,,christian ,,morgenstern ,,stufen ,,eine ,,entwickelung ,,in ,,aphorismen ,,und ,,tagebuch-,,notizen ,illustration ,r ,,piper ,,co ,,verlag ,m,,nchen #aibb ,zeichnung von ,hans ,wildermann frei nach einem ,entwurf ,christian ,morgensterns zu ,seite #db3 ,bild meines ,lebens4 ,stil3 ,weltliche ,periode 7,nietzsche7 beendet durch innere ,krankheit4 ,schale3 ffnung durch ,johanneisches4 ,blut3 ,erfllung4 ',nur wer sich wandelt1 bleibt mit mir verwandt4' ,,autobiographische ,,notiz #aiac ,ich wurde am #f4 ,mai #ahga als einziges ,kind des ,landschaftsmalers ,carl ,ernst ,morgenstern 7,sohnes des ,landschaftsmalers ,christian ,morgenstern7 und seiner ,ehefrau ,charlotte ,schertel 7,tochter des ,landschaftsmalers ,josef ,schertel7 in ,mnchen geboren und erlebte in unserm gegen ,nymphenburg zu gelegenen -- aller ,kunst und heiteren ,geselligkeit geffneten -- ,hause mit parkartigem ,garten glckliche1 eindrucksreiche ,kindheitsjahre4 ,meine ,eltern reisten viel1 zuerst aus ,lebenslust1 dann aus ,rcksicht auf ein beginnendes ,lungenleiden meiner ,mutter1 und nahmen mich schon von meinem dritten oder vierten ,jahre an berallhin mit4 ,besonders ist mir eine lange ,reise durch ,tirol1 die ,schweiz und das ,elsa in ,erinnerung1 die im wesentlichen in einer von zwei unermdlichen ,juckern gezogenen ,kutsche zurckgelegt wurde4 ,dazwischen und spter waren es dann die 7damals noch lndlichen7 bayerischen ,seedrfer ,kochel1 ,murnau1 ,seefeld1 ,herrsching1 ,weling und noch spter schlesische ,drfer am ,zobten und im ,vorland des ,riesengebirges1 die dem sehr viel einsamen und stillfrohen ,knaben unvergeltbar ,liebes erwiesen4 ,solch freundliches ,los ward ihm zumal durch die ,lebensfhrung des ,vaters1 der als freier ,landschafter sowohl1 wie dann1 als er an die ,breslauer ,kunstschule berufen worden war1 ,sommer um ,sommer ins ,land hinauszog2 wozu noch kam1 da er ihn1 als eifriger ,jger1 bisweilen in seinen ,jagdgebieten und ,jagdquartieren mit sich hatte4 ,diese ,jahre waren grundlegend fr ein ,verhltnis zur ,natur1 das ihm spter die ,mglichkeit gab1 zeitweise vllig in ihr aufzugehen4 ,sie waren aber auch ntig1 denn bald nach seinem zehnten ,jahre1 in dem er die ,mutter verlor1 begann der ,ansturm feindlicher ,gewalten von auen wie von innen4 ,was sich bisher1 gehegt und verwhnt1 daheim und im ,freien so durchgespielt hatte -- mein ,spielen bildet fr mich ein eigenes sonniges ,kapitel -- zeigte sich dem ueren ,leben1 wie es vor allem in der ,schule herantrat1 weniger gewachsen4 ,es war1 als wre das ,leidenserbe der ,mutter1 das doch erst zwlf ,jahre darauf zu wirklichem ,kranksein fhrte1 schon damals bernommen worden2 denn wenn auch mancher frische ,aufschwung immer wieder weiter trieb1 so setzten doch mehr und mehr jene dumpfen ,hemmungen ein1 die ihn wohl nicht htten so zu ,jahren kommen lassen1 wenn nicht irgend etwas in ihm ebenso zhe fr ihn gestritten und ihn ber das ,schlimmste immer wieder von neuem hinweggebracht htte4 ,vielleicht war es dieselbe ,kraft1 die1 nachdem sie ihn auf dem physischen ,plan verlassen hatte1 geistig fortan sein ,leben begleitete und1 was sie ihm leiblich gleichsam nicht hatte geben knnen1 ihm nun aus geistigen ,welten heraus mit einer ,treue schenkte1 die nicht ruhte1 bis sie ihn nicht nur hoch ins ,leben hinein1 sondern zugleich auf ,hhen des ,lebens hinauf den ,weg hatte finden sehen1 auf denen der ,tod seinen ,stachel verloren und die ,welt ihren gttlichen ,sinn wiedergewonnen hat4 ,sie mag ihm auch den ,jugend- und ,lebensfreund zugefhrt haben1 ,friedrich ,kayler1 dem die ,sammlung ',auf vielen ,wegen' 7und wieviel anderes67 mit dem ,danke gehrt3 ',wr der ,begriff des ,echten verloren _/ ,in ,dir wr er wiedergeboren'4 ,in meinem #af4 ,jahre etwa wurde mir das erste ,glck philosophischer ,gesprche4 ,schopenhauer1 vor allem1 auch schon die ,lehre von der ,wiederverkrperung traten in mein ,leben ein4 ,es folgte1 ,anfang der ,zwanziger1 ,nietzsche1 dessen suchende ,seele mein eigentlicher ,bildner und die leidenschaftliche ,liebe langer ,jahre wurde4 ,die ,aufgabe1 ,ibsens ,verswerke zu bertragen1 fhrte mich #ahih nach ,norwegen4 ,ich lernte ,henrik ,ibsens teure ,person kennen und durfte in den bersetzungen von ',brand' und ',peer ,gynt' mich innerlichst mit ihm verbinden4 ,das ,jahr #aija sah mich ber den ',deutschen ,schriften' ,paul de ,lagardes4 ,er erschien mir -- ,wagner war mir damals durch ,nietzsche entfremdet -- als der zweite magebende ,deutsche der letzten ,jahrzehnte1 wozu denn auch stimmen mochte1 da sein gesamtes ,volk seinen ,weg ohne ihn gegangen war4 ,noch sechs ,jahre darauf schrieb ich in mein ,taschenbuch3 ,zu ,niblum will ich begraben sein1 am ,saum zwischen ,marsch und ,geest 444 ,zu ,niblum will ich mich rasten aus von aller ,gegenwart4 ,und schreibt mir dort auf mein steinern ,haus nur den ,namen und3 ',lest ,lagarde6' ,ja1 nur die zwei ,dinge klein und gro3 ,diese ,bitte und dann meinen ,namen blo4 ,nur den ,namen und3 ',lest ,lagarde6' ,das ,inselchen ,mutterland dorten1 nein1 das will ich nicht verschmhn4 ,holt mich doch dort bald die ,nordsee heim mit steilen1 strzenden ,seen -- das ,muttermeer1 die ,mutterflut 444 o wie sich gut dann da drunten ruht1 tief fern von deutschem ,geschehn6 ,inzwischen war dem ,fnfunddreiigjhrigen ,entscheidendes geworden4 ,natur und ,mensch hatten sich ihm endgltig vergeistigt4 ,und als er eines ,abends wieder einmal das ,evangelium nach ,johannes aufschlug1 glaubte er es zum ersten ,male wirklich zu verstehen4 ,die nchsten ,jahre -- des ,austragens1 ,ausreifens1 zu ,ende ,denkens -- berstand er so1 wie er sie berstand1 eigentlich nur1 weil ihm ,gesundheit und ,mittel fehlten1 sich irgendwohin zurckzuziehen1 wo er in vlliger ,unbekanntheit seine ,tage htte vollenden drfen4 ,er war doppelt geworden und in der wunderlichen ,verfassung1 sich1 sozusagen1 gro oder klein schreiben zu knnen4 7,in ',einkehr'1 ',ich und ,du' und einer ,sammlung ,aufzeichnungen findet sich ,einiges aus diesem ,abschnitt47 ,er konnte in einem ,kaffeehause sitzen und fhlen3 ',so von seinem ,marmortischchen aus1 seine ,tasse vor sich1 zu betrachten1 die da kommen und gehen1 sich setzen und sich unterhalten1 und durch das mchtige ,fenster die drauen hin und her treiben zu sehen1 wie ,fischgewimmel hinter der ,glaswand eines groen ,behlters1 -- und dann und wann der ,vorstellung sich hinzugeben3 ,das bist ,du6 -- ,und sie alle zu sehen1 wie sie nicht wissen1 wer sie sind1 wer da1 als sie1 mit ,,sich selber redet und wer sie aus meinen ,augen als ,,sich erkennt und aus ihren nur als sie6' 444 ,und doch war solches ,erkennen nur erst ein ,oberflchen-,erkennen und darum letzten ,endes noch zur ,unfruchtbarkeit verurteilt4 ,so kam das ,jahr #aijh -- ',da traf ich ,dich1 in rgster ,not3 den ,andern6 ,mit ,dir vereint1 gewann ich frischen ,mut4 ,von neuem hob ich an1 mit ,dir1 zu wandern1 und siehe da3 ,das ,schicksal war uns gut4 ,wir fanden einen ,pfad1 der klar und einsam empor sich zog1 bis1 wo ein ,tempel stand4 ,der ,steig war steil1 doch wagten wir's gemeinsam4 ,und heut noch helfen wir uns1 ,hand in ,hand4' ,der ,andre war ,sie1 die mein ,leben fortan teilte2 der ,pfad war der ,weg theosophisch-anthroposophischer ,erkenntnisse1 wie sie uns heute1 in einziger ,weise1 durch ,rudolf ,steiner vermittelt werden4 ,in dieser ,persnlichkeit lebt ein groer spiritueller ,forscher 'ein ganz dem ,dienste der ,wahrheit gewidmetes ,leben' vor uns und fr uns dar4 ,vor ihm darf auch der ,unabhngigste sich von neuem besinnen und revidieren1 vor ihm hat dies jedenfalls der getan1 der immer am liebsten dem ,worte nachleben wollte3 -- ,vitam impendere vero4 ,,in ,,me ,,ipsum ,was ist denn von auen her ber ein ,leben zu sagen6 ,gar nichts4 #ahia ,nicht im lrmenden ,kampf der ,tage1 auch nicht im ,sturm einer groen ,zeit1 aber nach ,jahrtausenden stiller ,arbeit1 nach onen ewig fortwirkenden ,webens -- dann werden die ,menschen gut werden4 ,o1 wer diesen ,glauben1 der mir ,gewiheit ist1 in allen ,augenblicken seines ,strebens im ,herzen lebendig fhlte1 er wrde glcklich sein4 99 99 99 99 99 ,mein einziges ,gebet ist das um ,vertiefung4 ,durch sie allein kann ich wieder zu ,gott gelangen4 ,vertiefung6 ,vertiefung6 #ahib ,ich bin ein ,studienkopf1 den der ,schpfer einst flchtig skizzierte1 als ihm ein ,knstlerportrt im ,sinne lag4 #ahid ,ich mchte nicht leben1 wenn ,ich nicht lebte4 99 99 99 99 99 ,vor einer ,menschenmenge3 ,ich sehe pltzlich die ,gedanken dieses ,volks wie eine dicke schwarze ,wolke ber ihm4 ,eine ,wolke voll ,trnen und ,blitzen4 99 99 99 99 99 ber all meinen ,werken soll es wie ein groes ,verstehen liegen -- und davon werden viele glcklich werden4 #ahie ,mir ist mein ganzes ,leben zu ,mut1 als ginge mein ,weg oft an der ,hecke des ,paradieses vorbei4 ,dann streift mich warmer ,hauch1 dann mein' ich1 ,rosen zu sehn und zu atmen1 ein ser ,ton rhrt mich zu ,trnen1 auf der ,stirn liegt es mir wie eine liebe1 friedegebende ,hand -- sekundenlang4 ,so streife ich oft vorbei an der ,hecke des ,paradieses 444 99 99 99 99 99 ,o tiefe ,liebe1 die mich zu allem beseelt4 99 99 99 99 99 ,mchte gern noch oft erwachen1 stets als groer ,knstler4 #ahif ,in ,arco3 ,ich dnkte mich einer jener alten blonden ,germanen1 die hier einst mit ,herrscherschritt durch die ,straen wanderten4 99 99 99 99 99 ,ich sehe auf mich selbst zurck4 ,unzhlige ,gestalten huschen schemenhaft an mir vorber4 99 99 99 99 99 ,ausgraben will ich meiner ,seele ,schacht4 99 99 99 99 99 ,da ich nie in meinem ,leben eine ,schwester gehabt habe6 ,kein fremdes ,weib kann dem ,bruder ein solches ,verhltnis ersetzen4 99 99 99 99 99 ,man lasse sich durch meine ,ironie nicht irrefhren4 ,meine ,ironie ist naiv wie mein ,pathos4 ,ich vermag ,unglaubliches ironisch zu sagen1 ohne eine ,spur von frivoler ,empfindung 4441 ja vielleicht schrieb ich es mit ernsthaftester ,miene1 ohne ein andres ,lachen als das eines in sich heiteren unbewegten ,geistes4 99 99 99 99 99 ,traum ,ich fange das ,raubvogelgesindel meiner hlichen ,gedanken und brate sie am ,spie1 der ber einem ,feuer sich dreht4 ,ach1 vergebens4 99 99 99 99 99 ,nach einer ,zoten-,posse ,je lter ich werde1 einen desto tieferen1 bittreren1 inbrnstigeren ,widerwillen empfinde ich gegen die ,zote4 ,weniger gegen die1 welche etwa von ,mann zu ,mann kursiert1 obschon ich auch sie vollstndig entbehren knnte1 als gegen die ffentliche ,zote von der ,bhne herab4 ,wenn pltzlich ,hunderte versammelter ,menschen jede ,scham voreinander verlieren und in wiehernder ,freude ber eine nicht mizuverstehende ,andeutung bereinstimmen1 dann sinkt mir der ,mensch unter das ,tier und ein schmerzlicher ,unwille zieht mir das ,herz zusammen4 ,ich habe doch fr vieles ,leichtsinn und nicht zum mindesten fr die ,liebe jeglicher ,art1 aber vor der berechneten ,zote vergeht mir aller bermut4 ,da schaue ich nur in einen ,abgrund von ,gemeinheit und ,hlichkeit4 ,wir jungen ,mnner1 die wir etwas auf uns halten1 sollten jenen ,auffhrungen beizuwohnen nicht als uns angemessen erachten und am wenigsten ,weiber1 die wir ehren1 mit uns in jene niedrige und widerwrtige ,sphre hinabziehen4 99 99 99 99 99 ,mein ,skeptizismus ist vielleicht gerade das ,charakteristische des philosophischen ,dilettanten4 ,der philosophische ,dilettant ist immer schnell am ,ende aller ,dinge1 weil er nur die ,ergebnisse der bereits gewonnenen ,erkenntnis im ,auge hat1 ohne die ,wege zu gehen1 ja oft auch nur zu kennen1 auf denen jene erreicht worden sind4 99 99 99 99 99 ,jedes ,jahr habe ich mindestens ,eine ,periode frchterlichsten ,zweifels an mir selbst4 ,dann lebe ich mit bestndigen ,todesgedanken4 #ahig ,die ,sehnsucht meines ,lebens ist eine oft bermchtige ,sehnsucht nach praktischem ,schaffen im ,groen4 ,plastik wre 7und ,architektur7 mein hchster ,fall4 ,meine hchste ,liebe galt immer dem ,gegenstndlichen1 der ,linie1 der ,farbe1 dem ,ton an sich4 ,schon er allein vermochte mich zu entzcken1 wievielmehr erst seine organischen ,verbindungen4 99 99 99 99 99 ,mein ,hang zu philosophischem ,nachdenken beruht auf der einfachen ,grundlage1 da ich in jedem ,augenblick ber das kleinste ,stck ,natur irgendwelcher ,art in hchste ,verwunderung geraten kann4 99 99 99 99 99 ,dieser ,norden6 ,da wacht man in der verheiendsten ,stimmung auf4 ,griesgrmig1 grau1 teilnahmslos ruhen die groen ,augen der ,fenster auf dir1 als wollten sie sagen3 wozu regst du dich so auf8 was willst du mit deinen trichten ,idealen8 ,alles ist eitel4 99 99 99 99 99 ,ich verbrenne an meinem eigenen ,mastab4 99 99 99 99 99 ,trume ,die wilde ,jagd4 ,der ,schcher am ,kreuz4 99 99 99 99 99 ,mein ,herz kommt mir heut vor wie ein ,pfefferkuchenherz1 das lange im ,nassen gelegen hat4 #aijd ,es ist etwas in mir1 das jagt und jagt einem ,ziele zu4 ,das lt mich in keiner ,trgheit ganz ruhn1 in keinem ,glck ganz vergessen4 #aije ,ich mchte am liebsten auf einem ,turm wohnen4 ,tglich im ,leben drunten ein ,bad nehmen1 untertauchen1 und dann wieder hinaufsteigen in sein ,luginsland1 sein au dessus de la vie4 99 99 99 99 99 ,so oft ich unter neue ,menschen gehe1 so oft komme ich mit ,wunden bedeckt von ihnen zurck4 ,es sind freilich nur leichte oberflchliche ,schrammen1 die bald wieder verheilen1 aber sie haben1 da sie entstanden1 wie zehrendes ,feuer gebrannt und besser vielleicht als eine tiefe ,verwundung ihr ,werk an meiner ,seele getan4 99 99 99 99 99 ,ich kann ungeklrte ,verhltnisse einfach nicht ertragen4 ,warum knnen die ,menschen nicht offen gegeneinander sein8 ,reine ,luft zwischen uns6 99 99 99 99 99 ,ich mag die ,verrgerten nicht leiden4 99 99 99 99 99 ,meine ,natur hat sich von frh auf mit ,apathie beholfen4 ,diese ,langsamkeit zu reagieren1 hat alles1 was auf mich einbrach1 auf eine breitere ,flche verteilt1 und was mir in einer ,stunde unzweifelhaft den ,atem abgeschnrt htte1 wurde mir so in ,tagen und ,wochen zu einem dumpfen ,druck1 der mein ,leben nicht eben zerstrte1 aber langsam und sicher ermattete4 99 99 99 99 99 ,und das ,verhateste von allem wird einst geschehen3 ,man wird mir ',milderungsgrnde zubilligen'4 7',er war ein guter ,mensch1 er wollte das ,beste usw4'7 99 99 99 99 99 ,was mu ich auf die ,menschen fr einen ,eindruck machen1 da sie mich so oft wie ein unmndiges ,kind behandeln wollen4 99 99 99 99 99 ,ich trage keine ,schtze in mir1 ich habe nur die ,kraft1 vieles1 was ich berhre1 in etwas von ,wert zu verwandeln4 ,ich habe keine ,tiefe1 als meinen unaufhrlichen ,trieb zur ,tiefe4 99 99 99 99 99 ,mein nchstes ,buch soll ',auferstehung' heien1 wenn mir noch eine ,auferstehung beschieden sein sollte1 im grten ,sinne4 99 99 99 99 99 ,ich will gern alles gutzumachen suchen1 was ich und andere mit mir schlecht gemacht haben1 aber nur noch in mir1 in mir selbst4 ,alles andere ist ,sentimentalitt und ,pfuscherei4 99 99 99 99 99 ,ich hatte heute ,nacht 7#bd4_/be4 ,,ii4 #je7 ca4 #c_/d #b ,uhr nach dem ersten ,einschlafen wieder einen jener schon beschriebenen ,gehirnzustnde 7etwa der achte in der ,reihe71 dessen ,hauptmerkmal mir zu sein scheint1 da ich -- innerhalb des ,traumzustandes -- aus einem unangenehmen ,traum mit aller ,willenskraft ins wache ,bewutsein hinausstrebe4 ,es ist der ,grenzzustand des ,erwachens aus einem peinigenden oder doch beunruhigenden ,traum das eigentliche ,thema eines solchen ,traumzustandes4 ,so erinnere ich mich augenblicklich nicht mehr des ,traumes im ,traume selbst1 sondern nur noch des ,erwachenwollens1 ja scheinbar wirklich ,erwachtseins im ,traume4 ,ich schien mich endlich mit aller ,kraft aus dem ,krampf des ,traumes losgerissen zu haben1 aber ich glaubte nicht an mein wirkliches ,erwachtsein4 ,da fhlte ich ein ,fnfpfennigstck zwischen den ,zhnen4 ,ich bi darauf3 jetzt war kein ,zweifel mehr3 es widerstand1 es schmeckte metallig2 ich schien wirklich wach4 ,whrenddem wachte ich mehr und mehr auf4 ,im letzten ,stadium vor dem wirklichen ,erwachen verwandelte mein offenbar klarer werdender ,intellekt das ,geldstck in eine ,emser ,pastille1 die sich zu lsen begann und den salzig-suerlichen ,geschmack auf meiner ,zunge verstrkte4 ,hierauf wachte ich wirklich auf und war verwundert1 nichts in meinem ,munde zu finden4 7,ich hatte nebenbei bemerkt den ,tag -- aber nicht den ,abend zuvor -- einige ,emser ,pastillen gegessen47 99 99 99 99 99 ,einem wirklichen ,traume 7#bh4_/bi4 ,juli #je7 folgend1 mchte ich ein dramatisches ,mrchen orientalischen ,charakters schreiben4 ,der ,traum war etwa so3 ,eine ,anzahl von uns1 worunter mir noch ,m4 ,heimann1 spter auch ,frisch 7und seine ,frau7 erinnerlich1 waren von andern eingeladen worden1 ,schriften 7,dramen1 ,lyrisches1 ,lehrhaftes7 eines fremden1 hchst merkwrdigen ,kulturvolkes 7,chinesen1 ,inder87 kennenzulernen1 um sie zu bersetzen4 ,es hie1 #ab ,personen htten genug auf ,jahre zu tun1 wenn sie einen ,vorsto in diese fremde wunderliche ,literatur machen wollten4 ,zu dem ,zweck wurden uns groe ,bcher vorgelegt1 die mit schnen mnchischen ,handschriften gefllt waren1 und uns ,stellen vorgelesen1 die uns auerordentlich bedeutsam erschienen4 ,zu gleicher ,zeit glitten wir im ,traum unmerklich mehr und mehr in dieses ,land selbst1 es wurde uns geraten1 seine ,tempel1 ,grten1 ,theater1 ,schlsser kennen zu lernen4 ,ein ,trupp von uns wurde herumgefhrt4 ,ich erinnere mich eines ungeheuren ,lesesaales1 in den man uns blicken lie und dessen uns entgegengesetzte ,seite eine einzige gewaltige ,glasscheibe abschlo1 durch die man eine ,schweizer ,landschaft mit einer ,stadt erblickte1 -- wie wir erfuhren3 ,bern und seine ,alpen2 augenscheinlich von jenen ,leuten der ,wirklichkeit nachgebildet und hinter jener ,scheibe als ,aussicht angebracht4 ,nach einer ,weile verlor ich meine ,gefhrten4 ,ich nahm einen eigenen ,fhrer und lie mich von ihm1 ich glaube nach einem ,tempel1 tragen4 ,der ,trger trug zwei ,stangen1 die oben ,futritte wie die ,stelzen hatten4 ,auf diese trat man1 whrend man sich an ihrem obersten ,teile mit den ,hnden und ,armen festhielt4 ,der ,trger trug dann das ,ganze wie eine doppelte ,fahnenstange4 ,der ,mann1 den ich genommen1 lachte auf meine ,befrchtung1 ich knne ihm zu schwer werden und versicherte1 ich wrde viel eher loslassen als er4 ,er trug mich durch reiende ,kanle und zuletzt begann ich sowohl mde zu werden1 wie ihn zu frchten4 ,hier schiebt sich irgendwo eine ,vorstellung ein1 die ich in einem der ,theater gesehen haben mu und in der ein junges1 ses1 zartes ,geschpf die ,hauptrolle gespielt haben mu4 ,worte und ,erscheinung berwltigten mich mit solcher ,macht1 da ich in ,trnen ausbrach4 ,und ich weinte so mit meinem ganzen ,wesen1 aber ohne jede ,bitterkeit1 nur aus tiefster ,erregung der ,seele1 da ich meine1 dies ,gefhl nie vergessen zu knnen4 ,was das ,stck enthielt1 wei ich nicht mehr4 ,das ,wort ,samaria blieb haften und als hinterher wieder davon als von einem bersetzungsangebot gesprochen wurde1 hrte ich1 da die ,sonne darin einmal mit ,amanda angeredet wurde1 was ich durch ,alliebende 767 zu bertragen vorschlug4 ,chor 7zu vorigem7 ,gebrochen von des ,lebens vielen ,strafen1 hinwandl' ich meinen ,pfad gebeugten ,hauptes1 schon nicht mehr hoffend auf des ,himmels ,gnade1 die sen ,boten lchelnden ,erbarmens4 99 99 99 99 99 ,wenn ich ein ,musiker wre1 so wrde ich eine ,symphonie ',vineta' schreiben4 99 99 99 99 99 ,ich wre als ,maler gewi in ,menzels ,spuren gegangen1 so sehr interessiert mich jeder ,gegenstand als rein malerisches ,objekt4 99 99 99 99 99 ,wenn man durch ,zusammenstellung der beiden ,hnde geheimnisvolle ,figuren bildet1 so habe ich ein besonderes ,verstndnis dafr und mchte sie alle kennen lernen4 ,fr mich ist die ,mystik der ,hnde unaussprechlich4 7,dabei sind meine eigenen zwar klein1 aber nicht schn4 ,nur der ,handrcken -- berhaupt die geballte ,faust -- ist gut und vielleicht die ,daumen4 ,die andern ,finger sind ,herdentiere4 ,der ,handteller ist sehr bemerkenswert3 ,ein ,chaos von ,linien um ein riesiges ,m47 99 99 99 99 99 ,der ganze ,wahnwitz unseres modernen ,wohnens 7ja ,lebens7 steigt mir aus dem ,bild meines eigenen ,umzugs auf3 ,wre es nicht wrdiger1 sein bichen ,hab und ,gut in einer ,erdhhle1 die einem aber fr immer gehrt1 wenn sie nicht ein ,naturereignis vernichtet1 zu bergen1 als mit seinen ,bndeln und ,kisten durch prahlende ,burgen zu irren1 alle zwei1 drei ,jahre durchschnittlich den in festgemauerten ,gelassen ,sehaften zu spielen1 allen ,ernst und alle ,liebe zu einem eigenen ,heim an teuer gemietete ,wnde zu verschwenden1 die einem nie gehren knnen1 die uns ewigen ,nomaden ,verhltnisse vortuschen1 die fr uns eben nur erlogen1 nur uneingestandene ,kulisse sind4 ,mein ,wohnungsideal ist das ,zelt4 ,nur so weit mchte ich es noch bringen4 99 99 99 99 99 ,ich leide oft sehr an der ,art meines ,humors4 ,meine ewige ,fragestellung1 ob nicht jeder ,humor ein ,quantum ,philistrositt einschliet4 #aijf ,wenn ich heute strbe1 glaube ich1 alt genug geworden zu sein4 ,ich bin dann wenigstens alt genug geworden1 um sterben zu knnen4 99 99 99 99 99 ,warum mu ich so unaufhrlich unter mir und anderen leiden6 ,meine ,seele ist fortwhrend das ,spiel ber sie hinziehender ,schatten4 99 99 99 99 99 ,fr mich gibt es nur ein ,mittel1 um die ,achtung vor mir selbst nicht einzuben3 ,fortwhrende ,kritik4 99 99 99 99 99 ,der alte oft erprobte ,fluch3 ,mein ,typus ,weib bleibt mir ewig verborgen4 ,was will ich denn6 ,einen ,kameraden1 eine freie ,seele1 einen anmutigen ,krper4 ,in ,ruland fnde ich diese ,gefhrtin1 in ,italien -- nein4 ,in ,deutschland1 dem fr mich doch allein zulssigen ,lande -- wo1 wo1 wo8 ,ihr wollt alle nur die ,liebe zur ,mglichkeit haben4 ,ich habe nur die ,liebe zur ,unmglichkeit4 99 99 99 99 99 ,kritik1 ,kritik1 nimmer genug ,kritik1 ein ,spiegel sei mir noch das letzte ,tor4 99 99 99 99 99 ,wie die ,nacht ber einen ,tod zieht1 so zieht ,vergessenheitsnacht allnchtlich ber mein ,gehirn4 ,ja1 oft hat ein ,tag so viele ,tage und ,nchte1 wie bei andern wohl oft ,wochen und ,monate4 ,wenn mich jemand hypnotisierte1 ich sei eine ,mcke und htte nur einen ,tag zu leben1 so glaube ich wohl1 da dieser ,tag fr mich ein ganzes ,leben werden knnte4 99 99 99 99 99 ,ich habe soeben eine lange leidenschaftliche ,epistel an meinen ,ofen verfat und sie ihm dann gegeben4 ,er verschlang sie gierig und wrmte mir mit seinem ,feuer zwei ,minuten lang ,gesicht und ,hnde4 ,gewi1 das war alles2 aber es gibt ,menschen1 die nicht einmal wie ein ,ofen zu antworten vermgen4 99 99 99 99 99 ,ich ermangele ganz des ,vermgens1 mir nach einer ,beschreibung -- und wenn sie noch so genau ist -- ein ,zimmer oder eine ,landschaft vorzustellen4 ,bhnenanweisungen gehen an mir meistens spurlos vorber und ,schilderungen etwa wie des ,hauses der ,buddenbrooks gehen nur mit einigen groben ,zgen in mein ,gehirn ein4 99 99 99 99 99 ,ich habe sehr sichere ,instinkte1 aber nicht die ,gabe1 eingehend zu begrnden1 zu erklren4 ,die ,mehrzahl der ,heutigen hat umgekehrt die ,gabe des ,begrndens und ,erklrens in hohem ,mae1 aber dafr keine innere ,direktion4 ,es ist unendlich qulend1 die ,berechtigung seines ,urteils immer wieder aufs neue beweisen zu sollen4 99 99 99 99 99 ,ich bin wie eine ,brieftaube1 die man vom ,urquell der ,dinge in ein fernes1 fremdes ,land getragen und dort freigelassen hat4 ,sie trachtet ihr ganzes ,leben nach der einstigen ,heimat1 ruhlos durchmit sie das ,land nach allen ,seiten4 ,und oft fllt sie zu ,boden in ihrer groen ,mdigkeit1 und man kommt1 hebt sie auf1 pflegt sie und will sie ans ,haus gewhnen4 ,aber so bald sie die ,flgel nur wieder fhlt1 fliegt sie von neuem fort1 auf die einzige ,fahrt1 die ihrer ,sehnsucht gengt1 die unvermeidliche ,suche nach dem ,ort ihres ,ursprungs4 99 99 99 99 99 ,wenn ich etwas an ,christus verstehe1 so ist es das3 ',und er entwich vor ihnen in die ,wste4' 99 99 99 99 99 ,wie wenig meiner sicher bin ich doch noch4 ,mit welcher ,leichtfertigkeit habe ich heute ,abend ber ,menschen geredet3 so da ich nun nachts ber mich erschrecke4 7,ich werde mir doch das ,armband ',denke daran' anlegen mssen47 99 99 99 99 99 ,eines kann ich wohl als ,merkwort ber all mein ,leben und seine ,erfahrungen schreiben3 ,fast alles1 was ich geworden bin1 verdanke ich mir selber1 einigen ,privatpersonen und dem ,zufall4 ,von irgendeiner bewuten organischen ,kultur um mich herum1 die das ,einzelindividuum zu benutzen und systematisch auszubilden vermocht htte1 sprte ich nie etwas4 ,weder ,eltern noch ,lehrer noch irgendwer hat mich je kraftvoll in die ,hand genommen und in groem ,sinne erzogen4 ,und wenn ich1 ein ,mensch von ursprnglich glnzender ,begabung1 alles in allem ein ,dilettant geblieben bin1 so hat die ,hlfte der ,schuld daran gewi die ,unsumme von ,dilettantismus1 von ,halbheit und ,kulturlosigkeit1 die ich berall gefunden habe1 wohin mich meine bewegte ,jugend gefhrt hat4 7,gelegentlich der herrlichen ,schilderung der ,krapotkinschen ,jugend47 99 99 99 99 99 ,es ist bitter1 sich sagen zu mssen1 da man zwischen #ce und #de zu erledigen hat1 was man zwischen #de und #fj htte sollen erledigen knnen4 99 99 99 99 99 ,ihr macht mir aus meiner gleichmigen ,hflichkeit gegen alle einen ,vorwurf4 ,aber1 was wollt ihr6 ,es gibt gewi nicht gar so viele1 denen es leicht fllt1 die ,menschen zu lieben4 ,nun1 mir fllt es zuweilen leicht3 warum sollte ich da gewaltsam unfreundlich zu ihnen sein8 ,ich finde an jedem etwas1 was mir ,sympathie oder doch ,interesse abntigt2 und wrde nicht mein ,gefhl vom ,einssein mit allem eine ,lge sein1 wenn ich irgendeinem ,mitmenschen gegenber vllig kalt bleiben knnte8 99 99 99 99 99 ,ich bin der leichterregbarste und unbeeinflubarste ,mensch1 den ich kenne4 99 99 99 99 99 ,ist es ein ,wunder1 wenn dann und wann eine ,nuance von ,hochmut in einem auftaucht4 ,wenn man der offenbaren ,niedertracht gegenber zuweilen eisig wird -- das ,einzige1 das ihr nicht zu ,gebote steht4 ,die ,menge wei nichts von der ,tiefe der ,demut1 die ein einzelner empfindet1 der sich ganz zu erkennen strebt4 99 99 99 99 99 ,luther spricht einmal von 'bsen ,gedanken'1 deren ,kommen man nicht hindern knne1 aber die es gelte1 vor der ,schwelle bleiben zu lassen4 ,der ,satz 7dessen schner krftiger ,wortlaut mir im ,augenblick leider nicht gegenwrtig7 ist mir oft im ,leben ein ,trost gewesen2 denn ich habe von frh auf1 d4h4 wohl etwa von meinem #ad4 ,jahr an1 daran gelitten1 da in der ,reihe meiner ,assoziationen pltzlich zuweilen ein 'hlicher ,gedanke'1 eine hliche ,vorstellung auftauchte1 die ich sofort als solche erkannte1 ohne indes die ,macht zu besitzen1 ihr auszuweichen1 ja ihr ,wiedererscheinen zu hindern4 99 99 99 99 99 ,es wre vielleicht der richtige ,augenblick1 ein ,tagebuch zu beginnen4 ,drauen regnet es ununterbrochen seit neun ,stunden und bringt mir meine ,einsamkeit erdrckend zum ,bewutsein4 ,heute ,nachmittag durchfuhr es mich3 wenn ich meine ,gedanken und mein ,schaffen nicht htte1 wie wrde ich dann wohl solch ein ,krankenleben ertragen knnen4 ,und ich bin krank1 wenn ich es auch fortwhrend wieder vergesse und mitten in meiner ,krankheit ,stunden1 ,tage1 ,wochen vollkommener ,gesundheit durchlebe1 ,zeiten voll herrlichsten ,blhens1 in denen der ,zerfall in mir gleichsam berblht1 hinweggesiegt wird von einem ,frhling1 der ,herbst und ,winter des ,leibes nicht anerkennt1 der die ,ordnung der ,natur vergewaltigt und1 als unberwindliche immer wieder auferstehende ,lebenskraft mich ber mich selbst hinwegretten zu wollen scheint4 ,aber dann kommt ein ,sptnachmittag mit seiner gefhrlichen ,mue1 dann kommt ein nasser1 trbseliger ,tag wie dieser1 und mit dem ,vergessen dessen1 'was ist'1 ist es vorbei4 ,ich sehe ihn vor mir1 meinen treusten ,begleiter und ,verfolger1 den seltsamsten ,kauz der ,welt4 ,seine ,beschftigung besteht seit zehn1 seit vierzehn ,jahren darin1 mich mit einer feinen ,federpose in der ,luftrhre zu reizen1 gleich als wnschte er auf ,erden nichts1 als immer von neuem1 ,stunde um ,stunde1 ,tag um ,tag1 ,jahr um ,jahr meine ,stimme zu hren1 lediglich die ,stimme1 unartikuliert1 tierisch1 ohne ,form1 ohne ,inhalt1 wie er denn wohl auch selbst nur ein tierischer ,geist sein mag1 ein ,gespenst ohne ,hirn1 nichts als fixe ,idee von oben bis unten und ich sein einziges ,ziel1 sein einziger ,lebenszweck4 ,es berhrt mich eigentmlich1 wenn meine ,freunde knftige ,plne vor mir ausbreiten4 ,die einen denken sich ein kleines ,haus fr mich aus in ihrer ,nachbarschaft1 die andern wollen mich wei ,gott wohin haben4 ,vielleicht1 vielleicht4 ,aber ich gebe mir hchstens noch zehn ,jahre4 ,und diese zehn ,jahre haben ihre ,bestimmung1 und die ist kaum3 ,nachbar zu werden und ,besuchsreisen zu machen4 ,am meisten schmerzt mich1 was ich von dichterischen ,mglichkeiten alles fallen lassen mu4 ,zum ,drama werde ich nie gelangen1 ich habe von ,natur nicht das ,zeug dazu und mich auf ,drama hinzudisziplinieren1 dazu fehlt1 wie gesagt1 ,zeit und dann auch ,energie4 ,mein ,widerwille nmlich gegen richtiges1 zusammenhngendes ',schreiben' ist allzu gro4 ,daran wird auch mein ,roman scheitern4 ,ich bin ,gelegenheitsdichter und nichts weiter4 99 99 99 99 99 ,ihr wollt meinen ,platz wissen8 berall1 wo gekmpft wird4 99 99 99 99 99 ,meine ,methode1 ein ,wort durch den ,gestus zu finden4 99 99 99 99 99 ,niemand war und ist mir eine empfindlichere ,geiel als der richterlich geartete ,mitmensch4 ,er ist fr mich der personifizierte bse ,blick4 ,vor ihm erschrickt alles ,lebendige in mir so tief1 als htte der ,tod selbst es gestreift4 ,so mag eine ,pflanze aufhren zu wachsen1 wenn sie ein schlimmer ,zauberer anhaucht4 ,sie will gern von ,wind1 ,regen und ,klte vernichtet werden1 und wenn sie jemand zertritt1 so wird sie es als etwas ,natrliches hinnehmen1 aber sich bei lebendigem ,leibe von einem andern lebenden ,wesen schlechtweg in ,frage stellen1 verneinen1 fr unfhig1 fr einen ,irrtum erklren lassen zu mssen und das nicht etwa unter einem ,feuer von ,leidenschaft1 sondern kalt1 vorbedacht -- das ist unertrglich4 99 99 99 99 99 ,dieser ,ofen knnte mich veranlassen1 zu bleiben4 ,er ist aus lnglichen ,kacheln gebaut1 die ein von allerzartestem ,lila umrahmtes milchweies ,ornament zeigen1 und von schnen ,verhltnissen4 ,wenn die ,menschen mehr bedchten1 wie viel ,glck von einem einfachen ,gegenstand ausgehen kann1 wenn sich nur ein reiner ,geschmack in ihm ausdrckt1 wrden sie unter den einfachsten ,bedingungen viel dankbarer gegen ihr ,leben sein drfen4 ,ich kann nicht sagen1 wie mich die ersten ,architekturen des ,sdens 7in ,bozen7 wieder bewegten4 ,ich glaube1 ich werde von hier unaufhaltsam nach ,italien hinabsinken -- und vielleicht blo um seiner ,bauwerke willen1 die mir den ,menschen erhhen1 wie der ,mensch sich in ihnen erhht hat4 #aijg ,als ,primaner versuchte ich zum ersten ,mal zu einer lebendigen ,vorstellung dessen zu gelangen1 was wir des ,alls ,unendlichkeit nennen4 ,ich legte mich nachts auf einen fast horizontal gestellten ,klappsessel in den ,garten1 und bemhte mich1 ber das rein ,bildmige des ,sternenhimmels hinaus in seine ,wirklichkeit einzudringen4 ,es gelang mir so wohl1 da ich empfand3 ,jetzt noch eine ,sekunde solcher ,erdabwesenheit1 ein einziger kleiner ,schritt weiter und mein ,gehirn ist auf immer verloren4 ,und ich brach das schauerliche ,experiment ab4 ,jetzt1 etwa fnfzehn ,jahre spter1 droht mir die gleiche ,gefahr am lichten ,tage4 ,es begann an einem sthlern blauen ,frhlingsabende in einer ,gartenanlage in ,obermais1 mit dem ,blick auf die dem ,vinschgau vorgelagerten ,ketten4 ,die ,berge formten sich ungefhr wie zu einem ,maulwurfshgel zusammen1 die ,ortschaft1 die ,gegend um mich verloren ihre ,wichtigkeit4 ,meine ,mulde erschien mir nicht bedeutender als der ,abdruck eines ,daumenballens in einer ,wachskugel1 und mich trug der riesige doch kleine ,planet wie ein ,infusor auf seinem ,rcken rund durch den ,raum4 ,ein leichtes geistiges ,schwindelgefhl1 ein ,vorgefhl von ,seekrankheit des ,geistes erfate mich4 ,die ,begriffe oben und unten gingen in einem dritten unter4 ,ich sa da nur einfach von ,luftdrucksgnaden4 99 99 99 99 99 ,wenn ich das ,gegenwrtige nicht so liebte1 wenn ich diese ,liebe nicht htte wie einen groen und sicheren ,fallschirm1 ich wre lngst ins ,bodenlose gefallen4 99 99 99 99 99 ,da stamme ich nun von ,malern -- und mu den ,zusammenbruch der ,natur als eines ,bildes in mir erleben6 99 99 99 99 99 ,ich bin wie einer1 der ohne ,fhrer1 nur so nach ,karten und gelegentlicher ,auskunft von ,hirten und ,wanderern ins ,hochgebirge hineinsteigt4 ,niemand ahnt1 mit was fr ,martern ich das oft zahlen mu und wie mir ein schneller ,tod oft gttliche ,wohltat wre4 ,nein1 mein ',dilettantismus' ist kein ,spa1 keine ,koketterie2 er ist ein ,schicksal1 aber ich kann ihm nicht entrinnen2 denn war mein ,geist auch allezeit willig1 meiner ,physis fehlte es allezeit an jener letzten besten ,energie1 die sekundieren mu1 wo irgend etwas ,groes auf ,erden werden soll4 99 99 99 99 99 ,es ist viel ,glck in mir1 ,glck1 das mir meine ,grenzen verschleiert und ,glck1 das sie mir ins ,unbestimmte hinausrcken zu drfen scheint4 ,ich habe viel ,talent zum ,leben1 -- wenn das ,leben nur mehr ,talent zu mir htte4 ,aber manchmal weht doch ein ,windsto alle die warme schtzende ,illusion fort und dann sehe ich flchtig meinen ,umri und -- schaudere4 99 99 99 99 99 ,ich habe nur ,einen wahren und wirklichen ,feind auf ,erden und das bin ich selbst4 99 99 99 99 99 ,wenn ich unter ,menschen bin1 bin ich wie auf ,ferien4 -- ,und deshalb sollte ich eigentlich nicht mehr unter ,menschen und am wenigsten unter ,freunde gehen3 denn sie wissen alle nicht1 da ich nur gastweise bei ihnen bin und ihnen zuhre1 da mir fr vieles von ihrem ,leben und ,treiben die letzte leidenschaftliche ,aufmerksamkeit verloren gegangen ist1 als wre ich ein ,mann1 der etwa in einem ,saal einer feinen und groen ,musik zuhrt -- aber drauen vor der ,tre steht heimlich sein ,weib und wartet auf ihn und vor lauter innerer ,unruhe hrt er nur mit halbem ,ohre zu und verbirgt kaum seine ,zerstreutheit und mag manchem schrferen ,beobachter mit ,recht als kein sehr fachmnnisch engagierter ,zuhrer gelten4 99 99 99 99 99 ,ich irre in diesen europischen ,lndern umher wie ein ,vogel in einem ,treibhaus4 ,die ,menschen glauben1 weil ich von einem ,ort zum anderen reise1 lebte ich ein beneidenswertes ,leben4 ,sie wissen nicht1 da mich letzten ,endes jeder dieser ,orte enttuscht -- denn ber jeden ist der ,fluch europischer ,zivilisation ausgegossen1 vor dem er vor hundert1 ja vor fnfzig ,jahren noch verschont war4 ,die entsetzliche ,nchternheit der letzten #cj1 #dj ,jahre kriecht einem berall nach1 ja sie frbt auf einen selber ab3 ,man verhotellt zuletzt rettungslos4 ,denn wo kein ,hotel ist1 da ist kein ,platz fr dich mit deinem ,rohrplattenkoffer und deiner schriftdeutschen ,sprache4 ,ich habe wohl auch meine ,zeit an die ,groartigkeit unserer ,epoche der ,technik geglaubt1 aber jetzt fhle ich nur noch das ,eine3 da sie die ,erde entzaubert1 indem sie alles allen gemein macht4 99 99 99 99 99 ,das abwechselnde ,summen zweier oder dreier ,wespen erinnert mich an die ,responsorien der katholischen ,kirche4 ,ich sehe die wohlgenhrten ,schwarzrcke vor mir1 ich sehe den zelebrierenden ,priester auf den ,stufen des ,altars und den ,altar selbst mit seinen schlanken ,kerzen und alten ,gemlden4 99 99 99 99 99 ,ich habe diesen ,herbst mit beltaten angefangen4 ,ich habe an zwei heien ,septembertagen fnf oder sechs ,wespen gettet1 die in mein ,zimmer gekommen waren und mich beunruhigten4 ,das war ganz und gar gegen meine ,gewohnheit und nur durch eine ,unruhe und ,unbeherrschtheit zu erklren1 die unter dem ,einflu des ,sdwindes mich vielleicht ebenso wie die ,wespen berkommen hatte4 ,sptere ,bemerkung3 ,ich wei noch1 wie mich damals besonders die ',dummheit' der ,tiere erregt hatte1 die oft eine ,stunde lang an der ,zimmerdecke hin und her und auf und ab irrten1 ohne den scheinbar so einfachen ,weg durch die offene ,balkontr wiederzufinden oder wiederfinden zu wollen4 bertragen wir diese meine ,ungeduld und ,unduldsamkeit auf ,gtter und ,menschen1 so htten diese ,gtter wohl den ganzen ,tag nichts weiter zu tun1 als ,menschen totzuschlagen4 99 99 99 99 99 ,mein ganzes ,leben lang suche ich den ,stachel1 den ich hier ins trge ,fleisch drcken knnte -- und finde ihn nicht4 99 99 99 99 99 ,ich knnte heute noch im ,walde wie ein ,knabe spielen3 ,aus ,steinen und ,holzstcken ,huser bauen1 mit drren ,zweiglein ,straen abstecken und ,haine bilden1 einen ,felsblock zum ,range eines ,alpengipfels erheben und einem ,hirschkfer und seiner ,frau die ,herrschaft ber das alles verleihen4 ,und dieses kleine ,reich wrde mich glcklicher machen und meine ,phantasie umstndlicher erregen und beschftigen -- als ein noch so groes der ,wirklichkeit4 ,so habe ich einmal1 mit #ce ,jahren1 acht ,tage am ,strande von ,sylt mit ,bauen und ,zimmern einer ,strandhtte verbracht und war wohl selten so von ,herzen froh1 wie bei diesem harmlosen ,spiel4 99 99 99 99 99 ,je lter ich werde1 desto mehr wird ein ,wort mein ,wort vor allen3 ,grotesk4 99 99 99 99 99 ,wenn ich ein ,musiker wre1 so wrde ich einen gemischten ,chor mit ,orchester komponieren3 den ',chor der ,genesenden'1 -- und im ,himmel selber sollte nicht tiefer1 inbrnstiger und ser gesungen werden4 #aijh ,wenn ich aber tot sein werde1 so tut mir die ,liebe und kratzt nicht alles hervor1 was ich je gesagt1 geschrieben oder getan4 ,glaubet nicht1 da in der ,breite meines ,lebens das liegt1 was euch wahrhaft dienlich sein kann4 ,it man denn an einem ,apfel auch alles mit3 die ,kerne1 das ,kerngehuse1 die ,schale1 den ,stengel8 ,also lernt auch mich essen und schlingt mich nicht hinunter mit alledem1 was nun zwar zu mir gehrt und gehrte1 aber von dem ich selbst so wenig wissen will1 wie ihr davon sollt wissen wollen4 ,lat mein allzuvergnglich ,teil ruhen und zerfallen3 ,dann erst liebt ihr mich wirklich1 habt ihr mich wirklich verstanden4 99 99 99 99 99 ,ihr seid von hier1 ich bin von dort4 99 99 99 99 99 ,ihr met jedem sein ,ma ,liebe zu3 dem dreiviertel1 dem zwei ,viertel1 dem ein ,viertel1 dem nichts4 ,davon verstehe ich nichts4 ,ich kann nicht messen und meine ,seele ist immer da am eifrigsten1 wo ich sehe1 da ,eure sich spart und sperrt4 99 99 99 99 99 ,ich kann mit fertigen ,menschen nichts anfangen4 ,es gibt fertigere ,menschen denn mich1 sicherlich ungezhlte4 ,aber keiner ist fertig1 soll je fertig sein4 99 99 99 99 99 ,ihr selig ,blinden rings um meinen ,schritt6 99 99 99 99 99 ,manchmal meine ich1 mich definieren zu sollen als einen wehr- und hilflos dem ,groen preisgegebenen ,menschen4 ,auf mich kann eine ,seite ,lagarde z4,b4 wie eine ,sure wirken1 die mich fr den ,augenblick vllig zersetzt4 ,oder ein ,wort ,nietzsches oder ,goethes4 99 99 99 99 99 ,an dieser meiner ,lieblingsbank fhrt kein ,spazierweg vorber1 geschweige denn eine ,strae1 -- nur ein schmaler ,wiesenpfad von zwei ,spannen ,breite4 ,da kommt denn auch begreiflicherweise wenig ,volks vorbei1 -- -- ,einsiedler1 ,sonderlinge6 99 99 99 99 99 ,ich sehe mich selbst1 schreibend zur ,nachtzeit -- im ,bett bei der ,lampe1 dies ,bchelchen schreibend 444 ,und all das bin ,ich4 ,ich sehe4 -- 99 99 99 99 99 ,ich bin wie eine ,uhr1 die sich jeden ,tag von neuem richten mu1 weil sie jeden ,tag immer wieder von neuem nachgeht4 99 99 99 99 99 ,mein ,traum #bf4_/bg4 ,nov4 #jh3 ,ich sehe etwas in der ,luft wie etwa drei glnzende glasklare pfel an einem 7unsichtbaren87 ,zweige1 sie bewegen sich leicht im ,wind -- und daran geht mir das ,wesen alles ,lebens auf4 ,ich denke an ,bhme und seine ,lampe4 ,nach jenem ,vorgang -- bewegtes ,all -- erklre ich mir1 im ,traum1 das ganze ,leben4 ,das ,ende ist mir leider entschwunden1 ich wei nur1 da ich groer ,klarheit geno4 99 99 99 99 99 ,ich mchte sagen1 da ich immer noch im und vom ,sonnenschein meiner ,kindheit lebe4 99 99 99 99 99 ,wenn ich mir je ein ,haus baue1 so mu es einen ,hof umschlieen1 in dessen ,mitte ein riesiger ,baum steht4 ,nichts ist fr mich mehr ,abbild der ,welt und des ,lebens als der ,baum4 ,vor ihm wrde ich tglich nachdenken1 vor ihm und ber ihn 444 99 99 99 99 99 ber die uere ,technik zur ,hervorbringung kontemplativer ,zustnde mich unterrichten6 99 99 99 99 99 ,mir den ,sonntag ,morgen als ,posttag einrichten4 ,nur dann ,privatkorrespondenz empfangen und beantworten4 7,private ,ordensregeln47 99 99 99 99 99 ,wie wenig reeller ,wert ist oft an einer ausgedehnten 'guten ,handlung'4 ,da bin ich eben bei einem ,begrbnis gewesen4 ,aber nichts von meiner ganzen ,beteiligung an diesem actus war anders als so gut wie nur uerlich1 auer der ursprnglichen spontanen ,regung beim ,empfang der ,todesnachricht3 ,du willst diesem ,entschlafenen die letzte ,ehre erweisen4 99 99 99 99 99 ,schlielich und endlich3 was vermisse ich unter meinen ,mitmenschen am meisten3 ,wirkliche1 wirkliche ,phantasie4 99 99 99 99 99 ,heut habe ich mich zum zweiten ,mal an die ,erweckung des ,lazarus gemacht 44 ,was ich hier will1 ist viel tiefer als ',kunst'4 99 99 99 99 99 ,das ist es3 ,alle die andern beschftigen sich mit ',gott'4 ,ich wage zu sagen3 ,ich -- bin -- das1 was wir ,gott nennen -- selbst4 ,wer das versteht1 aber auch nur der1 wei1 was ich meine1 wenn ich von 'meinem ,ernste' spreche4 99 99 99 99 99 ,meine ,wendung zum ,dualismus 7wenn ich es so brottrocken ausdrcken will7 datiert nicht etwa vom ,august #aijh1 sie hatte sich mir schon lange vorher verraten4 ,ein ueres ,merkwort bedeutete fr mich auf diesem ,felde eine gelegentliche ,auslassung ,heinrich ,frickes1 etwa im ,vorfrhling #aijg1 ber sich1 ,goethes ,farbenlehre und den ,dualismus4 ,da ein so tiefer ,mensch berall ,zweiheit sah1 mit derselben ,kraft1 mit der ich berall ,einheit fhlte1 konnte ich nicht mehr vergessen4 ,aber ich kam doch auch noch auf ganz andern ,wegen zu der ,formulierung der ,welt als ,gottes ',du'4 99 99 99 99 99 ,ich habe einmal in meinem ,leben auf einen ,stein gebissen4 ,seitdem bitte ich jedes ,brot vorher3 enthalte keinen ,stein6 99 99 99 99 99 ,an ,m4 a ,jetzt fangen wieder diese groen herrlichen ,vormittage an1 an deren sptem ,ende ich1 an allen ,fibern zitternd1 den ,mittagstisch aufsuche1 um unwillig und abwesend mein ,essen beizunehmen1 das mich langsam wieder dem ,gesetz der ,schwere unterwirft4 ,du kannst ,dir keinen ,begriff von diesem inneren ,brennen und ,verzehrtwerden machen1 dessen ich oft kaum gewahr bin1 so da ich jeden ,augenblick und bei jeder ,berhrung durch irgend etwas1 einen ,anblick1 eine ,zeitungsnachricht1 eine ,melodie1 in ,trnen ausbrechen mchte4 99 99 99 99 99 ,man wird mich einst in manchem meiner ,stze zu einem ,eklektiker degradieren wollen1 aber wenn ich auch in nichts ,bisheriges berschritten haben sollte3 ,eklektiker war ich nie4 ,nie zeichnete ich etwas auf1 wozu ich nicht durch meine ganze ,natur und ,entwickelung gekommen wre und vieles fand ich und finde ich zu meinem ,erstaunen wieder1 was ich fr mich allein zuvor besa4 ,da lese ich soeben am #g4 ,august #aijh von ,schleiermacher3 ',darum lebt das ganze ,universum1 das ,gttliche1 in jeder ,individualitt1 als jede ,individualitt'4 ,ist dies nicht mein ,gedanke8 und habe ich ,schleiermacher je zuvor nher kennen gelernt8 #aiji ,der ,mensch ist mein ,fach und hier will ich bis zum uersten gehen4 ,wenn ,ihr aber sagt3 ,dagegen wendet der ,politiker dies ein und dagegen der ,historiker dies und dagegen der ,nationalkonom dies1 so erwidere ich3 ,lat auch sie ihr ,fach bis zum uersten treiben4 ,ihr ,fach ist der ,mensch in irgend einer sozialen ,form1 das meine der ,mensch an sich1 der ,mensch als inkommensurables ,wesen4 99 99 99 99 99 ,bei hunderten mag es fesselnder und lohnender sein1 den ,bedrfnissen nachzuspren1 woraus ihre ,werke entsprungen sind1 als diesen ,werken selber4 ,bei mir mag man sich mehr an das halten1 was ich schreibe4 99 99 99 99 99 ,mein ,hauptorgan ist das ,auge4 ,alles geht bei mir durch das ,auge ein4 99 99 99 99 99 ,ich wei mich merkwrdig frei von jeder 'romantischen ,sehnsucht'1 ich fhle im ,durchschnitt meines ,wesens brderlich zum ,leben als etwas1 dem ich nichts hinzuzufgen brauche und das mir nichts hinzuzufgen braucht4 ,darum vermag ich mich auch rein an ihm zu freuen1 wo es ,freude erweckt1 darum wendet sich mein ,schmerz ber das ,leid der ,welt gleich bis in seinen ,grund zurck4 ,kein ,anders-,sein wollend1 sondern das ,sein in seinem ,kern und ,wesen anklagend und in ,frage stellend4 99 99 99 99 99 ,an ,steiner ,glck in medias res4 ,ich war sozusagen bis #d ,uhr morgens gegangen und glaubte kaum noch1 da es nun noch wesentlich heller fr mich werden knnte4 ,ich sah berall das ,licht ,gottes hervordringen1 aber 44 ,da zeigen ,sie mir mit einem ,male und gerade im rechten letzten ,augenblick ein #e ,uhr1 #f ,uhr1 #g ,uhr -- einen neuen ,tag4 99 99 99 99 99 ,ich werde noch manches verffentlichen mssen1 was einer frheren ,entwickelungsstufe als meiner jetzigen angehrt1 denn ich darf niemanden ber den ,weg betrgen1 den ich gegangen bin4 99 99 99 99 99 ,niemanden loslassen4 ,keine ,beziehung fallen lassen6 99 99 99 99 99 ,immer bewuter sich konzentrieren lernen4 ,alles ,flatternde und ,flackernde in mir berwinden4 ,an jeden guten ,gedanken1 jede gute ,empfindung einen ,stein hngen1 sie verankern4 ,damit zusammenhngend3 ,sehaft werden1 ,tempobndigung1 ,tempobeherrschung4 99 99 99 99 99 ,meine ,zahlen3 #ac_/ad_/ae_/af_/ag_/ah_/ai4 ,mein ,alter -- #db8 99 99 99 99 99 ,ich widerrufe alles ,harte und ,bse1 was ich je in meinen ,worten oder ,briefen gesagt habe4 99 99 99 99 99 ,o nur nicht immer wieder erlahmen1 nur nicht immer wieder absinken4 ,zchte doch den ,willen in dir1 du ewiger ,wanderer ohne ,stab4 ,man soll mich als einen malen1 der ohne ,stab einen ,berg erklimmt4 ,der ,dmon seiner eigenen ,schwche hindert ihn1 sich einen ,stab zu bilden1 -- aber am ,steigen selbst kann er ihn nicht hindern1 wie oft er auch wie tot daliegen mag4 99 99 99 99 99 ,was ich heute tue1 tue ich nicht um meinetwillen1 sondern um meiner ,liebe zum ,menschen willen4 99 99 99 99 99 ,einem ,menschen wie mir gengt es nicht1 ,ein ,mal das ,richtige zu erkennen4 99 99 99 99 99 ,ich mchte gern auch noch zu uerem ,wirken gelangen4 ,ich mchte mein ,berlin als geistiges ,staatskunstwerk zum ,ziel machen4 99 99 99 99 99 ,in alles und jedes einflieen lassen einen hheren ,geist6 #aiaj ,ich trumte mir die ,kraft eines ,zuknftigen1 -- meine ,zukunft und lie1 als ich vom ,haus der lieben ,freunde dankbar ,abschied nahm1 in jedem ,zimmer eine ,rose zurck1 geschaffen durch den ,willen meiner ,liebe4 99 99 99 99 99 ,o meine ,hand1 du seltsames ,geschpf1 du warst mir immerdar ein ,angelhaken der ,meditation4 ,wenn ich in deine ,schale blicke1 meine ich ein ,geistgebilde zu schauen4 99 99 99 99 99 ,bild meines ,lebens4 ,stiel3 ,weltliche ,periode 7,nietzsche7 beendet durch innere ,krankheit4 ,schale3 ffnung durch ,johanneisches4 ,blut3 ,erfllung4 #aiaa ,ich darf wohl sagen3 ,die ,entdeckung meines ,mannesalters ist die ,frau4 #aiab ,mit meinen ,erkenntnissen ist es so1 wie wenn endlich ein ,stck ,berglehne abbricht und zerbrckelnd in die ,tiefe rutscht4 ,wie einen ,bergrutsch fhlt man's in sich und frohlockt1 da das ,massiv der ,blindheit1 die wir sind1 wieder um etwas kleiner geworden ist4 99 99 99 99 99 ,ich kann ebensowenig ,briefe schreiben1 wie ,gesprche fhren4 ,beides verflacht mich und lt mich in einem ,zustand zurck1 dessen ,unerquicklichkeit ich niemandem wnsche4 #aiac ,sprich du zu mir1 mein hher ,du6 ,ich will mich ganz in dich verhren4 99 99 99 99 99 ,groer philosophischer ,moment whrend des ,vortrags vom #bg4 ,august #aiac3 ich sah einen ,augenblick lang den ,menschen 7,steiner7 als reinen1 bewuten ,willen1 sich allein durch ein ungeheures gttliches ,vorwrts-,wollen im ,leben und als solches ,leben behauptend4 ,,natur #ahib ,wir leben doch alle auf dem ,meeresgrund 7dem ,grund des ,luftmeeres7 -- ,vineta4 #ahie ,die ,sterne lauter ganze ,noten4 99 99 99 99 99 ,der ,quellnixe wehendes ,fontnenhaar4 #ahif ,der ,zypressen grne ,obelisken4 99 99 99 99 99 ,der ,duft der ,dinge ist die ,sehnsucht1 die sie uns nach sich erwecken4 99 99 99 99 99 ,wer wei1 ob die ,gedanken nicht auch einen ganz winzigen ,lrm machen1 der durch feinste ,instrumente aufzufangen und empirisch 7durch ,vergleich und ,experiment7 zu entrtseln wre4 #ahig ,rhythmisch bewegte ,luft ist gewissermaen farbige ,luft4 ,wirkung der ,glocken4 #aijd ,warum sind ,hgel schner als ,berge8 ,weil sie den ,begriff des ,gebirges gegenber der ,ebene1 diese beglckende ,naturbrechung und ,erhhung des ,niveaus mit lebendigerem ,ausdruck offenbaren als die starren ,felsberge1 die mehr blo ,begriffliches sozusagen1 weniger ,gefhlswarmes an sich haben4 #aije ,die ,natur kennt nur ,farbenbergnge1 keine ,farben4 99 99 99 99 99 ,da erwiderte mir gestern ein ,herr aus ,bremen3 ',wie8 ,sie bedauern den ,tod eines ,seehunds8 ,ausrotten mte man diese ,tiere4 ,glauben ,sie etwa1 sie seien ntzlich8 ,sie sind die rgsten ,fischruber1 die es gibt1 ganz schdliche1 unntze ,geschpfe6' ,ich dachte an die feuchten dunklen ,augen der gutmtigen ,tiere und sie erschienen mir weit liebenswerter als diese ,anschauungen eines ,pedanten1 dem sich sein eigenes grenzenloses ,rubertum als ,mensch so ganz und gar von selbst verstand4 99 99 99 99 99 ,mir gengt zur ,zeit das ,schwatzen der ,seevgel1 das leise ,sich-,wiegen des stachlichen ,strandhafers1 ein wenig durch die ,finger rinnender ,sand und die graublaugrne ,flche vor mir mit ihrer seltsamen ,unbedingtheit4 99 99 99 99 99 ,die ,verschwendung der ,natur ist zu gro4 ,und das ist das ,bitterste3 ,unsere anklagenden ,gedanken1 und seien sie noch so erhaben1 sind nur wie namenlose gleichgltige ,vgel1 die gegen ein kristallumpanzertes ,feuer prallen1 um ohnmchtig und ruhmlos in die ,nacht hinabzufallen1 vertan1 verschwendet wie das ,wesen das sie gebar4 99 99 99 99 99 ,wie ich das ,brckeln und ,rinnen einer in den ,sand gewhlten ,mulde beobachte1 kommen mir einige der tragischsten ,eindrcke meines ,lebens ins ,gedchtnis4 ,den einen empfing ich in den ,thermen des ,caracalla1 und was hier nur ,bild und ,gleichnis1 war dort melancholische ,wirklichkeit4 ,von den mchtigen ,gewlberesten rieselte fast unaufhrlich ,mrtel und verwittertes ,mauerwerk1 und ab und zu1 wenn der leichte ,wind sich strker erhob1 flog wohl auch ein grerer ,stein polternd in die ,tiefe4 ,es war ein unheimliches und erschtterndes ,gesprch der ,vergnglichkeit1 dem der gefhrdete ,wanderer dort beiwohnte und zugleich das ,totenraunen einer ,kultur1 das vielleicht noch whren wird1 wenn der ,petersdom das seinige anheben sollte4 ,den andern gaben mir die norwegischen ,berge mit ihren ewigen ,steinschlgen1 in denen ihre ,gipfel nach und nach herabzukommen scheinen4 99 99 99 99 99 ,die groe ,ruhe und der tiefe ,friede sind nur bei euch1 ihr lieben fernen ,berge4 99 99 99 99 99 ,noch viel wunderbarer als der einfache ,spiegel ist der durchsichtige ,spiegel1 z4,b4 ein ,fenster1 das auf eine ,landschaft hinausgeht und in dem sich zugleich ,gegenstnde unseres ,zimmers spiegeln4 #aijf ,wie knnen ,baumwipfel wie ein ,mdchen aussehen1 ja mehr noch3 seinen ganzen ,charakter zu enthalten scheinen8 ,und doch ist es manchmal so4 99 99 99 99 99 ,ich habe heute ein paar ,blumen fr dich nicht gepflckt1 um dir ihr -- ,leben mitzubringen4 99 99 99 99 99 ,ich hre einen ,vogel fortwhrend ',chi--rur--gie' flten4 99 99 99 99 99 ,diese zwei jungen ,teckel da vor mir1 wie sie schn sind in ihrer jungen ,natrlichkeit und ,zrtlichkeit zueinander6 ,wahrlich1 bei keinem ,menschen kann reizender aussehen1 als wenn das ,mnnchen dem ,kameraden mit seinem ,auge folgt oder wenn das ,weibchen ihm im sonnigen ,moos den ,kopf auf den ,rcken legt voll ,anmut und ,anschmiegungsbedrfnis4 ,und welches ,wohlgefhl des ,lebens1 wenn sie so1 die ,nase dicht am warmen ,moos1 die sonnendurchwrmte ,waldluft einsaugen mit ihren vielfltigen ,reizen1 von denen wir nur einen groben ,begriff haben4 ,und welches stets rege ,interesse fr alle die kleinen und groen ,tne1 die eine ,landschaft fortwhrend erfllen und beleben4 99 99 99 99 99 ,gebell eines ',achtung'-,hundes3 ,nervositt durch ,geschrei von ,kindern ,argwohn1 es knnte auf ihn gemnzt sein 7monoman7 ,gefahr6 7,furcht1 ,wut1 ,anspannung7 ,beschimpfung 7da nichts erfolgt7 ,selbstgerechter rger 7mehr monologisch7 ,mitteilungsgefhl 7,klatschbedrfnis7 7er teilt die ,sache der ,auenwelt mit7 ,quittungen ber vieles ,rivalitt - mit andern ,hunden ,solidaritt _/ ,grundloser ,unwille ,katzenjammer1 der sich zu betuben sucht4 99 99 99 99 99 ,es ist mit ,landschaften wie mit ,menschen1 man lernt sie nie aus4 ,jeder und jede vermgen unter ,umstnden alle ,phasen von der rmlichsten ,hlichkeit bis zur lebensvollsten ,schnheit zu durchlaufen4 99 99 99 99 99 ,so schimmert ein ,birkenwldchen durch ,kiefern1 wie deine ferne ,jugend in und durch meine ,gedanken4 99 99 99 99 99 ,die ,natur ist die groe ,ruhe gegenber unserer ,beweglichkeit4 ,darum wird sie der ,mensch immer mehr lieben1 je feiner und beweglicher er werden wird4 ,sie gibt ihm die groen ,zge1 die weiten ,perspektiven und zugleich das ,bild einer bei aller unermdlichen ,entwickelung erhabenen ,gelassenheit4 99 99 99 99 99 ,es ist ein seltsames ,gefhl1 senkrecht in die ,erde zu unseren ,fen hineinzudenken4 ,man kommt nicht weit1 die ,phantasie erstickt buchstblich4 99 99 99 99 99 ,keine ,gegend setzt sich aus andern ,elementen zusammen1 als den uns bekannten4 ,das wissen wir und doch spielen wir damit1 in einer ,landschaft ,geheimnisse zu vermuten1 so lange wir sie noch nicht genau kennen4 #aijg ,zeile aus einem ,traum3 ,sanft und silbergestickt fand ich die sen ,berge4 99 99 99 99 99 ,der ,frhling ist etwas ,herrliches4 ,der ,frhlung aber1 der nicht mehr kommen mute1 der nur so aus berirdischer ,gnade noch einmal gekommen ist1 der ist nicht mit ,namen zu nennen4 99 99 99 99 99 ,worauf beruht z4,b4 der ,zauber des ,waldes1 die tiefe ,beruhigung1 die er dem ,menschen gibt8 ,darauf wohl zumeist1 da uns in ihm eine unbersehbare ,anzahl pflanzlicher ,individuen einer bestimmten ,art entgegentritt1 die ,lebensfrieden und ,lebensmacht zugleich mit uerster ,zweckmigkeit vereinen4 ,der ,stamm einer ,bergfichte ist das ,urbild ruhiger1 in sich gefestigter ,kraft2 ein gewaltiger ,lebenswille1 den sobald nichts zu stren oder gar zu brechen vermag1 offenbart sich in ihm4 ,ihre ste1 ,zweige und ,nadeln aber strahlen mit solch uerster ,zweckmigkeit rings von ihm aus1 stellen im ,verein mit dem ,stamm und den ,wurzeln einen so weise der ,auen- und ,umwelt eingepaten ,krper dar1 da man begreift3 hier liegt die ,lsung eines ,problems vor1 an der vielleicht unermeliche ,zeiten gearbeitet haben4 99 99 99 99 99 ,die ,fliegen1 diese ,spatzen unter den ,insekten4 99 99 99 99 99 ,in der ,katze hast du ,mitrauen1 ,wollust und ,egoismus1 die drei ,tugenden des ,renaissance-,menschen nach ,stendhal und anderen4 ,damit ist sie1 ich mchte sagen1 das konzentrierteste ,tier4 ,der ,hund ist dagegen glubig1 selbstlos und erotisch kulturlos4 ,unsere heutige ,zivilisation nhert sich mehr der ,stufe des ,hundes4 ,das ,christentum ist vornehmlich gegen die ,katze gerichtet4 ,man darf nach dem allen in einigen ,jahrhunderten den ,menschen erwarten4 99 99 99 99 99 ,die ,selbstachtung einer ,katze ist auerordentlich4 99 99 99 99 99 ,die ,reinlichkeit der ,katze ist eine ganz andre1 als die des ,menschen4 ,der ,mensch wscht sich1 kmmt sich1 brstet und klopft seine ,kleider1 er entledigt sich1 mit einem ,wort1 seines ,staubes1 indem er ihn dem ,wasser1 der ,luft1 der ,erde zurckgibt4 ,die ,katze hingegen schleckt ihn mit unermdlicher ,zunge in sich auf1 verleibt ihn sich ein1 vertilgt ihn -- aber im fruchtbarsten ,sinne1 indem sie ihn schlankweg in ihr organisches ,leben mit hineinnimmt4 99 99 99 99 99 ,du hast einen ,grostadtwinter umsonst den ,anblick einfacher1 natrlicher ,anmut ersehnt4 ,drehe dich um4 ,vielleicht sitzt hinter dir auf dem leeren ,divan eine etwa einjhrige ,katze1 die dich dann und wann besucht1 um sich dort eine halbe ,stunde umstndlich zu putzen und dann eine zweite halbe ,stunde voll tiefen ,behagens zu schlummern1 -- und du siehst was du suchtest1 die eingeborene ,lieblichkeit unbewuter ,natur4 99 99 99 99 99 ,eine der grten ,unverfrorenheiten des ,menschen ist1 dies oder jenes ,tier mit ,emphase falsch zu nennen1 als ob es ein annoch falscheres ,wesen gbe1 in seinem ,verhltnis zu den andern ,wesen1 als der ,mensch6 99 99 99 99 99 ,warum erfllen uns ,grser1 eine ,wiese1 eine ,tanne1 mit so reiner ,lust8 ,weil wir da ,lebendiges vor uns sehen1 das nur von auen her zerstrt werden kann1 nicht durch sich selbst4 ,der ,baum wird nie an gebrochenem ,herzen sterben und das ,gras nie seinen ,verstand verlieren4 ,von auen droht ihnen jede mgliche ,gefahr1 von innen her aber sind sie gefeit4 ,sie fallen sich nicht selbst in den ,rcken1 wie der ,mensch mit seinem ,geist und ersparen uns damit das wiederholte ,schauspiel unseres eigenen zweideutigen ,lebens4 99 99 99 99 99 ,weshalb sollte man sich nicht damit abfinden1 in einer gemigten1 sehr gemigten ,landschaft zu leben1 da man doch nur den ,blick zu erheben braucht1 um ins vllig ,ungemigte zu strzen1 und nur die ,gedanken1 um zu fhlen wie wenig es verschlgt1 im wilden ,ozean des ewig ,ungewissen auf einem gehobelten ,brett oder einem entwurzelten ,baumstamm zu treiben4 99 99 99 99 99 ,den ,wolken wird vielleicht einstmals eine besondere ,verehrung gezollt werden2 als der einzigen sichtbaren ,schranke1 die den ,menschen vom unendlichen ,raum trennt1 als der gndige ,vorhang vor der offenen vierten ,wand unserer ,erdenbhne4 99 99 99 99 99 ,merkwrdig1 zu fhlen1 wie man auf diesem seinem ,erdboden nicht viel anders festgehalten wird1 als jene kleinen ,saugnpfchen aus ,gummi1 die man an die ,wand pret1 um ,uhren und ,schlssel dran aufzuhngen4 99 99 99 99 99 ,ein dunkelblauer ,lampion1 innen von einer ,kerze erleuchtet1 gegen den ,nachthimmel4 ,vision eines geisterhaften ,planeten in nchtlicher ,dmmerung4 99 99 99 99 99 ,wie ein verzweifelndes ,haupt ,schutz1 ,ruhe und ,wrme in seinen ,hnden1 auf seinen ,armen sucht1 so sucht ,gott1 der ,mensch1 ,schutz1 ,ruhe und ,wrme in jenem andern dumpferen ,teile seines ,wesens1 den wir ,natur nennen4 99 99 99 99 99 ,durch die ,natur beruhigt sich ,gott selbst immer wieder4 ,wehe1 wenn er als ,mensch in dem unseligen ,fieber der ,zivilisaton sich selbst als ,natur zerstrt haben wird4 #aijh ,wer die ,welt nicht von ,kind auf gewohnt wre1 mte ber ihr den ,verstand verlieren4 ,das ,wunder eines einzigen ,baumes wrde gengen1 ihn zu vernichten4 99 99 99 99 99 ,ich glaube1 wer blind wre1 mte die ,pflanzen viel besser verstehen4 99 99 99 99 99 ,was tut die ,blume wohl mit ,gott8 ,sie lt sich ,gott gefallen4 ,in der ,blume1 als ,blume trumt er seinen schnsten ,traum1 da widerstrebt ihm nichts4 99 99 99 99 99 ,ich kenne keine 'getrennten ,gebiete'4 -- 99 99 99 99 99 ,wie schn wird eine ,henne als ,mutter4 ,vorher wirkt sie immer ein wenig komisch4 ,mit den ,kchlein an sich aber rckt sie fr mich unter -- ,sternbilder4 99 99 99 99 99 ,eine schne stattliche weie ,kuh mit geschwungenen ,hrnern und einer groen sonoren ,glocke -- das ist schon ein ,symbol1 fr den ,gottesdienst eines ,volkes4 ,oder ein ,stier 44 99 99 99 99 99 ,wer mag wissen1 was ,glockengelut z4,b4 in den ,vgeln fr eigentmliche1 dunkle ,gefhle auslst4 ,ob sie sich da nicht momentweise auch 'ber sich selbst erheben'1 nur so in einem dumpfen ,drang 444 #aiji ,ein verbummelter ,hund1 der auf eigene ,faust jagt -- und ein gehorchender treuer1 bei allem ,feuer durch innere ,gesetze gezgelter ,hund -- zwei ,stufen ,gottes auch sie4 99 99 99 99 99 ,es ist ergtzlich zu beobachten1 wie ,wespen und ,ameisen von der ,zudringlichkeit und ,dickfelligkeit der ,fliegen genau so wie wir ,menschen gestrt und irritiert werden4 99 99 99 99 99 ,wie mag in einem rechten ,sturm ein ,baum zum ,gefhl seiner selbst kommen6 ,wie wunderbar ist eine ,birke im ,sturm6 ,wie gttlich grazis6 ,wie unsagbar malerisch6 99 99 99 99 99 ,lrchen1 ,birken1 ,erlen1 ein fraulicher ,wald6 99 99 99 99 99 ,die hohen ,tannen sprechen3 ,wir sind nicht traurig und nicht frhlich1 wir sind fest4 99 99 99 99 99 ,so ein ,spinnentchlein voll ,regentropfen -- wer macht das nach8 99 99 99 99 99 ,wenn man berechnet hat1 da die ,erde unter dem ,einflu des ,mondes ihre ,ebbe und ,flut hat wie das ,meer1 so frage ich1 warum nicht auch das menschliche ,blut und ,gehirn seine ,gezeiten haben sollte4 99 99 99 99 99 ,die ,luftschiffahrt wird dem religisen ,genie der ,menschheit neue ,nahrung geben4 ,zu den groen ,befrderern kosmischer ,stimmungen3 ,wald1 ,meer und ,wste wird nun noch der ,luftraum kommen4 99 99 99 99 99 ,wir versuchen uns an dem ueren ,bilde andrer bewohnter ,gestirne wohl selten ber ein gewisses ,ma von ,kraft und ,erfolg hinaus4 ,und doch -- ,landschaft1 ins ,unendliche variiert6 ,welch eine ,vorstellung6 99 99 99 99 99 ,jede ,landschaft hat ihre eigene besondere ,seele1 wie ein ,mensch1 dem du gegenberlebst4 ,dies wirst du am deutlichsten empfinden1 wenn du den ,eindruck einer gegenwrtigen mit dem wiederbeschworenen vergleichst1 den eine andere1 frhere1 deiner ,seele eingeprgt hat4 ,etwa wenn du einen ,ausschnitt der gegenwrtigen betrachtest1 der recht gut auch jener vergangenen angehren knnte1 -- so da dir eine ,weile so unheimlich zumute wird1 als glaubtest du die ,hand eines ,abwesenden oder gar ,verstorbenen zu halten1 whrend es doch1 wie du weit1 die des dir ,gegenberstehenden ist4 99 99 99 99 99 ,ich sehe eine ,zeit herankommen1 wo man die ,luft und das ,meer so grndlich durchforscht haben wird1 da man dazu bergeht1 in irgend einer ,ebene oder ,wste einen ,schacht anzulegen1 durch den ,generation um ,generation mit allen ihr zu ,gebote stehenden ,mitteln tiefer unter die ,erdoberflche eindringt4 #aiaj ,darum ist die ,natur so tieftrstlich1 weil sie schlafende ,welt1 traumlos schlafende ,welt ist4 ,sie fhlt nicht ,freude1 nicht ,schmerz1 und doch lebt sie vor uns und fr uns ein ,leben voll ,weisheit1 ,schnheit und ,gte4 ,so schliefen auch wir einst und solchem ,zustand kehren auch wir einst wieder zurck1 nur mit dem ,unterschiede1 da dann dies ganze ber-,glck1 ber-,leid uns bewut sein wird und da wir dann auch keine ,trume mehr brauchen1 weil wir die ,himmel selbst offen sehen4 #aiaa ,das ,kleine in der ,natur ist gewhnlich grer als 'das ,groe'4 ,denn das ,kleine ist nur zu oft ,gottesarbeit1 wo das ,groe nur ,gtterwerk4 99 99 99 99 99 berall1 berall liegen ,keime des ,lebens -- darum -- und nun kann man auf zweierlei ,weise fortfahren3 -- tue ja nirgends ,lebendigem ,abbruch6 oder3 sorge nicht allzusehr des ,einzelnen in einem ,haushalt1 der so auf ,schritt und ,tritt ,verschwendung predigt und herausfordert4 99 99 99 99 99 ,der ,pilz ist der ,parvenu der ,pflanzen4 #aiab ,dir sind die ,alpen nicht hoch1 nicht geheimnisvoll genug1 du trumst von den ,anden1 vom ,kaukasus1 vom ,himalaya4 ,und doch gilt es eben hier die ,seele ganz zu weiten und schon hier letzte ,erhabenheit zu empfinden4 ,sind nicht alle diese ,berge gleiche ,klippen der groen blauen1 strahlenden ,geister- und ,gottes-,see1 auf die immer wieder hinzublicken1 ja1 die frher oder spter mannhaft zu befahren unsere edelste ,bestimmung und ,freiheit ist8 #aiac ,der ,mensch hat noch immer sehr wenig ,sinn fr ,wirklichkeit4 ,man erwge nur etwa den gewhnlichen ,standpunkt der ,sonne gegenber4 ,heit das ,wirklichkeitsempfinden1 von einem solchen ,phnomen ein ,leben lang nicht anders berhrt zu werden1 wie es gemeinhin zu geschehen pflegt8 ,oder schauen nicht vielmehr die ,menschen die ,sonne noch gar nicht8 99 99 99 99 99 ,auch der ,baum1 auch die ,blume warten nicht blo auf unsere ,erkenntnis4 ,sie werben mit ihrer ,schnheit und ,weisheit aller ,enden um unser ,verstndnis4 99 99 99 99 99 ,hast du noch nie empfunden3 es mu anders werden6 ,wenn du z4,b4 im ,walde saest und die lieben ,bume und ,grser um dich herum sahest1 von denen dich doch so ein ,weltabgrund der ,nichterkenntnis schied6 ,was waren sie eigentlich1 wo war ihre ,seele1 wo war der ,punkt1 in dem ihr euch brderlich treffen konntet1 nicht nur in dumpfer ,liebe von deiner ,seite1 sondern euch gleichsam ins gottgeschwisterliche ,auge schauend8 ,wre es nicht unsinnig1 wenn es in einer ,welt1 so weit und verschwenderisch angelegt1 immer so bliebe1 nie anders wrde8 ,mu es nicht anders werden8 ,und lst diese ,not und ,notwendigkeit nicht etwas in dir1 das sagt3 ,ja1 es mu besser werden1 und ich will ,tag um ,tag dem ,geist und den ,geistern der ,dinge entgegengehen1 sind sie doch gewi auch schon lngst auf dem ,wege zu mir4 ,,kunst #ahia ,zugleich aus dem ,leben gegriffen und zugleich typisch -- das ist hchste ,kunst4 #ahib ,es ist etwas ,jmmerliches um einen ,lyriker ohne ,liebe4 ,was helfen da ,mai und ,nachtigallen und ,mondscheinnchte4 ,trauriger ,zustand4 99 99 99 99 99 ,ihr frchtet1 da die ,umsturzepoche1 vor der wir zu stehen glauben1 alle ,kunst und ,poesie1 alles ,schne und ,wertvolle im ,leben vernichte8 ,ich frchte das nicht4 ,denn mag jeder ,tempel zertrmmert1 jedes ,kunstwerk verbrannt1 jedes ,saitenspiel zerschmettert werden1 das unantastbare ,saitenspiel1 das ,menschenherz1 wird nie aufhren1 von den ewigen ,melodien zu tnen1 die der ,geist der ,welten ihm zuhaucht4 #ahid ,alle wahrhaft groen ,dichtungen sind ,variationen zum ,schicksalsliede1 seien es ,maestosi1 ,allegri oder ,scherzi4 #ahie ,ich betrachte als eine ,aufgabe kommender ,dichtergeschlechter1 neue ,mythen zu schaffen1 und wir wollen ihnen schon vorarbeiten4 99 99 99 99 99 ,dichten ist immer die ,wiedergabe von ,erinnerung4 ,die ,erinnerung aber ist selbst etwas ,dichtendes1 knstlerisch ,zusammenfassendes und ,auswhlendes4 99 99 99 99 99 ,ein ,dichter mu #ggmal als ,mensch gestorben sein1 ehe er als ,dichter etwas wert ist4 99 99 99 99 99 ,der reimlose ,jambus hat ein so formelles ,pathos1 ein so grorednerisches ,moment in sich1 da er uns ,modernen meistens geradezu unmglich wird1 da wir in tiefster ,seele von dem ,willen durchdrungen sind1 wahr zu sein1 redlich vor allem in der ,wiedergabe unserer ,stimmungen und inneren ,erlebnisse4 99 99 99 99 99 ,hchste ,empfindungen1 ,phantasie im ,gewande intimster ,natur -- -- -- -- eine ,durchgeistigung der ,realitt auf allen ,punkten1 knstlerischer ,polytheismus 7im ,sinne der ,kunst71 das meine ich1 mu das ,programm der ,zukunft1 unserer ,zukunft sein4 ,der ,sieg des menschlichen ,geistes ber die ,auenwelt mu vollkommen werden4 99 99 99 99 99 ,je einheitlicher ein ,volk einen ,stil aus sich herausentwickelt1 um so mehr ist es bei sich selbst daheim4 ,daher der ,zauber des mittelalterlichen ,stils1 daher heute unsere ,heimatlosigkeit4 99 99 99 99 99 ,wenn wir einen nationalen ,baustil haben wollten1 mten wir eine einheitliche ,weltanschauung haben4 99 99 99 99 99 ,wenn ich so die kleinen ,dampfer die riesigen ,khne vorberschleppen sehe1 mu ich immer an den ,dichter und das ,publikum denken4 99 99 99 99 99 ,schnheit ist empfundener ,rhythmus4 ,rhythmus der ,wellen1 durch die uns alles ,auen vermittelt wird4 ,oder auch3 ,schn ist eigentlich alles1 was man mit ,liebe betrachtet4 ,je mehr jemand die ,welt liebt1 desto schner wird er sie finden4 ,gesetzt also1 es gbe einen ,gott1 so wre sein ,glaube1 die beste aller ,welten vor sich zu haben1 verzeihlich4 #ahif ,das naturalistische ,drama hat nur dann ,wert1 wenn es den ,menschen1 so wie er heute ist1 sich selbst unertrglich macht4 ,ibsen4 ,hauptmann4 ,kritik oder ,beispiel -- naturalistische oder idealistische ,kunst4 ,der ,naturalismus eine rein historische ,kunstanschauung4 ,der ,naturalismus nur ein ,stadium1 kein ,ziel4 99 99 99 99 99 ,wenn heute wieder ein ,schubert geboren wrde1 wrde er eine ,mission mehr haben1 nmlich1 nur ,texte zu komponieren1 die ,kulturwert haben4 99 99 99 99 99 ,die ,orgel1 das ,instrument der ,zukunft4 99 99 99 99 99 ,in einem ,philharmonischen ,konzert3 ,der ,tempel der ,germanen3 ,musik als ,architektur empfunden4 -- ,all-,genu4 ,mir ist1 ich wre ein ,adler und trge mich selbst und meine ,last dnkte mir kstlich und ein tiefes ,wohlgefhl durchstrmte mich4 99 99 99 99 99 ,dilettantismus des ,geschmacks3 ,bei ,betrachtung von ,landschaften fortwhrender ,vergleichs-,standpunkt4 ,wie es in der ,musik heit1 da der ein ,dilettant sei1 der beim ,anhren eines ,musikwerks in lauter ,reminiszenzen aufgeht4 99 99 99 99 99 ,ihr wit ja alle nicht1 was ,schaffen heit4 ,ein ,bild malen1 ein ,gedicht machen8 ,nein6 ,seine ganze ,zeit umgestalten1 ihr das ,geprge seines ,willens aufdrcken1 sie mit seiner ,schnheit erfllen1 sie berwltigen und unterwerfen mit seinem ,geiste4 99 99 99 99 99 ,der ,krug des ,nichts1 aus dem alle ,knstler schpfen4 99 99 99 99 99 ,schopenhauer nennt das bloe intellektuelle ,anschauen die hchste ,seligkeit1 weil hier der schaffende ,wille ganz schwiege4 ,als ob ,schauen nicht schon ,schaffen wre6 99 99 99 99 99 ,den sthetikern3 ,zeigt ,wege der ,zukunft1 aber beschwrt nicht ewig die ,toten gegen uns4 99 99 99 99 99 ,vor einer roh gefgten ,gebirgsbach-,brcke3 ,so mte sich jeder ,architekt vor die roheste natrlichste ,form der ,menschenarbeit hinstellen und an diesen ,balken und ,brettern seine ersten ,kunstgedanken auslassen4 ,er sollte so von ,anfang an die ,kunst als ,bedrfnis empfinden mssen und wrde so gewi zu originellen ,gedanken gelangen1 deren ,regulativ dann das ,studium der ,vergangenheit sein knnte4 99 99 99 99 99 ,der erste ,schnee6 ,mein erster ,gedanke war die ehrsame ,zunft der ,lyriker1 die in deine ,flocken starrt1 dich grend zu besingen4 ,welche ,dekadenz1 diese unpoetische ,reflexion ber deine himmlischen ,dekadenzen1 lieber trauter ,schnee4 99 99 99 99 99 ,es ist eigentlich eine ,ungerechtigkeit1 da der ,dichter nicht -- gleich dem ,musiker -- den ,teilen seiner ,werke hinzufgen darf1 in welchem ,tempo er sie genommen wissen will4 99 99 99 99 99 ,das losgerissene ,segeltuch des kleinen ,dampfers 7vor meinem ,fenster71 das mit seinem freien ,ende im ,wasser liegt1 so da es fr den strksten ,windsto zu schwer wird1 es als ,fahne auszurollen3 ,bild fr ein ,knstlerschicksal4 #ahig ,als ob ,kunst nicht auch ,natur wre und ,natur ,kunst6 #aija ,wer wird dieses ,drama der ,freude dichten3 mit stillen groen ,menschen1 die das ,ja- und ,amen-,lied im ,herzen tragen1 das ,drama des ,mittags1 der ,sonnenhhe1 'da alle ,dinge rund und vollkommen' geworden sind4 99 99 99 99 99 ,was soll uns ,tragdie heien und als tiefste ,erregung von der ,bhne herab gelten8 ,die ,darstellung des wahrhaft bedeutenden ,menschen1 der immer eine tragische ,erscheinung ist1 weil in allem menschlich ,groen neben der groen ,freude auch der groe ,schmerz wohnt1 weil in jedem ungemeinen ,schicksal das ,ja und das ,nein allen ,lebens wie aus zwei ,posaunen erklingt1 weil der groe ,mensch eine ,abbreviatur des ganzen ,weltgeheimnisses ist4 ,die ,tragdie ist der tiefe ,gesang vom ,wesen der ,welt1 und ihm von ,zeit zu ,zeit erschttert zu lauschen unser ,ewigkeitsdienst in all dem uns berbrausenden ,alltag4 #aije ,wohl alle ,kunst ist bis zu einem gewissen ,grade unmnnlich1 besonders aber ,dichten und ,musizieren4 ,daher ,nietzsches ,vorliebe fr ,horaz als einen sehr mnnlichen ,dichter1 daher ,lionardos ,wunsch3 vor allem als ,mathematiker1 ,goethes3 recht sehr als ,staatsminister zu gelten4 99 99 99 99 99 ,ich liebe die italienischen ,kirchen und das ,leben in ihnen4 ,ihr ,geheimnis ist1 da sie nicht nur selber ,kunstwerke sind1 sondern auch alles ,leben1 das sich mit ihnen vermhlt1 zum ,kunstwerk machen1 indem sie es zu einem ,bilde abtnen und feierlich umrahmen4 ,betritt die schlimme rmische ,sinnenfngerin ,ges1 wann immer du willst1 oder die ehrwrdige ,ara ,coeli oder die stattliche ,maria ,maggiore2 welche ,gruppen1 ,gesten1 ,mienen1 welche gehaltenen und tiefen ,ausdrcke des ,individuums1 welche stets bedeutenden ,bilder6 ,gewi1 alles1 was die ,menschen zu einem bestimmten ,zwecke sammelt1 vereinigt sie so mit sich zu einem ,kunstwerk3 die ,markthalle1 der ,bahnhof1 die ,kaserne1 das ,schiff1 eine ,strae1 ein ,kornfeld im ,herbst -- aber wohl nichts bietet so die ,gewhr eines knstlerisch abgeschlossenen und abgerundeten natrlichen ,lebensgemldes1 wie die ,kirche1 nichts distanziert sich und seine ,gemeinde mit soviel ,glck vom kunstarmen ,alltag wie sie4 99 99 99 99 99 ,es gibt vielleicht keine glcklichere ,manier1 als alle ,dinge vom ,standpunkt des ,malers aus zu betrachten4 99 99 99 99 99 ,fr ,portrtmaler4 ,wer einen ,menschen recht erfassen will1 mu ihn sehen1 wenn er vom ,schlaf aufwacht1 mit wirrem ,haar1 die ,zge und ,glieder noch halb gelst1 noch halb unbewacht4 ,da ist er noch der ,mensch ohne ,namen1 ohne ,beruf -- wenn auch mit all dem ,bedeutenden1 wodurch ihn das ,leben bereichert hat4 ,zudem gibt es nichts1 das malerischer wre1 als ein ,mensch in ,trikot oder langem1 flieendem ,hemd1 ein ,mensch bei den ,bewegungen des ,waschens1 beim ,abtrocknen nach dem ,bade1 beim ,kmmen und ,brsten der ,haare4 ,auch gebe ich allen ,bildhauern und ,aktmalern den ,rat1 ihre ,modelle einmal einen gerumigen ,krug mit beiden ,armen unter die geffnete ,brause emporhalten zu lassen4 ,es ergeben sich da durch die zunehmende ,schwere des ,krugs eine ,reihe interessanter und charakteristischer ,phasen1 von der ungezwungensten ,pose bis zur angespanntesten4 99 99 99 99 99 ,zu ,frsten3 ,zeige mir1 wie ,du baust1 und ich sage ,dir1 wer ,du bist4 #aijf ,an unsere jungen ,dichter3 ,geht ins ,volk1 mischt euch unter die gewhnlichen ,leute1 sucht ihre ,freundschaft zu gewinnen1 sucht so reden zu lernen1 da sie euch verstehen wie ihresgleichen4 ,geht zu den verschiedensten ,handwerkern1 auf die ,werften1 in die ,fabriken1 in die ,bergwerke2 lernt vom ,volk und fr das ,volk1 seht zu1 da was und wie ihr dann schreibt1 jedem verstndlich sein knne1 der den guten ,willen fr euer ,verstndnis mitbringt4 ,lat euch ,jahre eures ,lebens in einsamen ,drfern nieder1 im deutschen ,gebirge1 an den ,ksten1 auf ,inseln4 ,lat euch vom glatten charakterlosen ,grostdter nicht das ,bild des ,menschen flschen1 obwohl man auch bei ihm leicht unter die ,schale dringen kann4 ,denkt an ,luther1 wie er herumging in allen ,werksttten1 um sich die ,sprache fr seine ,bibelbersetzung zu bilden1 wandert1 soviel ihr knnt1 werdet lieber ,handwerksburschen als hoffnungsvolle ,literaten1 die von ,gesellschaft zu ,gesellschaft eilen1 die sich ihre ,ziele aus ,theatern und ,zeitschriften holen1 die sich sthetisch anregen lassen1 statt immer wieder auf den ,grund des ,lebens zu gehen4 99 99 99 99 99 ,neue ,dichter seh ich kommen1 nach innen den ,blick gerichtet -- -- -- 99 99 99 99 99 ,eine ,karikatur ist blo immer einen ,augenblick wahr4 99 99 99 99 99 ,es ist ein erheiternder ,gedanke1 da es ,schnes und ,hliches nur im ,gehirn des sthetikers gibt4 ,von 'der ,darstellung des ,schnen' zu reden -- welch eine ,einfalt6 ,es gibt nichts ',schnes' darzustellen1 weil es nicht hier und dort etwa herumliegt1 sondern in jedem ,augenblick erst erschaffen werden mu4 ,und wenn ,herr ,n4 behauptet3 aber diese ,rose ist doch schn6 so antworte ich ihm3 ,vielmehr ,sie erschaffen die ,schnheit der ,rose im ,moment ,ihres ,schauens und das fllt ,ihnen leicht1 denn ,milliarden haben sie vor ,ihnen ebenfalls erschaffen4 ,gleichwohl wird die ,schnheit1 welche ,sie der ,rose erschaffen1 sich nicht mit der messen knnen1 die ein wahrhaft schpferisches ,auge1 das von ihrem ,bild getroffen wie trunken wird1 weil es sich ewige ,jugend bewahrt hat1 ihr erschafft4 ,wenn ,sie daher von der von ,ihnen erschaffenen -- nachgeschaffenen -- ,schnheit als von ,schnheit berhaupt reden1 so drngen ,sie damit ,ihren sehr mittelmigen schpferischen ,geist der ,welt und vor allem den ,knstlern wie ein ,joch auf1 unter das man sich beugen msse3 als drfe nur ebensoviel ,schnheit erschaffen werden1 als ,ihnen zu schaffen mglich ist4 7,ihr ,wille zur ,macht47 ,aber1 mein ,werter1 ,sie wissen von der ,schnheit nichts1 so wenig wie irgendein andrer4 ,sie wissen nur von der von ,ihnen geschaffenen 7meist nachgeschaffenen7 ,schnheit4 ,auch wir ,knstler wissen nicht1 was 'die ,schnheit' ist1 aber wir vermehren sie als von ,natur aus strker empfindende1 zeugende1 als die am weitesten vorgestreckten ,fhler des ,menschen4 99 99 99 99 99 ,es gibt zwei groe ,gruppen produktiver ,naturen3 die mehr lehrhaften und die mehr unmittelbaren4 ,man soll sie1 man mu sie beide gelten lassen und ihnen das 'und' nicht rauben4 ,erst aus ,goethe und ,schiller1 ,shakespeare und ,ibsen1 ,monet und ,bcklin1 ,rodin und ,klinger ergibt sich das ganze ,bild unserer ,kunst4 #aijg ,es ist so plump von ,knstlern und ,dichtern1 sich geradezu ans ,geschlecht zu wenden4 ,als ob man sich ans ,geschlecht erst wenden mte4 99 99 99 99 99 ,wenn das ,individuum -- wie ,hebbel sagt -- letzten ,endes komisch ist -- und es ist komisch --1 so ist die ,tragdie die hchste ,form der ,komdie4 99 99 99 99 99 ,alle ,kunstform borniert4 99 99 99 99 99 ,programmusik mutet mich an wie ,buchstaben aus lebendigen ,blumen4 99 99 99 99 99 ,ein ,knstler mu seine ,weisen eigentlich immer einer ,geliebten ins ,ohr spielen4 99 99 99 99 99 ,chopin ist immer ,mann oder doch ,jngling1 ,beethoven hat noch das ,kind vor ihm voraus -- und seiner ist darum nicht nur das ,erden- sondern auch noch das ,himmelreich4 99 99 99 99 99 ,kunst ist nicht ein ,stck ,welt im ,spiegel eines ,temperaments1 sondern -- ein 7,stck7 ,temperament im ,spiegel des ,bewutseins4 99 99 99 99 99 ,das ,leben zeugt ,blumen und ,bienen4 ,blumen1 das sind die schpferischen ,geister und ,bienen1 die andern1 die daraus ,honig sammeln4 #aijh ,in jedem ,kunstwerk ist der ,knstler selbst gegenwrtig4 ,wir spielen und hren in ,wahrheit ,beethoven1 sehen ,lionardo1 lesen ,goethe4 99 99 99 99 99 ,liszt wirft mich oft aus der ,musik heraus4 99 99 99 99 99 ,musik -- gesanggewordener ,mensch und somit seine fr uns vielleicht hchste ,erscheinungsform4 -- ,ein altes ,bild3 ,der ,gesang der ,engel vor ,gott3 umgedeutet3 ,menschen vor ,gott 7der berall7 zu ,lied1 zu ,gesang geworden4 ,beethoven1 ein ,engel ,gottes 7der in unser aller7 und zu ,gottes 7der in unser aller7 ,preis unaufhrlich tnend -- ,beethoven1 ein ,gesang ,gottes vor sich selbst4 99 99 99 99 99 ,das willkrliche ,abbrechen von bedeutenden ,musikstcken ist deshalb oft so schmerzlich1 weil da nicht nur ,musikstcke1 sondern -- ,menschen abgebrochen werden4 99 99 99 99 99 ,nirgends kann das ,leben so roh wirken1 wie konfrontiert mit edler ,musik4 99 99 99 99 99 ,die moderne ,landschaftsmalerei 7und ,liebe zur ,landschaft1 ,natur7 -- ein weiterer ,schritt der ,erde zur ,erkenntnis und ,liebe ihrer selbst4 99 99 99 99 99 ,ein rechter ,knstler schildert nie1 um zu gefallen1 sondern um zu -- zeigen4 99 99 99 99 99 ,jeder ,knstler ttet zehn folgende 7,dilettanten74 99 99 99 99 99 ,ich kann mir in etwa #bjj ,jahren ein ,drama denken1 dessen ,vorwurf der ,kampf zwischen der ,newtonschen und der ,goetheschen ,farbenlehre bildet4 ,die ,farben treten auf und suchen umsonst das weie ,tageslicht in gemeinsamer ,aktion zusammen hervorzubringen4 ,schlielich erscheint das eine weie ungeteilte und unteilbare ,sonnenlicht in ,gestalt eines weigekleideten ,weibes und entlarvt dieses ganz anmaende ,unterfangen als ,betrug und ,selbstbetrug4 #aiji ,wenn mich nicht alles trgt1 so stehen wir dicht vor ,knstlergenerationen1 die sich des ganzen irdischen ,lebensstoffes noch ganz anders bemchtigten werden als die bisherigen4 99 99 99 99 99 ,habt das ,leben bis in seine unscheinbarsten uerungen hinab lieb und ihr werdet bis in eure unscheinbarsten ,bewegungen hinab unbewut von ihm zeugen4 99 99 99 99 99 ,allzuviel ,lyrik frit die gesunde ,natur des ,dramas an und nimmt ihm1 in einem ganz hohen ,sinne1 seine natrliche ,sittlichkeit4 #aiaj ,schnheit 'an sich'8 ,nein1 ,schnheit1 die ber sich hinausweist4 99 99 99 99 99 ,die neue -- die christliche -- ,tragdie wird berall erst mglich sein1 wenn der ,mensch mehr und mehr aus der ,materie erwacht4 ,ihr ,stoff wird die ,tragik seiner dann endlich berschauten und klar gewordenen ,entwickelung sein und ihre ,gre das dann noch ganz anders1 weil aus einem ungleich hheren ,bewutseins- und ,verantwortungsgrund gesagte1 gesungene3 ,trotzdem6 und ,ja6 und ,o ,ewigkeit6 ,o1 unsere ,gottesewigkeit6 444 ,ihr ,geist wird aus der endlichen ,erkenntnis dessen geboren werden1 was der ,mensch verbrochen und was er gutzumachen hat1 sie wird den schauerlichen ,fall des ,menschen ins ,ungeistige spiegeln und seine bermenschlichen ,anstrengungen1 ,unshnbar-,scheinendes zu shnen1 ,unbezhmbar-,widerstrebendes zu berwinden1 ,unwiederbringlich-,verlorenes wiederzugewinnen4 ,erheben wird sich nach langen ,geburtswehen endlich der ,heerbann des ,verstndnisses und der ,liebe1 und seine ,siege und ,niederlagen werden fortan wie ein ,ringen erwachter ,gtter erschttern1 wo heute der ,tiefschlaf des ,sondermenschlichen erst vereinzelte ,ahnungen zult4 ,lat uns darauf demtig warten und dazu das ,unsere tun1 ,krnlein um ,krnlein4 ,lat uns uns dessen vertrsten in vielem ,kleinkram und ,wirrwarr noch unserer ,tage4 #aiaa ,wir beweisen durch unsere kritische ,stellung zu dem vielleicht oft anfechtbaren ,menschlichen groer ,knstler nichts1 als da uns durchaus nie zu lebendigem ,bewutsein gekommen ist1 was ein solcher ,knstler fr den ,menschen1 fr uns wirklich bedeutet4 ,wir knnen kalten ,herzens den ',menschen' ,wagner ablehnen1 ja schmhen und damit es ganz fr nichts erachten1 da tglich ,strme des ,segens von ihm ausgehen1 ,strme der ,kultur1 der ,erhebung aus dem profanen ,alltag1 der ,reinigung durch geistige ,mchte4 #aiac ,in ein ,zimmer1 dessen rosa getnchte ,wnde in einer breiten bunten ,zierleiste auch ein kleines kaum bemerkbares blaues ,muster aufweisen1 wird eines ,tages ein groer blauer ,teppich gehngt4 ,und nun sollte man die kleinen blauen ,muster sehen1 wie sie mit einem ,male leben und leuchten6 ,,literatur #ahie ,alle ,buchstaben1 die je von ,menschen geschrieben1 zhlen4 #ahig ,nach der ',wildente'3 ,ibsen wre 'ungriechisch'8 ,aber was taten die alten ,griechengtter andres1 als 7scheinbar7 kalt und spttisch das ,treiben der ,sterblichen betrachten1 im ,bewutsein der ,notwendigkeit aller ,dinge4 ,so steht ,ibsen vor seinen ,mitmenschen4 ,der herbe ,duft einer gewissen ,lcherlichkeit1 welche das ,kennzeichen jeder ,tragik ist1 schwebt um seine ,werke4 #aija ,es gibt ein hchst bedeutendes ,bruchstck in unserer ,literatur3 ,der ',empedokles' von ,hlderlin4 ,hier habe ich einmal den abgebrochenen ,weg des deutschen ,dramas zu sehen vermeint4 99 99 99 99 99 ,die ,griechen gestalteten ihre ,sagen2 die ,renaissance lebte in diesen ,sagen und in den ,erzhlungen der ,bibel2 die neue ,zeit1 in der ,breite ihrer ,vlker jenen ,sagen wie diesen ,berichten ferner und ferner rckend1 mu die ganze bisherige ,geschichte zum ,stoff ihrer ,kunstwerke nehmen4 ,unsere ,sage sind die groen ,epochen der ,geschichte geworden1 unser ,gttermythos der ,mythos vom groen ,menschen in allen ,zeiten4 ,dies ist recht eigentlich die uns zugeborene ,sage3 die ,menschheits-,sage4 ,in ihr liegen jene heidnischen und christlichen ,stoffe mit inbegriffen1 aber sie selbst ist noch unausmelich weiter und tiefer1 ihr ,reich geht noch hinter alle ,sagenkreise zurck und unter sie hinab1 bis auf die ,menschen1 ja bis auf die ,vlker1 die diese ,kreise ersannen4 ,ein erster ungeheuerer berblick ber dreitausend ,jahre geistige ,erde ward mglich4 ,menschen dieses berblicks werden die neue ,tragdie schreiben1 die einzige1 welche der griechischen ebenbrtig sein wird1 ja1 welche sie berfliegen wird wie der ,adler den ,falken4 #aijd 7,zum ,thema ,strindberg47 ,es entsteht jedesmal ein bedeutendes ,schtteln des ,kopfes1 wenn ein absonderlicher ,mensch durch das ,mittel einer groen knstlerischen ,begabung in die ,welt hinausgreift4 ,begabung sollte eigentlich immer mit ,bravheit gepaart sein1 meint man1 da man gern in aller ,ruhe lernen und bewundern will2 so kommt man weiter in der ,bravheit1 und damit1 meint man1 in der ,kultur4 ,ein ,mensch1 der einen ntigt1 mit ihm zu laufen1 dann jh wieder umzukehren1 dann pltzlich ins ,wasser zu springen1 darauf vielleicht donquichotisch auf ein eingebildetes ,amazonenheer loszurcken1 schlielich mit einem ,male in einem ,kloster zu verschwinden1 um mit einer ,maske in der ,linken und einer ,geiel in der ,rechten wieder hervor zu kommen1 ein solcher ,irrstern und ,wirbelsturm wird nicht gern einregistriert und als voll genommen4 ,ein genialer ,verrcktling1 sagt man und geht wieder zur ,ordnung ber4 ,da aber hier ein ,mensch wie ein gehetztes ,wild durch die ,felder und ,wlder1 ,schluchten und ,flsse des ,lebens strzt1 gehetzt -- ja wovon8 -- von irgend einem ,verfolgungswahn3 als flge die ,finsternis hinter ihm her1 aus der er entsprungen1 und er mte das ewige ,licht finden1 bevor sie ihn wieder packte1 -- oder von irgend einem ,sehnsuchtswahn -- wonach8 --3 nach dem grnen ,wiesental eines unbewlkten ,friedens oder nach dem ,gipfelfelsen ber den ,nebeln1 von dem aus er hinberfliegen knnte ans ,ufer eines anderen ,sterns1 einer hheren ,welt1 -- da aber hier ein ,mensch durch die ,welt geht1 allen ,jammer des ,menschlichen vor sich her tragend1 in ,jubel und ,hohn und ,ha und jedem ,gefhl vom niedrigsten bis zum hchsten1 das wird als nichts empfunden1 das bleibt tot und unfruchtbar fr den ganzen ,bann der ,geordneten4 ,so ein ,toter aber1 solch ein den meisten nur selten und unvollkommen lebendig ,werdender ist ,august ,strindberg1 ein gehetztes ,wild1 eine laufende ,flammensule1 ein ,mensch1 alles in allem1 vor dem die ,sehnsucht nach jenem ',blitz aus der ,wolke1 der da heit ber-,mensch' aufschreit1 wenn irgendwo3 denn dieser ,untergehende ist ein ,hinbergehender4 ,was liegt an ',werken' 7im letzten ,grunde71 was an ,korrektheit1 ,bravheit1 ,ntzlichkeit1 ,tradition1 ,gemt1 ,liebe -- kurz was an all dem ,vordergrundswesen1 auer da da ein ,mensch seinen ,sinn sucht -- ein ,mensch4 ',respektiert den ,menschen --'2 er kommt so selten zum ,vorschein4 ,die ,menschen -- was sind sie wert4 ,der ,mensch ist immer ein ,phnomen4 ,er sieht nicht schn aus3 ,irgendwie heit sein ,name und ,ruhlos sein ,schuh1 sein ,rock heit ,elend1 seine ,zunge ,eitelkeit1 sein ,eingeweide ,wollust1 sein ,herz ,flamme1 sein ,auge ,sonnenheimweh1 sein ,wanderstab ,nirgendsheim und seine bittere ,nahrung ,er selbst4 ,in den ,hfen und ,grten des ,menschlichen gibt es viel ,ntzliches und ,tchtiges zu tun4 ,da gebe es nur den ,schurz und die ,schaufel4 ,da wird das ,handwerk getan4 ,aber in der ,gespensterstunde von zwlf bis eins1 da horcht hinaus auf die wilde ,jagd der vom ,genius ,gezeichneten1 da lat den ,menschen zu euch hinein und legt die ,finger in seine ,wunden und fhlt --3 es gibt noch etwas1 wovor ,kunst und ,wissen und all das versinkt wie ein ,rauch4 ,und da wird euch ,strindberg nicht mehr nur ein genialer ,sonderling dnken4 #aije ,was wir in unsern neueren ,bchern von der bisherigen ,entwickelung der menschlichen ,gesellschaft vor uns haben1 ist vor allem eins3 gewaschene ,geschichte4 ,der natrliche ,duft und ,brodem der ,dinge drfte uns schlechtweg ersticken4 99 99 99 99 99 ,jedem1 der seine ,gedanken niederlegt1 blickt schon im ,augenblick des ,schreibens ein ,grerer ber die ,schulter1 sei es ein ,vergangener1 ,lebendiger1 oder noch ,ungeborener4 ,wohl dem1 der diesen ,blick fhlt3 ,er wird sich nie wichtiger nehmen1 als ein geistiger ,mensch sich nehmen darf4 99 99 99 99 99 ,der eine lebt1 der andere schreibt sich aus4 ,das erste ,dokument der ,kultur war -- ein ,tagebuch4 99 99 99 99 99 ,warum ist ,balzac grer als ,flaubert8 ,weil er eine unendliche ,flle ist1 aus der ,groes und ,geringes1 aber immer ,lebendiges hervorsprudelt4 ,balzac ist eine blhende ,wiese1 wo ,flaubert vielleicht ein kunstvoller ,garten4 ,keine ,bewunderung hilft ihm gegenber1 man mu ihn lieben4 ,er hat dieses tief alles durchblutende ,mitgefhl1 jene wahre ,liebe3 die ,sympathie1 die ihn das ,leben nicht vergolden1 aber mit jenen zarten ,hnden anfassen lt1 womit dieses feine und des schrfsten ,beurteilers immer noch spottende ,gewebe allein angefat werden darf4 99 99 99 99 99 ,der ,sonderling3 ,seit ,friedrich ,schillers hundertstem ,todestag habe ich diesen ,dichter fr mich ,max ,zottuk getauft2 so sehr haben mir ,presse und ,publikum jeden ,buchstaben des einst teuren ,namens verleidet4 #aijf ,die ,romanschriftsteller irren sich1 wenn sie glauben1 da ihre ,leser sich immer wieder die ,mhe nhmen1 die von ihnen sorgfltig beschriebenen ,gesichter im ,geiste nachzuzeichnen4 ,wenn ich lese1 sein ,kopf glich einer umgekehrten ,zwiebel1 so habe ich sofort ein ,bild2 wenn es aber heit1 sein ,haar war braun1 seine ,stirn niedrig1 seine ,nase schn geschwungen1 sein ,mund grob aufgeworfen1 so geht das -- an mir wenigstens -- ziemlich spurlos vorber4 99 99 99 99 99 ,es wird eine ,zeit kommen1 da wird man ,geschichten 'von auen her' schreiben1 ich meine ,geschichten1 in denen wohl hnliches erzhlt wird wie heute1 aber deren eigentlicher ,reiz darin besteht1 da die geschilderten ,menschen durchsichtig gemacht sind -- gegen das ,mysterium hin4 ,sie werden charakterisiert werden mit allem ,glauben an ihre ,wirklichkeit und doch zugleich wie ,halluzinationen wirken1 sie werden uns fesseln wie irgendwelche ,gegenstnde der bisherigen ,poesie1 aber der ,schauder dessen1 fr den die alte ,welt zusammengebrochen ist1 wird auch ihrem ,bilde mitgeteilt sein1 so da sie im selben ergtzen und ein tiefes unheimliches ,wundern erregen4 99 99 99 99 99 ,etwas vom bersetzen4 ,nehmen wir ,ibsen4 ,ibsen arbeitete an jedem seiner ,stcke durchschnittlich zwei ,jahre4 ,wenn nun ein ,auslnder hergeht und eines jener ,dramen in vier ,wochen in seine ,sprache bersetzt1 so wird er schwerlich jede der redenden ,personen so in sich lebendig fhlen knnen1 wie der ,dichter1 der sie zuletzt gleichsam als seine bestndige ,gesellschaft empfand4 ,es gibt eine ,art1 ich mchte sie die rationalistische ,methode zu bersetzen nennen4 ,der bersetzer mchte das ,original womglich noch verdeutlichen4 ,ohne auch nur einen ,schatten jener wirklichen ,ehrfurcht1 wie sie nur die ,dichter selbst dem ,dichter entgegenbringen4 99 99 99 99 99 ,es ist das ,unglck der ,franzosen1 zu gut schreiben zu knnen4 99 99 99 99 99 ,ich kann mir viele denken1 die ,stendhal kurzerhand als langweilig oder gar abstoend ablehnen4 ,der nchste ,frster1 der ihnen begegnet1 zieht sie unendlich mehr an4 ,die ,leidenschaft des ,psychologen1 der um ,einen ,stendhal smtliche ,frster der ,welt hingibt1 ist ihnen fremd1 die ,wibegier dessen1 dem der ,mensch ,a und ,o aller ,studien1 ist bei ihnen durch das ,behagen ersetzt1 stark1 warm und einfach zu fhlen4 99 99 99 99 99 ,nach den ,erinnerungen eines ,egotisten4 berall1 wo ,stendhal ber fremde ,dinge schreibt 7,italien1 ,napoleon 4447 fesselt er1 wo er aber ber sich selbst und seine ,gesellschaft und ,liebschaften schreibt1 wird er sehr bald langweilig4 99 99 99 99 99 ,zu ,dostojewski4 ,aus seinen ,bchern findet man schwer wieder nach ,westeuropa zurck4 99 99 99 99 99 ,wenn ich ,dostojewski lese1 so ist es mir1 als she ich einem ,feuer zu -- einem ,steppenbrand --1 das ber die ,ebene wandert4 ,und jetzt frit und whlt es sich schleichend durchs knisternde ,gras -- und jetzt fhrt ein ,sturmwind daher und erhebt es bis zu den ,wolken1 und jetzt kriecht und glimmt es wieder dahin und nur dicke ,rauchmassen bezeichnen seinen ,weg -- und jetzt steigt es bei einem neuen pltzlichen ,sto gleich einer ,sule zum ,himmel und bergiet ,himmel und ,erde mit bergewaltigem1 erschtterndem ,glanz4 99 99 99 99 99 ,mauthner tut ,nietzsche ,unrecht1 auch da1 wo er gegen ihn ,recht hat4 ,ein ,menschenleben grbt sich sein ,strombett und damit mu man zufrieden sein4 ,nietzsche ist gewi nicht aus ,eitelkeit den ,weg zur ,sprachkritik nicht weiter gegangen4 ,mauthner unterschtzt das ,dynamische im ,genie4 99 99 99 99 99 ,es ist das ,interessante an ,bchern1 ber denen man eigentlich den ,verstand verlieren mte1 da man durch sie vielmehr an ,verstand gewinnt4 ,freilich ist das nur ein neues ,kompromi -- denn anstndigerweise mte man allerdings nach ihrer ,lektre abdanken4 ,aber das ,leben ist nicht das1 was wir anstndig zu nennen lieben4 ,allein schon der ,umstand1 da der ,autor seinen ,verstand behalten hat1 wird gengen1 den ,leser zum gleichen zu veranlassen2 es sei denn -- da er nur so beweisen zu knnen meinte1 da er noch tiefer als jene sei1 da er sozusagen aus ,ehrgeiz1 aus ',willen zur ,macht' wahnsinnig zu werden geradezu -- wnschte4 99 99 99 99 99 ,ich habe nie einsehen mgen1 warum mittelmige ,menschen deshalb aufhren sollten1 mittelmig zu sein1 weil sie schreiben knnen4 #aijg ber etwas schreiben heit1 sich mit etwas berschreiben4 99 99 99 99 99 ,denke dir immer jemanden1 auf den deine ,stze durchaus nicht so ,eindruck machen1 wie sie's dir selber bisweilen tun1 der sie vielmehr trocken und gleichgltig prft1 ja beinahe feindselig1 wie ein ,mensch1 den jede neue ,behauptung zunchst -- rgert4 99 99 99 99 99 ,ich denke nach1 welchen ,dichter man einem ,adler vergleichen knnte4 ,ibsen war die ,eule in ,person4 ,goethe war vielleicht ein ,adler4 ,war ,shakespeare einer8 ,ich glaube1 die ,adler unter den ,dichtern werden erst kommen3 ,geister1 die alles ,dasein zugleich mit ,falkenblick erkennen und ber ihm in schier unerreichbarer ,hhe kreisen4 ,geister mit einer ',freiheit' auch von sich selbst -- 444 7,der ,evangelist und ,apokalyptiker ,johannes war ein ,adler47 99 99 99 99 99 ,lagarde ist das stolzeste aber auch schroffste ,gebirge1 das ich kenne4 ,so oft man auf ihm wandert1 strzt man in den ,abgrund4 99 99 99 99 99 ,alles ,groe macht sterben und auferstehn4 ,wer an ,nietzsche und ,lagarde nicht immer wieder stirbt1 um an ihnen auch immer wieder aufzuerstehen1 dem sind sie nie geboren worden4 99 99 99 99 99 ,was wre ,lagarde mit all seinen ,forderungen1 seiner ,strenge und ,hhe1 wenn nicht eine so groe ,natur und eine so tiefe1 fast unvergleichliche ,bildung in jedem ,verstande sein ,besitz1 sein ,erwerb gewesen wre4 ,er gleicht einem ,marmorbild1 auf dessen ,sockel ewige ,gebote eingegraben sind1 aber dessen ,erscheinung fr sich allein noch gebietender wirkt als sie4 99 99 99 99 99 ,wer ,lagarde ertrgt1 ist entweder ein ,hundsfott1 ein ,kind oder ein ,riese4 99 99 99 99 99 ,wenn du ,schriftsteller bist1 so schreibe jeden ,tag etwas nieder1 und wenn du auch nur den zehnten ,teil davon aufbewahrst4 ,kommt dann deine produktive ,periode1 so wirst du1 was du zu sagen hast1 mit doppelter ,leichtigkeit und ,anmut sagen1 du wirst dann wie der ,klavierspieler sein1 der eines ,tages zu phantasieren beginnt und merkt1 da es auf den ,tasten fortan kein ,hindernis mehr fr ihn gibt4 99 99 99 99 99 ,mit ,zeitungen und ,zeitschriften kommt man nur wie im ,sande vorwrts4 ,das macht1 sie reden ohn' ,unterbruch4 99 99 99 99 99 ,drucke jede ,woche nur ,ein ,wort1 ,einen ,satz auf ein quadratmetergroes ,stck ,papier und du wirst mehr ausrichten1 wofern du ,der bist1 als mit einer ,million ,buchstaben in der gleichen ,zeit4 99 99 99 99 99 ,in ,fritz ,mauthner tut der ,immoralismus ,nietzsches 7dieser im ,grunde raffinierteste ,moralismus7 einen weiteren entscheidenden ,schritt4 ,der ,wille zur ,sauberkeit1 zur ,redlichkeit feiert in ihm einen -- und wie alles ,groe grausam ist -- grausamen -- ,triumph4 ,im brigen3 wer hier den ungeheuren sittlichen ,entwickelungsproze1 der unser ganzes geistiges ,leben ist1 nicht ahnungsvoll erkennen zu drfen meint1 wird sich auch nicht sagen knnen3 ,hier vollzieht sich ja im ,groen nichts andres wie im ,einzelnen3 ,persnlichkeitsentwickelung4 ,hier will ja irgend ein dumpf ,wollender ganz ersichtlich zu immer hherer ,selbstschnheit 444 99 99 99 99 99 ,vor seinem ,kammerdiener1 heit es1 ist kein ,held ein ,held mehr4 ,das gefllt manchen modernen ,kritikern und ,dichtern ganz ungemein4 ,begeistert predigen sie die ,kammerdieneroptik1 die ,kammerdienerweisheit1 und berschtten die ,welt mit dem berlegenen ,lachen des -- ,kammerdieners4 99 99 99 99 99 ,wenn man wei1 was zwei- oder dreitgiger ,kefir ist1 so hat man ein ,bild fr den ,stil des ,essayisten ,n4 ,knnte man sein ,buch wie eine ,flasche schtteln1 so wrde man verhltnismig leichtflssige ,milch bekommen4 ,da man es aber nicht schtteln kann1 hat man ein dickes und schwerflliges ,getrnk vor sich mit ,brocken1 die mehr kollern als rinnen1 ein ,getrnk1 nicht minder wertvoll als der ungeschttelte ,kefir1 aber weniger angenehm geniebar als der geschttelte4 99 99 99 99 99 ,gesprch ist gegenseitige distanzierte ,berhrung4 ,ein ,buch ist chiffriertes ,tasten4 ,lies es1 taste daran1 und du wirst wiederbetastet werden1 es wird sich die ,erscheinung seines ,verfassers auf und in die deine dechiffrieren1 als telegraphierte er dir mit unsichtbaren ,fingern durch die ,stirn4 99 99 99 99 99 ,je besser ein ,stil wird1 desto mehr nimmt er alles in sich hinein3 die berflssigen ,interpunktionen1 die allzuhufigen ,abstze1 den ,sperrdruck4 #aijh ,ein ,buch ist nicht etwas1 was ein ,mensch geschrieben hat1 sondern dieses ,menschenmysterium selbst1 ebenso wie das ,musikstck1 das ich heut abend von dem ,nachbarhause herberklingen hrte1 kein ,musikstck von ,beethoven war1 sondern das ,mysterium ,beethoven selbst4 99 99 99 99 99 ,jedes ,buch hat zwei ,wirkungen1 die mittelbare und die unmittelbare4 ,die meisten ,leser spren nur die mittelbare4 ,darum bleiben auch so viele ,bcher ,druckerschwrze auf ,papier4 ,und doch offenbart auch noch das schlechteste ,buch seinen ,vater nicht blo mittelbar1 sondern auch unmittelbar3 ihn selbst1 die ,persnlichkeit1 in der ,chiffre dieser ,stze unverlierbar aufbewahrt und jeden ,augenblick bereit1 in ihrer ganzen ursprnglichen ,kraft auf uns zu wirken4 #aiji ,in der bertriebenen ,abneigung gegen schlechte bersetzungen1 gegen bersetzungen berhaupt1 liegt eine gewisse ,verzrteltheit4 ,groe ,originale leuchten auch aus unbeholfenen ,reproduktionen unzerstrbar hervor4 99 99 99 99 99 ,tolstoi war ein ,protest des hheren ,menschen wider den ,menschen1 wie er gemeinhin heute noch ist4 ,tolstoi wollte nur ganz einfache1 simple ,dinge4 ,dinge1 die sich eigentlich von selbst verstehen1 -- fr jeden anstndigen ,menschen4 99 99 99 99 99 ,man fordert von ,tolstoi ,mrtyrertum4 ,man sagt3 ,lebe wie ,franziskus1 stirb wie ,christus4 ,nun1 er hat sich im ,jahre #aijg den ,henkern seines ,staates dargeboten3 -- 'nehmt mich und fhrt mich hin wie jene armen ,opfer1 legt den eingeseiften ,strick um meinen alten ,hals 444' 99 99 99 99 99 ,der groe ,schriftsteller hat ,stil1 der kleine ,manier1 was nicht ausschliet1 da der groe auch einmal klein und der kleine gro1 d4h4 ein ,stilist sein kann4 ,maeterlinck -- oder ein versetzter ,konditor4 99 99 99 99 99 ,in diesen ,erzhlungen von ,liebe sehe ich immer nur eines3 die ,liebe als ,selbstpreis4 ,selten oder nie1 da diese ,menschen durch ihre ,liebe zu einander wachsen wollen1 da sie sich ber sich hinaus lieben4 ,daher denn auch die bersttigung1 ja der ,ekel1 der einen nach und vor derlei erfat1 ein ,verlangen1 es mchte doch auch hier endlich eine neue ,optik ,platz greifen1 eine tiefere1 religisere ,betrachtung des ,liebeslebens4 99 99 99 99 99 ,nichts kann mich mehr aufbringen1 als wie allezeit hier und dort ber den ,eckermann geredet wird4 ,immer ist ein halb mitleidiges ,lcheln dabei1 gleich als handle es sich um eine durchaus subalterne ,natur1 der es jeder seiner gnnerhaften ,bespotter unvergleichlich zuvorgetan haben wrde4 ,man hngt sich an die ,einfalt mancher seiner ,fragen und bedenkt nicht1 da er oft nur frug1 um ,goethen zu locken und anzureizen1 man wirft ihm eigene ,unbedeutendheit vor und bersieht die ,flle feiner ,beobachtungen und ,bemerkungen1 die anmutigen ,berichte ber seine ,liebhabereien1 den langen ,brief aus ,genf und berall den ,sinn und ,takt frs ,wesentliche1 der uns niemals mit ,tagesgeschwtz langweilt1 sondern ihn fortwhrend bei der ,wrde seiner einzigartigen ,aufgabe festhlt4 ,la sie sich immer berheben1 wrde ,goethe selbst sagen1 soviel ist gewi1 da ihrer keiner mich vermocht htte1 mein inneres ,leben so munter und lebendig vor ihm zu entwickeln1 wie dieser liebe ,junge1 der wohl nicht gro war im ,sinne schpferischer ,kraft1 aber in seinen ,maen ein ganzer ,kerl1 ein ,vorbild1 allen denen zu empfehlen1 denen es um ihre ,bildung wahrhaft ernst ist1 und die1 da ihnen ,gott die zeugende ,kraft nur unvollkommen gewhrt hat1 im produktiven ,empfangen seiner ,hhe zustreben mssen und ihm damit wohl ebenso nahe kommen mgen1 wie unsereins mit seinen strkeren ,mitteln und glcklicheren ,voraussetzungen4 #aiaj ,in aller ,literatur von heute mu man dem ,seelischen nachspren4 ,was der ,geist heute hinzutut1 hat nicht allzu viel ,wert2 denn der ,geist stand wohl selten auf einer bescheideneren ,stufe4 99 99 99 99 99 ,manchen ,menschen wrden ,weihnachtskataloge1 ,zeitungsannoncen1 und zu ,mundwassern1 ,seife1 ,thermosflaschen1 ,petroleumfen usw4 beigepackte ,erklrungen und ,referate fr lebenslngliche ,lektre vllig gengen4 #aiaa ,man werfe aus der philosophischen ,literatur der neueren ,zeit den literarischen ,jargon hinaus und man wird viel gewonnen haben4 ,unter ,jargon oder ,fachfuchserei verstehe ich beispielsweise die humanistische ,ablehnung der ,bibel1 als einer ,gefahr fr den klassischen ,stil4 99 99 99 99 99 ,an ',geist' fehlt es heute so wenig1 da man ihm aus dem ,wege gehen mu1 um nicht vom berdru erfat zu werden4 ,jede ,zeitung1 jede ,zeitschrift hat etwas von einem ,varit1 darin ,athleten1 ,jongleure1 ,akrobaten auftreten4 ,eine ,zeit1 die den intellektuellen ,biceps so eifrig und coram publico bt und spielen lt1 erfllt damit gewi eine bestimmte bedeutende ,aufgabe1 aber auf die ,dauer wirkt solch im ,grunde von niemandem gewnschtes ,massenangebot bloer ,kunstfertigkeit destruktiv4 #aiab ,wenn ein ,schriftsteller sich jederzeit der ,macht bewut wre1 die in seine ,hand gegeben ist1 wrde ein ungeheures ,verantwortlichkeitsgefhl ihn eher lhmen als beflgeln4 ,auch das ,bescheidenste1 was er verffentlicht1 ist ,same1 den er streut und der in andern ,seelen aufgeht1 je nach seiner ,art4 99 99 99 99 99 ,entwurf fr ein ,vorwort zu3 ',wir fanden einen ,pfad'4 ,man glaubt1 es komme in neuen ,dichtungen vor allem darauf an1 da sie gewissen vertrauten ,empfindungen und ,vorstellungen gengen1 ja schmeicheln4 ,nun ist ja z4,b4 das1 was wir ,deutsche unter einem ,liede verstehen1 etwas ungemein ,liebliches und ,erfreuliches1 und dieselben ,menschen1 die der reinen ,musik1 sagen wir1 ,mozarts zuliebe1 den ,fortschritt1 den ,wagner bedeutet1 ,rckschritt nennen1 werden fr ein wirklich gelungenes ,lied 444 ,aber diese so sehr verstndlichen und sympathischen ,menschen sind in diesem ,punkte ,trumer und ,liebhaber1 an denen die ,entwickelung sacht aber entschieden vorbeigehen mu4 ,es geht nicht an1 bei einmal gewonnenen schnen ,dingen versunken stehen zu bleiben und1 weil sie dem viel angefochtenen ,herzen so gar wohl tun1 nur immer mehr ihrer ,art zu fordern2 als wollte einer blo von ,blten wissen und das weitere ,werden der ,frucht nur so mit in den ,kauf nehmen4 ,gewi1 ein ewiger ,frhling wre ein holder ,traum1 aber zugleich das ,ende unserer ,welt1 als welche ganz anderen ,zielen denn unschuldigem ,lebensgenusse zustrebt4 ,wir brauchen keine ,kunst1 deren ,wesen ,wiederholung ist1 sondern eine1 die sich weiter tastet1 die dem wahrhaft ,neuen1 das in unsere ,zeit hereinfliet 7nicht dem ,neuen freilich1 das in ,flugfahrzeugen oder wissenschaftlichem ,aberglauben besteht7 sich zu ffnen ringt1 eine ,kunst1 die weder von den ',neutnern' akklamiert1 noch auch zu guter alter ,kunst gerechnet werden will1 ja auch nicht zu 'guter ,kunst'1 -- denn in diesem 'gut' verbirgt sich hier nichts weiter als 'das1 was wir lieben'1 und eben das liebt diese ,kunst nicht mehr4 99 99 99 99 99 ,der ,bekmpfung der ,schundliteratur sollte die von fratzenhaften ,reklamebildern zur ,seite treten4 ,nur die groe ,trgheit in solchen ,dingen nimmt hin1 was hier tglich auf ,plakaten und in der ,presse vor ,augen zu rcken gewagt wird1 und achtet nicht der unausbleiblichen1 schdlichen ,wirkung solcher ,zerrbilder auf jede1 besonders aber auf jede jugendliche ,seele4 99 99 99 99 99 ,man wei1 wie wichtig es ist1 ,schwangeren harmonische ,verhltnisse zu schaffen4 ,sollte es anders sein mit der ,menschheit1 die sich fortwhrend im ,zustande der ,mutterschaft befindet8 99 99 99 99 99 ,wir sollten gewisse ,bcher mehrmals lesen1 ehe wir darber sprechen4 ,etwa einmal im ,winter1 einmal im ,sommer -- und manche in noch ganz anderen ,intervallen4 ,was wir dann ber sie zu sagen htten1 wrde vermutlich ebensovielmal besser sein 444 ,und uns selbst wrde solche ,selbstzucht nicht nur zu besseren ,lesern1 sondern zugleich zu besseren ,menschen machen4 99 99 99 99 99 ber jedem guten ,buche mu das ,gesicht des ,lesers von ,zeit zu ,zeit hell werden4 ,die ,sonne innerer ,heiterkeit mu sich zuweilen von ,seele zu ,seele gren1 dann ist auch im schwierigsten ,falle vieles in ,ordnung4 #aiac ,alle ,liebe zu ,tolstoi wird doch nur eine andere ,liebe noch steigern3 die zu -- ,dostojewski4 99 99 99 99 99 ,schriftstellerei ist heute vielfach nicht wichtiger zu nehmen1 als da1 sagen wir1 heute jedermann ,kakao trinken kann1 whrend es frher nur die ,reichen konnten4 ,,nietzsche #ahif ,es gibt kaum eine grere ,gefahr fr einen ,menschen wie mich1 als ,nietzsche zu lesen4 ,es ist wie ein ,whlen im ,schmerz meines eigenen ,unwerts4 99 99 99 99 99 ,nietzsche's herrliche ,natur1 die in einer wahrhaft ehrwrdigen ,bescheidenheit und einer ,frmmigkeit zur ,kultur anfnglich immer sagt3 ,mchten andere es besser machen als ich4 99 99 99 99 99 ,ein ganzes ,leben in ,denken aufgelst1 im ,wort sichtbar geworden1 strmt vor unsern ,augen1 aus geheimnisvollen ,grnden hervorbrechend1 in undurchdringliches ,dunkel sich verlierend4 99 99 99 99 99 ',also sprach ,zarathustra6' -- wie8 wenn dieser ,kehrreim mit einem gewissen ,auguren-,lcheln gelesen und geschmeckt werden mte4 ,wenn er eine feine ,parodie auf jene ,schluphrasen wre1 womit noch jeder ethische ,neuerer bisher seine ,stze gesiegelt1 ein anderes ',amen6 ,amen6'1 eine ,schlu- und ,banngeberde1 feierlicher ,schauer voll fr den ,glubigen1 fr den ,auguren aber nur ein ,lcheln mehr 444 ,wie beginnt doch die frhliche ,wissenschaft8 444 #ahig ,man sieht ,nietzsche ins ,auge und wei1 wo das ,ziel der ,menschheit liegt4 #aije ,wer mit ,nietzsche denkt1 'widerspricht' sich auch mit ,nietzsche4 ,wer sich an seinen ',widersprchen' stt1 hat nie mit ihm gedacht 7noch mehr3 gefhlt7 -- ist nie mit ihm geflogen4 99 99 99 99 99 ,ein philosophisches ,system zu verstehen1 erfordert schlielich ein ,ma von ,intellekt1 nichts weiter4 ,einen leidenschaftlichen ,wegsucher aber wie ,nietzsche begreift man nicht blo als kluger ,kopf2 man mu ihm noch obendrein ein bichen -- verwandt sein4 99 99 99 99 99 ,gewi1 es gibt ,zge1 die ich ,nietzsche1 dem ,menschen1 verarge -- aus ,liebe4 ,nur kleine ,zge1 aber ich verstehe sie nicht an ihm -- oder vielmehr3 ich wrdige nicht genug die ,tiefe des ,leids1 in welche dieser ,geist getaucht wurde1 als er unter der ,last seiner ,gedanken1 seiner ,einsamkeit und seiner ,krankheit zugleich1 ein ebenso furchtbares wie groes ,menschenopfer1 zusammenbrach4 99 99 99 99 99 ',also sprach ,zarathustra' -- ,nietzsche selbst htte diesen ,titel und diesen ,refrain in frheren ,jahren streng abgelehnt4 ,es ist die ,tragik dieses ,buches1 manchmal nicht mehr gefat und katonisch genug zu sein4 99 99 99 99 99 ,ad ,zarathustra -- ,vorrede4 #a4 ,wo gbe es einen greren tieferen ,prolog eines ,schicksals6 ,wo ist das ,gleichnis und die ,anrufung1 diesem ,bilde und diesem ,gebet an ,wrde1 ,heiterkeit und ,tiefe gleich8 #b4 ,ein ,waldidyll voll milder ,abendsonne1 als ,weg zur ,wendepunkt-,wahrheit aller irdischen ,kultur4 ,man kann hundertmal ber diese ,schluworte hinweggesprungen zu sein meinen1 bis man eines ,tages erkennt1 da sie ein ,berg sind1 den man vielleicht nie ganz erklettern wird und von dem aus ,zarathustra die ,wasser gen ,osten und gen ,westen hat flieen sehn4 #aijf ,es wird mir immer gewisser1 da ,nietzsche berall da versagt1 wo er sich bewut oder unbewut der ,eitelkeit seines ,geistes hingegeben hat4 ,htte er diesen polnisch-romanischen ,zug nicht gehabt1 er stnde oft noch viel grer da4 ,es gibt keinen schlimmeren ,fluch fr einen ,denker1 als sich seinem ,volk gegenber als ,schriftsteller verpflichtet zu fhlen4 ,wenn einer ,denker geworden ist1 das heit ein ,mensch1 dem das ,nachdenken ber menschliche ,probleme zur inneren ,leidenschaft und ,lebensaufgabe geworden ist1 so ist er auch ganz von selbst genug ,schriftsteller1 seine ,gedanken mitzuteilen4 ,aber freilich1 ,nietzsche war vor allem ein ,kmpfer4 ,er war ein ,weiser aus der ,kriegerkaste1 nicht aus der der ,priester4 ,vielleicht htte er im zweiten ,teile seines ,lebens auch noch die ,milde der ,weisheit ausgestrmt1 nach ihren ,blitzen auch ihre ,wrme4 99 99 99 99 99 ,der ,zarathustra ist bei allen ,einzelheiten unbestreitbarer ,gre eines der schlechtesten ,bcher1 die es gibt4 ,er ist weder ein ,volksbuch noch ein ,buch fr ,verwhnte und ,einsame1 es ist ein ,mischmasch von ,grandiosem und ,banalem1 inhaltlich wie im ,vortrag4 ,ein ,vordrngen1 ein ,aufdrngen persnlicher ,stimmungen1 ein kategorisches ,erledigen von ,dingen1 deren 'kategorische ,erledigung' immer nur eine 'niaiserie' bleibt1 ein ,spiel mit dichterischen ,bildern und ,gleichnissen1 das oft gro und tragisch1 fter noch fast unbeherrscht und geschwtzig wirkt4 ,ein ,buch1 das nur durch ,reduktion seiner ,reden auf etwa #ab-bj zu dem klassischen zu machen wre1 was es zu sein wnscht4 ,unglckselige kleine ,zeit1 du hast auch auf ihm1 deinem ,grten1 gelastet4 #aijg ,nietzsches ,lehre von der ewigen ,wiederkunft3 ,man halte ihren biologisch-ethischen ,grundgedanken sowie die ,lehre vom bermenschen gegen ,kants kategorischen ,imperativ1 und sie werden ihm an ideeller ,groartigkeit nichts nachgeben und als leidenschaftlicher ,appell an die menschliche ,armee in demselben ,verhltnis zu ihm stehen1 wie zum einfachen 'ich erwarte1 da heute jeder seine ,pflicht tut' das grandiose ',soldaten1 vierzig ,jahrhunderte blicken auf ,euch herab6' 99 99 99 99 99 ,nietzsche war nur ganz1 wenn er ganz er selbst war 7soweit man sich so ausdrcken darf74 ,sobald er sich ins ,schlepptau nehmen lie1 wurde er ein ,schriftsteller unter ,schriftstellern und nicht einmal immer ihr erster4 ,und er wurde manchmal nicht nur an- sondern noch mehr mitgeregt4 99 99 99 99 99 ,ich kann damit nichts anfangen1 -- ,nietzsche sei vor allem ein groer ,knstler1 ein groer ,stilist1 ,artist gewesen4 ,was heit das1 vor allem4 ,was macht denn den groen ,stil1 wenn nicht der ,mensch von berragendem ,rang1 der geborene ,fhrer und ,schpfer8 ,und wo ,nietzsche das nicht war -- und er verga manchmal seinen ,rang und fhrte weder noch schuf -- da taugte auch sein ,stil nichts1 da war er auch nur ein ,manierist seiner selbst4 99 99 99 99 99 ,nietzsche1 die groe ,antithese seiner ,zeit4 99 99 99 99 99 ,beim ,vorlesen einiger ,nietzschescher ,aphorismen3 -- ,geistige ,austern4 ,man kann ,nietzsche aus zehn ,zeilen erkennen lernen und aus zehn ,bchern -- verkennen4 99 99 99 99 99 ,welch ein unntzes ,geschwtz1 ,nietzsche habe die napoleonische ,natur deshalb vor allem geliebt1 weil er selbst keine gewesen sei4 ,herr ,mller also ist ein ,napoleon1 weil er die ,napoleons -- nicht liebt4 #aiaj ,nietzsche1 der ,pole1 der als ,deutscher tief ward4 99 99 99 99 99 ,nietzsche konnte mit den bisherigen fnfsinnlichen ,erkenntnismitteln den ,menschen nicht verstehen4 ,drum erfand er sich seinen ber-,menschen4 ,er ward damit der letzte groe deutsche ,philosoph -- ante ,christum natum4 ,er war1 um in seiner ,manier zu reden1 der letzte -- ,ante-,christ4 #aiaa ,nietzsches ,schicksal war1 ber den ,trmmern des komischen ,bildungsphilisters als tragischer zu sterben4 ,nietzsche starb an der ',bildung'4 ,und mit ihm werden alle sterben1 die mit seiner ,seele nicht zu zittern wissen1 die nur an seinen ,geist glauben4 #aiab ,da ,knstlerschaft und ,knnerschaft untrennbar sind1 das versteht sich von selbst4 ,aber das1 worauf es heute1 wie immer1 ankommt1 ist1 wer da spricht und was -- nicht nur wie -- gesprochen wird4 ,ist ,nietzsche nicht einer unserer ersten ,stilisten8 ,und dennoch blieb er in hherem ,sinne unfruchtbar4 ,ich wge meine ,worte1 denn wenn je einer1 habe ich ,nietzsche erlebt4 ,und nicht in mir war er unfruchtbar4 ,aber ich wei auch1 worin er lange ,zeit mein ,hchstes war3 in seiner ,gre als ,mensch2 nicht in der1 ach nur allzu zeitgemen1 ,art seiner ,philosophie4 ,die war ,abendrte1 nicht ,morgenrte und wer von ihr aus weiter schreitet1 der wandelt in die -- ,nacht4 ,,theater #aije ,wer sich mit der ,materie einlt1 wird von ihr erschlagen4 7,zu ,r4's ,dekorationskampf47 99 99 99 99 99 ,es fehlen im ,bilde unserer heutigen ,kritik nicht die kunstrichtenden1 sondern schlechtweg die richtenden ,geister4 #aijf ,kein ,dramatiker kann wissen1 was ein ,schauspieler aus seinen ,worten machen wird4 ,er mag sie so einfach setzen1 wie er will -- dieser wird sie vielleicht ganz in ,leidenschaft tauchen und so gerade ihren feinsten ,gehalt verndern2 er mag sie so leidenschaftlich gemeint haben1 wie er mag1 dieser wird vielleicht nie im ,leben bis zur ,schwelle wahrer innerlicher ,hingerissenheit gelangt sein4 ,der ,schauspieler ist der ,ruberknstler par excellence4 ,aber oft auch ist der ,ruber grer als der ,beraubte und der ,schatz des ,wanderers erst wundervoll1 wenn1 der ihn erschlug1 damit zu abenteuern beginnt4 99 99 99 99 99 ,wenn ich ,schauspieler wre1 wrde ich mir fr mein ,studierzimmer zunchst einen riesigen ,spiegel anschaffen4 ,vor ihm wrde ich tglich mindestens zwei ,stunden verbringen und meinem ,krper eine ,geschmeidigkeit anzchten1 die mir spter gestattete1 auch die leiseste ,gemtsbewegung in unwillkrliche ,sichtbarkeit umzusetzen4 ,ich wrde mich dabei nicht in malerische oder zeichnerische ,ideen verlieren1 o nein1 ich wrde die ,seele ganz allein ,herr sein lassen und ihr1 ihr allein1 meine ,glieder dienstbar machen4 ,unmittelbare bertragung dessen1 was mich bewegte1 wre mein ,ziel1 so da man nicht einen ,krper und einen ,geist zu sehen vermeinen sollte1 sondern nur eins4 ,ich wrde keinen andern ,stil als den wahren ,ausdruck meines ,innenlebens haben wollen1 aber freilich die ,art meines ,innenlebens wre bereits der ,stil1 den ich will4 ,er wre1 meiner ,natur entsprechend1 zugleich lebhaft und mavoll4 ,er wre1 wie ich hoffen drfte eindringlich1 nicht aufdringlich4 7,ich rede hier fast lediglich von der ,darstellung moderner ,menschen47 ,des weiteren wrde ich folgendes tun3 ,ich wrde mich nach ,empfang meiner ,rolle in die darzustellende ,person zu verwandeln suchen4 ,ich wrde wochenlang in allen ,situationen als sie herumgehen1 das heit in ihrer ,kleidung1 mit ihrem vermutlichen ,gehaben1 mit ihrem ,charakter1 ihren ,gewohnheiten4 ,dazu gehrt allerdings eine eiserne ,natur1 aber des ,schauspielers ,kunst wird nicht genug bezahlt1 da er sich wie ein ,krieger mit allem nur mglichen ,raffinement wider das ,zerstrende seines ,berufes wappnen kann1 gesetzt er braucht seine ,mittel zum ,kampf ums ,ziel und nicht zum ,behagen4 ,htte ich pathologische oder ,verbrechernaturen darzustellen1 so wrde ich1 wie ,hermann ,mller es gelegentlich tut1 ,irrenhuser1 und wie's ,richard ,vallentin vor dem ,nachtasyl machte1 ,kaschemmen aufsuchen4 ,die ,moskauer sollen sich wochenlang in ,drfern aufgehalten haben1 bevor sie ein ,stck mit ,bauern spielten4 ,das nenne ich1 auf die ,eroberung des ,andern1 das wir nicht sind1 aber der ,kunst halber einmal sein wollen1 losgehen2 das mchte ich vielleicht mit dem ,namen praktischer ,dualismus bezeichnen4 ,mag sein1 da ich nichts von alledem tte1 wenn ich ,schauspieler wre1 das heit natrlich auch meiner ganzen ,veranlagung nach1 nicht nur nominatim1 ,schauspieler2 aber nun1 da ich bin1 was ich bin1 glaube ich1 ich wrde das tun1 wenn ich das wre4 #aijg ,man mag das ,wort ',schmiere' zu seiner ,bildung zum ,theaterkritiker brauchen1 aber es wird von wahrer ,urbanitt zeugen1 wenn man es spter jemals wieder zu brauchen -- ablehnt4 99 99 99 99 99 ,wenn es einem ,kritiker ,freude macht1 sich einen ,schaffenden im ,sinne eines ,schpfers zu nennen1 so soll man ihm die ,freude lassen4 ,der liebe ,gott wird dann schon einmal zu ihm sagen3 ',schaffe eine ,maus1' -- ',o nein1' wird der ,kritiker antworten1 'so ist nicht die ,gabe meines ,schaffens4 ,gib mir ein ,nashorn oder ein ,knguruh1 so will ich dir sagen1 was ich daran falsch und was ich daran richtig finde1 und auch sonst werde ich noch manches zum ,thema sagen1 was vielleicht interessanter ist als das ganze ,knguruh oder das ganze ,nashorn1' -- ',ja1 ja1' wird der liebe ,gott sagen1 'das mag wohl sein1 aber wenn ich nun so klug gewesen wre wie du -- was htte ich dann wohl anfangen sollen8 ,wie htte ich die ,welt wohl aus mir heraussetzen sollen1 wenn ich erst etwas bereits ,herausgesetztes htte vorfinden mssen1 um mich an ihm herauszusetzen1 oder anders ausgedrckt1 um daran in deiner ,weise schpferisch zu werden8' 99 99 99 99 99 ,wenn einer vorliest6 was denkst1 was fhlst du da alles6 444 aber weil du 7auch7 zuhrst1 so wirst du ein ,zuhrer geheien4 ,als ob dich das erschpfen knnte3 der ',zuhrer' war ganz ergriffen -- ,o gewi1 aber vielleicht nicht blo als ,zuhrer4 ,der ,klang der ,stimme 7z4,b47 hatte dich vielmehr an einen ,winterabend erinnert1 an dem einmal jemand zu dir gesagt hat3 ',das also hast du vor1 diesen ,weg willst du gehen6' 44 ,aber das kmmert den wenig1 der vorliest4 ,er 'liest vor' und du 'hrst' zu4 ,ich mchte1 da du daraus ersiehst1 wie armselig es ist1 wenn man dich beispielsweise im ,theater einfach als ',zuschauer' bezeichnet und behandelt4 ,jawohl1 du schaust freilich 7auch7 zu1 aber daneben -- was ist alles daneben noch mglich -- was begibt sich alles in dir noch daneben4 ,wir sollten uns alle wider den ,bann solcher ,wrter struben4 ,es ist1 als bnde uns einer eine starre ,maske mit nur einem ,gesichtsausdruck vor1 aber die ,maske ist nur suggeriert -- erwachen wir doch und erkennen1 da wir auch im ,theater nicht ,zuschauer allein sondern unendlich viel mehr1 nmlich durch keine ,bezeichnung zu erschpfende ,wesen sind1 und da wir daher auch im ,theater alles erleben drfen1 was ein ,mensch nur immer geistig erleben kann1 und nicht nur1 was ein ',zuschauer' erleben darf4 ,aber wir sind so ber und ber im ,bann von ,bezeichnungen1 da wir aus lauter ,pflichtgefhl ihnen zu entsprechen1 keinen freien ,gedanken mehr zu denken wagen1 und nach einem innerlich noch so reichen ,theaterabend dennoch von einem verlorenen ,abend reden zu mssen glauben1 weil wir als ',zuschauer' nicht ganz auf die ,kosten gekommen sind4 -- #aijh ,zum ,gastspiel des ,moskauer ,knstlertheaters4 ,nicht nur das ,volk1 auch die ,kritiker haben dem ,zauber der ,russen -- und nicht nur ,stanislawskis -- nicht widerstehen knnen1 warum wohl8 ,weil von den ,russen das ausging1 was in den ,deutschen heute hchstens als ,privatsache1 aber nicht als ,unterton ihres ganzen nationalen ,lebens lebt3 ,liebe1 ,liebe zu einander1 zu uns1 zu ihren ,dichtern1 wortlose1 unausgesprochene1 uneingestandene aber selbstverstndliche ,liebe4 ,es gibt kein anderes ,wort1 hchstens da man noch sagte3 innere ,religiositt4 ,hieraus quoll die letzte ,schnheit dieser ,knstler4 ,und zu ihr knnten auch wir uns hinankmpfen und hinanleiden1 wenn wir nicht mit kaltem ,kritizismus1 mit ,theorien1 ,wunsch-,luftspiegeleien aufeinander loshackten1 sondern verstehend und liebend einander zu frdern1 einander zu steigern1 einander zu vervollkommnen suchten4 99 99 99 99 99 ,es ist nur sehr viel leichter zu wnschen und von ,groem1 wie es sein mte1 zu reden1 als im ,gegebenen sich zu bescheiden und die groen ,faktoren sich nutzbar zu machen1 die das lebendige ,leben um einen herum enthlt4 ,da mu man freilich etwas mehr guten ,willen haben und nicht gleich ungeduldig in ,bausch und ,bogen verwerfen1 wenn man nicht just in den ,punkten1 in denen man gern befriedigt sein mchte1 auf seine ,rechnung zu kommen scheint4 ,eines ,schauspielers ,wert erschpft sich noch lange nicht im rein ,darstellerischen4 ,ich habe hier in ,tirol ,gelegenheit1 viel in kleine ,theater zu kommen3 nun1 ich ziehe meinen ,hut noch tief ab vor allen mglichen ,leuten1 die der kaltherzige1 hochfahrende1 einseitige und verbildete ,grostadt-,kritiker1 dem die ,augen frs innere ,leben und ,sichfortentwickeln unseres ,volkes oft nur zu sehr verschlossen sein mgen1 zumeist1 weil die persnliche innere ,beziehung einfach nicht da ist1 nicht da sein kann1 vermutlich mit irgend einem ,clichausdruck wie ,schmierenkomdianten abtun wrde2 und ich bin weit entfernt davon1 diesen braven1 willigen und frhlich-unermdlichen ,soldaten der ,kultur1 mgen sie im ,leibregiment oder in der verrufensten ,garnison dienen1 anders als mit einer ,hochachtung zu begegnen1 die mir fast immer noch irgendwo ,dankbarkeit und ,freude verstattet4 ,aber ich vergesse wohl1 da ich ein ,gottseidank unverpflichteter ,auenseiter bin und da der ,berufsmensch wohl unwillkrlich dem ,schicksal des ,spezialisten1 das ist des ,einugigen1 des ,monophthalmoden1 verfllt4 ,das ,eine ,auge starr auf die ,bhne gerichtet1 sieht er alles nur in der ,kunstflche1 whrend es in ,wahrheit bis in den ,urgrund der ,welt hineinreichende ,plastik ist1 auch dies1 auch diese ,bhnenmenschheit da droben4 #aiji ,wie kann man einem ,schauspieler 'die ,wahrheit sagen' und zugleich den ,menschen in ihm respektieren8 ,einfach1 indem man ihn liebt4 ,man liebt ja ,blumen1 ,steine1 ,tiere -- ist der ,mensch der ,liebe weniger wrdig8 ,schliet denn ,erkenntnis die ,liebe aus8 ,oder ist es nicht vielmehr so3 ,je mehr ,erkennen1 desto mehr ,liebe8 ,so da1 je mehr einer einen ,schauspieler durch und durch sieht1 er auch weniger und weniger imstande sein wird1 richterlich von ihm zu reden4 ,man braucht dabei nichts zu opfern1 nichts1 als seine eigene ,unschnheit4 ,man kann von derselben ,leistung fast wie ein ,weiser reden und fast wie ein ,wilder4 #aiaa ,man kann das ,theater 7beispielsweise7 nicht reformieren1 wenn man nicht zugleich den ganzen ,geist der ,zeit reformiert4 ,es ist der ,irrtum unserer ,zeit1 da sie meint1 man knne wesentliche ,probleme aus dem ,zusammenhange herauspflcken und fr sich allein lsen4 ,,sprache #ahie ,ein ',wort' ist etwas unendlich ,rohes3 es fat millionen ,beziehungen mit einem ,griff zusammen und ballt sie wie einen ,klumpen ,erde4 ,bald wird die ,erde trocken und hart -- die ,kugel bleibt als rotes drastisches ,ganzes1 aber die millionen ,teilchen1 daraus sie besteht1 sind als solche so gut wie vergessen4 #ahif ,oft berfllt dich pltzlich eine heftige ,verwunderung ber ein ,wort3 ,blitzartig erhellt sich dir die vllige ,willkr der ,sprache1 in welcher unsere ,welt begriffen liegt1 und somit die ,willkr dieses unseres ,weltbegriffes berhaupt4 99 99 99 99 99 ,ich habe oft bemerkt1 da wir uns durch allzuvieles ,symbolisieren die ,sprache fr die ,wirklichkeit untchtig machen4 99 99 99 99 99 ,du bist ein ,gymnaseweis1 mein ,lieber6 99 99 99 99 99 ,charleytantismus der ,bhne4 #aije ,ein ,diletalent4 #aijf ,man mte neue ,interpunktionen erfinden1 die gewissen ,willensrichtungen entsprchen3 z4,b4 ,die ,fortsetzung davon 3 7in dem ,sinne von3 ,die ,fortsetzung davon mte sein71 als ,optativzeichen 7man7 mte1 sollte haben1 sein usw4 ,die ,umkehrung 3 drfte nicht sein1 sollte nicht sein4 99 99 99 99 99 ,erst das ,wort reit ,klfte auf1 die es in ,wirklichkeit nicht gibt4 ,sprache ist in unsere termini zerklftete ,wirklichkeit4 99 99 99 99 99 ,der ,ausdruck ',lieber ,gott'1 ber den schon ,nietzsche spottet1 mute in der ,tat dem ,deutschen zu erfinden aufgespart bleiben4 ,es sollte ihm nur einmal aufgehen1 wie er sich selbst damit den ,blick fr die unaussprechliche ,gewaltigkeit und ,frchterlichkeit des ,weltganzen verdirbt1 wenn er dessen hchster ,personifikation das vertrauliche ,wrtchen 'lieb' voransetzt4 99 99 99 99 99 ,unter brgerlich verstehe ich das1 worin sich der ,mensch bisher geborgen gefhlt hat4 ,brgerlich ist vor allem unsere ,sprache3 ,sie zu entbrgerlichen die vornehmste ,aufgabe der ,zukunft4 99 99 99 99 99 ,es gibt gewisse ,ausdrucksweisen von seltener distanzierter ,schnheit und ,vornehmheit1 die nur zwischen dem fremden ,sie und dem vertrauten ,du mglich sind3 in jenen kstlichsten ,zwischenstadien der aufblhenden ,liebe1 wo das ,herz schon ,du sagt und der ,mund noch ,sie4 #aijg ',ewiger' ,schnee1 welch ein gtiges1 liebenswertes ,wort6 ,lassen wir es ja stehen1 der ,wissenschaft zum ,trotz1 der guten alten ,zeit zur ,ehre4 ,gestorbenes ,wort3 ,zufall4 99 99 99 99 99 ,prfe gelegentlich deine ,adjektiva nach4 99 99 99 99 99 ,statt sehr geehrter ,herr6 knnte man doch viel einfacher schreiben3 #e e6 ,und statt hochachtungsvoll #b o4 99 99 99 99 99 ,das trnenscksische ,a4 99 99 99 99 99 ,gewhnen wir uns den ,superlativismus ab4 ,schreiben wir nicht mehr geehrtest1 ergebenst1 achtungsvollst1 herzlichst und schnst4 ,schlieen wir nicht mit tausend ,gren1 sondern mit gar keinem2 denn ein ,brief1 der den ,namen verdient1 ist doch an sich schon der ,gru4 ,umarmen wir uns auch nicht mehr brieflich -- ich rede natrlich hier stets nur vom ,briefwechsel unter ,mnnern --2 wenn ich schreibe3 ich umarme ,dich1 so male ich damit ein ,bild1 so wird durch die ,niederschrift aus einer im ,leben spontanen ,handlung eine starre ,pose4 ,seien wir nicht so gedankenlos gerade in ,herzenssachen4 99 99 99 99 99 ,beim ,dialekt fngt die gesprochene ,sprache erst an4 99 99 99 99 99 ,der sterreichische ,dialekt ist darum so hbsch1 weil die ,rede bestndig zwischen ,sichgehenlassen und ,sichzusammennehmen hin und her spielt4 ,er gestattet damit einen durch nichts andres ersetzbaren ,reichtum der ,stimmungswiedergabe4 99 99 99 99 99 ,die meisten ,menschen sprechen nicht1 zitieren nur4 ,man knnte ruhig fast alles1 was sie sagen1 in ,anfhrungsstriche setzen2 denn es ist berkommen1 nicht im ,augenblick des ,entstehens geboren4 99 99 99 99 99 ,man mag sagen1 was man will1 die ,menschen tun so und so oft auch nichts andres als -- bellen1 gackern1 krhen1 meckern usw4 ,verfolge nur einmal die ,tischgesprche einer ,kneipe1 die ,ausrufe des ,wirts1 der ,kellner1 der ,kartenspieler1 kurz1 all das ,geschwtz1 was nichts weiter ist noch sein will als ,essen1 ,trinken1 ,schlafen oder irgend eine sonstige einfache ,lebensuerung4 99 99 99 99 99 ,ich mag ,worte wie gleichwohl oder immerhin gern leiden2 denn sie erlauben1 nach etwas ,abflligem noch eine ,menge ,anerkennendes zu sagen4 99 99 99 99 99 ,welche und derselbe sind durch unsere besten ,prosaiker hundertmal geheiligte ,wrter1 welche die modische ,abneigung der ',jetztzeit' ertragen knnen4 ,derselbe1 dagegen sich heute der berlegene ,spott noch des armseligsten ,skribenten richtet1 ist nicht schlechter und nicht besser als eine ,unmenge anderer deutscher ,wrter4 ,dem ,stilisten bedeutet jedes ,wort solcher ,art eine ,mglichkeit mehr1 und dem papierdeutschfeindlichen ,sprachreiniger kann nicht entgehen1 da just dieses derselbe in ,mundarten -- man denke an z4,b4 selch1 sell1 dersll -- ein hchst lebendiges ,dasein fhrt4 99 99 99 99 99 ,gott ist nur ein ,wort fr 'sich'4 ,das ,tier hat keines dieser beiden ,worte4 ,es ist wortlos sowohl ,ich wie ,gott1 das ,wort erst spaltet das ,leben in ,ich und ,gott4 ,kritik der ,sprache ist zuletzt auch nur ein ,gesellschaftsspiel4 ,es gibt kein ,wort1 das auerhalb der ,sprache noch irgendwelchen ,sinn ergbe4 ,wer sich auerhalb der ,sprache setzen mchte1 findet keinen ,stuhl mehr4 ,er kann nicht einmal mehr sagen3 nun wei ich wenigstens1 da ,wissen ,unmglichkeit ist4 ',wissen' ist so gut eine ,spielmnze1 wie 'sein'1 wie ',unmglichkeit' wie ',sprache'1 wie 'auerhalb'4 ,es ist dafr gesorgt1 da wir die ',welt' nicht in die ,luft sprengen4 ,ich nenne diese widerspruchslose ,ohnmacht in ,dingen wirklicher1 nicht nur scheinbarer ,erkenntnis manchmal bei mir3 die ,selbstversicherung ,gottes4 ,sie ist eines ,gottes wrdig4 99 99 99 99 99 ',er gibt ,frieden' 7schreibt ,amiel7 'und das ,gefhl des ,unendlichen1' ,welche ,zusammenstellung1 nur daraus erklrlich1 da der ,begriff des ,unendlichen noch nie erlebt wurde4 ,so knnen ,menschen ,jahrhunderte lang ein ,wort voller ,pathos brauchen1 ohne je von seiner ganzen ,bedeutung ergriffen worden zu sein1 ja1 ich behaupte1 manche ,worte knnen nur solange gebraucht werden1 als ihr mglicher ,sinn nicht vllig zu ,ende gedacht wird4 ,wer ',gott' siehet1 stirbt4 99 99 99 99 99 ,philosophien sind ,schwimmgrtel1 gefgt aus dem ,kork der ,sprache4 99 99 99 99 99 ,groe geschriebene ,worte sind vergeistigter ,zeugungsakt in perpetuum4 99 99 99 99 99 ,die schlimmste ,folge demokratischer ,anschauungsweise ist1 da nun auch die ,worte alle 'gleich' gewertet werden4 ,und doch ist jedes ,wort in dem ,augenblick1 wo es gedacht1 gesprochen1 geschrieben wird1 ein ,individuum fr sich und nicht einmal demselben -- vor oder nachher geborenen -- ,wort desselben ,mundes1 desselben ,gehirns je irgendwie gleich4 ,wenn einer sagt3 ich glaube dies und das1 und sein ,nachbar hrt das1 so kann das sein1 als ob der eine sagte3 ,himalaya1 und der andre hrte3 ,schneehaufen4 #aijh ,die gleichen ,worte sind einander nicht gleich4 ,es gibt keine ,tautologie4 ,sondern alles ist pro -- cessus4 99 99 99 99 99 ,nicht nur jedes ,gleichnis hinkt1 sondern auch jede ,gleichung4 99 99 99 99 99 ,es gibt gar keine ,worte1 die blo ,worte wren4 ,sondern jedes ,wort ist von vornherein ein -- hchst individuelles -- ,urteil4 ,man glaubt1 a sei gleich a4 ,eine vollkommene ,ungeheuerlichkeit4 99 99 99 99 99 ,freuen wir ,deutschen uns1 da unsere ,sprache die ,sonne uns als ein ,weib schenkt und lehrt4 ,da sie der schlichteste ,sinn bei uns als -- ,mutter empfinden darf4 ,und da wir so um sie im ,reigen der ,fixsterne all unsere ewigen -- ,mtter schauen und verehren drfen4 99 99 99 99 99 ,in dem lateinischen ,wrtchen 'duo' ist nur das deutsche ,du sichtbar enthalten2 das ',ich' ruht unsichtbar und doch ewig lebendig darin1 wie unter ,menschen das geliebte ,ich im ,herzen des liebenden ,du4 ,wer konversiert1 der spricht nicht4 99 99 99 99 99 ,zitate sind ,eis fr jede ,stimmung4 99 99 99 99 99 ,impressionismus -- ,eindrucktum4 99 99 99 99 99 ,gro betrachtet ist alles ,gesprch nur -- ,selbstgesprch4 99 99 99 99 99 ,welch ein ,unterfangen1 sich hinter ,worten verstecken zu wollen6 ,man ist ja -- diese ,worte selbst4 99 99 99 99 99 ,wenn ich bei einem ,schriftsteller auf jeder ,seite 'die die' lese1 so kann mir schon bel werden4 ,wozu hat der liebe ,gott das schne ,wort 'welche' geschaffen8 ,aber rede einmal einer dieser time und money-,zeit von welcher und derselbe6 99 99 99 99 99 ,gingganz ist einfach ein deutsches ,wort fr ,ideologe4 #aiji ,wie eigentmlich hneln sich ,schwyzerdtsch und ,norwegisch6 99 99 99 99 99 ,wie ist jede -- aber auch jede -- ,sprache schn1 wenn in ihr nicht nur geschwtzt1 sondern gesagt wird4 99 99 99 99 99 ,es gibt nichts ,hemmenderes als ,gemeinpltze und ,redensarten4 ,jede ,redensart ist die ,fratze eigener ,gedanken1 ein ',mitesser' im ,zellengewebe des ,denkers4 ,was du denkst und sagst1 ist vor allem ,ausdruck4 ,der sogenannte eigentliche ,sinn des ,gesagten ist nicht sein einziger ,sinn4 99 99 99 99 99 ,die ,sprache ist eine ungeheure fortwhrende ,aufforderung zur ,hherentwickelung4 ,die ,sprache ist unser ,geisterantlitz1 das wir wie ein ,wanderer in die unabsehbare und unausdenkbare ,landschaft ,gott unablssig weiter hineintragen4 99 99 99 99 99 ,mit jedem ,worte wachsen wir4 99 99 99 99 99 ,jedes einmal ins ,licht getretene ,wort ist ein ,vorspann 7der ,menschheit7 fr immer4 ,denn jedes fordert1 sobald es nur sichtbar wird1 zur ,produktion heraus4 ,man kann kein ,wort lesen oder hrend aufnehmen1 ohne es zugleich aus seinen ,schrift- oder ,tonelementen wieder zu schaffen4 ,beseelen heit schaffen2 ein nicht wieder beseeltes ,wort bliebe ein nicht wieder geschaffenes1 das heit fr den ,nichtbeseeler tot4 ,man nehme ein paar beliebige ,wrter3 ,fest4 ,ebene4 ,landschaft4 ,musik4 ,ganze ,welten von ,schpfungen erheben sich1 indem wir sie lesen4 #aiaj ,a4 ,ich halte es fr unrichtig1 ja schdigend1 die ,orthographie in ,hinblick auf die ,bequemlichkeit der ,vielen zu modernisieren4 ,die ,bedeutung der in den ,sprachen aufgespeicherten ,erinnerungen ist nicht zu unterschtzen4 ,wenn ich ,tier schreibe und mir das griechische ,griechisch3 thr dabei als reiner ,unterton mitklingt1 wenn ein ganzes ,volk1 eine ganze ,kultur bei diesem ,worte mich an sich mahnen darf 7nicht mu71 so ist das etwas ,seltenes und wunderlich ,fruchtbares1 dessen wir uns nicht mutwillig berauben sollten4 ,da denen1 die von der ,antike nie berhrt wurden1 damit unntiger ,buchstabenballast aufgeladen wird1 kann meiner ,ansicht nach solange kein ,gegengrund sein1 als in geistigen ,dingen den geistigen ,menschen einer ,nation und nicht den andern zunchst ihr ,recht zu wahren ist4 ,b4 ,vielleicht doch nicht4 ,der ,klgere gibt nach4 ,dem ,geistigeren ist es eine ,ehre und ,freude1 zu verzichten1 wenn dadurch ,unzhligen wohlgetan und gentzt wird4 ,du lufst ,gefahr1 in einer ,welt1 die viel zu gro und tief dazu ist1 den ,liebhaber zu spielen1 als ,liebhaber zu erstarren4 ,du verstehst1 wie das ,wort ,liebhaber hier gemeint ist4 ,mchten wir doch alle mehr dienen1 mehr helfen1 statt immer so sehr auf unsere eigene ,geschmacksbefriedigung auszugehn1 mchten wir doch endlich diese pseudoaristokratischen ,allren berwinden und durch reifere1 reichere ,gesichtspunkte ersetzen4 99 99 99 99 99 ,der ,rckschritt im ,alphabet der ,buchstaben von ,r zu ,k kann einen ,fortschritt im ,alphabet der ,moral bedeuten3 ,starr -- stark4 #aiaa ,kongs-,enne1 eines der tiefsten ,wortbilder aller ,sprachen4 99 99 99 99 99 ,wie sich in der ,wortzusammensetzung ',heilsarmee' fr den ,deutschen eines seiner tiefsten ,eigenworte mit einem seiner weltlichsten ,fremdwrter verbindet1 erscheint in der ,heilsarmee selbst etwas ,gttliches mit etwas sehr ,irdischem gepaart1 das vor dem ,ur-,wort ebenso als ,fremd-,wort empfunden werden kann 7obzwar nicht mu71 wie das ,wort ,armee vor dem ,geist unserer ,sprache4 #aiab ,es gibt ,menschen1 welche ,schlagworte wie ,mnzen schlagen1 und ,menschen1 welche mit ,schlagworten wie mit ,schlagringen zuschlagen4 ,nichts ist so verbreitet wie das ,schlagwort4 ,es wird bis in die hchsten ,geisteskreise hinauf gebraucht und hngt oft noch dem ,scharfsinnigsten als ,zpfchen hinten4 99 99 99 99 99 ,mit keinem ,kder fischt ,mephisto so glcklich1 als mit allem1 was im ,engeren und ,weiteren unter den ,begriff des ,schlagworts fllt4 99 99 99 99 99 ,man findet bei manchem ,ernsthaften unserer ,tage gegen gewisse ,worte wie sittlich1 vollkommen1 edel1 die ,animositt dessen1 dem sie irgend einmal grndlich verleidet worden sind4 ,das sollte nicht sein4 ,knigliche ,begriffe knnen nie von ihrem ,glanze verlieren4 ,wenn es aber doch zuweilen so scheint1 wen trifft die ,schuld8 ,die ,masse1 die sich ihrer bemchtigt hat1 oder die ,paladine1 welche ihnen nicht genug treue ,diener1 ,berater und ,leiter gewesen sind8 99 99 99 99 99 ,in einer nicht ganz natrlichen ,redeweise liegt eine ,gefahr fr den ,sprecher wie fr den ,hrer4 ,das gilt vom persnlichsten ,verkehr wie von dem mit der ffentlichkeit4 ,so gibt es z4,b4 ,menschen1 welche immer ein wenig ironisieren4 ,sie nennen alles nicht so sehr beim ,namen1 als vielmehr bei irgend einem ,spitz- oder bernamen4 ,damit wirken sie kurzweilig1 fter aber demoralisieren sie1 und ob auch nur um einen ,schatten1 sich wie den andern4 #aiac ,alles ,schwtzen hat zur ,grundlage die ,unwissenheit um ,sinn und ,wert des einzelnen ,wortes4 ,fr den ,schwtzer ist die ,sprache etwas ,verschwommenes4 ,aber sie gibt's ihm genugsam zurck3 dem ',verschwommenen'1 dem ',schwimmer'4 ,,politisches ,,soziales #ahie ,man will die deutsche ,volksseele erstarken sehen1 indem sie sich mehr abschlieen und begrenzen soll1 und vergit1 da gerade das ,unbegrenztseinwollen1 das ber engen ,nationalittsschranken stehen wollen ihre ,haupteigentmlichkeit ist4 99 99 99 99 99 ,man mu eine ,operette wie den ',rastelbinder' von ,lehar hren1 und zwar in einem jubelnden ,theater1 -- um alle 'modernen ,ideen' als ,sentimentalitt zu verwerfen4 ,nach einem solchen ,abend knnte man sogar zu einer neuen ,inquisition ja sagen4 ,konfrontation ist das ,einzige4 ,den ,freiheitsschwtzer in solch ein ,theater fhren und nachdem die ,zwerchfelle und ,trnenscke nach ,schlu des ersten ,aktes zu ,ende gewirtschaftet haben1 ihn fragen3 ,und das soll -- regieren8 #ahif ,in ,arco3 ,jeden ,freitag gibt man hier den ,drehorgelmnnern die ,luft in ,pacht4 #aijd ,es ist etwas ganz ,eigentmliches1 wie verschieden die ,menschen verschiedener ,erdstriche ihre ,zune bauen4 ,ich erinnere mich z4,b4 bei ,berlin keines einzigen mir zusagenden ,zaunes2 es gibt andere1 die mich zu ,trnen rhren knnen1 wie die ,steinzune des ,tessin 444 #aije ,der ,taler ist das einzige originelle und der lateinischen ,mnze ebenbrtige ,geldstck1 das wir haben4 ,weshalb wir ihn auch als 'unpraktisch' abschaffen4 99 99 99 99 99 ,das ,talent zur ,disziplin ist die ,wurzel von ,preuens ,gre4 ,mge es dies ,talent feiner und feiner ausbilden und dafr lieber auf ,gebieten nachstehen1 wo es auf ,improvisation1 ,ingenium1 ,genialitt schlechtweg ankommt4 ,menzel ist der preuische ,knstler an sich4 ,menzel sollte eine religise ,formel fr die ,preuen werden4 ,denn was leistet damit der ,preue3 ,die ganze ,vorarbeit des schrankenlosen und hchsten ,genies und damit dies ,genie beinahe selbst4 ,alles1 was am ,genie ,flei ist1 also vier ,bestandteile von fnf mgen 'preuisch' genannt werden4 ,preuen1 wenn irgend ein ,land1 hat noch den ,gedanken der ,zucht4 ,hier ist sein ,weg zu seiner ,hhe1 wie er es immer gewesen4 ,darum soll ,berlin das preuische ,element in sich nicht abtten1 sondern steigern4 ,es hat es bereits zu sehr gemiachtet4 ,schinkel baute preuisch2 es gibt nichts ,herzerfrischenderes als diese so edlen1 strengen1 fast nchternen ,gebude jener ,zeit1 an deren ,stelle eine zgellose ,horde von neuen ,baumeistern und ,aktiengesellschaften ihre wsten ,massenproduktionen gesetzt hat4 ,der ,preue hat keinen andern ,weg zur ,kunst als den der ,einfachheit4 ,pracht wird bei ihm zu ,schwulst1 ,luxus zu ,unsittlichkeit4 ,er bleibe ,brandenburger und sei stolz auf sein ,land und seinen ,breitegrad und ffe nicht in kompilatorischem ,wahnsinn ihm ganz fremde ,kulturen nach oder nehme sie wenigstens so weit in sich auf1 da er sie ganz aus seinem schlichten1 nchternen ,geiste wiedergebre1 wie es ,schinkel tat1 dieser ,mann1 den ich mit jedem neu niedergehackten ,villino seiner ,zeit mehr liebe4 ,und dann endlich3 los von diesem ,prinzip1 ein ,haus nur aus ,vorder- und ,hinterwand bestehend zu bauen4 ,man gebe jedem ,haus seine vier selbstndigen ,seiten wieder und erlse es damit aus dem ,zustand einer ,migeburt -- oder man komponiere ganze ,stadtteile einheitlich und dann diese wieder unter einander4 ,man erhebe den ,kasernenstil zur ,hhe der ,kunst4 ,man kann es4 ,man rede nicht ewig von ,langweiligkeit4 ,wenn der ,rechte es anfat1 gibt es keine ,langeweile4 ,was bei dem ,mittelmigen langweilig wird1 wird in der ,hand des ,genies zur ,groartigkeit4 ,man rume nur mit diesem sogenannten herrschaftlichen ,haus als ,individuum auf4 99 99 99 99 99 7,staat1 ,stil1 ,sittlichkeit7 ,vom hchsten ,ordnungssinn ist nur ein ,schritt zur ,pedanterie4 99 99 99 99 99 ,disziplin ist ,abkrzung4 ,deshalb kommt der ,norddeutsche schneller mit seiner ,arbeit vorwrts als der ,sddeutsche1 wobei er durchaus nicht der ,produktivere zu sein braucht4 99 99 99 99 99 ,der ,mensch en masse wird erst dann wieder achtbar werden1 wenn er sich entschliet1 neuen ,adel aus sich zu zchten4 ,die schnsten ,dinge auf ,erden sind nur durch ,adel mglich4 ,noch mehr3 ,der wahre ,adel ist selbst das schnste ,ding der ,erde4 99 99 99 99 99 ,unsere ,art zu richten und zu strafen erscheint mir immer kindlicher4 ,ein einziger wirklicher ,mensch wrde das alles ber den ,haufen werfen4 ,wieviel liee sich da individualisieren6 99 99 99 99 99 ,es mte ,anekdotenerzhler geben1 die durch die ,krankenhuser gingen4 ,eine gute ,anekdote ist ein wahres ,lebenselixier4 ,ich glaube1 ein ,sterbender mte noch lcheln1 wenn er von dem franzsischen ,landedelmann hrte1 der sich nicht genug wundern konnte1 als er erfuhr1 da er sein ,leben lang ,prosa gesprochen htte4 99 99 99 99 99 ,augenblicklich gibt es nur einen ,feind des europischen ,friedens3 ,england4 ,mit ihm ist nicht zu paktieren2 darum mu es isoliert werden4 99 99 99 99 99 ,eine der schnsten und symptomatischesten russischen ,sitten ist die ,anrede beim ,vornamen4 ,eine ganze ,welt von ,zopfigkeit liegt in unserem ,herr1 ,frulein1 gndige ,frau4 99 99 99 99 99 ,der ,russe hat mehr die ,liebe zum ,leben1 wie es ist1 der ,deutsche 7auch ,ibsen1 der ja aber deutsch7 mehr die zum ,leben1 wie es sein sollte1 knnte1 mte4 ,der ganze russische ,idealismus liegt in dieser ergreifenden ,versenkung ins ,nchste1 der ganze deutsche in diesem unausrottbaren ,trachten ber den ',tag' und sein ,leben hinaus4 ,ich mchte sagen1 der ,drang ist hier wie dort derselbe1 nur die ,richtung ist verschieden4 99 99 99 99 99 ,das macht den ,deutschen von heute so unbeliebt3 ,er beruft sich bei jeder ,gelegenheit auf seine ',geistesheroen'1 die doch fast immer nur im ,gegensatz zu ihm gelebt haben1 und ist dabei genau so auf seinen ,vorteil bedacht wie der ,nachbar4 99 99 99 99 99 ,wir ,deutsche haben nicht nur rmisches ,recht1 noch viel mehr rmischen ,geist im ,leibe4 ,das ,haupthindernis fr uns1 unsere ',seele' zu entdecken1 ist1 da wir immer noch zu sehr darauf achten1 da alles1 was wir von uns aussagen1 auch ins ,lateinische bersetzbar sei4 ,die nachwirkende ,macht des rmischen ,imperiums bricht sich an den ,grenzen ,rulands1 der ersten rcksichtslos modernen ,rasse4 99 99 99 99 99 ,die sozialistische ,lehre -- das ,brot der ,armen4 99 99 99 99 99 ,im ,staat der ,sozialisten wird einer auf den andern aufpassen4 ,und ,faulenzer werden nicht geduldet1 dulden sich selber nicht4 ,wer aber will vorher wissen1 wer ein ,faulenzer und wer ein -- ,schwangerer ist8 ,man wrde den ,schwangeren samt dem ,faulenzer verurteilen und damit das ,beste der ,erde3 das stille1 langsame ,reifen neuer ,gedanken4 #aijf ,ich habe eine furchtbare ,vision3 ,wenn die ,sozialisten zur ,herrschaft gekommen sein werden1 dann fngt das ,blut berhaupt erst an1 zu flieen4 99 99 99 99 99 ,eure ,todesstrafe1 noch mehr ,euer ,kriegfhren1 ,ihr ,menschen1 ist nicht mehr und nicht weniger als -- ,selbstmord4 ,ein ,volk wrde ein anderes ,bild bieten1 wenn es wirklich ein ,volk1 eine einzige groe ,familie wre4 ,in einer ,familie fhlt sich jedes ,mitglied fr das andere verantwortlich4 ,alle fr jeden1 jeder fr alle4 ,statt dessen lebt man in unsern groen ,vlkerfamilien nach dem geheimen ,grundsatz3 ,jeder fr sich3 ,alle fr mich4 ,was kmmert den ,brger auf seinem ,wege zum ,reichtum der ,mitbrger auf seinem ,wege der ,armut8 ,nichts4 ,aber sofort erinnert er sich dieses ,mitbrgers1 wenn seine ,ruhe und sein ,besitz bedroht werden4 ,dann ruft er ihn auf 'zum gemeinsamen ,vorgehen gegen den gemeinsamen ,feind'4 ,dann zieht er pltzlich den ,bruder1 den ,blutsverwandten1 den armen ,verwandten aus seinem ,dunkel hervor4 ,und seine pltzliche ,begeisterung wirkt ansteckend1 -- mein ,gott1 gewi1 zwar1 freilich1 allerdings1 indessen1 gleichwohl1 -- kurz1 man ist kein ,unmensch4 ,vergessen wir das ,vergangene6 ,auf in den frhlichen ,krieg6 ,schulter an ,schulter6 ,ein ,volk1 ,ein ,herz1 ,ein ,schwert 444 99 99 99 99 99 ,im ,himmel1 knnte man sagen1 wird es wenigstens keine ,briefe mehr geben4 ,man wird zwar seine smtlichen ,brieftrger dort wiederfinden -- denn der ,brieftrger kommt eo ipso in den ,himmel -- aber sie werden alle selige ,engel und auer ,dienst sein und nicht mehr das unberechenbare ,schicksal deiner ,tage und ,nchte4 #aijg ,alles ,jdische ist vorwiegend destruktiv4 ,jesus1 der grte ,jude1 ist auch der grte ,destruktor der ',welt'4 ,spinoza ist nichts andres und wird darum auch von dem jngsten jdischen ,destruktor ,mauthner in seiner ,eigenschaft als ,antiteleologe ber alle andern ,denker erhoben4 ,mit ,mauthner selbst kommt vielleicht die tollste ,zerstrung in ,gang1 die die ,geschichte des ,geistes bisher erlebt hat4 ,man halte wider diese dmonischen ,revolutionre den ,moralkritiker ,nietzsche und man hat den ganzen ,gegensatz zweier wie ,feuer und ,wasser verschiedener ,welten4 ,in ,nietzsche ist alles ein ,schaffen1 ,bauen1 ,konstruieren1 ,befehlen1 ,bestimmen2 der ,zweck heiligt ihm alle ,mittel1 er lebt und stirbt fr selbstgeschaffene1 irdische1 hiesige ,ideale4 ,er will das ,furchtbare der menschlichen ,existenz durch den ,willen adeln1 formen1 berwinden4 ,alles in ihm ist ,zuchtgedanke4 ,die ,juden sind die ,opponenten der ,schaffenden1 ihre ,korrektoren1 ihre bsen ,gewissen4 ,es ist wundervoll1 in dieses wahrhaft weltgeschichtliche ,dissonieren hineinzuhorchen4 ,eine interessante ,mischung von beiden ist der ,mystiker1 ist fr mich vor allem ,meister ,ekkehart4 ,spinoza war so nahe an der ,mystik1 wie nur ein jdischer ,denker sein kann1 aber er betrat ihr ,reich nicht4 ,er war zu klug dazu1 oder1 anders ausgedrckt3 die ,leidenschaft des ,schaffenden war nicht so sehr in ihm1 wie die ,leidenschaft des ,erkennenwollenden4 ,daher auch seine ,heiterkeit4 ,willenspassion und ,heiterkeit vertragen sich nur sehr zeitweilig1 das wute auch ,schopenhauer4 ,spinoza sah wie ,christus ber die ',welt' hinweg4 ,den ,germanen aber ist diese ',welt' doch zu sehr selbst ,gegenstand1 ,kunstmaterial1 ,entwickelungsstoff1 sie wollen nicht so sehr ber die ,welt hinaus1 als in sie hinein4 ,goethe nahm sich von ,spinoza die ,freiheit1 das gute ,gewissen4 ,spinoza mute ihm eine ,brgschaft mehr sein1 da dieser verhate ,wahn von einem auerweltlichen ,gott eben nur ein ,wahn sei4 ,und nun mit dieser bestrkten ,souvernitt in sich ging er hin und wirkte sein ,leben mit jedem ,atemzuge in das ,leben hinein1 das er um sich vorfand1 befruchtete sich aus ihm und es mit sich und wurde so 'in der ,beschrnkung' der ',meister'1 als den wir ihn immer wieder erleben4 99 99 99 99 99 ,alles ffentliche ,leben ist wenig mehr als ein ,schauspiel1 das der ,geist von vorgestern gibt1 mit dem ,anspruch1 der ,geist von heute zu sein4 99 99 99 99 99 ,for the happy fews -- sollte das doch aller ,weisheit ,schluwort zur ffentlichkeit sein8 99 99 99 99 99 ,fr mich begehre ich nicht viel1 wenn ich aber ,talente sehe1 die ein groes ,volk in seiner ,unwissenheit1 ,gleichgltigkeit und ,kleinlichkeit verkmmern lt1 dann steigt mir der ,zorn auf4 99 99 99 99 99 ,ich kann an ,polen nicht ohne ein tiefes ,unbehagen1 ja nicht ohne ,grauen denken4 ,ich mchte lieber selbst ein ,pole sein1 um glhend an der inneren ,wiedergeburt dieses ,volkes mitzuarbeiten1 als so von auen dem ,schauspiel seiner ,schmach und ,schwche beiwohnen zu mssen4 99 99 99 99 99 ,am ,vollblut sprst du sofort1 was ,adel ist1 beim ,menschen wirst du's nicht gelten lassen4 ,wohin kme ein stiller ,beobachter1 wenn er die gegenwrtigen deutschen ,zustnde an einigen groen ,gedanken ,paul de ,lagardes messen1 nein1 nicht nur sie messen3 wenn er sich unwillig von allem gegenwrtigen ,leben zurckziehen wollte1 weil es ihrem erhabenen ,ernste so gar nicht entspricht8 ,dahin1 wo er am wenigsten verharren mchte3 ins ,land der ,verbitterung1 der ,lebensfeindlichkeit1 der ,verneinung4 -- ,aber eine bestndige ,trauer1 wenn er bedenkt1 welche ,wege die ,entwickelung htte einschlagen knnen und welche sie eingeschlagen hat1 wird ihn nicht verlassen1 und sie und ihre geheime ,wirkung wird der ,tribut sein1 mit dem sich der ,geist eines ,gesetzgebers wird bescheiden mssen1 den die ,deutschen nicht verdient haben4 99 99 99 99 99 ,organisation ist das groe ,wort1 dem die ,zukunft gehrt4 99 99 99 99 99 ,darf einem die ,organisation der rmischen ,kirche keine ,bewunderung einflen -- als eine der wenigen groen ,machtgebilde auf ,erden1 die dauern8 99 99 99 99 99 ,in der ,gesellschaft luft alles darauf hinaus1 da einer vor dem andern den ,hut abnimmt4 ',ich nehme den ,hut vor dir ab1 damit du den ,hut vor mir abnimmst4' ,ein stillschweigendes bereinkommen1 das den1 der klug und 'liebenswrdig' in seinem ,sinne handelt1 in der 'allgemeinen ,achtung' auerordentliche ,grade erreichen lt4 99 99 99 99 99 ,du erklrst1 du fhlst nicht sozial1 du verachtest deine ,mitmenschen fast mehr als da du sie liebst4 ,gut4 ,ich verlange weder soziales ,gefhl von dir1 noch ,verehrung des ',nchsten'4 ,aber wenn du neben dir einen ,hund verhungern siehst1 so wirst du ihm von deinem ,essen mitteilen1 das versteht sich von selbst4 ,nun1 ich verlange nur1 da du mit einem ,mitmenschen fhlst wie mit einem ,hunde1 nmlich3 ,im ,fall der uersten ,not3 solidarisch4 99 99 99 99 99 ,in ,new ,york haben sich die ,kellner ein ,klubhaus gebaut4 ,man sollte sie auch bei uns dazu ermuntern und ihnen von jetzt ab kein ,trinkgeld mehr 7welch berlebte ,bezeichnung71 sondern nur noch ,klubgeld geben4 99 99 99 99 99 ,ein durch und durch kultivierter ,kellner ist ein ,kunstwerk1 das nicht nur in ,wien seine ,lobredner haben sollte4 ,er hat etwas von einem ,philosophen1 von einem ,arzt1 einem ,soldaten4 ,ganz anders1 wie der ,friseur etwa1 der den ,komdianten nie ganz los wird1 oder die ,kellnerin1 die doch eben immer ein ,weib bleibt1 das heit ein ,geschpf1 von dem vollkommene ,sachlichkeit weder verlangt werden darf noch will4 ,in der groen ,universitt der tglichen ,angelegenheiten1 an der ich mir1 als an einem ,parallelinstitut der ehrwrdigen ,alma ,mater1 das halbe moderne ,leben neu erzogen denke1 sollte der ,lehrstuhl fr die ,wissenschaft von den ,pflichten und ,rechten des ,kellners besonders sorgfltig besetzt werden4 ,wann brigens wird diese ,universitt1 nach der unser ganzes ,leben von heute ruft1 und zu der bereits unzhlige ,anstze vorhanden sind1 ins ,leben treten8 99 99 99 99 99 ,es ist ganz gewi1 da die ,menschen erst anfangen werden1 im ,geist zu leben4 ,hat erst die demokratische ,bewegung das ,ihre getan und neue ,intelligenzen und ,energien heraufgebracht1 so wird es nicht bei der ,langweiligkeit und ,mittelmigkeit der heutigen ,geschfte bleiben4 ,die ,phantasie wird ihr groes ,zeitalter antreten1 ,organisationen werden entstehen1 an die heut nur die ,reichsten auch nur zu denken wagen1 und werden sich halten3 weil die ,lust des ,gehorchens um wichtiger ,ziele willen dann strker geworden sein wird1 als die ,lust1 die heute regiert1 die ,lust zur grtmglichen ,behaglichkeit1 im sozialistischen1 wie im bourgeoisen ,sinne4 ,weil man dann wieder jene hhere ,art des ,genieens1 des ,lebensgenusses verstehen wird1 die unter ,napoleon zuletzt halb ,europa erfllte1 und in deren ,bann unzhliges ,volk allen ,schlages und ,ranges wieder einmal bewies1 da es noch ein ganz anderes ,glck bedeuten kann1 mit einem 'vive l'empereur' auf den ,lippen zu sterben1 als mit einem 'ni ,dieu ni ,maitre' zu leben4 99 99 99 99 99 ,manche ,leute mssen ber ihre ,dummheit durchaus ffentlich quittieren4 99 99 99 99 99 ,einen ,krieg beginnen1 heit nichts weiter1 als einen ,knoten zerhauen1 statt ihn auflsen4 99 99 99 99 99 ,man kann ein halbes ,leben lang den ,krieg verwerfen -- bis man eines ,tages erkennt3 nein1 der ,krieg gehrt vielleicht noch immer unter die tragischen ,selbstzuchtmittel der ,menschheit4 ,und furchtbarer als der ,krieg bleibt1 da selbst dieses schreckliche ,mittel dem ,menschen nicht mehr ntzt1 als es geschieht2 da es ihn wohl tchtig erhalten mag1 im gegebenen ,augenblick in den ,tod zu gehen1 aber da es ihn nicht tchtiger dazu macht1 in sich zu gehen und damit in den ,tod seines bisherigen ,lebens4 99 99 99 99 99 ,lehrer-,komdie3 ,die ,armut der ,lehrer1 whrend die ,staaten ,unsummen fr die ,wehrmacht hinauswerfen4 ,da sie nur ,lehrer fr #fjj ,mark sich leisten knnen1 bleiben die ,vlker so dumm1 da sie sich ,kriege fr #fj ,milliarden leisten mssen4 #aijh ,alles ,entscheidende kommt heute von ,europa4 ,sogar die ,entscheidung1 inwieweit ,asien entscheidend war4 99 99 99 99 99 ,deutschland1 der groe ,lyriker unter den ,vlkern4 99 99 99 99 99 ,jede ernsthafte ',bewegung' ist tchtig1 aber ,tchtigkeit ist vielleicht das drittletzte1 nicht das letzte ,wort der ,welt4 99 99 99 99 99 ,ein gewandter ,dieb ist ein -- teures ,kunstwerk4 99 99 99 99 99 ,wer den ,menschen mehr denn billig als ,einzelperson nimmt1 wird nur zu oft an ihm und mit ihm scheitern4 ,der ,mensch ist nicht nur ,einzelpersnlichkeit1 sondern zugleich ,volkszelle1 wie die ,volkspersnlichkeit zugleich wohl wieder in einer hheren ,einheit aufgeht1 usf4 99 99 99 99 99 ,der moderne ,jude -- als ,denker -- wird selten glauben1 das heit ahnend ergreifen knnen4 ,aller ,gottesgedanke knnte nmlich1 so frchtet er1 doch am ,ende nur die feinste ,blte einer groen -- ,dummheit sein4 ,sich dem ,hineinfall auf eine ,dummheit aber auch nur auszusetzen1 dnkt seiner mitrauisch gewordenen ,seele unertrglich4 ,er hat1 wie ,peer ,gynt1 nicht den ,mut durch das ,anonyme hindurch zu strmen1 er ist eben berall kein ,krieger1 er mchte gern um es herum4 ,aber man mu mitten in den ,nebel hinein1 das ist es4 ,und3 ,gott lt sich 7so wenig wie ,goethe7 -- ,brillen gefallen4 ,und3 ohne ein gewisses ,ma von ,blindheit ward noch nie ein ,seher4 #aiji ,damit1 da der ,jude sich immer geistig berlegen dnkt1 kommt er nie zu berlegener ,geistigkeit4 99 99 99 99 99 ,ich glaube nicht1 da ein andrer ,mensch meiner ,zeit so am ,juden gelitten hat wie ich1 und zugleich so viel von ihm hlt4 ,dies mag mir ein ,recht geben1 an sein ,problem zu rhren4 99 99 99 99 99 ,oh1 wenn erst die ,leidenschaft fr den ,planeten als solche uns ergriffen haben wird1 der groe amor nostro1 dann wird es auch keine ,kriege mehr geben1 dann werden ungleich gewaltigere ,unternehmungen diese armseligen ,kraftproben einer noch dunklen ,periode berflssig machen6 ,denn freilich3 das bittere ,zuchtmittel des ,krieges durch philanthropische ,mahnungen nur einfach abschaffen zu wollen1 geht nicht an4 ,zuerst mu der ,geist der ,vlker den neuen ,aufgaben1 den neuen1 hheren ,ambitionen gewachsen sein1 zuerst mu ihn der ,furor jener neuen ,anstrengungen1 ,wagnisse und ,opfer anfallen1 ehe er den alten furor bellicus entlassen darf1 ehe er von sich sagen darf3 ich habe den ,krieg wahrhaft -- berwunden4 99 99 99 99 99 ,napoleon war ein ,naturereignis4 ,ihn einen groen ,schlchter schmhen heit nichts anderes1 als ein ,erdbeben groben ,unfug schelten oder ein ,gewitter ffentliche ,ruhestrung4 99 99 99 99 99 ,an ,napoleon mu man im ,gebirge denken1 den ,blick auf einen ,teil der ,erdkarte gerichtet1 ein ,panorama vor sich mit ,bergen1 ,tlern1 ,drfern und ,stdten4 ,und dann sich vorstellen1 wie dieser eine kleine ,korporal in die ,breite solchen ,lebens mit seiner einen kleinen ,faust gegriffen1 wie er1 gleich dem ,monde das ,meer1 all dies schwerfllige1 schwerflssige ,leben bermchtig zu sich emporzwang1 so da es auf eine ,weile in ihm seinen natrlichen ,mittel- und bernatrlichen ,hhepunkt fand4 99 99 99 99 99 ,ich sehe auf ,reisen fast alle meine ,bekannten wieder4 ,denn es gibt nur etwa #ajj ,typen in dem ,milieu1 in dem ich aufgewachsen1 und sie sind immer und berall4 ,und oftmals rede ich einen ,menschen an1 aber es ist nur der mir vertraute ,typus1 nicht das bekannte ,individuum selber4 99 99 99 99 99 ,so eine ,wirtin hat immer die ganze ,menschenkarte vor sich1 vom jngsten ,backhuhn beiderlei ,geschlechts bis zum ernsthaftesten ,filet-,beefsteak4 99 99 99 99 99 ,die 'bessere' ,gesellschaft ist die eigentlich und im tiefsten ,sinne unwissende und ungebildete4 99 99 99 99 99 ,nicht da ein ,frst in allen ,stcken der ,seinen ,herzog sein mchte1 ist der ,schade1 sondern wenn er es seinem ganzen ,vermgen nach nicht sein kann1 nicht ist4 ,nicht nur einmal -- zehnmal ,absolutismus -- und nicht ,parlamentarismus1 wenn ein wirklicher ,herr und ,herrscher in ,frage kommt4 99 99 99 99 99 ,eine ,zeit des ,geistes wird von selbst zur ,monarchie zurckkehren4 ,lat erst einmal ,einen ,geist ber die ,vlker kommen1 und sie werden nicht mehr begehren1 als sich in ihren geborenen ,fhrern auch sichtbarlich zu gipfeln4 #aiaj ,der ,deutsche ist imstande1 um eines ,hiatus willen eine ,wahrheit nicht zu sagen oder sie minder schlagend zu sagen4 99 99 99 99 99 ,wir ,deutsche leiden alle an der ,hypochondrie der ',verpflichtungen'4 ,sie macht unsere ,strke und unsere ,schwche4 99 99 99 99 99 ,die ,zeitung ist das ,hauptspielzeug des europischen ,negers4 ,um die ,zeitung verkauft er dem schlauen ,hndler ,ahriman mindestens das eine ,horn seiner ,weisheit4 99 99 99 99 99 ,jede ,zeit schweigt zunchst das ,grte tot1 das in ihrem ,schoe ruht2 geht dies nicht lnger an1 so verleumdet sie es1 verzerrt es und sucht es auf alle ,weise zu vernichten4 99 99 99 99 99 ,was das ,fazit der europischen ,rstungen sein wird8 ,der mglichst vollkommene dluge aprs nous4 #aiaa ,man mag in den ,rstungen eins nicht bersehen3 ,das ,zchtungsmoment4 ,ist der ,mensch zur ,kultur noch nicht reif1 so wird er hier wenigstens noch auf eine ,spanne durchs ,feuer der ,disziplin geschickt4 ,preuens ,mission z4,b4 ist gewilich nicht nur die der ,geschichtsbcher4 ,wer einmal ein echter ,preue gewesen1 der -- knnte jemand zu sagen versucht sein -- wird so leicht nicht wieder verlottern1 post mortem prussianam suam 7in seinem spteren ,erdenleben74 99 99 99 99 99 ,wenn jemand gegen etwas vorgeht1 so geht er nicht gegen das ganze ,etwas vor3 denn das sieht er dann gar nicht mehr4 ,sondern er sieht dann nur noch das 'rote ,tuch' in dem ,etwas4 ,nie wird gegen 'etwas' vorgegangen1 immer nur gegen rotes ,tuch4 ,und wenn zwei ,vlker gegen einander ziehen1 so strzt ein jedes blo gegen rotes ,tuch3 denn wie knnte ein ,volk wider ein andres ,volk sein1 wenn nicht die ,helden vom roten ,tuch wren1 wenn nicht unaufhrlich von hben und drben auf rotes ,tuch aufmerksam gemacht wrde1 so da die ,vlker1 die armen ,stiere1 zuletzt wild werden und einander anrennen4 #aiab ,man wirft dem ,schriftsteller wieder einmal vor1 da er sich zu wenig mit ,politik beschftige4 ,er soll ,partei nehmen2 und wer da nicht 'whlt'1 wird leicht ,verrter gescholten4 ,aber wie8 ,whlt er wirklich nicht1 ergreift er wirklich keine ,partei8 ,bilden die ,stillen im ,lande keine ,partei1 und ist es ihre ,schuld1 da die hchsten ,geister1 die sie als ,fhrer verehren und whlen1 im ,land- und ,reichstage sich nicht einordnen lassen1 weil sie im ,parlament der ,menschheit sitzen8 99 99 99 99 99 ,man kann an ,vlkern und ,vaterlndern auf mancherlei ,weise bauen1 es gibt nicht blo die ,schpf- und ,schpferkelle der ,wahlurne4 99 99 99 99 99 ,an der ,vergeistigung1 an der ,verchristlichung seines ,vaterlandes arbeiten1 das heit es lieben1 das allein heit mehr und anderes1 als seinen unaufhaltsamen -- ,verfall wollen und mitbewirken4 99 99 99 99 99 ,man dient seinem ,volke auf mancherlei ,weise und nicht am schlechtesten1 indem man seinem politischen ,leben in toto widerspricht4 ,das will nicht sagen1 man glaubt1 es knne anders sein1 ja nicht einmal immer3 es soll anders sein1 als es ist4 ,geschichtliche ,entwickelungen mssen ihren ,gang gehen und ihre ,zeit haben1 und wer es da z4,b4 fr sonderlich wahrscheinlich hlt1 soviel ,kriegsmaterial zu ,land1 ,luft und ,wasser1 wie gegenwrtig des ,losbruches harrt1 knne dem ,versucher eines ,tages in den ,hals zurckgeworfen werden1 der ahnt weder1 wie die ,linke noch wie die ,rechte ,gottes arbeitet4 ,er wird mit seinem frommen ,wunsch ebenso eine ,ohnmacht sein1 wie der wandellose ,wunsch und ,glaube des ,frommen1 da die ,menschheit eine ,gemeinde des ,christus werde1 eine ,macht ist1 die zwar bekmpft1 aber nie gebrochen werden kann und die im himmlischen ,jerusalem1 wie es der ,apokalyptiker nennt1 das ,endziel ihrer ,polis wei4 ,nicht also um fromme ,wnsche handelt es sich1 wenn einer auf seinen ,wahlzettel des groen ,meisters ,namen schreibt4 ,sondern um ,zeugnisablegung inmitten einer ,welt in gewissem ,sinne der ,welt sich ,entfremdenden1 ,welt-,fremder4 99 99 99 99 99 ,eine ,artisten-,elegantine und ein aristokratischer ,sptling ereiferten sich unter anderem ber die ',extravaganzen' der ,heilsarmee4 ,sie hatten noch immer nicht begriffen1 da mit ,fug nur verurteilen darf1 wer selbst etwas zu schaffen vermag und gewillt ist1 und da es unter ,umstnden mehr bedeuten kann1 der 'dumme ,august' in der ,manege als der ,baron in der ,loge zu sein4 99 99 99 99 99 ,unsere ,dienstboten sind nicht ,seelen1 mit denen wir uns vorbergehend vereinigen1 um es bequemer zu haben1 sondern solche1 denen wir1 wenn irgend mglich1 noch mehr und besser dienen sollen1 als sie uns4 ,nicht umsonst und ohne ,sinn mu die eine ,seele noch uerlich dienen1 whrend die andere schon mehr innerlich dienen kann und darf4 ,sie mu noch grobe ,arbeit verrichten und hat noch wenig ,einsicht in den ,sinn der ,verschiedenheit aller ,lebensverhltnisse2 wir aber sind zu ,feinarbeit -- auch an ihnen -- verpflichtet1 wir wissen schon mehr vom ,sinn des ,lebens und mssen sie darum mit soviel ,weisheit und ,liebe behandeln1 wie uns nur immer mglich ist4 ,auf sichtbare ,erfolge mssen wir dabei ebenso verzichten lernen1 wie wir uns davor zu hten haben1 sie unseren ,erziehungswillen allzusehr merken oder gar spren zu lassen4 ,wenn wir nur nie die ,achtung vor der unsterblichen ,individualitt1 die in ihnen verborgen1 verlieren und nie die ,liebe zu ihnen als ewigen ,geschwisterwesen1 wird vieles ,mgliche an ihnen vermieden und getan sein4 ,,kritik ,,der ,,zeit #ahif ,das einzige1 was uns in die ,zukunft hineinhelfen mag1 sind einzelne glckliche ,geburten2 ein tragischer ,trost fr einen allgemeinen ,miwachs4 #aijd ,lustspielfigur4 ,letzte ,menschen 7,erfllung des historischen ,zeitalters74 ,professor1 der eine ,geschichte des ,wrtchens 'und' schreibt4 ,der ,historiker des ,wrtchens 'und'4 #aije ,mu nicht der ,tod etwas sein1 ohne das der ,mensch nicht leben mchte8 ,ohne das er es nicht aushielte zu leben8 ,nein1 ich will nicht unwillig sterben1 ich will freudig und dankbar sterben1 dankbar fr die ,mglichkeit1 mich denen anreihen zu drfen1 welche als ,opfer gefallen sind1 um mit ihnen und fr sie gegen die ,lebendigen zu protestieren1 welche die ,erde zu einem schlechteren und unanstndigeren ,aufenthalt machen als das ,grab4 #aijf ,der ,tag ist abgegriffen1 lat uns in den ,morgen zurcksteigen4 99 99 99 99 99 ,welcher ,mensch kann das ,groe und ,echte lieben1 ohne das ,kleine und ,unechte zu hassen8 ,antwort3 ,der 'moderne' ,mensch4 99 99 99 99 99 ,das ,resignieren der heutigen ,menschen ist bereits eine ,gewohnheit geworden wie ,essen1 ,trinken und ,schlafen2 und deshalb ist es so gemein4 ,was fr ein trges1 ungeistiges ,tier ist doch noch der ,mensch und wie sehr bedarf es groer und grter ,schrecken und ,trbsale1 damit er nicht immer wieder in ,schlaf versinke6 99 99 99 99 99 ,man knnte ,kulturperioden von ungeheurer ,gre trumen3 ,aber1 so wie die ,masse der ,menschen bewillt und begabt ist1 wird sie zur ,weisheit wohl erst durch ,mdigkeit kommen1 erst dann1 wenn es sich der ,weisheit nicht mehr verlohnt4 ,oder sollte sie jemals 7wieder7 einsehen1 da ,gre nicht so nebenbei im ,weiterabwickeln tglicher ,geschfte und ,notdrfte erreicht werden kann8 ,frage doch herum1 wer sich heut noch fr solche ,riesenorganisationen1 bei deren ,herauffhrung ganze ,generationen keine ,rolle spielen drften1 erwrmen mchte8 ,der eine wird dich verstndnislos anblicken1 der andere seine ,geschfte1 den tglichen ,zwang seines ,lebens vorschtzen1 der dritte wird gerade verliebt sein1 der vierte ist ,knstler und hat keine ,zeit1 der sechste glaubt nicht an deinen ,traum1 der siebente sagt3 er interessiere sich lediglich fr sich selbst und seine eigene ,vervollkommenung1 in ihm knne ,gott allein verwirklicht werden1 es gbe kein ,ziel fr 'die ,menschheit'1 nur sein ,ziel und darum sei er fr keine ,utopie1 als welche den ,menschen nur von sich und seiner innersten eigentlichsten ,aufgabe1 sich in sich selbst zu vollenden1 weglocken knne4 ,und dieser siebente hat vielleicht ,recht4 ,jedenfalls solange ,recht1 bis ihm ein hheres ,recht1 das heit eine hhere ,macht das ,heft aus der ,hand nimmt4 ,nmlich der ,despot1 der zugleich ,genie1 das ,genie1 das zugleich ,despot ist4 ,der ,knig ,platons4 ,der einzige ,baumeister1 den es noch geben kann4 ,wo ist er8 ,wo kann er kommen8 ,der letzte ,ort1 wo er noch mglich gewesen wre1 war ,ruland4 ,aber mit der ,unfhigkeit der dort ,regierenden hat der ,mensch eine seiner auerordentlichsten ,mglichkeiten verloren4 ,denn freiwillig wird kein ,volk mehr zur ,kastenbildung zurckkehren2 dafr ist es das ,ungetm mit ,millionen ,kpfen1 das nur ,sinn fr sich und seine nahen ,interessen1 das keinen ,ehrgeiz und keine ,schpfersehnsucht hat4 ,das ,wirtschaftliche tritt mit ihm in sein ,recht4 ,das ,ideal eines bequemen ,erdenlebens anstelle jeder ,ambition1 etwas ,hheres aus ihm zu machen1 aus ihm1 das als solches doch nur ,stoff ist1 ,material1 aber kein ,ziel4 ,der ,mensch sinkt damit auf die ,stufe der ,tierheit zurck1 whrend er sich zum ,brger eines irdischen ,himmelreichs zu erheben glaubt4 ,das ,volk will endlich nur noch sich selbst allein4 ,eine ,herde1 kein ,hirt4 ,damit dankt der ,mensch als ,schpfer ab4 ,der ,geist wird ber diese endlose ,horde noch ein letztes ,abendrot ergieen1 dann wird auch er dumpf und verstrt die ,hhlen der ,einzelseele aufsuchen und eine ,gemeinde von ,mystikern und ,sektierern erwecken4 ,eine ,anzahl wunderbarer ,individuen werden dann vielleicht noch ber die ,erde wandeln3 ,die groen ,verzichter und ,durchschauer des ,traumes ,mensch1 einsame ,halbgtter1 inmitten des ,fiaskos des ,versuchs der ,erde1 im ,menschen zum ,kunstwerk zu werden4 ,ja1 vielleicht werden diese ,menschen1 die wie riesenhafte ,heilige dann das ,fazit aller irdischen ,historie in sich tragen1 die grten und erschtterndsten ,menschen sein1 die je gelebt haben4 ,aber kein ,tempel ist um sie -- auf unendlichen ,trmmern schlagen sie ihre ,harfen der auch sie einst verschlingenden ,nacht entgegen4 #aijg ,ich glaube1 wir haben alle als ,erbe unserer ,zeit eine schlimme ,laxheit mitbekommen4 ,das ,verstndnis fr unerbittliche ,forderungen ist mehr und minder gesunken4 ,beweist das nicht1 da der ,mensch die ,vorstellung eines gerechten ,gerichts nach dem ,tode 7vollstrecke sich das nun selbst mit ,naturnotwendigkeit oder werde es vollstreckt7 -- braucht8 ,braucht -- und sei es nur3 um nicht unter seiner eigenen ,mglichkeit zu bleiben8 ,wird man wirklich seine ,persnlichkeit mit solcher ,inbrunst ausbilden1 wenn man sie nicht -- fr eine unbekannte ,zukunft ausbilden zu mssen meint8 ,was sind alle ,appelle der ,erde gegen jenen einen schauerlichen ,appell der ,ewigkeit8 ,also ,furcht1 wird mancher sagen4 ,nun ja1 auch das4 ,wie wre ,groes entstanden1 ohne dies ,ingrediens8 ,und wre es etwas ,schimpfliches1 sich vor dem ,frchterlichen -- und ist das ,geheimnis der ,welt1 des ,lebens nicht frchterlich8 -- zu frchten8 ,man fhrt heute die ',entstehung der ,religion' 7welch ein ,ausdruck67 vielfach auf ,furcht zurck4 ,nun1 ihr armseligen ,psychologen3 nicht diese ,furcht war das ,trbselige1 sondern euer ,mangel an ,furcht ist es1 euer ,mangel an ,gefhl1 ,phantasie1 berlegenheit4 ,jawohl1 berlegenheit4 ,ich kenne nichts ,untergeordneteres als den ,menschen1 dem ,wissenschaft irgend etwas erklrt4 ,der ,wissenschaft nicht blo als eine gewaltige und fruchtbare bung des ,menschengeistes betrachtet1 nein3 als etwas1 das ihm wirkliche ,wesensaufschlsse ber ,welt und ,leben gibt4 ,denn dies etwa1 da alles nach denselben gleichen ,gesetzen vor sich gehe1 ist doch kein ,wesensaufschlu6 ,oder den ,bau des ,menschen etwa bis auf seinen letzten ,zellenbaustein beschrieben haben1 ist doch noch kein ,wesensaufschlu6 ,das ist ,handwerkerei1 eine ,sache mit goldenem ,boden1 ganz gewi2 aber ,joseph war ,tischler1 nicht ,jesus4 ,was wei ,joseph1 der ,handwerker1 vom ,geist und ,wesen der ,dinge8 99 99 99 99 99 ',geist' ist heute ,marktware1 wer redet noch davon8 ,ein wirklich eigener ,gedanke aber ist immer noch so selten wie ein ,goldstck im ,rinnstein4 #aijh ,wir mssen aus der wissenschaftlichen ,idylle endlich wieder ins ,groe kommen4 ,wieder ,atem holen lernen1 das ist es4 ,das ,netz1 das die ',geschichte'1 die ',weltgeschichte' ber uns geworfen1 als ,netz erkennen und seine ,maschen so weit machen1 da wir jeden ,augenblick frei sein knnen1 den wir frei sein wollen4 99 99 99 99 99 ,machen wir uns doch von der ,tyrannei der ,geschichte frei4 ,ich sage nicht3 von der ,geschichte1 ich sage3 von der ,tyrannei der ,geschichte4 99 99 99 99 99 ,die ,zrtlichkeit1 womit sich der moderne ,mensch behandelt1 ist erstaunlich4 ,was alles ist nicht 'fr sein ,innenleben wichtig'6 ,man liegt heute auf den ,knien vor diesem seinem ',innenleben'4 ,aber es ist nur eine andre ,art ,mops oder ,affenpintscher1 wofr nun die ganze ,welt als ,kichen und ,zuckerchen gerade gut genug ist4 99 99 99 99 99 ,unsere ,zeit1 welche die interessanten ',aberglauben' frherer ,zeitalter selbstbewut entwertet1 ist selbst nur weniger interessant1 keineswegs weniger aberglubisch1 und wird einst ungleich anderer ,nachsicht der ,betrachtung bedrfen1 wenn sptere ,geschlechter eingesehen haben werden1 da dem ,menschen1 unbeschadet aller begreiflichen und jeweils sogar notwendigen ,vordergrundsoptiken1 als letzte ,hintergrundstimmung doch nur ,eines ziemt3 ,bei ,gott kein ,ding fr unmglich zu halten4 #aiji ,optik6 ,optik6 ,wenn ihr euren ganzen 'heutigen' ,geist nur einmal von oben sehn knntet4 ,eure ,wissenschaft1 eure ,kunst1 euer tgliches ,leben6 ,nicht um dies alles gering schtzen1 o nein1 nichts weniger als gering1 sondern um es richtig schtzen zu lernen4 ,eine ,menschheit1 die zu sich selbst und ihrem ,treiben noch keine wirkliche ,distanz gewonnen hat1 ist unreif1 so erwachsen sie sich auch sonst gebrden mag4 99 99 99 99 99 ,in und trotz aller ,geschftigkeit -- wieviel ,verschlafenheit1 wieviel ,vertrumtheit6 ,das wacht oft ein ganzes ,leben lang nicht auf4 ,rttelst du aber zu unsanft1 so magst du leicht einen ,sto vor die ,brust bekommen1 wie von einem ,schlaftrunkenen1 den man vorzeitig strt4 ,trste dich mit diesem 'vorzeitig'4 ,und wer nicht aufstehen will1 kann es wohl auch noch nicht1 mu wohl noch -- schlafen4 99 99 99 99 99 ,hte dich1 heute zu sterben6 ,sonst wirst du unvermeidlich ,gegenstand einer -- ,trauerfeier4 ,du bist vielleicht dein ganzes ,leben dem feiernden ,volke aus dem ,wege gegangen2 stirbst du zur ,unzeit1 das heit heute1 so hilft dir kein ,todesgott vor dem endlichen ',theater ber ,dir'1 an dem der ,philister sich sttigen mu1 soll er von dir berhaupt etwas haben4 #aiaj ,man kann nicht bescheidener sein als der 'gute ,europer'1 der vor einem ,universum voll ,sternen1 den tadellosen ,zylinderhut seiner ,wissenschaft in der ,hand1 ein ,bild weltmnnischer ,reserve hochachtungsvoll und ergebenst verbleibt4 99 99 99 99 99 ,der moderne ,mensch 'luft' zu leicht 'hei'4 ,ihm fehlt zu sehr das l der ,liebe4 #aiaa ,man mu die ,gegenwart von ihrer ,wissenschaft reden hren1 um zu wissen1 was ein ,parven ist4 99 99 99 99 99 ,es gibt wenig ,groteskeres als diese ,ehe von3 ,ich wei1 da ich nichts bin und ,ich befinde ber alles -- in der ,riesen-,zwerg-,brust des aufgeklrten1 des 'guten' ,europers4 ',ein ,irrtum' wird erwidert4 ',wir befinden ber keine letzten ,dinge1 wir lassen sie einfach auf sich beruhen1 als etwas menschlicher ,erkenntnis nicht ,zugngliches4 ,was ich nicht wei1 macht mich nicht hei6 -- sollte das nicht ein mnnlicher1 ja ein heldischer ,wahlspruch sein8 ,genug1 er ist unser ,wahlspruch1 und er deckt sich mit dem des ,peer ,gynt3 ,jeg er mig selv nok'4 7,ich bin mir selbst genug47 99 99 99 99 99 ,es wre auerordentlich merkwrdig1 da so viele selbst der ,geistigsten weit unter dem ,niveau leben1 das der ,geist auf ,erden schon einmal erreicht und aufgestellt hat1 -- wenn nicht jede ,zeit ihre eigene ,aufgabe htte und die heute verkrperten ,seelen eben durch die ,entwickelung dazu bestimmt wren1 sich gewissen ,erkenntnissen ebenso entschieden zu verschlieen wie andern vorbehaltlos ,tr und ,tor offen zu halten4 99 99 99 99 99 ,es gibt ein ,wort aus der ,stimmung des ,jahrhundertanfangs3 ',man darf jetzt schon wieder -- nun z4,b4 von -- ,gott sprechen4' ',man darf jetzt schon wieder' -- das ,siegel einer 'groen'1 'freien' ,zeit4 99 99 99 99 99 ,fr jeden ,menschen1 sagt ,goethe1 kommt der ,zeitpunkt1 von dem an er wieder 'ruiniert' werden mu4 ,so auch3 fr jede ,kulturperiode4 ,die unsrige hat diesen ,zeitpunkt bereits berschritten4 ,sie kann trotz allem1 was dagegen einzuwenden ist1 in einem gewissen sehr hohen ,sinne nicht mehr ein ausschlieliches ,interesse beanspruchen4 ,das ,hauptaugenmerk richtet sich ber ihren mehr oder minder glnzenden ,abklang hinweg auf den folgenden ,abschnitt1 dessen ,aufbau1 dessen ,aufgaben4 ,ihr bleibt noch vieles zu tun2 freilich aber auch dies3 sich mglichst unmiverstndlich und allseitig ad absurdum zu fhren4 ,,ethisches #ahia ,die ,menschenverachtung ist fr den nachdenkenden ,geist nur die erste ,stufe zur ,menschenliebe4 #ahib ,was uns allen zumeist fehlt1 ist das tiefe1 dauernde ,bewutsein des wirklichen ,elends auf ,erden1 sonst wrden wir ber den ,gefhlen einerseits des ,mitleids1 andrerseits des ,dankes ganz der kleinlichen ,misere des eigenen ,lebens vergessen4 #ahif ,es ist etwas ,frchterliches um einen ,menschen1 der leidet1 ohne ,tragik empfinden zu lassen4 99 99 99 99 99 ,es gibt stillschweigende ,voraussetzungen unter ,menschen von ,geist3 die soll man nicht aussprechen4 ',oberflchlich sein' 7oder scheinen wollen7 'aus ,tiefe'1 das gehrt hierher4 ,eine schwere ,forderung an den ,radikalismus der ,jugend4 99 99 99 99 99 ,und immer wieder komme ich darauf zurck1 da die ,bewertung der geschlechtlichen ,liebe unter uns ,heutigen eine krankhafte ,hhe erreicht hat1 von der wir durchaus wieder heruntersteigen mssen4 99 99 99 99 99 ,es gibt noch eine grere ,liebe als die nach dem ,besitz des geliebten ,gegenstandes sich sehnende3 ,die die geliebte ,seele erlsen wollende4 ,und diese ,liebe ist so gttlich schn1 da es nichts ,schneres auf ,erden gibt4 #aijd ,hinter die ,oberflche der ,menschen sehen1 hinter das ',persnliche'1 das ,leben selbst in ihnen lieben4 99 99 99 99 99 ,nein1 unser ,bestes sind nicht unsere ,werke4 ,das liegt oft in einem ,blick von uns1 in einem ,gedanken1 um dessentwillen wir uns selber lieben mchten und um den doch niemand je wei und erfhrt1 als wir selbst4 99 99 99 99 99 ,glck8 ,sollst du ,glck haben8 ,wnsche ich dir auch nur eine ,spur von ,glck -- wenn sie nicht deinen ,wert erhhte8 ,wert wnsche ich dir4 99 99 99 99 99 ,zum ,thema ,egoismus3 ,wir lieben nur die ,bilder von allem1 als etwas in uns selbst1 nie das andere selbst4 99 99 99 99 99 ,kein ,mensch kann etwas anderes bieten als sein eigenes ,programm1 aber er soll es wenigstens so taktvoll wie mglich vorbringen1 nicht wie ein ,plebejer1 der sich erst zufrieden gibt1 wenn er ein paar andre niedergebrllt hat4 #aije ,so spricht die edle ,rasse3 ,ich tue dies und das1 weil ich es mir schuldig bin4 99 99 99 99 99 ,das ,bild vom ,sndenfall bedeutet eigentlich nichts anderes als die -- moralisch gesehene -- ,sichselbstbewutwerdung des ,tieres4 ,den ,eintritt des ',geistes' in die ,naturgeschichte4 ,was wir aus der ,geschichte des ,geistes lernen knnen1 das ist1 meine ich1 vor allem eine immer tiefere ,bescheidenheit1 uns zu uern4 99 99 99 99 99 ,es gibt keine ,einzelschuld1 es gibt nur ,gesamtschuld4 ,wir mssen uns durchaus gegenwrtig halten1 da die ,bestrafung eines ,verbrechers durch unsere ,behrden nur den ,schein der ,gerechtigkeit fr sich hat1 nicht die ,gerechtigkeit selbst2 denn wie knnte die wahre ,gerechtigkeit sich gegen einen einzelnen wenden1 sie1 die das ganze ,gewebe des ,lebens vor sich ausgebreitet she4 99 99 99 99 99 ,alles mu allem dienen4 ,es gibt im letzten ,sinne keine ,ungerechtigkeit4 99 99 99 99 99 ,wer tief ist1 mu sich schmen1 sich so zu zeigen4 99 99 99 99 99 ,es gibt kein widerwrtigeres ,schauspiel1 als wenn aus einem ,menschen ein ,berufspfaffe wird4 99 99 99 99 99 ,wer die ,grausamkeit der ,natur und der ,menschen einmal erkannt hat1 der bemht sich selbst in kleinen ,dingen1 wie dem ,niedertreten des ,grases1 schonungsvoll zu sein4 99 99 99 99 99 ,es ist leicht mglich1 da die moralischen ,vorstellungen allmhlich eine nicht nur moralische1 sondern direkt dynamische 7magnetische7 ,atmosphre ber der ,erdoberflche geworden sind1 eine ,welt1 die sich in gewissem ,sinne selbst regelt1 selbst ihre ,ausgleiche schafft1 ihre eigene ,gerechtigkeit hat und bt4 ,daher dann jene oft beobachtete ,justiz der ,geschichte1 jene vielen 'gerechten ,vergeltungen'1 jene moralischen ,ausbrche und ,gegenstrme4 99 99 99 99 99 ,es gibt keine unleidlichere ,gewohnheit1 als das sogenannte ,ntigen bei ,tische4 ,dieses ewige ,zureden in einer hchst untergeordneten ,sache1 die jeder mit sich selbst abzumachen hat1 sollte unter ,menschen1 die auf sich halten1 verpnt sein4 99 99 99 99 99 ,auf ,fhr3 ,ich hre ,anreden von ,fremden an ,eingeborene wie die folgenden3 ',sie tragen noch die alte ,tracht2 bleiben ,sie ja dabei2 ich sehe das zu gern2 lassen ,sie auch ,ihre ,kinder in dieser ,tracht gehn6' ,oder3 ',nein1 was ist ,ihre ,tochter fr ein schngewachsenes ,mdchen6 ,sehn ,sie nur1 meine ,herren1 dieses schmale ,gesicht und dabei dieses kleidsame ,mieder 444' ,als ob diese ,halligbewohner1 diese ,nachkmmlinge der alten ,friesen1 ,schaustcke eines ,panoptikums wren2 als ob sie nicht mit ,fug herabsehen knnten auf diese zusammengewrfelte ,gesellschaft halbkranker ,gro- und ,kleinstdter1 die mit all ihrer ',bildung' nicht einmal wissen1 wie ein ,mensch einem ,menschen gegenberzutreten hat4 99 99 99 99 99 ,meine ,liebe sind allein die groen ,unbedingten1 die ,glck oder ,tod bringen1 die sich vor allem bringen mit ihrem ,geschmack1 ihrer ,wertsetzung und ihrem ethischen ,pathos1 die den unbeirrbaren ,sinn fr ,gre besitzen1 eine tiefe unauslschliche ,liebe zu dem1 fr welches sie geboren sind4 ,und mein ,ha3 ,die ,geschmackler1 die ,renaissanceier1 die ',tpfegucker jeder ,stimmung' -- die qualligen stheten1 die stupenden ,magister 44 all dieses unproduktive und anmaende ,volk1 das die ,mode von heute ist1 wo unser innerstes ,leben nach ,stil drstet1 nach ,kultur1 nach ,ernst1 nach ,kraft1 nach ,mnnern1 nach ,willen und noch einmal nach dem ethischen ,pathos eines ,nietzsche1 eines ,dostojewski1 eines ,lagarde1 eines ,tolstoi4 99 99 99 99 99 ,niemand ist zu gut fr diese ,welt4 ,menschen1 von denen dies gesagt wird1 sind vielmehr in irgend einem ,betrachte nicht gut genug4 99 99 99 99 99 ,wehe und wohl dem ,menschen1 der an keine ,ungerechtigkeit mehr glaubt4 99 99 99 99 99 ,die ,mutter der ,tiefe heit3 ,schuld4 #aijf ,tugend -- im gemeinen ,sinne1 nicht als virt -- ist sehr oft nur ein ,hindernis1 tief zu werden1 indem sie vor allzu gewaltsamen ,leiden bewahrt1 weshalb sie fr ,menschen1 fr die kein ,grund vorliegt ein auergewhnliches ,los auf sich zu nehmen1 die edelste ,art bildet1 mit einiger ,schnheit durchs ,leben zu kommen4 99 99 99 99 99 ,ich meine1 es mte einmal ein sehr groer ,schmerz ber die ,menschen kommen1 wenn sie erkennen1 da sie sich nicht geliebt haben1 wie sie sich htten lieben knnen4 99 99 99 99 99 ,als ,dank -- pour un sourire de printemps4 ,als ,dank -- pour un sourire de vie4 99 99 99 99 99 ,wer sich die ,unsumme von ,geduld vergegenwrtigt1 mit der die ,masse der ,menschen ihr tgliches ,arbeitslos trgt1 der wird sie namenlos achten mssen1 diese ',menge'1 trotz alledem und alledem4 ,und wenn wir ,geistigen uns nur zu oft ber sie erheben3 sie kann doch nie brderlich genug geliebt werden4 ,und jedenfalls soll sie bestndig in unseren ,gedanken wohnen1 auch in denen1 die ihr etwa zrnen4 99 99 99 99 99 ,der ,mensch mag tun und leiden1 was es auch sei1 er besitzt immer und unveruerlich die gttliche ,wrde4 99 99 99 99 99 ,man mu ,erdbeben sein und die festen ,stdte der ,menschen immer wieder zu ,falle bringen4 ,man mu ihre ,mauern wandeln machen1 sonst stockt das ,leben in ihnen4 ,aber es kann auch ,zeiten geben1 da man ,urgestein sein mu1 dahinauf sich ein namenlos gengstigtes ,geschlecht retten kann4 ,wo man um der ,liebe willen1 um des nackten ,lebens willen die verwerfen und verleumden mu1 die den ,erdboden zur schwankenden ,welle machten1 die den ,abgrund predigten und die ,schauder der ,ewigkeit4 ,man wird aus ,himmel und ,sternen wieder ein ,bild machen1 man wird die ,spinnweben alter ,mrchen auf offene ,wunden legen mssen und all das bunte ,spielzeug wieder hervorholen1 das die ,kulturen bisher hervorbrachten4 ,der ,brger und nichts als ,brger ist ein trister ,anblick1 aber der aus jeder und gar jeder ,brgerlichkeit hinausgeschreckte ,mensch1 der verfluchte ,brger1 der irre1 friedlose1 von jeder ,gewiheit enterbte1 das personifizierte ,grauen vor dem ,unfabaren1 der aus ,tiefe wahnsinnig werdende ,mensch -- das wre der ,untergang selbst4 ',oberflchlich aus ,tiefe' -- ,lebenswort6 ,auf die ,stirne von ,tempeln6 99 99 99 99 99 ,der ,mensch hat die ,liebe als ,lsung der ,menschheitsfrage einstweilen zurckgestellt und versucht es augenblicklich zunchst mit der ,sachlichkeit4 7,vergleiche z4,b4 die groen rzte unserer ,zeit47 #aijg ,enthusiasmus ist das schnste ,wort der ,erde4 99 99 99 99 99 ,je freier ein ,geist wird1 desto gebundener wird er sich fhlen und nennen4 ,und am ,ende wird er sagen3 ,wer wei sich mit hunderttausend ,stricken gefesselter als ich8 99 99 99 99 99 ,dieses ,verwerfen in ,bausch und ,bogen1 dessen wir uns so oft schuldig machen1 ist schrecklich4 ,so wenn einer von ,rousseaus ,bekenntnissen sagt3 das verlogene ,zeug4 ,ja ja1 verlogen vielleicht hier und dort und am dritten ,ort -- aber auch am vierten und fnften8 -- ,und wir selbst1 die wir so sprechen1 sind es also an keinem8 ,nirgends verlogen1 nirgends angreifbar1 nirgends verwerflich8 99 99 99 99 99 ,es knnen nur einigermaen gleiche ,naturen in ihrem ganzen ,umfang einander erklren und abschtzen4 ,heut aber will jedermann interpretieren1 wenn er nur schreiben gelernt hat4 99 99 99 99 99 ,man soll ber einen wahrhaft groen ,menschen nicht reden4 ,denn worber man bei ihm reden kann1 darauf kommt es nicht an4 ,es kommt allein darauf an1 wie er dir innerhalb und in deinen tiefsten ,stunden erscheint4 ,von diesen unionibus mysticis aber kann man nur -- schweigen oder doch nur in ,momenten groer innerer ,kraft zeugen4 99 99 99 99 99 ,glaube mir1 es gibt nichts ,groes ohne ,einfalt4 ,der ,mensch1 das ,individuum ist ,gottes ,einfalt1 ist einfltig gewordene ,gottheit4 ,in der ,beschrnkung zeigt sich erst der ,meister4 99 99 99 99 99 ,lieber einem zu viel als zu wenig ,ehre geben4 ,ehre sage ich1 nicht ',lob'4 ,tadeln1 ja ganz ablehnen knnen und doch immer noch ehren1 das heit fhlen lassen3 ,mein ,bruder1 was ich auch sagen mu1 so wenig ich eine ,blume in ihren inneren ,organen verletzen mchte1 so wenig mchte ich ,dich -- verletzen6 das ist es4 99 99 99 99 99 ,man soll nie auf irgendwen hinabsehen1 der auf irgendeinem ,wege -- und sei es zehnmal ein wider ,sitte und ,gesetz verstoender -- zur ,freiheit strebt4 99 99 99 99 99 ,wenn ich dies und das nicht tue1 so tut es ein anderer -- welch grober ,gedankengang6 ,als ob -- 99 99 99 99 99 ,o1 wie erniedrigt doch die ',konversation'1 wie verfhrt sie uns fortwhrend zu ,urteilen1 die wir gar nicht haben1 deren wir uns gleich darauf schmen1 die nichts als hheres ,geschwtz sind1 das mit unserm wahren ,wesen nur eben soviel zu tun hat1 als es dessen ,teil an ,torheit und ,schwche aufdeckt4 99 99 99 99 99 ,mancher sucht sein ,leben lang ,kameradschaft1 -- aber man mu mit diesem ,bedrfnis im ,herzen nicht zu ,frauen gehen4 ,sie wollen1 eine jede1 ausschlielich geliebt sein1 sie wollen aus aller ,kraft die ,episode der ,liebe1 aber ohne sie dabei als ,episode aufzufassen4 ,sie wollen ein ganzes ,leben in ,beschlag nehmen1 aber dafr kein ,leben der ,kameradschaft1 sondern ein ,leben der ,liebe geben4 ,ein ,leben der ,liebe aber ist ein ,unding1 wie ewige ,musik oder ewiger ,frhling4 ,die ,liebe verdirbt die ,seele zur ,kameradschaft1 sie ist kalt und hei1 eiferschtig und unberechenbar1 die ,kameradschaft1 die ,freundschaft ist allein wahre ,seelenliebe1 sie ist bis zu jedem mglichen ,grade unegoistisch1 sie ist der hchste ,zustand zwischen ,mensch und ,mensch4 ,die ,liebe ist das ,mittel zum ,werden des ,kindes1 aber die ,freundschaft ist das ,mittel zum reif und s ,werden deiner selbst4 99 99 99 99 99 ,wann wird dies sein8 ,wann wird das sein8 -- ,wann wir es uns verdient haben werden4 99 99 99 99 99 ,beim ,menschen ist kein ,ding unmglich im ,schlimmen wie im ,guten4 99 99 99 99 99 ,wer nicht auch bse sein kann -- kann der wirklich tief sein8 99 99 99 99 99 ,bedenke1 da der sogenannte gemeingefhrliche ,mensch nur um deines ,behagens willen im ,gefngnis sitzt1 und da auf deiner ,seite viel dazu gehrt1 das ,freiheitsopfer so vieler ,mitmenschen sittlich aufzuwiegen4 99 99 99 99 99 ,das ist es1 was ich immer wieder gelehrt finde3 die ,zaghaftigkeit -- wo ,gutes gewollt wird -- ist zu nichts ntze4 ,umgekehrt1 sie ist nur eine ,quelle immer weiterer ,schwche und damit immer weiterer ,mierfolge4 99 99 99 99 99 ,wir haben heute ,ehrfurcht vor den ,bewohnern eines ,wassertropfens1 aber vor dem ,menschen haben wir immer noch keine ,ehrfurcht4 99 99 99 99 99 ,finsternis wrde mich in krzester ,frist um alles ,glck und um allen ,verstand bringen4 ,gebt allen ,menschen vor allem ,licht und vorzglich den ,unglcklichsten unter uns1 unsern ,gefangenen4 #aijh ,wer sich gro verfehlt1 der hat auch groe ,quellen der ,reinigung in sich4 99 99 99 99 99 ,mut1 ,mut1 das fehlt dem sogenannten denkenden ,wesen1 dem ,menschen -- als denkendem ,wesen -- am meisten4 ,und dann ,phantasie4 7,aber was wre ,phantasie ohne ,mut87 ,vielleicht ist ,mangel an beiden eine der grundlegenden ,lebensbedingungen1 vielleicht kann der ,mensch nur mit einem gewissen ,quantum von ,feigheit und ,trgheit -- existieren4 99 99 99 99 99 ,tugend -- ,mangel an ,gelegenheit1 ein ,gemeinplatz1 der nur die ,unseligkeit des blichen ,tugendbegriffs verrt1 als etwas durchaus ,negatives4 99 99 99 99 99 ,wem das allgemeine ,wohl das hchste ,ziel auf ,erden dnkt1 der tut den ,menschen gar nichts so ,gutes1 wie er meint4 ,man soll nie das ,wohl1 man soll nur das ,heil jedes ,menschen im ,auge haben1 -- zwei ,dinge1 die sich oft wie ,wasser und ,feuer unterscheiden4 99 99 99 99 99 ,die ,geschichte ist eine ,schlummerrolle1 auf welcher gestickt steht3 ,ein ,viertelstndchen4 ,aber ganze ,generationen schlafen ihr ganzes ,leben auf ihr4 -- ,was ist dem ,erwachten -- ,geschichte8 ,das1 was -- andre getan haben4 ,worauf er denn gar nicht genug an sein eigenes ,tun denken kann4 #aiji ,nur wer sich selbst verbrennt1 wird den ,menschen ewig wandernde ,flamme4 99 99 99 99 99 ,o helfen1 helfen knnen -- es gibt nichts ,greres fr menschliche ,art6 ,und nicht helfen knnen1 nicht helfen drfen1 es hat gewi nicht minder bittere ,trnen erpret als3 wo man's vermocht und sollte1 nicht geholfen haben4 99 99 99 99 99 ,man findet deshalb so wenig ,menschenliebe1 weil dem ueren meist zu viel ,wichtigkeit beigelegt wird4 ,aber es ist damit wie mit der ,kleidung4 ,so mannigfaltig sich der ,mensch auch tragen mag1 in der ,hlle steckt allemal ,adam und ,eva1 der homo sapiens-insipiens1 dasselbe allerletzten ,endes unablehnbare ,geschwister4 99 99 99 99 99 ,was ist der ,mensch1 da er nicht alles hingeben sollte -- um des ,menschen willen6 ,in dem ,mae1 wie der ,wille und die ,fhigkeit zur ,selbstkritik steigen1 hebt sich auch das ,niveau der ,kritik am andern4 99 99 99 99 99 ,wer den ,einzelnen als einen ,wanderer betrachtet1 der immer wiederkehrt1 wird aufhren1 ihm entgegenzuarbeiten4 ,er sieht sich ,schulter an ,schulter mit ihm gehn und erkennt die ,sinnlosigkeit jeglicher ,feindschaft zwischen ihm und sich4 ,mag der ,andre noch sein ,feind sein wollen1 er selber empfindet ihn nicht mehr als ,feind2 fr ihn fllt er1 wenn er sich und ihn sub specie aeterni anschaut1 mit ihm selber beinahe zusammen4 ,mag der ,andre ihn noch hassen1 ja verachten1 er selber wird nichts begehren1 als ihm zu helfen1 zu ntzen1 zu dienen4 ,er wei1 wie alles zusammenhngt4 ,nicht fabelt er unbestimmt von ,zusammenhang1 sondern der ,zusammenhang liegt klar vor ihm4 99 99 99 99 99 ,frage und ,prfung3 ,was kannst du8 ,kannst du dich verkennen1 beschimpfen1 beschuldigen lassen1 ohne auch nur einen ,schatten von ,zorn wider den ,bruder zu fhlen8 ,noch mehr3 ,kannst du ,unrecht leiden ohne ,groll8 ,man kerkert dich ein1 man foltert dich1 man hngt dich auf -- gesetzt1 du fielest unter ,wilde oder gerietest vor ein russisches ,gericht oder unter eine aufgeregte amerikanische ,volksmenge4 ,knntest du dann leiden und sterben -- ohne ,verwnschung8 99 99 99 99 99 ,wir sollten immer nur charakterisieren wollen1 nie kritisieren4 99 99 99 99 99 ,lieblose ,kritik ist ein ,schwert1 das scheinbar den ,andern1 in ,wirklichkeit aber den eigenen ,herrn verstmmelt4 99 99 99 99 99 ,wer nicht zuvor sich selbst vorschreibt1 wird auch den ,menschen nie vorschreiben drfen4 ,man kann dem ,wesen der ,macht nichts abmarkten4 99 99 99 99 99 ,bemerke1 wie die ,tiere das ,gras abrupfen4 ,so gro ihre ,muler auch sein mgen1 sie tun der ,pflanze selbst nie etwas zuleide1 entwurzeln sie niemals4 ,so handle auch der starke ,mensch gegen alles1 was ,natur heit1 sein eigenes ,geschlecht voran4 ,er verstehe die ,kunst vom ,leben zu nehmen1 ohne ihm zu schaden4 99 99 99 99 99 ,wenn der moderne ,gebildete die ,tiere1 deren er sich als ,nahrung bedient1 selbst tten mte1 wrde die ,anzahl der ,pflanzenesser ins ,ungemessene steigen4 #aiaj ,man hte sich vor ,lieblingsvorstellungen1 ,lieblingsideen4 ,dergleichen lenkt einen blo von der groen ,liebe ab1 die sich allein auf die ,menschheit in ihrem ,vorwrtskommen richten soll2 dergleichen sind blo ,fallgruben der ,eigenbrdelei1 ,sackgassen der ,egoitt4 ,mag sich ins ,kornfeld werfen1 den ,himmel angucken und ,trume spinnen1 wer die ,wirklichkeit noch nie geschaut hat2 wem die ,augen offen wurden1 der wei1 da es fr ihn nur noch einen modus vivendi gibt1 den des entschlossenen ,realisten der ,liebe4 99 99 99 99 99 ,jede ,krankheit hat ihren besonderen ,sinn1 denn jede ,krankheit ist eine ,reinigung2 man mu nur herausbekommen1 wovon4 -- ,es gibt darber sichere ,aufschlsse2 aber die ,menschen ziehen es vor1 ber hunderte und tausende fremder ,angelegenheiten zu lesen und zu denken1 statt ber ihre eigenen4 ,sie wollen die tiefen ,hieroglyphen ihrer ,krankheit nicht lesen lernen und interessieren sich1 gleich dem ,neger1 noch weit mehr fr das ,spielzeug des ,lebens1 als fr seinen ,ernst1 als fr ihren ,ernst4 -- ,hierin liegt die wahre ,unheilbarkeit ihrer ,krankheiten1 im ,mangel an und im ,widerwillen gegen ,erkenntnis1 hierin1 nicht in ,bakterien4 99 99 99 99 99 ,vor einem halbbeschneiten ,berge3 ,so ist mancher von uns halb noch im ,schnee der ,khle1 ,klte4 ,dann taut die ,sonne den ,schnee weg2 aber in diese und jene ,grube vermag sie nicht vorzudringen2 weie1 unvertilgbare ,flecken bleiben zurck3 nie werden wir ganz frei von jedem ,rest von ,lieblosigkeit1 nie ganz ,liebe -- solang wir noch dieser ,berg sind4 99 99 99 99 99 ,es gibt nur einen ,fortschritt1 nmlich den in der ,liebe2 aber er fhrt in die ,seligkeit ,gottes selber hinein4 99 99 99 99 99 ,der ,welt ,schlssel heit ,demut4 ,ohne ihn ist alles ,klopfen1 ,horchen1 ,sphen umsonst4 99 99 99 99 99 ,der ,geist baut das ,luftschiff1 die ,liebe aber macht gen ,himmel fahren4 99 99 99 99 99 ,der ,nenner1 auf den heut fast alles gebracht wird1 ist ,egoismus1 noch nicht -- ,liebe4 99 99 99 99 99 ,so wie der ,strom in das ,meer mu1 so mu der amor in die caritas4 #aiaa ,ganze ,weltalter voll ,liebe werden notwendig sein1 um den ,tieren ihre ,dienste und ,verdienste an uns zu vergelten4 99 99 99 99 99 ,a sagte zu ,b1 der sich mit seinem persnlichen ,schicksal herumschlug und des ,jammers kein ,ende fand3 ,wie erbarmungslos bist du6 ,wie erbarmungslos8 gab ,b befremdet zurck und fgte1 da er ,a nicht durchdrang1 nach einer ,weile hinzu3 ,wenn nur du nicht erbarmungslos bist6 7indem er meinte1 dieser habe fr sein ,unglck kein ,verstndnis74 ,und wenn ich es gegen dich wre1 erwiderte ,a1 so wre ich es gegen einen ,einzigen4 ,du aber bist es gegen ,millionen4 ,denn du siehst nur dein eignes ,leid1 nicht auch das ihre4 ,du wrst aus ganzer ,seele zufrieden1 wenn nur du allein getrstet wrdest1 wenn nur dir allein unter allen ,millionen geholfen wrde4 ,prfe dich selbst1 ob ein solcher ,sinn nicht noch strengster ,zucht bedarf und ob es weit gefehlt ist1 ihn selbstschtig1 hart und erbarmungslos zu nennen4 99 99 99 99 99 ,man mu von aller ,verliebtheit in ,maja frei werden1 dann erst kann die groe ,liebe entstehen4 99 99 99 99 99 ,der ,ha hat uns in eine solche ,grobheit des ,urteils und der ,beurteilung hineingesteigert1 da wir nichts mehr rein zu sehen vermgen4 ,wir vergessen1 da es keine ,ablehnung gibt1 die nicht1 sei es ein ,korn1 sei es einen ,klumpen ,unrecht enthielte4 ,versuchen wir uns doch einmal entschieden auf die ,seite des ,positiven zu stellen1 in jeder ,sache4 99 99 99 99 99 ,viele ,menschen fhlen sich in ihrer ,ruhe und ,sicherheit gestrt und fordern laut nach strengen strafrechtlichen ,manahmen gegen den ,verbrecher4 ,das ist verstndlich1 aber es zeigt auch1 woran es noch viel mehr als an gesetzgeberischen ,bestimmungen fehlt3 ,an dem ,bewutsein1 an der ,ahnung wenigstens1 was man selbst und was der sogenannte ,verbrecher ist4 ,der ,verbrecher und ich sind nichts wesentlich ,getrenntes1 wir stehen im engsten menschlichen ,zusammenhang2 er kann uns nichts tun1 was er nicht auch sich selber tte1 und wir knnen ihm nichts tun1 was wir nicht auch uns selber tten4 ,er ist nicht anders von uns verschieden1 als unser ,arm1 unser ,bein1 unser ,auge4 ,nun heit es zwar3 ,so dich deine ,hand rgert1 so haue sie ab4 ,aber wenn ich die ,hand abhaue1 so fge ich mir damit einen ,schmerz zu1 den ich mein ,leben lang nicht vergessen werde1 und sollte ich ihn doch vergessen1 so bleibt immer noch ihr ,fehlen etwas1 was sich nicht vergessen lt4 ,anders1 wenn sich eine ,gesellschaft einen ,verbrecher vom ,leibe schafft4 ,dann schafft sie sich ihn eben vom ,leibe und damit punktum4 ,es fehlt der entsprechende ,schmerz auf ihrer ,seite1 der ,stachel1 den sie nicht wieder los wird4 99 99 99 99 99 ,die ,bestimmung des ,menschen ist nicht nur1 da er als ruhiger ,brger seinem ,tagewerk nachgehe1 sie ist noch etwas darber3 da er sich mehr und mehr verinnerliche1 sich1 und soviel an ihm liegt1 seine ,umwelt mehr und mehr verchristliche4 ,alle1 die beispielsweise fr die ,todesstrafe stimmen1 wollen nicht die ,gewissensnot1 in die sie die ,schreckenstat eines ,bruders bringen und die dann ,frucht ber ,frucht aus ihm zeitigen mte1 sondern sie wollen ihre ,ruhe1 ihre ,behaglichkeit1 ihr ungestrtes ,weiterwirtschaftenknnen im einmal berkommenen4 ,wie gesagt1 es kann ihnen nicht verdacht werden1 wenn sie einer gewissen ,sicherheit genieen wollen1 aber sie mten dafr1 da sie mit der einen ,hand nehmen1 nmlich ,freiheit oder gar ,leben vom ,mitmenschen1 mit der andern ,hand geben3 nmlich doppelte1 dreifache ,liebe4 ,sie mten nicht nur den andern sich1 sondern sich zugleich dem andern opfern1 sich1 das heit ihren ,eigennutz1 ihren ,hochmut1 ihre ,gleichgltigkeit1 ihre ,trgheit4 ,aber dem wird ausgewichen und darum ist in unseren ,strafen so viel -- ,rache2 was man auch von ,erziehungs- und ,abschreckungstheorien redet4 ,erziehen soll man zuerst sich selbst und dann erst den1 der mitten im ,schoe von uns ,tugendhaften als ,lasterhafter emporblhen konnte4 ,wahrlich1 es kann mit der allgemeinen ,tugend nicht soweit her sein1 wenn der ,ruber und ,mrder so ppig gedeiht1 wahrlich1 es ist nicht gut1 wenn solch ein ,unkrautboden wie unsere ,gesellschaft auch noch nach ,schutz und besonderer ,frsorge verlangt4 ,sie mge erst die sieben ,todsnden in sich bekmpfen und im ,verbrechertum zunchst vor allem das vergrerte ,spiegelbild ihrer selbst sehen1 den immerwhrenden ,vorwurf ihrer selbst4 ,sie mge im ,verbrechertum zunchst erst einmal ihr -- ,schuld-,konto erblicken4 ,wenn sie aber meint1 da1 sagen wir1 der ,bauer ,adam in ,vaduz unmglich ,schuld haben knne1 wenn in den ,sdstaaten ein ,neger sich an einer ,weien vergreift1 so ist zu erwidern1 da weder der ,bauer noch der ,neger fr sich nur als ,bauer und ,neger verbindlich sind1 da sie vielmehr vom ,anfang bis zur ,vollendung unserer ,welt als schpferische ,faktoren rechnen1 die nach der einen ,seite unendliches ,schulden-,karma abzutragen1 nach der andern ,seite die ,geisterreiche der ,zukunft mit aufzurichten haben1 wozu sie nicht nur als ,bauer und ,neger1 sondern in hinreichenden menschlichen ,manifestationen ab aeterno in aeternum wiederkehren4 #aiab ,da ,gte 7z4,b47 nicht ,schwche sein knne1 behauptet niemand1 da sie es sei1 nur ein ,tor4 99 99 99 99 99 ,wer 'fr ,gte ,dank' erwartet1 macht sich schon allein dadurch1 da er sich selbst als 'gtig' empfindet1 der feinsten ,berechtigung ,dank zu ernten verlustig1 indem er sich im ,gefhl und ,bewutsein seiner ,gte als ein besonderer ,wohltter andrer vorkommt1 sich also ber sie erhebt und berhebt4 ,eine solche ,erwartung1 so natrlich und allgemein sie sein mag1 verdient nicht nur keinen ,dank1 sondern gerade das1 womit ihr gewhnlich vergolten wird3 eine gewisse ,gleichgltigkeit1 ja beinahe einen gewissen 7zurckschlagenden7 ,hochmut4 ,wer ,gutes tun und dabei nicht in die ,brche geraten will1 mu es soweit bringen1 da er sich nie anders denn als einen ,diener des andern empfindet1 dem eine glcklichere ,fgung gestattet -- ,schuld abzutragen4 ,er mu1 fern davon1 von dem andern ,dank zu erwarten1 vielmehr das ,gefhl der ,dankbarkeit gegen diesen andern entwickeln1 weil er ihm ,gelegenheit gibt1 ihm zu helfen1 gleichviel1 wie solche ,hilfe nachtrglich 'gelohnt' wird4 ,dies mag fr uns freilich mehr oder minder immer ein ,ideal bleiben2 die erste ,stufe ist jedenfalls1 dem ,satze von der ,dank verdienenden ,gte in uns und auer uns zu ,leibe zu gehen4 99 99 99 99 99 ,wer wollte den ,gutartigen1 den ,begabten1 den ,wunderlichen nicht lieben4 ,aber den ,bswilligen1 den ,ungeistigen1 den ,langweiligen zu lieben gilt es4 ,nicht so sehr ein jovialer ,wirt sein allen1 die ihre ,zeche mehr oder minder bezahlen1 als der barmherzige ,samariter derer1 die nichts haben als ihr schmerzliches ,schicksal4 99 99 99 99 99 ,kann man einen ,menschen deshalb aus der ,atmosphre des tiefen1 ungeheuren ,geheimnisses1 das uns alle umfngt1 das wir alle sind1 und vor dem es keine andere ,grundstimmung als die unbegrenzter ,ehrfurcht gibt1 herauslsen1 herausgelst empfinden1 weil er ein ',mrder' geworden ist8 99 99 99 99 99 ,der ,selbstlose1 der aus ganzer ,seele den ,menschen dienen will1 bersieht zu leicht1 da sein ,selbst in ein niedrigeres und in ein hheres ,selbst zerfllt1 und da er daher nicht nur selbstlos im einen ,sinne1 sondern in eben dem ,mae selbstvoll im andern ,sinne werden sollte4 ,sein ,selbst verlieren1 heit sich lutern1 seine ,seele bereiten1 wie einen ,acker1 welcher der ,saat wartet4 ,sein ,selbst gewinnen aber heit1 ,frucht tragen wollen1 ,saat herbeisehnen1 aufnehmen1 hegen1 reifen4 99 99 99 99 99 ,geistige ,leidenschaft1 ,leidenschaft frs ,geistige1 -- prfen wir uns einmal1 wieweit sie gemeinhin reicht4 ,nach allem ,mglichen wird unter ,umstnden mit vier ,pferden gejagt1 aber wenn einer ,morgen um ,morgen dein ,leben lang an deiner ,tre vorbeigeht mit ,lebensbrot1 so kann er ein ,leben lang ungerufen davor vorbeigehen2 denn seine ,bettwrme wie sein appetitliches ,frhstck oder seine ,zeitung oder gar seine ',pflicht' lt keiner so leicht im ,stich um ,lebensbrotes willen4 99 99 99 99 99 ,wir leben heute noch recht wie ,kinder1 noch nicht wie erwachsene bewute ,menschen4 ,wir essen und trinken ruhig1 whrend ,mitmenschen neben uns verhungern und verdursten1 wir gehen frhlich in ,freiheit herum1 whrend ,mitmenschen neben uns in ,kerkern verderben4 ,wir knnen uns in jeder ,weise freuen1 whrend um uns in jeder ,weise gelitten wird1 und wenn wir selbst leiden1 so haben wir die ,unbefangenheit1 mit dem ,schicksal darum zu hadern4 ,o1 da unser ,herz und ,geist mit den ,zeiten verwandelt wrde und diese bittere ,hlichkeit von uns abfiele und wir aus ,kindern ,erwachsene wrden4 #aiac ,was ist denn alle ,mutter- und ,vaterschaft anders als ein -- ,helfen6 ,als wunderreichste1 geheimnisvollste ,hilfe6 99 99 99 99 99 ,alles ernsthaft ,angefangene mu die ,menschheit auch entschlossen weiter treiben und weiter entwickeln4 ,tte sie's nicht1 so wre sie ebenso unreif und leichtfertig wie die ,individualitt1 die anfngt und liegen lt1 statt1 wenn auch vielleicht erst in vielen ,lebenslufen1 allem in sich eine ,folge und ,ausbildung zu geben4 ,einziglich schon von diesem ,gesichtspunkt aus sollte man die ,mystik z4,b4 nicht so verdrossen ablehnen1 als ob es ein ,verdienst wre1 ein so wundertief begonnenes ,geisteswerk in die ,rumpelkammer zu verweisen und nicht vielmehr sich dessen ,weiterausbau anzunehmen1 zum mindesten dankbar gewrtig zu sein4 ,,lebensweisheit #ahie ,mit allem ,groen ist es wie mit dem ,sturm4 ,der ,schwache verflucht ihn mit jedem ,atemzug1 der ,starke stellt sich mit ,lust dahin1 wo's am heftigsten weht4 #ahif ,es ist unbeschreiblich1 auf was alles die ,menschen nicht kommen4 ,in den gewhnlichsten ,verhltnissen4 #aije ,alles ,festlegen verarmt4 99 99 99 99 99 ,dem ,steigenden werden ,grten der ,schnheit ,wsten der ,unbedeutendheit4 99 99 99 99 99 ,der ,schmerz ber das1 was wir an der ,welt verfehlen und von dem sie gemeiniglich nichts wei1 kommt ihr wieder aus der ,reife unseres ,charakters4 99 99 99 99 99 ,man kann wohl sagen1 da das ,geschlecht zwei ,drittel aller mglichen ,geistigkeit auffrit4 99 99 99 99 99 ,das ist meine allerschlimmste ,erfahrung3 ,der ,schmerz macht die meisten ,menschen nicht gro1 sondern klein4 99 99 99 99 99 ,wer ,dinge verspottet1 an die ein guter ,geschmack lngst nicht mehr rhrt1 wird selbst ,gegenstand des ,spottes1 ja der ,verachtung4 99 99 99 99 99 ,wenn dich die ,menschen nicht absichtlich verwunden1 so tun sie's gewi aus ,ungeschicklichkeit4 #aijf ,das ,letzte1 was wir aneinander erleben1 ist schlielich doch das ,schmerzlichste4 ,leide an mir1 so spricht selbst noch das ,liebste zu uns4 99 99 99 99 99 ,wahrheit ist eine ,sache des ,temperamentes1 darum kann man ,wahrheit nicht lehren1 nur zeugen4 99 99 99 99 99 ,alles1 im ,kleinen und ,groen1 beruht auf ,weitersagen4 #aijg ,es ist merkwrdig1 da ein mittelmiger ,mensch oft vollkommen recht haben kann1 -- und doch nichts damit durchsetzt4 99 99 99 99 99 ,mit ,jedem wchst auch sein ,herold oder sein ,henker4 99 99 99 99 99 ,wenn du ein ,geldstck von ,wert bist1 so briefwechsle dich nicht zu oft4 99 99 99 99 99 ,spannung ist alles und ,entladung4 ,und hchste ,lebensweisheit1 seine ,spannung immer richtig zu entladen4 #aijh ,wie sollte man wohl leben1 wenn man nicht fortwhrend bei sich wie bei den andern hunderterlei ,krumm gerade sein liee4 99 99 99 99 99 ,jede grndliche ,erfahrung mu mit eignem ,leben bezahlt werden -- und fremdem4 99 99 99 99 99 ,was du andern zufgst1 das fgst du dir zu4 99 99 99 99 99 ,es gibt in ,wahrheit kein letztes ,verstndnis ohne ,liebe4 99 99 99 99 99 ,das sind die zwei ,blumen des ,lebens3 ,das ,schaffen und die ,liebe4 ,und nie wird wohl jemand ergrnden1 ob ,gott sich als ,welt schafft um der ,liebe willen1 oder ob er liebt um des ,schaffens willen4 99 99 99 99 99 ,es gibt keine 'toten' ,gegenstnde4 ,jeder ,gegenstand ist eine ,lebensuerung1 die weiter wirkt und ihre ,ansprche geltend macht wie ein gegenwrtig ,lebendiges4 ,und je mehr ,gegenstnde du daher besitzest1 desto mehr ,ansprche hast du zu befriedigen4 ,nicht nur sie dienen uns1 sondern auch wir mssen ihnen dienen4 ,und wir sind oft viel mehr ihre ,diener1 als sie die unsern4 #aiji ,geben und ,nehmen1 ein ,gesetz aller ,entwickelung4 99 99 99 99 99 ,der ,weise verzichtet auf alles1 worauf sich irgend verzichten lt2 denn er wei1 da jedes ,ding eine ,wolke von ,unfrieden um sich hat4 99 99 99 99 99 ,die ,hlfte allen ,unglcks -- vom grbsten bis zum feinsten -- geht auf ,unwissenheit oder ,denkfehler zurck1 gewollte und ungewollte ,ungeistigkeit4 99 99 99 99 99 ,lesen-,knnen1 -- darauf luft schlielich alles hinaus4 99 99 99 99 99 berall dem ,selbstverstndlichen zum ,wort verhelfen -- das ist ein groes ,geheimnis4 99 99 99 99 99 ,jeder mu sich selbst austrinken wie einen ,kelch4 #aiaj ,nur durch ,schaden werden wir klug -- ,leitmotiv der ganzen ,evolution4 ,erst durch unzhlige1 bis ins ,unendliche wiederholte leidvolle ,erfahrungen lernt sich das ,individuum zum ,meister ber sein ,leben empor4 ,alles ist ,schule4 99 99 99 99 99 ,eine ,wahrheit kann erst wirken1 wenn der ,empfnger fr sie reif ist4 ,nicht an der ,wahrheit liegt es daher1 wenn die ,menschen noch so voller ,unweisheit sind4 99 99 99 99 99 ,es gehrt mit zum ,seltsamsten1 was es gibt3 ,das pure1 lautere ,gold liegt vor uns1 um uns4 ,aber wir leben mit ,blei1 ,kupfer1 ,zinn2 von ,minderem zu schweigen4 ,wir haben die ,wahrheit wie die ,sonne ber uns und folgen ,schatten und ,gespenstern4 99 99 99 99 99 ,es gibt fr ,unzhlige nur ,ein ,heilmittel -- die ,katastrophe4 #aiaa ,von ,hundert1 die von ',menge'1 von ',herde' reden1 gehren neunundneunzig selbst dazu4 99 99 99 99 99 ,vorsicht und ,mitrauen sind gute ,dinge1 nur sind auch ihnen gegenber ,vorsicht und ,mitrauen ntig4 ,der geschftige ,clown im ,zirkus1 der den ,teppich 'mit aufrollen hilft' -- ein ,bild1 das einem tausendfach aus dem ,leben wiederkommt4 #aiab ,das von selbst ,verstndliche wird gemeinhin am grndlichsten vergessen und am seltensten getan4 #aiac ,in vielen ,fllen wre der gerade ,weg der krzeste -- zum ,verderben4 99 99 99 99 99 ,was wre wohl aus der ,welt geworden1 wenn alle zum ,mitschaffen ,aufgerufenen immer gleich 'schnurstracks' auf ihr ,ziel losgegangen wren4 ,alle ,weisheit ist langsam1 alles ,schaffen ist umstndlich4 99 99 99 99 99 ,lachen und ,lcheln sind ,tor und ,pforte1 durch die viel ,gutes in den ,menschen hineinhuschen kann4 #aiad ,nur in ,versuchungen immer wieder fallend1 erheben wir uns4 ,,erziehung ,,selbsterziehung #ahie ,jeder ,jngling mag von sich denken1 er sei der ,messias1 aber er mu nicht ,messias sagen1 sondern nur ,messias tun4 #ahif ,man mte sein ,ich nicht immer mit sich identifizieren1 sondern wie eine ,mutter ihr ,kind behandeln4 99 99 99 99 99 ,fa das ,leben immer als ,kunstwerk4 99 99 99 99 99 ,umschnalle dein ,herz mit ,schweigen4 #aije ,wir brauchen nicht so fort zu leben1 wie wir gestern gelebt haben4 ,macht ,euch nur von dieser ,anschauung los und tausend ,mglichkeiten laden uns zu neuem ,leben ein4 99 99 99 99 99 ,wenn man zum ,leben ja sagt und das ,leben selber sagt zu einem nein1 so mu man auch zu diesem ,nein ja sagen4 99 99 99 99 99 ,man kann nur als ,totschlger leben4 99 99 99 99 99 ,hher als alles ,vielwissen stelle ich die stete ,selbstkontrolle1 die absolute ,skepsis gegen sich selbst4 99 99 99 99 99 ,jeden ,tag seines ,lebens eine feine1 kleine ,bemerkung einfangen -- wre schon genug fr ein ,leben4 #aijf ,nur im ,flu bleiben1 nur nicht zur ,spinne eines ,gedankens werden4 99 99 99 99 99 ,sei mit dir nie zufrieden1 auer etwa episodisch1 so da deine ,zufriedenheit nur dazu dient1 dich zu neuer ,unzufriedenheit zu strken4 99 99 99 99 99 ,ich schreibe der ,gegenwart schn gebildeter ,gegenstnde einen groen ,einflu auf den ,menschen zu4 ,so sollten wir die ,mbel unserer ,kinderzimmer mit auerordentlicher ,sorgfalt auswhlen4 ,irgend ein schner1 schlichter1 ehrwrdiger ,schrank1 auf den der ,blick unsres ,kindes von seinem ,lager aus fllt1 ja kunstvolle ,modelle bedeutender ,bauwerke1 z4,b4 eine kleine ,nachbildung der ,peterskuppel1 eines griechischen ,tempels1 einer modernen ,eisenbrcke wrden ihm zweifellos eine ,ahnung von groem ,stil geben1 die es sein ganzes ,leben hindurch nachspren und weiterentwickeln wrde4 #aijg ,ich lese von einer ,spielzeugausstellung in ,berlin4 ,und zwar einer ,ausstellung von ,dilettanten verfertigter ,dinge1 als da sind ,drfer aus ,streichholzschachteln1 rollendes ,material aus ,garnspulen1 ein ,haus aus einer ,eierkiste und ,zigarrenbrettchen usw4 ,mir lacht das ,herz4 ,seit manchem ,jahre schmhe ich das luxurise moderne ,spielzeug1 diese echte ,aus- und ,nachgeburt einer materialistischen ,periode1 -- und nun erhebt endlich wieder das ,spielzeug unserer ,kindheit das bescheidene und phantasievolle ,kpfchen4 ,man sieht den ,geist wieder bei der ,arbeit1 nach und unter so viel dem ,bildungsphilistertum wieder den ,geist und die ,liebe4 99 99 99 99 99 ,alle ,erziehung1 ja alle geistige ,beeinflussung beruht vornehmlich auf ,bestrken und ,schwchen4 ,man kann niemanden zu etwas bringen1 der nicht schon dunkel auf dem ,wege dahin ist1 und niemanden von etwas abbringen1 der nicht schon geneigt ist1 sich ihm zu entfremden4 ,der bedeutende ,mensch ist ein ,mensch1 an dem viele andre sich klar werden4 ,er greift in ihr ,unbewutes und ,unterbewutes und strkt dort das ihm ,verwandte4 ,wenn ,lichtenberg von seinem ,aberglauben redet1 so schwcht er damit die ,mannhaftigkeit vieler2 denn ihre heimliche ,neigung zum ,unkontrollierbaren fhlt sich durch einen solchen ,mann ein wenig gerechtfertigt1 die strenge ,zucht scheint ein wenig im ,werte sinken zu drfen4 ,wenn er aber von einem geluterten ,spinozismus als der ,religion der ,zukunft spricht1 wie fllt da sein ,wort bei manchem wie ein ,frhlingsregen auf ,saatfelder4 ,wie strkt er da unser ,feinstes1 ,tiefstes1 ,geistigstes4 99 99 99 99 99 ,es gibt keinen strengeren ,erzieher als den ,ehrgeiz4 ,wobei freilich auer ,betracht bleibt3 wozu8 99 99 99 99 99 ,wer mchte die ,furcht in seiner ,erziehung entbehren8 99 99 99 99 99 ,jeder mu seinen ,mann haben1 der ihm ber die ,schulter sieht1 und dieser wieder seinen und so fort4 ,das ist nur gut und billig2 so allein kommt der ,mensch vorwrts4 99 99 99 99 99 ,wir freien ,geister von heute sind nicht mehr der ,gefahr ausgesetzt1 gekreuzigt oder verbrannt zu werden4 ,um so mehr will es der ,anstand und die ,solidaritt1 aufs neue ,gefahren zu suchen und zu schaffen1 und sollten es die der ,selbstkreuzigung1 der ,selbstverbrennung sein4 99 99 99 99 99 bung ist alles1 und insofern ist ,genie ,charakter4 99 99 99 99 99 ,sieh dir ein gut beschicktes ,trabrennen an4 ,und du wirst merken1 worauf's ankommt1 auch bei dir4 99 99 99 99 99 ,zu einem andern ,ende kommen wir nicht als zu dem3 im ,begonnenen unermdlich weiter zu arbeiten1 aber nicht in ,verzweiflung und ,selbstbetubung1 sondern indem wir jede ,sekunde dieser ,arbeit immer mehr durchseelen1 immer innerlicher bejahen1 immer entschiedener vergeistigen4 ,was denn schlielich auch unserer ,hnde ,werk sich wunderlich wandeln machen wird1 so da1 wenn einer etwa im ,kriegshandwerk begann1 er1 wer wei1 als ,kolonisator endet1 oder als ,kriegsmann irgend einer andern hheren ,kriegsidee1 als es die der bisherigen ,kriege war4 99 99 99 99 99 ,wenn wir bedenken1 wieviel hunderttausend ,jahre wir wohl alt sein mgen1 werden wir geduldiger gegen das ,tempo unserer heutigen ,entwickelung werden4 ,die von uns heute so ungestm begehrte edlere ,zukunft unseres ,geschlechtes wird sich vielleicht schon noch einmal verwirklichen1 aber statt in ,jahrhunderten erst in ,jahrtausenden4 ,das ist freilich kein ,trost fr den ,lebenden2 aber der ,lebende hat einen andern ,trost3 da ihm fr seine ,person schon heute die ,mglichkeit gegeben ist1 sich selbst so edel zu verwirklichen1 wie er nur kann4 ,die ,insichvollendung des ,menschen ist jederzeit und berall mglich2 zuletzt bleibt doch diese ,erkenntnis und was sie fruchtet1 der einzige wahre ,fortschritt4 99 99 99 99 99 ,a4 ,zuknftige ,ideale ziehen den ,menschen davon ab1 sich selbst als sein einziges ,ideal1 im ethischen ,sinne1 zu setzen4 ,in dem ,moment1 wo jeder bei sich anfinge1 wre die schnste ,zukunft vorweggenommen4 ,b4 ,ich will dir etwas sagen1 ,lieber3 statt so zu theoretisieren1 fange doch gleich bei dir selbst an4 ,auch dein ,reden ist nmlich nur ein ,umgehen deiner ,pflicht4 ,bilde1 ,knstler1 rede nicht4 99 99 99 99 99 ,sich immer am ,leben korrigieren4 99 99 99 99 99 ,es ist hart1 aber es gibt nur einen ,weg1 als ,kmpfer fr das ,echte zuletzt den ,erfolg an sich zu fesseln3 ,so lange zu schweigen1 ,geduld zu haben1 ,menschen und ,dinge gehen zu lassen1 bis man durch die ,treue gegen sich selbst und die ueren ,umstnde eines ,tages ein ,faktor geworden ist1 mit dem gerechnet werden mu4 ,dann endlich mag man dem ,zorn und der ,liebe in sich nachgeben1 wann und wo es auch sei4 ,dann erst hat es1 sie rckhaltlos zu uern1 ,sinn und ,wert3 ,fr einen selbst1 fr den ,getroffenen1 fr den ,verteidigten1 fr alle andern4 99 99 99 99 99 ,man soll auch seine ,liebe und ,leidenschaft noch mit khlen ,blicken unter sich sehen lernen4 ,man sei stolz darauf1 wenn man die ,welt nicht mit jener brnstigen ,liebe mancher ,mystiker liebt1 die nichts ist als versetzte ,erotik4 ,man gebe dem ,weibe1 was des ,weibes1 und ,gott1 was ,gottes ist4 #aijh ,von sich zurckzutreten wie ein ,maler von seinem ,bilde -- wer das vermchte6 99 99 99 99 99 ,jeder von uns hat etwas ,unbehauenes1 ,unerlstes in sich1 daran unaufhrlich zu arbeiten seine heimlichste ,lebensaufgabe bleibt4 99 99 99 99 99 ,darin kann man ,tolstoi unbedingt ,recht geben3 ,was man ,taugliches wird1 wird man in der ,regel trotz der ,schule1 nicht durch die ,schule4 99 99 99 99 99 ,gute ,erziehung -- ein zweischneidig ,schwert4 ,mancher wird nie ein wirklicher ,mensch1 ein ,mensch von ,umfang1 infolge seiner guten ,erziehung4 99 99 99 99 99 ,suche allem nach ,mglichkeit eine ,folge zu geben4 ,nichts macht das ,leben rmer als vieles anfangen und nichts vollenden4 ,aber ebenso gewi ist1 da wenn auch kein ,schu ins ,schwarze trifft1 unzhlige es wie ein ,sternenhimmel umschreiben4 #aiji ,es ist der ,schritt1 der erobert4 ',en marche' -- ist eines der schnsten ,worte der ,welt4 99 99 99 99 99 ,siehe eine ,sanduhr3 ,da lt sich nichts durch ,rtteln und ,schtteln erreichen1 du mut geduldig warten1 bis der ,sand1 ,krnlein um ,krnlein1 aus dem einen ,trichter in den andern gelaufen ist4 99 99 99 99 99 ,was habe ich immer vor mir8 ,meine ,hnde4 ,darum mchte ich eine ',erziehung zum ,nachdenken' geschrieben sehen unter ,zugrundelegung der ,anschauung der ,menschenhand4 #aiaj ,die beste ,erziehungsmethode fr ein ,kind ist1 ihm eine gute ,mutter zu verschaffen4 99 99 99 99 99 ,die kleinen ,schwchen legt man am schwersten ab1 so wie man der ,moskitos weit schwerer ,herr wird als des ,skorpions oder der ,schlange4 ,und so ist es recht eigentlich das ,kleine1 was den ,fortschritt der ,menschheit aufhlt3 ,gedankenlosigkeit1 ,unaufmerksamkeit1 ,trgheit1 ,lauheit4 #aiaa ,man mchte sich wie ,bruder ,bernardo auf irgend einem ,marktplatz dem ,gesptt der ,welt aussetzen1 um gleich ihm ein jegliches um ,christi ,liebe willen geduldig und heiter zu ertragen -- und leidet vielleicht schon darunter1 wenn die ,schaffnerin1 die das ,zimmer aufrumt1 vergit1 guten ,morgen zu wnschen1 oder wenn der ,trhter des ,hauses schlecht geschlafen hat4 99 99 99 99 99 ,du sollst nicht zu sein begehren1 was du nicht bist1 sondern nur einfach etwas von deiner ,pflicht zu tun versuchen1 ,tag um ,tag4 ,denn es ist viel schwerer1 einen ,tag in wahrhafter ,aufmerksamkeit und ,wachsamkeit von ,anfang bis ,ende zu verleben1 als ein ,jahr in groen ,absichten und hochfliegenden ,plnen4 99 99 99 99 99 ,jedem ,menschen sein ,recht lassen und wenn es uns noch so sehr als ,unrecht erscheint4 ,den ,kampf gegen dies sein ,unrecht deshalb nicht aufgeben1 aber ihn nicht auer sich fhren1 gegen jenen1 sondern in sich1 gegen sich1 gegen das in sich1 was1 wenn auch noch so verborgen1 jenem ,unrecht entspricht4 ,oder knnten wir leugnen1 da wir innerlich an allem noch irgendwie teilhaben1 was an ,bsem auer uns geschieht8 ,da in uns von dem z4,b41 was ,millionen in ,kriegsbegeisterung versetzt und zu unverantwortlichen ,handlungen verfhrt1 noch genug lebt1 um unsere ganze ,wachsamkeit und ,tapferkeit gegen uns selbst aufzurufen1 und sei es nur ein gewisses ,sichfreuen bei dem ',sieg' des schwcheren ,gegners oder eine 'gerechte ,emprung' ber dies und das1 was das blutige ,handwerk nach sich zieht8 ,wir mchten allzugern wahrhaben1 es sei menschlich schner1 mit dem ,schwcheren sich zu freuen1 als die gleichmige ,trauer ber ,siegende wie ,besiegte eine ,quelle neuer ,gelbnisse vermehrter ,anstrengung in uns selber werden zu lassen2 es sei nicht leichter1 emprt ber ,grausamkeiten zu sein1 als die ,blitze der ,entrstung auf und in uns selbst abzuleiten1 auf das ,triebwesen1 dessen feinere ,wildheiten auch in uns noch nicht vllig gebndigt1 noch nicht genug in rein dem vergeistigten ,ich dienenden ,krften leben4 99 99 99 99 99 ,a4 ,sie sollten gerade da1 wo ,sie besondere ,antipathie empfinden1 doppelt streng gegen sich selbst vorgehen1 nicht aber ,ihrer ,antipathie nachlaufen1 wie der ,student seiner ,flamme4 ,b4 ,wie8 ,ich sollte mich auf meine ,instinkte nicht mehr verlassen drfen8 ,a4 ,ja und nein4 ,schauen ,sie ,ihren ,instinkten zu wie ,ihren ,hunden1 mit denen ,sie ber ,land gehen4 ,aber behalten ,sie sich stets vor1 sie zurckzupfeifen1 und pfeifen ,sie gelegentlich auch einmal ohne ,grund1 einfach weil ,sie der ,herr sind und die ,instinkte ,ihre ,diener4 99 99 99 99 99 ',da du dann niemals mehr ,wein anrhrtest6' rief ein ,knabe seinem ,vater zu1 der mit ihm die ,wendeltreppe eines ,turms emporstieg4 ',welche ,selbstberwindung6 ,welche -- ,entsagung6' ,der ,vater nickte lchelnd und wies dem ,sohne die ,aussicht1 die das eben erreichte ,treppenfenster erlaubte4 ,nachdem sie diese eine ,weile bewundernd genossen1 stiegen sie weiter und gelangten zum nchsten4 ,welche ,entsagung6 rief da der ,vater verstellt4 ,hier haben wir nicht mehr den ,blick von vorhin4 ,wie schn war es1 auf all die nahen ,dcher hinabzuschaun2 da strte noch keine ,landschaft wie jetzt 444 '-- ,strte8' fragte der ,sohn -- 444 und sind wir erst droben1 so werden wir auch diesem ,rundbild entsagen mssen2 denn droben1 du weit ja1 schaut man bei hellen ,tagen das ,meer 444 ,des ,jungen ,augen leuchteten auf und dann1 der ,schelmerei gewahr1 maen sie lange und nachdenklich den ,sprecher 444 bis -- hoch1 ein ,silberstreif -- das ,meer am ,horizont erschien und sie mit ,trnen fllte4 7,denn wie liebte schon dieser ,knabe das ,meer67 99 99 99 99 99 ,sich bewut ausweiten4 ,von ,gegensatz zu ,gegensatz gehen4 ,vom ,ersten bis zum ,letzten und umgekehrt4 ,keinen und nichts vergessen1 bersehen1 gering achten4 99 99 99 99 99 ,wir sind allzumal trge2 daraus entspringen die meisten bel4 ,in jedem schlgt das ,gewissen und regt sich das ,wissen1 wie es im ,kleinen und ,groen sein mte und wie es nicht ist4 ,aber die ,faulheit1 die ,vergelichkeit1 die ,gewohnheit lassen es nicht dazu kommen1 da wir aus ,gedanken zu ,taten hervorschreiten4 ,wir kennen manches groe innerliche ,mittel1 aber man sollte auch kleinere1 mehr uerliche schaffen4 ,alle1 die gut sein mchten1 aber es nicht so sein knnen1 wie sie mchten1 weil sie sich zu schwach dazu fhlen1 sollten sich zusammentun und eine ,hilfsbrderschaft ber sich setzen1 die ihr lebendiges ,gewissen darstellt4 ,eine ,gruppe1 der sie selbst das ,recht einrumten1 ja die ,pflicht auferlegten1 sie immer wieder wachzurtteln und mit dem problematischen ,willensmaterial1 das in ihnen ist1 zu arbeiten -- so wie ein treuer ,diener1 der uns zum ,sonnenaufgang aus dem ,bett rttelt1 so wie ein ,staat1 der mit unseren ,steuern 'arbeitet'4 ,eine ,brockensammlung guter ,willensregungen1 sozusagen1 das glte es fr diese ,gruppe ,tag fr ,tag4 ,des ,menschen ,wesen ist ,schwche2 kann er nicht allein in die ,hhe wachsen1 so soll er sich an ,stangen und ,spaliere binden oder binden lassen4 ,ehre jedem1 der statt auf dem ,stroh zu verkmmern1 zur ,krcke greift1 ,ehre jedem tapferen ,invaliden4 99 99 99 99 99 ,ein ,hauptzug aller ,pdagogik3 ,unbemerkt fhren4 ,viele ,menschen sind durchaus fhig und gewillt1 der ,wahrheit zu folgen1 aber sie darf ihnen nicht geradezu gesagt1 vor ,augen gerckt werden4 ,sie verlieren in diesem letzteren ,falle jede ,freude an der ,wahrheit2 denn ihre ,eigenliebe ist noch strker als ihre ,liebe zum ,geiste1 als ihr ,geist1 und so gefllt ihnen nur1 wer und was sie -- schont4 ,und dann ist da noch etwas3 ,sie wollen mit ,recht ihren ,wahrheitsbesitz erarbeiten4 #aiab be dich an dem ,worte3 ,mit der einen ,hand wird gegeben1 mit der anderen genommen4 ,alle ,erziehung verluft unter diesem ,pendelgesetz4 ,alles ,erzogensein besteht in der endlich errungenen inneren ,ruhe dem einen wie dem andern ,schicksal gegenber und einer ,liebe und einem ,vertrauen1 die hher sind als alle ,vernunft zwischen ,geburt und ,tod4 99 99 99 99 99 ,wer am ,menschen nicht scheitern will1 trage den unerschtterlichen ,entschlu des ,durch-ihn-lernen-,wollens wie einen ,schild vor sich her4 99 99 99 99 99 ,wie mancher hat es schon ausgesprochen1 da ,heldentum ebenso leichter sein kann als langsame1 geduldige1 unauffllige ,selbsterziehung1 wie eine ,tat leichter sein kann als eine ,handlung1 ein ,gefhl leichter als ein ,empfinden4 99 99 99 99 99 ,habe die ,gabe der ,unbestechlichkeit4 ,so sehr auch ,liebe fr dich ,partei ergreifen mag3 dein ,sein gilt1 nicht dein ,schein4 #aiac ,sieh an1 wie ein ,zweirad in ,bewegung und ,fahrt gesetzt wird4 ,wenn du deinen ,willen so in ,bewegung und ,fahrt zu setzen vermagst1 so wirst du nach einigen ,schwankungen wie ein ,meister im ,sattel sitzen4 ,,psychologisches #ahia ,nicht da ist man daheim1 wo man seinen ,wohnsitz hat1 sondern wo man verstanden wird4 #ahib ,ich halte es nicht fr das grte ,glck1 einen ,menschen ganz entrtselt zu haben1 ein greres noch ist1 bei dem1 den wir lieben1 immer neue ,tiefen zu entdecken1 die uns immer mehr die ,unergrndlichkeit seiner ,natur nach ihrer gttlichen ,seite hin offenbaren4 #ahie ,glocken um ,neujahr3 wie der gewaltige ,herzschlag einer starken unbesiegbaren ,lebenshoffnung4 99 99 99 99 99 ,unten am ,fenster ging ,meta vorber4 ,mein ,herz klopfte hrbar4 ,es klopfte so heftig1 da ich unwillkrlich ,herein6 sagte4 ,und das ,tor meiner ,traumwelt tat sich ein ganz klein wenig auf und herein schlpfte3 die ,liebe4 #ahif ,es ist eine ,kunst fr sich1 einen ,brief zur rechten ,zeit ankommen zu lassen4 ,man vergit ihrer gewhnlich4 ,und doch -- wie oft ein intimes1 beschauliches ,gesprch am ,morgen keine ,hrer an uns fnde1 so mutet uns ein ,brief morgens und abends anders an4 99 99 99 99 99 ,einer der seltsamsten ,zustnde ist das dunkle und unvollkommene ,bewutsein1 das wir von der ,form und dem ,ausdruck unsres eigenen ,gesichtes haben4 ,so wird mir oft von diesem und jenem ,gesichtsausdruck erzhlt1 hinter dem sich jedoch durchaus nicht das verbirgt1 was man aus ihm schlieen zu sollen glaubt4 99 99 99 99 99 ,es ist ein furchtbarer ,gedanke3 ich halte die ,hand vors ,auge und das ganze ,zimmer liegt im ,dunkel usw4 99 99 99 99 99 ,das ist ein uerst merkwrdiges ,gefhl1 wenn man sich frhmorgens ,gesicht und ,kopf abreibt und sich dabei vorstellt3 nun hast du deine ,gedanken mit gewaschen und abgetrocknet4 99 99 99 99 99 ,an den ,glockenstrngen der ,stimmungen4 #ahig ,es ist schn1 zu denken1 da so viele ,menschen heilig sind in den ,augen derer1 die sie lieben4 99 99 99 99 99 ,es gibt kaum eine grere ,enttuschung1 als wenn du mit einer recht groen ,freude im ,herzen zu gleichgltigen ,menschen kommst4 99 99 99 99 99 ,ein ,weib ohne ,bescheidenheit ist dem ,manne das ,greuel aller ,greuel4 99 99 99 99 99 ,da der moderne ,mensch nicht schreien soll1 ist eine seiner qualvollsten und verderblichsten ,forderungen an sich selbst4 99 99 99 99 99 ,der ,mann mit ,luftballons3 ,ideale6 ,kauft ,ideale6 99 99 99 99 99 ,je mehr ,bewegung man in seinem ,geiste auffat1 je glcklicher ist man4 berall die ,bewegung aufzeigen1 das schafft das meiste ,glck4 #aijd ,bild3 ,erinnerungen1 in den ,abgrund des ,vergessens fliehend 7gleitend1 fliegend74 ,die am nchsten schwebenden ,gestalten sind schon fast in ,nebel zerflossen4 99 99 99 99 99 ,von der ,prahlsucht der ,kinder3 ,wille zur ,macht berall versteckt4 99 99 99 99 99 ,ich definiere den ,humor als die ,betrachtungsweise des ,endlichen vom ,standpunkte des ,unendlichen aus4 ,oder3 ,humor ist das ,bewutwerden des ,gegensatzes zwischen ,ding an sich und ,erscheinung und die hieraus entspringende souverne ,weltbetrachtung1 welche die gesamte ,erscheinungswelt vom ,grten bis zum ,kleinsten mit gleichem ,mitgefhl umschliet1 ohne ihr jedoch einen anderen als relativen ,gehalt und ,wert zugestehen zu knnen4 99 99 99 99 99 ,tragikomdie3 ,ein ,mensch1 der seine ,grnde1 mit denen er bejaht oder verneint1 nicht mehr ernst nimmt1 sondern unter sie hinab in sein triebhaftes ,wesen taucht4 #aije ,es ist das ,vorrecht junger ,mdchen1 von ,zeit zu ,zeit aufzuschreien4 99 99 99 99 99 ,der ,mann hat sein ,ziel und das ,weib hat seinen ,sinn4 99 99 99 99 99 ,zur ,ehe3 ,ein ,ballon captif kann den ,himmel nicht erfliegen4 99 99 99 99 99 ,es gibt ,menschen1 die sich immer angegriffen whnen1 wenn jemand eine ,meinung ausspricht4 99 99 99 99 99 ber den ,wassern deiner ,seele schwebt unaufhrlich ein dunkler ,vogel3 ,unruhe4 99 99 99 99 99 ,es gibt keine ,seele1 die nicht ihr ,wattenmeer htte1 in dem zu ,zeiten der ,ebbe jedermann spazierengehen kann4 99 99 99 99 99 ,mir macht es oft ,mhe1 deine ,gedanken zu denken1 aber du wirst niemals meine ,empfindungen haben4 99 99 99 99 99 ,manchmal wird mir die ganze ,psychologie verdchtig1 wenn ich bemerke1 da auf eine richtige ,kombination schon bei den alltglichsten ,dingen so und so viele falsche kommen4 ,ja1 wenn ein ,mensch im ,prinzip so denken und empfinden mte1 wie die andern6 99 99 99 99 99 ,das schwer bersichtliche1 das nicht recht ,durchdringliche -- damit lockt uns das ,leben selbst immer weiter und damit lockt auch der platteste ,betrger noch -- und gewinnt4 99 99 99 99 99 ,das ,geheimnisvolle ist schlechtweg der sicherste ,reiz an den ,dingen4 ,zum ,beispiel ein altes ,haus1 eine ,landschaft1 die mehr noch verbirgt als zeigt4 ,ibsen hat darum von jeher gewut4 7,vielleicht zu sehr gewut47 ,es ist eine ,art ,dmmerluft um die ,dinge4 ,wie mystisch wirken z4,b4 nachts die ,huser einer ,stadt4 ,solch ein ,haus mag noch so hlich sein1 nachts wirkt es mit dem ganzen ,zauber eines unbegreiflichen ,behltnisses unbegreiflicher ,wesen1 die namenlos und unerklrlich geworden sind1 wie es selbst4 99 99 99 99 99 ,warum fhlen wir uns so zum ,romanischen als dem wesentlich ,formalen hingezogen8 ,weil wir selbst vielleicht nur zu fhig sind zu zerflieen1 uns metaphysisch zu interpretieren1 uns mystisch zu entindividualisieren und zu 'vergttlichen' und dafr das einzuben1 was starke ,vlker und ,zeitalter unter einer groen1 starken ,erdenpersnlichkeit verstanden haben4 99 99 99 99 99 ,der gesunde ,mensch ist schn und sein ,zustandekommen erstrebenswert4 ,aber es mu ein bichen irgendwelcher ,krankheit in ihn kommen1 da er auch geistig schn werde4 99 99 99 99 99 ,mglichst viel ,glck sagt man4 ,aber wie1 wenn die hchste ,glcksempfindung einen ,menschen voraussetzte1 der auch ,allertiefstes gelitten haben mu8 ,wenn ,glcksgefhl berhaupt erst mglich wre in einem durch ,lust und ,unlust gereiften ,herzen8 ,wer mglichst viel ,glcksmglichkeiten fordert1 mu auch mglichst viel ,unglck fordern oder er negiert ihre ,grundbedingungen4 #aijf ,blicke um dich ins ,leben1 zergliedere die ,schicksale jedes einzelnen derer1 die du kennst und frage dich1 ob es etwas andres als eine fast unerklrliche ,illusion ist1 die alle diese ,menschen das ,leben als lebenswert empfinden und preisen lt4 ,ob das groe ,glck eine andere ,rolle spielt als die eines zeitweisen ,wetterleuchtens1 ob nicht vielmehr die ,gewohnheit und das kleine1 das ganz minimal dosierte ,glck es ist1 was dem ,menschen das wahre ,gesicht seiner ,tage verschleiert4 99 99 99 99 99 ,ich frage mich oft1 welches der wnschenswertere ,typus von beiden ist3 der mehr geistige ,mensch1 fr den es nichts ,abstoenderes gibt1 als das ,uninteressante1 oder der mehr gemtliche1 fr den es schlechtweg nur ,anziehendes und ,abstoendes gibt4 99 99 99 99 99 ,das ist das rgste1 was einem ,menschen geschehen kann1 aus einem ,flieenden ein ,starrer 7ja auch nur ein ,stockender7 zu werden4 ,das erkennt mancher und nhrt ,friedlosigkeit in sich oder unaufhrlichen ,zweifel 7so tat ich es71 oder er ergibt sich einem ,streben nach fast ,unmglichem1 ,ungeheurem4 ,manche aber berlassen sich ihrer natrlichen ,liebe zu ,welt und ,mensch und damit geraten sie denn bald in die ,strmung unendlichen ,lebens1 werden hineingerissen in den ewigen ,zusammenhang aller ,dinge1 in dem es keinen ,stillstand gibt4 99 99 99 99 99 ,es ist das ,unglck1 da ,wrde und ,feinheit von ,gedanken oft von den ,raumverhltnissen eines ,zimmers1 einer beglckenden ,fensteraussicht1 einem gewissen ,ma von ,licht und ,farbe abhngig sind1 so da einer1 der sein ,leben lang in einer ,art von lnglichen ,schachteln gehaust hat und eines ,tages ein edel proportioniertes ,gemach betritt1 sich zu glauben geneigt findet1 wieviel er vielleicht allein durch den ,charakter seiner ,wohnrume geistig verloren haben knnte4 99 99 99 99 99 ,das1 was allem ,rauchen solchen ,reiz verleiht1 ist1 da sich der ,raucher1 wo auch immer1 mit einer vertrauten ,atmosphre umgeben kann1 einer mehr oder minder verklrten ,zone1 innerhalb der er ein bescheidenes ,gefhl von ,heimat empfinden darf mit all dem unwgbaren sinnlichen ,wohlbehagen1 womit uns das oft wiederholte ,gleiche beschenkt1 indem es wie unser ,bett1 unser ,sessel1 unsere ,lampe eine gewisse ,kontinuitt der ,stimmung befrdert1 ja wie in einem immer wieder gewobenen ,schleier ,gelebtes fr uns bewahrt1 ,werdendes treulich hinzunimmt4 99 99 99 99 99 ,die ,wirtsstube ist die ,palette1 auf der sich die ,farben des ,individuums mischen und vermhlen4 ,daher ihr groer ,reiz fr den ,teilnehmer wie fr den ,betrachter4 99 99 99 99 99 ,es ist ein wahres ,glck1 da der liebe ,gott die ,fliegen nicht so gro wie die ,elefanten gemacht hat1 sonst wrde uns1 sie zu tten1 viel mehr ,mhe machen und auch weit mehr ,gewissensbisse4 99 99 99 99 99 ,ob ,geister1 sofern es solche gibt1 auch ,bcher lesen8 ,ich meine1 ob sie1 wie sie vielleicht in unserm ,zimmer mit uns wohnen1 auch dann und wann1 in stillen ,winternchten etwa1 wenn sie es mde geworden sind1 den massigen ,menschenschlfer zu betrachten und zu belauschen1 sich in die ,werke vertiefen1 die auf unserm ,tische liegen8 ,vielleicht verstehen sie das ,geheimnis1 sie bei geschlossenem ,deckel1 ohne auch nur ein einziges ,blatt umzuwenden1 von ,anfang bis ,ende zu lesen4 ,wie ich darauf komme8 ,durch einen kleinen ,druckfehler1 in einem ,werke1 in dem ich gerade studiere4 ,ich zaudere1 ihn zu verbessern1 -- es ist nichts weiter1 als da in dem ,bindewort 'da' das s nicht verdoppelt ist2 aber ich tue es endlich doch3 ,denn1 wenn es nun doch ,geister gbe1 -- mten sie nicht unglcklich ber diesen ,fehler werden1 den sie selbst nicht verbessern knnen und aus dessen ,stehengebliebensein sie schlieen mssen1 da ihr ,freund ihrer nicht gedacht hat8 99 99 99 99 99 ,es ist bekannt1 wie viele verlorene ,nadeln sich tglich auf ,weg und ,steg finden lassen4 ,im uersten ,gegensatz hierzu wrde1 gesetzt auch geistige ,dinge knnten in solcher ,weise verloren gehen1 tglich wohl kaum ,ein ,paar ,scheuklappen gefunden werden4 99 99 99 99 99 ,tiefstes ,problem des modernen -- also wesentlich hlichen1 irgendwie verbogenen1 schlecht weggekommenen -- ,menschen3 ,wie kann ,schnes aus ,unschnem kommen8 ,wie ,vollkommenheit aus ,unvollkommenem8 -- ,alles ist ,ausdruck4 ,kein ,mensch kann ,schneres1 ,vollkommeneres geben1 als er selbst ist4 ,unser ganzes geistiges ,leben ist kein ,weg von uns anders wohin1 sondern einfach wir selbst4 99 99 99 99 99 ,es gibt nichts ,degoutableres1 als fortwhrend von sich als ,person zu reden 7auer zu bestimmten ,zwecken71 oder ber sich reden hren zu mssen4 ,daher ist es so klglich1 krank zu sein2 ein ,zustand1 in dem dieses ,reden und ,beredetwerden fast unvermeidlich ist4 99 99 99 99 99 ,wenn dich jemand 'vollkommen versteht'1 sei gewi1 da dich niemand vollkommener miversteht4 99 99 99 99 99 ,einander kennen lernen1 heit lernen1 wie fremd man einander ist4 99 99 99 99 99 ,ja -- nein3 geistiges ,strickziehen4 99 99 99 99 99 ,es ist gut1 da wir ,spiegel haben4 ,da wir fr gewhnlich unsere eigene ,miene nicht sehen1 ist eines der unheimlichsten ,dinge1 die es gibt4 99 99 99 99 99 ,wir spielen unsere ,gedanken gegeneinander aus1 in ,wirklichkeit unsere ,temperamente4 99 99 99 99 99 ,alles ,sagen ist ein dem andern in sich ,sagen1 und der sagt's4 99 99 99 99 99 ,wenn wir die ,macht und ,unbedingtheit einer ,liebesleidenschaft begreifen wollen1 so brauchen wir nur zu bedenken1 da sich in den beiden ,menschen1 die sich lieben1 zugleich der dionysische ,rausch zweier riesenhafter ,zellenvlker manifestiert -- so1 als ob ,ruland aus lauter ,mnnern und ,westeuropa aus lauter ,weibern bestnde und eines ,tages will das zusammen in orgiastischer ,hingerissenheit4 99 99 99 99 99 ,eine wenn auch noch so leichte ,sentimentalitt gehrt unstreitig zum ,charme jeder ,frau4 ,sie ist die ,verbrgerin jener ,augenblicke1 wo wir ihr ganz ,schutz1 ganz ,ruhe1 ganz ,meer sein drfen4 99 99 99 99 99 ,man verliebt sich oft nur in einen ,zustand des andern1 in seine ,heiterkeit oder in seine ,schwermut4 ,schwindet dieser ,zustand dann1 so ist damit auch der feine besondere ,reiz jenes ,menschen geschwunden4 ,daher die vielen ,enttuschungen4 99 99 99 99 99 ,die meisten ,menschen verdunsten einem1 wie ein ,wassertropfen in der flachen ,hand4 99 99 99 99 99 ,wir sind alle hart und uerlich zueinander1 auch wenn wir noch so sehr aufeinander einzugehen trachten2 aber wenn wir getrennt in unsern ,zimmern liegen und nachts der ,regen herniederfliet1 dann suchen wir uns im ,geiste mit zrtlicher1 bereuender ,teilnahme1 dann drngen wir uns aneinander wie unwissende und zusammenschauernde ,preisgegebne auf dunklem ,meer1 dann liebkosen und trsten sich unsere ,seelen1 die der erkltende ,tag wieder verstocken und verhrten wird1 dann lieben wir wirklich einander mit einer tiefen1 schwermtigen1 unbezwinglichen ,liebe4 99 99 99 99 99 ,es ist schauerlich an ,toren zu rtteln1 die verschlossen sind2 noch schauerlicher aber1 wenn sie nur aus dnnem ,seelenstoff1 ja1 wenn sie nur aus den khlen1 harten ,blicken einer ,seele bestehen1 die dich nicht in sich eindringen lassen will4 99 99 99 99 99 ,wir sind alle ,besessene1 man mu das ,wort nur wrtlich genug verstehen4 ,aber zugleich knnen wir auch ,mehrer dieses uralten ,besitzstandes sein1 den wir 'unsern ,geist' nennen1 zugleich auch ,besitzergreifende4 99 99 99 99 99 ,die ,forderung mglichster ,klarheit in allen ,dingen1 die wir andern gegenber so gern geltend machen1 entspringt vornehmlich dem ,unbehagen1 das uns alles nicht vllig ,verstandene als etwas von uns nicht vllig ,beherrschtes einflt4 ,es ist der ewige ,kummer der ,durchschnittsintelligenz1 da es auch auerhalb ihres ,begriffsvermgens noch ,geistigkeit gibt4 99 99 99 99 99 ,eine schwache ,persnlichkeit wird manchmal eine strkere ,persnlichkeit werden knnen als eine starke ,persnlichkeit4 99 99 99 99 99 ,glaubt ihr1 ein ,asket wolle weniger herrschen als ein ,weltmann8 99 99 99 99 99 ,der ,geist legt den ,charakter des ,menschen auseinander in seine ,teile1 aber diese ,teile gibt es in ,wirklichkeit nicht4 99 99 99 99 99 ,die ,ruhe vor dem ,tode1 das ,entsetzen vor dem ,tode -- wie erklrlich von der ,seele1 die ihre -- zum mindesten nchste -- ,zukunft voraussieht4 #aijg ,wie die ,gefahr des ,tauchers der ,tintenfisch1 so des ,grblers die ,melancholie4 99 99 99 99 99 ',totentanz' ist gar kein ,thema4 ,man sollte zeichnen und malen1 wie das ,weib den ,mann in den groen ,mischmasch hineinzieht4 ,unten sollte man die breite ,bettelsuppe des heutigen ,lebens hinmalen1 und in diese ,suppe hineinfhrend eine unabsehbare ,kette von ,weib und ,mann1 immer das ,weib voraus1 mit tausend ,gebrden1 von der unschuldigsten bis zur lasterhaftesten4 ,die ,mnner1 auf die es ankommt1 wollen schaffen1 sie wollen die ,welt vorwrtsbewegen2 das ,weib aber will vor allem wohnen4 ,ihm gengt das ,gegenwrtige vollkommen1 und es glaubt sich vllig gerechtfertigt1 wenn es der ,zukunft in ,form von ,kindern dient4 ,es ist die1 trotz der bekannten ,unbilden bequemste ,art1 den ,fortschritt der ,menschheit zu frdern3 man stellt ein ,kind1 das heit man beschrnkt sich darauf1 die ,aufgabe weiterzugeben1 einen ,dritten vorzuschieben4 ,solange die ,frauen das nicht begriffen haben1 nmlich1 da es neben ihrem blichen huslichen ,ideal auch noch andere grere ,kulturideale geben knnte1 wird die ,menschheit nicht entscheidend vorwrts rcken4 ,und deshalb liebe ich die ,russen und ,skandinavier so sehr1 denn dort findet man heute noch am ersten ,frauen1 die nicht nur ,sinn fr sich1 sondern auch ,sinn fr den ,mann haben1 die ihn wirklich wie ,kameraden untersttzen1 und nicht nur als gesetzliche ,konkubinen zum obersten ,haussklaven machen wollen4 99 99 99 99 99 ,den seelischen ,wert einer ,frau erkennst du daran1 wie sie zu altern versteht und wie sie sich im ,alter darstellt4 99 99 99 99 99 ,wie macht das ,gefhl bloen ,sichnaheseins ,liebende schon glcklich4 99 99 99 99 99 ,in der ,bewunderung manch eines ,menschen liegt etwas ,schamloses4 ,sein ',wie schn ist das6 ,wie schn ist das' ist nichts andres als ein ',wie wohl fhle ich mich1 wie wohl fhle ich mich6' ,das aber brauchte er nicht fortwhrend in die ,welt hinauszuempfindeln4 7,im 'nil admirari' liegt doch immerhin ein ganzes ,teil ,selbstzucht und ,takt47 99 99 99 99 99 ,dunkelblau gekleidete kleine ,mdchen auf grnen ,matten -- eine beinahe tragische ,wirkung4 99 99 99 99 99 ,es ist eines der merkwrdigsten ,dinge der ,welt1 da man eine ,seite und mehr lesen kann und dabei an ganz etwas anderes denken4 99 99 99 99 99 ,wre der ,mensch nicht noch fast vollkommen ,tier1 so wrde er in einer so ber alles ,ma gewaltigen und erschtternden ,welt1 in verhltnismig unmittelbarer ,nhe eines ,naturphnomens wie unserer ,sonne1 -- um nur etwas herauszugreifen -- nicht so sein1 wie er heut noch ist3 ein kleinliches1 grmliches1 banales1 kindisches1 eitles1 zankschtiges1 gedankenloses1 planloses1 kurz1 durchaus noch dumpfes und niederes ,wesen4 99 99 99 99 99 ,es ist schmerzlich1 einem ,menschen seine ,grenze anzusehen4 99 99 99 99 99 ,im ,grunde spricht sich wohl in allen ,forderungen1 die der ,mensch an seine ,gattung stellt1 nur der ,wunsch des ,menschen nach grerer und feinerer ,behaglichkeit des persnlichen wie sozialen ,lebens aus3 ,der ,mensch will wohl endlich soweit kommen wie die ,blumen und die ,bume3 ruhig leben und sterben zu drfen4 ,zweifellos wnschen sich die meisten ,menschen nichts ,besseres4 99 99 99 99 99 ,wir sind geborene ,polizisten4 ,was ist ,klatsch andres als ,unterhaltung von ,polizisten ohne ,exekutivgewalt4 99 99 99 99 99 ,eine ,hauptsache bei vielem ist1 da stets der ,anschein uerster ,wichtigkeit erweckt wird4 ,wenn z4,b4 eine ,katze ihrem ,verehrer fortluft1 so mu das aussehen1 als ob sie auf der anderen ,seite des ,weges etwas ungemein ,wichtiges zu tun htte1 was jeden andern ,gedanken ausschlsse4 ,oder wenn ein sogenannter ,zahlkellner gerufen wird1 so mu er immer erst wie der ,mond aus dem ,gewlk treten1 das heit erst nach lngerer ,zeit und nur auf einen ,moment1 zu dem man sich beglckwnschen mu1 da ihn neues ,gewlk schon wieder zu verschlingen droht4 ,auch in geistigen ,dingen ntzt dergleichen viel1 und wer darauf verzichtet1 kann sicher sein1 da ihn sobald keiner wichtig nimmt4 99 99 99 99 99 ,ironisches ,gebot3 ,wenn du gereizt bist1 so wirf die ,tr hinter dir zu1 das erweckt allgemein ,furcht4 99 99 99 99 99 ,es gibts nichts ,lohnenderes1 als der ,schwachheit des ,menschen durch ein schnes ,wort zu ,hilfe zu kommen4 ,verordne einem ',patienten' dreimal tglich ,manulavanz1 und er wird sich ber alle erhaben fhlen1 die sich blo die ,hnde waschen4 ,je interessanter du seine ,gewohnheiten benennst1 desto geschmeichelter und dankbarer wird er sein1 und das eine ,wrtchen ,alkoholismus1 um ein ,beispiel zu nennen1 hat sicherlich nicht nur ,gorkis ,satin1 sondern unzhlige andere ,unglckliche unzhlige ,male berauscht und getrstet4 bersetze das ,unglck mavoll ins ,arabische1 ,griechische1 ,lateinische1 und du wirst ein wahrer ,wohltter der ,menschen werden4 ,du gibst ihrem ,geist dadurch ,anregung1 du verschaffst ihnen eine kleine ,distanz zu ihren ,leiden oder ,lastern4 ,wie fremdartig ist es1 ,angina zu haben1 wie beinahe ehrenvoll1 die ,krisis eintreten zu fhlen4 ,du knpfst damit das ,individuum1 das nichts mehr frchtet als das ,alleinsein1 das ,alleingelassenwerden1 an ferne fremde ,zeiten und ,kulturen2 das alte1 das neue ,europa versammelt sich um sein ,lager1 und selbst wenn die ,pest es befllt und fllt1 kommt sie ihm doch aus ,asien3 die ,mutter der ,menschheit selbst trifft es mit den ,schatten ihrer gewaltigen ,flgel4 99 99 99 99 99 ,was ist das ,erste1 wenn ,herr und ,frau ,mller in den ,himmel kommen8 ,sie bitten um ,ansichtspostkarten4 99 99 99 99 99 ,es ist etwas ,herrliches1 wenn in das ,hndeklatschen einer ,menge jenes ,elementare kommt1 das ich das ,mark des ,beifalls nennen mchte4 99 99 99 99 99 ,mir sind diese ,leute1 die ber alles so klug zu reden wissen1 verdchtig4 ,des ,geistes zeugende ,kraft ist nicht in ihnen4 ,wem die ,natur etwas ,eigenes zu sagen mitgab1 den kmmert es wenig1 in jenem ,sinne klug zu reden4 ,ihn erfllt ganz der ,geist seiner ,aufgabe 7nicht der ,aufgabe anderer74 99 99 99 99 99 ,wer sich selbst auch nur ,einen geistig regen ,vormittag streng beobachtet1 dem mu das scheinbare ,filigran der ,psychologie vorkommen1 wie ein ,gespinst aus ,baumstmmen4 99 99 99 99 99 ,die ,psychologie befat sich mit den einzelnen ,wellen des ,baches4 ,aber hat ein ,bach je aus -- ,wellen bestanden8 99 99 99 99 99 ,die ,psychologie antwortet1 so wie der ,lehrer dem ,kinde1 das ihn fragt3 ,was ist das -- ein ,baum8 ,ein ,baum1 sagt er1 ist eine ,pflanze mit ,wurzeln1 einem ,stamm1 sten1 ,blttern usw4 ,und das ,kind des #ai4 ,jahrhunderts ist ganz glcklich1 da es nun 'wei'1 was ein ,baum ist4 99 99 99 99 99 ,man mu scharf zwischen dem aktiven und dem kontemplativen ,menschen unterscheiden4 ,jedem sein ,reich und seine ,welt fr sich4 ,und vor allem1 wird der ,kontemplative sagen1 dem ,aktiven sein ,reich fr sich4 ,denn wenn der ,kontemplative der ,duft der ,lebensblume ist1 so ist der ,aktive1 so ist 'die ,welt' der einzige ,weg zu diesem ,duft4 99 99 99 99 99 ,wenn ich die ,augen fnf ,minuten lang geschlossen und inzwischen nicht ganz klar und zusammenhngend gedacht habe1 so knnte ich mir leicht einreden1 ein ,jahr sei vergangen und noch viel mehr4 99 99 99 99 99 ,es gibt nichts ,sinnverwirrenderes1 als eines ,tages zu entdecken1 da man als der und der lebt4 99 99 99 99 99 ,je tiefer einer wird1 desto einsamer wird er2 aber nicht nur das3 desto mehr lassen ihn selbst seine treusten ,freunde allein -- aus ,zartgefhl1 ,schamgefhl1 ,liebe1 ,ehrfurcht1 ,verlegenheit1 ,hochachtung1 ,scheu1 kurz1 aus den allerbesten ,grnden und mit dem unanfechtbarsten ,takt des ,herzens4 99 99 99 99 99 ,man hat nie nur einen ,grund zu einer ,handlung1 sondern hundert und tausend4 99 99 99 99 99 ,heftige ,bewegungen machen alle ,tiere scheu4 ,so sollte sich auch der vollkommene ,weise im ,geistigen jher ,bewegungen enthalten4 ,im ,grunde ist es das ,gleiche1 wie du an ein ,pferd herangehst und sein ,zutrauen gewinnst1 und wie du an einen ,menschen dich wendest und ihn eroberst4 99 99 99 99 99 ,je ernster ein ,kritiker seine ,kritik nimmt1 desto kritischer wird er seinen ,ernst nehmen4 99 99 99 99 99 ,der ,ironiker ist meist nur ein beleidigter ,pathetiker4 99 99 99 99 99 ,viele der ,feinsten gehen in sich gekehrt durchs ,leben1 weil sie es nicht ertrgen1 von andern berlegen betrachtet zu werden4 ,sie frchten die ,verwundung ihres ,stolzes1 den ,verlust ihres ,machtgefhls1 sie ziehen es vor1 in ihren vier ,wnden die ,ersten zu sein1 statt auf dem ,markte die ,zweiten4 ,aber manch einen macht solch heimliches ,schatzhtertum auch bitter und hochfahrend4 ,immer lauter mu er bei sich ,stolz nennen1 was im ,grunde vor allem ,furcht ist1 um schlielich1 statt der ,verschwender1 der giftige ,drache seines ,horts zu werden1 der alle ,welt ob ihrer ,armut verachtet4 99 99 99 99 99 ,vorsehung -- ,ich kann mir wohl denken1 da in einem genialen ,menschen auch ein geniales un- oder unterbewutes sich ,vorsehen waltet1 so wie einer im ,traumwandeln dem berall drohenden ,tode instinktiv ausweicht4 ,napoleon im ,kugelregen4 99 99 99 99 99 ,wie nahe ,furcht und ,mut zusammenwohnen1 das wei vielleicht am ,besten1 wer sich dem ,feind entgegenwirft4 99 99 99 99 99 ,phantasie ist ein ,gttergeschenk1 aber ,mangel an ,phantasie auch4 ,ich behaupte1 ohne diesen ,mangel wrde die ,menschheit den ,mut zum ,weiterexistieren lngst verloren haben4 99 99 99 99 99 ,was wirkt am innerlich glhenden ,menschen nicht bertrieben8 ,steht er nicht ewig wie unter lauter ,gromttern und ,grovtern8 ,und geht und spricht er drum nicht am liebsten zu -- ,kindern8 #aijh ,dieser ,brief wre an ,dich gerichtet1 von dem ich zehn ,jahre nichts mehr gehrt noch gesehen habe8 ,o nein1 wie wre das mglich4 ,er ist an das ,bild gerichtet1 das ich von damals und frher von ,dir in mir trage1 das ich zwar zu modifizieren versucht habe1 aber mit nicht grerem ,glck als der ,bildhauer1 der ,deinen ,kopf vor #aj ,jahren geformt htte und nun unternhme1 die #aj ,jahre ,vernderung hineinzubringen1 ohne das also vernderte ,original vor sich zu haben4 ,und ,dein ,brief1 meinst ,du1 wre an mich gerichtet8 99 99 99 99 99 ,es ist rhrend1 dem ,erklren und ,beschreiben feiner ,historiker und ,psychologen zuzusehen3 mit wie geschickten ,fingern sie das ,leben zergliedern1 zerfasern -- und wie dennoch das ,geheimnis dieses ,lebens unberhrt bleibt4 99 99 99 99 99 ,manche ,menschen machen sich vor andern so klein wie mglich1 um -- grer als diese zu bleiben4 99 99 99 99 99 ,dem ,worte ,grenwahn ist noch nie das ,wort ,kleinheitswahn oder ,niedrigkeitswahn gegenbergeprgt worden4 ,und doch ist dieses ,leiden so verbreitet1 da ganze ,vlker noch nicht darber hinausgekommen sind1 sich als bloe ,tiere zu empfinden1 zu gebrden und zu behandeln4 99 99 99 99 99 ,mein ,satz3 ,dummheit als absolut notwendiges ,retardivum4 99 99 99 99 99 ,ein berhmter ,arzt ist wie eine junge ,millionenerbin4 ,er wei nie1 wie weit man ihn als ,menschen und nicht nur als ,arzt liebt4 99 99 99 99 99 ,wie wohl kann das ,gerusch einer ,sge oder einer arbeitenden ,lokomotive tun1 ein ,hmmern1 ein ,trenschlagen1 ja selbst ein ,wagenrasseln1 wenn man wund und weh daliegt und nach einfachen krftigen ,gren des ,lebens hungert4 99 99 99 99 99 ,jedes ,wort ist notwendig ,pol4 ,im ,innern sind wir nur als ,wortlose1 sind wir nur1 sobald wir blo sind1 unser ,sein blo fhlen4 ,daher das tiefe ,friedensgefhl1 das wir allem ,vegetativen beilegen und beilegen drfen4 99 99 99 99 99 ,im ,schachspiel offenbart sich durchaus1 ob jemand ,phantasie und ,initiative hat oder nicht4 99 99 99 99 99 ,wahrlich eine verderbliche ,lehre3 es sei die ,bestimmung des ,weibes1 ,gattin oder ,mutter zu werden4 ,damit wird das ,weib als ,mensch1 als ,individuum vllig ausgeschaltet1 als htte es an sich berhaupt keinen ,wert1 keinen ,sinn1 keine ,entwickelungsmglichkeiten1 habe berhaupt nur in ,beziehung auf ,gatten und ,kind ,existenzberechtigung4 ,mchten sich doch alle darber klar werden1 da wir auer ,mnnchen und ,weibchen auch noch ,menschen sind4 99 99 99 99 99 ,im ,sohn will die ,mutter ,mann werden4 99 99 99 99 99 ,das ist die ,gefahr von uns ,knstlern3 ,wir empfinden z4,b4 einen aufgesttzten1 entblten ,frauenarm von so hinreiender ,schnheit1 da wir ganz vergessen1 da er einer bestimmten ,frau gehre4 ,und wenn wir zu dieser ,frau nun in ,liebe entlodern1 so ist es eigentlich die ,schnheit des ,weibes1 des ,menschen berhaupt1 die wir anbeten1 weniger sie selbst4 ,und da setzt leicht die ,tragdie ein4 99 99 99 99 99 ,ein ,mdchen gefllt uns nicht so sehr etwa um ihrer ,augen willen1 als ihre ,augen um seinetwillen1 das heit um seiner ganzen imponderablen ,persnlichkeit willen4 #aiji ,das ,weib mischt uns ins ,leben hinein4 99 99 99 99 99 ,leichtsinn und ,geduld1 zwei weibliche ,haupteigenschaften4 99 99 99 99 99 ,natrlichkeit1 ,schwester der ,freiheit 7und ,einfalt74 99 99 99 99 99 ,es ist schauerlich1 ,klavier spielen zu hren1 whrend man ber ,berge und ,tler hinwegblickt und die ,erde als eine ihrer unzhligen ,schwestern mit sich im unendlichen ,rume schweben und kreisen fhlt4 99 99 99 99 99 ,ein gewisses ,ma von ,schelten gehrt wohl zum ,leben4 ,schelten in seiner sublimiertesten ,gestalt1 als philosophischer1 ja1 als religiser ,pessimismus1 drfte ebenso nur eine ,art von ,ventilierung sein1 wie der mehr oder minder gerechtfertigte rger des ,eintags4 ,alles in ,allem mchte hier ein ,zuchtproblem vorliegen1 das nur selten gelst werden wird2 wenn nmlich dies ganz groe ,zucht 7also ganz groer ,stil7 ist3 ein leidenschaftlich empfindsamer ,geist und doch zugleich ein ,weiser zu sein4 99 99 99 99 99 ,die ,meisten wissen garnicht1 was sie fr ein ,tempo haben knnten1 wenn sie sich nur einmal den ,schlaf aus den ,augen rieben4 99 99 99 99 99 ,manche ,menschen treiben leicht ab4 ,unversehens sind sie anderswo1 als wo man sie haben will1 als wo sie sich selbst haben wollen4 99 99 99 99 99 ,darum knnen ,zeitungen so sehr schaden1 weil sie den ,geist so unsglich dezentrieren1 recht eigentlich zer--streuen4 99 99 99 99 99 ,wer sich berhebt1 verrt1 da er noch nicht genug nachgedacht hat4 99 99 99 99 99 ,vielen ist ,reisen ein ,ersatz fr ,leben4 ,es gibt oft nichts ,schmerzlicheres1 als solches zu erkennen4 99 99 99 99 99 ,wenn die ,mehrzahl der ,menschen das ,kleine nicht so viel wichtiger nhme als das ,groe1 wrde das ,groe nie auf seine ,rechnung kommen4 ,wenn der ,mensch sich mehr um den ,himmel als um die ,erde kmmerte1 wrde nicht nur die ,erde1 sondern auch der ,himmel verkmmern4 ,der ,geist ist nicht umsonst in die ,materie herabgestiegen4 #aiaj ,wie schn ist es1 das ,auge von einem schnen ,buch1 in das man versunken war1 zu einer schnen ,landschaft aufzuschlagen4 ,dieser kurze bergang von chiffrierter ,geisterwelt in symbolische1 dieser jungfruliche ,augenblick unbewuten ,staunens ist einzig4 99 99 99 99 99 ,alles was nicht leicht verstanden wird1 reizt leicht4 ,die edelste ,musik kann so z4,b4 ebenso wie die tiefste ,philosophie ,gegenstand erbitterter ,gegnerschaft werden4 99 99 99 99 99 ,solange das ,tier noch gegessen wird1 solange wird es seinen ,esser auch besitzen4 ,auge um ,auge1 ,zahn um ,zahn4 ,oder glaubt man wirklich1 es sei keine ,beziehung zwischen der ,dummheit des ,kalbes1 der ,kuh1 des ,ochsen und der ihrer ,verzehrer1 es bertrage der ,hammel1 das ,schwein1 der ,fisch usw4 nicht ganz besondere psychische ,hemmungen oder ,reize8 99 99 99 99 99 ,es gibt nichts ,schwereres1 als einen ,menschen1 den man liebt1 einen ,weg gehen lassen zu mssen1 der zur nchsten ,stadt fhrt1 statt auf den nchsten ,gipfel4 #aiab ,fr den ,trgen gibt es nichts ,aufreizenderes als die unaufhrlich fortschreitende ,zeit4 ,er fhlt1 wie sie ber ihn hinweggeht und stammelt ihr in dumpfem ,ingrimm seine ,verwnschungen nach4 99 99 99 99 99 ,was gegen die hchsten1 reinsten ,empfindungen ausgespielt wird1 sind nichts als die gleichen ,empfindungen1 nur noch mehr oder minder vor ihrer ,katharsis4 ,wie kann man den ,satz nachsprechen3 ,gott ist die ,liebe1 und an anderer ,stelle der ,meinung sein1 eine vom ,tierischen ganz losgelste seelisch-geistige ,liebe sei -- wohl vielleicht eine reinere1 aber auch eine khlere1 blassere1 ohnmchtigere ,liebe6 99 99 99 99 99 ,es gibt ,seelen1 zu schamhaft1 ,wege der tieferen ,erkenntnis beschreiten zu wollen4 ,sollten sie als 'von ,gottes ,stamme' nicht noch zu wenig stolz sein und als ,arbeiter an ,gottes ,reiche nicht noch zu wenig demtig8 99 99 99 99 99 ,welcher ,erfahrene kennt nicht im ,geistes- und ,empfindungsleben den ,zustand des ,federstrubens der ,vgel4 99 99 99 99 99 ,ich machte die ,beobachtung1 da ,menschen1 die beim ,beifallklatschen die ,arme weit von sich1 ja fast ber ,kopfeshhe ausstrecken1 in einer zugleich wunderlichen und schmerzlichen ,weise den ,anblick ungeduldig ,bittender1 ungeduldig -- ,betender gewhren1 eine ,vorstellung1 von der sie selbst nicht das ,geringste ahnen und die doch nichts weniger als ihre ganze drstende ,seele -- in einem doppelgngerischen ,bilde gleichsam -- enthllt4 99 99 99 99 99 ,die ,anzahl der geistigen ,foltermittel1 die wir heute noch unter- wie gegeneinander bewut oder unbewut anwenden1 ist gro4 ,eines davon ist das ,fragen4 ,es gibt ,menschen1 die so wenig wie mglich gefragt sein wollen2 wohlverstanden3 nach ,unwesentlichem4 ,und ,gegenstcke dazu3 ,menschen1 die fast keine andere ,interpunktion kennen1 als das ,fragezeichen4 99 99 99 99 99 ,wie mancher mu sich auf ,kosten seiner ,vergangenheit lieben lassen4 ,diese ,vergangenheit hat ihm vielleicht ein gutartiges ,gesicht gegeben4 lter werdend aber erkennt er mehr und mehr auch das ,bse in sich4 ,nun aber hngt ihm seine ,miene wie ein ,schild vor1 das nur die eine ,seite seines ,wesens anzeigt4 99 99 99 99 99 ,gewi hat der ,mann die moderne ,kultur geschaffen1 aber sie ist denn auch nur fr ihn ein so ungeheurer ,ruhmestitel4 ,er selbst wrde vermutlich nie an dieser kompakten ,errungenschaft vorbeikommen1 wenn es nicht ,frauen gbe1 die1 ohne seinen ',geist der ,schwere' himmlisch unbefangen daran vorber und dem entgegenschritten1 was ihrer ,seele -- denn fr sie gibt es in der ,tat und horribile dictu noch eine ,seele -- not und wohl tut4 99 99 99 99 99 ,wie ein ,wind ber ein hrenfeld1 so ging diese durchfahrene ,viertelstunde ber seine bewegliche ,seele4 #aiac ,takt erfordert vor allem ,phantasie4 ,man mu viele ,mglichkeiten der fremden ,seele berschauen1 viele ,empfangsmglichkeiten und danach1 was man geben kann1 einrichten4 99 99 99 99 99 ,es gibt ,naturen1 die fr sich allein ,stunden lang mit ihren ,freunden und ,bekannten reden1 whrend ihnen in deren ,gegenwart jeder ,gesprchsstoff entfallen ist4 99 99 99 99 99 ,du wohnst in einem ,hause1 das viele ,menschen mit dir zugleich bewohnen4 ,einer dieser ,hausgenossen ist ein auf den ,tod ,kranker1 von dem du weit1 und viele der andern wissen es mit dir1 da ihm jeder ,lrm1 vor allem jede irgendwie laute und grelle ,musik zur vollkommenen ,folter und ,marter wird4 ,da erscheint ein ,mann mit einer ,ziehharmonika vor dem ,hause und fngt an seine ,operetten zu spielen4 ,dein erster ,gedanke ist3 ,dem ,mann mu sofort ein ,geldstck gegeben werden1 das ihn veranlat1 sein ,spiel einzustellen und weiterzugehen4 ,aber du kannst es nicht1 denn du liegst selbst zu ,bett und deine ,bedienung ist ausgegangen4 ,aber das ganze brige ,haus6 ,einer wird doch gleich dir auf den ,gedanken kommen1 wenigstens einer aus der nchsten ,umgebung des ,kranken4 ,niemand rhrt sich4 ,der ,musikant spielt eine ,viertelstunde lang1 er berbietet sich4 ,wie dieses ,haus1 so ist das ,haus der ,welt4 ,einer darinnen vielleicht hat jeweilig den rechten ursprnglichen ,gedanken -- den ,gedanken1 der sich im ,grunde von selbst versteht -- aber er ist an seiner ,ausfhrung gehindert4 ,vielen andern geht auch noch so etwas hnliches durch den ,sinn -- aber sie lassen es beim ,gedanken von vornherein bewenden4 ,ermi daraus die ,kraft der ,originalitt des ,menschen1 berechne daraus die ,mglichkeit1 die ,wahrscheinlichkeit einer wahrhaft originellen ,handlung4 ,,erkennen #ahif ,unser ,begreifen ist ,schaffen2 seien wir doch selig in diesem ,bewutsein4 99 99 99 99 99 ,der ,mensch ist ein in einem ,spiegelkerker ,gefangener4 #aije ,man sieht oft etwas hundert ,mal1 tausend ,mal1 ehe man es zum allerersten ,mal wirklich sieht4 99 99 99 99 99 ,ein jeder sollte erst seine ,grenzen anzugeben suchen1 soweit er sie selbst erkennen kann1 um darauf umso freier und unbefangener seine ,beobachtungen und ,meinungen niederzulegen4 99 99 99 99 99 ,die ,menschen haben sich daran gewhnt1 von hinten nach vorn1 statt von vorn nach hinten zu denken4 #aijf ,bedeutet es schlielich etwas1 seine ,kniee und ,fe anblicken zu knnen8 ,und doch kannst du es nur solange1 als du in dir lebst4 99 99 99 99 99 ,nur der ,erkennende lebt4 99 99 99 99 99 ,ich darf wohl sagen3 ,ich liebe die ,wissenschaft von ,grund aus und hasse alle ,schwarmgeisterei4 ,eine ,wissenschaft aber1 die vergit1 da sie eine seltene1 wunderbare ,blume auf dem ,boden des ,mysteriums ist1 ja1 die vergit1 da sie selbst ,mysterium ist1 sie fllt mit der belsten ,schwarmgeisterei in eins zusammen1 sie ist im ,tiefsten inferior1 allein schon rein intellektuell genommen4 99 99 99 99 99 ,die ,wissenschaft ist nur eine ,episode der ,religion4 ,und nicht einmal eine wesentliche4 99 99 99 99 99 ,alles erkenntnistheoretische ,denken ist ein ,spielen mit dem ,feuer4 ,wenn der ,alltag nicht wre mit seinen #bd breiten ,krperstunden1 wenn wir nicht als ,tiere so fest und konomisch gebaut wren1 so wrde unser armes ,gehirn zehnmal statt einmal verbrennen1 so wre philosophische ,begabung und ,anwartschaft auf ,verrcktwerden dasselbe4 ,und so wird dieses ,spiel denn auch immer gewagt werden drfen4 ,zwar1 der ,einsatz ist dein ,leben1 aber wenn du auch die ,gefahr nicht bestehst1 so brauchst du selbst keineswegs grundstzlich zu verlieren4 99 99 99 99 99 ,der ,denker1 der dir kein ,grauen erregt1 ihn magst du zu ,tisch einladen4 99 99 99 99 99 ,jedesmal wieder1 wenn man so recht in die ',welt' hineindenkt1 kommen einem alle menschlichen ,gedanken darber vor wie ,kinderstammeln1 was sage ich1 wie ,bewegungen von ,insekten1 die von der ,spitze ihres ,grashalms in die ,luft hinaustasten4 ,und das gilt nicht nur von gewhnlichen ,gedanken1 das gilt ebenso von den tiefsten ,gedanken unserer fhigsten ,kpfe4 ,nur da wir durch unsere ,sinne die ,welt so vereinfacht -- besser vielleicht von einem ,unendlichfachen auf ein ,fnffaches gebracht -- haben1 ermglicht uns1 in ihr mit so festen ,schritten zu wandeln2 nur da wir meinen1 'die ,welt' in ,wahrheit vor uns zu haben1 wie ein gewaltiges ,gemlde1 das -- wenn auch nur im ,groen -- so sei1 wie wir es sehen1 ermglicht den ganzen ,schatz menschlich-brgerlichen ,hochgefhls1 die ,freudigkeit des ,tatmenschen1 den tragischen ,stolz des ,philosophen1 die kniglichen ,empfindungen des ,knstlers4 ,unsere ,armut ist es1 die uns reich macht1 unsere ,beschrnktheit1 der wir das ,gefhl unbeschrnkter ,entwickelungsfhigkeit verdanken4 ,aber umsonst4 ,irgend einmal und dann immer wieder wird -- wenn auch nur blitzartig -- die ,armut als ,armut1 die ,beschrnktheit als ,beschrnktheit erkannt1 die groartige ,illusion zerreit und die ,geschichte der ,erde und seines ,bewohners entpuppt sich in der ,riesensaison des ',universums' als -- brgerliches ,schauspiel1 eines unter unzhligen1 ,verfasser unbekannt1 ,wert indifferent4 99 99 99 99 99 ,das ,urbuch der ,welt wird mit sympathetischer ,tinte geschrieben4 99 99 99 99 99 ,nur im vorbereiteten ,herzen kann ein neuer ,gedanke ,wurzel fassen und gro werden4 ,sich vorbereiten1 sich zubereiten1 den ,acker lockern fr das beste ,korn1 ist alles4 99 99 99 99 99 ,es gibt kein greres ,hindernis1 zur ,wahrheit zu gelangen1 als -- schreiben zu knnen4 ,vergi deinen ,stil1 vergi allen ,stil1 berla dich ganz dem ,rhythmus der inneren ,stimme1 berla alle ',kunst' denen1 die mehr ,knstler sind als ,wahrheitssucher4 99 99 99 99 99 ,der ,materialismus hat uns in viele ,jmmerlichkeiten gestrzt1 aus denen wir uns erst nach und nach wieder erheben werden4 99 99 99 99 99 ,alles ,denken ist ,zurechtmachen4 #aijg ,wunder ist ein ,orientierungsbegriff wie tausend andre4 ,wird dieser ,begriff mehr und mehr aus der ,welt geschafft1 so heit das nichts weiter als3 wir brauchen diesen ,orientierungsbegriff nicht mehr1 er ist fr uns aufgegangen in den ,begriff ,entwickelung4 ,wunder nannte man einst alles bernatrliche4 ,da man heute bereingekommen ist1 alles berhaupt ,mgliche dem ,begriffe ,natur unterzuordnen1 gibt es nichts bernatrliches1 also auch kein ,wunder mehr4 ,aber ,natur ist auch nur ein heuristischer ,begriff und wer sich in der ,zwangsjacke eben dieser ,begriffe nicht wohl fhlt1 wird ihn abermals entthronen und das alte ,wort ,wunder -- vielleicht auf lateinisch als ',mysterium' -- in einem neuen greren ,sinne ber ihn setzen4 ,worte1 ,worte6 ,wird man nie begreifen1 da ,worte nur ,entscheidungen sind1 nicht ,erkenntnisse8 99 99 99 99 99 ,es ist eine sehr geistreiche 767 ,forderung1 die ',natur' auf 'natrliche' ,weise erklrt sehen zu wollen4 99 99 99 99 99 ,wie mancher ,gedanke fllt um wie ein ,leichnam1 wenn er mit dem ,leben konfrontiert wird4 99 99 99 99 99 ,ich meine3 ,gehirn und ,dinge sind in ,einem ,zirkel beschlossen4 ,im ,gehirn kann nicht sein1 was nicht im ,stoff ist4 99 99 99 99 99 ,wenn die ,gehirnorganisation all ihr ,um-sich unter den ,formen von ,zeit und ,raum begreift1 so ist anzunehmen1 da der unendliche ,stoff hier keine ihm nicht entsprechende ,organisation wird hervorgebracht1 oder3 wird zugelassen haben4 ,ich meine1 diese ,organisation1 die unter ,raum und ,zeit begreift1 erstand doch selbst aus dem1 was sie nun begreift1 und kann darum als ,funktion des zu ,begreifenden nicht essentiell von diesem verschieden sein 444 99 99 99 99 99 ,a4 ,wenn jemand von einer ,philosophie der ,ameisen reden wrde1 so mchte er wohl frhlichem ,lachen begegnen4 ,aber ist die ,philosophie der ,menschen wirklich etwas so sehr1 sehr anderes1 als eine ,philosophie der ,ameisen wre8 ,stelle dir nur an einem schnen ,sommerabend den ,erdball und das ,leben auf seiner ,oberflche vor6 ,b4 ,ja ja1 mein ,lieber1 wenn es die ,menschen nur nicht zu dem einen ,gedanken gebracht htten3 alles ist mir nur insoweit bekannt1 als es meine ,vorstellung ist4 ,dieser ,gedanke1 der ihm alles zu nehmen scheint1 gibt ihm zugleich das ,recht1 sich selbst dem ,sternenhimmel gegenber zu behaupten1 denn das ,bewutsein1 da alles1 was er da erkennt1 nur ein ,bild in ihm ist1 ja1 noch mehr1 das dies 'er selbst' nur ein ,bild -- soll er sagen sein ,bild8 -- ist1 erlaubt ihm1 deinem ,ameisengleichnis den ,stachel zu nehmen1 so gut1 wie dem ,eindruck gestirnter ,ewigkeit4 ,die ,rechnung steht nun fr ihn so3 ,auf der einen ,seite 'alles ,seiende' als ,bild4 ,auf der andern das1 welches 'all dies ,seiende zusamt sich selbst' -- als ,bild empfindet4 -- ,wir sind wieder da1 wo jeder zuletzt hinkommt1 und was ich beim ,lesen ,meister ,ekkeharts einmal so formulierte3 ,gott ist ein ,subtraktionsexempel4 99 99 99 99 99 ,betrachte den ,fhler dieses feingliedrigen ,kfers4 ,was ist der ,mensch anderes als solch ein ,fhler1 von unbekannter ,urkraft ausgestreckt1 tastend sich ber die ,dinge zu unterrichten suchend1 zuletzt forschend zurckgekrmmt auf sich selbst -- 8 ,der ,mensch1 ein ,taster ,gottes nach ,sich selbst4 99 99 99 99 99 ,alles ,denken ist bersetzen ,gottes ins ,rationalistische4 ,von ,gott1 dem ,original1 wissen wir nur durch ,gott1 den bersetzer4 99 99 99 99 99 ,man hat ,hegel verspottet1 weil er sagte1 aus ihm rede der ,weltgeist4 ,ach1 auch aus ihnen1 den ,spttern1 redet leider nichts anderes4 99 99 99 99 99 ,ich lese mit ,erschtterung in ,hegel1 an dem ich immer vorbeigegangen war4 ,zwei ,dinge hielten einst schon den ,studenten ab1 ,hegeln eine unbestimmte geheime ,neigung zu entziehen3 ,seine berlebensgroe ,bste1 die ihm am ,kastanienwldchen hinter der ,berliner ,universitt manchen bedeutenden ,augenblick schuf1 und das ber ihn umlaufende ,wort3 niemand habe ,hegeln zuletzt mehr verstanden1 nicht einmal er selbst4 ,ich halte den nmlich nicht fr den ,trger und ,offenbarer hchster ,erkenntnisse1 der diese ,erkenntnisse ein fr alle ,mal 'versteht'4 ,das ,hchste vermag der menschliche ,geist auch nur in hchsten ,momenten zu leisten1 und manchmal ist es nur ein ,blitz1 der die ,tiefe der ,welt sekundenlang aufreit4 99 99 99 99 99 ,entweder man ist ,knstler oder ,philosoph4 ,der ,philosoph achtet die ,kunst1 ja liebt sie1 -- aber er komplimentiert sie hinaus1 wenn er mit seinem ,ernst allein sein will4 99 99 99 99 99 ,wogegen ich mich vor allem richte1 das ist die ,brgerlichkeit so vieler bisheriger ,philosophie4 ,es fehlt mir darin zu sehr an jener berwltigung des menschlichen ,geistes durch das1 was ihn wohl berwltigen darf3 die nicht nur rechnerisch gebrauchten1 sondern innerlich erlebten ,vorstellungen von ,ewigkeit und ,unendlichkeit4 ,fr mich beginnt ,philosophie hart vor dem ,wahnsinn1 sonst ist sie ein ,handwerk wie andre auch4 ,und sie mu immer wieder bis hart an den ,wahnsinn fhren1 das ist beinahe eine ,forderung der ,sittlichkeit philosophischen ,denkens1 da es sonst einen ,mangel an ,leidenschaft zu bedenklich verrt4 ,ohne ,leidenschaft aber ist jede ,ttigkeit groen ,stiles1 so erhaben sie sich auch geben mag1 gemein4 99 99 99 99 99 ,wie mancher ,steinregen im ,hochgebirge verdankt dem ,klettern einer ,gemse seinen ,ursprung4 ,dies bedenke auch du1 der du auf ,gedankenbergen herumkletterst1 und -- freue dich dessen oder mache dir ,vorwrfe darber oder beides zugleich1 je nachdem du geartet bist4 ,man mu ,pessimismus und ,optimismus als ',stimmungen' hinter sich lassen1 wenn man1 obzwar erkenntnislos1 aber von allen ,seiten umwittert1 den ,pfad der ,wirklichkeit wandelt4 99 99 99 99 99 ,sei nur ,skeptiker1 es gibt keinen besseren ,weg als den fortwhrenden ,zweifelns4 ,denn nur1 wer die ,relativitt jeder ,meinung eingesehen hat1 sieht zuletzt auch die ,relativitt dieser ,einsicht ein -- und schwingt sich endlich vom letzten ,erdenwort in -- ,sich selbst zurck4 99 99 99 99 99 ,wenn ich wte1 welches ,wort der ,erde keine ,vorstellung enthielte1 so wrde ich es dazu gebrauchen1 das ,wort ,vorstellung zu berwinden4 ,aber dieses ,wort ,vorstellung bleibt zuletzt als einziges auf dem obersten ,siebe liegen1 das alle andern passiert haben4 ,nur glaube man nicht1 damit etwas anfangen zu knnen4 ,denn wenn ich sage3 ,die ,welt ist meine ,vorstellung1 so sage ich damit nichts andres als3 eine ,vorstellung ist meine ,vorstellung4 ,es gibt keinen ,weg hinaus1 es gibt nur einen ,weg hinein4 99 99 99 99 99 ,welche ,vorstellung wre zuletzt nicht anthropomorph6 ,anthropomorph1 sagt man1 sei die ,vorstellung eines persnlichen ,gottes4 ,aber der ,naturforscher1 der sich die ,welt unpersnlich1 nmlich als ,natur1 als ,wirklichkeit1 als einen unendlichen ,knuel von ,wirkungen denkt -- hat ja auch von sich selbst kein anderes ,bild2 er sieht sich1 interpretiert sich 'naturwissenschaftlich' als ',natur' und projiziert sich 7in seiner neuen ,weltinterpretation7 nur ebenso unvermeidlich ins ',universum' hinein wie frher4 ,oder vielmehr3 ,universum ist bereits ,selbstprojektion4 ,anthropomorph ist und mu 'alles' bleiben4 99 99 99 99 99 ,das menschliche ,denken ist wie eine trbe ,flssigkeit1 die sich im ,lauf der ,jahrhunderte langsam klrt4 ,nach immer mehr ,erklrung trachtet der ,geist1 aber das ,ergebnis ist nur immer mehr -- ,klrung4 ,und zuletzt wird das ,denken schn geworden sein1 wie klarer ,honig1 klares ,wasser1 klare ,luft4 99 99 99 99 99 ,mir fllt in aller bisherigen ,philosophie eins auf3 ,sie hat nie recht genug -- ,phantasie1 ,sie zerbrach nie ihre ,begriffe -- aus ,phantasie4 99 99 99 99 99 ,lichtenberg's ,bemerkung1 die docta ignorantia mache weniger ,schande als die indocta1 scheint mir das ,erschpfendste1 was ber das ,problem der ,wissenschaften gesagt werden kann4 ,nicht nur der ,weg nach der ,wahrheit scheint mehr wert als die ,wahrheit selbst1 um ,lessingsch zu reden2 noch wertvoller als der ,weg selbst scheint der ,wille zu solch einem ,wege4 99 99 99 99 99 ,wer sich an ,kant hlt1 dem mu alle ,metaphysik erscheinen wie das hartnckige ,surren einer groen ,fliege an einem festgeschlossenen ,fenster4 berall wird das ,tier einen ,durchla vermuten und nirgends gewhrt die unerbittliche ,scheibe etwas anderes als -- ,durchsicht4 99 99 99 99 99 ,gesetzt und endlich einmal festgehalten1 da alle ,wissenschaft nur ,beschreibung und nicht ,erklrung sein kann1 steht dem nichts im ,wege1 den ,menschen als das bescheidenste ,tier katexochen zu beschreiben4 99 99 99 99 99 ,alles ,denken ist wesentlich optimistisch4 ,der vollendete ,pessimist wrde verstummen und -- sterben4 #aijh ,alle ,wissenschaft hat einen doppelten ,wert4 ,einmal ihren ,wert als ,wissenschaft1 den man allgemein fr ihren eigentlichen1 fr ihren ,hauptwert hlt1 und der doch nur ein ,hilfswert ist2 und ihren ,wert als einer ,art moralischer und intellektueller ,gymnastik1 deren bung dem ,einzelnen die ,mglichkeit gewhrt1 seine ,persnlichkeit 7ganz ebenso wie es z4,b4 die ,disziplin bei einem ,streckenwrter tut7 zu krftigen1 zu entwickeln1 zu erhhen4 ,und das ist ihr ,hauptwert4 ,und das ist der ,hauptwert aller historisch gegebenen ,berufe4 ,sie sind vor allem ,kunstgriffe -- um der ,kultur der ,persnlichkeit willen4 ,es knnten auch andere sein1 und es werden sich auch vermutlich mit zahllosen ,planeten noch zahllose andere finden4 ,die ,gesamtheit dieser ,kunstgriffe und ihrer ,benutzung nennt man dann die ,geschichte des ,planeten4 99 99 99 99 99 ,eines bleibt keinem ,philosophen erspart3 ,das ,offene-,tren-,einrennen4 ,dreiviertel seiner ,kraft geht darauf flten4 99 99 99 99 99 ,von letzten ,dingen kann man nicht immer gemein-verstndlich reden4 ,genug1 frs erste1 da man sich selber verstand4 7',ich und ,mich1 der ,freund ist immer erst der -- ,dritte4'7 99 99 99 99 99 ,ich mchte bisweilen eine ,erkenntnis in ,form einer mathematischen ,figur geben1 z4,b4 die ,anschauung ,gottes in ,form einer ,kugel1 aus einem ,mittelpunkt strahlend4 #aiji ,es gibt keine ,wahrheit an sich4 ,an sich ist einer der grten ,materialismen der ,epoche4 99 99 99 99 99 ,man fragt sich oft3 wie ist es mglich1 da dieser groe ,intellekt dies und jenes nicht gesehen oder seines ,blicks nicht gewrdigt haben sollte4 ,aber ebenso bersehen vielleicht unsere ,zeitgenossen ,dinge1 von denen wieder sptere nicht begreifen werden1 da sie fr uns offenbar vllig im ,schatten lagen4 ,man darf wohl sagen1 jeder ,blick vorwrts ist zugleich ein ,nichtbeachten dessen1 was zur ,seite liegt4 ,der ,geist gleicht einer ,granate1 deren ,gebiet das vertikale ,segment zwischen dem ,punkt ihres ,ausflugs und dem ihres endlichen ,aufschlags ist4 99 99 99 99 99 ,frage die ,philosophie sich erst einmal3 'wo bin ich hergekommen8' 99 99 99 99 99 ,alle ,geheimnisse liegen in vollkommener ,offenheit vor uns4 ,nur wir stufen uns gegen sie ab1 vom ,stein bis zum ,seher4 ,es gibt kein ,geheimnis an sich1 es gibt nur ,uneingeweihte aller ,grade4 99 99 99 99 99 ,ein vorlufiger kritischer ,gedankenstrich3 da man ber ein gewisses ,ma hinaus nicht wissen knne1 verwandelt sich unvermerkt in das ,postulat1 niemand habe auer den 'nun einmal festgestellten' ,grenzen etwas zu suchen4 ,man fhlt sich vor solchem ,doktrinarismus an das ,gebahren kleiner ,kaufleute erinnert1 die von einer ,ware1 die sie nicht fhren1 erklren1 es gbe diese ,ware berhaupt nicht4 #aiaj ,du siehst in etwa #ajj ,meter ,entfernung einen ,mann ,holz spalten4 ,das auf den ,hackblock geschmetterte ,scheit sinkt bereits nach links und nach rechts auseinander -- da erreicht dich erst der ,schall4 ,so mgen wir die ,welt ein halbes ,leben lang betrachten1 bis wir das ,wort vernehmen1 das zu ihr gehrt1 die ,seele1 die von ihr redet4 99 99 99 99 99 ,niemand wird die ,welt verstehen1 der sie von heut auf morgen verstehen zu mssen glaubt1 der sich ber die augenblickliche ,konfiguration der ,erde nicht so hinwegzusetzen vermag1 da ihm heut und morgen zu ,unwesentlichkeiten werden4 ,niemand wird die ,gtter und ihre ,werke verstehen1 vor dem tausend ,jahre nicht wie ein ,tag sein knnen und wie eine ,nachtwache4 99 99 99 99 99 ,man mu aufhren knnen zu fragen1 im ,tglichen wie im ,ewigen4 99 99 99 99 99 ,weder 'ich' bin1 noch jener ',baum' ist1 sondern ein ,drittes1 nur unsere ,vermhlung1 ist4 #aiaa ber jedem ,gedanken1 jeder ,vorstellung liegen hundert ,gedanken und ,vorstellungen1 die uns das jeweils ,gedachte1 jeweils ,vorgestellte verhllt4 99 99 99 99 99 ,es gibt kurz- und weitsichtige ,idealisten4 ,jene pflegen sich mit ,stolz ,realisten und den anderen ,teil schlechtweg ,idealisten zu nennen4 #aiab ,die ,rhetorik ist die ,politik in der ,philosophie4 ,der wirkliche ,philosoph ist nicht ,politiker1 sondern ,knstler4 ,er 'redet' nicht1 er bildet1 baut4 99 99 99 99 99 ,der ,systematiker ntigt mich1 ihm seinen ,weltbau nachzudenken4 ,er sagt3 ,baue mir meine ,gedankengebude nach -- und mit ihm bauend werde ich selbst zum ,gedankenbaumeister4 ,er wendet sich an das reine ,denken in mir1 an den ,geist4 ,der ,nichtsystematiker wendet sich mehr an die -- ,seele4 ,hegel4 ,nietzsche4 99 99 99 99 99 ,wer bei einem ,denker vor allem fragt1 aus welchem persnlichen ,grunde hat er das gesagt1 -- fgt sich selbst den grten ,schaden zu2 denn er geht am einzig ,wesentlichen in dessen ,stzen vorber1 daran nmlich1 ob sie wahr in sich selbst sind oder doch sein knnen1 oder nicht4 ,gewi ist jede ,philosophie von der ,persnlichkeit ihres ,erzeugers gefrbt und darf dementsprechend empfunden und gewrdigt werden2 aber ber alledem steht ihr ,gehalt an ,wahrheit1 der nachgeprft und entschieden werden kann1 ohne ,ansehen der ,person ihres ,urhebers4 99 99 99 99 99 ,was wird einem geistigen ,wanderer nicht alles angesonnen1 ber ,kopf1 ,hals und ,schulter gesonnen6 ,wieviel ,mhe gibt man sich nicht1 ihn und das ,seinige abzuleiten6 ,als ob ein geistiger ,weg nicht aus sich selbst verstanden werden knnte1 mte4 99 99 99 99 99 ,in aller ,wahrheit steckt heute notwendigerweise bereits ein ,teil ,binsenwahrheit1 aus dem einfachen ,grunde1 weil der ,mensch schon lange denkt1 whrend die ,menschen erst zu denken anfangen1 also das ganze ,pensum des ,menschen noch einmal zu rekapitulieren und1 noch mehr1 zu popularisieren ist4 ,der ,mensch ist nicht so von ,gott verlassen1 wie die ,menschen glauben1 aber auch nicht immer in dem ausnehmenden ,grade von ,gott erfllt1 wie sie annehmen1 wenn einer einmal etwas ,unerwartetes sagt4 99 99 99 99 99 ,die ,mission der ,wahrheit ist1 den ,menschen in ,geist aufzulsen1 wie1 materialistisch gesprochen1 die ,mission der ,zeit1 den ,erdball in ,luft4 99 99 99 99 99 ,mancher wird die ihm so bequeme ,joppe des ,materialismus mit nichts vertauschen wollen2 es geht ihm1 wie er sagt1 'der ,sinn fr ,feierlichkeit' ab4 99 99 99 99 99 ,abstrakte ,gedanken sind zuletzt auch nichts als -- konkrete ,wesenheiten2 es ist ganz umsonst1 das ,leben aus dem ,leben heraustreiben zu wollen4 99 99 99 99 99 ,zu ,ende denken ist alles 444 ,da wre das erste1 diesen ,satz zu ,ende zu denken4 ,will man ihn zu ,ende denken1 so darf man ihn nicht 'zu ,ende' denken wollen4 ,denn alles ,ende endet alles1 also auch das ,denken4 ,alles1 also auch alles ,denken1 endet in ,gott4 ,gott ist1 wie der ,anfang1 so das ,ende von allem4 ,etwas zu ,ende denken wollen heit also1 es bis zu ,gott hinaus denken wollen2 ,gott aber hat mit ,denken nichts mehr zu schaffen4 99 99 99 99 99 ,wie dereinst die sancta simplicitas des ,glaubens1 so schleppt heute die sancta simplicitas der ,wissenschaft ihre ,scheiter herbei1 den ',ketzer' zu verbrennen4 #aiac ,die ,weltanschauungen mancher ,menschen gleichen lchelnden ,festungen4 99 99 99 99 99 ,wenn einer heute in zehn ,bchern dargetan1 da der ,mensch nichts wissen knne ber ,gott und die ,welt1 dann nennt er sich1 dann nennt ihn seine ,mitwelt einen ',wissenden' und erbringt damit den ,beweis1 da man zehn ,bcher schreiben und zehn ,bcher lesen und doch noch nicht so weit sein kann1 sich folgerichtig auszudrcken4 99 99 99 99 99 ,wer die ,welt zu sehr liebt1 kommt nicht dazu1 ber sie nachzudenken2 wer sie zu wenig liebt1 kann nicht grndlich genug ber sie denken4 99 99 99 99 99 ,inmitten unzhligem ,hin- und ,herreden der ,einzelnen wchst still und gro das ewige ,weisheitsgut der ,menschen weiter4 ,,weltbild3 ,,anstieg 7',nihil contra ,deum1 nisi ,deus ipse4'7 #ahia ,wer ,gott aufgibt1 der lscht die ,sonne aus1 um mit einer ,laterne weiter zu wandeln4 #ahic ,es ist wohl gerade in unserer aufgeregten ,epoche mehr denn je ntig1 den ,blick aus den ,tagesaffren emporzuheben und ihn von der ,tageszeitung weg auf jene ewige ,zeitung zu richten1 deren ,buchstaben die ,sterne sind1 deren ,inhalt die ,liebe und deren ,verfasser ,gott ist4 #ahie ,weltuntergang4 ,alles ,leben kehrt sich um und kehrt wieder zurck1 aufwrts1 in das ,ehedem4 ,vergangenheit wird ,zukunft4 ,die ,knoten lsen sich wieder4 ,die ganze ,welt lebt sich so selbst 444 99 99 99 99 99 ,tod einer ,welt3 ihre ,geburt4 99 99 99 99 99 ,nur die ,formen wechseln4 ,der ,toten ,seele wird vielleicht schon wieder im ,keim einer neuen vollkommeneren ,form schlummern4 99 99 99 99 99 ,es gibt keine ,grenzen der ,dinge4 99 99 99 99 99 ,sich die ,menschheit als die ,bltter des ,erd-,baums zu denken6 99 99 99 99 99 ,hngt malus bse mit malus ,apfel zusammen8 ,annahme eines ,christen4 99 99 99 99 99 ,der beste ,beweis fr die ,gotteskindschaft ,christi ist der1 da es ,zeiten gab1 wo jeder ,teufel vor einem ,kreuz die ,flucht ergriff4 99 99 99 99 99 ,wesen der antiken ,gtter3 ,bewutsein des ,fatums4 99 99 99 99 99 ,so gut ,kirchen innerhalb unseres ,gemeinwesens mglich waren und teilweise noch sind1 so gut drfen wir es von den ,tempeln einer neuen ,kultur hoffen4 ,weihe ist alles4 ,ist erst ,wille zu solchen ,heiligtmern1 so werden sie selbst in unsern nchternen ,stdten emporwachsen knnen4 ,der ,mittelpunkt mu freilich ein groes ,nationalheiligtum sein1 etwa in ,thringen4 99 99 99 99 99 7,undatiert47 ,was ist 'persnlicher ,gott' anderes als der ,riesenschatten1 den wir selber auf den ,vorhang der ewigen ,mysterien werfen4 99 99 99 99 99 ,sieh wie deine ,studierlampe sich an die ,zimmerdecke projiziert4 ,so projizierst du dich auf die ,wand des ,auer-,dir4 ,wie du dich dort siehst1 das nennst du ',welt'1 das ,bewutsein dieses 7dich7 ,so-,sehens deine ',weltanschauung'4 99 99 99 99 99 ,das ,ich ist die ,spitze eines ,kegels1 dessen ,boden das ,all ist4 99 99 99 99 99 ,die ,welt ist nur eine ,form des ,menschen4 #aije ,wenn man den ,sternenhimmel mit ,ernst betrachtet1 wird man gestehen mssen1 da ,gott1 der ,schpfer1 der grte ,gedanke war1 der je in ein ,menschengehirn kommen konnte1 wie zugleich ,gott1 der ,sittenrichter einer der beschrnktesten4 ,aber so gewi der letzte unzhlige ,male bis zu ,ende gedacht worden ist1 so ungewi ist es1 ob der erste je in seiner ganzen unerhrten ,mchtigkeit ,herz und ,hirn eines ,sterblichen ergriffen und zerstrt hat4 99 99 99 99 99 ,ein ,mensch1 dessen ganzes ,leben darauf gerichtet ist1 das ,rtsel ,christi zu lsen4 99 99 99 99 99 ,die ,entwickelung der ,fahrzeuge verfolgt langsam denselben ,weg wie die religise ,entwickelung4 ,der ,vorspann verschwindet1 die bewegende ,kraft wird ins ,innere selbst verlegt4 99 99 99 99 99 ,leben ist die ,suche des ,nichts nach dem ,etwas4 99 99 99 99 99 ,der ,mensch hat kein ,vorrecht auf ,rcksicht4 ,gro und unbeirrt geht die ,natur ihren ,gang1 und ,legionen denkender ,wesen fallen als ,opfer1 weil ihr ,denken noch nicht ,macht genug ber ihr ,leben gewonnen hat4 99 99 99 99 99 ,wie knnten wir die groe ,selbstkorrektur des ,lebens anders als ahnungsvoll verfolgen8 99 99 99 99 99 ,jeder ,mensch ist ein neuer ,versuch der ,natur1 ber sich ins ,reine zu kommen4 #aijf ,wie die ,sprache fr uns denkt und dichtet1 so auch das ,leben4 ,es ist interessant1 zu beobachten1 wie ins ,rollen gekommene ,verhltnisse sich oft genug ohne unser weiteres ,zutun vollenden wollen 7z4,b4 ein ,liebesverhltnis1 fr dessen ,entwickelung sich das ,leben gewissermaen viel mehr interessiert als die ,beteiligten selbst74 7,kette der ',zuflle'47 99 99 99 99 99 ,alles ,lebendige ist umflossen vom ther der ,sinnlichkeit4 ,oder3 ,die ,luft der lebendigen ,welt ist ein leicht entzndliches und jeden ,augenblick an hunderttausend ,punkten aufflammendes ,gas3 ,sinnlichkeit4 99 99 99 99 99 ,gibt es eine schnere ,form1 an einen ,menschen zu denken1 als ihn ',tag um ,tag in sein ,gebet mit einzuschlieen'8 ,und doch haben wir diese ,form fallen lassen mssen 444 99 99 99 99 99 ,es gibt wenig gewaltigere ,dinge1 als den ,schlu des ,johannes-,evangeliums4 ,zuerst die dreimalige ,frage an ,simon ,johanna3 ',hast du mich lieb8' ,es ist1 als ahnte und frchtete ,christus das ganze ,papsttum voraus1 die ganze offizielle ,kirche1 die ihn unzhlige ,male vergessen und verraten sollte4 ',weide meine ,schafe6' ,eine welthistorische ,szene4 ,und ,christus verkndet ihm seinen ,tod4 ',und da er das gesagt1 spricht er zu ihm3 ,folge mir nach6' ',petrus aber wandte sich um und sah den ,jnger folgen1 welchen ,jesus lieb hatte 444' ',da ,petrus diesen sah1 spricht er zu ,jesu3 ,herr1 was soll aber dieser8' ',jesus spricht zu ihm3 ,so ich will1 da er bleibe1 bis ich komme1 was geht es dich an8 ,folge du mir nach6' ',da ging ein ,reden aus unter den ,brdern3 ,dieser ,jnger stirbt nicht4 ,und ,jesus sprach nicht zu ihm3 ,er stirbt nicht1 sondern3 ,so ich will1 da er bleibe1 bis ich komme1 was geht es dich an8' ,keine ,szene mehr1 ein ,mysterium3 ,dieses ,vorbei ,christi an dem andern1 dieses allerletzte ,wort -- nach dem letzten -- an den ,vertrauten seiner ,seele4 -- ',was geht es dich an86' -- ',bis ich komme4 --' ,,weltbild3 ,,episode1 ,,tagebuch ,,eines ,,mystikers #aijf ,ich schrieb dies auf einem ,punkte1 wo der ,mensch mit ,gott zusammenfllt1 wo er aufhrt1 sich als ,sonderwesen fhlen zu knnen4 99 99 99 99 99 ,religion ist ,selbsterkenntnis des menschlichen1 als ebendamit gttlichen ,geistes4 ,religion ist die ,erkenntnis1 da alles ,denken gttliches ,denken ist1 wie alle ,natur gttliche ,natur1 da jede ,handlung eine ,handlung ,gottes1 jeder ,gedanke ein ,gedanke ,gottes ist1 da ,gott nur soweit ,gott ist1 als er ,welt ist1 da die ,welt nichts anderes ist als ,gott selbst1 -- da in demselben ,augenblick1 da ein ,mensch sich seines ,gott-seins bewut wird1 ,gott in ihm sich seiner selbst als ,mensch bewut wird4 99 99 99 99 99 ,betrachte den ,sternenhimmel -- alles versinkt um dich her4 ,wer ist er1 wer bist du4 ,dein ,denken schweigt4 ,du fhlst dich wie hinweggehoben1 zerflattern 444 ,wer bist du1 wer ist er1 wenn nicht -- ,es4 ,das unfabare ,selbst1 ,gott1 das ,mysterium4 ,und dies ,mysterium fragt in sich selbst3 wer bin ich1 wer bist du4 ,gott fragt sich selbst in sich selbst -- und wei keine ,antwort1 erstummt in sich selbst 444 99 99 99 99 99 ,wie kann es eine ,snde fr mich geben1 wenn ich ,gott bin8 ,wenn ich meinen ,bruder erschlage1 erschlage ich mich in ihm2 es gibt nichts1 was ich nicht ein ,recht htte zu tun2 denn ich tue es an mir selber4 ,der ,tter ist zugleich der ,erleider -- vielleicht ist dies ein ,fenster in mich hinein1 vielleicht erahnt sich durch dies ,wort das ,unvorstellbare1 das wir sind und dem gegenber uns nur tiefstes ,grauen und ,wegsehen1 praktisch aber nur dies brig bleibt3 uns als die1 als die wir uns nun einmal vorgefunden haben1 innerlichst zu vollenden1 gleichviel1 was objektiv fr ,uns1 als ,gott1 damit gewonnen oder nicht gewonnen sein mag4 99 99 99 99 99 ,das eine und einzige ,gebot3 ,du darfst alles tun1 was du willst1 aber bedenke1 da du es dir selbst tust4 ,wenn du meinst1 es dir selbst tun zu drfen1 so tue selbst das uerste4 ,dies ,gebot hindert kein ,schaffen oder ,zerstren4 ,mit diesem ,gebot bist du frei zu allem und doch wird es dich weise machen4 99 99 99 99 99 ,wie kann ich schwren3 ,ich schwre bei dem allmchtigen ,gotte1 da ich dies nicht getan habe -- da ich doch selbst dieser allmchtige ,gott bin und -- als ein sogenannter anderer ,mensch -- es sehr wohl getan habe8 ,aber ich werde das dem ,richter nicht auseinanderzusetzen vermgen2 er wird niemals begreifen1 da er wie auch der ,verbrecher ,eine ,person mit mir ist3 und ich werde als ,mensch wie ein ,verrckter dastehen und als ,gott auf mich den ,richter blicken1 wie jemand auf seinen ,daumennagel blickt1 auf den er ein ,gesicht gemalt hat4 ,er spricht zu dem ,daumen und sagt ihm1 da er mit ihm eins sei1 aber der ,daumen versteht kein ,wort von dem1 was er sagt4 99 99 99 99 99 ,denke dir den einfachsten ,menschen der ,welt1 mit einer oft lebhaften1 leicht und nachhaltig erregbaren ,phantasie und einiger dichterischer ,begabung1 ohne hervorragende ,charaktereigenschaften1 aber von dem bestndigen ,wunsch erfllt1 sich zu verinnerlichen2 ein ,schwchling1 ja ein wrdeloser ,mensch mitunter1 ohne ausgeprgten ,sinn fr ,moral1 von einer ,sinnlichkeit1 die sich wie eine feine ,wrme ber sein ,leben verbreitet1 deren eigentliche ,ausbrche indessen nicht so sehr von ,belang sind1 soda man bei ihm zugleich von einer ihn hufig1 wie die ,flamme das ,licht1 verzehrenden ,leidenschaftlichkeit und zugleich von einer sehr geringen ,fhigkeit zur ,leidenschaft sprechen mag2 dabei von einer angeborenen ,heiterkeit des ,geistes1 einer gewissen ,neigung zu ,spott und ,gelassenheit1 vielbelesen ohne irgendwie fachlich gebildet zu sein1 von schlechtem ,gedchtnis1 ungebt und trge im ,dialektischen1 durchdringend nur in seiner ,ausdauer1 immer nur ein ,ziel bewut oder unterbewut zu verfolgen3 sich in seinem ,zusammenhang mit dem ,auer-,ihm zu erkennen2 -- denke dir einen solchen ,menschen eines ,tages das ,wort verstehen3 ,ich und der ,vater sind eins4 ,denke dir1 wie er das ,wort in sich hin und her wendet1 mehr noch1 es sich hin und her wenden lt2 denn er springt auf seine inneren ,erlebnisse nicht zu1 er lt sie leben oder sterben je nach ihrer eigenen ,kraft2 wie es ihn zum endlichen ,bewutsein seiner selbst zu bringen scheint1 als wre alles andre ,blindheit1 vollkommene ,blindheit3 sich nicht als ,gott selbst -- als das ,eine und ,alle1 als das ,einzig -- ,bestehende zu sehen1 als wre es geradezu eine ',ver-rcktheit'1 sich ',gott' gegenber als irgend etwas anderes1 ,gegenstzliches1 ,seitliches1 ,beigeordnetes oder gar ,untergeordnetes zu fhlen1 ja die ,frage ',gott' berhaupt noch irgendwie zu diskutieren1 als msse man -- sich sich selbst beweisen6 ',ihr seid alle in mir1 aber in wem bin ich8 -- ,wer mich hat1 der hat auch den ,vater4 --' ,wie mich diese steten ,wiederholungen einst rgerten1 wie einfltig und eigensinnig sie mir erschienen2 als ob ein ,kind immer dasselbe wiederholte6 ,bis mir eines ,abends dmmerte1 aus welchem ,gefhl heraus dieses unermdliche ,betonen geflossen sein mu 444 99 99 99 99 99 ,mein ,tod ist meine ,wahrheit1 wie ,dein ,tod die ,deinige4 ,wenn ich als ,individuum sterbe1 bejahe ich mich als ,welt4 ,denn mein ,tod als solcher ist dem ,leben des ,ganzen notwendig und da ich selbst der ,teil wie das ,ganze bin1 ist mein ,tod mir selber notwendig4 ,was aber meine ,notwendigkeit ist1 ist auch meine ,wahrheit2 denn ,notwendigkeit ist hchste ,bejahung und hchste ,bejahung ,wahrheit4 99 99 99 99 99 ,ich werde erst sterben1 wenn ich erfllt haben werde1 was ich erfllt haben konnte4 ,gott stirbt nicht vor der ,zeit4 ,er wacht hier auf und schlft dort ein1 wie es gut ist4 ,was strubst du dich gegen das1 was du dein ,schicksal nennst8 ,siehe dir selbst ins ,antlitz3 ,dein ,schicksal ist1 da du ,gott bist4 ,ich sage3 ,gott6 ,aber wo uns die ,wirklichkeit dieses ,wortes fate1 da wre unser ,herz und ,hirn auch schon dahin1 wie ein ,bologneser ,glas1 das1 getroffen1 zu ,staub zerspringt4 ,gott schauen ist ,tod1 das wuten alle ,vlker4 ,gott erraten ist ,leben4 99 99 99 99 99 ,jahrhunderte stritten ber das ,wort ,dreieinigkeit ,und doch enthlt es die ,welt1 fr ein ,kind gedeutet4 ,der ,vater1 das ist das ,leben1 das alles ist und das der einzelne ,mensch nie aus seinem ,gehirn heraus fassen oder gar erklren kann4 ,der ,sohn1 das ist dies selbe gttliche ,leben als sich erahnendes ,wesen1 als ,mensch1 als der ,mensch ,christus im ,besonderen4 ,der heilige ,geist1 das ist das langsame ,weitergren dieser ,erkenntnis auf ,erden3 da alles ',gott' ist4 -- 99 99 99 99 99 ,tief unten schlachten sich noch die ,vlker1 es raucht das ,blut und in ,selbstzerfleischung fllt noch -- ,blindes sich selber an4 ,warum tue -- ,ich das4 ,ich wei es nicht4 ,die ,menschheit ist noch ein ,kentaur1 der heilige ,geist hat das ,tier erst zur ,hlfte verwandelt4 99 99 99 99 99 ',gott ist nur der ,lebensfunke4' ,schn4 ,dieser ,funke aber bildet ,sterne und ,gehirne4 ,ja1 er legt mir selbst das ,wort ,gott ber sich in den ,mund4 ,und so brauch ich's denn4 99 99 99 99 99 ,was es gilt1 ist die ,austreibung ,gottes aus allem ,jenseits in das ,diesseits4 ,gott ist nicht irgendwo1 er ist auch nicht hier oder dort1 sondern er ist dies und das1 und drittes und legionstes4 99 99 99 99 99 ,ich habe den verwandelnden ,blick4 99 99 99 99 99 ,vor einer ,anzahl von ,leuten der 'guten ,gesellschaft'4 ,sind es nicht alles ,menschen1 die man in irgend einem ,zuge ihres ,wesens lieben kann8 ,alle sind so oder so ein wenig oder sehr liebenswert4 ,aber sie mten auch fast alle mit dem ,gift einer schwachen doch steten ,unruhe geimpft werden4 ,sie wollen zu wenig ber sich hinaus1 sie siedeln sich zu schnell bei sich selber an1 sie haben zu wenig ,wachstum und ,wandertum in sich4 ,sie glauben1 mit #cj ,jahren sich gefunden zu haben -- sie nennen es3 erwachsen sein -- und setzen sich schon auf sich selbst zur ,ruhe4 ,man wird nichts ,unerwartetes von ihnen mehr sehen oder hren2 als ob man nicht von jedem ,menschen in jeder ,stunde ,unerwartetes erwarten mte6 ,man kann sie vorausberechnen wie irgend etwas ganz ,gewhnliches -- und dabei sind sie das ,ungewhnlichste der ,welt1 nmlich ,menschen und tragen das ,unberechenbarste der ,welt in sich3 eine zu jeder ,unerhrtheit fhige ,seele4 ,sie haben ganz vergessen oder nie begriffen1 da sie -- ,gott sind1 sie begngen sich damit1 ,herr ,x oder ,frau ,y zu sein und als solche und nur als solche zu leben und zu sterben4 99 99 99 99 99 ,dieser ,grundhang1 das ,leben zu einer ,biedermeierei zu erniedrigen1 ist es1 den ich unter der ,bezeichnung 'brgerlich' berall aufspre und verfolge4 ,es ist die eigentliche ,gefahr des ,menschen1 zu versimpeln4 ,man sollte tglich zu einer festgesetzten ,stunde einen ,glockenton durchs ganze ,land gehen lassen1 der keine andre ,bedeutung htte1 als die1 den ,menschen in ,erinnerung zu rufen1 da sie nicht nur ,brger von diesem ,namen und jenem ,stand seien1 sondern unerforschliche ,teile des ,unerforschlichen4 ,man mte eine eigene ,glocke dafr erfinden und in unzhligen groen und kleinen ,exemplaren gieen lassen3 eine ',gedchtnisglocke des ,menschen'4 ,wo aber ein ,tempel gebaut wrde1 da mte ber seiner ,pforte stehen3 ,dem furchtbaren ,gott1 oder3 ,mir selber1 dem dreimal ,unbekannten4 99 99 99 99 99 ,der ,mensch von #aijj scheint eine neue ,tugend in sich gereift sehen zu drfen3 die ,erkenntnis des ,brgerlichen4 ,als das ,brgerliche bezeichne ich das ,absehenknnen des ,menschen davon1 da er das ,geheimnis der ,geheimnisse ist1 das ,sichhinstellen- und ,verharrenknnen des ,menschen als eines ,zweiten4 ,brger heit3 der sich in einer ,burg ,bergende4 ,brger heit mir der ,mensch1 insofern er sich in der ,burg des ,gedankens birgt1 etwas andres als ,gott selbst zu sein4 ,kein ,mensch kann sich wirklich als ,gott fhlen1 der er ist4 ,es kann ,gott sich nur brgerlich und nicht anders ergreifen4 ,das ,menschliche ist schlechtweg das ,brgerliche4 99 99 99 99 99 ,im ,menschen erschuf sich das ,ungeborgene seine ,burg4 ,gott ist nichts ,auerbrgerliches2 wo auch nur die kleinste ,zelle1 da ist sie zugleich ,gottes ,burg4 ,nun ist aber alles ,zelle1 das ,wort wo ist berflssig1 ebenso wie wenn man sagen wollte3 wo 7im ,glase ,wasser7 auch nur ein ,tropfen ,wasser1 da ist ,gott in ihm4 ,alles ist ',burg'4 ,seit ,welt berhaupt ist1 gibt es nur ,gott1 den ,geborgenen1 den ,brger4 99 99 99 99 99 7,in einem ,kaffeehause47 ,so von seinem ,marmortischchen aus1 seine ,tasse vor sich1 zu betrachten1 die da kommen und gehen1 sich setzen und sich unterhalten1 und durch das mchtige ,fenster die drauen hin und her treiben zu sehen1 wie ,fischgewimmel hinter der ,glaswand eines groen ,behlters1 -- und dann und wann der ,vorstellung sich hinzugeben3 ,das bist ,du6 ,und sie alle zu sehen1 wie sie nicht wissen1 wer sie sind1 wer da1 als sie1 mit ,,sich selber redet1 und wer sie aus meinen ,augen als ,,sich erkennt und aus ihren nur als sie6 99 99 99 99 99 ,wie tief wird doch die ,kirche1 wenn man die ,menge betrachtet1 in der sie das eigentlich ,wertvolle1 das ,innerliche1 ,namenlose wach erhlt1 diese ,menge1 die unter den ,hnden der ,aufklrer zu einem platten1 sich selbst und den andern uninteressanten ,haufen wird6 ,ja1 die ,kirche ist sicherlich unsere1 der ,erkennenwollenden1 beste ,freundin4 ,sie ist die einzige ebenbrtige ,gefhrtin der ,philosophie4 ,und was die ,verirrungen beider anbetrifft1 so drften sie hier wie dort1 wenn auch gleich ehrwrdig1 ganz verschiedenen ,charakters1 gleich unertrglich und gleich lcherlich sein4 99 99 99 99 99 ,vielleicht bin ich nur ein ,bildschnitzer und nun schnitz ich ,gottes ,bildnis an allem4 99 99 99 99 99 ,eine szenische ,vorstellung ist fr den ,kontemplativen etwas wie eine ,parade4 ,oder wie ein ,schachspiel1 gespielt mit lebendigen ,puppen4 ,oder wie ein ,glockenspiel mit kunstvollen ,figuren4 99 99 99 99 99 ,aller ,blick auf menschliche ,dinge mu zuletzt im ,furchtbaren enden4 ,iwan ,karamasow lehnt diese ,welt ab2 und wenn er alles begriffe1 die ,leiden der ,kinder begreift er nicht4 ,wie aber -- wenn all dies ,leiden zuletzt ein ,eigenleiden1 ein ,selbsterleiden ,gottes ist6 ,wenn die ganze ,menschheit und jede nur irgendwie denkbare ,menschheit des ,alls ,gott selbst ist1 das ohne ,ma groe schauerliche tragische ,leben ,gottes selbst6 ,nur eine ,sekunde dumpfer ,ahnung ,seiner1 als ,gott selbst1 in eines ,menschen ,hirn 44 und scheint nicht alles aufgelst -- nicht in eine unsagbare ,harmonie -- o nein -- aber in einen nie zu erfassenden1 erfhlenden ,abgrund von solcher ,schauerlichkeit und ,tiefe1 da jede ,anklage1 jede ,klage1 ja jedes ,urteil verstummt4 ,es bleibt nur der fast unsichtbare ,blitz einer fernen ,erkenntnis ,seiner selbst1 der mich1 den ,menschen1 zerfressen und tot niederwerfen wrde1 wenn er auch nur einen ,grad heller1 eine ,sekunde lnger leuchtete4 ,aber ich glaube1 diese dumpfe ,selbsterkenntnis ,gottes im ,menschen ist zugleich ,seine einzige ,selbsterkenntnis4 ,gott ist in der ,natur gefangen1 wenn man so sagen soll4 ,gott ringt sich aus ihr zum ,sich ,selbst erschauenden ,geist empor4 ,der ,mensch ist ,gottes ,kopf4 ,aber so wenig wie der ,mensch1 wird sich ,gott je selbst erkennen 7nur erahnen72 denn er erkennt ja nur so weit1 als er ,mensch ist4 ,menschenleid ist zugleich ,gottesleid2 es scheint nur ein ,wechsel des ,worts und es ist doch etwas andres1 ob jenes kleine ,mdchen1 von dem ,iwan ,karamasow erzhlt1 sich als eben dieses ,mdchen die ,brust mit den ,fustchen schlgt oder ob es einen ,moment im ,leben dieser selbstseienden1 mit sich selbst kmpfenden1 um sich selbst kmpfenden ,unsagbarkeit ',gott' darstellt4 ,dieses ,mdchen ist dort noch brgerlich gesehen1 gttlich gesehen wird es zum ,mysterium1 zu liebenswert fr unsere ,liebe1 wie zu tief fr unsere ,klage4 99 99 99 99 99 7,nach einem franzsischen ,roman47 ,sieh diese ,liebe zweier ,menschen1 denen die gemeine ,sorge des ,lebens fern bleibt1 diese1 wenn du so willst1 frevelhafte ,liebe1 weil sie im ,geheimen und wider das ,gesetz lebt1 sieh diese beiden ,luxusgeschpfe1 die der ,proletarier erwrgen wrde1 wenn er wieder einmal in die ,huser der ,brger brche1 -- stelle dir dicht daneben1 kaum durch eine ,strae getrennt1 das grinsende ,elend1 die verstmmelnde ,krankheit1 den ,schmutz1 die ,niedrigkeit1 das ,verbrechen vor -- und frage dich1 was ein ,gott tun mte1 der dies nicht alles selbst wre4 ,nur eine ,welt1 die ,gott selbst ist1 darf so sein1 wie sie ist4 ,gott schenkt sich selber nichts1 er ist die ,liebe jener beiden feinen verwegen gewissenlosen ,kulturgeschpfe1 er ist ihr ,rausch1 ein ,rausch von solcher ,tiefe und ,schnheit1 da er selbst dieser ,rausch sein mu1 um seinen ganzen sublimen ,wert zu empfinden1 da er er sein mu1 um ihn 7mchte ich sagen7 nicht erst 'empfinden' zu mssen und so ihn durch dies ,empfinden1 das zugleich ein ,urteilen wre -- im ,urteilen aber schlft auch schon das ,verurteilen -- herabzusetzen2 ich sage1 er ist diese ,liebe selbst1 wie er auch daneben das ,elend1 die ,krankheit1 der ,schmutz ist1 er braucht nicht vor sich zu errten wie ein feiler ,genling1 er ist kein ,dieb an fremdem ,gut1 er erschleicht seine hchsten ,zustnde nicht1 er ist in schrecklicher ,flle und ,wahrheit alles1 von oben bis unten1 er ist das ganze ,universum am 'eigenen ,leibe'1 noch einmal3 ,er darf alles sein1 weil er alles ist4 7,sptere ,anmerkung3 ,solange er nicht selbst darum 'wei'4 ,in diesem ,moment beginnt seine -- ,sittlichkeit47 99 99 99 99 99 ,es gibt nichts1 das ich ,mir nicht vergeben knnte1 und nichts1 das ich nicht berwinden mchte4 99 99 99 99 99 ,die ,liebe zwischen ,mann und ,weib wird erst dadurch1 da sie ,liebe ,gottes zu sich selbst ist1 zu einem ,problem von schauerlicher ,tiefe4 ,was allein kann das letzte ,ziel dieser ,liebe sein8 ,das ,kind8 ,keineswegs4 ,das ,kind ist ja nur wieder ,gott als ,individuum4 ,wenn der ,mann mit dem ,weibe pltzlich zusammenschmelzen knnte in einen dritten ,krper1 dann wrde die ,erde vielleicht im selben ,augenblicke vor jhem ,erschrecken untergehen4 99 99 99 99 99 ,nietzsche sagt einmal1 da mit der ,wissenschaft der ,optimismus ,herr geworden sei4 ,und frwahr1 mit dieser ,zhlmaschine in der ,hand wird der ,mensch ein beschftigtes und beruhigtes ,schulkind4 ,die ,furchtbarkeit des ,daseins verliert ihre ,gewalt fr ihn1 er klassifiziert1 klrt auf1 korrigiert hier und dort4 ,eine ,welt1 fr die es nur die ,eine ,bezeichnung 'furchtbar' gibt1 wird ihm zuletzt ein behagliches ,wohnhaus1 in das blo der ,tod seine ungemtlichen ,schatten wirft4 -- ,sei bedankt1 ,tod1 millionenmal bedankt1 da du das unwegschaffbare ,ingredienz unseres ,lebens bist4 ,ohne dich mte das ganze ,sinnen jedes ,denkenden unaufhrlich darauf gerichtet sein1 dich zu erfinden4 ,ohne dich wrde ,gott am eigenen ,leibe verfaulen4 99 99 99 99 99 ,vor einem ,kirchhof3 ,die abgelegten ,kleider ,gottes4 99 99 99 99 99 ,gott ist die berwltigung unseres ,innern durch die ,unendlichkeit4 ,die ,kapitulation des menschlichen ,begriffsvermgens vor der ,welt4 99 99 99 99 99 ,philosophie und ,religion ist fr den ,menschen vielleicht nur der ,gefrierpunkt gegen den ,wahnsinn4 ,vor der ,klte des ,universums zieht sich das ,wasser als ,haut zusammen1 so vor der ,klte des ,unbegreiflichen der ,geist zur ,weisheit1 das ,herz zum ,glauben4 ,gott1 wo er nicht im ,verfall1 rettet sich vor dem ,verfall1 indem er denkt4 99 99 99 99 99 ,mein ,gottesbegriff ist die ,heiligung auch des ,allerfurchtbarsten4 ,alles1 was geschieht1 ist ,mein bewuter oder unbewuter ,wille und als solcher unantastbar4 ,damit aber fllt zugleich die bertriebene ,wichtigkeit alles ,geschehens dahin4 ,alles ist wichtig -- als gttliche uerung2 und nichts ist wichtig -- ebenfalls als gttliche uerung4 ,gottheit ist ,flle1 und ,flle wei nichts von dem1 was sich ,kmmerlichkeit als ,gewinn und ,verlust herausrechnet4 ,es gab zu lange nur den ,gott des ,brgers1 ,gott sah sich selbst als ,brger3 den aber hat sein eignes ,lachen tten mssen4 ,aus dem ,gott-,brger wurde der ,gott-,freie1 aus dem komischen wieder der tragische ,gott4 99 99 99 99 99 ,in einen ,roman3 ',ich sitze hier vor ,ihnen und habe einen ,gedanken1 so gro1 wie er vielleicht noch nie von einem ,menschen gedacht worden ist1 oder wenn1 dann nur von einigen ,wenigen1 halb ,verborgenen1 ich sitze hier vor ,ihnen und werde nicht drehend1 nicht von ,sinnen1 nicht von ,fieber geschttelt4 ,ich bringe es fertig1 mit diesem ,gedanken mein ganzes bisheriges ,leben fortzuleben1 als sei nichts geschehen4 ,begreifen ,sie1 wie tief ich mich verachten mu1 da selbst ein solcher ,gedanke dies schne ,gleichgewicht1 um das mich so viele beneiden1 nicht zerstrt1 und wie ich im ,innersten nur jenes ,eine begehren mu3 den ,schmerz1 den unentrinnbar tdlich verwundenden1 den --' 99 99 99 99 99 7,zu ,drews47 ,alles ,lebendige unmittelbar als ,gott zu fhlen1 kann nicht ,grenwahn sein3 denn wenn ich mich als ,entwickelungspunkt ,gottes1 als ,gott in einer bestimmten ,entwickelungsphase erkennen zu drfen glaube1 so gilt mir doch jeder ,mitmensch1 ja jedes lebendige ,wesen berhaupt gleichfalls als ,gott3 soda da nichts ist1 was sich ber andres berhbe1 oder nur in dem ,sinne1 wie sich ,gedanken im selben ,kopfe bereinander berheben4 99 99 99 99 99 7,zu ,drews47 ,es ist sehr lehrreich1 da dieses dicke und gelehrte ,buch ',die ,religion als ,selbstbewutsein ,gottes' gerade die ,idee1 die ,gott am tiefsten fat1 als 'wahnsinnig' hinstellt4 ,man mache sich klar3 von unzhligen ,ideen mit tdlicher ,sicherheit gerade die energischste1 bedeutendste6 ,man mchte den ,geist des ,verfassers eine umgekehrte ,wnschelrute nennen4 99 99 99 99 99 ,die ,welt1 lieber ,herr ,professor 7beruhigen ,sie sich71 ist eine -- ,privatangelegenheit ,gottes4 ,und da ,sie mit zur ,welt gehren1 so gehren ,sie1 wie jeder andere1 ebenfalls ganz restlos in diese ,privatangelegenheit hinein4 99 99 99 99 99 7,zu ,dostojewski47 ,es ist ein ,wandel zwischen berreiztheit1 ,ermattung und ,gre1 einer ,gre1 wie sie sich nur bei den ganz tiefen1 glhenden ,seelen der ,menschheit findet1 und wenn ich im ,augenblick gefragt werden sollte1 wte ich auch im ,augenblick nur zwei moderne ,namen daneben zu nennen3 den ,namen ,lagarde und den ,namen ,nietzsche4 ,nur bei ihnen findet man diesen ,sturm der ,seele wieder1 der oft lange schlft1 sich lange unter allerlei psychologischem1 politischem1 was wei ich fr ,kleinkram verkriecht1 um sich dann pltzlich unvermutet wie ein feuriger ,wirbel zu erheben1 emporzusteigen1 alles zu berschtten1 zu berstrahlen1 da das ,herz zu klopfen anfngt -- 99 99 99 99 99 ,dostojewski hat folgende groartige ,methode3 ,er fhrt eine ,anzahl ,menschen ein1 die uns zunchst nur einfach fesseln1 noch nicht erregen1 wirft sie durcheinander1 bringt sie in die unglaublichsten ,verwickelungen1 bis fr jeden irgendeinmal die ,stunde schlgt1 wo er sein ,innerstes enthllen mu4 ,und enthllt er sich nicht aus freien ,stcken -- und je bedeutender solch ein ,mensch ist1 desto verschlossener1 schamhafter1 unwilliger1 ja selbst zynischer ist er -- so wird er1 ich mchte sagen1 'gestellt'4 ,ein andrer setzt ihm das ,messer auf die ,brust3 ,aljoscha und ,iwan in den ',karamasow'1 ,werssilow und sein ,sohn im ',werdenden'1 ,schatoff und ,stawrogin in den ',dmonen' usw4 ,lassen wir das1 ruft ,schatoff1 davon spter1 sprechen wir von der ,hauptsache1 von der ,hauptsache 44 ,ich habe zwei ,jahre auf ,sie gewartet4 -- ,nicht meine ,person selbst1 zum ,teufel mit ihr1 -- aber das andere --6 ,und dann sprechen sie alle von dem 'andern'1 von der ,hauptsache3 ob es einen ,gott gibt oder nicht2 was der ,mensch tun mu1 wenn es ,gott nicht gibt2 ob der ,mensch berhaupt ohne ,gott leben knne2 wie im ,besondern das ,russenvolk diese hchste und brennendste ,lebensfrage entscheide1 und ob dieses ,volk nicht vielleicht 'das einzige ,gott tragende ,volk' heute sei1 'das einzige1 dem die ,schlssel des ,lebens und des neuen ,wortes gegeben sind'4 ,und in diesen ,gesprchen brennt die ,flamme ,gottes selbst1 die ,flamme des um sich selbst ringenden ,gottes1 dessen ,leib das unendliche ,all der ,gestirne und dessen ,geist der ,geist ihrer ,lebendigen ist4 99 99 99 99 99 7,zu ,dostojewski47 ,wenn ich ein ,priester wre1 so wrde ich mit meiner ,stirn erst dreimal vor ihm den ,boden berhren1 bevor ich mich umwendete und zu meinen ,brdern sprche2 denn in ihm ward eine jener groen ,leuchten der ,erde lebendig1 die noch in den finstersten ,nchten leuchten1 -- er war einer der groen ,rechtfertiger des ,menschen1 weil er sich am ,menschen nicht genug sein lie2 nur aber1 wem der ,mensch kein ,ziel war1 nur ein ,wurf nach dem ,ziel1 verdient ,mensch gewesen zu sein4 99 99 99 99 99 7,zu ,drews47 ,wenn ich sage3 ',mensch' ist nur eine sprachliche ,ausdrucksform fr ',gott' -- ist das ',selbstvergtterung'8 ,gott kann sich doch nicht selbst vergttern6 ,was aber wre ,gott1 der nicht die ganze ,natur1 der nicht alles1 alles selbst wre1 der nur das ,selbst1 nicht auch das ,ich zugleich1 nicht zugleich die ,sehnsucht nach ,sich und dies ,ersehnte selbst1 kurz1 dessen ,inhalt1 sozusagen1 nicht die gesamte unendliche ,welt wre8 ,gott ist jeder ,gedanke und jedes ,gebilde2 es gibt allerdings ,metaphysik1 insofern die ,natur nicht nur ein einfacher chemischer oder mechanistischer ,proze ist1 als den sie der ,materialismus hinstellen will1 aber es gibt keinen ,metatheismus2 ,metatheismus aber wre1 das menschliche ,subjekt noch einmal in ,mensch und ,gott zu spalten3 wenn diese ,spaltung auch noch so fruchtbar sein mag1 ja wenn sie auch unzweifelhaft eines der instinktiven ,mittel des aus dumpfem ,urtrieb zu immer reinerer ,sichselbsterfassung1 ,sichselbsterringung hindrngenden ,gottes war und ist1 seinen ,weg zu sich selbst1 ja3 ,sich ,selbst zu finden4 99 99 99 99 99 ,ihr werdet mich mit ,euren blassen ,gottesideen nicht berzeugen knnen4 ,der sichselbstschpferische ,gott ist ein zu gewaltiger ,gedanke1 und wenn nicht die ,philosophen1 so werden die ,knstler mich stets begreifen4 99 99 99 99 99 ,ich kann nur durch ,kampf und ,leiden zur ,erkenntnis ,meiner selbst kommen und zu diesem ,leiden gehrt1 da1 was da leidet1 zum allergrten ,teil nicht wei1 da ,ich leide1 sondern sich als selbst-,leidendes fhlt1 soda ich1 obwohl ich es nur selbst bin1 der leidet1 doch endlos zugleich leiden mache4 ,und dies alles um ,meinetwillen1 um ,meiner ,entwickelung willen4 ,was bleibt ,mir da noch brig1 womit kann ,ich allein diesen furchtbaren und doch notwendigen ,weg aufwiegen1 wenn nicht durch -- ,liebe6 ,liebe nicht zu ,mir1 sondern zu dem1 was ,ich noch nicht bin1 also zur ganzen werdenden ,welt1 zu allem1 was berhaupt noch ,werden heit4 ,die ganze ,welt einst wieder an ,mein ,herz zurckzunehmen -- knnte ,ich mich ohne diesen ,willen zur -- ,welt entschlossen haben8 7,schauerlich1 wenn ich mit meinen ich und ,ich miverstanden wrde4 ,wenn man mich fr einen grenwahnsinnig gewordenen ,subjektivisten nhme67 99 99 99 99 99 ,das ,geschenk solcher ,gotteserkenntnis1 das sie uns anstelle der 'ewigen ,seligkeit' verspricht1 ist folgendes3 ,wir hren nie auf1 als ,lebendige wiedergeboren zu werden1 wir sind und bleiben ,teilnehmer des gttlichen ,ringens um sich selbst4 ,gott schenkt uns 7sich7 keinen ',frieden'1 als den1 welchen er sich selbst erringt4 ,alle hchste ,stufe der ,entwickelung erreicht ,gott als ,mensch3 ,der hchstentwickelte1 am vollkommensten gelungene ,mensch ist zugleich ein hchster ,glcksmoment ,gottes4 ,es gilt nicht1 diese hchsten ,glcksmomente ,gottes auf allen ,sternen einfach auszuschalten und als irdische ,ungengendheiten zu verdchtigen4 ,sie sind die einzige 7bewute7 ,seligkeit ,gottes1 es gibt keine andere1 hinterweltliche1 auer ihr4 ,sie sind selbst geistweltlich genug4 ,sie sind ,erkmpftheiten1 ,ersiegtheiten1 nicht faule ,geschenke1 sie sind nicht jenes ,ausruhen1 jener ,friede1 den die ,geplagten und ,gemarterten als ,hchstes ersehnen1 sondern ,seligkeiten der ,kraft1 des auerordentlichen ,vermgens1 -- alles irdische ,groe und ,herrliche ist zugleich ,seligkeit ,gottes4 ,es gibt nicht ,elende und ,glckliche und einen ,gott bewut oder unbewut auerhalb ihrer1 sondern ,gott selbst ist elend und glcklich1 ,gott selbst fllt und erhebt sich1 sndigt und berwindet sich1 ,gott selbst ist das ,herz1 die ,seele1 der anemos der ,welt4 99 99 99 99 99 ,wer das ,wunder nicht als das ,primre erkennt1 leugnet damit die ,welt1 wie sie ist1 und supponiert ihr ein ,fabrikspielzeug4 ,das ,wunder ist das einzig ,reale1 es gibt nichts auer ihm4 ,wenn aber alles ,wunder ist1 das heit durch und durch unbegreiflich1 so wei ich nicht1 warum man dieser groen einen ,unbegreiflichkeit1 die alles ist1 nicht den ,namen ,gott sollte geben drfen4 99 99 99 99 99 ,wirklicher innerster1 reinster ,glaube kann sich nur auf etwas beziehen1 wofr die ,sprache kein anderes ,wort hat als absurdum2 das ,absurde ist sein einziges ,objekt4 ,ja1 ich mchte noch weiter gehen3 was geglaubt werden kann1 ist schon nicht mehr glaubwrdig4 ,glaube1 im innersten ,begriff1 ist ,annahme aller ,mglichkeiten mit ,ausnahme der einzigen1 zu ihm selbst je ein bestimmtes ,geglaubtes1 das heit einen irgendwie bestimmten ,inhalt1 zu finden4 ,glaube ist nur wahrer ,glaube als von keinem ,gedanken entweihtes ,gefhl ,gottes4 ,glaube ist damit das ,gefhl ,gottes von ,sich selbst1 ,glaube an ,gott ist bereits kein reiner ,glaube mehr3 das an setzt einen ,gedanken1 ein ,urteil1 eine ,auswahl voraus4 ,glaube an ,gott ist ebenso wenig ,glaube ,gottes1 wie ,gefhl an ,gott ,gefhl ,gottes4 ,daher auch keine ,vernunft dem wahren ,glauben etwas anhaben kann4 99 99 99 99 99 ,a4 ,wo ist ,gott 444 ,b4 ,du fragst1 wo ,gott ist8 ,a4 ,ja4 ,b4 7auf ,a4 deutend7 ,dort4 ,a4 ,wo8 7dreht sich lchelnd um74 ,b4 ,ja1 du mut dich nicht nur umwenden1 du mut dich in dich hineinwenden -- ,a4 ,hineinwenden8 ,b4 ,ja4 ,siehst du diesen ,handschuh8 ,a4 ,ja4 ,b4 ,das ist der ,mensch4 ,und dies 7stlpt den ,handschuh um7 ist ,gott4 99 99 99 99 99 ,gott ist gewi nicht ,persnlichkeit4 ,aber er wird sie in jedem ,moment4 ,gott ist3 ,persnlichkeiten4 99 99 99 99 99 ,der ,krper1 der bersetzer der ,seele 7,gottes7 ins ,sichtbare4 99 99 99 99 99 ,da jedes ,menschenleben nur die eine leibgewordene ,mglichkeit unter unzhligen ,mglichkeiten bedeutet1 gibt ihm erst den groen ,hintergrund4 ,leib und -- ,seele1 von hier aus neu zu begreifen4 ,der ,leib1 eine ,linie der ,seele1 die ,eine wirklich hingezeichnete ,linie von ,legionen ,linien1 die ebenfalls jede fr sich htte hingezeichnet werden knnen4 7,sichtbar1 leiblich geworden sein knnten47 99 99 99 99 99 ,die ,welt ist ein einziges lebendiges ,wesen1 in bestndigem ,aufbau und bestndiger ,zersetzung begriffen4 ,es gibt fr dies ,wesen keinen ,tod -- um den ,preis des individuellen ,todes4 ,das ,individuum ist der ,preis des ,dividuums4 ,das ,individuum ist vergnglich1 das ,dividuum ohne ,anfang noch ,ende4 ,das ,dividuum teilt sich fortwhrend und darum besteht es fortwhrend4 ,es kann nur bestehen1 wenn es bestndig zu ,individuen wird4 ,im ,individuum wird es allein fest1 soda man sagen kann3 ,die ,individualitt ist die ,persnlichkeit der ,dividualitt1 oder menschlicher3 ,der ,mensch ist die ,persnlichkeit ,gottes4 99 99 99 99 99 ,das ,leben hat keinen ,sinn als den ,sinn -- ,gottes4 99 99 99 99 99 ,im ,anfang war -- ,mein ,ziel4 99 99 99 99 99 ,gott heit immer nur der jngste ,begriff von ,gott4 ,gott selbst kann es fr den ,menschen niemals geben -- so wenig es fr diese meine ,hand diese meine ,hand geben kann4 ,dasselbe kann nicht zugleich zweierlei sein4 ,mensch und ,gott ist dasselbe1 also kann ,gott nicht vom ,menschen erkannt werden4 ,erkannt werden kann nur eins vom andern4 ,der ,mensch kann sich nicht nach sich selbst umdrehen und darum wird er nie wissen1 wer er eigentlich ist1 woher1 wohin1 warum4 ,und mit ihm wird es ,gott nie wissen4 ,gott ist sich selbst ,mysterium4 ,und wre dies schlielich nicht das ,letzte -- was wre dann die ,welt8 ,eine ,sphinx1 die1 gelst1 in den ,abgrund strzen mte4 ,ihr tiefster ,sinn wre damit verloren -- das ,nieaussinnbare4 ,sie htte jeden ,grund verloren1 weiter zu sein2 denn der ,welt ,grund ist allein ihr ,ziel4 ,wo aber ein ,ziel erreicht ist1 ist ,tod und ,ende4 ,welt1 ,gott1 heit stets unerreichtes ,ziel4 ,und so unerreichbar ist dieses ,ziel1 da wir nicht einmal wissen1 wo es liegt1 wie es heit4 ,aber immer sucht das ,universum4 ,gott ist der ,welt ,suche nach ihm4 ,die ,welt ist ,gottes ,suche nach ,sich1 nach ,seinem ,sinn1 nach ,seinem ,grund4 ,alles ist ,weg1 ,gott ist ,weg4 ,das ,kleinste wie das ,grte1 alles ist nur ein ,weg4 ,der ,weg nach dem ,sinn ist der ,sinn selber4 ,der ,weg nach dem ,sinn ist der ,sinn des ,wegs4 99 99 99 99 99 ,alles will zusammensein und darum zusammenkommen4 ,assoziation ist zuletzt das eine welterklrende ,wort4 ,das andere -- kennen wir nicht4 ,aber wir wrden das mit ihm bezeichnen1 was dieses ,zusammenkommen von ,allem zu ,einem verhindert1 um dafr die ,welt der ,individualformen aus ihnen zu bilden4 ,denke dir zwei konzentrische ,hohlkugeln aus ,glas4 ,die uere ,hohlkugel ist mit ,gas gefllt1 die innere luftleer4 ,nun wird die innere zertrmmert3 ,das ,gas will blitzschnell den ganzen ,raum erfllen1 als ,eines1 ,untrennbares1 ,ganzes1 ,molekl an ,molekl1 gleichartig assoziiert4 ,aber umsonst3 denn in der innern ,kugel war etwas1 das nun folgenden ,vorgang zeitigt3 ,das ,gas kommt nicht als ,eines1 ,ungeteiltes zusammen1 sondern erst als eine ,unzahl von besonderen ,zusammenheiten1 etwas verhindert es am ,zusammensein schlechthin4 ,jenes erlaubt ihm nur ein ,zusammensein in ,form von ,legionen ,zusammenseienden4 ,oder so3 ,eine ,masse wird durch einen ,pilz in ,grung versetzt4 ,der ,pilz bildet die auerordentlichsten und vielfltigsten ,formen4 ,die ,masse strebt ewig zurck zu ihrer ,einheit1 aber der ,pilz wuchert fort4 ,gott sein eigener ,pilz4 99 99 99 99 99 ,es gibt nicht zweierlei ,geist1 sondern nur einerlei1 und er ist ,gottes ,geist1 ebenso1 wie es auch nur einerlei ,leib gibt1 nmlich3 ,gottes ,leib4 99 99 99 99 99 ,man bemerkt es bei den irdischen ,ereignissen dieser ,tage 7dem ,vesuvausbruch und dem ,erdbeben in ,san ,francisco7 wieder einmal1 wie gering bei den ,menschen das ,gefhl ist1 das das natrlichste von allen sein sollte3 ,das ,gefhl des ,zusammenhangs mit allem1 was ist4 ,nicht einmal bis ,neapel reicht ihr ,glaube an die ,einheit und ,korrespondenz aller ,dinge1 wie sollten sie den ,gedanken fassen1 da das ganze ,universum bestndig in ihnen ist1 wie sie in ihm1 ja1 da jener ,ausbruch des ,vesuv sowohl wie irgend ein untergehender ,stern hinter der ,milchstrae im ,grunde nichts anderes als ihre ureigenste ,angelegenheit bedeutet4 99 99 99 99 99 ,stze wie3 ,in der ,welt berwiegt die ,summe des ,leidens die ,summe des ,glckes -- was sind sie im letzten ,grunde anderes als ,wortspielereien vor dem in ,leid wie ,lust furchtbaren1 ganz und gar bergewaltigen ,charakter des ,weltalls4 ,sollte in diesem ganz unfabaren ,komplex des ,lebens nicht ,leid und ,lust so untrennbar1 so organisch1 so durch und durch ineinander verschlungen und verwirkt sein1 da man schon ein ,prachtstck an ,trockenheit und ,pedanterie sein mu1 um hier mit einer ,wage heranzutreten und seine innere ,unsicherheit1 was nun wohl richtiger sei1 die ,welt zu segnen oder zu verdammen1 durch ein so durchsichtiges ,manver bemnteln zu wollen8 ,der starke ,geist wird1 nachdem er angefangen hat mit sich ins ,reine zu kommen1 leidenschaftlich bejahen oder verneinen2 ohne vorzuschtzen1 da er durch 'sorgfltiges ,abwgen' zu solcher ,erkenntnis gelangt sei4 ,ein noch strkerer aber wird es weder beim ,ja noch beim ,nein aushalten3 ,er wird bekennen1 da ihm vor einem solchen ,schauspiel1 wie die ,welt1 alle ,erdenworte versagen und vergehen1 da wohl ein geheimes ,ja in seiner ,seele lebt1 da er sich aber nicht ,weltallsrichter genug erachtet1 es auszusprechen1 und da sein oft in ihm aufquellendes ,nein zu der ,brotkrume ,erde1 die und deren ,erscheinungen er allein kennt1 ebensowenig wagen darf1 das unversiegbare ,fllhorn seiender und noch mglicher ,welten zu verwnschen4 ,er wird1 wie einer1 der seine ,worte und ,werturteile unerbittlich zu bndigen gelernt hat1 zu schweigen versuchen1 und wenn man ihn nach seiner ,religion fragen wird1 so wird er antworten3 sie ist ,verstummen aus ,schrecken1 aus ,selbstzucht und aus ,phantasie4 99 99 99 99 99 ,ich will den ,menschen nicht schiffbrchig sehen1 aber er sollte dessen bewut sein1 da er auf einem ,meere fhrt4 99 99 99 99 99 ,wir mssen uns davor hten1 ausschlielich mit der ,menschheit unseres ,planeten zu rechnen4 ,wir mssen annehmen1 da jeder mgliche ,gedanke ber ,gott auch wirklich 7von ,gott7 gedacht wird1 gleichviel ob in unsern oder in ,mars- oder ,saturnkpfen1 ja1 da es sehr wohl ,planeten geben kann1 auf denen ,gott sozusagen leibhaftig im vollkommenen ,bewutsein seiner selbst lebt4 ,da wir als die ,phase ,gottes1 die wir sind1 offenbar nur ,gott in irgend einer ,phase darstellen1 nicht zugleich in seiner hchsten2 wiewohl auch seine hchste nur eine 'endliche' sein mag1 indem das unendliche ',mysterium' nur im immerwhrenden ,endlichen unendlich bleiben kann4 ,gott kann allein leben durch seinen immerwhrenden ,tod4 ,gott mu fortwhrend sterben1 um fortwhrend leben zu knnen4 ,gott stirbt nie um den ,preis fortwhrenden ,todes4 ,versuchen wir dieses ,furchtbare zu fassen1 und berwinden wir es durch das ,wort ',ich bin'1 das ,gott in uns spricht4 ',ich sterbe als du1 damit ich als ich lebe4 ,du aber bist ich und ich bin du1 sei also getrost4 ,dies ist nun unsere ,notwendigkeit 7wie ich sie als du erkannt zu haben meine74' 99 99 99 99 99 ,ich glaube1 unsere ,erde hat ihr ,ebenbild in jedem ,baum1 in jeder ,blume4 ,ein ,keim fiel in einen ,grund1 ging auf1 entwickelte sich zu ,pracht und ,duft -- und wird1 was man so nennt1 absterben1 wenn er seinen ,gang vollendet4 ,ist ,schnheit und ,duft einer ,rose etwas ,geringeres als ,schnheit und ,duft der groen ,erdenblume8 ,und welkt1 wenn die ,rose welkt1 minder ,tragisches dahin1 als wenn dieser ,erdball einst vergehen wird8 -- ,wachstum ist alles1 das ,wort 'wchst' vielleicht das letzte mgliche ,wort4 -- ,und wie es unendlich viel ,bume und ,blumen gibt1 so unendlich viel ,welten und ,gestirne1 keine1 keines gleicht dem andern1 -- und so wre der ,paradiesesgarten als ,ewigkeitsgarten abermals stabilisiert4 ,eine ,phantasie1 gro genug4 ,ein ,bild fr ,gott1 immerhin unzerreibar von menschlichen ,kinderhnden4 ,eine ,vorstellung1 eine ,erahnung1 wohl nicht strker1 nicht deutlicher als der kaum erhaschte ,duft einer von einem ,berggipfel in einen ,bergabgrund geworfenen ,rose1 deren an dir ,vorberfall du auf einer vorspringenden ,felskante wie ein blitzartiges ,wunder erlebst4 ,aber doch eben das1 und als das1 etwas4 -- 99 99 99 99 99 ,der ,mensch1 der ganz erkannt haben wrde1 wre der wieder geschlossene ,ring ,gottes4 99 99 99 99 99 ,der ,mensch ist ein an einer ,stelle geffneter ,ring4 ,gott ist der ,ring als ,eines1 ,ununterbrochenes4 ,der ,mensch stellt sich dar als dieser ,ring1 unterbrochen1 mit seinen zwei ,enden sich wieder zu vereinigen1 zu schlieen strebend4 ,der ,mensch ist aus sich auslaufender und in sich zurcklaufender -- aber noch nicht zurckgelaufener -- ,gott4 ,der ,mensch ist die ,offenheit des ,rings1 der noch nicht wieder zusammengeschmolzene ,hingott und ,widergott4 99 99 99 99 99 ,gedanken vor ,kierkegaard1 ,buch des ,richters4 ',so wird sie mich in der ,ewigkeit verstehen4' -- ,wre es nicht furchtbar1 wenn der ,mensch nur ,entwurf ,gottes bliebe8 ,wenn jeder dieser ,entwrfe als ,entwurf endigen mte1 statt weiter und weiter durch alle ,ewigkeit ausgefhrt1 weiter gebildet zu werden8 ,gewi1 der gegenwrtige ,weltdurchschnitt wird immer ,fragmentmosaik sein -- aber es fragt sich1 ob einmaliges ,fragmentmosaik oder ,fragmentmosaik als ,fortsetzung und zwar nicht blo im ,ganzen1 sondern auch im ,einzelnen1 ,einzelnsten3 ob ich also nicht nur ,fragment ,gottes im ,ganzen1 sondern auch ,entwickelungsfragment meiner ,person1 als einer gottwerdenden ,person1 als ,gottes im ,einzelnen1 bin4 ,so vielleicht3 ,kann ,gott als ,menschenperson verloren gehen1 ist ,person nur eine ,maske ,gottes 7oder besser ein ,leib ,gottes7 -- oder ist ,gott1 einmal ,person geworden1 als solche ebenfalls unsterblich1 soda seine ,entwickelung nicht nur eine ,entwickelung zur ,selbstahnung seiner ,selbst als ,welt1 sondern auch eine ,entwickelung in jedem ,einzelnen zur immer wieder sterblichen ,person auf immer wieder hherer ,stufe wre8 99 99 99 99 99 ,vor einem ,sterbelager4 ,vielleicht trifft man sich einmal unter freundlicheren ,verhltnissen wieder4 ,ja1 vielleicht haben wir uns auch diesmal schon wiedergetroffen1 von frher her1 nur1 da wir es nie wissen1 da wir heimliche ,zusammenwanderer sind4 99 99 99 99 99 ,der ,irrtum ist das formbildende ,prinzip4 ,wahrheit kann nur als ,irrtum zur ,erscheinung kommen4 ,alles ,daseiende selbst ist ,irrtum1 aber ,gott entwickelt sich1 wird 7ist7 nur dadurch1 da er sich bestndig 'verrennt'1 verstrickt1 verwickelt1 zu ,knoten schrzt1 da er sich selbst bestndig ,stationen schafft4 ,er wrde wie ein ,meer ins ,unendliche verflieen -- wenn er sich nicht fortwhrend selbst im ,netz gleichsam der ,einzelerscheinung finge1 diese ,netzerscheinung wie als ein bereits ,endgltiges zu hchster relativer ,vollkommenheit emportriebe3 um1 wenn das ursprngliche ,netz sozusagen vllig in sie hineingenommen1 nun den ,persnlichkeitskern als ,eigengewinn davon zurckzubehalten1 das andere wieder zerfallen zu lassen4 99 99 99 99 99 ,warum ist ,mitleid nichts8 ,weil ,mitleid dich ablenkt von dir auf den andern4 ,dich aber sollst du zu vollenden trachten1 nicht den andern4 ,wer sich nach innen wendet in seiner ,tiefe1 von dem fllt ,mitleid ab wie ein ,miggang4 ,er kann niemanden mehr bedauern um seines ,leides willen1 er knnte ihn hchstens um dessentwillen bedauern1 da ihn sein ,leid nicht in sich hineintreibt1 da es ihn nicht vertieft4 ,wer sich und den ,nchsten als ,gott erkannt hat1 von dem fllt ,mitleid ab wie ein ,geschwtz4 ,er wird den ,nchsten zwar mehr als sich lieben und ihm sein ,menschliches zum ,opfer bringen knnen1 wenn es das gilt1 aber ohne ,mitleid2 denn mit groem ,auge wird er durch sein ,leiden hindurch ihn als ,sich sehen2 in dem aber1 was er da sieht1 fallen1 wie ,ekkehart sagt1 alle ,worte dahin4 ,da hat ,mit-,leiden keinen ,sinn und keinen ,platz mehr4 99 99 99 99 99 ,es ist ein schauerlich tiefer ,gedanke3 ,der grobe schwerfllige ,krper1 als ,geist zugleich mit dem ,geist aller ,epochen unablssig verkehrend4 99 99 99 99 99 ,denke dir einen ,teppich aus ,wasser4 ,und als die ,stickerei dieses ,teppichs die ,geschichte des ,menschen4 99 99 99 99 99 ,znde einen ,magnesiumfaden an -- und du hast das ,leben des ,menschen im blitzschnellen ,bild4 ,leben und sterben sind nur zwei ,ausdrcke fr dasselbe4 ,und unser ,ichgefhl das ,gefhl des hineilenden feurigen ,punktes4 99 99 99 99 99 ,es gibt nur ein ,neues3 ,die ,nance4 99 99 99 99 99 ,die ,welt1 eine in sich zurcklaufende ,spirale4 99 99 99 99 99 ,wir mssen sehen1 aus den ,formen1 als die wir erschienen sind1 bis zu unserm ,ende zu ,kugeln zu werden3 die ,spirale der ,ewigkeit hinabzurollen1 nicht aber wie ungefgte ,kltze hinabzurutschen und hinabzupoltern1 mu unser erster ,wunsch und letzter ,wille sein4 99 99 99 99 99 ,betrachte die ,welt3 ,alles wesentlich1 alles unwesentlich4 ,unwesentlich die ,mcke1 wesentlich der ,mensch2 unwesentlich der ,mensch1 wesentlich die ,menschheit2 unwesentlich die ,menschheit1 wesentlich das ,universum2 unwesentlich das ,universum1 wesentlich -- #aijg ,wir mssen das ,quantitative verabschieden4 ,gott1 ich meine das ,unvorstellbare1 das wir sind1 ist weder gro noch klein4 ,alles ist in jedem ,augenblicke ,gott und jeder ',teil' in jedem ,augenblicke zugleich das ,ganze4 7,ist denn das ,wasser fr den ,tropfen klein oder gro8 ,nein1 er ist der ,tropfen und das ,wasser zugleich4 ,wasser aber ist weder klein noch gro und wenn der ,tropfen zurckblickt auf den ,wasserfall1 so wird er doch darum nicht sagen knnen3 ,wasser ist gro4 ,und so ist ',gott' auch nicht grer da1 wo er die ',milchstrae' ist1 als da1 wo er in einem ,menschen im ,gras liegt4 ,an sich ist diese ,blume hier nichts geringeres als zehntausend ,gestirne4 ,und so zerbrich denn auch nicht1 ,herz1 an diesen ,worten 'gro' und 'klein'1 denn 'das gibt es alles garnicht'47 99 99 99 99 99 ,ich frchte1 -- und dieser unheimliche ,gedanke kehrt mir1 fast seit ich denken gelernt1 immer wieder1 --3 nicht1 da wir sterben werden1 ist zu frchten1 sondern da wir nie sterben werden4 ,ich empfand dies immer unter folgenden ,worten3 ,ich werde immer da sein4 ,und wenn ich heute meinem ,leib nach sterbe1 wer will wissen1 ob ich dann nicht -- mein ,freund bin8 ,nicht als ob etwas1 was meine ,seele genannt werden knnte1 gewandert wre1 nein1 sondern wie wenn ein ,etwas in allem ,lebendigen immer wre und wte da es wre 444 ,wer will wissen1 ob er nicht aus seinem ,freunde 7wenn auch ganz und gar als dieser und mit allen physischen ,prmissen7 in die ,welt blickt1 in demselben ,moment1 wo er sein ,bewutsein verliert8 ,solange ich in meiner ,form befangen bin1 kann ich nichts ,zweites sein1 aber wenn diese ,form zerbricht1 bin ich vielleicht das ,zweite1 und das ,zweite ist vielleicht nichts als wieder das ,eine4 99 99 99 99 99 ,die ,menschheit ist nur eine ,korrektur des ,menschen4 99 99 99 99 99 ,dies ,bewutsein wenigstens habe ich3 mein hchster ,gedanke hat nichts zu tun mit dem uerlichen meines ,lebensganges4 ,ich bin nicht von denen1 die zur ,wiederaufnahme der ,gottesidee durch irgend etwas getrieben worden sind1 als da ist unterdrckte ,sinnlichkeit1 ,einsamkeit der ,seele1 ,verzweiflung an sich und der ,welt oder hnliches4 ,ich kenne diese ,zustnde wohl1 aber ich wre nie vor ihnen zu einem neuen ,gottes-,begriff geflohen3 wie denn dieser auch weder 'heilt' noch 'erlst'4 ,diese ,idee ist vielmehr aus meiner innersten ,natur herausgewachsen1 ich kann ihre ,anfnge bis in mein zweites ,jahrzehnt zurckverfolgen1 in dessen ,mitte etwa ein ganz spezifisch philosophisches ,interesse in mir erwachte4 ,ihr endliches ,zutagetreten hngt sehr stark mit der ,art meines ,schauens zusammen1 das mir manchmal erlaubt1 sehr in die ,dinge zu versinken oder auch3 die ,dinge gleichsam in mich hineinzunehmen1 und mir damit das ,micheinsfhlen mit allem zu einem natrlichen ,gefhl macht4 ,ebenso hatte ich stets das ,gefhl des ,zusammenhangs in so hohem ,mae1 da ich mich von ,vorstellungen solcher ,art nicht losmachen konnte1 wie diese etwa1 da meine ,hand1 von ,a nach ,b bewegt1 das ganze ,weltall in ,mitleidenschaft ziehen msse4 99 99 99 99 99 ,was sagt ,meister ,ekkehart anders als3 zerbrich alle ,sprache und damit alle ,begriffe und ,dinge3 der ,rest ist ,schweigen4 ,dies ,schweigen aber ist -- ,gott4 99 99 99 99 99 ',gott' ist das einfache ,ergebnis eines ,subtraktionsexempels3 ziehe alles von dir ab1 was abzuziehen ist1 und der ,rest ist -- ,mysterium4 99 99 99 99 99 ,gott ist seine eigene ,erfindung4 ,das sich selbst ,unerklrliche sagt aus ,menschenmund ,gott zu sich4 99 99 99 99 99 ,in ,christus ist zum ersten ,mal auf der ,erde ,gott selbst sich zum ,bewutsein gekommen4 ,in ,christus erkannte ,gott als ,mensch zum ersten ,mal sich selbst4 ,seitdem sind fast zweitausend ,jahre vergangen4 ,aber freilich3 ',tausend ,jahre sind vor ,ihm wie ein ,tag4' 99 99 99 99 99 ,man emprt sich gegen die ,gottheit ,christi -- als liege man selbst in ,hose und ,rock nicht als ein ,stck -- ,gottheit herum4 99 99 99 99 99 ,eines ,einzelnen ,leben ist vielleicht nichts ,besondres4 ,von auen1 mit fremdem ,auge betrachtet1 mag es nicht viel bedeuten1 von innen1 mit seinen ,augen gesehen1 schon mehr1 sehr viel mehr4 ,als ,leben -- ,gottes aber angeschaut1 wird es sofort unaussprechlich tief und tragisch4 ,sieh nur irgend einen ,menschen daraufhin an1 da er nichts andres ist als ,gott1 ,gott selbst in ureigenster ,person -- und die ,welt wird sich dir mit einemmal und auf immer verwandeln und du wirst kein ,sittengesetz mehr zu befragen brauchen2 denn alles wird dir auf einen ,schlag wunderlich heilig werden4 99 99 99 99 99 ,ich sehe das ,unvermeidliche herannahen3 da den ,menschen eines ,tages in grerer und grerer ,anzahl zum ,bewutsein kommt -- nicht nur nominell wie bisher1 sondern faktisch -- da sie in der ,unendlichkeit leben4 99 99 99 99 99 ,heute sehen die ,menschen noch nicht den ,raum1 sie sehen den ,himmel1 aber noch nicht den ,,raum4 99 99 99 99 99 ,auf ,erden ist nichts1 sondern alles im ,himmel zugleich und in der ,ewigkeit4 7,getrumte ,zeile47 99 99 99 99 99 ,gott ist nicht etwas ,vorgestelltes1 sondern das1 was wie jede andere ,vorstellung1 so auch die ,gottesvorstellung produziert4 ,bis heute glaubt die ,menschheit noch1 soweit sie glaubt1 an den ,gott oder die ,gtter ihrer ,vorstellung4 ,und darum ist sie so leicht durch den ,satz zu widerlegen3 ,dein ,gott ist eine bloe ,vorstellung von dir4 ,gewi ist er das4 ,erst die ,menschheit1 welche bekennt3 ,was wir uns als ,gott vorstellen1 ist irrelevant2 das einzige1 was wir als ,gott behaupten knnen1 ist das ,unvorstellbare1 auf das unsre ,vorstellungen zurckgehen1 ist das1 was wir fr uns als ,wirklichkeit klassifiziert haben1 sind wir selbst 7wie wir uns bezeichnen7 und alles1 was um uns ist 7was wir so bezeichnen74 ,gott ist alles4 ,wir haben kein andres ,wort fr ,gott als das ,wort 'alles'4 ,man kennt und fhlt ,pantheismus schon lange1 aber ich wei nicht1 ob je mit diesem 'alles' schon ganz und resolut ,ernst gemacht worden ist4 ,wer ihn macht1 fr den gibt es kein ,entrinnen mehr4 ,er mu selbst hinein in dies 'alles' mit jeder ,faser seines ,leibes und jedem ,schatten seiner ,gedanken1 er mu selbst zusammenfallen mit ,gott1 er mu selbst ,gott -- und nicht nur in ,gott -- sein4 99 99 99 99 99 ',sein' 7esse7 ist nur eine ,denkform ,gottes4 ,wenn ,gott sagt3 ich bin1 so sagt er dies beides nur als ,mensch4 ,als ,gott sagt er nichts1 'ist' er nicht einmal etwas4 ,gott ist nicht ,gott4 ,als ,mensch 'ist' ,gott4 99 99 99 99 99 ,auch wo ,gott 'sich' fhlt1 wie im ,mystiker1 bleibt er noch ,mensch4 99 99 99 99 99 ,man soll nur in alle ,ewigkeit leugnen1 da die ,welt unerklrlich sei4 ,die ,folgen dieser bornierten ,leugnung1 dieser stiermigen ,annahme des ,gottmenschenkopfes von seiner ,anlage zur ,selbsterkenntnis sind allzu wertvoll1 verinteressieren -- als ,wissenschaft -- das ,leben in allzu hohem ,grade4 99 99 99 99 99 ,unbewute ,stupiditt1 bewute ,verlogenheit -- als ,voraussetzung aller ,wissenschaft1 ja aller geistigen ,kultur berhaupt3 das ist eine groteske ,wahrheit ,gottes1 des ,menschen4 99 99 99 99 99 ,auch hier meine ,ausfhrungen1 was ich auch versuche1 bleiben -- ,anthropomorphismus4 ,diese ,feststellung sollte eigentlich der ,tod ,gottes sein4 ,der ,tod ,gottes -- als einer auszuscheidenden ,vorstellung4 ,aber diese ,vorstellung war meine letzte1 in der ich alle andern begrub4 ,kein ,wort der ,erde1 das sich mir im ,wort ',gott' nicht lste4 ,andre nennen ihre ,grenzvorstellung ,leben1 ,natur1 ,wirklichkeit4 ,aber ist das minder anthropomorph8 ,nein4 ,jedes ,wort ist ,vorstellung1 jedes ,wort ist demnach gleich viel wert4 ',leben' ist das ,wort einer andern ,phantasie als ',gott'1 das ist alles4 99 99 99 99 99 ,es gibt also zuletzt nur eine ,grenzvorstellung1 nur ein ',ur--wort'4 ,dieses ,urwort mu uns gelassen bleiben1 wollen wir ,menschen bleiben4 99 99 99 99 99 ,gott wre etwas gar ,erbrmliches1 wenn er sich in einem ,menschenkopfe begreifen knnte4 99 99 99 99 99 ,ich frage mich1 welche innere ,ntigung liegt meiner ,handlungsweise zu ,grunde 7drcken wir es so aus73 das ,ding an sich ,gott zu nennen4 ,meine aufrichtigste ,antwort lautet3 ,das ist des ,dings an sich1 das ist ,gottes ,sache selbst4 ,ich bin -- wie ich es ansehen kann -- nur eine ,etappe im ungeheuren ,heer und ,komplex von ,assoziationen1 und wenn ich mich nun selbst psychologisch zu deduzieren suchte1 so wre damit wohl nicht viel mehr getan1 als wenn ein ,strudel jenes ,baches dort unten die ,art seines ,gurgelns durch die ,daten seines ,lokals usw4 erklren zu knnen glaubte4 ,nun gut4 ,welche ,ntigung8 ,die ,ntigung1 nicht ,halt machen zu brauchen4 ,die ,ntigung1 mich mit allem um mich durch ein persnliches ,band verbunden fhlen zu drfen4 ,wenn diese ,tanne da vor mir ein geistreicher ,mechanismus ist wie ich1 so kann sie mir in jedem ,augenblick unendlich gleichgltig1 ja widerlich werden4 ,aber sie ist kein ,mechanismus1 sie teilt -- ob ich sie nun als ,du oder ,erscheinung bezeichne -- ,ein ,geheimnis mit mir1 das ,geheimnis des ,lebens4 ,wir sind ,brder als ,erscheinungen1 und unser ,beider ,vater als ,dinge4 99 99 99 99 99 ,ich1 als ,vater1 erflle mich erst im ,menschen1 als mir1 dem ,sohne2 als ,sohn erst erfahre ich mich als den ,vater4 ,oder3 als ,erscheinung erst werde ich mir selbst -- ,erscheinung4 99 99 99 99 99 ,von mir3 die ,menschen sind ihm allein ,kpfe ,gottes4 99 99 99 99 99 ,ja1 gewi1 es ist vieles am ,menschen lcherlich und verchtlich4 ,aber der ,mensch ist ja auch nur ein winziger ,teil ,gottes4 ,und was wre ,gott1 wenn er nicht irgendwo auch lcherlich und verchtlich wre4 ,gott schenkt sich nichts4 ,das wollen nur die ,kurzsichtigen1 die meinen1 man knne das ,eine ohne das ,andere haben1 ja noch mehr3 man drfe es4 99 99 99 99 99 ,die planetarischen ,kulturen geistiger ,wesen sind die groen ,grotesken ,gottes4 ,gottes materielle ,erscheinungsform ist notwendig grotesk4 99 99 99 99 99 ,man knnte eine ,bibliothek schreiben von den ,selbsttrstungen ,gottes4 99 99 99 99 99 ,nicht1 da gekmpft wird1 ist das ,tragische der ,welt4 ,sie selbst ist das ,tragische4 99 99 99 99 99 ,betrachte den gefllten ,zuschauerraum eines ,theaters4 ,wie festlich machen ihn die vor ,erwartung und ,lebenslust glnzenden ,augen der ,frauen1 ihre schneeweien ,nacken1 ihr herrliches ,haar -- wie scheinen sie alle zu rufen voll reizender ,ungeduld3 den ,vorhang auf6 den ,vorhang auf6 ,wie gern sie leben und leben sehn1 wie ganz unverstndlich es ihnen wre1 wenn nun pltzlich ein ,mann aufstnde und sprche3 ,nein1 nicht den ,vorhang auf6 nicht auf6 ,sondern lat uns endlich ein ,ende machen mit diesem ewigen ,theaterspiel6 ,und seine ,augen wrden sich schlieen im berma des ,schmerzes4 ,aber nach einer kurzen ,spanne der ,starrheit -- was wrde geschehen8 ,mit ihren ,fchern wrden sie ihn zu erschlagen drohen und mit hundert beredten ,gebrden laut oder stumm1 lchelnd oder schluchzend1 die ,mnner rings fragen3 ,wie8 und wir8 sind wir nichts8 gelten fr nichts8 ,ihr wollt dies starke se bunte ,leben nicht mehr8 ,ihr wollt also ,uns nicht mehr8 ,was haben wir euch denn getan8 ,und was unsre ,kinder1 eure ,kinder8 ,o1 ihr ,toren1 ihr ,spielverderber1 ihr ,pflichtvergessenen6 ,aber ihr sollt uns nicht irre machen4 ,nicht irre an ,lieben und ,leben1 nicht irre an ,pflicht und gesundem ,menschenverstand4 ,nein1 die ,komdie sei noch nicht zu ,ende6 -- ,der ,sprecher von vorhin aber wrde bei sich denken3 ,umsonst4 ,gottes ,teufel ist seiner wrdig4 ,er knnte nicht berzeugender noch unschuldiger sein4 ,und frwahr3 ,heute erkannte ich ihn zum ersten ,mal -- und sein triumphierendes ,reich1 soweit ,welt ist4 99 99 99 99 99 ,wer sich einmal in die ,idee des ,teufels1 an dem ,gott immer wieder zu schanden wird1 von dem er immer wieder zum ,leben verfhrt wird1 vertieft1 dem wird die ,gre und ,schnheit des ,lebens frder nicht ,einwand sein knnen3 ,denn je unfalicher dieser ,gott ist1 desto unfalicher wird auch die ,kunst seines ,teufels sein mssen1 desto heiliger wird sie erscheinen mssen1 desto bejahungswrdiger die ,welt fr menschliche ,urteilskraft4 99 99 99 99 99 ',die ,welt' ist ,gottes ,weg zu seiner ,schnheit4 berall und immer duftet diese ,wunderpflanze ',welt'4 ,um dieses ,duftes willen ist sie da2 er ist ihre ,schnheit1 ihre ',seele'1 ',gottes' -- ,seele4 99 99 99 99 99 ,wir sind nie wirklich aus dem ,paradiese vertrieben worden4 ,wir leben und weben mitten im ,paradiese wie je1 wir sind selbst ,paradies1 -- nur seiner unbewut1 und damit mitten im -- ,inferno4 99 99 99 99 99 ',alles was ist1 ist vernnftig' -- ganz gewi4 ,freilich nicht vom ,standpunkt des ,reichstagsabgeordneten ,x oder des ,privatdozenten ,y aus2 aber sub specie ,dei4 #aijh ,im ,geist erst wird die ,natur1 wird ,gott tragisch4 ,was ist der ,mensch8 ,die ,tragdie ,gottes4 99 99 99 99 99 ,wenn einer die ,welt bejaht1 bejaht sie ,gott1 wenn sie einer verneint1 verneint sie ,gott 7und damit ,sich74 ,gott sagt weder blo ja noch blo nein zu sich1 sondern urewig ja und nein4 99 99 99 99 99 ,wo einer keine ,augen fr sich -- als ,mysterium -- hat1 da hat auch ,gott keine ,augen fr sich1 als ,mysterium4 ,aber als der1 als der er ,augen fr sich hat1 leidet er unter diesem andern1 als der er keine ,augen fr sich hat1 und zrnt sich1 dem andern1 aus sich1 dem einen4 99 99 99 99 99 ,die ,welt knnte so gro angelegt sein1 da die unaufgelste ,dissonanz eines ganzen ,planeten als solche mit hineingehrte4 ,ein schauerlicher1 wahnwitziger ,gedanke4 ,denn wer will seine ,dissonanz -- schon allein seine ganz persnliche ,dissonanz -- nicht aufgelst und sei es auch erst -- nach onen4 99 99 99 99 99 ,gott ist die ,welt im ,einzelnen wie als ,gesamtheit4 ,als ,gesamtheit aber ist er vielleicht eine ,zweiheit von ,mann und ,weib4 ,einheit als ,gott1 ,zweiheit als ,welt4 ,sagst du aber3 ,die ,welt8 das wre wohl nicht genug1 wenn nur das ,gott wre6 so frage ich3 weit du1 wo die ,welt aufhrt1 da du von genug und nicht genug redest8 ,wie kann etwas ,un-,endliches noch-genug sein oder 'nicht-genug'8 ,das ist gewi3 was auch von ,gott1 von ,gottheit gedacht werden mag1 kann auch noch nicht an den ,saum des ,mantels seines ,ernstes rhren4 99 99 99 99 99 ,wenn ,gott nicht die ewige ,sehnsucht zweier ,seelen zu einander ist -- wenn die ,welt nicht der ewige ,weg dieser zwei ,seelen ist -- so wei ich nicht1 was ,gott und ,welt bedeuten4 99 99 99 99 99 ,der ,mensch ist nur ein ,moment innerhalb des ,,menschen1 und der ,,mensch nur ein ,moment innerhalb ,naturae sive ,dei4 99 99 99 99 99 ,es versteht sich mir fast von selbst1 da das1 was ich bin1 sich irgend einmal seines ganzen ,lebens -- in allen seinen ,erscheinungsformen -- erinnern wird4 99 99 99 99 99 ,und es wird nichts sein -- kein ,richten1 kein ,wundern1 nur ein ,schauen4 ,aber in diesem ,schauen wird ,gericht oder ,freispruch beschlossen sein4 99 99 99 99 99 ,ich und du1 einmal gro und einmal klein geschrieben -- das ist die ,weltformel4 ,ich und ,du1 und ich und du4 99 99 99 99 99 ,mute der wahrhaft innerliche ,mensch frher mit der ,kirche ringen1 so mu er es heute mit der ,wissenschaft4 ,der sich selbst schauende ,gott ist immer nur als -- ,ketzer mglich4 99 99 99 99 99 ,vielleicht ist nichts von allem ,gedachten ganz unwahr4 ,sollte ,gott ber ,sich gnzlich falsch denken knnen8 ,sollte nicht die barbarischste religise ,vorstellung ein ,krnchen ,wahrheit enthalten1 enthalten mssen8 99 99 99 99 99 ,eines sein und haben und die ,sehnsucht nach allem ,andern1 -- ,formel ,gottes1 des ,individuums4 7,hinzuzufgen3 zusamt der stillgeglaubten ,anwartschaft auf alles ,andere47 99 99 99 99 99 ,wohin sollte die ,natur in der ,stufenfolge der ,tiere im ,menschen streben1 wenn nicht dahin1 da ,gott in ihm sich selbst erkenne8 ,dies aber1 das ,erkennen kann noch nicht sein letztes ,ziel sein3 er mu aus dieser ,selbsterkenntnis noch zu irgend einem ,handeln hervorschreiten1 mu ja sagen und tun wie der ,zarathustra ,nietzsche's1 oder nein wie der indische ,buddha4 ,er mu das ,schicksal der ',welt' an seinem ,teile entscheiden2 sie soll sein oder sie soll nicht sein4 ,und doch --4 99 99 99 99 99 ,frage dich nur bei allem3 ',htte ,christus das getan8' ,das ist genug4 99 99 99 99 99 ,das ergibt sich aus meiner ,lehre1 da nicht nur der ,einzelne sondern auch ,volk um ,volk und endlich die ganze ,menschheit -- ,persnlichkeit zu werden trachtet4 ,denn wenn wir ',gott' sind1 -- was knnen wir ,hheres aus uns machen1 als immer durchseeltere1 durchbildetere1 vollendetere ,persnlichkeit8 ,so wie der einzelne durch und durch kaloskagathos werden soll1 so soll auch ein ,volk1 eine ,menschheit durch und durch 'kalonkagathon' werden wollen4 ,kunstwerk der ,einzelne1 ,kunstwerk sein ,volk1 ,kunstwerk die ganze ,erde -- das ist das ,ziel4 99 99 99 99 99 ,jeder kann von ,christus etwas fortnehmen4 ,verstehen aber wird ihn alle fnfzig ,jahre -- vielleicht -- ,einer4 99 99 99 99 99 ,wenn1 was sich so ,theologen nennt1 wirklich wissen knnten1 wer ,christus war1 wrden sie ihn allesamt als einen ,irrsinnigen und ,verbrecher verdammen4 ,ja1 so weit weg steht der ,mensch1 der gesagt hat ',ich und der ,vater sind eins' 7und nur der johanneische ,christus ist fr mich ,christus1 so ausschlielich1 da1 wenn es ihn nie gegeben haben sollte1 er lngst htte 'erfunden werden' mssen7 von der brigen 'christlichen' ,menschheit und insonderheit ihren ,theologen1 da er wie der leibhaftige ,teufel auf sie wirken wrde1 htten sie ja den ,mut und die ,kraft1 ihm sein ,weltgefhl bis zum ,letzten nachzufhlen4 99 99 99 99 99 ,immer wieder kommt mir die ,szene auf ,golgatha ins ,gedchtnis1 immer wieder komme ich zu mir selber wie ,christus und frage mich3 ,und ,du schlfst6 ,und ich fahre auf und ,scham bergiet mich ganz und ich erwache zu mir selbst4 ,aber nur ein ,kleines1 so bin ich wieder im ,halbschlaf4 ,und wieder tritt mein ,selbst an mich heran1 rhrt mir ans ,herz1 da ich wie verwundet aufschrecke und zum wievielten ,male6 das traurige ,wort vernehme3 ,du schlfst6 ,wie -- wre mein ,problem dies3 ,eine ,natur1 auf der ,grenze geboren1 wo das ,mittelmige und das ,auerordentliche zusammenstoen1 ein ,mensch1 zu gro1 zu reich1 zu tief1 im ,gewhnlichen zu verharren und doch zu klein1 zu arm1 zu seicht1 zu verharren im ,ungewhnlichen8 ,mir fllt ein ,vers aus meinen ersten ,jnglingsjahren ein1 jenen ,jahren1 deren damals noch ganz anders zehrende ,ohnmacht ich durch den ausdauernden ,schritt nach nur ,einem ,ziel in zwei ,jahrzehnten wenigstens bis zu einem gewissen ,grade berwand3 ',ich mchte schwcher sein und bin es nicht1 ich mchte strker sein und bin es nicht1 und da ich strker nicht noch schwcher bin1 als wie ich bin1 das ist's1 was mich zerbricht1' ,und auch das fllt mir ein3 ,wie ich mich frher gehat habe4 ,gehat bis zu bitterster ,todfeindschaft1 die mir vielleicht nur aus ,zufall nicht den ,garaus machte4 ,und all mein ,flehen um ,tiefe fllt mir ein1 das der alte ,gott noch hren mute und erfllen sollte4 ,ein ,mensch also gemacht aus ,edelmetall und taubem ,erz1 zerspalten in ,reichtum und ,armut1 ,vermgen und ,ohnmacht6 ,emporfahrend aus seiner ,niedrigkeit1 den ,himmel des ,seherischen und ,schpferischen in seine ,arme herabzureien1 ihn erblickend in all seiner ,herrlichkeit1 und seiner flchtigen ,hoheit wieder entschlummernd in den ,schlaf des ,alltglichen1 von neuem erwachend nach kurzem ,traum im ,tal des unfruchtbaren ,todes4 ,das wre ich6 ,das bin ich8 ,,weltbild3 ,,am ,,tor #aijg ,sieh einmal morgens nackenden ,leibes beim ,waschen an dir herunter1 den ,riesen-,zellenbau1 das ,zellenuniversum ohne ,gleichen6 ,welches naive ,auge wrde je darauf kommen1 dich als eine einheitliche ,ordnung von ,legionen selbstndiger ,wesen zu verstehen und welches ,auge wrde folgen wollen1 wenn der ,verstand es wagte1 die ,wirklichkeit berhaupt als einen einzigen ,zellenleib zu beschreiben1 dessen ,formen wir uns nur nicht vorstellen knnen8 99 99 99 99 99 ,wie kann man sagen3 ,dies und das kommt hierher und daher2 da doch alles berallher kommt4 99 99 99 99 99 ,das ,prinzip der ,nachahmung 7oder1 vom ,objekt aus3 der ,ansteckung7 wirkt fortwhrend in der ganzen ,natur4 99 99 99 99 99 ,ich habe zuweilen einen abgrndigen ,ha auf die ,zahl4 ,sie ist die absurdeste ,flschung der ',wirklichkeit'1 die dem ,menschen wohl je gelungen ist1 und doch baut sich auf ihr 'unsere ganze heutige ,welt' auf4 99 99 99 99 99 ,der groe ,irrtum ist der3 man glaubt irgend einmal einen ,mechanismus schaffen zu knnen1 der schlielich wie ein ,lebewesen wird und leben soll1 und sei es auch nur ein ,infusorium4 ,und bersieht dabei nur eins3 da es ein einzelnes ,infusor fr sich allein gar nicht gibt1 da man das ganze ,weltall nachschaffen mte1 um auch nur ein kleinstes ,tierchen in ,wahrheit lebendig zu machen -- denn man kann nichts von auen hineinstopfen1 ,ihr ,herren1 man mu dann schon von der ,pike auf schaffen1 nicht nur so ex tempore und ex machina4 99 99 99 99 99 ,alles ist ,ausdruck eines ,wesens4 99 99 99 99 99 ,wenn im groen ,weltkonzert einmal ein ,stern untergeht1 so ist das auch nichts weiter1 wie wenn einem irdischen ,orchestermusiker eine ,saite platzt4 ,she man den ,mann nicht die ,geige absetzen1 so wrde man vermutlich gar nichts merken1 so unbekmmert geht das vielstimmige ,zusammenspiel seinen gewaltigen ,gang4 99 99 99 99 99 ,die ',welt' gibt offenbar immer nur relative ,vollendungs-,mglichkeit4 ,zwischen zwei ,eisperioden kann eine ,menschheit sich vielleicht so 'vollenden'1 wie ein ,einzelner zwischen ,geburt und ,tod4 99 99 99 99 99 ,wir glauben als ,menschheit eine ,art flieende ,ebene zu sein und sind statt dessen ein wandelnder ,berg oder eine wandelnde ,pyramide4 99 99 99 99 99 ,es ist mit der ,weltenuhr wie mit der des ,zimmers4 ,am ,tage sieht man sie wohl1 aber hrt sie fast gar nicht4 ,des ,nachts aber hrt man sie gehen wie ein groes ,herz4 99 99 99 99 99 ,diese ,waschkanne vor mir -- nimm die ,zeit von ihr3 und sie strzt zusammen in nichts4 ,die ,zeit macht erst den ,raum4 99 99 99 99 99 ,das ,amsante ist1 da es nun1 seit dem ,auftreten des ,menschen1 auf einmal ,vergangenheit und ,zukunft gibt 7von vielem andern ganz zu schweigen71 als htte die ganze ,wirklichkeit nur darauf gewartet1 sich von ihm in vorn und hinten1 oben und unten1 frher und spter usw4 einteilen zu lassen4 ,o ,mensch1 du ,kindskopf aller ,kindskpfe1 o ,wissenschaft1 du grandioses ,orientierungs-,system dieses ,kindskopfes1 nichts weiter6 99 99 99 99 99 ,gestern und morgen haben im ,all keinen ,sinn4 ,das ,all war weder1 noch wird es sein1 -- es ist4 ,und so war nichts von dem1 was wir 'vergangen' nennen4 ,alles ',vergangene' ist4 ,vergangenheit wie ,zukunft sind nur ,formen der ,gegenwart4 99 99 99 99 99 ,fr ,pflanze und ,tier gibt es das ,wort ewig nicht und daher auch keine -- ,ewigkeit4 ,es sollte sie auch fr uns nicht geben4 ,wir sind4 ,wir werden nie sein1 ebensowenig1 wie wir je waren4 ,die ,ewigkeit ist in jedem ,moment 'gelebte ,gegenwart' -- oder sie ist nicht4 99 99 99 99 99 ,schauerlich1 zu denken1 da alles nur 'in der ,flucht' ist4 ,es gibt nichts1 als den ,moment1 in dem fortwhrend alles ist4 ,so wie 'ich' von ,sekunde zu ,sekunde lebe und mir dessen bewut bin -- 7aber das alles ist nicht ich1 das ist die ,unendlichkeit1 die in mir fortwhrend weiter lebt7 so lebt die gesamte ,wirklichkeit wie ein einziger gigantischer ,krper in ihrer eigenen1 von mir ihr vermittelten ,vorstellung von ,sekunde zu ,sekunde4 99 99 99 99 99 ,alle ,vergangenheit existiert nur als lebendige ,erinnerung eines gegenwrtigen ,kopfes4 ,alle ,vergangenheit ist eine ,selbsterinnerung ,gottes4 99 99 99 99 99 ,die ,welt ist eine sich ewig fortentwickelnde ,kugel1 deren ,oberflche -- hier der dies von ihr aussagt4 #aijh ,ist nicht einmal dasselbe ,wort in deinem ,munde je dasselbe1 so bist auch wohl du selbst ein in jeder ,sekunde ,neuer1 noch nie ,dagewesener1 ,niemehrsodaseinwerdender4 ,und nicht du allein3 ,alles ist fortwhrend neu1 frisch1 einzig1 einmalig4 ,dies ist das ,geheimnis des ,lebens und damit ,gottes1 als eines ewig ,seienden1 ohne auch nur die ,mglichkeit irgendwelcher ,starrheit4 99 99 99 99 99 ,bewutsein3 ,wir stehen an einem ,ende1 wir sind ein ,anfang4 99 99 99 99 99 ,nicht nur ,fortdauer1 -- -- ,zieldauer4 99 99 99 99 99 ,die ,axt4 7,fundamentalstze47 #a4 ,keine ,geschichte #b4 ,keine toten ,gegenstnde #c4 ,sprache -- ,proze4 99 99 99 99 99 ,alle ,materie ist ja nur geistiges ,arrangement4 99 99 99 99 99 ,aus einem ,drama4 ,ein ,freund zum andern 7drohend73 ,die ,welt wird doch keine ,narrheit sein1 -- ,du68 99 99 99 99 99 ,wer das ,gebet in irgend einer ,form wieder in unser ,leben zurckbringt -- er wird uns ,ungeheures wiedergegeben haben4 99 99 99 99 99 ,was ist ,religion3 ,sich in alle ,ewigkeit weiter und hher entwickeln wollen4 99 99 99 99 99 ,einen ,tempel bauen mit der ,aufschrift3 ,dem heroischen ,leiden4 99 99 99 99 99 ,es gibt keinen greren ,stilisator in der ,natur als den ,tod4 ,gib das ,leben dem ,tod in die ,hand und du bergibst es -- seiner ,kultur4 ,selbst mit dem ,menschen ist es nicht anders4 ,je mehr uns der ,tod in ,hnden hat1 desto hhere ,kunstwerke werden wir4 99 99 99 99 99 ,im ,menschen vollendet sich und endet offenbar die ,erde4 ,der ,mensch -- ein ,exempel der beispiellosen ,geduld der ,natur4 99 99 99 99 99 ,wer mag denn wissen1 ob unsere ,erde in der ,rangstufe der ,planeten nicht eine der untersten1 niedersten ist8 ,ob sie der ,mehrzahl anderer ,wandelsterne nicht etwa vorkommen mchte1 wie einem ,paris1 einem ,london der ,marktflecken ,schildburg1 oder wie einem ,lionardo sein ,hund oder sein ,pferd4 99 99 99 99 99 ',der bermensch ist der ,sinn der ,erde' -- das heit3 der ,erde ,sinn ist ihr ,untergang in -- ,hheres4 99 99 99 99 99 ,gefhl von ,gnade3 seliges ,vorgefhl des uns zum ,heil1 unserer ganzen ,entwickelung nach1 ,erwartenden -- ohne den vollen ,glauben1 da es auch wirklich kommen werde und ohne jeden ,glauben daran1 da man es wirklich verdiene4 ,ein ,gefhl1 der objektiven ,wahrheit zwar vielleicht nicht entsprechend1 aber eine ,schnheit des ,herzens1 ein ,mehr -- als -- ,wahrheit4 99 99 99 99 99 ,alles ,vollkommene darf angebetet werden1 freilich nicht1 da es uns etwas schenke 7auer sich selbst durchs ,mittel seiner ,schnheit71 sondern angebetet im ,sinne ehrfrchtiger ,liebe4 ,ja1 dies ,gebet1 als kein ,bitten um irgend etwas andres als um die immer reinere ,offenbarung der ,schnheit des ,angebeteten soll bleiben1 soll als das neue ,gebet wiederkommen1 nachdem wir das alte in uns niedergekmpft1 ohne doch je vergessen zu knnen1 da es nicht nur eine ,form des gemeinen ,bedrfnisses1 nein1 noch weit mehr war3 eine ,form des edelsten ,bedrfnisses der ,seele3 der ,liebe4 ,als ,liebe darf das ,gebet wieder auferstehen1 frei werden4 99 99 99 99 99 ,gott ist der tiefste ,gedanke1 den der ,mensch je gedacht hat4 ,gott ist der eigentliche ,gedanke der ,erde1 der einzige all unsrer ,gedanken1 der1 geschweige denn in ,jahrtausenden1 innerhalb ihres1 der ,erde1 ganzen ,daseins nicht zu ,ende gedacht werden kann4 ,gott ist die groe ,frage der ,erde1 aller ,erden3 ,ihr ,leben ihre offenbare zugleich und geheime ,antwort4 99 99 99 99 99 ,es ist eines der tiefsten ,worte3 ,bei ,gott ist kein ,ding unmglich4 ,gott ist die ,mglichkeit aller ,mglichkeiten4 99 99 99 99 99 ,gttliches 7,theon7 immer wieder in unzhligen ,lebenslinien1 ,lebenslufen1 ,gott werdend 7,theos7 444 ,gott ein ewiger und unendlicher ,proze des ,sich-,verlierens und ,sich-,gewinnens 444 ,gott ein ewiges ,ringen zahlloser dumpfer und lichter ,individuen um ,sich1 als ,schnheit der ,schnheit4 -- ,sich fortwhrend auf irgend einer hchsten ,formenstufe als diese gewinnend und besitzend und beschlieend 444 und doch nie ganz und berall und gleichzeitig vollendet4 99 99 99 99 99 ,im ,kugelbegriff grenzt sich ,gott gegen sich selbst ab4 ,gott ist1 worin dieser letzte ,begriff als in seiner hheren ,einheit aufgeht4 99 99 99 99 99 ,vielleicht wird jeder ,planet so alt1 bis er sich selbst erkannt und damit vollendet hat1 oder doch so1 wie ,goethe sagt3 der ,mensch mu von einem gewissen ,zeitpunkte an wieder ruiniert werden4 99 99 99 99 99 ,so wie ich -- auer etwa als mystischer ,seher -- den ,geistkrper des ,menschen nicht schaue1 so schaue ich auch nicht den ,geistkrper der ,erde4 ,und doch mu auch der ,planet als ,ganzes seinen ,geistkrper haben und wer wei1 ob er damit nicht ,brust an ,brust mit ,geistkrpern andrer ,sterne lebt1 soda 444 99 99 99 99 99 ,ein ,kunstwerk schn finden1 heit1 den ,menschen lieben1 der es hervorbrachte4 ,denn was ist ,kunst andres als ,vermittlung von ,seele4 ,eine ,landschaft schn finden1 heit1 uns ihrer als eines gttlichen ,geschenkes unbekannter ,mchte freuen4 ,dankt meine ,ergriffenheit z4,b4 dem ,meere selbst8 ,nein1 sie dankt den schpferischen ,geistern1 der ganzen ,natur dafr1 dem schpferischen ,geist -- des ,lebens selber4 ,interesselos aber ist mein ,wohlgefallen am ,schnen so wenig1 da es vielmehr alles tiefste ,schpferische in mir aufregt und1 indem es ihm ,gelegenheit gibt im ausgiebigsten ,mae 'mitzutun'1 bis zu einem gewissen ,grade zugleich befriedigt4 ,nur bis zu einem gewissen ,grade -- denn ber dies ,befriedigen hinaus bleibt noch -- ob bewut oder unbewut -- etwas von jener nie ganz gestillten ,sehnsucht1 die wir allem gegenber empfinden1 was uns zur ,liebe zwingt3 die ,sehnsucht1 es noch mehr1 noch besser1 noch grndlicher zu lieben1 als wir es lieben knnen1 des ,wunsches einer noch viel vollkommeneren1 sublimeren ,liebe1 die den ,dank wirklich zu erstatten vermchte1 den wir fhlen4 99 99 99 99 99 ,weil wir niemals und nirgends etwas ,totem gegenberstehen1 sondern immerdar dem ,ausdruck irgendeines ,willens -- so ist alles ,empfinden die unmittelbare ,aufnahme jenes fremden ,willens in unsern1 auf die jedoch sofort auch seine ,wiederausstoung folgt1 seine ,distanzierung1 ,zurckweisung1 ,objektivierung4 -- ,das ,bild der ,welt bietet so im ,groen und ,fortwhrenden das ,bild der -- ,liebe1 als welche ein ewiger ,wechsel zur ,einheit zusammenflieender ,zweiheit und in ,zweiheit sich sichselbstgegenberstellender ,einheit ist4 99 99 99 99 99 ,jeder konsequente ,monismus fhrt unabnderlich zum -- ,dualismus4 ,denn eine absolute ,einheit vertrgt der menschliche ,geist niemals4 ,und wo er ihr nicht entweichen zu knnen glaubt1 wie in ,schopenhauer1 verneint er4 ,aus diesem ,grunde knnte auch die ,gottheit ihrer schauerlichen ,einheit in ,legionen ,vielheiten entflchtet sein1 von zwei ,leiden das kleinere whlend4 99 99 99 99 99 ,die ,welt als ,trieb und ,vorstellung -- diese ,fassung htte vielleicht manches ,miverstehen ,schopenhauers unmglich gemacht4 99 99 99 99 99 ,die ,welt ist nicht blo ,pflanze1 oder ,tier1 sondern -- ,mensch6 99 99 99 99 99 ,immer wieder ,gott zu werden3 ,ziel aller kosmischen ,entwickelungen4 99 99 99 99 99 ,beobachte doch1 wie alles ,menschliche sich fortwhrend selbstkorrigiert4 ,wie sich ein ganz bestimmter -- und nicht nur beliebiger oder 'notwendiger' -- ,sinn des ,lebens entwickelt1 vielfach verschleiert1 aber immer wieder hervorbrechend1 sich immer reiner klrend und persnlicher enthllend4 99 99 99 99 99 ,wenn wir tausend ,jahre wie einen ,tag bersehen knnten1 so wrden wir die ,entwickelung der ,menschheit mit unheimlicher ,schnelligkeit sich vollziehen sehen4 ,so aber 'sieht' vielleicht der ,planet4 ,wir sehen nur die ,individuen wachsen1 er -- die ,typen4 99 99 99 99 99 ,sollte in immer hherer ,erkenntnis und ,liebe 7in immer hheren ,formen7 nicht die ,mglichkeit immer hheren ,glckes liegen8 ,welche ,genugtuungen1 wieviel demtiger ,dank1 wieviel namenloser ,jubel steht uns vielleicht noch bevor6 ,denn immer wieder1 wenn alles1 was ist1 sich unaufhrlich hher ver- und emporgottet -- wo braucht es eine ,grenze zu finden1 wo hat ,gott -- ein ,ende8 ,solch ein ,aspekt aber ist erst einer ,gottheit wrdig3 -- der ins ,ewige und ,unendliche4 99 99 99 99 99 ,das ,sein1 das ist das ,unvergngliche in uns1 das ,werden1 das1 als was wir dahingehen4 ,wie knnen ,sein und ,werden ,gegenstze sein1 wenn sie doch an uns in jeder ,sekunde ,eins sind1 wenn das ,ewig ,seiende im ,ewig ,werdenden unaufhrlich 'ist'6 99 99 99 99 99 ,warum sollte dies mein ,leben ein ,anfang oder ,ende sein1 da doch nichts ein ,anfang oder ,ende ist4 ,warum nicht einfach eine ,fortsetzung1 der unzhliges ,wesensgleiche vorangegangen ist und unzhliges ,wesensgleiche folgen wird4 99 99 99 99 99 ,die ,vorstellungen von ,lohn und ,strafe -- mssen sie deshalb jeder tieferen ,wahrheit entbehren1 weil wir sie heute schroff ablehnen8 ,was hat sich eigentlich gendert8 ,da wir uns heute unser ,schicksal mehr oder minder selbst zu bereiten glauben1 whrend wir frher glaubten1 da es uns bereitet wrde4 ,ist nicht nur die ,optik eine andere geworden1 nur die ,optik8 99 99 99 99 99 ,man soll sich seiner ,krankheiten schmen und freuen2 denn sie sind nichts andres als ausgetragene ,verschuldung4 99 99 99 99 99 ,zukunft6 -- un-er-schpfliches ,wort6 ,o ,lust zu leben6 ,o ,lust1 zu -- -- sterben6 99 99 99 99 99 ,wohin knnen wir denn sterben1 wenn nicht in immer hheres1 greres -- ,leben hinein6 99 99 99 99 99 ,immer wieder3 ,nicht so sehr1 was wir denken1 ist das ,hchste4 ,das ,hchste ist das ,denken selbst4 ,es allein verbrgt uns mit eherner ,sicherheit den mit uns geborenen ,gott4 99 99 99 99 99 -- -- -- ,an der ,pforte steht das ,grauen4 99 99 99 99 99 ,man versteht den ,menschen erst -- sub specie reincarnationis4 99 99 99 99 99 ,die ,hochzeit zu ,kana4 ,christus verwandelt ,wasser in ,wein3 ,was bisher als ,wasser 7,mensch7 gegolten1 wird durch sein ,offenbarungswort ,wein 7,gott674 #aiaj ,a4 ,was1 was ist's1 was den ,menschen vom ,christus trennt2 sagen ,sie mir das1 knnen ,sie mir das sagen8 ,b4 ,ja1 das kann ich4 ,der ,philister in ihm4 99 99 99 99 99 ,wir stehen nicht am ,ende1 sondern am ,anfang des ,christentums4 99 99 99 99 99 ,der ,gedanke ,gottes mu freilich der ,tod des ,individuums sein4 ,darum hlt er sich auch im ,allertiefsten besser als im ,vordergrund auf4 99 99 99 99 99 ,die ,menschheit ist ein groes ,kind1 dem feindliche ,mchte unaufhrlich neues ,spielzeug schaffen helfen1 damit es sich nicht wesentlich entbabysiert4 ,was mu sie dagegen tun8 ,das ,spielzeug1 soweit es irgend geht1 -- spiritualisieren1 das heit sich von ihm nicht materialisieren lassen4 99 99 99 99 99 ,wenn du die ,lage einer ,htte auf einem ,berge betrachtest1 so machst du leicht deinen ,standpunkt zu dem ihrigen1 uneingedenk dessen1 da sich die ,welt von da droben ganz anders ausnimmt als von dir aus4 ,ja1 dies verhlt sich bis zu einem gewissen ,grade selbst dann noch so1 wenn du dich mit aller ,einbildungskraft auf ihren ,standpunkt zu versetzen bemhst4 ,um einen ,standpunkt ganz verstehen und wrdigen zu knnen1 mu man diesen ,standpunkt selbst einnehmen oder wenigstens einmal eingenommen haben4 ,aus diesem ,grunde lt sich alles ,gttliche nicht eigentlich beurteilen1 es sei denn von ,menschen1 die in persona im ber-,menschlichen zu verkehren vermgen4 99 99 99 99 99 ,die ,menschheit schleppt am ,boden4 ,gefesseltes aller1 ach viel zu aller1 ,art4 ,darunter ab und zu ein ,adler4 ,auch er mit ,furing und ,bleikugel4 ,aber ein ander ,schauspiel doch1 als all das andre4 ,er gewhnt das ,schleppen nicht1 das alle andern mehr oder minder gewhnen4 ,er emprt sich sein ganzes langes ,leben lang1 flchtet empor1 strebt empor1 kniglich und unablssig4 ,auch er vermag sich nicht wirklich in die ,luft zu schwingen -- und das weniger1 weil er die ,gewichte am ,fu nicht zu heben imstande ist1 als weil ihn das ungeheure ,gewimmel um ihn nicht los1 nicht hoch lt1 -- besser noch1 weil er's nicht mit hochziehen kann1 -- aber er bleibt ein lebendig ,memento ,coeli1 er verliert seine ,gttlichkeit nicht an den ,alltag1 den ,staub und die ,strae1 nicht an den ,trott der ,millionen4 99 99 99 99 99 ,wer das feine zweite ,ohr fr den ,souffleur hat1 sieht die ,geschichte der ,menschheit anders an4 #aiaa ,werden wir hier auf ,erden nicht schon von sichtbaren ,lehrern erzogen und immer weiter befruchtet8 ,ist irgend ein groer ,mensch1 dem wir etwas verdanken1 nicht unser ,meister8 ,ist so das ,leben nicht ein fortschreitendes ,lehren und ,lernen8 ,und sollte das nach dem ,tode der leiblichen ,persnlichkeit -- aufhren8 99 99 99 99 99 ,wenn die ,menschen sich weiter entwickeln1 mssen auch ihre ,gtter sich mit und weiter entwickeln1 all die geistigen ,wesenheiten1 die an ihnen gearbeitet haben und arbeiten4 ,der ,lehrer1 der das ,kind bis zu dessen zwanzigstem ,jahre geleitet hat1 wird dann ebenfalls um zwanzig ,jahre gealtert1 gereift1 weiter entwickelt sein4 ,wer berhaupt gttliche ,demiurgen annimmt1 der soll sie nicht als starre ,gtzen verehren4 99 99 99 99 99 ,wir sollten wohl so vor dem ,mysterium von ,golgatha empfinden3 ,nicht nur3 ein ,gott opfert sich fr seine ,welt4 ,sondern ebenso3 er opfert sich fr seine ,welt4 ,fr seinen eigenen ungeheuren tragischen ,schpfungsproze1 ,schpfungskomplex4 ,oder1 um die ,majestt dieses ,unausdenkbaren zu mildern3 fr den ,menschen1 seinen ,sohn1 seine ,tochter4 ,denn vielleicht ist fr den ,gott1 dem die ,entwickelung seiner ,schpfung1 seines ,geschpfes vor ,augen steht1 die von ihm selbst so verhngte und heraufgefhrte ,art und ,notwendigkeit dieser ,entwickelung ein noch ganz anderer ,schmerz1 als der seines ,kreuzweges und ,opfertodes4 ,vielleicht wird ,christus erst dann von uns noch ganz anders ahnungsvoll begriffen werden1 wenn wir uns in die ,tragik eines ,weltenschpfers zu versenken suchen1 dessen ,wesen ,liebe ist -- stark und unaufhrlich wie die ,sonne --1 dessen ,wille es ist1 selbstndige ebenbrtige ,weltengtter1 ,weltenschpfer1 durch onen und onen heranreifen zu lassen1 und dessen abgrundtiefe ,weisheit es ist1 den ,schmerz in allen seinen ,graden und ,formen als ,bildner zu wollen oder doch wenigstens zuzulassen4 ,glaubst du nicht1 da ,sein ,leid ber alle ,leiden der ,welt das ,leid all dieser ,leiden bertrifft1 -- denn noch wie anders leidet ein ,gott als ein ,mensch --8 ,sollten wir nicht dieses ,leiden des ,gottes ,christus1 als ,gottes1 zu sehr verkennen hinter dem ,leid des ,gottes ,christus1 als ,menschen1 in der ,maja des ,jesus von ,nazareth8 99 99 99 99 99 ,es ist ein ungeheures ,schauspiel1 mit welcher grenzenlosen ,freiheit in einem ,kosmos1 wie dem unsern1 alles seine ,wege gehen darf4 ,jede ,meinung1 jede ,handlung ist erlaubt4 ,jedes ,wort1 und sei es noch so wunderlich oder verkehrt1 kann gesagt werden1 jede ,urteilsnuance bis zur hchsten ,erkenntnis der ,wahrheit hinauf1 bis zur tiefsten ,schmach der ,verblendung hinab darf da sein und ist da und unterliegt keinem andern ,gesetze1 als dem der allmhlichen ,selbstkorrektur im ,sinne einer von ,liebe geluterten ,vernunft4 99 99 99 99 99 ,das ist das ,fruchtbarste an groen ,menschen1 da ihr ,anblick den1 der sie langsam zu erkennen beginnt1 bis in den ,tod hinein beschmt4 -- ,eine ,erfahrung1 von welcher aus der ,mensch ahnen kann1 was ein -- ,gott fr ihn sein mte1 wenn er sich wirklich in ihn versenkte4 99 99 99 99 99 ,kein grerer ,irrtum als der3 der ,mensch sei dazu da1 es jemals gut zu haben4 ,nie gut haben soll er es -- auer hchstens1 da ihm die ,kraft zu weiteren ,kmpfen wachse --2 denn sonst 'bekme' er es nie 'gut'2 dann nmlich1 wenn er1 nach onen und unzhligen ,wandelungen1 seinen ,kosmos absolviert haben wird3 ,und eine ,heerschar ,gottes-,shne mehr zu neuem ,schaffen gereift steht4 99 99 99 99 99 ,wen ,gott lieb hat1 den zchtigt1 den -- zchtet er4 ,und so ward er die ,welt1 ,sich ,selbst zur -- ,zucht4 99 99 99 99 99 ,die ,menschheit hat lngst alles empfangen1 was zu empfangen ist4 ,aber sie mu es immer wieder von neuem und in immer wieder neuer ,form empfangen und verarbeiten4 99 99 99 99 99 ,die ,lehre der ,reincarnation z4,b41 sie ist lngst da4 ,aber sie mute eine ,weile beiseite gelassen werden -- die ganze europische ,zivilisation geht auf dies ,beiseitelassen zurck4 ,jetzt hat dieser ,zyklus das ,seine erfllt1 jetzt darf sie1 als eine unermeliche ,wohltat1 in den ,gang der westlichen ,entwickelung wieder eintreten4 ,in einem ,sinne1 der erst jetzt mglich ist1 zweitausend ,jahre nach der ,erscheinung des ,christus1 in einem ganz andern ,sinne als je vorher1 wird sie jetzt von neuem die ,menschheit befruchten1 erleuchten1 erlsen4 99 99 99 99 99 ,im ,grunde gibt es den einzelnen ,menschen garnicht4 7,er bildet sich's blo ein47 99 99 99 99 99 ,was reden wir von den alten gyptern1 ,persern1 ,indern4 ,reden wir doch von uns alten gyptern1 ,persern1 ,indern6 ,oder1 wenn ,jakob ,bhme bei der ,erschaffung der ,welt dabei war1 war er dann bei der ,entstehung der ,veden abwesend8 99 99 99 99 99 ,die ,menschen sind heute so weit gesunken1 da sie sich 'genieren' vom ,wesentlichsten ihres und alles ,lebens zu reden4 ,gott1 ,christus1 ,unsterblichkeit sind in gewissen ,kreisen so verpnt1 wie in andern ,hemd1 ,hose1 ,strmpfe2 es gehrt nicht zum guten ,ton1 nicht zum savoir vivre1 sie nicht vllig zu ignorieren4 ,nur der 'wei' heute zu 'leben'1 der in der ,tat nicht mehr wei1 was leben heit4 99 99 99 99 99 ,ahnten die ,mtter1 wie ganz anders eine ,mutter ihr ,kind anblickt1 die sich den ,lehren der ,wissenden in rechter ,weise erschlossen1 -- nicht ,eine wrde damit unbekannt bleiben wollen4 99 99 99 99 99 ,mein ,gott1 mein ,gott1 in jeder ,sekunde geschieht irgend etwas andres ,unsgliches auf ,erden -- und die ,menschen wollen es nicht anders und die ,menschen wollen es nicht anders4 ,denn sonst wrden sie ihr ,leben anders einrichten1 sonst wrden diese ,schmetterlinge endlich ,ernst zu machen versuchen4 ,auf welcher ,stufe steht noch der ,mensch6 ,wie noch viel furchtbarer wird er leiden mssen1 damit er nicht als ,mumie im ,weltall bleibt1 damit ,gott in diesem gefhrlichen ,schpfungsabenteuer nicht zu ,schaden kommt4 ,als ich noch jung war1 da dachte ich1 die ,zeiten des ,leidens lgen mehr hinter uns als vor uns4 ,jetzt sehe ich fast nicht ein ,ende4 ,zu viele ,seelen gibt es1 zu viele4 ,der ,fall in die ,materie war zu tief -- 99 99 99 99 99 ,man glaubt heut1 der ,mensch stamme vom ,tiere ab4 ,wie aber1 wenn umgekehrt die ,tiere ,ableger der ,menschheit wren1 zurckgebliebene ,menschheit1 voreilige1 vorwitzige1 und deshalb in einem zu frhen ,zustand festgehaltene ,menschheit8 99 99 99 99 99 ,jede ,schpfung ist ein ,wagnis4 99 99 99 99 99 ,ich hatte mich in ',gott' verloren4 ,aber ,gott will nicht1 da wir uns in ihm verlieren1 sondern da wir uns in ihm finden1 das aber heit1 da wir ,christus in uns und damit in ihm finden4 ,da du den ,christus in ihm1 da du dich als ,christus in ihm findest4 #aiab4 ,wer in das1 was von ,gttlich-,geistigem heute erfahren werden kann1 nur fhlend sich versenken1 nicht erkennend eindringen will1 gleicht dem ,analphabeten1 der ein ,leben lang mit der ,fibel unterm ,kopfkissen schlft4 99 99 99 99 99 ,der ',glaube' -- und dem entsprechend der ,unglaube -- an ,gott gehrt einer gewissen ,periode der ,menschheit an3 er ist -- im tiefsten ,ernst gesprochen und den ,begriff ,humor so geistig wie mglich gefat -- ein ,kapitel ihres unfreiwilligen ,humors4 ,es handelt sich in ,wirklichkeit allein um das von ,gott mgliche ,ma von ,wissen4 ,nicht um ,gottesglauben1 sondern ,gottesforschung1 ,gotteswissenschaft4 99 99 99 99 99 ,der ,mensch will schon lange genug wieder frei werden von der nur fnfsinnlichen ,beschrnkung1 die zu seinem ,wachstum allerdings notwendig war1 die er aber doch niemals ganz verlernt hat als ein ,joch und eine ,schulung zu empfinden1 daraus er eines ,tages wieder hervorgehen werde1 wie er eines ,tages hineingegangen ist3 als einer1 der aus ,geisteswelten hinabgestiegen ist und zu ,geisteswelten wieder hinansteigt4 ,er will es1 -- und wer einmal gefhlt hat1 was der ,wille des ,menschen bedeutet1 der wei auch1 da vor diesem ,willen1 wenn der ,tag der ,reife gekommen1 die ,tore der alten ,heimat sich auftun1 wie von magischer ,hand berhrt4 ,er wei1 da alles im ,himmel und auf ,erden ihm entgegenwchst1 wenn es so weit ist2 da er nicht mehr zu darben braucht1 wenn das ,ma seiner ,prfungen voll ist4 ,denn war auch ,kant ein groer ,lehrer und ,erzieher1 wie viele ,lehrer- und ,erzieherstufen sind vom ,kant-,menschen noch aufwrts1 bis dahin1 wovon es heit3 ,la ,somma ,sapienza e il ,primo ,amore4 99 99 99 99 99 ,man denkt und empfindet heute nicht ber die nchsten zehn1 hundert1 bestenfalls einigen hundert ,jahre hinaus4 ,als ob uns1 ,erscheinungen der ,ewigkeit1 die ,ewigkeit unserer ,zukunft nicht gerade so anginge1 wie unsere nchsten ,jahrhunderte1 ja1 als ob diese nicht allein aus jener richtig bestimmt werden knnten4 99 99 99 99 99 ,werden wir krank1 weil es einem pltzlichen ,gewitterregen oder einem herabrutschenden ,dachziegel so gefllt8 ,oder weil unsere ,eltern krank waren oder weil rings um uns ,krankheit herrscht8 ,oder weil wir uns selbst die ,krankheit irgendwie verschrieben haben1 auf da sie uns von etwas ,schlimmerem1 von einer ,leidenschaft1 oder einem ,irrtum etwa -- heile8 ,vor der ,geburt schon verschrieben1 aus einer1 obzwar nicht minder individuellen aber zugleich viel hheren ,weisheit und ,erkenntnis1 als deren wir uns in unserer gegenwrtigen ,wiederverkrperung bewut sind8 99 99 99 99 99 ,man spricht gern von dem sinnlosen ,tod eines ,einzelnen1 von den unschuldigen ,opfern einer ,katastrophe4 ,aber besser wrden nur solche ,anschauungen als sinnlos oder unschuldig empfunden4 ,man sollte sich des ,wortes ,sinnlosigkeit vor und in einem ,kunstwerk1 wie es das ,all ist1 entschlagen und sich zwingen1 das ,verstndnis einer jeden ,erscheinung lieber vergeblich heranzuwarten1 als sie als alogisch zu verleumden1 innerlichst davon durchdrungen1 da am ,ende doch mehr ,weisheit im ,kosmos herrschen drfte1 als dem eigenen ,kopf just offenbar1 ja1 da ein ,kosmos sinnvoll nach dem ,sinne solches ,aburteilens und ,besserwissens aufgebaut1 sicherlich schon in seinem allerersten ,anfange wie ein ,kartenhaus zusammengestrzt wre4 ,was1 ebenso1 die ,unschuld der ,opfer anbetrifft1 so kann ein ,mensch nicht deshalb kurzerhand unschuldig genannt werden1 weil er einer ,katastrophe zum ,opfer fllt4 ,er hat freilich gemeinhin vorher nicht gestohlen1 aber selbst das ,durchschnittsbewutsein glaubt -- gesetzt es handelt sich nicht um ,kinder -- so leicht nicht an einen schlechtweg schuldlosen ,menschen4 ,ein hheres ,bewutsein verwirft den ,begriff der ,schuldlosigkeit ganz1 vorbehlt jedoch noch die ,unschuld des ,kindes4 ,eine dritte ,einsicht wei1 da auch dem ,kinde nicht ,unschuld1 im letzten ,verstande1 zugesprochen werden kann1 da es als seelisch-geistiges ,wesen keine ,neugeburt1 sondern eine ,wiederverkrperung ist1 also ein volles ,ma von eigenem ,menschlichen vom ersten ,tag an in sich birgt und weiter auszuwirken hat4 ,fr dies ,bewutsein gibt es keine unschuldigen ,opfer1 keinen sinnlosen ,tod1 ihm lst sich alles in von allertiefstem ,sinn durch- und berwaltete -- wenn auch deshalb nicht weniger tragische -- ,enwickelung auf4 99 99 99 99 99 ,die ,menschen sollen einander lieben1 aber damit ist nicht gesagt1 da ihnen dies nicht so schwer wie mglich gemacht wird und fallen soll1 denn es gibt keine wohlfeile ,liebe4 ,es gibt nirgends im ,kosmos des ,kreuzes billige ,errungenschaften1 und wie wre er sonst auch seines ,meisters und seiner ,bestimmung wrdig4 99 99 99 99 99 ,von wie vielen geistigen berwindungen und ,siegen hat mancher ,mensch schon gelesen und gehrt1 wie viele ,dichter und ,weise und ,religionsstifter und -- ,gtter haben fr ihn gelebt und sind von ihm kennen gelernt und wohl auch erlebt worden6 ,und doch fllt in der ,stunde eines schweren ,schicksals alles von ihm ab und nur sein eigen ,los und ,leid steht vor ihm1 und nichts gilt dann mehr1 nicht einmal ,gott4 ,was half ihm nun sein ganzes geistiges ,leben whrend langer ,jahre1 ja vielleicht ,jahrzehnte8 ,nichts3 denn er hat es nicht mit seinem ,innenleben verknpft1 verbunden1 vermhlt1 er war zu wenig re--ligis4 ,er wuchs nicht zusammen mit jenem ,hheren4 ,und so hat er jetzt auch keinen ,halt an ihm und bekommt keine ,kraft von ihm -- und steht jetzt so arm wie am ,anfang1 ja rmer als zuvor4 99 99 99 99 99 ',hat die ,religion eine ,zukunft8' ,so gut1 wie derjenige1 der so fragt1 eine ,zukunft hat1 in der er1 wie zu hoffen steht1 solchen ,fragestellungen entwachsen sein wird4 99 99 99 99 99 ,die ,geschichte der ,menschheit ist ein ,ringen der ,konsequenz gegen die ,inkonsequenz 7resp4 ,dumpfheit7 und die ,konsequenzlosen4 ,alle ,konsequenz fhrt zu ,gott1 alles1 was darunter1 in ,maja4 #aiac ,so wie der winzige ,same in die ,erde fllt1 um die ,urpflanze zu wiederholen und nicht nur zu wiederholen1 so ist der ,mensch ein ,samenkorn ,gottes4 ,die ,sonne aber1 die ihn reift1 ist ,christus4 99 99 99 99 99 ',und ,sie glauben wirklich1 da dort oben im blauen ,himmel ,geister und ,gtter herumspuken8' ',sie spuken dort nicht herum1 sondern sie wirken und schaffen von dort und berall her an uns und der ,welt und sie spuken so wenig herum1 wie es hier in dieser ,tanne oder dort in jenem ,berge 'herumspukt'4 ,weder ,tanne noch ,berg sind ohne geistige ,erbauer1 geistige ,erhalter1 geistige ,weiterbildner denkbar1 noch mehr1 sie sind integrierende ,bestandteile1 ,glieder1 ,leibesteile 7wie ,sie wollen7 geistiger ,wesenheiten4' 99 99 99 99 99 ,wenn man eine ,geschichte der ,weltliteratur aufschlgt1 so scheint alles in schner ,einheitlichkeit vor einem zu liegen4 ,die lteste wie die neuste ,dichtung sind ohne ,weiteres auf die gleiche ,quelle zurckbezogen1 nmlich auf den ,menschen1 so wie man ihn heute versteht1 einen ,typus1 den man nach dem ,bilde der gegenwrtigen ,menschheit geschaffen und als ungefhren ,normaltypus fr alle ,zeiten und ,lnder festgesetzt hat4 ,die ,wirklichkeit jedoch kennt keinen solchen ,generalnenner4 ,der ,mensch verwandelt sich fortwhrend und steht in den verschiedenen ,zeitaltern in verschiedenem ,zusammenhang mit der geistigen ,welt4 ,er war seiner nicht immer so bar wie heut1 aber er ist dies selbst heute nicht in dem ,mae1 wie angenommen zu werden pflegt4 ,ja noch mehr1 er ist im ,begriff1 ihn langsam wieder zu gewinnen1 und behlt damit1 da es im ,licht seiner vollen ,vernunft geschieht1 der ,welt ein noch nie erlebtes ,schauspiel vor3 das ,bewutwerden seiner1 des ,menschen1 des menschlichen ,geschlechtes1 selbst1 als1 um es so auszudrcken1 einer fr sich besonderen kosmischen ,hierarchie4 ,da die ,welt eine -- richtig verstanden -- ,gedachtheit ,gottes ist1 erscheint uns nur darum so fremd1 weil unsere ,gedanken so bla und schemenhaft sind4 ,wenn wir denken1 so denken wir ,schatten4 ,gott denkt ,realitt4 ,in ,ihm ist daher ,denken und ,welt eins4 99 99 99 99 99 ,man mu ,gott schon in ,zwei teilen1 wenn seine schnste ,empfindung1 die ,liebe1 nicht allerletzten ,endes ,selbst-,liebe sein soll4 99 99 99 99 99 ,ist dies nicht alles ,schpfung1 merkwrdige1 wunderliche ,schpfung8 ,dieser ,schrank1 diese ,bettstatt1 dieses ganze ,zimmer8 ,ist nicht dies alles aus ,einem ,grundgedanken heraus entstanden1 aus ,einem mathematischen ,grundgedanken8 ,stimmt darin nicht alles irgendwie zusammen8 ,und von diesem ,gedanken3 da dies alles ,schpfung aus dem ,nichts ist6 -- ist es da noch weit zu dem ,gedanken eines ,schpfers und ganzer ,reiche und ,stufenfolgen von ,helfern desselben -- noch weit zu dem ,gedanken1 da hinter allem und jedem -- ,geist steckt und nicht blo alleiner1 unterschiedloser ,geist1 sondern differenzierter1 tausendfltig gearteter1 gestufter ,geist8 ,ist vom ,staunen ber ,mensch1 ,tier1 ,pflanze und ,mineral mehr als ein ,schritt zum ,ahnen unsichtbarer ,wesenheiten und davon mehr als ein ,schritt zum ,glauben1 da es ,lehren und ,lehrer geben knne1 nein1 zur berzeugung1 da es ,lehren und ,lehrer geben -- msse1 in jene ,geisterwelt offenen ,sinnes hineinzudringen 444 ,,nachwort ,die ,vorarbeiten zu diesem ,buch hat ,christian ,morgenstern noch selbst besorgt4 ,am weitesten gefrdert von seiner ,hand war der ,abschnitt3 ',tagebuch eines ,mystikers'1 den er ursprnglich in einen vorwiegend autobiographisch gedachten ,roman aufnehmen wollte4 ,mir blieb die ,aufgabe1 das vorhandene1 zumeist noch ber viele ,taschenbcher verstreute ,material nach seinem1 fter ausgesprochenen ,plan zu sichten und dem bestehenden ,rahmen einzufgen4 ,er sagt in einem ,vorwortfragment fr diese ,sammlung3 ',es liegt mir nicht daran1 mit diesen durch ,jahre gehenden ,notizen ein neues ,bchlein ,aphorismen zu anderen zu geben4 ,es liegt mir nicht daran1 mich irgendwie als ,mystiker oder dergleichen herauszustellen4 ,zweck dieser ,bltter ist allein der1 aus einem ,stck ,entwickelung das zu lernen zu geben1 was ein ,stck ,entwickelung nun eben zu lernen geben kann4' ,diese ,absicht wre zweifellos noch eindringlicher verwirklicht worden1 wenn der ,verfasser selbst die ,gestaltung des ,buchs htte vollenden knnen2 ganz abgesehen davon1 da dann auch im ,einzelnen mancher der ,stze berarbeitet worden wre4 ,fr einen ,zeitraum von fast sieben ,jahren 7#ahih bis #aijd7 haben sich die ,aufzeichnungen bisher noch nicht auffinden lassen4 ,der ,charakter dieser mehr skeptischen ,periode ist jedoch durch etliche ,aphorismen des vorliegenden ,bandes immerhin noch angedeutet4 ,den ,freunden meines ,mannes1 ,friedrich ,kayler und ,michael ,bauer1 die mir bei der ,herausgabe behilflich waren1 sei auch an dieser ,stelle gedankt4 ,breitbrunn am ,ammersee1 ,november #aiag ,margareta ,morgenstern4 ,,inhalt ,autobiographische ,notiz ,in me ipsum ,natur ,kunst ,literatur ,theater ,sprache ,politisches ,soziales ,kritik der ,zeit ,ethisches ,lebensweisheit ,erziehung ,selbsterziehung ,psychologisches ,erkennen ,weltbild3 ,anstieg ,episode1 ,tagebuch eines ,mystikers ,am ,tor ,nachwort des ,herausgebers