,,deutsches ,,leben ,,der ,,gegenwart ,herausgegeben ,von ,prof4 ,d4 ,philipp ,witkop ,mit #h ,abbildungen ,,prof4 ,,dr4 ,,philipp ,,witkop ,deutsche ,dichtung der ,gegenwart ,,paul ,,bekker ,deutsche ,musik der ,gegenwart ,,prof4 ,,dr4 ,,max ,,scheler ,deutsche ,philosophie der ,gegenwart ,,prof4 ,,dr4 ,a4 ,,sommerfeld ,relativittstheorie ,,prof4 ,,dr4 ,,goetz ,,briefs ,deutsche ,wirtschaftsprobleme der ,gegenwart ,berlin #aibb ,volksverband ,der ,bcherfreunde ,wegweiser ,verlag ,g4 ,m4 ,b4 ,h4 ,dieses ,buch wurde als dritter ,band der dritten ,jahresreihe fr die ,mitglieder des ,volksverbandes der ,bcherfreunde hergestellt und wird nur an diese abgegeben _/ ,den ,einband zeichnete ,a d o l f ,p r o p p ,,vorwort ,deutsches ,leben der ,gegenwart -- dem feindlichen ,blick1 der nur seine ,oberflche streift1 mchte scheinen1 da die ,gegenwart wenig vom deutschen ,leben1 mehr vom deutschen ,sterben zu melden htte4 ,aber der nachdenkliche ,betrachter wei1 da die grten geistigen ,epochen ,deutschlands ber seinen politischen ,niederlagen wuchsen1 da gerade die ,zeiten nach dem ,dreiigjhrigen ,krieg1 nach dem ,zusammenbruch von ,jena zu den schpferischen des deutschen ,lebens gehren4 ,und so wird seinem geschrften ,auge nicht entgehen1 wie auch heute hinter der zerstrten und zersetzten deutschen ,auenwelt seelische und geistige ,krfte keimen -- in heiligem ,trotz dem ,elend und ,leid der ,gegenwart entkeimen -- die eine ,verjngung und ,vertiefung1 eine ,erneuerung ,deutschlands verheien4 ,von solchen ,krften will dies ,buch uns ,kunde geben1 auf da wir der inneren deutschen ,welt gewi und froh werden1 wenn auch die uere noch darniederliegt4 ,und es ist bedeutsam1 zu sehen1 da diese ,mchte durch den ,krieg zwar erst ganz befreit und gefrdert1 aber nicht erst durch den ,krieg geweckt sind4 ,schon seit der ,jahrhundertwende regen sich ,krfte in ,deutschland1 die es aus der europischen ,epoche des ,materialismus und ,rationalismus1 des ,technizismus und ,kapitalismus hinausfhren wollen zu geistigem und seelischem ,urgrund4 ,in der ,dichtung1 ,musik1 ,philosophie1 der ,naturwissenschaft und ,wirtschaft drngen junge1 schicksalstiefere ,krfte vor4 ,und so wenig die ,autoren dieses ,buches einem bestimmten anderen ,punkte sieht und schafft1 so leben und schaffen doch alle nicht im ,gefhl eines ,ausgangs und ,untergangs1 sondern eines ,anfangs und bergangs1 einer ,zeitenwende1 in der dem deutschen ,volke vielleicht gerade um seiner greren ,leiden willen die grere1 schwerere ,aufgabe zugewiesen ist4 ,f r e i b u r g i4 ,b41 ,neujahr #aibb4 ,prof4 ,dr4 ,philipp ,witkop4 ,,die ,,deutsche ,,dichtung ,,der ,,gegenwart 7,,in ,,ihren ,,grundlinien7 ,,von ,,philipp ,,witkop ,,der ,,roman ,alle epische ,dichtung1 das ,versepos wie der ,roman1 setzt sich als hchstes ,ziel1 ihr ganzes ,volk in ihrer ,zeit darzustellen1 in seinen religisen1 sittlichen1 geistigen und wirtschaftlichen ,grundformen4 ,aber die ,urzeit der ,vlker1 da diese ,formen in ungeschiedener ,einheit das ganze ,volk umfassen1 hat selten ein ,volk zum ,bewutsein und zur epischen ,gestaltung seiner selbst gelangen lassen4 ,erst nachdem sich aus der ,einheit und ,einfachheit des ganzen ,volkes einzelne ,stnde herausgehoben und gesondert ihre ,anlagen und ,lebensformen entwickelt haben1 sind die groen ,epen entstanden4 ,die ,ilias wie die ,nibelungen stellen die ,lebensformen einer ritterlichen ,gesellschaft dar4 ,und wenn de stndischen ,volksgruppen sich kulturell und dichterisch entwickelt haben1 meist nacheinander1 so bleiben sie in der epischen ,dichtung ihres ,landes nebeneinander bestehen3 fast alle groen neueren ,romane gestalten die ,lebensformen eines bedeutenden ,standes2 so zerfllt der ,volksroman in den ,ritter- oder ,adelsroman1 den ,brgerroman1 den ,bauernroman1 den ,arbeiterroman4 ,die jeweilige schpferische ,bedeutung dieser ,stnde entscheidet zumeist auch ber die ,bedeutung ihrer ,romane4 ,sind ihre ,lebensformen1 ihre religisen1 sittlichen1 geistigen1 wirtschaftlichen ,grundkrfte gesund1 klar1 einig und schpferisch1 so drngen sie auch nach ihrem schpferischen ,ausdruck1 so geben sie einem wesensverbundenen ,epiker die innere ,form zu einem epischen ,gesellschafts- und ,volksbild1 das sich in breitem ,nach- und ,nebeneinander1 in plastischer ,gestaltenflle1 in farbiger ,sinnlichkeit und ,sichtbarkeit1 in liebevoller ,bejahung des ,lebens entfaltet4 ,in ,deutschland ist dies ,wesen und ,werden der epischen ,dichtung von fremden ,krften durchkreuzt4 ,seine ritterliche ,kultur hat zwar in ,gottfried von ,straburgs ,tristan und in ,wolfram von ,eschenbachs ,parzival vollen epischen ,ausdruck gefunden4 ,aber schon im ,parzival1 dem eigentlich deutschen der beiden ,gedichte1 bricht jene deutsche ,eigenheit durch1 die dem epischen ,lebensgefhl widerspricht3 die deutsche ,art schlgt das ,auge eher nach innen denn nach auen auf1 ist mehr metaphysisch als physisch1 mehr musikalisch als plastisch1 sie wei mehr von der inneren ,einsamkeit der ,persnlichkeit als von der ,gemeinsamkeit des ,standes1 ,volkes und ,staates1 mehr von ,kampf und ,tragik als von ,frieden und ,daseinsfreude4 ,schon die ,nibelungen sind im ,grunde eine ,tragdie1 der grauenvolle ,untergang eines ganzen ,volkes4 ,ein unendliches ,wehklagen ist ihr ,schlu und die dstere ,erkenntnis1 da alle ,freude immer zuletzt in ,leid sich kehrt4 ,und der erste der groen deutschen ,prosaromane1 ,grimmelshausens ,simplizissimus1 schildert die irrende deutsche ,seele1 die aus ,mord und ,getmmel des ,dreiigjhrigen ,krieges auf eine einsame ,insel1 an das ,herz ihres ,gottes flchtet4 ,die ,entwicklung und ,vollendung der ,seele wird zum ,inhalt des deutschen ,romans1 nicht die ,darstellung des ueren ,lebens1 der ,gesellschaft1 des ,volkes1 der ,kriege und ,siege4 ,die groen deutschen ,epen und ,romane sind ,entwicklungsromane3 ,parzival1 ,simplizissimus1 ,wilhelm ,meister1 ,der grne ,heinrich4 ,diese deutsche ,wesensart ist durch die ,geschichte ,deutschlands bedeutsam verstrkt worden -- wobei vielleicht auch hier ,schicksal und ,gemt ,namen e i n e s ,begriffes sind 7,novalis74 ,whrend die romanische und angelschsische ,welt mit der ,renaissance sich der ,bewunderung1 ,erforschung und ,eroberung der ,natur zuwandte1 verlor sich ,deutschland in die metaphysischen ,tiefen und ,konflikte der ,reformation1 bis da es in einem dreiigjhrigen ,religionskriege fast zugrunde ging4 ,aber whrend es politisch und wirtschaftlich so auf lange daniederlag1 hob es sich philosophisch und knstlerisch zu seiner grten ,bedeutung4 ,zum epischen ,ausdruck dieser inneren ,welt und ,wesenheit wird der ,roman der deutschen ,romantik 7,hlderlin1 ,novalis1 ,jean ,paul4 ,eichendorf1 ,e4 ,t4 ,a4 ,hoffmann71 der durchaus musikalisch-metaphysisch bestimmt ist1 aus der ,welt der ,gestalten in die unendliche ,melodie hinberdrngt4 ,um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts tritt ,deutschland aus dem ,reich der ,dichtung1 ,philosophie und ,religion in das ,reich der ,industrie1 ,technik und ,politik hinaus4 ,aber die knstlerisch bedeutenden realistischen ,romane1 die um diese ,zeit entstehen 7,immermanns ,mnchhausen1 #ahch1 ,ludwigs ,heiteretei1 #ahec1 ,freytags ,soll und ,haben1 #ahee1 ,reuters ,ut mine ,stromtid1 #ahfb-fd1 ,raabes ,der ,hungerpastor1 #ahfd71 begleiten diese ,entwicklung kaum4 ,ihre ,welt ist die des alten ,deutschlands1 des ,bauerntums1 der ,gutsbesitzer1 des ,kleinbrgertums geblieben4 ,die deutsche ,kultur vermag die neuen1 industriellen und politischen ,krfte nicht schpferisch zu durchdringen und zu formen4 ,es war das ,verhngnis der deutschen ,kultur1 da die neue ,entwicklung die klassische ,zeit des deutschen ,idealismus nicht auf ihrer ,hhe1 sondern im ,niedergang antraf1 da das philosophisch-dichterische und das naturwissenschaftlich-technische ,zeitalter sich nicht durchdrangen1 sondern einseitig ablsten4 ,als die idealistische deutsche ,weltanschauung schon in sich zersetzt1 ,hegels ,philosophie bei ,feuerbach in ihr ,gegenteil umgeschlagen war1 da drangen ,naturwissenschaften1 ,technik und ,industrie ein4 ,eine abgestorbene innere ,welt stand einer jungen ueren gegenber1 die sich in unerhrter ,jhe und ,strke entwickelte4 ,und die politischen ,geschehnisse -- die wieder nicht aus innerem ,wachstum reiften1 sondern von auen1 durch ,bismarcks ,genius heraufgefhrt wurden -- steigerten diese ,entwicklung ins ,hemmungslose4 ,so vermochten die alten brgerlichen ,lebensformen sich nicht mehr organisch fortzubilden2 sie wurden gesprengt4 ,mit dem ,aufstieg des deutschen ,brgertums zur ueren ,macht beginnt seine innere ,zersetzung4 ,der ,biedermeierstil ist der letzte ,ausdruck einer brgerlichen ,lebensform in ,deutschland4 ,am ,ende dieser brgerlichen ,kultur steht ,thomas ,mann 7geb4 #ahge74 ,seine ,vaterstadt ,lbeck1 die alte ,hansastadt1 vermochte ihre ,lebensformen am lngsten zu behaupten4 ,die ,buddenbrooks 7#aija7 sind der grte und letzte brgerliche ,roman in ,deutschland4 ,thomas ,mann war -- wie sein ,bruder ,heinrich ,mann -- der ,sohn eines ,lbecker ,senators4 ber ein ,jahrhundert hinweg sah er sein ,geschlecht in der sicheren ,tradition1 den festen brgerlichen ,lebensformen der ,freien ,hansastadt wurzeln und wirken4 ,und am ,ende dieser ,reihe standen er und sein ,bruder1 unwillig1 unfhig1 diese ,tradition fortzuleiten4 ,der ,dreiundzwanzigjhrige suchte nach einer ,erklrung1 einer ,rechtfertigung seines ,andersseins4 ,und als ,sohn eines naturalistischen ,zeitalters1 das eben ,darwin aufgenommen hatte1 das ,entwicklung und ,verfall der ,arten1 die geheimnisvolle ,unbersehbarkeit der ,erbgesetze zu durchschauen meinte1 sah er -- nicht ohne ,einflu ,zolas und seiner ,rougon-,macquart-,reihe -- sich als den ,ausgang eines alten1 immer mehr verfeinerten ,geschlechtes1 das schlielich1 durch ,beimischung des mtterlichen1 romanischen ,blutes dem ttigen ,leben entfremdet1 im bloen ,zuschauer1 ,kritiker und ,gestalter des ,lebens1 im ,knstler1 endete4 ,ein ,entartungs-1 ein ,dekadenzproblem6 ,auf mehr denn tausend ,seiten schrieb der ,jngling die ,chronik des ,niederganges3 ,buddenbrooks4 ,verfall einer ,familie4 ,aber er war viel zu seelenhaft1 zu metaphysisch1 zu musikalisch1 als da er im naturalistischen ,roman steckengeblieben wre4 ,strker als ,zola bestimmte ihn ,richard ,wagner1 dessen berwiegend epische ,elemente ihm deutlich und nah waren1 strker als die ,rougon-,macquart-,reihe der ,ring der ,nibelungen4 ,so wurde ihm die ,entartung zur ,verinnerlichung3 ,vier ,generationen schreiten den ,weg aus klarer1 derber ,lebenstchtigkeit in die allauflsende1 geheimnisdunkle1 unendliche ,melodie4 ,durch die naturalistische ,darstellung bricht das ,lebensgefhl der deutschen ,romantik3 ,sympathie mit dem ,tode4 ,die vier ,generationen schreiten den ,weg nicht nur kraft einer naturgesetzlich berechenbaren ,zersetzung ihres ,blutes und ihrer ,nerven1 nicht nur ,kern einer metaphysisch unbedingten ,wesensgegebenheit1 sie schreiten ihn auch1 weil die alten brgerlichen ,lebensformen ihrer ,umwelt sie nicht mehr zu halten und binden vermgen4 ,auch hier sind1 im weiten epischen ,sinne1 ,schicksal und ,gemt ,namen ,eines ,begriffes 7,novalis74 ,im ,verfall einer ,familie schildert der ,epiker den ,verfall einer ,welt1 der ,welt des alten deutschen ,brgertums4 ,subjektiv flchtig und ohne da ich an diesem ,gegentyp sonderlich teilgenommen htte1 objektiv aber notwendig und bedeutsam geht dem ,abstieg der ,buddenbrooks der ,aufstieg der ,hagenstrms parallel1 um in der bernahme des ,buddenbrookschen ,hauses durch ,hagenstrms zu gipfeln3 ,der ,brger wird abgelst durch den ,bourgeois1 patriarchalische1 sittliche1 geheiligte ,lebensformen1 die ber den ,personen und ,generationen standen1 weichen der egoistischen1 skrupellosen ,willkr des ,individuums1 das frei von der hemmenden ,fessel der ,tradition und der ,piett auf seinen eigenen ,fen stand dem alles ,altmodische fremd war4 ,in vier ,generationen umfat der ,roman die ,zeit von #agfh1 dem ,grndungsjahr der ,firma 7unmittelbar von #ahce1 dem ,jahr des ,wohnungswechsels7 bis nach #ahhj3 die eigentliche ,zeit des neuen deutschen ,brgertums1 in ,aufstieg1 ,glanz und ,niedergang4 ,schon diese uere ,spannweite greift ber jeden deutschen ,roman hinaus1 nicht minder die innere3 der ,beginn3 rationalistische ,behaglichkeit1 sinnlich-geruhige ,lebensfreude und ,lebensbejahung1 das runde1 rosig berhauchte1 wohlmeinende ,gesicht1 das schneewei gepuderte ,haar1 das leise angedeutete ,zpflein des alten ,monsieur ,johann ,buddenbrook1 ein ,diner von traditioneller ,feinheit und ,flle und epischer ,dauer1 ,schinken von sagenhaftem ,umfang1 ,puddings von mythischer ,schichtung und ,mischung1 ,weine von staubumsponnenem ,alter1 anakreontisch tndelnde ,verse3 ,venus ,anadyomne -- ,und ,vulcani flei'ge ,hand1 heiter-grazise ,fltentne und ein wenig schlpfrige ,verslein im ,billardsaal4 ,und das ,ende3 der fnfzehnjhrige1 lebensunwillige1 leidverlorene ,hanno ,buddenbrook mit den ,augen des ,wissenden1 ,einsamen1 ,heimatlosen1 der so mde des ,daseins ist1 der schlafen mchte und nichts mehr wissen3 man sollte mich nur aufgeben2 ich wre so dankbar dafr1 der aus der ,sphre epischer ,bejahung und ,gegenstndlichkeit in verzweifeltem ,aufbruch sich hinberflchtet in das weltflchtige1 weltverneinende1 jenseitige ,reich einer an ,wagner geschulten ,musik3 ,hanno ,buddenbrook vor dem ,flgel4 ,zwischen diesen uersten ,spannungsweiten dehnt sich die ,handlung4 ,in einer epischen ,gegenstndlichkeit1 die keine ,reflexion1 keinen blassen ,bericht zult1 die ganz sichtbare1 farbige ,gegenwart ist1 folgen sich die ,gestalten und ,generationen als feste ,glieder in der ,kette des ,geschlechts1 der ,firma1 der brgerlichen ,tradition4 ,dieser ,zusammenhang umfat ihre ,weltanschauung4 ,ihr ,unsterblichkeitsglaube ist der epische des ,geschlechts3 da er 7,thomas ,buddenbrook7 in seinen ,vorfahren gelebt habe und in seinen ,nachfahren leben werde4 ,dies hatte nicht allein mit seinem ,familiensinn1 seinem ,patrizierselbstbewutsein1 seiner geschichtlichem ,piett bereingestimmt2 es hatte ihn auch in seiner ,ttigkeit1 seinem ,ehrgeiz1 seiner ganzen ,lebensfhrung untersttzt und bekrftigt4 ,die ,bibel dieses ,glaubens ist die ,familienchronik3 die feierliche ,darstellung des ,werdens1 ,ringens und ,wachsens dieser ,folge1 der ,menschen1 der ,generation und des ,ideals1 dem sie unterstellt sind3 der ,firma4 ,wie es die ,lebensaufgabe der ,frsten- und ,knigshuser ist1 ihren berkommenen ,machtbezirk taten- und ehrenvoll zu behaupten und zu erweitern1 so ist es die verantwortungsvolle ,aufgabe des ,brgerhauses1 die ererbte ,firma zu immer weiterer ,wirkung1 immer reicherer ,wrde zu fhren4 ,eine berpersnliche1 sittliche ,aufgabe6 ,ihr opfert man seine ,ruhe1 seine ,liebe1 sein ,glck4 ,wir sind nicht dafr geboren1 was wir mit kurzsichtigen ,augen fr unser eigenes1 kleines1 persnliches ,glck halten1 denn wir sind nicht lose1 unabhngige und fr sich bestehende ,einzelwesen1 sondern wie ,glieder in einer ,kette1 und wir wren1 so wie wir sind1 nicht denkbar ohne die ,reihe derjenigen1 die uns vorangingen und uns die ,wege wiesen1 indem sie ihrerseits mit ,strenge und1 ohne nach rechts oder links zu blicken1 einer erprobten und ehrwrdigen berlieferung folgten4 ,die ersten beiden ,generationen des ,romans sind von diesem ,lebensgefhl noch bluthaft durchdrungen2 in den beiden letzten zersetzt es sich4 ,nur ,toni ,buddenbrook bleibt sein glubiger ,trger4 ,ihm opfert sie ihre ,jugendliebe1 um seinetwillen heiratet sie den erst widerwrtigen ,grnlich1 um seinetwillen trennt sie sich von ihm1 um seinetwillen geht sie die neue ,we mit ,permaneder ein4 ,und als alle mnnlichen ,glieder der ,familie gestorben1 die ,firma aufgelst ist1 da bleibt ihr ,lebenstrost1 einmal in der ,woche die weiblichen ,verwandten zu sich zu laden3 ,und dann lesen wir in den ,familienpapieren4 ,ihr ,gegensatz ist ihr ,bruder ,christian4 ,ihn vermgen die alten ,lebensformen nicht mehr zu halten1 sie lassen ihn gehen1 er lt sich gehen3 ,wie satt ich das alles habe1 dies ,taktgefhl und ,feingefhl und ,gleichgewicht1 diese ,haltung und ,wrde1 wie sterbenssatt6 ,die ,firma1 das berpersnliche ,ideal der ,familie bedingt ihn nicht4 ,er zergeht in ngstlicher1 eitler und neugieriger ,beschftigung mit sich selbst4 ,sein ,interesse fr ,theater1 ,variet und ,zirkus ist das ,interesse des formlos gewordenen ,brgers fr die ,fahrenden die dem mittelalterlichen ,brger als unehrlich galten4 ,schlielich heiratet er seine ,kurtisane2 den alten1 brgerlichen ,formen entglitten1 unfhig1 sich neue zu bilden1 fllt er seelisch und krperlich auseinander4 ,zwischen ,toni und ,christian steht ,thomas ,buddenbrook4 ,die ,gefahren ,christians1 der ,hang zur ,formlosigkeit und ,subjektivitt1 ist ihm nicht fremd4 ,er bekmpft und berwindet sie4 ,er wird zum ,helden des sinkenden brgerlichen ,ideals4 ,aber die alten ,lebensformen halten weniger ihn1 als da er sie hlt4 ,der ,held wird zum ,schauspieler des ,ideals2 er reprsentiert es1 er verkrpert es nicht4 ,der gnzliche ,mangel eines aufrichtig feurigen ,interesses1 das ihn in ,anspruch genommen htte1 die ,verarmung und ,verdung seines ,innern1 verbunden mit einer unerbittlichen inneren ,verpflichtung und zhen ,enschlossenheit1 um jeden ,preis wrdig zu reprsentieren1 seine ,hinflligkeit mit allen ,mitteln zu verstecken und die ,dehors zu wahren1 hatte dies aus seinem ,dasein gemacht1 hatte es knstlich1 bewut1 gezwungen gemacht und bewirkt1 da jedes ,wort1 jede ,bewegung1 jede geringste ,aktion unter ,menschen zu einer anstrengenden und aufreibenden ,schauspielerei geworden war4 ,diesem ,schauspieler des ,ideals wird als ,sohn ,hanno ,buddenbrook1 der viel zu mde ist1 um zu schauspielern1 viel zu vornehm1 um gleich seinem ,onkel ,christian zum ,fahrenden zu werden4 ,wenn er zur ,kunst flchtet1 so sucht er nicht das ,formlose im ,leben1 sondern das ,formlose jenseits des ,lebens3 die ,musik1 die vor und ber aller ,erscheinung ist1 das ,meer der unendlichen ,melodie1 das sein ,tropfendasein erlsend zurcknimmt4 ,von den alten brgerlichen ,lebensformen verlassen1 nach neuen nicht begierig1 ein ,brger des ,metaphysischen1 das sich seinem ,vater nur in der ,lesung ,schopenhauers einmal blendend enthllt hat1 gibt er leidvoll und heimwehmde vor der ,zeit das ,leben preis4 ,wie diese -- erst in ,hanno ungehemmte -- ,sympathie mit dem ,tode heimlich aus der brgerlichen ,diesseitigkeit der ,generationen emporwchst1 ist in weitgespannter1 erschtternder ,symbolik dargestellt4 ,die ersten1 eigentlich epischen1 lebensbejahenden ,generationen verstehen den ,tod nicht3 ,kurios6 ,kurios6 murmelt der alte ,monsieur ,buddenbrook am ,sterbebett seiner ,frau mit leisem1 erstauntem ,kopfschtteln2 mit einem letzten ,kurios kehrt er selber sich sterbend zur ,wand4 ,mit ,furcht und einem offenkundigen1 naiven ,ha beobachtet die ,konsulin ,buddenbrook1 die ehemalige ,weltdame1 mit ihrer stillen1 natrlichen und dauerhaften ,liebe zum ,wohlleben und zum ,leben berhaupt die ,fortschritte ihrer ,krankheit2 sie kmpft mit dem ,tod in langer1 verzweifelter ,kraft4 ,thomas ,buddenbrook aber1 der ,held und ,schauspieler des brgerlichen ,ideals1 ist lngst so vom ,tode unterhhlt1 da ein ,zahngeschwr gengt1 um seine krampfhafte ,lebensbehauptung niederzureien4 ,mitten auf der ,strae wirft es ihn um2 der so lang und gewissenhaft ,wrde1 ,haltung1 ,form verteidigt1 liegt im ,kot und ,schneewasser des ,fahrdamms4 ,seine ,hnde1 in den weien ,glachandschuhen1 lagen ausgestreckt in einer ,pftze4 ,hanno aber kmpft nicht mehr gegen den ,tod2 hemmungslos ersehnt und ruft er ihn als den ,freund und ,erlser4 ,mit hnlicher1 weitgespannter ,symbolik1 mit gleicher ,flle und ,dauer der inneren ,beziehungen baut sich alles auf in diesem ,roman4 ,von den alten ,epen ist das ,leitmotiv bernommen und ber ,richard ,wagner her musikalisch verinnerlicht1 symbolisch vertieft4 ,gegenber der lockeren ,form des ,wilhelm ,meister und des ,grnen ,heinrich ist hier an ,geschlossenheit des epischen ,aufbaus in ,deutschland ein ,hchstes erreicht4 ,die ,buddenbrooks schreibt ,thomas ,mann1 dreiundzwanzig bis sechsundzwanzig ,jahre alt1 in ,italien und ,mnchen1 so wie ,gottfried ,keller seinen ,grnen ,heinrich in ,berlin niederschrieb4 ,nicht er allein schuf diesen ,roman2 durch ihn schuf und gestaltete sich sein ,geschlecht1 sein ,heimatstaat ,lbeck1 wie der ,berner ,stadt-,staat durch ,jeremias ,gotthelf1 ,zrich durch ,gottfried ,keller1 das alte ,berlin durch ,theodor ,fontane sich ,gestalt erdrang4 ,aber ,gottfried ,keller kehrte aus ,berlin nach ,zrich heim1 wurde ,staatsschreiber und ,fhrer1 nahm in ,anteil und ,liebe neue ,lebensbilder und -schicksale seines ,volkes auf1 ,grund und ,gehalt zu neuen ,schpfungen4 ,was blieb ,thomas ,mann1 dem ,epiker1 der seine eigene ,welt zu ,grabe getragen1 der ihr das letzte ,zeichen seiner ,liebe im ,riesendenkmal seiner ,dichtung geschaffen hatte8 ,ein ,lyriker hat die ,natur1 ein ,dramatiker4 die ,idee1 die seiner ,kunst ,boden und ,wachstum geben4 ,ein ,epiker ist undenkbar ohne ,volks- und ,heimatzusammenhang4 ,im ,weh verfrhter ,hellsicht stand der ,einsame1 ,zurckgebliebene1 ein ,knig ohne ,land1 ein ,bildner ohne ,stoff4 ,sollte er zum bloen ,zuschauer1 ,beobachter1 ,kritiker1 zum weiteren ,zersetzer des ,lebens werden8 ,sollte er das ,leben verachten1 das ihm nicht gem war1 und hochmtig sich in das ,reich einer rein formalen ,kunst1 einer l'art pour l'art1 zurckziehen8 ,das ,europisch-,intellektuelle seine ,wesens1 das ,romanische seines ,blutes drngte zu diesem ,entscheid4 ,der ,zwiespalt wurde zur ,dichtung3 ,in den ,buddenbrooks hatte ,thomas ,mann sich ,rechenschaft ber das ,problem seines ,lebens gegeben1 im ,tonio ,krger gab er sich ,rechenschaft ber seine ,kunst4 ,und er blieb dem ,leben treu1 obwohl es ihn allein gelassen hatte4 ber die ,qual der ,einsamkeit1 den ,hochmut der ,form und ,erkenntnis hinweg bekannte1 ja predigte er die ,brgerliebe zum ,menschlichen1 ,lebendigen und ,gewhnlichen4 ,alle ,wrme1 alle ,gte1 aller ,humor kommt aus ihr1 und fast will mir scheinen1 als sei sie jene ,liebe selbst1 von der geschrieben steht1 da einer mit ,menschen- und ,engelszungen reden knne und ohne sie doch nur ein tnendes ,erz und eine klingende ,schelle sei4 ,er verspottete und geielte die ,gefahren des ,literaten- und sthetentums -- seine ,gefahren6 -- im ,schriftsteller ,spinell4 ,in ,leidverwandtschaft kehrte er sich den ,enterbten des ,lebens zu1 sprach er sein ,leid in ihrem ,leid1 im ,weltleid aus4 ,wie in den ,lamentationen ,heines1 den das ,leben verwiesen und in die ,matratzengruft geworfen hatte1 so ziehen die ,verfolgten und ,verratenen des ,lebens -- ,tobias ,mindernickel1 der kleine ,herr ,friedemann1 der ,bajazzo1 ,rechtsanwalt ,jacoby1 ,friedrich ,schiller1 ,baronin ,anna1 ,lobgott ,piepsam1 ,van der ,qualen1 ,hieronymus -- mit friedlosen1 sehenden ,augen an uns vorber4 ,langsam erst ringt sich aus dieser ,heimatlosigkeit und ,sehnsucht ein ,hoffen1 ein ,ahnen1 ein ,wissen von neuer ,verbundenheit3 in ,frau und ,kindern beginnt ihm das ,leben neu1 ein erstes ,menschenpaar1 eine junge ,welt4 ,durch sie fhlt er sich den ,menschen wieder verbunden1 nicht in ,sehnsucht mehr1 in lebendigem ,anteil4 ,knigliche ,hoheit zeichnet die ,erlsung durch die ,liebe von einem formalen1 reprsentativen ,dasein zur ,tat und ,gemeinschaft1 zum strengen ,glck4 ,ein ,kunst- und ,mrchenspiel von romanischer ,klarheit1 ,bewutheit1 berlegenheit der ,form1 von deutscher ,innerlichkeit1 ,einsamkeit1 ,pflicht und ,liebestiefe des ,gehalts4 ,der ,gesang vom ,kindchen gibt ,geburt und ,taufe eines ,tchterchens1 ,menschlich-,schlichtestes als ,menschlich-,tiefstes1 fast ohne sthetische ,form1 nur als ,ausdruck der formgewordenes1 harmonischen ,persnlichkeit4 ,und das ,prosaidyll ,herr und ,hund zieht in ,bauschan1 dem ,hhnerhund1 auch das ,tier in die ,gemeinschaft des ,lebens und der ,liebe ein4 ,aus dieser wurzeltiefen ,lebensgemeinschaft1 dieser sittlichen ,zugehrigkeit und ,entschlossenheit1 dieser ,wrme1 ,liebe und ,gte formt er die letzte1 klassische ,auseinandersetzung1 die ,absage an die zersetzenden ,krfte in sich und der ,umwelt3 an die auflsende ,erkenntnis1 die ,relativierung der ,werte und -- tiefer und tragischer im ,konflikt seines ,helden -- an die leere ,schnheit1 die bloe ,form3 ,der tiefe ,entschlu des ,meister gewordenen ,manns1 das ,wissen zu leugnen1 es abzulehnen1 erhobenes ,hauptes darber hinwegzugehen1 sofern es den ,willen1 die ,tat1 das ,gefhl und selbst die ,leidenschaft im geringsten zu lhmen1 zu entmutigen1 zu entwrdigen geeignet ist1 liegt hinter dem ,dichter ,aschenbach1 dem ,helden der ,meisternovelle ',der ,tod in ,venedig'4 ,im ,kampfe zwischen ,geist und ,kunst hat er leidenschaftlich fr die ,kunst gefochten4 ,um der ,kunst willen hat er dem ,leben entsagt1 an der ,einsamkeit seines ,schreibtisches hat er gegen seinen schwchlichen ,krper in zhem1 unermdlichem ,ringen die reine ,form seiner ,werke erkmpft1 die ihm ebenso ethische wie sthetische ,aufgabe war4 ,aber hinter dieser ,form1 die den ,spannungen seines ,willens und ,bewutseins abgerungen1 die nicht organischen ,lebens- und ,liebestiefen entwachsen ist1 droht stndig die ,gefahr der ,abspannung und ,entfesselung1 der ,zgellosigkeit und ,vernichtung4 ,auf der ,hhe seines ,ruhmes verfhrt und berwltigt sie ihn4 ,sie lockt ihn nach den ,gestaden ,venedigs1 wo das das ,leben ,schein und die ,kunst ,wirklichkeit ist4 ,sie entzndet in ihm die ,liebe zu ,tadzio1 dem schnen ,polenknaben1 eine zuchtlose ,ausschweifung seiner knstlerischen und sinnlichen ,phantasie1 sie sich nicht an der ,wirklichkeit beruhigen1 berichtigen1 gestalten kann noch will1 eine weglose ,liebe zur reinen ,form1 die zur ,unfruchtbarkeit verdammt ist1 die nicht zeugen kann im ,geliebten1 die widernatrlich und tdlich ist4 ,in tragischer ,steigerung1 in unentwirrbarer ,mischung des ,heiligen und ,verworfenen1 jagt sie den ,meister1 den wrdig gewordenen ,knstler1 durch alle ,leiden und ,leidenschaften1 alle ,verzckung und ,erniedrigung zur ,unzucht und ,raserei des ,untergangs4 ,nie sind die eingeborenen ,gefahren der ,kunst wrdiger und erschtternder gestaltet1 die ,gefahren der ,schnheit1 die dem ,geist wie den ,sinnen verknpft ist1 die in jedem von ihnen zur ,ausschweifung neigt1 sofern nicht beide in der hheren ,einheit der ,seele sich organisch finden und binden4 ,dann kam der ,krieg4 ,und ber alle militrischen und politischen ,kmpfe erlebte ihn ,thomas ,mann als die unerbittliche ,auseinandersetzung zweier ,weltanschauungen1 jener ,gegenstze1 die er in sich selber erlitten und entschieden hatte3 das ,germanische und das ,romanische1 das ,deutsch-,dichterische und das ,europisch-,intellektuelle1 ,kunst und ,erkenntnis1 ,gehalt und ,form1 ,kultur und ,zivilisation4 ,in seinem eigenen ,bruder war der ,teil seines ,wesens1 den er abgelehnt und ausgemerzt hatte1 ,wille und ,angriff geworden4 ,gegen seinen ,bruder mute er diesen ,kampf noch einmal aufnehmen und fr die deutsche ,seele entscheiden4 ,alle groen ,epiker waren ,gestalter ihres ,volkes1 nicht nur im sthetischen1 auch im ethischen ,sinne3 ,deuter1 ,mahner1 ,erzieher3 ,wolfram von ,eschenbach im ,parzival1 ,grimmelshausen im ,simplizissimus1 ,goethe im ,wilhelm ,meister ,gottfried ,keller im ,grnen ,heinrich und ,martin ,salander2 ,jeremias ,gotthilf in jedem seiner schollentreuen ,romane4 ,es brauchte des franzsischen ,vorbildes1 ,emil ,zolas1 nicht1 das ,heinrich ,mann seinem ,bruder entgegenstellte4 ,das ,bild1 das sie formen wollten und muten aus dem ,rohstoff ihres ,volker3 das entschied ihre ,bedeutung4 ,fr ,heinrich ,mann war der ,mensch ein soziales ,lebewesen2 er predigte den sozialen1 franzsischen1 rationalistischen1 optimistischen ,menschen des #ah4 ,jahrhunderts4 ,thomas ,mann sah im ,menschen das metaphysische ,lebewesen2 er gestaltete und verkndete den metaphysischen1 deutschen und russischen1 religisen1 ja mystischen1 pessimistischen ,menschen des #ai4 ,jahrhunderts4 ,dem ,standbild ,zolas hatte er sein ,standbild ,friedrichs des ,groen entgegengestellt1 den geschwtzigen1 optimistischen1 rationalistischen ,vier ,evangelien des ,romanciers die ,dmonie und herrische ,pflichttreue des gottgeschlagenen und gotterwhlten ,knigs1 der sich verzehrte in ,arbeit1 ,einsamkeit und endlosen ,kriegen1 da von ihm nichts brigblieb wie ein abgemergelter1 verschrumpfter ,kinderleib1 den ein ,diener mit einem seiner ,hemden bekleiden mute1 da man kein heiles1 sauberes ,hemd in seinen ,schubladen fand4 ,aus den metaphysischen ,tiefen solcher ,bereitschaft und ,berufung ersehnt und erweckt ,thomas ,mann seinem ,volk jene ,krfte1 die imstande sind1 die fortschreitende ,zerstrung aller psychischen ,wirklichkeit und seelischen ,form1 die scheinbar unaufhaltsame ,anarchisierung und ,barbarisierung der ,menschenwelt durch den revolutionren ,intellekt zu berwinden1 dem ,leben1 der ,ganzheit und ,harmonie des ,menschen1 dem ,wiederaufbau seelischer ,form zu dienen und so dem heimatlosen ,epiker1 seinem ,leben wie seiner ,kunst1 eine neue ,welt zu schaffen4 ,heinrich ,mann aber1 ,thomas ,manns ,gefahr und ,gegensatz1 ist nicht nur in und durch ,thomas ,mann berwunden1 ist politisch an der ,entwicklung der ,zeit1 knstlerisch an seiner zersetzenden ,subjektivitt und ,lieblosigkeit zergangen4 ,thomas ,mann hatte sein ,geschlecht und ,volk noch im ,verfall umfat1 hatte am ,ende der ,reihe1 ein ,zugehriger und doch ,auenstehender1 in ,liebe und ,ironie zugleich ihm ,gestalt gegeben4 ,in ,sehnsucht hatte jedes seiner ,werke vom ,wiederaufbau1 der neuen ,lebensform und ,lebensgemeinschaft gehandelt4 ,im tiefsten ,sinn war ihm1 dem wahren ,epiker1 ,richard ,dehmels ,spruch ,lebensgefhl gewesen3 ,alles ,leid ist ,einsamkeit -- alles ,glck ,gemeinsamkeit4 ,heinrich ,mann hatte sich stets wichtiger genommen als sein ,geschlecht und sein ,volk4 ,frh und fremd hatte er ,vaterstadt und ,vaterland den ,rcken gekehrt4 ,der romanische ,tropfen in seinem ,blute trieb ihn nach ,italien1 das ,thomas erst sein tiefes ,deutschtum deutlich machte4 ,eine ,zeitlang glaubte ,heinrich ,mann1 dort zu ,hause zu sein4 ,aber ich war es auch dort nicht2 und seit ich dies sprte1 begann ich etwas zu knnen4 ,das ,alleinstehen zwischen zwei ,rassen strkt den ,schwachen2 es macht ihn rcksichtslos1 schwer beeinflubar1 versessen darauf1 sich selbst eine kleine ,welt und auch die ,heimat hinzubauen1 die er sonst nicht fnde4 ,da nirgends ,volksverwandte sind1 entzieht man sich achselzuckend der blichen ,kontrolle4 ,da man nirgends eine ffentlichkeit wei mit vllig gleichen ,instinkten1 gelangt man dahin1 sein ,wirkungsbedrfnis einzuengen1 es an einem einzigen auszulassen1 wodurch es gewinnt an ,heftigkeit4 ,man geht grelle ,wege1 legt das ,viehische neben das ,vertrumte1 ,enthusiasmen neben ,satiren1 koppelt ,zrtlichkeit an ,menschenfeindschaft4 ,nicht der ,kitzel der andern ist das ,ziel3 wo wren denn andere6 ,sondern man schafft ,sensationen fr einen einzigen4 ,man ist darauf aus1 das eigene ,erleben reicher zu fhlen1 die eigene ,einsamkeit gewrzter zu schmecken4 ,welch treffendes ,selbstbildnis6 ,welch ,zerrbild eines ,epikers6 ,ohne ,wurzelboden1 ohne ,zusammenhang1 ohne ,liebe1 im ,selbstgenu hochmtiger1 berreizter ,sensationen1 zersetzender ,erkenntnisse1 ehrgeiziger ,spannungen4 ,ihm wird die ,kunst zur widernatrlichen ,ausschweifung4 ,pippo ,spano1 das ,gegenbild zum ,tonio ,krger1 bekennt in leidender zuchtloser ,lssigkeit3 ,sie 7die ,kunst7 hhlt ihr ,opfer so aus1 da es unfhig bleibt auf immer zu einem echten ,gefhl1 zu einer redlichen ,hingabe4 ,bedenke1 da mir die ,welt nur ,stoff ist1 um ,stze daraus zu formen4 ,alles1 was du siehst und geniet3 mir wre nicht an ihrem ,genu gelegen1 nur an der ,phrase1 die ihn spiegelt4 ,jeder goldene ,abend1 jeder weinende ,freund1 alle meine ,gefhle und noch der ,schmerz darber1 da sie so verderbt sind -- es ist ,stoff zu ,worten4 ,das ganze ,leben und ,schaffen ,heinrich ,manns ist sthetischer ,selbstgenu statt ethischer ,selbstvollendung oder -berwindung4 ,welche epischen ,werke knnen aus solcher ,willkr wachsen8 ,das ,hauptwerk ,die ,gttinnen oder die drei ,romane der ,herzogin von ,assy 7#aijb-jc7 wei der ,wurzel- und ,heimatlosigkeit seines ,dichters keine andere ,heldin als die ,balkanprinzessin der ,operetten4 ,macht1 ,kunst und ,liebe werden -- in reinlichem ,nacheinander6 -- ihr ,lebensinhalt4 ,der ,balkan1 ,venedig1 ,neapel sind die billigen ,kulissen dieser ,stationen4 ,da ,heinrich ,mann nicht seine ,literatur aus dem ,leben1 sondern sein ,leben aus der ,literatur empfngt1 sind alle ,figuren und ,leidenschaften aus zweiter ,hand1 sthetische1 durchsichtige1 monumentalisierte ,schemen1 nicht unergrndliche1 blut- und seelenvolle ,gestalten1 nur der papiernen ,phantasie von ,literaten und ,grostdtern berzeugend4 ,was ihnen an organischem ,leben fehlt1 ersetzen sie durch die berreiztheit ihrer ,gefhle und ,gebrden1 durch ,rausch und ,hysterie -- eine krampfige ,nachfolge d',annunzios4 ,neben solchen ,orgien einer berreizten ,literatenphantasie stehen die satirischen ,romane3 ,im ,schlaraffenland1 ,professor ,unrat1 ,der ,untertan usw4 ,sie sind ,emil ,zola nher1 zumal ihr bester1 ,im ,schlaraffenland -- eine ,schilderung des zersetzten ,berlin ,w -- aber ohne ,zolas soziales ,pathos4 ,auch die ,satire bedarf der ,liebe1 um zeugen und gebren zu knnen1 der ,liebe zur armen1 irregehenden ,menschheit oder zum neuen1 reineren ,ideal4 ,ich glaube nicht -- sagt ,thomas ,mann in den ,betrachtungen -- da ohne ,sympathie berhaupt ,gestalt werden knne2 die bloe ,negation gibt flchige ,karikatur4 ,auch hier scheint die ,literatur1 nicht das ,leben -- die ,witzbltter scheinen ,heinrich ,mann die ,gestalten und ,vorgnge zum ,professor ,unrat und ,untertan gegeben zu haben3 so flchig und billig sind sie gezeichnet4 ,jede lebendige ,gestalt mu ,monate unter dem ,herzen getragen1 mu mit ,blut genhrt sein4 ,nur e i n ,roman ist ,heinrich ,mann gelungen1 dem ,wurzelboden und ,atmosphre eigen3 ,die kleine ,stadt4 ,es ist bedeutsam1 da er in ,italien spielt3 ,eine ,zeitlang glaubte ich 7dort7 zu ,hause zu sein4 ,einmal hat ,heinrich ,mann einen erlebten ,gehalt und mit ihm eigene ,form gefunden3 dem immer bewegten ,vlkchen des ,sdens1 den flackernden ,leidenschaften entspricht ein bewegter1 farbiger1 flirrender ,impressionismus des ,stils4 ,diese italienischen ,kleinbrger1 die sich heibltig und beweglich an ihren ,worten und ,gebrden berauschen1 alle ein wenig ,knstler1 ein wenig ,schauspieler1 ein wenig d',annunzio1 sind in ihrer ,menschlichkeit und ,kindlichkeit so liebenswrdig erlebt und gestaltet1 da sie und ihr ,schicksal zu menschlich-symbolischer ,bedeutung wachsen4 ,ihre ,instinkte glimmen unter der ,asche der tglichen ,eintnigkeit4 ,da zieht eine ,schauspielertruppe in die ,stadt und weht sie nach allen ,seiten zu ,flammen auf4 ,sinnlichkeit und ,liebe1 ,eifersucht und ,ehrgeiz1 vergessene und noch schlummernde ,leidenschaften wirbeln knisternd hoch4 ,der ,kampf zwischen ,priester und ,advokat1 ,reaktion und ,fortschritt teilt und erregt die ,massen4 ,die ,glocken der ,kirche und die ,melodien der ,oper streiten miteinander4 ,doch aus dem ,feuer der ,leiden und ,leidenschaften glht die ,blume der ,vershnung1 der ,verbrderung1 der ,liebe zu ,volk und ,menschheit auf3 ,was sind wir6 -- fragt der ,advokat beim ,abzug der ,schauspieler4 -- ,eine kleine ,stadt4 ,was haben uns jene gebracht8 ,ein wenig ,musik4 ,und dennoch -- wir haben uns begeistert1 wir haben gekmpft1 und wir sind ein ,stck vorwrtsgekommen in der ,schule der ,menschlichkeit4 ,fr kurze ,stunden1 fr eilende ,seiten durchzuckt ,heinrich ,mann1 den heimatlosen ,literaten1 das ,wesen und ,glck des epischen ,dichters3 ,was macht diese ,dinge gro8 ,da ein ,volk sie mitfhlt1 ein ,volk6 das wir lieben6 ,ich habe ein ,volk gesehen6 ,ich wute es1 wir seien nicht allein2 ein ,volk hre uns6 ,wir wecken seine ,seele1 wir444 ,und es gibt sie uns6 ,thomas ,mann1 dem ,verfallsepiker des ,brgertums -- eines patriarchalisch-aristokratischen ,brgertums -- in der ,grundstimmung verwandt ist der ,verfallsepiker des ,adels3 ,eduard ,graf von ,keyserling 7#ahee-aiah474 ,wie ,lbeck die brgerlichen ,lebensformen1 so hat ,kurland1 ,keyserlings ,heimat1 die ,lebensformen des ,adels am lngsten und reinsten behauptet4 ,mehr als ,keyserling vor dem grausigen ,kriegsschicksal der baltischen ,provinzen ahnen konnte1 steht auch er am ,ende einer ,entwicklung1 ein ,zugehriger und ,auenseiter4 ,in ,mnchen erlebt der ,alternde1 krnklich1 gelhmt1 gekrmmt1 zuletzt erblindet1 vom ,krankenstuhl und -bett aus die ,welt seiner ,vter und seiner ,jugend wieder4 ,die tiefe ,heimatliebe des ,epikers und die melancholische1 gtige ,erkenntnis des ,ausgehenden zeichnen die ,menschen1 die ,schicksale1 die ,umwelt dieses stlichen ,gutsadels in schmalen1 erwhlten1 sicheren ,linien1 ,er gibt keine breiten epischen ,fresken1 keine weiten ,geschlechterfolgen wie die ,buddenbrooks1 er gibt in seinen ,romanen ,beate und ,mareile ,dumala1 ,wellen1 ,abendliche ,huser1 ,frstinnen fast novellistische ,einzelbilder2 sie schlieen sich zu einem ,gesamtbild von epischer ,bedeutung4 ,die ,darstellung ist von klarer ,sichtbarkeit und ,farbigkeit1 aber durchzittert von der mden1 melancholischen ,seelenmusik ,hermann ,bangs1 dem sie ,tiefstes verdankt4 ,die ,adelsgeschlechter ,keyserlings haben lngst nicht mehr die naiv-sicheren ,lebensformen ihrer ,vter1 der starken ,leute1 die das ,leben und die ,arbeit liebten1 roh mit den ,weibern und andchtig mit den ,frauen umgingen und einen angeerbten ,glauben und angeerbte ,grundstze hatten1 die um ihre einmal gewhlte ,fahne die ,hnde schlossen3 ,nun vorwrts in ,gottes oder des ,teufels ,namen6 ,ihr ,leben ist in ,wissen und ,handeln zerfallen2 sie haben die ,relativitt ihrer ,lebensformen und -gesetze durchschaut4 ,die alten ,ideale sind zersetzt1 neue noch nicht geschaffen3 ,an meiner ganzen ,generation ist etwas versumt worden 1 sagt von ,egloff in den ,abendlichen ,husern1 unsere ,vter waren kolossal gut1 sie nahmen alles sehr ernst und andchtig4 ,es war wohl dein ,vater1 der gern von dem heiligen ,beruf sprach1 die ,gter seiner ,vter zu verwalten und zu erhalten4 ,na1 wir konnten mit dieser ,andacht nicht recht mit1 nach einer neuen ,andacht fr uns sah man sich nicht um4 ,und so kam es denn1 da wir nichts so recht ernst nahmen1 ja selbst die ,vter nicht4 ,aber die adelige ,gebundenheit ihres ,blutes schreckt zurck vor dieser ,willkr1 die ihnen zuchtlos scheint1 vor dieser ,freiheit1 die den ,mden nicht zur schpferischen ,erneuerung dienen kann4 ,gegen ihre ,hellsicht flchten sie in die ,tradition ihrer ,vter zurck3 444,unsere ,gesetze hier -- ,glauben ,sie an diese ,gesetze8 ,ich glaube nicht an sie1 aber ich gehorche ihnen4 ,wie ,thomas ,buddenbrook werden sie zu den ,helden und ,schauspielern der alten ,ideale4 ,je weniger sie ihnen innerlich eins sind1 desto sorgsamer unterstellen sie sich ihnen4 ,haltung6 ,tenue6 ,in allem inneren und ueren ,leben die ,tradition wahren6 ,wohlgeordnet1 festgefgt1 bis in jede ,tagesstunde bestimmt6 ,du und ich sind zu gut erzogen1 um in ein ,drama zu passen4 ,aber an diese starre1 unterhhlte ,konvention klopft das ,leben4 ,die ,natur1 die aus der frhlingswilden1 sommerschwlen ,landschaft1 den ,wldern und dem ,meere1 aus dem animalisch-vegetativen ,leben der ,gutsdrfer steigt1 treibt in den jungen ,komtessen1 die1 kleine berauschte ,gespenster1 vor ,verlangen zittern1 drauen umzugehen1 und wenn sie hinauskommen1 nicht atmen knnen1 treibt in den jungen ,baronen1 die das ,erotische aus den schtzenden ,konventionen in die ,kmpfe und ,gefahren sinnlich-seelischer ,abenteuer drngt4 ,keiner dringt durch zur ,freiheit1 sie fallen oder flchten zurck4 ,das ,leben wird zum ,schatten und ,traum3 ,man lebt hier1 als ob man gleich erwachen mte1 um dann erst mit der ,wirklichkeit zu beginnen4 ,eine dunkle ,traurigkeit machte sie todmde4 ,all das still zu ,ende gehende ,leben um sie her schwchte auch ihr ,blut1 nahm ihr die ,kraft1 weiterzuleben2 wir sitzen still und warten1 bis eins nach dem anderen abbrckelt4 ,neben der adeligen und brgerlichen wird die ,zersetzung der buerlichen ,formenwelt nur von der materiellen ,seite episch bedeutsam gestaltet durch ,wilhelm von ,polenz' ,bttnerbauern 7#ahie7 und ,peter ,roseggers ,jakob der ,letzte4 ,diese uere ,not der buerlichen ,welt ist durch die wirtschaftliche ,entwicklung behoben1 ihrer inneren ,zersetzung1 die da und dort merkbar wird 7vgl4 ,josef ,ruederers ,komdie ,die ,fahnenweihe1 #ahie71 begegnet der lebendig nahe ,zusammenhang mit der ,natur1 der ,landschaft1 den ,jahreszeiten4 ,aus ihnen quellen jene ,formenkrfte1 die das buerliche ,leben immer wieder von ,grund aus aufbauen und erneuern1 wie sie ,knut ,hamsun im grten modernen ,bauernroman1 einem wahrhaft altepischen ,werke1 dargestellt hat1 im ,segen der ,erde4 ,unseren ,bauerndichtern ist die ,strenge und ,gre dieses ,zusammenhanges kaum deutlich geworden4 ,ganghofer ist oberflchlich und sentimental1 auch ,rosegger ist in aller ,volkstmlichkeit und ,liebenswrdigkeit zu unproblematisch im tieferen ,sinne -- nur die ,schriften des ,waldschulmeisters und ,des ,gottsucher ragen hervor --1 ,gustav ,frenssens einst so berhmte ,romane 7,jrn ,uhl1 #aija7 sind zwar voll landschaftlicher ,stimmungskunst1 aber in der ,weltanschauung des liberalen protestantischen ,pfarrers zwiespltig und verschwommen1 in der ,charakterisierung der ,hauptpersonen romanhaft1 in der ,gesamtdarstellung lehr- und predigerhaft1 ohne ,kraft des ,aufbaus1 ohne ,einheit der inneren ,form4 ,erdkrftiger wurzeln ,ludwig ,thomas ,bauernromane ,andreas ,vst und ,der ,wittiber1 sie bleiben aber naturalistisch gebunden4 ,hermann ,stehrs ,heiligenhof fehlt zur grbelnden ,mystik seiner ,bauern die natrliche ,flle und plastische ,kraft2 er ist -- wie alle ,romane dieses ,ringenden -- mehr reflektiert als gewachsen4 ber die zersetzten brgerlichen und adeligen ,formenwelten ist die ,entwicklung der deutschen ,kultur und ,epik noch nicht zu neuen ,lebensformen vorgedrungen4 ,die ,grostdte sind ebenso formlos geblieben wie die ,grostadtromane4 ,max ,kretzers ,berliner1 ,michael ,georg ,conrads ,mnchener ,romane sind nichts als ,stoff und ,tendenz4 ,arthur ,schnitzlers ,versuch zu einem ,wiener ,roman groen ,stiles1 ,der ,weg ins ,freie1 ist in der episch bedeutungslosen ,umwelt des ,literaten- und ,judentums zergangen4 ,ein ,arbeiterroman gleich der ,bedeutung von ,zolas ,germinal ist uns nicht geworden4 ,die ,welt der ,arbeiter wird sich ber ,angriff und ,verneinung1 ber die zerbrckelte1 materialistische ,weltanschauung des ,marxismus erst zur eigenen ,form durchringen mssen4 ,aus der modernen ,frauenbewegung hat sich ein besonderer ,frauenroman entwickelt4 ,als ,mutter und ,gattin ist das ,weib der ,urgrund der epischen ,welt1 aber die neue ,zeit reit zahllose ,frauen aus dem ,frieden der ,familie und stt sie in den ,kampf des persnlichen ,schicksals4 ,auch hier sind zersetzte ,lebensformen zu berwinden und zu erneuern4 ,gabriele ,reuters 7geb4 #ahei7 ,romane1 ,aus guter ,familie 7#ahie71 ,ellen von der ,weiden1 ,das ,trnenhaus zeugen davon1 ohne die berzeugung stets in ,darstellung1 die ,tendenz in reine ,menschlichkeit wandeln zu knnen4 ,auch ,helene ,bhlaus 7geb4 #ahei7 polemische ,frauenromane1 wie ,das ,recht der ,mutter und ,halbtier1 vermgen das nicht4 ,wo aber die reine ,weiblichkeit ihrer lebensvollen ,natur durchbricht1 da wachsen aus der lichten ,kindlichkeit ihrer ,jugenderinnerungen die ,weimarer ,ratsmdelgeschichten1 aus der leidgeluterten1 warmen ,mtterlichkeit ihrer ,reife ,der ,rangierbahnhof 7#ahie71 der voll tiefster ,gte1 voll tragischer ,schnheit ist4 ,klara ,viebig 7geb4 #ahfj7 steht den ,problemen des eigentlichen ,frauenromans fern2 sie ist ,naturalistin1 die ,schlerin ,zolas4 ,elementare ,triebe und ,gestalten1 ,massenleidenschaften und ,massenszenen sind ihr ,feld4 ,die ,eiffellandschaft mit ihren wortkargen1 dsteren ,menschen1 die -- einmal geweckt in ihren ,leidenschaften -- furchtbar ausbrechen1 gibt ihr die besten ihrer ,romane3 ,das ,weiberdorf1 ,vom ,mllerhannes1 ,das ,kreuz im ,venn4 ,mit scharfer ,beobachtung und sicherer ,technik packt sie ihre ,gestalten und ,probleme von auen1 mehr eine geschickte ,schriftstellerin als formende ,knstlerin4 ,weit ber die ,welt der ,frauenromane1 ber die ,welt selber hinaus fhren die ,romane ,ricarda ,huchs 7geb4 #ahfd74 ,ein durchaus romantisches ,lebensgefhl1 die ,sehnsucht nach ,unerreichbarem durchschimmert und durchglht sie4 ,aber das ,unerreichbare ist hier nicht das ,unendliche1 sondern das ,leben1 das in all seiner ,schnheit1 ,kraft und ,vollkommenheit doch ein unaufhaltsames1 stetiges ,vergehen ist4 ,obwohl alle wissen1 wie traurig und flchtig das ,dasein ist1 wie es keinen ,sinn hat1 die ,dinge so fest ans ,herz zu schlieen1 die wir nach einem bangen ,augenblick wieder wegwerfen mssen und nie mehr sehen1 bleibt es doch aller ,bestimmung und ,seligkeit1 die himmelhohe ,flamme des ,lebens mit dem ,strahl ihres ,wesens zu nhren4 ,o ,leben1 o ,schnheit6 singt es durch alle ,dichtungen ,ricarda ,huchs4 ,die schauerliche ,wollust1 in der trumerisch splenden ,lebensumflut mitzustrmen1 ist die ,inbrunst all ihrer ,gestalten4 ,nimm uns ,tote wieder1 o ,leben1 singen die ,toten4 ,der ,tod selber singt dem ,leben ein ,liebeslied4 ,eine romantische ,natur -- so steht ,ricarda ,huch in ,reflexion und ,bewutheit auerhalb der ,wirklichkeit4 ,im ,zeitalter der ,romantik htte sie sich sehnend dem ,unendlichen zugewandt2 im ,zeitalter ,nietzsches1 ,bergsons1 ,simmels lodert ihr ,wollen und ,sehnen in metaphysischer ,glut zum ,endlichen1 zur ,wirklichkeit1 zum ,leben zurck4 ,das ,leben wird ihr zum hchsten1 zum einzigen ,wert4 ,ihre ,gestalten sind ,kinder der ,reflexion und der ,sehnsucht wie sie1 oder ihr ,wunsch und ,gegenbild3 ,kinder des ,lebens4 ,metaphysisch klingt -- nach den noch knospenhaften ,erinnerungen von ,ludolf ,ursleu dem ,jngeren -- die ,musik von der ,schnheit und ,furchtbarkeit des ,lebens in den ,skizzen ,aus der ,triumphgasse1 kosmisch klingt sie in ,von den ,knigen und der ,krone4 ber diese metaphysische und kosmische ,gelstheit drngen die historischen ,romane zur ,wirklichkeit1 zum plastisch ,greifbaren1 ,festbeharrenden4 ,die ,geschichten von ,garibaldi gestalten den ,befreier ,italiens zur herrlichsten ,verkrperung1 zum mystisch-gewaltigen ,symbol des ,lebens1 das alle ,lebenssehnsucht der ,dichterin strahlend aufnimmt4 ,wie ein tragisches ,vorspiel zur siegreichen ,erhebung der ,garibaldi-,romane klingt ,das ,leben des ,grafen ,frederigo ,confalonieri1 des dem ,tode verfallenen im ,kerker begrabenen ,helden und ,mrtyrers4 ,in jenen hatte noch episch-plastischer und lyrisch-musikalischer ,stil gewechselt1 hier durchdringen sich beide1 rein1 ruhig1 ausgeglichen4 ,bald aber drngt die ,sehnsucht zur ,wirklichkeit ,ricarda ,huch auch aus dieser ,gelstheit zum einseitigen1 seelisch-herbsten ,bericht der drei ,bnde3 ,der ,groe ,krieg in ,deutschland1 die sie nicht mehr ,roman1 sondern ,darstellung nennt4 ,harte ,gegenstndlichkeit1 strengste ,unpersnlichkeit geben die unerschpfliche ,flle des ,dreiigjhrigen ,krieges1 der ,geschehnisse1 der ,vlker1 der ,generationen4 ,historisches1 ,kulturgeschichtliches1 ,religionsgeschichtliches1 ,diplomatisches1 ,strategisches1 ,biographisches treibt in endloser ,bilderfolge1 in gleichgltigem epischem ,strom vorber4 ,gestalten und ,schicksale tauchen auf und sinken unter1 ruhelos1 bergraut von einem lastenden ,himmel1 der sich immer tiefer herabsenkt4 ,der ,strom der ,individuation selber scheint an uns vorberzuziehen und uns in erdrckender ,traurigkeit die lhmende ,frage ,friedrich ,spees zuzurauschen3 ,das eine hatte er erfahren3 unermelich weit war die ,erde von ,gott2 und wenn sie nun1 so fragte er sich zuweilen schaudernd1 unerreichbar weit von ihm wre8 ,aus der ,wirklichkeit1 die sie hier endlich gefunden1 klagt der ,dichterin das alte ,lied ihrer ,seele dunkel und erstarrt entgegen4 -- ,in der ,geschichte den tieferen ,sinn des ,lebens zu suchen1 den die zersetzte ,gegenwart ihnen vorenthlt1 ist die ,ausflucht mehrerer ,epiker geworden1 am bedeutsamsten fr ,wilhelm ,schfer 7geb4 #ahfh7 im ,lebenstag eines ,menschenfreundes4 ,wie in diesem ,pestalozzi-,roman die ,wanderung des unermdlichen ,volks- und ,menschenfreundes durch ,suchen1 ,irren1 ,leiden1 ,verspottung und ,verrat zur neuen ,menschlichkeit aufwrts dringt1 als ,landwirt1 ,armennarr und ,schriftsteller1 als ,waisenvater und als ,winkelschulmeister1 bis endlich der ,greis seinen ,menschheitsweg erkannt und erkmpft und der europischen ,erziehung erschlossen hat1 das ist in ergreifender1 reiner ,menschlichkeit1 in epischer ,schlichtheit und ,klarheit dargestellt4 ,die ,tapferkeit und ,siegkraft dieses einzelnen und ,vergangenes wird ,vorbild und ,aufgabe allen ,knftigen4 -- -- -- ,gegenber dem industrialisierten1 von ,grostdten zersetzten ,norden ,deutschlands ist der ,sden reicher an ,unmittelbarkeit1 ,menschlichkeit1 ,wurzelkraft geblieben4 ,emil ,strau und ,hermann ,hesse wachsen aus diesem ,zusammenhang4 ,emil ,strau 7geb4 #ahff7 hat sich ,heimat und ,fremde1 ,baden und ,brasilien1 als ,dichter1 ,bauer und ,farmer vertraut und eigen gemacht4 ,voll mnnlicher ,klarheit und ,tatkraft hat er mit dem ,leben gerungen1 ohne durch ,enttuschung1 ,leid und ,krankheit niedergeworfen oder ungerecht zu werden4 ,in ,freiheit1 ,liebe und ,gte blieb er der ,sieger4 ,er sieht und zeichnet die ,wirklichkeit in festen1 sicheren ,linien und berglnzt sie doch mit dem berirdischen ,schimmer seines ,humors4 ,im ,engelwirt schildert er einen ,schwaben1 der das ,schicksal berlisten will1 der -- da ihm die eigene ,frau keinen ,erben schenkt -- sich in schlauer ,ausflucht an die ,magd heranmacht4 ,statt des ,buben kommt aber ein ,mdel1 und ,spott und ,lcherlichkeit umschwirren ihn4 ,gekrnkt in seiner ,schwabenschlauheit und -eitelkeit1 geht er mit der ,magd und dem ,kind heimlich davon nach ,brasilien1 um dort noch bler genarrt1 geprellt1 geduckt zu werden4 ,als die ,magd stirbt1 kehrt er kleinlaut und zerknirscht heim zur verlassenen ,frau1 die ihn ohne ,staunen1 ohne ,vorwurf1 mit einem schlichten1 lchelnden ,gru empfngt1 ihm das ,kind abnimmt und in selbstverstndlicher ,frsorge sich ihm widmet3 eine reife1 rstige1 ,gottfried ,kellersche ,frauengestalt1 voll ,freiheit und ,wrme4 ,in ,kreuzungen zeichnet ,strau die ,entwicklung dreier junger ,charaktere1 de aus dem ,zufall erster ,anlagen und ,verhltnisse sich in tapferen ,zwisten lsen1 ihre ,lebens- und ,wesensform selber schaffen und sich im ,wirkungskreis der ,menschheit einen ,platz erobern4 ,im ,nackten ,mann geht er in die ,vergangenheit seiner ,heimat zurck1 ohne die ,bedenken gegen den historischen ,roman zu berwinden4 ,in ,freund ,hein und im ,spiegel aber kommt hinter der herben ,gegenstndlichkeit seiner ,welt die tiefe ,musik seiner ,seele zum klingenden ,ausdruck4 ,in ,freund ,hein zerbricht ein ,gymnasiast1 der in der ,welt seiner musikalischen ,berufung lebt1 an den unnachsichtigen ,forderungen einer wesensfremden ,wirklichkeit4 ,im ,spiegel tnen wie eine zarte ,kammermusik ,erinnerungen aus dem ,leben der ,vorfahren auf1 eine ,lebensmusik von ebensoviel ,seelentiefe als ,seelenklarheit4 ,je nher ,hermann ,hesse 7geb4 #ahgg7 der ,natur verbunden ist1 desto weniger findet er sich in der zersetzten ,formenwelt der ,zivilisation zurecht ,er fhlt sich heimisch in der ,naivitt des italienischen ,landvolkes1 der ,sorgen- und ,selbstlosigkeit des ,landstreichers ,knulp1 der wie die ,blumen4 auf dem ,felde ,gott unmittelbar nahe ist4 ,aus der ,heimatlosigkeit der ,welt flieht ,peter ,camenaind zu ,boppi1 dem armen ,krppel1 der in seinem ,fahrstuhl diesseits allen ,lebenszwiespalts geblieben1 der in ,krankheit1 ,einsamkeit ,armut und ,mihandlung nichts als ,liebt und ,gte gelernt und sich ohne ,scham schwach zu fhlen und in ,gottes ,hand zu geben4 ,und da ,boppi stirbt1 kehrt er von seinen paar ,zickzackflgen im ,reich des ,geistes und der sogenannten ,bildung in sein ,heimatdorf1 den alten ,winkel zwischen ,see und ,bergen1 zurck4 ,in seiner ,lade liegen die ,anfnge einer ,dichtung3 ,ich hatte den ,wunsch1 in einer greren ,dichtung den heutigen ,menschen das grozgige stumme ,lebe der ,natur nahezubringen und lieb zu machen4 ,ich wollte sie lehren1 auf den ,herzschlag der ,erde zu hren1 am ,leben des ,ganzen teilzunehmen und im ,drang ihrer kleinen ,geschicke nicht zu vergessen1 da wir nicht ,gtter und von uns selbst geschaffen1 sondern ,kinder und ,teile der ,erde und des kosmischen ,ganzen sind4 ,so spielen die ersten ,bcher ,hesses weniger zwischen ,mensch und ,mensch als zwischen ,mensch und ,natur4 ,stimmung1 ,sehnsucht1 ,traum und ,allgefhl1 ,wehmut und ,einsamkeit sind ihr ,gehalt4 ,die weichen ,umrilinien der ,gestalten verschwimmen4 ,aber ber ,gertrud und ,rohalde wchst ,hesse zum ,demian1 der die ,geschichte seiner ,jugend zum ,symbol des gegenwrtigen1 suchenden und ringenden ,menschenlebens gestaltet4 ,die ,wertlosigkeit der heutigen ,ideale die ,unwahrheit der heutigen ,gemeinschaften1 der ,menschen1 die alle fhlen1 da ihre ,lebensgesetze nicht mehr stimmen1 da sie nach alten ,tafeln leben1 wird nicht in breitem1 epischem ,fresko1 aber in der sehnschtigen ,entwicklung eines ,einzelnen dargestellt4 ,diese ,welt1 wie sie jetzt ist1 will sterben1 sie will zugrunde gehen und sie wird es4 ,aber aus ihrem ,untergang1 aus dem ,getmmel und ,grausen des ,weltkrieges keimt eine neue ,gemeinsamkeit4 ,in der ,tiefe war etwas im ,werden4 ,etwas wie eine neue ,menschlichkeit4 ,denn viele konnte ich sehen1 und mancher von ihnen starb an meiner ,seite -- denen war gefhlhaft die ,einsicht geworden1 da ,ha und ,wut1 ,totschlagen und ,vernichten nicht an die ,objekte geknpft waren4 ,nein1 die ,objekte1 ebenso wie die ,ziele waren ganz zufllig4 ,die ,urgefhle1 auch die wildesten1 galten nicht dem ,feinde1 ihr blutiges ,werk war nur ,ausstrahlung des ,innern1 der in sich zerspaltenen ,seele1 welche rasen und tten1 vernichten und sterben wollte1 um neu geboren werden zu knnen4 ,,das ,,drama ,das ,wort ,drama bedeutet ,handlung1 insonderheit ,kulthandlung4 ,denn das ,drama entwickelte sich im alten ,griechenland wie in den christlichen ,staaten ,europas aus den ,tiefen der religisen ,weltanschauung und des ,gottesdienstes4 ,sein letzter ,grund ist die leid- und geheimnisvolle ,zweiheit1 in die alles ,leben zerspalten ist1 in der es fremd1 kmpfend und doch sehnschtig sich gegenbersteht3 der ,gegensatz von ,gott und ,welt1 ,geist und ,natur1 ,idee und ,sinnlichkeit1 ,all und ,ich4 ,nur ein ,gott1 der vom ,himmel herniedersteigt1 der die ,qual und ,zerrissenheit des ,endlichen selber auf sich nimmt1 ,dionysos1 ,christus1 vermag in seinem ,gottmenschentum diese ,gegenstze zu einen und zu lsen4 ,sein ,leiden und sein ,triumph wird zum ,inhalt der ersten ,dramen3 aus den dionysischen ,dithyramben wchst die griechische ,tragdie1 aus der ,liturgie der katholischen ,kirche das ,weihnachts-1 ,passions- und ,osterspiel des ,mittelalters4 ,mit der ,renaissance wird an ,stelle der kirchlichen die philosophische ,weltanschauung ,unter- und ,hintergrund des europischen ,dramas4 ,wie die geheimnisvolle ,zweiheit und ,gegenstzlichkeit des ,lebens in den groen ,systemen der ,philosophen sich darstellt und deutet1 wie bald dieser1 bald jener der beiden ,lebensgegenstze entwertet1 dem anderen untergeordnet1 so die ,einheit erzwungen wird1 dann aber wieder beide zur vollen ,macht erstarken und in unausweichlichem1 unerbittlichem ,kampf sich gegenberstehen3 das begleitet in unbewuter und bewuter ,verbundenheit die ideelle ,entwicklung des deutschen ,dramas4 ,lessings ,dramen wachsen aus ,lebensgefhl und -deutung des ,rationalismus1 ,schillers ,dramen aus ,kant1 ,kleist teilt den ,gegensatz der deutschen ,gefhlsphilosophie gegen ,kant1 um ,hebbel braut die ,atmosphre ,hegels1 ,richard ,wagner findet sich in ,schopenhauer4 ,dann folgt der ,zusammenbruch der groen philosophischen ,systeme1 der ,vormarsch der naturwissenschaftlichen1 materialistischen ,weltanschauung in ,deutschland4 ber die ,nachfahren ,schillers1 ber die ,nachahmer des franzsischen ,gesellschaftsstckes hebt sich seit #ahhh ,gerhart ,hauptmann 7geb4 #ahfb7 mit einem ,drama neuen1 eignen ,stils4 ,aus welchen weltanschaulichen ,zusammenhngen1 welchem ,lebensgefhl war es gewachsen8 ,als #ahhe die slich-leere ,epigonenzeit unserer ,dichtung durch die literarische ,revolution der ,jungen abgelst wurde1 glaubten diese im ,naturalismus eine neue ,lebens- und ,kunstanschauung gefunden zu haben4 ,wilhelm ,scherer verkndete3 ,die ,weltanschauungen sind in ,mikredit gekommen4 444,wir fragen3 wo sind die ,tatsachen8 444,wir verlangen ,einzeluntersuchungen1 in denen die sicher erkannte ,erscheinung auf die wirkenden ,krfte zurckgefhrt wird1 die sie ins ,dasein riefen4 ,diesen ,mastab haben wir von den ,naturwissenschaften gelernt444 ,dieselbe ,macht1 welche ,eisenbahnen und ,telegraphen zum ,leben erweckte1 dieselbe ,macht regiert auch unser geistiges ,leben2 sie rumt mit den ,dogmen auf2 sie gestaltet die ,wissenschaften um2 sie drckt der ,poesie ihren ,stempel auf4 ,die ,naturwissenschaft zieht als ,triumphator auf dem ,siegeswagen einher1 an den wir alle gefesselt sind4 ,arno ,holz und ,johannes ,schlaf glaubten dieser ,weltanschauung1 im konsequenten ,naturalismus die entsprechende ,kunstanschauung erobert zu haben3 ,die ,kunst hat die ,tendenz1 wieder die ,natur zu sein4 ,sie wird sie nach ,magabe ihrer jeweiligen ,reproduktionsbedingungen und deren ,handhabung4 ,in den drei ,skizzen des ,papa ,hamlet1 dem ,drama ,die ,familie ,selicke schufen sie ihrer ,lehre die ,leistung4 ,papa ,hamlet erschien unter dem ,decknamen ,bjarne ,p4 ,holmsen4 ,ihm hat ,gerhart ,hauptmann sein erstes ,drama ,vor ,sonnenaufgang 7#ahhi7 zugeeignet1 als dem konsequentesten ,naturalisten1 in freudiger ,anerkennung der durch sein ,buch empfangenen1 entscheidenden ,anregung4 ,in ,wirklichkeit war diese ,anregung1 war der ganze konsequente ,naturalismus weder fr ,gerhart ,hauptmann1 noch fr irgendeinen ,dichter von entscheidender ,bedeutung2 seine ,lebens- wie seine ,kunstanschauung war unhaltbar4 ,von einer rein beschreibenden ,wissenschaft1 wie der ,naturwissenschaft1 kann man niemals zu einer ,weltanschauung1 zur ,sinn- und ,wertsetzung1 vom ,sein niemals zum ,sollen vordringen4 ,und ebensowenig ist ein bloes ,abkonterfeien des ,lebens durch eine naturalistische ,kunst mglich2 schon der ,erkenntnisproze ist -- hat ,kant dargetan -- kein passives ,abbilden1 sondern ein ,formen der ,wirklichkeit2 alle ,kunst ist die ,umsetzung der natrlichen in eine von ,geist und ,gefhl des ,knstlers stilisierte ,welt4 ,mehr als die ,formenwelt des ,naturalismus1 als seine unhaltbare ,kunstanschauung haben ,anstze zu einer ,lebensanschauung aus der ,stoffwelt des ,naturalismus ,gerhart ,hauptmann den ,weg zu sich selber frei gemacht4 ,dem ,naturalismus der ,form hatte sich fast berall der ,sozialismus des ,stoffs verbunden und in ihm die ,keime eines neuen ,gehalts3 des sozialen ,mitgefhls4 ,zu den sthetischen waren ethische ,tendenzen getreten4 ,die ,entwicklung der ,industrie und der ,grostadt1 die ,einflsse ,zolas1 ,ibsens1 ,tolstois hatte sie geweckt4 ,von der erstarrten und zersetzten ,ideen- und ,formenwelt des dritten ,standes1 des ,brgertums1 hatten sich die jungen ,dichter in sozialem ,mitleid zu der ringenden formbedrftigen des vierten ,standes1 den ,arbeitern1 gewandt4 ,und hier war der ,weg1 der ,hauptmann in seine ,tiefen fhrte4 ,schon seine erste verffentlichte ,dichtung1 das ,epos ,promethidenlos 7#ahhe71 hatte sein soziales ,verantwortungs- und ,mitgefhl bekundet4 ,ergriffen rief sie den ,armen und ,elenden zu3 ,so lat in eurem ,schmutz mich hocken -- ,lat mich mit euch1 mit euch im ,elend sein4 ,und ein ,gedicht von #ahhh sprach die heilige ,leidverbundenheit des ,knstlers und ,menschen aus3 ,ich bin ein ,snger jenes dstren ,tales1 ,wo alles ,edle beim ,ergreifen schwindet4 -- -- -- ,ihr1 die ihr weilt in ,hhen und in ,tiefen1 ,ich bin ihr selbst1 ihr drft mich nicht beneiden6 ,auf mich zuerst trifft jeder eurer ,pfeile4 ,da diese ,leidverbundenheit nicht nur sozialen1 da sie greren3 metaphysischen ,tiefen entwuchs1 wurde der ,urgrund des ,dramatikers4 ,obersalzbrunn1 ,hauptmanns ,geburtsort1 lag unweit der pietistischen ,urgemeinden ,gnadenfrei und ,herrnhut4 ,ihre christliche ,innerlichkeit war ihm daheim und mehr noch im ,hause seines ,oheims zu ,striegau1 das den ,sechzehnjhrigen aufgenommen1 zum ,lebensgefhl geworden4 ,in ihr fhlte er sich dem ,rationalismus und ,materialismus1 der leeren ,kultur des technischen ,zeitalters fremd4 ,aus der ,schein- und ,auenwelt zog es ihn zur wahren1 inneren ,welt3 zur ,welt der ,seele4 ,die aber offenbarte sich ihm nicht bei den ,satten1 ,besitzenden1 ,hochmtig-,klgelnden1 sondern bei den ,armen im ,geiste1 den ,ringenden und ,leidenden4 ,in ihnen glhte der ewige ,funke1 und sie eroberten und behaupteten ihn im ,sturm und ,streit ihres ,schicksals1 nicht mindere ,helden in diesem metaphysischen ,kampf als die ,heroen der groen ,tragdie4 ,ihnen fhlte sich der ,dramatiker ,hauptmann verbunden1 nicht sozial nur1 wie der ,epiker ,zola seinen ,gestalten1 sondern metaphysisch4 ,in ihrem ,leid stellte er das ,weltleid1 in ihrem ,kampf den ,zwiespalt alles ,lebens dar4 ,die ,dramen1 in denen so das ,stoffliche des ,naturalismus und ,sozialismus berwunden1 in denen diese ,weltanschauung ,gestalt geworden ist1 sind ,die ,weber 7#ahib71 ,hanneles ,himmelfahrt 7#ahic71 ,fuhrmann ,henschel 7#ahih71 ,rose ,bernd 7#aijc74 ,der ,aufstand der ,weber im ,jahre #ahdd war ,hauptmann aus ,erzhlungen des eigenen ,grovaters1 der noch ,weber gewesen1 vertraut4 ,ein ,buch ,alfred ,zimmermanns ,blte und ,verfall des ,leinengewerbes in ,schlesien 7#ahhe7 gab den persnlichen ,einzelheiten geschichtlichen ,zusammenhang4 ,den ,antrieb gab die soziale ,erregung der ,zeit4 ,aber der ,kampf der ,weber wurde ,hauptmann zum erschtternden ,abbild alles ,menschheitskampfes4 ,wie hier die ,fabrikanten und die ,kreaturen der ,fabrikanten bis zum jngsten ,lehrling den hungernden1 verhungernden ,webern entgegenstehen1 hartherzig1 hohnlachend1 whrend die abgemergelten ,kinder ohnmchtig zu ,boden schlagen1 whrend die entkrfteten ,greise verwirrt werden und in ,zungen reden1 das bedeutet nicht mehr einen sozialen ,zwiespalt1 der mit ,geld und ,brot geschlichtet werden knnte1 es bedeutet die metaphysische ,einsamkeit alles ,endlichen1 das brckenlose ,nichtverstehen und ,miverstehen von ,mensch zu ,mensch4 ,und wenn nach not- und arbeitdumpfem ,leben1 am ,rande des ,grabes die alten ,weber in weinendem1 verzweifeltem ,ingrimm ihre ,knochenarme emporrecken3 ,das mu anderscher wer'n1 mir leiden's ni mehr61 so ist das nicht der ,kampfruf sozialer ,rebellion1 so ist das die ,anklage ,karl ,moors3 ,menschen haben ,menschheit vor mir verborgen1 da ich an ,menschheit appellierte1 so ist das der tragische ,aufschrei der ,rtliszene3 ,nein1 eine ,grenze hat ,tyrannenmacht3 ,wenn der ,gedrckte nirgend ,recht kann finden1 ,wenn unertrglich wird die ,last1 greift er ,hinauf getrosten ,mutes in den ,himmel ,und holt herunter seine ewigen ,rechte444 ,der alte ,urstand der ,natur kehrt wieder1 ,wo ,mensch dem ,menschen gegenbersteht444 ,wie stehn fr unsre ,weiber1 unsre ,kinder6 ,den ,unterdrckten ,schillers wird wenigstens das ,wort zur ,befreiung1 der ,gedanke zur ,erlsung4 ,hin ist die ,kreatur in der ganzen ,dumpfheit und ,gebundenheit des ,endlichen4 ,und wenn sie anmarschieren gegen ihre ,peiniger3 ,am liebsten wr ich abgestiegen und htte glei jed'm a ,pulverle gegeben -- erzhlt ,chirurgus ,schmidt1 der vorberfuhr -- ,da trottelt eener hinter'm andern her wie's graue ,elend und verfiehren ein ,gesinge1 da een' fermlich a ,magen umwend't2 und wenn der greise ,baumert als ,rebell erscheint1 von den paar ,tropfen ungewohnten ,alkohols unsicher1 einen geschlachteten ,hahn als hchste ,siegestrophe mitfhrend1 und die ,arme breitet3 ,brie -- derle -- mir sein alle ,brieder61 so ist der trostlose ,aufruhr der ,menschheit gegen das ,schicksal1 der tragische ,sehnsuchts- und ,liebesruf aller ,einsamen und ,gehetzten niemals erschtternder symbolisiert4 ,zur hchsten dramatisch-metaphysischen ,gipfelung aber steigt der letzte ,akt4 ,da wendet sich der alte1 fromme ,hilse an seinen ,sohn1 der den ,aufrhrern zueilen will3 nein1 er wird sich nicht empren1 auch am ,rande des ,grabes nicht1 er wei1 da keine ,hilfe und ,erfllung mglich ist in der ,welt des ,irdischen3 ,du hast hier deine ,parte -- ich drieben in jener ,welt4 ,und ich lass' mich vierteelen -- ich hab' ne ,gewiheet4 ,es ist uns verheien4 ,gericht wird gehalten1 aber nich mir sein ,richter1 sondern3 mein ist die ,rache1 spricht der ,herr unser ,gott4 ,gegen diesen ,anwalt des ,jenseits1 der klaglos alle ,leiden des ,diesseits auf sich nimmt1 der -- wie je ein ,schillerscher ,held -- durch eine freie ,aufhebung alles sinnlichen ,interesses die ,tragik des ,lebens berwinden will1 kehrt sich seine ,schwiegertochter1 die unentwurzelbare1 schicksalhafte ,vertreterin des ,diesseits3 die ,mutter4 ,nie hat ein ,held ,schillers oder ,hebbels die tragische ,wucht und ,notwendigkeit seines ,lebensgefhls gewaltiger dargetan3 ,mit ,euren bigotten ,rden444 dadervon da is mir o noch nich amal a ,kind satt gewor'n4 ,derwegen ha'n se gelegen alle viere in ,unflat und ,lumpem4 ,da wurde ooch noch nich amal a eenzichtes ,winderle trocken4 ,ich will 'ne ,mutter sein2 da d's weea6 und deswegen1 da 'd's weea1 winsch ich a ,fabrikanten de ,helle und de ,pest in a ,rachen 'nein4 ,ich bin ebens 'ne ,mutter4 -- ,erhlt ma' woll so a ,wirml86 ,ich hab' mehr geflennt wie ,oden geholt von dem ,augenblicke an1 wo aso a ,hiperle uf de ,welt kam1 bis d'r ,tod und erbarmte sich drieber4 ,ihr babt euch an ,teiwel geschert4 ,ihr habt gebet't und gesungen1 und ich hab' mir de ,fiee bluttig gelaufen nach ee'n eenzigten ,neegl ,puttermilch4 ,wie viel hundert ,nchte hab ich mir a ,kopp zerklaubt1 wie ich ok und ich keente so a ,kindl ok a eenzicb ,mal um a ,kirchhof 'rumpaschen4 ,was hat so a ,kindl verbrochen1 h8 und mu so a elendigliches ,ende nehmen -- und drieben bei ,dittrichen1 da wer'n se in ,wein gebad't und mit ,milch gewaschen4 ,nee1 nee3 wenn's hie losgeht -- ni zehn ,pferde soll'n mich zuricke halten4 ,und das sag ich3 stirmen se ,dittrichcns ,gebude -- ich bin de erschte -- und ,gnade jeden1 der mich will abhalten4 ,schiller hatte des berlieferten ,stoffes und der berlieferten dramatischen ,form wegen im ,wilhelm ,tell1 seinem ,drama der ,volkserhebung1 drei ,handlungen 7,tell-1 ,rtli-1 ,rudenz-,handlung7 nebeneinander laufen lassen4 ,hauptmann wagt es1 die ,masse der ,weber zum dramatischen ,helden zu machen und in einer gewaltigen ,steigerung zum ,gipfel zu fhre4 ,im blichen ,dramenbau wre dies die ,hhe des dritten ,aktes4 ,die ,peripetie fehlt4 ,aber in der ,seele des ,zuschauers drngen sich die zwei letzten1 ungeschriebenen ,akte3 sie sieht und leidet voraus1 wie dieses ,huflein ,menschheit umsonst gegen sein ,schicksal aufstand1 wie es ein paar ,stunden sich frei und erlst fhlen darf1 um dann nur um so grausamer i de dumpfe1 leidvolle ,gebundenheit alles ,endlichen zurckgeworfen zu werden4 ,nur wenn ,staub und ,asche des ,irdischen und ,krperlichen verwehen1 wird der gttliche ,funke der ,seele frei3 im ,tode oder im ,traume4 ,das vierzehnjhrige ,hannele1 das vor seinem verkommenen brutalen ,vater in den vereisten ,dorfteich flchtet1 das sich nur frchtet vor dem ,leben1 das so gern in den ,himmel kommen mchte zur ,mutter und zum lieben ,herrn ,jesus1 das im gespenstig-grotesken ,elend des ,armenhauses in ,fiebertrumen sein ,dasein erfllt1 ehe es zu ,ende geht1 wird zum erschtternden und erlsenden ,bild der ,menschenseele4 ,wenig ,dichtungen sind so innerst musikalisch wie diese ,traumdichtung1 die zwischen der ,welt der ,seele und der ,wirklichkeit hin und her geht1 unbehindert und schpferisch4 ,aus den gegebenen ,elementen der kindlichen1 drflichen ,seele1 der ,bibel1 dem ,mrchen1 dem ,vater1 der ,mutter1 dem ,lehrer1 baut sie eine ,welt und ,handlung auf1 die alle tieferen ,beziehungen1 die den metaphysischen ,sinn des ,lebens in sich schliet4 ,in ,fuhrmann ,henschel geht das ,gefhl von der dunklen ,macht der ,umwelt bis zur vollen ,passivitt4 ,aber es ist nicht die ,abhngigkeit vom ,einzelnen1 ,zuflligen -- wie im ,schicksalsdrama alten ,stils --1 die den ,fuhrmann erdrckt1 es ist die unentrinnbare tragische ,verstrickung und ,zwiespltigkeit alles ,endlichen1 die er dumpf erfhlt1 gegen die jeder ,widerstand unntz ist4 ,ein schlichter1 hilfloser ,mensch starrt durch die ,fenster seiner ,kellerwohnung in den nchtlichen ,himmel1 grbelt nach einer ,schuld1 die ihn zu ,boden gerissen1 und findet keine1 grbelt nach einem ,sinn hinter den ,geschehnissen1 die ihn fortdrngen1 und findet keinen1 und bumt sich nicht auf und rcht sich nicht und geht still ins ,dunkel3 ,ane ,schlinge ward mir gelegt1 und in die ,schlinge da trat ich halt nein444 ,meinswegen kann icb auch schuld scin4 ,wer wee 's86 ,ich htt't ja besser kenn'n ,obacht geben4 ,der ,teifel ist eben gewitzter wie ich4 ,ich bin halt blo immer grad'aus gegangen4 ,hauptmann hat den ,fuhrmann ,henschel in der ersten ,sammlung seiner ,werke unter die ,sozialen ,dramen eingereiht1 obwohl dieser ,titel eigentlich nur das erste1 noch tendenzise seiner ,dramen ,vor ,sonnenaufgang trifft ,henschel steht weder sozial sonderlich tief -- er ist ,fuhrwerksbesitzer und hat einen ,knecht unter sich --1 noch ist sein ,schicksal durch seine soziale ,stellung bedingt4 ,auch ,rose ,bernd ist kein soziales ,drama1 wenngleich es so eingestellt ist4 ,man mchte es in die ,reihen der brgerlichen ,tragdien ordnen1 zu ,schillers ,kabale und ,liebe und ,hebbels ,maria ,magdalene1 zumal sich die ,gestalt des ,vaters in allen verwandt geblieben4 ,und doch sprengt die tragische ,gewalt des ,hauptmannschen ,dramas auch die brgerliche ,welt1 ihre verhngnisvolle ,in-sich-,gebundenheit1 und bricht zu den letzten ,tiefen des ,metaphysischen durch4 ,aus naturhafter ,frische und ,lebenslust wird ein ,bauernmdchen aufgescheucht von den ,begierden der ,mnner1 verfolgt und gehetzt wie a ,hund1 in ,schuld und ,meineid gejagt1 bis es das ,leben verneint und verflucht1 bis es am ,straenrande sein ,kind in der ,geburt mit eigenen ,hnden erwrgt1 nicht aus ,furcht vor ,schande3 's sullde ni laba6 ,ich wullte 's ni66 's sullde ni meinc ,martern derleida6 's sulldte duer bleib'n1 wo's hiegehert4 ,die ,natur1 das ,leben selber verneint sich im tragisch-tdlichen ,mitleid dieser ,mutter4 ,in metaphysischer ,einsamkeit und ,gre ragt die ,gefolterte gegen den tragischen ,himmel des ,seins3 ,das iis ane ,welt444 da sein ,sie versunka444 da konn' ,sie mer nischt nimeh antun dahier6 ,o ,jees1 ei ee kleen' ,kmmerla lebt ,ihr mit'nanderl ,ihr wit nischt1 was auern der ,kammer geschieht6 ,ich wi6 ein ,krmpfen hab ich's gelernt6 ,da is444 ich wee ni44 all's von mir gewichen444 als wie ,mauer um ,mauer immerzu -- und da stand ich drau'n1 im ganz'n ,gewitter -- und nischt mehr war unter und ieber mir4 ,immer wieder bricht dieser tragische ,aufschrei aus ,hauptmanns ,dramen4 ,warum bluten die ,herzen und schlagen zugleich8 -- fragt ,michael ,kramer am ,sarge seines ,sohnes4 ,das kommt1 weil sie lieben mssen4 ,das drngt sich zur ,einheit berall1 und ber uns liegt doch der ,fluch der ,zerstreuung4 ,wir wollen uns nichts entgleiten lassen1 und alles entgleitet doch1 wie es kommt6 ,aber aus dem tragischen ,leid wchst die tragische ,liebe4 ber ,grbern und ,leichen finden sich schmerzverkrampfte ,hnde4 ,der ,tod nimmt die ,binde von den ,augen1 von den ,herzen1 ein milder ,erlser1 der ewigen ,liebe ,meisterstck4 ,im ,glashttenmrchen1 ,und ,pippa tanzt 7#aijf7 ist die ,sehnsucht des ,endlichen ,melodie geworden3 ein ,schimmer aus der ,heimat ,tizians1 ein ,bltenkelch aus den ,glasfen ,venedigs1 eine wehende ,flamme3 ,schnheit6 ,schnheit1 nach der alle verlangend haschen1 um die alle tanzen und werben1 die dumpf gebundene ,kreatur1 der alte ,huhn1 wie der wissende1 khl- und hochentrckte1 der greise ,wann4 ,dem sie zu eigen wird1 ,michel ,hellriegel ist der reisende ,handwerksbursche des deutschen ,mrchens1 der treuherzige1 unbefangene1 der ,trumer und ,dichter1 eigen erst als ,schatten und ,traum1 ganz eigen erst dem ,erblindeten1 der die ,augen nach innen aufschlgt1 unbeirrt vom ,wirrsal der ,welt4 ,einmal nur1 im ,armen ,heinrich 7#aijb71 scheint die ,liebe nicht erst im ,tode zu siegen4 ,in ,wahrheit ist auch hier mit dem ,leben gezahlt3 ,ottegebe1 sein klein ,gemahl1 hat es zum ,opfer gegeben fr den ,herrn und ,geliebten1 ist zu ,salern unter dem ,messer des ,arztes gelegen4 ,graf ,heinrich hat sein ,leben dagegen gegeben1 als er ihr ,opfer zurckwies1 als er dem ,messer des ,arztes ,einhalt bot4 ,da ist der reine1 gerade1 ungebrochene ,strom der ,gottheit durch ihn hindurchgegangen1 erlsend und auflsend1 hat im ,wunder der ,liebe den ,aussatz des ,lebens geheilt und ihn aufgenommen in das urewige ,liebeselement4 ,vor der metaphysischen ,leidens- und ,liebestiefe solcher ,werke mssen alle ,versuche ,hauptmanns1 auch zur ,gestaltung sinnlicher1 heidnisch bejahender ,lebenskrfte vorzudringen1 unzulnglich bleiben1 vom ,rautendelein der ,versunkenen ,glocke zu ,gerusind1 ,kaiser ,karls ,geisel1 bis zum ,ketzer von ,soana4 ,ein ,christusroman ,emanuel ,quint4 ,der ,narr in ,christo 7#aiaj7 ist die natrliche ,frucht dieses ,weltgefhls4 ,ein ,armer im ,geiste1 eines trunkenen ,tischlers ,stiefsohn1 in dem ,christus mchtig wird und wiederkehrt in die gegenwrtige ,welt1 um aufs neue verfolgt1 verraten und gemartert zu werden4 ,alles leidvolle ,wissen1 alle heilige ,liebeskraft ,hauptmanns ist in dessen ,christusroman eingegangen1 aber in der ,dumpfheit seiner ,umwelt entringt er sich nicht dem ,sektierer- und ,qukerhaften1 zur ,hhe von ,dostojewskis ,idiot4 ,wie aber ,kleist von der tragischen ,unbedingtheit seines ,lebens und ,schaffens ausruht in der sinnlichen ,lebens- und ,listenflle des ,dorfrichters ,adam1 in der humorvollen ,gestaltung eines parodistischen ,heldenkampfes1 so ruht ,hauptmann im freiem lchelnden ,anteil an der amoralischen1 ungebundenen1 ungebrochenen ,natur der ,waschfrau ,wolff4 ,an ,kraft und ,geschlossenheit des ,aufbaus steht die ,diebskomdie ,der ,biberpelz 7#ahic7 hinter dem ,zerbrochenen ,krug erheblich zurck2 an ,kraft und ,flle ihrer ,hauptgestalt ist sie ihm nahe verwandt4 ,mit ,pippa tanzt 7#aijf7 beginnt die schpferische ,kraft ,hauptmanns zu versiegen4 ,alle spteren ,dramen muten -- wie auch die ,erzhlung ,der ,ketzer von ,soana -- nicht mehr ursprnglich1 sondern literarisch an4 ,es ist bedeutsam1 da ,pippa tanzt zugleich das letzte ,werk ist1 das aus dem ,boden der schlesischen ,heimat wchst4 ,nie war ein ,dramatiker so tief1 so schicksaltief der seelischen und sinnlichen ,atmosphre seiner ,heimat verbunden4 ,da er ihr entwchst in die ,welt seiner literarischen ,erfolge und ,interessen1 der allgemeinen deutschen und europischen ,geistigkeit1 sterben seine tiefsten ,wnsche ab4 ,schon auf der ,hhe seiner ,kraft war ein grogeplanter ,versuch milungen1 eine ,tragdie statt aus der ,natur1 der seelisch-sinnlichen ,natur seiner ,heimat1 aus der ,geschichte aufzubauen3 ,florian ,geyer 7#ahif71 die ,tragdie des ,bauernkrieges war trotz gewaltiger ,einzelszenen in der berflle des ,stoffs und der ,studien steckengeblieben4 ,jetzt sucht ,hauptmann in frnkischen1 italienischen1 griechischen1 peruanischen ,sphren seine verlorene ,lebens- und ,schaffenskraft wieder -- vergebens3 er empfngt nur ,leben aus zweiter ,hand4 ,hauptmanns gerader weltanschaulicher ,gegensatz ist ,frank ,wedekind 7#ahfd-aiah74 ,ist ,hauptmann der ,anwalt der unterdrckten ,seele1 so ist ,wedekind der ,anwalt des unterdrckten ,leibes und ,fleisches4 ,er wendet sich gegen die ,geringschtzung und ,entwrdigung des ,fleisches1 gegen jene1 denen der ,geist das hhere ,element1 der absolute ,herrscher ist1 der jede selbstherrliche1 revolutionre uerung des ,fleisches aufs unerbittlichste rcht und straft 7ber ,erotik74 ,in der ,kindertragdie3 ,frhlings ,erwachen 7#ahia7 -- neunzehn locker gereihten1 kurzen ,szenen im ,stile ,lenz' und ,bchners -- gestaltet er die dunklen ,wirren und ,leiden der ,pubertt1 der aufwachenden sinnlichen ,triebe1 die von allen ,seiten1 von ,eltern und ,lehren1 verleugnet1 verdchtigt und mileitet werden1 ,gymnasiasten und vierzehnjhrige ,schulmdel1 die auf der gefhrlichen ,grenzscheide zwischen ,kindheit und ,reife weglos allein gelassen1 aller ,unruhe und allem ,dunkel der neuen ,lebensmchte preisgegeben und in ,verbitterung1 ,tod und ,selbstmord hinausgedrngt werden1 ,kmpfer1 die an der ,eingangspforte des ,lebens fallen4 ,im ,erdgeist 7#ahie7 formt er dann die volle entfesselte ,macht der ,triebe4 ,in ,lulu zeichnet er die ,urgestalt des ,weibes die schon in der ,bibel1 im ,leben der ,kirchenvter und ,heiligen immer wieder als das dmonische1 verfhrerische sinnliche ,element des ,lebens zerstrend auftaucht1 die ,schlange1 das wahre ,tier1 das wilde1 schne ,tier4 ,sie ward geschaffen1 ,unheil anzustiften1 -- ,zu locken1 zu verfhren1 zu vergiften1 -- ,zu morden1 ohne da es einer sprt4 ,lulu nennt sie der eine1 ,nellie1 ,eva1 ,mignon der andere2 sie hat keinen ,namen1 wie sie keinen ,vater hat3 sie ist das ,urelement der ,schpfung4 ,jeder sieht sie anders1 legt seine ,sehnsucht1 seine ,seele in sie hinein1 behngt sie mit seinen ,trumen und ,phantasien4 ,sie aber bleibt die seelenlose ,kreatur4 ,gleichgltig schreitet sie ber das ,leben der ,mnner hinweg1 die ihr zu ,fen strzen1 immer neue ,opfer fordernd1 in rastloser ,gier -- bis sie demselben ,dmon verfllt1 der sie getrieben1 und 7im #b4 ,teil der ,bchse der ,pandora7 unter dem ,messer ,jack des ,aufschlitzers endet4 ,es war nicht leicht fr ,wedekind1 diesem weiblichen ,urbild sinnlicher ,schnheit und ,wildheit ein mnnliches zur ,seite zu geben4 ,mit der kulturellen ,entwicklung ist die geistige ,kraft zum eigentlichen ,wesen des ,mannes geworden4 ,aber ,wedekind ging in die ,welt der ,zirkusmenschen und ,hochstapler1 der elastischen ,abenteurer1 die in zher ,lebensgier durch ,strom und ,strudel jagen1 untertauchen1 nie untersinken1 immer wieder in die ,hhe kommen4 ,der ,marquis von ,keith 7#aijj7 ist ,wedekinds dramatisch strkste ,gestaltung dieses ,typus4 ,in all diesen ,dramen kann der ,trieb1 das ,fleisch1 nie gegen den ,geist kmpfen1 da er ihn nicht begreifen1 nicht bersehen kann4 ,vertreter des ,geistes1 die gegen das ,fleisch auftreten -- wie ,lehrer und ,pfarrer in ,frhlings ,erwachen --1 sind bloe ,karikaturen4 ,immer kmpfen ,triebe gegen ,triebe4 ,so kommt es nie zur ,klrung und ,lsung1 sondern nur zur ,katastrophe4 ,der ,aufstieg und ,absturz des ,ideendramas zerfllt hier nach der ,zahl der ,akte in ebenso viele parallele ,krisen und ,katastrophen4 ,auch die ,szenen1 die ,dialoge entwickeln sich eher in linearem ,nebeneinander als in einem steigenden ,in- und ,miteinander4 ,denn diese triebhaften1 unbeseelten ,kreaturen sind ganz in sich gebunden1 in die ,einsamkeit alles ,sinnlichen4 ,sie reden nicht zueinander1 sie sprechen aneinander vorbei4 ,und so dunkelt ber dieser lebensverlangenden1 lebensbejahenden ,triebwelt die heimliche ,melancholie der unerlsten ,kreatur1 eine ,tragik1 die tiefer grndet als die ueren ,kmpfe ihrer ,instinkte4 ,die ,bejahung und ,verherrlichung des ,fleisches1 die dem jungen ,wedekind quellende ,natur ist1 wird dem alternden zur ,lehre1 die er predig und verteidigt4 ,all seinen spten ,gestalten gibt er sie in den ,mund4 ,das widerspricht aber dem ,wesen dieser triebhaften ,gestalten1 die nicht ber sich theoretisieren knnen4 ,so zerfllt die durchaus unnaturalistische1 groumrissene1 sinnenbunte ,bildwelt ,wedekinds in graue fanatische ,deklamationen4 ,zwischen den polar bestimmten ,werten und ,welten ,hauptmanns und ,wedekinds schwankt die ungewisse ,welt ,arthur ,schnitzlers 7geb4 #ahfb74 ,die ,wiener ,kultur1 schon in ,grillparzer voll unsicherer ,selbstreflexion1 ist ganz ,ausgangskultur geworden3 ihre ,ideenwelt hat den zwingenden ,gehalt verloren1 nur ihre ,formen sind geblieben4 ,mit ihnen drapiert und maskiert man sich1 man spielt mit ihnen4 ,das ,leben selber wird zum ,spiel4 ,in lchelnder ,skepsis ist man sich dieses ,spiels bewut1 sucht man es zu vervollkommnen und auszukosten4 ,aber die ,schwermut lauert ber jenen ,augenblicken1 wo man des ,spielens mde ist1 wo man auf festem ,ideen- und ,lebensgrund ruhen mchte und nur erkennt3 ,es flieen ineinander ,traum und ,wachen1 ,wahrheit und ,lge4 ,sicherheit ist nirgends4 ,wir wissen nichts von andern1 nichts von uns4 ,wie spielen immer2 wer es wei1 ist klug4 ,in den sieben grazisen ,dialogen des ,anatol 7#ahid7 ist diese ,skepsis und ,mdigkeit1 diese ,selbstreflexion und weiche ,selbstverhtschelung zum erstenmal ,wort und ,gestalt geworden4 ,anatol1 der junge1 verwhnte ,dichter1 der leichtsinnige ,melancholiker der in tndelnden ,abenteuern1 in zrtlicher ,liebe ohne das ,bedrfnis der ,treue sein ,leben vertrumt1 der nur in ,stimmungen lebt und so viel ,mitleid mit sich selbst hat -- keine moralische ,forderung1 kein ,schicksal drfte an diese ,welt klopfen3 sie wrde in ,staub verwehen4 ,aber da sie ganz in sich verbleibt1 nehmen wir lchelnd ,anteil an ihrem weichen1 morbiden ,stimmungszauber1 ihrer ,liebenswrdigkeit und ,gebrechlichkeit4 ,die ,melancholie1 die aus dieser ,welt steigt1 kann sich nie zur wahren ,tragik hrten4 ,auch aus den frstelnden ,schauern des ,einsamen ,wegs3 ,und wenn uns ein ,zug von ,bacchanten begleitet -- den ,weg hinab gehen wir alle allein1 weht weniger ,lebenstragik als ,lebemannstragik4 ,aber wenn in diese ,welt ein ,vorstadtmdel gert mit der ganzen frischen ,innigkeit und ,unbedingtheit seines ,herzens1 die ,liebe gibt und sucht in dieser ,welt der ,liebelei1 dann greift einfache ,tragik ans ,herz4 ,christin'1 die blasse ,violinspielerstochter1 die ihre ,seele hingibt an den leichtsinnig-schwermtigen ,menschen1 der ihr auch in der tiefsten ,stunde wehrt3 ,sprich nicht von ,ewigkeit4 ,es gibt vielleicht ,augenblicke1 die einen ,duft von ,ewigkeit um sich sprhen444 ,das ist die einzige1 die wir verstehen knnen1 die einzige1 die uns gehrt1 wird zu einem holden ,urbild1 zu einem unvergelichen ,klang1 daraus die ,innigkeit und ,traurigkeit eines ,volksliedes weht4 ,die greren ,kompositionen ,schnitzlers lehnen sich an fremde ,stile1 an ,ibsen oder ,shakespeare1 lsen sich in epische ,episoden oder zergehen in dialektische ,konversationszenen1 deren geistreich-schwermutvolle ,feinheit die ,menschen mehr verschleiert und verwischt als gestaltet4 ,nur im ,grnen ,kakadu wird ,schnitzler die ,ausgangswelt1 ja der ,ausgangstag des ancien rgime 7der ,tag des ,bastillensturms7 zum groen historischen ,spiegel des ,wiener ,ausgangs4 ,ein ,irrspiel zwischen ,sein und ,schein1 das den ,verfall aller ,werte1 die ,zersetzung aller ,seele in grellen ,blitzen gespenstig umleuchtet4 ,in einer ,pariser ,vorstadtspelunke improvisieren ,schauspieler zur ,aufpeitschung der hochadligen ,gste ,verbrecherszenen1 die gruselig ,spiel und ,wahrheit mischen4 ,wie verfolgt strzt einer herein und berichtet von seinem frische ,taschendiebstahl1 von einer ,brandstiftung ein zweiter1 einem ,morde ein dritter1 bis ,henri1 der ,genialste ,truppe1 vorstrmt und aufschreit1 er habe eben in der ,garderobe den ,herzog von ,cadignan1 den ,liebhaber seiner ihm gestern angetrauten ,frau1 niedergestochen4 ,die ,mitspieler halten es fr ,wahrheit1 die ,zuschauer fr ,komdie1 einen ,augenblick glauben beide an ,wahrheit -- whrend es jh darauf erst ,wahrheit werden soll3 der ,herzog tritt ein und ,henri ttet ihn wirklich4 ,und indes der ,wirt wie allabendlich eben noch in aufreizendem ,spiel seine hochadligen ,gste als ,schurken und ,schweine begrt hat1 die das ,volk hoffentlich nchstens umbringen werde1 dringen pltzlich die ,bastillenstrmer ein und lassen an der ,leiche des ,herzogs die ,freiheit leben4 ,hier ist das ,lebensgefhl des ,ausgangs3 ,wir spielen immer2 wer es wei1 ist klug1 schicksalhaft vertieft1 das ,schauspielertum des ,lebens und der ,bhne gespenstig gemischt4 ,mit hchster knstlerischer ,bewutheit sind die ,schauer und ,wechsel dieses ,irrspiels in die straffe ,handlung eines ,einakters gebannt4 ,wenn fr ,schnitzler die ,bedeutungslosigkeit der berkommenen ,formen noch ,lebensschicksal ist1 fr ,hugo von ,hoffmannsthal 7geb4 #ahgd7 ist sie nur mehr literarisches ,schicksal4 ,allein in den ersten ,dramen ,der ,tor und der ,tod1 ,der ,abenteurer und die ,sngerin schwingt noch ihr ,erlebnis3 ,schwermut und ,sehnsucht4 ,das erste eine ,dichtung des ,neunzehnjhrigen3 ein junger ,mensch1 der das ,leben zum erstenmal ahnt1 da er es lassen mu3 ,was wei ich denn vom ,menschenleben8 ,bin freiliche scheinbar drin gestanden1 ,aber ich habe es hchstens verstanden1 ,konnte mich nie darein verweben444 ,stets schleppt ich den rtselhaften ,fluch1 ,nie ganz bewut1 nie vllig unbewut1 ,mit kleinem ,leid und schaler ,lust ,mein ,leben zu erleben wie ein ,buch4 ,aber1 da er dem ,tode1 der ihn zu rufen kommt1 entgegenhlt3 ,ich habe nicht gelebt6 zeigt der ihm1 was an ,leben und ,liebe sein gewesen3 unter den ,geigenklngen des ,todes schweben die ,schatten der ,mutter1 des jungen ,mdchens1 des ,freundes vorber1 die einst in ,sorge und ,liebe sich um ihn mhten1 ohne da er ihrer geachtet4 ,er war der ,ewigspielende1 der keinem etwas war und keiner ihm4 ,erst der ,tod lehrt ihn das ,leben sehen -- die se ,schwermut eines ,frhlingsabends webt um diese jungen1 goethisierenden ,verse2 aus weich-verhangener ,ferne trumt ,musik4 ,im ,abenteurer und die ,sngerin schimmern die ,farben und ,wunder ,venedigs auf4 ,auch hier eine ausgelebte ,welt4 ,auch hier ein ,ewigspielender3 ,casanova4 ,fnfzehn ,jahre nach einem seiner vielen ,liebesabenteuer kreuzt dieser flchtige ,faltermensch die ,lagunenstadt und sieht die einst ,geliebte1 die er zum ,leben erweckt1 die ihm glcklichste ,stunden geschenkt1 als ,gattin eines anderen wieder und neben ihr seinen ,sohn4 ,wenige festliche ,stunden1 wenige in ,traum1 ,se1 ,wehmut und ,erinnerung aufschimmernde ,worte4 ,und darber die ,schatten des ,alters und der ,vergnglichkeit4 ,je mehr in den spteren ,dramen ,hoffmannsthals der ,lebensgehalt versickert1 desto ppiger wuchert ihre ,form4 ,die leere ,lebensform des ausgehenden ,wien wird zur leeren literarischen ,form1 einer ppigen barocken ,form1 die ,leben aus zweiter ,hand1 aus ,sophokles1 ,otway1 ,molire berrankt4 ,der sittliche ,gehalt der ,sophokleischen ,elektra1 das tragische ,rcheramt der ,kinder an der eigenen ,mutter1 des ,vaters ,mrderin1 wird -- jenseits aller ,weltanschauung -- zu einer dekorativen1 schwelgerischen1 brandroten ,orgie in ,ha1 ,blut und ,rache4 ,bedeutsam bleiben -- wie bei d',annunzio1 dem er nahekommt -- die artistischen ,werte ,hofmannsthals3 sein ,anteil an der ,entwicklung deutscher ,sprachkunst4 ,klingt bei ,hofmannsthal ,wortmusik1 bei ,richard ,beer-,hofmann 7geb4 #ahff71 dem dritten und tiefsten der ,wiener1 klingt ,seelenmusik4 ,in hinreiendem ,adagio entquillt sie seinem ersten ,drama1 dem ,grafen von ,charolais 7#aijd71 obgleich es einer alten englischen ,vorlage ,massingers und ,fields unglcklich verbunden ist1 obgleich es daher in zwei ,teile zerbricht1 obgleich die ,requisiten des alten ,stcks1 ,leichen1 ,pfndung1 ,ehebruch1 ,mord1 ,selbstmord1 sich peinlich hufen4 ,da ist nicht mehr die ,melancholie des stheten1 da ist eine wehe ,weisheit1 eine milde ,gte1 eine dunkel-goldene ,traurigkeit1 aus ,tiefen1 die seit ,gerhart ,hauptmann keiner mehr durchmessen hat4 ,nur das ,vorspiel zu einem ,dramenzyklus1 zur ,historie von ,knig ,david1 ist seitdem erschienen3 ,jakobs ,traum 7#aiah71 eine symphonische ,dichtung von einer seelischen und religisen ,gewalt1 die sie hoch ber die ,zeit emportrgt4 ,die ,wrde und ,tragik der ,berufung ist ihr ,thema1 ,jakobs ,ringen mit ,gott auf dem ,berge ,beth-,el ihr biblischer ,stoff4 ,wenn der musikalischen und metaphysischen ,gewalt dieses ,vorspiels die ,kraft der ,menschengestaltung in der ,trilogie entspricht1 so wird ,beer-,hofmann in schpferischer ,erneuerung alttestamentlicher ,symbole der deutschen ,dichtung das religise ,drama erobern helfen4 ,hauptmann und in minderem ,grade auch ,wedekind1 ,schnitzler1 ,beer-,hofmann erleben die ,welt unmittelbar in weltanschaulichen ,gegenstzen und in ,gestalten1 die sie verkrpern und ausfechten4 ,fast allen jngeren ,dramatikern ist dieses berpersnliche1 weltgroe ,erlebnis fremd2 sie erleben einseitig1 subjektiv1 nur vom ,gefhl oder vom ,intellekt aus1 und so kommt es nur zu lyrisch-balladesken oder dialektischen ,spannungen4 ,herbert ,eulenberg 7geb4 #ahgf7 bleibt ganz in dumpfen ,gefhl befangen4 ,seine ,helden sind immer die gleichen ,typen und leben nur im ,schwellen und ,ausschwingen ihrer ,gefhlsdurchbrche4 ,er erlebt nur in einer ,richtung und nur in einem ,menschen2 die anderen ,menschen sind ohne eigene ,lebens- und ,gegenkraft fr ,eulenberg wie fr seine ,helden4 ,einsam steht der ,eulenbergsche ,mensch im ,all2 fremde ,mchte werden in ihm wach und jagen ihn in die dunkle ,hlle seines ,blutes und seiner ,trume2 sie verfolgen und erfllen ihn1 wachsen1 rasen und toben in ihm1 bis sie seine ,form zersprengen oder in vernichtenden ,taten den ,ausweg suchen4 ,von auen her dringt nichts in diesen ,vorgang ein4 ,ich hre nichts auer mir1 sagt einer der ,helden2 ich brenne in mir ab1 ein anderer4 ,die ,gegenspieler sind keine ursprnglichen ,gestalten1 sind nur ,blutbilder des eigenen ,innern4 ,so wird kein ,drama1 so kommt es nur zu monologischen1 lyrisch-balladesken ,wirkungen1 zu ,farben und ,stimmungen4 ,der ,gegenpol ,eulenbergs ist ,karl ,sternheim 7geb4 #ahha74 ,er geht ganz vom ,intellekt aus4 ,er erlebt nicht1 er erkennt nur4 ,sein literarischer ,ehrgeiz will stilisieren1 zu ,typen vordringen4 ,aber einen ,typus gewinnt er nicht durch ,flle und ,verdichtung des ,persnlichen1 sondern durch ,konstruktion und ,illustration eines ,begriffs4 ,kurze ,zeit wei seine ,beobachtung1 seine literarische ,erinnerung die ,stilisierung durchzufhren1 dann entgleiten und brechen die ,linien1 die ,personen werden zu ,karikaturen4 ,eine ,komdie wie ,der ,snob ist in ihrer inneren ,unwahrheit1 ihrer ,literaten- und ,theaterkunst1 gar nicht so weit von ,blumenthal und ,kadelburg2 sie ist nur geistreicher und boshafter4 ,seiner ,menschen-wie seiner ,weltanschauung fehlt der organische ,anteil1 das ,ethos1 die ,liebe4 ,es gengt nicht1 die ,welt lcherlich zu machen4 ,humor1 nicht ,witz ist das ,zeichen des ,schpfers4 ,jede ,anschauung will im ,zusammenhang einer ,weltanschauung1 jede ,eigenschaft im ,zusammenhang einer ,seele1 jede ,verzerrung im ,zusammenhang eines ,ideals gedeutet und gestaltet werden4 ,auch der ,satiriker lacht und spottet nicht aus dem ,gefhl billiger berlegenheit1 sondern aus dem ,gefhl der ,verantwortung und der ,liebe4 ber ,wedekind und ,sternheim fhrt der ,weg ,georg ,kaisers1 7geb4 #ahgh74 ,auch er ist ein ,intellektueller1 ein ehrgeiziger ,literat1 ein ,formenknstler4 ,ohne ein ursprngliches ,wesenszentrum berlt er sich den wechselnden ,strmungen der ,zeit4 ,von der ,verherrlichung des ,fleisches la ,wedekind 7,rektor ,kleist1 #aije7 gelangt er zum ideal platonisierten ,denkdrama ,die ,rettung des ,alkibiades 7#aiai74 ,knig ,hahnrei und die ,jdische ,witwe stellen die tragischen ,konflikte ,tristans oder ,judiths in frecher ,jongleurkunst auf den ,kopf4 ,die ,brger von ,calais wissen klug errechnete tragische ,situationen rhetorisch auszukosten4 ,die ,koralle und ,gas diskutieren die sozialen ,probleme der ,gegenwart4 ,an artistischem ,knnen ist ,kaiser ,sternheim bald voraus2 er ist reicher1 beweglicher1 energischer4 ,aber es ist die ,hast der ,nerven1 die ,psychologie des ,intellekts1 die ,technik des ,films4 ,in den sozialen ,dramen -- der ,sphre der ,massen und ,maschinen -- werden der ,bau mathematisch1 die ,menschen mechanisch1 die ,sprache zum ,telegramm4 ,ein ,druck auf die ,feder -- und das ,werk luft ab3 ,rede und ,gegenrede1 ,bewegung und ,gegenbewegung4 ,mit virtuoser ,technik wird die ganze soziale ,stoffmasse in diesem ,rdertreiben zermahlen4 -- ,und schlielich fallen in der ,rettung des ,alkibiades auch die ,schemen dieser ,gestalten2 in ,anlehnung an den platonischen ,dialog wird das ,menschenspiel zum ,denkspiel1 die ,dramatik zur ,dialektik4 ber diese ,artisten ragt ,paul ,ernst 7geb4 #ahff7 an ,ethos der ,kunst- und ,weltanschauung1 aber ihre intellektuelle ,gebundenheit wei er nur ins ,geistige1 nicht ins ,knstlerische zu lsen4 ,er kommt vom naiven ,naturalismus seines ,freundes ,holz und will mit ,wilhelm von ,scholz 7geb4 #ahgd71 der von der ,neuromantik und ,mystik herkommt1 einen neuklassischen ,stil im ,drama begrnden4 ber ,shakespeares individuelle ,gestalten und ,probleme will er zur reinen ,typik der ,griechen zurck4 ,aber er ist ein ,kunstdenker1 kein ,kunstschpfer2 er gibt geistige ,grundrisse statt organischer ,gestalten4 ,tiefer im ,lebensgrunde wurzelt ,scholz1 zumal in der zweiten ,fassung seiner ,tragdie ,der ,jude von ,konstanz 7#aiac71 die der ,hauch ,hebbelscher ,tragik durchweht4 ,ein groes ,drama wchst nur aus einer groen1 ursprnglichen ,weltanschauung4 ,wie die ,lebensformen der ,mutterboden der epischen1 so sind die ,weltanschauungsformen der ,wurzelgrund der dramatischen ,kunst4 ,mit dem ,weltkrieg brachen die ,lebens- und ,anschauungsformen des materialistischen und rationalistischen ,zeitalters zusammen4 ,aus seinem ,chaos schrie die gemarterte ,seele nach ihrem ,recht4 ,jnglinge ballten ihren ,aufschrei zum expressionistischen ,drama1 ,walter ,hasenclever im ,sohn1 ,richard ,goering in der ,seeschlacht1 am strksten ,fritz von ,unruh in ,ein ,geschlecht4 ,lyrische ,entladungen1 ,konfessionen1 ,predigten und ,prophetien gaben sich dramatisch4 ,des spten ,strindbergs unnachahmliches ,traum- und ,seelendrama 7,traumspiel1 ,nach ,damaskus7 wurde unbedenklich zum ,vorbild genommen4 ber den zerfallenen ,formen recke sich der befreite1 von ,urgefhlen trunkene ,mensch empor1 der ,mensch schlechthin1 der sich eins wei mit seinen ,brdern1 nach ,seele1 nach ,gott1 nach einer neuen wahren ,gemeinschaft des ,geistes4 ,aber ekstatische ,schreie1 rauschvolle ,aufrufe1 die ,auflsung aller ,lebensmchte in e i n trunkenes ,urgefhl fhren hchstens zur lyrischen ,grundform4 ,dies neue ,menschheitsgefhl will erst in der ,wirklichkeit erhrtet1 vertieft und geklrt1 in ,zwieklang seiner ,gegenmchte begrenzt und behauptet und in ursprnglichen ,gestalten objektiviert sein1 ehe es zu einem neuen ,drama fruchtet4 ,,die ,,lyrik ,die epische ,dichtung hat bestimmte ,lebensformen1 die dramatische bestimmte ,weltanschauungsformen zum ,unter- und ,hintergrund4 ,der epische ,dichter kann die ,lebensformen nicht selber schaffen -- sie sind die ,voraussetzung seiner ,kunst --1 der dramatische kann die ,weltanschauungsformen hchstens mitschaffen1 aus den gesamten ideellen ,mchten seiner ,zeit heraus4 ,die ,form der lyrischen ,dichtung ist die ,form der ,persnlichkeit4 ,der ,lyriker ist unabhngig in seinem ,schpferwillen1 alles wird ihm ,stoff zu sich selber1 ,welt und ,leben kristallisieren in seinem ,ich4 ,so kann in einer zersetzten ,zeit1 im ,kampf der ,lebens- und ,weltanschauungen der ,lyriker zuerst zur reinen ,form gelangen1 als der ,vorposten der neuen ,menschheit4 ,und dieses ,ringen um den neuen ,menschen1 um das ,brgerrecht einer neuen ,menschheit stellt die deutsche ,lyrik der letzten ,jahrzehnte dar4 #ahhe erschienen die ,modernen ,dichtercharaktere1 eingefhrt von den ,aufstzen ,hermann ,conradis 7#ahfb-ahij7 ,unser ,credo und ,karl ,henckells 7geb4 #ahfd7 ,die neue ,lyrik4 ,die ,gedichtsammlung war die ,absage an die ,epigonenlyrik ,geibels und ,heyses1 an die losen1 leichtsinnigen ,schelmenlieder und unwahren ,spielmannsweisen ,rudolf ,baumbachs und ,julius ,wolffs4 ,diese jungen ,lyriker wollten ,hter und ,heger1 ,fhrer und ,trster1 ,pfadfinder und ,wegeleiter1 rzte und ,priester der ,menschen werden4 ,hermann ,conradi gibt #ahhg in den ,liedern eines ,snders sein lyrisches ,bild4 ,er war der ,innerlichste unter den ,jngeren1 der ,grende1 haltlos ,ringende4 ,er fhlte sich berufen1 die ,gegenstze der ,zeit in ihrer ganzen tragischen ,wucht und ,flle1 in ihren herbsten uerungsmitteln zu empfinden und voll ,inbrunst und ,hingebung die verschiedenen ,stufen und ,grade des ,sichabfindens mit dem ungeheueren ,wirrwarr der ,zeit schpferisch zum ,ausdruck zu bringen4 bergang und ,untergang sah er ringsum1 sich selbst empfand und gestaltete er in seinen ,romanen ,phrasen und ,adam ,mensch als den ,typus des bergangsmenschen1 in den eigenen ,krmpfen sprte er die ,krmpfe der ,zeit1 deren ,krisis er #ahhi in ,wilhelm ,,ii4 und die junge ,generation ahnend kndete3 ,die ,zukunft1 vielleicht schon die nchste ,zukunft3 sie wird uns mit ,kriegen und ,revolutionen berschtten4 ,und dann8 ,wir wissen nur3 die ,intelligenz wird um die ,kultur1 und die ,armut1 das ,elend1 sie werden um den ,besitz ringen4 ,und dann8 ,wir wissen es nicht4 ,vielleicht brechen dann die ,tage herein1 wo das alte1 eingeborene germanische ,kulturideal sich zu erfllen beginnt4 ,vorher jedoch wird diese ,generation der bergangsmenschen1 der ,statistiker und ,objektssklaven1 der ,nchterlinge und ,intelligenzplebejer1 der ,suchenden und ,ratlosen1 der ,verirrten und ,verkommenen1 der ,unzufriedenen und ,unglcklichen -- vorher wird sie mit ihrem roten ,blute die ,schlachtfelder der ,zukunft gedngt haben -- und unser junger ,kaiser hat sie in den ,tod gefhrt4 ,eines ist gewi3 sie werden uns zu ,hupten ziehen in die geheimnisvollen ,zonen dieser ,zukunft hinein3 die ,hohenzollern4 ,ob dann eine neue ,zeit ihrer noch bedrfen wird8 ,das wissen wir abermals nicht4 ,conradis ,leben und ,lyrik ist nie zur persnlichen ,form gedrungen4 ,so tief er darum rang1 die grenden1 brodelnden ,elemente seines ,wesens zur ,einheit zu binden3 ,und ob die ,sehnsucht mir die ,brust zerbrennt3 -- ,auf irrer ,spur -- ,lt mich die ,stunde nur -- ,am einzelnen verbluten4 ,karl ,henckell1 der zweite ,herausgeber der ,modernen ,dichtercharaktere1 verlor sich vorlufig in die ,stofflichkeiten des ,naturalismus und ,sozialismus4 ,er sang ,das ,lied des ,steinklopfers1 ,das ,lied vom ,arbeiter1 ,das ,lied der ,armen1 besang ,das ,blumenmdchen1 ,die ,engelmacherin1 ,die ,nherin im ,erker1 ,die ,dirne1 ,die kranke ,proletarierin4 ,er zeichnete billige satirische ,gegenbilder im ,korpsbursch im ,einjhrig-,freiwilligen ,bopf1 im ,leutnant ,pump von ,pumpsack im ,polizeikommissar ,frchtegott ,heinerich ,unerbittlich4 ,er feierte das ideale ,proletariat3 ,heil dir ,retterheld der ,erde -- ,siegfried ,proletariat -- leuchtend in der ,kraft des ,schnen4 ,er empfand sich als die ,nachtigall am ,zukunftsmeer4 ,durch die jugendliche ,rhetorik und stoffliche ,befangenheit brach die -- sozialistisch gefrbte -- berzeugung einer ,zeitenwende1 eines nahen ,zusammenbruchs1 einer neuen ,zukunft4 rger noch in diese ,stofflichkeit1 in die nchsten ,bilder und ,phrasen der ,zeit verstrickt blieb ,arno ,holz 7geb4 #ahfc7 in seinem ,buch der ,zeit1 ,lieder eines ,modernen 7#ahhe74 ,er glaubte sich schpferisch1 wenn er die ,grostadt1 das ,grostadtelend1 den ,grostadtmorgen1 den ,grostadtfrhling in wsserig strmende ,reime und ,strophen zwang4 ,der geheime ,leierkasten1 den er spter aus jeder ,strophe zu hren glaubte1 klingt berlaut aus diesen jugendlichen ,versifizierungen4 ,und es ist persnlich begreiflich1 da er #ahii schlielich in seiner ,revolution der ,lyrik ,reim1 ,strophe und festen ,rhythmus grundstzlich verwarf und eine ,lyrik proklamierte1 die auf jede ,musik durch ,worte als ,selbstzweck verzichtet1 und die1 rein formal1 lediglich durch einen ,rhythmus getragen wird1 der nur durch d a s lebt1 was durch ihn zum ,ausbruch ringt4 ,im ,phantasmus schuf er dementsprechende1 eindringliche1 duft- und farbenreiche ,stimmungsbilder und -bildchen4 ,in ,julius ,hart1 ,bruno ,wille1 ,john ,henri ,mackay1 dem ,schler ,stirners1 und ,ludwig ,scharf ergnzte und steigerte sich die soziale ,lyrik4 ,richard ,dehmel 7#ahfc-aibj7 vertiefte und beseelte sie4 ,er war der ,freund ,detlev von ,liliencrons 7#ahdd-aiji71 des ,blutlebendigen1 ,lebensbeglckten1 ,erdursprnglichen1 der zwar durch den ,naturalismus erst ganz zu sich selbst befreit wurde1 aber stets reine1 sinnenhafte ,natur war und blieb1 dem ,kampf der neuen ,ideen fremd1 ein voller ,ausklang der alten lyrischen ,linie1 der ,droste1 ,kellers1 ,storms4 ,liliencron kam der ,entwicklung von ,dehmels sinnlicher ,anschauung zur ,hilfe1 wie ,uhland einst dem jungen ,hebbel4 ,dehmel zerbrach die ,kunstanschauung des ,naturalismus3 ,nie ahmt der ,knstler die ,natur nach4 ,weder die sogenannte uere ,natur1 die ,welt der ,dinge1 noch auch die innere1 die ,welt der ,gefhle1 will oder kann er zum zweitenmal1 zum immer wieder zweitenmal1 in die bestehende ,welt setzen1 in diese ,welt der ,wirklichkeiten4 ,er will berhaupt nicht nachahmen2 er will schaffen1 immer wieder zum erstenmal4 ,er will einen ,zuwachs an ,vorstellungen schaffen1 ,verknpfungen von ,gefhlen und ,dingen1 die vorher auseinander lagen1 in der werdenden ,welt unserer ,einbildungen4 ,aus chaotischen ,lebenseindrcken will er einen planvollen ,kosmos schaffen1 nicht ,abbilder des natrlichen1 sondern ,vorbilder menschlichen ,daseins und ,wirkens1 berschauende ,zeit-1 ,welt- und ,lebenssinnbilder4 ,so wird in ,richard ,dehmel zuerst der moderne ,lyriker sich seiner ,aufgabe bewut1 der sinkenden1 zersetzenden ,zeit neue ,formen zu erobern1 in der ,form seiner ,persnlichkeit und in heiliger ,wirkung und ,wechselwirkung1 in immer weiteren ,ringen ber sie hinaus3 ,alle ,kunstwirkung luft schlielich auf das ,wunder der ,liebe hinaus1 das sich begrifflich nur umschreiben lt als ,ausgleichung des ,widerspruchs zwischen ,ichgefhl und ,allgefhl1 ,selbstbewutsein und ,selbstvergessenheit4 ,den ,weg vom ,ichgefhl1 einem neuen1 starken ,ichgefhl1 zu neu bewuten und vertieften ,allgefhl sucht ,dehmels ,leben und ,lyrik4 ,vom sozialen ,gefhl der ,zeit geht er aus4 ,wie kann der geistige ,mensch zur ,herrschaft kommen1 wenn er umgeben bleibt von ,menschen1 die nicht einmal der ,pflege des ,krpers freie ,zeit genug widmen knnen6 ,kann denn das geistige ,dasein sich steigern1 wenn jedermanns ,sinne voll geistiger ,unlust sind8 ,und kann der ,geist des einzelnen wachsen1 wenn kein geneinsamer ,boden sich bildet1 der seine ,seele zum ,wachstum anreizt8 ,aus dieser leidenden ,bruderliebe1 aus diesem ,wissen um das ,verbundensein alles ,volkslebens wachsen seine sozialen ,gedichte ,zu eng1 ,vierter ,klasse1 ,der ,mrtyrer1 ,jesus der ,knstler1 ,bergpsalm3 ,dort pulst im ,dunst der ,weltstadt zitternd ,herz6 ,es grollt ein ,schrei von ,millionen ,zungen ,nach ,glck und ,frieden3 ,wurm1 was will dein ,schmerz6 ,nicht sickert einsam mehr von ,brust zu ,brsten ,wie einst die ,sehnsucht1 nur als stiller ,quell2 ,hier sthnt ein ,volk nach ,klarheit1 wild und grell1 ,und du schwelgst noch in ,wehmutslsten8 ,die beiden klassischen sozialen ,lieder formen sich3 ,erntefeld 7,es steht ein goldnes ,garbenfeld7 und ,der ,arbeitsmann 7,wir haben ein ,bett1 wir haben ein ,kind74 ber die ,lebens- und ,liebeseinheit des eigenen ,volkes1 durch die es dem hunderttausendfachen ,bann der ,lebensnot und -niedrigkeit entwchst1 drngt ,dehmels ,traum und ,leidenschaft zur ,menschheitsstunde3 ,bis auch die ,vlker sich befrei'n -- ,zum ,volk6 -- m e i n ,volk1 wann wirst du sein8 ,und ber die ,menschheit hinaus strmt sein ,lebenswille ins ,weltall3 ,wir ,welt6 ,das ist das letzte ,ziel1 die ,durchdringung von ,eins und ,all4 ,den ,weg fhrt uns die ,liebe3 ,wer so ruht an einem ,menschenherzen -- ,ruht am ,herzen dieser ganzen ,welt4 ,dieses ,mysterium kndet der ,roman in ,romanzen3 ,zwei ,menschen dreimal #cf ,gedichte und drei ,vorsprche zu je zwlf ,zeilen1 die zusammen wieder #cf ,zeilen ergeben4 ,alle ,gedichte haben den gleichen ,aufbau3 eine ,naturschilderung als ,einleitung1 die ,worte des ,mannes1 die ,worte der ,frau1 ein paar ,schluzeiten1 die in neuer ,einheit die ,seelenstimmung zusammenfassen4 ,diese ,strenge der ,gliederung schafft architektonische ,schnheit1 aber hemmt und verbaut auch4 ,es kommt weder zur reinen epischen ,erzhlung noch zum reinen lyrischen ,ausstrmen4 berhaupt bleiben die epischen ,elemente1 die eigentliche ,handlung1 die ,flle der ,schaupltze1 bedenklich stofflich4 ,hinreiend ist der ekstatische berschwung der ,grundstimmung1 der zwei ,menschen aus ihrer ,einzelhaft1 durch die ,liebe1 zur ,verbundenheit mit der ,natur1 der ,menschheit1 dem ,weltall1 zum ,weltglck fhrt1 bis selbst der ,tod sie nicht mehr schreckt3 ,wir sind so innig eins mit aller ,welt1 ,da wir im ,tod nur neues ,leben finden4 ,so wchst ,dehmels ,ich-,bewutsein in immer weiteren ,kreisen zum ,weltbewutsein1 nicht nur im ,gefhlsrausch des ,lyrikers1 sondern im menschheitlichen ,vorkampf4 ,die ,harmonien zwischen ,mann und ,weib offenbaren sich ihm nur darum so machtvoll1 weil er abgrndige ,disharmonien durchlitten und durchschritten hat4 ,seelische ,helle wchst aus sinnlichem ,dunkel4 ,die ,verwandlungen der ,venus zeichnen -- stofflich berlastet -- diesen ,weg der ,luterung3 ,aus dumpfer ,sucht zur lichten ,glut4 ,alle ,menschheitsbeziehungen werden in ihrem ,doppelspiel von ,ha und ,liebe1 von ,selbstbehauptung und ,hingabe neu zur ,frage gestellt4 ,wie ,mann und ,weib sich gegenberstehen1 so ,vater und ,sohn4 ,im ,kampf der ,generationen1 der alten und jungen ,weltanschauung ruft er als ,vater -- als erster ,vater6 -- seinem ,sohne zu3 ,sei du6 ,sei du6 ,und wenn dereinst von ,sohnespflicht1 ,mein ,sohn1 dein alter ,vater spricht1 ,gehorch' ihm nicht6 ,gehorch' ihm nicht6 ,als der ,weltkrieg ausbrach1 da war es ,dehmel1 dessen tapferer ,lebensglaube stets gewesen1 durch die ,zeit hindurch zur neuen ,zeit und ,form sich vorzuringen1 ,pflicht und ,bedrfnis1 als einundfnfzigjhriger1 ungedienter1 gemeiner ,soldat in das ,heer zu treten und den ,entscheidungskampf der neuen ,menschheit mitzufechten3 ,die ,begleitumstnde sind allerdings scheulich1 aber das ,hauptziel des ,kampfes ist herrlich und heilig2 denn wir wollen den ,frieden auf ,erden schaffen1 a l l e n ,menschen zum ,wohlgefallen444 ,etwas mehr ,himmelsluft wird sich doch nach diesem reinigenden ,sturm ausbreiten1 bei uns selbst wie im ganzen ,vlkerverkehr4 ,und was war der ,hauptgrund1 warum ich alternder ,mann zur ,waffe griff1 nicht blo aus ,vaterlandsliebe und ,abenteurerlust2 da mein ,krper noch krftig genug dazu ist1 mu ich ihn einsetzen fr die geistige ,zukunft4 ,als ,soldat der neuen ,menschheit ist er gestorben1 an einer ,venenentzndung1 die er sich im ,kriege zugezogen4 ,das ,kmpferpathos ,dehmels1 das anfangs dem jungen ,schiller nah ist1 bevorzugt die charakteristische vor der musikalischen ,form4 ,jeder ,gltte in ,bild1 ,rhythmus und ,strophe setzt er herbe ,eigenheiten entgegen4 ,der vierzeiligen ,strophe gibt er eine fnfte ,zeile mit1 ohne ,reim1 von besonderem ,rhythmus4 ,bild und ,versform wirken oft geschmiedet und gehmmert4 ,auch seine impressionistischen ,naturbilder sind keine nachgiebige ,eindruckskunst1 sind ,umwandlung blicher1 erstarrter ,anschauungen in charakteristische1 von innen bewegte ,bilder4 ,in der ,herbheit der inneren und ueren ,form ist ihm ,paul ,zech 7geb4 #ahha7 verwandt4 ,soziales ,ethos erfllt und durchbebt sein buerisch-westflisches ,blut4 ,einige seiner ,vter schrften ,kohle4 ,er selber hat nach ,vollendung seiner ,studien in tiefster sozialer ,verbundenheit nicht nur als ,dichter1 sondern zwei ,jahre auch als ,mensch1 als ,arbeiter1 am ,leben der ,bergleute teilgenommen in ,bottrop1 ,radbod1 ,mons und ,lens4 ,in den ,vers- und ,novellenbchern ,das schwarze ,revier1 ,die eiserne ,brcke1 ,der schwarze ,baal zieht sein ,ethos die ,machthaber1 die ,harthrigen und ,verblendeten vor ,gericht1 ,gte und ,menschlichkeit fr alle zu fordern4 ,die ,stoffwelt des jungen ,naturalismus kehrt wieder3 ,fabriken1 ,zechen1 ,sortiermdchen1 ,frser1 aber durchseelt von einem ,ethos und ,pathos1 das aus religisen ,tiefen1 aus ,christi ,herzen steigt und zur ,neuen ,bergpredigt berufen ist4 ,dieser religisen ,menschheitsverbundenheit mute der ,weltkrieg1 ,weltha und -gemetzel1 die ,zech als ungedienter gemeiner ,soldat in den furchtbaren ,kmpfen 7,verdun und ,somme7 miterlebte1 zum apokalyptischen ,grauen1 zur ,snde wider den ,heiligen ,geist werden4 ,von den tausend ,kriegslyrikern hat ,zech allein von ,anfang an den ,krieg in seiner metaphysischen ,bedeutung erlebt und gestaltet4 ,seine ,gedichtbcher ,golgatha und ,das ,terzett der ,sterne reien den ,krieg aus den historisch-politischen ,verknpfungen vor das ,angesicht ,gottes4 ,ewig sind wir ,kain4 ,unser ,dasein heit3 vernichten6 ,kme tausendmal noch ,christi ,wiederkehr3 ,immer stnden ,henker da1 ihn hinzurichten4 ,fluch der ,welt ist1 da uns ,abel kindlos starb4 ,zweitausend ,jahre noch nach ,golgatha -- ,gttliche ,jugend blutig auf der ,bahre6 ,und immer neue ,mtter stieen ihre ,knaben -- ,in immer helleren ,scharen in das ,feld -- ,als wr vernarrt die ganze ,welt -- ,den ,mord hinfort als ,hausaltar zu habe8 -- 444,da du1 ,gekreuzigter1 nicht von dem ,holz -- ,herabsprangst und mit ,geieln auf die ,menge hiebst -- ,und klein zurck auf ihren ,ursprung triebst4 ,seit jenen ,tagen braust durch das verfhrte -- ,geschlecht ein schriller ,ton -- ,wie ihn schon einmal ausstie der verlorene ,sohn4 ,aber den wilden ,lrm der ,schlachten berschwillt die ,musik der ,sterne1 wenn im ,dmmern der ,nacht ,gott aus den ,mauerflanken anderer ,erden ein ,orgelhaus erbaut2 dann lsen sich die erdengrauen ,kmpfer aus ,blut und ,schlamm der ,schtzengrben ins ,licht und ,lied der ,sterne und singen mit dem ,brderheer der ,toten und den brausenden ,stimmen der ,wlder die groe ,schpferfuge3 ,zuletzt ist ,gott nur noch alleine ,zuckender ,puls im ,all444 ,weit ber ,wind und ,wassern hmmert seine ,urewigkeit wie ,flgel von ,metall4 ,ist ,zechs ,menschenglaube und -liebe von alttestamentlichem1 prophetischem ,eifer der ,klage1 des ,zorns1 der ,forderung1 so ist ,franz ,werfels 7geb4 #ahij71 des ,pragers1 ,liebe zur ,welt und ,menschheit weicher1 inniger1 mystischer4 ,er stellt des ,laotse ,wort vor seine ,gedichte3 ,das ,allerweichste auf ,erden berwindet das ,allerhrteste auf ,erden und ,dostojewskis ,wort3 ,was ist die ,hlle6 ,ich glaube1 sie ist der ,schmerz darber1 da man nicht mehr zu lieben vermag4 ,immer tiefer und reicher sprechen seine ,gedichtsammlungen ,der ,weltfreund1 ,wir sind1 ,einander ,der ,gerichtstag die ,lebens- und ,liebesverbundenheit aller ,kreaturen aus4 ,nur als ,erscheinung sind wir getrennt1 im ,wesen sind wir eins1 eins in ,gott4 ,noch im rmlichsten ,menschen1 im verachtetsten ,tier und ,ding ist ,gott verborgen1 ringt ,gott nach ,offenbarung4 ,und diesen gttlichen ,funken1 diese gttliche ,einheit hinter aller getrennten ,erscheinung1 hinter ,armut1 ,eiter und ,niedrigkeit zu suchen und zu lieben1 ist unsere religise ,aufgabe1 ist der ,sinn unseres ,lebens3 ,wer sich noch nicht zerbrach -- ,sich ffnend jeder ,schmach -- ,ist ,gottes noch nicht wach4 -- ,erst wenn der ,mensch zerging -- ,in jedem ,tier und ,ding -- ,zu lieben er anfing4 ,so fleht der ,dichter aus der ,dumpfheit und ,einsamkeit irdischer ,gebundenheit3 ,o ,herr1 zerreie mich6 so braust der ,bittgesang der neuen ,menschheitsgemeinde3 ,komm1 ,heiliger ,geist1 du schpferisch6 ,den ,marmor unserer ,form zerbrich6 ,da nicht mehr ,mauer krank und hart ,den ,brunnen dieser ,welt umstarrt1 ,da wir gemeinsam und nach oben ,wie ,flammen ineinander toben6 -- -- -- -- ,da nicht mehr fern und unerreicht ,ein ,wesen um das andere schleicht1 ,da jauchzend wir in ,blick1 ,hand1 ,mund und ,haaren ,und in uns selbst dein ,attribut erfahren4 ,im ,dichter wird dieses ,gebet zuerst und zutiefst erfllt3 ,in dieser ,welt der ,gesandte1 der ,mittler1 der ,verschmhte zu sein1 ist dein ,schicksal1 kndet ihm der ,erzengel -- ,da dein ,reich von dieser ,welt nicht von dieser ,welt ist1 diese ,erkenntnis1 ist1 o ,dichter1 dein ,geburtstag4 ,und so offenbart und erlst der ,dichter hinter der ,welt der ,erscheinung die wahre ,welt4 ,von der ,welt der ,armen1 der ,dienstboten1 der ,strflinge1 der ,droschkengule1 der ,nattern1 ,krten und des ,aases zieht er den tuschenden ,schleier der ,erscheinung und offenbart das ,geheimnis ,gottes4 ,er will nichts sein als ,flug und ,botengang des ,ewigen1 eine streichelnde ,hand1 die allen einsam-ngstenden ,kreaturen von der gttlichen ,wrme und ,liebe mitteilt4 ,nicht die ,eitelkeit des ,worts nur die ,reinheit und ,gte der ,seele gibt ihm die ,macht zur ,offenbarung und ,erlsung3 ,der gute ,mensch ist der ,befreier der ,welt3 ,und wo er ist und sein ,hnde breitet444 ,zerbricht das ,ungerechte aller ,schpfung1 ,und alle ,dinge werden ,gott und eins4 ,nicht die ,erscheinung zu fliehen und vor der ,zeit abzustreifen1 sondern die ,erscheinung zu durchseelen1 zu vergttlichen1 ist der ,sinn der ,schpfung1 nachdem sie einmal im ,sndenfall der ,vereinzelung von ,gott abgefallen ist4 ,in der ,welt will ,gott offenbart und erlst werden4 ,ergreifend spricht sich das im ,zwiegesprch an der ,mauer des ,paradieses aus1 wo ,adam1 mde des ,erscheinungswandels1 zur alten paradiesischen ,einheit in ,gott zurckverlangt und ihn anfleht3 ,hre auf1 mich zu beginnen61 ,gott aber weist ihn zurck in die ,welt3 ,kind1 wie ich dich mit meinem ,blut erlste1 ,so wart' ich weinend1 da du mich erlst4 ,werfel ist ursprnglich1 innig1 oft franziskanisch-kindlich in seiner ,religiositt2 gerade1 sicher und sehnend wchst seine ,dichtung zum ,himmel auf1 wie ein gotischer ,turm 7erst im ,gerichtstag gewinnt die ,reflexion zersetzend ,macht74 ,rainer ,maria ,rilkes1 des lteren ,pragers 7geb4 #ahge71 religise ,lyrik ist mehr die ,zierart am ,turm1 die ,flle und ,unruhe der gotischen ,skulpturen1 der ,heiligen1 ,tiere und ,ornamente4 ,sie hat keine ursprngliche1 eigenmchtige ,strebe- und ,baukraft4 ,rilke ist der ,ausgang eines alten ,krntner ,adelsgeschlechtes1 verfeinert1 mde1 heimatlos4 ,in steten ,reisen wechselte er zwischen ,wien1 ,mnchen1 ,berlin1 ,ruland1 ,paris1 ,italien4 ,er lebt wie seine ,gestalten am ,leben hin nicht ins ,leben hinein1 durchs ,leben hindurch4 ,die tiefsten ,offenbarungen gibt ihm nicht das unmittelbare ,leben1 sondern das mittelbare3 die ,kunst4 ,erst in den ,worpsweder ,malern und ihrer ,atmosphre wird ihm die seelische ,bedeutung der ,landschaft1 erst in der ,kunst und dem ,knstler ,rodin die religise ,bedeutung des ,menschen ,erlebnis4 ,rodin1 bekennt er1 habe ihn alles gelehrt1 was ich vorher noch nicht wute1 geffnet durch sein stilles1 in unendlicher ,tiefe vor sich gehendes ,dasein1 durch seine sichere1 durch nichts erschtterte ,einsamkeit1 durch sein groes ,versammeltsein um sich selbst4 ,sein ,buch ber ,rodin ist wohl sein tiefstes und reichstes ,werk4 ,wie ,rodin1 der ,gotiker unter dem ,bildnern1 den menschlichen ,krper auflst in ,seele1 so lst ,rilkes ,stundenbuch mit den drei ,bchern ,vom mnchischen ,leben1 ,von der ,pilgerschaft ,von der ,armut und vom ,tode die ,krper und ,dinge in ,gott4 ,es gab eine ,zeit1 wo die ,menschen ,gott im ,himmel begruben444 ,aber ein neuer ,glaube begann444 ,der ,gott1 der uns aus den ,himmeln entfloh1 aus der ,erde wird er uns wiederkommen4 ,so offenbart ,rilke ,gott in den ,kindern1 den ,mdchen1 dem ,volk1 den ,armen1 den ,bauern1 der ,landschaft1 und mehr als in den ,menschen in den ,dingen3 ,weil sie1 die ,gott am ,herzen hingen -- ,nicht von ihm fortgegangen sind4 ,aber diese ,offenbarung wchst nicht wie bei ,werfel aus unmittelbarem ,lebensanteil und -zwiespalt und heiliger ,gewiheit1 sie wchst aus der ,sehnsucht des heimatlosen ,zuschauers und ,knstlers und aus dem ,wissen um viele religise ,vorstellungen und ,symbole4 ,ein russischer ,mnch ist der ,trger und ,schreiber des ,stundenbuches1 und der ganze ,stimmungsreichtum russischer ,klster1 ,kuppeln1 ,ikone1 ,gossudars wird genutzt4 ,anderen religisen ,gedichtzyklen1 wie den ,engelliedern und den ,liedern der ,mdchen an ,maria werden prraffaelitische ,erinnerungen zu ,stimmungstrgern4 ,und die ,neuen ,gedichte1 die in der ,flle ihrer ,bilder die ,beziehungen der individuellen ,erscheinungen zu den letzten ,prozessen und ,formen des ,daseins gestalten wollen1 tun dies nicht aus der drngenden ,einheit und ,tiefe eines ursprnglichen ,weltgefhls1 sondern im seelischen oder gedanklichen ,umkreisen eines ,themas4 ,oft gestaltete1 knstlerisch schon reizvoll umspielte ,themen locken ,rilke besonders3 ,abisag1 ,david vor ,saul1 ,pieta1 ,sankt ,sebastian1 ,orpheus und ,eurydike1 ,alkestis1 ,geburt der ,venus1 ,eranna an ,sappho usw4 ,in diesen ,lebensbildern sucht und schafft die ,seele sich ,heimat1 der das ,leben selber sich verschliet4 ,und sie bringt ihnen all ihre menschliche und knstlerische ,feinfhligkeit und ,bewutheit als ,gastgeschenk4 ,frhzeitig hat ,rilke sich seinen ,sprachstil geschaffen von solcher ,eigenheit1 da er die ,grenze der ,manier streift4 ,unscheinbare ,worte wei er neu zu beseelen1 verbrauchte ,bilder auf ihren ,ursinn zurckzufhren1 ,gleichnisse prezis auszubauen4 ,durch ,assonanz1 ,binnenreim und ,hufung des ,endreims wei er der ,sprache eine slawische ,weichheit und ,klangflle zu geben4 ,im letzten ,gedichtbuch1 der ,neuen ,gedichte zweiter ,teil1 gewinnt jedoch das ,artistische bedenklich ,raum4 ,die ,neigung zur ,mystik ist ,gefahr und ,flucht fr eine ,zeit1 die die ,form der ,persnlichkeit wiedergewinnen1 nicht aufgeben soll4 ,nicht ichflchtig1 sondern im tiefsten ichschtig mute der ,lyriker werden1 der zur ,form der neuen ,lyrik3 zur ,form des neuen ,menschen vordringen wollte4 ,und wenn niemand durch die ,zeit hindurch zu ihr drang1 wenn selbst ,richard ,dehmel1 dem strksten ,bildner1 deren zersetzte ,elemente brckelnd in den ,hnden blieben1 so konnte nur der die reine ,form der ,persnlichkeit1 des neuen ,menschen bilden1 der es von ,anfang an auer der ,zeit und gegen de ,zeit unternahm4 ,so ist die ,persnlichkeit und ,dichtung ,stefan ,georges 7geb4 #ahff7 ,form geworden4 ,der ,wille zur ,form war das ,wesengesetz ,georges von frh auf4 ,er selbst weist darauf hin1 da ihm die ,formkrfte des rmischen ,imperiums1 des ,katholizismus1 der rheinischen ,landschaft im ,blute mitgegeben seien4 ,zuerst wurde dieser ,formwille sthetisch seiner bewut4 ,die ,bltter fr die ,kunst die er #ahib gegrndet1 frderten -- beeinflut von den ,prraffaeliten und von franzsischen ,lyrikern1 wie ,baudelaire1 ,verlaine1 ,mallarm1 ,villiers -- eine ,kunst fr die ,kunst1 sahen in jedem ,ereignis1 jedem ,zeitalter nur ein ,mittel knstlerischer ,erregung4 ,aber hinter diesem ,willen zur sthetischen ,form rang und schuf bei ,george -- nicht bei seinen ,mitlufern -- der ,wille zu ,lebens- und ,wesensformen4 ,und weil er diese in der eigenen ,zeit nicht fand1 weil aus deren zersetzten ,elementen auch keine reinen ,formen zu bilden waren1 floh seine ,seele vorbergehend in andere ,zeiten und rtlichkeiten1 um dort die ,urformen des ,menschentums in ihrer ,reinheit wieder zu suchen und bildhaft zu erneuern4 ,in ,algabal1 dem rmischen ,priesterkaiser1 fand er sein antikes ,gegenbild3 den ,jngling1 den es verlangte1 unabhngig von einer zergehenden ,um- und ,auenwelt ein ,leben und ,reich reiner ,schnheit1 reiner ,formen zu schaffen3 ,schpfung1 wo nur er geweckt und verwaltet1 ,wo auer dem seinen keine ,wille schaltet1 ,und so er dem ,wind und dem ,wetter gebeut4 ,der ,schatten ,ludwigs ,,ii4 weht durch diese ,strophen4 ,aber an der ,vermessenheit des ,einsam-berheblichen zerbricht diese ,welt4 ,aus dem ,abseits und der ,vereinzelung sptrmischen ,herrschertums fliehen die ,hirtengedichte in die mythisch geluterten ,urformen naturhaft schnen und reinen ,menschentums1 wie sie die ,griechen zuerst gewahrt und gebildet haben4 ,hier beginnt die tiefe ,wesensverwandtschaft ,georges mit der ,antike deutlich zu wurden4 ,das ,christentum hatte in seiner ,weltflchtigkeit1 seiner metaphysischen ,sehnsucht und ,wertung formsprengende ,elemente in sich aufgenommen2 nur im sdlichen und rheinischen ,katholizismus waren ,himmel und ,erde in ,lebensfreude und ,bildhaftigkeit eins geblieben4 ,georges reinem ,formenwillen konnte nur eine antikische ,weltanschauung genugtun1 in der ,gott und ,welt1 ,seele und ,leib sich restlos durchdrangen1 und in der ,schnheit der ,gestalt zur vollkommenen ,form gelangen4 ,den ,leib vergotten und den ,gott verleiben1 das war ihm der ,sinn alles ,weltgeschehens1 darin ,natur und ,kunst sich trafen4 ,fr diese religise ,aufgabe bedurfte die ,dichtung einer vollen ,erneuerung ihrer ,formsubstanz3 der ,sprache4 ,und von ,anfang an hatte ,george sich darum gemht1 die epigonenhaft verbrauchten ,elemente der deutschen ,sprache neu zu schaffen4 ,er war in den ,geist und ,klang von sieben fremden ,sprachen eingedrungen4 ,in unermdlichen bersetzungen hatte er die deutsche ,sprache bereichert1 durchglht und gehmmert4 ,im ,algabal war ihm die ,sprache ganz zu eigen geworden2 es waren keine bernommenen und verbrauchten ,elemente mehr in ihr1 sie war wieder ursprnglich1 war imstande1 seinen neuen reinen4 ,wesens- und ,lebensformen in reiner ,sprachform ,gehalt zu geben4 ,nun war ,george stark genug1 von seiner ,flucht in die ,welt der ,geschichte zurckzukehren1 nicht mehr ,urbilder vergangener ,zeiten zu erneuern1 sondern ,urkrfte zu bannen4 ,im ,jahr der ,seele 7#ahig7 offenbart er ,urformen der ,natur4 ,die ,natur ist ihm kein ,gegensatz zum ,geist oder zur ,seele1 ist ihm die ,lebenseinheit beider1 ursprnglich und ewig wie die ,antike1 die keine entgtterte und entseelte ,natur kannte4 ,so erschienen im ,jahr der ,seele die ,urformen der ,natur1 die ,jahreszeiten1 in ,bildern von rumlicher ,gegenstndlichkeit und ,farbigkeit und zugleich tiefster ,seelenhaftigkeit4 ,die ,seele sucht hier nicht -- wie bei ,goethe -- die ,natur1 um an ihr sich zu finden und auszusprechen2 beide sprechen sich in ursprnglicher1 kosmischer ,einheit aus4 ,urformen der ,natur offenbaren sich als ,urformen der ,seele1 ,urformen der ,seele als ,urformen der ,landschaft4 ,so sind es keine ,stimmungs-1 sondern ,schicksalsbilder1 die diese ,gedichte schaffen4 ,die ,flle des ,herbsttags hebt an1 die reife ,ernteruhe und -klarheit1 der ,friede der ,erfllung1 den doch der ,vers ,hebbels schon ahnend durchschauert3 ,so weit im ,leben ist zu nah am ,tod4 ,wie sind ,seele und ,landschaft eins in solchem ,gedicht3 ,wir schreiten auf und ab im reichen ,flitter ,des ,buchenganges beinah bis zum ,tore ,und sehen auen in dem ,feld von ,gitter ,den ,mandelbaum zum zweitenmal im ,flore4 ,wir suchen nach den schattenfreien ,bnken1 ,dort1 wo uns niemals fremde ,stimmen scheuchten1 ,in ,trumen unsre ,arme sich verschrnken1 ,wir laben uns am langen1 milden ,leuchten4 ,wir fhlen dankbar1 wie zu leisem ,brausen ,von ,wipfeln ,strahlenspuren aus uns tropfen1 ,und blicken nur und horchen1 wenn in ,pausen ,die reifen ,frchte an den ,boden klopfen4 ,erst nachdem ,george die ,urformen der ,geschichte und der ,natur erlebt1 erneuert und gebannt1 ist er gelutert und gesthlt zur ,weihe der ,berufung4 ,jetzt erscheint ihm der ,engel des ,vorspiels3 ,das schne ,leben sendet mich an ,dich -- ,als ,boten4 ,der ,geist des ,lebens erscheint ihm jetzt1 des schnen ,lebens1 dem alles ,dasein reine ,einheit ist und klare ,form4 ,der hebt ihn zu sich auf die heilige ,hhe der ,sendung4 ,die reinen ,formen1 die er bisher nur erfahren und erneuert -- jetzt darf er sie am ,urquell mit schauen und -schaffen2 ein ,leben der ,weihe wartet seiner1 in dem jede ,stunde sich sinnvoll einordnen1 schpferisch rechtfertigen will4 ,aber die ,gnade der ,berufung fordert das ,opfer1 die ,hingabe1 den ausschlielichen ,dienst des ,berufenen4 ,aus irdischem ,glck und menschlicher ,wrme schreitet er zur ,gipfelhhe1 ,gipfeleinsamkeit1 ,gipfeleisigkeit4 ,georges ,vorspiel ist nur ,gedicht1 gehorsam demselben strengsten ,gehei1 das den ,zarathustra erzwang3 dem ,ich ,gesetz und ,heil des ,lebens zu schaffen in gottblinder und weltwirrer ,zeit1 doch nicht fr alle und keinen1 sondern aus dem einen4 ,ist ein ,dichter mehr als blo ein ,ich1 dann gilt es dadurch den anderen2 und was ihn ruft1 weckt auf die ,ohren1 die ihn vernehmen4 ,soll er den ,kreis fllen1 so mu er die ,mitte und die ,strahlen halten1 nicht dem ,umfang nachlaufen4 ,s i c h gestalten1 sich erfllen1 sich vollenden war ,georges erstes ,gebot1 und das empfing er nicht vom ,fernen1 sondern vom ,nchsten1 seinem eigenen ,herzen4 ,doch eben dies ,gebot war die ,antwort auf die ,frage des ,lebens444 und indem er sich erfllte1 als ,dichter1 indem er seine ,form fand1 seinen ,streit ausfocht1 sein ,wort sagte1 tat er1 was an der ,zeit war4 ,dantes ,gesetz hie3 ,schaue i ,gott444 ,goethes3 ,werde ,welt444 ,georges3 ,gestalte ,leben4 ,die ,gefahren1 ,leiden1 ,wonnen und ,pflichten dieses ,gesetzes hat er im ,vorspiel verkndet1 von der ,einweihung bis zur ,vollendung4 7,gundolf47 ,erst der also ,geweihte vermag aus dem ,geist des ,lebens den ,teppich des ,lebens 7#aijj7 zu zeichnen3 die geistigen ,urbilder des ,menschentums in ,natur und ,geschichte1 das ,krftereich europisch-deutscher ,menschenbildung in einzelnen ,schpfungsformen1 von den erdgebundenen ,anfngen bis zum geistigen ,tun und ,wirken der ,genius4 7,gundolf47 ,wie ein ,epos des ,erdgeistes beginnt die ,reihe mit dem mtterlichen ,grunde alles ,menschentums1 der ,urlandschaft1 in der ,mensch1 ,tier und ,erde noch unbewut und einig sind3 ,erzvater grub1 ,erzmutter molk1 -- ,das ,schicksal nhrend fr ein ganzes ,volk4 ,zum erstenmal in dieser epischen ,bilderfolge taucht in ,georges ,werk das ,volk als ,urform des ,menschentums auf und als ,urform seines ,menschentums das deutsche ,volk4 ,im ,vorspiel hatte der ,geist des ,lebens ihn aus den magischen ,landschaften des ,sdens zu den einfachen ,gefilden1 der strengen ,linienkunst der heimischen1 rheinischen ,landschaft gefhrt3 ,schon lockt nicht mehr das ,wunder der ,lagunen1 ,das allumworbene1 trmmergroe ,rom1 ,wie herber ,eichen ,duft und ,rebenblten1 ,wie sie1 die deines ,volkes ,hort behten -- ,wie deine ,wogen -- lebensgrner ,strom6 ,jetzt ist ihm das ,volk als ,urform deutlich geworden1 die ihn selber umfat1 die ,wesens- und ,geschichtskrfte des deutschen ,volkes4 ,seine ,sendung ist zur deutschen ,sendung geworden3 ,indem er die reinen ,krfte des deutschen ,volkes in sich zur ,gestalt bildet1 wird er auch der ,bildner seines ,volkes sein4 -- -- ,den ,leib vergotten und den ,gott verleiben3 die ,einheit von ,welt und ,gott1 ,natur und ,geist1 ,leib und ,seele war ,georges ,weltanschauung und -aufgabe4 ,sie sollte und mute er erleben1 erschauen1 erschaffen4 ,das hchste ,symbol dieser ,einheit ist der ,gott-,mensch4 ,und wenn je die ,menschheit dieses ,symbols bedurfte zu ihrer ,vollendung -- ,george konnte sich nicht begngen1 seine ,weltanschauung in zerstreuten ,bildern zu schauen und zu schaffen2 sie mute sich ihm in einer ,gestalt verdichten4 ,das war die hchste ,mglichkeit seiner ,weltanschauung4 ,und seinem ,formsehnen und -willen war die hchste ,mglichkeit auch die hchste ,notwendigkeit4 ,so schaute und schuf er in ,maximin1 der geliebten ,gestalt eines schnen1 frh gestorbenen ,jnglings und ,jngers1 das ,bild des ,gott-,menschen1 darin die ,welt vollkommen ward4 ,wir gingen1 heit es in ,georges ,maximin-,rede1 einer entstellten und erkalteten ,menschheit entgegen1 die sich mit ihren vielspltigen ,eingenschaften und verstelten ,empfindungen brstete1 indessen die groe ,tat und die groe ,liebe am ,entschwinden war4 ,massen schufen ,gebot und ,regel und erstickten mit dem ,lug flacher ,auslegung die ,zungen der ,rufer1 die ehemals der ,mord gelinder beseitigte3 unreine ,hnde whlten in eincm ,haufen von ,flitterstcken1 worein die wahren ,edelsteine wahllos geworten wurden4 ,zerlegender ,dnkel verdeckte ratlose ,ohnmacht1 und dreistes ,lachen verkndete den ,untergang des ,heiligtums4 ,da erschien in ,maximin der gttlich einfsch schne ,mensch1 ,einer1 der von den einfachen ,geschehnissen ergriffen wurde und uns die ,dinge zeigte1 wie die ,augen der ,gtter sie sehen4 ,in ihm ward der erstarrten ,zeit der ,erlser3 ,die starre ,erde pocht1 ,neu durch ein heilig ,herz4 ,die ,gedichte auf das ,leben und den ,tod ,maximins1 seine ,feier1 ,verklrung und ,wirkung bilden die ,gipfelhhe des ,siebenten ,rings 7#aijg74 ,von ihr aus sind die ,gestalten geschaut1 der zweite ,zyklus des ,werkes1 der ,aufruf der letzten gotteshaltigen oder gottesmrderischen ,urwesen zur ,wende der ,gesamtmenschheit4 7,gundolf47 ,im ,vor- und ,aufblick zu ihr ist in den ,zeitgedichten die ,gegenwart zu ,gericht gerufen1 verworfen in ihrer ,fulnis und ,finsternis1 gesegnet in den einsam ragenden ,lichtgestalten1 den ,vorbildern3 ,nietzsche1 ,bcklin1 ,leo ,,xiii41 denen ,dante1 ,goethe1 ,karl ,august1 die alten deutschen ,kaiser sich in ewiger ,lebendigkeit zugesellen3 ,urformen hheren ,menschentums1 wie ,held und ,herrscher1 ,priester1 ,seher und ,dichter usw4 ,hier wird ,george ,gewissen und ,stimme der ,zeit4 ,im ,stern des ,bundes 7#aiad7 wird die ,zeitschau1 die in den ,zeitgedichten nur aus der ,ahnung des ,gttlichen geschah1 aus seinem ,schauen und ,wissen gegeben4 ,hier wchst ,george zum gewaltigen ,richter und ,propheten der ,zeit empor4 ,ein paar ,monate vor ,beginn des ,weltkrieges hat er hier aus heiligen ,hhen den chaotischen ,untergang der zersetzten ,zeit gesichtet und gerichtet3 ,aus ,purpurgluten sprach des ,himmels ,zorn3 ,mein ,blick ist abgewandt von diesem ,volk4 ,siech ist der ,geist6 ,tot ist die ,tat6 ,in einer ungeheuren ,vision sieht und hrt er in gewitternden ,lften schreitende ,scharen1 klirrende ,waffen1 jubelnd drohende ,rufe3 den letzten ,aufruf der ,gtter ber diesem ,land4 ,er sieht den ma- und haltlosen ,bau der ,zeit wanken und zusammenstrzen4 ,er fhlt die furchtbare ,gewiheit3 ,zehntausend mu der heilige ,wahnsinn schlagen1 ,zehntausend mu die heilige ,sache raffen1 ,zehntausende der heilige ,krieg4 ,er hrt sein ,prophetenwort1 seinen ,schrei zur ,umkehr verhallen1 als wre nichts geschehen4 ,und im letzten1 flammenden ,gesicht sieht er den ,herrn des ,gerichtes3 ,weltabend lohte444wieder ging der ,herr ,hinein zur reichen ,stadt mit ,tor und ,tempel1 ,er arm1 verlacht1 der all dies strzen wird1 ,er wute3 kein gefgter ,stein darf stehn1 ,wenn nicht der ,grund1 das ,ganze sinken soll4 ,die sich bestritten1 nach dem ,gleichen trachtend3 ,unzahl von ,hnden rhrte sich und ,unzahl ,gewichtiger ,worte fiel und eins war not4 ,weltabend lohte444rings war ,spiel und ,sang1 ,sie alle sahen rechts -- nur er sah links4 ,und als die ,vision ,wahrheit geworden1 das ,weltverhngnis niedergebrocben war1 als immer noch ,in beiden ,lagern kein ,gedanke -- ,wittrung -- ,um was es geht1 als aller ,augen immer noch nur das strategische ,hin und ,her anstarrten1 da kndete er in seinem ,gedicht ,der ,krieg 7#aiag73 ,der alte ,gott der ,schlachten ist nicht mehr4 ,erkrankte ,welten fiebern sich zu ,ende ,in dem ,getob4 -- -- -- ,zu jubeln ziemt nicht3 kein ,triumpf wird sein4 ,nur viele ,untergnge ohne ,wrde4 -- -- -- ,keiner1 der heute ruft und meint zu fhren1 ,merkt1 wie er tastet im ,verhngnis1 keiner ,erspht ein blasses ,glh'n vom ,morgenrot4 ,weit minder wundert es1 da so viel sterben1 ,als da so viel zu leben wagt4 -- -- -- ,ein ,volk ist tot1 wenn seine ,gtter tot sind4 ,aber eben weil ,george von heiligen ,hhen ber die ,zeit hinwegsah1 sah er auch weiter1 ber den ,zerfall und ,untergang hinaus1 mndete sein ,kassandraruf in die heilig-liebende deutsche ,verheiung3 ,doch endet nicht mit ,fluch der ,sang4 ,manch ,ohr ,verstand schon meinen ,preis auf ,stoff und ,stamm1 ,auf ,kern und ,keim444schon seh' ich manche ,hnde ,entgegen mit gestreckt1 sag' ich3 ,o ,land1 ,zu schn1 als da ich dich fremder ,tritt verheere3 ,wo ,flte aus dem ,weidicht tne1 aus ,halmen ,windharfen rauschen1 wo der ,traum noch webt ,untilgbar durch die jeweils trnnigen ,erben444 ,wo die allbhende ,mutter der verwildert ,zerfallnen weien ,art zuerst enthllte ,ihr echtes ,antlitz444,land1 dem viel ,verheiung ,noch innewohnt -- das drum nicht untergeht1 -- -- -- ,die ruft die ,gtter auf4 ,der ,geist der heiligen ,jugend unseres ,volkes1 der -- in ,maximin gttliche ,gestalt geworden -- schon im ,stern des ,bundes verkndet und in ,lehre und ,liebe dort unterwiesen war1 wird in ,frommheit und ,wrde1 ,zucht und ,opfer1 ,gre und ,schne die zerfallene ,welt erneuern4 ,als einziger einer zersetzten ,zeit hat ,stefan ,george seine ,wesenheit in ,leben und ,lyrik zur reinen ,form gelutert1 urbildlich erhht und vollkommen gestaltet4 ,mag das ,gesetz seines ,wesens wenigen gem sein -- er ragt in die ,zeit als ,standbild des in sich ,vollendeten1 ein ,vorbild jedem1 das ,gesetz seines eigenen ,wesens zu ergrnden1 zu leben1 zu formen und im eigenen gttlichen ,keim die ,kraft ,gottes im entgtterten ,europa zu befreien4 ,,deutsche ,,musik ,,der ,,gegenwart ,,von ,,paul ,,bekker ,was ist das3 deutsche ,musik8 ,fragt man einen ,franzosen nach franzsischer1 einen ,italiener nach italienischer1 selbst den ,englnder nach englischer1 den ,amerikaner nach amerikanischer ,musik1 so wird die ,antwort ohne jegliches ,zaudern und ,besinnen folgen4 ,der ,russe wird vielleicht einige ,unterscheidungen machen zwischen rein nationaler und aus westeuropischen ,quellen befruchteter ,kunst1 aber auch er wird nicht zgern1 etwa ,tschaikowski trotz dessen ,abhngigkeit von auernationalen ,anregungen als ,vertreter russischer ,musik anzusprechen4 ,und nun stelle man vielleicht in einer deutschen ,musikzeitschrift die ,frage3 ,was ist deutsche ,musik1 welches sind ihre ,vertreter6 ,man wird ebensoviel einander widersprechende ,antworten erhalten1 wie die ,erde ,nationalitten zhlt4 ,unter den ,lebenden zum mindesten ist kaum einer1 dessen ,musik von allen ,seiten als einwandfrei deutsch anerkannt wrde4 ,strau1 der den deutschen ,namen am strksten nach auen getragen hat1 wird von den ,bayreuther ,siegelbewahrern in einem betrchtlichen ,teil seines ,schaffens als undeutsch abgelehnt1 ,pfitzners ,musik wurde whrend des ,krieges von ,berlin aus als undeutsch1 weil zukunftsarm gekennzeichnet1 ,reger gilt als verworren1 ,mahler und ,schnberg sind ,juden1 also nicht diskussionsfhig1 von ,schreker in solchem ,zusammenhange auch nur zu sprechen1 wre ,lsterung4 ,jeder dieser ,komponisten hat seine eigene ,anhngergruppe1 ihre ,hauptaufgabe ist1 die ,minderwertigkeit der anderen ihrem ,idol gegenber festzustellen1 und die ,worte deutsch und undeutsch spielen dabei die ausschlaggebende ,rolle4 ,man knnte sagen1 da eine ,nation1 die nicht vermag1 verschiedenartige individuelle ,eigenschaften ihrer eigenen ,schpferpersnlichkeiten in ihren ,kulturbezirk einzuordnen1 sehr enggefate ,begriffe von ihren eigenen ,fhigkeiten haben mu4 ,man sieht schlielich1 da auf diesem ,wege eine ,erkenntnis berhaupt nicht mglich ist1 da es sich vielmehr bei solchen ,streitereien um einen schmhlichen ,mibrauch des ,wortes und ,begriffes deutsch handelt4 ,eine ,zusammenfassung1 eine ,einigung aller verschiedenartigen1 aus einem ,stamme erwachsenen ,erscheinungen sollte es sein1 ein trennendes ,kampfmittel subjektiv kritischer ,wertung ist es gegenwrtig geworden4 ,gegen solche ,mideutung eines kulturellen ,sammelbegriffes zu einseitig parteiischer ,nutzanwendung ist von vornherein ,einspruch zu erheben1 wenn ernsthaft und sachlich von deutscher ,musik gesprochen werden soll4 ,als deutsch gilt uns nicht diese oder jene subjektive ,eigenheit des ,knstlers1 diese oder jene stilkritische ,beschaffenheit des ,werkes1 auch nicht ,gesinnung oder gar ,tendenz des ,schaffens4 ,als deutsch gilt uns alles1 was dem ,kreise der deutschen ,kultur entwachsen ist1 in ihm seinen geistigen ,nhrboden gefunden1 ihm eigene ,frchte zugetragen hat und so seiner ,erscheinung in der ,welt neue ,geltung1 neue ,form gewinnt4 ,dieser ,begriff des ,deutschtums ist nichts unvernderlich ,feststehendes1 kein gegebenes ,ma1 dem alles unterworfen wird4 ,es ist ein stetig ,wechselndes4 ,eben an dieser ,fhigkeit des ,wechselns der ,erscheinung offenbart sich die innere ,produktionskraft der nationalen ,kultur4 ,wie das ,deutschtum ,luthers ein anderes war als das ,goethes und dieses wieder ein anderes als das ,wagners oder ,bismarcks1 und jede dieser groen ,kundgebungen deutschen ,geistes verzerrt wrde1 wollte man sie mit dem ,ma der anderen messen1 so gilt auch fr unsere ,zeit keine ,norm1 sondern zunchst nur der ,wert der ,erscheinungen4 ,erst aus aufmerksamer ,betrachtung ihrer ,vielfltigkeit und vorurteilsfreier ,zusammenfassung aller ,strmungen vermgen wir das ,deutschtum der ,gegenwart zu erkennen1 ber sein ,wollen und ,knnen ,klarheit zu gewinnen4 ,der ,franzose1 der ,italiener1 der ,englnder wei dies1 der ,deutsche mu es noch lernen4 ,da wir gegenwrtig gerade in der ,musik im ,kampfe miteinander stehen um diese ,grundkenntnis1 ist ein bedeutsamer ,zug unseres kulturellen ,lebens4 ,es mag hier unerrtert bleiben1 wie weit politische ,erbitterung zu solcher ,trennung der ,geister beigetragen hat1 obschon die ,tatsache1 da politische ,momente berhaupt auf knstlerische ,fragen ,einflu gewinnen konnten1 als ,symptom bedeutsam erscheint4 ,in ,wirklichkeit ist die politische ,abirrung nur ,begleiterscheinung eines ,kunstlebens1 das nach irgendwelchen geistigen ,richtpunkten sucht1 weil es sich von seinen natrlichen ,nhrquellen abgeschnitten fhlt1 weil es den tiefen ethischen ,antrieb des ,kunstwillens verloren hat4 ,dieser ,antrieb kommt aus dem ,volk1 aus dem ,verlangen nach ,formung der schpferischen ,krfte des ,volkes im ,symbol des ,kunstwerkes4 ,solche ,formung geschah1 als ,bach die ,matthuspassion1 als ,mozart die ,zauberflte1 als ,beethoven seine ,sinfonien schrieb4 ,aus dem ,wunsch nach solchem ,einklang von ,volk und ,knstler trumte sich der ,romantiker ,wagner in den ,mythos der ,vorzeit zurck1 baute er ,bayreuth1 um dort sein ,volk zu sammeln4 ,dieses ,bayreuth an sich war schon ein ,zeichen1 da die ,gesamtheit des ,volkes nicht so auf den ,knstler hrte1 wie er es wnschte1 da es ihn in wesentlichem miverstand und er1 um sich nach seinem ,willen vernehmbar zu machen1 eine ,auslese aufrufen mute4 ,rastlose ,sehnsucht und gewaltige ,tatkraft ermglichten das ,gelingen1 das ,kunstwerk wurde noch einmal zur ,darstellung strksten geistigen ,gemeinschaftslebens1 nicht mehr aus naiver ,unbewutheit1 aber doch in imposanter ,willensspannung und ohne ,inanspruchnahme auerknstlerischer ,mittel4 ,seit dieser letzten zusammenfassenden ,tat aber ist der ,ri zwischen ,volksgemeinschaft und ,knstler scheinbar unberbrckbar geworden4 ,die heutige ,verwirrung der ,geister1 der ,streit um deutsche und undeutsche ,musik1 der ,versuch1 die ,teilnahme an der ,kunst durch ,entfachung politischer ,leidenschaften zu steigern1 ist nichts als ,bekenntnis der ,ohnmacht1 durch die ,kunst selbst unmittelbar an die ,seele des ,volkes zu gelangen4 ,statt des ,volkes1 statt der ,gemeinschaft bietet sich dem ,musiker die ffentlichkeit4 ,sie ist nicht imstande1 aus sich heraus ,impulse zu geben1 sie ist nichts als eine ,verbrauchsgenossenschaft4 ,sie verlangt interessiert zu werden1 die ,wertung besorgt eine eigens dafr bestellte ,fachkritik in den ,sprechorganen der ffentlichkeit3 den ,zeitungen4 ,so ist die ,musik aus einer ,gemeinschafts-eine ,fachangelegenheit geworden1 fr die nur der fachlich ,interessierte verpflichtende ,teilnahme hegt4 ,so wird die ,basis1 auf der das ,werk des ,knstlers ruht1 verhngnisvoll eingeengt und gleichzeitig das von seinen ,musikern verlassene ,volk zur ,befriedigung seines ,musikverlangens dem ,gassenhauer zugedrngt4 ,man mu1 um einen ,blickpunkt fr das ,gesamtbild der heutigen deutschen ,musik zu gewinnen1 sich dieser ,lage bewut werden4 ,es kommt zunchst nicht darauf an1 zu untersuchen1 welche ,ursachen dieses ,ergebnis herbeifhrten4 ,es kommt darauf an1 den ,sachverhalt selbst deutlich zu erkennen4 ,erst von dieser ,erkenntnis aus ist es mglich1 die heut ttigen ,krfte richtig zu sehen und zu werten1 ohne dabei dem persnlichen ,geschmacksurteil die ,entscheidung zu berlassen4 ,dieses ist hier ,nebensache4 ,eine ,bestandaufnahme der gegenwrtigen schpferischen ,krfte1 eine ,aussage ber deutsche ,musik der ,gegenwart kann nicht die ,aufzhlung einer ,reihe subjektiver ,meinungsuerungen ber einzelne namhafte ,komponisten erstreben4 ,sie mu fragen3 ,wie steht die heutige ,musik zu unserem ,volkstum1 welchen ,beitrag bietet sie zum ,kulturleben der ,nation und damit der ,menschheit8 ,wo und wie lebt in der ,musikerschaft der ,drang1 ber die spezialisierte ,fachkunst hinaus zur prophetischen ,erfassung und ,deutung seelischer ,grundkrfte1 ber die ,wirkung auf die ffentlichkeit hinweg wieder zum ,organ des ,volkes1 zur ,knderin von ,gemeinschaftsideen emporzuwachsen8 ,wie aber ist das ,kriterium hierfr zu finden8 ,wollte man smtliche deutsche ,komponisten und ,musiksthetiker der ,gegenwart befragen1 ob ihnen nicht ein solches ,ziel als erstrebenswert gilt und vorschwebt1 so wrde die ,antwort zweifellos von allen ,seiten bedingungslos bejahend lauten4 ,und dies trotz der tiefgreifenden ,wesensverschiedenheiten von ,menschen1 die einander hassen1 verfolgen1 verchtlich machen4 ,so verheerend wirkt im ,deutschen das ,subjektivistische der romantischen ,lebens- und ,weltidee1 da kein ,bewutsein der ,zusammengehrigkeit1 keine ,erkenntnis des ,gemeinschaftszieles die ,begrenztheit des ,individuellen zu berwinden1 die ,notwendigkeit verschieden gerichteter ,willenskrfte achten zu lehren vermag4 ,in dieser ,unfhigkeit1 die ,mglichkeit mehrerer gleichzeitiger und doch gegenstzlicher ,lsungen einzusehen1 liegt eine verhngnisvolle ,erschwerung der ,annherung von ,knstler und ,volk4 ,sie treibt den ,schaffenden naturgem zu immer strkerer ,betonung persnlicher ,einseitigkeit1 sie verengt seinen ,blick1 sie lt ihn den ,begriff des ,volkes nicht in der vollen ,erfassung aller ,krfte1 aller ,lebensenergien1 sondern in bewut einseitiger ,betonung individueller ,wnsche1 in gewollt ausschlielicher ,hervorhebung besonderer ,absichten suchen4 ,diese fanatische bertreibung des ,subjektivistischen1 diese ,verkennung der natrlichen ,bedingtheiten des ,persnlichen ist die ,hauptursache nicht nur der gegenwrtigen ,zersplitterung der ,krfte1 auch der ,entfremdung der ,kunst gegenber dem ,volke1 ihrer allmhlichen ,entwurzelung4 ,die ,masse hat im ,grunde kein ,verstndnis1 sie hat -- mit ,recht -- auch keine ,teilnahme fr die ,kmpfe1 die ausgefochten werden um ,spezialfragen und ber die nur die ,studierten mitreden knnen4 ,das ,volk fragt ebensowenig nach den ,prinzipien der ,kunstauffassungen1 wie es nach dogmatischen ,einzelheiten der ,religionen fragt4 ,es hngt der ,religion an1 die ihm ,botschaft bringt vom bersinnlichen1 es verlangt nach der ,musik1 die an seine ,seele greift und seinem ,geiste ,aufschwung gibt4 ,das ,theologengeznk aber der ,richtungen ist ihm gleichgltig1 und wenn solches bergreift auf die ,produktion1 macht es ihm diese verchtlich4 ,was ntzt demgegenber der gute ,wille1 die wohlmeinende ,absicht der ,knstler1 die bekehren und demonstrieren wollen1 statt glauben zu machen6 ,ihr ,eifer ist nicht rein1 denn es steht der ,ehrgeiz der ,propagandisten dahinter1 ihre ,kunst ist nicht berzeugend1 denn ihr fehlt die ,naivitt des ,absichtslosen4 ,diese ,naivitt1 diese ,absichtslosigkeit1 diese vorbehaltlose berzeugungskraft des ,naturnotwendigen ist das ,kriterium fr die ,bedeutung des ,kunstwerkes1 fr die ,echtheit des ,schpferwillens4 ,erst oberhalb solcher ,voraussetzungen kann subjektive ,wertung beginnen1 die dann ,frage des ,geschmackes ist1 an die entscheidenden ,grundbedingungen aber nicht rhrt4 ,wenn wir die ,krfte der ,gegenwart erforschen wollen auf ihr ,verhltnis zum ,volkstum1 auf ihre ,fhigkeit prophetischer ,deutung seelischer ,grundkrfte1 auf ihre ,berufung zur ,kndung von ,gemeinschaftsideen1 so werden wir nicht nach ihrem sthetischen ,programm fragen1 nicht nach ihren erzieherischen ,tendenzen1 auch nicht nach ihren stilkritischen ,kennzeichen4 ,wir werden fragen1 wo und wie sich ber diese persnlichen ,merkmale hinaus ein schpferischer ,urtrieb bettigt1 der1 alles willensmig ,bewute weit hinter sich lassend1 aus tiefstem ,zwang des ,mssens in absichtsloser ,wahrhaftigkeit schafft und dadurch zum ,wecker elementarer ,gefhlskrfte wird4 ,was solcher ,fragestellung standzuhalten vermag aus dem groen ,bereich deutschen ,kulturgebiete1 das ist deutsch1 und das vermag entscheidende ,auskunft zu geben darber1 wie sich deutscher ,geist der ,gegenwart in der ,musik darstellt4 ,religise ,grundlagen sind die einfachsten1 fr die ,erfassung weitreichender ,wirkungen sichersten ,sttzen des ,kunstwerkes4 ,sie umspannen ,ideenkomplexe1 die jeder ernsthaften ,natur vertraut und zugnglich sind1 mit denen zu beschftigen immer das ,verlangen der besten ,menschen ist1 und die zudem allen ,graden persnlicher ,bildung zugnglich sind4 ,zeiten1 in denen die ,kirche den religisen ,drang zu befriedigen und in lebendige ,kultformen zu fassen wute1 sind daher fr jede ,kunst1 insbesondere fr die ,musik1 stets ,zeiten der ,hochblte gewesen4 ,der ,gregorianische ,choral1 das ,werk der ,niederlnder1 der alten ,italiener mit ,palestrina1 in ,deutschland der protestantische ,choral1 die ,zeit der groen ,kirchenkomponisten bis ,bach sind ,denkmler dieses ,zusammenwirkens von ,kirche und ,kunst4 ,die unabmebare ,kraft der ,musik ,bachs beruht zum nicht geringen ,teil darauf1 da in ihr kirchlich religise ,kultformen ,grundri1 ,aufbau und innere ,fhrung der knstlerischen ,schpfung mitbestimmt haben4 ,gewi ist es richtig1 das einzig das ,genie ,bachs eine solche ,steigerung der gegebenen ,kultformen ermglicht hat1 denn zahllose andere ,musiker1 die sich vor1 neben und nach ihm hnlich bettigten1 sind heut vergessen4 ,gewi ist es ebenfalls richtig1 da wir heut auch ,bachs kirchliche ,musik nicht mehr aus der ,gefhlseinstellung der konfessionell glubigen ,gemeinde aufnehmen4 ,aber weder die ,erkenntnis der ,einzigartigkeit von ,bachs ,genie1 noch der ,hinflligkeit der fr ihn grundlegenden ,kultformen verringert die ,bedeutung der ,tatsache1 da hier ,genie und ,kultus in gegenseitiger ,durchdringung zu einem zeitlosen ,ganzen emporgewachsen sind4 ,so unrichtig es wre1 ,bach in seinen ,passionen1 ,kantaten1 ,messen1 ,chorlen1 ,motetten etwa nur als ,interpreten kirchlicher ,formideen anzusehen1 so falsch wre es1 die lebenspendende ,kraft dieser ,formen zu unterschtzen und die ,dauer dieser ,werke ausschlielich als subjektive ,leistung ,bachs anzusehen4 ,hier hatte ein starkes ,gemeinschaftsgefhl aus der ,kultur einer ,zeit ,voraussetzungen geschaffen1 die nun der groe ,knstler erst recht erkannte und bis auf ihre hchste ,tragkraft zu berbauen wute4 ,den ,menschen der nachfolgenden ,zeit fehlte diese feste ,bindung4 ,wohl blieb das religise ,verlangen1 aber die vereinheitlichende ,zusammenfassung durch die ,kirche1 die lebendige kultische ,form ging verloren4 ,an ,stelle der kirchlich glubigen ,erfassung religiser ,werte trat unter dem ,doppeldruck der ,aufklrung wie der idealistischen ,philosophie und ,dichtung des ausgehenden #ah4 ,jahrhunderts kritisch gesinnte ,ethik4 ,sie gab der ,musik die neue ,fhigkeit der ,leidenschart1 des ,sturmes1 des individuellen ,erlebens1 der ,beichte4 ,sie stellte sie unter den ,zwang der ,gefhlskritik1 gab ihr zur ,aufgabe die unerbittliche ,auseinandersetzung mit menschlichstem ,geschehen1 setzte als ,ziel die ,gewinnung und ,erkennung des ,menschen4 ,mozarts ,opern zeigen dieses ,ziel in stofflicher ,symbolisierung4 ,darber hinaus aber ist die seelische ,voraussetzung aller ,musik dieser ,zeit mit ihrer ,hauptschpfung3 dem ,formbau der ,sonate ,gestaltung kritischer ,gefhlsauseinandersetzung und -erkenntnis4 ,in ihr liegt das religise ,grundmotiv des ,idealismus4 ,beethovens ,werke in ihrer ,gesamtheit sind musikalische ,kulthandlungen4 ,in den verinnerlichten ,formen der ,kammermusik1 in den ber die ,kirche hinausstrebenden ,messen1 selbst in der ,oper1 am strksten zusammenfassend aber in den ,sinfonien lebt als treibende ,urkraft der ethische ,erkenntnis- und ,bekenntnisdrang des deutschen ,idealismus1 die ,religiositt1 die nicht mehr ,kirche1 nicht mehr ,dogma ist1 sondern die ,offenbarung des ,gttlichen nur aus der ,gefhlskraft der menschlichen ,seele empfngt4 ,diese ethische ,religiositt war ebenso ,eigentum aller geistigen ,menschen des ausgehenden #ah4 ,jahrhunderts1 wie ,bachs kirchliche ,glubigkeit das seiner ,zeitgenossen4 ,der ,idealismus schuf seine musikalische ,kultform im ,konzert mit allen ,verschiedenheiten seiner ,formgattungen1 gab gleichzeitig der bis dahin auf ,luxus- oder niedrig volkstmliche ,wirkungen begrenzten ,oper den weiten ,horizont allmenschlichen ,geschehens4 ,aus vorher unbekannten ,bezirken des ,fhlens und ,erlebens hatten sich neue ,gemeinschaften der ,menschen geformt1 der religise ,trieb hatte eine uerlich dem ,kirchlichen schroff abgewandte1 der geistigen ,schwungkraft nach aber hchster ,glaubensfhigkeit ebenbrtige ,gestaltung gefunden4 ,dieser emporflammende ,auftrieb der entdogmatisierten und doch tiefglubigen ,seele brach zusammen in der ,romantik4 ,es ist das entscheidende ,kennzeichen der den grten ,teil des #ai4 ,jahrhunderts beherrschenden romantischen ,bewegung1 da sie sich nicht fhig erwies1 dem religisen ,problem eine neue1 eigenkrftige ,gestaltung zu geben4 ,der religise ,impuls der ,romantik uerte sich zunchst in einseitiger ,weiterfhrung des kritischen ,elementes1 dem gegenber der seelische ,anschwung des ,idealismus mehr und mehr erlahmte4 ,das ,ergebnis war teils eine sich in ,einzelheiten materialistischer ,art zerfasernde wissenschaftliche ,empirie der ,beobachtung1 teils eine dieser ,nchternheit abgewandte1 auf religise ,symbole der ,vergangenheit zurckgreifende ,mystik4 ,naturalismus und ,mystizismus sind dementsprechend die geistigen und seelischen ,grundlagen auch der romantischen ,musik4 ,zu organischer ,einheit zusammengefat erscheinen sie im ,gesamtwerk ,richard ,wagners1 in dieser ,kunst der ,synthese1 die einer religionssuchenden1 doch innerlich glaubensunfhigen ,zeit statt des ,gemeinschaftserlebnisses den ,gemeinschaftsrausch gibt und sich dafr der ,kultform des religisen ,dramas in sthetischer ,verkleidung bedient4 ,der ,romantik mit ihrem ,mangel eigener ,kraft des ,schauens und ,bauens geht die ,naivitt ursprnglichen ,schpfertums verloren4 ,in die ,vergangenheit zurcktaumelnd1 greift sie deren absichtslos geformte ,symbole auf und verwendet sie in bewuter ,reizsteigerung zu ,mitteln absichtsvoller1 durch reflektive ,kunst planmig gestalteter ,wirkungen4 ,was ,nietzsche zuerst als das ,dionysische1 spter als das ,schauspielerische an ,wagners ,kunst empfand1 war in ,wahrheit ihr ,rauschhaftes1 das ihn anfangs hinri1 dann abstie4 ,aus der instinktiven ,abwehr gegen diesen ,rauschtrank entsprang alle ,opposition gegen ,wagner4 ,und doch war dieser ,rausch der ,wagnerschen ,kunst nichts von der lteren und gleichzeitigen ,romantik grundstzlich ,verschiedenes1 nur ihre uerste ,steigerung4 ,alle romantische ,kunst1 ,freischtz nicht minder als ,tristan ruht auf der ,grundwirkung der ,hypnose1 der ,suggestion1 auf der ,idee des ,traumes4 ,sie setzt die ,unwirklichkeit als ,grundlage des ,geschehens voraus1 bedient sich aber in der ueren ,gestaltung mit nachdrcklicher ,betonung einer naturalistischen ,logik des ,geschehens4 ,in solcher ,auffassung der knstlerischen ,welt als einer ,welt bewuten ,scheines1 absichtlicher ,sinnestuschung lag ein tiefer ,widerspruch zur ,kunst des ,idealismus4 ,fr diesen war die ,kunst ,steigerung1 schwunghafte ,erhhung des realen ,seins1 kein ,gegensatz1 sondern durch geistige ,hochspannung gewonnene ,sphre vervielfachter ,lebensenergie4 ,die idealistische ,kunstauffassung war ,ergebnis einer im tiefsten ,grunde bejahenden1 den ,mchten des ,lebens innerlich berlegenen ,weltanschauung4 ,der ,romantik fehlt diese berlegenheit4 ,sie ist pessimistisch1 weil sie sich dem ,leben nicht gewachsen fhlt1 sie bedarf des ,traumes1 um der ,wirklichkeit zu entfliehen4 ,die ,kunst ist ihr das ,narkotikum1 das den ,traum heraufzaubert1 und weil diese ,kunst als ,surrogat des ,lebens dient1 so mu sie mit allen ,mitteln der ,sinnestuschung illusionistischen ,zwecken dienstbar gemacht werden4 ,illusionistisch ist die ,bhne der ,romantik1 ist die ,faktur ihrer ,technik4 ,die ,psychologie wird in den ,dienst des ,kunstwerks gestellt1 das ,prinzip des ,leitmotives ist das strkste ,kunstmittel einer illusionistisch gerichteten ,phantasie4 ,der bestimmende ,einflu poetisch programmatischer ,vorstellungen auf das sinfonische und instrumentale ,schaffen beruht gleichfalls auf dem ,streben nach bertragung real glaubhafter ,vorgnge in knstlerische ,wirkungen4 ,das ,leben sinkt fr den ,romantiker immer mehr zur ,unterlage der ,kunst herab1 diese selbst wird ihm zum ,inbegriff eigentlichen ,lebens und damit auch zur ,religion4 ,unvermgend1 das reale ,sein zu zwingen1 flchtet der romantische ,knstler in die ,traumwelt des knstlerischen ,scheins1 gestaltet sie mit allen ,mitteln der ,kunst zum ,abbild einer gewnschten ,wirklichkeit und gewinnt aus der ,anbetung dieses selbstgeschaffenen ,idols ,befriedigung seiner weltlichen und berweltlichen ,sehnsucht4 ,damit hatte die ,musik1 namentlich die dramatische ,musik1 scheinbar ber alles ,frhere hinaus eine noch nie erreichte ,steigerung religiser ,bedeutsamkeit erreicht4 ,sie war nicht nur1 wie bei ,bach1 knstlerische ,verklrung gegebener ,kultformen1 sie stellte nicht nur1 wie in der ,zeit des ,idealismus1 die bertragung ethischer ,erkenntniskritik in unkirchliche ,formen beseelter ,geistigkeit dar4 ,sie war jetzt selbst ,erkenntnis1 selbst ,religion geworden4 ,diese ,steigerung war indessen nur scheinbar4 ,was die ,kunst an ,selbstherrlichkeit gewann1 bte sie an umfassender ,kraft und seelischer ,wahrhaftigkeit ein4 ,diese zur bewuten knstlerischen ,wirkung sterilisierte ,religiositt trug in sich weder die berzeugende ,ursprnglichkeit des menschlichen ,glaubenserlebnisses noch den emporreienden seelischen ,aufschwung des entkirchlichten und doch gottesahnenden ,idealismus4 ,die romantische ,religiositt war zu einer ,angelegenheit der sthetik geworden1 ihre ,abwendung vom ,leben entzog ihr die flieenden ,krfte dieses ,lebens4 ,wagner glaubte1 das ,volk zu suchen1 er fand den ,bayreuther ,patronatsverein4 ,er fand das gebildete ,publikum1 da sich am ,rausch seiner ,ekstasen religis zu erbauen meinte und nicht fhig war1 zu erkennen1 da hier ,symbole einer entseelten ,religiositt zu dekorativer ,schaustellung arrangiert waren4 ,auf der deutschen ,gegenwart lastet das ,erbe der ,romantik4 ,der ,rauschtrank der romantischen ,kunst hat die ,geister verwirrt und seelisch niedergebrochen4 ,einige meinen1 er msse immer wieder erneuert werden1 sie glauben in der ,fortfhrung der ,hypnose1 in der ,aufrechterhaltung der ,kunst als des ,narkotikums den einzigen ,weg zu sehen4 ,sie teilen mit der ,vergangenheit die ,scheu vor dem ,leben1 die ,realitt erscheint ihnen sinnlos und schlecht4 ,es ist die ,gruppe jener ,knstler1 die neuerdings in ,hans ,pfitzner ihren ,wortfhrer gefunden hat4 ,man darf1 will man die symptomatische ,bedeutung solcher ,erscheinungen nicht verkennen und unterschtzen1 ihren ,worten nicht unmittelbare ,widerrede1 ihren ,taten keine absolute ,kritik entgegensetzen4 ,sie sind ,opfer einer ,vergangenheit1 deren ,blendkraft ,generationen getuscht und zermrbt hat4 ,ihre ,hysterie ist ein ,teil unserer eigenen ,schwche1 weit entfernt1 uns zu unfruchtbarem ,widerspruch aufzureizen1 zeigt sie uns die zersetzende ,nachwirkung der romantischen ,lge an dem erschtternden ,beispiel entnervter ,talente4 ,ein heier ,drang zum ,glauben1 ein bedingungsloser ,fanatismus sucht ,erfllung von der ,kraft einer ,theatersonne1 unfhig zu erkennen1 da dieses knstliche ,licht nur geschaffen ist1 um zu tuschen1 eine ,welt des ,scheines zu erhellen1 eine ,gemeinschaft der ,lebensflchtlinge anzulocken4 ,aber diese hingebungsvolle ,bewunderung1 diese selbstvergessene ,anbetung des groen ,scheines1 dieser ,traum von der ,herrlichkeit des ,vergangenen ist ein tiefer ,wesenszug des deutschen ,charakters4 ,je rmer und reizloser die ,kunst dieser ,mnner wird1 je mehr sie sich in schemenhafte ,phantasterei und mystischen ,dunst verliert1 um so mehr erkennen wir hier ein ursprnglich werthaltiges ,gut deutscher ,art3 die ,verehrung des erdhaft ,heimischen1 des geschichtlichen ,werdens4 ,es liegt ein religiser ,zug verborgen in der bedingunglosen ,anbetung des ,blutes1 der ,art1 der ,gesinnung1 und so wenig solche ,verherrlichung des ,gewesenen geeignet ist1 ,erkenntnis zu schaffen1 dem ,blick die ,kraft wahrhaften ,durchdringens zu geben1 so wenig kann man sie aus dem ,charakter des ,deutschtums streichen4 ,als ,kunstbekenntnis ist sie der leichtesten ,eingnglichkeit sicher1 sie erspart selbstndiges ,denken1 bietet nichts ,eigenes1 verlangt nur ,anerkennung des historisch ,gegebenen4 ,diese ,religion der ,haus- und ,nationalgtter1 deren ,heiligkeit bedingt wird durch ihre ,herkunft1 gehrt zu den populrsten ,bekenntnissen im heutigen ,deutschland und zhlt eine groe ,gemeinde4 ,es ist eine an sich durchaus unreligis ,religion1 aber sie gibt den suchenden ,menschen ein ,etwas1 an das sie glauben knnen1 sei dieses ,etwas auch nur ein ,fetisch4 ,dieses ,suchen1 dieses ,glaubenwollen1 dieses starke ,durchbrechen des religisen ,bedrfnisses ist das auffallendste ,kennzeichen der ,gegenwart im ,vergleich mit der unmittelbaren ,vergangenheit4 ,es zeigt sich nicht nur an dem ,versuch1 dem knstlerischen ,nationalismus religise ,bedeutung zu geben1 es zeigt sich auch an der ,entwicklung anderer ,geistesrichtungen innerhalb der gegenwrtigen ,musik4 ,aus der illusionistischen ,tendenz der romantischen ,musikauffassung hatte sich allmhlich ein intellektuell hochstehender ,naturalismus entwickelt1 sein talentmig strkster ,reprsentant ist ,richard ,strau1 die lebendigste und bewegungskrftigste deutsche ,musikbegabung seit ,wagner4 ,bei ,strau ist bis zu den ,werken seiner besten ,manneszeit1 ,heldenleben ,domestika und ,rosenkavalier1 der ,sinn nur auf intellektuelle ,gemeinschaft1 auf die berzeugungskraft der richtigen ,beobachtung1 auf die ,freude an der ,selbstsicherheit der naturalistischen ,darstellung gerichtet4 ,aus der ,kraft des ,wurfes1 mit der hier die materialistische ,wirkung der ,kunst erfat wurde1 ergab sich die ,unmittelbarkeit des ,eindruckes4 ,der ,rausch kam nicht mehr1 wie bei der lteren ,romantik ,wagners1 aus der ,ekstase eines ,scheinerlebnisses4 ,er war lediglich ,freude an der hinreienden ,beherrschung der illusionistischen ,darstellungskunst1 deren ,objekt im ,hinblick auf seine ,anregungskraft fr das ,talent des ,knstlers gewhlt wurde4 ,dieser ,naturalismus1 der mehr und mehr zur deskriptiven ,virtuositt herabsank1 hat neuerdings versucht1 sich durch ,anlehnung an die ,symbolik des ,idealismus einen ethischen ,anschwung zu geben4 ,vom ,rosenkavalier an ber ,ariadne und ,josefslegende bis zur ,frau ohne ,schatten tritt in ,stoffwahl und knstlerischer ,behandlung bei ,strau eine unverkennbare ,bezugnahme auf ,mozart zutage1 eine ,bezugnahme1 die freilich nirgends ber die ,bedeutung der archaisierenden ,stilanlehnung hinausgelangt1 weil die ,strausche ,kunst ihrer ,an der ,gefhlserfassung nach unlsbar verwurzelt ist in den ,boden der ,romantik4 ,auch diese ,lebensuerung deutschen ,geistes in der gegenwrtigen ,musik ist nicht zu unterschtzen4 ,sie zeigt die ,beweglichkeit1 den spekulativen ,unternehmungssinn1 die technische ,phantasie eines expansiv gerichteten1 auf uere ,aktivitt gestellten ,willens4 ,ihrer bekenntnismigen ,bedeutung nach erscheint sie freilich vorwiegend ,ausdruck eines ,materialismus1 der seine religis ethische ,schwche unter dem ,reichtum uerlich reizvoller ,bilder zu verbergen sucht und dabei doch mehr und mehr der ,skepsis des sthetentumes verfllt4 ,der ,traum als ,mittel der ,vergangenheitserinnerung war das ,ziel auch jener ,kunst1 die im ,anschlu an die ltere ,romantik durch ,vertiefung des gemtvoll ,innigen1 durch strengen ,ernst und beschauliche ,sammlung der ,gefhlskrfte das ,rauschharte der theatralischen ,gebrde ,wagners zu vermeiden suchte4 ,brahms ist die eigenkrftigste1 durch ,festigkeit und herbe ,geschlossenheit des ,willens imposanteste ,erscheinung dieser ,art1 ,reger ihr unruhvollst bewegter problematischer ,ausklang4 ,es ergab sich aus der inneren ,willensrichtung dieser ,kunst1 da sie sich ausschlielich konzertmigen ,formen zuwenden und diese unter bewuter ,betonung ihres formalistischen ,charakters einer gesteigerten ,intimitt des ,gefhlslebens1 damit zugleich einer ,verengung ihres ueren ,wirkungskreises zufhren mute4 ,der ,wesenscharakter dieser ,kunst drng zur ,hausmusik4 ,er enthllt sich am freiesten in der ,kammermusik und der auf intern begrenzte ,wirkungen berechneten ,vokallyrik4 ,wo er dem ,monumentalen zustrebte1 nherte er sich dem akademischen ,formalismus1 der schematisch konstruierten1 nicht frei gewachsenen ,form4 ,das ,positive lag in der inneren ,bezugnahme auf die wertvollen ,krfte eines konservativ beschaulichen ,gefhlslebens1 das sich nicht zu erweitern1 nur zu bewahren strebt4 ,die ,schwche war bedingt durch bewut rckschauende ,tendenz1 durch stille1 aber hartnckige ,abwehr gegenber allen ,versuchen1 neue ,grundlagen1 neue ,ausgangspunkte seelischen ,gemeinschaftslebens zu finden4 ,solche neuen ,grundlagen und neuen ,ausgangspunkte des ,seelischen treten dagegen mit berraschender ,bestimmtheit zutage in der ,musik ,anton ,bruckners4 hnlich wie ,brahms steht auch ,bruckner in naher innerer ,beziehung zum ,volkstum4 ,nur ruht diese ,beziehung nicht auf bewuter ,archaisierung1 traumhafter ,zurckfhrung der ,gefhlsart auf eine innerlich als altertmlich empfundene ,art der ,ausdrucksgestaltung4 ,sie ergibt sich aus natrlich freier1 menschlich spontaner ,unmittelbarkeit1 ist reines ,erlebnis ohne irgendwelche stilistische ,bewutheit4 ,als individuelle ,erscheinung ist ,bruckner in seiner ,weltfremdheit1 seiner ,mischung von ,bauer und ,mnch eine fast mittelalterliche ,natur1 als ,knstler stellt er unter allen anderen ,typen seiner ,zeit die erste im wahrhaften ,sinne modern gerichtete ,persnlichkeit dar4 ,er steht der ,wagner-,nachfolge sowohl in ihrem krampfhaften ,verlangen nach weltfeindlicher ,hypnose wie in ihrer sthetenhaften ,symbolspielerei ebenso fern wie der versonnen rckblickenden ,vergangenheitstrumerei der formalistisch akademischen ,romantik4 ,er ist ein glubiger ,mensch1 dessen unkomplizierte ,religiositt sich an dem weihevollen ,glanz und der ,autoritt eines unkritisch empfangenen ,katholizismus zur ,erhabenheit aufrichtet4 ,glubigkeit ist fr ihn kein ,rausch1 keine ,sehnsucht1 kein ,spiel1 sie ist eine unerschtterliche1 jenseits aller ,zweifel stehende ,tatsache4 ,sie gibt ihm ,naivitt und ,kraft der groen ,form1 gibt ihm die ,fhigkeit der ,gemeinschaftsbildung1 die hier wieder aus der ,wucht des wahrhaftigen ,erlebnisses erwchst4 ,in ,bruckners ,musik tritt zum erstenmal seit dem ,verblassen des ,idealismus der wirkliche ,mensch mit seinem ,drang zur nicht knstlich vorgetuschten lebendigen ,wirklichkeit hervor4 ,der ,traum als ,ziel der ,kunst wird berwunden1 ein starkes ,gefhl ist wieder erwacht1 das den ,erscheinungen der ,realitt gewachsen und fhig ist1 sie formend zu gestalten4 ,die ,quellen dieses ,gefhles weisen wieder zurck auf die ,kirche3 ,orgelklang1 ,hochamtsfeier1 liturgisches ,zeremoniell sind die ,grundlagen fr ,bruckners ,phantasieleben4 ,man knnte an eine gewaltig hervorbrechende ,nachblte spezifisch katholischer ,kunst denken4 ,aber hier tritt gleichzeitig ein so kerniges1 bei aller ,gebundenheit persnlich gerichtetes ,menschentum zutage1 da die kirchliche ,bezugnahme nur ,fundament und innere ,richtlinie bleibt fr eine khn und frei in die ,welt des ,erdhaften hinausgebaute ,kunst4 ,was ,bruckner von der ,basis einer strengglubigen1 durch inbrnstige seelische ,erfassung und urwchsige ,einfalt bezwingenden volkstmlichen ,kirchlichkeit aus begann1 das vollendete ,mahler4 ,bruckner wie ,mahler entstammten dem ,traumlande der ,romantik1 in ihnen vollzog sich das ,erwachen der ,seele zu einer neuen ,lebensgestaltung aus der ,kraft eines neuen ,lebenswillens1 eines positiv gerichteten ,aktivittsdranges4 ,empfing ,bruckner noch die innere ,anregung und ,beschwingung seiner ,phantasie aus der frommen ,erfassung katholischer ,glaubenssymbole1 so drang ,mahler aus der konfessionell umschriebenen ,gedankenwelt vor in die ,sphre der reinen ,naturanbetung4 ,das ,blhen und ,werden1 das ,keimen und ,vergehen alles ,seienden1 das ,wunder der zeugenden und schaffenden ,liebe1 das ,geheimnis des ,lebens und ,sterbens der ,natur1 alles1 was gleichnishaft in den ,symbolen der kirchlichen ,lehre dargestellt war1 erschien jetzt wieder in unmittelbarer ,anschauung gespiegelt1 nur in das ,symbol des ,kunstwerkes bersetzt4 ,eine ,welt glaubenstiefer und doch unkirchlicher ,religiositt tat sich auf1 hnlich wie einst bei den ,knstlern der idealistischen ,zeit und doch ganz anders erschaut4 ,nicht mehr ,erkenntnis ist das ,ziel1 nicht mehr ,kritik weist den ,weg4 ,der individualistische ,hang1 der ,trieb zur ,befreiung der ,persnlichkeit und ihrer ,werte1 der die individualistische ,bewegung getragen und im subjektivistischen ,traumbild geendet hatte1 ist erloschen4 ,jetzt wechselt er in das ,streben nach berwindung der individuellen ,begrenztheit1 nach ,eingliederung des einzelnen in das ,ganze4 ,die ,natur in der unbemessenen ,vielheit ihrer ,erscheinungen wird zum hchsten ,sinnbild der ,totalerfassung schpferischer ,krfte4 ,der ,mensch1 nicht mehr kritisches ,geistwesen1 sondern vegetabilisches ,naturwesen1 steht inmitten dieses ,ganzen1 nur ein ,teilchen davon1 pflanzenhaft erdgebunden und doch wieder ,unsterbliches in sich tragend1 hchste ,inkarnation gttlicher ,urkraft1 soweit er sich kosmisch zu empfinden und zu erkennen vermag4 ,die ,gemeinschaft wird auch knstlerisch wieder zur ,quelle einer neuen ,formidee3 die ,gemeinschaft nicht der ,glubigen1 nicht der ,erkennenden1 nicht der vom romantischen ,zaubertraum ,berauschten1 auch nicht der nationalistisch ,gesinnten1 sthetenhaft ,interessierten oder der ,vergangenheitstrumer4 ,es ist eine hhere ,gemeinschaft1 die alle3 ,glubige1 ,idealisten und ,romantiker umfat1 von allen ein ,teil in sich trgt und es mit den brigen zu neuer ,gesamtheit einigt4 ,es ist die ,gemeinschaft der ,menschen als ,geschpfe einer ,gottheit der ,liebe1 aus deren ahnender ,erfassung alles ,problematische sich lst1 alles ,individuelle verschwindet1 alles ,schicksalhafte berwunden wird4 ,in dieser ,verkndung der ,liebe als der hchsten schaffenden ,macht1 in dieser ,anschauung des ,menschen nur als ,teiles eines sozial bedingten ,ganzen lag die neue religise ,botschaft1 lag die neue aktive ,gestaltung tief drngenden ,menschheitsverlangens1 lag die befreiende ,tat1 die aus der ,traumsphre der ,romantik hinausfhrte in die ,wirklichkeit lebendigen ,lebens1 sie bejahend und in der ,kunst zu formbewuter ,gestaltung zwingend4 ,es war ein deutscher ,musiker1 der diese ,tat vollbrachte und damit der deutschen ,musik wieder ein hohes ,ziel stellte1 ihr einen neuen ,gefhlsgehalt gab4 ,neu freilich nur im ,hinblick auf die innerer ,begrndung4 ,dem ,ergebnis nach deckte sich diese kosmische ,religiositt mit der christlichen ,gemeinschaftsidee wie mit der ,menschheitsliebe der idealistischen ,humanittszeit4 ,alle drei sind ,auseinandersetzungen mit dem ,gemeinschaftsproblem1 verschiedenartig in der ,begrndung1 bereinstimmend aber im ,resultat der ,bejahung des ,lebens in der ,gemeinschaft1 der berwindung des ,individuellen1 der ttigen ,zusammenfassung aller ,krfte4 ,mit dem erneuten ,durchbruch zu diesem ,ziel hatte die deutsche ,musik wiederum ihre ,berufung und ,fhigkeit zur ,weltmacht erwiesen1 ihre ,stellung als ,knderin hchster ,menschheitsideen besttigt4 99 99 99 ,zum zweitenmal wurde die sinfonische ,form ,gef der gestaltenden ,idee1 jetzt nicht wie bei ,beethoven vorwiegend auf die abstrakt instrumentale ,sprache beschrnkt1 sondern stark durchsetzt1 zum ,teil beherrscht vom vokalen ,ausdruck4 ,die ,sphre des ,geschehens war dem sinnlich fabaren ,erlebnis nhergerckt1 die ,vorstellungswelt dieser ,kunst lag mehr im ,bereich des irdisch ,erkennbaren1 ,gleichnishaften4 ,dagegen war sie ferngerckt dem ,naturalismus und ,illusionismus der ,romantik1 und darin lag der tiefe ,wesensunterschied sowohl gegenber der gleichzeitigen ,programmusik als auch der ,oper4 ,die ,oper war ihrem ,ursprung nach dem unbefangensten1 kindlich buntesten ,sinnenspiel zugewandt4 ,im ,gegensatz zu den auf andchtig religise ,vereinigung gerichteten musikeigenen ,formen war sie der ,verherrlichung der ,freude gewidmet1 das ,fest des ,dionysos und des ,eros4 ,knstliches ,erzeugnis bewuten ,luxustriebes1 als ,formerscheinung abhngig von den ,bedingtheiten verschiedenartigster1 organisch unverbundener ,wirkungsmittel1 unterworfen dem gesellschaftlichen ,einflu der ,verbraucher1 war sie die unrealste1 durch willkrliche ,mischung der ,gestaltungselemente zwitterhafteste musikalische ,kunstgattung4 ,sie hat in den verschiedenen ,lndern verschiedenartige ,ausprgung erfahren1 hat in ,italien eine ,entwicklung nach der musikhaft sinnlichen1 in ,frankreich nach der schauspielhaft bhnenmigen1 in ,deutschland nach der gedanklich dramatischen ,seite hin genommen4 ,aber sie ist stets ,erzeugnis und ,spiegelung des ,luxuswillens1 der ,laune1 der phantastischen ,willkr geblieben4 ,das bedeutet keineswegs ,verkennung oder ,unterschtzung ihres ,kunstwertes4 ,man kann die ,oper gewi nicht streichen aus der ,geistesgeschichte der letzten ,jahrhunderte1 sie ist die bezeichnendste ,auswirkung des ,spieltriebes4 ,aber nur als solche kann sie erfat werden1 im ,gegensatz zum gesprochenen ,drama1 dessen uere ,form sie spielend nachahmt1 wie sie jede andere der an ihr beteiligten ,knste3 ,gesang1 ,instrumentalmusik1 szenische und figrliche ,darstellung gewissermaen in eine absolut unlogische ,sphre bertrgt4 ,je reiner sie diesen ,charakter des phantastisch parodistischen ,spieles wahrt1 um so vollkommener wird sie als ,kunstwerk wirken4 ,der unvergngliche ,zauber der ,oper ,mozarts ruht in der tiefen bereinstimmung1 aus der hier ,sinnenfreude1 ,spieltrieb1 jeglicher ,realitt abgewandte ,phantastik zur tiefsten ,erfassung menschlicher ,lebenstriebe und ,willenskrfte gelangen4 ,die irrationale ,form wird zur ,spiegelung eines irrationalen ,seins auerhalb aller ,bedingtheiten der ,wirklichkeit4 ,nicht nur die stofflichen ,erscheinungen der ,oper ,mozarts3 ,handlung1 ,charaktere1 uere ,aneinanderreihung der ,begebenheiten sind dem illusionistisch gerichteten ,verstande unfabar4 ,die musikalische ,formung vor allem3 das ,ausstrmen des ,gefhles durch die monodramatische ,gesangsarie1 das gleichzeitige ,ineinanderweben der ,stimmen im ,ensemble1 die vielgliedrigen1 lediglich aus ,kontrast- und ,steigerungswirkung des musikalischen ,ausdruckes entwickelten ,finalebauten -- dies alles zusammen ergab eine ,kunst1 der gegenber jede rationalistische ,forderung zum ,spott werden mute4 ,hier war denkbar hchste ,freiheit des gestaltenden ,geistes1 restlose berwindung der stofflichen ,materie1 reine ,anschauung des ,spieles freier ,phantasiekrfte1 eine vollkommene idealistische ,welt als verklrtes ,symbol der realen4 ,so konnten hier die groen bewegenden ,ideen der damaligen ,menschheit3 die ,probleme der ,befreiung der ,persnlichkeit dargestellt werden an menschlichen ,elementartypen der ,figaro-1 ,don-,juan-1 ,cosi fan tutte-,sphre4 ,so konnte in der ,zauberflte im ,rahmen eines ,kinderspieles das ,ziel aller humanitren ,kultur3 die ,menschheitsvereinigung durch ,freundschaft1 ,liebe und ,weisheit zu herrlichster ,erfllung in der ,kunst gebracht werden4 ,die nachfolgende ,zeit hat niemals die einzigartige ,musikernatur ,mozarts verkannt4 ,niemand hat fr den ,genius ,mozart tieferes ,gefhl und ,verehrung gehabt als ,wagner4 ,aber die ,form der ,mozartschen ,oper1 diese freieste ,gestaltung des ,unwirklichen1 ,unwahrscheinlichen1 erschien ihm unvollkommen1 mute ihm unvollkommen erscheinen -- gerade der ,eigenschaften wegen1 die ber die ,wrdigung von ,mozarts bloem ,musikertum hinaus die kulturelle ,gre seiner ,knstlerschaft bestimmen4 ,die ,romantik glaubt sich ber die ,urbestimmung der ,oper1 ber die artbestimmenden ,grundlagen der ,gattung hinwegsetzen zu knnen4 ,sie versuchte der ,oper das zu nehmen1 worin ihr ,wesen wurzelte3 den ,charakter des ,spieles4 ,sie versuchte1 dieser auf heiterster ,sinnenspannung1 auf lebhaftestem ,reiz der ,bilder1 auf schmeichelnder ,phantastik der ,gefhlserregung beruhenden ,kunstform das zu geben1 was ihr niemals innerhalb ihres unmittelbaren ,wirkungsbezirkes eigen gewesen war3 die religise ,weihe des groen ,dramas4 ,das ,wesen der ,oper als dramatischer ,erscheinung beruht auf bewuter ,unwahrscheinlichkeit1 auf parodistischer ,einstellung gegenber allen ,realitten4 ,selbst die ,reformen ,glucks1 zu ,unrecht als ,vorarbeiten fr ,wagner angesehen1 lieen den ,grundcharakter der ,oper als ,gattung unberhrt4 ,sie bezogen sich lediglich auf die strkere ,hervorhebung der lyrisch musikalischen ,wirkungen gegenber gesanglich virtuosen ,effekten4 ,ob ernste oder heitere1 ob tragische oder komische ,oper1 dies war gleichgltig fr die ,auffassung des ,typs1 aus dem die ,oper ,mozarts als ideale ,zusammenfassung aller ,krfte hervorwuchs4 ,dieses lyrisch phantastische ,erosspiel war in allen ,bedingtheiten seines ,wesens ,erzeugnis der ,renaissance1 weitergebildet von ,menschen1 deren sinnlich empfindsame und erfindungsreiche ,natur hier ein neues ,feld fr ihren sensualistischen ,spieltrieb fand4 ,der ,versuch1 von dieser ,spielgattung aus den ,weg zu bahnen zum kultischen ,drama der ,antike1 bedeutete nicht nur eine neue ,mideutung der ,antike1 entstellender noch als der klassisch geglttete ,antikenbegriff des ,idealismus4 ,er bedeutete die unwahrhaftige ,theatralisierung kultischer ,dinge1 ihre ,herabsetzung zu ,requisiten opernhafter ,wirkungen und1 damit verbunden1 die falsche berhhung einer in sich organisch geschlossenen ,kunstgattung durch das steigernde ,pathos des dramatischen ,affektes4 ,die romantische ,form des musikalischen ,dramas1 wie es sich in der ,theorie darstellt1 ist im ,hinblick auf das ,wesen der ,gattung1 das vollendet in der ,oper ,mozarts erscheint1 eine ,abirrung der ,oper auf ,gebiete1 die auerhalb des ,charakters der ,gattung liegen1 und auf denen sie nie ,wurzel fassen konnte4 ,soweit ,werke solcher ,art in die ,breite wirken wie bei ,wagner1 beruht die ,wirkung in ,wahrheit doch auf dem ,spielcharakter der ,oper4 ,er ist auch im musikalischen ,drama nur scheinbar berwunden und lebt da weiter1 wo es die lebendige ,wirkung zeugt4 ,aber er lebt unter falschem ,namen und falscher ,einschtzung seines ,wesens4 ,in dieser ,vortuschung unwahrer ,werte liegt die ,gefahr des ,erbes der romantischen ,oper fr die ,gegenwart4 ,es gilt zunchst1 die ,unmglichkeit der ,oper als ,form bewut kultischer ,dramatik klar zu erkennen4 ,es gilt gleichzeitig1 die falsche ,geringschtzung des ,spieltriebes als eines gleichsam im hheren ,sinne nicht vollwertigen ,schaffensimpulses abzutun1 zu erkennen1 da dieser ,spieltrieb1 sofern er vermeidet1 sich aus falschem ,ehrgeiz dramatisch zu maskieren1 aus sich selbst heraus zur ,erreichung wahrhaftigerer ,ziele befhigt ist1 als das hchstgeschraubte dramatische ,pathos sie zugnglich macht4 ,es gilt1 formelhaft gesprochen1 in der ,oper ,mozarts nicht nur die geniale ,musiker-1 sondern gerade die geniale ,knstlernatur zu erkennen4 ,nicht nur in der ,oper ,mozarts1 sondern in der ,oper berhaupt die ,idealgattung des ,phantasiespieles1 das1 frei von allen dogmatisch ethisierenden ,nebenabsichten1 aus lebendigstem ,widerschein buntester ,lebensfarben und ,sinnesreize den ins ,mrchenhafte berspiegelten ,abglanz des ,realen1 ,bewuten1 ,gewollten gibt4 ,es ist lehrreich1 zu beobachten1 wie sich andere ,vlker mit diesem ,problem der ,oper abgefunden haben4 ,der romantischen ,rauschsuggestion1 der dramatisch zugespitzten ,illusionsoper zunchst ebenso unterworfen wie die ,deutschen1 haben ,italiener und ,franzosen die ,gefahr einer bewuten berbetonung der dramatischen ,zweckhaftigkeit der ,oper zu vermeiden gewut4 ,bei beiden ,nationen ist in der ueren ,anlage1 namentlich des ,textes1 ein auffallend realistisch naturalistischer ,zug bemerkbar4 ,er beeinflut auch die ,art der musikalischen ,gefhlseinstellung und normalen ,faktur4 ,bizets ,carmen ist das ,muster der psychologischen ,oper1 ,verdis derbe ,sinnlichkeit saugt sich fest an der ,unmittelbarkeit elementar erfater ,bhnenvorgnge und bertrgt diese ,emotionen mit naiver ,drastik in seine ,musik4 ,bei beiden grten ,opernkomponisten ihrer ,nationen aber bleibt die dramatische ,einkleidung stets ,mittel zum ,zwecke des ,musizierens4 ,das ,drama gewinnt weder in der ,theorie noch in der ,praxis die ,vorherrschaft4 ,der ,musiktrieb als der eigentliche und wahrhafte ,spieltrieb dominiert1 und selbst den ,nachfolgern ,verdis ist die veristische ,fassung des ,dramas nur ein ,mittel1 ihre kurzatmige ,musikbegabung schnell und durchgreifend zur ,geltung zu bringen4 ,bei ,gounod1 ,massenet1 ,saint ,sans ist der normale ,sinn von vornherein in viel zu hohem ,mae konventionell beeinflut1 um die ,wahl zwischen ,oper und musikalischem ,drama je ernsthaft zweifelhaft zu machen1 und auch der ins bewut sthetenhafte abschweifenden jungfranzsischen ,schule ist trotz der literarischen ,geschmacksverfeinerung die ,oper stets die primr musikalische ,kunstform4 ,nur in ,deutschland hat sich unter der gewaltigen ,nachwirkung von ,wagners ,theorien eine seltsame moralsthetische ,auffassung vom ,wesen des musikalischen ,dramas herangebildet4 ,auf ihre tieferliegenden1 innerorganischen ,ursachen betrachtet1 ist sie das ,zeichen nachlassenden ,produktionsvermgens4 ,als ,lehre aber hat sie schweren ,schaden gestiftet durch ,verkennung und ,herabsetzung kunsteigener ,grundwerte der ,oper zugunsten eingebildeter religis ethischer ,qualitten des musikalischen ,dramas4 ,das eigentlich ,belastende und ,schdigende dieser ,geistes- und ,urteilswendung lag nicht in der ,tatsache1 da eine groe ,anzahl schwacher oder mittlerer ,talente sich getrieben fhlte1 ,musikdramen zu schreiben4 ,es lag auch nicht nur in der sthetischen ,begriffsverwirrung1 die den ,blick fr wesentliche ,vorzge der ,kunstgattung und damit fr die ,schpfungen ganzer ,epochen trbte1 dafr knstlerischen ,belanglosigkeiten hohe sittliche ,wertung angedeihen lie4 ,dies wren zunchst ,schdigungen gewesen1 die nur die ,kunst als solche betrafen4 ,der verhngnisvollste1 in die allgemeine ,volkskultur bergreifende ,nachteil war1 da hier die auf ,tuschung1 ,spiel1 ,schein1 im sittlichen ,sinne auf bewuter ,unwahrhaftigkeit beruhende ,welt des ,theaters als wahr1 echt1 lebendig1 als ,trgerin und ,knderin der hchsten ethischen ,norm ausgegeben wurde4 ,das ,gefhlsleben der ,menschen orientierte sich innerlich an diesen ,erscheinungen einer vorgespiegelten ,lebenswahrheit4 ,es mute unecht1 unwahrhaftig werden1 weil es sich zum ,sklaven seines eigenen ,phantasieerzeugnisses machte und von diesem ,gesetze empfing1 statt1 wie es der ursprngliche ,spielcharakter der ,gattung forderte1 sie ihm zu erteilen4 ,das theatralisch ,komdiantische1 das so vielfach in der deutschen ffentlichkeit der letzten fnfzig ,jahre sich bemerkbar macht1 die ,neigung zu falschem ,pathos und schlechter ,rhetorik sind nicht zum mindesten ,nachwirkungen einer ,lebensauffassung1 die ihre ,gesetze aus der ,oper empfngt4 ,wir stehen heut der ,romantik fern genug1 um die ,gre ihrer knstlerischen ,leistungen unbefangen wrdigen zu knnen4 ,was uns von ihr trennt und zur ,kritik zwingt1 ist nicht diese oder jene ,einzelheit im fachlich entwicklungsmigen ,sinne1 ist auch nicht ,widerspruch gegen individuelle ,begabungen4 ,es ist grundstzlich die durchaus entgegengesetzte ,auffassung vom ethischen ,charakter des ,kunstwerkes4 ,die ,romantik bertrug ihn in den ,stoff1 in die ,form1 in das knstlerische ,sujet selbst4 ,mit allen ,mitteln genialer ,beharrlichkeit und ,tatkraft materialisierte sie ihn1 unterwarf ihn dadurch allen ,hemmungen und ,tuschungen der ,materie1 erhob ihn selbst zum bewuten ,trger der knstlerischen ,idee4 ,in diesem ,gegensatz von absichtsvoller ,ethik des ,stofflichen und zwanglos unbewutem ,ethos des idealistischen ,spieles wurzelt der ,kontrast ,wagner-,mozart1 wurzelt der ,widerspruch der heutigen ,generation gegen die tendenzise ,kunstauffassung und -lehre ,wagners1 wurzelt die ,abwendung vom kultischen ,musikdrama1 die erneute ,neigung zum ,erosspiel der ,oper4 ,es gibt gegenwrtig drei deutsche ,opernkomponisten1 in deren ,schaffen der ,widerstreit der ,meinungen klar zutage tritt3 ,hans ,pfitzner1 ,richard ,strau1 ,franz ,schreker4 ,pfitzner ist der bedingungslose ,anhnger von ,wagners ,lehre1 deren spekulative ,zge er in seinen drei ,musikdramen ,der arme ,heinrich1 ,die ,rose vom ,liebesgarten und ,palestrina in fanatischer ,einseitigkeit zu den uersten ,konsequenzen gefhrt hat4 ,die ,vorherrschaft der stofflichen ,ethik1 die bei dem groen ,bhnenpraktiker ,wagner ungeachtet aller ,theorien doch stets im ,rahmen des bhnensinnlich ,wirksamen bleibt1 greift bei ,pfitzner schlielich auch das organische ,leben des ,dramas an1 das aus vorstzlicher ,askese immer theaterfremder wirkt4 ,es ist bezeichnend1 da in ,palestrina keine einzige ,frauenfigur erscheint4 ,das ,mnchtum dieser ,kunst geht bis zur ,verbannung des ,eros von der ,bhne4 ,unbemerkt bleibt der grausame ,widerspruch1 da eine scheinbar alle profanen ,bedingtheiten berwindende ,kunst sich der ,mittel einer ,gattung bedient1 deren ,wesen der wechselvollsten ,sinnlichkeit der ,form unlsbar verhaftet ist4 ,richard ,strau ist sich der ,theaternatur der ,oper wohl bewut4 ,sein ,schaffen ist auf stilknstlerischen ,ausgleich von ,drama und ,oper gerichtet unter allmhlich immer strker betonter ,annherung an den lteren ,formtyp4 ,soweit ein ,problem dieser ,art die ,lsung auf experimentellem ,wege zulie1 ist sie ihm in mehreren ,fllen1 nie einheitlich1 wohl aber fr betrchtliche ,teile innerhalb eines ,werkes1 geglckt4 ,das lebhafte1 temperamentbeschwingte ,musiziertalent ,strauens1 seine hinreiende1 aus starkem ,augenblicksimpuls schpfende berredungsgabe1 die unmittelbare ,gegenstndlichkeit seiner ,tonsprache1 dies alles1 verbunden mit auergewhnlicher1 treffsicherer ,formgewandtheit1 macht seine groen ,erfolge erklrlich und berechtigt4 ,in einer ,zeit allgemeiner ,geschmacksunsicherheit und ,talentarmut war er der einzige1 der sich mit unbekmmerter ,frische und reflexionsloser ,begabungskraft dem musikalischen ,naturalismus zuwandte und als echtes ,weltkind dem ,geist der ,zeit stets zu geben wute1 was dieser bedurfte4 ,solche in allem ,technischen und ,artistischen meisterliche ,anpassungsgabe konnte allerdings immer nur zu ,augenblickslsungen1 zu ,gegenwartserfolgen gelangen4 ,sie konnte in ihrer allerseits verbindlichen ,art niemals zu einer im ,wesenhaften eigenen und neuen ,erfassung des ,opernproblems gelangen4 ,die stilistischen ,verkleidungs- und ,verwandlungsknste auch des strksten ,formtalentes waren gnstigstenfalls nur geeignet1 zu erreichen1 da die romantische ,auffassung der ,oper als des kultischen ,dramas keine ,gefolgschaft mehr fand1 keine innere ,werbekraft mehr bte1 ohne da es gelungen wre1 ihr einen selbstndigen neuen ,operntyp entgegenzustellen4 ,erst mit dem ,auftreten ,franz ,schrekers hat sich hier eine ,wandlung vollzogen4 ,das ,bemerkenswerte der ,erscheinung ,schrekers liegt nicht in ,einzelzgen seiner ,musikerbegabung1 so sicher und stark sich diese aus konventionellen ,anfngen zur ,erringung individueller ,eigenwerte durchzusetzen vermochte4 ,es liegt auch keineswegs in auffallenden ,besonderheiten stilistischer ,art1 an denen ,bezugnahme auf die jungromanische ,kunst namentlich in ,melodik und ,harmonik auffllt1 gesteigert durch ppige koloristische ,phantasie und grolinige architektonische ,gestaltungsgabe4 ,aber mit all diesen ,eigenschaften wre ,schreker nur einer unter mehreren4 ,seine ,ausnahmestellung ergibt sich aus anderem4 ,zum erstenmal seit ,jahrzehnten ist hier eine ,reihe von ,werken geschaffen1 die jenseits aller ,tendenzmacherei und spekulativen ,theorie1 jenseits auch jeglicher ,stilknstelei und jeglichen ,formexperimentes steht4 ,erwachsen ist sie aus gnzlich vorbehaltloser1 naiver ,erfassung der ,oper als eines ,spielstckes fr eine ungebunden schweifende ,phantasie1 der als ,richtlinie lediglich ein khner1 naturhaft elementarer ,theaterinstinkt dient4 ,schreker sieht die ,bhne nicht als ,kanzel1 auch nicht als ,ort geistreicher ,unterhaltung4 ,er sieht sie mit der ,unbefangenheit des ,kindes1 dem sich hier eine ,welt zauberhaftester ,unwahrscheinlichkeiten1 unbegrenzter ,mglichkeiten des ,unmglichen ffnet1 die nur von ,knstlers ,gnaden ihr ,sein empfangen und um so strker reizen1 je lebensferner sie sind4 ,schreker sieht die ,opernbhne wieder mit dem ,auge des irrational empfindenden ,phantasiemenschen4 ,aus dieser ,grundeinstellung ergibt sich der ,unterschied nicht nur gegenber der doktrinren ,ideenoper ,pfitzners oder der intellektuell bedingten ,geschmackskunst ,strauens4 ,auch andere zeitgenssische ,kunst1 wie die ,eugen d',alberts oder neuerdings die ,opernmusik des jungen ,erich ,wolfgang ,korngold steht im ,gegensatz zur ,theorie des ,wagnerschen ,dramas und zielt auf den ,theatereffekt4 ,aber hier ist dieser mit bewuter ,methodik als ,wirkungsfaktor herangezogen4 ,es werden wieder periodisierte ,melodien und geschlossene ,formen geschrieben1 weil das ,prinzip des ,leitmotives und des deklamatorischen ,stiles verbraucht erscheint4 ,schreker ist gegenber diesen auf das ,praktische im ,sinne der ,lebensklugheit und des ,erfolges zielenden ,begabungen eine naturwchsige ,kraft4 ,seine ,beziehung zur ,bhne ruht nicht auf irgendwelchen ,erwgungen der ,zweckmigkeit1 sie ist elementaren ,ursprunges4 ,seine vier ,opern ,der ferne ,klang1 ,das ,spielwerk1 ,die ,gezeichneten1 ,der ,schatzgrber sind ,erfolge nicht nur im ,sinne des ,kassenberichtes einer ,spielzeit1 sondern der geistigen ,bewegung4 ,sie geben der ,musik auf der ,bhne wieder ihr ursprngliches1 durch keinerlei ,dienstbarkeit gegenber dramatischen ,absichten behindertes ,recht des freien ,phantasiespieles4 ,sie gewinnen ihr damit das im ,laufe des #ai4 ,jahrhunderts verlorene ,heimatgebiet zurck und fhren so die ,ausdrucksmittel der ,oper wieder ihrer natrlichen ,bestimmung zu4 ,es ist denkbar und nicht unbegreiflich1 da manche ,menschen einer vorwiegend auf kritisch intellektuelle ,bildung erzogenen ,generation solche ,kunst als fr ihre ,begriffe von ,kultur nicht ausreichend ablehnen4 ,damit wre sachlich nichts bewiesen1 nur die ,zuverlssigkeit dieses ,kulturbegriffes in ,frage gestellt4 ,vom ,standpunkt einer abstinenten ,geschmacksbildung aus wird die ,oper wegen der unorganischen ,vielheit ihrer ,mittel stets ein nicht ganz vollwertiges ,kunstgebilde sein4 ,einheitlichkeit gewinnen kann sie nur durch den ,musiker1 der diese ,buntheit der ,mittel als natrliche ,quellen seiner ,phantasie empfindet und fruchtbar macht1 nicht aber das ,ganze durch ,prinzipien und ,theorien regelt oder stilisiert4 ,solcherart ist ,schrekers ,musik4 ,als dramatische ,gebilde bedeuten seine ,opern das ,gegenteil dessen1 was etwa dem gesprochenen ,drama notwendig und wesenseigentmlich ist4 ,der ,musik aber ffnen sie den ,bezirk1 auf dem sie sich als ,element der ,bhnenwirkung entwickeln kann1 ohne von ihrem ureigenen ,wesen etwas aufzugeben1 ohne sich selbst zugunsten eines anderen ,zweckes opfern oder begrenzen zu mssen4 ,dieses ureigene ,wesen der ,musik ist das ,beziehungslose1 das verstandesmig ,unfabare1 nicht zu ,greifende4 ,will man das ,verhltnis der ,gegenwart zur unmittelbaren ,vergangenheit1 zum #ai4 ,jahrhundert kurz kennzeichnen1 so kann man es nennen den ,kampf gegen den ,rationalismus der ,romantik4 ,der ,rationalismus war bedingt durch das ,illusionsbedrfnis der ,romantik und dieses wiederum durch ihre ,resignation gegenber dem ,leben1 aus der die ,auffassung der ,kunst als des ,gegensatzes zum ,leben1 als des groen ,tuschungsmittels1 als des ,lebenssurrogates erwuchs4 ,solche ,auffassung mute notwendig in der ,theorie zur ,kunstideologie1 in der ,praxis zur ,wirklichkeits-,imitation fhren4 ,das ,unbeziehbare des klanglichen ,erlebnisses wurde in allerlei ,beziehungen gesetzt3 die ,oper mute predigen1 philosophieren1 moralisieren1 zum mindesten psychologischen ,anschauungsunterricht geben4 ,die ,sinfonie wurde der freien ,poesie gewidmet1 sie stellte dar1 wobei es im ,wollen und ,ergebnis gleichgltig war1 ob das ,dargestellte ein direkt bezeichneter dichterischer ,vorwurf war oder eine bewut erfate formalistische ,idee4 ,wie es aber der ,oper und der ,sinfonie erging1 so auch den intimeren ,gestaltungsformen der ,vokal- und ,instrumentalmusik3 dem ,lied1 dem ,chorgesang1 der ,solo- und ,kammermusik verschiedenster ,art4 ,das ,lied1 durch ,schubert aus zopfiger ,beengtheit zur freiesten ,spiegelung individuell erfaten seelischen ,gemtsgeschehens erhoben1 wurde durch ,schumann1 ,jensen1 ,franz zur ,stimmungsschilderung abgeschwcht4 ,bei ,brahms erscheint es unter ,neigung zu volkstmlich vereinfachender ,formung1 bei ,hugo ,wolf und seinen neudeutschen ,nachkommen wird es zur psychologischen ,kleinstudie -- ohne da ,komponisten und ,hrern die damit verbundene ,entseelung des ,lyrischen zum ,bewutsein gekommen wre4 ,das ,vernunftgeme1 auch in knstlerischer ,fassung stets irgendwie dem rein logischen ,begreifen ,zugngliche war unausgesprochene ,voraussetzung fr die ,anerkennung des ,kunstwerkes4 ,dieses selbst blieb nur ,dokument des ,talentes1 etwas durch ,musik auszudrcken1 was dem ,inhalt nach ein ,andersbegabter ebenso oder hnlich auf anderem ,wege gesagt htte4 ,so zerflo hier1 wie in der ,sinfonie und der ,oper1 das ,musikeigene4 ,das ,interesse wurde fachlich begrenzt1 vorwiegend auf das ,wie der ,darstellung hingelenkt4 ,die ,kammermusik der ,romantik einschlielich ihres gehaltvollsten ,teiles3 der ,brahmsschen ,kammermusik besttigt dies4 ,formalistischer ,bau1 ,faktur des musikalischen ,satzes1 klanglich koloristische ,fassung1 ,art und ,entwicklung der ,gefhlsdarstellung sind gegeben durch die klassischen ,vorbilder1 das uerlich ,strukturelle vorwiegend durch ,beethoven1 das lyrisch ,empfindungsmige mehr durch ,schubert4 ,dieses ,erbe wird nun in kleine ,individualittsgebiete aufgeteilt4 ,die gegebenen ,grundmae sthetischer1 musikalischer ,art bedeuten gewissermaen ein festes1 geistiges ,wirtschaftsgut1 das nun aus dem ,bereich des ,urschpferischen1 wo jene groen ,geister es gefunden1 in die kleine1 irdisch bewegte ,welt als fertige ,tatsache bernommen und verarbeitet wird4 ,entwicklungsmig gesehen ist solcher ,verlauf natrlich und richtig1 sein ,wert und seine ,bedeutung liegt in der allmhlichen ,zugnglichmachung und ,durchdringung der ,ideen primr schaffender ,knstler4 ,wenn wir etwa die gesamte ,kammermusik nach ,beethoven bis zur folgenden ,jahrhundertwende auffassen als ,mittel1 durch variierende ,einzelausfhrung die gewaltige ,masse der ,hinterlassenschaft ,beethovens zunchst stofflich zu zerlegen und zu konsumieren1 um dadurch den ,zugang zu ihrer hheren ,geistessphre allmhlich zu gewinnen1 so wre mit solcher ,auffassung etwa die geschichtliche ,mission der romantischen ,kammermusik bezeichnet4 ,damit ist aber zugleich gesagt1 da ihr selbst die urzeugende ,kraft abgeht1 ja eigentlich mit ,bewutsein auerhalb ihres knstlerischen ,wollens gehalten wird1 und da sie1 unter ,vermeidung eigener ,stellungnahme und ,auseinandersetzung mit den ,grundproblemen musikalisch schpferischer ,gestaltung1 den gegebenen ,darstellungsapparat materialisierte1 ihn als ,schema im technischen ,sinne behandelte und ausbaute4 ,auf diese ,art konnte bei ausreichendem ,einfhlungs- und ,anpassungstalent noch manches an sich recht beachtliche ,musikstck entstehen4 ,die ,gebiete1 die ,beethoven und ,schubert in ihrem ,ideenflug abgesteckt hatten1 boten ,raum genug fr ,sondersiedlungen4 ,aber das eigentlich ,wertschaffende3 die ,kraft und der elementare ,zwang1 aus dem heraus die idealistisch klassische ,kunst berhaupt erst die ,regel ihrer ,gestaltungsart gefunden hatte1 mute bei den ,nachfolgenden notwendigerweise fehlen4 ,die ,gesetzlichkeit einer bestimmten ,ausdruckstechnik1 der der schpferische ,gedanke noch vor seiner ,geburt untergeordnet war1 die ,einspannung des ,gefhlsablaufes in feste ,normen unterstellt auch auf diesem ,gebiet ,gefhl und ,phantasie den ,forderungen des ,verstandes und des erklrungfordernden ,bewutseins4 ,bezeichnend dafr ist ,pfitzners ,schaffenstheorie4 ,nach ihr zerfllt die ,entstehung des ,musikstckes in die ,empfngnis des thematischen ,einfalles und in dessen handwerklich formale ,verarbeitung4 ,solche ,theorie ist nur mglich bei ,auffassung der ,form als eines gegebenen ,schemas1 bei ,verkennung des organischen ,eigenlebens der ,form aus dem ,zwang selbstndigen ,gestaltungstriebes1 bei freiwilliger ,beschrnkung der ,schaffensttigkeit auf individuelle ,variierung als unvernderlich genommener ,typen4 ,das ,primre der musikalischen ,konzeption wird auf den melodisch thematischen ,brocken des ,einfalles beschrnkt1 der dann das ,objekt rationalistischer ,durchfhrung bildet -- eine ,auffassung des ,schaffensvorganges1 die nicht nur ,erzeugnis spekulativer ,phantasie ist1 sondern wahrhaftige ,charakteristik einer bis in die ,gegenwart hinein blichen und anerkannten ,praxis4 ,wie nun in der groen sinfonischen ,form ein zeiteigenes religises ,gemeinschaftsgefhl als neue ,grundlage gewonnen wurde1 wie in der ,oper an ,stelle bewuter ethisch dramatischer ,tendenz der irrationale ,spieltrieb wieder hervordrngte1 so hat dieser ,zug zum ,auervernunftmigen1 zum ursprnglich ,musikhaften der ,musik1 zur reinen ,gefhlskundgebung auch die ,elemente der ,tonsprache ergriffen1 aus denen sich ,vokal- und ,kammermusik formen4 ,er hat hier1 auf dem geistigsten1 intimsten ,ausdrucksgebiet die radikalste ,umwlzung hervorgerufen1 zeigt am schrfsten oppositionelle ,haltung gegenber der unmittelbaren ,vergangenheit1 ist in den ,ergebnissen einstweilen erheblich problematischer als in der ,sinfonie und ,oper4 ,er lt aber gleichzeitig die entscheidenden ,grundfragen der knstlerischen ,wesensrichtung in klarster ,eindeutigkeit hervortreten und gibt damit eigentlich die letzte ,auskunft ber die ,gegenstzlichkeit der ,anschauungen1 den ,wechsel der ,zielsetzung4 ,sinfonie und ,oper sind in strkerem ,mae stoffgebunden4 ,wirken auch in ihnen die gleichen ,probleme1 so sind sie doch von der begrifflichen ,seite her leichter zu fassen4 ,in der ,kammermusik fallen alle ,bindungen nach auen fort4 ,es bleibt nur die ,auseinandersetzung mit dem zu innerst ,wesenhaften der ,musik1 wie es hier in ,klang1 ,stil und ,form zutage tritt4 ,in diesen eigentlichen ,elementen der ,musik aber ist mehr und anderes lebendig1 als die ,fachsthetik gemeinhin gelten lt4 ,in ihnen wirkt und aus ihnen spricht die geistige ,grundkraft der ,zeit berhaupt1 der sie angehren1 und aus deren innerstem ,gefhlstrieb sie ihre ,gesetze empfangen4 99 99 99 ,wenn wir die in den beiden letztvergangenen ,jahrhunderten zurckgelegten ,wege der musikalischen ,gestaltungsart berblicken1 so zeigen sich zwei groe1 deutlich getrennte ,entwicklungsgebiete3 das des polyphonen und das des homophonen ,ausdruckes4 ,die ,gegenstze sind dem ,prinzip nach nicht neu1 sie waren schon im ,mittelalter vorhanden1 wenn auch im einzelnen anders geformt4 ,allgemein gesprochen1 ohne damit bestimmte historische ,umgrenzungen festlegen zu wollen1 kann man sagen1 da ,zeiten mit vorwiegend religis gerichtetem ,geistesleben in der ,musik der ,polyphonie1 solche mit verweltlichter ,interessenrichtung der ,homophonie zuneigen werden4 ,die letzte groe polyphone ,kunst der ,neuzeit war die ,musik ,bachs4 ,die ,polyphonie -- ,vielstimmigkeit -- ist eine ,kunst der linear bewegten ,flche4 ,das artistische ,problem liegt in der ,vereinigung von organischer ,selbstndigkeit der ,einzelstimme mit strenger ,gebundenheit des ,ganzen4 ,an dieser zusammenfassenden ,kraft1 an dieser ,fhigkeit1 die reichste ,mannigfaltigkeit linearer ,sonderbewegung in einen groen ,totalkomplex zu vereinen1 bewhrt sich die polyphone ,kunst des ,meisters4 ,was er schafft ist entstanden aus der ,vorstellung der ,gesamtheitswirkung1 ist bestimmt1 ohne ,verlust seiner ,eigenheit sich zu berindividueller ,erscheinung zusammenzuschlieen4 ,der ,unterschied der stimmlichen ,einzelwesen ist lediglich ,unterschied der ,lage1 des ,klanges1 der ,bewegungsschnelligkeit1 dem ,charakter nach sind alle gleich1 gehren alle der gleichen ,gefhlsdimension an1 sind sie ,linien1 die sich nach dem ,gesetz des ,bewegungsimpulses ineinanderschlingen1 schneiden1 zum ,ornament formen1 ohne je die reale ,sinnlichkeit der ,linie1 die ,festigkeit des individuellen ,seins zu verlieren4 ,als ,sprachmittel ist die ,orgel mit der reichgegliederten und doch im ,charakter gleichartigen ,flle ihrer ,klangschichtungen das typische instrumentale1 der vielstimmige ,chor mit seinen artverwandten ,stimmindividuen das vokale ,ausdruckselement der ,polyphonie4 ,die homophone ,kunst1 die schon zu ,bachs ,zeit und dann immer mchtiger empordrngt1 hebt die ,gebundenheit der ,vielheit1 hebt die ,wirkung durch ,zusammenwachsen der ,organismen zur berindividuellen ,erscheinung auf4 ,alle ,kraft1 aller ,wille1 alles ,leben konzentriert sich auf eine ,einzelstimme1 die ,fhrung nimmt1 das ,typenhafte abstreift und subjektive ,bestimmtheit erhlt4 ,die ,flchenhaftigkeit der nebeneinandergelagerten ,linien verschwindet1 da nur noch eine dominiert4 ,unter dieser aber bildet sich ein magischer ,raum1 eine neue ,dimension der ,tiefe1 gewonnen durch ,schichtung geheimnisvoll beziehungsreicher ,tonstufen3 die ,harmonie4 ,die mit jedem ,ton gleichzeitig erklingenden ,obertne werden als seine ,ergnzung empfunden und festgehalten1 diese vertikale ,tonreihe gibt jetzt der gestaltenden ,phantasie entscheidende ,anregung4 ,der ,klang gliedert sich in ,hauptton und ,nebentne1 jener als ,leitpunkt der ,melodie1 diese als begleitender harmonischer ,untergrund4 ,an ,stelle des geometrisch flchigen tritt das akustisch rumliche ,tonsystem1 an ,stelle der ,linienbewegung die durch ,wechsel der ,tiefenbewegung wirkende ,harmonie4 ,mit dieser ,vernderung der ,tonvorstellung zugleich vollzieht sich eine entsprechende ,umgestaltung des ,klangempfindens4 ,der ,unterschied von melodischem ,hauptton und harmonischen ,begleittnen bedingt auch ein anderes ,system der ,klanggruppierung4 ,der farbige ,reiz des ,klanges kommt zu selbstndiger ,geltung4 ,gegenber dem ,streben nach ,zusammenfassung mglichst gleichartiger ,charaktere in der polyphonen ,musik herrscht jetzt der ,drang nach ,gleichzeitigkeit heterogener ,klangelemente1 deren verschiedenartig abgestufte ,lichtwirkungen die ,vorstellung des rumlichen bereinander steigern4 ,in gleichem ,mae und aus gleichem ,bedrfnis erhlt die bis dahin vorwiegend auf einfache1 primitive ,kontraste gestellte ,dynamik lebendig bewegte ,durchbildung4 ,das ,orchester1 diese ,vielheit des ,ungleichartigen1 wird das wichtigste ,instrument der melodisch homophonen ,kunst1 soweit andere ,sprachmittel herangezogen werden1 geschieht es stets unter ,mischung verschiedenartiger ,klangcharaktere4 ,im ,streichquartett1 der reinsten ,klangeinheit der homophonen ,kunst1 ist zunchst die dominierende ,stellung der ,oberstimme1 die begleitende1 lediglich harmonisch fllende ,funktion der brigen selbstverstndlich und wird erst in den spteren ,quartetten ,beethovens zu gesteigerter ,subjektivierung und klanglicher ,gegenstzlichkeit der ,einzelstimmen umgewandelt4 ,den ,anfang dieser groen1 mit den tiefsten ,regungen der zeitlichen ,geistesgeschichte unmittelbar verbundenen ,umwlzung bildet das ,generalba-,zeitalter1 so genannt nach der ,gewohnheit1 nur die melodische ,linie und die ,bastimme aufzuzeichnen1 whrend die erforderlichen harmonischen ,fllstimmen durch ,ziffern angedeutet und bei der ,auffhrung improvisatorisch hinzugesetzt wurden4 ,man kann diese ,methode1 deren naive ,praxis deutlich die ,unterscheidung zwischen ,wichtigem und minder ,wichtigem spiegelt1 gewissermaen als ,beginn der musikalischen ,aufklrung bezeichnen4 ,zeitlich ist sie schon vor ,bach vorhanden1 wird auch von ihm selbst verwendet1 erlangt aber vorherrschende ,bedeutung erst mit dem endgltigen ,durchbruch des homophonen ,stiles1 als ,vorbereitung und bergang zur ,gewinnung der harmonischen ,vorstellungsart4 ,diese ist das eigentliche ,ausdrucksgebiet der ,zeit des klassischen ,idealismus4 ,hier hat die melodische ,oberstimme unumschrnkte ,freiheit1 reichste ,bewegungskraft1 vollendeten ,persnlichkeitswert gewonnen4 ,keine ,gebundenheit mehr1 keine vorbewute ,bezugnahme auf ein berindividuelles ,ganzes ist vorhanden die typenhafte ,einzelformung hat sich zu schrfster ,subjektivierung gesteigert4 ,es herrscht die ,melodie1 als unmittelbare ,spiegelung des ,persnlichkeitsbewutseins1 periodisch umgrenzt1 physiognomisch von uerster ,bestimmtheit des ,schnittes4 ,diese ,melodie ist empfangen aus dem ,vorgefhl der ,harmonie4 ,die innere ,bewegung der ,harmonie1 ihr gesetzmiger ,ablauf gibt die inneren ,richtpunkte fr die ,melodie1 hnlich und doch ganz anders wie in der ,polyphonie die konstruktive ,idee der ,gesamtform den ,wuchs des thematischen ,gedankens beeinflute4 ,dieser thematische ,gedanke der polyphonen ,musik war bei allem ,eigenwert ein ,partialgedanke1 die ,melodie dagegen1 namentlich der frhklassischen ,zeit bis zu ,mozart1 ist in sich geschlossen1 fertig1 ein lebendiges1 organisch gegliedertes1 selbstndiges ,wesen4 ,so offenkundig ihre ,gestaltung aus der ,einbeziehung des ,harmoniegefhles mitbedingt ist1 so zweifellos ist doch der bestimmende ,zug des rein melodischen ,impulses1 die ,unterordnung der ,harmonie vorzugsweise zur ,sttzung und ,bekrftigung der melodischen ,erscheinung4 ,melodie im ,sinne der groen klassischen ,kunst1 wie sie am reinsten bei ,mozart1 vorbereitend bei ,haydn1 abschlieend bei ,beethoven und ,schubert erklingt1 ist das musikalische ,symbol der freien ,persnlichkeit1 die knstlerische ,formung hchsten ,individualittsbewutseins4 ,man kann die ,gesetze4 ihres ,baues durchforschen1 man kann sie stilistisch kopieren4 ,aber keine noch so starke melodische ,erfindungsgabe einer spteren ,zeit kann ihre ,wirkung annhernd erreichen1 weil ihr ,geheimnis nicht in spezifisch musikalischen ,gesetzen liegt1 sondern in der ,gewalt des ,ethos1 dem sie entsprungen ist4 ,dieses ,ethos zwang die ,harmonie zur ,dienstbarkeit gegenber der melodischen ,individualitt4 ,sie blieb ,trgerin der ,kraft1 sie durchdrang in der ,hochblte der klassischen ,kunst den harmonischen ,unterbau bis in die feinsten ,verstelungen1 so da in den spteren ,quartetten ,beethovens die harmonische ,fgung der ,stimmen durch freieste melodische ,auflockerung fast bis zur ,polyphonie gesteigert wird1 ja teilweise zu deren ,formenbau zurckkehrt3 in ,mozarts ,jupiter-,sinfonie und ,zauberflte-,ouvertre1 in ,beethovens ,ouvertre ,weihe des ,hauses im ,finale der ,neunten ,sinfonie1 vor allem in den drei groen ,b-,dur-,fugen3 der ,sonate op4 #ajf1 des ,credo der ,missa1 des ,streichquartetts op4 #acj4 ,doch ist diese bereinstimmung der melodisch homophonen mit der polyphonen ,kunst nur uerlich stilistischer ,art4 ,aus einer ins ,grandiose gesteigerten melodischen ,phantasiekraft heraus wird die ,linienkunst der alten ,polyphonie hier dem harmonischen ,bewutsein dienstbar gemacht1 aus der ,flchendimension in die ,tiefendimension bertragen1 auf solche ,art diese mit konstruktiver ,klarheit fllend3 ,kundgebung hchstgesteigerter ,persnlichkeitskraft1 deren melodischer ,wille ,hhe und ,tiefe der ,klangwelt durchdringt und mit ttiger ,schaffensenergie nach seinem ,bilde gestaltet4 ,linear sich entfaltende ,polyphonie mit dem ,ziel flchenhafter ,ausbreitung und ,zusammenfassung1 melodische ,homophonie1 gesttzt auf den imaginren ,unterbau der harmonisch rumlichen ,tiefe waren zwei in sich grundverschiedene ,arten der ,klanggestaltung1 schpferische ,kundgebungen zweier in sich selbstndiger1 mit eigener ,kraft des ,schauens und ,formens begabter ,zeitalter4 ,der ,romantik fehlt diese ,fhigheit eigenschpferischen ,bildens4 ,wie hinsichtlich der ,stoffbehandlung1 wie hinsichtlich der geistigen ,problemstellung1 ist sie auch in bezug auf spezifisch klangmusikalische ,formung eine ,niederbruchserscheinung im ,gefolge des ,klassizismus4 ,die beherrschende melodische ,kunst1 dieses ,siegelzeichen der festen ,persnlichkeit1 geht ihr verloren4 ,wohl bleibt ihr ,musikempfinden melodisch orientiert1 aber die ,melodie verliert die feste1 in sich ruhende ,geschlossenheit der klassischen ,melodik4 ,der ,schwerpunkt sinkt unter die melodische ,oberflche in die ,harmonik1 diese trgt jetzt den ,bewegungsantrieb in sich4 ,bei den ,klassikern erscheint das ganze musikalische ,gebilde in unmittelbarer plastischer ,gegenstndlichkeit1 ,melodik als formbestimmender ,umri1 ,harmonik als fllende ,krperhaftigkeit4 ,nun wird die ,harmonik zur innerlich fhrenden ,kraft1 und die ,melodie zeigt in ihrem ,verlauf mehr und mehr nur den ,wellenschlag der harmonischen ,innenbewegung1 ,wagners ,begriff der unendlichen ,melodie1 die mit einer einzigen harmonischen ,wendung den ,ausdruck auf das ,ergreifendste umstimmen kann1 ist die natrliche und richtige ,kennzeichnung einer ,musikempfindung1 deren ,zentrum in der ,vorstellung und ,betonung der harmonischen ,wirkung liegt1 deren ,melodik daher mehr und mehr zur ,verknpfung der ,harmonien wird4 ,nicht nur bei ,wagner und ,liszt1 auch bei ,schumann1 ,spohr1 ,marschner1 ,weber1 selbst bei dem klassizistisch eklektischen ,mendelssohn ist diese ,gestaltung der ,melodie aus dem ,willen der ,harmonie erkennbar4 ,sie steigert sich bei ,brahms1 den ,wagner- und ,liszt-,epigonen bis zur vlligen ,abhngigkeit des mehr und mehr zur ,andeutung verflchtigten melodischen ,gedankens voll der dominierenden harmonischen ,konzeption4 ,es bedarf kaum des ,hinweises1 da1 gerade wie sich bei ,bach in ,einzelfllen bereits hufig ,beispiele melodischer ,homophonie finden1 so auch bei den ,klassikern1 namentlich bei ,beethoven und dem innerlich bereits stark romantisierten ,schubert1 die ,harmonie gelegentlich fhrend und ausdrucksbestimmend hervortritt4 ,aber abgesehen davon1 da solche ,flle im ,hinblick auf das ,gesamtwerk ,ausnahmen bedeuten1 zeigt sich auch bei genauer ,betrachtung1 da selbst hier der bestimmende ,grundimpuls melodischer ,natur ist4 ,die ,klangvorstellung1 aus der die ,musiker des klassischen ,idealismus schpfen1 lt sich bezeichnen als harmonisierte ,melodik1 die der ,romantiker als melodisierte ,harmonik4 ,in solcher ,gegenberstellung liegt zunchst keine ,wertung4 ,sie ergibt sich erst1 wenn man ,sinn und ,folge dieser ,wendung betrachtet4 ,der ,sinn war der gleiche wie in der romantischen ,bewegung berhaupt3 ,abkehr von der ,realitt1 von der ,gegenstndlichkeit des ,fhlens1 wie sie sich in der ,formung der selbsteigenen1 geschlossenen ,melodie aussprach1 ,flucht in die ,unwirklichkeit1 in die magische ,phantastik des harmonischen ,raumes1 dessen ,unbestimmtheit durch die zu stndigem ,wechsel1 pltzlicher ,umstellung und berraschung fhrende ,chromatik noch gesteigert wurde4 ,die ,harmonie1 die sich nicht1 wie in der polyphonen ,kunst1 als sekundre ,folge ergibt1 auch nicht1 wie in der klassischen ,homophonie1 dienender ,unterbau der melodischen ,gestalt1 sondern ,herrin und ,fhrerin ist1 bedeutet als sthetisches ,phnomen die ,verlegung des ,gefhlszentrums in eine spekulative ,sphre4 ,belebt wurde sie durch eine allmhlich bis ins kleinste sich erstreckende motivische ,gliederung1 aus deren sinnvollem ,ineinandergreifen sich ein knstlich organisches ,gegenbild der ,wirklichkeit ergab4 ,wagner macht sich ,schopenhauers romantische ,musiksthetik zu eigen3 die ,musik ist ,spiegelung aller ,objektivierungen des ,willens1 von der niedersten bis zur hchsten ,stufe4 ,alles ist innerlich aufeinander bezogen durch die ,harmonie1 und oben schwebt als letzte ,bindung der einigende melodische ,faden4 ,schopenhauer exemplifiziert zwar nicht auf ,wagner1 auch nicht auf die ,klassiker1 sondern auf ,rossini4 ,seine ,betonung der primren ,bedeutung der ,melodie zeigt seine ,herkunft vom ,idealismus1 in seiner ,auffassung vom ,wesen der ,harmonie aber ist er durchaus der an die ,vorstellung des imaginren musikalischen ,raumes und seines innerorganischen ,lebens gebundene ,romantiker4 ,dies ist der ,sinn der romantischen ,wendung zur melodisierten ,harmonik3 die ,gewinnung der musikalischen ,raumvorstellung zum ,aufbau einer illusionistisch bewegten ,klangwelt als ,widerspiel und ,korrektiv der ,realitt4 ,die ,folge war eine stndig zunehmende berschtzung des ,wesens und der ,bedeutung der ,harmonie1 die fr den ,romantiker schlielich der ,inbegriff des ,wesens der ,musik berhaupt wurde4 ,in seiner ,schrift ,die neue sthetik der musikalischen ,impotenz gibt ,hans ,pfitzner eine entwicklungsphilosophische musikgeschichtliche ,skizze1 in der er eine scharfe ,grenzlinie zieht zwischen der ,zeit1 wo ,musik nur ,wissenschaft gewesen1 und der ,zeit1 wo sie ,kunst geworden sei4 ,als ,kennzeichen des bergangs von der ,wissenschaft zur ,kunst wird genannt der ,augenblick1 in dem der ,geist der ,musik endlich das so lange vorenthaltene ,kleinod herausgab1 den ,teil seines ,wesens1 in dessen ,besitz die ,musik zum erstenmal in der ,welt als selbstherrliche ,kunst auftreten konnte3 die ,welt der ,harmonie4 ,es ist hinzuzusetzen1 da ,pfitzner den ,beginn der harmonischen ,musikauffassung wesentlich frher ansetzt1 als es hier geschieht1 nmlich schon im spten ,mittelalter1 da er also ,unterschiede zwischen polyphoner1 melodisch homophoner und harmonischer ,musikempfindung nicht annimmt4 ,indessen handelt es sich nicht darum1 ber ,notwendigkeit und ,berechtigung dieser ,abgrenzungen zu sprechen4 ,bezeichnend ist lediglich die ,tatsache1 da der ,epigone der ,romantik in der ,harmonie schlechthin das ,wesenhafte der ,musik erblickt1 da es ihm uerst schwer1 wenn nicht unmglich ist1 sich eine wahrhafte homophone ,tongestalt vorzustellen1 da bei ihm eben jegliches ,musikempfinden an die bewut oder unbewut mitschwingende ,harmonie gebunden ist4 ,das ist als subjektives ,bekenntnis zweifellos wahr und richtig und erklrt alle weiteren ,folgerungen1 die ,pfitzner aus seiner sthetischen ,grundanschauung zieht4 ,falsch daran ist nichts als die ,these selbst von der ,harmonie als dem ,urwesen der ,musik1 falsch in bezug auf die ,bezeichnung der frhmittelalterlichen ,musik als bloer ,wissenschaft und das ,nichtvorstellbare einer homophonen ,tongestalt3 gbe es kein anderes ,denkmal der musikalischen ,frhzeit als den ,gregorianischen ,choral1 so wre der unwiderlegliche ,gegenbeweis erbracht4 ,aber auch in der ,neuzeit ist die harmonische ,musikvorstellung als richtunggebende ,empfindungsart erst zuletzt mit allen ,symptomen einer ,nachblte zur ,geltung gekommen4 ,wer in ihr das ,wesenhafte der ,musik berhaupt erkennt1 der freilich mu unvermeidlich1 selbst wenn es heute keine andersgerichtete ,musik gbe1 wenn also eine ,opposition gar nicht in ,frage kme1 zur sthetischen ,erkenntnis eines ,unterganges kommen4 ,denn wirklich3 diese ,welt der ,harmonie1 dieses kunstvolle1 praktisch und theoretisch zur vollkommensten ,organik entwickelte ,phantom einer musikalischen ,raumvorstellung1 dieses ,illusionsgebilde1 dessen imaginre ,realitt ,verstand und ,spekulation zu denkbar hchster rationaler ,gesetzmigkeit ausgebaut haben -- es geht wahrhaft unter1 geradeso1 wie die ,romantik untergeht1 deren merkwrdigste und eigentmlichste ,schpfung es ist4 ,die ,welt der ,harmonie geht unter -- aber die ,welt der ,musik bleibt bestehen4 ,beide sind nicht identisch1 und die ,zeit der harmonischen ,musikempfindung ist im ,ablauf des geistigen ,werdens nur eine ,episode der ,musikgeschichte1 nicht einmal eine selbstndige1 sondern eine ,ableitung1 eine ,wucherung der melodisch homophonen ,musik4 ,was sie der ,romantik innerlich zugehrend und konform erwies1 war der starke spekulative ,anreiz1 den ihr ,ausbau dem ,verstande bot1 war der ,grundzug rationeller ,vernnftigkeit1 der ihr nicht nur uerlich1 sondern rein gefhlsmig aufgeprgt war und ebendarum schematisch formalistische ,bildungen auerordentlich begnstigte1 ja ihnen noch den ,charakter besonderer ,ehrwrdigkeit und ,tugend gab4 ,an und in diesen ,bildungen ist nun die ,welt der ,harmonie erstarrt4 ,sie vermag sich nicht mehr aus ihnen zu lsen1 weil sie in ,wahrheit gar keine ,welt ist oder war1 sondern nur eine ,insel in der ,welt1 deren ,umkreis nun erkannt ist und deren ,geheimnisse durchforscht sind4 ,auf dieser ,insel stehen wir heut und sphen in die ,weite1 um den ,weg zu neuen ,ksten und ,lndern zu erforschen4 ,der ,kompa1 der dahin fhren soll1 ist das ,bewutsein der irrationalen ,natur der ,musik4 ,aus diesem ,bewutsein erwchst die ,abwendung von der ,harmonie als ,grundlage der ,klangempfindung4 ,diese ,harmonie hatte in ihrer ,entwicklung die ,verbindung mit dem gefhlsmigen ,quell musikalischen ,lebens verloren1 sie hatte sich zu einer ,massenhufung von ,systemen verhrtet -- keine ,art der ,klanganschauung hat eine solche1 fast unbersehbare ,menge von ,systemen hervorgebracht1 hat die ,denkart der ,menschen derart auf dogmatische ,gebiete abgeleitet4 ,es gilt nun1 diese lebendige ,dogmatik der ,harmonielehren als ,lehren nicht etwa nur des technischen ,satzes1 sondern vor allem als ,zwangsschienen des ,empfindungsvermgens abzustreifen4 ,es gilt1 darber hinaus den ,weg zu einer neuen1 dem ,verlangen nach auervernunftmiger ,klanganschauung und -gestaltung entsprechenden ,kunst zu finden4 ,hier stehen wir gegenwrtig1 und in der gekennzeichneten ,aufgabe1 der ,gewinnung einer im ,wesen neuen ,art der ,musikanschauung berhaupt liegt alles beschlossen1 was die ,musik an ,teilproblemen anderer ,art bietet4 ,gemeinschaftsgefhl1 religises ,bewutsein1 ,symbolik des ,spieles1 alles dies sind ins ,begriffliche gewendete ,ausstrahlungen des zutiefst musikeigenen ,problems unserer ,gefhlsauffassung der ,musik4 ,die ,fragen des ,stiles1 der ,form1 der klanglichen ,fassung sind gleichfalls an sich nicht primrer1 entscheidender ,art4 ,auch ihre ,lsung ist bedingt durch die ,art1 wie wir ,musik als ,phnomen an sich empfinden1 aus welcher ,einstellung des ,gefhles wir sie erfassen4 ,wir sind ,suchende4 ,in dieser ,tatsache des ,suchens mag mancher im sic ,zeichen zeitlicher ,schwche sehen4 ,alles ,neue und ,originelle gebieret sich von selbst1 ohne da man danach suchet1 hat ,beethoven gesagt4 ,es war zweifellos richtig -- fr ,beethoven1 und wir drfen1 ohne uns zu schmen1 zugestehen1 da unter uns gegenwrtig kein ,beethoven lebt4 ,aber wir drfen auch hinzusetzen1 da ,kolumbus ,amerika nicht entdeckt htte1 ohne es zu suchen4 ,wir drfen sogar weiter sagen1 da er eigentlich etwas ,ganz anderes suchte als ,amerika1 da er von diesem ,erdteil gar nichts wute1 ja da er ihn in ,wirklichkeit auch nicht entdeckt hat1 sondern einer ,tuschung verfiel -- und da er doch die khnste ,entdeckernatur war1 vor deren ,namen und ,tat die ,geschichte innehlt4 ,was ihn trieb1 war der ,zwang zur neuen ,welt4 ,in der ,kraft1 mit der er dieses ,mu des ,zwanges zur ,tat wandelte1 lag das ,entscheidende seiner ,gre1 nicht im unmittelbaren realen ,ergebnis4 ,wir sind in der ,lage der ,kolumbuszeit4 ,die ,sfte der alten ,welt sind vertrocknet1 sie stirbt1 ihre glubigen ,einwohner sagen es selbst1 und wir mssen einsehen1 da sie recht haben4 ,aber wir hngen nicht so an ihr1 wir fhlen uns ihr nicht so verbunden1 da wir mit ihr sterben wollen4 ,im ,gegenteil1 wir sind der ,meinung1 da sie wohl tut1 zu sterben1 weil ihre ,zeit um ist und wir den ,glauben haben an die neue ,welt1 obwohl wir sie noch nicht sehen4 ,in der ,tatsache dieses ,glaubens an das ,unbekannte liegt etwas1 das mehr ist als lediglich negative ,opposition gegen das ,bestehende1 etwas1 das der bisherigen ,zeit fremd war1 uns ihr berlegen macht und uns die berzeugung gibt1 da die ,fahrt sein mu1 weil eben der ,glaube es befiehlt4 ,ob wir nun ,indien auf dem andern ,wege um die ,welt erreichen1 oder vielleicht ein ganz neues ,land1 das knnen wir nicht sagen4 ,wir wissen nur1 da wir fahren mssen1 nicht aus ,abenteurerlust1 sondern unter dem ,gebot der inneren ,verheiung4 ,in der ,erfllung dieses ,gebotes liegt unsere ,sendung4 ,so verlassen wir die alte romantische ,welt der ,harmonie4 ,der ,blick wendet sich zurck auf das1 was vor ihr war4 ,die schne ,idealwelt des ,klassizismus erkennen und verehren wir in all ihrer ,hoheit1 die ,sinfonien ,haydns1 die ,opern ,mozarts1 die ,quartette ,beethovens sind ,bestandteile unsres ,menschentums1 die wir nicht hergeben knnten1 ohne uns selbst zu vernichten4 ,aber diese ,welt ist fertig4 ,sie hat die freie ,persnlichkeit1 die groe ,melodie der ,menschen gebracht4 ,was darber hinaus lebendig und triebkrftig an ihr war1 hat auf eben den ,weg gefhrt1 den wir jetzt verlassen4 ,der ,mensch als ,einzelwesen hat als ,objekt der ,kunst alles gegeben1 wag er zu geben vermochte1 von der reinen ,zusammenfassung strkster ,schwungkrfte des ,geistes bis zur leidvollen ,selbstzersetzung4 ,psychische und akustische ,vorgnge entsprechen einander3 die ,harmonie1 diese merkwrdige ,auseinanderlegung des ,haupttones in die gleichzeitig klingenden ,nebentne ist als ,klangphnomen eine ,zersetzungserscheinung1 die die plastische ,kraft der ,melodik von innen her zerstrt4 ,dieser ,zerstrungskeim lag in der klassischen ,kunst der melodischen ,homophonie eingeschlossen1 hnlich wie die immer hher gesteigerte ,individualbelebung schlielich zur ,auflsung der ,polyphonie gefhrt hatte4 ,nun haben wir den ,kreis des ,einzelwesens umschritten und ausgeforscht1 das ,individuum als solches ist wieder einmal im ,lauf der ,menschheitsgeschichte erkannt4 ,es hat von sich allein aus nicht mehr viel oder gar nichts mehr zu geben auf lange ,zeit hinaus1 wir haben kein ,interesse mehr an ihm1 seinen ,gesetzen1 seinen ,intimitten4 ,die ,gattung1 der ,typus1 die ,gesamtheit rckt wieder vor1 das menschlich ,gemeinsame tritt an die ,stelle des persnlich ,besonderen1 die ,wage des ,gefhles senkt sich wieder nach der anderen ,seite3 vom melodisch harmonischen ,individualismus zum polyphonen ,kollektivismus4 ,freilich zielt diese ,umschaltung nicht auf ,wiederaufnahme der alten polyphonen ,kunst4 ,in diesem ,fall wre sie nichts anderes als ebenfalls romantische ,stilknstelei1 die nur statt auf ,mozart auf ,bach ,bezug nimmt4 ,es handelt sich vielmehr um einen neuen1 elementar bedingten ,durchbruch der polyphonen ,musikauffassung1 die als solche der vorklassischen ,zeit nhersteht als der klassischen1 im brigen ihrer stilgesetzlichen ,besonderheit nach von der ,polyphonie ,bachs mindestens ebenso weit entfernt ist wie diese etwa von der polyphonen ,kunst des ,mittelalters4 ,die zwischen zwei derartigen geistesartlich verwandten ,epochen liegenden ,erlebnisse und ,ausblicke sind ,erfahrungen1 die nicht vergessen werden knnen4 ,so sicher der subjektivistische ,auflsungsproze der harmonischen ,empfindungsart nicht mehr im ,mittelpunkt des musikalischen ,fhlens steht1 so bedeutsam wirken doch seine ,ergebnisse auf die sich neu heranbildende ,art der ,musikauffassung nach4 ,das hier angeschlagene ,problem ist keines einer einzelnen ,nation1 sondern der ,menschheit4 ,die groe ,krise1 in der wir stehen1 die ,erkenntnis der ,notwendigkeit einer nderung unserer ,gefhlseinstellung gegenber allen ,erscheinungen des ,seins1 der berwindung des ,individuums1 der ,erfassung von ,leben und ,welt aus einem ,mittelpunkt auerhalb unsrer selbst ist eine ,aufgabe1 die schon ihrer ,natur nach nicht auf nur ein ,volk beschrnkt bleiben kann4 ,wir sehen auch berall gerade in der ,musik der ,vlker alter und neuer ,kultur ,anstze zu einer ,entwicklung im angedeuteten ,sinn4 ,wir sehen sie aber in der deutschen ,musik besonders auffallend4 ,sicherlich nicht nur1 weil wir ihr am nchsten stehen4 ,kein ,volk hat das ,erlebnis der ,romantik mit so starker1 glubiger ,intensitt in sich aufgenommen1 keines ist so bis auf die tiefsten ,wurzeln seines ,wesens davon ergriffen worden4 ,keines hat dieser ,entwicklung zum ,individualismus und ,subjektivismus so mannigfaltige1 reiche ,frchte abgewonnen und -- bei keinem hat der geistige ,zersetzungsproze1 die ,krankheitserscheinung der ,romantik so verheerende ,folgen gehabt4 ,es ist begreiflich1 da daher auch gerade aus der deutschen ,musik der erste und strkste ,vorsto gegen die romantische ,kunst erfolgte1 der ihn in gedanklichem ,phantasiespiel vorbereitete1 ist der ,deutsch-,italiener ,busoni1 der ihn fhrte1 ist ,arnold ,schnberg4 ,gleich ,mahler und ,schreker ist auch ,schnberg ein ,abkmmling der ,romantik1 der in seinen ,anfangswerken mit vollem ,bewutsein die vielleicht reichste1 phantasievollste ,harmoniewelt der ,epigonenzeit aufbaute4 ,aber eben diese ,leichtigkeit der ,weiterbildung berkommener ,gesetzmigkeiten hat in ihm frh den kritischen ,trieb geweckt1 hat die ,erkenntnis geschrft fr das konventionell ,gebundene dieser ,kunst4 ,was ,mahler durch seine vorwiegend ethisch religise1 ,schreker durch die elementare ,triebhaftigkeit seiner sinnlichen ,phantasie fand1 das erreichte ,schnberg durch die unerbittliche ,schrfe und fanatische ,hrte seiner kritischen ,fragestellung4 ,der khnste1 rcksichtsloseste ,intellekt der ,nachromantik erkannte die intellektuelle ,bedingtheit dieser ,kunstart4 ,auf dem ,gebiet vernunftmig geregelten ,musizierens floh er in das ,bereich der beziehungslosen1 rein phantastisch bewegten ,musik1 die aus der bersteigerung des ,subjektivismus diesen berwindet1 aus der spekulativen ,zerfaserung der ,harmonie diese aufhebt1 aus der atomisierenden ,auflsung des ,einzelnen1 ,besonderen wieder zur ,erfassung des ,allgemeingltigen1 ,typischen1 ,menschlichen gelangt4 ,es ist das1 was nach ,abstreifung des ,individuellen brigbleibt1 im ,gegensatz zu der lteren ,typenauffassung1 vor der das ,persnliche als eigenberechtigt noch gar nicht bestand4 ,dementsprechend ist ,schnbergs ,musik im ,vergleich zu der visuell flchenhaft empfundenen1 wuchtig klaren ,ornamentik der ,bachschen ,polyphonie auf ,erfassung des seelisch ,essentiellen gerichtet1 mehr ,gefhlsvibration als -darstellung4 ,das ,polyphone an ihr ist mehr ,mittel als ,zweck4 ,es ergibt sich nicht aus dem ,willen des ,zusammenschlusses1 sondern des irregulren ,nebeneinander1 das die ,harmonie nicht mehr kennt und die ,stimmen aus der rumlichen ,tiefe wieder in die lineare ,parallele zu bringen sucht4 ,das ,ziel aber1 die ,idee der ,einigung1 ist nicht eigentlich kollektivistischer ,art1 es ist nicht ,vielstimmigkeit im ,sinne der alten1 organisch gebauten ,polyphonie4 ,es ist vielmehr eine ,einstimmigkeit im absoluten ,sinne1 entharmonisierte ,melodik freiester ,art1 ,projizierung aller ,bewegungskrfte des ,gefhls in eine einzige ,linie1 die polyphone ,mannigfaltigkeit des ,stimmklangs1 individualisierende melodische ,geschlossenheit und harmonisches ,raumgefhl in einem vereinigt4 ,die verwirrende1 scheinbar mitnende ,polyphonie des ,schnbergischen ,satzes ist in ,wahrheit nichts anderes als das ,suchen nach dieser ,einstimmigkeit hchster ,art1 als der ,versuch1 den ,klang immer mehr auf das ,urwesenhafte zu beschrnken1 ihn aller einengenden ,subjektivismen zu entkleiden1 ihn lediglich zum ,symbol des auch formal im ,verstandessinne ,unfabaren1 des psychologisch nicht ,deutbaren1 des ,irrationalen zu machen4 ,damit gelangt die ,musik durch das ,mittel der ,polyphonie wieder zu einer ,homophonie zurck1 von der der romantische ,musiksthetiker meint1 da man sie sich in ,wahrheit berhaupt nicht vorstellen knnte4 ,und doch liegt in der ,aufgabe1 diese ,vorstellungsgabe zu gewinnen1 der ,kern der musikalischen ,probleme unserer ,zeit4 ,je mehr wir erkennen1 da die ,kurve der musikalischen ,bewegung tatschlich dauernd in absteigender ,linie luft1 da alles1 was uns das #ai4 ,jahrhundert gebracht hat1 ,produkt stndig zunehmender ,materialisierung1 ,steigerung der ,mittel unter ,vergessen oder theatralischer ,vortuschung der seelischen ,grundkrfte bedeutet1 um so strker wird der ,drang nach ,abstreifung all dieser artifiziellen ,auswchse1 nach ,vereinfachung1 nach ,rckgewinnung der ursprnglichen ,naturkraft des musikalischen ,klanges4 ,solche ,vereinfachung ist nicht zu finden durch ,reduzierung der blichen ,mittel1 nicht durch eigensinniges ,festhalten an einem gegebenen historischen ,schema1 auch nicht durch stilistische ,verkleidungsknste4 ,sie setzt voraus vllige ,umstellung der seelischen ,grundkrfte1 aus denen die ,musik erwchst1 ,wille und ,fhigkeit1 ,musik berhaupt auerhalb aller ,konvention als ,formung elementarer ,gefhlskraft1 als ,naturlaut zu erkennen4 ,um zu solcher reinen ,homophonie zu gelangen1 mssen wir fhig werden1 die absolute ,linie nicht als ,teilornament eines polyphonen ,gewebes1 nicht als ,fhrerin oder abgrenzende ,umkleidung der harmonischen ,bewegung1 sondern als selbstndige ,ausdrucksgestaltung hchst potenzierter ,kraft zu empfinden4 ,dies ist wohl die ,richtung1 in die ,schnbergs ,schaffen deutet4 ,wenn wir berhaupt an die ,mglichkeit des ,weiterlebens der ,musik oberhalb der blden ,gewohnheit und des gedankenlosen ,betriebes glauben1 so knnen wir es nur in der ,richtung der prophetischen ,kunst ,schnbergs fr denkbar halten4 99 99 99 ,man pflegt in ,deutschland den ,deutschen im allgemeinen als musikalisch hervorragend begabt und das deutsche ,volk als auf musikalischem ,gebiet vor allen anderen ausgezeichnet anzusehen4 ,wie weit solche ,ansicht der ,wirklichkeit entspricht1 wre genau wohl nur durch vergleichende ,statistik festzustellen4 ,zunchst ist die ,tatsache unzweifelhaft1 da ,franzosen und ,italiener eine sehr hochstehende geschichtliche ,musikkultur1 die ,russen eine auerordentlich eigentmliche ,kirchen- und ,volksmusik aufzuweisen haben1 und da der ,durchschnittstyp des ,italieners1 ,tschechen1 ,russen an natrlicher ,musikalitt dem ,deutschen mindestens gleichkommt4 ,dem ,talent und der produktiven ,veranlagung nach drfte es vielleicht schwerfallen1 den ,vorrang der ,deutschen zu beweisen4 ,in einer ,beziehung aber scheinen sie sich gegenber anderen1 hnlich begabten ,vlkern hervorzutun3 in der ,art nmlich1 wie ihre ,musik zum unmittelbaren ,abbild ihrer ,geistesgeschichte wird1 wie sie alle ,wandlungen der ,volksseele in sich aufnimmt1 sie widerspiegelt1 ja aus ihnen eigentlich die ,impulse ihres ,seins empfngt4 ,die ,musik anderer ,vlker ist wohl ebenfalls ,wandlungen unterworfen1 aber dies sind ,wandlungen des ,geschmackes1 und so mannigfache ,verschiedenheiten es etwa innerhalb der italienischen oder franzsischen ,oper der beiden letzten ,jahrhunderte gibt1 so sind dies im ,grunde genommen nur ,unterschiede des ,zeitstiles1 der ,einkleidung4 ,gleich bleibt sich stets die durch nationales ,temperament bedingte ,auffassung der ,musik als unmittelbarer ,sprache der ,sinne1 des ,blutes1 des ,formwillens4 ,fr den ,deutschen dagegen ist die ,musik angewandte ,metaphysik4 ,dies gilt nicht nur fr den betrachtenden ,beobachter1 es gilt fr den ,schaffenden wie fr den ,aufnehmenden1 es gilt fr jeden ,deutschen4 ,diese metaphysische ,einstellung zur ,musik ist eine der grundlegenden1 logisch nicht zu erklrenden ,eigenschaften des ,volkscharakters oder der ,volksseele4 ,sie wird ebenso offenbar am einfachsten ,lied wie an der kompliziertesten ,kunstmusik1 und sie ist es1 nicht irgendwelche konventionelle ,eigenheit der ,faktur1 die der deutschen ,musik ihr eigentmliches ,geprge1 ihre ,sonderstellung innerhalb der ,kunst aller ,vlker gibt4 ,an sinnlicher ,wrme des ,blutes wird uns stets der ,italiener1 an ,klarheit und logischer ,beherrschtheit der ,gestaltung stets der ,franzose berlegen sein4 ,das bersinnlich-,unaussprechbare1 der ,wille zum ,transzendenten1 die ,verwebung feinster ,probleme des ,geisteslebens mit den ,gesetzen der ,klangformung1 die ,empfindung des ,klanges berhaupt als metaphysischen ,symboles ist die bezeichnende ,eigenheit der deutschen ,musik4 ,schon daraus ergibt sich ihr ,angewiesensein auf ,zuflsse von auen4 ,es ist nie zu befrchten1 da solche ,zuflsse sie schdigen1 ihrer ,originalitt berauben knnten4 ,abgesehen davon1 da es eine schwache ,originalitt wre1 die sich nur durch gewaltsame ,absperrung zu halten vermag1 wird die deutsche ,musik niemals ernstlich fhig sein1 fremdlndische ,muster wirklich zu kopieren4 ,sie kann gar nicht anders1 als die ihr zugetragenen ,gefhls- und ,formanregungen aus der ihr eigentmlichen metaphysischen ,grundeinstellung erfassen1 sie also in eine vllig andersgeartete ,vorstellungs- und ,empfindungssphre bertragen4 ,andererseits macht gerade diese ,art der ,grundeinstellung steten ,zuflu blut- und formgebender ,krfte von auen her erforderlich4 ,wir sind auch als musikalische ,kulturtrger kein ,volk der ,selbsterzeuger1 wir sind ein ,volk der ,verarbeiter4 ,wo je im ,lauf der gesamten ,geschichte die deutsche ,musik einen ,hhepunkt erreicht hat1 da hatte sie auf fremdvlkischem ,material aufgebaut4 ,wegen dieses auernationalen ,ursprunges und wegen der metaphysischen ,steigerungskraft der deutschen ,musik sind solche ,hhepunkte zugleich ,hhepunkte der musikalischen ,kunst berhaupt geworden4 ,wo aber die deutsche ,musik durch den ,gang der ,ereignisse nach auen abgeschlossen wurde1 da ist sie bla und schwach geworden1 ihre ,metaphysik hat der ,unterlage einer lebendigen ,physis entbehrt4 ,so ist die deutsche ,musik unmittelbar dem deutschen ,geistesleben im tiefsten ,sinne verknpft und spiegelt dessen ,wandlungen ihrer metaphysischen ,natur nach in unerbittlich genauer ,schrfe4 ,zur ,fhrung berufen1 der letzten ,abklrung fhig und zugewandt1 vermag sie zu diesen hchsten ,eigenschaften ihres ,wesens nur im ,durchgang durch andere zu gelangen4 ,national bedingt1 ist sie nach ,gesinnung und ,auswirkung eine europische ,kunst1 in ihr leben und kmpfen die ,probleme des europischen oder schlechthin des ,menschentums berhaupt4 ,der groe ,niederbruch hat sie gepackt und mitgerissen wie kaum eine andere ,zeiterscheinung der ,geistesgeschichte4 ,was im heutigen musikalischen ,leben ,deutschlands vor sich geht1 ist das getreue1 im einzelnen ins ,groteske verzerrte ,abbild unseres allgemeinen ,lebens4 ,es wird gekmpft nicht nur um berzeugungen und ,urteile1 es wird gekmpft um ,gesinnung und ,macht1 es wird gekmpft nicht mit ,einsichten und ,grnden1 sondern mit ,terror und ,lge1 es wird gekmpft nicht um sachliche ,werte1 sondern um persnliche ,interessen1 und das ,was und ,wie all dieser ,kmpfe ist eine grobe ,karikatur der ,dinge1 deren reiner ,name mibraucht wird4 ,aber in dieser ,musik lebt hinter allen ,trugmasken1 heut noch fern dem ,tage1 ,erkenntnis der tiefsten ,notwendigkeit geistiger ,erneuerung4 ,es lebt der ,glaube an das ,kommende1 das andere1 das mit ,namen nicht zu nennen ist1 und dessen ,dasein doch innerlichst ersprt wird4 ,es lebt die ,idee1 da nicht nur ,untergang1 sondern auch ,aufgang bevorsteht1 es lebt die ,vorstellung des unbekannten ,gottes4 ,gerade in der deutschen ,musik ist sie lebendig1 zieht sie ihre starken ,spuren1 wirkt sie mit wachsender prophetischer ,kraft4 ,sie hat uns die ,fhigkeit des ,glaubens1 de berzeugung von der ,notwendigkeit dieses ,glaubens als seelischer ,voraussetzung aller ,offenbarung gebracht4 ,das ist ihre strkste ,leistung4 ,der ,erfllung mssen wir noch harren1 bis wir selbst ihrer fhig sind4 ,,die ,,deutsche ,,philosophie ,,der ,,gegenwart ,,von ,,max ,,scheler ,vom ,volksverband der ,bcherfreunde und dem ,herausgeber aufgefordert1 auf engem ,raum ein ,bild zu geben von der gegenwrtigen deutschen ,philosophie1 ist der ,verfasser sich bewut1 da der ,gegenstand mehr wie je als ein im ,werden befindlicher betrachtet werden mu4 ,die ,tendenz auf ,zersprengung vorhandener1 lange bewhrter ,formen1 die in den ,sphren des sozialen ,lebens1 der ,kunst 7,expressionismus7 und der ,wissenschaft 7,relativittslehre7 mit seltsamer ,gleichzeitigkeit auftritt1 ist auch in der ,philosophie der ,gegenwart weit grer1 als es der erste ,augenschein lehrt4 ,die besondere ,absicht1 die der sonst solchen ,zusammenfassungen wenig geneigte ,verfasser mit diesen ,zeilen verbindet1 ist1 einem greren ,bildungskreise die ,mglichkeit zu geben1 sich durch eigene ,gedankenarbeit in diejenigen ,leistungen der gegenwrtigen ,philosophie tiefer einzuarbeiten1 die er nach eigenem philosophischen ,urteil fr die triebkrftigsten und zukunftsreichsten hlt4 ,die menschliche und nationale ,selbstbesinnung nach dem tiefgreifenden ,zusammenbruch unseres ,staates und unserer bisherigen gesellschaftlichen ,ordnungen vollzieht sich in der ,philosophie in der hchsten und durchgeistigtsten ,form4 ,richtungen und ,wege zu ihr mgen daher indirekt auch auf diesen ,blttern mitbezeichnet werden4 ,es wird dem ,verstndnis dienlich sein1 wenn der ,verfasser schon hier am ,anfange in vager ,weise die formale ,gestalt der ,art von ,philosophie bezeichnet1 auf die hin das ,beste der gegenwrtigen ,arbeit zielt4 ,insofern behauptet er3 ,eine universale1 durch die nationalen ,mythen nicht gebundene1 mit traditionalistischen ,schulstandpunkten und ihren terminologischen ,geheimsprachen prinzipiell brechende ,s a c h philosophie1 die auch die metaphysischen ,weltanschauungsfragen in den ,grenzen1 in denen es ,philosophie im ,unterschied zur ,religion allein vermag1 in kritischer und vorsichtiger ,weise wieder einer ,lsung zuzufhren sucht1 beginnt sich unter der methodischen ,leitung des ,satzes vom ,primat des ,seins vor dem ,erkennen in der ,gegenwart von den verschiedensten ,seiten her aufzuarbeiten4 ,der ,subjektivismus1 erkenntnistheoretische ,idealismus1 ,relativismus1 ,sensualismus1 ,empirismus und ,naturalismus wird im ,aufbau dieser ,philosophie langsam b e r w u n d e n1 und es wird wie von selbst eine ,wiederanknpfung der ,philosophie stattfinden an die groen ,traditionen jenes objektiven ,ideenidealismus1 der etwa bis zu ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts das europisch-christliche ,denken immer noch notdrftig zusammenhielt -- eine ,wiederanknpfung1 die um so wertvoller sein drfte1 als sie ungewollt und aus der schlichten ,untersuchung der ,sachprobleme der ,philosophie selbst sich ergibt3 gleichzeitig aber das neue positive ,wissen1 das die ,einzelwissenschaften erarbeitet haben1 in sich aufnimmt4 ,diese ,philosophie wird nicht sein wollen die ,d e s p o t i n der ,einzelwissenschaften1 wie in der sogenannten klassischen ,epoche der deutschen ,spekulation 7z4 ,b4 ,hegel71 noch bloe ,d i e n e r i n der ,einzelwissenschaften 7als ,erkenntnistheorie und ,methodologie71 sondern wird in dem daseinsfreien ,w e s e n aller ,seinsgebiete der ,welt einen selbstndigen1 n u r der ,philosophie zugnglichen ,g e g e n s t a n d besitzen1 den sie mit eigenen ,methoden zu erkennen unternimmt4 ,will man die ,philosophie der ,gegenwart verstehen1 so wird man sie auf den greren ,hintergrund der ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts mit ihren ,phasen projizieren mssen4 ,die ,merkmale der ,g e s a m t g e s t a l t der ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts sind gegenber der ,philosophie des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts die folgenden3 ,die ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts zeigt erstens eine weitgehende n a t i o n a l e ,verengung4 ,der ,denkverkehr der europischen ,nationen1 wie er uns etwa in einer ,figur wie ,leibniz gegenwrtig ist1 wird durch die steigende ,ausbildung des nationalen ,selbstbewutseins und des nationalen ,mythos erheblich geschwcht4 ,besonders in ,deutschland wird mit ,kant1 obzwar dieser groe ,geist sich selbst noch vollstndig als ,brger der kosmopolitischen ,gelehrtenrepublik fhlt1 eine ,denkrichtung angebahnt1 die die deutsche ,philosophie in starkem ,mae aus der christlich-europischen ,tradition herauslst und ihr einen national-partikularistischen ,charakter auf viele ,jahrzehnte hin erteilt4 ,ein zweites ,merkmal ist die wachsende ,v i e l h e i t der philosophischen ,standpunkte1 ,schulen1 ,sekten4 ,indem die ,philosophie in der ersten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts einen vorwiegend geschlossenen ,s y s t e m charakter annimmt und damit weit mehr als frher persnlich gebundener wird 7,romane der ,denker nannte es ,sophie ,germaine71 in der zweiten ,hlfte aber umgekehrt sich in ,einzelwissenschaften aufzulsen oder als deren bloe ,dienerin zu konstituieren suchte1 geht beidemal der ,gedanke einer s e l b s t n d i g e n ,philosophie1 an der ,generationen und ,vlker g e m e i n s a m zu bauen haben1 verloren4 ,ein drittes ,merkmal1 das fr die d e u t s c h e ,philosophie besonders aufdringlich ist1 ist die diskontinuierliche antithetische ,entwicklung4 ,whrend sich die ,philosophie der ,neuzeit bis zum #ai4 ,jahrhundert im groen ,ganzen1 um wenige ,grundfragen bemht1 kontinuierlich entfaltete1 ist das #ai4 ,jahrhundert von ,diskontinuitt1 ,abbruch1 pltzlicher ,wiederanknpfung an ltere ,gedankenrichtungen durchzogen4 ,der ,zusammenbruch der deutschen ,spekulation nach ,hegels ,tod1 die zeitweise ,herrschaft des ,materialismus in den ,jahren von #ahdj bis #ahfj1 die ,wiederanknpfung an ,kant 7,neukantianismus71 an ,thomas von ,aquin 7,neuthomismus71 spter an ,fichte und ,hegel sind dafr nur die sichtbarsten ,beispiele dieser ,diskontinuitt4 ,die ,reaktions- und ,restaurationsphilosophie der ,romantik versuchte mit ganz subjektivistischen und unmittelalterlichen ,methoden mittelalterliche ,i n h a l t e und ,w e r t e wiederzugewinnen1 um auf diese ,weise rein antithetisch und reaktiv die gewaltige zusammenhngende ,vernunfts- und ,menschheitskultur des #ah4 ,jahrhunderts zu berwinden4 ,bis zu ,schopenhauer1 ,nietzsche1 ,e4 ,rohde1 ,j4 ,burckhardt1 ,e4 von ,hartmann1 ja bis zu ,o4 ,spengler hat die romantische ,bewegung einen tiefgehenden ,z w i e s p a l t in das philosophische ,denken des #ai4 ,jahrhunderts hineingelegt1 der bis heute unberbrckt ist4 ,aller gegenwrtige ,irrationalismus 7,bergson1 ,theosophie usw47 knpft wieder an sie an4 ,aus der ,verbindung von ,auslufern der romantischen ,bewegung mit der durch die ,kenntnis des ,sanskrit 7in ,deutschland zuerst verbreitet durch ,w4 von ,humboldt7 erschlossenen ,weisheit des ,ostens 7insbesondere ,indiens7 ist auch das gegenber der ,philosophie des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts gnzlich n e u e ,element des metaphysischen1 ethischen und geschichtsphilosophischen ,p e s s i m i s m u s 7,schopenhauer1 ,e4 von ,hartmann1 ,mainlnder1 ,spir1 in anderer ,richtung ,nietzsche in seiner ersten ,phase7 hervorgegangen4 ,auch der zuerst im ,pessimismus erfolgende ,eintritt der ,philosophie des ,o s t e n s in die ,geschichte des europischen ,denkens 7in ,deutschland besonders durch ,paul ,deuens ,geschichte der indischen ,philosophie verbreitet71 ist ein s p e z i f i s c h e s ,merkmal des #ai4 ,jahrhunderts4 ,durch die im ,krieg erfolgte strkere ,berhrung der deutschen ,bevlkerung mit dem ,osten ist diese ,bewegung noch gewaltig gefrdert worden 7,neubuddhismus1 ,theosophie1 ,anthroposophie72 auch die berwindung des ,europismus in der ,geschichtsauffassung 7der ,hegel und ,comte noch gemeinsam ist71 das heit der ,methode1 an die ganze ,entwicklung der ,weltgeschichte europische ,mastbe und geschichtliche ,bewegungsformen anzulegen1 ist in dieser ,bewegung stark in ,frage gesetzt worden4 ,indem die ,romantik ferner das ,studium der positiven ,religionen in die ,sphre der allgemeinen ,bildung hineintrug1 hat sie auch die konfessionellen ,bindungen des philosophischen ,denkens gegenber dem #ah4 ,jahrhundert wieder bedeutend verstrkt4 ,sie hat ferner auf viele ,jahrzehnte hin die philosophische ,arbeit so einseitig auf das ,studium der ,geschichte der ,philosophie hingerichtet1 da ein ,mann wie ,kuno ,fischer sagen konnte3 ,geschichte der ,philosophie treiben heit selbst philosophieren4 ,whrend ,kant noch meinte1 das wre ein armseliger ,kopf1 dem die ,geschichte der ,philosophie seine ,philosophie ist1 hat der historische ,r e l a t i v i s m u s in der ,philosophie bis in die achtziger ,jahre des vorigen ,jahrhunderts hinein die philosophische ,arbeit aufs strkste niedergehalten4 ,erst die ,philosophie der letzten beiden ,jahrzehnte ging daran1 diesen ,historismus zu berwinden4 ,freilich nur in mavoller ,weise3 denn auch in den ,forschern1 bei denen sich die ,philosophie1 abgesehen von ,erkenntnistheorie1 in bloe ,weltanschauungs l e h r e auflst1 d4 h4 in ,typologie und ,psychologie der ,weltanschauung 7,w4 ,dilthey1 ,m4 ,weber1 ,k4 ,jaspers1 ,h4 ,gomperz1 ,o4 ,spengler7 ist der aus der ,romantik entsprungene ,historismus noch stark gegenwrtig4 ,und nur in anderer1 naturalistischerer ,form erscheint er wieder bei den ,neupositivisten 7,e4 ,mach1 ,levy-,brhl und anderen71 die selbst die ,denkformen und ,denkgesetze soziologisch aus ,traditionen und ,erblichkeit herleiten wollen4 ,ein letztes ,merkmal der ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts ist es1 da sie aus ,biologie1 ,geisteswissenschaften und der seit ,fechner in die ,philosophie eingegangenen ,disziplin der experimentellen ,psychologie weit strkere ,antriebe empfangen hat als die ,philosophie des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts1 deren ,probleme beraus einseitig durch die mathematischen ,naturwissenschaften ,galileis und ,newtons gebunden und bestimmt waren4 ,auf diesem allgemeinen ,hintergrund der ,gestaltung der ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts berhaupt gewinnt die gegenwrtige ,philosophie ,deutschlands ein um so greres ,interesse1 als ihre bedeutsamsten ,erscheinungen1 obzwar weitgehend genhrt durch das gesamte ,gedankengut der ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts1 sich in vieler ,hinsicht in scharfem ,gegensatz zu dieser ,gestaltung befinden4 ,die ,philosophie der ,gegenwart strebt danach1 den mehr oder weniger a n a r c h i s c h e n ,zustand zu berwinden1 der -- diese ,merkmale zusammengeschaut -- das allgemeinste unterscheidende ,moment der ,philosophie des #ai4 ,jahrhunderts ausmacht4 ,dies wird die folgende ,darstellung genauer erhellen4 ,wir behandeln im folgenden nur die deutsche ,philosophie der ,gegenwart4 ,um so mehr mssen wir uns klarmachen1 da die deutsche ,philosophie das bergewicht1 das sie vor hundert ,jahren in der ,welt besa1 lngst verloren hatte4 ,der grte internationale ,einflu ist1 wie ,k4 sterreich in ,hinnebergs ,kultur der ,gegenwart ,i_/#f1 #c4 ,auflage1 treffend bemerkt1 von der franzsischen ,philosophie in den letzten ,jahrzehnten ausgegangen4 ,der ,einflu ,bergsons und der ,einflu ,w4 ,james' lt sich mit keinem ,einflu eines ,deutschen vergleichen4 ,andererseits wirkt die ltere deutsche ,spekulation1 insbesondere ,hegel1 im ,ausland 7besonders ,england1 ,amerika1 ,ruland1 ,italien7 auch heute noch strker als irgendein nachhegelscher deutscher ,denker -- mit ,ausnahme vielleicht ,nietzsches4 ,trotzdem waren die internationalen ,beziehungen der deutschen ,philosophie zum ,auslande vor dem ,krieg in starker ,zunahme begriffen1 und es ist aus manchen ,anzeichen zu erhoffen1 da sie sich auch bald wiederherstellen werden4 ,will man die gegenwrtige deutsche ,philosophie zur ersten bersicht in gewisse ,g r u p p e n ordnen und zugleich einige ihrer allgemeinen ,charakterzge hervorheben1 so sind es vor allem d r e i ,gegenstze1 nach denen man diese ,gruppierung vollziehen kann4 ,der erste ist der hchst unerfreuliche ,gegensatz einer nur engste ,kreise berhrenden streng wissenschaftlichen ,fach- und ,universittsphilosophie und einer unmethodischen1 wenig strengen1 mehr oder weniger aphoristischen1 aber weiteste ,bildungskreise suggestiv in ,bann haltenden philosophischen ,literatur4 ,im ,gegensatz zur ,philosophie des #ah4 ,jahrhunderts1 zum ,zeitalter ,kants und ,hegels1 aber auch noch im ,gegensatz zum ,zeitalter ,fechners und ,lotzes1 vermochte die akademische ,philosophie das geistige ,interesse grerer ,bildungskreise bis vor kurzem n i c h t zu gewinnen4 ,um so mehr vermochte das aber eine philosophierende ,literatur1 deren ,hauptexponent und ,vorbild ,nietzsche gewesen ist1 eine ,literatur1 die ohne ,verbindung mit der strengen ,wissenschaft unmethodisch und weit unter der ,niveauhhe der groen ,philosophie der ,vergangenheit1 in subjektiv persnlicher ,form ,meinungen und ,werturteil ausspricht4 ,hierher gehren z4 ,b4 ,erscheinungen wie ,r4 ,steiner1 ,johannes ,mller1 ,o4 ,spengler1 ,w4 ,rathenau1 ,graf ,keyserling1 ,h4 ,blher1 die philosophierenden ,mitglieder des ,george-,kreises und andere mehr4 ,dieser ,z e r f a l l in zwei so gnzlich verschiedenartige ,gattungen von ,philosophie steht in scharfem ,gegensatz zu allen philosophisch p r o d u k t i v e n ,zeiten1 und er mu vor allem aufgehoben werden1 wenn die deutsche ,philosophie sich aus der ,anarchie des #ai4 ,jahrhunderts wieder erheben soll4 ,das ist nur mglich1 wenn zwei ,arten von akademischer ,philosophie langsam in den ,hintergrund treten1 die bisher an den deutschen ,universitten noch stark in ,herrschaft sind4 #a4 ,die traditionalistischen ,standpunkts- und ,schulphilosophien4 ,sie machen sich alle dadurch kenntlich1 da sie ihre eigene ,namengebung mit dem ,worte ,neu beginnen 7z4 ,b4 ,neukantianer1 ,neuthomisten1 ,neufichteaner1 ,neuhegelianer71 als wollten sie nach dem ,gesetz3 ,lucus a non lucendo damit sagen1 da das1 was sie lehren1 etwas altes ist4 ,eigen ist diesen philosophisch-akademischen ,richtungen das1 was das ,wesen jeder ,scholastik ausmacht3 da man sowohl in der ,arbeit an den ,sachproblemen in bereinstimmung mit einer historischen ,a u t o r i t t 7wenigstens im wesentlichen7 zu bleiben sucht1 andererseits aber die ,meinung dieser ,autoritt immer so interpretiert1 da man noch sagen kann1 die eigenen ,sachforschungen stimmten mit ihrer ,meinung berein4 ,diese fortgesetzte ,angleichung von ,sachforschung und historisch-philologisch interpretierter ,meinung eines ,philosophen h i n d e r t aber ebensowohl echte und reine ,sacherkenntnis wie echtes historisches ,verstndnis4 ,am weitesten in dieser scholastischen ,methode sind heute merkwrdigerweise nicht die sogenannten ,neuscholastiker gegangen1 sondern die ,neukantianer1 deren ,sachforschungen wie geschichtliche ,leistungen 7besonders ,h4 ,cohen1 ,p4 ,natorp1 ,e4 ,cassirer7 trotz ihrer mannigfachen ,anregungskraft diesen ,charakterzug durchgehends verraten4 ,eng verbindet sich ,schulerstarrung1 ,anschauungs- und ,wirklichkeitsfremdheit und eine geheime verzwickte ,terminologie 7die alle groen ,philosophen der ,geschichte n i c h t gekannt haben1 und die schon von vornherein eine dicke ,wand zwischen ,philosophie und ,bildung setzt7 mit dem bezeichneten scholastischen ,charakter4 ,erst mit ,edm4 ,husserls ,logischen ,untersuchungen hat eine standpunkt f r e i e1 nicht traditionalistische ,s a c h philosophie wieder in breiterem ,mae eingesetzt1 wenn auch ,mnner wie ,franz ,brentano1 ,rehmke1 ,driesch1 ,b4 ,erdmann1 ,stumpf auch schon vor ,husserls ,auftreten die ,philosophie in diese ,richtung geleitet haben4 ,ein zweiter ,grund fr das ,auseinanderfallen der deutschen ,philosophie in methodisch strenge ,sachphilosophie und philosophische ,literatur ist in der ,tatsache zu sehen1 da die gegenwrtige deutsche ,philosophie jahrzehntelang1 wie ,lotze sich ausdrckte1 nur die ,messer zu wetzen pflegte1 ohne zu schneiden1 da sie1 herausgewachsen aus dem sogenannten ,neukantianismus 7,otto ,liebmann1 ,albert ,lange1 ,h4 ,cohen1 ,p4 ,natorp71 der nach dem ,zusammenbruch der deutschen ,spekulation die ,philosophie zuerst wieder an deutschen ,hochschulen mglich machte1 sich aufs einseitigste1 auf ,erkenntnistheorie und ,methodologie beschrnkte und sich dabei im ,grunde nur als ,dienerin der ,einzelwissenschaften fhlte4 ,so bertrug sich der ,fachcharakter auch auf die ,philosophie1 deren ,wesen es doch gerade ausschliet1 ein ,fach n e b e n anderen zu sein4 ,so gab sie nicht nur ihre zentralste und ihre wesentlichste ,disziplin1 die ,metaphysik1 meist vllig preis1 sondern hatte auerdem zu dem brigen geistigen ,leben der ,nation1 zu den ,problemen des ,staates1 der ,gesellschaft1 zu ,kunst und ,dichtung1 zur ,religion und zum ,problem der ,gestaltung und ,bildung der geistigen ,persnlichkeit kaum irgendeinen ,zugang mehr4 ,die bernahme einer groen ,anzahl von ,lehrsthlen durch ,vertreter der jungen experimentellen ,psychologie befestigten diesen ,zustand noch mehr1 zumal diese junge und verheiungsvolle neue ,wissenschaft sich erst in den letzten ,jahren ihrer ,entwicklung auch den hheren geistigen ,funktionen zuwendete oder doch durch gewisse1 in ihr erwachsene ,probleme1 z4 ,b4 durch das ,gestaltproblem1 wieder strkeren ,anschlu an die philosophischen ,fragen gewann4 ,auf seiten der philosophischen ,literatur aber wurde der echten ,philosophie nicht minder ,abbruch getan3 einmal dadurch1 da man in ganz unsachlicher und subjektivistischer ,weise seinen ,einfllen die ,zgel schieen lie1 das ,geistreiche und ,blendende an die ,stelle des ,wahren1 die ,suggestion an die ,stelle der berzeugung im sokratischen ,sinne setzte2 ferner dadurch1 da man in mehr oder weniger gnostischer1 die ,selbstndigkeit der ,religion und der ,mystik gegenber der ,philosophie total verkennender ,weise die ,philosophie von aller strengen ,w i s s e n s c h a f t loslste und sie zu einer ,sache von ,s e k t e n machte1 die1 im ,gegensatz zu den akademischen ,schul- und ,standpunktsphilosophien1 sich um das rein persnliche1 echte oder scheinbare ,charisma einer starken ,natur gruppierten4 ,so entstanden ,sekten aller ,art1 die besonders zu nennen nicht notwendig ist4 ,so ist es auch verstndlich1 da das im #ai4 ,jahrhundert fast verloren gegangene ,w e s e n der ,philosophie in der ,gegenwart erst wieder aufgesucht werden mute 7siehe ,e4 ,husserl3 ,philosophie als strenge ,wissenschaft1 ,logos ,bd4 ,i1 ,heft ,i2 siehe auch ,m4 ,scheler3 ,vom ,ewigen im ,menschen1 ,bd4 ,i1 ,vom ,wesen der ,philosophie74 ,ein zweiter ,gegensatz durchquert die gegenwrtige ,philosophie in d e r ,richtung1 ob sie in ihren ,problemen mehr geistes- oder naturwissenschaftlich orientiert ist4 ,das wird in der folgenden ,darstellung scharf hervortreten im ,gegensatz sowohl der neukantischen und der sdwestdeutschen ,schule als in den ,gegenstzen der einzelnen selbstndigen ,sachdenker4 ,auch dieser ,gegensatz ist ein ,zeichen dafr1 da wir eine u n i v e r s a l e ,philosophie noch nicht besitzen3 denn eine solche mu b e i d e n groen ,daseinsgebieten1 und zwar durch ,vermittelung des selbstndigen ,sachgebietes der inneren und ueren ,b i o l o g i e1 ihr gleichmiges ,interesse zuwenden und darf sich nicht als bloe ancilla scientiae zum einseitigen ,vorspann e i n e r dieser ,teile der ,wissenschaften machen4 berhaupt ist nichts der ,philosophie abtrglicher als die bis vor kurzem in unserem ,lande immer wieder erneuten ,versuche1 von den ,gegebenheiten und ,grundbegriffen einer ,einzelwissenschaft her1 das g a n z e ,weltproblem lsen zu wollen4 ,solches geschah z4 ,b4 im sogenannten ,psychologismus durch eine gnzlich unberechtigte ,ausdehnung der ,begriffe1 psychisch oder ,bewutsein3 in der ,energetik ,ostwalds durch eine ,verabsolutierung des ,energiebegriffes1 im ,empfindungsmonismus ,ernst ,machs durch eine falsche ,verabsolutierung des ,empfindungsbegriffes2 in gewissen ,richtungen der ,lebensphilosophie in einer falschen ,ausdehnung und ,verabsolutierung des ,begriffes ,leben1 in der neukantischen ,marburger ,schule in einer falschen ,verengung des ,erkenntnisbegriffes auf mathematische ,naturwissenschaft4 ,die ,philosophie hat1 von einer ,lehre ber die ,grundarten der ,g e g e n s t n d e ausgehend und von dem ,satze1 da sich alle ,methoden nach der ,natur1 der ,gegenstnde zu richten haben 7und nicht die ,gegenstnde nach ,methoden71 einen wahren ,ausgleich zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen ,interessenrichtungen und methodischen ,denkrichtungen herbeizufhren1 die ,wissenschaften auf dem ,boden einer selbstndigen philosophischen und allseitigen ,erkenntnistheorie zu ordnen und in gegenseitige fruchtbare ,beziehung zu setzen4 ,sie hat nach wie vor zwar nicht eine die ,einzelwissenschaften erdrckende ,despotin wie zur ,zeit ,hegels zu sein1 noch weniger aber ihre ,dienerin1 sondern ,knigin in jenem legitimen letzten ,sinn1 der die wohlerworbenen ,rechte der ,fachwissenschaften von einem eigenen1 eben nur philosophischen ,standpunkt aus s e l b s t n d i g wrdigt und achtet und sie fr das ,ganze unseres ,weltbegriffes und unserer ,weltanschauung fruchtbar macht4 ,die ,philosophie des #ag4 und #ah4 ,jahrhunderts1 die ,philosophie des ,descartes und ,leibniz vermochte gerade darum so hufig auch den ,einzelwissenschaften ,r i c h t u n g zu geben und ihnen fruchtbare ,anregung zu erteilen1 weil sie im engen ,konnex mit den ,wissenschaften 7und nicht losgelst von ihnen1 wie unsere ,literatenphilosophie7 sich nicht einseitig damit zufrieden gab1 blo zu formulieren1 was die ,voraussetzungen der ,einzelwissenschaften seien und welche ,methoden sie selbst anwenden4 ,die gegenwrtige berwindung der ,galilei-,newtonschen ,naturansicht durch die vier groen naturwissenschaftlichen philosophischen ,fermente unserer ,zeit die ,elektronentheorie1 die ,einsteinsche ,relativittstheorie1 die ,plancksche ,quantentheorie und die positiv-wissenschaftlichen und neuvitalistischen ,versuche1 den ,organismus mit bermechanischen ,agenzien zu erklren1 sollten ,j e d e m zeigen1 was aus einer ,philosophie werden mu1 die nur objektiv logische ,voraussetzungen einer flschlich verabsolutierten ,wissenschaftsstufe zu suchen pflegt4 ,sie hrt mit der berwindung dieser ,wissenschaftsstufe eben auf1 irgendeine ,bedeutung zu haben4 ,nur dann1 wenn die ,philosophie einen e i g e n e n ,g e g e n s t a n d und eine e i g e n e ,methode besitzt allen einzelnen ,seinsgebieten gegenber1 die als solche auch die positiven ,wissenschaften erforschen1 wird sie mehr sein knnen als die bloe ,eule der ,minerva der positiven ,wissenschaft2 und nur1 wenn sie die ,s a c h e n selbst1 nicht nur die ,wissenschaft ber die ,sachen als bloe ,erkenntnislehre sich zum ,gegenstand setzt 7freilich mit ,einschrnkung auf ihr daseinsfreies ,wesen1 ihre e s s e n t i a71 kann sie der positiven ,wissenschaft auch geben1 anstatt blo von ihr zu nehmen4 ,in ,hinsicht auf einen dritten ,gegensatz1 der auch die gegenwrtige ,philosophie noch unabhngig von einzelnen ,sachproblemen bestimmt1 nmlich dem ,gegensatz der religisen ,traditionen 7katholische und protestantische ,philosophie71 ist das ,erfreuliche zu vermelden1 da dieser ,gegensatz1 der streng genommen in der ,philosophie berhaupt keinerlei ,rolle zu spielen htte1 auch tatschlich stark zurckgetreten ist4 ,kant und seine von der ,theologie ausgegangenen spekulativen ,nachfolger hatten der deutschen ,philosophie einen1 geschichtlich gesehen1 einseitigst protestantischen ,charakter erteilt4 ,die katholische ,philosophie oder1 besser gesagt1 die ,philosophie des katholischen ,kulturkreises ging1 abgesehen von ganz wenigen ,erscheinungen der ,romantik 7z4 ,b4 ,franz ,baader1 ,deutinger1 ,froschammer71 ihre ,wege vllig fr sich1 und es bestand bis vor kurzem keinerlei tiefere ,berhrung zwischen den ,forschergruppen beider ,konfessionen4 ,der von der ,enzyklika ,aeterni patris im ,jahre #ahig von ,leo ,,xiii4 angeregte ,neuthomismus1 der durch die ,lwener ,schule des belgischen4 ,kardinals ,mercier auch eine fr die modernen wissenschaftlichen ,probleme etwas geffnetere ,form erhielt1 hat den ,gegensatz der philosophischen ,richtungen beider ,kulturkreise fr viele ,jahre hin noch erheblich gesteigert4 ,und je mehr die deutsche ,philosophie sich durch ,kant einseitig bestimmt erwies und die ,weisungen ,leos ,,xiii4 7der wohl an erster ,stelle an eine einheitliche philosophische ,unterweisung der ,p r i e st e r gedacht hat und1 wie er selbst auf die ,frage der ,franziskaner versicherte1 keineswegs das thomistische ,system zur allverbindlichen ,norm fr alle philosophischen ,studien erheben wollte7 gegen die ,absichten des groen ,papstes wie eine ,art ,dogmatisierung der thomistischen ,philosophie interpretiert wurden1 desto schrfer und unberbrckbarer wurde der ,gegensatz4 ,von den lteren deutschen ,philosophen vermochten nur ,h e r b a r t in seiner ,schule glubige ,anhnger beider ,konfessionen zu vereinigen 7z4 ,b4 ,otto ,willmann74 ,dieser ,zustand hat sich in der ,gegenwart weitgehend verndert4 ,besonders durch die direkten und indirekten ,einflsse ,franz ,brentanos und des von ,e4 ,husserl wiederentdeckten groen ,logikers ,bolzano1 die beide noch in starker geistiger ,kontinuitt mit den groen ,geistern der ,scholastik philosophierten2 ferner durch ,husserl und die von ihm angeregten ,forscher2 endlich auch durch den starken ,abbau des erkenntnistheoretischen ,idealismus und durch das ,wiedererwachen des erkenntnistheoretischen ,realismus ist ein erfreulicher ,denkverkehr zwischen den ,philosophen der beiden ,konfessionen in ,gang gesetzt worden4 ,auch der ,einflu der sterreichischen ,philosophie 7besonders ,martys1 ,meinongs7 auf die deutsche hat in den letzten ,jahrzehnten stark zugenommen4 ber die strkere und lebendigere ,berhrung der ,philosophen beider ,konfessionen auf metaphysischem und religionsphilosophischem ,gebiet wird im einzelnen spter noch zu berichten sein4 ,dagegen hat der ,einflu der naturalistischen und freidenkerischen ,weltanschauungsformen auf die ,philosophie 7die ja nicht minder wie ,katholizismus und ,protestantismus im #ai4 ,jahrhundert lngst ,tradition geworden sind7 in der ,philosophie der ,gegenwart stark abgenommen4 ,haeckels und seiner ,gesinnungsgenossen ,philosophie hat in ,deutschland nur in den ,m a s s e n1 nie unter den eigentlichen ,philosophen irgendwelche ,bedeutung erlangt4 ,aber auch weit hher gerichtete und freiere ,formen der naturalistischen ,philosophie haben heute an ,bedeutung stark verloren4 ,die ,ostwaldsche ,energetik1 die in ihrem naturwissenschaftlichen ,teile durch die moderne ,atomistik wieder vollstndig verdrngt ist1 hatte fr die theoretische ,philosophie bedeutende ,folgen nicht entwickelt4 ,der ,positivismus1 der aus ,frankreich und ,england in gewissen ,auslufern auch zu uns gekommen war 7,e4 ,mach1 ,avenarius1 ,ziehen71 zhlt noch einige ,anhnger1 auf die wir spter zurckkommen2 er mute aber der erkenntnistheoretischen realistischen ,lehre und der dem ,sensualismus und der ,assoziationspsychologie ganz entgegengesetzten ,entwicklungsrichtung der modernen ,psychologie mehr und mehr weichen4 ,die gegenwrtige ,philosophie enthlt zu einem groen ,teile die ,entwicklungsstadien des #ai4 ,jahrhunderts noch als gegenwrtige ,schichten in sich4 ,das gilt an erster ,stelle von den ,nachwirkungen lterer philosophischer ,s y s t e m e4 ,wir wollen1 von den ltesten ,schichten beginnend1 die gegenwrtige ,philosophie nunmehr betrachten1 um1 von ihnen fortschreitend1 bei den neuesten ,versuchen zu endigen4 ,eines geringen ,anhangs und einer steigend geringen ,achtung auch bei der heute philosophierenden ,jugend erfreut sich der naturalistische ,monismus1 der geschichtlich an die ,zeit von ,ludwig ,bchners ,kraft und ,stoff 7das von #ahed bis #aijd #ba ,auflagen erlebte7 anknpft4 ,gleichwohl mu dieses ,system hier genannt werden1 nicht um seiner inneren ,bedeutung willen1 sondern weil es durch seine kaum abzuschtzende ,verbreitung weniger in der deutschen ,arbeiterschaft als im kleinen ,mittelstand eine groe ,wirkung auf das deutsche ,geistesleben gehabt hat4 ,e r n s t ,h a e c k e l s ,weltrtsel waren bereits in den ,jahren #ahii bis #aiad in mehr als #cjj #jjj ,exemplaren verbreitet und in #bd ,sprachen bersetzt4 ,der deutsche ,geist war im ,ausbau der naturalistischen ,philosophie zu allen ,zeiten wenig produktiv2 whrend in ,frankreich und ,england die naturalistische ,philosophie mit schrfstem ,geist und der ,form nach in strenger wissenschaftlicher ,methode von ,mnnern vertreten wurde1 die1 meist auf der ,hhe der sozialen ,stufenleiter stehend1 sie in weltmnnischer ,form und nicht unbedeutendem ,stil vertraten1 ist der deutsche ,materialismus und ,monismus meist beraus grob1 borniert und unwissenschaftlich gewesen4 ,seine ,vertreter waren meist 7wie schon ,karl ,marx bemerkt hat7 kleinbrgerliche1 in ,stil und ,lebensform untergeordnete1 philosophisch dilettierende rzte und ,naturforscher1 die ohne ,kenntnis der ,geschichte des europischen ,denkens und ohne berschau ber den ,kosmos der ,wissenschaften1 aus der ,ecke ihrer zuflligen ,interessen herau sogenannte ,konsequenzen der ,naturwissenschaft zogen4 ,diese ,charakteristik gilt auch fr den wirksamsten ,vertreter dieser ,richtung1 ,ernst ,haeckel 7geb4 #ahcd74 ,seine ,weltrtsel 7#ahii7 und seine ,lebenswunder1 zuletzt sein ,buch ber ,kristallseelen sind philosophisch so gut wie wertlose ,erzeugnisse4 ,mit ,recht sagte ,fr4 ,paulsen in einer ,rezension der ,weltrtsel1 die in den ,preu4 ,jahrbchern erschien3 ,ich habe mit brennender ,scham dieses ,buch gelesen1 mit ,scham ber den ,stand der allgemeinen ,bildung und der philosophischen ,bildung unseres ,volkes4 ,nicht minder scharf war das ,urteil1 das ,e4 ,adikes mit den ,worten fllte3 ,haeckel ist eben durch und durch ,dogmatiker2 darin steht er mit ,bchner auf einer ,stufe2 als ,naturforscher berragt er ihn weit1 als ,philosophen sind beide vllige ,nullen4 ,der russische ,physiker ,chwolson zeigte in einer besonderen ,schrift1 wie vllig unfhig ,haeckel war1 auch nur den ,sinn der einfachsten ,grundstze der theoretischen ,physik1 wie z4 ,b4 des ,satzes von der ,erhaltung der ,energie oder gar des zweiten ,wrmesatzes 7den er einfach verwirft7 zu verstehen4 ,der bekannte ,ameisenforscher ,wasmann hat in einer besonderen ,schrift1 ,haeckel als ,kulturgefahr1 auch seine entwicklungstheoretischen ,leistungen gengsam gekennzeichnet4 ber den sachlichen ,inhalt seiner ,philosophie hier noch einmal zu sprechen1 fehlt jeder ,anla#a4 #a ,vgl4 neben den genannten kritischen ,werken ,o4 ,klpe3 ,philosophie der ,gegenwart1 #f4 ,aufl41 und ,a4 ,messner3 ,philosophie der ,gegenwart 7#aiah74 ,in ,form eines ,versuches der ,zurckfhrung alles ,wirklichen mit ,einschlu des organischen ,lebens1 des ,seelenlebens und der geistigen ,ttigkeiten auf letzte qualitative ,grundarten der ,e n e r g i e und ihre ,umwandlungsformen vertrat ,wilhelm ,ostwald 7geb4 #ahee71 ,professor der physikalischen ,chemie1 den naturalistischen ,monismus4 ,seine ,vorlesungen ber ,naturphilosophie waren1 soweit es sich um die ,philosophie der anorganischen ,natur handelt1 beraus anregend4 ,ostwald versuchte1 den ,begriff der ,materie vllig auszuschalten4 ,die ,masse der ,mechanik ist ihm nur ein ,kapazittsfaktor der mechanischen ,energie1 der gleichgeordnet eine ,wrme1 ein ,licht1 eine ,gestalt1 eine magnetische und elektrische1 eine chemische und psychische ,energie zur ,seite stehen4 ,diese ,energie a r t e n sind nicht1 wie es die atomistisch-mechanische ,naturansicht wollte1 aufeinander zurckzufhren2 sie sind hnlich wie in der qualitativen ,elementarlehre des ,aristoteles letzte ,gegebenheiten1 die nur in formal quantitativen ,austauschbeziehungen zueinander stehen4 ,alles1 was wir ,materie nennen1 ist ,energie2 denn sie erweist sich als ein ,komplex von ,schwereenergie1 ,form und ,volumenenergien1 sowie chemischen ,energien1 denen ,wrme- und elektrische ,energien in vernderlicher ,weise anhaften4 ,trotzdem verfiel ,ostwald in den ,irrtum1 die ,energie1 einen bloen dynamisch interpretierten ,beziehungsbegriff1 selbst zu einer ,substanz zu hypostasieren4 ,nicht minder war es vollstndig unbegrndet1 auch das ,psychische in die ,energiearten einzureihen1 obgleich ihm die ,grundvoraussetzung1 als natrliche ,energieart zu gelten1 die ,mebarkeit1 fehlt und der ichartige monarchische ,aufbau der ,bewutseinserscheinungen im ,widerspruch zu dieser ,auffassung steht4 ,vllig ungelst blieb auch das ,problem des organischen ,lebens1 ebenso ungelst wie innerhalb der mechanischen ,lebenslehre4 ,aber auch innerhalb des ,anorganischen bewhrte sich die ,energetik auf die ,dauer nicht4 ,die ,kritik1 die insbesondere ,boltzmann und ,w4 ,wundt an den ,vorlesungen gebt haben1 ist durch die ,entwicklung der ,naturwissenschaften1 insbesondere durch den glnzenden ,sieg der ,atomistik und der mechanischen ,wrmelehre durchaus besttigt worden4 ,ganz und gar unzureichend aber sind de ,versuche ,ostwalds gewesen 7s4 bes4 ,philosophie der ,werte71 die ,probleme der ,ethik1 der ,gesellschaft1 der ,zivilisation und ,geschichte auf dem ,boden der ,energetik zu verstehen4 ,da an die ,stelle des kategorischen ,imperativs der sic energetische ,imperativ3 ,vergeude keine ,energie1 verwerte sie treten soll1 mutet fast wie ein schlechter ,scherz an4 ,und nicht minder mutet so an eine ,erklrung1 die ,ostwald auf dem ,hamburger ,monistenkongre von #aiaa gibt1 in der es heit3 ,denn alles1 was die ,menschheit an ,wnschen und ,hoffnungen1 an ,zielen und ,idealen in den ,begriff _/,gott_/ zusammengedrngt hatte1 wird uns von der ,wissenschaft erfllt4 ,ostwalds rein technologische ,betrachtung der ,weltgeschichte1 die1 der deutschen ,organisationssucht ein philosophisches ,mntelchen umhngend1 jede geschichtliche ,aufgabe zu einer ,organisationsaufgabe macht1 ist so kindlich1 da sie eine ,kritik kaum verdient2 nicht minder seine ,meinung1 das sthetische ,gefhl und die ,kunst htten nur soweit ,bedeutung1 als sie der wissenschaftlichen ,arbeit ,pionierdienste leisten1 und es werde darum bei reifender ,wissenschaft die ,kunst einmal vllig aus der ,welt verschwinden4 ,in der ,soziologie hat ,ostwald einen ernsten ,schler gehabt1 de noch stark in die ,gegenwart hineinwirkt4 ,es ist der ,wiener ,soziologe und ,vorsitzende des sterreichischen ,monistenbundes ,r u d o l f ,g o l d s c h e i d4 ,sein ,werk ber ,hherentwicklung und ,menschenkonomie hat sowohl der ,bevlkerungslehre wie der ,sozialpolitik reiche und wertvolle ,anregungen vermittelt1 wenn auch sein einseitig durchgefhrter ,versuch1 den ,menschen selbst 7hnlich wie in der ,sklavenwirtschaft7 rechnungsmig als bloen ,wirtschaftswert einzustellen und eine mglichst sparsame ,verwendung dieses ,wertes zu fordern1 soziologisch unhaltbar ist4 ,eine ,auflsung der ,ethik in konomie hat ,goldscheid nie versucht4 ,ein bedeutender ,vertreter des ,monismus1 der auch in der ,grndung und ,entwicklung des ,monistenbundes eine groe ,rolle gespielt hat1 war der krzlich verstorbene ,wiener ,psychologe und ,ethiker ,friedrich ,jodl4 ,sowohl sein ,lehrbuch der ,psychologie wie vor allem seine groangelegte ,geschichte der ,ethik sind wertvolle und anregende ,bcher1 wenn sie auch in einseitiger ,weise allen freidenkerischen und antikirchlichen ,bestrebungen einen ihnen auch wissenschaftlich nicht zukommenden berragenden ,wert beilegen4 ,wie sehr die ganze philosophische ,richtung des ,monismus von p o l i t i s c h e n1 d4 h4 auerphilosophischen ,tendenzen beherrscht ist1 beweist ihr am #a4 ,januar #aijf erfolgter ,zusammenschlu zu der ,organisation des ,deutschen ,monistenbundes4 ,ostwald schlo den ersten ,hamburger ,kongre mit dem ,satze3 ,ich erffne das monistische ,jahrhundert2 sein ,ehrenvorsitzender war ,e4 ,haeckel1 sein ,vorsitzender der ,bremer ,pastor ,albert ,kalthoff1 der1 stark von ,nietzsche angeregt1 an den ,junghegelianer ,bruno ,bauer anknpfend1 die historische ,existenz ,christi in seinen ,schriften geleugnet hatte1 und in loser ,berhrung mit den linksliberalen ,pastoren ,jatho und ,traub den christlichen ,kirchen eine scharfe ,kampfansage stellte4 ,wider den ,monismus grndete sic dann im ,jahre #aijg der ,kieler ,naturforscher ,j4 ,reinke und ,e4 ,dennert den sogenannten ,keplerbund1 der sich umgekehrt die ,aufgabe setzte1 die ,vereinbarkeit der modernen ,naturwissenschaft mit der theistischen ,weltanschauung zu erweisen4 ,sehr mit ,unrecht ist die ,verbreitung der monistischen ,weltanschauung hufig der ,sozialdemokratie und ihren ,fhrern zugeschrieben worden4 ,geistesgeschichtlich ist diese ,auffassung grundfalsch4 ,die ,fhrer des ,monismus standen politisch zumeist den nationalliberalen ,anschauungen sehr nahe 7z4 ,b4 ,haeckel selbst71 und bei vielen von ihnen findet sich sogar eine ausgeprgte alldeutsche ,tonart4 ,wie tief ,karl ,marx und ,engels auf den ,materialismus des deutschen ,kleinbrgertums herabblickten1 ist aus ihren uerungen genugsam bekannt4 ,whrend die monistische naturalistische ,denkrichtung eigentlich nur kulturhistorisches und fr die deutsche ,mentalitt vor dem ,kriege bestimmendes ,interesse bietet1 sind die anderen heute noch lebendigen philosophischen ,systeme auch rein philosophisch von ,bedeutung4 ,das gilt gleich sehr von der ,wirkung ,fichtes1 ,hegels und ,schellings wie von jener ,lotzes1 ,fechners1 ,e4 von ,hartmanns1 ,r4 ,euckens und ,w4 ,wundts4 ,diese ,systeme knnen hier nicht geschildert werden3 nur was sie fr die g e g e n w r t i g e ,philosophie als mitbestimmende ,momente noch bedeuten1 sei kurz erwhnt4 ,die geringste ,wirkung von all den ,genannten hatte merkwrdigerweise in ,deutschland der zeitlich nchste letzte groe ,systematiker der deutschen ,philosophie1 ,wilhelm ,wundt4 ,als ,darstellungen seines ,systems sind empfehlenswert ,o4 ,klpe in der ,philosophie der ,gegenwart1 ,e4 ,knig3 ,w4 ,wundt1 #aiji und ,r4 ,eisler3 ,wundts ,philosophie und ,psychologie1 #aijb4 ,ein ,grund fr die geringe ,wirkung des ausgezeichneten ,forschers und ,gelehrten in der ,philosophie mag darin gelegen sein1 da seine ,erkenntnistheorie und seine ,metaphysik beiderseits an groer ,vagheit und ,unbestimmtheit leiden1 das ,ganze seiner ,philosophie aber trotz seiner berladenheit mit ,gelehrsamkeit etwas beraus ,farbloses und ,blutloses besitzt4 ,auch ein hufiges ,schwanken 7z4 ,b4 zwischen ,idealismus und ,realismus in der ,erkenntnistheorie1 zwischen psychophysischem ,parallelismus als metaphysischer ,hypothese und methodologischer ,maxime1 zwischen ,relativismus und ,absolutismus in der ,ethik1 ,theismus und ,willenspantheismus in der ,lehre vom ,weltgrund7 mag gleichfalls zu dieser ,unwirksamkeit beigetragen haben4 ,r u d o l f ,e u c k e n1 der schon an der ,grenze steht zwischen wissenschaftlicher ,philosophie und jener frher charakterisierten philosophischen ,erbauungsliteratur1 hat eine weit strkere ,wirkung als ,wundt entfaltet sowohl in ,deutschland1 wie im ,auslande2 ein deutliches ,zeichen davon ist in letzterer ,hinsicht der ,nobelpreis4 ,dieser ,denker ist von gleichbedeutenden ,kritikern sehr verschieden beurteilt worden4 ,die einen sehen in der ,verbindung von ,prediger1 ,metaphysiker und ,forscher1 von homo religiosus und ,denker1 die ,eucken darstellt1 etwas besonders ,wertvolles und weisen hin auf den reichen intuitiven ,gehalt seines ,werkes2 die anderen beklagen den ,mangel an ,anatomie in seinen ,gedanken1 die ,unverbundenheit seiner ,philosophie mit den ,wissenschaften1 die unmethodische ,art seines ,denkens und die groe ,unbestimmtheit und ,vagheit des eigenartigen persnlichen ,stiles seiner ,darstellung4 ,mgen beide in gewissem ,mae recht haben1 so kommt ,eucken vor allem das entschiedene ,v e r d i e n s t zu1 in einer ,zeit1 da die ,philosophie zu einer bloen ,anmerkung zu den positiven ,fachwissenschaften zu werden drohte1 ihre ,ansprche festgehalten zu haben1 eine ,metaphysik und gleichzeitig eine den ,menschen formende ,lebensanschauung zu geben4 ,ausgegangen von ,f4 ,a4 ,trendelenburg 7gest4 #ahgb71 eine ,zeitlang auch ,schler ,lotzes1 hat ,eucken mit starker ,anknpfung an ,fichtes ,tatidealismus seinen ,idealismus des ,geisteslebens zu begrnden unternommem4 ,sein bedeutendstes ,werk 7leider am wenigsten gelesen7 ist das #ahhh erschienene ,die ,einheit des ,geisteslebens in ,bewutsein und ,tat der ,menschheit in dem er seine personalistisch-theistische ,philosophie nicht durch ,sachuntersuchungen der philosophischen ,probleme1 sondern aus einer ,kritik des ,panlogismus ,hegels und des ,naturalismus hervorwachsen lt4 ,in den ,lebensanschauungen der groen ,denker und der ,geistigen ,strmungen der ,gegenwart 7ursprnglich ,grundbegriffe der ,gegenwart71 die der wissenschaftlichen ,philosophie noch am nchsten stehen1 nimmt er aus der ,geschichte der ,philosophie das wesentlich ,lebensanschauliche heraus und legt es im ,sinne seiner ,philosophie aus4 ,die ,bcher ,der ,kampf um einen geistigen ,lebensinhalt1 ,der ,wahrheitsgehalt der ,religion1 ,erkenntnis und ,leben und ,grundlinien einer neuen ,lebensanschauung wiederholen in immer neuen ,wendungen dieselben ,grundgedanken4 ,das ,wertvolle dieser ,gedanken ist weniger in ihrer sehr mangelhaften theoretischen ,begrndung gelegen als in ihrer das ,bewutsein der ,selbstndigkeit des ,geistes trotz aller tiefempfundenen und in der endlichen ,erfahrung unlsbaren ,konflikte des menschlichen ,daseins energisch aufweckenden ,kraft4 ,eucken war in einem berwiegend praktisch-materialistischen ,zeitalter einer der strksten ,s e e l e n e r w e c k e r1 die ,deutschland besessen hat4 ,reinsten germanischen ,blutes 7,friese71 besitzt er in seltener ,weise ,vorzge und ,fehler des germanischen ,geistes3 eine ahnungsvolle ,intuition bersinnlicher ,realitten1 ein energisches ,festhalten dieser ,realitten inmitten tiefst empfundener ,widerstnde der ,welt gegen die ,verwirklichung der geistigen ,forderungen2 aber auch alle ,vagheit und ,nebelhaftigkeit1 ,unbestimmtheit und ,dunkelheit nordischen ,geistes4 ,das ,geistesleben1 das bei ihm zwischen historischer ,realitt und metaphysischer ,potenz eigenartig in der ,mitte schwebt1 wird von dem natrlichen ,seelenleben1 das der ,mensch mit dem ,tiere teilen soll1 scharf unterschieden4 ,es soll in noologischer ,methode 7eine eigentmliche ,erweiterung der ,methode ,kants7 nicht durch ,introspektion1 sondern an seinen ,w e r k e n und ,systemen des ,lebens 7,syntagmen7 studiert werden4 ,es soll nicht nur in jeder ,einzelseele1 sondern auch in den groen kollektiven ,gruppen der ,geschichte als selbstndig ttig aufgefat werden4 ,trotzdem soll es in scharfem ,gegensatz zum ,hegelschen ,panlogismus nur durch ttige ,ergreifung des ,einzelmenschen diesen zur ,persnlichkeit und zur ,wesensbildung erhben4 ,so ist ,eucken im letzten ,grunde mehr theistischer ,personalist als ,pantheist1 obgleich eine starke pantheistische ,ader seine ,philosophie durchzieht4 ,mit ,methoden1 die denen ,pascals in den ,penses hnlich sind1 sucht ,eucken mit starker ,heranziehung dessen1 was er fr den relativen ,wahrheitsgehalt der naturalistischen und pessimistischen ,systeme hlt1 zu zeigen1 da dieses ,geistesleben in der ,welt verloren und in letzter ,linie bedeutungslos ist1 wenn es nicht aus einem geistigen ,w e l t g r u n d e immer neu schpferisch herstrmend und in die ,menschenseelen einquellend verstanden und geschaut wird4 ,whrend die ltere ,philosophie die ,vernunft des ,menschen zum ,reiche der ,natur rechnete und ihr das ,reich der bernatur1 der ,gnade entgegensetzte1 wird die zum ,geistesleben erweiterte ,vernunft des ,menschen bei ,eucken selbst etwas bernatrliches4 ,das macht den g n o s t i s c h e n ,charakter der ,euckenschen ,philosophie aus1 die ,religion und ,metaphysik in einem fr sie beide unstatthaften ,sinne vermischt4 ,die ,philosophie ,fechners1 der durch seine ,begrndung der ,psychophysik neben ,wundt als der eigentliche ,begrnder der ,experimentalpsychologie gelten mu1 hat auf die gegenwrtige ,philosophie eine nur geringe ,wirkung ausgebt4 ,sein ,versuch1 die ,empfindung als psychische ,gre nachzuweisen und sie durch die ,einheit des eben merklichen ,empfindungsunterschiedes zu messen1 ist sowohl nach seinen methodologischen ,voraussetzungen als nach seiner psychologischen ,voraussetzung hin 7man knne die ,empfindung unabhngig von den ,aufmerksamkeitsschwankungen berhaupt im ,bewutsein vorfinden7 fast allgemein zurckgewiesen worden4 ,stark wirkte zeitweise seine ,lehre vom psychophysischen ,parallelismus1 die1 wie wir noch sehen werden1 freilich in der ,gegenwart gleichfalls an ,einflu stark verloren hat4 ,seine eigentliche ,metaphysik der ,tagesansicht und der ,allbeseelung hat leider lange nicht die ,anregungskraft ausgebt1 die ihr meines ,erachtens innewohnt4 ,auch die nchststehenden ,forscher1 wie ,ebbinghaus und ,wundt1 haben diese ,seiten seiner ,philosophie meist als bloe ,poesie und ,begriffsdichtung abgelehnt4 ,was allein bis heute einen ,einflu ausbt1 ist der auch von ,e4 von ,hartmann aufgenommene ,gedanke einer induktiven ,metaphysik4 ,sie beruht bei ,fechner auf den beiden ,grundstzen1 da1 was in einem ,teile der ,welt als unauflsbare ,grundart des ,seienden enthalten ist1 auch im ,ganzen enthalten sein msse 7,mikrokosmos- und ,makrokosmoslehre71 und da wir vermittels der ,analogie in der ,lage seien1 unser ,wissen ber das unmittelbar und mittelbar in der ,erfahrung ,gegebene kontinuierlich zu erweitern4 ,diesen ,gedanken haben auch viele moderne ,metaphysiker1 so ,klpe1 ,driesch1 ,stern1 ,becher1 ,scheler und andere1 aufgenommen4 ,eine starke ,wirkung hatte ,fechners teleologische ,ganzheitsbetrachtung der ,e r d e als des besonderen ,leibes und ,ausdrucksfeldes einer ,erdseele in der modernen ,geographie4 ,in diesem ,sinne sind ,ratzels ,arbeiten und noch mehr die gegenwrtigen ,arbeiten des ,wiener ,kulturgeographen ,hanslick stark von ,fechner beeinflut4 ,wie immer man ber ,fechners ,resultate urteilen mag1 es mu als eine recht unerfreuliche ,tatsache bezeichnet werden1 da die stets tiefsinnigen und sinnreichen ,betrachtungen dieses seltenen ,geistes1 die dazu in ,stil und ,ausdruck fr weitere ,kreise der ,gebildeten geschrieben sind1 so sehr wenig gelesen werden4 ,da ein ,haeckel so viel und ein ,fechner so wenig in ,deutschland gelesen wurde1 ist eine fr die ,mentalitt des deutschen ,volkes vor dem ,kriege recht charakteristische ,tatsache4 ,hermann ,lotze 7#ahag-ahha7 wirkt in die ,gegenwart insbesondere nach zwei ,richtungen herein3 einmal durch seine ,logik 7auch in der ,philosophischen ,bibliothek erschienen #aiab71 deren ,kapitel ber die platonische ,ideenlehre auf die neukantischen ,schulen und auch auf ,husserl stark gewirkt hat1 und durch seine ,lehre von der psychophysischen ,wechselwirkung4 ,auer diesen beiden ,bestandteilen seiner ,philosophie und abgesehen von seinen ,wirkungen auf die ,psychologie 7besonders seine ,theorie der ,lokalzeichen7 hat nur noch der metaphysische ,gedanke ,lotzes eine strkere ,wirkung geuert1 da eine ,wechselwirkung zwischen einer ,vielheit von ,dingen nur mglich sei1 wenn ein und dasselbe ganze1 aber von ihnen unterschiedene ,seiende1 in allen gemeinsam ttig und von allen gemeinsam reizbar sei4 ,diesen ,gedanken hat z4 ,b4 auch ,driesch in seine ,wirklichkeitslehre aufgenommen4 ,lotzes groes geschichtsphilosophisches ,werk ,mikrokosmos 7#e4 ,auflage #aiji7 hat wohl wegen seines allzu gewundenen ziselierten und koketten ,stiles nicht die ,wirkung gebt1 die ihm vermge seines ,gedankengehaltes zugekommen wre4 ,fr den ,fortschritt einer ,philosophie der ,biologie waren ,lotzes ,artikel ber ,lebenskraft und ber ,seele und ,seelenleben in ,wagners ,handwrterbuch der ,physiologie in denen er fr ,physiologie und ,biologie eine strenge ,durchfhrung der mechanistischen ,methode fordert 7um dann erst dem ,ganzen des ,weltmechanismus hinterher eine ideale und teleologische ,bedeutung zu geben71 nach meiner ,ansicht starke ,hindernisse4 ,sie gaben der in unserem ,lande besonders stark verbreiteten mechanistischen ,lebensauffassung1 besonders bei den ,naturforschern1 ein gutes ,gewissen -- das eine aufrichtige und genaue ,betrachtung der ,tatsachen nicht im entferntesten gerechtfertigt htte4 ,die stark kokette und sliche ,christlichkeit ,lotzes konnte in religiser und theologischer ,hinsicht tiefere ,geister nicht gewinnen4 ,immerhin haben insbesondere seine ,lehre von ,wert und ,werturteil auf die ,ritschlsche ,theologie und ,dogmatik stark eingewirkt1 wenn sie sich freilich hier auch meist mit neukantischen und positivistischen ,voraussetzungen verbanden4 ,in der sthetik endlich wurde ,lotze durch seine ,lehre von der ,einfhlung auch auf die letzten bedeutenden ,einfhlungssthetiker der ,gegenwart1 auf ,lipps und ,volkelt1 erheblich wirksam4 ,die einzige ,persnlichkeit1 deren geistige ,spannweite alle philosophischen ,antriebe des #ai4 ,jahrhunderts umfate und dazu alle ,fortschritte der positiven ,natur- und ,geisteswissenschaften in ihr ,system einzuordnen suchte1 die einzige zugleich1 die den tiefgehenden inneren ,bruch zwischen der deutschen ,spekulation und der einseitigen ,herrschaft der ,spezialwissenschaften nicht mitgemacht hat1 war ,e d u a r d v o n ,h a r t m a n n 7#ahdb-aijf74 ,es ist eine der merkwrdigsten ,tatsachen in der deutschen ,geistesgeschichte1 da dieses reifste1 durchdachteste1 alle ,wissensgebiete und die ,religion umfassendste ,gedankensystem1 welches die zweite ,hlfte des ,jahrhunderts berhaupt hervorbrachte1 nach anfnglichem ,tageserfolg der ,philosophie des ,unbewuten 7#ahfi7 auf die wissenschaftliche ,philosophie zunchst kaum eine ,wirkung ausgebt hat4 ,der groe ,denker versuchte vergebens1 einen ,ruf an eine deutsche ,universitt zu erhalten4 ,gewi besteht der ,grund nicht nur in der allgemeinen ,metaphysikscheu der ,zeit und der einseitigen ,herrschaft neukantischer und positivistischer ,richtungen2 ein ,teil der ,grnde liegt auch in der ,eigenart der ,philosophie ,hartmanns und der ,persnlichkeit ihres ,urhebers selbst4 ,bei aller ,kraft logischer ,organisation groer ,stoffmassen1 bei all seinem ungeheueren ,wissen und seiner ,gelehrsamkeit gebrach dem ,forscher ein unmittelbares originres ,verhltnis zur ,welt4 ,seine ,philosophie ist mehr eine beraus kunstvolle ,verbindung von philosophischen ,gegebenheiten 7,schelling1 ,hegel1 ,schopenhauer1 ,lotze1 moderne ,naturwissenschaft und ,psychologie7 als ein neues ,wort4 ,darin bildet er den grten ,gegensatz zu ,schopenhauer1 der an logisch-synthetischer ,kraft ihm weit unterlegen ist1 aber1 wie er selbst an seinen ,verleger schrieb1 den unmittelbaren ,eindruck1 den die ,welt auf ihn gemacht1 in seiner ,philosophie schon als ,jngling wiedergab4 ,auf ,hartmanns ,system kann hier nicht eingegangen werden4 ,sein in ,karlsruhe lehrender ,schler ,arthur ,drews hat die beste ,darstellung von ihm gegeben3 die bekannten1 von ,hartmann selbst verfaten ,grundrisse fhren am besten in es ein4 ,um so merkwrdiger ist es nun aber1 da die g e g e n w r t i g e ,philosophie begonnen hat1 die groen ,werte auszuschpfen1 die in seinem ,werke zweifellos vorhanden sind4 ,abgesehen von den bedeutenden ,leistungen seines ,schlers ,a4 ,drews und einigen ,antrieben1 die er dem vielversprechenden ,leopold ,ziegler gegeben hat 7vor kurzem hat sich dieser freilich in einer kritischen ,schrift1 ,hartmanns ,weltbild1 ganz von ,hartmann abgewandt1 indem er1 ohne dem ,denker gerecht zu werden1 seine ,lehre sehr einseitig an den ,ansichten ,rickerts mit71 hat sich ,w4 ,windelband fr die ,bedeutung ,hartmanns eingesetzt4 ,besonders ist es seine ,k a t e g o r i e n l e h r e1 sein subtilstes und gewaltigstes ,werk1 das sowohl auf ,windelband als auf ,rickerts ,schler1 ,e4 ,lask1 stark gewirkt hat4 ,die ,unterscheidung der ,reflexionskategorien von den ,spekulativen ,kategorien die ,unterscheidung ferner der drei ,wirklichkeitssphren1 der phnomenalen1 objektiv realen und metaphysischen ,sphre1 die ,auffassung1 da die ,relationskategorie der ,ausgangspunkt der ,ableitung a l l e r ,kategorien sein msse1 die ,ansicht1 da die ,kategorien die ,ergebnisse unterbewuter synthetischer ,kategorialfunktionen seien1 die nur in ihrem ,ergebnis in das ,bewutsein hereinfallen 7ihr hat sich auch ,g4 ,simmel in seinem ,kantbuch angeschlossen71 hat stark auf die ,kategorienlehre der ,gegenwart eingewirkt4 ,ferner erscheint ,hartmann als einer der ersten ,vorkmpfer des nunmehr siegreich vordringenden erkenntnistheoretischen ,r e a l i s m u s gegenber allen ,formen des ,bewutseinsidealismus4 ,hier war es besonders ,j4 ,volkelt1 der in seinen ,arbeiten ber ,erfahrung und ,denken und ,die ,probleme menschlicher ,gewiheit die ,hartmannsche ,auffassung bernommen hat1 da unsere berall diskontinuierliche und durchbrochene1 rein passive ,bewutseinswelt durch die ,realsetzung einer auerbewuten ,natur und die ,setzung unter- und unbewuter psychischer ,seins- und ,wirksphren gedanklich ergnzt werden msse1 um einen rationellen ,zusammenhang zu bilden4 ,so wenig ich diese ,richtung der ,begrndung des ,realismus fr aussichtsreich halte1 scheint mir der gegenwrtige ,gang zum ,realismus doch von diesen ,vorkmpfern stark abhngig4 ,auf den heute ungemein wirksamen ,denker ,hans ,driesch hat ,e4 von ,hartmann in mehreren ,richtungen eingewirkt3 #a4 mit durch ,volkelts ,vermittlung in erkenntnistheoretischer ,hinsicht2 #b4 in der ,auffassung1 da es keine b e w u t e n ,akte und ,ttigkeiten gebe1 diese vielmehr zu dem rein passiven ,bewutseinsinhalt erst hinzu erschlossen seien 7siehe ,driesch3 ,erkennen und ,denken72 #c4 in der ,lsung des ,problems der mglichen ,koexistenz der mechanischen ,zentralkrfte und ,gesetze mit ,gestalt und ,richtung bestimmenden1 mechanischen1 unbewuten ,oberkrften1 durch deren ,annahme der gewhnliche ,naturbegriff zwecks ,erklrung der ,lebenserscheinungen eine ,erweiterung erfhrt2 #d4 auch ,hartmanns ,lehre1 da es einen ,parallelismus zwischen bewuten seelischen ,erscheinungen1 erschlossenen seelischen ,ttigkeiten und den die organischen ,formen und die ,bewegungsreaktion der ,organismen bestimmenden ,ttigkeiten der vitalen ,oberkrfte gebe1 ist von ,driesch und in einiger ,modifikation auch von dem ,referenten bernommen worden4 ,auch die gegenwrtige starke ,bewegung zu einer r e a l i s t i s c h e n ,p s y c h o l o g i e im ,unterschiede von bloer ,bewutseinspsychologie 7,klpe1 ,scheler1 ,m4 ,geiger1 ,driesch1 in gewissem ,sinne auch ,s4 ,freud1 ,w4 ,stern7 ist zuerst in ,e4 von ,hartmanns ,lehre in die ,erscheinung getreten4 ,wesentliches von ,hartmann bernommen hat ferner auch ,w4 ,stern in seinen originellen und zukunftsreichen ,arbeiten ,person und ,sache und ,die menschliche ,persnlichkeit4 ,besonders in der ,annahme psychophysisch indifferenter zielttiger ,kausalfaktoren1 die sich gleichzeitig in den physiologischen ,vorgngen und ,reaktionen1 wie in den ,bewutseinsprozessen auswirken1 steht ,stern ,hartmann nahe4 ,die methodische ,auffassung der ,metaphysik als induktiver und nur wahrscheinlichen ,erkenntnis1 die nur gradweise ber die ,realsetzungen der positiven ,wissenschaften hinausgeht und das falsche ,idol1 gegen das ,kant kmpft1 das ,idol einer absolut gewissen und apriorischen ,begriffsmetaphysik1 verwirft1 hat unter den gegenwrtigen ,metaphysikern viele ,anhnger4 ,die naturphilosophischen ,lehren ,hartmanns1 besonders soweit sie sich auf die anorganische ,welt beziehen1 sind dem heutigen ,wissensstande der ,physik nicht mehr angepat2 was aber nicht ausschliet1 da seine ,kraftzentrenhypothese1 nach der aller ,stoff nur eine bewutseinsideale ,erscheinung ist1 in modifizierter ,form wieder zu ,ehren kommt4 ,in der ,religionsphilosophie hat ,hartmann den sogenannten konkreten ,monismus vertreten1 der dem substanzialen ,weltgrund ein logisches und alogisch-dynamisches ,attribut zuschreibt1 aus deren ,kooperation und ,widerstreit der gesamte ,weltproze erklrt werden soll4 ,durch ,a4 ,drews sind diese ,gedanken auch in die allgemeine m o n i s t i s c h e ,bewegung eingeflossen4 ,den ,wert dieser pessimistischen1 ,hegel1 ,schopenhauer und den spten ,schelling verknpfenden ,metaphysik knnen wir ebensowenig als zukunftsreich erachten1 als die willkrlichen geschichtsphilosophischen ,konstruktionen ,hartmanns1 nach denen ,paulus der ,stifter des ,christentums gewesen sei1 und nicht in der ,persnlichkeit ,christi1 sondern in den pantheistisch ausgedeuteten ,i d e e n d e r ,gottmenschheit und der ,erlsung das eigentliche ,wesen des ,christentums getroffen sei4 ,a4 ,drews ist in seiner ,christusmythe von diesen ,anregungen ,hartmanns her dazu gekommen1 das ,christentum als eine ,schpfung der allgemeinen ,religionsgeschichte verstehen zu wollen und die historische ,existenz ,jesu ganz zu leugnen4 ,die zweitlteste ,schicht der gegenwrtigen ,philosophie besteht in den an ,k a n t anknpfenden erkenntnistheoretischen ,denkrichtungen4 ,so sehr sich nach meiner ,ansicht diese ,denkrichtungen in unaufhaltsamem ,niedergang befinden1 nehmen sie1 dem ,gesetz der historischen ,trgheit folgend1 doch noch einen sehr erheblichen ,raum in der deutschen akademischen ,philosophie ein4 ,mit ,ausnahme der jngsten1 der durch ,nelson erfolgten ,wiedererweckung der ,philosophie des ,jenenser ,physikers und ,philosophen ,jakob-,friedrich ,fries1 stammen sie alle aus der ,zeit1 da die deutsche ,philosophie in den sechziger ,jahren des vorigen ,jahrhunderts durch den ,rckgang auf ,kant 7zuerst ,o4 ,liebmann ,zurck zu ,kant7 sich wieder ein akademisches ,existenzrecht zu erwerben suchte4 ,es sind v i e r ,hauptgruppen kantianisierenden ,denkens1 die unter uns noch lebendig sind4 ,der neukritizistische ,realismus ist besonders von ,alois ,riehl vertreten worden in seinem ,werk ,der philosophische ,kritizismus und in seiner schnen und klaren ,einleitung in die ,philosophie der ,gegenwart4 ,das ,ding an sich1 das die ,marburger und ,badener ,schule vollstndig ausscheiden1 wird von ,riehl als kausativer ,faktor1 auf dem die ,materie der ,empfindung beruhen soll1 festgehalten4 ,unser ,verstand erzeugt nicht das ,sein der ,gegenstnde1 sondern gibt nur ihrem ,gegenstandsein die apriorische ,form4 ,die logisch-synthetische ,einheit des ,bewutseins ist nach ,riehl die oberste ,voraussetzung fr die ,gegenstnde der ,erfahrung4 ,ihm entspricht das synthetische ,identittsprinzip1 von dem auch die ,kausalitt 7hnlich wie bei ,herbart und ,lipps7 nur eine bestimmte ,anwendung auf zeitliche ,geschehnisse sein soll4 ,die ,zeit- und ,raumlehre ,kants sucht ,riehl mit den modernen empiristischen ,theorien der ,entstehung des ,zeit und ,raumbewutseins zu vershnen4 ,die ,o r d n u n g e n des zeitlichen und rumlichen ,auseinander und ,nacheinander werden nach ihm nicht durch die ,anschauungsformen von ,raum und ,zeit1 sondern durch die ,dinge an sich selbst bestimmt4 ,neben der theoretischen ,philosophie1 die hier ausschlielich auf ,erkenntnistheorie und ,logik der exakten ,wissenschaften beschrnkt erscheint1 gibt es noch eine ,philosophie als ,weisheits- und ,weltbegriff die dem ,menschen ein sittliches ,ideal vor die ,seele stellt4 ,aus der praktischen ,philosophie ,kants hebt ,riehl ausschlielich die ,autonomie der ,persnlichkeit hervor1 verwirft aber den kategorischen ,imperativ2 nicht minder verwirft er die gesamt religise ,glaubens- und ,postulatentheorie ,kants4 ,metaphysisch nennt sich auch ,riehl ,monist 7kritischer ,monismus71 indem er annimmt1 da das ,psychische und ,physische nur zwei ,betrachtungsweisen ein und derselben ,wirklichkeit sind1 die uns in ihrem ,wesen unerkennbar ist und durch die ,religionen nur auf ,grund verschiedener sittlicher ,lebenserfahrungen verschiedenartig ausgewertet wird4 ,riehl wirkt in der gegenwrtigen ,philosophie nur wenig mehr4 ,angeregt von ihm sind ,hnigswald und ,e4 ,spranger4 ,die weitaus w i r k s a m s t e1 an bedeutenden ,persnlichkeiten reichste und vielseitigste neukantische ,richtung ist auch gegenwrtig noch die von ,hermann ,cohen gegrndete ,schule von ,marburg4 ,hermann ,cohen 7#ahdb-aiah7 hat sich durch eine ,reihe kanthistorischer und kantphilologischer ,schriften hindurch erst sehr langsam zu einem eigenen1 groangelegten ,system hindurchgearbeitet1 mit dem er in seinen drei ,werken3 ,logik der reinen ,erkenntnis1 ,ethik des reinen ,willens und sthetik des reinen ,gefhls wenige ,jahre vor seinem ,tode hervorgetreten ist4 ,zweifellos ist ,cohen der herrschende ,geist der ,schule1 freilich darum nicht auch derjenige1 der am meisten in die ,breite gewirkt hat4 ,seltsame ,vorzge und ,fehler vereinigte er in sich4 ,auf dem ,hintergrund einer patriarchalischen1 ehrfurchtgebietenden ,denkerwrde1 durch die allein schon er den ,schler leicht mit der berzeugung erfllte1 da der ,weltlogos in ihm selber und in jedem1 der ihm folge1 ttig sei1 hebt sich sein philosophisches ,werk ab4 ,talmudischen ,scharfsinn verbindet er mit einer seltsamen ,dunkelheit1 ja hufigen ,abstrusitt der ,darstellung1 auch in diesem ,punkte dem stark auf seine ,auffassung des ,ding-an-sich-,begriffes wirksamen ,moses ,maimon nicht unhnlich4 ,aber diese beiden ,eigenschaften sind nicht die strksten und wesentlichsten seiner ,natur4 ,was ihn vor allen anderen ,mitgliedern der ,schule auszeichnete1 das war eine freilich nur stellenweise in ,vortrag und ,werken hervorbrechende1 ,kant wahrhaft kongeniale ,plastik des geistigen ,schauens und der ,darstellung2 eben der ,zug an ,kant1 der ,goethe bei ,lektre der ,kritik der ,urteilskraft veranlat haben mag1 zu sagen1 man trete in ein helles ,zimmer1 wenn man ,kant lese4 ,dazu ging ein mchtiges1 echtes und ernstes1 sittliches ,pathos von ihm aus4 ,wenige erkannten so wie er die ,niedergangszeichen des ,wilhelminischen ,zeitalters1 die ,vergtzung von ,macht und ,geld1 von ,nation und ,staat4 ,die ganze ,reinheit und ,klarheit der ,denkweise des ,kantianismus der ,mnner der ,befreiungskriege schien in ihm1 lebendig geworden und in seiner ,person vor der ,zeit anklagend zu stehen4 ,diese ,denkweise verband sich aber merkwrdigerweise bei ihm mit einem sehr bewuten ,judaismus4 ,freilich mit einem ,judaismus1 der1 auf dem ,ethos der ,propheten des ,alten ,bundes beruhend1 nicht nur alle ritualistischen und nomistischen ,elemente des ,judentums1 nicht nur alle mystischen und pantheisierenden kabbalistischen ,elemente die sich ihm spter ansetzten1 sondern auch den historisch gegebenen ,theismus von ihm abstreiften4 ,die ,gottesidee war ,cohen nur der ,garant der ,einheit der ,menschheit und gleichzeitig ein notwendiges sittliches ,vernunftideal4 ,von ,karl ,marx und den deutschen sozialistischen ,theoretikern hatte er1 hnlich wie schon ,a4 ,lange 7s4 s4 ,arbeiterfrage71 eine ,reihe ,grundstze in sein ethisches und soziales ,system aufgenommen2 besonders den von ihm aus dem ,nationalen ins menschheitlich ,abstrakte erhobenen jdischen ,messianismus1 nach dem alles geschichtlich ,gegebene nur von einem sittlichen ,zukunftsideal her aufgefat und beurteilt werden kann2 das verband ihn mit ,marx1 der diesen ,messianismus nur unter seiner dogmatischen konomischen ,geschichtsauffassung verhllt hatte4 ,nur so ist es zu verstehen1 da auf dem ,boden des ,marburger ,kantianismus auch eine neue theoretische ,fassung des ,sozialismus erwuchs1 die besonders von ,eduard ,bernstein 7,revisionismus71 von ,paul ,natorp1 von ,vorlnder und in manchen ,kreisen der ,sozialistischen ,monatshefte vertreten wurde4 ,an ,h4 ,cohen schlo sich ,paul ,natorp an1 der in seinen ,schriften die neukantische ,lehre zwar weit klarer und fr eine philosophische ,schulbildung eindeutiger und systematisierter vertrat als der ,meister1 aber weder dessen ,tiefe noch dessen ,schwung nahekam4 ,als dritter bedeutendster ,vertreter der ,schule ist ,ernst ,cassirer zu nennen1 der in seinen geschichtlichen und systematischen ,werken der neukantischen ,lehre vielleicht den schrfsten1 przisesten und gegenwrtig wirksamsten ,ausdruck gegeben hat4 ,der ,marburger ,kantianismus weicht von dem historischen ,kant in sehr weitgehendem ,mae ab4 ,vollstndig wird verworfen die ,realsetzung eines ,dinges an sich4 ,cohen interpretiert ,kant dahin1 das ,ding an sich sei bei ,kant nur eine didaktische ,anpassung an den naiven ,realismus des ,lesers2 in ,wirklichkeit bedeute diese ,wortverbindung nur einen ,grenzbegriff unserer ,erkenntnis nmlich das ,fernziel eines unendlichen ,erkenntnisprogresses4 ,diese ,auffassung ist der von ,maimon sehr hnlich4 ,da sie historisch als ,kantinterpretation falsch ist1 duldet heute keinen ,zweifel4 ,indem so eine transzendente ,wirklichkeit nicht nur nach ihrer ,erkennbarkeit1 sondern auch nach ihrem ,dasein geleugnet wird1 wird der ,boden frei fr einen neuen ,e r k e n n t n i s- und ,w a h r h e i t s b e g r i f f1 den nach der ,marburger ,lehre ,kant aufgestellt habe4 ,erkennen bedeute nicht ,abbildung1 aber auch nicht zeichenartiges ,bestimmen einer vorhandenen ,gegenstndlichkeit und ,realitt1 sondern es bedeutet ideales ,erzeugen und ,formen des ,gegenstandes selbst4 ,der ,gegenstand sei nicht gegeben1 sondern seine ,erzeugung sei unserem ,verstande nach den ihm einwohnenden ,gesetzen aufgegeben4 ,die ,naturgegenstndlichkeit ist hiernach also ein ausschlieliches ,werk1 freilich ein endlich nie vollendbares ,werk1 des denkenden ,verstandes4 ,gegenstndlichsein und ,realsein heie fr einen ,inhalt nichts anderes1 als gesetzlich gedacht sein und im ,system der ,gedanken und ihrer ,relationen eine bestimmte ,stelle haben4 ,aber von welcher ,gegebenheit ausgehend1 erzeugt so der ,verstand die ,naturgegenstnde8 ,nach dem historischen ,kant1 auch nach ,riehl und der sdwestdeutschen ,schule1 ist ein anschaulicher ,gehalt1 die ,materie der ,empfindung1 gegeben4 ,anders nach ,h4 ,cohen4 ,er erklrt3 ,wir fangen mit dem ,denken an2 nichts darf dem ,verstande gegeben sein1 wenn er alles durch sich selbst erst bestimmen und erzeugen soll4 ,empfindung sei ein ,ausdruck1 der selbst erst mit ,hilfe der ,kausalrelation und des ,reizgedankens zu definieren sei als dasjenige1 was an unserem ,wahrnehmungsgehalt reizbedingt sei2 also knnen ,empfindungen nicht gegeben sein2 auch sie sind ein gesuchtes ,x1 ein ,problem des ,verstandes4 ,soll damit gesagt sein1 da der ,verstand1 so etwa wie bei ,hegel1 rein aus sich heraus die ganze ,welt erzeuge8 ,das ist kaum die ,meinung ,h4 ,cohens4 ,einmal gibt auch er zu1 da in der natrlichen ,weltanschauung ,dinge1 ,ereignisse1 ,raum1 ,zeit und ,kausalitt irgendwie gegeben seien1 und zwar als bewutseinsjenseitig2 aber das macht das ,eigentmliche der neukantischen ,lehre aus1 da im ,unterschiede zum historischen ,kant die ,erfahrung der natrlichen ,weltanschauung und die wissenschaftliche ,erfahrung s c h r o f f getrennt und auseinandergerissen werden4 ,die ,wissenschaft hat hiernach dem ,gehalt der natrlichen ,weltanschauung gar nichts zu entnehmen1 auch nicht die ,daseins f o r m e n und ,strukturen dieser natrlichen ,wirklichkeit1 geschweige ihren ,gehalt4 ,umgekehrt mu vielmehr die natrliche ,weltanschauung und ihr ,inhalt ihrerseits durch die ,wissenschaft als physiologisches1 psychologisches resp4 biologisch zweckmiges ,gesamtprodukt aus ursprnglichen ,denksetzungen erklrt werden1 die ihr -- konsequent -- also nicht entnommen sein knnen4 ,ferner kommt es zu dem zweideutigen ,satze ,h4 ,cohens3 ,nichts ist dem ,denken gegeben1 und das ,denken erzeuge erst im ,urteil des infinitesimalen ,ursprungs die ,realitt nur dadurch1 da ,cohen ,existieren eines ,gegenstandes1 ,gegenstandsein eines ,seienden1 ,gegebensein und ,bestimmtsein einander gleichsetzt4 ,das ,apriori ,kants soll1 das wahr der ursprngliche ,wurzelpunkt der ,marburger ,lehre1 nur im transzendentalen ,sinne genommen werden1 d4 h4 hier freilich nicht nur als objektiv logische ,voraussetzung fr die ,mglichkeit der mathematischen ,naturwissenschaft und ihrer ,gegenstnde1 sondern wenigstens nach der ,auslegung des spteren ,systems auch als eine ,grund l e g u n g1 die unser ,denken immer neu zu legen ttig ist4 ,die ,grundlage wird also hier zur ,grundlegung4 ,auch die ,kategorien sind nach der ,marburger ,lehre nicht etwa feste1 auf einer ,tafel ein fr allemal zu bestimmende ,schienen1 in denen unser ,denken laufen mu1 sondern sie selbst sind eine prinzipiell unabgeschlossene ,reihe reiner ,denk e r z e u g u n g e n zum ,ziele1 je nach der gegebenen ,problemlage1 den unendlichen ,proze der ,wissenschaft fortzufahren4 ,nicht nur ,ding an sich und ,empfindungsgegebenheit fallen hier im ,gegensatz zum historischen ,kant weg1 sondern auch die ,anschauungsformen sowie die kantische ,scheidung von formaler ,logik1 transzendentaler ,logik und ,theorie des ,wahrnehmungs- und ,erfahrungsurteils4 ,die ,anschauungsformen von ,raum und ,zeit werden fr ,cohen und ,natorp ,denkkategorien2 sie lsen sich in einer an ,leibnizer ,lehre gemahnenden ,weise in ein ,system idealer ,relationen auf1 und die gesamte ,mathematik soll1 von ,funktionentheorie und ,algebra angefangen bis zur ,geometrie1 streng kontinuierlich ohne ,heranziehung von intuitiven ,minima1 ausschlielich als strenges apriorisches ,denkerzeugnis betrachtet werden4 ,ferner fllt nach den ,lehren der ,marburger ,schule der ,unterschied zwischen ,realwissenschaften und ,idealwissenschaften vollstndig dahin4 ,auch die theoretische ,physik erscheint hier vollstndig formalisiert 7nicht minder in anderer ,richtung ,rechtsphilosophie und ,kunstphilosophie74 ,der ganze ,erkenntnisproze der ,wissenschaft -- ein ,begriff1 der hier aufs einseitigste und noch einseitiger bei ,kant an der mathematischen ,naturwissenschaft orientiert ist1 und zwar an der mathematischen ,naturwissenschaft des newtonschen ,zeitalters -- wird hier in anschauungsfreies ,denken1 und zwar in erzeugendes ,denken aufgelst4 ,alle ,gegenstands- und ,seinsprobleme werden knstlich in ,m e t h o d e n p r o b l e m e verwandelt4 ,so auch der ,unterschied des ,psychischen und ,physischen4 ,ein nicht zu bertreffender ,scientivismus1 der an die ,stelle der ,weltbegreifung ausschlielich die ,begreifung der einen zusammenhngenden1 den ,kosmos aus dem ,chaos erst e r z e u g e n d e n ,wissenschaft rckt1 ist eines der ,hauptmerkmale der ,marburger ,philosophie4 ,die ,rechtsphilosophie hat sich z4 ,b4 nicht direkt mit dem ,rechte1 die ,kunstphilosophie nicht direkt mit der ,kunst zu beschftigen1 sondern mit der ,mglichkeit der ,rechts- und ,kunst w i s s e n s c h a f t4 ,die ,wissenschaft selbst1 die1 wie ,cohen sagt1 in gedruckten ,bchern vorliegt1 ist also allein das fr den ,philosophen ,urgegebene2 sie erscheint hier wie vom ,himmel gefallen4 ,auf die ,art1 wie von diesem ,standpunkt aus das ,system der ,kategorien hergeleitet wird1 kann hier nicht ein gegangen werden4 ,die genannten ,cohenschen ,grundideen haben ,n a t o r p und ,c a s s i r e r sowie die brige groe ,schlerschaft weiterentwickelt4 ,ein zweifelhafter ,vorzug der ,schule ist der ,reichtum und die ,vielseitigkeit ihrer ,interessen4 ,sie bertrifft hierin weit die brigen ,kantschulen4 ,natorp hat die ,idee ,cohens1 zunchst in erkenntnistheoretischer ,hinsicht1 besonders in drei ,richtungen weiterentwickelt3 #a4 in bezug auf die ,theorie der mathematischen ,naturwissenschaft1 besonders in seinem ,buche ,die ,grundlagen der exakten ,naturwissenschaft2 #b4 in seiner1 einer erkenntnistheoretischen ,fundierung der ,psychologie dienenden ,allgemeine ,psychologie2 #c4 in der ,richtung der ,ethik und ,sozialpdagogik4 ,eine kurze geschickte ,zusammenfassung seiner ,ansichten hat er gegeben in den ,wegen zur ,philosophie unter dem ,titel ,philosophie #aiah4 ,eine ,art ,geschichtsphilosophie des deutschen ,volkes entwickelte er whrend des ,krieges in seinem ,buche ,deutscher ,weltberuf4 ,ferner hat ,natorp in seinem ,werke ber ,platon versucht1 die platonische ,lehre mit ,abstreifung alles dessen1 was er bei ,platon fr mythisch hlt1 so zu deuten1 da an den ,ideen ,platons jeder dingliche ,charakter verschwindet und sie als bloe ,gesetze1 die unser denkender ,geist selbst zur ,grundlegung des ,wirklichen hervorbringt1 erscheinen4 ,schon mit diesem ,werke1 aber in vielleicht noch hherem ,mae in den groen historischen ,werken ,ernst ,cassirers ber ,leibniz und ber ,geschichte der neueren ,erkenntnistheorie 7in #c ,bnden7 hat die ,marburger ,schule einen ,weg beschritten1 dessen fast einzigartig konsequente ,verfolgung zwar ihrem eigenen ,system einen mchtigen geschichtlichen ,halt zu geben scheint1 der sich aber fr eine objektive geschichtliche ,auffassung der ,philosophiegeschichte nach meiner ,ansicht als geradezu ruins erwiesen hat4 ,diese geschichtliche ,auffassung der ,philosophiegeschichte ist geleitet von der an ,hegel gemahnenden ,idee1 da die ,geschichte der philosophischen ,ideen eine strenge logische ,k o n t i n u i t t und einen streng logischen ,sachfortschritt darstelle1 bei dem die philosophierenden ,personen1 ihr ursprngliches charakterologisches ,verhltnis zur ,welt1 ferner ,religion1 soziale ,formen und ,klassen1 ,interessen und ,leidenschaften berhaupt keinerlei ,rolle spielen4 ,abgesehen von dieser rein fiktiven unerwiesenen ,voraussetzung werden in den geschichtlichen ,werken der ,marburger ,schule die behandelten ,denker fast ausschlielich nach ihrer logischen und erkenntnistheoretischen ,seite hin gewrdigt4 ,dies tritt in ,natorps ,platonbuch wie in ,cassirers ,leibnizbuch mit ganz unsagbarer ,einseitigkeit hervor4 ,die ,leibnizsche ,metaphysik1 die genau so der ,ausgangspunkt seiner ,logik1 wie die ,metaphysik des ,aristoteles der ,ausgangspunkt des ,organon gewesen ist1 wird von ihm so gut wie hinweginterpretiert4 ,und genau so ergeht z4 ,b4 ,descartes in der ,geschichte des ,erkenntnisproblems4 ,mit vollem ,recht hat jngst ,ernst von ,aster in seiner krzlich erschienenen ,geschichte der ,erkenntnistheorie 7#aiba71 die ein wahres und objektives ,bild der ,dinge an ,stelle der ,marburger ,konstruktionen zu geben sucht1 diesen ,marburger ,vergewaltigungsversuchen der ,geschichte zugunsten ihres ,systemes scharfen ,widerstand entgegengesetzt4 ,das erkenntnistheoretische ,hauptwerk ,cassirers heit ,substanzbegriff und ,funktionsbegriff 7#aiaj74 ,es enthlt eine ,erkenntnistheorie der ,mathematik1 theoretischen ,physik und ,chemie und soll zeigen1 wie an ,stelle der ,herrschaft der ,substanzkategorie und der begrifflichen ,umfangsverhltnisse in der ,entwicklung der neueren ,wissenschaften mehr und mehr eine ,denkweise getreten sei1 die alle ,substanzen als bloe hypothetische und nie endgltig zu bestimmende ,ansatzpunkte zuerst erfater funktioneller ,abhngigkeiten ansieht und eine ,logik der ,relationen an ,stelle der ,aristotelischen ,subsumptionslogik setzt4 ,schne1 zum ,teil auch wahre und tiefe allgemeine ,bildungsbcher hat ferner ,cassirer whrend des ,krieges uns geschenkt in seinen ,arbeiten ,freiheit und ,form und ,idee und ,gestalt1 in denen die ,entwicklung der deutschen ,dichtung in einige ihrer ,hauptgestalten 7,goethe1 ,schiller1 ,hlderlin1 ,kleist7 nach der ,einheit ihrer ,struktur und ,form mit der philosophischen ,entwicklung des deutschen ,geistes betrachtet werden 7siehe besonders den wertvollen ,aufsatz ,goethe und die mathematische ,naturwissenschaft74 ,in der ,rechtsphilosophie hat ,r u d o l f ,s t a m m l e r in seinen ,bchern ,wirtschaft und ,recht und ,das richtige ,recht den neukantischen ,gedanken ,ausdruck gegeben1 ferner hat auch der sterreicher ,jurist ,kelsen diese ,philosophie zur ,grundlage seiner ,arbeiten gemacht4 ,eine bekannte ,kritik ,max ,webers von ,stammlers ,wirtschaft und ,recht 7siehe ,zeitschrift fr ,sozialpolitik7 und ein eben erschienenes ,buch des ,bonner ,juristen ,kaufmann haben die ungemeinen ,schwchen dieser ,rechtstheorie treffend aufgedeckt 7siehe ,e4 ,kaufmann1 ,kritik der neukantischen ,rechtsphilosophie1 #aiba74 ,die ,biologie suchte ,n4 ,hartmann in einer ,sonderschrift den neukantischen ,grundstzen zu unterwerfen1 ein sehr zukunftsreicher ,forscher1 der sich aber neuerdings von der ,marburger ,schule weit abgewandt und einer mehr ontologischen ,denkrichtung zugewendet hat1 die er nicht ohne ,einflu der ,phnomenologie genommen haben drfte4 ,jnger unter den gegenwrtigen ,kantschulen ist die ,badische oder auch ,sdwestdeutsche ,schule4 ,sie ist begrndet von ,w4 ,windelband1 fand ihren grten und wirksamsten ,systematiker in ,heinrich ,rickert1 als dessen wichtigster ,schler1 aber auch in gewissem ,sinne schon berwinder1 der im ,kriege zum ,leide der deutschen ,philosophie gefallene zukunftsreiche ,emil ,lask gelten mu4 ,nahe stehen dieser ,schule vermge ihres gemeinsamen ,ausgangspunktes von ,j4 ,g4 ,fichte auch ,paul ,hensel und der auch von ,hegel stark beeinflute ,jonas ,cohn2 in etwas weiterer ,entfernung aber der erheblich selbstndige1 an der ,harvard-,universitt in ,amerika lehrende1 whrend des ,krieges gestorbene ,hugo ,mnsterberg4 ,z w e i ,dinge unterscheiden diese ,schule scharf von jener ,marburgs4 ,whrend die ,marburger ,schule sich aufs einseitigste an der mathematischen ,naturwissenschaft zu orientieren suchte1 sind es die historischen und ,kulturwissenschaften1 die den ,interessenkreis dieser ,schule vor allem beherrschen4 ,die ,geschichte ist ,rickert das ,organon der ,philosophie4 ,zweitens ist es ein bereits durch ,j4 ,g4 ,fichte hindurchgesehener ,kant1 dessen ,lehren hier weiterentwickelt werden4 ,das erste ,moment hat seinen ,hauptgrund darin1 da der ,schpfer dieser ,schule1 ,w4 ,windelband1 an erster ,stelle ,philosophiehistoriker war4 ,auf diesem ,boden hatte ,windelband bedeutende ,leistungen aufzuweisen1 die freilich auch weitgehender ,kritik offenstehen und ihr zum ,teil auch wirklich verfielen4 ,in seinem ,platonbuche z4 ,b4 gibt er nach meiner ,meinung dem ,ideal des ,guten bei ,platon eine ,deutung1 die durchaus fichteisch und kantisch und das gerade ,gegenteil von platonisch ist4 ,fast berall1 wo er ber mittelalterliche ,philosophie sprach1 verfllt er1 wie ,baeumker und seine ,schler zeigten1 tiefgreifenden ,irrtmern4 ,systematisch ist ,windelband zuerst hervorgetreten mit seiner ,doktordissertation ber den ,zufall1 ferner mit seiner ,rektoratsrede ber nomothetische und ideographische ,wissenschaften1 die den ,ausgangspunkt fr ,rickerts ,geschichtstheorie in seinem ,buche ber ,grenzen der naturwissenschaftlichen ,begriffsbildung gebildet hat1 ferner in seinen zwei ,bnden ,prludien in seiner ,einleitung in die ,philosophie1 in ,arbeiten zur ,kategorienlehre und in seinem ,buche ber ,willensfreiheit4 ,in seiner ,schrift ber den ,zufall findet sich noch der franzsische ,philosoph und ,mathematiker ,cournot zitiert1 der meines ,erachtens zuerst die ,behauptung aufgebracht hat1 da es objektives1 aber in gesetzmige ,beziehungen unauflsbares ,wirkliches gebe1 das zwar dem ,kausalprinzip1 sofern es konkrete ,kausalitt fordere1 nicht aber dem ,gesetzesprinzip unterworfen sei2 ferner1 da es die ,geschichte mit diesem1 objektiv zuflligen ,sein1 im ,unterschiede von allem gesetzmigen ,sein und ,geschehen zu tun habe4 ,derselbe ,gedanke findet sich brigens v o r jener ,rede ,windelbands auch bereits bei ,harms und ferner in ,hermann ,pauls ,prinzipien der ,sprachgeschichte4 ,streng systematisch zu begrnden versuchte ihn aber erst ,h4 ,rickert in dem obengenannten ,werke4 ,rickert ging dabei aus von einer bestimmten ,theorie der ,begriffsbildung1 die er in kritischer ,auseinandersetzung mit dem ,logiker ,sigwart gewann4 ,diese ,begriffstheorie ist streng nominalistisch und hat mit jener der ,positivisten1 z4 ,b4 ,e4 ,machs1 eine groe hnlichkeit4 ,der ,begriff soll sein eine berwindung der extensiven und intensiven unendlich reichen ,mannigfaltigkeit1 die jeder noch so einfache ,teil des unmittelbar erlebten ,wirklichen enthalte4 ,den auf diese ,weise gebildeten ,begriffen und nicht minder den analog gebildeten ,gesetztsrelationen1 in die sich in letzter ,linie auch die ,begriffe sollen auflsen lassen1 kommt ,geltung zu1 nicht aber ,wirklichkeit oder ,realitt4 ,neben dieser ,betrachtungsart ein und desselben1 unter die ,kategorie der ,gegebenheit ursprnglich gefaten formfreien ,stoffes der unmittelbaren ,erlebnisse soll es aber noch eine prinzipiell entgegengesetzte ,richtung der ,betrachtung und des ,denkens geben4 ,sie sucht nicht die ,mannigfaltigkeit durch ,allgemeinbegriffe zu berwinden1 sondern diese ,mannigfaltigkeit durch ,bildung von ,individualbegriffen immer genauer als ,individuum und als ,ganzes und ,teil zu bestimmen4 ,individuum und ,allgemeines sollen also das ,ergebnis von zwei entgegengesetzt gerichteten ,formungen und ,betrachtungsweisen ein und derselben ,materie der ,erfahrung sein1 freilich so1 da die kategoriale ,form des ,individuums 7,rickert fhrt sie als eine neue ,kategorie in das ,kategoriensystem ,kants ein7 k o n s t i t u t i v e ,bedeutung fr dc ,wirklichkeit besitze1 whrend der ,gesetzeskategorie nur regulative ,bedeutung zukomme4 ,die letzte ,wurzel des ,unterschiedes von ,naturwissenschaften und ,geschichtswissenschaften soll nun ausschlielich in diesen zwei ,betrachtungsweisen gelegen sein4 ,man mu wohl beachten1 da die ,betrachtungsweisen nicht k o o r d i n i e r t sind4 ,da die ,kategorie des ,individuums konstitutiv ist 7und mit ihr auch die ,kategorie der konkreten ,kausalitt71 ist die ,weltwirklichkeit p r i m r nicht ,natur1 sondern ,geschichte4 ,und was wir ,natur nennen1 ist in letzter ,linie nur ein allgemein abstrakter ,auszug aus dieser konkreten einmaligen ,wirklichkeit1 der nicht notwendig wre1 wenn unser ,geist so umfassend wre1 a l l e s individuell ,wirkliche im g a n z e n ,reichtum seiner ,mannigfaltigkeit erfassen zu knnen4 ,dadurch erhlt die ,geschichtswissenschaft einen metaphysischen ,vorzug vor der ,naturwissenschaft4 ,diese philosophisch ganz unbegrndete ,behauptung ist nur eine ganz willkrliche logische ,scheinrechtfertigung einer aus allen uerungen dieser ,schule hervorgehenden primren geringen ,wertung der ,naturwissenschaft und insbesondere aller ,natur p h i l o s o p h i e4 ,diesem ,begriff der ,naturwissenschaft wird von ,rickert auerdem die von ihm ganz unkritisch rein mechanisch sensualistisch aufgefate ,psychologie eingeordnet4 ,ein zweites ,merkmal des historischen ,gegenstandes soll auer der individualisierenden ,betrachtung des ,wirklichen nach ,rickert die ,beziehung dieses ,wirklichen auf ein ,system allgemein gltiger ,werte sein4 ,erst diese ,beziehung soll aus der unermelichen ,flle des individuell ,wirklichen dasjenige auswhlen1 was -- sei es in positiver oder in negativer ,wertrichtung -- kulturell bedeutsam ist4 ,die allgemeingltigen ,werte werden durch die ,philosophie festgestellt2 ja1 die ,philosophie wird bei ,windelband und ,rickert geradezu als die ,wissenschaft von den allgemeingltigen ,werten definiert4 ,gegen diese neue ,logik der ,geschichte1 an deren ,erweiterung1 ,kritik und ,ausbau sich auch ,g4 ,simmel und ,h4 ,maier1 ferner ,troeltsch und ,max ,weber beteiligt haben1 sind die eingehendsten und meiner ,meinung nach treffendsten kritischen ,einwnde von ,erich ,becher in seinem ,buche ,geisteswissenschaften und ,naturwissenschaften 7#aiba7 erhoben worden4 ,auch ,f4 ,krger hat in seinem wertvollen ,buche ber ,entwicklungspsychologie 7#aiae7 viel ,treffendes gegen ,rickerts ,begriff der ,psychologie gesagt4 ,beide angegebenen ,merkmale knnen den geschichtlichen ,gegenstand nicht umgrenzen4 ,auch die ,naturwissenschaft mu1 z4 ,b4 in der ,geographie1 in der ,mondkunde1 vor allem aber im ganzen ,gebiet der ,naturkunde berhaupt1 individualisierend vorgehen1 und auch in den verschiedenen geschichtlichen und historischen ,geisteswissenschaften gibt es weitgehend ,gesetzlichkeit und typische ,entwicklungsabfolge von ,erscheinungsreihen4 ,nur wenn man ferner mit ,rickert die mechanische ,naturansicht mit ,einschlu des ,biologischen und einer ausschlielichen sensualistischen ,assoziationspsychologie als die einzig wahre ,naturwissenschaft bereits willkrlich voraussetzt1 auf geistesgeschichtlichem ,boden aber alle ,versuche1 neben der verstehenden ,geschichte auch eine erklrende und zugleich phasengesetzliche ,geschichtserkenntnis zu geben1 vllig verwirft1 kann man auf ,rickerts ,meinung kommen4 ,weder lt sich der ontische ,gegensatz des geistig-psychischen ,seins und der ueren ,naturtatsachen1 der brigens durch die e i g e n g e s e t z l i c h e n ,erscheinungen des organischen ,lebens vermittelt wird1 in einen bloen ,unterschied von ,betrachtungsweisen verwandeln2 noch lt sich mit ,fug behaupten1 die ,psychologie habe fr die ,geschichte keine ,bedeutung 7siehe hierber ,krger74 ,auch die ,wertbezogenheit ist nicht w e s e n t l i c h fr das geschichtlich ,bedeutsame2 es gengt dazu die ,gre der ,wirkungsfhigkeit eines ,tatbestandes4 ,die eigentlichen ,probleme der ,geschichtserkenntnis1 die ,frage nach den mannigfaltigen ,erkenntnisarten und ,realsetzungsgrnden fremden ,bewutseins und das von ,w4 ,dilthey so tief aufgenommene1 von ,e4 ,spranger und von dem ,schreiber dieser ,zeilen weitergefhrte ,problem des geschichtlichen ,verstehens sind durch ,rickert gar nicht ernstlich berhrt4 ,die ,erkenntnistheorie der ,sdwestdeutschen ,schule hat ihr ,hauptwerk in ,rickerts ,gegenstand der ,erkenntnis 7#c4 ,auflage1 ,tbingen #aiae74 ,in ihrem ,mittelpunkt steht ein erkenntnistheoretischer ,idealismus1 der aber nicht extremer ,rationalismus und ,logizismus wie jener der ,marburger ist1 sondern zugleich die alogischen und arationalen ,fundamente gegebener ,erlebniswirklichkeit anerkennt4 ,der erkenntnistheoretische ,realismus wird am ,anfang mit den denkbar billigsten ,mitteln in den drei ,formen des ,kausalschlusses1 des ,interpolations- und des voluntativen ,realismus 7,dilthey1 ,frischeisen-,khler7 zu widerlegen gesucht4 ,alles ,seiende und ,gegenstndliche soll seinen anschaulichen ,fundamenten nach ,inhalt eines ,bewutseins berhaupt sein1 das ,rickert durch ein negatives ,verfahren1 durch das er den natrlichen ,ichbegriff 7pssychophysisches ,subjekt1 psychologisches ,subjekt1 erkenntnistheoretisches ,subjekt7 immer weiter zu beschrnken sucht1 gewinnt4 ,die ,fehler dieses ,verfahrens knnen hier nicht aufgewiesen werden2 auch der ,widersinn nicht1 ein sogenanntes berindividuelles ,ich1 das weder eine ,auenwelt1 noch ein ,du1 noch einen ,leib sich gegenber hat1 anzunehmen4 ,der eigentliche ,gegenstand der ,erkenntnis soll nun weder bestehen in einem bewutseinsjenseitigen ,seienden noch in einem bewutseinsimmanenten ,gehalt der anschauenden ,akte2 vielmehr soll das1 was wir ,gegenstand nennen1 auf ein transzendentes ,sollen1 d4 h4 auf die ,forderungen zurckgefhrt werden1 ber das ,bewutseinsgegebene bestimmte ,arten von ,u r t e i l e n zu fllen und es in diesen ,akten mit kategorialen ,formen zu umkleiden4 ,dieser ,gedanke ist von ,fichte bernommen1 der ja auch das ,sollen dem ,sein1 das ,gewissen dem ,wissen1 die sittliche ,forderung der theoretischen ,erkenntnis vorhergehen lt4 ,in seinem letzten ,werk ,system der ,philosophie 7#a4 ,band7 hat ,rickert nichts wesentlich ,neues seinen frheren ,arbeiten hinzugefgt4 bersieht man das ,ganze dieser ,schule1 so kommt ihr gegenber der ,marburger ,philosophie nur e i n zweifelloser ,vorzug zu4 ,sie erkennt g e g e b e n e ,bestnde berhaupt an2 sie macht nicht den ,versuch1 die ganze ,welt in reine ,denkbestimmungen aufzulsen2 aber sie tut dies leider auch unter weitgehender ,preisgabe der ,rechte des ,denkens und verfllt so in einen ,nominalismus1 der sich von dem ,nominalismus etwa ,e4 ,machs und der ,positivisten nur der ,frbung der ,darstellung nach unterscheidet4 ,in jeder anderen ,hinsicht ist die ,schule der ,marburger ,lehre weit unterlegen4 ,an ,stelle des ungemeinen ,reichtums und einer bewunderungswrdigen ,vielseitigkeit der ,marburger ,gedankenwelt treten hier einfrmige schematisierende ,wiederholungen von ein paar beraus rmlichen und drren ,grundgedanken1 die sich1 verbunden mit der aufgeblhten1 von ,j4 ,g4 ,fichte ererbten1 ,icharroganz dem gesamten ,universum gegenber vergeblich bemhen1 eine ganze ,philosophie zu tragen4 ,der sogenannten ,kultur 7selbst die ,religion wird hier auf ein fadenscheiniges ,norm- und ,kulturbewutsein in letzter ,linie zurckgefhrt7 wird eine ,rolle und eine ,bedeutung im ,ganzen des ,weltgetriebes zugesprochen1 sie ihr nicht im entferntesten zukommt4 ,eine ,naturphilosophie ernst zu nehmender ,art1 eine tiefere ,fundierung der ,psychologie oder irgendwelche ,leistungen auf diesem ,gebiet besitzt die ,schule berhaupt nicht und kann sie gar nicht besitzen1 da sie ihren ,jnger von vornherein mit tiefster ,verachtung gegen die ,wunder der ,natur erfllt4 ,natur ist hier genau wie bei ,fichte im ,grunde nur ,material fr ein leeres ,kulturgetue1 das seinen letzten ,sinn haben soll in frei in der ,luft schwebenden rein formalen ,werten und ,geltungen4 ,die falsche ,meinung1 es liee sich der ,wertbegriff auf ein ,sollen zurckfhren und ,wahr und ,falsch seien nur ,werte n e b e n anderen1 ist von ,meinong1 dem ,verfasser 7siehe ,formalismus in der ,ethik1 #b4 ,auflage71 und zum ,teil auch von ,e4 ,lask1 der eben starb1 als er die grobmaschigen ,schematismen seiner ,lehrer zu berwinden anfing1 widerlegt worden4 ,es mu geradezu als ein kulturpsychologisches ,problem gelten1 wie diese l e e r s t e der deutschen ,kantschulen in unserem ,lande so starke ,verbreitung finden konnte4 ,ich sehe seine ,lsung vor allem darin1 da sie der herkmmlichen historischen ,richtung in der deutschen ,geschichtswissenschaft das philosophische ,r e c h t ihrer ,existenz immer neu besttigte und jedes satte ,gengen an den herkmmlichen ,methoden philosophisch rechtfertigte2 ferner darin1 da die ,aneignung jener paar ,formeln ber ,wert und ,sein und generalisierende und individualisierende ,betrachtung mit ,ausscheidung aller echt philosophischen ,probleme der ,metaphysik1 der ,naturphilosophie1 der ,psychologie1 der ,ethik und sthetik nur ein ,minimum von ,denkarbeit kostete und doch gleichzeitig den ,adepten mit dem ,bewutsein erfllte1 nun ein ganzer ,philosoph zu sein4 7,vgl4 auch hierzu ,w4 ,windelband3 ,die ,philosophie im deutschen ,geistesleben des #ai4 ,jahrhunderts1 #aiji47 ,weit tiefer fate die ,probleme der ,weltlehre und der ,erkenntnistheorie1 der ,psychologie und der ,geisteswissenschaften der gleichfalls von ,fichte ausgegangene ,hugo ,mnsterberg in seinen ,grundzgen der ,psychologie und in seiner ,philosophie der ,werte4 ,er versuchte aus rein erkenntnistheoretischen und methodologischen ,forderungen heraus 7freilich berkonstruktiv und mit fichteischer ,gewaltttigkeit7 eine strenge ,assoziationspsychologie zu vershnen mit der ,anerkennung einer primr nur gewerteten ,lebenswirklichkeit 7der eigentlichen metaphysischen ,sphre71 die nur zu gewissen methodischen ,zwecken technischer ,daseinsbeherrschung in einen ueren ,naturmechanismus umgedacht werde4 ,von diesem ,mechanismus msse in der erklrenden ,philosophie auch das ,psychische als abhngig gedacht werden4 ,von ihr verschieden ist jedoch eine subjektivierende ,aktpsychologie1 die ,grundlage der ,geisteswissenschaften sei4 ,in einem loseren ,verbande mit beiden ,kantschulen stand auch ,georg ,simmel1 der sich von einer anfnglich mehr positivistisch eingestellten ,denkrichtung ber die ,problematik ,kants hinweg schlielich zu einer ,lebensphilosophie durchrang1 deren ,ergebnis er in dem nach seinem ,tode im ,nachla erschienenen ,werke ,lebensanschauung1 vier metaphysische ,kapitel darstellte4 ,der ,aufsatz ber den ,tod ist das ,tiefste und ,reifste1 was dieser eigenartige und weit ber die deutschen ,grenzen hinaus anregende ,denker geschrieben hat4 ,auch sein ,aufsatz ber ,das individuelle ,gesetz1 in dem er hnlich wie ,schleiermacher und der ,verfasser in seiner ,ethik neben allgemeingltigen moralischen ,werten auch individualgltige1 d4 h4 eine je individuell sittliche ,bestimmung des ,menschen darzutun sucht1 hat die ,ethik bedeutend gefrdert4 ,seiner durch ,bergson angeregten letzten ,lebensphilosophie die dunkel1 unbestimmt und verworren bleibt1 kann ein gleicher ,beifall nicht gezollt werden4 ,die vierte von ,leonhard ,nelson begrndete ,kantschule1 die einen reichen ,kreis von ,forschern aller ,disziplinen unter sich vereinigt1 hat ihre ,ansichten besonders in den zahlreichen ,werken ihres ,begrnders und in den ,abhandlungen zur friesischen ,schule dargelegt4 ,in scharfem ,gegensatz zur transzendentalen ,auffassung des kantischen ,apriori1 von dem ,cohen ausging1 wird hier die ,lehre vertreten1 da wir nur auf dem ,wege anthropologischer ,selbstbesinnung mit ,hilfe eines ,verfahrens der ,reduktion der gegebenen ,wissenschaften die obersten ,grundstze der ,vernunft feststellen knnen4 ,von einem ,vertrauen in die ,vernunft ausgehend1 das ein rein subjektiver ,akt bleibt1 mssen die obersten evidenten ,einsichten1 nach denen wir das ,gegebene in mittelbarem1 ,denken bearbeiten1 nicht erzeugt1 sondern nur als ursprnglicher ,besitz unseres ,geistes enthllt werden4 ,die ,voraussetzung dieser ,schule ist die ,existenz einer unmittelbar anschauenden ,vernunft1 deren ,grundstze teils anschaulich 7mathematische ,grundstze71 teils unanschaulich 7z4 ,b4 ,kausalprinzip7 evident sind1 und die durch das reduktive ,verfahren weder deduziert noch konstruiert sondern allein fr die ,selbstbesinnung als evident enthllt werden mssen4 ,so mu der apriorische ,besitz unseres ,geistes nicht auf apriorische1 sondern auf aposteriorische ,weise gefunden und entdeckt werden4 ,eine ,erkenntnistheorie im blichen ,sinne1 sofern sie die ,mglichkeit der ,erkenntnis erst aufweisen will1 ist nach ,nelson ein sinnloses ,unternehmen2 denn nur auf ,grund schon gewonnener evidenter ,erkenntnis knnen wir anderweitige ,erkenntnis einer ,prfung und ,kritik unterwerfen4 ,von dieser an ,fries anknpfenden theoretischen ,basis aus hat die ,schule eine beraus rege und1 wie auch derjenige1 der ihr fernesteht1 sagen mu1 s e h r wertvolle1 sowohl positiv schpferische als kritische ,ttigkeit entfaltet4 ,sie hat die ,theologie stark befruchtet 7siehe ,bousset und vor allem ,rudolf ,otto1 dessen ausgezeichnetes ,werk ber ,das ,heilige von der ,schule stark bestimmt ist74 ,sie hat auf dem ,boden der ,philosophie1 der ,mathematik und der exakten ,naturwissenschaft eine sehr rege ,ttigkeit entfaltet2 sie hat in ,kronfeld einen ,vertreter gefunden1 der nach ihren ,grundstzen die ,erkenntnislehre der ,psychiatrie eingehend bearbeitet und gefrdert hat4 ,vor allem aber hat ihr charaktervoller und geradsinniger ,urheber ,l4 ,nelson auf dem ,boden der ,rechts- und ,sozialphilosophie achtungswerte ,werke hervorgebracht 7siehe besonders ,die ,rechtswissenschaft ohne ,recht74 ,in beraus scharfsinniger1 freilich allzusehr im ,formalismus ,kants steckenbleibender ,art und ,weise wird hier mit ,reinheit und ,mut die ,majestt des ,rechtsgedankens auf ,grund evidenter ,vernunfteinsichten gegen alle ,verdunkelungen durch ,rechtspositivismus und der in der ,jurisprudenz stark herkmmlichen ,machtlehre vertreten4 ,auch das groe ,werk ,nelsons ,vorlesungen ber die ,grundlagen der ,ethik ist besonders in seinen kritischen ,teilen von groem ,scharfsinn4 ,gegenber ,kant wird neben dem ,pflichtgemen ein ,verdienstliches anerkannt1 und die ,liebe und das ,ideal der schnen ,seele freilich mehr als sthetischer denn ethischer ,wert in die ,grundkategorien des menschlich ,wertvollen eingefgt4 ,in ihrer politischen ,tendenz vertritt die ,schule einen radikalen ,liberalismus der geistigen ,individualitt1 den sie gerne auch an die konfuzianische ,weisheit des chinesischen ,ostens anzulehnen sucht4 berblickt man das ,ganze dieser vier ,kantschulen1 wird man mit ,verwunderung vor der ,tatsache stehen1 die ,kantianer immer noch ber den ,sinn der ,lehre ihre ,meisters streiten1 und noch mehr darber1 da so grundverschiedene ,geistesarten auf demselben ,boden des ,kantianismus berhaupt mglich sind4 ,da aus der ,starrheit dieser ,schulkreise heraus d i e ,philosophie1 wie wir sie oben als erstrebenswert bezeichnet hatten1 hervorwachsen werde1 glauben wir bei allem ,wertvollen1 das besonders die ,marburger und die ,friesschule geleistet haben1 nicht4 ,die ungeheuren ,literaturmassen1 die sich in den letzten ,jahrzehnten mit ,interpretation1 ,fortfhrung1 ,neugestaltung der kantischen ,philosophie beschftigt haben1 stehen auf alle ,flle zu den ,frderungen1 welche die ,philosophie durch sie erhielt1 in gar keinem sinnvollen ,verhltnis4 ,wenn man dazu erwgt1 da die ,grundpositionen ,kants 7ich rechne dazu seinen ,ausgangspunkt von der newtonschen ,naturlehre1 seine ,lehre1 das ,gegebene sei nur ein ,chaos von ,empfindungen und alles1 was ,ordnung und ,beziehung1 ,einheitsform und ,gestalt am ,gegenstand der ,erfahrung sei1 msse durch funktionsgesetzlich geregelte ,verstandesttigkeiten in den ,gegenstand erst hineingekommen sein1 ferner seine ,annahme der prinzipiellen ,erklrbarkeit der ,natur auf ,grund der ,prinzipe der ,mechanik7 heute der schrfsten und nach meiner ,meinung der strengsten ,widerlegung verfallen sind1 so wird man nur von einer neuen untradionalistischen ,s a c h philosophie -- einer ,philosophie1 die nicht von einer historischen ,autoritt ausgeht1 sondern hchstens retrospektiv auf ,grund ihrer gewonnenen ,erkenntnisse sich auch einer philosophiegeschichtlichen ,tradition eingeordnet wei1 ,wertvolles und ,dauerndes erwarten drfen4 ,einen weit geringeren ,einflu als die kantische ,philosophie bt auf die ,philosophie der ,gegenwart der ,positivismus und sein neuester ,ableger1 der von den ,amerikanern ,peirce und ,w4 ,james und dem ,englnder ,schiller1 in gewissem ,sinne auch von ,fr4 ,nietzsche 7siehe besonders ,der ,wille zur ,macht7 angeregte1 fr das engere ,gebiet der naturwissenschaftlichen ,erkenntnistheorie auch von ,henri ,bergson angenommene sogenannte ,pragmatismus aus#a4 ,der #a ,w4 ,james3 ,der ,pragmatismus 7,philosophisch-,soziologische ,bcherei ,bd4 #a73 ,f4 ,c4 ,s4 ,schillers ,humanismus 7derselben ,sammlung1 ,bd4 #be72 ferner ,w4 ,james3 ,das pluralistische ,universum1 bersetzt von ,j4 ,goldstein 7,bd4 #cc74 europische ,positivismus hat seinen ,ursprung und ,hauptsitz in ,westeuropa2 ,bacon1 ,d4 ,hume1 ,d',alembert1 ,condorcet1 ,a4 ,comte1 ,j4 ,st4 ,mill1 ,h4 ,spencer1 ,taine und ,buckle waren seine bedeutendsten geistigen ,vter4 ,in der gegenwrtigen deutschen ,philosophie hat er so wenig wie in der deutschen ,philosophie berhaupt eine allseitige1 alle ,gebiete der ,philosophie umfassende ,vertretung gefunden4 ,als strengere ,positivisten knnen unter den lteren fr die ,erkenntnistheorie nur ,e4 ,mach und ,avenarius1 in der unmittelbaren ,gegenwart der aus der ,psychiatrie zur ,philosophie gekommene selbstndige und originelle ,forscher ,theodor ,ziehen gelten4 ,eine grere ,anzahl von ,forschern sind strker von ihm beeinflut1 so z4 ,b4 der krzlich verstorbene ,benno ,erdmann 7siehe besonders seine ,logik1 #a4 ,band1 #b4 ,auflage74 ,in seinen lteren ,arbeiten ist auch ,a4 ,riehl1 ferner ,hans ,cornelius1 der ,humesche und ,machsche ,gedankengnge mit ,kants ,erfahrungstheorie eigenartig verquickt hat 7siehe ,cornelius3 ,transzendentale ,systematik1 #aiaf71 vom ,positivismus bestimmt4 ,als ein dem ,pragmatismus1 freilich mit mehr ,nietzschescher als angelschsischer ,frbung1 nherstehendes ,werk mu die ,philosophie des ,als-ob von ,h4 ,vaihinger angesehen werden4 ,unter den jngsten ,erkenntnistheoretikern steht ,moritz ,schlick 7,allgemeine ,erkenntnislehre1 #aiah7 freilich mit realistischem ,einschlag dem ,positivismus vermge seines extremen ,nominalismus 7,erkennen sei nur eindeutiges ,bezeichnen und ,ordnen der ,gegenstnde7 nahe4 ,in der ,ethik und ,religionsphilosophie lehrte ,jodl einen monistisch modifizierten ,positivismus4 ,in der ,soziologie und ,geschichtsphilosophie steht ihm ,mller-,lyer1 ,l4 von ,wiese1 ,w4 ,jerusalem 7siehe ,die ,phasen der ,kultur1 ,einleitung in die ,philosophie7 und ,r4 ,goldscheid nahe4 ,wesentlichste ,basis des deutschen ,positivismus ist eine sensualistische ,erkenntnistheorie und ein ,versuch1 die ,denkkategorien psychologisch oder soziologisch geschichtlich herzuleiten4 ,die ,auffassung1 da die kategorialen ,formen nicht ,seinsformen1 die ,denkgesetze nicht ,seinsgesetze seien1 teilt der ,positivismus mit den ,kantianern4 ,whrend aber jene die apriorische ,struktur unseres ,denkens nur auffinden oder1 wie die ,marburger1 immer neu aus ursprnglicher ,denkfunktion rein erzeugen wollen1 bemht sich der ,positivismus nach humeschem ,muster1 sie auf dem ,boden einer beschreibenden 7oder bei manchen selbst genetischen7 ,psychologie und ,soziologie zu verstehen4 ,die sensualistische ,auffassung1 da der gesamte ,inhalt der natrlichen und wissenschaftlichen ,erfahrung auf ,sensationen und deren ,residuen1 resp4 auf die ,verknpfung dieser ,residuen nach den ,assoziationsgesetzen zurckfhrbar sei1 das ,denken aber auf ,zeichengebung und ,abfolge hnlicher ,vorstellungsbilder in letzter ,linie beruhe1 macht die eigentliche erkenntnistheoretische ,these des ,positivismus aus4 ,ihr entspricht dann die ,f o r d e r u n g1 aus der ,wissenschaft alles das auszuscheiden1 was ber aufweisbare ,empfindungselemente und ber die ,funktionalbeziehungen von deren ,komplexen hinausgehe4 ,jeder asensuelle und bersensuelle u r s p r n g l i c h e ,bestand im ,gegebenen der ,erfahrung1 der nur durch ein ursprngliches1 von ,bildern nicht ableitbares eigengesetzmiges ,d e n k e n 7oder andere geistige ,funktionen1 wie ,intuition1 kognitives ,fhlen usw47 zu erfassen wre1 wird bestritten4 ,alle ,substanzen und ,krfte und alle sinnlich nicht aufweisbaren ,inhalte und ,realsetzungen solcher mssen aus der ,wissenschaft in letzter ,linie ausgeschieden werden3 sofern man aber mit ,substanz- und ,kraftbegriffen in ihr operiert1 kommt diesen ,operationen genau so wie den in der ,wissenschaft verwandten allgemeinen ,begriffen und ,gesetzen nur die konomische ,bedeutung zu1 mit ,bildvorstellungen zu sparen 7,prinzip der ,denkkonomie74 ,mit dieser ,auffassung verbindet sich eine streng nominalistische ,lehre vom begrifflichen ,denken1 die in ,deutschland am schrfsten durch ,h4 ,cornelius 7,einleitung in die ,psychologie71 ,e4 von ,aster und neuerdings von ,schlich durchgefhrt worden ist 7zur ,kritik dieser ,lehre vergleiche ,e4 ,husserl3 ,logische ,untersuchungen1 ,band #b74 ,in der ,realittsfrage hat sich der deutsche ,positivismus 7mit ,ausnahme von ,schlick7 im ,unterschied von jenem ,spencers im wesentlichen ablehnend verhalten4 ,die ,existenz der ,welt ist ihm nur der geordnete ,inbegriff ihrer ,wahrnehmungsmglichkeiten4 ,avenarius hatte die ,gegenstnde1 ,bewutsein1 ,seele1 ,ich auf eine ursprngliche ,tuschung zurckgefhrt1 die durch ,introjektion eines ,umgebungsbestandteils 7z4 ,b4 wahrgenommener ,baum7 in den ,mitmenschen 7als immaterielles ,abbild des ,baumes7 und erst sekundr auch in das erkennende ,ausgangssubjekt noch einmal hineinverlegt worden sei 7s4 ,avenarius3 ,der natrliche ,weltbegriff74 ,e4 ,mach1 der mehr von idealistischer ,seite her kam1 nahm letzte qualitative ,seinselemente an 7blau1 rot1 hart1 ,ton usw471 die1 wenn sie in ihrem gegenseitigen ,zusammenhang und in den ,abhngigkeiten ihrer mglichen ,komplexvernderungen untereinander betrachtet werden1 ,natur heien2 ,empfindungen aber1 wenn sie und ihre ,komplexnderungen betrachtet werden in ,abhngigheit von den physiologischen ,vorgngen des ,organismus4 ,auch das ,ich ist ihm nur ein solcher relativ konstanter ,komplex von ,seinselementen4 ,eine vorzgliche ,kritik dieser ,ich-lehre gibt ,k4 sterreich in seinem ,buch ,phnomenologie des ,ich4 ,der ,unterschied von ,psychisch und ,physisch soll hiernach kein ,unterschied der ,materie und der ,gegenstnde sein1 sondern nur ein ,unterschied in der ,betrachtung der ,abhngigkeitsverhltnisse zwischen den ,seinselementen4 ,mach hat diese ,lehre in seinen groen ,werken zur ,geschichte der ,naturwissenschaft 7,geschichte der ,mechanik1 des ,satzes von der ,erhaltung der ,arbeit1 der ,wrmelehre7 und in seinem letzten1 sehr wertvollen und lehrreichen ,werke ,erkenntnis und ,irrtum auch geschichtlich zu unterbauen gesucht4 ,die moderne mechanische ,naturansicht hat nach seiner ,meinung nur in dem historischen ,z u f a l l ihren ,grund1 da man die ,bewegungserscheinungen fester ,krper zeitlich zuerst studierte 7,galilei71 um dann1 nach dem ,prinzip3 ,erklren heie nur relativ ,unbekanntes auf zuvor ,bekanntes zurckzufhren1 auch die brigen ,naturerscheinungen auf ,bewegungsgesetze fester ,dinge zurckzufhren4 ,tatschlich aber bestehe kein ,seinsunterschied zwischen primren und sekundren ,qualitten4 ,besonders die ,bedeutung denkkonomischer ,a n a l o g i e n und ,bilder fr den wissenschaftlichen ,fortschritt hob er nach dem ,vorgang englischer ,physiker 7,maxwell1 ,lord ,kelorn1 ,clifford7 in seinen geschichtlichen ,werken und in ,erkenntnis und ,irrtum stark hervor4 ,aber alle diese ,bilder mssen zugunsten strenger1 rein mathematisch formulierter ,funktionsgesetze eines ,tages wieder aus der ,wissenschaft ausgeschieden werden1 wenn sie den neuen ,beobachtungen nicht mehr gengen4 ,auch der modernen ,relativittstheorie ,einsteins hat ,e4 ,mach durch seine ,kritik ,newtons1 besonders seiner ,lehre von der absoluten ,bewegung vorgearbeitet 7siehe ,geschichte der ,mechanik74 ,diese ,auffassung der ,arbeit der ,naturwissenschaft ist in neuester ,zeit von ,planck 7,einheit des physikalischen ,weltbildes71 ,stumpf1 ,klpe1 ferner von allen realistischen und kantischen ,schulen mit ,recht scharf bekmpft worden 7siehe besonders ,c4 ,stumpfs ,akademieabhandlung3 ,zur ,einteilung der ,wissenschaften1 #aijf74 ,vor allem aber war es ,ed4 ,husserl1 der die nominalistischen ,begriffstheorien des ,positivismus in den ,logischen ,untersuchungen1 ,band #b1 einer beraus einschneidenden ,kritik unterzog4 ,die ernstesten ,versuche1 die ,gegner des ,nominalismus und ,sensualismus1 die heute den ,positivismus immer mehr zurckgedrngt haben1 zu widerlegen1 haben von diesem ,standort aus ,ziehen in seiner ,psychophysiologichen ,erkenntnistheorie und seinem krzlich erschienenen sehr wertvollen ,lehrbuch der ,logik 7#aibj7 und ,e4 von ,aster unternommen4 ,da es ihnen aber geglckt sei1 die positivistischen ,positionen zu halten1 glaubten wir nicht4 ,der schrfste ,gegner ist dem ,positivismus neuerdings entstanden in der ,phnomenologie1 obzwar diese ,denkrichtung mit ihm das ,gemeinsame hat1 den ,aufweis aller ,begriffe in letztfundierenden ,anschauungsgegebenheiten zu fordern4 ,aber eben dabei erwies es sich1 da der ,gehalt des originr ,anschaubaren unvergleichlich r e i c h e r ist als dasjenige1 was durch sensuelle ,inhalte und ihr ,derivate 7und deren fernere psychische ,verarbeitung7 an ihm denkbar sein mag4 ,zu welchen gewagten ,annahmen und immer verwickelter werdenden ,hypothesen der ,positivismus greifen mu1 um seine ,lehre durchzufhren1 zeigt auch das letzte scharfsinnige ,werk ,benno ,erdmanns ber ,grundzge der ,reproduktionspsychologie 7#aibj74 ,wenn der ,positivismus im ,erkennen nur ein zweckmiges miges ,bezeichnen gegebener ,sachen sieht1 so geht der ,p r a g m a t i s m u s von einer etwas anderen ,auffassung aus4 ,er behauptet1 da alles ,erkennen nur die ,bedeutung habe1 ein ,bild der ,dinge zu geben1 so geartet1 da seine ,folgen uns zu ,handlungen fhren1 die bestimmte praktische ,bedrfnisse befriedigen4 ,der ,sinn eines ,gedankens falle zusammen mit dem ,inbegriff aller mglichen praktischen ,verhaltungsweisen1 die er leiten und fhren knne2 und wahr sei ein ,gedankengebilde dann1 wenn diese ,reaktionen gattungsntzlich seien und uns in der praktischen ,beherrschung der ,dinge weiterfhren4 ,peirces ,erkenntnis wird hier hnlich wie bei den ,marburgern selbst zu einem ,formen und ,gestalten einer zunchst vllig indifferenten chaotischen ,masse von ,gegebenheiten 7,james1 ,schiller74 ,der letzte ,beweis z4 ,b4 fr den ,wahrheitswert der ,naturwissenschaft ist die ,m a c h t1 die sie uns ber die ,natur gibt1 also ,technik und ,industrie2 die ,arbeit an den ,dingen gehe berall der ,erkenntnis vorher und die ,erkenntnis zeige in letzter ,linie nur die ,r e g e l n auf1 nach denen unsere ,bearbeitung der ,welt praktisch ressiere4 ,in ,deutschland ist diese vllig unhaltbare1 allen ,wahrheitsernst untergrabende amerikanistische ,theorie -- besonders widerlich1 wenn sie zur ,rechtfertigung des ,daseins ,gottes und der ,religion angewandt wird1 wie sie in ,w4 ,james' ,mannigfaltigkeit der religisen ,erfahrung -- mit einer eigenartigen ,modifikation1 die von ,nietzsche herrhrt 7siehe besonders ,wille zur ,macht71 von ,hans ,vaihinger vertreten wurde4 ,die ,modifikation besteht in folgendem3 ,whrend die angelschsische ,theorie des ,pragmatismus die ,lautverbindung wahr geradezu als praktisch brauchbar definiert1 hlt ,vaihinger im ,grunde den a l t e n ,wahrheitsbegriff fest1 schrnkt aber das unmittelbar ,wahre ein auf das1 was an einer ,wortintention nur in reinen ,empfindungen gedeckt ist4 ,alles1 was darber hinausragt -- seien es ,kategorien1 ,grenzbegriffe 7z4 ,b4 ideales ,gas1 ,adam ,smiths eigenschtiges ,wirtschaftssubjekt usw471 seien es unanschauliche theoretische ,setzungen 7z4 ,b4 ther1 aber auch ,gott1 unsterbliche ,seele71 das heit das denkbar ,verschiedenartigste und logisch ,verschiedenwertigste -- fat ,vaihinger unter den ,begriff ,fiktion zusammen2 so ergibt sich in letzter ,linie die ,lehre1 da die ,f i k t i o n sozusagen der tragende ,grund und ,sinn der ,welt selber sei1 und da zwischen ,erkenntnis und ,dichtung 7,vaihinger war von ,a4 ,lange ausgegangen und erweitert im ,grunde nur dessen an ,fr4 ,schillers philosophischen ,gedichten gewonnene ,begriffsdichtungs gedanken von der ,metaphysik auch auf die exakte ,wissenschaft7 im letzten ,grunde nur der einzige ,unterschied sei1 da die e i n e ,fiktion praktisch brauchbar sei1 die andere nicht und nur der ,betrachtung und dem sthetischen ,genusse diene4 ,dazu trat1 wie gesagt1 der ,einflu ,nietzsches4 ,dies ist der einzige konstatierbare ,einflu1 den ,nietzsche1 der ja auch den ,wert der ,wahrheit in ,frage gezogen hatte 7siehe schon ,unzeitgeme ,betrachtungen7 und im ,willen zur ,wahrheit nur eine ,abart des ,willens zur ,macht sah1 auf die rein theoretische ,philosophie in ,deutschland ausgebt hat4 ,in einzelnen wissenschaftstheoretischen ,ausfhrungen ist ,vaihingers ,werk sehr anregend4 ,die ,art1 wie es die bekannten kantischen ,als-ob-,wendungen und insbesondere die religionsphilosophische ,postulatenlehre ,kants interpretiert1 halten wir mit ,w4 ,windelband fr historisch grundirrig4 ,nach unserer ,meinung haben diese ,wendungen 7z4 ,b4 man solle auf den kategorischen ,imperativ hren1 als ob er ein gttliches ,gebot wre7 nur den ,sinn1 die sittlich praktische ,m o t i v i e r u n g der ,realsetzung ,gottes von ,motivierung durch theoretische ,begrndung scharf zu unterscheiden4 ,die ,realsetzung selbst ist aber auf diesem ,wege bei ,kant genau so ernst gemeint wie die ,realsetzungen durch theoretische ,erkenntnis2 ja noch ernster -- nmlich im ,sinne von metaphysischer1 nicht nur empirischer ,realitt2 der ,gedanke der ,fiktion oder gar bewuter ,fiktion liegt unseres ,erachtens ,kant vllig fern4 ,als ,ganzes stellt nach unserer ,meinung das ,werk ,vaihingers den grten ,migriff dar1 den die deutsche ,philosophie in den letzten ,jahrzehnten getan hat4 ,um so interessanter ist seine starke ,verbreitung -- ein wenig erfreulicher ,ausdruck fr die ,mentalitt weiter ,kreise4 ,den neukantischen und positivistischen ,schulen hat sich in den letzten ,jahren eine im ,wachsen befindliche r e a l i s t i s c h e erkenntnistheoretische ,richtung entgegengestellt1 die zugleich den bergang bildet zu einer ,reihe hchst bedeutsamer ,versuche der ,w i e d e r e r w e c k u n g d e r ,m e t a p h y s i k 7siehe dazu ,peter ,wust3 die ,auferstehung der ,metaphysik74 ,diese ,erscheinung ist nicht nur auf ,deutschland beschrnkt2 auch in ,frankreich1 ,england und ,amerika sieht sich der erkenntnistheoretische ,idealismus und der positivistische ,sensualismus immer mehr in den ,h i n t e r g r u n d gedrngt4 7,vgl4 dazu ,k4 ,oesterreich sic3 ,die philosophischen ,strmungen der ,gegenwart47 ,die neurealistischen ,richtungen 7einen bergang zu ihnen bilden ,riehl1 ,volkelt und ,e4 v4 ,hartmann7 gehen in ihrer ,art der ,begrndung des ,realismus freilich noch weit auseinander4 ,im groen ganzen lassen sich unterscheiden die ,formen des altscholastischcn ,realismus1 des kritischen ,realismus und des intuitiven und voluntativen ,realismus4 ,gerade die historisch lteste dieser realistischen ,formen1 der scholastische ,realismus1 gewinnt in gewissem ,sinne gegenwrtig wieder neues ,interesse4 ,wie ich schon sagte1 ist es ein eigentmliches ,zeichen der letzten ,philosophie1 da berhaupt die scholastische ,philosophie in lebendigen ,denkverkehr mit der modernen ,philosophie getreten ist4 ,ein ,grund dafr ist1 da die moderne ,philosophie auf ganz verschiedenen ,punkten rein aus sich selbst heraus auf manche scholastische ,positionen gekommen ist4 ,so gleicht z,l4 ,b4 der ,versuch ,bergsons1 in seinem ,buche ,gedchtnis und ,materie zu zeigen1 wie ein ursprnglich unmittelbar gegebenes ,s e i n in die ,menschenerfahrung erst eingeht1 um in ihr nach einer ,reihe von ,richtungen deformiert zu werden2 gleichen ferner die amerikanischen neurealistischen ,versuche 7,f4 ,j4 ,e4 ,woodbridge1 ,e4 ,b4 ,mc ,gilvary u4 a47 methodisch dem altscholastischen ,vorgehen1 die ,erkenntnis ihrem ,wesen nach auf ein ,seinsverhltnis1 d4 h4 die ,teilnahme eines ,seienden an einem anderen1 zurckzufhren4 ,bergsons und anderer ,versuche 7auch ,meinong und ,h4 ,schwarz in seinem ,buche ,die ,umwlzung der ,wahrnehmungshypothesen wren hier zu nennen71 die ,lehre von der ,o b j e k t i v i t t der ,sinnesqualitten wieder neu zu begrnden1 haben gleichfalls erkenntnistheoretisch in die ,nhe der scholastischen ,positionen gefhrt4 ,h4 ,driesch kam durch seine modifizierte ,wiedereinfhrung des aristotelischen ,entelechiebegriffs in der ,bearbeitung der ,probleme des organischen ,lebens gleichfalls der ,scholastik weit entgegen4 ,andererseits hat die scholastische ,philosophie in den letzten ,jahren auch in unserem ,lande ,vertreter gefunden1 die es wohl verstanden1 sich der modernen ,probleme von ihrem ,standort aus scharfsinnig zu bemchtigen4 ,abgesehen von den neuen ,erschlieungen und ,interpretationen bisher unbekannter ,teile der mittelalterlichen ,philosophie1 die wir an erster ,stelle ,grabmann 7siehe besonders seine hchst wertvolle ,geschichte der scholastiscben ,methode und seine ,neueditionen7 und den ,forschungen ,baeumkers und ,baumgartens und dieser beider ,schler verdanken1 sind auch selbstndigere systematische ,denker auf scholastischem ,boden neuerdings hervorgetreten1 so z4 ,b4 der verdiente ,e4 ,l4 ,fischer1 ferner ,lehmen und besonders ,j4 ,geyser1 der in seinen der ,psychologie1 der ,logik1 der ,erkenntnistheorie und der ,metaphysik gewidmeten ,arbeiten1 ferner in seinem ,buche ber ,husserl und eine ,verknpfung 7,neue und alte ,wege der ,philosophie7 der scholastischen ,lehre mit der modernen ,philosophie anstrebt4 ,das groe psychologische ,sammelwerk von ,frbes und die ,arbeiten des aus der ,klpeschen ,schule hervorgegangenen ,experimentalpsychologen ,lindworsky 7besonders ,das schlufolgernde ,denken1 #aiaf1 ,experimentelle ,psychologie1 #aiba7 haben ferner die scholastischen ,positionen mit der ganzen ,experimentalpsychologie eng verknpft4 ,in erkenntnistheoretischer ,hinsicht sind freilich die ,neuscholastiker in ,deutschland mehr dem sogenannten kritischen ,realismus1 der eine reale ,welt erst mittels schlieender ,denkakte gewinnen will1 zugeneigt1 als dem altscholastischen ,standpunkt1 der schon in der ,sinneswahrnehmung eine unmittelbare ,erfassung realer ,gegenstnde erblickt und der berdies auf das ,problem der modernen ,philosophie3 ,wie kommen wir zu einer realen ,auenwelt8 von seinem ,ausgangspunkte im ,grunde gar nicht kommen kann1 da er im ,gegensatz zur modernen ,philosophie 7seit ,descartes7 von der primren ,gegebenheit eines ,seienden ausgeht und von ihm auch erst durch die ,scheidung das ens reale vom ens intentionale die ,mglichkeit von ,bewutsein und ,erkenntnis verstndlich machen mchte4 ,aber auch der altscholastische ,realismus hat gegenwrtig eine alle wesentlichen ,tatsachen der ,sinnesphysiologie und ,sinnespsychologie und alle bisher fr die sogenannte sekundre ,natur aller oder einiger ,sinnesqualitten vorgebrachten ,argumente bercksichtigende1 sehr scharfsinnige und beachtenswerte ,darstellung gefunden in ,josef ,gredts beiden ,bchern3 ,de cognitione sensuum externorum1 ,rom #aiac1 und in deutscher ,sprache in dem krzlich erschienenen ,unsere ,auenwelt1 eine ,untersuchung ber den gegenstndlichen ,wert unserer ,sinneserkenntnis 7#aiba74 ,der vom ,verfasser vertretenen realistisch gerichteten ,phnomenolgie ist trotz verschiedenen ,ausgangspunktes der ,standpunkt ,gredts1 nach dem auch der kritische ,realismus1 wenn er einmal die ,gegenstndlichkeit und ,realitt der unmittelbaren ,sinneserkenntnis leugnet1 notwendig in die ,konsequenzen des vollstndigen ,idealismus getrieben werde1 hnlicher als der sogenannte kritische ,realismus vieler ,neuscholastiker 7z4 ,b4 ,mercier1 ,hertling und ,geyser74 ,schon ,otto ,liebmann hatte einmal bemerkt1 da alle ,ergebnisse der ,naturforschung im ,begriffssystem der aristotelischtn ,metaphysik und ,erkenntnislehre ,platz htten4 ,und in der ,tat ist es ein groes ,vorurteil1 zu meinen1 die ,fortschritte einer ihrer ,grenzen eingedenken positiven ,wissenschaft knnten o h n e ,zuhilfenahme rein philosophischer ,wesenuntersuchungen ber metaphysische und erkenntnistheoretische ,fragen berhaupt etwas ,letztes entscheiden4 ,der ausgezeichnete franzsische mathematische ,physiker und ,historiker der theoretischen ,physik1 ,pierre ,duhem 7sein ,werk3 ,geschichte der physikalischen ,theorien1 ist mit einer ,vorrede von ,e4 ,mach auch in deutscher ,sprache erschienen71 hat ,liebmanns ,gedanken gewissermaen in groem ,mastabe ausgefhrt4 ,duhem suchte zu zeigen1 da gerade bei einer strengen mathematischen ,formalisierung der theoretischen ,physik die aristotelische ,metaphysik mit der modernen ,physik wohl vereinbar sei4 ,er hat stark auf den auch philosophisch bei uns wirksamen franzsischen ,mathematiker ,h4 ,poincar gewirkt 7,wissenschaft und ,hypothese1 ,der ,wert der ,wissenschaft71 ist aber1 mit ihm verglichen1 der weitaus tiefere erkenntnistheoretische ,denker4 ,den k r i t i s c h e n ,realismus haben mit sehr verschiedenartiger ,begrndung in neuester ,zeit eine groe ,reihe von deutschen ,forschern neu zu begrnden gesucht4 ,es seien hier genannt ,b4 ,erdmann1 ,meinong1 ,stumpf1 ,drr1 ,oesterreich sic1 ,messer1 ,strring1 ,freytag1 ,schlick1 ,becher1 ,troeltsch und vor allem ,o4 ,klpe in seinem zweibndigen 7der zweite ,band ist #aibj aus dem ,nachla von ,messer herausgegeben worden7 ,werke ,die ,realisierung1 ein ,beitrag zur ,grundlegung der ,realwissenschaften2 ein dritter ,band steht noch in ,aussicht4 ,der ,klpesche ,versuch ist ohne ,zweifel der ausgedehnteste1 eingehendste und strengste1 der seitens der kritischen ,realisten zur ,begrndung ihrer ,these unternommen worden ist4 ,klpe gliedert die ,hauptfrage in vier ,unterfragen1 deren ,beantwortung er je einen ,band widmen wollte3 #a4 ,ist eine ,setzung von ,realem mglich8 #b4 ,wie ist eine ,setzung von ,realem mglich8 #c4 ,ist eine ,bestimmung von ,realem mglich8 #d4 ,wie ist eine ,bestimmung von ,realem mglich8 ,nach einer ausgezeichneten und tiefdringenden kritischen ,durchmusterung und ,widerlegung der verschiedenen ,formen des erkenntnistheoretischen ,idealismus und positivistischen ,wirklichkeitsstandpunktes im ersten ,band untersucht ,klpe im zweiten ,band die in der ,wahrnehmung und die in rationalen ,grundstzen und ihrer denkenden ,anwendung gelegenen ,grnde und endlich die gemischten ,grnde fr die ,setzung einer ,realitt4 ,de ,prfung der sechs rationalen ,grnde ergibt deren ,insuffizienz4 ,man kann weder von der induktiven ,regelmigkeitsvoraussetzung 7wie z4 ,b4 ,becher71 noch durch ,schlu auf eine transzendente ,ursache unserer ,wahrnehmung1 noch vom ,ich auf ein vermeintlich begrifflich notwendig dazugehriges ,nichtich1 noch von der bloen 7gegen ,berkeley und ,w4 ,schuppe festgehaltenen7 ,widerspruchslosigkeit des ,gedankens einer bewutseinsunabhngigen ,welt1 noch vor dem ,transzendenzbewutsein unserer ,denkakte 7z4 ,b4 auch ,erinnerungsakte7 aus 7wie es ,w4 ,freytag versuchte71 noch von der konomischen ,zweckmigkeit der ,annahme einer realen ,auenwelt auf deren ,existenz schlieen4 ,auch die in der ,wahrnehmung im ,unterschiede zu den ,vorstellungen gelegenen immanenten ,merkmale lassen nicht ohne weiteres eine reale ,welt annehmen 7wie es der altscholastische ,realismus will72 erst die gemischten ,grnde sollen zum ,ziel fhren4 ,die ,auenwelt msse gesetzt werden3 erstens als ,bedingung des von dem psychophysischen ,subjekt in der ,wahrnehmung ,unabhngigen und als das ,substrat der vorgefundenen selbstndigen ,gesetzlichkeit der ,wahrnehmungen4 ,klpes ,versuch bezieht sich nicht nur auf die ,realitt der ,natursetzung1 sondern umfat auch das ,problem einer von der ,beschreibung der ,bewutseinserlebnisse verschiedenen ,realpsychologie1 ferner auch das ,problem der ,realitt des ,vergangenheits- und ,fremdbewutseins und damit auch des ,realittsproblems in den ,geisteswissenschaften4 ,wie immer man zu ,klpes ,werk im einzelnen stehen mag 7der ,verfasser kann sich nicht berzeugen1 da1 wenn w e d e r in der ,wahrnehmung fr sich noch im ,denken fr sich ,grnde zur ,annahme einer realen ,welt gelegen sind1 sie in einer bloen ,mischung beider ,momente gelegen sein knne71 so verdient die ausgezeichnete ,arbeit des vortrefflichen1 fr die ,wissenschaft viel zu frh heimgegangenen ,forschers doch die allerernsteste ,beachtung und ,wrdigung4 ,der ,richtung des intuitiven ,realismus ist zuzuzhlen vor allem die auch in ,deutschland stark wirksame ,philosophie ,h4 ,bergsons1 ferner der in dem ,buche ,die ,grundlegung des ,intuitivismus niedergelegte ,standpunkt des beachtenswerten russischen ,philosophen ,losskij4 ,obgleich der ,realismus in der ,weise dieser beiden ,forscher aus dem ,grunde nicht durchfhrbar sein drfte1 da uns ,intuition1 soweit es eine solche neben mittelbarem ,denken und ,sinneswahrnehmung gibt1 nur d a s e i n s f r e i e s ,w e s e n 7und ,wesenszusammenhnge7 geben kann1 verdienen doch auch ihre ,lehren ernstlichste ,beachtung4 ,fr die ,existenz des fremden ,bewutseins berhaupt ohne ,existenzsetzung eines bestimmten so oder anders beschaffenen ,ichs nahmen neuerdings auch ,scheler 7siehe ,formalismus in der ,ethik und sein ,buch ber ,sympathiegefhle1 ,anhang7 und in etwas anders gefrbter ,weise ,j4 ,volkel 7siehe sein ,buch ber das sthetische ,bewutsein7 intuitive ,evidenz in ,anspruch4 ,fr die ,begrndung einer ,r e a l p y s c h o l o g i e traten auer ,klpe auch ein ,scheler 7siehe ,idole der ,selbsterkenntnis in ,abhandlungen und ,aufstze71 ,m4 ,geiger und ,h4 ,driesch 7,fragment ber den ,begriff des ,unbewuten und die psychische ,realitt1 #aiba74 ,die ,richtung des v o l u n t a t i v e n ,r e a l i s m u s ist vor allem -- ich sehe hier ab von ihren historischen ,vorformen bei ,maine de ,biran1 ,bouterweek und ,schopenhauer -- in neuester ,zeit in einer ,akademieabhandlung von ,dilthey1 ,frischeisen-,khler 7siehe ,wissenschaft und ,wirklichkeit1 #aiab71 ,scheler und ,e4 ,jaensch 7ber die ,wahrnehmung des ,raumes1 ,anhang7 vertreten worden4 ,nach dieser ,auffassung fhrt erst das unmittelbare ,widerstandserlebnis irgendwelcher ,gegenstnde als wirklicher und mglicher ,widerstnde zur ,setzung einer ,realitt berhaupt4 ,erst die ,zuweisung eines in seinem ,sosein schon bestimmten ,gegenstandes in die zuvor schon gegebene ,s p h r e d e s ,r e a l e n ist von der ,einreihbarkeit des ,gegenstandes in gesetzliche ,beziehungszusammenhnge 7je nach dem ,wesen der ,gegenstnde verschiedener ,artung7 abhngig4 ,analog sind nach ,scheler die fnf ,sphren3 ,auenwelt1 ,innenwelt1 ,leib1 ,fremdbewutsein1 ,gottheit1 in de ein bestimmtes ,reales hineingesetzt wird1 als ,sphren jedem endlichen ,bewutsein vor jeder bestimmten ,erfllung mit ,inhalten unmittelbar anschaulich gegeben4 ,dem ,denken kommt nur die ,rolle zu1 die ,daseinsbestimmung einer bestimmten ,realitt vorzunehmen1 soweit solche ber die unmittelbare ,erfahrung hinausgeht4 ,viel zu wenig beachtet ist nach ,meinung des ,verfassers innerhalb der engeren ,philosophenkreise die ungemeine ,befruchtung1 die fr alle ,gebiete der ,philosophie von der g e g e n w r t i g e n ,psychologie mit ,einschlu der ,experimentalpsychologie auszugehen vermchte1 wenn ein tieferes ,verstndnis und eine grere gegenseitige ,beachtung ihrer ,arbeiten zwischen ,philosophen und ,psychologen stattfnde4 ,dieselbe ,forderung stellten neuerdings ,e4 ,jaensch1 ,krger1 ,marbe1 ferner die ,schulen von ,c4 ,stumpf und ,klpe4 ,die moderne ,psychologie begann ihr ,werk mit einseitiger ,untersuchung der ,empfindungstatsachen und mit ,problemen der ,grenmessung4 ,da diese ,art der lteren ,experimentalpsychologie sich bald eine ,reihe philosophischer ,lehrsthle anzueignen wute1 entstand in den engeren ,philosophenkreisen ein gewisser ,arger und1 damit verbunden1 auch eine weitgehende ,nichtbeachtung ihrer ,arbeiten4 ,man sagte3 ,diese neue ,psychologie ist eine ,spezialdisziplin der ,naturwissenschaft2 sie sei der ,medizin und ,sinnespsychologie zuzuweisen und habe mit ,philosophie gar nichts zu tun oder doch nicht mehr wie irgendeine andere ,spezialwissenschaft2 darum gebhrten ihr auch keine philosophischen ,lehrsthle4 ,am schrfsten und im anmaendsten ,tone haben die ,vertreter der ,sdwestdeutschen ,schule dieser ,meinung hufig ,ausdruck gegeben4 7,vgl4 hierzu die treffenden ,schilderungen dieser ,dinge bei ,fr4 ,krger1 ber ,entwicklungspsychologie1 #aiah47 ,die zeitweise ,herrschaft einer sogenannten ,psychologie ohne ,seele und einer strengen sensitivistischen und assoziationspsychologischen ,auffassung der seelischen ,tatsachen 7die z4 ,b4 noch wesentliche ,grundlage ist den in der ,einzelbeobachtung ausgezeichneten ,arbeiten ber ,das ,gedchtnis von ,g4 ,e4 ,mller in seinem groen ,werke ber ,das ,gedchtnis7 schien eine ,zeitlang dieser ,haltung neue ,grnde zuzufhren4 ,dazu blieben die langwierigen1 philosophischen ,streitigkeiten ber psychophysischen ,parallelismus und ,wechselwirkung1 die nur von allgemeinsten ,prinzipien1 sei es der ,erkenntnistheorie1 sei es neugefundener physikalischer ,wahrheiten ausgingen1 7z4 ,b4 ,vereinbarkeit des seit den ,arbeiten von ,rubner und ,atwater auch fr den organischen ,austausch von ,nahrung und ,arbeit nachgewiesenen ,satzes von der ,erhaltung mit einer psychophysischen ,wechselwirkung7 nicht nur beraus unfruchtbar1 sondern1 was noch weit schlimmer war1 ohne jeden fhlbaren ,anschlu an die ,t a t s a c h e n f o r s c h u n g der empirischen und experimentellen ,psychologie4 ,nun haben sich aber diese ,verhltnisse mit der ,zeit so g r u n d s t z l i c h und t i e f gewandelt1 da die antipsychologische ,haltung vieler ,philosophen jeder sinnvollen ,grundlage entbehrt4 ,der sogenannte ,psychologismus1 der fr die ,philosophie eine ,zeitlang eine ,gefahr scheinen mochte1 ist beute grundstzlich abgetan4 ,die ,entwicklung zeigte ferner1 da1 wie auch ,b4 ,erdmann in seiner ,reproduktionspsychologie treffend betont hat1 eine wirklich vollstndige ,ablsung der ,psychologie von der ,philosophie gar nicht mglich ist4 ,selbst bei den elementarsten ,untersuchungen ber ,empfindungstatsachen 7siehe z4 ,b4 den besonders von ,khler gefrderten ,streit ber die ,existenz unbemerkter ,empfindungen71 ferner in allen ,fragen1 welche nicht aufeinander zurckfhrbaren ,g r u n d a r t e n s e e l i s c h e r ,v e r k n p f u n g e n es berhaupt gebe1 lt sich die ,philosophie gar nicht ausschalten4 ,auch die ,meinung1 es liee sich eine empirische ,psychologie errichten ohne bestimmte1 erkenntnistheoretische oder metaphysische berzeugungen ber das ,ich1 und sein reales ,substrat hat sich gerade durch die ,arbeiten der gegenwrtigen ,philosophie und ,psychologie als ganz falsch erwiesen4 ,die ,psychologie ohne ,seele gehrt heute bereits der ,geschichte an und nicht minder die ,herrschaft der ,meinung1 die ,psychologie knne sich mit der ,schilderung bloer ,bewutseinserscheinungen begngen1 und es knne zwischen diesen selbst ein reales kausales ,band aufgefunden werden4 ,da ferner die moderne ,psychologie sich lngst von der einseitigen ,empfindungsforschung abgewandt hat und mit unter ,anregung der ,husserlschen logischen ,arbeiten sich der experimentell untersttzten systematischen ,selbstbeobachtung 7bei der nicht der ,versuchsleiter1 sondern die psychologisch geschulte ,versuchsperson die psychologische ,beobachtung und ,erkenntnis vollzieht im ,gegensatz etwa zu bloen sogenannten ,reaktionsversuchen7 auch der hheren psychischen ,funktionen des ,wollens 7,n4 ,ach1 ,lindvorsky7 und des ,denkens 7,klpe1 ,bhler1 ,strring1 ,lindworsky1 ,selz1 ,grnbaum7 zugewandt hat1 besteht nicht der mindeste ,grund mehr1 die ,experimentalpsychologie etwa der ,sinnespsychologie oder der ,medizin oder berhaupt der ,naturwissenschaft zuzuweisen4 ,die von ,dilthey1 ferner von der ,phnomenologie und von ,k4 ,jaspers 7siehe seine ,psychopathologie und sein neuestes ,werk ber ,psychologie der ,weltanschauungen7 auch mit in de ,psychiatrie hineingetragene ,frage1 wie sich die ,sinnzusammenhnge des ,seelenlebens von den psychophysischen ,kausalzusammenhngen unterscheiden1 und welche der beiden ,arten von ,psychologie 7verstehende oder erklrende ,psychologie7 ,grundlage fr die ,geisteswissenschaften sei1 hat die ,psychologie wieder in allerengste ,verbindung mit der ,philosophie gefhrt4 ,die von ,chr4 ,ehrenfels und ,cornelius auf dem ,boden einer philosophischen ,psychologie angeregten ,probleme einer autonomen ,g e s t a l t g e s e t z l i c h k e i t der ursprnglichsten psychischen ,gegebenheiten sind von ,klpe1 ,bhler1 ,wertheimer1 ,koffka1 ,benussi1 ,gelb1 ,khler und anderen in beraus wertvollen und fr de ,philosophie beraus wichtigen experimentellen ,arbeiten so intensiv gefrdert worden1 da die ,philosophie sehr bel daran tte1 wollte sie sich um diese ,dinge nicht ernsthaft kmmern4 ,wie sehr die hier neuaufgedeckten ,tatsachen und ,probleme auch fr die philosophische ,klrung des ,problems von ,krper und ,seele wichtig sind1 zeigt die auf seinen ,bewegungsarbeiten ursprnglich fuende neue ,theorie von ,wertheimer1 da als gehirnphysiologische ,grundlage auch jeder einfachsten ,wahrnehmung 7die stets durch einen ,aufmerksamkeitsfaktor mitbedingt und1 nach ihrem ,inhalt hin betrachtet1 nie blo reine ,empfindung1 sondern immer schon ,gestalt ist71 ein sogenannter ,querproze zwischen den gereizten ,nervenenden der ,gehirnrinde notwendig sei4 ,als eine neue sehr zu begrende ,sammelstelle der neuen gestaltpsychologischen ,richtung erscheint jetzt die eben gegrndete ,zeitschrift ,psychologische ,forschung 7,springer #aiba71 besonders von ,koffka1 ,khler1 ,wertheimer1 ,goldstein1 ,gruhle1 ,khler1 der den ,fragen der ,relations- und ,gestalterfassung auch auf dem ,boden der ,tierpsychologie in seinen auf der ,station von ,teneriffa gemachten optischen ,versuchen an ,affen nachgegangen ist 7,schriften der ,preuischen ,akademie1 ,jahrgang #aiae und #aiah physik4-math4 ,klasse74 ,khler hat durch sein neuestes ,buch ber ,physische ,gestalten 7#aiba7 das ,wertheimersche ,problem einem hchst bedeutsamen und fr die gesamte ,naturphilosophie wichtigen ,zusammenhang eingereiht1 indem er auch auf rein physikalischem ,boden 7,elektrostatik7 nach einer selbstndigen ,gestaltgesetzlichkeit 7die sich in summenhafte ,kausalitt nicht auflsen lt7 ,a n a l o g i e n fr psychischen ,gestalten aufsuchte4 ,endlich ist seit ,brentanos ,psychologie vom empirischen ,standpunkt das insbesondere von ,e4 ,husserl und ,karl ,stumpf ,erscheinungen und ,funktionen 7#aijf7 neu aufgegriffene ,problem entstanden1 ob und wie weit ,a k t e u n d ,f u n k t i o n e n eine von ,erscheinungen unabhngige variable ,natur und ,gesetzmigkeit besitzen und eine ganz neue ,richtung der ,psychologie1 die sogenannte ,aktpsychologie1 hat sich an diese ,arbeiten angeschlossen4 ,t4 ,konstantin ,oesterreich hat sich in seinem grundlegenden ,werke zur ,phnomenologie des ,ich ihr angeschlossen4 ,es gibt nach meiner ,meinung kein wichtigeres und dringlicheres ,desiderat fr die knftige ,philosophie und ,psychologie als eine eingehende philosophische ,durchleuchtung der durch die ,resultate der verschiedenen psychologischen ,diszipline gewonnenen ,tatsachenerkenntnisse4 ,der ,verfasser hat es sich mit zu einer ,hauptaufgabe gesetzt1 in einer ,arbeit1 die er unter der ,feder hat1 diese ,dinge zu frdern4 ,endlich verdienen auch neue ,z w e i g e1 die in den letzten ,jahren aus der ,psychologie hervorgewachsen sind1 genaue philosophische ,beachtung4 ,so die ,pathopsychologie1 die durch den ,krieg 7,kopfschsse und ,gehirnverletzungen7 mchtig gefrdert wurde1 die neuere ,tierpsychologie1 die von ,w4 ,stern angebahnte differentielle ,psychologie1 die zukunftsreiche ,entwicklungspsychologie ,krgers1 nicht minder auch die ,religionspsychologie und die erst neuerdings besonders von ,oesterreich1 ,dessoir1 ,driesch endlich auch in ,deutschland aufgegriffenen ,tatsachen und ,probleme der ,parapsychologie1 d4 h4 der ,psychologie der sogenannten okkulten ,phnomene 7siehe dazu besonders ,oesterreich3 ,probleme der ,parapsychologie und sein ,buch ber ,besessenheit1 ferner ,max ,dessoir3 ,das ,jenseits der ,seele74 ,die ,forscher1 die sich gegenwrtig in der ,richtung auf eine philosophische ,durcharbeitung des neuen mchtig angewachsenen psychologischen ,erkenntnismaterials bewegen1 sind vor allem ,e4 ,husserl1 ,w4 ,stern1 ,e4 ,jaensch1 ,wertheimer1 ,khler1 ,grnbaum1 ,lindworsky1 ,scheler1 ,driesch1 ,selz1 ,kronfeld1 ,koffka1 ,th4 ,haering4 ,wir sind berzeugt1 da auf diesem ,wege sich eine weit tiefer gehende1 freilich auch erheblich kompliziertere abschlieende ,theorie ber den ,z u s a m m e n h a n g v o n ,l e i b u n d ,s e e l e ergeben wird1 als es durch die leeren ,prinzipienstreitigkeiten der ,vergangenheit ber ,wechselwirkung und ,parallelismus je der ,fall sein konnte4 ,schon jetzt scheiden sich meines ,erachtens drei nicht weiter aufeinander zurckfhrbare ,gruppen von ,verknpfungsarten und ,gesetzen geistig psychischer ,geschehnisse 7resp4 ,akte73 #a4 die mechanisch assoziativen1 #b4 die biopsychischen1 bei denen es allein konkrete zielmige ,ganzkausalitt gibt1 #c4 die poetischen ,intentionalgesetzlichkeiten1 denen berall parallele ,gegenstands-7resp4 ,wert-7 gesetzlichkeiten entsprechen4 ,wenden wir uns nun den jngsten ,schichten der gegenwrtigen ,philosophie1 die zum grten ,teil erst im #bj4 ,jahrhundert ihren ,ursprung haben oder doch in ihm ihre strkere ,auswirkung fanden1 zu1 so sind es weniger geschlossene ,s c h u l e n als einzelne ,persnlichkeiten1 welche der ,philosophie die ,richtung auf einen neuen ,sachkontakt und gleichzeitig auf den ,wiederaufbau der ,metaphysik gegeben haben4 ,einen bergang zu dieser neuen ,artung von ,philosophie bildet ,wilhelm ,dilhey 7#ahcc-aiab7 und die ,forschergruppe1 die von ihm ausgegangen ist4 ,dilthey selbst war zeit seines ,wirkens von geschichtlichen und philosophischen ,interessen gleichzeitig bewegt4 ,eine in manchen ,zgen dem romantischen ,geistestypus verwandte1 ungemein reiche1 zarte1 genialische1 aber auch problematische ,natur 7selten schlo er ein ,werk ganz ab71 schttelte er in seiner ,entwicklung nur langsam und nie vollstndig die ,ketten des historischen ,relativismus von sich ab4 ,aber was er in seinen stets tiefdringenden1 gelehrten und vor hellen intuitiver ,erkenntnisgesichten erfllten ,abhandlungen gab1 das trug1 gleichgltig1 ob er sein ,grundproblem1 die ,kritik der historischen ,vernunft1 ob er philosophiegeschichtliche oder literatur- und kunstwissenschaftliche oder philosophiesystematische ,probleme behandelt1 stets reiche ,frucht4 ,auf sein bereits der ,geschichte angehriges ,werk1 das jetzt in seinen noch nicht ganz herausgegebenen gesammelten ,schriften vorliegt1 kann hier nicht eingegangen werden4 ,alle heutigen ,versuche1 eine verstehende ,psychologie aufzubauen 7,jaspers1 ,spranger1 ,scheler1 ,nohl1 ,schmied-,kowarcik und auch die hierhergehrigen ,versuche der jngeren ,phnomenologen71 wren ohne seine ,wirksamkeit undenkbar gewesen4 ,in seinem ,versuche1 die ,erkenntnistheorie von der ,totalitt des menschlichen ,wesens her1 nicht nur von dem verdnnten ,saft bloer ,denkttigkeit aus aufzubauen und 7hierin den ,positivisten hnlich7 die ,erkenntnistheorie eng zu verbinden mit einer historischen ,phasen- und einer ,typenlehre der menschlichen ,erkenntnis- und der philosophisch-metaphysischen ,weltanschauungsformen1 hat er in ,frischeisen-,khler seinen ,hauptschler gefunden4 ,sein ,interesse an der ,typologie der geistigen ,g e s t a l t e n des ,menschentums1 das er in zahlreichen ,aufstzen bekundet hat1 und seine ,ideen auf diesem ,gebiet haben besonders ,eduard ,spranger stark angeregt4 ,sprangers jetzt in zweiter erheblich erweiterter ,auflage erschienenes ,buch ber ,lebensformen 7#aiba7 ist eine der reichsten und feinsinnigsten ,abhandlungen verstehender ,psychologie und zugleich typologischer angewandter ,ethik1 die wir auf diesem ,gebiete besitzen4 ,g4 ,wisch hat in seiner ,geschichte der ,selbstbiographie1 die freilich noch unvollendet ist1 ein ,problem ergriffen1 das fr die ,frage der ,abhngigkeit der ,selbstauffassung des ,menschen von seiner geschichtlichen ,umwelt und den in ihr herrschenden ,wertstrukturen von groer ,bedeutung ist4 ,h4 ,nohl hat ,diltheys ,ideen ber die ,weltanschauungstypen in der ,philosophie1 der dauernde ,typenunterschiede des ,menschentums entsprechen sollen und die in der ,geschichte sich gleichsam mit nur immer neuem ,erkenntnisstoff1 der wachsenden ,menschenerfahrung gem1 ausfllen1 mit ,glck auf das ,gebiet des ,studiums der knstlerischen ,darstellungsformen bertragen4 ,der ,metaphysik gegenber verhielt sich ,dilthey bis zu seinem ,lebensende skeptisch4 ,er hielt sie im ,gegensatz zur positiven ,wissenschaft und zum religisen ,bewutsein fr eine nur historische ,kategorie1 die einmal vllig aus der ,geschichte ausscheiden werde4 ,das vor allem macht gleichzeitig seine ,verwandtschaft und seinen ,gegensatz zum ,positivismus aus1 dessen geschichtsmethodische und philosophische ,anschauungen er mit den deutschen1 aus der ,romantik entsprungenen ,geschichtsauffassungen eigenartig zu verknpfen suchte 7siehe besonders ,der ,aufbau der geschichtlichen ,welt in den ,geisteswissenschaften1 #aiaj74 ,allen seinen ,schlern wute er mehr zu vermitteln als bloe ,lehre -- auch etwas von seiner eigenen bedeutenden geistigen ,form und ,gestalt4 ,obgleich ihm ,genauigkeit und ,strenge in der ,erkenntnistheorie fehlte1 wie berhaupt eine letzte klare ,basis fr seine rein philosophischen ,bestrebungen1 hat er die ,theorie der ,geisteswissenschaften doch ungleich mehr befruchtet als die ,sdwestdeutsche ,schule4 ,schon durch seine andersgeartete ,problemstellung1 die nicht ,logik der ,geisteswissenschaften 7es gibt nur e i n e ,logik71 sondern die materialspendenden ,quellen des historischen ,denkens1 d4 h4 die verschiedenen ,stufen und ,arten des ,v e r s t e h e n s fremden ,erlebens1 in den ,mittelpunkt der ,untersuchung gerckt hat1 ist sein ,unternehmen dem der ,badischen ,schule weit berlegen4 ,die bedeutsamste und wirksamste philosophische ,bewegung der ,gegenwart ist von der ,jahrhundertwende ab in der sogenannten ,p h n o m e n o l o g i e aufgetreten4 ,das ,wort darf vor allem nicht mit dem sogenannten ,phnomenalismus 7d4 h4 der ,lehre z4 ,b4 ,kants1 da wir nur ,erscheinungen1 nicht die ,dinge selbst erkennen7 in ,beziehung gebracht werden4 ,nicht der ,gegensatz von ,wesen und ,erscheinung1 sondern der schon in der ,scholastik als grundlegend erkannte ,gegensatz von existentia und essentia4 ,wesen und ,dasein beherrscht das ,denken dieser ,forschergruppe2 ferner deutet das ,wort ,phnomenologie an1 da es sich bei der ,aufsuchung der in der ,welt realisierten ,wesenheiten 7essentiae7 vor allem um unmittelbar anschaulichen ,a u f w e i s handeln soll4 ,den ,ausgangspunkt fr diese ,bewegung1 die sich freilich in ihrem schwer durchschaubaren und auch aus ,raummangel nicht zu schildernden ,ablauf von beraus verschiedenen geschichtlichen ,einflssen genhrt hat1 bildete das ,werk ,edmund ,husserls ,logische ,untersuchungen1 #b ,bnde 7#b4 ,aufl4 #aiba74 ,der erste ,band dieses beraus wirksamen ,werkes galt einer ,neubegrndung der ,logik4 ,jede ,art von ,empirismus1 ,psychologismus1 ,relativismus1 ,anthropologismus1 ,subjektivismus1 den die herkmmliche ,logik in sich aufgenommen hatte1 wurde bis in seine letzten ,schlupfwinkel verfolgt und aus der ,logik zu entfernen versucht4 ,die logischen ,wahrheiten sind nach ,husserl streng evidente ,gegenstandswahrheiten1 die von aller ,konstitution und etwaiger ,vernderung der menschlichen ,natur u n a b h n g i g sind4 ,so war es vor allem der siegreiche ,kampf gegen den bei ,j4 ,st4 ,mill1 ,sigwart1 ,erdmann1 ,wundt und auch bei der sogenannten normativen ,logik noch vorliegenden ,psychologismus1 dem das ,werk seine groe ,wirksamkeit verdankte4 ,obgleich dieser ,band an erster ,stelle reine ,sachuntersuchung ist1 hat er doch historische ,anknpfungspunkte2 sie liegen1 wie ,grabmann gezeigt hat1 schon in der ,scholastik1 soweit sie die platonisierende ,richtung einhlt 7z4 ,b4 bei ,bonaventura74 ,ferner haben ,leibniz und sein spter bis zu ,husserls ,wiederentdeckung vllig unbekannter ,schler1 der groe ,logiker und fruchtbare ,mathematiker ,bolzano1 der den ,urteilsakt und den ,satz ,ansich als ideale ,seinseinheit unterschied1 ferner auch ,lotze in seinem ,logikkapitel ber die ,platonische ,ideenlehre und ,herbart in seinen logischen ,bestrebungen analoge ,ideen ausgesprochen4 ,die vollstndige ,vernachlssigung1 ja der prinzipielle ,ausschlu der ,aktseite der ,denkgebilde1 und die im #a4 ,band herrschende ,vorstellung1 es knne unser ,denken ohne ,schaden fr die ,logik sogar etwa rein assoziationspsychologisch verstanden werden1 lt sich freilich n i c h t durchfhren4 ,husserl selbst hat schon in seinem zweiten ,bande diese ,auffassung im ,grunde stillschweigend zurckgenommen4 ,erst der zweite ,band des ,werkes brachte ,untersuchungen1 die in die ,richtung der spteren ,phnomenologie gefhrt haben1 die indes hier noch mit deskriptiver ,psychologie des ,denkers identifiziert wird4 ,die zwei wichtigsten ,bestandteile dieses zweiten ,bandes bestehen in der ausgezeichneten und strengen ,widerlegung aller seit ,locke1 ,hume und ,berkeley von einem groen ,teil der modernen ,philosophie bis zur ,gegenwart fast wie selbstverstndlich aufgenommenen nominalistischen ,bedeutungs- und ,begriffstheorie und in der sechsten ,untersuchung1 betitelt ,elemente einer phnomenologischen ,aufklrung der ,erkenntnis1 die in ihrem zweiten ,abschnitt den wichtigsten ,begriffsgegensatz der sinnlichen und kategorialen ,anschauung einfhrt1 der nach meiner ,meinungen u n m i t t e l b a r s t e n ,ausgangspunkt fr die ,entstehung der ,phnomenologie gebildet hat4 ,als der ,verfasser im ,jahre #aija in einer ,gesellschaft1 die ,h4 ,vaihinger in ,halle den ,mitarbeitern der ,kantstudien gegeben hatte1 ,husserl zum erstenmal persnlich kennenlernte1 entspann sich ein philosophisches ,gesprch1 das den ,begriff der ,anschauung und ,wahrnehmung betraf4 ,der ,verfasser1 unbefriedigt von der kantischen ,philosophie1 der er bis dahin nahestand 7er hatte eben schon ein halbgedrucktes ,werk ber ,logik aus diesem ,grunde aus dem ,druck zurckgezogen71 war zur berzeugung gekommen1 da der ,gehalt des unserer ,anschauung ,gegebenen ursprnglich weit reicher sei als das1 was durch sinnliche ,bestnde1 ihre genetischen ,derivate und logische ,einheitsformen an diesem ,gehalt deckbar sei4 ,als er diese ,meinung ,husserl gegenber uerte und bemerkte1 er sehe in dieser ,einsicht ein neues fruchtbares ,prinzip fr den ,aufbau der theoretischen ,philosophie1 bemerkte ,husserl sofort1 da auch er in seinem neuen1 demnchst erscheinenden ,werke ber die ,logik eine analoge ,erweiterung des ,anschauungsbegriffes auf die sogenannte kategoriale ,anschauung vorgenommen habe4 ,von diesem ,augenblick an rhrte die geistige ,verbindung her1 die in ,zukunft zwischen ,husserl und dem ,verfasser bestand und fr den ,verfasser so ungemein fruchtbar geworden ist4 ,einen starken ,zuwachs erfuhr die phnomenologische ,bewegung in ihrer ersten ,werdezeit dadurch1 da der ausgezeichnete und scharfsinnige ,mnchener ,psychologe ,th4 ,lipps durch die ,einwirkung der ,logischen ,untersuchungen einen weitgehenden ,umschwung seines ganzen ,denkens erfuhr1 der sich in seinen letzten ,arbeiten klar kundtat4 ,diesen ,umschwung machten seine hervorragendsten ,schler ,m4 ,geiger1 ,a4 ,reinach1 ,pfnder und die ihnen nahestehenden jngeren ,forscher nicht nur mit1 sondern sie schlossen sich1 ber ,lipps berhaupt hinausgehend1 den ,husserlschen ,positionen weitgehend an4 ,so kam es schlielich zur ,errichtung einer ,sammelstelle fr die phnomenologische ,forschungsrichtung im ,jahrbuch fr ,philosophie und phnomenologische ,forschung1 von dem bisher fnf ,bnde bei ,niemeyer in ,halle erschienen sind4 ,die ,phnomenologie ist weniger eine abgegrenzte ,wissenschaft als eine neue philosophische ,e i n s t e l l u n g1 mehr eine neue ,t e c h n e d e s s c h a u e n d e n ,b e w u t s e i n s als eine bestimmte ,methode des ,denkens4 ,nur so wird es verstndlich1 da die phnomenologische ,bewegung nicht im selben ,sinne die ,einheit einer ,s c h u l e hervorgebracht hat1 wie etwa die frher behandelten ,kantschulen solche darstellen4 ,aus dem gleichen ,grunde kann ,phnomenologie nicht im selben ,sinne als objektiver ,wissensgehalt g e l e h r t werden1 wie die ,gedanken dieser ,schulen4 ,nur durch fortgesetzte b u n g dieser ,bewutseinshaltung ist es mglich1 in die ,ergebnisse der ,phnomenologie tiefer einzudringen und selbst in ihr fortzuschreiten4 ,aus demselben ,grund gehen auch die einzelnen1 von ,husserl angeregten ,forscher und ,forschergruppen in den ,r e s u l t a t e n viel weiter auseinander als die ,angehrigen jener genannten ,schulen1 ohne doch darum ihre fhlbare ,einheit1 die eben in jener gemeinsamen neuen ,b e w u t s e i n s h a l t u n g liegt1 verlieren zu mssen4 ,husserl selbst spricht1 diese ,bewutseinshaltung charakterisierend1 von einer phnomenologischen ,reduktion2 sie besteht darin1 da auf der ,gegenstandsseite aller mglichen ,gegenstnde 7physischer1 psychischer1 mathematischer1 vitaler1 geisteswissenschaftlicher ,gegenstnde7 von dem zuflligen h i c e t n u n c ,d a s e i n d e r ,g e g e n s t n d e abgesehen und auf ihr pures ,w a s1 das heit ihr ,w e s e n hingeblickt wird2 da ferner analog der den ,gegenstand erfassende intentionale ,akt1 aus dem psychophysischen ,lebenszusammenhang des individuellen ,menschen1 der ihn vollzieht1 gleichsam herausgelst und gleichfalls nur nach seiner essentiellen ,wasbestimmtheit charakterisiert wird4 ,diesen wesenserfassenden ,akt1 den unser geistiges ,bewutsein von ,etwas vollzieht1 nennt ,husserl ,wesenschau und behauptet1 da alle mglichen ,theorien ber das positive ,wirkliche in solchen ,wesenseinsichten und in ,einsichten in solche ,notwendigkeitsbeziehungen1 die im ,g e h a l t e dieser ,wesen selbst fundiert sind1 ihren letzten tragenden ,grund besen4 ,alle ,wesenseinsichten1 ob sie nun von psychischen oder von physischen oder von mathematischen ,gegenstnden handeln1 sind1 obgleich sie weder auf eingeborenen ,ideen beruhen noch 7wie nach ,kant7 bloe ,funktionsgesetzlichkeiten der geistigen ,akte1 das heit ,verstandsgesetze1 ausdrcken gegenber allem zufllig ,wirklichen objektiv a priori gltig4 ,denn was immer von dem ,wesen irgendwelcher ,gegenstandsbereiche wahr ist und gilt1 das mu auch gelten fr alle mglichen ,gegenstnde dieses ,wesens1 soweit sie der zuflligen ,daseinssphre angehren4 ,so begrndet die ,phnomenologie einen n e u a r t i g e n ,a p r i o r i s m u s1 der nicht nur die rein formalen ,stze der ,logik und der ,axiologie in ihren verschiedenen ,unterdisziplinen 7,ethik1 sthetik usw47 umfat1 sondern auch materiale ,ontologien entwickelt4 ,die ,sphre des apriorischen ,wissens ist also in der ,phnomenologie unvergleichlich reicher als im formalen ,apriorismus ,kants4 ,auch darin unterscheidet sich die ,phnomenologie von ,kants ,lehre1 da sie das proton pseudos ,kants verwirft1 es msse alles1 was an ,gegebenem n i c h t sensuell sei1 erst durch eine hypothetisch angenommene1 synthetische konstruierende ,ttigkeit des ,verstandes oder des ,anschauens in den ,erfahrungsgegenstand hineingekommen sein4 ,sie sucht das ,gegebene berall mglichst s c h l i c h t1 v o r u r t e i l s l o s und r e i n in mglichst dichte ,anschauungsnhe zu bringen1 um es dann durch phnomenologische ,reduktion in sein ,w e s e n zu erheben4 ,das ,apriori hat hier also keinen f u n k t i o n e l l e n ,s i n n mehr4 7,freilich schwankt ,husserl in seiner letzten ,schrift ,ideen zu einer phnomenologischen ,philosophie wieder ber diesen fundamentalen ,punkt47 ,das ,apriori ist1 wie auch eine seiner ,unterarten die kategorialen ,formen1 vielmehr ,gegenstandsbestimmtheit1 die von u n s e r e n ,begriffen vom ,apriori nicht genau zu unterscheiden ist4 ,ferner stellt das ,apriori nicht mehr ein geschlossenes ,s y st e m von ,einsichten dar1 die sich voneinander herleiten lieen1 sondern kann im ,laufe der ,entwicklung des ,wissens immer neu vermehrt werden4 ,auch der ,gegensatz von ,erfahrung und ,denken1 um den die groen ,richtungen der neuzeitlichen ,philosophie1 ,rationalismus und ,empirismus1 kreisen1 ist hier von der ,schwelle der ,philosophie abgewiesen4 ,mit ,recht hat ,husserl immer wieder hervorgehoben1 da die ,phnomenologie nicht nur die ,einlsung sei alles ,wahren1 was die kontinentale rationalistische ,richtung der ,philosophie uns gegeben hat1 sondern auch in gewissem ,sinne die ,einlsung aller ,ansprche des ,positivismus4 ,auch das1 was a priori evident ist1 verdankt einem e r f a h r e n d e n 7die ,phnomenologie sagt hier schauenden71 nicht einem schaffenden1 formenden1 konstruierendem ,verhalten des ,subjektes seine ,erkenntnis1 nur mit d e m ,unterschied von aller ,erkenntnis zuflliger 7hic et nunc7 ,wirklichkeiten1 da das ,ergebnis schauender ,erfahrung durch die ,q u a n t i t t der ,flle1 an denen ,erfahrung sich vollzieht1 nicht modifiziert werden kann4 ,nicht daher dem ,erfahren berhaupt1 sondern nur der ,methode der ,b e o b a c h t u n g und der i n d u k t i v e n ,v e r a l l g e m e i n e r u n g an beobachtenden ,fllen steht das phnomenologische ,erfahren und ,schauen gegenber4 ,auch die ,phnomenologie setzt so der ,philosophie die ,aufgabe1 fr alle ihre ,disziplinen die a p r i o r i s c h e n ,w e s e n s - u n d ,i d e e n s t r u k t u r e n1 die als objektiver ,logos die gesamte ,weltwirklichkeit durchflechten und 7im ,sinne der ,gltigkeit7 beherrschen1 aufzudecken und alle positiven ,wissenschaften und ihre materialen ,seinsbereiche in dieser ,struktur gemeinsam zu verwurzeln4 ,sie kann1 geschichtlich gesehen1 auch als eine ,erneuerung eines i n t u i t i v e n ,p l a t o n i s m u s angesehen werden1 freilich mit vollstndiger ,beseitigung der platonischen ,ideenverdinglichung und aller mythischen ,beistze4 ,und es ist wohl verstndlich1 da von dieser ihrer ,eigenart her die ,phnomenologie neuerdings auch mit der gesamten p l a t o n i s c h - a u g u s t i n i s c h e n ,philosophie der patristischen und frhmittelalterlichen ,philosophie1 zum ,teil aber auch mit dem ,aristotelismus1 strkere ,fhlung genommen hat4 ,freilich gehen in der ,beantwortung sehr wesentlicher philosophischer ,fragen und nicht weniger in der ,auffassung und ,methode der ,phnomenologie selbst die ihr nahestehenden ,forscher oft weit auseinander4 ,abgesehen von den ,weltanschauungsgegenstzen unter den ,phnomenologen1 der zum ,teil in verschiedenen religisen ,auffassungen gegrndet ist1 treffen wir z4 ,b4 eine mehr systematisch gerichtete und eine mehr auf ,einzeluntersuchungen gerichtete ,tendenz in der ,phnomenologie4 ,so wertvoll viele dieser ,einzeluntersuchungen sind 7besonders diejenigen ,alexander ,pfnders71 so mu sich die ,phnomenologie doch hten1 zu dem zu werden1 was ich andernorts ,bilderbuchphnomenologie genannt habe2 ferner bestehen ,gegenstze in der ,auffassung jener1 die1 wie einst ,husserl selbst1 die ,phnomenologie der beschreibenden ,psychologie zu nahe rcken 7z4 ,b4 ,jaspers1 ,katz und ,andere7 oder hier doch nur ihre ,fruchtbarkeit sehen wollen und jenen1 die sie vor allem als a p r i o r i s c h e ,w e s e n s e r k e n n t n i s irgendwelcher -- auch nicht bewutseinimmanenter -- ,gegenstnde auffassen4 ,am tiefsten aber ist der ,gegensatz unter den ,phnomenologen in den erkenntnistheoretischen ,fragen4 ,er ist dadurch besonders gesteigert worden1 da ,e4 ,husserl in seinem letzten ,werk ber ,ideen usw4 sich dem erkenntnistheoretischen ,idealismus ,berkeleys und ,kants1 sowie der ,ichlehre ,natorps wieder bedeutend genhert hat und die ,phnomenologie nur als ,wesenslehre von den ,b e w u t s e i n s s t r u k t u r e n 7die durch zufllige ,erfahrungen unwandelbar sind7 auffat2 gleichzeitig aber1 hnlich wie ,kant1 diese ,bewutseinsstrukturen zu ,voraussetzungen auch der ,gegenstnde der ,erfahrung selber macht4 ,auch ihm werden so die ,gesetze der ,erfahrung der ,gegenstnde zugleich ,gesetze der ,gegenstnde aller mglichen ,erfahrung 7kopernikanische ,wendung ,kants74 ,diese eigenartige ,wendung ,husserls1 nach der auch bei ,aufhebung aller ,dinge ein a b s o l u t e s ,b e w u t s e i n erhalten bliebe1 ist fast von allen den von ihm angeregten ,forschern a b g e l e h n t worden und sie ist zugleich ein ,haupthindernis fr den ,aufbau einer ,metaphysik auf wesenstheoretischer ,basis4 ,die ,einwirkung der ,phnomenologie auf die ,philosophie der ,gegenwart erstreckt sich auf alle philosophischen ,disziplinen4 ,auf ,ethik1 ,wertlehre1 ,religionsphilosophie und verstehende ,psychologie hat die phnomenologische ,einstellung in seinen ,forschungen auch der ,verfasser angewandt 7siehe ,der ,formalismus in der ,ethik1 ,phnomenologie der ,sympathiegefhle1 ,abhandlungen und ,aufstze1 ,vom ,ewigen im ,menschen72 nach der ,seite der ,philosophie der ,mathematik und der ,grundlegung der sthetik ,moritz ,geiger 7siehe ,jahrbucharbeiten72 nach der psychologischen und logischen ,seite ,alexander ,pfnder 7siehe gleichfalls ,jahrbuch72 nach der erkenntnistheoretischen und rechtsphilosophischen ,adolf ,reinach1 ein beraus tiefgrndiger und zukunftsreicher ,forscher1 der zum ,schaden fr die deutsche ,wissenschaft im ,kriege gefallen ist4 7s4 seine eben jetzt bei ,niemeyer in ,halle erschienenen1 in einem ,band zusammengefaten ,abhandlungen74 ,aber weit ber diesen lteren und engeren ,forscherkreis hinaus hat die ,phnomenologie nicht nur eine ,anzahl hchst zukunftsreicher jngerer ,forscher in ihren ,reihen 7hier seien nur ,d4 von ,hildebrand1 ,heidegger1 ,frau ,connad-,martius1 ,a4 ,koyr1 ,w4 ,schapp1 ,leyendecker1 ,e4 ,stein genannt71 sondern hat weit darber hinaus auch auf die gesamte ,wissenschaft unserer ,zeit stark eingewirkt4 ,aus der ,sdwestdeutschen ,schule hatte sich ihr ,e4 ,lask1 von ,marburg her hat sich ihr ,n4 ,hartmann genhert4 ,brunswigg hat1 von ihr ausgehend1 ein wertvolles ,buch ber ,psychologie der ,relationen und eine fr die ,kantkritik wertvolle ,schrift geschrieben4 ,p4 ,f4 ,linke hat die ,phnomenologie fr die ,expenmcntalpsychologie fruchtbar zu machen gewut 7siehe ,grundfragen der ,wahrnehmungslehre1 #aiah74 ,der theoretische ,physiker und ,mathematiker ,weyl hat sein ausgezeichnetes ,buch ber die ,relativittstheorie ,einsteins gleichfalls auf phnomenologischer ,basis aufgebaut4 ,auch die ,diltheyschule hat sich ihr1 wie brigens ,dilthey kurz vor seinem ,tode selbst1 in mannigfacher ,hinsicht genhert4 ,driesch ist in seiner ,ordnungslehre weitgehend von ihr beeinflut worden2 auch auf de scholastische ,philosophie blieb sie1 wie ,geysers ,alte und neue ,wege der ,philosophie zeigen1 nicht ohne ,einflu4 ,obgleich viele fundamentale ,fragen der ,philosophie in ihr noch ungeklrt sind1 darf doch erhofft werden1 da von der ,phnomenologie aus sich allmhlich ein ,e i n h e i t s b o d e n d e r ,b e t r a c h t u n g f r d i e g a n z e ,p h i l o s o p h i e entwickelt1 von dem aus eine neue universale ,sachphilosophie1 wie wir sie anfangs forderten1 sich entfalten kann4 ,in ,oesterreich kommt die ,brentanoschule 7,marty1 ,hfler1 ,meinong7 aus eigenen ,antrieben einigen der phnomenologischen ,tendenzen weitgehend entgegen4 ,marty1 der ,brentano am nchsten steht1 ist vor wenigen ,jahren gestorben2 sein hchst wertvoller ,nachla1 besonders seine ausgedehnten ,untersuchungen zur ,sprachphilosophie und eine die ,probleme von ,raum und ,zeit betreffende ,arbeit ist vor kurzem bei ,niemeyer 7,halle7 erschienen4 ,meinong1 dessen geistige ,entwicklung und ,leistung am besten durch sein im ,buch die deutsche ,philosophie der ,gegenwart in ,selbstdarstellungen gegebene1 sehr schn geratene und jetzt nach seinem ,tode besonders wertvolle ,selbstdarstellung kund wird1 hat in seiner neubegrndeten ,gegenstandstheorie gleichfalls das ,ideal einer daseinsfreien aprioristischen ,gegenstandserkenntnis entworfen1 die seine ,schler1 besonders ,mally1 weiter ausgebaut haben4 ,der ,unterschied der ,gegenstandstheorie von der ,phnomenologie bleibt gleichwohl tiefgehend4 ,der ,gegenstandstheorie fehlt vor allem der i n t u i t i v e ,c h a r a k t e r der ,phnomenologie4 ,in seinem letzterschienenen ,buche ber ,emotionale ,prsentation hat sich ,meinong in der in diesem ,buche neu behandelten ,theorie der ,werte und ,wertungen dem ,standpunkt erheblich genhert1 den der ,verfasser in seiner ,ethik vertreten hat4 ,groe ,verwandtschaft1 besonders mit der erkenntnistheoretischen realistisch gerichteten ,phnomenologie weist ferner das ,werk eines ,mannes auf1 der1 viel zu wenig beachtet1 einer der grndlichsten und originellsten ,denker unter den gegenwrtigen ,philosophen darstellt4 ,ich meine ,johannes ,rehmke1 der in seiner ,grundwissenschaft in seiner ,logik und in seiner ,psychologie gleichfalls von dem als gegeben ,gehabten ausgeht und eine ,ontologie des ,gegebenen und seiner ,grundformen zur ,basis aller theoretischen ,philosophie macht 7siehe auch seine ,selbstdarstellung in dem obengenannten ,werke74 ,freilich blieb ,rehmkes ,einflu bisher auf kleine ,kreise beschrnkt1 so da sie die ,wrdigung1 die sie verdient1 noch lange nicht gefunden hat4 ,unter den selbstndigen ,einzelpersnlichkeiten1 die in der gegenwrtigen ,philosophie hervorragen1 sind besonders als ,w i e d e r e r w e c k e r d e r ,m e t a p h y s i k vier ,namen zu nennen3 ,w4 ,stern1 ,h4 ,driesch1 ,h4 ,schwarz und ,e4 ,becher4 ,alle ,wiedererwecker der ,metaphysik sind erkenntnistheoretische ,realisten2 alle wollen sie keine ,metaphysik aus reinen ,begriffen 7,kant71 sondern eine ,metaphysik1 die auf dem ,boden der ,erfahrungswissenschaft ruht1 aber gleichzeitig in einer apriorischen ,bedeutungslehre ein ,sprungbrett besitzt1 um mit ,hilfe der ,methode der ,analogie ber das direkt und indirekt ,erfahrbare der positiven ,wissenschaften noch hinauszugehen4 ,die ,richtung der modernen metaphysischen ,versuche geht im allgemeinen auf eine ,neubegrndung des ,t h e i s m u s hinaus4 ,ohne bewute historische ,anknpfung nhert sich die ,metaphysik so der deutschen ,theistenschule der #ej;er und #fj;er ,jahre 7,weie1 ,ulrici1 ,h4 ,fichte1 ,lotze74 ,so gehren ,klpe1 ,h4 ,schwarz1 ,brentano1 ,ehrenfels1 ,scheler1 ,driesch1 ,oesterreich1 ,becher1 ,jellinek1 ,stern unter den ,vertretern der modernen ,metaphysik der theistischen ,gedankenrichtung an1 wie verschieden sie auch je ihren ,theismus und ,personalismus begrnden4 ,es ist also ein besonderes ,merkmal der gegenwrtigen ,metaphysik1 da sie im scharfen ,gegensatz zur ,metaphysik der klassischen ,epoche 7noch mit ,einschlu ,e4 von ,hartmanns7 auffllig u n p a n t h e i s t i s c h und stark p e r s o n a l i s t i s c h ist4 ,ich habe a4a4,o4 7siehe ,vom ,ewigen im ,menschen1 ,band #a7 gezeigt1 wie der moderne ,pantheismus sich einmal durch die ,entwicklung vom akosmistischen zum naturalistischen ,pantheismus 7,hegel bis zum modernen ,modernismus71 sodann durch ,aufnahme immer neuer i r r a t i o n a l e r ,faktoren in den ,weltgrund 7,schelling1 ,schopenhauer1 von ,hartmann1 ,bergson7 in immer grerem ,mae selbst zersetzt hat4 ,auch ist es wohl begreiflich1 da in einer so chaotischen und leidenden ,zeit wie der unsrigen der ,pantheismus 7im ,grunde eine ,denkweise harmonisierend gerichteter synthetischer und abschlieender ,kulturzeitalter7 keinerlei s e e l i s c h e ,a t m o s p h r e besitzt4 ,eine dritte ,tendenz der modernen ,metaphysik ist die ,aufnahme der biologischen ,grundfragen in das ,zentrum der metaphysischen ,probleme und eine gewisse1 nach meiner ,meinung zu starke ,neigung1 die metaphysischen ,fragen besonders von dieser ,seite her zu lsen 7,bergson1 ,driesch1 ,stern74 ,neben dem ,gottesproblem ist von der modernen ,metaphysik auch die ,seelenfrage und das ,problem der ,willensfreiheit eingehender behandelt worden4 ,auch in der ,seelenfrage hat die theistische und antipantheistische ,auffassung der ,seele als selbstndiger1 ttiger ,substanz wieder greren ,anhang erhalten 7,stern1 ,driesch1 ,oesterreich1 ,klpe1 ,scheler1 ,becher74 ,vor allem aber ist die tiefgehende ,wandlung des modernen metaphysischen ,denkens an der ,stellungnahme fhrender ,forscher zum ,problem der ,willensfreiheit kenntlich4 ,whrend vor etwa zehn ,jahren die mannigfachen ,formen des ,determinismus in fast ausschlielicher ,herrschaft standen1 treten gegenwrtig eine groe ,reihe bedeutender ,forscher fr die ,lehre von der ,f r e i h e i t d e s m e n s c h l i c h e n ,willens ein4 ,es seien hier genannt ,james1 ,bergson1 ,k4 ,jol1 dem wir ein besonders tiefgehendes ,buch ber die ,frage verdanken1 ,driesch1 ,h4 ,mnsterberg1 ,scheler1 ,n4 ,ach1 der in seinem ,buche ,der ,wille und das ,temperament mit am meisten getan hat1 um die ,willenstatsachen experimentell-psychologisch zu erklren1 steht gleichfalls der ,lehre vom freien ,willen nahe4 ,unter den genannten ,metaphysikern1 die diese allgemeine ,richtung einhalten1 drfte ,stern1 ,becher und ,driesch die grte ,bedeutung zukommen4 ,william ,stern1 dessen ,hauptwerk ,person und ,sache noch unvollendet ist1 versucht den ,begriff der ,person als ein psychophysisch indifferentes1 zielttiges ,aktionszentrum zur ,grundlage der ,metaphysik zu machen -- eine ,auffassung1 die manches mit der ,personlehre des ,verfassers1 wie er sie in seinem ,buche ber ,ethik entwickelt hat1 gemeinsam hat1 in anderer ,richtung aber an ,driesch und von ,hartmanns konkreten ,monismus erinnert4 ,das wertvolle ,buch ,sterns enthlt auch eine sehr beachtenswerte ,auseinandersetzung mit der passivistischen und mechanistischen ,biologie und der gleichsinnigen ,assoziationspsychologie1 die einer scharfsinnigen und weittragenden ,kritik unterworfen werden4 ,sterns teleomechanischer ,parallelismus der alle formalmechanischen ,beziehungen im ,universum nur als ,m i t t e l s y s t e m e fr zweckttige unbewute ,akte und ,krfte fat1 in denen sich eine ,hierarchie zweckttiger ,personen verschiedener ,seins- und ,wertstufen immanent auswirken1 ist ein sehr beachtenswerter ,gedanke4 ,freilich erscheint uns ,sterns ,vorgehen bislang noch zu dogmatisch1 auch ist bei ,stern bersehen der ,wesensunterschied von ,geist und ,leben1 der hier in einen blo graduellen ,unterschied aufgelst wird4 ,erich ,becher1 der von der ,naturphilosophie herkommt1 ragt hervor durch seine wertvollen naturwissenschaftlich-synthetischen ,arbeiten 7siehe seine ,naturphilosophie in ,hinnebergs ,kultur der ,gegenwart71 die allerdings eines selbstndigen philosophischen ,ausgangspunktes ermangeln und noch zu sehr der ,methode des ,positivismus huldigen1 naturwissenschaftliche ,resultate blo nachtrglich in eine ,synthese zu bringen4 ,in seinem ,werk ber ,gehirn und ,seele und vor allem in seinem ,buche ber ,die fremddienliche ,zweckdienlichkeit in der ,natur 7die er an den ,gallenbildungen erlutert7 hat er die ,anfnge einer ,metaphysik entwickelt4 ,sie gewinnt ihren ,abschlu in der ,annahme eines berindividuellen ,psychischen1 das die ,erfahrungen und funktionellen ,anpassungen des ,organismus whrend seines ,lebens verwertet und alle jene ,erscheinungen verstndlich machen soll1 die auf eine ,e i n h e i t des organischen ,lebens in allen ,arten und ,gattungen hinweisen 7neben der fremddienlichen ,zweckdienlichkeit1 hnlichkeit von ,organbildungen bei stammesgeschichtlicher weitgehender ,verschiedenheit1 ,tatsachen der ,sympathie1 ,erklrung all derjenigen ,entwicklungserscheinungen1 die weder lamarckianistisch1 n o c h darwinistisch erklrbar sind1 ,erblichkeit funktionell erworbener ,eigenschaften1 die gleichwohl vom ,i n d i v i d u u m als solchem nicht erworben sein knnen usw474 ,zu einem noch selbstndigeren1 einheitlicheren und geschlosseneren ,aufbau einer ,metaphysik1 die gegenwrtig groen ,einflu gewinnt1 ist ,hans ,driesch gelangt1 ,er hat jngst seine ,gedanken im ,aufsatz ,mein ,system und sein ,werdegang 7siehe ,philosophie der ,gegenwart in ,selbstdarstellungen1 ,band #a7 kurz zusammengefat4 ,driesch kam von der ,naturforschung aus 7,entwicklungsmechanik7 in die ,philosophie2 seine ,hauptleistung stellt auch heute noch dar seine ,philosophie des ,organischen 7die eben in zweiter ,auflage erschienen ist1 bedeutend vermehrt und erweitert71 ein ,werk1 das zweifellos die bedeutendste naturphilosophische ,leistung darstellt1 welche die deutsche gegenwrtige ,philosophie besitzt4 ,driesch versucht hier aus einer an der ,hand der modernen ,entwicklungsmechanik1 die er selbst stark frderte1 gewonnenen ,analyse der ,formbildung des ,organismus und einer ,analyse der ,handlung des ,organismus s t r e n g e ,b e w e i s e fr seinen neuartigen ,vitalismus zu erbringen4 ,bei aller ,formbildung und allen berreflexmigen ,handlungen des ,organismus msse ein ,agens ttig sein1 dem ganz bestimmte ,merkmale und eine ganz bestimmte gesetzmige ,wirksamkeit zugeschrieben werden4 ,es heit als hypothetischer ,wirkfaktor der ,handlungen ,psychoid1 als dynamischer ,wirkfaktor der ,formbildungen ,entelechie 7was indes keine strenge ,identitt mit dem aristotelischen ,entelechiebegriff bedeutet74 ,in seiner eigentlichen ,metaphysik sucht nun aber ,driesch zu zeigen1 da nicht nur das ,psychoid mit der ,entelechie in der metaphysischen ,wirklichkeitssphre identisch seien1 sondern da auch die unserem kontinuierlichen ,selbst zugrunde zu legende1 aus den passiven ,bewutseinserscheinungen erschlossene reale ,seele mit dem durch rein objektive ,naturbetrachtung gewonnenen entelechialen und psychoidealen ,faktor identisch sei4 ,diesen ,gedanken hat ,driesch besonders in seinem ,werk ,leib und ,seele1 in dem er den psychomechanischen ,parallelismus 7besonders durch eine ,mannigfaltigkeitsbetrachtung7 widerlegt1 ausgefhrt4 ,eine erkenntnistheoretische und logische ,basis fr diese ,metaphysik hat ,driesch entwickelt in seiner ,ordnungslehre und in seinem ,buch ,erkennen und ,denken2 die ,gesamtheit seiner metaphysischen ,gedanken hat er zusammengefat in seinem ,buche ber ,wirklichkeitslehre4 ,ausgehend von einem methodischen ,solipsismus1 entwickelt er in einer besonderen ,selbstbesinnungslehre zuerst ein apriorisches ,system von ,bedeutungen und d e n k m g l i c h e n ,beziehungsformen4 ,in der ,art1 wie dies geschieht1 ist er durch ,husserl und ,meinong stark beeinflut4 ,sein ,gegenstandsbegriff ist von ,meinong bernommen4 ,die ,schwche der ,driesch'schen ,metaphysik 7von ihren ,mngeln1 dem fast vollstndigen bergehen sowohl der sittlichen als der geistig historisch-gesellschaftlichen ,wirklichkeit als ,daten auch fr die ,metaphysik abgesehen7 scheint mir weniger in seinen hchst wertvollen biologischen ,positionen als in seiner ,naturphilosophie des ,anorganischen zu liegen1 in der er einem ,mechanismus1 der einem veralteten ,stande der theoretischen ,physik entspricht1 huldigt4 ,ferner kommt auch bei ihm1 hnlich wie bei ,stern1 der ,unterschied der spezifisch g e i s t i g e n ,akte und ihrer autonomen ,gesetzlichkeit gegenber dem biopsychischen ,tatsachenbereich n i c h t zu seinem ,rechte4 ,dadurch entsteht die ,gefahr eines pantheistisch gefrbten ,allvitalismus1 der durch seine neuesten ,ausfhrungen in der ,philosophie des ,organischen ber ,einheit und ,pluralitt der ,entelechien1 in denen er stark der ,einheitslehre zuneigt1 noch grer geworden ist4 ,jedoch kann bei diesem entwicklungsreichen und grozgigen ,denker ber die endgltige ,gestaltung seiner ,philosophie in diesen ,punkten noch nichts ,sicheres ausgesagt werden4 ,die unmittelbarste ,einwirkung vielleicht1 welche die groen ,weltereignisse auf den ,gang der deutschen ,philosophie ausgebt haben1 haben ohne ,zweifel an erster ,stelle die ,r e l i g i o n s p h i l o s o p h i e und die ,p h i l o s o p h i e d e r ,g e s c h i c h t e u n d ,g e s e l l s c h a f t erfat4 ,sowohl die gewaltige r e l i g i s e ,bewegung unserer ,tage wie der ,hiatus der europischen ,geschichte 7und die ,gesamtheit von ,bestrebungen zu sozialer ,neuformung7 muten auch die ,philosophie stark in ihren ,bereich ziehen4 ,religise ,bewegung und religionsphilosophisches ,denken stehen heute in strkster ,wechselwirkung4 ,auf die religisen oder gar kirchlichen ,bewegungen selbst knnen wir hier nicht eingehen 7siehe hierzu meinen ,aufsatz ber ,friede unter den ,konfessionen im ,hochland und mein ,buch ,vom ,ewigen im ,menschen1 ,band #a74 ,will man der gegenwrtigen religisen ,bewegung ein allgemeines ,merkmal zuerteilen1 so wird man vor allem von einer ,hypertrophie m y s t i s c h e r ,tendenzen in allen ,sonderarten der religisen ,bewegung und auf allen ,gebieten 7,philosophie1 ,kunst1 ,dichtung7 reden knnen4 ,diese ,bewegung umfat sowohl den katholischen und den protestantischen ,kulturkreis als jene ,kreise1 die eine neue ,religion wollen4 ,die gesamte mystische ,bewegung steht stark unter dem ,einflu des ,ostens1 so der groen russischen religisen ,denker 7,tolstoi1 ,dostojewski1 ,mereschkowski1 ,solowjew71 aber auch der indischen und chinesischen alten ,weisheitslehren 7siehe z4 ,b4 die ,wirksamkeit ,r4 ,tagores71 ,die immer strker anwachsende anthroposophische ,bewegung ,r4 ,steiners1 deren ,ideen auch die philosophisch von ,driesch stark beeinfluten1 in vieler ,hinsicht sehr wertvollen ,gedanken des physikalischen ,chemikers ,k4 ,jellinek in seinem lesenswerten ,buche ,das ,weltengeheimnis eigentmlich frben1 steht gleichfalls unter stlichem ,einflu 7z4 ,b4 ,wiederverkrperungslehre1 der auch ,h4 ,driesch nahesteht74 ,die expressionistische ,kunst der ,gegenwart1 die im ,weien ,reiter auch einen vorwiegend katholischen ,ausdruck gefunden hat1 steht gleichfalls stark unter diesen stlichen ,einflssen4 ,am befremdlichsten wirkt hierbei die mystische ,bewegung innerhalb des protestantischen ,kulturkreises1 um so mehr1 als die vorwiegende protestantische ,theologie1 besonders die ,schule ,a4 ,ritschls1 vor den ,kriege aller ,mystik uerst abhold war und in ihr berall katholisierende ,tendenzen witterte4 ,der ,ausspruch ,harnacks3 ,ein ,mystiker1 der nicht katholisch wrde1 sei ein ,dilettant ist fr die ltere ,stellung der protestantischen ,theologie in schrfstem ,gegensatz zur ,gegenwart charakteristisch4 ,sehr hufig verbindet sich die stlich gefrbte ,mystik unserer ,tage1 die man mit ,recht in eine geschichtliche ,parallele einerseits mit dem unseren ,zeitalter so hnlichen ,hellenismus der ,sptantike1 andererseits mit den ,nachwirkungen des ,dreiigjhrigen ,krieges in ,deutschland 7,auftreten des ,pietismus7 gesetzt hat1 auch mit einer stlichen ,orientierung in der ,politik 7siehe z4 ,b4 die ,schriften des ,heidelberger ,philosophen ,h4 ,ehrenberg und die ,arbeiten ,e4 ,rosenstocks74 ,es ist noch fraglich1 wie weit die ,gesamtheit dieser ,erscheinungen als bloe ,flucht der ,seele aus den ,wirren der ,zeit und wie weit sie als p o s i t i v e ,ausgangspunkte einer neuen lebendigen ,religiositt zu werten sind4 ,bisher hat das ,ganze noch einen stark chaotischen ,charakter4 ,innerhalb des katholischen ,kulturkreises1 in dem gegenwrtig eine groe geistige ,regsamkeit wahrzunehmen ist1 stellen sich die mystischen ,tendenzen noch am geformtesten dar und werden auerdem durch eine ihnen in gewissem ,sinne entgegengesetzte ,bewegung1 die von den ,benediktinern inaugurierte liturgische ,bewegung in ,schranken gehalten4 ,hier bemht man sich vor allem1 wahre und falsche ,mystik zu unterscheiden 7siehe besonders die ,aufstze von ,a4 ,mager in der ,benediktinischen ,monatschrift und im katholischen ,sonderheft der ,tat2 fr die liturgische ,bewegung siehe vor allem die vom ,abt ,j4 ,herwegen herausgegebene ,schriftenreihe ,ecclesia orans1 besonders ,r4 ,guardini3 ,vom ,geist der ,liturgie74 ,trotz des tiefen inneren ,gegensatzes der mystischen1 mehr an das ,mittelalter und die ,gotik anknpfenden ,bewegungen und der liturgischen a l t k i r c h l i c h e n ,bewegung gewinnen beide ,tendenzen eine ,art ,einigung wieder dadurch1 da manche katholischen ,denker auch in der ,philosophie und ,theologie strker an die mystischer gefrbte platonisch-augustinische ,auffassung anknpfen1 die mit den liturgischen ,bestrebungen ja auch den alt- und frhkirchlichen historischen ,grundcharakter teilen4 ,in der ,philosophie ist auf religionsphilosophischem ,boden dieser sich allenthalben wieder strker regende ,a u g u s t i n i s m u s 7freilich stark modifiziert7 auch mit der ,phnomenologie 7die1 wie bemerkt1 ja selber stark platonisch orientiert ist7 in ,verbindung getreten durch das ,werk des ,verfassers ,vom ,ewigen im ,menschen1 ,band #a1 in dem versucht wurde1 sowohl der ,metaphysik als der ,religionsphilosophie 7das letztere durch ,aufrechterhaltung eines selbstndig religisen und unmittelbaren ,faktors in der religisen ,gotteserkenntnis7 eine neue ,selbstndigkeit zu geben 7,konformittssystem von ,glauben und ,wissen74 ,auf ganz anderem philosophischen ,boden 7mit ,anknpfung an die modernen ,kantschulen7 hat ,j4 ,hessen den augustinischen ,gottesbeweis wieder zu ,ehren zu bringen versucht1 und auch ,switalsky hat ihm in seinen ,arbeiten wieder ein greres ,recht eingerumt1 als die vorwiegend thomistische ,richtung ihm bisher gewhrte4 ,auch diese ,tendenz ist wohl verstndlich sowohl aus dem a l l g e m e i n e n ,streben wieder strker an frhkirchliche geistige ,erscheinungen anzuknpfen1 als vor allem auch daraus1 da es sich heute nicht darum handeln kann1 so wie zu ,zeiten des ,thomas von ,aquin das relative ,r e c h t von ,natur und ,vernunft gegenber einer stark im bernatrlichen versunkenen mchtigen und einheitlichen christlich erfllten ,welt sicherzustellen1 sondern u m g e k e h r t darum1 eine ganz und gar in das ,weltliche und ,materielle versunkene weltanschaulich tiefpartikularisierte ,gesellschaft ,gott und die gttlichen ,dinge wieder geistig nahezubringen4 ,an ,stelle der bloen ars demonstrandi1 die erfahrungsgem nur dort berzeugt1 wo traditioneller ,glaube den ,menschen bereits beherrscht1 tritt hier eine ars investigandi et inveniendi und gleichzeitig die alte anselmische ,lehre1 da das religise ,bewutsein und das ,haben seines ,gegenstandes 7,gottesidee7 dem philosophisch-wissenschaftlichen ,bewutsein und der ihr entsprechenden ,weltgegebenheit gesetzlich 7wenn auch geschichtlich mit ganz variablem ,inhalt7 vorhergeht 7im ,sinne des anselmischen ,credo1 ut intelligam74 ,auch mit ,h4 ,newman1 dessen ,grammatik der ,zustimmung eben von ,th4 ,haecker neu bersetzt wurde1 und dessen ,schriften gegenwrtig auch in katholischen ,bildungskreisen stark gelesen werden1 steht diese ,bewegung in mannigfacher ,verbindung 7vgl4 auch die ,zeitschrift ,brenner1 in der sich religise ,gedanken verschiedener ,konfessionen begegnen74 ,auch die bemerkenswerten ,reden des ,tbinger ,dogmatikers ,adam ber ,glauben und ,wissen1 ,religion und ,gegenwart verraten die geschilderten ,gedankenmomente4 ,ihr praktisches ,gewicht und ihre soziale ,parallele erhlt diese neuere katholische ,denkrichtung durch die sich in den katholischen ,bildungskreisen immer strker durchsetzende berzeugung1 da die ,religion sich in einer ,zeit1 in der die gewaltigen ,sttzen der ,kirche durch den ,staat zusammengebrochen sind1 und in der sich der ,glaube zu r e i n i g e n hat von allen stndischen und klassenmigen ,amalgamierungen1 in die ihn die verflossene ,geschichte gebracht hatte1 vor allem innere ,selbstndigkeit und ,unabhngigkeit von den ,interessenstrukturen der ,politik und ,wirtschaft gewinnen msse1 um wieder eine praktisch lebendige ,kraft auf das ,leben zu gewinnen4 ,aus demselben ,grunde sucht man in bezug auf geschichtliche ,vorbilder innerhalb des katholischen ,kulturkreises an solche ,zeiten und ,persnlichkeiten anzuknpfen1 in denen die ,religion aus ihrer eigenen inneren ,kraft heraus 7ohne ,sttze von irgendeiner anderen ,macht7 neue soziale ,bewegungen e i n g e l e i t e t oder doch mit ihrem ,geiste durchhaucht hat4 ,das von ,d4 von ,hildebrand herausgegebene ,buch ,der ,geist des heiligen ,franziskus will in diesem ,sinne die franziskanische ,bewegung nach allen in ,betracht kommenden ,richtungen charakterisieren4 ,innerhalb des p r o t e s t a n t i s c h e n ,kulturkreises deuten mehrere ,erscheinungen gleichfalls auf den neuen religisen ,geist der ,zeit hin4 ,der weitgehenden soziologischen ,umformung der ,behlter und ,wirkungsweisen des protestantischen ,geistes 7die keineswegs1 wie man so oft irrig meint1 ein ,nachlassen auch seiner ,k r a f t und seiner ,wirksamkeit zu bedeuten braucht7 -- man kann sie kurz als ,tendenz zu ,sekten1 ,kreis-,ordensbi#a;dungen um irgendeine charismatisch erscheinende ,persnlichkeit herum charakterisieren -- entspricht eine ,reihe religionsphilosophischer und theologischer ,neuerscheinungen1 welche starke ,beachtung verdienen4 ,hier sind vor allem die tiefgreifenden und wirksamen ,arbeiten von ,r4 ,otto 7siehe ,das ,heilige1 #b4 ,auflage71 ferner von ,h4 ,scholz ,religionsphilosophie 7#aiba71 die ,arbeiten des ,hallenser ,dogmatikers ,heim1 die mannigfachen ,schriften ,fr4 ,heilers 7siehe ,das ,gebet und ,buddistische ,versenkungsstufen1 ,das ,wesen des ,katholizismus71 die mystische ,wert- und ,religionsphilosophie von ,h4 ,schwarz ,das ,ungegebene1 ,tbingen #aiba1 zu nennen4 ,auch die ,arbeiten von ,k4 ,oesterreich ber ,religionspsychologie und die neue groe ,arbeit ber denselben ,gegenstand von ,j4 ,k4 ,girgensohn1 ferner als berkonfessionelle ,sammelstelle religionspsychologischer ,bestrebungen die ,zeitschrift fr ,religionspsychologie mgen hier aufgefhrt sein1 obzwar diese ,erscheinungen weniger religis als rein wissenschaftlich bedeutsamen ,charakter besitzen4 ,den grten ,einflu von diesen ,arbeiten hatten ohne ,zweifel die ,schriften von ,otto und ,heiler4 ,otto betrachtet die ,werte des ,heiligen und ,gttlichen1 die er in der ersten ,hlfte seines ,buches rein phnomenologisch untersucht1 auf ihre ,wesensbestandteile und scheidet sie in rationale 7z4 ,b4 ,gte1 ,wissen usw47 und irrationale4 ,als irrationale ,grundwerte1 die sich nicht so1 wie die ,kantschulen meinen1 in allgemeingltige ,vernunftwerte oder deren ,steigerung ins ,unendliche oder ,vollkommene auflsen lassen1 nennt ,otto das ,numinose4 ,er zerlegt das ihm entsprechende ,gefhl in das ,kreaturgefhl in das mysterium tremendum das dem ,heiligen den ,charakter des ,schauervollen1 bermchtigen und ,energischen verleiht1 in das ,moment des geheimnisvollen ganz anderen und in das ,moment des magisch anziehenden fascinosum4 ,er verfolgt alle diese dem ,gttlichen konstitutiv eigenen irrationalen ,elemente durch das ,alte und ,neue ,testament und durch ,luthers ,schriften hindurch und gibt am ,schlusse eine ,art religiser ,erkenntnistheorie1 die an die von ,fries modifizierte ,kategorienlehre ,kants anknpft4 ,eine ,kritik seiner ,aufstellungen habe ich auch in meinem ,buche ,vom ,ewigen im ,menschen gegeben 7siehe auch ,e4 ,troeltsch in den ,kantstudien74 ,die ,bestrebungen nach einer freien religisen ,mystik sind innerhalb des ,protestantismus durch dieses ,buch stark gesteigert worden4 ,heiler gab in seinem ,buche ber ,das ,gebet eine beraus grozgige1 gelehrte und auch phnomenologisch und psychologisch beraus anregende ,studie1 die nur den ,fehler hat1 da sie mit ,hilfe gewisser von der ,ritschlschen ,theologie entlehnter ,kategorien1 besonders der ,kategorie des prophetischen und mystischen ,gebets viele ,erscheinungen des religisen ,lebens vergewaltigt4 ,das beste ,buch ,heilers ist das ,buch ber ,buddhistische ,versenkungsstufen1 in dem er diese ,stufen feinsinnig phnomenologisch errtert und nur ihre ,t e c h n i k noch zu wenig beschreibt4 ,sei prinzipienlos und historisch nach rein individuellen und subjektiven ,eindrcken geschriebenes ,buch ber das ,wesen des ,katholizismus1 das zugleich eine erstaunliche ,verherrlichung der im ,gebet gerade als unevangelisch verurteilten katholischen ,mystik und gleichzeitig eine herbe ,anklage gegen die gegenwrtige ,kirche darstellt1 sucht nach ,harnacks ,vorgang das ,ganze des ,katholizismus als ,synkretismus aus fnf ,bestandteilen zu erweisen2 sie sollen bestehen im ,evangelium1 dem rmischen ,reichs- und ,rechtsgedanken1 dem jdischen ,legalismus und seiner ,kasuistik1 den paganisch-magischen ,faktoren 7,messe7 und der nach ,heiler auf den ,orient zurckgehenden hellenischen ,philosophie und ,mystik4 ,die ,methode der ,betrachtung ist hier im wesentlichen diejenige ,harnacks4 ,das religise1 bei ,heiler vorherrschende1 aber von seinen ,stimmungen stark abhngige ,ideal soll gegeben sein in dem1 was er in seiner ,anlehnung an den schwedischen ,bischof ,soederbloem die ,evangelische ,katholizitt nennt4 -- ,die ,religionsphilosophie von ,h4 ,scholz1 die besonders in ihren kritischen ,partien ausgezeichnet geraten ist1 will hnlich wie ,r4 ,otto und in mancher ,hinsicht auch hnlich wie der ,verfasser in seinem ,werke ,vom ,ewigen im ,menschen die ,religion auf eine besondere ,f o r m d e r r e l i g i s e n ,e r f a h r u n g grnden1 die aber nicht allen ,menschen zukommen soll4 ,auch dieses ,werk nimmt seinen ,ausgangspunkt vor allem in dem ,wesen der m y s t i s c h e n ,gotteserfahrung und sucht von hier aus die ,religion mit dem ,ganzen des menschlichen ,geisteslebens in innere ,beziehung zu setzen4 ,auch ,k4 ,oesterreich hat in seiner ,schrift ber die religise ,erfahrung dieselbe ,methode und denselben ,ausgangspunkt wie die genannten phnomenologischen vorgehenden ,forscher4 berblickt man diese und andere hier aus ,raummangel nicht genannten ,erscheinungen der protestantischen ,religionsphilosophie und ,theologie und vergleicht sie mit den augustinisch gefrbten ,arbeiten innerhalb des katholischen ,kulturkreises1 so erffnet sich eine ,a u s s i c h t1 die nach meiner ,meinung von grter ,tragweite ist4 ,es ist die ,aussicht auf eine mhlich fortschreitende ,einigung der ,forscher verschiedener ,konfessionen ber die ,grundfragen wenigstens der natrlichen ,theologie und der ,religionsphilosophie4 ,solange auf der einen ,seite einseitigster ,kantianismus1 auf der anderen ,seite ein ausschlielicher ,thomismus traditionalistisch herrschten1 war auch der bloe ,v e r s u c h einer solchen ,einigung vllig ausgeschlossen 7siehe dazu auch ,r4 ,eucken3 ,kant und ,thomas1 der ,kampf zweier ,welten74 ,den ,w e r t einer solchen ,einigung aber wird man nicht gering anschlagen drfen1 denn es wrde dadurch der widersinnige ,zustand1 den ich a4 a4 ,o4 als einen ,skandal der ,philosophie und ,theologie zugleich bezeichnet habe1 aufgehoben1 da in der nicht auf positiver ,offenbarung und ,tradition beruhenden sogenannten natrlichen ,gotteserkenntnis 7die jedem ,menschen spontan zugnglich sein soll7 gerade am m e i s t e n der bloe historische ,traditionalismus herrscht1 und da die konfessionell verschiedenartigen religisen ,bildungskreise in der natrlichen ,theologie und ,religionsbeurteilung eher n o c h w e i t e r auseinandergehen als in den ,fragen der positiven ,theologie und der ,glaubensbekenntnisse4 ,auch innerhalb der theoretischen und praktischen ,fhrerschaft der deutschen ,sozialdemokratie sind gegenwrtig ,versuche bemerkenswert1 das religise ,problem einer neuen ,durchforschung zu unterziehen1 die von der marxistischen berkommenen ,lehre1 der gem die gttlichen ,dinge nur ein phantastisches ,aroma sein sollen1 das als ,begleiterscheinungen konomischer ,herrschaftsverhltnisse aus der brgerlichen ,gesellschaft aufsteigt 7,marx71 prinzipiell abweichen4 ,noch sehr fadenscheinig ist die ,religion in ,paul ,ghres ,der unbekannte ,gott gefat1 dagegen haben ,radbruch1 ,maurenbrecher1 mehrere ,freunde der ,sozialistischen ,monatshefte1 die theoretischen ,vertreter des ,bundes sogenannter religiser ,sozialisten ,ansichten geuert1 die1 wie immer man sie beurteilen mag1 eine neue ,stellung auch der sozialdemokratischen ,arbeiterklasse zu den ,problemen der ,religion ankndigen4 ,da nach unserer ,meinung jeder religis nicht an das hchste ,gut und ,gott glaubende ,mensch1 und jede ,klasse solcher ,menschen ein nachweisbares ,s u r r o g a t des hchsten ,gutes in ,form eines zu einem ,gtzen gestempelten endlichen ,wertes 7heie er ,geld1 ,nation1 ,zukunftsstaat oder sonstwie7 besitzen1 wird der vermutlich bald vollstndig einsetzende1 schon heute 7siehe das neue sozialdemokratische ,parteiprogramm7 sehr weitgehende ,verzicht auf die ,verwirklichung der ,ideale des ,kommunismus und des ,zukunftsstaates 7an die ein gewaltiges ,ma eschatologischer ,religiositt gleichsam festgebunden war7 einen l e e r e n ,raum in der ,seele der ,arbeiterklasse schaffen1 der ihre ,disposition fr die ,aufnahme echt religiser ,gter bedeutend steigern drfte4 ,in diesem ,sinne hat sich auch ,otto ,baumgarten in seinem ,buche ,der ,aufbau der ,volkskirche1 das die ,mglichkeit des ,aufbaus einer protestantischen ,volkskirche an ,stelle einer bloen ,pastorenkirche eingehend und feinsinnig erwgt1 ausgesprochen4 ,nicht minder tief greifen1 wie gesagt1 die ,wirkungen der ,weltereignisse auf die geschichtsphilosophischen und soziologischen ,neuorientierungsversuche der ,gegenwart ein4 ,alle greren geschichtsphilosophischen ,versuche der europischen ,geschichte1 die wir kennen1 die ,versuche ,augustins und ,johanns von ,freising1 die ,versuche ,vicos1 ,bossuets1 ,hegels und ,comtes haben ihren ,ursprung in ,zeitaltern1 die nach groen1 die ,verhltnisse tief umformenden ,geschichtswendungen1 gleichsam eine ,besinnung der ,menschheit ber den bisherigen ,verlauf ihrer ,geschichte anregen4 ,der ,franzsischen ,revolution wohnte in diesem ,sinne die mchtigste ,anregungskraft fr geschichtsphilosophische ,besinnung ein1 und so ist es kein ,wunder1 da gerade gegenwrtig die geschichtsphilosophisch m a t e r i a l e ,b e t r a c h t u n g der ,dinge eine neue ,auferstehung gefeiert hat4 ,zum ,teil knpfen diese ,versuche an ,gedanken an1 die schon vor dem ,kriege wieder eine ,rolle zu spielen begannen4 ,kaum ein geschichtsphilosophischer ,versuch der ,gegenwart zeigt sich z4 ,b4 nicht irgendwie durch ,nietzsches starke ,anregungen bedingt4 ,ferner fhlt man berall die ,ideen ,burckhardts1 wie er sie in seinen ,weltgeschichtlichen ,betrachtungen entwickelt hat1 die ,auffassungen von ,dilthey1 ,troeltsch1 ,hegel und ,hartmann noch lebendig4 ,der grundlegende ,gesichtspunkt1 welcher der gegenwrtigen ,geschichtsphilosophie ihr b e s o n d e r e s ,geprge verleiht1 ist vor allem der ,gegensatz zwischen ,dekadenz oder ,erneuerungsmglichkeit der europischen ,menschheit und dazu die noch mgliche ,aufgabe und ,rolle ,europas im zuknftigen ,weltgetriebe4 ,schon diese ,frage fhrt wie von selbst dazu1 die ,e n g e und ,b e d i n g t h e i t der spezifisch europischen ,mastbe und europischen ,denkformen in allen bisherigen ,geschichtsauffassungen und -beurteilungen immer tiefer zu erkennen4 ,diesen ,fragen gegenber sind heute die mehr formalen ,probleme der ,geschichts e r k e n n t n i s weitgehend zurckgetreten4 ,oswald ,spengler hat dem auf alle ,flle starken ,wurfe seines ,untergang des ,abendlandes in seinem ,aufsatz ber ,pessimismus8 eine sehr eigenartige ,interpretation nachfolgenlassen 7der zweite ,band des ,untergangs wird demnchst erwartet74 ,seine ,d e k a d e n z l e h r e ist in seinem ,untergang weniger tiefgehend als sensationell vertreten4 ,die ungeheure ,wirkung dieses ,buches und der aufregende ,neuheitseindruck1 mit dem es entgegengenommen wurde1 ist psychologisch nur aus der ,n i e d e r l a g e ,deutschlands im ,kriege zu verstehen4 ,aber auerdem ist er nur begreiflich daraus1 da das groe ,publikum offenbar keine ,ahnung davon hatte1 wie sehr diese ,dekadenzlehre bereits durch anderweitige ,forscher vorbereitet war4 ,graf ,gobineau1 ,j4 ,burckhardt1 ,fr4 ,nietzsche1 ,f4 ,tnnies1 ,e4 ,hammacher 7siehe sein ,buch3 ,grundprobleme der modernen ,kultur71 ,m4 ,scheler 7siehe ,ressentiment im ,aufbau der ,moralen71 ,w4 ,sombart -- sie alle hatten ja1 wenn auch mit weitgehend verschiedener ,begrndung und ,fundierung1 im ,grunde der ,these gehuldigt1 da sich das ,abendland des #ai4 ,jahrhunderts im ,niedergang befinde4 ,der ,kreis ,stefan ,georges dachte in derselben ,richtung4 ,e4 von ,hartmanns universaler ,geschichtspessimismus zielte gleichfalls auf eine geschichtsphilosophische ,dekadenzlehre hin4 ,nur das satte ,behagen der deutschen ,oberklassen whrend des ,wilhelminischen ,zeitalters konnte diese warnenden ,stimmen ber hren lassen und den ,schein erzeugen1 da man ber ,fortschritt und ,aufstieg ,europas so einig sei1 wie es etwa ,hegel und in anderer ,form und ,art die ,positivisten ,comte und ,spencer gelehrt hatten4 ,freilich maten sich alle diese genannten ,denker n i c h t an1 astronomisch voraussagen zu knnen1 was in ,zukunft sein und geschehen werde1 so wie es ,spengler auf ,grund seiner vermeintlichen vagen ,phasen- und ,gleichzeitigkeitsgesetze getan hat1 nach denen z4 ,b4 ,buddhismus1 ,stoizismus und ,sozialismus innerhalb der ,phasenabfolge der indischen1 rmischen und modernen ,zivilisation gleichzeitig sein sollen4 ,es gengte ihnen so wie es allein mglich und sinnvoll ist1 von ,niedergangstendenzen zu reden1 deren ,realisierung durch die ursprngliche ,freiheit der menschlichen ,persnlichkeit oder doch durch arationale ,geschichtsfaktoren auch prinzipiell umgebogen werden knne4 ,eine solche ,freiheit kennt ,spengler nicht1 er betrachtet die groen ,kulturen1 die er an sich mit ,recht als eine ursprngliche ,vielheit ansieht 7siehe hierzu auch des ,verfassers ,abschnitt ,die ,einheit ,europas in seinem ,buche ,genius des ,krieges71 wie ,pflanzenvegetationen1 die aus der mtterlichen ,landschaft herauswachsen1 dann einen ,proze des ,aufblhens1 ,alterns und ,sterbens durchlaufen4 ,diese biologischen ,analogien sind aber auf die ,geschichte unanwendbar4 ,wertvoll dagegen ist der ,versuch ,spenglers1 a l l e ,sphren der geschichtlichen ,gterwelt 7,wissenschaft1 ,knste1 ,staatsformen usw47 auf die ,einheit einer ,kulturseele zurckzubeziehen1 und ihre ,strukturidentitt aufzuweisen4 ,die ,durchfhrung des ,gedankens1 den auch ,dilthey1 ,duhem 7siehe ,geschichte der physikalischen ,theorien71 ,scheler und andere lngst aufgenommen hatten1 ist indes oft beraus spielerisch und willkrlich 7vergleiche dazu das ,heft des ,logos indem sich eine ,reihe von ,forschern mit ,spengler beschftigen74 ,zur ,kritik ,spenglers ist schon eine kleine ,literatur erschienen1 aus der ich ,th4 ,haerings ,die ,struktur der ,weltgeschichte 7#aiba71 die ,schrift von ,h4 ,scholz ,zum ,untergang des ,abendlandes 7#aibj7 und ,gtz ,briefs ,untergang des ,abendlandes1 ,christentum und ,sozialismus 7#aibj71 ,kurt ,breysigs ,der ,prophet des ,untergangs hervorhebe4 ,ganz wesenlos1 verworren1 unbestimmt und berdies aus den mannigfaltigsten verschwiegenen ,anregungen zusammengeflossen sind die philosophischen und erkenntnistheoretischen ,v o r a u s s e t z u n g e n des ,buches4 ,sie enthalten einen ,relativismus1 der sich im tiefsten ,gegenstze befindet zu aller ernsthaften gegenwrtigen ,philosophie1 und sind nur ein letzter ,nachklang des romantischen ,historismus der ,vorkriegszeit und seiner verantwortungslosen1 sich in alles und jedes einfhlenden schauspielerischen ,verwandlungskunst -- ,haltungen1 von der heutigen ,j u g e n d mit ,recht scharf zurckgewiesen werden4 ,wenn wir nicht glauben1 da ,spenglers ,werk seinen ,tageserfolg1 stark mitbedingt durch die psychischen ,dispositionen eines geschlagenen ,volkes1 dessen gegenwrtiges ,elend und ,niedergangsgefhl gleichsam wie von einem gewissen ,troste vergoldet scheint1 wenn sich auch das ,ganze des ,abendlandes1 dessen ,teil es ist1 in einer absteigenden ,richtung befindet so da man gewissermaen sagen kann auch jetzt wieder3 ,deutschland in der ,welt voran -- wenn auch in absteigender ,richtung -- berdauern wird1 so erhoffen wir um so ,wertvolleres von anderen wichtigen ,erscheinungen der gegenwrtigen ,soziologie und ,geschichtsphilosophie4 ,das ,grundbuch der deutschen ,soziologie wird noch auf lange ,zeit hinaus ,ferdinand ,tnnies' ,gemeinschaft und ,gesellschaft bleiben1 das erst langsam seine volle ,bedeutung auswirkt4 ,max ,weber1 dessen ,werke jetzt gesammelt erscheinen1 hat uns noch kurz vor seinem ,tode mit seinen groangelegten religionssoziologischen ,untersuchungen ber die ,religionsformen ,chinas1 ,indiens und der verschiedenen kirchlichen ,bildungen des ,christentums beschenkt1 die sich seiner ungemein wirksamen ,untersuchung ber die ,bedeutung der calvinistischen ,religiositt und systematischen ,selbstkontrolle fr die ,ausbildung des kapitalistischen ,geistes wrdig angereiht haben4 ,die ,bedeutung der ,weltreligionen fr die soziale ,struktur der ,vlker und fr ihre ,wirtschaftsgesinnung ist in diesen ,untersuchungen beraus groartig hervorgetreten4 ,nimmt man noch hinzu die bekannten ,soziallehren der christlichen ,kirchen von ,e4 ,troeltsch und die ,untersuchungen von ,p4 ,honigsheim ber den ,einflu des ,jansenismus auf die franzsische ,sozial- und ,wirtschaftsgeschichte so ist in diesen ,arbeiten ein bedeutendes1 zusammenhngendes ,bild entstanden von der soziologischen ,bedeutung der ,religion berhaupt 7vgl4 auch des ,verfassers ,abhandlungen und ,aufstze74 ,in anderer ,richtung hat ,werner ,sombart in seinen ,kapitalismusbchern und seinem ,bourgeois1 vor allem aber in der neuen ,auflage seiner ,grundlagen des modernen ,kapitalismus nun eine s y s t e m a t i s c h e ,a n o r d n u n g aller ,kausalfaktoren fr die ,entstehung der ,phasen des modernen ,kapitalismus gegeben1 die den lteren ,einwnden gegen seine ,aufstellungen weitgehend standhlt4 ,sein zu erwartendes ,buch ber die geistesgeschichtlichen ,bedingungen des modernen ,sozialismus1 zu dem er sein bekanntes ,sozialismus und soziale ,bewegung umzuarbeiten im ,begriffe ist1 wird ber die ,entstehung besonders der marxistischen ,theorien neues ,licht verbreiten4 ,die neuen1 in den ,schriften der ,kantgesellschaften herausgekommenen ,untersuchungen von ,e4 ,troeltsch ber die bisherigen ,formen der ,soziologie seit ,comte und ber die dialektische ,methode ,hegels haben gleichfalls ber die ,entstehung des ,gegensatzes unserer deutschen ,geschichtsauffassung von der bei den ,westvlkern vorliegenden ,auffassung uns wichtige ,einsichten erschlossen4 ,erwgt man dazu1 da die gesamte marxistische ,soziologie 7siehe dazu die neueren ,arbeiten von ,j4 ,plenge1 ,lederer1 ,cunow1 ,lensch1 ,schumpeter1 ,renner1 ,r4 ,michels1 ,max ,adler und anderer7 sich in der tiefgehendsten ,krisis befindet1 in der sie sich seit der ,auseinandersetzung von ,lassalle und ,marx befunden hat1 so wird man die langsam beginnende geschichtsphilosophische und soziologische ,auseinandersetzung der sozialistischen und brgerlichen ,soziologie und ,geschichtsauffassungen nicht gering anschlagen drfen4 ,was uns gegenwrtig vor allem notwendig ist1 das wre eine neue1 auf der ,gesamtheit der durch diese ,literatur erschlossenen empirischen ,einsichten fuende ,t h e o r i e d e r h i s t o r i s c h e n ,k a u s a l f a k t o r e n1 die insbesondere die ,o r d n u n g ihrer ,wirksamkeit genau bestimmt und feststellt1 und die zugleich mit allen bisherigen ,einseitigkeiten1 vorwiegend spiritueller und naturalistischer ,geschichtsauffassungen1 endgltig bricht4 ,der ,verfasser ist damit beschftigt1 in einem demnchst erscheinenden ,buche ber die ,gesellschafts- und ,geschichtslehre des ,solidarismus eine solche ,theorie zu entwickeln4 -- ,wenn man die ungemeine1 nur noch mit dem ,zeitalter ,kants und ,hegels vergleichbare1 g e i s t i g e ,r e g s a m k e i t auf dem ,boden der ,philosophie im gegenwrtigen ,deutschland 7von der diese ,zeilen ein schwaches1 durch den ,raum engbegrenztes ,bild geboten haben7 mit dem vergleicht1 was gegenwrtig in den ,lndern der ,sieger auf diesem ,boden geschieht1 so ist -- wie alle1 die vom ,ausland zu dem ,verfasser nach ,kln kommen1 bezeugen -- der ,abstand ein u n g e h e u e r g r o e r4 ,dieser ,eindruck ist1 wenn man noch hinzunimmt1 was trotz des neuen ,elends des ,bibliothekswesens und der geringen ,aufwendungen1 die seitens des ,staates fr die ,wissenschaft und ihre ,institute heute allein mglich sind1 auch auf dem ,boden der ,naturwissenschaften und der ,erfindungen geleistet wird1 so stark1 da an ihm allein schon das tiefgesunkene ,selbstgefhl und ,selbstwertgefhl der ,nation s i c h w i e d e r a u f z u r i c h t e n v e r m a g4 ,ein ,volk1 das im grten ,elend seiner politischen und konomischen ,lage zu einer solchen ,flle geistiger ,anstrengungen und ,leistungen fhig ist1 kann nicht zugrunde gehen4 ,einem in gewissem ,sinne tragischen ,grundgesetze der deutschen ,geschichte gem 7das man preisen oder beklagen mag7 wird auch diesmal die ,nation2 gerade aus ihren tiefsten ,leiden und ,nten heraus1 mit neuen und frischen ,energien1 die ihr aus der dunklen ,tiefe ihrer durch kein ,geschick zerbrechlichen ,seele zuflieen1 mit neuem ,wagemut wieder zu den ewigen ,sternen ihrer eigentlichen ,bestimmung greifen4 ,der ,philosophie kommt dabei die nicht zu unterschtzende ,rolle zu1 die einseitige ,verfachlichung und ,spezialisierung1 in die das deutsche ,volk vor dem ,kriege so sehr versunken war1 da ihm die auch zu einer gesunden und einheitlichen ,politik und zur ,fhrung des ,krieges notwendige spontane ,einigungsbereitschaft und ,einigungsbefhigung weitgehend gebrach1 allmhlich aufzulsen und damit beizutragen1 eine neue1 einheitlichere geistige ,bildungsgestalt dem deutschen ,menschen aufzuprgen4 ,,relativit,,tstheorie ,,von ,a4 ,,sommerfeld ,,vortrag1 ,,gehalten ,,in ,,einem ,,zyklus ,,gemeinverst,,ndlicher ,,einzelvortr,,ge1 ,,veranstaltet ,,von ,,der ,,universit,t ,m,,nchen1 ,,sommer #aiba ,konrad ,ferdinand ,meyer lt im ,hutten den alten ,pfarrer von ,ufenau sagen3 ,erfahrt1 da unter uns1 die wir bemht ,um die ,natur sind1 ein ,geheimnis glht6 ,mit hat's ein fahr'nder ,schler anvertraut4 ,neigt euch zu mir6 ,man sagt's nicht gerne laut4 ,ein ,chorherr lebt in ,thorn1 der hat gewacht1 ,bis er die ,rtsel deutete der ,nacht4 ,herr ,kpernick beweist mit bnd'gem ,schlu1 ,da -- staunet -- unsre ,erde wandern mu6 ,dasselbe ,staunen1 das vor #djj ,jahren die ,menschheit bei der ,kunde von der ,umwlzung des ,kopernikus erfate1 ist heute lebendig1 wo es sich um eine neue ,umwlzung im ,weltbilde handelt1 vergleichbar der kopernikanischen1 ja vielleicht mit ihren erkenntnistheoretischen ,wurzeln noch tiefer reichend4 ,dasselbe geheimnisvolle ,dunkel wie damals -- man sagt's nicht gerne laut -- umweht die neue ,theorie von ,raum1 ,zeit und ,schwere4 ,wird es mir gelingen1 das ,dunkel in etwas zu lichten8 ,ich wei nur zu gut1 da dies ohne die sichere ,leitschnur des mathematischen ,gedankens letzten ,endes unmglich ist4 ,fr viele meiner ,behauptungen werde ich den ,beweis schuldig bleiben mssen1 da er sich nur aus der vollen ,kenntnis der physikalischen ,tatsachen und zum guten ,teil nur mit den ,hilfsmitteln der mathematischen ,rechnung erbringen liee4 ,ich mu zufrieden sein1 wenn ich ,ihnen eine ,vorstellung von den ,problemen und von den ,gedankengngen1 die zu ihrer ,lsung fhren1 geben kann4 ,etwas genauer mchte ich dann darauf eingehen1 wie es mit der erfahrungsmigen ,prfung der neuen ,lehre steht4 ,insbesondere werde ich von der ,sonnenfinsternis des ,jahres #aiai zu sprechen haben4 ,whrend in ,fachkreisen das ,interesse an der ,relativittstheorie seit #ae ,jahren lebendig ist1 datiert das allgemeine ,aufsehen und die ,popularitt der ,theorie erst von ihrer ,besttigung durch diese ,sonnenfinsternis4 ,ihr meint1 wie sitzen ruhig hier8 ,erlaubt1 ,wir schweben1 wie von ,adlerkraft geraubt -- so fhrt der ,pfarrer von ,ufenau zu reden fort4 ,wir sitzen ruhig hier4 ,und doch drehen wir uns1 so belehrt uns ,kopernikus1 um die ,erdachse mit einer ,geschwindigkeit von einigen hundert ,metern in der ,sekunde2 gleichzeitig bewegt sich die ,erde und wir mit ihr um die ,sonne mit einer ,geschwindigkeit von #cj km in der ,sekunde1 also hundertmal schneller1 als der ,schall die ,luft durcheilt4 ,und die ,sonne selbst bewegt sich gegen die ,fixsterne und fhrt die ,erde und uns selbst wie mit ,adlerkraft fort4 ,von diesem ganzen zusammengesetzten ,bewegungsvorgang spren wir nichts1 es sei denn1 da wir mit genauen ,hilfsmitteln ausgerstet sind1 um an den ,sternen ,beobachtungen zu machen4 ,wir mssen daraus schlieen3 ,bewegung an sich ist nicht beobachtbar1 sie ist an sich nichts4 ,nur relative ,bewegung knnen wir konstatieren4 ,und weiter3 ,der ,raum ist an sich nichts1 das ,fortschreiten im ,raum betrifft keine wirkliche ,tatsache4 ,es gibt keinen absoluten ,raum4 ,der ,raum existiert nur durch die in ihm enthaltenen ,krper und ,energien4 ,ein ,fortschreiten im ,raum ist nur zu messen am ,rauminhalt und lt sich berhaupt nur denken relativ zu den raumerfllenden ,krpern und ,energien4 ,dies ist das ,relativittsprinzip der klassischen ,mechanik4 ,es bildet seit #bjj ,jahren die ,grundlage fr das ,studium der himmlischen und irdischen ,bewegungen4 ,der genaue ,ausdruck dieses ltesten ,relativittsprinzips lautet3 ,es ist unmglich1 festzustellen1 ob sich ein ,system von ,krpern als ,ganzes in ,ruhe oder in gleichfrmig geradliniger ,bewegung befindet1 sofern wir nur innerhalb dieses ,krpersystems ,erfahrungen anstellen und keine ,merkmale auerhalb desselben beobachten knnen4 ,wir knnen also nichts von der fortschreitenden ,bewegung der ,erde bemerken1 wenn wir keinen ,ausblick nach dem ,fixsternhimmel haben4 ,mit der drehenden ,bewegung der ,erde ist es allerdings zunchst anders1 sie fllt nicht unter das ,relativittsprinzip der klassischen ,mechanik1 da bei ihr die ,richtung der ,geschwindigkeit fortgesetzt wechselt4 ,in der ,tat knnen wir sie durch ,pendelbeobachtungen auf der ,erde messen oder an der ,abplattung der ,erde nachweisen4 ,wir werden hierauf zurckkommen1 wenn wir das allgemeine1 ber die klassische ,mechanik hinausgehende ,relativittsprinzip entwickelt haben werden4 ,gehen wir von der ,mechanik zur ,optik ber4 ,die ,erscheinungen des ,lichtes beruhen1 wie wir heutzutage wissen1 auf der ,ausbreitung elektromagnetischer ,felder4 ,die ,optik und ,elektrodynamik glaubte einen ,l i c h t t h e r ntig zu haben1 einen feinen materialisierten ,raum1 in dem sich die ,lichtwirkungen ausbreiten sollten4 ,hiernach wre es denkbar1 absolute ,bewegung im ,raum als ,bewegung gegen den ,lichtther durch ,lichtstrahlen nachzuweisen4 ,ein ,lichtstrahl1 der sich im ,sinne der ,erdbewegung1 diese berholend1 fortpflanzt1 sollte sich relativ zur ,erde langsamer fortpflanzen als ein ,lichtstrahl1 der senkrecht zur ,erdbewegung fortschreitet4 ,das ,relativittsprinzip wre damit durchbrochen und die absolute ,bewegung der ,erde im ,raum nachweisbar4 ,der ,versuch ist mit auerordentlicher ,schrfe von ,m i c h e l s o n angestellt worden und lieferte kein ,anzeichen der ,erdbewegung4 ,es htte keinen ,zweck1 wenn ich ,ihnen den ,michelsonschen ,versuch nher schildern wollte4 ,die berzeugung von seiner bindenden ,kraft knnte ich ,ihnen doch nicht beibringen1 ohne mich in experimentelle ,einzelheiten zu verlieren4 ,der ,versuch ist so schwierig und verlangt so auerordentliche ,hilfsmittel1 da er nur zweimal durchgefhrt worden ist4 ,hier1 wie in vielen anderen ,punkten1 mu ich auf ,ihren guten ,glauben an die ,zuverlssigkeit der physikalischen und astronomischen ,messungen rechnen knnen4 ,der ,michelsonsche ,versuch und andere weniger genaue ,erfahrungen zeigen also1 da das ,relativittsprinzip zu ,recht besteht1 da absolute ,bewegung auch nicht optisch als ,bewegung gegen den ,lichtther nachgewiesen werden kann4 ,daraus folgt weiter1 wie ,einstein hervorhob1 da der ,lichtther keine reale1 beobachtbare ,existenz besitzt4 ,er ist nicht physikalisch1 sondern metaphysisch1 ein verkappter absoluter ,raum und als solcher irrefhrend4 ,aber noch weiter3 ,die ,lichtfortpflanzung findet statt in ,raum und ,zeit4 ,sie hat1 von der im ,sonnensystem fortschreitenden ,erde aus gemessen1 dieselbe ,geschwindigkeit1 wie sie von der ,sonne aus gesehen werden wrde1 die doch an der ,erdbewegung nicht teilnimmt4 ,wir nennen allgemein ,b e z u g s s y s t e m ein physikalisches ,laboratorium1 welches mit ,mastben und ,uhren zu ,raum- und ,zeitmessung ausgerstet ist4 ,dieser ,hrsaal ist ein ,bezugssystem1 da ich in ihm die jeweilige ,lage eines bewegten ,krpers durch seine ,abstnde von dreien seiner ,begrenzungsebenen und durch die ,angaben einer ,uhr bestimmen kann4 ,drei solche ,abstnde nennt man die ,r a u m k o r d i n a t e n des betrachteten ,punktes1 die zugehrige ,zeitangabe kann man seine ,zeitkoordinate nennen4 ,wir haben es hier mit einem irdischen ,bezugssystem zu tun4 ,wir knnen uns aber auch ein entsprechendes ,bezugssystem auf der ,sonne oder auf einem gegen die ,erde bewegten ,eisenbahnzuge denken4 ,die allgemeinen ,tatsachen der ,lichtfortpflanzung zeigen nun1 da sich das ,licht in jedem ,bezugssystem in gleicher ,weise ausbreitet1 nmlich in ,kugelwellen mit der gleichen ,lichtgeschwindigkeit1 unabhngig von dem ,bewegungszustande der ,lichtquelle gegen den ,beobachter4 ,das scheint widerspruchsvoll zu sein4 ,denn wenn wir eine ,kugelwelle1 die sich im irdischen ,bezugssystem ausbreitet1 von der ,sonne aus betrachten1 so wrde auf der ,vorderseite 7das sei diejenige ,seite1 nach der die augenblickliche ,geschwindigkeit des ,erdkrpers gerichtet ist7 zur ,lichtgeschwindigkeit noch die ,erdgeschwindigkeit hinzukommen2 auf der ,rckseite der ,welle wrde sich die ,erdgeschwindigkeit von der ,lichtgeschwindigkeit abziehen4 ,die ,vorderseite der ,welle wrde also1 von der ,sonne aus gesehen1 schneller fortschreiten als die ,rckseite4 ,das widerspricht dem ,relativittsprinzip und den optischen ,erfahrungen4 ,die ,lichtwelle wei nichts davon1 ob sie zum ,bezugssystem der ,erde oder der ,sonne gehrt4 ,jedem ,beobachter erscheint sie als ,lichtwelle von der gleichen ,fortpflanzungsgeschwindigkeit4 ,der ,widerspruch lst sich dadurch1 da wir auch die ,zeit ihres absoluten ,charakters entkleiden4 ,jedes ,bezugssystem hat seine eigene ,zeitskala4 ,es gibt keine absolute universale ,zeit4 ,die ,mechanik leugnete den absoluten ,raum1 lie aber die absolute ,zeit bestehen2 sie konnte es tun1 ohne in ,schwierigkeiten zu geraten1 weil sie nicht ber so exorbitante ,geschwindigkeiten wie die ,lichtgeschwindigkeit verfgt4 ,die ,optik und ,elektrodynamik verlangen auch die ,relativierung der ,zeit4 ,auch die ,zeit ist an sich nichts4 ,sie besteht nur vermge der sich in ihr abspielenden ,ereignisse4 ,diese ,ereignisse1 z4 ,b4 eine ,lichtwelle1 sind real und objektiv2 die ,beurteilung des zeitlichen ,ablaufs aber hngt vom ,standpunkt des ,beobachters1 vom ,bezugssystem ab4 ,daraus folgt weiter3 ,es gibt keine absolute ,gleichzeitigkeit4 ,zwei ,ereignisse1 die in meinem ,bezugssystem gleichzeitig sind1 sind vom ,standpunkte eines relativ gegen mich bewegten ,bezugssystems aus nicht gleichzeitig4 ,wenn ich mir einmal erlaube 7in ,fig4 #a71 ,zeit und ,raum durch zwei ,richtungen in der ,zeichenebene darzustellen1 ,abbildung #a -- siehe figure#a4png so sind die beiden ,ereignisse ,a und ,b gleichzeitig im ,bezugssystem 7,raum -- ,zeit72 ,a ist aber frher als ,b im ,bezugssystem 7,raum -- ,zeit71 welches durch die punktierten ,achsen dargestellt wird4 ,diese bildliche ,darstellung1 die hier nur als ,gleichnis aufgefat werden mge1 gibt sogar den wirklichen ,sachverhalt zahlenmig wieder1 wenn wir auf der ,zeitachse mit einem im ,verhltnis der ,lichtgeschwindigkeit vergrerten ,mastab messen1 wobei dann die in der ,figur durch die ,strecke a b dargestellte ,ungleichzeitigkeit nur als winzig kleine ,zeitdifferenz erscheint4 ,ein anderes ,beispiel3 ,von der ,erde lst sich in einem bestimmten ,augenblick ein ihr gleiches ,abbild los und entfernt sich von ihr mit einer gewissen ,geschwindigkeit4 ,zwei ,zwillinge1 ,a und ,b1 werden in diesem ,augenblick geboren1 ,a bleibt auf der ,erde1 ,b wird auf ihr ,abbild ausgesetzt4 ,sie entwickeln sich auf den beiden identischen ,sternen bei identischen ,lebensverhltnissen in genau identischer ,weise1 aber in verschiedenem ,zeitma4 ,wenn ,a irgendwie ,kunde von ,b erhlt1 findet er1 da ,b langsamer lebt1 da er in seinem ,lebensalter und in seinen ,lebensschicksale immer etwas hinter ,a zurckbleibt4 ,dasselbe konstatiert ,b von ,a2 ,a ist jnger als ,b vom ,standpunkte des ,b1 ,b ist jnger als ,a vom ,standpunkte des ,a4 ,es wurde krzlich vorgeschlagen1 das ,wort ,relativittstheorie zu ersetzen durch ,standpunktslehre4 ,das ,wort ist gut2 es verdeutscht und verdeutlicht den wesentlichen ,inhalt der neuen ,auffassung4 ,wenn wir den ,standpunkt wechseln1 indem wir ihn von der ,erde auf ihr ,abbild verlegen oder auf einen ber die ,erde fahrenden ,eisenbahnzug1 sehen wir1 was an unserem ,weltbilde vom ,standpunkt abhngt1 also gewissermaen subjektive ,zutat ist1 und was vom ,standpunkte unabhngig ist1 also in den ,dingen liegt4 ,raum und ,zeit sind vom ,standpunkte abhngig oder relativ2 auch die ,auffassung zweier ,ereignisse als gleichzeitig ist es4 ,aber die ,ereignisse selbst sind wirklich1 ebenso wie die ,tatsache einer sich ausbreitenden ,lichtwelle oder wie ein ,menschenleben4 ,dabei ist jeder ,standpunkt zulssig und gleichberechtigt mit jedem anderen4 ,es gibt keinen bevorzugten therstandpunkt oder ,erdstandpunkt oder ,sonnenstandpunkt3 da die ,erscheinungen von jedem ,standpunkte gesehen miteinander harmonieren1 trotz mancher ,paradoxien1 und niemals in wirkliche ,widersprche geraten knnen1 zeigt die mathematische ,ausfhrung der ganzen ,lehre4 ,man wolle den ,sinn des ,wortes ,relativitt ja nicht so deuten1 als ob alles ,geschehen vom ,standpunkte des ,beobachters abhinge1 als ob alles subjektiv wre4 ,gerade der ,wechsel des ,standpunktes lt erst das ,naturgesetz in seinem unvernderlichen ,kern hervortreten4 ,die ,relativittstheorie hat nicht nur eine negative1 wegrumende1 sie hat vor allem eine positive1 aufbauende ,seite4 ,als positive ,aufgabe der ,standpunktslehre wollen wir ausdrcklich statuieren3 ,die ,gesetzmigkeit in der ,natur als einen ,felsen aus ,erz aufzurichten1 der hinberragt ber die wechselnden ,erscheinungsformen von ,raum und ,zeit1 der von allen ,standpunkten aus zu sichten ist fr denjenigen1 dessen ,auge mit dem ,fernblick des mathematischen ,organs ausgerstet ist4 ,die ,aufrumung alles metaphysischen1 unbeobachtbaren ,absoluten war ein groes ,verdienst der neuen ,theorie4 ,aber die ,aufrichtung des fr alle ,standpunkte und ,bezugssysteme ,gltigen1 ,bleibenden und ,unabhngigen war ihr greres ,verdienst4 ,mathematisch erreicht die ,theorie dieses1 indem sie die ,unvernderlichkeit 7,invarianz7 der die ,naturgeschehnisse beschreibenden ,gleichungen gegenber beliebigen ,transformationen derjenigen ,hilfsgren 7,koordinaten von ,raum und ,zeit1 ,feldstrken1 ,energien7 nachweist1 durch die wir die ,naturgeschehnisse beschreiben4 ,das ist gerade der ,unterschied zwischen ,mach und ,einstein1 dem ,vorarbeiter und dem ,vollender des ,relativittsgedankens4 ,bei ,mach war der ,blick auf das ,negative gerichtet4 ,er wollte das ,gestrpp entfernen1 das den ,ausblick auf die ,wirklichkeit versperrt1 das ,vorurteil eines absoluten ,raumes und einer absoluten ,zeit4 ,aber ihm entschwand bei dieser ntzlichen ,rodearbeit unter den ,hnden der ,glaube an die ,festigkeit der ,naturgesetze4 ,er sagt einmal3 ,die absolute ,exaktheit1 die vollkommen genaue eindeutige ,bestimmung der ,folgen einer ,voraussetzung besteht nicht in der sinnlichen ,wirklichkeit1 sondern nur in der ,theorie4 ,die ,naturgesetze werden ihm zu konomischen ,manahmen1 zu ,ordnungsschematen1 in die sich die ,mannigfaltigkeit der ,erscheinungen bequem unterbringen lt4 ,aber das ist es nicht1 was wir brauchen4 ,naturgesetze von so unbestimmter und formalistischer ,art wren kaum der ,mhsal und ,aufregung des ,forschens wert4 ,der tastende ,naturforscher1 der auf dunklen ,wegen nach einem geahnten ,ziel strebt1 braucht einen helleren ,leitstern als die ,machsche ,lehre4 ,positivismus heit diese ,lehre bei seinen ,nachfolgern1 trotzdem ihr ,verdienst wesentlich in der ,negation des ,unbeobachtbaren liegt4 ,einstein denkt anders4 ,das ,negieren des ,metaphysischen ist ihm nur das ,mittel1 um den ,weg frei zu bekommen zur hchsten ,bejahung der ,naturgesetze1 zu ihrer invarianten ,gltigkeit1 unabhngig von jedem ,standpunkte4 ,es ist charakteristisch1 da die ,positivisten den halben ,einstein1 den abbauenden1 begeistert loben1 den anderen ,einstein1 den aufbauenden1 aber nicht anerkennen wollen4 ,ich hatte krzlich einen ausgiebigen ,briefwechsel mit einem geistvollen ,vertreter des ,positivismus1 einen ,briefwechsel1 der natrlich zu keiner ,einigung fhrte4 ,zum ,schlu schrieb ich dem ,kollegen3 ,wenn ,sie uns nicht die ,exaktheit der ,naturgesetze lassen1 kann es zwischen uns keinen wirklichen ,frieden1 sondern nur eine achtungsvolle gegenseitige ,duldung geben4 ,wir sind mit unseren letzten uerungen schon hinbergeglitten von dem ,gedankenkreis der ursprnglichen1 speziellen ,relativittstheorie zu der allgemeinen1 voraussichtlich endgltigen ,theorie2 jene datierend von #aije1 diese von #aiae4 ,jene lie nur die gleichfrmig und geradlinig bewegten ,bezugssysteme als berechtigt zu1 diese erkennt jeden ,standpunkt an und verwendet grundstzlich alle mglichen ,bezugssysteme zur ,beschreibung der physikalischen ,erscheinungen1 also beliebig gedrehte und beschleunigte ,bezugssysteme1 vernderliche ,mastbe und beliebig laufende ,uhren4 ,sie behauptet1 da die ,naturgesetze ihre ,form beibehalten auch bei so allgemeiner ,beschreibung1 wenn wir nur von ,anfang an den richtigen1 hinreichend verallgemeinerten mathematischen ,ausdruck der ,naturgesetze whlen4 ,ein wichtiger ,schritt auf dem ,wege zu dieser allgemeinsten ,auswirkung des ,relativittsgedankens war ,m i n k o w s k i s vierdimensionale ,zusammenfassung von ,raum und ,zeit4 ,die ,zeit hat eine ,ausdehnung1 der ,raum drei2 beide zusammen haben vier ,dimensionen1 das heit3 zur ,fixierung eines ,raumzeitpunktes1 zur ,beschreibung eines ,ereignisses in ,raum und ,zeit sind vier unabhngige ,zahlen erforderlich1 von denen drei die rumliche1 eine die zeitliche ,lage angeben4 ,minkowski spricht von der v i e r d i m e n s i o n a l e n ,w e l t als der ,zusammenfassung von ,raum und ,zeit4 ,es lassen sich auf diese vierdimensionale ,welt die ,gesetze der gewhnlichen dreidimensionalen ,geometrie bertragen1 teils in zeichnerischer1 teils und besonders erfolgreich in rechnerischer ,verallgemeinerung4 ,ich kann von ,ihnen nicht verlangen1 da ,sie sich eine vierdimensionale ,welt vorstellen sollen4 ,denn ich kann es selbst nicht4 ,aber wir knnen uns leicht eine zweidimensionale ,welt vorstellen4 ,nehmen ,sie einmal an1 da ,sie als denkendes ,wesen mit all ,ihren ,erfahrungen und ,sinnen in eine ,ebene gebannt wren4 ,dann gbe es fr ,sie kein ,oben und ,unten1 sondern nur ein ,nebeneinander4 ,in dieser ebenen ,welt knnen sich ,lichterregungen als ,kreise1 wie die ,wellen auf einer ,wasseroberflche1 fortpflanzen4 ,sie knnen in der ,ebene ,erfahrungen sammeln und sich eine ,geometrie aufbauen1 die ,e u k l i d i s c h e ,g e o m e t r i e der ,ebene1 wie wir sie in der ,schule gelernt haben4 ,aber ,sie knnen niemals zu der ,vorstellung z4 ,b4 eines ,wrfels gelangen4 ,sie knnen auf einer ,geraden ,ihrer ,ebene ein ,lot innerhalb der ,ebene errichten1 aber ,sie knnen sich nicht anschauungsgem ein ,lot auf der ,ebene vorstellen1 weil es fr ,sie nichts auerhalb ,ihrer ,ebene gibt4 ,wenn ,sie aber als ,flchenwesen hinreichende mathematische ,phantasie haben1 so knnen ,sie doch begrifflich von ,ihren zwei zu drei ,dimensionen fortschreiten4 ,sie brauchen nur statt ,ihrer zwei ,koordinaten in der ,ebene drei ,koordinaten als ,rechnungsgren einzufhren und knnen das ,lot auf der ,ebene durch ,gleichungen in diesen drei ,koordinaten beschreiben1 von denen ,sie sich allerdings nur zwei richtig vorstellen knnen4 ,in demselben ,verhltnis wie diese ,flchenwesen zur dreidimensionalen ,euklidischen ,raumgeometrie1 stehen wir zur vierdimensionalen ,weltgeometrie4 ,wenn wir sie uns auch nicht vorstellen knnen1 so knnen wir doch in ihr denken und rechnen4 ,insbesondere knnen wir uns ebene und rumliche ,ausschnitte aus dieser ,welt konstruieren1 die dann wieder unserer ,anschauung zugnglich sind4 ,im dreidimensionalen ,raum ist uns die ,erscheinung der perspektivischen ,verkrzung gelufig4 ,diese ,tischplatte erscheint mir von der ,seite gesehen schmler1 als von oben gesehen4 7,der ,positivist1 dem die ,empfindungen selbst das letzte und einzige sind1 wrde sogar sagen3 sie ist von der ,seite gesehen schmler als von oben gesehen47 ,unter dasselbe ,bild der perspektivischen ,verkrzung1 wenn wir es auf die vierdimensionale ,welt bertragen1 lassen sich alle die seltsamen ,folgerungen bringen1 die die ,relativittstheorie gezogen hat4 ,ein gegen den ,beobachter bewegter ,krper erscheint in der ,bewegungsrichtung verkrzt 7,lorentz-,kontraktion als einfachste ,erklrung des ,michelson-,versuches74 ,der ,zeitablauf in einem gegen den ,beobachter bewegten ,bezugssystem erscheint diesem ,beobachter verlangsamt 7,aufhebung der ,gleichzeitigkeit1 ,verjngung eines unserer beiden ,zwillinge vom ,standpunkte des anderen74 ,die ,masse eines ,krpers1 z4 ,b4 eines ,elektrons1 das sich gegen den ,beobachter bewegt1 erscheint diesem vergrert1 nmlich grer als einem ,beobachter1 der auf dem bewegten ,krper selbst seine ,beobachtungsgerte aufstellt und die ,masse des fr ihn ruhenden ,krpers mit4 ,dieses ,gesetz von der ,massenvernderlichkeit des ,elektrons wurde zum ,prfstein der ursprnglichen speziellen ,relativittstheorie4 ,zuerst bestritten1 hat es sich im ,laufe der ,jahre mit immer grerer ,genauigkeit als wahr herausgestellt1 am schrfsten in den ,feinsten uerungen bewegter ,elektronen1 in den ,spektren der einfachsten ,atome4 ,seitdem darf der ,vorstellungskreis der speziellen ,relativittstheorie als experimentell gesichert gelten2 seitdem haben wir uns in der vierdimensionalen ,minkowskischen ,welt wohnlich eingerichtet und wissen uns in ihren zum ,teil paradox verzerrten ,anblicken zurechtzufinden4 ,aber ich mu leider noch hhere ,anforderungen an ,ihre ,abstraktion stellen4 ,denn nun mu ich ,ihnen zeigen1 wie ,einstein die alte ,rtselkraft der ,gravitation in sein ,system eingearbeitet hat4 ,die ,gravitation war seit ,newton in der ,formel des ,newtonschen ,gesetzes3 proportional den wirkenden ,maen1 umgekehrt proportional dem ,quadrat ihrer ,entfernungen erstarrt4 ,darber hinaus hatte sich aus unseren tglichen ,erfahrungen ber die ,erdschwere oder aus den ,beobachtungen der ,astronomen ber die ,gravitationswirkungen zwischen den ,gestirnen nichts ber ihre ,wirkungsweise ergeben4 ,unter allen ,krften hatte sich die ,gravitation allein als momentane ,fernwirkung behauptet4 ,erst ,einstein konnte ihr neue beobachtbare ,seiten abgewinnen4 ,ich will ,ihnen nicht den ,weg schildern1 wie ,einstein nach manchen ,kreuz- und ,quergngen zum ,ziel gekommen ist1 sondern nur das ,ziel selbst schildern1 zu dem er gelangt ist4 ,stellen wir uns wieder auf den ,standpunkt unseres ,flchenwesens1 aber versetzen wir uns diesmal nicht in eine ,ebene1 sondern in eine gekrmmte ,flche1 z4 ,b4 auf eine ,kugel4 ,wir knnen uns nicht aus der ,kugeloberflche entfernen1 wir knnen nichts auerhalb der ,kugeloberflche wahrnehmen1 weder dringt irgendeine ,kunde vom uern noch vom ,innern der ,kugel zu uns4 ,es gibt auch jetzt fr uns kein ,oben und ,unten1 sondern nur ein ,nebeneinander4 ,unsere ,welt ist wie vorher nur zweifach ausgedehnt4 ,sie ist in diesem ,falle brigens nicht unendlich gro1 sondern sie schliet sich im ,endlichen4 ,es gibt keine ,geraden in unserer ,welt1 sondern nur gewisse geradeste ,linien4 ,das sind im ,falle der ,kugel die grten ,kreise1 z4 ,b4 die ,meridiane von irgendeinem ,pol aus1 aber nicht die ,parallelkreise4 ,stoen wir einen ,massenpunkt in der ,ebene an1 so luft er in einer geraden ,linie4 ,stoen wir ihn in gleicher ,weise auf der ,kugel an1 so luft er1 sich selbst berlassen und von keinen ueren ,krften beeinflut1 in einer geradesten ,linie1 in einem grten ,kreise um die ,kugel herum4 ,die natrlichen krftefreien ,bahnen sind in der gekrmmten ,flche die geradesten ,linien1 wie sie in der nicht gekrmmten ,ebene die geraden ,linien sind4 ,konstruieren wir uns in der ,kugelflche eine ,geometrie1 so wird sie von der gewhnlichen ,euklidischen ,geometrie verschieden4 ,auf der ,kugeloberflche haben wir den einfachsten ,fall der sogenannten ,nicht-,euklidischen ,geometrie4 ,whrend es in der ,euklidischen ,geometrie bekanntlich heit3 ,die ,winkelsumme im ,dreieck ist gleich zwei ,rechten1 heit es in der ,nicht-,euklidischen ,kugelgeometrie3 ,die ,winkelsumme im ,dreieck ist grer als zwei ,rechte4 ,konstruieren wir z4 ,b4 ein ,dreieck aus lauter geradesten ,linien auf folgende ,weise3 ,wir gehen vom ,nordpol ,n auf einem ,meridian bis zum quator1 diesen entlang um ein ,viertel seines ,umfanges und abermals auf ,abbildung #b -- siehe figure#b4png einem ,meridian zum ,pol zurck1 das letzte ,stck im entgegengesetzten ,sinne zu den eingezeichneten ,pfeilen1 auf deren ,bedeutung wir spter zurckkommen4 ,jeder ,winkel dieses ,dreiecks ist ein ,rechter 7in der ,figur mit ,r bezeichnet71 die ,winkelsumme gleicht drei ,rechten1 also grer als zwei ,rechte1 wie es unser ,satz von der ,winkelsumme in der ,nicht-,euklidischen ,geometrie verlangt4 ,alle diese ,behauptungen sind bequem durch die ,anschauung zu kontrollieren4 ,aber nun kommt ein ,schritt1 zu dem eine gewisse intellektuelle ,unerschrockenheit gehrt4 ,unser ,flchenwesen soll sich im ,anschlu an seine ,kugelflche begrifflich einen dreifach ausgedehnten ,raum konstruieren1 der dieselben ,eigenschaften hat wie seine ,kugelflche1 in dem z4 ,b4 der ,nicht-,euklidische ,satz von der ,winkelsumme allgemein gilt1 und in dem alle geradesten ,linien in sich zurcklaufen1 also keine geraden ,linien sind4 ,einen solchen gekrmmten ,raum knnen wir uns nicht vorstellen2 und doch mssen wir uns begrifflich und rechnerisch in ihm orientieren4 ,und mehr noch1 wir mssen zu einer gekrmmten v i e r d i m e n s i o n a l e n ,w e l t fortschreiten und nicht nur zu einer gleichmig1 nach ,art der ,kugel gekrmmten ,welt1 sondern zu einer ,welt von w e c h s e l n d e n ,k r m m u n g s v e r h l t n i s s e n4 ,was hat nun dieser seltsame geometrische ,vorstellungskreis mit der ,gravitationstheorie zu tun8 ,gehen wir zunchst nochmals der besseren bersicht wegen in unsere flache1 nur zweifach ausgedehnte ,welt zurck4 ,die ,flche sei zwar im allgemeinen und ungefhren eben1 also nicht gekrmmt2 sie habe aber ,buckel1 gekrmmte ,auswlbungen an solchen ,stellen1 wo sich ,massen befinden4 ,jede ,materie ist ,sitz mannigfacher ,energieformen1 chemischer und physikalischer ,energien1 welche in der ,bindung der ,atome untereinander und in dem ,aufbau der ,atome stecken4 ,statt ,materie knnen wir daher auch allgemeine ,energie im weitesten ,sinne des ,wortes sagen4 berall1 wo sich physikalische ,ereignisse abspielen und daher ,energie lokalisiert ist1 insbesondere in den ,stellen strkster ,energiekonzentration1 der greifbaren ,materie1 soll unsere flache ,welt ausgewlbt sein1 mehr oder minder1 je nachdem wir es mit grerer oder geringerer ,energiekonzentration zu tun haben4 ,betrachten wir insbesondere zwei solcher ,buckel3 einen von berwiegender ,wlbung1 den wir ,sonne nennen1 und einen kleinen ,buckel1 den wir ,planet nennen4 ,wir geben letzterem einen ,ansto und lassen ihn durch unsere ,welt laufen4 ,wre der ,sonnenbuckel nicht da und alles eben1 so wrde sich unser ,planet auf gerader ,bahn bewegen4 ,das ,vorhandensein des ,sonnenbuckels hat zur ,folge1 da er sich statt dessen auf einer geradesten ,bahn bewegt4 ,diese weicht von der ,geraden um so mehr ab1 je nher der ,planet an die ,sonne herankommt4 ,sie sehen hiernach bereits1 wie sich dieses zweidimensionale ,gleichnis zur ,gravitationstheorie verhlt4 ,an den ,stellen groer ,energiekonzentration ist die ,raumzeitstrukur eine singulre1 gekrmmte4 die geradesten ,bahnen in der ,nhe solcher ,stellen weichen weit ab von den geraden ,bahnen2 sie verhalten sich annhernd so1 wie wir es aus der alten ,gravitationstheorie her wissen1 als ,keplerellipsen4 ,dabei haben wir nicht ntig1 eine besondere ,gravitationskraft einzufhren4 ,bahnen1 die lediglich unter dem ,einflu der ,gravitation durchlaufen werden1 sind krftefreie1 geradeste ,bahnen2 ihre ,krmmung spiegelt nur die durch die ,energieanhufung bewirkte ,weltkrmmung wider4 ,der ,ausgangspunkt der ,relativittstheorie bleibt dabei durchaus erhalten4 ,raum und ,zeit sind an sich nichts4 ,sie erhalten ihre ,eigenschaften1 ihre ,struktur erst durch die in ihnen enthaltenen physikalischen ,energien aufgeprgt4 ,abbildung #c -- siehe figure#c4png ,die ,bahnen sind nach dieser ,gravitationstheorie angenhert ,keplerbahnen1 aber nicht genau4 ,das ,newtonsche ,gesetz ergibt sich nur in erster ,nherung2 bei genauerer ,rechnung treten ,abweichungen auf4 ,die ,ellipse ist keine geschlossene1 sondern eine langsam sich drehende1 eine solche von fortschreitendem ,perihel4 7,perihel heit bekanntlich der ,punkt grter ,sonnennhe auf der ,planetenbahn47 ,die ,figur zeigt in sehr bertriebenem ,mastabe diesen ,perihelfortschritt4 ,er ist um so strker zu erwarten1 je nher der ,planet der ,sonne kommt1 also beim ,merkur1 dem sonnennchsten der ,planeten am strksten4 ,nach den ,beobachtungen und ,rechnungen der ,astronomen tritt nun in der ,tat beim ,merkur eine ,perihelbewegung auf1 die sich nach der ,newtonschen ,theorie nicht erklren lt4 ,sie betrgt hier #dc ,bogensekunden im ,jahrhundert2 das will sagen1 da erst nach #cj #jjj ,jahrhunderten die ,merkurbahn in ihre ,anfangslage zurckgekehrt erscheint4 ,bei den sonnenferneren ,planeten1 z4 ,b4 bei der ,erde1 ist das ,fortschreiten des ,perihels dagegen unmebar klein4 ,gerade diesen ,wert von #dc ,sekunden im ,jahrhundert ergab nun die ,einsteinsche ,rechnung auf ,grund seiner neuen ,auffassung der ,gravitation4 ,man beachte wohl3 der ,einsteinsche ,gedankengang nahm seinen ,ausgang von erkenntnistheoretischen ,forderungen1 hatte nirgends eine ,unbestimmtheit oder ,lcke1 wute von ,hause aus nichts vom ,merkurperihel und fhrte doch zwanglufig auf den astronomischen ,beobachtungswert4 ,ich darf nicht verschweigen1 da eine kritische berprfung der astronomischen ,angabe von #dc ,sekunden1 die ,herr ,kollege ,gromann krzlich durchgefhrt hat1 diesen ,wert unsicherer erscheinen lt1 als die ,astronomen bisher annahmen4 ,der wahrscheinlichste ,wert liegt nach ,herrn ,gromann etwas tiefer als #dc ,sekunden4 ,bis die ,astronomen sich hierber geeinigt haben werden1 kann man also nur sagen1 da die neue ,gravitationstheorie jedenfalls die ,grenordnung der ,merkur-,perihelbewegung richtig wiedergibt4 ,abbildung #d -- siehe figure#d4png ,wir kehren zu unserem ,bilde des ,sonnenbuckels in der zweidimensionalen flachen ,welt zurck4 ,statt eines ,planeten jagen wir jetzt einen ,lichtstrahl an der ,sonne vorbei4 ,auch dieser luft auf einer geradesten ,bahn2 bei fehlender ,weltkrmmung wrde er eine gerade ,bahn beschreiben4 ,auch hier wirkt1 wie bei dem ,planeten1 die ,krmmung des ,raums in der ,sonnennhe so1 als ob eine ,anziehung von der ,sonne auf den ,lichtstrahl ausgebt wrde1 als ob der ,lichtstrahl nach der ,sonne hin fiele4 ,man denke an die analogen1 aber im ,grunde doch wesensverschiedenen ,verhltnisse bei der atmosphrischen ,strahlenbrechung1 wo sich der ,lichtstrahl in der ,erdatmosphre ebenfalls krmmt4 ,was wir hier zu erwarten haben1 zeigt die nchste ,figur4 ,der ,stern ,a1 der sein ,licht hart an der ,sonne vorbeischickt1 erscheint dem ,erdbeobachter nicht in ,a1 sondern wegen der gekrmmten ,form des ,lichtweges in der ,verlngerung des ,strahlenendes1 d4 h4 an der ,stelle ,b des ,himmelsgewlbes4 ,sonnennahe ,sterne zeigen also eine scheinbare ,ablenkung vom ,sonnenrande fort4 ,natrlich lt sich diese ,ablenkung nur bei einer t o t a l e n ,s o n n e n f i n s t e r n i s beobachten1 weil sonst das ,sternlicht vom ,sonnenlicht berstrahlt wird4 ,abbildung #e -- siehe figure#e4png ,am #bi4 ,mai #aiai fand eine ,sonnenfinsternis statt1 die in ,brasilien total war4 ,deutschland war von ihrer ,beobachtung ausgesperrt1 ,england rstete zwei ,expeditionen aus4 ,die ,ergebnisse sind mir zugeschickt worden4 ,die ,konstellation war besonders gnstig1 weil #g verhltnismig helle ,sterne in ,sonnennhe standen4 ,unser ,bild in ,figur #e stellt die verdunkelte ,sonne mit ihrem leuchtenden ,strahlenkranze1 der ,korona1 dar4 ,die #g ,sterne sind durch kleine ,kreise markiert4 ,von den ,sternen aus sind die ,ablenkungen als gerade ,strecken aufgetragen1 wie sie theoretisch nach ,einstein sich errechnen2 sie verlaufen in radialer ,richtung und sind fr die sonnennheren ,sterne grer als fr die sonnenferneren4 ,der ,mastab ist dabei viele tausendmal bertrieben4 ,am ,sonnenrande ist die theoretische ,ablenkung nur #a1g ,bogensekunden1 d4 h4 so klein1 da wir sie in unserem ,bilde gar nicht einzeichnen knnen2 im doppelten ,abstande von der ,sonnenmitte ist die ,ablenkung noch halbmal kleiner4 ,in demselben bertriebenen ,mastab sind nun auch die beobachteten ,ablenkungen als ,striche mit einer ,pfeilspitze eingetragen4 ,die wirklichen ,ablenkungen auf der photographischen ,platte sind nur unter dem ,mikroskop auszumessen und berhaupt nur indirekt festzustellen4 ,auer der ,sonnenfinsternisaufnahme selbst wurde eine ,aufnahme einige ,wochen nach der ,sonnenfinsternis gemacht1 zu einer ,zeit1 wo sich die ,sonne aus der fraglichen ,gegend des ,fixsternhimmels entfernt hatte4 berdies wurde eine dritte ,vergleichsplatte aufgenommen1 die in das photographierende ,fernrohr verkehrt1 d4 h4 mit der ,glasseite nach auen1 mit der ,schichtseite nach innen eingelegt war4 ,diese ,vergleichsplatte konnte dann mit den beiden ,bebachtungsplatten1 der bei der ,sonnenfinsternis und der nach derselben aufgenommenen1 ,schicht auf ,schicht zur ,deckung gebracht werden4 ,die ,ablenkungen der ,sterne sind durch dieses indirekte ,verfahren unter dem ,mikroskop ausgemessen und nach dem ,ausgleichsverfahren rechnerisch ermittelt worden4 ,wie unsere ,figur zeigt1 stimmen die so gewonnenen empirischen ,ablenkungen aufs berraschendste mit den theoretischen berein4 ,sie zeigen nicht nur1 wie diese annhernd die radiale ,richtung vom ,sonnenmittelpunkte nach auen hin 7was zum ,teil durch das angewandte ,ausgleichsverfahren bewirkt wird1 also noch nicht ohne weiteres beweisend wre71 sondern sie zeigen auch durchweg fast dieselbe ,gre und die von der ,theorie geforderte ,grenabnahme bei zunehmender ,entfernung des ,sterns von der ,sonne4 ,abbildung #f -- siehe figure#f4png ,dies wird besonders berzeugend im nchsten ,bilde dargetan1 welches dem englischen ,originalbericht entnommen ist4 ,nach oben hin sind die ,sternablenkungen1 nach rechts hin die reziproken ,abstnde vom ,sonnenmittelpunkte aufgetragen1 mit denen die theoretischen ,ablenkungen proportional gehen4 ,die ,abnahme der ,ablenkung mit zunehmender ,entfernung von der ,sonne wird theoretisch durch die stark ausgezogene ,gerade dargestellt4 ,die wirklichen ,beobachtungspunkte 7durch starke ,punkte wiedergegeben7 liegen dieser ,geraden uerst nahe1 viel nher als der punktierten ,geraden1 welche nach einer lteren1 nicht konsequenten ,theorie ,einsteins die ,sternablenkung darstellen wrde4 ,man wende nicht ein1 da die ,ablenkung des ,sternortes durch die ,sonnenatmosphre bewirkt sein knnte4 ,in so groen ,entfernungen1 wie sie hier in ,frage kommen1 ist die ,sonnenatmosphre einfach belanglos4 ,die astronomischen ,sachkundigen sind sich darber einig1 da die ,beweiskraft der englischen ,sonnenfinsternisaufnahmen bndig ist4 ,das ,ziel jeder ,wissenschaft ist1 nach einem schnen ,worte des ,mathematikers ,jacobi1 die ,ehre des menschlichen ,geistes4 ,der #bi4 ,mai #aiai wird fr alle ,zeiten ein ,ehrentag des menschlichen ,geistes bleiben4 ,neben dem ,merkurperihel und den ,sonnenfinsternisbeobachtungen gibt es noch ein drittes ,kriterium fr die ,einsteinsche ,gravitationstheorie3 die ,rotverschiebung von ,spektrallinien1 die auf der ,sonne entstehen1 gegenber den ,spektrallinien des gleichen ,stoffes1 wenn sie unter irdischen ,verhltnissen hervorgerufen werden4 ,man kennt1 seitdem es eine ,astrophysik gibt1 die ,erscheinung des sogenannten ,dopplereffektes4 ,sie besteht in der ,verschiebung eines ,spektrums nach der roten ,seite hin bei ,sternen1 die sich von der ,erde entfernen1 in einer ,verschiebung nach der violetten ,seite bei ,sternen1 die auf die ,erde zukommen4 ,die ,gre dieser ,verschiebung entspricht der ,geschwindigkeit1 mit der sich der betreffende ,stern von uns fort oder auf uns zu bewegt4 ,man pflegt daher auch die von ,einstein vorhergesagte ,rotverschiebung im ,sonnenspektrum durch eine ,geschwindigkeit zu charakterisieren1 die im ,dopplereffekt dieselbe ,rotverschiebung bewirken wrde1 und zwar betrgt diese ,geschwindigkeit #j1f ,kilometer in der ,sekunde4 ber den physikalischen ,grund dieser ,rotverschiebung sei hier nur soviel gesagt1 da er natrlich nicht wie der gewhnliche ,dopplereffekt in einer relativen ,bewegung der ,sonne gegen die ,erde1 sondern in dem ,gravitationsfelde der ,sonne liegt4 ,dieses ist auerordentlich viel strker als das ,schwerefeld der ,erde4 ,die ,rotverschiebung entspricht direkt dem ,unterschied der ,schwere an der ,sonnenoberflche und ,erdoberflche4 ,abbildung #g -- siehe figure#g4png ,das geeignetste ,versuchsobjekt zur ,prfung dieses ,effektes bilden ,linien der sogenannten ,zyanbanden4 ,merkwrdigerweise konnten die mit den besten ,hilfsmitteln ausgestatteten amerikanischen ,sternwarten keine systematische ,verschiebung dieser ,linien nach der roten ,seite nachweisen4 ,die ,bonner ,physiker ,grebe und ,bachem haben aber erst gezeigt1 mit welcher ,vorsicht man beim ,vergleich der ,sonnenlinien und der ,linien aus irdischen ,lichtquellen vorgehen mu1 um sichere ,resultate zu erhalten4 ,beide ,spektren enthalten nicht nur die in ,rede stehenden ,zyanlinien1 sondern daneben ein ,gewirr von ,linien anderen ,ursprungs1 die sich jenen berlagern4 ,photometriert man ein solches ,spektrum1 d4 h4 stellt man die ,lichtintensitt in ihrer ,abhngigkeit von der ,wellenlnge durch ein ,schaubild dar1 so entsteht eine ,zackenkurve nach ,art eines ,gebirgskammes4 ,nur solche ,linien sind einwandfrei1 die im ,schaubild durch eine isolierte ,zacke dargestellt werden2 wenn eine ,erhebung fremden ,ursprungs in der ,nhe liegt1 flscht sie die ,lage der ,hauptzacke und macht sie zur ,untersuchung der ,rotverschiebung ungeeignet4 ,bei diesem kritischen ,vorgehen erwiesen sich von #cf gemessenen ,zyanlinien nur #i als unverdchtig und brauchbar4 ,nach ,r4 ,t4 ,birge ist die ,auswahl sogar noch weiter zu beschrnken auf zwei von diesen ,linien4 ,und siehe da3 ,wenn alle verdchtigen ,linien ausgeschaltet und nur die #i bzw4 #b tadellosen benutzt werden1 so ergibt sich der richtige ,betrag der ,rotverschiebung1 wie er von ,einstein vorhergesagt wurde1 nmlich rund #j1f ,kilometer in der ,sekunde4 ,abbildung #h -- siehe figure#h4png ,ich mchte noch ein letztes ,beispiel zur ,sprache bringen1 welches zwar nicht als ,prfstein der ,einsteinschen ,gravitationstheorie1 wohl aber als ,mittel zu ihrer ,veranschaulichung wertvoll ist4 ,wir wissen1 da ein ,kreisel1 der aufgezogen ist und keinen ueren ,krften unterliegt1 bestrebt ist1 seine ,richtung im ,raume beizubehalten4 ,unsere ,erde ist ein solcher ,kreisel von gewaltigen ,ausmessungen4 ,freischwebend im ,raum wrde er die ,richtung seiner ,drehachse nicht ndern4 ,in ,wirklichkeit beschreibt die ,erdachse in langsamstem ,tempo einen ,kegel um die ,normale zur ,erdbahnebene 7,ekliptik74 ,figur #h zeigt die ,erde mit eingezeichneter ,erdachse in ihrem ,umlauf um die ,sonne und deutet in ihrer ,stellung am weitesten rechts den ,kegel an1 den die ,erdachse im ,verlauf vieler ,umlufe beschreibt4 ,der ,kegel wird erst in #bf #jjj ,jahren vollstndig durchlaufen1 in jedem ,jahr betrgt die ,winkelverlagerung #ej ,sekunden 7,przession der quinoktien74 ,nach der gewhnlichen ,auffassung rhrt diese ,verlagerung der ,erdachse von der ,anziehung der ,sonne auf den am quator wulstfrmig aufgetriebenen ,erdkrper her1 also daher1 da die ,erde kein krftefreier1 sondern ein von der ,sonnengravitation beeinfluter ,kreisel ist4 ,in der ,einsteinschen ,theorie aber ist die ,gravitation keine uere ,kraft2 die ,gravitationsbahnen der fortschreitenden sowohl wie der drehenen ,erdbewegung verlaufen krftefrei als geradeste ,bahnen im gekrmmten ,raume2 die ,erdachse sollte also im ,schwerfelde sich selbst parallel bleiben4 ,was aber heit3 sich selbst parallel bleiben im ,nicht-,euklidischen ,sinne1 bei gekrmmter ,raumstruktur8 ,wir ziehen nochmals unsere ,figur #b zu ,rate4 ,wir gehen jetzt vom ,nordpol aus zunchst auf unserem ersten ,meridian quatorwrts und halten dabei stets einen geraden ,stab vor uns hin4 ,zweifellos bleibt er bei dieser ,wanderung sich selbst parallel1 da er dabei ja dauernd in die ,richtung einer geradesten ,bahn1 in den ,meridian1 weist4 ,im quator angelangt1 steht er senkrecht zu diesem4 ,soll er sich selbst parallel bleiben1 so mu er dauernd senkrecht zum quator gehalten werden1 solange wir den quator abschreiten4 ,gehen wir auf dem zweiten ,meridian zum ,pole zurck1 so bleibt unser ,stab wieder sich selbst parallel1 wenn er dauernd die ,richtung dieses ,meridians einhlt4 ,kommen wir in den ,pol zurck1 so hat sich1 wie unsere ,figur zeigt1 unser ,stab um einen rechten ,winkel gedreht1 trotzdem er dauernd mit sich parallel war6 ,nehmen wir statt des ,stabes einen ,kreisel zur ,hand1 so stellt sich dessen ,drehachse selbst so ein1 wie wir soeben die ,stabachse richteten2 es gilt also fr den ,kreisel das gleiche wie fr unseren ,stab3 ,trotzdem er mit sich parallel bleibt1 schliet er nach beendetem ,umgang einen ,winkel gegen seine ,anfangslage ein4 ,der ,grund liegt in der ,krmmung der ,kugelflche4 ,bei einem ,umgang in der ,ebene1 das heit3 wenn wir ein ebenes ,dreieck mit einem ,kreisel in der ,hand umschreiten1 wrde von einer ,winkelverlagerung des ,kreisels keine ,rede sein4 ,die ,anwendung auf das ,problem der ,erdachse ist unmittelbar einleuchtend4 ,dem ,umgang um das ,kugeldreieck entspricht bei der ,erde ihr jhrlicher ,umgang um die ,sonne1 der ,kugelkrmmung die von der ,sonne bewirkte gekrmmte ,raum-,zeit-,struktur4 ,indem die ,erdachse nach einem ,umgang um die ,sonne in den ,frhlings-,tagundnachtgleichenpunkt zurckkehrt1 schliet sie einen ,winkel mit sich ein4 ,dieser betrgt zwar nicht1 wie in unserem ,beispiel1 einen ,rechten1 sondern nur #ej ,sekunden1 hat aber dieselbe ,bedeutung wie jener1 er zeigt uns nmlich an1 da der umlaufene ,flcheninhalt der ,erdbahn nicht eben1 sondern gekrmmt war4 ,man sieht1 wie schn und einfach sich die ltere ,auffassung1 nach der die ,gravitation als uere ,kraft wirkt1 in die neuere ,auffassung umsetzt1 nach der sie sich nur auf dem ,wege ber die ,verkrmmung der ,welt uert4 ,beide ,auffassungen sind im ,ergebnis gleich2 nur insofern1 als die neue ,auffassung eine ,korrektion am ,newtonschen ,anziehungsgesetz mit sich bringt1 eine ,korrektion1 die sich z4 ,b4 in der ,perihelbewegung des ,merkur uerte1 wird auch die nach ,einstein berechnete ,winkelverlagerung der ,erdachse bei ihrem jhrlichen ,umgang um die ,sonne ein wenig verschieden von der nach ,newton berechneten ausfallen4 ,doch betrifft diese ,verschiedenheit nur die hheren ,dezimalen der angegebenen ,zahl von #ej ,sekunden4 ,als ,kriterium fr oder wider ,einsteins ,gravitationstheorie wird also diese ,erscheinung nicht dienen knnen1 insbesondere deshalb nicht1 weil zu ihrer praktischen ,verwertung eine anderweitige ,kenntnis der ,mondmasse erforderlich wre4 ,hiernach kehren wir von ,sonne1 ,mond und ,sternen zu unserem ,standpunkt auf der rotierenden ,erde zurck4 ,nach unserem ,relativittsglauben ist jeder ,standpunkt berechtigt1 auch derjenige auf einem rotierenden ,bewegungssystem4 ,die ,naturgesetze gelten fr diesen ,standpunkt ebenso wie fr jeden anderen1 wenn wir sie nur hinreichend allgemeingltig gefat haben4 ,ja1 es entsteht die ,frage3 ,was heit berhaupt rotieren8 ,hat es einen ,sinn1 von der rotierenden ,erde zu reden1 wenn ,sonne und ,fixsterne nicht da ,wren1 an denen wir die ,rotation der ,erde doch erst wahrnehmen knnen8 ,wrde es nicht wieder einen absoluten ,raum oder einen ther voraussetzen1 gegen den die ,drehung gedacht wird1 wenn wir von der ,erddrehung schlechtweg1 ohne ,beziehung zum ,sternhimmel1 sprechen wollten8 ,wie aber steht es dann mit den ,folgen der ,erddrehung1 den ,fliehkrften1 die wir bei der ,drehung des ,foucaultschen ,pendels oder die wir in der ,abplattung der ,erde beobachten8 ,wenn die ,erddrehung nur relativ zu den ,gestirnen gedacht werden kann1 nur durch ,vorhandensein uerer ,massen ermglicht wird1 so knnen auch die ,fliehkrfte der ,erddrehung ihre ,existenz nur dem ,vorhandensein der ,gestirne verdanken1 sie mssen als ,wechselwirkungen zwischen diesen und den ,massen der ,erde aufgefat werden4 ,bis zu diesem fundamentalen ,schlu war ,mach gekommen4 ,durch ihn hat er ,einstein den ,weg bereitet4 ,mach stellte eine ,frage und ,einstein beantwortete sie4 ,er beantwortete sie zugleich mit seiner ,antwort auf die ,rtselfrage der ,gravitation4 ,die ,gravitation erwies sich als eine ,scheinkraft1 de ihren ,grund in der ,raumstruktur hat4 ,auch die ,fliehkrfte sind ,scheinkrfte oder ,trgheitskrfte1 die nach ,newton ihren ,grund in dem absoluten ,charakter der ,rotation haben wrden4 ,d i e s e n ,grund knnen wir nicht gelten lassen4 ,aber stellen wir uns auf den ,standpunkt des gedrehten ,bezugssystems4 ,wenn uere ,massen und ,geschehnisse vorhanden sind1 die an der ,drehung nicht teilnehmen1 so wandern diese gegen das ,bezugssystem4 ,da sie ihrerseits eine ,verzerrung der ,raumstruktur bedingen1 de mit ihnen umluft1 erscheint die ,raumkrmmung vom gedrehten ,system aus anders als ohne ,drehung4 ,diese vom ,standpunkt abhngige nderung der ,raumkrmmung bedingt ,scheinkrfte1 die wir mit der ,gravitation auf eine ,stufe stellen knnen4 ,diese ,scheinkrfte sind die ,fliehkrfte der ,erdumdrehung4 ,wren aber ,massen und ,geschehnisse auerhalb der ,erde nicht vorhanden1 so knnten ,fliehkrfte nicht auftreten2 die im ,raum isolierte ,erde knnte sich1 physikalisch gesprochen1 nicht drehen1 das heit3 sie knnte keine beobachtbaren ,anzeichen ihrer ,umdrehung verraten4 ,die ,wesensgleichheit von ,schwerkrften und ,trgheitskrften1 auf die wir so gefhrt worden sind1 findet ihre berzeugende ,besttigung in der ,gleichheit von schwerer und trger ,masse4 ,vor hundert ,jahren durch ,bessels ,pendelbeobachtungen bewiesen1 hat diese ,identitt zweier scheinbar verschieden definierter ,gren viel zu wenig ,beachtung gefunden4 ,erst jetzt sind uns die ,augen geffnet1 sie richtig zu sehen und sie in ,zusammenhang zu bringen mit der ,erneuerung unserer ,zeit-,raum-,auffassung und mit der ,vertiefung aller ,naturgesetze4 -- ,was wrde nun unser ,pfarrer von ,ufenau zu dieser ,wendung der ,dinge sagen1 wenn sie ihm ein fahrender ,schler des zwanzigsten ,jahrhunderts anvertrauen wrde8 ,wrde er glauben1 da ,herr ,kpernick umsonst gewacht hat8 ,sicherlich nicht4 ,der ,wechsel des ,standpunktes1 den ,kopernikus vornahm1 war der erste ,schritt zur ,wahrheit4 ,der ,erdstandpunkt des ,ptolemischen ,systems mute zuerst einmal aufgegeben und durch den ,sonnenstandpunkt des ,kopernikanischen ersetzt werden4 ,indem ,kopernikus ,sonne und ,fixsterne stillstehen und die ,erde wandern hie1 erhielt er ein vereinfachtes ,weltbild4 ,die ,raumkrmmung wird von diesem ,standpunkt aus so gering wie mglich1 der ,raum erscheint so euklidisch1 als es nach ,lage der ,sache sein kann4 ,deshalb wird der ,kopernikanische ,standpunkt fr alle ,zeiten dem rechnenden ,astronomen und dem beobachtenden ,erdbewohner die besten ,dienste leisten4 ,aber dieser ,standpunkt ist nicht mehr der einzig mgliche4 ,es ist zwar sehr unpraktisch1 aber nicht mehr falsch zu sagen3 ,die ,erde ruht und die ,sonne wandert4 -- ,darber hinaus sehen wir mit ,e i n st e i n den wahren und endgltigen ,standpunkt darin3 alle ,standpunkte souvern zu umfassen1 je nach der besonderen ,aufgabe den ,standpunkt besonders zu whlen und zu der berzeugung vorzudtingen3 ,die ,natur ist1 unabhngig von dem wechselnden menschlichen ,standpunkte1 immer gleich gro und gleich gesetzmig4 ,,gegenwartsfragen ,,des ,,deutschen ,,wirtschaftslebens ,,von ,,universit,,tsprofessor ,,dr4 ,,goetz ,,briefs 7,w,,rzburg7 ,anmerkung3 ,der ,aufsatz wurde ,ende ,august #aiba abgeschlossen4 ,g4,b4 ,wer dieses ,thema liest1 mchte leicht geneigt sein1 es umzundern in3 die ,fraglichkeit des deutschen ,wirtschaftslebens4 ,und wer sich mit dem vollen ,ernst dieser ,fraglichkeit erfllt hat und sieht1 welche ,zusammenhnge heute von der ,wirtschaft in alle anderen deutschen ,lebens gebiete bis in die ,kultur1 in die politische ,freiheit und das ,volksleben ausstrahlen1 mchte wohl von der ,fraglichkeit des deutschen ,lebens im ganzen sprechen und die dstersten ,zukunftsbefrchtungen daran anschlieen4 ,zu jh ist fr uns alle dieser ,titanensturz1 den ,volk und ,reich seit jenen tragischen ,juli- und ,augusttagen #aiad erlebt haben4 ,wir sind wie betubt vom ,sturz4 ,wir wissen nur eines3 ,nicht am ,boden liegen bleiben6 ,sonst ist ,ehre1 ,reich und ,volk auf immer verloren4 ,wo standen wir8 ,wo stehen wir8 ,das sind die festen ,punkte1 an denen wir ,richtung nehmen1 um uns zunchst einmal mit der vollen ,schwere dessen zu erfllen1 was geschehen ist1 und um an ihnen zu ermessen1 was nun geschehen soll4 ,wo standen wir8 ,wir jngere ,generation kennen aus eigenem ,erlebnis der ,vorkriegszeit nur das starke1 stolze ,reich1 das im ,inneren ,einigung und ,blte1 nach auen schimmernde ,wehr und hohe ,geltung besa4 ,die ,reibungen unseres innerpolitischen und wirtschaftlich-sozialen ,lebens schienen uns ,wachstumsschmerzen1 die keinen verschonen1 aber mit denen man fertig wird4 ,unsere ,weltgeltung stand auf der ,strke einer gewaltigen ,kriegsmacht und einer ,wirtschaftsmaschine von unerhrter ,leistungsfhigkeit1 aber auch auf sozialen ,kulturtaten und geistigen ,leistungen1 die vorbildlich waren4 ,mit diesen ,eindrcken von ,macht1 ,gre und ,reichtum erfllte sich unsere ,seele4 ,wer von uns drauen war1 sah auf allen ,meeren1 in allen ,lndern die ,zeichen eines aufstrebenden1 gewerbefleiigen1 in allen ,knsten und ,hantierungen geschickten ,volkes1 das im ,herzen ,europas sa und von dort aus das ,reich seines wirtschaftlichen und technischen ,unternehmungsgeistes aufbaute4 ,das war das ,deutschland der jngsten ,vorkriegsgeneration4 ,ihre ,vter und ,grovter noch hatten das andere alte ,deutschland gekannt1 jenes ,deutschland1 das weltpolitisch und weltwirtschaftlich nicht viel mehr als ein geographischer ,begriff1 ,provinz war2 jenes ,deutschland1 dessen ,getreideausfuhr der ,londoner ,produktenbrse den ,namen ,baltic gab1 jenes buerlich-handwerkerliche ,deutschland1 das oft genug auslaufende fremde ,schiffe mit ,sand als ,ballast befrachten mute1 weil ihm ,waren zur ,ausfuhr fehlten1 jenes ,deutschland1 dessen ,vorstellung fr ,gladstone noch in der ,mitte des vorigen ,jahrhunderts verbunden war mit rmlichkeit1 ,spiebrgertum1 viel ,militr und einem ,bndel von ,kleinstaaten4 ,und greift man nun zurck auf die ersten ,jahrzehnte des #ai4 ,jahrhunderts1 dann taucht man in die schwere ,luft eines kontinentalen buerlich-handwerkerlichen ,volkstums ein1 das politisch nicht zu eigener ,form kam1 dessen ,ohnmacht im ,konzert der ,vlker mit seiner ,zersplitterung wetteiferte1 und das im ganzen mehr ,objekt als ,subjekt der hohen ,politik war4 ,wenn in jenen ,zeiten der deutsche ,name in fremden ,landen respektvoll genannt wurde1 dann war es um der ,werte des ,g e i s t e s willen4 ,wer von den groen ,geistern unserer klassischen ,zeit war ,prophet und ,seher genug1 vorauszuschauen1 was aus diesem ,volke im ,laufe zweier oder dreier knapper ,generationen werden sollte6 ,wer von ihnen h o f f t e auch nur auf jene ,wendungen in unserem ,geschick1 die wir als ,volk bald nahmen8 ,dem ,briten die ,see1 dem ,franzosen das ,land1 dem ,deutschen das ,reich des ,geistes3 das war jene nicht etwa schmerzvoll den ,tatsachen entnommene1 sondern aus innerstem ,bewutsein gewertete ,teilung der ,erde1 die ,schiller in einem seiner ,gedichte vor ,augen hat4 ,freilich3 das konnte der ,dichter wohl nicht ahnen1 da das ,luftreich der ,gedanken der ,boden sein werde1 auf dem der beispiellose deutsche ,aufstieg in der zweiten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts reifen wrde4 ,man mge in dem trefflichen ,buche3 ,die deutsche ,volkswirtschaft im #ai4 ,jahrhundert selbst nachlesen1 was ,sombart mit groer ,meisterschaft der ,darstellung zu erzhlen wei von dem ,leben der dritten ,generation vor uns1 von ihrem ,schaffen und ,mhen1 von der ,kleinheit -- und so schien uns wenigstens in den reichen ,tagen der ,vorkriegszeit -- rmlichkeit dieses ,lebens6 ,eine an ,drftigkeit grenzende ,einfachheit allerorten1 in ,wirtschaft und ,staat1 im privaten ,leben und in der ,gesellschaft6 ,beengt1 klein1 drftig blieb im ganzen genommen das ,dasein unseres ,volkes bis in hohe ,jahrzehnte des #ai4 ,jahrhunderts4 ,gewi1 es kamen schon strkere ,impulse2 im ,westen und ,sden regte sich industrielles ,leben1 das in ,friedrich ,list den genialen ,anwalt seiner ,bedeutung fr das ganze ,volkstum fand4 ,aber der eigentliche ,aufmarsch der deutschen ,wirtschaft zu jener ,strke und ,geltung1 in deren ,bewutsein wir aufgewachsen sind1 liegt sehr erheblich spter4 ,noch in den sechziger ,jahren hatten wir eine strkere ,getreideausfuhr als ,einfuhr2 erst #ahgc verschwand der letzte ,getreideausfuhrberschu1 der ,weizenberschu4 ,es war damals noch nicht die ,konkurrenzunfhigkeit der deutschen ,landwirtschaft die ,ursache der ,einfuhrberschsse bei ,getreide1 sondern die verstrkte ,hinwendung der ,landwirtschaft zum ,kartoffel-1 ,futtermittel- und ,rbenbau4 ,aber diese ,wendung leitete eine wirtschaftliche ,umwlzung ein3 an der ,zuckerrbe wurde eine der ersten und blhendsten deutschen ,industrien wach1 auf den ,kartoffelbden des ,ostens entstand eine landwirtschaftliche ,nebenindustrie 7,brennereien und ,strkefabriken7 von groer ,bedeutung4 ,im ,westen und ,sden entwickelte sich im ,anschlu an eine alte ,tradition des ,gewerbefleies eine ,industrie der ,textilien1 des ,eisens und der ,kohle2 sie hatte jahrzehntelang einen schweren ,stand gegenber der hochentwickelten englischen ,industrie wie auch gegenber dem franzsischen und belgischen ,wettbewerb1 der teilweise mit ,ausfuhrprmien arbeitete4 ,aufschwungsimpulse von grter ,bedeutung waren die ,reichseinigung1 die ,kriegsentschdigung von #ahgj und das gehobene ,nationalgefhl1 das nach dem glorreichen ,kriege durch das deutsche ,volk ging4 ,die ,bevlkerung wuchs von ,jahrzehnt zu ,jahrzehnt in starken ,rhythmen1 das industrielle ,leben entfaltete sich1 wenn auch ber ,wellentler von ,depressionen weg1 so doch im ganzen stark und nachhaltig2 die ,schutzzollgesetzgebung von #ahgi krftigte jenes ,doppelfundament der deutschen ,wirtschaft1 ,industrie und ,landwirtschaft gegen die vom ,weltmarkt her drohenden ,erschtterungen4 ,wenn schon in den letzten ,jahrzehnten des #ai4 ,jahrhunderts die deutsche ,industrie- und ,reichtumsentfaltung den auslndischen ,beobachtern so berraschend -- und gestehen wir auch das1 in mancher ,hinsicht berstrzt und gewaltsam -- vorkam1 so waren das nur ,auftakte zu jener ungeheuren1 fast mchte man sagen3 elementaren ,expansion1 die mit dem neuen ,jahrhundert einsetzte4 ,drei ,zge kennzeichnen diesen neuen ,abschnitt der deutschen ,wirtschaftsentfaltung3 das ,aufschieen von ,riesenbetrieben1 zumal in der ,kohlen- und ,eisenindustrie1 in der chemischen und ,elektrizittsindustrie2 weiterhin der ,organisationsproze der deutschen ,wirtschaft in ,gestalt von ,betriebskombinationen1 ,kartellen1 ,syndikaten1 ,interessengemeinschaften usw42 und drittens das ,vordringen der wissenschaftlich fundierten ,industriewirtschaft1 mit anderen ,worten3 der wirtschaftlichen ,auswertung naturwissenschaftlicher ,forschungen einerseits1 andererseits des ,aufbaues von ,betrieben und ,unternehmungen nach ,methoden1 die wissenschaftlich auf ihre hchste ,zweckmigkeit ausgeklgelt sind4 ,whrend ,grobetriebe1 ,kartelle und ,truste ,ergebnisse von ,tendenzen sind1 die alle moderne ,wirtschaft in fast allen ,lndern kennzeichnen1 ist der ,weg zur ,wirtschaft ber die ,wissenschaft ein spezifisch deutscher ,weg gewesen2 seine geistigen und sittlichen ,voraussetzungen lagen nur hier in der ,strke und ,reinheit vor1 die ntig waren1 ihn zu beschreiten und zu erobern4 ,jedenfalls ist das ,schrittma der deutschen ,wirtschaftsentwicklung unter dem ,antrieb jener neuen ,organisationsformen und ,produktionsmethoden so schnell1 da in seinem ,gefolge schwerwiegende ,erscheinungen im ,inneren des deutschen ,volkskrpers auftauchten4 ,noch schwerer wiegende nach auen6 ,ein wachsendes ,volk auf schmaler ,rohstoffbasis6 ,was das wachsende ,volk an ,nahrung und ,kleidung brauchte1 konnte der deutsche ,boden allein nicht hergeben2 die ,einfuhr mute ber eine ,million ,tonnen ,brotgetreide und fr eine ,milliarde ,mark 7,goldmark67 ,futtermittel zuschieen2 dazu ,milliardenbeitrge fr ,wolle1 ,baumwolle1 ,erze usw4 ,wir knnten diese wenigen ,angaben noch vermehren um den ,hinweis auf den stark anwachsenden ,tonnengehalt unserer ,handelsflotte1 die ,ausweise unserer ,banken1 die deutsche ,kapitalanlage im ,auslande1 unsere ,steuerkraft und vieles andere mehr4 ,doch genug der ,zahlen6 ,sie sind heute schmerzvolle ,erinnerungen4 ,wer sich sinnfllig den ,unterschied des damaligen und des heutigen ,deutschlands vergegenwrtigen will1 berlege nur einen ,augenblick den ,wert der ,mark von heute gegenber dem der alten ,goldmark4 ,der ,unterschied redet eine ,sprache1 die auch der ,einfltige versteht4 ,und doch mssen wir noch einmal vom alten ,deutschland reden1 ehe wir uns dem armen ,deutschland unserer ,tage zuwenden1 und zwar nach einer doppelten ,hinsicht4 ,ein ,volk1 das keine ,hoffnung mehr sieht und auf ,generationen hinaus ,wstenwanderung vor sich hat1 gibt sich auf4 ,haben wir dazu ,anla8 ,wir htten ,anla dazu1 wenn alle ,wurzeln unserer ,vorkriegsblte verdorrt wren4 ,stellen wir fest1 welches diese ,wurzeln waren4 #a4 ,la n d als ,grundlage von ,ackerbau und ,viehzucht1 ,land als ,fundsttte von ,rohstoffen und ,kraftquellen1 ,land als rumliche ,grundlage von ,leben und ,wohnen4 ,nach allen drei ,richtungen haben wir schmerzvollste ,verluste erlitten1 aber keine1 die nicht mehr oder minder zu mildern wren4 #b4 ,die natrliche ,lebenskraft der ,n a t i o n3 ,arbeitskraft1 ,geschlechtsverteilung1 ,altersaufbau1 ,gesundheit4 ,auch hier sind schwere ,einbuen zu verbuchen1 aber wiederum keine1 die nicht auszugleichen oder zu ertragen wren4 #c4 ,k a p i t a l k r a f t1 ,vermgensmacht1 ,reichtum1 ,wohlstand3 hier liegt die gewaltigste ,einbue vor1 diejenige auch1 die am wenigsten von heute auf morgen ausgeglichen werden kann4 ,hier ist ,anla1 in der ,tat von einer hochgradigen ,verarmung zu reden4 ,teils ist sie eine ,folge der ,erschpfung unserer ,reichtumsquellen durch den ,krieg1 teils der ,ausplnderung und ,ausraubung durch den ,frieden4 ,wenn es heute ein ,proletariervolk im ,sinne eines ,volkes1 das in ,drftigkeit von der ,hand in den ,mund lebt1 gibt1 dann sind w i r e s4 ,wir sind das ,proletariervolk1 auf das fr ,jahrzehnte hinaus ungeheuerliche ,verpflichtungen gelegt sind4 ,wir sind ein verarmtes1 ausgeraubtes ,volk1 das noch von seiner ,hnde ,arbeit und von seiner ,armut ,fabelsummen in ,gold ausgepret bekommt4 ,hier liegt der ,punkt1 wo die ,wirtschaftslage in das allgemeine ,leben des ganzen ,volkes auf ,jahrzehnte hinaus empfindlich einzuschneiden droht4 ,alle ,kultur1 alle ,zivilisation1 alle ,bildung des ,geistes und des ,herzens1 alle soziale ,frsorge1 alle gute ,verwaltung1 alle ,schaffung von ,recht und ,sicherheit hngt mit tausend ,fden an der ,wirtschaftsblte2 sie entscheidet ber das ,leben ungeborener ,geschlechter1 und vor allem darber1 ob der junge ,aufwuchs der ,nation an ,leib und ,seele verkrppelt und verwildert aufwchst oder nicht2 sie entscheidet darber1 ob ,mitteleuropa zurcksinkt in die stumpfe ,dumpfheit und ,stickigkeit einer geistig und physisch elenden ,volksmasse1 und weiterhin darber1 ob sich damit die ,nachtschatten ber ganz ,europa senken4 ,denn man kann nicht das ,mittelstck eines ,kultur- und ,zivilisationszusammenhanges mit frevlen ,hnden herausbrechen und sich dabei einbilden1 das knnte den ,anschlustcken in ,ost und ,west von ,vorteil sein4 ,die wirtschaftliche ,erschpfung bei gleichzeitiger berbrdung mit ,verpflichtungen ist der ,boden der schlimmsten ,gegenwartsbefrchtungen2 an diesem ,punkte kann a l l e s fraglich werden4 ,ob die ,befrchtungen sich verwirklichen1 hngt ab von der ,freiheit1 die man unserer ,arbeitskraft1 unserer ,unternehmungslust und unserem ,erfindergeist im fremden ,lande gewhren wird1 und hngt nicht zuletzt ab von der ttigen ,hilfe in ,gestalt von ,krediten1 ,rohstoffvorschssen und vor allem ,verpflichtungserleichterungen1 die uns das ,ausland gewhrt #d4 ,s i t t l i c h e ,e i g e n s c h a f t e n3 ,arbeitswilligkeit1 ,arbeitsfreude1 ,arbeitsdisziplin1 ,sparsamkeit1 ,gengsamkeit1 ,wille zum ,vorwrtsstreben1 ,mut zum ,leben4 ,wer will behaupten1 da diese ,eigenschaften1 die gewi zeitweise getrbt und in manchen ,einzelgruppen heute noch geschwcht sind1 im ganzen unertrglich gelitten htten8 ,nur interessierte ,bswilligkeit oder ,unverstand kann derartiges behaupten4 ,festzustellen ist wohl1 da das ,ma der ,leistungen nicht so strmisch und ungezgelt ist wie frher4 ,aber das hat seine besonderen ,grnde in schlechter ,lebenshaltung1 wirtschaftlichen ,beengungen durch den ,friedensvertrag und seine ,folgen und ist brigens zu einem ,teil eine verstndliche ,reaktionserscheinung auf de ungeheueren ,anforderungen der letztem sieben ,jahre4 #e4 ,d e r d e u t s c h e ,s t a a t4 ,sicher war das alte ,staatsgefge mit seiner inneren ,ordnung1 seiner ,strke und ,macht nach auen ein gewichtiger ,hebel wirtschaftlichen ,aufstiegs4 ,zweifellos hat die allgemeine ,heerespflicht ,eigenschaften geweckt und gefrdert1 ,sachverhalte geschaffen1 die der ,wirtschaft zugute kamen4 ,was ein starker1 politisch unabhngiger ,kultur- und ,machtstaat der ,wirtschaft zu bieten vermag1 wei kein ,volk besser als das deutsche4 ,wir mssen uns mit dem ,gedanken vertraut machen1 da unser ,staat von heute so schwer nach auen und innen zu tragen hat1 so berbrdet ist mit ,aufgaben und toten ,lasten1 da ihm die ,wirtschaft eher helfen mu1 als er der ,wirtschaft helfen kann4 ,das sind ,folgen des ,krieges und des ,friedens1 ,folgen aber auch der gerade in ,deutschland so weit verbreiteten ,neigung1 in allen ,nten des ,lebens nach dem ,staate zu rufen4 ,und doch ist es nicht so1 wie mancher wohl gelegentlich denken mchte1 als ob der ,staat von heute nur eine tote ,last unserer ,wirtschaft sei4 ,auch heute lebt die ,wirtschaft auf dem ,boden des staatlich gesicherten ,rechtes und der staatlich gewhrleisteten ,ordnung4 ,und vor jedem vorschnellen ,urteil sollte man bedenken3 ,das ,staatsgefge in ,deutschland hat eine ungeheuere ,anspannung und ,probe ausgehalten1 ohne unterzugehen6 ,gewi1 es hat sich neue ,formen geschaffen2 es ringt in manchen ,hinsichten noch mit sich selbst und den neuen ,verhltnissen -- aber das ,wesentliche ist gesichert3 im neuen ,staate sind die ,unterlagen des ,wirtschaftslebens und die ,voraussetzungen eines wirtschaftlichen ,aufbaues gegeben4 ,es ist ,aufgabe des ,staates1 auf seinem ,gebiete der ,wirtschaft aufzuhelfen2 es ist ,aufgabe der ,wirtschaft1 mit ihren ,mitteln den ,staat zu sttzen4 ,die ,vorstellung1 es knne eines von beiden o h ne e das andere gedeihen1 ist eine gefhrliche ,illusion4 ,das ist der e i n e ,blick auf das alte ,reich1 ein ,blick1 der uns vergegenwrtigen sollte1 wieviel noch von den ,pfeilern der alten ,macht und ,gre steht und ,tragkraft besitzt fr den ,neubau4 ,und nun der andere ,blick auf das alte ,reich3 wieviel von den ,nten1 ,sorgen und ,schwierigkeiten unserer ,gegenwart lagen in ihm schon mit zugrunde6 ,aus der ,tiefe seiner ,armut knnte es einem kommenden ,geschlecht einmal scheinen1 als ob in den glanzvollen ,jahrzehnten des ,kaiserreiches eitel ,friede und ,wohlfahrt in ,deutschland geherrscht habe4 ,und ein ,geschlecht1 das in seinen ,tagen die ,fehden blutdrstiger ,matabelestmme auf europischem1 politisch zerkleinertem ,boden zu erleben glauben wird1 knnte vielleicht einmal denken1 der europische ,friede vor dem ,kriege sei eitel ,vlkerfreundschaft gewesen4 ,solche ,auffassungen haben mit der ,wahrheit sehr wenig gemein4 ,das von jeher an ,gegenstzen und ,spannungen so reiche deutsche ,leben hat auch unter dem zweiten ,kaiserreiche den inneren ,frieden nicht gefunden4 ,gewi trat der alte ,bruch zwischen ,nord und ,sd fr das ,bewutsein der jungen ,generationen als eine praktisch erledigte ,angelegenheit1 deren gefhlsmige ,restbestnde allmhlich ganz erlschen werden1 zurck2 auch war nach dem ,einschwenken in der ,kulturkampfpolitik der konfessionelle ,gegensatz kein auseinanderreiendes ,element mehr1 soviel ,kraft er im brigen noch verschlingen mochte4 ,aber dafr ging der ,ri der w i r t s c h a f t l i c h - s o z i a l e n ,g e g e n s t z e in ,gestalt des ,klassenkampfes durch unser ,volk4 ,wie die moderne ,wirtschaftsverfassung1 zumal in ihrer hochgesteigerten deutschen ,gestalt1 ,besitz und ,verfgung ber die ,produktionsmittel von der ,arbeit an ihnen trennt1 so schichteten sich auch politisch und sozial die ,gruppen4 ,hier ,besitz und wirtschaftliche ,machtverfgung1 dort ,nichtbesitz und ausfhrende ,arbeit2 hier strkste soziale ,geltung mit erhhten politischen ,rechten und ,ansprchen1 dort tatschliche soziale ,mindergeltung und politische ,minderberechtigung2 hier die relativ dnnen ,schichten1 die mit ,stolz ,besitz und ,bildung berufen konnten1 dort die ungeheueren ,massenheere der ,arbeiterschaft1 besitzlos1 hungrig nach ,bildung und ,wissen4 ,das war der ,sachverhalt1 der den ,ausgangspunkt gefhrlicher innerer ,spannungen abgab1 der den ,trennungsstrich zog durch das ,volk1 und der1 so schien es manchmal1 zwei feindliche ,vlker auf einem ,boden und in einem ,staatsverbande zusammenhielt4 ,wenn schon festzustellen ist1 da der schrfste ,radikalismus von beiden ,seiten sich allmhlich abstumpfte1 und wenn schon zugegeben werden mu1 da die staatliche ,sozialpolitik sehr viel zur ,milderung der ,konflikte tat1 so traf doch noch der pltzliche ,kriegsausbruch in eine ,spannung der ,gegenstze1 die nicht unbedingte ,sicherheit gab1 da die ,zusammenfassung aller ,krfte nach auen restlos gewhrleistet1 der ,burgfriede nach innen gewahrt sei4 -- ,und noch eine ,frage der ,vorkriegszeit ragt in unsere ,gegenwart hinein1 doppelt und dreifach verschrft4 ,es ist ,tatsache1 da unser ,volkswachstum1 getragen von dem gigantischen ,aufschwung unserer ,wirtschaft1 mit der ,folge der berflgelung aller brigen europischen ,wirtschaften politisch unsere ,lage erschwerte4 ,gegnerschaften1 die das alte ,deutschland von vor #ahgj nie herausgefordert hatte1 forderte das hochindustriell entwickelte ,deutschland heraus4 ,verstndliche ,besorgnis1 ,machtgier und ,racheinstinkte schlugen vor dem ,bilde des wirtschaftlich so gewaltig sich reckenden ,deutschland zur verzehrenden ,flamme empor und fhrten ,staaten zu feindlichem ,bund zusammen1 deren ,lebensinteressen an sich gegeneinanderstanden4 ,es wird sich zeigen1 wie die ,wirtschaftslage auf die politische ,konstellation heute unheilvoll nachwirkt1 teils infolge des ,friedens und des ,londoner ,ultimatums1 teils als ,folge unserer trotz ,kriegsverlust uerlich scheinbar intakten ,wirtschaft4 ,man hat gesagt1 der ,versailler ,vertrag sei die ,urkunde des neuen ,europas4 ,unser ,volk wei und fhlt es ,tag fr ,tag1 da er allerdings die ha- und infamiegesttigte ,urkunde s e i n e s ,lebens ist4 ,seine ,einzelheiten wollen wir nicht betrachten2 aber was er im grbsten fr uns bedeutet1 bedarf der ,skizzierung4 ,er raubt uns ganze ,lnder und ,provinzen4 #f1g ,millionen ,hektar ,flche schneidet er in ,ost und ,west aus dem deutschen ,gebietskrper heraus4 ,er nimmt uns alle ,kolonien4 ,fast #f ,millionen ,menschen1 von denen die ,mehrzahl ,deutsche sind und deutsch fhlen1 spricht er mit oder ohne ,abstimmung fremden ,vlkern zu4 ,auerdem werden #cb #jjj ,quadratkilometer unseres ,staatsgebietes langjhriger ,besetzung und feindlichen ,eingriffen unterworfen1 die wiederum auf #f1e ,millionen ,menschen ihr ,zwangsjoch legen4 ,suchen wir uns zu vergegenwrtigen1 was nur diese wenigen ,bestimmungen des ,friedensvertrages wirtschaftlich besagen4 ,eine ,regierungsdenkschrift hat berechnet1 da ohne ,bercksichtigung der ,abstimmungsgebiete #ad1i unserer ,ackerflche durch die ,abtretungen verloren gehen4 ,naturgem bedeutet das strkste ,einbue an landwirtschaftlichen ,ertrgen1 um so mehr1 als die verlorenen ,ostgebiete geradezu die ,korn- und ,kartoffelkammern des ,reiches darstellten4 ,man hat berechnet1 da #ai der ,roggenernte1 je #bj der ,gersten- und ,kartoffelernte und teilweise noch hhere ,prozentzahlen bei anderen ,produkten mit der ,abtretung jener ,gebiete unserer ,volksernhrung verloren gegangen sind4 ,also rund ein ,fnftel der deutschen ,ernhrungsgrundlage6 ,dazu der ,verlust an unserem stark verminderten ,viehstapel4 ,diese ,einbuen verstrken sich dadurch1 da in jenen abgetretenen ,gebieten nur #ac1c der deutschen ,bevlkerung wohnten4 #c1f ,millionen ,menschen durchschnittlich knnten von den b e r s c h s s e n der verlorenen ,provinzen ernhrt werden1 wenn man jene ,mehl- und ,kartoffelrationen zugrunde legt1 die #aibj zugeteilt wurden4 ,mit anderen ,worten3 ,die ,schwierigkeit der deutschen ,volkswirtschaft1 ihre ,menschen zu ernhren1 ist heute1 zur ,zeit ihrer allgemeinen ,verarmung und ,belastung1 weitaus grer als in jenen reichen ,tagen der ,vorkriegszeit6 ,um so mehr1 als durch den ,raubbau whrend des ,krieges die ,ertrge der ,bden und das ,schlachtgewicht unserer ,viehstapel erschreckend zurckgegangen sind4 ,problem3 bei verminderter ,flche und ab gewirtschafteten ,bden die ,bedarfsversorgung einer nicht im gleichen ,umfange zurckgegangenen ,bevlkerung zu gewhrleisten4 ,und wir mssen noch hinzufgen3 den ,bedarf einer ,bevlkerung1 die teilweise entkrftet ist durch die mangelnde ,ernhrung1 die #a1g ,millionen ihrer krftigsten ,mnner verloren bat1 die #a1e ,millionen ganz oder teilweise erwerbsunfhiger ,kriegsbeschdigter zu versorgen hat1 und deren ,kaufkraft fr die ,erzeugnisse des ,auslandes ins ,bodenlose zusammengefallen ist4 ,das ist eine ,bergeslast1 die der ,friedensvertrag auf uns wlzte2 unsere landwirtschaftliche ,eigenversorgung ist vllig unzureichend2 an ihr und an unserem verbliebenen ,wohlstand gemessen1 sind wir ein bervlkertes ,land4 ,mancher mag geneigt sein1 das nicht so tragisch zu nehmen4 ,er erinnert an die wachsenden ,millionen der ,vorkriegszeit1 fr die ja auch die ,eigenversorgung des deutschen ,bodens nicht auslangte1 und trstet sich damit1 unsere ,i n d u s t r i e msse den berschu an ,menschen ernhren4 ,doch so einfach liegen die ,dinge nicht mehr4 ,zunchst ist die ,quote der heute auf die ,industrie angewiesenen ,menschen verhltnismig grer als damals4 ,und weiterhin kann die ,industrie die ,menschen nur dann ernhren1 wenn sie #a4 ,ausfuhrmglichkeiten hat1 die auf ,g e g e n l e i s t u n g e n beruhen1 und #b4 wenn ihre eigene ,kraft nicht gelhmt ist4 ,zum ersten ,punkt sei in diesem ,zusammenhange nur kurz bemerken1 da die geschmlerten ,ausfuhrmglichkeiten der deutschen ,industrie von heute im grten ,umfange o h n e ,gegenleistung sind4 ,es sind groenteils einseitige ,leistungen1 die direkt oder indirekt auf ,konto der ,reparation laufen und in diesem ,umfange tote ,lasten unserer ,wirtschaft darstellen1 fr die in ,deutschland zwar ,millionen fronden1 von denen aber keiner leben kann4 ,davon abgesehen aber hat der ,friedensvertrag auch die ,grundlagen unserer ,industrie erheblich geschmlert4 ,schtzungsweise ein ,viertel unserer deutschen ,kalifrderung ging mit ,elsa-,lothringen verloren2 wichtiger als der ,frderverlust ist der ,verlust der ,monopolstellung1 die ,deutschland auf dem ,kalimarkte hatte4 #gi unserer vor dem ,kriege gefrderten ,eisenerze -- das ,rckgrat unserer ,industrie und jeden industriellen ,lebens -- sind durch den ,verlust ,lothringens und den ,zollausschlu ,luxemburgs dahin2 ungefhr #i unserer ,kohlenfrderung ist1 wenigstens fr #ae ,jahre1 durch die ,abtrennung des ,saargebietes uns entzogen2 ungefhr zwei ,fnftel unserer ,kohlengesamtfrderung wre verloren1 wenn ,oberschlesien an ,polen fllt#a4 #a ,das ist inzwischen geschehen1 indem der ,vlkerbund gerade die industriereichen ,teile ,oberschlesiens ,polen zusprach4 ,das ,ruhr-1 ,wurm- und mitteldeutsche ,kohlengebiet ist alles1 was uns verbleibt4 ,aber auch deren ,frderung steht nicht zu unserer freien ,verfgung4 ,der ,friedensvertrag belastet uns auf in ,jahre mit ,lieferungen an die ,entente1 die sich auf ber #dj ,millionen ,tonnen stellen4 ,das ,spaaer ,abkommen hat dann diese ,phantasieforderung ermigt4 ,da uns auch die freie ,verfgung ber die oberschlesische ,kohle seit der ,besetzung des ,landes genommen ist1 ruht die schwere ,last der ,versorgung auf dem ,ruhrrevier4 ,diesem ,anfordern war weder die alte ,belegschaft gewachsen1 noch langten die ,frder- und ,verkehrseinrichtungen4 ,die ,wirkung war eine doppelte3 ,es muten die ,belegschaften vermehrt und die ,verkehrsmglichkeiten gesteigert werden -- was nur mit ungeheueren ,opfern seitens des ,reiches zu machen war 7,wohnungsbauten1 ,lhne1 ,lebensmittelzuschsse7 --1 und es muten deutsche ,betriebe in ihrem ,kohlenverbrauche sich beschrnken1 oft genug gar die ,arbeiter entlassen und stillliegen1 weil die ,zwangslieferungskohle vorgeht4 ,das waren zeitweise geradezu katastrophale ,zustnde1 die an das ,mark unseres industriellen ,lebens rhrten4 ,heute ist in der ,tat die ,rohstoffdecke zu knapp geworden1 an ,kohle1 an ,zinkerzen1 an ,blei usw4 ,heute hat der deutsche ,osten noch weniger als bisher die ,mglichkeit1 seine ,menschen festzuhalten1 whrend das ,ruhrrevier schlimmer als je bisher mit ,anforderungen fr die deutsche ,wirtschaft aller ,provinzen belastet und fr deren ,erfllung mit ,menschen unerwnscht dicht belegt werden mu4 ,das sind ,verschiebungen1 die unsere industrielle ,basis erschttern1 uns auerstande setzen1 unsere ,menschen selbst zu ernhren1 und die natrlich uns vorher zum ,aussetzen unserer ,vertragsleistungen an die ,entente zwingen -- mit der ,wirkung umbersehbarer politischer ,folgen6 ,das sind nicht die einzigen ,beschneidungen unseres ,daseins durch den ,friedensvertrag4 ,der ,vertrag raubt das deutsche ,volk mit einer ,grndlichkeit und ,schamlosigkeit nach allen ,richtungen hin aus1 in der sich ,ha1 ,brutalitt und ,pharisertum zu einer widerlichen ,fratze verbinden4 ,kein ,guthaben im ,auslande1 kein ,schiffspark1 kein ,kabel1 keine ,ansprche1 ,rechte und ,privilegien1 keine ,patente und keine ,gebrauchsmuster werden bersehen4 ,und um die ganze ,schamlosigkeit dieses ,raubzuges wird der ,pharisermantel der vergeltenden ,gerechtigkeit gelegt4 ,alle gerechte ,entrstung ndert nichts daran1 da die wertvollen ,posten unserer ,wirtschaft in ,gestalt von wirtschaftlichem1 militrischem und maritimem ,rstzeug allesamt verloren sind1 und da die ,sieger sich auf deutschem ,boden und in der deutschen ,wirtschaft ,rechte zwangsmig usurpiert haben1 die die an sich schon schmale ,basis des deutschen ,bodens und der deutschen ,hoheitsrechte unerhrt verengen4 ,in richtiger ,erkenntnis der ,sachlage schrieb die englische ,zeitschrift ,nation vom #bb4 ,mrz #aiai3 ,es gibt ,leute in und auer ,europa1 die1 wenn sie vom ,frieden sprechen1 ,diebstahl meinen4 ,sie mchten ,deutschland seine ,bergwerke stehlen1 seine ,kabel1 ,kanle1 ,kohlen1 ,land1 ,schiffe1 ,kredit1 ,industrien1 ,patente1 ,handelsgeheimnisse2 sie mchten seine ,grenzsteine verschieben und seine offene ,brust allen ,feinden an allen ,ecken und ,enden preisgeben4 ,das wre das ,ende von ,europas ,zivilisation4 ,gerade die letzterwhnten ,verluste mssen den ,versuch1 durch verstrkte industrielle ,ttigkeit wiederum zu ,atem und ,leben zu kommen1 aufs strkste gefhrden4 ,fnf ,jahre war uns der ,weltmarkt entfremdet4 ,in dieser ,zeit reifte einerseits der amerikanische und japanische ,weizen im ,welthandel1 industrialisierten sich andererseits manche ,auslandsmrkte1 um fr jetzt und in ,zukunft unabhngig zu sein von ,versorgungsstrungen auf ,grund europischer ,verwicklungen4 ,typische ,beispiele3 ,holland und ,dnemark legen sich ,eisenhtten zu1 ,schweden baut seine ,htten- und ,stahlwerke aus1 ,amerika entwickelt eine groe ,farbenindustrie1 ,argentinien und ,brasilien bemhen sich um industrielle ,selbstversorgung auf wichtigen ,gebieten4 ,whrend des ,krieges wurde gerade von ,england eine intensive ,zerstrung aller deutschen berseeinteressen vorgenommen1 bis zur ,vernichtung der ,geschftsbcher1 der ,aufstellung schwarzer ,listen1 des geistigen ,diebstahls an deutschen ,patenten und ,geschftsmethoden und vor allem bis zur ,verzerrung des deutschen ,antlitzes vor der ,welt zur ,fratze1 mittels einer ,lge und ,verleumdung zu systematischen ,kampfmitteln erhebenden beispiellosen ,hetzpropaganda4 ,wer will ermessen1 welche ,barren gerade der ,raub des deutschen guten ,namens dem deutschen ,handel und ,gewerbeflei in der ganzen ,welt bereiten mu8 ,wer will auf ,milliarden aufzhlen1 was uns die raffinierte ,bearbeitung der ffentlichen ,meinung in aller ,herren ,lnder durch das feindliche ,kabelmonopol gekostet hat und noch kostet8 ,dieser ,verlust des deutschen guten ,namens vor aller ,welt gehrt sicher mit zu den schlimmsten ,kriegsverlusten4 ,es wird unserer zhesten und unermdlichsten ,arbeit bedrfen1 allmhlich durch diese ,berge von ,verleumdung1 ,ha und ,vorurteil zu dringen1 die sich schlimmer als eine ,blockade um uns legen und uns das moralische ,recht und das wirtschaftliche ,leben unertrglich schmlern4 ,hier hilft uns die doch zu offensichtige ,brutalitt und ,ungerechtigkeit des ,friedensvertrages1 hier hilft uns das allmhliche ,wachwerden des ,anstands- und ,wahrheitsempfindens in allen edlen ,geistern aller ,nationen4 ,von nun an mssen wir uns der ,aufgabe widmen1 diesen ,schandfleck des ,versailler ,vertrages von dem guten ,namen ,englands auszulschen4 7,daily ,herald1 #aj4 ,mai #aiai47 ,bis zum #a4 ,mai #aiba sollte nach ,bestimmung des ,friedensvertrages die sogenannte ,wiederherstellungssumme1 die aber in der ,art1 wie sie berechnet wird1 tatschlich eine ,kriegsentschdigung darstellt1 festgelegt werden4 ,es ist bekannt1 da diese ,summe durch das ,londoner ,ultimatum diktiert und die deutsche ,unterschrift unter sie erpret wurde4 ,gefordert wurde vom deutschen ,volke ein ,gesamtbetrag von #acb ,milliarden ,goldmark1 abzahlbar in jhrlichen ,raten von #b ,milliarden1 zuzglich #bf des ,wertes unserer ,ausfuhr in ,gold1 dazu ,leistungen auf ,grund von ,ausgleichsforderungen und ,besatzungskosten1 deren ,hhe nicht festgelegt ist1 aber in die ,goldmilliarden geht4 ,die furchtbare ,last dieser jhrlichen ,zahlungen erstreckt sich nach den festgesetzten ,verzinsungs- und ,tilgungsgrundstzen auf weit mehr als ein ,menschenalter4 ,diese wenigen ,daten umschlieen die ,schuldknechtschaft eines ganzen ,volkes und sind von einer ,hrte1 wie sie in aller ,geschichte unerhrt ist4 ,an der ,wiege solcher ,friedensbedingungen hat weder die politische noch die wirtschaftliche ,vernunft gestanden4 ,das haben die leider so wenigen ,einsichtigen in allen ,lndern deutlich ausgesprochen4 ,auf den inneren ,widersinn dieser ,entschdigungsforderungen wies vor allem die englische ,zeitschrift ,the ,nation hin1 die das ,problem ganz richtig fate3 entweder zahlt ,deutschland jene ,unsummen1 dann nur1 indem es uns die ,ausfuhrmrkte ruiniert und uns wirtschaftlich aufs uerste bedrngt2 oder wir unterbinden ihm unsere ,mrkte1 dann kann es nicht zahlen4 ,durchaus zutreffend6 ,es wird ja niemand im ,ernst glauben1 aus dem deutschen ,boden selbst lieen sich jene ,summen herausstampfen1 sie sind eben nur beschaffbar1 wenn die deutsche ,arbeit fr fremde ,vlker sie erst hereinholt und zur ,verfgung stellt4 ,aber auch das ist richtig3 ,werden de ,forderungen nicht erfllt1 dann drohen politische ,zwangsmittel in ,gestalt von ,neubesetzungen1 ,sanktionen1 die unserer politischen ,selbstndigkeit den letzten ,rest geben1 die eine dauernde ,gefhrdung des europischen ,friedens sind1 und die mit dem ,zerbruch des ,reiches enden knnten4 ,der ,reichskanzler ,wirth hat das zutreffend formuliert3 ,wir kmpfen mit unserer ,arbeit um unsere ,freiheit als ,volk und ,staat4 99 99 99 ,das ist der furchtbare uere ,rahmen unseres ,daseins4 ,aus ihm heben sich deutlich die ,probleme heraus3 ,wie heilen wir im ,lande selbst die furchtbaren ,wunden des ,krieges8 ,wie bringen wir die ,mittel auf zur ,erfllung der ungeheueren ,verpflichtungen nach auen8 ,welche wirtschaftlichen und sozialen ,weiterwirkungen schlieen sich an die ,erfllung dieser ,aufgaben bzw4 an den ,versuch ihrer ,erfllung an8 ,die ,not im ,lande selbst ist sehr vielgestaltig4 ,sie uert sich als ,gefhrdung der physischen ,volkskraft und ,volksgesundheit und tritt im einzelnen in ,erscheinung als mangelnde ,ernhrung weiter ,kreise1 ,mangel an ,kleidung und ,wsche1 fehlende ,wohnungen1 ungengende ,wohnungseinrichtungen4 ,ein ,ausdruck dieser ,not sind die ,sterblichkeitsstatistiken und die ,ausweise der ,krankenkassen4 ,die ,ursachen dieser ,not sind die ,erschpfung unseres ,wohlstandes durch den ,krieg1 die starke ,herunterwirtschaftung unseres ,sachkapitals1 die ,aushungerung unserer ,bden1 die ,aufzehrung der privaten ,vorrte und ,ausstattungen1 die ,leistungen an die ,entente auf ,grund von ,waffenstillstand und ,friedensvertrag1 der ,aufkaufshunger fr alle mglichen1 teilweise sehr gut entbehrlichen ,auslandsgter nach dem ,kriege4 ,diese ,aufzhlung wre ungenau1 wenn sie an jenen ,schdigungen des ,volksvermgens vorbeiginge1 die mit der ,gebietsbesetzung1 mit ,streiks und ,aussperrungen1 mit bswilliger ,wertvernichtung und ,revolten zusammenhngen4 ,unleugbar haben auch einige ,bestimmungen des neuen ,arbeitsrechtes ,schdigungen mit sich gebracht4 ,im groen ,ganzen hat die ,volkswirtschaft noch nicht jene ,umschichtung der ,berufe und ,rckschichtung der ,bevlkerung weg von den ,stdten erreicht1 die der neuen ,wirtschaftslage entsprechen3 das sind weitere ,quellen vielgestaltiger ,not4 ,im weiteren darf nicht bersehen werden1 da die ,auflsung des alten ,heeres1 von ,teilen der alten ,brokratie1 die ,rckwanderung ,deutscher aus verlorenen ,gebieten und die ,vernichtung vieler ,rentner-1 ,mittelstands- und ,kleinexistenzen des brgerlichen ,lebens durch ,krieg und ,kriegsfolgen die ,schleusen der ,not in weiteren ,schichten geffnet haben4 ,eine ,denkschrift der ,regierung1 die fr die ,londoner ,verhandlungen fertiggestellt wurde1 beziffert das deutsche ,volkseinkommen gegenwrtig auf #bcd ,milliarden ,papiermark ungefhr #bb-bc ,milliarden ,goldmark4 ,vor dem ,krieg berechnete man das ,volkseinkommen auf #dc ,milliarden ,goldmark6 ,daraus ergibt sich die gewaltige ,senkung des ,realeinkommens des ,volkes -- und von diesem so geminderten ,realeinkommen sollen die ,leistungen an die ,entente und die ,steuern fr ,reich1 ,lnder und ,gemeinden aufgebracht werden6 ,hier steht die elementare ,bedingung unseres ,daseins als ,volk und ,staat vor uns3 wir mssen a l l e ,produktivkrfte aufs u e r s t e anspannen1 um das physische ,leben und die politische ,freiheit zu erhalten4 ,unsere ,existenz steht auf der ,schneide der uersten ,wirtschaftsergiebigkeit4 ,daraus die ,forderung1 alle sachlichen und geistigen ,voraussetzungen gesteigerter ,produktivitt anzuspannen1 allen berflssigen ,verbrauch zu meiden4 ,was brauchen wir zur ,steigerung der ,produktion8 ,zunchst natrlich ,rohstoffe4 ,als deren ,quelle kommen in ,betracht die natrlichen ,rohstofflagersttten und die ,landwirtschaft4 ,erstere sind die ,kohlen- und ,erzadern1 die ,gesteine und sonstige industriell verwertbaren ,gter1 die das ,bodeninnere birgt4 ,ihnen gegenber -- als den durch ,abbau erschpfbaren ,gtern -- stehen die landwirtschaftlich in regelmiger ,wiederkehr erzeugten ,gter4 ,nach beiden ,richtungen hin haben wir betrchtliche ,einbuen erlitten durch ,gebietsverluste1 ,raubbau und ,belastung mit ,abgaben4 ,mit dem ,rest mu umso schonender umgegangen werden2 denn die ,bodenschtze sind entweder berhaupt nicht knstlich vermehrbar1 oder nur durch ,mehraufwand von ,arbeit und ,kapital4 ,abbau und ,anbau stehen auerdem auf der ,spitze der ,rentabilitt4 ,wenn wir schon vor dem ,kriege eine starke ,einfuhr von ,erzen1 ,kohle und len hatten1 von ,nahrungsmitteln1 ,futtermitteln1 ,textilien und ,rohstoffen aller ,art1 so knnen wir sie heute noch viel weniger entbehren4 ,wir brauchen die ,einfuhr1 weil das ,ausland vielfach ergiebigere ,fundsttten und ,bden hat und daher billiger liefert4 ,wir brauchen sie1 weil sie ,bestandteil neuer ,ausfuhr werden1 nachdem sie durch deutsche ,arbeit zu fertigen ,produkten veredelt sind4 ,im ,grade der ,einfuhr verschulden wir uns2 aber diese ,verschuldung ist so lange unbedenklich1 als ihr deutsche ,gegenleistungen in ,gestalt rentabler ,ausfuhr gegenberstehen4 ,unvermeidlich ist1 da groe ,einfuhrposten fr de ,deckung des notwendigen1 seit dem ,kriege so stark vernachlssigten ,eigenbedarfs des deutschen ,volkes hereinkommen4 ,das bedeutet zunchst eine ,belastung der ,zahlungsbilanz oder eine ,verschuldung durch ,kredite2 in jedem ,falle mssen auch diese ,betrge durch ,ausfuhr oder durch andere geldwerte ,gegenleistungen gedeckt werden1 entweder aus laufenden ,wirtschaftsertrgen oder aus der ,substanz des ,volksvermgens4 ,wenn einsichtige ,wirtschaftspolitiker schon vor dem ,kriege den starken ,materialverbrauch beklagten1 die ,zerstrung lebendiger menschlicher ,arbeit durch ein unwirtschaftliches ,vergeuden von ,rohstoffen1 so gilt das heute natrlich zehnfach4 ,rohstoffe sind kristallisierte ,arbeitsstunden1 ,arbeit ist unser wertvollstes ,kapital4 ,fahrlssigkeit1 ,bswilligkeit und ,unverstand zerstren nach einem ,worte ,friedrich ,naumanns mehr als ,feuersbrunst und berschwemmung4 ,dieses ,gebot wirtschaftlichster ,rohstoffverwertung hat zwei ,seiten3 das ,haushalten mit dem ,material der ,m e n g e und der ,g t e nach4 ,wer verwaltet unsere ,rohstoffe8 ,drei groe ,stoffverbraucher kennen wir3 die ,betriebe in ,industrie1 ,gewerbe und ,landwirtschaft1 die ,haushaltungen und die ffentlichen ,verbnde4 ,bezglich der ,haushaltungen ist ohne weiteres klar3 vom ,geschick vorwiegend der deutschen ,hausfrau hngt es ab1 wie mit den ,verbrauchsgtern gewirtschaftet wird4 ,das ist teilweise eine ,erziehungsfrage4 ,wie viele ,hausfrauen haben sich je ber zweckmige ,stoffverwendung ,gedanken gemacht8 ,tausende von ,frauen1 nicht nur aus ,arbeiterkreisen1 verwirtschaften ohne ,ahnung von den ,folgen ihres ,ungeschickes ,milliardenwerte4 ,das ist teilweise auch eine ,folge der ,frauenberufsarbeit4 ,wer die ,verhltnisse in den ,arbeiterfamilien der ,industriereviere kennt1 wei1 da die erwerbsttige ,frau die krzesten ,methoden der ,haushaltsfhrung vorzieht und vielfach gerade wegen ihrer ,berufsttigkeit vorziehen mu4 ,neben den ,schden1 die die ,frauenberufsarbeit fr das ,familienleben und die ,erziehung mit sich bringt1 liegen in der unwirtschaftlichen ,stoffverwendung bedenkliche volkswirtschaftliche ,seiten der ,frauenberufsarbeit4 ,was die ,materialverwertung der ffentlichen ,verbnde anlangt1 so hat die ,kriegszeit dort in erschreckendem ,mae gezeigt1 wie wenig hier den ,anforderungen einer vernnftigen ,bewirtschaftung ,rechnung getragen wurde4 ,die bureaumige ,verwaltung von ffentlichen ,betrieben und ,verbrauchseinrichtungen hat eben nicht jene ,motive zum sparsamen ,haushalten und jene scharfen ,kontrollmglichkeiten1 die die ,privatunternehmung hat4 ,dem rein verwaltungsmig gerichteten ,sinn fehlt vielfach die ,einsicht in die wirtschaftliche ,bedeutung sparsamster ,materialverwertung4 ,aber selbst in der privaten ,unternehmung sind nicht ohne weiteres die ,garantien fr sparsame und zweckmige ,rohstoffverwendung gegeben4 ,zwar drngt das ,interesse der ,unternehmung am mglichst hohen ,geldertrag auf uerste ,zweckmigkeit und ,ergiebigkeit in der ,verwendung aller ,produktionselemente2 aber hier ist es wiederum eine ,frage der ,erziehung und der ,einsicht der ,arbeitskrfte1 ob sie mit den ihnen anvertrauten ,wirtschaftsgtern mglichst schonend umgehen4 ,keine ,aufsicht kann das eigene ,mitbesorgtsein der ,arbeiter ersetzen4 ,dieses ,mitbesorgtsein zu wecken und zu erhalten1 ist groenteils eine ,sache der ,erziehung1 des ,verantwortungs- und ,gemeingefhls und der ,einsicht4 ,hier mndet die ,aufgabe des ,rohstoffschutzes unmittelbar in ethische und soziale ,voraussetzungen4 ,die zweckmige ,rohstoffverwendung in der privaten ,unternehmung ist gleichzeitig eine ,frage der ,betriebsgre1 der ,betriebsorganisation und der ,produktionsweise4 ,die objektiv strkste ,mglichkeit wirtschaftlicher ,produktion hat der kombinierte ,grobetrieb1 der sich in der ,produktion einstellt auf normalisierte und typisierte ,erzeugnisse4 ,wieviel nach dieser ,richtung in ,deutschland noch fehlt1 beweisen die ,klagen fhrender ,industrieller und znftiger ,volkswirte4 ,rohstoffkonomie ist also ,haushalten mit den ,unterlagen unseres ,daseins4 ,neben der ,verfgung unserer ,sachgter ist die wichtigste dieser ,unterlagen die l e b e n d i g e ,a r b e i t s k r a f t4 ,das volkswirtschaftliche ,ziel hat ,rathenau in ,anbetracht unserer ,lage einmal dahin zusammengefat3 ,es ist ntig1 444den ,wirkungsgrad menschlicher ,arbeit so zu steigern1 da eine verdoppelte ,produktion die ,belastung zu tragen vermag und dennoch ihre ,hilfskrfte besser entlohnt und versorgt werden4 ,das ist durchaus richtig4 ,wenn das ,kapital1 mit dem wir neu anfangen1 im wesentlichen unsere ,arbeit ist1 dann mu mit dieser ,arbeit sparsam umgegangen werden4 ,sie darf nicht vergeudet werden durch ,produktion von entbehrlichen ,gtern1 sie darf nicht durch ,raubbau abgewirtschaftet werden4 ,es mssen alle technischen1 organisatorischen und sozialen ,voraussetzungen geschaffen werden1 um die mglichst groe ,produktionssteigerung durch mglichst sparsamen ,arbeitsaufwand zu erreichen4 ,auch hier wieder die ,voraussetzung3 ,bildung und ,erziehung der heranwachsenden ,geschlechter1 ,erfllung mit ,einsicht in den ,ernst der ,verantwortung fr das ,ganze1 ,abwehr aller ,neigung zu einem resignierten ,versinken in die stumpfe ,fron fr den laufenden ,tag4 ,diese ,aufrechterhaltung unserer ,arbeitskultur und ,wirtschaftshhe ist wiederum gebunden an stoffliche ,unterlagen1 nmlich an den ausreichenden ,s u b s i s t e n z f o n d s der ,nation4 ,man spricht gewhnlich davon1 es msse gengend ,kapital vorhanden sein1 um die ,arbeits- und ,wirtschaftskultur wie brigens die ,gesamtkultur des ganzen ,volkes1 die ja immer irgendwie an sachliche ,unterlagen gebunden ist1 zu erhalten4 ,die ,quelle dieses ,kapitals aber ist die ,differenz zwischen ,volkseinkommen und ,verbrauch1 mit anderen ,worten3 das nichtverbrauchte ersparte ,volkseinkommen4 ,von zwei ,seiten her kann diese ,kapitalbildung gefrdert werden3 von der ,erhhung des ,volkseinkommens durch erhhte ,produktion und von der ,minderung des ,verbrauches her4 ,unsere ,lage zwingt uns1 beide ,wege zu beschreiten3 die ,produktion aufs uerste zu steigern1 den ,verbrauch an allem ,entbehrlichen mglichst zurckzudrngen4 ,das wird fr ,jahrzehnte unser ,schicksal sein1 ein ,schicksal1 dessen ,hrte nur dadurch ertrglich ist1 da es uns die ,aussicht gibt1 die ,einheit des ,reiches und des ,volkes durch alle ,fhrlichkeiten des verlorenen ,krieges und des ,friedens hindurch zu retten4 ,die besondere ,schwierigkeit unserer ,kapitalneubildung liegt darin1 da sie mit ungewhnlichen ,belastungen zu rechnen hat4 ,die ,belastungen bestehen in den geschilderten ,zahlungsverpflichtungen gegenber der ,entente1 in der gewaltigen ,steuerlast1 in der ungnstigen ,entwicklung des ,auenhandels 7der im vergangenen ,jahre mit zweieinhalb ,goldmilliarden p a s s i v war671 ferner in der ,ungunst der ,einkommensverteilung4 ,bei sotanen ,dingen ist alles1 was unsere ,wirtschaftsertrge erhht1 eine ,daseinserleichterung1 eine neue ,gewhr unseres physischen und kulturellen ,lebens4 ,das gilt fr alle ,seiten unserer ,wirtschaft1 fr ,landwirtschaft1 ,gewerbe1 ,industrie und ,verkehr4 ,in der ,landwirtschaft zumal spielt es eine besondere ,rolle4 ,hier sind die ,ertrge gegenber der ,vorkriegszeit sehr stark gesunken1 hier ist auerdem die ,quelle unseres dringendsten ,bedarfes1 der ,ernhrung4 ,das landwirtschaftliche ,betriebskapital ist whrend des ,krieges scharf heruntergewirtschaftet worden1 es bedarf jetzt der ,erneuerung4 ,kredite mssen der ,landwirtschaft zuflieen1 die sie im ,kriege glaubte abstoen zu knnen oder nicht mehr zu bentigen4 ,durch ,dngemittel aller ,art1 durch ,meliorationen1 durch ,maschinen mssen die ,bden wieder in den alten hochgepflegten ,zustand gebracht werden4 ,der ,viehstapel mu ergnzt werden4 ,das landwirtschaftliche ,bildungswesen darf um keinen ,preis vernachlssigt werden4 ,was uns diese ,forderungen erheben lt1 ist die einfache ,tatsache1 da der stark abgewirtschaftete ,zustand der ,landwirtschaft im ,interesse der ,allgemeinheit1 des ,staates1 des ,volkes in ,stadt und ,land und nicht zuletzt auch des ,fiskus saniert werden mu1 ehe er wiederum ein tragender ,pfeiler unserer ,wirtschaftsblte werden kann4 ,erst bei solcher ,intensivierung der landwirtschaftlichen ,erzeugung besteht die ,aussicht1 da der ,strom von ,menschen1 welcher im ,gefolge des ,krieges den ,stdten zugeflutet ist und dort die ,not vermehrt1 wiederum vom ,lande aufgenommen werden kann4 ,wie bedeutsam eine solche ,rckwanderung ist1 ergibt sich ohne weiteres2 sie entlastet den ,arbeitsmarkt1 entlastet den ,fiskus von der ,erwerbslosenfrsorge1 sie entlastet die stdtische ,frsorge1 sie mildert die ,schrfe unserer sozialen ,not und sie beseitigt jenes bel1 das schon vor dem ,kriege auf dem ,lande vielfach anzutreffen war1 nmlich die ,leutenot4 ,wenn die wesentliche ,aufgabe der deutschen ,landwirtschaft darin besteht1 in mglichst weitem ,umgange den ,nahrungsbedarf unseres ,volkes zu erstellen1 so hat die ,industrie demgegenber eine verwickeltere ,aufgabe4 ,sie soll einesteils den starken ,verbrauch an ,industrieerzeugnissen decken1 den das ,inland hat2 sie soll aber andererseits die ,grundbedingung unseres ,daseins gewhrleisten1 nmlich die aktive ,zahlungsbilanz4 ,deren ,hauptbestandteil war von jeher die ,handelsbilanz1 das heit das ,wertverhltnis der ,wareneinfuhr zur ,warenausfuhr4 ,heute sind die anderen ,bestandteile der deutschen ,zahlungsbilanz ungefhr auf den ,nullpunkt reduziert2 wir haben keine ,gewinne mehr aus ,frachten fr das ,ausland1 unsere ,ertrgnisse aus der ,kapitalanlage im ,auslande sind mitsamt den ,kapitalien fast ganz verloren1 unsere ,gewinne aus ,vermittlung und ,versicherung fr fremde ,vlker sind dahin4 ,nach all diesen ,richtungen haben wir nur noch ,passiva4 ,und trotzdem besteht unabweisbar das ,ziel3 ,herstellung einer aktiven ,zahlungsbilanz6 ,die ,handelsbilanz mu die dazu erforderlichen ,wertberschsse der ,ausfuhr ber die ,einfuhr erbringen4 ,wir mssen1 ob wir wollen oder nicht1 ,exportwirtschaft treiben4 ,unsere landwirtschaftlichen ,erzeugnisse brauchen wir selbst1 also kann der berschu der ,ausfuhr ber die ,einfuhr im groen ganzen nur industriell erwirkt werden4 ,zwei ,gesichtspunkte sind entscheidend3 die ,ausfuhrfhigkeit unserer ,industrie einerseits1 die ,aufnahmefhigkeit und ,aufnahmewilligkeit der fremden ,mrkte andererseits4 ,was zunchst die ,ausfuhrfhigkeit unserer ,industrie anlangt1 so ist sie teils eine ,frage des ,preiskurants1 das heit3 des billigeren deutschen ,angebots1 teils ein ,produktionsproblem3 ,haben wir ,gter1 die das ,ausland unbedingt erwerben will8 ,haben wir berschsse1 die fr die auslndische ,nachfrage zu ,gebote stehen8 ,bezglich der ersten ,frage ist festzustellen1 da manche ,tatsachen uns gnstige ,aussichten im ,wettbewerb bieten4 ,der ,wert des deutschen ,geldes1 gemessen am ,gelde der auslndischen magebenden ,glubigerstaaten1 steht sehr tief4 ,niedrige ,wechselkurse aber bedeuten eine ,prmie und einen ,anreiz fr die ,ausfuhr4 ,unsere ,lebenshaltung ist relativ weniger reich und kostspielig wie die der fremden ,konkurrenzwirtschaften4 ,die ,arbeitsfhigkeit und ,arbeitswilligkeit unserer ,bevlkerung hat sich vergleichsweise schneller erholt als die der meisten anderen ,vlker4 ,auerdem waren deutsche ,waren im allgemeinen so wohl beleumundet in der ganzen ,welt1 da ,nachfrage nach ihnen ohne weiteres wahrscheinlich ist4 ,aber bersehen wir nicht die ,hemmungen unserer berlegenheit im ,preisgebot6 ,wir muten unsere ,industrie viel eingreifender als die anderen kriegfhrenden ,nationen auf einen neuen ,friedensstand umstellen2 technisch und organisatorisch ist diese ,aufgabe schnell und glnzend gelst worden1 aber sie verschlang viele ,arbeitskrfte und viele ,kapitalien4 ,manche ,industrien hatten im ,laufe des ,krieges ,schulden in fremder ,whrung aufgenommen2 der rapide ,fall des deutschen ,geldwertes steigerte den ,belauf der ,schulden ins ,phantastische und bewirkte neue ,kosten der ,abdeckung oder ,umwandlung4 ,die rastlose ,anstrengung der ,kriegsarbeit hat in vielen ,industrien keine ,krfte und keine ,zeit frei gelassen zu ,reparaturen1 ,materialergnzungen1 ,erneuerung des ,sachkapitals2 das mute alles nachgeholt werden4 ,in den ,zeiten der ,umwlzung nach dem ,kriege hufen sich die ,streiks1 die ,wertzerstrungen1 die ,lohnforderungen2 das ,arbeitstempo lie nach2 all das erscheint als ,produktionskosten wiederum im ,warenpreis4 ,und nicht zuletzt legt die ,steuergesetzgebung der ,industrie ungeheuere ,lasten auf1 die natrlich ,preissteigerungen im ,gefolge haben4 ,der gewaltige ,anreiz zu groen ,gewinnen1 der nach dem ,kriege im ,abverkauf von ,betriebseinrichtungen und in der ,angleichung der ,inlandspreise an den ,weltmarkt lag1 wirkte sich auch in den gestiegenen ,preisen aus4 ,nicht zuletzt bot der ,warenmangel des erschpften ,inlandsverbrauchs die ,mglichkeit1 unter dem ,anreiz des ,dividendenhungers den ,preisstand scharf zu erhhen4 ,auch die ,verteuerung der ,produktion durch die ,einfuhr fremder ,rohstoffe und durch das damit verbundene starke ,valutarisiko wirken in die ,richtung steigender ,preise4 ,nach einer ,periode grenzenloser ,schleuderverkufe ins ,ausland1 die direkt nach dem ,kriege einsetzte1 kam die ,gegenwirkung3 die ,preishhe vieler deutscher ,industrieprodukte lag zeitweise ber den entsprechenden ,auslandspreisen4 ,die ,folge davon war stockende ,ausfuhr1 das heit ,gefhrdung des ,zieles der aktiven ,handelsbilanz4 ,im ganzen hat der ,druck auf unsere ,wechselkurse dafr gesorgt1 da die ,ausfuhrprmie nicht verschwand4 ,aber wie prekr die ,sachlage ist1 zeigt sich regelmig bei selbst geringfgigen ,steigerungen unserer ,wechselkurse3 es setzt in diesen ,fllen eine ,stockung der ,ausfuhr und eine ,steigerung der ,einfuhr ein1 also ein ganz bedenklicher ,sachverhalt4 ,der hin- und hergehende ,wertstand des deutschen ,geldes gefhrdet fr den deutschen ,unternehmer alle ,grundlagen der ,kalkulation1 bringt ein spekulatives ,moment in die ganze ,wirtschaft hinein und wirft uns aus einer ,periode der ,schleuderverkufe und der stockenden ,rohstoffeinfuhr in die andere stockender ,ausfuhr und der berschwemmung mit ,auslandsware4 ,das ,verlangen1 den ,urheber dieser ,zustnde1 nmlich den wilden ,wechselkurs1 zu binden1 ist ebensooft erhoben wie als zunchst aussichtslos abgelehnt worden4 ,deutschland ist ohne ,untersttzung der kapitalsstarken ,glubigerstaaten vllig auerstande1 eine solche ,festlegung des ,wechselkurses vorzunehmen4 ,nur mit ,hilfe ganz gewaltiger ,kredite und einer vorlufig noch sehr unwahrscheinlichen vernnftigen ,gebahrung der ,entente in der ,reparationsfrage knnten stabile ,wechselkurse eingerichtet und durchgehalten werden4 ,so steht es um die ,aussichten der deutschen ,industrie im internationalen ,preiskampf6 ,eine andere ,frage ist die1 ob wir ,gter haben1 die das ,ausland unbekmmert um den ,preis haben mu oder haben will4 ,das gilt gewi bei einer ,anzahl von hochwertigen ,erzeugnissen1 zumal der chemischen1 optischen und elektrotechnischen ,industrie2 es gilt auch in einigem ,umfang fr ,kali4 ,aber auf eine ,anzahl solcher ,erzeugnisse hat der ,friedensvertrag die ,hand gelegt und sie uns in groen ,mengen auf ,reparation abgefordert4 ,andererseits sind manche ,erzeugnisse1 fr die ,deutschland vor dem ,kriege einen unbestrittenen ,markt besa1 in der ,zwischenzeit von fremden ,industrien aufgegriffen und hergestellt worden4 ,immerhin hat auch heute noch ein gewisses ,marktgebiet starken ,druck und starke ,neigung zum ,verbrauch deutscher ,produkte4 ,und nun die weitere ,frage1 haben wir berschsse frei fr die ,ausfuhr8 ,wir rechnen nicht in diese berschsse dasjenige hinein1 was auf ,reparationsrechnung zwangsweise geliefert werden mu4 ,diese ,posten tragen zur ,aktivierung der ,handelsbilanz nichts bei1 so betrchtlich sie an ,wert sein mgen4 ,im ,gegenteil1 sie verschlechtern unsere ,bilanz1 denn soweit auslndische ,rohstoffe und auslndische ,arbeit direkt oder indirekt in ihnen kristallisiert sind1 mssen sie erst mit teuren ,kosten angeworben werden4 ,sehen wir also von dieser ,art ,ausfuhr ab1 so fllt zunchst auf1 da bestimmte ,industrien ihre ,ausfuhrberschsse verloren oder stark gemindert haben4 ,das gilt fr bedeutsame ,industrien landwirtschaftlicher ,rohstoffverarbeitung1 beispielsweise fr die ,zuckerindustrie1 deren ,ausfuhr frher mehrere hundert ,millionen ,goldmark einbrachte2 es gilt ebenso fr die ,branntweinindustrie4 ,es gilt aber auch fr die ,kohlenausfuhr4 ,in die gleiche ,richtung wirkt das zollpolitische ,loch im ,westen1 das uns den ,warenberdruck der fremden ,mrkte vielfach auf ,schleichwegen in unser ,land pumpt1 deutsche ,industrien1 besonders im besetzten ,gebiete1 lahmlegt und uns mit einer ,sorte ,einfuhrwaren beglckt1 die nach dem ,stande unserer ,verarmung besser drauen blieben4 ,der ,verlust von ,industrien im abgetretenen ,gebiet1 die ,materiallieferungen an die ,entente auf ,grund des ,waffenstillstandes und des ,friedens1 die starke ,beschftigung fr den ,aufbau der ,eigenwirtschaft und der ,rckgang der ,leistungen an ,menge und ,gte1 die ,stillegung mancher ,betriebe bringen erhebliche ,minderungen der berschsse mit sich4 ,die ,ausfuhrabgaben1 die ,kontrolle der ,ausfuhr und die ,unbersichtlichkeit der fremden ,absatzgebiete infolge des ,abbruches alter eingefahrener ,wirtschaftsbeziehungen wirken in die gleiche ,richtung4 ,so weit die ,ausfuhrfhigkeit der deutschen ,industrie4 ,und nun die andere ,seite3 die ,a u f n a h m e f h i g k e i t und ,a u f n a h m e w i l l i g k e i t des ,auslandes6 ,hier sind ,anreizmomente fr den ,bezug deutscher ,produkte vorhanden3 ihre ,billigkeit1 ihre ,gte1 ihre teilweise ,monopolstellung4 ,aber lassen wir die ,gegentendenzen nicht aus dem ,auge4 ,der ,krieg wre fr ,england verloren1 wenn er nicht mit einer ,zurckwerfung der deutschen ,industrieausfuhr endigte4 ,england hat im ,kriege ,zeit gehabt1 unsere ,auslandsmrkte zu verwsten1 viele ,neutrale haben sich auf den englischen und amerikanischen ,lieferanten umgestellt1 haben sich auf einzelnen ,marktgebieten unabhngig gemacht4 ,die meisten ,lnder haben ihre ,zlle erhht1 manche ,lnder haben zum ,schutz ihrer eigenen ,produktion zu sehr drastischen ,abwehrmitteln gegen die fremde ,einfuhr gegriffen4 ,in den ehemals feindlichen ,lndern sorgt der mit ,leidenschaft geschrte ,nationalismus dafr1 da der deutschen ,ware die ,wege weithin versperrt werden4 ,manche ,rohstofflnder sind whrend des ,krieges zur ,verarbeitung bergegangen und spren geringe ,neigung1 ihre mit ,opfern grogezogene ,verarbeitungsindustrie durch ,ausfuhr von ,rohstoffen der fremden ,konkurrenz auszusetzen4 ,die ganze ,welt ist betrchtlich rmer geworden und hat ihren ,verbrauch auf einen tieferen ,durchschnittsstand setzen mssen4 ,die ,erwerbslosenheere sind heute eine internationale ,erscheinung und erschweren die ,rckhehr in die ,bahnen des offenen1 freien ,welthandels1 selbst wenn die magebenden ,kreise den ,willen dazu htten4 ,die ,neigung1 nur solche ,erzeugnisse auszufhren1 in denen hochwertige ,arbeit verkrpert ist1 hat starke ,antriebe erhalten mit der ,wirkung1 da unsere ,waren1 deren ,gte und ,art geradezu auf der stark konzentrierten ,arbeit aufgebaut war1 verschrftem ,wettbewerb begegnen4 ,so ist es erklrlich1 da in der ,ausfuhr verhltnismig starke ,rohstoff- und ,halbfabrikatposten anzutreffen sind4 ,die ,gefahr lauert im ,hintergrunde3 ein ,sinken unseres gewerblichen ,knnens1 unserer ,wirtschaftskraft dem ,auslande gegenber1 sinkende ,lebenshaltung1 sinkende ,kultur1 sinkende politische ,bedeutung4 ,das scheint weit ausgeholt1 ist aber drohender ,ernst4 ,der ,rckfall auf vorwiegende ,rohstoff- und ,halbfabrikatausfuhr knnte uns auf ein enges kontinentales ,dasein zurckwerfen4 ,man mu die groen ,linien ins ,auge fassen1 um diesem ,pessimismus nicht zu erliegen4 ,gewi1 wir vertrauen auf die unversiegliche ,lebenskraft unseres ,volkes1 auf seinen ,unternehmungsmut1 auf seine hohe ,geistigkeit4 ,aber ein ,faktor von ebenso groer ,bedeutung ist die ,herzlage ,deutschlands inmitten des ,kontinents4 ,wir sind die ,durchfahrtsstrae von ,ost nach ,west1 von der ,atlantis zum ,baltischen ,meer2 wir sind das ,zwischenglied zwischen ,westeuropa und dem ,osten1 das wirtschaftliche ,glacis ,englands und ,amerikas1 dessen industrielles ,leben immer noch im ,osten1 zur ,atlantis staut1 und nicht im ,westen6 -- nach ,mittel- und ,osteuropa4 ,man hat im ,ha des ,krieges und im ,rausch des ,sieges geglaubt1 uns durch neue ,handelswege1 deren ,linien um uns herum zu legen seien1 aus dem grocn ,zuge des internationalen ,verkehrs auskapseln zu knnen1 ein ,versuch1 der keine geringere ,bedeutung hat1 als uns wirtschaftspolitisch aus der ,herzlage ,europas an seinen ,rand zu drngen4 ,aber beim ,versuch ist es geblieben4 ,wenn der ,osten wieder fr ruhige wirtschaftliche ,entwicklung ,sinn und ,zeit hat -- und das wird auch einmal wieder der ,fall sein --1 dann ist ,deutschland das ,mittelstck ,europas2 und die vollen ,vorteile dieser ,lage werden ihm zugute kommen u n t e r d e r ,v o r a u s s e t z u n g1 da es sich nicht selbst ausschaltet und da es politisch selbstndig bleibt4 ,der industrielle ,bedarf von ,ost und ,sdost stt irgendwie immer zunchst auf uns1 und den ,valuten jener ,lnder gegenber sind wir trotz aller ,hemmungen anderer ,art leistungsfhiger als die valutastarken ,industrielnder4 ,hier im ,osten und ,sdosten erschlieen sich unserer wirtschaftlichen ,pionierttigkeit neue ,kontinente1 reiche ,rohstoffgebiete4 ,wenn sie mit ,vernunft und in weitherziger ,bercksichtigung der ,interessen jener ,lnder und ,vlker selbst ausgebaut werden1 so erffnet sich eine neue ,zukunft fr die deutsche ,wirtschaft4 ,fr die ,richtigkeit dieser ,erwgungen spricht die ,tatsache1 da fremde ,kapitalien in groem ,umfange die deutsche ,industrie befruchten1 zeigt das handelspolitische ,interesse1 das allenthalben in der ,welt fr unsere ,wirtschaft besteht4 ,sorgen wir dafr1 da dieses ,interesse kein ,interesse der ,pleitegeier an der ,ausschlachtung eines alten soliden1 ehemals blhenden ,handelshauses wird6 ,das ist nur dann mglich1 wenn wir alle ,krfte anspannen1 die politische ,freiheit und die ,einheit des ,reiches zu bewahren4 ,wenn das ,mittel dazu die angestrengte ,arbeit des ganzen ,volkes ist1 gut6 so mssen wir sie auf uns nehmen4 ,vor dem ,kriege war es die freie1 gesunde ,kraft eines stark wachsenden ,volkes1 wagender ,kaufleute und ,unternehmer1 die uns den ,weg in die ,weltwirtschaft gehen hie2 heute ist es der ,kampf um ,freiheit und ,einheit6 ,dieser ,weg hat gewi seine ,gefahren4 ,die ,hoffnung der ,entente auf bare ,zahlungen und ,naturalleistungen hat uns wider alle wirtschaftliche ,vernunft in die ,kette der ,diktate geschlagen4 ,heute zeigen sich die ,folgen3 ,wenn wir zahlen wollen1 mssen wir erst verdienen2 wenn wir aber verdienen wollen1 mssen wir erst die fremden ,mrkte aufsuchen4 ,unsere ,ausfuhr aber und die ,devisenaufkufe zum ,zwecke der ,zahlung beginnen heute schon1 unseren ,gegnern empfindliche ,wirtschaftsstrungen zu bereiten4 ,da taucht die ,sphinx der ,zukunft auf3 ,die ,entente hat in ,hinsicht auf das ,friedensdiktat ein zweiseitiges ,interesse3 ein ,glubigerinteresse und ein ,produzenteninteresse4 ,diese beiden ,interessen stehen in ,widerspruch4 ,beispielsweise3 ,wenn wir die im ,friedensvertrag auferlegten #bjj #jjj ,tonnen ,schiffsraum fr ,england bauen1 dann liegen die englischen ,werften still1 und die ,arbeitskrfte mssen entlassen werden4 ,wenn wir die zwangsweise ,kohlenlieferung durchfhren1 dann feiert der englische ,bergarbeiter1 oder er streikt1 weil der ,rckgang der ,kohlenpreise die englischen ,bergherren zwingt1 die ,lhne zu senken4 ,diese ,gegenstze sind heute klar herausgearbeitet4 ,man fat sie nur nicht grundstzlich an1 sondern versucht mit einer ,politik der kleinen ,mittel sich an ihnen vorbeizudrcken4 ,eines ,tages aber wird die ,hrte der ,gegenstze ihre ,lsung verlangen4 ,entweder man saugt uns aus durch bare ,zahlungen1 dann mssen wir die ,mrkte mit allen ,mitteln erobern und das feindliche ,produzenteninteresse schdigen2 oder man verwehrt uns die ,mrkte1 dann knnen wir nicht zahlen1 und das feindliche ,glubigerinteresse ist getroffen4 ,auf diesem ,punkte laufen sich die ,diktate tot an den wirtschaftlich unausweichbaren ,zusammenhngen4 ,was soll dann geschehen8 ,das strkere ,glubigerinteresse liegt bei ,frankreich1 das den geringeren ,industrialismus und den strksten ,anteil an unseren ,zwangszahlungen 7#eb7 hat2 das strkere ,produzenteninteresse liegt bei ,england1 das den gesteigerten ,industrialismus und den geringeren ,anteil 7#bb7 an unseren baren ,leistungen hat4 ,welches ,interesse wird durchdringen1 das franzsische ,glubiger- 7,rentner-7 ,interesse oder das englische ,produzenten- 7,arbeiter-7 ,interesse8 ,hier erffnen sich ,entscheidungen1 die fr unser ,schicksal unerhrt wichtig sind4 ,zu einem ,teil haben wir es in der ,hand1 sie zu beeinflussen4 ,unser ,interesse kann nicht mit ,frankreich gehen1 solange ,frankreich in uns ein ,beutestck sieht1 eine politische ,masse1 deren ,liquidation nicht brutal genug betrieben werden kann4 ,wir stehen wieder an dem ,kreuzungspunkt -- nur mit viel schlechterem ,einsatz --1 an dem wir schon einmal standen1 den wir damals aber in seiner ,tragweite nicht gengend begriffen3 vor der ,steuerung des ,kurses ins englisch-deutsche ,einvernehmen1 oder -- auf noch weiteren ,aspekt gestellt -- vor der ,steuerung des ,kurses in das angloschsisch-deutsche ,einvernehmen4 ,oder welcher andere ,weg sollte noch offen sein8 ,auf die russische ,karte jetzt schon zu setzen1 erscheint verfrht2 auerdem kann bei unserer ,kapitalschwche und der starken ,interessierung der angloschsischen ,wirtschaftsmacht an ,ruland diese russische ,karte nur im ,rahmen einer deutsch-angloschsischen ,verstndigung geschlagen werden4 ,verschiedentlich muten wir darauf hinweisen1 da unsere politische ,freiheit in den schmalen ,resten1 in denen sie berhaupt noch besteht1 auf der ,schneide der ,erfllung von ,diktaten steht4 ,diese ,erfllung aber ist ein fiskalisches ,problem1 eine ,frage des ,steueraufkommens des ganzen ,volkes4 ,die ,steuerleistung aber ist letzten ,endes eine ,frage der ,wirtschaftskraft4 ,das ,elend der deutschen ,wirtschaft aber spiegelt sich im ,elend der deutschen ,finanzen4 ,das ,elend der ,finanzen ist nun nicht erst eine ,erscheinung von heute2 seit #ahgf hat das ,reich so ziemlich fortwhrend in ,finanzverlegenheiten gelebt4 ,ein ,hauptgrund dafr war der ,aufbau des ,reichsfinanzwesens und hier besonders die ,verteilung der ,steuerkompetenzen zwischen ,reich und ,bundesstaaten4 ,das ,reich hat eine ,steuerdomne1 die fast ausschlielich aus indirekten ,abgaben und aus ,zllen bestand4 ,die direkten ,steuern1 das ,rckgrat jeder gesunden ,finanzwirtschaft1 lagen unter ,verschlu der ,einzelstaaten und wurden von ihnen eiferschtig gehtet4 ,die ,einknfte des ,reiches aus ,betriebsverwaltungen waren recht geringfgig im ,verhltnis zu dem1 was die groen ,bundesstaaten aus ihrem ,staatsbesitz zogen4 ,das war eine verhngnisvolle ,fehlkonstruktion der ,reichsfinanzen4 ,im ,frieden war sie deswegen noch ertrglich1 weil das ,reich doch bekam1 was es brauchte1 nur sehr umstndlich1 unter groer ,erregung der ffentlichen ,meinung und nicht immer sehr zweckmig4 ,die v e r h e e r e n d e ,wirkung dieser ,fehlkonstruktion zeigte erst der ,krieg4 ,die ,folge der ,verteilung der ,steuerkompetenzen nach der alten ,reichsverfassung war die1 da das ,r e i c h1 der ,trger der ,h a u p t l a s t des ,krieges1 die d r f t i g s t e n und r c k l u f i g s t e n ,e i n n a h m e q u e l l e n besa1 whrend die ,bundesstaaten1 die die ,last des ,krieges ja gar nicht zu tragen hatten1 die ertragreichsten und stabilsten ,steuerquellen unter ,verschlu hatten4 ,die ,abneigung1 eine entschlossene starke ,kriegssteuerpolitik nach englischem ,muster einzurichten1 lie nur den einen ,ausweg3 den ,krieg mit ,s c h u l d e n zu fhren4 ,was an ,kriegssteuern dann seit #aiaf kam1 kam zu spt und zu zaghaft4 ,man rechnete im ,grunde immer nur mit dem siegreichen ,ausgang des ,krieges1 wollte auch die ,durchhaltestimmung im ,volke nicht gefhrden1 frchtete sich vor dem ,wachwerden alter ,parteigegenstze2 kurz und gut1 man finanzierte den ,krieg mit ,schulden4 ,das ,resultat war3 steigende ,schulden des ,reiches1 steigende ,inflation1 sinkende ,wechselkurse1 steigende ,lhne und ,warenpreise1 steigende ,kosten der ,kriegsfhrung1 steigende ,reichsverschuldung1 neues ,sinken der ,wechselkurse1 neues ,steigen der ,lhne und ,warenpreise und so fort4 ,eine ,schraube ohne ,ende1 oder vielmehr eine ,schraube mit einem sehr dicken ,ende3 ,reichsberschuldung1 ,wohlstandsvernichtung breitester ,kreise1 goldene ,zeit fr alle ,schieber1 schwerste ,not in breitesten ,kreisen1 ,verschrfung der sozialen ,gegenstze1 schleichende ,enteignung gerade der ,kreise1 die vor und im ,kriege dem ,staate ,kredit gegeben hatten4 ,eine beispiellose ,umschichtung der ,vermgen ist vor sich gegangen1 und die staatliche ,finanzpolitik hat ihr ebensowenig wie die ,wuchergesetzgebung zu steuern vermocht4 ,zur ,verdeutlichung des ,bildes seien einige ,zahlen angegeben4 ,die ,reichsschuld betrug vor dem ,kriege #e1d ,milliarden ,mark2 sie bezifferte sich ,september #aiah auf #acc1d ,milliarden1 ,september #aiai #agj1i ,milliarden1 ,september #aibj #bhc1g ,milliarden4 ,die schwebende ,schuld des ,reiches betrug am #ca4 ,juli #aiad #cjj ,millionen ,mark ,schatzanweisungen2 sie stieg bis ,dezember #aiah auf #ee1a ,milliarden und endete am #cj4 ,juni #aiba mit #bad1b ,milliarden4 ,der ,umlauf an ,banknoten gravitierte vor dem ,kriege um #a1e ,milliarden1 dazu kamen vergleichsweise geringe ,betrge an umlaufenden ,reichskassenscheinen4 ,der ,umlauf an ,noten betrug nach dem ,ausweis vom #aa4 ,august #aiba #gg1fedg ,milliarden2 zu dieser ungeheueren ,papierzettelschuld kommt noch ein ,umlauf an ,darlehenskassenscheinen von rund #h1bb ,milliarden4 ,da zur selben ,zeit der ,wert des deutschen ,geldes gegenber dem auslndischen vollvaluten ,geld ins ,abgrundtiefe gestrzt ist1 ist nicht verwunderlich4 ,whrend vor dem ,kriege #ajj hollndische ,gulden rund #afi ,mark kosteten1 kosteten sie am #ab4 ,august #aiba rund #befj ,mark#a4 ,diese ,zahlen gengen zur ,illustration4 ,sie erhalten erst ihr volles ,relief1 wenn man die ,zwangsleistungen an die ,entente noch hinzurechnet4 #a ,seit ,abschlu des ,aufsatzes haben sich die ,verhltnisse wesentlich ungnstiger entwickelt4 ,der ,guldenkurs steht im ,dezember #aiba nahe an #gjjj1 der ,umlauf an ,geldzeichen hat die hundertste ,milliarde lngst hinter sich gelassen6 ,das ist die ,sachlage1 der sich der ,fiskus gegenbersah4 ,sie erforderte ,finanzreformen allergrten ,stiles4 ,wir befinden uns seit ,kriegsende zwar fortwhrend in den ,reformen1 aber deutlich heben sich zwei gewaltige ,reformperioden heraus3 die grundlegende1 heute abgeschlossene ,reform von #aiai bis #aibj1 und die zweite ,reformetappe1 deren ,vorbereitung und ,anfnge eben sichtbar werden4 ,was bedeutet die ,reform von #aiai_/bj8 ,sie schafft einen fiskalischen ,unitarismus1 der in seinen politischen ,folgen gemildert wird durch ,artikel #h der ,reichsverfassung2 dieser verpflichtet das ,reich1 auf die ,lebensfhigkeit der ,lnder ,rcksicht zu nehmen4 ,sie schafft eine einheitliche ,reichssteuerverwaltung1 sie gibt einheitliche ,richtlinien der ,steuerveranlagung und -erhebung1 deren ,zweck es ist1 die ,steuerinseln zu beseitigen und dadurch dem ,grundsatz der steuerlichen ,gerechtigkeit zu dienen4 ,sie gibt dem ,reiche das ,gesamtsystem der ertragreichen und anpassungsfhigen direkten ,steuern4 ,sie lt den ,lndern und ,gemeinden einige ,ertragssteuern und beteiligt sie im brigen mit bestimmten ,anteilen am ,ertrag der ,reichseinkommensteuer1 der ,reichserbschaftssteuer1 der ,umsatzsteuer1 der ,krperschaftssteuer und der ,grunderwerbssteuer4 ,entsprechend diesem ,eingriff des ,reiches in alte ,steuerrechte von ,lndern und ,gemeinden entlastete es die ,lnder und ,gemeinden durch bernahme betrchtlicher ,schuldverpflichtungen auf sich selbst4 ,es gehrt zu den wesentlichen ,verdiensten dieser ,reformperiode1 da das alte ,bismarcksche ,projekt der ,reichseisenbahnen nun verwirklicht wurde4 ,man mag zu den ,einzelheiten dieser ,reform stehen wie man will3 das ganze ,reformwerk ist eine ungeheuere ,leistung1 deren volle ,segnung erst erkennbar wird1 wenn unsere ,wirtschaftslage sich einigermaen erleichtert4 ,dr4 ,respondek stellt sie in seinem ,buche ,die ,reichsfinanzen auf ,grund der ,reform von #aibj sogar in ,parallele zu der ,stein-,hardenbergschen ,reform4 ,ob diese ,parallele treffend ist1 mu die ,zukunft zeigen4 ,versenken wir uns einen ,augenblick in die ,haushaltsrechnung des ,jahres #aibj6 ,der ,ist-,etat des ,reiches zeigte beim ,abschlu des ,rechnungsjahres 7#ca4 ,mrz #aiba7 folgendes ,bild3 ,die ,reichseinnahmen aus ,steuern1 ,abgaben1 ,gebhren1 ,zllen bezifferten sich auf #bg1g ,milliarden4 ,die ,ausgaben1 betrugen netto #gc1g ,milliarden4 ,dazu treten an ,schuldzinsen des ,reiches #aj1d ,milliarden1 an ,zuschssen des ,reiches in den ,betriebsverwaltungen 7,reichseisenbahn1 ,reichspost71 #ah1b ,milliarden4 ,mithin ,totalausgabe #ajb1f ,milliarden4 ,die ,differenz zwischen ,ausgaben und ,einnahmen1 #gd1i ,milliarden1 mute demnach auf neue ,schulden genommen werden4 ,die schwebende ,schuld wuchs auf #ahd1abg ,milliarden an4 ,der ,voranschlag fr #aiba zeigt folgende ,ziffern3 ,einnahmen #df1i ,milliarden1 einmalige ,ausgaben #a1cfh ,milliarden1 fortdauernde ,ausgaben #de1egi ,milliarden4 ,dazu kam ein ,nachtragsetat von #a1e ,milliarden4 ,es balanciert also der ordentliche ,etat mit #dh1dei ,milliarden auf der ,einnahme- und ,ausgabeseite4 ,daneben auerordentliche ,ausgaben3 #ei1fh ,milliarden2 von diesen ungedeckt und auf schwebende ,schulden zu nehmen3 #di1ah ,milliarden4 ,in dieser ,summe von #ei1fh ,milliarden stecken nach ,voranschlag rund #ah1h ,milliarden ,zuschsse fr ,betriebsverwaltungen 7,eisenbahn1 ,post74 ,in den erwhnten ,summen des ordentlichen ,etats sind noch keine ,aufwendungen fr ,reparationen eingeschlossen2 ihre ,gesamtsumme wurde bei der ,beratung in der ,kommission des ,reichstages mit #ec ,papiermilliarden jhrlich veranschlagt4 ,ein schwankender ,posten von hohem ,belauf sind die ,besatzungskosten2 sie sind mit #h1e ,milliarden angesetzt4 ,alles in allem ist der heute errechenbare ,fehlbetrag #aaj ,milliarden ,mark4 ,der erschreckende ,zug ist das ,anwachsen der schwebenden ,schuld4 ,das ,reich kontrahiert sie in ,gestalt von ,schatzanweisungen1 die an die ,reichsbank begeben werden2 diese schiet dem ,reiche dafr ,noten vor4 ,mit ,noten bezahlt das ,reich seine ,verpflichtungen an ,schuldzinsen1 an ,gehltern1 ,lhnen usw42 diese ,noten kommen also als zustzliche nominelle ,kaufkraft in den ,verkehr1 nicht weil der ,verkehr sie verlangt1 sondern weil das ,reich zahlen soll und ungengende ,einknfte hat4 ,so senken sie den ,geldwert1 steigern die ,preise und ,lhne1 drcken die ,valuta und fhren alle die ,risiken1 ,gefahren und ,hemmungen des ,wirtschaftslebens mit herauf1 die sich an solche ,whrungszustnde anzuschlieen pflegen4 ,diese ,sachverhalte lassen eines ganz deutlich werden3 die ,notwendigkeit n e u e r ,r e f o r m e n4 ,das erste und ursprngliche ,problem ist dieses3 ,wie bringen wir laufende ,einnahmen und laufende ,ausgaben zur ,deckung8 ,die weitere ,frage ist3 ,wie bringen wir die ,reparationssummen auf8 ,und die dritte ,frage lautet3 ,wie strken und stabilisieren wir unseren ,geldwert8 ,wenn man diese ,probleme an den oben entwickelten ,zahlen mit1 sprt man ,neigung1 zu glauben1 es bandele sich um die ,quadratur des ,zirkels4 ,breite ,strmungen im ,volke1 und was viel mehr besagen will1 ernste sachverstndige ,kreise glauben nicht an die ,mglichkeit1 diesen furchtbaren ,anforderungen gerecht zu werden4 ,grundstzlich ist zu sagen1 da alles v e r s u c h t werden mu1 unseren ,verpflichtungen nach auen und nach innen nachzukommen und die ,reichsfinanzwirtschaft zu sanieren4 ,die ,gefhrlichkeit der ,aufgabe versteht an folgendem ,beispiel auch der ,laie4 ,das ,reich knnte hohe ,milliardenausgaben sparen1 wenn es die ,lebensmittelzuschsse beseitigte1 wenn es die ,zuschsse zu den ,betriebsverwaltungen aufhebt1 wenn es hhere ,kohlenpreise durch ,erhhung der ,kohlensteuer veranlat4 ,aber was ist die ,wirkung8 ,in all diesen ,fllen gewinnt das ,reich auf der einen ,seite als ,f i s k u s1 was es als ,b e t r i e b s v e r w a l t u n g und als ,lohn- und ,gehaltszahler wiederum wenigstens zum groen ,teile drauflegen mu4 ,das ist der ,punkt1 an welchem sich zeigt1 da mit den blichen ,mitteln der ,steuererhhung schlechterdings nicht mehr durchzukommen ist4 ,mit dieser ,erkenntnis sind die ,voraussetzungen der zweiten groen ,reformetappe gegeben4 ,ihre magebenden ,gesichtspunkte sind1 soweit sich das bisher beurteilen lt1 die folgenden3 ,zunchst ,entlastung des ,reiches von bestimmten ,aufwendungen des auerordentlichen ,haushaltes2 dahin rechnen die ,zuschsse zur ,verbilligung der ,lebensmittel 7#h1f ,milliarden71 zu den ,betriebsverwaltungen 7#ah1h ,milliarden71 fr den ,bau von ,bergmannswohnungen 7#a1e ,milliarden71 eventuell fr ,erwerbslosenuntersttzung 7#a1c ,milliarden74 ,weiterhin eine ,reform der ,einkommensteuer und die ,veredelung des ,notopfers in eine drei zu drei ,jahren zu erhebende ,vermgenszuwachssteuer2 die ,erhhung einer ,anzahl indirekter ,abgaben und ,zlle liegt auf der ,linie alter steuerlicher ,methoden4 ,neu ist der ,gedanke1 die ,unterschiede zwischen ,auslands- und ,inlandspreisen durch ein ,erhhung der ,kohlensteuer zu erfassen2 neu -- wenigstens fr die deutsche ,finazgeschichte -- der ,gedanke1 das ,reich durch eine ,art ,genuschein an den werbenden ,sachwerten der ,nation mit zu beteiligen4 ,dieser ,vorschlag einer direkten ,wirtschaftsbeteiligung des ,reiches hat vieles fr sich4 ,die papierene ,blte unserer ,wirtschaft hngt eng mit der ,finanznot des ,reiches zusammen4 ,die ,erzeugung ldt in weitem ,umfange auf die ,preise ab1 was sie an ,lasten zu tragen hat4 ,das ,reich wird von diesen ,preissteigerungen1 deren wichtigste ,ursache seine ,schuldenwirtschaft ist1 in grtem ,stile mit betroffen4 ,es half sich bisher durch neue ,schuldaufnahmen und neue ,steuern1 aber immer liefen die ,preise voraus1 hinkte der ,fiskus nach4 ,die ,schwche des ,fiskus und die relative ,strke der ,wirtschaft stehen in gefhrlicher ,wechselbeziehung4 ,ganz zutreffend kennzeichnet die ,frankfurter ,zeitung 7,nr4 #fjd vom #af4 ,august #aiba7 die ,lage3 ,mittelstand und ,festbesoldete knnen durch keine nach der ,leistungsfhigkeit abgestufte ,steueraktion so schwer geschdigt werden wie durch eine unzureichende ,reform4 ,das gilt in hohem ,mae auch fr ,handel und ,industrie4 ,unsere ,wirtschaftskreise sollten heute1 so paradox es klingt1 vor zu hoher ,steuerbelastung weniger besorgt sein als vor zu geringer4 ,denn auf die ,dauer wird die ,notenpresse sie immer noch unbarmherziger ausquetschen als die ,steuerschraube4 ,das ,reich ist eben heute kein auerhalb der ,wirtschaft stehender ,zweckverband mehr1 an den geringe ,summen abgefhrt werden1 damit er seine begrenzten ,funktionen erflle1 sondern das ,reich ist heute mit der ,wirtschaft zu einem dichten einheitlichen ,krper verwachsen4 ,gibt man ihm nicht1 was es braucht1 so zerstren seine ,notauswege langsam aber sicher das ,leben der ,nation4 ,so ist es verstndlich1 da das ,reichswirtschaftsministerium sich grundstzlich zum ,steuerprogramm und zu den ,reparationslasten uerte4 ,nach den ,angaben in der oben zitierten ,nummer der ,frankfurter ,zeitung betont eine neue ,denkschrift des ,reichswirtschaftsministeriums vor allem die ,notwendigkeit eines ,gesamtprogramms1 das die ,reparationsleistungen und ihre ,aufbringung durch ,ausfuhrberschsse und ,devisenkufe mit dem ,ziel der ,krftigung der ,wirtschaft durch hchste ,rationalisierung1 mit der inneren ,finanzierung der ,reparationslasten und mit den notwendigen sozialpolitischen bergangsmanahmen in organische ,verbindung bringt4 ,das wirtschaftspolitische ,ziel sei die ,aktivierung der ,handelsbilanz1 die ,beschrnkung der ,einfuhr an allem ,entbehrlichen1 die ,hereinholung der vollen ,gegenwerte der ,ausfuhr durch ,einstellung der wirklichen volkswirtschaftlichen ,selbstkosten1 die ,beseitigung der ,reichszuschsse1 der ,abbau der ,zwangswirtschaft1 die ,tiefhaltung der ,preise auf dem ,kohlen- und ,wohnungsmarkt4 ,damit wrden die mhelosen ,zwischengewinne verschwinden1 die deutsche ,wirtschaft wrde auf dem ,weltmarkt wettbewerbsfhig2 hchste ,wirtschaftsleistungen1 hchste ,erzeugung und hchstwertige ,ausfuhr wrden gesichert4 ,die ,umsatzsteuer1 die ,erhhung der ,zlle und eine ,aufwandssteuer wrden den entbehrlichen ,verbrauch beschrnken2 die ,zwischengewinne1 die bei der ,anpassung an den ,weltmarktpreis abfallen1 knnten fr die ,zwecke der ,reparation erfat werden4 ,die bergangszeit erfordere sozialpolitische ,manahmen3 ,planmige produktive ,verwendung der erwerbslosen und freiwerdenden ,arbeitskrfte fr den ,ausbau der ,verkehrsmittel1 der ,wasserkrfte und fr die ,erfordernisse des ,baumarktes4 ,die ,denkschrift untersucht im weiteren die ,frage1 ob das ,reich1 ntigenfalls zum ,zwecke der ,verpfndung an das ,ausland1 die ,substanz der ,sachwerte erfassen soll4 ,der ,ausbau des ,notopfers knnte den ,fehlbetrag im ,etat nicht decken4 ,die ,erfassung der ,substanzwerte in der ,wirtschaft erscheine deswegen zweckmig1 weil sie tragkrftig1 weniger fluchtfhig und derart erfabar seien1 da das ,betriebskapital nicht gefhrdet werde4 ,notwendig sei die dinghafte ,sicherung des ,ertragsanteils und seine ,kapitalisierung4 ,den ,verfassern der ,denkschrift schwebt eine ,beteiligung des ,reiches mit #bj der ,substanzwerte der ,wirtschaft vor1 unter dinglicher ,sicherung4 ,damit werde die ,deckung der ,fehlbetrge im ,etat fr de ersten ,jahre erleichtert und eine ,grundlage fr ,auslandskredite erzielt4 ,so lange sollten die deutschen ,sachwerte bei organisierter ,beleihung den ,fehlbetrag in der ,goldbilanz des deutschen ,auenhandels decken1 bis die deutsche ,wirtschaft sie planmig durch erhhte ,sachleistungen auf dem ,weltmarkte abdecken knne4 ,den ,gesamtbetrag1 den das ,reich durch die bernommenen ,sachwerte fr seine ,zwecke verfgbar machen knne1 berechnet die ,denkschrift auf #chb ,papiermilliarden4 ,der ,erfolg dieser ,aktion wre eine ,minderung der ,inflation infolge der ,ablsung der ,grundschulden mit allen daran anschlieenden gnstigen ,weiterwirkungen auf die ,wechselkurse1 die ,preise und die ,lhne2 auch wrde die ,nachfrage des ,reiches auf dem ,devisenmarkte 7fr ,reparationszahlungen7 gemindert werden durch die ,mglichkeit1 auf der ,basis der dem ,reiche verpfndeten ,vermgenssubstanz ,auslandskredite zu erlangen4 ,ohne uns auf eine ,kritik dieser ,vorschlge im einzelnen einzulassen1 sei nur so viel bemerkt3 ,wenn diese ,ideen sich durchsetzen1 dann ist eine ,bahn beschritten1 an deren ,ende mglicherweise die ,staatswirtschaft steht4 ,oder um das vielgebrauchte1 wenig eindeutige ,wort zu nennen3 die ,sozalisierung4 ,beim ersten sind wir frei1 beim zweiten sind wir ,knechte1 das mu all denen gesagt werden1 die den vorgeschlagenen ,weg der ,reichswirtschaftsbeteiligung bejahen1 aber nicht seine ,folgen in den ,kauf nehmen wollen4 ,die ,dinge haben ihre eigene ,logik1 und hat man sie einmal zum ,ausspielen ihrer ,logik gebracht1 dann haben sie ,durchschlagskraft und ,beharrung gengend gewonnen1 ihren ,weg selbst weiter zu suchen4 ,die ,anhnger der liberalen ,wirtschaftsidee der wirtschaftlichen ,freiheit der ,privatinteressen1 die diese ,entwicklung der ,dinge mit hchstem ,mitrauen betrachten1 bersehen allzuleicht1 da auch in der f r e i e n ,entwicklung der ,wirtschaft ,tendenzen sich herausgebildet haben1 die auf ,wirtschaftsherrschaft hinauslaufen und teilweise schon eine echte1 von privaten ,wirtschaftsgewalten ausgebte ,wirtschaftsherrschaft darstellen4 ,rathenau sprach ganz zutreffend von der ,herausbildung wirtschaftlicher ,herzogtmer1 deren ,leiter die magebenden ,kpfe der ,industrie1 der hohen ,bankwelt und des ,handels sind4 ,die ,b i n d u n g der alten elementaren und liberalen ,wirtschaftswelt ist aus sozialen und weltwirtschaftspolitischen ,grnden im ,anzug4 ,der ,proze verstrkt sich mit seinem eigenen ,wachstum4 ,es fragt sich blo1 ob der ,staat sich in tatenlosem ,zusehen vor ,tatsachen stellen lassen will1 oder ob er eine ,politik einschlgt1 deren grundstzliches ,motiv de ,wahrung von ,allgemeininteressen ist4 ,bis jetzt steht die ,sache so1 da die ,wirtschaft in der organisierten und ins riesenhafte zusammengeballten ,form den inneren ,g e i s t d e r f r e i e n ,k o n k u r r e n z w i r t s c h a f t1 nmlich die ,abstellung auf private ,interessen1 beibehalten hat4 ,das ,interesse des ,staates und des ,volkes in seiner ,allgemeinheit ist meines ,wissens noch von keinem der gewaltigen ,wirtschaftskonzerne ffentlich und grundstzlich als ,richtschnur des ,handelns anerkannt worden4 ,wir haben den ,glauben verloren1 da das freie ,schaltenlassen von ,privatinteressen durch irgendeinen mystischen ,zusammenhang von selbst zum ,besten der ,allgemeinheit und des ,staates tendiere4 ,wir sehen die ,gefahren fr das politische und soziale ,gemeinwesen zu deutlich1 als da wir diese ,dinge getrost sich selbst berlassen knnten4 -- ,aber was sollen wir tun1 um die ,dinge nicht sich selbst zu berlassen1 um sie herauszubringen aus dem ,getriebe reiner ,privatinteressen8 ,da erhebt sich die ,stimme1 die wir seit drei ,jahren so ausgiebig gehrt haben3 man sozialisiere1 man tue es bald und grndlich6 ,wer genau zuhrt1 wird merken1 da dieser ,ruf die innere ,sicherheit und berzeugungswrme stark verloren hat1 die ihn noch vor zwei-drei ,jahren auszeichnete4 ,das hat seine guten ,grnde4 ,was ,st4 ,simon seinerzeit von ,england sagte1 dieses ,land mache zum ,nutzen aller ,vlker einen gewaltigen ,versuch -- nmlich den ,versuch der freien industriellen ,verkehrswirtschaft --1 das knnen wir heute von ,ruland sagen3 ,dieses ,land hat zur ,lehre fr alle ,vlker ein gewaltiges ,experiment angestellt1 hat versucht1 der marxistisch-soziaistischen ,idee so1 wie seine ,wortfhrer sie verstanden1 den ,leib der ,wirklichkeit zu gehen4 ,der ,versuch hat eine alte ,wirtschafts- und ,gesellschaftsverfassung in tausend ,scherben geschlagen1 hat eine neue aufgebaut1 aber1 wie sich mehr und mehr herausstellt1 keine ,verfassung idealer ,erfllung1 sondern der ,gewalt1 des ,schreckens1 der ,wirtschafts- und ,kulturvernichtung1 der ,not und des ,hungers4 ,vieles am ,mierfolg ist auf spezifisch r u s s i s c h e ,rechnung zu setzen3 auf die mangelnde ,industrialisierung des ,landes1 auf die schlechte ,organisation der ,verwaltung1 auf die ,unbildung des ,volkes1 auf die ,weite der ,landrume1 auf die bereilte ,gewaltsamkeit des ,prozesses1 auf die ,miachtung geistiger und sittlicher ,vorbedingungen1 auf die ,direktion der ,handlungen durch den toten ,buchstaben des orthodoxen ,marxismus unter ,vergewaltigung aller ,wirklichkeit4 ,vieles geht auf den verlorenen ,krieg und auf die ,absperrung des weiten ,reiches vom ,auslande zurck4 ,wenn wir das alles in gebhrende ,rechnung stellen1 bleibt ein unbeglichener ,rest3 und er argumentiert g e g e n die ,idee der ,sozialisierung -- das ,wort im strengen ,sinne einer berfhrung aller ,produktionsmittel in ffentliche ,hand unter ,zentralisierung der ,wirtschaftsverfgung und ,zuteilung der ,wirtschaftsertrge verstanden4 ,sein ,argument lautet3 ,die ,aufgabe ist zu gro1 um bureaukratisch und zentralistisch gelst zu werden2 das ,wirtschaftsleben ist zu vielgestaltig1 um auf den ,leisten von ,verordnungen gespannt zu werden2 es gibt zu viel natrliche ,unberechenbarkeiten in den ,grundbedingungen aller ,wirtschaft1 die sich den ,paragraphen und noch mehr der ,gewalt entziehen2 und nicht zuletzt3 der primre ,wirtschaftsfaktor ,mensch ist zu sehr -- ,mensch1 um jenes uerste an ,pflichtgefhl1 ,verantwortung und ,arbeit1 das eine ertragreiche ,wirtschaft verlangt1 aufzubringen1 w e n n er nicht den ,erfolg f r s i c h s e l b s t unmittelbar sieht4 ,das eigene ,interesse ist der strkste ,hebel aller wirtschaftlichen ,energien -- dieser ,satz wurde vor #aej ,jahren von ,adam ,smith ausgesprochen2 er wird so lange gelten1 wie ,menschen ,menschen sind4 ,nur die besondere ,fassung1 die ,smith ihm gab1 ist zu eng3 dieses ,eigeninteresse ist nicht notwendig das unmittelbare ,eigeninteresse jedes einzelnen4 ,es kann auch weitergreifen1 es kann ,stnde1 ,krperschaften1 ,selbstverwaltungsorganisationen erfassen4 ,es reicht so weit1 wie gewertete und erlebte ,gemeinschaft reicht4 ,es hrt immer da auf1 wo das ,fremde anfngt1 dasjenige1 was der einzelne nicht als unmittelbar -- sei es beruflich1 sei es standesmig1 sei es familienmig oder freund-nachbarlich -- zu sich gehrig empfindet4 ,aber schon in diesem ,bereich finden sich leicht ,abschwchungen der ,verantwortungsfredigkeit und des ,pflichtgefhls4 ,man wendet ein1 der ,z w a n g knne die ,gemeinschaftsgesinnung ersetzen und ihre wirtschaftlichen ,auswirkungen erzielen4 ,das ist ein ,irrtum4 ,zwang und ,gewalt sind keine ,bindungen von innen1 sondern ,grenzen von auen4 ,ihre ,reichweite ist beschrnkt2 wir sehen es am russischen ,beispiel1 wir erlebten es am eigenen ,leibe in der ,kriegswirtschaft4 ,eine ,grenze von auen bedeutet immcr gleichzeitig eine ,prmie auf ,grenzberschreitung1 und deren ,mglichkeit ist immer gegeben4 ,sie unterhhlt das ganze ,gefge1 whrend die klappernde ,mhle von ,verordnungen und ,strafbestimmungen leeres ,stroh drischt4 ,der radikale ,vcrsuch1 mit ,g e w a l t die sozialistische ,gesellscafts- und ,wirtshaftsidee durchzusetzen1 fhrt notwendig zur ,lhmung der ,wirtschaft durch ,abdrosselung der ,wirtschaftsenergien und zur ,erstickung aller ,initiative durch ,bureaukratie4 ,pflichtgefhl und ,verantwortung fr das ,ganze hngen nicht an der ,koppel du ,polizeidieners4 ,mit dieser ,ablehnung der allgemeinen und zentralistischen ,sozialisierung ist das ,sozialisierungsproblem jedoch nicht erschpft4 ,wir sahen bis jetzt nur seine ,grenzen4 ,nur auf dem ,boden einer ,gemeinschaftsgesinnung ist ,gemeinschaftswirtschaft mglich4 ,diese ,gemeinschaftsgesinnung aber kommt nicht von oben1 durch ,verordnung1 sondern nur von unten1 aus sittlichen ,grundvorstellungen bei ,gemeinsamkeit des ,lebens und ,erlebens4 ,wir sahen das andere3 ,sachliche ,vorbedingungen sind unerllich2 sie liegen aber von ,gewerbe zu ,gewerbe verschieden und sind selbst innerhalb der einzelnen ,gewerbe mannigfach gelagert4 ,diese ,verschiedenheit der sachlichen ,vorbedingungen macht die ,forderung der allgemeinen ,sozialisierung zu einer unmglichen1 das heit nach aller vernnftigen ,erwgung fehlschlagenden ,lsung4 ,sie ntigt uns1 ber die ,herrschaft der ,phrase und der wohlmeinenden1 aber unverstndigen ,kpfe hinauszukommen1 den vernnftigen ,kern der ,sozialisierungsidee zu retten vor ihren eigenen schlecht beratenen ,freunden4 ,die ganze ,sozialisierungsaktion lst sich auf in eine ,flle von schwierigen ,einzelproblemen4 ,die erste und zweite ,sozialisierungskommission hat dieses ,ergebnis gezeitigt und die ,schwierigkeit der ganzen ,frage ins hellste ,licht gerckt4 ,sozialisierung ist aus einer marxistischen ,verheiung und einem sozialistischen ,dogma eine ,organisationsfrage der ,wirtschaft geworden4 ,heute ist man sich allenthalben darber klar1 da unsere ueren und inneren ,daseinsbedingungen jene ,formen und jene ,verfassung der ,wirtschaft fordern1 die technisch und wirtschaftlich die leistungsfhigsten sind4 ,damit taucht das ,problem der wirtschaftlichen ,f o r m b i l d u n g auf4 ,es ist unbegreiflich1 da man drei kostbare ,jahre hat verstreichen lassen1 ohne durch organisatorische ,versuche brauchbare ,formen der ,betriebsverfassung herauszufinden4 ,es macht einen kmmerlichen ,eindruck1 zu sehen1 wie festgerannt man auf diese oder jene ,form der ,arbeits- und ,betriebsverfassung ist4 ,man bersieht dabei1 da reiche ,bauformen ntig und zweckmig sind4 ,eine ,wirtschaftsverfassung ist kein ,militrrock1 der auf jeden passen mu4 ,die ,formen der kapitalistischen ,unternehmung sind sehr vielgestaltig1 aber alle auf ihre ,art zweckmig4 ,warum will man nicht ,grundtypen gemeinwirtschaftlicher ,unternehmungsform herauswachsen lassen8 ,wer nicht die bornierte ,auffassung hat1 es knne nur diese oder jene 7natrlich gerade von ihm vertretene67 ,form in ,betracht kommen1 wird zugeben1 da eine ,vielgestalt der ,verfassungen denkbar ist1 die den gemeinwirtschaftlichen ,ansprchen gerecht wird ohne jene ,energien zu ersticken1 die auf dem ,boden der ,selbstverantwortung gedeihen4 ,das wird zumal derjenige zugeben1 der in die inneren psychologischen ,antriebe des ,sozialisierungsverlangens geschaut hat4 ,woher stammt unsere ,arbeiterbewegung1 woher stammen ihre ,wirtschaftsideale und ,gesellschaftsanschauungen8 ,unzweifelhaft aus der ,abwehr gegen die ,arbeitsverfassung1 die ,arbeitsmethoden1 die ,ertragsverteilung und die gesellschaftliche ,stellung der ,handarbeit in unserer modernen ,wirtschaft4 ,wer das nicht im ,auge behlt1 sieht das ganze ,problem der ,sozialisierung und des ,sozialismus falsch4 ,skizzieren wie die ,punkte1 die die ,arbeiterschaft veranlassen1 die moderne ,wirtschafts- und ,gesellschaftsverfassung mit so ungeheurem ,nachdruck abzulehnen4 ,die ,arbeit ist im kapitalistischen ,betrieb fremdbestimmte ,arbeit an fremden ,arbeitsmitteln1 fr fremden ,ertrag1 unter fremdem ,kommando1 gegen einen ,lohn1 der die ,besitzlosigkeit des ,arbeiters und damit seine erzwungene ,einordnung in das kapitalistische ,arbeitsverhltnis dauernd und erblich macht4 ,sie ist mechanisierte ,teilarbeit1 die keine ,persnlichkeitswerte braucht und vertrgt4 ,sie ist weiterhin ,arbeit von ,massen1 und zwar von ,betriebsmassen1 wie auch ,grostadtmassen4 ,die ,arbeiterschaft als ,ganzes stand gesellschaftlich und staatsbrgerlich nicht in der ,geltung und ,achtung1 die sie nach ihrer ,bedeutung fr ,wirtschaft1 ,staat und ,gesellschaft beanspruchen zu knnen glaubte4 ,zu diesen objektiv feststellbaren ,quellen der ,abneigung gegen die moderne ,wirtschaftsverfassung kommen als weitere die spezifisch proletarischen1 vom ,marxismus formulierten und genhrten ,klassen- und ,wertgefhle der ,arbeiterschaft4 ,aus diesem ,gesamtkomplex der ,empfindungen und ,anschauungen flo die ,sozialisierungsidee1 der ,zukunftsstaatgedanke1 die bewute und gewollte ,gettohaftigkeit des ,proletariats in weltanschaulichen und sozialen ,hinsichten4 ,der ,grundgehalt des ,widerstandes gegen den ,kapitalismus war die ,revolte des lebendigen ,menschen dagegen1 bloes ,mittel zu sein fr privatwirtschaftliche ,zwecke und fr ein hchstes ,produktionsideal4 ,wer das bedenkt1 sieht de notwendig zweiseitige ,lsung des ,sozialisierungsproblems4 ,die eine ,lsung ist die wirkliche und wahrhaftige berfhrung dazu geeigneter ,betriebe in de ffentliche ,hand oder in gemischtwirtschaftliche ,betriebsform oder in ,selbstverwaltungskrperschaften -- alle drei unter ,anteilnahme und ,mitbestimmung der ,arbeiter2 beziehungsweise die ,beteiligung der ,arbeiter an den ,ertrgen der ,unternehmung in der einen oder anderen ,form -- ,kleinaktie1 ,gewinnbeteiligung1 auch arbeitergenossenschaftliche ,fhrung und bernahme von ,betrieben4 ,die andere ,lsung des ,sozialisierungsproblems ist unvermeidlich die3 es mu die ,stellung des ,arbeiters im ,wirtschaftsproze selbst gendert werden4 ,er mu ,mitbestimmungsrecht in gewissem ,rahmen haben2 er mu mit dem ,betriebe enger verwachsen1 als es bisher der ,fall war2 er mu gegen die ,konjunkturgefahren1 gegen ,betriebsunflle1 gegen ,alter und ,invaliditt1 gegen ,ausbeutung geschtzt werden4 ,die soziale und rechtliche ,geltung der ,arbeiterschaft mu auf ihr richtiges ,ma gebracht werden4 ,all das1 damit er selbst lebendige ,verantwortung fr den ,betrieb und ,pflichtgefhl der ,arbeit gegenber aufbringen knne6 ,das ist nicht nur eine sozialpolitische ,notwendigkeit1 es ist vor allem ein wirtschaftspolitisches ,erfordernis4 ,nur so wecken wir ,verantwortung und ,pflichtgefhl1 nur so durchdringen wir die ,wirtschaft bis in de kleinsten ,zellen mit diesen ,eigenschaften4 ,ein gewichtiger ,teil der ,gesetzgebung hat sich seit der ,revolution mit ,reformen in dieser ,richtung befat4 ,zunchst die ,reichsverfassung selbst4 ,sie stellt die ,arbeitskraft unter den besonderen ,schutz des ,reiches4 ,sie gewhrleistet das freie ,vereinigungsrecht fr jedermann1 fr alle ,berufe4 ,sie verspricht ein einheitliches ,arbeitsrecht und einen entschlossenen ,ausbau der ,sozialpolitik4 ,sie nhert sich dem ,gedanken des ,rechtes auf ,arbeit durch die ,bestimmung1 da es jedem ,deutschen ermglicht werden solle1 durch wirtschaftliche ,arbeit seinen ,unterhalt zu erwerben1 und sichert fr die ,notflle der ,arbeitslosigkeit den ,unterhalt zu4 ,sie bringt allerdings auch zum ,ausdruck1 da jeder ,deutsche die sittliche ,pflicht habe1 seine geistigen und krperlichen ,krfte fr das ,wohl der ,gesamtheit einzusetzen4 ,konkreter werden die ,bestimmungen der ,verfassung hinsichtlich der ,anerkennung der ,gleichberechtigung von ,arbeitern und ,angestellten bei der ,regelung der ,lohn- und ,arbeitsbedingungen4 ,ein ,aufbau von ,betriebsrten und ,bezirksrten1 sowie einige auf ,gemeinwirtschaft zielende ,bestimmungen sind verfassungsrechtlich festgelegt4 ,diese verfassungsrechtlichen ,ankndigungen haben teilweise bereits ihre ,verwirklichung erlebt4 ,wir erwhnen in diesem ,zusammenhange das neue ,recht der ,tarifvertrge und der ,schiedsgerichte1 und vor allem das ,betriebsrtegesetz4 ,noch ehe die ,reichsverfassung die ,gedanken der ,gemeinwirtschaft und die ,richtlinien der sozialen ,befriedung festlegte1 hatten die ,verbnde der ,arbeitgeber und ,arbeitnehmer sich zusammengefunden1 um auf einer neuen ,grundlage die kommenden ,schwierigkeiten der ,nachkriegszeit durch gemeinsame ,vereinbarungen zu bewltigen4 ,schon im ,november #aiah erschien die sogenannte ,vereinbarung2 in ihr anerkennen die ,vertreter der ,arbeitgeberverbnde die ,gewerkschaften als berufene ,vertretung der ,arbeiterschaft1 in ihr wird jede ,beschrnkung der ,koalitionsfreiheit untersagt1 und der ,arbeitsfriede in ,gestalt allgemeiner tarifvertraglicher ,regelung1 der ,arbeitsausschsse1 der ,schlichtungs- und ,einigungsmter grundgelegt4 ,auf diese ,vereinbarung erfolgte im ,dezember #aiah die ,errichtung der sogenannten ,arbeitsgemeinschaften4 ,man hat diese ,vereinbarung nicht mit ,unrecht die ,magna ,charta der ,arbeiterschaft im neuen ,deutschland genannt4 ,sie verwirklicht gewerkschaftliche ,forderungen1 um die jahrzehntelang umsonst gekmpft worden ist4 ,sie fhrt ,arbeitgeber- und ,arbeitnehmerverbnde zusammen zu parittischer ,entscheidung all der ,fragen1 die das ,arbeitsverhltnis betreffen4 ,wenn auch heute schon feststellbar ist1 das sic lngst nicht alle ,bltentrume gereift sind1 die an die ,vereinbarung1 die ,arbeitsgemeinschaften und das ,betriebsrtegesetz anschlossen1 so ist doch der eingeschlagene ,weg g r u n d s t z l i c h r i c h t i g und wird sicher nicht mehr aufgegeben werden fr das zweifelhafte ,linsenmus wilder ,kampfauseinandersetzungen --1 deren ,last und ,folgen wrden auf beide ,teile vernichtend zurckfallen4 ,so knnen wir hoffen1 nach ,zeiten strkster sozialer ,konflikte und ,spannungen allmhlich alte ,gegenstze abzubauen1 den ,weg zum sozialen ,frieden zu finden4 ,was der ,glanz der deutschen ,macht1 der ,stolz auf das nach auen einige ,vaterland und der ,schimmer blendenden ,reichtums nicht vermochten1 das wird1 so hoffen wir1 als ein ,werk der deutschen ,n o t zustande kommen3 die ,einigung ,deutschlands nicht nur nach ,verfassungsparagraphen1 sondern aus der ,einheitsgesinnung und aus dem ,einheitswillen des ganzen ,volkes heraus6 ,wir brauchen brauchen diesen unbeirrbaren ,einheitswillen1 um als ,volk und als ,staat durch die trostlose ,nacht des nationalen ,unglcks hindurchzukommen4 ,wir sind nicht mehr ,herren im ,lande1 weder staatsrechtlich -- das einzige ,souvernittsrecht1 das der ,friedensvertrag uns gelassen hat1 ist nach den ,worten van ,calcers das ,recht1 ,krieg zu erklren2 ein platonisches ,recht fr ein ,volk1 das man entwaffnet hat1 und das nach allen ,richtungen unter ,kontrolle steht -- noch wirtschaftlich4 ,durch ungeheuere ,verpflichtungen sind wir zum ,lohnarbeitervolk geworden2 die ,last der ,reparationen1 die ,ausgeschpftheit unseres ,wohlstandes ntigen uns1 die ,betriebsmittel unserer ,lohnarbeit sogar noch vom valutastarken ,ausland uns erstellen zu lassen4 ,wir brauchen ,aufbau- und ,betriebskapitalien1 unsere ,kapitalbildungskraft ist minimal1 und so droht uns die ,gefahr1 da unsere ,industriewerte vom auslndischen ,kapital berfremdet werden4 ,milliardenbetrge an ,mark1 aufgenommen vom ,ausland1 strmen zurck2 ,milliardenbetrge an ,schatzanweisungen1 ,obligationen und ,industriewesen mssen ins ,ausland verzinst werden4 ,der ,dollar1 das ,pfund ,sterling1 der ,gulden und der ,frank bemchtigen sich unserer ,industriewerte1 unserer ,huser1 unseres ,grundbesitzes1 unserer ,vorrte4 ,das ist ebenso schmerzlich wie unabwendbar2 wir brauchen das fremde ,kapital4 ,es kommt darauf an1 es nicht der ,menge nach1 sondern seinem ,macht- und ,verwaltungsanspruch nach zu begrenzen oder1 wie ,professor ,schumacher das neuerdings ausdrckte1 es zu entgiften1 den ,strom dieser ,kapitalien zu regulieren4 ,gewi wre es wnschenswert1 wenn diese auslndischen ,kapitalien die wenigst bedenkliche ,anlage in ,deutschland whlen wrden1 wenn sie dem ,g r u n d b e s i t z zuflssen4 ,aber das ist wenig wahrscheinlich4 ,die ,anlage1 die sie suchen1 und in der die meisten ,gewinne locken sind eben die ,industriewerte2 und unsere ,regulierung dieser ,kapitalzuwanderung ist damit beschrnkt auf das ,aushilfsmittel der ,vorzugsaktie4 ,im brigen stehen wir dem ,proze so lange mit gebundenen ,hnden gegenber1 als die ,reparationslast und die ,steuern unsere ,sparkraft lhmen4 ,aufkauf unserer ,werte durch das valutastarke ,ausland -- ,abschpfung unserer ,arbeitsertrge durch ,steuern zu ,zwecken der ,reparation3 das heit wirklich das ,licht an zwei ,enden anznden6 ,die ,unhaltbarkeit dieser ,sachlage anerkennen selbst fhrende ,wirtschaftspolitiker aus dem ,ententelager4 ,unter ihnen erwhnen wir ,van der ,lip und ,keynes4 ,der ,englnder ,keynes1 der in seinem bedeutungsvollen ,buche ber den ,versailler ,vertrag ein groes ,ma an ruhiger ,vernunft bewies1 uert sich in neuerlichen ,aufstzen in der ,industrie- und ,handelszeitung ber die ,fhigkeit ,deutschlands1 die ihm aufgelegten ,lasten zu tragen4 ,er kommt zu einem negativen ,ergebnis4 ,er sieht im ,londoner ,diktat eine provisorische ,abmachung1 die schon im nchsten ,jahre ihre ,unzulnglichkeit zeigen werde4 ,an einem bestimmten ,zeitpunkt1 der zwischen ,februar und ,august #aibb liegt1 mu ,deutschland der unvermeidlichen ,zahlungsunfhigkeit erliegen4 ,nur bis dahin reicht die ,schonzeit1 die gewhrt wird4 ,diese ,ansicht sttzt ,keynes auf eine ,untersuchung der ,handelsbilanz1 des deutschen ,staatshaushalts und des deutschen ,volkseinkommens4 ,diese ,darlegungen1 deren sachliche ,richtigkeit nicht bestritten werden kann1 die hchstens die eine ,frage offen lassen1 ob der von ,keynes genannte ,termin gerade der richtige ist1 zeigen uns1 in welch gefhrlichem ,fahrwasser das lecke ,schiff der deutschen ,wirtschaft schwimmt4 ,das ,echo1 das sie in ,england und ,frankreich vielfach gefunden haben1 beweist1 wie machtvoll heute die ,idee der ,gewaltpolitik unter ,abweisung aller ,vernunftserwgungen und aller sittlichen ,begriffe in den ,kpfen der ,sieger herrscht4 ,man sieht nur ,goldmilliarden1 die mit dem ,rechte ,shylocks erpret werden mssen2 aber man sieht nicht die ,abgrnde1 die vor ihnen liegen4 ,die geistige und sittliche ,einheit ,europas ist vor dem nationalen ,machtrausch und vor der ,habgier der heute1 zumal in ,frankreich1 fhrenden ,schichten ein ,schrei in die ,wste4 ,gerechtigkeit in der ,behandlung groer1 wehrloser ,vlker ein leerer ,paradespruch fr ,bankette1 das ,drapeau1 mit dem ,gewalttat und ,eroberungsgier zugedeckt werden4 ,der ,geist ,richelieus ist wieder lebendig geworden1 am ,rhein und im ,osten2 nur ruft er heute keine ,trken herbei1 sondern ,schwarze und ,braune aus allen ,himmelsstrichen und mobilisiert die slawische ,welt gegen uns4 ,wir sind heute das ungedeckte ,glacis des elementar gegen ,europa vordringenden ,slawentums4 ,drfen wir hoffen1 da die unwiderlegliche ,logik der ,geschichte selbst die ,einsichtslosigkeit beheben1 den verbrecherischen bermut dmpfen wird8 ,mssen die ,trostlosigkeiten dauernder politischer ,unruhen und chronischer wirtschaftlicher ,verarmung erst die ganze ,welt schtteln und erschttern1 ehe der ,satz begriffen wird1 da kein ,volk auf die ,dauer davon leben kann1 da es das andere unter die ,fe tritt und ausraubt6 ,wahrlich1 wir haben unser gutes ,gewissen wiederbekommen an all den ,furchtbarkeiten und ,greueln1 die man uns seit dem ,waffenstillstand zugefgt hat4 ,mit diesem guten ,gewissen haben wir die neue ,pflicht fr das gequlte und leidende ,europa bernommen1 der ,gerechtigkeit und der ,ansicht breite ,tore in uns und allen zu ffnen1 die in ,europa und in der ,welt noch guten ,willens sind4 ,das sei im ,dunkel der gegenwrtigen ,stunde unser ,trost1 da wir nie zu so groer ,mission gelutert und berufen waren1 wie wir heute sind6