,,von ,,der ,,seele ,essays ,,carl ,,ludwig ,,schleich #aibb ,,inhalt ,der ,rhythmus ,humor ,schlaf und ,traum ,unterbewutsein ,seelische ,hemmungen und ,schmerzen ,der ,sitz der ,seele ,instinkt und ,spiel ,temperament ,tierseele und ,menschenseele ,glaube und ,wissenschaft ,rausch ,die ,musik als ,erzieherin ,mutter ,erde ber ,grbchen und ,falten ,das ,wunder der ,wundheilung ,das ,mysterium der ,ernhrung ,die ,haut als ein ,organ der ,seele ,,der ,,rhythmus ,wenn ich es wage1 nach einer ,zeit langen ,reifens die ,frucht stiller ,gedanken den ,lesern dieser ,abhandlungen darzubieten1 so geschieht es gleich bei meinem ersten ,thema mit einem besonderen ,zagen4 ,es ist nicht die ,furcht vor dem gewohnheitsmigen berschumen1 eines wissenschaftlich vielleicht tadelnswerten ,subjektivismus1 die mich zweifelhaft macht1 ob es mir gelingen wird1 ein ,interesse fr das ,gebotene zu wecken1 als vielmehr eine gewisse1 nicht zu berwindende ,ehrfurcht vor dem ,thema selbst1 die immer wieder die einsamen ,versuche1 mich seinem letzten ,sinn zu nhern1 zurckgeworfen hat4 ,ist doch das ,feld des ,rhythmischen fr jeden ,denkenden ein heiliges ,land1 ein stiller ,hort der letzten ,geheimnisse4 ,ahnen wir doch alle1 da seinen dunklen ,hainen die ,quellen entrauschen mssen1 die allen ,erscheinens1 allen ,bewegens1 allen ,lebens unermessene ,strme speisen6 ,statt trocken aufzuzhlen1 was alles fr unser letztes ,streben und fr unsere letzten aus dem ,geschehen abstrahierten ,gesetzmigkeiten dem ,rhythmus unterliegt1 dem ,rhythmus1 diesem wogenden ,wellen von ,sein und ,nichtsein1 von ,stirb und ,werde der ,bewegung1 von ,aufbumen und ,verlschen tiefinnerlichster ,triebe1 statt diese endlose ,kette der rhythmischen ,beziehungen trocken aufzuzhlen1 kann man khn fragen3 was ist denn eigentlich nicht rhythmisch8--und es gibt auf diese ,frage nur eine ,antwort3 ,es ist nichts ohne ,rhythmus6 ,wo etwas ,arhythmisches sich zeigt1 da ist es schon in ,gefahr1 vom ,rderwerk des ,weltallgetriebes zentrifugal aus den ,bahnen geschleudert zu werden1 falls es nicht schleunigst wieder sich einfgt in den ,rhythmus der ,gesamtheit4 ,je weiter unser ,wissen oder sagen wir besser unser ,glaube an unser ,wissen sich vorwagt in die ,labyrinthe geheimsten1 nicht mehr am lichten ,tage offenbarten ,geschehens des kosmischen und irdischen ,getriebes1 um so mehr erkennen wir1 da wir vor dem ,rhythmus wie vor einer letzten ,schwelle anlangen1 welche menschliches ,verstehen von gttlichen ,gesetzen trennt4 ,in der ,tat1 das ,rhythmische ist wohl der tiefste und grundumfassendste ,gedanke1 den wir der schpferischen ,natur nachzudenken vermgen2 hier beim ,rhythmischen1 das wir in den ,bewegungen der gigantischen ,weltkrper nicht weniger am ,werke sehen1 als in den wirbelnden ,atomen der sich zu ,kristallen formenden ,schneeflckchen1 drfen wir uns allerdings einem letzten ,geheimnis1 einem unsern ,menschenhirnen beinahe greifbaren ,ahnen von einem verstndlichen ,sein des ,weltganzen erschreckend nahe fhlen4 ,wir atmen gerade hier im ,rhythmischen gleichsam mit den ,atemzgen des ,weltganzen2 das ,rhythmische ist die zuckende ,scheinwerferbeleuchtung1 in dessen ,licht wir alles ,erkennbare sich abspielen sehen1 ja es ist vielleicht die einzige gemeinsame ,kette1 die uns1 die ,betrachter mit dem ,betrachtbaren1 an ein letztes unbekanntes ,ewiges bindet4 ,knnen wir uns doch das ,chaos nur vorstellen als einen ,gegensatz zum ,rhythmus1 also nur negativ1 nmlich durch das ,fehlen alles ,rhythmischen in dem ,kosmos1 und insofern ist ,hans v4 ,blows ,paraphrase auf ,faust im ,anfang war der ,rhythmus ein verblffend moderner1 tiefgreifender ,gedanke4 ,hier ist eine ,mglichkeit1 wenigstens auf dem ,umwege der ,wahrscheinlichkeit sich der ,gewiheit zu nhern4 ,wrde doch sicherlich der endliche ,fortfall alles ,rhythmischen aus dem ,all die ,welt ins ,chaotische zusammenstrzen lassen4 ,der ,rhythmus ist der ,pulsschlag des ,kosmos1 der lebendige ,atemzug des ,alls1 der alles mit ,bewegung weckendem ,odem durchstrmt4 ,und1 wie unser persnliches ,leben in ,staub sinkt1 wenn ,puls und ,atmung aufhren1 so mte auch die ,welt sterben1 wenn ihr ,rhythmus stillstnde6 ,wie sollte nicht eine ehrfurchtsvolle ,scheu jeden befallen1 der es wagen will1 auch nur einen ,zipfel zu heben von dem tiefverschleierten ,geheimnis8 ,und doch ist das ,problem ein so recht modernes1 immer wieder uns in jeder neuen ,epoche unserer technischen ,klassizitt greifbar vor ,augen gercktes1 da es an der ,zeit erscheint1 einmal auch die ,stellung der menschlichen ,seele zu dem ,rhythmus des ,weltganzen1 ihr ,eingespanntsein in die zuckenden1 rollenden ,rahmen1 in die sich her- und hinschiebenden1 unendlich groen oder unendlich kleinen ,weberspulen des ,weltalls zu untersuchen und die ,rolle des geschwungenen ,mikrokosmus in konzentrischer ,anpassung an den schwingenden ,makrokosmus einer zusammenfassenden ,betrachtung zu unterziehen4 ,mein ,thema1 die ,psychophysik des ,rhythmus1 soll also nicht so sehr sich mit dem ,wesen des ,rhythmus befassen1 obwohl ich einer solchen ,definition nicht auszuweichen gedenke1 sondern es soll im wesentlichen feststellen1 inwieweit auch unser seelisches ,geschehen1 unser ,fhlen und ,denken1 unsere ,ethik und sthetik1 unser ,handeln und ,schaffen1 unsere ,liebe und unser ,ha1 ,sympathie und ,reaktion vom ,grundgesetz des ,rhythmischen beeinflut und beherrscht werden1 um daran die psychophysischen ,mglichkeiten zu erwgen1 welcher ,mechanismen wohl die ,natur sich bedient1 um unsere menschliche ,seele den kreisenden ,ringen des ,ganzen einzufgen4 ,da bei der unendlichen ,reihe der ,beziehungen der ,psyche zum ,gesamtrhythmus diese ,betrachtung nicht erschpfend1 sondern ein ,versuch1 eine ,skizze1 vielleicht nur eine ,anregung sein kann1 bedarf wohl nicht einer besonderen ,begrndung4 ,schon mehrfach habe ich versucht1 eine ,art philosophischen ,glaubensbekenntnisses abzulegen1 das in dem ,satze wurzelt3 ,die treibende ,kraft des ,weltganzen ist fr den ,menschengeist ewig unerkennbar1 undefinierbar1 unverstndlich1 kann niemals der ,gegenstand wissenschaftlicher ,analyse sein4 ,was wir von ihr zu verstehen glauben1 ist nur ihr ,verhltnis zu den wechselnden1 erforschbaren1 variierbaren ,hemmungen1 die ihr eingeschaltet sind1 bzw4 die wir ihr selbst knstlich einschalten1 um dann ihre von den ,widerstnden erzwungenen uerungen zu studieren4 ,die ,kraft1 an sich einheitlich und unzertrennbar1 berall und unvergnglich1 allgegenwrtig und allmchtig1 wird zu einem sich nur scheinbar selbstwandelnden1 metamorphisierenden1 irisierenden ,proteus1 nicht aus eigener spielerischer ,variationslust1 sondern die ,hand der ,hemmung zwingt sie1 ihr ,gewand von ,fall zu ,fall zu wechseln4 ,die ,art der ,widerstnde bestimmt die ,art der uerung der an sich unvernderlichen ,urkraft4 ,die gesamte ,physik ist nichts als eine ,lehre von den ,widerstnden4 ,die ,chemie ist ebenso nichts als eine ,lehre von der ,variabilitt der ,krpereigenschaften unter der ,variabilitt der ,bedingungen1 unter denen sie aufeinander wirken4 ,wir wissen z4,b4 nichts vom ,wesen der ,schwerkraft1 wir studieren aber ihre ,gesetze am ,widerstand1 welche den fallenden ,krften die verschiedenartig abgenderte ,luft entgegensetzt4 ,wir wten nichts von der ,elektrizitt1 wenn wir nicht gelernt htten1 der ,gesamtkraft spezifische ,widerstnde einzuschalten1 welche sie zwingen in einer ,form sich zu uern1 welche wir elektrisch nennen4 ,die ,art1 in welcher die ,kraft die ,hemmung durchbricht1 ihr ausweicht1 um sie herumzukommen sucht1 ist entscheidend fr die neuen ,eigenschaften1 welche die unendlich variable ,urkraft anzunehmen befhigt ist4 ,die ,faust der ,hemmung und des ,widerstandes ist es1 welche dem ,weltganzen ,form und ,richtung gibt und welche auch in dem ,organischen als ,gesetz der variablen ,bedingungen1 als ,anpassung an die ,widerstnde des ,milieus ihre universelle ,macht tglich mehr erkennbar entfaltet4 ,wir werden uns ewig umsonst bemhen1 das ,wesen irgendeiner ,kraft zu analysieren1 es gibt keine ,erforschung von dem eigentlichen ,agens der ,welt--sein fhlbares ,dasein verdichtet unser ,denken zum ,gedicht1 zur ,andacht1 zum ,glauben1 die ,kraft und ihr religiser ,name ,gott ist darum kein ,gegenstand wissenschaftlicher ,analysen4 ,was aber um so erfolgreicher der menschlichen ,erkenntnis unterworfen ist1 was in gewissem ,sinne sogar unserer experimentellen1 knstlichen ,abnderung der ,weltbedingungen unterliegt1 das ist die ,hemmung1 die ,lehre von den ,widerstnden3 das ist eigentlich das ,problem aller ,wissenschaft4 ,die ,lehre von der ,macht der ,hemmungen ist eins der ,grundgesetze der ,weltmechanik4 ,hier hat auch die ,definition von dem ,sinne des ,rhythmus im ,weltganzen einzusetzen1 wenn sie bis zu den erkennbaren ,grundanschauungen1 gleichsam bis zu den ,mttern des ,wissens vordringen will4 ,der ,rhythmus ist nmlich eine ,art ,kompromi zwischen ,kraft und ,widerstand1 ein wechselseitiges ,gegeneinanderprallen1 ,sichausweichen1 ,sichfliehen und -finden1 ein harmonisches ,spiel von ,energieentfaltung und ,hemmungsbettigung1 das ,sichumkreisen und ,sichumsprudeln zweier nie ganz vereinbarer ,gegenstze2 der ,rhythmus ist gleichsam eine ,ehe zwischen ,kraft und ,hemmung1 die in ,harmonie nur durch ein stndiges wechselndes ,nachgeben des einen und des andern zu erhalten ist4 ,der ,rhythmus bekundet die immer hin- und herschwankende ,bilanz zwischen dem ,ja und ,nein des ,lebens und der ,bewegung1 er ist ein immer hin- und herpendelnder1 wechselnder ,wert zwischen ,plus und ,minus1 eine an- und abschwellende ,diagonale im ,parallelogramm von ,kraft und ,widerstand4 ,und seine eigentliche ,ursache8 ,die ,aktivitt der ,kraft auf der einen ,seite und die ,elastizitt der ,materie auf der andern4 ,die ,kraft1 nach allen ,seiten gleichmig aktiv1 geht gegen den ,stoff gleichsam an1 um ihn aus dem ,wege zu schleudern1 er weicht aus1 verdichtet sich1 diese ,verdichtung komprimiert sein innerstes ,gefge1 wodurch wiederum der ,widerstand erhht wird1 den er der ,kraft bietet1 so da diese nicht wie eine ,welle den ,schlamm langsam durchrinnt1 sondern wie eine ,woge vom starren ,felsen schumend zurckgeworfen wird4 ,aus diesem ,anprall1 dieser ,verdichtung der ,materie und dem ,wachsen ihres rckstogebenden ,widerstandes setzt sich der ,rhythmus1 dieser ,tanz zwischen ,aktion und ,hemmung1 zusammen4 ,das ,herz der ,welt1 die ,kraft1 treibt seinen ,strom in alle ,adern1 die ihm die ,widerstnde lassen1 und alle ,strme rinnen1 abprallend und abgeschleudert vom ,widerstande des ,alls1 zurck in ihre anfngliche1 urewige ,quelle4 ,das ist der ,kreislauf der ,kraft1 das ist der ,puls der ,welt1 der ,rhythmus6 ,war das ,gesetz des ,rhythmischen1 der ewigen ,wiederkehr aller ,dinge vom ,sternenhimmel her1 von ,tag und ,nacht1 von ,schlaf und ,wachen1 von ,ebbe und ,flut1 von ,jahreszeiten1 von ,krankheiten und ,strungen des ,wohlbefindens1 von ,geburt und ,tod1 von ,saat und ,ernte1 von ,wind und ,wetter1 von ,ha und ,liebe--kurz von jeder ,form der ,polaritt her bekannt1 die einzig auf unsere ,sinne zu wirken imstande ist1 und hat man zu allen ,zeiten in dem ,bewegten leicht und schon in den ,kinderschuhen der ,wissenschaft dies ,gesetz des metrischen ,bewegungswiederholens1 dieses ,pendelns der ,erscheinungen sinnfllig beobachtet1 so ist doch erst den neuesten ,forschungen ber ,elektrizitt1 nmlich der ,lehre von den ,ionen und ,elektronen1 die ,anschauung zu danken1 da auch die festesten ,krper der ,erde nur scheinbar fest sind1 da wir annehmen mssen1 im inneren ,gefge des starren ,steins eines ,felsens kreisen ,milliarden kleinster ,teilchen mit einer so unendlichen ,schnelligkeit und einer so vollkommen harmonischen ,gleichmigkeit1 da unseren ,sinnen so ein innerlich von rasender ,bewegung durchstrmter ,krper eben fest nur erscheint1 hnlich wie ja auch das scheinbar festeste ,ding der ,welt1 die ,erde1 in ,wirklichkeit in sausendem ,rhythmus der ,selbstdrehung und der ,drehung um die ,sonne dahinrast4 ,es gibt schlechterdings vom heutigen ,standpunkte aus nichts ,festes mehr1 sondern alles ist rhythmisch bis in die mikroskopischen ,skelettgefge hinein1 mehr oder weniger in schwingender ,bewegung1 so da der ,unterschied der ,aggregatzustnde der ,krper1 fest1 flssig1 luftfrmig1 sich als ein ganz rmlicher ,schulmeisterkniff herausgestellt hat1 um den braven ,faustlehrlingen statt des ,brotes der ,wahrheit den ,stein grbster ,sinnentuschung hinzureichen4 ,es mte fr einen phantasiebegabten ,mathematiker eine seltsam lockende ,aufgabe1 wie ein letzter ,triumph des mathematischen ,gedankens sein1 fr jeden sogenannten festen ,krper die ,idealformel finden zu wollen1 gewissermaen die unendlich schnell rotierende lineare ,kurve darzustellen1 die1 um ihre ,achse sich drehend1 dem ,auge nicht minder wie der tastenden ,hand den ,eindruck des ,krperlichen hervorruft4 ,nach ,gramann hat jede auch noch so komplizierte ,form1 jeder ,kristall1 aber auch jede amorphe ,gestalt eines ,krpers gewissermaen ihr ideelles ,rotationsskelett1 ebenso wie etwa eine ,kugel entstanden gedacht werden kann durch einen ,komplex unzhliger konzentrischer ,kreise1 welche alle in den verschiedensten ,achsen sich um- und durcheinander drehen4 ,htte ,gramann doch die ,zeit der elektrischen ,analyse der ,atombewegung erlebt1 die uns zwingend gelehrt hat1 da tatschlich alle ,eigenschaften der ,stoffe1 auch ihre ,form1 ,folgen unendlich variabler1 rhythmischer ,atomschwingungen1 kleinster symmetrisch bewegter ,stoffteilchen1 der aktiven ,elektronen1 sind6 ,wir wissen jetzt mit aller ,bestimmtheit1 da durch diese gleichmige1 bis in das feinste ,krpernetz ausgedehnte1 symmetrische ,atombewegung ,farbe1 ,gefge1 ,aussehen und das ganze ,heer der physischen und chemischen ,eigenschaften der ,krper bedingt ist4 ,wir ,modernen wissen also auch1 da der ,rhythmus somit auch im ,unsichtbaren oder auch nur ,erschliebaren1 selbst in der ,idee der ,dinge seine ,macht entfaltet4 ,die ,wellen1 die das ,meer aufwirft und am ,widerstand der ,dne verrinnen lt1 nur um im mikroskopischen ,gefge des ,sandes1 der ,luft1 der ,pflanzen1 der ,tiere ihren ,rhythmus weiter zu spinnen1 sie durchrauschen auch das ,meer der ,luft1 als ,licht und ,ton1 als ,elektrizitt und ,wrme in unendlich variabler ,gestalt1 und alles dies ,bewegte1 ,wogende1 ,wellende ist nichts als die ,urkraft ther1 von dem ,urwiderstand1 in unausdenkbaren ,variationen zu kleinsten ,krperchen zusammengeballt oder zerrissen1 die wiederum in unbeschreibbar zahlreichen ,bewegungskurven sich untereinander umkreisen und tatschlich nicht den ,gegenstand stofflich ausmachen1 sondern ihn immer kreisend1 rollend1 kurven- und wellenbildend jeden ,augenblick von neuem bilden4 ,es sind ,weberschiffchen1 goldene ,eimer1 ,tautrpfchen des ,alls1 die nach ewigen ,gesetzen ihres ,daseins ,kreise mit ,bewegung vollenden1 und zugleich ist hier das ,webende das ,gewebte1 der schpfende ,eimer ist der ,trank1 der ,tropfen die neue ,quelle6 ,die ganze moderne ,elektrizittslehre ist nichts als ein ,hymnus auf den schwingenden ther1 aus dessen unendlich variabler ,bewegungsschnelle um den ,widerstand des ,krperlichen alle ,form und alle ,bewegung geboren wird4 ,es knnte dem ,denker schwindeln bei der ,vorstellung1 da das ,sandkorn mit seinen ,milliarden schwingender therklmpchen nichts mehr und nichts weniger ist als ein ,weltall fr sich1 ein ,weltall mit einem geschlossenen ,system sich umrasender ,sterne1 wenn nicht dieser ,gedanke zugleich etwas unendlich ,befreiendes htte4 ,es gibt eben kein ,gro und ,klein in der ,welt1 die ,sorgfalt des ,gesetzmigen war nicht um ein ,titelchen weniger intensiv beim ,aufbau des ,eiskristalles als bei der ,komposition des ,planetendiadems um den ,edelstein ,sonne4 ,weder im ,grten noch im ,kleinsten kennt die ,natur eine ,begrenzung1 und jedes neue ,untersuchungsmittel erweitert nur den ,kreis der ,probleme nach oben ins ,gigantische1 nach unten ins ,winzigste6 ,also sind auch wir1 die ,menschen1 denen die ,sonne ,augen schuf1 um sie zu bewundern und in ihren ,strahlen ,leid und ,glck dieser ,erde zu beweinen oder zu bejauchzen1 also sind auch wir genau soviel wert und wichtig wie die ,sonne selbst1 aber auch das ,sandkorn ist ihr und uns gleich wert4 ,lehrt diese ,lehre nicht eine grandiose ,piett nicht nur gegen das ,mitlebende1 sondern auch gegen das ,mitunbelebte8 ,da es nun also feststeht1 da aus allem ,sichtbaren und ,unsichtbaren 7alles als physikalisch bewegte ,materie gedacht7 ein unendlich komplizierter ,bewegungsrhythmus sich gleichsam herauskristallisieren lt1 da es nun auf der ,welt nichts ,unbewegtes und nichts ,arhythmisches geben kann1 so mu auch das ,organische dem ,gesetze des ,rhythmus in gleicher ,weise unterstellt sein4 ,und in der ,tat ist ja die ,lehre von der ,determination nur eine ,variation von der rhythmischen ,abhngigkeit auch alles organischen ,geschehens vom ,rhythmus des ,weltganzen4 ,was wir ,geschick oder ,zufall nennen1 ist immer nur der ,schnittpunkt1 wo der ,rhythmus des inneren ,lebens mit dem ,rhythmus des ueren zusammentrifft4 ,wenn man sagt mit ,darwin1 das ,organische hat sich den wechselnden ,bedingungen angepat1 so kann man das bis in die gleichsam mikroskopische ,denkweise auch so ausdrcken1 da der ,rhythmus der organischen ,substanz in ,bewegung sich1 um lebensfhig zu sein1 stets dem ,rhythmus der ,gesamtheit einfgen mute4 ,leben konnte also nur bestehen in gleichsam konzentrischer ,einfgung des ,einzelrhythmus in den kosmisch-tellurischen ,gesamtrhythmus4 ,wenn dieser ,allrhythmus variierte1 so mute also auch der ,sonderrhythmus folgen1 und so lst sich fr uns die ,entwicklungslehre auf in eine ,lehre von der variablen ,hemmung als eigentlicher ,gestalterin der ,variationen der ,lebenserscheinungen1 welche stets dem ,hemmungsfortfall der ,weltbewegungen als ,ganzes gedacht unweigerlich folgen muten und noch mssen4 ,solche ,hemmungsfortflle und rhythmischen ,variationen sind nun im ,all und auf ,erden durch ,versinken und ,erlschen zahlloser ,welten direkt erweislich1 und ich bekenne mich in diesem ,sinne ohne ,zgern zu einer ,art moderner ,astrologie1 wonach das ,organische sehr wohl seine ,bildungsvariationen dem kosmischen ,geschehen verdanken kann und wonach die ,form der ,lebewesen1 die ,entwicklung neuer ,arten vielmehr buchstblich im ,himmel beschlossen wird als auf unserem winzigen ,planeten4 ,der mechanische ,weg dieser ,abweichungen wird uns einzig und allein verstndlich mit dem ,bilde der rhythmischen ,einbeziehung alles ,mitbewegten in den ,strudel des ,weltganzen1 der in den ,nebeln des ,orion nicht weniger am ,werke ist als bei der ,bildung einer ,emulsion aus ,fett und ,wasser oder dem ,zusammenrhren einer ,mayonaise4 ,der ,weltallsrhythmus weist auch dem ,organischen ,pole und quator zu und gibt ihm1 seinem eigenen gewaltigen ,takte eingefgt1 das stabil-harmonische ,gleichgewicht4 ,zu diesem ,gleichgewicht gehrt1 was meines ,wissens noch nie betont ist1 auch die ,form1 die1 wie wir nun gezeigt haben1 ja sich mit ,hilfe der ,elektronenlehre sehr wohl auffassen lt als in direkter ,abhngigkeit von der ,rhythmik der ,atome4 ,die gesamte ,morphologie wird sich einst auflsen lassen in eine ideelle ,rhythmologie6 ,wie aber sollen wir uns berhaupt die ,rhythmik des ,organischen vorstellen8 ,wie konnte sich vom anorganischen ,kreisen der ,materie1 gleichsam gegen den ,gesamttakt1 die ,synkope des ,lebens loslsen8 ,nun1 die ,wissenschaft der ,kristallisationen und der ,kolloidalsubstanz1 die ,chemie der ,eiweivorstufen der ,peptone und ,albumosen erkennt einen prinzipiellen ,gegensatz zwischen belebter und unbelebter ,substanz schon lange nicht mehr an4 ,mit ,fug und ,recht kann man jetzt schon von einem ,kristalleben sprechen1 wie von ,ha und ,lieben der ,elemente4 ,die ,wahlverwandtschaft im ,goetheschen ,sinne ist lngst ein chemischer ,begriff1 und schon lange hat man das ,lcheln verlernt ber den alten ,fechner1 welcher khn den ,sternen und auch der ,erde alle ,kriterien lebendiger ,wesen zusprach4 ,aber trotz allem bleibt dem organischen ,leben deutlich ein ,sonderrhythmus brig1 der mit der vielleicht nur scheinbaren ,freiheit der ,bewegungen der belebten ,materie eine ,ausnahmsstellung vom starren und konstanten ,rhythmus des ,anorganischen sichert4 ,mglich1 da keine anderen ,gesetze im ,organischen walten als im ,unorganischen1 eine durchgreifende1 prinzipielle ,variation des ,krftekreises mu doch stattgefunden haben1 damit die ,materie zum ,stoffwechsel1 zur ,eigenbewegung1 zur ,fortpflanzung1 schlielich zum ,denken gelangte4 ,ich will hier der ,versuchung widerstehen1 ein neues ,mrchen der ,schpfungslehre auszuspinnen und es den wundervollen ,dichtungen der ,bibel und dem ,traum ,goethes und ,darwins1 dieser beiden ,patriarchen des ,entwicklungsgedankens1 anmalich anzureihen--um ein ,mrchen mit dem ,beginn es war einmal6 kommen wir ja bei den ,schpfungsphantasien nie herum1 denn kein ,mensch wird je wie ,mephisto ausrufen knnen3 wir waren selbst dabei--3 ich will nur auf die ,mglichkeit hinweisen1 da ein ,fortfall kosmischer ,hemmungen bestimmend gewesen sein kann fr eine bis dahin neue1 aber doch im ,wesen der allmchtigen ,krfte liegende ,variante kompliziertester ,rhythmen1 die wir eben ,leben nennen4 ,unter der ,faust der ,hemmungen mag sehr wohl das rhythmische ,gefge des ,anorganischen unendlich konzentriert und zu besonders dichter1 latenter ,energie in den ,stickstoffverbindungen zusammengepret1 gleichsam zu einer unendlich komplizierten ,kraftspirale aufgezogen und verankert worden sein1 bis dann wieder durch himmlisches ,geschehen die letzte ,hemmung der aufgespeicherten latenten ,krfte fortfiel3 gleichsam wie lebendiges ,gewrm hervorquillt unter einem erhobenen ,stein1 wo es zuvor dem ,auge unerreichbar in ,fesseln lag1 oder wie ein ,schlssel1 ein ,funke1 ein ,schlag1 ein ,sprung eines ,kessels ,dinge sind1 die aufgespeicherten ,energien ,gelegenheit zum ,hervorbrausen gewaltiger ,spannungen ,veranlassung gibt4 ,schliet nicht die befruchtende ,samenzelle1 das ,spermatozoon1 am ,ei mit goldnem ,schlssel die ,hemmungen auf1 so da sich die verborgenen ,wunderwerke des ,leibes auftun und emporblhen zu kniglichen ,thronen des ,lebens und der ,gedanken8 ,schlft nicht alles ,leben im ,mutterscho wie ,dornrschen in den ,hecken1 bis ein einziger ,ritterku den hemmenden1 bannenden ,zauberschlaf hinwegscheucht8 ,in sich geschlossen1 in immer gleichem ,rhythmus um sich selber kreisend1 liegen die anorganischen ,bausteine wie in einer undurchdringlichen ,zauberkapsel1 bis der ,keim der ,befruchtung eindringt1 die ,hemmung aufschliet und sich das ,werk vollendet4 ,was ist denn ,zeugung und ,ernhrung anderes1 als ein ewiger ,austausch verschiedenartigster rhythmischer ,spannkrfte auf kleinstem ,raum der ,zellsubstanzen zusammengepret1 ein dauerndes ,kartenmischen tierischer und pflanzlicher ,rhythmentrger durcheinander8 ,was ist ,arzenei- und ,giftwirkung anders1 als das ,eingreifen aufgesammelter1 von der ,sonne akkumulierter ,spannkrfte in die ,rhythmen des organischen ,geschehens8 ,wie kann eine ,auenkraft dem inneren ,gefge anders ntzen1 als indem sie ,schwungkraft den ermattenden ,rhythmen hinzufgt8 ,das ,leben wird nur vom ,leben gepeitscht1 getrieben1 emporgehoben wie der brodelnde ,schaum der ,flssigkeiten1 in die ein ,trpfchen ,sure fllt4 ,auch in chemischen ,verbindungen werden ,hemmungsketten fortgerissen1 damit latente ,krfte zu neuen ,formenkreisen sich stabilisieren4 ,ich will das berauschende ,bild1 wo ,rhythmus sich zum ,rhythmus gesellt1 um neue ,formen hervorzubringen1 nicht weiter ausspinnen1 es gengt mir1 die ,mglichkeit betont zu haben1 da das ,leben nichts ist als eine neue1 durch ,hemmungsfortfall ermglichte rhythmische ,wellenform der sogenannten unbelebten ,krfte4 ,in diesem ,sinne kann in der ,tat das ,leben rhythmisch als eine ,synkope des ,weltallrhythmus1 als eine ,sondertaktbewegung1 nur scheinbar losgetrennt von der ,symphonie des ,ganzen1 definiert werden4 ,es mag einen langen ,schlaf gehabt haben im ewigen ,barbarossagrab3 der ,felsen brach1 die ,hemmung fiel1 und die junge ,majestt des ,organischen stieg auf den ,thron der ,erde4 ,wenn wir diese ,anschauungen in uns lebendig werden fhlen1 so mu natrlich zwingend das ,motiv des ,rhythmischen in allen ,phasen des menschlichen ,betriebes1 krperlich und geistig1 nachweisbar sein4 ,es ist lngst bekannt1 welche ,rolle die ,periodizitt im ,krperlichen und ,geistigen spielt1 wie die ganze ,summe physischen und psychischen ,geschehens in unserem ,leibe und unserer ,seele in dauernder ,abhngigkeit vom ,rhythmus ist1 von dem wiederum gar nicht anders zu denken ist1 als da er in ,harmonie mit dem ,welttakte sein mu1 um nicht einfach hinweggefegt zu werden vom ,schwungrad des ,kosmos1 wie ein ,sonnenstubchen vom wehenden ,atem4 ,ich will niemand behelligen mit der ,aufzhlung aller physiologischen und pathologischen ,periodizitten1 den ,bedingungen des ,pulsschlags und der ,atmungszahl1 den periodischen ,sekretionen1 ,schlaf und ,wachsein1 ,pubertt und ,adynamie1 ,ein- und ,ausgabe der ,nahrungsmittel1 nicht mit der ,rhythmik der ,schmerzanflle1 der ,krmpfe1 der ,zuckungen1 ,wallungen und ,blutungen1 ich will nur verweilen bei dem psycho-physischen ,grundgesetz des ,rhythmischen auch im menschlichen ,leben und will den ,mechanismus zu ergrnden suchen1 auf dem sich auch dieses psycho-physische ,geschehen auf einem ,widerspiel zwischen ,aktion und ,hemmung1 als dem eigentlichen ,grunde der ,rhythmik1 aufbauen lt4 ,ich mu hier bemerken1 da ich alles seelische ,geschehen in ,abhngigkeit setze von einer ,aktion der ,nervenstrme und einem ,hemmungsmechanismus1 einer ,art periodischer ,isolation durch die ,neuroglia1 bzw4 von dem sie durchstrmenden ,blutsafte1 welcher ja nach ,ritters ,untersuchungen aus ,biers ,schule in der ,tat stromhemmende1 ,nervenerregungen einbettende ,kraft hat4 ,danach ist es leicht1 sich vorzustellen1 da das mit dem ,herzpulse einstrmende ,blut periodisch die ,ganglien auer ,kontakt setzt und da die ,pause der ,herzbewegung diejenige ,zeit ist1 innerhalb welcher die ,ganglien ,anschlufreiheit besitzen4 ,die rzte wissen1 welche ,rolle ,blutmischungsanomalien fr die ,art der ,anschlsse im ,gehirn spielen1 wie ein verdnntes1 hemmungsarmes ,blut naturgem zu ,erregungen und ,unruhen1 ngsten und ,wahnvorstellungen und ,schmerzempfindungen disponiert2 wie ,hunger und ,krankheit1 vernderte innere ,sekretion ein ganzes ,heer abnormer ,nervenstrungen hervorrufen kann4 ,sie wissen alle1 wie die ,herausnahme der ,schilddrse unter berladung des ,blutes mit ,hemmungssften1 wie bekannt1 auch den geistreichsten ,menschen zu einem ,idioten machen kann4 ,wir wissen1 da die ,nebennieren einen ,stoff produzieren1 welcher selbst auf peripheren ,nerven die allerenergischste ,stromausschaltung zuwege bringt1 und den ,irrenrzten ist bekannt1 wie wichtig ein normaler ,hemmungsmechanismus fr den ,bestand der ,seele ist4 ,es kann keine ,frage sein1 da1 wenn der ,blutsaft die ihm von mir vindizierte ,kraft der ,ein- und ,ausschaltung besitzt1 das eigentliche ,wesen der ,persnlichkeit1 das ,temperament eine ,frage der rhythmischen greren oder geringeren ,reaktionsfhigkeit der ,nervenzentren sein mu1 da die ,zahl der aufgenommenen ,eindrcke and ihre ,verarbeitung zu ,vorstellungs- und ,willensimpulsen in direkter ,abhngigkeit von rhythmischen ,individualitten sein mu1 die wiederum in ,abhngigkeit von der rhythmisch ein- und ausschaltenden ,saftfllung des ,gehirns steht4 ,der alte ,volksglaube von dem leichten und schweren ,blute findet hier also seine durchaus plausible wissenschaftliche ,begrndung2 das ,menschenherz ist nicht nur die grobmechanische ,druckpumpe fr ,blutbewegungen1 es spielt in seinen rhythmischen ,zuckungen auch fr das ,nerven- und ,gemtsleben eine wichtige1 wenn auch bisher noch wenig gewrdigte ,rolle4 ,aber noch in einem ganz anderen ,sinne ist die ,herzbewegung der eigentliche ,manometer der harmonischen ,einstellung des ,nervenlebens in den ,gesamtrhythmus aller ,erscheinungen4 ,schon ,ernst v4 ,baer hat die geistreiche ,frage gewagt1 wie wohl unsere ,wahrnehmungen sich anders gestalten wrden1 wenn wir nicht1 wie jetzt1 in einer ,sekunde etwa zehn ,einzelwahrnehmungen zu apperzipieren fhig wren1 in einem ,zeitraum1 der durchschnittlich genau bereinstimmt mit dem ,ablauf eines ,herzpulses1 und er hat plausibel gemacht1 da schon die ,fhigkeit1 innerhalb einer ,sekunde etwa #cj ,beobachtungen machen zu knnen1 uns zwingen wrde1 das ganze ,weltbild anders zu sehen4 ,wir wrden die ,flintenkugel als einen ,strich1 alle ,himmelskrper als leuchtende ,kreise wahrnehmen knnen1 und wrden von jedem ,sinne her der ,welt als total anders erkennende ,wesen gegenberstehen4 ,wir knnen jetzt hinzufgen1 da wir schon mit bloem ,auge die festen ,gegenstnde nicht mehr als fest bezeichnen knnten1 sondern da wir etwas von ihrer innerlichen1 rasenden ,bewegung wahrzunehmen vermchten4 ,wir sind also mit unserm rhythmischen ,spiel von ,puls- und ,nervenaktion einerseits und ,sinneseindrcken andererseits so in den ,rhythmus des ,ganzen eingestellt1 da unser ,harmoniegefhl direkt abhngig ist von diesem rhythmischen ,ma unserer ,wahrnehmung in ,sekunden4 ,natrlich erklrt sich auf diese ,weise am einfachsten das ,zeitliche im ,begriff alles ,rhythmischen4 ,zeit ist eben die mit dem ,ma unseres eigenen rhythmischen ,wahrnehmens gemessene und empfundene ,bewegung des ,alls4 ,das fhrt uns direkt zu einem ,verstndnis des sthetischen4 ,wir haben nur von denjenigen ,rhythmen der ,auenwelt den ,eindruck des ,lebenfrdernden1 ,erhebenden1 ,daseinsteigernden1 welche sich dem ,rhythmus unserer inneren ,aktionen harmonisch einfgen1 richtiger1 sofern wir sie in uns harmonisch zu verschmelzen imstande sind4 ,daseinsteigernd im sthetischen ,sinne sind eben nur diejenigen ,rhythmen1 welche unserm persnlichen ,sinnesrhythmus synchron zu verbinden sind bzw4 ihn ohne ,widerstand und ,disharmonie zu erhhen imstande sind4 ,das schliet nicht aus1 da auch der ,konflikt der ,rhythmen auer uns mit denen in uns als ,kontrastempfindung nach vollzogenem ,ausgleich lusterhhend1 doch nur indirekt wirken kann1 aber im allgemeinen ist zu einer sthetischen ,freude die ,einfgung der lusterweckenden ,rhythmen in den ,rhythmus unserer ,nervenstrme unerllich4 ,insofern hat alles deutlich erkennbar ,rhythmische einen erheiternden1 erhebenden1 freudewirkenden ,einflu1 berall besteht ein geheimes ,verhltnis seiner ,schwingungszahl zur ,schwingungszahl unserer ,nervensubstanz1 mag das nun an einer schngeschwungenen ,linie1 an einem ,akkord1 an einer ,farbengebung1 an einem ,wohlgeruch oder an einem ,hautgefhl sich bettigen4 ,die ,rhythmen der schnen ,dinge mssen einfgbar sein in die ,rhythmen unserer ,sinnesschwingungen1 um sthetisch zu wirken1 das ist das ,grundgesetz der ,kunst1 so variabel fr den einzelnen1 weil eben diese innenwirkende ,schwingungszahl eine durchaus persnliche ,gleichung ist4 ,ist in diesem ,verhltnis doch auch der eminente ,einflu alles ,rhythmischen1 seine suggestive bertragbarkeit begrndet4 ,der ,redner1 der ,dichter1 der ,schauspieler reit mich darum in seinen ,bann1 weil dem ,schwungrad seiner ,begeisterung alle meine ,seelenrder sich im geheimen ,gleichtakt einstellen1 und ich bin im ,bann eines jeden ,menschen1 dessen seelische ,schwingungen mich gleichsinnig zu bewegen imstande sind4 ,die ganze ,macht der ,imitation1 ja der hnlichkeiten1 beruht auf diesem ,einstellungsverhltnis zwischen ,auenwirkung und ,innenbewegung4 ,und fragen wir1 auf welchem ,wege diese ,rhythmusakkomodation sich abspielt1 so gibt es nur einen erkennbaren ,weg des ,ausgleiches zwischen ,wahrnehmung und innerer ,anpassung1 der ist die ,marconiplatte des ,nervus ,sympathicus1 dessen enormen und oft blitzartigen ,einflu auf ,herzbewegungen und ,gefspannungen die rzte lange kennen4 ,hat aber die ,herzbewegung ,einflu auf unsere ,ein- und ,ausschaltungen im zentralen ,nervengebiet1 so ist der ,kontaktkreis geschlossen3 der sympathische ,auenweltrhythmus erhlt seine rhythmische ,konsonanz im ,innern4 ,die ,vorgnge sind also viel mechanischer1 als man gemeinhin anzunehmen geneigt ist4 ,ein zndendes ,wort1 eine schlagende ,formel1 eine leuchtende ,wahrheit hat oft die ,kraft1 unser ganzes ,innere blitzartig zu erhellen1 weil sie ,spannkraft genug hat1 die schlummernden ,wellen unserer ,seele mit rhythmischem ,lichte zu durchbrausen4 ,dem metrischen1 schn gefgten ,wortreiz liegt oft eine verborgene ,harmonie zu unserem ,atmungsrhythmus zugrunde1 und es wre eine dankbare ,untersuchung1 festzustellen1 wie aus den mglichen ,atmungsvarianten sich die ,versmae herleiten lassen4 ,ist doch nicht1 wie ,bcher meint1 die ,arbeit der ,vater des ,rhythmus und der ,musik1 sondern ist doch vielmehr der ,rhythmus der ,arbeit mit dem typischen ,niederschlag des ,hammers in der ,exspirationspause1 also beim ,ausatmen1 und das ,ausholen beim ,einatmen eben die direkte ,folge des ,atmungsrhythmus1 so da dieser selbst fr ,melodie und ,rhythmus des ,gesanges den ,ursprung bedeutet4 ,rhythmus und ,arbeit sind beides nur ,funktionre unserer ,atmungsmechanik1 die ,csuren einer ,melodie sind ursprnglich die naturgemen ,pausen zum ,atemholen4 ,wir wissen1 da es ,schwingungen der ,luftwellen gibt1 welche von einer solchen rhythmischen ,schnelligkeit sind1 da wir sie mit dem ,ohre allein nicht wahrnehmen knnen4 ,wir hren nicht mehr das ,geigenspiel gewisser ,zikadenarten1 trotzdem es mit ,kunsthilfe wahrnehmbar und berechenbar ist1 hnliches mag bei vielen anderen ,sinneswahrnehmungen der ,fall sein1 so da schon aus diesen ,tatsachen der ,satz sich herleiten lt1 der ,rhythmus unserer ,nervenschwingungen bermittelt uns nur einen ,teil der ,weltallsrhythmen1 und dieses ,verhltnis lt uns die ,mglichkeit nicht von der ,hand weisen1 da es ,menschen mit einer ,feinheit der ,sinnesrhythmen geben mag1 welche mehr ,dinge wahrnehmen1 als der ,durchschnitt4--,haben wir bisher im wesentlichen die rhythmischen ,wogen betrachtet1 welche von den brausenden1 chaotischen ,kraftwellen stammen1 die die ,auenwelt gegen die seelischen ,gestade wirft in nimmer ruhendem1 vom ,weltallsodem gepeitschtem ,wogenspiel1 so bleibt uns noch brig1 dem rhythmischen ,hin- und ,hergleiten der inneren1 scheinbar aus eigenem ,herd geborenen1 summenden und kreisenden ,nervenspindeln zu lauschen4 ,war schon der ,mensch als organisches ,wesen in seiner ,gesamtheit aufzufassen als ein ,system rhythmischer ,durchflutungen fr sich1 abgetrennt vom ,kraftspiel der anorganischen ,masse1 so ist noch viel mehr seine ,seele eine fr sich und vielleicht einzig dastehende1 still verschlossene ,kammer wunderbaren rhythmischen ,spiels1 die ihn in eigener ,weise befhigt1 mit den ,eindrcken der ,auenwelt innen frei zu schalten und zu walten4 ,haben nicht auch diese seine der ,phantasie zugeborenen ,ttigkeiten ihre offenbare1 zwingende ,beziehung zur ,rhythmik8 ,ist nicht eigentlich die ,phantasie die ,gabe1 sich mit allen seinen ,gedanken in den ,rhythmus des ,andern auer uns1 sei es ,mensch1 ,tier1 ,pflanze oder ein ,unbelebtes1 selbst ein ,gedachtes1 hineinzuversetzen8 ,wo wre der ,knstler1 der einen ,gegenstand voll und berzeugend darzustellen vermchte1 wenn er nicht zuvor vllig eins geworden wre mit dem ,rhythmus und der ,wesensart des ,darzustellenden1 der nicht aufjauchzte1 wenn er sein eigenes inneres ,empfinden1 die ,schwingungen des persnlichen ,ichs verschmelzen fhlt mit dem erschauten ,objekt8 ,das ist aber nur mglich1 wenn er gleichschwingend den ,einklang fhlt1 in dem der ,rhythmus des ,gegenstandes mit der eigenen inneren ,rhythmik verschmilzt4 ,sich hineinversetzen heit doch nichts anderes1 als sich das ,gefhl des ,anderen und sei es eines ,gegenstandes einzuverleiben mit ,hilfe der ,phantasie und so selbst ,lebloses mit dem ,strom des eigenen ,lebens betrachtend zu erfllen4 ,wehe dem ,knstler1 der nicht rhythmisch verschmilzt mit dem ,objekt1 das er darstellen will3 er mu ein ,stein sein knnen1 wenn er ihn malt1 eine ,blume1 wenn er ihres ,kelches ,schnheit herbeizaubern will1 ein ,kind1 wenn er sprechen will1 wie ,kinder sprechen1 und eine ,wolke1 wenn er mit ihr seine ,lieder wandern lassen will4 ,der echte ,knstler steckt in ,woge und ,wald1 die er malt1 ist ,knig und ,bettler1 wenn er sie darstellt1 hat ihren ,stolz und ihren ,hunger1 trgt ihren ,szepter und ihren ,bettelstab4 ,wie reich macht doch die ,phantasie1 indem sie den ,verwandlungsmantel ber unsere ,seele legt1 so da schlechterdings nichts unerreichbar wird6 ,aber auch der ,wissenschaftler1 der ,entdecker und der ,erfinder wird niemals zu neuen ,offenbarungen gelangen1 wenn nicht die ,intensitt seines ,einfhlens in die ,materie ihn befhigt1 den ,rhythmus des zu ,schauenden bis zu dem geheimen ,motor der kreisenden ,atome zu erfassen und das ,geschaute auch anderen1 weniger ,einfhlungsfhigen zu bermitteln4 ,wo wre der ,redner1 der ,erzieher1 der ,prophet1 der wirken knnte ohne diese rhythmische ,durchdringung seiner ,lauscher1 ohne die ,fhigkeit ,strudel der innersten ,bewegung zu erzeugen1 in welchen ,zweifel1 ,furcht1 ,eigenliebe versinken1 wie ,holzstckchen in den gurgelnden ,schlund6 ,wie wre eine ,ethik denkbar1 die sich nicht den ,rhythmus des hherstehenden1 anbetungswrdigen ,ideals zu eigen machte1 das uns die ,phantasie als lockendes ,ziel eines kniglichen ,gefhls der inneren ,harmonie vorhlt8 ,wie knnte man ,liebe erwecken1 wenn nicht ein ,gleichstrom siegenden ,wollens die ,geliebte mit berauschendem ,wort in den ,feuerstrom entfesselter ,leidenschaften hineinrisse8 ,ich bin am ,ende meiner ,ausfhrungen4 ,wollte ich alle ,beziehungen des ,rhythmischen zur ,seele auch nur aufzhlen1 so wrde wohl kaum ein ,gebiet seelischer ,aktionen unerwhnt bleiben4 ,ich mu mich mit diesen kurzen ,andeutungen begngen4 ,der ,rhythmus ist der ,allbeherrscher alles physischen und psychischen ,geschehens4 ,der ,puls des ,universums schlgt in allem1 was ist und lebt4 ,das ,gehirn der ,menschen ist ein ,gestade nur1 das er mit ewigem ,wellenliede umrauscht1 eine ,harfe nur1 auf der er seine ,sonnenlieder und ,schattenklagen singt1 ein ,prisma nur1 durch das seine hellen und dunklen ,lichtwellen zitternd jagen und das1 vielgestaltig und zu buntem ,strahlenbschel zerstreut1 den umgeformten ,rhythmus wieder in das ,all zurcksendet4 ,war ,rhythmus der ,pendelschlag von ,kraft und ,hemmung1 so ist die ,seele ein diesem ,pendelspiel spezifisch eingeschalteter1 organischer ,widerstand4 ,nicht die ,lebenskraft ist das ,besondere1 der ,kraft kann noch unendlich viel ,wunderbareres vorbehalten sein als der ,menschengeist1--sondern die eigentmliche ,hemmung1 die die ,weltkraft zwingt1 sich in uns so rtselhaft zu spalten1 ist der ,gegenstand wissenschaftlicher ,betrachtung4 ,wo sich die ,weltkraft entzndet an der atomistischen ,reibeflche des ,organischen1 da blitzt das ,leben auf und erlischt wie der ,meteorstein1 der aufglht1 wenn sein ,sturz ins ,chaos hineingert in die sausenden ,rhythmen der irdischen ,atmosphre4 ,,humor ,die ,menschheit hat stets um so mehr ,worte ber eine ,angelegenheit gemacht1 je weniger sie von ihr begriff4 ,und die ,wissenschaft1 diese bedchtige ,frau ,registratorin1 die alles ,menschliche1 fein suberlich zu ,millionen ,aktenbndeln geordnet1 in den ,schubfchern der ffentlichen ,bureaus einer kniglichen ,logik aufbewahren lt1 um nur hier und da die ,aktenste anders zu gruppieren und dabei viel ,staub aufzuwirbeln1 bezeugt1 was jeder ,katasterbeamte schon lange wei3 je dunkler ein ,proze ist1 desto hher trmen sich die ihn behandelnden ,dokumente4 ,so kann ich denn auch nur die ,manuskriptensammlung derer1 die sich den ,kopf ber die drolligste ,sache der ,welt1 ber das ,lachen1 zerbrochen haben1 um ein ,exemplar vermehren1 natrlich ohne jeden ,anspruch1 damit den ,zauber von dem neckischen ,spiel der ,seele zu nehmen oder gar das heilige ,lachen als einen ganz profanen ,vorgang zu entlarven4 ,ich will nur versuchen1 einige ,gesichtswinkel zu zeichnen1 unter denen man den ,humor und die humoristischen ,zustnde von einer ,seite beleuchten kann1 die vielleicht neu und reizvoll genug ist1 um die ,aufmerksamkeit derer1 die schon ber diese ,dinge nachgedacht haben1 vorbergehend festzuhalten4 ,dabei mu ich verzichten1 nach wissenschaftlicher ,autoren ,art die lange ,reihe der geistigen ,vter von vor und nach ,christi ,geburt1 die einmal ber dasselbe ,thema gestolpert sind1 herzuzhlen1 um endlich zu einem eigenen ,krnchen ,wahrheit zu kommen1 das ich in den literarischen ,riesenscheffel hineinzuwerfen entschlossen bin4 ,die meisten bisherigen ,arbeiten ber den ,humor1 diese lachende ,trne1 ber das umgekehrt ,erhabene 7,jean ,paul71 ber die realsthetische ,gestalt des ,metaphysischen 7,bahnsen71 ber die ,kontrastempfindung 7,kant7 usw4 scheinen mir an dem kardinalen ,fehler zu leiden1 das ,psychische bei dieser ,form der ,gemtsverfassung vor dem rein physischen ,akt der ,humorsuerung1 in ,summa dem ,lachen in allen ,formen1 unberechtigt weit und vorschnell in den ,vordergrund geschoben zu haben4 ,was uns zunchst nottut1 ist eine gengende1 rein physiologisch-funktionelle ,definition der ,vorgnge im ,gehirn und im ,muskelapparat1 die eine humoristische ,stimmung hervorrufen und begleiten4 ,eine rein mechanische ,betrachtungsweise der materiellen ,vorgnge im ,seelenorgan gibt erst eine einigermaen sichere ,basis1 von der aus auch das rein ,seelische im ,humor berschaut werden kann4 ,ich will daher mit einer ,analyse der allgemein blichen ,ausdrucksform humoristischer ,zustnde beginnen1 dem ,gelchter4 ,erst nach einer ,darstellung vom ,wesen des ,lachens in allen seinen offenen und versteckten ,arten kann es mglich sein1 auf das in der ,seele einen ,rckschlu zu machen1 was diese besondere ,form unserer bebenden ,atmungs- und ,zwerchfellsttigkeit veranlat4 ,nach der trockenen und kategorischen ,ausdrucksweise der ,physiologie ist das ,lachen eine automatische1 direkt nicht dem ,willen unterliegende1 rhythmische ,muskelaktion im ,gebiet der ,atmungsttigkeit1 begleitet von gewissen mimischen ,funktionen der ,gesichtsmuskeln und besonderen ,gemtszustnden4 ,in der ,tat3 das herzhafte1 reine1 typische ,gelchter ist durchaus unwillkrlich und nur schwer durch ,willensttigkeit zu hemmen1 wie unsere ,erfahrungen noch von der ,schulbank her beweisen3 ,zu lachen ist am schnsten1 wenn man es nicht darf4 ,da kommt es zu ganz explosiven1 gewaltsamen ,ausbrchen des ,vulkanes ber unserm ,zwerchfell1 deren ,unwillkrlichkeit etwas ,verblffendes1 ,elementares1 ,unhemmbares an sich trgt4 ,es ist also eine affektive1 von dem ,willen unabhngige1 von dem jeweiligen ,gemtszustande erzwungene1 rhythmisch-muskulre ,handlung1 wie sie hnliche unter weniger erfreulichen ,umstnden die ,ohrfeige1 der ,dolchsto1 der ,faustschlag1 oder aber das ,ghnen1 das ,niesen1 das ,husten sind4 ,das ,zentralorgan erleidet etwas1 das1 wie wir sehen werden1 in einer besonderen ,spannung von ,vorstellungen besteht1 deren ,umsatz in unhemmbare ,muskelttigkeit ebenso vor sich geht1 wie die ,tabaksprise in der ,nasenschleimhaut zu einer allmhlich zentral ausgelsten ,reizhhe fhrt1 d4h4 die ,nase kitzelt1 bis ein ,orkansto der ,ausatmung unwillkrlich sich erhebt1 mit dem ,zweck1 die lstigen ,naseneindringlinge an die ,luft zu setzen4 ,so gibt uns der ,humorist gleichsam eine geistige ,prise1 die durch eine ,lachsalve ausgeniest werden mu4 ,gute ,erziehung und groe ,energie vermgen zwar hier und da diesen psychischen ,nieseffekt zu unterdrcken1 aber die ,seele ist verschnupft1 wenn sie von ihrem angestammten ,naturrecht1 sich herzlich auszulachen1 keinen ,gebrauch machen kann4 ,ist so die gewhnlichste ,form des ,lachens eine passive1 so werden wir auch gleich ,modifikationen kennen lernen1 bei denen das ,lachen einen direkt aktiven1 aufreizenden1 provozierenden ,charakter1 wie im hhnischen ,angriff1 gewinnt4 ,betrachten wir zunchst eine ,person1 die unwillkrlich lachen mu4 ,was tut sie8 ,unter ,nackenstellung des ,kopfes1 bei geffneten ,nstern1 breiter ,mundstellung1 zugekniffenen ,augen und unter ,inanspruchnahme smtlicher ,atmungsmuskeln1 auch der auxillren1 der sogenannten ,reservemuskeln fr besonders ausgiebige ,atmung1 vollzieht sich an ihr schnell hintereinander3 erst eine tiefe ,einatmung1 eine unwillkrliche sogenannte ,inspiration1 dann verharrt sie einen kurzen ,augenblick auf der ,hhe dieser ,funktion1 d4h4 gleichsam erwartungsvoll hlt der ,betreffende mit der ,atmung inne2 diese setzt fr eine ,sekunde aus 7wobei weder aus- noch eingeatmet wird71 etwa wie der ,snger1 der vor dem ,einsatz seine ,lungen voll ,luft gepumpt hat1 wartet1 bis er den ,strom durch den ,kehlkopf passieren lt4 ,hat dieser ,zustand der ,vollbereitschaft der ,lungen zur ,entladung eine kurze ,zeit gewhrt1 so schlieen sich die ,stimmbnder krampfhaft zu1 und nun folgen unter rhythmischen ,zwerchfellszuckungen periodische ,sprengungen der ,stimmritze1 wobei die beiden festgeschlossenen ,stimmbnder durch die ,blasebalgste1 die das ,zwerchfell auf die gefllten ,lungen ausbt1 ,zug um ,zug gezwungen werden1 nachzugeben4 ,die ,glottis1 der ,stimmbandverschlu1 wird gesprengt2 und1 immer von neuem sich krampfhaft schlieend1 bringen wiederholte ,zwerchfellerschtterungen sie zu immer neuer ,explosion4 ,dabei steht der ,schalltrichter oberhalb des ,kehlkopfes1 also der ,rachen1 die ,mundhhle1 der ,zungengrund1 in sogenannter grter ,resonanzstellung1 d4 h4 in maximaler ,weite2 um mit den ,gesangslehrern zu sprechen1 in ,a-,stellung4 ,darum ist die ,grundvokalisation des ,lachens a vorhanden1 und der ,hauch der ausgepreten ,luftste macht daraus ha1 ha1 ha6 ,diese ,lachresonanzist individuell verschieden durch persnliche ,rachen- und ,gaumenbildung1 ist abhngig von der ,resonanz eines kleinen oder groen ,kehlkopfes1 von dessen ,tief- oder ,hochstand4 ,so nuanciert ein heller ,tenortimbre das ha1 ha zu hae1 hae2 und das ,schneider-meck-meck-meck ist durchaus der ,ausdruck der fadenscheinigen1 zart gebauten ,konstitution dieses ,ritters von der ,nadel1 wie das tiefe ,bariton-,ao der ,wucht des ,schmiedes und dem ,ernst des ,priesters eigen ist4 ,die helle ,kopfstimme der ,kinder und der ,frauen schafft das ,silberlachen der ,soprane1 das s wie ,zauberglckchen klingen kann1 und die tiefe ,resonanz der ,altistinnen ergibt1 ebenfalls aus dem ,bau der individuellen ,klangbildner1 den weihevollen sonoren ,timbre1 in dem sich ,stolz mit schluchzender ,wehmut paart4 ,dieses ,spiel der ,einatmung1 ,verharren auf der ,atmungshhe1 stoweise ,ausatmen unter ,glottissprengung und ,vokalklang bei gleichzeitiger ,beteiligung mimischer ,aktion3 ,mundffnung1 ,a-,stellung der ,lippen1 ,winkel- und ,grbchenbildung der ,wangen1 ,nsternspiel1 ,augenschlu und ,ttigkeit aller auch bei der ,atemnot mobilen ,hilfsmuskeln1 wiederholt sich in schneller ,folge mehrmals hintereinander1 bis oft nur der physische ,schmerz der maltrtierten ,leibespresse ,einhalt gebietet3 ,hren ,sie auf1 ich kann nicht mehr1 ich platze4 ,dabei ist zu bemerken1 da ,trnenstrom nicht allzu selten diesen die hchste ,lebenslust bettigenden ,akt begleitet4 ,wie merkwrdig3 hchste ,lust und das ,symptom des ,schmerzes verbunden in einer ,funktion6 ,wir werden sehen1 wie diese ,brderschaft von ,freud und ,leid beim ,lachen ein ,wegweiser zum ,verstndnis des ganzen ,vorganges werden kann4 ,es ist nicht ,zufall1 da man weint1 whrend man lacht4 ,hier steckt einer der ,schlssel zum ,verstndnis des ,humors4 ,halten wir zunchst fest3 das ,lachen ist ein automatischer ,vorgang1 eine affektive ,handlung rhythmisch-muskulrer ,atmungsttigkeit4 ,welche ,stellung hat dieser ,vorgang im ,haushalt physischer ,arbeit8 ,um diese ,frage zu beantworten1 mu ich erstens ,analogien herbeiziehen und zweitens mich auf den ,weg entwicklungsgeschichtlicher ,analyse begeben4 ,da auch andere affektive ,spannungen im ,gehirn mehr oder weniger rhythmische ,muskelaktionen in ,szene setzen1 beweist1 da auch bei anderen als den humoristischen ,motiven im ,gehirn die explosiv-elektrische ,ladung1 gleichsam die ,seelenzndung1 den ,muskelapparat in ,bewegung bringen kann4 ,was ist die ,affekthandlung berhaupt anderes als die ,entladung von ungehemmten ,seelenspannungen auf das ,muskelgebiet8 ,viele energische ,reize treffen vor der ,affekthandlung1 im ,spiel der ,motive1 das ,gehirn2 es vermag nicht gleich im logischen ,gebiet ,herr der ,problemstimmungen zu werden und die entstandene ,qual in ,logik1 ,phantasie oder ,willensaktion aufzulsen2 eine ungemtliche ,spannung entsteht1 bei gleichzeitigem ,kampf verschiedener1 unhemmbarer ,vorstellungen3 ,was soll ich tun1 was lassen8 ,unorientiertheit1 ,verblfftheit1 ,abwehr und ,duldung1 ,stachelung1 ,trieb und ,gegentrieb prallen in der ,seele aufeinander3 nach dem ,gesetz der ,erhaltung der ,kraft mu auch jeder psychische ,reiz seinen logischen oder muskulren ,ausgleich finden1 denn es gibt gewi ebenso ein psychisches quivalent1 wie es ein physisches gibt4 ,wie benimmt sich da ein also um ,rat ,verlegener3 er pellt an den ,lippen1 dreht den ,schnurrbart1 durchwhlt die ,haare1 trommelt an den ,fensterscheiben1 stampft mit den ,fen1 luft unruhig auf und ab1 hin und her1 d4h4 er versucht seine ,affektspannung im ,gemt durch ,umsetzung in ,muskelaktion loszuwerden4 ,oder aber3 eine schallende ,ohrfeige1 oft auch in rhythmischer ,wiederholung nach rechts und links1 ein jhes ,wort1 eine rasche ,tat lst pltzlich ohne ,kontrolle der mahnenden und hemmenden ,mutter ,vernunft die mehr als ungemtliche1 meist gefhrliche ,seelenbeklemmung4 ,dann erst wird die ,denkbahn frei3 ,herr ,gott1 was hast du getan6 und nur der ,konfliktsschmerz1 die ,reue1 das ,gefhl1 der ,situation unterlegen zu sein1 und der ,mut1 die ,folgen dulden zu wollen1 vermgen die ,wirkungen des seelischen ,sturmwindes zu beschwichtigen und das kstliche l friedlichen ,verzichtes ber die hohen ,wogen der psychischen ,ekstase zu breiten4 ,was geschieht beim ,ghnen8 ,auch hier wird ein ,konflikt zwischen ,hirnhemmung und ,hirnaktion1 der berschu geistiger ,spannung1 der unter der aufgestlpten ,tarnkappe der ,mdigkeit 7,hirnhemmung7 keinen ,ausgleich mehr im ,denkorgan finden kann1 durch ,muskelkrmpfe 7,ghnkrampf7 nach auen abgeleitet1 gleichsam wie man mit der ,leydener ,flasche die ,konduktoren einer ,elektrisiermaschine in einzelnen ,phasen entldt4 ,beim ,ghnen ist also ein oft wiederkehrender ,vorgang physischer ,spannungen im ,gehirn gewohnheitsmig auf eine bestimmte ,bahn der automatischen ,muskelttigkeit abgelenkt1 wozu auch das ,recken und ,strecken vor ,mdigkeit abends und morgens gehrt4 ,wir haben hier also eine ,analogie mit dem ,lachen1 die so weit geht1 da auch beim ,ghnen die ,gehirnspannung auf einer besonderen ,bahn1 gerade der ,atmungsfunktionen1 ihre ,entladung findet4 ,da auch das ,ghnen1 wie jede ,affekthandlung1 unwillkrlich ist1 d4h4 gar nicht oder nur mit ,anstrengung vom ,willen gehemmt werden kann1 und da beide1 ,ghnen und ,affekthandlungen1 auf einen unvollzogenen ,spannungsausgleich im ,gehirn gedeutet werden mssen1 so knnen wir einen zwingenden ,rckschlu auf das ,lachen wagen1 d4h4 wir sind gentigt1 anzunehmen1 da auch das ,lachen einen muskulren ,ausgleich besonderer ,spannungen im ,gehirn darstellt4 ,welcher ,art sind diese8 ,mit der ,beantwortung dieser ,frage werden wir zu einer ,definition des ,humors1 d4h4 der humoristischen ,reizungen des ,seelenorgans1 gelangen4 ,dazu bedrfen wir aber noch eines ,ausblickes auf die ,entwickelungsgeschichte4 ,nehmen wir den ,menschen nicht als ein ,gebild aus ,gottes ,hand1 fertig mit all seinen erhabenen ,eigenschaften1 ,fehlern und ,tugenden1 mit einem ,schlage erschaffen1 sondern nehmen wir in ,darwins--brigens gottglubigem--,sinne an1 da der ,schpfer eine allmhliche ,entwicklung zugelassen und gewollt hat1 so wre es denkbar1 da das ,lachen eine ,funktion war1 die jetzt im ,stadium schon weit vorgeschrittener ,entwicklung unter ganz anderen ,bedingungen1 aber doch vielleicht unter ,festhaltung der ursprnglichen1 rohen und primitiven ,grundbedeutung zustande kommt4 ,mir will es scheinen1 da1 wie es rudimentre ,organe gibt1 ,organe1 die in frheren ,daseinsperioden einen vollen ,funktionswert im ,haushalt des ,organismus gehabt haben1 jetzt aber durch eine diese ,ttigkeit berflssig machende ,entwicklung entbehrlich geworden sind1 es so auch rudimentre ,funktionen geben knnte4 ,es ist denkbar und sogar beweisbar1 da gewisse ,funktionen1 die frher einen sehr zweckgemen ,sinn im ,daseinskampf gehabt haben1 in weiteren ,stadien zwar noch vorhanden sind1 aber doch eine ganz andere ,stellung gewonnen haben4 ,dafr einige ,beispiele4 ,die ,bewegung unserer ,nstern im ,liebes- oder ,lebenskampf hatte augenscheinlich ursprnglich den ganz ausgesprochenen ,sinn der ,witterung von ,freund und ,feind1 den ,sinn der passenden ,auswahl1 wie es noch heute bei ,tieren beobachtbar ist4 ,und jetzt1 da niemand mehr seiner ,nase die ,entscheidung berlt1 ob sich ein ,herz zum ,herzen findet oder ob ein ,gegner ,eigenschaften besitzt1 die ihm gefhrlich werden knnen1 noch heute sehen wir trotzdem auf der ,mensur die ,paukanten mit zuckenden ,nstern ihre ,hiebe austeilen1 wir sehen bei dem ,ausstoen einer tdlichen ,beleidigung1 bei geistigem ,hieb1 dem ,angreifer die ,nasenflgel zittern1--und auch einem liebestrunkenen ,freier fliegen im ,feuer seiner berredungskunst die bebenden ,nstern4 ,das ist rudimentr6 ,es hat eigentlich keinen ,sinn mehr2 und doch3 es hatte einst einen tiefen ,sinn1 den ,zweck der ,orientierung im ,daseinskampfe und fr die passende ,auswahl3 ,orientierung und ,auswahl durch ,witterung4 ,von ,gildemeister1 dem geistvollen ,essayisten1 ist in einem ,aufsatze ber die ,hflichkeit sehr zutreffend das ,hutabnehmen und der militrische ,gru zurckgefhrt auf das ,visierhochheben bei der ,begegnung zweier ,ritter1 die nichts miteinander auszufechten haben1 und der ,handschlag war nach ,gildemeister gewi frher1 wie noch jetzt etwa bei den ,logenbrdern1 eine kompliziertere ,form der ,bekundung aller ,abwesenheit feindlicher ,bestrebungen4 ,auch hier ursprnglicher ,sinn im ,daseinskampf und jetzt eine rudimentre ,hflichkeitsform4 ,wer ist sich heute noch beim ,adieusagen vllig bewut1 den ,scheidenden ,gott zu befehlen8 ,sagen sich doch auch ,atheisten dieu4 ,die hchsten ,liebeszeichen selbst1 der ,ku1 die ,umarmung1 mgen im ,bedrfnis einer vorsichtig tastenden ,diagnose entstanden sein3 drum prfe1 wer sich ewig bindet6 ,liebkosen sich doch manche asiatischen ,vlker noch heute1 indem sie direkt ,riechorgan an ,riechorgan reiben4 ,es gibt also rudimentre ,funktionen4 ,kann nicht auch das ,lachen zum ,teil in einer solchen rudimentren ,funktion seinen ,ursprung haben8 ,hatte es vielleicht ursprnglich einen ganz anderen ,sinn als den1 den wir bei oberflchlicher ,betrachtung heute in ihm zu sehen gewohnt sind8 ,stellen wir uns einmal vor1 es sei ein ,hhlenmensch1 ein ,urwaldbewohner1 in stetem ,kampf mit ,ungetmen1 ,schiebegerll und erratischen ,blcken pltzlich auf einer einsamen ,wanderung vor eine groe ,gefahr gestellt3 ein ,ungetm1 wie er solches noch nie gesehen1 streckt pltzlich1 einen fauchenden ,rachen aufsperrend1 sein schreckliches ,haupt aus dem ,gebsch4 ,was wird unser ,urmensch tun8 ,in jhem ,schreck reit auch er den ,mund auf1 so weit es gehen will1 tut einen tiefen ,atemzug und verharrt starr erwartend eine ,weile in ,inspiration4 ,das kann man noch heute bei jedem sehen1 dem ein furchtbarer ,schreck in die ,glieder fhrt4 ,das ist auch ganz verstndlich4 ,denn wenn sich ein ,mensch berhaupt wehren will1 braucht er ,muskelkraft1 dazu aber vor allem ,sauerstoff2 denn bei jeder ,muskelaktion ist ,sauerstoffverbrauch en masse ntig4 ,er ldt also mit dieser tiefen ,inspiration gleichsam seine ,muskelzentren zu noch nicht nher erkennbarer ,aktion4 ,nun trete aber bei unserem ,urahnen blitzschnell ein ,wechsel in der bedrohlichen ,situation ein3 das launische ,ungetm hat vielleicht keinen ,hunger1 es besinnt sich2 ein ,lwe1 ein ,riesenbr trollt lustig um die ,ecke4 ,nun ist die ,gefahr vorbei4 ,ein jher ,wechsel von ,lebensbedrohung in der ,idee und pltzlicher ,lebensbejahung1 d4h4 ,abzug der ,gefahr1 prallen ihm fast gleichzeitig in seinem ,gehirn aufeinander1 und zwei ,assoziationen entgegengesetzter ,art treffen sich in seiner ,seele3 idealer drohender ,tod1 reelles wahrhaftiges ,lebensgefhl4 ,unter freudigster ,gemtsverfassung entldt er1 gleichsam spottend der ,gefahr1 stoweise seinen nun berflssig aufgespeicherten ,sauerstoff4 ,unter ,jubelempfindungen entweicht stoweise die berschssige ,lebenskraft4 ,noch heute wird jeder bemerken1 da nach pltzlich berstandener ,lebensgefahr oder ,gemtsbedrckung eine ,neigung zu fast hysterischen ,heiterkeitsausbrchen eintritt4 ,das ,gefhl1 einem ,unglck entronnen zu sein1 sein ,leben bejaht zu fhlen1 wo es eben noch auf das ,dringlichste verneint erschien1 erzeugt eine halb automatische ,heiterkeit1 die sehr verwandt ist dem1 was wir humoristische ,stimmung nennen4 ,dabei beachte man die ,tatsache1 da ,trnen leicht flieen knnen1 wo eben noch im ,moment der ,gefahr die stockende ,zirkulation bei tiefster ,einatmung die ,trnendrse unabweislich strotzend fllen mute1 und da ihr ,gebrauch sicher in ,aussicht stand1 wenn das ,messer dem ,lebensfaden so ganz nahe kam1 falls man ,zeit genug gehabt htte1 noch ber den jhen ,scherenschnitt der ,parzen zu klagen4 ,man holt in der ,freude nach1 was der ,kummer vorbereitet hat4 ,auch die ,trne1 dieser tauende ,reif aus ,edens ,bltenkelchen1 hat trotz ihrer ,poesie ihre ganz materielle und physische ,entstehungsursache4 ,freude und ,leid sind wechselnd die ,schleusenwchter am ,strom der ,trnen1 und in der ,begleiterscheinung des ,trnenflusses bei ,humorstimmung sehen wir einen zwingenden ,beweis fr den ,ursprung des ,lachens in einem pltzlichen ,kontrast von ,lebensbejahung und ,lebensverneinung4 ,wir werden gleich sehen1 in welcher ,weise diese beiden ,salpetermischungen fr die ,explosionswirkungen des ,humors in jeder ,form des ,lachens noch heute auffindbar sind4 ,zunchst soll noch auf eine ,beziehung hingewiesen werden1 die auer dem pltzlichen ,abzug einer ,gefahr noch andere rein physische ,vorgnge zur ,erregung von ,heiterkeitausbrchen haben4 ,bei der pltzlichen ,bedrohung und fast gleichzeitigen ,errettung des ,lebens liegt es ja erfahrungsgem auf der ,hand1 da dieser ,vorgang eine ,disposition zu freudigen1 muskulr-rhythmischen ,lebensbettigungen im ,gefolge hat4 ,munter1 wie ein spielendes ,reh1 hpft ein ,knabe davon1 den schon das ,rad des ,wagens streifte2 man kann ihn kurz nachher erst recht pfeifend1 trllernd1 tnzelnd finden4 ,wenn beim bergieen mit kaltem ,wasser1 bei kalten ,duschen1 eine pltzliche tiefe ,inspiration erzwungen ist1 so habe ich bei mir stets unmittelbar danach eine fast unberwindliche ,neigung zum ,lachen bemerken knnen und habe dem ,triebe nie gewehrt1--gewi ein trefflicher ,beweis fr die ,verwandtschaft von physischem ,schreck1 seelischem ,wohlgefhl und ,lachen1 fr die ,verwandtschaft tiefer1 lebenfrdernder ,inspiration und ,entladung der ,atmung durch das ,zwerchfell4 ,wer die ngstlichen ,brsenleute im ,anprall brandender ,wogen im ,seebade beobachtet hat1 sah auch gewi1 wie ich1 ihre ,ausbrche zappelnder1 hpfender und kullernder ,heiterkeit4 ,auch beim ,kitzeln ist ein unwillkrlicher ,zusammenhang von peripherischem ,reiz1 tiefer ,inspiration und exspiratorischen ,atemsten zu bemerken4 ,ganz junge ,kinder kann man nicht kitzeln1 dazu gehrt schon eine gewisse ,ausbildung des ,bewutseins1 das erkennen lt1 da die lebensfreundliche1 mehr zrtliche1 neckende ,berhrung im ,kontrast zu der starken1 das ,atmungszentrum reizenden ,wirkung steht4 ,man beachte auch1 da man das ,kitzeln leichter aushalten kann1 wenn man die ,atmung gewaltsam unterdrckt4 ,daraus geht hervor1 da das ,atmungszentrum1 also das eigentliche ,lebenszentrum1 als eine ,art von ,lachzentrum funktionieren kann1 da es also sowohl peripher von der ,haut aus1 wie beim ,duschen und ,kitzeln1 als auch zentral vom ,gehirn aus1 wie beim ,witz1 erregt werden kann4 ,fr unsere ,auffassung von dem ,ursprung des ,lachens aus einem ,kontrast von ,lebensbedrohung und ,lebensbejahung ist es interessant1 zu erfahren1 da der scharf umschriebene ,punkt am ,zentralorgan1 der1 von einem ,nadelstich getroffen1 das ,leben aufhebt1 von der ,wissenschaft noeud vital1 ,lebensknotenpunkt1 genannt wird und da wir hier auch die ,fden finden1 die zur ,erregung des muskulren ,ausgleiches fr die ,zwerchfellerschtterung die elektrischen ,strme senden4 ,hier finden wir eine anatomische ,besttigung der ,beziehung des ,lachens zur ,lebensbejahung und -verneinung4 ,nun gibt es noch ,lachformen1 die an sich mit dem ,humorgefhl ganz und gar nichts zu tun haben4 ,es sind jene ,lachste1 die im ,bellen und ,brllen der ,tiere ihr physiologisches ,vorbild haben2 sie bedeuten eine willkrliche ,ttigkeit1 welche die ,feindschaft herausfordert3 das hhnische1 krnkende1 verletzende ,lachen oder die ,andeutung davon3 das ,lcheln4 ,das ironische1 kritisierende1 erhabene ,lachen werde ich bei den besonderen ,formen des ,humors definieren3 denn ,satire1 ,witz1 ,ironie1 ,spott1 ,hohn sind nur vom ,temperamente gebrochene ,formen des ,humors4 ,bei vielen dieser ,lacharten ist ein berlegenheitsgefhl magebend1 d4h4 die ,lebensverneinung oder -minderung gilt fr andere1 fr den ,lacher nur das ,gefhl eines hheren1 berlegenen ,standpunktes4 ,das ,grinsen und ,greinen ist eine ,kombination von ,ohnmachtsgefhl und ,feindseligkeit und das schadenfrohe ,lachen die ,wirkung der berzeugung eigener ,unversehrtheit bei fremdem ,unglck1 von dem wir aber die unbestimmte sympathische ,empfindung haben1 wir konnten ebensogut in die ,falle gehen4 ,wir identifizieren uns in der ,idee mit dem ,leidenden1 nehmen aber den ,kontrast von unserem realen ,unberhrtheitsgefhl her4 ,ich gehe einen ,schritt weiter und will die ,beziehungen der ,zwerchfellsentladungen zur ,mimik und ,rhythmik einer kurzen ,betrachtung unterziehen4 ,da das ,atmungszentrum an sich mit dem ,gesichtsausdruck verwandtschaftliche1 koordinierte ,berhrungen hat1 ist eine allbekannte ,tatsache4 ,bei der ,dyspnoe1 dem ,atmungshunger1 ist der ,ausdruck des ,gesichtes ein so typischer1 da man diesen ,krankheitszustand erkennen kann1 ohne die ,atmungsttigkeit direkt zu beobachten4 ,wichtig fr die ,theorie des ,lachens ist auch1 da bei der ,atemnot1 also wieder einer ,lebensbedrohung1 ganz dieselben mimischen und ,atmungsmuskeln in ,aktion sind wie beim ,lachen4 ,aus dieser ,beteiligung der mimischen ,muskeln beim ,lachen ist die ,ansteckungstendenz des ,lachens erklrlich4 ,alle rhythmisch muskulren1 d4h4 gleichmig und oft wiederholten ,muskelttigkeiten haben etwas stark die ,nachahmung ,herausforderndes3 das ,ghnen1 das ,lachen1 das ,tanzen1 ,marschieren1 ,singen1 die ,kampfbewegungen1--sie alle sind ansteckend1 d4h4 sie reizen zur ,entfaltung gleicher ,bewegungen1 und zugleich sind wir geneigt1 daraus eine heitere1 humoristische ,lebensstimmung zu entnehmen4 ,der ,mensch ist brutal genug1 sich selbst der ,komik krankhaft rhythmischer ,zuckungen nicht zu entziehen4 ,der ,veitstanz1 der ,gang der ,rckenmrker1 die ,epilepsie knnen ,formen annehmen1 die manche unwillkrlich zu schuldlosem ,lachen zwingen1 ebenso wie einige solcher ,krankheiten direkt ansteckend wirken knnen4 ,die rhythmische ,muskelaktion ist am zwingendsten ,heiterkeit und ,nachahmung erregend bei den ,rhythmen der ,musik4 ,der ,rhythmus an sich hat also eine suggestive ,kraft1 gleichartige ,spannungen im ,gehirn auch des andern zu erregen4 ,wir ,menschen nehmen an1 da der springende ,fisch1 die hpfende ,bachstelze1 der tnzelnde ,araberhengst in heiterer ,gemtsverfassung sich befinden1 obwohl wir es nicht beweisen knnen2 es stimmt uns aber gleichmige ,rhythmik auf starke ,lebensbejahung4 ,das ist das ,heitere in der ,kunst2 denn alle ,kunst ist ,rhythmus3 ,rhythmus die schnen ,linien1 ,rhythmus die ,schwingungszahl der ,tne und ,farben1 ,rhythmus jegliche ,harmonie und arhythmisch jede bleibende ,disharmonie1 weil ohne ,ma und ,regelmigkeit4 ,darum ist auch in der ,musik vor allem etwas der ,lebensbettigung1 der ,lust1 dem ,humor ,verwandtes1 und zwar ist nur bei schrfster ,ausprgung schnellerer ,rhythmen eine humoristische ,musik denkbar1 also ,tanz1 ,marsch1 ,scherzo1 ,capriccio1 ,sarabande1 ,gigue4 ,ein humoristisches ,adagio ist schwer denkbar4 ,darum ist bei den grten musikalischen ,rhythmikern1 ,haydn1 ,mozart1 ,mendelssohn1 ,schubert1 ,loewe1 auch die ,heiterkeit und die ,freude zu ,hause1 whrend bei den groen ,reflektierern1 den ,grblern in der ,musik1 bei ,beethoven1 ,brahms1 ,schumann1 ,wagner und ,strau1 das affektive ,problem seine ,heimat fand4 ,diese ,ausweichung auf das ,gebiet des ,rhythmus bezweckt den ,nachweis1 da auch die rhythmischen ,zwerchfellste innig anderen rhythmischen ,heiterkeitsbettigungen verwandt sind und da die ,heiterkeit sich typisch des ,ausdruckes rhythmischer ,muskelaktionen bedient4 ,ich wage1 in diesem ,sinne das ,lachen als die wahrscheinliche ,quelle der ,musik1 als der ,seele ersten ,jodler1 zu bezeichnen4 ,nun sind wir so weit gelangt1 etwas nher zu betrachten1 was in einem ,gehirn1 in dem ein humoristischer ,zustand1 ein ,scherz1 ein ,witz1 eine komische ,bewegung zur ,wirkung kommt1 fr materielle ,alterationen vorgehen mgen1 dergestalt1 da ohne ,zutun des ,willens jener rudimentre ,atmungsrhythmus ausgelst wird1 den wir ,gelchter nennen4 ,wir haben gesehen1 da die ursprngliche ,bedeutung der rhythmischen ,atmungsaktion1 die wir ,lachen nennen1 auf einea fast gleichzeitigen ,anprall zweier direkt entgegengesetzter ,formen der ,vorstellungen vom ,leben zurckzufhren sein drfte3 auf einen ,strom der ,lebensangst und auf einen bald folgenden der ,lebensfreude4 ,das ,nein und ,ja des ,lebens prallen so schnell aufeinander1 sind zwei ,motive so direkt entgegengesetzter ,art1 da sie1 fr den ,augenblick unvereinbar1 eine ,hemmung im ,gebiet der ,logik und ,phantasie erfahren1 diesen beiden ,formen geistiger ,reflexion4 ,das ist ein elementares ,ereignis1 bei dem die ,seele keine ,zeit hat1 ihre registrierende ,katasterarbeit zu vollziehen2 sie wird berrumpelt1 verblfft1 ,begriff und ,wille gehen zum ,teufel1 und gewohnheitsmig ist der ,strom abgelenkt auf ein indifferentes ,muskelgebiet1 das der ,ausatmung4 ,das ist nun gewi nicht mehr der ,fall1 wenn wir heutzutage einen ,kitzel verspren1 zu lachen4 ,unser ,leben erscheint weder bedroht noch besonders untersttzt1 wenn ein ,schulmeister bei der ,visite im ,frack sich auf eine ,sahnentorte setzt1 die die unvorsichtige ,hausfrau auf einem ,sessel stehen lie1 oder wenn einem protzig gekleideten ,gigerl1 das beim ,aufzug der ,majestten durchaus sich in die erste ,reihe drngen mute1 gerade im entscheidenden ,moment der ,zylinder ber ,augen1 ,ohren und ,nase aufgetrieben wird1 oder wenn der kleine1 ganz preuische ,hauptmannssohn die heikle ,frage aufwirft1 ob der liebe ,gott bei der ,kavallerie oder bei der ,infanterie stehe oder ob er nur ein einfacher ,mann 7d4h4 ,zivilist7 sei2 auch fhlen wir unser ,leben weder in ,gefahr noch in besonderer ,sicherheit1 wenn wir bei ,fritz ,reuter lesen1 da ein unruhiger ,schlfer die groe ,zehe seines ,mitschlfers fr eine feine ,havannazigarre hlt1--und doch liegt allen diesen unaufzhlbaren ,formen komischer ,wirkungen eine ,spannung im ,gehirn zugrunde1 die wenigstens andeutungsweise einen solchen ,konflikt mit verblffender ,unlogik enthlt1 wie er in deutlichster ,form beim ,kontrast von ,lebensbejahung und ,lebensverneinung auftritt4 ,schon ,kant hatte gefunden1 da der ,humor im ,kontrast wurzelt4 ,aber mit ,recht ist ihm eingewandt worden1 da schwarz und wei1 klein und gro1 trocken und na an sich keineswegs zum ,lachen reizen4 ,und doch3 unter ,umstnden kann der einfache ,kontrast schon humorvoll wirken4 ,aber zum ,kontrast mu noch etwas hinzukommen4 ,vor zehn ,jahren hat in der ,revue des deux mondes ,mlinand in einem ,artikel ,pourquoi rit-on8 hier fr das ,psychologische im ,humor den treffendsten ,ausdruck gefunden1 der1 soweit ich sehen kann1 alle ,formen des ,humors und des ,komischen umfat4 ,er sagt3 ,lachen erzeuge das1 was1 von der einen ,seite betrachtet1 wunderbar1 phantastisch1 ungewohnt1 illusionistisch1 und von der anderen ,seite lange gewohnt1 ganz natrlich1 familir1 alltglich sich prsentiere4 ,man kann diesen glcklichen ,gedanken dahin vervollstndigen und ins ,psychophysikalische bersetzen1 da erst dann ,kontraste ,lachen erzeugen1 wenn eine ,idee mit einer ,realitt so in pltzlichen ,widerspruch gert1 da sich beide an ,reizstrke ihrer psychischen ,spannung ungefhr das ,gleichgewicht halten4 ,ich meine1 der ,beschauer einer komischen ,situation und der ,hrer einer komischen ,schilderung mu beide ,wirkungen fast gleichzeitig empfinden1 einmal1 was er sich bei einer ,sache denkt1 d4h4 seine ,idee oder die ,idee1 die ein zweites ,wesen reprsentiert oder zu reprsentieren sich bemht1 zweitens mu er diese ,idee pltzlich in ihr reales ,gegenteil umschlagen fhlen4 ,die ,wirklichkeit oder die ,vorstellung von der ,wirklichkeit greift brutal in eine eben erst empfundene1 aufgedrungene oder selbstangesponnene ,illusion ein4 ,der ideell1 illusionistisch erhobene1 erhabene oder berhebende ,gedankengang1 auer uns oder in uns erzeugt1 schlgt in verblffender ,gegenlogik in seine direkt verneinende und zwar ebenso pltzlich berzeugende ,kehrseite um4 ,dabei werden zwei ,spannungen ziemlich gleichzeitig im ,gehirn mit gleich starker assoziativer ,kraft erregt3 die eine ist eine scheinbar ideale1 illusionistische1 aber unhemmbar aufsuggerierte im ,reiche der ,phantasiettigkeit des ,gehirns1 die zweite1 gleichsam elektrische ,gegenladung erfolgt aus den ,quellen unmittelbarer ,wahrnehmung1 blitzschneller erfahrungsgemer ,reflexion4 ,beides trifft zusammen3 es findet eine ,knickung1 eine ,kreuzung der ,assoziation statt1 beide ,spannungen kontrastieren so elementar unlogisch1 da die pltzliche ,dupiertheit unserer ,logik1 das ruhig und vorsichtig arbeitende ,gehirn es schnell abweist1 die beiden ,motive etwa logisch zu vereinen oder eine konsequente ,handlung resultieren zu lassen2 die ,doppelspannung erzeugt ein ,gefhl hilfloser ,erregung1 die gewohnheitsmig und instinktiv auf den entwicklungsgeschichtlich eingeschleiften ,bahnen periodischer ,zwerchfellste entladen wird4 ,diese ,bahnen sind eben die dem ,atmungszentrum assoziierten und koordinierten1 und zwar deshalb1 weil ursprnglich das ,zusammenprallen von ,nein und ,ja des ,lebens instinktiv auf den ,atmungsbahnen1 in dem schnellen ,herbeischaffen und ,auslassen wehrkrftiger ,atmungsluft ,hilfe sucht4 ,das tiefe ,inspirieren bei der ,gefahr ist zweckgem und das stoweise ,entladen der ,lungen eine natrliche ,konsequenz1 wenn die ,gefahr pltzlich entwich4 ,bei der berrumpelnden ,logiklosigkeit und bei der pltzlichen ,kontrastierung der ,humor erzeugenden ,motive kommt die ,gehirnfunktion in dynamisch hnliche1 wenn auch fr die ,erhaltung des ,individuums gleichgltige ,zickzackvibrationen wie im ,momente der ,gefahr4 ,uns kann also nicht wundernehmen1 wenn der ,ausweg1 den der ,hirnmechanismus fr seine ,stellungnahme gegenber einer ,bedrohung fand1 auch fr die funktionell verwandten ,zustnde1 ,schtteln beim ,frost und ,duschen und ,kitzeln1 beim ,ghnen und ,lachen beibehalten ist4 ,der ,kontrastierung einer ideell-illusionistischen und einer entgegengesetzt realen ,vorstellung1 die das ,gehirn unmglich zugleich verarbeiten kann1 diesem ,schnippchen1 das ihm beide extrem-mglichen ,seiten des ,lebens gleichzeitig schlagen1 kann es nur ausweichend begegnen2 es befreit sich von der harten ,nu1 von dem logischen ,vexierpulver1 das es nicht verdauen kann1 indem es den ganzen ,krempel auf den ,lasttrger ,zwerchfell abldt3 mag er sehen1 wie er damit fertig wird4 ,whrend dieser geduldige ,entlader das ,gehirn befreit1 erzeugt sich in der ,seele ein unbeschreiblich wohliges ,gefhl der erleichterten ,klarheit und ,heiterkeit3 das ein herzhaftes ,lachen begleitende kannibalische ,dickhutergefhl4 ,so kann schwarz und wei als ,kontrast komisch wirken1 wenn zwischen eine ,schar die ,idee der ,wrde aufntigender schwarzer ,priester pltzlich ein feister1 weier ,kuchenbcker in gleichem ,tritt sich mengt2 so kann der ,kontrast von feucht und trocken1 klein und gro humoristisch sein1 wenn unter dem ,ausruf ,gott sei ,dank1 da wir im ,trocknen sind6 jemand in einen ,waschkbel stolpert oder wenn mit einer ,riesenbulldogge ein winziges ,schohndchen trippelnd ,schritt zu halten sich vergeblich bemht4 ,so erscheint uns also der ,humor im allgemeinen ,sinne als eine besondere ,disposition zu gleichzeitiger ,betrachtung der ,welt und ihrer ,erscheinungen von zwei ,seiten4 ,der humorvolle ,mensch hat die ,fhigkeit1 berraschend schnell und berraschend suggestiv die zwei ,seiten jedes ,dinges aufzuspren und die ,januskpfigkeit alles ,irdischen vor aller ,blicken zu offenbaren4 ,damit suggeriert er ihnen einen eigenen ,zustand elementar frappierender und glaubhafter ,logiklosigkeit1 den auch der ,zuschauer oder ,zuhrer nur auf dem ,wege des ja so ansteckenden ,gelchters loswerden kann4 ,so ist denn der ,humor auch gleichzeitig eine ,weltanschauung1 die unbesiegbar erscheint4 ,sie ist voraussetzungslos1 durch nichts kaptivierbar1 unbestechlich und erbarmungslos und fast ohne ,irrtum1 denn es gibt schlechterdings keine noch so ideale ,erscheinung1 die nicht durch die ,blitzphotographie ihrer kontrastierenden ,realitt zugedeckt werden knnte1 und es gibt keinen noch so realen ,vorgang1 den nicht der ,zauberstab der ,phantasie des letzten ,erdenrestes entkleiden und in reinlichen ,asbest hllen knnte4 ,darum ist vom ,erhabenen zum ,lcherlichen der ,schritt so klein1 weil1 je hher der ,kothurn steigt1 um so leichter ihm ein ,bein zu stellen ist4 ,aber umgekehrt vermag auch im ,lcherlichsten noch sich das ,erhabene zu bekunden4 ,darum gehrt zum ,humor solche ungemessene ,dosis ,phantasie1 weil diese ,himmelsgttin ja auf dem schmalen ,pfade der ,ideen ebenso sicher wandelt wie auf der ,heerstrae der ,trivialitten4 ,an einer absolut realen ,sache1 an einer allgemein gltigen ,wahrheit schnell ihre ,unzulnglichkeit in khner ,verallgemeinerung nachzuweisen1 dazu gehrt ebenso ,phantasie wie dazu1 eine gespreizte ,idealitt im ,handumdrehen vor den verzerrenden ,spiegel der ,realitt zu stellen4 ,der ,humor wirft der ,idealitt einen ,knppel von realem ,holz zwischen die ,beine1 sie mu stolpern und damit die ,menschlichkeit ihres ,beinwerkes selbst widerwillig erweisen4 ,das ,ideal steht auf einem ,fa mit dnnem ,deckel3 ein leiser ,futritt der ,realitt1 und der ,gtze liegt im ,waschfa4 ,die ,idee ist eine ,seifenblase3 ein ,sandkorn ,wahrheit lt sie platzen4 ,warum tat sie auch so schn und erhaben1 dies blutleere1 zimperliche ,ding6 ,aber auch das noch so ,reale1 ,handgreifliche steht auf schwachen ,fen gegenber der ,khnheit von ,philosophen wie ,kant oder ,nietzsche1 die unsere ,wahrnehmungen schon als eine ,halluzination und unsere ,diesseitsgltigkeit in ,jenseitsnebel aufzulsen vermgen4 ,der echte ,humorist ist immer interessant1 weil immer unberechenbar4 ,nur der kann ,humor empfinden oder erregen1 der imstande ist1 dies doppelte ,gesicht gleichzeitig zu haben oder zu verleihen2 der ,humorist verborgt ,brillen mit einem ideellen und einem realen ,glase4 ,die einseitige1 durch ,vorurteil und ,sonderinteresse kaptivierte1 stets logische und nur vernnftige ,betrachtungsweise der ,welt ist die des ,philisters2 sie ist langweilig und automatenhaft4 ,humor ist eine ,gabe1 die angeboren sein mu1 weil eine ,doppelfunktion der ,seele ihm zugehrt4 ,die phantasievolle ,anschauungsweise der ,vollmenschen ist vielseitig und mit ,humor getrnkt4 ,die ,vernunft an sich und die ,weisheit ist aus ,stein oder ,erz1 ,blut und ,leben pulst der ,humor erst in ihre starren ,zge4 ,der geistvolle ,narr und der lachende1 weinselige ,weise haben mehr ,erkenntnis in die ,welt gebracht als alle ,schulphilosophen zusammen genommen4 ,sie sind ja doch nie wirklich zu vereinigen1 diese beiden ,wagschalen des ,lebens1 das ,reale und das ,ideale1 nur an den schwanken ,hebelarmen der ,phantasie lassen sie das ,leben wgen und seinen wahren ,wert bestimmen4 ,und welche ,quelle rein physischen ,gesundheitsgefhles liegt in der ,freude aus ,herzensgrund6 ,ich halte die ,komdie direkt fr hygienischer als die ,tragdie4 ,jene entldt mein ,gehirn von ,sorgenwust und ,tagesplage1 diese fgt zum ,problem meines eigenen ,lebens noch das des fremden ,geschickes4 ,gerade in diesem herrlichen ,gefhl erhhter ,lebenslust beim ,lachen liegt brigens ein ,hinweis auf die atavistische1 frher um ,lebensbejahung und -verneinung rotierende ,bedeutung des ,lachens4 ,von jeher sind die ,bahnen1 auf denen sich das ,gelchter auslst1 assoziiert mit dem positiven ,gefhl gesteigerter und vermehrter ,lebensfreude4 ,fr das ,verstndnis der einzelnen ,formen des ,humors ist zu bemerken1 da der ,strom von ,licht1 der sich aus der ,doppellaterne humoristischer ,lebensbeleuchtung ergiet1 in gar verschiedenen ,medien seelischer ,grundstimmung gebrochen werden kann1 so sehr auch im einzelnen die ,tatsache der ,kontrastierung von zwei ,phantasie- und ,wirklichkeitsstrmen1 dieser ,assoziationsknick im ,gehirn1 dieser knorrige ,ast1 gegen den die ,sge der ,logik aufkreischt1 sich berall nachweisen lassen mu1 wenn anders unsere ,definition von dem gleichzeitigen ,anprall kontrastierender ,doppelvorstellungen berzeugungskraft haben soll4 ,allerdings mu dabei festgehalten werden1 da jede humoristische ,spannung der ,seele entwicklungsgeschichtlich im ,gefhl der eigenen ,lebensbejahung wurzelt4 ,so sind denn in der ,tat manche ,formen humoristischer ,stimmung nichts als die uerungen des ,gefhles einer berlegenheit ber andere4 ,die ,schadenfreude ist deshalb die reinste ,freude1 weil mein eigenes ,unversehrtheitsgefhl im strksten ,kontrast zu der unbestimmt sympathischen ,ahnung steht1 da auch ich unter gleichen ,bedingungen htte meinen ,rock mir zerreien1 meinen ,hut aufbeulen lassen1 meinen ,heller verlieren mssen4 ,allerdings wirkt auch hier der ,kontrast um so sicherer auch auf andere suggestiv ,heiterkeit erregend1 wenn die besondere vom ,geschdigten prtendierte ,form seiner knstlich aufgebauschten ,erscheinung etwas wie eine feindliche ,gegenstimmung von vornherein aufkommen lt4 ,dann gnnt man dem ,prtendenten eines angematen ,thrones so recht von ,herzen den ,zusammenbruch seines ,pappsessels4 ,hier liegt der ,schadenfreude oft ein ,gefhl fr humane ,gerechtigkeit und ,gleichheit zugrunde2 sehr oft ist eben ,schadenfreude direkt durch prtentise1 egoistische ,aufgeblasenheit und ,breitmacherei herausgefordert4 ,auch hier fhrt der ,humorist zur ,zertrmmerung einer gespreizten ,illusion einen ,hammerschlag gegen die ,idee3 der ,stahl der ,realitt trifft die helle ,glasglocke1 da die ,splitter fliegen4 ,bei anderen ,formen des ,humors wieder ist von den ursprnglichen ,empfindungen von ,ja und ,nein des ,lebens nichts als nur noch das berraschend ,unlogische brig geblieben3 so sehr hat sich die ,funktion des ,lachens von ihrem ursprnglichen ,vollwert entfernt4 ,so losgelst1 gibt es natrlich tausend ,varianten desselben ,themas4 ,ich will versuchen1 diese ,variationen des berraschend ,unlogischen zu formulieren4 ,zunchst kann der ,assoziationsknick einzig und allein durch ein ,wort erregt werden4 ,die roheste ,form dieses vorzglich auf berraschende ,logiklosigkeit1 springende ,doppelbeziehungen angewiesenen ,humors ist die ,sucht1 zu kalauern4 ,in feinerem ,sinne ferner das ,wortspiel1 das ,bonmot4 ,immer wird hier ein ,wort1 ein ,begriff unter falscher ,maske eingefhrt und pltzlich die ,maske rckwrtsgedreht1 dann ist die ,doppelphysiognomie bemerkbar4 ,hier sind natrlich ,synonyma und erzwungener ,gleichlaut1 wie ,heils- und ,heulsarmee1 die ,trger besonders frappierender ,unlogik oder die raffinierten ,verhller scheulicher ,trivialitten4 ,der ,schmerz heuchelnde ,wehruf bei solchen ,kalauern beweist1 da bei dieser ,form von ,logik eine kleine ,verrenkung1 eine ,knickung im ,denkapparat vollzogen wird1 was man den ,kennern ,berliner ,gepflogenheiten1 glaube ich1 nicht nher auseinanderzusetzen ntig hat4 brigens ist es geradezu verhngnisvoll1 wenn jemand sein ,gehirn auf diese ,wortantithese dressiert und sich zu einer ,art geistigen ,jongleurs oder ,schlangenmenschen ausbildet4 ,das kann frmlich zu einer ,kalauermanie1 einer leider verbreiteten ,form von ,geisteskrankheit1 ausarten4 ,wird der ,kontrast durch ganze ,stze ausgedrckt1 so erhalten wir die ,antithese1 das ,paradox1 die ,aphorismen1 das ,aperu4 ,auch hier werden logisch unvereinbare ,dinge mit verblffender ,sicherheit in gegenseitigen ,kontrast gestellt4 ,die ,fliegenden ,bltter enthalten eine ,fundgrube solcher ,weisheitssprche in ,form kontrastierender ,antithesen4 ,wer sie sammelte1 knnte ein ,weisheitsbuch herausgeben4 ,besondere ,kontraste entstehen1 wenn rein syntaktisch ein ,satz anders konstruiert wird1 als er in unser aller ,bewutsein ursprnglich lautete3 ,lerne zu6 ,leyden6 7,lerne zu leiden67 ,hierher gehren auch die frchterlichen ,imperative3 ,kaiser ,wilhelm6 ,denk' mal6 ,platz6 ,vor dem ,opernhause6 ,es ist aber doch ein ,beweis fr die ,aufsuggerierbarkeit rhythmischer ,antithesen1 da man solches ,zeug nicht hren kann1 ohne wenigstens zu lcheln4 ,der ,kontrast ist erzwungen im ,gehirn1--man kann ihn nicht abwehren1 gerade so wenig1 wie man den ,lichtstrahl hemmen kann1 wenn er einmal die ,netzhaut getroffen hat4 ,wird die ,kontraststimmung erzwungen durch raffiniertere und behutsamere ,irrefhrung der ,logik1 so wird1 wie in der ,anekdote1 der humoristischen ,erzhlung1 knstlich die ,phantasie in eine ,sackgasse gelockt1 ein historisches ,kolorit aufsuggeriert1--und pltzlich gelangt der ,zuhrer an den ,assoziationsknick1 an die ,gedankengabelung1 weil der ,erzhler mit pltzlichem ,ruck der elektrischen ,bahn den ,gegenstrom gibt4 ,dabei kann dann die ,anekdote sowohl im ,wortwitz wie im ,satzwitz enden1 d4h4 der ,kontrast kann durch einen ,doppelsinn eines ,begriffes oder durch doppelte ,satzauffassung bedingt sein4 ,es ist nur natrlich1 da die obsznen ,witze hier eine hervorragende ,stellung haben4 ,ich gebe gern zu1 da diese ,witze manchmal von besonderer ,trefflichkeit sind4 ,das kommt aber daher1 da die prde ,verhllung aller1 auch der natrlichen und an sich nicht obsznen ,realitten es dem ,sptter so leicht macht1 die ,idee der guten ,sitte und das ,bedrfnis der ,natur in eine ,art sensationeller1 rasch berrumpelnder ,konflikte zu bringen4 ,die schlimmste ,art ist natrlich die ,zote1 bei der es nur auf obszne ,kontrastierung von ,einzelvorstellungen ankommt1 whrend ein fein sexualistischer ,kontrast auch den sensitivsten ,geistern durch zierlichste ,sinnverschlingung ,heiterkeit zu erregen vermag4 ,wir schmunzeln mit ,sympathie3 die da gezeigten ,menschlichkeiten sind ja auch die unseren4 ,aber diese ,dinge mssen1 um wahrhaft humoristisch wirken zu knnen1 doch einen dezenten und fein umschleierten1 intimen ,charakter tragen4 brigens gibt es durchaus sentimentale und cholerische ,formen dieser ,kontrastierung von ,prderie und ,naturbestimmung1 wie der franzsische ,sexualismus 7,zola1 ,maupassant7 und der ,satanismus beweisen1 aus denen oft ein gerechter ,zorn gegen die kulturelle ,verkmmerung und ,verschnrung menschlicher ,natrlichkeiten und gegen die gesellschaftliche ,fesselung des ,naturrechtes aufflammt4 ,wird nun der ,kontrast zweier ,weltanschauungen dauernd von dem ,humoristen festgehalten und dauernd dem ,hrer oder ,leser aufsuggeriert1 so gelangen wir zur humoristischen ,novelle1 zum humoristischen ,roman1 zum ,lustspiel4 ,unbedingt gehrt auch hier zur ,humorwirkung immer das berraschende1 ,pltzliche1 ,unerwartete1 um eine ,lachstimmung zu erzeugen2 denn der ,konflikt der ,ideen allein kann ebensogut zu ,tragik oder zum ,problem wie zur ,humoreske verwandt werden1 erst die ,art der ,behandlung ergibt die ,variante3 die ,tragik errtert langsam und unerbittlich logisch auf beiden ,seiten konsequent die widerstreitenden ,ideen1 sie erweist sie beide als berechtigt und lt die eine oder die andere ,weltanschauung scheitern2 das ,problemstck kommt berhaupt zu keiner definitiven ,entscheidung1 sondern zu einem ,fragezeichen2 die ,humoreske lt pltzlich in berraschender ,weise das ,ideale am ,felsen alltglicher ,vernnftigkeit zerschellen4 ,man erinnere sich nur1 wie im ,don ,quixote die kranke ritterherrliche ,illusion stets an der ,mehlsack-,feistigkeit des kerngesunden ,sancho zergehen mu wie die ,butter an der ,sonne und wie bei ,goethe die sentimentale1 weichliche ,wolkenlangerei des ,dr4 ,faust von der zynisch-grandiosen ,sicherheit des ,teufels zerzaust wird4 ,fr den knstlerischen ,humor1 d4h4 fr die aktive ,erzeugung humoristischer ,stimmung1 ist der ,besitz des ,musenkusses unerllich4 ,jeder groe ,humorist ist auch ein groer ,dichter4 ,die dichterische ,erzeugung des ,humors ist eins mit einer groen1 frei schaltenden und waltenden ,phantasie1 die im ,reich des ,realen ebensogut zu ,hause ist wie auf den ,gletscherhhen des ,idealen4 ,wurzelnd mit festen1 markigen ,knochen auf der wohlgegrndeten1 dauernden ,erde1 darf nur eine solche ,phantasie es sich erlauben1 neugierig ihr ,lockenhaupt in die ,wolken zu strecken1 um es zum ,totlachen komisch zu finden1 da auch jenseits von ,gut und ,bse nur mit ,wasser gekocht wird4 ,der die humoristischen ,gestalten produzierende ,mimiker bedarf neben einer dem ,dichter kongenialen ,phantasie einer stark physisch wirkenden ,suggestionsfhigkeit3 er mu sein knnen1 was er scheint4 ,versagt dem ,dichter oder dem ,mimen die ,fhigkeit1 ihre innere ,anschaung zu suggerieren1 so verfallen sie dem passiven ,humor1 der tragische ,seiten hat4 ,ihm verfllt auch jedes ernste ,wollen1 wenn dem prtentisen ,anlauf die ,unzulnglichkeit des ,menschlichen unvermutet und pltzlich ein ,bein stellt 444 ,ich mu leider darauf verzichten1 an dieser ,stelle nher auseinanderzusetzen1 in welcher ,weise das ,humoristische allein in dem ,medium der ,situationen vielstrahlig gebrochen werden kann4 ,die ,situationskomik nimmt ja den breitesten ,raum auf den ,brettern der ,bhne ein1 und es ist jedem ,theaterbesucher nun gewi leicht1 in jedem ,falle nachzuweisen1 warum diese oder jene ,situation humoristische ,stimmungen erzeugt1 warum ein ,lcheln mit prasselnden ,lachsalven von oft lawinenhnlicher1 elementarer ,gewalt wechselt4 ,je schrfer und pltzlicher kontrastiert von ,dichtung und ,regie die ,situationen herausgearbeitet1 je weiter die ,funkenkonduktoren durch gespaltene ,phantasiettigkeit voneinander gesperrt sind1 um so sicherer wird die ,katastrophe im ,schachte der unterminierten ,logik herbeigefhrt und um so energischer wird der induzierte ,energiestrom auf die ,telegraphendrhte zum ,ministerium der ,heiterkeit abgelenkt4 ,irrtum1 ,verwechselung1 ,tuschung1 ,vermummung1 ,verstellung sind hier die fast schon farbenblassen ,requisiten1 die aber an einer gewissen ,unsterblichkeit zu leiden scheinen4 ,die ,operette und komische ,oper mit ihrem ,liebeshumor1 dem grazisen ,schferspiel1 die ,posse und der ,schwank1 die sich die gewagtesten ,situationen erlauben drfen1 bis hinauf zum echten ,lustspiel1 das die reale ,wahrheit einer sozialen oder individuellen ,idee in ,kontrast mit den schiefen1 egoistischen ,gesellschaftstrieben zu stellen versucht3 sie alle fristen ihr ,leben nur1 wenn sie im ,einzelnen wie im ,ganzen ,bewutsein1 ,wahrnehmung1 ,phantasie1 ,reflexion zu fortwhrenden gegenseitigen ,bocksprngen zu zwingen vermgen4 ,eine richtige ,burleske mutet uns geradezu eine geistige ,zickzackepilepsie der wechselndsten1 pltzlichen ,ein- und ,ausschaltungen unserer ,phantasie zu1 so da uns die kontrastierenden ,ideen im ,schdel herumfliegen wie die ,erbsen in einem geschttelten ,topf4 brigens will ich nicht vergessen1 zu erwhnen1 da im gewhnlichen ,leben gerade bei der sentimentalsten ,gemtsverfassung1 bei feierlichen1 ja der ,trauer geweihten ,situationen der ,humor1 dieser ,dieb aller ,wrde1 einen wahren ,einbruch in das ,allerheiligste unserer ,vorstellungen wagen darf4 ,es war unbegreiflich komisch1 als meine ,grotante am ,sarge einer ,verwandten bei einem ,rhrungskollaps aller ,anwesenden statt des ,taschentuches eine in der ,eile eingesteckte ,nachtmtze aus ihrem weitfaltigen ,kleide zog1 um sich damit die ,trnen zu trocknen4 ,es war von rhrender ,komik1 als ein treuer1 greiser ,ehegatte1 dem seine gute ,alte gestorben war1 ans ,bett der ,leiche eine ,riesenkaffeetasse brachte und diese leider zwecklose ,handlung also motivierte3 ,ich hab'n ihr nun zwanzig ,jahre jeden ,morgen so ans ,bett getragen1 nun kanns schon noch drei ,tage so bleiben6 ,das ist eine ,form von ,humor1 die an melancholischen oder ,galgenhumor streift4 ,sicher ist1 da ,feierlichkeiten der prunkvollen ,trauer leicht umspringende1 humoristische1 spttische1 komische ,gegenstrme freimachen1 die oft einen besonders explosiven ,charakter aus gespannter ,kontrastierung erhalten knnen4 ,es ist nicht schn1 aber wahr1 da die ,menschen niemals so ausgelassen zu werden geneigt sind wie nach einer groen ,beerdigung1 und die rohe ,sitte der ,schmausereien nach solchen ,akten beweist nur diesen realistischen ,lebensbettigungstrieb selbst angesichts des ,todes1 der mit zu ,tische sitzt4 ,diesen objektiven ,schattierungen der humoristischen ,kontraste durch ,sprache1 ,personen und ,situationen reiht sich nun die ,nuancierung an1 die der ,humor erfhrt durch die vielstrahlige ,brechung an der psychischen ,disposition des ,individuums oder einer ganzen ,rasse1 durch das ,prisma des ,temperamentes4 ,ich kann hier nur skizzieren1 da vom ,wesen des ,temperamentes dessen1 auf den unsere ,kontraste von ,idee und ,realitt wirken1 eine jede der besonderen ,formen des ,humors3 ,komik1 ,possierlichkeit1 ,hohn1 ,geielung1 ,ironie1 ,satire1 ,spott1 ,witz1 ,schalkhaftigkeit1 ,grazie1 ,galgenhumor1 ,drolligkeit1 komische ,exzentrizitt1 direkt abhngig sind4 ,je nachdem ein ,individuum von sanguinischem1 cholerischem1 phlegmatischem1 melancholischem1 resigniertem1 pedantischem1 nervsem1 phantastischem ,grundtemperament ist1 je nachdem in einem ,volke dieses oder jenes ,temperament vorherrscht3 in zwingend paralleler ,weise uert sich auch sein ,humor in besonders wohlcharakterisierten ,formen1 wobei natrlich1 wie bei den ,temperamenten1 die bergnge und verwandte ,dispositionen eine ,kombinationen-und ,variationenreihe vllig unbegrenzter ,buntscheckigkeit zult4 ,auch mu bemerkt werden1 da auch bei derselben ,person die ,grundbestimmungen variieren2 wir haben nicht immer ein gleichwinkliges ,prisma1 nicht immer eine gleichmige ,grunddisposition in unserem ,gemt2 wir knnen eben noch phlegmatisch sein3 im nchsten ,augenblick macht uns ein ,reiz sanguinisch oder cholerisch2 oder unsere ,morgenmelancholie und unsern ,aufstehpessimismus stimmt ein ,tchen ,kaffe1 ein ,glschen ,kognak zu beweglicherem ,optimismus2 und wieder ein anderes ,mal treffen die ,komplementrfarben der beiden ,weltbilder auf ein ,eisprisma von ,indolenz1 ,phlegma und ,resignation4 ,unstreitig ist auch das ,komische nur eine besondere ,form des ,humoristischen3 sie sind ,zwillingsgeschwister der ,bastardehe zwischen ,ideal und ,real4 ,im ,humor sehe ich eine subjektive oder objektive ,gemtsverfassung1 die ,komik ist ein subjektives oder objektives ,mittel1 diese ,gemtsspannung herbeizufhren4 ,mir will scheinen1 da zur komischen ,wirkung ein gewisser phlegmatisch-pedantischer ,rhythmus der ,aktionen gehrt1 der diese dem ,drolligen verwandte ,wirkung ausbt4 ,der gewissermaen verhaltene1 scheinbar unbekmmerte1 unengagierte1 trockene ,humor ist um so komischer1 je gleichmiger und verhaltener seine rhythmische ,aktion nebst der ihn begleitenden ,mimik gestaltet ist4 ,er verzieht keine ,miene1 der ,trger des trockenen ,humors2 eine beinahe apathische ,typizitt seines ,gesichtsausdruckes trgt dazu bei1 den ,kontrast seiner realen ,opposition gegen die ,illusion auf rhythmischem1 ,imitation erzwingendem1 d4h4 ansteckendem ,wege zu verstrken4 ,man betrachte daraufhin einmal aufmerksam unsere ,komiker1 ,engels1 ,guthery1 ,thomas1 ,alexander1 ,vollmer1 ,bendix4 ,bei allen ein ganz bestimmter typischer ,rhythmus ihrer ,bewegungen1 eine gewisse scheinbar unbeteiligte ,gleichfrmigkeit und schalkhafte1 absichtliche ,lssigkeit ihres ,gesichtsausdruckes3 hngende ,mundwinkel1 pedantische1 schlfrige oder nrrisch verkniffene ,augen1 ,mundspitzen1 schlrfender1 ziehender ,gang1 schleppende oder besonders singende1 meist monotone1 typische ,sprache im ,indifferenzton1 dazu womglich refrainartige1 immer wiederkehrende ,gesten und sprichworthnliche und scharf pointierte ,satzbildung4 ,es ist der besonders kontrastierende1 gleichmige1 scheinbar trge1 pedantische ,rhythmus1 der die ,komik macht1 auch beim ,tappen des ,bren1 bei den ,bewegungen der ,dickhuter1 bei denen wir eben wie beim passiv oder aktiv komischen ,menschen ein besonderes ,phlegma1 eine besondere nrrische ,indolenz und langsame ,leitung gegen die schnellen ,reizwechsel des ,lebens vermuten4 ,sanguinische ,tiere1 die ,katzen1 die ,hunde1 die ,muse1 nennen wir eher drollig1 ihr schnellerer ,rhythmus gibt ihrer ,komik etwas dem ,schnippischen1 dem ,schalkhaften1 dem ,possierlichen ,verwandtes4 ,es kann also unstreitig der ,rhythmus1 in dem der ,kontrast sich kundgibt1 die ,formen des ,humors modeln und frben4 ,entscheidender aber ist fr die uerungsweise der empfundenen oder dargestellten ,kontraststimmung dennoch das ,temperament1 weil ja auch der ,rhythmus geistiger ,bewegung wesentlich vom ,temperamente bestimmt ist4 ,so wird der ,sanguiniker sich meist des schnell kontrastierbaren ,wortwitzes bedienen1 wie auch der geistreiche ,witz1 das ,aperu1 fast das ausschlieliche ,mittel des ,humors des sanguinischsten ,volkes1 der ,franzosen1 ist4 ,dem ,choleriker ist der ,hohn1 die ,geielung1 die ,ironie1 die ,satire das ,mittel der ,kontrastierung2 und die besondere ,grazie der ,spanier hat den wundervollen ,ritterhumor des ,cervantes im ,don ,quixote gezeitigt1 diesem unverwstlich ehernen ,monument humoristisch-wehmtiger ,weltanschauung4 ,die sanfte ,melancholie der ,germanen uert sich in dem einzigen1 herzenstiefen1 gemtvoll sentimentalen ,humor1 dem wir die berquellenden ,labetrnke aus den ,meisterwerken eines ,dickens1 ,reuter1 ,gottfried ,keller1 ,raabe und anderer verdanken4 ,heines gemischt cholerisch-sentimentales ,temperament zeitigte die poetischen ,bltenstrue1 in denen ,rosen um ,dornenkronen geflochten sind1 darin wechselnd ,tau- und ,blutstropfen aufleuchten4 ,der ,amerikaner1 dessen ,seele nach groen ,dimensionen hastet1 erzeugte auch einen phantastischen1 grodimensionalen1 exzentrischen ,humor1 der in ,edgar ,po1 ,mark ,twain1 ,bret ,harte die schpferischen ,organe erhalten hat4 ,endlich fhrt der ,lebensverzicht1 die tiefe ,resignation1 zu einer ,form der ,kontrastierung des eigenen1 reell verlorenen ,daseins mit einer bewut ideellen1 aber unlogischen ,lebensbejahung1 zum ,galgenhumor1 dessen ,typus jener ,verbrecher verkrpert1 der1 auf dem ,karren zum ,schaffot gefhrt1 der herbeistrmenden ,menge zurief3 ,kinder1 lauft nicht so3 ehe ich nicht komme1 geht es ja doch nicht los6 ,hier ist der ,kontrast geradezu umgekehrt4 ,whrend sonst der ,humorist tief innerlich sein ,leben bejaht und es doch in der ,idee gleichsam spielend entwertet1 fhlt der arme ,schacher sein ,leben verloren und bejaht es spielend nur in der ,idee4 ,das ist typisch fr jede ,form von ,galgenhumor4 ,in jedem ,falle ist also der ,humor eine angeborene ,gabe der vielseitigen ,betrachtungsfhigkeit der ,welt und ihrer ,erscheinungen1 so verwandt der ,kunst1 weil er1 wie sie1 des ,rhythmus so dringend bedarf1 ,kunst aber ,rhythmus ist1 verwandt der ,philosophie1 weil er1 wie sie1 die ,wahrheit ber alles liebt1 verwandt endlich und entsprungen aus dem tiefsten ,schachte des ,gemtes1 wo die ,edelsteine ,gerechtigkeit und ,menschlichkeit ihre ewigen ,kristalle wahren4 ,der ,humor ist ein unbestechlicher ,richter1 er ist eine ,majestt1 die mit einem ,worte dekretiert3 es soll dem ,rechte freier ,lauf gelassen werden2 ein ,henker1 der den ,betrgern den ,lgenflitter und die ,maske vom ,antlitz reit1 ein ,evangelist1 der es versteht1 die starren ,formeln der sozialen ,fragen selbst mit einem ,himmelslcheln zu lsen1 und ein ,trster1 der ber alle ,not ,goldkrner des reinen ,gewissens und des unvernichtbaren ,mutes der ,persnlichkeit streut4 ,blankes ,schwert erstarrt im ,hiebe1 wenn der ,witz die ,klinge kreuzt2 und fr manches drohende ,gewitter ward ein einziges ,scherzwort zu rechter ,zeit schon oft ein ,blitzableiter1 der den blauen ,himmel heiterer ,einigkeit herbeizauberte4 ,der ,humor ist ein ,erzieher des ,volkes1 ein ,dokument seines ,gemtslebens1 eine ,schatzkammer des ,reichtumes seiner ,seele4 ,,schlaf ,,und ,,traum ,i4 ,wer auf ein ,leben von siebenzig ,jahren zurckzublicken das ,glck hat--das ist bekanntlich die stark optimistische ,auffassung der ,bibel von der durchschnittlichen ,dauer des menschlichen ,daseins--1 der macht es sich wohl mit einiger ,verwunderung klar1 da es mindestens fnfundzwanzig ,jahre waren1 die er buchstblich verschlafen hat1--selbst wenn er die kummervollen ,nchte1 in denen die ,sorge oder der ,schmerz neben ihm am ,bettrand sa1 oder auch die ,nchte abrechnet1 die er weniger kummervoll als deutscher ,student verlebte4 ,man kann es den ,studenten also eigentlich ebensowenig verargen wie weiland ,friedrich dem ,groen1 da sie auf die freilich unhygienische ,idee gekommen sind1 sich das ,schlafen abzugewhnen2 scheinen doch auch unsere ,ministerien der ,meinung zu sein1 da fr festangestellte ,beamte der ,schlaf eine ,luxusfunktion bedeutet4 ,ja1 der ,staat verlangt von ,sicherheitsbeamten1 ,nachtwchtern1 ,telegraphisten1 ,lokomotivfhrern usw4 sogar1 da sie geflligst ihren eigenen ,kalender umstellen1 die ,nchte zhlen und die ,tage aus ihrem ,bewutsein streichen1 sich also gleichsam zum ,eulen- und ,fledermausnaturell im ,interesse des ,ganzen umzubilden versuchen4 ,das wre eine grandiose ,grausamkeit vom ,staat und von der ,gesellschaft und ein strflicher ,leichtsinn der ,jugend1 die die ,lust1 zu leben1 durch ,abzge am ,schlaf zu verlngern sinnt1 wenn es nicht tatschlich sogar recht wohlgenhrte ,individuen in der ,natur gbe1 die1 wie ,raubvgel und ,falter1 aus ,neigung und ,naturbestimmung mit heraufziehender ,nacht erst zu leben beginnen4 ,freilich3 fr die erdrckende ,mehrzahl der ,lebewesen ist die ,sonne und das ,licht und der ,mutterboden ,erde1 in ,helligkeit und ,farbe getaucht1 der ,tummelplatz fr den ,kampf1 ,sieg und ,untergang des ,daseins1 und der ,schlaf ist im allgemeinen die ,anpassung des ,organismus an den ,untergang der ,sonne2 er whrt1 so lange sie hinter den ,bergen verweilt1 und er schwindet mit ihrem ersten stlichen ,gru1 der schon vor unserem ,erwachen die ,hhne veranlat1 ,trompetenstudien zu machen4 ,freilich3 schon lange hat die ,kultur1 die ,jean ,jacques ,rousseau eine ,mrderin der ,elfen und ,waldgtter schelten durfte1 erst durch ,holzscheite und ,pechfackeln1 dann durch ,tranfunzel1 ,docht1 ,steinl und ,gas und jetzt durch das starre1 geisterhafte ,licht der ,glhbirnen und leuchtenden ,strmpfe1 deren ,strahl auf die ,netzhaut wirkt wie ein ,dolch 7woran leider die ,augenrzte spterer ,generationen noch einmal ihre ,freude haben werden71 dahin gestrebt1 die ,sonne zu ersetzen und gleichsam zu verlngern1--wie man eine krftige ,bowle oder eine ,suppe zieht4 ,ja1 selbst die ,natrlichen1 die heute versuchen wollten1 mit ,sonnenuntergang sich niederzulegen1 wrden von dem ,lrm der auf knstliches ,licht eingestellten ,mitwelt unsanft aufgerttelt werden und1 wenn sie sich bei ,tagesanbruch erhben1 in ihrem ,hause wie des ,begrbnisses unwrdige ,bewohner von ,vineta oder ,pompeji umherwandeln4 ,die ,menschennatur hat einen ,rhythmus von ,ebbe und ,flut1 wie das ,meer1 der ,himmel1 die ,sterne und alles1 was ist4 ,mglich1 da dieser ,rhythmus sich ndern lt1 da wir uns allmhlich anzupassen vermgen an die knstlichen ,quellen von ,licht1 aber man darf sich nicht verwundern1 wenn diese ,anpassung nur auf dem ,umwege von ,hypersensibilitt und ,neurasthenie erreichbar ist4 ,nervositt ist vielleicht nur die bergangsform--im ,sinne ,darwins--zu einer knftigen ,norm von bleichschtig-therischer1 hypersensitiver ,weie-,lilien-,menschheit1 die ihren ,daseinskampf in elektrisch erleuchtete ,hhlen verlegt hat2 vielleicht sogar lt sie sich vor lauter ,produktion berfeinerten und distinkten ,nervenlebens noch einmal am eigenen ,lichte gengen1 wie die entzckenden ,glhwrmchen im ,moose oder die groen ,laternentrger der ,tropen4 ,man sollte meinen1 da die ,menschheit keinen ,grund htte1 sich jenen ,lebewesen anzureihen1 deren schwache ,konstitution und federleichte ,skelettformierung sie einst abschob von der ,chaussee des ,lebens auf dunkle ,waldwege1 in ,grben und ,smpfe1 weil hier das ,dunkel der ,nacht sie ihren ,feinden besser entzog1 wie ,nachtinsekten1 ,kfer und ,schmetterlinge2 man sollte sich auch scheuen1 es jenen ,dieben und ,einbrechern in ,wald und ,flur nachzumachen1 den ,eulen und ,raubvgeln1 die auf den ,gedanken kamen1 da die ,finsternis ein trefflicher ,mantel fr lichtscheue ,taten sei4 ,vorlufig aber bleibt es hoffentlich dabei3 fr unser ,planetensystem ist es die ,sonne1 die als die ,urheberin und ,erhalterin alles ,daseins1 gleichsam als die letzte ,ursache und der ,grund aller ,dinge zu gelten hat1 und sie bleibt die ,wirkerin des ,lebens selbst in der periodischen ,abkehrung der ,erdzonen von ihrem ,antlitz4 ,die ,nacht und ihr ,weben ist nur das ,nachwirken oder der ,rckprall der ,sonnenmacht4 ,tatschlich ist der ,schlaf an ihr ,verschwinden gebunden1 denn unsere ,antipoden schlafen1 wenn wir wachen1 und wachen1 wenn wir schlafen4 ,periodisch also1 wie die ,sonne erscheint und verscheint1 so periodisch und rhythmisch pendelt das gesamte organische ,leben bei ,pflanze und ,tier zwischen ,leben und ,schlaf hin und her4 ,denn da auch ,pflanzen eine ,art ,schlaf haben1 kann als ausgemacht gelten1 obgleich es auch hier ,lichttrotzer gibt1 die ihr eigentliches ,leben erst nachts beginnen4 ,die rmsten6 ,sie begreifen nicht1 wie sehr sie doch im ,banne der ,strahlen sind1 wenn sie erst erwachen knnen1 sobald das ,licht verschwindet4 ,nun kann man sagen--und die ,wissenschaft wiederholt es zuweilen noch heute--3 dasjenige1 was uns ,schlaf bringt1 hat mit der ,sonne gar nichts zu tun4 ,der ,schlaf sei ein ,symptom der ,ermdung1 des periodischen ,absinkens der ,lebensenergie1 ein passives ,zurckfluten der ,lebenswelle2 wie das ,herz sich aktiv systolisch zusammenzieht1 die ,atmung durch ,rippenaktion eingeleitet wird1 ,diastole und ,ausatmung aber die passiven ,phasen der vorangegangenen positiven ,aktionen darstellen1 ebenso sei der ,schlaf gleichsam die ,diastole der ,nervenflut1 eine ,art ,ausatmung des ,seelenodems2 er sei ein natrlicher1 rein passiver ,vorgang der ,ermattung1 des ,nachlassens der ,nervenspannungen4 ,ja1 noch khner ist die ,wissenschaft 7,preyer7 gewesen2 man hat behauptet1 es sei ein ,gift1 wie das ,narkotikum des ,mohns1 ein physiologisches1 von der ,natur gewolltes ,opium1 das in der ,kche des ,muskelhaushaltes gerade infolge der ,ermdung jeder sich selbst bereite1 das sich allmhlich ins ,blut mische und schlielich uns einschlfre4 ,welche sonderbare ,anschauung3 ,selbstvergiftung1 ,muskelgift1 periodische ,narkose6 ,dann htte also das ,sonnenlicht nur ganz zufllig mit ,schlaf und ,wachen zu tun2 und nur1 weil wir am ,tage unsere ,muskeln gebrauchen und damit das ,fleischmilchsuregift whrend des ,sonnenlichtes produzieren1 hat scheinbar die ,sonne direkten ,einflu auf den ,rhythmus von ,schlaf und ,wachen4 ,nun1 abgesehen von der zweifelhaften ,natur dieses ,muskelopiums--die ,preyerschen ,experimente brachten erstens keinen ,schlaf1 sondern nur ,vergiftungssymptome1 und zweitens kann man diese dem ,schlaf ganz unhnlichen ,zustnde fast mit dem ,extrakte jedes anderen ,organes1 ja1 sogar aus dem ganz unttigen ,muskel des neugeborenen ,tieres herauspressen2 sie beweisen eben nur1 da auch ,muskelsfte fremde ,beimengungen zum ,blut sind1--abgesehen also von der hypothetischen ,natur dieses ,schlafstoffes gibt es sehr schlagende ,gegengrnde gegen die ,mglichkeit einer solchen periodischen ,ermdungsvergiftung4 ,wie sollte ein ,tier mit ,winterschlaf so sonderbare ,giftkammern besitzen1 um von ihnen aus ,monate lang sich selbst in ,narkose zu erhalten1 ohne da fr diese ,funktionen auch nur der ,schatten eines ,organes in seinem ,leibe zu finden ist8 ,wie sollte zum ,beispiel die merkwrdige ,narkose des ,hamster-,chloroforms zu deuten sein1 die ohne jede ,analogie in unserem ,wissen vom knstlichen ,schlaf wre und nur in der periodischen ,wiederkehr gewisser ,wahnsinnsformen einen schwachen ,analogiesttzpunkt gewinnen knnte8 ,wie aber sollte erst diese ,narkose durch ,selbstgift zu verstehen sein bei der pathologischen ,schlafsucht des ,menschen1 bei der eine--dann doch notwendige--besondere ,muskelaktion vor dem ,anfall oder whrend der ,dauer des ,schlafes noch niemand aufgefallen ist und bei der ein besonderer ,gehalt des ,blutes an dieser ,fleischmilchsure in keinem ,falle bisher sich hat beobachten lassen8 ,wo produzieren ,neugeborene1 die doch noch herzlich wenig mit ,muskelknsten zu paradieren pflegen1 das ,muskelmorphium ihres lieblichen ,dauerschlafes1 der sich fr unbefangene ,betrachter wahrlich eher wie ein ,nachdauern sen ,himmelsfriedens1 aus dem die ,seele niederstieg1 ausnimmt als wie ein tiefer und zher ,kater1 der auf einen ,sturm durchwachter ,prgelnchte folgte1 worauf allerdings das ,antlitz des eben einpassierten ,mitbrgers mitunter hinzudeuten scheint8 ,ist denn im ,gegensatz zum ,hindmmern des werdenden ,menschleins das unruhige ,leben des ,neurasthenikers oder des ,greises1 der hin und her hastet in ,lebensangst und ,sorge1 ein besonders mit ,schlaf gesegnetes8 ,lt sich ernstlich behaupten1 da man1 je mehr ,muskelaktion man ausbt1 desto besser schlafe8 ,ist nicht gerade beranstrengung das beste ,mittel1 um gar nicht mehr zu schlafen8 ,erfreuen sich nicht umgekehrt gesunde geistige ,arbeiter eines ungestrten1 tiefen ,schlummers8 ,will man behaupten1 da auch sie alle ,gift produzieren8 ,die ganze ,ermdungstheorie1 die das ,leben auffat wie ein ,kautschukband1 das man hier und da abspannen mu1 um es funktionstchtig zu erhalten 7wobei noch nicht bewiesen ist1 da es dadurch dauernd elastischer bleibt71 ist meiner ,meinung nach unhaltbar4 ,gerade die lebenswichtigsten und festgegrndetesten und wahrlich beschftigten ,organe1 das ,herz1 die ,lungen1 der ,magen--diese eigentlichen ,motoren unseres krperlichen und seelischen ,betriebes--entbehren des ,schlafes gnzlich4 ,sie hmmern1 blasen und whlen unbekmmert um ,nacht und ,tag und ermden erst1 wenn das ,schifflein strandet4 ,aber auch die ,nervensubstanz selbst1 die sich vor allem erholen soll1 ruht nicht aus4 ,allein schon die ,existenz eines ,traumes1 die ,mglichkeit eines ,bewutseins im ,traum spricht gegen die absolute ,ruhe des ,nervensystems4 ,das1 was wir ,ermdungsgefhl nennen1 kann sehr wohl das ,gefhl gestrten ,gleichgewichtes der wechselnden ,lebensbettigung verschiedener ,organsysteme sein1 indem zum ,beispiel nach langen ,mrschen die so lange unttigen1 den ,muskelzentren nahe benachbarten ,intelligenzzentren nach ,lebensbeschftigung verlangen4 ,sie wollen auch mittun1 denn sie sind doch auch berechtigt1 zu schwingen und in ,aktion zu treten4 ,wir sehen im ,haushalt des ,gehirnes immer nur ein ,system ausgeschaltet und das andere eingeschaltet werden4 ,es knnte also ebensogut das ,gefhl der ,ermdung eine ,vorstufe des ,schmerzes sein1 der uns warnt1 die ,maschine nicht immer auf einem ,rade laufen zu lassen1 wie ja so oft ,schmerz und ,unlustgefhle die ,rolle der ,signalwchter fr ,strung und ,gefahr bernehmen4 ,wo diese ,wchter schweigen1 wie bei eigentlichen ,geisteskrankheiten oder bei sportlichen ,tollheiten 7,tagestouren der ,radfahrer71 da sehen wir die ,ermdung als etwas ,illusorisches ausbleiben4 ,geisteskranke leisten krperlich oft physiologisch ,unfabares an ,muskelaktion1 und vor der ra der vier ,tage lang radelnden ,dauerfahrer htte man die ,sache nach den ,gesetzen der ,ermdung fr ,hirngespinst gehalten4 ,freilich hat man auch noch nichts von besonders produktiven ,kpfen1 die auf solchen ,athletenschultern sen1 gehrt4 ,ganz und gar keine ,anwendung lt aber die ,hypothese von der ,ermdung oder der ,selbstvergiftung auf die ,formen knstlichen ,schlafes zu1 die uns die junge ,kunst des ,hypnotisierens gelehrt hat4 ,es mte schon eine sonderbare ,ermdung oder ein sonderbares ,gift sein1 die durch ,streicheln oder ,anglotzen1 mit mehr oder weniger freundlichem ,zureden1 die ,hirnganglien berfielen und ertrnkten4 ,einer ,mutter1 der sorgsamsten ,beobachterin des ,schlafes1 wird sicher nicht beizubringen sein1 da ihr summendes ,singen und ihr ,auf- und ,abwiegen dem ,kinde ein ermdendes ,gift hinter die geschlossenen ,lider schttet4 ,wie nun1 wenn man diese ganze ,theorie des ,schlafes als eines passiven ,vorganges1 wie ihn die ,wissenschaft noch heute definiert1 ber ,bord wrfe8 ,sehen wir zunchst zu1 was die ,physiologie ber den ,schlaf aussagt4 ,landois1 wohl der geistvollste und universellste ,physiologe1 spricht sich ber den ,schlaf in den folgenden ,stzen aus3 ,der ,schlaf ist eine ,phase der ,periodizitt des ttigen und ruhenden ,zustandes des ,seelenorganes4 ,es ist im ,schlaf eine verminderte ,erregbarkeit des gesamten ,nervensystems vorhanden4 ,der ,schlafende gleicht einem ,wesen mit herausgeschnittenen ,hirnkugeln4 ,auffallend ist1 da man bei diesen ,grundstzen ber die ,physiologie des ,schlafes so vllig vergessen hat1 den ,traum1 als eine ,funktion des ,schlafes1 in die ,definition miteinzubeziehen4 ,denn allein die psychologische ,tatsache des ,traumes und seiner gewhnlichsten ,erscheinungsformen hebt diese ,anschauungen smtlich auf4 ,der ,schlaf kann nicht die ,periode des ruhigen ,zustandes des ,seelenorganes genannt werden1 denn es gibt ,trume2 ,trume sind aber ,ttigkeiten des ,seelenorganes4 ,im ,schlaf ist ferner oft gerade eine erhhte ,erregbarkeit des ,nervensystems vorhanden1 wie das ,zittern und ,beben des ,organismus unter unruhigen ,trumen beweist4 ,auerdem ist die vorhandene ,erregbarkeit smtlicher ,nervenfunktionen im ,schlafe leicht erweisbar4 ,tue ,salz auf die ,zungenspitze eines ,schlafenden1 kitzle seine ,nase1 bringe ein ,licht in sein ,zimmer3 er wird mit der ,zunge schmecken1 die ,nase reiben1 eventuell sogar niesen1 sich in den ,schatten drehen und braucht dabei gar nicht zu erwachen4 ,aber selbst wenn er erwachte1 so wre damit bewiesen1 da sein ,nervensystem erregbar war1 auch whrend er schlief1--und es wre doch schwer festzustellen1 ob strker oder schwcher als vor- und nachher4 ,der ,schlafende gleicht aber auch keineswegs einem ,wesen mit herausgeschnittenen ,hirnkugeln1 obwohl wir leider keinem solchen ,opfer der ,wissenschaft mit einiger ,aussicht auf ,erfolg diese ,frage vorlegen knnten4 ,aber wir entnehmen gleichfalls aus der ,funktion des ,traumes1 die ,ichbewutsein1 ,seh-1 ,hrwahrnehmungen usw4 nicht ausschliet1 da die wesentlichen ,teile des ,hirnorganes1 die ,ganglien der ,hirnkugeln1 in voller ,ttigkeit sind4 ,ja1 im ,schlafwandeln1 einer ,abart des ,traumes1 finden wir sogar bewute und durch die ,erinnerung und ,beobachtung rekonstruierbare ,zweckmigkeitshandlungen1 die nur durch die ,ttigkeit der gleichsam herausgeschnittenen ,hirnkugeln vermittelt sein knnen4 ,im ,widerspruch mit diesen ,definitionen ist also im ,schlaf etwas vorhanden1 das ihn als etwas durchaus ,aktives aufzufassen gestattet4 ,jene ,analogie mit der ,ebbe1 mit der ,diastole1 mit der ,ausatmung1 mit dem periodischen ,nachlassen elastischer ,spannung knnte durch eine ,auffassung ersetzt werden1 wonach der ,schlaf eintrte1 weil irgend etwas da ist1 das eine ,tarnkappe ber die ,gangliensysteme zieht1 das den ,nervenmechanismus angreift wie der ,konterstrom einer elektrischen oder ,dampfbremse1 das sich ber die olsharfensaiten der ,seele und ihre ,milliarden schwingender ,membranen hinberzieht wie ein vielgestaltiger ,dmpfer1 der die ,tne erstickt1 die ,flammen verglimmen macht1 die ,bewegung stillstehen heit und die ,welt und ihre ,umgebung zeitweise versinken lt4 ,in ,wirklichkeit ist der ,schlaf eine ,form der aktiven ,bewutseinshemmung4 ,wir wissen aber--und das ist das ,fruchtbare an dieser ,betrachtungsweise--1 da ,hemmungen1 ,isolation1 ,ausschaltungen im ,bewutsein durchaus aktive ,vorgnge1 den ,nerventtigkeiten vllig gleichwertige ,seelenfunktionen sind4 ,ja1 wir knnen sogar mit einigem ,recht behaupten1 da ganz allgemein1 biologisch gesprochen1 die ,hemmung1 der ,widerstand die ,bedeutung eines aktiven ,weltgesetzes hat1 indem gerade sie das eigentlich ,entscheidende fr die ,formierung des berall vorhandenen und zur ,bettigung drngenden ,lebens sein drfte4 ,die unendlich wandelbaren ,gestaltungen1 die das ,leben hat1 gewinnt es nur durch ,nachlassen oder ,verstrkung der ihm gegenbergestellten ,formen der ,hemmung4 ,das ,leben ist gleich einem gegebenen ,strom rtselhafter1 jeder ,anschmiegung fhiger ,materie1 es quillt durch jede ,fuge1 jede ,ritze in der ,form dieser ,lcke1 und die ,hemmung gleicht einer krallenden1 bildenden1 vielfingrigen ,faust3 sie erzwingt die ,form4 ,das ,leben hat nur ,platz in dem ,hohlraum1 den ihm die ,widerstnde lassen4 ,das ist ein ,weltgesetz2 und auch das komplizierte ,system der seelischen ,nerventtigkeit lt es erkennen4 ,jeder hat schon an sich die aktive ,macht dieses ,gesetzes erfahren3 die ,abhngigkeit seines ,willens von etwas anderem in ihm1 seinem ,wollen ,entgegengesetztem1 die zwei ,seelen in seiner ,brust1 die ,stimme1 die vom ,meere ruft1 und das ,glcklein1 das vom ,kirchturm tnt und ,bleib daheim6 lutet4 ,gott und ,teufel1 ,wei und ,schwarz1 ,ich und ,du1 der andere in mir1 ,lust und ,abscheu--immer um so nher beieinander1 je hher die ,wogen des ,empfindens gehen--sie sind nicht auseinanderzureien4 ,wie ein ,pendel seine ,schwingungsweite innehlt und um so hheren ,ausschlag gibt1 je hher der ,anhub war1 so lauert die ,hemmung1 die ,wellen der ,erregung ins ,tal zu reien4 ,kein ,wunder1 da es so ist6 ,denn1 rein mechanisch gesprochen3 die ,aktion einer ,mehrheit der ,nervenganglien des ,gehirnes mu in dauernder ,hemmung sein1 und zu einer ,zeit knnen nur wenige ,systeme in ,aktion anklingen1 gleichsam wie ja zu einer ,zeit nur eine ,leitung meinem ,telephon angeschlossen sein kann1 die brigen aber abgesperrt sind4 ,ohne diese ewig wechselnde ,ein- und ,ausschaltung mten ja jeden ,augenblick alle ,ganglien in chaotischen ,wellen durcheinander schwingen4 ,wir finden also1 da wir in zeitlich nacheinander geordneten ,systemen nur deshalb denken knnen1 weil uns im ,augenblick immer nur eine ,bahn zum ,denken von der ,hemmung freigegeben ist4 ,was die ,aufmerksamkeit konzentrieren heit1 ist nichts als das ,gefhl und ,bewutsein davon1 da von der ewig schwankenden1 ,anschlsse bald hier erzwingenden1 bald dort abdmpfenden ,hemmung nur eine--die ,augenblicksempfindung vermittelnde--,bahn freigelassen ist4 ,so ist also der eigentliche ,spiritus rector1 die ,seele ber der ,seele1 nicht in den ,ganglien1 die nur die ,erregungselemente abgeben1 zu suchen2 und in dem ,mechanismus dieser ,hemmung wre das ,prinzip zu erforschen1 das gleich immer wechselnden ,registerzgen in der groen ,hirnorgel bald diesem1 bald jenem ,system die ,ventile ffnet1 so da der einstrmende ,hauch des ,lebens die fnfzehnhundert ,millionen feiner ,membranstimmen in unfabar reicher ,kombinationsmglichkeit zu seelischen ,akkorden erklingen lt4 ,an einem ,hause seien ,millionen kleiner ,glhlmpchen angebracht1 deren ,drhte alle in eine stille ,klause unter dem ,dache auslaufen4 ,hier sitzt ein ,jemand1 der das ,system der ,hemmung in den ,hnden hlt4 ,er lt ,millionen ,flmmchen erlschen1 und ein kleiner ,rest leuchtet3 ein ,namenszug strahlt in das ,dunkel der ,welt4 ,andere ,systeme werden geschlossen1 andere freigelegt3 ein ,gru1 ein ,willkommen1 ein ganzer ,satz erstrahlt1--und so knnte der ,ingenieur der ,hemmungen unter dem ,dach gewi jede ,weisheit in farbigem ,spiel aufleuchten lassen1 falls er den ,strom seiner ,batterien1 der in alle ,lmpchen zu flieen strebt1 zeitweise immer nur in einige eingelernte ,bahnen zwingt und ihm die anderen verschliet4 ,so ist auch hinter unserer ,stirn ein unendlich kompliziertes ,system kleiner erregbarer ,leuchtkrper ausgespannt1 viel zahlreicher als die ,sterne am ,himmel1 die fr uns auch nur aufflammen1 wenn das ,licht des ,tages sie nicht abblendet2 die nur dann in ihren spezifischen ,energieformen erzittern1 wenn die ,hirnhemmung gerade ihre ,leitungen dem ,strahl des ,lebens freigibt4 ,diese ,hirnhemmung hat nun keineswegs gleiche1 scheinbar willkrliche ,macht ber alle ,formen zentraler ,hirn- und ,seelenttigkeit2 ihr wechselnder ,einflu nimmt mit dem ,entwicklungsalter der einzelnen ,hirnpartie ab4 ,in den instinktiven1 dem ,bewutsein ganz entzogenen ,seelenttigkeiten1 namentlich in denen der ,regulation von ,herz- und ,atmungsttigkeit1 schwankt die ,hemmung nicht mehr2 sie ist immer gegenwrtig1 sie hat sich selbsterhaltungsgem#a herausgeprft1 welche koordinierten ,bahnen das ,beste1 ,unabnderlichste fr den ,haushalt des ,ganzen darstellen4 ,so werden auch unsere1 heute nicht mehr bewuten ,seelenhandlungen in festen1 definitiv und stets gleichmig gehemmten ,bahnen reguliert1 und nur in den jngsten ,phasen des ,bewutseins tastet die ,hemmung1 gleichsam nach ,auswahl suchend1 was wohl die beste1 erhaltungsgeme ,lsung sei4 ,die jngste ,entwicklungsphase eines seelischen ,organismus ist gleichsam stets sich selbst noch ein ,problem1 das nach definitiver1 d4h4 instinktiver ,lsung ringt4 ,funote #a3 ,von ,hauptmann treffend statt instinktiv eingefhrter ,begriff4 ,in uns geht sehr vieles unbewut seinen nicht mehr abzundernden psychischen ,mechanismus4 ,wir haben in uns psychisches ,geschehen1 das unserer ,kontrolle ganz entzogen ist4 ,unsere ,sympathien und ,antipathien z4,b4 knnen wir nicht mehr ohne ,rest im ,bewutsein begrnden2 wir tun vieles1 oft das ,entscheidendste1 ohne jeden plausiblen ,grund1--mit einem ,wort3 es gibt in uns ,verstndigeres als den ,verstand1 ,bewuteres als das ,bewutsein1 ,besseres als das ,beste6#a ,das sind jene unterbewuten1 schon definitiv vom schwankenden ,bewutsein des ,ichs und der ,situation abgelsten 7definitiv gehemmten7 ,gebiete1 die nicht mehr oder noch nicht mit der tastenden ,orientierung der hchsten ,ganglienschichten assoziiert werden knnen4 ,die jngsten ,phasen geistiger ,entwicklung senden ihre ,polypenarme 7,sinne7 wie ,gehirnausstlpungen nach auen1 sie horchen1 fhlen1 wittern umher in der ,welt und suchen nach ,orientierung im ,weltganzen4 ,das ,gefhl der allseitigen ,hemmung1 die ,summe aller ,reize1 die die ,widerstnde auf meine ,sinne ausben1 wirkt das1 was mein ,empfinden von mir selbst und mein ,bewutsein von meiner ,stellung in der ,welt ausmacht4 ,aber in der ,tiefe meines geistigen ,seins ist immer noch ein dunkel in mein ,jetztsein hineinreichender ,unterstrom von einstigem ,wissen und ,erkennen derer1 die vor mir waren1 gleichsam das ,testament der ,psyche meiner ,vorfahren1 das ich nicht mehr entziffern kann1 dessen ,gesetzen ich aber gehorche1 auch ohne seine ,sprache zu verstehen4 ,manchmal fhlen wir ein dunkles ,aufleuchten aus diesen ,tiefen der mit uns geborenen ,stammesgeschichte1 man sinnt ihm nach1 wird sich seiner ,macht inne und fhlt doch nur einen ,widerschein von seinem ,wetterleuchten4 ,in diese ,tiefe reicht nun keineswegs die ,hemmung1 die der ,schlaf dem ,bewutsein bringt1 seine ,abblendung des geistigen ,lichtes bezieht sich nur auf jene krnenden ,funktionen geistigen ,geschehens1 die im wesentlichen1 wie wir sehen werden1 der noch gegenwrtigen ,phase der ,hirnentwicklung zugehren4 ,funote #a3 ,das geht zum ,beispiel deutlich aus der ,tatsache hervor1 da wir von einer ,erkrankung trumen knnen1 deren ,herannahen im ,wachen noch nicht empfunden wird3 ein hohler ,zahn1 ein ,geschwr kann im ,entstehen schon ,traummotive erregen1 ohne gleichzeitig ,wachsensationen zu veranlassen4 7,moll47 ,was ist es nun1 das diese ,hirnhemmung#a1 die das ,dunkel des ,schlafes erzwingt1 vermittelt8 ,funote #a3 ber das mutmaliche ,wesen dieser selbst siehe ,ausfhrlicheres in des ,verf4 ,psychophysik des ,schlafes und der schlafhnlichen ,zustnde4 ,zweiter ,teil seiner ,schmerzlosen ,operationen4 #e4 ,aufl4 bei ,springer1 ,berlin4 ,wir stellen uns vor1 da um die ,ganglienzellen des ,gehirnes ein ,mechanismus ausgespannt ist1 dessen ,aktion eben die ,hemmung bedeutet1 und da dieser ,mechanismus vielleicht ganz grob gebunden ist an die ,zwischensubstanz zwischen den ,gangliensystemen1 die ,neuroglia1 die bisher als eine einfache ,sttzsubstanz aufgefat wurde4 ,wir denken uns diese ,substanz aktiv durch ,blutstrom und ,saftzirkulation rhythmisch erfllbar und entleerbar1 so da je ihre ,fllung oder ,entleerung imstande ist1 ,anschlsse 7,assoziationen7 unter den ,zellen zu unterbrechen oder zu bewerkstelligen4 ,sie bildet gleichsam zwischen den ,ganglienkrpern feuchte oder trockene ,isolationsschichten1 die den berspringenden ,funken oder induzierten ,strmen greren und geringeren ,widerstand entgegensetzt4 ,so geschhe auch das ,denken in der ,richtung des geringsten ,widerstandes im ,seelenorgan1 wie jede andere ,bewegungsform4 ,die ,ttigkeit der ,ganglien ist die der spezifischen ,transformation 7,umbildung7 der ,auenweltreize1 ihre prismatische ,strahlenzersplitterung1 und die ,ttigkeit der ,hemmung ist die der ,widerstandserzeugung fr die ,assoziation dieser transformierten ,reize4 ,sicherlich gibt es auch ein psychisches quivalent1 d4h4 jeder ,reiz1 der das ,zentralorgan trifft1 verlangt seinen vlligen ,umsatz in ,spannkrfte der ,vorstellung und des ,willens2 die ,handlung und der ,gedanke sind gleichsam die ,sammlung der zerstreuten ,strahlenbndel zu weiem ,licht1 die ,rckgabe der unveruerten ,pfunde an die ,auenwelt4 ,die ,hemmung gibt die ,bahnen an1 in denen dieser ,ausgleich sich vollzieht4 ,diese1 wie ich gern gestehe1 fr eine ,plauderei schwerflligen ,deduktionen waren ntig1 um den ,mechanismus des ,schlafes vllig verstndlich zu machen4 ,sie ermglichen eine hypothetische ,einheit des ,gesichtspunktes1 von dem aus es leicht wird1 alle ,formen des ,schlafes zu betrachten4 ,da die ,strahlenfinger der ,sonne imstande sind1 die ,hemmung1 die ber den ,ganglien im ,schlafe ausgespannt ist1 zurckzuziehen1 vermge einer ,reizung der sympathischen ,nervengeflechte1 wird uns ebenso begreiflich1 wie da ihr ,loslassen von der ,gefspannung dieser am ,abend gestattet1 die ,tarnkappe ber das ,bewutsein zu ziehen4 ,man beobachte nur einen ,mden4 ,indem die heranrollenden ,flutwellen des ,hirnblutes gegen seine ,bewutseinszentren anbranden1 fhlt er eine ,neigung1 nicht mehr mitzudenken1 es wird ihm schwerer1 die ,umgebung teilnehmend festzuhalten1 er vergit sich und sie1 seine ,muskelaktionen werden schlaffer1 die ,lider sinken herab1 und ein krampfhaftes ,ghnen gibt kund1 da der ,reizberschu1 den das ,leben in seiner ,hirnrinde zurckgelassen hat1 eine gewohnheitsmige ,ablenkung auf ein gewisses ,gebiet der ,atmungsttigkeit erfhrt4 ,ghnen heit1 das ,gehirn von ,spannkraft des ,denkens entladen1 um so der ,hemmung leichteres ,spiel zu gestatten4 ,recken und ,strecken sind nicht minder ,formen der berfhrung geistiger ,spannkrfte auf das ,muskelgebiet4 ,die ,flutwelle der ,hemmung splt immer weiter ber den lichten ,strand des ,bewutseins1 in dessen ,glanz sich eben noch die ,umgebung widerspiegelte4 ,diese ,bildflche wird immer trber1 und schlielich versinkt wie mit einem ,schlage die ,auenwelt vor seinen inneren und ueren ,blicken3 er ist in ihr und hat doch kein ,gefhl davon4 ,dieser ,vorgang gleicht so unmittelbar der ,ein- und ,ausschaltung elektroider ,spannungen1 dem langsamen ,verglimmen eines eben noch strahlenden ,glhkrpers1 da der ,begriff des ,erlschens des ,bewutseins zu dem ,treffendsten gehrt1 was unsere ,sprache besitzt4 ,man kann ihn ruhig buchstblich nehmen4 ,die ,schlafhemmung ist also ein durch ,nervenspannung 7,sympathicus7 vermittelter ,reflex1 den die ,periodizitt des tglichen ,lichtwechsels durch ,anpassung erzwungen hat1 der aber--und das spricht deutlich fr die hier vorgetragene ,auffassung--ebenso gut durch andere ,einflsse nervser ,natur erzeugbar ist4 ,ganz gleich1 ob die vermutete ,zwischenwirkung der ,neuroglia vorhanden ist oder nicht--und sie ist ja eine ,hypothese1 wie andere auch--3 ,niemand kann leugnen1 da ,schlaf durch ,reizung der ,hemmungsvorgnge im ,gehirn aktiv zu erzeugen ist4 ,man hat die ,wichtigkeit dieser ,vorstellung bisher nicht erkannt4 ,diese ,reflexhemmung ist nun z4,b4 ebenso1 wie physiologisch durch den ,rhythmus des ,sonnenunter- und ,sonnenaufganges1 auslsbar durch die ,manahmen der ,hypnose3 ,streicheln ber die ,stirn und ,augenlider1 starres ,fixieren1 ,kmmen1 ,wiegen1 das gleichmige ,einerlei des ,tickens der ,uhr1 ,vorlesen1 die ,monotonie des ,schlafliedes1--das alles sind ,reizformen der sanften1 suggestiven ,abblendung des ,bewutseins auf einen einzigen ,punkt1 wodurch es natrlich der immer bereiten ,hemmung um so leichter gemacht wird1 rings um diese letzte ,stelle des ,bewutseins ihr ,zeltdach des ,schlummers zusammenzuziehen4 ,eindmmung des ,bewutseins auf einen ,punkt und ,einschlafen sind ,dinge1 die nahe beieinanderliegen4 ,so kommt es1 da zum ,einschlafen auch der feste ,wille dazu gehrt und da ,gewohnheit und ,erziehung einen so erheblichen ,einflu haben4 ,man zwinge sich bei erschwertem ,einschlafen1 fest bei einem ,punkte zu verharren1 man stelle den geistigen ,blick auf eine ,stelle der ,erinnerung1 der berlegung1 der ,vorstellung und halte ihn ja fest--der ,gedanke ist ein ,springinsfeld1 er will rechts und links ber die ,zune setzen--3 dann wird es der ,hemmung schon gelingen1 auch diesen ,punkt mit weicher ,hand auszuwischen und das se ,allvergessen hervorzuzaubern4 ,unsere ,schlafmittel--einschlielich der ,mittel der ,narkose--betuben in gleicher ,weise1 sie lhmen die ,gefnerven aktiv2 und die ,folge ist die ,fllung der hemmenden ,gespinste um die ,ganglien und die ,erzwingung der ,unmglichkeit ihrer gegenseitigen ,erregung4 ,ganz deutlich ist der ,mechanismus beim ,alkoholgenu4 ,der anfangs die ,gefe treffende ,giftreiz verengt zunchst das ,stromgebiet der hemmenden ,zwischenschicht2 der ,anschlu der geistigen ,verknpfung der ,ideen erfolgt zunchst mit deutlicher1 gern gefhlter1 die ,lebenslust erhebender ,leichtigkeit2 ber alle ,hhen und ,tiefen der ,probleme schwebt frei und selig die erleichterte ,kombination der ,gedanken2 der ,dmmste dnkt sich ungeheuer geistreich und traut sich ,fhigkeiten zu1 von denen er nie geglaubt1 da er sie sein eigen nennt1 wobei er oft sogar ,kundige zu tuschen vermag4 ,die ,hemmung gewinnt aber um so mehr ,gewalt1 je hher die ,dosis steigt1 sie engt wie beim ,hypnotisierten das eben noch irrlichtelnde ,bewutsein immer mehr ein1 der ,berauschte bleibt geistig an einer ,stelle kleben1 er erzhlt dieselbe ,geschichte fnfmal1 zehnmal1 murmelt schlielich immerfort dieselben dumpfen ,fragmente3 und endlich sinkt des dionysischen ,schwrmers blutgeflltes ,haupt schwer auf den ,tisch1 und die volltnende ,harfe lt dem ,sgegerusch des ,schnarchens das ,feld4 ,whrend aber bei diesen knstlich erzwungenen ,formen des ,schlafes die ,hirnhemmung nicht nur die obersten ,schichten des ,bewutseins umfat1 sondern auch ihre eiserne ,klammer tiefer um die ,zentren der ,muskelaktion sowohl wie um die anderer ,formen von ,bewutsein schlgt1 scheint uns fr den physiologischen ,schlaf charakteristisch1 da eigentlich nur das ,bewutsein fr ,zeit und ,ort1 fr ,orientierung in der ,umgebung und der betreffenden zeitlichen und rtlichen ,situation fehlt4 ,da der ,schlafende im ,traum sein ,bewutsein von sich selbst1 den ,begriff der ,persnlichkeit1 durchaus nidht verliert1 sondern nur orientierungsunfhig fr das ist1 was ihn in ,wirklichkeit umgibt1 so kann man sagen3 ,schlaf ist nichts als die periodische ,hemmung des ,situationsbewutseins2 er ist die periodische ,ausschaltung der ,orientierung fr die ,umgebung1 die ,zurck- und ,einziehung aller ,empfindungsfasern1 mit denen der ,mensch direkt in seiner ,umgebung wurzelt4 ,alles brige1 sein ,ich-,bewutsein1 seine ,bewegungsfhigkeit1 seine ,phantasiettigkeit1 seine ,vorstellungssphre1 unterbewutes ,instinktleben ist an sich ganz wach und nur insofern vermindert1 als diese ,funktionen ihren verstrkten ,ansto eben aus jenem ,situationsbewutsein zu ziehen gewhnt sind4 ,wir verlassen fr gewhnlich im ,schlafe nicht unser ,bett1 weil wir von diesem ,bette gar nichts wissen1 wir greifen nach nichts ber und um uns1 weil wir nichts von dem ber und um uns wahrnehmen1 und wir lassen alle ,muskelttigkeit ruhen1 weil wir aus der ,umgebung keine ,veranlassung beziehen1 irgend etwas auf diese ,bezgliches zu unternehmen4 ,so weit aber die tiefer gelegenen zentralen ,funktionen vom restierenden ,bewutsein des ,traumes erregt werden knnen1 bleibt ihre ,beeinflubarkeit bestehen1 wie wir noch sehen werden4 ,bei der ,betrachtung des ,traumes werde ich auch noch genauer zu definieren haben1 in welcher ,weise sich diese ,tatsachen der ,hirnhemmung bei den verschiedenen ,formen des gestrten1 pathologischen ,schlafes erkennen lassen4 ,da nichts so individuell ist wie die ,intelligenz1 und da gerade die ,schichten1 in denen ,logik und ,intelligenz ihre ,werksttten besitzen1 in mehr oder weniger groer ,tiefe im ,schlaf ausfallen1 so ist auch die feinere ,art der ,bewutseinshemmung im ,schlaf und noch mehr im ,traum etwas stark ,individuelles4 ,jeder hat seinen normalen ,schlaftypus1 der natrlich sehr erheblich durch ,auenwelteinflsse zu verndern ist4 ,der ,schlaftypus wechselt auch deutlich mit dem ,lebensalter des ,individuums1 und seine grte ,intensitt fllt zusammen mit der ,vollreife1 was wiederum stark fr meine ,auffassung von der ,aktivitt des ,schlafmechanismus sprechen drfte4 ,der ,schlaf des ,neugeborenen ist deshalb so intensiv1 weil die mitgeborene ,hirnhemmung an ,ausdehnung so ungeheuer die ,anstze von ,ganglienzellen berwiegt2 denken lernen1 heit eben3 ,ganglienzellen in die erhaltungsgeme ,hemmung hineinwachsen und ihre ,anschlsse durch sie regeln lassen4 ,das ist ja der einfache ,grund1 warum ,wahrheiten oft eine ,generation an ,hirnwachstum gebrauchen1 bis sie in die ,kpfe der ,nachlebenden hineinpassen und nun wie etwas ,selbstverstndliches erfat werden2 deshalb ist es auch fr originelle ,geister ein so sicherer ,weg1 im lieben ,vaterland zu etwas zu kommen1 wenn sie die ,einsicht haben1 sich still1 geduldig zunchst dreiig ,jahre ins ,grab zu legen4 ,es ist berall das ,verhltnis von ,ganglienaktion zur ,aktivitt der ,hemmung1 das ,originalitt1 ,intelligenz1 ,charakter1 ,genie1 ,talent1 ,temperament ausmacht und das auch den wechselnden ,typus des ,schlafes bestimmt4 ,anwuchs neuer ,zellassoziationen1 geistige ,geburtswehen machen unruhigen ,schlaf1 ebenso wie beranstrengung1 ,sorge1 berlastung vorhandener ,denksysteme 7,rechnen1 ,geiz1 ,gewinnsucht1 ,hoffnung1 ,erwartung1 ,freude71 weil in allen solchen ,fllen die ,gangliensysteme der zur ,nachtzeit anrckenden ,hemmung widerstehen4 ,im wohlregulierten ,hirnmechanismus geht abends alles nach der ,schablone der ,ein- und ,ausschaltung3 sie brauchen noch gar nicht mde zu sein1 die glcklichen ,philister1 sie legen sich um ,punkt neun ,uhr zu ,bett3 eine ,drehung auf die ,seite1 eine ,umschaltung am wohlgebten ,kabel der ,bewutseinsleitungen1--und der ,schlaf beginnt4 ,diese ,regelmigkeit des ,ein-und ,ausschaltens von ,bewutsein und ,schlaf selbst ohne jedes ,ermdungssymptom1 die man bei wohlerzogenen ,kindern und den ,menschen1 die ,sinn fr ,ordnung und ,gesundheit haben1 beobachten1 die man dagegen freilich bei den ,kindern ,berliner ,sonntagsausflgler nicht einmal andeutungsweise mehr erkennen kann1 spricht offenbar beredt genug gegen die ,ermdungs-und ,vergiftungstheorie des ,schlafmechanismus4 ,es ist eine alte ,weisheit1 da der ,vormitternachtsschlaf der strkendste ist4 ,weil wir es eben im ,schlafe mit aktiven ,nervenspannungen zu tun haben1 ist der ,kontrast von ,tag und ,nacht um so deutlicher wirksam1 je nher der ,wechsel zum ,eintritt der ,schlafhemmung liegt4 ,die ,zeit vor ,mitternacht liegt dem ,scheiden der ,sonne am nchsten1 d4h4 dem ,hemmungseinsatz1 und jede ,stunde nach ,mitternacht fhrt uns dem ,sonnenaufgang und dem ,einsatz des ,bewutseins nher4 ,welche ,erquickung bringt ein tiefer1 gesunder ,schlaf2 wieviel ,heilung und ,abwehr von ,gefahr und ,krankheit unter dem ,zeltdach seines ,friedens in einer ,nacht2 welche sanfte ,glttung der erregten ,flut des ,tages unter dem ,banne seines schwebenden ,dunkels6 ,er vermag ,rtsel der ,lsung nahe zu fhren in wenigen ,stunden1 und oft steht die befreiende ,idee am ,morgen beim ,aufwachen vor unserem ,bette1 wie ein ,kind mit einem ,geburtstagsstrau4 ,weinend legt der ,knabe sich nieder1 weil er die ,lektion nicht bewltigen konnte1 und morgens sagt er sie her1 erstaunt und verblfft ob der ,heinzelmnnchenarbeit1 die ber ,nacht in seinem eigenen ,kopf geleistet ward4 ,der ,dichter1 der ,komponist1 der den ,tag verbracht hat in gigantischem ,ringen mit dem ,chaos seiner inneren ,gestaltungskraft--vergeblich1 denn es wollte keine ,schnheit dem heien ,nebel entsteigen--3 eine stille ,nacht tiefen1 erquickenden ,schlafes1 und im ,hafen seiner ,sehnsucht liegt bewimpelt und beflaggt ein weies1 stolzes ,schiff aus dem fernen ,lande der ,phantasie4 ,da es eben die jngsten ,entwicklungsphasen des ,bewutseins sind1 in denen das ,gehirn des ,kindes oder des frei bildenden ,produzenten von ,gedanken--der ,grund1 warum das ,genie stets mit ,kinderaugen sieht--immer neue ,systeme an alte ,bahnen anschliet1 so sind hier auch gleichsam die leicht verletzlichen1 zartesten ,blten des ,seelenlebens ausgebreitet4 ,das stille ,zellenwerden und ,gedankenspinnen bedarf mehr als andere1 festere ,gewebe des ,gehirnes des zeitweiligen ,schutzdaches gegen ,reif und ,hagel4 ,sehr wohl kann eine ,nacht gleichsam die neue ,drahtlegung und ,kabelstation fertigbauen1 den ,schlustein setzen1 einen sammelnden ,kontakt einschalten1 die ganze ,monate im ,anreiz des ,lebenskampfes mhsam vorgebildet hatten4 ,welche ,qual aber1 wenn diese dem geistigen ,leben so ntige ,bewutseinsverhllung versagt6 ,was gibt es ,frchterlicheres als die ,schlaflosigkeit1 in der das geistige und krperliche ,auge in die ,finsternis der ,nacht starrt1 die das ,wesen eines ,dmons annimmt8 ,dabei die ,gedankenflucht hinter dem ,schdel1 diese springenden1 jagenden und nicht fixierbaren ,bilder1 die doch so gleichgltig sind und uns so gar nichts angehen1 die sich aber unaufhrlich durcheinanderschieben1--diese grauenvolle ,ahnung dessen1 was ,wahnsinn sei6 ,in der ,tat3 ,hemmungsfortfall ist ja auch der ,inhalt vieler ,wahnsinnsformen1 da die gereizten und zur berfunktion gepeitschten ,ganglienzellen schlielich alle ,widerstnde durchbrechen1 die blinden ,affekte und die ,bocksprnge im ,geist1 die geistigen ,veitstnze beginnen4 ,in der schonenden ,hlle1 die die ,hemmung um wachsende1 junge ,reiser der sprossenden ,hirnzellen zu legen vermag1 in der heilsamen ,fesselung1 die der berwiegende ,widerstand unreifen ,kapriolen junger ,hirnkeime entgegensetzt1 wurzelt vielleicht der ,trieb der ,berauschungssucht bei ,tier und ,mensch4 ,die ,alkoholisten1 die ,morphinisten1 die ,opium- und ,haschischvertilger verschaffen sich knstlich diese ,verschleierung des ,bewutseins1 den der gesunde ,schlaf freiwillig gewhrt1 nicht nur1 weil es angenehm ist1 die qulende ,unruhe erregter ,ganglienarbeit zu hemmen1 sondern auch1 weil sie instinktiv fhlen1 da eine erhaltungsgeme ,ausgleichstendenz in diesem erzwungenen ,widerstand liegt4 ,diese ,anschauung von der auf ,nervenspannung beruhenden1 aktiven ,ein- und ,ausschaltung der ,hirnhemmung als ,ursache des ,schlafes macht uns auch die atypischen ,schlafformen viel begreiflicher1 als sie es unter der ,ermdungs- und ,vergiftungstheorie sein konnten4 ,der ,winterschlaf gewisser ,nager1 der ,tagschlaf gewisser ,insekten und ,vgel1 die pathologische ,schlafsucht beim ,menschen und die in einigen ,grenzen mgliche ,verschiebung des natrlichen ,schlaftypus 7alle ,sorten ,nachtwchter einbegriffen71 sie alle werden verstndlich1 wenn wir sie betrachten als verschobene ,rhythmen einer aktiven ,hemmung4 ,die ,intervalle des ,wechsels von ,hemmung und ,aktion sind auf nervser ,bahn nur zeitlich verstellt1 soweit berhaupt noch ein ,rhythmus erkennbar ist2 wo dieser aber ganz fehlt1 wo entweder ,aktion oder ,hemmung allein herrschen1 da beginnt das ,reich des ,abnormen im ,geiste1 das ganz natrlich in ,krankheiten der ,hemmungs- oder ,aktionsorgane zu trennen wre1 wie an jeder elektrischen ,einrichtung ,strom oder ,hemmung defekt sein knnen4 ,so ist der ,schlaf also die ,ttigkeit eines besonderen ,organsystemes1 der ,hemmung1 die sich aus ,blutumlauf1 ,isolationsmechanismen und ,nervenerregung zusammensetzt4 ,den verschiedensten ,ursachen1 der ,schaukelbewegung der ,wiege1 dem ,reflex der ,hypnose1 der ,wirkung der ,narkotika1 gehorcht diese rtselhafte ,funktion so lange1 bis schlielich die ,hand des ,todes zum letztenmal und dauernd die ewige ,hemmung gleich einem eisernen ,vorhang vor unserer ,existenz herabzieht4 ,darum scheint der ,schlaf als des ,todes ,bruder1 weil er uns ahnen lt1 wie unsere definitive ,lebenshemmung sein wird4 ,was das ,dunkel1 das nur mit dem ,tage wechselt1 an der ,peripherie unserer ,seele mit seinem ,zauberschleier wirkt1 das vollendet einst die ,nacht des ,nirwana fr immer4 ,heute versenkt der ,schlummer das ,ich nur auf ein kleines ,stckchen unter die ,oberflche2 es taucht ein wenig hinab in ein ,meer1 in dem noch die kristallenen ,gestaltungen des ,traumlebens schweben2 aber einst erstarrt auch diese schwebende ,flut das kalte ,nichts zu ,eis4 ,solange aber ,wachen und ,schlaf mit ,auf- und ,niedergang der ,sonne wechseln1 haben wir ,gelegenheit1 den vollen ,frieden zu ahnen4 ,wir werden im ,schlaf in eine ,sphre gleichsam frherer ,daseinsepochen zurckgezogen1 sowohl unseres persnlichen ,seins wie des ,seins der ,menschheit4 ,schlaf ist ,seelenleben minus ,situationsbewutsein und ohne die ,fhigkeit1 die ,umgebung logisch mit unserem ,geiste zu verknpfen4 ,das gibt unserer ,phantasie die ,mglichkeit1 uns einen ,teil des nur halb bewuten ,tierlebens vorzustellen1 dessen ,fesseln die immer sprossenden ,zellen der ,fortentwicklung gesprengt haben und dereinst in spteren ,geschlechtern vielleicht zu noch hheren1 wundervollen ,bewutseinsformen weiter sprengen werden4 ,,ii4 ,wenn es richtig ist1 da im ,schlaf alle diejenigen ,saiten unseres ,seelenorganes1 deren ,sinneswurzeln wie ,polypenarme in die ,auenwelt greifen1 im ,pianissimo e con sordino der ,hemmung1 also fast tonlos1 schwingen1 wenn es also vorwiegend das ,bewutsein der ,stellung des ,ichs in der umgebenden ,welt der ,realitten ist1 das aus der ,reihe psychischer ,bewegungen im ,schlafe entfllt1 so ist es begreiflich1 da alle noch in der brigen ,sphre der ,seele schwebenden ,gestalten im luftigen ,reich der ,phantasie ihren ,reigen fhren mssen4 ,schon wenn im ,wachen jemand die ,neigung hat1 ein deutscher ,professor zu werden1 d4h4 sein ,auge nach innen kehrt und sich nicht entschlieen kann1 ,rinnsteine1 ,laternenpfhle und ,mitmenschen fr ,realitten zu halten1 wenn ,dichter und ,denker uns begegnen1 das ,auge fr den ,glanz der ,ferne eingestellt und die ganze ,energie gleichsam zum ,wachedienst fr das ewige ,feuer der ,vestalin nach innen gepret1 so sagen wir ja wie ,josephs ,brder3 ,seht1 da kommt der ,trumer6 ,die ,seele hat eben zwei groe ,orgelregisterzge3 ,real und ,ideal1 die1 gleichzeitig gezogen1 leider nie recht miteinander ,harmonien geben1 so schn sie1 jedes einzeln gespielt1 die ,symphonie des ,daseins frben4 ,wenn die mehr oder minder ausgeprgte ,schnelligkeit der ,leitungsanschlsse im ,gehirn die ,temperamente ausmacht1 wenn die unwillkrliche ,zhigkeit der ,willensimpulse1 die ,unhemmbarkeit von ,vorstellen und ,willen den ,charakter bestimmt1 so scheidet das ,register ,gemt und ,phantasie unser ,innenleben noch viel deutlicher von jener andern ,fhigkeit1 durch die ,welt zu kommen1 jener festen ,orientierungs-und ,anpassungskraft fr die ,umgebung4 ,hat doch unstreitig die halb unbewute ,ttigkeit des ,knstlers1 das ,versinken der ,welt um ihn her1 durchaus etwas dem ,traumleben ,verwandtes1 trotzdem gerade auf den echten ,knstler die ,realitten des ,lebens erst recht intensiv wirken1 weil er eben sie alle in tief innerlichem1 ideellem ,zusammenhang sieht1 gleichsam durchglht von dem ,lichte seiner inneren ,wahrhaftigkeit4 ,alles1 auch das ,kleinste1 das er erblickt1 dnkt ihn ein ,beweisstck fr die ,idee einer ,schnheit1 die durch ihn ,gestalt gewann4 ,die ,welt und ihre ,erscheinungen bieten ihm immer neue und mit verwundert lebhaften ,kinderaugen betrachtete ,besttigungen seines inneren ,traumes4 ,wenn aber auch die von ,musen nie gekte ,stirn eines ,bankiers im ,wachen keine anderen ,besttigungen seiner ,idee sucht1 als da gerade seine ,aktien steigen1 seine ,gruben prosperieren3 der ,schlaf und ,traum macht ihn dennoch zum ,dichter1 er lst ihn sanft von seinen begehrlichen ,sinnen1 und wenn er nun dennoch trumt von ,dividenden1 ,giro und ,diskont1 so verlegt er immerhin den ,schauplatz seiner ,sehnsucht und seines ,bangens auf eine ,bhne1 die die ,welt bedeutet1 sie aber doch nicht ist4 ,wie aber ist es berhaupt mglich1 da vor unserem ,traumesblick ein ,tausendmarkschein1 ein ,himmel1 ein ,haus1 ein ,pferd erscheint1 wenn doch die ,sinne1 die diese ,realitten bermitteln1 in ,hemmung sind8 ,nun1 die ,halluzination1 die ,vorstellung1 die ,erinnerung1 der ,traum wren nicht denkbar1 wenn nicht die ,nervenbahnen smtlich auch in umgekehrter ,richtung schwingen knnten1 wie das die ,physiologie unwiderleglich festgestellt hat4 ,wenn mein ,auge mir ,licht und ,schatten in einer ,schwingungsfigur bermittelt hat1 deren ,reiz im ,gehirn in unserem ,sprachzentrum den konventionellen ,begriff ,pferd auslst1 so kann umgekehrt das ,sprachzentrum in allen beteiligten ,gruppenganglien bis rckwrts zum ,auge erzitternd ein sehr lebhaftes ,bild dessen1 was wir ,pferd zu nennen bereingekommen sind1 unserer ,phantasie in voller ,treue zutragen4 ,ja1 wie bei den ,halluzinationen im ,traume kann selbst bei offenen ,augen1 beim ,halbwachen1 die ,realitt der ,umgebung ungestrt zum ,gehirne geleitet werden1 so da wir schwren knnen1 wir sind im ,bett2 wir wachen1--und dennoch erregt die gestrte und verwirkte ,traummechanik von rckwrts her erzitternd den ,alp1 den ,mann da vor meinem ,bette1 mit grauenerregender ,deutlichkeit4 ,so ist es mit allen halluzinatorischen ,wahrnehmungen1 die die ,logik nur trben und erschrecken1 wenn sie in blitzschnellem ,wechsel mit realeren ,wahrnehmungen fr wenige ,sekunden hin- und herschwanken1 die aber natrlich die ,logik des ,wahnsinns bilden1 wenn sie dauernd sind oder immer wiederkehren4 ,dann verliert die ,kritik ihre einzige sichere ,sttze1 die ,intaktheit der ,sinneswahrnehmungen1 und das ,reich der kranken ,phantasie beginnt4 ,wenn ich nicht mehr die ,fhigkeit habe1 die rckwrts schwingenden ,bilder meiner ,phantasie und ihren ,abstand von der ,wirklichkeit am ,mastab meiner gesunden ,sinne zu messen1 so weht meine ,logik in den ,lften1 wie ein ,sommerfaden1 der sich hoch in den ,pappeln gefangen hat4 ,da nun im ,schlafe die ,sinneszentren gehemmt sind1 die ,sinnesbahnen aber leiten1 wie wir gesehen haben1 so prallt der ,reiz der uns umgebenden ,welt in allen ,formen1 vom ,knarren der ,tr und vom ,bellen des ,hundes bis zum ,donner des ,gewitters1 an die ,pforte der geschlossenen ,sinneswelt1 und wenn er nicht stark genug war1 sie zu ffnen1 die ,hemmung zu berwinden1 wodurch wir wach wrden1 so springt er nach dem ,gesetze von der ,erhaltung der ,kraft in der ,richtung des geringsten ,widerstandes von der ,schwelle unseres realen ,bewutseins ab1 wie eine ,billardkugel von der ,bande4 ,da diese ,reize aber in jeder spezifischen ,ganglienschicht in andere ,empfindungskrfte umgesetzt 7transformiert7 werden1 so klettert mit ihnen gleichsam eine ,schar von ,wichtelmnnchen ber die ,hecken der benachbarten ,sinneswohnung in den ,palast der ,phantasie4 ,so wird ein ,gerusch1 der ,druck der ,bettdecke1 ein ,luftzug1 ja ein berfllter ,magen1 ein ,schnupfen1 ein ,katarrh1 ein ,blutandrang in irgendwelcher ,richtung zum ,motiv eines ,traumes1 gleichsam zum ,thema von allerhand ,variationen und ,spinnerliedchen im nicht gehemmten ,seelengebiet1--oft unter phantastischer ,vergrerung der wahrgenommenen ,reize4 ,das ,klappen des ,fensters wird zum ,schu1 das ,rcken eines ,stuhles zum ,donner4 ,da das ,gefhl meiner ,persnlichkeit1 mein ,ich-,bewutsein gar nicht mehr direkt abhngt von meinen ,sinneswahrnehmungen 7cogito1 ergo sum71 sondern bis tief in die unterbewuten ,schichten hinabreicht1 bis zu jenen ,wurzeln1 die schon im ,daseinskampfe meiner ,ahnen auch fr mein individuelles ,leben generell festgelegt und mitgeboren wurden1 so ist verstndlich1 da der ,persnlichkeitsbegriff mit allen mglichen halluzinatorischen ,traumbildern verknpft werden kann3 man fhlt sich und sieht sich doch in anderer ,form1 sogar als ,tier in anderer ,gestalt1 als ,leiche aufgebahrt1 als ,knig oder ,bettler1 als ,engel oder ,teufel4 ,das doppelte ,bewutsein erklrt sich leicht aus dieser wechselnden ,hemmung im ,gebiet realer oder phantasiegemer ,seelenerregungen4 ,man hat im ,traum durch phantasiegeme ,assoziationen vom ,ich mit ,muskelgefhlen und dunklen ,sehnsuchtsrichtungen ,fhigkeiten1 die uns fliegen lassen1 schwebend durch den ther und die ,luft1 die uns ,probleme spielend lsen lassen1 an denen wir uns wach fast den ,kopf zerbrachen4 ,aber es ist ein ,gaukelspiel2 denn sobald wir wach sind1 lst sich die neue ,kunst1 die ,problemlsung1 die nur vorhanden war1 weil unsere ,logik ohne ,sinne1 ohne die ,elle der ,kritik arbeitete1 in ,dunst auf1 wenn die geschlossene ,barriere der ,schlafhemmung in die ,hhe steigt4 ,man kann aber doch die ,mglichkeit nicht ganz bestreiten1 da manche ,menschen ,verse1 ,lsungen von ,rtseln1 ,plne usw4 unmittelbar so niedergeschrieben haben1 wie sie es im ,traume geschaut zu haben glaubten2 denn es ist ja keine ,frage1 da der ,traum ,erinnerungen hinterlt1 wenn auch die ,dichter1 die also beginnen3 ,mir trumte einst1 ich sei ein groer ,knig1 gelegentlich wohl ein wenig flunkern4 brigens ist es wegen der ,abschlieung der ,gegenwart1 die uns zeitlich und rumlich umflutet1 charakteristisch1 da wir den ,schauplatz unserer ,trume so oft in die ,vergangenheit verlegen mssen1 wenn wir berhaupt ,spuren eines ,gefhles fr ,zeit und ,raum im 7ruhelosen67 ,schlaf behalten2 wir sehen uns daher fast stets jnger1 als wir sind1 oft direkt als ,kinder1 ,angehrige1 die gestorben sind1 meist lebend1 bisweilen als ,tote und doch unter uns wandelnd4 ,wenn wir auch ,tages-1 ,jahreszeiten und ,rumlichkeiten im ,traume wiedererkennen1 so zweifle ich doch1 ob jemand sagen knnte1 in welchem ,kalenderjahr1 in welcher geographischen ,zone sein ,traum sich abspielte1 weil eben zur logischen ,raum- und ,zeitempfindung das im ,schlafe abgesperrte ,gebiet der ,gegenwartsempfindung untrennbar gehrt4 ,sich zeitlich oder rtlich orientieren1 heit eben1 rckwrts tasten aus der kontrollierbaren ,umgebung und der ,augenblickssituation in vorgestellte ,vergangenheit oder ,ferne4 ,die ,phantasie hat es nicht ntig1 mit ,zeit und ,raum sich abzuqulen2 darum hat sie auch etwas ,gttliches an sich4 ,unstreitig haben wir im ,traume deutliche ,lichtempfindungen1 obgleich kaum jemand genau die ,beleuchtung seiner ,innenszenerie unmittelbar nach dem ,erwachen anzugeben imstande sein wird2 bei ,wiedergabe der ,traumesbilder schlgt uns meistens die ergnzende ,phantasie des ,wachseins ein ,schnippchen1 denn ,traum und ,phantasie des ,wachenden sind einander stets neckende ,geschwister4 ,auch steckt ein ,dichterling in jedes ,menschen ,brust1 und namentlich bei ,traumerzhlungen korrigiert ganz naiv dieser wache kleine ,knstler die immer nur schwache ,erinnerung aus dem ,traume4 ,trume werden oft gelogen1 es besteht eine instinktive ,freude beim ,dichter ,mensch1 seine ,gaukeleien anderen auf den ,tisch zu setzen1 wie das ,burgfrulein von ,niedeck es mit ,ackersmann und ,pflug und ,pferd tat4 brigens hat man beim ,traumerzhlen auch ein ,gefhl der heiligen ,scheu2 man sieht ,traumreferenten gern in die ,ferne schauen oder in sich versunken bei mit der ,hand verschlossenen ,augen das fadenscheinige ,gewebe des ,traumes mit etwas irdischem ,zwirn ausflicken4 ,meist geht es1 was die anderen ,sinne auer dem inneren ,sehvermgen betrifft1 im ,traume ziemlich geruschlos zu2 die ,leute schweben ohne ,tritt1 wie wir selbst gleichfalls ber ,wiesenplan1 ,fluten und ,parkett4 ,wir sehen jedenfalls im ,traume deutlicher1 als wir hren1 riechen1 schmecken1 fhlen4 ,ja die ,stimme1 die da ruft1 ist in lyrischen ,gedichtsammlungen hufiger als im wirklichen ,traum2 geheimnisvolle ,gesten1 ,winken1 ,drohen1 ,nahen phantastischer ,gebilde sind hufiger4 ,sehr bezeichnend ist das ,abbrechen vieler ,trume in dem ,augenblick1 in dem logischerweise eine ,gehrs- oder ,gefhlswahrnehmung stattfinden mte4 ,sehr viele ,trume schlieen wie das wundervolle ,goethesche ,balladenfragment ,der untreue ,knabe mit einem einfachen die wend't sich der verlassenen ,geliebten4 ,sehr oft sehen wir den ,dolch1 die mordende ,faust sich auf uns niedersenken3 jetzt gerade mte der ,schmerz eintreten1--da sind wir schon wach1 bebend und transpirierend4 ,das zeigt so recht deutlich1 da im ,schlafe tatschlich eine ,hemmung materiell besteht2 denn im ,moment1 wo die ,flamme der ,phantasie an dem ,schleier der ,sinneswahrnehmungen hinaufzngelt1 zerreit er1 und ,flamme und ,schleier verschwinden4 ,wir haben eben das ,gefhl davon1 da auch der ,phantasie eine ,fesselung nach rckwrts geboten ist durch den ,ausfall der realen ,vorstellungen2 es geht sehr oft etwas im ,traume nicht weiter1 auch wenn wir nicht bei dieser ,kollision von ,vorstellung und ,wahrnehmung aufwachen4 ,wir wollen einen ,ballsaal betreten3 wehe6 wir sind splitternackt2 wir wollen eine ,rede halten1 womglich vor der ,franzsischen ,akademie1 einer feierlichen ,versammlung1 und wir stehen schon mitten auf dem ,podium1--was ist das8 ,wir knnen ja nicht sprechen1 der ,kiefer will nicht auf6 ,in solchem direkten ,innewerden der ,hemmung im ,traume1 festgehalten durch die ,erinnerung1 die man von der ,sache behlt1 erblicke ich den strksten psychologischen ,beweis fr die reale ,existenz der ,schlafhemmung in der ,sphre des ,situationsbewutseins4 ,auf diese ,weise ist es auch begreiflich1 da im erneuten ,traume das ,bewutsein frherer ,traumphantasien1 ja schlafwandlerischer ,handlungen wieder auftritt4 ,die ,phantasie ohne logische ,assoziation hat eben ihr ,bewutsein fr sich4 ,so erklrt es sich1 da ,vergessenes im ,traumschlaf wieder ins ,gedchtnis gerufen werden kann3 es hat sich im ,strudel der ,tageswellen verloren1 wird aber emporgehoben1 sobald im ,schlafe das ,bewutsein des ,gegenwrtigen1 des sinnlich ,wahrgenommenen versinkt4 ,alle ,formen gespaltenen ,bewutseins sind ,formen periodischer ,hirnhemmung4 ,auch unsere ,fhigkeit1 morgens zu einer bestimmten ,zeit zu erwachen1 gehrt zu den verbreitetsten ,formen eines doppelten ,bewutseins4 ,der autosuggestive ,willensimpuls aus den ,sphren unseres ,zeitbewutseins langt pnktlich zur ,sekunde an die ,einschaltung des ,bewutseins3 so weit geht die ,automatie1 der ,selbstwille unserer ,ganglien1 da sie ohne ,zutun des ,gesamtbewutseins ,zeitbegriffe bermitteln4 ,beim ,suchen der nheren ,ursache des ,trumens finden wir1 da durchaus nicht gerade die ,dinge1 die den ,tag ber den strksten ,eindruck auf uns gemacht haben1 im ,weben des ,traumes zu ,motiven verwandt werden1 so verbreitet auch diese ,ansicht sein drfte4 ,denn das1 was uns tiefsten ,schmerz oder hchstes ,glck fr die ,seele gebracht hat1 wird nicht direkt ,gegenstand der ,traumesphantasie4 ,seelische ,hochfluten dulden ebensowenig wie ,worte oder ,lieder ,trume4 ,es kann im ,gegenteil ein jeder1 der sein ,traumleben beobachtet1 als eine ,tatsache feststellen1 da dasjenige1 was unseren ,geist nebenher am ,tage flchtig gestreift hat1 eine ,person1 ein ,name1 eine ,szene1 gesehen oder gehrt im ,augenblick1 wo gerade andere ,dinge unsere volle ,aufmerksamkeit fesselten1 mit ,vorliebe zum ,thema des ,traumes wird4 ,dafr gibt es eine sehr plausible ,erklrung4 ,die tiefgreifenden1 erschtternden ,sensationen1 die uns das ,schicksal sendet1 whrend wir wachen1 verlangen mit starkem psychischem quivalent fast augenblicklich einen seelischen ,ausgleich3 ein ,schrei1 ein ,jauchzen ist nur der ,beginn eines lange nachwirkenden ,aufruhrs im ,innern1 denn das volle ,werk der ,orgel braust im ,sturm und rttelt an den ,sulen und ,gewlben unseres ganzen ,wesens4 ,eine ,handlung1 vielleicht lange im ,sinnen und ,grbeln vorbereitet1 oft ungestm1 wie mit explosiver ,gewalt ausgelst1 gibt den psychischem ,insult an die ,auenwelt zurck1 oder1 wo mit lhmender ,gewalt das schreckliche ,faktum bleischwer auf unserer ,brust lastet1 da ist die ,hemmung als ,aktion selbst mit in den ,strudel aufgewhlter ,wellen gezogen1 und unseren schreckhaften ,schlummer unterbrechen kurze1 abgerissene ,trume mit einem ,schauplatz fernab vom ,raume1 der unser ,leid sah4 ,es ist keine ,mglichkeit1 gerade das ,motiv des ,schmerzes oder der ,wonne in den ,traum aufzunehmen1 weil schon im ,wachen tausend ,gedanken und ,willensimpulse den ,ausgleich seiner seelischen ,spannkraft bernehmen3 das ,gewaltige1 das uns lebhaft ,interessierende1 steht zu sehr mitten in der ,welt der ,realitt1 als da die ,seele unter ,hemmung der ,realitt im ,schlafe sich mit ihm befassen knnte4 ,mich fragte einst ein ,kind in den ,tagen erster1 schwerer ,trauer weinend3 ,warum erscheint mir ,mutter nie im ,traum8 ,und ,vter1 die ihre ganze ,hoffnung begruben1 sinnen wohl nach1 warum das erbarmungslose ,geschick die liebe ,gestalt des ,sohnes nicht einmal im ,traume wiedergibt4 ,der immer whlende ,schmerz verzehrt alle ,spannkraft der ,seele und hat kein ,echo mehr4 ,und doch1 wie mild von der ,natur1 da nicht des ,tages ,weh auch noch hineinlangt in den kurzen ,waffenstillstand1 den der ,schlaf uns gnnt1 bis der ,tag zum ,kampfe mit den ,leiden ruft6 ,der ,mrder trumt nicht von seiner ,tat2 und das liegt nicht nur an seiner ,gemtsroheit1 sondern hat allgemein psychomechanische ,grnde4 ,was im ,brausen des ,tages aber an flchtigen ,eindrcken vorberschwebt1 wie ein ,falter an einem offenen ,fenster1 das verfngt sich im ,netz der ,seele doch und hebt1 vom hellen ,licht des ,tages verscheucht1 in der ,nacht die ,schwingen und lt uns erkennen1 wie bunt sie gezeichnet sind4 ,denn in ,wirklichkeit gibt es in der ,natur weder ,klein noch ,gro1 alles hat sein spezifisches ,bedeuten1 auch fr unsere ,seele1 und was das ,bewutsein nicht registriert1 das ist deshalb doch da und wirkt zu seiner ,zeit seinen ,ausgleich4 ,so gleicht der ,traum einer ,welle1 die sich zur ,zeit des ,wogenganges in einer ,vertiefung des ,sandes verliert1 die unsichtbar ist unter den wallenden ,schleiern der ,flut4 ,wenn aber nachts die ,brandung schweigt1 steigt sie als ,nebeldunst empor und beginnt mit dem ,wind nchtlichen ,reigen4 ,das ,traummotiv ist wie eine vergessene ,goldmnze im ,portemonnaie des ,studenten2 so lange es gefllt war1 versteckte sie sich leicht und unbeachtet in einer ,falte1 nun aber die ,nacht der ,schulden da ist1 ist eine hohe ,freude ber ihren ungeahnten ,wert4 ,wenn also empfindsame ,menschen mit ,pathos bekrftigen1 dies oder jenes habe einen so tiefen ,eindruck auf sie gemacht1 da sie immer1 die ganze ,nacht1 davon trumen mten1 so ist das meist eine sentimentale ,lge3 man trumt nicht vom ,geliebtesten1--auch nicht davon1 was uns so furchtbar nahe geht4 ,die ,erinnerung als ,bild1 neben der ,strae der ,gedanken einherziehend1 hat1 genau wie der ,traum1 etwas ,zusammenhangloses1 ,unlogisches und ,unerzwingbares an sich4 ,erinnerungsbilder setzen1 im ,gegensatz zum ,gedchtnis1 pltzlich1 unvermutet1 verblffend ein4 ,so taucht pltzlich beim ,kartenspiel unsere liebe ,gromutter im ,dorfe vor den ,blicken auf1 wie sie ihren roten ,dendron begiet1 oder mitten im ,spiel einer ungarischen ,rhapsodie stehen wir am ,sarg einer ,tante1 die an der ,cholera gestorben ist4 ,die gleichen willkrlichen1 unvermuteten und unvorbereiteten ,paradoxien zaubert das ,kinematoskop des ,traumes vor unsere geistige ,netzhaut1 und in beiden ,fllen sind es ,nebenstrme1 induzierte elektrische ,strme1 wie die ,technik sagt1 die sie veranlassen4 ,die mosaikartige ,bildchen gruppierenden ,funken springen da ber1 wo sie den geringsten ,widerstand finden1 der von ,puls und ,blutwelle1 ,organreflexen und unbewut gebliebenen ,reizungen der ,welt um uns1 die nicht schlft1 abhngig ist4 ,ich war einst in einer ,versammlung von rzten1 und wir sprachen vom ,traum3 das stets bereite ,thema vom ,traum des noch nicht erledigten ,abiturientenexamens kam aufs ,tapet4 ,ich sagte voraus1 da alle schon davon getrumt haben wrden1 nur die nicht1 die einmal durchgefallen seien1 und zur groen ,verblffung aller waren zwei1 die nie jenen ,traum gehabt hatten3 sie waren wirklich durchgefallen4 ,die ,erklrung ist einfach4 ,das vielgequlte ,primanergehirn erhlt eine ,examensfurche von ,qual und ,schrecken1 die das bestandene ,examen1 der kurze ,moment der ,freude1 nicht ausgleicht4 ,diese verrauscht schneller als die ,jahre lange ,spannung4 ,ist man aber regulr durchgefallen1 nun1 so ist kein ,rest mehr da2 die ,lsung war betrbend zwar1 aber logisch1 den psychischen ,ausgleich hat das ,leben selbst bernommen4 ,daraus knnen wir entnehmen1 da erstens psychische ,erwartungsspannungen lnger haften als gehabte ,freude oder ,schmerz und da zweitens sorgende ,qualen mehr ,erinnerung hinterlassen als frohe ,stunden4 ,unser ,gehirn ist also von ,natur zur ,undankbarkeit geneigt4 ,jedenfalls aber erscheinen solche ,gemtserregungen1 wenn berhaupt1 oft erst viele ,jahre nach ihrem ,eintritt als ,traummotive wieder3 sie mssen erst abklingen1 erst untersinken auf den ,grund des ,bewutseins und gleichen dann eben den bertnten ,motiven1 ber die das tgliche ,leben rcksichtslos dahinflutet4 ,mit dem ,traum ist es wie mit den mitschwingenden ,obertnen in der ,musik1 man hrt sie ber dem ,pianoton deutlicher als im ,forte4 ,auch der erwhnte ,examenstraum taucht erst lange nach berstandenem ,examen auf4 ,sonderbar ist1 da manche ,menschen periodische ,wiederholungen bestimmter ,arten von ,trumen erleben2 sie trumen eine ,zeitlang immer dasselbe4 ,das hngt wohl mit periodischen ,strungen der ,krperorgane1 die nchtlich gleiche oder hnliche ,stromschwankungen in der ,seele auslsen1 zusammen4 ,wir haben bisher nur ,traumformen betrachtet1 bei denen die ,region1 in der die ,luftgebilde schweben1 sich innerhalb der ,zone rein psychischen ,geschehens hlt4 ,es vermag aber namentlich bei unruhigem1 gestrtem ,schlafe leicht auch die unterbewute ,spannung im ,bestreben1 restlose quivalente zu schaffen1 auf das muskulre ,gebiet berzuzucken1 eventuell wie beim ,nachtwandeln ganz in die ,zone der unbewuten ,muskelttigkeit auszustrahlen4 ,das sind schon gewissermaen ,schlafkrankheiten1 denn je tiefer an sich und je energischer die ,hemmung der ,sinne im ,schlafe ist1 desto weniger vermag die ,sphre der ,phantasie ,anregung aus jenem ,gebiet der ,wirklichkeit zu beziehen1 desto traumloser ist der ,schlaf4 ,je labiler aber die ,wage zwischen ,hemmung und ,erregbarkeit des ,auenweltsinnes eingestellt ist1 desto leichter vermgen auch ,funken auf ,muskeldrhte berzuspringen4 ,so sehen wir ,trumende lcheln1 ja1 wir hren sie lachen2 sie weinen1 sie sthnen1 sie schreien4 ,abwehrbewegungen1 flehende ,gesten1 ja selbst ,spazierbewegungen auf flachem ,bette sind zu beobachten2 also nicht nur die ,hunde1 die im ,traum bellen1 traben im ,schlaf ber eine ideelle ,wand1 die senkrecht zur ,erdoberflche zu stehen scheint4 ,ganz allgemein aber erlischt der ,traum mit ,vorliebe in einem deutlich fhlbaren ,ruck aller1 namentlich der ,rckenmuskeln1--dem ,schlu irgendeines getrumten ,absturzes aus groer ,hhe4 ,ist es nicht sonderbar1 da dieses ,muskelzucken1 das doch der ,anfang des ,erwachens ist1 zeitlich genau und logisch konsequent der natrliche ,schlu eines bestimmten ,traumes ist8 ,die schlagartige ,muskelzuckung pat ganz genau in das ,traumesereignis4 ,ahnt die ,phantasie den ,zitterschlag der ,muskeln8 ,hier liegt meiner ,meinung nach eine interessante psychische ,tuschung vor1 die fr viele ,trume charakteristisch sein drfte4 ,in ,wirklichkeit liegen nmlich die ,dinge zeitlich umgekehrt3 das erste ist der ,muskelreiz1 und in der ,zeit zwischen seiner ,einschaltung und deutlichen ,bewutseinswahrnehmung liegt die blitzschnell verlaufende ,traumperzeption2 die ,zuckung1 die sich vorbereitet1 ist schon das ,motiv des in einer ,sekunde abblitzenden ,traumes4 ,die ,sinneswahrnehmung des ,kanonenblitzes geht auch der ,wahrnehmung ihres ,knalles voran1 und doch ist es derselbe physische ,vorgang1 der beide auslst4 ,in dem ,augenblick1 in dem die berladung der psychischen ,zentren gleichsam den ,damm gegen das ,muskelgebiet einreit1 wird mit einem ,schlage die ,hemmung aus dem ganzen breiten ,felde der ,seele zurckgezogen1 einen ,augenblick ist das ganze ,gebiet frei von jedem elektrischen ,engagement1 das einfallende ,strahlenbschel kann ber den ganzen ,horizont in einer ,sekunde dahinrasen1 genau wie das ,wetterleuchten ber den ,abendhimmel4 ,wie viel ,bilder knnen da entstehen in einer ,sekunde6 ,das ist genau dasselbe1 wie wenn wirklich ,abstrzende in den wenigen ,sekunden des ,falles1 whrend dessen in einer ,art hypnotischer ,lhmung des ,hemmungsapparates alle ,drhte unbesetzt sind1 ganze ,jahre der ,erinnerung zu durchleben glauben1 ,beobachtungen1 zu denen die ,bergkraxelei1 diese bewuten ,selbstexperimente ber ,absturz und ,tod1 reichlich ,gelegenheit gegeben haben1 denn einige ,bergsteiger bleiben ja wirklich am ,leben1 so sehr sie sich um ,beisetzung in ,gletscherspalten bemhen4 ,man kann als sicher annehmen1 da auf diesem ,mechanismus des ,traumblitzes whrend der ,sekunde des halbbewuten ,erwachens gut die ,hlfte aller ,trume beruhe4 ,ich erinnere mich eines langen ,schlertraumes1 in dem ein ,rabe und ein ,ring1 weigekleidete ,jungfrauen und weie ,thronhimmel eine groe ,rolle spielten2 und als ich1 von irgendeiner ,macht ins ,nichts gejagt1 irgendwohin abstrzte und aufwachte1 sah ich am ,fenster eine ,krhe den dichten ,schnee verstuben4 ,damals hielt ich das fr ein merkwrdiges ,problem--den ,raben1 das ,wei im ,traum und in der ,wirklichkeit--2 jetzt glaube ich zu wissen1 da die ,dinge zeitlich umgekehrt lagen3 ich sah im ,erwachen den frischgefallenen ,schnee und die ,krhe1 und beide wurden das ,motiv eines ,traummrchens4 ,wird der ,auenweltreiz1 der die zentral verbarrikadierten ,sinnesleitungen trifft1 durch pathologische ,anlage direkt auf die ,willensimpulse und ihre ,muskelanschlsse unter berspringen der ,bewutsein vermittelnden ,zonen bergeleitet1 so entsteht jene eigentmliche ,form des ,traumes1 die man ,nachtwandeln nennt4 ,das der ,sonne ja entliehene ,licht des ,mondes scheint tageshell ins ,fenster und lockt und trgt die besonders empfngliche ,seele des ,schlfers4 ,der ,mond suggeriert ihm gewissermaen den ,sonnenimpuls des ,aufstehens1 aber die ,hemmung der ,sinneszentren1 der ,vermittler der ,orientierung in der ,umgebung1 ist vllig bersprungen von den betrgerischen ,mondstrahlen und fest genug1 um trotz der instinktiven ,bewegungsfhigkeit das ,bewutsein fr ,ort und ,zeit ausgeschaltet bleiben zu lassen whrend des ,umhertastens des wandelnden ,leibes1 der gleichsam nur mit den ,muskeln fhlt1 das heit3 die ,orientierung allein dem ,muskelgefhl berlt4 ,in gewissem ,sinne gehen in der ,tat ,somnambulen sicherer ber gefhrdete ,stellen2 aber sie knnen nicht mehr als andere1 weder an ,wnden hinaufklettern noch auf ,fahnenstangen ,ballett tanzen4 ,allerdings ist bei ihnen mit der ,orientierung fr den ,moment auch das ,bewutsein der ,gefahr ausgeschaltet1 und es mag schon sein1 da ein ,somnambuler1 der im ,fenster sitzt1 angerufen und pltzlich die ,situation wahrnehmend1 im ersten lhmenden ,schreck herabstrzt2 meist aber kriechen sie mit einem charakteristischen1 scheuen ,wesen1 gleichsam als schmten sie sich1 so monddumm gewesen zu sein1 zurck in ihr ,bett4 ,meiner ,beobachtung nach kommt ,somnambulismus auch beim ,hunde vor4 ,die grere ,sicherheit der unhemmbaren koordinierten ,muskelbewegung ist bekannt von der ,zielsicherheit des ,trunkenen und von der automatischen ,virtuositt der ,knstler1 die leicht durch ein voreiliges ,einmischen reeller ,wahrnehmung verwirrt werden4 ,der produzierende ,knstler gleicht in etwas den ,somnambulen3 ,saal und ,publikum als ,umgebung verschwinden1 nur die ,muskeln jagen und greifen in schwindelerregender ,ordnung durcheinander4 ,interessant ist die ,notiz ,karl ,loewes1 des ,balladenkomponisten1 in seiner ,selbstbiographie ber sein ,erwachen aus somnambulischen ,promenaden1 zu denen ihn zeitweilige berarbeitung disponierte1 in dem ,augenblick1 wo er sich selbst bemerkte1 die geliebte ,tabakspfeife in den ,mund nehmend4 ,er pflegte zu diesem ,zweck absichtlich die ,tabakspfeife neben sich auf den ,nachttisch zu legen3 ein hbsches ,beispiel dafr1 da im unruhigen ,schlaf ,sinneseindrcke geleitet werden knnen1 ohne dem ,bewutsein assoziiert zu werden4 ,da geistige ,arbeit aber den ,schlaf unruhiger macht1 ist leicht begreiflich3 sie berreizt die ,ganglienaktion gegenber der ,hemmung1 daher ist bei ,nervsen oft kurz vor dem ,einschlafen ,zucken der ,muskeln zu bemerken1--der ,ausdruck der ,entladung des ,gehirnes von berschssiger ,spannkraft1 die die sich zusammenziehende ,hemmung auspret3 ein ,analogon zum ,ghnen und ,strecken vor dem ,einschlafen4 ,halten wir die ,fhigkeit1 uns an ,trume zu erinnern1 zusammen mit der ,tatsache1 da im ,traum so leicht etwas vor dem ungestrten ,ablauf der ,walze innerer ,ereignisse sitzt1 so begreifen wir leicht1 wie der ,traum zu dem ,problem der ,bedeutung fr die ,zukunft kam4 ,wir haben ein ,gefhl dafr1 mit welcher ,leichtigkeit ,assoziationen der ,phantasiettigkeit mit den durch die ,erfahrung eingeschleiften ,sinnenbahnen vor sich gehen2 diese gleichsam rhythmisierten ,themen des ,erlebten bermitteln das ,gefhl des schon ,vergangenen4 ,wie ja perspektivisch unser ,auge sich auch gewhnt hat1 das ,kleine fern1 das ,groe nah zu deuten1 so verknpfen wir mit dem ,gefhl leichten1 ungehinderten ,anschlurhythmus das ,vergangene1 ,erlebte1 schon ,erfahrene2 mit der ,empfindung des ,anschluwiderstandes aber das ,problematische1 ,kommende1 ,werdende4 ,nebenbei gesagt1 ist das der wahrscheinliche ,grund1 warum uns eben vorhandene ,situationen schon einmal dagewesen erscheinen3 der durchlebte ,moment schliet frhere ,traumesbilder in leichtem1 flssigem ,rhythmus an das eben ,wahrgenommene automatisch an1 und nun erscheint uns auch das reale ,bild des ,augenblickes mit im ,wirbel vergangener ,spiegelungen4 ,dann kehrt sich die ,kontrolle des ,zeitlichen um1 und die ,gegenwart scheint der ,vergangenheit anzugehren4 ,die ,erinnerung an das zeitlich zusammenhanglos gefhlte ,traumbild legt uns aber das ,gefhl einer ,lsung in der ,zukunft nahe4 ,so sind wir alle mehr oder weniger geneigt1 ,traumesbedeutungen und ,traumhellseherei fr mglich zu halten4 ,der ,traumzustand der ,seele hat mediumistischen ,charakter an sich1 und wenn die hnlichkeit1 die der ,vergleich eines ,somnambulen mit einem ,hypnotisierten ergibt1 vielleicht nur uerlich ist1 so ist das ,unterbewutsein1 d4h4 die ,form des ,bewutseins unterhalb der sinnlichen ,wahrnehmung1 ein viel zu unerforschtes1 eben erst entdecktes ,gebiet1 als da sich hier gewisse wunderbare psychische ,tatsachen so ganz von der ,hand weisen lieen4 ,der ,spiritismus und ,okkultismus gleicht vielleicht der ,alchimie1 in beiden war viel ,humbug1 ,selbstbetrug und ,konfusion4 ,aber man vergesse nie1 da aus dem ,chaos der ,alchimie sich eine so stolze1 reale ,wissenschaft wie die ,chemie herauskristallisiert hat2 mglich doch1 da aus dem ,nebel des ,spiritismus sich einst noch helle ,lichtpunkte der ,erkenntnis losringen4 ,man sollte keine weit verbreitete psychische ,neigung fr wunderbare ,dinge der ernsten ,untersuchung und des objektiven ,abwartens fr unwert halten2 alle aprioristische ,weisheit kommt in ,sackgassen1 und der ,kathederdogmatismus wre doch in arge ,verwirrung geraten1 wenn die ,x-,strahlenwahrheit ,rntgens zuerst in spiritistischen ,hnden gewesen wre4 ,unsere ,seele mag auch ,y- und ,z-,strahlen wahrnehmen auf jeder ,sinnesbahn1 deren ,existenz doch1 wie die der ,x-,strahlen auch1 wirksam gewesen sein knnte1 ehe es der ,wissenschaft gelang1 sie in das ,licht der ,beobachtung zu rcken4 ,in dieser ,welt der ,wunder1 in der zu jeder ,zeit die ,unbegreiflichkeiten grer sein werden als die ,summe dessen1 was wir zu verstehen glauben1 soll man recht vorsichtig sein mit dem ,bannfluch der ,verachtung und ,lcherlichkeit4 ,man braucht nicht an das ,traumbchlein fr zwanzig ,pfennige oder an ,wahrsagerinnen zu glauben und kann doch meinen1 da in der ,seele ,mechanismen ttig sind1 von denen wir vorlufig gar nichts aussagen knnen1 weil hier vielleicht ganz unentdeckte ,transformationen von ,kraft vor sich gehen4 ,deshalb braucht der ,traum noch kein prophetisches ,element zu enthalten4 ,knnte man die ,zahl der nicht erfllten ,trume mit in ,anschlag bringen1 so wrde vielleicht die ,zahl der ,erfllungen in ein mit den ,wahrscheinlichkeitsformeln ganz in ,einklang zu bringendes ,verhltnis zusammenschrumpfen4 ,beim ,traumeintreffen wird aber1 wie bei allen ,vorbedeutungen1 von der leisesten hnlichkeit ein groes ,geschrei gemacht1 whrend von den ,millionen ,trumen ohne jede ,erfllung in der ,zukunft keine ,silbe verlautet4 ,auf ,ungebildete macht deshalb ein scheinbares ,wunder einen so tiefen ,eindruck1 weil sie keine ,empfindung haben fr das ,problematische und ,wunderbare selbst des ,alltglichen2 fr die meisten ,menschen ersetzt die ,gewohnheit vollstndig die ,erklrung4 ,so gibt es in der ,welt der ,phantasie1 nicht minder als in der durch die ,sinne gespiegelten ,zone der ,wirklichkeiten1 ebenfalls erkennbare ,gesetzmigkeiten1 wenn sie auch vorlufig nur der logischen ,hypothese und ,analogie erreichbar sind4 ,ich bin mir wohl bewut1 da die von mir versuchte ,methode mechanistischer ,betrachtung immer nur eine ,seite der ,probleme aufzulsen vermag1 aber unstreitig hat jeder ,vorgang auf ,erden und am ,himmel einen vielleicht erkennbaren ,mechanismus4 ,mglich sogar1 da dasjenige1 was wir ,erkennen nennen1 nichts ist als die ,zurckfhrung auf einfachere1 erfahrungsgeme ,mechanismen durch ,analogieschlsse1 es ist sogar denkbar1 da der ,menschengeist erkenntnistheoretisch nie ber rein mechanische ,vorstellungen hinausreichen wird4 ,der ,mechanismus als ,weltanschauung1 wie ich ihn damit fasse1 ist aber durchaus idealistisch3 er wei1 da mit der ,durchforschung der ,gehirnkraft diese selbst nicht erklrt ist4 ,und wenn die ,seele einige erkennbare mechanische ,seiten hat1 so ist das ,wunder darum nicht geringer1 das diese ,innenwelt umschwebt und durchflutet4 ,seiner ,erhabenheit kann aber auch diese ,feststellung einfachster ,gesetzmigkeiten keinen ,abbruch tun4 ,die ,schnheit einer ,beethovenschen ,symphonie verliert wahrhaftig nicht durch ,kenntnis ihrer harmonischen ,gesetzmigkeiten4 ,wir bestreiten niemand das ,recht1 von ganz anderen ,voraussetzungen und mit ganz anderen ,methoden denselben ,stoff zu beleuchten4 ,er ist ergiebig genug1 um jede ,behandlungsweise zu vertragen4 ,was aber alle ,forschungsrichtungen einigen sollte1 das ist die ,anerkennung der menschlichen ,unzulnglichkeit gegenber den letzten1 entscheidenden ,rtseln4 ,wahre ,bildung des einzelnen richtet sich nach dem ,ma der ,ehrfurcht1 deren er fhig ist1 im ,angesicht der ,erhabenheit und der rings vorhandenen ,wunder der ,welt4 ,,unterbewusstsein ,ein dunkles ,wort mit einem tiefen ,sinn1 eine dmmernde ,ahnung von ,dingen in uns1 fr die wir noch keinen ,namen haben1 ein ,gefhl fr geheimnisvoll schwebende ,schatten1 fr etwas dmonisch in uns ,herrschendes1 dem wir nicht ins ,auge schauen knnen6 ,ein ,sammelwort fr alles triebhaft ,mystische1 ,unerhellte1 der ,wissenschaft noch nicht ,zugngliche1 fr etwas der ,erkenntnis vielleicht kaum ,erkennbares6 ,denn wie sollte mit bewuten ,sinnen der suchende ,geist etwas erfassen und deuten knnen1 das eben unterhalb der ,schwelle seines ,bewutseins liegt8 ,woher nhme er das ,licht1 um in die ,tiefe des ,seelengrundes hineinzublicken wie der ,schiffer auf den hellen ,grund einer kristallenen ,flut im ,sonnenglanz8--,und doch ist es das ,wunderbare aller seelischen ,vorgnge1 etwas1 was den ,mechanismus des ,lebendigen so ganz unterscheidet von jedem anderen unbelebten ,ding auf ,erden3 da unser seelischer ,apparat1 whrend seine ,millionen kleinster ,spulen1 ,rder und ,kurbeln rollen1 schnurren und drehen1 sich selbst beobachten1 sein ,getriebe ein- und ausschalten und daneben etwas von sich empfinden und ber sich aussagen kann6 ,knnte nicht ein ,bezirk der ,seele ausgesperrt werden1 whrend den umstellten die anderen ,teile betrachten1 wie einen vor uns ausgespannten ,schmetterling1 so wre jeder ,versuch zur ,beschreibung und ,deutung irgend welcher seelischen ,vorgnge1 auch der einfachsten1 ein vergebliches ,bemhen1 denn ich kann meinem ,nachbarn nicht hineinsehen durch sein dunkles ,auge in das feine ,getriebe seines seelischen ,geschehens1 und knnte ich's auch1 ohne zugleich mit seinen ,nervenstrngen zu empfinden1 so vermchte ich nicht das wirre ,bild der ,blitze auf und nieder1 das ,hin und ,her wetterleuchtender ,schattenspiele1 das ,durcheinander zitternder1 zuckender1 vielleicht phosphoreszierender ,zellenkugeln zu einem einheitlichen ,sinne zusammenzufassen4 ,denn nur in mich selbst hineinblickend1 vermag ich dem flchtigen ,spiel der ,sinne etwas ,regelhaftes1 stets ,wiederkehrendes1 ,gesetzmiges1 ,rhythmisches abzulauschen4 ,und da kennen wir sie alle aus eigenem innerem ,bewutsein3 diese dunkle1 schlummernde1 nur hier und da sich in uns aufbumende ,macht1 die uns schwanken lt auf dem geraden ,pfad unseres gewollten ,wegs1 die pltzlich hineinlangt mit unwiderstehlicher ,faust in unserer ,seele stillen ,frieden1 die uns wie mit einem ,schwertstreich zerspaltet in zwei ,seelen1 die1 wenn auch oft und oft unterdrckt1 wieder und wieder sich anzeigt1 treibt und hetzt und1 kaum erstickt unter den aufgerafften ,kissen unseres guten ,gewissens1 schon wieder versuchend1 lauernd1 bedrngend uns hineinzerrt in ein dunkel lockendes ,chaos rtselhafter ,ziele1 unerhrter ,torheiten1 nie gefhlter ,versuchungen6 ,das ist der sinnlose ,drang1 hinabzustrzen von den hohen ,zinnen eines ,kirchturms1 einer steilen ,burg1 der ,trieb1 kopfber zu versinken in den grnen ,wogen des ,waldes oder der ,see da zu unseren ,fen1 dieser ,zwiespalt zwischen ,wohligsein und schnellem ,vergehen1 zwischen ,erhaltung und ,vernichtung1 den ,goethe zu einer seiner schnsten ,balladen1 ,der ,fischer1 verdichtete4 ,das ist das dunkel ,offenbare im ehrlichen ,bekenntnis des ,verbrechers aus ,trieb1 mit den bleichen ,lippen gestammelt1 abzulesen aus verwirrten ,augen3 ,was habe ich getan6 ,die ,darwinsche ,lehre hat genug gepredigt vom ,erhaltungstrieb1 als beinahe dogmatischem ,motiv der ,fortentwicklung der ,lebewesen4 ,es ist an der ,zeit1 nicht zu bersehen1 da es auch einen ,selbstvernichtungstrieb gibt1 der vielleicht ebenso deutlich zutage liegt1 wie jener der steten instinktiven ,bejahung des ,lebens4 ,was treibt die ,mcke ins ,licht1 was den ,mrder gegen die ,stelle seiner ,tat1 was die ,vgel an die ,leuchttrme1 an deren ,kuppel die zarten ,schdel zerschellen8 ,was sind die ,trunksucht1 der ,morphinismus1 die dionysischen ,berauschungsgelste anders1 als ,triebe1 die mit einer dunklen ,wollust der ,selbstvernichtung mehr zu tun haben1 als mit dem ,erhaltungsdrange des ,philisteriums6 ,wer htte nicht schon in sich selbst diesen ,zwiespalt zwischen stetem ,wollen und ,nicht-,drfen1 zwischen ,vornahme1 und ,nichtvollbringen gesprt und sich deshalb schon nicht selbst gehat und sich gefrchtet vor dem ,anderen1 dem feindlich tckischen1 zum ,untergang lockenden ,gesellen in uns8 ,woher stammt dieses ,zweiheitsgefhl in unserem einheitlichen ,organismus8 ,ich meine1 es ist der psychische ,gefhlsausdruck fr eine ganz offenbare anatomische und physiologische ,tatsache4 ,wir haben zwei verschiedenartig arbeitende ,nervensysteme in uns1 deren im ,prinzip gegenstzliche ,arbeitsleistung nicht verstanden werden kann ohne ,zuhilfenahme der ,anschauung von den ,vorgngen der ,ein- und ,ausschaltung psychischer ,aktionen durch die sogenannte ,hemmung4 ,bestnde nicht ein stetiger ,wechsel in dem ,freilassen und ,besetztsein der die ,assoziationen 7,ideenverknpfungen7 vermittelnden ,ganglienapparate1 so mte in jedem ,augenblick wahlloses ,wetterleuchten von ,milliarden kleinster ,ganglienblitzchen am ,horizonte unseres ,bewutseins hin- und herrasen--ein ,zustand1 der bei kompletter ,hirnblutleere als ,gedankenflucht1 ,delirium1 ,verwirrtheit1 auch wohl als ,vorstadium ohnmchtiger ,bewutlosigkeit den rzten sehr wohl bekannt ist4 ,nur durch das rumlich und zeitlich stetig schwankende ,abblenden 7,hemmen7 bald dieser1 bald jener ,bahnen des ,denkens1 jedesmal bis auf eine freigelassene1 bewirkt durch die ,pulsschwankungen und den wechselnden ,saftdruck der ,blutflssigkeit an den einzelnen ,teilen des ,gehirns und ,rckenmarks1 knnen wir zu einem ,gefhl der intensiven ,einstellung der ,objekte kommen1 einem ,gefhl1 welches wir ,konzentration unserer ,gedanken auf einen ,punkt1 bewute ,aufmerksamkeit1 nennen4 ,scheinbar nur freilich schalten wir selbst die ,ideenkette ein1 wenn wir sinnen1 denken1 wollen und handeln1 in ,wirklichkeit schaffen ,auenwelt und ,innenreize die ,hemmungsdifferenzen1 nach welchen die psychischen ,aktionen ausgelst werden4 ,der freie ,wille ist nur ein psychologisches ,gefhl1 er ist nichts als eine ,gefhlstatsache1 nur eine durchaus subjektive ,wahrheit1 objektiv ist das ,auer uns stets bestimmend fr das ,in uns1 denn selbst der seelische ,widerstand1 die ,abwehr1 die kontrre ,reaktion auf eine ,einwirkung ist doch immer von auen erzwungen4 ,der ,gedanke gehorcht also1 wie das ,physische1 dem ,gesetz des geringsten ,widerstandes1 indem durch ,spannungsdifferenzen der gegeneinander treffenden ,reizmomente solche ,hemmungslcken1 welche den elektroiden ,anschlu erst ermglichen1 entstehen4 ,je schwcher nmlich an einer ,stelle die ,hemmung ist1 desto leichter findet ein ,schlu im ,sinne der ,elektrizitt statt4 ,diese ,hemmung besorgt die den ,nervenstrom eindmmende 7isolierende7 ,blutflssigkeit 7,plasma7 vermittels eines besonders fr diese ,funktion eingestellten ,apparates1 der seinerseits von dem entwicklungsgeschichtlichen ,urvater aller ,nerventtigkeit1 dem sogenannten ,sympathicus1 beherrscht wird4 ,als die ,materie reizbar wurde1 d4h4 befhigt1 auf ,reize variierend 7das macht ihren ,unterschied vom ,automaten7 zu antworten vermge innerer ,molekularbewegung1 da empfing sie den ,odem des ,lebens1 den ,einhauch der ,seele1 den uns ewig rtselhaften ,antrieb zu allen schon erreichten und erreichbaren ,hhen organischen ,gestaltens4 ,die erste ,gleitbahn nervser ,differenzierung in der ,entwicklung der ,lebewesen1 die eben die ,geburt des ,lebens erheischt hat1 von ,anbeginn bis in alle ,ewigkeit fortgestaltend und verfeinernd1 war das ,geflecht des ,nervus sympathicus1 welcher spter mit seinen ,ranken alle ,blutgefe1 alle ,organzellen1 alle ,kanle umspinnt und durchdringt1 des ,herzens ,pulsschlag auslsend1 die ,welle des ,blutes durch ringfrmige ,zusammenziehung der derchen fortschiebend in rhythmischer ,schnelle1 und damit auch die ,ganglienhllen mit ,hemmungssften umsplt1 das ,durchlassen von elektroiden ,funken gestattend oder den ,kontaktstrom durch ,verstrkung des ,hemmungssaftes vom ,blutadersystem aus absperrend4 ,alle ,auenweltsreize wirken zunchst auf diesen ,herrn des ,lebens1 von dessen blitzschnellem ,eingreifen in das psychische ,geschehen jeder ,tag uns den ,beweis bringt4 ,nach der bisherigen ,lehre von der ,nerventtigkeit sind es allein ,ernhrungs-1 bzw4 ,stoffwechselvorgnge1 welche dem ,problem der ,seelenttigkeiten durch chemisch-physikalische ,alteration zugrunde liegen4 ,wo1 frage ich1 ist der ,stoffwechsel1 wenn der ,verbrecher vor dem ,anblick eines an sich harmlosen ,stckchens ,papier1 das ihn berfhrt1 ohnmchtig zusammenbricht8 ,wo ist der ,stoffwechsel1 wenn jemand auf ein ,wort mit sechs ,buchstaben 7,schuft67 einen ,menschen1 den er vielleicht liebte1 im ,affekt erwrgt oder erschlgt8 ,wo ist der ,stoffwechsel1 wenn eine ,kugel1 bevor sie das ,auge trifft1 erst das blitzartig vorgeschnellte ,lid durchbohren mu 7ein rhrender ,versuch des ,lebens1 das zarteste ,wunderorgan zu schtzen78 ,das alles sind ,reaktionen1 wie sie nur im ,bilde elektrischer ,vorgnge ,analogien finden1 und deren bermittler1 ursprnglich der ,ahne allen ,gefhls1 von den ,monaden bis zu uns1 nur der ,nervus sympathicus sein konnte4 ,da derselbe aber nicht direkt ,nervenstrme ein- und ausschalten kann1 weil er anatomisch keine ,beziehungen zu den funktionierenden ,ganglien hat1 so ist im ,blutgefsystem des ,gehirns und ,rckenmarks ein uerst labiler1 saftfrmiger ,hemmungsapparat eingeschaltet1 die ,neuroglia1 welche im ,anschlu an das ,blutsaftsystem1 jedem ,winke des ,sympathicus gehorchend1 wechselnd ,bahnen der ,ideen1 der ,vorstellung1 der ,willensttigkeiten frei macht oder hemmt4 ,liegt vor uns ein menschliches ,gehirn1 dieses grau-weiliche ,gebilde mit der ausdruckslosen1 tief und vielfach gefurchten ,physiognomie1 dieser zweigeteilte1 rohgeformte ,brei von der ,konsistenz schwappender ,gelatine1 in welchem noch vor kurzem das zarteste ,flgelwesen1 ,psyche1 ihren ,wohnsitz gehabt haben soll1 so berkommt uns ein ehrfurchtsvoller ,schauer1 denn dies ,forschungsgebiet ist heilig3 hier wohnt des ,menschen letztes ,geheimnis1 die ,persnlichkeit4 ,und doch kndet seine trge1 kalte ,ruhe nichts ,seelisches mehr4 ,da drngt sich der unabweisbare ,gedanke auf3 nur1 als ein ,strom es durchflo1 war es ,seele1 tot ist es ,masse1 nur belebt war es ,wunder1 gestorben ist es ,asche4 ,nur in dem ,spiel gespenstiger1 huschender ,flstergeister in seinen ,gewlben1 ,hhlen und ,nischen bestand sein himmlischer ,anteil am ,sinn des ,lebens2 ,seele war sein ,mieter4 ,diese ist vielleicht gar kein ,fabares1 ,zustndliches1 ,immergleiches1 ,dauerndes1 sondern sie ist wie der ,ton der ,geige1 kommend und unwiederbringlich aufsteigend in die ,lfte1 ein ,spiel der ,krfte1 ein ,akkord auf der ,harfe des ,lebens4 ,sie selbst legt niemand vor sich hin1 man kann sie nicht drehen und wenden1 nicht zerstcken oder zerfasern1 nicht unter dem ,mikroskop belauschen oder fixieren4 ,was uns in der ,hand bleibt1 ist ein ,instrument1 das keinen ,ton mehr gibt1 dem wir keine ,antwort entreien4 ,das geistige ,band fr ihre tausend ,teile ist unsere ,phantasie2 denn nur1 indem wir unsere innen gefhlten ,regungen hinein projizieren in dieses graue ,labyrinth1 kommen wir zu ,vermutungen1 ,theorien1 ,erfahrungen4 ,dennoch glauben wir nicht an das ,dogma vom alleinigen ,sitz der ,seele im ,gehirn oder ,rckenmark4 ,wir bezweifeln auch1 da es auf die ,dauer gelingen wird1 die ,theorie der ,herdfunktionen einzelner ,seelenttigkeiten an ganz bestimmten ,stellen des ,gehirns aufrecht zu erhalten4 ,wenn auf ,verletzung bestimmter ,teile bestimmte ,funktionen ausfallen 7,sprach-1 ,seh-1 ,muskel-,zentrum usw471 so beweist das noch nicht1 da an den getroffenen ,stellen allein die spezifische ,fhigkeit entstand4 ,das1 was wir ,seele nennen1 ist berall in uns1 wo ,leben ist1 nicht allein im ,gehirn sehaft4 ,beispielsweise kann die ,entfernung der ,schilddrse mit konstanter ,sicherheit den ,getroffenen seelenlos machen4 ,andererseits knnen betrchtliche ,mengen von ,gehirnsubstanz entfernt werden1 ohne da der ,persnlichkeit1 dem ,temperament1 dem ,charakter auch nur ein ,tittelchen seiner psychischen ,einheit genommen wird4 ,hier waltet durchaus noch ,unklarheit2 wir tun gut1 lieber den ganzen ,leib als nur ein ,organ fr den ,sitz der gesamten seelischen ,funktion zu halten4 ,wo mein ,leib ist1 ist auch meine ,seele1 und die ,pflanzen beweisen1 da es nervse ,funktionen gibt1 bei denen es seine ,schwierigkeiten hat1 ,nervenelemente aufzuspren4 ,eins aber ist das ,gehirn ganz gewi3 es ist der ,trger alles dessen1 was wir ,bewutsein nennen1 in seiner ,wlbung hat die ganze ,auen- und ,innenwelt ihre symbolische ,spiegelung1 in ihm wird alles gemeldet1 was in uns und auer uns geschieht1 in ihm bildet sich jeder ,reiz um2 gleichsam wie bei besonderen ,vorrichtungen aus mechanischer ,arbeit ,wrme wird1 so bildet es den groen ,apparat der ,umbildung 7,transformation7 aller physischen ,reize in psychische4 ,hier entspricht jedem krperlichen ,dinge sein psychisches ,korrelat1 jedes physische quivalent hat auch ein psychisches6 ,so ist von der ,welt auer uns gleichsam in uns ein hin- und herwallendes ,kinematogramm4 ,in diesem ,sinne ist die ,welt in uns nur eine ,vorstellung1 eine ,halluzination von uns1 da wir nur ihr ,symbol1 nicht ihr wahres ,wesen in uns spiegeln4 ,die ,lehre von der ,entwicklung nimmt an1 da sich diese ,fhigkeit1 die ,welt in uns in einem ,symbole aufleuchten zu lassen1 erst allmhlich entwickelt hat und immer noch in ,entwicklung begriffen ist4 ,die ,lebewesen haben aus der einfachen ,reizbarkeit1 sich wie die ,monade vor einem ,sandkrnchen zusammenzuziehen1 lernen mssen1 sich zu bewegen1 in besonders dazu entwickelten ,apparaten zu atmen1 zu verdauen1 sich mit den erworbenen neuen ,eigenschaften fortzupflanzen1 zu sehen1 zu hren1 sich zu orientieren in der ,umgebung usw4 ,was frher den alleinigen ,inhalt des ,bewutseins ausmachte1 wird dann spter immer automatisch1 unbewut1 und die hchsten ,staffeln des ,bewutseins sind danach jedesmal auf dem ,wege zur harmonischen ,automatie1 zum ,instinkte4 ,die ursprnglich tastenden1 gleichsam versuchsweise vorgeschobenen ,funktionen der jedesmal jngsten ,keime des ,gehirns sind allmhlich als fixierte1 unverrckbare1 nur von den ,reflexen beherrschte1 nicht mehr labile ,fhigkeiten dem ,bestand des ,ganzen einverleibt worden1 sie sind gleichsam tiefer gerckt1 unbewut1 instinktiv1 erhaltungsgem1 unabnderlich eingestellt1 und der ,kreis des ,bewutseins ist jedesmal diejenige ,sphre unseres ,orientierungsvermgens gewesen1 welche zugleich auch die entwicklungsgeschichtlich jngste ,phase des wachsenden ,lebensbaumes war4 ,so kommen wir nach diesen ,vorbegriffen leicht zur ,analyse des ,gefhls des ,doppelten1 des ,zweigeteilten1 ,zerklfteten1 ,zusammengesetzten in unserer ,seele4 ,die ,hemmung1 dieser eigentliche ,regulator unserer seelischen ,vorgnge1 hat eben zwei ,funktionsformen3 eine labile1 noch entwicklungsfhige1 ein- und ausschaltbare1 in ,wahrnehmung1 ,beobachtung1 ,orientierung wechselnde ,ttigkeit1 die eng verknpft ist mit der sogenannten bewuten ,willenssphre1 und zweitens eine festgefgte1 nicht mehr wechselnd in willkrlichen ,bahnen verlaufende1 normalerweise stets gleich gerichtete1 definitive ,stromlenkung3 das ist das ,gebiet der angeborenen1 also berkommenen ,reflexe1 ,automatien1 ,instinkte4 ,nun ist unser gesamtes peripheres ,nervensystem1 der nach auen gestlpte ,teil des ,gehirns1 fhig uns zu orientieren1 uns zur ,abwehr1 zur ,anpassung1 zur ,ortsvernderung stetig in ,atem erhaltend1 und es erhellt jetzt1 da wir vollberechtigt sind1 das ganze ,gebiet der nervsen ,ausbreitungen im ,organismus 7und diese reichen wohl an jede der ,milliarden ,einzelzellen7--als ,sitz der ,seele anzusprechen und nicht nur einen ,teil bzw4 die ,sammelstelle aller ,einzelwahrnehmungen3 das ,gehirn4 ,bewutsein nenne ich somit den ,gefhlskomplex1 welchen die ,summe aller ,auen- und ,innenreize auf die ,gesamtheit unserer nervsen ,registrier- und ,orientierungsapparate ausbt4 ,wie es kommt1 da ein ,auen- oder ,innenreiz1 also ein mechanischer ,vorgang1 ein ,gefhl auslst1 bzw4 sich in ,gefhl transformiert--diese ,frage enthlt freilich das letzte1 vielleicht unlsbare ,mysterium der ,seele4 ,wir mssen uns damit begngen1 es als ,tatsache hinzunehmen1 da bei der ,berhrung das ,eis kalt und das ,feuer hei ist4 ,gefhl ist eben die ,fhigkeit1 zu differenzieren1 ,unterschiede von der allergrten ,feinheit zu registrieren4 ,unsere gegenseitige ,verstndigung wird nur durch die ,konvention der ,sprache1 durch immer gleiche ,symbolverwendung fr gleiche ,empfindungen gewohnheits- und nachahmungsgem ermglicht4 ,wir setzen also das ,lautsymbol fr ein ,empfindungssymbol und komplizieren die ,sache noch mehr1 indem wir wieder die ,lautsymbole zu ,schriftsymbolen umgestalten4 ,so nennen wir nun jede ,einwirkung1 die wir gewohnheitsgem mit einem ,symbol registrieren knnen3 bewut4 ,das ,bewutsein ist darum in demjenigen ,teile unserer ,nerventtigkeit enthalten1 der sich in dauerndem ,kontrollzustand gegenber allen das ,nervensystem treffenden ,reizen befindet4 ,die ,gesamtheit aller auf uns wirkenden ,reize1 mgen sie von auen oder innen stammen1 lst in uns ein ,allgemeingefhl der ,presence d'esprit1 einer gewissen ,fangbereitschaft unserer nervsen ,polypenarme aus1 und diesen labilen ,zustand der ,aufnahmefhigkeit gegenber allen ,strahlungen1 in welche unser ,ich gert1 nennen wir gewohnheitsgem ,bewutsein1 nicht anders als wie wir den blauen ,lichtreflex ber uns ,himmelsgewlbe1 den ,rand unseres ,sehkreises ,horizont nennen4 ,soweit nun eben unser ,zentralapparat labil ein- und ausschalten kann1 so weit unterliegt er dem ,spiel der wechselnden ,hemmungen1 die stets im ,wirrsal aller auf uns wirkenden ,krfte den ,strom der ,seele um die ,widerstnde dahingleiten lassen1 wie sich ein ,bach um seine ,felsenwiderstnde windet1 dabei zu ,schaum- und ,regenbogenglitzern aufsprhend4 ,doch hat dieser ,strom der ,seele immer zwei ,quellen neben sich3 ,reize1 die von auerhalb1 und ,reize1 die von innerhalb des ,organismus stammen4 ,es stehen sich also in unserer ,seele zwei groe ,gebiete verschiedener ,nervenaktionen gegenber3 die eine1 welche in vlliger ,automatie ohne unsern bewuten ,willen hin und herwogt1 das ,herz schlagen1 die ,lungen atmen1 die ,drme sich bewegen1 die ,drsen arbeiten1 die ,saftstrme flieen und den intimen ,stoffwechsel an ungezhlten ,arbeitsstellen sich vollziehen heit1 und eine zweite1 welche lauernd1 beobachtend1 wartend1 orientierend alle ,geschehnisse um uns und in uns direkt registriert4 ,die eine in definitiv gehemmten1 ein fr allemal regulierten ,bahnen ohne ,irrtum1 die andere ganz labil1 schnell hier und da reagierend1 oft sich vergreifend1 irrend1 tastend1 das ,gefhl des ,gewollten und ,bewuten auslsend4 ,wahrnehmungen nun aus jenem der ,beobachtung und ,orientierung entwicklungsgeschichtlich schon entzogenen ,gebiet nennen wir ihres dunkeln1 unkontrollierbaren ,ursprungs wegen3 unterbewut4 ,was wohl fr ,trume kommen mgen--aus diesen dunklen ,wldern1 ,schluchten und ,hhlen der tiefsten ,seele1 die ihre geheimnisvolle ,entwicklung1 die ,bildung ihrer typischen ,formation unzhligen ,geschlechtern1 einer endlosen ,ahnenreihe von ,vorfahren1 ,stammvtern und ,keimgebilden verdankt8 ,denn geworden aus einer ,saat des ,lebens ist alles6 ,die ,wissenschaft kann nicht den ,entwicklungsgedanken entbehren1 wenn sie auch zugeben sollte1 da durch dieses ,jahrmillionen alte ,weben und ,werden des ,lebens ihm nichts von seiner bersinnlichkeit und ,unbegreifbarkeit im ,ursprung genommen wird4 ,wenn ,millionen von ,wesen1 die meine direkten ,vorfahren waren1 dahinleben1 ringen1 sich wandeln und sterben muten1 damit ich atmen1 gehen und sprechen kann1 wenn meine instinktiven ,fhigkeiten das ,produkt unendlicher in gerader ,linie auf mich und mein ,keimplasma ausmndender ,vorbungen und ,vorbildungen waren1 so tragen wir alle ja in uns gleichsam eine seelische ,erbschaft alles dessen1 was vor uns geschah1 das sich auf uns erhalten hat1 mit uns geboren wird4 ,was ,wunder6 wenn in uns1 den jedesmal jngsten ,sprossen an einem unendlich tief in die ,vorzeit hinab reichenden ,korallenbaum1 aus der ,tiefe unserer eigenen ,wunderwelt magische ,nebel emporsteigen am ,horizonte unserer ephemeren ,sonderexistenz1 wenn alte ,neigungen aus fernen1 anders1 ganz anders gearteten ,kulturen1 wenn alte ,bilder ferner1 fremder ,heimatgauen1 dunkle ,willensregungen mit andrem ,zweck1 als es grade unser ,skulum zu ,sitte und ,recht erheischt1 emportauchen mit rtselhaftem ,gefhl eines vorbestimmten und mitgeborenen ,verhngnisses6 ,das sollte unwahrscheinlich sein8 ,ist doch die ,form meines ,schdels1 meiner ,nase1 die ,farbe meiner ,haare und die meiner ,augen und ,haut in meiner ,sippe1 in meiner ,rasse fixiert und immer wiederkehrend1 und ein so feines ,spiel1 wie es die ,nerven treiben1 eine ,funktion sollte nicht bemerkbar bleiben von ,geschlecht zu ,geschlecht8 ,im ,gegenteil6 vielleicht sind alle ,erblichkeiten viel mehr funktionell als formal1 und selbst die hnlichkeit der ,kinder mit uns mag einen ebenso groen ,gehalt an funktioneller ,nachahmung wie an formaler ,gleichrichtung der ,zellbildung in sich verbergen4 ,werden doch ,menschen hnlich im ,gesichtsausdruck1 die lange aneinander gekettet sind6 ,kann doch jede ,form von ,mimikri nur funktionell entstanden sein6 ,so etwas also wie ein ,testament unserer ,vorfahren mag schlummern in den festen ,knollen1 ,strngen und ,hgeln auf der ,tiefe des ,gehirns1 in der ,tiefe unseres ,seelenlebens6 ,drehen wir es um1 das vor uns liegende ,gehirn1 das wir bis jetzt vorhin nur von oben1 von seinen beiden hllenden ,kuppeln aus sahen1 wie anders ist das ,bild6 ,fester1 wohlgeformter1 charakteristischer ist hier die ,physiognomie1 und whrend der ,griffel des ,anatomen sich vergeblich mht1 die ,rinde mit ihrem1 einem ,system aneinandergepreter ,schluche mit ,furchen und ,windungen vergleichbaren ,formbilde genau wiederzugeben1 so vermag hier die ,zeichnung an der ,basis an festen ,linien eine wohlgefgte ,architektur zu finden4 ,das entspricht dem ,gewordenen1 unabnderlichen berkommenen der hier gelegenen ,funktionen2 hier walten die ,instinkte1 die regulren ,automatien1 die ,reflexe1 alle unsere irrtumlosen ,fhigkeiten4 ,und nun ein ,schnitt in diese weiche ,masse da vor uns6 ,wie anders die geheimnisvolle ,zeichnung der ,hemisphren des ,gehirns gegenber den geformten ,wlsten der ,basis6 ,dort ein weichlicher1 weilich-grauer ,brei ohne ,linie und scharfe ,form1 und hier an der ,basis ,zeichnungen und ,gebilde1 die bestimmte1 bisweilen obszne ,vergleichungen mit allen mglichen1 przisen ,lebensformen geradezu herausfordern6 ,dort in der ,wlbung der ,kuppe waltet ,willkr1 ,irrtum1 ,wahn1 ,streben1 ,wille nach ,umwandlung1 ,neugestaltung1 und hier in der ,tiefe fest gefgt das ,unabnderliche1 das fest ,erworbene1 das ,irrtumlose6 ,da haben wir den anatomischen ,ausdruck fr das ,doppelbild1 den ,januskopf unserer ,seele6 ,ein ,teil1 der des bewuten ,seins1 strebt vorwrts1 khn bis zur ,selbstvernichtung1 dem ,neuen1 dem ,unerhrten1 der genialen ,assoziation entgegen1 und ein anderer konservativer ,teil reit uns stets zurck in die ,beharrung1 die ,resignation1 in das ,philisterium4 ,in jedem von uns steckt ein ,neuerer und ein ,reaktionr1 beide miteinander oft in wtendem ,kampf4 ,hier reit das ,genie sich los von seiner ,neugeburt nie dagewesener ,assoziationen1 denen ganz gewi neue ,hirnsprossen in der typischen ,richtung und ,entwicklungslinie des aufsteigenden ,menschheitsgedankens durchaus organisch zugrunde liegen1 und strmt dahin ohne ,rcksicht auf den ,bestand des berlieferten2 ihn kmmert nicht das ,fundament1 mit ,fen tritt er seine vitalsten ,eigeninteressen danieder4 ,oft genug verbrennt an der ,flammenfackel des ,genius die letzte ,kraft seines wohlgegrndeten vegetativen ,lebens4 ,da meldet sich wohl oft gerade bei den ,begabtesten ein dunkler ,trieb nach ,rausch und ,betubung4 ,der ,bauer in ihnen lockt mit der ,mglichkeit1 auch einmal knstlich ein ,idiot zu sein1 auch hier und da den ,geburtswehen seiner ,ideenflle zu entrinnen1 wenn auch nur fr kurze ,zeit4 ,das ,behagen1 mit sem ,gift die vorwrts drngenden neuen ,gehirnsprossen zur ,ruhe zu zwingen1 ist nur zu oft der ,grund zum ,alkoholismus und zur ,morphiumsucht bedeutender ,menschen geworden4 ,zwei ,seelen6 ,und wie1 wenn im ,zerrbild des ,genies1 in seiner ,karikatur1 im ,irrsinn1 wenige1 winzige ,zellgruppen auf eigene ,faust1 losgelst aus der ,harmonie des ,ganzen1 nicht mehr als ein ,triumph des aufwrts gehobenen ,menschheitsgedankens1 sondern als eine krankhafte1 wilde ,anarchie weniger revolutionierender ,ganglienlebewesen die ,herrschaft ber den ,bestand des geistigen ,erbes von ,generationen erzwingt8 ,dann ist es ganz dahin mit ,harmonie und ,einheit3 dann ist wirklich die ,persnlichkeit gespalten1 dann arbeiten ,entartung und ,beharren wild gegeneinander4 ,darum1 was man einem ,genie wnschen mu--das ist der krftig entwickelte ,herr des ,lebens1 ein gesunder1 meinethalb direkt buerischer ,nervengrundstock 7,sympathicus71 der seine lebenerhaltende ,faust dmpfend und migend auf die zarten1 jungen ,triebe neuer1 nie geahnter ,gedankenbermittler legt1 damit sie ruhig gedeihen und blhen und eine ganze ,menschheit beglcken6 ,wie konnte man je daran denken1 ,genie und ,wahnsinn ,brder zu nennen6 wie jemals das erste ,aufleuchten einer neuen ,phase der ,menschheitsentwicklung1 durch die alle ,nachkommenden hindurch mssen1 wie durch ein neues ,kanaan1 das ihm allein zuerst erschien1 verwechseln mit einer ,gehirnentartung1 welche1 unrettbar dem ,untergang geweiht1 den ,stempel der ,lebensunfhigkeit in sich trgt6 ,nur1 weil das unterbewute ,system auch im ,genie so oft in ,gefahr geriet1 wie beim ,wahnsinn und beim ,verbrechertypus1 konnte der bedauerliche ,irrtum entstehen4 ,auf der andern ,seite der hochkonservative ,philister3 wie wichtig fr den ,bestand des ,erworbenen1 ein wie festes ,hindernis fr alle ,scheinneuerungen und genialen ,irrtmer4 ,nicht umsonst war der ,philister einem ,nietzsche so interessant3 hier zeigt sich in der ,tat am besten das einfache ,verhltnis bewuter und unterbewuter ,seelenfunktionen4 ,am dauerhaftesten geistig ist der ,mensch1 bei dem am wenigsten beide ,systeme einander zu beeinflussen vermgen4 ,in ihren ,funktionen gegenseitig streng voneinander geschieden1 haben sie keine ,mglichkeit einer unvorhergesehenen1 pltzlichen ,entladung von einem ,gebiet in das andere1 knnen beide ,systeme getrennt ungestrt ihren ,dienst tun1 bis die ,uhr still steht4 ,es darf mit ,sicherheit angenommen werden1 da gerade ,strungen in der festen1 definitiv geregelten ,hemmung des unterbewuten ,gangliensystems ,beziehungen haben zu pltzlichen1 reflexhnlichen ,affekthandlungen4 ,ich stelle mir vor1 da erbliche ,belastung im ,psychischen sehr wohl ihre ,ursache in einer ,schwche der eigentlich undurchbrechbar gedachten ,hemmung der automatischen ,ganglienapparate haben kann1 dergestalt1 da ,kurzschlsse elektroider ,spannungen hier pltzliches berfllen von fern liegenden ,aktionsgebieten veranlassen4 ,sicherlich erreicht ja nicht alles1 was an ,reizen dem ,gehirn bermittelt wird1 direkt das ,system der bewten ,denksphre4 ,unsere ,willenshandlung und unsere ,gedankenrichtung nehmen nicht immer von bewuten ,wahrnehmungen ihren ,ursprung4 ,es ist1 als ob manche ,sinneseinwirkungen1 manche vielleicht noch gar nicht analysierten ,strahlungen und ,materienwirkungen zwar vor der ,bewutseinsschwelle abgefangen werden1 aber dennoch die ,veranlassung zu einer besonderen ,gedankenrichtung1 zu einer besonderen1 dann erst spter bewuten ,handlung werden4 ,dafr einige ,beispiele4 ,ich stand an der ,ausgangstr einer elektrischen ,bahn1 die nchste ,haltestelle erwartend4 ,leise zogen mir ,bilder aus meiner ,jugendzeit auf dem ,gute bei einem alten ,onkel durch den ,sinn4 ,ponyreiten1 ,kirschbume1 ,wlder und ,jugendliebe6 ,und der gute1 alte ,onkel--wie lebhaft ich ihn vor mir sah4 ,da drehe ich mich von ungefhr in das ,wageninnere1 das ich soeben passiert habe1 zurck4 ,wahrhaftig1 welche hnlichkeit--der gute1 alte ,onkel--da sitzt sein leibhaftes ,ebenbild in einer ,ecke4 ,es ist gewi1 da seine ,zge1 im ,unterbewutsein1 als ich durch den ,wagen ging1 abgefangen1 das ,motiv meiner ,gedanken wurden4 ,ich gehe eine ziemlich lange ,strae hinauf4 ,mir kommt ein befreundeter ,herr mit seinen ,absonderlichkeiten in den ,sinn4 ,nach einer ,minute steht er vor mir4 ,ich hatte ihn ganz gewi vorher schon unterbewut gesehen4 7,ich glaube1 bei hnlichen ,gelegenheiten wird oft ein um die ,ecke kommen hinzugesetzt1 die ,sache wird dadurch romantischer47 ,solche ,vorkommnisse beweisen direkt1 da es ein ,filtriersystem fr ,wahrnehmungen1 vielleicht in den groen ,hirnknollen1 gibt1 welches verhindert1 da alle ,beobachtungen bewut werden4 ,wenn man sich genau kontrolliert1 knnen ,farben1 ,formen1 ,gerche usw4 ganze ,gedankenketten auslsen1 ohne da man immer den ,ursprung findet2 die gesamte ,kunst macht ,gebrauch von diesen ,stimmung gebenden ,suggestionen6 ,wie viel mag ferner tatschlich pltzliche ,sympathie oder ,antipathie auf solchen unterbewuten ,assoziationen beruhen1 wie oft mgen schnelle ,entschlsse solchen unterbewuten ,einflssen ihren ,ansto verdanken6 ,auffallend ist1 wie selten unsere entscheidenden ,entschlsse direkt logischer ,analyse entsprechen3 es war mir so1 es lag mir so1 ein gewisses etwas gab den ,ausschlag usw4 ,wenn alles auf alles wirkt--und nach dem ,gesetz von der ,erhaltung der ,kraft mu es ja wohl so sein--so kann sehr wohl das meiste unserer ,willensaktion unterbewut ausgelst werden4 ,wie viel mehr nun aber bei pathologischen1 gewissermaen schadhaften ,einbettungen und ,isolierungen der sonst streng abgeschlossenen1 automatischen ,systeme4 ,der triebhafte ,verbrecher mag bei allen mglichen ,innenreizen stets dem ,zwange eines pltzlich ihn berrumpelnden ,affektes erliegen 7,kleptomanie74 ,strme1 welche normalerweise sonst im ,sinne der koordinierenden ,automatie ,verwendung finden1 schlagen blitzartig in die ,aktionszentren und lsen ,handlungen aus1 die eben deshalb antisozial sind1 weil sie durch das die ,ethik der ,zeit tragende und kontrollierende ,bewutsein nicht zurckgedmmt werden4 ,da auch bei den ,epileptikern die ,hemmungsfortflle die ,ursachen der ,krmpfe sind1 kann es nicht wunder nehmen1 wenn ,epilepsie und ,verbrechen so oft ,berhrungspunkte haben4 ,hier erscheint es fast so1 als wenn der ,verbrecher im epileptoiden ,anfall durch ,abblendung seines ,bewutseins geradezu in eine entwicklungsgeschichtlich frhere ,daseinsperiode zurckgeworfen wird1 in welcher in der ,tat noch allein die brutalen ,instinkte1 wie beim ,raubtier1 herrschten1 so da die schauerliche ,bestialitt mancher ,verbrechen allein durch diesen ,rckschlag in seelische ,gebiete1 die einem ,rohzustand des ,lebens entsprechen1 erklrbar wird4 ,der ,somnambule und der antisoziale ,verbrecher gleichen sich in bezug auf die ,abblendung des ,bewutseins1 welche nur bis zu verschiedenen ,tiefen der ,automatie herabreicht3 beim ,somnambulen liegt nur ein ,dmpfer ber dem ,bewutsein1 so da ,raum und ,zeit und ihre kausale ,verknpfung doch wie aus ,nebelschleiern durchscheinen1 wobei die automatisch-motorische ,sphre wohlgeordneter ,bewegungen ganz intakt ist 7,schlafhemmung des ,gehirns71 so da ein ,trumender daherwandelt1 friedlich im schlrfenden ,gange seine stillen ,gedanken weiterspinnend4 ,beim epileptoiden ,verbrecher tritt aber die ,abblendung des ,bewutseins pltzlich ihn selbst berrumpelnd mit der ganzen ,heftigkeit einer tiefgreifenden ,bewutseinsstrung auf1 und zwar bis in die ,region der zurckgelegensten ,instinkte1 so da jene sinnlos vernichtenden ,raubtierhandlungen resultieren4 ,dem widerspricht nicht1 da solche ,verbrechen lange vorbereitet1 oft versucht sind1 ehe es zur eigentlichen ,ausfhrung kam4 ,der in seinen ,hemmungen eben defekte1 unterbewute ,apparat lockt durch aufleuchtenden ,kurzschlu in die bewute ,sphre bergreifender ,entladungen den ,willensapparat immer von neuem in den ,bereich seiner dunkelen ,gelste4 ,es sind ja hauptschlich die beiden ,systeme der ,ernhrung und der ,fortpflanzung1 auch im gesunden ,menschen den ,hauptinhalt unserer unterbewuten ,mechanismen beherrschend1 die auch beim ,verbrecher in krankhaftem ,anschlu regellos einbrechen in die ,willenssphre4 ,whrend der ,gesunde diesen beiden ,hauptinstinkten durch stndige ,bewutseinskontrolle ihren dmmenden ,wall sichert1 bricht die ganze ,summe aufgespeicherter und vielleicht mehrfach unterdrckter ,gelste pltzlich wie eine reiende ,flutwelle in die ,seele ein1 und gerade wie beim ,epileptischen die motorische ,krampfentladung im ,muskelgebiet begleitet ist von der ,bewutlosigkeit1 d4h4 von der ,unfhigkeit1 sich in ,zeit und ,raum zu orientieren1 so ist der ,verbrecher im ,anfall auch nicht fhig1 seine ,handlung logisch und kausal zu begreifen1 er steht ihr oft ebenso hilflos gegenber1 wie der nach ,motiven suchende ,kriminalist4 ,daher begreift man wohl die ,neigung der ,verbrecher1 um den ,ort der ,tat zu kreisen3 sie suchen sich selbst und ihre ,tat nher zu begreifen1 sie sinnen selbst nach ,aufklrung und hoffen vom ,orte1 an dem das ,frchterliche geschah1 irgend ein erlsendes ,verstndnis4 ,das ist der ,magnetismus des ,entsetzlichen1 den brigens auch geistig ,gesunde andeutungsweise sehr wohl verspren4 ,das ,grauen vor einer entsetzlichen ,tat und die ,anziehungskraft1 die sie auf unsere ,neugier ausbt1 lassen sich wohl nur erklren durch eine ,ttigkeit der ,phantasie1 welche im geheimen sich selbst als den ,verber der ,tat unwillkrlich setzt und damit jene ,sphren des ,unterbewutseins in leises ,erzittern bringt1 welches ,disponierten schon so oft gefhrlich geworden ist4 ,das ist die ,gefahr der ,berichte ber ,straftaten und der oft gewi verderbliche ,einflu schlechter ,kriminallektre auf nicht vllig taktfeste ,instinkte1 da sie oft das labile ,gleichgewicht gestrter und nicht ganz schlufhiger ,hemmungen des unterbewuten ,systems ins ,wanken und ,erzittern bringen4 ,pathologische1 durch ,hemmungsdefekte bermittelte ,anschlsse aus dem ,gebiet der automatischen ,instinkte in die ,sphre bewuter ,aktionen scheinen die einzige befriedigende ,erklrungsformel fr das dunkle ,wirken verbrecherischer ,triebe zu sein4 ,dabei braucht nicht immer der ,trieb auf die ,vernichtung oder ,beschdigung des anderen zu gehen1 diese ,triebe richten sich auch auf die ,vernichtung oder ,beschdigung der eigenen ,person3 es gibt ,verbrechen am ,ich1 wie am ,anderen4 ,auch hier zeigt sich das ,abnorme wesentlich in zwei ,richtungen3 in ,perversitten der ,nahrungsaufnahme und der ,erfllung sexueller ,funktionen4 ,aber auch alles ,bannende1 ,blendende1 ,gewaltige1 weite ,flche1 schauerliche ,tiefe1 der dunkle ,abgrund und das endlose ,meer1 hat eine hypnotische1 bewutseintrbende ,macht1 und es erfordert einen ,ruck im ,willen1 ihre dmonische ,anlockung abzuwehren1 um nicht1 wie das ,kaninchen vorm ,blick der ,schlange1 wie das ,weib vorm berauschenden ,nimbus des ,don ,juan1 der ,gefahr gegenber der ,paralyse des ,willens zu erliegen4 ,licht und ,glanz hypnotisieren ja nicht nur ,motten und ,mcken1 sondern auch den ,homo sapiens4 ,aber auch ,innenreizen ist bestimmende ,macht ber die ,seele gegeben4 ,ganz allgemeingiltig ist die ,beziehung der sogenannten inneren ,sekretion zu unseren ,trieben1 ,neigungen und direkt bewuten ,handlungen4 ,unter der inneren ,sekretion versteht man wesentlich die von der ,organumschlingung des ,nervus sympathicus geleistete ,sftebildung in verschiedenen ,organsystemen1 welchen smtlich spezifische ,funktionen zufallen3 so dienen ,galle und ,magensfte1 ,speichelbildung usw4 der ,verdauung1 sind also auf die ,erhaltung des ,einzelnen gerichtete ,funktionen1 noch andere zielen auf die ,vorgnge der ,neubildung eines ,individuums ab1 und drittens gibt es ,absonderungen1 welche unzweifelhaft fr die ,saftmischung des ,blutes und damit auch der ,seelenfunktion von allergrter ,wichtigkeit sind4 ,die ,schilddrse und ihr ,sekret haben bekanntlich einen groen ,einflu auf den ,zustand des ,gemtes4 ,ein erhhter ,zuschu ihrer ,produkte ins ,blut--und eine groe ,erregbarkeit1 ,unruhe1 ,angst1 extreme ,neurasthenie ist die ,folge 7bekannt unter dem ,bilde der ,basedowschen ,krankheit71 whrend andererseits ein ,zuwenig der ,beimischung eines fr die ,hirnfunktion unbedingt ntigen ,saftes der ,drse1 wie wir schon bemerkten1 ,atrophie und ,idiotie des ,gehirns nach sich zieht4 ,diese ,tatsachen1 namentlich mit ,beziehung auf die ,rolle des ,sympathicus bei diesen ,funktionen1 sind brigens nur zu erklren mit ,hilfe unserer ,annahme von der ,funktion der ,neuroglia als ,hemmungsregulator4 hnlich wie bei der ,schilddrse1 mssen wir auch fr alle anderen inneren ,sekretionen annehmen1 da ihre ,produkte zum ,teil fr die ,konstitution der ,gesamtkrpersfte von allergrter ,wichtigkeit sind4 ,fehlt die ,beimengung vitaler ,ingredienzen zum allgemeinen ,blutsaft1 so sind sogenannte ,ausfallserscheinungen die nur allzuhufige ,folge4 ,sftemischung und seelische ,funktion stehen eben vermittels des ,hemmungs- und ,einschaltungsapparates der ,neuroglia in innigstem ,zusammenhang4 ,es ist keine ,frage1 da ein groer ,teil zunchst dunkler und unklarer ,impulse1 welche wir im ,bewutsein erhalten1 ,meldungen aus diesen unterbewuten ,fabrikationsstellen unseres ,organismus darstellen1 wobei wieder ,hunger und ,liebe als die beiden groen ,richtungen der ,erhaltung des ,individuums und der ,art wirken4 ,wie ein ,verbrecher hypnotisiert werden kann1 d4h4 wie ihm seine ,bewutseinssphre umdunkelt1 verhllt1 abgeblendet werden kann durch den ,anblick eines ,edelsteins1 eines ,goldstckes1 wie berhaupt die ,hypnose die reflexartige ,abblendung des ,bewutseins darstellt1 und zwar von der ,umgebung her1 so knnen auch die ,innenreize zur hypnotischen ,abblendung des ,bewutseins fhren4 ,ebenso wie etwas von auen suggeriert werden kann1 gibt es bekanntlich auch eine ,autosuggestion1 ebenso eine ,autohypnose4 ,die innere ,sekretion1 die einseitige berspannung eines berladenen ,systemes1 z4,b4 desjenigen der ,sexualapparate1 kann von dem ,unterbewutsein her die ganze geistige ,sphre sexuell frben1 so da der ,betreffende gleichsam willenlos in ,liebeshypnose einherwandelt und jegliches ,wesen durch eine ,sexualbrille sieht4 ,wehe6 wenn hier labile1 nicht fest eingedmmte ,hemmungsverhltnisse im ,unterbewuten bestehen3 es ist nur ein ,schritt von der ,gier zum ,verbrechen4 hnlich kann auch bei der ,hysterie eine ,unsumme abnormer ,kurzschlsse und ,reflexe ausgelst werden1 die ihren letzten ,grad in einer ,saftbildungsanomalie haben1 wodurch eben die ,hemmungsmechanismen nach unserer ,theorie beschdigt werden und damit die ,beziehungen zwischen ,bewut und ,unterbewut sich verschieben4 ,auch in diesen ,fllen neurasthenisch-hysterischer ,bewutseinsbeeinflussungen spielt eine ,blendung des realen ,erkennens1 der ,gegenwrtigkeit der ,seele und ihrer ,anpassung an die ,umgebung und die ,daseinsepoche mit hinein4 ,diesen ,menschen ist ein ,gefhl der ,andersartung1 des ,deplacements eigen1 gleichsam als gehrten sie einer vergangenen ,daseinsperiode an und knnten sich nie hineinfinden in die ,bedrfnisse ihrer ,zeit4 ,es ist gar nicht so selten1 da schwere ,hysterie zur vlligen ,teilung des ,persnlichkeitsgefhls fhrt und da dieser unertrgliche ,zustand1 dem ewigen ,trieb zur ,selbstvernichtung nachgebend1 mit ,selbstmord endet4 ,mir erscheint der so hufige ,selbstmord bei gedoppelter ,persnlichkeit stets wie die ,erfllung einer ,sehnsucht in eine frhere ,gemeinschaft ,gleichgearteter1 wie in einen ,zustand auf frhere ,entwicklungsstufen zurck4 ,viele ,menschen mit nicht vorwrts strebendem ,intellekt haben oft das ,gefhl1 nicht hineinzupassen in ihre ,zeit1 gleichsam rckwrts tiefer in der ,vergangenheit zu wurzeln1 als es ihr individuelles ,leben in der ,gegenwart gestatten will4 ,auf ihnen lasten allzu schwer die ,testamente der ,vergangenheit1 sie sind ,reprsentanten funktioneller ,rckschlge 7,atavismen7 in frhere ,entwicklungsstufen4 ,bei dieser ,sachlage ist es nur ein ,glck1 da nicht nur die ,snden1 sondern auch die ,tugenden unserer ,vter in unser drittes und viertes ,glied hineinfluten4 ,es ist verlockend1 an dieser ,stelle die ,frage des ,gewissens in uns aufzurollen und an der ,hand der psychophysischen ,gesetze der ,hemmungslehre auch diesen gewi gleichfalls unterbewuten ,vorgang einer inneren durchaus regulatorisch wirksamen ,macht den dmonischen ,gewalten mit unheimlichem1 zerstrendem ,charakter entgegen zu stellen4 ,ich mu mich hier mit ,andeutungen begngen1 weil eine eingehendere ,behandlung der unterbewuten sittlichen ,regulation in uns als ,vorbedingung die vollstndige ,analyse der ,ethik berhaupt erforderte4 ,obwohl nun gerade aus der ,hemmungstheorie sich eine vollkommen neu fundierte ,ethik auf physiologischer ,basis unschwer entwickeln lt1 so mu ich doch hier darauf verzichten und kann fr die ,frage nach unserem ,gewissen1 nach der ,stimme der ,sittlichkeit in uns1 welche wohl bei jedem ,individuum sich schon bemerkbar gemacht hat1 hier nur andeutungsweise darauf aufmerksam machen1 da das1 was wir mit diesem ,namen belegen1 gleichfalls etwas ,triebhaftes an sich hat4 ,aber es ist ein komplizierter ,trieb4 ,einmal funktioniert er deutlich zur ,erhaltung unseres instinktiven ,artcharakters1 hat also etwas ,generelles1 sich auf die ,menschheit vorbildlich ,beziehendes und besonders lebensfhig sich ,erweisendes an sich1 und zweitens ist ihm ein rein individuell1 mehr auf den egoistischen ,vorteil1 auf das gute ,fortkommen der ,persnlichkeit ,gerichtetes eigen4 ,es ist im allgemeinen klar1 da unsere arterhaltenden1 der ,menschheit und ihrem erworbenen ,bestande frderlichen ,triebe in ,konflikt geraten knnen mit den egoistischen ,selbsterhaltungsmotiven4 ,in diesem ,konflikt wird durch einseitig exzessive ,inanspruchnahme bewuter ,willenshandlungen aus egoistischem ,zwecke die unterbewute ,automatie der arterhaltenden1 vorgebildeten1 schon berkommenen1 durch ,tausende von ,jahren als lebensfhig erwiesenen ,funktionen durch ,reizmangel in ,gefahr gebracht4 ,denn nur das ist wirklich auf die ,dauer imstande1 einen funktionellen ,artcharakter zu reprsentieren1 was eben mit der neuen ,funktion sich in der ,richtungslinie der naturgemen ,fortentwicklung befand4 ,von ,milliarden ,versuchen1 ein ,lebensproblem funktionell zu lsen1 wird nur das ,beste eingestellt zur ,automatie1 kann nur die vollkommenste ,lsung vorbildlich und dauernd jedem neuen ,spro des ,keimplasmas erhalten bleiben4 ,was uns jetzt als ,problem beschftigt1 z4,b4 die ,ehe1 der ,staat1 wird einst nach vielen ,millionen von unzulnglichen ,versuchen zur definitiven ,lsung gefhrt werden3 dann wird es eine ,frage eines irrtumlosen ,instinktes sein1 ob ,polygamie oder ,monogamie1 ob ,ehe oder freie ,liebe herrscht1 ob der ,staat monarchisch oder republikanisch oder sonstwie geleitet werden mu1 ,probleme1 die wie z4,b4 bei den ,termiten und ,bienen lange auf dem ,wege der ,instinkte gelst sind4 ,so ist unser ,bewutsein stets auf dem ,wege der ,neubildung und ,umbildung von willkrlichen ,handlungen zu ,automatie1 und zu jeder ,zeit der ,entwicklung unserer verschiedenen ,hirnschichten war die jedesmal jngste willkrlich und lie hinter sich den durch die ,vorperioden gesicherten ,bestand4 ,dieser letztere kann nicht mehr abgendert werden1 ohne den ganzen ,bau zu gefhrden4 ,darum1 wo der bewut wirkende ,wille im ,anpassungsversuch an neue ethische ,forderungen 7und jeder ,tag kann im ,wirbel der wechselnden ,erscheinungen des ,lebens solche heraufbeschwren7 eindringt mit ,umbildungstendenzen in die ,automatie der unterbewuten ,funktionen1 da entsteht eine ,erschtterung hinab bis zur ,wurzel des ,lebens1 ein ,beben bis ins ,fundament der organischen ,harmonie1 und dieses ,beben1 gleichsam das ,pochen der ,gefahr am ,tor der ,ruhe1 hinter dem die ,schatten alles ,gewesenen verschwunden sind1 fhlen wir hnlich dem physischen ,schmerz bei ,strung des organischen ,gefges der ,nervenenden als eine ,mahnung1 als ein ,warnen vor ,gefahr1 als die ,stimme des ,gewissens4 ,dann drften wohl die brennenden ,empfindungen der ,reue den tiefinnerlichen ,versuchen entsprechen1 die der ,hemmung im ,unterbewuten geschlagene ,lcke durch neue heilende ,gewebssprossen zu verschlieen1 und je mehr ein fester1 freier1 ehrlicher ,entschlu im ,bewutsein die ,strme und ,zuckungen von defekter ,stelle ablenkt1 um so ruhiger und gleichmiger kann der ,organismus die ,harmonie der ,funktionen wiederfinden4 ,es ist begreiflich1 da hier diese ,segnung tief innerlicher ,genugtuung1 der ,luterung nicht ausbleibt1 selbst wenn es dem ,bewutsein klar ist1 da die ,reue1 etwa ein mannhaftes ,gestndnis1 vielleicht die ,vernichtung1 den ,tod nach sich zieht4 ,denn3 das ist das ,gigantische am ewig rauschenden ,lebensbaum1 da es ihm nicht ankommt auf die einzelnen1 zahllosen ,blten1 sondern da ber der einen ,persnlichkeit die rein erhaltene ,art siegend hinwegleuchtet in alle ,fernen4 ,es ist eben das ,unterbewute1 der fertig erworbene ,besitz1 an dem die ,natur nicht rtteln lt1 und dessen ,erhaltung ihr ber den ,wert auch der erhabensten ,persnlichkeit geht4 ,erbarmungslos erscheint sie1 aber sie ist gerecht1 denn bei ihr handelt es sich stets um die ,idee der ,menschheit1 welche schlackenlos und durchaus lebensfhig durchgefhrt werden soll zu ,hhen1 die1 unausdenkbar1 dennoch dem ,leben von ,anbeginn als ,mglichkeit beigegeben wurden4 ,in diesem ,gesetz einer sorgsamen ,auslese1 einer steten ,sonderung der ,spreu vom ,weizen wurzelt ,ethik und ,gewissen1 und ewig wird der ,einzelne im ,konflikt mit der ,idee des ,ganzen erliegen mssen4 ,daher die schier unbegreiflich dnkende ,qual der ,auslese schaffenden ,krankheit und die der seelischen ,schmerzen4 ,wo aber zeigt sich dieser ,konflikt zwischen dem ,individuum und der ,idee der ,menschheit deutlicher als in der ,liebe und dem ,ha1 den beiden tyrannischen ,herren des ,lebens8 ,wenn irgendwo1 so ist in der ,liebe offenbar1 da der ,intellekt mit seinem absichtlichen ,wahlvermgen ganz und gar gegenber der ,masse der gefestigten und instinktiven ,wahrnehmungen eine sekundre ,rolle spielt1 wie er berhaupt zu einem feilen ,diener und ,sklaven unserer unterbewuten ,konstitution herabsinkt berall da1 wo es sich um ,grundstimmungen der ,seele1 ,lust und ,unlust1 ,zuneigung oder ,abneigung1 vorgefate ,meinungen und immanente ,tendenzen handelt3 lauter ,vorgnge1 die vor dem ,urteil liegen3 ,vorurteile6 ,der absolut gescheiteste und gebildetste ,mensch mte genau genommen fr jede logische ,angelegenheit genau so viel ,grnde wie dagegen beibringen knnen1 und ehrliche ,leute gestehen fr die meisten ,veranlassungen zu1 da es durchaus nicht immer ,verstandesaktionen sind1 auf ,grund deren sie sich fr oder gegen eine ,manahme entscheiden4 ,gegenber den sicheren1 verllichen ,funktionen des ,unterbewuten ist eben der ,verstand ein ,stmper1 tastend1 immer im ,versuchsstadium1 nachgiebig und immer bertlpelbar4 ,selbst der ,bedeutendste hat seine dumme ,ecke1 und ,hypnotisierbarkeit des ,bewutseins ist durchaus nicht immer ein ,zeichen von ,kritiklosigkeit und ,intelligenzmangel4 ,ist so bei gewhnlichen ,emotionen schon der ,intellekt fesselbar durch die ,jongleurkunststcke des ,wortschwalles und der berrumpelnden ,sophismen1 so wird er ganz und gar geblendet1 wenn die vitalsten ,spannungen von innen her ihn berrennen und verwirren4 ,begreift man ja doch1 namentlich im ,erotischen1 oft absolut nicht1 warum ,dieser ,jene oder umgekehrt auszeichnet4 ,ist in jedem echten ,liebesverhltnis nicht stets etwas fr die ,unbeteiligten ,unbegreifbares1 warum gerade diese zwei ,menschen der verhngnisgleichen ,fesselung der ,seele unterliegen1 die beide wie ein ,mandat der ,natur1 ein unabweisbares ,mssen empfinden8 ,wahllos fhlen gerade diese beiden die verschmelzende ,glut aufsteigen in der ,seele1 oft beim ersten ,anblick1 oft lnger geschrt4 ,da sehen sie sich an wie ,sendboten aus einer nur gemeinsam erreichbaren1 hheren ,welt4 ,sie sind wie ,gesegnete vor dem ,altar der ,natur1 zur ,erfllung des ,mysteriums der ,niederkunft einer himmlischen ,seele1 zur ,hingabe eines neuen ,bltensprossen vom eigenen ,stamm4 ,wer ,kinder ganz gedeihen lassen will1 gibt sich ja eigentlich selbst auf4 ,hier vor allem1 beim ,durchglhtwerden der ,seele in wahllosem ,verlangen1 zeigt sich also die ganze dominierende ,macht des ,unterbewutseins in vollkommener ,deutlichkeit4 ,wer begreift1 was es an innerer1 zielsicherer ,anschauung fr ,mechanismen waren1 die gerade immer dieses ,paar mit unwiderstehlicher ,gewalt zueinander hintreiben1 so da geheiligte ,wesen aus den ,erkrten werden1 da sich unscheinbare1 leblose ,gegenstnde der ,erinnerung1 wie ,taschentcher1 ,blumen1 ,locken oder ,ringelein mit dem ,glanz geheiligter ,reliquien umgeben1 zu ,fetischismen erheben8 ,und das alles ohne jedes ,zutun des ,bewuten1 ja oft direkt gegen jede ,vernunft1 ,satzung1 ,sitte und ,vorteil4 ,es ist fraglos1 da die ,wahl der ,entflammten rein nach dunkel gefhlten1 der ,bewutseinskontrolle ganz entzogenen1 innerlichen ,ergnzungsgesetzen sich vollzieht1 und da die ,unbegreifbarkeit des ,bundes1 der man so hufig begegnet1 oft erst durch den ,anblick schier vollendeter ,sprossen der ,vereinigung nachtrglich sanktioniert wird4 ,die ,instinkte1 d4h4 die unterbewuten ,kalkulatoren unserer vitalsten ,notwendigkeit1 wissen eben besser als der sich stets berhebende und sich oft irrende ,chef der ,seele1 der ,verstand1 was fr ,ingredienzien1 belebte ,bausteine und ,materialien ntig sind1 um einen mglichst leistungsfhigen ,reprsentanten der ,art aufkeimen zu lassen in dem mtterlichen ,wundergarten4 ,hier wird am deutlichsten die geheimnisvolle ,hellsichtigkeit unserer im ,fundament der ,seele ,schicht auf ,schicht abgelagerten ,erfahrungen1 welche berall andeutungsweise zutage tritt1 wo eine ,abblendung des ,bewuten diese ,schichten als den ,alleingehalt und als ,prinzip der restierenden seelischen ,funktionen zutage treten lt3 im ,nachtwandeln1 in der ,hypnose1 in der ,ekstase1 in den dunkelen ,ahnungen des ,traumes und im ,mediumismus4 ,gestehen wir es ruhig ein1 da wir das rtselhafte ,getriebe unbekannter ,krfte im ,labyrinth des ,unterbewutseins nicht kontrollieren knnen1 da wir die ,existenz von ,krften1 die mit den physikalisch und chemisch analysierten gar nichts gemein haben1 nicht ableugnen knnen2 da es durchaus mglich ist1 da solche von der ,wissenschaft noch nicht eingefangenen1 unbekannten ,strahlungen doch in unseren ,seelen wirksam sind1 ohne bisher je ein ,abbild oder einen parallelen ,erregungsvorgang in dem ,sitz unseres ,bewutseins erzeugt zu haben4 ,man denke bei allen ,versuchen1 diesem unerforschten ,gebiet oft auf lcherlichen ,umwegen nahe zu kommen 7,spiritismus1 ,okkultismus71 nur immer an die ,alchimie1 in deren ,brutsttten in der ,hand betrogener ,betrger zwar nicht direkt das gesuchte ,gold1 aber doch die ,beherrscherin unserer ,kultur1 die ,chemie1 ihre ,geburtssttte und ,wiege fand1 jetzt eine reine ,wissenschaft1 bei der die sogenannte reale ,exaktheit ihre hchsten ,triumphe schlielich nicht zuletzt in der ,umgestaltung in preuisch ,kurant gefeiert hat4 ,so hat schon jetzt von dem ,spiritismus1 ,hypnotismus1 ,mediumismus die ,psychologie die allerwertvollsten ,anste erfahren2 lassen wir also das ,vlkchen der verwirrten ,dogmatiker ruhig schalten und walten1 und klopfen wir nur den berbewuten ,schwindlern ernstlich auf die ,finger1 welche raffiniert den vllig berechtigten inneren ,glauben der ,mitmenschen an die oft zitierten ,mehr ,dinge zwischen ,erd' und ,himmel teils aus ,ulk und ,fastnachtsgelst1 teils aus ,gewinnsucht und ,eitelkeit gehrig auszunutzen stets am ,werke sind4 ,man kann nicht anders1 als der ,liebe und dem ,ha ,mysterien zugestehen1 denn sie sind ja die ,funktionre der ,aushebung zum groen ,marsch der ,menschheitsarmee auf dunkle unbekannte ,ziele zu1 sie stellen ja die ,methoden der ,auslese dar1 welche der ,auswahl des ,dienlichsten vorangeht4 ,mit welchen ,mitteln die ,seele in andern die zwingenden ,relationen1 die ,ergnzung des ,ichs erkennt1 das ist eben das vollkommene ,mysterium1 welches die ,erforschung dieser ,strahlungen und ,bahnungen umgibt1 eine ,unkenntnis der ,pfade und ,wegrichtungen1 die uns aber doch nicht berechtigt1 die ,existenz eines solchen inneren ,erkennens zu leugnen4 ,die eiserne ,notwendigkeit1 im ,leben zur ,erhaltung der ,art die der ,beimischung notwendigsten1 befhigtsten ,elemente herauszuwittern1 sie macht uns zu ,gefhrten und ,geschobenen trotz dem ,gefhl subjektivsten ,willens2 vielleicht aber ist das ,gefhl des freien ,willens nichts als eine gndige ,illusion1 eine fromme ,lge der ,natur4 ,die ,natur mischt immer wieder aufs neue fast spielerisch die ,karten1 zerschmilzt1 zerstampft1 lst auf und harrt geduldig der neuen ,kristallisationen1 die sich absetzen in dieser ,riesenretorte ,welt4 ,da in den ,anfngen der ,lebenssprossung die eingeschlechtliche ,fortpflanzung die alleinige ,methode der ,abtrennung neuer ,individuen vom ,stammboden war1 und erst spter die zweigeschlechtliche ,vereinigung in ,form einer ,infektion des ,mutterbodens durch das mnnliche ,saatkorn auftritt1 kann es nicht wundernehmen1 da dieser ,trennung des keimfhigen ,lebensplasmas in zwei ,anteile auch eine grundverschiedene ,formation der ,seele der ,geschlechtsreprsentanten entspricht4 ,kein ,emanzipationsgelst der ,frau kann die offenkundige1 differente ,anlage der ,geschlechtsnatur der ,lebewesen zu ihrem ,hauptzwecke1 dem der ,erhaltung der ,art1 verwischen und damit die ganz anders gegen einander gestellten ,funktionen des ,bewuten und ,unbewuten in der ,seele von ,frau und ,mann gleichmachen oder gleichsetzen wollen4 ,die unterbewuten ,funktionen der ,frau1 ausmndend alle in der ,hervorbringung des ,wunders aller ,wunder1 des ,menschensprossen1 des neuen ,reprsentanten der ,unsterblichkeit1 der ,menschheitsidee1--denn was ist ein ,kindlein anders1 als ein liebliches ,glied der ,kette1 welche uns hinberbindet in die ,ewigkeit--haben ganz sicher einen berragenden ,anteil am ,seelenleben gegenber dem ,manne4 ,die berraschende ,ursprnglichkeit der ,frau wurzelt eben in der ,fhigkeit unterbewuter1 schneller und zwingender ,kurzschlsse4 ,whrend des ,mannes ,anteil am ,aufbau des neuen ,sprossen sich mehr der ,ausbildung des ,intellektuellen1 des ,bewuten1 des zur ,automatie erst sich ,entwickelnden1 die ,probleme des ,lebens bewut ,lsenden zuneigt1 hat die ,frau weit mehr den ,bestand des schon ,erworbenen1 ,instinktiven1 ,automatischen dem ,nachgeborenen einzuprgen 7zu vererben74 ,so ist es naturgewollt1 da die ,frau somatischer1 der ,mann intellektueller ist1 wenigstens ganz gewi vom ,standpunkte der ,fortpflanzung aus1 den wir--es hilft nun einmal nichts1 so traurig das beim notorischen ,geburtenberschu weiblicher ,wesen klingt--nun einmal in der ,natur als das durchgreifendste ,leitmotiv berall fhrend und lebendig finden4 ,wenn jetzt eine ,bewegung durch die ,frauenwelt geht1 entstanden nicht aus den unterbewut dominierenden ,forderungen der ,generation1 sondern aus den bewuten und zwar konomischen ,nten der ,erhaltung und ,ernhrung des ,individuums1 so glaube ich1 mu man die ,frage aufwerfen1 ob diese ,emanzipation1 diese ,verschiebung der vitalsten ,notwendigkeiten nicht doch etwas rttelt an den ,grundbedingungen der natrlichen ,ordnung1 und ob sie nicht zerschellen wird an der brutalen ,tatsache1 da eben es der ,natur berall weniger auf das ,individuum1 als auf die ,art1 weniger auf das ,wohlbefinden des ,einzelnen1 als auf die ungestrte ,fortentwicklung des ,ganzen ankommt1 zwei ,gesichtspunkte1 von denen der eine menschlich1 vergnglich1 der andere zeitlos und ewig ist4 ,ist es so gewi1 da von dem ,gewhl der ,grundtriebe in uns nur ein winziger ,teil1 nmlich nur der auslsende ,ansto zur ,willenshandlung1 in unser ,bewutsein ausstrahlt1 so kann von den ,sinneswahrnehmungen mit ,sicherheit behauptet werden1 da sie doppelt angeschlossen sind3 teils mnden sie in automatische ,sphren1 und zum anderen ,teil im ,bewutsein1 wo sie gleicherweise ,kontakte d4h4 ,anste zur ,regulation der bewuten und unbewuten ,mechanismen auslsen1 wie das auch vollstndig nachweisbaren anatomischen ,strukturbildern entspricht4 ,so z4,b4 wird nicht alles1 was als ,licht oder ,schall oder ,gefhl auf unsere ,sinnestasten wirkt1 als ,lichtempfindung bertragen1 sondern es mgen ultraviolette ,strahlen ebenso wie ,tne ber und unter der als ,ton wahrnehmbaren ,skala unserem unterbewuten ,getriebe zugefhrt werden zur dynamischen ,auslsung verschiedener ,automatien1 ohne da auch nur ein leise wehender ,hauch von den ,tiefen der ,unterseele ber die ,tasten unserer ,bewutseinsklaviatur dahinfhrt4 ,was hier von ,licht und ,ton gilt1 trifft natrlich auf alle ,arten von ,empfindungswahrnehmungen zu1 seien es uere oder innere1 vom vegetativen ,organsystem gegebene4 ,so lsen ,strungen der ,bauchorgane zum ,teil ,gefhlsinhalte1 ,seelenstimmungen ganz typischer ,art aus1 wie das von den ,hypochondrien sattsam bekannt ist1 und es ist fraglos1 da ein ,mensch sich schon leidend fhlen kann1 d4h4 einen dumpfen ,druck auf dem ,ablauf seiner seelischen ,registrierung versprt1 lange ehe sein ,bewutsein oder der ,arzt von dem ,herd der ,strung etwas aussagen kann4 ,so erklren sich die allgemeinen ,unlustgefhle der ,neurastheniker1 ,hypochonder1 ,hysteriker1 bei denen allein der trge1 adynamische1 schleichende ,ablauf der ernhrenden ,funktionen ohne jede organische ,vernderung gengt1 um mit dem der ,lust des ,lebens aufgezwungenen dumpfen ,widerstand allein jede ,lebensfreude zu vergllen4 ,wie im ,traume bei der ,abblendung des ,bewutseins von ,raum und ,zeit durch die rhythmische ,schlafhemmung ,organreize die ,motive auslsen zu ,ideenverknpfungen ganz bezglichen ,inhaltes1 so kann bei ,reizaufspeicherungen aus der ,tiefe der ,minenarbeit unserer somatischen ,apparate die ,vorstellung trotz aller ablenkenden ,auenreize immer wieder hineingezogen werden in die dumpfe ,ahnung eines ,unheils1 einer ,gefahr1 einer sich vorbereitenden ,katastrophe4 ,es ist das ,unglck der ,hypochondrischen1 da sie recht haben1 wenn sie behaupten1 da doch auch alle schweren ,zustnde von ,krankheiten ganz ebenso beginnen3 das heit mit dem dunklen ,gefhl einer herannahenden ,gefahr4 ,es ist eine schwierige ,aufgabe1 sich an diese scheinbar die ,wurzel des ,lebens annagenden ,sensationen zu gewhnen und sie im ,bewutsein ganz auszuschalten3 immer wieder kndet die grmliche ,miene1 da die gequlte ,seele stutzt und nach innen sinnt1 als wenn sie lauscht auf das ,bohren und ,nagen des bsen ,wurmes tief in geheimen ,gewlben4 ,umgekehrt wirken die frischen1 kraftvoll dahinflutenden ,wellen gesunder rhythmischer ,auslsungen im ,organsystem befruchtend und lebensgefhlerhhend auf unsere ,seele1 ein ,bad1 ein ,marsch1 eine heitere ,gesellschaft enthlt eine ,unzahl solcher uns unbewut einverleibten ,impulse1 die wie kleine ,peitschenhiebe auf die ,zugkrfte unserer inneren ,bewegungen wirken1 wahrscheinlich weil die dadurch im organischen ,getriebe erzwungenen ,entladungen alle aufgespeicherte ,reservereizung ausgleichen1 die ,atmosphre reinigen4 ,alle diese ,reize wirken aber um so unmittelbarer auf unser ,unterbewutsein1 je mehr der strende ,einflu der ,kontrolle durch das ,bewutsein abgeblendet ist3 im ,rausch1 im ,schlaf1 in der hypnotischen ,fesselung der ,seele1 im ,bann einer zentrierenden ,idee1 im ,rausche der ,kunst1 in der rhythmischen ,ekstase des ,tanzes und der symbolischen ,handlungen treten ,wirkungen hervor1 die eben ihrer unkontrollierbaren ,unmittelbarkeit wegen stets etwas ,mystisches an sich haben1 so oft schon als ,beweisvorgnge bernatrlicher ,gewalten1 als das ,wirken dmonischer ,krfte angesprochen sind4 ,sie sind aber vielmehr ,dinge1 die natrlicher sind als viele andere ,erscheinungen des ,seelenlebens1 ber die wir uns1 durch ,erfahrung verblendet1 nicht mehr wundern1 denn sie offenbaren nichts als alteingewurzelte ,fhigkeiten der ,seele1 die uns nur deshalb so fremdartig erscheinen1 weil sie in ihrem immer vorhandenen ,mechanismus der ,kontrolle durch das ,bewutsein fr gewhnlich entzogen sind4 ,in seltenen ,momenten nur wirkt eben das ,leben direkt nach ,ausschaltung des ,bewutseins1 ber dem solange ein hllender ,schleier des ,versunkenseins liegt1 auf die automatischen1 altberkommenen ,zentren1 und staunend sieht der ,beobachter ,sicherheit1 ,zweckmigkeit1 ,unmittelbarkeit1 ,zielgefhl und ,innenklarheit bei deutlichen ,anzeichen von psychischer ,bewutlosigkeit auftreten oft in einer besonders vollkommenen ,reinheit1 vollkommener1 als er selbst diese ,aktionen unter ,beihilfe des oft nur strenden ,bewutseins zu vollbringen imstande wre4 ,ja1 wie ist das mglich1 er ging doch ganz sicher1 er schwankte nicht einen ,augenblick und war doch augenscheinlich ohne klares ,denken6--,das sind die gewhnlichen1 staunenden ,fragen1 auf die es nur die eine1 nur scheinbar paradoxe ,antwort gibt3 er war so sicher1 eben weil er nicht bewut war4 ,wir wissen jetzt1 da die ,automatie eben dem ,problematischen des ,bewutseins in vielen ,punkten berlegen ist4 ,das ,unterbewutsein hat also ganz sicher ,ortssinn1 ,muskelsinn und ,zeitsinn4 ,fr die beiden ersten ,fhigkeiten1 denen durch ,abblendung des ,bewutseins unter ,umstnden gar nichts genommen werden kann1 sind ,rauschzustnde aller ,art beweiskrftig1 und fr den ,zeitsinn des ,unterbewutseins sei bemerkt1 da fr mich das oft zitierte ,aufwachen zu bestimmter ,stunde kein ,problem mehr ist1 seit ich wei1 da ,helligkeit und ,morgengrauen1 ,pendelschlag und ,glockenton ebensowohl direkt wie ber den ,umweg durch mein ,bewutsein hineinreichen in die tiefen ,willenslager meines ,wesens und da man daher nicht zu glauben braucht1 da die in uns stetig pochende ,uhr1 das ,herz1 mit ihrem ,sekundenzeiger1 dem ,pulse1 auch imstande ist1 ,stunden und ,minuten zu registrieren wie ein ,chronometer aus ,menschenhand4 ,wir sind am ,ende unserer ,untersuchung4 ,ich hoffe gezeigt zu haben1 da es nicht aussichtslos ist1 den ,blick nach innen zu richten und auf die scheinbar dunklen ,nebel zu achten1 welche aus der ,tiefe der ,brust aufsteigen in die ,helle unseres beobachtenden ,geistes4 ,hier und da erhascht man1 sich selbst streng kontrollierend1 doch einen flchtigen ,zipfel des ,gespenstertuches1 und der herabgefallene ,mantel zeigt kein so unbekanntes ,gebild1 da man sich erschaudernd davon abwenden oder erzittern mte vor dem ,ding da1 welches1 ein ,wesen fr sich1 nirgends in der ,erfahrung eine ,analogie hat4 ,fr viele ,menschen hat das ,unterbewute hnlichkeit mit den ,tiefenungeheuern der ,see1 den ,fabelschlangen1 die nur hier und da ihren ,leib an das ,licht des ,tages erheben4 ,manche glauben gar nicht daran1 andere erschaudern vor der ,mystizitt seiner ,natur1 und noch andere1 die genau hinsehen1 knnen hier und da nachweisen1 da das gefrchtete ,ungeheuer weder eine ,schlange noch ein ,ungetm ist1 sondern eine auf realen ,vorgngen natrliche ,spiegelung von ,gesetzmigkeiten1 die sich im ,grunde der ,see ebenso lebendig erweisen1 wie im ,gewoge der menschlichen ,seele4 ,,seelische ,,hemmungen ,,und ,,schmerzen ,nicht ohne ,verwunderung werden einige1 welche vielleicht schon hier und da meinen ,namen in irgendeiner ,beziehung zu chirurgischen ,dingen nennen hrten1 die ,ankndigung dieser ,essays ber ,kapitel aus der ,seelenlehre vernommen haben4 ,aber es scheint bei nherer ,betrachtung doch auch gerade der ,chirurg unter den rzten alle ,veranlassung zu haben1 sich mit dem ,wunder aller ,wunder1 der ,menschenseele1 recht eingehend zu befassen4 ,welch ernste ,beziehung von ,seele zu ,seele1 wenn ein leidender ,mensch ohne ,bangen und ,zagen dem ,wundarzt seiner ,wahl ,leib und ,leben vertrauensvoll fr ,augenblicke hchster ,gefahr in die ,hnde legt1 in ,hnde1 an deren ,knnen und ,vollbringen sich oft genug das ,schicksal hngt6 ,wer mte wohl mehr lernen1 das leise und laute ,bangen der ,seele zu beschwichtigen und von irgendeiner geheimnisvollen1 vielleicht oft gefhrlichen ,macht der ,persnlichkeit ,gebrauch zu machen1 als der menschlich fhlende ,operateur8 ,wer she fter die ,menschenseele in ihrer echten ,heldengre und in ihrer zitternden ,unzulnglichkeit frei von aller konventionellen ,maskerade1 als ein ,chirurg mit offenen ,augen und lebhaftem ,anempfinden6 ,eins aber qualifiziert meiner ,ansicht nach uns ,chirurgen mehr als fast alle anderen ,mediziner zur ,psychologie1 sofern wir nur wollen1 das ist das psychologische ,experiment im groen ,stil1 welches wir tglich anzustellen von ,berufs wegen gezwungen sind3 die ,narkose1 die gewaltsame ,betubung der ,seele4 ,ja1 ein psychologisches ,experiment allergrten ,stiles nenne ich es1 wenn wir durch ,verabfolgung von flchtigen ,gasen die ,seele zwingen1 alle ihre fhlenden ,polypenarme ,schritt fr ,schritt zurckzuziehen1 damit sie bis in die ,tiefe eines selbst traumlosen ,schlafes sich selber unbewut verharre im schwankenden ,gleichgewicht zwischen ,sein und ,nichtsein so tief und so lange1 wie es dem ,operateur gefllt4 ,wer ,tausende von ,malen aufmerksam den zu ,betubenden in die ,fensterchen der ,seele1 in die ,pupillen geblickt hat1 der sollte doch wohl auch etwas wissen und sagen knnen vom ,labyrinth der ,brust und von den ,trumen1 die der ,seele auf dem ,wege in die ,ewigkeit kommen mgen4 ,eine ,narkose ist ja wie eine ,ouvertre zur ,tragdie des ,todes1 wenn ,gott sei ,dank auch nur selten das ,stck bis zu ,ende gespielt wird6 ,was ,wunder aber1 wenn bei diesem1 ich mchte sagen1 brutalen ,eingriff in ein ,getriebe der ,seele1 gegen welches das ,zauberwerk eines ,przisionsinstrumentes aus ,menschenhand ein jmmerliches ,stmperding ist1 so leicht der filigranene ,schleier nervser ,spinngewebe1 um welche die ,seele schwebt1 zerreit und zerflattert6 ,was ,wunder aber auch1 wenn gerade dem ,chirurgen immer wieder der ,gedanke sich aufdrngt1 da hier ein ,mechanismus vorliegt in dem ,vorgange des knstlichen ,einschlferns in wenigen ,minuten1 oft in ,sekunden1 welcher dem ,einschnappen einer ,bremse1 eines ,kontrestromes1 einer ,hemmung in sehr wesentlichen ,zgen gleicht4 ,es ist mir natrlich nicht fremd1 da es unter den ,psychologen eine mchtige ,gruppe gibt1 welche die mechanische ,analyse jeglicher ,gehirnttigkeit im ,prinzip ablehnt1 und ich will im ,verlauf dieser ,auseinandersetzungen einmal das ,gestndnis ablegen1 da ich nicht der ,meinung bin1 da jemals die ,physiologie uns den letzten ,aufschlu ber das ,wesen der ,seele und des menschlichen ,bewutseins geben knne4 ,das vermag sie ebensowenig1 wie etwa die ,physik das ,wesen der ,schwerkraft zu entrtseln imstande ist2 aber sie kann auf dem ,wege des ,experimentes und der ,beobachtung immer eindringlicher die ,bedingungen beschreiben1 unter welchen dieses oder jenes psychische ,ereignis eintreten kann oder mu4 ,durch diese ,einschrnkung will ich mich ein fr alle ,male gegen den ,vorwurf eines anmalichen ,materialismus verwahren4 ,ich mchte um keinen ,preis diejenigen1 welche erkenntnis-theoretisch tiefer in diese ,materie eingedrungen sind1 als ich1 verstimmen2 mit der ,aufdeckung eines ,mechanismus ist ja aber nicht zwingend eine materielle ,deutung verbunden4 ,fr mich ist der ,mechanismus der ,seele1 wie der ,mechanismus berhaupt1 als ,weltanschauung gedacht1 eine ideale ,betrachtungsweise4 ,durch ,kenntnis des ,kontrapunktes und der ,harmonielehre ist der ,genius eines ,beethoven nicht beleidigt4 ,gott und seine ,werke sind nicht weniger erhaben1 wenn man nach ,gesetzen sprt1 unter denen sie sich offenbaren4 ,bei dem ,wunderwerk der ,seele kann unmglich eine ,betrachtungsweise erschpfend sein1 und wie ein tiefer ,bergsee gleichsam in jedem ,lichte neue ,zauber kundgibt1 so vertrgt es wahrlich das ,geheimnis der fnfzehnhundert ,millionen ,ganglien geduldig1 ob man von dieser oder jener ,ecke des ,gelehrtenschreibtisches aus die ,brille darauf einstellt4 ,frei ber die ,seele reden kann ja schlielich doch nur der ,knstler1 der in der glcklichen ,lage ist1 dazu keiner ,worte zu bedrfen oder doch nur von ,begeisterung und ,ehrfurcht durchrauschter6 ,vielleicht gelingt es dem ,thema auf eine kurze ,spanne ,zeit die verschiedenen philosophischen ,richtungen zu vereinigen1 und ich will mich jedenfalls bemhen1 den ,leser mglichst ohne ,fachlupe gleichsam mit bloem ,auge heranzufhren an das ,tatschliche meiner ,feststellungen1 die ich mir erlaubt habe unter einem einheitlichen ,gesichtswinkel zu gruppieren4 ,welche ungeheure ,rolle spielt in der gesamten ,erscheinungswelt1 in dem ,spiel der ,krfte die ,hemmung1 der ,widerstand6 ,ein ,weltgesetz knnte man daraus formulieren2 zu einem philosophischen ,system knnte man ihr ,walten1 die ,idee von ihr ausgestalten6 ,ist nicht jede ,form ein ,resultat der ,bewegung der ,materie gegen einen ,widerstand8 ,was ist die ,anpassung anders1 als ,wirkung von ,hemmung und ,widerstand auf das vorwrtstreibende ,leben8 ,was ist der ,rhythmus anders1 als die periodisch gehemmte ,bewegung6 ,was ist ,bewegung anders1 als die durch einen ,widerstand in bestimmte ,bahnung gezwungene ,kraft6 ,und wie anders wre ,kraft zu erforschen und wirksam zu machen1 als durch knstliche und bewute ,einschaltung von spezifischen ,widerstnden6 ,vielleicht knnen wir berhaupt niemals etwas wissen von dem ,wesen der ,kraft1 sondern lernen und studieren nur immer feiner die ,widerstnde und die ,hemmungen1 welche die ,urkraft zwingen1 in so verschiedener ,form in ,erscheinung zu treten4 ,wer rief die ,elektrizitt in die ,erscheinung1 wenn nicht die ,einschaltung geeigneter ,widerstnde 7,isolation78 ,wrde das ,licht ohne ,existenz eines thers bertragbar1 ohne das brechende ,medium analysierbar sein8 ,wird es nicht sichtbar am ,widerstand unserer ,nervenmaterie8 ,was sagt das ,newtonsche ,weltgesetz anderes1 als da die rtselhafte ,eigenbewegung der ,gestirne durch ,anziehung und ,abstoung in bestimmten ,bahnen dauernd gehemmt ist8 ,vollenden nicht auch ,sonnen ihre vorgeschriebene ,reise8 ,wohin wir sehen3 ,krfte1 ,eigenschaften1 ,bewegungen1 die wir noch nicht1 ja niemals verstehen knnen1 und ,hemmungen1 ,widerstnde1 die wir erforschen1 ja willkrlich verndern knnen4 ,nur das ,studium der ,hemmungen enthllt die ,gesetzmigkeiten4 ,erst die ,herrschaft ber die ,widerstnde gibt dem ,menschen die scheinbare ,gewalt ber die ,krfte oder bermittelt die ,ahnung von ihrer ,gesetzmigkeit4 ,so hat sich denn auch bei der rtselhaften ,natur der seelischen ,kraft fr die ,psychiatrie und die ,psychologie der ,gedanke an das ,walten der ,hemmung in der ,seele als beraus dankbar erwiesen2 liegt doch in dieser ,betrachtungsweise eine kluge und fruchtbare ,beschrnkung4 ,ich mchte sagen1 da erst mit der weiteren ,ausbildung der ,hemmungslehre ein neutraler ,boden geschaffen werden wird1 auf dem ,philosophen jeder ,richtung miteinander verhandeln knnen1 ohne sofort bei der ,frage nach der ,natur der ,seele in einige ,dutzend feindlicher ,heere gespalten zu werden4 ,wer die ,hemmungen1 unter denen sich die seelische ,kraft uert1 studiert1 prjudiziert ja nichts ber das ,wesen1 ber ,gttlichkeit und ,unsterblichkeit der ,seele1 nichts ber ,geisterwesen und ,transzendenz1 sondern1 da er das ,bild nicht zu entblen vermag1 begngt er sich an dem ,studium der ,schleier1 welche die ,himmlische umwallen1 und hofft vielleicht durch leises ,betasten der dunklen ,hllen ihre ,formenschnheit zu ahnen4 ,freilich wrde die bisherige ,annahme der ,physiologie1 wonach die ,hemmungen im ,nervensystem eingeschaltet wrden gleichsam durch ,kontrestrme wiederum nervser ,natur1 nicht viel ,terrain gewinnen lassen1 weil wir ja dann wieder angewiesen sind auf das ,studium nervser ,kraft1 die wir eben nicht entrtseln knnen4 ,wenn wir uns das ,gehirn des ,menschen oder besser sein gesamtes ,nervensystem vorstellen als einen ,sternenkomplex von ,milliarden kleinster schwingender ,sonnenstubchen1 die durch ein unnennbar feines ,maschennetz von leitenden ,fdchen1 den ,ganglien und ihren ,fortstzen1 miteinander verbunden sind 7wobei wir denken mssen1 da dieses ,milliardensystem im kleinen ,raume des ,schdels wunderbar zusammengefgt ist71 und wenn wir annehmen1 da es ,strme und ,erzitterungen elektroider ,bewegung sind1 welche ,empfindungen1 ,begriffe1 ,handlungen auslsen--so ist es klar1 da niemals alle diese kleinen ,sinnesspulen1 ,begriffstaster1 ,telephone und ,markoniapparate smtlich zu gleicher ,zeit auf- und niedergehen und sich die goldenen ,eimer reichen1 sondern wir mssen annehmen1 da immer nur eine oder sehr wenige ,bahnen frei sein knnen2 alle anderen mssen im ,augenblicke des ,erklingens einer einzelnen ,gruppe ausgeschaltet1 gehemmt sein4 ,das ist genau so1 als wenn ich an meinem ,telephon nur dann mit einem andern ,teilnehmer sprechen kann1 wenn alle brigen tausend ,nummern des ,anschlusses fr mich beraubt sind4 ,nur immer ein ,gedanke ist zeitlich frei1 die ,milliarden anderen gleichzeitig gehemmt4 ,alle unsere ,wahrnehmungen1 ,gedanken1 ,bewegungen1 ,willensimpulse sind aus zeitlich aufeinanderfolgenden ,aktionen zusammengesetzt1 und in dem schnellen ,wirbel des ,ablaufens der ,gedankenspule folgt doch immer die ,ttigkeit eines ,systems der eines anderen1 wenn auch mit ,blitzesschnelle4 ,was wir die ,konzentration des ,gedankens nennen1 ist in die ,sprache der ,hemmungslehre bersetzt ,ausschaltung aller ,systeme bis auf eine ,gruppe4 ,es leuchtet ein1 da also der ,ingenieur1 welcher unter dem ,dache der ,intelligenz sitzt und welcher die ,systeme ein- und ausschaltet1 der eigentliche ,herr unserer ,seele ist4 ,nimmt man nun mit der allgemein gltigen ,lehre an1 da auch dieser ,maschinenmeister nervser ,natur ist1 so kommen wir mit unserer ,assoziationslehre1 mit der ,lehre1 da ,seelenleben eine ,kette von ,ganglienzellenbewegungen bedeutet1 meiner ,ansicht nach in die ,brche4 ,dann ist nicht das ,gangliensystem1 nicht das ,gehirn der eigentliche ,sitz der ,seele1 sondern dann ist der eigentliche ,spiritus rector animae nur der ,teil der ,nervensubstanz1 welcher der ,hemmung vorsteht1 dann sitzt der eigentliche ,prsident unserer ,seele in den brigens hypothetischen ,hemmungszentren1 und es wird noch rtselhafter1 woher denn eigentlich gerade diese kleinen ,bezirkskommandos ihre die ganze ,armee beherrschende berlegenheit beziehen4 ,solche ,seelenquartiere ber der ,seele1 solche ,oberseelen vermehren also meiner ,meinung nach nur die ,rtsel1 statt sie zu vereinfachen4 ,das wre ein ,spiel von ,seelenttigkeiten1 bei welchem man niemals klar wird1 wer nun eigentlich die ,trmpfe in der ,hand hlt1 wer einschaltet und wer ausschaltet1 dann gbe es nur eine gnzlich verborgene mystische ,einheit1 und jegliche mechanische ,analyse der ,seelenttigkeit wrde zu einem zwecklosen ,spiel mit ,worten4 ,ich mu es mir leider versagen1 an dieser ,stelle des weiteren die ,unhaltbarkeit der ,lehre vom ,strom und ,gegenstrom in unserem ,gehirnapparat darzutun1 und mu mich neben diesen kurzen ,andeutungen damit begngen1 auch auf den ,mangel aller ,analogie aus der ,elektrizittslehre hinzuweisen3 erklrt man die ,gruppenerzitterungen der ,ganglienzellen fr das ,wesen der seelischen ,vorgnge1 so kann man nicht ihre ,hemmung als einen analogen ,vorgang auffassen1 ohne gleich noch eine ,seele ber der ,seele zu fordern1 und ohne zu behaupten1 da der in das ,gehirn eindringende ,reiz gleichzeitig zur ,erregung und ,erttung der ,nervenstrme dient4 ,dann mte also dieselbe ,ursache auch den ,grund ihres ,nichtseins darstellen4 ,das ist meiner ,ansicht nach nur die ,maskierung eines metaphysischen ,prinzipes mitten in einer mechanistischen ,analyse4 ,so unbefriedigt mich nun die bisherige ,form der ,hemmungslehre1 wonach also ein ,nervenstrom den anderen aufhebt1 gelassen hat1 so fruchtbar erwies sich mir eine andere ,betrachtungsweise1 welche die hemmende ,ttigkeit einem ganz anderen ,system nicht nervser ,natur berweist1 nmlich dem an den ,ganglien vorberkreisenden ,blute4 ,da das ,blutwasser tatschlich stromhemmende ,kraft hat1 kann man1 wie wir noch sehen werden1 direkt beweisen1 und es mu nur aufgezeigt werden1 in welcher ,weise es an die ,gangliensysteme herangelangt4 ,dazu bedarf es des ,nachweises eines besonderen ,apparates1 der1 an das ,blutsystem angeschlossen1 den ,blutsaft gegen die ,hirnzelle bewegt4 ,dieser wichtige ,apparat1 welcher nach meiner ,auffassung die ,rolle isolierender1 zwischen die ,ganglienzellen eingeschobener feuchter ,platten spielt1 ist der ,lymphapparat des ,gehirns und ,rckenmarks1 die ,neuroglia4 ,bisher war man der ,meinung1 da dieses feine ,maschennetz bindegewebiger ,fasern1 in welchem die nervsen ,apparate im ,gehirn und ,rckenmark aufgehngt sind1 eben ein ,sttzapparat sei1 um welchen sich die ,ganglienketten wie ,schlinggewchse1 wie etwa ,winden um ,drahtschlingen1 sttzend ranken1 ein ,gitterwerk1 das gleichzeitig die ,bahnen der ernhrenden ,blutgefchen trgt4 ,die ,neuroglia sei1 wie die ,wissenschaft sich ausdrckt3 ,sttz- und ,nhrgewebe4 ,dagegen spricht mancherlei3 vor allem die hchst komplizierte und differenzierte ,form dieses ,abkmmlings des ,bindegewebes4 ,sttz- und ,nhrgewebe finden wir berall im ,krper3 es gibt ebenso1 wie es ein knchernes ,skelett gibt1 ein bindegewebiges4 ,der ,leib ist1 wenn man alle spezifische ,organmaterie hinwegdenkt1 ein geformter ,bindegewebsschwamm1 d4h4 alle ,organe1 ,muskeln und ,weichteile sind aufgehngt gleichsam in fasergewebigen1 zhstrhnigen ,maschen und ,netzen1 gleichwie das ,fleisch einer ,orange hngt in einem harmonischen ,gitterwerk der ,fasern4 berall in jedem ,organ ist die feine ,struktur dieses ,gewebes dieselbe3 nur im ,gehirn und ,rckenmark ist dieses ,sttzgewebe von unerhrt kompliziertem ,bau4 ,die ,hirngefe1 und nur sie1 umspinnt eine feine geschlossene ,drainage und ,rhrenmasse von ,geweben1 in welchen ,blutwasser von den ,gefen durchsickernd und gleitend gelagert ist2 von diesen muffartigen ,gefrumen gehen unzhlige ,kanlchen an alle ,gangliensysteme und liegen in sternfrmigen ,umhllungen1 genau den ,formen der vielgestaltigen ,ganglienzellen angepat1 um die kleinen elektrischen ,zentralkrper1 etwa wie ein allseitig geschlossener ,handschuh um die ,finger4 ,diese ,strahlen und ,sterne begleiten ,fasern und ,kugeln der ,nervensubstanz und sind fllbar und entleerbar von dem plasmatischen ,blutsaft1 wie ,milliarden kleiner ,schwmme und rispenartiger ,futterale4 ,meine ,annahme gipfelt nun darin1 da diese ,neuroglia das ist1 was in der ,elektrizitt das umhllende ,seidengespinst um einen elektrischen ,draht1 was die ,isolierung der ,kabel und ,akkumulatoren darstellt1 da ihr funktioneller ,fllungsgrad mit ,blutwasser den ,kontakt der ,ganglien verhindert1 und da ihr wechselndes ,leersein das berspringen der ,seelenfunken begnstigt1 ,mittels des ,blutgefsystemes also vollzieht sich das1 was wir vorher ,ein- und ,ausschalten des ,seelenstromes genannt haben4 ,es sei mir gestattet1 hier auf den feineren anatomischen ,nachweis der ,mglichkeit einer solchen ,funktion der ,neuroglia1 welche ein absolutes ,novum in der ,medizin ist1 zu verzichten2 ich habe in meinem ,buche ,schmerzlose ,operationen diesem ,nachweise gengend ,raum gegeben1 hier will ich mich an die ,probe auf das ,exempel machen1 nmlich die ,anwendbarkeit dieser ,anschauung auf einige besondere ,bewutseinsformen prfen4 ,wre also der gewissermaen gefilterte ,blutsaft von einer solchen ,beschaffenheit1 da seine ,anwesenheit zwischen den ,ganglien ihre ,kontakte aufhebt1 so mten1 wenn meine ,anschauung richtig wre1 die ,vorgnge1 welche ,blutwasser im ,gehirn pltzlich und ohne ,ausgleichsmglichkeit anstauten1 unweigerlich ,bewutlosigkeit zur ,folge haben4 ,denn denken wir uns berall um die ,ganglien eine ,flssigkeitsschicht1 welche stromhemmend wirkt1 aussickern1 so mssen ja die ,assoziationen unmglich werden1 weil nirgends ,erregungsstrme kommunizieren knnen4 ,in der ,tat3 das ist der ,fall4 ,dr4 ,jordan hat in einer ,arbeit ber ein auf der ,insel ,java von den ,eingeborenen gebtes ,narkoseverfahren berichtet1 welches darin besteht1 da von rckwrts her dem ,kranken am ,halse beide groen ,drosseladern fest zugedrckt werden4 ,dann ist der ,abflu des gesamten ,blutes vom ,gehirn gehemmt und es entsteht das1 was am ,finger nach einer festen ,umschnrung mit einem ,gummiring sich bildet3 ein bertritt von ,blutwasser in die ,gewebsmaschen4 ,der ,finger wird taub1 und nicht anders ist es im ,gehirn1 es wird auch taub unter dieser gewaltsamen ,vollpressung mit ,blutwasser1 es verliert die ,fhigkeit1 seine ,apparate spielen zu lassen1 bewut zu sein3 der ,betroffene liegt fhllos und bewutlos1 wie narkotisiert4 ,aber es gibt noch andere ,mglichkeiten zur berstauung des ,gehirns4 ,strzt jemand so unglcklich1 da ein erheblicher ,blutergu sich zwischen ,schdelkapsel und ,gehirn ansammelt1 so verhindert das sich bildende feste ,gerinnsel in hnlicher ,weise den ,abflu des ,gehirnblutes aus der ,ader des ,galenus und aus den ,drosselvenen2 die ,folge ist wieder berschwemmtwerden des ,gehirns mit ,hemmungssaft1 ,aufhebung des ,ganglienkontaktes1 ,bewutlosigkeit6 ,nicht anders1 wenn ein ,gehirngef1 verkalkt und brchig1 unter einer pltzlichen ,wallung beim sogenannten ,schlaganfall birst1 und nun das pressende ,blutgerinnsel in ganz gleicher ,weise von innen her den ,abflu hemmt2 es entsteht wiederum die tiefe und langdauernde ,bewutlosigkeit1 die so lange whrt1 bis der ,abflu reguliert ist und die ,ganglien durch ,fortfall der umklammernden ,hemmung anschlufhig geworden sind1 wobei die entstehenden ,lhmungen auf ,rechnung der direkten ,aufwhlung von ,hirnsubstanz kommen4 ,die ,mediziner werden mir gleich zurufen3 ,halt6 es gibt doch ,bewutlosigkeiten ohne gehemmten ,blutabflu6 ,sehr richtig6 ,es gibt aber auch zwei ,formen von ,bewutlosigkeit1 welche theoretisch und praktisch gerade auf ,grund dieser ,anschauungen ganz scharf voneinander zu trennen sind4 ,wenn in den erwhnten ,fllen das ,bewutsein schwindet1 weil eine komplette berschwemmung mit hemmender ,blutflssigkeit die ,ganglien festbannt und ruhigstellt1 so ist es klar1 da auch noch auf eine andere ,weise gerade unter ,fortfall der ,hemmungsfunktion eine ,bewutlosigkeit denkbar ist1 nmlich die1 bei der smtliche ,ganglien mit einem ,male gleichzeitig miteinander in ,kontakt stehen4 ,das wre so1 als wenn pltzlich in einer ,telephonzentrale alle ,meldeglocken gleichzeitig erklngen2 auch dann wrde die ,seele der ,station1 das ,meldefrulein1 wahrscheinlich jegliche ,fassung verlieren4 ,im ,krankenhausdienst konnte ich nicht genug auf diese ,form der ,bewutlosigkeit1 welche sich also unter einer vollstndigen ,entleerung aller ,hemmungsmaschen vollzieht1 aufmerksam machen4 ,unter dem ,anprall des ,schdels gegen eine harte ,unterlage entsteht bei der ,gehirnerschtterung1 ohne direkte ,verletzung der ,substanz des ,gehirns1 ein nervser ,chok der ,blutgefe1 sie erblassen1 werden krampfartig ausgepret1 und die ,folge ist eine reflektorische ,starre der ,gefe1 vllige ,leere1 ,volumenverminderung des ,gehirns und ,massenkontakt aller sich nahe berhrenden ,ganglien4 ,bewutsein ist nicht mglich1 weil alle ,walzen gleichzeitig schnurren und die ganze ,hirnorgel in allen ,registern und ,pfeifen gleichzeitig erbraust ohne ,rhythmus und ohne ,melodie4 ,diese ,harmonielosigkeit ist eben ,bewutlossein unter ,neurogliakrampf und vlliger ,blutleere des ,gehirns4 ,wie mit einem ,schlage erhellt sich uns nun das ganze ,gebiet der ,bewutlosigkeiten1 vom ,schwindel bis zur ,ohnmacht1 die bei ,hirnerschtterung1 beim ,chok und bei allen erheblicheren funktionellen ,blutdruckschwankungen auftreten1 und bei denen die ganze ,symptomengruppe direkt entgegengesetzt ist jenen ,formen der ,bewutlosigkeit durch ,behinderung des ,abflusses4 ,whrend bei den ,formen der ,bewutlosigkeit durch ,blutleere 7beim ,verbluten1 bei ,ohnmacht durch ,schreck und ,schmerz7 ,krmpfe und ,herzflattern1 flache ,atmung und ,gesichtsblsse1 weite ,pupille und ,muskelzittern das ,bild vervollstndigen1 sehen wir bei der ,bewutlosigkeit durch ,hemmungseinschaltung ,regungslosigkeit und ,herzstrotzen1 tiefe1 schnarchende ,atmung1 blaues ,gesicht und ,pupillenenge in ,erscheinung treten4 ,mangelndes ,bewutsein aber in beiden ,fllen3 einmal1 weil alle ,ganglien gehemmt1 das andere ,mal1 weil alle zugleich ungehemmt sind4 ,wie wunderbar stimmen zu dieser ,anschauung die ,ergebnisse des ,experimentes6 ,albert1 einer der bedeutendsten sterreichischen ,chirurgen1 hat in seinen berhmten ,hmmerungsversuchen am ,schdel trepanierter ,tiere nicht eher ,bewutlosigkeit auftreten sehen1 als bis die ,blutgefe in ,krampf und ,entleerung durch ,reflex gerieten4 ,und ,deutsch in ,wien sah bei einem ,kinde mit traumatischem ,schdeldefekt und freiliegendem ,gehirn bei jedesmaligem ,eintritt von ,schlaf die ,hirnrinde tiefblau werden4 ,viele ,chirurgen behaupten auf ,grund direkter ,beobachtung whrend der ,operation1 da das ,gehirn in der ,narkose blutberfllt sei1 andere behaupten noch heute das strikte ,gegenteil4 ,mit einem ,schlage wird durch meine ,annahme der ,widerspruch guter ,beobachtungen aufgehellt3 es gibt eben zwei ,formen der ,bewutlosigkeit3 eine hypermische mit komplettem ,blutberschu und eine anmische mit komplettem ,blutmangel4 ,so konnte auch in meinem ,sinne mit ,leichtigkeit eine ,theorie des ,schlafes und der schlafhnlichen ,zustnde gegeben werden1 welche befriedigen drfte4 ,der ,schlaf ist ein aktiver ,vorgang der ,neurogliattigkeit1 eine rhythmisch-periodische ,funktion der ,neuroglia1 ursprnglich ausgelst durch ,sonnenuntergang und normal unterbrochen durch ,sonnenaufgang4 ,er besteht in einer ,abblendung des ,bewutseins fr ,raum und ,zeit1 in einer ,aufhebung des ,orientierungsvermgens fr unsere ,umgebung1 und vollzieht sich durch eine ,blutfllung der ,hirngefe und der ,neuroglia auf reflektorischem ,wege1 gleichsam durch eine ,dehnung des ,gefherzens1 durch einen ,akt der ,gefmuskeln1 welche sich erweitern und damit buchstblich die hemmende ,tarnkappe ber die ,gangliensysteme stlpen4 ,es leuchtet ein1 warum1 wenn diese ,grundanschauungen richtig sind1 der ,schlaf keine vllige ,aufhebung des ,bewutseins erzwingen kann4 ,da nur die jngsten ,sprossen des ,gehirnstammes1 die ,zonen des assoziativen ,denkens1 nachweislich anatomisch von solchen komplett fllbaren ,neurogliamaschen umhllt sind1 kann sich die ,schlafhemmung nicht bis auf die tiefen1 unterbewuten und automatischen ,gebiete unseres ,gehirnlebens1 welche durch starres ,bindegewebe definitiv isoliert sind1 erstrecken4 ,mein ,ichbewutsein ist im ,traum vllig wach1 meine ,erinnerung ist lebendig1 meine ,phantasie steht in vllig von der ,logik ungefesseltem ,spiel und ist im ,traum deshalb um so beweglicher1 als alle ,arten von ,auenweltreizen1 ein bellender ,hund1 eine schlagende ,tr1 ein ,schu1 ein ,ruf1 ein ,lichtschein1 durch meine ,lider einfallend zeitweise und ruckartig imstande sind1 die ,hemmung zu durchbrechen und unter dem ,spiel zwischen ,aktion und ,ausschaltung das ,kaleidoskop des ,traumes immer von neuem zu schtteln4 ,ein ewiger ,strom von ,lebensreizen flutet auch unter dem ,zeltdach des ,schlummers durch die ,gemcher unserer ,seele4 ,strme1 die mit aller ,gewalt1 wie starke ,affekte1 unsere ,harfe in der ,seele durchtoben1 ,erregungen1 die im ,laufe des ,tages ihren ,ausgleich erzwingen in entschlossenem ,willen und ,handlungen1 sind gemeinhin nicht ,gegenstnde unseres ,traumlebens4 ,die feinen1 schnell verrauschten ,motive1 welche der brausende ,strom des ,lebens leicht fr den ,augenblick bertnen kann1 sind es1 welche sich im ,netz der sinnenden ,seele bei ,tage fangen wie schillernde ,fliegen im ,gespinst der ,spinne und nun des ,nachts ihre luftigen ,schwingen wieder heben4 ,ein tiefer ,schmerz1 ein ,ereignis1 das uns laut aufschluchzen oder jauchzen lt1 ist gewhnlich kein ,traummotiv1 aber wenn wir uns belauschen1 die kleinen1 die verlorenen1 die nur gestreiften ,dingelchen sind es1 die bei ,nacht der ,bildnerin ,phantasie die bunten ,fdchen in die ,hnde spielen4 ,sie webt nun im ,gegensatz zur registrierenden ,logik des wachen ,bewutseins in einer unter dem ,teppich der ,hirnhemmung whlenden1 umgekehrten ,richtung die ,ganglienbildchen aneinander1 flickt dieses ,glied an jenes1 aus allen ,tierreichen ,torso an ,torso1 bis ,wunderwesen mit ,flgeln und ,flossen1 ,schuppen und ,hckern entstehen1 bis gespiegelte ,taten und ,ereignisse sich reihen zur sinnigsten ,unsinnigkeit4 ,nur wer ganz tief schlft1 trumt nicht1 natrlich3 weil die ,hemmung zu fest die ,tasten niederdrckt1 als da ein ,nachtelfchen der ,idee ber die ,klaviatur dahinhuschen knnte4 ,whrend also im ,wachzustande die ,registerzge und ,stimmentaster unserer ,hirnorgel in ewigem ,wechsel bald tausend ,gruppen dieser1 bald jener ,gangliensysteme vom ,strom seelischer ,erregungen erklingen machen1 wobei der ,rhythmus des pulsenden ,herzens zugleich mit dem so empfindlichen ,spiel der ,gefverengerer und -erweiterer das eigentliche ,schwungrad des ,betriebes abgibt1 flackert in der ,stille des ,schlafes nur hier und da ein leiser ,akkord unter dem ,dmpfer der ,hemmung auf4 ,whrend dem wachen ,gehirn die ,reize von auen in tausend ,gruppenmeldungen und ,erzitterungen der ,ganglien zugefhrt werden und sich in elektroiden ,anhufungen zu ,vorstellungen und ,willensaktionen verdichten1 wobei jedem eindringenden ,reiz sein seelisches quivalent entspricht1 entstehen im ,schlafe die ,gedanken als ,bewegungen gleichsam verschluckter ,spannungen und kreisen ohne ,ausgleich1 wie gefangene weie ,muschen1 im ,gehege und ,gitterwerk der feinen ,nervenlabyrinthe4 ,wo eine ,lcke1 ein ,spalt von der ,hemmung freigelassen ist1 dahinein geht der ,strom der ,trume immer vor und zurck stets in der ,richtung des geringsten ,widerstandes4 ,denn wie jede ,bewegung gehorcht auch der ,gedanke dem ,gesetz der ,richtung gebenden ,macht des ,widerstandes4 ,nehmen wir an1 da der ,hemmungsfortfall in der zuckenden ,neuroglia diese ,richtung bestimmt1 so sind wir in einem psychologischen ,irrtum befangen1 wenn wir davon sprechen1 da wir unsere ,aufmerksamkeit auf irgend etwas konzentrieren2 in ,wahrheit konzentriert dieses ,etwas uns4 ,das was wir bewut aufmerken nennen1 ist das ,gefhl von dem ,zug und ,zgel1 welches die ,dinge an unseren ,nervenfdchen ausben4 ,auf den feinsten ,nervensaiten ,prft ein ,spielmann sein ,gedicht1 ,wohl fhlst du die ,finger gleiten1 ,doch den ,spielmann siehst du nicht6 ,dieser groe ,spielmann kann ebensowohl ein transzendentes ,wesen sein1 wie die unfabare und unentwirrbare ,summe der ,wirkung aller ,weltendinge auf uns4 ,denn alles wirkt auf alles und in jeder ,entfernung1 ob mit1 ob ohne ,draht und ,nervenfdchen4 ,die ,seele des ,menschen gleicht einem ,prisma1 einer frei im ,raume getragenen ,markonitafel1 in denen sich die ,weltenstrahlen brechen2 dieses ,medium1 in welchem sich ,sonnenlicht1 therwelle und jeder ,reiz transformiert1 ist einzig ,objekt wissenschaftlicher ,analyse4 ,wir studieren auch hier nur die ,hemmungen1 welche sicherlich den ,schwingungen einer ,weltseele in unserem ,leibe wie in den ,saiten einer olsharfe entgegengespannt sind1 und knnen nur in uns hineinlauschend den ,anprall des ,odems der ,natur zu einem ahnungsvollen ,liede vereinen4 ,die ,reizbarkeit1 welche schon die ,frhgeborenen des ,lebens besitzen1 gilt es nachzuweisen auch in den hchsten seelischen ,funktionen1 die ,widerstnde aufzufinden1 unter welchen die ,seele dieses tut und jenes lt3 das ist einzig1 ohne vermessen auf den ,grund des ,lebens zu langen1 ,gegenstand naturwissenschaftlicher ,forschung4 ,warum und wodurch diese ,reizbarkeit zu ,geist wird1 kann nur der beantworten1 welcher der ,erfinder und ,schpfer dieses ,weltsystemes ist4 ,fr mich ist also der ,schlaf die ,folge eines periodischen ,auerbetriebsetzens unserer gesamten ,orientierungsapparate1 welche wir ,ganglien nennen4 ,ein ,dmpfer wird eingeschoben1 eine ,hemmungskurbel gedreht1 und der wesentliche ,lenker dieses ,hemmungsmechanismus ist der ,fortfall des ,reizes des ,sonnenlichtes und seine periodische ,wiederkehr4 ,die diesen ,reiz bermittelnden ,nervenfasern gehren nicht zum ,zentralnervensystem1 sondern sie gehren zu dem ,sonnengeflecht des ,sympathikus und zu seinen ,abkmmlingen1 welche berall die ,gefe vom ,herzen bis in die feinen stchen des ,lebens umranken4 ,in den ,auslufern des ,hirngefsystemes kreist aber der hemmende ,saft1 der besonders dazu gebildetes ,gewebe durchtrnkend die ,ganglien an gegenseitigem ,kontakt verhindert4 ,so wird endlich einmal klar1 warum der1 entwicklungsgeschichtlich gedacht1 frheste ,nerv1 die erste in der ,tierreihe auftauchende ,andeutung eines nervsen ,apparates1 der ,sympathikus1 der ,seele ,erstgeborener1 an ,weichtieren zum ersten ,male zu einer ,zentrale der ,reaktionen ausgestaltet1 auch im ,gottmenschen des ,genies noch der ,herr des ,lebens bleibt6 ,auch die feinsten und erhabensten ,gedanken eines schpferischen ,gehirns werden in ,schranken gehalten von der gleichsam das gesunde ,wachstum der ,ideen garantierenden und schtzenden ,faust des eigentlichen ,lebensnerven1 des ,sympathikus6 ,hier liegt die einzige1 anatomisch begrndete ,grenzscheide zwischen ,genie und ,wahnsinn4 ,denn wehe6 wenn seine ,wurzeln erkranken und damit die ,hemmungen fortfallen1 welche der lebenfrdernden ,harmonie der seelischen ,erregungen bergeordnet sind4 ,die ,psychiatrie wei genug zu berichten von der ,entgtterung der menschlichen ,seele1 die ,platz greift1 wenn der ,hemmungsmechanismus fehlerhaft funktioniert4 ,so hat mir diese ,anschauung auch ,aufschlu gegeben ber die ,natur des ,temperamentes1 indem danach sehr wohl eine geringere oder strkere ,hemmungsfhigkeit des ,blutsaftes des ,individuums und ganzer ,nationen die ,ursache fr die grere oder geringere ,schnelligkeit der ,auslsungen seelischer ,kontakte sein kann4 ,ja diese ,anschauung vershnt einigermaen die ,wissenschaft mit der tief in allen ,vlkern lebenden ,vorstellung vom guten und schlechten ,herzen als einem ,teil seelischer ,ttigkeit4 ,das ,herz ist danach nicht so unbeteiligt am ,gemts- und ,seelenleben1 als man gemeinhin denkt4 ,nicht nur1 da seelische ,erregungen sich nachweislich dem ,herzen mitteilen1 sondern auch die ,ttigkeit des ,herzens und die ,beschaffenheit des ,blutes hat danach verstndlichen ,einflu auf unsere ,allgemeingefhle4 ,die sprachliche ,wendung3 das liegt ihm im ,blute ist also nicht so sinnlos1 wie sie scheint1 wie berhaupt die ,sprache ja oft fr den ,hellhrigen die alleinige ,verrterin tiefster1 geheimnisvoller ,vorgnge im ,getriebe des ,gehirns ist1 was nicht wundernehmen kann1 da sie ja eine ,art ,projektion zentraler ,mechanismen ist4 ,wie ungeheuer gro ist das ,kapitel vom ,zusammenhang seelischer ,zustnde mit der krankhaften ,vernderung der ,blutsfte6 ,schritt fr ,schritt knnen wir in der ,pathologie verfolgen1 wie der ,gemtszustand direkt in ,abhngigkeit steht von der ,beschaffenheit der ,blutmischung4 ,wie fein reagiert das ,nervensystem auf die geringste ,abweichung des ,mischungsverhltnisses der einzelnen ,komponenten6 ,die ,vorgnge dabei sind viel zu pltzlich und reflexhnlich1 als da sie allein durch eine chemische ,alteration erklrt werden knnten4 ,eine leise ,verstimmung des ,magens1 eine ,obstipation kann uns tief melancholisch machen1 und eine groe ,freude reit mit der ,erhhung des ,blutdruckes im ,gefsystem und der ,beschleunigung des ,blutstromes ohne weiteres die ,trauerschleier vom ,antlitz unseres vergrmten ,gemtes4 ,der ,gefnerv 7,sympathikus7 und die durch ihn erzwungene wechselnde ,flle der ,neurogliazotten lt eben die ,assoziationen in allen ,graden erleichterter oder erschwerter ,kombination vor sich gehen4 ,die ,beteiligung des ,herzens1 des ,blutdrucks und der ,neurogliafllung in ,form eines ein- und ausschaltenden ,isolationsmechanismus gibt auch einen ,schlssel1 warum unsere ,seele gleichsam auf eine rhythmische ,natur gestimmt ist4 ,der ,urgrund1 warum der ,mensch ein tiefinnerliches ,grundgefhl fr ,rhythmus und ,gegenstzlichkeit1 fr ,dualismus1 fr die ,zweiseitigkeit aller ,dinge auf ,erden hat1 ist eben in dem rhythmischen ,ein- und ,ausschalten unserer ,wahrnehmungsapparate1 der ,ganglien1 gegeben1 da sie ursprnglich vom ,pulse diktiert werden4 ,das ,gehirn pulsiert ja sogar sichtbar1 wenn man es freilegt1 selbst an kleinster ,stelle4 ,flutet die ,blutwelle mit der ,zusammenziehung des ,herzens hemmend zwischen die kleinen ,seelentelephone1 so werden sie abgestellt1 um beim ,nachla und ,abstrmen des hemmenden ,mediums schnell nacheinander wieder bahnfrei zu werden4 ,die ,aufeinanderfolge der einzelnen ,systeme wird dabei reguliert vom ,spiel der ,gefnerven1 welche1 das mu immer wieder direkt betont werden1 einem ganz eigenen ,nervenkomplex1 dem ,sympathikus angehren1 der einen gleichsam zwischen ,hirn- und ,rckenmark eingeschalteten automatischen ,stromregulator darstellt4 ,auf allen den ,millionen ,pfaden der ,sinnesstraen strmen unaufhaltsam und ununterbrochen ,reizwellen zum ,gehirn4 ,sie alle werden gestaut in den unzhligen ,reizakkumulatoren und ,transformatoren des ,gehirns1 den ,ganglien1 und erst wenn die feuchte ,platte der ,neuroglia stromdurchlssig wird1 springt die ,blitzkette der ,entladungen von ,system zu ,system1 immer die ,lcken erhaschend1 welche die geschwchte ,hemmung offen lt4 ,das ist die ,bahnung1 die bung1 die ,einschleifung in meiner ,auffassung4 ,darin1 da die ffnung und ,schlieung dieser ,bahnen rhythmisch erfolgt1 liegt der ,grund fr die ,rhythmik unseres ,tuns und ,denkens1 der ,grund zur ,rhythmik der ,arbeit1 zur ,hebung und ,senkung unserer ,sprache1 zum ,verse1 zum ,liede1 zur schnen ,linie1 zur ,architektur1 genug zur ,gesamtsthetik4 ,denn im ,grunde ist alles das meinen ,sinnen wohlgefllig1 was ihrem natrlichen ,rhythmus von seelischer ,ein- und ,ausschaltung sich einfgt1 und unlustgebend dasjenige1 welches ihm widerhaarig ist4 ,daraus folgt auch1 da der sthetische ,geschmack darum so verschieden ist1 weil der ,rhythmus etwas durchaus ,persnliches1 an mein ,temperament1 an meine ,apperzeptionsfhigkeit in einer gewissen ,zeiteinheit1 nmlich der zwischen ,systole und ,diastole des ,herzens1 ,gebundenes darstellt4 ,ich kann hier natrlich nur andeuten1 wie aus der durchschnittlichen ,einheit von #fj ,schlgen in der ,minute der ,mensch sein ,zeitbewutsein hergeleitet hat1 indem ja in ihm eine wirkliche ,uhr1 das ,herz1 von ,anfang an ihr ,ticktack schlug1 genau so1 wie er den ,fu und das ,fingerglied zum ,raumma und die fnffache ,strahlung der ,hand zum ,dekadenzahlsystem ausbaute4 ,da nun1 wie experimentell nachweisbar1 unser ,herzrhythmus unter den allerverschiedensten ,einflssen schwankt1 wie die ,wirkung von ,mensch auf ,mensch direkt am ,pulse mebar wird1 so versteht man besser als sonst1 warum in der ,kunst ein so starkes ,moment der ,aufsuggerierung eines persnlichen ,rhythmus zur ,geltung kommt1 welches den ,zuhrer oder ,beschauer vllig in den ,bann des ,schpfers schner ,rhythmen zwingt4 ,das ,hingegebensein des eigenen ,seelengetriebes an ein mchtiges fremdes1 die ,seele neu erfllendes ,durchwogen und ,durchglhen ist eben die ,quelle jedes echten sthetischen ,genusses1 nach dem sich ein bewegliches ,herz dauernd sehnt4 ,habe ich damit die mechanische ,seite der ,suggestion gestreift1 so ist von hier bis zur ,analyse der ,hypnose auf mechanischem ,wege nur ein ,schritt4 ,wenn nach unserer ,anschauung die ,sonne in ihrer rhythmischen ,beleuchtung und ,verdunkelung der ,erde1 resp4 die ,erde selbst in ihrer rhythmischen ,abkehr und ,neigung zum ,licht einen periodischen1 naturgegebenen ,hebel zum ,ein- und ,ausschalten des ,bewutseins abgibt1 so mu es ja auch auf andere ,weise durch ,reflexhypermie im ,gehirn mglich sein1 ,schlaf und schlafhnliche ,zustnde zu erzeugen4 ,nun1 das ,streicheln1 das ,wiegen1 das ,kmmen1 das ,fixieren1 das ,zhlen1 das ,ticken der ,uhr--das alles sind deshalb schlaffrdernde ,mittel1 weil vermge der gleichmig das ,gehirn treffenden ,reize die ,neuroglia um so leichter bergewicht ber die ,zellaktion erhlt1 je mehr durch ,konzentration auf einen ,punkt die ,hemmung an ,macht gewinnt4 ,gerade wie im ,alkoholrausch der nchtliche ,schwrmer schlielich immer dieselbe ,geschichte erzhlt1 ehe sein mdes ,haupt sich zum ,tisch oder unter den ,tisch neigt1 so lt der ,hypnotiseur auf dem ,wege reflektorischer ,hemmungsverstrkung das ,bewutsein seitlich ringsumstellen und von den ,hschern flchtiger ,gedanken umgeben4 ,alle ,vorgnge eben1 welche geeignet sind1 dauernd die ,neurogliazotten in ,erweiterung und ,fllung zu halten1 bringen ,kontakthemmung und bei lngerer ,dauer den ,schlafzustand1 also auch die reflektorische ,gefweite4 ,alle schlafhnlichen ,zustnde knnen auf mechanische ,weise einheitlich erklrt werden1 selbst ,morphium und ,chloroform wirken zunchst nur als ,entfalter einer durchaus physiologischen ,funktion des ,gehirns1 indem sie ebenso wie der ,alkohol im ,beginn ,gefverengerung1 damit ,erregungen1 ,exzitationen1 leichte ,anschlsse1 spielende ,gedankenflucht ber alle ,problemhhen und -tiefen1 und mit der ,leichtigkeit der ,auslsung von ,ganglienfunktionen eine hohe ,steigerung des ,ichgefhls hervorbringen1 erst dann mit der allmhlichen lhmenden ,erschlaffung der ,gefe1 in welchen das ,gift kreist1 die ,einengung und ,abblendung des ,bewutseins zuwege bringen1 so da der knstliche ,schlaf so auf ein ,haar dem natrlichen gleicht4 ,man hat eine allzu bertriebene ,hochachtung vor der ,dauerhaftigkeit der feinsten ,hirnstruktur1 wenn man meint1 da z4,b4 eine ,auslaugung des ,fettes aus den ,hirnzellen durch das strmende ,chloroform der eigentliche ,grund der ,narkose sei1 wonach also das ,bewutsein ausgewischt wrde1 etwa wie ein ,fettfleck durch ,benzin4 ,trte wirklich das ,gift ohne diesen segensvollen ,maschenfilter der ,neuroglia jemals an die ,zellen direkt als chemisch aktive ,substanz heran1 so wre stets eine direkte ,verleimung des ,gehirns1 die ,zertrmmerung der ,apparate die ,folge4 ,nur deshalb ist die ,narkose in ,wirklichkeit kein so brutaler ,eingriff1 weil man niemals mehr ,gift im ,krper kreisen zu lassen braucht1 als gerade gengt1 damit das ,spiel des auch im natrlichen ,schlaf ttigen ,mechanismus ausgelst werde4 ,eine schlafbringende ,ursache will ich noch erwhnen1 welche allen ,schlaftheoretikern groe ,mhe gemacht hat1 das ist die ,schlafsucht beim ,erfrieren4 ,soll hier1 whrend ein vor ,frost erstarrender ,organismus langsam in ,schlaf versinkt1 sich gerade aus dem daniederliegenden ,stoffwechsel ein ,schlafgift produzieren8 oder soll die sonst doch so frisch und wach machende ,abkhlung der ,haut hier ausnahmsweise hchste ,mdigkeit erzeugen8 oder ist es nicht vielmehr im schnsten ,einklang mit unseren ,vorstellungen1 da durch allseitige extremste ,verengerung der ,blutgefe in ,haut und ,gliedern die inneren ,organe blutberfllt und damit die ,neuroglia zur totalen ,hemmungseinschaltung gezwungen sein mu8 ,so nur verstehen wir die frisch machende ,wirkung kurzdauernder ,abkhlungen1 die ,erleichterung der ,assoziationen im ,nervensystem durch ,kaltwasserkuren usw41 wenn wir annehmen1 da die der ,abkhlung schnell nachfolgende ,blutflle in der ,haut die ,hemmungsfilter im ,gehirn entleert und so die ,ganglien erregungslustiger macht4 ,so auch begreifen wir1 warum man im dauernd khlen ,zimmer besser schlft als im berhitzten1 ja sogar1 warum wir beim ,umwlzen der ,bettdecke von der ,khlung der ,haut die ,wiederaufnahme eines unterbrochenen ,schlafes erhoffen4 ,so auch erklrt es sich1 da die ,inanspruchnahme groer ,blutmengen zur ,verdauung bei berflltem ,magen das ,gehirn blutrmer und darum aufgeregter und ruheloser macht und da irgend eine dauernde ,ablenkung von ,blutmengen aus dem ,gehirn unruhiges ,trumen zur ,folge hat4 ,so lernen wir aber auch verstehen1 warum die ganze ,skala der ,giftwirkungen immer zwischen ,erregung und ,lhmung hin und her schwankt1 weil diese beiden ,funktionen vornehmlich gebunden sind an die ,ttigkeit der ,neuroglia1 welche wie ein schtzendes ,filter vor den feinsten ,teilen des eigentlichen ,rderwerkes ausgespannt ist4 ,wre die pathologische ,anatomie nicht allzusehr im ,banne von der ,sttznatur der ,neuroglia1 sie htte schon lngst vielleicht nheren ,aufschlu ber die ,funktionsstrungen als ,folge primrer ,neurogliaerkrankungen geben knnen4 ,wenn ,fllung1 ,ausschwitzung1 ,gerinnung1 ,verfettung1 ,verkalkung usw4 in ihr erst auf ihre eventuellen funktionellen ,folgen geprft sein werden1 drfte auch fr die ,heilung von ,geisteskrankheiten mit ihrer vielfachen ,beziehung zur ,blutmischung diese ,anschauung fruchtbar werden knnen4 ,ich will nach dieser ,richtung nur ganz entfernt die ,mglichkeit der direkten ,durchsplung der ,neuroglia vom ,blutgefsystem1 die ,wirkung des ,aderlasses1 die eventuelle chirurgische ,entlastung des ,hirndems1 der apoplektischen ,blutungen usw4 andeuten4 ,die ,mglichkeit1 da man durch ,einverleibung von verschieden prozentigen ,kochsalzlsungen in das ,venensystem1 mit der ,schaffung einer knstlichen ,plethora zusammen mit dem nachfolgenden energischen ,aderla berall im ,krper1 also auch im ,gehirn1 sehr wirksame ,resorptionsvorgnge anregen kann1 steht fr mich schon heute auer allem ,zweifel4 ,dieser langen1 zum ,teil sich leider wiederholenden ,auseinandersetzungen bedurfte es1 um einigermaen im ,rahmen dieser locker gesammelten ,abhandlungen meine ,anschauung zu entwickeln1 unter ,rcksichtnahme auf diejenigen ,leser1 welche nicht gengend ,physiologen sind1 wodurch meine ,definitionen leider schwerfllig und unbeholfen werden muten4 ,ich kann mich dafr aber mit den folgenden ,betrachtungen um so rascher abfinden4 ,bei der ,frage nach der ,natur des ,schmerzes mu meiner ,meinung nach jede ,beantwortung beide ,formen schmerzhafter ,empfindung1 die seelischen wie die krperlichen1 in ,betracht ziehen1 weil nur auf diese ,weise eine ,definition wirklich erschpfend sein drfte1 und weil beide ,formen der schmerzhaften ,bewegungen in unserem ,krper eine groe ,flle von rein physischen ,berhrungsflchen darbieten2 ich erinnere nur an die mimischen und sekretorischen ,begleiterscheinungen des seelischen und krperlichen ,schmerzes1 an das ,weinen und ,gesichtverzerren1 ferner an die ,beteiligung der ,atmung1 an ,schluchzen und ,schrei1 an ,pupillenvergrerung in seelischer und krperlicher ,angst und an andere gemeinsame unerfreuliche ,wirkungen der ,unlustzustnde1 um die ,notwendigkeit einer gemeinsamen mechanischen ,begrndung zu betonen4 ,was ntzt es zum ,beispiel in dieser ,richtung1 wenn wir1 wie jetzt viele ,neurologen1 mit der ,ansicht uns begngen wollten1 da der ,schmerz eine ganz spezifische ,sinnesenergie vorstelle1 da also in unseren seelischen ,orientierungsapparaten ganz bestimmte ,einrichtungen gleichsam ,wchterdienste gegen die herannahende ,gefahr bei ,verletzungen aller ,art bernehmen8 ,abgesehen davon1 da man auf diese ,weise notwendig zu dem tief pessimistischen ,prinzip einer ,schpfungstheorie kommt1 die den ,schmerz als ein von ,anbeginn dem ,menschen aufgeladenes ,kreuz darstellt1 wozu die ,legende aus der ,bibel vom verlorenen ,paradiese und dem ,fluch des ,erzengels einige ,berechtigung gbe1 abgesehen von dieser khnen und gefhrlichen ,meinung1 als sei jedes ,lebewesen eigens dem ,schmerz ausgeliefert und vorbestimmt1 lt die ,lehre von der ,spezifitt der ,schmerznerven eben den psychischen ,schmerz vllig in der ,luft schweben4 ,aber auch sonst lt sich vieles gegen eine solche ,anschauung vorbringen4 ,als schlagendstes ,argument gegen den ,bestand bestimmter1 nur ,schmerz leitender ,nerven--spezifisch schmerzleitend in dem ,sinne1 wie z4 ,b4 der ,sehnerv nur ,licht leiten kann--will ich eine ,beobachtung anfhren1 welche ich als erster bei ,operationen unter meiner rtlichen ,schmerzlosigkeit gemacht habe1 und welche spter hufig1 so namentlich von ,lenander in ,stockholm1 besttigt ist4 ,als ich am ,bauchfell operierte ohne ,narkose bei vollem ,bewutsein des ,patienten unter ,anwendung nur rtlicher ,betubung1 bemerkte ich1 da das normale1 blasse1 nichtentzndliche ,bauchfell auch ohne ,einspritzungen ohne ,empfindung gegen ,stich1 ,schnitt und ,hitze ist1 da aber nach wenigen ,minuten an den der ,manipulation ausgesetzten ,stellen nach vorheriger ,rtung ,schmerz auch gegen leiseste ,berhrung auftritt4 ,ist der ,schmerz ein nur auf spezifischen ,bahnen geleitetes ,spezialgefhl1 wie ihn die moderne ,neurologie zu definieren geneigt ist1 so mssen in einer ,spanne ,zeit von wenigen ,minuten ,schmerznerven wachsen knnen1 denn ,krperzonen1 die eben noch nicht empfindlich waren1 werden es gleichsam unter den ,hnden4 ,hier ist mit der ,annahme1 da der ,schmerz nur auf vorgebildeten ,bahnen geleitet werden kann1 nichts anzufangen2 denn es fehlen im ,bauchfell gnzlich solche vorgebildeten sensiblen ,bahnen1 und doch gewinnt es bald die ,fhigkeit1 zu schmerzen4 ,wer besondere ,schmerzbahnen annimmt1 mu sich vorstellen1 da diese ,leitungsdrhte des ,wehgefhls innerhalb der ,bndel der hinteren ,rckenmarksnerven zusammen mit den anderen ,strngen fr das ,tast-1 ,wrme- und ,muskelgefhl verlaufen1 und mte unbedingt die zentralen ,ausstrahlungen dieser besonderen ,bndel auch als eigentliche ,schmerzzentren im ,gehirn nachweisen4 ,hier aber gerade hat diese ,theorie ein arges ,loch3 nicht nur fehlt jede ,spur eines ,nachweises von ,schmerzzentren im ,gehirn1 welches doch gerade die ,neurologen so ausschlielich als den ,sitz der allgemeinen seelischen ,apperzeption hinstellen1 sondern es ergibt sich aus vielfachen1 auch eigenen ,beobachtungen1 da das ,gehirn selbst absolut ohne ,schmerzempfindung ist4 ,der berhmte ,kopfschmerz ist entweder ,schmerz der ,hirnhute oder ,schmerz des weitverzweigten ,nervus ,trigeminus1 der nicht mehr dem eigentlichen ,gehirn angehrt4 ,es wrde also bei diesen gewichtigen ,einwnden gegen die ,theorie von der ,spezifitt der ,schmerznerven eine andere1 welche dieser ,spezifitt nicht bedrfte und doch alle bekannten ,phnomene des ,schmerzes verstndlich zu machen vermchte1 entschieden den ,vorzug verdienen4 ,eine solche ,theorie glaube ich auf ,grund meiner ,anschauung von dem ,hemmungsmechanismus geben zu knnen4 ,der ,schmerz ist ein ,allgemeingefhl der ,unlust4 ,ist der gleichmige und harmonische ,ablauf der gesamten ,krperfunktionen die ,quelle vom ,gefhl der ,gesundheit und der ,lust1 so mu bei den ,unlustempfindungen dieser im naturgegebenen ,rhythmus schwingende ,gleichklang aller ,kraftstrmungen im ,organismus gestrt sein4 ,schon das besondere rein funktionelle ,bemerkbarwerden eines einzelnen ,organsystems1 etwa der gefhlte ,pulsschlag des ,herzens oder der ,arterien1 kann dadurch1 da er die seelische ,orientierungsspannung von der ,auenwelt weg auf eine ,lokalitt des ,krpers zurckzulenken zwingt1 ,strungen des ,allgemeingefhls im ,sinne der ,witterung einer ,gefahr veranlassen4 ,das ,gefhl der ,flle im ,leibe1 die ,spannung in einem ,muskelsystem1 ,steifigkeit in den ,gelenken1 kann schon ohne jede ,schmerzempfindung starke psychische ,beunruhigung hervorrufen4 ,auch jedes ,flimmern vor den ,augen1 jedes ,summen im ,ohr1 ,kribbeln in der ,haut1 kann bei lngerer ,dauer mit dem ,gefhl der ,unbehaglichkeit bis zur ,qual verbunden sein1 d4h4 jeder ,funktionsstrung ist der ,gedanke an eine nahende oder doch mgliche ,gefahr assoziiert4 ,wenn ein ,sehnerv1 welcher eben nur fr ,licht empfnglich ist1 exzessiv gereizt wird1 etwa bei ,verletzung oder ,durchschneidung1 so wird zwar dadurch kein ,schmerz erzeugt1 aber die auftretende ,flammengarbe von ,lichtempfindungen verursacht einen tiefen seelischen ,sto1 auch ohne direkten ,schmerz4 ,also auch die spezifischen ,sinnesorgane knnen wie jedes ,organsystem alarmierende ,meldungen im ,gehirn und ,rckenmark auslsen4 ,schmerz aber vermgen nur die ,nervenbahnen zu leiten1 deren ,berhrung an sich normalerweise ,tastgefhle auslst4 ,das sind die sensiblen ,nerven und der ,sympathikus1 deren ,ausbreitung zu ,endkolben und ,endgeflechten in allen nervsen ,huten und der ,krperhlle ,platz gefunden hat4 ,wann entsteht nun z4,b4 von der ,haut her ,schmerz8 ,immer nur dann1 wenn das ,gehirn durch die abnorme1 gehufte ,art der ,reizung nicht mehr in der ,lage ist1 ,einzelmeldungen und ,sonderkontakte zu differenzieren1 wenn die ,meldungen nicht mehr streng innerhalb der gegenseitig durch die ,nervenisolation gegebenen ,bahnen bleiben1 sondern wenn durch gewaltsame ,annherungen und ,sprengungen1 durch seitliches berspringen und ,defektwerden der ,nervenscheiden transversale ,massenkontakte ausgelst werden4 ,der ,schmerz ist ein ,kurzschlu elektroider ,spannungen im ,nervensystem4 ,drcke ich gewaltsam eine ,hautfalte zusammen1 so presse ich unzhlige ,tastkrperchen seitlich aneinander4 ,die ,folge ist zunchst ,kribbeln und ,jucken1 das auch schon beim ,streichen und ,kitzeln durch ,vibration der ,hautzottenleisten entsteht2 dann folgt bei gewaltsamem seitlichen ,druck und in ganz gleicher ,weise bei tzung und ,brand ein ,defektwerden der ,bindegewebshllen der ,nervenapparate1 welche hier genau der ,funktion der ,neuroglia im ,gehirn entsprechen1 d4h4 ich stre den ,isolationsmechanismus1 so da seitlich elektroide ,funken berspringen4 ,die ,folge sind massenhafte reflektorische ,alarmsignale1 d4h4 gleichzeitige und aus den ,bahnen geworfene ,gruppenmeldung in einer ,form und ,intensitt1 auf welche normalerweise die ,seele nicht eingestellt ist4 ,diese ,alarmsignale mit dem ,charakter der ,bedrohung und ,gefahr1 dieses ,anzeichen der beginnenden ,lsion der peripheren ,nervenstrombahnen1 dieses ,verwirrungsgefhl durch irre geleitete ,reize im ,getriebe des ,nervenmechanismus nennen wir ,schmerz4 ,dieser ,kurzschlu der seitlichen ,entladung bei verletzter ,nervenisolation ist um so intensiver1 je mehr ,apparate gleichzeitig ldiert sind oder je dicker der ,sammelstrang ist1 an welchem die ,nervenhlle defekt wird ganz gleich auf welche ,weise4 ,hierdurch1 wenn also pltzlich in der ,zentrale turbulente ,feuermeldungen gleichzeitig ertnen1 entsteht eine ,unfhigkeit des ,gehirns sich schnell zu orientieren1 und die ,unlust1 welche jeden exzessiven ,reiz begleitet1 steigert sich zusammen mit den ,wirbeln von ,oberstrahlungen1 welche in gnzlich ungewhnlicher ,richtung ausbrechen1 zu ,angst und ,raserei1 zu planlosen ,abwehrbewegungen1 zu ,affekthandlungen1 oder wenn diese selbst bertnt werden1 zur ,ohnmacht und zum ,kollaps4 ,jeder ,schmerz trifft also zum erstenmal vllig jungfrulichen ,boden1 und es spricht gewi fr meine ,auffassung1 wenn seine ,wiederkehr nicht mehr so erschreckend wirkt1 weil das ,gehirn zum zweiten ,male nicht mehr so ganz unorientiert ber das1 was nun kommen wird1 ist4 ,denn die ,furcht vor dem1 was folgen knnte1 ist oft grer1 als die ,klage ber den ,augenblicksschmerz allein ausfallen wrde4 ,wre der ,schmerz eine spezifische ,nervenenergie1 so wre nicht abzusehen1 warum schon selbst ein heftiger ,anfall eines sich wiederholenden ,schmerzes relative ,gewhnung bei ,wiederkehr auch nach lngerer ,zeitpause beobachten lt1 was man weder vom ,ton noch vom ,licht noch von anderen spezifischen ,sinnesenergien behaupten kann4 ,auch1 da man von zwei ,schmerzen stets nur den strkeren wahrnimmt1 spricht gegen die ,theorie der spezifischen ,schmerzleitung1 denn ich kann z4,b4 von einer ,farbe alle ,nancen gleichzeitig wahrnehmen4 ,die groe ,summe der entwicklungsgeschichtlich eingebten und koordinierten ,reflexe einer schnellen und unvermuteten ,reizung zur ,atmung1 zur ,herzbeschleunigung1 zur ,pupillenerweiterung1 zur ,darmbewegung1 zur ,lockerung der ,schliemuskeln aller ,art beweist1 da die pltzliche berladung gewisser ,zentralen des ,gehirns nach einem schnellen und ebenso pltzlichen ,ausgleich der psychischen ,spannungen mit rasanter ,flugbahn drngt3 ein ,schrei1 ein ,sto1 ein starrer ,blick1 die fahle ,blsse des ,gesichts1 sie alle sind der ,beweis fr das ,bestehen einer blitzschnellen1 kurzschluartigen ,entladung von ,spannungen1 auf welche der ,betrieb der ,seele physiologisch nicht eingestellt ist4 ,jede ,bedrohung hat ,beziehung zum ,atmungszentrum1 schon pltzliche ,abkhlung1 durch die ,dusche etwa1 bringt tiefe ,atemzge und ,neigung zu ,stimmbandschlu und stoartiger ,respiration1 d4h4 die ,inanspruchnahme auch aller ,hilfsmuskeln der ,atmung1 einschlielich der ,mund- und ,nasenffner1 womit der mimische ,anteil an der ,schmerzwirkung erklrt wird4 ,jede ,gefahr1 jede ,angst1 ja jede ,erregung lt die ,pupille weit werden1 um dem vielleicht hilfreichen ,licht die ganze ,flche frei zu geben1 und ein schnell pulsendes ,herz jagt das ,blut wahllos in alle ,systeme1 um jede ,funktion gleichsam sprungbereit durch ,heranwlzen der ,ionen des ,sauerstoffes auszursten4 ,ich wrde nicht wagen1 mit solcher ,sicherheit auch hier den gestrten ,hemmungsmechanismus fr die ,natur des ,schmerzes in ,anspruch zu nehmen1 wenn ich nicht einen ,trumpf in der ,hand hielte1 der die absolute ,stichhaltigkeit dieser ,anschauungen mir tglich aufs neue zu beweisen geeignet ist4 ,meine ,form der ,schmerzlosigkeit zu operativen ,zwecken1 welche man die ,infiltrationsansthesie nennt1 ist direkt eine ,frucht dieser ,anschauungen4 ,eine ,hypothese aber1 welche ein so stolzes1 nunmehr berall anerkanntes ,resultat gezeitigt hat1 darf immerhin einige ,bercksichtigung auch seitens der ,theoretiker beanspruchen4 ,die ,lsung1 mit welcher ich rtliche ,schmerzlosigkeit erziele1 ist eine ,flssigkeitskomposition mit der ausgesprochenen ,absicht1 die ,isolation1 die ,hemmungen zwischen den seitlichen ,nervenkontakten im ,gewebe zu verstrken1 ohne die ,nerven selbst etwa durch ,gifte leitungsunfhig zu machen4 ,ein ansthetischer ,mckenstich1 wie ich ihn mit meinen ungiftigen ,lsungen in der ,haut anlege1 lt die einzelnen ,nerven durchaus tastleitungsfhig1 hebt aber den ,schmerz absolut sicher auf in jeder ,schicht1 weil er dazu bestimmt und erfunden wurde1 um das1 was den ,schmerz macht1 den seitlichen ,kurzschlu der ,nerven1 durch ,hemmungsverstrkung unmglich zu machen4 ,ich schiebe zwischen die ,nerven einen ,dmpfer1 ein ,sordino ein1 was ,professor ,bier in gleicher ,weise am ,rckenmark direkt mit bewunderungswrdiger ,khnheit wiederholt hat1 ohne da wir die ,nervensaiten selbst irgendwie ldieren oder gefhrden4 ,es wird fr mich stets ein ,triumph folgerichtigen ,schlusses sein1 da ich diese ,form der schmerzlosen ,operationsmethode fand einzig auf ,grund der ,deduktion1 auf ,grund der lebendigen ,anschauung von dem ,bestehen eines ,isolations- und ,hemmungsmechanismus im ,betriebe des ,nervenlebens4 ,professor ,bier hat auch den ,nachweis gefhrt1 da in der ,tat das ,blut den von mir behaupteten schmerzisolierenden ,einflu auf die peripheren ,nerven hat1 und ich selbst habe schon frher angegeben1 da bertritt von ,blutwasser in die ,gewebe 7beim sog4 dem7 unter ,umstnden gengt1 um die ,nerven smtlich fr ,schmerz leitungsunfhig zu machen4 ,alle diese gewichtigen ,tatsachen lassen kaum eine andere als die von mir gegebene ,deutung zu1 und wir haben nur ntig1 diese an der ,peripherie des ,krpers gewonnenen ,erfahrungen auf das ,gefge der ,zentrale im ,nervensystem zu bertragen1 um gleicherweise eine ,einsicht in das ,geschehen beim psychischen ,schmerze zu gewinnen4 ,auch in der ,seele gibt es einen ,kurzschlu elektroider ,spannungen4 ,auch hier enthlt die unsere ,seele brutal berfallende maximale ,anspannung1 die nach dem quivalenzgesetz der ,krfte ebenso materiell wirksam sein kann wie eine uere ,gewalt am ,leibe1 bergroe ,ladungen im ,gebiet der ,vorstellungen1 d4h4 die in umgekehrter ,richtung zu den ,apperzeptionen schwingenden ,gangliengruppen durchsprengen explosionsartig die einbettenden ,hemmungen4 ,das typische ,beispiel fr solche ,explosionswirkungen im motorischen ,zentrum ist fr mich diejenige ,form der ,epilepsie1 welche durch eine materielle ,bindegewebsnarbe im ,gehirn gegeben ist4 ,vor dieser ,narbe finden periodische ,akkumulationen von nicht auflsbaren ,spannungen statt1 nicht auflsbar1 weil die narbig verdickte ,neuroglia auch gewaltigen ,ansammlungen nervser ,kraft die ,hemmung entgegenhlt4 ,steigt aber diese aufgespeicherte ,spannkraft zu einer ,hhe1 da sie den ,wall durchbricht1 so brausen in die unvorbereiteten ,systemgebiete hinter der ,narbe die ,fluten der elektroiden ,wellen verheerend ein1 und der ,krampfanfall lst sich aus1 verstrkt durch den ,chok der ,gefe1 der seinerseits allein1 wie wir sahen1 das ,bewutsein schwer zu alterieren vermag4 ,das ist das ,bild auch der seelischen ,schmerzauslsung1 wenn wir eine ,kette von deprimierenden ,ereignissen oder ein einziges tief an unsere ,lebenshoffnung1 an den ,glauben an unser ,glck greifendes ,moment erleben4 ,die ,spannungen in der ,phantasie1 welche schlielich strker sind als jedes vorangegangene seelische ,erlebnis werfen uns unter der ,analogie einer geistigen ,epilepsie in einen ,strudel von ,unorientiertheit und brennender ,hilflosigkeit1 durchfluten uns mit dem ,gefhl des ,vernichtetseins1 und in gleicher ,weise wie bei der physischen ,obstruktion des krperlichen ,schmerzes findet die ,entladung in ,schluchzen und ,trnenstrom1 in ,affekthandlung1 in ,herzangst und ,pupillenklaffen ihren ,ausgleich1 wenn nicht die mit dem ,willen aufgebrachte gewaltsame ,hemmung den ,affektstrmen einen ,damm entgegenwlbt4 ,aber die ,faust der die flammenden ,blitze erstickenden ,neuroglia kann endlich auch erlahmen und dann eine ,affekthandlung resultieren4 ,beim seelischen ,schmerz mag so das ,gehirn wechselnd buchstblich errten und erblassen4 ,ich bin am ,ende meiner ,ausfhrungen und schliee mit ,zagen1 da ich es gewagt habe1 ein so gewaltiges ,thema1 wie es das ,gebiet der seelischen ,hemmungen umfat1 in einem geschlossenen ,aufsatze zu erledigen4 ,vielleicht aber ist es mir doch gelungen1 wenigstens die ,hauptzge dieser1 wie ich zugebe1 khnen und gewagten1 aber ergiebigen ,hypothese zu entwickeln1 und ihre ,anwendbarkeit auf fast das gesamte ,gebiet des ,seelenlebens wenigstens andeutungsweise vor ,augen zu fhren4 ,,der ,,sitz ,,der ,,seele ,als der ,zeitgenosse ,friedrichs des ,groen ,la ,mettrie seinen berhmten ,aufsatz3 ,l'homme machine schrieb1 konnte er nicht ahnen1 da dieser kleine und wenig umfangreiche ,essay die ,quelle einer unendlich verbreiteten1 aber ganz unsglich den ,weltanschauung werden sollte3 des jetzt auf ganzer ,linie geschlagenen ,materialismus4 ,das heit3 der ,lehre von der chemisch-physikalischen ,begreifbarkeit der ,welt und ihrer ,probleme4 hnlich wie einst die ,rationalisten die ,wunder der ,persnlichkeit ,christi aufzulsen meinten in platt-alltgliche1 nur durch die ,phantasie der ,glubigen verzerrte ,begebenheiten1 so war fr die ,ritter von ,kraft und ,stoff es eine ausgemachte ,sache3 ,geist1 ,seele1 ,gemt1 was sollen sie anders sein als eine ,art ,absonderung der nervsen ,organe1 ,exkremente der ,ganglien1 eine ,art ,gehirngalle8 ,wie ,niere1 ,leber und andere ,drsen die ,abfallstoffe des ,heizmaterials unserer menschlichen ,maschine abstoen 7sezernieren71 so sezerniert der ,wunderball in unserer ,schdelkapsel einfach ein luftiges ,etwas und dampft aus dem ,gehirnbrei die ,nebel des ,gedankens6 ,nicht drastischer lt sich die ,kmmerlichkeit dieser ,weltanschauung1 die man besser eine ,weltblindheit nennen knnte1 darstellen1 als mit dem echt materialistischem ,problem3 wie wird aus der ,kartoffel1 die ein ,genie verzehrt1 ein ,gedicht1 ein ,bildwerk1 eine ,symphonie8 ,viele ,materialisten umgingen auch wohl den ,kern der ,sache1 indem sie nmlich rundweg diese ,fragen fr der ,wissenschaft nicht zugnglich und fr keinen ,gegenstand der exakten ,forschung erklrten1 womit dann die ,exaktheit gerade da aufhren mte1 wo das ,interesse fr jeden ,nichtwissenschaftler beginnt4 ,denn es ist unsere ungestillte ,sehnsucht nach dem ,wissen vom ,sitz der ,seele ja nur ein ,teil der alten ,frage3 woher8 wohin8 ,und nicht nur ,narren warten auf ,antwort4 ,ich will versuchen nachzuweisen1 da es auf diese ,frage eine leidlich befriedigende ,antwort gibt4 ,nmlich aus der unumstlichen ,wahrheit heraus1 da die ,natur uns ein ,delphi ist1 das zwar stets sinnreich antwortet1 aber nur1 wenn man weise fragt4 ,der falschen und aus vorangegangenen ,irrtmern entsprungenen ,frage gegenber ist sie1 die ,gtige1 einzig ,wahrhaftige1 in der ,rolle des verblfften und verstummenden ,vaters1 den ein ,kindlein fragt1 ob die ,sterne nie zu ,bett gehen1 ob der liebe ,gott auch einen ,regenschirm hat1 und wie die sinnigen ,unsinnigkeiten aus holdem ,irrtum sonst noch lauten mgen4 ,fragt man erst nach einem ,sitz der ,seele1 als nach einem ,dinge1 das kein ,ding ist1 das aber trotzdem vielleicht berall und ewig ist1 so mu die ,antwort eine kindliche1 nrrische und trichte sein4 ,und doch ist es ein ,axiom der ,wissenschaft1 eine ausgemachte ,sache fr ,unzhlige3 die ,seele sitze im ,gehirn6 ,prfen wir einmal1 ob sich diese ,antwort ernstlich halten lt4 ,es ist ,tatsache1 da viele unserer seelischen ,fhigkeiten1 z4,b4 die ,sprache1 gebunden sind an die ,unverletztheit eines ganz bestimmten ,bezirkes des ,gehirns2 da ,geruch1 ,geschmack1 ,gesichtssinn1 ,temperatursinn1 ,bewegung der ,glieder1 ,atmungsbewegungen aufzuheben sind durch ,verletzung oder organische ,zerstrung ganz umschriebener1 oft nur pfenniggroer ,teile unseres ,gehirns4 ,es kann nimmermehr bestritten werden1 da diese ,teile den ,mechanismus bestimmter seelischer ,funktionen ganz und gar beherrschen4 ,durch unzhlige1 untrgliche ,erfahrungen1 durch ,experiment und ,beobachtung am ,krankenbett1 ist festgestellt1 da ohne ,nervensubstanz1 ohne ,gehirn eine ,seele einfach nicht vorhanden ist4 ,im ,banne dieser ,tatsachen hat die sogenannte ,lokalisationslehre geschlossen1 da ,gehirn- und ,rckenmark der ,sitz aller seelischen ,funktionen sein msse1 und hofft von dem weiteren ,fortschreiten der ,beobachtung stndige ,nachweise von immer neuen ,herden spezifischer ,funktionen4 ,es wre eine ,torheit1 an diesen ,tatsachen zu rtteln1 aber die ,frage ist berechtigt3 liegt hier nicht doch eine schiefe ,deutung vor8 ,wenn die ,verletzung eines bestimmten ,hirnteiles den ,verlust einer zugehrigen ,funktion bedingt1 so ist damit keineswegs bewiesen1 da diese ,stelle des ,gehirns allein diese ,fhigkeit produziert4 ,es kann vergleichsweise die ,durchschneidung eines ,bndels von ,telephondrhten einen bestimmten ,stadtteil des ,telephonanschlusses berauben1 und doch bleibt die ,zentrale unberhrt4 ,so knnte auch das ,sehen1 das ,sprechen1 das ,hren und ,riechen im ,gesamtgehirn entstehen1 und die die ,funktion scheinbar verletzenden ,lsionen der sogenannten ,zentren knnten nur zusammengekettete ,sammelstellen von ,leitbahnen nervser ,ttigkeiten treffen1 welche ihre unzhligen letzten ,ursprungsquellen weit ber das ,gehirn verstreut haben knnten4 ,diese berlegung ist von groer ,wichtigkeit1 weil nur durch ihre ,annahme erklrt wird1 warum solch ,verlust des ,sehens1 ,hrens usw4 von einer ,stelle aus durchaus nicht immer ein dauernder ist4 ,denn es ist unumstlich wahr1 da ,hunde1 denen man das ,sehzentrum herausschnitt1 in gar nicht langer ,zeit doch wieder sehen lernten1 und es mu ein schlechter ,beobachter sein1 dem nicht auffiele1 da ,menschen mit ,verlust des ,sprachzentrums deutliche ,anzeichen zu einem ,versuch zu sprechen aufweisen4 ,sie bilden innen doch die ,sprache1 es geht aber nicht heraus1 sie zucken die ,achseln1 verziehen das ,gesicht zu schmerzlicher ,resignation--die ,leitungen 7wohl gemerkt nicht die ,sprache bildenden ,seelenherde7 sind verletzt6 ,aus diesen und zahlreichen anderen ,grnden hat man die ,theorie der ,herdfunktionen immer wieder angegriffen und ihr die ,anschauung von der ,universalitt der ganzen ,gehirnmasse entgegengestellt1 wonach jede ,ganglienzelle durch bung schlielich zu jeder ,funktion wesentlich und stellvertretend herangebildet werden kann1 so da also nach dieser ,ansicht wenigstens das ,gesamtgehirn dann als ,sitz der seelischen ,funktionen anzusprechen wre4 ,mir scheint es1 als wenn in der ,lokalisationslehre nur die ,zettelchen von ,lavater und ,gall1 die diese auf das ,schdeldach klebten1 allzu khn nunmehr auf das ,gehirn selbst aufgedrckt wrden1 da also keineswegs der ,nachweis lokalisierter ,seelenttigkeiten irgend etwas ber den ,sitz dessen1 was wir ,seele nennen1 aussagen knnte4 ,sagt man aber nun3 so ist eben das ,gehirn und ,rckenmark im ganzen als ,sitz der ,seele anzusprechen1 dann gehrt zum ,gehirn auch das gesamte ,nervensystem mit allen ,fasern und nervsen ,organen1 und dann sitzt wieder die ,seele ebenso gut in meinem kleinen ,finger1 wie in der ,nase4 ,nun sind aber die einzelnen ,sinnesfunktionen1 fr welche man ,herde im ,gehirn fand1 ja eigentlich gar nicht der ,hauptbestandteil dessen1 was wir gemeinhin ,seele nennen4 ,dazu gehrt vor allem die ganze ,skala der ,allgemeingefhle1 ,lust1 ,schmerz1 ,gemt1 ,phantasie1 ,logik1 ,willenskraft usw4 usw4 ,wo in aller ,welt ist auch nur der ,schatten eines ,beweises dafr erbracht1 da auch diese1 wesentlich seelischen ,funktionen irgendwo einen ,herd1 ein ,zentrum1 eine ,lokalisation im ,gehirn oder ,rckenmark oder sonst wo besitzen8 ,hier sehen wir im ,gegenteil das ,gehirn1 das doch der ,herr der ,gefhle sein soll1 in sklavischer ,abhngigkeit von jeder ,verdauungsstrung1 vom ,stoffwechsel des brigen ,leibes1 von ,strungen und rein vitalen ,vernderungen aller ,art4 ,wenn man nun aber ferner die ,tatsache recht fest ins ,auge fat1 da z4,b4 das ,herausschneiden der gesamten ,schilddrse1 welche um die ,luftrhre gelagert ist1 den betreffenden ,kranken1 und wenn er ein ,genie gewesen wre1 unweigerlich zum ,idioten macht1 weil dann durch ,fortfall sogenannter innerer ,sekrete 7,beimischungen zum ,blute7 allmhlich die ,hirnfunktion erlischt1 so erfhrt hiermit die ,lehre vom ,sitz der ,seele im ,nervensystem allein einen nicht zu verwindenden ,sto4 ,ebenso wie also irgendein ,zentrum ntig ist zum ,vollbestand einer ,seele1 ist also auch dringend der ,schilddrsensaft vonnten4 ,also auch hier1 in einer ,drse1 sitzt ein ,zentrum der seelischen ,funktionen4--,ferner3 ,wenn wirklich alle ,eindrcke1 die man empfngt1 zu den ,gehirnganglien geleitet werden1 so taucht die ,frage auf1 warum im ,gehirn alle ,ein- und ,ausschaltungen einen so geregelten ,gang nehmen1 warum nicht die fnfzehn ,millionen ,ganglienzellen bei der nie schweigenden ,anreizung durch ,tausende von ,auenweltswirkungen1 stets in chaotischem ,wirrwarr durcheinander brausen1 als wrden die ,tasten einer ,orgel alle gleichzeitig niedergedrckt8 ,das ist nur mglich durch ,hemmungsvorgnge1 welche bald diese1 bald jene ,bahn dem ,strom freigeben1 so da1 wenn eine ,gedankengruppe schwingt1 alle anderen gehemmt1 abgestellt sind4 ,das ist im ,innern des ,schdels nicht anders als an meinem ,telephon1 an dem ich auch nur sprechen kann1 wenn alle anderen ,nebennummern isoliert sind4 ,die ,hirnhemmung1 waltend und schaltend wie ein ,ingenieur1 ist also unbedingt der ,herr der ,situation in meiner ,seele1 und wenn sie1 wie die ,schulmeinung ist1 gleichfalls ,hirnzellenttigkeit ist1 so wre das ,zentrum der ,seele dieses ganz in der ,luft schwebende nervse ,hemmungsorgan1 von dem bisher auch nicht ein ,zipfelchen eines ,gewandes oder einer anatomischen ,grundlage gefunden ist und nie gefunden werden wird4 ,ich selbst bin der ,begrnder einer ,lehre1 nach welcher dieses ,ein- und ,ausschalten gar nicht von ,nervenelementen besorgt wird1 sondern von dem ,blutsaft und dem ,herzen1 so da ich hier zum ,bekenner eines alten ,volksbewutseins geworden bin1 wonach das ,herz1 das herrliche menschliche ,herz1 nicht nur als ,druckpumpe1 sondern auch als wirklicher ,faktor unseres ,seelenlebens eine bisher von den ,naturforschern nur hhnisch belachte ,rolle spielt4 ,ich habe die vollgltigsten ,beweise dafr erbracht1 da das ,blut im ,gehirn mit dem ,herzpulse eingeschleudert und abgesogen das im steten ,wechsel des ,pulses bedeutet1 was fr den elektrischen ,strom die ,isolierung1 jedem ,laien als grne ,seidenhlle um den ,kupferdraht bekannt1 darstellt4 ,es wrde ,wiederholung sein1 wollte ich hier nochmals den ,nachweis erbringen1 da ein solches ,zwischengespinst zwischen den ,nervenfden und ,gangliensternen1 ,neuroglia genannt1 mehr ist als ein ,sttzgerst1 an dem die ,nervenzellen ranken4 ,es ist fr mich unumstlich1 da die mit ,blutsaft gefllte ,neuroglia den aktiven vom ,herzdruck abhngigen ,isolationsapparat1 welcher ein- und ausschaltet1 ausmacht4 ,hier erwhne ich diese ,anschauung nur noch einmal1 um darzutun1 da unmglich das ,gehirn und ,rckenmark allein so schlankweg als der ,sitz der ,seele bezeichnet werden darf4 ,erst mit meiner ,auffassung wird der ,schlaf1 der ,traum1 die ,narkose als aktive ,ttigkeit der ,seele verstndlich1 wie ich das in zahlreichen ,arbeiten zu erweisen mich bemht habe1 erst mit ihr wird die ,phantasie1 das ,unterbewutsein1 die ,lehre von den ,affekten und ,geistesanomalien eine neue ,beleuchtung erfahren4 ,ist sie richtig1 dann wird es ganz und gar hinfllig1 der ,seele einen bestimmten ,wohnort im ,leibe zuzusprechen1 dann ist sie berall bei uns zu ,haus1 in den ,nerven1 in dem ,blute1 in den ,drsen1 in dem ,sonnengeflecht1 und wird von unendlich vielen ,dingen mehr beherrscht als allein von der ,intaktheit des ,gehirns4 ,denn jede ,zelle des ,leibes hat ihre ,seele fr sich2 in der ,republik1 dem ,zellstaate1 den die letzten erkennbaren ,lebenseinheiten in unserm ,leibe bilden1 hat jeder winzige1 mikroskopische ,brger einen ,hauch der belebten ,allseele in sich1 und die ,zeit ist nicht mehr fern1 wo die ,zelle auch ihr eigenes ,gehirn und ihren ,nervenapparat fr sich zugesprochen erhalten wird4 ,die ,hirnzellen1 die in ihrer ,gesamtheit nur ein grandioses ,regulationsorgan darstellen1 werden dann nicht mehr als ,thronsessel der ,knigin ,seele gelten1 sondern die ,millionen seelischer ,wunder1 welche insgesamt die unbeschreibbar herrliche ,harmonie eines ,lebewesens hervorbringen1 werden jeder ,magenzelle1 jeder ,hautfaser ebenso zugeteilt werden mssen1 wie diesen ,prtendenten einer angematen ,macht1 den sogenannten ,zentralorganen4 ,die menschliche ,seele ist der ,mensch als ,ganzes4 ,mit der ,antwort auf seine ,herkunft1 die die ,philosophen anders als die ,theologen1 die ,naturforscher anders als die ,knstler formulieren1 fllt die ,frage nach seiner ,seele von selbst zusammen4 ,die ,seele der ,monade1 des kleinsten ,lebewesens1 birgt alle ,probleme1 und hier mndet eben die ,frage nach der ,seele ein in das groe ,rtsel des ,lebens berhaupt4 ,wir werden von der ,seele stets nur soviel wissen1 als wir vom ,leben verstehen4 ,der ,gedanke ber die ,seele ist eins mit dem ,gedanken ber das ,leben4 ,,instinkt ,,und ,,spiel ,des ,lebens letztes ,merkmal ist die ,reizbarkeit4 ,hier steht des ,menschen ,sprsinn still1 denn nicht tiefer hinab vermag der ,geist der schpferischen ,natur den ,gedanken des ,lebendigen nachzudenken4 ,ein armselig ,symptom1 ein ,symbol halten wir in der ,hand1 statt seines dahinter liegenden ,wesenskernes4 ,und doch ist dieses ,merkzeichen des ,lebendigen1 die ,reizbarkeit1 die einzige kardinale ,eigenschaft sowohl der letzten im ,winde verlorenen ,pflanzenspore1 wie auch der ,krnung des ,lebendigen1 der menschlichen ,seele4 ,ein ,automat1 eine ,maschine beantwortet den ,reiz1 den auslsenden ,ansto stets in derselben ,weise1 zu dem einen von ihrem ,erbauer gewollten ,zweck2 die ,zelle aber1 der lebendige ,automat1 hat eine ,wahl1 eine ,willkr1 eine ,freiheit4 ,aus einfachen reizbaren ,zellen ist jedes belebte ,wesen geschaffen1 und an solche ,zellen ist das hchste1 wie das niedrigste ,leben geknpft2 denn geistiges ,leben ist ,zellfunktion im ,laternchen des ,leuchtkfers nicht minder1 wie der ,funke hinter der ,prometheus-,stirn des ,genies6 ,aufsteigend von der einfachen ,reizbarkeit des einzelligen ,lebewesens bis zur ,feinfhligkeit des sublimsten ,gedankens1 der den ,harfensaiten der menschlichen ,seele entgleitet1 wurde der ,nerven ,stammherr1 der ,nervus ,sympathicus1 der den ,rhythmus der kriechenden ,raupe1 wie den ,flug der ,libelle beherrscht1 geschaffen als der erste ,schritt zur ,organisation chaotischer ,bewegungsmglichkeiten4 ,nach ihm kam ,rckenmark und ,nervengeflecht und endlich die ,krone des ,nervenbaums1 das ,gehirn4 ,kein ,geringerer als ,goethe sah1 da das ,schdeldach ein entwickelter ,wirbel sei1 und die ,hlle mute sich wohl entwickeln1 weil an der ,spitze der ,rckenmarksule die sich fortbildende ,nervenmasse das ,gehirn erzeugte4 ,dessen jngste ,sprossen1 die ,hirnrindenzellen1 sind der ,sitz unseres ,bewutseins4 ,ein jeder von uns trgt also in sich die organischen ,niederschlge dessen1 was vor uns war4 ,einst war ,stufe fr ,stufe aufsteigend alles das bewut1 was jetzt unbewut1 automatisch gleichsam von selbst sich reguliert3 ,das ,atmen1 der ,herzschlag1 die harmonische ,bewegung1 die ,verdauung1 genug das ,leben an allen geheimen ,laboratorien unseres ,leibes4 ,unter unseren1 nunmehr uns selbstbewuten ,gehirnteilen mu also ein sich selbst berlassenes ,labyrinth des ,gewordenen in fester ,bahn geordnet liegen1 aus dem wohl die dunkelen ,gefhle stammen1 die wie dunkel empfundene ,donner rollen durch die ,niederungen unserer ,seele4 ,diese fernen1 unterbewuten ,triebkrfte1 das ,resultat der ,daseinskmpfe aller derer1 die vor uns waren1 sind der ,inbegriff dessen1 was wir mit dem ,namen ,instinkt belegen4 ,wahl also1 das bewute ,gefhl1 so oder so zu handeln1 steht dem ,mu gegenber1 der ,wahllosigkeit unseres ,tuns aus den unserem ,bewutsein entzogenen ,trieben heraus4 ,der kategorische ,imperativ ,kants1 das ,gewissen1 was kann es anders sein1 als die ,hand der vorwrts gestaltenden ,innenmacht1 die uns alle am ,ende zwingt1 so zu leben1 da wir entwicklungsfhig 7vorbildlich ,kant7 werden knnen1 andernfalls wir als lebens- und entwicklungsunfhig abzutreten haben vom ,schauplatz des immer spielenden ,dramas3 ,leben4 ,wir vermgen einen ,blick zu tun in den ,mechanismus dieses grandiosen ,getriebes gerade in unserer menschlichen ,seele4 ,denn es ist ein organischer ,unterschied zwischen den ,gebieten1 in welchen wir bewut denken1 ,probleme schmieden und uns den neuen ,anforderungen des ,lebens anpassen1 und jenen1 wo uns jede ,wahl abgeschnitten ist4 ,um ein ,bild aus der ,elektrizitt zu geben1--wir denken und sinnen mit willkrlich ein- und ausschaltbaren ,gedankenelementen1 unsere ,instinkte aber1 unsere ,regulationen des ,stoffwechsels1 unsere ,automatien und ,reflexe sind definitiv in ihren ,bahnen eingestellt1 die dazu ntigen ,anschlsse sind ein fr allemal bestimmt und aneinander angereiht1 sie sind in den ,hnden einer abgeschlossenen ,hemmung4 ,wenn wir dem ebengeborenen ,sugling1 bevor sein ,mund je die ,mutterbrust erreichte1 einen ,finger an die ,lippen haken1 so beginnt er zu saugen2 wenn der erste ,strahl des ,lichtes sein ,auge trifft1 so verengt sich seine ,pupille3 das ,getriebe der nervsen ,reize hat keine andere ,wahl1 es mu die ,bahnen gehen1 welche die ,reflexbewegung stets in gleicher ,weise auslsen1 weil diese entwicklungsgeschichtlich angewhnten ,reize stets dieselben ,bahnen entlang durchlaufen mssen1 weil alle anderen ,mglichkeiten durch festgelegte ,hemmung ausgeschaltet sind4 ,so sind die ,reflexbewegungen also deshalb angeboren1 weil ,millionen unserer ,vorfahren diese ,art der ,beantwortung von ,lebensreizen als die zweckmigste und immer wiederkehrende fr uns erlernt haben4 ,die automatischen ,reaktionen haben sich also im ,laufe der ,jahrtausende als die zweckdienlichsten1 als die erhaltungsgemesten herausgestellt1 und sie gehren zu dem definitiven ,bestande unseres nervsen ,gesamtmechanismus4 ,die ,methode der ,natur dabei war die ,schaffung einer dauernd fixierten ,hemmung1 welche ,ausweichungen in nervse ,nebenleitungen unmglich machte4 ,da wir niesen1 erbrechen1 lachen mssen1 wenn man uns die ,nase1 den ,rachen1 die ,sohlen kitzelt1 sind zwingende ,beweise fr die ,unausweichbarkeit der bestimmten ,reize aus definitiven ,leitungsbahnen2 das tiefe ,atemholen beim kalten ,wasserstrahl1 das ,verschluckenmssen selbst gefhrlicher ,gegenstnde 7,mnzen1 ,gebisse1 ,grten usw471 wenn sie den ,gaumenring passiert haben1 der ,lidschlu bei grellstem ,licht sind ,dinge1 die wir mit hchster ,willenskraft nicht hemmen knnen1 weil das ,spiel der ,krfte eben fr diese ,aktionen unabnderlich reguliert ist4 ,es ist ein weitverbreiteter1 aber irrtmlicher ,glaube1 da man unser ganzes ,seelenleben in dieser ,weise meint auflsen zu knnen in die eine ,frage nach den ,reflexbewegungen4 ,fr weniger elementare und kompliziertere ,handlungen1 fr unser ,gedankenspiel und fr unsere ,empfindungen kommt eben noch ein anderes1 uns die ,freiheit des ,willens aufntigendes ,etwas hinzu4 ,liegt vor mir ein ,buch1 so kann ich es aufschlagen oder ich kann es unterlassen2 sehe ich einen ,apfel1 so kann ich ihn fassen oder liegen lassen und habe dabei stets das ,gefhl ganz freier ,wahl1 zu tun1 was mir beliebt4 ,gegenber einem ethischen ,problem habe ich nicht minder das ,gefhl der ,freiheit1 mich fr dies oder jenes ,tun oder ,unterlassen zu entscheiden4 ,hier empfinde ich die ,summe aller auf mich wirkenden ,reize nur als einen ,richtung gebenden1 aber nicht zwingenden ,antrieb4 ,dieser mehr oder weniger entscheidende ,antrieb stammt nun aus zwei ,quellen3 ,aus einer bewuten1 kontrollierbaren und aus einer nicht kontrollierbaren1 unter- oder unbewuten ,auslsung von ,reizen4 ,antriebe1 deren ,quellen uns verborgen liegen1 aber um so lebhafter uns beherrschen1 nennen wir ,instinkte4 ,in zwei groe ,gruppen1 denke ich1 sollte man die ,instinkte1 die unterbewuten ,antriebe zur ,handlung einteilen3 ,in solche1 welche uns berkommen sind1 aus frheren ,stufen der ,entwicklung1 welche also gewissermaen ,rckschlagtriebe aus einer frheren ,daseinsperiode der ,menschheit sind2 und in solche1 welche der unaufhaltsamen ,vorwrtsentwicklung unserer ,seelenmechanismen entstammen4 ,jene sind ,instinkte des ,gewesenen 7deszendente71 diese des ,werdenden 7aszendente74 ,beide stehen in ,verbindung mit unserm ,willensmechanismus1 d4h4 sie knnen die ,ein- oder ,ausschaltung dieser oder jener ,handlungsrichtung mehr oder weniger zwingend hervorrufen4 ,diese ausgelsten ,willensaktionen knnen uns persnlich ntzlich oder schdlich sein1 sie knnen aber auch fr die ,entwicklung der ,menschheit als ,ganzes frdernd oder hindernd1 also erhaltungsgem oder entwicklungshemmend sein4 ,wo knnte der ,seelenforscher fr das berkommene und ,eingeborene tiefere ,zge der ,erkenntnis tun1 als bei der ,beobachtung des werdenden ,menschen1 dem jungen ,erben des gesamten ,menschheitsbesitzes1 dem ,kinde8 ,was aber ist des ,kindes tiefste ,bettigung8 ,das ,spiel1 dieses fr die ,wissenschaft ernsteste aller ,dinge4 ,ist der ,entwicklungsgedanke richtig1 so mu ja in den erwachenden ,trieben jedes jungen ,infanten alles das oder wenigstens das ,wichtigste dessen zu erkennen sein1 was einst auch ,bestand der ,kindheit des ganzen ,menschengeschlechtes war4 ,mit anderen ,worten3 ,die ,geschichte der ,menschheit mu sich gedrngt1 konzentriert1 im ,wesensabdruck wiederholen in den ,lebensuerungen des jungen ,brgen fr die ,unsterblichkeit des menschlichen ,typus4 ,es mu also am ,geborenen funktionell das frhere ,geschehen in groen ,zgen bemerkbar sein6 ,und ist es das etwa nicht8 ,wer je ein ,kind in seinem heien ,triebe ,erdarbeiten hat machen sehen2 wer es beobachtet hat1 wie es mit ,wasser umgeht1 mit diesem heiligen ,ernst einer schweren1 selbstverstndlichen ,lebensarbeit1 wer seine ,lust am ,tier1 an ,pferd1 ,khen1 ,schafen und ,ziegen gesehen und wen das ,leuchten seiner hocherregten ,augen beim ,anblick dieser ,urahnen-,genossen erfreut hat1 dem mu sich der ,gedanke aufdrngen3 hier ist wirklich das ,wissen und ,kennenlernen nur ein sokratisches ,erinnern1 ein ,wiedergewinnen lngst in ihm schlummernder ,gefhle6 ,nimmt man hinzu seine ,lust zum ,kampf1 ja seine ,grausamkeit1 ja selbst den ,hang zu ,lge und ,betrug1 so fllt es uns wie ,schuppen von den ,augen3 das sind ja alles1 alles ,dinge1 die ,begleiter1 ,zwecke1 ,mittel von unausweichbarer ,notwendigkeit im ,kampfe des ,daseins unserer ,menschheits-,ahnen waren4 ,ja1 gewi3 hier prgte die formende ,hand der ,entwicklung ,fhigkeiten und ,gelste vor1 die nun wie eine ,zwangsvorstellung1 wie ein stetes ,mssen die ,willensaktion wie zugeboren zu den ,dingen der ,umgebung erscheinen lassen4 ,zhlt man nun die dokumentarisch festgelegten ,kettenfolgen dazu1 unter denen ein ,genie1 ein ,talent der letzte markante ,auslufer in ,generationen vorgebter ,fhigkeiten war1 so mu man zugestehen3 ,nichts beweist deutlicher1 als das ,kind und seine ,seele1 da es ,triebe und ,instinkte gibt1 welche wie ,reproduktionen1 ,rckschlge1 ,wiederholungen ganzer ,abschnitte der ,stammesvorfahren sich geradezu aufdrngen4 ,der daseinkmpfende ,urmensch mute ,erdarbeiter1 ,wasserbeherrscher1 ,tierpfleger1 ,kmpfer sein1 er mute ,list1 ,lge1 ,verstellung1 ,grausamkeit als ,mittel seiner ,erhaltung gebrauchen1 er war dem ,getreide1 den ,blumen1 den ,farben der ,natur wahrlich nher1 als ein ,grostadtkind1 das1 trotzdem es am ,asphalt und zwischen ,steinmauern gedieh1 doch seine unendliche ,sehnsucht nach ,feld1 ,wald1 ,wiese eingeboren beibehalten hat4 ,seht es spielen mit eifergerteten ,wangen am ,sandhaufen1 am ,bach und seht es ,blmlein pflcken1 nach einem ,pferdchen strampeln1 nach einem ,soldaten zittern1 seht es nach dem hellen ,sternhimmel langen und zum ,mond die ,hndchen heben--man mu es zugeben3 hier waltet ein ,erinnern3 ein aus den ,tiefen des ,gewordenen jauchzend aufbrausendes ,wiedererkennen6 ,dieses ,wiedererkennen1 dieses ,zugehrigkeitsgefhl zu der umgebenden ,natur und zu ,erstlingsfunktionen vergangener ,epochen verlt nun auch den aufmerksam sich beobachtenden ,erwachsenen nie1 wenn auch das umgebende ,leben neue1 erst zu bewltigende ,aufgaben an uns stellt und ganz allmhlich damit die meisten unserer eingeborenen ,instinkte hinabsinken lt in den tieferen ,schacht unseres ,innern4 ,sie sind und bleiben aber doch die ,wrme1 ,licht und ,glanz strahlenden ,quaderzge im abgelagerten ,gestein der ,seelentiefe und des ,charakters1 ,wollen und ,wesen eines ,menschen ist fest verankert mit der ,summe dieser unserer ,beobachtung lngst entzogenen ,urgefhle4 ,wie viel von unseren ,sympathien1 von unserm ,ha und ,lieben1 von ,neigung und ,gewohnheiten1 bsen und guten ,lsten mag ferner in der ,tiefe des ,unterbewuten seine unverschttbaren ,quellen haben8 ,was kann des ,gewissens ,stimme anders sein als das ,gefhl der ,disharmonie gegen allen ,bestand des berlieferten1 in welche uns eine ,handlung oder ,unterlassung bringt8 ,denn ein tiefer ,zwiespalt in uns mahnt uns1 da wir mit einer einzigen ,tat an den ,grundfesten dessen rtteln knnen1 was alle ,vter vor uns aufgebaut6 ,aber diese ,entwicklung steht niemals still1 sie drngt unaufhaltsam an gegen die hemmenden ,mchte der uns ,grenze weisenden ,natur4 ,und dieser ,vorwrtstrieb der ,entwicklung1 diese ,sehnsucht unsererseits1 wieder vorbildlich zu werden1 ,merksteine des ,erworbenen zu schaffen fr die nach uns ,kommenden1 ist die ,quelle dessen1 was wir kommende ,instinkte nannten4 ,bietet gerade unsere ,zeit nicht ein klassisches ,beispiel dafr1 wie mchtig diese ,triebe eingreifen in das ,gestalten der ,welt in uns und um uns8 ,es ist1 als schaffte der ,menschengeist ,geschpfe1 ,maschinen1 ,werkzeuge1 ,krfte nach einem in sich selbst gefhlten ,ebenbilde6 ,er spinnt ein ,netz gleichsam nervser1 elektrischer ,verbindung von ,menschengehirn zu ,menschengehirn ber die ganze ,erde1 er durchfliegt ,erdteile und ,meere1 er schuf im ,leib des ,planeten ,organe1 die ihm ,licht und ,wrme und neue ,krfte liefern1 und hlt im bewegten ,bilde 7,kinematoskop7 die ,zeit fest und zeigt spteren ,generationen die ,geschehnisse geschwundener ,sekunden6 ,wahrlich wir sind in einem klassischen ,zeitalter1 ,zeugen unerhrten ,gestaltens1 und unser ,trieb ist3 technische ,vollkommenheit4 ,was ,wunder6 wenn bei diesem rasenden ,ansturm der aufsteigenden1 aufwrtsfhrenden ,instinkte die ,probleme des ,herzens1 der ,sittlichkeit1 der ,religiositt1 der ,ehrfurcht1 der ,behaglichkeit1 des sich ,gengeseins zu kurz kommen8 ,das ist die ,gefahr schnell vorwrts brausender ,kultur4 ,die ,neurasthenie1 das allgemeine ,nervenzittern ist die ,kehrseite der ,medaille3 die eingeborenen ,instinkte sind im ,kampf mit den erworbenen4 ,mglich1 da an diesem ,konflikt die moderne ,kultur zerschellt1 aber die ,hoffnung bleibt bestehen1 da auch diese ,triebe eben einrcken knnen in den definitiven ,bestand des zu berliefernden4 ,wre das nicht der ,fall1 so wre der ,weg der ,kultur ein einziger groer ,ozean des ,irrtums4 ,denn nur1 wenn unsere zeitlichen ,probleme fhig sind1 zu dauernden ,instinkten sich einzufgen in den ,zukunftsbestand der ,menschheit1 ist die ,fortentwicklung des ,menschen als eines auf der ,erde dauernd lebensfhigen ,organismus garantiert4 ,,temperament ,nicht nur ,gesetz und ,recht1 auch ,namen schleppen sich wie eine ewige ,krankheit durch die ,zeiten4 ,wie es aber gerade die ,irrtmer sind1 welche leichter und ausgedehnter ,verbreitung finden1 als die ,wahrheiten1 so gibt es auch berkommene ,namen1 welche um so fester im ,sprachgebrauch haften1 je irrtmlicher die ,anschauung war1 der sie ihren ,ursprung verdanken4 ,ja fr viele werden namentlich ,fremdwortbezeichnungen mit schwerer logischer ,begriffsbestimmung zu leeren ,lautformeln1 mit denen sie stets nur dunkel empfundenen1 aber nicht aussprechbaren ,sinn verbinden4 ,und doch mu man erstaunen1 wie oft bei weiterer ,fortentwickelung unserer ,kenntnisse schlielich solchen alten ,wortreliquien ein packender ,sinn innewohnt4 ,solche ,begriffe sind oft von derselben unaussprechlichen ,tiefe1 wie ,volkslieder1 deren ,schnheit man oft auch erst dann inne wird1 wenn uns recht viele ,jahrhunderte von ihrem ,ursprung aus des ,volkes ,herzen trennen4 ,solche ,worte z4,b4 sind die ,elemente1 der ther der ,alten1 welche ,grundbegriffe im ,zeitalter der physikalischen ,chemie und der ,theorien von der ,elektrizitt geworden sind4 ,man sieht daraus1 da die ,wissenschaft die berlebten ,worte gebrauchen kann wie alte ,huser1 die man nur modern einzurichten braucht1 um dem ,geist der ,zeiten zu entsprechen4 ,das ,wort ,temperament verdankt seinen ,ursprung folgendem ,irrtum3 ,in der ,zeit der ,saftmischungslehre war man der ,ansicht1 da die ,temperatur des ,krpers abhngig sei von dem bertritt gewisser ,sfte ins ,blut4 ,rotes ,arterienblut1 ,schleim1 gelbe und schwarze ,galle1 das waren die vier ,stoffe1 mit denen die alte ,saftlehre als ,fundamenten der ,blutmischung ihre ,systeme zusammenschusterte4 ,zahlreiche ,sprachgebruche erinnern noch heute an die einstige ,sieghaftigkeit dieser humoralpathologischen ,lehre1 d4h4 der ,lehre von der ,erklrbarkeit aller ,krankheitszustnde aus ,blutvernderungen4 ,das gallige ,blut1 die versetzten ,hmorrhoiden1 der zurckgetretene ,salzflu1 der nach innen geschlagene ,ausschlag1 die nicht herausgekommenen ,masern usw4 sind solche noch lange nicht ausgestorbenen1 ein bichen ,wahrheit bergenden ,schlagworte4 ,so haben des alten ,galen vier ,kardinalsfte 7,blut1 ,schleim1 schwarze und gelbe ,galle7 auch als ,ursachen der vier ,temperamente 7d4h4 ,erzeuger spezifischer ,blutwrme71 des sanguinischen1 des phlegmatischen1 des melancholischen1 cholerischen1 noch heute ihren dnnen1 wissenschaftlichen ,schimmer von tatschlichem ,verhalten1 nicht weil sie einen ,tatbestand ausdrcken1 sondern weil dem ,kenner der menschlichen ,seele der zeitweilige ,zustand der wissenschaftlichen ,lehrmeinung den offenen ,blick frs ,wesen des ,menschenherzens nicht zu trben vermochte4 ,nicht allzu selten ist derjenige ja der strkste ,wissenschaftler1 dem der ,formelkram seiner ,zeit den sogenannten gesunden ,menschenverstand nicht unterzukriegen vermag4 ,die ,lehre von der zndenden ,suggestivkraft eines ,schlagworts1 einer ,formel verdient wahrlich ein eigenes ,kapitel in der ,psychologie4 ,ist es also ganz sicher falsch1 da das berwiegen des roten ,blutes1 des ,schleimes1 der ,galle im ,blutsaft ,ursachen der ,temperamente sind1 so ist es doch unstreitig richtig1 da die ,zustnde der wechselnden ,erregbarkeit unseres ,blutes ganz gut sich in diese vier kardinalen ,begriffe einreihen lassen4 ,ja1 ,kants weise ,modifikation der ,kardinaltemperamente in ,leicht- und ,schwerbltigkeit1 seine ,einteilung der ,menschen in ,warm- und ,kaltbltige1 kommt der ,wahrheit schon recht nahe4 ,nur klafft noch der eine ,widerspruch3 was hat das ,blut mit der greren oder geringeren ,schnelligkeit der ,auslsung unserer ,grund- und ,stimmungsgefhle zu tun8 ,temperament ist ja ,nervensache und nicht ,sache des ,blutes und seiner ,mischung4 ,da tauchen die ,worte auf leichtsinnig und schwerfllig1 gutmtig1 schwermtig1 hitzkpfig1 ,feuergeist und verschieben den ,vorgang richtiger auf ,zustnde der ,gesamtstimmung einer ,seele4 ,dieser ,widerspruch wrde schwer zu berbrcken sein1 wenn nicht die in diesen ,blttern schon mehrfach angedeutete ,theorie von der ,natur des ,blutumlaufes zwischen den einzelnen ,gehirnelementen 7,ganglien71 als eines ,stromregulators1 hier klrend eingriffe4 ,wir wollen sie an dieser ,stelle noch einmal kurz zusammenfassen4 ,das ,gehirn ist ein ,orientierungsorgan fr die ,auen- und ,innenwelt4 ,diese ,orientierung geschieht durch ,registrierung und ,verbindung von ,reizen1 welche bewute oder unterbewute ,vorstellungen1 ,empfindungen1 ,impulse auslsen4 ,dem ,ablauf dieser einwirkenden ,empfindung ist ein zeitliches ,ma gesetzt1 vermittels dessen die ,wahrnehmungen nicht alle gleichzeitig den ,ganglienapparat bestrmen1 sondern hintereinander ausgelst werden4 ,wahrnehmungen geschehen also gleichsam wie die telegraphischen ,meldungen vermittels eines stndig arbeitenden ,unterbrechers1 vermittels einer dem ,seelenstrom rhythmisch eingeschalteten ,hemmung4 ,wre in unseren wahrnehmenden ,organen nicht eine solche intermittierende ,hemmung am ,werke1 so mten in jeder ,sekunde ,millionen ,wahrnehmungen von allen ,organen der ,sensibilitt auftreten1 und statt einer tastenden ,orientierung wrde eine verwirrende1 durcheinander brausende ,disharmonie entstehen4 ,man stelle sich einmal vor1 wie qulend es sein mte1 zwei ,gedanken von gleicher ,strke zu gleicher ,zeit zu empfinden1 wieviel mehr wrde das ungehemmte ,durcheinanderfluten aller nur mglichen ,vorstellungen nebeneinander in demselben ,zeitma unser ,bewutsein vllig aufheben6 ,nun sehen wir ,gedankenflucht1 ,verwirrtheit1 ,ohnmacht1 ,orientierungsunfhigkeit mit absoluter ,sicherheit berall da auftreten1 wo ,blutleere eintritt1 oder wo das ,herz und die ,blutgefe ihre rhythmische berflutung ber das ,nervensystem aussetzen4 ,wir wissen1 da eine fahle ,blsse des ,gesichts solche ,zustnde anzeigt1 weil die ,gefnerven alle solche ,betriebsstrungen mit ,krampf und folgender ,blutentleerung beantworten4 ,da das ,gehirn an diesen ,blutleerezustnden tatschlich teilnimmt1 kann man bei ,operationen an erffnetem ,schdel direkt beobachten4 ,da sieht man auch1 da im ,schlafe das ,gehirn ganz entgegengesetzt der bisher landlufigen ,meinung blutvoll ist und da diese ,blutflle umschlgt in ,blsse1 sowie der ,betreffende erwacht4 ,das konnte man bei einem ,kinde mit entbltem ,gehirn viele ,male beobachten1 d4h4 ,blutflle beim ,einschlafen1 schnelle ,blutarmut beim ,aufwachen4 ,hlt man dazu die ,tatsache1 da alle ,zustnde des erhhten ,blutgehaltes des ,gehirns namentlich bei ,blutstauungen mit ,bewutseinsstrungen im ,sinne der ,schlafhemmung begleitet sind1 so drngt sich ein ,gedanke auf1 der fr die ,beurteilung dessen1 was wir ,temperament nennen1 von allergrter ,bedeutung ist1 und der dem uralten ,begriff der ,leicht- und ,schwerbltigkeit eine ganz neue und moderne ,fassung zu geben imstande ist4 ,nmlich3 das ,blut hat in der ,tat direkten und wesentlichen ,einflu auf den ,ablauf der ,geschehnisse in unserem ,nervensystem4 ,ist nmlich die ,nerventtigkeit bedingt durch die elektrischen ,bewegungen hnliche ,molekularerzitterung1 so ist sie auch ein- und ausschaltbar1 hemmbar1 ableitungs- und zuleitungsfhig1 d4h4 beeinflubar im hchsten ,mae durch die ,natur der eingeschalteten ,widerstnde4 ,nun wissen wir1 da um die ,nervenzellen herum dauernd mit dem ,herzpulse bewegt ein ,flssigkeitsstrom kreist1 der dem ,blutstrome direkt entstammt1 und zwar in dazu vorgebildeten ,rumen4 ,wir wissen ferner aus direkten ,beobachtungen am ,widerstandsmesser fr elektrische ,strme1 da das ,blut und die ,blutsfte hemmende ,kraft besitzen4 ,darum mu das mit dem ,blute in ,verbindung stehende ,hllgewebe der ,nervenzellen ein ,nervenstromeindmmer1 ein ,isolator sein4 ,ist dies richtig1 so werden also unsere ,nervenbewegungen rhythmisch durch die isolierende ,blutwelle ein- und ausgeschaltet1 und ,anschlsse sind nur da mglich1 wo im ,spiel der ,gefmuskeln zeitweilig ,entleerungen des ,blutsaftes zwischen den ,gangliensystemen statthaben2 umgekehrt sind ,anschlsse dann unmglich1 wenn die ,lcken zwischen den ,systemen mit ,hemmungssaft gefllt sind4 ,das dieses ,entleerungs- und ,fllungssystem beherrschende ,organ ist die ,neuroglia1 und diese ihr zugeschriebene ,funktion ist der ,inhalt meiner ,neurogliatheorie4 ,an der ,hand dieser berlegungen wird es nunmehr leicht1 sich den ,einflu des ,blutes auf die ,grundstimmungen unserer ,seele klar zu machen4 ,ist der ,blutsaft von einer ,zusammensetzung1 welche den ,bewegungswellen der ,nervenelemente von ,natur starke ,widerstnde einschaltet1 weil eben ein solcher ,saft eine ,flssigkeitssule darstellt1 durch welche nur schwerfllig elektrische ,entladungen stattfinden knnen1 so hat der ,trger eines solchen ,blutsaftes eben ein phlegmatisches1 langsam aufnehmendes1 schwerbltiges1 erst nach vielfachem ,anprall zndendes ,temperament2 sein ,gehirn hat1 wie man sagt1 buchstblich eine ein bichen langsame ,leitung4 ,ist umgekehrt ein ,blut von leichter ,durchschlagbarkeit fr die elektroiden ,spannungszustnde im ,nervensystem1 so wrde sein ,trger leicht empfnglich1 schnell auslsend1 schnell kombinierend1 leichtbltig1 sanguinisch sein4 ,da htten wir also eine grundlegende ,definition dessen1 was wir ,temperament nennen3 ,temperament ist ein ,ma fr die grere oder geringere ,schnelligkeit der ,auslsbarkeit und der ,anschlufhigkeit der ,nervenspannungen1 oder1 weniger gelehrt ausgedrckt3 ,temperament ist ,sache der ,widerstandsfhigkeit gegen ,eindrcke4 ,man kann also als gewi annehmen1 da jeder ,mensch einen ,grundrhythmus besitzt1 vermittels dessen er bei normaler ,beschaffenheit seines ,blutes mehr oder weniger schnell ,reize1 ,impressionen1 ,eindrcke1 seelische ,attacken aller ,art verarbeitet1 und da dieser ,rhythmus bei jedem ,menschen ein anderer1 in gewissen ,grenzen abweichender ist1 wie das ,rot1 das ich sehe1 eine andere ,nance darstellt1 als das ,rot1 welches ein anderer sieht4 ,dieses ,widerspiel zwischen ,erregung von ,nervenstrmen und dem ,widerstand1 welchen sie im ,seelenorgan mittels der ,saftwelle finden1 ist es also1 was das ,temperament ausmacht1 und man begreift sofort1 da dieser ,zustand nur ein im groen und ganzen konstanter sein kann1 weil ja der ,zustand unserer ,blutmischung nur summa summarum ein konstanter ist4 ,man begreift sofort1 da es ein absolutes ,gleichma des ,temperamentes nicht zu geben vermag1 da wir heute morgen melancholisch und nachmittags sanguinisch sein knnen1 einfach deshalb1 weil die ,zusammensetzung unseres hemmenden ,blutsaftes wechselnd sein mu1 und da hier der ,salzgehalt1 die molekulare ,zusammensetzung des ,blutes1 sein ,reichtum an ,sauerstoff oder ,kohlensure1 die ,beimengung fremder ,substanzen1 alles ,dinge1 die von ,stunde zu ,stunde wechseln knnen1 auch von ,einflu auf das ,dynamometer unseres ,temperamentes sein mssen4 ,wir begreifen nun auch leicht1 warum ein bichen ,alkohol1 von dem ,blutsaft eingesogen1 schon so schnell unser ,temperament erhebt1 aus einem ,melancholiker einen ,lebensbejaher machen kann1 weil eben der ,ausgleich zwischen den erregten ,strmen eminent erleichtert ist1 und es ist verstndlich1 da man die ,gifte alle einteilen knnte nach dem psychologischen ,prinzip der greren ,erleichterung oder ,erschwerung elektrischer ,stromleitung im ,nervensystem4 ,denn es ist immer der ,blutsaft1 der auch diese abnormen ,bestandteile zum ,gehirn trgt und hier die nderungen der ,nervenanschlsse vollzieht1 mag nun diese ,zufuhr durch ,auengifte 7,alkohol1 ,morphium1 ,chloroform1 ,atropin7 oder durch ,innengifte 7,harnsure1 ,galle1 ,eitergift1 resorbiertes ,bakteriengift1 wie im ,fieber7 geliefert sein4 ,man sieht gerade durch geschrften ,blick fr das ,psychologische am ,krankenbett1 wie sehr ,blutsaft und ,temperament im ,abhngigkeitsverhltnis zueinander stehen4 ,nur mu man sich die ,angelegenheit nicht allzu mechanisch vorstellen4 ,kompliziert wird die ,sache dadurch1 da das ,spiel der greren oder geringeren ,zufuhr von hemmungsfhigen ,sften auer von dem ,pulse auch vom ,nervus sympathicus1 diesem ,urahnen der ,nervensubstanz1 beherrscht wird1 indem seine ,steuerung der ,stromenge und ,stromweite beherrscht wird von all dem dunklen ,triebleben1 mit dem eben die ganze ,welt1 ihre ,sonnen und ihre ,finsternisse auf unserer menschlichen ,seele spielen4 ,man hat eben die ,erregbarkeit dieses ,wurzelgebietes unserer seelischen ,kraft als den notwendigen ,vermittler zwischen ,gehirn und ,blutsafthemmung aufzufassen4 ,in ihm1 in seinen berall ausgedehnten ,geflechten1 welche den ganzen ,krper durchsetzen1 wie ein ,urgehirn fr sich1 das schon alles in sich trgt1 was die ,entwickelung ,millionen unserer ,vorfahren erworben hat1 haben wir den eigentlichen ,herrn unseres ,lebens1 auch unserer ,allgemeingefhle zu respektieren1 und ob in uns ,harmonie oder ,disharmonie1 ,lust oder ,unlust herrscht1 das wird wesentlich entschieden durch die ,strahlenaktivitt der ,milliarden ,ganglien des ,sonnengeflechtes in unserem ,leibe1 das am ,feuer der ,blutbildung ebenso beschftigt ist1 wie an der ,schmiede der ,eisen- und ,phosphormolekle oder an der ,geburtssttte der ,saatkrner fr die unzhligen1 vielleicht nie geborenen neuen ,menschen in uns4 ,wie diese ,nervengrundstimmung ist1 ob lebensfroh zur ,entwicklung und zur ,schnheit drngend1 oder dster auf ,vernichtung1 ,ha oder ,verneinung grbelnd1 das ist natrlich dafr entscheidend1 welche ,mischung aus dem ,zusammenbrausen aller dieser ,krfte entsteht3 warum eben zeitweise ein ,cholerischer phlegmatisch und ein ,melancholiker in dionysischer ,ekstase erscheinen kann und umgekehrt4 ,das ist auch die ,erklrung1 warum man schlielich ganzen ,familien1 ,sippen und ,vlkern bestimmte ,grundfarben der ,temperamente zuschreiben kann1 weil eben das rhythmische ,spiel des ,sympathikus1 dieser ,stammeswurzel der ,menschheit1 welche eingesenkt ist in ,boden1 ,klima und ,heimatluft1 welche gebunden ist an die ,scholle mehr als mancher ahnt1 bestimmend ist fr die grere oder geringere ,flle1 mit der eben der eindmmende ,blutsaft die ,hirnzellen umsplt4 ,,tierseele ,,und ,,menschenseele ,fr die ,naturwissenschaft1 welche heute noch in den etwas wackelig gewordenen ,geleisen des ,darwinismus wandelt1 ist es eine ausgemachte ,sache1 da der ,mensch ein hher organisiertes ,tier1 da er gewissermaen nur die letzte1 erhabene ,krnung des ,lebens sei1 hervorgegangen aus den unendlich mannigfaltigen ,formungen und ,abnderungen1 welche die ,widerstnde des ,daseins auf die vorwrtstreibende1 dem ,leben nun einmal anhaftende ,gestaltungskraft ausgebt haben4 ,die hohen ,geistesgaben1 so meint man1 welche dem ,menschen gestattet haben1 eben ,geist und ,vernunft in allen ,dingen walten zu lassen1 sind ,steigerungen berall auch im ,tierleben ttiger ,seelenkrfte2 die ,seele des ,menschen sei also nur dem ,ma nach1 nicht dem ,wesen nach von der ,tierseele verschieden 7nur quantitativ1 nicht qualitativ74 ,da die ,naturforscher dieser ,entthronung des bisher souvernen1 vllig unbestritten als ,zentrum der ,welt aufgefaten ,menschengeistes die ,feindschaft aller ,mnner des ,glaubens an ,gott und den gttlichen ,ursprung des ,menschen verdanken1 kann nicht wundernehmen4 ,mit der ,beweisbarkeit dieser ,anschauung fiele ja nicht nur die ,schpfungslegende1 welche ja immerhin ihren tiefen symbolischen ,sinn behalten knnte1 sondern es strzte auch rettungslos die jedem ,einzelnen instinktiv innewohnende1 brigens uralte und noch lange nicht ausgestorbene berzeugung1 da der ,mensch doch das ,ma aller ,dinge sei4 ,copernikus gab mit seiner ,einreihung der ,erde als eines ,krnchen ,sandes in das brausende ,meer der ,gestirne diesem zentrierenden ,menschheitsgedanken 7,anthropomorphismus7 den ersten1 ,darwin den zweiten ,sto3 mit der ,idee einer sukzessiven ,entwicklung4 ,also ein ,aufsteigen des ,menschen langsam aus dem ,staub der ,erde oder dem ,urschlamme des ,meeres6 7,letzterer ist lngst ins ,land der naturwissenschaftlichen ,mrchen gewandert3 denn auch die ,naturbibeln haben ihre ,legenden1 nur soll man sie noch fester glauben als die der ,religionsbcher47 ,eine ,schpfung aus dem ,erdenklo zwar auch1 aber nicht mit einem ,schlage aus der ,hand und mit dem ,odem ,gottes1 sondern durch die langsam durch ,jahrmillionen gestaltende ,faust der ,anpassung und ,vererbung1 wobei der ,trieb zur ,vermehrung1 das ,seid fruchtbar6 immer als etwas ,selbstverstndliches ohne ,erklrung gelassen wird4 ,es ist schlechterdings unmglich1 den ,entwicklungsgedanken in den ,naturerscheinungen zu leugnen1 ohne tausendfltigen ,gesetzmigkeiten1 ,erfahrungen1 ,experimenten ,gewalt anzutun1 wenngleich zugegeben werden mu1 da der ,darwinismus noch keineswegs mit demselben den ,schpfungsbegriff umstt4 ,bekanntlich war ,darwin gottesglubig und mu wohl angenommen haben1 da der schaffende ,gott eben die langsame ,entwicklung dem beseelten ersten ,lebenskeime eingehaucht hat1 wodurch das ,schpfungswunder wahrlich nicht weniger staunenswert und herrlich erschiene4 ,was dem glubigen ,naturforscher ,demut abzwingt1 ist eben das ,wunder der unendlichen ,entwicklungsmglichkeit des ,lebens1 der ,milliarden ,variationen am gleichen ,typus1 der ,unerschpflichkeit der ,mittel zum ,anpassen an unzhlige ,widerstnde und geheime ,schwierigkeiten1 endlich das unverkennbare ,zweckbewutsein der sich vorwrts entwickelnden lebendigen ,masse4 ,die ,schpfung1 die der ,gottesmann im ,herzen trgt als einmalige fr ihn denkbare ,mglichkeit der ,entstehung von ,welt und ,mensch1 ist eben fr den ,naturforscher stndig fr einst1 jetzt und alle ,zeiten stumm am ,werke2 das ist eigentlich der ganze ,unterschied4 ,eine ,frage trennte die beiden ,weltanschauungen1 aber viel tiefer und scheinbar unberbrckbar1 uferlos3 das ist eben jene schon angedeutete3 kann wirklich der ,menschengeist als eine hhere ,stufe ,tiergeist definiert werden8 ,es mge mir erlaubt sein1 einige ,grnde beizubringen1 welche gegen eine solche ,auffassung von der einfachen ,steigerung der ,tierseele in die ,menschenseele sprechen4 ,unstreitig sind in den nervsen ,apparaten1 welche das ,leben im ,tiere und im ,menschen regulieren1 eine groe ,anzahl ,einrichtungen und ,funktionen anzutreffen1 welche vllig identisch arbeiten und nur gradweise ,unterschiede erkennen lassen1 alle ,sinnesorgane1 alle ,reflexe und automatischen ,bewegungen1 alle bewuten oder unbewuten ,mechanismen des ,stoffwechsels und der ,fortpflanzung1 die ,mechanismen der ,liebe und des ,hungers--alle diese anatomischen und funktionellen ,dinge sind gleicherweise im ,nervenapparat von ,tier und ,mensch vorhanden3 manchmal dies oder jenes beim ,menschen vollkommen und hher entwickelt1 manchmal--und das ist sehr bemerkenswert--auch in entschieden hherer ,entwicklung beim ,tier als beim ,menschen1 z4,b4 der ,gesichtssinn beim ,raubvogel1 die ,witterung bei ,hund und ,reh1 die ,automatien der ,bewegungen bei der fallenden ,katze1 beim ,hund und ,pferd#a4 ,wo aber liegen denn die eigentlichen ,unterschiede zwischen ,tier- und ,menschenseele1 dergestaltige ,abweichungen1 da von einem ,gradunterschied gar nicht die ,rede sein kann8 ,wir meinen1 da es offenkundig genug ist1 da solche essentiellen 7wesentlichen7 ,unterschiede in ,hlle und ,flle bestehen1 welche alle auf ein einheitliches ,prinzip zurckzufhren sind4 ,der ,unterschied wird bemerkbar zunchst in rein historischem ,sinne3 alle ,daten der ,geschichte beweisen1 da der ,mensch sich zum mindesten in bezug auf seine ,lebensgewohnheiten im ,lauf relativ sehr kurzer ,zeitlufe grndlich verndert1 da er sozusagen seine ,lebensweise in breitesten ,grenzen aktiv vorrckt1 whrend das ,tier von ,anbeginn seines ,auftretens auf der ,erde1 vom ,moment1 an wo der ,hirsch ,hirsch1 der ,vogel ,vogel war1 aktiv an seiner ,lebensart nicht das geringste gendert hat4 ,nicht einmal ,ortsvernderungen1 geschweige ,nahrung1 ,liebesleben1 ,wohnungsverhltnisse1 ,bewegungsmittel usw4 haben die geringsten1 aktiven ,variationen erfahren4 ,funote #a3 ,ein ,beispiel dafr war im ,zirkus ,schumann vor einiger ,zeit zu sehen4 ,auf einer von langsamer ,drehung zu immer rasenderer ,eile getriebenen ,drehscheibe wurden erst ,menschen und dann ,tiere postiert4 ,whrend die ,herren der ,schpfung sehr bald abgeschleudert wurden1 vermochten die ,tiere sich durch schnellste ,anpassung an die ,bewegung auf dem ,platz mhelos auf der sausend rotiereuden ,drehscheibe galloppierend zu halten4 ,man kann also sagen3 ,die ,lebensbedingungen der ,tiere waren in historischen ,zeiten konstant1 whrend ein berirdischer ,historiograph den ,pfahlbauer und den kommandierenden ,general zu ,pferde wahrscheinlich fr zwei ganz verschiedene ,lebewesen mit ,recht verzeichnen wrde4 ,ebenso stabil ist das ,tier geblieben von ,anbeginn seines ,auftretens in bezug auf die ,erkenntnis seiner ,stellung zum ,weltganzen1 whrend der ,mensch sein ,verhltnis zur ,natur um ihn und in ihm einer dauernden ,betrachtung unterzogen hat1 was ihn neben anderem auch dazu gefhrt hat1 ,herr von ,tieren und von ,naturkrften zu werden1 wovon bei ,tieren in beiden ,hinsichten auch nicht das geringste zu bemerken ist4 ,fgen wir hinzu1 da bei ,tieren nichts zu sehen ist von einer bewuten ,kunst und bewuten ,ethik 7alle darauf bezglichen ,beispiele gehren in das ,gebiet automatischer1 reflektorischer ,nerventtigkeiten1 sind also ,handlungen aus ,mechanismen1 nicht aus ,motiven heraus71 so meinen wir die hervorstehenden differenzierenden ,merkmale zwischen ,tier- und ,menschenseele wenigstens symptomatisch angegeben zu haben4 ,worauf beruhen nun diese erkennbaren ,unterschiede8 ,folgen wir dem ,entwicklungsgedanken1 so mu mit dem ,menschen eine durchaus neue seelische ,kraft aufgetreten sein1 es mu mit ihm ein ,prinzip zur ,erscheinung und ,wirkung gekommen sein1 von dem vor seiner ,erschaffung nichts auf der ,erde beobachtbar gewesen sein kann1 weil alles1 was mit dem ,menschen entstand1 erst durch dieses neue ,prinzip mglich wurde4 ,wenn wir nicht annehmen wollen1 da wirklich das1 was wir ,menschenseele nennen1 ein ,ding fr sich ist1 ein metaphysisches1 unerhrtes ,wunder1 mit dem uns der ,geist der ,natur begabt hat--eine ,anschauung1 welche wohl unwiderlegbar sein drfte als die eine denkbare ,mglichkeit--so mssen wir zum ,erfassen einer anderen ,mglichkeit eine ,hypothese einfhren1 welche vielleicht wahrscheinlicher und einfgbarer in den ,entwicklungsgedanken ist1 als jene des unvermittelten ,eingreifens einer bernatrlichen ,macht in den ,ablauf der ,dinge4 ,machen wir uns zuvrderst einmal die seelische ,stellung des ,menschen zum ,weltganzen ganz klar4 ,das ,wunderbarste und ,verblffendste an dem ,verhltnis einer schpferischen ,natur zum ,menschen ist die ,tatsache3 da sich das fortentwickelnde ,leben ,organe 7,nervensubstanz1 ,gehirn1 ,seele7 geschaffen hat1 die fhig sind1 dieses ,leben zu begreifen1 die durch ,entwicklungen seelischer ,kraft dazu gefhrt haben1 da die entwickelte ,materie sich selbst begreift4 ,nehmen wir einmal an1 um ein ,bild zu gebrauchen3 ,die ,sonne wre der ,quell aller ,dinge1 so bestnde das ,wunder darin1 da die ,sonne sich das ,menschenauge zu einem ,spiegel ihrer eigenen ,schnheit und aller ihrer ,eigenschaften erschaffen habe4 ,so schuf die gesamte ,natur den ,menschengeist1 um sich in ihm ihrer selbst und ihrer ,gesetze allmhlich ganz bewut zu werden4 ,es knnte fraglich sein1 ob dieses ,wunder nicht nur auf der ,erde und keinem anderen ,gestirn geschehen ist1 so da die kleine ,erde doch der geistige ,mittelpunkt des ,universums sein knnte1 sein einziger ,spiegel4 ,denn unstreitig ist der ,mensch fhig1 sich von der ,gesamtnatur1 von den letzten ,dingen eine ,vorstellung zu machen1 in sich ein ,bild der ,welt aus seinen ,gedanken zu erzeugen4 ,wenn man nun bedenkt1 da jeder unserer ,gedanken in seiner ,entstehung genau so materiell sein mu wie eine vorbeifliegende ,bleikugel1 da er sekundre ,wirkungen haben kann1 welche die gresten materiellen ,katastrophen 7,explosionen1 ,felssprengungen usw47 hervorrufen1 so erhellt erst recht der kolossale ,schritt1 welchen die ,natur in der ,hinzufgung der seelischen ,kraft zur ,entwicklung gemacht hat4 ,wenn wir nun nicht zugeben wollen1 da eben diese ,kraft der sich selbst bewute ,geist des ,schpfers ist1 womit alle ,forschung aufhren wrde1 so ist man gezwungen aus einem anderen1 weniger bernatrlichen ,prinzip heraus das ,auftreten der menschlichen ,fhigkeiten in der ,kette der ,entwicklungen wenigstens hypothetisch zu erklren4 ,da die bei ,tieren beobachtbaren psychischen ,ttigkeiten nicht ausreichen1 um die ,seele des ,menschen als eine ,steigerung dieser ,ausbungen zu definieren1 da wir andererseits von einem ,eingreifen einer metaphysischen ,macht absehen wollen1 so bleibt nichts brig1 als der ,nervensubstanz der menschlichen ,seelenorgane eine im ,tier nicht beobachtbare neue ,funktion zuzuschreiben4 ,diese neue ,funktion ist die ,fhigkeit der menschlichen ,nervenmasse1 nicht nur in der einen ,richtung von der ,reizstelle zum ,wahrnehmungszentrum zu schwingen1 sondern auch in umgekehrter ,richtung vom ,wahrnehmungszentrum zur ,reizstelle bewegt zu werden4 ,auf dieser ,funktion beruht unsere ,fhigkeit1 z4,b4 ein ,pferd mit ,farbe1 ,form1 ,schatten und ,licht und allen anderen ,eigenschaften nicht nur zu sehen1 sondern es auch von nunmehr neu zu erzeugen4 ,gerade wie im ,kinematoskop durch ,abrollen von tausend ,einzelbildern eine wirkliche ,form und ,bewegung eines tatschlichen ,bildes entsteht1 so ist der ,mensch1 und nur er allein1 imstande1 von innen heraus1 aus dem funktionellen ,betrieb seiner ,ganglienzellen heraus die ,welt mit allem1 was wahrgenommen und gedacht werden kann1 neu entstehen zu lassen4 ,mit einem ,worte3 die ,phantasie1 als eine besondere ,funktion der menschlichen ,nervensubstanz erfat1 ist es was den ,menschen aus dem ,tierreich so hoch und herrlich heraushebt1 da man wohl sagen darf3 gewi ist der ,mensch tierisch in seiner physischen ,natur1 aber er ist ,gottes ,ebenbild in seiner psychischen ,natur4 ,wohl ist er das hchste ,tier1 aber zugleich auch eine ,vorstufe zu hheren ,wesen4 ,das letzte ,tier der ,erde1 der erste ,gott dieser ,welt1 das ist der ,mensch6 ,,glaube ,,und ,,wissenschaft ,die ,stellung des ,menschen und des seiner ,beobachtung ,zugnglichen im ,weltganzen zu begreifen--diese uralte ,sehnsucht ist der gemeinsame ,quell alles ,wissens und jeden ,glaubens4 ,wie zwei sich ewig befehdende ,kniginnen im ,geisterreiche stehen sie sich gegenber und sind doch ,geschwister von derselben ,mutter aller ,erkenntnis--der ,kausalitt--geboren1 ,glaube und ,wissenschaft4 ,da bisher nie ein ehrlicher ,friede zwischen diesen beiden ,denkungsarten und ihren ,vertretern mglich war1 ist im ,grunde um so verwunderlicher1 als es ja bei gleichem ,ursprung und bei gleichem ,ziel eigentlich nur ein ,streit um die ,methode ist1 der sie trennt4 ,was bei dem ,glauben die innere1 selige berzeugung1 die ,ahnung1 die ,offenbarung ist1 das ist beim ,wissen die widerspruchslose ,hypothese1 die alle ,erscheinungen deckende gedachte ,gesetzmigkeit4 ,sind das nicht im ,grunde vielleicht dieselben ,funktionen unseres ,seelenapparates1 die in dem einen wie dem anderen ,falle zu einer unverrckbaren ,einstellung unserer logischen ,ttigkeiten auf einen bestimmten ,zentralpunkt fhren1 der in der ,art zwingender ,selbstsuggestion die ,ausgangsstelle aller ,schlufolgerungen darstellt8 ,nichts ist machtvoller als die ,formel4 ,sie reit den einzelnen in unwiderstehlicher ,suggestivkraft in den ,bann ihrer ,kreise1 sie hat infektise ,kraft und vermag die ,massen in geradezu epidemischer ,weise unter ihr ,banner zu zwingen1 wie eine ,armee unter das ,symbol einer ,fahne4 ,was mag das ,wesen der ,formel1 des ,schlagwortes1 des erlsenden ,gedankens1 der ,suggestion eines sich aufzwingenden1 epocheschaffenden ,begriffes sein8 ,wenn der ,entwicklungsgedanke richtig ist1 so ist ,denken ein ,wachstum1 so gehrt ein ,heranreifen der einzelnen ,elemente unseres ,denk- und ,empfindungsorganes dazu1 um einen ,gedanken1 d4 h4 dem ,zusammenklang so und so vieler ,akkorde erzitternder ,ganglienelemente die immer ntige ,resonanzflche zu schaffen4 ,das geschieht1 wenn die ,zeit gekommen ist1 wenn das ,ackerfeld des augenblicklichen ,entwicklungsstandes des organischen ,saatfeldes vorbereitet ist fr den neuen ,keim4 ,das ,aufdmmern neuer ,kombinationen von ,ganglienttigkeiten in einem ,gehirn 7dem genialen71 das erstmalige ,aufleuchten anschlubereiter1 bisher nicht durchleuchteter ,gebiete wrde verlschen wie eine ,sternschnuppe an dem ,horizonte des ,bewutseins der ,mitlebenden1 wenn nicht im ,stillen gleichmig eine ,zndflche in mitgeborenen ,gehirnen geschaffen wre2 wie es ja oft genug geschehen ist1 da entwicklungsgeme ,gedanken erst ,jahrhunderte spter ein tragfhiges ,ackerland in den ,seelen der ,nachgeborenen erhalten haben4 ,diese ,zndkraft wohnt genialen ,gedanken eben deshalb inne1 weil die ,entwicklung der meisten ,gehirne einer ,epoche ziemlich gleichmig herangediehen ist an die letzte1 entscheidende ,auslsung1 die nur ,einem1 manchmal auch ,mehreren 7nur ,unkundigen berraschend durch ihre ,gleichzeitigkeit7 gelingt4 ,jahrhunderte lang kann eine ,idee vorbereitet sein1 bis in einem ,geiste der ,prometheusfunke durchbricht1 und wie einst ,goethe gesagt hat3 das ,auge mu sonnenhnlich sein1 wenn es die ,sonne zu sehen vermag1 so fllt dieser ,funke auch in nervse ,systeme1 welche spezifisch empfnglich sind fr das ihnen gebrachte ,licht4 ,das ist dann in der ,tat ein ,vorgang1 der mit der ,infektion durchaus vergleichbar ist1 weil auch bei ihr eine ,disposition unbedingt dem ,haften des ,ansteckungsstoffes vorangehen mu4 ,formeln also1 welche in der ,entwicklungsrichtung der menschlichen ,geistesapparate gelegen sind1 sind deshalb so suggestiv1 weil ja die ,mitgehirne schon warten auf einen ,anschlureiz1 dem sie entgegengewachsen sind4 ,ist diese ,anschauung von dem buchstblichen ,heranwachsen der ,geisteselemente zu neuen ,aufgaben richtig1 und alle ,forschung und ,erfahrung scheinen sie zu sttzen1 so kann man sagen1 da alles ,objektive1 alles sogenannte ,allgemeingltige naturgem einem ,wandel unterworfen ist und da das ,objektive bei seinem erstmaligen ,auftreten zunchst erst die ,wahrheit eines ,einzelnen1 d4h4 etwas durchaus ,subjektives gewesen ist4 ,die eine ,wahrheit anerkennende ,mitwelt steht also unter der ,suggestivkraft eines ,genies1 solange bis eine noch zwingendere subjektive ,kombination diese ,wahrheit auf ,zeit ablst4 ,dieser ,tatbestand trifft nun den ,glauben ebenso wie die ,wissenschaft4 ,in groen ,perioden wechselt der ,glaube ebenso wie die ,wissenschaft ihr ,gewand4 ,da die ,sehnsucht1 das ,rtsel der ,welt zu lsen1 in jedem ,glubigen nicht minder wie in dem ,wissenschaftler die ,ursache der ,annahme dieser oder jener ihn ganz erfllenden berzeugungen ist1 so kann es nicht wundernehmen1 da eine groe ,reihe von ,parallelen sich aufstellen lassen zwischen der ,entwicklungsgeschichte der ,religion und der ,wissenschaft4 ,da es sich aber um dieselbe ,funktion der ,seele in beiden ,fllen handelt1 so kann die ,berufsfrbung1 welche unabnderliche ,vorgnge unseres ,geistesapparates erfahren1 nicht weit genug gehen1 um diese ,gleichrichtung des inneren funktioneilen ,betriebes zu verwischen4 ,ich kann an dieser ,stelle nicht diese funktionelle ,parallele zwischen ,wissenschaftlern und ,glaubensmnnern bis ins ,einzelne durchfhren1 es mge gengen1 auf einige naheliegende hnlichkeiten hinzuweisen1 um wieder einmal daran zu erinnern1 wie mig es eigentlich im ,grunde ist1 wenn1 wie das so oft geschieht1 zwischen ,theologen und ,naturforschern gespannte und sich gegenseitig exkludierende ,feindseligkeiten erffnet werden4 ,ich wrde nicht wagen1 den lieben ,gott vom ,standpunkte der ,wissenschaft eine zwar wahrscheinliche1 aber unbewiesene ,hypothese zu nennen1 wenn nicht ein ,mann1 dem es um den ,namen ,gottes heiliger ,ernst ist1 den ,spie mit vollem ,recht sofort umkehren und der ,wendung ihre blasphemische ,schrfe nehmen knnte1 indem er einem solchen ,naturforscher antwortete3 ,umgekehrt1 lieber ,freund1 mit jeder deiner ,hypothesen umschreibst du nur den ,gottesgedanken4 ,da in der ,tat eine ,wissenschaft ohne ,hypothese niemals zu grundlegenden ,gesetzen kommen wrde1 es bisher auch nicht mglich war1 ,wissenschaft ohne ,hypothese zu treiben1 so mu man zugeben3 auf beiden ,seiten ist ein groer ,unbekannter1 und je nach ,temperament und ,erziehung wird auf der einen ,seite mit ,ehrfurcht personifiziert und symbolisiert und auf der anderen ,seite mit khler ,logik analysiert1 was brigens die ,ehrfurcht nicht ausschliet4 ,in beiden ,fllen aber ist eine gedachte1 substituierte1 der ueren ,erfahrung nicht zugngliche1 nicht beschreibbare1 fabare und erkennbare ,grundmacht der ,urgrund aller ,dinge4 ,ist die hypothetische ,durchdringung aller ,materie mit dem ther1 seine ,erfllung des ,weltraumes an jeder ,stelle etwas anderes als die ,allgegenwart ,gottes1 nur in naturwissenschaftlicher ,formel8 ,ist das ,gesetz von der ,erhaltung der ,kraft nicht der uralte ,unsterblichkeitsgedanke nur in physikalischer ,fassung8 ,gibt es eine besondere ,lebenskraft1 und die moderne ,naturwissenschaft nhert sich mit dem ,neovitalismus bedenklich dieser ,mglichkeit1 so ist die ,unsterblichkeit auch geistiger ,funktionen nicht mehr auer dem ,bereiche naturwissenschaftlicher ,denkweise4 ,der ,glaube an die ,einheit der ,kraft 7,monismus71 hat er nicht verzweifelte hnlichkeit mit dem ,monotheismus der ,juden1 dem ebenso ein ,polytheismus voranging1 wie dem ,monismus eine auf viele ,einzelkrfte aufgebaute ,kraftlehre8 ,und weiter--der nie verschwindende ,dualismus der ,philosophie1 die ,gegenberstellung von ,kraft und ,stoff1 von ,gott und ,teufel1 von ,energie und ,widerstand1 sind es nicht alles ,bezeichnungen fr funktionelle ,vorgnge in unserer ,seele1 welche jedem ,menschengehirn eingewurzelt bleiben1 mag ,zufall und ,wahl seine ,trger nun zur ,gemeinschaft von ,priestern oder von ,naturwissenschaftlern gefhrt haben8 ,es ist eine nicht mehr zu bestreitende ,tatsache1 da die ,naturwissenschaft ebenso dogmatisch sein kann wie die ,kirche4 ,das eigensinnige ,festhalten an ,voreingenommenheiten1 berlieferungen und bequemen ,gewohnheiten ist eben ein allgemein menschliches ,hindernis fr den ,fortschritt1 ganz gleich1 ob es sich in ,kirche1 ,staat oder ,laboratorium bekundet4 ,wir haben ,unfehlbarkeitsanwandlungen hier wie dort1 und die ,ppste der ,wissenschaft sind nicht weniger intolerant gewesen als die der ,kirche und sind es noch4 ,es gibt ,wissensmonopole ebenso1 wie es ,erkenntnismonopole gibt4 ,die konsequenten ,negierer in der ,wissenschaft sind die ,zwillingsbrder der ,atheisten4 ,der ,wille zur ,macht ist auf den ,akademien nicht weniger am ,werke als in den ,konsistorien4 ,die ,intoleranz1 die ,proselytenmacherei1 die ,verketzerung anders ,glubiger und tausend andere ,menschlichkeiten hier wie dort4 ,alle diese ,beispiele beweisen schlagend1 da die allgemein menschlichen ,funktionen einer ,seele1 die ,art des mechanischen ,ablaufes geistiger ,bestrebungen nicht durch den ,beruf oder das ,amt wesentlich modifiziert werden knnen1 da die menschliche ,seele als ,funktion eine ,einheit bedeutet1 da alle ,menschlichkeiten in jedem ,beruf sich ereignen mssen und da im speziellen der ,priester mit dem ,vertriebe und der ,propaganda seiner ,lehren nicht anders verfhrt als der ,wissenschaftler4 ,nirgends wird die ,parallele dieser ,funktionen deutlicher als in einem ,vergleich zwischen ,priestern und rzten1 die beide als die praktischen ,verwirklicher religiser oder wissenschaftlicher ,ideen zu gelten haben4 ,es mge ein kurzer ,vergleich dieser beiden ,berufsarten hier gestattet sein4 ,weniger die ,priester als die rzte drften erstaunt sein1 wenn man den ,nachweis versucht1 da diese beiden ,ttigkeiten tief im ,wesen verwandt und verkettet sind1 nicht nur durch die gemeinsame ,frsorge um den ,einzelnen1 dort in seelischer1 hier in krperlicher ,beziehung2 ein ,vergleich1 der sich geradezu aufdrngt und nicht nur in der ,forderung wurzelt1 da in jedem ,arzt etwas ,priesterliches sein msse1 sondern viel mehr noch in der ,methode der ,einwirkung auf den seelisch und krperlich ,notleidenden bei nherem ,zuschauen offenbar wird4 ,die ,gleichheit liegt in dem ,angriffspunkt des menschlichen ,elends1 des ,leids1 des ,kummers1 der ,not1 des ,schmerzes bei beiden4 ,der ,priester trstet die ,seele und hypnotisiert sie1 reit sie hinweg mit den befreienden ,ideen des ,hinweises auf ein ,jenseits1 auf eine ausgleichende ,gerechtigkeit im ,reiche hherer als irdischer ,mchte1 psychologisch gesprochen1 er erhebt die ,seele ber die ,gegenwart mit der ,suggestion einer groen ,hoffnung1 gegen welche das ,irdische in ein ,nichts versinkt1 und der ,arzt erreicht mit dem ,schlaf1 direkten chemischen ,alterationen des ,gehirns1 mit ,morphium1 ,narkose und ,anstheticis eine funktionell der ,hypnose ganz nahe stehende ,bewutseinstuschung ber den ,zustand der ,gegenwart4 ,in dem einen ,falle ,hypnose auf dem reflektorischen ,wege durch ,gedankenbertragung1 in dem andern auf dem ,wege der chemischen ,alteration der ,hirnfunktion4 ,dinge1 die in ihrem ,mechanismus vielleicht verwandter sind1 als man heute noch allgemein zugeben mchte4 ,verfasser hat den ,versuch unternommen1 fr die ,narkose1 fr die ,schmerzlosigkeit ,prinzipien aufzustellen1 welche auch fr die ,giftwirkungen die ,auslsung physikalischer ,vorgnge bedeuten1 und glaubt damit alle ,formen der ,bewutseinseinschlferung auf einen einheitlichen ,mechanismus1 den der physikalischen ,hirnhemmung zurckgefhrt zu haben1 so da einem ,menschen auf dem ,wege der ,verbalsuggestion ,trost zu bringen1 fr den ,seelenmechanismus nichts anderes bedeutet als die ,einverleibung gewisser beruhigender ,medikamente3 in beiden ,fllen geschieht ein ,appell an denselben ,mechanismus3 ,eindmmung1 ,einengung1 ,blendung1 ,hemmung des ,bewutseins4 ,was ,priester und ,arzt gro und mchtig macht1 ist dasselbe3 die starke1 suggestive ,kraft ihrer ,persnlichkeit1 welche in beiden ,fllen trotz aller zwingenden ,gewalt der ,heilmittel im letzten ,grunde nicht entbehrt werden kann4 ,der eine hat sein ,trostmittel1 die ,religion1 der andere sein ,heilmittel in der ,hand2 wie sie aber wirken1 ist nicht allein im religisen ,gedanken an sich1 nicht allein im ,heilstoff an sich begrndet1 sondern bedarf in beiden ,fllen der ,zutat tiefgreifender ,glaubensstimmung1 welche erst recht die ,pforten der ,seele ffnet fr den ,eingang der ,heilswahrheiten und -,wirkungen4 ,die ,sonne der ,hoffnung mu von beiden gleichermaen belebend in das ,dunkel der verzagten ,seele ausstrahlen4 ,wie oft ist die fromme ,lge1 die ,heiligung der ,mittel durch den idealen ,zweck den ,priestern gerade von den freidenkerischen rzten vorgeworfen worden1 und welchen ,arzt gbe es1 der um ein ,stck frommer ,lge1 um eine gute ,dosis bestgemeinten ,jesuitismus herumkme8 ,nein1 ganz gewi ist der ,arzt berufen1 das ,erbe des ,priesterstandes auf sich zu nehmen1 und wird dieser ,funktion nicht eher gerecht1 als bis er bewut und ohne ,verschleierung den ,methoden der ,glaubensmnner in gerechter ,wrdigung mehr ,ehrfurcht als bisher zu zollen bereit ist4 ,ist wirklich die ,wirkung aller der herrlichen ,heilquellen so wesensverschieden von dem ,lourdes der ,glubigen8 ,ist nicht mancher ,kurort wie ein ,wallfahrtsort1 ja spielt nicht das ,rezept bisweilen die ,rolle eines ,ablazettels fr ,snden des ,genues1 hat nicht die ,medizin immer noch den alten1 psychologisch auch tief begrndeten ,brauch1 hier und da ,rezepte zu verschreiben1 ut aliquid fieri videatur8 ,wie viele ,glubige pilgern im ,sommer nach ,karlsbad oder ,marienbad mit der stillen ,hoffnung1 die hier vergebene ,snde im folgenden ,winter reichlich nachholen zu knnen6 ,die ,medizin kennt ,ppste und ,episkopate2 der ,glaube an die ,chemie ist so stark und dogmatisch1 wie nur irgend eine ,heilswahrheit1 und die ,zeiten sind dagewesen1 wo wissenschaftliche berzeugungen die ,herrschergewalt von ,staatsreligionen besessen haben1 in denen ,ketzern und ,andersglubigen der wissenschaftliche und materielle ,ruin sicher war4 ,an die ,stelle des ,totmachens durch die ,inquisition und des ,ketzergerichts ist oft genug das noch wirksamere ,totschweigen getreten1 der ,boykott1 das ,abrcken1 das ,verfehmen1 das in modernen ,zeitlufen1 nur scheinbar schonender1 dem ,protestanten den ,strick oft genug gedreht hat4 ,die ,geschichte aller ,wissenschaften kennt ,beispiele von krassester ,dogmatik1 ,ketzerhinrichtung und ,bannbullen1 und die ,szene des zum ,widerruf gezwungenen ,galilei wiederholt sich alle ,jahrhundert mehrmals4-- ,ist hier an einem ,beispiel gezeigt1 wie nahe sich in praktischer ,anwendung ,wissenschaft und ,glaube berhren1 so ist ihre ,verkettung in ideeller ,hinsicht eine noch viel weiter und tiefer gehende4 ,die ,vertreter echter ,wissenschaft sind von jeher dem ,felde ihrer ,probleme genaht mit einer tiefen und heiligen ,ehrfurcht1 die sich in psychologischer ,hinsicht nur wenig unterscheiden drfte von dem ,gefhl der ,demut1 mit welchem der echte ,priester vor den ,altar tritt4 ,ja noch mehr1 dem ehrlichen ,forscher wird mit dem ,zuwachs seines ,wissens stets ein ,staunen ber den unbegreiflichen ,reichtum der ,natur ,hand in ,hand gehen1 und eine ,kette von ,offenbarung und ,wundern wird ihm die durchforschte ,auenwelt aufweisen1 genau wie dem ,religionsmann die tiefdurchsonnene ,innenwelt4 ,so weit der sprende ,spaten auch reicht1 berall wird er auf ,granit des ,unergrndlichen im letzten ,sinne stoen und wird1 falls er gerecht ist und fhig1 die ,probleme psychologisch zu begreifen1 in hchster ,toleranz ,jedem sein ,recht lassen1 sich ber undefinierbare ,dinge eine ,meinung nach seiner ,fasson zu machen4 ,denn er wei1 da ,dinge des ,gemtes und der ,phantasie weder zu sttzen noch zu widerlegen sind mit den ,waffen des ,intellektes4 ,es gibt eine ,einheit des wissenschaftlichen und des religisen ,denkens1 die sie beide der ,kunst nhert3 die ,phantasie4 ,ohne sie gbe es keinen neuen1 fruchtbaren ,gedanken1 ohne sie wre aber auch kein ,glaube mglich4 ,dieser schpft aus den ,tiefen des ,gemtes1 jener aus denen des ,verstandes4 ,nie wird eine ,wissenschaft das religise ,empfinden auslschen knnen1 nie aber auch kann ein ,glaube den ,resultaten der ,wissenschaft sich entgegenstellen4 ,ein ,mann des ,gottesglaubens1 wie ,goethe1 konnte ein fruchtbarer ,forscher sein1 und ein ,mann der khnsten ,gedanken der ,wissenschaft1 ein ,newton1 konnte ein strengglubiger ,kirchengnger sein4 ,,rausch ,rausch--welch ein wunderbares1 eine ,flle tonmalerischer ,anklnge in sich bergendes und weckendes ,wort6 ,ein ,lautsymbol merkwrdigster und tiefgreifendster ,art4 ,tauchen aus ihm doch ,laute empor und klingen ans ,ohr1 die an ein schumendes ,wehr1 an ein gurgelndes ,wellenspiel1 an ein im ,sturme zitterndes ,blttermeer gemahnen1 hnlich wie ein diskretes ,parfm von ,veilchen die dazu gehrige ,wiese und den ,wald1 ,himmelsblau und ,freiheitsgefhl der ,seele aufzuntigen vermag4 ,wie treffend1 ja erschpfend wird in diesem ,sprachgebrauch der eigentliche ,seelenzustand1 der den ,rausch bedingt1 und den wir gleich kennen lernen werden1 direkt beschrieben1 einfach und fast sicherer1 als es die kompliziertesten ,hilfsbegriffe der ,wissenschaft zu tun vermchten4 ,woher stammt der ahnenden ,seele der ,volkssprache diese tiefgrndige ,weisheit1 da sie oft schon alle ,geheimnisse vorgeahnt zu haben scheint1 welche die grbelnde ,wissenschaft auf mhsamen ,umwegen oft auch nicht tiefer zu entschleiern vermag8 ,eine ,frage1 die uns zwingt1 anzunehmen1 da unsere ,sprachbegriffe vielfach nichts anderes sind als eine symbolische ,projektion psychologischer ,vorgnge im inneren ,rderwerk der ,seele nach auen4 ,frwahr1 die ,sprache ist eine der reichsten ,fundgruben unserer ,seelenkunde1 wenn auch bisher noch eines ,bergmannes harrend1 all ihre ,schtze zu heben4 ,das mag einmal beleuchtet werden an diesem ,beispiel der ,beziehungen der berauschten ,seele zum ,rauschen und ,brausen bewegter kleinster ,teilchen1 mgen es nun ,tropfen der ,regenflut1 ,halme des ,grases1 schwingende ,saiten der olsharfe oder die zitternden ,phosphorsternchen im ,filigran unserer ,seele1 die ,ganglien des ,gehirns1 sein4 ,wer doch einen ,blick hinein tun knnte in den feinmaschinellen ,przisionsbetrieb der fnfzehn ,millionen schwingender1 webender1 gleitender1 aufzuckender und aufleuchtender kleinster ,ganglienkugeln da hinter dem steilen ,altar unserer ,gedanken2 etwa hinter die ,stirn eines vollendet arbeitenden ,gehirnes1 das dem eines ,goethe1 eines ,helmholtz1 eines ,beethoven ebenbrtig wre6 ,wer nur1 wie der denkendste aller ,dichter1 ,hebbel1 zum schlafenden ,kinde sagt1 einmal in seine ,trume sehen knnte--dem wre alles1 alles klar6 ,denn1 was nutzt es uns1 das ,gehirn der ,abgeschiedenen hin und her zu wenden1 es in feinste ,scheibchen zu zerschneiden--im lebendigen ,spiel1 in jauchzender ,arbeit1 im ,rausch des ,lebens mten wir es schauen1 wollten wir den ganzen ,gespensterreigen in dem geheimnisvollen ,gef erhabenster ,gedanken berblicken6 ,und doch3 die ,technik unserer ,tage1 emporgereift zu einer ,werkstatt gar fr ,menschenflgel durch das ,reich der ,luft1 an ihrer ,spitze die ,elektrizitt1 gibt uns vielleicht doch ,bildermaterial und ,zeichenstifte genug1 um freilich in den ,kinderschuhen der naivsten ,erkenntnis einmal den ,versuch zu wagen1 so etwas wie einen ,rundgang durch den ,bildersaal des seelischen ,betriebes zu unternehmen4--,da hngen die ,millionen feinster kleiner ,sternchen 7,ganglienkugeln7 in einem ,maschennetz1 so zart1 da ,spinngewebe dagegen ,schiffstaue oder ,ankerketten sind2 wie feinste ,trubchen im ,spalier1 wie ,windenblten am ,drahtgitter sind sie ausgest und senden aufleuchtend ihre ,feuerstrhlchen aufeinander zu4 ,denn wenn der millionenfach gespaltene ,fingerstrahl der ,sonne1 umgeformt in ,millionen ,arten von ,auenweltreizen oder ,innenweltgeschehnissen1 an ihre ,aufhngeschnrchen rhrt1 dann blitzen sie vielleicht auf mit hellen oder dunklen ,lichtwellen 7die gibt's jetzt nmlich auch71 zittern und machen es wie die ,sender und ,empfnger der ,marconi-,platten3 sie haben sich etwas mitzuteilen1 irgendeine ,form der ,milliarden ,mglichkeiten von ,bewegungswellen1 von ,rhythmen1 von ,interferenzen und harmonischen oder disharmonischen ,vorgngen auerhalb dieser mikroskopisch kleinen ,telephonzentrale der ,seele4 ,da klingen an oder leuchten auf vielleicht allein #djjj solcher ,sandkrnchen der ,weisheit gleichzeitig1 und dann wei es die ,seele3 der ,menschenfinger hat eben etwas glhend ,heies gefat1 #ejjj ,muskelumschalter kurbeln schnell die ,scheinwerfer der ,erkenntnis1 die ,augen1 auf den ,fingerpunkt1 und indem andere ,tausend fr blitzschnelles ,rckwrtssteuern der ,handbewegung sich zitternd ins ,zeug legen1 meldet der reflektierte ,strahl an die ,netzhaut im ,auge und an die dahinter liegenden anderen #aj ,tausend1 #ajj ,tausend1 #ajjj ,tausend ,sternchen1 alle in verschiedenen ,kombinationssystemen aufgescheucht1 die ,antwort3 heie ,ofentr1 ,blutzufuhr einleiten1 ,blasen bilden1 l aufstreichen1 zum ,doktor gehen6 ,nicht wahr8 das ist zum ,lachen komisch1 und doch ist es ganz ernst3 so und nicht anders vollzieht sich jeder ,vorgang der ,wahrnehmung1 des ,erkennens1 des ,willens1 der ,tat2 und selbst1 wenn die ,knigin der ,seele1 die ,phantasie1 aus den ,himmelsrumen herniedersteigt1 denn nur vom ,geist der ,welten kann sie kommen1 und einen ,funken ihres ,zauberfllhorns in die ,menschenseele trufelt1 dann geht ein wunderbarer ,tanz von ,gruppenganglienglut und -leuchten1 von ,zucken und ,erzittern1 von ,flammen und ,verlschen los in der kleinen menschlichen ,zauberzentrale1 ganz hnlich wie eben geschildert1 nur da hier das ,spiel innerlich vom ,zauberstab gleichsam verdichteter1 kristallischer und sich wieder lsender ,erinnerungen erregt wird4 ,werfen wir nur noch einen ,blick in unser ,bilderbuch4 ,was ist hier geschehen8 ,mit einem ,male flutet alles regellos1 ungeordnet1 strudelnd durcheinander4 ,die ,meldungen sind ganz sinnlos1 whrend #ajjj ,zellen ,stiefel leuchten1 knden andere ,mondkalb1 ,schweinebraten1 ,fis dur2 die ,finger- und ,armkrne zucken1 die ,beinregister wirbeln durcheinander1 alle ,begriffe rasen wie ein ,karussell1 und die ,irr-,lichtsucher zucken ringsumher an den ,fenstern des ,seelenarsenals1 ohne die fliehenden ,dinge fassen zu knnen--das ,struwwelpeterbild eines berauschten ,gehirnes6 ,da ist etwas entzwei gegangen1 hnlich wie an einer pltzlich versagenden elektrischen ,lampe1 wie an einem brllenden1 zischenden1 zitternden1 stampfenden ,automobil4 ,in der ,tat3 die ,hemmungen1 die in der ,elektrizittszentrale wie im ,gehirn die ,ordnung garantieren1 sind kaput4 ,so wrde der ,bescheid eines kundigen ,seeleningenieurs lauten4 ,jedes solche ,denksternchen 7,ganglion7 hat nmlich um sich ein ,gespinst von isolierendem ,material 7,hemmungsgeflecht71 wie jeder ,kupferdraht sein ,seidentrikot1 welches ,stromgebung und -empfang reguliert1 und zwar von der groen ,pumpstation aller ,sfte und ,krfte1 dem ,herzen1 her4 ,je nach ,fllung und ,entleerung dieser ,berieselungshllen der ,nervenkntchen in ,gehirn und ,rckenmark sind die ,strahlungsbahnen geschlossen oder jedem ,einfall1 jeder ,vorstellung1 jeder ,handlungsvornahme offen4 ,schade1 da man immer so weit ausholen mu1 wenn man ,fachgelehrsamkeit populr machen will2 die dicke1 dicke ,schale1 die zu durchdringen ist1 lohnt selten den kleinen1 bescheidenen ,wissenskern4 ,jetzt aber sind wir wirklich am ,kern der ,sache4 ,jetzt wissen wir1 was eigentlich physisch geschieht in unserer ,seele1 wenn wir berauscht sind4 ,es ist ein wirkliches ,ganglienstrudeln1 -pltschern und ,aneinanderpoltern hin- und hergeschleuderter ,blttchen im ,orkan der allerverschiedenartigsten ,erregungen1 welche unsere ,hirnzentrale gepackt haben4 ,da kommt beispielsweise die langsam anschwellende ,welle vom ,saftstrom des ,blutes1 sagen wir einmal vom ,magen her mit dem ,alkohol4 ,die kleinen1 anfnglich vom ,willen des ganz vernnftigen ,trinkers1 der sich gerade heute vorgenommen hat1 ausnehmend solid zu sein1 noch gut beschrnkbaren ,dosen des mehr ,leiden- als ,freudenbringers ,alkohol treffen kreisend in den labyrinthischen ,gezweigen des ,blutgefsystemes auch die letzten1 kleinen1 feinen ,seidengespinste um die ,gangliensternchen4 ,die abnorme ,beimengung lt die ,gefnerven ihre ,fhler einziehen1 die ,gefrhrchen werden enger und damit die ,ganglien austauschbereiter1 anschlu7assoziations-7lsterner4 ,da haben wir den ersten ,effekt3 unser eben noch ganz in seiner ,wrde eingekapselter ,tischgeno wird merkwrdig lebhaft1 spricht flssiger als sonst1 ihm fllt auch wohl gar eine hbsche1 neue ,wendung1 eine geistreiche ,nuance ein1 ber die er beinahe selbst erstaunt und selbst geschmeichelt vor ,freude rter wird als sonst2 das gibt ihm ein ,gefhl von ,huttenscher ,lust1 zu leben1 obwohl ihm vielleicht sonst ziemlich alles schief geht2 dieser ,lebensfreudenberschu gibt ihm den ,kupplerrat1 heute einmal nicht so zimperlich zu sein1 dem schnen ,stoff mal kraftvoll auf den ,leib zu rcken1 zumal er ja augenscheinlich immer geistreicher wird1 sein ungehemmter ,geist schwebend leicht ber ,hh'n und ,tiefen aller ,probleme dahinsteuert mit einer ,art selbstanbetender ,schnheitsinnigkeit2 das alles macht die mit den ,einzeldosen steigende ,anschlufhigkeit der ,ganglien2 die ,hemmungsgespinste sind durchlssiger geworden1 sie sprhen sich ,welle um ,welle zu1 in lustig hpfendem ,tanz1 indem der beschleunigte ,puls1 gleich dem schnellenden ,schwanz der munteren ,forelle1 immer mehr rhythmische ,strudel von ,kontaktmglichkeiten 7,assoziationen1 wie das schreckliche ,wort heit7 gibt4 ,die ,leichtigkeit der geistigen ,ein- und ,ausgabe macht unseren ,lebemann zum geistigen und materiellen ,verschwender2 ,selbstberschtzung1 ,renommiersucht1 ,grenwahn verderben die geistige ,atmosphre4 ,nun aber gibt es eine physische ,grenze der ,erregbarkeit der ,gefnerven1 welche diese ,hemmungserleichterung bedingen1 sie schlagen ins ,gegenteil1 in ,lhmung und damit in ,erweiterung der kleinen ,hirndrainagerhrchen um1 und nun wird oftmals ganz unvermittelt unser lchelnder1 jauchzender ,lebensbejaher zu einem ,tiefmelancholischen1 zum tppischen ,mllersknecht mit trgster1 langsamster1 bldester ,telephonleitung4 ,die uglein blinzeln nur noch verschmitzt1 die ,zunge lallt und kndet nur noch die bekannte1 immer wiederholte1 eingleisige ,geschichte1 das ,haupt sinkt und endlich--ein ,kurbelruck an der ,hemmung3 ,falstaff schnarcht mit jenem unpoetischen ,echo1 mit dem die ausgleichende ,natur die ,bacchantenjauchzer zu beantworten pflegt4 ,die langsam vordringende ,hemmung hat ,lichtlein um ,lichtlein am ,seelenhimmel ausgelscht1 ,nebelschleier und ,tarnkappe um die ,funkenstationen gezogen und mit fester ,hand die schrankendurchbrechende ,feuerseele auf die sanfte ,glut des unter der ,intellektasche glimmernden ,unterbewutseins verwiesen4 ,das ist immer dasselbe ,spiel1 oft nur durch manche phantastischen ,exzentrizitten mit dem ,beigeschmack des ,wahnsinns nuanciert1 ob das ,gift nun ,alkohol1 ,morphium1 ,haschisch usw4 usw4 heit4 ,ja1 die ,herkunft des ,alkohols schon frbt den ,rausch spezifisch1 wie denn1 trotz chemisch gleicher ,formel1 ,fuselalkohol und veilchenduftender ,kognak ganz anderen ,anschlag auf der ,klaviatur unseres ,seeleninstrumentes bekunden4 ,es ist brigens bei allen ,rauschgiften so1 als ob dem chemischen ,skelett doch etwas von dem ,himmel und ,erdreich1 unter dem es in der ,sonne reifte1 anhaften bleibt1 so da in der berauschten ,seele des ,menschen sich etwas von der ,heimat der ,trnke kund zu geben scheint1 aus der sie stammen4 ,so haben ,haschisch und ,morphiumtrume immer etwas ,orientalisches in ihren ,motiven1 und der ,kartoffelspiritus verrt pommersche ,derbheit und ,kraft nicht weniger deutlich als des ,rheines ,traube ,heiterkeit und ,frankreichs ,schaumwein seinen perlenden ,geist4 ,aber auch1 was die ,kunst an ,berauschtheit1 an ,lebenserhhung1 ,anschluleichtigkeit und dionysischem ,wahn in uns erzeugt1 spielt sich ganz hnlich im ,kaleidoskop der ,seele ab4 ,was ist ,begeisterung anderes1 als das ,hineingerissenwerden unseres seelischen ,rhythmus in die brausenden1 rauschenden ,wellen einer vollaustnenden1 bermenschlich schnen ,sprache1 in das gleiende ,spiel einer geistsprhenden ,gedankenkunst1 in das se ,wogen und ,wiegen einer hinreienden ,melodik und ,harmonie8 ,im ,mittelma schwingt meine ,seele1 aber die extremen ,rhythmen reien sie zum ,einklang mit jauchzendem ,lustempfinden1 denn jedes ,kunstempfinden1 das ,fesseln des ,alltglichen von meiner ,seele reit1 entfesselt auch den ,prometheus in mir und macht mein ,herz zur ,feuerseele2 darum berauscht die ,kunst4 ,die goldenen ,bltter meiner schnen ,mglichkeiten fliegen rauschend empor1 wenn ihr ,feuerodem mich durchbraust2 nie empfundene1 nie selbst zu erzeugende ,akkorde greift sie auf meiner ,sinnenorgel4 ,sie zeigt mir glhende ,nebel von ,sonnen der ,kleopatra1 die ohne des ,knstlers ,weltallsodem niemals vielleicht in mir ihren mystischen ,spiegel erhalten htten1 sie gibt mir ,farbensymphonien1 die mit mir vielleicht htten sterben mssen1 wenn nicht eines ,gottbegnadeten ,lichterspiel meine ,seele zum reflektierenden ,kristall gemacht htte6--,und das alles durch diese ,wunderwelt von seltenen1 exotischen1 niemals selbst erzeugten ,rhythmen auf allen ,klaviaturen meiner ,sinnesinstrumente4 ,vom ,rausch der ,hautnerven bei den schnen1 von weicher ,hand gespendeten ,berhrungen und ,streichelungen bis zu dem des ,auges1 das schne ,linien1 ,farben und ,formen gierig trinkt1 bis zu denen des ,ohres1 das ,geist und ,wohllaut in sich saugt--immer dasselbe daseinfrdernde ,lustgefhl sinkender ,fesseln1 fallender ,hemmungen1 schmelzender ,erstarrung4 ,da tnt der ,himmel vor lauter ,geigen1 die ,luft schneit ,rosen1 und der ,odem wird paradiesisch leicht4 ,die ,kunst gibt ,lebenssteigerungen1 herrlicher und berauschender1 als sie je aus goldenen ,schalen als ,trank1 und sei er aus den ,trauben ,edens gekeltert1 der sonnenwrts gerichteten ,seele gereicht werden knnen4 ,seid von der ,schnheit dieser ,welt berauscht--das ist wohl die beste ,lehre eines ,kmpfers gegen den ,teufel ,alkohol6 ,treibt mein ,blut ein ,himmelswirbel8 ,zukunft steigt aus ,vlkerschmerz1 ,ewiges aus ,lebensglut1 ,menschheit1 dir gehrt mein ,herz6 7,franz ,evers7 ,,die ,,musik ,,als ,,erzieherin ,die industrielle ,technik1 die es fertig gebracht hat1 da der ganze groe ,erdball zu einer gemeinsamen ,heimat des ,menschen geworden ist1 die alle noch so abgetrennten ,glieder des ,erdreiches mittels elektrischer ,nervenfden und ,verkehrsadern zu einem einzigen gewaltigen1 kontinuierlichen ,organismus vereint hat1 diese industrielle ,technik ist zweifellos der ,trger der ,kultur des ,abendlandes und wird es noch lange bleiben4 ,ist doch die ganze groe1 geistig-humane ,idee der sozialen ,frsorge1 die vielen wohl als der eigentliche ,brennpunkt unseres ,kulturfortschrittes erscheinen mag1 nichts als die direkte ,konsequenz des unendlichen ,aufschwungs und des allseitig eindringenden1 uns alle umspannenden ,einflusses der ,technik4 ,wie in dem glcklich berwundenen ,zeitalter des ,materialismus die ,naturwissenschaft die ,religion aus dem ,mittelpunkt des geistigen ,interesses der ,kulturnationen drngte1 sie1 welche die ,zentralleuchte des gesamten ,mittelalters gewesen ist1 so scheint die objektive1 ,ursachen suchende ,wissenschaft in unserer ,zeit lngst berstrahlt von den blendenden ,erfolgen der ,technik1 die jene1 die ,wissenschaft1 aus der ,ruhe ihres ,selbstzwecks hob und lngst in ihren ,frondienst zwang4 ,hat doch auch die ,philosophie1 diese ,knigin des ,wissens1 ein nur noch leise hallendes ,echo in den ,hainen der groen ,sehnsucht der ,volksseele4 ,und wie steht es da mit der ,kunst1 diesem einst so mchtigen ,wrmfeuer menschlicher ,gemter und ,lebensgestaltungen8 ,kann es ein ,zweifel sein1 da ihre schn gewirkten ,fahnen schlaff am ,maste hngen1 whrend ein frischer ,wind dem stolzen ,schiff der ,technik alle ,segel fllt8 ,wohl ist es eine ,zeit der fast gttlichen ,verehrung groer ,knstler1 die nicht einmal immer den ,vergleich mit ihren greren ,ahnen aushalten1 nicht aber eine ,zeit der ,kunst6 ,wir haben noch keine ,kunst1 die in der ,seele aller unbestritten als ,geliebte lebendig wirkte1 unser ,tun beeinflute1 unserem ,willen und ,denken ,richtung wiese4 ,die ,technik hat gesiegt und berstrahlt alles4 ,ja1 so sieghaft ist die ihr innewohnende ,werbekraft1 da auch in der modernen ,kunst das technische ,wie8 fast alles ist4 ,das ist nirgends offenkundiger als in der ,musik und gerade hier dem ,freund der ,volksseele am allerschmerzlichsten4 ,es kann wohl von niemandem ernstlich bestritten werden1 da wir ,deutschen mit dem ,charakteristikum unserer vertrumten1 gefhlsinnigen und grbelnden ,seele--vielleicht gerade deshalb--das musikalischste ,volk der ,erde sind4 ,kann doch eigentlich nur ,italien mit uns bisher konkurrieren um den ,preis der grten ,leistungen1 der ewigsten ,werke der tnenden ,kunst1 dieser ,fhigkeit1 von ,seele zu ,seele zu wirken mit einer ,sprache der ,gestirne1 mit einer ,harmonie1 die wortlos von den ewigen1 ehernen ,gesetzen des ,weltalls1 von seinem geheimen1 himmlischen ,sinn und von der ahnbaren ,schnheit des wirkenden ,gtterwillens beredter spricht1 als tausend ,bibeln sprechen knnten4 ,die ,musik ist die unmittelbare ,offenbarung der harmonischen ,idee des ,weltganzen6 ,in ihr ist alles ,leid und alle ,freude der ,kreatur enthalten4 ,in ihr ist das ,meer1 der ,fels1 das ,tal1 der brausende ,flu1 der ,friede der ,heide4 ,die ,flammenringe schwingender ,gestirne spiegelt das ,meer ihrer schwebenden ,akkorde4 ,sie kann ,sonnen leuchten1 ,sterne verblassen lassen4 ,alles ,naturerscheinen ist ihr ausdrckbar4 ,jedem ,menschenschicksal1 jedem ,ereignis1 jeder ,stimmung findet sie die entsprechende ,symbolik4 ,sie ist wie ein allen ,fhlenden gemeinsamer1 dem ,hchsten und dem ,geringsten offener ,tempel1 in dem ein ,glaube verkndet wird1 vor dem ohne ,widerspruch sich ,herzen und ,geister beugen4 ,sie ist die ,sprache unserer himmlischen ,heimat1 der ,laut des ewigen ,vaterlandes ist in ihr4 ,sie ist wie eine unbewute1 stille friedliche ,einigung ber alles ,zwiespltige von ,menschenbrust zu ,menschenbrust4 ,ist so ,musik wie ein in jedes empfindsame ,herz gesenkter heimlicher ,besitz von etwas berirdischem1 wie ein verstecktes ,stckchen ,himmelsblau1 wie eine echte ,reliquie eines gttlichen ,wanderers ber irdische ,gefilde1 die jeder irgendwo im ,schrein der ,seele als sein ,kstlichstes bewahrt--wie sollte man nicht bedauern1 da die ,art1 wie man heutzutage die ,musik zu etwas unerhrt ,khnem1 knstlich ,hochgeschraubtem1 exzentrisch ,dionysischem1 schreiend ,krassem emporpeitscht1 ganz und gar dazu angetan ist1 sie der ,volksseele zu entfremden6 ,und doch ist nichts so geschaffen1 das ,herz der ,menge tief zu ergreifen1 so sanft zu leiten1 so innerlich zu bilden1 wie diese abstrakte ,sprache des ,gefhls4 ,es kann nicht zu oft gesagt werden3 mag jede andere ,kunst schlielich ein ,bildungsvorrecht der ,begterten1 einer kleineren ,gemeinde von ,kennern und ,gelehrten bilden1 die ,musik darf niemals der ,seele der groen ,mehrzahl des naiven ,volkes geraubt werden4 ,aus dem ,volkslied und dem ,choral emporgetaucht1 wie ein ,eiland aus dem ,meere ursprnglichsten1 innigsten ,empfindens1 mu sie auch ,eigentum des ,volkes bleiben4 ,beispiellos in der ,entwicklungsgeschichte der ,knste und ,wissenschaften ist die ,siegeslaufbahn der ,musik4 ,whrend alle anderen ,zweige geistiger ,kultur1 alle anderen ,knste ,jahrtausende gebrauchten1 um bis zum ,gipfel der ,klassicitt aufzusteigen1 durchma sie1 diese empfindsame ,interpretin einer ,logik des schnen ,gefhls1 den ,zeitraum ihres ,erwachens aus dem naiven ,volksempfinden und ihres ,emporklimmens auf die erhabensten ,menschheitshhen in wenigen ,jahrhunderten4 ,welch eine ,entwicklung von ,palestrina bis ,bach und ,beethoven1 welche ,sturmflut von ,bach bis ,wagner und welches berschumen in unseren ,tagen6 ,und das alles im schnellsten ,tempo berreichen ,wachstums1 so da gleichsam im ,umsehen die einfachen ,zelte ihrer nomadischen ,existenz sich zu prachtvollen ,domen und ,palsten emporwlbten4 ,bei allzu hitziger ,treibhauskultur pflegt auch den edelsten ,gewchsen die ,entartung zu drohen6 ,war die ,musik der alten ,meister eine unpersnliche ,anbetung eines selbstgeschaffenen1 nackten1 schnen ,weibes1 so scheint man in der ,zeit der siegenden ,technik darangegangen zu sein1 den ,leib dieser ,gttin mit eitel ,schmuck und bunten ,gewndern zu berschtten4 ,den ,kultus des ,leibes lste ein ,kultus der ,trachten ab4 ,statt des schnen ,gemldes ein ,chaos bunter1 gleiender ,farben4 ,nicht mehr der musikalische ,gedanke in vierstimmiger ,reinheit ist die ,hauptsache1 sondern mit allen ,mitteln ingeniser ,instrumentation sucht man das ,neue in der ,auffindung frappanter1 orchestraler ,klangeffekte4 ,nicht der klare ,grundri ist der ,trger des ,stils1 sondern eine staunenswerte ,phantastik der ,arabesken verdeckt die reinen ,linien des innersten ,gefges4 ,dieses berwuchern des ,technischen in der ,musik hat1 so verblffend die ,resultate in bezug auf die ,freiheit aller selbstndig gefhrten ,stimmen 7,polyphonie und ,kontrapunktik7 sein mgen1 eine groe ,gefahr3 die des ,ausweichens der ,musik auf das ,gebiet tonmalerischer ,gerusche6 ,das ,exzentrische der verblffenden orchestralen ,technik entfremdet damit mit ,sicherheit die ,musik dem ,boden des ,volksempfindens4 ,zum wenigsten ist sie dem stets langsam nachrckenden ,verstndnis der breiten ,massen vorlufig viele ,epochen hindurch vorangeeilt4 ,aber es kann mit ,fug und ,recht die ,frage aufgeworfen werden1 ob die moderne ,musik berhaupt ,anwartschaft hat1 bis zur ,seele des gemeinen ,volkes vorzudringen4 ,sie mag verblffen und hypnotisieren1 fanatische ,anhnger und unerbittliche ,gegnerschaft erwecken--erwrmen1 vertiefen1 rhren1 erschttern und das ,heiligste in uns bewegen wird sie kaum4 ,dazu appelliert sie zu sehr an den ,verstand1 zu wenig an das schlichte ,herz4 ,dieser unmittelbare ,appell an das ,gemt des ,hrers1 diese ,knige und ,bauern gleich packende ,unmittelbarkeit unserer klassischen ,musik ist es1 die allein erziehliche1 bildende1 erhebende ,kraft fr das ,volk hat4 ,nur so geartete ,musik ist im ,geisteskampfe der ,kulturstrmungen unserer ,tage mit aller ihrer ,tageshast und ,existenzangst ein unentbehrliches ,gegengewicht1 gleichsam ein heiliger ,hain1 in den die mden ,verfolgten jederzeit fliehen knnen und wo ihnen keine ,macht der ,erde kraft himmlischen ,gesetzes etwas anhaben kann4 ,so weit ich sehe1 haben wir keine ,mglichkeit1 den ,strmen des ,lebens einen so ,ruhe spendenden ,hafen entgegenzusetzen1 als die1 dem nervsen ,impuls unserer ,zeit durch gesunde musikalische ,gensse ,ruhe und ,zuversicht wiederzugeben4 ,nicht nur1 da die ,irrenrzte wissen1 da einfache ,musik beruhigt und sanft stimmt1 ,illusionen zerstrt und ,wahnvorstellungen verscheucht1 jeder hat an sich schon dies innerliche ,aufatmen der gengstigten ,seele1 dies ,stillewerden der ,dmonen vor den heiligen ,klngen versprt4 ,wahrlich1 gerade in unserer ,zeit ist es von ,wert1 den bildenden1 heilsamen1 beruhigenden und vertiefenden ,wert der guten musikalischen ,darbietungen auf das ,gemt des ,volkes laut und vernehmlich zu betonen4 ,man schaue einmal die ,andacht gerade unserer einfachen ,leute bei den ,gratisspenden1 die unsere ,musikkapellen dem ,publikum um die ,mittagszeit darbieten4 ,es ist1 als gbe es in unserer ,riesenstadt pltzlich ,tausende1 die der ,daseinskampf gar nichts angeht4 ,man sehe den ,hunderten nach1 die die ,militrmusik mit sich zieht1 die sie ans offene ,fenster bannt1 und man wird erkennen1 mit welcher elementaren ,macht ein ,marsch wie ein ,rattenfngerlied an den ,herzen reit und lockt zur willenlosen ,nachfolge ins ,blumenland der ,phantasie6 ,tiefer gefat1 ist die ,musik eine ,kulturmacht ersten ,ranges1 sie ist fhig1 dem ,gemtsleben unserer ,zeit eine ,religion ohne ,dogmen1 ein ,hort tiefster ,seeleneinkehr zu sein6 ,sie ist die gefhlvolle1 snftigende ,schwester der vorwrtsstrmenden ,technik4 ,darum kann unseres ,erachtens kein ,unternehmen dankbarer begrt werden1 als die ,absicht1 den breitesten ,volksmassen die ,mglichkeit zu geben1 gute ,musikauffhrungen zu genieen4 ,man mag darber streiten1 ob die ,oper z4,b4 an sich eine ideale ,kunstform ist oder nicht1 das eine kann nicht zweifelhaft sein1 da der ,erziehungswert gerade der ,oper fr das ,volk ungemein hoch einzuschtzen ist4 ,gewi1 es mag dem scharfen ,denker unnatrlich erscheinen1 da die dramatische ,handlung durch ,gesang1 ,chre und ,zwischenspiele widersinnig gehemmt und verzgert wird1 aber liegt nicht in der breiten ,schilderung seelischer ,motive1 in ihrer eindringlichen ,interpretation durch die ,musik1 wie in dem griechischen ,chor1 eine ausgezeichnete ,methode1 tief innerlichst jedem ,zuhrer die ,seelenspannungen der ,handelnden einzuprgen8 ,ist es nicht die beste ,art1 auf das tiefste ,mitleid und ,furcht1 ,verstndnis fr alle ,menschlichkeiten1 fr jede ,tragik und ,lust in der ,seele zu wecken8 ,und dann bedenke man vor allem1 wie sehr die ,volksseele gerade in der ,oper sich eine von keinem anderen ,zweig der ,dichtung bertroffene ,ausdrucksform geschaffen hat4 ,sie ist ein naiver1 ehrlicher ,reflektor des nationalen ,empfindens und der nationalen ,eigenart4 ,welche ,flle von ,volkstmlichkeit spriet uns allein aus unsern deutschen ,opern entgegen6 ,wie unmittelbar verstndlich aber auch reprsentiert sich der fremde ,volkscharakter in der italienischen und franzsischen ,oper6 ,fr die breite ,masse bietet so gerade die ,oper eine kulturell beraus wichtige ,mglichkeit1 auf die angenehmste ,art ein ,stck ,vlkerpsychologie und ,kulturgeschichte zu treiben1 da man aus historischen1 nationalen1 phantastischen oder romantischen ,opernwerken eine unerschpfliche ,flle von fruchtbaren ,bildungsansten erhlt4 ,mit der ganzen ,zauberlockung1 die ,dichtung1 ,gesang1 ,orchester1 ,malerei und ,ausstattung gemeinsam vor dem ,genieenden auszubreiten vermag1 stellt in der ,tat die ,oper das universellste ,kunstwerk dar4 ,war es doch dies hohe ,ziel1 welches dem ,genius ,richard ,wagners vorschwebte1 indem er die ,oper zu einer ,arena aller ,knste emporheben wollte4 ,wo hat dies ,wagner am herrlichsten erreicht1 wenn nicht da1 wo er echt volkstmlich blieb3 im ,lohengrin1 ,tannhuser1 ,fliegenden ,hollnder und dem deutsch-nationalsten ,werke neben dem ,faust3 den ,meistersingern8 ,gerade die ,volksoper hat ,meisterwerke in ,flle1 um ihr ,amt als ,erzieherin des ,volkes auf das herrlichste zu erfllen4 ,gerade unsere deutsche ,musik ist reich genug1 um sich den ,ehrenplatz neben allen ,kulturfaktoren unserer groen ,zeit zu erringen4 ,aber gerade hier bei der ,oper sehen wir den das ,ziel verrckenden ,einflu der ,technik am allerdeutlichsten4 ,wie in dem ,schauspiel die ,ausstattung mit allen ,mitteln einer raffiniertesten1 maschinellen ,verblffungs- und ,blendungsmethode sich vor der geistigen ,idee eines ,dichterwerkes breit zu machen beginnt1 so ist die groe ,oper noch viel mehr darauf angewiesen1 der ,maschinen- und ,dekorationstechnik die ,rolle eines unendlich kostspieligen ,rivalen gegen den ,geist der ,tne zuzuschieben4 ,auch hier wieder ist die ,folge ,entfernung des ,besitzstandes der ,musik von ihrer ,heimsttte1 der ,volksseele4 ,wo sind die guten alten ,zeiten geblieben1 wo jede neue ,oper im ,sturm volkstmlich wurde und ihre ,arien1 ihre ,themen in ,werkstatt und ,salon mit gleicher ,selbstverstndlichkeit gesungen1 gepfiffen1 gespielt wurden8 ,die ,technik hat es zuwege gebracht1 da die schwerste ,problemmusik geschmackverwirrend und ,halbgebildete in ,massen zchtend1 von ,phonographen und ,pianolas an allen ,ecken heruntergeleiert1 ,markt und ,gassen beherrscht4 ,hier ist ein ,gleichgewicht dringend ntig1 eine heilsame ,rckkehr zur erprobten1 altvterlichen ,klassizitt dringend geboten4 ,wieviel ,heil knnte da dem ,volksempfinden aus einer wirklich trefflichen ,volksoper erwachsen6 ,aber freilich1 ,vollendetes mte sie bieten knnen1 wenn sie den zirzensischen ,vergngungen der ,menge1 den ,varits1 den ,ausstattungsstcken1 den ,ringkmpfen und anderen sportlichen ,extravaganzen ,paroli bieten wollte4 ,man mte ein schlechter ,menschenkenner sein1 um nicht zu wissen1 da die ,volksseele zwar leicht auf ,irrwege zu fhren1 aber doch niemals auf die ,dauer und im letzten ,sinne vom geraden ,wege der ,aufwrtsentwicklung abzubringen ist4 ,so kann sie sich lange von verblffenden uerlichkeiten blenden lassen1 aber schon jetzt scheint sie nach ,vertiefung und ,verinnerlichung zu hungern4 ,der ,verstand des ,menschen hat seine ,vorratskammern fast berfllt1 die ,seele1 das ,gemt in unserer ,zeit ist leer ausgegangen und sucht in ,spiritismus und ,okkultismus einen unverdaulichen ,ersatz4 ,wo aber knnte die ,seele des ,volkes tiefer und nachhaltiger ergriffen1 gelutert1 gerhrt und auf menschliche ,gte gestimmt werden1 als vor dem ,altar der ,musik1 von dem so viele deutsche ,genien das hohe ,lied der ,schnheit verkndet haben6 ,,mutter ,,erde ,wie oft1 wenn wir als junge ,studenten ,handwerksburschen gleich hinauszogen vor die ,tore1 ber die junggrnende ,heide hinweg1 am ,wiesenrand entlang1 hinein in die schlanken ,birken mit dem ,schleierlaub1 haben wir es vorausgesagt3 es ist eine verflixt materielle ,sache um das ,frhlingsgrn6 ,da ist irgend ein ,stoff dahinter1 der einem in die ,poren oder die ,nase1 nicht blo durch die ,augen dringt1 und so das ,mark mit jauchzendem ,optimismus fllt6 ,etwas ,betrinkliches mu dahinterstecken6--,das war eine ,anschauungsweise1 die man freilich dem ,bruder ,studio als naheliegend nicht allzu hoch anzurechnen braucht1 sie entsprang ja auch weniger tiefen ,einblicken in den ,zusammenhang der ,natur1 als dem tglichen ,umgang mit stofflichen ,dingen4 ,dennoch war sie weise4 ,die ,physik1 diese ,frau ,oberkalkulatorin der ,natur1 hat's mit ihrer bebrillten ,detektivnase herausgetftelt3 es gibt im ,chlorophyll 7grnes ,pigment7 der ,pflanzen ,bewegungen1 die auf uns bergehen und sonderbar schwellende1 prickelnde1 se ,unruh schaffende ,wellenkreise an unserem ,nervensystem veranlassen3 das sind die aufgespeicherten ultravioletten ,sonnenstrahlen4 ,welch ein sonderbares ,paradox6 ,jenseits vom ,violett und diesseits vom ,rot1 unsichtbare ,strahlen6 ,und doch6 ,auf diesem ,paradox ist fast unsere ganze moderne ,physik und ,chemie aufgebaut1 so da man von nun an vorsichtig sein mu mit ,leutchen1 die es lieben1 mit ,paradoxen und ,aphorismen um sich zu werfen wie die ,automaten mit ,schokolade oder ,pfefferminzpltzchen4 ,leuchtendes ,dunkel1 dunkler ,strahl1 ,nachleuchten1 ,fluoreszenz1 ,lumineszenz1 ,reibungsleuchten1 ,rntgenstrahlen1 ,radiumlicht1 ,becquerelstrahlen1 und wie die gleichsam unter der ,sehschwelle verborgenen geheimen ,leuchtkferchen der ,natur alle benamst sein mgen4 ,sie alle kann das arme menschliche ,auge1 dieses ,sonneninstrument1 das der groe ,helmholtz einen unvollkommenen ,apparat genannt hat1 nicht wahrnehmen1 und sie sind nur auf raffiniertem ,umwege einzufangen2 so in ausgepumpten ,glasrhren1 in welchen elektrische ,flammengarben sprhen1 von denen sich das unsichtbare ,licht abstt wie ,ru von der ,kohlenflamme 7im ,rntgenlicht71 oder eingefangen durch ,silbersalznetze1 dessen ,maschen weniger durchlssig sind als die menschliche ,netzhaut1 und rckwrts sichtbar gemacht durch die ,photographie4 ,diese ,experimente und tausend andere haben nun gelehrt1 da eigentlich alles1 was ist1 auf ,wellenbewegung und ,strahlung herauskommt1 und da die ,reihe der ,strahlen mit den sichtbaren ,strmen von ,glanz1 welche die ,sonne ber unsern finstern ,planeten ausgiet1 lange nicht abgetan ist1 sondern da eben auch ein ,ozean von unsichtbaren1 strahlenden ,bewegungen im ,sonnenlicht mit auf uns herabprasselt1 in dessen millionenfach variierte ,wellenbewegungen des thers alles1 was ist1 auch das ,leben1 mit hineingerissen ist4 ,ja1 ,leben ist vielleicht nichts anderes als dieser ,weltenrhythmus1 zu welchem ,sonne und ,ultrasonne mit unzhligen ,strahlensystemen die um sich selbst kreisenden ,atomkomplexe der ,masse anpeitscht1 wie ein ,wasserfall des ,mllers ,rad4 ,das ,leben des ,kosmos1 der leuchtende ,odem der ,welt1 bertrgt sich auf die ,materie in ,gestalt rollender ,strahlenwellen4 ,in besonders feinen ,krafttransformatoren1 in kleinen ,speichermaschinen hat die organische ,materie es gelernt1 das ,betriebskapital solcher ,lichtwellen aufzuhufen1 um auch nachts und im ,dunkel des ,wintertags die ,maschine nicht stille stehen zu lassen3 im ,grn der ,pflanzen1 im ,rot des ,blutes4 ,der grte medizinisch-biologische ,denker der ,jetztzeit1 ,ottomar ,rosenbach1 hat diese ,betriebsmechanik durch feinste ,molekularstrme bis ins kleinste ausgedeutet1 ja den ganzen ,entwicklungskreis1 welchen die ,physik und unsere modernen ,anschauungen gezeitigt haben1 klipp und klar vorausgesagt4 ,die reichlich flieenden1 unsichtbaren1 feinsten ,strme der ,auenwelt allein sind die ,grundlagen der ,bildung der spezifisch somatischen ,energieformen6 ,da haben wir des ,rtsels ,lsung3 ,das ,grn des ,frhlings1 der ,glanz der ,bltter und ,blten1 das ,himmelsblau1 das ,spiel des ,lichtes1 sie alle haben berall gleichsam hinter sich unsichtbare ,schattengeister1 die auf goldenen ,leitern hineinklettern in die geheimen ,werksttten der ,zellen1 ,zellstaaten1 ,pflanze1 ,tier und ,mensch und hier ihre stille ,arbeit verrichten4 ,es ist eben auch auf der ,erde nicht anders wie beim ,beginn des ,lebens im ,wasser4 ,als die ,triebkraft die im ,meere gelsten ,atome von ,kohlenstoff1 ,stickstoff1 ,wasserstoff und ,sauerstoff zu ,betriebskomplexen in rhythmischem ,anprall all ihrer ,krfte zusammengeschweit hatte1 da gab die in erster ,organisation gebildete einfachste ,zelle die aufgespeicherte ,sonnenkraft in der gleichen ,form zurck4 ,noch heute sieht der ,meerfahrer mit ,staunen die ,kiellinie seines ,schiffes aufglhen im ,fluoreszenzlicht des leuchtenden ,meeres4 ,hier schafft in ,myriaden von leuchtenden ,zellen die ,sonne transformiertes ,licht4 ,die ,quelle der ,kraft die ,sonne1 die ,zelle der ,transformator1 die ,arbeit das widergestrahlte1 gewandelte ,licht6 ,so glht auch aus den ,furchen der von den ,naturgewalten oder von bestellender ,hand aufgelockerten ,erde im ,frhling das ,licht der ,welt zurck4 ,lebensglut in allerverschiedenster ,form leuchtet auf aus ,keim und ,halm1 aus ,busch und ,wald1 aus ,mensch und ,tier4 ,heines sentimentales ,gedicht feiert ,luna als die trauernde ,gattin des grollend einsamen ,sonnengatten4 ,das erfordert eine kleine biologische ,korrektur3 nicht ,luna1 die kalte1 kraterstrotzende ,schnheit ist die ,gattin der ,sonne1 nein1 unsere ,mutter ,erde ist es1 die dem gewaltigen 7brigens schwerlich in ,einehe lebenden7 ,knigsgestirn ,myriaden ,kinder gebiert4 ,sie1 unsere nach ,fechner durchaus lebende1 atmende1 sich bewegende1 ,pulse und ,kreislauf der ,gewsser zeigende ,allmutter ist es1 welche in jeder ihrer ,ackerkrumen1 auf felsigem und auf sandigem ,boden1 ja sogar in ihren atmosphrischen ,nebelschleiern berall ,wiegen und ,brutsttten fr ungezhlte ,geschpfe trgt1 von denen die kleinsten nicht weniger ,wundertrger sind als die grten4 ,mutter ,erde6 ,im ,bann des feurigen ,gemahls gehst du ewig schaffend1 ein ewiges ,brautbett und ein ewiges ,grab deiner ,geschpfe1 die vorgeschriebenen ,kreise1 hllst dich ins hochzeitliche ,grn und schlfst unter dem ,linnen des hllenden ,schnees4 ,du reckst die ,kuppen deiner ,berge und die schumenden ,arme der ,see empor zu den ,feuerstrmen deines ,gebieters1 und in deinen ,tiefen und ,hhen1 in deinen ,schlnden1 deinen ,hllen glht es allberall von den ,lebensgluten1 mit denen dich der ,sonnengott tglich aufs neue berstrahlt4 ,uns aber1 armen ,kindern1 ,erdgeborenen deiner unentrinnbaren ,liebe1 die wir dich niemals ganz in voller ,schnheit sehen--denn eine ,weltreise selbst zieht nur eine winzig schmale ,spur um deinen ,riesenleib--bist du an jeder ,stelle die hllende1 liebende1 prgende ,mutter6 ,denn unsere ,heimat ist immer nur ein armselig ,fleckchen deines nur der ,phantasie erreichbaren gewaltigen ,umfanges4 ,welche ,kraft in der ,heimatliebe6 ,uns prgt die ,scholle1 uns fesselt die ,scholle und lt uns nie mehr los mit tausend und abertausend ,fden1 die aus dem ,boden stammen4 ,welch eine geheimnisvolle ,mimikry in der ,bildung unseres ,gesichts und unseres ,leibes nicht nur1 sondern auch in den feinsten ,regungen unseres ,gemtes4 ,hat nicht das ,auge des ,seemanns den ,farbenton der ,see1 wie die ,qualle den farblos durchsichtigen ,charakter des ,wassers8 ,ist es ein ,unterschied1 wenn das langbeinige ,insekt ,form und ,farbe von ,zweig und ,blatt annimmt1 und wenn des ,menschen innerstes geistiges ,bewegen1 seine ,lieder1 seine ,sehnsuchten abhngig sind von dem ,boden1 der ihn geboren8 ,das eben sind jene rhythmisch gestaltenden ,bewegungswellen1 die ,land und ,pflanze1 ,tier und ,mensch eines bestimmten ,bezirkes schlielich abstimmt auf eine biologische oder sthetische ,einheit1 die so klar hervortritt an den autochthonen ,poeten der ,heimat4 ,,ber ,,gr,,bchen ,,und ,,falten ,wer aufmerksam einem ,portrtmaler bei der ersten ,skizzierung eines menschlichen ,antlitzes zuschaut1 dem wird es nicht entgehen1 wie wenig ,linien eine schauende ,hand ntig hat1 um den ganzen lebendigen ,gehalt einer ,physiognomie in des ,betrachters ,seele neu zu erwecken1 wie wenig armselige ,kohlenstrichelchen gengen1 um die ,wunder der ,persnlichkeit auf das schrfste und zwingendste zu umschreiben4 ,welcher staunenswerten ,vielseitigkeit der ,natur an ,variationen ber dieses einzige ,thema1 ,gesichtstypus1 vermag der ,knstler tastend nachzugehen1 und wie schnell kann die geringste1 oft nur mit ,millimetern rechnende ,ausweichung1 ,verlngerung oder ,verkrzung eine schon vollendete hnlichkeit gnzlich ber den ,haufen werfen4 ,sonderbar3 es sind viel mehr die weichen ,teile des ,gesichts mit ihren ,falten1 ,linien1 ,gruben1 ,schatten1 ,einsenkungen und ,abrundungen ber den starren ,wlbungen des ,kopfskeletts1 die die ,persnlichkeit fr das ,auge blitzartig erkennbar machen1 als die festen1 typischen1 schwer individualisierbaren ,linien der knchernen ,grundlage des ,kopfes4 ,es ist ein eigentmlicher1 aber doch richtiger ,gedanke3 man wrde ein geliebtes ,haupt eher an einem ,ohrzipfelchen wiedererkennen1 als man je aus einer ,schar von ,totenkpfen den eines verstorbenen ,bruders1 einer ,freundin herauszufinden imstande wre4 ,auch wird zur ,rekognoszierung der ,verbrecher immer die bildliche ,darstellung mehr leisten als die feinsten ,schdelmae eines die knchernen ,verhltnisse bercksichtigenden ,systems4 ,der ,grund ist ein sehr einfacher4 ,die ,seele1 diese letzte1 mystische ,trgerin der ,persnlichkeit1 hat keine ,gewalt ber ihr aus ,kalkkristallen gebautes ,knochenhaus1 sie formt aber um so emsiger mit feinsten ,nervenfingern am plastischen1 sich windenden1 ,wellen bildenden ,material der ,muskeln4 ,denn auch die ,haut1 dieser wunderbare1 stumpfleuchtende1 hllende ,mantel des ,krpers1 dies schmiegsamste natrliche ,trikot des ,leibes1 ist ja durchsetzt mit ,millionen kleiner ,muskelstrhnen1 die auf das feinste und vielfltigste die zarte ,decke der ,gesichtsteile zu verschieben imstande sind4 ,so gleicht das ,antlitz des ,menschen immer bewegt und den ,ausdruck wechselnd der ,physiognomie eines nur scheinbar starren und unbeweglichen ,berges1 auf dem das ,licht unaufhrlich spielt1 oder der ,spiegelflche eines ,sees1 ber den ,wind1 ,himmel und ,wolken dahinziehen4 ,und doch hat jede ,physiognomie bleibende1 nie ganz verstrichene ,linien und ,vertiefungen1 die die seelischen ,affekte zwar steigern oder mildern1 aber nicht ganz verwischen knnen1 die sogar der ,tod1 der alle ,bewegung mit einem ,ruck hemmt1 nicht ganz ausgleichen kann4 ,denn das ,friedenvolle1 das dann ein eben noch in ,qualen verzerrtes ,antlitz erhlt1 ist wohl nicht der ,abglanz einer zum ersten ,mal geschauten besseren ,welt des ,jenseits--ach6 wenn es doch so wre6--sondern es ist der ,effekt des ,nachlassens heftiger ,muskelspannungen1 das sanfte ,zurckgleiten aufgewhlter ,muskelwellen in die ,ruhelage1 in das ,gleichgewicht der ,ewigkeit4 ,im ,leben aber sind es gerade diese in nimmer ruhendem ,muskelspiel hin- und herbewegten ,schatten1 diese zueinander strebenden oder ausweichenden1 oft parallel laufenden ,bgen1 diese ,falten1 die die darunterliegenden ,muskeln aufwerfen wie kleine ,kobolde1 die unter ,teppichen ihr ,spiel treiben1--die wie lebende ,runenzeichen dem ,antlitz die ,sprache1 das ,charakteristische1 das ,verrterische1 das ,snftigende oder das ,aufreizende1 das ,beherrschende und das ,ergebene1 das teuflisch ,abstoende oder den berirdischen ,liebreiz1 das ,dmonische oder das ,gttliche geben4 ,vor die starrenden ,hhlen des grinsenden ,schdels breitete uns ,natur eine weiche1 zart getnte ,maske aus ,haut und ,muskeln1 ,fett und ,fasergewebe1 die bald straff gespannt1 bald faltig und hngend ihr ,kolorit aus dem ,rot des ,blutes1 dem ,gelb des ,fettes1 dem ,wei des sehnigen ,gewebes erhlt4 ,wohl gibt das feste ,stativ der ,knochen auch dieser ,maske die entscheidende grobe ,modellierung1 aber der eigentliche ,modelleur ist das ,fett1 die ,fllsubstanz1 die ,abrundung gebende ,masse1 die erst die weichen1 schwellenden1 welligen ,linien schafft4 ,dieses aus feinen1 gelben ,trubchen gebildete ,gewebe ist die eigentlich plastische ,substanz in der ,hand der grten ,bildnerin ,natur4 ,die unendlich wandlungsfhige ,struktur dieser in der ,anatomie etwas grob als ,fettpolster bezeichneten ,substanz bringt es mit sich1 da das ,gesicht oft momentane ,ausdrucksvarianten durchmacht1 ganz ohne ,muskelaktion1 allein nach dem ,gehalt an ,blut und ,zellsaft in diesem aufsaugungs- und entleerungsfhigsten ,gewebe4 ,welch ein ,zusammenfallen der gespannten ,zge der ,wangen und der ,gesamthaut beim pltzlichen ,absinken der ,krfte im ,schreck1 in der ,ohnmacht1 im ,chok1 im hchsten ,schmerz6 ,ohne da ein ,muskel zuckt1 fllt der ,tonus der ,haut1 das mittlere ,ma gesunder ,spannkrfte zusammen wie die ,segel bei sterbendem ,winde4 ,der im psychischen ,affekt der ,hilflosigkeit absinkende ,blutdruck entleert die strotzende ,fllung der ,fett-,trubchen1 und das hohle ,polster entzieht der gespannten ,haut die rundende ,unterlage4 ,nirgends ist das so deutlich sichtbar wie am ,auge4 ,man hat sich vielfach den ,kopf zerbrochen ber die physiologische ,bedeutung der ,schatten unter den ,augen1 dieser blauen ,ringe der ,venus4 ,die ,lagerung der ,augpfel ist vom ,gehalt der ,augenhhlen an ,fett abhngig1 weshalb bei ,leidenden1 ,hungernden1 bei ,gram und ,grbeln die hohlen ,augen entstehen1 d4h4 bei mangelndem ,fett die beiden ,augpfel abwrts und nach hinten sinken4 ,dadurch bilden sich ,falten zwischen ,haut und unterem ,knochenrand der ,augenhhle1 die das dunkle ,venenblut hindurchschimmern lassen4 ,dieser ,mechanismus des ,zurcksinkens der ,augpfel kann so momentan vor sich gehen1 da eine schwere ,anstrengung1 ein vorbergehendes ,ermatten des ,herzens1 ein ,sinken des ,blutdrucks1 ein ,schreck1 eine ,depression1 die hchste ,wonne der ,liebe und das tiefste ,weh mit dunklen ,schatten das ,auge oft ganz pltzlich umkreisen4 ,in diesem ,sinne ist das ,auge ganz sicher ein ,spiegel der ,seele1 wie auch das ,aufleuchten der ,freude1 das ,blitzen der ,lust im entgegengesetzten ,fall den ,anstieg des ,blutdrucks am ,auge erkennbar machen4 ,wir verstehen also1 da ein ,schwinden des ,fettes z4,b4 im ,alter die ,haut runzlig und faltig1 wegen ,nachlassens der feinen ,unterpolsterung der elastischen ,gesichtsmuskeln machen kann4 ,der nutzlose ,kampf gegen ,runzeln und ,krhenfe wrde nicht so verbreitet sein1 wenn eben nicht dieses ,nachlassen einer gewissen ,spannung des ,fettgewebes unter der ,haut1 seine ,schwellbarkeit und ,erektilitt1 nicht so verrterisch fr die ,zahl der ,jahre wre1 die ber ein ,antlitz ihre ,ringe und ,furchen gezogen haben nicht viel anders wie am ,durchschnitt des ,baumes4 ,auch ,menschenstirnen tragen ,jahresringe mit ihren ,sorgenfalten1 ,kummerlinien und ,schmerzensrunen6 ,da hier ein feinerer seelischer ,mechanismus im ,gesicht im ganzen wie am ,auge im ,spezialfall besteht1 beweist1 da es nicht allein die ,anwesenheit von ,fettgewebe ist1 die ,faltung und ,runzelung verhtet1 weil das ,alter ja im allgemeinen fett macht1 sondern da es eine gewisse ,schwellbarkeit des ,fettgewebes ist1 die mit psychischen ,affekten ,hand in ,hand geht1 die jung erhlt1 und deren mit dem ,herzdruck und der ,atmungsenergie sinkende ,intensitt den alternden ,gesichtern die strotzende ,kraft1 die psychische ,potenz nimmt4 ,und nun zu den ,grbchen3 diesen launigen kleinen ,schaukelwiegen der ,grazien1 der ,kobolde und ,neckerpeter1 diesen kleinen ,nischen der kichernden ,heiterkeit1 die so zart und liebreizend sein knnen1 so weich wie die von dem ,flaum einer ,mwen- oder ,schwalbenbrust im ,seesand eingebuddelten ,mulden4 ,auch sie haben mit den ,fett-,trubchen zu tun2 sie sind nicht1 wie ein ,poet sagt1 die frohen ,tippstellen einer mit ihrem ,werk zufriedenen ,gotteshand1 sondern sie sind an sich prosaisch genug ,hauteinziehungen ber ,schmelzlcken des inneren ,fettgusses4 ,wo ,muskelgruppen gegenseitig ,lcken lassen1 die nicht wie sonst durch die plastische ,fllmasse von innen her verdeckt werden1 entstehen diese kleinen ,zentren der lachenden ,lebensfreude1 deren ,beziehung zum seelischen ,innenleben eine so feine und schnell reagierende ist1 weil diese ,polsterlcken rings von ,muskelkulissen umgeben sind1 deren unaufhrliches seelisches ,spiel wir schon mehrfach betont haben4 ,gestehen wir es nur ruhig ein1 die ,wissenschaft kann nichts ,erhebliches mehr dagegen einwenden3 das ,gesicht mit seinen komplizierten ,einrichtungen symmetrischer ,faltungen1 ,linien- und ,furchenbildungen ist ein ,apparat der ,seele1 der von den groben und typischen ,rhythmen des mimischen ,ausdrucks der ,affekte bis zu den leise widergespiegelten1 huschenden ,beschattungen des ,gemts dem ,seelenforscher verrterische ,kunde gibt4 ,der allein durch ,faltung1 ,verziehung1 ,schwellung und ,abschwellung1 ,runzelung1 ,zuckung des ,fettes und der ,muskelbndel erzeugte ,wellentanz der enorm elastischen ,gesichtshaut hat so komplizierte ,mechanismen1 da es denkbar ist1 da zwei ,menschen der ,sprache entraten knnten1 um sich ber alles ,wesentliche zu verstndigen1 und da die ,mglichkeit besteht1 da viele ,tiere nur durch eine komplizierte ,mimik gegenseitigen1 die ,sprache ersetzenden ,meinungsaustausch und ,verstndigung erzielen4 ,man denke an die mimische ,nachahmbarkeit der ,gesichtszge bei ,schauspielern1 um sich ein ,bild von der ,feinheit des ,muskelspiels im ,kommando der ,phantasie zu machen4 ,wird es doch immer wahrscheinlicher1 da die oft zu beobachtende hnlichkeit miteinander alt gewordener ,ehepaare auf einer ,nachahmung der ,bewegungen des ,gesichts beim ,essen1 ,sprechen1 ,trinken1 ,lachen und ,weinen beruht4 ,und auch die hnlichkeit der ,kinder mit ihren ,eltern mag hufig mehr funktioneil als formal sein1 d4h41 die nachgeahmten mimischen ,eigenarten der ,eltern lassen die ,kinder hnlicher erscheinen1 als sie es in mebaren ,formverhltnissen1 etwa der ,nase1 der ,augen usw41 wirklich sind4 ,da alle ,faltungen der ,gesichtshaut also ,muskelbewegungen ihren ,ursprung verdanken1 so sind sie1 wie alles ,rhythmische1 in gewissem ,sinne bertragbar4 ,nicht nur ,kinder ahmen exzentrische ,gesichtsausdrcke nach1 auch ,erwachsene eignen sich posenartige ,grimassen anderer an4 ,so schreibt die ,seele mit flchtigem ,griffel ihre ,neigungen1 ,wnsche und geheimsten ,sehnsuchten ins ,tagebuch unseres ,antlitzes1 adelt unschne ,zge durch heien ,trieb zum ,edlen und verzerrt die edelsten ,linien aus der ,hand des ,gttlichen bis zur ,abscheulichkeit4 ,wir alle sollten mehr in ,gesichtern als in ,bchern lesen lernen6 ,,das ,,wunder ,,der ,,wundheilung ,eine der gewandtesten1 nur selten entlarvten ,gauklerinnen ist die ,gewohnheit4 ,sie versteht es1 ,rtsel1 ,merkwrdigkeiten und ,probleme des ,lebens langsam und ganz unkontrollierbar hinwegzueskamotieren1 so da nur wenige von uns hinter ihren ,kunststckchen die ,mglichkeit eines noch anderen ,sachverhalts wittern4 ,dem ,realisten ersetzt die ,erfahrung vollkommen die ,erklrung4 ,was man recht oft erlebt1 das glaubt man zu begreifen1 und ,phnomene1 die wir angestaunt haben1 werden1 wie ,telephon und ,biograph1 den ,enkeln als die selbstverstndlichsten ,dinge von der ,welt erscheinen4 ,dem groen ,kind1 dem ,erwachsenen1 ergeht es nicht anders3 ,gewohnheit und ,routine ntigen uns eine ,brille auf1 die in dem ,walten der ,natur an allen ,fragezeichen1 an allen noch unbekannten ,mchten1 allen ,mrchengestalten1 ,symbolen und ,mystizismen uns vorbeisehen lt4 ,es war immer so1 ist nun einmal so und wird gewi so sein3 das ist die ,suggestionsformel der ,erfahrungsweisheit1 mit der das trumerisch betrachtende1 nachdenkliche1 nach ,ergrndung sehnschtige ,gemt in den ,bann der ,bedrfnisse des praktischen ,lebens zurckbeschworen wird4 ,und doch hat jeder in seinem ,beruf ,kenntnisse von merkwrdigen ,dingen1 ber die er anders zu denken1 als es die ,tyrannei allgemeine ,ansicht mit den ,fesseln der ,gewohnheit erheischt1 wohl einen tief verborgenen ,trieb versprt4 ,so ist fr die meisten die ,tatsache1 da ,wunden heilen1 eine naturgegebene und selbstverstndliche ,eigenschaft des ,lebendigen1 ber die es fr die ,praxis nur so weit ,betrachtungen anzustellen lohnt1 als die ,forschung ,mittel und ,wege verheit1 den ,ausgleich einer ,gewebsdurchtrennung sich mglichst schnell und grndlich vollziehen zu lassen4 ,die ,wundbehandlung interessiert naturgem viel mehr1 als das ,problem der dabei ausgelsten ,krfte3 die geheime ,spinnstube des ,zellstaates4 ,und doch3 jeder1 der eine ,wunde behandelt1 der ihren ,zustand prfend abwgt1 sieht unmittelbar dem ,wunder aller ,wunder ins ,auge3 dem ,entstehen und ,vergehen des ,lebendigen1 der ,neugeburt1 dem ,ersatz des ,verlorenen1 einem ,versuch zur ,unsterblichkeit4 ,wenn er ein bichen ,knstler ist in seinem ,anschaun der ,natur1 wird ihn etwas von der ,ehrfurcht berhren1 die jeden umweht1 der sich den verschlossenen ,tren naht1 hinter denen ein ,geheimnis schlummert4 ,die ,wundheilung ist doch der ,vorgang einer ausgleichenden ,neugeburt an der ,stelle vernichteten ,zellebens4 ,regeneration1 ,wiedererzeugung lautet das allgemeine ,gesetz1 von dem die ,wundheilung nur eine ,teilerscheinung1 einen ,spezialfall darstellt4 ,vieles ersetzt sich an unserm ,leib immer aufs neue1 auch ohne da es uerer ,gewalt zum ,opfer fllt3 unsere ,fingerngel sind in #d-e1 jene der ,zehen in #ab ,monaten vollstndig neu erzeugt1 unsere ,augenwimpern wechseln in #ajj-aej ,tagen1 und nach #d ,wochen wird keine ,hautschuppe mehr an meiner ,krperoberflche sein1 die heute hier geboren und ans ,licht gehoben wurde4 ,unsere ,hornhaut1 dieses klare ,fensterchen1 durch das alles ,licht und jeder ,schatten in unsere ,seele fllt1 wird immer neu gefgt vom ,rand her und immer neu geputzt vom sanften ,schlag der ,lider4 ,den ganzen ,krper durchstreifen ,millionen wandernder ,semnner1 die die weiten ,felder und die tiefen ,schachte aller organischen ,gebilde mit neuen ,keimen berschtten4 ,so ist das ,wunder des ,sens und des ,erntens1 der ,akt des ,fruchtens und des ,neubildens1 des ,sterbens und der ,wiedergeburt in uns allen immer am ,werk4 ,die winzigen ,handlanger dieser stndigen ,arbeit bei ,tag und bei ,nacht am ,webstuhl des ,organischen sind direkte ,abkmmlinge jener ,wunderzellen1 die eine rtselhafte ,kugel formten1 aus deren ,kapsel das ,dasein eines jeden von uns sprang3 die ,trger der erhabenen ,idee der ,menschheit4 ,denn was ist ein befruchteter ,keim anders1 als die sichtbare ,form der ,unsterblichkeit1 eine ,hoffnung1 ein ,beweis fr die ,unvernichtbarkeit des ,lebendigen1 fr die kontinuierliche ,erhaltung auch der kompliziertesten ,krfte6 ,diese ,keimlinge1 die kein ,geringerer als der ,nestor der ,anatomen1 der greise ,klliker in ,wrzburg1 als direkte berbleibsel des befruchteten ,eies auffate1 die sich zu ,millionen ,individuen1 zu weien ,urtierchen1 ,leukozyten genannt1 in unserm ,krper vermehrt haben1 springen nun berall ein1 wo es eine ,neuarbeit1 eine ,reparatur1 ja auch nur einen ,widerstand1 eine ,gefahr gibt4 ,sie kmpfen mit ,bakterien1 produzieren ,heilkrper1 sie stillen die ,blutungen durch ,abscheidung von ,gerinnungssaft1 sie tragen die ,nahrung den fernsten ,geweben aus den groen ,drsenarsenalen der ,verdauungshfen zu1 sie sind die ,lasttrger und ,transporteure abgeschiedener1 unbrauchbarer und fremdartiger ,gewebsbestandteile1 ,arbeiter1 die ,gerste aufbauen und ,ruinen abtragen1 berall gegenwrtig und immer bereit1 aus den tausend ,millionen ,spalten1 die das ,blutadersystem ihnen offen lt1 hinauszuschlpfen und nach dem ,rechten zu sehen3 eine ,armee kleiner ,hygieniker1 ,krieger und ,friedensfrderer zugleich4 ,wo organisches ,leben sich erhlt und ersetzt1 besteht es und formt es sich neu durch diese direkt von der ,zeugung dem neuen ,individuum erhaltenen ,kraft der ,ergnzung des ,verbrauchten4 ,diese ,fhigkeit ist merkwrdigerweise fr die verschiedenen ,pflanzen- und ,tierarten eine hchst wechselnde1 d4h4 der ,grad1 bis zu dem ein verlorener ,teil wieder ersetzt werden kann1 scheint in umgekehrtem ,verhltnis zur ,ausprgung eines erhhten1 individuellen ,lebens zu stehen1 und je weniger ein ,tier- oder ,pflanzenexemplar in jedem einzelnen seiner ,teile individuelle ,variationen und ,differenzierungen aufweist1 je mehr es nur ,artreprsentant ist1 desto weiter geht die ,ersatzfhigkeit des ,verlorengegangenen4 ,spinnen und ,krebse ersetzen sich mit allen zugehrigen ,teilen abgeschnittene ,fhler1 ,beine und ,scheren2 ,schnecken erhalten ganze ,teile des ,kopfes mit ,fhlern und ,augen wieder2 ,fische vermgen die verlorene ,schwanzflosse vllig wieder auszubilden4 ,bei ,salamandern und ,eidechsen zeigt sich ein ,wiederwachsen des ganzen verlorenen ,endleibes mit ,knochen1 ,muskeln und selbst einem ,teil des ,rckenmarks1 ja bei jungen ,eidechsen fhrt seitliches ,einkerben des ,schwanzes zum ,hervorwachsen eines zweiten aus der ,wunde4 ,von solchen ,vollkommenheiten des ,wiederersatzes und einer luxuriierenden ,wundheilung ber den ,bedarf hinaus ist freilich der ,mensch leider weit entfernt4 ,es ist beinahe1 als htte die ,natur es seiner ,launenhaftigkeit und ,eitelkeit1 niemals sich mit dem ,gegebenen zu bescheiden1 versagt1 mehr als einmal die ,nase zu wechseln und sich mehrfach schnere ,augen einsetzen zu lassen4 ,das ,tier freilich1 frei von ,eitelkeit und selbstqulerischem ,grbeln ber die eigene unzulngliche ,schnheit1 kann mit diesen hohen ,gaben der ,wiederbildung abgeschnittener ,glieder keinen ,mibrauch treiben4 ,ist es aber nicht geradezu das ,ideal einer ,regenerationskraft1 wenn wir erfahren1 da man den ,schirm der gelatinsen ,meerqualle 7,meduse7 in beliebig viele ,stckchen zerschneiden kann und aus jedem ein ganzes1 neues ,quallenindividuum hervorwchst1 sofern nur an dem ,torso ein ,stck des ,randes erhalten blieb2 wenn ,plenarien1 ,infusorien1 ,swasserpolypen1 ,ringelwrmer die ,fhigkeit zeigen1 aus zerstckelten ,trmmern eines ,individuums ebenso viele ,shne und ,tchter zu bilden8 ,man denke an das in diesem ,fall glckliche ,opfer des berhmten ,schwert- und ,schwabenstreichs--die zur rechten und zur linken herabgesunkene ,trkenhlfte htte sich nach einiger ,zeit als ein ,bruderpaar erhoben--wenn auch der menschlichen ,neuerzeugung ohne das ,zwischenglied einer neuen ,mutter so weite ,grenzen gesteckt wren6 ,fr uns ,warmblter ist es nun einmal anders angeordnet1 jene ,kaltblter knnen sich also im ,notfall auch ohne ,liebe fortpflanzen1 jeder ihrer ,teile enthlt in sich alle ,keime zum ,neuersatz des ,ganzen4 ,da ist der hochorganisierte ,mensch so arm3 die ,narbe1 diese rtliche1 spter grauweie ,marke1 dieses ,kainszeichen eines ,unglcks1 einer von auen wirkenden ,gewalt1 bei ,studenten das stolz getragene ,merkmal besonderer ,heldenhaftigkeit--dieses indifferente ,gewebsmaterial ist das einzige1 womit im gnstigsten ,falle die ,krone der ,schpfung zum ,ausgleich beschdigter oder entfernter ,teile dienen kann4 ,und doch3 in dieser ,narbe1 dieser bindegewebigen ,substitution des ,zerstrten1 in diesem scheinbar so unvollkommenen ,surrogat hher organisierten ,gewebes stecken so viele merkwrdige1 abgelaufene ,prozesse1 eine solche ,flle bildnerischer und zum ,teil problematischer ,vorgnge1 da es sich wohl auch fr den ,nichtfachmann lohnt1 einmal einige ,blicke auf ihre ,entstehung zu werfen4 ,wohl jeder trgt irgendeine ,narbe an sich1 deren ,geschichte auf einiges ,interesse rechnen darf4 ,was geschieht1 wenn ein scharfer1 spitzer1 schneidender oder reiender ,gegenstand in unsere ,krpergewebe dringt8 ,ob die ,stelle der ,verletzung oder ,durchtrennung die ,oberflche oder die ,tiefe betrifft1 ob sogenannte edle oder unedle ,teile getroffen werden1 sofern das ,organ kein direkt lebenbeherrschendes ist1 wie z4,b4 einige ,teile des oberen ,rckenmarks1 durch deren ,lsion das ,leben wie an einem geffneten ,ventil ausstrmt1 stets werden dabei neben den spezifischen ,gebilden des betreffenden ,organs diejenigen ,netze mitzerrissen1 die berall sind3 ,lymph-1 ,blutgefe und das sttzende ,gerst1 die ,bindesubstanz1 in die smtliche hheren ,organe1 ,drsen1 ,muskeln1 ,nerven1 ,knochen1 eingelassen sind4 ,denn neben dem knchernen ,skelett durchsetzt1 hlt und sttzt unsern ,krper ein bindegewebiges ,gespinst1 in dessen ,maschen die eigentlich funktionierenden ,substanzen aufgehngt sind4 ,dieses ,maschennetz stellt zugleich die ,bahnen dar1 auf denen ,blutgefe und ,nerven ihre ,strme zu den ,zentralorganen hin- und zurckleiten4 ,diese drei ,faktoren werden also berall getroffen1 wo die ,kontinuitt des ,gewebes gewaltsam durchbrochen wird1 d4h4 wo eine ,wunde entsteht4 ,daher blutet sie1 daher schmerzt sie1 daher klafft sie4 ,meldet der ,schmerz1 dieser bissige und sprungbereite ,wchter der ,gefahr1 den ,vorgang zum ,gehirn1 so sucht seinerseits das herausstrmende ,blut die eingedrungenen ,schdlichkeiten abzuschwemmen3 ,staub1 ,bakterien1 ,gifte1 zerrissene und gelste ,gewebsfetzen1 die der ,zersetzung anheimfallen und ,kadavergifte produzieren wrden1 werden so fortgerieselt1 und beim ,kontakt des ,blutes mit der ,luft1 beim ,aufhren der gewohnten ,berhrung mit der inneren ,glasur der ,gefrhren 7dem ,endothelium71 gerinnt ein ,teil und liefert den organischen ,kittleim1 dessen weiche ,masse die ,grundlage fr die ,organisation der spteren ,narbe abgibt4 ,zugleich wandern aus den vielfachen ,spalten des ,bindegewebes1 durch dessen ,entspannung die ,wunde klafft1 jene ,keimlinge der ,regeneration1 die weien ,blutkrperchen aus1 die dem zerrissenen und aufgewhlten ,mutterboden die neuen ,saatkrnchen zutragen4 ,nun zeugt und keimt es unaufhrlich1 ,zelle um ,zelle des ,mutterbodens1 die ,gefhutchen1 die ,saftlckenauskleidungen1 die ,nerven1 die ,bindegewebszellen1 sie produzieren von beiden ,seiten des ,wundspaltes her ein ,chaos sich umschlingender1 durchwachsender1 mit den ,fhlern verschmelzender1 junger ,brut1 die scheinbar regel- und ziellos vorwrtsstrebt gegen das jenseitige ,ufer4 ,die ,vorposten beider ,seiten berhren sich im ,innern des trennenden ,gerinnsels4 ,nirgendwo aber gilt trotz des ,durcheinanders aller dieser ,zellarten so sehr der ,satz omnis cellula e cellula1 auf deutsch3 ,art schlgt sich zu ,art1 wie hier bei der ,wundheilung4 ,allmhlich entwirrt sich das ,chaos2 was zu ,gefen gehrt1 bildet mit ,geschwisterzellen einen ,hohlraum1 der schon angeschlossen an das alte ,kanalsystem und schon gefllt ist mit den roten und weien ,ernhrungszwischenhndlern1 den ,blutkrperchen2 das ,bindegewebsnetz beider ,seiten findet sich zu einem spannkrftigen ,spinngewebe zusammen1 dessen ,elastizitt gleichsam wie mit eingelassenen ,stricken die ,wundrnder stndig zur ,mitte zusammenzieht1 d4h4 sie einander nhert2 die ,nerven senden ihre ,fhler kontinuierlich aus und finden sich sicher in dem ,wirrwarr bereinandergehufter ,mauersteine zurecht4 ,dann reichen sich die ,werkmeister beider ,seiten endlich die ,hnde und bilden die ,strebepfeiler des neugefgten ,lebens4 ,es legt sich ,gefkolben an ,gefkolben1 ,nervenbndel gegen ,nervenbndel1 und das immer enger sich maschende ,bindegewebsnetz bildet offene ,lcken und ,kanle1 so da schon in weniger als zehn ,tagen1 bei ungestrter ,heilung1 ,blut-1 ,saftstrom und ,nervenleitung und mit ihm ,leben und ,nahrung ungehindert von einer ,seite zur andern durch die ,mauerwand des provisorischen ,gerinnsels herber und hinber rollen4 ,darber deckt sich schlielich der ,teppich der ,hautschuppen1 der von seinem ,muttergewebe aus im ,moment der ,vollendung dieses ,kabel- und ,kanalisierungssystems--wunderbar genug--nicht frher und nicht spter1 wie auf ein bewutes ,kommando1 neugeborene ,deckzellen abschiebt und ber die noch etwas erhaben rtliche ,narbe ausbreitet4 ,was gibt den ,ansto zu all diesen mit dem ,mikroskop mhsam durch die ,arbeiten eines ,virchow1 eines ,thiersch1 eines ,billroth erforschten ,keimungs-1 ,sprossungs- und ,reparaturvorgngen8 ,ist es nicht merkwrdig1 zu denken1 da der pltzliche seitliche ,hemmungsfortfall1 den der ,schnitt oder der ,ri bedingt1 gleichsam ungezhlte ,spaltlcken hervorquellenden ,lebens ffnet und da von den reich ausstrmenden ,saatkrnern auch dem winzigsten etwas anhaftet1 das wie ein ,bewutsein einer ,pflicht1 einer ,berufstreue1 einer bestimmten ,rolle im ganzen ,staat anmutet8 ,woher kommt dieser unmittelbar sich uernde1 regulierende1 mahaltende1 sich in ,reih und ,glied stellende1 einem idealen ,typus1 einem vorangegangenen ,plan nachbildende ,gesamtwille1 der aus dem ,chaos des ,formlosen1 aus dem ,nebel des scheinbar ,wahllosen und ,zuflligen hchste ,organisationen1 wundersamste ,funktionen herausbildet8 ,da drngt sich dem dazu disponierten1 sinnenden ,betrachter jene ,ehrfurcht auf1 die im ,kleinen wie im ,groen ,unbegreifbares als einen ,teil des ,erhabenen nie ohne innere ,bewegung anschaut und die dem ,naturforscher so leicht verloren geht1 obwohl gerade er so vielen ,anlssen zu ihr begegnet4 ,so ist auch dem ,praktiker der ,wundpflege ein immer reges1 naives ,sichwundern dienlicher1 als ein gleichgltiges ,das mu so sein6 ,beim allzu khnen ,eindringen in das ,allerheiligste menschlicher ,gewebe und bei den gewohnten ,erfolgen der ,chirurgie erstirbt zu leicht das so natrliche ,dankgefhl gegen die wunderbaren ,hilfsmittel1 die uns das ewig um ,erhaltung ringende ,leben in die ,hand gibt2 nicht wir sind die ,meister1 es sind alles ,seine hohen ,werke6 ,da unsere ,kunst es verstanden hat1 gerade gegen ,ende des vergangenen ,jahrhunderts sich zum ,diener dieser ,naturkrfte zu machen1 ist der ,schlssel zum ,verstndnis ihrer staunenswerten ,erfolge2 nicht allein hat sie es gelernt1 die ,hemmungen eines ungestrten1 natrlichen ,wundverlaufs 7prima intentio naturae7 auszuschalten 7,antisepsis1 ,asepsis71 indem sie die berall drohende ,wundsaftzersetzung verhten lehrte1 die ,gesamtheit namentlich der deutschen ,chirurgen1 allen voran ein v4 ,langenbeck1 ,billroth1 ,thiersch1 ,mikulicz1 ,czerny1 v4 ,bergmann1 haben die ,technik der ,benutzung der natrlichen ,hilfsquellen wahrhaft erstaunlich gefrdert4 ,hier hat sich der ,flei und das ,genie des ,menschen wetteifernd den ,wundern der ,natur an die ,seite gestellt4 ,gleichsam als htte eine bewute ,arbeitsteilung ,talent und ,energie je nach der ,individualitt vor eine besondere ,aufgabe gestellt1 so hat jeder der ,genannten und viele neben ihnen bestimmte ,gebiete der ,kunst mit besonderem ,glck auszubauen verstanden1 v4 ,bergmann lehrte zahlreiche ,vorbedingungen zu erfolgreichen ,eingriffen am edelsten ,organ1 am ,gehirn1 v4 ,langenbeck war ein ,reformator der plastischen ,chirurgie1 ,mikulicz und ,czerny haben mit ,billroth gewetteifert1 die ,chirurgie des ,unterleibs technisch zu erschlieen1 ,thiersch1 ,reverdin und ,gluck waren ,begrnder der knstlichen ,gewebsberpflanzung1 und noch neuerdings haben ,rehn in ,frankfurt und ,kmmel in ,hamburg gelehrt1 da man selbst ,wunden des ,herzens und der grten ,gefe zur ,heilung zu bringen vermag4 ,so ist denn der plastische ,ersatz und die ,vereinigung getrennter ,gebiete durch die ,naht und durch die verklebende und substituierende ,narbe fast fr jedes ,organsystem fruchtbar gewesen1 und die glckliche operative ,entfernung verlorengegangener ,gehirnteile1 die ,ausschneidung auch grerer ,teile von ,darm- und ,magenstcken1 die zweckmige ,wiedervereinigung und ,umschaltung der rhren- und sackfrmigen ,gebilde des ,verdauungskanals sind dem oft rettenden ,walten geschulter ,chirurgen ebenso zugnglich1 wie das ,herz1 die ,lunge1 die grten ,gefe1 in denen das ,leben an seiner ,wurzel strmt und atmet4 ,das alles wre nicht mglich gewesen ohne ein immer eingehenderes ,betrachten der ,wunder der ,wundheilung1 zu denen das bloe ,auge nicht ausreichte1 sondern sich mit den schrferen ,linsen des ,mikroskops bewaffnen mute4 ,so wurden denn von den ,meistern der reinen ,naturbetrachtung in stillen ,werksttten die ,geheimnisse enthllt1 die der ,chirurgie in ihrer praktischen ,anwendung so ungeheure ,erfolge brachten4 ,,das ,,mysterium ,,der ,,ern,,hrung ,einer die ,weisheit1 ,allmacht und ,harmonie des ,weltgeistes preisenden ,weltanschauung mu es ein unbequemer ,gedanke sein1 sich ganz nchtern klar zu machen1 da das ,leben nur bestehen kann1 indem es ,leben vernichtet4 ,erhaltung und ,erzeugung auf dem ,umwege von ,tier- und ,pflanzenvernichtung6 ,dieses mrderische ,gesetz vom ,werden durch ,sterben ist vom ,standpunkte menschlichen ,erkennens ebenso grausam und fhllos von ,mutter ,natur gedacht1 wie es unsthetisch ist4 ,eine ,art ,lebewesen scheint immer nur geschaffen1 um von der anderen vernichtet und gefressen zu werden3 das wre so eigentlich die ,quintessenz des ,kampfes ums ,dasein1 bei welchem dem zeitweisen ,sieger am ,ende dieselbe ,vernichtung durch ,verwesung droht1 wie den ,wesen1 auf deren ,kosten es sein mehr oder weniger kurzes ,dasein gefristet hat4 ,sollte diesem unableugbaren1 schrecklichen ,grundgesetze des ,lebens nicht doch eine vershnlichere1 dem menschlichen ,fhlen weniger schmerzliche und peinliche ,betrachtungsweise abgewonnen werden knnen8 ,ja1 hat nicht vielleicht die ,chemie1 die ,beherrscherin der ,kultur1 aufgestiegen aus dem ,schlamm der ,alchymie wie eine schnheitleuchtende1 schpferische ,gttin1 die ,mglichkeit1 uns ,menschen von diesem ,bannfluche alles ,lebendigen--der brigens schon im ,paradiese am ,werke gewesen sein mu--zu befreien durch knstlich hergestellte ,nahrungsmittel8 durch ,laboratoriumsbrot und ,fabrikeiwei8 durch ,synthese von ,stickstoff1 ,kohlenstoff1 ,wasser1 ,kalk1 ,phosphor usw41 kurz alles dessen1 was in der ,nahrung chemisch und theoretisch vorhanden sein mu1 um den ,stoffwechselbetrieb zu erhalten8 ,das ist durchaus keine ,utopie vom ,standpunkte der ,eiweichemie aus4 ,ist es doch gelungen1 eine dem ,eiwei sehr hnliche ,verbindungsreihe von ,krpern1 nmlich die ,peptonoide1 eigentlich ,eiweie1 wie sie im ,magen zur ,verdauung umgearbeitet werden1 tatschlich herzustellen und damit ,tiere zu fttern4 ,mit welchem ,effekt8 ,mit dem des langsamen ,verhungerns6 ,ich habe mich vor dieser ,tatsache erschttert gefhlt wie vor einem gedanklichen ,elementarereignis6 ,es mte etwas wie eine ,weltanschauungskatastrophe1 wie ein ,erdbeben der ,erkenntnis durch die wissenschaftliche ,welt gehen1 wenn diese ,tatsachen wirklich besttigt wrden4 ,die ,mehrzahl der ,naturwissenschaftler steht selbstverstndlich auf dem ,standpunkte1 da1 wenn es gelnge1 das ,eiwei chemisch rein aus seinen ,elementen aufzubauen1 das ,problem der ,nahrungsmittelsynthese gelst wre4 ,dann reit man ,schlachthuser nieder und baut den kchen-chemischen ,grobetrieb6 ,hier hat nun die ,rechnung ein ,loch6 ,man wird mit knstlichem ,eiwei nach meiner ,ansicht weder ,tier noch ,mensch erhalten knnen1 was schon die scheinbar gnzlich milungenen ,versuche der ,hundeftterung mit peptonhnlichen ,krpern beweisen drften2 was aber erst wrde fr eine ,verblffung entstehen1 wenn wirklich chemisch reines ,eiwei knstlich durch ,aufbau im ,laboratorium gewonnen--kein ,nahrungsmittel wre8 ,hier ist ein ,rhodus fr unser naturwissenschaftliches ,denken1 das wir berspringen oder berwinden mssen4 ,hier ist eine ,probe auf die ,stichhaltigkeit unserer gesamten naturwissenschaftlichen berzeugung6 ,man hat eben1 befangen in der ,lehre von ,kraft und ,stoff1 das ,mysterium in der ,ernhrung vergessen6 ,so mu eines ,tages die ,lehre von den ,wrmeeinheiten 7,kalorien71 die der ,krper zu seinem ,betriebe aus der ,nahrung nimmt1 erstaunlichen ,schiffbruch leiden1 weil der ,ernhrungsvorgang keine ,maschinenheizung allein ist1 sondern weil ber seinem chemischen ,mechanismus noch ein ,rtsel1 ein ,wunder1 ein ,sonderbares schwebt1 das erst erklrt1 warum ,leben nur durch ,leben sich erhalten kann4 ,ich stehe nicht an1 hier meine eigenen ,gedanken darber auszusprechen1 nicht allein weil ich sie fr interessant genug auch fr ein breites ,publikum erachte1 sondern weil ich die hier angeregte ,fragestellung fr durchaus neu und wichtig halte4 ,meine ,ansicht ist1 da die ,ernhrung eigentlich eine stetige ,neuerzeugung ist1 nicht nur eine ,erhaltung des ,bestandes4 ,wir erzeugen uns stndig in uns selbst von neuem1 alle unsere ,zellen erzeugen sich neu1 nachdem sie abgestoen und verbraucht sind4 ,wir werden immer von neuem geboren1 tglich1 stndlich4 ,wir sind nach ,jahren nicht mehr dieselben1 welche wir waren4 7,welch ,trost fr veredlungs- und besserungsbedrftige ,seelen67 ,wir wechseln in dieser ununterbrochenen ,selbsterzeugungskette nicht nur ,haare und ,haut1 wie die ,schlangen1 sondern den ganzen ,zellstaat1 der uns in seinem ,betriebsschwirren und ,schpfungsweben das ,bewutsein unseres ,ichs zuflstert1 dieser ganze ,zellstaat des ,individuums stirbt fortwhrend ein bichen und wird fortwhrend ein wenig geboren4 ,das ist bekannt und wird von niemand geleugnet4 ,was aber bisher nicht beantwortet ist1 das ist die ,frage nach der ,herkunft aller der ,saatkrner1 die nun einmal fr eine ,zeugung unerllich sind4 ,sind sie gleich mit der ,geburt uns schon mitgegeben1 so da der ,zeugungsakt das ganze ,leben hindurch abliefe wie eine ,spule vom himmlischen ,webstuhl der ,liebe1 oder erhalten wir von auen irgendwie neue in uns hineingetragene1 an jeder ,stelle unseres ,leibes wirksame ,saat8 ,das letztere ist der ,fall6 ,zu allem ,leben ist die ,zelle ntig4 ,aber sie selbst ist schon eine hochkomplizierte ,maschine4 ,der ,kern der ,zelle scheint ihr ,wesentlichstes4 ,der hat eine sonderbare ,struktur und eine merkwrdige chemisch-physiologische ,zhigkeit4 ,er besteht aus ,nukleinsubstanz4 ,dieses ,nuklein ist chemisch oder physikalisch schier unzerstrbar4 ,keine ,sure1 keine ,lauge1 keine ,verdauung kann es vernichten4 ,nur dem ,feuer widersteht es nicht4 ,hier im ,nuklein der ,kerne steckt das ,mysterium der ,ernhrung4 ,dieses ist in jeder ,pflanze--in jeder ,tierzelle1 die wir zu uns nehmen1 enthalten4 ,ohne ,nuklein ist keine ,nahrung denkbar1 es kommt aber nur im ,zellkern vor4 ,es ist aber auch der ,trger aller ,befruchtungsvorgnge4 ,durch einen ,zufall sah ich einst ein ,stckchen ,schleimhaut von einem ,menschenmagen unter dem ,mikroskop1 von einem ,magen1 der eben im ,begriff war1 zu verdauen4 ,ich war aufs hchste erstaunt4 ,die ganze ,schleimhaut nicht nur1 auch die gesamte ,magenwand war durchsetzt mit weien ,blutkrperchen1 dieser ,armee von ,heinzelmnnchen und ,liliputanerpolizei in unserem ,leibe1 in so auffallender ,weise1 da ich das fr eine ,entzndung oder ,eiterung hielt4 ,aber eine ,eiterung der ,magenwand bei einem vllig gesunden ,menschen6 ,damals lebte noch mein alter ,lehrer ,virchow1 dieser ,meister der ,deutungskunst des ,kleinen4 ,er schttelte den ,kopf und meinte1 das mte ein ,leukom 7eine ,geschwulst7 sein4 ,ich wei jetzt1 belehrt durch weitere ,erfahrungen1 da jede ,magenwand im ,zustand der ,verdauung prall gefllt mit diesen weien ,ameisen des ,lebens ist und da sie dort lauern auf die freigewordenen chemisch unverdaulichen ,nukleinkerne der ,nahrung4 ,diese nehmen sie in sich auf1 tragen sie berall mit dem ,blutstrom und treten durch die ,geflcken ins ,gewebe und streuen1 die echten ,semnner des ,geheimen1 die ,samen aus1 die sie aus der ,nahrung nahmen1 berall wo es nottut1 wo der wallende1 wogende1 rollende ,teppich des kleinsten ,lebens eine ,lcke1 einen ,defekt erhalten hat4 ,mag ,darm und ,magen seinen ,chemismus treiben nach dem ,gesetz der ,maschinenheizung und nach dem quivalent von ,wrme und ,arbeit1 die ,millionen ,nukleinkrnchen1 kleine ,wundersterne ewiger ,erzeugung und ewigen ,gebarens1 wrden ganz verloren sein und nur die cker dngen1 wenn diese kleinen ,wchter des ,zellbestandes sie1 die sonst ,unverdaulichen1 nicht abfangen wrden1 als die eigentlichen ,trger des ,wunders der ,ernhrung1 und sie verteilten auf alle die mikroskopischen ,wiesen und ,zellrasenflchen1 denen im kleinen ,mastabe das menschliche und tierische ,gewebe gleicht4 ,das eigentliche ,charakteristikum des ,lebens sind die ,nukleinsterne der ,zelle1 sie sind die ,himmelsschlsselein1 die1 eindringend in das ,herz anderer ,zellen1 das ganze ,wunderwerk der ,zeugung aufschlieen1 die die ,wunderfedern und ,zaubermotoren anspringen lassen zum ,ablauf alles kleinen und riesengroen ,lebens4 ,nuklein ist sogar der ,trger der ,persnlichkeit1 der ,artcharaktere1 der ,stammeseigenschaften1 es ist schlechthin das ,individuellste1 was es auf ,erden gibt1 denn es gibt jedem ,wesen sein ureigenes ,geprge1 von einer beispiellosen1 durch alle ,generationen1 alle ,wandlungen fortwirkenden ,konstanz4 ,es ist meine aus dieser ,betrachtung gewonnene berzeugung1 da die ,ernhrung nicht erschpft ist durch die ,bilanz von ,aufnahme von ,wrme und ,umsatz in ,arbeit1 sondern da neben diesen betriebstechnischen ,vorgngen noch ein ,proze einherluft1 welcher das ,rtsel des ,lebens in sich schliet und darum mysteris und wundervoll ist4 ,so aufgefat ist die ,wandlung1 die die ,nukleinsubstanzen des ,lebendigen im ,kreislauf aller ,lebewesen durchmachen1 gleich dem ewigen ,kartenmischen eines allmchtigen ,wesens1 dessen gigantische ,phantasie niemals ,genge finden konnte an dem schon ,erreichten1 sondern das unablssig am ,werke ist zu variieren1 zu kombinieren1 zu hemmen und zu treiben und geruhig sich des bunten ,spieles zu freuen an den wandelnden ,erscheinungen des ,alls2 ein ,wesen1 fr das ,sonnen- und ,kometenbahnen nicht wichtiger sind als die ,staubflge des ,sonnenstubchens und das ,lieben und ,zeugen der allerkleinsten ,lebenseinheiten1 der ,nukleinsternchen in den ,zellen von ,mensch1 ,tier und ,pflanze4 ,,die ,,haut ,,als ,,ein ,,organ ,,der ,,seele ,um alle ihre ,lebewesen hat ,mutter ,natur einen ,mantel geschlagen4 ,sie lt nichts hllenlos und wahrhaft nackt4 ,pflanze und ,tier1 vom niedrigsten einzelligen belebten ,organismus bis zu den kompliziertesten ,prachtexemplaren3 an ,krperlichkeit dem ,mammuttier1 an ,geistigkeit dem ,herrn dieses ,planeten1 dem ,menschen1 sie alle tragen ein natrliches ,kleid1 gewebt aus elastischen ,fasern1 ber die schillernde ,schuppen1 leuchtende ,farbenglut1 ,bltenschmelz und schmckende ,zier verschwenderisch und in staunenswerter ,vielgestaltigkeit nicht minder ausgebreitet sind1 als ein rauher und den ,feinden aller ,art trotzender ,abwehrpanzer1 ein schtzender ,wall von ,hckern1 ,stacheln1 ,borken und ,horngersten4 ,diese ,enveloppe ist eng angeschmiegt an die ,struktur des eigentlichen ,leibes in wunderbarer ,anpassung an das ,milieu der ,milliarden von ,variationen zulassenden ,lebensformen und schliet die ,organe ein enger und dichter1 als es je ein ,kleiderstoff tun knnte4 ,wir sprechen von einem ,federkleid1 vom ,pelz1 vom ,mantel1 von ,hautdecken und ,krperhllen bei allen ,tieren2 und nur der ,mensch1 dieser einzige ,vollstrecker und ,vervollkommner der ,naturidee1 hat sein ,corriger la nature der eingeborenen ,hlle hinzugefgt1 wiederum in analoger ,verquickung von ,schutz und ,schmuck--nmlich unsere ,kleidung1 bei welcher die ,variationslust unter dem ,direktorium der ,mode nicht weniger lebhaft am ,werke ist1 als bei der ,meisterin der ,vielgestaltigkeit1 ,mutter ,natur selber4 ,welches ,wunderwerk aber ist diese unsere ,haut1 ein feinmaschiges ,trikot1 in dem wir immer herum gehen mssen und das wir niemals ablegen knnen6 ,es ist ein ,zaubergewebe von eigenartiger ,pracht1 ,leuchtkraft und reichem ,glanz1 das hinreiend schn sein kann1 solange der ,jugend ,bltenschmuck ber ihm gebreitet liegt1 und das im ,alter die ,runenschrift alles ,menschenleides aufweist4 ,welch eine ,rolle spielt die ,haut im ,haushalt unseres ,leibes6 ,sie atmet1 sie reguliert die ,krperwrme1 sie sondert ,verbrauchtes ab1 sie nimmt ,luft1 ,licht1 ,feuchtigkeit ein und gibt sie aus1 sie resorbiert ,heilstoffe und ,gifte und sondert schtzende le ab1 sie zieht sich zusammen und dehnt sich aus1 sie hat einen eigenen ,duft1 der nicht nur die ,rassen voneinander unterscheiden lt1 sondern auch viel mehr1 als man gemeinhin wei1 der ,trger eines gut ,teils unserer ,persnlichkeit ist1 sie hat eine ,farbenskala von groem ,reichtum und trgt ein mikroskopisches1 ,wiesendecken gleiches ,feld feinster ,hrchen1 das sich zu ,busch und ,wald verdichtet1 in denen ,mysterien wohnen und ,lebensrtsel sich verbergen1 das unser ,gttlichstes1 ,auge1 ,mund und ,stirn1 umrahmt und unser ,menschlichstes versteckt6 ,sie ist aber ferner unser nervsestes ,organ6 ,nicht allein1 da sie ein ,teppich ist1 in den die ,wundersternchen des ,gefhls und des ,empfindens eingewebt sind1 zahllos wie die ,sterne am ,himmel1 sie hat ein hochkompliziertes seelisches ,leben1 auf das sich einmal ernstlich hinzuweisen durchaus der ,mhe lohnen drfte4 ,die ,haut erschrickt1 schaudert1 ist durchrieselt von ,gefhlen der ,lust und des ,abscheus1 es kann ihr weh und wohlig sein1 sie kann erglhen vor ,erregung1 ,zorn oder ,scham und kann erblassen im ,affekt des ,schreckens1 der ,ohnmacht1 der ,wut4 ,sie ist der feinste ,barometer unseres ,krankseins1 und der ,rckschlsse1 welche der ,kundige allein aus ihrem ,befhlen auf unsern ,gesundheitszustand1 auf ,gefahr oder kommende ,genesung machen kann1 sind unzhlige4 ,und nun dies ,befhlen selbst4 ,welche ,flle seelischen ,geschehens birgt es in sich6 ,welche ,wonnen1 welche ,beruhigung einerseits1 welche ,beleidigung und welchen ,abscheu auf der andern ,seite bermitteln diese ,milliarden kleiner ,empfindungsknuel1 die als sogenannte ,nervensprossen in der ,haut und als ,tastkrperchen ausgest sind und von ,mensch zu ,mensch ihre ,strme senden6 ,welche ,wunder der ,seele im ,streicheln1 im ,liebkosen1 im einfachen ,handauflegen6 ,alles das wirkt von ,seele zu ,seele durch das ,medium der ,haut1 die ja buchstblich nichts anders ist als ein ,schilfwald von ,polypenarmen1 den das ,nervensystem nach auen in die ,welt ausgestlpt hat4 ,in der ,haut schuf sich ,natur die ,wunderharfe1 auf der des ,lebens ,zauberfinger spielen1 hier wogen und wallen die feinsten ,nervenstrme hin und her1 die uns orientieren1 uns mit sichtbaren und unsichtbaren ,strahlen laden1 von hier aus spielt die ,sonne und das ,licht1 das ,dunkel und die ,finsternis ihre ,funken- und ,schattenlieder4 ,hier sind der ,seele durstige1 saugende ,kelche1 mit welchen sie1 lechzend nach ,erregung1 ,kraft und ,bewegung1 den ganzen ,funkenkranz der ,sonnenwellen jenseits und diesseits vom ,spektrum einschlrft4 ,ein ,sonnenbad1 ein ,meeresbad1 ein ,freiluftbad1 eine ,dusche1--welche ,quellen von ,schwungrad treibender ,lebensenergie bermitteln sie allein und direkt durch diesen ,zaubermantel berst mit ,nervenflitter und ,glhlmpchen von ebenso geheimnisvoller wie schnheitdurchleuchteter ,zweckmigkeit4 ,es ist meines ,wissens noch niemals gengend betont1 da die ,haut1 diese ,hlle und diese ,offenbarung unserer ,persnlichkeit1 nachweisbar anatomisch und entwicklungsgeschichtlich ein echtes ,seelenorgan ist4 ,wenn das ,wunder aller ,wunder geschehen ist1 wenn die mtterliche ,eizelle befruchtet ist1 wenn mit goldenem ,schlssel des werdenden ,menschen erste ,blte aufgeschlossen wird1 lagert sich die wachsende ,keimsubstanz in drei mikroskopisch deutlich erkennbaren ,teppichen bereinander3 den sogenannten ,keimschichten4 ,aus einer wird das ,baugerst des ,leibes1 das ,skelett mit seinen ,sulen1 ,rhren und ,kapseln1 ,schdel und ,rckgrat1 aus dem anderen ,herz1 ,gefe1 groe ,drsen und der ,ernhrungsweg1 und aus dem dritten1 dem ,horn-,sinnesblatt3 ,gehirn1 ,nervensubstanz und--,haut6 ,da haben wir des ,rtsels ,lsung3 ,gehirn und ,haut sind als ein einheitliches ,organ angelegt und gedacht4 ,sie entstammen denselben ,adern aus dem tiefsten ,schacht des ,lebens1 sie sind eine anatomische und physiologische ,einheit4 ,da dem so ist1 wage ich khn den ,satz3 unsere ,haut ist ein ,teil unserer ,seele6 ,jetzt wird es uns klar1 warum sie von unserer ,seele ebensoviel zu knden1 wie von der des anderen zu empfangen vermag2 sie ist ja ein ,teil1 ein ,substrat des ,seelenorgans selbst1 sie ist nach auen gestlptes ,gehirn1 sie enthlt1 entladet und empfngt einen betrchtlichen ,teil des seelischen ,geschehens berhaupt4 ,jetzt erkennen wir deutlich--und das ist das ,wichtigste dieser ganzen ,betrachtung--warum von hier aus1 von der ,haut her1 so gewaltige ,eingriffe in den ,gesundheitsbestand unseres gesamten ,organismus mglich sind4 ,die ganze ,hygiene der ,haut ist oder sollte es wenigstens sein--eine psychologische ,angelegenheit4 ,jetzt erhellt1 warum die ,reinlichkeit ein ,teil1 eine ,funktion seelischer ,schnheit ist1 warum ,sauberkeit eine kardinale ,tugend1 ein soziales ,erfordernis1 eine sittliche ,pflicht ist4 ,die ,kultur eines ,volkes wie des einzelnen kann gemessen werden an dem ,ma von ,sorgfalt1 das beide auf die ,kultur der ,haut verwenden4 ,zur ,kultur der ,seele gehrt untrennbar die ,kultur der ,haut4 ,die ,zeiten sind fr immer vorber1 in denen struppiger ,bart1 ungepflegte ,hnde1 ,wasserscheu und ,nonchalance der ,tracht fr das ,erkennungszeichen genialischer ,kraftnaturen galten3 er gibt nichts aufs uere1 pflegte man frher von einem solchen teutonischen ,kraftmeyer entschuldigend im ,hinblick auf die ,gewalt seines ,innenlebens zu sagen1 wobei man eben verga1 da das uere unseres ,leibes1 die ,haut1 durchaus ein ,teil des ,innerlichsten ist4 ,gewi knnen wir es durch keine ,kultur erzwingen1 unserer ,haut wieder jenen weichsamtenen ,bltenschmelz zu geben oder zu erhalten1 wie ihn beispielsweise die ,halspartie oder der ,nacken eines ,kindes aufweist1 man kann die ,haut nicht schner gestalten1 als sie von ,natur angelegt ist1 aber jeder kann ihr den ,hhepunkt ihrer ,elastizitt1 ,leuchtkraft1 ,frische und dynamischen ,strahlenwirkung--denn an diese glaube ich in irgendeiner ,form von ,x-1 ,y-oder ,z-,strahlen--abzwingen4 ,ein ,blick auf eines ,menschen ,haut--brigens instinktiv zur ,abschtzung der ,persnlichkeit ebensooft gebt wie der forschende ,blick in die viel weniger durchschaubaren ,augen--kann uns von der ,seele mehr verraten1 als viele1 viele ,worte und andere ,lockmittel zum ,fallenlassen der seelischen ,maske1 die den meisten nun doch einmal das ,leben1 die ,gesellschaft1 der ,kampf ums ,dasein aufntigt4 ,das ,gehirn kann sich mit ,hilfe seiner ,sklaven1 der ,muskeln des ,gesichts1 leicht verstellen1 die ,haut verstellt sich nicht1 sie kann nicht posieren1 die sagt wie eine schlecht gepflegte ,pflanze3 man kultiviert mich nicht1 meines ,trgers ,seele ist matt1 wie meine welken ,fasern1 oder sie blitzt uns entgegen3 seht6 wie mein ,herr mich hlt1 so ist sein ganzes ,wesen6 ,welch armseliger ,versuch1 dieses ,seelenorgan zur ,lge zu zwingen1 durch ,puder1 ,schminke1 ,tinten und ,creme6 ,wahrlich1 die ,frauenwelt mu uns ,mnner fr lauter kurzsichtige ,troddel halten1 wenn sie immer wieder glauben kann1 es gbe jemand1 der diese ,maskerade der ,haut nicht durchschaute4 ,hier kann die ,kunst nichts tun1 aber desto mehr hat die ,natur uns ,mittel gegeben1 diesem unserem ,seelenorgan auf das wirksamste beizukommen4 ,wer nicht tglich eine halbe ,stunde ,zeit hat1 mit ,seifung1 ,dusche1 ,luftbad1 ,abreibung usw4 seiner ,haut und seiner ,seele zu dienen1 versumt ja nicht nur1 den natrlichsten ,schmuck1 den wir haben1 zu putzen und sauber zu halten1 sondern er verzichtet auch darauf1 seiner ,energie die unerllichsten ,kraftquellen zu erschlieen4 ,es ist wissenschaftlich noch nicht vllig geklrt1 warum die tglichen kalten und wechselnden ,vollduschen die ,nervenspannkraft so offensichtlich steigern--ich glaube an eine ,art ,turnbung der kleinsten ,gefmuskeln der ,haut und sekundr des ,gehirns1 welche unsere ,willenskrfte zu beeinflussen imstande sind--aber die ,tatsache ist unbestreitbar1 das kalte ,wasser hat ,mhlenwind fr die ,flgel unserer ,seele1 es hat die ,fhigkeit1 ,spannungen in uns zu akkumulieren1 wie die ,sammler der elektrischen ,ladung4 ,denn abgesehen von dem ,segen der ,disziplinierung1 morgens zunchst durch eine ,dusche den ,gesamtbetrieb anzudrehen1 wie eine ,kurbel am ,automobil1 es sind direkte physische ,krftespannungen1 welche von der ,frottierung der ,haut1 der rhythmischen ,zusammenziehung aller ihrer ,millionen mikroskopischer ,muskeln beim ,duschen1 ,luftbad und beim ,abreiben ausgelst werden und die direkt von der ,haut in die ,seele einstrmen wie unzhlige ,bche in den brausenden ,strom1 der unsere ,persnlichkeit in den ,ozean des ,lebens trgt4 ,wie hbsch symbolisiert alles das1 was wir von der seelischen ,natur der ,haut gesagt haben1 die durch alle ,natur- und ,kulturvlker hindurchgehende ,sitte1 die ,haut zu schmcken mit ,farben1 ,perlen1 ,edelgestein und ,flimmerwerk4 ,es ist1 als wenn dieser ,ziertrieb des ,menschen uns all die herrlichen ,eigenschaften der ,haut in konzentriertestem ,mae zum ,bewutsein bringen wollte3 da ist die ,perle obenan ein ,symbol fr den matten ,glanz ihrer schmiegenden1 schimmernden ,weichheit1 da ist der ,diamant ein ,symbol fr die funkelnde schillernde ,pracht ihrer seitlichen ,durchleuchtung1 da ist der ,rubin als ,symbol ihrer ,durchstrmung mit der flssigen ,glut des ,lebenssaftes4 ,das ist vielleicht auch der geheime ,sinn1 warum die ,menschen und namentlich die ,frauen1 die ja durchschnittlich eine so unendlich viel schnere ,haut besitzen als der ,mann1 sich so gern mit ,naturgebilden schmcken1 die1 was ,schnheit der ,hlle betrifft1 im ganzen ,reich der ,erde beispiellos dastehen1 mit den ,pflanzen und ,blten6 ,auch hier symbolisiert die ,weichheit des ,flaums im ,bltenkelch und ,bltenblatt einen ,reiz1 der der menschlichen ,haut keineswegs versagt ist6 ,bltenschmuck ist ja eine ,art ,huldigung1 die der ,mensch dem ,naturgedanken schner ,umhllung darbringt2 denn1 wenn ,grovater ,goethe und ,vater ,darwin recht haben1 diese ,trger aller unserer modernen ,naturgedanken1 so ist die ,bltenhaut in ihrem ,farbensamt und ihrer schneeigen ,decke die ,stammutter und das ,urgebild auch der menschlichen ,haut6 ,was wir auch mit unserer ,haut anfangen1 denken wir daran1 da sie von ,blten stammt und ihr ,ebenbild ist1 da sie ,zartheit und ,innigkeit verlangt in ihrer ,pflege1 wie ihre duftenden1 das ganze ,leben verschnenden ,ahnen aus dem ,reich der ,blumen4