,das ,museum ,viii4 ,,michelangelo ,,gedichte ,,und ,,briefe ,in ,auswahl herausgegeben von ,r4 ,a4 ,,guardini ,pan-,verlag1 ,berlin #aijg ,illustration3 ,marcello ,venusti pinx ,michelangelo hat fast nur ,persnlichkeitsgedichte geschrieben4 ,was er in jenem ,madrigal ber sein bildnerisches ,schaffen aussprach1 ,mich deucht1 stets bild' ich mich1 ,und meine doch ihr ,antlitz zu gestalten1 htte er auch von seinem ,dichten -- er mehr als irgend einer -- sagen knnen4 ,mit wenig ,ausnahmen erzhlen seine ,verse1 auch wenn er von anderen spricht1 nur von seinem ,empfinden1 seinem ,kmpfen1 von den ,werten und ,idealen1 die er suchte und in den geliebten ,menschen verkrpert sah4 ,er war1 zumal in reiferem ,alter1 stets mit sich allein1 stets ein ,mensch1 der einsam mit der eigenen ,seele zu ringen1 sein edleres ,selbst gegen ,leidenschaften zu behaupten hatte1 deren ,wucht seine ,schpfungen ahnen lassen2 und so liessen ihn die ,spannungen in seinem ,innern nicht zur ,ruhe dessen kommen1 der ein ,geschautes schildert4 ,er wusste in seinen ,dichtungen fast nur unmittelbar von sich zu sprechen oder sehnschtig die ,menschen anzuschauen1 anzurufen1 in denen er den ,frieden und die ,schnheit zu sehen glaubte4 ,und es will scheinen1 als sei es ihm auch in seiner ,liebe nicht gelungen1 sich wirklich an den ,anderen zu verlieren1 wirklich diesen1 wie er war1 zu sehen1 als habe er auch in ihr den ,genossen eigentlich nicht gefunden4 ,selbst in den ,gedichten an ,vittoria1 von der er doch am ehesten hoffen durfte1 sie gehe mit ihm den gleichen ,weg1 konnten ,gedanken wie diese auftauchen3 ,sage mir1 ,liebe1 ob ich die heissersehnte ,schnheit wirklich hier sehe1 oder ob drinnen ,in meiner ,seele sie lebt1 und ich der ,herrin ,antlitz anschauend verklre8 ,es ist wie eine ,ahnung1 dass er auch in den geliebten ,menschen nur ,schnheiten sehe1 die er ihnen erst verliehen1 dass er nur von den ,bildern seiner eigenen ,vollkommenheitssehnsucht spreche1 wenn er ihre ,hoheit verehre4 ,michelangelos eigene ringende ,seele1 mehr enthalten seine ,dichtungen nicht4 ,dieser ,gedanke liegt der ,anordnung zugrunde4 ,sie fasst die ,gedichte zusammen1 denen in der ,seele ihres ,schpfers gleiche ,voraussetzungen entsprechen1 ,grundkrfte1 ,anlagen seines ,wesens1 ,ziele1 die er erstrebte1 ,werte1 die er bejahte und in denen er sein letztes ,gengen fand4 ,die ,ordnung dieser ,gruppen untereinander versucht von der ,wertung auszugehen1 die ,michelangelo selbst an ihrem ,inhalt vollzogen hat1 indem sie ihn an dem ,bilde des ,menschen misst1 den er in sich zu verwirklichen strebte4 ,ist dies gelungen1 dann bilden die ,gedichte eine ,reihe1 die von relativ usserlichem ausgehend immer mehr zu dem vordringt1 was ,michelangelo als sein ,wertvollstes und ,eigenstes beurteilte4 ,dass bei diesem ,versuch die ,gefahr der ,subjektivitt nahe sei1 habe ich mir nicht verhehlt2 aber hier schien die beste ,mglichkeit zu liegen1 aus einer blossen ,aneinanderreihung ein innerlich verbundenes ,ganzes zu machen4 ,die ,briefe sind chronologisch geordnet4 ,aus der grossen ,zahl mussten sehr wenige ausgewhlt werden4 ,es sind besonders solche1 in denen das eigenartige ,verhltnis des ,meisters zur ,familie1 sein stetes ,sorgen und bereitwilliges ,helfen1 dann auch seine ,stellung zu ,freunden und ,auftraggebern zum ,ausdruck kommt4 ,als ,anhang sind die wenigen erhaltenen ,briefe ,vittorias an ihn beigefgt4 ,die bersetzungen der ,gedichte sind teils schon vorliegende ltere1 deren ,wiederdruck von den ,herren ,verlegern in liebenswrdiger ,weise gestattet wurde1 teils ,neubertragungen von ,bettina ,jacobson4#a ,die ,briefe wurden vom ,herausgeber smtlich neu bersetzt4 ,der ,auswahl gehen einige ,kapitel aus ,ascanio ,condivis ,leben ,michelangelos voraus1 die etwa zehn ,jahre vor seinem ,tode unter seinen ,augen entstand3 eine einfache ,fassung1 der sich die geschnittenen ,steine der ,dichtungen vielleicht zu klarerem ,schimmer einfgen4 ,die wiedergegebenen lteren bertragungen stammen aus3 ,michelangelos ,gedichte1 bersetzt von ,sophie ,hasenclever1 ,leipzig1 ,drr #ahge4 bersetzungen von ,hermann ,grimm in3 ,grimm1 ,leben ,michelangelos1 ,berlin1 ,spemann4 bersetzungen von ,bodenstedt in3 ,nord und ,sd4 ,bd4 #cd4 bersetzungen von ,karl ,witte in3 ,romanische ,studien #ahga4 bersetzungen von ,hans ,grasberger in3 ,le ,rime di ,michelangelo #ahgb4 ,r4 ,a4 ,guardini4 ,michelangelo beschrnkte sich in seiner ,jugend nicht auf ,skulptur und ,malerei1 sondern er widmete sich auch allen verwandten und hnlichen ,knsten2 und das tat er mit solchem ,eifer1 dass er sich fr einige ,zeit fast vllig der ,gemeinschaft der ,menschen entzog und nur mit ganz wenigen ,umgang pflegte4 ,dies brachte ihn in den ,ruf eines hochmtigen oder seltsamen und phantastischen ,menschen1 und doch waren beide ,fehler ihm gleich fremd4 ,es war die ,liebe zur ,tchtigkeit und die treue ,hingabe an die edlen ,knste1 die ihn -- wie es vielen ausgezeichneten ,mnnern geschah -- einsam machten und ihn nur in deren ,dienste ,genge und ,ergtzung finden liessen4 ,darum war ihm die ,geselligkeit keine ,freude1 ja verhasst1 denn sie strte ihn in seiner ,gedankenarbeit2 war er doch1 wie jener grosse ,scipio zu sagen pflegte1 nie weniger allein1 als wenn er allein war4 ,doch suchte er gerne die ,freundschaft derer1 die ihm in tchtigen und weisen ,gesprchen irgendwelche ntzliche ,frucht boten1 oder in deren ,seele ein ,strahl des ,aussergewhnlichen aufblitzte 444 ,eine besondere und grosse ,liebe verband ihn mit der ,marchesana von ,pescara1 deren hoher ,geist ihn gefangen hielt1 und die ihm mit ausserordentlicher ,liebe vergalt4 ,von ihr bewahrt er noch viele ,briefe1 voll von reiner und ssser ,liebe1 wie sie aus so edlem ,herzen kommen mussten1 und er hat an sie viele gar kunstvolle ,sonette gerichtet1 in denen eine innige ,sehnsucht lebt4 ,sie verliess oft ,viterbo oder andere ,orte1 wohin sie sich zur geistigen ,sammlung oder zum ,sommeraufenthalt zurckgezogen hatte1 und kam nach ,rom1 einzig um ,michelangelo zu sehen2 und er trug zu ihr solche ,liebe1 dass ich ihn einst sagen hrte1 er habe nur den ,schmerz1 dass er sie nicht1 als sie aus diesem ,leben schied1 auf die ,stirn oder den ,mund ksste1 wie er ihre ,hand geksst hatte4 ,und der ,gedanke an ihren ,tod liess ihn oft im ,schmerz gleichsam erstarren4 ,wie er die ,gesprche mit gelehrten ,menschen sehr liebte1 so fand er auch ,ergtzen am ,lesen der ,schriftsteller1 ob sie nun in ,prosa oder in ,versen schrieben1 und besonders trgt er ,verehrung fr ,dante1 dessen wunderbares ,genie ihn anzieht1 und dessen ,werke er fast ganz in treuem ,gedchtnis bewahrt4 ,den ,petrarca schtzt er vielleicht fast eben so hoch4 ,doch begngte er sich nicht damit1 sie zu lesen1 sondern fand auch seine ,lust daran1 selbst zu dichten1 und manche seiner ,sonette legen fr die grosse ,kraft seiner ,erfindung und seinen reinen ,geschmack gutes ,zeugnis ab 444 ,aber all dies trieb er nur zu seinem ,ergtzen und masste sich keinerlei ,sachkenntnis darin an1 setzte sich selbst vielmehr stets herab und betonte seine ,unerfahrenheit in solcherlei ,knsten4 ,mit gleichem ,eifer und gleicher ,aufmerksamkeit las er die heiligen ,schriften des ,alten und ,neuen ,testaments und suchte mit stetem ,bemhen in ihren ,sinn einzudringen4 ,gleicherweise studierte er die ,werke ,savonarolas1 zu dem er stets grosse ,zuneigung hatte1 und noch bewahrt er im ,gedchtnis den lebendigen ,klang seiner ,stimme4 ,auch liebt er die ,schnheit des ,krpers1 ist er doch am tiefsten mit ihrem ,wesen vertraut4 ,ja er liebt sie so sehr1 dass sinnliche ,menschen1 die nur in unlauterer und unehrenhafter ,weise die ,schnheit zu lieben vermgen1 ,schlimmes von ihm dachten und sagten4 ,und doch wurde ,alcibiades1 der beraus schne ,jngling1 von ,sokrates mit der keuschesten ,liebe umfasst und er pflegte zu sagen1 so oft er an dessen ,seite geruht habe1 sei er nie anders als wie ein ,sohn von der ,seite des ,vaters aufgestanden4 ,ich habe oft ,michelangelo ber die ,liebe reden und sich unterhalten hren1 habe aber stets1 auch von den brigen1 die dabei waren1 vernommen1 dass er nicht anders ber die ,liebe spreche1 als wie bei ,plato geschrieben steht4 ,ich weiss ja nun nicht1 was ,plato ber diesen ,gegenstand sagt2 das aber weiss ich gewiss1 dass ich lange seinen vertrauten ,umgang genoss und aus seinem ,munde stets nur ,worte von strengster ,lauterkeit vernahm1 die in jedem ,jngling alle ungeordneten und zgellosen ,wnsche niedergezwungen und ausgerottet htten4 ,und dass sein ,geist hssliche ,gedanken nicht duldete1 kann man auch daraus erkennen1 dass er stets nicht nur die ,menschenschnheit liebte1 sondern alles ,schne1 ein schnes ,pferd und einen schnen ,hund1 die ,schnheit einer ,landschaft1 eines ,berges1 eines ,waldes1 jede schne ,gegend und jegliches schne und in seiner ,art seltne ,ding mit tiefer und wunderbarer ,verehrung anschaute4 ,so entnahm er berall der ,natur das ,schne1 wie die ,bienen aus den ,blten den ,honig sammeln1 und legte es in seinen ,werken nieder4 ,das haben aber alle die getan1 die sich in der ,kunst eines grsseren ,rufes erfreuten4 ,jener ,meister des ,altertums begngte sich1 um die ,venus zu bilden1 nicht damit1 nur eine ,jungfrau zu sehen1 sondern er wollte viele anschauen4 ,und indem er so von jeder das ,schnste und ,vollendetste nahm1 schuf er daraus die ,gttin4 ,und so viel steht fest3 wer sich einbildet1 er werde auf anderem1 als auf diesem ,wege1 der allein zur rechten ,anschauung fhrt1 ,grosses in der ,kunst leisten1 der tuscht sich in verhngnisvoller ,weise4 ,in seinem ganzen ,leben beobachtete ,michelangelo eine grosse ,mssigkeit und bediente sich1 zumal wenn er arbeitete1 mehr aus ,notdurft als zum ,genusse der ,speise4 ,meist begngte er sich dann mit einem ,stck ,brot1 das er ass1 ohne die ,arbeit zu unterbrechen 444 ,oft hrte ich ihn sagen3 ,ascanio1 wenn ich auch noch so reich war1 stets habe ich arm gelebt4 ,und wie er nie viel ass1 so schlief er auch wenig2 pflegte er doch selbst zu sagen1 der ,schlummer habe ihm nie gut getan1 habe ihm vielmehr fast immer1 wenn er lnger geschlafen habe1 ,kopfschmerzen verursacht4 ,als er noch von krftigerer ,gesundheit war1 schlief er fter in ,kleidern und ,stiefeln -- dieser bediente er sich1 weil er stets am ,krampf litt und noch aus anderen ,grnden -- und manchmal liessen sie sich so schwer ausziehen1 dass mit den ,stiefeln auch die ,haut mitging1 so wie es bei der ,schlange geschieht1 wenn sie sich hutet4 ,nie geizte er nach ,geld1 noch strebte er danach1 ,reichtmer aufzuhufen2 vielmehr war er zufrieden1 wenn er genug besass1 um ruhig leben zu knnen 444 ,viele seiner ,werke hat er verschenkt und htte doch durch ihren ,verkauf unermessliche ,summen lsen knnen 444 ,er war aber nicht nur mit seinen ,werken freigebig1 sondern hat auch oft einem armen1 doch tchtigen jungen ,menschen1 der sich den ,knsten oder der ,wissenschaft widmete1 mit seiner ,brse geholfen2 ich kann das bezeugen1 denn mir selbst ist so von ihm geschehen4 ,nie war er neidisch auf die ,erfolge anderer in seiner ,kunst1 und das mehr aus natrlicher ,herzensgte1 als weil er von sich selbst eine hohe ,meinung htte4 ,er lobte das ,gute in allen1 selbst in ,raffael von ,urbino1 mit dem er doch1 wie ich oben schrieb1 im ,felde der ,malerei manchen ,kampf ausgefochten hat4 ,nur hrte ich ihn sagen1 ,raffael habe seine ,kunst nicht von der ,natur erhalten1 sondern sie sich durch langes ,studium erworben 444 ,er besitzt ein ausserordentlich treues ,gedchtnis1 so dass er1 der doch1 wie man sehen kann1 ,tausende von ,gestalten gemalt hat1 nie auch nur zwei bildete1 die sich hnlich gesehen1 oder die gleiche ,haltung eingenommen htten4 ,ich hrte ihn sagen1 dass er keine ,linie ziehe1 ohne zu wissen1 ob er sie bereits einmal gezogen habe2 und wenn dies geschehen ist1 lsst er sie nie stehen1 falls das ,werk fr die ffentlichkeit bestimmt ist4 ,auch besitzt er eine ungeheure ,kraft gestaltender ,phantasie1 und daher kommt es vor allem1 dass er stets so unzufrieden mit seinen ,werken ist1 und sie stets herabsetzt1 denn noch nie schien es ihm1 als sei es seiner ,hand gelungen1 das ,bild zu formen1 wie es in seinem ,innern aufstieg4 ,und aus den gleichen ,grnden ist er schchtern1 wie es die sind1 die sich in ,musse einem beschauenden ,leben hingeben4 ,nur wenn ihm oder anderen ,unrecht zugefgt wird1 oder man seine ,rechte verletzt1 flammt er in gerechtem ,zorne auf4 ,dann aber ist die ,wucht seiner ,abwehr grsser1 als bei denen1 die man fr mutig hlt 444 ,ascanio ,condivi1 ,leben ,michelangelos1 ,kap4 #fb-fh4 99 99 99 99 99 ,,dichtungen4 ,,an ,,florenz4 ,nur dich erfreut mein ,gram6 ,sieh1 welch ,erbarmen ,die holden ,frau'n bewegt1 dass ,qual und ,sterben ,zu sss du noch erachtest fr mich ,armen4 ,wo ist nun ,mitleid8 ,wen zum ,schtzer werben ,vor ,weibes ,grimm1 wenn ,mnner sich vernichten1 ,in ,hass und ,kampf sich strzen ins ,verderben8 ,du1 ,amor1 sollst wie immer heut auch richten6 ,und reiche nur den ,bogen ihren ,hnden2 ,bin schuldig ich1 dann mag sie mich vernichten4 ,der1 welcher schmachtet zwischen ,kerkerwnden1 ,der1 den zum ,tod man schleift in wilder ,hetze1 ,an welch ein ,tribunal soll der sich wenden8 ,was ntzen ihm und mir ,recht und ,gesetze8 ,doch sag'1 warum lehrt dich mein ,lieben hassen8 ,wer fasst es1 dass dich ,fleh'n in ,wut versetze8 ,dem ,schatten gleicht dein ,reiz1 in dem erblassen ,die dir sich nah'n2 das ,herz1 das liebewarme1 ,muss schauernd sein ,verderben hier umfassen4 ,ihr stolzen1 stets zum ,mord bereiten ,arme1 ,ihr ,augen1 spottend der im ,netz ,verstrickten1 ,ihr ,hnde1 hhnisch deutend auf uns ,arme1 ,ihr ,gaben all1 verliehen der ,beglckten ,zu hohem ,ruhm1 nicht schuf euch ,gottes ,wille1 ,um ,tod und ,schmach zu bringen uns ,entzckten6 ,ihr sollt im ,spiegel eurer ,schnheitsflle ,den ,glanz uns ahnen lassen jener ,sphren1 ,die noch uns birgt des ,staubes ,schleierhlle4 ,die ird'sche ,schnheit soll uns glauben lehren ,an ew'ge ,schnheit1 gttliche ,vollendung2 ,und du lebst nur zu tten1 zu verheeren6 ,ein ,himmelsbote1 spottend seiner ,sendung1 ,verdient den ,untergang noch mehr als jene1 ,die ihm gefolgt in menschlicher ,verblendung4 ,die ,liebe zeigt dein ,ende mir1 du ,schne1 ,dass meine ,warnung deinen ,stolz vernichtet ,und dir ins ,auge lockt die ,reuetrne4 ,o fhle doch der ,welt dich auch verpflichtet1 ,fr die so schn geschaffen du2 gefallen ,lass dir die ,lieder1 dir zum ,ruhm gedichtet4 ,die ,tugend ntzt sich selbst nicht nur1 nein allen1 ,dem ,himmel gleich1 der ,licht am meisten spendet1 ,wo sich am dunkelsten die ,schatten ballen1 ,du aber hast dich geizig abgewendet2 ,wir sterben1 du bleibst ungestraft auf ,erden2 ,nun seht ihr1 dass nicht hier das ,dasein endet1 ,und dass ,gerechtigkeit gebt muss werden ,in andern ,welten4 ,weh1 dass treue ,dienste ,man lohnt durch ,qual und tdliche ,gefhrden6 ---- #a4 ,sophie ,hasenclever4 ,,auf ,,die ,,nacht ,,des ,,buonarroti ,,von ,,giovanni ,,strozzi4 ,die ,nacht1 die wir in tiefem ,schlummer sehen1 ,ein ,engel schuf sie hier aus diesem ,stein1 ,und weil sie schlft1 muss sie lebendig sein1 ,geh1 wecke sie1 sie wird dir ,rede stehen4 ,,entgegnung ,,michelangelos4 ,schlaf ist mein ,glck2 so lange ,schmach und ,kummer ,auf ,erden dauern1 besser ,stein zu bleiben1 ,nicht sehn1 nicht hren bei so schndem ,treiben4 ,sprich leise drum und str' nicht meinen ,schlummer4 #b4 ,sophie ,hasenclever4 ,,florenz ,,und ,,die ,,verbannten4 ,fr tausend ,liebende bist du geboren ,in ,engelsschnheit6 ,schlft der ,himmel heute1 ,dass du des einen ,beute1 ,du allen einst geschenkt und nun verloren8 ,sind wir1 ach fern geboren1 ,nicht ganz verschmht1 so lass fr uns auch tagen1 ,fr uns ,verbannte deiner ,augen ,sonnen6 ,wohlan1 nicht sinke euer ,mut1 ihr ,toren1 ,denn nicht den grossen ,raub lsst grosses ,zagen ,geniessen den1 der mich zum ,schein gewonnen2 ,und seht1 ist nicht inmitten aller ,wonnen ,unfhig zum ,genusse sein1 viel schlimmer1 ,als dulden bei der ,hoffnung fernstem ,schimmer8 #c4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,julius ,,ii4 ,herr1 hatte je ein altes ,sprichwort ,wert1 ,so hat es dies3 ,wer kann1 der will noch nicht4 ,auf hohle ,reden legtest du ,gewicht ,und hast mit ,gunst der ,wahrheit ,feind geehrt4 ,stets hab' ich mich in deinem ,dienst bewhrt1 ,dein1 wie der ,sonne ihrer ,strahlen ,licht2 ,doch1 wenn ich ,zeit verloren1 rhrt's dich nicht1 ,und schaltest mehr1 je mehr ich mhbeschwert4 ,mein ,hoffen hatt' ich ganz auf dich gestellt1 ,nur war ein gutes ,schwert und rechte ,wage ,mehr angebracht als hohles ,echowort4 ,doch wahrer ,tugend wert hlt diese ,welt ,der ,himmel nicht1 will er1 dass ,frchte trage ,ein hohler ,baum fr uns1 der schon verdorrt4 #d4 ,bettina ,jacobson4 ,,an ,,giovanni ,,di ,,pistoja4 ,schon wuchs ein ,kropf mir bei den ,qulerei'n1 ,wie's ,katzen in der ,lombardei geschieht ,vom ,wasser1 7oder wie man's sonst wo sieht71 ,denn in den ,bauch drckt schon das ,kinn sich ein4 ,der ,bart starrt aufwrts1 der ,gedchtnisschrein ,liegt im ,genick2 wie bei ,harpyien flieht ,die ,brust1 und bers ,antlitz trpfelnd zieht ,der ,pinsel ,mosaken reich und fein4 ,die ,lenden sind mir in den ,wanst gespannt1 ,dagegen ward mein ,hinterteil zur ,kruppe2 ,unsichern ,schritts1 ein ,blinder1 wanke ich4 ,vorn nimmt die ,haut in ,falten berhand1 ,und hinten spannt sie ber harter ,kuppe1 ,denn wie ein ,syrerbogen krmm' ich mich4 ,so geht auch wunderlich ,und falsch das ,urteil aus dem ,hirn hervor1 ,denn schlecht nur fhrt ein ,schuss aus schiefem ,rohr4 ,such' nun1 o ,freund1 hervor1 ,was noch fr meine toten ,bilder spricht6 ,schlecht ist mein ,platz1 zum ,malen taug' ich nicht6 #e4 ,bettina ,jacobson4 ,,spottgedicht4 ,so sss wie ,mus ist dein ,gesicht1 o ,schne1 ,so glatt1 als wr' ein ,schnecklein drauf spaziert1 ,wie ,rben zart2 es gleichen deine ,zhne ,den ,pastinaken1 und dein ,auge stiert ,so wie die ,theriakpflanze grn2 ich whne1 ,durch solchen ,glanz wird selbst ein ,papst verfhrt4 ,wie ,zwiebeln weiss und blond sind deine ,haare6 ,erbarm' dich schnell1 sonst lieg' ich auf der ,bahre6 #f4 ,sophie ,hasenclever4 ,so rasch1 so khn1 mit ,lug und ,trug im ,bunde ,ist meine ,freundin1 dass sie ,huld versprochen ,im ,augenblick1 da sie mein ,herz durchstochen1 ,und schon das ,eisen steckte in der ,wunde4 ,ach1 zu derselben ,stunde ,durchwrmt mich ,leben1 da mich ,tod durchschauert6 ,die bange ,seele trauert1 ,denn wenn dies ,schwanken dauert1 ,besiegt der ,tod das ,leben4 ,mehr vernichtet ,das ,bse1 als das ,gute heilt und schlichtet4 #g4 ,sophie ,hasenclever4 ,genss' ich mindre ,gnade1 ,dann reichte wohl zum ,leben meine ,kraft1 ,nun aber ist erschlafft ,durch ,zhren1 die in ,doppelbchen fliessen1 ,mein ,herz und krank vom ,trnenbade4 ,so muss das hohe ,glck die ,schwche bssen6 ,kein ,weiser will geniessen1 ,wozu die ,kraft ihm fehlet1 ,denn ,wonne ohne ,mass erdrckt hienieden4 ,ein stilles ,glck wird spriessen1 ,vom ,friedenshauch beseelet1 ,dem ,herzen1 das in ,demut sich beschieden4 ,nicht bringt1 was andern ziemt1 auch mir den ,frieden2 ,giebst dem1 der nur um kleinen ,lohn gebeten1 ,das ,hchste du1 so wird das ,glck ihn tten4 #h4 ,sophie ,hasenclever4 ,wenn sich die ,schmerzen1 die mein ,antlitz trben1 ,dir1 teure ,herrin1 zeigen1 ,so scheinen sie zu steigen ,in gleichem ,mass1 wie in dem deinen1 lieben1 ,das frei von ,gram geblieben1 ,die ,reize sich erhh'n2 durch meine ,leiden ,will ,amor dich ,geliebte noch verschnen2 ,da ,ruhm dir bringt solch ,lieben1 ,so duld' ich denn mit ,freuden4 ,macht schon mein ,gram dich schn1 wie erst mein ,sterben6 ,und doch1 wenn meine ,trnen1 ,die ,glanz und ,reiz erhh'n in deinen ,zgen1 ,einst durch den ,tod versiegen1 ,so bringt mein ,tod statt ,ehre dir ,verderben4 ,nun will ich nicht mehr sterben1 ,nein1 dulden will ich gern in deiner ,nhe1 ,denn sss ist ,gram1 der solche ,schnheit nhret2 ,wem sie zu schau'n bescheret1 ,der trgt ja leicht zugleich ein grosses ,wehe4 #i4 ,sophie ,hasenclever4 ,der goldne ,kranz1 sieh1 wie er voll ,entzcken ,das blonde ,haar mit ,blten rings umfngt1 ,es darf die ,blume1 die am tiefsten hngt1 ,den ersten ,kuss auf deine ,stirne drcken4 ,wie freudig das ,gewand den langen ,tag ,sich um die ,schultern schliesst und wieder weitet ,am ,hals1 zu dem das ,haar herniedergleitet1 ,das dir die ,wangen gern berhren mag4 ,sieh aber hier1 wie mit verschrnkten ,schnren ,nachgiebig und doch eng das seidne ,band ,beglckt ist1 deinen ,busen zu berhren4 ,der ,grtel spricht3 ,lass mich die ,lust geniessen1 ,dass ewig meine ,haft dich so umspannt -- ,wie wrden da erst ,arme dich umschliessen6 #aj4 ,hermann ,grimm4 ,weil man wie ,seelenzwang1 ,erscheint sie auch als ,labe1 ,die ,gunst empfindet1 sich gebunden glaubt1 ,so klagt mein ,freiheitsdrang ,ob deiner werten ,gabe ,mehr noch1 als htte mich ein ,dieb beraubt4 ,und kann zum ,strahlenhaupt ,der ,sonne ungeschwcht kein ,auge dringen1 ,das doch erstarken msst' bei solchem ,wagen1 ,so mchte kraftberaubt ,nicht mein ,vermgen sein1 dir ,dank zu bringen4 ,oft muss vorm berfluss der ,mangel zagen1 ,und jener wieder ber diesen klagen3 ,denn ,liebe will nur solche ,freunde nennen1 7,wie selten ach76 die gleich an ,glck und ,knnen4 #aa4 ,bettina ,jacobson4 ,,an ,,giorgio ,,vasari4 ,mit deinem ,griffel1 deinen ,farbentnen ,hast gleich die ,kunst du der ,natur gemacht1 ,ja bertroffen sie zum ,teil an ,macht1 ,da fhig du1 ihr ,schnes zu verschnen4 ,doch heut erst wird vollstnd'ger ,sieg dich krnen1 ,dich1 der auf hh're ,werke jetzt bedacht1 ,denn deine ,schrift erhellt des ,grabes ,nacht ,und gibt ,unsterblichkeit den ,erdenshnen4 ,ob auch die ,kunst oft die ,natur bezwungen1 ,ob ,jahre ihre ,werke nicht verletzen1 ,sie hindert's nicht1 dass alle einst zerstuben4 ,du aber1 ,taten singend1 die verklungen1 ,du1 ,tote weckend trotz ,naturgesetzen1 ,wirst du und werden sie lebendig bleiben4 #ab4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,giorgio ,,vasari4 ,ein ,maultier1 ,kerzen1 wahre ,zuckermassen6 ,so ber mein ,vermgen handelt ,ihr1 ,dazu die grosse ,flasche ,malvasier1 ,dass ich ,sankt ,michael muss die ,wage lassen4 ,zu schnes ,wetter lsst kein ,lftchen blasen3 ,das ,segel hngt1 der ,kurs entschwindet mir1 ,mein schwaches ,schifflein scheint ein ,splitter schier1 ,den wilden ,meeresfluten berlassen4 ,erwg' ich ,eure ,gaben1 ,eure ,gte ,und ,speis' und ,trank und freundliches ,bedenken1 ,dass man auf ,reisen sorglich mich behte1 -- ,dann wrde sich mein ,dank auf nichts beschrnken1 ,selbst wenn ich ,euch mich selbst als solchen biete1 ,denn eine ,schuld bezahlen1 heisst nicht schenken4 #ac4 ,bettina ,jacobson4 ,,aus ,,den ,,stanzen ,,zum ,,lob ,,des ,,landlebens4 7,michelangelo schildert im ersten ,teil des ,gedichtes die ,reize des lndlichen ,lebens und stellt diesem die ,reihe der ,laster gegenber1 die dem ,reichen in der ,stadt das ,leben verbittern3 ,zweifelsucht1 ,falschheit1 ,schmeichelei1 ,zwist1 ,betrug1 ,lge1 endlich1 in den folgenden ,stanzen1 den ,hochmut1 die ,missgunst und die sieben ,todsnden1 ihre ,kinder47 ,der ,riese ,stolz blht sich so hoch1 dass nimmer ,er uns im ,staub gewahrt2 manch schne ,stadt ,zermalmt mit plumpen ,sohlen er in ,trmmer2 ,zur ,sonne will er schaffen sich den ,pfad1 ,so baut er ,turm auf ,turm1 doch ihren ,schimmer ,sah er noch nie1 da nur ein ,aug' er hat1 ,und dies ihm an der ,ferse sitzt4 ,im ,wahne ,durchrast die ,himmel er gleich dem ,orkane4 ,die ,berge sind den ,sohlen jenes ,hnen1 ,was uns ein ,sandkorn ist4 ,der ,drachen ,brut ,birgt sich in seinem ,fell und neben ihnen ,erscheint der ,walfisch in der ,meeresflut ,wie eine ,fliege klein4 ,es schreckt den ,khnen ,nur eins3 ,wenn sich erhebt der ,strme ,wut ,und ,staub und ,halme wirbelnd aufwrts sendet1 ,sein einzig' ,auge durch den ,qualm ihm blendet4 ,auch eine trge ,alte ist ihm teuer1 ,die grosse ,amme seiner ,ungestalt1 ,sie nhrt in ihm der wilden ,khnheit ,feuer1 ,sie reizt ihn an zu ,frechheit und ,gewalt4 ,wohnt nicht das ,weib bei diesem ,ungeheuer1 ,so birgt es sich im tiefsten ,felsenspalt4 ,geht mssig er1 hockt sie in dunkler ,kammer ,und schickt dem ,volke ,hungersnot und ,jammer4 ,im ,busen1 aus dem alle bel stammen1 ,trgt sie das ,zeichen ihres ,herrn2 die ,qual ,des ,nchsten mstet sie1 sie schrumpft zusammen ,bei andrer ,glck1 die ,gier stillt ihr kein ,mahl2 ,sie peinigt alle mit des ,hasses ,flammen ,und liebt1 o ,wunder1 selbst sich nicht einmal4 ,ihr ,arm ist ,eisen1 ,stein das liebeleere ,das eis'ge ,herz2 sie schlinget ,berg und ,meere4 ,und beider ,kinder -- sieben sind's -- durchfliegen ,die ,welt von ,pol zu ,pol1 ein ,hllenchor2 ,nur die ,gerechten wollen sie bekriegen1 ,sie schliessen auf und zu des ,abgrunds ,tor1 ,denn ,beute bringen sie nach grossen ,siegen2 ,unzhl'ge ,arme strecken sie hervor1 ,um nach und nach die ,seelen ganz zu binden ,wie ,eupheuranken einen ,turm umwinden4 #ad4 ,sophie ,hasenclever4 ,,epitaphien4 ,o fhlest du mit mir1 der hier im ,staube ,verschlossen ruht1 der ,welt entrckt1 ,erbarmen1 ,so spare deine ,trnen fr die ,armen1 ,die leben1 wechselndem ,geschick zum ,raube4 99 99 99 99 99 ,warum ergreifst du ,tod nicht mde ,greise1 ,warum soll ich in meiner ,blte sterben8 ,weil das1 was altert in der ,welt ,verderben1 ,nicht aufschwebt und nicht weilt im ,himmelskreise4 99 99 99 99 99 ,nicht mordete mit hoher ,jahre ,waffen ,der ,tod die ,schnheit1 die der ,staub hier deckt1 ,er nahm sie schnell1 auf dass sie unbefleckt ,zum ,himmel kehre1 schn wie sie geschaffen4 99 99 99 99 99 ,geboren war ich erst vor kurzer ,frist1 ,als man mich hier begrub2 so schnell entfhret ,der ,tod mich1 dass der freie ,geist kaum spret1 ,wie sehr sein ,zustand jetzt verwandelt ist4 99 99 99 99 99 ,nicht gab der ,himmel meiner ,reize ,flle1 ,die ,vielen er zum ,schmuck fr mich entriss1 ,durch meinen ,tod zurck1 da ich gewiss ,am jngsten ,tag mich kleid' in gleiche ,hlle4 99 99 99 99 99 ,man glaubt mich tot1 der ich gelebt zum ,frommen ,der ,welt1 im ,busen tragend tausend ,seelen1 ,die mich geliebt2 wie kann mir ,leben fehlen1 ,da eine ,seele nur der ,tod genommen8 99 99 99 99 99 ,o wrden ,fleisch und ,blut fr meine ,knochen -- ,dass ich aufs neue lebte -- eure ,trnen1 ,dann wr' aus ,mitleid hart1 wer weint2 sein ,sehnen ,zwng' mich zurck ins ,joch1 das ich zerbrochen4 99 99 99 99 99 ,dass ich gelebt1 weiss nur mein ,leichenstein1 ,und denkt ein ,mensch an mich1 dann dnkt's ihn gar ,wie ,traum2 so wirkt der ,tod1 dass das1 was war1 ,erscheint1 als knnt' es nie gewesen sein4 99 99 99 99 99 ,ich1 ,braccio von ,geschlecht1 sah1 seit in ,schmerzen ,zur ,welt ich kam1 nur kurze ,zeit den ,tag2 ,nun bin ich hier1 wo gern ich harren mag1 ,leb' ich nur fort in meines ,freundes ,herzen4 99 99 99 99 99 ,war ich im ,leben1 der ich ,staub jetzt bin1 ,des ,freundes ,leben1 muss nicht ,tod allein1 ,nein eiferscht'ge ,qual dem ,freund es sein1 ,stirbt je vor ihm ein andrer fr mich hin8 99 99 99 99 99 ,der ,bracci ,sonne sank hinab ins ,grab1 ,mit ihr die ,sonne der ,natur4 ,nicht ,waffen ,bedurft' der ,tod1 um ihn dahin zu raffen2 ,ein ,hauch schon bricht die ,frhlingsblume ab4 #ae4 ,sophie ,hasenclever4 ,,dante4 ,kein ,lob erreicht ihn1 denn was knnt' ich sagen1 ,da selbst den ,blinden er voll ,glanz erschienen8 ,doch dazu soll die ,sprache jetzt mir dienen1 ,das ,volk1 das ihn beleidigt1 anzuklagen6 ,ihm1 der zum ,reich der ,seelen1 die verloren1 ,hinabstieg1 ihr ,geheimnis zu erraten2 ,ihm1 dem die ,himmelstore auf sich taten1 ,verschloss die eigne ,vaterstadt die ,tore4 ,o ,vaterland des ,undanks6 ,dir zum ,schaden ,hast du ihn ausgestossen6 ,du1 das stets ,die ,besten mit dem schwersten ,schmerz beladen4 ,nur seinen ,namen braucht die ,welt zu lesen6 ,denn ward ein ,mann unwrd'ger je verbannt ,und ist ein ,mann so gross wie er gewesen8 #af4 ,hermann ,grimm4 ,wie kommt's1 dass ich nicht mehr mein eigen bin8 ,wer ist's1 durch den ich mich verlor1 ,der1 fremd1 in mir sich drngte vor1 ,mehr gilt in mir als eigner ,sinn8 ,und wie durchschnitt ,die harte ,brust1 ,wer mich nicht einmal angerhrt8 ,wer bist du1 ,liebe1 ,qual und ,lust1 ,die nun mein ,herz gefangen fhrt1 ,die durch das ,aug' in meine ,seele glitt ,und da so masslos wchst und schwillt1 ,dass sie an tausend ,enden berquillt8 #ag4 ,hans ,grasberger4 ,den ,augen gebt zurck1 o ,fluss1 o ,quelle1 ,das ,wasser1 nicht entsprungen euren ,bronnen1 ,die ,trnen1 die in eure ,flut verronnen1 ,zu wilder ,hhe trieben eure ,welle6 ,du trbe ,luft1 die mir das ,licht1 das helle1 ,in ,nebel hllt1 verdunkelnd meine ,wonnen1 ,gib wieder1 um die ,blicke neu zu sonnen1 ,die ,seufzer mir1 dass es kein ,dunst entstelle6 ,die ,schritte1 ,erde1 gib zurck den ,fssen1 ,es sprosse neu das ,gras auf meinem ,wege2 ,gib1 ,echo1 heut zurck mir ,klag' und ,sthnen1 ,gebt meinem ,aug' ihr ,augen1 o ihr sssen1 ,die ,blicke wieder1 dass ich lieben mge ,ein andres ,weib1 da euch verhasst mein ,sehnen4 #ah4 ,sophie ,hasenclever4 ,so kehren wirklich die befreiten ,seelen1 ,auf kurz bemess'ne ,zeit1 ,zurck in anderm ,kleid1 ,dass ,leben sie und ,tod von neuem whlen8 ,wird strenge im ,befehlen1 ,wie einst1 die ,liebste nah'n1 ,noch ganz von ihrem alten ,reiz umflossen8 ,fast mcht' ich darauf zhlen1 ,sie zeigte sich alsdann ,ganz ohne ,groll1 von ,milde bergossen4 ,und1 war ihr ,aug' geschlossen1 ,hat1 neubelebt1 sie ,mitleid wohl erworben ,mit meinem ,tod1 -- die selber schon gestorben6 #ai4 ,bettina ,jacobson4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,des besten ,knstlers herrlichsten ,gedanken1 ,ein einz'ger ,marmor kann ihn ganz enthalten1 ,doch muss1 will ihn der ,meister uns entfalten1 ,die ,hand dem ,geist gehorchen ohne ,wanken4 ,in dir auch birgt sich ,glck und ,pein2 verdanken ,knnt' ich dir hchstes ,heil1 doch zu gestalten ,dies ,glck1 es zu gewinnen1 zu erhalten1 ,fehlt mir die ,kunst2 so muss an ,gram ich kranken4 ,nicht trgt denn ,liebe ,schuld an meinen ,leiden1 ,nicht darf das ,schicksal ich zu schmhen wagen2 ,kann ,heil ich oder ,tod von dir erwerben1 ,trgst du im ,busen sie und ward von beiden ,mir ,tod zuteil1 muss ich mich selbst verklagen2 ,mein schwacher ,geist verschuldet mein ,verderben4 #bj4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,dein leuchtend helles ,diadem erringen1 ,auf steilem ,pfade rauh und lang1 ,o das vermag im ,liebesdrang ,ein ,herz voll ,demut nur und edler ,sitte4 ,dir wchst die ,kraft1 mir werden lahm die ,schwingen1 ,versagt der ,odem auf des ,weges ,mitte4 ,o hre meine ,bitte3 ,obgleich mein ,herz sich freut an deiner ,ehre1 ,und jauchzt1 dass deine ,tugend so erhaben1 ,so fleht es dennoch3 lenke deine ,schritte ,ein wenig nur herab zu mir und wehre ,mir ,schwachem nicht1 den ,geist an dir zu laben2 ,wenn minder gross1 du ,hehre1 ,mein ,herz dich wnscht1 nicht hh'ren ,flug will dulden1 ,o so vergib dir selber mein ,verschulden4 #ba4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,der ,freundlichkeit1 mit der ,ihr mich bedenkt1 ,nicht allzu unwert1 ,herrin1 mich zu zeigen1 ,wollt ich mit dem1 was meinem ,geiste eigen1 ,erst das erwidern1 was ,ihr mir geschenkt4 ,bald aber fhlt' ich3 da ,euch nachzusteigen1 ,wohin der ,genius ,euch empor gelenkt1 ,gibt's keinen ,weg fr mich3 verzeiht und denkt1 ,wie sehr ich weiss1 warum mir ziemt zu schweigen4 ,denn ,irrtum wr' mein ,glaube1 wenn ich dchte1 ,dem gleichzutun mit meinem schwachen ,werke1 ,was von ,euch wie des ,himmels ,gnade regnet4 ,das ,feuer fehlt1 die ,kunst1 die es vollbrchte1 ,mir ,sterblichem1 dem kein ,versuch die ,strke ,verleiht1 mit der der ,himmel ,euch gesegnet4 #bb4 ,hermann ,grimm4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,ach neben dir1 die durch zu grosse ,wonne ,das ,leben mir entreisst1 ,wie arm bin ich an ,geist1 ,an ,kraft und ,kunst6 ,ja deinen ,strahlensegen ,flieht1 wie der ,blick die ,sonne1 ,mein blder ,geist2 die ,flgel mcht' er regen ,weit ber sein ,vermgen2 ,er bertrifft sich selbst1 nur deiner kleinsten ,spende ,auch wert zu sein2 bald aber1 ach zum ,schaden1 ,erlahmt sein ,flug1 und klar sieht er am ,ende1 ,nie kann der ,dankesschuld er sich entladen1 ,fr so viel ,gnaden6 ,je mcht'ger lodern deiner ,seele ,flammen1 ,je mehr sink' ich in toten ,staub zusammen4 #bc4 ,sophie ,hasenclever4 ,was ist es1 das die ,seele mir entzndet8 ,ahn' ich der ,gottheit ,glanz1 die ,strahlen krnen8 ,sah ich auf ,erden je ein ,bild des ,schnen1 ,das meine ,seele zitternd nachempfindet8 ,blieb mir ein ,himmelsstrahl1 der nie erblindet1 ,von jener ,seligkeit1 nach der mit ,trnen ,sich die verbannten ,menschenherzen sehnen1 ,die niemals ganz aus dem ,gedchtnis schwindet8 ,das1 was ich fhl' und schau'1 das1 was mich leitet1 ,ist nicht in mir1 noch weiss ich1 wo es finden6 ,zeig' du es mir1 denn seit ich dich erschaue1 ,fhl' ich1 wie sich in meinem ,busen streitet ,ein ,ja und ,nein1 ein bittersss ,empfinden2 ,gewiss dein ,auge ist es1 holde ,fraue6 #bd4 ,sophie ,hasenclever4 ,sprich ,amor1 ist es ,wahrheit1 ist's ein ,whnen1 ,dass ,gtterpracht der ,herrin ,antlitz schmckt1 ,oder hat mich ein inn'res ,bild entzckt1 ,und seh' ich hier den ,abglanz jenes ,schnen8 ,du weisst es1 denn du kamst mit ihr2 mein ,sehnen ,entfachst nur du1 nur du hast mich berckt2 ,doch fleh' ich1 trotz der ,qual1 die mich bedrckt1 ,nicht mindre diese ,flammen1 diese ,trnen6 ,die ,schnheit1 die du siehst1 entstammt der ,erde1 ,doch wchst ihr ,glanz1 steigt sie zu hhern ,sphren2 ,durch deine ,augen tritt sie in die ,seele1 ,und diese1 dass gleich ihr unsterblich werde ,die ,schnheit1 nimmt sie auf1 sie zu verklren2 ,so laut're ,schnheit siehst du1 ohne ,fehle4 #be4 ,sophie ,hasenclever4 ,o meine ,augen1 wisst3 ,die ,zeit vergeht1 die ,stunde kommt heran1 ,wo trber ,trnen ,born sich schliesst6 ,gott halt' euch aufgetan1 ,so lange meiner ,herrin ,huldgestalt ,auf ,erden wallt4 ,schliesst sich der ,himmel auf1 ,und meine ,erdensonne ,lenkt1 euch entrckt1 den ,lauf ,hinan zu aller ,sel'gen ,wonne1 ,was bleibt euch frder noch zu schauen dann8 #bf4 ,hans ,grasberger4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,wenn ,kunst1 im ,stein gestaltend1 ,erschaffend und erhaltend1 ,dir dauernd ,leben gibt durch ,menschenhnde ,bis an der ,zeiten ,ende1 ,wie knnte erst der ,himmel dich verklren1 ,der ,himmel1 gttlich waltend1 ,der hh'rer ,schnheit ,spende ,als ,menschenkunst verleiht1 wollt' er dir ,hehren ,auf ,erden schon ,unsterblichkeit gewhren6 ,doch ach1 dein ,bild besteht1 und du musst sterben8 ,wer rcht hier dein ,verderben8 ,dich rche die ,natur1 denn sieh1 es bleibet ,der ,menschen ,werk1 indes ihr ,werk zerstubet4 #bg4 ,sophie ,hasenclever4 ,,auf ,,vittoria ,,colonnas ,,tod4 ,als sie1 um die viel ,seufzer mich verzehren1 ,der ,erde1 meinem ,blick und sich entschwand1 ,da blieb ,natur1 die ihrer wert uns fand1 ,beschmt zurck1 und1 der sie sah1 voll ,zhren4 ,heut wird man nicht den ,tod sich rhmen hren1 ,ob dieser ,sonnen ,sonne3 ihm entwand ,die ,liebe sie3 hier lebend festgebannt1 ,weilt sie dort oben unter ,engelchren4 ,wohl meinte dieser arge1 bse ,tod3 ,verstummen mssten hier die ,ruhmesklnge1 ,darin man ,tugend1 ,seelenschnheit ehrte4 ,und dennoch spenden jetzt uns die ,gesnge ,mehr ,lebensglanz1 als einst ihr ,leben bot3 ,der ,himmel liess uns1 was ihm nicht gehrte4 #bh4 ,bettina ,jacobson4 ,,auf ,,vittoria ,,colonnas ,,tod4 ,dass nah dem ,feuer mich die ,glut verzehrte1 ,was ,wunder8 ,und1 dass jetzt1 wo es verglommen1 ,ich mich bekmmert fhle und beklommen1 ,so dass ich nach und nach zu ,asche werde8 ,ich sah1 wie ,flammenschein den ,ort verklrte1 ,von dem mir all die schwere ,pein gekommen1 ,doch gab der ,anblick schon mir ,heil und ,frommen1 ,der ,qual und ,tod in ,wonne mir verkehrte4 ,jetzt1 da der ,himmel mir des ,feuers ,helle1 -- ,die mich entzndet1 mich ernhrte1 -- nimmt1 ,glh' ich als ,kohle noch im ,aschengrabe4 ,schafft mir nicht ,amor ,feuerstoff zur ,stelle1 ,bleibt auch kein ,fnklein mehr1 das weiterglimmt1 ,wenn ich zu ,asche mich verwandelt habe4 #bi4 ,bettina ,jacobson4 ,,auf ,,vittoria ,,colonnas ,,tod4 ,um so vollkommne ,schnheit nicht von allen ,zurckzufordern1 wenn der ,tod erschien1 ,ward einer sie verliehn3 ,der ,hohen1 ,reinen1 unter zartem ,schleier4 ,htt' allen ,sterblichen es ,gott gefallen1 ,sie zu gewhren1 war der ,rckkauf teuer4 ,ein ,hauch ward zum ,befreier1 ,ein ,augenblick1 an ,dauer kaum gemessen1 ,gengte1 dass sie ,gott ,zurckgeholt3 ,kein ,auge schaut sie wieder6 -- ,doch bleiben unvergessen1 ,ob auch die ,hlle tot1 ,uns ihre schnen1 heilgen1 sssen ,lieder4 ,lieh ,gott an schlimme ,brder ,so viel wie ihr1 wollt' es zurckerwerben1 ,mitleid1 gesteh's3 ,wir alle mssten sterben6 -- #cj4 ,bettina ,jacobson4 ,,auf ,,vittoria ,,colonnas ,,tod4 ,ward auch schon manches ,menschenbild gesehn1 ,das aus dem harten ,stein mein ,hammer bricht1 ,so steht er doch in ,meisters ,bann und ,pflicht1 ,durch den allein kann ,schlag und ,fhrung gehn4 ,nur was da gttlich wohnt in ,himmelshhn1 ,ist schn durch sich1 versendet eignes ,licht2 ,doch wird ein ,hammer ohne ,hammer nicht1 ,kann ,leben auch aus ,leben nur erstehn4 ,weil nun der ,schlag nur strker niederfhrt1 ,je hher wir hinauf den ,hammer schwingen1 ,flog ber mich der deine himmelan4 ,so1 wenn ,gott gndig ,hilfe nicht gewhrt1 ,kann des ,unfert'gen ,bildung nur misslingen1 ,weil sie kein andrer hier vollbringen kann4 #ca4 ,bettina ,jacobson4 ,,nach ,,vittoria ,,colonnas ,,tod4 ,versetz' in jene ,zeit zurck mich heute1 ,wo zaumlos toben mochte blinde ,glut6 ,gib mir das ,antlitz wieder engelgut1 ,dem alle ,jugendkraft gewelkt zur ,seite2 ,die ,schritte ohne ,zahl in alle ,weite1 ,die schwer und mh'voll nur das ,alter tut1 ,dem ,busen ,feuer gib und ,trnenflut1 ,willst du noch einmal1 ,amor1 mich zur ,beute4 ,denn lebst von ,zhren wirklich du1 vergossen ,in ,leid und ,lust1 was macht den ,greis dir teuer1 ,der fast am andern ,ufer angekommen8 ,schon wehrt der ,geist mit himmlischen ,geschossen ,sich gegen deinen ,pfeil4 ,das strkste ,feuer1 ,es zndet nicht im ,holz1 das schon verglommen4 #cb4 ,sophie ,hasenclever4 ,ein frohes ,herz verschnt1 und hsslich macht ,ein traurig ,herz2 so werd' ich umgestaltet ,durch dich1 die meins verwaltet4 -- ,nur eins begreif' ich nicht3 du msstest glhen1 ,da du die ,glut entfacht6 -- ,ein ,auge klar und helle ,hat fr das ,schne mir mein ,stern verliehen1 ,und willst du mir entziehen ,des ,trostes letzte ,strahlen1 ,wirst du1 seh' ich1 dir schaden1 denn ich meine1 ,in jedes ,bildnis malen ,zugleich mit dem ,modelle ,wir ,knstler uns hinein2 wie wird das deine1 ,wenn ich so trostlos weine8 ,beglcke mich1 dann mal' ich ohne ,trnen1 ,und du wirst schn und wirst auch mich verschnen4 #cc4 ,sophie ,hasenclever4 ,oft gleicht ein ,bild dem ,bildner mehr1 o ,jammer6 ,als dem ,modell2 so bilde ,ich jetzt nur schmerzlich wilde ,entstellte ,zge1 klgliche ,gestalten6 ,dich formen will mein ,hammer1 ,und formt mich selbst1 die ,stirn voll ,schmerzensfalten4 ,was knnt' ich auch gestalten1 ,da ,liebe mich vernichtet1 ,als diesen mden ,leib voll ,angst und ,trauer8 ,gleicht nicht dem ,stein1 dem kalten1 ,aus dem ihr ,bild errichtet1 ,die strenge ,herrin8 ,felsen sind nicht rauher4 ,die ,kunst allein gibt ,dauer2 ,drum1 willst du1 dass dein ,reiz dich berlebe1 ,beglcke mich1 dass ich dir ,schnheit gebe6 #cd4 ,sophie ,hasenclever4 ,wohl muss ein reiner tcht'ger ,sinn sich freuen ,an von der ,kunst geschaffenen ,gestalten1 ,die liebe ,zg' und ,formen aufbehalten ,und ,menschen bilden in ,wachs1 ,ton und ,stein4 ,wenn dann fhllose ,zeiten sie entweihen1 ,solch edles ,werk zertrmmern und zerspalten1 ,so wird das ,bild sich dennoch in der alten ,schnheit im ,geist1 der es erfasst1 erneuen4 ,so ist es deiner ,schnheit widerfahren3 ,als ,bild des ,heiles1 das den ,himmel schmckt1 ,hat sie der ew'ge ,knstler ausgesendet4 ,verringert sie nun gleich sich mit den ,jahren1 ,sieht meine ,sehnsucht sie nur mehr vollendet1 ,der ,schnheit denkend1 die kein ,alter knickt4 #ce4 ,carl ,witte4 ,herrin1 wie mag's nur sein -- und doch bewhrt ,es die ,erfahrung -- dass weit lngeres ,leben ,dem ,bildwerk als dem ,bildner wird gegeben1 ,des ,meisterhand den rohen ,stein verklrt8 ,der ,schpfer schwindet das ,geschaffne whrt1 ,kurzlebig muss ,natur vor ,kunst erbeben1 ,ich weiss es1 der ich ganz der ,kunst ergeben1 ,klar sehe1 wie die ,zeit mit mir verfhrt4 ,so knnt' ich langes ,leben wohl uns beiden ,verleih'n1 ob ,stein1 ob ,farbe dir beliebt1 ,liess ich ein ,bild von uns ganz treu und wahr3 ,dass man noch tausend ,jahr nach unserm ,scheiden ,sh'1 wie du schn warst1 wie ich dich geliebt1 ,und dass mein ,lieben keine ,torheit war4 #cf4 ,friedrich ,bodenstedt4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,nach vielen ,jahren1 vielem ,suchen1 ,ringen1 ,erreicht der ,weise erst1 nah seinem ,ende1 ,wie er durch ,geist und ,hnde ,lebendig aus dem ,stein ein ,bildnis schafft4 ,denn zu so hohen ,dingen ,gelangt man spt1 und bald erlischt die ,kraft4 ,dein ,antlitz1 gtterhaft1 ,hat1 lange suchend und nach vielem ,irren1 ,natur1 am ,gipfel angelangt1 gefunden2 ,nun ist sie alt1 und ihre ,kraft verzehrt4 ,darum ist ,furchtverwirren ,mit ,schnheit oft verbunden1 ,das wundersam ein stark ,verlangen nhrt4 ,wer ist's nun1 der mich lehrt1 ,was besser sei1 nachdem ich dich gesehn3 ,die hchste ,lust8 ,der ,erde ,untergehn8 -- #cg4 ,bettina ,jacobson4 ,,an ,,tommaso ,,cavalieri4 ,was ich in deinem ,antlitz sah1 beschreibe ,mit ,worten nimmer ich2 doch was es kndet ,hob oft den ,geist1 den noch der ,krper bindet1 ,zu ,gott empor aus diesem ,erdenleibe4 ,dien' ich dem ,spott des ,pbels auch zur ,scheibe1 ,zeiht er der ,regung mich1 die er empfindet1 ,so hoff' ich doch1 dass ,treue fest gegrndet1 ,dass keusche ,glut so wert wie einst dir bleibe6 ,die ird'sche ,schnheit1 fr den ,blick des ,weisen ,gleicht sie dem ,liebesquell1 dem wir entstammen2 ,vom ,himmel hat die ,welt nicht andre ,proben1 ,nicht andre ,frchte kann die ,erde weisen2 ,sind treu und keusch nur meiner ,liebe ,flammen1 ,ist sss der ,tod und frei mein ,flug nach oben4 #ch4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,tommaso ,,cavalieri4 ,ich sehe sanftes ,licht mit deinen ,blicken1 ,mit meinen eignen ,augen bin ich blind1 ,mit dir im gleichen ,schritte wandelnd1 sind ,leicht mir die ,lasten1 die mich sonst erdrcken4 ,von deinen ,schwingen mit emporgetragen ,flieg' ich mit dir hinauf zum ,himmel ewig2 ,wie du es willst3 khn oder zitternd leb' ich1 ,kalt in der ,sonne1 warm in ,wintertagen4 ,in deinem ,willen ruht allein der meine1 ,dein ,herz1 wo die ,gedanken mir entstehn1 ,dem ,geist1 in dem der ,worte ,quell sich findet3 ,so kommt's1 dass ich dem ,monde gleich erscheine1 ,den wir soweit am ,himmel nur ersehn ,als ihn der ,sonne ,feuerstrahl entzndet4 #ci4 ,hermann ,grimm4 ,,an ,,tommaso ,,cavalieri4 ,wenn in zwei ,liebenden des ,schicksals ,walten1 ,wenn keusche ,lieb' sich gleich und ,frmmigkeit1 ,wenn einer weinet bei des andern ,leid1 ,ein ,will' und ,geist in beiden ,herzen schalten2 ,wenn eine ,seele lebt in zwei ,gestalten1 ,verklrt in beiden1 sie zu gleicher ,zeit ,mit einem ,flgel trgt zur ,seligkeit1 ,ein goldner ,pfeil zwei ,busen hat gespalten2 ,wenn beide freinander liebend brennen1 ,doch keiner selbst sich liebt1 wenn jeder tglich ,zum hchsten ,ziel den andern will begeistern1 ,und wenn dies schwacher ,abglanz nur zu nennen ,von uns'rer ,liebe1 sag mir1 ist's dann mglich1 ,dass ,groll das ,band lst zwischen solchen ,geistern8 #dj4 ,sophie ,hasenclever4 ,durch dich erst kenn' ich mich und aus der ,ferne ,streb' ich dem ,himmel zu1 von dem wir kamen1 ,und wie der ,fisch gekdert wird vom ,hamen1 ,reichst du mir ,speise1 und ich komme gerne4 ,nur schwach kann ein geteiltes ,herze schlagen1 ,drum gab ich dir das meine ganz und gar3 ,was von mir bleibt1 du weisst es1 der mich kennt6 ,ans ,beste nur soll sich die ,seele wagen1 ,drum muss ich heiss dich lieben1 will ich leben6 ,denn ich bin ,holz nur1 du bist ,holz1 das brennt4 #da4 ,bettina ,jacobson4 ,,an ,,tommaso ,,cavalieri4 ,wohl darf mit meiner ,liebe heissen ,flammen ,gerechte ,hoffnung sich zum ,himmel schwingen1 ,denn wollte unsre ,wnsche ,gott verdammen1 ,warum hiess er die ,welt aus ,nichts entspringen8 ,wie sollt' ich auch fr ,hh'res mich entflammen1 ,als um der ew'gen ,schnheit ,ruhm zu bringen1 ,von der die ,reize1 die dich zieren1 stammen1 ,die keusch und rein'gend jedes ,herz durchdringen8 ,trg'risch ist nur die ,hoffnung jener ,lust1 ,die mit der ,schnheit stirbt und stets entflieht1 ,weil sie der ,zge ,wechsel untertan4 ,doch die ist unfehlbar in treuer ,brust1 ,die um der ,hlle ,wandlung nicht verglht2 ,durch sie wird uns der ,himmel aufgetan4 #db4 ,carl ,witte4 ,,an ,,tommaso ,,cavalieri4 ,wre der ,schnheit deiner ,augensterne ,das ,feuer gleich1 das sie ringsum entznden1 ,dann flammte wohl die ,welt aus ,feuerschlnden1 ,es schmlzen selbst des ,poles eis'ge ,kerne4 ,doch hat der gt'ge ,himmel1 der sich gerne ,erbarmt des ,schwachen1 dass wir nicht erblinden1 ,die ,augen uns umflort1 und wir empfinden ,den ,glanz nur wie ein ,licht in weiter ,ferne4 ,nie wird1 wie's deinem ,reiz gebhrt1 entbrennen ,der ,liebe ,glut2 nur ,stckwerk schau'n wir ,toren ,des ,ew'gen1 lieben das nur1 was wir sehen4 ,mich auch bewahrt mein mangelhaft ,erkennen1 ,die ,schwche nur1 dem ,menschen angeboren1 ,fr dich im ,flammentode zu vergehen4 #dc4 ,sophie ,hasenclever4 ,ein schnes ,antlitz spornt mich himmelan1 ,nichts andres freut mich mehr1 da schon im ,leben ,ich darf empor zu sel'gen ,geistern schweben -- ,ein ,glck1 wie selten es ein ,mensch gewann4 ,so sehr zum ,schpfer stimmt sein ,werk3 ich kann durch ,gottgedanken mich zu ,gott erheben1 ,vom ,himmel wird mir ,geist und ,wort gegeben1 ,seit ich erglht in holdem ,liebesbann4 ,drum kann ich von zwei schnen ,augen nimmer ,den ,blick abzieh'n1 als ob zum hchsten ,glck1 ,empor zu ,gott ihr ,licht den ,weg mir wiese4 ,und fhl' ich mich durchglht von ihrem ,schimmer1 ,strahlt mir aus ihrer edlen ,glut zurck ,das ew'ge ,lcheln sel'ger ,paradiese4 #dd4 ,friedrich ,bodenstedt4 ,,an ,,tommaso ,,cavalieri4 ,ein ,schwefelherz in einem strohernen ,leibe1 ,mit ,knochen wie geschnitzt aus drren ,asten1 ,ein ,flackergeist1 der sich der ersten1 besten ,hingibt1 betrt von jedem pp'gen ,weibe2 ,ein ,scheinmensch1 blind fr ,hh'res1 mrb wie ,zunder1 ,dergleichen viele auf der ,glcksjagd rennen1 ,mag lichterloh im ,augenblick entbrennen ,gleich wie vom ,blitz gerhrt2 es ist kein ,wunder6 ,mir konnte nur die hchste ,schnheit taugen1 ,zu ew'gen ,werken heil'ge ,glut zu schren3 ,ihr ,glanz allein knnt' mich so hoch erheben4 ,klein schien mein ,grsstes mir in deinen ,augen2 ,ich floh das ,volk1 dich ,einz'gen zu erkren2 ,mein ,werk gab meiner ,liebe ew'ges ,leben4 #de4 ,friedrich ,bodenstedt4 ,das ,feuer darf der ems'ge ,schmied nicht scheuen1 ,sein ,eisen neu und kunstvoll zu gestalten2 ,mit ,kraft des ,feuers muss der ,meister schalten1 ,will er des lautern ,goldes sich erfreuen4 ,der einz'ge ,phnix kann sich nicht erneuen1 ,eh' er verbrennt4 ,so auch in ,glutgewalten ,hoff' ich zu sterben1 mit den ,lichtgestalten ,vereint1 die ,tod und ,zeit nicht mehr bedruen4 ,o ssses ,sterben6 ,selig1 wer so brennt6 ,wenn ich zu ,asche nach und nach verstoben1 ,nicht unter ,toten leben muss fortan4 ,ja wenn sich von ,natur dies ,element ,zum ,himmel hebt1 steig' ich1 mit ihm erhoben1 ,grad' auf1 feurig verwandelt1 himmelan4 #df4 ,friedrich ,bodenstedt4 ,,an ,,tommaso ,,cavalieri4 ,dein ,geist stieg in des ,leibes ,kerkerzelle ,von dort herab1 wohin er einst enteilt1 ,dass sich ein ,engel1 der die ,seelen heilt ,und ,ruhm der ,welt verleiht1 uns zugeselle4 ,dein ,wesen1 nicht die ,schnheit sonnenhelle1 ,entflammt mich1 denn ein ,herz1 wo ,tugend weilt1 ,baut niemals seine ,hoffnung bereilt ,auf das1 was rasch entfhrt der ,zeiten ,welle4 ,doch lebt solch' edler ,geist in schner ,hlle1 ,dann fasst ihn jeder1 wie man an der ,scheide ,die ,klinge kennt1 eh' eine ,hand sie zckte4 ,nichts in der ,welt lehrt so wie ,schnheitsflle ,den ,schpfer lieben6 ,sieh1 es streiten beide1 ,natur und ,himmel1 wer zumeist dich schmckte4 #dg4 ,sophie ,hasenclever4 ,nicht ,glck1 nicht ,gnade wird dem beltter1 ,so sagt das ,volk1 das auch fr mich es sprach1 ,denn seit am eig'nen ,selbst ich war ,verrter ,um dein zu sein1 floh mich das ,glck1 und ach1 ,die ,zeit verbeut's1 dass gleich dem ,phnix spter ,zu neuen ,sonnen ich mich schwingen mag4 ,eins ist mein ,trost1 dass mehr ich mir gehre1 ,wenn dein ich bin1 als wenn nur mein ich wre4 #dh4 ,sophie ,hasenclever4 ,,die ,,nacht4 ,der aus dem ,nichts1 eh' noch die ,welt bewohnt1 ,die ,zeit in ,zwiegestalt hervorgebracht1 ,er gab der einen hoher ,sonne ,pracht1 ,der andern gab er dann den nahen ,mond4 ,so wird im voraus jedermann gelohnt1 ,glck1 ,zufall und ,geschick ihm zugedacht4 ,mir fiel die dunkle ,seite zu1 die ,nacht2 ,schon in der ,wiege blieb ich nicht verschont4 ,und wie bei dem1 der eignem ,glcke wehrt1 ,in tiefrer ,nacht mehr ,schatten sich verbreiten1 ,so sorg' und klag' ich1 dass ich schlecht gehandelt4 ,doch ,trost gibt1 dass es meiner ,nacht beschert1 ,der ,sonne deines ,tages vorzuschreiten1 ,die von ,geburt an ber dir gewandelt4 #di4 ,bettina ,jacobson4 ,,die ,,nacht4 ,jedweder ,raum1 bedeckt und eingefgt1 -- ,was er im ,innern auch umschliessen mag1 -- ,bewahrt die dunkle ,nacht am hellen ,tag1 ,wo alles sich im ,strahlenschimmer wiegt4 ,doch wird sie von der ,flamme ,glut besiegt1 ,verjagt die ,sonne1 was im ,finstern lag1 ,so bleibt nichts ,arges mehr im dunkeln ,hag1 ,ja1 auch ein ,glhwurm htte schon gengt4 ,was in der ,sonne treibt an ,lebenskraft1 ,an tausend ,keimen1 ,pflanzen zu erkennen1 ,wird durchgepflgt vom starken ,ackerknechte4 ,die ,nacht hingegen ist's1 die ,menschen schafft1 ,und weil wir ihn der ,wesen bestes nennen1 ,sind heil'ger als die ,tage uns die ,nchte4 #ej4 ,bettina ,jacobson4 ,,an ,,die ,,nacht4 ,o ,nacht1 du liebe1 wenn auch dunkle ,zeit1 ,die jeder ,arbeit stilles ,ende bringt1 ,wohl sieht und kennt dich1 wer dein ,loblied singt1 ,und wer dich wrd'gen kann1 der weiss ,bescheid4 ,du schlferst ein des ,hirnes ,mdigkeit1 ,wie feuchter ,nebel ruhvoll niedersinkt2 ,aus ,tiefen zu ersehnten ,hhen schwingt ,mich oft ein ,traum empor1 durch dein ,geleit4 ,du hemmst und scheuchst zurck1 o ,todesschatten1 ,des ,herzens schlimmste ,feindin1 jede ,pein1 ,tust1 letztes ,mittel1 tief ,betrbten gut4 ,du krftigst unsre ,glieder1 unsre matten1 ,du trocknest ,trnen1 wiegst die ,sorgen ein1 ,und rettest ,edle vor ,verdruss und ,wut4 #ea4 ,bettina ,jacobson4 ,,die ,,nacht4 ,wenn ,phbus ,arme sich nicht strahlend winden ,um dieses kalte1 feuchte ,erdenrund1 ,heisst solche ,stunden ,nacht der ,leute ,mund1 ,weil sie die ,sonne dann nicht mehr empfinden4 ,doch ist sie arm und schwach3 ,schon das ,entznden ,der kleinsten ,kerze raubt ihr ,leben1 und ,ein ,zunder an der ,flinte macht sie wund1 ,so dass wir sie gar schnell zerrissen finden4 ,will man noch wirklich ,wesenskraft ihr geben1 ,muss ,phbus' ,kind sie und der ,erde sein3 ,sie trgt den ,schatten1 jener gibt ihm ,leben4 ,doch1 wie's auch sei3 ,wer lobt1 der irrt4 ,voll ,pein1 ,verdstert1 muss die ,witwe schon erbeben ,vor ,eifersucht bei eines ,glhwurms ,schein4 #eb4 ,bettina ,jacobson4 ,,gesang ,,der ,,toten4 ,wer geboren wird1 muss sterben ,in der ,zeiten ,flucht2 die ,sonne ,duldet jegliches ,verderben4 ,schnell vergehen ,leid und ,wonne1 ,geist und ,wort sind bald verloren2 ,alle1 die nach uns geboren1 ,schatten sind sie1 leichter ,rauch4 ,menschen waren wir ja auch1 ,froh und traurig so wie ihr1 ,und ihr seht1 nun sind wir hier1 ,mussten schon zu ,staub verderben2 ,alle ,wesen mssen sterben4 ,unsre ,augen konnten schauen1 ,aus den ,hhlen voll und hell2 ,heute sind sie leer1 voll ,grauen1 ,denn die ,zeit entfhrte schnell4 ---- #ec4 ,bettina ,jacobson4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,die ,schnheit ward als ,vorbild mir auf ,erden ,fr meinen doppelten ,beruf geschenket2 ,in beiden ,knsten sollte sie mir strahlen1 ,ein ,spiegel1 eine ,leuchte mir zu werden2 ,sie ist es1 die zu jenem ,ziel mich lenket1 ,fr das ich einzig meisseln mag und malen4 ,o trichter1 vermessener ,gedanke1 ,die hohe ,schnheit ,sinnenlust zu schelten6 ,gesundem ,geiste zeigt sie ,himmelspfade1 ,am ,staube aber klebt der ,blick1 der kranke2 ,ein reines ,auge nur sieht jene ,welten1 ,die einzig uns erschliesst der ,strahl der ,gnade4 #ed4 ,sophie ,hasenclever ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,nicht schn zu sein1 unmglich ist's dir ,schnen1 ,nicht gut zu sein1 dir ,guten6 ,dein ,erbarmen1 ,verderblich ist's mir ,armen1 ,es schmilzt mein ,herz in deiner ,gnadensonnen ,auflsend sich in ,wonnen6 ,stirbt eh'r nicht deines ,herzens ,liebesflle1 ,als deine ssse ,hlle1 ,so duld'1 ich fleh's mit ,trnen1 ,dass ich bei dir verweile ,bis du der ,welt entronnen6 ,o dann entrckt mein ,sehnen ,der ,erde mich1 ich eile ,empor zum ew'gen ,heile2 ,gibt uns der ,schpfer einst am jngsten ,tage1 ,den ,leib zurck1 zu ,wonne oder ,plage1 ,dann nimm mich auf1 ob unschn ich geblieben1 ,dort gilt ja mehr als ,schnheit treues ,lieben6 #ee4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,tommaso ,,cavalieri4 ,als mir dein ,augenstern zuerst erglhte1 ,da war's kein irdisch ,licht1 das mich getroffen1 ,schon sah mein ,geist entzckt den ,himmel offen1 ,ein ew'ger ,friede zog in mein ,gemte2 ,denn nimmer stillt mein ,herz der ,anmut ,blte1 ,erzeugt aus dieser ,erde niedren ,stoffen2 ,der ,schnheit ,ursprung ist sein ,ziel und ,hoffen2 ,es fliegt der ew'gen ,schnheit zu und ,gte4 ,nie hoffe denn ein weises ,herz den ,frieden ,von jener ,blte1 die zu ,staub verkehren ,die rauhe ,zeit1 und ,tod1 der uns beschieden2 ,wohl mag der ,sinne ,glut den ,greis versehren1 ,die ,liebe nicht1 sie heiligt uns hienieden1 ,doch erst der ,himmel wird uns ganz verklren4 #ef4 ,sophie ,hasenclever4 ,die ,augen1 stets der ,schnheit zugetan1 ,der ,geist1 ihr hold und auf sein ,heil bedacht1 ,sie dringen durch die ,nacht ,nur an der ,hand der ,schnheit himmelan2 ,denn aus der ,sternenbahn ,strmt ,glanz vom ,firmament1 ,so klar1 dass ihm zu nah'n1 ,die ,menschenseele brennt1 ,und solch ,empfinden nennt ,man ,liebe hier2 ein edles ,herz beflgelt1 ,entflammt der ,blick nur1 der den ,himmel spiegelt4 #eg4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,im ,herzen nicht ist meiner ,liebe ,leben2 ,das ,herz1 das irdisch1 sterblich ist1 enthlt ,die ew'ge ,liebe nicht1 sie lebt gesellt ,dem ,wahn1 der ,snde nicht1 von ,schuld umgeben4 ,mir hat die ,liebe klaren ,blick gegeben1 ,die ,schnheit dir beim ,eintritt in die ,welt1 ,so dass ich selbst in dem1 was einst zerfllt1 ,in deinem ,reiz erkenn' der ,gottheit ,weben6 ,vom ewig ,schnen trennt in mir sich nimmer ,die ,liebe1 wie die ,wrme nie vom ,feuer2 ,was ihm entstammt und gleicht1 das mcht' ich schauen6 ,du trgst in deiner ,augen sel'gem ,schimmer ,das ,paradies1 wo du zuerst mir teuer1 ,und seine ,pforten sind mir deine ,brauen6 #eh4 ,sophie ,hasenclever4 ,,dante4 ,als ,mensch vom ,himmel einst herabgestiegen1 ,hat ,hlle er und ,lut'rungsglut gesehn1 ,dann bracht' er lebend1 aus des ,himmels ,hhn1 ,uns wahres ,licht1 die wir im ,dunkeln liegen4 ,dass du bestrahlt die ,sttte meiner ,wiegen1 ,o lichter ,stern1 ist unverdient geschehn2 ,die ganze arge ,welt dir zugestehn1 ,wr' kleiner ,preis3 ,nur ,gott kann dir gengen4 ,von ,dante red' ich1 dessen ,werk verkannt1 ,missachtet ward vom ,volk1 dem undankbaren1 ,das stets sich von ,gerechten abgewandt4 ,wr' ich wie er6 ,htt' ich wie er den wahren1 ,tatkrft'gen ,geist1 und wr' wie er verbannt3 ,das schnste ,glck der ,erde liess' ich fahren4 #ei4 ,bettina ,jacobson4 ,so viel scheint gross und kostbar1 und es blickt ,das ,volk drauf hin bewundernd1 aber einer ,steht abseits2 ihm erscheint es um so kleiner ,und gallenbitter1 was sie hoch entzckt4 ,und das sogar3 der eitlen unverstnd'gen ,gedankenlosen ,welt muss er sich fgen1 ,muss reden1 wie sie spricht und ,freude lgen1 ,und lchelnd die verborg'nen ,trnen bnd'gen4 ,mein ,glck ist nur1 dass ganz verborgen sei1 ,was ich beweine und was heimlich trachtend ,des ,herzens ,wnsche wollen1 die ich hege4 ,blind ist die ,welt und nur ,verrtern treu1 ,ich aber1 ,hass und ,ehre gleich verachtend1 ,geh still und einsam weiter meine ,wege4 #fj4 ,hermann ,grimm4 ,ich bin jetzt vor mir selbst an ,wert gestiegen1 ,bin lieber mir1 seit dich mein ,herze hegt2 ,so wird erst auf den ,stein ein ,wert gelegt1 ,wenn ihn der ,knstler formt mit edlen ,zgen4 ,und wie der ,blick am ,blatt sich mag vergngen1 ,mit ,schrift und ,bild geziert1 nach dem nicht frgt1 ,das leer und kahl1 so kann erst1 seit geprgt ,in meinen ,geist dein ,bild1 ich mir gengen4 ,als wren ,zauber1 wren ,waffen mein1 ,so zieh' ich1 ohne dass ,gefahr mich trifft1 ,mit solchem ,schutzbrief aus nach allen ,winden2 ,stark gegen ,feu'r und ,wasser werd' ich sein1 ,mit meinem ,speichel tilg' ich jedes ,gift1 ,und mache sehend durch dein ,bild die ,blinden4 #fa4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,wie sich im unbehau'nen1 toten ,stein1 ,je mehr der ,marmor unter'm ,meissel schwindet1 ,anwachsend immer voll'res ,leben findet1 ,so mag es1 edle ,frau1 mit mir auch sein4 ,was ,gutes in mir ist1 es hllt sich ein ,tief in mein eigen ,fleisch1 und so1 umrindet ,vom rauhen1 rohen ,stoffe1 der mich bindet1 ,drngt sich zu mir umsonst das ,leben ein4 ,zu matt und kraftlos fhl' ich mich allein1 ,das ,ende naht und ,tag auf ,tag verschwindet3 ,nimm fort1 was sich um meine ,seele windet6 ,ich knnt' es nicht1 doch du kannst mich befrei'n6 #fb4 ,hermann ,grimm4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,bald auf dem rechten ,fuss1 bald auf dem linken1 ,bald steigend1 bald ermdet zum ,versinken1 ,hintaumelnd ratlos zwischen ,gut und ,bse1 ,such' ich1 wer meiner ,seele ,zweifel lse2 ,denn wem ,gewlk verhllt des ,himmels ,weiten1 ,wie knnen den des ,himmels ,sterne leiten8 ,drum sei mein ,herz das unbeschrieb'ne ,blatt1 ,und was das deine aus sich selbst gefunden1 ,o schreib' es nieder6 was in allen ,stunden ,die ,richtschnur sei1 nach der es ,sehnsucht hat1 ,damit im ,irrsal dieser ,lebenstage ,mir ,antwort werde auf des ,lebens ,frage3 ,ob die geringere ,gnade einstmals finden1 ,die demutvoll sich nah'n mit tausend ,snden1 ,als die1 die stolz auf das was sie getan1 ,im berfluss der guten ,werke nah'n8 #fc4 ,hermann ,grimm4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,es spricht ein ,mann1 es spricht ein ,gott mit ,kraft ,aus eines ,weibes ,munde1 ,und was sie sprach1 die ,kunde1 ,hat mich mir selbst fr alle ,zeit entrafft4 ,seit ich in ihrer ,haft1 ,mir selbst durch sie genommen1 ,fhl' ,mitleid ich mit mir1 den sie betrauert4 ,tief schweigt die ,leidenschaft2 ,ihr ,reiz nur ausgenommen1 ,dnkt hohl die ,schnheit mich2 in ,rosen lauert ,der ,tod1 vor dem mich schauert4 ,du1 die durch ,feu'r und ,wasser fhrt zum ,frieden1 ,o gib mich nie mir selbst zurck hienieden6 #fd4 ,sophie ,hasenclever4 ,,an ,,vittoria ,,colonna4 ,hat ,antlitz1 ,glieder1 eines ,menschen ,sein ,des ,knstlers ,geist erfasst1 den ,gott verliehn1 ,dazu ein ,tonmodell1 mit leichtem ,mhn ,bringt er dann ,leben in den harten ,stein4 ,so greift1 nach roh entworfnen ,zeichnerein1 ,der klgste1 erste unter allen khn ,zum ,pinsel1 whlt1 was ihm das beste schien1 ,nach prfenden ,vergleichen mancher ,reihn4 ,auch ich kam als gering' ,modell zur ,welt1 ,doch anders ward ich1 besser erst geartet1 ,durch ,euch1 o edle ,frau1 von hohem ,mut4 ,werd' ich gefeilter1 hher noch gestellt1 ,durch ,eure ,hand1 -- welch ,strafgericht erwartet1 ,nach solcher ,zucht noch meine wilde ,glut8 #fe4 ,bettina ,jacobson4 ,die ,augen krnkt so vieles1 was sie schau'n1 ,und alles hier muss1 ach1 mein ,herz verletzen2 ,wozu noch leben1 wr' mit seinen ,schtzen ,nicht mein das ,herz der edelsten der ,frauen8 ,darf auf ,verzeihung ich1 auf ,hilfe trauen1 ,entflieh' ich der ,gewohnheit ,sndennetzen1 ,dem bsen ,beispiel1 dieser ,nacht ,entsetzen8 ,du kommst6 ,genug1 nun darf auf ,heil ich bauen4 ---- #ff4 ,sophie ,hasenclever4 ,dem ,tod entgegen steu'r ich will'ger nicht1 ,als wer mit ,widerstreben ,zum ,richtplatz folgt dem strafenden ,gericht ,und lassen muss sein ,leben4 ,wie dieser bin dem ,tod ich nah' vielleicht1 ,falls nicht mein ,restchen minder schnell entweicht2 ,und dennoch gnnt mir nicht die ,minne1 ,dass ich ein ,stndchen ,rast gewinne4 ,ich wach' und schlafe zwischen zwei ,gefahren3 ,kaum dass ich leise ,lebenshoffnung fhlt'1 ,ist tiefer ,seelenkummer aufgewhlt1 ,weil ich noch ,gluten habe zu befahren1 ,und weil die ,lieb' um so viel minder frommt1 ,als spt sie kommt4 #fg4 ,hans ,grasberger4 ,ich sehe meine ,zukunft wie im ,spiegel1 ,wenn bald vom ,frost und bald von ,glut getroffen1 ,ich1 dem das ,grab schon offen1 ,voll ,scham vergangner ,zeiten denken muss4 ,gleich blieb sich ,lieb' und ,hoffen1 ,doch weil mit schnellrem ,flgel ,die ,zeit jetzt flieht1 und nah der ,freude ,schluss ,dem ,greise ist1 dnkt ,schmerz fast der ,genuss6 ,entweicht denn beide1 ,lust so wie ,beschwerde6 ,der ,glcklichste ist ja auf dieser ,erde1 ,wer1 ach1 auf ihr nur kurze ,stunden weilet1 ,denn ,tod nur ist der ,arzt1 der alles heilet4 #fh4 ,sophie ,hasenclever4 ,der frischen ,jugend wird es nicht bewusst1 ,wie so ganz anders1 ,herr1 kurz vor dem ,ende1 ,gedanken1 ,hoffen1 ,lieb' und ,wnsche werden4 ,wchst unsere ,seele1 bringt's der ,welt ,verlust2 ,die ,kunst reimt mit dem ,tod sich nicht zusammen1 ,drum1 was erwart' ich noch von mir auf ,erden8 ---- #fi4 ,bettina ,jacobson4 ,ich leb' der ,snde1 leb'1 um mir zu sterben1 ,mein ,leben ist nicht mein1 von ,schuld umstrickt ,gehrt's der ,snde4 ,gott1 der gern beglckt1 ,gab ,segen nur1 ich selbst gab mir ,verderben4 ,die ,freiheit macht' ich1 die wir alle erben1 ,zur ,sklavin1 ,staub zum ,gtzen1 wahnberckt2 ,zu welcher ,schmach hab' ich das ,licht erblickt6 ---- #gj4 ,sophie ,hasenclever4 ,hier am ussersten ,rande des ,lebensmeeres ,lern' ich zu spt erkennen1 o ,welt1 den ,inhalt ,deiner ,freuden1 wie du den ,frieden1 den du ,nicht zu gewhren vermagst1 versprichst und jene ,ruhe des ,daseins1 die schon vor der ,geburt stirbt4 ,angstvoll blick' ich zurck1 nun da der ,himmel ,meinen ,tagen ein ,ziel setzt3 unaufhrlich ,hab' ich vor ,augen den alten1 sssen ,irrtum1 ,der dem1 den er erfasst1 die ,seele vernichtet4 ,nun beweis' ich es selber3 den erwartet ,droben das glcklichste ,los1 der von der ,geburt ab ,sich auf dem krzesten ,pfad zum ,tode wandte4 #ga4 ,hermann ,grimm4 ,mein ,lebenslauf gelangt durch ,sturm und ,wogen ,auf schwankem ,boot nun zu dem grossen ,port1 ,dahin wir alle steuern fort und fort1 ,fr alles ,tun zur ,rechenschaft gezogen4 ,wohl merk' ich nun1 wie sehr du mir gelogen1 ,o ,phantasie1 die du als ,herrn und ,hort ,die ,kunst mir gabst1 wie irrig ,tat und ,wort1 ,und wie auch mich manch eitler ,wunsch betrogen4 ,was wird aus lang verflog'nem ,liebesweben1 ,wenn bald der ,doppeltod mir nahen soll8 ,nicht ahn' ich1 was man bei dem zweiten leidet4 ,mir kann nicht ,stift noch ,meissel ,ruhe geben1 ,nur ,gottes ,liebe noch1 die mitleidvoll ,am ,kreuz die ,arme nach uns ausgebreitet4 #gb4 ,bettina ,jacobson4 ,ihr meine vielen1 irrtumsschweren ,trume1 ,ihr solltet euch1 da sich das ,leben neigt1 ,zu einem einz'gen formen1 der mir reicht ,die ,fhrerhand in lichte ,himmelsrume4 ---- #gc4 ,mir raubten ,eitelkeiten dieser ,welt ,die mir verlieh'ne ,zeit1 in ,gott zu leben1 ,der ,gunst vergass ich1 die er mir gegeben1 ,hab' mehr mit ihr1 als ohne sie gefehlt4 ,mich machte blind1 was andre aufgehellt1 ,zu spt erkannt' ich ,tor mein irrig' ,streben1 ,verzagt fleh' ich dich an1 den ,bann zu heben1 ,darin mich noch die ,eigenliebe hlt4 ,den halben ,weg1 ,herr1 wolle mir erlassen1 ,der aufwrts fhrt1 doch ohne deine ,hand ,frcht' ich1 dass ich auch diesen nicht vollende2 ,lehr' mich1 was diese ,welt so hoch hielt1 hassen1 ,auch das1 was ich verehrte1 kstlich fand1 ,dass ew'ges ,heil mir sicher vor dem ,ende4 #gd4 ,bettina ,jacobson4 ,vom ,alter und von ,sndenlast beschwert1 ,von festgewurzelt argem ,trieb gehalten1 ,droh'n mir des ,todes zwiefache ,gestalten1 ,und oft hab' ich mein ,herz mit ,gift genhrt4 ,auch kann ich1 da die ,kraft mir nicht beschert1 ,nicht ,leben1 ,liebe1 ,schicksal umgestalten1 ,wenn frder dein erleuchtend gttlich ,walten ,nicht leitend1 zgelnd mich die ,wege lehrt4 ,doch nicht genug1 o ,herr1 wenn es mich treibt1 ,dass meine ,seele wieder dorthin fahre1 ,wo du sie einst geschaffen aus dem ,leeren1 ,gib1 wenn an ihr nichts ,irdisches mehr bleibt1 ,dass ,reue ihr den halben ,weg erspare ,zu seligem und reinem ,wiederkehren4 #ge4 ,bettina ,jacobson4 ,was nicht ich will1 o ,herr1 das mcht' ich wollen6 ,vom heil'gen ,brand trennt mich ein ,schlei'r von ,eis ,und lscht die ,glut2 nicht passt mein ,tun zum ,preis ,der ,feder2 ,lgen sind ihr nur entquollen4 ,dem ,herrn kann mit der ,zunge ,lob ich zollen1 ,nicht mit dem ,herzen6 ,ach1 dass ich nicht weiss1 ,welch' ,tor der ,gnade auftun8 ,ihr ,geheiss ,verjagt allein den ,stolz1 den rnkevollen4 ,zerreiss'1 o ,herr1 den eisigkalten ,schleier2 ,die ,mauer1 hart und starr1 wirf sie zusammen1 ,sie1 die dein ,licht verbirgt1 die ,wehr der ,snde4 ,gib deiner schnen ,braut dein ,himmelsfeuer1 ,gib das verheiss'ne ,licht1 dass ich in ,flammen1 ,von ,zweifeln frei nur einzig dich empfinde4 #gf4 ,sophie ,hasenclever4 ,dich lass an jedem ,ort mich schau'n6 ,dein ,feuer ,verschlinge jeder ,erdenliebe ,flammen1 ,in ,gluten brenn' ich dann1 die dir entflammen1 ,so hell wie damals1 als die ,welt mir teuer4 ,zerreisse du des ,irrtums dunkle ,schleier1 ,die ,snden1 die das ,herz zur ,qual verdammen1 ,vernichte sie2 o lass ersteh'n zusammen ,vernunft und ,kraft und ,willen1 mein ,befreier6 ,der ,zeit hast du die ,seele bergeben1 ,mit hartem ,spruch hltst du ein gttlich ,wesen ,gefangen in des ,leibes ,kerkerwnden1 ,nicht ich kann wandeln dies mein sndig ,leben2 ,nichts ohne dich ist gut in mir1 erlsen ,kannst du allein1 nur du mein ,schicksal wenden6 #gg4 ,sophie ,hasenclever4 ,es fhlen ,schmerz1 es fhlen ,trost nicht minder ,die auserwhlten ,geister1 dass erkoren ,du hast fr sie den ,tod1 um zu den ,himmelstoren ,den ,eingang zu erkmpfen fr uns ,snder4 ,sie jauchzen1 weil entshnt die ,menschenkinder ,von ihrer ersten ,schuld wie neugeboren1 ,sie weinen1 weil die ,ngel dich durchbohren1 ,weil ,knecht der ,knechte wird des ,heiles ,grnder4 ,der ,himmel zeugt fr dich1 denn in den ,lften ,erlischt das ,weltenauge1 ,berge wanken1 ,die ,erde birst1 das ,meer erbraust im ,laufe1 ,die grossen ,vter steigen aus den ,grften1 ,indes die bsen ,engel niedersanken1 ,der ,mensch nur freut sich1 den entshnt die ,taufe4 #gh4 ,sophie ,hasenclever4 ,erinnrung ist mir lieb1 doch mehr beschweret ,sie noch mit ,gram das ,herz1 der ,schuld1 der frhen1 ,gedenkend1 will zur ,rechenschaft sie ziehen ,fr eine ,zeit mich1 die nicht wiederkehret2 ,lieb ist sie mir1 weil vor dem ,tod sie lehret1 ,dass alle ,erdenfreuden treulos fliehen1 ,herb1 weil vom ,himmel ,gnad' herabzuziehen ,dem schwer gelingt1 der sich so spt bekehret4 ,wie fest wir auch auf die ,verheissung bauen1 ,so ist doch jener ,glaube ,frevelmut1 ,dass leicht des ,zgerns ,schuld verzieh'n uns ,armen2 ,und dennoch tut1 verspritzt in ,todesgrauen1 ,vom ,kreuz herab uns kund dein strmend ,blut3 ,so masslos wie dein ,schmerz sei dein ,erbarmen6 #gi4 ,sophie ,hasenclever4 ,o ,herr1 befreit von schwerer ,brde1 wende ,ich mich zu dir1 die ,weltlust gibt mich her2 ,ein schwankes ,boot1 im ,sturm auf wildem ,meer1 ,treib' ich nun md' an ruhiges ,gelnde4 ,die ,dornenkrone1 die durchbohrten ,hnde1 ,dein gtig mildes ,antlitz1 mitleidschwer1 ,verheissen ,gnade reu'ger ,wiederkehr1 ,und trben ,seelen knft'ge ,heilesspende4 ,lass deine heil'gen ,augen1 lass dein ,ohr ,nicht richten ber mein vergangnes ,leben1 ,zeig nicht dorthin mit drohender ,gebrde4 ,nur reicher strme mir dein ,blut hervor1 ,je greiser ich1 die ,snden aufzuheben1 ,dass schnell mir ,hilfe und ,verzeihung werde4 #hj4 ,bettina ,jacobson4 ,,briefe ,,michelangelos4 bersetzt von ,r4 ,a4 ,guardini4 #a4 ,,an ,,meister ,,giuliano ,,da ,,sangallo ,,aus ,,florenz1 ,,architekt ,,des ,,papstes ,,in ,,rom4 ,florenz1 den #b4 ,mai #aejf4 ,giuliano6 ,ich entnahm aus ,eurem ,briefe1 der ,papst habe mir meine ,abreise belgenommen1 ferner1 dass ,seine ,heiligkeit jetzt bereit sei1 den ,betrag zu erlegen und auch im brigen alles unserer ,abrede gemss zu erfllen und endlich1 dass ich ohne ,besorgnis zurckkehren solle4 ber meine ,abreise folgendes3 ,am ,samstag der ,karwoche hrte ich -- ich sage ,euch die volle ,wahrheit -- den ,papst im ,gesprch mit einem ,goldschmied und dem ,zeremonienmeister bei ,tisch sagen1 er wolle weder fr grosse noch fr kleine ,steine auch nur noch einen ,heller hergeben4 ,darber wunderte ich mich sehr2 trotzdem bat ich ihn vor meiner ,abreise um einen ,teil des ,geldes1 das ich zur ,weiterfhrung des ,werkes brauchte4 ,seine ,heiligkeit erwiderte mir1 ich solle am ,montag wiederkommen4 ,am ,montag kam ich wieder und kam am ,dienstag und am ,mittwoch und am ,donnerstag1 wie sie selbst besttigen kann4 ,endlich1 am ,freitag1 wurde ich hinausgeschickt1 nein1 weggejagt4 ,der mich hinauswies1 sagte1 er kenne mich wohl1 allein er habe nun einmal den ,befehl4 ,als ich so die ,besttigung der ,worte sah1 die ich am ,samstag gehrt hatte1 geriet ich in grosse ,verzweiflung4 ,doch war das nicht der einzige ,grund1 weshalb ich ,rom verliess4 ,es war da noch etwas1 worber ich schweigen will4 ,nur so viel will ich sagen1 dass ich befrchten musste1 wenn ich noch in ,rom bliebe1 wrde eher mein ,grabmal1 als das des ,papstes aufgerichtet werden4 ,das war der ,grund meiner pltzlichen ,abreise4 ,nun schreibt ,ihr mir im ,auftrag des ,papstes2 ,ihr werdet ihm also diesen ,brief vorlesen4 ,seine ,heiligkeit soll wissen1 dass ich mehr als je bereit bin1 das ,werk fortzufhren2 und wenn sie das ,grabmal durchaus haben will1 so kann es ihr gleichgltig sein1 wo ich daran arbeite1 wenn es nur nach ,ablauf von fnf ,jahren1 wie wir vereinbart haben1 in ,sankt ,peter an der ihr genehmen ,stelle aufgerichtet und ein schnes ,werk ist1 wie ich versprochen habe4 ,denn dessen bin ich gewiss1 wenn es zustande kommt1 wird die ,welt nicht seinesgleichen besitzen4 ,wenn also ,seine ,heiligkeit jetzt das ,werk fortzufhren gedenkt1 mge sie mir besagten ,betrag hier in ,florenz anweisen1 an dem ,orte1 den ich ihr bezeichnen werde4 ,in ,carrara stehen mir viele ,marmorblcke zur ,verfgung2 die werde ich hierher schaffen lassen und ebenso die ,stcke1 die ich in ,rom habe4 ,dadurch wurden mir zwar viele ,kosten entstehen1 allein das sollte mich nicht kmmern1 wenn ich nur das ,werk hier ausfhren knnte4 ,dann wrde ich die einzelnen ,teile gleich nach ihrer ,vollendung nach ,rom schicken1 und so gut gearbeitet1 dass ,seine ,heiligkeit ebenso zufrieden sein sollte1 als wenn ich in ,rom wre2 ja noch zufriedener1 weil sie dann ohne weitere ,belstigung bloss die fertigen ,werke sehen wrde4 ,fr die besagten ,geldsummen und zur ,durchfhrung besagten ,werkes werde ich mich ganz so verpflichten1 wie ,seine ,heiligkeit es wnscht und hier in ,florenz jede geforderte ,sicherheit geben4 ,es mag sein1 was es will1 ich werde jede ,brgschaft aufbringen3 ganz ,florenz wird doch gengen6 ,und dann noch dies3 ,in ,rom kann ich zu diesem ,preise das ,werk nicht vollenden2 hier hingegen vermag ich es1 weil ich mir vielerlei ,erleichterungen verschaffen kann1 die ich dort nicht finde4 ,ich werde auch besser und mit grsserer ,liebe arbeiten1 weil ich dann nicht mehr an so viele ,sachen zu denken brauche4 ,einstweilen bitte ich ,euch1 mein liebster ,giuliano1 ,ihr wollet mir ,antwort geben und das bald4 ,das sei's4 ,euer ,michelangelo1 ,bildhauer4 #b4 ,,an ,,giovanni ,,simone ,,di ,,lodovico ,,buonarroti ,,in ,,florenz4 ,rom1 ,juli #aejh4 ,giovan ,simone6 -- ,man sagt1 dass durch ,wohltaten der ,gute gebessert1 der ,bse aber nur noch schlimmer gemacht wird4 ,ich habe schon seit ,jahren versucht1 ,dich durch gutes ,wort und gute ,tat zu einem rechtschaffenen und friedlichen ,zusammenleben mit ,deinem ,vater und uns zu bringen1 doch ,du wirst immer schlimmer4 ,ich sage nicht1 dass ,du schlecht seist2 aber ,du fhrst ,dich in einer ,weise auf1 die weder mir noch den andern gefllt4 ,ich knnte ,dir eine lange ,rede ber ,dein ,betragen halten1 allein es wrden nutzlose ,worte bleiben1 wie alles1 was ich ,dir bisher gesagt habe4 ,ich will ,dir darum kurz erklren1 dass ,du nichts in der ,welt ,dein eigen nennst4 ,lebensunterhalt gebe ich ,dir seit geraumer ,zeit1 und auch das ,reisegeld hast ,du von mir erhalten4 ,um ,gottes willen und weil ich glaubte1 ,du seiest mein ,bruder wie die andern1 habe ich ,dir all das geschenkt4 ,jetzt aber weiss ich1 dass ,du mein ,bruder nicht bist1 denn wrest ,du es1 so wrdest ,du meinem ,vater nicht drohen4 ,du bist vielmehr ein ,tier1 und als ,tier werde ich ,dich auch behandeln6 ,das lass ,dir gesagt sein3 ,wer sieht1 wie sein ,vater bedroht oder geschlagen wird1 hat die ,pflicht1 sein ,leben fr ihn einzusetzen1 und damit genug6 ,ich wiederhole ,dir1 dass ,du nichts besitzest1 was ,dir gehrte1 und dass ich bei der ersten schlimmen ,nachricht ber ,dich auf dem schnellsten ,wege nach ,florenz komme4 ,dann will ich ,dich ber ,deinen ,irrtum aufklren und ,dich lehren1 ,dein ,gut zu vergeuden und die ,huser und ,grundstcke1 die ,du nicht durch ,arbeit erworben hast1 zu ,grund zu richten4 ,du bist nicht1 wo ,du zu sein glaubst6 ,wenn ich hinkomme1 will ich ,dir die ,augen ffnen1 dass ,du heisse ,trnen weinen und erkennen sollst1 auf welchem ,grund ,dein ,hochmut steht4 ,ich wiederhole ,dir3 ,wenn ,du ein rechtschaffenes ,leben fhren und ,deinen ,vater achten und ehren willst1 so werde ich ,dir wie den anderen helfen und ,euch bald eine schne ,werkstatt bauen lassen4 ,tust ,du das aber nicht1 dann werde ich kommen und die ,sache in einer ,weise ordnen1 dass ,du ganz klar einsehen sollst1 was ,du bist und was ,du hast und es nie mehr vergessen sollst4 ,das sei's4 ,wo es an ,worten fehlt1 werde ich mit ,taten sprechen4 ,michelangelo4 ,ich kann es nicht ber mich bringen2 ich muss ,dir noch einige ,zeilen schreiben4 ,seit zwlf ,jahren gehe ich bettelnd durch ganz ,italien1 dulde jede ,schmach1 ertrage jede ,entbehrung1 reibe meinen ,krper auf in jederlei ,anstrengung1 setze mein ,leben jeder ,gefahr aus1 nur um meiner ,familie zu helfen2 und dass nun1 da ich sie ein wenig in die ,hhe gebracht habe1 ,du es sein sollst1 der in einer ,stunde all das zerstrt und vernichtet1 was ich in so vielen ,jahren harter ,arbeit gebaut habe1 beim ,leib des ,heilandes1 das will ich nicht erleben6 ,mit zehntausend ,deinesgleichen will ich fertig werden1 wenn es sein muss6 ,und nun sei gut1 und bring' nicht einen ,menschen auf1 der wirklich andere ,sorgen im ,kopf hat4 #c4 ,,an ,,lodovico ,,di ,,buonarrota ,,simoni ,,in ,,florenz4 ,rom1 den #bj4 ,januar #aeji4 ,liebster ,vater6 -- ,ich habe heute einen ,brief von ,euch erhalten4 ,was ich daraus erfuhr1 hat mich sehr geschmerzt4 ,ich frchte1 ,ihr macht ,euch mehr ,sorge1 als ntig ist4 ,wie hoch wrde sich wohl der ,schaden belaufen1 den sie ,euch im schlimmsten ,falle zufgen knnte8 ,es wre mir lieb1 wenn ,ihr mir das mitteilen wolltet4 ,sonst habe ich nichts zu sagen4 ,es bekmmert mich1 dass ,ihr ,euch so ngstigt2 darum rafft ,euch auf und bereitet ,euch gut auf ihre ,angriffe vor2 beratet ,euch1 dann aber denkt nicht lnger daran4 ,denn wenn sie ,euch auch alles nhme1 was ,ihr hier auf ,erden besitzet1 so wird es ,euch doch nicht an ,mitteln zu einem bequemen ,leben fehlen1 wenn auch niemand als ich da wre1 fr ,euch zu sorgen4 ,deshalb bleibt guten ,mutes6 ,ich bin noch in grossen ,nten1 denn ich habe seit nun schon einem ,jahr keinen ,heller mehr vom ,papst bekommen2 ich bitte ihn auch um nichts1 denn meine ,arbeit geht nicht so voran1 dass ich etwas beanspruchen drfte4 ,die ,arbeit ist eben schwierig und schlgt dazu nicht in mein ,fach4 ,so verliere ich meine ,zeit und erreiche nichts4 ---- ,euer ,michelangelo4 #d4 ,,an ,,buonarroto ,,di ,,lodovico ,,di ,,buonarrota ,,simoni ,,in ,,florenz4 ,rom1 den #ag4 ,oktober #aeji4 ,buonarroto6 ---- ,in ,deinem letzten ,brief sagst ,du1 ,lorenzo werde hier durchreisen1 und ich solle ihn gut aufnehmen4 ,mir scheint1 ,du weisst nicht1 wie ich hier lebe4 ,doch fr diesmal will ich ,dir verzeihen und werde tun1 was ich kann4 ,ich hre1 ,gismondo will hierher kommen1 um seine ,angelegenheit zu ordnen4 ,sag ihm in meinem ,namen1 er drfe nicht auf mich zhlen2 wohl ist er mir als ,bruder lieb1 aber ich kann ihm in keiner ,weise helfen4 ,ich sollte auf mich mehr ,rcksicht nehmen als auf die andern und kann nicht einmal mir das ,ntige beschaffen4 ,ich bin hier sehr geplagt und lebe unter grossen krperlichen ,entbehrungen1 habe keinen ,freund und will auch keinen4 ,ich habe nicht so viel ,zeit1 um das ,ntigste zu essen1 und will darum von keinerlei ,belstigung mehr wissen1 knnte auch keine ,unze mehr davon ertragen4 ,seid eifrig in ,euerem ,gewerbe4 ,es freut mich1 dass ,giovansimone sich gebessert hat4 ,seht zu1 dass ,ihr ,euren ,besitz in gerechter ,weise vermehrt oder erhaltet1 damit ,ihr spter ,grsseres unternehmen knnt1 denn ich hoffe1 ,ihr knnt ,euch einst selbstndig machen1 wenn ich heimkehre1 und ,ihr tchtige ,leute seid4 ,sag ,lodovico1 dass ich ihm nicht antwortete1 weil ich keine ,zeit hatte1 und wundert ,euch nicht1 wenn ich nicht schreibe4 ,michelangelo1 ,bildhauer4 #e4 ,,an ,,lodovico 444 ,rom1 den #ae4 ,september #aeaj4 ,liebster ,vater6 -- ,ich habe hier bei ,giovanni ,balducci dreihundertfnfzig doppelte ,golddukaten eingezahlt1 die er ,euch in ,florenz zustellen soll4 ,sobald ,ihr daher diesen ,brief empfangen habt1 geht zu ,bonifazio ,fazi1 und er wird sie ,euch auszahlen4 7,dreihundertundfnfzig doppelte ,golddukaten47 ,wenn ,ihr sie erhalten habt1 bringt sie zum ,spitalverwalter und sagt ihm1 er solle sie so anlegen1 wie er es mit dem frheren ,geld getan hat4 ,es bleiben dann noch einige ,dukaten1 von denen ich schrieb1 ,ihr solltet sie behalten4 ,wenn ,ihr es noch nicht getan habt1 so tut es jetzt2 braucht ,ihr mehr1 so nehmt1 soviel ,euch gut dnkt4 ,ich schenke ,euch1 was ,ihr braucht1 und wenn ,ihr die ganze ,summe ausgeben wolltet4 ,wenn es einer ,weisung an den ,spitalmeister bedarf1 so lasst es mich wissen4 ,durch ,euren letzten ,brief erfuhr ich1 wie ,eure ,sache steht4 ,es bekmmert mich sehr1 aber ich kann nichts machen4 ,doch sollt ,ihr ,euch nicht entmutigen lassen und ,euch auch kein bisschen grmen1 denn wenn das ,gut verloren geht1 ist darum doch nicht das ,leben verloren1 und ich werde so viel verdienen1 dass der ,verlust reichlich gutgemacht wird4 ,doch bedenkt wohl1 ,ihr drft nicht darauf zhlen1 denn die ,erfllung solcher ,versprechungen ist doch unsicher4 ,tut gewissenhaft das ,eure und danket ,gott1 dass diese ,prfung1 wenn sie schon kommen soll1 doch zu einer ,zeit kommt1 da ,ihr ,euch besser behelfen knnt1 als es frher htte geschehen knnen4 ,gehabt ,euch wohl und lasst lieber das ,geld fahren1 als dass ,ihr ,euch ,kummer macht4 ,ich will ,euch am ,leben haben1 und wre es auch in ,armut2 denn mit ,eurem ,tod mchte ich nicht alles ,gold der ,welt erkaufen4 ,und wenn die ,schwtzer dort oder sonst jemand ,euch tadeln1 so lasst sie reden2 es sind ,menschen ohne ,gewissen und ohne ,liebe4 ,euer ,michelangelo1 ,bildhauer4 #f4 ,,an ,,lodovico 444 ,rom1 ,oktober #aeab4 ,liebster ,vater6 -- ,ihr warnt mich in ,eurem letzten ,brief davor1 ,geld im ,haus zu halten oder bei mir zu tragen2 dann sagt ,ihr mir1 man erzhle sich bei ,euch1 ich habe ,bses gegen die ,medici gesagt4 ,nun1 das ,geld1 das ich besitze1 habe ich bei ,balduccio auf der ,bank liegen und behalte nur das im ,haus oder in der ,tasche1 was ich fr den ,tag brauche4 ,was die ,medici angeht1 so habe ich nicht anders ber sie gesprochen1 als es allgemein und von jedermann geschieht1 wie jngst ber das ,geschick von ,prato4 ,und da htten die ,steine geredet1 wenn sie sprechen knnten4 ,auch sonst wurde hier vielerlei gesagt2 wenn ich es hrte1 erwiderte ich stets3 ,wenn sie wirklich so handeln1 tun sie unrecht4 ,nicht als ob ich es geglaubt htte2 wolle ,gott1 dass es nicht so sei6 ,noch vor einem ,monat haben einige1 die mir ,freundschaft bezeigen1 sehr schlecht von den ,taten der ,medici gesprochen4 ,ich tadelte sie und sagte1 sie tten unrecht1 so zu reden1 und sie sollten nichts mehr dergleichen in meiner ,gegenwart ussern4 ,ich wnschte aber1 dass ,buonarroto vorsichtig in ,erfahrung zu bringen suchte1 woher der ,betreffende gehrt hat1 ich rede gegen die ,medici4 ,vielleicht kann ich dann ermitteln1 von wem diese ,gerchte stammen1 und mich in acht nehmen1 wenn es vielleicht einer von denen ist1 die sich meine ,freunde nennen4 ,sonst habe ich nichts zu sagen4 ,ich bin noch unttig und warte1 dass der ,papst mir einen ,auftrag gibt4 ,euer ,michelangelo1 ,bildhauer4 #g4 ,,an ,,buonarroto 444 ,,in ,,florenz4 ,rom1 den #cj4 ,juli #aeac4 ,buonarroto6 ---- ,michele erzhlte mir1 ,du habest ihm vorgerechnet1 dass ,du in ,settignano fr uns ungefhr sechzig ,dukaten von ,deinem ,gelde ausgegeben habest4 ,ich erinnere mich1 dass ,du auch hier bei ,tisch zu mir sagtest1 ,du habest eine grosse ,summe aufgewandt4 ,doch ich stellte mich1 als verstnde ich nicht1 wunderte mich aber nicht1 denn ich kenne ,dich4 ,ich denke1 ,du wirst ,dir den ,betrag aufgeschrieben haben1 um ihn eines ,tages von uns zurckfordern zu knnen4 ,ich mchte aber von ,dir undankbarem ,menschen wissen1 mit welchem ,geld ,du ihn erworben hast2 und ebenso mchte ich wissen1 ob ,ihr nicht mehr an jene zweihundertundachtundzwanzig ,dukaten denkt1 die ,ihr mir von meinem ,guthaben in ,santa ,maria ,nuova genommen habt1 an die vielen ,hunderte1 die ich fr ,euer ,haus und die ,familie ausgegeben habe1 und an die ,drangsale und ,entbehrungen1 die ich ertrug1 um ,euch zu helfen4 ,ich mchte wissen1 ob ,du daran denkst6 ,wenn ,du nur soviel ,verstand httest1 um die ,wahrheit erkennen zu knnen1 wrdest ,du nicht sagen3 'ich habe mein ,geld ausgegeben'1 wrest auch nicht gekommen1 um mich an ,eure ,forderungen zu mahnen2 ,du httest vielmehr daran gedacht1 wie ich mich ,euch gegenber in der vergangenen ,zeit betragen habe4 ,du httest ,dir gesagt3 ',michelangelo weiss1 was er uns zugesichert hat1 und wenn er es jetzt nicht erfllt1 so muss ihn irgend etwas1 was wir nicht wissen1 gehindert haben'1 und ,ihr wrdet ,euch gedulden4 ,denn es tut nicht gut1 dem ,pferd noch die ,sporen zu geben1 das schon so schnell luft1 als es vermag4 ,aber ,ihr habt mich nie gekannt und kennt mich auch jetzt nicht4 ,gott verzeihe es ,euch6 ,er hat mir die ,kraft gegeben1 auszuharren unter der ,last1 die ich trage1 damit ,euch geholfen werde4 ,ihr werdet all dies schon einsehen1 wenn ,ihr mich nicht mehr habt4 ,ich glaube in diesem ,sommer nicht nach ,florenz kommen zu knnen1 denn ich bin in einer ,weise in ,anspruch genommen1 dass ich nicht einmal zum ,essen ,zeit habe4 ,gebe ,gott1 dass ich nicht erliege6 ,doch will ich -- und kann es auch -- ,lodovico die ,anweisung ausstellen1 wie ich versprach1 denn ich habe es nicht vergessen4 ,ich will ,euch tausend doppelte ,golddukaten geben1 damit ,ihr ,euch mit diesem ,geld und dem1 was ,ihr schon habt1 selbst forthelfen knnt4 ,von ,eurem ,verdienst beanspruche ich nichts4 ,nur will ich die ,sicherheit haben1 dass ,ihr mir nach ,ablauf von zehn ,jahren1 wenn anders ich noch lebe1 diese tausend ,dukaten in ,geld oder anderem ,gut zurckgebt1 sobald ich sie fordere4 ,ich glaube nicht1 dass dieser ,fall eintritt1 aber wenn ich sie brauche1 muss ich sie1 wie gesagt1 wiederbekommen4 ,das wird auch ein ,zgel fr ,euch sein1 damit ,ihr sie nicht verschleudert4 berlegt ,euch deshalb die ,sache1 beratet ,euch und schreibt mir1 was ,ihr zu tun gedenkt4 ,die vierhundert ,dukaten1 die ,ihr noch von mir habt1 schenke ich ,euch2 sie sollen in vier ,teile geteilt werden1 so dass jeder von ,euch hundert erhlt4 ,hundert fr ,lodovico1 hundert fr ,dich1 hundert fr ,giovansimone und hundert fr ,gismondo1 mit der ,bedingung1 dass ,ihr das ,geld zusammen in ,euer ,gewerbe steckt4 ,das sei's4 ,zeig' den ,brief ,lodovico2 entschliesst ,euch und gebt mir die ,sicherheit1 von der ich sprach4 ,am dreissigsten ,juli4 ,vergiss nicht1 das ,geld1 das ich ,dir fr ,michele mitschicke1 auch abzugeben4 ,michelangelo1 ,bildhauer4 #h4 ,,an ,,lodovico 444 ,,in ,,settignano4 ,florenz #aeaf4 ,liebster ,vater6 -- ,ich war sehr erstaunt ber ,euer ,tun1 als ich ,euch neulich nicht zu ,hause fand4 ,nun hre ich1 dass ,ihr ,euch ber mich beklagt1 dass ,ihr erzhlt1 ich habe ,euch vertrieben1 und wundere mich immer mehr4 ,bin ich doch sicher1 dass ich vom ,tage meiner ,geburt bis heute nie die ,absicht hatte1 ,euch in irgend etwas1 in ,grossem oder ,kleinem zu nahe zu treten1 dass ich vielmehr alle ,mhen meines ,lebens ,euch zu ,liebe getragen habe4 ,und ,ihr wisst1 dass ich es seit meiner ,rckkehr aus ,rom nach ,florenz stets mit ,euch gehalten und jederzeit mein ,eigentum zu ,eurer ,verfgung gestellt habe4 ,erst vor wenigen ,tagen noch1 als ,ihr unwohl waret1 versicherte und versprach ich ,euch1 mit all meinen ,krften und mein ,leben lang ,euch zu ,diensten zu sein und besttige es auch jetzt noch4 ,darum wundere ich mich heute1 dass ,ihr alles das so bald vergessen habt4 ,ihr samt ,euren ,kindern habt doch schon dreissig ,jahre lang meine ,treue erprobt und wisst1 dass ich ,euch immer wohl gesinnt war und ,euch ,gutes tat1 so viel ich konnte4 ,wie knnt ,ihr da sagen1 ich habe ,euch weggejagt8 ,seht ,ihr denn nicht1 in welch' schlechten ,ruf ,ihr mich gebracht habt1 wenn man sich erzhlt1 ich habe ,euch vertrieben8 ,nur dies ,schlimmste fehlte mir noch in all meinen ,mhseligkeiten1 die ich ,euch zu ,liebe ertragen habe6 ,ihr vergeltet sie mir gut6 ,doch mag die ,sache sein1 wie sie wolle1 ich will glauben1 ich habe ,euch stets ,schande und ,schaden gebracht1 und bitte ,euch so instndig um ,vergebung1 als ob ich es wirklich getan htte4 ,denkt1 ,ihr habet einem ,sohn zu verzeihen1 der stets ein schlimmes ,leben gefhrt und ,euch alles ,leid dieser ,welt zugefgt hat1 und ich bitte von neuem1 ,ihr mget mir schlechtem ,menschen vergeben und mich nicht in den ,ruf bringen1 als habe ich ,euch aus dem ,hause gejagt1 denn das geht mir nher als ,ihr denkt1 bin ich doch immer ,euer ,sohn4 ,diesen ,brief wird ,euch ,raffaello da ,gagliano bringen4 ,ich bitte ,euch um ,gottes-1 nicht um meinetwillen1 kommt nach ,florenz1 denn ich muss abreisen und habe ,euch sehr wichtige ,mitteilungen zu machen1 kann aber nicht zu ,euch kommen4 ,von meinem ,diener ,pietro habe ich aus seinem eigenen ,munde ,dinge gehrt1 die mir nicht gefallen4 ,ich habe ihn darum heute morgen nach ,pistoja heimgeschickt1 und er wird nicht mehr zu mir zurckkehren1 denn ich will nicht1 dass er unserem ,hause ,schaden bringt4 ,ihr httet mich aber wirklich schon frher von der ,sache in ,kenntnis setzen knnen1 denn ihr wusstet alle um sein ,betragen und liesset mich darber doch ganz im ,dunkeln4 ,ich muss notwendig abreisen1 will aber nicht fort1 ehe ich ,euch gesprochen habe und ,euch hier im ,haus zurcklassen kann4 ,ich bitte ,euch1 lasst allen ,groll fahren und kommt6 ,euer ,michelangelo4 #i4 ,,an ,,buonarroto 444 ,,in ,,florenz4 ,carrara1 den #bc4 ,november #aeaf4 ,buonarroto6 -- ,du schreibst mir in ,deinen zwei letzten ,briefen1 ,lodovico sei todkrank gewesen1 der ,arzt habe aber neuerdings erklrt1 bis auf weiteres sei er ausser ,gefahr4 ,wenn es so ist1 komme ich nicht nach ,florenz1 denn es wrde mir sehr schwer fallen4 ,sollte aber noch ,gefahr sein1 so will ich ihn um jeden ,preis noch einmal sehen1 ehe er stirbt1 und msste ich auch mit ihm sterben4 ,aber ich hoffe zuversichtlich1 es geht ihm gut1 und deshalb komme ich nicht4 ,sollte ein ,rckfall eintreten1 wovor ,gott ihn und uns behten mge1 so sieh zu1 dass ihm die geistlichen ,trstungen und die ,sakramente der ,kirche nicht fehlen1 und lass ,dir von ihm sagen1 ob er wnscht1 dass wir etwas ,bestimmtes fr sein ,seelenheil tun4 ,sorge auch1 dass ihm fr sein leibliches ,wohl nichts abgeht1 denn ich habe mich nur fr ihn geplagt1 um ihm noch bis zu seinem ,tode helfen zu knnen4 ,sag' ,deiner ,frau1 sie solle mit ,liebe fr seinen ,haushalt sorgen2 ich werde ,euch alles vergten1 wenn es ntig ist4 ,sparet nichts1 und sollten wir auch alles darangeben1 was wir besitzen4 ,damit mag es genug sein4 ,lebt in ,frieden und ,du schreibe mir1 wie es steht1 denn ich bin in grosser ,angst und ,sorge4 ---- #aj4 ,,an ,,papst ,,clemens ,,vii4 ,,in ,,rom4 ,florenz1 #aebd4 ,heiliger ,vater6 -- ,mittelspersonen verursachen oft viel ,arger und ,verwirrung1 deshalb wage ich es1 ohne eine solche an ,eure ,heiligkeit ber die ,grber hier in ,san ,lorenzo zu schreiben4 ,ich weiss wirklich nicht1 was besser ist1 das ,schlimme1 das ,nutzen bringt1 oder das ,gute1 das ,unheil anrichtet4 ,doch so viel weiss ich gewiss3 ich mag noch so untauglich und unvernnftig sein1 aber wenn man mich ruhig htte fortfahren lassen1 wie ich angefangen hatte1 dann wren jetzt alle ,marmorblcke fr die ,arbeiten in ,florenz1 und zwar mit geringeren ,kosten1 als bis jetzt bereits aufgewendet wurden1 schon fr ihren ,zweck zugehauen und in so gutem ,zustande1 wie alle anderen1 die ich bisher schon hergebracht habe4 ,nun frchte ich1 dass sich die ,sache noch lange hinziehen wird1 und weiss nicht1 wie sie ausgehen kann4 ,ich bitte daher im voraus ,eure ,heiligkeit um ,entschuldigung fr den ,fall1 dass sich etwas ,missliches ereignen sollte1 denn ich habe keine ,autoritt und glaube deshalb auch fr nichts verantwortlich zu sein4 ,ich bitte aber ,eure ,heiligkeit1 wenn ,ihr mir irgendeinen ,auftrag zuweisen wollt1 mir in meiner ,arbeit keinen ,vorgesetzten zu geben1 sondern mir ,vertrauen zu schenken und freie ,hand zu lassen4 ,ihr werdet dann sehen1 was ich vollbringen und wie ich ,euch ,rechenschaft ber meine ,ttigkeit geben werde4 ,die ,laterne der ,kapelle von ,san ,lorenzo hat ,stefano vollendet und enthllt4 ,sie gefllt jedermann und wird1 so hoffe ich1 auch ,eurer ,heiligkeit zusagen1 wenn ,ihr sie seht4 ,wir lassen jetzt die ,kugel anfertigen4 ,sie wird einen ,arm im ,durchmesser betragen4 ,ich dachte1 sie facettieren zu lassen1 um sie von den brigen etwas zu unterscheiden1 und so wird sie denn auch ausgefhrt4 ,eurer ,heiligkeit ,diener ,michelangelo1 ,bildhauer4 #aa4 ,,an ,,sebastiano ,,del ,,piombo ,,in ,,rom4 ,florenz1 ,mai #aebe4 ,mein teuerster ,sebastiano6 -- ,gestern abend nahmen mich unser ,freund1 der ,hauptmann ,cujo1 und einige ,edelleute gtigerweise zum ,abendessen mit4 ,das machte mir grosse ,freude1 denn dadurch wurde ich fr kurze ,zeit aus meiner ,melancholie -- wenn ich sie nicht ,wahnsinn nennen soll -- gerissen4 ,die ,mahlzeit war sehr ergtzlich4 ,noch mehr freuten mich die ,gesprche1 die da gefhrt wurden2 besonders als ich den ,hauptmann ,euren ,namen nennen hrte1 war ich ganz entzckt4 ,und wie nun besagter ,hauptmann erklrte1 ,ihr seiet einzig auf ,erden und in der ,kunst und werdet auch entsprechend in ,rom geschtzt1 wre meine ,freude noch gewachsen1 wenn das nur mglich gewesen wre4 ,auf diese ,art wurde mir besttigt1 dass mein ,urteil ber ,euch nicht falsch war4 ,drum widersprecht mir nicht mehr1 wenn ich ,euch in meinen ,briefen einzig nenne1 denn ich habe der ,zeugen genug2 dazu haben wir hier ein ,bild1 das weiss ,gott jeden1 der ,augen hat1 zwingt1 mir recht zu geben4 #ab4 ,,an ,,giovan ,,simone 444 ,,in ,,settignano4 ,florenz1 #aecc4 ,giovan ,simone6 -- ,mona ,margherita hat mich falsch verstanden4 ,als ich vorgestern morgen von ,dir und ,gismondo sprach -- ,ser ,giovanni ,francesco war dabei --1 sagte ich1 ich habe fr ,euch stets mehr getan als fr mich und viele ,mhen auf mich genommen1 damit ,ihr keine zu tragen httet1 ,ihr aber habet nichts getan1 als mich in ganz ,florenz zu verleumden4 ,so viel habe ich gesagt1 und wollte ,gott1 es wre nicht wahr1 dass ,ihr ,euch wie ,tiere benommen habt6 ,was ,deinen ,aufenthalt in ,settignano angeht1 so bleib nur dort1 pflege dich und sieh zu1 dass ,du gesund wirst4 ,was an mir liegt1 will ich stets fr ,euch tun1 denn ich achte nur auf meine ,pflicht1 nicht auf ,eure ,reden4 ,dann wnschte ich1 ,du beschafftest dort eine ,wohnung1 damit auch ,mona ,margherita hinkommen kann1 denn mein ,vater hat sie mir vor seinem ,tode empfohlen1 und ich werde sie deshalb nie verlassen4 ,michelangelo4 #ac4 ,,an ,,messer ,,luigi ,,del ,,riccio ,,in ,,rom4 ,rom1 #aedb4 ,dieses ,madrigal habe ich vor lngerer ,zeit nach ,florenz geschickt4 ,nun ich es umgearbeitet habe1 sende ich es ,euch1 damit ,ihr1 wenn es ,euch so beliebt1 es den ,flammen gebet1 denen1 meine ich1 die mich verzehren4 ,noch bitte ich ,euch um eine andere ,gnade4 ,ihr sollt mich nmlich von einem ,zwiespalt erlsen1 in den mein ,geist heute nacht geriet4 ,denn als ich unsern ,liebling im ,traum grsste1 schien es mir1 als ob er mit einem ,lcheln mir drohte4 ,da ich nun ungewiss bin1 welcher der beiden ,gebrden ich glauben soll1 so bitte ich ,euch1 fragt ihn selbst2 und wenn wir uns am ,sonntag wiedersehen1 lasst es mich wissen4 ,ich bleibe1 ,euch stets verpflichtet1 der ,eurige4 ---- #ad4 ,,an ,,messer ,,luigi ,,del ,,riccio1 ,,meinen ,,freund ,,oder ,,vielmehr ,,verehrungsw,,rdigen ,,herrn1 ,,in ,,rom4 ,rom1 #aedc4 ,mein lieber ,messer ,luigi6 -- ,ich weiss1 dass ,ihr im ,zeremonienwesen ein ebenso vollendeter ,meister seid1 als ich darin untauglich bin4 ,ich habe nun von ,monsignor di ,todi das ,geschenk erhalten1 von dem ,euch ,urbino berichten wird1 und da ich glaube1 dass ,ihr mit ,seinen ,gnaden befreundet seid1 so bitte ich ,euch1 danket ihm in meinem ,namen mit den ,zeremonien1 die ,euch leicht1 mir aber schwer fallen4 ---- ,euer ,michelangelo ,buonarroti4 #ae4 ,,an ,,messer ,,luigi ,,del ,,riccio4 ,rom #aede4 ,unser toter ,freund redet und spricht3 ,der ,himmel nahm allen ,menschen der ,welt ihre ,schnheit und schenkte sie mir allein4 ,durch gttliches ,gesetz werde ich am ,tage des ,gerichts auferstehen1 wie ich im ,leben war4 ,darum kann der ,himmel die ,schnheit1 mit der er mich begabt hat1 jenen nimmer wiedergeben1 denen er sie raubte1 und so muss ich in ,ewigkeit schner bleiben als alle1 und alle anderen hsslich4 ,diese ,auffassung ist das ,gegenteil von der1 die ,du mir gestern auseinandersetztest und ist die rechte1 jene aber ist ein ,gefabel4 ,euer ,michelangelo ,buonarroti4 #af4 ,,an ,,vittoria ,,colonna ,,in ,,rom4 ,rom #aede4 ,edle ,frau1 ich wollte die ,gaben1 die ,eure ,gnade mir schon oft zugedacht hatte1 nicht annehmen1 bevor ich ,euch nicht ein ,werk von meiner ,hand bieten knnte1 um so ihrer weniger unwrdig zu sein4 ,aber ich sah ein und erkannte1 dass man die ,gnade ,gottes nicht kaufen kann1 und dass es grosse ,snde ist1 ihr ,hindernisse zu bereiten4 ,so bekenne ich meine ,schuld und nehme ,eure ,gaben freudig an4 ,und wenn sie mein sind1 werde ich mich im ,paradies fhlen2 nicht weil ich sie in meinem ,hause haben werde1 sondern weil ich in ihrem ,hause wohnen darf4 ,und ich werde dadurch1 edle ,frau1 noch mehr in ,eurer ,schuld sein1 als ich schon bin1 wenn dies berhaupt mglich ist4 ,diesen ,brief wird ,euch mein ,diener ,urbino bringen4 ,ihm werdet ,ihr sagen knnen1 wann ich nach ,eurem ,wunsche kommen soll1 um den ,kopf zu sehen1 den ,ihr mir zu zeigen versprachet4 ,ich empfehle mich ,eurer ,gnade4 ,michelangelo ,buonarroti4 #ag4 ,,an ,,vittoria ,,colonna ,,in ,,rom4 ,rom1 #aech-da oder #aede-df4 ,frau ,marchesa6 -- ,da ich in ,rom bin1 htte ich eigentlich den ,kruzifixus nicht ,messer ,tommaso anzuvertrauen und ihn so zum ,mittler zwischen ,euch und mir1 ,eurem ,diener1 zu machen brauchen4 ,ich wnsche fr ,euch ,grsseres zu schaffen1 als fr irgendeinen anderen mir bekannten ,menschen dieser ,welt4 ,allein ich war und bin noch in so viele ,geschfte verwickelt1 dass ich ,euer ,gnaden dies nicht zu beweisen vermochte4 ,ich weiss ja1 ,euch ist bekannt1 dass die ,liebe den ,weg stets findet1 und der ,liebende nicht schlft1 und htte darum um so weniger eines ,mittlers bedurft4 ,aber wenn es auch den ,anschein hatte1 als ob ich nicht an ,euch dchte1 tat ich doch1 was ich nicht aussprach1 um ,unerwartetes zu vollbringen4 ,mein ,plan ist misslungen4 ,unrecht tut der1 der solche ,treue schnell vergisst4 ,eurer ,gnaden ,diener ,michelangelo ,buonarroti4 #ah4 ,,an ,,lionardo ,,di ,,buonarrota ,,simoni ,,in ,,florenz4 ,rom1 den #f4 ,februar #aedf4 ,lionardo6 -- ,du bist mit ,deiner ,auskunft ber die ,besitzung der ,corboli sehr rasch zur ,stelle gewesen4 ,ich dachte nicht1 dass ,du noch in ,florenz seiest4 ,hast ,du am ,ende ,furcht1 mein ,anerbieten knnte mich reuen1 wie man ,dir vielleicht eingeredet hat8 ,ich sage ,dir1 dass ich langsam vorgehen will1 denn ich habe das ,geld hier mit einer ,mhe verdient1 die der nicht kennt1 der wie ,du im berfluss geboren ist4 ,ich glaube auch nicht1 dass ,du mit solcher ,eile nach ,rom gekommen wrest1 wenn ich im ,elend lebte und es mir an ,brot fehlte4 ,du brauchst ja nur das ,geld wegzuwerfen1 das ,du nicht verdient hast4 ,so eifrig bist ,du1 diese ,erbschaft nicht zu verlieren6 ,und sagst noch1 es sei ,deine ,pflicht gewesen1 zu kommen1 weil ,du mich liebest6 ,wie der ,holzwurm die ,balken6 ,wenn ,du wirklich ,liebe fr mich hegtest1 httest ,du mir jetzt geschrieben3 ,michelangelo1 verwendet ,euer ,geld fr ,euch1 denn uns habt ,ihr schon so viel gegeben1 dass wir genug haben4 ,uns ist ,euer ,leben lieber als ,euer ,geld4 ,ihr habt seit vierzig ,jahren von meiner ,arbeit gelebt1 aber noch nie habe ich von ,euch auch nur ein gutes ,wort bekommen4 ,freilich hast ,du voriges ,jahr so viel ,tadel hren mssen1 dass ,du mir aus ,scham eine ,last ,trebbianer schicktest1 aber ich wnschte1 ,du httest auch die behalten6 ,ich schreibe dies nicht deshalb1 weil ich dem ,ankauf abgeneigt bin2 ich will kaufen1 um mir eine ,rente zu sichern1 weil ich nicht mehr arbeiten kann2 aber ich werde langsam vorgehen1 denn ich will mir keine ,verdriesslichkeiten kaufen4 -- ,darum eile ,dich nicht4 ,michelangelo4 ,wenn man ,dir in ,florenz etwas in meinem ,namen ausrichtet1 oder ,dich um etwas bittet1 so darfst ,du niemandem ,glauben schenken1 wenn er ,dir nichts ,handschriftliches von mir vorweisen kann4 ---- #ai4 ,,an ,,den ,,allerchristlichsten ,k,,nig ,,von ,,frankreich4 ,rom1 den #bf4 ,april #aedf4 ,heilige ,majestt6 -- ,ich weiss nicht1 was grsser ist1 ,eure ,gnade oder mein ,erstaunen darber1 dass ,eure ,majestt sich herabgelassen hat1 an meinesgleichen zu schreiben1 ja mehr noch1 mich um ,arbeiten zu bitten1 die des ,namens ,eurer ,majestt wirklich nicht wrdig sind4 ,doch mgen diese sein1 wie sie wollen2 ,eure ,majestt soll wissen1 dass ich schon seit langem wnschte1 ,euch zu dienen4 ,da ich aber hierzu nicht1 wie in ,italien1 ,gelegenheit fand1 habe ich es noch nicht tun knnen4 ,nun bin ich alt und noch fr einige ,monate mit ,arbeiten fr ,papst ,paul beschftigt4 ,wenn ich aber nach deren ,vollendung noch am ,leben bin1 so werde ich versuchen1 das1 was ich schon lange fr ,eure ,majestt zu tun wnschte1 auch wirklich auszufhren1 und zwar ein ,werk in ,marmor1 eins in ,bronze und ein ,gemlde4 ,und wenn der ,tod die ,verwirklichung dieses ,wunsches vereitelt1 und man im anderen ,leben noch meisseln und malen kann1 so werde ich dort1 wo man nicht altert1 es an mir nicht fehlen lassen4 ,eurer ,majestt aber erflehe ich von ,gott ein langes und glckliches ,leben4 ,aus ,rom am ,,xxvi4 ,april ,,mdxlvi4 ,eurer ,allerchristlichsten ,majestt untertnigster ,diener ,michelangelo ,buonarroti4 #bj4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 ,august #aedg4 ,lionardo6 -- ,mit ,deinem ,brief erhielt ich die ,quittung ber die fnfhundertundfnfzig ,dukaten in ,gold1 die ich hier bei ,bettino eingezahlt habe4 ,du schreibst mir1 vier davon werdest ,du jener ,frau zu ,gottes ,ehre geben4 ,damit bin ich wohl zufrieden4 ,ich wnsche1 dass weitere sechsundvierzig zu ,gottes ,ehre1 fr das ,seelenheil ,deines ,vaters ,buonarroto und fr das meinige verschenkt werden4 ,suche irgend einen bedrftigen ,brger1 der ,tchter zu verheiraten oder in einem ,kloster unterzubringen hat4 ,dem gib1 aber heimlich4 ,sieh zu1 dass ,du nicht betrogen wirst1 lass ,dir eine ,quittung ausstellen und schicke sie mir2 ich rede von ,brgern und weiss1 dass sie sich zu betteln schmen1 wenn sie in ,not sind4 ---- ,ich rate ,euch1 legt das ,geld1 das ich ,euch schickte1 in einem guten ,grundstck oder dergleichen an1 denn es ist gefhrlich1 es im ,haus zu behalten1 zumal heutzutage4 ,seid deshalb vorsichtig und haltet die ,augen offen4 ,michelangelo ,buonarroti4 #ba4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #af4 ,januar #aedh4 ,lionardo6 -- ,durch ,deinen letzten ,brief erfuhr ich vom ,tode ,giovansimones4 ,die ,nachricht hat mich tief geschmerzt1 denn wenn ich auch schon so alt bin1 hoffte ich doch1 ihn vor seinem und meinem ,tode noch einmal zu sehen4 ,gott hat es so gewollt1 ertragen wir es6 ,ich mchte gern ausfhrlicher hren1 wie er gestorben ist1 ob er vor seinem ,tode gebeichtet und kommuniziert hat1 und alle seine religisen ,angelegenheiten geordnet sind2 denn wenn ich erfahren habe1 dass es so ist1 werde ich weniger bekmmert sein4 ---- ,michelangelo ,buonarroti4 #bb4 ,,an ,,messer ,,benedetto ,,varchi4 ,rom1 #aedi4 ,messer ,benedetto6 -- ,damit ,ihr sehet1 dass ich ,euer ,bchlein wirklich empfangen habe1 will ich auf die ,frage1 die darin gestellt wird1 einiges antworten1 wenn auch bescheiden und als ,laie4 ,ich meine1 die ,malerei sei um so hher zu achten1 je mehr sie sich der ,plastik nhert1 und diese um so geringer1 je mehr sie der ,malerei nahekommt4 ,so schien mir auch stets1 als sei die ,skulptur die ,leuchte der ,malerei und zwischen jener und dieser der gleiche ,unterschied1 wie zwischen ,sonne und ,mond4 ,seitdem ich aber ,euer ,bchlein gelesen habe1 in dem ,ihr auseinandersetzt1 dass1 philosophisch betrachtet1 beide ,knste das gleiche ,ziel haben1 beide das ,gleiche sind1 bin ich anderer ,meinung geworden und sage so3 ,wenn nicht ein grsserer ,aufwand von berlegung und ,mhe1 grssere ,schwierigkeiten und ,anstrengungen dem ,werke auch grsseren ,adel verleihen1 dann sind ,malerei und ,skulptur ein ,ding4 ,und damit sie auch als solches anerkannt wrden1 drfte kein ,maler die ,bildhauerei weniger als die ,malerei betreiben1 und ebenso msste jeder ,bildhauer in gleichem ,masse ,maler wie ,bildhauer sein4 ,ich verstehe unter ,skulptur die ,kunst1 die durch ,wegnehmen gebt wird1 whrend die1 die durch ,auflegen arbeitet1 ,malerei ist4 ,dann sollte man es aber auch kurz machen und beide ,knste1 ,skulptur und ,malerei1 weil sie doch durch die gleiche ,intelligenz gebt werden1 einen rechtschaffenen ,frieden schliessen und das viele ,disputieren sein lassen1 denn das kostet mehr ,zeit1 als die ,bildwerke selbst zu machen4 ,versteht aber der1 der die ,malerei edler nannte als die ,skulptur1 alle ,dinge1 worber er schreibt1 so gut wie dies1 so htte meine ,magd seine ,schriften wohl besser geschrieben4 ,unendlich viele nie ausgesprochene ,dinge liessen sich noch ber dergleichen ,knste sagen2 aber1 wie ich bemerkte1 das wrde viel ,zeit erfordern1 und ich habe nur wenig1 denn ich bin nicht nur alt1 sondern stehe schon fast im ,grabe4 ,darum bitte ich ,euch1 haltet mich fr entschuldigt4 ,euch aber empfehle ich mich und danke ,euch nach bestem ,knnen fr die allzugrosse ,ehre1 die ,ihr mir erweiset1 und die mir nicht zukommt4 ,euer ,michelangelo ,buonarroti4 #bc4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #a4 ,februar #aedi4 ,lionardo6 -- ,ich schickte ,dir mit meinem letzten ,brief ein ,verzeichnis mehrerer heiratsfhiger ,mdchen1 das mir von ,florenz zugesandt wurde1 ich glaube von einem ,vermittler1 der brigens ein wenig vernnftiger ,mann sein muss1 denn er konnte sich doch denken1 dass ich1 nun schon seit sechzehn oder siebzehn ,jahren dauernd in ,rom1 wenig ,kenntnis von den florentinischen ,familien haben kann4 ,ich sage ,dir deshalb1 achte nicht auf meine ,meinung1 wenn ,du heiraten willst1 denn ich vermag ,dir keinen guten ,rat zu geben4 ,nur das kann ich ,dir ans ,herz legen1 laufe nicht dem ,geld nach1 sondern sieh auf ,herzensgte und guten ,ruf4 ,ich glaube1 es gibt in ,florenz viele verarmte1 adlige ,familien1 fr die es eine ,wohltat wre1 wenn ,du mit ihnen ,verwandtschaft anknpftest4 ,auf die ,mitgift knntest ,du verzichten1 wenn nur auch kein ,hochmut da wre4 ,du brauchst eine ,frau1 die bei ,dir bleibt und ,dir gehorcht1 die keinen ,aufwand liebt und nicht jeden ,tag auf ,hochzeiten und ,gastereien gehen will1 denn wo ein ,hof ist1 ist es nicht schwer1 zur ,dirne zu werden4 ,du brauchst ,dich auch nicht um das ,gerede zu kmmern1 ,du wollest ,dich adlig machen1 denn es ist bekannt1 dass wir alteingesessene ,brger von ,florenz und so vornehmen ,geschlechts wie irgendeine andere ,familie sind4 ,nun empfiehl ,dich ,gott1 dass er ,dir das ,rechte gebe4 ,ich wnschte1 ,du liessest es mich wissen1 sobald ,du etwas ,geeignetes gefunden zu haben glaubst1 und zwar bevor ,du die ,verbindung eingehst4 #bd4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #bj4 ,mai #aeec4 ,lionardo6 -- ,in ,deinem letzten ,brief schriebst ,du mir1 ,du habest ,deine ,frau nun heimgefhrt1 seiest sehr befriedigt und sollest mich in ihrem ,namen grssen4 ---- ,es freut mich innig1 dass ,du so zufrieden bist1 und ich denke1 man soll ,gott dafr nach bestem ,knnen preisen4 ---- ,fr ihren ,gruss danke ihr2 sag' ihr in meinem ,namen all das1 was ,du mndlich zu sagen weisst1 ich aber nicht zu schreiben verstehe4 ,ich wnsche auch1 dass man sie als die ,frau eines meiner ,neffen erkenne2 bisher konnte ich das nicht durch die ,tat beweisen1 weil ,urbino noch nicht da war4 ,nun ist er seit zwei ,tagen zurckgekehrt1 und ich will meinen guten ,willen zeigen4 ,man sagt mir1 ein schner ,schmuck von guten ,perlen werde hier wohl anstehen4 ,ich habe darum einen mit ,urbino befreundeten ,goldschmied beauftragt1 nach solchen zu suchen und hoffe1 er wird sie finden4 ,doch sag' ihr noch nichts davon4 ,solltest ,du aber etwas anderes fr besser halten1 so schreibe mir4 ,das sei's4 ,sorge fr ,deine ,gesundheit und vergiss nicht1 dass es stets mehr ,witwen als ,witwer gibt4 ,michelangelo ,buonarroti4 #be4 ,,an ,,giorgio ,,vasari4 ,rom1 ,april #aeed4 ,messer ,giorgio1 mein lieber ,freund6 -- ,euer ,brief hat mir grosse ,freude gemacht1 denn er bewies mir1 dass ,ihr ,euch noch des armen ,alten erinnert4 ,ein wahrer ,triumph war fr mich ,eure ,botschaft1 ein neuer ,buonarroto sei geboren4 ,ich danke ,euch darum von ganzem ,herzen und soviel ich kann4 ,doch missfiel mir der ,aufwand1 der getrieben wurde4 ,der ,mensch soll nicht lachen1 wenn die ,welt ringsum weint4 ,ich meine daher1 ,lionardo hat nicht eben vernnftig gehandelt1 als er eines ,neugeborenen wegen solche ,pracht entfaltete4 ,solche ,festlichkeit soll man fr den ,tod dessen aufsparen1 der rechtschaffen gelebt hat4 ,sonst habe ich nichts zu sagen4 ,ich danke ,euch aufrichtig fr die ,liebe1 die ,ihr mir beweiset1 obwohl ich ,ihrer nicht wrdig bin4 ,die ,dinge gehen hier ihren alten ,gang4 ,am -- ich weiss nicht wievielten -- ,april #aeed4 ,euer ,michelangelo ,buonarroti4 #bf4 ,,an ,,messer ,,giorgio1 ,,den ,,vortrefflichen ,,maler1 ,,in ,,florenz4 ,rom1 den #ae4 ,mai #aeee4 ,ich wurde mit ,gewalt zur ,leitung des ,baues von ,sankt ,peter gezwungen und habe nun schon ungefhr acht ,jahre ohne ,entgelt1 ja mit grossem ,schaden und viel rger der ,aufgabe geopfert4 ,nun geht die ,arbeit voran1 wir haben ,geld und ich bin im ,begriff1 die ,kuppel zu wlben2 wollte ich jetzt abreisen1 so wrde das den ,bau zugrunde richten4 ,das msste mir in der ganzen ,christenheit die grsste ,schande bringen und wrde eine schwere ,schuld fr meine ,seele sein4 ,darum bitte ich ,euch1 mein lieber ,herr ,giorgio1 dankt dem ,herzog in meinem ,namen fr die grossen ,anerbietungen1 von denen ,ihr mir schreibt und bittet ihn1 er mge mich in ,gnaden noch so lange hier arbeiten lassen1 bis ich in gutem ,ruf und mit ,ehren und ohne ,snde von hier abreisen kann4 ,euer ,michelangelo ,buonarroti4 #bg4 ,,an ,,messer ,,giorgio ,,vasari1 ,,meinen ,,lieben ,,freund1 ,,in ,,florenz4 ,rom1 den #bc4 ,februar #aeef4 ,messer ,giorgio1 mein lieber ,freund6 -- ,das ,schreiben kommt mich schwer an1 aber um ,euch zu antworten1 will ich einiges sagen4 ,ihr wisst1 dass ,urbino gestorben ist4 ,durch seinen ,tod hat ,gott mir eine grosse ,gnade gegeben1 aber ich habe sie mit einem teuren ,gut und mit unendlichem ,schmerz bezahlen mssen4 ,die ,gnade war die1 dass er1 der whrend seines ,lebens mich am ,leben hielt1 durch seinen ,tod mich sterben lehrte4 ,und nun sehe ich dem ,tode nicht mehr mit ,widerwillen1 sondern mit ,sehnsucht entgegen4 ,ich habe ihn sechsundzwanzig ,jahre bei mir gehabt und ihn fr ganz wahrhaftig und treu befunden2 und nun1 da ich ihn reich gemacht hatte und hoffte1 er werde der ,stab meines ,alters sein1 ist er mir entschwunden1 und ich habe keine ,hoffnung mehr als die1 ihn im ,himmel wiederzusehen4 ,fr diese aber hat uns ,gott seinen seligen ,tod ,brge sein lassen4 ,nun schmerzt es mich nicht mehr1 dass ich sterben muss1 sondern dass er mich mit so viel ,leiden in dieser treulosen ,welt lebend zurckliess1 denn der grssere ,teil von mir ist mit ihm gegangen1 und mir ist nur ein tiefes ,elend geblieben4 ,ich bitte ,euch instndig1 entschuldigt mich1 wenn es ,euch keine ,mhe macht1 bei ,messer ,benvenuto1 dass ich ihm noch nicht auf seinen ,brief antwortete4 ,ich bin so in diesen traurigen ,gedanken versunken1 dass ich nicht schreiben kann4 ,empfehlt mich ihm1 und ich empfehle mich ,euch4 ,euer ,michelangelo4 #bh4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #ca4 ,mai #aeef4 ,lionardo6 -- ,francesca bittet mich in einem ,brief1 ich mge ihrem ,beichtvater zehn ,dukaten geben1 um ein armes ,mdchen im ,kloster von ,santa ,lucia unterzubringen4 ,ihr zu ,liebe will ich es tun1 denn ich weiss1 sie wrde mich nicht bitten1 wenn es kein wohlangebrachtes ,almosen wre4 ,aber ich weiss nicht1 wie ich das ,geld in ,florenz auszahlen lassen soll4 ,ich wnschte darum1 dieser ,beichtvater htte hier einen zuverlssigen ,freund2 dem wrde ich es geben1 sobald ich benachrichtigt wrde4 ,es freut mich zu hren1 dass es ,cassandra gut geht2 empfiehl mich ihr1 und haltet ,euch gesund4 ,michelangelo ,buonarroti4 #bi4 ,,an ,,giorgio ,,vasari4 ,rom1 den #ah4 ,dezember #aeef4 ,messer ,giorgio6 -- ,ich habe das ,bchlein ,messer ,cosimos1 das ,ihr mir schicktet1 erhalten4 ,in diesem ,brief liegt ein ,dankschreiben an seine ,gnaden4 ,ich bitte ,euch1 gebt es ihm und empfehlt mich ihm4 ,ich habe dieser ,tage unter grossen ,mhen und ,kosten1 aber mit innigem ,vergngen einen ,besuch bei den ,einsiedlern in den ,bergen von ,spoleto gemacht und bin nur halb wieder hier in ,rom1 denn wirklichen ,frieden findet man nur in den ,wldern4 ,sonst weiss ich ,euch nichts zu sagen4 ,es freut mich1 dass ,ihr gesund und frhlich seid1 und ich empfehle mich ,euch4 ,euer ,michelangelo ,buonarroti4 #cj4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #af4 ,juni #aeeg4 ,lionardo6 ---- ,mit meiner ,gesundheit steht es schlecht2 ich habe all die ,beschwerden1 die das ,alter heimsuchen1 ein ,steinleiden1 dass ich nicht urinieren kann1 dazu ,schmerzen in den ,seiten und im ,rcken1 dass es mir oft unmglich ist1 eine ,treppe zu ersteigen4 ,das ,schlimmste sind aber die ,sorgen1 die mich qulen4 ,denn wenn ich all die ,bequemlichkeiten aufgebe1 ber die ich hier verfgen kann1 so lebe ich keine drei ,tage mehr4 ,doch mchte ich auch nicht die ,gnade des ,herzogs verlieren1 ebensowenig aber den ,bau von ,sankt ,peter im ,stich lassen oder mich selbst vernachlssigen4 ,bitte ,gott1 dass er mir helfe und rate4 ,sollte es mit mir schlimmer werden1 mich etwa ein gefhrliches ,fieber anfallen1 dann werde ich gleich nach ,dir schicken4 ,lass ,dir aber nicht einfallen1 zu kommen1 bevor ,dich ein ,brief von mir ruft4 ,empfiehl mich ,messer ,giorgio4 ,er kann mir sehr ntzlich sein1 wenn er will1 denn der ,herzog ist ihm wohlgesinnt4 ,michelangelo ,buonarroti4 #ca4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #ae4 ,juni #aeei4 ,lionardo6 ---- ,ich erhielt von ,dir zwei ,briefe1 in denen ,du mich sehr angelegentlich bittest1 ich mchte nach ,florenz zurckkehren4 ,du weisst1 glaube ich1 noch nicht1 dass ich vor ungefhr vier ,monaten durch den ,kardinal von ,carpi1 der zur ,baukommission von ,sankt ,peter gehrt1 vom ,herzog von ,florenz die ,erlaubnis erhielt1 in ,rom beim ,bau von ,sankt ,peter zu bleiben4 ,ich dankte ,gott dafr und freute mich sehr4 ,nun1 wie schon gesagt1 schreibst ,du mir so angelegentlich1 ich weiss aber nicht1 tust ,du das1 weil ,du mich dort haben mchtest1 oder steht die ,sache anders4 ,sprich ,dich deshalb ein wenig klarer aus1 denn alles ,derartige regt mich auf und ist mir lstig4 ---- ,michelangelo ,buonarroti4 ,das ,schreiben fllt mir sehr schwer1 ,hand1 ,augen und ,gedchtnis versagen4 ,ich bin alt6 #cb4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #ae4 ,mrz #aefj4 ,lionardo6 -- ,ich antwortete auf ,dein ,schreiben vom ,samstag nicht1 denn ich hatte keine ,zeit4 ,nun sage ich ,dir1 dass ich mich ber die ,geburt ,deiner ,tochter sehr freute4 ,unsere ,familie steht allein2 so wird sie uns einst eine gute ,verwandtschaft erwerben knnen4 ,haltet sie gut4 ,ich werde ja nicht mehr am ,leben sein1 wenn es soweit ist4 ,wenn es ,zeit ist1 dass ,du nach ,rom kommst1 werde ich ,dich benachrichtigen1 wie ich ,dir ja schon schrieb4 ,wisse1 dass die grsste ,plage fr mich hier in ,rom die ,beantwortung ,deiner ,briefe ist4 ,michelangelo ,buonarroti4 #cc4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #ba4 ,august #aefc4 ,lionardo6 -- ,ich ersehe aus ,deinem ,schreiben1 dass ,du neidischen1 schlechten ,menschen ,glauben schenkst1 die dir ,lgenbriefe schicken1 weil sie mich nicht bestehlen und nach ,gutdnken regieren knnen4 ,es ist eine ,bande habschtiger ,kerle1 und ,du bist ein ,tor1 dass ,du ihrem ,gerede ber mich glaubst1 als ob ich ein ,kind wre6 ,schaff' ,dir die schamlosen1 neidischen1 verkommenen ,menschen aus den ,augen6 ,dann schreibst ,du1 ich habe ,scherereien im ,haushalt und anderes4 ,lass ,dir gesagt sein1 dass es mir nicht besser gehen und dass ich in jeder ,beziehung nicht sorgsamer behandelt werden knnte4 ,ich habe ganz vertrauenswrdige und ehrliche ,leute im ,hause1 die mich durchaus nicht bestehlen1 wie ,du zu glauben scheinst4 ,sieh zu1 dass ,deine ,angelegenheiten gut gehen und kmmere ,dich nicht um die meinigen1 denn ich weiss mir zu helfen1 wenn es ntig ist und bin kein ,kind4 ,lass es ,dir gut gehen6 ,michelangelo4 #cd4 ,,an ,,lionardo 444 ,rom1 den #bh4 ,dezember #aefc4 ,leonardo6 -- ,zugleich mit ,deinem letzten ,brief erhielt ich zwlf hbsche und wohlschmeckende ,mrzkschen4 ,besten ,dank6 ,ich freue mich1 dass es ,euch wohl geht4 ,auch ich befinde mich nicht schlecht4 ,in der letzten ,zeit habe ich mehrere ,briefe von ,dir erhalten1 konnte aber nicht antworten1 denn meine ,hand gehorcht mir nicht mehr4 ,von nun an werde ich andere schreiben lassen und selbst nur noch unterzeichnen4 ,das sei's4 ,ich ,michelangelo ,buonarroti4 ,,briefe ,,der ,,vittoria ,,colonna ,,an ,,michelangelo4 bersetzt von ,r4 ,a4 ,guardini4 #a4 ,rom1 #aech-da1 oder #aede_/df4 ,mein teuerster ,meister ,michelangelo6 -- ,ich bitte ,euch1 schickt mir auf kurze ,zeit den ,kruzifixus1 wenn er auch noch nicht vollendet ist1 denn ich will ihn einigen ,kavalieren des ,hochwrdigsten ,kardinals von ,mantua zeigen2 und wenn ,ihr heute nicht durch ,arbeiten in ,anspruch genommen seid1 knntet ,ihr ganz nach ,eurer ,bequemlichkeit zu einem ,plauderstndchen zu mir kommen4 ,eure ergebene ,marchesa di ,pescara4 #b4 ,rom1 #aech-da oder #aede_/df4 ,einziger ,meister ,michelangelo und mein ganz besonderer ,freund6 -- ,ich habe ,euren ,brief erhalten und den ,kruzifixus gesehen4 ,er hat wahrhaftig in meinem ,gedchtnis alle anderen ,darstellungen1 die mir je zu ,gesicht gekommen sind1 ans ,kreuz geschlagen4 ,man kann sich nichts ,lebendigeres und ,vollendeteres denken als dieses ,bild1 und ich wrde mich vergeblich bemhen1 wenn ich die ausserordentliche und wunderbare ,feinheit seiner ,ausfhrung schildern wollte4 ,ich bin entschlossen1 das ,bild von keinem anderen malen zu lassen4 ,gebt mir darum ,gewissheit2 rhrt die ,zeichnung von einem anderen her1 dann muss ich wohl auf sie verzichten1 sollte sie aber ,euch gehren1 so wrde ich sie ,euch unter allen ,umstnden rauben4 ,stammt sie nicht von ,euch1 und wolltet ,ihr das ,bild von einem ,eurer ,gesellen ausfhren lassen1 so mssten wir erst darber reden4 ,ich kenne nmlich recht wohl die ,schwierigkeit1 die ,eigenart der ,zeichnung in der ,ausfhrung zu bewahren1 und wrde dann lieber den ,betreffenden etwas anderes malen lassen4 ,wenn sie aber ,euer ,werk ist1 dann -- vergebt -- erhaltet ,ihr sie nicht wieder4 ,ich habe sie bei ,licht und mit der ,lupe und im ,spiegel betrachtet und versichere ,euch1 ich habe nie etwas ,vollendeteres gesehen4 ,eure ergebene ,marchesa di ,pescara4 #c4 ,rom1 #aech-da oder #aede_/df4 ,die ,taten ,eurer ,knstlerkraft reizen den beschauenden ,geist1 ungengsam ,hheres zu begehren4 ,auch mich fasste dies ,verlangen1 und darum fragte ich1 ob die ,vollkommenheit ,eurer ,werke wohl noch einer ,steigerung fhig sei4 ,ich habe eingesehen1 dass omnia sunt possibilia credenti4 ,ich hatte den festen ,glauben1 ,gott werde ,euch zur ,darstellung dieses ,christus bernatrliche ,gnade geben1 und als ich ihn sah1 bertraf er in jeder ,weise all meine ,erwartungen4 ,eure ,wundertaten machten mich khn1 und so sprach ich ,wnsche aus1 die ich jetzt staunend erfllt sehe3 ,das ,bild ist in allen ,teilen von wunderbarer ,vollendung1 und kein ,mensch vermchte mehr1 ja auch nur so viel zu wnschen4 ,und wisst1 das freut mich besonders1 dass der ,engel zur ,rechten viel schner ist1 als der andere2 denn der heilige ,michael wird ,euch ,michelangelo am jngsten ,tage zur ,rechten des ,herrn stellen4 ,ich aber kann dafr nichts tun1 als zu diesem milden ,christus darum zu beten1 den ,ihr so vollkommen gebildet habt2 zugleich ,euch zu bitten1 dass ,ihr ber mich in jeder ,weise gebietet4 ,eure ergebene ,marchesa di ,pescara4 #d4 ,im ,kloster zu ,viterbo1 den #bj4 ,juli #aeda-aedc4 ,kunstreicher ,meister ,michelangelo6 -- ,euer ,brief war gewissermassen eine ,antwort auf den meinigen2 dies ist der ,grund1 weshalb ich ,euch noch nicht antwortete4 ,dann dachte ich auch1 wenn wir beide wie bisher in unserem ,briefwechsel fortfahren wollten1 wie es ,euch ,eure ,liebenswrdigkeit und mir die ,pflicht der ,dankbarkeit vorschreiben1 so knnte ich mich nicht mehr zu den vorgeschriebenen ,stunden mit den ,schwestern in der ,kapelle der heiligen ,katharina einfinden1 und ,ihr knntet nicht in der des heiligen ,paulus vom frhen ,morgen an den ,tag in vertrauter ,unterredung mit ,euren ,gemlden verbringen1 die doch zu ,euch in der natrlichen ,sprache ihrer ,linien ebenso verstndlich reden1 wie zu mir die lebendigen ,menschen meiner ,umgebung3 und so wrde ich gegen die ,brute und ,ihr wrdet gegen den ,statthalter ,christi fehlen4 ,ich kenne die ,treue ,eurer ,freundschaft und die ,kraft ,eurer in christlichem ,geiste gefestigten ,zuneigung und denke darum1 ich brauche ,euch nicht durch eigene ,briefe den ,empfang der ,euren zu besttigen4 ,vielmehr will ich mich bereit halten und die erste ,gelegenheit erwarten1 um ,euch gewichtigere ,dienste zu leisten4 ,unterdessen bitte ich den ,herrn1 ber den ,ihr mir bei meiner ,abreise ,worte so glhender und demtiger ,liebe sagtet1 er mge mich bei meiner ,rckkehr in ,eurem ,herzen sein ,bild erneuert und so glaubenslebendig finden lassen1 wie ,ihr es mir auf dem ,bild der ,samaritanerin gemalt habt4 ,euch und ,eurem ,urbino empfehle ich mich4 ,eure ergebene ,marchesa di ,pescara4 #e4 ,rom1 #aech-da oder #aede-df4 ,der ,ruhm1 den ,eure ,kunst ,euch schafft1 ist so gross1 dass ,ihr vielleicht geglaubt httet1 weder die ,zeit noch irgend ein ,ereignis knnte ihm den ,tod bringen1 wre nicht jener ,strahl gttlichen ,lichtes ,euch ins ,herz gedrungen1 und ,euch offenbar geworden1 dass jeder irdische ,ruhm stirbt und lebte er noch so lange4 ,wenn ,ihr darum aus ,euren ,bildwerken die ,gte dessen erkennt1 der ,euch zum einzigen ,meister in dieser ,kunst machte1 werdet ,ihr auch verstehen1 dass ich nur dem ,herrn fr meine schon fast toten ,schriften danken kann1 denn dichtend beleidigte ich ihn weniger1 als ich in meinem ,mssiggang jetzt tue4 ,ich bitte ,euch darum1 nehmt diesen ,ausdruck meiner ,gesinnung als ,unterpfand knftiger ,werke an4 ,eure ergebene ,marchesa di ,pescara4 ,,anmerkungen4 ,die ,erluterungen beschrnken sich auf die notwendigsten biographischen und historischen ,notizen4 ,zur leichteren ,orientierung ist eine kurze ,skizze von ,michelangelos usserem ,leben vorangestellt4 ,er wurde am #f4 ,mrz #adge im ,stdtchen ,caprese 7,toscana7 geboren1 wo sein ,vater ,lodovico das ,amt eines ,podest bekleidete4 ,nach ,ablauf seiner ,amtszeit kehrte dieser nach ,florenz zurck4 ,ursprnglich fr das ,gewerbe der ,seidenweberei bestimmt1 setzte ,michelangelo seine ,neigung durch und kam in die ,werkstatt des ,ghirlandajo4 #adhi wurde er in ,lorenzo des ,prchtigen ,bildhauerschule1 #adij in dessen ,hausgemeinschaft aufgenommen und genoss den ,verkehr mit dem um den ,magnifico versammelten ,gelehrten- und ,knstlerkreis4 7,madonna an der ,treppe1 ,centaurenkampf47 #adib starb ,lorenzo1 #adid wurde sein ,nachfolger ,piero vertrieben4 ,michelangelo war schon vorher nach ,venedig1 darauf nach ,bologna gegangen4 ,er blieb dort ein ,jahr1 und kehrte dann nach ,florenz zurck1 in dem ,savonarola an der ,spitze des ,volkes stand4 7,giovannino1 schlafender ,amor47 #adif kam er nach ,rom1 wo er sich bis #aejj aufhielt4 7,bacchus1 ,piet47 #aeja war er wieder in ,florenz4 7#aeja-jd der ,david1 #aejd der ,karton zur ,pisanerschlacht47 #aeje wurde er von ,julius ,,ii4 nach ,rom berufen und mit der ,errichtung von dessen ,grabdenkmal beauftragt4 ,bis ,ende #aeje war er in ,carrara 7,madonna von ,brgge7 mit der ,zurichtung des ,materials beschftigt und ging dann nach ,rom4 #aejf entstand ein ,konflikt mit dem ,papst1 und ,michelangelo floh aus ,rom auf ,florentiner ,gebiet4 ,lange ,bemhungen ,julius' vermochten ihn nicht zur ,rckkehr zu bewegen4 ,erst als dieser #aejf ,perugia und ,bologna unterworfen hatte und sich in letzterer ,stadt aufhielt1 erreichte eine erneuerte ,aufforderung an die ,regierung von ,florenz ihren ,zweck4 ,michelangelo begab sich nach ,bologna und shnte sich mit dem ,papste aus4 #aejg-jh schuf er dort die ,erzstatue ,julius' und ging dann nach einem kurzen ,aufenthalt in ,florenz nach ,rom1 in der ,hoffnung1 jetzt das ,juliusgrab ausfhren zu knnen4 ,der ,papst ntigte ihn aber zur ,ausmalung der ,sixtinadecke4 7#aejh-ab74 ,nach deren ,vollendung durfte er sich den ,arbeiten am ,grabmal wieder zuwenden1 und ,julius beauftragte seinen ,notar und den ,kardinal ,grossi1 fr die ,ausfhrung zu sorgen4 #aeac wurde ,giovanni de ,medici als ,leo ,x4 ,papst4 ,noch im gleichen ,jahr wurde durch einen ,vertrag das ,grabmal sichergestellt4 7,die zwei ,gefangenen1 der ,moses47 #aeaf musste ,michelangelo sich eine ,einschrnkung des ,planes gefallen lassen2 ein neuer ,vertrag bestimmte das ,jahr #aebe als letzten ,termin und gestattete ihm1 auch in ,florenz oder ,carrara daran zu arbeiten4 ,aber schon #aeaf sah sich der ,meister trotz seines energischen ,widerstands gentigt1 fr ,leo ,x4 den ,bau der ,lorenzofassade in ,florenz zu bernehmen4 ,die ,arbeit kostete ihn vier ,jahre und verlief ohne jedes ,ergebnis1 da besonders endlose ,verordnungen und ,intriguen die ,lieferung des ,materials verhinderten4 #aebj wurde er von dem ,auftrag befreit und widmete sich wieder dem ,grabmal1 musste aber #aebj_/ba im ,auftrag des ,kardinals ,giulio de ,medici mit ,vorarbeiten fr die ,mediceergrber beginnen4 ,das ,schwanken des ,kardinals und ,geldschwierigkeiten zogen die ,ausfhrungen hinaus4 #aebc wurde ,giulio ,papst 7,clemens ,,vii47 und nun gingen die ,arbeiten besser voran1 obwohl ,michelangelo sich fortwhrend mit dem ,gedanken an das unvollendete ,juliusgrab qulte4 ,der ,papst beruhigte ihn etwas1 und die ,erben ,julius' ,,ii4 wagten nicht mit ,forderungen aufzutreten4 #aebe machten sie ihre ,ansprche doch wieder geltend und die ,verhandlungen zogen sich durch die nchsten zwei ,jahre hin4 #aebg wurde ,rom geplndert2 die ,republikaner in ,florenz standen auf und richteten ihre ,regierungsform ein4 #aebi musste die ,stadt sich gegen ,clemens und die ,kaiserlichen rsten1 und ,michelangelo wurde zum ,leiter der ,befestigungsarbeiten ernannt4 #aecj ergab sich die ,stadt1 und ,alexander de ,medici wurde als ,herzog eingesetzt4 ,michelangelo erhielt vom ,papst fr seine ,sicherheit ,gewhr und nahm die ,arbeit an den ,mediceergrbern wieder auf1 aber stets verfolgt durch den ,gedanken an das ,juliusgrab4 ,endlich1 #aecb1 ging er auf ,anraten des ,papstes nach ,rom1 um die ,angelegenheit zu ordnen1 und es kam ein ,vertrag zustande1 nach dem das ,denkmal in ,s4 ,pietro in ,vincoli in sehr bescheidenen ,verhltnissen aufgestellt werden sollte4 ,michelangelo solle zugleich in ,florenz arbeiten drfen4 ,zur selben ,zeit erhielt er den ,auftrag zur ,ausmalung der ,sixtinawnde und fertigte den ,entwurf zum letzten ,gericht4 ,als er #aecd ,florenz verliess1 geschah es fr immer4 ,clemens starb2 dadurch war ihm der mchtige ,beschtzer gegen ,alessandro1 der ihn hasste1 genommen1 und er fhlte sich in seiner ,heimatstadt nicht mehr sicher4 ,die ,mediceergrber blieben unvollendet2 der ihm befreundete ,vasari sorgte fr die ,anordnung der ,teile1 die fertig geworden waren4 ,auch jetzt sollte es noch nicht zur ,vollendung des ,juliusdenkmals kommen4 ,paul ,,iii4 ntigte den ,meister zur ,ausfhrung des letzten ,gerichts4 #aece-da arbeitete er daran4 ,erst #aede1 nach einem letzten ,vertrag mit dem ,erben ,julius' ,,ii41 konnte ,michelangelo das ,werk zu ,ende bringen4 ,unterdessen liefen von #aedb-di die ,malereien in der ,capella ,paolina1 im ,auftrag vom ,papst ,paul4 ,seine letzte grosse ,arbeit war die ,leitung des ,baues von ,st4 ,peter1 die #ag ,jahre1 von #aedg bis zu seinem ,tode am #ae4 ,februar #aefd in seinen ,hnden lag4 99 99 99 99 99 ,,zu ,,den ,,gedichten4 ,die usseren ,ereignisse in ,michelangelos ,leben hatten fr sein ,dichten keine grosse ,bedeutung4 ,gelegenheitsgedichte finden sich nur in sehr geringer ,zahl in seinem ,canzoniere4 ,einige an ,rom und ,florenz1 an den ,papst1 einige an ,freunde1 ,dank oder ,entgegnungen -- und selbst von diesen scheinen mehrere langgetragene ,gedanken zu enthalten1 die nur bei einem bestimmten ,anlass ihre ,form fanden4 ,ein tieferer ,zusammenhang wird wohl zwischen seinen bildnerischen ,werken und seinen ,dichtungen bestehen1 und es wrde ,gegenstand einer besonderen ,untersuchung sein mssen1 ,parallelen in der ,entwicklung von ,gedanken und ,form auf den verschiedenen ,gebieten seines knstlerischen ,schaffens aufzuzeigen4 ,von grossem ,einfluss fr sein ,dichten waren die ,menschen1 die er liebte3 ,die ,unbekannten1 an die er die ,liebesgedichte vor und nach der ,colonnazeit mit ihren wechselnden ,stimmungen richtete1 ,febo di ,poggio 7vor #aecd1 als er ,florenz fr immer verliess71 ,cecchin ,bracci1 und vor allem jene beiden1 die die schnsten seiner ,gedichte werden liessen1 ,tommaso ,cavalieri und ,vittoria ,colonna4 ,zwischen und in den so entstehenden grossen ,gruppen liegen einzelne ,dichtungen von1 man mchte sagen1 objektiverem ,charakter1 soweit hiervon bei einem ,michelangelo berhaupt die ,rede sein kann4 ,so der ,gesang der ,toten1 die ,epitaphien1 die ,stanzen auf ,stadt und ,land1 die ,sonette auf die ,nacht und jene zwei auf ,dante1 in denen er wie mit ,autoritt ber seinen grossen ,landsmann spricht4 ,fr sich steht die lang vorbereitete ,gruppe der letzten ,jahre4 ,diese ,gedichte sind zum grossen ,teil an ,christus gerichtet1 und die ,ideen der ,schuld1 der ,reue1 des ,ringens nach ,erlsung finden in ihnen oft wundervollen ,ausdruck4 ,die meisten seiner ,dichtungen entstanden1 indem lange in ihm arbeitende ,gedanken sich endlich zur ,formung durchrangen1 oder es ihm unter dem ,eindruck von ,persnlichkeiten oder ,ereignissen gelang1 sich1 sein ,streben und ,sehnen auszusprechen4 ,dann lsten sie sich aus diesem ,zusammenhang los und wurden immer mehr ,gegenstand rein knstlerischer1 unermdeter ,arbeit4 ,mit ,freunden wurden sie durchgesprochen1 beurteilt1 ,version auf ,version entstand1 ,zeile auf ,zeile wurde variiert1 bis der ,dichter1 befriedigt1 vielleicht das ,gedicht mit seiner schnen1 malenden ,schrift noch einmal abschrieb4 ,oder aber es wurde noch nach ,jahren wieder hervorgeholt und umgearbeitet4 ,andere blieben ,fragment2 entweder war die ,stimmung erschpft1 oder der ,dichter vermochte ihr keine volle ,form zu schaffen1 liess das ,begonnene liegen und versuchte es vielleicht in einem neuen ,anlauf4 -- ,wenn nun hier die ,gedichte unter bestimmte ,adressen gesetzt sind1 so will damit nicht gesagt sein1 dass ,michelangelo sie alle ausdrcklich an die betreffende ,persnlichkeit gerichtet habe1 sondern dass sie unter ihrem ,einfluss entstanden und tatschlich auch oft an sie gelangt seien4 -- ,wortschatz und ,bilder nahm er aus der literarischen ,sprache seiner ,zeit4 ,besonders ,petrarca und ,dante1 den er wohl wie kein zweiter mit kongenialem ,geiste verstand1 haben stark auf ihn gewirkt4 ,eben aus ihnen und durch den ,verkehr mit den ,gelehrten am ,hofe ,lorenzos wurden ihm auch die ,gedanken der platonischen ,philosophie vertraut4 ,in ihnen fand er die ,formeln fr sein eigenes ,suchen nach dem ,ewiggltigen1 und sie sind so tief durch sein ,wesen gegangen1 dass sie ganz als sein ,eigentum gelten mssen4 ,vollends in jenen ,dichtungen1 in denen er die ,bilder aus seiner ,kunst1 der ,plastik1 nahm1 schuf er vllig ,neues4 ,und diese ,bilder sind gerade da am hufigsten1 wo er in vollendetster ,form sein ,sehnen nach der ,vollkommenheit ausspricht1 in den ,gedichten an ,vittoria4 -- ,der ,gedankengang dieser ,auswahl ist etwa dieser3 einige ,gedichte an ,florenz1 den ,papst2 ,gelegenheitsgedichte2 leichtere ,liebesgedichte2 ,dank und ,freundschaft2 einige ,dichtungen objektiveren ,inhalts2 tiefere1 persnlichere ,liebesgedichte2 ,vittorias ,tod2 fr ,michelangelos ,kunstauffassung bedeutsame ,gedanken2 ,suchen nach ewiger ,schnheit 7,cavalieri72 die ,nacht1 der ,gesang der ,toten2 der ,vollkommenheitsgedanke 7,vittoria72 endlich die geistlichen ,dichtungen1 ,schuld1 ,reue1 ,tod1 ,erlsung4 ,den bersetzungen liegt der ,text von ,guasti zugrunde2 es wird deshalb in den ,anmerkungen auf ihn verwiesen 7,g4 p4 ,cesare ,guasti1 ,le rime de ,michelangelo ,buonarroti 444 ,firenze ,,mdccclxiii1 ,seite 444 74 ,sonst htte die neuere ,ausgabe von ,g4 ,frey1 ,die ,dichtungen des ,michelagniolo ,buonarroti1 ,berlin #ahig1 angezogen werden mssen4 ,auf ihren sehr umfangreichen kritischen ,apparat sttzen sich hauptschlich die ,anmerkungen zu den ,gedichten1 ebenso die ,zuweisung der ,dichtungen an die betreffenden ,adressaten4 -- ,in den bersetzungen von ,sophie ,hasenclever wurden einige kleine nderungen da vorgenommen1 wo das ,original nicht sinngerecht wiedergegeben schien4 #a4 ,g4 p4 #cjc4 -- ,capitolo1 ,fragment1 wahrscheinlich #aebd-bf1 in ,florenz4 ,die ,auffassung des ,gedichtes schliesst sich an die ,h4 ,grimms an4 ,in jener ,zeit arbeitete ,michelangelo in ,florenz an den ,grabdenkmlern der ,medici4 ,die ,unbestndigkeit seines ,auftraggebers1 ,clemens ,,vii41 der seine ,arbeiten durch andere ,plne unterbrach und auch ber die ,ausfhrung der ,grber fter seine ,ansichten wechselte1 ,zwistigkeiten mit seiner ,familie1 ,schwtzereien der ,florentiner1 ,verdchtigungen und ,intriguen seiner ,feinde brachten ihn in diese ,stimmung1 in der ihm die ,stadt wie eine grausame1 spottlustige1 launische ,geliebte erschien4 7,vgl4 ,grimm1 ,fiorenza1 ,pr4 ,jahrb4 ,bd4 #dg1 p4 #cai;ff474 -- ,frey hlt das ,capitolo fr ein ,liebesgedicht1 eine von vier ,versionen1 die #aedf von ,michelangelo zu einem ,madrigal 7,g4 p4 #ajj7 verarbeitet wurden4 #b4 ,g4 p4 #c4 -- ,epigramme1 #aede4 -- #adib war ,lorenzo il ,magnifico gestorben4 ,auf ihn folgte sein ,sohn ,piero ,,ii4 #adid zog ,karl ,,viii4 von ,frankreich ber die ,alpen1 um seine ,ansprche auf ,neapel geltend zu machen4 ,nun hatte ,piero mit ,alfons ,,ii4 von ,neapel ,beziehungen angeknpft und war so dem ,angriff des ,franzosen ausgesetzt1 zumal auch ,lodovico il ,moro ,karl gegen ,florenz hetzte4 ,in der ,gefahr verlor er alle ,fassung und lieferte schon in den ersten ,verhandlungen die ,festungen des ,landes aus4 ,die entrsteten ,florentiner vertrieben ihn bei seiner ,rckkehr aus der ,stadt1 die nun in die ,hnde der ,franzosen fiel4 ,es folgte die ,zeit ,savonarolas1 der #adih gestrzt wurde4 ,die #adie eingerichtete republikanische ,regierungsform musste wieder fallen1 als #aeab ,julius ,,ii4 ,giovanni und ,giuliano de ,medici1 die ,brder ,pieros ,,ii41 in die ,stadt zurckfhrte4 ,giovanni wurde #aeac als ,leo ,x4 ,papst2 auf ihn folgte ,giuliano und dieser gab bald seine ,herrschaft an ,pieros ,sohn ,lorenzo ,,ii4 ,nach ihm ,giulio1 der #aebc als ,clemens ,,vii4 den ppstlichen ,thron bestieg1 die ,herrschaft ber ,florenz aber mitbehielt4 ,als #aebg ,rom durch die kaiserlichen ,truppen erobert und geplndert wurde1 machten in ,florenz die ,republikaner den ,versuch1 die frhere ,regierungsform wieder herzustellen1 aber das vereinigte ,heer der ,kaiserlichen und des ,papstes zwangen die ,stadt nach zehnmonatlicher ,belagerung 7,michelangelo war bei der ,befestigung ttig7 zur bergabe 7#aecj74 ,zur ,herrschaft kam ,lorenzos ,,ii4 natrlicher ,sohn ,alexander1 der #aecg durch seinen ,vetter ,lorenzino ermordet wurde4 ,nun gelangte ,cosimo1 des ersten ,cosimo ,urenkel1 zur ,herzogswrde und wusste in geschickter ,weise seine ,herrschaft endgltig zu befestigen4 -- #aede1 als fr die aus ,florenz geflchteten ,republikaner jede begrndete ,hoffnung auf ,wiederherstellung der ,republik geschwunden war1 entstanden die ,epigramme4 ,michelangelo antwortet in ,rom auf einen ,vierzeiler des ,giovanni di ,carlo ,strozzi 7#aeag-aegj74 ,dieser lebte in ,florenz humanistischen ,studien und war ,mitglied der ,akademie4 #c4 ,g4 p4 #be4 -- ,madrigal1 #aede-df4 -- ,ein ,zwiegesprch der verbannten ,florentiner mit ihrer ,heimatstadt4 #d4 ,g4 p4 #aef4 -- ,sonett1 wohl #aeaa1 gegen ,ende der ,arbeiten an der ,sixtinadecke 7#aejh-ab74 #e4 ,g4 p4 #aeh4 -- ,sonetto caudato oder ritornellato2 das eigentliche ,sonett schliessen #a-b ,ritornelle1 ,kehrreime4 ,etwa #aejh-aa4 -- ,giovanni da ,pistoja1 vielleicht1 was ,frey bezweifelt1 ,kanzler der ,florentiner ,akademie4 -- ,das ,gedicht spricht von den ,mhen der ,arbeit an der ,sixtinadecke4 #f4 ,g4 p4 #cch4 -- ,stanzen1 ,fragment1 etwa #aeah-bd4 ,ein ,spottgedicht auf eine ,unbekannte in ,florenz4 #g4 ,g4 p4 #fh4 -- ,madr41 #aece-df4 ,an eine ,unbekannte4 #h4 ,g4 p4 #eh4 -- ,madr41 #aecd-df4 ,nach ,frey ist es an ,vittoria ,colonna in der ersten ,zeit der ,freundschaft gerichtet4 #i4 ,g4 p4 #ig4 -- ,madr41 #aedf4 ,an eine ,unbekannte1 die vielleicht mit der ,adressatin von ,no4 #cc und #cd identisch ist4 #aj4 ,g4 p4 #agh4 -- ,son41 #aejg-jh1 in ,bologna1 an ein unbekanntes ,mdchen der ,stadt4 #aa4 ,g4 p4 #bi4 -- ,madr41 #aedf4 -- ,luigi del ,riccio war ,geschftstrger der ,strozzi in ,florenz4 ,mit ,michelangelo war er eng befreundet und leistete ihm wichtige ,dienste4 ,er verfolgte mit besonderem ,interesse die dichterische ,ttigkeit des ,meisters1 mit feinem ,verstndnis beurteilend1 besprechend4 ,er bemhte sich auch um eine ,herausgabe der ,gedichte und vereinigte deren #hg in der nach ihm benannten ,ricciosammlung4 -- ,auf ein unbekanntes ,vorkommnis hin schrieb ,michelangelo das ,gedicht in seiner ersten ,fassung4 ,riccio erwiderte mit folgendem ,madrigal3 ,es darf kein ,liebesdienst ,des ,freundes lstig sein ,dem ,freunde1 denn ein alter1 weltbekannter ,satz ,verlangt1 dass jedes ,gut ,und jegliches ,geschick ,ihnen gemeinsam sei4 ,ja ,kerker1 ,tod ,sah man schon einen fr den andern leiden1 ,und ,gut und ,ehr' und ,leben tauschen sie4 ,drum kann ein ,streit uns beide nicht entzweien1 ,denn alles zu verzeihn1 ist ,freundschaft stets bereit4 ,darauf arbeitete ,michelangelo sein ,madrigal zu einer zweiten1 lngeren ,fassung um1 die hier gegeben ist4 #ab4 ,g4 p4 #afg4 -- ,son41 #aeea4 -- ,giorgio ,vasari lebte #aeab-gd und bettigte sich als ,maler1 ,architekt und ,schriftsteller4 ,er stand beim ,herzog von ,florenz in grosser ,gunst und hatte in ,michelangelos spteren ,jahren zwischen diesem und dem ,herzog zu vermitteln 7vgl4 ,brief #bf4 und #cj74 ,mit dem ,sonett dankt ihm der ,meister fr die ,zusendung der ,vite degli artisti4 #ac4 ,g4 p4 #afd4 -- ,son41 #aeee4 ,dank fr ,geschenke4 #ad4 ,g4 p4 #cbe-cbh4 -- ,fragment einer ,dichtung in ,stanzen4 ,nach ,frey wrde dieser ,teil in die ,jahre #aecf-dj fallen1 whrend die ,stanzengruppe1 in denen der ,dichter das ,landleben preist und die brigen ,laster geisselt 7,g4 p4 #cag-bd71 aus seinen letzten ,jahren 7#aeef7 stammen1 also zwei selbstndige ,dichtungen vorliegen wrden4 -- ,andere ,deutungen fr die ,gestalten der ,dichtung3 der ,gigant der ,stolz1 das ,weib die ,grausamkeit1 oder ,habsucht1 oder der ,geiz4 ,dazu ,frey 7a4a4,o4 #cej73 ,all diese ,interpretationen sind individueller ,art und unverbindlich4 ,es muss gesagt werden1 dass1 so real ,michelangelo diese ,bilder ausgefhrt hat1 so unbestimmt ist gleichwohl fr uns ihre ,bedeutung gelassen1 wohl weil auch dem ,dichter whrend des ,schpfungsprozesses immer neue ,gedanken1 ,vergleiche und ,zge in den ,sinn kamen1 die die ursprngliche ,richtung abnderten4 ,gleichwohl lassen sich meiner berzeugung nach doch ,michelangelos ,intentionen ahnen und deuten1 wenn man1 was durchaus ntig ist1 mit den ,stanzen das ,sonett gegen die ,pistojesen 7,g4 p4 #afj7 vereint4 ,dort die ,pistojesen1 die al ciel nemici1 invidiosi1 superbi2 ,shne ,kains hiessen sie1 weil sie im ,bruderkampfe sich gegenseitig totschlugen4 ,hier trgt das ,weib das ,kainszeichen2 freut es sich und wchst del mal d'altrui1 und die ,pistojesen sind del danno loro amici4 ,wie zur ,zeit ,dantes ,neri und ,bianchi in ,pistoja sich zerfleischten1 so wieder zur ,zeit der ,revolution in ,florenz4 ,und dann die ,ermordung des ,herzogs ,alessandro 7#aecg74 ,die citt intera1 die der ,gigant mit dem ,fusse deckt1 wre ,pistoja1 die montagne die dortigen ,apenninen1 die vielfach den ,parteien ricovero boten wie dem ,weibe le gran rocche4 ,besonders im ,frhjahr #aecg waren die ,wirren in ,pistoja gross4 444 ,man knnte annehmen1 dass ,giovanni da ,pistoja 444 ausfhrlich von allen diesen ,ereignissen ,michelangelo unterhalten habe1 und ,schmerz und ,zorn ber das ,gehrte htten ihn zu ,dichtungen veranlasst1 die wohl niemals abgesandt worden sind4 #ae4 ,g4 p4 #e-ba1 ,no4 #b1 #c1 #d1 #g1 #h1 #ab1 #ah1 #bj1 #bc1 #ca1 #ch1 ,epitaphien1 #aedd4 -- ,im ,jahre #aedd starb in ,rom ,cecchino 7,francesco7 de ,zanobi ,bracci im ,alter von #ae ,jahren4 ,er war ,riccios ,neffe und wurde von diesem zrtlich geliebt4 ,seit #aecd lebte er als verbannter ,florentiner in ,rom1 wegen seiner ,schnheit allgemein bewundert4 ,sein ,tod war fr ,riccio ein herber ,verlust4 ,die ,freunde1 unter ihnen auch ,michelangelo1 bemhten sich1 ihn zu trsten1 und zu diesen ,versuchen zhlen auch die ersten dieser ,vierzeiler4 ,die ,abfassung der ,gedichte war anfangs lebendig mit der ,erinnerung an ,cecchino verknpft1 lste sich aber bald davon los1 und das ,grab des ,freundes wurde zum ,ort1 an dem der ,dichter in stets neuen ,beziehungen und knappster ,fassung eigenartige ,gedanken ber ,leben und ,tod aussprach4 ,riccio ermunterte den ,freund durch ,bitten und ,geschenke1 durch ,besprechung und ,kritik zur ,fortsetzung1 und so entstand im ,laufe des ,jahres #aedd eine ,reihe von #dh vierzeiligen ,grabschriften4 ,kurze scherzhafte ,bemerkungen unter den ,gedichtmanuskripten1 die ,michelangelo dem ,freunde zusandte1 zeigen1 wie sehr ihm dieser zusetzte4 ,so zum ,epitaph #ab4 ,wenn ,ihr keine mehr wollt1 so schickt mir nichts mehr4 #af4 7nicht in dieser ,auswahl7 ,ich wollte es ,euch eigentlich nicht schicken4 ,es ist ein gar zu plumpes ,ding2 aber die ,forellen und ,trffeln wrden selbst den ,himmel bezwingen4 ,ich empfehle mich ,euch4 #bj4 ,fr die gesalzenen ,schwmme1 wenn ,ihr schon nichts weiter wollt6 #ba4 7n4 i4 d4 ,a47 ,dies plumpe ,ding1 schon tausendmal aufgetischt1 fr den ,fenchel4 #bc4 ,hier reden die ,forellen1 nicht ich2 wenn ,euch die ,verse nicht gefallen1 dann mariniert sie das nchste ,mal nicht mehr ohne ,pfeffer4 #cc4 7n4 i4 d4 ,a47 ,unbeholfene ,sachen6 ,der ,brunnen ist ausgetrocknet2 man muss abwarten1 bis es regnet4 ,ihr habt zu grosse ,eile6 #cf4 7n4 i4 d4 ,a47 ,tolle ,sachen6 ,wenn man aber von mir verlangt1 ich soll sie zu ,tausenden fabrizieren1 so muss schon von jeder ,sorte darunter sein6 #af4 ,g4 p4 #aee4 -- ,son41 #aede4 ,zugleich mit ,no4 #ei entstanden4 #ag4 ,g4 p4 #ej4 -- ,madr41 ,fragm41 #aejd_/e-aa4 ,adressat und ,anlass unbekannt4 #ah4 ,g4 p4 #aig4 -- ,son41 ,zeit1 ,adressat ist fraglich4 ,vielleicht #aecd-ch in ,rom4 #ai4 ,g4 p4 #ha4 -- ,madr41 ,adressat unbekannt4 ,entstehungszeit etwa ,beginn der #dj;er ,jahre4 #bj4 ,g4 p4 #agc4 -- ,son41 am ,anfang der ,freundschaft mit ,vittoria ,colonna entstanden1 also in den nchsten ,jahren nach #aecf4 -- ,vittoria wurde #adij im ,kastell ,marino am ,abhang der ,albanerberge geboren4 #aeji vermhlte sie sich mit ,ferrante ,francesco d',avalos1 dem ,markgrafen von ,pescara4 ,whrend ihr ,gemahl ein unstetes ,kriegsleben fhrte1 lebte ,vittoria meist auf ,ischia und unterhielt mit den bedeutendsten ,geistern ihrer ,zeit rege ,beziehungen4 ,sie musste frh auf ,mutterglck verzichten und wandte sich ganz geistigen ,interessen zu4 ,in das ,jahr #aeab fllt das erste ihrer erhaltenen ,gedichte und bald entfaltete sie ein reiches ,schaffen1 von ihrer ,zeit als die bedeutendste ,frau1 la diva ,vittoria ,colonna1 gefeiert4 #aebe starb ,francesco4 ,von nun an lebte sie immer eingezogener1 obwohl stets in ,beziehung mit der politischen und knstlerischen ,welt1 meist in ,klstern1 wie ,san ,silvestro in ,capite in ,rom1 ,san ,paolo in ,orvieto1 ,santa ,caterina in ,viterbo 7vgl4 den vierten ihrer ,briefe an ,michelangelo74 ,infolge der politischen ,verhltnisse nderte sie ihren ,aufenthalt oft4 #aecd kam sie durch die ,berhrung mit ,bernardino ,ochino in die religisen ,reformbewegungen des #d4 und #e4 ,jahrzehnts und spielte in ihnen eine nicht unwichtige ,rolle4 #aecd-dj hielt sie sich viel in ,rom im ,kloster ,san ,silvestro auf1 und in die frhere ,zeit dieser ,periode fllt wohl ihr erstes ,zusammentreffen mit ,michelangelo1 mit dem sie besonders in den ,jahren #aech-dj regen ,verkehr unterhielt4 ,die nchste ,zeit brachte ihr schweres ,leid4 ,in den ,kmpfen mit ,paul ,,iii41 #aedj-da1 wurde die ,macht der ,colonna vernichtet4 ,sie zog sich nach ,viterbo zurck und blieb dort bis #aedd4 #aedd-dg war sie wieder in ,rom1 von krperlichen und seelischen ,leiden heimgesucht1 aber fortwhrend in regem ,austausch mit den bedeutendsten ,persnlichkeiten und selbst literarisch ttig4 ,die tiefsten ihrer religisen ,dichtungen fallen in diese ,zeit4 #aedg starb sie im ,kloster ,sant' ,anna de ,funari1 das ihr letzter ,aufenthaltsort gewesen war4 #ba4 ,g4 p4 #df4 -- ,madr41 vielleicht um #aedj_/da4 #bb4 ,g4 p4 #afi4 -- ,son4 ,es liegt in #f ,versionen vor4 ,diese ist die zweite und wurde #aedf abgefasst4 ,die erste ,fassung1 die mit dem ,brief #af4 an ,vittoria abgesandt wurde1 fllt in die ,jahre #aech-da oder #aedd-df4 -- ,vittoria hatte dem ,dichter fter ,dinge 7cose71 vielleicht eigene ,dichtungen1 angeboten1 und er hatte sich lange geweigert1 sie anzunehmen1 bevor er ihr nicht ein wrdiges ,gegengeschenk bieten knne4 #bc4 ,g4 p4 #hj4 -- ,madr41 #aecd-df4 #bd4 ,g4 p4 #aii4 -- ,son41 in #h ,versionen berliefert2 die hier bersetzte ist die ,schlussfassung1 #aedb-df4 ,die ,ausarbeitung der frheren liegt wohl um #aj-bj ,jahre zurck4 ,letztere sind an eine ,frau1 die gegebene ,fassung ist an einen ,mann 7signor7 gerichtet4 7,die bersetzung sagt allerdings holde ,fraue47 ,gemeint ist ,tommaso ,cavalieri4 ber ihn siehe zu ,no4 #ch4 #be4 ,g4 p4 #ahc4 -- ,son41 #aebi-cj in ,florenz1 an eine ,unbekannte4 #bf4 ,g4 p4 #gd4 -- ,madr41 etwa #aedd-df4 ,nach ,frey an ,vittoria1 in den letzten ,jahren ihres ,lebens4 #bg4 ,g4 p4 #ch4 -- ,madr41 ,anfang der #dj;er ,jahre4 #bh4-ca4 ,g4 p4 #bbg1 #bbi1 #ca1 #bbf4 -- ,sonette1 ,no4 #cj ,madr41 smtlich #aedg entstanden1 ,no4 #bh als letzte von drei ,versionen4 #cb4 ,g4 p4 #bab4 -- ,son41 nicht lange nach ,vittorias ,tod 7#aedg71 als letzte von vier ,versionen4 #cc4 ,g4 p4 #cd4 -- ,madr41 #aedj-dd1 an eine ,unbekannte4 ,vgl4 ,no4 #i4 #cd4 ,g4 p4 #ce4 -- ,madr41 wohl #aedj-dd1 an eine ,unbekannte4 ,vgl4 ,no4 #i4 #ce4 ,g4 p4 #bec4 -- ,son41 ,entstehungszeit und ,adressat unbekannt4 #cf4 ,g4 p4 #age4 -- ,son41 #aedf als letzte von drei ,versionen4 ,die frheren fallen wohl in die ,jahre #aech-db4 #cg4 ,g4 p4 #cf4 -- ,madr41 etwa #aedb-dd4 #ch4 ,g4 p4 #baf4 -- ,son41 vor #aecd4 -- ,anfang der #cj;er ,jahre begann ,michelangelos ,freundschaft mit ,tommaso ,cavalieri1 einem jungen ,rmer1 um bis zu seinem ,tode1 durch #cb ,jahre1 zu dauern4 ,was sie fr den unablssig nach der ,schnheit und dem sittlich ,hohen ringenden ,meister bedeutete1 wie lauter er diese ,beziehungen auffasste1 zeigen besonders die ,dichtungen der #dj;er ,jahre4 #ci4 ,g4 p4 #ahh4 -- ,son41 #aecc_/cd4 #dj4 ,g4 p4 #aij4 -- #aecb-cc4 #da4 ,g4 p4 #ib4 -- ,madr41 vielleicht #aebd in ,florenz1 an eine unbekannte ,adresse4 #db4 ,g4 p4 #bbd4 -- ,son41 #aedf1 als ,schlussfassung verschiedener1 bis in die zweite ,hlfte der #cj;er ,jahre zurckgehender ,versuche4 #dc4 ,g4 p4 #bjh4 -- ,son41 ,florenz #aecc4 #dd4 ,g4 p4 #bej4 -- ,son41 in seiner spteren ,lebenszeit4 #de4 ,g4 p4 #agf4 -- ,son41 nicht lange nach #aecd4 #df4 ,g4 p4 #bbc4 -- ,son41 in dieser ,fassung #aedf4 #dg4 ,g4 p4 #bah4 -- ,es liegen #g ,versionen und viele ,varianten einzelner ,verse vor4 ,die frheren ,fassungen 7#a4-d47 fallen in die ,jahre #aecf-db1 die hier gegebene fnfte #aedf4 #dh4 ,g4 p4 #ccg4 -- ,stanze1 vielleicht #aecf-ch1 an einen unbekannten ,adressaten oder aber an ,tommaso ,cavalieri4 #di4-eb4 ,g4 p4 #bjb1 #bjc1 #bje1 #bjd4 -- ,sonette1 aus der ,periode1 whrend der ,michelangelo am ,jngsten ,gericht arbeitete1 #aecc-da4 -- ,der ,anordnung innerhalb der ,gruppe folgt ,frey a4a4,o4 #cfg3 ,das erste gbe das ,thema an1 das die brigen weiter entwickelten1 wobei die teilweise noch allgemeinen und unbestimmten ,anschauungen zuletzt eine ,steigerung und konkreteren ,inhalt erhalten htten4 #ec4 ,g4 p4 #cej4 -- ,canzonenfragment4 ,frey lsst ,spielraum vom #b4 ,jahrzehnt bis ins ,alter des ,dichters4 #ed4 ,g4 p4 #cb4 -- ,madr41 #aeda-dd1 whrend ,vittoria zurckgezogen in ,viterbo lebte4 #ee4 ,g4 p4 #hc4 -- ,madr41 #aecd-df4 #ef4 ,g4 p4 #bad4 -- ,son41 nach #aecd1 in der spteren ,zeit von ,michelangelos ,freundschaft mit ,cavalieri4 #eg4 ,g4 p4 #cc4 -- ,madr41 wohl #aecd-db2 vielleicht an ,vittoria4 #eh4 ,g4 p4 #ahf4 -- ,son41 ,ende der #cj;er1 ,anfang der #dj;er ,jahre4 #ei4 ,g4 p4 #aec4 -- ,son41 #aede als zweite von #e ,versionen4 -- ,vgl4 ,no4 #af4 -- ,zur ,entstehung des ,gedichtes vgl4 ,frey1 a4a4,o4 #dbe2 ,michelangelo beschftigte sich damals1 nach ,vollendung des ,jngsten ,gerichts1 besonders intensiv mit ,dante4 #fj4 ,g4 p4 #bg4 -- ,madr41 etwa #aedd-df1 nach einer wohl in den #cj;er ,jahren entstandenen ,urversion4 #fa4 ,g4 p4 #agg4 -- ,son41 vor #aedf2 ,w4 ,robert-tornow 7,die ,gedichte des ,michelangelo ,buonarroti1 ,berlin #ahif7 fasst das ,gedicht als an ,christus gerichtet auf 7p4 #cia74 ,freys ,ansicht1 der es den ,cavalieri-,dichtungen zuordnet1 scheint wahrscheinlicher4 #fb4 ,g4 p4 #cg4 -- ,madr41 #aecf-dg4 #fc4 ,g4 p4 #cj4 -- ,madr41 vielleicht #aech-da oder #aede_/f4 #fd4 ,g4 p4 #id4 -- ,madr41 vielleicht #aedd_/de4 #fe4 ,g4 p4 #agb4 -- ,son41 die letzte von #e ,versionen1 #aeej4 7,die frheren #aedd_/de --47 #ff4 ,g4 p4 #bfa4 -- ,son41 ,fragm41 etwa #aefj4 #fg4 ,g4 p4 #ada4 -- ,madr41 #aedf4 #fh4 ,g4 p4 #abh4 -- ,madr41 nach #aedg4 #fi4 ,g4 p4 #bgd4 -- ,son41 ,fragm41 #aeeb-ed4 #gj4 ,g4 p4 #bei4 -- ,son41 ,fragm41 nach #aebe2 ebenso wie ,no4 #ga aus vorbergehenden ,stimmungen entstanden1 ,vorlufer der nach #ej hufig auftretenden ,gemtsverfassungen des ,dichters4 #ga4 ,g4 p4 #abc4 -- ,madr1 die erste ,fassung etwa #aecf-db1 die vorliegende #aede_/df4 #gb4 ,g4 p4 #bcj4 -- ,son41 ,frey1 a4a4,o4 #dhf3 ,vielleicht ,michelangelos schnstes ,gedicht1 nicht nur der letzten ,epoche1 sondern seines ,canzoniere berhaupt4 #gc4 ,g4 p4 #bgi4 -- ,son41 ,fragm41 #aeed4 #gd4 ,g4 p4 #bcb4 -- ,son41 #aeed_/ee4 #ge4 ,g4 p4 #bch4 -- ,son41 #aeee4 #gf4 ,g4 p4 #bdd4 -- ,son41 #aeej-ed4 #gg4 ,g4 p4 #bdj4 -- ,son41 #aedg-ej4 #gh4 ,g4 p4 #bde4 -- ,son41 #aeee4 #gi4 ,g4 p4 #bdf4 -- ,son41 #aeee4 #hj4 ,g4 p4 #bda4 -- ,son41 #aeee oder spter4 99 99 99 99 99 ,,zu ,,den ,,briefen ,,michelangelos4 ,der italienische ,text nach ,gaetano ,milanesi1 ,le lettere di ,michelangelo ,buonarroti1 ,firenze ,,mdccclxxv 7,mil4 l4 ,milanesi1 lettera ,no4 44474 ,ebendaher stammt die ,datierung der ,briefe1 die nicht von ,michelangelo selbst herrhrt4 ,leider konnte den bersetzungen und ,anmerkungen die in ,aussicht stehende kritische ,gesamtausgabe der ,briefe von ,c4 ,frey nicht mehr zugrunde gelegt werden4 #a4 ,mil4 l4 ,,cccxliii4 -- ,giuliano da ,san ,gallo #addc 7#de7 bis #aeaf 7#ag71 aus ,florenz1 war ,bildhauer und vor allem ,architekt4 ,er baute in ,rom fr ,lorenzo den ,prchtigen1 wurde spter nach ,neapel gerufen und arbeitete #b ,jahre fr den ,bischof von ,ostia1 den nachmaligen ,papst ,julius ,,ii4 ,unter ,julius veranlasste er den ,bau einer besonderen ,grabkirche fr das ,denkmal1 mit dessen ,ausfhrung ,michelangelo betraut war1 unterlag er aber mit seinem ,entwurf gegen ,bramante und verliess ,rom4 ,nach kurzer ,zeit ernannte ihn der ,papst zum ,ingenieur1 dann zum ,architekten am ,bau der neuen ,peterskirche4 -- ,durch seine ,vermittlung war ,michelangelo #aeje nach ,rom gekommen4 ber dessen ,flucht folgendes3 #aeje hatte er vom ,papste den ,auftrag erhalten1 ihm ein ,grabmonument zu errichten und war noch im ,april desselben ,jahres nach ,carrara gegangen4 ,dort leitete er bis zum ,januar #aejf die ,zurichtung der ,blcke und erwartete dann in ,rom deren ,ankunft4 ,unterdessen hatte aber ,julius den ,plan des ,grabdenkmals fallen lassen und sich dem ,neubau der ,peterskirche zugewandt1 fr die1 wie oben gesagt1 ,bramantes ,plne gesiegt hatten4 ,als ,michelangelo an der vernderten ,sachlage nicht mehr zweifeln konnte1 floh er in seiner ,enttuschung nach ,florenz4 ,der ,papst bemhte sich1 ihn zur ,rckkehr zu bewegen1 und veranlasste viele ,freunde und ,gnner des ,meisters1 ihm brieflich oder mndlich zuzureden4 ,auf einen solchen ,vermittlungsbrief antwortet das vorliegende ,schreiben4 #b4 ,mil4 l4 ,,cxxvii4 -- ,vgl4 ,anm4 zu ,br4 #c4 -- ,der alte ,buonarroti hatte ,michelangelo geschrieben1 das ,betragen seiner ,shne1 besonders ,giovansimones1 mache ihm viel ,kummer4 ,in seiner ,antwort 7,mil4 l4 ,,vii7 verspricht ihm ,michelangelo1 diesem einen ,brief zu schreiben auf meine ,art -- eben den vorliegenden4 #c4 ,mil4 l4 ,x4 -- ,lodovico di ,leonardo di ,buonarrota ,simoni 7#addd-aecd7 trieb keinerlei ,gewerbe1 sondern lebte von dem geringen ,ertrag seiner wenigen ,gter und dem ,gehalt einer ,zollschreiberstelle4 ,michelangelo sorgte bis an sein ,lebensende in aufopfernder ,weise fr seine ,familie4 ,von seinen ,brdern werden in den ,briefen genannt3 ,buonarroto1 von dem das bis in unsere ,zeit lebende ,geschlecht der ,buonarroti abstammt1 #adgg-aebh1 ,giovan ,simone #adgi-aedh1 ,gismondo #adha-aeee4 -- ,mona ,cassandra1 ,lodovicos ,schwgerin1 hatte mit diesem nach dem ,tode ihres ,gatten einen ,streit wegen ihrer ,mitgift4 -- ,michelangelo malte damals in der ,sixtina4 #d4 ,mil4 l4 ,,lxxx4 -- ,lorenzo ,strozzi besass in ,florenz eine ,wollwirkerei1 in der ,buonarroto beschftigt war4 #e4 ,mil4 l4 ,,xxii4 -- ,michelangelo pflegte sein ,geld der ,spitalverwaltung von ,santa ,maria ,nuova in ,florenz anzuvertrauen4 ,der ,spitalverwalter wird auch noch in spteren ,briefen fter erwhnt4 #f4 ,mil4 l4 ,,xxxvi4 -- ,vgl4 ,anm4 zu ,ged4 ,no4 #b4 ,als ,julius ,,ii4 mit kaiserlichen ,truppen ,giuliano de ,medici nach ,florenz zurckfhrte1 wurde in den ,tagen vom #bi4 ,august bis #ai4 ,september die ,stadt ,prato besetzt und in furchtbarer ,weise geplndert4 #g4 ,mil4 l4 ,,xcii4 -- ,im fortgelassenen ersten ,teil des ,briefes gibt ,michelangelo seinem ,bruder den ,auftrag1 eine gewisse ,summe im ,namen von ,michele di ,piero da ,settignano1 eines seiner ,steinmetzen1 in ,florenz auszuzahlen4 -- ,die ,arbeiten1 ber die er klagt1 sind die fr das ,juliusdenkmal4 #h4 ,mil4 l4 ,,xxxix4 -- ,michelangelo erhielt von den ,erben ,julius ,,ii4 #aeaf die ,erlaubnis1 nach ,belieben in ,rom1 ,florenz oder ,carrara an dem ,denkmal zu arbeiten4 ,tatschlich ging er #aeaf nach ,carrara1 um ,material zu beschaffen1 und war auch einige ,zeit in ,florenz4 ,von hier aus schrieb er an seinen ,vater1 der sich in ,settignano1 einem kleinen ,ort nahe bei ,florenz1 aufhielt1 den ,brief4 ,siehe auch ,br4 #i4 #i4 ,mil4 l4 ,,cxii4 #aj4 ,mil4 l4 ,,ccclxxxi4 -- #aebj wurde ,michelangelo vom ,kardinal ,giulio de ,medici beauftragt1 fr die ,mediceer in ,florenz ein ,familiengrab zu bauen4 #aeba erhielt er eine ,anzahlung und schloss mit einigen ,steinmetzgewerkschaften in ,carrara ,vertrge auf ,lieferung grosser ,marmormengen4 ,bald machte ihm aber der unbestndige ,kardinal1 der zudem durch die politischen ,wirren 7die ,kmpfe ,karls ,v4 mit ,franz ,i47 in ,geldnte geraten war1 ,schwierigkeiten4 ,er erklrte sich nicht bestimmt ber die ,art der ,ausfhrung und zgerte mit den ,zahlungen4 ,die ,arbeiten ruhten1 his ,giulio #aebc als ,clemens ,,vii4 den ppstlichen ,thron bestieg4 #aebd begann der ,bau der ,kapelle 7nuova sagrestia di ,san ,lorenzo7 und war bald zu ,ende gefhrt4 ber die letzten ,arbeiten1 ,laterne und ,goldkugel1 berichtet der ,brief4 ,der ,papst1 der wohl wissen musste1 dass es ,michelangelos ,charakter unmglich war1 die ,leitung einer ,arbeit mit einem anderen zu teilen1 versprach doch ,andrea ,sansovino die ,teilnahme an dem ,werke4 ,im vorliegenden ,brief verwahrt sich ,michelangelo dagegen4 -- ber seine ,stimmung whrend dieser ,arbeiten vgl4 ,ged4 ,no4 #a und ,br4 ,no4 #aa4 #aa4 ,mil4 l4 ,,cccxcvii4 -- ,sebastiano del ,piombo 7#adhe-aedg7 gehrte in ,rom zur ,partei ,michelangelos gegen ,raffael4 -- ,in dem am ,schluss des ,briefes erwhnten ,portrt vermutet ,milanesi das wahrscheinlich verlorene ,bildnis des ,francesco degli ,albizzi1 das ,sebastiano in jener ,zeit vollendet und nach ,florenz gesandt hatte4 #ab4 ,mil4 l4 ,,cxxix4 -- ,der #aecb mit den ,erben ,julius ,,ii4 abgeschlossene ,vertrag bestimmte1 dass ,michelangelo ,zeit und ,arbeit zwischen ,rom und ,florenz teilen drfe4 -- ,mona ,margherita war eine nahe ,verwandte4 -- ,ser ,giovan ,francesco ,fattucci war ,kaplan von ,santa ,maria del ,fiore in ,florenz und mit ,michelangelo sehr eng befreundet4 #ac4 ,mil4 l4 ,,cdxxiii4 -- ,der ,abgott1 der wohl auch das ,feuer entzndet hat1 das ,michelangelo verzehrt1 ist ,cecchin ,bracci4 -- ,der ,dichter schickt seinem ,freunde ein bereits umgearbeitetes ,madrigal und spricht von einer ,zusammenkunft am ,sonntag4 ,bei solchen ,gelegenheiten wurden die ,gedichte durchgesprochen und gemeinsam ausgefeilt4 #ad4 ,mil4 l4 ,,cdxxxix4 -- ,monsignor di ,todi1 ,federigo ,cesi1 spter ,kardinal von ,san ,pancrazio4 -- ,urbino1 eigentlich ,francesco di ,bernardino degli ,amatori1 war ,michelangelos ,diener1 ,farbenreiber1 ,gehilfe1 ,schler und auch ,freund4 ,vgl4 ,br4 #bg4 #ae4 ,mil4 l4 ,,cdxlvii4 -- ,der ,brief begleitete eines der ,epitaphien auf ,cecchinos ,tod 7,g4 ,no4 #h3 das #e4 der unter ,no4 #ae der ,auswahl zusammengestellten474 -- ,riccio hatte wohl am vorhergehenden ,tage eine ,ansicht ausgesprochen1 die ,brief und ,gedicht widerlegen4 #af4 ,mil4 l4 ,,cdliv4 -- ,die ,datierung von ,brief #af und #ag ist die von ,milanesi getroffene4 ,nach ,frey besteht fr sie ebenso wie fr die von ,ged4 ,no4 #bb1 das mit ,br4 #af abgeschickt wurde1 der ,spielraum von #aech-da oder #aedd-df4 7#da-dd war ,vittoria in ,viterbo47 -- ,vgl4 ,anm4 zu ,ged4 ,no4 #bb4 #ag4 ,mil4 l4 ,,cdlv4 -- ,vgl4 die ,briefe ,vittorias ,no4 #a und #b2 der vorliegende ,brief fllt wohl zwischen sie4 -- ,die letzten ,zeilen deuten vielleicht auf eine ,absicht ,michelangelos1 die ,zeichnung -- den ,cruzifixus -- als ,gemlde auszufhren4 ,mein ,plan ist misslungen bersetzt3 stato guasto il mio disegno und wrde auf eine ,vereitelung dieser ,absicht anspielen1 disegno kann auch mit ,zeichnung bersetzt werden4 ,meine ,zeichnung ist misslungen4 ,der ,sinn wre wohl derselbe4 #ah4 ,mil4 l4 ,,clxii4 -- ,lionardo di ,buonarroto ,simoni1 also ein ,sohn von ,buonarroto1 dem ,bruder ,michelangelos4 ,an ihn ist ein grosser ,teil der ,briefe gerichtet1 etwa #bjj von fast #ejj4 -- ,michelangelo hatte in einem ,briefe an ,lionardo vom #af4 ,januar #aedf von einer ,besitzung des ,francesco ,corboli gesprochen1 der falliert hatte und zu verkaufen wnschte4 ,er hatte sich bereit erklrt1 eine grssere ,summe in einem derartigen ,wertobjekt anzulegen1 und seinen ,neffen beauftragt1 ,erkundigungen einzuziehen4 ,seiner ,familie in ,florenz war daran gelegen1 sich die ,summe zu sichern1 und so war die ,antwort sehr rasch gekommen -- zu rasch fr den etwas misstrauischen ,meister4 -- ,der ,trebbianer1 ein ssser oberitalienischer ,wein1 war sein ,lieblingsgetrnk4 #ai4 ,mil4 l4 ,,cdlix4 -- ,franz ,i4 von ,frankreich schrieb im ,februar #aedf den hier erwhnten ,brief4 ,michelangelo wurde durch den bald danach erfolgten ,tod des ,knigs 7#aedg7 von seinem ,versprechen entbunden4 -- ,zu jener ,zeit arbeitete er an den ,fresken der ,capella ,paolina in ,rom 7#aedb-di7 im ,auftrag von ,paul ,,iii4 #bj4 ,mil4 l4 ,,clxxxvii4 #ba4 ,mil4 l4 ,,cxci4 #bb4 ,mil4 l4 ,,cdlxii4 -- ,benedetto ,varchi 7#aejb-fe71 ,historiker und ,dichter1 gehrte zu den durch die ,medici ,vertriebenen4 ,durch ,cosimo ,i4 wurde er zurckgerufen und schrieb in dessen ,auftrag seine ,geschichte von ,florenz4 ,das hier genannte ,buch1 eine seiner vielen kleinen ,schriften1 behandelt die damals vielerrterte ,frage1 ob die ,malerei oder die ,skulptur den ,vorrang verdiene4 7,due lezioni di ,messer ,benedetto ,varchi 444 ,firenze appr4 ,lorenzo ,torrentino 444 ,,mdxlix47 -- ,michelangelo war damals #gd ,jahre alt4 #bc4 ,mil4 l4 ,,ccx4 -- ,die ,frage der ,heirat ,lionardos und der ,wahl einer geeigneten ,gattin wird im ,briefwechsel seit ,anfang #aedg errtert4 ,dieser ,brief ist typisch fr die ,stellung des ,meisters zur ,frage4 ,erst im ,frhjahr #aeec 7vgl4 ,br4 #bd7 kam die ,angelegenheit zum ,abschluss1 als ,lionardo ,cassandra di ,donato ,ridolfi heimfhrte4 #bd4 ,mil4 l4 ,,cclxiii4 #be4 ,mil4 l4 ,,cdlxxii4 -- ,durch ,vasari hatte ,michelangelo die ,nachricht von der ,geburt seines ,grossneffen ,buonarroto di ,lionardo ,simoni erhalten4 #bf4 ,mil4 l4 ,,cdlxxv4 -- #aedg wurde ,michelangelo1 halb gegen seinen ,willen1 als ,nachfolger von ,antonio da ,sangallo zum ,architekten von ,sankt ,peter ernannt und widmete sich dieser ,aufgabe bis an sein ,lebensende4 ,in diesem und anderen ,briefen wehrt er sich gegen die ,bemhungen ,cosimos1 ihn nach ,florenz zu ziehen4 ,er hatte die ,arbeit als eine ihm von ,gott auferlegte heilige ,pflicht auffassen gelernt und fhrt dies als einen ,hauptgrund fr sein ,bleiben oft an4 #bg4 ,mil4 l4 ,,cdlxxvii4 -- ,vgl4 ,anm4 zu ,br4 #ad4 -- ,der am ,schluss ,genannte ist ,benvenuto ,cellini4 #bh4 ,mil4 ,i4 ,,ccxc4 -- ,francesca war ,michelangelos ,nichte4 #bi4 ,mil4 l4 ,,cdlxxix4 -- ,cosimo ,bartoli1 ,difesa della lingua fiorentina e di ,dante 444 #aeff4 -- #aeef unternahm ,michelangelo eine ,wallfahrt nach ,loreto1 wurde aber in ,spoleto1 wo er sich einige ,zeit aufhielt1 durch eine ppstliche ,botschaft zurckgerufen4 #cj4 ,mil4 l4 ,,ccciv4 #ca4 ,mil4 l4 ,,cccxiv4 -- ,der ,kardinal ,rodolfo ,pio da ,carpi4 #cb4 ,mil4 l4 ,,cccxx4 #cc4 ,mil4 l4 ,,cccxl4 #cd4 ,mil4 l4 ,,cccxli4 99 99 99 99 99 ,,zu ,,den ,,briefen ,,vittorias ,,an ,,michelangelo4 ,der italienische ,text bei ,frey1 a4a4,o4 in den ,regesten p4 #ecc ff41 ebendort die ,datierung4 #a4 ,von der ,zeichnung1 die der ,brief nennt1 sagt ,ascanio ,condivi1 ,vita1 ,cap4 ,,lxiii3 ,ihr zu ,liebe zeichnete er ,jesum ,christum am ,kreuze1 aber nicht mit dem ,aussehen eines ,toten1 wie er gewhnlich dargestellt wird1 sondern mit einer gttlichen ,gebrde1 das ,antlitz zum ,vater erhoben1 als ob er die ,worte sprche ,eli1 ,eli4 ,sein ,krper sinkt nicht tot und schlaff herab1 sondern krmmt sich lebendig in bitterer ,qual4 #b4 ,von einer ,ausfhrung der ,zeichnung in ,farben ist nichts bekannt4 ,vgl4 ,br4 #ag4 #c4 ,condivi1 ,cap4 ,,lxiii3 ,auf die ,bitte dieser ,dame zeichnete er einen nackten ,christus1 der vom ,kreuz genommen ist4 ,wenn nicht zwei ,engelchen mit ihren ,armen den ,leichnam hielten1 wrde er schlaff zu den ,fssen seiner heiligsten ,mutter niedersinken4 ,sie aber sitzt unter dem ,kreuze mit trnenberstrmtem1 schmerzbewegtem ,antlitz1 hebt mit ausgebreiteten ,armen beide ,hnde zum ,himmel und spricht diese ,worte1 die auch auf dem ,stamm des ,kreuzes geschrieben stehen3 ,und niemand wgt den ,preis1 die ,strme ,blutes4 7,dante ,par4 #bi1 #ia47 #d4 ,whrend ,vittoria sich im ,katharinenkloster zu ,viterbo aufhielt1 arbeitete ,michelangelo in der ,paolina4 -- ,die ,samaritanerin ist eine ,zeichnung des ,meisters3 ,christus in der ,unterredung mit der samaritanischen ,frau am ,brunnen4 #e4 ,der ,brief hat vielleicht eine der vielen ,gedichtsendungen ,vittorias an den ,freund begleitet4 99 99 99 99 99 ,,inhaltsverzeichnis4 ,die erste ,zeile des italienischen ,textes 7nach ,guasti7 ist zur leichteren ,vergleichung mit anderen ,ausgaben angegeben4 ,seite ,vorbemerkung1 ,verzeichnis der benutzten bersetzungen ,v-,,viii ,condivi1 ,leben ,michelangelos1 ,kap4 #fb-fh #a-f ,dichtungen #g-ib #a4 ,an ,florenz #i ,te sola del mie mal contenta veggio #b4 ,auf die ,nacht #aa ,la notte1 che tu vedi in s dolci atti #c4 ,florenz und die ,verbannten #ab ,per molti1 donna1 anzi per mille amanti #d4 ,an ,julius ,,ii #ac ,signor1 se vero alcun proverbio antico #e4 ,an ,giovanni di ,pistoja #ad ,i'ho gi fatto un gozzo in questo stento #f4 ,an eine ,hssliche #ae ,tu ha' 'l viso pi dolce che la sapa2 #g4 ,questa mia donna s pronta ed ardita #af #h4 ,con pi certa salute #ag #i4 ,quanto pi par che il mio mal maggior senta #ah #aj4 ,quanto si gode1 lieta e ben contesta #ai #aa4 ,an ,luigi del ,riccio #bj ,perch troppo molesta #ab4 ,an ,giorgio ,vasari #ba ,se con lo stile o coi colori avete #ac4 ,an denselben #bb ,al zucchero1 alla mula1 alle candele #ad4 ,aus den ,stanzen zum ,lob des ,landlebens #bc ,un gigante v' ancor1 d'altezza tanta #ae4 ,epitaphien #be ,deh serbi1 s' di me pietate alcuna ,perch ne' volti offesi non entrasti ,non volse morte non ancider senza ,qui son sepulto1 e poco innanzi nato ,non pu per morte gi chi qui mi serra ,qui son morto creduto2 e per conforto ,se fussin1 perch' i' viva un' altra volta ,s' i' fu' gi vivo1 tu sol1 pietra1 il sai ,de' ,bracci naqqui2 e dopo 'l primo pianto ,se1 vivo al mondo1 d'alcun vita fui1 ,col sol de' ,bracci il sol della natura #af4 ,dante #bh ,quanto dirne si de'1 non si pu dire #ag4 ,come pu esser ch' io non sia pi mio8 #bi #ah4 ,rendete a gli occhi miei1 o fonte o fiume #cj #ai4 ,se l'alma ver1 dal suo corpo disciolta #ca #bj4 ,an ,vittoria ,colonna #cb ,non ha l'ottimo artista alcun concetto #ba4 ,an dieselbe #cc ,a l'alta tuo lucente diadema #bb4 ,an dieselbe #cd ,per esser manco almen1 ,signiora1 indegnio #bc4 ,an dieselbe #ce ,non posso non mancar d'ingegno e d'arte #bd4 ,non so se s' la desiata luce #cf #be4 ,dimmi di grazia1 amor1 se gli occhi miei #cg #bf4 ,occhi mie' siete certi #ch #bg4 ,an ,vittoria ,colonna #ci ,se d'una pietra viva #bh4 ,auf ,vittoria ,colonnas ,tod #dj ,quand' el ministro de' sospir me' tanti #bi4 ,aus demselben ,anlass #da ,qual maraviglia se prossimo al foco #cj4 ,aus demselben ,anlass #db ,per non s' avere a ripigliar da tanti #ca4 ,aus demselben ,anlass #dc ,se 'l mie rozzo martello i duri sassi #cb4 ,nach ,vittoria ,colonnas ,tod #dd ,tornami al tempo allor che lenta e sciolta #cc4 ,se dal cor lieto divien bello il volto #de #cd4 ,s'egli che 'n dura pietra alcun somigli #df #ce4 ,molto diletta al gusto intero e sano #dg #cf4 ,an ,vittoria ,colonna #dh ,com' esser1 donna1 pu quel ch'alcun vede #cg4 ,an dieselbe #di ,negli anni molti e nelle molte pruove #ch4 ,an ,tommaso ,cavalieri #ej ,veggio nel tuo bel viso1 signior mio #ci4 ,an denselben #ea ,veggio co' bei vostri occhi un dolce lume #dj4 ,an denselben #eb ,s'un casto amor1 s'una piet superna #da4 ,di te me veggo e di lontan mi chiamo #ec #db4 ,an ,tommaso ,cavalieri #ed ,ben pu talor col mio ardente desio #dc4 ,an denselben #ee ,se 'l foco alla bellezza fusse equale #dd4 ,la forza d'un bel viso a che mi sprona8 #ef #de4 ,an ,tommaso ,cavalieri #eg ,al cor di zolfo1 alla carne di stoppa #df4 ,non pi che 'l foco il fabbro il ferro istende #eh #dg4 ,an ,tommaso ,cavalieri #ei ,per ritornar l donde venne fora #dh4 ,indarno spera1 come il vulgo dice #fj #di4 ,die ,nacht #fa ,colui che fece e non di cosa alcuna #ej4 ,die ,nacht #fb ,ogni van chiuso1 ogni coperto loco #ea4 ,an die ,nacht #fc ,o nott'1 o dolce tempo bench nero #eb4 ,die ,nacht #fd ,perch ,febo non torc' e non distende #ec4 ,gesang der ,toten #fe ,chiunche nascie a morte arriva #ed4 ,an ,vittoria ,colonna #ff ,per fido esemplo alla mia vocazione #ee4 ,an dieselbe #fg ,come non puoi non esser cosa bella #ef4 ,an ,tommaso ,cavalieri #fh ,non vider gli occhi miei cosa mortale #eg4 ,gli occhi miei vaghi delle cose belle #fi #eh4 ,an ,vittoria ,colonna #gj ,la vita del mie amor non 'l cor mio #ei4 ,dante #ga ,dal ciel discese1 e col mortal suo1 poi #fj4 ,non sempre al mondo s pregiato e caro #gb #fa4 ,io mi son caro assai pi ch' io non soglio #gc #fb4 ,an ,vittoria ,colonna #gd ,s come per levar1 donna1 si pone #fc4 ,an dieselbe #ge ,ora in sul destro1 ora in sul manco piede #fd4 ,an dieselbe #gf ,un uomo in una donna1 anzi un dio #fe4 ,an dieselbe #gg ,da che concetto ha l'arte intera e diva #ff4 ,di pi cose s' attristan ghi occhi miei #gh #fg4 ,non altrimenti contro a s cammina #gi #fh4 ,or d'un fler diaccio or d'un ardente foco #hj #fi4 ,non pu1 signor mio car1 la fresca e verde #ha #gj4 ,vivo al peccato1 a me morendo vivo #hb #ga4 ,condotto da molt' anni all' ultim' ore #hc #gb4 ,giunto gi 'l corso della vita mia #hd #gc4 ,gl' infiniti pensier miei1 d'error pieni #he #gd4 ,le favole del mondo m'hanno tolto #hf #ge4 ,carico d'anni e di peccati pieno #hg #gf4 ,vorrei voler1 ,signior1 quel ch' io non voglio #hh #gg4 ,deh fammiti vedere in ogni loco #hi #gh4 ,non fur men lieti che turbati e tristi #ij #gi4 ,mentre m'attrista e duol1 parte m' caro #ia #hj4 ,scarco d'un' importuna e grave salma #ib ,briefe ,michelangelos #ic-aca ,an ,benedetto ,varchi #abj ,an ,buonarroto #aja1 #ajd1 #aji ,an ,clemens ,,vii4 #aaj ,an ,franz ,i4 von ,frankreich #aah ,an ,giorgio ,vasari #abd1 #abe1 #abe1 #abg ,an ,giovanni ,simone #ig1 #aab ,an ,giuliano da ,sangallo #ie ,an ,lionardo #aaf1 #aai1 #abj1 #abb1 #abc1 #abf1 #abh1 #abh1 #abi1 #acj1 #aca ,an ,lodovico #ajj1 #ajb1 #ajc1 #ajg ,an ,luigi del ,riccio #aac1 #aad1 #aad ,an ,sebastiano del ,piombo #aaa ,an ,vittoria ,colonna #aae1 #aaf ,briefe ,vittorias an ,michelangelo #ace-ach ,anmerkungen zu den ,gedichten #ada-aeg ,anmerkungen zu den ,briefen #aeg-afd ,inhaltsverzeichnis #afe-afi ,,das ,,museum ,eine ,sammlung klassischer ,denkmler der ,literatur und ,kultur4 ,i4 ,schillers ,flucht von ,andreas ,streicher4 #b4 ,auflage4 ,elegant gebunden #b ,mk4 ,,ii4 ,russlands soziale ,zustnde von ,alexander ,herzen4 ,aus dem ,russischen von ,malvida von ,meysenbug4 ,elegant gebunden #b ,mk4 ,,iii4 ,das ,liederbuch ,annette 7mit einer ,heliogravre von ,kthchen ,schnkopf7 von ,goethe4 ,elegant gebunden #a4ej ,mk4 ,,iv4 ,das ,athenum4 ,eine romantische ,zeitschrift von ,august ,wilhelm und ,friedrich ,schlegel4 ,elegant gebunden #d ,mk4 ,v4 ,napoleon-,briefe4 ,herausg4 von ,hans ,landsberg4 ,karton4 #d ,mk41 elegant gebunden #d4ej ,mk4 ,,vi4 ,napoleon von ,hippolyte ,taine4 ,karton4 #b ,mk41 elegant gebunden #b4ej ,mk4 ,,vii4 ,napoleons ,reden und ,gesprche4 ,herausg4 von ,hans ,landsberg4 ,karton4 #d ,mk41 elegant gebunden #d4ej ,mk4 ,,viii4 ,michelangelo1 ,gedichte und ,briefe4 ,karton4 #c ,mk41 elegant gebunden #c4ej ,mk4 ,jeder ,band ist einzeln kuflich4 99 99 99 99 99 ,pan-,verlag1 ,g4m4b4,h41 ,berlin ,w4 #ce4 ,,moderne ,,geister ,essays zur ,kunst und ,literatur4 ,herausgeber3 ,dr4 ,hans ,landsberg4 #a4 ,ein ,jahrhundert deutscher ,malerei 7#ahjj-aijj7 von ,rudolf ,klein4 #abh ,seiten mit #d ,vollbildern4 #a ,mk41 gebunden #a4ej ,mk4 #b_/c4 ,brahms von ,dr4 ,walter ,pauli4 #a4ej ,mk4 gebunden #b ,mk4 #d4 ,paul ,heyse von ,viktor ,klemperer4 #a ,mk41 gebunden #a4ej ,mk4 #e4 ,gerhart ,hauptmann von ,dr4 ,hans ,landsberg4 #a ,mk41 gebunden #a4ej ,mk4 #f4 ,bernard ,shaw von ,eduard ,bernstein4 #a ,mk41 gebunden #a4ej ,mk4 ,weitere ,essays ber ,strindberg1 ,frenssen u4a4 in ,vorbereitung4 99 99 99 99 99 ,,pan-,,bibliothek ,i4 ,das ,venusgrtlein4 ,ein ,liederbuch aus der galanten ,zeit4 ,herausg4 von ,dr4 ,hans ,landsberg4 #b ,mk41 elegant gebunden #c ,mk4 ,,ii_/,,iii4 ,heine-,briefe4 ,gesammelt und herausg4 von ,dr4 ,hans ,daffis4 #b ,bde4 #f ,mk41 elegant gebunden #h ,mk4 99 99 99 99 99 ,pan-,verlag1 ,g4m4b4,h41 ,berlin ,w4 #ce4 ,herros ,ziemsen1 ,g4m4b4,h41 ,wittenberg ,,fussnote #a ,an dieser ,stelle sei den ,herren ,alphons ,drr1 die den ,wiederabdruck der bertragungen von ,sophie ,hasenclever gestatteten1 der ,spemannschen ,verlagshandlung und ,herrn ,prof4 ,reinhold ,steig 7,hermann ,grimms bertragungen71 der ,schlesischen ,verlagsanstalt 7,bodenstedt7 der verbindlichste ,dank ausgesprochen4