c4 #d1 #a--b4 b7 ,gefhl fr ,rhythmus und ,harmonie3 c4 #d1 #c4 #f4 ,spaltung der ,dichtungsgattungen nach der ,sinnesart der ,dichter4 ,die literargeschichtliche ,entwicklung3 c4 #d1 #d--e1 #b4 #g4 ,unterschied zwischen ,epos und ,tragdie1 insbesondere den ,umfang betreffend3 c4 #e1 #c--d4 99 99 99 99 99 ,,ii4 ,besonderer ,teil3 c4 #f--bf4 ,a4 ,die ,tragdie3 c4 #f--bb4 #a4 ,die ,definition der ,tragdie3 c4 #f1 #a--b4 #b4 ,die sechs qualitativen ,teile3 c4 #f1 #c--e4 #c4 ,deren ,rangordnung3 c4 #f1 #f--ae4 a7 ,die ,fabel3 c4 #f1 #f--aj4 b7 ,die ,charaktere3 c4 #f1 #aa4 c7 ,die ,gedanken3 c4 #f1 #ab-ac4 d7 ,der sprachliche ,ausdruck3 c4 #f1 #ad4 e7 ,die musikalische ,komposition3 c4 #f1 #ae4 f7 ,die szenische ,ausstattung3 c4 #f1 #ae4 #d4 ,die ,fabel3 c4 #g--ad4 #af--ah4 7s4 ,,vii7 a7 ,sie mu ein richtiges ,ganze von einem bestimmten ,umfang sein3 c4 #g1 #a--c4 b7 ,einheit der ,handlung1 nicht ,einheit der ,person erforderlich3 c4 #h1 #a--d4 c7 ,der ,unterschied des ,dichters und des ,geschichtsschreibers3 c4 #i1 #a--g4 d7 ,episodische ,fabeln ein ,versto gegen die ,einheit3 c4 #i1 #h4 e7 ,das ,wunderbare und der ,zufall als dramatische ,motive3 c4 #i1 #i4 f7 ,einfache und verflochtene ,fabeln3 c4 #aj1 #a--b4 g7 ,die drei ,teile der ,fabel3 c4 #aa4 7#a7 ,peripetie3 c4 #aa1 #a4 7#b7 ,erkennung3 c4 #aa1 #b--d4 7#c7 ,die leidvolle ,tat 7,pathos73 c4 #aa1 #e4 h7 ,exkurs ber die quantitativen ,teile der ,tragdie3 c4 #ab1 #a--b4 7#a7 ,prolog4 7#b7 ,epeisodion4 7#c7 ,chorlied 7,parodos1 ,stasimon1 ,kommos74 7#d7 ,exodos4 i7 ,wie die ,fabel beschaffen sein mu1 um ,mitleid und ,furcht zu erregen3 c4 #ac--ad4 7#a7 ,der ,held mu eine ,mittelstellung einnehmen zwischen dem ,makellosen und dem ,bsewicht3 c4 #ac1 #a--c4 7#b7 ,der einfache ,ausgang dem doppelten vorzuziehen3 c4 #ac1 #d--f4 7#c7 ,die vier ,arten der ,handlung1 die ,mitleid und ,furcht erregen und deren ,rangordnung3 c4 #ad1a--i4 7a7 ,a kennt ,b und ttet ihn4 7b7 ,a kennt ,b nicht und ttet ihn1 mit oder ohne ,erkennung nach der ,tat4 7c7 ,a kennt ,b und steht von dem ,versuch ab1 ihn zu tten4 7d7 ,a kennt ,b nicht1 durch ,erkennung an dem ,versuch ihn zu tten verhindert4 #e4 ,die vier ,charaktereigenschaften und ihre ,gegenstze3 c4 #ae1 #a--aj4 a7 ,sittlich-gut3 c4 #ae1 #a4 b7 ,angemessen3 c4 #ae1 #b4 c7 ,historisch hnlich3 c4 #ae1 #c4 d7 ,konsequent3 c4 #ae1 #d4 e7 ,gegenstze3 #ae1 #e--aj4 #f4 ,die verschiedenen ,erkennungsarten und ihr ,kunstwert3 7s4 ,,viii7 c4 #af1 #a--e4 a7 ,zeichen3 c4 #af1 #a4 7#a7 ,angeborene4 7#b7 ,erworbene4 7a7 ,krperliche4 7b7 ,andere uerliche4 b7 ,vom ,dichter erfundene ,erkennungsarten3 c4 #af1 #b4 c7 ,vermittelst der ,erinnerung3 c4 #af1 #c4 d7 ,vermittelst einer ,schlufolgerung3 c4 #af1 #d4 #g4 ,vorschriften fr die ,komposition der ,tragdie3 c4 #ag--ah4 a7 ,der ,dichter mu sich die ,situation leibhaft vergegenwrtigen c4 #ag1 #a4 b7 ,er mu die ,gefhlsstimmungen seiner ,personen an sich selbst darstellend erproben3 c4 #ag1 #b4 c7 ,er mu erst einen allgemeinen ,umri der ,fabel entwerfen und dann ,namen und ,episoden einfgen3 c4 #ag1 #c4 d7 ,die ,episoden mssen begrenzt sein3 c4 #ag1 #d4 e7 ,schrzung und ,lsung des dramatischen ,knotens3 c4 #ah1 #a--c f7 ,die ,tragdie darf nicht episch angelegt sein3 c4 #ah1d--e4 g7 ,der ,chor mu die ,rolle eines ,schauspielers annehmen und eng mit der ,handlung verknpft sein4 ,daher chorische ,intermezzi 7,embolima7 zu verwerfen3 c4 #ah1 #f4 #h4 ,die ,gedankenbildung in das ,gebiet der ,rhetorik verwiesen3 c #ai1 #a4 #i4 ,der sprachliche ,ausdruck3 c4 #ai1 #b--;c4 #bb4 a7 ,die ,modalitten der ,rede3 c4 #ai1 #b4 ,befehl 7,imperativ7--,wunsch 7,optativ7--,erzhlung 7,indikativ7--,drohung1 ,frage und ,antwort4 b7 ,die ,bestandteile der ,rede3 c4 #bj1 #a--h4 7#a7 ,buchstabe3 c4 #bj1 #a4 7#b7 ,silbe3 c4 #bj1 #b4 7#c7 ,bindewort3 c4 #bj1 #c4 7#d7 ,artikel3 c4 #bj1 #d4 7#e7 ,substantiv3 c4 #bj1 #e4 7#f7 ,verbum3 c4 #bj1 #f4 7#g7 ,flexion3 c4 #bj1 #g4 7#h7 ,satz3 c4 #bj1 #h4 c7 ,ausdrucksarten3 c4 #bav 7#a7 ,komposita3 c4 #ba1 ,i4 7#b7 ,wortklassen3 c4 #ba1 #b4 7a7 ,allgemein gebruchliche ,ausdrcke3 c #ba1 #c4 7s4 ,,ix7 7b7 ,glosse3 c #ba1 #c4 7c7 ,metapher3 c4 #ba1 #d4 aa4 ,von der ,gattung auf die ,art4 bb4 ,von der ,art auf die ,gattung1 cc4 ,von der ,art auf die ,art4 dd4 ,auf ,grund einer ,proportion4 7d7 ,schmckendes ,beiwort3 c4 #ba1 #e4 7e7 ,neugebildetes ,wort3 c4 #ba1 #f4 7f7 ,verlngertes und verkrztes ,wort3 c4 #ba1 #g4 7g7 ,umgewandeltes ,wort3 c4 #ba1 #h4 7#c7 ,das grammatische ,geschlecht3 c4 #ba1 #i4 d7 ,die ,gte des sprachlichen ,ausdrucks3 c4 #bb1 #a--h4 ,b4 ,das ,epos3 c4 #bc--;c4 #bd4 #a4 ,einheit und ,umfang des ,epos4 ,vorzge ,homers3 c4 #bc-bd1 #d4 #b4 ,einheitliches ,versma3 c4 #bd1 #e4 #c4 ,weitere homerische ,vorzge3 c4 #bd1 #f4 #d4 ,ein wesentlicher ,unterschied zwischen ,epos und ,tragdie in der ,behandlung gleichzeitiger ,ereignisse3 c4 #bd1 #g4 #e4 ,homer als ,lehrer der zweckmigen ,lge 7dichterische ,illusion73 c #bd1 #h4 #f4 ,das ,vernunftwidrige im ,epos3 c4 #bd1 #i4 #g4 ,der sprachliche ,ausdruck im ,epos3 c4 #bd1 #aj4 ,c4#b ,die fnf ,probleme 7kritischen ,einwendungen7 in einem ,dichtwerk und deren zwlf ,lsungen 7,widerlegungen1 ,rechtfertigungen73 c4 #be1 #a--bb4 7,i47 ,das ,unmgliche3 #a4 ,es entspricht dem ,zwecke der ,kunst4 #b4 ,es betrifft ,unwesentliches1 ,zuflliges4 7,,ii47 ,das ,vernunftwidrige oder ,unwahrscheinliche4 #c4 ,es htte so sein sollen 7,idealisierung74 #d4 ,es entspricht dem allgemeinen ,glauben4 #e4 ,es ist historisch beglaubigt4 7,,iii47 ,das moralisch ,schdliche4 #f4 ,der an das ,sittliche zu legende ,mastab ist ein relativer4 7,,iv47 ,das ,widerspruchsvolle4 #g4 ,auf ,grund des dialektischen ,verfahrens zu lsen4 7,v47 ,versto gegen die ,kunstrichtigkeit4 7s4 ,x7 #h4 ,auf ,grund der ,annahme einer ,glosse oder ,metapher4 #i4 ,der ,prosodie 7,akzent und ,spiritus74 #aj4 ,der ,interpunktion4 #aa4 ,der ,amphibolie 7,doppelsinn74 #ab4 ,des ,sprachgebrauchs4 ,d4 ,warum die ,tragdie vor dem ,epos den ,vorzug verdient3 c4 #bf1 #a--i 99_/ 99 99 99 99 99 ,,einleitung 99 99 99 99 99 #a4 ,die ,bedeutung der ,poetik4 ,es gibt kein ,werk gleich geringen ,umfangs1 das sich 7s4 ,,xi7 auch nur entfernt mit dem ,einflu messen kann1 den die aristotelische ,poetik ,jahrhunderte lang ausgebt hat4 ,freilich werden wir heute nicht mehr1 wie einst ,lessing1 deren ,lehren fr ebenso unfehlbar halten wie die ,elemente des ,euklid4 ,im ,gegenteil1 man wird ohne weiteres zugeben mssen1 da fr die ,dramatiker der ,gegenwart--das ,epos kommt nicht in ,betracht da es ganz in dem ,roman aufgegangen ist--,aristoteles als literarischer ,gesetzgeber ein vllig berwundener ,standpunkt ist4 ,andrerseits ist es aber nicht minder wahr1 da auch heute noch niemand der ,kenntnis der ,poetik schadlos entraten kann1 der auch nur oberflchlich sich mit den ,literaturen1 namentlich ,italiens1 ,frankreichs und ,englands vom #af4 bis etwa zur ,mitte des #ah4 ,jahrh41 beschftigen will4 ,und ebensowenig darf der sthetiker1 der literarische ,kritiker oder ,literarhistoriker an diesem ,bchlein achtlos vorbergehen1 sollen seine rein theoretischen ,darlegungen ber viele in das ,gebiet der ,dichtkunst einschlgige ,probleme nicht von vornherein einer wichtigen ,grundlage entbehren4 ,was vollends dem klassischen ,philologen die ,poetik des ,aristoteles ist und stets sein wird1 bedarf keines weiteren ,wortes4 99 99 99 99 99 #b4 ,die ,poetik im ,altertum4 ,unter diesen ,umstnden mag es auf den ersten ,blick sehr befremden1 da sich im ,altertum selbst bisher keine sicheren ,spuren einer aus erster ,hand geschpften ,kenntnis1 geschweige denn eines ,einflusses der aristotelischen 7,s4 ,,xii7 ,poetik haben nachweisen lassen4 ,dagegen spricht auch nicht eine ,anzahl direkter ,zitate bei spten ,erklrern des ,aristoteles1 zumal man nicht einmal ohne weiteres annehmen darf1 da jene ,stellen nicht einfach den von ihnen ausgeschriebenen1 lteren ,quellen entlehnt sind4 ,zur ,erklrung dieser bemerkenswerten ,tatsache mag vielleicht folgendes dienen4 ,zunchst scheint unsere ,poetik berhaupt zuerst von ,andronikos v4 ,rhodos1 einem ,zeitgenossen ,ciceros1 zusammen mit anderen ,werken des ,aristoteles in ,rom herausgegeben worden zu sein4 ,horaz1 bzw4 sein viel lterer ,gewhrsmann1 ,neoptolemos v4 ,parion 7c4 #bfj v4 ,chr471 zeigt trotz mancher sachlichen bereinstimmungen keine direkte ,benutzung der ,schrift und dasselbe gilt von einem uns nur in ,bruchstcken erhaltenen1 umfangreichen ,werke ber die ,dichtungen1 dessen ,verfasser ,philodemos v4 ,gadara zum ,freundeskreise des ,horaz gehrte4 ,sodann brachten die ,griechen der rmischen ,kaiserzeit der ,poesie berhaupt nicht das geringste ,interesse entgegen4 ,ist uns doch aus dieser ganzen ,epoche keine einzige ,tragdie auch nur dem ,titel nach bekannt4 ,an die ,stelle der ,komdie waren der dramatische1 aber literarisch wertlose ,mimus und der ,pantomimus getreten und die wenigen uns meist erhaltenen ,epen1 wie die des ,oppian1 ,quintus ,smyrnaeus1 ,claudian1 ,kolluthos1 ,triphiodor1 ja selbst des ,nonnos1 stammen aus sehr spter ,zeit und kommen als echte ,kunstwerke berhaupt nicht in ,betracht1 wie sie denn auch von den ,lehren des ,aristoteles keinen ,hauch verspren lassen4 ,es darf daher nicht ,wunder nehmen1 da eine wissenschaftliche ,technik des ,dramas und des ,epos1 wie unsere ,poetik1 keinerlei ,beachtung fand oder finden konnte4 ,diese der ,dichtkunst allenthalben entgegengebrachte ,gleichgltigkeit wird es wohl auch 7,s4 ,,xiii7 zum ,teil verschuldet haben1 da zahlreiche andere literargeschichtliche ,werke des ,aristoteles ganz verloren gingen4 ,so vor allem die ,didaskalien1 eine vollstndige ,liste aller in ,athen aufgefhrten ,dramen1 der reichhaltige ,dialog ber die ,dichter in #c ,b41 von dem uns noch einige ,bruchstcke mannigfachen ,inhalts erhalten sind1 und die ,pragmateia 7,untersuchung der ,dichtkunst1 in #b ,b4 ,in dieser wird ,aristoteles das1 was in dem unvollstndig auf uns gekommenen ,kollegienheft skizzenhaft entworfen oder zwecks weiterer mndlicher ,ausfhrung nur angedeutet war1 erschpfend1 wie wir es bei ihm gewohnt sind1 behandelt haben4 ,unsere ,poetik verdankt ihre ,erhaltung wohl nur dem glcklichen ,umstand1 da sie als ,anhngsel der ,rhetorik oder der ,logik1 die als ,schulfcher sich stets eifriger ,pflege erfreuten1 betrachtet und so mit diesen ,schriften vereint berliefert wurde4 99 99 99 99 99 #c4 ,textgeschichte4 ,die nachweisbar lteste ,handschrift war ein in ,unzialen ohne ,worttrennung oder ,interpunktion geschriebener mit zahlreichen ,randbemerkungen versehener und sptestens dem #e4_/f4 ,jahrh4 angehriger ,kodex1 dem der ,schlu der ,poetik aber ebenfalls bereits abhanden gekommen war4 ,im #i4 ,jahrh4 wurde er von einem ,nestorianischen ,mnch wrtlich ins ,syrische bersetzt4 ,diese bertragung bildete ihrerseits die ,vorlage fr die arabische bersetzung des ,abu ,bishar ,matta 7#iij--ajcg71 die in einer arg ververstmmelten und lckenhaften ,pariser ,hs des #aa4 ,jahrh4 erhalten ist4 ,aufs dem arabischen ,text beruhte die jmmerlich verkrzte1 zum ,teil sinnlose ,paraphrase des berhmten arabischen ,gelehrten ,averres 7#aabf bis #aaih71 denn die orientalischen bersetzer standen 7,s4 ,,xiv7 dem ,inhalt der ,poetik mit der denkbar tiefsten ,verstndnislosigkeit gegenber4 ,eine genaue ,untersuchung hat aber den unwiderleglichen ,beweis erbracht1 da jene alte1 griechische ,hs einen weit vorzglicheren ,text darbot als die lteste uns erhaltene ,hs1 der ,parisinus #agda aus dem #aj4 ,jahrh4 und da die bisher fast allgemein geltende ,ansicht1 dieser sei der ,stammvater aller spteren1 brigens sehr zahlreichen ,hss1 den ,tatsachen nicht entspricht4 99 99 99 99 99 #d4 ,die ,poetik in der ,neuzeit4 ,es ist ein seltsames ,zusammentreffen1 da gerade um die ,zeit1 da die ,hegemonie des ,philosophen ,aristoteles1 der die ,gedankenwelt des ,mittelalters beherrscht hatte1 sich ihrem ,ende zuneigte1 seine ,poetik aus langer ,vergessenheit im ,abendlande wieder auftauchte und er nun alsbald als literarischer ,diktator1 gleichsam als ,ersatz fr das verlorene ,reich1 einen erneuten ,siegeslauf antrat4 ,die ,poetik erschien zuerst in einer wrtlichen lateinischen bersetzung des ,georgius ,valla 7#adih71 die editio princeps des ,originals zehn ,jahre spter in einer ,aldina4 ,den ersten ,kommentar lieferte ,f4 ,robortelli 7,florenz l#edh71 dem innerhalb zwei ,dezennien drei weitere gelehrte und umfangreiche ,kommentare folgten3 ,madius 7,venedig #aeej71 ,p4 ,victorius 7,florenz #aefj7 und ,castelvetro 7,wien #aegj74 ,bis etwa zur ,wende des #ah4 ,jahrh4 waren bereits mehr als #ajj ,ausgaben und bersetzungen erschienen--die ,poetik wurde fter als irgendein anderes ,werk griechischer ,prosa herausgegeben1--doch ist im wesentlichen1 weder in der ,textkritik noch in der ,erklrung1 ein nennenswerter ,fortschritt ber die genannten ,leistungen zu verzeichnen4 ,ein solcher trat erst mit den ,arbeiten 7,s4 ,,xv7 zweier ,englnder1 ,twining 7#aghi7 und ,tyrwhitt 7#agid7 ein1 whrend ,lessing etwas frher in der ,hamburgischen ,dramaturgie 7#agfg_/h7 das ,studium der ,poetik in ,deutschland zu neuem ,leben erweckte4 ,die erste deutsche bersetzung von ,curtius 7#agee7 war nmlich als solche sehr klglich ausgefallen und die ihr beigegebenen ,abhandlungen waren ganz von ,dacier 7#afib7 abhngig und in ,gottschedschem ,geiste geschrieben ,sie hat aber insofern ein gewisses historisches ,interesse1 weil sowohl ,goethe wie ,schiller die aristotelische ,schrift aus ihr kennen lernte4 ,eine neue ,epoche sowohl fr die ,textkritik wie fr die ,erklrung begann dann erst wieder mit ,vahlen1 der zuerst konsequent die ,recensio auf die lteste ,hs1 den ,parisinus #agda 7,ac71 aufbaute und in seinen ,beitrgen zu ,aristoteles ,poetik 7,wien #ahfe_/f71 einer der hervorragendsten hermeneutischen ,leistungen unserer ,wissenschaft1 das ,verstndnis der ,poetik mchtig frderte4 ,mehr negativ von ,bedeutung war sodann die glnzende ,abhandlung von ,j4 ,bernays 7#aheg7 ber die ,katharsis da sie der ,ausgangspunkt einer gewaltigen ,kontroverse wurde1 die bis auf den heutigen ,tag noch nicht zur ,ruhe gekommen ist4 ,etwa gleichzeitig mit jenen vier groen italienischen ,kommentatoren des #af4 ,jahrh4 begann die literarische ,kritik sich mit den ,lehren der ,schrift zu beschftigen1 wobei der ,einflu des ,castelvetro besonders verhngnisvoll werden sollte1 denn das berhmte ,gesetz der ,drei ,einheiten1 der ,handlung1 der ,zeit und des ,ortes1 von denen ,aristoteles einzig und allein die erste kennt und fordert1 beruht auf einem ,miverstndnis des ,castelvetro4 ,sogenannte ,poetiken sprangen vom #af4 ,jahrh4 wie ,pilze aus dein ,boden4 ,samt und sonders nehmen sie zu den wirklichen1 leider zu oft auch zu den vermeintlichen ,lehren des ,aristoteles 7,s4 ,,xvi7 ,stellung und gar bald versuchten epische und dramatische ,dichter1 zuerst in ,italien1 dann in ,frankreich jene ,lehren praktisch zu verwerten4 ,unter den ,kritikern und ,verfassern von ,lehrbchern der ,dichtkunst des #af4 ,jahrh4 seien hier nur die einflussreichsten genannt1 was aber keineswegs immer besondere ,originalitt oder ,selbstndigkeit voraussetzt3 ,minturno1 ,de poeta 7#aeei71 ,j4,c4 ,scaliger1 ,poetices libri ,,vii 7#aefa71c ,sir ,philip ,sidney1 ,defense of ,poesy 7c4 #aehc1 gedruckt #aeie71 ,patrizzi1 ,della ,poetica 7#aehf71 ein fanatischer ,gegner des ,aristoteles und seiner ,poetik4 ,von ,dichtern1 die unter dem ,einflu des ,aristoteles standen und in eigenen ,abhandlungen oder auch in ,einleitungen zu ihren ,werken sich mit ihm auseinandersetzten1 seien erwhnt3 ,trissino1 dessen ,sophonisba als die erste italienische ,tragdie gilt 7#aeee71 ,fracastoro1 ,naugerius sive de ,poetica dialogus 7#aeee71 ,t4 ,tasso1 ,discorsi dell' ,arte ,poetica 7#aehf71 ,jean de la ,taille1 ,prface zu ,saul 7#aegb74 ,dieser und die frheren franzsischen ,kritiker berhaupt wie ,jodelle1 der ,verfasser der ersten franzsischen ,tragdie1 ,cleoptre 7#aeeb71 ,vauquelin de la ,fresnaye1 ,art poetique 7begonnen #aegd1 gedruckt #afje71 ,ronsard und die anderen ,mitglieder der ,pliade1 sie alle beschftigten sich mehr oder weniger eingehend mit den aristotelischen ,lehrstzen1 aber sie verdankten deren ,kenntnis1 wie es scheint1 meist nicht dem ,original1 sondern den ,arbeiten ihrer italienischen ,vorgnger4 ,dies nderte sich erst im #ag4 ,jahrh41 als der heftige ,streit um die ,regeln in den ,mittelpunkt des literarischen ,interesses trat4 ,mairet1 der die erste regelrechte ,tragdie1 ,sophonisbe1 7#afbi7 verfate1 kannte die 7,s4 ,,xvii7 ,poetik aus erster ,hand1 wie er selbst in der ,vorrede zu ,silvanire 7#afbf7 bezeugt1 und dies gilt natrlich auch von den ,fhrern in der ,cid-,kontroverse 7#afcf--afdj71 wie ,chapelain und ,hedelin d',aubignac4 ,corneille selbst aber scheint sie erst am ,ende seiner dramatischen ,laufbahn aus erster ,hand kennen gelernt zu haben1 obwohl er in einigen frheren ,vorreden zu seinen ,dramen wiederholt auf ,aristoteles ,bezug nimmt4 ,in seinen drei ,discours macht er sodann den freilich vergeblichen ,versuch nachzuweisen1 da seine ,tragdien den ,lehren der ,poetik allenthalben entsprechen4 ,englndern wurde die ,poetik durch die ,italiener und ,franzosen vermittelt1 doch spielte sie bei ihnen nie eine so groe ,rolle1 und auch diese beschrnkte sich fast ausschlielich auf jene drei ,einheiten4 ,da ,shakespeare diese kannte1 geht aus der ,ansprache an die ,schauspieler im ,hamlet1 den ,prologen zu ,heinrich ,v4 und dem ,chorus der ,zeit im ,wintermrchen 7,,iv7#a77 hervor4 ,da er sich sonst ihnen gegenber noch weit gleichgltiger verhlt als seine dramatischen ,zeitgenossen 7ein ,marlow1 ,jonson1 ,greene1 ,beaumont und ,fletcher71 so mchte ich doch hier nicht unterlassen1 wenigstens auf eine interessante ,tatsache hinzuweisen1 weil sie bisher m4,w4 nicht beobachtet worden ist4 ,die beiden letzten#d ,dramen aus seiner ,feder sind das ,wintermrchen und der ,sturm4 ,whrend nun in dem ersteren die ,einheiten weit grblicher verletzt werden als in irgend einem anderen ,stcke1 hat er diese im ,sturm und in ihm allein so streng wie nur irgend mglich durchgefhrt4 ,sollte er damit haben zeigen wollen1 da fr den wahren ,dramatiker die ,einhaltung oder die ,vernachlssigung der ,regeln1 7,s4 ,,xviii7 soweit die ,wirkung in ,betracht kommt1 gleichgltig ist8 ,um die ,mitte des #ag4 ,jahrh4 haben dann ,milton1 in der ,einleitung zu seiner ,tragdie ,samson ,agonistes 7#afga71 und insbesondere ,dryden1 namentlich in seinem ,essay ber dramatische ,poesie 7#affh71 der aristotelischen ,poetik ein besonderes ,interesse zugewandt1 letzterer allerdings ganz unter dem ,einflu von ,corneille ,rapin1 de ,bossu und ,boileau4 ,die ,beschftigung mit unserer ,poetik in ,deutschland beginnt1 wie erwhnt1 mit ,lessing4 ,goethe und durch ihn veranlat auch ,schiller 7nach #agig7 haben sich lebhaft mit ihr befat4 ,in ihrem ,gedankenaustausch ber die ,schrift spiegelt sich die ,eigenart der beiden ,dichterfrsten in charakteristischer ,weise wieder1 doch hat man die ,empfindung1 da in diesem ,briefwechsel ,schiller durchaus der ,gebende ist4 ,noch wenige ,jahre 7#ahbf7 vor seinem ,tode ist ,goethe in seiner ganz kurzen ,nachlese zur ,poetik nochmals auf den ,gegenstand zurckgekommen1 worin er1 wohl durch seine knstlerische ,weltanschauung verleitet1 eine ganz falsche bersetzung des ,schlusses der ,tragdiendefinition gibt4 ,im #ai4 ,jahrh4 ist es1 von der mchtigen ,wirkung der bereits erwhnten ,abhandlung von ,bernays abgesehen1 vor allem die sthetik1 die sich allenthalben mit unserer ,poetik auseinandersetzt1 so ,e4 ,mller1 ,vischer1 ,volkelt1 ,gnther1 ,walter1 ,w4 ,dilthey1 ,lippe1 ,bosanquet1 ,nietzsche1 ,baumgart und ,carrire1 um nur diese zu nennen4 ,in den ,hauptfragen wie ber den ,ursprung der ,poesie1 den ,begriff des ,kunstschnen1 den ,endzweck der ,dichtung1 sind manche dieser ,forscher zwar zu neuen und eigenartigen aber im groen und ganzen keineswegs einwandfreieren oder sichereren ,ergebnissen gelangt1 als sie schon in den kurzen1 fast ohne ,begrndung hingeworfenen 7,s4 ,,xix7 ,lehrstzen des ,aristoteles uns vorliegen4 99 99 99 99 99 #e4 ,die ,quellen der ,poetik4 ,originalitt ist ein rein relativer ,begriff1 ja in einem gewissen ,sinne gibt es eine solche berhaupt nicht1 ist doch jeder ,denker ein ,erbe der ,vergangenheit#e und irgendwie von ,vorgngern1 wenn nicht direkt abhngig1 so doch1 und zwar oft unbewut1 beeinflut4 ,andrerseits steckt nicht minder hufig in der ,art1 wie ein ,forscher den ihm vorliegenden ,stoff verarbeitet1 in der ,beleuchtung1 in die er ihn rckt1 in dem ,zusammenhang in den er ihn einreiht oder1 falls er sich mit ihm im ,widerspruch befindet1 in der ,begrndung seines entgegengesetzten ,standpunkts ein ebenso hoher ,grad von ,selbstndigkeit und ,originalitt als in dem ganz ,neuen1 das er im brigen bringen mag4 ,so ist denn zweifellos auch die ,poetik des ,aristoteles nicht wie ,athene in voller ,rstung aus dem ,haupte des ,zeus entsprungen1 auch er hat1 und zwar nachweisbar1 eine umfangreiche ,literatur ber seinen ,gegenstand1 vor allem in den ,schriften der ,sophisten1 schon vorgefunden und so weit zweckdienlich verwertet oder auch zu widerlegen sich veranlat gefhlt4 ,gegen das ,verdammungsurteil1 das ,platon gegen das ,epos und ,drama geschleudert hat1 bildet die ,poetik als ,ganzes gleichsam einen stillschweigenden ,protest1 der in einer ,anzahl ,stellen sogar deutlich und greifbar hervortritt1 obwohl er den ,namen seines ,lehrers niemals nennt4 ,da einzelne ,gedankengnge ,platons ber die ,dichtkunst 7,s4 ,,xx7 auf ,aristoteles eingewirkt1 seinen ,theorien eine gewisse ,richtung gegeben und ihn bewogen haben zu ihm seinerseits ,stellung zu nehmen1 ist fast selbstverstndlich und allgemein anerkannt4 ,wenn aber neuerdings in einem geistvollen und formvollendeten ,buche1#f das sich nicht nur an fachkundige ,leser wendet1 der ,versuch gemacht worden ist1 dem ,verfasser der ,poetik jede ,originalitt abzusprechen und sie zu einem bloen ,echo platonischer ,gedanken herabzusetzen1 so mu gegen diese tendenzise ,entstellung des wirklichen ,tatbestandes der schrfste ,einspruch erhoben werden4 ,die ,widerlegung dieser ,verirrung eines sonst trefflichen ,gelehrten im ,einzelnen kann hier nicht unternommen werden1 ich mu mich damit bescheiden1 auf einige wenige ,punkte aufmerksam zu machen1 die aber allein schon gengen drften1 die angewandte ,beweisfhrung in ein grelles ,licht zu setzen und den ,versuch selbst ad absurdum zu fhren4 ,angesichts seiner unten#e;b zitierten1 durch nichts gemilderten ,behauptungen ist die ,beobachtung geradezu verblffend1 da diese sich1 soweit das ,verhltnis des ,aristoteles zu ,platon berhaupt in ,frage kommen knnte1 so gut wie ausschlielich auf eine ,anzahl ,lehrstze und ,gedanken der ersten sechs ,kapitel beschrnken6 ,sodann ist zu bemerken1 da ,platon sich zwar mehr oder minder ausfhrlich ber ,zweck1 ,wirkung1 ,charakter und ,ursprung der ,dichtung ausgesprochen hat1 da aber von 7,s4 ,,xxi7 einer ,technik der ,dichtkunst--und das ist doch wohl unsere ,poetik--sich schlechterdings nichts findet1 was dem ,aristoteles als ,grundlage oder ,quelle der ,erkenntnis htte dienen knnen4 ,selbst die platonische ,auffassung der nachahmenden ,ttigkeit des ,knstlers 7,mimesis7 weicht durch ihre ,verknpfung mit der ,ideenlehre von der des ,aristoteles sehr erheblich ab4 ,und dasselbe gilt von einer groen ,anzahl gelegentlicher uerungen1 wie ber die furcht- und mitleiderregende ,wirkung der ,tragdie1 ber den ,unterschied zwischen dem ,drama und dem ,epos1 ber die der ,dichtung zugrundeliegenden ,ursachen und ber den ,dithyrambus als nicht mimetische ,darstellung4 ,und selbst bei diesen ,fragen ergibt oft die ,art der ,betrachtung1 da ,platon sie nicht zuerst aufgeworfen1 sondern zu anderweitig bereits errterten literarischen ,problemen seinerseits1 sei es zustimmend1 sei es ablehnend1 ,stellung nimmt4 ,mit welchen ,gewaltmitteln die ,abhngigkeit des ,aristoteles von ,platon glaubhaft gemacht werden soll1 dafr sei wenigstens ein besonders krasses ,beispiel angefhrt4 ,mit der dem ,aristoteles eigenen analytischen ,schrfe werden die ,unterschiede ,in der nachahmenden ,darstellung aller musischen ,knste festgestellt1 nmlich in den ,mitteln1 den ,gegenstnden und der ,art und ,weise 7c4 #a71 eine ,einteilung1 die sich auch fr die sechs ,teile einer kunstgerechten ,tragdie bewhrt 7c4 #f74 ,diese tief durchdachte ,unterscheidung soll nun nicht nur sachlich1 sondern sogar im ,wortlaut dem ,platon entnommen sein4 ,in der ,rep4 ,,iii #cib;c schliet nmlich ,sokrates eine lngere ,errterung darber1 da in seinem ,idealstaate nur ,spezialisten als ,lehrer ,zula haben sollten1 mit folgenden ,worten3 ,wir sind nun1 was die musische ,bildung anbelangt1 vllig zu ,ende gekommen und haben angegeben1 was ausgesprochen werden soll und wie4 ,inhaltlich haben1 wie 7,s4 ,,xxii7 man sieht1 diese ,worte1 wie auch der ganze ,zusammenhang mit der aristotelischen ,betrachtung auch nicht das mindeste gemein und auch abgesehen davon1 fehlt noch fatalerweise das dritte ,glied--die ,mittel6 ,aber durch solche ,kleinigkeiten lt sich ,finsler seine ,kreise nicht stren4 ,aristoteles wird wiederholt beschuldigt auch die einfachsten ,redewendungen1 wo der ,gedanke sich griechisch kaum anders htte ausdrcken lassen1 dem ,platon entlehnt zu haben4 ,so z4,b4 da die ,dichter ,handelnde nachahmen 7,rep4 #aj1 #fjc71 obwohl gerade dieser ,gedanke gar nicht einmal platonischen ,ursprungs sein drfte1 denn ,aristoteles sagt ausdrcklich1 da bei der ,ableitung des ,wortes ,drama1 von der bei ,platon nirgends die ,rede ist1 einige auf eben jene ,tatsache sich berufen htten4 ,die ,behauptung einer durchgngigen1 fast sklavischen ,abhngigkeit des ,aristoteles von ,platon hlt demnach vor einer unbefangenen und vorurteilslosen ,prfung nicht ,stand4 ,ein ,einflu des ,lehrers auf seinen ,schler in dem oben angedeuteten ,sinne soll darum keineswegs in ,abrede gestellt werden1 aber soweit die uns vorliegenden ,lehren der ,poetik in ,betracht kommen1 htte ihr ,verfasser keinerlei ,veranlassung gehabt1 einem ,pereant qui ante nos nostra dixerunt ,ausdruck zu geben4 ,whrend uns ,platons ,werke vollstndig zum ,vergleich vorliegen1 sind die sonstigen ,vorgnger des ,aristoteles gnzlich verschollen und selbst ,schriften wie die eines ,demokrites ber die ,dichtung und ber ,rhythmen und ,harmonie oder des ,sophisten ,hippias ber ,musik und ber ,rhythmen und ,harmonien1 die auf hnliche ,errterungen allenfalls schlieen lieen1 sind fr uns nur leere ,titel4 ,da aber eine reiche fachmnnische ,literatur1 die1 wie gesagt 7,s4 ,,xxiii7 hauptschlich aus sophistischen ,kreisen stammte1 dem ,aristoteles zur ,verfgung stand1 beweisen allein die ,frsche des ,aristophanes 7#dje71 die bereits eine staunenswerte1 allgemeine ,kenntnis ber die ,technik des ,dramas von ,seiten des athenischen ,theaterpublikums zur notwendigen ,voraussetzung haben4 ,glcklicherweise gibt unsere ,poetik selbst uns noch wertvolle ,andeutungen ber frhere ,schriftsteller auf diesem ,gebiete1 denn an nicht weniger als #ab bezw4 #ac ,stellen beruft sich ,aristoteles ausdrcklich auf ,vorgnger und zwar fnfmal mit ,namennennung 7,protagoras1 ,hippias von ,thasos1 ,eukleides1 ,glaukon und ,ariphrades74 ,bei vier von diesen handelt es sich meist um ,einzelheiten in betreff des ,versbaues und des ,sprachgebrauchs1 bei ,glaukon dagegen um eine von ihm unter ,zustimmung des ,verfassers gegeielte falsche ,methode zahlreicher1 literarischer ,kritiker1 die fr uns zwar namenlos sind1 deren ,existenz aber eben durch jenen ,ausfall erwiesen wird4 ,wichtiger fr die ,quellenfrage sind die brigen ,stellen1 aus denen man seltsamerweise bisher nicht die ,konsequenzen gezogen hat1 sondern sich damit begngte1 sie als gleichsam isolierte uerungen zu betrachten1 die ,aristoteles nur erwhnt1 um sie abzuweisen4 ,mit dem ,motiv mag es seine ,richtigkeit haben1 entspricht es doch durchaus der antiken ,zitiermethode1 auf einen ,vorgnger nur dann anzuspielen1 und zwar meist unter dem ,deckmantel des ,plurals 7einige behaupten1 man sagt u4471 wenn man ihn bekmpfen oder widerlegen will4 ,sobald wir uns aber die ,umgebung1 in der die betreffenden ,stellen#g stehen1 genauer ansehen1 ergibt sich sofort da es sich unmglich nur um gelegentliche ,urteile handelte1 sondern da diese nur in ausfhrlichen ,untersuchungen ber alle in unmittelbarem ,zusammenhang 7,s4 ,,xxiv7 stehenden ,fragen abgegeben sein konnten4 ,die ,namen der ,verfasser1 wie die ,titel ihrer ,werke1 sind wie gesagt1 smtlich verloren1 es sei denn1 da wir in dem ,bericht ber die ,ansprche der ,dorer auf die ,erfindung der ,komdie 7c4 #c7 mit groer ,wahrscheinlichkeit die ,chronica des ,dieuchidas von ,megara1 eines lteren ,zeitgenossen des ,aristoteles1 vermuten knnen4 ,auch in anderen ,partien der ,poetik werden wir literarische ,vermittler voraussetzen mssen4 ,so insbesondere ber die ,entwicklungsgeschichte des ,dramas 7c4 #d74 ,ja1 in einer ,kleinigkeit den kyprischen ,dialekt betreffend 7c4 #ba1 #c71 dessen ,kenntnis man doch nicht ohne weiteres dem ,aristoteles wird zutrauen wollen1 drfte vielleicht der einmal als ,verfasser kyprischer ,glossen zitierte ,glaukon aus bisher unbestimmter ,zeit sein ,gewhrsmann gewesen sein1 falls nicht etwa eine ,reminiscenz aus ,herodot 7#e1 #i7 vorliegt4 ,ein hnliches1 kretisches ,glossarium wird auch wohl die ,quelle fr c4 #be1 #aj gewesen sein4 ,und so mag ,aristoteles noch mehr ,einzelheiten1 auch der ,theorie und ,technik der ,dichtkunst1 seinen ,vorgngern verdanken als wir jetzt nachweisen oder vermuten knnen4 ,aber so mannigfach auch immer diese ,anregungen gewesen sein mgen und so viel positives ,wissen ,aristoteles von frheren ,forschern bernommen haben mag1 so trgt dennoch selbst unser unvollstndiges ,kollegienheft allenthalben den echten ,stempel seines ,geistes unverkennbar an der ,stirn4 ,es enthlt aber berdies so zahlreiche geistreiche ,gedanken und ,lehrstze von ewiger ,gltigkeit1 da wir die ,poetik auch fernerhin als ein ,meisterwerk auf diesem ,gebiete und als ein kstliches ,vermchtnis eines der grten ,geistesheroen der ,menschheit werden einschtzen drfen4 99 99 99 99 99 ,,aristoteles ,,ber ,,die ,,dichtkunst 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,i #a4 ,wir wollen reden ber die ,dichtkunst1 sowohl an 7,s4 #a7 7#addg;a7 sich1 wie ber ihre ,arten1 deren ,wesen im einzelnen und wie die dichterischen ,stoffe gestaltet werden mssen1 wenn anders die ,dichtung kunstvoll sein soll8 ferner ber ,zahl und ,beschaffenheit der ,teile eines ,dichtwerks und desgleichen1 was sonst noch in dasselbe ,untersuchungsgebiet fallen mag4 ,und zwar gehen wir1 wie dies naturgem1 von dem ersten zuerst aus4 #b4 ,das ,epos also und die ,dichtung der ,tragdie1 ferner die ,komdie1 die dithyrambische ,poesie und der grte ,teil der ,auletik und ,kitharistik1 sie alle sind in ihrer ,gesamtheit nachahmende ,darstellungen 7,mimesis74 #c4 ,es besteht aber unter ihnen ein dreifacher ,unterschied1 nmlich in bezug auf die verschiedenen ,mittel1 die verschiedenen ,gegenstnde und die verschiedene ,art der ,darstellung und zwar nicht in gleicher ,weise4 ,sidenote3 c4 #a1 #d--f4 ,arten und ,unterschiede der ,dichtung4 #d4 ,wie nmlich manche sowohl mit ,farben als auch mit ,figuren1 sei es auf ,grund knstlerischer ,begabung1 sei es infolge einer durch bung erlangten ,geschicklichkeit andere dagegen mit der ,stimme vieles nachbildend nachahmen1 so wird auch in den erwhnten ,knsten insgesamt die ,nachahmung vermittelst des ,rhythmus1 der ,rede und der ,harmonie bewerkstelligt und zwar gesondert oder miteinander vermischt ,harmonie und ,rhythmus allein wenden beispielsweise die ,auletik und ,kitharistik an und was es sonst noch an ,knsten derselben ,art geben mag1 wie z4,b4 die ,kunst der ,syrinx 7,hirtenpfeife72 allein 7,s4 #b7 mit ,rhythmus ohne ,harmonie1 die ,kunst der ,tnzer1 denn diese ahmen mittelst rhythmischer ,krperbewegungen ,charaktereigenschaften1 ,gemtsstimmungen und ,handlungen nach4 #e4 ,die ,kunstform aber1 die sich blo der ,rede bedient1 sei es der ungebundenen1 sei es der metrischen und1 falls der letzteren1 entweder mehrere ,versmae miteinander verbindet oder nur eine ,versgattung 7#addg;b7 anwendet1 hat bis jetzt keinen ,namen4 ,denn wir wten keine gemeinsame ,bezeichnung anzugeben fr die ,mimen eines ,sophron und ,xenarchos und die ,sokratischen ,gesprche einerseits1 noch andrerseits fr eine nachahmende ,darstellung in 7jambischen7 ,trimetern oder im elegischen ,distichon oder in irgend welchen anderen ,versmaen dieser ,art4 ,allerdings knpft man gewhnlich an die betreffende ,versbezeichnung das ,wort dichten und nennt so die einen ,elegiendichter1 andere epische ,dichter1 indem man sie nicht auf ,grund der nachahmenden ,darstellung zu ,dichtern stempelt1 sondern des gemeinsamen ,metrums wegen4 ,ja1 man pflegt sogar denjenigen so zu nennen1 der irgend etwas aus der ,medizin oder der ,naturwissenschaft in ,versen darstellt und doch haben ,homer und ,empedokles nichts miteinander gemein als das ,metrum1 so da man zwar jenen mit ,eecht einen ,dichter nennt1 diesen aber vielmehr als einen ,naturforscher bezeichnen sollte4 ,in hnlicher ,weise kme auch dem der ,dichtername zu1 der in seiner nachahmenden ,darstellung allerlei ,versmae verwendet1 wie dies ,chairemon in seinem ,epyllion ,der ,kentaur1 in dem die verschiedenartigsten ,versmae vorkommen getan hat4 ,so mag also das ,urteil ber diese ,dinge lauten4 ,sidenote3 c4 #b1 #c4 ,arten und ,unterschiede der ,dichtung4 #f4 ,nun gibt es einige ,knste1 die sich aller genannten ,darstellungsmittel bedienen1 7,s4 #c7 ich meine nmlich des ,rhythmus1 der gesungenen ,rede und des ,metrums1 wie z4,b4 die ,dithyramben-und ,nomendichtung1 die ,tragdie sowohl wie die ,komdie4 ,sie unterscheiden sich aber wiederum darin1 da die beiden ersteren diese ,mittel durchgngig diese aber nur an bestimmten ,teilen anwenden4 ,dies sind also die ,unterschiede der ,knste nach ihren ,darstellungsmitteln4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,ii #a4 ,da nun die ,nachahmenden ,handelnde nachahmen 7#addh;a7 so folgt daraus mit ,notwendigkeit1 da diese entweder tugend- oder lasterhaft sind1 denn allein auf diese ,gegenstze laufen doch wohl stets unsere sittlichen ,eigenschaften hinaus1 indem sich alle in bezug auf ihren ,charakter durch ,laster und ,tugend unterscheiden #b4 ,dementsprechend ahmen die ,dichter ,handelnde nach1 die entweder besser als wir ,durchschnittsmenschen sind oder schlechter oder auch diesen hnlich ,dasselbe finden wir bei den ,malern1 denn ,polygnot pflegte bessere1 ,pauson schlechtere und ,dionysios der ,wirklichkeit entsprechende ,menschen nachzubilden4 ,sidenote3 c4 #b1 #c4 ,arten und ,unterschiede der ,dichtung4 #c4 ,fernerhin ist es klar1 da auch eine jede der erwhnten nachahmenden ,darstellungen eben diese ,unterschiede aufweisen wird1 insofern aber eine verschiedene sein wird1 als sie verschiedene ,objekte nachahmt4 ,denn auch beim ,tanze1 dem ,spiel der ,flte und ,guitarre knnen diese ,unhnlichkeiten auftreten und nicht minder in der prosaischen und rein metrischen ,darstellung ,so hat z4,b4 ,homer bessere ,charaktere1 ,klophon uns hnliche1 ,hegmon der ,thasier aber1 7,s4 #d7 der erste ,parodiendichter und ,nikochares1 der ,verfasser der ,deliade1 schlechtere nachgeahmt4 ,in hnlicher ,weise knnen bei den ,dithyramben und ,nomen diese ,verschiedenheiten eintreten4 ,man knnte nmlich nachahmend darstellen1 wie ,argas 444 oder wie ,timotheos und ,philoxenos den ,kyklopen dargestellt haben4 ,und eben darin besteht auch ein ,unterschied zwischen der ,tragdie und ,komdie1 denn diese will schlechtere ,charaktere nachahmend darstellen1 jene dagegen bessere als sie heutzutage sind4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,iii #a4 ,zu den 7im obigen behandelten7 ,darstellungsunterschieden gesellt sich nun als dritter1 die ,art und ,weise1 in der man die einzelnen ,gegenstnde nachahmen knnte4 ,man kann nmlich mit denselben ,darstellungsmitteln dieselben ,gegenstnde darstellen1 dabei aber einerseits erzhlen--und zwar entweder1 wie ,homer dies tut1 in der ,person eines anderen oder aber in eigner ,person ohne sich zu ndern--andrerseits so1 da man alle nachahmend dargestellten ,personen als handelnd und in ,ttigkeit vorfhrt4 ,diese drei also sind die ,unterschiede1 in denen sich die nachahmende ,darstellung1 wie wir zu ,anfang bemerkt haben1 vollzieht1 nmlich in den ,mitteln1 den ,gegenstnden und der ,art und ,weise4 #b4 ,darnach wre also nach der einen ,seite ,sophokles derselbe nachahmende ,darsteller wie ,homer1 denn beide ahmen edle ,personen nach1 in anderer ,hinsicht aber stnde er auf derselben ,stufe wie ,aristophanes da beide handelnde und dramatisch ttige ,personen nachahmen4 ,sidenote3 c4 #d1 #a4 ,ursprung der ,dichtung4 #c4 ,daher behaupten auch einige1 da diese ,werke 7,s4 #e7 ,dramen genannt werden1 weil sie handelnde ,personen 7drntas7 nachahmen4 #d4 ,deshalb machen auch die ,dorier ,anspruch auf die ,tragdie und ,komdie4 ,die ,komdie wollen die ,megarer erfunden haben1 sowohl die hier im ,mutterlande und zwar zur ,zeit als bei ihnen die ,demokratie aufkam1 als auch die von ,sizilien1 denn von dort stamme ,epicharmos1 der bei weitem lter gewesen sei als ,chionides und ,magnes4 ,auch fhren sie die ,namen als ,beweis ins ,feld4 ,bei ihnen nmlich1 sagen sie1 wrden umherliegende ,ortschaften kmai 7,drfer71 bei den ,athenern aber dmoi genannt und sie fgen hinzu1 da ,komdiant nicht etwa von kmzein 7umherschwrmen7 abgeleitet sei1 sondern von deren ,wanderung durch die kmai1 weil sie in der ,stadt in 7#addh;b7 keiner ,achtung standen4 ,ferner behaupten sie1 da sie selbst fr handeln drn gebrauchen1 die ,athener aber prttein4 ,auf die ,erfindung der ,tragdie erheben einige im ,peloponnes ,anspruch 4444 ber die ,unterschiede einer nachahmenden ,darstellung1 deren ,zahl und ,art1 mge also dies gesagt sein4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,iv ,sidenote3 c4 #d1 #a4 ,ursprung der ,dichtung4 #a4 ,im allgemeinen scheinen es etwa zwei und zwar in der menschlichen ,natur begrndete ,ursachen gewesen zu sein1 die die ,dichtkunst hervorgebracht haben4 ,denn das ,nachahmen ist dem ,menschen von ,kindheit an eingepflanzt1 unterscheidet er sich doch dadurch von allen anderen lebenden ,wesen1 da er das am eifrigsten der ,nachahmung beflissene ,wesen ist1 und da er seine ersten ,kenntnisse vermittelst der ,nachahmung sich erwirbt4 ,auch 7,s4 #f7 die ,freude aller an nachahmenden ,darstellungen ist fr ihn charakteristisch4 ,ein ,beweis dafr ist1 was uns bei ,kunstwerken tatschlich begegnet4 ,denn von denselben ,gegenstnden1 die wir mit ,unlust betrachten1 sehen4 wir besonders sorgfltig angefertigte ,abbildungen mit ,wohlgefallen an1 wie z4,b4 die ,formen von ganz widerwrtigen ,tieren und selbst von ,leichnamen ,der ,grund dafr ist1 da das ,lernen nicht nur fr ,philosophen ein ,hochgenu ist1 sondern ebenso fr alle anderen1 wenn auch diese nur auf kurze ,zeit an dieser ,freude teilnehmen4 #b4 ,man betrachtet aber ,bilder deshalb mit ,vergngen1 weil bei ihrem ,anblick ein ,lernen1 d4h4 ein ,schlu sich ergibt1 was ein jegliches ,bild vorstellt1 nmlich da dieser so und so sei4 ,hat man aber zufllig den betreffenden ,gegenstand nicht frher schon gesehen so ist es nicht die nachahmende ,darstellung als solche1 die unsere ,lustempfindung erregt1 sondern es geschieht dies wegen der technischen ,ausfhrung oder wegen des ,kolorits oder aus irgend einem anderen hnlichen ,grunde4 #c4 ,da uns nun der ,nachahmungstrieb von ,natur eigen ist und dasselbe gilt von dem ,gefhl fr ,harmonie und ,rhythmus--denn da das ,metrum nur ein ,teil des ,rhythmus ist1 leuchtet ein--so haben die ,menschen1 da sie von ,haus aus dafr begabt waren und diese ,eigenschaften allmhlich besonders vervollkommneten1 aus ,stegreifversuchen die ,dichtkunst ins ,leben gerufen4 ,sidenote3 c4 #d1 #h4 ,geschichtliche ,entwicklung4 #d4 ,es spaltete sich aber die ,dichtung nach der den ,dichtern eigentmlichen ,sinnesart1 denn die edler veranlagten ahmten sittlich gute ,taten und ,handlungen solcher ,personen nach1 die von niedriger ,gesinnung aber die ,handlungen schlechter ,menschen1 indem sie zuerst ,spottlieder dichteten1 wie 7,s4 #g7 die anderen ,hymnen und ,loblieder4 ,von den vorhomerischen ,dichtern knnen wir freilich kein derartiges ,spottgedicht namhaft machen1 aber es ist wahrscheinlich da es viele ,dichter dieser ,art gegeben hat4 ,beginnend mit ,homer aber1 haben wir gleich seinen ,margites und hnliches4 #e4 ,in diesen ,gedichten stellte sich auch das passende ,versma ein1 deshalb wird es auch jetzt das jambische genannt1 weil man in diesem ,versma sich gegenseitig zu verspotten pflegte 7imbizon74 ,von den alten ,dichtern wurden dementsprechend die einen ,jambendichter1 andere dagegen ,ependichter4 #f4 ,wie nun auch in bezug auf das sittlich ,gute ,homer ein wirklicher ,dichter war--hat er doch allein nicht nur vortrefflich gedichtet1 sondern auch dramatische ,handlungen dargestellt--1 so hat er auch als ,erster die ,grundformen der ,komdie angedeutet1 indem er nicht ein ,spottlied verfate1 sondern das ,lcherliche dramatisierte4 ,ist doch der ,margites dem ,drama ganz analog1 denn wie sich die ,ilias und 7#addi;a7 ,odyssee zur ,tragdie1 so verhlt sich jener zur ,komdie4 #g4 ,als nun aber die ,tragdie und die ,komdie aufgekommen waren1 da verfaten die ,dichter1 je nachdem sie sich zu der einen oder der anderen ,dichtungsart hingezogen fhlten1 ihrem eigentmlichen ,naturell entsprechend ,komdien statt ,spottgedichte und ,tragdien an ,stelle von ,epen1 weil diese ,dichtungsfonnen bedeutungsvoller und hher geschtzt waren als jene 7lteren74 #h4 ,die ,untersuchung1 ob die ,tragdie bereits hinreichend entwickelt ist oder nicht1 sowohl an sich betrachtet als auch in ,hinsicht auf die ffentliche ,auffhrung ist eine ,frage fr sich4 ,jedenfalls ist sie selbst1 wie auch die ,komdie1 ursprnglich von ,stegreifversuchen 7,s4 #h7 ausgegangen und zwar jene von dem ,chor1 der den ,dithyrambus anstimmte1 diese von den phallischen ,liedern1 die sich ja bis auf den heutigen ,tag noch in vielen ,stdten im ,gebrauch erhalten haben4 #i4 ,so ist denn die ,tragdie allmhlich herangereift1 indem man jede ans ,licht tretende ,entwicklungsstufe vervollkommnete4 ,nachdem sie dann viele ,wandlungen durchgemacht hatte1 blieb sie stehen1 da sie die ihrem ,wesen entsprechende ,gestalt erhalten hatte4 ,die ,zahl der ,schauspieler hat ,aischylos von einem auf zwei gebracht1 auch hat er den ,anteil des ,chors verringert und dementsprechend dem ,dialog die ,hauptrolle zugewiesen4 ,den dritten ,schauspieler und gemalte ,szenerie hat ,sophokles eingefhrt4 7,eine weitere ,entwicklungsstufe7 war die aus ,fabeln geringen ,umfangs entstandene ,gre 4444 ,der sprachliche ,ausdruck1 der aus einem burlesken ,stil hervorging da er sich aus dem ,satyrspiel entwickelte1 erlangte erst spt einen wrdigen ,charakter und der 7jambische7 ,trimeter trat an die ,stelle des 7trochischen7 ,tetrameters4 ,ursprnglich gebrauchte man nmlich1 da die ,dichtung satyrhafter und tanzartiger war1 den 7trochischen7 ,tetrameter4 ,als aber der 7tragische7 ,stil sich gebildet hatte1 fand die ,natur selbst das fr diesen passende ,metrum1 denn von allen ,versmaen eignet sich das jambische am meisten fr den ,gesprchston4 ,beweis dafr ist1 da wir sehr hufig in unserer ,unterhaltung miteinander in jambischen 7,trimetern7 reden1 nur selten aber in ,hexametern und auch dann nur1 wenn wir ber den gewhnlichen ,gesprchston hinausgehen4 ,ferner ist auch die ,zahl der ,akte 7,episoden7 zu erwhnen4 ,alles brige aber1 wie ein jedes ausgerstet worden sein soll1 lasse man als gesagt gelten1 denn es wre doch wohl 7,s4 #i7 recht mhsam1 wollte man das ,einzelne eingehend besprechen4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,v ,sidenote3 c4 #e1 #c4 ,geschichtliche ,entwicklung4 #a4 ,die ,komdie ist1 wie wir sagten1 die nachahmende ,darstellung von niedrigeren ,charakteren1 jedoch keineswegs im vollen ,umfang des ,schlechten1 sondern des ,unschnen1 von dem das ,lcherliche ein ,teil ist4 ,denn das ,lcherliche ist sowohl eine ,art ,vergehen als auch eine ,entstellung1 die keinen ,schmerz verursacht und schadlos ist1 wie denn gleich die komische ,maske etwas ,hliches und ,verzerrtes ist1 aber nichts ,schmerzhaftes an sich hat4 #b4 ,die ,vernderungen der ,tragdie und deren ,urheber sind nicht verborgen geblieben1 die der ,komdie aber1 da sie ursprnglich nicht ernsthaft betrieben wurde1 gerieten in ,vergessenheit1 denn 7verhltnismig erst spt bewilligte der ,archon den ,komdiendichtern einen ,chor1 der 7frher7 nur aus 7#addi;b7 ,freiwilligen bestand4 ,erst als die ,komdie ihrerseits gewisse ,kunstformen hatte1 werden ihre uns berlieferten ,dichter genannt4 ,wer aber die ,masken oder den ,prolog eingefhrt oder die ,zahl der ,schauspieler vermehrt hat und was dergleichen mehr ist1 ist unbekannt4 ,die ,kunst zusammenhngende ,handlungen zu dichten stammt aus ,sizilien4441 von den ,dichtern ,athens aber begann ,krates als erster1 indem er die ,form des persnlichen ,spottes aufgab1 allgemeine ,stoffe1 d4h4 ,handlungen zu dramatisieren4 ,sidenote3 c4 #e1 #c4 ,besonderer ,teil4 ,definition der ,tragdie4 #c4 ,das ,epos hlt mit der ,tragdie nur bis auf die in metrischer ,rede 787 nachahmende ,darstellung ernsthafter ,stoffe gleichen ,schritt1 unterscheidet sich aber von ihr darin1 da es ein und dasselbe ,versma und die ,form der ,erzhlung anwendet4 ,ferner in bezug 7,s4 #aj7 auf den ,umfang der ,handlung4 ,whrend nmlich die ,tragdie sich besonders bemht innerhalb eines ,sonnenumlaufs zu bleiben oder doch nur um ein weniges darber hinauszugehen1 ist die epische ,handlung in der ,zeit unbegrenzt4 ,also auch darin besteht zwischen ihnen ein ,unterschied4 ,indessen machte man es ursprnglich darin mit den ,tragdien ebenso wie mit den epischen ,dichtungen4 #d4 ,was nun ihre ,teile anbelangt1 so sind diese entweder die nmlichen oder sie sind nur der ,tragdie eigentmlich4 ,wer also ber eine ,tragdie1 ob sie gut oder schlecht ist1 ein ,urteil hat1 hat es auch ber das ,epos4 ,denn was die epische ,dichtung enthlt1 besitzt auch die ,tragdie1 was aber diese hat1 besitzt nicht alles die epische ,dichtung4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,vi #a4 ber die in ,hexametern nachahmende ,darstellung wie ber die ,komdie werden wir spter handeln1 jetzt wollen wir ber die ,tragdie reden1 indem wir die ,definition ihres ,wesens dem bereits ,gesagten entnehmen4 #b4 ,die ,tragdie ist demnach die nachahmende ,darstellung einer sittlich ernsten1 in sich abgeschlossenen1 umfangreichen ,handlung1 in kunstvoll gewrzter ,rede1 deren einzelne ,arten gesondert in 7verschiedenen7 ,teilen verwandt werden1 von handelnden ,personen aufgefhrt1 nicht erzhlt1 durch die ,erregung von ,mitleid und ,furcht die ,reinigung 7,katharsis7 von derartigen ,gemtsstimmungen bewirkend4 ,unter kunstvoll gewrzter ,rede verstehe ich eine solche1 die ,rhythmus wie ,harmonie1 d4h4 ,gesang enthlt1 und unter dem gesondert in seinen 7verschiedenen7 ,arten1 da einiges 7,s4 #aa7 rein metrisch1 anderes dagegen musikalisch ausgefhrt wird4444#h #c4 ,da es nun handelnde ,personen sind1 die die nachahmende ,darstellung vollziehen1 so ergibt sich erstens mit ,notwendigkeit1 da der ,schmuck1 der in der szenischen ,ausstattung liegt1 gewissermaen ein ,bestandteil der ,tragdie ist1 ferner die ,gesangskomposition und der sprachliche ,ausdruck1 denn mit diesen ,mitteln wird die nachahmende ,darstellung erreicht4 ,unter sprachlichem ,ausdruck verstehe ich hier die bloe ,verbindung der ,verse1 unter ,gesangskomposition aber das1 was seinem ,wesen nach allen offenkundig ist4 #d4 ,da wir es nun mit der nachahmenden ,darstellung einer ,handlung zu tun haben1 diese aber durch gewisse handelnde ,personen erfolgt1 die in ,hinblick auf ihren ,charakter und ihre ,gedanken von einer bestimmten ,beschaffenheit sein mssen1 denn eben daraufhin legen wir ja den ,handlungen eine gewisse ,beschaffenheit 7#adej;a7 bei1 so ergeben sich naturgem zwei ,ursachen fr eine ,handlung1 eben der ,charakter und die ,gedanken1 denen gem alle ihr ,ziel erreichen oder verfehlen4 #e4 ,nun ist aber die nachahmende ,darstellung einer ,handlung die ,fabel4 ,unter ,fabel verstehe ich nmlich die ,verknpfung der ,begebenheiten1 unter ,charakter aber1 wonach wir den handelnden ,personen eine bestimmte ,beschaffenheit zuweisen1 unter ,gedanken endlich das1 womit die ,eedenden etwas beweisen oder einer allgemeinen ,wahrheit ,ausdruck verleihen4 ,sidenote3 c4 #f1 #f4 ,bestandteile der ,tragdie4 ,sidenote3 c4 #f1 #f4 ,rangordnung der ,bestandteile4 #f4 ,somit gibt es also sechs ,bestandteile einer jeden ,tragdie1 nach welchen sie eine bestimmte ,beschaffenheit hat4 ,es sind diese3 die ,fabel1 die 7,s4 #ab7 ,charaktere1 der sprachliche ,ausdruck1 die ,gedanken1 die szenische ,ausstattung und die musikalische ,komposition4 ,zwei#i von diesen ,teilen gehren zu den ,mitteln1 eine#aj zu der ,art und ,weise und drei#aa zu den ,gegenstnden der nachahmenden ,darstellung4 ,weitere gibt es nicht4 ,von diesen ,formen hat man auch in der ,regel ,gebrauch gemacht1 denn szenische ,ausstattung hat ein jedes ,drama1 ebenso wie ,charakterzeichnung1 eine ,fabel1 sprachlichen ,ausdruck1 ,gesang und ,gedankeninhalt4 #g4 ,der bedeutsamste dieser ,bestandteile ist aber die ,verknpfung der ,begebenheiten1 denn die ,tragdie ist eine nachahmende ,darstellung nicht der ,menschen1 sondern ihrer ,handlungen und des ,lebens4 ,glck und ,unglck beruhen auf ,handlung und ihr ,endzweck ist eine ,art ,ttigkeit1 nicht eine ,beschaffenheit4 ,dem ,charakter nach sind wir so oder so beschaffen1 unseren ,handlungen nach aber glcklich oder das ,gegenteil4 ,daher handeln die ,nachahmenden nicht um die ,charaktere nachahmend darzustellen1 sondern der ,handlung zu ,liebe werden die ,charaktere in ihre ,darstellung mitaufgenommen4 ,so sind die ,handlungen1 will sagen die ,fabel1 das ,endziel der ,tragdie1 das ,endziel ist aber von allen ,dingen die ,hauptsache4 #h4 ,ferner1 ohne ,handlung knnte es keine ,tragdie geben1 ohne ,charaktere aber wre dies wohl mglich1 weisen doch die ,tragdien der meisten ,neueren keine 7individuelle7 ,charakterzeichnung auf und berhaupt gilt dies von vielen ,dichtern4 hnlich verhlt sich unter den ,malern ,zeuxis zu ,polygnot4 ,dieser ist ein vortrefflicher ,charaktermaler1 die ,malerei des 7,s4 #ac7 ,zeuxis hingegen entbehrt der ,charakterisierung4 ,sidenote3 c4 #f1 #ac4 ,rangordnung der ,bestandteile4 #i4 ,wiederum1 sollte jemand charakterzeichnende ,tiraden wohlgelungen im sprachlichen ,ausdruck wie in den ,gedanken hintereinander aufreihen1 so wrde er damit noch keineswegs die von uns der ,tragdie zugewiesene ,aufgabe erfllen1 um vieles eher wrde dies eine ,tragdie tun1 die von jenen ,dingen einen mangelhafteren ,gebrauch macht1 dagegen aber eine ,fabel d4h4 eine ,verknpfung der ,begebenheiten aufweist4 #aj4 ,dazu kommt1 da gerade diejenigen ,mittel1 mit denen die ,tragdie ihren ,hauptreiz ausbt1 ich meine die ,peripetien 7,schicksalswendungen7 und ,wiedererkennungen ,bestandteile der ,fabel sind4 #aa4 ,ein weiterer ,beweis 7fr obige ,behauptung7 liegt darin1 da ,anfnger in der ,dichtkunst eher im sprachlichen ,ausdruck und in der ,zeichnung der ,charaktere strengen ,anforderungen der ,kunst zu gengen imstande sind als die ,begebenheiten gehrig zu verknpfen und dasselbe trifft auf fast alle ,dichter der ltesten ,zeit zu4 ,grundlage und gleichsam die ,seele der ,tragdie ist also die ,fabel4 #ab4 ,an zweiter ,stelle kommen die ,charaktere4 ,eine ,parallele bietet uns auch hier die ,malerei4 ,wollte nmlich jemand eine ,tafel mit den herrlichsten ,farben 7#adej;b7 aufs geratewohl bestreichen1 so wrde er nicht ein gleiches ,wohlgefallen hervorrufen1 als wenn er nur eine 7monochrome7 ,zeichnung grau in grau geben wrde4 ,wir haben es eben mit der nachahmenden ,darstellung einer ,handlung zu tun und vermittelst dieser vorzugsweise einer solchen von handelnden ,personen4 ,sidenote3 c4 #f1 #ac4 ,die ,fabel4 #ac4 ,die dritte ,stelle nehmen die ,gedanken ein4 ,ich verstehe darunter das ,vermgen das von den ,umstnden ,gebotene und ,angemessene zu sagen1 genau dasselbe1 was in der ,beredsamkeit die ,aufgabe politischer ,einsicht und rhetorischer ,schulung ist4 ,die alten ,dichter 7,s4 #ad7 lieen nmlich ihre ,personen nach ethisch-politischen ,gesichtspunkten reden1 bei den neueren aber treten sie als ,redeknstler auf4 #ad4 ,die ,charakterzeichnung ist derart1 da sie die ,beschaffenheit der ,willensrichtung offenbart und deshalb haben diejenigen ,tragdien keine ,charakterzeichnung in den ,dialogpartien1 in denen sich garnichts findet1 was der ,redende begehrt oder meidet8 ,gedanken sind aber das1 womit man beweist1 da etwas ist oder nicht ist1 oder was einen allgemeinen ,satz ausspricht4 #ae4 ,der vierte der 7literarischen7 ,bestandteile ist der sprachliche ,ausdruck4 ,ich verstehe darunter1 wie bereits frher bemerkt wurde1 die ,fhigkeit sich in ,worten auszudrcken1 was brigens bei gebundener wie ungebundener ,rede im wesentlichen auf dasselbe hinausluft4 #af4 ,was die noch brigbleibenden ,bestandteile anbelangt so ist die musikalische ,komposition das wichtigste der ,verschnerungsmittel1 die szenische ,ausstattung dagegen ist zwar reizvoll1 liegt aber der ,dichtkunst ganz fern und ist ihr am wenigsten angemessen4 ,die ,wirkung der ,tragdie wird nmlich auch ohne ffentliche ,auffhrung und ohne ,schauspieler erreicht4 ,auerdem gehrt die ,herstellung der szenischen ,ausstattung mehr der ,kunst des ,theatermeisters an als der der ,dichter4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,vii #a4 ,nach diesen ,bestimmungen wollen wir zunchst darber reden1 wie etwa die ,verknpfung der ,begebenheiten beschaffen sein mu1 da dies in der ,tragdie sowohl zuerst in ,betracht kommt als auch das wichtigste ist4 ,es stand uns also fest1 da 7,s4 #ae7 die ,tragdie die nachahmende ,darstellung einer in sich abgeschlossenen und ganzen ,handlung ist1 die eine bestimmte ,gre hat1 denn es gibt auch ein ,ganzes1 das keine 7eigentliche7 ,gre hat4 ,ein ,ganzes ist nmlich das1 was ,anfang wie ,mitte und ,ende hat4 ,anfang ist das1 was selbst nicht notwendigerweise auf ein anderes folgt1 nach dem aber naturgem etwas ist1 ,ende dagegen ist das1 was selbst naturgem nach einem anderen ist1 sei es notwendigerweise oder in der ,regel1 nach dem aber nichts folgt1 ,mitte endlich ist das1 was auch selbst nach einem anderen und nach dem ein anderes folgt4 ,gutgebaute ,fabeln mssen daher weder aufs geratewohl von irgend woher anfangen noch aufs geratewohl irgendwo enden1 sondern sich nach den erwhnten ,begriffsbestimmungen richten4 ,sidenote3 c4 #g1 #b4 ,die ,fabel4 ,beschaffenheit4 #b4 ,ferner1 das ,schne1 sei es ein lebendes ,wesen1 sei es irgend ein ,gegenstand1 der aus bestimmten ,teilen zusammengesetzt ist1 bedarf dieser ,teile nicht nur in wohlgegliederter ,folge1 sondern mu auch eine nicht dem ,zufall unterworfene ,gre haben1 denn das ,schne beruht auf ,ordnung und ,gre4 ,deshalb knnte weder irgend ein winzig kleines ,wesen schn sein1 denn dessen ,betrachtung1 die sich hart an der ,grenze eines unwahrnehmbaren ,zeitpunkts vollzieht1 wrde verworren zusammenflieen1 noch ein bermig groes1 denn die ,wahrnehmung knnte nicht auf einmal 7#adea;a7 zustande kommen1 sondern das ,eine und ,ganze wrde den ,betrachtenden aus dem ,gesichtsfeld entschwinden wie z4,b4 wenn das ,geschpf #ajjjj ,stadien lang wre4 ,wie daher bei krperlichen ,gegenstnden und bei lebenden ,wesen 7um schn zu sein7 ,gre vorhanden1 diese aber leicht zu bersehen sein mu1 so ist auch bei den ,fabeln ein bestimmter ,umfang erforderlich1 der seinerseits leicht im ,gedchtnis behalten 7,s4 #af7 werden kann4 ,sidenote3 c4 #g1 #b4 ,die ,fabel4 ,umfang und ,einheit4 #c4 ,was nun aber diesen ,umfang selbst anbelangt1 so ist dessen ,umgrenzung in ,rcksicht auf die ffentliche ,auffhrung und das ,wahrnehmungsvermgen 7der ,zuschauer7 nicht ,sache der ,dichtkunst4 ,denn wenn man 7d4i4 die ,schauspieler7 hundert ,tragdien aufzufhren htte1 so wrde man sie nach der ,wasseruhr 7,klepsydra7 auffhren1 wie wir bei anderer ,gelegenheit#ab uns auszudrcken pflegen4 ,die aus der ,natur der ,sache selbst sich ergebende ,umgrenzung ist aber diese3 ,stets wird die ausgedehntere ,fabel1 insofern sie bersichtlich ist1 auch im ,hinblick auf ihren ,umfang die vorzglichere sein4 ,um aber eine einfachere ,bestimmung zu treffen1 so ist es eine gengende ,umgrenzung des ,umfangs1 wenn man 7d4i4 der ,held7 innerhalb der aufeinander folgenden ,ereignisse nach ,wahrscheinlichkeit oder ,notwendigkeit einen ,umschwung aus ,unglck in ,glck oder aus ,glck in ,unglck durchmacht4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,viii #a4 ,die ,fabel ist aber nicht schon eine einheitliche1 wie einige meinen1 wenn sie sich um eine einzelne ,person dreht1 denn unendlich viele ,dinge begegnen einer einzelnen ,person1 von denen manche gar keine ,einheit darstellen und so gibt es auch viele ,handlungen einer einzelnen ,person1 aus denen keine einzige einheitliche ,handlung sich entwickelt4 #b4 ,daher scheinen mir alle jene ,dichter im ,irrtum zu sein1 die eine ,herakleis und eine ,theseis und hnliche ,werke gedichtet haben4 ,denn sie glauben1 weil ,herakles eine einzelne ,person sei1 komme auch 7,s4 #ag7 der ,fabel ein einheitlicher ,charakter zu4 ,sidenote3 c4 #h1 #d ,die ,fabel4 ,einheit4 #c4 ,homer dagegen1 wie er ja auch in allem anderen hervorragt1 scheint auch hier einen knstlerischen ,blick gehabt zu haben1 sei es infolge erworbener oder angeborener ,tchtigkeit4 ,denn bei der ,abfassung seiner ,odyssee hat er nicht alles1 was ,odysseus selbst widerfuhr1 behandelt1 wie z4,b4 die ,verwundung auf dem ,parna#ac und den vorgeschtzten ,wahnsinn bei dem ,aufgebot1#ad da von diesen ,begebnissen keins1 falls das eine eintrat1 auch das andere mit ,notwendigkeit oder ,wahrscheinlichkeit eintreten mute4 ,er hat vielmehr die ,odyssee um eine einheitliche ,handlung1 wie wir sie eben bestimmt haben1 aufgebaut und desgleichen auch die ,ilias4 #d4 ,es mu daher1 wie auch in den anderen nachahmenden ,darstellungen die einzelne ,nachahmung ,darstellung eines einzelnen ,gegenstandes ist1 so auch die ,fabel1 da sie die ,nachahmung einer ,handlung ist1 ,nachahmung einer einheitlichen und zwar einer vollstndigen sein4 ,und es mssen die ,teile der ,begebenheiten so zusammenhngen1 da1 wenn auch nur einer dieser ,teile versetzt oder weggenommen wird1 das ,ganze zerstrt wird und auseinander fllt4 ,denn dasjenige1 was ohne einen in die ,augen springenden ,eindruck zu machen1 vorhanden oder nicht vorhanden sein kann1 ist kein 7wesentlicher7 ,teil des ,ganzen mehr4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,ix 7,s4 #ah7 ,sidenote3 c4 #i1 #a1 ,die ,fabel4 ,dichter und ,historiker4 #a4 ,aus dem ,gesagten erhellt1 da es nicht die ,aufgabe des ,dichters ist das1 was sich wirklich zugetragen zu erzhlen1 sondern das1 was sich htte zutragen knnen und was nach ,wahrscheinlichkeit oder ,notwendigkeit mglich ist4 #b4 ,der ,geschichtsschreiber und der ,dichter 7#adea;b7 unterscheiden sich nmlich nicht durch die gebundene oder ungebundene ,rede1 denn man knnte das ,werk des ,herodot in ,verse setzen und es wrde nach wie vor eine ,art ,geschichtsdarstellung sein1 mit ,versma oder ohne ,verse4 ,der ,unterschied ist vielmehr der1 da jener1 was sich zugetragen darstellt1 dieser1 was sich htte zutragen knnen4 #c4 ,deshalb ist auch die ,poesie philosophischer und hher einzuschtzen als die ,geschichtsschreibung denn die ,poesie stellt mehr das ,allgemeine1 die ,geschichtsschreibung das ,einzelne dar4 ,das ,allgemeine besteht darin1 da dem so oder so ,beschaffenen es zukommt1 so oder so nach der ,wahrscheinlichkeit oder ,notwendigkeit zu reden oder zu handeln und darauf richtet die ,dichtkunst bei der ,namengebung ihr ,augenmerk1 das ,einzelne ist aber1 was ein ,alkibiades getan oder erlitten hat4 #d4 ,bei der ,komdie ist nun dies bereits augenfllig geworden4 ,indem die ,dichter nmlich ihren ,stoff auf ,grund wahrscheinlicher oder notwendiger ,begebenheiten gestalteten1 haben sie ihren ,personen dementsprechend beliebige ,namen beigegeben und nicht wie die ,jambendichter sich mit einer historischen ,persnlichkeit befat4 #e4 ,in der ,tragdie dagegen hlt man sich an die berlieferten ,namen4 ,der ,grund dafr ist1 da das ,mgliche auch glaublich ist4 ,was sich aber 7,s4 #ai7 noch nicht zugetragen hat1 an dessen ,mglichkeit glauben wir nicht ohne weiteres1 dagegen ist offenbar das mglich was sich bereits zugetragen hat1 denn es htte sich ja gar nicht zutragen knnen1 wenn es unmglich gewesen wre4 ,indessen verhlt es sich in den ,tragdien nicht anders1 in einigen gehrt nur der eine oder zwei zu den bekannten ,namen1 whrend die brigen erdichtet sind1 in anderen findet sich berhaupt kein einziger bekannter ,name1 wie in der ,anth des ,agathon1 in welchem ,drama die ,begebenheiten ebenso wie die ,namen erfunden sind1 und dennoch gewhrt es eine nicht geringere ,freude4 #f4 ,deshalb soll man auch nicht um jeden ,preis darnach trachten sich an die berlieferten ,sagenstoffe1 die den ,tragdien zugrundeliegen1 zu binden1 denn es wre lcherlich darnach zu trachten1 ist doch auch das ,bekannte nur wenigen bekannt und trotzdem erfreut es alle4 #g4 ,es ist demnach klar1 da der ,dichter vielmehr ein ,dichter von ,sagenstoffen als von ,versmaen sein mu1 insofern er ein ,dichter auf ,grund der nachahmenden ,darstellung ist und zwar ,handlungen nachahmt ,und sollte es sich einmal treffen1 da er das1 was sich wirklich zugetragen hat1 darstellt1 so ist er nichtsdestoweniger ein ,dichter4 ,denn nichts hindert1 da von dem1 was sich tatschlich zugetragen hat1 manches der ,wahrscheinlichkeit entsprechend sich zugetragen hat und in bezug auf diesen ,punkt erweist er sich eben als ein ,dichter jener ,begebenheiten4 ,sidenote3 c4 #i1 #h4 ,die ,fabel4 ,arten der ,fabel4 #h4 ,von mangelhaften ,fabeln1 d4h4 ,handlungen sind die episodischen die schlechtesten4 ,ich verstehe unter einer episodischen ,fabel eine solche1 in der die episodischen ,teile ohne ,wahrscheinlichkeit oder ,notwendigkeit aufeinander folgen4 ,solche werden von minderwertigen ,dichtern infolge ihres eigenen ,unvermgens 7,s4 #bj7 verfat1 von guten dagegen aus ,rcksicht auf die ,schauspieler4 ,da sie nmlich ,dramen auffhren und einmal die ,fabel ber ,gebhr ausgedehnt haben1 kommen sie oft in die ,zwangslage die 7natrliche ,abfolge 7der ,begebenheiten7 in ,unordnung zu bringen4 7#adeb;a7 #i4 ,da wir es nun mit der nachahmenden ,darstellung einer ,handlung zu tun haben1 die nicht nur in sich abgeschlossen ist1 sondern auch furcht- und mitleiderregende ,vorgnge enthlt1 diese aber ganz besonders dann entstehen1 wenn sie sich wider ,erwarten aus dem 7inneren7 ,zusammenhange ergeben1 so ist das ,wunderbare ein wirkungsvolles ,element der ,tragdie4 ,und es wird das ,wunderbare eine noch grere ,wirkung ausben1 als wenn es nur von ,ungefhr oder durch ,zufall eintritt1 da selbst bei rein zuflligen ,ereignissen diejenigen den grten ,eindruck des ,wunderbaren machen1 deren ,vorkommen gleichsam den ,schein der ,absichtlichkeit erwecken1 wie z4,b4 die ,bildsule des ,mitys in ,argos den1 der an dem ,tode des ,mitys schuld war1 erschlug1 indem sie1 gerade als er sie betrachtete auf ihn niederfiel4 ,so etwas scheint nmlich nicht auf ,zufall zu beruhen4 ,es sind also derartig beschaffene ,stoffe notwendigerweise die kunstgerechteren 7schneren74 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,x #a4 ,von ,fabeln sind die einen einfach1 die anderen verflochten1 denn derart sind auch ihrer ,natur nach die ,handlungen1 deren nachahmende ,darstellungen ja die ,fabeln sind4 ,unter einer einfachen ,fabel verstehe ich eine solche1 in deren ununterbrochenem und einheitlichem ,verlauf unserer ,bestimmung 7,s4 #ba7 gem der ,umschwung ohne ,peripetie oder ,erkennung herbeigefhrt wird1 eine verflochtene dagegen bei der der ,umschwung mit ,erkennung oder ,peripetie oder mit beiden zugleich zustandekommt4 #b4 ,diese beiden mssen aber aus dem ,aufbau der ,fabel selbst sich ergeben und zwar so1 da sie aus den jeweilig vorhergegangenen ,begebenheiten1 sei es mit ,notwendigkeit1 sei es mit ,wahrscheinlichkeit sich entwickeln4 ,denn es macht einen erheblichen ,unterschied ob etwas propter hoc oder post hoc erfolgt4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xi #a4 ,peripetie ist der ,umschwung dessen1 was man tut1 in sein ,gegenteil und zwar unserer ,ansicht entsprechend auf ,grund der ,wahrscheinlichkeit oder ,notwendigkeit ,so kommt z4,b4 einer im ,oidipus1#ae um den ,oidipus zu erfreuen und ihn von seiner ,furcht in betreff seiner ,mutter zu befreien2 indem er aber dadurch dessen ,herkunft offenbart1 bewirkt er das gerade ,gegenteil und im ,lynkeus wird der eine zum ,tode gefhrt1 ein anderer ,danaos folgt ihm1 um ihn zu tten1 es ergibt sich aber aus dem1 was sie taten1 da dieser den ,tod erleidet1 jener aber gerettet wird4 ,sidenote3 c4 #aa1 #b4 ,die ,fabel4 ,peripetie und ,anagnorisis4 #b4 ,erkennung 7,anagnorisis7 ist1 wie ja auch schon der ,name besagt1 die ,umwandlung aus ,unkenntnis in ,kenntnis1 die entweder zur ,freundschaft oder ,feindschaft der zu ,glck oder ,unglck ausersehenen ,personen fhrt4 ,am kunstvollsten ist die ,erkennung1 wenn zugleich damit eine ,peripetie eintritt1 wofr die 7,s4 #bb7 ,erkennung im ,oidipus ein ,beispiel bietet4 #c4 ,es gibt nun freilich auch andere ,arten der ,erkennung denn in bezug sowohl auf leblose wie auf ganz beliebige ,dinge kann sie in der erwhnten ,weise eintreten1 und man kann erkennen1 ob jemand etwas getan oder ob er es nicht getan hat4 ,aber die wichtigste fr die ,fabel1 d4h4 die wichtigste fr die ,handlung ist die erstgenannte4 ,denn eine derartige ,erkennung und ,peripetie werden entweder ,mitleid erwecken oder auch ,furcht und als nachahmende ,darstellung 7#adeb;b7 solcher ,handlungen gilt uns ja die ,tragdie4 ,ferner werden ja auch ,glck und ,unglck durch solche ,erkennungen bedingt sein4 #d4 ,da nun die ,erkennung 7vorzugsweise7 eine ,erkennung von gewissen ,personen ist1 so gibt es einerseits ,erkennungen1 die nur von einer einzelnen ,person in bezug auf die andere stattfinden1 falls es nmlich bekannt ist1 wer die andere ,person ist2 andrerseits mssen beide ,parteien sich erkennen1 wie z4,b4 ,iphigeneia von ,orestes vermittelst der ,absendung ihres ,briefes erkannt wurde1 dieser aber von ,seiten der ,iphigeneia noch einer anderen ,erkennungsart bedurfte4 #e4 ,dieses wren also zwei ,bestandteile der ,fabel1 nmlich ,peripetie und ,erkennung8 die dritte ist die leidvolle ,tat4 ,eine leidvolle ,tat aber ist eine verderbenbringende und schmerzverursachende ,handlung als da sind ,ttungen vor den ,augen der ,zuschauer ,flle1 von bermigen ,qualen1 ,verwundungen und sonstiges dieser ,art4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xii #a4 ,die 7qualitativen7 ,teile der ,tragdie1 welche man als ,arten verwenden mu1 haben wir vorhin besprochen2 was die quantitativen anbelangt1 d4h4 die gesonderten 7,s4 #bc7 ,teile1 in die sie geschieden werden1 so sind es folgende3 ,prolog1 ,epeisodion1 ,exodos1 ,chorlied1 das seinerseits in die ,parodos und das ,stasimon zerfllt4 ,diese ,bestandteile sind allen ,dramen gemeinsam1 der ,tragdie eigentmlich die ,gesnge von der ,bhne und die ,kommoi4 #b4 ,es ist aber der ,prolog ein vollstndiger ,teil der ,tragdie vor dem ,einzug des ,chors1 das ,epeisodion ein vollstndiger ,teil der ,tragdie1 der zwischen vollstndigen ,chorgesngen liegt1 die ,exodos ein vollstndiger ,teil der ,tragdie1 nach dem kein ,chorgesang folgt4 ,von den ,chorpartien ist die ,parodos der erste ,vortrag des ganzen ,chors1 das ,stasimon der ,chorgesang ohne ,anapaest und ,trochaeus1 der ,kommos endlich ist der ,trauergesang des ,chors zusammen mit den ,gesngen von der ,bhne4 ,die 7qualitativen7 ,teile der ,tragdie1 welche man als ,arten verwenden mu1 haben wir also vorhin besprochen1 was die quantitativen anbelangt1 d4h4 die gesonderten ,teile1 in die sie geschieden werden1 so sind es die genannten4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xiii #a4 ,was man bei dem ,aufbau der ,fabeln erstreben und was man vermeiden mu und wodurch die ,aufgabe der ,tragdie erreicht werden wird1 soll nun auf ,grund des bereits ,errterten im folgenden dargestellt werden4 ,sidenote3 c4 #ac1 #b4 ,die ,fabel4 ,quantitative ,teile der ,tragdie4 ,sidenote3 c4 #ac1 #b4 ,die ,fabel4 ,beschaffenheit der ,handlung4 #b4 ,da die ,komposition der ,tragdie keine einfache sondern eine verflochtene sein soll und diese furcht- und mitleiderregende ,ereignisse nachahmend darzustellen hat1 liegt doch eben darin das ,charakteristische einer derartigen nachahmenden ,darstellung so ist zunchst folgendes klar3 ,weder drfen sittlich hervorragende aus ,glck in 7,s4 #bd7 ,unglck geratene ,mnner vor ,augen treten1 denn dies wre weder furcht- noch mitleiderregend1 sondern 7einfach7 grlich1 noch sollen schlechte aus ,unglck in ,glck geraten1 denn dies wre das ,untragischste von allen1 da es keine der ,forderungen 7#adec;a7 erfllt1 indem es die allgemein menschliche ,teilnahme unberhrt lt und weder mitleid- noch furchterregend ist4 ,ferner soll auch nicht der ,erzbsewicht aus ,glck ins ,unglck strzen1 denn ein solcher ,vorgang wrde zwar menschliche ,teilnahme erwecken1 aber weder ,mitleid noch ,furcht4 ,ersteres nmlich bezieht sich auf einen unverdient ,leidenden1 letztere auf einen unseres gleichen1 so da ein derartiges ,ereignis nichts ,mitleid- oder ,furchterregendes an sich hat4 #c4 ,es bleibt mithin nur noch ,einer brig1 der zwischen jenen ,charakteren die ,mitte hlt4 ,es ist dies aber ein solcher1 der weder durch sittliche ,tchtigkeit und ,gerechtigkeit hervorragt1 noch andrerseits durch ,schlechtigkeit und ,gemeinheit in ,unglck gert1 sondern infolge einer ,art ,irrtum und zwar bei ,personen von groem ,ansehen und in glcklicher ,lebenslage1 wie bei ,oidipus und ,thyestes und anderen erlauchten ,mnnern aus solchen ,geschlechtern4 #d4 ,es ist daher notwendig1 da eine kunstgerechte ,fabel vielmehr einen einseitigen ,ausgang als einen doppelten1 wie manche meinen1 haben mu und da der ,umschwung nicht in ,glck aus ,unglck1 sondern im ,gegenteil aus ,glck in ,unglck stattfinde und zwar nicht durch ,schlechtigkeit1 sondern auf ,grund eines folgenschweren ,irrtums von seiten eines ,mannes der angegebenen ,art oder eines1 der eher besser als schlechter ist ,einen ,beweis dafr liefert auch die 7literarhistorische7 ,entwicklung1 denn 7,s4 #be7 anfangs whlten die ,dichter der ,reihe nach beliebige ,sagenstoffe1 jetzt aber drehen sich die ,tragdien nur um wenige ,familienhuser1 wie um einen ,alkmeon1 ,oidipus1 ,orestes1 ,meleagros1 ,thyestes1 ,telephos und solch' andere1 denen es beschieden war1 entweder ,schreckliches zu leiden oder zu vollbringen4 #e4 ,aus einer derartig aufgebauten ,handlung entsteht also die nach den ,regeln der ,kunst gebaute schnste ,tragdie4 ,deshalb befinden sich auch diejenigen im ,irrtum1 die ,euripides tadeln1 weil er dieses ,verfahren in seinen ,tragdien einschlgt und viele seiner ,dramen unglcklich enden4 ,denn gerade dies ist1 wie gesagt1 das ,richtige4 ,der schlagendste ,beweis dafr ist folgender4 ,bei der ,bhnenauffhrung erscheinen gerade derartige ,stcke1 falls sie gut gespielt werden1 tragisch ganz besonders wirksam und deshalb erscheint ,euripides1 mag auch in anderen ,dingen seine ,technik nicht 7immer7 lobenswert sein1 doch tragisch wirksamer als andere ,dichter4 #f4 ,an zweiter ,stelle kommt diejenige ,anlage der ,handlung1 der von einigen die erste eingerumt wird1 nmlich die1 welche eine doppelte ,anlage enthlt wie die ,odyssee1 und fr die ,besseren und ,schlechteren 7wider ,erwarten7 in entgegengesetzter ,weise ausluft4 ,sie scheint aber die erste ,stelle auf ,grund der ,schwche des ,theaterpublikums einzunehmen richten sich doch die ,dichter in ihren ,werken nach den ,wnschen der ,zuschauer4 ,aber nicht dies ist das ,lustgefhl1 das von der ,tragdie ausgehen soll1 sondern jener ,vorgang ist vielmehr der ,komdie eigentmlich1 wo nmlich ,personen1 die in der ,sage die grten ,feinde sind1 wie z4,b4 ,orestes und ,aigisthos1 am ,schlu als ,freunde abziehen und keiner den ,tod von der ,hand des anderen erleidet4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xiv ,sidenote3 c4 #ad1 #a4 ,die ,fabel4 ,arten der ,handlung4 l4 ,es kann nun das ,furcht- und ,mitleiderregende 7,s4 #bf7 7#adec;b7 aus der szenischen ,ausstattung erwachsen1 es kann aber auch aus der ,verknpfung der ,ereignisse selbst sich ergeben und dies ist das ,vortrefflichere und ,sache des besseren ,dichters4 ,man mu nmlich auch ohne ,rcksicht auf die ,auffhrung die ,fabel so gestalten1 da man schon beim bloen ,anhren aus dem1 was sich zutrgt1 ,schauder und ,mitleid empfindet1 eine ,wirkung1 die jemand1 der die 7dramatische7 ,darstellung der ,oidipus-,geschichte auch nur 7vorlesen7 hrt1 an sich erproben kann4 ,diese ,wirkung aber 7allein7 durch ,vermittlung der szenischen ,ausstattung zu erzielen ist unknstlerischer1 weil sie 7rein uerer7 theatralischer ,mittel bedarf4 ,diejenigen aber1 die vermittelst szenischer ,ausstattung nicht das ,furcht- und ,mitleiderregende1 sondern lediglich ,wundererscheinungen bezwecken1 haben berhaupt nichts mehr mit der ,tragdie gemein1 denn nicht jede ,lustempfindung darf man von der ,tragdie verlangen1 sondern nur die 7ihrem ,wesen7 eigentmliche4 ,da also der ,dichter nur die aus ,mitleid und ,furcht vermittelst einer nachahmenden ,darstellung sich ergebende ,lustempfindung bereiten soll1 so ist klar1 da er diese ,wirkung eben in die ,begebenheiten selbst verlegen mu4 #b4 ,wir wollen nunmehr untersuchen1 welche ,art von ,vorgngen als schrecklich1 welche als mitleidvollanzusehen ist4 ,notwendigerweise spielen sich derartige ,handlungen unter ,personen ab1 die entweder untereinander verwandt oder verfeindet oder keins von beiden sind4 ,greift ein ,feind einen ,feind an1 mag er nun die ,tat wirklich ausfhren oder nur im ,begriff sein sie auszufhren1 so ist das nicht mitleid- oder furchterregend1 wenn wir 7,s4 #bg7 7im ersteren ,falle7 von dem leidvollen ,vorgang als solchem absehen1 und dasselbe trifft auf ,personen zu1 die sich gleichgltig gegenberstehen4 #c4 ,wenn aber die leidvollen ,taten unter ,verwandten stattfinden1 wie wenn der ,bruder den ,bruder1 der ,sohn den ,vater1 die ,mutter den ,sohn oder der ,sohn die ,mutter ttet oder zu tten im ,begriff ist oder irgend ein anderer 7,verwandter7 etwas der ,art tut1 so sind dies die ,begebenheiten1 die man aufsuchen mu4 #d4 ,den ,kern der berkommenen ,sagen darf man aber nicht zerstren1 ich meine1 da z4,b4 ,klytaimestra von der ,hand des ,orestes fllt und ,eriphyle von der des ,alkmeon2 im brigen soll der ,dichter selbst erfinden und die berlieferten ,stoffe kunstvoll verwerten4 ,was wir unter kunstvoll verstehen1 wollen wir etwas genauer erlutern4 ,die ,handlung kann nmlich 7#a7 so sich abspielen1 wie die alten ,dichter ,personen1 die 7ihre ,opfer7 kennen und wissen1 wer sie sind1 darzustellen pflegten1 wie noch ,euripides#af ,medea ihre ,kinder mordend darstellte4 ,sidenote3 c4 #ad1 #e4 ,die ,fabel4 ,arten der ,handlung4 #e4 ,ein weiterer ,fall ist 7#b7 der1 in dem die ,tat in ,unkenntnis 7des ,opfers7 begangen wird oder aber1 7#c7 wo das ,schreckliche zwar auch unwissentlich ausgefhrt wird1 aber erst hinterher die ,verwandtschaft erkannt wird1 wie der ,oidipus des ,sophokles1 wo freilich die ,tat auerhalb des ,dramas liegt2 innerhalb der ,tragdie selbst gibt uns ein ,beispiel der ,alkmeon des ,astydamas oder ,telegonos im ,verwundeten ,odysseus4 ,sodann 7#d7 kann man nur im ,begriff sein1 irgend eine ruchlose ,tat in ,unkenntnis zu begehen1 vor der ,ausfhrung aber 7das ,opfer7 erkennen4 ,auer diesen ,fllen gibt es keine anderen4 ,denn notwendiger weise ist die ,tat entweder vollbracht oder nicht1 und 7,s4 #bh7 zwar wiederum entweder in ,kenntnis 7des ,opfers7 oder in ,unkenntnis4 #f4 ,von diesen 7,mglichkeiten7 ist nun in ,kenntnis 7des ,opfers7 die ,tat nur zu beabsichtigen1 aber nicht zu vollfhren1 die minderwertigste4 ,denn dies hat etwas ,abscheuerweckendes und nichts ,tragisches an sich1 fehlt ihr doch die leidvolle ,tat4 ,darum hat auch niemand derartiges dargestellt1 oder doch nur selten1 wie z4,b4 in der ,antigone ,haimon gegenber ,kreon 7#aded;a7 so verfhrt#ag4 #g4 ,an zweiter ,stelle kommt die wirkliche ,vollziehung der ,tat1 wobei die zwar in ,unkenntnis vollzogene1 aber mit einer nach der ,tat folgenden ,erkennung die bessere ist4 #h4 ,die wirkungsvollste ,art aber ist die letzte4 ,ich meine z4,b41 wie im ,kresphontes ,merope sich anschickt ihren ,sohn zu tten1 ihn aber nicht ttet1 sondern 7vorher7 erkennt und wie in der ,iphigeneia die ,schwester den ,bruder erkennt1 7ehe sie ihn ttet71 und in der ,helle der ,sohn im ,begriff die ,mutter 7dem ,tode7 auszuliefern sie erkennt4 #i4 ,deshalb bewegen sich1 wie bereits erwhnt1 die ,tragdien um nicht viele ,geschlechter4 ,denn auf der ,jagd nach 7passenden7 ,stoffen gelang es den ,dichtern weniger durch ihre eigene ,kunst als durch des ,zufalls ,gunst derartige ,wirkungen in ihren ,fabeln anzubringen1 und sie wurden so gezwungen bei denjenigen ,familienhusern zusammenzutreffen1 in denen eben derartige leidvolle ,taten sich ereignet haben4 ber die ,verknpfung der ,begebenheiten und die ntige ,beschaffenheit dieser ,sagenstoffe ist also hiermit hinreichend gesprochen worden4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xv 7,s4#bi7 #a4 ,was die ,charaktere anbelangt1 so sind es viererlei ,eigenschaften1 auf die man sein ,augenmerk richten mu4 ,erstes und wichtigstes ,erfordernis ist1 da sie sittlich gut seien4 ,charakter wird aber jemand haben1 wenn1 wie bereits erwhnt1 seine ,eede oder ,handlungsweise irgendeine ,willensrichtung1 welcher ,art sie auch sein mag1 offenbart und zwar einen sittlich guten ,charakter1 wenn diese ,willensrichtung eine sittlich gute ist4 ,ein solcher ist aber in jeder menschlichen ,gattung vorhanden1 denn auch ein ,weib kann sittlich gut sein und ein ,sklave1 obgleich vielleicht von diesen die eine ein minderwertiges1 der andere ein ganz und gar untaugliches ,geschpf ist4 #b4 ,das zweite ist das ,angemessene4 ,es kann z4,b4 ein ,charakter tapfer sein1 ohne da dies fr ein ,weib angemessen sein wrde1 wie denn ein solcher im allgemeinen bei ihr auch nicht blich ist4 #c4 ,das dritte ist die 7historische7 hnlichkeit4 ,dies ist nmlich etwas anderes als den ,charakter sittlich gut und angemessen1 wie wir uns ausdrckten1 darzustellen4 #d4 ,das vierte ist die ,konsequenz1 denn selbst wenn irgend eine ,person1 die den ,gegenstand der nachahmenden ,darstellung abgibt1 inkonsequent sein sollte und als ein derartiger ,charakter dem ,dichter vorgelegen hat1 so mu sie gleichwohl konsequent inkonsequent sein4 ,sidenote3 c4 #ae1 #e4 ,die ,charaktere4 #e4 ,ein ,beispiel einer ,schlechtigkeit des ,charakters von nicht 7innerer7 ,notwendigkeit ist beispielsweise ,menelaos im ,orestes1 von einem unpassenden und unangemessenen1 z4,b4 der ,klagegesang des ,odysseus in der ,skylla und die ,rede der ,melanippe1 von einem ohne historische hnlichkeit z4,b4444 1 von einem inkonsequenten endlich die ,iphigeneia in ,aulis1 7,s4 #cj7 denn die 7um ihr ,leben7 ,flehende gleicht in keiner ,weise der spteren 7sich freiwillig opfernden74#ah #f4 ,man soll auch in der ,zeichnung der ,charaktere1 ebenso gut wie in der ,verknpfung der ,handlungen1 stets1 sei es auf deren ,wahrscheinlichkeit1 sei es auf deren ,notwendigkeit bedacht sein1 auf da ein so beschaffener ,charakter so oder so1 entweder nach der ,notwendigkeit oder ,wahrscheinlichkeit auch rede oder handle1 wie ja auch die eine ,begebenheit auf die andere der ,notwendigkeit oder ,wahrscheinlichkeit entsprechend erfolgen mu4 #g4 ,es ist demnach klar1 da auch die ,lsungen in den ,fabeln sich aus dem ,charakter selbst ergeben 7#aded;b7 mssen und nicht wie in der ,medea#ai durch die 7,theater-7 ,maschine und in der ,ilias#bj anllich der ,vorgnge bei der ,abfahrt1 denn die ,maschine darf vielmehr nur fr ,begebenheiten auerhalb des ,dramas in ,anwendung kommen1 sei es in ,bezug auf ,ereignisse der ,vergangenheit oder bei ,vorgngen1 die ein ,mensch nicht wohl wissen konnte1 oder aber bei zuknftigen ,dingen1 die der ,vorhersagung und ,verkndigung bedrfen denn den ,gttern gestehen wir ja zu1 da sie alles wahrnehmen4 #h4 ,aber auch keine ,ungereimtheit darf in ,tragdien vorkommen und1 wenn ja einmal1 nur auerhalb der ,tragdie1 wie jene bekannte im ,oidipus des ,sophokles4#ba #i4 ,da nun die ,tragdie eine nachahmende ,darstellung besserer ,menschen1 als wir es zusein pflegen1 ist1 so mu man die guten ,portraitmaler als nachzuahmendes ,vorbild nehmen4 ,indem nmlich 7,s4 #ca7 diese ihren ,personen zwar die ihnen eigentmliche ,gestalt verleihen und sie demgem hnlich bilden1 malen sie sie dennoch schner4 ,so mu auch der nachahmend darstellende ,dichter1 wenn er zornige oder leichtmtige oder mit anderen derartigen ,charakterzgen ausgestattete ,personen zu bilden hat1 sie in ihrer ,eigenart als sittlich vortreffliche ,menschen zeichnen1 wie z4,b4 ,homer den sich fernhaltenden ,achill als einen guten ,menschen geschildert hat4 #aj4 ,auf diese ,dinge mu man also achten und berdies auch auf die der ,dichtung sich notwendig anpassende sinnfllige ,darstellung1 denn auch bei dieser kann man oft in die ,irre gehen4 ,doch ist darber bereits in meinen herausgegebenen ,schriften zur ,genge gehandelt worden4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xvi ,sidenote3 c4 #af1 #a4 ,arten der ,anagnorisis4 #a4 ,was ,erkennung ist1 wurde frher gesagt4 ,was nun die ,arten der ,erkennung betrifft1 so ist die erste die unknstlerischste1 deren sich die meisten als ,verlegenheitsmittel bedienen1 nmlich die durch ,zeichen4 ,von diesen sind nun 7a7 die einen angeboren1 wie z4,b4 die ,lanze1 welche die ,erdgeborenen tragen1 oder die ,sterne1 wie z4,b4 die im ,thyestes des ,karkinos4 ,andere 7b7 sind erworben und diese wiederum sind teils krperlich1 wie ,narben1 teils uerliche ,gegenstnde1 wie beispielsweise ,halsbnder und die durch die ,wanne herbeigefhrte ,erkennung in der ,tyro4 ,aber auch diese ,zeichen kann man mehr oder minder geschickt anwenden4 ,so wurde z4,b4 ,odysseus an der ,narbe auf die eine ,weise von der ,amme1#bb auf eine andere von dem ,sauhirten#bc erkannt4 ,allerdings 7,s4 #cb7 sind die lediglich der ,beglaubigung wegen eingefhrten ,erkennungen weniger kunstvoll und berhaupt alle rein uerlichen ,erkennungen dieser ,art4 ,doch sind die aus der ,peripetie sich ergebenden1 wie die in der 7eben genannten7 ,badeszene#bd1 7verhltnismig7 besser4 #b4 ,eine zweite ,art sind die vom ,dichter erfundenen und eben darum unknstlerisch4 ,so erkannte z4,b4 ,iphigeneia in der ,iphigeneia1 da ,orestes 7vor ihr stehe74 ,jene nmlich wurde durch den ,brief erkannt#be1 dieser sagt aber selbst#bf1 was dem ,dichter beliebt1 nicht aber was die ,handlung fordert4 ,deshalb kommt dies 7,verfahren7 dem erwhnten ,migriff ziemlich nahe1 denn er 7,orestes7 htte ebensogut einige 7,erkennungszeichen auch an sich tragen knnen4 ,ein 7weiteres7 ,beispiel liefert die ,stimme der ,spindel im ,tereus des ,sophokles4 #c4 ,die dritte ,art kommt auf ,grund einer ,erinnerung zustande1 indem man sich einer ,sache bewut wird1 die man wahrgenommen hat1 wie der ,vorgang in den ,kypriern des ,dikaiogenes1 denn 7daselbst7 7#adee;a7 brach 7der ,held7 beim ,anblick des ,bildes in ,weinen aus1 und derjenige in der ,mr des ,alkinoos1 denn nachdem er 7,odysseus7 dem ,kitharisten zugehrt hatte und sich der 7vorgetragenen ,begebenheiten7 erinnerte1 vergo er ,trnen1#bg wodurch sie dann beide erkannt wurden4 #d4 ,die vierte ,art endlich beruht auf einer ,schlufolgerung wie z4,b4 in den ,choephoren#bh3 ,jemand 7dem ,orestes oder mir1 ,elektra7 hnlich ist angekommen1 7,s4 #cc7 7ihm oder mir7 hnlich ist aber niemand auer ,orestes4 ,also ist ,orestes angekommen4 ,ferner die ,erkennungsszene in betreff der ,iphigeneia bei ,polyidos1 dem ,sophisten1 denn es war 7durchaus7 wahrscheinlich da ,orestes den ,schlu zog1 weil seine ,schwester geopfert wurde1 so sei es auch ihm nun beschieden geopfert zu werden4 ,ferner im ,tydeus des ,theodektes3 ,gekommen seinen ,sohn zu finden1 verfalle er nun selbst dem ,tode4 ,endlich die ,szene in den ,phiniden3 ,nachdem die ,frauen des ,ortes ansichtig wurden1 schlssen sie auf ihr ,verhngnis1 weil ihnen das ,schicksal bestimmt hatte an diesem ,ort zu sterben1 denn eben dort seien sie ausgesetzt worden4 ,es gibt aber auch eine zusammengesetzte ,art der ,erkennung aus dem ,fehlschlu des einen1 7der angeredeten ,person71 wie z4,b4 im ,odysseus der ,trugbote4 ,da behauptete der eine 7,odysseus71 er allein knne den ,bogen spannen und kein anderer4 ,dies lt ihn der ,dichter nach der berlieferung sagen2 wenn er nun aber hinzufgt1 er werde den ,bogen wiedererkennen1 den er doch niemals gesehen1 so war die ,annahme1 er werde diesen 7wirklich7 wiedererkennen1 ein ,fehlschlu4 ,sidenote3 c4 #af1 #e4 ,arten der ,anagnorisis4 #e4 ,von allen ,erkennungsarten ist aber diejenige1 die aus den ,begebenheiten selbst entspringt1 die beste1 insofern die berraschung auf ,grund wahrscheinlicher ,vorgnge erfolgt1 wie im ,oidipus des ,sophokles#bi und in der ,iphigeneia#cj1 denn es ist durchaus wahrscheinlich da sie ein ,schreiben mitzugeben wnscht4 ,diese ,erkennungen bestehen fr sich allein ohne erdichtete ,zeichen1 wie ,halsbnder4 ,an zweiter ,stelle kommt die aus einer ,schlufolgerung sich ergebende4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xvii 7,s4 #cd7 ,sidenote3 c4 #ag1 #a4 ,vorschriften fr den ,tragdiendichter4 #a4 ,man mu bei der ,gestaltung der ,fabeln und ihrer sprachlichen ,ausarbeitung die ,vorgnge soweit wie irgend mglich sich vor ,augen stellen1 denn nur wenn der ,dichter diese im klarsten ,lichte sieht1 als wre er bei den ,begebenheiten selbst zugegen1 drfte er das ,passende finden und auch ,widersprche schwerlich bersehen4 ,ein ,beweis dafr ist1 was dem ,karkinos einmal zum ,vorwurf gemacht wurde4 ,eine ,person ,amphiaraos8 entstieg dem ,tempel 4444 ,dies entging dem ,dichter1 der sich die ,situation nicht vergegenwrtigte1 und so fiel er bei der ,auffhrung durch1 weil dieser ,versto den ,unwillen der ,zuschauer erregte4 #b4 ,sodann soll der ,dichter1 soweit es irgend wie angeht1 ,mienen und ,geberden seiner ,personen an sich 7darstellerisch7 miterproben1 denn am berzeugendsten sind die1 welche kraft ihres eigenen ,naturells sich in 7die betreffenden7 ,gemtsstimmungen versetzen knnen1 und am ,wahrheitsgetreuesten wird der selbst heftig ,erregte aufregend darstellen und der ,erzrnte seinen ,zorn auf andere bertragen4 ,deshalb ist die ,dichtkunst vielmehr ,sache eines ,hochbegabten als eines ,besessenen1 denn jene sind reichlich bildsam1 diese aber auer ,rand und ,band4 #c4 ,der ,dichter soll ferner die ,sagenstoffe und zwar 7#adee;b7 sowohl die bereits erfundenen als die1 welche er selbst erfindet1 zuerst in einem allgemeinen ,umri entwerfen1 dann ,episoden einflechten1 d4h4 erweitern4 ,ich meine1 das ,allgemeine lt sich z4,b4 an der ,iphigeneia so veranschaulichen3 ,eine gewisse ,jungfrau wurde auf den ,opferaltar gelegt und den ,opfernden auf unbekannte ,weise entrckt1 sie wurde in ein anderes ,land#ca versetzt1 wo es ,brauch war 7,s4 #ce7 ,fremde der 7,landes7 ,gttin#cb zu opfern4 ,sie erhielt dieses ,priesteramt4#cc ,nach einiger ,zeit fgte es sich1 da ihr ,bruder#cd eintraf--die ,tatsache1 da der ,gott#ce aus einem bestimmten ,grunde ihm befohlen hatte dorthin zu kommen und in welcher ,absicht1#cf liegt auerhalb der dramatischen ,handlung4 ,genug1 er kam1 wurde festgenommen und gerade im ,begriff geopfert zu werden1 erkannte er seine ,schwester1 sei es1 wie ,euripides#cg1 sei es wie ,polyidos die ,erkennung 7des ,bruders7 herbeifhrte1 indem er ihn in wahrscheinlicher ,weise die uerung tun lt1 da also nicht nur seine ,schwester1 sondern nun auch er geopfert werde1 und daraus erfolgte seine ,rettung4 ,nachdem dieser ,umri entworfen und die ,namen 7den ,personen7 bereits beigelegt worden sind1 fge man ,episoden ein1 achte aber darauf1 da diese ,episoden passend sind1 wie z4,b4 beim ,orestes der ,wahnsinnsanfall#ch1 der seine ,ergreifung veranlate1 und seine ,rettung vermittelst der ,reinigung4#ci ,sidenote3 c4 #ag1 #d4 ,vorschriften fr den ,tragdiendichter4 #d4 ,in den ,dramen mssen die ,episoden eng begrenzt sein1 das ,epos dagegen wird durch sie 7gebhrend7 verlngert4 ,so ist die ,geschichte der ,odyssee nicht eben lang3 ,ein ,mann#dj ist viele ,jahre von der ,heimat entfernt1 er wird von einem ,gott#da feindselig berwacht und findet sich schlielich allein8 in 7,s4 #cf7 seinem ,hause lagen inzwischen die ,verhltnisse so1 da von ,freiern seine ,habe verschwendet und seinem ,sohne#db nachgestellt wird4 ,da kommt der 7einst7 von ,unglcksstrmen ,umhergeworfene heim und1 nachdem er einigen sich zu erkennen gegeben hatte#dc1 geht er zum ,angriff ber1 wobei er selbst gerettet wird1 whrend er seine ,feinde vernichtet4 ,dies der eigentliche ,kern1 alles andere sind ,episoden4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xviii #a4 ,jede ,tragdie besteht aus einer ,lsung und einer ,schrzung4 ,der ,schrzung gehren oft ,begebenheiten an1 die noch auerhalb und einige1 die innerhalb der ,handlung fallen1 das brige bildet die ,lsung4 ,unter ,schrzung verstehe ich aber diejenige ,verknpfung1 die vom ,anfang bis zu demjenigen ,teil reicht1 der die ,grenze bezeichnet1 von der aus ein ,umschwung in ,glck oder ,unglck sich vollzieht2 unter ,lsung diejenige vom ,umschwung bis zum ,schlu4 ,so umfat im ,lynkeus des ,theodektes die ,schrzung die ,vorgeschichte1 die ,wegnahme des ,kindes und was unmittelbar darauf folgt1 die ,lsung dagegen reicht von der ,anschuldigung des ,mordes bis zum ,schlu4 #b4 ,es gibt vier ,arten der ,tragdie und ebensoviele 787 ,teile der ,tragdie waren genannt worden1 nmlich die verflochtene1 die ganz auf ,peripetie oder ,erkennung hinausluft1 ferner die eine leidvolle ,tat enthaltende 7pathetische71 wie z4,b4 die ,aias--und 7,s4 #cg7 7#adef;a7 ,ixiondramen1 und die auf ,charakterzeichnung beruhende 7ethische71 wie die ,phthiotinnen und der ,peleus1 die vierte1 einfache erscheint in ,verbindung mit den beiden letzteren1 wie z4,b4 die ,phorkiden1 der ,prometheus und die ,stcke1 die im ,hades spielen4 ,man sollte nun ganz besonders darnach trachten1 alle diese ,behandlungsarten sich anzueignen1 falls dies aber nicht mglich1 so doch die wichtigsten und meisten1 zumal man gerade heutzutage die ,dichter einer gehssigen ,kritik zu unterziehen pflegt4 ,da es nmlich fr jeden ,teil 7einer ,tragdie7 vortreffliche ,dichter gibt1 fordert man1 da der ,einzelne die ,virtuositt 7,spezialitt7 eines jeden berbieten soll4 #c4 ,von ,rechts wegen darf man eine ganz verschiedene ,tragdie 7im ,verhltnis zu einer anderen7 als die nmliche ansprechen1 selbst wenn sie im ,stoff nicht zueinander stimmen4 ,dieser ,fall tritt ein1 wenn ,schrzung und ,lsung dieselben sind4 berhaupt schrzen viele den ,knoten vortrefflich1 lsen ihn aber schlecht4 ,es ist aber ntig1 da beides im ,einklang stehe4 ,sidenote3 c4 #ah1 #d4 ,vorschriften fr den ,tragdiendiohter4 #d4 ,der ,dichter mu ferner1 wie wiederholt bemerkt wurde1 sich daran erinnern seine ,tragdie nicht episch zu gestalten4 ,unter episch verstehe ich aber einen vielstoffigen ,inhalt1 wie wenn jemand z4,b4 den ganzen ,stoff der ,ilias dramatisieren wollte4 ,dort 7im ,epos7 erhalten nmlich in ,folge seiner ,lnge die ,teile ihre angemessene ,ausdehnung1 in den ,dramen aber wird dies 7,verfahren7 einen der ,erwartung ganz entgegengesetzten ,erfolg haben4 ,ein ,beweis dafr ist1 da diejenigen1 welche die ,zerstrung ,ilions als ,ganzes dramatisierten und nicht einzelne ,teile1 wie ,euripides1 oder die ,sage der ,niobe1 und nicht wie ,aischylos1 entweder durchfielen oder im ,wettkampf schlecht abschnitten1 hat doch sogar ,agathon in diesem ,punkte 7,s4 #ch7 allein einen ,mierfolg zu verzeichnen4 #e4 ,in ,peripetien und in einfachen ,handlungen erreichen die ,dichter in bewundernswerter ,weise die ,wirkung1 die sie erstreben4 ,denn diese ist eine tragische und erweckt somit menschliche ,teilnahme4 ,dieser ,fall tritt ein1 wenn ein kluger1 aber schlechter ,mensch1 wie ,sisyphos1 hintergangen wird und ein mannhafter1 aber ungerechter ,charakter wie 444 unterliegt4 ,denn auch das ist in dem ,sinne wahrscheinlich1 wie es ,agathon versteht1 ,ist es doch wahrscheinlich1 da vieles ,unwahrscheinliche sich ereignet4 #f4 ,ferner mu der ,dichter den ,chor wie einen der ,schauspieler auffassen1 er soll ein 7organisches7 ,glied des ,ganzen sein und an der dramatischen ,handlung teilnehmen1 nicht wie bei ,euripides1 sondern wie bei ,sophokles4 ,bei zahlreichen 7,dichtern7 haben die ,chorlieder nicht viel mehr mit der betreffenden ,fabel zu tun als mit irgend einer anderen ,tragdie4 ,deshalb lassen sie 7sogenannte7 ,embolima 7,einlagen7 singen1 ein ,brauch1 den zuerst ,agathon aufbrachte4 ,und doch welch' ein ,unterschied besteht darin1 solche ,intermezzi zu singen oder eine ,rede aus einem ,stck in ein anderes einzufgen oder gar ein ganzes ,episodion8 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xix #a4 ber die anderen ,arten 7der ,tragdie7 ist nun gesprochen worden1 es erbrigt noch ber den sprachlichen ,ausdruck und die ,gedanken zureden4 ,das1 was die ,gedanken angeht1 mag in den ,bchern ber die ,rhetorik seinen ,platz haben1 da dies mehr diesem ,untersuchungsgebiet eigen ist4 ,in den ,bereich der ,gedankenbildung fllt das1 was vermittelst der 7,s4 #ci7 7#adef;b7 ,rede bewerkstelligt werden mu1 zu deren ,funktionen das ,beweisen und ,widerlegen und die ,erregung von ,gemtsstimmungen gehrt1 wie ,mitleid oder ,furcht oder ,zorn oder was es sonst noch derartiges gibt2 ferner die ,vergrerung und ,verkleinerung von ,dingen4 ,es leuchtet aber ein1 da man auch in den ,handlungen dieselben ,gesichtspunkte anwenden mu1 wenn man sie entweder mitleiderregend oder schrecklich oder gro oder wahrscheinlich machen will4 ,ein ,unterschied besteht lediglich darin1 da diese ,handlungen ohne 7sprachliche7 ,belehrung sich kundgeben mssen1 whrend die durch die ,rede vermittelten von dem ,redenden selbst bewerkstelligt werden und ein ,ergebnis der ,rede sein mssen1 denn worin bestnde denn sonst die ,aufgabe des ,redenden1 wenn die ,gedanken auch ohne ,vermittlung der ,rede in ,erscheinung treten wrden8 ,sidenote3 c4 #ai1 #b4 ,gedankenbildung4 ,der sprachliche ,ausdruck4 #b4 ,von dem nun1 was in das ,gebiet des sprachlichen ,ausdrucks gehrt1 bilden einen ,teil der ,untersuchung die ,satzarten1 deren ,kenntnis brigens mehr ,sache der ,vortragskunst ist und desjenigen1 der deren ,kunsttheorie beherrscht1 wie z4,b4 was ,befehl ist und was ,wunsch oder ,erzhlung oder ,drohung oder ,frage oder ,antwort und was es sonst derartiges gibt4 ,aus deren ,kenntnis oder ,unkenntnis kann aber der ,dichtkunst keinerlei ,tadel1 der der ,beachtung wrdig wre1 erwachsen4 ,denn wer wird darin einen ,fehler erkennen wollen1 was ,protagoras rgt1 da 7,homer7 z4,b4 in der ,meinung eine ,bitte auszusprechen befiehlt1 indem er sagt3 ,singe1 o ,gttin1 den ,zorn#dd1 denn1 so behauptet er1 jemanden auffordern etwas zu tun oder nicht zu tun sei ein ,befehl4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xx ,sidenote3 c4 #bj1 #a4 ,der sprachliche ,ausdruck4 #a4 ,der sprachliche ,ausdruck in seiner ,gesamtheit 7,s4 #dj7 enthlt folgende ,teile3 den ,buchstaben1 die ,silbe1 das ,bindewort1 den ,artikel1 das ,nennwort 7,substantiv71 das ,zeitwort 7,verbum71 die ,beugung 7,flexion7 und den ,satz 7,wortgefge74 ,der ,buchstabe ist ein unzerlegbarer ,laut1 aber nicht in allen ,fllen1 sondern nur1 wenn aus ihm naturgem ein zusammengesetztes ,lautgebilde sich entwickeln kann1 denn auch ,tiere haben unzerlegbare ,laute1 von denen ich keinen einzigen als einen zusammengesetzten oder einen ,buchstaben bezeichne4 ,die ,teile dieses ,lautes sind der ,selbstlauter 7,vokal71 der ,nichtlauter 7,muta7 und der ,halbvokal 7,liquida74 ,ein ,vokal hat einen hrbaren1 ohne ,anlegung 7der ,zunge7 an die ,lippen oder die ,zhne gebildeten ,laut1 der ,halbvokal hat einen mit ,anlegung 7der ,zunge7 gebildeten1 hrbaren ,laut1 wie z4,b4 ,r und ,s1 der ,nichtlauter ist zwar ebenfalls mit ,anlegung 7der ,zunge7 gebildet1 hat aber fr sich keinen zusammengesetzten hrbaren ,laut1 sondern wird nur hrbar in ,verbindung mit solchen1 die irgend ein zusammengesetztes ,lautgebilde haben1 wie z4,b4 ,g und ,d4 ,diese ,lautgebilde unterscheiden sich nun wiederum nach den ,mundbildungen und den ,mundstellen1 durch den rauhen und leichten ,hauch 7,spiritus asper und lenis71 durch ,lnge und ,krze 7,quantitt71 endlich durch ,tonhhe und ,tiefe und das ,mittlere4 ,die ,errterung ber diese ,dinge im ,einzelnen gehrt aber in das ,gebiet metrischer ,untersuchungen4 #b4 ,die ,silbe ist ein zusammengesetzter1 bedeutungsloser ,laut1 gebildet aus einer ,muta oder ,liquida und einem ,vokal1 denn ,g ,r ohne ,a bildet keine ,silbe1 wohl aber mit ,a1 wie in ,,gra4 ,jedoch die 7,s4 #da7 ,errterung auch dieser ,unterschiede ist ,sache der ,metrik4 #c4 ,bindewort ist ein zusammengesetztes1 bedeutungsloses 7#adeg;a7 ,lautgebilde1 wie z4,b4 men 7 zwar71 etoi 7 wahrlich71 d 7 aber71 oder aber ein ,lautgebilde1 das dazu bestimmt ist1 aus mehreren ,lautgebilden eines ,lautes 787 einen einzigen bedeutsamen ,laut 787 herzustellen4 #d4 ,artikel ist ein zusammengesetztes1 bedeutungsloses ,lautgebilde1 welches ,anfang oder ,ende oder die ,gliederung eines ,satzes anzeigt1 wie z4,b4 amphi 7 um71 per 7 ber7 usw4 oder#de aber ein zusammengesetztes bedeutungsloses ,lautgebilde1 welches einen einzigen bedeutungsvollen und aus mehreren ,lauten entstandenen ,laut weder verhindert noch hervorbringt und naturgem sowohl an die ,spitze wie auch in die ,mitte 7des ,satzes7 sich stellen lt4 #e4 ,substantiv ist ein zusammengesetztes1 bedeutsames ,lautgebilde ohne ,zeitbestimmung1 von dem kein ,teil an und fr sich etwas bedeutet1 denn in zusammengesetzten ,wrtern gebrauchen wir ihre ,teile nicht als an und fr sich bedeutsam1 wie z4,b4 in ,theodoros 7 ,gottesgeschenk7 doros keine 7selbstndige7 ,bedeutung hat4 ,sidenote3 c4 #bj1 #f4 ,der sprachliche ,ausdruck4 #f4 ,verbum ist ein zusammengesetztes1 bedeutsames ,lautgebilde mit ,zeitbestimmung1 von dem kein ,teil ebenso wie beim ,substantivum an und fr sich ,bedeutung hat4 ,so bezeichnet ,mensch oder wei nicht das ,wann1 dagegen er geht oder er ist gegangen gangen oder er wird gehen bezeichnet die ,gegenwart 7,s4 #db7 ,vergangenheit und ,zukunft4 #g4 ,beugung 7,flexion7 bezieht sich auf das ,substantivum oder das ,verbum und bezeichnet teils das ,wessen 7 ,genetiv7 oder ,wem 7 ,dativ7 und anderes der ,art1 teils die ,einzahl oder ,mehrzahl1 wie der ,mensch oder die ,menschen1 teils endlich die ,ausdrucksweisen1 wie z4,b4 ,frage und ,befehl1 denn ging er8 oder geh6 ist eine ,flexion des ,verbums nach diesen ,modalitten4 #h4 ,das ,wortgefge 7,satz7 ist ein zusammengesetztes bedeutsames ,lautgebilde1 von dem einige ,teile an und fr sich etwas bedeuten1 denn nicht jedes ,wortgefge besteht aus ,verben und ,substantiven1 wie z4,b4 die ,definition des ,menschen#df1 sondern es kann auch ohne ,verba ein ,satzgefge entstehen1 aber es wird dennoch stets irgend einen bedeutsamen ,bestandteil enthalten1 wie z4,b4 ,im ,gehen1 ,kleon1 der ,sohn des ,kleon4 #i4 ,eine ,einheit kann aber auch das ,wortgefge auf zweifache ,weise sein1 entweder nmlich1 da es 7an sich7 ein ,einheitliches bezeichnet oder aber1 da dieses aus der ,verbindung von mehreren entsteht4 ,so ist z4,b4 die ,ilias eine ,einheit durch eine solche ,verbindung der ,satz vom ,menschen aber dadurch1 da er 7aus sich7 eine ,einheit bezeichnet4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xxi #a4 ,von den ,arten des ,substantivs sind die einen einfach1 die anderen zweiteilig4 ,unter einem einfachen verstehe ich ein solches1 das aus nicht bezeichnenden 7,s4 #dc7 ,teilen besteht1 wie z4,b4 ,erde 7,g71 unter diesem ein solches1 das einerseits aus einem bezeichnenden und einem nichtbedeutsamen ,teil besteht1 nur da innerhalb des 7zweiteiligen7 ,substantivums der bezeichnende und nichtbedeutsame ,bestandteil nicht in ,betracht kommt1 andrerseits sich nur aus bezeichnenden ,bestandteilen zusammensetzt4 ,es gibt freilich auch ein dreifaches und vierfaches ,kompositum1 ja sogar ein vielfaches1 wie viele ,bildungen der ,massalioten1 z4,b4 ,hermokaikoxanthos4 7#adeg;b7 #b4 ,jedes ,wort ist entweder ein allgemein gebruchliches oder eine ,glosse oder eine ,metapher oder eine schmckende ,bezeichnung oder ein neugebildetes oder ein gedehntes oder ein verkrztes oder ein umgewandeltes4 #c4 ,unter einem allgemein gebruchlichen ,wort verstehe ich1 was jedermann gebraucht1 unter einer ,glosse das1 was ,fremde gebrauchen1 so da offenbar ein und dasselbe ,wort sowohl eine ,glosse wie allgemein gebruchlich sein kann1 nur freilich nicht bei denselben ,personen4 ,so ist ,sgynon 7 ,wurfspie7 bei den ,kypriern allgemein gebruchlich1 bei uns aber eine ,glosse1 und umgekehrt dory 7 ,wurfspie7 bei uns allgemein gebruchlich1 bei den ,kypriern dagegen eine ,glosse4 ,sidenote3 c4 #ba1 #d4 ,der sprachliche ,ausdruok4 #d4 ,eine ,metapher besteht darin1 da man einem ,worte eine ihm 7ursprnglich7 nicht zukommende ,bedeutung beilegt1 sei es 7#a7 von der ,gattung auf die ,art oder 7#b7 von der ,art auf die ,gattung oder 7#c7 von der ,art auf eine 7andere7 ,art oder endlich 7#d7 auf ,grund einer ,proportion4 ,als ,beispiel von der ,gattung auf die ,art nenne ich ,hier steht mein ,schiff#dg1 denn vor ,anker liegen bezeichnet das ,stehen eines bestimmten ,gegenstandes 7,s4 #dd7 7#b7 ,von der ,art auf die ,gattung3 ,ja1 der zehntausend herrliche ,taten vollbrachte1 ,odysseus4#dh ,diesen ,ausdruck zehntausend braucht er 7der ,dichter7 nmlich statt viele4 7#c7 ,von der ,art auf die ,art z4,b4 ,mit dem ,erze abschpfend die ,seele und abschneidend 7von fnf ,brunnen7 mit dem unverwstlichen ehernen ,kruge1#di denn dort bezeichnet das ,wegschpfen ein ,schneiden1 hier dagegen das ,schneiden ein ,wegschpfen1 beides sind aber 7besondere7 ,bezeichnungen fr etwas wegnehmen4 7#d7 ,eine ,proportion nehme ich an1 wenn das ,zweite 7,b7 sich zum ersten 7,a7 ebenso verhlt1 wie das vierte 7,d7 zum dritten 7,c74 ,dann wird man an ,stelle des zweiten 7,b7 das vierte 7,d7 oder an ,stelle des vierten 7,d7 das zweite 7,b7 nennen knnen4 ,zuweilen fgte man auch das1 an dessen ,stelle man etwas nennt1 zu dem mit ihm in einem gewissen ,verhltnis stehenden hinzu 7 ,a oder ,c74 ,ich meine z4,b41 die ,trinkschale 7,b7 verhlt sich zu ,dionysos 7,a7 genau so wie der ,schild 7,d7 zu ,ares 7,c74 ,man wird mithin die ,trinkschale 7,b7 den ,schild des ,dionysos 7,d ,a7 und den ,schild 7,d7 die ,trinkschale des ,ares#ej 7,b ,c7 nennen knnen4 ,oder1 was das ,greisenalter 7,d7 zum ,leben 7,c71 das ist der ,abend 7,b7 zum ,tage 7,a74 ,man wird mithin den ,abend 7,b7 als das ,greisenalter des ,tages 7,d ,a7 oder auch wie ,empedokles das ,greisenalter 7,d7 den ,abend des ,lebens 7,b ,c7 oder den ,untergang des ,lebens#ea nennen knnen4 ,bei einigen ,metaphern gibt es keine ,bezeichnung fr 7,s4 #de7 das proportionale ,glied1 trotzdem wird man sich in hnlicher ,weise ausdrcken knnen4 ,z4,b4 heit den ,samen ausstreuen sen1 dagegen gibt es fr ,flamme ausstreuen von ,seiten der ,sonne keine eigene ,bezeichnung aber dies 7,ausstreuen der ,flamme7 7,b7 verhlt sich zur ,sonne 7,a7 ebenso wie das ,sen 7,d7 zu dem ,samen ,ausstreuenden 7,c7 und deshalb sagt 7der ,dichter73 ,send die gottgeschaffene ,flamme 7,d ,a7#eb4 ,nun kann man aber diese ,art der ,metapher auch noch in einer anderen ,weise anwenden1 indem man einem ,gegenstande ,fremdartiges unterlegt und ihm dadurch zugleich etwas von seinen eigentmlichen ,eigenschaften abspricht1 so z4,b41 wenn man den ,schild zwar eine ,trinkschale1 aber nicht des ,ares1 sondern weinlos nennen wrde4 #e4 ,die schmckende ,bezeichnung 444 #f4 ,ein neugebildetes ,wort ist1 was von niemandem berhaupt 7vorher7 gebraucht der ,dichter selbst 7dem ,sprachschatz7 hinzufgt1 denn es scheint einige ,wrter dieser ,art zu geben1 wie z4,b4 statt ,hrner rnyges7--,sprossen7#ec und statt ,priester areter 7 ,beter7#ed4 ,sidenote3 c4 #ba1 #g4 ,der sprachliche ,ausdruck4 #g4 ,das verlngerte und verkrzte ,wort betreffend1 7#adeh;a7 so entsteht ersteres durch die ,anwendung eines lngeren ,vokals als dem ,worte zukommt oder durch ,hinzufgung einer ,silbe1 letzteres1 wenn ihm etwas entzogen wird4 ,ein verlngertes ,wort ist z4,b4 poleos 7--,stadt7 neben poleos und ,peleos neben ,peleos und ,plide neben ,pleidou2 ein verkrztes 7,s4 #df7 z4,b4 kr 7 krth ,gerste7 und d 7 dma ,haus7 und ,eins wird beider ,anschau 7 ,anschauung1 ops fr opsis74#ee #h4 ,umgewandelt ist endlich ein ,wort1 wenn man den einen ,teil beibehlt1 einen anderen aber hinzufgt1 wie z4,b4 unter der rechteren ,brust#ef1 statt der rechten 7dexteron dxion74 #i4 ,von ,substantiven selbst sind die einen mnnlich1 andere weiblich1 wieder andere dazwischen 7 schlich74 ,mnnlich sind die1 welche auf ,n und ,e und ,s ausgehen und solche1 die mit letzterem zusammengesetzt sind1 deren es zwei gibt1 ,xi 7 ,ksi7 und ,psi2 weiblich1 die auf ,vokale1 die stets lang sind1 nmlich auf ,eta und ,omega 7 u4 71 und auf ,a1 unter den ,vokalen1 die verlngert werden knnen1 ausgehen4 ,so trifft es sich1 da die ,anzahl der ,endungen fr die mnnlichen und weiblichen die gleiche ist1 denn ,xi und ,psi sind nur zusammengesetzt4 ,auf einen ,stummlauter 7,muta7 endet kein ,substantivum1 noch auf einen stets kurzen ,vokal4 ,auf i nur drei1 nmlich mli 7,honig71 kmmi 7,gummi71 pperi 7 ,pfeffer71 auf y 77 fnf1 nmlich dry 7 ,lanze71 py 7 ,herde71 npy 7 ,senf71 gny7 ,knie71 sty7,stadt74 ,die schlichen enden auf dieselben ,buchstaben sowie auf ,n und ,s1 wie z4,b4 dndron 7 ,baum7 auf ,n und gnos 7 ,geschlecht7 auf ,s4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xxii #a4 ,die ,gte des sprachlichen ,ausdrucks be steht darin1 da er klar und nicht flach 7banal7 7,s4 #dg7 ist4 ,am klarsten ist er nun freilich1 wenn er sich nur allgemein gebruchlicher ,wrter bedient1 was aber ,flachheit mit sich bringt4 ,ein ,beispiel dafr bietet die ,dichtung des ,kleophon und die des ,sthenelos4 ,erhaben und das ,gewhnliche 7,alltgliche abstreifend wird er durch die ,anwendung fremdartiger ,wrter4 ,unter einem fremdartigen ,wort verstehe ich die ,glosse1 die ,metapher1 die ,erweiterung und berhaupt alles1 was sich von dem ,alltglichen entfernt4 #b4 ,wollte aber jemand in lauter derartigen ,wrtern dichten1 so wird sich entweder ein ,rtsel oder ein ,kauderwelsch 7,barbarismus7 ergeben und zwar1 falls in ,metaphern1 ein ,rtsel2 falls in ,glossen1 ein ,kauderwelsch4 ,denn es liegt im ,wesen des ,rtsels1 zwar ,tatschliches zu sagen1 aber ,unmgliches zu verbinden4 ,durch die ,verknpfung anderer ,wrter kann man dies nicht bewirken1 durch eine ,verknpfung von ,metaphern aber ist dies mglich1 wie z4,b4 ,einen sah ich mit ,feuer das ,erz anlten dem andern#eg und dergleichen4 ,aus ,glossen entsteht 7wie gesagt71 der ,barbarismus z4,b4 44444 ,man mu daher diese ,formen1 nmlich die ,glosse1 die ,metapher1 die schmckende ,bezeichnung und die brigen bereits erwhnten ,arten in einer gewissen ,mischung verwenden4 ,so wird man etwas nicht ,alltgliches und nicht ,flaches schaffen1 das ,allgemeingebruchliche wird dagegen die 7ntige7 ,deutlichkeit verleihen4 ,sidenote3 c4 #bb1 #c4 ,der sprachliche ,ausdruck4 #c4 ,aber den keineswegs geringsten ,teil zur ,klarheit 7#adeh;b7 des sprachlichen ,ausdrucks1 ohne darum ins ,alltgliche zu verfallen1 tragen ,verlngerungen1 ,verkrzungen und ,umwandlungen bei4 ,da sie nmlich anders lauten als 7,s4 #dh7 das allgemein ,gebruchliche bewirkt das vom blichen ,abweichende1 da man nichts ,alltgliches zustande bringt2 durch die ,verquickung mit dem allgemein ,gebruchlichen dagegen wird die ,klarheit sich ergeben4 #d4 ,deshalb sind diejenigen ,nrgler im ,unrecht1 welche eine derartige ,redeweise einer scharfen ,kritik unterziehen und den ,dichter 7,homer7 verhhnen1 wie ,eukleides der ltere es getan1 indem er behauptete1 da es gar leicht sei zu dichten1 wenn jemand berechtigt wre1 7,vokale7 nach ,gutdnken zu verlngern oder zu verkrzen und jenes 7,verfahren7 in dem ,ausdruck selbst verspottete4#eh pichren#ei don ,marathnade bdizonta 7 ,aepicharen sah ich gen ,marathn spazieren gehen7 ,ouk ang' ramenos tonkenonellbron#fj 7 ,der wohl kaum in ,liebe entbrannte fr jenes ,nisswurz47 ,freilich ist ein irgendwie augenflliges ,verfahren dieser ,art lcherlich4 ,aber eine mavolle ,anwendung ist berhaupt eine gemeinsame 7,vorbedingung7 fr alle ,teile 7des sprachlichen ,ausdrucks74 ,denn wollte jemand geschmacklos1 d4h4 absichtlich auf die komische ,wirkung rechnend1 ,metaphern1 ,glossen und die brigen ,arten anwenden1 wrde er dasselbe erreichen 7wie bei jenen ,dehnungen74 ,sidenote3 c4 #bb1 #e4 ,der sprachliche ,ausdruck4 #e4 ,welch einen ,unterschied die angemessene ,verwendung 7dieser ,formen7 macht1 mge man am ,epos sich veranschaulichen1 indem man die allgemein 7,s4 #di7 gebruchlichen ,wrter in den ,vers setzt und auch wenn jemand bei der ,glosse1 der ,metapher und den brigen ,arten die allgemein gebruchlichen ,wrter dafr eintauscht1 wrde er sehen1 da unsere ,behauptung wahr ist4 ,so hat z4,b4 ,euripides denselben jambischen 7,trimeter7 gedichtet wie ,aischylos und nur durch das ,einsetzen eines einzigen ,wortes1 nmlich einer ,glosse statt eines allgemein gebruchlichen1 blichen ,wortes1 bewirkt1 da sein ,vers nun trefflich1 der des ,aischylos aber gewhnlich erscheint4 ,aischylos dichtete nmlich im ,philoktet3 _/99 ,das ,krebsgeschwr1 das meines ,fues ,fleisch frit4 99_/ ,jener 7,euripides7 setzte an ,stelle von frit den ,ausdruck schmaust4 ,und ebenso 7gewhnlich wrde es sein71 wenn jemand in dem ,verse _/99 ,nun de m'en olgos te kai outidans kai aeiks#fa 99_/ 7,nun aber ist's so ein ,zwerg1 so ein nichtsnutz'ges1 unschnes ,mnnlein7 die allgemein gebruchlichen ,wrter einsetzen wrde3 _/99 ,nyn de m'en mikrs te kai astheniks kai aeids 99_/ 7,nun aber ist's so ein kleines und schwchliches hliches ,mnnlein7 und ebenso statt _/99 dphron t'aiklion katathis olign te trpezan#fb 99_/ 7,niedersetzend den armsel'gen ,stuhl und den winzigen ,etisch7 _/99 dphron mochthern katathes mikrn te trpezan 7,s4 #ej7 99_/ 7,niedersetzend den schlechten ,stuhl und den kleinlichen ,etisch7 oder endlich1 statt _/99 iones bosin#fc 7es brllten die ,ufer7 iones krzousin 7es schrien die ,ufer74 99_/ #f4 ,so hat auch ,ariphrades die ,tragiker verspottet1 weil sie ,ausdrcke anwenden1 deren sich niemand in der ,umgangssprache bediene1 z4,b4 domtn ap 7von den ,husern weg#fd1 nicht ap domtn 7weg von den ,husern7 und sthen#fe 7 deines1 statt su71 eg de nin 7 ich aber ihn statt autn#ff71 und ,achills peri#fg 7,achilles wegen7 nicht peri ,achills 7wegen ,achilles7 und was dergleichen 7#adei;a7 mehr sind4 ,denn gerade weil alle derartigen ,wendungen nicht unter die allgemein gebruchlichen fallen1 verleihen sie dem sprachlichen ,ausdruck den ,charakter des nicht ,alltglichen4 ,das wute aber jener 7,sptter7 nicht4 #g4 ,ist es nun schon wichtig jede der erwhnten ,ausdrucksarten in angemessener ,weise zu verwenden1 sowohl die ,komposita wie die ,glossen1 so ist doch der metaphorische ,ausdruck der bei weitem wichtigste1 denn diesen allein kann man nicht von einem anderen lernen1 ist dies doch gewissermaen ein ,zeichen von ,genialitt4 ,denn gute ,metaphern erfinden heit einen ,sprsinn 7scharfen ,blick7 fr das 7,s4 #ea7 hnliche 7im ,unhnlichen7 haben4 #h4 ,von den ,wortarten selbst nun eignen sich ,komposita am meisten fr die ,dithyramben1 die ,glossen fr die ,heldengedichte1 die ,metaphern fr jambische ,trimeter 7der ,tragdie74 ,in ,heldengedichten sind alle die genannten ,arten anwendbar1 in jambische ,trimeter dagegen1 da sie1 soweit wie irgend mglich1 den ,gesprchston nachahmen1 fgen sich nur diejenigen ,wortarten1 deren jemand auch in der prosaischen ,rede sich bedienen wrde1 der ,art sind aber das allgemein ,gebruchliche1 die ,metapher und die schmckende ,bezeichnung4 ber die ,tragdie1 d4h4 ber die im ,handeln sich vollziehende nachahmende ,darstellung mag uns also das ,gesagte gengen4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xxiii #a4 ,was nun die erzhlende und in einem 7einheitlichen7 ,versma verfate nachahmende ,darstellung betrifft1 so leuchtet es ein1 da diese ,stoffe wie in den ,tragdien dramatisch angelegt sein mssen1 d4h4 da sie sich um eine einheitliche1 eine ganze und in sich abgeschlossene ,handlung bewegen mssen1 die ,anfang und ,mitte und ,ende hat1 auf da sie1 wie ein einheitliches und vollstndiges ,lebewesen1 die ihr eigentmliche ,lustempfindung hervorrufe4 ,sidenote3 c4 #bc1 #b4 ,das ,epos4 #b4 ,auch ist es klar1 da diese ,kompositionen nicht den ,geschichtsdarstellungen hnlich sein drfen1 die sich notwendigerweise nicht die ,darlegung einer einheitlichen ,handlung zum ,ziel setzen1 sondern die eines einzelnen ,zeitabschnittes und alles1 was etwa in diesem an einer ,person oder an mehreren sich ereignet hat1 von welchen ,begebenheiten jede in 7,s4 #eb7 einem beliebigen ,verhltnis zu einer anderen steht4 ,so fanden die ,seeschlacht bei ,salamis und die ,schlacht der ,karthager in ,sizilien zwar gleichzeitig statt1 ohne jedoch auf dasselbe ,endziel hinzusteuern4 ,und so erfolgt auch zuweilen in eng aufeinanderfolgenden ,zeitabschnitten das ,eine auf das ,andere1 von denen keines auf ein und denselben ,zweck abzielt1 wenngleich die meisten 7epischen7 ,dichter dementsprechend verfahren4 #c4 ,deshalb1 wie wir schon hervorhoben1 drfte auch darin ,homer sich als ein gottbegnadeter ,dichter im ,vergleich zu den brigen erweisen1 da er gar nicht den ,versuch gemacht hat1 den ganzen 7,trojanischen7 ,krieg1 wiewohl er einen 7regelrechten7 ,anfang und ein 7ebensolches7 ,ende hat1 darzustellen4 ,denn gar zu gro und unbersichtlich drfte der ,stoff geworden sein oder1 selbst wenn der ,dichter sich in bezug auf den ,umfang ,grenzen auferlegt htte1 so wrde der ,stoff trotzdem durch seine bunte ,flle allzu verwickelt gewesen sein4 ,bei dieser ,sachlage hat er nur einen ,teilabschnitt abgesondert und viele der ,begebenheiten in ,episoden untergebracht1 wie z4,b4 den ,schiffskatalog#fh und andere ,episoden1 mit denen er seine ,dichtung schmckt4 #d4 ,die brigen 7,epiker7 dagegen behandelten1 was sich in bezug auf eine einzelne ,person oder einen einzelnen ,zeitabschnitt abspielte oder1 wenn schon auf eine einzige ,handlung1 so doch eine vielteilige1 wie z4,b4 der ,verfasser der ,kyprien und der der ,kleinen ,ilias4 ,denn aus einer ,ilias und ,odyssee lt sich nur je eine ,tragdie entnehmen oder hchstens zwei1 aus den ,kyprien dagegen viele und aus der ,kleinen ,ilias acht1 nmlich das ,waffengericht1 ,neoptolemos1 7,s4 #ec7 #adei;b ,eurypylos ,philoktet1 ,die ,bettlerrhapsodie1 ,die ,lakonierinnen die ,zerstrung ,ilions1 die ,abfahrt1 ,sinon und die ,troerinnen#fi4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xxiv #a4 ,weiterhin mu die epische ,dichtung dieselben ,arten haben wie die ,tragdie1 denn sie mu entweder einfach oder verflochten1 charakterzeichnend 7ethisch7 oder leidvoll 7pathetisch7 sein1 auch die ,teile mit ,ausnahme der musikalischen ,komposition und der szenischen ,ausstattung mssen die nmlichen sein1 denn auch das ,epos bedarf der ,peripetien 7,schicksalswendungen71 der ,erkennungen und der leidvollen ,begebenheiten ,endlich mssen die ,gedanken und der sprachliche ,ausdruck kunstgerecht sein4 #b4 ,all diesen ,forderungen hat ,homer1 sowohl als erster wie in gengender ,weise1 ,eechnung getragen4 ,denn er hat jedes seiner ,gedichte dementsprechend angelegt1 die ,ilias einfach und leidvoll1 die ,odyssee verflochten --beruht sie doch ganz auf ,erkennungen--und charakterschildernd4 ,dazu kommt1 da sie im sprachlichen ,ausdruck und in der ,gedankenbildung alle 7anderen ,epen7 bertroffen haben4 ,sidenote3 c4 #bd1 #c4 ,das ,epos4 #c4 ,was nun die ,komposition anbelangt1 so unterscheidet sich die epische ,dichtung 7von der ,tragdie7 in betreff ihrer ,ausdehnung und ihres ,versmaes4 ,in bezug auf die ,ausdehnung drfte die bereits angegebene ,begrenzung hinreichend sein1 nmlich1 da man imstande sein msse ,anfang und ,ende zu berblicken4 ,dies wre der ,fall1 wenn einerseits die ,kompositionea von geringerer ,ausdehnung als die der alten 7,epiker7 7,s4 #ed7 wren1 andrerseits dem ,gesamtumfang der fr eine einzelne 7,tages-7 ,vorstellung angesetzten ,tragdien gleichkmen4 #d4 ,fr die ,ausdehnung des ,umfangs kommt nun der epischen ,dichtung ferner eine gewisse ,eigentmlichkeit sehr zu statten1 insofern es in der ,tragdie 7dem ,dichter7 nicht mglich ist1 viele ,teile1 die sich gleichzeitig zugetragen haben1 nachahmend darzustellen1 sondern nur den ,teil1 der sich auf der ,bhne und in ,verbindung mit den ,schauspielern abspielt4 ,in der epischen ,dichtung dagegen als einer erzhlenden ,darstellung kann man viele sich gleichzeitig vollziehende ,teile vorfhren1 wodurch1 falls sie innerlich zusammenhngen der ,krper des ,dichtwerks stattlicher wird1 so da dieser 7vorteilhafte7 ,umstand seiner ,prachtentfaltung dient1 den ,zuhrer in einen ,stimmungswechsel versetzt und das ,gedicht durch ungleichartige ,episoden erweitert2 ist es doch das nur zu rasch sttigende ,einerlei1 das den ,mierfolg von ,tragdien zu verschulden pflegt4 #e4 ,was aber das ,versma anbelangt1 so hat sich das heroische 7der ,hexameter7 erfahrungsgem als das angemessene erwiesen4 ,denn wollte jemand in irgend einem anderen ,versmae eine erzhlende ,dichtung nachahmend darstellen oder gar in mehreren1 so wrde das unpassend erscheinen4 ,denn das heroische ist von allen ,versmaen das gemessenste und gewichtvollste1 weshalb es auch vorzugsweise ,glossen1 ,metaphern und ,zustze aller ,art aufnimmt2 sticht doch auch die erzhlende nachahmende ,darstellung 7selbst7 gerade darin von anderen dichterischen ,darstellungen ab4 ,der jambische ,trimeter und der trochische ,tetrameter haben einen beweglichen ,charakter1 und zwar eignet sich dieser zum ,tanz1 jener zum ,handeln4 ,noch verkehrter 7#adfj;a7 wre es1 wenn jemand allerhand ,versmae untereinander 7,s4 #ee7 mischen wrde1 wie dies ,chairemon getan4 ,deshalb hat auch noch niemand eine lange 7epische7 ,komposition in einem anderen als dem heroischen ,versma gedichtet1 sondern die ,natur selbst hat1 wie wir sagten1 das jener zusagende ,versma zu whlen gelehrt4 #f4 ,homer1 wie er in vielen anderen ,dingen lobenswert ist1 ist es auch darin1 da er allein unter allen ,dichtern nicht im ,unklaren darber ist1 was er selbst zu tun habe4 ,der ,dichter soll nmlich so wenig wie mglich in eigner ,person reden1 denn nicht nach dieser ,richtung hin ist er ein nachahmender ,darsteller4 ,die brigen 7epischen7 ,dichter dagegen treten durchgngig in eigener ,person auf und stellen daher nur weniges und auch das nur gelegentlich nachahmend dar4 ,jener aber 7,homer7 fhrt nach einer kurzen ,einleitung sofort einen ,mann oder ein ,weib oder irgend eine andere ,figur ein1 und zwar nicht ohne ,charaktereigenschaft1 sondern mit einem 7bestimmt ausgeprgten7 ,charakter4 ,sidenote3 c4 #bd1 #g4 ,das ,epos4 #g4 ,in der ,tragdie mu man das ,wunderbare darstellen in der epischen ,dichtung dagegen hat vielmehr das ,vernunftwidrige1 auf dem in der ,hauptsache das ,wunderbare beruht1 seinen ,platz1 weil man 7daselbst7 nicht auf den ,handelnden seine ,blicke wendet2 wie denn z4,b4 die ,vorgnge bei der ,verfolgung ,hektors#gj auf der ,bhne dargestellt einen lcherlichen ,eindruck machen wrden1 auf der einen ,seite die stillstehenden und nicht verfolgenden ,mannen1 auf der anderen einer#ga1 der abwinkt4 ,im ,epos dagegen bleibt das ,widersinnige 7eines solchen ,vorgangs7 verborgen1 denn das ,wunderbare erregt ,wohlgefallen4 ,ein ,beweis dafr 7,s4 #ef7 ist1 da alle ,erzhler bertreiben1 in der ,absicht damit zu erfreuen4 #h4 ,im besonderen hat ,homer auch die anderen 7,epiker7 belehrt1 wie man 7zweckmig7 ,unwahres sagen knne4 ,dies beruht aber auf einem ,trugschlu4 ,die ,menschen glauben nmlich1 da1 wenn ein erstes 7,a1 die erste ,praemisse7 ist oder geschieht1 auch ein zweites 7,b1 die zweite ,praemisse7 eintritt1 da nun ebenso1 falls das ,sptere 7,b7 wirklich ist1 auch das ,frhere 7,a7 wirklich ist oder geschieht4 ,das ist aber ein ,fehlschlu4 ,falls nmlich das erste 7,a7 falsch ist1 etwas anderes 7,b7 aber--die ,richtigkeit des ersten 7,a7 vorausgesetzt --notwendigerweise wirklich ist oder geschieht1 so mu man eben jenes zweite 7,b7 hinzufgen4 ,denn weil man wei1 da dieses 7,b7 wahr ist1 schliet unser ,geist1 da nun auch das erste 7,a7 wahr ist4 ,ein ,beispiel ist folgendes aus der ,badeszene#gb 4444 #i4 ,endlich mu man dem unmglichen ,wahrscheinlichen vor dem mglichen ,unglaubhaften den ,vorzug geben4 ,allerdings darf man nicht die ,stoffe auf vernunftwidrige ,einzelteile aufbauen1 sie sollen wo mglich berhaupt nichts ,vernunftwidriges enthalten1 wenn aber dies nicht mglich1 so mge es 7wenigstens7 auerhalb der 7eigentlichen7 ,handlung ,hegen1 wie z4,b4 7das ,vernunftwidrige7 im ,oidipus1 seine ,unkenntnis nmlich1 auf welche ,weise ,laios ums ,leben kam#gc1 aber nicht innerhalb des ,dramas1 wie z4,b4 in der ,elektra#gd die ,berichterstattung ber die pythischen ,spiele oder in den ,mysern der ,mann1 7,s4 #eg7 der stumm von ,tegea bis ,mysien wanderte4#ge ,zu sagen1 da sonst die ,fabel in die ,brche gehen wrde1 wre also lcherlich1 man mu eben von vornherein keine derartigen ,fabeln anlegen4 ,hat man es aber dennoch getan und erscheint das ,stck im allgemeinen glaubwrdig1 so mag man auch das etwa ,vernunftwidrige mit in den ,kauf nehmen4 ,wrde doch die ,unzutrglichkeit der ,szenen in der ,odyssee1 die sich bei der ,aussetzung#gf 7des schlafenden ,odysseus7 abspielen 7#adfj;b7 sofort in die ,augen fallen1 wenn ein minderwertiger ,dichter sie verfat htte4 ,wie die ,sache aber liegt1 hat der ,dichter durch andere ,vorzge das ,vernunftwidrige verst und dadurch 7dem ,bewutsein7 entrckt4 #aj4 ,dem sprachlichen ,ausdruck soll der ,dichter seine besondere ,sorgfalt in den inhaltsleeren ,teilen zuwenden1 d4h4 solchen1 die weder durch ,charakterschilderung noch durch ,gedanken sich auszeichnen4 ,andrerseits wrde freilich ein allzu glnzender ,stil sowohl die ,charakterzeichnung wie den ,gedankeninhalt verdunkeln4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xxv ,sidenote3 c4 #be1 #a4 ,das ,epos1 ,probleme und ,lsungen4 #a4 ber die ,probleme#gg 7kritische ,bedenken7 und deren ,lsungen 7,widerlegungen71 auf wie vielen und wie beschaffenen ,gesichtspunkten sie beruhen1 wird man sich durch folgende ,betrachtung ein klares ,bild machen knnen4 ,da nmlich der ,dichter ebenso wie der ,maler oder irgend ein anderer bildschaffender 7,s4 #eh7 ,knstler ein nachahmender ,darsteller ist1 so mu er notwendigerweise stets eine bestimmte von drei mglichen ,arten nachahmend darstellen1 nmlich entweder 7#a7 wie die ,dinge waren oder sind oder 7#b7 wie man sagt1 da sie seien oder wie sie zu sein scheinen oder 7#c7 wie sie sein sollen4 ,diese ,dinge werden nun dargestellt durch die allgemein gebruchliche ,ausdrucksweise oder auch durch ,glossen und ,metaphern oder was es sonst noch von ,wandlungen des sprachlichen ,ausdrucks gibt1 denn diese 7,freiheiten7 gestatten wir ja den ,dichtern4 #b4 ,dazu kommt ferner1 da die ,richtigkeit in der ,politik und der ,dichtkunst sowenig als in irgend einer anderen ,kunst oder ,wissenschaft und der ,dichtkunst ein und dasselbe bedeutet4 ,in der ,dichtkunst selbst gibt es zweierlei ,fehler1 der eine betrifft ihr ,wesen1 der andere ist rein uerlich4 #c4 ,hat sich der ,dichter zum ,vorwurf genommen etwas richtig nachahmend darzustellen1 verfehlt aber sein ,ziel aus eigenem ,unvermgen1 so liegt der ,fehler in der ,dichtkunst selbst2 wenn er dagegen den ,vorwurf richtig gestellt1 aber ,unmgliches geschildert hat1 wie z4,b4 ein ,pferd1 das mit beiden rechten ,beinen zugleich ausschreitet1 oder was sonst in jeglicher ,kunst1 wie der ,medizin oder irgend einer anderen1 welcher ,art auch immer1 ein ,fehler sein wrde1 so betrifft dieser nicht das ,wesen der ,kunst4 ,man mu daher nach diesen ,gesichtspunkten die tadelnden ,einwrfe in den ,problemen betrachten und lsen 7widerlegen74 #d4 ,erstens also was die ,lsungen in bezug auf die gegen die ,kunst als solche gerichteten ,einwrfe betrifft ,wenn ,unmgliches dargestellt wurde1 so liegt zwar ein ,versto vor1 aber die ,sache hat doch ihre ,richtigkeit1 falls damit der ,zweck der ,dichtung 7,s4 #ei7 erreicht wird2 der ,zweck nmlich ist1 wie bereits erwhnt wenn der ,dichter eine erschtterndere ,wirkung1 sei es in dem betreffenden ,teil oder in einem anderen1 damit erzielt4 ,ein ,beispiel bietet jene ,verfolgung des ,hektor4#gh ,wenn es aber mglich war1 den ,zweck1 sei es in hherem oder geringerem ,grade1 auch entsprechend der in diesen ,dingen herrschenden ,kunstregel zu erreichen1 so hat es mit dem ,fehler nicht seine ,richtigkeit1 denn1 wenn es irgendwie angeht1 soll berhaupt keinerlei ,fehler begangen werden4 #e4 ,man kann ferner die ,frage aufwerfen1 worin denn der ,fehler begangen ist1 ob gegen die ,kunstregel oder irgend etwas anderes ,zuflliges2 denn weit geringer ist das ,versehen1 wenn jemand z4,b4 nicht wute1 da die ,hindin keine ,hrner hat#gi1 als wenn er sie ohne 7eigentlich7 nachahmend darzustellen gezeichnet htte4 #f4 ,wenn ferner getadelt wird1 da die ,darstellung nicht wahr sei1 mte man den ,einwand so entkrften3 ,aber vielleicht wie sie sein sollte1 wie ja auch ,sophokles gesagt hat1 er stelle ,menschen dar1 wie sie sein sollen1 ,euripides aber1 wie sie sind4 ,sidenote3 c4 #be1 #g4 ,probleme und ,lsungen4 #g4 ,lt sich aber keins von beiden behaupten1 so kann man sich darauf berufen1 da man eben so sagt1 wie in den ,erzhlungen ber die ,gtter4 ,vielleicht ist es aber weder besser sie so darzustellen1 noch der ,wahrheit entsprechend1 sondern es verhlt sich mglicherweise damit so1 wie es bei ,xenophanes lautet#hj 7#adfa;a7 44441 dann 7erwidere man71 allein man sagt nun 7,s4 #fj7 einmal so4 #h4 ,anderes wiederum ist zwar vielleicht nicht zweckmiger1 aber eswar tatschlich einmal so1 wie z4,b4 das ber die ,waffen ,gesagte3 ,aber die ,lanzen standen empor auf dem ,fue des ,schaftes#ha1 solchen ,brauch nmlich befolgte man damals1 wie auch heute noch die ,illyrier4 #i4 ,in der ,beurteilung der ,frage1 ob das von jemand ,gesagte oder ,getane sittlich gut oder nicht ist1 mu man nicht nur die ,handlung und die ,eede selbst in ,betracht ziehen und darauf achten1 ob sie edel oder gemein ist1 sondern auch den ,handelnden oder ,redenden ins ,auge fassen 7und untersuchen7 im ,verhltnis1 zu wem oder wann oder zu wessen ,gunsten oder zu welchem ,zweck 7es geschieht71 z4,b41 ob eines greren ,gutes wegen1 das erreicht1 oder eines greren bels wegen1 das verhtet werden soll4 #aj4 ,andere ,einwnde mu man durch ,beobachtung des sprachlichen ,ausdrucks beseitigen1 z4,b4 durch ,annahme einer ,glosse4 ,die ,muler zuerst4#hb ,vielleicht meint nmlich 7der ,dichter7 mit dem ,worte ouras1 nicht ,maultier1 sondern die ,wchter4 ,und von ,dolon sagt er3 ,der von ,gestalt 7eidos7 zwar hlich#hc4 ,damit bezeichnet er nicht einen unebenmigen ,krper1 sondern ein hliches ,gesicht2 gebrauchen doch die ,kreter das ,wort eueides 7 schngestaltet7 im ,sinne von euprospon7 schn von ,antlitz74 ,ferner1 ,mische reineren ,wein7zrteron71#hd d4h4 nicht ungemischten ,wein1 wie fr ,trunkenbolde 7,s4 #fa7 sondern 7mische7 schneller4 #aa4 ,ein anderes ist metaphorisch gesagt z4,b4 _/99 ,alle nunmehr1 so ,gtter wie rossegerstete ,krieger ,schliefen die ganze ,nacht 99_/ und doch heit es unmittelbar darauf _/99 ,siehe1 so oft er sein ,aug' hinwandte zum troischen ,felde4 ,der ,syringen und ,pfeifen ,getn und der ,menge4#he 99_/ ,jenes1 ,alle wird an ,stelle von ,viele metaphorisch gesagt1 denn ein ,alles ist nur eine ,art des ,vielen4 ,auch jenes allein nicht teilnimmt#ij ist metaphorisch zu verstehen1 denn das bekannteste ist 7hier7 das alleinige4 #ab4 ,ferner kann man auf ,grund der ,prosodie 7,einwnde widerlegen71 wie ,hippias der ,thasier dies tat in jenem wir gewhren 7ddomen7 ihm aber#hg und ,das zum ,teil durch den ,regen verfault#hh4 ,sidenote3 c4 #be1 #ac4 ,probleme und ,losungen4 #ac4 ,wieder anderes vermittelst der ,interpunktion1 wie z4,b4 ,empedokles#hi sagt3 _/99 ,schnell erwuchs als sterblich1 wasfrher unsterblich sich wute1 ,und als gemischt1 was lauter zuvor4 99_/ ,sidenote3 c4 #be1 #ad4 ,probleme und ,lsungen4 #ad4 ,anderes sodann durch die ,annahme einer ,amphibolie 7,s4 #fb7 7,doppelsinn73 _/99 ,von der ,nacht entschwand der grere ,teil#ia 99_/ denn der ,ausdruck grere 7ple7 ist doppelsinnig4 #ae4 ,andere ,bedenken 7lsen sich7 mit ,berufung auf den ,sprachgebrauch3 ,ein ,mischgetrnk1 sagt man1 sei ,wein4 ,nach diesem ,gesichtspunkt wurde gebildet3 _/99 ,schiene von neubereitetem ,zinne#ib1 99_/ nennt man doch die ,eisenschmiede auch ,kupferarbeiter4 ,wiederum nach demselben ,gesichtspunkt heit es3 ,ganymed _/99 schenkt dem ,zeus ,wein ein1 99_/ obwohl sie 7die ,gtter7 keinen ,wein trinken#ic4 ,doch knnte man dieses ,beispiel auch als ,metapher auffassen4 #af4 ,man mu auch1 wenn ein ,wort etwas ,widersprechendes zu bezeichnen scheint1 untersuchen1 wie vielfach es diesen ,sinn an der 7betreffenden7 ,stelle haben kann1 wie z4,b4 in jenem ,da hielt die eherne ,lanze an#id1 wie vielfach es dort den ,sinn hemmen annehmen kann4 #ag4 ,ob so oder wie jemand die ,sache vorzugsweise 7#adfa;b7 auffassen mchte1 ist zu erwgen1 im ,gegensatz zu dem ,verfahren1 von dem ,glaukon berichtet4 ,einige gehen von grundlosen ,voraussetzungen aus und nach dem sie eigenmchtig ein richterliches ,urteil gefllt 7,s4 #fc7 haben1 bauen sie ,schlsse darauf und tadeln dann den ,dichter1 falls sie auf etwas stoen1 das ihrer 7vorgefaten ,meinung widerspricht1 weil er nicht das gesagt hat1 was in ihren ,kram pat4 ,so erging es mit den ,errterungen ber ,ikarios4 ,man geht nmlich von der ,voraussetzung aus1 er sei ein ,lakone4 ,es schien daher ungereimt1 da ,telemachos1 als er nach ,sparta kam#ie1 mit ihm nicht zusammengetroffen sei4 ,es verhielt sich damit aber vielleicht so1 wie die ,kephallenier berichten4 ,sie erzhlen1 da ,odysseus sich bei ihnen seine ,frau geholt habe und es sei ,ikadios und nicht ,ikarios 7sein ,schwiegervater74 ,demnach ist es wahrscheinlich1 da jenes ,problem einem ,miverstndnis entsprungen ist4 #ah4 ,im allgemeinen mu man das ,unmgliche in der ,dichtung entweder auf das ,zweckmigere oder auf die herrschende ,meinung zurckfhren4 ,denn fr die ,dichtung ist das glaubhaft ,unmgliche dem zwar ,unglaubhaften1 jedoch ,mglichen vorzuziehen ,mag es nun auch vielleicht unmglich sein1 da es solche ,personen gibt1 wie sie z4,b4 ,zeuxis zu malen pflegte1 so ist es doch zweckmig 7sie so darzustellen71 denn dem ,ideal gebhrt der ,vorrang4 #ai4 ,das ,vernunftwidrige mu man auf das1 was die ,leute sagen1 zurckfhren und man kann es sowohl in dieser ,weise rechtfertigen1 wie auch damit1 da es zuweilen ja gar nicht vernunftwidrig sei1 da es wahrscheinlich ist1 da etwas auch gegen die ,wahrscheinlichkeit sich ereignet4 ,sidenote3 c4 #be1 #bj4 ,probleme und ,lsungen4 #bj4 ,das in widerspruchsvoller ,weise ,gesagte soll man so prfen1 wie die ,widerlegungen in der ,dialektik1 ob es sich um das ,nmliche oder ob es in derselben ,beziehung oder derselben 7,s4 #fd7 ,art und ,weise gilt1 mithin auch der ,dichter entweder gegen das1 was er selbst sagt1 oder gegen das1 was ein vernnftiger ,mensch voraussetzen wrde1 7sich in ,widerspruch verwickeln darf74 #ba4 ,gerecht dagegen ist der ,tadel1 sowohl gegen ,vernunftwidrigkeit wie ,schlechtigkeit1 wenn 7der ,dichter7 ohne jeden ueren ,zwang sich des ,vernunftwidrigen bedient1 wie z4,b4 ,euripides im ,falle des ,aigeus#if1 oder der ,charakterschlechtigkeit1 wie im ,orestes#ig der des ,menelaos4 #bb4 ,die ,einwendungen ergeben sich demnach aus fnf ,arten1 denn entweder tadelt man etwas als unmglich oder als vernunftwidrig oder als sittenverderblich oder als widerspruchsvoll oder als einen ,versto gegen die technische ,kunstrichtigkeit4 ,die ,lsungen 7,widerlegungen7 aber sind nach den aufgezhlten ,unterabteilungen zu betrachten deren es zwlf gibt4 99 99 99 99 99 ,,kapitel ,,xxvi #a4 ,man knnte nun die ,frage aufwerfen1 ob die epische nachahmende ,darstellung oder die tragische die vorzglichere sei4 ,ist nmlich die minder plumpe die vorzglichere1 der ,art ist aber die1 welche auf ein besseres 7gebildeteres7 ,publikum ,bezug nimmt1 so ist offenbar diejenige nachahmende ,darstellung1 die sich an ,krethi und ,plethi wendet1 eine plumpe4 ,in der berzeugung nmlich1 die ,zuschauer wrden kein ,verstndnis 7fr die ,darstellung7 zeigen1 falls er 7der ,schauspieler7 nicht seinerseits etwas dazu 7,s4 #fe7 beitrgt1 so bewegen sich diese in starken ,verrenkungen2 es wlzen sich z4,b4 die stmperhaften ,fltisten1 wenn es gilt den ,diskuswurf nachahmend darzustellen und zerren den ,chorfhrer 7am ,gewnde71 wenn sie die ,skylla blasen4 #b4 ,die ,tragdie ist nun der ,art1 wie auch die lteren ,schauspieler ihre ,nachfolger beurteilten1 denn ,mynniskos nannte den ,kallipides1 weil er gar zu sehr bertrieb1 einen ,kallias#ih und in einem hnlichen 7blen7 ,rufe stand auch ,pindaros4 ,wie sich nun 7#adfb;a7 jene 7lteren ,schauspieler7 zu diesen verhalten1 so verhalte sich die ganze 7tragische7 ,kunst zur epischen ,dichtkunst4 ,diese1 so behauptet man1 wende sich an hochstehende ,zuschauer1 die keiner 7tnzelnden7 ,bewegungen bedrfen1 die tragische dagegen an niedrige4 ,wenn sie demnach eine plumpe ,kunst ist1 so sei sie offenbar auch die tiefer stehende4 #c4 ,allein erstens ist das eine ,anklage gar nicht gegen die ,dichtkunst1 sondern gegen die ,vortragskunst1 denn es kann auch der ,rhapsode durch ,bewegungen bertreiben1 wie dies ,sosistratos getan und 7ebenso7 bei den musischen ,wettkmpfen1 wie dies ,mnasitheos der ,opuntier getan4 ,sodann ist keineswegs jede ,krperbewegung zu verwerfen1 da ja auch der ,tanz nicht verworfen wird1 sondern nur die ,bewegung von ,stmpern1 wie ja auch ,kallipides getadelt wurde und heutzutage andere1 weil sie freie ,frauen nachahmend darzustellen nicht verstnden4 ,sidenote3 c4 #bf1 #d4 ,vorzug der ,tragdie vor dem ,epos4 #d4 ,ferner erreicht die ,tragdie auch ohne 7schauspielerische ,bewegung ihren ,zweck1 genau so wie die epische ,dichtung1 denn schon durch die bloe ,lektre zeigt sie1 von welcher ,art sie ist4 ,wenn sie 7,s4 #ff7 also im brigen wenigstens 7dem ,epos7 berlegen ist1 braucht ihr jedenfalls jener ,tadel nicht notwendig anzuhaften4 #e4 ,sodann 7#b7 7ist sie berlegen7 weil sie alles besitzt was die epische ,dichtung hat1 denn auch dasselbe ,metrum kann sie anwenden und darber hinaus hat sie einen nicht unbedeutenden ,teil an der musikalischen ,auffhrung und den szenischen ,ausstattungen durch welche die ,lustempfindungen beraus lebendig verwirklicht werden4 ,sodann bt sie diese lebendige ,wirkung auch aus sowohl bei der ,lektre wie bei den 7tatschlichen7 ,auffhrungen4 #f4 ,ferner 7#c7 erreicht die ,tragdie das ,ziel 7#adfb;b7 der nachahmenden ,darstellung innerhalb eines kleineren ,umfangs2 denn was gedrngter ist1 ist angenehmer1 als was mit viel ,zeitaufwand 7wie mit ,wasser7 vermischt ist4 ,ich denke dabei an folgendes3 ,wenn jemand den ,oidipus des ,sophokles in so viel ,verse setzen wrde wie die ,ilias hat 44444 #g4 ,endlich 7#d7 ist die epische ,dichtung eine weniger einheitliche nachahmende ,darstellung4 ,beweis dafr ist1 da aus jeder beliebigen nachahmenden ,darstellung sich mehrere ,tragdien bilden lassen1 soda1 selbst wenn sie 7die ,epiker7 eine einheitliche ,fabel schaffen sollten1 diese1 entweder abgehackt1 falls kurz dargestellt oder1 falls sie mit der ,ausdehnung der 7epischen7 ,versgattung gleichen ,schritt hlt1 wsserig erscheinen wrde4 ,ich meine damit1 wenn es 7das ,epos7 z4,b4 aus mehreren ,handlungen sich zusammensetzt wie die ,ilias viele derartige ,teile hat und die ,odyssee1 ,teile1 die auch fr sich schon eine 7gengende7 ,ausdehnung besitzen4 ,und doch hat er 7,homer7 diese ,gedichte in der denkbar trefflichsten ,weise gebaut und es ist seine nachahmende ,darstellung1 soweit dies nur irgend mglich1 die einer einheitlichen ,handlung4 7,s4 #fg7 #h4 ,wenn demnach sie 7die ,tragdie7 in all diesen 7,vorzgen7 berlegen ist und berdies indem ,ziel der ,kunst--denn diese 7,dichtarten7 sollen nicht jede beliebige ,lustempfindung erzeugen1 sondern nur die bereits erwhnte--so leuchtet ein1 da sie vortrefflicher als die epische ,dichtung ist1 indem sie ihren ,endzweck vollstndiger erreicht4 ,sidenote3 c4 #bf1 #i4 ,vorzug der ,tragdie vor dem ,epos4 #i4 ber die ,tragdie also und das ,epos sowohl an sich wie ber ihre ,arten und ,bestandteile1 wie viele deren sind und wie sie sich unterscheiden1 welches die ,ursachen ihres ,erfolges oder ,mierfolges sind1 und ber die ,probleme und deren ,lsungen mag derartiges gesagt sein4444 99 99 99 99 99 ,,namenverzeichnis#ii 7,s4 #fh7 ,agathon 7c4 #ddg--djj73 c4 #i1 #e4 #ah1 #d4 #e4 #f4 ,berhmter1 von ,aristoteles hochgeschtzter ,tragiker4 ,sein erster ,sieg 7#dag_/f7 liegt der ,rahmenerzhlung von ,piatons ,gastmahl zugrunde1 an dem er auch als ,unterredner teilnimmt4 ,seine ,selbstndigkeit und ,originalitt kennzeichnen die allerdings nicht lobenswerte ,loslsung der ,chorgesnge von der ,handlung durch ,einlegung von ,intermezzi 7,embolima7 und besonders seine vllig freierfundene ,tragdie ,anthe1 frher flschlich ,anthos ,blume und seit ,welcker oft auch ,antheus betitelt4 ,aiasdramen3 c4 #ah1 #b4 ,solche gab es auer dem erhaltenen des ,sophokles auch von ,aischylos 7,waffengericht71 ,karkinos1 ,theodektes1 ,astydamas d4 ,j41 ,livius1 ,ennius1 ,pacuvius1 ,accius und ,augustus4 ,in dem ,wettstreit um die ,waffen des ,achilles siegte ,odysseus4 ,diese ,niederlage nahm sich ,aias so zu ,herzen1 da er in ,wahnsinn verfiel4 ,in diesem ,zustande richtete er unter einer ,viehherde ein ,blutbad an in dem ,glauben1 seine ,feinde1 ,agamemnon und ,odysseus1 zu vernichten4 ,als er dann wieder zu sich kam und seinen ,irrtum erkannte1 strzte er sich aus ,scham in sein ,schwert4 ,aus dieser ,inhaltsbersicht ersieht man1 da ,aristoteles das ,drama mit ,recht zu den pathetischen zhlt4 ,aigisthos3 c4 #ac1 #f4 ,der ,buhle der ,klytaimestra1 ,mrder des ,agamemnon und von deren ,sohn1 ,orestes1 gettet 7,aischylos' ,agamemnon und ,choephoren1 ,soph4 und ,eurip4 ,elektra74--,die ,komdie1 auf die hier angespielt wird1 war vermutlich von ,alexis1 einem der berhmtesten ,vertreter der sogenannten mittleren ,komdie und ,zeitgenossen des ,aristoteles4 ,aischylos 7#ebe_/d--def73 c4 #d1 #i4 ,in der ,poetik kaum bercksichtigt1 ja ,aristoteles ignoriert sogar den trilogischen ,aufbau seiner ,dramen1 was c4 #ah1 #d geradezu besttigt1 nicht widerlegt wird4 _/ ,choephoren3 c4 #af1 #d4 ,elektra erschliet die ,ankunft ihres ,bruders aus der ,haarlocke am ,altar und aus ,futapfen4 ,in dem von ,aristoteles gebildeten ,syllogismus lt sich nicht erkennen ob zu hnlich1 ,orestes oder mir zu ergnzen ist4 ,nach der ,art1 wie ,sophokles1 ,euripides und ,aristophanes auf diese ,erkennungsszene anspielen1 ist das erstere1 mit alleiniger 7,s4 #fi7 ,bercksichtigung der ,haarlocke1 wahrscheinlicher4 ,myser3 c #bd1 #i4 ,der ,held der nicht erhaltenen ,tragdie war ,telephos1 der ,sohn des ,herakles und der ,auge4 ,er war nach sakralem ,brauch zum ,schweigen verurtet1 bis er sich von einer ,blutschuld gereinigt hatte4 ,denselben ,stoff behandelten ,sophokles1 ,agathon1 ,nikomachos und auch ,euripides1 doch spricht das bei ,aischylos sehr beliebte ,schweigmotiv mehr dafr1 da dessen ,drama hier gemeint1 ist4 ,niobe3 c4 #ah1 #d4 ,wer den ganzen ,sagenstoff behandelt hat1 wissen wir nicht4 ,tragdien desselben ,titels gab es aber von ,sophokles und einem gewissen ,meliton4 ,philoktet3 c4 #bb1 #e4 #bc1 #d4 ,nicht erhalten1 doch kennen wir seine ,behandlung im ,vergleich zu der des ,sophokles 7erhalten7 und ,euripides aus ,dio ,chrysostomos4 ,phorkiden3 c4 #ah1 #b4 ,ein #cci wieder aufgefhrtes ,satyrdrama dessen ,inhalt unbekannt ist1 doch scheint ,perseus der ,held gewesen zu sein4 ,prometheus3 c4 #ah1 #b4 ,es ist nicht zu entscheiden1 ob der uns erhaltene oder der ,gelste ,prometheus hier gemeint ist4 _/ ,alkinoos1 ,mr des3 ,s4 ,homer4 ,alkmeon3 c4 #ah1 #d4 #ad1 #d4 ,ermordete seine ,mutter ,eriphyle4 ,ein vielbehandelter ,tragdienstoff1 so von ,sophokles1 ,euripides1 ,agathon1 ,nikomachos1 ,euaretos1 ,theodektes und ,astydamas d4 lteren 7c4 #ad1 #e74 ,amphiaraos3 ,s4 ,karkinos4 ,anthe3 ,s4 ,agathon4 ,antigone3 ,s4 ,sophokles4 ,argas3 c4 #b1 #c4 ,falls die ,lesart richtig1 wohl identisch mit dem ,dichter und ,kitharoden1 einem ,zeitgenossen des ,aristoteles4 ,der ,titel des ,nomos ist ausgefallen4 ,ariphrades3 c4 #bb1 #f4 ,wohl der ,verfasser einer ,schrift ber den tragischen oder den dichterischen ,stil berhaupt4 ,nicht identisch mit dem von ,aristophanes gegeielten ,lstling4 ,aristophanes 7c4 #dej--che73 c4 #c1 #b4 ,die ,art der ,erwhnung zeigt1 da schon zur ,zeit des ,aristoteles1 der der alten ,komdie nicht besonders freundlich gesinnt war1 ,aristophanes bereits als der ,hauptvertreter der ,gattung anerkannt war4 ,astydamas 7,ende des #d4 ,jahrh473 c4 #ad1 #e4 ,urgroneffe des ,aischylos1 sein ,sohn gleichen ,namens und sein ,vater waren ebenfalls tragische ,dichter4 ,er soll #bdj ,tragdien verfat haben1 von denen nur #ah ,verse erhalten sind1 von dem hier genannten ,alkmeon kein einziger4 ,c4 s4 auch unter ,k4 7,s4 #gj7 ,chairemon3 c4 #a1 #e4 #bd1 #e4 lterer ,zeitgenosse des ,aristoteles1 gewhnlich als ,verfasser von ,lesedramen genannt1 zu denen wohl auch sein ,verwundete ,odysseus gehrte den ,aristoteles vielleicht in c4 #ad1 #e im ,auge hatte4 ,s4 unter ,sophokles ,odysseus ,akanthoplex4 ,das hier erwhnte polymetrische ,gedicht ,der ,kentaur mu eine ,art ,epyllion1 das zum ,vortrag bestimmt war1 gewesen sein1 da es als eine ,rhapsodie bezeichnet wird4 ,wenn es einmal auch als polymetrisches ,drama zitiert wird1 so geschah dies wohl wegen einiger in jambischen ,trimetern verfaten ,dialogpartien4 ,chionides3 c4 #c1 #d4 ,der lteste attische ,komdiendichter1 dessen erster ,sieg in das ,jahr #dhg fllt4 ,die unter seinem ,namen zur ,zeit des ,aristoteles im ,umlauf gewesenen ,komdien waren aber ,flschungen4 ,s4 auch ,magnes4 ,choephoren3 ,s4 ,aischylos4 ,danaos3 ,s4 ,theodektes4 ,dikaiogenes3 c4 #af1 #c4 ,tragiker und ,dithyrambendichter1 ,zeitgenosse des ,agathon4 ,neben den ,kypriern wird noch eine ,tragdie ,medea genannt4 ,in jener scheint ,teukros der ,held gewesen zu sein4 ,nach dem ,tode seines ,vaters1 ,telamon1 der ihn verstoen hatte1 kehrte er in seine ,heimat ,salamis zurck1 woselbst sich die hier erwhnte ,erkennungsszene zugetragen haben wird4 ,aus der ,art1 wie ,aristoteles darauf anspielt lt sich schlieen da er die ,tragdie bei seinen ,zuhrern als bekannt voraussetzen konnte4 ,dionysios3 c #b1 #b4 ,berhmter ,maler aus ,kolophon1 ,zeitgenosse des ,polygnot1 mit dem er auch sonst zusammengestellt wurde4 ,er war ihm in vielem nicht unhnlich1 nur da ihm die ,erhabenheit abging1 was mit dem ihm hier zugeschriebenen ,realismus sich wohl vereinigen lt4 ,dolon3 c4 #be1 #aj4 ,der trojanische ,held der sogenannten ,doloneia in ,b4 ,x der ,ilias4 ,elektra3 ,s4 ,sophokles4 ,empedokles 7blhte um #dej7 aus ,agrigent3 c4 #a1 #e #ba1 #d4 #be1 #ac4 ,berhmter ,dichterphilosoph1 auch ,naturforscher4 ,arzt1 ,redner und ,priester4 ,sehr zahlreiche1 zum ,teil umfangreiche ,fragmente erhalten4 ,wenn er in dem ,dialog ber die ,dichter1 im ,gegensatz zu #a1 #e1 gerade als ,dichter verherrlicht und mit dem ,beinamen homerisch geehrt wird1 so ist dies nur ein scheinbarer ,widerspruch1 da jenes ,loblied vermutlich dem ,gesprchsgegner des ,aristoteles in den ,mund gelegt worden war4 berdies wird er an unserer ,stelle von einem anderen 7,s4 #ga7 ,gesichtspunkt aus beurteilt4 ,epichares3 c4 #bb1 #d4 ,ein fingierter1 aber auch sonst bezeugter ,eigenname4 ,epicharmos 7blhte ,ende des #f4 ,jahrh473 c4 #c1 #d4 ,einer der berhmtesten griechischen ,komdiendichter1 von dessen1 wie es scheint1 ,dramen betitelten ,werken wir noch sehr zahlreiche berreste1 jedoch nur kleineren ,umfangs besitzen4 ,er war in ,krastos 7,sizilien71 nicht ,kos1 geboren1 wirkte aber als ,dichter in dem hyblischen ,megara und in ,syrakus4 ,es waren dies dorische ,kolonien1 daher die ,ansprche der ,dorer auf die ,erfindung der ,komdie4 ,das um vieles lter darf in dieser tendenzisen ,beweisfhrung nicht zu wrtlich genommen werden4 ,eriphyle3 ,s4 ,alkmeon4 ,eukleides3 c4 #bb1 #d4 ,durch den ,zusatz der ,alte von den vielen1 auch bekannten ,namensvettern unterschieden4 ,gegen die neuerdings ausgesprochene ,vermutung1 er sei mit dem berhmten athenischen ,archon und ,reformator des attischen ,alphabets 7#djc7 identisch spricht bei ,aristoteles1 seinem jngeren ,zeitgenossen1 gerade jener ,zusatz4 ,eher knnte man an den ,begrnder der megarischen ,philosophenschule1 den ,freund des ,sokrates und ,platon1 denken4 ,euripides 7#dhe--djg_/f73 c4 #ac1 #d4 #ag1 #c4 #ah1 #d4 #f4 #be1 #f4 ,der jngste der drei groen ,tragiker4 ,der hufige ,tadel des ,aristoteles richtet sich gegen dessen mangelhafte ,technik4 _/ 7,elektra3 c4 #ac1 #f4 #ad1 #d4 ,orestes und ,aigisthos4 ,personen im ,drama4 ,iphigeneia in ,aulis3 c4 #ae1 #e4 ,der hier ausgesprochene ,tadel ist von ,schiller energisch zurckgewiesen worden4 ,iphigeneia1 ,taurische3 c4 #ad1 #i4 #af1 #b4 #e4 #ag1 #c4 --3 c4 #aa1 #d4 #af1 #b4 ,person im ,drama1 ebenso ,orestes in c #aa1 #d4 #af1 #b4 ,dieses ,drama und der ,oed4 ,tyr4 des ,sophokles sind dem ,aristoteles die zwei ,mustertragdien4 ,kresphontes3 c4 #ad1 #i4 ,eines seiner berhmtesten ,dramen1 das noch zu ,plutarchs ,zeiten seine erschtternde ,wirkung nicht verfehlte und in der ,neuzeit sehr oft nachgeahmt wurde 7s4 ,lessing1 ,hamb4 ,dram4 ,st #cg--ej7 ,der ,inhalt ist uns hauptschlich aus den sog4 ,fabeln des ,hygin 7#ahd7 bekannt4 ,merope im ,begriff einen im ,schlafe liegenden ,jngling1 den sie fr den ,mrder ihres ,sohnes ,kresphontes hlt1 mit dem ,beil zu erschlagen1 erkennt in ihm noch rechtzeitig ihren eigenen ,sohn4 ,beide tten sodann im ,verein den ,usurpator ,polyphontes1 der den ,gatten der ,merope ermordet und die ,witwe gezwungen 7,s4 #gb7 hatte ihn zu heiraten4 ,vgl4 ,hamlet und ,richard ,,iii4 ,medea3 c4 #ad1 #d4 #ae1 #g4 #be1 #ba4 ,der ,tadel an letzter ,stelle bezieht sich doch wohl auf die scheinbar unmotivierte ,einfhrung des ,aigeus1 nicht auf das so betitelte ,drama desselben ,dichters4 ,melanippe die ,weise1 im ,unterschiede von ,melanippe die ,gefangene desselben ,dichters3 c4 #ae1 #e4 ,die ,anspielung bezieht sich auf ihre berchtigte ,verteidigungsrede1 in der sie sich mit sophistischen ,grnden bemht1 ihrem ,vater zu beweisen da ihre dem ,poseidon heimlich geborenen ,kinder auch von einer ,kuh zur ,welt gebracht und gesugt werden konnten1 ohne die ,naturgesetze zu verletzen4 ,die ,anfangsworte sind uns zufllig erhalten4 ,orestes3 c #ae1 #e4 #be1 #ba4 ,darin spielt ,menelaos eine charakterlose ,rolle4 ,philoktetes3 c4 #bb1 #e4 ,s4 ,aischylos' ,philoktetes4 ,troerinnen3 c4 #bc1 #d4 ,s4 ,ilias1 die ,kleine4 _/ ,eurypylos3 ,s4 ,sophokles4 ,ganymedes3 ,s4 ,probleme4 ,glaukon3 c4 #be1 #ag4 ,wohl ein ,grammatiker4 ,da zahlreiche ,schriftsteller denselben ,namen tragen1 ist eine ,identifizierung nicht mglich4 ,nur an den ,rheginer1 den ltesten ,homer-erklrer1 der berdies ,glaukos1 nicht ,glaukon hie1 darf man schon wegen des ,inhalts des ,zitats nicht denken4 ,hadesdramen3 c4 #ah1 #b4 ,dramen mit dem ,schauplatz in der ,unterwelt waren3 ,aischylos' ,sisyphos der ,steinwlzer1 ,euripides' 7,kritias87 und ,achaios' ,peirithoos4 ,haimon3 ,s4 ,sophokles ,antigone4 ,hegemon v4 ,thasos 7,ende des #e4 ,jahrh473 c #b1 #c4 ,berhmter ,parode und auch ,komdiendichter1 von ,aristoteles zuerst erwhnt1 spter sehr hufig4 ,erhalten sind ein lngeres ,fragment 7#ba ,hexameter7 und zwei ,trimeter4 ,helle3 c4 #ad1 #i4 ,verlorene ,tragdie eines wohl berhmten ,dichters1 da ,aristoteles seinen ,namen zu nennen nicht fr ntig hlt4 ,auch von der hier zugrundeliegenden ,sagenversion1 die von der sonstigen berlieferung vllig abweicht1 ist uns keine ,kunde erhalten1 doch wute man von drei ,shnen1 die sie dem ,poseidon geboren hatte4 ,herakleis3 c4 #h1 #b4 ,heraklesepen dichteten ,kinaithon 7c4 #gej71 ,peisandros 7c4 #fej7 und ,panyasis1 der ,onkel des ,herodot1 #ijjj ,verse in #ad ,b4 ,nur von diesem sind einige ,bruchstcke erhalten4 ,hermokaikoxanthos3 c4 #ba1 #a4 ,ein aus drei ,flunamen 7,s4 #gc7 des westlichen ,kleinasiens1 ,hermos1 ,kakos1 ,xanthos1 gebildetes ,kompositum4 ,nach der ,lesart der arabischen bersetzung waren derartige ,zusammensetzungen bei den ,bewohnern von ,massalia 7,marseille7 blich und zwar soll die hier erwhnte ein lokaler ,beiname des ,zeus gewesen sein4 ,herodot 7blhte um #dej73 c4 #i1 #b4 ,der ,vater der ,geschichte4 ,seine ,verwendung als typisches ,beispiel verdankt er nicht so sehr der ,wertschtzung seitens des ,aristoteles1 als dem ,umstand1 da das vielfach dichterische ,kolorit seines ,werkes ihn im ,zusammenhange ganz besonders zur ,exemplifizierung geeignet erscheinen lie4 ,der von ,aristoteles rein hypothetisch gesetzte ,fall ist brigens bei ,livius tatschlich eingetreten1 der von ,festus ,avienus 7#d4 ,jahrh n4 ,chr47 in ,jamben bertragen wurde4 ,hippias von ,thasos3 c4 #be1 #ab4 ,nur hier genannt1 denn seine ,erwhnung bei einem spten ,erklrer des ,aristoteles1 es handelt sich um dasselbe ,problem1 geht auf unsere ,stelle zurck4 ,homer3 c4 #a1 #e4 #b1 #c4 #c1 #a4 #b4 #d1 #d4 #f4 #h1 #c4 #ae1 #i4 #bc1 #c4 #bd1 #b1 #f4 #h4 _/ ,ilias3 c4 #d1 #f4 #h1 #c4 #ae1 #g4 #ah1d4 #bj1 #ai4 #bc1 #d4 #bd1 #b4 #be1 #d4 #bf1 #g4 ,die ,abfahrt 7c4 #ae1 #f7 bezieht sich auf die a4a4,o4 zitierte ,stelle der ,ilias1 wo durch das ,erscheinen der ,gttin ,athene die ,heimkehr des ,heeres verhindert wurde4--,schiffskatalog 7c4 #bc1 #c74 ,teiltitel des #b4 ,b4 7s4 u474 ,odyssee3 c4 #d1 #f4 #h1 #c4 #ac1 #f4 #ag1 #d4 #bc1 #d4 #bd1 #b4 #i4 #bf1 #g4 ,mr des ,alkinoos 7c4 #af1 #c7 und ,badeszene 7,niptra1 c4 #af1 #a4 #bd1 #h7 sind ,teiltitel der ,odyssee1 die vor der erst spter eingefhrten ,buchzhlung im ,gebrauch waren4 ,der ,titel umfate aber nach c4 #bd1 #h das ganze #ai4 ,b1 einschlielich der ,begegnung des ,odysseus und der ,penelope4 ,margites3 c4 #d1 #d4 #f4 ,ein burleskes ,epyllion1 in dem ,hexameter und jambische ,trimeter abwechselten4 ,es schilderte in ergtzlicher ,weise einen ,tlpel1 der viele ,dinge wute1 aber alle schlecht4 ,als unhomerisch scheint es erst nach ,kallimachos 7c4 #aej7 erkannt worden zu sein4 _/ ,ikadios3 c4 #be1 #ag4 ,dieser angebliche ,name des ,schwiegervaters des ,odysseus1 statt des homerischen lkarios1 begegnet nur hier4 ,ilias s4 ,homer4 ,ilias1 ,die ,kleine3 c4 #bc1 #d4 ,ein nachhomerisches1 dem sogenannten ,epischen ,kyklos angehriges ,epos4 ,wenn ,sptere allgemein einen ,lesches von ,lesbos als ,verfasser nennen1 so fllt das aristotelische ,zeugnis der ,anonymitt dagegen entscheidend ins ,gewicht4 ,die ,erzhlung begann etwa da1 wo die homerische ,ilias aufhrte 7,lsung ,hektors7 und endete 7,s4 #gd7 mit dem ,fall ,trojas und der ,erzhlung des ,schicksals der gefangenen ,troerinnen4 ,die ,liste des ,aristoteles ist nicht vollstndig noch streng chronologisch und vermutlich nach dem ,gedchtnis angegeben4 ,mit zwei ,ausnahmen decken sich die ,titel mit denen noch nachweisbarer ,tragdien4 _/ ,waffengericht3 ,s4 ,aiasdramen4 ,philoktet3 ,von ,aischylos1 ,sophokles1 ,euripides1 ,achaios1 ,antiphon1 ,philokles1 ,theodektes dramatisiert4 ,neoptolemos7 ,eurypylos s4 ,sophokles73 ,von ,nikomachos4 ,bettlerrhapsodie 7 ,lakonierinnen s4 ,sophokles74 ,ilions ,zerstrung3 ,so hie ein ,drama ,iophons1 des ,sohnes des ,sophokles und ein ,epos des ,kyklos4 ,abfahrt des griechischen ,heeres nach der ,insel ,tenedos1 vor der ,erzhlung des ,hlzernen ,pferdes und der ,einnahme ,trojas4 ,ein ,drama dieses ,titels ist nicht bekannt4 ,sinon3 ,s4 ,sophokles4 ,durch ,vergils ,aeneis ,,ii allgemein bekannt4 ,troerinnen3 ,s4 ,euripides4 ,die ,schicksale der trojanischen ,gefangenen 7,hekuba1 ,andromache1 ,kassandra1 ,polyxena7 sind von vielen dramatisiert worden4 ,erhalten sind neben den ,troerinnen nur die ,hekuba und ,andromache1 ebenfalls von ,euripides1 und ,aischylos1 ,agamemnon 7,kassandra74 _/ ,iphigeneia3 ,s4 ,euripides und ,polyidos4 ,ixiondramen3 c4 #ah1 #b4 ,unter anderen ,missetaten versuchte er sich an ,hera zu vergreifen und wurde dafr gemartert1 indem er an ein geflgeltes1 sich ewig drehendes1 feuriges ,rad gebunden wurde4 ,der ,sagenstoff wurde von ,aischylos1 ,sophokles 7871 ,euripides1 ,kallistratos und ,timesitheos dramatisiert4 ,kallipides3 c #bf1 #b4 #c4 ,berhmter ,schauspieler1 ,zeitgenosse des ,sokrates1 von dem eine ,anzahl ,anekdoten berliefert ist4 ,karkinos3 ,der jngere ,tragiker dieses ,namens1 ,zeitgenosse des ,aristoteles4 ,er soll #afj ,tragdien verfat haben und hat elfmal gesiegt4 _/ ,thyestes3 c4 #af1 #a4 ,nur hier genannt und nicht ohne weiteres mit seiner ebenfalls nur einmal erwhnten ,aerope zu identifizieren1 da der fruchtbare ,tragiker1 wie z4 ,b auch ,sophokles und ,euripides1 mehrere ,tragdien aus demselben reichhaltigen 99agenstoffe behandelt haben kann4 ,die ,sterne waren angeblich ein auf der ,schulter der ,nachkommen des ,pelops befindliches1 hellglnzendes ,zeichen4 ,in welcher ,situation es fr eine ,erkennung benutzt wurde1 entzieht sich jeder ,vermutung4 ,amphiaraos3 e4 #ag1 #a4 ,der ,vater des ,alkmeon 7s4d47 und 7,s4 #ge7 ,gatte der ,eriphyle4 ,der ,name scheint aber nur aus einer ,randbemerkung in den ,text gedrungen zu sein1 da er in der syrisch arabischen bersetzung fehlt1 die berdies einen ,zusatz in der griechischen ,vorlage voraussetzt1 der wohl die jetzt nicht mehr erkennbare ,art des ,verstoes deutlicher machte4 _/ ,karthager3 c4 #bc1 #b4 ,es handelt sich um den groen ,sieg ,gelons und ,therons ber die ,karthager bei ,himera in ,sizilien1 der nach ,herodot an demselben ,tage1 wie der griechische ,seesieg bei ,salamis 7#bg4_/bh4 ,sept4 #dhj7 stattgefunden haben soll4 ,von diesem bis auf den ,tag genauen ,synchronismus hlt sich ,aristoteles frei4 ,der von ihm geleugnete kausale politische ,zusammenhang1 den die alten ,historiker behaupten1 wird auch jetzt wieder1 aber1 wie es scheint1 mit ,unrecht1 meist gnzlich in ,abrede gestellt4 ,kentauros s4 ,chairemon4 ,kephallenier3 c4 #be1 #ag4 ,die ,bewohner der dem ,odysseus untertnigen ,inseln und des ,festlandes4 ,kephallenia als ,inselname ist ,homer noch unbekannt4 ,kleophon3 c4 #b1 #d4 #bb1 #a4 ,epiker1 von dem ,aristoteles in der ,rhetorik ein ,werk ,mandrobulos1 wohl ein ,epyllion1 nennt4 ,sonst unbekannt1 denn mit dem ,tragiker gleichen ,namens1 von dem #aj ,dramentitel berliefert sind1 ist er kaum identisch4 ,klytaimestra3 c4 #ad1 #d4 ,homer kennt ,k4 weder als ,gattenmrderin 7so erst seit ,stesichoros7 noch ,orestes als ,muttermrder4 ,diese ,sagenversion war aber durch ,aischylos so festgewurzelt1 da die ursprngliche fr ,aristoteles wohl nicht mehr in ,betracht kam1 denn sonst wre das ,beispiel im ,zusammenhang nicht glcklich gewhlt4 ,krates3 c4 #e1 #b4 ,attischer ,komdiendichter1 zuerst ,schauspieler in den ,stcken des ,kratinos4 ,er errang seinen ersten ,sieg #ddi4 ,eine ,anzahl ,titel und einige ,bruchstcke sind erhalten4 ,er nahm unter den ,dichtern der alten ,komdie eine ,sonderstellung ein1 wie schon aus der berhmten ,kritik in den ,rittern des ,aristophanes hervorgeht4 ,kreon3 ,s4 ,sophokles ,antigone4 ,kreter3 c4 #be1 #aj4 ,aristoteles oder sein ,gewhrsmann wird die hier mitgeteilte sprachliche ,beobachtung einem attisch-kretischen ,glossar entnommen haben4 ,s4u4 ,kyprier4 ,kyklop3 ,s4 ,philoxenos1 ,timotheos4 ,kypria3 c4 #bc1 #d4 ,nachhomerisches1 anonymes ,epos des ,epischen ,kyklos in #aa ,b41 vermutlich in ,kypros entstanden und schon von ,herodot dem ,homer abgesprochen4 ,sptere legten es einem ,stasimos oder ,hegesias 7,hegesinos7 bei4 ,das ,gedicht 7,s4 #gf7 behandelte die ,vorgeschichte des trojanischen ,krieges1 beginnend mit dem ,urteil des ,paris1 und bildete eine ,fundgrube fr tragische ,stoffe4 ,wir knnen noch etwa #ae ,dramentitel nachweisen1 von denen allein #i auf ,sophokles fallen4 ,erhalten ist nur die ,iphigenia in ,aulis des ,euripides1 von dem ,epos nur wenige ,verse4 ,daselbst war auch die c4 #h1 #c erwhnte ,episode erzhlt4 ,odysseus stellte sich wahnsinnig1 um dem ,zugegen ,troja nicht folgen zu mssen1 wurde aber durch eine ,list von ,palamedes entlarvt4 ,kyprier3 ,s4 ,dikaiogenes4 --,dialekt der3 c #ba1 #c3 ,s4 ,einleitung ,s4 ,,xxiv4 ,laios3 c4 #bd1 #i4 ,vater des ,oidipus1 der ihn unerkannt erschlug und dessen ,nachfolger auf dem ,thron ,thebens wurde4 ,auf die hier erwhnte ,unwahrscheinlichkeit wurde bereits c4 #ad1 #e angespielt4 ,lakonierinnen3 ,s4,sophokles4 ,lynkeus3 ,s4 ,theodektes4 ,magnes3 c4 #c1 #d ,neben ,chionides 7s4d47 der lteste attische ,komiker4 ,er hat elfmal gesiegt4 ,uns sind einige ,titel erhalten4 ,es ist zweifelhaft1 ob selbst ,aristophanes noch ,stcke von ihm gelesen hat4 ,jedenfalls waren etwaige dem ,aristoteles bekannte ,komdien nicht echt1 was die alten ,kritiker schon erkannt hatten4 ,margites3 ,s4 ,homer4 ,massalioten3 ,s4 ,hermokaikoxanthos4 ,medea3 ,s4 ,euripides4 ,megarer3 c4 #c1 #d4 ,ihre ,ansprche scheinen nicht unbegrndet gewesen zu sein1 wenn auch die von ,aristoteles selbst zurckgewiesene etymologische ,begrndung nicht haltbar ist4 ,melanippe3 ,s4 ,euripides4 ,meleagros3 c4 #ac1 #d4 ,eine berhmte ,sagenfigur und ,held der ,kalydonischen ,jagd4 ,bei der ,verteilung der ,beute erschlgt er die ,brder seiner ,mutter ,althaia4 ,sie verflucht ihn darob und verbrennt ein ,holzscheit1 an das sein ,leben geknpft war1 so da er in jugendlichem ,alter stirbt4 ,der dankbare ,mythos1 in dem auch ,atalante eine bedeutsame ,rolle spielt1 wurde von vielen ,dichtern1 insbesondere von den ,tragikern1 behandelt1 so von ,phrynichos1 ,sophokles1 ,antiphon1 ,euripides und1 nach ,aristoteles1 von ,sosiphanes4 ,die einzige uns erhaltene dichterische ,darstellung ist die des ,ovid 7met4 #h1 #bgj ff474 ,sehr beliebt war die ,sage auch in der ,kunst 7,vasen1 ,tempelgiebel und ,sarkophage74 ,menelaos3 ,s4 ,euripides ,orestes4 7,s4 #gg7 ,merope3 ,s4 ,euripides ,kresphontes4 ,mitys3 c4 #i1 #i4 ,er war in einem ,straenaufruhr gettet worden4 ,wenn ,plutarch angibt1 da die ,strafe den ,mrder bei einer ,festfeier ereilte1 so beruht dies wohl auf einem ,miverstndnis des ,wortes theorunti 7anschauen71 das ,aristoteles sonst nie in seiner sakralen ,bedeutung gebraucht4 ,mnasitheos3 c #bf1 #c4 ,ein nur hier erwhnter1 in lyrischen ,wettkmpfen auftretender ,snger4 ,dem ganzen ,zusammenhang nach wohl ein ,zeitgenosse des ,aristoteles4 ,mynniskos3 c4 #bf1 #b4 ,darsteller von ,heldenrollen 7,protagonist7 in den spteren ,tragdien des ,aischylos4 ,myser3 ,s4 ,aischylos4 ,mysien3 c4 #bd1 #i4 ,provinz im ,nordwesten ,kleinasiens4 ,neoptolemos3 c4 #bc1 #d4 ,sohn des ,achilles4 ,s4 ,ilias1 ,die ,kleine und ,sophokles4 ,nikochares3 c #b1 #c4 ,verfasser eines1 wie es scheint1 burlesken ,epos1 der ,deliade1 nur hier erwhnt4 ,vielleicht identisch mit dem ,komdiendichter1 dessen ,lakoner zusammen mit dem ,plutos des ,aristophanes aufgefhrt wurden4 ,niobe3 ,s4 ,aischylos4 ,odyssee3 ,s4 ,homer4 ,odysseus1 der ,verwundete3 ,s4 ,karkinos und ,sophokles4 _/99 --1 der ,trugbote3 c4 #af1 #d4 ,verfasser unbekannt4 ,vielleicht ein ,satyrdrama4 --1 in der ,skylla3 ,s4 ,timotheos4 99_/ ,oidipus3 ,s4 ,sophokles4 ,orestes3 c4 #ac1 #d4 ,die ,sage des ,o4 _/99 --3 ,s4 ,aischylos ,agamemnon1 ,choephoren4 --3 ,s4 ,sophokles ,elektra --3 ,s4 ,euripides ,elektra1 ,iphigeneia1 ,orestes4 --3 ,s4 ,polyidos ,iphigeneia4 99_/ ,pauson3 c4 #b4 #b4 ,attischer ,karikaturenmaler aus der zweiten ,hlfte des #e4 ,jahrh4 ,schon von ,aristophanes verspottet und noch ,aristoteles warnt die ,jugend vor seinen ,bildern4 ,seine ,malerei scheint sich demnach lange in der ,gunst des ,publikums erhalten zu haben4 ,peleus3 ,s4 ,sophokles4 ,peloponnesier3 c #c1 #d4 ,die ,ansprche1 auf die ,erfindung der ,tragdie gingen1 wie es scheint1 von den ,sikyoniern aus und ,sptere nennen einen gewissen ,epigenes als den ,begrnder4 ,auch ,pratinas1 der angebliche ,erfinder des ,satyrspiels1 stammte aus ,phlius1 einer peloponnesischen ,stadt4 ,philoktetes3 ,s4 ,aischylos4 7,s4 #gh7 ,philoxenos 7#dce--chj73 c4 #b1 #c4 ,berhmter ,dithyrambiker1 geboren in ,kythera1 lebte dann am ,hofe des lteren ,dionysios in ,syrakus4 ,er starb in ,ephesos4 ,unter seinen #bd ,dithyramben war der berhmteste der ,kyklop 7,werbung um ,galateia71 wohl die ,vorlage von ,theokrit1 ,idyll ,,xi4 ,er soll unter der ,maske des ,kyklopen den ,dionysios verspottet haben1 der ihn zur ,strafe dafr in die ,steinbrche sandte4 ,es sind nur drftige berreste erhalten4 ,hier scheint das ,gedicht im ,gegensatz zu dem gleichnamigen ,dithyrambos oder ,nomos des ,timotheos als ,beispiel der ,darstellung schlechterer ,charaktere angefhrt zu werden4 ,phiniden c4 #af1 #d4 ,der ,verfasser dieses schaurigen ,familiendramas ist ebenso unbekannt wie alle ,umstnde1 die zu der hier erwhnten ,erkennung fhrten4 ,auch wissen wir nicht1 ob dadurch die ,rettung oder ,ttung der ,frauen erfolgte4 ,im brigen sind wir ber die verschiedenartig ausgestaltete ,sage gut unterrichtet4 ,es handelt sich um den ,knig ,phineus1 der1 ,verleumdungen seiner zweiten ,gemahlin ,gehr schenkend1 seine erste ,gattin einkerkern und seine ,shne martern oder blenden lie4 ,sie wurden von den ,argonauten befreit und ,phineus seinerseits geblendet oder gettet4 ,es gab eine ,tragdie des ,namens von dem rmischen ,dichter ,accius und einen ,dithyrambos des ,timotheos4 ,phorkiden3 ,s4 ,aischylos4 ,phthiotinnen3 ,s4 ,sophokles4 ,pindaros3 c4 #bf1 #b4 ,ein nur hier genannter ,schauspieler1 dem ,zusammenhang nach ,zeitgenosse des ,kallipides 7s4d474 ,polyeidos der ,sophist3 c4 #af1 #d4 #ag1 #c4 ,der ,name ist uerst selten1 so da der ,zusatz vielleicht nicht nur der ,unterscheidung dienen soll4 ,er war vermutlich identisch mit dem ,dithyrambendichter ,musiker und ,maler4 ,seine taurische ,iphigeneia war ein dramatisch angelegter ,dithyrambos wie die ,skylla des ,timotheos 7s4d47 und zweifellos nacheuripideisch4 ,polygnotos3 #b1 #b4 #f1 #g4 ,einer der berhmtesten und ltesten griechischen ,maler1 ,sohn des ,malers ,aglaophon in ,tarsos4 ,seine bedeutendsten ,werke malte er in ,plataiai1 ,athen und ,delphi 7#deh--ddg74 ,von den letzten besitzen wir eine ausfhrliche ,beschreibung bei ,pausanias4 ,als ,ethograph wird er noch an einer anderen ,stelle des ,aristoteles bezeichnet 7,politik #h1 #e74 ,prometheus3 ,s4 ,aischylos4 ,protagoras v4 ,abdera 7c4 #dhe--;c4 #daf73 c4 #ai1 #b4 ,neben ,gorgias der bedeutendste der ,sophisten4 ,er war der ,grnder der griechischen ,grammatik1 indem er sich als erster des grammatischen 7,s4 #gi7 ,geschlechts und der verbalen ,modi 7,indikativ1 ,imperativ ,optativ usw47 wissenschaftlich bewut wurde4 ,da er dabei zuweilen etwas pedantisch zu ,werke ging1 wie in dem hier erwhnten ,falle1 ist verzeihlich4 ,die sensationelle ,neuheit seiner ,entdeckungen beweist der ,spott in den ,wolken des ,aristophanes4 ,pythische ,spiele3 c4 #bd1 #i4 ,in der,elektra des ,sophokles schildert der ,paedagogus der ,klytaimestra diese in ,delphi stattfindenden ,spiele1 bei denen ihr ,sohn ,orestes ums ,leben gekommen sei4 ,solche gab es aber damals 7#aa4 ,jahrh47 noch nicht1 wie schon ein alter ,erklrer bemerkte4 ,denselben ,anachronismus hatte brigens der ,dichter bereits in seinem ,tleptolemos begangen4 ,salamis3 ,s4 ,karthager4 ,sinon3 ,s4 ,ilias1 ,die ,kleine und ,sophokles4 ,sisyphos3 c4 #ah1 #e4 ,sohn des ,aiolos4 ,galt als der ,typ eines berklugen1 aber frevelhaften ,menschen4 ,wegen eines an ,zeus begangenen ,verrats wurde er zu der bekannten ,strafe verurteilt1 einen ,felsen bergaufwrts zu wlzen1 der stets kurz vor dem ,gipfel wieder hinabrollte4 ,der vielgestaltige ,sagenstoff wurde oft dramatisiert1 so von ,aischylos1 ,sophokles1 ,euripides und ,kritias4 ,in welchem von diesen ,dramen er berlistet wurde1 wissen wir nicht4 ,in der uns bekannten berlieferung kme dafr nur ,hygin1 ,fab4 #fj ber ,tyro1 die von ihm verfhrte ,gemahlin seines ,bruders ,salmoneus1 in ,betracht4 ,skylla3 ,s4 ,timotheos4 ,sophokles 7#dig_/f--djf_/e73 c4 #c1 #b4 #d1 #i4 #ah1 #f4 #be1 #f4 ,fr ,aristoteles der knstlerisch vollendetste ,tragiker4 _/ ,antigone3 c4 #ad1 #f4 ,in der erwhnten ,szene versucht ,hainion1 der ,brutigam der ,antigone1 seinen ,vater zu tten1 der aber dem ,schwertstreich ausweicht4 ,vgl4 ,hamlet u4 ,knig ,claudius am ,altar4 ,elektra3 c4 #bd1 #i4 ,orestes1 ,person im ,drama3 c4 #ac1 #f4 #ad1 #d4 ,eurypylos3 c4 #bc1 #d4 ,sohn des ,telephos von ,neoptolemos gettet4 ,s4 ,ilias1 die ,kleine4 ,lakonierinnen3 c4 #bc1 #d4 ,in dem ,drama bildeten die spartanischen ,dienerinnen der ,helena den ,chor4 ,es handelte sich um den ,raub des troischen ,palladiums durch ,odysseus1 den ,helena trotz seiner ,verkleidung als ,bettler erkannte4 ,s4 ,ilias1 die ,kleine4 ,odysseus1 der verwundete1 c4 #ad1 #e4 ,so hie ein ,drama des ,chairemon 7s4d474 ,das inhaltlich gleiche des ,sophokles wird aber stets als ,o4 ,akanthoplex 7der vom ,rochenstachel getroffene7 zitiert4 ,telegonos 7,der ,ferngeborene71 7,s4 #hj7 ,sohn des ,odysseus und der ,kirke kam auf der ,suche nach seinem ,vater nach ,ithaka und verwundete ihn tdlich4 ,die ,erkennung erfolgte dadurch1 da ,telegonos in seiner ,umgebung zufllig hrte1 da der ,gettete ,odysseus sei4 ,oidipus3 c4 #aa1 #a4 #b4 #ae1 #h4 #af1 #e4 #bd 1#i4 #bf1 #f4 ,stets ohne ,zusatz bei ,aristoteles1 der darunter aber nur den ,oidipus ,tyrannos1 nie den ,oidipus ,coloneus1 versteht4 _/99 --3 c4 #ac1 #d4 #ad1 #a4 ,die ,sage des ,oidipus4 --3 #aa1 #a4 #ac1 #c4 #ad1 #e4 ,die ,person im ,drama4 99_/ ,peleus3 c4 #ah1 #b4 ,peleus1 der greise ,vater des ,achilles1 durch seine ,shne aus erster ,ehe vom ,thron gestoen sucht seinen ,enkel ,neoptolemos auf und stirbt auf der ,insel ,kos4 ,dem ,zusammenhang nach war es ein ,stck ohne viel ,handlung und mehr auf mitleiderregende ,begebenheiten aufgebaut4 ,auch ,euripides schrieb einen ,peleus und ,aristoteles mag auch diesen hier im ,auge gehabt haben4 ,phthiotinnen3 c4 #ah1 #b4 ,eine1 wie oft auch bei ,sophokles1 nach dem ,chor genannte ,tragdie unbestimmbaren1 wenn auch vielleicht verwandten ,inhalts mit dem vorigen4 ,in keinem ,fall kann aber der ,peleus genau denselben ,stoff behandelt haben1 gleichviel ob von demselben ,dichter oder nicht4 ,ihn auf zwei ,tragdien einer nirgends bezeugten ,peleus-,trilogie des ,aischylos zu verteilen ist reine ,willkr4 ,sinon3 c4 #bc1 #d4 ,s4 ,ilias1 ,die ,kleine4 ,tereus3 c4 #af1 #b4 ,tereus vergewaltigte ,philomela1 die ,schwester seiner ,gattin ,prokne und schnitt ihr die ,zunge ab1 damit sie ihn nicht anklagen knne4 ,sie wob aber geschickt in einen ,teppich1 was ihr widerfahren--dies die ,stimme der ,spindel--und die ,schwestern rchten sich an dem ,frevler durch die ,ermordung seines ,sohnes ,itys4 ,den ,stoff behandelte auch ,philokles1 ein ,groneffe des ,aischylos1 und ,sieger ber den ,oidipus ,tyrannos des ,sophokles4 ,thyestes3 c4 #ac1 #d4 ,held in dem gleichbetitelten ,drama4 ,s4 ,thyestes4 ,tyro3 c4 #af1 #a4 ,tyro hatte dem ,poseidon heimlich ,zwillinge geboren und sie in einer ,wanne ausgesetzt4 ,sie wurden jedoch gerettet1 und als sie zu ,jnglingen herangewachsen waren1 trafen sie mit ihrer ,mutter zusammen und wurden von ihr durch eben jene ,wanne1 die der eine mit sich genommen hatte1 erkannt4 ,darauf rchten sie ihre ,mutter fr die grausame ,behandlung1 die ihr ,vater ,salmoneus und ihre ,stiefmutter ,sidero ihr hatten zuteil werden lassen4 ,von den 7,s4 #ha7 zwei ,tragdien dieses ,titels war die eine wohl nur eine ,neubearbeitung4 ,denselben ,sagenstoff hatten ,astydamos d4 ,jngere und ,karkinos dramatisiert1 dessen ,kenntnis wir ,apollodor 7#a1 #i1 #h7 verdanken4 _/ ,sokratische ,gesprche3 c4 #a1 #e4 ,aristoteles versteht darunter stets nur die ,platonischen ,dialoge1 in denen ,sokrates als ,hauptunterredner auftritt1 nicht aber die von anderen ,sokrates-schlern1 wie ,aischines1 ,antisthenes1 ,xenophon1 ,phaidon verfaten ,gesprche4 ,sophron 7c4 #dej73 c4 #a1 #e4 ,der ,begrnder einer neuen ,literaturgattung des ,mimus1 dramatische ,szenen aus dem gewhnlichen ,leben darstellend und in einer ,art rhythmischer ,prosa verfat4 ,er war ein ,lieblingsschriftsteller ,platons1 der seine ,werke nach ,athen gebracht haben soll4 ,die erhaltenen ,bruchstcke geben uns kein klares ,bild seiner ,eigenart1 wohl aber die ,nachahmungen des ,theokrit 7#ae4 ,idyll7 und die poetischen ,minien des ,herondas 7c4 #bej v4 ,chr471 die #ahia entdeckt wurden4 ,sosistratos3 c4 #bf1 #c4 ,ein nur hier genannter ,rhapsode1 wohl lterer ,zeitgenosse des ,aristoteles4 ,sthenelos3 c4 #bb1 #a4 ,ein von ,aristophanes seines frostigen ,stils wegen verspotteten ,tragiker 7c4 #dbj74 ,der komische ,dichter ,platon beschuldigte ihn des ,plagiats4 ,tegea3 c4 #bd1 #a4 ,stadt in ,arkadien1 ,heimat des ,telephos4 ,telegonos3 ,s4 ,sophokles1 ,odysseus ,akanthoplex4 ,telemachos3 c4 #be1 #af4 ,sohn des ,odysseus und der ,penelope4 ,seine ,reise nach ,sparta1 um ,erkundigungen ber seinen ,vater einzuziehen1 erzhlt die sogenannte ,telemachie1 in der ,odyssee ,b4 #c--d1 #fai4 ,telephos3 c4 #ac1 #d4 ,berhmte ,sagenfigur1 deren mannigfache ,schicksale sehr oft dramatisiert wurden1 so von ,aischylos 7s4d471 ,sophokles1 ,euripides1 ,agathon1 ,nikomachos1 ,kleophon1 ,iophon1 ,moschion4 ,theodektes3 #af1 #d4 #ah1 #a4 ,genialer ,schler des ,isokrates und ,platon1 ,freund des ,aristoteles1 ,rhetor und hochgeschtzter ,tragiker1 verfate #ej ,dramen und war siebenmal ,sieger4 _/ ,lynkeus3 c4 #aa1 #a4 #ah1 #a4 ,held der ,danaidensage4 ,hypermnestra war die einzige der #ej ,tchter des ,danaos1 die ihren ,gatten ,lynkeus gegen den ,befehl ihres ,vaters rettete4 ,nach der ,geburt ihres ,sohnes ,abas versuchte ,danaos ,lynkeus zu tten4 ,im ,verlaufe der ,handlung ereilte ihn aber in einer fr uns nicht mehr genau zu erkennenden ,weise das ,schicksal1 das er 7,s4 #hb7 jenem zugedacht4 ,tydeus3 c4 #af1 #d4 ,nicht mit dem bekannten ,kmpfer unter den ,sieben gegen ,theben identisch4 ,die hier angedeutete ,sage ist uns vllig unbekannt4 _/ ,theodoros3 c4 #bj1 #e4 ,nur als ,beispiel genannt4 ,theseis3 c4 #h1 #b4 ,theseusepen verfaten ,zopyros1 wohl mit dem ,orphiker unter ,peisistratos 7#f4 ,jahrh47 identisch1 ,diphilos 7#e4 ,jahrh47 und ein ,anonymus aus unbestimmter ,zeit4 ,thyestes3 c4 #ac1 #d4 ,eine der am hufigsten dramatisierten ,heldengestalten der an tragischen ,ereignissen reichen ,pelopidensage4 ,so von ,sophokles 7in zwei ,dramen71 ,euripides1 ,agathon1 ,apollodoros1 ,karkinos 7s4d471 ,chairemon1 ,kleophon und den rmischen ,tragikern1 ,ennius1 ,varius1 ,seneca 7erhalten71 ,curiatius ,maternus4 ,timotheos v4 ,milet 7#ceg73 c4 #b1 #c4 ,berhmter ,komponist1 ,dithyramben und ,nomendichter4 ,ein betrchtlicher ,teil seines ,nomos ,die ,perser wurde #aijb aufgefunden4 _/ ,kyklop3 c4 #b1 #c4 ,s4 ,philoxenos ,skylla3 c4 #ae1 #e4 #bf1 #a4 ,ein ,dithyrambus1 der das in der ,odyssee geschilderte ,abenteuer behandelt4 ,der ,klagegesang des in ,gefahr schwebenden ,odysseus wird als unmnnlich und dem ,charakter des ,helden nicht entsprechend gergt4 ,der ,fltenspieler zerrt den ,chorfhrer am ,gewnde1 um das ,bemhen der ,jungfrau zu veranschaulichen den ,helden zu gewinnen4 _/ ,xenarchos3 c4 #a1 #e4 ,sohn des ,sophron 7s4d474 ,nur hier als ,verfasser von ,mimen erwhnt4 ,xenophanes v4 ,kolophon 7c4 #egj--dgi73 c4 #be1 #g4 ,dichter und ,begrnder der eleatischen ,philosophenschule4 ,gegner des ,polytheismus4 ,zeuxis aus ,herakleia 7,unteritalien71 blhte um #dbe3 c4 #f1 #g4 #be1 #ah4 ,einer der grten ,maler des ,altertums4 ,nach ,aristoteles idealisiert sowohl ,polygnot wie ,zeuxis4 ,ersterer gab jedoch seinen ,gestalten mehr ,charakter1 weil er mehr das ,individuelle ,zeuxis das ,typische zum ,ausdruck brachte4 99 99 99 99 99 ,,sachverzeichnis 7,s4 #hc7 ,agon3 c4 #f1 #af4 #g1 #c4 #ac1 #d4 ,der jhrlich zweimal in ,athen stattfindende dramatische ,wettkampf an den stdtischen ,dionysien und ,lenaeen4 ,die ,auffhrung begann am frhen ,morgen und dauerte mehrere ,tage4 ,jeder der ,mitbewerber trat mit einer ,tetralogie 7drei ,tragdien und einem ,satyrdrama7 auf4--,in den musikalischen ,agonen wurden hauptschlich ,dithyramben und ,nomen gegeben1 auf die c4 #bf1 #c angespielt wird4--,auch der ,redekampf der ,parteien im ,gerichtssaal hie ,agon4 ,darauf bezieht sich die ,bemerkung ber die ,wasseruhr 7c4 #g1 #c74 ,amphibolie 7,doppelsinn73 c4 #be1 #ad4 ,anagnorisis 7,erkennung73 c4 #aa1 #b definiert4 ,anapaest und ,trochaeus1 ohne3 c4 #ab1 #b4 ,weil jener ein ,marschrhythmus1 dieser ein ,tanzversma1 eigneten sie sich nicht fr das stehend gesungene ,chorlied 7,stasimon74 ,artikel3 c4 #bj1 #d4 ,bei ,aristoteles noch nicht in unserem ,sinne gebraucht4 ,so aber schon bei den stoischen ,grammatikern4 ,dies ein schwerwiegender ,beweis gegen die ,annahme der ,unechtheit unseres ,kapitels4 ,auletik3 c4 #a1 #b4 ,da der von der ,flte begleitete ,dithyrambus unmittelbar vorher genannt wurde1 so ist hier darunter die reine ,instrumentalmusik zu verstehen4 ,beiwort1 schmckendes 7,kosmos73 c4 #ba1 #e4 ,definition und ,beispiel sind ausgefallen1 daher die ,deutung nicht ganz sicher4 ,es ist aber wohl das epitheton ornans gemeint1 das im ,epos allerdings weit gebruchlicher als im ,drama ist4 ,beugung 7,flexion73 c4 #bj1 #g4 ,bindewort3 c4 #bj1 #c4 ,buchstabe3 c4 #bj1 #a4 ,demokratie in ,megara3 c4 #c1 #d4 ,um #eij v4 ,chr4 ,dithyrambische ,dichtung3 c4 #a1 #b4 ,hier und mit einer ,ausnahme auch sonst nicht das uralte1 noch strophisch gegliederte und inhaltlich beschrnkte dionysische ,chorlied1 aus dem nach c4 #d1 #h die ,tragdie hervorgegangen sein soll1 sondern der halb dramatische ,dithyrambus1 wie ihn ,aristoteles allein noch kannte4 ,die ,fltenspieler scheinen dabei auch schauspielerisch ttig gewesen zu sein 7c4 #bf1 #a74 ,episode3 ,mit ,ausnahme von c4 #ab1 #b4 #ah1 #f1 wo das ,wort etwa mit ,akt gleichbedeutend ist1 stets in der auch uns allein gebruchlichen ,bedeutung von einer ,zutat1 die mit der ,handlung 7,s4 #hd7 oder ,erzhlung in nur losem oder auch gar keinem ,zusammenhang steht4 ,flexion3 ,s4 ,beugung4 ,furcht3 ,definiert c4 #ac1 #b4 ,geschlecht3 ,s4 ,grammatik und ,protagoras4 ,glosse 7,fremdwort1 ,provinzialismus1 ,dialektwort73 c4 #ba1 #c4 ,grammatik 7,redeteile1 ,geschlecht1 ,kasus1 u4473 c4 #bj4 #ba4 ,trotz mancher grundlegenden ,vorarbeiten 7,s4 ,protagoras7 befand sich die ,grammatik noch zur ,zeit des ,aristoteles in den ,kinderschuhen ,ihr wissenschaftlicher ,ausbau und die ,terminologie werden erst den ,stoikern und alexandrinischen ,philologen verdankt ,der damals festgesetzten ,termini bedienen auch wir uns1 durch die ,vermittlung des ,lateinischen1 bis auf den heutigen ,tag1 selbst unter ,beibehaltung eines bersetzungsfehlers 7,accusativ statt ,causativ74 ,wenn man es oft befremdlich gefunden hat1 da derartige scheinbar elementare ,dinge in einer ,poetik ausfhrlich behandelt werden1 so sei dazu bemerkt1 da ,aristoteles selbst einmal sie ausdrcklich als ihr zugehrig bezeichnet hat4 ,halbvokal 7,liquida73 c4 #bj1 #a4 ,jambos3 c4 #d1 #e4 #i4 ,aristoteles sagt an ersterer ,stelle1 da der ,jambos sich besonders passend fr das ,spottgedicht erwiesen habe4 ,an der zweiten1 da ebenso naturgem der jambische ,trimeter sich schlielich als das fr den dramatischen ,dialog geeignetste ,versma herausstellte4 ,darin liegt aber kein ,widerspruch1 denn hier wie dort galt es1 soweit wie irgend mglich1 sich der ,umgangssprache anzupassen und ber den ,gesprchston nicht hinauszugehen4 ,katharsis3 ,reinigung3 c4 #f1 #b4 ,die seit ,lessing und besonders seit ,bernays 7s4 ,einleitung ,s4 ,,xv7 umstrittenste ,stelle der ganzen ,poetik4 ,selbst ber den ,ort1 wo die von ,aristoteles versprochene genauere ,erklrung des ,ausdrucks gestanden habe1 ist noch keine ,einigung erzielt worden4 ,ohne auf die berhmte ,kontroverse hier irgendwie nher einzugehen1 sei nur so viel im allgemeinen bemerkt1 da an zwei ,tatsachen nicht gerttelt werden sollte3 #a4 ,der ,ausdruck ist eine medizinische ,metapher4 #b4 ,er bezeichnet die ,wirkung1 nicht den ,zweck der ,tragdie denn als diesen nennt ,aristoteles wiederholt und unzweideutig 7c4 #d1 #b4 #ac1 #f4 #ad1 #b4 #bc1 #a4 #bf1 #h47 eine ihr eigentmliche ,lustempfindung4 ,damit erledigt sich auch die ,frage von selbst1 ob dieses ,endziel1 von dem hier garnicht 7,s4 #he7 die ,rede ist1 ein ethisch-moralisches oder ein aesthetisch-psychologisches ist oder seinsoll4 ,was dagegen die kathartische ,wirkung anbelangt1 so drfte ,aristoteles beide ,mglichkeiten anerkannt haben1 im ,gegensatz zu ,platon1 der bekanntlich die erstere zwar forderte1 aber der bisherigen ,tragdie wie dem ,epos absprach und eine aesthetische berhaupt nicht bercksichtigte4 ,kitharistik3 c4 #a1 #b4 ,die ,guitarre 7,lyra7 war das bliche ,begleitinstrument des ,nomos1 der hier neben dem aulodischen ,dithyrambus wohl nur zufllig nicht mit aufgezhlt wird 7,s4 c4 #a1 #b74 ,dennoch wird man wohl richtiger auch hier1 wie bei der ,auletik 7s4d47 die reine ,instrumentalmusik verstehen mssen ,klepsydra3 ,s4 ,wasseruhr4 ,kosmos3 ,s4 ,beiwort1 schmckendes4 ,maschine3 c4 #ae1 #g4 ,gewhnlich bezieht sich der ,ausdruck auf den bekannten deus ex machina1 dessen ,erscheinen durch die ,theatermaschine auf der erhhten1 sogenannten ,gtterplattform 7,theologeion7 bewerkstelligt wird4 ,hier handelt es sich ausnahmsweise in dem einen ,falle um den ,drachenwagen der fliehenden ,medea4 ,in dem anderen der ,ilias entnommenen ,beispiel 7s4 ,homer1 ,ilias7 ist die ,bezeichnung rein bildlich von jeder ,gttererscheinung1 die pltzlich wie hier ,athene in die ,handlung eingreift1 gebraucht4 ,metapher3 c4 #ba1 #d definiert4 #bb1 #b4 #g4 ,mimesis 7nachahmende ,darstellung73 c4 #a1 #b u44 ,das ,wort ,nachahmung erschpft den ,begriff dieses ,kunstausdrucks nicht1 denn er bezeichnet bei ,aristoteles nicht lediglich die ,nachbildung von ,gegenstnden in der ,auenwelt1 sondern vornehmlich die von ,handlungen und handelnden ,menschen1 ist also eine geistige ,versinnbildlichung menschlichen ,tuns und ,treibens4 ,es ist daher nicht richtig1 wie man behauptet1 da die knstlerisch schaffende ,phantasie in der ,dichtkunst des ,aristoteles unbercksichtigt geblieben ist4 ,auch die lyrische ,poesie hat ,aristoteles1 schon laut ,vorwort1 von seiner ,betrachtung nicht ausgeschaltet1 aber sie kommt fr ihn nur soweit in ,betracht1 als sie einen ,mythos1 eine ,fabel oder eine ,handlung enthlt4 ,deren ,errterung ist uns aber1 wie die ber die ,komdie1 verloren gegangen4 ,mitleid3 c4 #ac1 #b definiert4 ,nachahmende ,darstellung3 ,s4 ,mimesis4 ,nichtlauter 7,muta73 c4 #bj1 #a4 7,s4 #hf7 ,nomos3 c4 #b1 #c4 ,ursprnglich ein ,chorlied im ,apollokult4 ,seine mannigfache und interessante ,entwicklungsgeschichte fand durch ,timotheos 7s4d47 ihren ,abschlu1 dessen erst in allerneuester ,zeit wieder entdeckte ,perser uns jetzt eine klare ,vorstellung von dieser ,dichtgattung1 wenigstens fr die ,zeit des ,aristoteles1 geben4 ,es fehlt uns aber noch ein vollstndiges ,beispiel des zeitgenssischen ,dithyrambus1 um die ,unterschiede zwischen beiden deutlicher zu erkennen4 ,in der uns vorliegenden ,poetik spielt der ,nomos eine sehr untergeordnete ,rolle1 wohl weil er einen weniger dramatischen ,charakter trug als der ,dithyrambus4 ,probleme3 c4 #be1 #a--bb ,die literarische1 wie die ,textkritik der ,griechen entwickelte sich1 und zwar schon ziemlich frhzeitig1 an den homerischen ,gedichten4 ,von ,aristoteles selbst gab es eine ,schrift ,homerische ,fragen1 die viel benutzt worden ist4 ,in der ,folgezeit1 namentlich unter den ,alexandrinern1 ist die ,suche nach ,widersprchen1 sachlichen und textkritischen ,schwierigkeiten in den homerischen ,epen und dementsprechend die ,auffindung von ,lsungen fast sportmig betrieben worden4 ,der darauf verwandte ,sprsinn wie die feine ,beobachtungsgabe ist bewunderungswrdig und sie haben begreiflicherweise oft zu wertvollen ,ergebnissen gefhrt4 ,andrerseits haben aber auch der ,ehrgeiz durch ,scharfsinn zu glnzen und ein ,mangel an ,verstndnis fr homerische ,naivitt zu sophistischen spitzfindigen und uns oft tricht oder komisch anmutenden ,erklrungen ,anla gegeben4 ,in einer ,anzahl von ,fllen scheint man sogar das ,problem nur irgend einer gelehrten oder geistreichen ,lsung zu ,liebe glatt erfunden zu haben4 ,fr all dies gibt unser beispielreiches ,kapitel ,belege4 ,einige der hier erwhnten ,probleme und ,lsungen finden sich bei spteren ,erklrern des ,homer wieder1 andere hat ,aristoteles frheren ,quellen entnommen4 ,wie viele aber sein geistiges ,eigentum sind1 lt sich nicht mehr feststellen1 da man ihm nicht ohne weiteres nur die annehmbaren ,lsungen zuschreiben darf4 #h4 ,aber die ,lanzen usw4 ,man meinte1 da bei der geschilderten ,aufstellung der ,lanzen diese leicht umfallen1 andere mit sich ziehen und so die ,nachtruhe des ,lagers stren knnten4 ,die vorgeschlagene ,erklrung entlastet den ,dichter1 lst aber die angebliche ,schwierigkeit nicht4 #aj4 ,die ,muler zuerst4 ,man stie sich daran1 da bei der von ,apollo gesandten ,seuche die ,muler vor den schuldigen ,menschen dahingerafft wurden4 ,die gegebene ,lsung 7,s4 #hg7 ist hinfllig1 denn1 selbst wenn das ,wort ,wchter bedeuten knnte--es kommt nur noch einmal in einem ,verse der ,ilias vor1--so trifft sie doch auf das folgende und die hurtigen ,hunde1 das demselben ,bedenken unterworfen ist1 nicht zu4 #aj4 ,der von ,gestalt zwar hlich4 ,das ,problem ist gar nicht vorhanden und ist wohl nur erfunden1 um die bei den ,haaren herbeigezogene1 gelehrte ,notiz an den ,mann zu bringen4 ,denn gerade die merkwrdige ,verbindung eines unebenmigen ,krpers mit ,schnelligkeit der ,fe wollte der ,dichter hervorheben1 wie die ,partikeln men--alla 7zwar--jedoch7 beweisen4 ,die hier vorgeschlagene ,lsung ergibt berdies gar keinen verstndlichen ,gegensatz 7,hlich zwar von ,angesicht1 jedoch schnellfig74 #aj4 ,mische reineren ,wein3 ,den ,ansto1 den man daran nahm1 gibt ,aristoteles im ,text an4 ,die ,lsung beruht auf der ganz willkrlichen ,annahme1 da zrs im ,griechischen auch die ,bedeutung schnell hat4 ,das angeblich ethisch ,unpassende 7apreps7 gab auch spter sehr hufig ,anla zu gewaltsamen ,textnderungen und ,deutungen4 #aa4 ,alle im ,sinne von ,viele4 ,aristoteles mu in seinem ,homertexte alle1 nicht andere1 was smtliche ,hss1 auch des ,homer1 bieten1 gelesen haben1 denn sonst wre die gegebene ,lsung gegenstandslos4 ,unter dieser ,voraussetzung ist sie aber annehmbar1 wird doch gerade das ,wort alle auch in anderen ,sprachen besonders hufig hyperbolisch gebraucht4 #aa4 ,allein nicht teilnimmt4 ,die astronomische ,unrichtigkeit da das ,brengestirn allein unter den am ,pol befindlichen ,sternbildern nicht untergehe1 hat die ,kritiker viel beschftigt4 ,die hier gegebene ,lsung findet sich aber sonst nicht4 ,sie beruht auf der ,anschauung der ,allwissenheit des ,homer1 die spter namentlich von den ,stoikern zum ,prinzip erhoben wurde4 ,aristoteles htte hier ruhig dieselbe ,entschuldigung gelten lassen knnen1 die er fr ,pindar1 der der ,hindin ,hrner gab 7c4 #be1 #e71 anfhrt4 #ab4,wir gewhren ihm3 ,dieses und das folgende ,problem wie seine ,lsung--das erstere wird von ,aristoteles noch einmal in einer linderen ,schrift ausfhrlich besprochen1 aber ohne ,hippias von ,thasos zu nennen--haben die ,tatsache zur ,voraussetzung da ,akzente und ,handweichen erst etwa um die ,wende des #c4 ,jahrh4 v4 ,chr4 gesetzt wurden4 ,je nachdem der ,akzent bei dem ,wort didomen auf die erste oder zweite 7,s4 #hh7 ,silbe fllt1 kann es wir gewhren oder gewhre6 bedeuten4 ,hippias nahm das erstere an1 nach dem ,grundsatz des ,unpassenden 7s4o471 um so die ,schuld dem ,agamemnon ein trgerisches ,versprechen gegeben zu haben von dem hchsten ,gott auf den jenem gesandten ,traumgott abzuwlzen4 ,die spitzfindige ,lsung befriedigte scheinbar selbst die alten ,kritiker nicht und so griffen sie zu dem ,gewaltmittel den anstigen ,halbvers1 der jetzt an einer weit spteren ,stelle steht1 durch einen anderen zu ersetzen1 und dieser ist uns daselbst ohne ,variante allein berliefert4 ,hippias und ,aristoteles knnen ihn aber noch nicht gekannt haben4 #ab4 ,das zum ,teil3 ,je nachdem das starke ,hauchzeichen gesetzt wird oder nicht1 bedeutet ou entweder dessen 7hu7 oder nicht 7u74 ,dem ,sinne nach ist nur das letztere berhaupt mglich und so schreiben alle unsere ,homer hss und die alten ,erklrer ignorieren das gar nicht vorhandene ,problem vllig4 ,hippias scheint es nur der ,lsung halber aufgeworfen zu haben4 #ac4 gemischt was lauter zuvor4 ,der fast vllige ,mangel jeglicher ,interpunktionszeichen in der in groen ,buchstaben abgefaten ,schrift war zumal bei der freien ,wortstellung im ,griechischen eine bestndige ,quelle von ,miverstndnissen4 ,aristoteles sagt selbst einmal1 da es schwierig sei1 die ,stze des ,herakleitos sinngem zu interpungieren4 ,in unserem ,falle kann man im ,griechischen das zuvor ebenso gut mit gemischt als mit lauter verbinden4 ,aus der vollstndigeren1 anderweitig berlieferten ,stelle ergibt sich aber1 da nur das erstere dem ,zusammenhang entspricht4 #ad4 der grere ,teil4 ,man glaubte einen argen ,widerspruch in der angeblichen ,behauptung zu finden1 da wenn zwei ,drittel der ,nacht verstrichen seien1 der grere ,teil noch brig bleiben knne4 ,ein alter ,erklrer nennt dies ein beraus abgedroschenes ,problem1 das viele zu lsen versuchten1 darunter auch ,aristoteles 7nmlich in den ,homerischen ,fragen74 ,das ,problem existiert aber gar nicht1 wenn man sich die a4a4,o4 zitierte ,stelle genau ansieht1 womit sich auch dessen ,lsungen erbrigen4 #ae4 ,die drei auf ,grund des ,sprachgebrauchs entschuldigten ,ungenauigkeiten beruhen auf einer ,metonymie1 wie der technische ,ausdruck lautet4 ,wie ,ganymed als ,weinschenk der ,gtter bezeichnet wird1 obwohl diese keinen ,wein1 sondern ,nektar trinken1 so wird in noch aufflligerer ,weise ,hebe geradezu ,weinschenkin 7,s4 #hi7 des ,nektar 7,ilias #d1 #c7 genannt1 was fr unsere ,stelle ein noch besseres ,beispiel abgegeben htte4 ,vergleichen kann man auch ,tac4 ,germ4 #bb1 wo von den biertrunkenen ,germanen vinolenti gebraucht wird4 ,da die ,beinschiene nicht nur aus dem weichen ,zinn1 sondern aus einer ,metallmischung verfertigt wurde1 schlo ,aristoteles vermutlich daraus1 da in der betreuenden ,iliasstelle die ,beinschiene des ,achilles vom ,wurfspie ,agenors getroffen nur mchtig erdrhnte ohne durchbohrt zu werden4--,kupferschmied das ltere ,wort1 wurde noch beibehalten1 als man schon lngst das ,eisen bearbeitete4 ,vergleichen kann man die ,bezeichnung des ,centumviralgerichts in ,rom1 die bestehen blieb1 als die ,mitglieder weit ber #ajj zhlten4 hnlich verhielt es sich mit den germanischen ,hundertschaften4 #af4 hielt die eherne ,lanze an3 ,ein vielbehandeltes ,problem4 ,der berhmte alexandrinische ,homerkritiker ,aristarchos verwarf die ganze ,stelle und war der ,meinung1 die ,verse seien von jemandem nur um ein ,problem zu schaffen interpoliert worden4 ,es handelt sich um die fnf ,metallschichten des ,achilles-,schildes1 von denen die ,lanze des ,aineas zwei durchbohrt hatte und dann stecken blieb4 ,strittig war nun1 ob die ,goldlage in der ,mitte oder1 was das natrlichste war1 an der ,auenseite sich befand4 ,im ersteren ,fall war die ,stokraft des ,speeres strker gehemmt4 ,vermutlich stammt die in unserem ,homertext allein berlieferte ,lesart eschen statt ehern von einem ,kritiker1 der die weichere ,goldschicht an die ,auenseite setzte1 womit die ,schwierigkeit in der ,tat so ziemlich beseitigt wurde4 ,prolog3 c4 #e1 #b4 ,dieser ,prolog der primitiven ,komdie ist in der uns allein bekannten aristophanischen nicht vorhanden1 aber in der spteren mittleren und neuen1 wie es scheint1 wieder eingefhrt worden4 ,wenn es nun heit1 der ,urheber sei unbekannt so setzt dies im ,zusammenhang voraus1 da das gleiche fr den ,tragdienprolog nicht gilt4 ,die ,spteren nennen ihn ,thespis4--,als ein quantitativer ,bestandteil der ,tragdie wird der ,prolog c4 #ab1 #a definiert4 ,wieder ganz anderer ,art war der euripideische1 auf den nur zweimal 7,supplices1 ,bacchae7 die ,parodos des ,chors unmittelbar folgt4 ,qualen1 bermige3 c4 #aa1 #e4 ,falls nur krperliche gemeint sind1 so wre allein der sophokleische1 uns erhaltene ,philoktet zu nennen4 ,sonst kmen auch die ,wahnsinnsausbrche des 7,s4 #ij7 ,orestes im ,orestes und in der taurischen ,iphigeneia wie der ,hercules ,furens von ,euripides in ,betracht4 ,satz 7,wortgefge73 c4 #bj1 #h4 ,schauspieler1 ,zahl der3 c4 #d1 #i4 #e1 #b4 ,sie betrug nie mehr als drei4 ,schon zur ,zeit des ,aristoteles waren die ,schauspieler zu groem ,ansehen und ,einflu gelangt und erhielten ,preise in den dramatischen ,wettkmpfen4 ,je nach der ,bedeutung ihrer ,rollen wurden sie als ,protagonisten1 ,deuteragonisten und ,tritagonisten bezeichnet4 ,bereits ,sophokles soll in der ,bearbeitung seiner ,dramen berhmten ,darstellern ,rollen auf den ,leib geschrieben haben4 ,silbe3 c4 #bj1 #b4 ,stasimon3 c4 #ab1 #a4 ,substantivum3 c4 #bj1 #e4 ,szenerie1 gemalte3 c4 #d1 #i4 ,sptere behaupteten1 da schon ,agatharchos von ,samos fr ,aischylos die ,bhnenmalern eingefhrt habe4 ,tetrameter3 c4 #d1 #i4 ,stets der trochische4 ,siehe u4 ,trochus4 ,ttung auf der ,bhne3 c4 #aa1 #e4 ,uns ist nur ein ,beispiel1 der ,selbstmord des ,aias1 erhalten und ein alter ,erklrer des sophokleischen ,dramas bezeichnet dies als eine ,seltenheit4 ,doch mu wohl ,aristoteles zahlreichere ,flle vor ,augen gehabt haben4 ,wenn ,hor4 ,ars ,poetica #ahe vorschreibt1 da ,medea ihre ,kinder nicht vor den ,augen des ,publikums tten darf1 so mag auch er eine derartige ,tragdie gekannt haben1 ,senecas ,medea scheidet als reines ,lesedrama aus4 ,noch am nchsten kommt fr uns der ,todesschrei des gemordeten ,agamemnon 7,aischylos7 und der ,klytaimestra 7,soph4 ,elektra74 ,trimeter3 c4 #a1 #e4 ,stets der jambische ,trimeter4 ,trochaeus3 c4 #ab1 #b4 ,s4 ,anapaest4 ,tragdie3 c4 #a4 ,wenn hier nicht ,thepsis1 der allen ,spteren als der ,erfinder der attischen ,tragdie galt1 sondern ,aischylos als ihr ,begrnder erscheint1 so beruht dies auf der richtigen ,erwgung1 da in ,wahrheit erst mit der ,hinzufgung des zweiten ,schauspielers eine im ,dialog sich vollziehende ,handlung ermglicht wurde4 _/ --1 unglcklicher ,ausgang der3 c4 #ac1 #d4 ,einschlielich der noch erkennbaren ,ausgnge verlorener ,tragdien gestaltet sich das ,verhltnis der unglcklich verlaufenden zu den glcklich endenden bei ,euripides wie #df3af1ajj bei ,sophokles wie #dc3bd1 was 7,s4 #ia7 das berhmte ,urteil ber den ersteren kaum rechtfertigen wrde4 ,ein solcher ,schlu ist jedoch nicht zwingend1 wenn man bedenkt1 da dem ,aristoteles ein unendlich reichhaltigeres ,beobachtungsmaterial zu ,gebote stand als uns4 ,es sei aber bemerkt1 da die im ,texte gegebene1 auf der syrischen bersetzung beruhende ,fassung jene ,behauptung immerhin etwas abschwcht1 denn die bisherige berlieferung lautete3 scheint ,euripides der tragischste ,dichter zu sein4 _/ ,verbum3 c4 #bj1 #f4 ,verwundungen3 c4 #aa1 #e4 ,falls es sich nicht auch hier1 wie bei den ,ttungen 7s4d471 nur um ,vorgnge auf der ,bhne handelte1 wofr es kein sicheres ,beispiel gibt 7,der verwundete ,odysseus8 s4d471 so wren hier allenfalls das ,erscheinen des blinden ,polyphem im ,kyklops des ,euripides und der selbstgeblendete ,oidipus im ,oid4 ,tyr4 des ,sophokles zu nennen4 ,aristoteles drfte aber auch hier wieder1 wie der ,plural zeigt1 zahlreichere ,belege gekannt haben4 ,vokal3 ,s4 ,selbstlaut4 ,wasseruhr 7,klepsydra73 c4 #g1 #c4 ,in athenischen wie auch in rmischen ,gerichtsverhandlungen war den ,rednern eine bestimmte ,zeitdauer vorgeschrieben1 die nach der ,wasseruhr bemessen wurde4 ,zu demselben ,zwecke verwandte man noch im ,jahre #aghf in ,venedig1 wie ,goethe berichtet1 eine ,sanduhr4 ,da eine derartige ,maregel jemals bei einer szenischen ,auffhrung im ,gebrauch gewesen sein sollte1 entbehrt jeder inneren ,wahrscheinlichkeit4 ,wenn man dies dennoch allgemein angenommen hat1 so geschah dies lediglich auf ,grund einer falschen1 jetzt in der syrisch-arabischen bersetzung aber richtig gestellten ,lesart4 99 99 99 99 99 ,,fu,,note3 #a ,eine kleine ,probe der ,bedeutung dieser ,textesquelle gibt mein ,artikel im ,philologus ,,lxxvi 7#aibj7 ,s4 #bci--bfe #b ,ein erneuter ,versuch1 die von ,aristoteles selbst nicht aufgezhlten zwlf ,lsungen unter die fnf ,probleme zu verteilen4 #c ,poet4 #g1 #b1 #a3 ,aristoteles1 ,imperator noster1 omnium artium dictator perpetuus4 #d ,von ,heinrich ,,viii4 sehe ich aus bekannten ,grnden ab4 #e ,vgl4 ,goethe3 ,original1 fahr hin in ,deiner ,pracht6 ,wie wrde ,dich die ,einsicht krnken6 ,wer kann was ,kluges1 wer was ,dummes denken1 ,das nicht schon tausende vor ihm gedacht8 ,aber selbst dieser ,gedanke ist--nicht originell6 ,s4 ,ter4 ,eun4 #da nullumst iam dictum quod non sit dictum prius4 #f ,gr4 ,finsler1 ,piaton und die aristotelische ,poetik1 ,lpz4 #aijj3 ,wenn das wesentliche darin als ,platonisches ,gut erkannt ist1 so lt sich von einer ,kunstlehre des ,aristoteles nicht mehr im ,sinne einer durchaus ihm eigentmlichen ,theorie sprechen4 ,seine ,poetik ist der ,abglanz eines greren ,gestirns und hat ihre ,herrschaft durch die ,jahrhunderte nur darum ausben knnen1 weil ihre systematische ,zusammenfassung mehr ,eindruck macht als die zerstreuten ,lichter in den platonischen ,dialogen u4 hnl4 passim4 #g c4 #c1 #c4 #d4 #h1 #a4 #ac1 #d4 #e4 #ah1 #b4 #bb1 #d4 #be1 #af4 #h ,hier ist die in der ,politik 7#h1 #g7 versprochene1 genauere ,erklrung der ,katharsis ausgefallen4 #i ,sprachlicher ,ausdruck und musikalische ,komposition4 #aj ,szenische ,ausstattung4 #aa ,fabel1 ,charakter1 ,gedanken4 #ab ,s4 unter ,wasseruhr4 #ac ,odyss #ai1 #cid--dff1 aber es ist dies hier nur eine episodische ,einlage1 die einen bestimmten knstlerischen ,zweck verfolgt4 #ad ,s4 ,namenverzeichnis unter ,kypria4 #ae ,soph4 ,oed4 ,tyr4 #ajjb ff4 #af ,eur4 ,medea #abbe ff4 #ag ,soph4 ,antig4 #abha ff4 #ah ,eur4 ,iphig4 ,aulid4 #abac ff4 und #acfh ff4 #ai ,eur4 ,medea #acaj ff4 #bj ,homer ,ilias #b1 #aee ff4 #ba ,vgl4 ,oed4 ,tyr4 #ajc ff4 ,vgl4 c4 #bd1 #i4 #bb ,homer1 ,od4 #ai1 #chf-dge4 #bc a4a4,o4 #ba1 #bjg--bbg4 #bd a4a4,o4 #ai4 #be ,eurip4 ,iph4 ,taur4 #eff ff4 #gdg--ghe4 #bf a4a4,o4 #gie--hba4 #gif ,was sagst ,du8 ,hast ,du einen ,beweis dafr8 #bg ,homer1 ,odyss4 #h1 #eba ff4 #i1 ,i ff4#bg3 ,homer1 ,odyss4 #h1 #eba ff4 #i1 ,i ff4 #bh ,aisch4 ,choeph4 #afh ff4 #bi #ajjb ff4 #cj ,eur4 ,iph4 ,taur4 #eff ff4 #ca ,tauros 7,krim74 #cb ,artemis4 #cc ,eur4 ,iphig4 ,taur4 #bj ff4 #cd ,orestes4 #ce ,apollo4 #cf #cc a4a4,o4 #gg ff4 #iab ff4 #ieb ff4 #cg c4 #af1 #b4 #ch a4a4,o4 #bgd ff4 #ci a4a4,o4 #aacj ff4 #dj ,odysseus4 #da ,poseidon4 #db ,telemachos4 #dc ,telemachos1 ,eumaios1 der ,sauhirt1 ,philoitios1 der ,rinderhirt1 ,eurykleia1 die ,amme des ,odysseus4 #dd ,ilias #a1 #a4 #de ,die ,stelle ist in allen ,hss als zweite ,definition des ,bindeworts wrtlich wiederholt1 wo sie aber in der syrisch-arabischen bersetzung fehlt4 ,eine befriedigende ,erklrung des ,sinnes der beiden ,definitionen ist bisher nicht erzielt worden4 #df ,mensch 7ist7 ein auf dem ,lande lebendes1 zweifiges1 vernunftbegabtes ,wesen4 ,so ,aristoteles fter1 indem das ,prdikat als ,apposition gefat wird4 #dg ,homer1 ,odyssee #a1 #ahe4 #bd1 #cjh4 #dh ,homer1 ,ilias #b1 #bgb4 #di ,empedokles1 ,fragm4 #ach4 #adc ,d4 #ej ,timotheos ,fragm4 #bb ,wilam4 #ea ,empedokles ,fragm4 #aeb ,d4 #eb ,unbekannter ,herkunft4 ,vielleicht ebenfalls von ,timotheos oder von ,empedokles4 #ec ,die ,form ist zweifelhaft 7ernyg1 rnytes87 und sonst nicht nachweisbar4 #ed ,hom4 ,ilias #a1 #aa4 #id4 #e1 #gh4 #ee ,empedokles ,fragm4 #hh ,d4 #ef ,homer1 ,ilias1 #e1 #cic4 #eg ,kleobulina ,fragm4 #b ,bgk4 ,es ist der ,schrpfkopf gemeint4 #eh ,vgl4 das bekannte3 ,in ,weimar und ,jena macht man ,hexameter wie den da4 ,aber die ,pentameter sind noch viel abscheulicher4 #ei bezeichnet die falsche ,verlngerung4 #fj ,dieser angebliche ,vers ist nicht einwandfrei tiberliefert1 doch ist der ,sinn fr die ,sache belanglos4 #fa ,hom4 ,odyss4 #i1 #eae4 #fb ,hom4 ,odyss4 #bj1 #bei4 #fc ,hom4 ,ilias #ag1 #bfe4 #fd ,nicht mehr nachweisbar4 hnlich jedoch ,eur4 ,hec4 #ffe1 ,andr4 #fc 7dmn1 statt domtn1 ap74 #fe ,sehr oft und nicht nur bei ,tragikern4 #ff ,ebenfalls hufig4 ,beide zusammen in ,eur4 ,orest #afdb4 pros sethen1 ego nin4 #fg ,dieses ,beispiel der ,anastrophe ist nicht mehr nachzuweisen4 ,vermutlich spter hinzugefgt oder nach dem ersten zu stellen4 per eigentlich ber1 um4 #fh ,homer1 ,ilias #b1 #dgi--ggi4 #fi ,s4 unter ,ilias1 die ,kleine4 #gj ,ilias #bb1 #aih ff4 #ga ,ilias #bb1 #bje3 ,seinen ,vlkern winkte ab mit dem ,haupte ,achilles4 #gb ,odyssee #ai1 #afd--bfj4 ,vgl4 #bjc3 ,viele der ,wahrheit hnelnde ,lgen erzhlte ,odysseus4 ,penelope schlo aus der ,wahrheit von #bbj--bdh1 da nun auch1 die ,erzhlung in #afd--bjj wahr sei1 was nicht der ,fall war4 #gc ,soph4 ,oed4 ,tyr4 #ajc ff4 #gd ,soph4 ,elekt4 #fha ff4 #ge ,telephos4 #gf ,homer1 ,odyssee #ah1 #aai ff4 #gg ,siehe ,sachverzeichnis unter dem ,worte4 #gh ,siehe c4 #bd1 #g4 #gi ,pindar1 ,olymp4 #c1 #eb1 sowie andere ,dichter und ,knstler4 #hj ,xenophanes ,fragm4 #cd ,d4 ,und was nun die ,wahrheit betrifft1 so gab es und wird es ,niemand geben1 der sie wte in bezug auf die ,gtter4 #ha ,homer ,ilias #aj1 #aeb f4 #hb ,homer ,ilias1 #a1 #ej ,aber die ,muler zuerst griff er an und die eilenden ,hunde4 #hc ,ilias #aj1 #caf4 ,der--hlich1 jedoch gar hurtigen ,fues4 #hd ,ilias #i1 #bjb4 #he ,ilias #aj1 #aa--ac ,siehe--,felde #ab staunte er 444 #ac ob der ,syringen und ,pfeifen ,getn und der ,menge der ,menschen4 #hf ,ilias #ah1 #dhi4 ,odyss4 #e1 #bge3 ,es 7das ,brengestirn71 das allein nicht teilnimmt am ,bad in den ,fluten des ,meeres4 #hg ,ilias1 #b1 #ae4 ,so im ,homertext des ,aristoteles1 in unserem steht der ,halbvers #ba1 #big1 dort ein ganz anderer4 ,s4 ,probleme4 #hh ,ilias1 #bc1 #cbh4 #hi ,empedokles1 ,fragm4 #ce1 #ad f1 ,d4 7,i #bdj74 #hi3 ,empedokles1 ,fragm4 #ce1 #ad f1 ,d4 7,i #bdj74 #ij ,ilias #aj1 #beb;f4 ,von--,teil4 ,zwei der ,teile1 jedoch der dritte ,teil blieb noch brig4 #ia ,ilias #ba1 #eib4 #ib ,ilias #bj1 #bcd4 #ic ,nach ,ilias #f1 #cda4 #id ,ilias #bj1 #bgb1 wo statt ehern eschen berliefert ist1 ,s4 unter ,probleme4 #ie ,odyssee #d1 #a--fai4 #if ,eur4 ,medea #feh4 #ig ,vgl4 c4 #ae4 #ih ,ein ,wortspiel1 denn kallis ist ein ,wort fr ,affe und zugleich ein hufiger ,eigenname4 #ii ,allbekannte ,namen1 wie ,athener1 ,argot1 ,alkibiades u4a4 sind hier nicht aufgenommen1 falls nicht ein besonderer ,grund vorlag4 #ajj ,dabei habe ich die ,alkestis1 den ,orestes und den ,rhesos1 sowie natrlich die ,satyrdramen nicht mitgerechnet1 auch nicht die zweifelhaften ,flle deren es eine kleine ,anzahl gibt4 ,aischylos kommt wegen der trilogisohan ,verknpfung seiner ,dramen hier kaum in ,betracht4